Einzelnummer 15 Pfennige
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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
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Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſiattet.
Nummer 69
Sonntag, den 11. März 1934.
196. Jahrgang
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Frankreichs wahres Geſicht.
Aufrüſtung ſtakt Abrüſtung. — Neue Milikärkredike Frankreichs als Ankwork auf die engliſchen
Abrüſtungsbemühungen.
iſt, läßt ſich auch auf das Material ausdehnen. Deutſchland
* Die franzöſiſche Ankwork.
ſoll weder Tanks noch Luftſtreitkräfte beſitzen
Väihrend die franzöſiſchen Diplomaten ſo tun, als ob ſie noch
ſtut nicht genau wüßten, welche endgültige Haltung ſie zum
umald=Memorandum einnehmen ſollen, geht das Aufrüſten
kreichs unentwegt weiter. Die Pariſer Regierung hat, wie
ſaſts kurz gemeldet, gerade im gegenwärtigen Augenblick der
ſumer einen Geſetzentwurf vorgelegt, der recht erhebliche
ſedäte für den Ausbau der Grenzbefeſtigungen
5ür die Verſtärkung der Luftflotte fordert.
dieſe Geſetzesvorlage iſt wohl die deutlichſte Antwort
die engliſchen Abrüſtungsbemühungen. Man
is in Paris nicht einmal für nötig gehalten, wenigſtens das
ſeſt zu wahren und dieſe Vorlage noch ſo lange zurückzuhalten,
lie franzöſiſche Antwortnote nach England abgegangen war.
Konferenz-Gerüchke.
DrH
Joochim
ſu der engliſchen Preſſe iſt man nach wie vor
peſſi=
uſe, verſucht jedoch, für eine neue Konferenz
y mung zu machen, obwohl man ſich gleichzeitig ſagt,
ßeme derartige Konferenz vorbereitet werden muß und daß
e gegenwärtigen Haltung Frankreichs die Mächte doch
nie=
uſammentreten werden, um eine Abrüſtungskonvention zu
(zeichnen. Es wird dann weiter von der Möglichkeit
CotAſſtochen, nur einen Teil der Abrüſtungsfrage zum
Matzlon
Kenſtand einer Sechsmächte=Zuſammenkunft
inchen. Dabei wird auf die Luftfahrt hinge=
Samptagich ſen, die in der Tat das Zentralproblem der ganzen
Ab=
von S—ölſtug darſtellt.
ſodeiul ell le Welt fühlt ſich heute durch die franzöſi=
Vorverlill Euftflotte bedroht, am meiſten wohl die Engländer,
est immer offener dazu übergehen, eine Aufrüſtung in der
z
Mworzunehmen. Aber ſelbſt wenn es gelingen ſollte, eine Luft=
Zomferenz zuſtande zu bringen, dann ſteht doch wohl ſchon heute
daß von franzöſiſcher Seite erneut
daraufhin=
rbeitet wird, die Zivilluftfahrt in eine
wNdchar t ige Konvention einzubeziehen und jedes
haosBenſlMhſiſtungszugeſtändnis wieder von der Erfüllung
direr Forderungen abhängig zu machen.
Die franzöſiſche Platte würde dann einmal rückwärts geſpielt,
daß ſich dadurch an der tatſächlichen Einſtellung Frankreichs
ts ändert.
Regime der Sicherheik.
Die internationale Abrüſtungs=Diskuſſion hat immer
wie=
in ganz weſentlichen Fragen eine
deutſch=
nzöſiſche Uebereinſtimmung zutage gefördert,
Wetens, ſoweit ſie grundſätzlicher Natur ſind.
igilt insbeſondere auch für das
Sicherheits=
lem. Sowohl wir als auch unſere weſtlichen Nachbarn
ſiſchen gegen neue Kriegsgefahren ausreichend geſichert zu ſein.
até-ProbllA trennen ſich trotz des Gleichklangs der Anſchauungen die
nn= he/ſatten über den einzuſchlagenden Weg. Wir haben von
tzglich 8Ukler die Abrüſtung in den Vordergrund
geſcho=
ſa. Frankreich, die ſtärkſte Militärmacht der Welt, hat
ooch, 50.4
*in den diplomatiſchen Geſprächen nicht klar zum Ausdruck
blacht, daß es die Aufrüſtung für vordringlich hält, hat jedoch
c Komplizierung des anzuſtrebenden Sicherheitsregimes eine
Venreine Abrüſtungsbeſchränkung bis heute unterbunden, durch
ce Taten gezeigt, daß es mit ſeinen Sympathien doch aus=
Befllich auf der Aufrüſtungsſeite ſteht.
Dennoch geht der Kampf der Ideen weiter. Einer ſucht den
Mien von der Richtigkeit ſeiner Theſe zu überzeugen. Das
kiel mit dem Notenaustauſch iſt längſt noch
Uht beendet. Wenn nun der franzöſiſche Außenminiſter
Kandeir Ythou in ſeinem Schreiben an Henderſon erneut unter
Heraus=
ſichunng des bekannten Standpunktes Frankreichs für ein Re=
79.
e der Sicherheit eintritt, das nach ſeinen Worten durch eine
a net
Myenweiſe und kontrollierte Herabſetzung der Rüſtungen er=
Men. ſoll, dann können wir doch nicht umhin, uns mit einigen
Een ſeines Schreibens zu befaſſen, eben weil Barthou ein
ſwſe ntliches Moment unberückſichtigt zu laſſen
di abzuleugnen ſucht. Das iſt die abſolute
Feichberechtigung Deutſchlands, die heute von faſt
hn Staaten anerkannt worden iſt, die ſogar Frankreich durch
IRe Akte vom 8. Juni hingenommen hat, jetzt aber als außer=
0rjeder Diskuſſion ſtehend hinzuſtellen ſucht.
Sicherheit bedeuket, daß ſie allen zu gleichen
Teilen zuguke kommen ſoll.
AM aber nur der einen Seite, ſchon gar nicht derjenigen, die
S auf den Knopf zu drücken braucht, um ſofort fünf Millionen
unn in Marſch zu ſetzen. Von dieſer Seite her wird das Vor=
Tenſein einer gewaltigen militäriſchen Reſerve glatt
übergan=
h” dagegen den nationalſozialiſtiſchen
Sturmab=
ungen wider beſſeres Wiſſen eine militäriſche Bedeutung
oelegt und deren Aufrechnung auf den künftigen deutſchen
eesſtand gefordert. Wie aber reimt ſich dieſes Verhalten mit
gewünſchten Regime der Sicherheit zuſammen? Hier
twas verſchwinden, was militäriſch keine Rolle ſpielen kann,
jede Ausbildung, und vor allem auch jede Ausrüſtung fehlt.
will man fünf Millionen Reſerviſten unangetaſtet wiſſen.
Wenn Herr Barthou das Fehlen von militäriſchen Reſerven
Aeutſchland und das Vorhandenſein dieſer Reſerven in Frank=
9 mit einem gerechten Sicherheitsregime für vereinbar hält,
ha werden die Völker Europas wohl noch ſehr lange auf eine
ention warten können. Was zum Thema Reſerven zu ſagen
dürfen.
Frankreich will nichts opfern.
Durch dieſe Haltung Frankreichs, wie ſie im Schreiben
Bar=
thous umriſſen wird, wird durch die deutſche Gleichberechtigung
das Fundament jedes Sicherheitsabkommens — ein Strich gezogen.
Soll uns durch Frankreich die
Gleichberechti=
gung, die für uns nicht als Zweck zum Aufrüſten, ſondern als
Faktor der eigenen Sicherheit eine ausſchlaggebende Rolle ſpielt,
vorenthalten werden, dann verſchwindet auch
der Zuſtand der Unſicherheit nicht, unter dem
alle Völker leben, die ſich entweder der
drohen=
denfranzöſiſchen Rüſtung gegegenüberſehen oder
gezwungen ſind, mit dem franzöſiſchen Aufrüſten
einigermaßen Schritt zu halten.
Wir können nur immer wieder betonen, daß die
Hoffnungs=
loſigkeit der europäiſchen Situation mit einem Schlage beſeitigt
werden kaun, wenn man auf unſere früheren Vorſchläge
zurück=
greift und zu einer weitgehenden Abrüſtung ſchreitet, womit man
übrigens eine Beſtimmung des Verſailler Vertrages erfüllen
würde. Barthou ſagt ſelbſt in ſeinem Schreiben an Henderſon,
daß eine raſche Löſung des Abrüſtungsproblems
nötig ſei. Er hat Recht, entzieht ſeiner Forderung aber jede
Plattform, wenn er die Abrüſtung an Bedingungen zu knüpfen
ſucht, die für Deutſchland eine über Verſailles hinausgehende,
dazu noch entehrende Rüſtungsbeſchränkung darſtellte, Frankreich
aber unbehelligt läßt.
Franzöſiſch=belgiſche Verſtimmung=
Außenminiſter Barkhou empfängt den
belgiſchen Botſchafter.
EP. Paris, 10. März.
Außenminiſter Barthou hatte heute morgen eine Unterredung
mit dem belgiſchen Botſchafter Gaiffier d’Heſtroy, der man im
Hinblick auf die jüngſte Rede des belgiſchen Miniſterpräſidenten
de Brocqueville große Bedeutung beimißt. In franzöſiſchen
Kreiſen erklärt man, auf Grund der von Belgien
eingenommenen Haltung in der
Abrüſtungs=
frage, vor einer zum Teil neuen Lage zu ſtehen.
Die an England zu richtende franzöſiſche Antwort werde
u. U. einige Abänderungen von dem urſprünglich geplanten
Wortlaut enthalten. Damit wird auch der Verzug in der
Fertigſtellung dieſer franzöſiſchen Note erklärt.
In der Tat läßt man heute abend durchblicken, daß dieſe Note
kaum vor zehn bis vierzehn Tagen fertig ſein
wird, und zwar aus Prozedurgründen. Die Auseinanderſetzung
und Einigung mit Belgien, die man in Paris ſehr wünſcht,
er=
fordert einige Zeit, und der Rat der nationalen Verteidigung
habe auch noch ein gewichtiges Wort mitzuſprechen.
Ein neues Datum für die Reiſe Barthous nach Brüſſel iſt
immer noch nicht feſtgeſetzt worden.
A Keinerlei offiziöſen Erklärungskünſte vermögen die Tatſache
zu verbergen, daß die Rede des belgiſchen
Miniſter=
präſidenten de Brocqueville ein
außenpoli=
tiſcher Mißerfolg für Frankreich war. Die Art und
Weiſe, wie darauf die Brüſſeler Reiſe des franzöſiſchen
Außen=
miniſters Barthou angemeldet und dann verſchoben wurde,
ſtel=
len auch nicht gerade den Gipfel diplomatiſcher Kunſt dar.
Die Haltung Belgiens in der Abrüſtungsfrage erinnert die
öffentliche Meinung Frankreichs daran, daß die franzöſiſche
Außenpolitik in der Abrüſtungsfrage zur
Jſo=
lierung führen muß und daß Frankreichs
Situa=
tion während der direkten Beſprechungen mit
Berlin günſtiger war. So zurückhaltend man ſich auch
in Paris in der Kritik Barthou gegenüber zeigt, man kann ſich
dieſer Erkenntnis nicht ganz verſchließen. Zu bemerken wäre auch
noch, daß die franzöſiſchen Rechtsparteien auch von den
unbe=
ſtimmten Gerüchten, wonach England, um in der
Abrüſtungs=
frage doch einen Fortſchritt zu erzielen, den Verſuch machen
möchte, Frankreichs Sicherheitswünſchen irgendwie
entgegenzu=
kommen, nicht entzückt ſind. Das iſt verſtändlich. Man will
die Abrüſtung einfach nicht, und darüber hinaus weiß
man, daß die internationalen Sicherheitsgarantien nicht einſeitig
für Frankreich eingerichtet wären und nicht ſtrikte den
franzö=
ſiſchen Wünſchen entſprechen würden. Selbſtverſtändlich fordert
man nach wie vor die Garantien von England. Aber es iſt
frag=
lich, welche effektiven Konzeſſionen man für ihre Erhaltung geben
würde.
Der deutſch=franzöſiſche Handelsvertrag vom Jahre 1927, der
am 20. Dezember vorigen Jahres auf den 20. März gekündigt
worden war, iſt auf Grund gemeinſamer Verhandlungen bis zum
20. April verlängert worden, um den beiden Regierungen
Gelegen=
heit zu geben, die Verhandlungen fortzuſetzen.
Die Regierungskommiſſion des Saargebiets hat nun auch die
Verordnung über die Erhöhung der Tabakſteuer trotz der
ein=
mütigen Ablehnung des Landesrates beſchloſſen Der neue
Tabak=
ſteuertarif tritt am 12. März 1934 in Kraft. Eine Nachbeſteuerung
tritt für die am 1. 6. 1934 noch vorhandenen Reſtbeſtände ein.
Im Zuge der gegenwärtigen allgemeinen Verhandlungen
zwi=
ſchen Deutſchland und Polen ſind freundſchaftliche Beſprechungen
über eine deutſch=polniſche Zuſammenarbeit auf dem Gebiete des
Filmweſens im Gange, die durch mündlichen Meinungsaustauſch
führender Vertreter der polniſchen Filmwirtſchaft in Berlin
ge=
fördert werden.
*Die Woche.
Die Auseinanderſetzung über die brennenden Probleme der
europäiſchen Politik iſt von neuem in ein akutes Stadium
ge=
treten. Im Kampfe um den Fragenkomplex, den man gemeinhin
die Abrüſtungsfrage nennt, d. h. alſo die Frage der militäriſchen
Rüſtung der Großmächte, reifen allmählich trotz der franzöſiſchen
Verzögerungstaktik die Entſcheidungen heran. Im Donauraum
iſt die italieniſche Politik bemüht, vollendete Tatſachen zu
ſchaf=
fen, während die Lage im europäiſchen Oſten durch die
ver=
ſchiedenen deutſch=polniſchen Abkommen merkliche Entlaſtung
er=
fahren hat. Dabei liegen über der geſamten europäiſchen
Poli=
tik natürlich noch immer die Schatten des Fernoſtkonfliktes,
trotzdem die unmittelbare Gefahr ernſter kriegeriſcher
Verwick=
lungen im Augenblick unſtreitig nicht mehr ſo brennend iſt wie
noch vor einem Vierteljahr.
Herr Henderſon, Präſident der Abrüſtungskonferenz, die ja
noch immer exiſtiert, hat dieſer Tage ein Weißbuch
veröffent=
licht, das alle Dokumente enthält, die im Rahmen der ſeit dem
22. November 1933 unternommenen direkten
Abrüſtungsverhand=
lungen zwiſchen den Großmächten Deutſchland, England,
Frank=
reich, Italien und den Vereinigten Staaten ausgetauſcht wurden.
Man kann mit einer ſolchen Sammlung diplomatiſcher
Doku=
mente verhältnismäßig wenig anfangen. Sie zeigt letzten Endes
nur die Schwierigkeiten des ganzen Problems auf da
Frank=
reich die klaren und unanfechtbaren Forderungen Deutſchlands,
die in dem deutſchen Aide=memoire vom 18. Dezember 1933 in
ſechs Punkten nochmals genau umriſſen worden ſind, nicht
zu=
geſtehen will. Es war unter dieſen Umſtänden außerordentlich
erfreulich, daß der belgiſche Miniſterpräſident in ſeiner
bekann=
ten Rede einmal das Kind beim richtigen Namen genannt hat
und nicht nur unmißverſtändlich auf die Kreiſe hinwies, die noch
immer mit dem Gedanken eines Präventivkrieges ſpielen, ſondern
auch auf die ungeheure Gefahr, die in dieſem dunklen Treiben
inſonderheit der internationalen Rüſtungsinduſtrie liegt. Man
kann begreifen, daß die Rede Herrn de Brocquevilles in Paris
nicht gerade beſondere Begeiſterung ausgelöſt hat, und daß Herr
Barthou im erſten Schreck alsbald nach Brüſſel fahren wollte.
Inzwiſchen aber hat ja dann der belgiſche Außenminiſter
Hymans die Brocqueville=Rede bereits nicht unweſentlich
ab=
geſchwächt, um die Laune ſeiner Pariſer Freunde wieder etwas
zu beſſern. Die ganze Welt, ſo behauptet er wiſſe, daß
Deutſch=
land, die im Verſailler Vertrag gezogenen Grenzen ſchon
über=
ſchritten habe. Wenn der belgiſche Außenminiſter uns damit
den Vorwurf macht, daß wir vom Verſailler Vertrag abgegangen
ſeien, ſo muß doch einmal die Frage deutlich aufgeworfen
werden, wer denn den Artikel 8 des Verſailler Vertrages in
Wirklichkeit verletzt hat, nach dem die deutſche Abrüſtung nur
die Vorausſetzung für die Abrüſtung der anderen ſein ſollte.
Man muß Herrn Hymans offenbar auch nochmals an den
Herriot=Plan vom November 1932 erinnern, der die Grundlagen
des ganzen Verſailler Vertrages völlig umgeworfen hat. Damals
hat Frankreich ſelbſt den Erſatz des uns zu Verſailles
aufge=
zwungenen Einhunderttauſend=Mann=Heeres von Berufsſoldaten
durch eine Milizarmee verlangt, letzten Endes mit dem Erfolg,
daß damit eine Abrüſtung der übrigen Staaten auf das deutſche
Niveau endgültig begraben wurde. Auch der Maedonald=Plan
vom vergangenen Jahr hat dieſe franzöſiſche Forderung
auf=
gegriffen und ausgebaut. Wenn wir daraufhin ein
Dreihundert=
tauſend=Mann=Heer mit entſprechender Bewaffnung verlangt
haben, ſo bedeutet dieſe Zuſtimmung zum Umbau der
Reichs=
wehr ein erhebliches Zugeſtändnis an die Forderungen der
Gegner, da es nicht ſo ſehr auf die Zahl als die militäriſche
Bedeutung eines Heeres ankommt. Herr Hymans hat erklärt, daß
die Bemeſſung des Anteils der Rüſtung jedes einzelnen
Staa=
tes ſich nach dem Maß der Sicherheit richten müſſe. Wir können
dieſer Theſe des belgiſchen Außenminiſters nur zuſtimmen.
Be=
droht iſt gegenwärtig in Europa einzig und allein die
Sicher=
heit des Deutſchen Reiches, das mit einem Einhunderttauſend=
Mann=Heer ohne moderne Waffen auf allen Seiten von ſchwer
gerüſteten Nachbarſtaaten umgeben iſt. Wir beſitzen keine „Stadt
des Krieges”, die jedem feindlichen Einbruch ein
unüberwind=
liches Hindernis entgegenſetzt. Und wir beſitzen keine
Bomben=
geſchwader, die in wenigen Stunden ganze Landſtriche in
Trüm=
mer zu legen vermögen. Wir ſind durchaus damit einverſtanden,
wenn man in der ganzen Rüſtungsfrage ſich einzig und allein
auf den Standpunkt des Rechtes ſtellt, denn das Recht
ſpricht klar und eindeutig für uns. Der Verſailler Vertrag legt
eindeutig die Abrüſtungsverpflichtung der anderen nach der
deutſchen Entwaffnung feſt, und auch die Väter des Vertrages
haben dabei nicht daran gedacht, dadurch einen Dauerzuſtand
zu ſchaffen, ſondern nur einen vorübergehenden Zuſtand, der als
vorübergehend auch nur von uns angenommen worden iſt.
Aber in den diplomatiſchen Verhandlungen, die zur Zeit
gepflogen werden, iſt vom unbeſtreitbaren deutſchen Recht leider
nur ſehr wenig die Rede. Mit allen Mitteln wird vom Quai
d’Orſay aus verſucht, aus der Iſolierung herauszukommen, in
die man ſich allmählich hineinmanövriert hatte. Insbeſondere
— darüber ſprachen wir ſchon vor einer Woche an dieſer Stelle —
möchte man Rom durch Konzeſſionen an die italieniſche Politik
im Donauraum für den franzöſiſchen Standpunkt in der
Ab=
rüſtungsfrage gewinnen. Es kann keinem Zweifel unterliegen,
daß Italien ein ſehr ſtarkes Intereſſe an einer Bereinigung der
Schwierigkeiten im Donauraum in ſeinem Sinne hat, und
man hofft offenbar durch den Beſuch des Herrn Dollfuß und
ſeines ungariſchen Kollegen Gömbös in Rom einen weſentlichen
Schritt in dieſer Richtung weiterzukommen. Daß die franzöſiſche
Politik ſich im Donauraum ſtark feſtgelegt hat, iſt allgemein
be=
kannt, und vielleicht hängt es damit zuſammen, daß man hie
und da munkelt, daß weder Herr Dollfuß noch Herr Gömbös
ſich unbedingt freudigen Herzens auf die Bahn ſetzen werden.
Immerhin aber ſcheint doch die Entwicklung der Dinge ſchon ſo
weit vorwärts getrieben zu ſein, daß es kaum mit unbedingter
Sicherheit zu ſagen iſt, ob franzöſiſche Zugeſtändniſſe an der
Donau für Muſſolini noch ſo viel Wert haben, daß er für ſie
klare Intereſſen Italiens in der Abrüſtungsfrage preisgibt. Der
Duce Italiens hat ſich bisher bei allem perſönlichen Elan ſtets
als ein Realpolitiker großen Formats erwieſen, und es iſt daher
anzunehmen, daß er auch jetzt ſehr ſorgfältig die Folgen erwägt,
die ſich für Italien aus einem Einſchwenken in den franzöſiſchen
Abrüſtungskurs zwangsläufig ergeben würden. Auf alle Fälle
aber wird man ſich darüber klar ſein müſſen, daß die jetzt zu
Seite 2 — Nr. 69
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
treffenden Entſcheidungen von ganz außerordentlicher Bedeutung
für die zukünftige Entwicklung Europas ſind.
An die Zukunftsmöglichkeiten der europäiſchen Völker bei
allen Entſcheidungen zu denken iſt dringend notwendig. Die
Ge=
witterwolken in Oſtaſien haben ſich noch nicht entladen, aber ſie
haben ſich noch keineswegs endgültig verzogen. Was dazu
ge=
führt hat, den vor einem Vierteljahr noch drohenden Ausbruch
zu verhindern, iſt nicht ganz leicht zu überſehen. Sicher ſcheint
aber, daß dabei auch die Tatſache eine nicht unerhebliche Rolle
geſpielt hat, daß die ruſſiſche Armee den Moskauer
Macht=
habern im entſcheidenden Augenblick keineswegs in allen ihren
Teilen ſo zuverläſſig erſchien, daß man geglaubt hätte, ſie der
Belaſtungsprobe eines kriegeriſchen Einſatzes unterwerfen zu
können. Auf der anderen Seite hatten aber auch offenbar die
Japaner gewichtige Gründe, die Entſcheidung zunächſt einmal
zu vertagen. Aber dieſe Entſcheidung iſt eben nur
vertagt. Darüber iſt man ſich in London ebenſo klar wie in
Waſhington, und die Erörterungen des engliſchen Unterhauſes
dieſer Tage haben offenſichtlich nicht nur die Abrüſtungsfrage,
ſondern in noch höherem Maße die Weltintereſſen des britiſchen
Imperiums im Auge.
Während die großen außenpolitiſchen Entſcheidungen
lang=
ſam heranreifen, denken wir zurück an die innerpolitiſchen
Ent=
ſcheidungen, die jetzt vor einem Jahr in Deutſchland gefallen.
Von den „Schickſalstagen des Reiches” ſpricht Reichsminiſter
Dr. Frick in einem Artikel, den er dieſer Tage veröffentlicht.
„Zwei entſcheidende Tatſachen brachten die Märztage 1933: Die
Vernichtung des Parteienſtaats und damit die Beſeitigung
zer=
ſetzenden marxiſtiſchen Klaſſenkampfes und die Zuſammenballung
der Staatsgewalt in den Händen der Reichsregierung.” . . . „In
ruhiger Sicherheit arbeitet die Reichsregierung und in Ruhe
und Ovdnung geht das ganze deutſche Volk ſeiner Arbeit nach.
Und über allen Nöten und Schwierigkeiten unſerer Tage ſteht
der Glaube an den Führer, die Zuverſicht in die eigene Kraft
und das Bekenntnis zur großen Volksgemeinſchaft! Der Glaube
an die Kraft unſeres Volkes, der Glaube an den Führer und
die Treue zu ihm — ſie ſind es, die den Sieg errungen haben
und uns in allen kommenden Kämpfen den Sieg beſcheren
werden!“
Gegenüber dem Vorjahrsſtand weiſt die Arbeitsloſenſtatiſtik
einen Rückgang um rund 2 630 000 Arbeitsloſe nach. Das iſt
eine Zahl, aber ſchon dieſe Zahl rechtfertigt die Hoffnung und
das Vertrauen des deutſchen Volkes.
M.
Engliſche Warnungen an die Adreſſe Frankreichs.
DNB. London, 10. März.
Die Warnung Baldwins im Unterhaus, daß England bei
einem Fehlſchlag der Abrüſtungsbemühungen aufrüſten müſſe,
wurde in drei Miniſterreden am Freitag abend wiederholt und
unterſtrichen.
Schatzkanzler Chamberlain erklärte bei einem
konſer=
vativen Feſteſſen in Birmingham:
Wenn die Abrüſtungskonferenz mit einem völligen
Zuſam=
menbruch endigen und die europäiſchen Staaten wieder ein
Rüſtungswettrennen einleiten ſollten, dann werde England für
ſeine Verteidigung die Ausgabe viel größerer Summen als
bis=
her ins Auge faſſen müſſen.
Es ſei allerdings viel zu früh, die Unmöglichkeit einer
Ver=
einbarung anzunehmen. Chamberlain dementierte die
Behaup=
tungen, daß die engliſche Regierung ein großes Wehrgeſetz plane,
das viele Millionen Pfund koſten würde und im Herbſt dieſes
Jahres eingeführt werden ſollte.
Sehr deutlich ſprach auch der engliſche Innenminiſter Sir
John Gilmour in Cardiff. Möglicherweiſe, ſo ſagte er,
könne der engliſche Plan nicht voll durchgeführt werden. Die
engliſche Regierung werde aber ihr
Hauptaugen=
merk auf den Ausgleich der Luftrüſtungen richten.
„Wir beſchäftigen uns zur Zeit mit dieſem Problem. Wenn
wir auf die Dauer herausfinden, daß unſere Nachbarn auf dem
Feſtlande uns in dieſer Angelegenheit nicht entgegenkommen
wollen, dann werden wir mit großem Bedauern Schritte zum
Schutze unſeres Volkes unternehmen müſſen.”
Der Erſte Kommiſſar für öffentliche Arbeiten Miniſter
Ormsby Gore ſagte, daß England ſich um den Abſchluß
eines begrenzten Abkommen, und zwar um ein Luftabkommen
bemühen werde, wenn die Staaten eine allgemeine
Abrüſtungs=
vereinbarung nicht wünſchten.
Sollte England eine bedeutende Begrenzung der
internatio=
nalen Luftrüſtungen nicht erreichen, dann könnte die
gegen=
wärtige zweitklaſſige Stellung Englands nicht länger zugelaſſen
werden. „Für jeden Flieger und für jedes Flugzeug, die
irgend=
einer der Nachbarn Englands in Europa ausbildet bzw. baut,
würden wir ebenfalls einen Flieger ausbilden und ein Flugzeug
bauen.”
Der chemiſche Kampf gegen den Krebs.
Unter den Krebsforſchern iſt in letzter Zeit der Direktor des
italieniſchen Inſtituts für Krebsforſchung, Prof. Fichera in
Mailand, beſonders hervorgetreten. Er hat in 25jähriger Arbeit
ein Verfahren zur Krebsbehandlung mit inneren Mitteln
aus=
gearbeitet, das größere Beachtung verdient und gefunden hat
als all die vielen anderen Vorſchläge und Verſuche, über die im
letzten Vierteljahrhundert in der wiſſenſchaftlichen Welt berichtet
werden iſt. Vor kurzem hat er nun die Ergebniſſe ſeiner
Studien in einem ſtattlichen Band niedergelegt, in dem er nicht
nur ſeine eigenen Forſchungen ſchildert, ſondern darüber hinaus
eine große hiſtoriſche Ueberſicht über alles das gibt, was im
Laufe der Zeit geſchehen und verſucht worden iſt, um den Krebs
auſ medikamentöſem bzw. chemiſchem Wege zu bekämpfen. Die
Fülle der Theorien und praktiſchen Verſuche, über die da
be=
richtet wird und die von Fichera größtenteils nachgeprüft worden
ſind, iſt geradezu verwirrend. Es gibt anſcheinend kaum einen
chemiſchen Stoff, der nicht ſchon in dieſem Kampfe eingeſetzt
worden iſt. Dabei ſind Dutzende von wichtigen
Einzel=
beobachtungen gewonnen worden, die wirklich als Fortſchritt der
Krebsforſchung angeſehen werden müſſen. Es fällt aber immer
noch ſehr ſchwer, ſie unter gemeinſame Geſichtspunkte zu bringen
und ſo ein lückenloſes Bild über die Krebsentſtehung und
Krebs=
bekämpfung zu gewinnen. Dennoch lohnt es ſich, das Gute
und Poſitive einmal herauszugreifen und es wenigſtens
an=
deutungsweiſe zur Darſtellung zu bringen, ſei es auch nur, um
zu zeigen, wie ſchwierig die Dinge liegen und wie verfehlt es
iſt, an ein ſolches Problem mit fragwürdigen Spekulationen
heranzugehen.
Unter den chemiſchen Stoffen, die im Kampf gegen den
Krebs eingeſetzt wurden, ſcheint das Blei der älteſte zu ſein.
Vom Tage.
Der öſterreichiſche Geſandte in Berlin, Tauſchitz, hat ſich
in=
folge einer akuten Blinddarmentzündung einer Operation
unter=
ziehen müſſen, die glatt verlaufen iſt. Der Geſandte dürfte in
wenigen Tagen wiederhergeſtellt ſein.
Der preußiſche Miniſterpräſident hat nach der kürzlich
erfolg=
ten Auflöſung des ſtaatlichen Konzentrationslagers Brandenburg
jetzt auch die Auflöſung des ſtaatlichen Konzentrationslagers
Son=
nenburg zum Ende des Monats angeordnet. Es befinden ſich zur
Zeit noch rund 2800 Schutzhäftlinge in den ſtaatlichen
Konzentra=
tionslagern Preußens.
Die Geſamtzahl der Rundfunkteilnehmer in Deutſchland betrug
am 1. März d. Js. 5 364 557 gegenüber 5 274 076 am 1. Februar.
Das bedeutet eine Zunahme im Laufe des Monats Februar um
90 481 Teilnehmer (1,7 v.H.). Unter der Geſamtzahl befanden
ſich 512 137 Teilnehmer (7071 weniger als am 1. Februar), denen
die Rundfunkgebühren erlaſſen ſind.
Am kommenden Montag findet der erſte Spatenſtich für die
Ausgeſtaltung des Horſt=Weſſel=Platzes in Berlin zu einer
monu=
mentalen Gedenkſtätte ſtatt. Die Feſtrede wird dabei der
Reichs=
miniſter für Propaganda und Volksaufklärung Dr. Goebbels
halten.
In Berlin wurde der „Reichsverein für Sippenforſchung und
Wappenkunde e. V.” unter Beteiligung der Vertreter führender
ſippenkundlicher Vereine gegründet. Der Reichsminiſter des
In=
nern Dr. Frick ſetzte als Vorſtand den Sachverſtändigen für
Raſſe=
forſchung beim Reichsminiſterium des Innern Dr. Achim Gercke
ein.
Das badiſche Staatsminiſterium hat ein Geſetz erlaſſen, wonach
mit Wirkung vom 1. März 1934 bis zur endaültigen Neuregelung
des badiſchen Gemeinderats die Bürgerausſchuß= und
Gemeinde=
verſammlungen außer Tätigkeit treten.
Verkrauensvolle Hausgemeinſchaft
von Vermieker und Mieter.
Die Haupkbeſtimmungen
des neuen „Deutſchen Einheifsmiekverkrages”.
Berlin, 10. März.
Vom Reichsjuſtizminiſter wird jetzt das Vertragsmuſter des
Deutſchen Einheitsmietvertrages amtlich bekannt gegeben, wie es
in den im Reichsjuſtizminiſterium geführten Verhandlungen
zwi=
ſchen dem Zentralverband deutſcher Haus= und
Grundbeſitzerver=
eine und dem Bund deutſcher Mietervereine zuſtande gekommen
iſt. Der Leitſatz, der das ganze neue Vertragsformular beherrſcht,
iſt ſinngemäß aus dem Begriff der Volksgemeinſchaft
übernom=
men. Der Vertrag ſieht nämlich vor, daß Vermieter und Mieter
verſprechen, im Haus, ſowohl untereinander wie mit den übrigen
Mietern im Sinne einer vertrauensvollen Hausgemeinſchaft
zu=
ſammen zu leben und zu dieſem Zweck jede gegenſeitige Rückſicht
zu üben.
Grundſätzlich iſt ferner für Mietverträge, die nicht von
vorn=
herein befriſtet ſind, die alſo — und das ſind die meiſten — auf
unbeſtimmte Zeit laufen, die
vierteljährliche Kündigungsfriſt
unker Zugrundelegung des Kalendervierkeljahres
vorgeſehen. Jeder Vertragsteil kann den Mietvertrag ſpäteſtens
am dritten Werktag des Kalendervierteljahres kündigen. Was die
Zahlung des Mietzinſes anlangt, ſo ſoll für ihre Rechtzeitigkeit
die Ankunft des Geldes maßgebend ſein. Iſt der Mieter trotz
Zah=
lungsaufforderung mit mehr als der Hälfte des fälligen Betrags
länger als zehn Tage im Rückſtand, ſo kann der Vermieter das
Mietverhältnis friſtlos kündigen. Er kann aber nicht mehr
kün=
digen, wenn der Mieter noch vor der Kündigung zahlt. Der
Mie=
ter haftet für Schäden, die nach dem Einzug durch ſeine
Familien=
mitglieder, Hausgehilfen und Untermieter verurſacht werden.
Dem Vermieter wird das Recht zugebilligt, die Räume zu
betre=
ten, um die Notwendigkeit unaufſchiebbarer Hausarbeiten
feſtzu=
ſtellen. Wichtig iſt noch, daß bei Beendigung der Mietzeit der
Mieter Einrichtungen wegnehmen kann, mit denen er die Räume
verſehen hat. Der Vermieter hat aber ein Kaufrecht gegenüber
ſolchen Einrichtungen abzüglich eines für die Abnutzung
beſtimm=
ten Betrags. Ehegatten haften für alle Verpflichtungen aus dem
Mietverhältnis als Geſamtſchuldner.
Schon der führende Geiſt der Medizin um das Jahr 200 n. Ch.,
Galen, hat Blei gegen bösartige Geſchwülſte empfohlen. Größeres
Aufſehen riefen die Arbeiten des Engländers Blaire Bell
her=
vor, der mit beſtimmten Schwermetallen anſcheinend gute
Heil=
erfolge erzielte. Leider wurden ſie von Forſchern, die das
Ver=
fahren nachprüften, nicht voll beſtätigt. Immerhin ſcheint das
Blei tatſächlich eine hemmende Wirkung auf Krebsbildung zu
haben. Blei iſt aber bei längerer Anwendung giftig, und ſo
war die Grenze ſeiner Verwendbarkeit bald erreicht. Aehnlich
ſteht es mit anderen Stoffen, denen man eine krebsfeindliche
Wirkung zuſprechen konnte, z. B. mit dem Arſen. Arſen in
entgifteter Form iſt ja zu einem unſerer wichtigſten Heilmittel
geworden und hat im Salvarſan ſich gegen Syphilis ſo
aus=
gezeichnet bewährt, daß es zum Muſterbeiſpiel und Vorbild
für eine neue Art der Heilbehandlung, der ſogen. Chemotherapie
geworden iſt. Seine Vorſtufe jedoch, das Atoxyl, deſſen
Heil=
wirkung auch bei gewiſſen Tropenkrankheiten unbedingte
An=
erkennung gefunden hatte, iſt ein bedenkliches Mittel, und ſo
ſchied es als Krebsheilmittel von vornherein aus. Andere
Arſenverbindungen haben ebenfalls verſagt. Dann hat man
Silber und Gold verwendet, ohne zu irgendwelchen entſcheidenden
Reſultaten zu kommen. Vom Kupfer verſprach man ſich viel,
nachdem ſeine Bedeutung für den Zellſtoffwechſel einmal
be=
kannt geworden war. Noch größere Hoffnungen knüpfte man
eine Zeit lang an den chemiſchen Grundſtoff Telur und vor allem
Selen. Selen in Verbindung mit einem Farbſtoff Eoſin war vor
mehr als 20 Jahren eine Senſation in der Krebsbehandlung.
Jetzt ſpricht man ſchon lange nicht mehr davon. Um die Farbſtoffe
iſt es aber immer noch nicht ruhig geworden. Sie färben die
Kerne der Krebszellen ſo intenſiv, da müßten ſie doch irgend eine
beſondere Beziehung zu den Geſchwulſtzellen haben, zum
min=
deſten müßten die Farbſtoffe, ſo dachte man, als Träger von
Heil=
ſtoffen in Betracht kommen können. Noch im vergangenen Jahre
ſetzte man große Hoffnungen auf das Jſaminblau. Auch davon
wurde es ſeither ſtill. Inzwiſchen hatte Warburg ſeine durch den
Nobelpreis ausgezeichneten Forſchungen über den Stoffwechſel in
den Krebszellen bekanntgegeben. Sie führten dazu, den
Sauer=
ſtoff als hemmenden Faktor bei der Krebsentwicklung anzuſehen.
Auch dieſes Gas iſt therapeutiſch verwendet worden, aber die
Wir=
kung iſt umſtritten.
Bei der großen Rolle, die Vitamine und Hormone in der
modernen Medizin ſpielen, konnte es nicht ausbleiben, daß auch
ſie in Beziehung zur Krebswucherung geſetzt wurden. Alles, was
dabei herauskam, war die ziemlich übereinſtimmende Feſtſtellung,
daß ein Uebermaß von Vitaminen die Krebsbildung eher anregt
als hemmt. Hunger= und Diätkuren, die ja ſchließlich auch eine
chemiſche Stoffwechſelumſtellung bewirken, ſind vielfach als Mittel
zur Krebsbekämpfung empfohlen worden. Sie ſind übrigens nichts
Neues. Schon der den Quartanern wohlbekannte Cornelius Nepos
Die Aufgaben der Geheimen
Mautspoitzer.
Miniſterpräſidenk Göring: „Keine 9chrang,
ſondern Volkspolizei.”
DNB. Berlin, 10. Män,
Der preußiſche Miniſterpräſident Göring weiſt als Chef
Geheimen Staatspolizei darauf hin, daß von intereſſierter Si
in jüngſter Zeit Gerüchte über die Arbeitsmethoden der Gehefin
Staatspolizei in Umlauf geſetzt worden ſind, die offenſichtlich
in
auf abzielen, das Vertrauen des Volkes zu der Geheimen Stausdell
polizei zu untergraben.
So wird z. B. nach mehreren der Geheimen Staatspolize 0,ſrnez Wirt
gegangenen Nachrichten gefliſſentlich die Vorſtellung verbreſonen uns d
als bediene ſie ſich in geheimer Weiſe der Methoden der mißtrwergen
uuß=
iſchen und ängſtlichen Beſpitzelung aller nur denkbaren Lebensu, ger die 4
gänge, u. a. auch durch wahlloſe und allgemeine Aufhebung. Naae geagt we
Poſt= und Fernſprechgeheimniſſes, die gewiſſen unrühmlich bekaly der 1
ten Einrichtungen der politiſchen Polizei der Vergangenheit u den kan
der Gegenwart in anderen europäiſchen Staaten eigentümlickh g,uo0 ſo aus
weſen ſind, bzw. noch ſind.
Hit loen dur
Derartige Vorſtellungen zeugen nicht nur von einer gröbl. ihrm ziellen, vo
Unkenntnis der tatſächlichen Verhältniſſe, ſondern mehr noch Awu jſen wie
einer vollſtändigen Unfähigkeit, das Weſen des nationalſoziaſſ wer Führe
ſchen Staates und ſeiner Einrichtungen zu verſtehen. Der na übett das Sie
nalſozialiſtiſche Staat braucht keine Ochra/ kunftpt
und zwar hat er als ſtarker Staat ſich eine ſtarke Polizei und irn
halb dieſer in der Geheimen Staatspolizei ein beſonders ſch
kräftiges Machtinſtrument geſchaffen.
Wie alle anderen polizeilichen Dienſtzweige iſt auch die in
Geheimen Staatspolizei organiſierte Politiſche Polizei eine V
polizei; ſie findet ihre Kraft in dem lebendgen Kontakt mit
neuerweckten Staat des deutſchen Volkes und unterſcheidet ſich
durch grundlegend von allen Einrichtungen anderer Staaten, , ,chaft mit
früherer Zeit in Deutſchland, mit denen die genannte Geriy, „wartet
macherei ſich anſcheinend gern vergleichen möchte.
Miniſterpräſidenk Göring
über die künfkige Aufgabe Preußens.
Potsdam, 10. Mäx‟
kitzt tut.
Am Samstag fand die feierliche Einführung des neuen Lh.
bürgermeiſters Kreisleiters Generalmajors a. D. Friedrichs
den Miniſterpräſidenten Göring ſtatt.
In ſeiner Einführungsrede ſchilderte Miniſt
präſident Göring die Verdienſte Preußens
Potsdams um das Werden und Wachſen),
großen Preußen=Deutſchlands. Der Geiſt dieſes 2
dams ſei auch die Grundlage geworden für das Dritte Reich 29
Hitlers. So wie es Preußens Aufgabe war, dieſes Reich va,
bereiten, ſo wie Preußen im ſiebenjährigen Kriege die Von
ſetzungen für ein wahres Deutſches Reich geſchaffen hat, ſo
1866 und 1870 durch Preußen ein Deutſches Reich wurde, ſo
auch diesmal Preußen in erſter Linie wieder das Fundamen!
das Reich bilden. Und wenn der äußere Begriff Pr
ßen als geographiſcher Begriff von der Kar
verſchwinden mag, hat das nichts zu ſagen.
Das größere, das ſittliche Preußentum wird nun zum geb Ufſſſe
tigen Träger des Reichsgedankens, und das wird ſeine letzte gu
Miſſion ſein: Aus dieſem Preußentum die Zahl der Reichsy/// Aaſ.
zu ſchmieden, die in Zukunft, durch eine Reichsgewalt zuſamn
gehalten, den Stolz, die Größe und die Macht Deutſchlands radſMiüdel
ſentieren dürften. Nicht noch einmal darf ein tückiſches Schit
uns dieſes aus der Fauſt nehmen, und dies entreißen: Wirkliglilf 00NNl
Reich, ein Volk zu werden. Die Länder mögen vergehen, das
aber beſteht.
Und dieſem deutſchenVolk gibt Preußen das Be
was es gehabt hat, eben dieſen ſeinen ſittlichen Begriff, 9
wirtſch=
dieſes ſittliche Preußentum iſt undenkbar ohne den Geiſt O it, wie
Soldaten. Es iſt nichts anders wie das Zuſammenballen mrnun
Tugenden, die ſtets den wahren Soldaten ausgezeichnet haben ℳ unmi
ich eingangs ſagte. Das iſt das große Geſchehen, dieſe Pflichterſa=, al
lung, dieſes Eintreten für Volk und für Vaterl /Amhl
Das muß jetzt im ganzen Reiche feſtgegründet ſein, und dann
den wir endlich immer die geſchloſſene Kraft einſetzen können, d*
werden nicht mehr 66 Millionen Energien gegeneinander ſtrahe)/
Enn=
dann werden dieſe 66 Millionen Energien in einer Fauſt geſt
melt ſein, um dort als Hammerſchlag zu wirken. Deutſchland v
zeigen, daß es nicht länger mehr Ambos iſt, daß es wieder A
Hammer wurde, ſein Schickſal ſelbſt zu ſchmieden. Das wir)
Größe der kommenden Entwicklung ſein, und hier iſt es nötig.
hier der größte Wert eingeſetzt wird, unſer Preußentum.
itiere
1 denr
lin Chin
Uunh
erzählt von ſolchen Hungerkuren. Die Zahl der chemiſchen Mi
iſt alſo unbegrenzt. Fichera berichtet über 19 Bleipräparat,
Metallverbindungen und über 140 Farbſtoffe, deren Wim
einer Nachprüfung würdig erſchienen. Mit manchen dieſer Mi
ſind tatſächlich Krebsheilungen erzielt worden, aber ſie bld
vereinzelt, daneben kamen ja auch Spontanheilungen vor.
Wirkung war wohl immer eine indirekte, indem die Mittel
weder eine bindegewebige Abdroſſelung der Geſchwulſtherd
wirkten oder die krebshemmenden Kräfte im Körper ſtärkten.
gelangte Fichera zu der Auffaſſung, daß der geſunde Kü
über eine kräftige Abwehrfähigkeit gegen krebſige Zellentan4
verfügt. Bei manchen Menſchen iſt dieſe Abwehrkraft ſtin
bei anderen geringer. Kommt bei letzteren noch ein äußerer
reiz zur Krebsbildung hinzu (und wir kennen eine ganze 9
ſolcher äußerer Einflüſſe)), ſo tritt die Krebsentartung auf.
gewiſſe Schwäche der Abwehrkraft kann bei einzelnen Fami
in der Erbanlage gegeben ſein. So mag ſich das gehäufte
treten von Krebserkrankungen einzelner Familien erklären
die Höhe des Lebens überſchritten, laſſen die aufbauenden Ke
im Bereich des Kreislaufes und der Drüſen nach, ſo ſind
Ausſichten für eine Krebserkrankung größer. Dadurch läß
die Tatſache erklären, daß Krebs eines Krankheit des höle
Lebensalters iſt. In der Abbauzeit des Greiſenalters wir?
Krebs wieder ſeltener. Krebs kommt in faſt allen Organen
aber er findet ſich auffallend ſelten an Milz und Gehirn. 2
Organe ſcheinen eine beſondere Abwehrkraft gegen die Enz
lung bösartiger Geſchwülſte zu haben. Schließlich muß die
obachtung berückſichtigt werden, daß jeder Krankheitsreiz
eine Reaktion hervorruft. Es bilden ſich Gegengifte oder Sitl
die die krankmachenden Kräfte zu binden, zu neutraliſe
ſuchen. Auf Grund aller dieſer Beobachtungen hat nun Fitl
ein Krebsmittel konſtruiert, das jetzt von den J. G. Fal
in handliche Form gebracht iſt und in größerem Maßſtabe
deutſchen Forſchern nachgeprüft wird, Fichera ſieht in ſe
neuen Präparat jedoch keineswegs ein Allheilmittel. Oper
und Strahlenbehandlung bleiben nach wie vor die Hauptwe
der Krebsbekämpfung. Die Zahl der mit dem neuen Mu
geheilten Fälle iſt auch keineswegs verblüffend groß. B‟
ſcheint nur ungefähr ein Fünftel eine entſcheidende Beeinflu
durch das Ficheraſche Heilmittel gezeigt zu haben. Dem
der nachgerade durch die unentwegte Anpreiſung von ſicher
kenden Mitteln allzu anſpruchsvoll geworden iſt, mag das
kümmerlich erſcheinen, den kritiſchen und erfahrenen Forig
haben aber die Arbeiten Ficheras doch einen ſehr ſtarken
druck gemacht, und ſo iſt man zu der Annahme berechtigt, daß
nun doch am Anfang einer neuen Epoche der Krebsbehand
ſtehen und neben der Operation und der Beſtrahlung ein di
und zwar ein konſervatives Verfahren beſitzen, das ausbau ſ
iſt und gelegentlich auch dann noch wirkt, wenn alle and.
Heilmittel verſagt haben.
Dr. Georg Kaufmänf
tag, 11. März 1934
Reichswirtſchaftsminiſter vor dem
Ueberſeehandel.
peoringlichſte Aufgabe: Organiſche Wiederbelebung
deriulandswirkſchaft und Neubelebung des Erporls
DNB. Hamburg, 10. März.
ſu dem Liebesmahl des Aſiatiſchen Vereins hielt am
Sams=
ſeichswirtſchaftsminiſter Dr. Schmitt eine Rede, in der er
ufwlgendes ausführte:
ſit nationalſozialiſtiſche Staatsführung hatte es als ihre
hringlichſte Aufgabe angeſehen, an eine organiſche
derbelebung der Inlandswirtſchaft heranzu=
Aund zunächſt von dieſer Seite her dem drohenden Verfall
unſſeis Wirtſchaft ein kategoriſches Halt entgegenzuſetzen. Wir
de pann ans darüber einig, daß dieſem Zuſtand ein Ende gemacht
baren 0awerry muß, ganz gleich, wie die Weltwirtſchaft ſich entwickelt,
te Aufde jei die Verhältniſſe ganz anders lagen. Es kann nicht oft
ge=
nrühmliz ju geagt werden, daß die Kriſe der übrigen Welt
ergangein inᛋ er unſrigen überhaupt nicht verglichen
eigenin b fn kann. Kein Land war durch eine vollkommene
In=
lauſtziu ſſo ausgeblutet, kein Land hatte ein ſolches Heer von Ar=
„ſeützſen durch Jahre hindurch und damit die erſchütternden
„antzellen, vor allem aber moraliſchen und ſeeliſchen Folgen
auf=
ſngeen wie unſer Deutſchland.
der Führer wird am Jahrestage von Potsdam, am 21. März,
ewer das Signal zur Eröffnung der Arbeitsſchlacht geben und
Polizeim 92 Uunftprogramm der Arbeitsbeſchaffung entwickeln.
Ein neuer Kampfabſchnitt beginnk.
iſt auch zu Pehy wir mit demſelben Schwung und mit demſelben Gemein=
Polizei ein heſiſtbewußtſein an die Löſung der vor uns ſtehenden Aufgabe
Kontakt füzegehen, dann weiß ich, daß unſer Angriff von Erfolg ſein
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
hterſcheide
ſagen.
ſeine letzte W
ewalt zuiat
tückiſches Stll
ergehen, d
un zun Aſer deutſcher Auslandskaufmann und =Händler
Ia der Reich 0 A anz beſonders dazu berufen, das Ausland
Neutclans Akäber aufzuklären, daß wir unſere Schulden
Leiten. Wilutue Dann zahlen können, wenn es ſich gegen eine
Einfuhr aus Deutſchland nicht ſperrk.
ußen das” m. Fernen Oſten harren viele wichtige Probleme politiſcher
ichen Begri 4t virtſchaftlicher Natur ihrer Löſung. Die allgemeine politiſche
den Geif eiſt, wie ſie wiſſen, in mancher Beziehung noch nicht frei von
ſammenballtſonungen. Deutſchland iſt an dieſen Vorgängen politiſch
unmittelbar intereſſiert oder jedenfalls nur inſoweit
inter=
dieſe Pfliäſie als wir wünſchen müſſen, daß in Oſtaſien der Friede
er=
ür VateiFie Hleibt.
in, und danP llie chineſiſche Regierung iſt auch im letzten Jahre bemüht
ge=
ſetzen könnenkk im Inneren ihres großen Reiches eine gedeihliche und
uſk” Entwicklung ſicherzuſtellen und die Verhältniſſe weiter zu
ger Fauſt ERſieren. Wir wünſchen ihr in dieſen Bemühungen allerbeſten
„ſr, denn wir glauben, daß gerade eine Stabiliſierung der
„in China die Möglichkeiten weiterer wirtſchaftlicher Ver=
en Das v hngen zwiſchen beiden Völkern zu beiderſeitigem Nutzen
för=
riſtes nüt Phwird.
Heſſiſches Landestheaker.
Großes Haus. — Samstag, 10. März 1934.
Alleinige Uraufführung
Deutſches Frühlingsſpiel.
Tanzdichtung von Karlheinz Gutheim.
ieſes Frühlingsſpiel iſt, wie das Programm kündet,
ge=
kſt nach alten deutſchen Volksbräuchen der Oſter= und Früh=
Fet, wie ſie in der Zeit von Karfreitag über die Nacht
MIrterſamstags bis zum Oſtermorgen in allen deutſchen
hr in Tirol und der deutſchen Schweiz noch heute lebendig
1AS elbſtverſtändlich handelt es ſich nicht um eine einfche
Ahnzung und Uebertragung der Originalvorgänge und
m. tſondern um eine bühnenmäßige Faſſung und freie
künſt=
e Arbeit, die ihre Wurzeln in dieſem alten völkiſchen
Kul=
lißtt hat. Die Konzeption der Szenenfolge und der Muſik
Ri keine alten Formen zum Vorbild, ſie verſucht vielmehr
mienitigem Empfinden und mit den Mitteln unſerer Zeit den
Men eine neue Spielform und ein neues Stoffgebiet zu er=
Pe. Dem Bühnentanz fällt in dem Werk die umfangreichſte
Aihre zu. Die zunächſt nur durch das künſtleriſche Mittel
Bewegung verſinnbildlichten Vorgänge weiten ſich am Schluß
ym Volksſingen aus.
eine neue Spielform und ein neues Stoffgebiet zu er=
AZem” dieſe Abſicht bleibt wohl in dem Stadium der Weg=
Aug und ſoll keine letztliche Löſung ſein. Auch das „neu”
ᛋ1 inſoweit richtig und berechtigt, als es dem Bühnentanz
kveiſen will, die aus dem Primitiven heraus, aus dem
Wötämlichen zu einer neuen Kunſt, abſeits vom bisher
ge=
em Kunſttanz führen ſollen und vielleicht auch können.
Das iſt unbedingt richtig, wenn man den Bühnentanz
Fmeeren will, richtiger ihn ganz neu geſtalten, dann führt
Flicet der Anfang aus dem Primitiv=Volkstümlichen am
zum Ziel. Die Abſicht hat übrigens bewußt oder un=
9 unſere ausgezeichnete Ballettmeiſterin Alice Zickler
mehrfach verwirklicht. Zum mindeſten ſind die Muſikaus=
Neen ihres letzten Tanzabends ſchon in mehreren Stücken
Euxfang dazu.
2) lag ihr die Aufgabe der Regie und der tänzeriſchen
wierung dieſes Frühlingsſpiels anſcheinend beſonders,
helten ſind Muſik und Geſang, Bewegung und Tanz in
amoniſchen Einklang gebracht worden, wie hier. Der
klang=
nelodienreichen leicht verſtändlichen, die Stimmung und das
aden hervorragend treffenden illuſtrierenden Muſik fügten
0 Tänze und Bewegungsſpiele ſo ſelbſtverſtändlich klang=
Die gleichen freundſchaftlichen Beziehungen beſtehen
erfreu=
licherweiſe auch mit Japan, und wir hoffen aufrichtig, daß dieſe
Beziehungen auch in Zukunft unverändert fortbeſtehen und für
beide Teile gute Früchte tragen werden.
Alle, die wir heute eine führende Stellung in der Wirtſchaft
einnehmen, haben unſerem Volke gegenüber größte
Verantwor=
tung. Wir müſſen zu dem Erfolg kommen, daß die deutſche
Wirt=
ſchaft wieder tragfähig wird, daß ſie wieder aus eigener Kraft
ohne Zutun des Staates marſchiert und daß die Laſten, die der
Staat auf ſie legen maß, von ihr getragen werden können.
Eingliederung aller Heilberufe in die
Deutſche Arbeiksfronk.
Die im Sachverſtändigenbeirat für Volksgeſundheit der
NSDAP. zuſammengeſchloſſenen Berufsverbände der
Aerzte, Apotheker, Dentiſten, Drogiſten,
Heil=
praktiker, Tierärzte und der Berufe im ärzt=
Nr. 69 — Seite 3
lichen und ſozialen Dienſt SSchweſtern,
Kranken=
pfleger, Hebammen uſw.) haben auf ihrer letzten
Ar=
beitstagung als geſchloſſene Gruppe unter Führung des
Vertrauensmannes des Stellvertreters des Führers für alle
Fra=
gen der Volksgeſundheit, Dr. Wagner, ihren Beitritt zur
Deutſchen Arbeitsfront erklärt. Außerdem wird die
Reichszentrale für Geſundheitsführung beim Reichsminiſterium
des Innern ,der alle für die Geſundheitsführung wichtigen
Reichs=
arbeitsgemeinſchaften angehören, der neuen
Volksgeſundheitsab=
teilung der Deutſchen Arbeitsfront zur praktiſchen Arbeit
ange=
gliedert. Damit ſind alle in und für die Volksgeſundheit und den
damit zuſammenhängenden Gebieten tätigen Berufsverbände und
ſonſtige Organiſationen in ſtraffer Form in die Arbeitsfront
ein=
gebaut. Die bisher in der Arbeitsfront vorhanden geweſenen
Ver=
bände obiger Berufsgruppen werden von der Arbeitsfront
aufge=
löſt, die Mitgliedr derſelben, ebenſo wie die bisherigen
Einzel=
mitglieder dieſer Berufsgruppen, der Volksgeſundheitsabtelung
angegliedert Die Abführung der Beiträge erfolgt zentral an die
Arbeitsfront.
Mund unn den Satton.
Italieniſch=franzöſiſche Rivalikäk. — Lebhaftes franzöſiſches Inkereſſe für Muſſolinis Donaupläne.
Auf der Jagd nach Preſtige=Erfolgen.
erer Stagu) ! ie „nationalſozialiſtiſche Staatsführung iſt der privaten
enannte Fbihuhaft mit gutem Beiſpiel vorangegangen. Sie hat angepackt!
fc rwartet aber von der privaten Wirtſchaft, daß ſie das
ſtie tut.
Uleinmut und Zaghaftigkeit hat nie ein Volk
ſisſeiner Not geführt. Wenn ein Volk aufbricht, ſo
müſ=
mule mitmarſchieren und wenn da Fehler gemacht werden, ſo
eſih jeiner ſtehen und klage, ſondern vertrete ſeinen Standpunkt,
weit narſchiere weiter.
chren, meine Herren, liegt die Geſundung und Behebung des
eleerhandels ganz beſonders am Herzen. Sie ſind die Vertreter
hſer Schaffenskraft in Ueberſee. Die Zeit nach dem Weltkrieg,
„Stſ teich war an Demütigungen für unſer deutſches Vaterland,
1veleicht gerade Ihnen die tiefſten Wunden geſchlagen, nicht
Piateriell, ſondern auch ideell. Aber immer wieder haben ſie
Wachſen
olsen Mut gefunden, die Vorausſetzungen zu ſchaffen, damit
Adurſche Flagge weit über die Meere der Welt wieder ihren
igantreten konnte, um zu werben für deutſchen Fleiß und
he Leiſtung. Wir müſſen alles daran ſetzen, daß unſer Export
Aeb wird. Die günſtige Geſtaltung der inneren Wirtſchaftslage
it eine Mehreinfuhr an Rohſtoffen. Unſere ausländiſchen Lie=
Imen müſſen ſich aber mit uns darüber im Klaren ſein, daß
Wüir ſie gerade heute erfreuliche Abſatz nur dann geſund iſt
iäk urrecht erhalten werden kann, wenn ſie auch von uns Waren
on
Meneen.
Iden des März.
Von unſerem F=Korreſpondenten.
Rom, 10. März.
Gömbös, der Ungar, kommt am 12. März nach Rom, Dollfuß,
der Oeſterreicher, erſt am 14. März. So verlautet es in Rom.
Viel=
leicht kommen auch noch beide zuſammen an. Wer weiß? Aber ſie
werden an den Iden des März in der Ewigen Stadt ſein. An den
Iden des März, am 15. dieſes Monats alſo, und ſie werden nicht
nur wie üblich am Grabmal des unbekannten Soldaten einen
Kranz niederlegen, ſondern können diesmal am Denkmal eines
ſehr bekannten Soldaten ihre Reverenz erweiſen, am Denkmal von
Gaius Julius Cäſar, der allen Kaiſern und ſolchen, die es werden
wollen, den Namen Kaiſer vermachte, — von Auguſtus bis zu
Otto —, und der an den denkwürdigen Iden des März im Jahre
44 v. Chr. ermordet wurde.
Die Iden des März haben ſeit jenem Tage vor 1978 Jahren
etwas Anrüchiges an ſich. Denn unter den Mördern des Cäſar
befand ſich auch Brutus, der ehrenwerte Brutus, dem der Cäſar
als Freund unbedingt vertraute. Die Tat aber geſchah um eines
Prinzips willen, die Republikaner ermordeten den „Imperator”
im Senat. Das hat man alles ſehr ſchön auf der Schule gelernt,
nur haben ſich die Begriffe von Republikanern und Imperatoren
ſeither etwas verſchoben. Aber die Iden des März waren ein
Schickſalsdatum und werden vielleicht wieder ähnliche Bedeutung
erhalten. Nicht, daß man dieſen Iden wieder mörderiſche
Abſich=
ten zuerkennen möchte. Es wird niemand im Senat ermordet
wer=
den, denn der Senat tagt gar nicht zur Stunde.
Aber es wird vielleicht auch nicht zur Geburt einer neuen
Idee oder Konſtellation langen, man wird möglicher Weiſe ſich
vor die Tatſache geſtellt ſehen, ein totgeborenes Kind zu erzeugen,
alſo doch indirekt zu morden, wo man Leben geben möchte. Denn
das italieniſch=ungariſch=öſterreichiſche Bündnis oder die
Verſtändi=
gung zwiſchen Rom, Budapeſt und Wien, die in der
Zuſammen=
kunft zwiſchen Gömbös und Dollfuß beim Duce geſchaffen und
feierlich aus der Taufe gehoben werden ſoll, ſteht unter dem
Un=
ſtern der Iden des März.
Keiner der beiden Gäſte aus dem Nordrand des Balkans, die
zur Oſterzeit nach Rom kommen, hat eigentlich rechte Luſt, ſich die
Wunder der Ewigen Stadt unter der Führung Muſſolinis
anzu=
ſehen. Man hat die Einladung angenommen, denn man hat in den
letzten Jahren allzu ſehr mit dem hohen Freund kokettiert, um
ein=
fach abſagen zu können. Aber es ſind auch noch andere Leute in
Europa, die mit recht bedeutendem Intereſſe auf den römiſchen
Liebesfrühling ſchauen, und deren Wohlwollen man nicht einfach
einbüßen möchte. Paris hat trotz ſeiner Skandale doch noch mehr
Gold, als Rom heutzutage aus der Erbſchaft Cäſars herbeizaubern
kann.
Es iſt kein großes Geheimnis, wenn man berichtet, daß in den
politiſchen und diplomatiſchen Zirkeln Roms geraunt wird, daß
weder Gömbös noch Dollfuß ſehr bereit waren, nach Rom zu
kom=
men, und daß ſie vor gewiſſen Balkanabmachungen allerlei
Beden=
ken haben. Der große Hiatus zwiſchen den verſchiedenen
Auffaſ=
ſungen von Rom, Budapeſt und Wien liegt zunächſt darin, daß die
beiden kleinen Partner ganz andere Anſchauungen von einer
Bal=
kanpolitik haben, als der große Verbündete. Sie ſind eben viel zu
ſehr von den Weſtmächten abhängig, beſonders Oeſterreich, als daß
ſie ſich ohne Bedenken dem Ewigen Rom verſchreiben könnten,
Bei Italien aber liegt in erſter Linie als Wunſch
für ein enges Zuſammenarbeiten mit Wien und Budapeſt das
Beſtreben, ſeine nicht geglückte Balkanpolitik
durch ein neues Preſtigemanöver wieder zu
be=
leben. Es darf und muß geſagt werden, daß Muſſolini ſeit
eini=
ger Zeit nicht jene ſelbſtverſtändliche Sicherheit hat, mit der er
früher politiſche Fragen von Bedeutung anfaßte. Es fehlt die
große Sicherheit, die er ſonſt zeigte. Vielleicht liegt das daran, daß
er gerade das tut, was er ſonſt verdächtigte: den Abſchluß von
Separatabkommen mit anderen Staaten, das Unweſen der kleinen
Bündniſſe, das er gerade noch anläßlich der Vorgänge bei der
Kleinen Entente anläßlich des Organiſationsſtatuts von Genf
und beim neueſten Balkanpakt geißelte. Damals aber war noch die
„Idee des Viermächtepaktes mächtig, heute aber läßt ſich der Vater
dieſes Paktes herab, auch mit den Kleinſtaaten Separatabkommen
zu treffen. Es wird eben alles etwas ſtark balkaniſch, und das auch
noch an den Iden des März.
Franzöſiſche Akkion
zur Annäherung der Kleinen Enkenke.
A Paris, 10. März.
Die Unzufriedenheit mit Brüſſel hatte wieder
einmal die Aufmerkſamkeit auf Frankreichs Verhältnis
zu ſeinen Verbündeten gelenkt. Aus dieſem Anlaß
fie=
len einige recht bittere Worte über Polen und den polniſchen
Außenminiſter, trotzdem die Parole ausgegeben iſt, über die
pol=
niſche Enttäuſchung zu ſchweigen.
Es iſt anzunehmen, daß man am Quai d’Orſay die
Verhand=
lungen in Rom und die franzöſiſche Aktion zur
An=
näherung der Kleinen Entente an Italien zu
dem Verſuch benützen wird, einen Preſtigeerfolg zu
erzie=
len. Eben darum wird man gut tun, die franzöſiſchen
Kommen=
tare zu den Verhandlungen in Rom beſonders vorſichtig
aufzu=
nehmen.
Bei der Durchreiſe durch Oeſterreich zu beachten.
Angeſichts des im Frühjahr einſetzenden ſtärkeren
Durchreiſe=
verkehrs durch Oeſterreich von und nach Deutſchland wird
wieder=
holt daauf aufmerkſam gemacht, daß nach den öſterreichiſchen
De=
viſenvorſchriften dem Reiſenden bei der Ausreiſe aus Oeſterreich
nur die Mitnahme von 200 Schilling und des Gegenwertes vom
500 Schilling in fremden Deviſen geſtattet iſt. Deutſche
Staatsan=
gehörige haben ſich, wenn ſie einen darüber hinausgehenden
Geld=
betrag bei ſich führen, bei der Einreiſe nach Oeſterreich durch den
öſterreichiſchen Zollbeamten den mitgeführten Geldbetrag in den
Reiſepaß eintragen zu laſſen, wenn ſie ſich gegen die Beſchlagnahme
des zuviel mitgeführten Geldbetrages bei der Ausreiſe ſchützen
wollen. Insbeſondere wird dieſe Vorſichtsmaßnahme beutſchen
Staatsangehörigen empfohlen, die von Italien durch Oeſterreich
nach dem Deutſchen Reich zurückkehren, da ſie ſonſt mit einer
Be=
ſchlagnahme des zuviel mitgeführten Geldbetrages ſeitens des
öſterreichiſchen Eiſenbahnzollamtes Kufſtein rechnen müſſen.
und naturgebunden ein, daß eines aus dem anderen geboren
ſchien. Das mochte ſchließlich den reſtloſen mehr als herzlichen
Erfolg bedingen, den das Frühlingsſpiel im Publikum fand
und dem die Kritik gerne zuſtimmt.
Die Bilder gleiten pauſenlos eines in das andere greifend,
gebunden durch die in ſich völlig geſchloſſene Muſik vorüber,
die wie eine volkstümliche Sinfonie wirkt, trotzdem ſie auch nicht
Töne der Kindertrompete und der Raſſel verſchmäht, dieſe
viel=
mehr ungemein geſchickt den Melodien einfügt. Dabei iſt mit
Takt und ſicherem Gefühl die Steigerung geführt. Vom „Müden
Winter” führt ſie über ein Paſtorale doloroſa des Karfreitag —
künſtleriſch das eindrucksvollſte Bild des Spiels mit den drei
Frauen, die durch fließende Gewänder zur Einheit geſchloſſen
klagend, bittend in ſtummem Aufſchrei und niederbrechend in
ſchmerzvollſter Trauer im Erſcheinen der drei Kreuze auf
Gol=
gatha — und das mitternächtliche Oſterwaſſerſchöpfen der Frauen,
muſikaliſch und im Reigen noch getragen vom Ernſt der
Feier=
ſtimmung, aber ſchon ausklingend in verhaltenem Jubel, hinüber
zum Abſchütteln des Winters, mit dem dann das ganze
Volks=
tümliche einſetzt. Der Feuerſprung klingt noch ernſt aus und
ebenſo das Segnen und die Weihe der Felder zu dem das
Orcheſter=
ſpiel „Oſterfrühe” überleitet zu den großen Enſembletänzen und
Märſchen, das Grasausläuten, Vertreiben der Unholde, um den
Wachstumsgeiſtern Raum zur Entfaltung zu ſchaffen, bis über
den Georgizug, den Frühlingsſpruch und Springtanz, das
Frühlingsanſingen ein luſtiger Tanz zum großen Finale führt,
der Frühlingshymne, die mit lebendig bewegten, rhythmiſch
ſtraff geführten, aber heiter lockeren feierlichen Reigen das
Früh=
lingsſpiel abfchließt.
Es ſind keine tänzeriſchen Soli in dieſem Spiel, und
ab=
geſehen von einigen Enſembleſätzen keine „große” Kunſt. Aber
gerade darin liegt der Erfolg. Die geſamte Tanzgruppe, der
Bewegungschor, der Singchor und die Ballettſchule folgten willig
und ſichtbar freudig den Intentionen der Meiſterin, Frau
Alice Zickler, die ſich mit dem Autor des Spiels Karlheinz
Gutheim viele Male für herzlichen Beifall bedanken durfte.
Ebenſo Heinz Hoeglauer, der das Orcheſter leitete und das
Spiel ſehr verſtändnisvoll interpretierte.
der Baiazzo.
der dem Frühlingsſpiel folgte, ſah in der Titelpartie wieder
Albert Seibert als Gaſt, der für die Freunde ſeiner Kunſt
die Aufführung zu einer Feſtvorſtellung geſtaltete. Der den
Darmſtädtern ſo lieb gewordene Künſtler zählt den Bajazzo ja
— wie viele Heldentenöre — zu ſeinen beſten Leiſtungen. Seine
von Natur heldiſch ſtrahlende ſchöne Stimme ließ das „Lache
Bajazzo” zu erſchütternder Wirkung ausſtrömen. Zahlloſe
Her=
vorrufe bezeugten ihm den Dank für ſeine glänzende Leiſtung.
Die Beſetzung war im übrigen die gewohnte und die Geſamt=
aufführung mit Johannes Drath, Regina Harre, Eugen
Vogt und Theo Ritzhaupt unter der temperamentvollen
Leitung von Fritz Bohne ausgezeichnet.
U. St.
— „Partiturophon”, ſollte Jörg Mager, der Begründer und
Führer der deutſchen Elektro=Muſikforſchung, ſeine Sphärophon=
Hausorgel benennen. Denn deren kurioſe Eigentümlichkeit, durch
welche ſie mit keinem anderen Inſtrument verglichen werden kann,
beſteht darin, daß auf jeder ſeiner vier Taſtaturen nur einſtimmig
geſpielt werden kann. Mit dieſer „Not” iſt aber auch ein großer
Segen verknüpft, einmal einer außerordentlichen Billigkeit, dann
aber auch einer klanglichen Vielfarbigkeit. Um dieſe neue
inſtru=
mentale Perſpektive auch augenfällig zu zeigen, ließ ſich Jörg
Mager bei Schott und Söhne in Mainz ſein
Weihnachtswiegen=
liedchen für vierſtimmiges Sphärophon in Partitur=Form drucken.
Eine Art akuſtiſcher Vierfarbendruck gegenüber der bloßen
Ein=
farbigkeit unſeres bisherigen Hausmuſik=Götzen, des Klaviers! —
Dieſer erſte elektro=muſikaliſche Notendruck, in ſeiner Art auch
ein Stück deutſcher Weltrekord. — Tauſende von
Hän=
den und Köpfen werden durch die Möglichkeit einer Umrangierung
aller bekannten und beliebten Muſikſtücke für ſolche vielfarbige
„Partiturophone” von Muſikverlagen und Notendruckereien in ein
neues Brot geſetzt. — Die zu große Kluft zwiſchen Einfarbigkeit
von Klavier und Vielfarbigkeit des Orcheſters iſt nun wertvoll
überbrückt; Magers billiges Hausinſtrument vermittelt ſchon
allerhand inſtrumentale Klangfarben, was beſonders im
Inter=
eſſe der Ausbildung unſerer jungen Komponiſten hoch begrüßt
werden dürfte. — Die Darmſtädter Künſtlerin Paula Endner
zeichnete ein ſtimmungsvolles Titelbild im heſſiſchen Bauernſtil.
Ap. Ein vergnügtes Gewiſſen. (Durfte er auch nach Argentinien
fahren?) Von Ernſt Rauſch. (Preis geh. 1 RM., geb. 1,50
RM.)
Der Dichter hat, wie er ſelbſt ſagt, viel Liebes und Leides ſeit
ſeiner Kindheit in der Geſchützgießerei zu Spandau, in der
Schul=
zeit zu Schulpforta, als Student, als Turner und Turnerführer
und im Werkberuf, als Syndikus einer Induſtrie= und
Handels=
kammer erlebt; alle die Lieder, die er hier hübſch zu einem Kranze
wand, ſind „Blumen, die er hin und wiedee auf der
Frühlings=
wieſe fand. Sein Auge war auf der Wanderſchaft durch viele
Gegenden Deutſchlands, der Schweiz und über das Meer nach
Ar=
gentinien für alles Gute und Schöne empfänglich. In den
Ge=
dichten, faſt 200 an der Zahl, ſchildert er in wohlgeformten Verſen
und mit immer warmem Herzen in Ernſt und Humor die
Ein=
drücke, die er auf der Wanderſchaft durch alle größeren Städte
Deutſchlands empfing. Daneben kommt die Freude an der Größe
der Natur und allem, was darin lebt und webt, in zahlreichen
Gedichten zum Ausdruck. Auch die Politik wird geſtreift. Als
Optimiſt hat er den Stürmen und Kämpfen letzten Endes immer
wieder die heitere Seite abgewinnen können. Der zweite Teil
„Meine Reiſe nach Argentinien” (im Jahre 1929) ſchildert in
lebendiger und feſſelnder Weiſe die Erlebniſſe und Eindrücke auf
dieſer Fahrt von Hamburg nach Argentinien
—Tſchechiſches Bücherverbot. Das im Verlag J. Engelhorns
Nachf., Stuttgart, erſchienene Buch „Politiſches A. B C des Neuen
Reiches” von Carl Haenſel und Richard Strahl iſt in der
Tſchecho=
ſlowakei verboten worden,
Seite 4 — Nr. 69
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Sonntag, 11. März 1994
Thn
Für ſedes freundliche Gedenken. für alle Liebe und
Güte, Zuneigung und Anteilnahme, die wir
an=
läßlich unſerer Vermählung in ſo reichem und
beglückendem Maße erfahren durften danken wir
frohbewegten Herzens.
Ludwig Bill und Frau Eliſabeth
geb. Stier.
Darmſtadi, Heidelbergerſtr. 85, I., im März 1934.
Für die uns anläßlich unſerer Vermählung
erwieſenen Aufmerkſamkeiten und Glückwünſche
ſprechen wir hierdurch nnſeren herzlichſten
Dank aus.
Heinrich Heid u. Frau
geb. Haas.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
meine liebe Frau, unſere gute Mutter,
Großmutter, Urgroßmutter, Schweſter
und Tante
Magdalene Haller, geb. Buchert
nach einem arbeitsreichen Leben zu ſich
in die Ewigkeit abzurufen.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Karl Haller
Familie Leo Carl
Familie Karl Limper
Familie Willi Haller.
Darmſtadt, Kiesbergſtr. 1.
Beerdigung Montag nachmittag 3. Uhr
Waldfriedhof.
(2928
Am 7. März verſchied ſanft nach längerem
Leiden mein herzensguter Mann, Vater,
Großvater, Bruder, Onkel und Schwager
Ludwig Weber
Bauunternehmer
im 74. Lebensjahre.
Im Namen
der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Franziska Weber, geb. Wolf
Dr. Friedrich Weber und Familie.
Darmſtadt, Baltimore, Oakland,
den 11. März 1934.
(2944
Auf Wunſch des Entſchlafenen fand die
Beerdigung in aller Stille ſtatt.
Dankſagung.
Statt Karten.
Für die vielen Beweiſe liebevoller Teilnahme
an dem ſchweren Verluſt, der uns betroffen
hat, ſagen wir unſeren herzlichſten Dank.
Ilſe Seeger, geb. Oppens
Marie Seeger, geb. Seeger
Hilde Seeger.
Darmſtadt, im März 1934,
Erd- und
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Beuerbesalung
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vater und Großvater
Reniner
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Schuag, 11. März 1934
Nr. 69 — Seite 5
Als der Landeshauptſtadt
Siument dus deulſcen Sicntergarien.
Darmſtadt, den 11. März 1934.
Bekannkmachungen des Perſonalamkes.
pannt wurden: Auf Grund des § 5 des Geſetzes zur
Wie=
derheuſllung des Berufsbeamtentums:, der
Polizeiverwaltungs=
inſpexir Alfred Sauer zu Darmſtadt zum Hauptſtaatskaſſe=
Buchözter: der Polizeioberwachtmeiſter Heinrich Müller zu
POffenbch a. M. zum Polizeiwachtmeiſter, beide mit Witkung vom
1. Mün 1934: der Kriminalhauptwachtmeiſter Heinrich
Lieber=
mam zu Gießen zum Polizeihauptwachtmeiſter mit ſofortiger
Wirkäu.
Ɨleſertragen wurde: am 6. März 1934: der Lehrerin
Eliſa=
beth Nſſel zu Seligenſtadt, Kreis Offenbach, eine Lehrerſtelle
an dorVolksſchule zu Neu=Iſenburg, Kreis Offenbach, mit
Wir=
kung vn 16. April 1934 an.
In den Ruheſtand verſetzt wurden: der Gendarmeriemeiſter
Hein=ſd Frommer in Bad=Nauheim und der Polizeihaupt=
Opachtmiſter Hermann Benz in Offenbach a. M., beide unter
Aner=emung ihrer dem Staate geleiſteten Dienſte; ferner auf
ſein” ſüchſuchen der Oberrechnungsrat bei der Buchhaltung der
Minüſtialabteilung I0. (Finanzen) Peter Bach zu Darmſtadt
untem Merkennung ſeiner dem Staate geleiſteten Dienſte und des
m uutbnalen Intereſſe bekundeten Opferſinns, ſämtlich mit
Wir=
kung vim 1. April 1934.
Inden Ruheſtand verſetzt wurden auf Nachſuchen: unter An=
„rkenuſig der dem Staate geleiſteten langjährigen treuen Dienſte
und l uſter beſonderer Würdigung, des im nationalen Intereſſe
ekundeen Opferſinns: am 19. Februar 1934: die Vorſteherin
ſer Sushaltungsſchule Michelſtadt i. O., Luiſe Saurmann,
5ü Hauswirtſchaftslehrerin der Haushaltungsſchule
Michel=
ſilO. Joſefine Derckum beide mit Wirkung vom 1. Jan.
i der Landwirtſchaftlichen Verſuchsſtation in Darmſtadt:
Yawaltungsſekretär Wilhelm Lang mit der
Amtsbezeich=
gdberſekretär, der Amtsgehilfe Valentin Sturm, die
roſſtenten Peter Meerſtädter und Hans Dietz der
erwalungsſekretär Franz Irle, ſämtlich mit dem geſetzlichen
Tuhezchalt: am 7. März 1934: der Zeichenoberlehrer an dem
Neal mnaſium zu Darmſtadt Philipp Dörr, der
Oberreal=
hreuin der Eleonorenſchule (Studienanſtalt und Frauenſchule)
Aoms Hermann Haaß, ſämtlich mit Wirkung vom 1. April
a1.
Augewandelt wurde: am 27. Februar 1934: die auf Grund
S1 des Geſetzes zur Wiederherſtellung des
Berufsbeamten=
ums: vm 7. April 1933 (RGBl. I S. 175) erfolgte Entlaſſung
Sudiendirektors an der Realſchule zu Vilbel Dr. Albert
hanbré mit Wirkung vom 1. Juli 1933 an in eine
Ver=
gen turgin den Ruheſtand auf Grund des § 3 (Abſatz 1) des
vor=
na nen Geſetzes.
Enlaſſen wurde: der Polizeioberwachtmeiſter Ernſt Ludwig
ſozu Butzbach auf Grund des § 4 des Geſetzes zur Wieder=
Derſtallng des Berufsbeamtentums mit ſofortiger Wirkung aus
m” Suatsdienſt.
Enannt wurden am 1. März 1934 zu Bürgermeiſtern:
Krus Dieburg: Franz Burkart in Dieburg. Georg
Mag=
im 2in Groß=Umſtadt: im Kreis Groß=Gerau: Johannes
Bek=
r1 Min Walldorf; im Kreis Heppenheim: Dr. Ernſt Ludwig
Lißhr in Bad Wimpfen; im Kreis Gießen: Heinrich Rees
Allerdorf a. d. Lahn; im Kreis Büdingen: Hermann Uhl 2.
Bördorf, Willi Eckert in Diebach a. H., Heinrich Wolf in
Kaueg. Wilhelm Reutzel 2. in Kefenrod, Friedrich Wilhelm
enßenborn in Lindheim, Friedrich Wilhelm Lott in Mit=
=Grhidau, Friedrich Jüngling in Stockheim, Konrad
Oech=
a90
rWenings; im Kreis Alzey: Auguſt Feudner in Din=
„sheei Karl Hauburger 3. in Stein=Bockenheim: im Kreis
ppcnkeim: Johann Weintz in Armsheim; im Kreis Worms:
„be//Müller in Frettenheim; zu Beigeordneten: im Kreis
SieAppeileim: Philipp Eibach 2. in Armsheim; im Kreis Worms:
edrnn Nilhelm Fauth in Frettenheim.
HSN öcellt wurde am 2. März 1934: Dipl.=Ing. Fuitz Becker
Eſelsheim a. M. zum kommiſſariſchen Beigeordneten der
„Offenbach a. M.
Riniſterialabkeilung für Bildungsweſen.
Kulkus, Kunſt und Volkskum.
Eredigt iſt eine Lehrerſtelle für einen katholiſchen Lehrer
du Volksſchule in Sponsheim, Kreis Bingen. Die
Dienſt=
uſchuſohrrug wird demnächſt frei.
zel. Weichtfinanzverwalkung, Landesfinanzamt Darmſtadt
egjütngsrat Heineken vom Landesfinanzamt Breslau,
Ab=
lund für Beſitz= und Verkehrsſteuern, wurde an das Finanzamt
fie bach=Stadt verſetzt. — Oberregierungsrat
Scheuer=
amſ vom Finanzamt Bad Liebenwerda wurde als Vorſteher
Ey Finanzamt Offenbach=Land verſetzt.
40jähriges Arbeitsjubiläum. Der Fuhrmann Michael
Eyr, Darmſtadt, Ballonplatz 9 begeht heute ſein 40jähriges
Arbeiliubiläum bei der Firma J. J. Diefenbach, Eſſigfabrik,
at: nſidt, Alexanderſtr. 8 Zur Ehrung des Jubilars wurde
ier innerhalb der Belegſchaft am Samstag abend veran=
Hohes Alter. Der Alt=Veteran von 1870/71 Georg
uh. Lindenhofſtraße 11, begeht am 14. März in körperlicher
iſſihe ſeinen 85. Geburtstag. Herr Grein iſt Inhaber des
eenn Kreuzes 2. Klaſſe. — Herr Georg Schmidt.
Rangier=
geiſſie i. R., Frankfurter Straße 55, begeht am 11. März ſeinen
Geurtstag.
Die Auszahlung der laufenden Zuſatzrenten für nicht im
rweelsleben ſtehende Schwerkriegsbeſchädigte,
Kriegshinterblie=
zeig lltrentner und Altrentnerinnen erfolgt am Donnerstag,
en ᛋ d. M., vormittags von 8—12 Uhr, durch die Stadtkaſſe.
Dlei heitig werden die Fettkarten für Monat März/April d. J.
zusseeben.
Landestheater. Peter Anders wurde auf zwei Jahre
güſſtigſten Bedingungen an das Opernhaus in Köln als
lyri=
goo chem ſenor verpflichtet.
Heſſiſches Landestheater.
Großes Haus
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Anf. 19½, Ende gegen 22½4 Uhr. 417.
Preiſe 0.70—5.50
Wiener Blut.
12. März
Anf. 20, Ende 2134 Uhr.
Siebentes Sinfoniekonzert.
Preiſe 0.90—5.00
Kleines Haus
11. Mär
Anf. 19½, Ende 22 Uhr.
Am Himmel Europas.
(Außer Miete).
Preiſe 0.70—3.80
Anf. 20, Ende 2234 Uhr.
13. März Die große Chance.
Außer Miete).
Preiſe 0.70—3.80
417. Beranſtalkung des „Alk=Darmſtadt”, Bereins für Ortsgeſchichke und Heimatkunde.
Eine Wanderung mit deutſchen Dichkern
Ein feiner Einklang des Abends waren die Worte des 1.
Vor=
ſitzenden, in denen er vom Wert der Geſchichte für die
Volkwer=
dung ſprach. Das Volk, dem ſeine Geſchichte allezeit gegenwärtig
iſt, das die Männer und Mächte, die Kräfte und Bewegungen
ſeiner geſchichtlichen Entwicklung kennt und ſo aus der Geſchichte
für ſeine eigene Geſtaltung lernt — dieſes Volk wird aufſteigen.
Auch die Heimatgeſchichte hat ihren Platz als Lehrmeiſterin, denn
Heimatgeſchichte und Weltgeſchichte ſind unlösbar verbunden. So
wie das eine oder andere Ereignis der Weltgeſchichte ſeinen
Schau=
platz auf dem Boden der Heimat hat, ſo führen von der Heimat
auch Fäden hinaus in die Welt. Gleich einem planvollen
Stra=
ßennetz leiten ſie uns von drinnen nach draußen, von der Nähe zur
Weite. Mancherlei gute und wertvolle Begegnungen mit
Deut=
ſchen aller Stämme und Gaue haben wir auf dieſem Weg. Der
Abend war eine ſolche Wanderung, und Reiſegenoſſen waren
deutſche Dichter.
Es war fürwahr ein glücklicher Griff, den Herr Schauſvieler
Eduard Göbel in ſeinen Bücherſchrank getan hatte, um ſeinen
vielen Zuhörern
„Buntes Allerlei aus deutſchem Schrifttum”
mitzubringen. Der Künſtler, der in „Alt=Darmſtadt” immer gern
am Vortragstiſch geſehen wird und herzlichſt begrüßt wurde,
be=
gann mit dem begeiſterten Gedicht eines Nürnberger
Drechſler=
meiſters, „Handwerk tut not” Eine Erzählung von Hans Franck,
„Lauter”, folgte. Preußiſche Soldatenehre und trotziger
Bauern=
ſtolz ſiegten auf einem ſchleſiſchen Schlachtfeld über die
Verzweif=
lung des großen Friedrich. Otto Roquette, der von 1869 bis
1896 Profeſſor für Literaturgeſchichte an der Darmſtädter Hoch=
ſchule war, kam mit dem Gedicht „Die ſieben Nixen” zu Wort,
einem lieblichen Bild, das mit demſelben Stift wie „Waldmeiſters
Brautfahrt” gezeichnet iſt. Ergreifend durch ſeine Lebensnähe war
„Das Sterben” von Ludwig Thoma. Bis zum letzten
Augen=
blick ſorgend, ſtill und ergeben, geht ein Bauer aus dieſer Welt,
während draußen in der Mittagsglut das junge Volk den
gol=
denen Segen ſchneidet und ihn im Abendſchein auf hohem Wagen
heimfährt. Auf Goethes erhabenen „Geſang der Geiſter über den
Waſſern” folgte als Höhepunkt dieſes erſten Teils der
Vortrags=
folge Kleiſts hinreißend geſchriebene „Anekdote aus dem letzten
preußiſchen Kriege‟. Der Künſtler ſtellte mit ſeiner glänzenden
Charakteriſtik des tollkühnen Reiters und des beſorgten Wirtes
die ganze unerhörte Begebenheit vor ſeine Zuhörer hin, die ihm
wie gebannt lauſchten. Nach der Pauſe las Herr Göbel die luſtige
Erzählung „Die beiden Ochſen” von dem Oberheſſen Alfred Bock,
der beſonders in ſeinen Schwänken heſſiſches Volk des Hüttenbergs
und des Vogelsbergs ſo friſch und echt ſchilderte. Ein Gedicht von
Meiſter Buſch, „Zu gut gelebt” zeigte, wie allzu gutes Futter
weder das Eierlegen noch die dichteriſche Arbeit fördert. Auf eine
luſtige Pfälzer Geſchichte folgten zum Schluß zwei Gedichte Roberr
Schneiders. „Die anner Seit” von allen Dingen zu erfahren.
reizt den Dichter ſeit ſeiner Kindheit, wo er als das jüngſte ſeiner
Geſchwiſter immer die gewendeten Anzüge der älteren auftragen
mußte. In „Lumbezeig” ſprang noch einmal die ganze ausgelaſſene
Tollheit der jüngſtvergangenen Faſtnachtstage auf.
Reicher Beifall lohnte des Künſtlers Gaben. Alle empfanden,
was der 1. Vorſitzende in ſeinen Dankesworten ſagte: Blumen im
deutſchen Dichtergarten haben wir ſchauen dürfen und Blätter und
Aeſte an der ſtarken Eiche deutſcher Dichtung, heimatverwurzelte
und damit echte Kunſt. Mancher hat vielleicht einen alten
Be=
kannten auf dem Weg getroffen, aber erſt heute iſt ihm dieſe Be=
H. K. Stürz.
gegnung zu einem Erlebnis geworden.
Winkerhilfswerk
des deutſchen Volkes 1933/34.
Eierſammlung.
In den nächſten Tagen wird in der Stadt und in dem
Land=
kreis Darmſtadt eine Eierſammlung durchgeführt, um allen
be=
dürftigen Volksgenoſſen an Oſtern eine Zuwendung an friſchen
Eiern machen zu können. Von der ſtädtiſchen, ſowie von der
länd=
lichen Bevölkerung wird erwartet, daß ſie eine der Kopfzahl der
Familie entſprechende Anzahl Eier ſpendet, zumal die Spende
in Anbetracht des niedrigen Geldwertes von keinem Volksgenoſſen
als Opfer empfunden werden kann. Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß
nur friſche Eier abgeliefert werden dürfen, damit die Spende in
genießbarem Zuſtand in die Hände der bedüfrtigen Volksgenoſſen
kommt.
Volksgenoſſen! Das Winterhilfswerk will jedem
Hilfsbedürf=
tigen eine Oſterfreude machen, Helft hierbei!
Fiſchausgabe.
Diejenigen Hilfsbedürftigen, die im Beſitz von Gutſcheinen
über 1 Pfund Fiſch ſind, können dieſen am Dienstag, den 13.
März 1934, bei der Fluß= und Seefiſchhandlung Franz Ettl in
Darmſtadt, Riegerplatz 8, einlöſen.
Ausgabe einer Spiken=Roſetke.
Die anläßlich des Sammeltages am 18. Februar 1934
aus=
gegebenen Gutſcheine für Spitzenroſetten werden von Montag,
den 12., bis Mittwoch, den 14. März 1934, einſchließlich in den
Geſchäftsräumen der Kreisführung des WHW., Darmſtadt.
Wil=
helminenſtraße 34, in der Zeit von vormittags 8—12 Uhr und
nachmittags 3—6 Uhr eingelöſt.
Es wird ausdrücklich darauf aufmerkſam gemacht, daß die
nach dem 14. März nicht eingelöſten Gutſcheine verfallen.
Skammbaum und Familienbibel.
EPII. In beſonders mühſeliger Arbeit werden gegenwärtig
zum Nachweis ariſcher Abſtammung in den Kirchenbüchern
Nach=
forſchungen gehalten. In früheren Zeiten wäre es vermutlich
leich=
ter geweſen, da jede Familie ihr Familienbuch mit allen nötigen
Eintragungen in der Familienbibel beſaß. Hier wurden
nicht nur Geburten, Hochzeit und Tod vermerkt, ſondern auch
ſonſtige wichtige Familienereigniſſe auf Urenkel und weiter
über=
liefert. So war dieſe Bibel im doppelten Sinne das wertvollſte
Buch der Familie.
Der neu erwachte Sinn für Familienkunde ſollte den alten
ſchönen Brauch der Familienbibel wieder zu Ehren bringen.
Auch die modernen „Stammbücher” ſind nur ein ſehr ſchwacher
Erſatz hierfür. Denn die Familienbibel vereinigt die Ehrfurcht
vor dem heiligen Geſchehen der geiſtlichen Geſchichte mit der im
eigenen Erleben. Jede neu gegründete Familie ſollte darum Wert
darauf legen, ſich eine ſolide Familienbibel anzuſchaffen.
Nakionalſozialiſtiſche Volkswohlfahrt.
Kindererholungspflege 1934.
Die Nationalſozialiſtiſche Volkswohlfahrt wird im Rahmen
des Hilfswerkes „Mutter und Kind” in dieſem Jahr als die
par=
teiamtlich anerkannte Stelle für Wohlfahrtspflege eine
groß=
zügige Kindererholungspflege durchführen. Während früher
die verſchiedenſten amtlichen und privaten Wohlfahrtsſtellen
Kin=
der zur Erhölung verſchickt haben, iſt diesmal die NS.
Volkswohl=
fahrt die alleinige Trägerin dieſer Aufgabe.
Es ſollen bedürftige Kinder und Jugendliche bis zum
voll=
endeten 16. Lebensjahre auf die Dauer von 4—6 Wochen zur
Er=
holung verſchickt werden. Es kommen nur bedürftige
deutſchſtäm=
mige Kinder und Jugendliche in Frage, die nicht mit
Infektions=
krankheiten und mit ſonſtigen ernſtlichen Krankheiten behaftet
ſind. Die Verſchickung ſoll vornehmlich nach anderen Gaugebieten
erfolgen, damit zugleich mit der Erholungspflege die große
natio=
nalpolitiſche Aufgabe erfüllt wird, die Kinder mit anderen
Tei=
len ihres Vaterlandes vertraut, zu machen. Die Kinder und
Jugendlichen ſollen in Familienpflege untergebracht werden.
Als Freiſtellen werden nur zugelaſſen:
1. Wenn die Pflegeeltern politiſch und moraliſch einwandfrei und
für die Betreuung der Kinder geeignet ſind.
2. Wenn die Pflegeeltern und andere Familienangehörigen frei
von anſteckenden Krankheiten ſind.
3. Wenn die wirtſchaftliche Lage der Pflegeeltern gute Pflege und
ausreichende Verſorgung der Pfleglinge gewährleiſtet.
4. Wenn die Pflegeeltern die Pfleglinge nicht als Arbeitskräfte
betrachten, wenngleich ſie zu kleineren Hilfeleiſtungen
heran=
gezogen werden können.
5. Wenn dem Pflegling ein eigenes Bett zur Verfügung ſteht.
Mit Perſonen anderen Geſchlechts darf er nicht im gleichen
Raum ſchlafen.
6. Pflegeeltern und Pfleglinge ſollen tunlichſt gleicher Konfeſſion
ſein.
Sämtliche Einwohner der hieſigen Stadt und des Landkreiſes
Darmſtadt, die bereit und unter den angegebenen Vorausſetzungen
in der Lage ſind, erholungsbedürftige Kinder und Jugendliche auf
die Dauer von 4 bis 6 Wochen koſtenlos in ihre Familie
aufzuneh=
men, werden erſucht, dies umgehend bei ihrer Ortsgruppe oder bei
der unterzeichneten Kreiswaltung bis ſpäteſtens 14. d. M. zu
melden.
Es iſt Pflicht einer jeden Familie, die zur koſtenloſen
Auf=
nahme eines Kindes oder Jugendlichen in der Lage ſind, der
Na=
tionalſozialiſtiſchen Volkswohlfahrt bei Durchführung ihrer
ſchwie=
rigen Aufgabe in der Kindererholungspflege zu helfen. Allen, die
ſich freiwillig und tatkräftig in den Dienſt der
Kindererholungs=
pflege ſtellen, gehört der Dank des geſamten Volkes.
Für die Pflegeltern wird noch aufklärend bemerkt, daß alle
zur Verſchickung kommenden Kinder vorher ärztlich unterſucht
wer=
den. Kinder mit anſteckenden Krankheiten oder Ungeziefer werden
nicht verſchickt.
Kreiswaltung Darmſtadt der NS. Volkswohlfahrt.
„Was eine deutſche Frau in Zentral= und Südamerika
erlebte‟. Die Schriftſtellerin, Frau Bettina Janſen, München, die
ſeit einiger Zeit mit ſo außerordentlichem Erfolg Vorträge über
ihre intereſſanten Erfahrungen und Erlebniſſe ſowie über das
Deutſchtum in Nord=, Süd= und Mittelamerika hält, wird am
14. März d. J. auf Veranlaſſung der Berufsgemeinſchaft der
weiblichen, Angeſtellten, Ortsgruppe Darmſtadt, im Fürſtenſaal
ſprechen. Frau Janſen hat jahrelang in Amerika gelebt, iſt kreuz
und quer durch das Rieſenland gereiſt, war bei den Indianern in
Zentralamerika und den Negern am Panama=Kanal, kann über
Banditen, giftmiſchende Köchinnen und merkwürdige
Indianer=
ſtämme berichten. Frau Janſen ſchildert lebendig die üppige,
tro=
piſche Vegetation, den geheimnisvollen Urwald, die grauenhafte
Verlaſſenheit der Kakteenwälder und Intereſſantes von Kaffee=
und Kautſchukplantagen uſw. Ein beſonders ſchönes und für uns
Deutſche intereſſantes Kapitel handelt vom Deutſchtum und dem
deutſchen Anſehen in Südamerika.
— Die erſte Schnepfe wurde im Jagdrevier des Herrn Direktor
Bonte in Groß=Zimmern, am 9. März von deſſen Jagdaufſeher
Herrn Hechler=Dieburg geſchoſſen.
SAR. I der NSDAP. Wie wir bereits mitteilen konnten,
veranſtaltet die SAR. T am heutigen Sonntag, im Anſchluß an
einen Generalappell, einen Marſch durch die Stadt, der durch
folgende Straßen führen wird: Hochſchulſtadion, Nieder=
Ramſtäd=
ter Straße, Heinrichſtraße, Peter=Gemeinder=Straße, Rheinſtraße
zum Exerzierplatz neben der Feſthalle. Es wäre zu wünſchen, daß
der Fahnenſchmuck auch am heutigen Sonntag, wenigſtens in den
zu paſſierenden Straßen, verbleibt. Nach der Verpflegung der
über 2000 Teilnehmer findet, wie wir hören, nachmittags von
4—6 Uhr im Städtiſchen Saalbau Konzert für die Sturmbanne 2
und 3 ſtatt. Die Darmſtädter Kameraden der Sturmbanne 1 und 4
treffen ſich ebenfalls im Saalbau, und zwar um 8 Uhr bei
Kon=
zert und kameradſchaftlichem Beiſammenſein. Angehörige der
Kameraden und Freunde der SA.=R. T ſind freundlichſt eingeladen.
Deutſche Bühne. Unſere Vorſtellungen in dieſer Woche;
Sonntag, den 11. März, 11.15 Uhr, erſte Morgenfeier der
Deut=
ſchen Filmbühne in den Helia=Lichtſpielen „Was iſt die
Welt”. — Mittwoch, den 14. März. Jugendring I Gruppe 1—4,
Großes Haus, „Lohengrin”, Große romantiſche Oper von
Richard Wagner. — Freitag. 16. März. Jugendring II Gruppe
1—4, Großes Haus. „Hänſel und Gretel”, Märchenoper
von E. Humperdinck, hierauf „Die Puppenfee”.
Panto=
mimiſches Ballett, von J. Beyer. — Samstag, den 17. März,
Miete H Zuſatzmiete 10, 11. Vorſtellung, Kleines Haus. „Die
Hochzeitsreiſe‟.
Sorglos jetzt! — auch ſpäter?
Die Ausgaben richtig einzuteilen und Kötiges vom Überflüſſigen
zu unterſcheiden, wie ſchwer iſt das oft. Wichtig iſt auf jeden
Fall die vorſorge für das eigene Rlter und für die Kamilie.
Darum Lebensverſicherung vor allem — zögern Sie nicht!
Gemeinſchaft zur Pftlege des Lebensverſicherungsgedankens
Seite 6 — Nr. 69
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Sonntag, 11. März 1934
Wohin mit den ſchulentlaſſenen Mädchen?
Zu einem längeren Aufſatz der Führerin des Reichsverbandes
deutſcher Hausfrauenvereine Maria Jecker, Berlin, über die
Frage, was mit den an Oſtern ins Leben tretenden 1 225 000
ſchulentlaſſenen Mädchen zu geſchehen hat, ſchreibt uns der
Haus=
frauenbund Darmſtadt:
Auch in unſerer Stadt erhebt ſich die Frage: Was beginnen
die 654 Mädchen, wenn ſie an Oſtern die Schule verlaſſen haben?
Erwerbs= und Berufsmöglichkeiten für ſie ſind beſchränkt, um
ſo mehr als Arbeitsbeſchaffung für die Männer im Vordergrund
ſtehen muß. Da möchten wir den Müttern aller Stände zurufen:
Werdet euch klar darüber, daß ihr vor allen Dingen euren
Töch=
tern eine gründliche hauswirtſchaftliche Ausbildung verſchaffen
müßt, um ſie für ihr ferneres Leben tüchtig zu machen. Wenn man
hört, wie groß die Zahl der ausgegebenen Ehedarlehen iſt, ſo
fragt man ſich unwillkürlich, ob die Kenntnis der jungen Bräute
ausreichen, um den Aufbau der neuen Familie auch im
volkswirt=
ſchaftlichen Sinne günſtig zu beeinfluſſen? Es wirft kein gutes
Licht auf Wiſſen und Geſchick ſo mancher Mutter und Hausfrau,
daß wirklich tüchtige Hausgehilfinnen, die ihnen ihre Ausbildung
verdanken, heute kaum zu bekommen ſind. Wohl vermittelt die
ſtädtiſche Haushaltungsſchule gründlichen Unterricht auf dieſem
Gebiet und es iſt ſehr zu wünſchen, daß möglichſt viele Mädchen
ihre Lehrgänge durchlaufen, aber es wird immer noch eine Anzahl
geben, die aus finanziellen Gründen nicht dazu in der Lage ſind,
Hier ſollten wirklich erfahrene gute Hausfrauen eine gebieteriſche,
vaterländiſche Pflicht erkennen und die Ausbildung von jungen
Anlernmädchen oder auch von Lehrmädchen in die Hand nehmen.
Das hauswirtſchaftliche Lehrweſen iſt leider hier noch ſchwach
ent=
wickelt, während es in vielen norddeutſchen Städten ſtarken
Auf=
ſchwung genommen hat. Doch iſt auch hier ein Lehrlingsausſchuß
gebildet worden und die Berufberaterin beim Arbeitsamt iſt ſtets
bereit, junge Mädchen zu empfehlen, die in eine häusliche Lehre
einzutreten wunſchen. Möchten ſich nur ebenſo viele Lehrfrauen
finden, die Mut und Verantwortungsbewußtſein genug beſitzen,
um ſolche Erziehungsaufgabe an einer jungen Mitſchweſter zu
löſen. Die Lehrzeit der eine 4—6=wöchige Probezeit
voraus=
geht, dauert zwei Jahre. Nach Ablauf des zweiten Jahres legt der
Lehrling vor einer behördlicherſeits eingeſetzten Kommiſſion die
Prüfung ab und erhält die Bezeichnung „Geprüfte Hausgehilfin”
damit iſt die nunmehr etwa Siebzehnjährige noch nicht „perfekt in
Küche und Haus”, aber ſie hat einen guten Grund gelegt, ob ſie
nun ſpäter heiratet oder im Hausgehilfinnenberuf bleibt; auch in
pflegeriſchen und ſozialen Berufen bringt die gehabte Ausbildung
Vorteile. Die Entſchädigung in bar, die ein Lehrling neben freiem
Unterhalt bekommt, kann nicht hoch ſein, aber der Gewinn an
Kenntniſſen und Lebenserfahrung, die ihm während der zwei
Jahre zufließen, iſt von großem nachhaltigem Wert für das zu
ſei=
ner Beſtimmung heranwachſende Mädchen. Daß die Lehrfrau ein
warmes mütterliches Herz für ihre Aufgabe mitbringen muß, iſt
ſelbſtverſtändlich. Sie kann den alten Ruhm der „Deutſchen
Hausfrau” nicht ſchöner vermehren, als indem ſie ſolchen
Dienſt an den Töchtern ihres Volkes tut.
Die Erfolge des Akadem. Skiklubs Darmſtadt
im Winker 1933/34.
Der A.S.D. kann beim Rückblick auf die Rennſaiſon 1933/34
eine ganze Reihe von ehrenvoll errungenen Preiſen aufweiſen.
Die Teilnahme an den verſchiedenen Rennen des Gaues 12/13
(Verband Mitteldeutſcher Skivereine) brachten: 10 erſte Preiſe,
9 zweite Preiſe, 8 dritte Preiſe, 3 vierte Preiſe und 4 fünfte Preiſe.
Darunter den ſilbernen Meiſterſchaftsſki des Mitteldeutſchen
Ski=
verbandes (Otto Holmboe), den Wanderpreis für den 30=Km.=
Dauerlauf (Jens Magnus) und einen ehrenvollen zweiten Preis
im 40=Km.=Staffellauf.
Auf den Hochſchulmeiſterſchaften im Vogelsberg wurden ein 1.,
ein 2. und zwei 4. Siege geholt. Weiterhin konnte auf den
Deut=
ſchen Meiſterſchaften in Berchtesgaden Lyng im Sprunglauf unter
175 Teilnehmern den 12. Platz und W. Müller im Langlauf unter
300 Teilnehmern den 97. Platz belegen.
Der A.S.D bewies alſo in dieſem Winter erneut, daß er der
beſte Klub im Gau 12/13 iſt und auch bei großen Veranſtaltungen
ſeinen Mann ſtellt.
Die errungenen Ehrenpreiſe ſind zurzeit bei der Firma Sport=
Kolb. Eliſabethenſtraße, ausgeſtellt.
Eine Nordlandfahrt,
die von dem Kriegshafen Wilhelmshapen aus in die Wunderwelt
des norwegiſchen Hardangerfjords und auf dem Rückweg über das
Skagerrakſchlachtfeld nach Hamburg führen wird kündigt der
Deutſche Flotten=Verein (Berlin W. 35 Matthäikirchſtr. 13) für
die Zeit vom 29. Juni bis 5. Juli 1934 im neueſten Heft ſeiner
Zeitſchrift „Die See” an. Von Nordlandfahrten anderer Art,
nämlich von kühnen Vorſtößen unſerer germaniſchen Vorfahren
über Island und Grönland nach Nordamerika, zwanzig Jahre
vor Columbus erzählt im gleichen Heft Hans Friedrich Blunck,
deſſen Schauſpiel, hierüber „Land in der Dämmerung” Anfang
März im Staatlichen Schauſpielhaus in Berlin zur Uraufführung
gelangt. Auch ſonſt iſt das vorliegende Heft ſehr aktuell. Ein
Bildbericht weiſt auf die für den März bevorſtehende Eröffnung
des großen Schiffshebewerks in Niederfinow hin. Ueber den
Ein=
druck des gegenwärtig auf einer Weltreiſe befindlichen Kreuzers
„Karlsruhe” in Niederländiſch=Indien äußert ſich ein holländiſcher
Beobachter in heller Begeiſterung. Das politiſche Kraftfeld „
Mit=
telmeer” wird in zwei Aufſätzen von verſchiedenen Geſichtspunkten
aus behandelt. Und nicht zuletzt wird die auch heute noch
unbe=
ſtreitbare Bedeutung einer Flotte gegenüber der immer ſtärker
bervortretenden Luftwaffe in einem Aufſatz klar herausgeſtellt.
Schließlich ſollen die beiden Seiten mit ganz herrlichen Bildern
von der Reichsmarine nicht unerwähnt bleiben.
— Odenwaldklub, Ortsgruppe Darmſtadt. Im feſtlich
ge=
ſchmückten Saale des Klublokals fand die Hauptverſammlung
unter Leitung des Ortsgruppenführers, Herrn Prof. Dr. Köſer,
ſtatt. Sie zeigte den harmoniſchen Verlauf, der die
Veranſtal=
tungen des Odenwaldklubs, eines Vereins, dem die Liebe zu
Hei=
mat und Vaterland oberſtes Geſetz waren, von jeher ausgezeichnet
hat. Die Geſangsabteilung eröffnete unter Herrn Chormeiſter
Volz mit dem Wandergruß und einem ſtimmungsvollen
Heimat=
chor den Abend. Profeſſor Köſer gedachte nach Worten herzlicher
Begrüßung der Klubgenoſſen der Wanderbrüder, die im
abgelau=
fenen Jahr die letzte Wanderung antraten, von der es keine
Wie=
derkehr gibt. Den Jahresbericht zugleich Rechenſchaftsbericht des
Vorſtandes, erſtattete der 1. Schriftführer, Herr Lehrer
Salo=
mon. Der ſtarke Beifall der Klubgenoſſen zeigte, wie ſehr dieſe
mit ihrer Führung einverſtanden ſind. Nach den Jahren des
Nie=
dergangs zeigt ſich erfreulicherweiſe neuer Aufſtieg, ein Beweis
dafür, daß die über fünfzigjährigen Beſtrebungen des Klubs auch
wirkliche Volksgemeinſchaft von immer weiteren Kreiſen wieder
ge=
würdigt werden. Daß die Kaſſenverhältniſſe völlig geordnet ſind,
zeigte die Rechnungsablage durch den Herrn Rechner. Den
Höhe=
punkt der Tagung bildete, wie alljährlich, die Verleihung der
Ab=
zeichen für langjährige Treue zum Klub. Für 25jährige
Mitglied=
ſchaft wurden 18, für 40jährige 2 Klubgenoſſen ausgezeichnet.
Fünfzig Jahre hat, Herr Buchdruckereibeſitzer Heinrich
Hoh=
mann dem Klub die Treue gehalten. Er wurde zum
Ehrenmit=
glied ernannt. Die Ehrung dieſer Getreuen nahm in
wirkungs=
vollſter Weiſe der Ortsgruppenführer vor, während die
Geſangs=
abteilung durch prächtige Chöre eine ausgezeichnete Umrahmung
ſchuf. Zum Schluß kam die feierliche Aufnahme von 37 neuen
Klubgenoſſen, um die ſich der Werbewart, Klubgenoſſe Herr
Roth, verdient gemacht hat. — Zum Schluß erſchienen noch die
anläßlich der Führertagung des Reichsverbandes der Deutſchen
Gebirgs= und Wandervereine bereits hier anweſenden Herren,
ſo daß der Abend einen ſehr anregenden Abſchluß fand.
Bereins- und lokale Veranſtalkungen.
(Ohne Verantwortung der Schriftleitung.)
Das bevorſtehende Oſterfeſt iſt vielen Hausfrauen
ein willkommener Anlaß, durch ein ſchmackhaftes Mahl die
Feſt=
tagsfreude zu erhöhen. Es gibt ſo manche Möglichkeiten, einmal
Beſonderes zu bieten, das, ohne große Koſten zu verurſachen, den
Tiſchgäſten eine angenehme Ueberraſchung iſt und der
aufmerk=
ſamen Hausfrau ein Lob einbringt. Gerade in bezug auf das
Oſterfeſt laſſen ſich ſehr hübſche und ſchmackhafte Gerichte herſtellen,
wie Eierſpeiſen in mancherlei Form und vielfacher Art für die
Karwoche und die Mahlzeiten für die Feiertage. So manche
An=
regung wird der intereſſierten Hausfrau in dem Vortrag der
ſtädtiſchen Betriebe am kommenden Donnerstag gegeben, wie ſie
auf dem Gasherd ſchnell, billig und ſauber die Speiſenzubereitung
vornehmen kann. Aber auch der Feſttagskuchen wird im
Gasback=
ofen am beſten geraten und die Hausfrau vor unliebſamen
Ent=
täuſchungen bewahren. Ueber die Zeckmäßigkeit des Gaſes und
ſeine vorteilhafte Verwendung im Haushalt erfahren Sie alles
Wiſſenswerte im Vortragsſaal der ſtädtiſchen Gaswerks.
Eliſa=
bethenſtraße 251 am 15. März 1934 abends 8 Uhr Karten ſind.
im Stadtbüro koſtenlos erhältlich. (Siehe auch heutige Anzeige.)
Vereinigung ehemaliger 116er Darmſtadt.
Montag, 12. März, abends 8.15 Uhr, Zuſammenkunft bei
Ka=
merad „Chriſt”, Grafenſtraße. Erſcheinen Pflicht.
Tageskalender.
(Ohne Verantwortung der Schriftleitung.)
Die Chriſtengemeinſchaft. Heidelbergerſtraße 14,
20.15 Uhr: Oeffentlicher Vortrag Hans Kuhn=Mannheim „Aus
dem Leben und Werk des Hl. Franz von Aſſiſi”, (3. Abd. „Ernte‟.)
Bunker Abend
der AS=Kriegsopfer=Verſorgung.
* Die Nationalſozialiſtiſche Kriegsopfer=Verſorgung,
Orts=
gruppe Darmſtadt, veranſtaltete geſtern abend im überfüllten,
hübſch geſchmückten Städtiſchen Saalbau einen Bunten Abend der
eine ſehr reichhaltige und in ſeinen Darbietungen hochwertige
Vor=
tragsfolge aufwies. Die Kameraden, die ihr Blut für die Größe
ihres Vaterlandes opferten, konnten ſo zuſammen mit ihren
An=
gehörigen einige ſchöne Stunden verleben. In ſinniger Weiſe
er=
öffnete die Landes=Polizei=Kapelle, die unter Leitung des
Ober=
muſikmeiſters Buslau den muſikaliſchen Teil des Abends
über=
nommen hatte, mit dem „Kameraden=Marſch” den Abend.
Ortsgruppenleiter Kamerad Pg. Nungeſſer hielt, eine
kurze herzliche Begrüßungsanſprache, in der eine würdige
Toten=
ehrung eingeflochten war. Die Kapelle intonierte dabei das Lied
vom guten Kameraden. Nach einem Marſchſtück brachte Pg.
Nun=
geſſer ein dreifaches „Sieg=Heil!” auf den Führer aus, in das
be=
geiſtert eingeſtimmt wurde und dem ſich das Deutſchland= und
Horſt=Weſſel=Lied anſchloß.
Einige weitere Muſikſtücke u. a. der ſchneidig geſpielte „
Ba=
denweiler Marſch”, der ſo lebhaften Beifall fand, daß er
wieder=
holt wurde, ſowie ein flotter Fanfaxenmarſch leiteten zu dem
bun=
ten Teil über, der in die originelle Form einer „Radioſendung aus
aller Welt” gekleidet war. Ein echt Darmſtädter Anſager, Herr
Degenhardt, nahm die Eröffnung des Funkſenders am Woog
vor, dem — man höre und ſtaune — (nach der Vortragsfolge) die
ausländiſchen Sender Mailand, Paris. New York uſw., ſowie die
Richtſtrahlantenne von Afrika angeſchloſſen war! — Wie das
ſo in Ordnung iſt, eröffnete ein Hafenkonzert, diesmal aus dem
Woogshafen, die Sendung. Drei Matroſen boten einen hübſchen
Seemannstanz. Dann ſangen als ſchöne Einlage die „
Ballon=
heiner” unter der ſtraffen Leitung ihres Dirigenten einige
vater=
ländiſche und volkstümliche Lieder. Die „Auslandsſender brachten
anſchließend in bunter Abwechſlung aus Paris einen
temperament=
vollen Kaſchemmentanz, ausgeführt von A. Erni und G.
Kar=
renbaur, ſowie eine ſehr hübſche Geſangsdarbietung von Käthe
Mattern Ueber „Radio Mailand” kam ein italieniſches
Volks=
lied, das W. Rügner ſang. — New York brachte ein Exzerp
aus dem, worüber man in Amerika ſpricht. Die Exzentrie Boys
brachten” in originellem Spiel, Geſang und Bewegung die „Tante
Anna”. Als Radio=Bern=Sendung ſang Rich Jäniſch einige
jubelnde, friſche „Schweizer Jodellieder” zur Klampfe. — Radio
Budapeſt vertraten Frl. Matheis mit getragenem ſchönen Lied
und R. Schulz und G. Karrenbaur mit temperamentvollem
ungariſchen Tanz. Ein „Sender der Negerrepublik Liberia” zeigt
einen Negertanz” und gab damit ein Bild von den uns
unver=
ſtändlichen, landfremden Negerſitten. — Damit war die
Auslands=
ſendung geſchloſſen.
Nach flotten Märſchen wies Landesobmann Pg. Ziegler
in einer eindrucksvollen Anſprache auf die Bedeutung des Abends
hin. Diejenigen, die gekämpft haben, wollen keinen Krieg mehr,
und die nationalſozialiſtiſchen Kriegsopfer wollen, auch keinen
Weltenbrand. Er erinnerte an den Ausſpruch: „Wenn in der
ganzen Welt Frontſoldaten an der Spitze, der Nation ſtänden,
wäre der Friede garantiert” — Durch einen ſolchen
kameradſchaft=
lichen Abend wie heute wolle man ſich herausheben aus dem
All=
tag. Alle Nationalſozialiſten bringen gerne neue Opfer, wenn es
Deutſchland will. Die deutſche Jugend wolle der in der
national=
ſozialiſtiſchen Kriegsopferverſorgung zuſammengefaßten als
Bei=
ſpiel vorangehen. Wir danken dem Führer, daß er uns die Ehre
wiedergegeben hat, und durch das kommende Geſetz das geben
wird, worauf die Kriegsopfer ſeit Jahren warteten. Wir können
dem Geſetz in Ruhe entgegenſehen. Alle müſſen echte
National=
ſozialiſten werden; wir müſſen untereinander unſere Brüder und
Schweſtern erkennen. Wir leben und ſterben für das Vaterland,
folgen unſerem Führer, dem Frontſoldaten Adolf Hitler. Eins
gilt nur für uns: Deutſchland, nichts als Deutſchland. Heil
Hitler! Spontan wurde das Deutſchland= und das Horſt=Weſſel=
Lied geſungen.
Den Abſchluß des ſchönen unterhaltenden Abends bildete eine
hübſche Hör= und Sehſpielſendung der Darmſtädter Spielgruppe;
Wenn die Soldaten durch die Stadt marſchieren‟. Das Spiel,
das alte Erinnerungen weckte und bei dem alle Darſteller ihr
Beſtes gaben, fand, wie alle Darbietungen, lebhaften Beifall.
Aus den Darmſtädker Lichkſpieltheakern.
Helia=Lichtſpiele: „Es gibt nur eine Liebe‟.
Dieſer Film hat, von den verſchiedenſten Seiten her
betrach=
tet, Vorzüge. In erſter Linie kommt der Muſikfreund auf ſeine
Koſten, denn Louis Graveure hat in ſeiner Rolle als Star der
Großen Oper reichlich Gelegenheit, ſeine ſtimmlichen Fähigkeiten
glänzen zu laſſen. Sein ſtrahlender, dabei doch niemals harter
Tenor kommt im Tonfilm ſehr gut heraus, nur hätte man ihn
ſich manchmal noch feiner abgeſtimmt und weniger laut gewünſcht.
— Freunde ſchöner Landſchaftsaufnahmen werden an den
aus=
gezeichneten Bildern aus den Alpen, in denen ſich zu Anfang
die Handlung abſpielt, ihre Freude haben — Und für den
Hu=
mor iſt beſtens geſorgt durch das Trio Jenny Jugo — Heinz
Rühmann — Ralph Arthur Roberts. — Heinz Rühmann ſpielt
den Freund des berühmten Tenors, der ſich aus der Berliner
Betriebſamkeit in eine Hütte im Gebirge geflüchtet hat. In die
Einſamkeit ihres „Räuberlebens” ſchneit den beiden ein
geſchäfts=
beſeſſener Generaldirektor (R. A. Roberts), der diktierenderweiſe
durch die Alpen raſt, begleitet von ſeiner Sekretärin (Jenny
Jugo). — Wie dieſe nun ihrem ewig raunzenden Chef untreu
wird und ſich dem ſchönen jungen Sänger an die Ferſen heftet,
wie ſie hartnäckig ihren Weg durch die Berliner Intrigen und
Hinderniſſe verfolgt, bis ſie ſich endlich den Platz an ſeiner Seite
erkämpft hat, — das erzählt der Film in ſehr luſtiger und
lie=
benswürdiger Weiſe. — Der Regiſſeur J. Meyer hat es
verſtan=
den, dem Ablauf der Handlung Lebendigkeit und Schwung zu
geben. Die Muſik von Ed. Künnecke fügt ſich dem Ganzen ſehr
gut ein.
Im Beiprogramm führt uns ein Film „Bauernweberei” in
den Schwarzwald, wo die Leinwand zur Wäſche noch heute im
Hauſe gewebt wird, und ins Allgäu. an den Entſtehungsort der
bekannten Allgäuer Teppiche.
Die „3. Maft Jant Julninein
gegen Hunger und Kälte.
Es war ein glücklicher Gedanke warmen ſozialen Empfinden
der Darmſtädter SS., ſich aktiv als treue Garde für den Sie
des Führers im Kampf gegen Hunger und Kälte einzuſetzen
Schon am Freitag ſah man die ſtrammen „ſchwarzen Huſarenu
mit der Sammelbuchſe durch die Straßen ſchreiten. Jeder 2
überkommende mußte ſein Teil in die Opferbüchſe der SsS
Männer wandern laſſen.
Am Samstag nachmittag trat die Darmſtädter Hundertſcholn
der SS.=Standarte 33, voran der Muſikzug der 2. SS.=Standarti
der am Abend in der Feſthalle konzertierte, zu einem Proyon
gandamarſch durch die reich geſchmückten Straßen der Stadt am
der mit einem ausgeſuchten Konzert auf dem Paradeplatz endei!
Trotz des Regenwetters ließen ſich zahlreiche Volksgenoſſen dieſeſ *s,
muſikaliſchen Genuß nicht entgehen
Zum Abendkonzert in der Feſthalle, das den Abſchluß dae
Veranſtaltung bildete, hatte ſich eine unüberſehbare
Menſchen=
menge eingefunden. Schon gegen 7 Uhr ſetzte eine wahre Völkeu
wanderung nach der Feſthalle ein. Zu Beginn des Konzertes wo
kein freies Plätzchen mehr zu finden. Hunderte mußten leided
wieder unverrichteter Sache umkehren. Nach den ſchneidig vo
getragenen Armeemärſchen des Leibgarde=Infanterie=Rgts.
(dem Marſch der SS.=Standarte 33) und dem Königsgräzu
Marſch und der vorzüglich wiedergegebenen Ouvertüre zur „Leici
ten Kavallerie” ergriff Pg. Bürgermeiſter Haug das Won
Er betonte, daß nichts deutlicher die Schickſalsverbundenheit da
deutſchen Volkes zeige, als der Beginn und das Ende der ven
gangenen Woche. Zu Beginn dieſer Woche habe ſich die Jugem
zu Ende derſelben, die SS. in alter Einſatzbereitſchaft, in daa ſit fließt,
Dienſt des Winterhilfswerks geſtellt. Wenn eines in Deutſchlann 1un
wahr geworden ſei, ſo ſei es das, daß heute ein einiges Bom ſelte Jägl
Te
das geſamte deutſche Volk umſchließt. Die ſchier unüberbrückhau
Kluft der Klaſſengegenſätze iſt heute beſeitigt. Wir ſind und va ſſen w
bleiben auch in Zukunft: ein Volk und ein Reich unter einm enüber d
Führer.
Nach einem dreifachen Heil auf den Führer, die Idee
den alten nationalſozialiſtiſchen Kampfgeiſt der SA. und
dem Horſt=Weſſel=Lied und zwei prächtig vorgetragenen
farenmärſchen entzückte Opernſänger Dr. Allmeroth die ſülz nüſſen al
geiſterten Zuhörer mit einer Arie aus „Toska” und „LaſſeiſArartwortut
glauben” aus „Mädchen aus dem goldenen Weſten”, Rauſch== urorgan
der Beifall zwang den Künſtler zu neuen Zugaben. Von Fulder lich, daß
Anweſenden jubelnd empfangen, trug Opernſänger Sattlo geei heben
mit künſtleriſcher Vollendung „Das Glöcklein des Eremiten” muſitzr ſein,
die Grals=Erzählung vor. In ſeinem Vortnrſyt Die A
„Winterſtürme wichen dem Wonnemond” aus der Walküre zeic”” läger wer
der Künſtler eine Prachtleiſtung künſtleriſchen Könnens. Johamn id erechten
Drath erntete mit ſeiner Cavatine aus. Der Barbier von Sſtung be
villa” und ſeinen mit Dr. Allmeroth gemeinſam vorgetragenxſui und E4
Duetten „Macht des Schickſals” und „Die Boheme” begeiſtentt wortungsl.
Beifall. Ebenſo die gutgeſchulte Muſikkavelle, die mit ihnſc eine
be=
abwechſlungsreichen, ausgewählten Muſikſtücken und
Armenäſffnſcheine=
ſchen das vorzüglich zuſammengeſtellte Programm ausfüllte.
Nach dem Konzert blieb die Jugend noch lange beim
Ta=
zuſammen.
Säuberungsausſchuß der Partei.
Der Partei=Säuberungsausſchuß wird bis auf Wider=ugs:
durch den Gauleiter zu einer ſtändigen Einrichtung des Gan=
Heſſen=Naſſau erklärt.
beſſer
Schulungskurſe in Heſſen.
s Geld v
Erſcheinen Pflicht.
Preſſetagung Kreis Dieburg.
Sonntag. 11. März: Reinheim, 10 Uhr, Lokal",
Kette‟. Teilnahmepflicht für die OG./StP.=Preſſeamtsleiter 1.
PO, ſowie die OG./StP.=Preſſewarte der NSBO. Alle Prck
referenten der Nebengliederungen (SA., SS., HJ., Fral rei=a
Arbeitsdienſt, Landwirtſch., uſw.) ſind hiermit zur Teilnohr/hät n
eingeladen.
Inruck m
me
Der Gau=Perſonalamtsleiter.
Als Ortsgruppenleiter wurden durch den
GAAnt=
leiter beſtätigt: Kreis Alsfeld: Pg. Richtberg. OG. Süt ſurg iſt,
bendorf. — Kreis Büding en: Pg. Julius Lind, OG. E5 1 auch he
zell. — Kreis Erbach: Pg. Franz Fiſcher. OG. Hebſta Mal Gel
Pg. Auguſt Muth, OG. Güttersbach — Kreis Groß=Fran
furt: Pg. Herm, Borries, OG. Ffm.=Oſtend; Pg. Adolf T)- Verztl
pert, OG. Ffm.=Günthersburg; „Pg. Theodor Kalveran, —
Ffm.=Bornheim; Pg. Fritz Dr. Kehrberg. OG. Ffm.=Südw=,M ütztliche
.Ernſt Krug=Jahnke, OG. Bad=Vilbel; Pg. Hermann 2. 3u rufen
OG. Ffm.=Soſſenheim. Des weiteren wurde Pg. Walter S=Mtag, den
ſchelmann als beſonderer Beauftragter für das Gebiet der 2=1 bereit:
ſpektion Ffm.=Süd beſtätigt. — Kreis Gießen: Pg. K Dr. m
Euler, OG. Wieſeck; Pg. Karl Horſt. OG. Gießen=Mitte; olzmann
Otto Schwar=, OG. Gießen=Süd. — Kreis Hanau: Pg. Brnd
Kahl. OG. Dörnigheim; Pg. Georg Müller, OG. Hanau=Neuſtat, 2 Sonnta
— Kreis Obertaunus: Pg. Jakob Harth. OG. Weißkirckr” Sonntag=
Pg. Lorenz Marnet. OG. Königſtein. — Kreis Untert,
nus: Pg. Otto Schneider, OG. Hauſen v. d. H. — Kreis U-”eſt
ter=Weſterwald: „Pg. Adolf Leonhardt, OG. Maxſain,
Kreis Wetzlar; Pg. Otto Siemens, OG. Wetzlar=Niederg=”
mes. — Kreis Dieburg: Pg. Fritz Nicklas, OG. Brandut
NSV, der Ortsgruppe Mitte,
Zum Verkauf der Anſtecknadeln am Sonntag.
11. März, von 8.30 Uhr vorm. ab, werden alle Helfer und He
rinnen für dieſe Sache gebeten, ſich zur angegebenen Zeit auf
Geſchäftsſtelle der Ortsgruppe Mitte (Berufsſchule) zu melle.
Die Verbände, NS.=Jungfrauenſchaft, Hilter=Jugend Resell
Kreuz. Innere Miſſion, Caritas uſw. wollen ſich auch dort SPi
in-
finden.
lie
Kreis=Schulungsamt.
Der Zentral=Schulungskurſus am Montag 12. März, imielingn
8.30 Uhr wieder im Konkordiaſaal ſtatt. Erſcheinen der Ans Rgüitn
walter der Stadt Darmſtadt iſt Pflicht. Gäſte haben Zutritt.
Jungvolk, Jungbann Flandern 1/115.
Sonntag. 11. März, vormittags 9.45 Uhr, tritt der geſal Age
Jungbann ſtammweiſe am Marienplatz an.
NSBO.=Amtswalter.
Der angeforderte Lebenslauf von jedem Amtswalter iſt ,
endgültig bis zum Montag. 12. März, bei der Kreis=Betrie
zellen=Abteilung einzureichen.
NS.=Hago.
Wir fordern hiermit unſere ſämtlichen Mitglieder auf.
veranlaſſen, daß ihre Lehrlinge an der Kundgebung der Ju
ſ=
arbeiterſchaft Darmſtadt am Sonntag. 11. März, vormitte)
11 Uhr, auf dem Paradeplatz, teilnehmen.
Das Jagdmuſeum Schloß Kranichſtein, das die WinS
monate über wegen notwendiger Erneuerungsarbeiten geſchloſ
war, eröffnet am Sonntag, den 11. März, wieder ſeine Räun=
Der Beſucher wird ſehr vieles verändert finden, da die
Sam-
lungen neu geordnet und neu aufgeſtellt ſind. Bei der Neiſf
ſtellung iſt das Hauptgewicht auf einen ſtraffen hiſtoriſchen L
bau gelegt. Der vordere Teil der Zimmer des oberen Hir
ganges ſteht vollſtändig im Zeichen des Landgrafen Ludwig !
des gewaltigen Nimrod, dem Kranichſtein ſeine unvergleichli
Sammlung an Jagdtrophäen und Jagdgemälden verdankt. 2
Räume ſind nunmehr mit koſtbaren Möbeln aus der Zeit au
geſtattet und bieten in ihrer geſchmackvollen Ausgeſtaltung h9‟
ſtimmungsvolle Einblicke in den Darmſtädter Kunſtgeſchmack 2
Zopfzeit. Einige bisher unbekannte Maler erſcheinen auf d
Plan in der Schar der Wohlbekank E ſo der Frankfurter hn‟
ferner Ruthard. Jan von Utrecht
dos mit prächtigen Ti
macke der ſpäteren 3o.‟
ſtücken. Der Parforce=Salon iſt im
Be Schönheit ſeiner arch”
zeit hergeſtellt und zeigt nun erſt 4
tektoniſchen Linien. Der hintere
ee Mie Hiiſte
zeigt dann die Weiterentwicklungnen dieſiſchen Tier= und Zach
malerei und zugleich auch die de
enraumgeſtaltung un d
dlles in allem iſt Schld
den Großherzögen bis auf Ludwig
Kranichſtein in dieſer neuen Geſtalt chr denn je eine Sehel
würdigkeit im Weichbilde Darmſtadts.
eutag, 11. März 1934
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Weidwerk und Tierſchutz.
trantworkungsloſen Jägern gehören keine Jagdkarken. — Es gibk nichks verächlicheres als den
wild=
wutigen und herzloſen Schießer. — Schlingenſtellern gehört das Handwerk gelegi.
Es verrät wenig Vernunft und noch weniger Herz und
Ge=
fühl, wenn ein Jagdneuling, der vom Schießen und Treffen keine
Jagd und Tierpflege ſind eins!
Ahnung hat, gleich im Revier an unſerem Wild die Schießkunſt
(Reichsbund Volkstum und Heimat,
undſchaft Rheinfranken—Naſſau—Heſſen.)
n der Monatsverſammlung des Fachamtes Tierſchutz in
Dluſtadt, im „Fürſtenſaal”, ſprach der geſchäftsführende
Vor=
ſitzſeve des Heſſ. Jagdklubs. Herr Lehrer i. R. Vonderheit,
übliedr e Stellung des echten Weidmanns zum Tier= und
Heimat=
nu unter beſonderer Berückſichtigung des neuen preußiſchen
greſetzes, das hoffentlich bald Reichsgeſetz wird, da in ihm
vin Wünſche und Hoffnungen des echten Weidmanns verankert
ſinio Der Redner wies darauf hin, daß gerade von den
Jagd=
veuenen der Gedanke des Natur= Tier= und Heimatſchutzes
ge=
pflie und gefördert wird. Der deutſche Weidmann arbeitet gern
mrtn der Erhaltung unſerer heimatlichen Eigenart. Die
unbe=
rüüſge urſprüngliche Natur zu ſchützen und zu erhalten, iſt für
ihh berſtes Ziel, ſonſt vernichten wir uns und unſeren Kindern
dem inzigen Quell, aus dem noch wirkliche Freude und
Lebens=
kraft fließt, denn nicht Geld. Beſitz und Wohlergehen bilden die
Leirts Näger will oder uicht verwechſelt werden mit dem
Schie=
ßen er von Hege und Pflege des Wildes nichts weiß und nichts
winſt will. Ein gewiſſenloſer Jäger ohne Verantwortungsgefühl
geneüber der Heimat kann unendlichen Schaden anrichten, denn
diu reie Tierwelt iſt ein ſchwerwiegender Beſtandteil der
ethi=
ſchä Heimat unſeres Volkes. Leider war die Stellungnahme
eime Teiles der Jägerei zum Naturſchutz nicht immer ſo, wie es
imn ntereſſe der ſelten gewordenen Tierarten hätte ſein ſollen.
Minüſſen aber dahin kommen, daß der Weidmann immer mehr
Mſtuntwortungsbewußtſein empfindet und in ſeinem Revier das
Sihtorgan der freien Natur wird. Dazu iſt aber unbedingt
er=
fondelich, daß wir den naturwiſſenſchaftlichen Bildungsſtand der
Jäkgrei heben, denn nur der kann ein rechter Tier= und
Natur=
ſchtüer ſein, der die Natur und Geſchöpfe ſeiner Heimat auch
kent.! Die Achtung vor den Geſchöpfen Gottes muß Gemeingut
der ſäger werden. Den jagdlichen Anfängern und den noch nicht
weiuerechten Jagenden muß menſchlich fühlende Geſinnung und
Göſtung beigebracht und die verabſcheuungswürdige rohe
Schin=
deug und Schießluſt deutlich vor Augen geführt werden.
Ver=
annortungsloſen Jägern gehören keine Jagdkarten. Es iſt
des=
hwſſe ne berechtigte Forderung, daß die Ausſtellung eines
Jagd=
pontnſcheines von einer Prüfung abhängig gemacht wird.
erlernen will. Es iſt unbedingt notwendig, daß der Anfänger ſich
die zum Beſchießen von Wild notwendige Fertigkeit zunächſt an
lebloſen Zielen anzueignen verſucht. Der Neuling muß auch
un=
bedingt dazu angehalten werden, das zu beſchießende Wild genau
anzuſprechen, ruhig zu zielen und vor allem die weidgerechte
Ent=
fernung unbedingt einzuhalten. Es gibt nichts verächtlicheres, als
den wildwütigen und herzloſen Schießer, der hemmungslos auf
alles Dampf macht, was da kreucht und fleugt. Stets muß der
Jäger die ideelle und ethiſche Seite des Weidwerks in den
Vor=
dergrund ſtellen; ihn beſeelt nur der Gedanke das
ange=
ſchoſſene Wild vor unnötiger Qual und dem Verludern zu
be=
wahren. Nicht Schießwut und Beutegier, ſondern die Liebe zu
Gottes Geſchöpfen iſt es, die den weidgerechten Jäger Büchſe und
Flinte weidgerecht führen laſſen ſoll.
Mit unerbittlicher Strenge muß auch den Schlingenſtellern
das Handwerk gelegt werden. Nur wer einmal ſah, wie die
füh=
rende Ricke verendet in der Schlinge hing und die beiden Kitzchen
fievend und klagend bei der toten Mutter ſtanden, wird die ganze
Scheußlichkeit ſolcher verrohten und vertierten Menſchen
begrei=
fen. Seither fiel das Schlingenſtellen nicht unter den Begriff
der Tierquälerei, aber das hat ſich jetzt gottlob geändert. In
allen Fällen, wo ein Tier in eine Schlinge gerät, ſich dadurch
Verletzungen zuzieht, oder weil es ſich nicht befreien kann, elend
verhungern muß, liegt neben dem Jagdvergehen auch
Tierquä=
lerei vor.
Den echten Weidmann beſeelt der Gedanke und das Beſtreben.
einer Verödung der Natur durch Erhaltung und Pflege des
Wil=
des vorzubeugen. Aber dieſe Sorge ſoll ſich nicht allein auf das
Nutzwild erſtrecken, auch das Raubwild ſoll ein gewiſſes Recht
auf ſein Daſein finden. Die im Ausſterben begriffenen behaarten
und befiederten Räuber dürfen nicht ausgerottet werden.
Das, was den Jägern Herz und Sinn froh erhält, iſt die
Hege des Wildes, das Verbundenſein mit der Natur, mit Gottes
weiter Wunderwelt.
Im zweiten Teil der Veranſtaltung gab Herr Ing. Barth
bemerkenswerte Einblicke in die praktiſche Tierſchutzarbeit die
jetzt durch das Tierſchutzgeſetz der nationalen Regierung erſt die
richtige Grundlage erfahren hat. Der Redner zeigte an Hand
guter Lichtbilder, wie Tierquälereien verhütet und notleidenden
Tieren geholfen werden muß.
Aus dem Gerichtsſaal.
m. Auf
Irr. Bezirksſchöffengericht und Große
Straf=
kamer verhandeln am Freitag vormittag gegen zwei
Höcſtapler und Betrüger erſten Ranges wegen
Siche=
rgsverwahrung. Im Bezirksſchöffengericht iſt es der
ſchta vielmal vorbeſtrafte W. K. aus Wimpfen, der es einfach
nüh jertig brachte, ſein Geld ehrlich zu verdienen. Ihm gefiel
es lſſer, auf Koſten anderer großartig zu leben. Wenn er dann
das held verpulvert hatte, das er aus ſeinen vielerlei Geſchäften
eiinnommen, und das ihm eigentlich nicht gehörte, behauptete
cfr erhand, er habe es verloren, oder es ſei ihm geſtohlen
wor=
deu Das Gericht ordnet gegen ihn die Sicherheits=
Usu ahrung an
Ion ähnlichem Kaliber iſt der 29jährige F. T. von hier,
ut deſſen Verwahrung die Große Strafkammer verhandelt, mit
dcim Unterſchied, daß T. eine weſentlich beſſere Vorbildung ge=
Jat Er machte ſein Abitur und ſtudierte, ſogar vier Semeſter
här. Aber in der Inflation machte er damals einige ſehr gute
S5nzſationsgeſchäfte, die ihm die Luſt zu ſtetiger angeſtrengter
Alhit nahmen. Da der Angeklagte einen ſehr weltmänniſchen
Efnruck macht, kann es einen nicht Wunder nehmen, daß er
imnt wieder Dumme fand. Das Gericht lehnt indeſſen
d—Antrag des Staatsanwalts ab, da es der
Auf=
feaſtig iſt, daß der Angeklagte, der ſchon bei ſeiner Beſtrafung
urdauch heute verſpricht, ſich zu beſſern, dem Angeklagten noch
eitngl Gelegenheit dazu zu geben ſei.
1½ Aerztlicher Sonntagsdienſt. Iſt wegen plötzlicher
Erkran=
hen ärztliche Hilfe erforderlich, ſo iſt ſtets zunächſt der
Haus=
auz zu rufen. Wenn dieſer nicht erreichbar iſt, dann ſind am
Sntag, den 11. März 1934, folgende Aerzte zu deſſen
Vertre=
tuty bereit: Dr. med. Althauße, Ludwigsplatz 6. Telephon
223, Dr. med. Gros, Heinrichſtraße 49, Telephon 201; Dr. med.
H1zmann, Schwanenſtraße 73, Telephon 22.
Sonntags= und Nachtdienſt in den Apotheken. Es verſehen
dttSonntagsdienſt und in der Zeit vom 11. bis 17. März den
Aeatd ienſt die Löwenapotheke, Ballonplatz 11. und die
W)erapotheke, Wilhelminenplatz 17. Der Nachtdienſt
meielt am Samstag abend, ſo daß die Apotheke, welche den
Sontagsdienſt hat, ſchon in der vorhergehenden Nacht den
Nacht=
digt verſieht.
Briefkaſten.
Dr Anfrage iſt die letzte Bezugéqulttung beizufügen. Anonyme Anfragen wirden
nſcht beantwortet. Die Beantwortung erfolgt ohne Rechtsverbindlichkeit.
„Geſetzlich richtig.‟ Der Vermieter iſt berechtigt, das
Waſſer=
gel auf die Mieter, im Verhältnis der
Friedens=
mite gegen Nachweis umzulegen. Tut er dies, ſo
exnhigt ſich die geſetzliche Miete um 3 Prozent der Friedens=
Miee. Für die Müllabfuhr gilt nach der Ortsſatzung vom 29.
Ju 1928: Der für das Hausgrundſtück berechnete
Gebühren=
bleug wird dem Hauseigentümer angefordert und von dieſem im
Aſhältnis der Miete oder Mietwerte auf ſämtliche Benutzer des
Ollögrundſtücks ausgeſchlagen und in den Zahlungsterminen an
diScadtkaſſe abgeliefert. Alſo in beiden Fällen iſt dem
Aſſter der Nachweis der Umlegung zu liefern. Bei
Therenzen ſollten Sie ſich an das nahe Amtsgericht (Mieteini=
9msamt — Geſchäftsſtelle) wenden.
1P. P., hier. Die alten Silbermünzen ſind längſt
per Kurs geſetzt und müſſen Sie deren Annahme verweigern
Nueuen Münzgeſetz vom 30. Auguſt 1924 ſind die Goldmünzen
Umb’sherigen Währung den neu auszuprägenden gleichgeſtellt.
btt ſollte der Empfänger die erhaltenen Gold=
1unzen ſofort an die Reichsbank abliefern.
Nr. 66. In Nr. 62 vom 4. d. M. muß es Witwer
Vien
350 Mddionon Mark.
für das Winterkilfswerk.
In 20 Mark.
7 GFFÜLLTE SÜTERMAGEN (140t)
Goldstücken:
1100m.HOHE SAULE
In 20 Mark.
Scheinen:
In 1Mark.
Silberstücken:
ANEINANDERSEREMKT 8050km
Unſer Schaubild verdeutlicht die gewaltige Summe, die das
deutſche Volk bisher für das Winterhilfswerk zuſammentrug.
Nicht weniger als 7 Waggons würde die Summe dem Gewicht
nach füllen, wenn ſie aus 20=Mk.=Goldſtücken beſtehen würde.
Würde man dagegen die Summe aus 20=Markſcheinen
zuſammen=
ſetzen, ſo würden dieſe, übereinandergelegt, faſt die Höhe des
Brok=
ken=Gipfels im Harz (1142 Meter) ergeben. Setzt man die Summe
aus Einmarkſtücken zuſammen und reiht dieſe aneinander, ſo
ent=
ſteht eine Kette von 8 050 Kilometer, die von Berlin bis nach
Bombay in Indien reichen würde.
Anordnungen zum Schutze des Wildes. Das Kreisamt
Darm=
ſtadt hat unterm 5. März I. J. für den geſamten Kreis auf die
Dauer von 4 Wochen angeordnet, daß ſämtliche Hunde in den
Feldgemarkungen ſowie im Walde mit feſtem
Hals=
band verſehen ſein und an einer ſicheren Leine geführt werden
müſſen. Das freie Umherlaufenlaſſen von Hunden in den
Feld=
gemarkungen ſowie im Wald iſt verboten. In nicht geſchloſſenen in
den Feldgemarkungen oder im Wald liegenden Gehöften ſind die
Hunde feſtzulegen (anzuketten oder einzuſperren), ſo daß ſie die
Gehöfte nicht verlaſſen können. Die Verwendung von Hirtenhunden
zur Begleitung von Herden, von Jagdhunden und Polizeihunden
unterliegt außerhalb der Zeit des unmittelbaren Gebrauchs den
gleichen Vorſchriften. Dieſe Anordnungen ſind leider notwendig,
da trotz wiederholter Aufforderung in der Zeit, in der das
Jung=
wild geſetzt wird, und die Bodenbrüter dem Brutgeſchäft obliegen,
die Rückſichtnahme der Hundebeſitzer in dieſer Hinſicht ſehr viel zu
wünſchen übrig läßt. Ausdrücklich wird noch bemerkt, daß
Zu=
widerhandlung gegen die kreisamtlichen Anordnungen in jedem
Betretungsfalle ſtrafrechtlich verfolgt wird und einer
Geld=
ſtrafe bis zu 90 RM. unterliegt.
Aus Heſſen.
Chormeiſter=Schulungskurſe
des Heſſiſchen Sängerbundes.
h. Um die Heranbildung und Erhaltung eines geeigneten
Chorleiterſtabes zu erzielen, hält der Heſſiſche Sängerbund, der
nunmehr nach der Neuordnung den Gau 12 im Deutſchen
Sänger=
bund bildet, im Monat März ds. Js. in allen heſſiſchen
Sänger=
kreiſen Chorleiterkurſe ab. Hierbei ſoll beſonders den Dirigenten
der ländlichen Vereine die Möglichkeit, einer Erweiterung und
Vervollkommnung ihrer Fähigkeiten gegeben werden. Die Kurſe
werden von erfahrenen und bewährten Fachleuten geleitet. In
Oberheſſen fanden bereits in Alsfeld, Lauterbach und Nidda
der=
artige Schulungskurſe ſtatt.
Dg. Arheilgen, 10. März. Hohes Alter. Ihren 80.
Ge=
burtstag begeht am kommenden Montag Frau Marg. Wagner,
Bornſtraße 46. — Winterhilfe. Nachdem aus der
Brot=
ſammlung dieſer Tage hier etwa 300 Brote an die Bedürftigen
ausgegeben wurden, erfolgt die Ausgabe der Kohlengutſcheine
Serie P am kommenden Dienstagnachmittag auf der
Bürgermei=
ſterei; verbunden damit iſt die Ausgabe der Lebensmittel aus der
letzten Pfundſammlung, bei der 1387 Pakete eingegangen waren.
J. Griesheim. 10. März. Kameradſchaftsabend im
Sturm 14/143. Sturmführer Stroh begrüßte die
Anweſen=
den und insbeſondere den Sturmbannführer Georg nebſt
Ad=
jutanten! er wies weiter auf die Wiederkehr des Tages der
Machtergreifung durch unſeren Führer Adolf Hitler hin. Ein
Sieg=Heil auf den Führer und das Horſt=Weſſel=Lied ſchloß die
von Begeiſterung getragenen Worte des Sturmführers. Nach
einem weiteren Muſikvortrag folgte der Dreiakter „Brüder in
Ketten” von Marcelles, eine Tragödie deutſcher Volksgenoſſen
im Oſten. Herzlicher Beifall dankte den Darſtellern für ihre
Lei=
ſtung. Nach einem flotten Marſch der rührigen Kapelle ging man
zum gemütlichen Teil über. Deutſche Tänze wechſelten mit
ge=
meinſamen Liedern, Lachen und Freude beherrſchte den Saal.
— Eberſtadt, 10. März. Am 12. d. M. feiert Herr Jacob
Jacob, der Gründer der altrenommierten Weinhandlung und
Reſtauration, ſeinen 85. Geburtstag. Herr J. iſt der letzte
Mit=
erſtürmer des Schloſſes Chambord im Kriege 1870/71. Er hat an
der Geſtaltung der Turngeſellſchaft und des Kriegervereins ſowie
anderer ſozialer Einrichtungen hervorragenden Anteil.
G. Ober=Ramſtadt, 10. März.
Winterhilfeveranſtal=
tung. Zugunſten der örtlichen Winterhilfe veranſtaltet der
Sturmbann=Muſikzug UV/115 am Sonntag, den 11. März, abends,
im Saalbau Eliſenbad ein Doppel=Konzert.
k. Dieburg. 10. März. „Der fliegende Miſſionar.”
Pater Schulte hielt vorgeſtern im „Grünen Baum”,
nachmit=
tags und abends. Vorträge, um für ſein Werk, die „Miva” (
Miſ=
ſions=Verkehrs=Arbeitsgemeinſchaft) zu werben. Als
Kriegsflie=
ger vertauſchte er nach Friedensſchluß den feldgrauen Rock mit
dem ſchwarzen, und zog mit ſeinem Freunde, Pater Fuhrmann.
nach Südweſtafrika. Der Tod ſeines Begleiters brachte ihn auf
den Gedanken, den Miſſionaren ihre ſchwere Arbeit erleichtern zu
helfen, und ſo wurden Flugzeuge, Kraftwagen uſw. in Dienſt
ge=
ſtellt, die alle in Deutſchland hergeſtellt werden. Sein
Mitarbei=
ter, Joſeph Gertis, ebenfalls im Kriege Kampfflieger, zeigte einen
in Afrika aufgenommenen Film. der die Miſſionstätigkeit von
einſt und jetzt augenfällig zur Vorführung brachte. Reicher
Bei=
fall und gewonnene Freunde für ſein Werk lohnten Pater Schulte
ſeine ſich geſtellte Aufgabe.
Db. Urberach, 6. März. Ungefähr 180 dem Glauben
zurück. In den Tagen vom 18. Februar bis letzten Sonntag,
4. März, fand hier eine Miſſion ſtatt, abſolviert von den drei
Jeſuiten=Paters Genſert, Weh und Arnold. Nebenbei ſei bemerkt,
daß Pater Genſerts Stammſitz von hier iſt, deſſen Eltern eben
ausgewandert ſind. Der Ort wimmelt ja heute noch voll mit dem
Namen Genſert, der ſich ſehr verbreitet hat. Die Miſſion
verzeich=
nete hier einen ſehr guten Erfolg und brachte viele Abgefallene
oder von denen, die von Gott und Kirche nichts mehr wiſſen
woll=
ten und jahrelang nicht in die Kirche gingen, wieder in den Hafen
ihrer Urreligion zurück. Während in der erſten Woche die Frauen
und Jungfrauen den Predigten der Jeſuiten eifrig beiwohnten,
ſtanden die Männer und Jungmänner in der zweiten Woche, was
Eifer und regelmäßiger Beſuch anbelangt, der Frauenwelt
gegen=
über in keinem Falle nach. Der Erfolg dieſer zwei Wochen war,
daß hier am kleinen Ort 180 Perſonen, die der Kirche ſeither
fern=
ſtanden, wieder den Weg zurückfanden. Hierbei iſt auch zu
erwäh=
nen, daß der Kirchendiener genannt Glöckner, Heinrich Kreis, ſein
Amt nun 50 Jahre treu und gewiſſenhaft verſieht, wozu ihm von
ſeiten der Pfarrgemeinde herzliche Gratulationen zuteil wurden.
Cg. Reinheim, 10. März. Heute nachmittag fand hier eine in
größerem Rahmen gehaltene Kundgebung der
Kreis=
bauernſchaft ſtatt. Schon äußerlich hatte ſich das Städtchen
verwandelt: gereinigte und geſchmückte Straßen, ankommende
Gäſte bringende Autos, Krafträder, Hunderte von Fahrrädern
und Fußgängern belebten, das Straßenbild. Drei Säle waren
durch Lautſprecherübertragung mit dem Saalbau „Zur Spitze”, in
welchem die Kundgebung ſtattfand, verbunden. Es ſprachen
Kreis=
bauernführer F. Michel. Stabsleiter Pg. Schönheit und
Landesbauernführer Dr. Wagner, über die Maßnahmen der
nationalſozialiſtiſchen Regierung zur Rettung des Bauernſtandes,
Entſchuldung, bäuerliche Erbfolge, Erbhofgeſetz und weitere
wich=
tige Agrarmaßnahmen. — Leider ereignete ſich auch ein
Flug=
unfall. Zwei Maſchinen waren von Darmſtadt hierher
gekom=
men und kreiſten über Reinheim. Bei der Landung in den oberen
Seewieſen kam das eine Flugzeug, ein Klemm=Leichtflugzeug,
ge=
ſteuert von einem Flugſchüler und Carnier jun,, auf einen Erd=
und Spreuhaufen beim Ausrollen, und ſetzte ſich leicht auf den
Propeller, der beſchädigt und unbrauchbar wurde. Mit Hilfe von
Reinheimer und Ueberauer Einwohnern wurde das Flugzeug bis
zur Groß=Bieberauer Landſtraße geborgen und ſpäter mit
Schlepp=
wagen nach Darmſtadt gebracht.
— Neuſtadt i. Odw. mit Burg Breuberg, 10. März. Wie
all=
jährlich, ſo hielt auch in dieſem Winter, vom 28. Februar bis
5. März Landesjugendpfarrer Lic. v. d. Au eine Burſchenfreizeit
für Erwerbsloſe auf dem Breuberg ab, die mit Hilfe der NS.=
Volkswohlfahrt durchgeführt werden konnte. Faſt alle
Teilneh=
mer gehörten nationalſozialiſtiſchen Organiſationen, wie SS.=
SA. und HJ., an Im Mittelpunkt der Bibelarbeit ſtand der
Philipper=Brief. Das Geſamtthema der Vorträge und
Beſpre=
chungen war „Volkstum und Evangelium”. Aber das Schönſte der
ſorgloſen Tage war das frohe Erleben echter Gemeinſchaft, zu
der die Teilnehmer aus den verſchiedenen Gegenden unſeres
Heſ=
ſenlandes zuſammenwuchſen. Ein Abend vereinigte die
Teilneh=
mer mit der Dorfjugend. Am Sonntag, an dem der
Landes=
jugendpfarrer den feierlichen Jugendgottesdienſt anläßlich der
Eingliederung evangeliſcher Verbandsjugend in die Hitlerjugend
in Sandbach hielt, waren die Freizeitler Gäſte der Gemeinde
Sandbach. Die täglichen Spaziergänge machten die Teilnehmer
vertraut mit der Umgebung. Eine Burgbeſichtigung unter
be=
währter Führung von Lehrer Schmitt=Neuſtadt führte in die
reiche Geſchichte des Breubergs ein. Dankbare Mithilfe gewährte
der Ortsgeiſtliche, Pfarrer Römheld=Sandbach.
AMIIer SoILe hafelosimmer
geiegen-
von jeher hatte sie Führerstellung — aber der Gualitafs-
Vorsprungistiefztnochgewaltig vergrößertdurch dieneue
6
HIelläIIT
AIAI!
At
Seite 8 — Nr. 69
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Aus den Gemeinderatssitzungen-
Af. Neu=Iſenburg, 10. März. Aus dem Gemeinderat.
In einer kurzen Sitzung wurden die Steuerausſchlagſätze für die
Gemeindeſteuern des Rechnungsjahres 1934 feſtgeſetzt, einem
Ge=
ländeankauf zugeſtimmt, zwei Feldgeochworene ernannt und ein
paar weitere Kleinigkeiten erledigt. — Oeffentliche
Ver=
ammlung der NSDAP. Zunächſt ſetzte Pg. Scherer, der
Führer der Arbeitsfront im Kreiſe Worms, auseinander, warum
immer wieder in Verſammlungen geſprochen werden müſſe, und
verbreitete ſich dann über die verſchiedenſten Tagesfragen. Dann
ſtellte ſich Polizeikommiſſar Foullon, ein alter Baltikumkämpfer,
in längeren Ausführungen vor. Beide Redner fanden lebhaften
Beifall.
Dy. Sprendlingen 9. März. Gemeinderatsſitzung.
Es wurde beſchloſſen: Die Ortsſatzung für Gas, Waſſer und Strom
wird, wie von der Verwaltung vorgeſchlagen, genehmigt und die
Gaspreiſe geſtaffelt, ſo daß zu bezahlen ſind bei einem monatlichen
Verbrauch für Haushaltungszwecke: 1—15 Kbm. je Kbm. 20 Pfg.,
16—30 Kbm. je Kbm. 18 Pfg. über 30 Kbm. je Kbm. 16 Pfg.;
für gewerbliche Zwecke: 1—500 Kbm. jährlich je Kbm. 15 Pfg.,
501—1000 Kbm. jährlich je Kbm. 14 Pfg., über 1000 Kbm. jährlich
je Kbm. 13 Pfg. Die Waſſerpreiſe ſollen gleichfalls eine
Ermäßi=
gung erfahren und ſoll der Finanzausſchuß entſprechende Vorſchläge
baldigſt machen. Die von der Verwaltung vorgelegten Voranſchläge
für 1934 für Gas=, Waſſer= und Elektrizitätswerk werden
ge=
nehmigt. — Die Steuerausſchlagſätze werden für 1934 feſtgeſetzt. —
Die Baulandumlegung in der Bach, wodurch ein neues
Bauvier=
tel entſteht, fand die Genehmigung des Gemeinderates. — Die
ſchon vor Jahren eröffnete Fichteſtraße ſoll im Wege der
Notſtands=
arbeiten hergeſtellt werden. — Die Stellung des gemeindlichen
Fuhrwerks für 1934/35 ſoll zur Bewerbung ausgeſchrieben werden.
— Als öffentliche Anlage und zur Abhaltung von Feſtlichkeiten ſoll
am Gelände Mariahall, wo genügend Gelände vorhanden, ein
Feſtplatz hergerichtet werden. Bei dieſer Gelegenheit wurde auch
beſchloſſen, daß am Kriegerdenkmal Blumen angepflanzt werden.
— Einige Gemeindebedienſteten, die einen Probedienſt hinter ſich
haben, werden in einer Feſtanſtellung übernommen. — Der
Bür=
germeiſter wird ermächtigt, die Dampfziegelei für die Gemeinde
zu erwerben. — Einige außerhalb des Ortsbauplans geplante
Bauvorhaben werden von dem Gemeinderat befürwortet. — Für
die Verwaltung ſollen ab 1. April ds. Js. zwei Lehrlinge
ein=
geſtellt werden. — Der Sanitätskolonne vom Roten Kreuz wird
für 1934 ein Beitrag von 50 RM. bewilligt. — Der Kreisleitung
der NSDAP. wird ein monatlicher Zuſchuß bewilligt. — Die am
1. April ds. Js. freiwerdende Schuldienerſtelle in der
Gewerbe=
ſchule wird dem Anton Selzer übertragen. — Am Schluß der
öffentlichen Sitzung gedachte Herr Bürgermeiſter Dr. Storch des
Tages, an dem vor einem Jahr am frühen Morgen die
Haken=
kreuzfahne auf dem Rathaus gehißt wurde. Hierbei teilte der
Bürgermeiſter mit, daß ſeit dieſem Tage die Arbeitsloſen von 650
auf 350 zurückgegangen ſeien und die finanziellen Verhältniſſe der
Gemeinde tragbare Formen angenommen haben. Er bat die
Ge=
meinderatsmitglieder, weiterhin zum Wohle der Gemeinde wie
ſeither mitzuhelfen und ſchloß mit einem Sieg=Heil auf unſeren
Führer und Volkskanzler.
Dp. Zwingenberg, 8. März. Gemeinderatsſitzung.
Der Voranſchlag für 1934 wurde in der vorgelegten Ausführung
angenommen. Einem Antrag des Heſſiſchen Jagdklubs um
Er=
mäßigung der Jagdpacht für 1934 konnte nicht ſtattgegeben
wer=
den. Einem Antrag der Evangeliſchen Kirche um grundbuchmäßige
Uebertragung des Pfarrhauſes auf die Evangeliſche Kirche wurde
zugeſtimmt unter der Bedingung, daß die von der Gemeinde
über=
nommenen Pflichten für Inſtandhaltung uſw. als erledigt
be=
trachtet werden. Dem Gemeinderat lag eine kreisamtliche
Ver=
fügung vom 20. Februar d. Js., betr. Bewilligung von Mitteln
für die Hitlerjugend, und eine kreisamtliche Verfügung vom 22. 2.
1934, betr. Sammlung für VDA., zur Beſchlußfaſſung vor. Dieſe
beiden Punkte wurden zurückgeſtellt.
P. Rüſſelsheim, 9. März. Gemeinderatsſitzung.
Sie=
ben Geſuche um Ueberlaſſung von gemeindeeigenen Bauplätzen an
der Haßlocher= Elbe=, Frankfurter= und Lahnſtraße werden unter
den üblichen Bedingungen genehmigt. Für das Siedlungsgelände
an der Haßlocher Straße wird ein Teilortsbauplan genehmigt. —
Die Umbauten bzw. Neubauten Obhaf (Bahnhofſtraße) und
Hein=
rich Hummel (Mainzer Straße) werden von den Sockelvorſchriften
des Ortsbauſtatuts befreit, weil es ſich um Errichtung von Läden
handelt. — Da in letzter Zeit die Geſuche um Errichtung von
Siedlungen in der Horlach und an dem Waldweg ſich immer mehr
häufen, hob der Gemeinderat ſeinen Beſchluß, außerhalb des
Orts=
bauplans Siedlungen zuzulaſſen, wieder auf. macht aber zur
Be=
dingung, daß die Geſuchſteller ſich bezüglich ihrer Baupläne ſtreng
an die Richtlinien und Vorſchriften des Gemeindebauamts halten
und die Pläne dem Gemeinderat zur Genehmigung vorlegen. Zwei
Geſuche wurden genehmigt — Die Eheleute Heinrich Müller
und Frau Katharina geb. Falk feiern am Dienstag das Feſt der
Goldenen Hochzeit.
m. Finkenbach i. Odw., 10 März. Ein 90jähriger
Veteran. Eine große Freude bereitete unſer Volkskanzler
einem hieſigen Bürger, als zu deſſen Geburtstag folgendes
Tele=
gramm eintraf: „Herrn Jakob Krämer, Ober=Finkenbach. Zur
Vollendung Ihres 90. Geburtstages, ſende ich Ihnen herzliche
Glück= und Segenswünſche. Möge Ihnen ein ſorgenfreier
Lebens=
abend beſchieden ſein. Als Zeichen meines Gedenkens geht Ihnen
mein Lichtbild durch die Poſt zu. Reichskanzler Adolf Hitler.”
Herr Krämer iſt der einzige noch lebende Kriegsveteran unſeres
Tales
Dk. Waldmichelbach, 10. März. Amtswalterappell
der NSV. Die Kreiswaltung der NSV. Heppenheim
veran=
ſtaltete für die NSV.=Amtswalter der Ortsgruppen
Waldmichel=
bach und Affolterbach und der Stützpunkte Siedelsbrunn,
Schön=
mattenwag, Wahlen, Hammelbach und Gras=Ellenbach einen
Appell. Kreiswalter Rühl=Heppenheim ſprach über die Aufgaben
der öffentlichen Fürſorge und im beſonderen über die Tätigkeit
einer Bezirksfürſorgeſtelle. Danach gab der
Kreisgeſundheits=
referent der NSV., Pg. Wolf=Heppenheim, einen Ueberblick über
die gewaltigen Leiſtungen des Winterhilfswerkes und ſprach über
die Aufgaben der NSV. im Laufe des Sommers.
Dk. Waldmichelbach, 9. März. Die NSDAP.=Ortsgruppe
Waldmichelbach hielt, im Parteilokal Waldenberger eine
gut=
beſuchte Mitgliederverſammlung ab. Nach Eröffnung durch
Zel=
lenwart Pg. Schaab ſprach der Ortsgruppenleiter, Pg. Strauß,
dem infolge Arbeitsüberhäufung aus ſeinem Amte als Kaſſenwart
der PO. ſcheidenden langjährigen Pg. Jakob Stein für ſeine
jahre=
lange treue Mitarbeit ſeinen wärmſten Dank aus. Zum
Nachfol=
ger wurde Pg. Poſtmeiſter Riedel beſtimmt. Dann gab der
Orts=
gruppenleiter einen Ueberblick über die politiſchen Ereigniſſe im
Februar und ſprach im Anſchluß an die Vereidigung über die
Pflichten der Parteigenoſſen, im beſonderen der Amtswalter.
Nach der feierlichen Ueberreichung von 4 Mitgliedsbüchern und
8 Mitgliederkarten an die betreffenden Parteigenoſſen ſprach Pg.
Schaab über die Bedeutung der Schulungsarbeit und der
Er=
ziehung des deutſchen Volkes zur nationalſozialiſtiſchen
Weltan=
ſchauung. Der Ortsgruppenleiter gab noch verſchiedene
Anord=
nungen bekannt und ſchloß mit einem Sieg=Heil auf den Führer
die Verſammlung.
Seidenbuch, 9. März. Der ſeit dem 1 März 1934 ſelbſtändige
Stützpunkt der NSDAP. Schlierbach i. Odw mit dem Sitz in
Seidenbuch veranſtaltete am Montag abend in dem dichtbeſetzten
Saale des Pg. Leonhard Niklas in Schlierbach ſeinen erſten
Schu=
lungsabend. Zu Beginn des Abends übernahm unſer neuer
Stütz=
punktleiter Pg. Georg Fleiſchmann=Seidenbuch die Führung des
Stützpunktes. Fleiſchmann iſt ein alter Streiter für das Dritte
Reich. Er hat die Nummer 373 298 und iſt ſomit der älteſte
Par=
teigenoſſe des Tales. Schon vor 6 Jahren ſcheute er keine Mühe
und Arbeit, und auch nicht die Nachteile für ſein Geſchäft, wenn
es galt, für den Nationalſozialismus einzutreten. In zwei
Refe=
raten wurden die Beſucher mit dem nationalſozialiſtiſchen
Ge=
dankengut vertraut gemacht. Ortsgruppen=Schulungsleiter Pg.
Geiß=Winterkaſten ſprach über „Weltanſchauung und
National=
ſozialismus” und Schulungsleiter Pg. Hoffmann=Glattbach
refe=
rierte über „Außenpolitiſche Tagesfragen”. — Am nächſten
Mon=
tag, den 12., und Dienstag, den 13. März, finden in Schlierbach
und Glattbach Vorführungen des NS.=Filmes. „U. 9” ſtatt.
Cf Birkenau, 9. März. Holzverſteigerung. Hier
fand die erſte große Holzverſteigerung aus dem Gemeindewald
ſtatt, die ganz überraſchend gute Steigpreiſe brachte. 1
Raum=
meter Buchenſcheitholz kam durchſchnittlich auf 11.— RM.,
Eichen=
ſcheitholz 8,50 RM., Kiefernſcheitholz 9.— RM. Da nicht das
ganze zur Verſteigerung ſtehende Holz auf einmal verſteigert
wer=
den konnte, findet Anfang nächſter Woche eine 2. Verſteigerung
ſtatt.
Dp. Zwingenberg, 8. März. Die Gaſtwirtſchaft auf dem
Mal=
chen iſt ſeit Anfang dieſes Monats an die Gebrüder Fieberling in
Zwingenberg verpachtet.
Ce Seeheim, 6. März. Hauptverſammlung des
M. G. V. 1859. Dem Gedächtnis der Verſtorbenen erklang die
Totenklage. Die Berichte des Schriftführers Anders und des
Rechners Hartmann fanden Beifall: dem Bericht des Chorleiters
Beltz war zu entnehmen, daß der Verein bei größter
Opferfreu=
digkeit der Sänger auf ein Jahr guter Erfolge zurückblicken darf.
Trotzdem 60 v.H. der Sänger bei der S. A.=R. Dienſt tun, erreichte
ein Großteil die Bedingungen der Ehrungen für fleißigen
Pro=
benbeſuch. Vorſitzender Spalt und Sänger K. Schmidt wurden für
25jährige Sängertätigkeit ausgezeichnet. Nachdem Kreiswalter
Beltz und O.Gr.L. Speckhardt ernſte, aber herzliche Worte im
Sinne der Volksgemeinſchaft an die Verſammlung gerichtet
hat=
ten, konnte Vorſ. Spalt über das 75. Stiftungsfeſt des Vereins,
das am 1. Juli 1934 in Verbindung mit dem Kreisliedertag und
mit 40 Vereinen gefeiert werden ſoll, berichten. Den Höhepunkt
dieſes Tages wird eine öffentliche Kundgebung für das deutſche
Saargebiet bilden.
Em. Heppenheim a. d. B., 9. März. Gemeinnützige
Bau=
genoſſenſchaft — Mitgliederverſammlung. Der
Bericht über die geſetzliche Reviſion ergab, daß Geſchäfts= und
Kaſſenführung in Ordnung befunden wurden und nur
Unweſent=
liches zu bemängeln war. Der Vorſitzende des Vorſtandes, Herr
Profeſſor Rupp, erſtattete den Geſchäftsbericht. Durch die
ungün=
ſtige wirtſchaftliche Lage und mit Rückſicht darauf, daß die zuletzt
gebauten zwei Häuſer noch nicht verkauft ſind, konnte die
Genoſ=
ſenſchaft im abgelaufenen Vereinsjahr nicht an den Bau weiterer
Häuſer herantreten. Die Jahresrechnung ſchließt in Einnahme
und Ausgabe mit 5311 RM. ab. Die Bilanz vom 31. Dez. 1933
wies ein Vermögen von 46 130 RM. aus. 666 RM. konnten als
Reingewinn gebucht werden, aus dem eine Dividende wie im
Vor=
jahr an die volleingezahlten Geſchäftsanteile, verteilt und der
Neſt der geſetzlichen Rücklage überwieſen wird. Die
ausſcheiden=
den Mitglieder des Aufſichtsrats: Saul, Mai und Treiber,
wur=
den wiedergewählt.
Ck. Crumſtadt, 6. März. Kreisverbandstreffen der
evangeliſch=kirchlichen Frauenvereins. Hunderte
von Frauen aus dem ſüdlichen Teil des Kreiſes Groß=Gerau
tra=
fen ſich am letzten Sonntag anläßlich des Kreisverbandstreffens
der evangeliſch=kirchlichen Frauenvereine in Crumſtadt, das vom
Wetter begünſtigt, einen befriedigenden Verlauf nahm. Nach dem
Feſtgottesdienſt, der durch die Mitwirkung des
Kirchengeſangver=
eins verſchönert wurde, fand im neuen evangeliſchen
Gemeinde=
haus, das wohl der Anziehungspunkt des Tages war, gemeinſames
Kaffeetrinken ſtatt. Von allen wurde das neue Gemeindehaus
be=
wundert, in ſeiner Schönheit und Schlichtheit. War die Kirche
ſchon gefüllt, ſo war doch die Turnhalle nachmittags noch dichter
beſetzt. Nach der Begrüßung durch die Vorſitzende des
Kreisver=
bandes, Frau Pfarrer Knigger=Groß=Gerau, hielt Frau Dr. Oly
einen intereſſanten Vortrag über die Mütterarbeit des
Verban=
des. Als Hausmutter des Erholungsheimes Hirſchpareck erzählte
ſie aus eigener Erfahrung, wie unter Not und Sorgen
zuſammen=
brechende Mütter körperlich und ſeeliſch wieder hergeſtellt, mit
friſchem Mut und neuen Kräften ihre Arbeit wieder aufnehmen
konnten. Wie ſegensreich iſt doch die Mütterarbeit des Verbandes.
Lieder und Gedichtvorträge ſowie eine hübſche Aufführung des
Mädchenvereins, betitelt „Der zerriſſene Socken”, erfreuten die
zahlreich Verſammelten.
Ck. Goddelau, 9. März. Unfall. Auf der verkehrsreichen
Bahnhofſtraße kam es zu einem Zuſammenſtoß an dem Anweſen des
Landwirts Ludwig Knöß. Ein Laſtkraftwagen mit Anhänger,
der, aus Darmſtadt kommend, ſeine Fahrt nach Erfelden fortſetzen
wollte, rannte hierbei mit voller Wucht auf die
Holzſchneide=
maſchine eines hieſigen Zimmermeiſters. Glücklicherweiſe war der
Schaden nur geringfügig, zumal an den beiden Fahrzeugen mit
Ausnahme eines Räderbruches keine Mängel zu beanſtanden
waren. Perſonen wurden hierbei nicht verletzt.
Ex. Bürſtadt, 6. März. Im Auftrag der Handwerkskammer
fand am Samstagabend im Gaſthaus „Zu den drei Haſen” eine
Verſammlung ſämtlicher Handwerksmeiſter und
Innungsführer ſtatt, in welcher die neuen Richtlinien der
Handwerkskammer bekanntgegeben wurden. Anſchließend ſprach
noch Herr Bürgermeiſter Kraft über das deutſche Handwerk.
Der 5jährige Junge der Familie Ohl, der auf einem mit eiſernen
Spitzen verſehenen Gartengitter herumturnte, rutſchte aus und
blieb mit dem linken Arm an einer Spitze hängen. Ein Paſſant
befreite das Kind und verbrachte es zum Arzt, der eine ſchwere
Fleiſchwunde feſtſtellte. — Nachdem im Laufe der vorigen Woche
wiederum zirka 60 Erwerbsloſe an den Entwäſſerungsgräben und
an der Autoſtraße Beſchäftigung fanden, hat ſich die
Erwerbs=
loſenzahl in unſerer Gemeinde, ſeit einem Jahre um zirka
60 Prozent vermindert.
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Mittelteils. Wie eine wuchtige Eiſeninſel nimmt ſich zur Ze;
Torſo aus.
Bisher führte der Reiſeweg nach der däniſchen Hauptſtadt Kl
hagen über ſchwerfällige Eiſenbahnfähren, die den Verkeh)
Stunden verzögerten. Durch einen rieſigen Brückenbau übe"
Kleinen Belt, der die Halbinſel Jütland von der Inſel En
trennt, ſollen die Fähren überflüſſig gemacht werden, ſo da
direkter Zugverkehr von Hamburg nach Kopenhagen über
Länge von 825 Metern. Neben einer däniſchen Ingenieur=E)
Meeresarm möglich wird. Die eigentliche Belt=Brücke erhäl:
ſind die drei deutſchen Unternehmen Krupp, Grün u. Bilf
Mannheim und Eilers=Hannover an dem Bau beteiligt,
Bekrunkene Rehe und Haſen.
Ein eigenarkiger Jagdfrevel.
K
Geheimnisvolle Wilddiebereien. — Kleebündel mit Schne
Wildfrevel ohne Büchſe.
Jüngſt wurde ein Mann verurteilt, der Rebhühner mit
Knüppel erſchlagen hatte. Eine noch raffiniertere Art der
dieberei wurde vor einiger Zeit in Ungarn auf den Güter
Grafen Eſterhazy feſtgeſtellt. Man konnte in einem ſehr
reichen Gebiete die Erfahrung machen, daß Wilddieberei
großem Umfange vorgekommen waren, ohne daß man di
heber dingfeſt machen konnte. Die Zahl der Jagdheger u
verſtärkt, aber ohne Ergebnis. Die Wilddiebereien wurden
geſetzt, aber es wurde kein Schuß gehört, trotzdem die Beg
mit guten akuſtiſchen Inſtrumenten ausgeſtattet wurden.
Tages traf ein Förſter in dem Jagdgebiet zwei Brüder, di
als gefährliche Diebe bekannt waren. Er nahm ſofort ein
verliche Unterſuchung vor, konnte aber eine Waffe nicht f
Nur eine Art eiſerne Keule trug einer der beiden Brüdeß
ſich. Da aber die Wilddiebe hauptſächlich Schaden unter den
ſtand an Rehen und Haſen anrichteten, ſo konnte die eiſerne W
keine Bedeutung haben, denn ſo ſchnell iſt kein Menſch, diſ
dieſe ſchnellfüßigen Tiere mit einer Keule erſchlagen könntel
die Verbrechen ſich von Tag zu Tag vermehrten, wurde au
verſtärkter Nachtwachdienſt eingerichtet. Eines Nachts tra
Förſter einen der beiden Brüder, der ein Reh über den Schull
trug. Einen Schuß hatte der Förſter nicht gehört. Er unter)
das Tier, das keine Schußwunde aufwies, genau und ſtelld
fort einen ſtarken Alkoholgeruch feſt. Das Reh war, wie der
tere Augenſchein ergab, erſchlagen worden. Jetzt war klar,
die Keule diente Die Wilddiebe hatten in der Gegend des
digen Wildwechſels Kleebüſchel, mit Alkohol getränkt, aus
und das Wild auf dieſe Weiſe betrunken gemacht. Sie 10
eines Tages auf ihren Diebsfahrten eine Flaſche mit Sau
zerbrochen und dann in der Nähe ein betrunkenes Reh gef:
das von dem alkoholgetränkten Futter gefreſſen hatte.
Zufall brachte ſie auf den Gedanken, ſich die offenbare All
ſucht des Wildes zunutze zu machen. Der Erfolg war überraſt
Sie konnten auf dieſe Weiſe nicht nur Rehe fangen, ſondern
Haſen, denn auch die Haſen fraßen von dem Alkoholfutter.
die Menſchen war der Alkoholgeruch nicht ſtark genug de
rechtzeitig zur Entdeckung des ſonderbaren Jagdfrevels hätt
tragen können. Der Schnaps wurde in der Nacht ausgegd
Er hatte ſeine ſtarke berauſchende Wirkung aber konnte
feſtgeſtellt werden, zumal kein Menſch auf dieſen Gedanken
daß Wilddiebe Rehe und Haſen betrunken machen.
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[ ← ][ ][ → ] George Berkely,
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Seine Philoſophie verneinte die Subſtan!”
der Körperwelt, nur den Vorſtellungen D.
ſchrieb er Wirklichkeit zu. Seine Schrifter!“
ten die Einſichten der neuzeitlichen 2
Phyſiologie an.
Seite 10 — Nr. 69
Darmſtädter Tagblatt 7 Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Sonntag, 11. März 1099
Die Rekter
von Karſten=Zenkrum.
Gleiwitz. Zu der Bergung der vier einm
ſchloſſenen Bergleute am Freitag abend erfahn
wir folgendes: Unter ungeheuer mühevoller uu
gefährlicher Arbeit war die Rettungskolonne
ter Führung des Fahrſteigers Hundeck ſeit Freiß
früh 6 Uhr dabei, den Rettungsſchlauch bis zu da.
Pfeiler vorzutreiben, wo die Eingeſchloſſenen
befanden. Hier ſei erwähnt, daß bei der Kolonc
ſich die Bergleute Konopka, Müller und Gond
befanden, die bereits wegen hervorragender 99
ſtungen bei früheren Unfällen mit der
Rettum=
medaille ausgezeichnet wurden. Als man ſich ru
wenige Meter von den Eingeſchloſſenen entfenz
wußte, gruben die Rettungsleute einen niedriü
Stollen von etwa 30 Zentimeter Durchmeſſer
ſo lange vorgeſtoßen wurde, bis man Luft ſod
Der Rettungsmann Gornik kroch durch dieſen
gen Schlauch bis zu den eingeſchloſſenen
Arbe=
kameraden, die ihn mit einem freudigen „8.
Hitler” begrüßten. Mit großem Eifer wurde da.
der Rettungsſchlauch bis zu einem Durchmeſſer
60 Zentimeter erweitert, durch den die Gerettet
krochen. Die Geretteten waren vor Freude k‟
noch bei Sinnen und lachten und weinten duc
einander. Sie wurden ſofort ins Knappſcho
lazarett gebracht wo ſie ſich zurzeit von i
furchtbaren Strapazen erholen.
Doch ſieben Todesopfer
auf der Karſten=Zenkrum=Grube.
Beuthen. Wie die Verwaltung der Kar:
Zentrum=Grube am Samstag mittag mitteilr
der zwiſchen den Geſteinsmaſſen eingeklen=
Lehrhäuer Eduard Kapol aus Miechowitz im E
des Samstag vormittag geſtorben. Die Bera)
konnte leider erſt nach ſeinem Ableben erfoll
Da mit Beſtimmtheit damit zu rechnen iſt, daß
letzten beiden Eingeſchloſſenen, der Hauer E
adzko aus Beuthen und der Fördermann Jawa
gleichfalls aus Beuthen, nicht mehr am Leben
hat die furchtbare Kataſtrophe ſieben Todesa
gefordert.
Die am Freitag abend nach 72ſtündiger G=/
genſchaft in den Geſteinsmaſſen lebend
geborg=
vier Bergleute befinden ſich den Umſtänden
wohlauf. Drei von ihnen haben außer geringr
gen äußeren Verletzungen keinen ernſtlichen a
den erlitten. Nur der Fördermann Bartella,
unter Tage zwiſchen einer Rohrleitung und
Holzverſchalung eingeklemmt war, hat einen ſoch
ren Beinbruch und Fingerquetſchungen davu
tragen.
Erneute Schwierigkeiten bei der Bergung
der beiden letzten Toten auf Karſten=Zentr.
Breslau. Das Oberbergamt teilt zu
Rettungsarbeiten auf Karſten=Zentrum mit
das Gebirge erneut in Bewegung gekomme
Daher muß zur Sicherung der Rettungsleut
Ausbau der Bergungsſtrecke zunächſt durch ei.
Ringe verſtärkt werden, bevor an die Beu)
der beiden letzten Toten herangegangen wo
kann. Die notwendigen Sicherungsarbeiten
den längere Zeit in Anſpruch nehmen. Die
gung der beiden letzten Verſchütteten, derem!
zweifelsfrei feſtſteht, wird daher vorausſichtlic”
in etwa zwei Wochen möglich ſein.
Beileidstelegramm des Reichspräſidente
an die Verwaltung der Karſten=ZentrumG!
Berlin. Der Herr Reichspräſident hat C
Verwaltung der Karſten=Zentrum=Grube in 9
then nachſtehendes Telegramm gerichtet:
„Mit tiefſter Anteilnahme habe ich die
dungen über das Unglück auf der Grube Kaſl
Zentrum erhalten und bitte Sie, den Angehr”
der Todesopfer mein herzlichſtes Beileid zum9.
druck zu bringen. Den Bergleuten, die in 1
vollſter Arbeit unter ſchwierigſten Verhäl=0
ihren verunglückten Kameraden Retlung gel
haben, ſpreche ich meinen Dank und meine A
kennung für ihre mannhafte Haltung aus
geretteten Bergleuten hatte ich meine her=”
Wünſche für baldige Wiedergeneſung zu üb!
teln. von Hindenburg, Reichspräſident.”
250. Geburkskag
des Philoſophen Berkely.
Reich und Ausland.
Skapellauf des
Flugzeugſicherungs=
ſchiffes „Kriſchan”.
Hamburg. In Anweſenheit des
Reichsſtatt=
halters Kaufmann, des Reichswirtſchaftsminiſters
Dr. Schmitt, des regierenden Bürgermeiſters
Krogkmann und zahlreicher anderer Ehrengäſte,
darunter des ehemaligen Führers des Flugbootes
„Do. X‟. Miniſterialrates Chriſtianſen, des
Har=
burger Polizeipräſidenten Chriſtianſen, erfolgte
am Samstag mittag der Stapellauf des
Flugzeug=
ſicherungsſchiffes der Deutſchen
Verkehrsflieger=
ſchule. Miniſterialrat Chriſtianſen hielt die
Tauf=
rede. Während drei Seeflugzeuge über dem Hafen
kreuzten, zerſchmetterte der Sohn des
Polizeiprä=
ſidenten Chriſtianſen im HJ.=Dienſtanzug die
Sekt=
flaſche. Das Sicherungsſchiff erhielt den Namen
„Kriſchan” nach dem alten „Do. X”=Flieger
Miniſterialrat Chriſtianſen. Nach dem Taufakt
hielt Direktor Krueger von der Norderwerft eine
Anſprache an die Gäſte. Das Motorſchiff „
Kri=
ſchan” hat die Aufgabe, Waſſerflugzeugen und
Flugbooten im Ausbildungsdienſt der Deutſchen
Verkehrsfliegerſchule in Liſt auf Sylt Sicherung
und Unterſtützung, gegebenenfalls auch Hilfe zu
bringen.
Ein guker Fang.
Dreiköpfige Einbrecherbande feſtgenommen.
Frankfurt a. M. In einer der letzten
Nächte wurden von einem Schutzpolizeibeamten in
Frankfurt a. M.=Zeilsheim drei verdächtige
Män=
ner beobachtet. Er hielt ſie an, und bei den
Feſt=
ſtellungen ergab ſich, daß man einen guten Fang
gemacht hatte. Es handelte ſich um drei Einbrecher,
die in der letzten Zeit Wohnungseinbrüche in
Zeilsheim, Sindlingen und Höchſt ausgeführt
hat=
ten DDer Anführer davon, der 28jährige Arbeiter
Friedrich Mack, iſt bereits wegen Einbruchs
vor=
beſtraft. Er war im Jahre 1926 der Anführer einer
Einbrecherbande, die in Offenbach und Umgebung
Einbrüche in Wirtſchaften und Keller ausführte.
Ein 22jähriger Arbeiter und ein 21jähriger
Schriftſetzer waren jetzt ſeine Komplizen. Bis jetzt
konnten ihnen ſieben Wohnungseinbrüche und
Einbruchsverſuche nachgewieſen werden. In der
Beute ſelbſt waren ſie keine Spezialiſten, ſondern
ſie nahmen wahllos mit, was ſie fanden.
Die Hochzeit des Schwedenprinzen in London.
Das junge Paar beim Verlaſſen des Standesamts. Links der Bruder der Braut, der Trauzeuge war.
Vor einem Londoner Standesamt wurde die Ehe zwiſchen dem ſchwediſchen Königsenkel
Prinz Sigvard und Erika Patzek, einer Berliner Kaufmannstochter, geſchloſſen.
Todesurkeil für einen Gakkenmörder.
Trier. In dem Prozeß gegen einen Auguſt
Müller aus Otzenhauſen im Hochwald und ſeine
mitangeklagte Geliebte Berta Meyer aus
dem=
ſelben Ort fällte das Schwurgericht am Freitag in
ſpäter Abendſtunde nach fünftägiger Verhandlung
das Urteil. Müller wurde wegen Mordes zum
Tode verurteilt und ihm die bürgerlichen
Ehren=
rechte auf Lebenszeit aberkannt. Seine Freundin
erhielt wegen Mitwiſſerſchaft gemäß 3 139 StGB.
ſechs Monate Gefängnis, die durch die
Unter=
ſuchungshaft verbüßt ſind. Müller hatte im Juni
v. J. ſeiner Frau, die aus Frankfurt a. M. ſtammt,
als ſchmerzſtillendes Mittel eine Arzneidoſis
übergeben, in der er Strychnin beigemiſcht hatte.
Während einer dreitägigen Abweſenheit des
Man=
nes nahm die Frau die Arznei und verſtarb daran
unter gräßlichen Schmerzen. Das Gift hatte
Mül=
ler in der Kreisſtadt Wadern gekauft. Man fand
auch ſpäter bei ihm einen Reſt Strychnin. Die von
der Frau geleerte Giftpackung wurde nach deren
Tod im Waſchkorb entdeckt. In der Verhandlung
beſtritt der Angeklagte bis zuletzt, diß er ſeiner
Frau das Gift gegeben habe. Er will das
Strych=
nin nur zu phyſikaliſchen Verſuchszwecken gekauft
haben, die er an Tieren habe vornehmen wollen".
Tragödie in den Bergen.
Der deutſche Forſcher Parker nach neun Jahren
als Leiche geborgen.
Buenos Aires. Bei der Beſteigung des
Aconcagua=Berges in den Anden ſtieß eine
italie=
niſche Expedition in Höhe von 6000 Metern auf
die Leiche des deutſchen Forſchers Parker, der vor
neun Jahren vom Puenta del Inca aus den Gipfel
zu erreichen verſuchte und ſeitdem verſchollen war.
Die italieniſche Expedition ſucht nach zwei ſeit
dem Februar vermißten italieniſchen Bergſteigern,
die, wie man befürchtet, in einer Lawine
umge=
kommen ſind.
Dieſen Dolch erhielken die Luftſporkler
verliehen.
Der Fliegerdolch,
der mit Genehmigung des Reichsluftfahrtminiſters
Göring von den Mirgliedern des Deutſchen
Luft=
ſportverbandes zur Dienſtkleidung getragen wird.
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Sechsköpfige Falſchmünzerbande
ausgehoben.
Berlin. Von der Zentralſtelle zur
Bekämp=
fung von Geldfälſchungen konnte nach
wochenlan=
gen Ermittlungen in der Nacht vom Samstag eine
ſechsköpfige Falſchmünzerbande bei der Herſtellung
von falſchen 50=Mark=Scheinen abgefaßt und
feſt=
genommen werden. Zwei Perſonen waren der
Polizei als Münzverbrecher bekannt und ſind als
ſolche bereits wiederholt vorbeſtraft. Für die
Poli=
zei beſtand kein Zweifel, daß dieſe beiden nach
Verbüßung ihrer Zuchthausſtrafen die
wiederer=
langte Freiheit dazu benutzen würden, ihrem alten
Gewerbe der Banknotenfälſchung nachzugehen.
Da=
her wurden ſie ſtändig beobachtet. Eines Tages
verſchwanden ſie. Jedoch gelang es ſchließlich, die
Unterſchlupfe der beiden zu ermitteln. Daraus, daß
ſie ſich in letzter Zeit häufig auf den Straßen
zeig=
ten, mußte geſchloſſen werden, daß ſie mit ihrer
Arbeit bereits fertig waren. Jetzt war der
Zeit=
punkt zum Zugriff gekommen. In einer Penſion
in der Potsdamer Straße traf die Kriminalpolizei
das ganze Falſchmünzerkonſortium an und nahm es
feſt. Es wurde nunmehr bei ſämtlichen Perſonen
eine Durchſuchung vorgenommen und in der
Kur=
fürſtenſtraße 169 die Herſtellungswerkſtatt
gefun=
den. Die Durchſuchung führte zur Beſchlagnahme
großer Pakete falſcher 50=Mark=Scheine. Die
feſt=
genommenen Perſonen hatten die Noten gebündelt
und mit der Reichsbank ähnlich ſehenden
Bande=
rolen verſehen. Sie wollten dadurch den Anſchein
erwecken, daß die Noten von der Reichsbank kämen.
Er will die Seeſchlange geſehen haben.
London. Wie Reuter aus New York meldet,
will der Kapitän der „Mauretania”, die von
einer Kreuzfahrt nach den Antillen zurückgekehrt
iſt, in der Nähe der Bahama=Inſeln ein
Seeunge=
heuer geſichtet haben. Er erklärte in New York,
daß das Ungeheuer „ſicherlich” 20 Meter lang
ge=
weſen ſei. Es habe vier Höcker gehabt, außerdem
noch andere unförmliche Auswüchſe, die nach
Floſſen ausgeſehen hätten. „Ich habe es drei
Mi=
nuten lang beobachtet”, fügte er hinzu, „und halte
es ſogar für möglich, daß es dieſelbe Schlange
war, die wir am 11. Februar in den gleichen
Ge=
wäſſern geſehen haben.” — Die „Mauretania” iſt
bekanntlich mit ihren 30000 Tonnen einer der
größten britiſchen Paſſagierdampfer und beſaß vor
der Fertigſtellung der „Bremen” das „Blaue Band
des Ozeans”.
Neuer Vorſikzender
des Deutſchen Tierſchuhvereins.
Amtsgerichtsrat Marggraf,
einer der erſten Verkehrsrichter Deutſchlands,
wurde vom Reichsminiſter des Innern zum
kom=
miſſariſchen Leiter des Deutſchen Tierſchutzvereins
ernannt.
Großfeuer
in einer Erfurter Etikettenfabrik.
Erfurt. In einer der größten Erfurter
Fa=
brikanlagen, der Etikettenfabrik Zander u. Co.,
brach am Freitag abend ein Feuer aus. Der
Dach=
ſtuhl des Fabrikgebäudes wurde bald von den
Flammen erfaßt und bildete ein rieſiges Flam
menmeer. Das Dachgeſchoß von etwa 500
Quadrat=
meter Ausdehnung gilt als verloren. Drei
Feuer=
wehrleute zogen ſich bei den Löſcharbeiten, die ſich
außerordentlich ſchwierig geſtalteten, erhebliche
Rauchvergiftungen zu, ſo daß zwei von ihnen ſo
fort in ein Krankenhaus gebracht werden mußten.
Die Erfurter Etikettenfabrik iſt das größte
Un=
ternehmen ſeiner Art in Deutſchland. Der Brand
in der Erfurter Etikettenfabrik konnte gegen
Mit=
ternacht gelöſcht werden. Der unermüdlichen
Ar=
beit der Feuerwehr iſt es zu danken, daß nur
ein Teil des Dachſtuhles ein Opfer der Flammen
wurde. Der Betrieb erleidet durch den Brand
deſſen. Entſtehungsurſache noch nicht bekannt iſt,
keine Unterbrechung.
(uag, 11. März 1934
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 69 — Seite 11
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Die untenſtehenden Bilder
müſſen im Sammelbogen
eingeklebt werden.
(Siehe Tagblatt vom 18. 2.34.)
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Was der Verſailler Vertrag über das Gaargebiet beſtimmt.
1. Die ſonderbare ſtagisrechtliche Stellung.
r. Das Saargebiet wird vom Reich abgetrennt und dem Völkerbund
unterſiellt, der es durch s Kommiſſare verwalten läßt.
2. Die Bewohner behalten ihre Staatszugehörigkeit, bleiben alſo
Deutſche. Doch iſi niemand gehindert, „eine andere
Staatszugehörig=
keit zu erwerben”.
3. Kein Heeresdienſi darf geleiſiet und kein Befeſtiigungswerk angelegt
werden. Den Schutz der öffentlichen Ordnung übernimmt eine
ört=
liche Gendarmerie (rooo Landjäger).
4. Das Saargebiet wird franzöſiſches Zollgebiet. Der Ertrag der Zölle
wird dem Haushalt des Saargebietes überwieſen.
5. Mark= und Frankenwährung dürfen nebeneinander beſiehen.
(Längſi hat die Saar=Regierung die franzöſiſche Währung zur
alleinigen Währung gemacht.)
2. Die Regierung des Saargebieies.
a)Wie die Regierung gebildet wird.
Der Völkerbundsrat in Genf ernennt einen Ausſchuß von fünf
Männern. Dieſer Ausſchuß hat ſeinen Sitz in Saarbrücken. Er wird
immer auf ein Jahr gewählt. Die Gehälter der Ausſchußmitglieder
werden aus den Einnahmen des Saargebietes gezahlt. Der
Völker=
bundsrat ernennt einen dieſer fünf Männer zum Präſidenten. Der
Ausſchuß muß aus einem geborenen Saarländer (Nichtfranzoſen),
einem Franzoſen und drei andern Ausländern beſiehen.
b)Welche Rechte die Regierungskommiſſion hat.
Die Regierungskommiſſion beſitzt alle Regierungsbefugniſſe, die
früher dem Deutſchen Reich, Preußen und Bayern zuſtanden.
Dazu gehört:
r. Das Recht, die Beamten zu ernennen und abzuberufen.
2. Sie hat weiter das Recht, die Eiſenbahnen, Kanäle und ſonſiige
öffentliche Betriebe (z. B. Poſi und Forſien) in voller Freiheit zu
verwalten und auszubauen.
3. Sie beſiimmt nach Anhörung der gewählten Vertretung der
Be=
völkerung (Landesrat) die neuen Geſetze.
4. Endlich iſt ſie ermächtigt, alle Fragen der Saarbeſiimmungen in
Zweifelsfällen endgültig auszulegen.
3. Die wenigen Grundrechte der Bevölkerung.
r. „Unter Aufſicht der Regierungskommiſſion dürfen die Bewohner
ihre örtlichen Verſammlungen (d. i. Gemeinderat und Kreistag),
ihre religiöſen Freiheiten, ihre Schulen und ihre Sprache behalten”
(8 28).
2. „Das Wahlrecht darf nur für die örtlichen Vertretungen (d. h. für
den Gemeinderat, den Kreistag und den ſpäter
eingerichtetenLandes=
rat) ausgeübt werden (alſo nicht für den preußiſchen oder bayriſchen
Landtag und für den Reichstag). Es ſieht ohne Unterſchied des
Ge=
ſchlechts jedem über 2o Jahre alten Einwohner zu.”
3. Die im Saargebiet beſiehenden Gerichte bleiben. Doch ſoll ein Oberz
gericht neu gebildet werden. (Es beſieht heute in Saarlouis).
4. Die Rechte der Bewohner in Verſicherungs= und
Rentenangelegen=
heiten bleiben beſiehen.
4. Die Hauptrechte und Pflichten Frankreichs im Saargebiet
a)Was Frankreich erhält:
r. Alle Kohlengruben im Saargebiet, die ſigatlichen und die
privaten ſchulden= und pflichtenfrei.
2. Der franzöſiſche Staat erhält auch alle Nebenanlagen der Gruben:
Geräte, Maſchinen, Elektrizitäts=, Koks= und Waſſeranlagen,
Gebäude, Lager, Pläne uſw.
b)Was Frankreich geben muß:
r. Die Gruben müſſen zu den Staats= und Gemeindeſieuern
bei=
tragen. (Doch iſi der Beitrag ſehr gering.)
2. Frankreich muß dem Saargebiet für ſeinen örtlichen Bedarf
Kohlen gewähren wie im Jahre r9r3.
c)Was Frankreich darf:
r. Es kann mit den Gruben machen, was es will, ausbeuten oder
ſiillegen oder an andere abtreten.
2. Der franzöſiſche Staat kann auch jederzeit als Nebenanlagen der
Gruben „Volksſchulen für das Perſonal und die Kinder des
Perſonals gründen” und den Unterricht darin in franzöſiſcher
Sprache durch eigene Lehrer erteilen laſſen.
5. Die Volksabſtimmung im Jahre 1935.
r. Wer darf abſiimmen?
Stimmberechtigt iſt jede zur Zeit der Abſiimmung über 20 Jahre alte
Perſon, die bei der Unterzeichnung des Vertrages (d. i. am 28. Juni
r9r9) in dem Gebiete gewohnt hat.
2. Über welche Fragen wird abgeſiimmt?
Es wird abgeſiimmt, ob der gegenwärtige Zuſiand beibehalten werden
ſoll oder ob die Bevölkerung für eine Vereinigung mit Frankreich oder
für eine Vereinigung mit Deutſchland iſi.
3. Wie wird abgeſiimmt?
Der Vertrag ſchreibt vor, daß „gemeinde= oder bezirksweiſe”
abge=
ſiimmt wird. Die näheren Anweiſungen ergehen noch durch den
Völkerbund. Je nach dem Ausfall der Abſiimmung beſchließt dann
der Völkerbund, wohin das ganze Gebiet kommt oder wohin die
einzelnen Teile fallen.
4. Wann wird abgeſiimmt?
Im Vertrag heißt es nur, daß nach rs Jahren abzuſiimmen iſt. Da
der Verſailler Vertrag am ro. Januar r92o in Kraft getreten iſt,
kann nur ein Tag nach dem ro. Januar r935 in Betracht kommen.
Den genauen Zeitpunkt beſiimmt der Völkerbund.
In der nächſien Völkerbundsratſitzung wird der Tag der Abſimmung
feſigeſetzt werden.
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trg, 11. März 1934
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 69 — Seite 13
Sport, Spiel und Jurnen
Zußball.
Sporlverein 98 — FC. 07 Bensheim.
Heute nachmittag 3 Uhr Stadion.
das bedeutungsvolle Spiel der beiden Mannſchaften heute
ing auf dem Stadion ſei nochmals aufmerkſam gemacht.
iſte müſſen, wenn nicht der bittere Abſtieg zur Tatſache
wer=
das Spiel gewinnen, während es bei den Lilienträgern
1- eines Sieges noch zum dritten Tabellenplatz reichen
ſany 2 as alles ſind Merkmale, die für die Beteiligten von
Be=
deuuty und außerdem dazu geſchaffen ſind, den Verlauf des
Tref=
enssniereſſant und ſpannend zu geſtalten. Die Mannſchaften
beſtiwen das Spiel in der Aufſtellung:
6 98:
Meyer
Geyer Kugel
Orlemann Schnägelsberger Frey
Eßlinger Böhner Seifert Götz Hebeiſen
6 yrich I Arzberger Mühlum Pfeiffer Madry
Rettig Braunsdorf Treffert
Stock Weyrich II
Atsheim 07
Ramſpeck.
A. H.=Runde.
1Sdem am vergangenen Sonntag die A. H. des Sport=
98 in Wixhauſen gegen die A. H. der Union mit einem
man Reſultat von 3:2 als Sieger vom Spielfeld gehen
konn=
mtt heute nachmittag 13,15 Uhr vor dem
der Ligamannſchaft gegen Bensheim die A.H. gegen Victoria Griesheim an. Die A.H.
tre=
ichrer bekannten Aufſtellung an und ſo iſt ein intereſſantes
zu erwarten, da auch Griesheim mit ſeinen alten Kämpfern
jeorde und raſche Mannſchaft ſtellt.
Verbandsſpiele der 4. Mannſchaft gegen Wixhauſen und
kunioren gegen Griesheim fallen, aus. Dafür ſpielen die
zuirtn gegen SpVg. 04 Arheilgen um 10 Uhr auf dem Stadion.
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1-7
TSGde. 46 Darmſtadt — SC. Ober=Ramſtadt.
Heute vormittag 11 Uhr Rot=Weiß=Platz!
8ir verweiſen auf dieſes Zuſammentreffen heute vormittag
nad Rheinallee. In Anbetracht deſſen, daß Ober=Ramſtadt um
eisſerbleib und die 46er um den zweiten Platz kämpfen, wird
ſemn it einem äußerſt zähen und hartnäckigen Spiel rechnen
tüuſſi! Die Gäſte werden an der Rheinallee mit ihrer ſtärkſten
Zelreinung erſcheinen, während die 46er auch dieſes Spiel noch
tünt icht kompletter Mannſchaft beſtreiten müſſen. Vorher
Erſatz=
teun ceaften.
Tgſ. 75 Darmſtadt—FV. Michelſtadt.
Muß das heute nachmittag 3 Uhr auf dem Platze an der Kra=
Heiner Straße ſtattfindende Spiel ſei nochmals hingewieſen.
ei5 Mannſchaften werden ſicherlich, wie im Vorſpiel, einen
in=
ueanten Kampf liefern, dem ein guter Beſuch zu wünſchen wäre.
llfe: 1.15 Uhr: 2. Mannſchaften.
Kreisklaſſe 1, Gruppe 2 (Ried).
Tachdem D.J.K. Bürſtadt aus dem Rennen vorzeitig
ausge=
m. iſt, ſind auch diesmal wieder nur drei Begegnungen
an=
die evtl. dem Tabellenführer endgültig die Meiſterſchaft
iedgruppe bringen werden. Es treffen ſich:
Tv. Lampertheim — Alem. Groß=Rohrheim,
FV. Hofheim — FV. Biblis,
Vorw. Bobſtadt — Conc. Gernsheim.
die Groß=Rohrheimer haben nach ihrer Schwächeperiode
be=
wieder recht beachtliche Reſultate erzielt. Nach dem
Unent=
ſieen- in Hofheim am letzten Sonntag kann man den wackeren
euten unbedingt auch in Lampertheim einen Erfolg zu=
Das „Lokalderby” in Hofheim wird ſicherlich ſehr
ſpan=
verlaufen. Beide Mannſchaften als alte Kreisligiſten ſind
zu unbeſtändig, ſonſt würde man ſie wohl, in ſcharfem
pi. um den erſten Platz ſehen. Unter den jetzigen Umſtänden
man wohl einen fairen Placierungskampf austragen. Auch
ſernsheimer haben den richtigen Zeitpunkt verpaßt
dwarten nun auf eine beſſere Gelegenheit, in die höhere
ſe aufzurücken. In Bobſtadt müßte ihnen unbedingt ein Sieg
der Kreisklaſſe II, Ried, hat ſich in der
Berg=
ißeer Gruppe vorläufig nichts geändert, da nur ein
ell, zwiſchen F.Spp. Jugenheim — V. f. R. Fehl=
2 :2 ſtattfand. Mit zwei Punkten Vorſprung führt noch
Sppgg. Kleinhauſen vor den Alsbacher Turnern.
In der Gruppe I gab es wieder einige torreiche Reſutate.
Bor. Dornheim — Tv. Erfelden 7:1,
Germ. Leeheim — Tv. Biebesheim 7:0,
Tv. Nauheim — Tgmde, Stockſtadt 1:3.
Eiders beachtlich iſt in dieſer Gruppe das Vordringen der
Aſtäidter Turner, die ſich hart hinter den Tabellenführer,
Atm Wolfskehlen, geſchraubt haben. Beide Vereine ſind jetzt
ltg leich, allerdings hat Stockſtadt bereits ein Spiel mehr
aus=
tgen.
An heutigen Sonntag ſind in der II. Kreisklaſſe zahl=
ſie Spiele vorgeſehen. Die Paarungen lauten:
ſruppe I: Wolfskehlen — Tv. Biebesheim; Stockſtadt —
Dornheim; Leeheim — Erfelden; Geinsheim — Nauheim.
hollen vier Spielen erwartet man die Platzbeſitzer als
unan=
gpchrene Sieger.
ruppe II: Merck — Spv. Erzhauſen; Eſchollbrücken —
Meſſel; Gräfenhauſen — Hahn; Sppgg. Erzhauſen —
Reichs=
bahn.
dceſen Begegnungen werden vorausſichtlich Heim= und
Gäſte=
nbwechſeln.
rmppe III: Tv. Auerbach — V. f. R. Fehlheim; Tv.
Als=
bach — D.J.K. Bensheim; Tv. Bickenbach — Spv.
Jugen=
heim; D.J.K. Kleinhauſen — Sppvg. Kleinhauſen; D.J.K.
(Fehlheim — Spv. Leeheim.
lhier iſt das geſchickt zuſammengeſtellte Programm diesmal
an „Eventualitäten‟. Es iſt nicht ausgeſchloſſen, daß dieſer
onntag überraſchende Umwälzungen der Tabelle bringt.
Fechken.
Florett=Mannſchaftsfechten auf dem Hl. Kreuz.
Als dritten diesjährigen Gaſt erwartet der Darmſtädter
chtklub heute um halb 3 Uhr den Fechtklub
Rüdes=
im mit einer Damengruppe und einer Mannſchaft, die auf je
Nechterinnen und Fechter verſtärkt wurden, um weiteren jünge=
Kräften Gelegenheit zur Turnierpraxis zu geben. Der über
Jahre beſtehende FC. Rüdesheim hat einen Stamm guter und
eramentvoller Fechter; genannt ſeien nur Frau Bergemann=
Ir., 1931 Deutſche Florettmeiſterin, und Niko Olig, der ſeit
uen beſte Erfolge in den Siegerrunden der Deutſchen
Meiſter=
ſtigen aufzuweiſen hat, ſo daß unſere einheimiſchen
Mannſchaf=
ehr ernſte Kämpfe zu beſtehen haben und ſpannende Gefechte
NEN: Frl. Fuchs Hein. Melcher, Niebel, T.
Mer, Ludwig, Fr. Melcher, K. H. Melcher und Sack.
Sport=
uden iſt, wie immer, Zutritt gern geſtattet.
Reichsminiſter Rudolf Heß nahm am Samstag
ſerr zwölf Bewerbern am „Zugſpitzflug 1934” aktiv teil und
he auf einer ihm von der Stadt Nürnberg zur Verfügung
uten BFM=Maſchine den Wettbewerb gewinnen. Für den
Aſichen Sport iſt die aktive Teilnahme eines amtierenden Mi=
Nars an einem ſportlichen Wettbewerb, eine ganz beſondere
usiseichnung.
Handball.
T5G. 46 Darmſtadt - Polizei Darmſtadt.
Wir erinnern nochmals an das heute mittag 3 Uhr auf dem
Platz an der Rheinallee ſtattfindende Freundſchaftsſpiel obiger
Vereine. Es wird für die Darmſtädter Handballfreunde ſicher ein
Erlebnis werden. Beide Mannſchaften ſtehen in beſter
Aufſtel=
lung, das heißt, die Polizei wird in derſelben Aufſtellung wie am
Vorſonntag gegen SV. 98 ſpielen. Zur beſſeren Ueberſicht geben
wir die Mannſchaftsaufſtellung bekannt:
Polizei:
Kipfer
Blank Pfeifer
Stahl. Dacher Unmacht
Lulley Huber Leonhardt Spalt Rothermel
Krämer Schmidt Wolf. Witzleb. Engert, K.
Arnold, O. Avemarie Rauſch
Bauer, Alb. Engert, Hch.
(Rot=Weiß DT. u. Spgde. Meyer, Hch.
Vor dieſem Spiel der erſten Mannſchaften ſpielen die 3. Mſch.
beider Vereine. Spielbeginn hier 1.30 Uhr.
Tgde. Beſſungen—Tgde. Egelsbach.
Dieſes Treffen findet heute nachmittag um 15 Uhr auf dem
Sportplatz an der Heidelberger Straße ſtatt.
Boxmeiſterſchaft im Schwergewichk.
Binzenz Hower bleibt Meiſter.
Hein Müller in der Deutſchen Schwergewichts=Meiſterſchaft
überlegen nach Punkten geſchlagen.
Nach den zahlreichen Erfolgen der Amateurboxer hatten auch
die Berufsboxer in Berlin wieder einmal einen großen Tag.
Trotzdem am gleichen Abend das Sechstagerennen im
Sport=
palaſt ſeinen Beginn nahm, fanden ſich in der Wilmersdorfer
Vincent Hower (links) und Hein Müller (rechts).
Tennishalle über 6000 Perſonen ein, die verfügbaren Plätze
waren völlig ausverkauft. Unter den Ehrengäſten ſah man äuch
den Reichsſportführer v. Tſchammer und Oſten mit ſeinem Stab
und den Führer des Deutſchen Schwerathletik=Verbandes, Dr.
Heyl=Berlin.
Schon an zweiter Stelle des Programms rangierte der Kampf
um die Deutſche Schwergewichts=Meiſterſchaft zwiſchen dem
Titel=
halter Vinzenz Hower=Köln (87,9 Kilogramm) und dem
ehe=
maligen Meiſter Hein Müller=Köln (87,1 Kilogramm).
Hower verteidigte ſeinen Titel erfolgreich, er kam nach den 12
Runden des Kampfes zu einem eindeutigen und überlegenen,
beifällig aufgenommenen Punktſieg. Faſt in allen Runden war
Hower klar im Vorteil, obwohl Hein Müller in beſter Verfaſſung
war und keinen ſchlechten Kampf lieferte. Der Exmeiſter war ein
tapferer Gegner, der ſich durch ſeine Schnelligkeit und ſeine
her=
vorragende Verteidigungskunſt über alle gefährlichen Situationen
hinwegrettete. Einem Hower aber, der ſich überraſchend ſtark
verbeſſert hat, war Müller nicht gewachſen. Der Meiſter lieferte
ein taktiſch klug durchdachtes Gefecht, im Nahkampf ſammelte
er immer wieder Punkte, und den Diſtanzkampf vermied er nach
Möglichkeit. Zum Schluß konnte der glückſtrahlende Sieger den
Ehrenpreis des Volkskanzlers Adolf Hitler aus den Händen des
Reichsſportführers in Empfang nehmen.
Auch Seißler verteidigt ſeinen Titel.
Im zweiten Hauptkampf des Abends verteidigte Seißler=
Berlin ſeinen Titel, als Deutſcher Leichtgewichtsmeiſter gegen
Franz Dübbers=Köln. Hier blieb ebenfalls der Meiſter
durch einen ſicheren Punktſieg im Beſitz des Titels.
Zwei Gauliga=Pflichtſpiele wurden am Samstag
in Süddeutſchland ausgetragen. In Bayern befeſtigte der 1. FC.
Nürnberg ſeine Meiſterſchaftsausſichten durch einen überlegenen
Sieg mit 6:1 (5:1), während in Württemberg der V.f.B
Stutt=
gart den Stuttgarter Sportfreunden mit 1:4 (1:2) unterlag.
Beim Berliner Sechstagerennen lagen am
Sams=
tag die Holländer Jan van Kempen,/Braſpenning mit 63 Punkten
vor Funda/Pützfeld mit 58 Punkten an erſter Stelle. Die
übri=
gen Teilnehmer folgten mit 2 bis 21 Runden Rückſtand. Das
Feld iſt bereits auf 14 Mannſchaften verringert, da Dorn durch
einen Sturz ausſchied.
Weiierbericht.
Eine kräftige Störung drängt über die britiſchen Inſeln
oſt=
wärts vor und befördert an ihrer Vorderſeite Warmluft nach
Deutſchland. Infolgedeſſen ſteigen die Temperaturen noch weiter
an. Beim Aufgleiten der Warmluft entſtehen verbreitete Dunſt=
und Wolkenbildungen. Auch kommt es vereinzelt zu Regenfällen.
Ausſichten für Sonntag: Im ganzen noch milder, vielfach dunſtig
und bewölkt, einzelne Niederſchläge.
Ausſichten für Montag: Weiterhin ziemlich mildes und etwas
wechſelhaftes Wetter.
xauptſchriftleitung: Rudol Mauve.
Verantwortlict für Politik und Wirtſchaft: Nudol/ Mauve; ür Feuilleton, Reich
und Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für den Schlußdienſt: Andreas
Bauer; für den Landel: Dr. C. H. Quetſch: für Sport: Karl Böhmann; für Die
Gegenwart” Tagesſpiegel u Bild und Wort: Dr. Herbert Nette; für den
Anzeigen=
eil und geſchäftliche Mittciluugen: 213 111y Kuhle, ſämtl. in Darmſtladt. D.A II. 34 23339
Truck und Verlag: 2. C. 28 ittich, Darmſtadt, Aheinſtraße 23.
Manuſkripte wird. Garantie ber Rückſendung n icht übernommen.
Gewinnauszug
5. Klaſſe 42. Preußiſch=Süddeutſche Staats=Lotterie.
Nachdruck verboten
Ohne Gewähr
Auf ſede gezogene Nummer ſind zwei gleich hohe Gewinne
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen I und II
W. Ziehungstag
9. März 1934
In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150. M.
gezogen
2 Gewinne zu 5000 M. 198137
4 Bewinne zu 3000 M. 45542 296659
6 Gewinne zu 2000 M. 57268 128017 355096
16 Gewinne zu 1000 M. 58216 118656 160643 269990 298471
332584 362851 369054
58 Gewinne zu 500 M. 3154 5906 19170 26115 33653 60777 80083
103228 103726 106638 115972 119245 147359 157881 208138 210074
212035 212617 034522 246422 249969 2655 16 270181 270742 278067
320828 348768 365368 368696
408 Gewinne zu 300 M. 1737 4651 7891 7940 8827 10582 13882
15034 16372 16970 18841 25045 28238 29251 31612 86025 36870
38190 38838 42337 43477 48610 50986 53745 56087 57536 68004
60213 61978 63199 69841 70482 71431 73269 74253 78703 82684
83740 83955 87076 88396 90967 94 750 94780 98716 100390 102033
102610 102709 104202 104511 108802 107212 107875 108574 110035
112640 113321 113425 115434 116862 117803 119487 126814 121195
127645 131482 133650 134228 139465 139870 141040 143512 144349
147030 148088 150391 153802 154480 154688 161788 183418 164450
166067 167597 169606 173238 176397 178456 178747 179198 179479
179866 182720 183679 184234 184317 188019 189363 190469 192056
196375 202981 205650 207471 207586 207806 211930 614386 214744
217844 221700 222636 224 190 224520 232634 234661 235185 233698
238611 238827 239466 239651 242267 242604 242843 247295 247351
255748 256236 257370 258711 262939 264 116 264706 269711 273422
277367 277516 278400 280038 281553 290396 292639 293476 294698
294719 297345 298423 30 1832 304711 304984 305023 306464 306478
308877 312011 312535 313754 315441 316748 319682 320378 325766
328954 328039 335587 336907 336357 337 102 338600 339508 389684
340524 342220 346 143 346720 347988 348201 350139 352730 355823
361182 364177 364881 368290 368879 369181 370997 371328 372494
372802 375769 383384 386523 389422 391 156 391625 392027 392608
394814 394823 397943 399303
26. Ziehungstag
9. März 1934
In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150. M4
gezogen
2 Gewinne zu 5000 M. 394871
8 Gewinne zu 3000 M. 77254 115326 180197 341638
6 Gewinne zu 2000 M. 63226 182664 247760
10 Gewinne zu 1000 M. 134034 162486 180649 287548 320784
36 Gewinne zu 500 M. 13663 21706 26040 39916 69663 87463
89093 94735 99192 107B87 163028 180906 231257 233226 276794
291007 305596 370998
342 Gewinne zu 300 M. 202 2018 3239 3838 3847 14548 14962
18072 21137 21603 21811 23553 25762 26612 28101 B2820 B4988
34987 86161 43718 44069 44782 45832 45968 53312 54369 63879
63919 65714 65977 70114 72722 73814 74167 75809 80623 87332
90661 91720 92703 93373 93766 95039 95931 95437 101333 161883
101849 103182 103825 105628 107401 112973 114175 114259 114681
120128 120138 120836 128382 130162 130329 133200 134739 138383
143097 143453 143608 145435 146765 147277 148890 151992 154909
168266 159150 159993 162681 167145 169612 171620 171578 174298
175204 176396 180918 185014 185878 187815 188910 189328 194046
196174 198800 199276 199533 201193 208584 210958 215093 218661
222461 909806 223664 224723 227425 229086 229360 229458 237486
245424 246860 265671 257210 261932 262630 269069 269569 269898
271873 272438 277205 279501 283736 284066 287193 288280 289755
294392 295396 598294 304009 304963 306912 306464 308384 311683
313638 317636 322164 322214 326294 328819 333018 334770 336164
336297 337560 338028 339668 341682 342202 347132 347768 361173
354477 356856 361471 861619 361725 362769 364920 370264 370649
373885 374890 375389 385061 386112 394743 396995
20 Tagesprämien.
Auf jede gezogene Nummer ſind zwei Prämien zu je 1000 RM
gefallen, und zwar je eine auf die Loſe gleicher Nummer in den
beiden Abteilungen I und II:
813 22008 39601 54939 70899 76530 169976 178445 228213 338471
Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je
30000, 2 zu je 10000, 28 zu je 5000, 38 zu je 3000, 54 zu
je 2000, 102 zu je 1000, 300 zu je 500, 1772 zu je 300
und 80 Tagesprämien zu je 1000 M.
Candann Samaplaut w. m.
Kaſſel, Trier, Freiburg 251
Frankfurt: Montag, 12. März
6.00: Choral, Zeit, Wetter. — 6.05 u. 6.30: Gymnaſtik. — 6.55:
Zeit, Frühmeldungen. — 7.05: Wetter
7.10: Frühkonzert.
Orcheſter erwerbsloſer Berufsmuſiker. Ltg.: Schumacher.
8.15: Waſſerſtand, Schneeſportverhältniſſe, Wetter.
8.25:
Stuttgart: Gymnaſtik. — 10.00: Nachrichten. — 10.30: Nur
Trier: Eigene Sendung. — 11.00; Werbekonzert. — 11.40:
Meldungen. — 11.50: Sozialdienſt.
12.00: Stuttgart: Mittagskonzert der Theaterkapelle Rolf Müller.
13.15; Zeit, Nachrichten. — 13.25: Nachrichten. — 13.35:
Stutt=
gart: Slawiſche Muſik (Schallplatten). — 14.30: Nur Kaſſel:
Nachrichten.
14.40: Stunde des Liedes. Robert Schumann.
15.30: Gießener Wetterbericht: anſchl.: Obſervatorium Aachen:
Wetter für das Eifel= und Moſelgebiet. — 15.40: Zeit,
Wirt=
ſchaftsmeldungen. — 15.50: Wirtſchaftsbericht.
16.00: Stuttgart: Nachmittagskonzert des Philharm. Orcheſters. Ltg.:
Artur Haelßig. — 17.30: Dr. von Renthe=Fink: Typen deutſcher
Geſchichtsphiloſophre. — 17.45: Klaviermuſik geſpielt von Johama
Joſt=Rahnſtadt. — 18.00: Stunde der Jugend: In der Heimat
des Führers. — 18.25: Stuttgart: Franzöſiſcher Sprachunterricht.
18.45: Meldungen. — 18.50: Griff ins Heute.
19.00: Reichsſendung: Stunde der Nation: Johannes Brahms:
Fünf=
zehn Romanzen (Werk 33). Mi. verbindendem Text aus Ludwia
Trecks: Wunderſamer Liebesgeſchichte der ſchönen Magelone. —
20.00: Nachrichten. — 20.10: Konzert. Funkorcheſter. Hans
Ros=
baud. — 21.15: Aufſtand um Henriette. Hörſpiel um Auguſt den
Starken. — 22.00: Nachrichten, Zeit. — 22.15: Stuttgart: Du
mußt wiſſen. — 22.25: Nachrichten, Wetter, Sport. — 22.40:
Zwiſchenprogramm. — 23.00: Stuttgart: Tenöre ſingen aucf
Schaliplatten. — Einlage: Geſangsſtunde wider Willen. Luſtige
Szene von Fr. Hellmund. — 24.00: Stuttgart: Nachtmuſik.
Aaudisandianden
(Welle 1571)
Deutſchlandſender: Montag, 12. März
6.00: Hamburg: Wetter für die Landwirtſch. — 6.05:
Wieder=
holung der wichtigſten Abendnachr. — 6.15: Berlim: Gymnaſtik.
6.30; Wetter für die Landwirtſchaft. — Anſchl.: Tagesſpruch. —
6.35: Hamburg: Frühkonzert. — In einer Pauſe (gegen 7.00):
Nachr. — 8.00: Sperrzeit. — 8.45: Leibesübung für die Frau.
9.00: Berufs= und Fachſchulfunk. — 9.40: Geno Ohliſchlaeger:
Kleine Tiergeſchichten. — 10.00: Nachr. — 10.10:
Werk=
ſtunde: Vorbereitungen zum Flugzeugmodellbau. — 10.50:
Ein=
führung in das Boxen. — 11.15: Seewetterbericht. — 11.30:
Zwiegeſpräche über alte und neue Geſichtspunkte bei der Adoption.
11.50: Kleine Stücke für Violine und Klavier. — 12.00; Wetter
für die Landwirtſchaft; anſchl.: Glückwünſche.
12.10: Tanz= und Unterhaltungsmuſik (Schallpl.). — Anſchl.:
Wetter für die Landwirtſch. — 12.55: Zeitzeichen. — 13.00:
Sperrzeit. — 13.45: Nachrichten. — 14.00: Ouvertüren und
Potpourris (Schallpl.) — 15.00: Wetter, Börſe. — 15.15:
Künſtleriſche Handarbeiten. Der ſelbſtgebaute Webrahmen. —
15.45: Bücherſtunde: Werden, Wachſen und Welken eines
kur=
ländiſchen Geſchlechts.
16.00: Stuttgart: Nachmittagskonzert des Philharm. Orcheſters,
17.00; Werkſtunde für die Jugend: Bau eines Photoapparates.
17.20: Von der Laut= und Zeichenſprache der Vögel. — 17.40:
Volkskomiker — Volksinſtrumente (Schallpl.). — 18.30: Ein
deutſcher Nobelpreisträger für Phyſik ſpricht über ſeine
Lebens=
arbeit. — 18.50: Das Gedicht; anſchl.: Wetter f. d. Landwirtſchaft
19.00: Reichsſendung: Stunde der Nation: Joh. Brahms:
Fünf=
zehn Romanzen, Werk 33. — 20.00: Kernſpruch; anſchl.: Drahtl.
Dienſt, Wetter. — 20.10: Oeſterreichiſcher Abend. Ferd. Raimund
und ſeine Zauberwelt. — 21.30: Hörbild von der neubearbeiteten
Oper. „Wilhelm Tell” in der Staatsoper Unter den Linden. —
(Aufnahme.) — 22.00: Wetter=, Tages= und Sportnachr. —
22.25: Felix Linnemann: Rund um die Fußball=
Weltmeiſter=
ſch
Seewetterbericht. — 23.00; Hannover: Heiteres
Spätkonzert. Das kl. Funkorch. Ltg.: von Soſen.
Die heutige Nummer hat 22 Geiten.
[ ← ][ ][ → ]Nummer 09
Sonntag, 11. März
Neueſte Nachrichten
Der Abſchluß der Leipziger Meſſe.
Ein außerordenklich günſtiges Bild über den Beſuch und den geſchäftlichen Berlauf der Meſſe.
An 30 Prozenk mehr Aufkräge
als im Vorjahre.
Das Meſſeamt gibt folgenden abſchließenden Bericht über die
Leipziger Meſſe: Am heutigen Samstag hat die Muſtermeſſe in
der Leipziger Innenſtadt ihren Abſchluß gefunden. Ein Rückblick
auf ihren geſchäftlichen Verlauf ergibt, daß ſich die von allen
Wirtſchaftskreiſen auf die Meſſe geſetzten Hoffnungen voll erfüllt
haben. Es war nach allgemeinem Urteil eine typiſch „gute Meſſe”.
Der Meſſeſonntag hatte im Zeichen eines Rekordbeſuches
geſtan=
den, und die zuverſichtliche Grundſtimmung, die er ſchuf, hielt bis
zum letzten Tage an. Ueber der ganzen Meſſe lag das von der
deutſchen Einkäuferſchaft ausgehende Gefühl der Gewißheit, daß
es im Innern wieder aufwärts geht. Dieſes Gefühl erhielt ſeinen
Auftrieb am Meſſe=Donnerstag, an dem die neuen großen
Ar=
beitsbeſchaffungsmaßnahmen der Regierung im Rahmen der
Früh=
jahrsoffenſive gegen die Arbeitsloſigkeit bekannt wurden.
So kam es allgemein zu beſonnenen, aber großzügigen
Dispo=
ſitionen. Der Umfang der erteilten Aufträge dürfte bei der
Muſtermeſſe im Durchſchnitt um 25—30 v.H. höher liegen als im
vorigen Jahr. Sehr aufſchlußreich für die Behauptung des
Fort=
ſchritts der Wirtſchaftsbelebung iſt hier beſonders das gute
Textil=
geſchäft geweſen. Im übrigen war auch die Hebung der
Inlands=
umſätze in Spielwaren recht erfreulich.
Ein ähnliches Geſicht hat das Exportgeſchäft, obgleich hier
einige Zweige, ſo Lederwaren, Möbel, Edelmetalle, Schmuckwaren,
Sportartikel und Beleuchtungskörper, etwas ſchwieriger lagen.
Andererſeits ſind aber gerade in dieſen Zweigen, die beſonders
ſtark unter handelspolitiſchen Hemmniſſen leiden, ſehr zahlreiche
neue Beziehungen angeknüpft worden, die künftig zu großen
Ex=
portaufträgen führen werden. Ein recht gutes Exportgeſchäft
machten unter der inländiſchen Ausſtellerſchaft Glas= und
Porzel=
lanwaren, kleinere buchgewerbliche Maſchinen und die
Sonder=
meſſe Photo, Optik, Kino. Auch die ausländiſchen Ausſteller ſind
durchaus ſehr zufrieden. Sie hatten allerdings ihre beſten Erfolge
nicht auf dem deutſchen Markt, ſondern im Auslande. Die
Ge=
ſamtbeſucherzahl wird ſich nach den vorläufigen ſtatiſtiſchen
Er=
hebungen auf über 150 000 belaufen, darunter befinden ſich
reich=
lich 16 000 Ausländer.
Verbraucherſchaft und Rabattgeſek.
Der Zeitſchrift des Deutſchen Möbelfachverbandes „
Möbel=
fach” entnehmen wir aus der Nr. 4 (Meſſeheft) folgende
beacht=
liche Ausführungen zu dem Rabattgeſetz: Im täglichen
Geſchäfts=
verkehr des Einzelhandels zeigt es ſich immer wieder, daß die
letz=
ten Verbraucher noch nicht ausreichend darüber unterrichtet ſind,
daß ſeit dem 1. Januar 1934 die Gewährung von Preisnachläſſen
oder Rabatten weitgehenden Beſchränkungen unterworfen iſt. Vom
Publikum werden nach wie vor Verſuche gemacht. Nachläſſe zu
er=
halten, die nach dem Rabattgeſetz unzuläſſig ſind. Es iſt deshalb
Sache der Einzelhändler, für weitere Aufklärung des Publikums
zu ſorgen.
Dabei empfiehlt es ſich, vor allem darauf hinzuweiſen, daß die
Vorſchriften des Geſetzes erhebliche Strafen für den Fall des
Ver=
ſtoßes vorſchreiben. Bei wiederholter rechtskräftiger
Verurtei=
lung wegen Zuwiderhandlung gegen die Beſtimmungen des
Ra=
battgeſetzes kann ſogar auf Gefängnis erkannt werden. Auch das
Publikum ſetzt ſich u. U. den ſich aus der Mitwirkung an einer
ſtrafbaren Handlung gegebenen Folgen aus. Insbeſondere kann
Anſtiftung vorliegen. Weiterhin kann auch Beihilfe,
Mittäter=
ſchaft oder Begünſtigung in Betracht kommen. Man ſollte
anneh=
men, daß geeignete Hinweiſe auf die Gefahr der eigenen
Beſtra=
fung in Zukunft die Kundſchaft von mehr oder weniger
nachdrück=
lichen Verſuchen, den Einzelhändler zu ſtrafbaren Handlungen zu
veranlaſſen, abhalten werden.
Vielfach iſt bezweifelt worden, daß das ſogenannte „Feilſchen”
um den Kaufpreis zum Zwecke einer Nachlaßgewährung durch das
Geſetz verboten iſt. Demgegenüber iſt darauf hinzuweiſen, daß
durch das Rabattgeſetz der Grundſatz der Feſtpreiſe feſtgelegt und
geſichert iſt. Es beſteht keine Möglichkeit mehr, auf den
angekün=
digten und allgemein geforderten Preis im Einzelfall, außer in
den von dem Geſetz beſtimmten Grenzen und unter den geſetzlichen
Vorausſetzungen abzuweichen. Danach ſind nur noch
Barzahlungs=
nachläſſe bis zu höchſtens 3 Prozent Mengennachläſſe, ſoweit ſie
handelsüblich ſind, und in ſeltenen Fällen nur noch
Sondernach=
läſſe zuläſſig. Bei dem Feilſchen wird es ſich aber in der Regel
um Nachläſſe handeln, die entweder höher als die geſetzlich
zuläſſi=
gen Sätze ſind, aber die überhaupt keinen der vom Geſetz
zugelaſ=
ſenen Fälle betreffen. Wenn ein Einzelhändler bei beſtimmten
Waren im Preiſe nachgeben will, ſo muß er das von vornherein
und für alle Käufer tun. Er darf aber nicht erſt bei einer
Kauf=
handlung einem einzelnen Kunden gegenüber den Preis
herab=
ſetzen.
Produkkenmärkke.
Darmſtädter Wochenmarkt=Kleinhandelspreiſe vom 10. März
(pro Pfund bzw. Stück in Pfg.): Erdkohlraben, Karotten. Gelbe
Rüben je 8—10, Roterüben 12—15. Weißerüben 8—10,
Schwarz=
wurzeln 20, Spinat 30, Rotkraut 12—15, Weißkraut 10—12,
Wir=
ſing 12—15, Grünkohl 18—20, Roſenkohl 25—30, Zwiebeln 9—10,
Knoblauch 40, Tomaten 50, Feldſalat (Lattich) 100—120,
Endi=
vienſalat 10—25. Kopfſalat 20—25, Salatgurken 80, Blumenkohl
30—50, Rettich 5—10 Meerrettich 20—40: Speiſekartoffeln 3½—4,
Tafeläpfel 15—35, Wirtſchaftsäpfel 10—15. Tafelbirnen 20—25,
Wirtſchaftsbirnen 10—18, Apfelſinen 20—25, Zitronen 3—5,
Ba=
nanen 35; Süßrahmbutter 155, Landbutter 130—140, Weichkäſe
20—25, Handkäſe 4—12, friſche Eier 9—11; Hühner 70—90, Enten
100—110 Tauben 60 und 70. Hahnen 90—100; Rindfleiſch friſch
56, Kalbfleiſch 70, Hackfleiſch 64.
Frankfurter Eiergroßhandelspreiſe. Das ſtarke Angebot hielt
an, während der Abſatz keine Beſſerung erfahren hat, obſchon die
Preiſe weiter ermäßigt wurden. Selbſt für die nahenden
Oſter=
feiertage werden kaum Vorſorgungen getroffen, da ein jeder noch
ausreichend Lagerbeſtände hat. Es notierten in Pfg. pro Stück
frei Frankfurt a. M.: Deutſche Friſcheier Kl. S. 10. Kl. a) 9—
9,25, Kl. b) 8—8,25, Kl. c) 7,5—7,75: Holländer und Flandern
Kl. S. 9.25—9,5, Kl. a) 8,25—8,5, Kl. b) 7,75—8; Bulgaren
Kl. b) 7,75—8; Bayern ungeſtempelt 7,75—8.
Frankfurter Buttergroßhandelspreiſe. Trotz der
verhältnis=
mäßig geringen Anlieferungen in deutſcher Butter und auch nur
kleiner Ankünfte in holländiſcher Ware nahm das Geſchäft in der
abgelaufenen Woche einen ſehr ſchwachen Verlauf. Die Preiſe für
deu ſche Butter konnten ſich erhöhen und notieren für oberheſſiſche
und württembergiſche RM. 135—138 und für holländiſche Butter
RM. 138—140 pro 50 Kilo frei Frankfurt a. M.
Berliner Großmarkt für Getreide und Futtermittel vom 10.
März. Zum Wochenſchluß hat ſich die Umſatztätigkeit nicht belebt,
jedoch bekunden Abgeber größere Zurückhaltung, ſo daß bei
ruhi=
gem Geſchäft Grundſtimmung weiter ſtetig lautet. An der Küſte
geſtaltet ſich der Abſatz weiter ſchwierig. Vom Mehlgeſchäft ging
keinerlei Anregung aus. Hafer unverändert ſtetig, Forderungen
unnachgiebig; Untergebote finden kaum Beachtung. Am
Gerſten=
markte hat ſich die Situation nicht verändert. Für
Weizenexport=
ſcheine macht ſich beſſere Nachfrage geltend, Roggenexportſcheine
unverändert.
Diehmärkke.
i. Weinheimer Schweinemarkt vom 10. März. Auf dem
heu=
tigen Schweinemarkt waren zugeführt 356 Stück; verkauft wurden
230 Tiere. Bei amtlichen Preisnotierungen koſteten Milchſchweine
das Stück 10—15 RM., Läufer das Stück 19—25 RM.
Marktver=
lauf: mittel.
Berliner und Frankfurker Effekkenbörſe.
Die innere Feſtigkeit der Berliner Effektenmärkte erhielt
ſich auch am geſtrigen Wochenſchluß, woran auch die Tatſache nichts
änderte, daß die in den letzten Tagen vielfach ſtark geſteigerten
Papiere auf Gewinnmitnahmen leichte Einbußen verzeichneten.
Für die Käuferſchichten des Publikums waren natürlich die nach
dem vorgeſtrigen Börſenſchluß bekannt gewordenen Ziffern, vom
Arbeitsmarkt, die eine bedeutende Auflockerung der winterlichen
Arbeitsloſigkeit erkennen laſſen, beſonders anregend. In Bank=
und Börſenkreiſen ſtimulierten dazu die Verlängerung der
Kom=
munal=Stillhaltung bis zum März nächſten Jahres, das
erfreu=
liche Ergebniſſe verzeichnende Ziffernwerk der Deutſchen
Reichs=
bahn und die Mitteilung über eine ſtarke Belebung des
Hambur=
ger Hafenverkehrs. Das Kursniveau der Aktienmärkte wies
da=
her auch heute überwiegend Befeſtigungen im Ausmaß von 4—1
Prozent auf. Von Montanwerten büßten allerdings einige
Pa=
viere Teile ihrer letzttägigen Gewinne wieder ein, ſo Mansfelder
Bergbau 1½ Prozent und Schleſ. Zink ¼ Proz. Braunkohlenwerte
hatten nur kleines Geſchäft aufzuweiſen. Von chemiſchen Papieren
ſetzten Farben ¼ Proz. über Vortragsſchluß ein und zogen ſehr
bald unter Hinweis auf die zuverſichtlichen Abſchlußerwartungen
um ein weiteres ½ Prozent auf 137½ Proz. an. Von
Elektrower=
ten waren insbeſondere die ſogenannten Tarifpapiere, wie Bekula
(plus 3), Elektro Schleſien (plus 1½) und RWE. (plus 1½) über
den Durchſchnitt gebeſſert. Von Autowerten ſetzten nur BMW.
¼ Prozent höher ein, während bei Daimler auf
Gewinnmitnah=
men ein Rückgang um 9 Prozent eintrat. An den Aktienmärkten
ſetzten ſich im weiteren Verlauf teilweiſe erneute Beſſerungen
durch.
Im Hinblick auf den Wochenſchluß eröffnete die
Frankfur=
ter Börſe zunächſt in Zurückhaltung, doch war die
Grundſtim=
mung durchaus freundlich. Die erneute ſtarke Entlaſtung des
Arbeitsmarktes und die Verlängerung der Kommunal=
Stillhal=
tung bis zum März 1935 gaben der Börſe eine gute Stütze.
Zu=
nächſt war die Kursgeſtaltung infolge einiger
Wochenendrealiſa=
tionen der Kuliſſe eher etwas ſchwächer, ſpäter wurde die Haltung
aber überwiegend feſter. Vom Publikum trafen neue
Kaufauf=
träge ein, denen ſich die Kuliſſe mit Deckungen und auch
Meinungs=
käufen anſchloß. Erhöhtes Intereſſe erhielt ſich aus dem bekannten
Grunde für Farbeninduſtrie, die gut behauptet lagen, wozu noch
allerdings vage Dividendengerüchte beitrugen. Montanaktien
lagen anfangs unregelmäßig bei Abweichungen von ¼—½ Proz.
nach beiden Seiten; bald trat aber in verſchiedenen Papieren eine
deutliche Befeſtigung und auch eine Belebung des Geſchäftes ein.
Vor allem die Werte der Stahlvereinsgruppe, wie Phönix (plus
1½ Proz.), Gelſenkirchen (plus ½ Proz.) und Stahlverein ſelbſt
(plus 76 Proz.) waren feſt. Dazu kamen noch Mannesmann mit
plus 3 Proz. und Buderus mit plus 1½ Proz. Elektroaktien lagen
überwiegend feſter, ſo Siemens um 1 Proz. Schuckert um ³ Proz.,
Bekula und Geſfürel um je ½ Proz.; nur AEG knapp behauptet.
Daimler Motoren eröffneten weſentlich ſtiller und zum erſten Kurs
¼ Proz. niedriger. Im übrigen kamen anfangs zur Notiz:
Reichs=
bank (plus ½ Proz.), Zellſtoff Waldhof und Aku mit je plus ¼
Prozent; andererſeits Zement Heidelberg und Reichsbahn=V.A je
¼ Prozent niedriger. Das Rentengeſchäft war bei
Börſeneröff=
nung wieder klein, Neubeſitz blieben gut behauptet, während
Alt=
beſitz und ſpäte Reichsſchuldbuchforderungen ſowie
Stahlverein=
bonds bis ½ Proz. nachließen. Reichsmarkanleihen lagen ruhig.
Im Verlaufe blieb die Grundſtimmung freundlich, das Geſchäft
war allerdings nur in wenigen Spezialwerten etwas lebhafter.
So waren außer den Montanaktien noch Farbeninduſtrie reger
und ¼ Proz., Daimler ½ Proz. und beſonders Kunſtſeidenwerte,
wie Aku (plus 1½ Proz.) und Bemberg (plus 1¾ Proz.) feſt.
Schwächer lagen Südd. Zucker (min. 2 Proz.); feſter kamen noch
Lahmeyer mit plus 2½ Prozent zur Notiz. Am Rentenmarkt
verzeichnete man ſpäter lebhaftes Geſchäft in der Neubeſitzanleihe,
die von 203 auf 21½ anzog. Altbeſitz bröckelte weitere ½ Proz.
ab; ſpäte Schuldbücher lagen gut behauptet und Stahlvereinbonds
glichen ihren Anfangsverluſt wieder aus. Stadtanleihen blieben
gefragt und lagen meiſt etwas höher. Der Pfandbriefmarkt lag
freundlich, beſonders Kommunal=Obligationen die ½—½ Prozent
anzogen. Fremde Werte wieſen nur wenig Veränderung auf.
Tagesgeld blieb zu 4 Prozent unverändert.
Berliner Kursbericht
vom 10. März 1934
Die Luge um deie and Beottelmarn.
Die Woche nach dem Monatsultimo brachte dem Tagesgeld,
markte noch keine beſonders fühlbare Erleichterung, im Gegenteit
war Tagesgeld die ganze Woche über ziemlich kark geſucht. Die
Feſtigkeit des Marktes dürfte wohl in erſter Linie damit
zuſam=
menhängen, daß für den Steuertermin am 10. März größere
Mit=
tel benötigt wurden. Daneben wirkt ſich wohl auch die
zuneß=
mende Belebung in der Wirtſchaft in einer ſtärkeren Beanſpru,
chung des Geldmarktes aus. Tagesgeld hielt ſich deshalb immer n
noch ungefähr an der Grenze von 4 Prozent. Im Zuſammenhan
mit der erwähnten Situation ſtand auch das überwiegende An, o1
hnen
gebot in Privatdiskonten; in Reichswerten zeigte ſich ebenfalls
nur mäßiges Geſchäft. Termingeld zu Ende April war ziemlic gly daß dieſes
ſtark geſucht, ohne auf nennenswertes Angebot zu ſtoßen. Deruſpillen wutde=
Satz betrug etwa 4½—4½ Prozent für erſte, etwa 5½ Prozent fürnf; ſerrlicher
zweite Adreſſen.
Am internationalen Deviſenmarkt war es in der abgelaufenenn); Baggenſel
Woche wieder ziemlich ſtill. Der Dollar veränderte ſich kaum, undilit Fahrt. Ba.
das Pfund lag nach kleineren Schwankungen ebenfalls wieder aufüul=mittag, va.
dem Stand der Vorwoche. Der franzöſiſche Fr. tendierte nach wie emer die
vor feſt, da ſich aber auch der Schweizer Fr. und der Gulden leichtybirge, glitten
erholen konnten, konnte diesmal die Banque de France keinennln ſchließlich
Goldzugang verbuchen. Der Belga hat ſich etwas ermäßigt, umätlagerten kle
auch die Peſeta ſetzte eine Kleinigkeit ſchwächer ein, was auf dieüſter Baggenſ”
zurzeit herrſchende innerpolitiſche Unſicherheit zurückzuführen ſennk In maleri
dürfte. Auch die Lira bröckelte erneut etwas ab; der Markt druler Geſchicht
italieniſchen Währung wird von der Interventionsſtelle immea! ud löwenge
noch ſcharf überwacht. — Die Reichsmark blieb international weiſſü unſerm 4
ter gefragt und liegt dementſprechend ſehr feſt. In den verſchieye Dörfer ta
denen Sperrmarkſorten ſind die Umſätze zurzeit etwas ruhigen/ Villen, Olive
die Kurſe blieben indeſſen gehalten.
Strandbäder
agsſonne. Na
bn äine winzi
Wirtſchaftliche Rundſchan.
der. die neb
Richtzahlen der Großhandelspreiſe vom 7. März. Die Richt Münen Arm,
zahl der Großhandelspreiſe ſtellt ſich für den 7. März auf 95,9. Siet
iſt gegenüber der Vorwoche (95,8) wenig verändert. Die Richttl hes dem mi
zahlen der Hauptgruppen lauten: Agrarſtoffe 91,0 (unveränderiahr. Und d
induſtrielle Rohſtoffe und Halbwaren 90,4 (plus 0,2 Prozent) MMtün gutgehalt
induſtrielle Fertigwaren 114,6 (unverändert).
künderts. Uel
Anordnung des Reichsaufſichtsamtes für Privatverſicherunsſeyſer trugen
Für die der Reichsaufſicht unterſtehenden Lebensverſicherungs=” den Garten
und Unfall= und Haftpflicht=Pflichtverſicherungsunternehmunge mävenhain au
und die für dieſe tätigen Vermittler jeder Art wird angeordnet3) äumeriſche E
1. Den Verſicherungsunternehmungen und den Vermittlern vo iöexen über
Verſicherungsverträgen wird unterſagt, dem Verſicherungsnehme=nger auf das
in irgend einer Form Sondervergütungen zu gewähren. 2. D.Aunt vernah
Verſicherungsunternehmungen wird unterſagt, Begünſtigungsvenſc ir einer E
träge abzuſchließen oder zu verlängern, ſoweit die Aufſichtsbehördu—
keine Ausnahme zuläßt. Dieſe Anordnungen, die gleichermaße 7
yizerte in
auch für die aufſichtspflichtige Sächverſicherung mit Ausnahme dc
Rückverſicherung gelten, treten am 8. April 1934 in Kraft.
H. Fuchs Waggonfabrik AG., Heidelberg. Der Geſellſcho/imſſer
deren AK. faſt vollkommen bei der Verein. Weſtdeutſchen Waggom
fabriken AG., Köln=Deutz liegt, war es möglich, nach RM. 9600 mol
Abſchreibungen (i. V. 102 000 und 41 000 Sonderabſchreibunge.
einen kleinen Gewinn zu erzielen, um den ſich der Vorjahresws/
luſt von RM. 136 652 auf RM. 117 688 vermindert. Die aus dr 4 Ind Darm,
Vorjahr übernommenen, immer noch recht geringen Aufträge iuſte und leiſiet be
Reichsbahn gaben nur für einige Monate Arbeit, ſo daß für )5 ſut= zu ho
zweite Hälfte des Berichtsjahres nur eine Betriebsbereitſchaft zlyi=, Darm=,
Vorarbeiten für neue Aufträge gehalten werden konnte. Erſt gege=17020, bei
Jahresſchluß konnten die neuen, etwas vermehrten Aufträge i/e/ Rh
Arbeit genommen werden, deren Auswirkung jedoch erſt in dar ſeſtörungen
neue Geſchäftsjahr fällt. Der Umſatz iſt gegenwärtig im Verhäl.
nis zu den Werksanlagen ſo niedrig, daß die Notlage wohl no ſzn E
weiter anhalten wird, zumal größere Aufträge zur Zeit nicht Tſche für
Ausſicht ſtehen. Aus der Bilanz (in Mill RM.); Anlagen 1aI
(2,02), Warenforderungen 0,05, ſonſtige 0,075 (i. Vorj. Schuldne
0,10), Forderungen an Konzerngeſellſchaften 1,24 (1,73), Ban
und Kaſſe 0.13 (0,.20) Waren 0,21 (0.19); andererſeits AK. un
2,0, Rückſtellungen 0.72, Hypothek 1,24 (1,29), langfriſtige Da-/80en zu
beſimmt dort
lehen 0,10 (0,5). GV. 13. März.
Deviſenmarkt
vom 10. März 1934
Me Hu
Deutſche Bank u.
Disconto=Geſ.
Dresdner Bank
Hapag
Nordd. Lloyd
A. E. G.
Bahr. Motorenw. 1
C. P. Bemberg
Bergmann Elektr.
Berl. Maſch.=Bau
Conti=Gummi
Heutſche Cont. Gas
Me
64.25
66.—
30.—
33.50
33.25
139.25
61.25
22.—
82.50
156.—
122.75
Meiſtue
Elektr. Lieferung
J. G. Farben 137.50
Gelſ. Bergwerte
Geſtfelektr.untern.
Harpener Bergbau 96.625
Hoeſch Eiſen und
Köln=Neueſſen.
Phil. Holzmann
Kali Aſchersleben 1418.50
Klöcknerwerke
Kolsw. Chem. Fabr.
Mannesm. Röhr 70.875
Maſch.=Bau=Untn.
Orenſtein & Koppel
Mc
103.50
68.25
103.875
77.—
79.—
68.75
91.375
51.125
72.25
e
Rütgerswerke
Salzbetfurth Kali 1
Kaufhof
Verein. Stahlwerkel 46.50
Weſteregeln Alkali
Agsb.=Nnrb. Maſch.
Baſa t Lin=
Berl. Karlsr. Ind.
Hohenlohe=Werke
Lindes Eismaſch.
VogelTelegr. Draht
Wanderer=Werte 1
Ve
59.375
154.—
23.—
121.—
73.75
20.25
105.50
36.50
89.—
78.
Gi.—
Buenos=Aires 1
Kanada
Japan.
Kairo
Iſtanbu
London
New Yort
Rio de Janetro
uruguah
Amſterdam 1
Athen
Brüſſel
Budape
Danzu
Heſſingſors
Währung /Geld
Pap. Peſo
1eanad. Doll.
Den
ägypt. 4 13.105
türk. *
12.Sta.
Dollar 2.512
1 Milreis
1 Goldpeſo
100 Gulden 188.83
00 Drachm
100 Belga
100 Peng”
100 Gulden (81.67 81.83
100 finn. Mk.
0.532
2.509
0.751
1.998
2.725
0.212
1.149
2.398
58.39
Riee
0. 636
2.50
a.753
13.135
2.003
12.755
2.5is
0.214
1.151
169.17
2.300
58.51
5.619/ 5.631
Italien
Jugoſlawien
Kopenhagen
Liſſabon
Oslo
Paris
Prag
Fsland
Rig”.
Schwei=
Sofig
Spanien
Stockholm
Tallinn (Eſtl.)
Rie
Währung Ge 100
100 Lir 21.53
100 Ding 5.664/
100 Kronen 1s6.382
100 Eseudos 11.59
100 Kronen (63.94
100 Franes 16.50
100 Tſch.=Kr. 10.38
100 isl. Kr. 5I.:9
100 Lais 79.32 6
100 Fran en 80.97 9
100 Leva 2.047
100 Peſeta 184.18
100 Kronen (5.61
100 eſtl. Kr. ſos.43 ſes
100 Schilling/47.20 47
Sdriftadter ang Härionatbänr Surikagr, Fitlalt drr Bresster Sunt
Frankfurter Kursbericht vom 10. März 1934.
Keee
„ Gr. IIp. 1934
„ . . 1935
„. . 1938
„ 1937
„ 1938
GruppeI
6% Dtſch. Reichsanl.
v. 27
5½%Intern.,b.30
6%Baden ... v.27
69Bayern .. b.27
6%Heſſen.. .. b. 29
6% Preuß. St, v.28
6% Sachſen .. b.27
6%Thüringen v. 27
Dtſch. Anl.
Auslo=
ſungsſch. 4.
Ab=
löſungsanl.
Dtſche. Anl.
Ablö=
jungsſch. (Neub.)
Deutſche
Schutzge=
bietsanleihe ....
6%Baden=Baden.
6%Berlin ... v.24
69 Darmſtadt . . ..
69Dresden . . v.26
6%Frankfurt a. M.
Schätze v.29
D Ze
6SManz.
6%Mannheim v. 27
69München . b.29
6%Wiesbaden v. 28
6%beſſ. Landesbk.
Goldoblig.
6%
5½%Heſſ.
Landes=
byp.=Bk.=Liquid
1o2.25
106),
972/.
93),
92
954,
100-,
962
94.1
gs"
86.25
95
105-,
99
93.75
962I.
20.8
9.55
83.5
82
84.25
80
81.75
86.5
83.75
90.5
89.75
92.7
89.75
Mie Le
Hyp.=Bk. Liau.
Komm. Obl.
6% Preuß. Landes-
Pfb.=Anſt. G.Pf.
6% Goldoblig.
6% Landeskomm.=
Bk. Girozentr. f.
Heſſ. Gldobl. R.11
R.12
8%Kaſſ.Landeskrd.
Goldpfbr.
62Naſſ Landesbk.
5½% „ Liqu. Obl.
Dt. Komm.
Sam=
mel=Ablöſ.=Anl.
tAusl. Ser.
*Ausl. Ser.II
Dt. Komm. Samm.
Abl. (Neubeſitz).
6%Berl. Hyp.=Bi.
12%0 „ Lig.=Pfbr.
3%Frlſ. Hhp.=Bt.
½%0 Lig. Pfbr.
Goldoblig
GFrif. Pfbr.=Bk
Lig.=Pfbr.
83Mein=byp.=Bl.
5½% „ Lig. Pfbr.
6% Pfälz. Hhp.=Bk.
5½% Lig.Pfbr.
6%Rhein. Hyp. Bk.
5½% Lig. Pfbr.
„ Goldoblig
8% Südd. Boden=
Cred.=Bank
5½% — Lig. Pfbr.
6%Württ. Oyp..B.
115"
We
6%Dt. Linol. Werke
8%Mainkrw. v. 26
6%Mitteld. Stahl.
6% Salzmann &Co.
1 83o Ver. Stahlwerke
31
16%Boigt & Häffner
13.6. Farben Bonds
85 15%Bosn. L.E.B.
L.Inveſt.
5%Bulg. Tab. v. 02
93.5 14½,% Oſt. Schätze.
92.75 470 Oſt. Goldrente.
15%vereinh. Rumän
4½%0
95.75 4%Türk. Admin.
1.Bagdad
Zollanl.
19.75 14½%üngarn 1913
1914
93
Goldr.
1910
93
98
4½Budp. Stadtanl.
89=
42Liſſabon
82.75 4% Stockholm
92.75 Abtien.
93
93.25 Alg. Kunſitziide Unie
94.5 A. E. 6. .....
93.5 AndregeNoris Bahn
93.25 Aſchaffbg. Brauerei
Zelſtoff
92.75
9 Bemberg, J.P...
Berl. Kraft u. Licht
94.n5 Buderus Eiſen.
Cement Heidelberg!
Karlſtadt
V
1 5. G.Chemie Baſell
R
94.75
91.5
90.75
78.25
77"
119
13.75
13.75
24.5
18.5
5.4
4.55
6.7
6”f.
6.65
6.55
6.65
6.45
53.5
43.75
6421
33.5
100.1
61
132.5
80
94.75
1a0
Chem.Werke Abert)
Chade.
Contin. Gummiw..
Contin. Linoleum
Daimler=Benz....!
Dt. Atl. Telegr. .
Erdöl
...
Dt. Gold= u. Silber,
ſcheide=Anſtalt.
Linoleum
Dortm. Ritterbräu
Onckerhoffc Widm.
Eichbaum=Werger.
Elektr. Lieferg.=Geſ.
Licht u. Kraftl!
Eſchw. Bergwer) !;
urßling. Maſchinen.
Faber & Schleicher
3. 6. Farbeninduſtr.
Feinmech. (Jetter)
Fel & Guillegume
Frankfurter Ho
Gelſenk. Bergweri.
Geſ.f.eleltr. Untern.
Goldſchmidt Th. 62.5
Gritzner=Kayſer
Grün & Bilfinge
Hafenmühle Frkft.
Hanauer Hofbräuh
Hanſwerke Füſſen.
HarpenerBergbau
Henninger, Lempf.
HilpertArmaturfrb.
Hindrichs=Auſſerm.
Hirſch Aupfer
Hochtief Eſſen ... 1114.5
Holzmann, Phil.
Zlſe Bergb. Stamml
„ Genüſſel!
Junghans .......!"
185
57.5
119.5
109.75
184
52.5
90.5
78
1103
107.5
228
39
55.5
137.2:
45
61.75
104.5
267.,5
100
4a.5
97"
6s
77.5
Kie
Aſchersleben.
Klein, Schanzlin
Klöcknerwerte. ..
Knorr C. 6. ......
Lahmeyer & Co.
Laurahütte.
Lech, Augsburg ..
Löwenbr. Münch.
Mainlr.=W. Söchſt
Mainz. Akt. Br.
Mannesm.=Röhren
Mansfeld Bergb.
Metallge) Frankf.
Miag, Mühlenbau.
Motoren Darmſtadt
Neckarwerk Eßling.
Eberbedar;
Phönix Bergbau..
Rh. Brauntohlen.
Elektr. Stamml
Stahlwerke.
Riebec Montan.
Roeder, Gebr.
Rütgerswerle
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Siemens & Halste. 1145.25
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Südd. Zucker= A. 6. 1
Thür. Liefer.=Geſ..
Kaufhof........."
unterfranken ... .1 99.751
Mee
120
58
68.5
188
23.25
94
65.05
70.5
3821,
52
932),
17
54:),
202
96
34
Aasé
87
23.25
We Kuee
Ver. Ultramarin.
Boigt & Haeffner..
Beſteregeln Kali.
Zellſtoff Waldhof.
Allg. Dt. Crebilanſt
Badiſche Ban1.
Bt. f. Brauinduſtr
Baher. Hyp. u. W.
Ber Sandelsgeſ.
Gypotheibt.
Comm. u. Privatb.
Ot. Banund Dise.
Dt. Eff. u. Wechſel
Dresdner Ban”
Frankſ. Bant
Hyp.=Ban!
Mein. Syp.=Bank.
Pfälz. Hyp.=Ban)
Reichsbank=An: 1
Rhein. Hyp.=Ban”.
Südd. Bob. Cr. Bi.)
Würtib. Notenbonl
A.G. Vertehrsw.)
Allg. Loralb. Kraftw
72 Dt. Reichsb. Vzg
Hapag.
Nordd. Llotzd..
Südd. Eiſenb.=Ge
Alltanz u. Stuug
Verſicherung.
Verein. Verſ.
Frankona Rück=u. M
Mannheim. Verſick
Otavi Minen
Schantung Honbell
39.5
1139
29.P
6e5
260
[ ← ][ ][ → ]11. März 1934
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Roman von Wilhelm Scheider.
(Nachdruck verboten.)
Aun fuahren zum Hotel zurück und trafen Inger am
Früh=
ſückstmtſtauf der Terraſſe, von der man weit übers Meer ſah.
ie hehn glänzende Augen und ſie begrüßte uns, als ob nichts
orgefſiln ſei. Baggenſen verſuchte, ſie mit ihrem Onkel Juſt
Ifzuz ueen, und ſie erwiderte in beſter Laune, daß ſie nur
hier=
eibe, m mir keinen Strich durch die noch nicht aufgegangene
echnury meines Romanes zu machen.
Dan fuhren wir mit unſerem Gepäck zum Hafen und
beſtie=
in diue zarkaſſe des Herrn Speti Mincetta. Es war ein weißes,
hr udernes, ſtarkes und ſchnelles Boot, mit geräumiger
Ka=
te zunWohnen und Schlafen. Seltſamerweiſe überfiel mich die
„hnumg daß dieſes Boot in den nächſten Tagen eine gewiſſe
„olle pilen würde . . . .
Ein herrlicher Frühlingstag mit lichtem, hohem Himmel, das
eer altzerte in der Sonne. Ein Angeſtellter des Apothekers
ergab Baggenſen Motor= und Kajütenſchlüſſel, und dann
be=
nn Iſi Fahrt. Baggenſen ſteuerte ſelber. Wir fuhren den
gan=
n VGmittag, paſſierten die grünen Eilande Mezzo und Ciu=
na, ſener die Inſel Meleda mit ihrem grauen, zerklüfteten
sgeörge, glitten an der Halbinſel Sabbioncello dahin und
ndettn ſchließlich gegen Mittag auf Korcula, im Hafen der
rgumſgerten kleinen Stadt gleichen Namens.
Uhnr Baggenſens Führung paſſierten wir das Gewirr enger
iſſem In maleriſcher Gruppierung lag hier ein Stück
vene=
niſöte Geſchichte: Miniatur=Rathäuſer, zierliche
Patrizier=
läſte id löwengekrönte Tore. Nach dem Mittageſſen fuhren
r mit unſerm Boot weiter an der Küſte Korculas entlang.
ylläich Dörfer tauchten auf, blumenüberrankte Landhäuſer und
iße Allen, Olivenhaine, Palmen und Weingärten, bewaldete
rges ſtrandbäder und Hotels. Und über allem die ſtrahlende
ühllnsſonne. Nach einer Stunde langſamer Fahrt glitt unſer
ot neine winzige Bucht.
Jäar, die neben mir ſaß, legte wie im Traum ihre Hand
Duf meien Arm, ſo ergriffen war ſie von der Schönheit dieſes
z auf Ktess
D7 Mehr dem moosbewachſenen Kai ſtieg ſanft ein gepflegter
ail ſeme Und dahinter lag ein orange=getünchter einſtöckiger
u,kei gutgehaltenes Landhaus, aus der Mitte des vorigen
hrhkuderts. Ueber die ganze Front rankten die Glyzinien, und
atverſt Fxuer trugen grüne Läden. Violett blühende Fliederbüſche
=verſichlter en Garten mit ſüßem Duft. Gleich hinter dem Haus ſtieg
ternehr Oſienhain auf.
d ange TZräneriſche Stille, Geborgenheit, kein Menſch ließ ſich ſehen.
rmittar, tigen über die Treppen an Land. Ich ging Arm in Arm
erungst Iner auf das Märchen zu, hinter uns Baggenſen.
jnen Tan vernahmen wir Rufe vom Hauſe her und ſahen einen
inmn einer Gärtnerſchürze und eine junge Frau auf uns zu=
eilen, unzweifelhaft das Ehepaar Jadran, die Verwalter des
Hauſes Mincetta.
*
Die drei erſten Tage auf Korcula vergingen, ohne daß etwas
geſchah. Eine ſeltſame Spannung lag über mir und Inger, eine
rätſelhafte Bedrücktheit, hervorgerufen vor allen Dingen durch
das Verhalten Baggenſens, aber auch dadurch, daß wir weder von
Elck, noch von Rhoda etwas zu ſehen bekamen.
Baggenſen ſonderte ſich von uns ab. Gleich am Nachmittag
des erſten Tages hatte er allein einen Spaziergang unternommen
und war erſt ſpät am Abend heimgekehrt. Als ich mich ihm ſtellte,
antwortete er mir kaum auf meine Fragen. Sein Geſicht war
ganz ohne Leben, ſchwer lagen die Lider über ſeinen Augen, er
rauchte ſeine Pfeife und ſchwieg.
Am nächſten Morgen gegen ſieben Uhr, ich war gerade
auf=
geſtanden — hörte ich vom Ufer her das Geknatter unſerer
Bar=
kaſſe. Vom Fenſter aus ſah ich dann Baggenſen, am Steuer des
Bootes ſitzend, um die nächſte Landungszunge verſchwinden. Als
er am Abend zurückkam, ſaß ich mit Inger zuſammen im Garten:
er ging ruhig an uns vorüber, legte die Hand an die
Segler=
mütze, die er jetzt immer trug, nickte uns lächelnd zu und
ver=
ſchwand im Hauſe. Das gleiche Schauſpiel ereignete ſich in
der=
ſelben Form am dritten Tage.
Inger und ich ſchloſſen uns von Tag zu Tag enger
aneinan=
der, wir wurden immer vertrauter. Dauernd ſprachen wir über
Baggenſen und Rhoda und wie wir den beiden helfen könnten.
Auch an unſerm Roman arbeiteten wir weiter; ich diktierte ihr
genau das, was ich ſeit jenem Wiener Nachmittag, als ich die
Ar=
beit abbrach, erlebt hatte. Nur ſelten unternahmen wir
Spazier=
gänge; immer glaubten wir, Baggenſen könne plötzlich
zurück=
kommen und Rhoda mitbringen. Wir waren uns darin einig, daß
er jeden Tag zur Nachbarinſel Lecina hinüberfuhr, um mit ihr
zuſammenzutreffen .
Oft lagen wir in den Liegeſtühlen im Garten und ſprachen
über die Jadrans, die unſer leibliches Wohl betreuten. Er ein
hagerer, großgewachſener Kroat, ein Graukopf von fünfzig, immer
ernſt und gemeſſen in ſeinem Weſen, faſt feierlich, mit dunklem,
durchdringendem Blick. Sie eine kleine Wienerin von Ende
zwan=
zig, ein fröhlicher, leichtherziger Menſch, mollig und doch graziös,
blond und helläugig, eine Plaudertaſche und immer ein Lied auf
den Lippen.
Aus ihrem Munde hörten wir ſo allerlei Intereſſantes: mit
dem Berg, der da hinter uns in die Höhe ſtieg, ſei es nicht ganz
geheuer, manchmal höre man ein unterirdiſches Grollen. Die
abergläubiſche Bevölkerung ſpreche von Wald= und Berggeiſtern.
Sie, Frau Marie, lachte natürlich arüber, während ihr Mann,
Pasko, der ja nicht aus der großen und geſcheiten Stadt Wien
ſtamme, ſondern nur aus Raguſa, gleichfalls daran glaube.
Unſer Haus lag ſehr einſam und hatte keinerlei Nachbarſchaft.
Das nächſte Dorf war zu Fuß erſt in zwanzig Minuten zu
errei=
chen, ich ging einmal mit Inger hin: eine kleine, armſelige
Ge=
meinde.
Unſere Zimmer lagen im erſten Stock, und zwar alle
neben=
einander. Dasjenige Ingers befand ſich in der Mitte. Sie waren
ziemlich primitiv eingerichtet und dienten uns nur zum Schlafen.
Im Erdgeſchoß gab es einen „Salon” mit Plüſchmöbeln und einem
verſtimmten Klavier, daneben lag das Eßzimmer, das wir nie
benutzten, weil wir draußen im Garten ſpeiſten.
ſſſer=
Rirblauch=Saft
hwiri 4 appetitanregend, reinigt
die „Sluit ud Darm, ſchafft geſunde
AuftrzS Etund leiſtet bei Arterienver=
Faldun, zu hohem Blutdruck,
reitg ognt Darm=, Leber=und
Gal=
cmenneen, bei Aſthma, Hämorr=
„imolde, Rheumatismus,
Stoff=
werhſtſtörungen und vorzeitigen
AAlt enerſcheinungen gute Dienſite.
mFreign Sie Ihren Arzt!
„Floſſt für 5 Wochen Mk. 3.—
mVerihsfilaſche nur Mk. 1.—
Imdotheken und
MDrpgrien zu
ha=
ber=,ſeſtimmt dort,
wax ine Packung
Sauellzt.
G.m.
LtZinſſer & Co. b.5.
Leipzig 153
Wer iſt die
Dame,
die am 5. März
d. Js., 14 Uhr,
(von Würzburg
kommend), von
Babenhauſ. nach
Darmſtadt=Hbf.
fuhr? Sie wird
gebeten, ein
Le=
benszeichen
un=
ter Kennwort:
„Mühlſtraße‟
L. 227. an d.
Ge=
ſchäftsſt. d. Bl.
zu richten.
Katholische
wwanbahnung
EHE ertolgreich
s.14 Jahr.ärzte,
Beamte,
Hand-
werker
Kauf-
leute, Lehrer
etc., gebild. Da
men aus allen
Kreisen suchen
Anbahnung.
Dis kret. Kirchl.
Billigung.
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Frankfurt-H. 1/267
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Mühlſtraße 72 30er, evang. 1,72
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pen=
ſionsberechtigt,
erwünſcht
Hei=
rat mit
entſpre=
chender Dame.
Zuſchrift, unter
M. 47 an die
Geſchäftsſtelle.
(II. Bln. 2914)
Landwirt,
29 Jahre, treuer
verträglich.
Cha=
rakter, möchte
mit Fräulein m.
eigenem Heim
zwecks ſpät.
Hei=
rat in
Verbin=
dung treten.
Zu=
ſchriften unter
M. 50 Gſchſt.
Witw., 31 J., v.
Land, mit Kind.
ſucht Frl. mit
Vermögen, auch
Fräul. mit Kind
angenehm,zwecks
baldiger
Heirat.
Ernſtgem.
Zu=
ſchrift. mit Bild
unt. M. 18 a. d.
Geſchäftsſt.
S
Mittlerer
Beamter,
f. angeſt., Mitte
jung., nett. und
geſund. Mädel
zw. ſpät.
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Nr. 69 — Seite 15
Am Morgen des vierten Tages wuchs mir die innere
Span=
nung über den Kopf. Ich ſtand um ſechs Uhr auf. Ein herrlicher
Frühjahrsmorgen! Dann ging ich in den Garten, um Baggenſen
aufzulauern. Um ſieben kam er herunter in ſeiner blauen,
ver=
knautſchten Mütze, ſeinen weißen Hoſen und dem doppelreihigen
Sakko. Ich ging auf ihn zu und reichte ihm die Hand.
„Nun?” ſagte ich.
Er blickte an mir vorüber über die ſchimmernde See, ein
ſtar=
res Lächeln um den Mund.
„Biſt du auf Lecina geweſen?” erkundigte ich mich.
„Nein — ich habe die Inſel nicht betreten.”
Dieſe Antwort überraſchte mich.
„Warum kümmerſt du dich nicht um uns?‟
„Hab ihr es nicht gut, ihr beiden?”
„O doch, es gefällt uns, wir liegen den ganzen Tag in der
Sonne. Trotzdem fühlen wir uns nicht wohl. Kannſt du das
verſtehen, Jens?”
Er antwortete nicht.
„Ja,” ſagt ich, „es iſt uns nicht gleichgültig, was mit dir
ge=
ſchieht. Wir haben dich beide ſehr gern. Wir ſind nun einmal ſo.”
Da nahm er meinen Arm und ging mit mir zur Barkaſſe
hinunter. Ich ſtieg mit ihm ins Boot, er beſchäftigte ſich mit dem
Motor, klappte die Haube auf, füllte Benzin nach und kontrollierte
die Ventile. Dann, als der Motor lief, ſetzte er ſich mir
gegen=
über und ſah mich feſt und ernſt an.
„Wohin fährſt du jeden Tag?” begann ich nochmals das
Ge=
ſpräch.
„Nach Lecina.
„Du haſt es doch eben beſtritten.”
„Ich habe geſagt, daß ich die Inſel nicht betrete. Ich fahre
nur an den Ufern entlang.”
„Iſt deine Frau noch da drüben?‟
„Ja, ich habe ſie ſogar geſehen. Sie wohnt im gleichen Hotel
wie damals auf unſerer Hochzeitsreiſe. Ich fuhr am Strand
vor=
über, ſie lag in einem Liegeſtuhl .
Dieſe Nachricht erregte mich ſehr! Welche ſeltſame Situation
zwiſchen den beiden.
„Hat ſie dir keine Nachricht geſchickt? Warum kommt ſie nicht
nach Korcula?‟
„Eine Nachricht habe ich nicht erhalten. Ich weiß, was ſie
will . . . ich ſoll zu ihr hinüberkommen. Ich kann es nicht, mein
Junge, ich kann es nicht ...
Ich begriff, warum er es nicht konnte. Eine ſeltſame Frau,
dieſe Rhoda! Sie hatten auf Lecina gemeinſam die ſchönſten
Stunden ihres Lebens verbracht, und nun lag ihr daran, am
glei=
chen Ort die Trennung zu vollziehen.
Ich ſetzte mich zu ihm hinüber: „Jens — du ſollteſt trotzdem
in Lecina an Land gehen — du ſollteſt dein Gefühl abwürgen und
Schluß machen mit der ganzen Komödie. Es doch weiter nichts
ls ein dummes Mißverſtändnis zwiſchen euch. Und dem Elck,
dem würde ich eine unters Kinn geben, daß er liegen bleibt.”
Er lächelte und ſchüttelte den Kopf. „Nein, ich kann es
nicht. Es zerreißt etwas in mir, wenn ich Lecina betrete.”
In dieſem Augenblick hörte ich das Brummen eines Aeroplansm
in der Luft. Dann ſah ich den weißen Vogel ſchnell von Süden
heraufkommen, er überflog Korcula und verſchwand hinter den
Bergen. Es war ein Waſſerflugzeug, deutlich hatte ich die Schwim=ne
ten
mer erkannt.
(Fortſetzung folat.)
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17. Februar 1933 ſind die bisherigen Beſtimmur
den
des Geſellſchaftsvertrags über den Aufſichtsrat.0
weit ſie durch Verordnung des Reichspräſide-um
vom 19. September 1931 außer Kraft geſetzt wurzn
wieder in Kraft getreten. — Am 17. Februar 19341
ſichtlich der Firmen: 1) Alters Möbel=Transme
Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung, Dcry
ſtadt: Frieda Alter iſt nicht mehr Geſchäftsführ=u
Kaufmann Heinrich Roßler in Darmſtadt iſt
Geſchäftsführer beſtellt. — 2) Heinrich Lönh,
& Co. Geſellſchaft mit beſchränkter Haſtug
Hauptniederlaſſung Frankfurt a. M., Zweignin
laſſung Darmſtadt: Karl Meiſenhelder iſt nicht r.
Geſchäftsführer. — Am 23. Februar 1934 hinſicktt
der Firma: A. Caſtritius Nachfolger Geſellie=,
mit beſchränkter Haftung, Darmſtadt: Q
Beſchluß der Generalverſammlung vom 24. Jan
1934 iſt die Alleinvertretungs= und Zeichnun
rechtigung des Kommerzienrats Dr. Wilh. Stie
in Konſtanz und des nunmehr ordentlichen Geſch.
führers Walter Küchler in Darmſtadt wieder
gehoben. — Am 24. Februar 1934 hinſichtlick
Firma: Bauhütte Darmſtadt Geſellſchaftz
beſchränkter Haftung, Darmſtadt:
Philipp=
bert, Friedrich Stahl und Philipp Herbert ſindu
Geſchäftsführer abberufen. An, ihrer Stelle m. Gſen, die
Thomas Joſef Heddäus in Darmſtadt, jes tſilliſche J
Frankfurt a. M., als Geſchäftsführer gemäß ſhn ag, am
B. G. B. vom Gericht beſtellt. — Am 27. Fellys, die im
1934 hinſichtlich der Firmen: 1) Tapeten= wakigen K
Linoleumgeſellſchaft mit beſchränkter A var in
tung, Darmſtadt: Die Firma iſt erloſchen he
2) Ehape Aktiengeſellſchaft für Einhs
preiſe, Hauptniederlaſſung Köln,Zweigniederla
Darmſtadt: Durch Beſchluß der Generalverſamm
vom 4. Januar 1934 iſt der Geſellſchaftsve
geändert in § 6 betr. der Vorſtandsmitglieden
in 88 12, 13, 21 betr. den Aufſichtsrat und
Vergütung. — Der Vorſtand beſteht aus
mind=
zwei Vorſtandsmitglieder. — Dr. Baier iſt aus
Vorſtand ausgeſchieden. Bruno Dreſcher, Kaufn
in Köln, ſtellvertretendes Vorſtandsmitgled
Prokurg des Bruno Dreſcher iſt erloſchen. —ſNeu
28. Februar 1934 hinſichtlich der Firma: Atm Nach
Vergaſer=Aktiengeſellſchaft, Ober=Ram ſt ſprach
ſeitherigen Beſtimmungen des Geſellſchaftsvery Meine
über die Zuſammenſetzung und Beſtellung des! uf politi
ſichtsrats ſowie die Vergütung ſeiner Mitgl4 li chem
die durch Geſetz bezw. Verordnung außer Kra
ſetzt waren, ſind wieder in Kraft getreten. —
Decker iſt aus dem Vorſtand ausgeſchieden. —
Beſchluß der Generalverſammlung vom 22.
zember 1933 iſt die Geſellſchaft aufgelöſt. Dr. Fri4
Stroh in Ober=Ramſtadt iſt Liquidator. Di/ Der Re
ſellſchaft wird, durch den Liquidator allein ver Atuäcklung
As M
Darmſtadt, den 8. März 1934.
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Amtsgericht Darmſtadt
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