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Nr. 10
Dienstag, den 11. Januar
1921
Wird Harding helfen?
Von einem Deutſchamerikaner.
Das Nepräſentantenhaus in Waſhington hat
Auslands=
kredite zur Hebung des ausländiſchen Expoxts bewilligt.
Für Deutſchland käme ein Kredit von einer Malliarde Dollars
zur Einführung von Lebensmitteln und Baumpolle in Betracht.
Präſident Wilſon, von dem man ſo ſelten etwas und nie etwas
Gutes hört, hat gegen die Auslandskredite ſein Veto eingelegt.
Die Gründe: Der amerikaniſche Export ſei im letzten Jahre
er=
heblich gewachſen; es führe zur Defigtion, wenn Awerika auf
dem offenen Markt zu borgen anfange: Exporte dürften mir durch
private Kredite finanziert werden. Aber Wilſon wünſcht auch
nicht, daß die Bundesbanken ihre Gewinne zu Exportkrediten
hergeben. Ja, man nimmt bereits an, daß Wilſon die Kredithilfe
an Deutſchland dadurch hintertreiben wolle, daß er die
Verwen=
dung des beſchlagnahmten feindlichen Eigentums zu dieſem
Zweck ebenfalls verbietet. Es wäre müßig, zu unterſuchen,
warum Wilfon ſolche Gründe hat. Es genügt das wohltuende
Bewußtſein, daß es auf ihn nicht mehr ankommt, ſondern auf
ſeinen Nachfolger Harding. Wird ſich auch dieſer wie ein
Erzengel mit dem Schwerte des Veto vor die Löſung der
Kre=
ditfrage ſtellen? Harding hat ſeit Auguſt vorigen Jahres in
vielen Kandidatenreden „hilfreiche Hand auch für Deutſchland”
verſprochen. Das war nicht bloße Wahlmache zur Gewinnung
von Deutſchfreunden für ſeine Präſidentſchaftskandidatur. Er
hat auch heute noch den feſten ehrlichen Willen, mit Deutſchland
nicht nur in einen moraliſch und diplomatiſch erträglichen
Frie=
denszuſtand, ſondern in wirtſchaftliche Verbindung zu kommen.
Sonſt hätte er ja ſeinen „Fühler” Mac Cormick an Berlim
vor=
beireiſen laſſen können. Aber der immer leicht zur Gefühlspolitik
neigende Deutſche darf nicht vergeſſen, daß der Präſident der
Vereinigten Staaten trotz einiger faſt monarchiſtiſcher Rechte im
Grunde doch nichts anderes iſt als ein Hanzler von
vollsgewoll=
ter Abhängigkeit. Abhängig iſt er von der öffentlichen Meinung
und von der bekanntlich ſehr ſmarten Geſchäftswelt. In
u=
ſerem Falle von der Bankwelt. Die Bankwelt von
Wall=
ſtreet iſt gegen die Gewährung ſtaatlicher
Kre=
dite. Um nicht wur zu verneinen, ſondern auch den guten
Willen zu zeigen, haben ſich einige Vanken zufammengetan, um
einen Hundertmillionen=Dollars=Fonds für Au=aybskredite zu
ſchaffen. In den Südſtagten beſteht bereits eine Organiſation
für den Export von Baunnzvolle.
Der Widerſtand von Wallſtreet richtet ſich im weſentlichen
gegen die Beſtrebungen der amerikaniſchen Farmer, insbeſondere
der ſehr notleidenden Weizenerzeuger und Baumollpflanzer,
die die Preiſe hochhalten und die auch hinter dem vom
Nepräſen=
tantenhaus angenommenen Vorſchlägen ſtehen. Die Gründe
hier=
für tiefer zu verfolgen, würde wiederum zu weit führen. Genug.
die Welt des Dollars, der Staat im Staate, iſt im allgemeinen
gegen die Kredite. Und die öffentliche Meinung? Deutſchland
hat heute wieder viele Freunde in allen Schichten der
Bevölke=
rung. Deutſchlands Not greift vielen ans Herz. Und da mam
trotz allen Niederbruchs an Deutſchlands Zukunft glaubt, hält
man die Kredithilfe für ein ſicheres und nützliches Geſchäft.
Bringt die Bankwelt die ſtaatliche Hilfe zu Fall, ſo wird man ſich
allerdings nicht ſonderlich aufregen, ſondern die Löſung des
Pro=
blems von der privaten Einigung der amerikaniſchen und
deut=
ſchen Kaufmannswelt erwarten. Der Vorbau iſt bereits
er=
richtet, nämlich durch die Abmachungen zwiſchen den
amemikani=
ſchen Schiffahrtsgeſellſchaften auf der einen, der Hapag und dem
Norddeutſchen Lloyd auf der anderen Seite. Amerika hat
Schiffe. Vielzuviele! Aber es herrſcht Einmütigkeit under den
Amerikanern, daß alle Schiffe unter amerikaniſcher Flagge
blei=
ben (insbeſondere keine an England verkauft werden) ſollen.
Deutſchland hat im Gegenſatz zu dem Perſonalmangel in
Ame=
rika hervorragende Seeleute, und die Hamburg=Amerika=Linie
eine treffliche, weitverzweigte Organiſation auch nach
Südame=
rika und Ofürſien. Es fommt nur darauf an, bei den
Verhand=
lungen eine für beide Teile befriedigende Form der
Kräftever=
einigung zu finden; dieſe Form anuß und wird gefunden werden.
Sobald dieſe Vereinbarung zum Abſchluß gekommen iſt, wird
das ganz von ſelbſt kräftig dahin wirken, daß auch das
Kredit=
abkommen beſchleunigt teird.‟ Zwiſchen beiden Aktionen beſteht
ja ein enger innerer Zuſammenhang: die argerikaniſchen Schiffe
brauchen Fracht, die Stockung in den Aus= und Einfuhrhäfen iſt
ſehr bedenklich; ohne großzügige Kredite für den Export wird
die amerikaniſche Schiffahrt und das ganze amerikaniſche
Wirt=
ſchaftsleben nicht vorankommten. Das weiß Herr Harding. Das
wird ihm bereits in der ganzen amerikaniſchen Preſſe zur
Ge=
nüge klar gemacht. 1Ind deshalb wird er auch helfen.
Georg Hochſtetter.
Oberſchleſien.
m. Verlin, 9. Jan. Die Deutſche Allgemeine Zeitung
ſchreibt: Aus Warſchau kommen merkwürdige
Preſſemel=
dungen. Die Rzeczpoſpolitn, das Organ des
Außenminiſte=
riums, läßt ſich aus Beuthen melden, daß die deutſche Preſſe
für eine deutſch=polniſche Einigung über Oberſchleſien ohne
Ab=
ſtimmung Stimmung mache. Deutſchland wolle die Kreiſe
Ryb=
nik, Pleß, ſowie Teile der Kreiſe Kattowitz, Beuthen, Gleiwitz
abtreten, ſo daß Polen Verbindung zwiſchen Krakau und Poſen
habe,
Zu gleicher Zeit treffen Preſſenneldugen des Reuterſchen
Bureaus ein, in denen es einerſeits heißt, daß die Abſtimmung
der außerhalb Oberſchleſiens Wohnhaften noch nicht geklärt ſei,
andererſeits, daß, ſelbſt wenn die Abſtimnmng ſtattgefunden habe,
die Abſtimmung ſelbſt für die Zuteilung eines Teiles von
Ober=
ſchleſien an den Staat, für welchen die Abſtimmung ausgefallen
iſt, nicht ohne weiteres feſtſtehe. Es wird angedeutet, daß dieſe
ganze Frage einer endgültigen Regelung vorbehalten bleibe.
Wenn man aus dieſer etwas dunklen Meldung Schlüſſe
ziehen darf, ſo könnte man beinahe verſucht ſein zu glauben, daß
ein allgemeiner Feldzug der europäiſchen Oeffentlichkeit,
diri=
giert von Polen, in dem Sinne einer Teilung Oberſchleſiens vor
der Abſtimmung vor ſich geht, und daß, wenn Deutſchland auf
dieſen Plan nicht eingeht, die Entente ſich eventuell vorbehalten
will, ſelbſt eine Teilung Oberſchleſiens vorzunehmen,
gleichgül=
tig, wie auch immer die Abſtimmung ausfallen wird.
Die deutſthe Oeffentlichkeit hat allen Grund, dieſen
Mel=
dungen mit außerordentlichem Mißtrauen gegenüberzuſtehen,
und wir richten an die Regierung die Bitte, auch ihrerſeits
auf=
merkfam dieſen Beſtrebungen zu folgen und, wenn irgend
mög=
lich, ſie zu vereiteln. Unſeres Erachtens ſind die polniſchen
Be=
ſtrebungen nur ein Zeichen dafür, daß die Polen die Schwäche
ihrer Ausſichten, trotz des ſür ſie ſo günſtigen
Abſtimngsregle=
ments und trotz aller Machenſchaften für eine Veeinfluſſung der
Abſtimmungsmaſchinerie in ihrem Sinne, jetzt endlich
einge=
ſehen haben. Sie wollen der Niederlage vorbeugen und ſetzen
die europäiſche Preſſe dafür in Bewegung, um das Ternain
vor=
zubereiten und die etwa kleinmütigen Deutſchen dahin zu
brin=
gen, auf die polniſchen Lockungen einzugehen. Unſeres Crachtens
können wir mit voller Siegesgewißheit auf die oberſchleſiſche Ab= Entwaffnungsfrage zu ſtudieren, ſchreibt in den Daily
ſtimmung blicken und haben keinerlei Anlaß, könnten es auch vor
der oberſchleſiſchen Bevölkerung niewols verantworten, gegen
ihren Willen einen Teil von Deutſchland einer fremden Macht
zu überantworten. Was es heißt, in polniſche Hände zu fallen,
das haben ja die deutſchen Minoritäten in Polen am eigenen franzöſiſchen und der engliſchen Auffaſſung liege in der Wahl
Leibe erfahren. Nicht möglich und nicht wahrſcheinlich ſcheint
uns die Tendenz der Ententemächte, ſich trotz einer Deutſchland gewünſcht, das Ruhngebiet zu beſetzen, wo die Sympathien
durch=
günſtigen Abſtimmung eine Kontrolle, über die oberſchleſiſche
Großinduſtrie vorbehalten zu wollen. Das wäre eine Verletzung
des Friedensvertrages, nach welchem die Abſtimmug über das fahren ſei, die Stellung der gegenwärtigen deutſchen Regierung
Schickſal der Bewohner Oberſchleſiens zu entſcheiden hat. Wir
glauben annehmen zu dürfen, daß unſere Regferung ſich mit
äußerſter Entſchiedenheit jedem Bruch des Friedensvertrages in
dieſer Beziehung widerſetzen wird.
Wenn die engliſche Preſſemeldutng, daß eine endgültige
Ent=
ſcheidung über die Abſtimemung der Heimattreuen noch nicht
ge=
troffen ſei, etwa eine Antwort auf die letzte Note der deutſchen
Regierung an die Botſchafterkonferenz darſtellt, ſo würden wir
das begrüßen. Wir haben bis jetzt noch keine engliſchen und
franzöſiſchen Blätterſtimmen über die Note zu Geſicht bekomen.
dalitäten der Abſtimmung, immer vorausgeſetzt, daß unſer
grundſätzlicher Standpuunkt über die Abſtimmung Anerkenuung einer vernünftigen Zeitſpanne zu unterſtützen. Der Obſerver
und Würdigumng findet. Nach der Reutermeldung ſcheint die ſchlägt nach dem Vorbild gewiſſer offiziöſer Blätter vor, falls
Hoffnung nicht ganz ausgeſchloſſen, daß es tatſächlich noch zu
ſolchen mündlichen Verhandlungen kommen wird. Wir können
immer noch nicht anehmen, daß die Entente ohne weiteres auf ter Zeit hätten die Bergleute ihrer Abneigmag gegen die
Beibe=
ihrem Standpunkt der zeitlich getrennten Abſtimmung beharren haltung der Einwohnerwehren deutlich Ausdruck gegeben.
wird, eine Modalität, die nach unſerer Anſchauung einen Bruch
des Friedensvertrages in ſich ſchließt.
Die oberſchleſiſche Frage wird nie zur Nuhe
kom=
men, wenn ſich nicht Eucopa auf den Standpunkt des ſchen Finanzminiſter i Bamberg, die am Freitag
halten bleibt, wenn dieſes nicht wirtſchaftlich zum Krüppel
ge=
macht werden ſoll. Die franzöſiſche Preſſe operiert dauternd mit
dem Argment, daß die oberſchleſiſche Induftrie für Frankreich Reichseinkonmmenſteuergeſetz wurde eingehend erörtert.
End=
einmal im Falle eines neuen Krieges gefährlich werden könnte. gäültige Beſchlüſſe wurden noch nicht gefaßt, da ſich die verſchie=
Die oberſchleſiſche Induftrie iſt nach der vollzogenen militäriſchen
Abräſtung und Entwaffnung Deutſchlands eine Friedensiydu= lungen follen Mitwwoch in Beylin fortgeſetzt uud beendet werden.
ſtrie. Sie hat mr friedliche Zweike und hat mit Krieg und
mili=
täriſchen Rüſtungen nichts zu tun. Die Beweisführung der
fran=
zöſiſchen Blätter iſt dieſelbe wie die von Clemenceau, der die
Ge=
fahr, die Frankreich von Deutſchland in der Zukunft drohen
ſche zum Hungertode verurteilde. Wenn Europa ſich nicht endlich weſtfäliſchen Induſtriegebiet beſuchte Verſammlung des
freimachen wird, ſo ſehen wir keine Rettung für die Welt.
Unſere Hoffnungen für eine endliche Anerkennung unſeres
öffentlichen Meinung und der Staatsmänner der Allfierten im= „Vollſozialiſierung” gemeint ſei, aus. Die ganze Wirtſchaft müſſe
mer noch nicht ganz aufgeben.
Das gerettete Vaterland.
Oberelſaß erſcheinende Democrate vom 26. November eine
Geſchichte mit, die für die bei den Franzoſen und den „Patent= Beſitzern weiter überlaſſen, von denen eine dem Wert der
Lager=
patrioten” vom Schlage Wetterles und ſeines Blattes herrſchende
vollen Wortlaut wiedergeben:
Bahnhofs für die Kanten der Steinpfeiler in der Eingangshalle / Stellung für die im Bergbau beſchäftigten Arbeiter und
Ange=
eine beſondere Zier ausgedacht. Der Eiſenbahner ſollte die
Viel=
geſtaltigkeit ſeines Berufes in Stein dargeſtellt und — verewigt
Meldeglocke, vom ſchweren Gepäck konnten jeden Tan die Chrung Verbandsvorſitzender Wieber=Duisburg verurteilte in ſchar=
und Wichtigkeit ihres Berufes erkennen. Natürlich waren die
jemals einen Eiſenbahner ohne Mütze geſehen? Da der Bau im
die Mützen natürlich nicht chineſiſcher, ſondern nach deutſcher nur Not und Elend in tauſende von Arbeiterfamilien hinein=
Eiſenbahnervorſchrift fabriziert worden. Dieſe kalte ſteinerne
deutſche Eiſenbahnermütze hat offenbar die Nachtruhe der Pa= eiuer einſtimmig angenommenen Entſchließung wurden die
ver=
tentpatrioden geſtört, deun der Mann mit dem Meißel iſt ge= ſchiedenen Leitfätze Imbuſchs angenommen.
komnmen und hat Mütze, Geſicht, Werkzeuge, überhaupt das ganze
Eiſenbahnerrelief abgemeißelt. Der Stein iſt heute glatt, der
Patriotisms gewiſſer Leute reibt ſich daran fürder nicht
mehr wund.
ſteinernen Eiſenbahner in wiehernde Freude darüber, daß wieder Nachrichten, welche offenbar auf die drohende Haltung der
ruſſi=
ein paar „Boches” fortgegangen ſind.
Hoffentlich ruht der Rhin Frangais nicht eher, bis ſowohl
der Colmarer Bahnhof als auch das Oberlandesgerichtsgebäude
bis zum Grundſtein abgebrochen und wieder neu aufgebaut ſind. Grund haben, werden durch die Kataſtnophenpolitik der Regie=
Denn was hilft es, wenn man die kleinen „Boches” entfernt,
aber die „Generalboches” ſtehen läßt.”
Man muß dieſe Narren gewähren laſſen. Das Rad der
Ge=
ſchichte iſt ſchon über ſie hinweggegangen; ſie haben keinen Boden
mehr im elſaß=lothringiſchen Volke. Das wird auf dieſe Weiſe bleiben der von der Entente zugeſagten Kredithilfe, von der es
jetzt. Die Deutſchen haben keine franzöſiſchen Wahrzeichen,
Denkmäler uſw. entfernt; im Gegenteil. Die deutſche Schule ſchlagenen Umfange nicht eintreten wird. Denn es klingt wie
machte die Jugend des Landes auf dieſe Wahrzeichen aufmerkſam beißender Hohn, wenn fnanzöſiſche Stimmen erklären, man mütſſe
die Dentmäler Ney, Kleber und Rayp. Wetterlé und ſeine Ge= nügend fremde Konmiſſionen beherbergte und als ob die
Nepa=
ſinnungsgenoſſen glauben die letzte Erinnerung an die deutſche rationskommniſſion innerhalb zweier Jahre nicht Zeit genug ge=
Zeit getvaltſam entfernen zu müſſen, um Ruhe zu bekoumnen, habt hätte, genaueſten Einblick in unſere Lage zu gewinnen.
und merken nicht, daß im jetzigen Augenblick ſchon beinahe das Man ſpricht im Zuſammenhang damit ſogar von einem Rücktritt
geſamte Volk „ſchreit”.
Danzig.
Warſchau, 10. Jan. (Wolff.) Eine Abordnung der freien, der Löſung der weſtungariſchen Frage und fürchten den Ein=
Stadt Danzig hat geſtern nach viertägigem Aufenthalt ihre marſch der ungariſchen Truppen. Ausländiſche Blätter ſehen für
Verhandlungen mit den Vertretern der polniſchen Regierung
über die Verſorgung der Stadt Danzig mit Lebensmitteln be= die Beſetzung des öſterreichiſchen Gebietes durch die Heeve der
endet. Ueber alle weſentlichen Punkte iſt eine Einigung erzielt
worden. In einigen Wochen werden die Vertreter der freien
Stadt Danzig wieder mach Warſchau zurücklehren, um das
end=
gültige Abkomen feſtzulegen.
Die Entwaffnungsfrage.
Paris, 10. Jan. (Wolff.) Der engliſche Generalmajor
Maurice, der ſich gegenwärtig in Deutſchland aufhält, um die
News: Es ſei kaum zweifelhaft, daß die deutſche Regierung ſich
ehrlich bemühe, die Entwaffnung durchzuführen. Frankreich ſei
zum guten Teil im Recht, wenn es die Auflöſung der
Ein=
wvohnerwehren verlange. Die einzige Differenz zwiſchen der
der zweckmäßigſten Mittel. Die Franzoſen hätten lange Zeit
weg nach links gingen. Dies würde eine Strafmaßnahme gegen
die Regierung und die Linksparteien ſein. Das richtige
Ver=
zu ſtärken. Wenn das deutſche Volk überzeugt werden könne,
daß die Wiederherſtellung der Induſtrie und die Bekämpfung
der Teuerung von der genauen Erfüllung der militäriſchen
Be=
ſtimmnugen des Verſailler Vertrages abhänge, ſo werde es die
Mittel finden, die geeignet ſeien, dieſe Beſtimmungen
durchzu=
führen. Wenn andererſeits die Engländer und Franzoſen durch
ihr Vorgehen die Lebensbedingungen in Deutſchland erſchwerten,
ſo würden ſie direkt die Karten der Reaktion ſpielen.
Paris, 10. Jan. (Wolff.) Wie der Temps meldet, ſchreibt
der Londoner Obferver in einem Leitartikel zur Entwaff=
Wir haben uns angeboten, wüindlich zu verhandeln über die Mo= nungsfrage: England fei durchaus entſchloſſen,
Frank=
reich bei der Durchfüihrung der Entwaffnung Deutſchlands in
Bayern in ſeiner Widerſetzlichkeit fortfahren ſollte, daß die
Alli=
ierten München und nicht das Ruhrgebiet beſetzen, dem in letz=
Die Bamberger Finanzminiſterkonferenz.
* Wie berichtet wird, hat ſich die Konferenz der dent=
Rechtes zurückzieht. Dieſer Standpunkt des Rechtes fällt zu= dort tagte, nicht nur mit der Frage der Ueberweiſungen des
ſammen mit dem allgemeinen europäiſchen Stanopunkt, der for= Reiches an direkten Steuern an die einzelnen Länder befaßt,
dert, daß Oberſchleſien unter allen Umſtänden Deutſchland er= ſondern ſich außerhalb des eigentlichen Programms ſehr ſtark
mit den Beamtenforderungen befaßt, ferner mit der
Mietſteuer=
frage und mit dem Landesſteuergeſetz. Auch die Novelle zum
denen Regierungen Erklärungen vorbehielten. Die Verhand=
Die Sozialiſierung des Kohlenbergbaues.
Duisburg, 9. Jan. (Wolff.) Heute vormittag fand hier
könnte, dadurch banmen wollte, daß er zwanzig Millionen Deut= eine von mehreren hundert Vertrauensleuten aus dem
rheiniſch=
von derartigen Rückfällen im das Zeitalter des Barbaxentums Deutſchen Gewerkſchaftsbundes ſtatt, die ſich mit der
Frage der Sozialiſierung des Kohlenbergbaues
beſchäftigte. Der Vorſitzende des Gewerkvereins chriſtlicher Berg=
Rechtes ſind ſchwach. Aber wir können die Hoffnung auf den arbeiter, Reichstagsabgeordneter Imbuſch, ſprach ſich gegen
Durchbruch der geſunden Vernunft wenigſtens bei Teilen der eine Verftaatlichung des Kohlenbergbaues, wie ſie wit dem Wort
vielmehr in möglichſt vollkommener Weiſe der Volksgeſamtheit
dienſtbar gemacht werden. Folgende Leitpunkte wurden als
im gegenwärtigen Zeitpunkt erreichbar aufgeſtellt: Die im Boden
E.N. Unter dieſer Ueberſchrift teilt der in Colmar im vorhandenen Schätze an Kohlen werden in den Beſitz der
Volks=
gemeinſchaft übergeführt. Die Ausbeutung wird den bisherigen
ſtätten angepaßte Abgabe erhoben wird. Die im Bergbau be=
Mentalität ſo bezeichnend iſt, daß wir ſie noch nachträglich im ſchäſtigten Perſonen ſind an der Produktion zu intereſſieren.
Unberechtigt hohe Gewinne im Bergbau müſſen der Volksgeſamt=
„Wie männiglich bekannt, hatte der Baumeiſter des hieſigen heit dienſtbar gemacht werden. Schaffung einer befriedigenden
ſtellten. Das Betriebsrätegeſetz muß ſiungemäß durchgeführt und
eventuell verbeſſert werden. Hinzu kommt noch eine Aenderung
ſehen. Die Männer von der Kneifzange, der Blendlaterne, der des Aktienrechtes, insbeſondere die Einführung von Kleinaktien.
fen Worten den wilden Streik auf der Thyſſenhütte in Hamborn,
Figuren nicht harhäuptig ausgemeißelt worden. Denn wer hätte der zur Schließung diefer Hütte geführt hat, und wandte ſich
gegen die Beſtrebungen, den Streik auf weitere Betriebe im
rhei=
erſten Jahrzehmnt des Jahrhunderts aufgeführt worden iſt, ſind niſch=weſtfäliſchen Induſtriegebiet auszudehnen. Dadurch würde
getragen und den linksradikalen Hetzern Vorſchab geleiſtet. In
Deutſch=Oeſterreich.
* Wien, 10. Jan. In induſtriellen Kreiſen erhält ſich
hart=
näckig das Gerücht von einer bevorſtehenden
kommuniſti=
ſchen Revolution. Zuerſt war der Putſch für den 6., dann
Der Rhin Franegis gerät geſtern ob der Entſernung der für den 10. und nunmehr für den 12. Januar angeſagt. Die
ſchen Sowjetregierung, die in den letzten Tagen erfolgten
Ver=
haftungen zahlreicher kommuniſtiſcher Kuriere und in der
Auf=
deckung eines kommuniſtiſchen Komplotts in Belgrad ihren
rung und der Wiener Preſſe aufs beſte und eifrigſte unterſtützt.
Die geſamte Wiener Preſſe bringt heute nämlich lange Artikel
über den unmittelbar bevorſtehenden Zuſammenbruch. Die
offiziellen Stimmen führen heftige Beſchwerde über das
Aus=
ja nur erinnert an die großen Unterſchiede zwiſchen einſt und bereits feſtſteht, daß ſie in dem von Sir William Goode vorge=
und führte ſie in ihre Bedeutuna ein. Wir erinnern nur an zum Studium der öſterreichiſchen Finanzlage eine beſondere
Kommiſſion nach Wien entſenden. Als ob Wien nicht ſchon
ge=
der Regierung und ſteht ratlos der nächſten Zukunft gegenüber.
Linksſtehende Blätterſtimmen erblicken die drohende Gefahr im
den Fall eines politiſchen und finanziellen Zuſammenbruches
Nachbarſtaaten voraus und prophezeien ſchwere Verwicklungen
Seite 2.
Darmnavter Tagyaif, Dienstag, den II. Januar ID21
für ganz Mitteleuropa. So ſcheint denn eine Periode naibſter
Staatskunſt, welche unter dem Diltat von Saint Germain einen
zum Tode verrteilten Körper wieder beleben will, dem Ende
entgegenzugehen, und wir wären wieder dort angelaugt, ſpo wir
im November 1918 ftanden. Hoffentlich ſtehen wir aber dann
nicht wie damals den Ereigniffen überraſcht und unvorbereitet
gegenüber, ſondern tun bewußt und zuverſichtlich den einzigen
Schritt, der uns wieder eine Zukunft eröffnet, der uns
hinüber=
führt von verwelkter Staatskunſt und Staatspolitik zu einer
wahrhaften Volkspolitik, der uns die Vereinigung bringt mit
unſeren Stammesbrüdern im Deutſchen Reiche.
Die Senatswahlen in Frankreich.
Paris, 10. Jan. (Wolff.) Ueber das Ergebnis der
Senatswahlen wird folgende offizielle Statiſtik
ausge=
geben: Es wurden gewählt: 3 Konſervative, 13 Republikaner,
43 radikale Sozialiſten und 11 ſozialiſtiſche Republikaner. Das
Ergebnis von 2 Wahlen in den Kolonien ſteht noch aus. Die
Konſervativen haben 5 Sitze verloren, die Linksrepublikaner
haben 2 Sitze gewonnen, die Republikaner ihren Beſitzſtand
be=
hauptet. Die radikalen Sozialiſten verlieren 4 Sitze. Die
So=
zial=Republikaner gewinnen 7. Der zur Wahl ſtehende
Acker=
bauminiſter Ricard iſt nicht gewählt worden. Unter den
Ge=
wählten befindet ſich der Chefredakteur des Matin, Henri de
Jouvenel.
m. Paris, 10. Jan. Zu dem Ausfall der
Senats=
wahlen meldet Hadas noch, daß im erſten Wahlgang u. a.
noch gewählt wurden: die früheren Miniſterpräſidenten Combes
und Doumerque und der frühere Miniſter Cheron. In den
Be=
zirken Aube und Cher ſind die Kandidaten der Kommruniſten
vernichtend geſchlagen worden. Die Rechte verlor im Norden
mehrere Sitze.
Zu ben Senatswahlen ſagt der Figaro, in politiſchen
Kreiſen habe man erklärt, die Senatswahlen würden zeigen, daß das
Volk genug habe vom nationalen Block und daß es das Vertruen
den Wadikalen wieder zuwenden werde. Das ſei nicht der Fall. Die
Radikalen hätten einige Sitze verloren, und es fei klar, daß die Wähler
einer gemäßigten Politik zuneigten. — Die Humanäté ſagt, die
politiſche Lage werde nach den Senatswahlen ſo ſein, wie ſie geſtern
ge=
weſen ſei. — Eelgir ſagt, die Wahlen würden an der politiſchen
Lage nichts ändern. Die Oppoſition gegen den nationalen Block, wie
die Blätter der äußerſten Lnken vorausgeſagt hätten, hätte ſich
nir=
gends gezeigt. — Echo de Paris erklärt, das Ergebnis des
geſtri=
gen Tages beweiſe klar, daß der Block der Linten, d. h. die Radihalen
und ihre ſozialiſtiſchen Verbündeten, eine große Niederlage erlitten
hätte. Die Mehrheit im Senat gehe aus dem Wahlkampf gefeſtigt und
geſtärkt hervor. —— Nach dem Journal ſcheint es tatſächlich nicht,
daß ein beſtimter Wunſch muisgeſprochen wäre, die Geſchäfte bes
Lan=
des mehr rechts oder mehr links zu führen.
Maroel Hutin ſchreibt im Echo de Paris, angeblich auf Grund
von Informationen aus Negierungskreiſen, über die Folgerungen aus
dem Ausfall der Senatswahlen: Wen es zutrifft, daß Leygues in
einem gegebenen Augenblick an eine Umbiddung des Kubinetts denken
konnte, ſo iſt er angeſichts des Ausfalles der Senatswahlon, die
Mar=
ſal in den Senat bringen und drei andere Mitglieder der Regierung
wiederum hineinbringen, wie er erſt vor einigen Tagen erklärte, der
Anſicht, daß kein Anlaß zur Umbildung des Kabinetts vovliegt, mit
Ausnahme hinſichtlich des Ackerbauminiſters Ricard. Die Wahlen im
ganzen änderten die gegenwärtige politiſche Situation nicht. Die
Regie=
rung ſchöpfe auch weiterhin ihre Kraſt und ihre Mehrheit aus dem
linken Zentrum. Unter dicſen Umſtänden könne als ſicher
angenom=
unen werden, daß in den am Dienstag unter dem Vorſitz Millerands
ſtattfindenden Miniſterrat das Kaßinett der Anſicht Ausdruck geben
werde, daß ſeine Kraft durch die geſtrige Wahlen gowachſen ſei.
asp. Der preußiſche Miniſter Häniſch und die Marburger
Zeitfrei=
willigen. Der Miniſter Häniſch hat an den Vorſitzenden der
Deut=
ſchen Studentenſchaft, Herrn van Aubel, folgenden Brief
ge=
gerichtet: . . . Meine in Ihrem Kreiſe lebhaft beanſtandete Aeußerung
über die Marburger Zeirfreiwilligen anläßlich der Mechterſredter
Tra=
gödie ſtand unter dem Eindruck der Reichstagsreden und der
Verhand=
lungen vor dem Kriegsgericht. Sie erfolgte aus dem ſchmerzlichen
Ge=
fühl heraus, daß durch jene Vorgänge die Gegenſätze zwiſchen
Apbeiter=
welt und Studentenſchaft, deren Ueberbwickung wr von jeher am Herzen
lag, verſchärft werden mußten. Wenn ſich mir auch die endgültige
Stel=
lungnahme zum Vorgehen der beteiligtem Zeitfreiwilligen vorbehaiten
muß, bis die wegen Miſhandlung gegen einige Smdenten eingeleiteten
Verſahren zum Abſchluß gebract ſind, ſo will ich als preußiſcher
Eiats=
zumiſter doch bereits heute erklären, daß ich uach dem rechtskräftig
ge=
wordenen Spruche des Kaſſeler Schvurgerichts die von wir gebrauchten
ſchroffen Wendungen nicht aufrecht erholte. Ich nehme dieſe
Wen=
dungen hiermit zurück.
* Stadtverordnetenwalllen in Hanqu. Bei den
Stadtverord=
netenwahlen in Hanau wurden abgegeben: Handwerkerliſte 1908,
Bürgerliche Gemeinſchaft 8857, Sozialdemokraten 4229, Komuniſten
7688 Stimmen. Es entfallen auf die Handwerterliſte 4, die Bürgerliche
Gemeinſchaft 19, die Sozialdemokraten 8 und die Kommruniſten 11 Sitze.
Die bürgerlichen Parteien haben damit die Mehrheft im
Stadtparlament errungen.
* Die Volksabftimmung in Bremen ergab folgendes Refültat: Bis
zur Stunde liegen aus 129 bon 132 Bezirken (einſehließ’ich
Vremer=
haven) die Ergehniffe dor. Es wurden abgegeben 160 607 Stimmen;
davon ſtimmten mit „Nein” (alſo im Sinne der bürgerlichen Parteien
96 566, mit „Ja” (im Sinne der bisherigen ſozialiſtiſchen Mehrheit)
73 351 Wähler. Die drei noch ausftehenden Beziufe haben überviegend
bürgerlichen Charakter, ſo daß mit mehr als 23 000 Stimmen eine
bürgerliche Mehrheit geſichert iſt. (s müſſen nun innerhalb 3 Woden
Neuwahlen zur Bremer Bürgerſchaft ausgeſchrieben
werden. Noch im Juli dorigen Jahres betrug die ſozinliſtiſche
Mehr=
heit 6000 Stimmen. Das heutige Ergebnis iſt vor allem der
Zuſam=
menarbeit der bier bürgerlichen Parteien zuzuſchreiben.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 11. Januar.
* Erledigt ſind zwei mit kothobiſchen Lehrern zu beſetzende
Schul=
ſtellen in Klein=Hauſen, Kreis Bensheim.
n. Strafkammer. Wenige Tage nach Verbüßung einer längeren
Diebftahlsſtrafe ſurde der Bjährige Schloſſer Andreas Hübner aus
Frankfurt a. M. ſchon wieder rüickfällig, indem er ſich auf dem „Hofe
der Ortskrankenkaſſe Offenibach ein fremdes Fahrad aneignete. Die
Freude des Beſitzes war nur kurz, denn der Eigentümer kam gerade
hinzu und faſte den Tärer ab. Mit Zubilljaung mildernder Umſtände
wurde H. nunmehr zu. 1 Jahr Gefängnis, abzüglich 3 Monate
Unterſuchungshaft, verurteilt. — Das Sündenregiſter des Bjährigen
Taglöhners Johann Schweitzer von Egelsbach und des bereits
rück=
fälligen 26 Jahre alten Schloſſers Guſtav Rexer von Züederrad weiſt
zwei ſchwere und zuei einfache, gemensſam in der zweiten Hälfte des
Septembex vorigen Jahres verübte Diebſtähle auf. Die beiden
ber=
ſchafften ſich da als ihren Lebensunterhalt auf dieſe Art und ſind
ge=
ſtändig, in der Gegend von Neu=Iſenburg aus uermittelten Anweſen
in drei Fällen eine größere Anzahl Hühner Stallhaſen und anderes
geftohlen zu haben. In gleicher Weiſe bemäcktigten ſie ſich nachts in
Egelsbach mittals Emſteigens bei einem Gärtnereiheſitzer
Kleidungs=
ſtücke und nahmen 14 Stallhaſen mit. Zuletzt ſetzte Schweitzer noch
allem die Krone dadurch auf, daß er ſeiner eigenen Mutter nachts ein
Schrein von 2000 Maxk Werk nebſt zwei Gänſen aus dem Stalle ſtahl.
Die geſamte Beute wurde in Frankfurt abgsſetzt, und es ſteht
bezüg=
lich des Schveins feſt, daß die Täter es un Ort ud Stelle
chlorofor=
mierten und ſo unbemerkt abſchlachteten. Das Fleiſch wurde in einer
Frankfurter Wirtſchaft dem aus der Nachbarſchaft herbeigerufenen. 28
Jahre alten Kaufmann Emil Binder angeboden, und dieſer ſetzte es
(1 Zentner Gewicht) für 1260 Mark weiter ab. Als Vergütug erhielt
er von den Dieben 150 Mark und er ſelbſt verſchaffte ſich weitere 200
Mark dadurch, daß er behauptete, es um viel weniger verkauft zu haben.
Obwohl er ſich auf guten Glauben beruft, wurde er doch der
Hehle=
rei ſchuldig befunden und zu 4 Monaten Gefängnis
verur=
teilt. Gegen die beiden anderen Angeklagten war ſeitens des
S aatsanſvalts mit mildernden Umſtänden Gefängmis beantragt,
doch baten ſie ſelbſt um Zuchths, da deſſen Verbüßung
leichter ſei. Es erhielt Sch. eine G=ſcurtſtrafe von 2
Jah=
ven, R. eine ſolchz von 3 Jahren Zuchthaus nebſt 5. 10jährigem Ehrverluſt. — In einer Julinacht vorigen Jahres
ſtahlen der 22jährige Taglöhner Philipp Henkel und der 2 Jahre
alte Taglöhner Georg Henn beide von Klein=Steinhein, mittels
Einſteigens aus der Lederfobrik von Tennel in Dietesheim 23 gepreßte
Scffelle von 5000 Mark Werk, die einſswveilen von ihnen im Feld
ver=
graben wurden. Henn ſpiegelte ſpäter dem Henkel vor, das Verſteck
ſei von der Polizci entdeikt worden, hatte aber ſellſt die Felle bork
ge=
holt umd mit ſeinem Bruder, dem 34 Jahve alten Schüffer Karl Henn,
tveggeſchafft. Sie übergaben ſie einſtweilen einem Vetter, dem 38 Jahre
alten Gaſtwirt Adam Henn zu Stockſtadt a. M., der den
Weiter=
verkauf beſorgen ſollte und ſelbſt ein Fell gegen ein Säcſchen Mehl
er=
hielt. Der Hauptdieb Gg. Henn, der den Henkel durch Verſprechen
von 20 Mark zur Tat augevegt hatte, iſt flücknig undd unermitteit. Seim
erwähter Bruder umd der mitangeklagte Wirt Henm wurdm trotz
vor=
geſchützten guten Glaubens für irre Hehlerei mit je 4 Monaten
Gefängnis bedarlt, und den Henkel derurteilte man wege
ſchwe=
ren Diebſtahls zu 9 Monaten Gefängnis, abzügliche 3 Monate
2 Wochen Unterſuchungshaſt.
* Zum 18. Januar. Das Verordnungsblatt für die
heſſiſche evangeliſche Landeskirche Nr. 1, ausgegeben am
5. Januar 1921, enthält folgendes Ausſchreiben des Oberkonſiſtoriums an
die evangeliſchen Pfarrämder: Am 18. Jaiar d. J. ſind 50 Jalrre ſeit
der Gründung des Deutſchen Reiches und der in ihr ſich
vollziehenden Eimägung der deuutſchen Stämme verfloſſen. Noch klingt im
Herzen unſeres Volkes die bankbare Erinnerung an die fronnwe Freude
tach, die damals dem Herrn der Welt bekennyen mußte: „Der Herr hut
Großes on uns gsvan, des ſind vir fröhlich!” Unſer Bolk hat ſeitdem
Großes und Schmerzliches erlebt in einem Halbjahrhudert ſich
drängen=
der Ereigniſſe und Entwibelungen. Es ſah allen ihm gegebenen Kräften
unrd (Haben ungeahnte freie Bahnen erſchloſſen und durfte einen Aufſtieg
ſeies Einfluſſes und Anſehens auf allen Lebensgebieten erleben, wie es
ſelten einem Volke im Kreiſe der Völker beſchieden worden iſt. Es hat
aber auch mit ſchmerzerfüllter Seele und in tiefſter Erſchütterung ſeines
Selbſtgefühls einen Niedergang ohnegleichen durchleben müſſen, dem es
Einhalt geboten ſehen möchte von dem ewigen Gott, der die Gedanken
und Geſchicke der Völker lenkt und allein, wie in die furchtbarſten Tiefen
hinunter, ſo aus ihmen wieder herausführen kann. Die tiefen, ſchweren
Schatten, die auf dem Herzen urſeres Volkes laſten, können und dürfen
ihm nicht die danbbare Erinnerung an das, was durch des Gwigen Gnade
am 18. Jamar 1871 zur Srand und Woſen kam, verdunkeln, noch die
klare Erkenntnis verkümmern, daß die Gründung des Deutzſchen Reiches
Bediene dich ſelbſt.
Neue Wege des Ladengeſchäftes.
Von M. Büttner.
Auf der unausgeſetzten Jagd nach praktiſchen
Geſchäfts=
methoden, die einen ſchnellen und bedeutenden Wavenabſatz ders
ſprechen, ſind in letzter Zeit findige Kaufleute in den
Ver=
einigten Staaten von Nordamerika auf einen anſcheinend
ſehr erfolgreichen Gebanken gekommen. Es handelt ſich um ein
Warenhaus bezw. Ladengeſchäft ohne Verkäufer, in dem die
Pa=
role lautet: Bediene dich ſelbſt! In kleinen und großen
Detail=
geſchäften, wo derartige Einrichtungen eingeführt wurden, haben
dieſe einen über alle Erwartungen großen Erfolg erzielt. An
nicht wenigen Tagen waren die Selbſtbedienungsabteilungen ſo
ſtark beſucht, daß an den Eingängen Poliziſten poſtiert werden
mußten, um einen allzu großen Andpgng zu verhindern. Die
theoretiſche Seite des Selbſtbedienungsgedankens hat eine
pſh=
chologiſche Grundlage. Viele Käufer lieben es, ſich die Dinge
anzuſehen, ohne gleich von einem von allen Seiten heraneilenden
Heer von Verkäufern umdrängt, beläſtigt und zum Kauf
veran=
laßt zu werden.
Das erſte dieſer Warenhäuſer ohne Verkäufer wurde in
Ro=
cheſter (im Staate Neu=York), einer Stadt von etwa 300 000
Ein=
wohnern, errichtet und erregte durch ſeinen gewaltigen Erfolg
bald allgemeine Aufmerkſamkeit. Das betreffende Geſchäft hatte
uor einigen Jahren ſinanzielle Schwierigkeiten. Infolgedeſſen
ikeirde eine neue Verwvaltung eingeſetzt mit der Vollmacht, das
Unternehmen zur Vergrößerung des Umſatzes, wenn nötig,
voll=
ſtändig umzugeſtalten, was auch geſchah. In jeder Abteilung
rurden einſchneidende Maßregeln ergriffen, um die
übermäßi=
en Ausgaben zu verringern und ſo die Warenpreiſe
herabzu=
jetzen. Die erfolgreichſte Neuerung der neuen Verwaltung aber
dar eine Selbſtbedienungs=Warenabteilung. Da dieſe
Abteilung keinerlei Bedienungsperſonal außer einem Kaſſierer
und einemn Kontrolleur erſorderte, verurſachte ſie ſehr wvenig
Ausgaben, mit dem Erfolg, daß die Warenpreiſe verringert
wer=
en konnten und das Geſchäft einen erheblichen Ueberſchuß
er=
elte. Die von der Geſellſchaft angewandte Reklameformel hieß:
Selbſtbedienung heißt, daß man für ſich ſelber tut, wofür man
isher andere bezahlen mußte.‟ Der neue Gedanke wurde vom
(auſenden Publikum in Rocheſter ſofort lebhaft aufgenommen.
Am Eröffuungstage begann die Käufermenge frühzeitig und in
etig ſteigender Zahl herbeizuſtrömen. Schon um 3 Uhr
nach=
mittags mußten die Eingänge geſchloſſen werden, weil die
Wa=
ten faſt ausverkauft waren und keine weiteren Käufer mehr
ein=
gelaſſen werden konnten. Im erſten Jahre des Beſtehens hatte
diefe Abteilung bereils einen Umſatz von annähernd einer halben
Million Dollars und im zweiten Jahre etwa dreiviertel Million
Dollars, das war ungefähr der halbe Umſatz des ganzen
Ge=
ſchäfts vor der neuen Einrichtung.
Einen verhältnismäßig noch größeren Erfolg erzielte das
Selbſtbedienungsfhſtem eines Kaufhauſes in Maucheſter (im
Staate Connecticent), einer Stadt von etwa 20 070 Einwohnern.
Angeſichts der Größe der Stadt und der Tatſache, daß dort noch
58 andere Warenhäufer beſtehen, ſiſt der Umſatz des Selbſtbe=
dienungsgeſchäftes mit im ganzen etza 400 000 Dollars im erſten
Jahre faſt unglaublich. Die Geſchäftsleitung hatte den Umſatz
günſtigenfalls, auf wöchentlich 2000 Dollars eingeſchätzt; das
gegenwärrige Geſchäft überſteigt dieſe Schätzung um das
Vier=
fache. Die Einrichtung dieſer Abteilung in dem Hauſe in
Man=
cheſter iſt die denkbar einfachſte. Die Wände des Verkaufsraums
füllen Regale, die in Abteilungen von je 7 Fuß Länge und 6 Fuß
Breite eingeteilt ſind; jede Abteilung hat numerierte Fächer.
Ein kleiner Katglog dient dem Käufer, der eine beſondere Ware
ſucht, als Führer. In der Mitte des Ladens ſtehen Tiſche in
regelmäßigen Reihen mit breiten Gängen dazwiſchen. Die
Wa=
ren ſind ſyſtenatiſch auf den Tiſchen und in den Regalen
ver=
teilt, und jede Sorte iſt mit einer Preistafel verſehen. An einer
Seite des Raumes ſind Kühlſchränke mit neun Abteilungen für
leichtverderbliche Waren aufgeſtellt. Auch hier iſt jede Abteilung
bezeichnet, und die darin enthaltenen Dinge ſind im Katglog
aufgeführt. Der Kühlſchrank iſt ſo konſtruiert, daß in den
Wintermonaten Luft von außen her den Inhalt friſch erhält. In
dem Verkaufsraum befinden ſich 28 Tiſche. Der obere Rand
jedes Tiſches iſt mit einer Leiſte zum Schutz gegen Herunterfallen
der Waren verſehen. Auf jedem Tiſch iſt nur eine Warengattung
aufgeſtapelt. Die Käufer betreten die Abteilung zur Linken durch
eine Drehtür und bedienen ſich beſonderer Körbe, die am
Ein=
gang aufgeſtellt ſind und in die ſie nun die von ihnen
eigenhän=
dig ausgewählten Waren legen. Die Käufer verlaſſen den Raum
zur Rechten wieder durch eine Dvehtür, und jedem Käufer wird
jetzt mit Hilfe einer ſchnell arbeitenden Additionsmaſchine die
Rechnung ausgeſtellt, die zuſammen mit dem Geldbetrage dem
Kaſſierer vorgelegt wird. Für jeden Ausgang ſind nur ein
Kon=
trolleur und ein Kafſierer erforderlich. Der Laden hat vier
Aus=
gänge, an denen etwa je 1000 Perſonen täglich abgefertigt
wer=
den können.
Dieſe Art Geſchäft wurde vor der Eröffnung weithin unter
dem Motto: „It Pays to Wait on Yourfelf!” angekündigt, und
der Erfolg war überraſchend. Während der erſten Wochen
be=
trug die Einnahme durchſchnittlich 2000 Dollars täglich, und an
zwei Samstagen belief ſich der Umſatz auf noch mehr. Auch
Sondertage wurden des öfteren veranſtaltet und begegneten
jedesmal ſtärkſter Nachfrage. An dem einen dieſer Tage
wur=
den 7000 Apfelſinen verkauft, an einem anderen 500 Schinken.
Die Firma bemihte ſich insbeſondere um die Lieferung der
fri=
ſcheſten Eier und kündigte an, daß jedes ſchlechte Ei durch ein
Dutzend guter Eier erſetzt wverden ſollte. Der Erfolg dieſer
An=
kündigung war ein Tagesumſatz von über 7000 Eiern. Im
gan=
zen iſt der Umſatz dieſer „Self=Service”=Häuſer fünfmal ſo groß,
als man angenommen hatte, und die Unkoſten bewegten ſich
er=
beblich unter der anfänglichen Schätzung. Im übrigen beſchäftigt
man ſich bereits kamit, die Arbeit des Kontrolleurs und
Kaſ=
ſierers zu vereinfachen und zu beſchleunigen, ſo daß man
wo=
möglich auch auf dieſe letzten beiden menſchlichen Arbeitskräfte
noch eines Tages gänzlich verzichten kann. Selbſtverſtändlich
fehlt auch in den Selbſtbedienungsgeſchäften die nötige Reklame
nicht; an Srelle der empſehlenden Anpreiſungen durch den
Ver=
käufer ſind hier die Wände der Verkaufslokale in echt
amerika=
niſcher Weiſe mit meterhohen Inſchriften bedeckt, in denen die
Ware ſolbſt oder das neue Syftem gerübmt wird, wie z. B. „Hilf
Nummer 10.
eine geſchichtliche Nodwendigkeit war für den Beſtand des deutſchen
Vol=
kes und für die Sicherung der Grundlagen füir die Entfaltung ſeiner
gortgegebenen Gaben, Kräfte und Lebensziele in alle Zukunft. Wir emd=
Pfehlen daher, daß, nach Vorverkündigung am Sonntag dorher, am
Sonntag, den 16. Januar d. J., in allen Kirchen dieſes für die Geſchichte
unſeres Volfes einen entſcheidenden Wendepunkt bedeurenden (reigmiſſes
in geeigneter Weife in Predigt und Gebet Erwähnung geſchehe, und zwar
uuter Beteiung deſſen, was alle eint, unter Hervorhebung des Segens
diefer Wendung durch Gottes Führung für alle Glieder unſeres tief
ge=
demütigten, aber nicht ertöteten und nicht aller Hoffnung für die Zukunft
beraubten deutſchen Volßes, endlich unter ernſter Hervorhebung der Not=
arbeiten, unbeirrt durch die Riſſe und Aübbröckelungen, die dieſer einſt
ſo ſtolze Bau in den letzten ſchweren Jahren hat erleiden müſſen.
Un=
ſerem Gott zu danken, iſt heilige Pflichtt. Unſerem Gort demütig zu
nahen mit dem aufrichtigen Willen zur Salbſtbeſinnung, zu entſchiedener
Abbehr von Böſem und Nichrigem, von Selbſtſucht und Genußfucht, zu
ernſter Umkehr zu dem hefligen Gott, der die nicht verläßt, die ihn nicht
verlaſſen, ſei unſer alſer Herzeusverlangen. Unſerem Gott hoffend und
vertraue io unſer Volk und ſeine Zukunft zu befehlen, ſei die betende
Ge=
ſinng, in der wir am Gedenktage uns alle zuſammenfinden als ein
einig Volk von Brzidern!
* eſvron den Wieteinigungsimter. Mieterbund und Mieterverband
Gros=Vexiin haben ir Eingaben an die Landesverfanmlung, über
die deren (ewdegusſchaiß nunmehr berichtet, ſich für die Refoxur
der Mieteinigungsämter eingeſetzt. Bisher wunden die
Beiſitzer durch die Magiſtrate ernannt, der Mieterbund fordert, daß ſie
künftig gewählt werden, wie es bei den Geſpeube= uned Kaufmanns=
den, wozu noch die erzieherifche Wirkung der öffentlichen
Verhandlungs=
weiſe träte. Die Protokolle ſind gegenüvärtig meiſt beklagensſpert ſchlechtt
gefüihrr, die Zeugenansſagen höchſt unzureichend wiedergegeben. Das
verſchulder die vyelfachen Fehlſprüche der MieteinigungZämter, jübe
die der Mieterverband, Klage führt. Ein Wiederaufnahmeverfahren in
Mietſachen gibt es noch nicht. Die Einigungsämter weigern ſich, ihre
Fehlurteile zu berichtigen, und die Fachliteratur gibt ihnen darin rechi,
indem ſie behauptet, die Mieteinigungsämter könnten, ſelbſr dann ihre
Entſcheidungen nicht beſeitigen, wenn ſie ſelbſt von ihrem Irrtum ſich
überzeugt hätten. Auch die preitßiſche Staatsregierung erkennt die
ſchweren Mängel der ganzen Emrichntung an, aber die Amtsſchimmel
tra=
ben ja gemächlich, und wer weißz, wann endlich man wirklich Reformen
zu Geſicht bekommen wird.
VV.R. Einreiſegenehnigung in das Saargebiet. Auf Grund einer
neuen Verordnung der Regierungskommiſſion des Saargebietes iſt ad
15. Drzeinber 1920 für die Beſohr des unbeſetzten Deutſchlands für die
Erteilung der Einrgiſegenehmigung in das
Saarge=
biet und deren Verlängerung eine Gbühr von 20 Mark zuzüglich 1,50
Maxk für Terto zu entrichten. Die Geſuche wir den Gebühren ſind an
die Paßabteilung der deurſchen Verbindungsſtelle
Frankfurt a. M., Taumsanlage 9, II., Fernruf Hanfa 9213, zu
rich=
ten. Das franzöſiſche Biſum wird weder von der deutſchen
Verbindungs=
ſteile in Fuankfurt noch von dem franzöſiſchen Konſulat erveilt, ſondern
nur von der Oberſten Polizeiverwpaltung in Saarbrüchen. Die
Geſuch=
müifſen entholten: Genaue Anſchrift, Straße uund Hausnunmer des Orts,
wohin der Geſuchſteller ſich begeben will, und Anſchrift von mindeſtens
zwer Perſonen im Saargebict, die über den Geſuchſteller Auskunft geben
können, bei Geſchäftsreiſen außerdem die Dringlichkeitsbeſcheinigung der
zuſtändigen Handelskammer. Den Geſuchen iſt ein deutſcher Reiſepaß
vder Perſonalausweis bsizufügen, in dem der derzeitige Aufenthaltsort
des Inhabers angegeben iſt.
— Vslksheihſchule Darmſtadt. Der Beſuch der Volkshochſchmrle
Darmſtadt iſt auch i der zweiten Hälfte des Winzerſemeſters 1920/91,
die am Montag, den 10. Januar, begomen hat und am 18. März
ſchließt, ein ſehr erfreulicher. Beſonders die neu eingerichteten
Ele=
mentarkurſe in Deutſch, Franzöſiſch, Engliſch, Algebra, Geometrie und
Redekunſt ſcheinen einem lebhaften Bedütrfnis entgegengekommen zu
ſein ud ſind ſehr ſtark beſucht. Die Geſamthörerzahl der
Volkshod=
ſchile hat ſich innerhalb eines Jahres wehr als verdoppelt und
be=
trägt in dieſem Winterſemeſter rund 1200 Perſonen aus allen Ständen
und Berufen unſerer Bevölkerung. Anmldurngen können noch in
die=
ſer Woche auf der Geſchäftsſtelle im Realgynmaſium
entgegengenom=
inen werden.
* Zuſammenkunft der 221er. Am 27. Dezember 1920 fand in der
Brauterei „Bur Krone” eine erſtmalige Zuſamnenkunft von
Aungehö=
rigen des ehemaligen Reſerve=Infanterie=Regiments Nr. 221. ſtat—. Die
Verſammluig war ſehr zahlreich beſucht; es herrſchte eine freudige
Stimmung unter den einzelnen Kameraden und die gegenſeitigen
Er=
lebniſſe wurden ausgetauſcht. Die Anweſeniden haben ſich feſt
zuſom=
mengeſchloſſen, einen Ausſchuß gewählt umd für jeden erſyen Somstag
cmes Monats eine Ziuſannnenkunft ir der Brauersi Grohe,
Karl=
ſtraße, verabredet. Gleiehzeitig ſei an dieſer Stelle auf die am 5.
Fe=
bruar in der Brauerei Grohe ſtttfindende Hauptverſammlung
hingewieſen. In dirſer ſoll die im Laufe des Jahres ſtattfindende große
Regimentszuſammenkunft baſprochen werden, wozit alle
Ka=
neraden zu zahlreichem Erſcheinen gebeten werden. Nähere Auskunft
durch Herrn K. Vierheller, Darmſtraße 21.
* Der Geſerkverein der Hefmarbeiterinnen feierte zuur erſt nach
Neujahr, aber deshalb nicht weniger ſtimmungsvoll, ſein
Weib=
nachtsfeſt. Der große Saal des Feierabend war feſtlich geſchmückt
und bis zum letzten Platz beſetzt. Von ihren Männern, Söhnen und
dir ſelbſt, es lohnt ſich!” oder: „Selbſtbedienung erſpart Zeit und
Geld!” oder: „Wer ſeine Ware ſelbſt mitnimmt, erſpart die
Transportkoſten!“
Der Urſprung der Selbſtbedienungsidee iſt zweifelhaft
wahrſcheinlich wurde ſie zuerſt in Reſtaurants in den Geſchäfts
bierteln der großen Städte, wie Neu=York, Chikago, Philadel
phia und Boſton, durchgeführt, wo es darauf ankam, tauſend
von Arbeitern während einer beſchränkten Frühſtückszeit ſchmel
zu bedienen. Dieſe Art Automatenreſtaurants iſt ja ſeit
län=
gerem auch bei uns in Deutſchland bekannt, ohne ſich allerdings
in dem Umfang wie in Amerika durchgeſetzt zu haben.
Neben dieſen verkäuferloſen Geſchäften und Speiſewirtſchaf
ten iſt in Amerika ſeit vielen Jahren das Syſtem der
Waren=
automaten viel weiter ausgebildet als bei uns. So werder
in dielen Apotheten gewiſſe Automatentypen für den Verkau;
der hauptſächlichſten Toiletteartikel benutzt. In Zigarren= un
Tabaksläden werden Automaten für den Verkauf von Streick
hölzern und Briefmarken verwendet, und eine Anzahl große=
Hotels hat ihre Waſchräume mit Automaten ausgeſtattet, die all
weſentlichen Toiletteartikel, einſchließlich Raſierapparate un
=klingen, ſowie ſanitäre Handtüicher verabfolgen. Letzthin ſind
ſogar Automaten für Konſerven verſchiedenſter Art in Büchſen
wie Obſt, Gemüſe und Fleiſch, konſtruiert worden. Viele G5e
ſchäfte ſind in letzter Zeit mit einer neuen Verkaufsmaſchine aus
geſtattet worden, deren Mechanismus einen vielfeitigen Gebrauck
zuläßt. Dieſer Automat kann Packungen in verſchiedenſter Größ
und Preislage ausgeben, er nimmt nur gutes Geld an und gib
wenn eine größere Münze als notwendig eingeworfen lird, dei
Käufer den entſprechenden Wechſelbetrag heraus. Die Apparat
erregten beſonders großes Intereſſe, als ſie vor einigen Monater
auf der elektriſchen Ausſtellung in Neu=York gezeigt wurder
Unter den für dieſe Automaten in Frage kommenden
Artikel=
waren Poſtkarten, Briefmarken, Zigaretten, Trinkbecher, Jahr
paſten, Raſierſeifen, Geſichtspuder und kleinere Warenpackungen
wie Toiletteſeife, Stärke, Tee und Kaffee. Die größte
Aufmerk=
ſamkeit fand der ſogenannte „Münzenprüfer” der olle falſche
Münzen wieder herausgab. Ein beſonders für Zwecke des De
tailhandels beſtimmtes Modell iſt ſo eingerichtet, daß es Packun
gen und Gefäße für 25 Cents oder kleinere Sunmen verkauft
Der Preismechanismus iſt ſo konſtruiert, daß die Maſchine 31
verſchiedenen Preiſen verkaufen und den nötigen Wechſelbetra
ſofort herausgeben kann. Eine Abteilung kann beiſpielswe!
Seife, die allernächſte ein Pfund Zucker, die übrigen Büch/
oder Toilettcartikel abgeben. Daneben finden ſich die zahlreichen
beſonders beliebten kleinen Automaten für Zuckerwerk, Kau
tabak, ſanitäre Geträuke und ähnliches. Beſonders populär ge
worden iſt auch der Schahputzautomat, der für 1 Cent arbeite
Die meiſten dieſer Typen ſind heute überall auf öffentlicher
Plätzen, in Zigarrengeſchäften, Apotheken, auf Bahnhöfen ufn
zu finden. Ein kleiner Schokoladenautomat wird häuſig ſogal
an den Rückſeiten der Sitzlehnen in Kinos angebracht.
Da ſich die amerikaniſche Geſchäftswelt gerade in letzter Zeit
nit der Selbſibediennng und den verſchiedenartigſten Warer
gutomaten in ſteigendem Maße beſchäftigt, darf man auf dieſen
Gebicte noch allerlei Ueberraſchungen und Senſationen erwarten
Rummer 10.
armſtädter Tagblatt, Dienstag, den 11. Januar 1921.
Seite 3.
SEr i Seie Wee
rahlten, begrüßte Frau Bierau die Euſchienenen mit warmon
Worten, und die ſowohl, dſe Gerr Pfarrer Schrimpf=Hirzenhain,
ter eine, das Weihnaehts= und Exithaufasfeſt berüihuende Anfyrache
iielt, betonte, daß in dieſer ſchweren. Zeit das einzige Heil uns
kom=
zren kann aus treuem Feſthalten am Vaterland, gläubigem Aufblick
t iſche Heiterkeit erweckeudes Spiel „Maz und Moritz” von Frl. Hahn
mid Frl. Brendel ſorgten für Abwechſelung und frohe Stimmung.
Die Begleitung der miſikaliſchen Darbietungen war in den Häuden
lon Frau Stephan, Frl. Wooge und Frl. Stifſi beſ ns aufgehoben.
Co irennte man ſich zu ſpäter Stunde hoclbefriedigt und neu geſtärkt
zur treuen Arbeit des Alltags, der Gotes Segen nie fehlen wird. Mit
herzlichen Dankesivorten für alle, die zur Veuſchönerung der Feier
bei=
gstragen, und dem Vortrag eines Mut und Gottvertmauen ezwecken=
1en Gedichts als Geleitwort für das neue Jahr ſchloß die Vorſitzende
ins ſchöne Feſt.
Ueſih e e eat e
jrhre ſtand auch das Pflegerperſonal in den Feld=, Kriegs= und Heimat=
1-zaretten, ebenſo auf den Lazarettzügen tr=t auf ſeinem Poſten und
reit liebevoller Hingabe wurden die Anordnungen der Herren Aerzte
usgeführt zum Wohle der verwundeten und erkranktem Kameraden.
2rieſes ſchöne Weuk treufer Kameradſchaft und Nächſtenliebe in ſchweren
4 agen wollen wir befeſtigen in dieſem Zuſanunenſchluſſe. Kuankenpfleger
4Bicklaus gab ſeiner Freude über die zahlreiche Beteiligung der
4-flegerinnen Ausdruck und wies nocht darauf hin, daß ſich die
Vereini=
ung fern von allem Parteihader vollſtändig neutral verhalten ſoll. Die
-eitere Diskuſſion ergab das Neſultat des Zuſammenſchluſſes und gibt
½erüber Pfleger Herling, Kraniclſteiner Straße 37, gern nähere
z uskunft.
* Deutſcher Werkmeiſte==Verband, Sitz Düffeldorf, Bezirksverein
4=armſtadt. Man fchr=eibt uns: In dem harmonüſchen Eeiſte kollegiglen
lpifammenſchluſſes ſeierte der Werkmeiſter=Verband, Bezirlsverein
Aarmſtadt am Samstag im Saalbau ſoine
Abendunterhal=
zuing. Gin glänzendes Programm, für deſſen Durckführung die
Mit=
irkenden ihre ganze Kraft einſetzten, ſchuf beſte Stimmung.
— Richarb Wagner=Verein Darmſtadt. Mit Rüchſicht auf die
Reichs=
gründungsfeier im Laudestheater und die Feſuaufführung der „
Meiſter=
ü iger von Nürnbeug” am 17. Januar iſt Dr. Ludwig
Wüll=
uers elfter Bortragsabend im Richard Wagner=Verein auf Montag,
22. Januar, verſchoben worden.
* Der Lieberabend 1921 der ver inigten Daumſtädter
Männergeſong=
tereine iſt ſchon ſeit vielen Jahren eine Begeben eit gelveſen, die in
Säu=
gerkreiſen und in der Oeffentlichkeit, mit größtem Intereſſe erwartet
grurde. Ein oft gehegter Aunſch vieler Säuger — in der Ooffentlichkteit
Ariederholt dazu aufgefordert — iſt im vergangenen Jahre zur Wirklich=
1fit geſworden. Alle Daruſtädter Männergeſangb=reine, die das deutſche
4:ed hegen und pflegen, haben ſich zu obengenannter Vereinigung
zufam=
zengeſchloſſen. Der derzeitige Vorſtand beſtehend aus: Liederzrreig,
1 Vorf., Sängerkreis, 2. Vorſ., Orthſches Männerquartett, Schriftführer,
(Boldſches Männerquartett, Rechmer, Frohſinn, Konkordia und Olympia
4—5 Beifitzer, weiſen darauf hin, daß zum 15. Liederabend am 22. Januar
u21 in der Turnhalle am Woogsplatz der Kautenvorverkauf im
Verkehrs=
ureau bereils begonnen hat.
* Technik und Wieberaufban. Ueber dieſes heute ſo aktuelle Thema
ſtrricht an Donuerstag, den 13. Januar, abends, im großen Saale des
„Verkeo”, Alezanderſtraße 14, Herr Kaufmann=Verlin. Als Mitglied
d—r Sozialiſierungskommiſſion wird Herr Kaufmann beſonders
ein=
gshend die Sozialiſierungsfrage behandeln. (S. Anz.)
— Die Vebeutung der Einheitsgezverkſchaft für die Angeſtellten lautet,
½ ſchreibt man uns, das Thema, über das der Vorſteher des
Gelverk=
ſwaftsbundes der Angeſtellden (G. D. A.), Herr Guſtav Schneider=Leipzig
und Fräulein Berta Heimberg=Eſſen, am Mittſwoch abend im Fürſtenſaal
ſnrechen zverden. In der Nationalverſammlung war es Guſtav
Schnei=
der, der ſich für die beſonderen Angeſtelltenvertretungen im
Betriebsräte=
g=ſetz einſetzte; ihm verdanßen die Angeſtellten die Angeſtelltenräte und
5leute. Dieſen Mann, den bedeutendſten Ang=ſtelltenflihrer unſever
Zeit, dem alle Angeſtaellten ohne Underſchied der Organiſation zu tiefſtem
Kurnke verpflichtet ſind, haben Darmſtadts Angeſtellte die Möglichkeit,
ſerwrgen zu ſehen und zu höven. (S. Auz.)
Polizeibericht. Geſtohlen wurden: Aus einem Hauſe in
de— Annaſtraße eine größere Anzehl Flaſchentveine, und zwar
nach=
ſurhende Sorten: Opbenheimer, Dieuheimer Undenheimer, ſowie
Do=
yäcnempein 1904; aus einem Hauſe in der Eliſabethenſtraße ein
Fahr=
ud ohne Mauke im Werte von 700 bis 800 Mark; desgleichen aus
ſeinem Hauſe in der Landskronſtraße ein Fahrrad, Marke „Trjumph”
ſy- Werte von 1000 Mauk; mittels Gimbruchs in eine Pivatwohnung
ſiu der Nicheſelſtraße ein größever Poſten Zigarren folgender Mauken:
SSiloſoph, Diplomat, Heimatland und St. Andres, im Geſontverte
ſtuer 6000 Mark. Feſtgenommen wurden: Wegen
Diebſtahlsver=
ſt=hs der Schloſſer J. R., geb. am 11. Noyember 1899 zu Darmſtadt;
ſzegen des Verdachts der Entführung uſtv. der Verwalter Adolf
Weh
Nhein, geb. am 11. Setztember 1878 zu Würzbung; uuagen
Unter=
ſchlagung und Diebſahls der Wachtmann Johann Groh geb. am
12. Februar 1898 zu Winterſteinz wegen Diebſtahls der Student
Jo=
ham Weber, geb. am 30. Dezember 1822 zu Klagenfurt (Kärnte)
ſowie der Telegrabhiſt Cruſt Wigge, geb. am 8. Man 1899 zui
Bar=
men; wegen Laudſtreichenei der Stellmacher Sebaſtian Reindl, geb.
am 3. Juni 1897 zu München.
Mittwoch, den 12. Januar 1921
gültige Lebensmittelmarken:
Brot: Die Marken Nr. 1—6 u. 9 (800 er Brot), Mehlmarke Nr. 10
vom 15. Dez. 1920 bis 15. Januar 1921 (Anteil 560 ar Mekl).
Butter: Auf Sonderbeſtellkarte Nr. 14 4, B, C. D, gültig für
50 gr zum Preiſe von 1.90 Mk. Vorſtelſende Beſtellmarken
verlieren vom 12. d. Mts, ab die Gültigkeit
Kartoffelverſorgung. Für Haushaltungen, die mit
Winter=
kartoffeln bis jetzt noch nicht verſorgt ſind, wwerden von
Samstag, den 8. ds. Mts., ab auf Nartoffelmarke Nr. 1
fünf Pfund zum Preiſe von 35 Pf. für das Pfund
abge=
geben. — Alle ſeitherigen Marken verlieren von gleichen Tage
ab ihre Gültigkeit.
Eornedbeef: Bei den Rindsmetzgern bis einſchl. 15, Jan. 1921
pro Kopf einer Haushaltung (auch für Kinder! 1 Doſe 3 340 gr
netto Deutſches Gewicht zum Preiſe von 8.80 Mk. gegen
Bezugsmarke Nr. 20 der Sonderkarte für Lebensmittel.
Maisgrieß zum Pfundpreis von 3.30 Mk., markenfrei (
ent=
bitterte und entölte Qualitär.
gernſeife: Auf Seifenkarte, Abſchnitt Auguſt, September,
Ok=
tober, November und Dezember je ca, 1 Pfund zum Preiſe
von 11.50 Mk. Ansgabeſtelle: Wilhelminenſtr. 15, Zim. 5.
Holzverkauf: Ausgabe der 9. Holzrate von 4. Zentnern auf die
Nr. 34 bis einſchl. 37 zumr Preiſe von 12 Mk. für Nadelhol;
und 14 Mk. für Laubholz. Stockholz für gewerbliche
Ver=
braucher zum Preiſe von 9 Mk. gegen Vorlage der grünen
Gewerbekohlen=Ausweiskarte auf Zimmer 39 der
Kohlen=
ausgleichſtelle.
Hausbrandkohlen. Hälfte der 4. Rate, vorwiegend in
Braun=
kohlen=Briketts gegen vorherige Vorlage der weißen
Haus=
brandkarte auf der Kohlenausgleichſtelle, Alexanderſtr. 22,
Zimmer 39, ſoweit dies nicht bereits bei der erſten Hälſte
der 4. Rate geſchehen iſt, ferner die 5. Nate auf weiße
Hausbrandkohlenkarte in Rohbraunkohlen aus der Grube
Prinz von Heſſen.
Die Kartenausgabeſtelle, bisher Waldſtraße 23, befindet ſich
jetzt Wilhelminenſtraße 15.
Die Dienſträume der Lebensmittelämter und der
Kohlenans=
gleichſtelle ſind für den Verkehr von 8—1 Uhr, die der
ärzt=
lichen Kommiſſion, Wilhelminenſtraße 15, Zimmer 3,
vor=
mittags von 2—2½= Uhr und nur in driugenden Fällen
nachmittags von 3½—6 Uhr geöffnet.
Alle Lebensmittelmarken ſind gut aufzubewahren.
Berlorengegangene Marken werden nicht erfetzt,
verfallene Marken nicht umgetauſcht.
Achtung.
beſpahren.
Die ausgegebenen Seifenkarten ſind gut anfzu=
* Einbruch. In der Nacht vom 6. zum 7. Januar erfolgte in
Daum=
ſtadt in die Wohnung des Polizeihauptmanns D. von der heſſiſchen
Schutzpolizei gin Einbruch. Den Cinbrochern gelang es, in das
Arbeitszimmer einzudringen und den dort befindlichen Schreibtiſch zu
öffnen, aus dem ſie die hefiiſche Sckautzpolizei betreffendes Material
eut=
wendeten. Während des Einbruchs wurden ſie jedoch von dem
Haus=
hern und einigen anweſenden Gäſten überraſcht. Döſen und der
ſchnell heubeigerufenen Kriminalpolizei gelaug es, die
Ein=
brecher zu überwältigen und feſtzunehmen. Auf dem
Trans=
port zum Gefängnis iſt es einem der Ginbrecher, wie wir hören,
ge=
lungen, zu entkommen. Das Motiv, das zum Einbruch gefüihrt hat,
iſt zur Stunde noch nicht bekannt.
* Orpheum. Nach faſt zweijähriger Pauſé werden am 16. Januar
im Orpheum belſehte Gäſte eim Gaſtſpiel begmunen. Es iſt dies Xaver
Terofal mit ſeinem Schlierſeer Bauerntheater, der
im Frühjahr 1919 mit vielem Erfolg ſchon in Darmſtadt war. Die
Truppe, die, mit Ausnahme der Sommermonate, ſich iwmer auf
Gaſt=
ſpielreiſen befindet, kommt diesmal von Stuttgart aus zu uns. Die
Schlierſeer werden wieder ihre oberbatzeuiſchen Komödien und Poſſen
mitbringen und neben den ſchon bekannden Stücken mehrere Neuheiten
für Darmſtadt haben, ſo daß ſich das Gaſtſpiel abwechſelungsreich
ge=
ſtalten wird. Die Truppe ſtueht noch unter Leitung ihres. Meiſters
Faver Terofal, der auch noch in allen Kowödien die meiſt komiſche
Hauptrolze inne hat.
Kunſtnotizen.
Uleber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen, deren im Nachſtehenden
Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Erſtaufführung des Luſtſhiels Die Fahrt ins
Blage” im Landestheater. Anläßlich der Münchener
Erſtauf=
aufführung dieſes bereits für etwer 50 deutſche Bühnen angenommenen
Luſtſpiels ſchreibt die Bayeriſche Staatszeitung in München: „Dieſe neue
muß geſtehen, daß es den Verfaſſern geglückt iſt, die Spanmng bis
zu=
letzt aufrecht zu erhalten, und uns durch einen außerordemtlich feinen,
natürlichen Diglog zu feſſeln. Alle Figuren ſind ſehr lebendig gezeichnet
und auch den Nebenrollen fehlt nicht die heitere Note. Die
Exſtauffüh=
rung wurde von einerit zahlreichen Publikum bon Anfang bis zu Eude
von dem leblzaſteſien Beifall begleitet, und ſo hat deun das
Schauſpiel=
haus einen Treffer gemacht, zu dem man es aufrichtig beglickwiit ſcheit
kann.” Am Sch uſſe der Beſprechzung der Münchener Neueſteu
Nach=
richten heißt es: „Dns Publikum unterhielt ſich ausgezeichnet und
ſpen=
dene den mit erſtaunlichem Tadt geſchriebenen Akten herzlichen Beifall.”
s.w. Griesheim, 10. Jan. Die Amwerbungen für die
Fremdenlegion haben einen Umfang angenommen, der aller
Be=
ſchreibumg ſpotte
öfters ältere Leute darunter. Auffallend iſt, daß alle auch nicht das
ge=
rinoſte Geuäck bei ſich tragen.
D. Groß=Umſtadt, 10. Jan. Ein raffinierter Spitzbube
treibt zurzeit hier ſein lichtſcheues Univeſen. So wurde dieſer Tage einen
Arbeiter, der gewiß brauchen kann, was er hat, des Nachls die zum
Trock=
ne=
es eite e e ee
gelingt es bald, ihn abzufaſſen, und die würkſamſte Strafe könuten ihm
vielleickü die Beſtohlenen „uerabreichen”
s.w. Vabenhauſen (Heſſen), 9. Jo. Die Bahndiebſtähle
führten zu einer Hausſuchung bei einem hieſigen Einwohner. Es wurden
Giſenteile, von dieſen Diebſtählen ſtammend, im Werte von über 1000
Mark gefunden.
f. Sprendlingen, 10. Jan. Rieſige Preiſe ſind bei den
Wein=
bergverſteigerungen hier erzielt worden. Für 200 Klafter
Weinbergs=
land wurden 15 350 Mark geboten und ein 1619 Meter großer Weinberg
kam auf 30 400 Mark zu ſtehen.
— Bensheim, 8. Jm. Dem Verſchönerungs= und
Ver=
kehrsverein Bensheim iſt es zu dankent, daß am 13. Januar im
„Deutſchen Haus” von Mitgliedern des Heſſiſchen Landestheaters
Ger=
hard Hauptmauns Märchendrama „Verſunkene Glocke” aufgeführt wird.
Milwirkende ſind die Damen Alice Hacker, Marg. Horn, A. Wiesthaler
uund die Herren Hans Baumeiſter, H. Weſtermann, Hans Ausfelder. Der
Begii der Aufführung iſt des häufigen Dekorativnswechſels wegen auf
6½ Uhr feſtgeſetzt tvorden.
N Auerbuch, 8. Jan. Die Ortsgruppe Auerbach des
Odenwaldklubs hielt geſtern abend im großen Sckweizerſoal des
Gaſthofs „Zur Krone” ihr diesjähriges Wintervergnügen mit
Dekorierung der Mitglieder, Theater und Konzert unter Mitwirkung
des Geſangvereins Sängerluſt und des Kamnnarſängers M. Troitſch
von häer ab. Die Veranſtaltung war ganz vortrefflich arrangiert und
ſo ſtark aus allen Kreiſen unſerer Cinwohnerſchaft beſucht, daß der
große Saal die Beſucher kaum zut faſſen verinodſte. Zur Aufführung
gelangte das Stück „So muß es kommen” in Odenwälder Mundart.
Vortrefflich ging das Stück über die Pretter und eritete großen
Bei=
fall. Herr Troitſch ſang einige Lieder und war ſo vorzüglich bei
Stimme, daß der Veifall geradezu rauſchend war und der Sänger
noch zu Einlagen ſich bequemen mußte. Auch die Chorgeſänge des
Gefangvereins fanden ungetsilten Beifall. Der Odenwaldklub darf mit
voliſſer Befriedigung auf dieſes in allen ſeinen Toilen prächtig
ven=
laufene Feſt zufrückblicken und gerne werden ſich alle Teilnehmer
des=
ſelben erinnern. — Der Schützenverein Auerbach begeht iun
Kürze im Weigoldſchen Saale „Zur Bergſtraße” das Feſt der
Fahnen=
weihe. Da auch dieſer Verein ſich beſten Auſehens in
Auer=
bach erfreut, ſo wird wohl dieſe Veranſtaltung ſich eines guten
Be=
ſuches zu erfreuen haben. Eine Sammlung untm den
Vereinsmit=
gliedern hat die Summe von mehreren hundert Mark ergeben.
—Erbach, 9. Jau. Die „Geſellſchaft der Mufökfreunde
im Odenwald” veröffentlicht ihren Arbeitsplan für die nächſten
Mo=
nate, der wieder wertvolle künſtleriſche Genüſſe verſpricht. Für den 15.
und 16. Januar ſind zu zwei in Michelſtadt ſtattfindenden Konzerten acht
hervorragende Mitglieder des Heſſiſchen Landestheaterorcheſters aus
Darmſtadt verpflichtet, die zur Nachſeier des 150. Geburtsdages Ludwig
van Beethotens ausſchließlich Werke dieſes großen Meiſters zum
Vor=
trag bringen u. a. das wundervolle Septett, Werk 20, für Geige,
Bratſche, Celle, Kontrabaß, Klarinette, Fogott und Waldhorn. Aue
19. und 20. Februar wird in Eubach ein Lieder= und Arienabend von
Frau Johanna Heſſe ſtattfinden; am 13. März wird in der
Mickhzel=
ſtädterſtirche ein Paſſionskirchentpuzert gegeben; des weiteren ſind für den
Anfang des Februar und für den April noch ein 2. und 3.
nuſikaliſch=
geſelliger Unterhaltungsabend geplant. Außerdem ſoll in Beerſelden,
König und Höchſt au 22. Januar, abends, und am 23. Januar,
nach=
mittags und abends, je ein Beethoven=Sonderkonzert ſtattfinden, in denen
der hier durch ſeinen Beethoven=Vortrag im November v. J. belannto
Privatdozent für Muſikwiſſenſchaft an der Techniſchen Hochſchule in
Darmſtadt, Herr Dr. Noack, einleitende Worte über Berthoven ſprechen
wird. Hierauf werden Klovier= Geſang= und Violinwerte vorgetungen,
wobei außer Herrn Dr. Noack die Sängeri Fräulein Tilde Walter und
die Geigerin Fräulein Maria Flöring aus Darmſtadt, zwei bewährte
Künſtleriunen, mitwirken. Schließlich beſteht noch die Abſicht, bei
ge=
nügender Anteilnahme im Mai ds. Js. das Heſſiſche Landestheater=
Orcheſter aus Darmſtadt unter Leitung Genemlmſikdinekturs Michgel
Valling zu einem großen Orcheſterkonzert zu gewinnen.
* Mainz, 10. Jan. (Priv.=Tel.) Wie der Mainzer Anzeiger meldet,
Konödie iſt nicht nur unterhaltend, ſondern auch geſchmackvoll. Man ſtjeß am Samstag früh 6 Uhr ein nach Mainz fahrendes Perſoneu=
Dgn
—‟ Das liehe Geld. Die kalte Winterzeit mit ihren hohen
Gwſten für Licht und Heizung, der Quartalswechſel mit ſeinen
großen Verbindlichkeiten verurſachen neue große Ausgaben. Wo
ſoUl man’s hernehmen, das liebe Geld, ſo jammmern gar viele!
WSie viel Sentiments könnte man an den Geldpunkt knüpfen!
Ter Menſch mit offenen Augen ſagt ſich, wenn er ſieht, wie
ge=
ade jetzt im Winterviertel das Geld rollt, es kann doch nicht ſo
ſchlimm ſein, wie es die Leute machen. Und doch, wan ſieht
enen nur, was man ſieht, das verſteckte Elend ſieht man nicht!
Seine Sorgen zeigt man ohnehin niemand gern, und während
man daheim vielleicht eine Stunde lang gerechnet hat, ob der
Andus reicht für das und jenes, wie man dafür andere
Aus=
gaben beſchränken muß, ivie man ſeinen Verpflichtungen
nach=
ko mmen kann, macht man nach außen hin die Miene des
Wohl=
ſtandes, um nicht ſcheel angefehen zu werden. Ach, das liebe
Geld! Wie manches Talent, wie mancher Unternehmungsgeiſt,
wie manches Selbſtvertrauen ſchleicht mühſam am Boden dahin,
ſtatt ſich kraftvoll in ſonnige Fluren erheben zu können — es
fülhlt am Geld! Manches Herbe dieſer und anderer Zuſtände
rauchte nicht zu ſein, wenn z. B. die Leute, die Geld haben,
nccht denken möchten, daß es bei allen anderen auch ſo iſt, und
u enn ſich der und jener mehr einrichten wollte. Aber auch wenn
üran mehr Verſtändnis für die allgemeine ſoziale Lage haben
würde! Es gibt gar manchen, der gern möchte, aber doch nicht
ſo kann, wie er will, weil er von anderen mit ſeinen Einkünften
gShängig iſt.
K. Von der Edertalſperre. Bis kurz vor Weihnachten konnte
mran von dem ſterbenden See ſprechen; denn infolge der
rockenheit des verfloſſenen Sommers und Herbſtes nahm der
Iee dauernd ab, zumal da er täglich eine Million Kubikmeter
Taſſer akgeben muß, um Weſer und Mittellandkonal zie ſpeiſen
und das große Kraftwerk zu erhalten. Waldeck und Niederheſſen
erden von hier aus mit elektriſchem Licht und Kraft verfehen.
Vor Weihnachten, ſtand man im Begriff, das Kraftwerk zu
ſchließen, da nur noch etwa 20 Millionen Kubikmeter Waſſer im
Staulecken ſtanden, während der See etwa 250 Millionen
Kubik=
eter ſaßt. Nur im letzten Drittel des Staubcckens, unterhalb
der Feſte Waldeck, ſtand noch etwas Waſſer, weiter nach oben floß
Lre Eder dahin gerade wie früher bei ſtarkem Waſſerſtand. Ja,
ſer See war wieder zu einem Fluß geworden und bot einen
* underbaren Anblick, ragten doch überall die Reſte der ver=
Etpundenen Dörfer, der Kirchen, Mühlen, Brücken und Fried=
Sfe aus dem Waſſer hervor. Die Trümmer laſſen erkennen,
2y vor kaum gaft Jahren noch büühende Stätten menſchlicher
S iedlungen und menſhlichen Fleißes ſich befanden. Endlich hat
zu Weihnachten eine Regenzeit begonnen, und die waſſerreiche
Eder bringt langſann die Waſſervorräte des Staubeckens zum
Steigen, ſo daß das Schlimmſte, die Schließung des Kraftwerkes,
verhindert werden konnte. Die Edertalſperre wurde 1910
be=
gonnen und im Kriegsjahre 1914. ferriggeſtellt.
G. Ein lebender Zeitgenoſſe, deſſen Bruder 1795 ſtarb. In
Brüfſel wandte ſich ein 84jähriger Greis an das Gericht um
Ge=
währung des Armenrechts und erklärte in der Verhandlung, er
ſabe weder Freunde noch Verwandte, die ihm helfen könnten,
denn ſein einziger Bruder ſei — bereits 1795 geſtorben! Er
gab dann des näheren an, daß ſein Vater ſich 1792 verheinatete
und einen Sohn hatte, der nach drei Jahren ſtarb. Der Vater
heiratete 1836 zum zweiten Male, als er 62 Jahre alt war, und
ein Jahr ſpäter kam der jetzt 84jährige Bittſteller zur Welt.
* Butter als Dirigentenhonorar. Ein Geſangverein in
einem Städtchen an der Nahe ſuchte einen Dirigenten. Es
moldeten ſich auch mehrere Herren, die ſich für den Poſten
ge=
eignet hielten. Schließlich wurde man auch mit einem von ihnen
einig, denn er verlangte — gar kein Honorar. Nur eine
Be=
dingung ſtellte er, und zwar die, daß ihm die Sänger jede Woche
ein Pfund Butter liefern ſollten. Da der Verein nahezu 60
Mitglieder hat, die größtenteils Landwirtſchaft treiben, ſo ko imt
jeder Sänger nur einmal im Jahre als Butterlieferant in Frage.
So iſt dem Verein und dem Dirigenten geholfen.
Konzert.
E.N. Wie zu Weingartners Zeit, ſo ſind auch jetzt unter
Balling die Konzerte unſeres Landestheater=Orcheſters
unbe=
ſtritten die Glanz= und Höhepuntte des Darmſtädter
Konzert=
lebens, und jedes bringt neues, tiefes muſikaliſches Erleben.
Ballings Kraſtnatur, an Wagners hohem, edlem Pathos
ge=
ſchult, fühlt ſich am wohlſten ganz großen und erhabenen
Auf=
gaben gegenüber, und ſo war ſeine Wiedergabe von
Beet=
hovens „Eroica” ein Ereignis. Iſt ſeine Auffaſſung auch
völlig anders als die Weingartners, ſo iſt ſie darum nicht
we=
niger berechtigt. Balling nimmt alles ſchwerblütiger, maſſiger,
unterſtreicht das Tragiſche mehr, Weingartuer das herviſch
Glänzende. Wir ſind unſerem Generalmuſikdirektor von Herzen
dankbar, daß er uns ſo kurz nach der Beethovenfeier dieſes
Rieſenwerk, das man neulich nur ungern vermißte, ſo herrlich
dargeboten hat. Wie ein Nieſengebäude ſteht dieſe Sinfonie
am Eingaug des 19. Jahrhunderts, an Größe der Foxm, des
Stils, der Auffaſſung, an innerſter ſeeliſcher Konzentration alles
von Orckeſtermuſik, was es bis dahin gibt, ungeheuer überragend
und konimenden Jahrhunderten einen Maßſtab bietend, an dem
das Größte und Bedeutendſte gemeſſen wird. Wie Beethoven
das Lichte und das Düſtere im Kämpfen und Vollbringen ſeines
Helden malt, ſo ſchildert er nur ſich ſelbſt, wie ſein
Ueber=
menſchentum mit dem Schickſal ringt, wie er gottgleich ſich über
das Irdiſche zu erheben ſucht. Ein Schauer dieſer Erkenntnis
und dieſes Erlebens ging durch den Raum, als wir aus den
altgewohnten Klängen immer wieder Neues und unendlich
Reiches erfuhren.
Zu Anfang der Vortragsfolge ſtand Berlioz:
Ouver=
türe zu „König Lear”, ein frühes Werk, das ſich äußerlich
völlig in den Bahnen klaſſiſcher Vorbilder hält, in ſeinem
düſte=
ren Ernſt und fanatiſch leidenſchaftlichen Ringen aber ſchon ein
ganz echter Berlioz iſt. Bemerkenswert iſt die große Rolle,
weiche die Pläſer ſpielen, meiſt in ihren dunkelſten Farlen, denen
nur ſelten kleine helle Lichter gegenüberilehen. Wir empfinden
heute dieſen romantiſchen Meiſter im weſentlich als einen
Auf=
takt zu Wagners großem heroiſchen Pathos, zwar als einen im
einzelnen durchaus ſelbſtändigen Geift, in der Ungleichheit, die
über dem Können doch ſtets das noch höherſtrebende Wollen
fühlen läßt, aber trotzdem als einen Vorläufer und Wegzeiger.
Wohin dieſer Weg führt, das zeigten die fünf Lieder
von Wagner mit Orcheſterbegleitung, die im Schaffen des
Meiſters zwar nur die Bedeutung von Skizzen haben, die aber
in ihrer Eigenart und Vollendung einzig daſtehen. In beiden
Werken ſahen wir Balling in ſeinem eigenſten Element.
„Verklärte Nacht” von Schönberg geht noch nicht
weit über Wagners Vorbild hinaus, und in dieſem urſprünglich
als Kammermuſit für ſechs Streicher gedachten Werk kann wohl
jeder dem vielumſtrittenen modernen Komponiſten folgen. Der
große Zug in dieſer Tondichtung berechtigt durchaus zur
Be=
ſetzung mit Orcheſter. Das dem Gedankengang zugrunde liegende
wundervolle Gedicht von Dehmel gibt dem Ganzen nur ſo
all=
gemein die Richtlinien, daß man das Programm gut entbehren
kam, ohne irgend etwas von den Ausdruckswerten zu verlieren,
ein Vorteil, der den Zwieſpalt ausſchaltet, in den ſonſt der Hörer
von Programmuſik leicht verſetzt wird. So wundervoll im Klaug
jedoch die einzelnen Teile des Werkes find, ſo ſtark Gegenſätze
herausgearbeitet ſind und Triſtan=Vielſtimmigkeit mit
homo=
phonen Stellen abwehſelt, ſo ſehen wir doch auch hier ſchon die
Cleichförmigkeit der Geſamtſtimmung und der Seelenfarbe, die
die neuen Schöpfungen Schönbergers charakteriſiert. Im
einzel=
nen kaleidoſkopartiges buntes Mofaik, im ganzen übermüdende
cleichförmige Nervenfpannung. Sollte auch er nichr, ähnlich wie
Berlioz, der Wegebahner eines Größeren wverden? Die Zukunft
wird es lehren, die Gegenwart aber ſoll ſich bemühen, auch den
verſchlungenen Pfaden dieſer neueſten Kunſt zu folgen. Auch
hier war Ballings Fähigkeit, ſich einzufühlen und zu geſtalten,
hervorragend.
So ſehr man auch die Abfage von Gretel Stückgold, dieſer
gottbegnadeten Stinnne, besauern mochte, ſo reich entſchädigte
die edle, reife Kunſt von Frau Lauer=Kottlar (Frankfurt
am Main). Sie ſang die zweite Arie der Gräfin aus „Figaros
Hochzeit” und die fünf Wagner=Lieder mit wundervoller
Be=
herrſchumg ihres vollendet ſchön klingenden Organs und mit
vor=
nehmſtem, warm empfundenem Ausdruck. Die
Selbſtverſtänd=
lichkeit ihres Vortrags überbrückte den großen Weſensunterſchied
der Stilarten ſo, daß Mozart durckaus nicht aus den: Nahmen
Les Programms zu fallen ſchien. Wohl uns, wenn wir Mozart
ſo lebensvoll und unmittelbar neu hören dürfen wie hier und
nicht in nur tändelnder, „hiſtoriſcher”, aber nur halbechter und
durcheus unkünſteriſcher Art, wie dies anderorts leider ſo
häu=
fig geſchieht. Denn auch er greift in die Tiefe der Seele,
wenn=
ſchon mit anderen Mirteln, als ſie ſeit Beethoven gebräuchlich
lich ſind.
Das Orcheſter ſpielte mit äußerſter Hingabe ud
vorbild=
lichem künſtleriſchen Ernft. Ihm merkt man wahrlich nichts von
dem Niedergang an, dem unſer geiſtiges Leben unter dem Druck
der Zeit zu verfallen droht. Möge es auf dieſer Höhe bleiben
und unſer kunſtliebendes Publikum, wie an dieſem Abend, es
durch das rechte
nis für alles Hohe und Edle, durch
gleiches lebhaftes Intereſſe weiter in ſeiner ſchweren Aufgabe
unterſtützen; denn es gilt, die ſchönſten Güter unſeres Volkes
und unſerer Kultur hinüberzuretten m Zeiten neuen Auf;
ſchwungs und neuer geiſtiger Entfaltung.
T
Seite 4.
auto au Schlackt= und Vießhof auf einen genade vorüberfahrenden
Güterzug der Haſeneiſenbahn. Die beiden Inſaſſen des Autos
wur=
den aus dem Wagen geſchleudert und ſchwer verletzt ins Krankenhaus
gebracht.
* Maiuz, 10. Jan. (Priv.=Tol.) Die als mutmaßliche Mürder des
Mouteurs Dörpzayf verhaftete Eleſran Dörrzadf und Wendelin Roth
haben den Mord eingeſtanden.
f. Oberingelheim, 10. Jan. Die dentſche bezw. heſſiſche
Regierung hat das Angebot der franzöſiſchen Regierung, den Eltern
des gelegentlich einer Tauzbeiuſtigung getöteten Mädckens aus Moinz
25 060 Franes Sühlnegeld zu zahlen, wiederum als ungenügenden
Scha=
denerſatz abgewieſen.
s.w. Biügen, 9. Jan. Die Flucht in den Taubenſchlag.
Geſtern ſollte einem Spitſchieler en grus das Handwerk gelegt werden.
Als er ſeine beiden „Koffercken” wieder in ein bieſiges Haus verbrachte,
flücktete er, als er ſid; ver folgt ſah, m die Fluglöcher des Taubenſchlages,
vo er aufgeſtöbert und ſchließlich feſtgenommen wuerden konnte.
— Kleine Nachrichten aus Heffen. Einem Wirt in Wonsheim
(bei Alzey) wurden mehrere wertvölle Kichengeräte geſtohſen. Ein
her=
beigeholter Polizeihund lief ſcnurſtracks nach dem Hauſe der Diebin und
ſtellte dieſe ſofort feſt. — In Guſtausburg im Kreis Groß=Gemau iſt
die Maul= und Klauenſeuche ausgebrochen. — Mainz. In der Mainzer
Aktienbrauerei wurde für die zm Kriege gefallenen Arbeiter und
Ange=
ſtellten ein Dentmal errichtet, das ſoſwohl dem Verfertiger wie auch der
Brauerei zur Ehre gereicht. — Ivei Wachtmeiſter des 6. Polizeibezirks
überafchten leute nacht zwiſchen 2 und 3 Uhr auf ihrem
Patrouillen=
gange drei Perſonen, die verfuchten, bein Juzpelier Leo in deu
Vüeberen=
ſtraßfe einen Einbruch auszuführen. Die Euebrecher hatten bereits die
Rolläden hpckgezogen. Als ſie die Veamten erblicktezu, ergriffen zwei der
Täter die Flucht, der britte wwurde feſtgenommen. Es handelt ſich um
den 26jährigen vorbeſtrafren Schloſſer St. aus der Ziegelſtraße. Bei
dem Verhafteten fand man einen Karton mit Einbrecherwerkzeugen aller
Art. — Worm3. Deu unerlaubte Verkehr mit Butter hat in letzter
Zeit wieder derartigen Umfang angenommen, daß die Miſchverſorgung
der Kinder imner mehr in Frage geſtellt wird. So wurden allein bei
vorgeuommeuen Reviſionen fut Lauffe dieſer Woche 46 Pfund Butter
be=
ſchlagnahmt. Um die Milchvorſorgung nur notdzirftig aufreiht zu
er=
halten, iſt e3 nohvendig, daß gegen die Butterhamſteuer (Schleichhäudler
und Private) in jeden Fall eingeſchritten wird. Es wurde deshalb
an=
georduet, daß ſämtliche bei Koutuollen vorgefundene Buttez, ganz
gleich=
gültig ob große oder kleinſte Mengen, B=ſchlagualunt und gegen die
Be=
troffenen S.rafauzeige erhoben wird. — Ober=Ingelheim. In der
Gemeinderadsſitzung teilte der Bürgermeiſt mit, daß nach den
Aufzeich=
nungen der Förſter des Ingdlheimer Waldes durt 20 Waggons Holz uach
Ingalheim abgegangen, daß aber hier in Jngelltejur nur 17 Wrggons
angekommen ſind. Die Woldkommiſſion ſoll beaufragt werden, Biezt im
die Sache zui bringen. — Schwabenheim. An 4. Januar ſtellte das
hieſige Gaswerk inſolge Kohlenmangeis ſeinen Betrieb ein.
Infolge=
deſſen ſind ſcchs Gemeinden ohne Lickt; as ſind dies Schwvabenheim,
Els=
heim, Stadecken, Jugenheim, Bubenheim uud Engelſtadt.
Reich und Ausland.
F. Wiesbaden, 10. Jan. Die Stadtvexordneden ſetzten
enen Betrag von 300 000 Mark aus für Reklanemittel zur Hebung
der Kur= und Fuemdeninduſtrie. In der
Stadeverordneten=
ſitzung, die disſ-it Beſchluß faſte, wurde Wiesbaden als Kurſtadt eine
ungunſtige Zukunft propßezeit und dabei die Meinzufg ausgeſprochen,
daß es emtfehlensſert ſei, die Wirlſchaftsverhältniſſe auf eine andere
Eziſtenzmögliülkeit Einzuſteller.
Kaßſel, 2. Jau. Die Orgeſch=Organiſation fürden
Be=
zirt Kaſſel hat heute nachmittag und abend eine eigenartige
De=
mouſtration durchgeführt. Deu Kaſſeler Junadeuttſce Ouden wollte
heute ſein Stiftungsfeſt mit einem Ball un der Stadrhalle begehen. Als
der Oberpräſident Dn. Schwander davon erfuhr, hatte er die Säle
be=
ſchlagnahmen laſſen, um dieſe Verauſtaltumg zu verhindern. Daraufhin
hatte der Ordensmtiſter Les Jungdeutſchen Ordens, Oberleutnant
Mah=
raun in Knſſel, verſcjiedene Duisgruppen der Orgeſch=Orgaaiſation aus
dem Regierungsb=zirk Kaſſel aufgeboten, die ſich in hellen Scharen nach
Kaſſel begaben, ſich bür zu einem Demoſtnationszuge ordneteu und vor
die Wohnungen des Oberpräſidenten Dr. Schwander und des
Ober=
bürgermeiſters Scheidemann zogen, um gegem die Verhinderung ihner
Feitlichkoit zu proteſtieren. G8 ivaren weit üiber 1200 Perſonen, zumeiſt
Laudwpirtsſöhue, zum größten Teil in den in Kurheſſen üſblichen
Trach=
ten, zuſauiniengekommncn. Aluf Vefehl des Oberpräſidenten ſchritten
Mann=
ſchafen der Siczerheitszolizei ein, lüſten deie Demynſtuationszug auf und
verhindernen auch die einzeluen Gruppen, Verſaunnlungen und ſonſtige
Zuſammenkünfte abzuhalten. (Frkf. Zta.)
Leitzig, 10. Jan. Meßhakle. Nachdem die Leſirziger
Stadtder=
brdnstenverſanmlung einſtimmig den Königsplatz auf ſechs Jahre für
eine dort zu errichſtende Textilmeßhalle zur Verfügung geſtellt
hat, iſt die Gründung der gemeinnützigen Textilmeßhäuſer G. m. b. H.
goſichert. Die Cründung wird in dieſem Tagen erfolgen und die Halle
uf dem Königsplatz wird Geſtimmt zur Brühjahrsmeſſe fertig ſein, ſo
daß damit cinte bedeutende Erwveiteming der Leipziger Textilmeſſe in
Er=
ſcheinung tritt. Ein weiterer Ausbau der Lefpziger Textilmeſſe m dem
nauen Meßhaus „Sazonta” (dem frühesreir Univerſitätsreitinſüitut) ud
noch in mehreren anderen Meßhäuſem wird zum Heubſt 1921 erfolgen.
* Valencia, 10. Jan. Revolveradtentat. Als der
Zivil=
gouverneur ann Freitag abend in ſeinem Wagen aus dem Thenter
zurükkehrte, gabeit otua 12 Perſonein zitka 30 Revolverſchüfſe
auf iyn ab, vhne ihn jedoch zu treffen. Der Wagen war jedoch von
Kugelut ſterk durchlöchert und auch der Sitz, auf dem der Gouutzerneur
ſaß, wuar dpik zzuei Kugeln getroffen worden. Durch die Schüſſe wurden
ein vorübergehender Poliziſt und ein ſich auf dem Bürgerſteig
aufhal=
tend 5 Kind ſchwver verletzt. Die Angreifer ergriffen ſofort die Alucht
und keiner son ihnen komnte feſtgenommen werden.
Eine Kundgebung der Münchener Aerzte.
* Der Aerztliche Bezirksverein München nahm
kürzlich mit 60 gegen 14 Stinmen eine Entſchließuug an, die
dann auch an den Deutſchen Aerztevereinsbund weitergeleitet
wurde. „Der Aerztliche Bezirksverein München bedauert, daß
die bayeriſche Regierung in einſeitiger Rückſichtnahme auf die
Brauereiintereſſen beim Reiche die Erhöhung des
Braukonun=
gents und die Herſtellung des Vollbiers durchgeſetzt hat.
Abge=
ſehen von den zu erwartenden Schädigungen der Volksgeſundheit
iſt es unbegreiflich, daß bei der Knappheit an
Brotge=
treide, die nicht einal die Vergrößerung der Brotportion
zu=
läßt, die zur Brotſtreckung unentbehrliche Gerſte nun wieder in
größerem Umfange zur Bierbereitung freigegeben wird. Auch
die Herſtellung vom Nahrungsmitteln für Kinder auus
Gerſten=
mehl erleidet dadurch wieder eine erhebliche Einſchränkung.”
Ebonſo erhob die Entſchließung ſcharfen Einſpruch gegen die
volksgeſundheitlich und volkswirtſchaftlich verhängnisvolle
Ein=
fuhr von geiſtigen Getränken ais dem Ausland.
Die Eiſenbahner und der Finanzminiſter.
Beclin, 10. Jan. (Wolff.) Durch die Preſſe geht ein Bericht über
oine angeblie Vexſtimmung der Eiſenbahuer=
Organi=
ſattonen ber die Rede, die der Reichsfinanzminiſter im
der Freitagsſitzumg des fnnanzpolitiſchen Ausſchzuſſes des Reitchswirn
ſchafts=
rates gohallten hat. Die Erreguug ſoll darauf zurückgehen, daß der
Meichsfinanzuniniſter von Aufwendungen des Reiches im einer Höhe von
7 Milliarden ſprach, uvährend Staatsſehretär=Schröder die Kuſten für die
allenfalls zu bewilligenden Beantenforderungen mit 2½ Milliarden
an=
gegeben habe. Hierzu bemerit die zuſtändige Stelle: Zutreffend iſt, daß
der Reichsfinanszmiuſter von 7 Millarden ſprach, aber nicht im Zu=
TDNSen Dek Hiſte e ien Melarbederf on iuögr ſand und
Reichs=ſinanzminiſter mit der Bewennung der 7 Milliardem die Koſten für
die Neuforderungen der Aamter gemeint und ſich dannt in Gegenſatz zu
len, die nicht ausdrücklich als Aktion der freien Gewerkſchaften
bezeichuet ſei. Dem Aufruf ſchloſſen ſick die Leitung der Unabhängigen
Sozialdemokratie des Rheinlands und die rheimifche Sozialdemokratie an.
Verlin, 10. Jan. (Wolff.) In Brandenburg ſtreiken
fämt=
liche Metallazbeiter, insgcſamt etwa 5000 bis 6000 Mann.
Aus dem beſetzten Gebiet.
Höchſt, 10. Jan. (Wolff.) Eine Meldung aus Koblenz
tpußte von einer Amtsenthebung des Landrats des
Kreiſes Höchſt, Zimmermann, durch die
Rheinland=
kommiſſion zu berichten. Dieſe Nachricht iſt nach Mitteilungen
von zuſtändiger Stelle durchaus unzutreffend, und es liegt
auch kein Verfahren der Rheinlandkommiſſion vor,
Zutreffender dürfte wohl eine Mitteilung des Organs der
amerikaniſchen Beſatzungstruppen, Ameroc News, ſein, das von
einer Amtsenthebung des „Kreisdeputierten Wolff
aus Höchſt” ſprach. Hierbei handelt es ſich um den früheren
Kreisdeputierten und ſteilvertretenden Landrat Wolff ans
Gries=
heim, der nach dem Weggang des Herrn Dr. Hindrichs die
Ge=
ſchäfte des Landratsamtes in Höchſt in ſeiner Eigenſchaft als
Kreisdeputierter führte. In ſeine Amtszeit fällt ein Vorgang,
den die Rheinlandkommſſion zum Gegenſtand einer
Beanſtau=
dung machte, und auf dieſe Angelegenheit dürfte wohl die von
einem amerikaniſchen Blatte mitgeteilte Amtsenthebung
an=
ſpielen, von der an deurſcher zuſtändiger Stelle aber noch
nichts bekannt getorden iſt. Bürgermeiſter Wolff iſt ſchon
ſeit mehreren Wochen nicht mehr in der Lage, als Landrat
Amts=
geſchäfte zu führen, denn er iſt nach den Reuwahlen des
Kreis=
tages bei der Bildung des neuen Kreisausſchuſſes nicht wieder
in dieſen gewählt worden. Er gehört jetzt lediglich dem
Kreis=
tag als Abgeordneter an.
* Boppard, 10. Jan. Unſerem Blatte geht folgende
Mit=
teilung zu: Der franzöfiſche Profeſſor Burguet von der
Sor=
bönne bereiſt das Rheinlaud und hält Vorträge, die die
Ver=
herrlichung der franzöſiſchen Kultur zum Gegenſtand haben.
Leider läßt das Publikum ſich noch ſehr oft von den geſchickt
auf=
gemachten Werbungen einfangen und beſucht die
Verſammlun=
gen, zu denen auch jedesmal die Behörden eingeladen
werden. Dieſe haben bisher die Einladungen übergangen. Nur
in Boppard war es möglich, daß der Landrat des Kreiſes, der
Amtsgerichtsrat aus Boppard, der Vorſtand der Eiſenbahn und
ſonſtige Beamte der Einladung Folge leiſieten. (1) Hoffentlich
werden die entſprechenden Stellen nicht verſäumen, gegen ſolche
deutſche Beamte einzuſchreiten. Die Schamröte ſteigt einem
ins Geſicht, wenn man erführt, daß dieſes Publihem dem
fran=
zöſiſchen Profeſſor auch noch Beifall zollt.
Noch kein Verbot der Reichsgründungsfeier.
Koblenz, 10. Jan. (Wolff.) Zu der in der Preſſe
ver=
breiteten Nachricht, daß vaterländiſche Kundgebungen und
öffent=
liche Gedenkſeiern am 18. Januar in den beſetzten rheiniſchen
Gebieten durch die Rheinlandkommiſſion verboten worden
ſeien, teilt der Reichskonuniſſar für die beſetzten rheinifchen
Ge=
biete mit, daß eine Entſcheidung dieſes Inhalts durch die
Interalliierte, Rheinlandkommiſſion nicht erfolgt iſt. Den
Anlaß zu der Nachricht hat offenbar das Verbot einer Feier in
einem Ort der franzöſiſchen Zone gegeben, zu dem der zuſtändige
Delegierte auf ſeinen Antrag ermächtigt worden war.
Die Franzofen in Mainz verlangen Milchzuteikung auch für
franzöſiſche Zivilbevölkerung.
Berlin, 10. Jan. (Wolff.) Die franzöſiſche Botſchaft führte
im Auftrag der franzöſiſchen Regierung Beſchwerde über
die ſtädtiſchen Behörden in Mainz, die die
Milch=
zuteilung, wie ſie an die deutſchen Einwohner erſolge, an
die franzöſiſche Zivilbevölkerung ablehne, weil dieſe an der
Milchverteilung der franzöſiſchen Beſatzungsbehörden teilhabe.
Die fpanzöſiſche Regierung beftreitet letzteres und erblickt in der
Weiſung der Mainzer Behörden eine Verletzung des
Ar=
tikels 277 des Verſailler Vertrages, nach dem die
Angehöri=
gen der alliierten Mächte in Deutſchland ſtändigen Schutz
ge=
nießen ſollen. Dieſer Schutz umfaſſe ofſenbar auch die Lieferung
der zum Leben notwendigen Milch. (!). Dieſe Pflicht könne nicht
auf die Militärbehörden abgewälzt werden, weil kein demrtiges
Abkommen getroffen ſei.
Die Note unterliegt zurzeit der Prüfung.
Bayern.
München, 10. Jan. (Wolff.) Die Baheriſchr Staarsztg.
ſchreibt zu dem von einem Verliner Blatt verbreiteten Gerücht,
daß der Miniſterpräſident v. Kahr amtsmüde ſei:
Wir können mit aller Beſtimmtheit feſtſtellen, daß weder von
einer Amtsmüdigkeit noch von irgendwelchen Rücktrittsabſichten
Kahrs die Nede ſein kann. Für Kahr liegt nicht die
ge=
ringſte Veranlaſſung vor, ſich mit derartigen Gedanken zu tragen.
Bayern gegen die Auflöſunn ſeiner Einwohnerwehren.
* Berlin, 10. Jan. Tel unſerer Berliner
Re=
edaktion. Die bayeriſche Regierung hat in einer neuen
Ein=
gabe an die Reichsregierung erneut die Unmöglichkeit für
Bayern erklärt, ſeine Einwwohnerwehren im jetzigen Stadium
auſzulöſen.
Oberſchleſien.
Die D. A. Z. zu den polniſchen Truppenbewegungen.
Berlin, 10. Jan. (Wolff.) Zu dem Verfuch des Journal de
Poloye, die polniſchen Truppenbewegungen nach der
deutſch=polniſchen Grenze durch die Notwendiakeit einer Entlaſtung der
Staatskaſſe und die Erholungsbedüirftigkeit der in den
Heimatgarniſo=
nen demurobiliſſerten Soldaten zu erklären, ſchreibt die Deutſche
All=
gemeine Zoitung: Nach dem Wilna=Putſch des Generals
Zeli=
gowsüi beſteht die Gefuhr, daß die Anſammlung ſo bedeutender
Truppenmaſſen einem anderen polniſchen General wiederum verlockend
evſcheinen könnte, um auf eigene Hand vorzugehen. Bis vor drei
Mo=
naten waren an der polnilchen Weſtarenze zwiſchen Oberſchleſien und
der Oſtſee im ganzen nur etwa 5700 Mann Greuzwachtreiter eingeſetzt
worden. Dieſe ſind imzwiſchen allein an der oberſchleſiſchen Grenze
durch irveguläre Formationen auf etwa 17 000 Mann gebracht. In der
Prowinz Poſen ſtchen gegen 24 000 Mann Jufankeric. Dickt jenſeits
der oberſchleſiſchen Grenze ſind ſeit November zwei Diviſionen
hinzu=
gekommen, außerdem in Poſen weitere zwei und in Weſtpreußen
eineinhalb Diviſionen, ſo daß die Slärie der in den weſtlichen
Grenz=
gebieten Polens ſwhenden kampfbereiten Truppen bereit3
die Zahl 100 000 erreicht. Durch das Hinzukommen neiterer
duei Diviſionen on der oberfchleſiſchen Grenze und eimer Diviſion in
der Provinz Poſen wird die polniſche Armee in jenen Gebieten
dem=
nächſt auf eine Kopſzahl von rund 1 70 000 Mann gelangen,
außer=
dem beſtehen die im Auguſt aufgeſtellten Bürgerwehren in Poſen und
Weſtprruißen weiter. Hand in Hand mit dieſen Maßmahnen jenſeits
der Grenze geht die raſtloſe Arbeit der im deutſchen Oberſchleſien
tätigen geheimen polniſchen Kampforganiſationen.
Was die alliierten Truppen in Oberſehleſien berrifft, ſo kominen rund
10000 Mann mit den Polen mehr oder weniger ſyndathieſierende
Franzoſen in Betracſt, die ebenſo wie im Auguſt und September nicht
eingreifen wüirden, ſowie rund 300 Italicner, die ſich faft ausſchlieſlich
weſtlich der Oder befinden und auf deren wirkſames Eingreifen wegen
ihrer zahlenmäßigen Unterlegenheit ernſtlich micht gerechnt werden
konn. Die Deutſche Allgemeine Zeitung hebt ferner hervor, die Poſener
Zeitung Prawda habe darrauf hingewieſen, daß Polen ſich am
Vor=
der vom Staatsſekretär Schrüder genonnten Sunnue, die übrigens auf ſabend möglicher Verwickelungen im Weſten, Süden und Oſten befände,
Eiſenbahner=Organiſationen, ſowzeit dieſe ſich auf die genannte Rede. Frage nicht tatenlos hinnehmen.
des Reichsfianzmitiſters gründen ſoll, liegt bei dieſer Schlage ein
An=
laß daher in keiner Weiſe vor.
Die Streikbewegung.
Streikhetze, die ſusbeſondere vorr der Kommuniſtiſchen Partei aus=
in einem Aufr
Rheimlands und 2
2,8 Milliarden beziffert wurde, geſetzt habe, von eiuer böllig unzumeffen= und fährt fort: Ginen weiteren Kommentar lieferten aufreigende
den Vorausſetzung aus für die auch inr dem Bericht über die Sitzung des Reden polniſcher Generale, wie ſie kürzlich General Haller
fiur en zpolitiſchen Ausid uſſes im Meickswitſchaftsnat, pbwohl er kurz ge= / bei der Ueberreichuung eines Chrenſähels hielt, und die Reſolutionen
aiten iſt und zuur wenige Punkte aus der Rede des Reichsfinanzminiſters „,)guuzer Volksverſammlungen, wie die füngſt in Krakau gefaßte, mran
hervorhebt, kemerlei Anhaſtspumlte gegeben ſit. Zu einer Verſtimmung ſg dünfe einz für Polen ungünſtige Entſchzeidung m der oberſchueſiſchen
Demgegenüber ſind die polniſcherſeits lancierten alarmierenden
Nachrichten über eine angeblich hohe Zahl deutſcher
Reichs=
wehrtruppen in den an Polen grenzenden Gebieten um ſo
leich=
ter zu widerlegen, als die interallierte Vontrollkommifſion feſtgeſtellt
hot, daß lediglich die nach dem Friedensvertwag zugebilligte Truppen=
Berlin, 10. Jar. (Wolff.) Gegen die unverankzorlliche neue zahl vorhanden iſt. Die deutſche Begierung wies bei den
Regierun=
en in London, Paris und Nom auf den grohen Ernſt der durch die
gebt, nehmeit die Eeſchäftsleitung des Allgemeinen deurſchen Gewerk= militäriſchen Aaſnalmen Polens geſchaffenen Lage hin und machte die
ſchaftsbundes, die Bergarbeitervervände und der Metallarbeiterverband polniſche Regierung erneut auf die Gefahren aufmerkſam, die ſich aus
upgniſteantem Arbeiten ” der von ihr geſchiffenen militäriſchen Lage vielleicht gegen ihren Willen
beteiligen ſol=iergeben Tönntem
Letzte Nachrichten.
Verlin, 10. Jan. (Wolff.) Gegenüber Preſſemitteilungen
wird amtlich erklärt, daß das Reichsminiſterium des
Innern mit den Kauftann Leo Schiffmann in keinerlef
Beziehungen ſteht oder je geſtanden hat. Es hat ihm auch
nie=
mals Beträge zur Verfügung geftellt.
Berlin, 10. Jan. (Wolff.) Laut B. Z. am Mittag iſt
Staats=
fekretär Bergmann, der Führrer der deutſchen Abordnung auf
der Brüſfeler Konferenz, heute aus Paris hier eingetroffen, um
perfönlich mit den beteiligten Reichsrefſorts über die weitene
Haltung der deutſehen Dekegation auf der Brüſfeler Konferenz
in der Repargtionsfrage Rückſprache zu nehmen.
Homburg, 19. Jan. (Wolff.) In der Nähe der
Saarland=
grenze konnten wiederm mehrere Schmuggler, die Sprit
mit ſich führten, von der franzöſiſchen Zollwache
feſtgenom=
men werden. Zwei weitere Schmuggler, die von einem
deut=
ſchen Beamten verfolgt wurden, gaben aus einem Revolver
Feuer und entflohen.
Kopenhagen, 10. Jan. (Wolff.) Berlingske Tidende meldet
aus Helſingfors: Die Räteregierung verhaftete die in
Mos=
kau eingetroffene Abordnung von Natrofen aus
Kronſtadt, die mit der Regierung über die Regelung der
Prosiantzuführung für die Garniſon in Kronſtadt und die Flotte
verhandeln wollte. Zwiſchen den Bolſehewiſten in Kronſtadt und.
der Räteregierung in Moskau ſcheint ein fehr geſpanntes
Ver=
hältnis zu beſtehen.
Stimmen aus dem Leſerkxeiſe.
(Für bie Beröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift nbermmmt die Redakt on
keinerlei Vexanwwortung; für ſie Uleibt auf Grund des 21 Abi. 2 des
Preſſe=
geſetzes in vollem Um=fange der Einſender verantwort!: .
Einſendungen, die miche verwender werden, können nicht zurückgeſandt, tie Aflehnung
nicht begrundee werben.
— Nunmehr fchon ſeit Jahresfriſt wird unter dem Brückenbogen
der Odenwaldbahn an der Dieburger Straße ein Hund gegolten: da3
Duertaes erntlhen, u melene Hundelaltsre, die S o di.
Rückſicht auf ihre Mitmernſchgen mangeln laſſen. Larganhaltendes
Gebell, oft ſogar ngchts, iſt hier die Regel. Pozu iſt eigentlich
diesbeziigiſiche Polizeiverordnung da, und was ſagt zu dem erwähnten
Zuſtmnd unter dem Brückenbogen die Eiſenbahndireklion in Meitz?
Hier muß Abhilfe gegen dem Hundeterror einſetzen.
Landwirtſchaftliches.
F Mannheim, 10. Jan. (Tel.) Biehmärkte. Preiſe
durch=
weg höher. Handel lebhaft in Großvieh, im Schweinen und Scaſen
uit=
telmäßig. Aufgetrieben and pro 50 Kg. Lebendgawicht bezahlt wurden:
75 Ochſerr 800—1000, 239 Kühe und Rinder 500—1100, 67 Farven 750 bis
1050, 74 Kälber 1110—1430, 102 Schafe 550—750, 360 Schurine 1300 bis
1700 Mark.
Spiel, Sport und Turnen.
Keie Einigung zwifchen Tyrnen und Sport.
gr. Die erneutten Verhandlungen der Turmer umd Sportsieute ſind
an der grundſätzlichen Stellungnahme der
Dent=
ſchen Turnerſchaft m der Frage der Meſſtevſchaſten leider als
endgültig gefcheitert anzuſehen. Die Vertreter der D. Z. und
der drei großen Stortverbände: Deutſcher Fuſballbuud, Deutiche
Sport=
behörde firr Atheltik, Deutſcher Schwimmverband, hatten ſich gu
Sams=
tag i Berkin i den Geſchäftsräumen der D. T. zu einer ſiebenſtündigen
Beratung über die ſeit Monaten ſchwebenden Stwoitfragen
zuſammen=
gefunden. Die Spoatverbände waren im Intereſſe der Sache zur
gro=
ßem Entgegensommen beneit. So geſtand die Deutſche Sportbehörde der
D. T. die unbeſchränkte Teilnahme an den Deutſchen Meiſterſchaften zu.
Selbſt zum Verzicht aunf die Azistragung micht nur ſämtlicher
Mehrkampf=
meiſterſchaften, fondorn auch aller Mehrkämpfe, former des Handballſpiels
und aller Somnerſpiele war fie beveit. Sie geſtand außendem der D. T.
einen Vertreter im Techniſchen Aatsſchuuß und im Schiedsgericht der
Deuu=
ſchen Meiſterſchaften ſowie die Hinzuzieluug vom Tuxnern zum
Kampf=
gericht zu. Auch das Recht der Veranſtaltumg leichtathletiſcher
Wett=
karmpfe aller Ant für die nicht der Deutſchem Sporthehörde angehövenden
Mitglieder der D. T. ſowie die Führung der Liſten über dabet erzielte
Höchitleiſtungen wurden zugebilligt. Ueber die Prüftngen zum
Sport=
abzeichen ſollten die bereits getroffenen Abmachungen in Kraft bleiben.
Aehnliches Ent gegenkommen zeigte der Deutſche Schwimmwerband.
Trptz=
deu die D. T. dieſen Konzeſſionen michts entgegenzuſetzen hatte, verlangts
ſie noch für ſich die Ausfchreibung von Meiſterſchaften für ihre Geauue,
Beziurke und Kreffg oder aber eine Verzichtleiſtung der Dautſchen
Sport=
behörde auf ihre ſeit Jahrzehntem dumrchgeführten Bezicks= und
Verbands=
meiſterſchaſten. Die D. T. erklärte auf dierekte Anfrage, daß dies für ſie
em grundſätzlicher Standpunkt ſei, den ſie bei genürgender
Erſtarkurng ſogar anf ähre Ruderer=, Andfahuer= uund andere Abtelluger
amsdehnen wünde. Das Wort „Mehſterſchaft” ſei ain Zugmittel auf das
die D. T. undter beinen Umſtänden verzichten könne. Dies führte zum
Abbrach der Verhandlungen. Vom allgemeimen ſportlichen
und trrneriſchen Standpunkt iſt das Scheitern der Einigurng im Indereſſe
aller Leibesübungen pflegendem Veubände höchſt bedauerlich.
Schluß des redaktioneilen Teils.
Sanatogen
das altbewährte in mehr als 22000 ärztſichen Gutachten
anerkaunte
Körperkräftigungs= u. Nervennährmittel
(für Nervenleidende, für Magen= und
Darmkranke, für Frauen und Kinder, bei
Bleichſucht und Blutarmut, bei
Schwäche=
zuſtänden aller Art, bei
Ernährungs=
ſtörungen) iſt in bekannter Güte in
allen Apotheken und Dragerien
wieder vorrätig.
Wetterausſichten für Dienstag.
Bedeckk, einzelne Regenfälle, mild, Südweſt= bis Weſtwind.
Dh
Landestheater Anfang 7 Uhr, Ende gegen 9½ Uhr (4
ſpielniete a 9, Schülermiete weiß, Sondermiete Serie XII!‟): „Mjuna
von Barnhelm”.
Orpheum: Vorſtellung um 7¾ Uhr.
Monatsverfammlung des Hausfrmuenbundes um 41. Uhr, Hei
delbeoyer Straße 47.
Verſteinerunaskalender.
Mittvoch, 12. Januar.
Nutzholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der Wirtſchaft „Heiliges
Kreuz”.
Stammholz=Verſtefgerung um 9 Uhr in den Stockſtädter
Genindeanlagen (Zuſammenkunft auf der Kreisſtraße in der Nähe der
Molbertſchen Bacſteinfabrik).
Leitumg: Dr. Dstv Waldgeſtel. Veramtwortlich für den leitenden politiſchen
Teil und für Feutlleton: Dr. Litv Walbgeſtel; für heſſiſche Politik und den
ädrigen Teil (außer Sport, Handel und Landwirrſchaftliches) Max Etrceſe; für
Sport, Handelsteil und Lanawirtſchaſtlicheß: Surt Witſching: für den Auzeigenteil,
Anzeigenbeilagen und Mittgiluugen aus dem Geſchäftzleben: Panl Lange. —
Druck und Verlag: V. C. Witicſ’ſche Hofbachdrucerei. Sähmlich in Darmſtad:,
— Für deg redoktionellen Teil beſtinzmite WLitieilungen ſind an die „Rehakrion des
Tagblatis” zu richten. Elim ige Honorarſorderungei ſind deizufügen; uachträgliche
werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuikrivte werden nicht zurückgei, udt.
Die beutige Nummer hat 8 Seiten.
Nummer
Darmffädter Tagblatt, Dienstag, den 11. Januar 1921.
Seite 5.
Familiennachrichten
Statt Karten.
Die glückliche Gebort eines
Jungen zeigen hocherfrect an
Ludwig Becker, Bankbeamter
u. Frau Ada, geb. Marz.
Darmstadt, den 10. Januar 1921
Moosbergstr. 20.
(21182
Die gläckliche Geburt eines gesenden
JUNGEN
zeigen hocherfreut an
von Küchler
Legatfonsseksetär b. d. Dentach. Gesandtschaft
Greta von Küchler
geb. von Pfaler.
Helstngfors (Finnland), 30. Dez. 1920.
(1028
te Verlobang unserer Tochter
LANNELIESE mit Hrn. LOTHAR
EGERER in Valdtria, Chde, geben
wir auf diesem Wege bekannt.
Prafessor Dr. Hermann Wiener
und Fran Anna Wiener.
Darmstadt, Jandar 1921.
P1onz
Ihre Vermählung zeigen an
Albrecht Freiherr von Pattkamer
auf Jeseritz
Eriea Freifran von Pattkamer
geb. von Geldern-Crtspendorf.
Darmstadt, den 9. Jangar 1921.
C1oo2
Todes=Anzeige.
Am Sonntag vormittag 8 Uhr verſchied
nach kurzem, ſchwerem Leiden mein lieber
Gatte, unſer treubeſorgter Vater, lieber Sohn,
Bruder, Schwager und Onkel
Carl Schmitt
Inhaber der Firma Carl Till Nachf.
im Alter von nahezu 47 Jahren.
Die tranernden Hinterbliebenen:
Frau Ella Schmitt, geb. Schmidt,
und Kinder
Frau Seb. Schmitt Wwe.
Familie Albert Schmitt
Familie Rudolf Kuhn
Familie Willy Elbert, Traben a. d. M.
Familie Aug. Weiſſe, Trier a. d. M.
Darmſtadt, Karlſtraße 60.
Die Beerdigung findet am Mittwoch, den
12. Januar, nachmittags 8 Uhr, vom
Fried=
hofe, Nieder=Ramſtädter Straße, aus ſtatt.
Von Beileidsbeſuchen bittet man abſehen
zu wollen.
(*1152
Nachruf.
Am Sonntag, den 9. Januar 1921,
vormittags 8 Uhr, verſchied nach ſchwerem
Leiden plötzlich unſer Ehrenmitglied und
Gründer des Klubs
Herr
Carl Schmitt.
Wir verlieren in dem Dahingeſchiedenen
einen treuen Anhänger und Förderer unſrer
Sportbeſtrebungen und wird derſelbe als
ſolcher uns in ewiger Erinnerung bleiben.
Die Beerdigung findet am Mittwoch
nachm. 3 Uhr vom Portal des alten
Fried=
hofes ſtatt.
Die Mitglieder werden erſucht, vollzählig
(467
zu erſcheinen.
Velociped=Klub Darmſtadt e. V.
Der Vorſtand.
Statt beſonderer Anzeige.
Freitag, den 7. Januar 1921 verſchied in
München im 92. Lebensjahr unſere
herzens=
gute Mutter und Großmutter
Frau
w.
oh. htl. Schneider 44—
Im Namen der Hinterbliebenen:
Auguſt Schneider
Bankdirektor.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 12.
Ja=
nuar 1921, nachmittags 2½ Uhr, von der
Kapelle des alten Friedhofs, Nieder=
Ram=
ſtädterſtraße, aus ſtatt. (*1185
Unterfertigter C. C. erfüllt
hiermit die traurige Pflicht,
ſeine lieben A. H. A. H., ia. Cb.
ia. Cb. von dem am 4. Januar
zu Hannover erfolgten Aibleben
ſeines lieben A. H.
Dr. Ing. h. G.
Ernſt Körting asoe)
Mitbegründer der Körtingwerke Hanuover
geziemend in Kenntnis zu ſetzen.
Der C. C. der „Obotritka‟
Wohnungstauſch!
Tauſche meine 4 Zimmer=
Wohnung geg. 3
Zimmer=
ſofort oder ſpäter. (*963
Raether
Heidelbergerſtraße 121
1144)
J. A.: Mohr
G. V.
Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
die ſchmerzliche Mitteilung, daß heute nacht
1 Uhr meine liebe Frau, unſere gute Mutter,
Großmutter, Schweſter, Tante u. Schwägerin
Philippine Lorenz
im Alter von 54 Jahren nach kurzem,
ſchwerem Krankenlager ſanft dem Herrn
verſchieden iſt.
Um ſtille Teilnahme bitten
Die trauernden Hinterbliebenen:
Chr. Lorenz und Kinder.
Darmſtadt, den 10. Januar 1921
Schutnechtſtraße 63.
(*1115
Die Beerdigung findet Mittwoch, 12. Jan.,
nachm. 4 Uhr, vom Portal des
Waldfried=
hofs aus ſtatt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem unerwarteten Hinſcheiden unſrer lieben
unvergeßlichen Mutter, Großmutter,
Urgroß=
mutter, Schwiegermutter und Tante
Magdalene Laumtann
geb. Beſt
ſagen wir allen, die ihr das Gelette zur letzten
Ruhe gaben, unſeren herzlichſten Dank.
Be=
ſonders danken wir Herrn Pfarrer Uhl für die
trbſtenden Worte am Grabe.
(466
Die trauernden Hinterbliebenen.
Dankſagrng.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teil=6
nahme, die uns bei dem Heimgang unſerer
lieben Entſchlafenen zuteil wurden, ſowie für
die aufopfernde Pſlege der Gemeindeſchweſtern !
ſagen innigen Dank.
(1087
Die trauernden Hinterbliebenen:
J. d. K.:
Karl Schimmer.
Dankſagung.
Allen denen, die meinen lieben
Mann zur letzten Nuhe geleiteten,
herz=
lichen Dank. Beſonderen Dank Herrn
Pfarrer Vogel für die troſtreichen
Worte am Grabe ſowie für die
zahl=
reichen Blumenſpenden.
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Seite G.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 11. Januar 1921.
prmmmer 10
Handelsteil des Darmſtädter Tagblattes
Bericht von der Franffurter Börfe vom 10. Januar.
Mitgeteilt von ber Bank für Haudel und Induſtrie, Darmſtadt.
Die Bürſe verkehrte in feſter Haltung. Am Montanmakt waven
Phönis zirka 20 Prozent geſteigert; auch Harpener zogen an. Von
Elektrizitätswerten kounten Licht und Kraft ihre ſeitherige Steigerung
fortſetzen. Dieſelben erreichten einen Kurs von 275 Prozent.
Bank=
aktien waren gut bellanzptet. Der Einheitsmartt war feſt. Güher
uotierten: Chemiſche Müllein. Griesheimer Electron, Badiſche
Ma=
ſchinen, Tellus, Hydrometer und Etlinger Spinnerei; miedriger waren
Bronce Schlenk und Nähnaſchinen Kahſer. Im Freiverkehr ſtanden
Benz im Vorderguunrd; dieſelben wurden zu 307 in großen Poſten aus
dem Markt genommen. Höher notierten auch Holzmann. Am
An=
lagemarkt waren Induſtrie=Obligationen zu höheren Kauſon geſucht.
Gegen Schluß der Börſe waren Schiffahrtswerte lebhaft geſteigert.
Paketſalrt 205, Lloyd 201.
Frankfurter Abendbörſe vom 10. Januar.
w. Die Tendenz geſtaltete ſich trotz des mittelmäßigen Geſchäfts
wuoiter befeſtigt. Ju der Hauptſache allerdings war die Kursbeweauug
nach oben in Kaſſainduſtriepapienen zu beobachten. Stärker geſucht zu
höheren Kurſen waren Spiegel und Spiegelglas. Soſvohl Bergmann
wie auch Licht und Kraft konuten ihven erhöhten Kursſtand an der
Mittagsböuſe voll behaupten. Feſt lagen Hapag und Norddeutſcher
Llotzd. Unter den Nebeniuerten ſchlwvächten ſich Daimler 6 Prozeut ab.
Benz Motoven ſchwankend zirka 303. Moutanwerte lagen nicht
einheit=
lich. Phönix wurden höher bezahlt, währand Oberbedarf mäßig nach
unden neigten. Mannesmann angeboten, verloren 14 Prozent (695).
Chemiſche Werte feſt. Scheibeauſtalt geſuchter 915. Unter den
Aus=
landswerten uaren Deutſch=Ueberſee 1075 15 Prozent höher. Später
Bevgmann 405 plus 5, Lahnehzer 275—278 hei regem Geſchäft 8 Prozent
löher. Hirſch Kupfer 410—412. Spiegel und Spiegelalas ſtiegen 24
Prozent; ferner blieben geſucht Pinſelfabrik Nürnberg, Preßhefe Baſt.
Megikaner ſehr ſtill. Der Schluß geſtaltete ſich foſt.
Der Wert der Mark im Ausland.
* Für 100 Mark wurden gezahlt am 10. Januar in Zürich 8,90
(vor dem Kriege 125,40) Frauken, in Amſterdam 4.27½ (59,20)
Gul=
den, in Kopenhagen 8,40 (8830) Kronen, in Stockholm 6,70
(88,80) Kronen, in Wien 928 (11780) Kroen, im Prag 191½4 (117,80)
Kronen, in Londou (. 1.) 2,63 (97,80) Schilling, in Neu=York
(8. 1.) 1,37 (238,80) Dollar, in Paris 23½4 (195,40) Franken.
w. Deviſeumarkt. Frankfurt a. M., 10. Jan.
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Verliner Börſe.
Berlin, 10. Jan. (Wolff.) Börſanſtimmungsbild. Der
günnſtüige Eindruck der Natifizierung des deutſceholläindiſchen
Kredit=
abkommens wunde an der Yörſe geſchwächt durch die wiederum ſtanke
Steigerung des Notenumlaufs in der letzten Woche des Vorjahves.
Iyrmerhin zeigte die Börſe, uatſtaitlich füir Spezialwverte, rege
Kauf=
luſt. Chemiſche Papiere, wie Aktiongeſellſchaft für Amilinfabrikation,
Badiſch Anilin, Th. Goldſchnidt, Höchſter Farbwverke, und von den
Elektrizitätsaktien insbeſondere Licht und Kraft, Feltes u. Gzuillenume
und Sachſenwverk erzielten recht anſehnliche Erhühungen. Ferner ge=
i f in efe eie e e e eicher eie
tever Naaliſierungar verloren dagegen Höſch 35, Bismarckhuitte 15,
Bochrmer Guß 10 und Buderus 31 Prozent. Beſonderes Intereſſe
be=
kundete die Börſe für Schiffghrtsaktien, namentlich Paketfahrt.
Nord=
deutſcher Lloyd und Hanſa waren nanhaft gebeſſert. Die Deviſenkurſe
zogen müßig an, wuas ohue beſonderen Einfluß blieb. An der Börſe
nahm gegen Schluß im allgemeinen die Geſchäftstätigkeit gb. Lebhaft
bliebe aber Phönix und Mannesmann bei ſteigenden Kurſen. Nur
die zu Einheitskurſen gehandelten Induſtriewverte ſtellten ſich wiederum
vielfach weſentlich höher, da den neuen Käufen kein genügendes
An=
gebot gegenüberſtand.
Von den Produktenmärkten.
Berlin, 10. Jan. (Wolff.) Am Produktenmarkt neigte Mais
trotz etwas feſterer Auslandsforderungen bei nachlaſſender Kaufluſt für
nahe Abladungen zur Schwäche. Inländiſche Hüilſenfrichte zaren
wviederum ſtark angeboten, was auf den Preisſtand nicht ganz ohne
Wirkung blieb. Auch Luupinen und Serradella kommen mehr an den
Markt, als untergebracht werden kann. Naugfutter war ſtill und
luſtlos.
w. Frankfurt a. M., 10. Jan. Getreidemarkt. Das
Geſchäſt bleibt weiter ſtill. Infolge der immer noch ſchwanlenden
Hal=
tung der Deviſenpreiſe bleibt die Unternehmrungsluſt auf wgenige
Ar=
tikel beſchnänkt. Für Mais ſtelite ſich Nackfrage ein. Hülfeumichnte
werden meiſt niedriger genont. Spciſeerbſen waren angebotzen, es
fanden nur beſte Qualitäten Beacktung. Feinſte Viktorigerbſen zirka
6—6,B. Auslandspbſen ſind billiger zu haben. Ackerbohnen rultig.
Seruadella waren bei geringer Unternehmungsluſt niedriger genamnt.
Stärkeres Angebot zeigte ſich in Peluſchken. Für Noos und Leinſaat
ſtellte ſich etwas Kuufneigung ein. Heu und Stroh blieben ſtill.
1i. Mannheim, 10. Jan. (Tel.) Tendenz ruhin. Preiſe
nach=
gebend. Gezahlt wurden pro 100 Nilogram wuaggonfrei Mannheim
einſchließlich Sack: Neuer gelber La Plata=Mais 315, neuer inländiſcher
Rotklee 1600 —2000, ihalicniſche Luzerne 3000—3200, Provence=Luzerne
3200—2400, Wicken 260—230, inländiſche Erbſen 330—430, ausländiſche
300—250, Futtererlſen 280—300, Ranooonbohnen 225—230,
Braſil=
bohnen 220, Acherbohnen 300—320, inländiſche Ainſen 550—750,
aus=
ländiſche 445—550, Wieſenheu 105—115, Kleeheu 120—130, Preßſtroh 60,
gebündeltes Stroh 50—60, Biertreber 200—220, Rapskuchen ohne Sack
170—185, indiſcher Kokostuchen 190, Reis 400—600, Naps 750—800,
Leinſaat 675—725 Mark.
Berlin 12. Jan. (Wolff.) Vom Börſenvorſtand ſind für den
Januar die Mittwoche 12., 19. und 26. Januar als
Börſenfeier=
tage beſtimmt worden. An dieſen Tagen fidet nur Dewiſen=, Metall=
und Produktenverkehr ſtatt.
b. Weiterer Preisrückgang am Häutemarkt. Auf
der am 6. Januar in Hamburg ſtattgeſundenen Häute= und Felle=
Auktion der Norddeutſchen Häuteverwertungs=Geſellſchaft m. b. H. war
die Stimmung flau und der Verkauf geſtaltete ſich ſchleppend. Es
en=
zielten Nindshäute 8,30—12,40 Mark pro Pfund, gogenüber der
Auk=
tion vom 12. Dezember 1920, auf welcher 10—13,20 Mark pro Pſund
erzielt wurden.
* Eiſenſteinbergbau im Lahn= und Dillgebiet.
Die Förderung betrug im November 1920 95 000 Tonnen bei einer
Belegſchaft von 7700 Mann, gegenüber 125 000 Tonuen bei giner
Beleg=
ſchaft von 670 Maun im Nodenuber 1913. Die Wagengeſtellung
war außerordentlich mangelhaft; zum Teil wursen nur ein Dwittel des
angeforderten Wagenraumes geſtellt. Förderungsſtörungen im
Dill=
gebiet entſtanden de8 öfteren dedurch, daß die mit einem Hochoſenwerk
verbundene elektriſche Ueberlandzentrale infolge Koksmangels nur un=
zureichend Strom liefern konnte. Allenthalben machen ſich
Abſatz=
ſtockungen benvertbar, insbeſondere iſt die Nachfrage nach
mangan=
hautigem Brauneiſenſtein ſtauk zurückgegangen. Dne erzielten Preiſe
decken bei wveitem uicht mehr die heutigen Selbſtkoſten. Verſchiodene
Gruben mußten daher gänzlich eingeſtellt, bei anderen der „Betrieb
reſentlich herabgeſetzt werden. Bei längerem Anhalten der
Abſatz=
ſtockungen werden ſich Maſſeukindigungen nicht vermneiden laſſen.
* Zuckerraffinerie Magdeburg, A.=G. Die H.=V.
ſetzte die Dividende auf 20 Prozent (12 Proyent) feſt. Ueber die
Aus=
ſichten des laufenden Jahres teilte die Verwaltung mit, daß dieſe recht
günſtig ſcien, zumal die Rübenerite ſowohl der Menge als auch der
Güite nach gut ausgefallen ſei. Die Naffinerie wird in die Lage
kom=
men, 40 Prozent Rohzucker in dieſem Jahre mehr verarbeiten zu
kön=
nen als im vergangenen Jahw. Wenn keie beſonderen Störungen
eintveten, könne mit einer gleich hohen Ditzidende gerecknet werden.
Außerdem genehrnigte die H.=V. die Erhöhung des
Aktieu=
kapitals um 1 auf 3 Millionen Mark. Von den neuen Aktien
wur=
den 650 000 Mark von der Diskontogeſellſchaft, Ziueiaſtelle Magdeburg,
und 350 000 Mark zu 115 Prozent von dem Bankhauſe Zuckſchwert u.
Beuchel mit der Verpflichtung übernommen, dieſe den bisherigen
Aktio=
näven zu 120 Prozent im Verhältnis von 1 zu 2 zum Bezuge
anzu=
bieten. Die Kapitalserhöhung dient zur Stärkung der Betrießsmittel.
* Inſoldenz einer däniſchen Bank. Die Kopenhagener
Novdisk Bank hat hre Zahlungen eingeſtellt. Als Grund teilt der
Aufſichtsrat mit, daß ſeit Neujahr eine Art Run auf die Kaſſen
der Bank ſtattgefunden habe, und daß die Bauk genötigt war, in
dieſen paar Tagen 1½ Millionen Kvomen aucurzahlen. Dagegen follen
keinerlei größere Verluſte an Engagements zu verzeichmen ſein. Die
Diektion glaubt, verſprechen zu können, daß alle Gläubiger
be=
fviedigt werden würden, und daß „ein weſentlicher Teil des
Aktien=
kapitals unverſehrt” iſt. De Nordisk Bank war während des Krieges
gegründet worden. Ihr Kapital betuug 5 Millionon Kronen. Als
die erſten Schwierigkeiten ſich vor eim paar Tngen bemerkbar macht,
verſuchte man, bei der Nationalbonk Wechſel über ſehr bedeutende
Be=
träge zu diskonveren. Die Nationalbank verlangte jedoch vorher
Gin=
ſiche in die Geſchäftsbüicher. Da dieſe wohl nicht zufriedenſtrllend
aus=
gefallen war, lelnte die Nationalbank jede Hülfeleiſtung ob. Es war
daher gegeben, daß auch die übrigen Bankinſtüitute ſich dem Vorgehen
der Nationalbank anſchloſſen und kein Geld zum Weiteubetrieb der
Nordisk Bank zur Verſügung ſtellten. Da der Kundenkreis der
Nor=
disk Bank nur eim kleiner war und keine weſentlichen öffentlichen
In=
tereſſen auf dem Spiele ſtanden, hielten die um Hiſfe angegangenen
Bankhäuſer es nicht für wtvendia, dem notleidenden Inſtitut, deſſen
ſchgrache Poſition in eingeweihten Kweiſen bekannt war, zu Hilfe zu
kommen.
* Heranziehung der Leibrenten zur
Kapftal=
ertragsſteuer. Eine auf Grund eines Guutmnchtens des
Neichs=
finazhofs amt 30. Dezember 1920 ergangene Verordnung beſtimmt:
Da die Verſicherungsgeſellſchaften die notwendigen Ginzelberechnungen
nicht ſogleich durckführen können, ohne Gefahr zu laufen, für die nächſte
Zeit ihren Geſchäftsbetviab ins Stocken zu bringen, wird auf Grund des
8 444 Abſ. 4 der Reichsabgabonordnung für das Kalenderfahr 1921
be=
ſtümmt, daß von jedem zur Auszahlung gellangenden
Leibren=
tenbetrag 2 Prozeut als Kapitalertragsſteuer
ein=
zubehalten und abbzuſühren find.
* Umſatzſtempel im Deviſenverkehr. Nach einem
Ne=
ferentenentwurf aus dem Reichsfimanzminiſterfum zu der in
Vorberei=
tung befindlichen Novzelle zum Reichsſtenwpelgeſetz ſoll, wie die D. A. 3.
meldet, geplaut ſehn, im Kundemverkehr für Dewiſen einen
Umſatz=
ſtampel von 4 pro Mille und im Arbitvage= und Bankverkehr
von 1ſo vvo Mille zu erheben. Auf Noten und Sorten ſoll der
Stempelfatz mit 1 pro Mille feſtgelegt werden. Es iſt jedoch zu
be=
merten, daß endgültige Beſchlüſſe über die Höhg der neuen
Stwompel=
ſätze noch nicht geſaßt wurden.
Frankfurter Kursbericht 10. Jan. 1921. Mitgeteilt von der Bank für Handel und Indnſtrie (Darmſtädter Bank!
Staatspapiere.
5% Reichsanleihe. . . . . ..
.......
.......
.......
4½%IV.u. V. Schatzanweiſ.
41½%0 Vl.—1K.
Sparprämienauleihe ....
4%0 Preuß, Konſols .....
......"
3½%0
.....
4% Bab. Anl. unk. 1985
v. 1907..
42 Bahern Anl. . ......
3½%
4%0 Heſſen unk. 1924....
............
4% Wllrttemberger . ...
Ausläudiſche.
5% Bulgar, Tabak 1902.
13% Griech. Monopol..
4½% Oeſt. Staatsrenteb
1913, ab 1918... .. . .
4½% Oeſt. Schatzanweiſ.
ſtfr. v. 1914...... . ...
490 Oeſt. Goldrente. . . . .
„ einhetl. Rente
485 Rum. am. Neute v. 03
4½% Goldrente v. 13
konv.
42
am.
v. 05
5½0 Türk. Admin. v. 1903
(Bagdadl Ser. 1
„II
v. 1911,Zollanl,
3
½,% Ung. Staatér. v. 14
Goldrente. . .
Staatsr. v. 10
Fronenrente.
s.1.
77,50
60.
67—
80,70
72,25
85,60
64,75
54,75
53,75
71,75
(5.—
82,50
64,60
70,75
52,75
46.—
27,25
158.—
135.—
104,—
159,75
136,50
89.—
2.
56.—
Se
10, 1.
77,50
67,25
59,50
65,40
80,50
72,25
80,50
68,25
52,50
54,40
71,50
63,25
82,25
63,60
70,25
53.
78,75
22,25
48,50
155.—
138.—
108,50
155,—
130—
90.
26,50
54,50
25,75
26.
Außereuropäiſche.
5%5 Mexik. amort, innere
5%
konſ. äuß. b. 99
426 Mexik. Goldv. 04, ſtfr.
konſ. inner. ..
2%
48%
Irrigationsanl.
5% Tamaulipas, Ser. I..
Oblig. v. Transportauſt.
43 Eliſabethbahn ſtfr.
2,6% Oeſt. Südb. (Lomb.)
32 Oeſt. Staatsb. 1.b. 8. Em.
320 Oeſt. Staatsb. Erg. Netz
42
v. 1883.
4½%0 Angtolier I......."
325 Salon. Conſt Jonction
325 Salonique Monaſtir.
5% Tehuantepee . ....."
4½%
..
Deutſche Städte.
485 Darmſt, v. 1919b.1925
3½% Darmſtadt v. 1905.
425 Frankfurt b. 1918....
„ b. 1903...
23 %
42 Mainz. v. 1919b. 1926
Pfandbriefe.
425 Frankf. Hyp. Bk. 1920
337
420 Frkf H.Krd.=Ver. 1921
48 Mein. Hyp. Bank 1922
1929
20 Pfälz.
1923
42 Rhein. „
verl.
3½%
425 Südb. Bk. Münch. 1906
47 Heſſ. Ldhhp. Vk. Pfdbr.
8½% Geſſ. Ldhy. Bk. Pfdbr.
420 Heſſ. Ldhyp. Kom. Obl.
Bank=Aktien.
Berliner Handelsgeſ... .
Darmſtädter Bank.. . .
48.— Rhein. Kred.=Bank. . . . .. 167.— 167.— 49,50 Bergwerkö=Aktien. 4— Bochumer . ... 540,— 31.— Buderus ......." 710. i 141.— Dt. Luxemburger. 370.— 370.— Gelſenk. Bergw... 382,50 384,50 123.— Harpener Bergb. 540,— 550,— 501, 501, Eſchweiler Bergw.. Kaliwerke Aſchersleben . 430— 440. Weſteregeln ... 238.— Laurahütte . ........ . .. 377,50 Lothringer Hütte...... 442.— 475.— Mannesmann Röhren. . 717,50 709,— Phönir.. ..... 679,50 Oberſchleſ. Eiſen Caro). 305,— 804,— B,80 Oberbedarf... 335,50 334. Rhein. Stahlw. 550,— 569,— 103.— 183,5) Riebeck Montan.. 525,— Aktien v. Transportanſtalt. 90,25 Paketfahrt. . . . . . . . . . . . 133. 200, 98. 98,70 Nordd, Oloyzd=
.... 200,25 104.— 105.— Südd. E.=B.=Geſ.. U. 102.— 100, 99,75 Schantung E.=B. 580, 87,a5 87.— Baltimore . .. 535,— 104.— 104,— Kanada ....... 100,10 100,0 Lombarden .......... 87. 87,10 Oeſt.=Ung. Staatsbahn .. 154,50 98,70 Indnſtrie=Aktien. Bement Heidelberg... .. 330— 334,— 253,50 Badiſche Auilin ....... 590. 689.— 185.— 192.— D. Gold=u. Silbſcheideanſt. 899.— 910. DDfe-Aſe Fanf 8. 1. 10. 1. Griesheim Elektron. 445.— 450,— Höchſter Farbwerke. 453,50 458,— Holzverkohlung.. 695.— 690. Werke Albert Chem.) 1869,— 1350,— Allg. Elektr.=Geſ. 338.— 837. Bergmann=Werke. . .... 393,— 400,— Felten & Guilleaume: 495.— Lahmeher ........ 265,— 270.— Licht & Kraft. . . . . . . . . . — Rhein. Elektr. Werke.. .. 215,— 215.— Schuckert.. . . . . . . . . . . .. 250, 283,— Siemens & Halske ..... — 353,— Feinmechanik (Jetter) ... — — Gelſenkirchen Gußſtahl.. — — Gummi=Berlin=Frankfurt 388,— 387.— Gummipeter. . . . . . . . . . . 521,— blb.— Heddernheimer Kupfer.. 416,— 430,— Lederwerke Spicharz.. . — Lüdenſcheid Metall ..... 485,— 475.— Adlerwerke gleyer. .... 34)½ 352½ Badenia (Weinheim). .. 330,— 335.— Breuer & Co. Vorzüge. 333,— 345.— Daimler Motoren. ..... 336,— 342.— Gßlinger Maſchinen. . . .. 360,— 359 ½ Gasmotoren Deut...... 299.— 29934 Karlsruher Maſchinen. 390,— 397,— Lux’ſche Induſtrie ...... — Vogtländiſche Maſchinen. 349,— 348.— Oelfabrik Ver, Dt. . .. .. 340,— 344,— Zellſtoff Waldhof. . . . . . . 500,— 508 ½ Buckerfabr. Waghäuſel.. 440,— 440.— 1 Frankenthal. 44434 4442 Darmſtädter Werte. Nachfr. Angeb. Dampfkeſſel Rodberg ... 360,— g63,— Gebrüder Roeder.. ..... 277,— 280,— Gebrüder Lutz ........" 275. 280— Heloetia Konſervenfabrik. R. 2750 Motorenfahrik Darmnſtadt 195. 198,— Venuleth & Ellenberger. 303,— 306.—
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Deutſch=Niederländ, Tel,
Deutſche Erdöl..
Dt. Kaliwerke.. ..
Dt. Waffen u. Munition
Donnersmarckhütte
Dynamit Nobel..
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Gelſenk. Gußſtahl.. .
Geſ. f. elektr. Untern.. . .
Hanſa Dampfſch. . ..
Hemoor Bement
Hirſch Kupfer...
Höſch Eiſen......
Hohenlohe Werke.
Kahla Porzellan..
Linde’s Eismaſch..
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Linke & Hofmann.
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Orenſtein. . . . . . . .
Rathgeber Waggon ..
Roſitzer Zucker ..
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— 640— 678. 2225 2210,— 990.— 10.0.— 1640.— 1700.—
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Am Mittwoch, den 12. Januar,
vormit=
tags 9 Uhr, mitteleuropäiſche Zeit, werden
auf Bahnhof Goddelau=Erfelden
4 Wagen Heu (zirka 490 Ztr.)
öffentlich an den Meiſtbietenden gegen ſofortige
Barzahlung verkauſt.
Goddelau=Erfelden, 9. Januar 1921.
Die Güterſtelle:
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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 11. Januar 1521.
Seite 7.
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Montag, den 17. Januar 1921, abends 5!), Uhr
1) Anſprache des Herrn Reichstagsabg. Pfarrer Korell,
2) Feſtaufführung der Oper „Die Meiſterſinger von
Nürn=
berg” von Richard Wagner.
Der Rein=Ueberſchuß geht zu Gunſten der Veteranen von
1870/71 und deren Hinterbliebenen.
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