Darmstädter Tagblatt 1932


22. Mai 1932

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Einzelnummer 15 Pfennige

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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
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öchenilich 2maligem Erſcheinen vom 1. Mal
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Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: Oie Gegenwart, Tagesfpiegel in Bild und Wort
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Nummer 141
Sonntag, den 22. Mai 1932.
195. Jahrgang

21 mm brelie Zeile im Kreiſe Darmſtadt 23 Reichspſg.
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breit) 2 Reichsmarl. Anzeigen von auswärts 35 Reichspfg.
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zeile
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(4 Dollar 420 Markl. Im Falle höherer
Gewalt, wie Krieg, Aufruhr, Streit uſw., erliſcht
ſede Verpflichtung auf Erfüllung der Anzeigen=
aufträge
und Leiſtiung von Schadenerſatz. Bei
Konkurs oder gerichtlſcher Beitreibung fälli ſeder
Rabatt weg. Bankfonto Deutſche Banl und Darm=
ſtädter
und Nationalbank.

Kataſtrophale Finanzlage Oeſterreichs.

ſrch die lonale Befolgung der Ralſchläge des Völkerbundsrakes an den Rand des Ruins gebrachl.
rung, Lebensunkerhalk und Rohſtoffverſorgung durch die Aufrechkerhalkung des Dienſtes der auswär=
Schuld aufs ſchwerſte gefährdek. Gewiſſenloſe Ausbenkung der Nok Oeſterreichs zur Verwirklichung
der franzöſiſchen Donaupläne.

Konz


Schwerer Gang nach Genſ.
in anderer Ausweg als Suspendierung des

Schuldendienſtes.
Genf, 21. Mai.
7ehr als den Beratungen des Völkerbundsrats und der
2 ſüſſe der Abrüſtungskonferenz, gilt das Allgemeinintereſſe
zut den öſterreichiſchen Fragen, mit denen ſich der Rat heute
ftigt. Die öſterreichiſche Regierung hat ſich mit einem
iorandum über die finanzielle und wirt=
tliche
Lage Oeſterreichs, die zu unmittelbaren
eidungen zwingt, kürzlich an den Völkerbund gewandt. In
rtung des vom Finanzkomitee des Völkerbundes ſeit Herbſt
Jahres zweimal empfohlenen Kredites hat Oeſterreich
den Dienſt ſeiner auswärtigen Schuld aufrecht erhalten.
Aichts der ſteten Verminderung der Währungsbeſtände der
reichiſchen Nationalbank ergibt ſich nun für Oeſterreich die
ob es, ohne ſeine Währung und die Einführung der Le=
tittel
und Rohſtoffe zu gefährden, den Reſt ſeiner Deviſen=
te
erſchöpfen kann, um den Dienſt der auswärtigen Schuld
zl ine Zeitlang zu leiſten, ſolange eben dieſe letzten Reſerven
I. Es iſt klar, daß keine Regierung gegenüber ihrem Lande
olche Verantwortung übernehmen kann, zumal ein gewiſſer
der Währungsreſerve aus kurzfriſtigen Krediten beſteht, ſo
Ubſt im Falle der Aufrechterhaltung des Dienſtes der aus=
gen
Schuld andere Kategorien von Gläubigern zuſchaden
ngeſichts dieſer Tatſachen und im Hinblick auf die eindeu=
sprache
der Ziffern, dürfte der Weg, den Oeſterreich gehen
kaum mehr zweifelhaft ſein. Man hat in den letzten Tagen
mölkerbundskreiſen immer wieder das Wort Transfermora=
n
gehört. Oeſterreich, das nun ſeit über 10 Monaten die
lläge, die ihm das Finanzkomitee des Völkerbunds erteilt
oyal eingehalten hat, hat ſich diesmal zum letzten Male
n Völkerbundsrat ſelbſt mit der Frage gewendet, was denn
hen ſoll.
in ſich bleibt kein anderer Ausweg, als die Suspenſion des
Sdendienſtes. Aber der Völkerbundsrat zeigt Oeſterreich ge=
90er die kalte Schulter. Alle anerkannten zwar wieder den
der Lage und betonten, daß etwas geſchehen müſſe. Aber
ſten Endes einer Entſcheidung aus dem Wege gegangen und
ch mit der Einſetzung einer neuen, ſogenannten Gemiſchten
niſſion begnügt, was ja letzten Endes ſehr bequem iſt und
ine ſchöne Geſte ausſieht. Sie hat überdies noch den Vor=
daß
ſie den Mächten keinen roten Heller koſtet. Ob dieſer
huß noch vor der Moratoriumserklärung durch Oeſterreich zu
Adwelchen Ergebniſſen gelangen wird, möchten wir allerdings
ifeln.
Deutſchland und England zur Hilfe bereit.
In der Sitzung des Völkerbundsrats erklärte der deutſche
Utreter Graf Welczek unter Bezugnahme auf die Aus=
ngen
des Staatsſekretärs v. Bülow auf der Apriltagung
Völkerbundsrates, die wirtſchaftlichen Verhältniſſe der betref=
Un Länder müßten von Grund auf geändert werden. Die von
ſchland gemachten Vorſchläge bildeten für praktiſche Löſungen
geeignete Grundlage. Es ſei notwendig, daß die Großmächte
ber ein wirkſames Aufbauprogramm einig würden. Der Be=
des
Finanzkomitees habe dargelegt, daß es vor allem not=
ig
ſei, auf dem Gebiet der internationalen Schulden zu einem
ernehmen zu kommen. Außerdem werde es ſich darum han=
eine
gewiſſe Anzahl von wirtſchaftlichen und finanziellen Fra=
die
in einem Abhängigkeitsverhältnis zueinander ſtehen, ſyſte=
ch
und etappenweiſe anzupaſſen. Oeſterreich habe ſich von
In an den Völkerbund gewandt, um eine zeitweilige Finanz=
zu
erhalten. Die deutſche Regierung ſei bereit, an der Prü=
aller
Hilfsmaßnahmen auf finanziellem Gebiet mitzuarbeiten,
ine Verſchärfung der Lage zu vermeiden.
Der Vertreter Großbritanniens Eden ſagte,
nſten Oeſterreichs ſei England ausnahmsweiſe geneigt, trotz
r eigenen Schwierigkeiten ſich einer gemeinſamen Aktion der
Iſte auf finanziellem Gebiet anzuſchließen, um der Oeſterreichi=
Nationalbank über die ärgſten Schwierigkeiten hinwegzu=
Der Vertreter Italiens Scialoja betonte, daß
Yerte Aktionen nicht möglich ſeien. Italien habe durch ſeine
tſchaftsabkommen mit Oeſterreich und Ungarn den Weg ge=
en
, den es für richtig halte, um den ſüdoſteuropäiſchen Staa=
praktiſch
zu helfen.
Frankreich ſtellt Bedingungen.
Der franzöſiſche Vertreter Paul=Boncour erklärte, die wirt=
ftlichen
Probleme könnten von den finanziellen Fragen nicht
ſelöſt werden. Deshalb habe die franzöſiſche Regierung
zwei Monaten den Vorſchlag eines Präferenzregimes im
laugebiet gemacht. Die Empfehlung einer Anleihe ohne
tſchaftliche Reorganiſation ſei eine nutzloſe Sache. Am
luß ſeiner Ausführungen erklärte ſich Paul=Boncour mit der
Uaffung eines gemeinſamen Fonds für zeitweilige Hilfsmaß=
men
einverſtanden unter dem ausdrücklichen Vorbehalt aller=
9, daß ein wirtſchaftliches Sanierungsprogramm für die
lauſtaaten in Angriff genommen werde. Von einem ſolchen
leinſamen Hilfsfonds würde auch Oeſterreich profitieren.

Keine ſoſorkige Hilfe für Oeſterreich. Oeſterreich ſoll
ſeine finanziellen Verpflichkungen weiker erfüllen.
Am Nachmittag beendete der Rat ſeine Ausſprache über das
öſterreichiſche Problem und nahm eine Entſchließung an,
durch die ein Ausſchuß von Finanzſachverſtändigen mit der Auf=
gabe
beauftragt wurde, praktiſche Löſungen auszuarbeiten. In
der Entſchließung heißt es:
Die Erklärungen der Großmächte hätten ergeben, daß eine
Annahme der vom Finanzkomitee gemachten Vorſchläge für eine
finanzielle Hilfeleiſtung in der gegenwärtigen Form nicht mög=
lich
wäre. Der Vertreter des Finanzkomitees beſtehe aber dar=
auf
, daß ſobald wie möglich entſprechende Maßnahmen ergriffen
werden. Unter dieſen Umſtänden ſei das Finanzkomitee bereit,
mit Sachverſtändigen, die der Völkerbundsrat zu beſtimmen habe,
einen annehmbaren und wirkſamen Plan auszuarbeiten. Dem=
gemäß
ſchlägt der Vorſitzende des Rats die Einſetzung eines ge=
miſchten
Ausſchuſſes, beſtehend aus Vertretern des Finanzkomitees
und den vom Rat zu ernennenden Sachverſtändigen, vor. Zum
Schluß wird in der Entſchließung die öſterreichiſche Regierung
aufgefordert, alles zu tun, um ihre finanziellen Verpflichtungen
weiter zu erfüllen. Der Völkerbundsrat ſei überzeugt, daß die
öſterreichiſche Regierung ſich der freien und der verbindlichen
Verpflichtungen, die ſie gegenüber dem Völkerbund eingegangen
ſei, bewußt bleiben werde.
Oeſterreich ſtellt Transfer=Morakorium in Ausſicht.
Für Oeſterreich erklärte Präſident Dr. Kienböck, die öſter=
reichiſche
Regierung ſei ſich der beſonderen Stellung der Völker=
hundsanleihen
wohl bewußt. Die beiden nächſten fälligen Be=
träge
des Zinſendienſtes ſeien auch ſichergeſtellt. Selbſt wenn
Oeſterreich gezwungen ſei, ſich vorübergehend
lür ein allgemeines Transfermoratorium zu
entſcheiden, ſo könnte es ſich bei der Völkerbundsanleihe nur
um die Einſtellung vorläufiger Transaktionen für den Dienſt des
kommenden Jahres handeln.
Als Vertreter des Finanzkomitees des Völkerbundes hob
Dr. Kempner=Berlin die ungeheure Verantwortung hervor, die
der Völkerbund, dadurch hat, daß mehrere Staaten, darunter
Oeſterreich, vor der Gefahr vollſtändiger Er=
ſchöpfung
ſtehen. Der Völkerbund dürfe nicht untätig blei=
ben
, ſonſt würde eine Verſchlimmerung der gegenwärtigen Kriſe,
unter der die Welt leide, die Folge ſein.
Deutſches Minderheikenſchickſal.
Polens Agrarreform unter der Lupe.
Deutſcher Prokeſt vor dem Rak gegen die Poloni=
ſierung
deutſcher Güker in Oſt=Oberſchleſien.
Genf, 21. Mai.
Der Völkerbundsrat hat heute zu den Agrarpetitionen Stel=
lung
genommen, die von der deutſchen Minderheit in Polen ſeit
dem Jahre 1932 wiederholt eingebracht worden waren. Auf An=
trag
der deutſchen Regierung iſt dieſe Angelegenheit, die für die
Zukunft des Deutſchtums in den abgetretenen öſtlichen Gebieten
von großer Bedeutung iſt, aus den Geheimberatungen des
Dreierkomitees nunmehr in die öffentlichen Verhandlungen des
Rates gerückt worden.
Um dieſe Angelegenheit nunmehr endgültig und einwandfrei
zu klären, hat der Völkerbundsrat auf Vorſchlag des Bericht=
erſtatters
die Einſetzung eines Komitees beſchloſſen, das bis zur
nächſten Ratstagung im September hierüber einen Bericht vor=
legen
ſoll.
Es iſt von beſonderer Bedeutung, daß dieſes Komitee bei der
Durchführung der ihm geſtellten Aufgabe nicht auf die einſeitigen
Erklärungen der polniſchen Regierung angewieſen iſt, ſondern daß
es das Recht hat, frei gewählte Sachverſtändige hierbei heran=
zuziehen
. Das Komitee wird insbeſondere feſtzuſtellen haben,
daß die Praxis der polniſchen Regierung hinſichtlich der Anwen=
dung
der Agrareform im Widerſpruch mit den Feſtſtellungen
eines Völkerbundsorganes ſteht.
Der deutſche Vertreter im Völkerbundsrat, Botſchafter von
Welczek, umriß in einer in deutſcher Sprache gehaltenen Rede
das Problem in großen Zügen und legte die Gründe dar, die
die deutſche Regierung dazu geführt haben, dieſe Angelegenheit,
die eine Lebensfrage für die deutſche Minderheit in Poſen und
Pommerellen darſtelle, vor das Forum des Rates zu bringen.
Er gab der Erwartung Ausdruck, daß bis zur Entſcheidung des
Rates in dieſer Angelegenheit keine Verſchlechterung der Lage
der deutſchen Minderheit eintrete.
Nach Auffaſſung der deutſchen Regierung hätte der Beſchluß
des Dreierkomitees ſich in der Praxis dahin auswirken müſſen,
daß deutſcher Minderheitenbeſitz überhaupt nicht mehr zur Agrar=
reform
herangezogen werden dürfte, bis das feſtgeſtellte Mißver=
hältnis
ausgeglichen ſein würde.
Jede Ratsmacht habe nicht nur das Recht, ſondern auch die
Pflicht, eine Verletzung oder drohende Verletzung eines Minder=
heitenrechts
vor den Rat zu bringen, auch wenn eine Beſchwerde
der betreffenden Minderheit ſchon vor einem Dreierkomitee an=
hängig
ſei.
Die Debatte wurde mit der Annahme des Berichts geſchloſſen.

Die Woche.
Die Schüſſe, denen der japaniſche Miniſterpräſident Inukai
zum Opfer fiel, drohen der geſamten Weltpolitik eine außer=
ordentlich
unheilvolle Wendung zu geben, und man wäre faſt
verſucht, gewiſſe geſchichtliche Vergleiche anzuſtellen. Auch der
Weltbrand 1914 wurde durch Revolverſchüſſe entzündet. Die
Zeiten, zu denen ein Konflikt in Oſtaſien die Völker Europas
nicht allzuſehr zu beunruhigen brauchte, ſind längſt vorüber.
Die Welt iſt klein geworden, und jeder ernſte Konflikt zwiſchen
zwei Großmächten birgt heute die Gefahr in ſich, auf alle zivili=
ſierten
Völker überzugreifen.
Wie unmittelbar uns die Entwicklung der Dinge in Oſt=
aſien
berührt, haben wir an dieſer Stelle ſchon vor Monaten
eingehend erörtert. Das unter der Weltwirtſchaftskriſis beſon=
ders
ſchwer leidende Japan ſucht zwangsläufig neues Sied=
lungsland
für ſeine ſtändig wachſende Bevölkerung, eine neue
Rohſtoffbaſis für ſeine noch verhältnismäßig junge Induſtrie.
Beides würde es in der Mandſchurei finden. Der Sprung nach
dem oſtaſiatiſchen Feſtland hinüber iſt kein Abenteuer, ſondern
eine wohl vorbereitete Aktion größten Stils. Was mit dem
Frieden von Portsmouth begann, ſoll jetzt vollendet werden.
Vor ungeheuer ernſten Entſcheidungen ſteht wieder einmal die
Welt. Die Mandſchurei gehört, oder richtiger geſagt, gehörte bis
zum Einmarſch der Japaner in dieſem Winter den Chineſen.
Aber der eigentliche Gegner Japans iſt nicht
das durch jahrelange Bürgerkriege zerrüttete
und militäriſch ohnmächtige China ſondern
Rußland. Unhaltbar wäre Japans Stellung in der Man=
dſchurei
, ſolange noch über Wladiwoſtok das blutrote Banner
mit dem Sowjetſtern weht. Und wenn nicht das ſtrategiſche
Ablenkungsmanöver gegen Schanghai infolge des unerwartet
zähen Widerſtandes der Chineſen ſo viele Opfer und insbeſon=
dere
ſo viel Zeit gefordert hätte, hätten möglicherweiſe ſchon die
Kanonen am Baikalſee das entſcheidende Wort geſprochen.
Unter dem Druck der Großmächte hatte ſich das Miniſterium
Inukai entſchloſſen, zunächſt noch den Weg der Verhandlung
zu gehen. An dem Tage, an dem ſich die erſten japaniſchen
Landungstruppen in Schanghai wieder einſchifften, wurde
Japans Miniſterpräſident ermordet, ermordet von Mitgliedern
einer der vielen patriotiſchen Geſellſchaften, die es in Japan
gibt, und die meiſt aus Offizieren, Reſerveoffizieren und poli=
tiſchen
Fanatikern beſtehen, und die über einen außerordentlich
ſtarken Einfluß verfügen. Inwieweit dieſe Geheimgeſellſchaften
in der öffentlichen Meinung einen Rückhalt zu haben glauben,
geht am deutlichſten aus der Tatſache hervor, daß nach der jetzt
ein halbes Jahr zurückliegenden Ermordung des Finanzmini=
ſters
Inouye in Tokio Liſten zirkulierten, auf denen die von
den Geheimgeſellſchaften zum Tode Verurteilten namentlich auf=
geführt
waren! Bezeichnend für dieſe Verhältniſſe, daß Inukai,
der bei einer Beſprechung in ſeinem Arbeitszimmer ermordet
wurde, eine Panzerweſte trug. Alles das mag für europäiſche
Begriffe unfaßbar ſein, aber wir müſſen auch in Europa mit
den Tatſachen rechnen, wir müſſen damit rechnen, daß die
japaniſche Armee, auch wenn ſie vielleicht nicht unmittelbar für
die Ermordung Inukais verantwortlich gemacht werden kann,
die japaniſche Regierung effektiv geſtürzt hat, und daß ſie auf
die Geſtaltung der Zukunft einen entſcheidenden Einfluß ausüben
wird. Da die japaniſche Verfaſſung verlangt, daß der Kriegs=
miniſter
ein aktiver General iſt, hat die Armee jeder Zeit die
Möglichkeit, auf durchaus legalem Wege eine ihr nicht genehme
Regierung zu verhindern. Die Nachrichten der letzten Tage
zeigen deutlich, daß die japaniſche Generalität gewillt iſt, die in
ihre Hände gegebene Macht nunmehr im Sinne einer aktiviſti=
ſchen
Politik einzuſetzen. Seit Jahren ſpricht die Sowjet=Preſſe
von angeblichen Angriffsabſichten der kapitaliſtiſchen Welt gegen
Rußland. Das geſchah in der Hauptſache, um die Stimmung
im eigenen Lager etwas zu beleben. Aber derartige Praktiken
ſind niemals ganz unbedenklich, und jetzt, wo man von Moskau
aus wiederum Alarm ſchlägt, geht es den ruſſiſchen Macht=
habern
wie dem Hirtenknaben in der bekannten Fabel, der mit
dem Rufe: der Wolf kommt, ſo oft das Dorf unnötig alar=
miert
hatte, daß ihm ſchließlich, als der Wolf wirklich in die
Herde einbrach, niemand zur Hilfe kam. Jetzt iſt Rußland
wirklich von Oſten her bedroht, und es iſt keineswegs mit auch
nur einiger Sicherheit vorauszuſehen, ob die rote Armee bei
den rieſigen Entfernungen und den ungeheuren Schwierigkeiten
des Nachſchubs in der Lage ſein wird, ſich eines japaniſchen
Angriffes wirkſam zu erwehren.
Welche Rolle die Franzoſen bei dem ganzen diplomatiſchen
Spiel hinter den Kuliſſen geſpielt haben, dürfte allgemein be=
kannt
ſein. Wir haben ſeit Monaten immer wieder darauf hin=
gewieſen
, wie Frankreich Japan bei jeder Gelegenheit diplo=
matiſch
und auch finanziell unterſtützt hat. Natürlich nicht aus
lauterer Freundſchaft für die Japaner, ſondern wegen der
eigenen politiſchen Ziele in Europa. Die Verwicklung Rußlands
in einen Exiſtenzkampf im Fernen Oſten befreit Polen von
jedem Druck auf ſeine Oſtgrenzen, und was das wiederum für
uns bedeutet, wiſſen wir leider nur zu gut, auch ohne die
Reden des Herrn Padarewſki und ſeiner Geſinnungsfreunde.
In Warſchau und Prag wittert man ſcheinbar Morgenluft, und
die Nichtratifizierung der zwiſchen Rußland und einer Reihe
von Randſtaaten abgeſchloſſenen Nichtangriffspakte beleuchtet
grell die ernſte Lage.
Ob wir unter dieſen Umſtänden Anlaß haben, mit allzu
großen Hoffnungen nach Lauſanne zu reiſen, muß leider mehr
als fraglich erſcheinen, und es iſt ſchwer verſtändlich, daß der
Kanzler ſeine ganze Politik offenbar lediglich auf die kom=
mende
Reparationskonferenz einſtellt. Das iſt einmal ein Nach=
teil
, da durch Aeußerungen, wie z. B. die von den letzten
hundert Metern vor dem Ziel, im deutſchen Volk, das nun ein=
mal
außenpolitiſch nur allzu ſehr zu Illuſionen neigt, Hoff=
nungen
erweckt werden, die ſich nachher nicht erfüllen, und es
hat den weiteren ernſten Nachteil, daß unſere innerpolitiſche
Lage dadurch immer verworrener wird. Es muß ſelbſtverſtänd=
lich
das Beſtreben des Kanzlers ſein, gerade in dieſen Wochen
die außenpolitiſche Führung nach Möglichkeit vor Störungen
von der Innenpolitik her zu bewahren, und darin ſollten ihn
alle Parteien, inſonderheit ſoweit ſie ſich zum nationalen Ge=
danken
bekennen, nach Kräften unterſtützen. Das letztere iſt ja
nun aber leider nicht der Fall, und ſo wirkt die unter anderen
Verhältniſſen ſicherlich richtige Vertagung aller wichtigen inner=
politiſchen
Entſcheidungen nicht gerade günſtig für die Stellung

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Seite 2 Nr. 141

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des Kabinetts. Wenn ſo wichtige Miniſterien, wie das Reichs=
wehrminiſterium
und das Wirtſchaftsminiſterium Tage und
Wochen lang unbeſetzt bleiben, macht das nach außen hin nun
einmal keinen erhebenden Eindruck. Es iſt unbeſtreitbar, daß
die Stellung der Reichsregierung und aus außenpolitiſchen
Gründen iſt das bedauerlich längſt nicht mehr ſo ſtark iſt
wie noch vor einigen Monaten.
Umſo bemerkenswerter iſt es unter dieſen Umſtänden, daß
die Nationalſozialiſtiſche Partei offenbar bemüht iſt, den all=
mählichen
Uebergang von der Oppoſition zur gouvernementalen
Einſtellung zu finden. Auf dieſem Wege bedeutete die Straſſer’ſche
Reichstagsrede vor Pfingſten einen wichtigen Schritt. Aber
gerade dieſe Rede dürfte in Wirtſchaftskreiſen recht ſtarke Be=
ſorgniſſe
ausgelöſt haben. Herr Straſſer ſprach nicht ſehr freund=
lich
über die deutſche Wirtſchaft, und er ſprach auch von der
breiten Front und der Gemeinſamkeit des anti=
kapitaliſtiſchen
Denkens in den politiſchen Gruppen.
Man kann ſich mit einem ſolchen Programm naturgemäß nicht
in wenigen Zeilen auseinanderſetzen. Hier ſei nur eine charak=
teriſtiſche
Stelle herausgegriffen: Der Staat muß nie fragen:
Haben Sie das Geld dazu. Für Arbeitsbeſchaffung gibt es
immer Geld. Der Staat muß nur fragen: Wo habe ich das
Geld einzuſetzen? Dieſe Aeußerung iſt im Rahmen der
Straſſer’ſchen Rede durchaus verſtändlich und folgerichtig. Aber
ſie erinnert leider nur allzuſehr an all die tauſend Verſuche,
die Wirtſchaft anzukurbeln, die wir trotz aller Warnungen
wvährend dieſer letzten Jahre wieder und wieder erlebt haben,
und die letzten Endes auch ihr Teil mit dazu beigetragen
haben, uns wirtſchaftlich dahin zu bringen, wo wir heute
ſtehen. Es gibt eben auch in der Wirtſchaft eine Geſetzmäßig=
keit
, die man nicht ungeſtraft außer acht laſſen kann, und wir
in unſerer heutigen Lage würden mit dem Verſuch des ſeligen
Münchhauſen, uns am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu
ziehen, zweifellos weniger Erfolg haben als er. Wir müſſen
endlich einmal in Deutſchland den Mut aufbringen, der grau=
ſamen
Wirklichkeit auch auf wirtſchaftlichem und ſozialem Ge=
biet
ins Auge zu ſehen, und je eher das geſchieht, um ſo beſſer
wird es für das deutſche Volk ſein.
Die Kreiſe aber, die grundſätzlich an der Privatwirtſchaft
feſthalten, haben allen Anlaß, ſo nachdrücklich wie möglich für
eine politiſche Vertretung ihres Standpunktes Sorge zu tragen.
Man mag über den Sozialismus des Herrn Straſſer denken
wie man will, es iſt doch eine unbeſtreitbare Tatſache, daß das
deutſche Bürgertum, daß der deutſche Handwerker und Gewerbe=
treibende
, daß der deutſche Bauer trotz aller Nöte der Zeit
heute wie ſtets grundſätzlich auf dem Boden der individualiſti=
ſchen
Privatwirtſchaft ſteht. Wenn er ſeinen alten politiſchen
Vertretungen jetzt den Rücken gekehrt hat, ſo wird er eine neue
Vertretung ſeines Standpunktes ſuchen müſſen. Man wird
aller Vorausſicht nach bei den Heſſen=Wahlen den Verſuch
machen, die politiſche Einigung des Bürgertums, die ſeit Jah=
ren
immer wieder gefordert wurde, zur Tatſache werden zu
laſſen. Die heſſiſche Wirtſchaft dürfte alle Veranlaſſung haben,
ſich nachdrücklichſt für ein erfolgreiches Gelingen dieſes Ver=
M.
ſuches einzuſetzen.

Hafkenklaſſung
des Schaltals Meyer und des Reichsdeutſchen Beckers.
Memel, 21. Mai.
Der bekannte Führer der Memelländiſchen Volkspartei,
Schulrat Meyer, der ſeit Wochen in Haft war, iſt am Freitagabend
freigelaſſen worden, nachdem der Unterſuchungsrichter die Vor=
unterſuchung
abgeſchloſſen und Schulrat Meyer eine Kaution von
3000 Lits geſtellt hatte. Schulrat Meyer wurde beim Verlaſſen
des Gefängniſſes von Oberbürgermeiſter Brintlinger und ver=
ſchiedenen
Führern der Mehrheitsparteien begrüßt. Der Unter=
ſuchungsrichter
hat ferner angeordnet, daß der Reichsdeutſche Bek=
kers
gegen Stellung von 3000 Lit Kaution bis zum Beginn des
Prozeſſes auf freien Fuß zu ſetzen iſt. Beckers hat ſich jedoch ver=
pflichten
müſſen, Litauen bis zum Verhandlungsbeginn nicht zu
verlaſſen.
Die 2.B.P. Heſſens für bürgerliche Sammlung.
Der Wahlkreisvorſtand der Deutſchen Volkspartei in Heſſen
trat am Samstag nachmittag in Frankfurt a. M. zuſammen, um
zu den kommenden Landtagswahlen Stellung zu nehmen. Er be=
kannte
ſich zu einer bürgerlichen Sammlungspolitik auf breiteſter
Grundlage und billigt die bereits in dieſer Hinſicht in Gang be=
findlichen
und weiter zu führenden Verhandlungen.

Ein deutſches Tierparadies.
Von Paul Eipper.
Vor fünfundzwanzig Jahren, im Mai 1907 übergab der
Hamburger Tierhändler Carl Hagenbeck ſeinen Stellinger Park
der Oeffentlichkeit und damit hat die Tierhaltung der ganzen
Welt eine Veränderung, die entſcheidende Veränderung
erfahren.
Die Idee ſelbſt mag in manchen Köpfen geſpukt haben; das
läßt ſich heute nicht mehr feſtſtellen. Aber Tatſache bleibt: Carl
Hagenbeck machte als erſter aus dem muſealen Käfigzoo den
natürlichen Freiluftpark der Tiere.
Hagenbeck liebte die Tiere, liebte ſie ſo ſehr, daß er ſein
ganzes Leben, alle ſeine Kräfte für ſie einſetzte. Wie oft bin
ich ſchon in der kleinen Villa mitten im Stellinger Tierpark
geſeſſen am Tiſch der greiſen Frau Kommerzienrat, der Witwe
des Tierpark=Gründers! Immer wieder erzählte mir dieſe, nur
den Jahren nach alte, ſonſt temperamentvoll=rüſtige, lebensfrohe
Frau, daß in ihrer langen Ehe immer zuerſt die Tiere, die
Tiere und noch einmal die Tiere beſtimmend waren für Carl
Hagenbeck.
Man glaube nicht, daß ſolch eine Umwälzung, wie ſie der
moderne und humane Tierpark darſtellt, über eine Nacht ver=
wirklicht
werden kann. Einundzwanzig Jahre ſchon war Carl
Hagenbeck praktiſcher Tierpfleger und Tierhändler, ehe das
Stellinger Tierparadies eröffnet wurde. Und mehr als ſieben
Jahre vergingen mit tatſächlichen Vorarbeiten, bis die öden
Kartoffeläcker zwiſchen Hamburg und Lokſtedt zu jenen Schluch=
ten
, Felſen, ſattgrünen Wieſen, zu japaniſchen Seelandſchaften
und Südpolbuchten umgeſtaltet waren, die der Tiergärtnerei der
ganzen Welt auch heute noch als Vorbild dienen.
In Leipzig und London, in Kopenhagen und in Rom (um
nur einige Beiſpiele zu nennen) ſind ſeither ſolche gitterloſen
Freianlagen für Raubtiere, für Affen, Mähnenſchafe und Stein=
böcke
, für Stelzvögel und Steppentiere gebaut worden. Unter
der tätigen Mitwirkung von Heinrich Hagenbeck, dem einen
Sohne des alten Carl, der mit ſeinem Bruder Lorenz heute in
Stellingen regiert, werden augenblicklich in Detroit (USA.), in
Paris, Prag, Oxford, Toledo und anderen Städten ganze
Tierpark=Neuanlagen nach Stellinger Muſter gebaut.
So beweiſen die Generationen Hagenbeck immerfort deutſche
Tichtigkeit, deutſche Schöpferkraft und deutſches Weſen draußen
in der Welt!
Es wäre noch vieles in dieſem Sinn zu erzählen, aber heißt
es nicht Eulen nach Athen tragen, wenn man berichtet, daß
in Stellingen die Zebras mit den Antilopen, Gnus, Straußen,

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Bom Tage.
Der Reichskanzler empfing geſtern den Feiſſall von Hedſchas
und Nedſchd, Vizekönig von Mekka, zur Entgegennahme des an
den Reichspräſidenten gerichteten Handſchreibens ſeines Vaters.
des Königs Ibn Saud.
Im Anhaltiſchen Landtag wurde der Regierungsrat a. D.
Freyberg aus Quedlinburg zum Miniſterpräſidenten und Mini=
ſterpräſident
a. D. Dr. Knorr=Deſſau zum Staatsminiſter gewählt.
Freyberg iſt Nationalſozialiſt, Dr. Knorr Deutſchnationaler.
In Waltershauſen kam es am Freitag zu Erwerbsloſen=
demonſtrationen
. Die Polizei wurde beſchoſſen, ſo daß ſie das
Feuer erwidern mußte. Sieben Polizeibeamte wurden zum Teil
ſchwer verletzt. Von den Demonſtranten wurden 12 Perſonen,
ausnahmslos der Kommuniſtiſchen Partei angehörig, ſchwer ver=
letzt
. Der Fabrikarbeiter Oskar Kaufmann iſt ſeinen Verletzungen
bereits erlegen. Bisher wurden 15 Perſonen feſtgenommen.
Wegen der ungünſtigen Geſtaltung der Staatseinnahmen hat
die rumäniſche Regierung beſchloſſen, den noch immer fälligen
Maigehalt der öffentlichen Beamten nur zur Hälfte auszuzahlen;
die andere Hälfte wird, falls es die Staatskaſſe erlaubt, Anfang
Juni zur Auszahlung gelangen.
Seit Freitag nacht laufen in Sofia ſchwer kontrollierbare Nach=
richten
über einen Generalſtreik in Griechenland um, und im Zu=
ſammenhang
damit über blutige Straßenkämpfe in Städten Grie=
chiſch
=Mazedoniens und Thraziens, die die Folge von Aufſtänden
bewaffneter Tabakarbeiter ſein ſollen.
Miniſterpräſident Venizelos kündigte am Samstag in der
Kammer den Rücktritt der griechiſchen Regierung an.
Die Fraktion der belgiſchen Frontpartei (flämiſche Nationa=
iſten
) hat heute den Abgeordneten Wat Hermans ausgeſchloſſen,
weil er ſich der revolutionären fasciſtiſchen Richtung des Gewerk=
ſchaftsführers
van Severen genähert hat. Der Name Wat Her=
mans
iſt noch aus der Angelegenheit der Utrechter Dokumente
über die Pläne des franzöſiſchen und belgiſchen Generalſtabs in
Erinnerung.
Die zukünftige franzöſiſche Regierung wird auf alle Fälle unter
Herriots Führung ſtehen, der aller Wahrſcheinlichkeit nach auch das
Außenminiſterium übernimmt. Bemerkenswert iſt die Haltung der
Pariſer Rechtspreſſe, die nach der Bekanntgabe des außenpolitiſchen
Programms durch Herriot keinerlei Angriffe mehr gegen ihn
richtet.
Sir Eric Drumond, der im September von ſeinem Poſten als
Generalſekretär des Völkerbunds zurücktritt, wird Gerüchten zu=
folge
vorausſichtlich zum engliſchen Botſchafter in Paris ernannt
verden.

Krikik an den neuen Steuermaßnahmen.
Einige Berliner Abendblätter beſchäftigen ſich im einzelnen
mit den geplanten neuen Steuern zur Sanierung der Arbeits=
loſenfürſorge
.
Das Berliner Tageblatt meint, erfreulich ſehe das neue
Notprogramm nicht aus. Aber neue Steuern ſeien ſchließlich zu
erwarten geweſen. Wer noch ſoglücklich ſei, in einiger=
maßen
geſicherter Poſition arbeiten zu können,
werde angeſichts der Erwerbsloſennot auch dieſe
Abzüge verſchmerzen können.
Die D.A.3. ſchreibt von der weiteren Ueber=
drehung
der Steuerſchraube und fragt, warum nicht
Selbſtkoſtenſenkung und Verwaltungsreform?
Die Regierungskunſt beſtehe darin, mit dem Wenigen hauszuhalten
und nicht an die Stelle der Ausgabenſenkung in allen Etats und
bei allen Etatspoſitionen bürokratiſche Verſuche treten zu laſſen,
den Bürger immer weiter zu ſchröpfen. Wie könne man eigentlich
hoffen, ohne Verwaltungsreform und Verkleinerung des Verwal=
tungsapparates
ſowie ohne freie Wirtſchaft auf dem Gebiete der
Lohnpolitik verbunden mit einer Zollpolitik, welche die Ernäh=
rungskoſten
ſenke und der Induſtrie Märkte wiedergewinne, durch=
zukommen
?
Der Lokal=Anzeiger ſchreibt ebenfalls: Wieder neue
Steuern. Statt Reformen Stückwerk. Eine
deutſche Wirtſchaft, die nach den letzten Ausfuhr=
ziffern
faſt völlig auf den Abſatz im eigenen
Lande angewieſen ſei verliere rund 600 Mil=
lionen
Geld ihrer Kunden. Daß dieſe 600 Millionen den
Arbeitsloſen wieder zufließen, bedeute keine neue Kaufkraft. Die
Summe hätte ſich zu einem erheblichen Teil einſparen laſſen, wenn
die Reichsregierung die Kraft aufgebracht hätte, das Problem der
Arbeitsloſigkeit nicht nur bei der Beſchaffung der Mittel für die
Arbeitsloſen anzupacken, ſondern bei der Arbeitsbeſchaffung und
vor allem durch eine ſtraffe Organiſation der Arbeitsloſenhilfe
an ſich.
Die Börſenzeitung nimmt ebenfalls gegen die neuen Steuer=
pläne
Stellung und nennt die Maßnahmen ein erſchüttern=
des
Bild der vollkommenſten Hilfeloſigkeit. Die
nivellierenden Tendenzen der ganzen Finanz= und Steuerpolitik
des Kabinetts Brüning werden dadurch in geradezu ungeheuer=
licher
Weiſe verſtärkt.

Springböcken zuſammen über eine große Steppe ziehen, daß
etwa 400 Paviane über die Schroffen des roten Felſens
ſpringen, Löwen frei in einer Schlucht ſich bewegen, jeder
Deutſche weiß das, ſo wie auf der ganzen Welt, in Auſtralien
und bei den Eskimos, in China, am Kongo und in Kanada
der Name Hagenbeck eine deutliche Vorſtellung iſt.
Sehen wir lieber einmal hinter die Schaupanoramen.
Hagenbecks Tierpark iſt auch noch in einer anderen Hinſicht
ein durchaus einmaliges Unternehmen; er iſt eine rein
private Inſtitution ohne irgendwelche Unterſtützung aus öffent=
lichen
Quellen. Was das heißen will, wird in ſeinem ganzen
Umfang erſt klar, wenn man ſich nüchterne Zahlen beſieht.
Sechshundert Elefanten ſind während der letzten fünfund=
zwanzig
Jahre durch den Stellinger Tierpark gegangen, haben
kürzere oder längere Zeit dort gelebt. Weil aber Elefanten
großen Appetit haben, wurden im Tierpark (nicht auf der Reiſe,
wohlverſtanden) allein an die Elefgnten 2 Millidnen Pfund
Rüben verfüttert, etwa elf Millionen Pfünd Heu, über neun=
hunderttauſend
Pfund Kleie und mehr als zwei MMillionen
Pfund Hafer. Dazu kommen gegen dreiundvierzigtauſend
Zentner Stroh für ihr Nachtlagek! ag kann unſchwer aus=
rechnen
, welche Summen dadurch der Zeufſchen Landwirtſchaft
zugefloſſen ſind.
Aber dies iſt ja nur eine Tierart! Welche Poſten ſtehen
noch im Futterkonto des Stellinger Betriebes? Jahr um Jahr
werden 180 000 Pfund Fleiſch und 240000 Pfund Fiſche ge=
braucht
; ferner 20 000 Stück Bananen, 15 000 Eier, 20 000 Pfund
Erdnüſſe. Und dann die Kleinigkeiten, z. B. 22000 Liter Milch,
4700 Pfund Datteln, 9900 Pfund Sonnenblumenkerne, 7 000
Apfelſinen, 48000 Pfund Krabben, 5 500 Pfund Feigen, 55 000
Pfund Eicheln, ferner mehr als 500 Pfund Ameiſeneier und
Mehlwürmer. Ueber 200000 RM. beträgt der jährliche
Futteretat!
Gewiß, nicht alle dieſe Tiere bleiben dauernd in Stellingen;
denn neben dem Tierpark haben ja die Hagenbecks auch noch
eine Tierhandlung, betreiben und beliefern Zirkuſſe, Menagerien.
Aber die vorgenannten Zahlen bezogen ſich nur auf die Aus=
gaben
innerhalb des Parkes. Die Geſamtſpeſen des Hauſes
Hagenbeck laufen um drei Millionen RM. in jedem Jahr.
Man darf auch nicht vergeſſen, daß der Anſchaffungswert
der Tiere ſehr beträchtlich iſt, einerlei, ob ſie gekauft oder durch
eigene Fangexpedition aus den Heimatländern, in den Tropen
oder am Pol, von Hagenbeck=Reiſenden geholt werden. Da gibt
es eine Straße im Stellinger Tierpark, wo ein indiſches Panzer=
nashorn
, ſechs Flußpferde, drei Rhinos, fünf Giraffen und ſechs
Elefanten ſtehen, die einen Netto=Wert von 320 000 RM. haben.
Es iſt noch nicht entſchieden, worin die größte Bedeutung
des Hagenbeck=Unternehmens liegt: in der Tatſache, daß das
deutſche Volk daurch ein ziemlich getreues Abbild der frei=

Sonntag, 22. Mai 1

Amerikas Blotte bleibk im Skillen 93
in Erwarkung kriegeriſcher Ereigniſſe
im Fernen Oſten.
Waſhington, 21. D
Die Atlantik=Flotte der Vereinigten Staaten, deren Ri

nach New York für Juni vorgeſehen war, wird nach einer
teilung des Admirals Pratt bis zum Oktober im Stillen
verbleiben. Als Hauptgrund nennt der Admiral den Wun
Flottenleitung, die geſamte Flotte der Vereinigten Staate
Einheit operieren zu laſſen. Außerdem würden naturgemäß
ſeits finanzielle Erſparniſſe und andererſeits eine Erhöhun
Wirkſamkeit der Flotte erzielt werden. Admiral Pratt
ehe er dieſe Erklärung abgab, eine Konferenz mit Staatsſe
Stimſon. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, daſ
Maßnahme der amerikaniſchen Marineleitung mit der La
Fernen Oſten in Zuſammenhang zu bringen iſt.

Dikkakur=Kabinekk in Japan?

ſe

Tokio, 21. M
Die Bemühungen um die Kabinettsbildung ſind bish
folglos geblieben. Innenminiſter Suzuki beſteht auf der B
einer konſtitutionellen Regierung aus Mitgliedern der kor
tiven Partei. Dieſer Forderung widerſetzt ſich bisher Krieg=
ſter
Araki aufs entſchiedenſte. Die Ausſichten, daß der Nati.
Hironuma mit der Bildung eines Diktatur=Kabinetts betrau
den wird, haben ſich demzufolge verſtärkt.

fi
ſex

Skeinwürfe gegen die Berliner japaniſche Bokſth

Berlin, 21. M
Vor dem Gebäude der japaniſchen Botſchaft verſamme=
in
den Mittagsſtunden eine größere Anzahl Kommuniſte
Niederrufe gegen Japan ausſtießen. Als der vor der Bo
poſtierte Polizeibeamte das Ueberfallkommando benachrie
wollte, wurden von den Demonſtranten durch mehrere Stein
zwei Fenſterſcheiben im Botſchaftsgebäude eingeworfen. Ei
monſtrant wurde feſtgenommen.

1000 amerikaniſche Bankiers
fordern Löſung des Kriegsſchuldenproblem=

New York, 21.
Etwa tauſend auläßlich der Jahrestagung des Natior ſet
bandes der Sparkaſſen hier verſammelte Bankiers forderte
ſofortige nach den Grundſätzen der Billigkeit erfolgende
des Kriegsſchuldenproblems. In einer Entſchließung, die
übermittelt wurde, wird die Ernennung einer Kommiſſio
geſchlagen, die Verhandlungen mit Schuldnerländern aufn
ſoll. Die Verſammlung ſtimmte zugleich den kürzlichen ähl
Vorſchlägen der Eiſenbahnerverbände zu.

Ausſchluß des Haupkſchrifkleiters des Hambu
Tageblatts aus der NSDAP.
Hamburg, 21.
Der Hauptſchriftleiter des nationalſozialiſtiſchen Ham g
Tageblatts, Dr. Albert Krebs, verſandte heute eine Erkl
nach der Hitler ihn von ſeinem Poſten als Hauptſchriftleite
fernt und ihm den Ausſchluß aus der Partei angekündigt

Dr. Krebs erklärt hierzu u. a., Hitler gebe als Grund der

nahme einen Angriff auf General Schleicher an, der vor c
Tagen im Hamburger Tageblatt erſchienen iſt. Die NS.
dulde keinen Menſchen in ihren Reihen, die
ſtändig denken und den Ergebniſſen dieſes
kens Ausdruck zu geben wagen.

lebenden Tierwelt bekam, in der anſchaulichen Belehrur
Jugend, oder in der Bereicherung der Wiſſenſchaft.
Hagenbeck ſind nämlich u. a. die Wildpferde Aſiens, die
Elefanten und Rieſen=Pinguine des Südpols und die libe
Zwergflußpferde zum erſten Male der europäiſchen For
ebend zugeführt worden.
Jedenfalls aber können wir uns von Herzen darüber
daß auch in dieſer wirtſchaftlich bitterſten Zeit Deutſ
durch Hagenbecks Idealismus und Tüchtigkeit führend
dem Gebiete der Tierhaltung.

Robert Reininger, Das pſycho=phyſiſche Problem.. Verlag
helm Braumüller, Wien.
Die ausführlichen erkenntnistheoretiſchen Unterſuch
des Buches gelten nicht ſo ſehr den Beziehungen zwiſcher
und Seele, als vielmehr der Unterſcheidung des Phyſiſche
Pſychiſchen überhaupt. Die Grundlagen dieſer Unterſche
werden tiefer als gewöhnlich zu ſehen verſucht: nicht
Entgegenſetzung der Außenwelt zu den Bewußtſeinserſch
gen, ſondern in Differenzierungen der Bewußtheit ſelbſt.
nicht infolge der bloßen Bewußtheit, ſondern erſt auf
des ſeeliſchen Selbſtbewußtſeins der höheren Organismen
den ſich Außenwelt und Innenwelt.
Die Schwierigkeiten für das Verſtändnis des Buches
nicht in Bezeichnungen und Wortbegriffen, durch die
allgemeinen fachphiloſophiſche Abhandlungen dem Verſteh
Laien entziehen; ſie liegen auch nicht im Erfordernis
Vorkenntniſſe. Was vom Leſer verlangt wird, iſt ſchwi
nämlich ſich von naiv Gewohntem und Vertrautem freizur
und ſich gewiſſermaßen ganz urſprünglich und unvoreine
men auf das Unmittelbare des Bewußtſeins zurückzuziehe
von hier aus die Dinge mit neuen Augen anzuſehen
Verfaſſer ſagt dazu mit Recht: Wahre Einfachheit und
fangenheit pflegen in allen menſchlichen Dingen nicht das
und Leichteſte, ſondern das Letzte und Schwerſte zu ſei
Das Buch iſt ein bedeutender Beitrag zu der behan
Frage, deren Klärung hier erreicht und deren Löſung
gehend vorbereitet wird

N. Iljin: Fünf Jahre, die die Welt verändern
Bildern. Kart. 2,50 RM., Leinen 3,75 RM. Malik=Verla=

280

lin. Dieſe für das Ausland Amerika und England
ſchriebene Erzählung vom großen Plan liegt nunmehr d.
deutſcher Ueberſetzung vor. Der Verfaſſer, ſowjetruſſiſche
genieur und Mitarbeiter des Fünf=Jahresplanes, verleugne
ſeinen Beruf; einfach, ohne ökonomiſche Breitſpurigkeit u
gründung, baut er, auf die ſozialen Spannungen rechnend,
menreicher Sprache ein Monument zu Ehren des Fun
planes der UdSSR. Die Photos Vorher und Nachher,
ſchickt montiert. Selbſtverſtändlich, daß die Aufforderung
deutſchen Leſer, es den ruſſiſchen Bolſchewiſten nachzutun=
fehlt
.

[ ][  ][ ]

tag, 22. Mai 1932

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 141 Seite 3

(tritt der preußiſchen Regierung.
r dem Zuſammenkrikk des neuen Landkags.
Berlin, 21. Mai.
preußiſche Miniſterpräſident Braun hat an den Präſi=
ges
Landtages ein Schreiben gerichtet, in dem er mit=
die preußiſchen Staatsminiſter ihre Aemter zur Ver=
ſtellten
, nachdem die Wahlperiode des alten Landtags
Mai abgelaufen iſt. Das Schreiben, das vom 19. d. M.
iſt, enthält weder eine Begründung, noch die Mittei=
das Kabinett Braun die Geſchäfte weiterführe. Die
Erklärung iſt allerdings überflüſſig, da die Regierung
iſt, bis zur Neuwahl des Miniſterpräſidenten die Ge=
weiterzuführen
. Das Kabinett Braun iſt damit formal
treten. Das Schreiben des Miniſterpräſidenten wird bei
nentritt des Preußiſchen Landtages von dem Alters=
iten
verleſen werden.
Die erſte Aufgabe des neuen Landkags
un darin beſtehen, ſich ein Präſidium zu wählen. In
eiten Hälfte der kommenden Woche ſollen die Abgeord=
ann
an die Wahlurne treten, um ihre Stimmen für den
ger Otto Brauns abzugeben. Bis zu dieſem Akt wird
im Landtag ſchon Kämpfe um die Zuſammenſetzung
äſidiums gegeben haben. Irgendwelche Zweifel beſtehen
nicht, daß die Nationalſozialiſten ihren Kandidaten,
g. Kerrl, durchbringen werden. Etwas anders ſieht es
nit den Stellvertretern aus. Die Sozialdemokraten haben
ch auf den Poſten des erſten Vizepräſidenten. Das Zen=
zill
den zweiten Vizepräſidenten ſtellen. Die National=
en
haben aber ſchon jetzt durchblicken laſſen, daß ihre
z den anderen Parteien gegenüber von der Abſtimmung
Präſidentenwahl abhängt. Da es bisher üblich war, daß
er ſtärkſten Partei anſtandslos den Präſidenten über=
öchten
wir annehmen, daß auch die Sozialdemokraten
erwinden und für den nationalſozialiſtiſchen Abgeord=
immen
werden. Man hört aber bereits aus dem natio=
liſtiſchen
Lager, daß es noch nicht ganz ausgemacht
b nun die Nationalſozialiſten ihrerſeits dem ſozialdemo=
n
Vizepräſidenten ihre Stimme geben werden. Hier
vie erſte Klippe ſein, die nicht ganz leicht zu umſchiffen
rd. Bei der Wahl des erſten Vizepräſidenten wird ſich
unn endgültig herausſtellen, ob überhaupt Ausſicht da=
handen
iſt, daß dieſer Landtag arbeiten kann.
inge Ausſichken für eine Mehrheitsbildung.
einzige Mehrheitsbildung iſt durch die Erklärung Hitlers
rſchlagen. Das Zentrum hat auch inzwiſchen in ſeiner
nsſitzung feſtgeſtellt, daß es nur in Uebereinſtim=
mit
der Reichspolitik vorgehen wird. Hitler
ngt aber die Beſeitigung Brünings als ſicht=
Ausdruck des Syſtemwechſels. Daß aber das Zen=
den
Kanzler opfern wird, iſt nicht anzuneh=
die
wenig erfreulichen Ausſichten in Preußen ſind natürlich
prächsſtoff des Tages. Wir möchten annehmen, daß ſich der
ſchon einmal den Kopf darüber zerbrochen hat, wie ſich
ich, das zum größten Teil aus Preußen beſteht, verhalten
nn der Landtag arbeitsunfähig bleibt und eine ordentliche
ng nicht zuſtande kommt. Der Kanzler wird ſich auch ſchon
n mit der Zukunft in Preußen beſchäftigt haben, weil es
ein Geheimnis mehr iſt, daß Otto Braun nicht die geringſte
hat, länger als unbedingt erforderlich, an der Spitze des
fführenden Kabinetts zu bleiben. Unter dieſen Umſtänden
in die verſchiedenſten Anſichten über das künftige Verhält=
ſchen
Reich und Preußen. Gerüchte von einem
Reichskommiſſar für Preußen
wieder auf. Es werden auch Namen von Perſönlichkeiten
die zum mindeſten den Ehrgeiz haben, als Reichsver=
n
die Spitze Preußens geſtellt zu werden. Es werden ſogar
ingen beſtimmter Miniſter herumgereicht, wonach ſchon in
rer Zeit vom Reich her eine Klärung erfolgen wird, etwa
lt, daß die preußiſchen Miniſterien mit den Reichsmini=
zuſammengelegt
werden. Aber aus Bayern wird heftig ab=
Wie es ſcheint, hat die Bayeriſche Volkspartei in Berlin
Einſetzung eines Reichskommiſſars in Preußen abgeraten,
ie Bayern weniger an die preußiſchen Verhältniſſe, als an
glichkeit gedacht haben, daß ſie vielleicht ſelbſt einmal in
glichkeit kommen könnten, unter Reichsaufſicht zu geraten,
befürchten ſie jetzt ſchon, daß es dann mit der bayeriſchen
gatlichkeit zu Ende wäre. Ob es aber zur Einſetzung eines
ommiſſars für Preußen kommt, bleibt abzuwarten. Zunächſt
nmal das Experiment mit den Nationalſozialiſten durch=
twerden
. Immerhin iſt es nicht ausgeſchloſſen, daß die

Regierungsumbildung im Reich
im Schatten der preußiſchen Ereigniſſe vorgenommen werden
wird. Der Reichspräſident von Hindenburg wollte urſprüng=
lich
bis Ende Mai auf ſeinem Gut in Neudeck bleiben. Es ſieht
aber ſo aus, als ob er vielleicht doch ſchon Mitte der näch=
ſten
Wochewieder in Berlin iſt, um nicht nur den Bericht
des Kanzlers über die Kabinettsberatungen entgegenzunehmen,
ſondern auch mit ihm perſönlich die künftige Geſtalt des Kabinetts
zu beſprechen. An amtlicher Stelle wird zwar immer noch ver=

ſichert, daß lediglich Herr Dr. Goerdeler in das Wirtſchaftsmini=
ſterium
einzieht und Herr Groener endgültig mit dem Innenmini=
ſterium
betraut wird. Das große Rätſel bildet aber das Reichs=
wehrmi
iſterium, für das immer noch Herr Schleicher genannt
wird. Es darf dabei aber nicht vergeſſen werden, daß die Ernen=
nung
Groeners zum Innenminiſter nach wie vor in gewiſſen Krei=
ſen
auf heftigen Widerſtand ſtößt und daß außerdem die letzte
Reichstagstagung nur deswegen den Sturz Schieles nicht brachte,
weil die Sitzung vorzeitig aufflog. Ob der Kanzler ſein Kabinett
nur ergänzt, oder ob er es gründlich umbildet, die Entſcheidung
darüber liegt letzten Endes beim Reichspräſidenten.

Das Programm der Reichsregierung.
Sicherung der Arbeiksloſenhilfe durch Einführung der Beſchäftigkenſteuer und Berlängerung der Kriſen= und
Bürgerfteuer. Sozialpolikiſche Reformen. Arbeitsbeſchaffung. Ausbau des freiwilligen Arbeitsdienſtes.
rend die Kriſenſteuer und die Bürgerſteuer
Aoſchau der Kadinertsberätungen. zeitlich nur verlängert werden. Ernſthaft hatte doch
wohl niemand damit gerechnet, daß dieſe beiden Steuerarten

Berlin, 21. Mai.
Amtlich wird mitgeteilt:
Die mehrwöchigen, nur durch die beiden Pfingſttage unter=
brochenen
Beratungen des Reichskabinetts über die nunmehr in
Ausſicht zu nehmenden finanz=, ſozial= und wirtſchaftspolitiſchen
Maßnahmen konnten heute nachmittag in allen grundſätzlichen
Fragen in Uebereinſtimmung zum Abſchluß gebracht werden. Zu
den unter dem Vorſitz des Reichskanzlers Dr. Brüning ſtattge=
habten
Beratungen waren das Reichsbankdirektorium und, ſoweit
erforderlich, die drei Reichskommiſſare für Preisüberwachung,
Bankenaufſicht und die vorſtädtiſche Randſiedlung, ſowie der Vor=
ſtand
der Garantiebank hinzugezogen worden. Die Entſchließun=
gen
des Reichskabinetts fanden wertvolle Förderung durch neben=
hergehende
Beratungen mit den berufenen Vertretern der betei=
ligten
Bevölkerungskreiſe.
Das Geſamtprogramm erſtreckt ſich im weſentlichen auf die
endgültige Fertigſtellung und Abdeckung des Reichshaushaltsplanes
1932, die Sicherung der Arbeitsloſenfürſorge und andere ſozialpoli=
tiſche
Reformmaßnahmen ſowie auf ein Arbeitsbeſchaffungspro=
gramm
unter gleichzeitigem Ausbau des freiwilligen Arbeits=
dienſtes
.
Der Reichshaushaltsplan geht nunmehr dem
Reichsratzu, deſſen Beratungen unter Beteiligung der Reichs=
regierung
und der Finanzminiſter der deutſchen Länder demnächſt
beginnen werden. Die übrigen vorerwähnten grund=
ſätzlichen
Beſchlüſſe der Reichsregierung unter=
liegen
augenblicklich noch der endgültigen For=
mulierung
der zuſtändigen Stellen, mit der ſich das
Reichskabinett alsdann abſchließend im Anfang der kommenden
Woche befaſſen wird. Weitere Einzelheiten hierüber können im
Augenblick noch nicht mitgeteilt werden, da zunächſt ein Vor=
trag
des Reichskanzlers beim Herrn Reichsprä=
ſidenten
über das Geſamtprogramm im Laufe
der kommenden Woche ſtattfinden wird.
*
* Das Reichskabinett iſt nun endlich mit ſeinen langwie=
rigen
Beratungen über die Geſtaltung der Einnahmeſeite des
Reichsetats fertig geworden. Es hat bis zuletzt heftige
Kämpfe zwiſchen dem Reichsfinanzminiſter Dr.
Dietrich und dem Reichsarbeitsminiſter Steger=
wald
gegeben. Dr. Dietrich verlangte Sparmaßnahmen auf
breiter Front. Gegen neue Steuern ſträubte er ſich, weil der
Steuerausweis mit jedem Monat weitere Einnahmeausfälle er=
bracht
hat, alſo den Beweis dafür liefert, daß die Steuer=
ſchraube
überdreht iſt und die Steuerkraft des deutſchen Volkes
nicht mehr weiter geſteigert werden kann. Stegerwald wollte
jedoch von den ziemlich weitgehenden Sparmaßnahmen, die zu=
meiſt
in ſein Reſſort fielen, nichts wiſſen. Die Beſchlüſſe des
Kabinetts tragen alſo das Kennzeichen eines Kompromiſſes.
Der Arbeitsminiſter hat gewiſſe Reformen auf dem Gebiete der
Erwerbsloſenunterſtützung, alſo die Verbreiterung der
Kriſenfürſorge zugeſtanden. Dafür hat ſich der Finanz=
miniſter
mit der Einführung der Beſchäftigten=
ſteuer
einverſtanden erklären wüſſen. Es iſt eigentlich die
einzige Steuer, die neu aufgelegt wird, wäh=

zu den in den letzten Notverordnungen feſtgeſetzten Terminen
wieder verſchwinden würden. Von einer Ausdehnung
der Kriſenſteuer auf die Beamten iſt das Kabi=
nett
wieder abgekommen, weil die Beamten=
ſchaft
, die gleichzeitig auch zur Beſchäftigtenſteuer
veranlagt wird, dann einer doppelten Beſteuerung unter=
worfen
wäre. Die Beſchäftigtenſteuer ſoll alle Ein=
kommen
bis zu 3 600 RM. nicht erfaſſen. Sie
wird aber wahrſcheinlich auch auf die Beamten=
gehälter
ausgedehnt, die unter dieſer Grenze
liegen. Ueber die Erhebungsart ſind endgültige Beſchlüſſe
noch nicht gefaßt worden. Wahrſcheinlich werden die Kranken=
kaſſen
beauftragt, ſie gleichzeitig mit den Beträgen für die Ar=
beitsloſenverſicherung
einzuziehen.
Im Reichsfinanzminiſterium geht man jetzt daran, die
Durchführungsbeſtimmungen für die neuen Finanzmaßnahmen
auszuarbeiten. Die Beſchlüſſe des Reichskabinetts, ſollen in
einer Notverordnung über die Arbeitsloſen=
hilfe
zufammengefaßt werden. Insgeſamt werden im
neuen Etatsjahr für die Erwerbsloſen eine Summe von
3 Milliarden erforderlich ſein. 1,1 Milliarden ſchei=
den
von vornherein aus, weil ſie durch die Beträge der Ar=
beitsloſenverſicherung
einkommen. Der Reſt ſetzt ſich aus 325
Millionen zuſammen, die die Beſchäftigungsſteuer
erbringen ſoll, aus 45 Millionen, die ſich aus der Ver=
längerung
der Kriſenſteuer ergeben, aus 250 Mil=
lionen
, die das Weiterbeſtehen der Bürgerſteuer er=
bringt
, aus 680 Millionen, die die Gemeinden ſelbſt für die
Erwerbsloſen aufbringen, und aus 880 Millionen, die das
Reich aus Etatsmitteln zuſchießt. Die große Frage iſt aller=
dings
die, ob die von der Reichsregierung beſchloſſenen Maß=
nahmen
auch wirklich genügen. Wir nehmen vielmehr an, daß
vielleicht nach Ablauf eines halben Jahres von neuem das
ganze Problem angefaßt werden muß, weil ſich bis dahin dann
herausgeſtellt haben wird, daß die erhofften Steuereingänge
doch nicht zu erzielen ſein werden.
Enkkäuſchte Beamkenſchaft.
Der Reichsbund der oberſten Beamten hat aus Anlaß der in
der Tagespreſſe verzeichneten Gerüchte über angebliche Abſichten,
der Beamtenſchaft eine weitere Gehaltskürzung aufzuerlegen, ein
Telegramm an den Reichskanzler gerichtet, in dem er auf die
ſchweren Gefahren hinweiſt, die ſich aus einer weiteren Verſchlech=
terung
der wirtſchaftlichen Lage einer in ihrem Vertrauen zur
Reichsregierung durch eine etwaige veränderte Einſtellung der=
ſelben
enttäuſchten Beamtenſchaft ergeben müßten. In ähnlichem
Sinne hat ſich auch der Deutſche Beamtenbund an den Reichskanz=
ler
gewandt.
Schlechte Erfahrungen mit der Amſahſtener.
Berlin, 21. Mai.
Die Landesfinanzamtspräſidenten aus dem geſamten Reich
haben geſtern und heute im Reichsfinanzminiſterium getagt. Den
Vorſitz führte der Reichsfinanzminiſter ſelbſt, weil gerade in der
jetzigen Zeit engſte Fühlungnahme zwiſchen dem Miniſterium und
der Außenverwaltung dringend erforderlich iſt. Die Beratung
diente in erſter Linie der Umſatzſteuer, die bekanntlich im Winter
nicht nur erhöht worden iſt, ſondern auch wichtige Aenderungen
erfahren hat, und die noch nicht ſo eingeht, wie ſie ſollte.

Sind Hänger immer dick?

irrtümliche Anſchauung. Heldentenöre allerdings . ..
Schilddrüſe und Geſang.
Von Dr. med. Ernſt Schlohmann.
der Mediziniſchen Welt iſt ein leidenſchaftlicher ärztlicher
über eine Frage entſtanden, an der eine große Gruppe
lien ſehr lebhaften Anteil nehmen wird: die Sänger! Ein
or aus Hamburg wirft die bedeutſame Frage auf:
i macht das Singen fett?
nmer wieder höre man die törichte Antwort: das macht
efe Atmen. Eine tiefe Atmung fördert aber den Ver=
ingsvorgang
im Körper und müßte daher eine Ent=
herbeiführen
. Auch übermäßiger Alkoholgenuß, vermehr=
inger
und Mangel an Bewegung können unmöglich die
Urſachen ſein, denn der Profeſſor kennt eine große
von Sängern, die frei von allen dieſen Untugenden(ſind
otzdem einen heroiſchen aber vergeblichen Kampf gegen)
nehmende Körperfülle führen. Sollte etwa das viele gder
mäßige Singen die Tätigkeit der inneren Drüſen beein=
beſonders
die in nächſter Nähe des Kehlkopfes gelegene
drüſe? Die berühmteſten Fachleute, Halsärzte, Forſcher
bisher auf dieſe Fragen, die doch für alle Sänger,
rinnen und ihre Verehrer von größter Bedeutung ſind,
Auusreichende Erklärung gefunden.
n ſo wichtiger iſt es, was ein dreifacher Fachmann hierzu
en hat, Dr. Kurt Singer, Mediziner, Intendant des
hen Opernhauſes und Dirigent des Berliner Aerzte=
Zunächſt unternimmt er eine Ehrenrettung der Sänger
den Hamburger Profeſſor und die ſehr verbreitete öffent=
Neinung. Sind denn die Sänger wirklich alle fett?
wegs! Der dicke Sänger iſt heute die Ausnahme, der
lanke und ſchlanke die Regel geworden. Wenigſtens in
hland. Die Italiener ſind noch beim beleibten Sänger
geblieben. Zwar kann man uns den umfangreichen
Slezak entgegenhalten oder die maſſiven Baſſiſten
ſen und Fiſcher. Aber wenn man unſere berühmten Ber=
Jängerinnen einer kritiſchen Betrachtung unterzieht: Jvo=
Nemp, Novothna, Pfahl, Eiſinger, Alpar. Wie ſehen
92 Die Männer: Schlusnus, Graveure, Kipnis, Fideſſer,
jar, Tauber ſelbſt Bohnen: alle nicht fett, zwar hin
Mieder ein wenig unterſetzt, aber ſogar Wittrich und
ohne übermäßige Dickheit. Daher: ein Sänger muß durch=
icht
dick ſein!
ür bei den Hochdramatiſchen, den Heldentenören und dem
n Baß ſcheint Wohlbeleibtheit wohl zum Beruf zu ge=
Aber ſie werden nicht dick, ſie kommen ſchon gewiſſer=
als
Heldentenor auf die Welt, ihre körperliche Anlage

hat ſchon über ihre Sängerzukunft entſchieden, und als lyriſcher
Bariton oder als Soubrette und Koloraturſopran hat eine
athletiſch oder überreichlich angelegte Körperform wenig Aus=
ſichten
. Für den Baſſiſten iſt das Fett aber keine Gefahr, ſon=
dern
ein unbezahlbares Glück, denn wenn er abmagert oder
ſich künſtlich entfettet, ſo läuft er Gefahr, an Stimmenumfang,
Timbre und Kraft zu verlieren.
Aber immerhin, gewiſſe Schwierigkeiten erwachſen dem Sän=
ger
dennoch aus ſeiner Tätigkeit. Daß ſich der Bruſtumfang
durch fleißiges Singen um 6 bis 10 Zentimeter erweitert, iſt
natürlich nicht zu verwechſeln mit Fettwerden. Aber das Singen
als Beruf und Sport, dieſes gründliche Training der Lungen,
der Zwerchfell=Bruſt= und Bauchmuskelkorb, erhöht den Durſt
und Appetit und Schlafbedürfnis, wie nach einem körperlich
anſtrengenden Marſch oder Ritt. Mit anderen Worten: die Sän=
ger
haben immerhin die beſſere Ausſicht und Möglichkeit, fett
zu werden. Daß dabei auch Vorgänge der inneren Drüſentätig=
keit
eine Rolle ſpielen, kann man ſchon aus den bekannten
Veränderungen des Stimmorgans während der Entwicklungs=
jähre
, dem Stimmbruch, erſehen. Beſtimmte, beſonders anſtren=
gende
Geſangsmethoden (z. B. die ſogenannte Staumethode)
Fkönnen auch nach Singers Anſicht deutliche und meßbare Ver=
Fänderungen der Schilddrüſe verurſachen, aber über dieſe ſchwie=
rigen
Zuſammenhänge iſt noch nicht allzu viel bekannt.
Wer alſo nicht den Ehrgeiz hat, ſeine Sangesfreude auf
das Gebiet des Hochdramtiſchen zu begrenzen, der muß ſich keine
kosmetiſchen Sorgen machen. Singe, wem Geſang gegeben: es
ſtärkt den Appetit und weitet die Bruſt. Er kann ungeſtraft
auf der Tonleiter emporklettern bis zum ruhmvollen hohen C
des beneideten Stars ohne fett zu werden.
Die Gegner der Abrüſtung. Wer heute über Abrüſtung
ſchreibt, wird, wie die Dinge ſich entwickelt haben, leider zunächſt
immer an die Gegner der Abrüſtung denken. So eröffnet auch
Profeſſor Dr. A. Mendelsſohn=Bartholdy ſeine Artikelreihe zur
Abrüſtungskonferenz im neuen Jahrgang der Europäiſchen
Geſpräche‟ (Jan. /Febr. 1932. Verlag Dr. Walther Rothſchild,
Berlin=Grunewald) mit einer Betrachtung der Gegner der Ab=
rüſtung
, in deren Argumenten ſich jugendliche Ueberhebung und
ängſtliche Vergreiſung verwirrend durchkreuzen. Mit tiefem Ernſt
wird der heutigen Jugend vorgehalten, daß ſie ſelber nur der
Vorläufer einer neuen Jugend iſt und die Verantwortung trägt,
dieſe vor dem Schickſal einer Nachkriegsgeneration zu bewahren.
Der wahre Gegner der Abrüſtung iſt aber der Sicherheitskom=
plex
dieſer typiſche Ausdruck eines ſchlechten Gewiſſens des
Siegers , ebenſo wie die Bündnispolitik der Gegner jeglicher
Neutralität iſt und die Streitenden in einem möglichen künftigen
Krieg von vornherein in ungleiches Recht ſtellt. Ungleiches Dcht
bedingt ungleiche Rüſtungen. Der Aufſatz wird ergänzt durch zu
Ende geführte Zuſammenſtellung von offiziellen Erklä=
rungen
über die Stellung der einzelnen Mächte zur Abrü=
ſtungsfrage
. Zum zehnjährigen Papſtjubiläum bringt Maxi=
milian
Claar eine ſehr ſaubere Würdigung der Politik Pius Xl.

Von programmatiſcher Bedeutung iſt die Auseinanderſetzung mit
der Geopolitik, deren abſoluten Erklärungsanſpruch Dr. Forſt
de Battaglia energiſch beſtreitet, ohne ihre großen Verdienſte in
der Beiſtellung von Rüſtzeug zum politiſchen Handeln zu ver=
kennen
. Wie das vorliegende ſtattliche Heft werden auch die
weiteren Hefte in verſtärktem Umfange als Doppelhefte ausge=
geben
, um bei ungeſchmälerter Durchführung des bewährten Pro=
gramms
an Aufſätzen. Dokumenten. Beſprechungen, Biographie
und Zeittafel eine Ermäßigung des Abonnementspreiſes ( Hald=
jahr
bisher 12 RM., jetzt 8 RM.) bieten zu können.
Deutſchland in einem Bande für Bahn und Auto. 550 (XXX
und 520 Seiten), 26 Karten, 68 Pläne und eine große Stra=
ßenkarte
. 5. Auflage 1932. Leipzig, Karl Baedeker. 12.,50 RM.
In einer Zeit, in der das Reiſen ins Ausland für uns
Deutſche ſo ſchwer geworden iſt, wird ein Deutſchland=Handbuch
entſprechend dem vorgeſetzten Goethewort. Wer ſein Vaterland
nicht kennt, hat keinen Maßſtab für fremde Länder doppelt will=
kommen
ſein. In einem einzigen Bande iſt hier alles zuſammen=
gefaßt
, was für einen Reiſenden im ganzen Deutſchen Reiche
weſentlich und wichtig iſt. In inhaltreicher Kürze, in einer ſorg=
ſam
abgewogenen Darſtellung, die viel mehr bietet, als bloße
Aufzählung, wird dieſer Führer allen Anſprüchen des modernen
Reiſenden gerecht, ſeinen Intereſſen an Natur und Technik. an
Geſchichte und Kunſt. Dabei ſpürt man immer wieder etwas
Perſönliches durch und das Beſtreben, auch in der knappſten Form
anregend zu bleiben. Neben den Eiſenbahnen ſind in gleicher
Weiſe die Landſtraßen (etwa 38 000 Kilometer) beſchrieben und
außerdem in einer neuen, überſichtlichen Straßenkarte dargeſtellt.
die zuſammen mit der ſchönen Ueberſichtskarte auch einzeln zu
haben iſt. Auch die übrige reiche Ausſtattung mit mehr. als
neunzig muſtergültigen Karten und Plänen lohnt wie bei allen
Baedeker=Bänden allein ſchon die Anſchaffung des gehaltvollen
Buches.
Ewald Banſe,,Neue Illuſtrierte Länderkunde. 323 Seiten mit 31
ganzſeitigen Abbildungen, einem ſtatiſtiſchen und bibliographi=
ſchen
Anhang und 1 Karte. 8. Verlag Georg Weſtermann,
Braunſchweig.
Ein ausgezeichnetes geographiſches Handbuch, das außer dem
erdkundlichen auch das ethnographiſche, kulturelle, hiſtoriſche und
wirtſchaftliche Material in beſter Verarbeitung darbietet. Zum
erſten Male werden hier Landſchaft und Volksſeele der verſchiede=
nen
Räume der Erde ſozuſagen biographiſch behandelt. Die großen
Erdteilperſönlichkeiten, die bisher alle Welt als ſolche ſchon dunkel
empfunden, treten plötzlich grell beleuchtet vor unſere Augen.
Abendland und Morgenland. Indien und Oſtaſien, Negerafrika
und Welſchamerika und wie ſie ſonſt alle heißen. Dieſes Werk
bringt uns die Lebensgeſchichte dieſer neuentdeckten Erdteile und
umreißt ſie in ſcharf gezeichneten Linien, erfüllt ſie mit überraſchend
originell geſehenen Lichtern und Schatten. Volle Anſchaulichkeit
und Schriftſtellerkunſt haben ſich hier mit zuverläſſiger Wiſſenſchaft=
lichkeit
vereinigt und ein in allen gebildeten Kreiſen freudig auf=
genommenes
, wirklich nützliches Handbuch geſchaffen Es iſt
wohl die handlichſte und auch volkstümlichſte Geographie, die wir
augenblicklich haben und die in ihrer vorzüglichen Ausſtattung bei
dem den heutigen Verhältniſſen angepaßten niedrigen Preiſe viele
Leſer und neue Freunde in den Kreiſen der Gebildeten finden wird.

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Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 141 Seite 5

Heifk euren Mikmenſchen!
Hausſammlungen des Heſſ. Roten Kreuzes.
Am 17. d. M. haben die diesjährigen Hausſammlungen für
Heſſiſche Rote Kreuz begonnen. Die Sammler führen polizei=
beglaubigte
Sammelliſten und einen polizeilich abgeſtempel=
Ausweis des Heſſiſchen Roten Kreuzes mit ſich. Die Bevöl=
ng
wird herzlich gebeten, ihre Scherflein zu dem guten Werk
utragen. Was das Rote Kreuz alles zum Wohle in Not be=
licher
Volksgenoſſen leiſtet, dürfte genugſam bekannt ſein.
wirtſchaftliche Not dieſes Jahres ſtellt erhöhte Aforderungen
die Gebefreudigkeit unſerer Freunde und aller Menſchen, die
Herz für leidende Mitmenſchen haben, da einerſeits unſere
nahmen geringer ſind, andererſeits die Ausgaben mit der
er größer werdenden Bedürftigkeit ſtetig wachſen. Auch hat
Beteiligung des Roten Kreuzes an der Winterhilfe dazu ge=
t
. daß die für beſondere wohltätige Zwecke, zur Verfügung
nden Mittel knapper ſind als ſonſt. Deshalb wird gebeten,
der wirtſchaftlichen Notlage des Einzelnen einen Beitrag zu
n. und zwar gerade wegen der allgemeinen Notlage ſo hoch
möglich.
Schwerkriegsbeſchädigten=Fahrt durch den Odenwald. Der
emeine Deutſche Automobil=Club (ADAC.) hat die Opfer des
ges nicht vergeſſen und veranſtaltet alljährlich im Mai eine
gsbeſchädigtenfahrt. Der Starkenburger Automobil=
b
hat mit den in Betracht kommenden Kriegsbeſchädigtenver=
en
bereits die Organiſation ſeiner Fahrt getroffen, ſo daß
reibungsloſe Durchführung geſichert iſt. An 50 Wagen ſtehen
die Fahrt von 130 Schwerbeſchädigten durch den ſchönen Oden=
zur
Verfügung. Der Start findet am Sonntag, den 22. Mai,
m. 1.30 Uhr, vom Marktplatz aus ſtatt. Ein jeder Kriegs=
ädigter
erhält ſchon vorher Nummer und die Bezeichnung
Platzes des ihn befördernden Wagens. Die Fahrt geht von
mſtadt über Ober=Ramſtadt, Hahn, Wembach
den auf der Höhe bietet ſich ein herrlicher Rundblick nach Lich=
erg
und Otzberg ſodann nach Groß=Bieberau,
nsbach, Ober=Gerſprenz Vierſtöck. Auf der
ng ſoll ein Aufenthalt im ſchönen Grünen ſtattfinden. Die
erjahrt, geht nach Langen=Brombach, König, die
freie Straße entlang nach Mümling=Grumbach, Höchſt,
auf dem Rondell wieder ein Aufenthalt, um das ſchöne
lingtal zu genießen, ſodann nach Groß=Umſtadt. Die=
g
. Dort werden die Kriegsbeſchädigten bewirtet.
Jagdſchloß Kranichſtein. Das Teichgeflügel hat ſich neuer=
s
wieder vermehrt. Im ſogenannten Entenmuſeum, dem um=
eten
kleinen Teich, ſind nunmehr auch zwei ſchwarze auſtra=
Schwäne und zwei zahme Stockenten eingetroffen, die das
giſch ſo intereſſante Bild weſentlich bereichern. Auf dem
en Teich fallen die vielen japaniſchen Höckergänſe auf die
ſtillen Brutquartiere nunmehr verlaſſen dürfen und ſich der
heit auf der großen Waſſerfläche erfreuen. Die weißen
häne ſcheinen Brutabſichten zu haben, denn die Schwänin iſt
ſelten ſichtbar, und der männliche Schwan zeigt, entgegen
r ſonſt ſo liebenswürdigen Art, von Zeit zu Zeit Zornes=
illungen
. Die zahlreichen Zappen, die in früheren Jahren
ſcheu waren, haben ſich inzwiſchen auch an die Beſucher Kra=
eins
gewöhnt und ſind unfern des Ufers zu erblicken. Im
zurationsgarten blüht jetzt der Flieder in voller Ueppigkeit.
der Beſuch beſonders empfehlenswert iſt.
Allgemeiner Deutſcher Frauenverein, Ortsgruppe Darm=
Unſere nächſte Veranſtaltung iſt ein öffentlicher Vortrag am
stag abend im Muſikvereinsſaal. Herr Dr. Zeiger, der ver=
tvolle
Leiter der Städtiſchen Handelslehranſtalten, ſpricht
Der Gegenſatz weſt= und oſteuropäiſcher Wirtſchaft und
ur. (Näheres heutige Anzeige.)
Petrusgemeinde. Am Trinitatisſonntag, 9.30 Uhr, werden
Joh. Heinr. Rincks Variationen über Allein Gott in der
ſei Ehr aus deſſen Choralfreund zum Vortrag kommen,
Chriſtlicher Verein junger Männer Darmſtadt E.V. Eliſa=
nſtraße
17, Ecke Wilhelminenſtraße. Heute, abends 8.15 Uhr,
ilien= und Elternabend mit Geſang, Muſik und Deklamation.
rmann iſt herzlich eingeladen. Beſondere Einführung iſt nicht
derlich. Das Heim iſt jeden Tag ab 7 Uhr offen, auch Sonn=
bend
.
Heſſiſches Landestheater.

itag, 22 Mai

Mreite Hch
19. Ende nach 221 Uhr. Dſt. Volksb. C (16. Vſt.)
Gr. I bis IV. Tannhäuſer. Pr. 0.705.60 Mk.

tag, 23. Mar IKeine Vorſtellung.

Stäg, 24. Mat

19½, Ende gegen 23 Uhr. 4 23. Im weißen
Rößl. Preiſe 0.705.60 Mk.

Kleines Haus.

ntag, 22. Mai

20221 Uhr. Zuſatzmiete 1V 11. Der verlorene
Sohn. Hierauf: Oedipus. Preiſe 0.604.50 Mk.

tag, 23. Mat. Keine Vorſtellung.

Stag, 24. Mat. Keine Vorſtellung.
Heſſiſches Landestheater. Heute, Sonntag, wird im Großen
s zur Feier von Richard Wagners Geburtstag (22. 5. 1813)
innhäuſer gegeben. Im Kleinen Haus, 20 Uhr, Wie=
olung
des André=Gide=Abends: Die Rückkehr des
lorenen Sohnes, in der Uebertragung, von Rainer
iia Rilke, und die Uraufführung Oedipus, deutſch von
Curtius, Inſzenierung beider Werke Guſtav Hartung ( Büh=
üild
: Sigfrid Sebba). Dienstag, den 24. Mai, im Großen
Wiederholung der Revue=Operette Im weißen
Aus einem Preſſeurteil: Dieſe Aufführung iſt muſi=
ch
. bildneriſch, tänzeriſch ſo, daß ſie geradezu beiſpielhaft für
größte Bühnen ſein könnte. Gaſtſpiel Paul We=
er
in Fauſt, 1. Teil, als Volksvorſtellung.
Wegener kehrt noch einmal nach Darmſtadt zurück, um in
r letzten Aufführung des Fauſt, 1. Teil von Goethe, in der
enierung von Guſtav Hartung den Mephiſto zu ſpielen. Dieſe
lsvorſtellung findet zu ermäßigten Preiſen ſtatt, die es jedem
öglicht, das große Werk in einer hervorragenden Beſetzung zu
Drei Kammer=Opern im Kleinen Haus
Zuſammenarbeit mit dem Südweſtfunk. Das
iſche Landestheater veranſtaltet am 30. Mai, im Kleinen
S, gemeinſam mit dem Südweſtfunk, eine Aufführung von
do und Aenegs von Henry Purcell. Tempo des Tages von
ns Eisler und Der Tag des Herrn Karl von Ernſt Schön.

Handelswechſel ſtatt offener Buchforderung. Schwierige Lage der Erbacher Elſenbein= und Schmnuckwaten=
induſtrie
. Bekärpfung des unlgukeren Wektbewerhs. Berkehrspolikik. Wünſche an die Reichsbahn.
und auf eigenes Riſiko ſchaffende Menſch ſei, der unſere Wirt=
ſchaft
aus den derzeitigen Verhältniſſen, wieder herausführen
Bierke Jahresfikung
könne. Vorausſetzung ſei allerdings auch hier, daß die verſchie=
denartigen
Feſſeln, die eine Entfaltung der Unternehmertätig=
keit
verhindern, gelöſt werden und alle Vorausſetzungen geſchaf=
der
Heſſ. Induſtrie- und Handelskammer Darmſtadt
fen werden, die ein Erſtarken des Vertrauens gewährleiſten.

am 20. Mai 1932.
Der Bericht über die Geſchäftsführung ſeit der letzten Sitzung
gab einen Ueberblick über die Verhandlungen und Sitzungen an
denen die Kammer in dieſer Zeit teilgenommen hat. Mit Ver=
tretern
des Einzelhandels und den anderen heſſiſchen Induſtrie=
und Handelskammern wurden die Durchführungsbeſtim=
mungen
für das Ausverkaufsweſen, wie es durch
die Notverordnung vom 9. März d. J. neu geregelt worden iſt,
behandelt. Die Vorſchläge ſind der heſſiſchen Regierung unter=
breitet
worden Die Induſtrie= und Handelskammer Köln
hatte in Gemeinſchaft mit dem Verkehrsverband. Induſtriebezirk
(Geſchäftsführung Induſtrie= und Handelskammer Eſſen) zu einer
Ausſprache über die Geſtaltung des Verkehrs zwiſchen Weſt=
und Süddeutſchland in künftigen Jahren nach, Koblenz
eingeladen. Die Verhandlungen ergaben, daß die Wünſche des
Induſtriegebietes ſowie des Nieder= und Mittelrheins ſich mit
den Wünſchen der ſüddeutſchen Beteiligten vorerſt noch nicht völlig
decken. Die Beratungen haben indeſſen die gegenſeitigen Auf=
faſſungen
einem Ausgleich nähergeführt. Es beſtand Veran;
laſſung, anhand der von der Stadt Darmſtadt überſandten Ab=
rechnung
über die Höhe der Gleisanſchlußgebühren im
Induſtriebezirk Beratungen zu pflegen zu welchem Zweck die
Gleisanſchlußkommiſſion der Kammer zuſammengetreten war. Wie
bisher, iſt die Kammer bemüht, die Bedingungen, unter denen
den Firmen die Gleisanſchlüſſe zur Verfügung geſtellt werden,
den heutigen Wirtſchaftsverhältniſſen und der ſchwierigen Lage
der Betriebe anzupaſſen.
Die Vollverſammlung der Kammer iſt einſtimmig der Auffaſ=
ſung
, daß die Beſtrebungen, in zunehmendem Maße den ord=
nungsmäßigen
Handelswechſel an die Stelle der offenen
Buchforderung zu ſetzen, eine weitgehende Förderung weiteſter
Kreiſe des Handels und der Induſtrie verdienen. Auf dieſe Weiſe
dürfte die Reichsbank am eheſten in der Lage ſein, den Bedürf=
niſſen
der Wirtſchaft auf produktionsfördernde Kredite zu ent=
ſprechen
. Hierbei brauchen die üblichen Zahlungsfriſten keines=
wegs
geändert zu werden; es können ſehr wohl die Wechſel ſtatt
auf zwei oder drei Monate, auch auf vier und noch mehr Monate
laufend ausgeſtellt werden, da ſolche Wechſel nach einiger Zeit,
was ihre Dauer anlangt, die Reichsbankfähigkeit erlangen.
Von dem Vertreter des Kreiſes Erbach wurde erneut
auf die ſchwierige Lage der dortigen Elfenbein= und
Schmuckwareninduſtrie hingewieſen. Dieſe ſei haupt=
ſächlich
in dem ſtarken Wettbewerb des Auslandes begründet das
bei den derzeitigen Zollſätzen in der Lage ſei. Galalith=, Kunſt=
harz
= und Kunſthorngegenſtände zu Preiſen nach Deutſchland ein=
zuführen
, die unter den hieſigen Geſtehungskoſten liegen. Die
Kammer beſchloß, alles im Bereich des Möglichen liegende zu tun.
um dem für den Odenwald lebenswichtigen Gewerbe helfend zur
Seite zu ſtehen.
Ueber die Hauptausſchußſitzung und Vollver=
ſammlung
des Deutſchen Induſtrie= und Handels=
tages
in Berlin wurde ein ausführlicher Bericht erſtattet. In
der Hauptausſchußſitzung war u. a. zu der Frage der Errichtung
der Einigungsämter in Sachen des unlauteren Wettbe=
werbs
Stellung genommen worden, wie ſie durch die Notverord=
nung
vom 9. März d. J. eingeführt worden ſind. Die Aufgabe
der Einigungsämter wird in der Hauptſache darin beſtehen, durch
vergleichsweiſe Beilegung von Wettbewerbsſtreitigkeiten eine ge=
wiſſe
Spruchpraxis auszubilden, auf Grund deren dann eine
klarere Abgrenzung der heute vielfach noch ſtrittigen Begriffe er=
möglicht
wird. Hierbei wird zu prüfen ſein, ob es zweckmäßig iſt,
für jeden einzelnen Kammerbezirk ein Einigungsamt zu errich=
ten
, oder ob nicht zweckmäßig mehrere Bezirke zuſammenzufaſſen
ſind. Um eine ſachgemäße Vertretung der beteiligten Parteien
zu ermöglichen, iſt die Zulaſſung von Rechtsanwälten als Partei=
vertreter
vorgeſehen. Es ſteht zu hoffen, daß dieſe neue Einrich=
tung
zu einer Beſſerung der vielfach noch unbefriedigenden Wett=
bewerbsverhältniſſe
beitragen wird.
Die Vollverſammlung des Deutſchen Induſtrie= und
Handelstags ſtand zum erſten Male unter der Leitung des neuen
Präſidenten, Dr. Dr. Grund. Vorſitzendem der Induſtrie= und
Handelskammer Breslau der gleichzeitig Gelegenheit nahm,
einen umfaſſenden Ueberblick über die Entwicklung der wirtſchaft=
lichen
Verhältniſſe in den letzten Jahren zu geben und die Aus=
ſichten
für eine Wiedergeſundung unſerer darniederliegenden
Wirtſchaft aufzuzeichnen. Dabei wurden von ihm auch die in Be=
tracht
kommenden außen=, innen= und finanzpolitiſchen Fragen be=
handelt
. Weiterhin ſprach auf der Vollverſammlung des Han=
delstags
der ſtellvertretende Vorſitzende der Handelskammer
Schopfheim, Dr. Hackelsberger, über das Thema: Der
deutſche Unternehmer, ſeine Pflichten und
Rechte in der heutigen Zeit‟. Der Redner ver=
ſtand
es, dieſe überaus zeitgemäße Frage in erſchöpfender Weiſe
zu behandeln, wobei er zu dem Ergebnis kam, wie durchaus
falſch es ſei, dem Unternehmertum allein die Schuld an der ge=
genwärtigen
Wirtſchaftslage zuſchieben zu wollen, daß es viel=
mehr
immer wieder der ſchöpferiſch unter eigener Verantwortung

Hierauf wurde der Vollverſammlung der Kammer eingehend
berichtet über die Abſichten der Reichsbahn, über die be=
ſtehenden
Beſtimmungen hinaus eine noch weitergehende Ein=
ſchränkung
der Freizügigkeit des Kraftwagens zu erreichen.
Die Kammer faßte auf Grund des Berichts und der ſich an ihn
anſchließenden regen Ausſprache einſtimmig die nachſtehnde Ent=
ſchließung

Die ernſte Finanzlage der Reichsbahn entſprungen
aus der ſo überaus zugeſpitzten Wirtſchaftslage und der einſei=
tigen
Ueberbürdung des Unternehmens mit politiſchen Laſten,
bietet dieſem unſerem führenden Verkehrsunternehmen Anlaß,
dem Wettbewerb durch andere Verkehrsmittel mit noch im=
mer
wachſendem Nachdruck entgegenzutreten. Hier=
unter
muß das gegenüber der Eiſenbahn ältere Verkehrsmittel
der Binnenſchiffahrt aufs ſchwerſte leiden, das völlig ver=
kümmern
zu laſſen, im allgemeinen volkswirtſchaftlichen Intereſſe
nicht verantwortet werden kann. In ganz beſonderem Aus=
maß
aber gilt der Kampf des Schienenweges dem jüngeren Wett=
bewerber
, dem Kraftwagen. So wenig es in der Zeit der
Entſtehung der Eiſenbahnen ſeinerzeit möglich war, der Schiene
die Entwicklung zugunſten der Aufrechterhaltung der älteren Ver=
kehrsmittel
auf der Landſtraße und auf den Waſſerſtraßen zu
verſagen, ſo wenig geht es jetzt an, die freie Entwicklung des
Kraftwagenverkehrs mit harter Hannd zu knebeln.
In den Bereichen, in denen vom allgemeinen volkswirt=
ſchaftlichen
Standpunkt aus geſehen dem Schienenweg ein
Vorzug vor dem Kraftwagenverkehr zuerkannt werden kann, hat
die Notverordnung vom 6. Oktober 1931 in ihren Beſtim=
mungen
über den Ueberlandverkehr mit Kraftfahrzeugen
der Reichsbahn bereits einen ſo weitgehenden Schutz einge=
räumt
, daß deren in letzter Zeit zutage getretenen Beſtrebungen
nach einer noch weitergehenden Abdroſſelung des Kraftwagenver=
kehrs
ohne Schädigung wichtigſter Verkehrsbelange nicht ent=
ſprochen
werden kann. Eine wirkſame Ueberwachung der
Einhaltung dieſer Beſtimmungen durch die Verkehrstreibenden,
bei der die geſetzlichen Wirtſchaftsvertretungen neben
den Behörden der Verkehrspolizei mitzuwirken in der
Lage und bereit ſind, reicht vollkommen aus, um dem Anſpruch der
Reichsbahn gerecht zu werden, nach wie vor das Rückgrat des
Güterfern= und Maſſenverkehrs zu bleiben.
Darüber hinausgehende Beſtrebungen der Reichsbahn, ein
Beförderungsmonopol unter Ausſchluß anderer Ver=
kehrsmittel
oder auch nur durch weitergehende Beſchränkungen der
Lebensbedingungen des Kraftwagenverkehrs zu erreichen, müſſen
als einſeitig überſpannt nachdrücklich zurückgewieſen wer=
den
, da ſie auf weite Sicht geſehen mit den wohlverſtandenen
Intereſſen einer gedeihlichen Entwicklung des geſamten Ver=
kehrsweſens
im Sinne einer natürlichen Arbeitstei=
lung
je nach der beſonderen Eigenart der verſchiedenen Ver=
kehrsmittel
nicht zu vereinbaren ſind.
Zur Erörterung ſtand ſchließlich die am 1. Juni d. J. zu er=
wartende
Aenderung des Perſonentarifs der Reichsbahn.
Die ſchweren Bedenken, die nach wie vor den einengenden Beſtim=
mungen
der Sommerurlaubskarten, entgegenſtehen,
faßte die Vollverſammlung der Kammer in der nachſtehend wie=
dergegebenen
einſtimmigen Entſchließung zuſammen:
Die bei der Reichsbahn zum 1. Juni in Kraft tretende Sen=
kung
der überhöhten Schnell= und Eilzugszuſchläge entſpricht viel=
fach
geäußerten dringenden Wünſchen. Dagegen müſſen die Be=
dingungen
, unter denen namentlich zur Förderung des Ferien=
reiſeverkehrs
die Sommerurlaubskarte eingeführt wer=
den
ſoll, weiteſte Kreiſe ſtark enttäuſchen. Die Feſtſetzung einer
Mindeſtentfernung von 200 Kilometern und einer Mindeſtaufent=
haltsdauer
am Reiſeziel von 11 Tagen für die Vornahme der
Rückreiſe werden zur Folge haben, daß von einer unter den ob=
waltenden
Umſtänden an ſich begrüßenswerten Einrichtung nur
verhältnismäßig wenig Gebrauch gemacht werden kann. Wird hin=
gegen
, den in dieſer Richtung gemachten Vorſchlägen zahlreicher
Induſtrie= und Handelskammern und Verkehrsorganiſationen
entſprechend, die Mindeſtentfernung auf 50 Kilometer
oder zum mindeſten 100 Kilometer herabgeſetzt und die
Rückreiſe vom 4. oder wenigſtens vom 7. Tage an freige=
geben
, ſo kann damit gerechnet werden, daß von der Sommer=
Urlaubskarte ein ſtärkerer Gebrauch gemacht wird, wodurch in
gleicher Weiſe, die ſchwer um ihre Exiſtenz ringenden am Ver=
kehr
beteiligten Gewerbe wie auch die Reichsbahn ſelbſt Vorteile
hätten.
Ungeachtet der bisherigen ablehnenden Haltung der Reichs=
bahn
ſetzt ſich die Kammer in gleicher Weiſe wie zahlreiche
Schweſterkammern mit allem Nachdruck dafür ein, daß die Som=
mer
=Urlaubskarte unter Bedingungen zur Einführung gelangt,
die auch denen, die nicht auf die Dauer von 11 Tagen über eine
Entfernung von mindeſtens 200 Kilometer verreiſen können, die
Möglichkeit zu einer zeitlich und räumlich kürzeren
Erholungsreiſe bieten. Bliebe es bei der bisherigen un=
zweckmäßigen
Regelung, ſo müßte beſtimmt damit gerechnet wer=
den
, daß viele Tauſende von Reiſen, die bei einem größeren Ent=
gegenkommen
der Reichsbahn ausgeführt würden, unterbleiben.

Alt=Darmſtadt Verein für Ortsgeſchichte und Heimat=
kunde
. Nächſte Veranſtaltung: Donnerstag, abends 8.30 Uhr,
im Fürſtenſaal, Grafenſtraße. Herr Rechnungsrat Jungmann
wird aus dem reichen Schatz ſeiner Erinnerungen Allerlei
Altdarmſtädtiſches berichten. Dieſe Lebenserinnerungen
eines 86jährigen werden einen wertvollen Kulturbeitrag zur
Darmſtädter Vergangenheit bilden. Durch Mitglieder eingeführte
Gäſte ſind willkommen!

Molor=Flugſport=Club Darmſtadk.

EISSCHRANKEhGScN
W
Muſikverein. Am Montag, den 30. Mai, abends, findet im
Vereinshauſe die diesjährige ordentliche Mitgliederverſammlung
ſtatt, zu der die aktiven und inaktiven Mitglieder eingeladen wer=
den
. (Näheres ſiehe Anzeige.) Nach der Verſammlung ſoll ein
zwangloſes geſelliges Beiſammenſein als Ausklang der Jubi=
läumsfeier
die aktiven und inaktiven Mitglieder vereinigen.
Auch ehemalige Mitglieder des Vereins ſind dazu willkommen.

Unter dem Präſidium der Herren Wilhelm Merck und
Profeſſor Dr. Georgii hat ſich ein Motor=Flugſport=Club in
Darmſtadt gegründet. Wie aus dem Namen hervorgeht beſchäf=
tigt
ſich dieſer Club in erſter Linie mit der in Darmſtadt be=
dauerlicherweiſe
ſehr daniederliegenden Motorſportfliegerei. Wir
ſind der Ueberzeugung, daß die Zuſammenſetzung des Präſidiums
endlich eine ſolide Grundlage für den Auf= und Ausbau des
Motorfliegens ſchafft, was im Intereſſe Darmſtadts und der deut=
ſchen
Fliegerei außerordentlich zu begrüßen iſt. Wie wir hören.
ſoll bereits in kürzeſter Zeit mit der regelmäßigen Ausbildung
von Sportfliegern begonnen werden, und die Bedingungen ſollen
außerordentlich günſtig ſein. Näheres wird man im Sekretariat
des Clubs, Darmſtadt, Heinrichsſtraße 136 Parterre, erfahren
können. Hoffentlich gelingt es dieſem Club, ſämtliche flugſport=
lich
Intereſſierten zuſammenzufaſſen und ſo die ſeit Jahren in
Darmſtadt beſtehenden Zerſplitterungen dieſer Kräfte endlich zu
beſeitigen. Wir wünſchen dem M.F.C. zu ſeiner Entwicklung
Hals= und Beinbruch!

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Seite 6 Nr. 141


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Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Sonntag, 22. Mai 191

Arbeitsberatung und Stellenvermittlung.
Arbeitsvermikklung für wiſſenſchaftliche, ſoziale und künſtleriſche Berufe (Wi-ſo-)
in der Reichsanſtalk für Arbeitsvermitklung und Arbeitsloſenverſicherung.

Die Landesausgleichsftelle.
In Frankfurt a. M. befindet ſich der Sitz einer Landesaus=
gleichſtelle
der Wiſo, der neuen Organiſation zur Vermitt=
lung
wiſſenſchaftlicher, ſozialer und künſtleriſcher Berufe im Rah=
men
der Reichsanſtalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitsloſen=
verſicherung
. Die Wirkſamkeit der Frankfurter Landes= Aus=
gleichsſtelle
erſtreckt ſich örtlich auf den Bezirk
des Landesarbeitsamts Heſſen, alſo im großen gan=
zen
: der Provinz Heſſen=Naſſau und des Volksſtaates Heſſen. Sie
befindet ſich für alle männlichen Berufsangehörigen und für weib=
liche
Akademiker, ſowie dieſen gleichzuachtende Bewerberinnen in
der Abteilung für Angeſtellte des Arbeitsamtes Frankfurt
am Main, Börſenplatz 13/15, für alle ſonſtigen weiblichen wiſſen=
ſchaftlichen
, ſozialen und künſtleriſchen Kräfte im Arbeitsamt,
Große Gallusſtraße 17.
Es finden im Rahmen der Wiſo eine Pflege ihrer In=
tereſſen
zunächſt die akademiſchen Berufe: Juriſten,
Volkswirte und Diplomlandwirte. Theologen und Philologen,
Aerzte, Apotheker, Chemiker und Phyſiker, ſowie die Studierenden
dieſer Fakultäten. Einen großen Raum nehmen die Lehr=
berufe
ein: Volksſchullehrer, Mittelſchullehrer und die Lehrer
an den höheren Schulen, Diplomhandelslehrer und Gewerbelehrer,
die künſtleriſchen und techniſchen Lehrer. Ferner werden betreut
die bibliothekariſchen Berufe, nämlich die Fachkräfte
für den höheren, mittleren und Volks=Bibliotheksdienſt, die Archi=
vare
und Lektoren; weiter: wiſſenſchaftliche Hilfs=
kräfte
: med.=techn. Aſſiſtentinnen, Diätaſſiſtentinnen und ſon=
ſtige
wiſſenſchaftliche Hilfskräfte. Eine ſorgfältige Pflege ge=
nießen
auch die künſtleriſchen Berufe: die Schriftſteller,
Redakteure und Journaliſten, die Bildhauer, Maler, Gebrauchs=
graphiker
, Kunſtgewerbler, für welche die öffentliche Vermittlung
unermüdlich nach einſchlägigen Arbeiten Umſchau hält.
Im Rahmen der ſozialen Berufe finden Wohlfahrtspfle=
ger
und Sozialbeamte, Jugendleiterinnen, Kindergärtnerinnen
und Hortnerinnen den Weg zu freiwerdenden oder neugeſchaffenen
Arbeitsplätzen.
Die Stellenvermittlung der Angehörigen dieſer Berufe wird
an der Landesausgleichsſtelle von beſonderen, dieſen Berufen ent=

nommenen Perſonen in verſtändnisvollſter Weiſe wahrgenommen.
Die Landesausgleichsſtelle ſammelt die Bewerbungsunterlagen
und bemüht ſich, jeden auf denjenigen Platz zu bringen, der ſeinen
beſonderen Fähigkeiten entſpricht. Sie ſteht zu dieſem Zwecke in
ſtändiger Fühlungnahme u. a. mit: Reichs=, Staats= und Kommu=
nalbehörden
, Verwaltungen der Kirchen und Schulen, ſonſtigen
Körperſchaften des öffentlichen Rechts, Bibliotheken, Krankenhäu=
ſern
, Handels=, Handwerks= und Landwirtſchaftskammern, Indu=
ſtrie
, Handel und Landwirtſchaft, Verkehrsunternehmungen, Ban=
ken
, Verſicherungen, Zeitungen, Vereinen und Verbänden und
maßgebenden Einzelperſönlichkeiten.
Soweit eine lokale Befriedigung nicht möglich iſt, findet eine
Inanſpruchnahme der übrigen 12 Landesausgleichsſtellen ſtatt, die
ſich in folgenden Städten befinden: Königsberg, Breslau, Berlin,
Stettin, Hamburg, Bremen, Dortmund, Düſſeldorf, Erfurt, Dres=
den
, München und Stuttgart.
Die Landesausgleichsſtelle Frankfurt a. M. ſammelt nicht nur
die Bewerbungsunterlagen der Frankfurter Bewerber, ſondern
auch die Bewerbungsunterlagen aller derjenigen Angehörigen
von wiſſenſchaftlichen, ſozialen und künſtleriſchen Berufen, die ſich
an die für ſie wohnörtlich zuſtändigen Arbeitsämter im Bezirk
wenden, und für die eine überörtliche Vermittlung möglich iſt.
Dies ſchließt nicht aus, daß auch die zuſtändigen örtlichen Arbeits=
ämter
im Bezirke für die bei ihnen gemeldeten Bewerber Ver=
mittlungsbemühungen
durch Fühlungnahme mit den in Frage
kommenden Arbeitgebern in die Wege leiten.
Nachdem ſich die öffentliche Arbeitsvermittlung nicht nur der
handarbeitenden Berufe, ſondern auch der kaufmänniſchen, tech=
niſchen
und Büroangeſtelltenberufe im Rahmen der Arbeitsämter
bewährt hat, iſt nunmehr auch der vollkommen ausgebaute Appa=
rat
allerorts in den Dienſt der Vermittlung für wiſſenſchaftliche,
ſoziale und künſtleriſche Berufe geſtellt. Damit dieſe Vermittlung
der ihr geſtellten großen volkswirtſchaftlichen Aufgabe gerecht
werden kann, müſſen Arbeitgeber und Arbeitnehmer durch rege
Inanſpruchnahme dieſer Einrichtung ihre volle Mitarbeit zur
Verfügung ſtellen.
Anfragen über Arbeitsvermittlung und Stellenvermittlung
für die angezogenen Berufsarten ſind zweckmäßigerweiſe über das
Arbeitsamt Darmſtadt zu leiten.

Modell=Bauausfkellung.

Orphenm.

* Eine beachtenswerte Ausſtellung von Entwürfen für Sied=
lungs
= und Einſamilienhäuſer eröffnet heute das Architekturbüro
Markwort u. Seibert, Ecke Rhein= u. Saalbauſtr. Der Schau
liegt der Gedanke zugrund das danierliegende Bauhandwerk wieder
in Gang zu bringen. Es gibt zweifellos noch viele Bauluſtige,
deren Entſchluß zum Baubeginn aber weſentlich beeinflußt wird
von der Furcht, die Koſten nicht aufbringen zu können. Nun iſt
die Belebung des Baugewerbes als Schlüſſelgewerbe für eine
ganze Reihe von Handwerkszweigen, die mit ihm zuſammen=
hängen
, von außerordentlicher Bedeutung. Es iſt bekannt, daß
heute, wie auch dieſe Schau beweiſt, jedes Architekturbüro feſte
Preiſe für ſchlüſſelfertige Bauten berechnet. Das Verdienſt dieſer
Ausſtellung beſteht darin, zu zeigen, was für eine feſtgelegte
Summe erſtellt werden kann.
Auf dem Baumarkt ſind (in dem letzten halben Jahre die
Preiſe derart gefallen, daß ſe nahe an die Friedensſätze heran=
kommen
. Es beſteht alſo 4/Bauintereſſenten mit wenigen Bar=
mitteln
oder mit Hilfe der werſchiedenſten Bauſparkaſſen die Mög=
lichkeit
, ſeinen längſt erſehnten Wunſch zu erfüllen und ſich ein
eigenes Haus zu ſchaffen. Es kommt hinzu, daß einen beſonderen
Anreiz, gerade jetzt zu bauen, die finanziellen Erleichterungen auf
ſteuerlichem Gebiete bieten. Durch die Verordnung des Reichs=
präſidenten
vom 1. 12. 1930 iſt beſtimmt, daß für Wohngebäude,
die in der Zeit vom 1 4. 1931 bis 31. 3. 1934 bezugsfertig wer=
den
, bis Ende des Jahres 1938 eine Befreiung von folgenden
Steuern eintritt: Grundſteuer der Länder und Gemeinden. Ein=
kommenſteuer
bezügl. Nutzwert der eigenen Wohnung, Körper=
ſchaftsſteuer
, Vermögens= und Aufbringungsſteuer.
Die Ausſtellung zeigt Entwürfe, angefangen von kleinen
Einfamilienſiedlungshäuschen mit zwei Räumen, Küche und
Kleinſtall und Einfamilienhäuſern bis zu Häuſern mit acht und
mehr Zimmern, Küche, Bad. Diele Garderobe uſw. Außer den
bis ins kleinſte ausgearbeiteten Bauplänen, ſind die fertigen
Häuſer als Gipsmodelle anſchaulich ausgeſtellt, eine Schau, die
monatelange Vorarbeit erforderte. Beſonders wertvoll ſind dieſe
Pläne dadurch, daß ſie genaue Maßangaben, eingezeichnete Möbel=
ſtellungen
und feſte Preiſe für ſchlüſſelfertige Bauten enthalten.
Die Ausſtellung iſt täglich, bei freiem Eintritt, geöffnet.

In den Helia=Lichtſpielen läuft nur noch heute und mor=
gen
der neue Tonfilm Haſenklein kann nichts dafür mit Jacob

Tiedtke als Präſident für einen Tag in der Hauptrolle. Ein
reichhaltiges Beiprogramm wird dazu gezeigt.
Im Union=Theater ſieht man heute unwiderruflich zum
letzten Male den gewaltigſten und erfolgreichſten aller Filme
Ben Hur. Jugendliche zugelaſſen. Montag iſt die Premiere des
Marlene=Dietrich=Films Schanghai=Expreß.
Die Palaſt=Lichtſpiele zeigen nur noch heute und morgen
ein Doppelprogramm von Format und zwar Pat und Patachon
in ihrer neueſten Tonfilm=Groteske Schritt und Tritt, ferner
in Neuaufführung Der falſche Feldmarſchall mit Vlaſta Burian,
Roda Roda und Fee Malten in den Hauptrollen. Jugendliche
haben Zutritt.
Das Einkochen von Gemüſe und Obſt geſtaltet ſich einfach
und mühelos, wenn man im Beſitze eines neuzeitlichen Gasherdes
iſt. Mit Beginn der Einmachzeit beſchäftigt ſich die Hausfrau mit
der Frage, auf welche Art und Weiſe das Einkochen am ein=
fachſten
und billigſten vorzunehmen iſt, da die Einkocharten ſehr
verſchieden ſind Heute werden die Gläſer im Gasbackofen ein=
gekocht
Große Arbeitserſparnis, geringe Brennſtoffkoſten und die
Mäglichkeit, in einem Kochvorgang 2= bis 3mal ſoviel Gläſer fer=
tigzuſtellen
als in einem Einkochapparat, ſind Vorteile, die von
jeder Hausfrau ausgenutzt werden ſollen. Im nächſten Don=
nerstagsvortrag
wird das Einkochen anhand von praktiſchen Vor=
führungen
gezeigt und erläutert. Gleichzeitig werden die Klein=
warmwaſſerbereiter
praktiſch vorgeführt, die ſich in letzter Zeit
beſonderer Beliebtheit erfreuen. Der Vortrag findet im Vor=
tragsſaal
des Gaswerks, Eliſabethenſtraße 25½, ſtatt. Eintritts=
karten
ſind dort koſtenlos erhältlich. Nach dem Vortrag wird
jede gewünſchte Auskunft erteilt. (Siehe heutige Anzeige.)
Neue Kurſe. Die Kaufmänn. Stenographen=
Geſellſchaft, e. V.. eröffnet, wie aus dem Anzeigenteil un=
ſeres
Blattes bereits mehrfach erſichtlich, am Dienstag, den
24. Mai. abends, neue Kurſe in der Reichskurzſchrift für An=
fänger
. Das Unterrichtsgeld iſt niedrig bemeſſen. Kurſe in
Maſchinenſchreiben für Anfänger und Vorgeſchrittene können täg=
lich
begonnen werden. Der Unterricht findet in den eigenen Räu=
men
der Geſellſchaft, Ecke Zeughaus= und Schleiermacherſtraße
(Eingang Schleiermacherſtraße) ſtatt.
Aerztlicher Sonntagsdienſt. Iſt wegen plötzlicher Erkrankung
ärztliche Hilfe erforderlich, ſo iſt ſtets zunächſt der Hausarzt zu
rufen. Wenn dieſer nicht erreichbar iſt, dann ſind am Sonutag,
den 22. Mai 1932, folgende Aerzte zu deſſen Vertretung bereit:
Dr. med. Gallus, Bismarckſtr. 23. Tel. 3148; Frl. Dr. med.
Kalcher, Rheinſtr. 37, Tel. 3296; Dr. med. Nahm, Heidel=
bergerſtr
. 83, Tel. 4646.
Es verſehen den Sonntagsdienſt und in der daran ſich an=
ſchließenden
Woche den Nachtdienſt vom 22 bis 29 Mai; die
Löwenapotheke, Ballonplatz 11. und die Adlerapotheke, Wilhel=
minenplatz
17.

* Eine luſtige Angelegenheit iſt der dreiaktige Schwank von
E. Zeinecke Otto hat die Sache verkehrt gemacht
die geſtern abend im Orpheum erſtaufgeführt wurde und heute
eine einmalige Wiederholung findet. Joſef Gurk in der Titel=
rolle
verkörpert den Onkel Otto der in 1000 Nöten kommt.
ſich aber immer wieder herausarbeitet. Mit einem goldenen
Humor meiſtert er alle Situationen, die an Komik nichts zu wün=
ſchen
übrig laſſen. Die Entwirrung ſeiner Berliner Seiten=
ſprünge
führt zu allerhand grotesken Ausreden, abſichtlichen Ver=
wechſlungen
, die ihn in immer neue, humorvolle Konflikte mit
ſeiner Frau verwickeln, die von Mieze Rauſchenberg ſehr
charakteriſtiſch gezeichnet wird.
Das Enſemble verfügt in ſeiner ganzen Zuſammenſtellung
über ſehr gute Kräfte. Die männlichen Rollen ſind vor allem
von Otfried Breiholz als Neffe. Peter Fuchs als Gutsver=
walter
, K. L. Lindt als Reiſender mit ſächſiſchem Dialekt, und
W. Sprenger als Konſul lebendig, flott und routiniert dar=
geſtellt
. Ihr Spiel ſichert mit den großen Lacherfolg, den es
geſtern zu verzeichnen hatte. Temperamentvoll und feſch, vorzüg=
lich
eingepaßt in den Rahmen der Handlung ſpielen die Damen
Anni Born als Tochter des Hauſes. Aenne Dörrſam, eine
gebürtige Darmſtädterin Kläre Mayenknecht und Elſe
Volk Am Schluſſe gibt es als happy end eine wahre Maſ=
ſenverlobung
. Im ganzen ein nettes, luſtiges Familienidyll,
das viel Freude und heitere Laune bringt.
Orpheum. Otto hat die Sache verkehrt gemacht,
Wer bei ganz kleinen Eintrittspreiſen (40 Pfg. an) einen ver=
gnüglichen
Abend verleben will, der verſäume die heutige letzte
Wiederholung dieſes Schlagers der Sommerſpielzeit nicht.
Karten: Kiosk am Verkehrsbüro, von 9 bis 1 Uhr. Kiosk am
Paradeplatz von 1 bis 7 Uhr, Orpheumskaſſe, ab 3 Uhr, tele=
phoniſch
unter 389. (Siehe Anzeige.)
Maſchinenſchreibunterricht. Der Gabelsbergerſche Steno=
graphenverein
von 1861 unterrichtet in ſeiner eigenen Schule,
Ballonplatz 7, nach der Zehnfingerblindſchreibmethode, und da
Maſchinen aller gebräuchlichen Syſteme und eine beſonders ge=
prüfte
Lehrkraft zur Verfügung ſtehen, iſt die Gewähr einer ſehr
gründlichen und vielſeitigen Ausbildung gegeben.
Promenaden=Konzert. Sonntag, den 22. Mai. ſpielt das
Stadtorcheſter unter Leitung ſeines Kapellmeiſters W. Schlupp,
von 11 bis 12 Uhr, im Herrngarten (Pergola) nach folgendem
Programm: 1. Regensburger Turner=Marſch, Kleiber; 2. Ouver=
türe
zur Oper Zampa, Herold: 3. Traum=Walzer, Millöcker;
4. Walters Preislied aus der Oper Meiſterſinger, Wagner;
5. Große Fantaſie aus der Oper Aida, Verdi; 6. Hoch Darm=
ſtadt
, Marſch, Schlupp.

Schöne weiße

ſchon nach einmalig. Putzen mit der herrl. erfriſch. ſchmeckenden Chlorodont=
Zahnpaſte, ſchreibt uns ein Raucher. Tube 50 Pf. und 80 Pf.

Lokale Veranſtaltungen.

Dſe bierunter erſcheinenden Notizen ſind ausſchließlich als Hinweiſe auf Anzeigen zu betrachten,
in keinem Falle irgendwie als Beſprechung oder Kritik.
Schuls Felſenkeller. Heute Gartenkonzert, aus=
geführt
vom Stadtorcheſter, bei freiem Eintritt, im ſchattigen
Garten. (Vgl. Anzeige.)
Ludwigshöhe. Sonntag nachm. ab 4 Uhr Konzert.
(Vgl. Anzeige.)
Orangeriehaus Beſſunger Herrngarten.
Heute abend großes Konzert mit Tanz=Einlagen; perſönliche Lei=
tung
Kapellmeiſter W. Schlupp. (Siehe heutige Anzeige.)
Im Wiener Kronenbräukeller konzertiert heute
Albertio mit ſeinem Künſtler=Orcheſter. (Siehe heutige Anzeige.)
Herrngarten=Café. Heute Frühkonzert von 11 bis
12 Uhr, ſowie nachmittags und abends Konzert. Die Konzerte
finden bei freiem Eintritt ſtatt.
Tageskalender für Sonntag, den 22. Mai 1932.
Lichtſpieltheater Union=Theater: Ben Hur; Helia=
Lichtſpiele: Haſenklein kann nichts dafür; Palaſt=
Lichtſpiele: Schritt und Tritt; Reſidenz=The=
Orpheum, abends:
ater.: Bomben auf Monte Carlo,
Ottol in 1000 Nöten. Hotel und Reſtaurant zur
Poſt: Großer Tanz=Abend. Heag=Sonderfahrten: 1 Altrhein
Ludwigshöhe, nachm.
Erfelden; 2. Schloß Lichtenberg.
4 Uhr: Konzert. Odenwaldklub: 6. Wanderung; Abfahrt
* Uhr Hauptbahnhof. Konzerte: Schuls Felſenkeller ( Die=
burgerſtraße
), Reſtaurant Rehberger, Gaſthaus Knauf ( Bleich=
ſtraße
48), Hotel und Café=Reſtaurant zum Waldſchlößchen,
Herrngarten=Café: 1112. Frühkonzert. Rummelbräu, Roſen=
garten
(Frankfurterſtraße), Wiener Kronenbräukeller, Schwei=
zerhaus
Eberſtadt.

Aus Heſſen.
Außerordenkliche Genetalverſamplung
der Bereinsbank Eberſtadk.
Eberſtadt, 21. Ma
F. In der geſtern abend im Schwanenſaale ſtattgehal
außerordentlichen Generalverſammlung erſtat
zunächſt der Vorſitzende des Aufſichtsrats, Dr. Kranich, der
übrigen auch die Verſammlung leitete, einen Bericht über
bisherige Tätigkeit von Aufſichtsrat, Vorſtand und Gläubiger
rat, der ein recht anſchauliches Bild davon gab, in welch unei
nütziger und ſelbſtloſer Weiſe die neuen Organe der Bank in
rückliegenden Zeit beſtrebt waren, das Inſtitut wieder auf
Beine zu ſtellen.
Direktor Wille ergänzte den Bericht, indem er ausfül
daß ſich die Bank bisher in jeder Beziehung gut entwickelt h
Auf Sparkonto ſeien bereits wieder 2627 000 RM. eingez
worden, der Kontokorrent=, Scheck= und Ueberweiſungsverkehr
ginne ſich wieder zu heben, und immer mehr würden die Geno
wieder mit der Bank Geſchäfte tätigen. Die Bank verfüge
ſchließlich des Reichszuſchuſſes heute über 400 000 RM. an flüſſ
Mitteln. Ferner ſei es möglich geweſen, ihre Verbindlichke
bei den beiden Hauptgläubigern, der Dresdener Bank und
Handwerker=Zentralgenoſſenſchaft in erheblichem Umfange
vermindern und weiter die Verwaltungskoſten durch Einſpa=
gen
, insbeſondere an Gehältern, weſentlich zu ſenken. So deut
alle Anzeichen darauf hin, daß man mit Vertrauen in die Zuk.
blicken könne. Wünſchenswert erſcheine es dennoch, daß die
der, die an den im Vergleichsvorſchlag vorgeſehenen Terminen
Auszahlung gelangen, der Bank wieder zur Verfügung geſ=
werden
, falls ſie von den Einlegern nicht benötigt werden.
weit von dieſer Möglichkeit Gebrauch gemacht werde, erfolge
buchung auf neues Konto. Ueber ſolche umgebuchten Gelder,
in der üblichen Weiſe verzinſt werden würden, könne täglich
liebig verfügt werden, was einen Beweggrund dafür bilden
Abhebungen ohne zwingenden Anlaß zu vermeiden.
Der Vorſitzenge des Gläubigerbeirats Rechtsanwalt
Vallbracht, wies(it ſeinem Bericht zunächſt auf die Tatſ
hin, daß der ſeinerzeit aufgeſtellte Bankſtatus als ſtabil zu bez
nen ſei, denn er habe bisher keinerlei Erſchütterungen erlit
Man ſei bemüht geweſen, ihn noch zu verbeſſern, was in einzel
Fällen auch gelungen ſei. Auch habe man noch neue Sicherun
erlangt bei Krediten, die nicht genügend geſichert ſchienen.
züglich der Regreßanſprüche habe man langwierige
zeſſe vermieden und durchweg außergerichtliche Regelungen
troffen. Die Bank habe das Vergleichsverfahren hinter ſich
ſei daher vertrauenswürdig. Der beſte Beweis, der dafür erbr
werden könne, ſei der Vorſchlag des Aufſichtsrats, den Tern
für die Auszahlung der erſten Quote vom 15. J
auf den 15. Juni vorzuverlegen.
Dieſem Vorſchlag, den der Verſammlungs!
ter alsdann der Verſammlung unterbreite
wurde einſtimmig angenommen.
In der nun folgenden Diskuſſion wurden Fragen aufger.
die in den früheren Verſammlungen, ſchon ausgiebig behan
wurden. Verbandsreviſor Richter ging auf dieſe Fragent
dem nochmals ein. Der Verbandsreviſor bemerkte auf Anfra
aus der Verſammlung, daß eine Verzinſung des neu einzuzah
den Geſchäftsanteils auch wenn dieſer vorzeitig eingezahlt we
nach dem Genoſſenſchaftsgeſetz nicht zuläſſig ſei, wohl beſtehe
die Möglichkeit, den zunächſt verlorenen Geſchäftsanteil von
RM. durch etwa erzielbare Ueberſchüſſe in ſpäteren Jahren 1
der aufzufüllen. Darüber zu befinden, ſei jeweils Sache der G
ralverſammlung. An die Realiſierung von für Rückſtände
worbene Sicherheiten werde man erſt dann denken, wenn der
Status als Aktivum eingeſtellte Betrag von 25 000 RM.
von bisher 7000 RM. eingegegangen ſind nicht erreicht wer
ſollte.
Fabrikant Drews dankte namens und unter dem Bei
der Verſammlung dem Aufſichtsrat, Vorſtand und Gläubiger
rat für die geleiſtete ſchwierige und aufopferungsvolle Arbeit/
voll anerkannt werde.
Dg. Arheilgen, 21. Mai. Verkehrswerbung in 9
heilgen. Einer Anregung der hieſigen Gaſtwirtevereinig
folgend, wurde hier kürzlich ſeitens des Gemeinderats eine K
miſſion gebildet, beſtehend aus den Gemeinderatsmitglied
Konrad Klöß, Chriſtian Pfeiffer, Franz Benz und Peter Nikol=
die
ſich mit dem Problem der Verkehrswerbung befaſſen und
notwendigen Schritte in die Wege leiten ſollte. Nach einer
ausgegangenen Beſprechung mit den Vertretern der örtli

Vereine fand geſtern abend im Rathausſaale auf Einladung
Bürgermeiſterei eine eſtere Beſprechung ſtatt, zu der ſämt!
hieſigen Vereine ups Kokporätionen ihre Vertreter entſandt
ten. Den Vorſitz führte Herr Bürgermeiſter Jung. An eine
gehende Darlegung der Gründe zur Verkehrswerbung und
wirſchaftlichen Auswirkungen ſchloß ſich eine rege Ausſprache
in der einmütig zum Alisdruck=gebracht wurde, daß es unbedi
notwendig iſt, für die Hebung des Fremdenverkehrs, der in frt
ren Jahren ſehr umfangreich war und durch die Beſatzungszei=
Arheilgen gänzlich unterbunden wurde, geeignete Maßnahmen
ergreifen. Nach der Ausſprache wurde ein ſogenannter Verkel
ausſchuß gebildet, in den folgende Herren gewählt wurden: M
rermeiſter Peter Ruhl (Ortsgewerbeverein und Handwerker.
einigung) Gaſtwirt Emil Schäfer (Gaſtwirtevereinigur
Bäckermeiſter Meyerhöfer (Bäcker=Innung), Heinrich 2
renz (Turnverein 1876), Ludwig Gimbel (Obſt= und Gar=
bauverein
), Jakob Gimbel 6. (Geſangvereine), Philipp
ner (Arbeiter=Turn= und Sportverein) Weiter gehören
Ausſchuß an Herr Rektor Haſſenzahl, und die vorgenann
vier Gemeinderatsmitglieder. Dieſer Ausſchuß ſoll am komn
den Dienstag abend zu einer neuerlichen Beſprechung zuſamn
kommen und ſich über die Ausgeſtaltung der Werbetätigkeit
die zur Hebung des Verkehrs notwendigen Schritte und M
nahmen ſchlüſſig werden.
Griesheim, 21. Mai. Unfall. Am Donnerstag mit
befand ſich der Gemeinderat Philipp König von hier, der b
Arbeitsamt in Darmſtadt beſchäftigt iſt, mit ſeinem Fahrrad

dem Heimweg. Als er die Wiche Lagerſtraße am Café K
paſſierte, wurde er von eiſem hon einem Schupo geſteuerten A
angefahren. Er blieb mitſdem pechten Arm an der Türe des Au
hängen und wurde ein kleines Stück mitgeſchleift. Hierbei wr
er am rechten Arm ſchwder verletzt und eine Sehne und ein N
zerriſſen, ebenſo erlitt er eine Verletzung am Kinn. Nach
erſten Hilfe wurde der Verletzte mittels eines Sanitätsautos 1
dem Stadtkrankenhaus in Darmſtadt verbracht. Seine Verletz
gen ſollen glücklicherweiſe nicht ſchwerer Natur ſein. Wen
Schuld an dem Unfall trifft, wird die Unterſuchung ergeben,
Ak. Nieder=Ramſtadt, 21. Mai. Ausreißer. In der N
von Freitag auf Samstag wurde bei der Straßenbrücke an
Provinzialſtraße Nieder=RamſtadtOber=Ramſtadt ein jun
Bäckerlehrling aus Langen obdachlos aufgegriffen und in poli
lichen Gewahrſam gebracht/ Ex=iſt angeblich geſtern ſeinem Le
meiſter bei der Bedienung ep Kundſchaft in Darmſtadt entlau
da es ihm nicht mehr gefallen habe. Als Schätzer für hie
Gemeinde gemäß Art. Pd8 Heſſ. Geſetzes zur Ausführung
Reichsviehſeuchengeſetzest wurden, folgende Perſonen beſtellt
eidlich verpflichtet: Ludwig Geibel und Alwin Schettl
als Stellvertreter H. P. W. Müller und Jak. Neumeiſte
Anbauflächenerhebung. In der Zeit vom 27. Mai
4. Juni I. J. werden durch Beauftragte der Bürgermeiſterei
hieſiger Gemarkung Anbauflächenerhebungen vorgenommen
Erhebungen dienen nur agrarpolitiſchen Maßnahmen und fin
keinesfalls für irgendwelche ſteuerliche Zwecke Verwendung.
G. Ober=Ramſtadt, 21. Mck. Schwimmbad. Die Er
nungsfeier für das hieſige Schwimmbad findet Sonntag den
Mai, ſtatt. Sprechſtunden. Am Freitag, den 27.
nachmittags von 46 Uhr hält der Evangeliſche Kreiswohlfah
dienſt im Hauſe der Kleinkinderſchule wieder Sprechſtunden ab
Ee. Gadernheim, 21. Mai. Baſcher Tod. Am Freitag wu
der in dem benachbarten Lauterh wohnende Landwirt Lud
Bickelhaupt von einem Hitzſchläg /auf freiem Felde betroffen.

[ ][  ][ ]

fag, 22. Mai 1932

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 141 Seite 7

Lenteaussichten in Hessen=
Reicher Spargelſegen. Befriedigende Abſtausſichken. Die Sorge der Imker.
Schädlingsbekämpfung erforderlich.
Lorſch, 19. Mai. Billige Spargel. Der hier ſchon
trächtlichen Umfang einnehmende Spargelbau iſt zurzeit
n der Ernte, die als eine ſehr gute zu bezeichnen iſt. Das
de
gliche Brok.
ze Angebot und die atlgemeine Geldmittelknappheit hat

Ffg., 2. Sorte mit 25 Pfg. pro Pfund.

gin!
RrMf
An eine

ſe ſehr gedrückt, ſo daß zurzeit verkauft werden: 1. Sorte
Heppenheim a. d. B., 21. Mai. Rebſchädlingsbe=
ung
. Nach Mitteilungen der Heſſiſchen Lehr= und Ver=
alt
für Wein= und Obſtbau treten in den verſchiedenſten
gebieten Rebſtichler in ſtarkem Umfange auf. Die ver=
n
und kataſtrophalen Auswirkungen des alles vernichten=
ſchädlings
machepe ging ſofortige Bekämpfung durch Be=
der
Rebtriebe mit ſeindmkarſenhaltigen Staubmittel not=
Marktbericht=Der gut beſchickte Wochenmarkt
ſeiner Preisentwſcklung/nur eine geringe rückläufige Be=
Die Preiſe für landwirtſchaftliche Produkte ſind dank
tzenden Grünfütterung etwas geſunken; ſo ſtellt ſich das
Zutter auf 70 Pfg., Eier ſtellen ſich auf 6570 Pfg. je
Großes Angebot herrſchte an Salat (Freilandſalat) aus
z, der Kopf zu 10 Pfg., Spinat 810 Pfg. das Pfund.
ober=Ramſtadt, 21. Maj. Der Obſt= und Gartenbauverein
mſtadt macht ſeine Mjgkkeder wiederholt auf die Beſtim=
der
Polizeiverordnung vom 5. 4. 1905 über die Vertil=
Blutlaus aufmerkſähk und empfiehlt dringend, die ge=
Maßnahmen, ſofern erforderlich, rechtzeitig zu treffen.
us dem Neckartal, 21. Mai. Landwirtſchaftliches.
en warmen Tage nach dem vorangegangenen Regen haben
e Vegation ungemein im Wachstum gefördert. Die Früh=
n
ſind nun ſoweit herangewachſen, daß ſie gefelgt werden
Recht ſchön haben ſich die Getreidefelder entwickelt. Be=
dem
Winterweizen, der pielfach dünn ſtand, kamen die Nie=
e
ſehr zu ſtatten. D)é Obſtausſichten ſind ziemlich befriedi=
s
iſt mit einer guten rnte zu rechnen. Namentlich der
el Schöner pon Boskosp verſpricht einen guten Ertrag.
ſchen, die nunmehr verblüht haben, ebenſo die Pfläumen
etſchen, zeigen reichlich Früchte. Die Imker hatten in den
ſochen viele Sorge um ihre Bienenvölker. Hatte ſchon der
Linter infolge ungenügender Einfütterung, die in den
Zuckerpreiſen begründet war, viele Völker geraubt, ſo ge=
ſich
die letzten Wochen mit ihren anhaltenden Kälterück=
und den häufigen kalten Regenfällen für die Bienen=
nancherorts
geradezu kataſtrophal. Wenn trotzdem einige
zur Schwarmreife ſich verſtärkten, ſo bildet das eine Sel=
Harpertshauſen, 21. Mai. Harpertshauſen kann ſich mit
uusgedehnten Spargelpflanzungen zu dem Spargelgebiet
benhauſen hinzurechnen. Beſonders der nördliche Teil der
ung hat durch ſeine= Spabgelanlagen ein ganz anderes Ge=
ekommen
. Faſt zu jeder Tggeszeit ſieht man hier die fleißi=
ſonnverbrannten
Hände bemüht, den reichen Segen der
entnehmen. Auch hier hat man ſchon hin und wieder be=
ſaß
des nachts Spargeldiebe am Werke ſind, ſo daß eine
Selbſthilfe am Platze iſt. Dieſer Tage konnten unſere
ilteſten Frauen, und zwar Katharine Margarete Kratz,
3., und Barbara Lautenſchläger ihren 82. Geburts=
rn
.
Dieburg, 21. Mai. Der Gemeinderat genehmigte
ſuch der Turngemeinde Dieburg um Ueberlaſſung des
atzes für das am 29. Mai ſtattfindende Gaufeſt des Oden=
les
Gleichzeitig wurde der Schloßgarten dem Geſangverein
luſt für den am 4. yd 5. Jani hier ſtattfindenden Gau=
g
des Gaues Dieburg 6u den üblichen Bedingungen er=
der
Ermäßigung der Gewexkeſteuer für landwirtſchaftliche
iſchaften wurde zugeſtimmt. Anf dem in Heidesheim ſtatt=

n Landgemeindetag wird Dieburg durch die Gemeinderäte
Kern, Steinmetz und Fuchs vertreten. Eine Proteſtreſolu=
gen
die Herabſetzung der Wohlfahrtsrichtſätze wurde zur
eitung an die zuſtändigen Stellen genehmigt.

Eine ganze Familie zieht den Pflug!
In den Tiroler Bergen gibt es Gegenden von grenzenloſer Armut
der Bevölkerung. Da die Bauern ſich keine Pferde oder Ochſen
zur Hilfe beim Pflügen leiſten können, wird die ganze Familie
herangeholt, um den ſchweren Pflug den ſteinigen Berg hinauf=
zuziehen
. Nur mit größter Mühe gelingt es, dem Boden das
kärgliche tägliche Brot abzugewinnen.

Stockſtadt a. Rh.,
Das herrlich gelegene Rheif
nete, wie aus der Anzeige
jährigen Badebetrieb. Der
ſind die Preiſe zum Teil bi=
jedem
möglich gemacht iſt. K
Zeit= und Dauerkarten ſind

Mai. Rheinbaderöffnung.
ſbgd der Turngemeinde e. V. eröff=
Seſichtlich, am Samstag ſeinen dies=
Algemeinen Wirtſchaftslage folgend,
zu 20 Prozent ermäßigt, ſo daß es
ervon Gebrauch zu machen. Auch für
Teilzahlungen geſtattet.

As. Erbach, 21. Mai. Lehrgang. Der Verein Heſſiſcher
Staatsförſter e. V., Bezirksgruppe Odenwald, hielt ſeine dies=
jährige
Lehrwanderung in den Waldungen der Stadt Er=
bach
und Michelſtadt (weſtliche Bezirke) ab. Bei herrlichem Maien=
wetter
trafen ſich eine größere Anzahl Grünröcke am Bahnhof zu
Erbach. Vor der eigentlichen Wanderung beſichtigten die Förſter
die Geweih= und Gewehrſammlung ſowie den Ritterſaal im Er=
bacher
Schloß. Die Leitling der Lehrwanderung hatte in liebens=
würdiger
Weiſe Forſträt/Koch in Michelſtadt übernommen, der
die einzelnen Beſtandg in den verſchiedenſten Diſtrikten zeigte. Vor
allem wurde den im Xetzten Jahre ausgeführten Kulturen, die dem
idealen Laub=Nadekmiſchwald zu ſeinem Rechte verhelfen ſollen.
das größte Intereſſe entgegengebracht. Nach einer längeren Raſt
im Kurhaus Waldhorn beſichtigten die Teilnehmer die Holz=
warenfabrik
der Firma Rexroth=Lynen A.=G. Hieran ſchloß ſich
noch die Beſichtigung der Tuchfabrik Arzt unter Führung der Her=
ren
L. Arzt jun, und Haag. Die noch zur Verfügung ſtehende
Zeit wurde durch die Bezirksgruppentagung im Gaſthaus Zum
Anker in Stockheim ausgefüllt, auf der verſchiedene Berufs= und
Standesfragen erledigt wurden.
As Erbach, 21. Mai. Auto=Zuſammenſtoß. In der ge=
fährlichen
Kurve an der Ebersberger Brücke ereignete ſich ein
ſchweres Autounglück. Ein aus der Richtung Hetzbach kommender
Perſonenwagen aus Gießen wollte in ſcharfem Tempo vor dem
Laſtwagen des Erbacher Brauhauſes die Brücke in der gefährlichen
Kurve paſſieren. Offenbay kannte der Fahrer die tückiſche Stelle
nicht. Es kam auf der Prücke zu einem Zuſammenſtoß mit dem
ſchwer beladenen Laſtwaget. Beide Fahrzeuge wurden ſehr ſtark
beſchädigt; dem Umſtand, daß die Konſtruktion der Brücke ſtark
genug war, iſt es zu dankgK, daß nicht Fahrzeuge und Inſaſſen
10 Meter tief in die Mümking abgeſtürzt ſind. An der Brücke ent=
ſtanden
leichtere Beſchädigungen. Aus den Vereinen.
Die Imker des Bezirkes Erbach beſichtigen am Sonntag den
Bienenſtand des Herrn Lehrer Schnellbacher in Haiſterbach.
Bienenſchleier oder Bienenhaube ſind mitzubringen. Die Vor=
ſtandsmitglieder
des Stenographenvereins Gabels=
berger
beſuchen am Sonntag, den 22. Mai, die Vertreter= Ver=
ſammlung
des Bezirks Darmſtadt, die im Deutſchen Hof in König
ſtattfindet.
Schmal=Beerbach/Allertshofen, 21. Mai. Die hieſige Jung=
landbund
=Ortsgruppe hält am Sonntag, den 29. Mai, ihre Wim=
pelweihe
, die mit einer Landvolkkundgebung verbunden iſt, in
Allertshofen ab. Als Redhr ſind gewonnen: Landesgeſchäfts=
führer
des Heſſiſchen Londbimdes, Dümas=Darmſtadt, Provinzial=
führer
des Starkenbärger Inglandbundes, Jungbauer Funk= Har=
reshauſen
, und Landtygsgkggordneter Landwirt Seipel=Fauerbach
v. d. H., Mitglied des Landesvorſtandes des Heſſ. Landbundes.
Vor und nach der Kundgebung iſt jedermann Gelegenheit zu ſchieß=
ſportlicher
Tätigkeit auf dem der Gaſtwirtſchaft Schützenhof ge=
genüberliegenden
Schießſtand des K.K.S.=Vereins gegeben. An=
ſchließend
findet Tanz im Schützenſaal ſtatt.
e Bad Wimpfen, 21. Mai. Motorradunfall. Auf der
Landſtraße Heilbronn-Neckargartach ereignete ſich ein ſchwerer
Verkehrsunfall. Dem auf der Fahrt nach Bad Wimpfen begriffe=
nen
Motorradfahrer Kau Spter aus Bad Wimpfen lief ein be=
trunkener
Handwerksbu/ſche ans Motorrad. Speer ſowie die So=
ziusfahrerin
Luiſe Dickoß wurden auf die Fahrſtraße geſchleu=
dert
, wobei Speer ſehr ſchwer verletzt wurde, während ſeine Be=
gleiterin
nur leichtere Verletzungen erhielt. Der Handwerksburſche,
der ebenfalls erheblich verletzt war, und Speer wurden ins Kran=
kenhaus
nach Neckarſulm überführt.
Bd. Alsbach a. d. B A1. Mai. Die abgehende Poſt, welche
ſeither immer dreimal amf Tage an der Station Hähnlein aufge=
liefert
wurde, wird jetzt (nur noch einmal, und zwar morgens
zwiſchen 6 und 7 Uhr aufßeliefert.

Auerbach 21. Mai. Das an der Heidelbergerſtraße neben
der Großtankſtelle errichtete Affenparadies erfreut ſich ſeit
ſeiner vor einigen Tagen erfolgten Eröffnung eines recht lebhaf=
ten
Zuſpruches. Es herrſcht g1oßer Betrieb. Jung und alt, groß
und klein freut ſich über die poſſierlichen Sprünge der geſunden
und munteren Tiere, dig ſich wollſtändig frei herumtummeln. Jetzt
iſt wieder ein neuer Xranßport unterwegs, ebenſo werden für
die Kinder Ponys zum Reiten eintreffen. Zur allgemeinen Be=
luſtigung
iſt auch ein kleiner Elefant in der Arena angekommen,
zur größten Freude und zum Spiel der drolligen indiſchen Affen=
herde
. (Vgl. auch heutige Anzeige.)
Gernsheim, 21. Mai. Waſſerſtand des Rheins am
20. Mai: 1,41 Meter, am 21. Mai: 1,33 Meter. (Morg. 5,30 Uhr.)

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Seite 8 Nr. 141

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Guſtav=Adolf=Gedächknisfeier
vom 2. bis 4. Juli in Mainz.
EPH Nachdem der Wahltermin für die heſſiſche Landtagswahl
endgültig auf den 19. Juni feſtgeſetzt iſt, ſteht dem Heſſ. Haupt=
verein
des Evangeliſchen Bundes und dem Heſſiſchen Haupt=
verein
der Guſtav=Adolf=Stiftung nichts mehr im Wege, die für
dieſes Jahr geplante gemeinſame Guſtav=Adolf=Gedächtnisfeier an
den oben genannten Terminen in Mainz abzuhalten. Aus dem
geplanten Programm geben wir vorläufig bekannt: Samstag,
den 2. Juli, abends 8 Uhr, im großen Saal der Liedertafrl zu
Mainz die Eröffnungsfeier mit Vorträgen von Prälat D. Dr. Dr.
Diehl und dem Guſtav=Pdolf=Rographen Univerſitätsprofeſſor
Paul=Greifswald, der ſyrecheᛋ wird über das Thema: Guſtav
Adolf in Deutſchland.
Am Feſtſonntag, vormttags Feſt=Jugend= und Kindergottes=
dienſte
in ſämtlichen evangeliſchen Kirchen von Mainz und in
zirka 35 Feſtgemeinden der Umgebung. Nachmittags 2 Uhr große
Volksverſammlung in der Stadthalle zu Mainz. Es ſpre=
chen
Biſchof Pöchau=Riga, Bundespräſident D. Dr. Conze=
Berlin, Kirchenpräſident D. Voß=Katttowitz, Pfarrer D. Mah=
tert
=Innsbruck, Bundesdirektor D Fahrenhorſt=Berlin
und ein Vertreter der Landeskirchenregierung. Parallelverſamm=
lungen
in ſämtlichen Mainzer Kirchen ſind in Ausſicht genommen.
Abends 6.15 Uhr im Stadttheater Feſtſpiel: Guſtav=Adolf von
Devrient. Der Montagvormittag iſt für mehr geſchäftliche Be=
ſprechungen
und Verſammlugen der beiden Verbände vorbehalten.
Nachdem am Donnerstag, den 19. Mai, eine vorbereitende
Beſprechung der beteiligten Verbände mit den Vertretern der
evangeliſchen Vereine uſw. ſtattgefunden hat, rüſtet ſich nunmehr
das evangeliſche Mainz zu einer gewaltigen evangeliſchen Kund=
gebung
für Guſtav=Adolf und die evangeliſche Sache.

Aa. Wolfskehlen, 20. Mai.Die Rinderweide vor dem
Ortsausgang iſt wieder eröffner worden. Ein Knabe fiel von
einer Einzäunungsſtange der Weide herunter und erlitt einen
doppelten Armbruch.
Af. Neu=Iſenburg, 18. Mai. Tarifſtreit. Es wird uns
geſchrieben: Die Elektrifizierung der Waldbahn hat unſerer Stadt
neben vielen Vorteilen auch einen großen Aerger gebracht. Nach

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Sonntag, 22. Mai
dem Vertrag mit der Stadt Frankfurt iſt Neu=Iſenburg verpflich=
tet
, ein Viertel des Fehlbetrags der Strecke Ziegelhüttenplatz=
Rheinheſſen.
Endſtation im Höchſtbetrag von 12 000 Mk. abzudecken, ſofern die=

ſer Fehlbetrag nachgewieſen wird. Da Frankfurt nun dieſen Nach=
weis
infolge des Einheitstarifs nicht zu erbringen vermag, wei=
gert
ſich unſere Stadtverwaltung, den kurzerhand verlangten Zu=
ſchuß
zu zahlen, und dies wiederum hat die Stadt Frankfurt ver=
anlaßt
, für die kurze Schlußſtrecke ab Oberſchweinſtiege einen ge=
radezu
widerſinnig hohen Sonderzuſchlag von 20 Pfg. zu erheben.
Alle Gegenvorſtellungen ſind erfolglos geblieben, und nunmehr
hat ſich auch die Anrufung des Herrn Reichskommiſſars für Preis=
überwachung
als weckſos erwieſen: er hat den Rat erteilt, die Ge=
meinde
Neu=Iſehbarg möge ſich mit der Stadt Frankfurt in dieſer
Angelegenheit verſtähdigen. Gewerbeſchau. Am Pfingſt=
ſonntag
eröffnete Bexy Luft vom hieſigen Gewerbeverein die dritte
hieſige Gewerbeſgäu/Er konnte dabei Herrn Rothe als Vertreter
der Handwerkskämmer Darmſtadt begrüßen und durfte mit Recht
auf das ſeit Jahrzehnten in höchſter Blüte ſtehende hieſige Hand=
werk
hinweiſen. Die Eröffnungsfeier ſchloß mit einem Rundgang
unter Führung des Herrn Heim. Die Gewerbeſchau, die in der
Gewerbeſchule ſowie der Turnhalle der Volksſchule untergebracht
iſt, dauert noch bis zum 22. Mai und iſt täglich von 27, Sonn=
tags
von 97 Uhr geöffnet. Sie zeigt insbeſondere Wohn=, Küchen=
und Polſtermöbel in einfacher und Spezialausführung und legt
beredtes Zeugnis ab von dem hohen Fleiß, der Tüchtigkeit und
dem erfahrenen Geſchmack der beteiligten Handwerker und Ge=
werbetreibenden
.
a. Offenbach, 20. Mai. Arbeitsgemeinſchaft deut=
ſcher
Schulgärtner. In der Unterrichtslaube der hieſigen
Gartenarbeitsverſuchsſchule am Waldrande im Süden der Stadt
hielt geſtern die Arbeitsgemeinſchaft deutſcher Schulgärtner eine
Tagung ab, die auch von güßerheſſiſchen Städten ſehr gut beſucht
war. Rektor Preſſepaus/Darmſtadt, der Vorſitzende des heſſiſchen
Landesverbandes eröffyete mit Worten der Begrüßung die
Sitzung. Der Rektox der Schule, Herr Wagner, ſprach ſodann in
einſtündigem Vortrage über Die Gartenſchule, eine Erziehungs=
und Unterrichtsſtätte‟. Der Vortrag behandelte das Weſen der
Gartenſchule, ihre Erfolge und die darin gemachten Erfahrungen.
Beſonders erwähnenswert iſt, daß die Gartenſchule Offenbachs ſeit
1923 beſteht, und daß ſeit dieſer Zeit von den Eltern der Schüler
rund 3000 Mark für verſchiedene Einrichtungen und Verbeſſerun=
gen
der Schule geſpendet wurden. Ein Rundgang durch die aus=
gedehnten
Anlagen des Schulgartens ſchloß ſich an.

Ac. Worms, 21. Mai. Folgenſchwerer Sturz
der Landſtraße nach Frankenthal wollte ein Motorradfahr
Mannheim in raſcher Fahrt die gefährliche Kurve nehme=
auch
ſchon das Motorrad ins Schleudern geriet. Der Lenk
in hohem Bogen von ſeinem Kraftrad auf einen an die Lan
ſich anſchließenden Acker. Durch den Sturz zog er ſich erh
Verletzungen an Kopf und Beinen zu, ſo daß er ſich in ä
Behandlung begeben mußte. Das Kraftrad blieb vollk
unverſehrt. Oberamtsrichter Minnich geſto
Vorgeſtern verſtarb, 58jährig, der zuletzt als Oberamtsricg
Oſthofen tätige Dr. MMmutch) Während der Nachkriegsjak
er ſeine beſondere Tacigkei/ in Worms und Pfeddershei=
faltet
. Der Verſtorhene h8t ſich beſonders während der
zungszeit in Worms4großg Verdienſte erworben, da er in
erheblichen Teil der Verfahren der Beſatzungsbehörde al
teidiger wirkte und unerſchrocken den deutſchen Standpun
trat. Die Comedian Harmoniſts ſange
Worms. Vorgeſtern abend ſangen im überfüllten großer
der 12 Apoſtel die weltberühmten Comedian Harmoni
ſich zurzeit auf einer Tournee durch die Rheingegend befin
Dreiſter Einbruchsdiebſtahl. Vorgeſtern nacht
in Bechtheim Diebe in das Wohnhaus des Gutsbeſitzers
ein, nachdem ſie zuvor mit einem Glasſchneider die Fenſterſ
herausgenommen hatten. Sie gelangten in das Speiſe
und von hier in die Wohnräume. Außer einem größerer
betrag fielen den Einbrechern noch 10 Schinken und eine er!
Menge anderer Wurſtſorten in die Hände. Autoſpuren,
vor dem Wohnhaus fanden, deuten darauf hin, daß die
ihrer Beute im Auto entkommen ſind.
Oberheſſen.
Friedberg, 21. Mai./Im Hörſaal des Polytechnikun
am 30. Mai der Verband der heſſiſchen Prov
und Kreiſe unter dem Vorſitz von Präſident Dr. von
Gießen, 21. Mai. Bei einem Motorradunfall
verletzt wurde Lehrer Kratz ads Ruppertenrod, der an der
lung der Straße nach Grünbeyg und Rödgen von einem 9
Boden geſchleudert wurde. Sohitäter verbrachten den Ver=
ten
in die Univerſitätsklinik.

OM

Gerhard und Doris
haben ein Schwesterchen
bekommen.
Pfarrer P. D. Guyot u. Frau
Luise, geb. Lettermann.
Darmstadt, den 21. Mai 1932.

Nachruf.
Am Freitag, den 20. Mai 1932
verſchied unſer langjähriges, treues
Mitglied, Kollege
Jakob Grüll.
Die Einäſcherung findet am Diens=
tag
, den 24. Mai 1932, nachmittags
4 Uhr, auf dem Waldfriedhof ſtatt.
Wir bitten unſere Mitglieder, dem
verſtorbenen Kollegen recht zahl=
reich
die letzte Ehre zu erweiſen.
Gaſtwirte=Innung Heſſen
Sitz Darmſtadt. (7677
Mund, 1. Vorſitzender.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger
Anteilnahme beim Heimgang unſerer
lieben Entſchlafenen
Frau Charlotte Kullmann
geb. Kullmann
ſagen wir herzlichen Dank.
Karl Kullmann. Geh. Forſtrat i. R.
Tilla Kullmann
Carl Kullmann, Bankbeamter
Marie Kullmann, geb. Langnes
Hans Joachim Kullmann. (7721
Darmſtadt, den 21. Mai 1932.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger
Teilnahme beidemHinſcheiden un=
ſerer
lieben, unvergeßlichen Mutter
Frau Margarete sieter
ſagen wir allen herzlichen Dank.
Die trauernden
Hinterbliebenen.
Nieder=Ramſtadt, 20. Mai 1932.

Dankſagung.
Für alle Beweiſe herzlicher Anteil=
nahme
beim Ableben unſerer geliebten
Mutter
Frau Eliſabeth Klein
ſagen wir hiermit herzlichſten Dank.
Insbeſondere ſei Herrn Pfarrer Mars
für die troſtreichen Worte gedankt und
der Schweſter Eliſabeth für die liebe=
volle
Pflege.
Die trauernden Kinder
und Enkelkinder.
Darmſitadt, den 21. Mai 1932.
Feldbergſtr. 105.

Ihre Vermählung zeigen an
Adam Raitz
Else Raitz
geb. Paul
Darmstadt
Höchst i. O.
Alexanderstr. 22
7652
2i. Mai 1932

Todes=Anzeige.
Gott der Allmächtige nahm meinen lieben, unver=
geßlichen
Mann, meinen treubeſorgten Vater, unſe=
ren
lieben Großvater und Schwiegervater
Herrn. P
ilipp Kredel
Schuhmachermeiſter
im 76. Lebensjahre zu ſich in die Ewigkeit.
Charlotte Kredel, geb. Ludwig
Eliſab. Schaffner, geb. Kredel
Otto Schaffner
Liſelotte u. Herm. Schaffner.
(7737
Darmſtadt, den 21. Mai 1932.
Beerdigung: Dienstag, den 24. Mai, nachm. 3 Uhr
auf dem Friedhof an der Nieder=Ramſtädterſtraße.

Darmſtadt, den 20. Mai 1932.
Heinheimerſtr. 61.

Dankſagung.
(Statt Karten.)
Allen, die während der langen Krankheit und beim Ab=
leben
meines lieben Mannes, unſres guten Vaters
Herrn Karl Stein
ihre Anteilnahme bekundet haben, ſei hiermit herzlichſt
gedankt. Insbeſondere danken wir den Brüdern des Herz=
Jeſu=Hoſpitals ſür ihre liebevolle, aufopfernde Pflege und
für die lieben Kranz= und Blumenſpenden.
Thereſe Stein und Kinder
zugleich im Namen aller Hinterbliebenen.
Darmſiadt, den 21. Mai 1932.
Mathildenſtr. 34.
(7740

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger Teilnahme beim
Heimgang unſerer unvergeßlichen Mutter, Schwieger=
mutter
und Großmutter
Frau Karoline 2raurmann Bitwe
ſagen wir auf dieſem Wege allen unſeren herzlichſten
Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 20. Mai 1932.
Heinheimerſtr. 61.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger Teilnahme beim
Heimgang unſerer unvergeßlichen Mutter, Schwieger=
mutter
und Großmutter
Frau Karoline Trautmann Bwe.
ſagen wir auf dieſem Wege Allen unſeren herzlichſten
Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.

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Sonntag, 22. Mai 1932

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 141 Seite 11

A
kengänger verbeſſerk Kirchen-Akuſtik

r Wünſchelrutengänger Schuldt bei ſeinen Verſuchen in der St. Nikolai=Kirche in Potsdam.
ſdt will drei Grundwaſſerſtrömungen, unter der Potsdamer Kirche feſtgeſtellt haben, die die
ik in dem Gotteshaus beeinfluſſen ſollen, und deren ungünſtige Wirkung er durch Aufſtellung
ſogenannter erdmagnetiſcher Kapſeln beſeitigen will.

Das Geſicht des Krieges im friedlichen Großſtadtverkehr.

In den Straßen von London tauchte in der langen Schlange von Autobuſſen und Privat= Auto=
mobilen
plötzlich das ungewohnte Bild eines ſchweren Panzertanks auf. Auch der Kriegskoloß mußte
an jeder Straßenkreuzung geduldig warten, bis der Poliziſt ihm die Weiterfahrt freigab.

Reich und Ausland.

nker Enkwurf für das Reichsehrenmal.

Dreiſter Lohngeldraub.

Vor einer neuen Afrika=Expedition
Leo Frobenius.
rankfurta. M. Der kürzlich an der Uni=
ät
Frankfurt a. M. zum Honorarprofeſſor
inte Afrika=Forſcher Leo Frobenius bricht in
Tagen zu ſeiner 10. Expedition nach Afrika
Auf der Reiſe begleiten ihn einige Aſſiſten=
des
unter ſeiner Leitung ſtehenden For=
gsinſtituts
für Kulturmorphologie in Frank=
a
. M. Die Expedition geht in das tripoli=
he
Gebiet der Sahara, in der Hauptſache,
ie Felsbilder in der Gegend zwiſchen Mur=
nd
Ghat zu erforſchen. Frobenius hat ſchon
rüheren Reiſen der Felsbilderforſchung eine
dere Aufmerkſamkeit zugewandt und ein
s Archiv dieſer Kulturzeugniſſe aus der
zeit der Menſchheitsgeſchichte zuſammenge=
n
. Das Reiſegebiet iſt ferner ausgezeichnet
Kulturgüter aus älteſter Zeit, die den grie=
n
Schriftſtellern unter dem Namen der Ga=
ntenkultur
bekannt waren und von der zen=
Sahara aus in den weſtlichen Sudan ein=
ngen
ſind. Die italieniſche Regierung hat
ſorbereitungen zu der Expedition mit gro=
Wohlwollen gefördert. Die für die Durch=
ng
notwendigen Mittel ſind zum Teil aus
Ausland zur Verfügung geſtellt worden.
Manſarden ſind keine Geldſchränke.
rankfurt a. M. In letzter Zeit ſind hier
rholt Einbruchsdiebſtähle in Manſarden
kommen und Hausangeſtellten dabei Er=
iſſe
und Schmuckſachen entwendet worden.
ſielfach ungenügenden Schlöſſer der Türen
ſtern derartige Einbrüche außerordentlich.
achen ſollte man daher in Manſarden nicht
wahren, zumal auch die Verſicherungsgeſell=
en
auf Grund der Verſicherungsbedingungen
Schäden dieſer Art nicht haften. Erſt in
Tagen wurde einer Hausangeſtellten aus
verſchloſſenen Manſarde ein Betrag von
7M. geſtohlen.
Großer Heidebrand bei Köln.
öln. Am Freitag nachmittag brach in der
ter Heide ein Brand aus, dem, wie die
er berichten, mindeſtens 1000 Morgen Hei=
1d und Ginſter zum Opfer fielen. Die
sforſtverwaltung hatte am Donnerstag und
ag auf der Wahner Heide größere Uebun=
Aür die Feuerwehren von Altenrath und von
Jahner Heide veranſtaltet, um bei etwa auf=
iden
Heidebränden genügend vorbereitet zu
Kleinere Flächen wurden zu dieſem Zwecke
ündet und die Löſcharbeit in Angriff ge=
ten
. Während man am Freitag gerade da=
ar
, einen ſolchen Uebungsbrand zu löſchen,
kten die Löſchmannſchaften, daß hinter
Rücken eine Feuerwolke aufſtieg, die vom
e reſend ſchnell vorwärts getragen wurde.
elang unter großen Anſtrengungen, den
d zu löſchen. Man vermutet, daß bisher un=
nte
Perſonen den Brand böswillig ange=
ſaben
.
d im Hauſe der Reichsbahndirektion Eſſen.
ſſen. In der Telephonzentrale der Reichs=
irektion
Eſſen brach geſtern früh kurz nach
* Feuer aus. Da ſich die Zentrale im vier=
tockwerk
des Gebäudes befindet, ſchlugen die
men bald zum Dachgeſchoß hinaus. Die
wehr war noch um 3 Uhr mit der Be=
fung
des Feuers beſchäftigt, wobei auch
rſtoffapparate Verwendung fanden.
Rieſenlagerräume in Flammen.
1 000 Quadratmeter völlig ausgebrannt.
erlin. In den Lagerräumen der Firma
* u. Lindemann, Porzellan= und Steingut=
And, Berlin=Tempelhof, kam geſtern nach=
9 gegen 14 Uhr aus noch nicht geklärter
he ein Brand aus, der in kurzer Zeit auf
000 Quadratmeter umfaſſende Halle über=
* und ſie völlig in Aſche legte. Die Beleg=
hatte
die Halle, da Samstag war, bereits
13,15 Uhr verlaſſen. Aus den benachbarten
gen konnten Automobile und Triebſtoff=
ite
noch rechtzeitig entfernt werden.
Heneral v. Dickhuth=Harrach geſtorben.
dtsdam. Nach lang andauernder Krank=
iſt
General der Inf. a. D. Dr. jur. Guſtav
khuth=Harrach geſtorben.

Der Entwurf von Regierungsbaurat a. D. Walter Joh. Krüger (Berlin),
des Schöpfers des Tannenberg=Denkmals.
Unter 1800 Einſendungen ſind 20 Entwürfe für das Reichsehrenmal in Bad Berka (Thüringen)
preisgekrönt worden. Unter den 20 Künſtlern ſoll in nochmaliger Wahl die Entſcheidung über
die endgültige Geſtaltung des Ehrenmals getroffen werden.

Erforgtenche Meitangsberfache im Prandanden Suymkaunen.
Die Arbeiter nach unermüdlicher Täkigkeit der Rekkungsmannſchaften

lebend
Valparaiſo. Ein neuer, letzter Verſuch
zur Rettung der in dem Transanden=Bahntunnel
eingeſchloſſenen Arbeiter wurde von Erfolg ge=
krönt
. Das Waſſer in dem Tunnel war bereits
auf 8 Fuß Höhe geſtiegen. Mit Spezialpumpen
ausgerüſtete Feuerwehrleute trafen mit Flugzeug
an Ort und Stelle des Unglücks ein.
Am Freitag gelang es den 1000 Mann ſtarken
Rettungsmannſchaften nach fieberhaften Aus=
grabungsarbeiten
mit den 45 verſchütteten Ar=
beitern
in dem eingeſtürzten Tunnelneubau von
Las Raicas in Verbindung zu kommen. Den

90. T zum Aklankikflug geſtarkek.
New York. Wie aus Holyrood ( Neu=
braunſchweig
) gemeldet wird, iſt die Do. X am
Samstag früh 8 Uhr MEZ. zum Flug über den
Atlantik geſtartet. Das Flugſchiff nahm Rich=
tung
auf die Azoren.
Standortmeldung von Do. X‟.
Nach einer Funkmeldung der Do. X‟ befand
ſich das Flugboot um etwa 16 Uhr MEZ. auf
44 Grad Nord und 41,14 Grad Weſt. Bei klarer
Sicht weht Weſt=Süd=Weſt=Wind. Die Geſchwin=
digkeit
des Flugbootes betrug 90 Seemeilen.

Sklarek=Prozeß ſoll beſchleunigt zu Ende
geführt werden.
Berlin. Auch am Samstag wurde im Skla=
rek
=Prozeß nur aus formalen Gründen 15 Min.
verhandelt. Der Vorſitzende teilte auf Befragen
der Verteidiger mit, daß er für die nächſte Sitzung
im Dienstag das Erſcheinen ſämtlicher Ange=
klagter
angeordnet habe. Der Skarek=Prozeß ſolle
dann mit tunlichſter Beſchleunigung zu Ende ge=
führt
werden.

geborgen.
Verunglückten konnte Luft und Waſſer zugeleitet
werden. Sie werden vorausſichtlich binnen kur=
zem
aus ihrer ſchrecklichen Lage, in der ſie ſich ſeit
drei Tagen befinden, befreit werden können.
Nach den letzten Berichten aus Valparaiſo ſind
45 Tunnelarbeiter gerettet worden. Den Ver=
ſchütteten
war es gelungen, ſich im Tunnelinnern
in Sicherheit zu bringen.
Die eingeſchloſſenen 45 Arbeiter ſind nach
einer Meldung aus Tecuma dank der unermüd=
lichen
Tätigkeit der Rettungsmannſchaften lebend
geborgen worden.

Die Ozeanfliegerin Earharth
in Londonderry gelandel.
New York. Die Ozeanfliegerin Earharth,
die am Freitag um 20,50 Uhr von Harbour Grace
ſtartete, iſt am Samstag nachmittag etwa 4 Kilo=
meter
von Londonderry (Irland) glatt gelandet.
Sie iſt die erſte Frau, die allein im Flugzeug
den Ozean überquerte.

Internationaler Transozeanflieger=Kongreß.
2000 Bomben auf eine Fabrik=Attrappe
am Tiber..
Rom. Der internationale Kongreß der
Transozeanflieger wird am Sonntag von Muſſo=
lini
durch eine Rede auf dem Capitol eröffnet.
Nachmittags findet in Rom eine Parade der ita=
lieniſchen
Militäraviatik ſtatt, an der 400 Flug=
zeuge
teilnehmen werden. An der Kundgebung
nehmen auch die beiden Rieſenflugzeuge Do.. X 2
und 3 teil. Es werden Kunſtflüge und Luft=
kämpfe
vorgeführt, ſowie zum Schluß ein Luft=
angriff
auf einen Flußhafen am Tiber und eine
künſtliche Fabrikanlage, zu deren Zerſtörung 2000
Bomben auf einmal abgeworfen werden.

Ein Toker und ein Verwundeler.
Eſſen. Ein überaus dreiſter Lohngeldraub
wurde am geſtrigen Samstag vormittag kurz
vor 11 Uhr auf der Zeche Gottfried=Wilhelm in
Recklinghauſen bei der Auszahlung der Bergar=
beiterlöhne
verübt. Zwei Männer traten an den
Schalter. Als im gleichen Augenblick zwei Berg=
leute
ihren Lohn abheben wollten, drehte ſich
einer der Täter um und gab aus einem Revolver
Schüſſe auf ſie ab. Ein Bergmann wurde am
Kopf leicht verletzt, während der zweite ſo ſchwer
verletzt wurde, daß er kurz darauf ſtarb. Insge=
amt
erbeuteten die Räuber etwa 800 RM. Sie
entkamen dann auf einem Motorrad.

Die Nobel=Vorleſungen von Boſch und Bergius.
Stockholm. Die deutſchen Nobelpreisträ=
ger
für Chemie Prof. Boſch und Generaldirektor
Bergius hielten geſtern nachmittag in der Tech=
niſchen
Hochſchule ihre Nobel=Vorleſungen. Stu=
denten
und Profeſſoren der Hochſchule und viele
andere prominente Wiſſenſchaftler waren an=
weſend
. Prof. Boſch ſchilderte eingehend ſeine
Arbeiten über Ammoniak=Syntheſen, und Prof.
Bergius berichtete über ſeine erfolgreichen Be=
mühungen
, Oel und flüſſige Brennſtoffe aus
Kohle zu gewinnen.
Georges Philippar.
Ein Teil der Vermißten doch noch gerettet?
Paris. Ein Hoffnungsſtrahl, doch noch die
vermißten Paſſagiere des Georges Philippar,
oder wenigſtens einen Teil von ihnen aufzufin=
den
, beſteht nach einer aus Dſchibuti kommenden
Meldung. Danach wollen Ueberlebende der Kata=
ſtrophe
geſehen haben, daß ganz in der Nähe des
Kap Guardafui ein Rettungsboot umſchlug und
die etwa 70 Schiffbrüchigen ins Waſſer fielen.
Da das Meer ruhig geweſen war und das Feſt=
land
nicht weit entfernt lag, hofft man, daß eine
Anzahl der Schiffbrüchigen die Küſte erreichen
konnte, von wo aus aber keinerlei Möglichkeit
beſteht, mit Aden in Verbindung zu treten.
Der einzige weibliche Teilnehmer
beim Avus=Rennen.

Frau Gilka=Bötzow,
die als einzige Dame an dem Internationalen
Autorennen auf der Berliner Avusbahn teil=
nimmt
. Sie wird gegenüber ihren 37 männ=
lichen
Konkurrenten, unter denen ſich die be=
rühmteſten
europäiſchen Klaſſefahrer befinden,
einen äußerſt ſchweren Stand haben

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Sonntag, 22. Mai 193

SAsbtb de sAbe

Die Rahmenwekkkämpfe des
Maorſtäffeildges
im Hochſchulſtadion. 16,30 Uhr.
Die Werbeveranſtaltung, über die wir ſchon kurz berichteten,
wird mit einigen gymnaſtiſchen Vorführungen eingeleitet. 60
Mann des Polizeiſportvereins beginnen mit einer modernen
Medizinballgymnaſtik. 50 Schüler der oberen Klaſſen des Real=
gymnaſiums
zeigen unter Turnoberlehrer Luley einen Ausſchnitt
aus dem Schulturnen, durch Vorführungen einer Bodengymnaſtik
und Turnen an Quer= und Längspferd. 70 Damen der Darmſtäd=
ter
Turnerſchaft führen Keulenübungen mit neuen Variationen
vor. Zuvor wird der 8=Km.=Langlauf um den Verkehrsvereins=
Wanderpreis geſtartet. Er iſt von ſeiten der Turnerſchaft und der
Sportvereine gut beſetzt und läßt ſpannende Kämpfe erwarten.
Das ſchon lange Zeit hier in Darmſtadt nicht mehr gezeigte Puſh=
ballſpiel
, ausgeführt von zwei ASC.=Mannſchaften, dürfte will=
kommen
und unterhaltſam ſein. Desgleichen die 6mal 60 Meter=
Staffel der Alten Herren des Stadtausſchuſſes für Leibesübungen,
des Pädagogiſchen Seminars des Realgymnaſiums, einer Juriſten=
ſtaffel
, Staffeln des SV. 98 und des Akad, Sportklubs. Ueber das
Hockeyſpiel Techn. Hochſchule Stadt Mainz wurde ſchon vor=
berichtet
. Die Rhönradvorführungen des Reichsbahn=Turn.
und Sportvereins und ein Werbe=Fußballſpiel zweier A.=H.=
Mannſchaften des Sportvereins 98 und des Akademiſchen Sport=
klubs
bilden den Beſchluß der Vorführungen. Zu dem Fußball=
ſpiel
haben beide Vereine ältere Spieler, die man ſchon längſt
vergeſſen glaubte, wieder hervorgeholt. Ein rechtes, friſch= fröh=
liches
Werbeſpiel, frei von der Hatz um die Punkte, dürfte ge=
boten
werden.

Turngemeinde 1846.
In vier Städten des Mittelrheinkreiſes DT. beginnen heute
die Kreistennisvorſpiele der B=Klaſſen=Spielerinnen im Damen=
Einzel. Von den insgeſamt 9 Gruppen ſpielen die Grupen 3
und 4 zu welchen von der T.G.D. 1846 die Damen Adelberger
und Graetz zählen, in Darmſtadt auf den Tennisplätzen hinterm
Woog. Man hofft, daß die beiden erſten Gruppenſiege nach Darm=
ſtadt
fallen und die Siegerinnen damit die Turngemeinde bei dem
Kreisturnfeſt in Trier vertreten können.
Davispokalkampf Deutſchland-Oeſterreich 2:1.
Artens/Mateika gewinnen gegen v. Cramm/Dr. Deſſart
das Doppel.
Bei anhaltend ſommerlichem Wetter und vor wiederum ſtar=
kem
Beſuch wurde am Samstag beim Davispokalkampf Deutſch=
land
Oeſterreich, im Wiener Prater, das Doppelſpiel ausge=
tragen
. Die Oeſterreicher ſtellten für dieſe Begegnung ihre
ſtärkſte Doppelkombination, nämlich Artens/Mateika, während der
Deutſche Tennis=Bund Daniel Prenn ſchonte und v. Cramm mit
Dr. Deſſart ſpielen ließ. Der D.T.B. rechnet wahrſcheinlich da=
mit
, daß Prenn am Sonntag unter allen Umſtänden Artens ſchla=
gen
müſſe und ſchlagen werde, und daß damit dann der entſchei=
dende
dritte Punkt ſichergeſtellt werden könne. Insgeheim hatte
man wohl auch noch einige Hoffnung, daß dem Paar v. Cramm
Dr. Deſſart ein Sieg über die Oeſterreicher gelingen könne, ſonſt
würde man wohl auch noch v. Cramm geſchont und für ihn Nour=
ney
eingeſetzt haben. Die Wiener ſiegten jedoch über das deutſche
Paar in nur drei Sätzen verhältnismäßig ſicher mit 6:3, 7:5,
6:4. Die Entſcheidung fällt nun alſo erſt am Sonntag in den
beiden letzten Einzelſpielen, in denen Prenn gegen Artens und
v. Cramm gegen Mateika antritt.
In dem Spieler=Quartett des Doppels war Dr. Deſſart der
ſchwächſte Mann. Nur durch ſeinen Bombenausſchlag holte der
Hamburger hin und wieder einen Punkt. Auch v. Cramm zeigte
nicht ganz die große Form des Vortages. Immerhin war er aber
am Netz hervorragend und verwiſchte damit ſeine zeitweilige Un=
ſicherheit
. Das öſterreichiſche Doppel ſpielte ganz hervorragend.
Mateika war ruhig und beſonnen, während Artens gegenüber dem
Vortage überhaupt nicht wiederzuerkennen war. Der Wiener be=
ſtach
durch ſein virtuoſes Spiel, und wenn er auch am Sonntag
dieſe große Form zeigt, ſo wird Prenn gegen ihn keinen leichten
Stand haben. Im erſten Satz lagen die Wiener 3:1 in Führung
als die Deutſchen noch auf 3:3 aufholten. Dann gewannen aber
die Oeſterreicher die nächſten Spiele. Im zweiten Satz führte das
deutſche Doppel ſogar 4:2 und 4:5, und im dritten Satz gewannen
die Oeſterreicher erſt von 4:4 ab 6:4.
Davispokalkampf Irland-Ungar 4:1.
Am Schlußtage des Davispokalkampfes IrlandUngarn in
Dublin ſtellte Irland durch den Gewinn der beiden letzten Ein=
zelſpiele
ſeinen Geſamtſieg mit 4:1 Punkten ſicher. Littleton Ro=
gers
konnte den ungariſchen Spitzenſpieler Bela v. Kehrling über=
raſchend
glatt 6:0, 6:3. 6:3 ſchlagen und Mac Guire gab dem
Ungarn Gabrovits mit 6:1, 8:6. 6:2 das Nachſehen.
Irland trifft nun in der dritten Runde des Davispokal=
Wettbewerbs auf den Sieger der Begegnung Deutſchland
Oeſterreich. Sollte dieſer Sieger Deutſchland heißen, was ſchon
heute mit einiger Beſtimmtheit anzunehmen iſt, ſo kommt das
Treffen IrlandDeutſchland vorausſichtlich in der erſten Juni=
hälfte
in Berlin zum Austrag. Deutſchland wird im Kampf
gegen Irland vor keiner allzu ſchweren Aufgabe ſtehen.

Handball.

Poſt Darmſtadt Tv. Erzhauſen.
Heute, Sonntag den 22. Mai, empfänt der Poſt=Sportverein
auf dem Sportgelände am Dornheimer Weg den Sportv. 29
Erzhauſen, ſowie den Turnverein Erzhauſen mit je 2 Mann=
ſchaften
. Die Spiele beginnen mit den 2. Mannſchaften um
2 Uhr, die 1. Handball=Mannſch. 3.15 und 1. Fußball um 4 30 Uhr.
Unſere Poſtler, die in letzter Zeit manchen Sieg buchen konnten,
werden auch heute wieder beweiſen, daß ſie gelernt haben und im
Aufſtieg begriffen ſind.
Polizei Darmſtadt S.=V. 98 Darmſtadt.
Am kommenden Mittwoch findet auf dem Polizei=
Sportplatz obige Begegnung ſtatt, deren Vorſpiel ſchon vor etwa
zwei Jahren ausgetragen wurde. Da es den beiden Mann=
ſchaften
vor kurzem gelungen iſt, den Deutſchen, bzw. Süddeut=
ſchen
Meiſter zu ſchlagen, darf man auf das Zuſammentreffen ge=
ſpannt
ſein. Der Spielbeginn iſt auf 18.45 Uhr feſtgeſetzt.
Am Donnerstag findet auf dem Polizei=Sportplatz eine Begeg=
nung
des Polizei=S.=V. gegen S.=V. Wiesbaden ſtatt. Spielbe=
ginn
18.15 Uhr.

Sporkkalender.
Sonntag, den 22. Mai 1932.
11,00 Uhr: Rheinſtraße: Großſtaffellauf.
16,40 Uhr: Hochſchulſtadion: Rahmen=Kämpfe: 8 Kilometer=
Langlauf, Hockey: Techn. Hochſchule Mainzer
Stadtelf.
Handball.
15.15 Uhr: Dornh. Weg: Poſt Tv Erzhauſen.
16,00 Uhr: Rheinallee: Rot=Weiß Tſch. Griesheim.
Fußball.
14,30 Uhr: Exerzierplatz: Polizei Mombach 03.
Fechten.
10,00 Uhr: Soderſtraße 30: Junioren=Säbelfechten der Mittel=
rheingruppe
.
Tennis.
10,00 Uhr: Woogswieſe: Kreisvorrunde der Damen=B=Klaſſe.
10,00 Uhr: Böllenfalltor: T. E.C. Jun. T. H.C. Wiesb. Jun.
Henne fuhr Welkrekord auf der Avus.
In den Morgenſtunden des Samstags ſtartete auf der Avus
der Münchener Ernſt Henne auf ſeiner 750=Kbzm.=BMW.=
Maſchine zu einem Weltrekordverſuch über 5 Kilometer mit flie=
gendem
Start und hatte mit ſeinem Unternehmen vollen Erfolg.

Henne erreichte eine mittlere Stundengeſchwindigkeit von 218.710
Kilometern und überbot damit den Rekord des bekannten Eng=
länders
Wright von 212 Stkm. ganz beträchtlich. Für die Hin=
fahrt
benötigte der Münchener 1,22,60 Min., in entgegengeſetzter
Richtung durchfuhr Henne die 5 Kilometer in 1,22 Min. Der
Durchſchnitt beträgt alſo 1,22.30 Min.

Fußball.

Union Darmſtadt Rot=Weiß Darmſtadt 2:2 (0:2).
* Vor zahlreichen Zuſchauern nahm dieſes geſtrige Abend=
ſpiel
auf der Rennbahn einen verdient unentſchiedenen Ausgang.
Waren die Gäſte von der Rheinallee in der erſten Hälfte durch
beſſere Geſamtleiſtung ihres Sturmes zu zwei Zählern gekommen.
ſo drückte der Sturm der Platzbeſitzer, nach der Pauſe von der
Läuferreihe beſſer unterſtützt, ſtärker, und ſeine gefährlichen An=
griffe
führten außer ſechs Ecken zu den beiden Gegentoren, eines
ein im Gedränge verurſachtes Eigentor der Gäſteverteidigung, die
ſich vorher ſehr gut präſentiert hatte. Beide Teams erſchienen
mit Erſatz. Bei Rot=Weiß gefiel Neuber als Mittelläufer durch
ſeine gute Ballverteilung. Der Erſatzhüter der Union ſcheint
kurzes Ballabſchlagen zu bevorzugen, was ihm allerdings in Punk=
tekämpfen
zum Nachteil gereichen kann. Die Uniondeckung kam
erſt Mitte der erſten Halbzeit, als die Partie 0:2 für Rot=Weiß
ſtand, in Schwung, nützte die Abſeitsfalle mehrmals geſchickt aus.
In der zweiten Halbzeit drückte die Gewitterſchwüle ſtark aufs
Tempo, Rot=Weiß wertete auch den Vorſprung etwas aus. Erſt
in einem Zwiſchenſpurt in der 24. und 27. Minute , fiel der
Ausgleich, der Siegestreffer für Union hing zwar zweimal in der
Luft, jedoch ſtets zentimeterweit neben den Torpfoſten Schieds=
richter
Lerſch=Eberſtadt, großzügig im Gebrauch der Pfeife, hielt
das Spiel im Rahmen des Erlaubten.
Eine aus beiden Vereinen zuſammengeſtellte Elf wird dem=
nächſt
gegen die komplette erſte Garnitur von Union Niederrad
hier ſpielen.
Carraciola und v. Morgen in Monza.
Der Große Autopreis von Italien im Werte von 200000
Lire, der am 5. Juni auf der Monzabahn zum Austrag gelangt,
wird auch deutſche Rennfahrer an den Start bringen. Alfa=
Romeo hat als offizielle Mannſchaft Caracciola, Campari und
Nuvolari gemeldet. Weiterhin liegen bisher die Nennungen von
v. Morgen, Lehouc, Wimille und Gaupillat (ſämtlich Bugatti)
vor.

Geſchäftliches.

Die Reſtauration Kaiſerſaal, Grafenſtraße, eröffnet mit dem
heutigen Tage wieder ihre Gartenlokalitäten mit geſchützten Ter=
raſſen
(vergl. heutige Anzeige).
Ueber müde und ſchmerzende Füße
und ihren Einfluß auf das Allgemeinbefinden ſpricht am Montag,
den 23. Mai, im Fürſtenſaal, Grafenſtraße 18, pünktlich nachm.
4 Uhr und abends 8 Uhr eine geprüfte Schweſter der Supinator=
Centrale Frankfurt a. M. Bei der augenblicklichen Bedeutung
dieſes Themas iſt dieſer Vortrag jedem ſehr zu empfehlen.
Näheres hierüber in der heutigen Anzeige.

Daß Rohkoſt Heilkoſt iſt, iſt heute größtenteils bekannt. Le
waren aber bisher friſche Pflanzen nicht zu jeder Jahreszeit ſo
erhältlich. Inzwiſchen iſt es nun der deutſchen Wiſſenſchaft
lungen, ein neues Verfahren zu finden, nach welchem die S.
der friſchen Heilpflanzen und Gemüſe ausgepreßt und unbegr
und ohne Schädigung derſelben haltbar gemacht werden kön
Ueber dieſes Verfahren und die dadurch erzielten Pflanz
friſchſäfte bringt die Schrift von Dr. Hans Hanſen Tri
und geneſe durch Pflanzenfri ſchſäfte int
ſante Ausführungen, die wir unſeren Leſern zur Beachtung e
fehlen, zumal das Büchlein vom Reformhaus. K. G. Groe
Darmſtadt, Karlſtraße 99, koſtenlos erhältlich iſt.

Rundfunk=Programme.
Frankfurt a. M.
Gleichbleibende Werktags=Vortragsfolge. 6: Wetter, Gymnaſt
S 6.30: Gymnaſtik. o 7: Zeit Wetter. anſchl.: Frühkonzer
8.30: Waſſerſtand o 11.50: Zeit, Programm, Wirtſchaftsmeldu
gen. O 12: Konzert 12.50: Nachrichten, Wetter. O 13: Konzer
O 14: Nachrichten. O 14.10: Werbekonzert. O 15: Gießener Wette
bericht. O 15.10: Zeit, Wirtſchaftsmeldungen. O 16.55, 18.15: Wir
ſchaftsmeldungen. O 19.15: Zeit, Programm, Wetter, Wirtſchaft
meldungen.
Sonntag, 22. Mai.
6.15: Hamburger Hafenkonzert. Glocken vom Großen Michel.
8.15: Morgenfeier der freireligiöſen Gemeinde Offenbach am Ma
9.30: Stunde des Chorgeſangs Volkslieder um 15001800. Aus
Geſangverein Germania, Dorheim (Wetterau).
10.30: Mein alter Rock, Erzählung von Nikolaus Schwarzkopf.
11.00: Das Rebner=Quartett ſpielt Streichquartett in C=Dur, op.
Nr. 2, von Joſ. Haydn.
11.30: Leipzig: Bach=Kantate: Gelobt ſei der Herr.
12.00: München: Unterhaltungskonzert.
13.00: Köln: Konzert.
13.50: Zehnminutendienſt der Landwirtſchaftskammer Wiesbaden,
14.00: Stunde der Jugend. Das ſchwarze Schaf. Ein Spiel
Kinder.
15.00: Dr. Buſemann: Was geht in der Welt vor und was g
es mich an? Prof. Dr. Wießmann u. Dr. Schaub: Soll m
unter den heutigen Verhältniſſen Kraftfutter im Kuhſtall fütter
16.00: Baden=Baden: Konzert des Städt. Orcheſters.
17.00: Nachmittagskonzert.
18.00: Dr. Hamburger: Europäiſche Denker Benedetto Err
18.25: Dreißig bunte Minuten.
18.55: Tägliche Begegnungen. Buchhändler und Kunde.
19.20: Wetter für die Landwirtſchaft, Froſtwarnungsdienſt.
Anſchl. Sportnachrichten.
19.30: Gottfried Benn. Vorgeſtellt durch A. Döblin.
19.30: Tragik im Kinderleben. Rezitationen von Liſa Tetzner,
20.00: Don Ceſar, Operette von R. Dellinger,
22.00: Freiburg: Wiener Schrammelmuſik.
22.20: Zeit, Wetter, Nachrichten, Sport.
22.45: Köln: Nachtmuſik.
Königswuſterhaufen.
Rundfunk=Vortragsfolge Deutſche Welle (1635)
Deutſche Welle. Gleichbleibende Werktags=Vortragsfolge. 5.4
Wetter für die Landwirtſchaft. 6: Gymnaſtik. 6.15: Wetter
die Landwirtſchaft. anſchl.: Frühkonzert. O 10 13.30: Nachrichte
12: Wetter für den Landwirt. anſchl.: Konzert u. Wiede
holung des Wetterberichts. O 12.55: Nauener Zeit. o 14: Konzer
0 15.30: Wetter, Börſe. 6 18.55: Wetter für die Landwirtſcha
Deutſche Welle: Sonntag, 22. Mai
6.00: Funkgymnaſtik.
Anſchl. Hamburger Hafenkonzert.
8.00: Mitteilungen und praktiſche Winke für den Landwirt.
8.15: Wochenrückblick auf die Marktlage.
8.25: Reg.=Rat Dr. Pape: Krankheiten des Getreides und 1
Futterpflanzen.
8.55: Morgenfeier.
10.05: Metteevorherſage.
11.00: Richard Wagner an Mathilde Weſendonck. Gedanken en
Liebenden. Sprecher: Prof. Dr. Müller.
11.30: Leipzig: Bach=Kantate: Gelobet ſei der Herr.
12.10: Joſef Buchhorn aus eigenem Schaffen.
12.30: Bresiau: Mittagskonzert der Schleſ. Philharmonie.
14.00: Lilli Rehfiſch u. Hauptlehrer Schumacher: Schlechte Sch=
leiſtungen
der Kinder.
14.30: Dr. Fiſſen=Oldenburg: Germaniſches im deutſchen Bauer
leben der Gegenwart.
15.00: Prof. Banſe: Deutſche Landſchaften.
15.25: Königsberg: Nachmittagskonzert.
ca. 15.55: Zwiegeſpräch von 2 Jugendführern über ihre Rei
eindrücke bei der Fahrt durch Oſtpreußen.
16.15: Vom Internationalen Autorennen auf der Avus.
16.40: Händel=Variationen op. 24 von Joh. Brahms. Ausf.:
Steuermann (Flügel).
17.05: Vom Internationalen Autorennen auf der Avus.
17.25: Nachmittagskonzert. Ausf.: Muſikkorps der Kommandant
Berlin. Tanzkapelle Willy Groh.
Als Einlage: Vom Internationalen Autorennen auf der Avus.
18.40: Min.=Dir. Dr. Schneider: Sommerpflege für Mutter u
Kind.
19.00: Völkercharaktere in der Weltliteratur. Dr. Spiero:
Karamaſoffs.
19.40: Dr. Eddelbüttel: Reiſe in Deutſchland!
20.00: Stuttgart: Don Ceſar. Operette von R. Dellinger.
22.00: Wetter=, Tages= und Sportnachrichten.
Anſchl. Tanzmuſik. Kapelle Egon Kaiſer.

Wekkerberichk.

Die Erwärmung hat weitere Fortſchritte gemacht und
ten Barometerfall veranlaßt. Da die Luftdruckgegenſätz
ziemlich gering ſind, greift die Störungstätigkeit nur langſe
das Feſtland vor. Heute morgen lag ein flacher Tiefdrudk
über dem Kanal und wird, da im Weſten Luftdruckanſtie
ſetzt, ſeinen Weg weiter öſtlich fortſetzen. An ſeiner R
gelangt daher kühlere Ozeanluft nach Deutſchland vor die
terſtörungen mit Regen und leichte Abkühlung zur Folge
wird. Eine ſtärkere Umgeſtaltung der Wetterlage findet
dadurch nicht ſtatt, vielmehr wird ſich nach der vorüberge
Gewittertätigkeit, das ſchöne Frühjahrswetter wiederher
Ausſichten für Sonntag, den 22. Mai: Gewitterſtörunge
Gewitterregen und leichter Abkühlung.
Ausſichten für Montag, den 23. Mai: Teils noch
drohende Bewölkung, teils aufheiternd, im ganzen
Fortdauer des warmen Frühjahrswetters.

Hauptſchriftleitung: Rudolf Mauve
Veraniwortlich für Politik und Wiriſchaff: Rudolf Mauve; für Feuiſleton, 9
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport: Karl B6)
für den Handel: Dr C. H. Quetſch; für den Schlußdienſt: Andreas Ba
Die Gegenwart, Tagesſpiegel in Bild und Wort: Dr. Herbert Neite
fär den Inſeratenteil und geſchäftliche Mitteilungen: Willy Kuhle;
Druck und Verlag: LC. C. Wittich ſämtlich in Darmſtadt
Für unverlangte Manuſkripte wird Garantie der Nückſendung n icht übernomn

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[ ][  ][ ]

Aarsſt
TAu dau d TRLA

22. Mai 1932

Kummer 21

(1635
e.

er bedrohte Usten.
Gedanken zu der Jahrestagung des WDA in Elbing

Südlandſehnſucht deutſcher Kaiſer, die
elige deutſche Kleinſtaaterei, als deren
ing wir die Parteizerriſſenheit unſerer
ſehen müſſen, der Mangel gemeindeut=
uſammengehörigkeitsgefühls
und der
eit zwiſchen Habsburg und Hohenzol=
ſen
es verhindert, daß die größte Cat
ſchen Mittelalters, die Rückbeſiedelung
ark, politiſch für ganz Deutſchland aus=
wurde
. Nach dem Zuſammenbruch des
bei Cannenberg erlahmte das Intereſſe
ind Süddeutſchlands am Oſten. Der
*s Volkes wurde von ſeinen großen
nur allzu ſelten auf den Oſten gerichtet.
ranzöſiſche Weſten hat uns Jahrhun=
Ang faſziniert, und Jahrzehnte hindurch
ndere Siele gerade die tüchtigſten Ele=
avon
abgehalten, die Problematik des
u ſehen. Die Grenzen waren ſtark,
1h gut verwahrt, und ſo wurden die
1 der Warner von der großen Menge
Averhört. Man glaubte ſich ſicher, man
An Druck weder in der polniſchen Bucht,
Wüger noch die Gefahren, die von der
hen Baſtion her drohten.
taat mag wohl die Gefahren erkannt
ber er hat mit zu kleinen Mitteln ver=
e
Grenzen zu ſchützen. Soldaten allein
das nicht, wenn das ganze Volk nicht
nen ſteht. Staat und Geſellſchaft haben
vermocht, die Landflucht aus dem
ie von Jahr zu Jahr ſtärker wurde,
men, ſie vermochten noch viel weniger,
e ſeeliſche, ſtark beſchwingte Naar=
-Bewegung zu entfachen. Was man ſo
ren Seiten unter Oſtmarkenpolitik ver=
aren
letzten Endes nur Mittelchen. Es
chaus nicht verkannt werden, daß
in wirtſchaftlicher Beziehung für das
land unendlich viel getan hat, aber dieſe
ftliche Stützung kam dem deutſchen
1 des Weichſellandes nicht mehr zugute
diſchen Volkselementen, die ſich unter
flege wirtſchaftlich glänzend entwickel=
durchaus
nicht unterdrückt waren.
aat iſt es auch nicht gelungen, Begei=
ür
den deutſchen Oſten zu erwecken, und
ir ein Beamter aus den ſonnigen
des Rheins an die Weichſel ver=
de
, dann fühlte er ſich in Verban=
chickt
, die ihm mit einer Oſtmarken=
erſüßt
werden mußte.
Utheute wenig Sweck, über die Feh=
itſcher
Staatspolitik vergangener
loch viel mehr über die Sünden deut-
Wolkstumspolitik im Weichſelland zu
Wenn heute ſo viel darüber ge=
ird
, daß dieſes Gebiet ebenſo wie
e deutſchen Sudetenländer uns von
wen geraubt worden ſeien, dann
vir doch tunlichſt darüber nachden=
bei
einem ſolchen Naub nicht auch
raubten eine gewiſſe Schuld beizu=
ſt
. Die letzten Wochen haben mit
onderer Deutlichkeit das Oſtproblem
aufleuchten laſſen. Seit 1919 wer=
vom
Schickſal alle paar Jahre
angezündet, auf daß wir den Oſten
bekämen, und es ſcheint ja auch ſo,
vir endlich ſehend geworden wären,
ns in politiſcher Beziehung, denn die
en Worte der verantwortlichen
7 Politiker laſſen erkennen, daß
eich nicht gewillt iſt, den
Ayen Standpunkt im Oſten
rkennen.
1h, die ſchweren Schäden, die wir
Laufe der letzten 40 bis 50 Jahre
itſchen Oſten geſchlagen haben, in=
eigentlich
ohne etwas Grundſätz=
tun
, die Maſſenabwanderung tüch=
lemente
in die Induſtrie und die
Ote nicht verhinderten, laſſen ſich nicht
Tegierungsmaßnahmen beſeitigen. Ne=
ie
amtliche und wirtſchafts=
ſcheOſthilfe
muß eine ſolche
her Art treten, denn wenn nicht das
Neutſchtum in allen ſeinen Stämmen und
n ſich hinter die Oſtmärker ſtellt, ſo=
iht
alle deutſchen Stämme und Schich=
beſten
Söhne und Cöchter wieder nach

Oſtland ziehen laſſen, ſolange wird es nicht
beſſer werden.
Als ſich nach 1866 im öſterreichiſchen Naum
der Druck der Slawen immer ſtärker bemerk=
bar
machte, waren es die Sudetendeutſchen, die
eine vereinsmäßige Form fanden, die Kräfte

ſchen Schutzbunde alle die Kräfte zuſammen=
faſſen
, die ihrer Herkunft nach aus dem bedroh=
ten
deutſchen Oſten ſtammen.
Alle Maßnahmen des Reiches werden nur
dann durchſchlagende Kraft beſitzen, wenn ſie
nicht nur als Verwaltungsfragen behandelt
werden, ſondern Angelegenheit der
Volkstumspolitik geworden ſind. Die
letzten Ereigniſſe in Memel und in Danzig
haben bereits in ſehr weiten Kreiſen des deut=
ſchen
Volkes allertiefſten Eindruck gemacht,
und die laut hinhallenden Proteſte, die aus allen

Die ſtillgewordene Weichſelmündung. Im Hinkergrund Danzigs hiſtoriſches Krantor.

und Mittel ſchuf, um den ſlawiſchen Druck aus=
zugleichen
. Die Schutzvereinsidee wurde ſtark,
und ſie erfaßte in den bedrohten öſterreichiſchen
Gebieten weite Volkskreiſe. Der ſtärkſte kul=
turelle
Exponent dieſer Schutzvereinsidee iſt der
alte Schulverein, der heutige Verein für das
Deutſchtum im Ausland, der heute im Reich
und in Oeſterreich viele Hunderttauſende von
Mitgliedern zählt und in der Nachkriegszeit
nicht nur durch die Aufbringung von vielen
Millionen Mark mitgeholfen hat, das deutſche

Kreiſen des deutſchen Volkes mit nicht miß=
zuverſtehender
Deutlichkeit an das Weltgewiſ=
ſen
gerichtet wurden, ſcheinen ſelbſt den kühlſten
Völkerbundspolitikern Eindruck gemacht zu
haben. Wie ſehr ſie das Widerſtandsbewußt=
ſein
der Oſtmärker geſtützt haben, zeigen die
Wahlen im Memelland, in denen die Litauer
auch nicht einen Suß breit gewinnen konnten.
Nun gilt es, dieſen treuen Vorpoſten aber auch
zu zeigen, daß das deutſche Volk ihnen weiter=
helfen
will. Sehntauſende junger deutſcher

Luftaufnahme Danzigs. Im Mitkelpunkt die hiſtoriſche Marienkirche.

Schulweſen in den abgeriſſenen Gebieten zu be=
treuen
, ſondern, was vielleicht noch wichtiger
und wertvoller iſt, eine ſeeliſche Mobiliſierung
der volksdeutſch denkenden Menſchen durch=
geführt
hat. Neben ihm und Hand in Hand
mit ihm arbeitend ſtehen die vielen hundert
Vereine der Heimattreuen Oſt= und Weſt=
preußen
, Danziger und Oberſchleſier, ſowie der
Memellandbund, die zuſammen mit dem Deut=

Menſchen fahren und wandern nach Elbing, um
hier die Cagung des großen deutſchen Volks=
vereins
, des VDA., in feierlicher Weiſe zu be=
gehen
. Unſere Jugend muß die
Srenzlandnot fühlen, muß ſehen, was ver=
loren
ging und was gefährdet iſt, nur dann wird
ſie die ſeeliſchen Kräfte aufbringen, die notwen=
dig
ſind, um dem bedrohten Lande Hilfe zu
leiſten.

Und noch eines. Selbſt der beſte Heimatkunde=
Unterricht, ſelbſt die lehrreichſte Geſchichtsſtunde
wird dem heranwachſenden Geſchlecht nie die
Grenzlandprobleme ſo verlebendigen, wie eine
Jahrt an die Nogat, eine Wanderung in Oſt=
preußen
, im Burgenland oder Egerland, in
Kärnten, in Südtirol oder in Schleswig. Und
wenn dieſe Grenzlandwanderer nach Hauſe
kommen, dann werden ſie ihren jugendlichen
Freunden, ihren Eltern und Verwandten von
der Schönheit der durchſtreiften Gebiete er=
zählen
, und in ſo und ſo vielen zehntauſenden
deutſcher Menſchen wird vielleicht doch die
Erkenntnis dämmern, wie wichtig es iſt, dieſe
deutſchen Gaue zu beſuchen. Noch immer fah=
ren
alljährlich ungezählte tauſende Deutſcher
nach Italien und an die Riviera. Es wird
in dieſen Cagen der Not von vielen Seiten dar=
über
Kritik geübt, daß wir Feſte feiern. Dieſe
Kritik iſt durchaus unangebracht. Die Jugend hat
ein Jahr lang Groſchen auf Groſchen gehäuft,
hat ſich ihre Caſchengelder erſpart, ihre ſpär=
lichen
Verdienſte zuſammengetragen, um die
Reiſe nach dem Oſten anzutreten. Jugend muß
begeiſtert werden, und die großen Kundgebun=
gen
volksdeutſchen Geiſtes, die wir in Aachen
und in Salzburg, in Gmünden oder in Goslar,
in Hirſchberg, in Kufſtein, in Kiel, in den letz=
ten
Jahren erlebt haben, ſie waren die ein=
drucksvollſten
Kundgebungen deutſchen Wider=
ſtandswillens
. Bedrucktes Papier hilft uns
wenig, wir brauchen lebendiges Erleben. Bei
allem Verſtändnis für deutſche Südlandſehnſucht
muß in den heutigen Cagen doch gefordert
werden, daß der Vergnügungsreiſende eine ge=
wiſſe
nationale Diſziplin zeigt. Südlandſehnſucht
kann auch in Südtirol und in Kärnten vollauf
befriedigt werden. Wer ſich an ſchönen Städten
begeiſtern will, der reiſe nach Danzig, dieſer
großartigſten deutſchen Hanſaſtadt, die eine
Fülle ſchönſter Architektur aufzuweiſen hat.
Wie wenige Binendeutſche kennen dieſe Schön=
heit
Danzigs. Die Badeorte in der Nähe von
Memel, die herrlichen Seen Oſtpreußens, ſie
alle warten auf den deutſchen Wanderer. Paul
Fechter hat in ſeinem großen Heimatroman die
Oſtmark das wartende Land genannt
ja, es wartet noch immer auf die Liebe des
ganzen Deutſchtums. Hoffen wir, daß das
Sehntauſend aufgeſchloſſener Jungens und =
dels
, die zu Pfingſten in Elbing und Marien=
burg
, in Danzig und im alten Ordensland, die
ſonnigen Schönheiten und die Weite des
Landes, den Ernſt und die Cragik der Oſt=
mark
erſchauen durften, in Liebe zu dieſem
Stück Deutſchland entflammen.
Und wenn ſie auf ihren Wanderungen von
dem deutſchen Weichſelufer hinüber ſehen
in das entriſſene Land, wenn ſich ihnen die
Silhouette der alten Ordensburg Mewe am
Horizont abzeichnet, dann mögen ſie nie ver=
geſſen
, daß in dieſem Lande deutſche Men=
ſchen
wohnen, daß dies Land durch nieder=
ſächſiſche
und weſtdeutſche, durch ſüddeutſche
und märkiſche Arbeiterfäuſte der Unkultur
der Wildnis entriſſen wurde, und dann wird
ſie von ſelbſt zu dem Willen erſtarken, daß
das nicht verloren bleiben möge, was in
trüber Seit verloren gegangen iſt.
Wer einmal von dem ſchwermütig herben
Hauber der öſtlichen Landſchaft erfaßt wurde,
wem inmitten der Unendlichkeit dieſer Wäl=
der
, Seen, Moore und Flußläufe die Augen
für die Schönheit dieſes Erdenwinkels auf=
gingen
, wer in den alten Städten die Seugen
überlieferter Kultur bewundern durfte, der
wird verſtehen, wie ſtark dieſe Landſchaft
mit Deutſchland verbunden iſt!
Fritz Hein: Reimeſch.
Danzig Memel zwei Namen, die im
engſten Suſammenhang mit den Ereigniſſen
der jüngſten Seit uns erneut die Bedeutung
vor Augen geführt haben, die jener ſchwer
bedrohte deutſche Oſten für Millionen von
Menſchen und für das geſamte Mutterland
hat. Denn es iſt deutſcher Kulturboden mit
jahrhundertealter, deutſcher Cradition, der jetzt
den ſchwerſten Kampf um völkiſche und poli=
tiſche
Suſammengehörigkeit mit dem raſſefrem=
den
Nachbar ausfechten muß. Es geht um
deutſche Geſinnung, deutſches Recht, deutſchen
Glauben und deutſche Erziehung. Und es
gilt nicht allein, an wirtſchaftspolitiſche Hilfe
zu denken, es bedarf auch einer ſeeliſchen,
ideellen Hilfe für die Brüder im deutſchen Oſten!

[ ][  ][ ]

Kampf
mit der lernäiſchen Schlange.
Können Sie richtig Spargel eſſen?
Es gibt bekanntlich verſchiedene Arten,
Spargel zu eſſen. Fein, mittelfein und ganz
fein! Von dem ordinären Spargeleſſen ganz zu
ſchweigen. Meiſt iſt es einem nicht freigeſtellt,
wie man ihn eſſen möchte. Die Umgebung ver=
pflichtet
. Aber ſeltſam gerade, wie
man es jeweils macht, ſcheint es falſch zu ſein...

Die feine‟ Art beſteht darin, daß man zeigt,
wie unfein es iſt, Spargel mit dem Meſſer zu
behandeln. Kommt man nämlich als naives
Erdenkind daher und ſchneidet man ſich die
langen, delikaten Stangen, die ohnehin über
den Nand des Cellers hängen (das ſollte man
mal mit Würſtchen machen!) in bequem ge=
nießbare
Stücke, dann fällt der Fachmann in
Ohnmacht. Denn die Berührung mit dem Stahl
des Meſſers ſoll dem zarten Spargel einen
großen Ceil ſeines Aromas rauben. Das mag
gewiß zutreffen. Darum tut man gut, zumindeſt
anſtatt des Meſſers die ſeitlich gedrehte Gabel

Spargel, Marke Stechpalme‟
zu benützen, und ſolange mit ihr auf dem Spar=
gel
herumzureiben, bis einer von beiden nach-
gibt
. Wobei es unangenehm auffällt, wenn die
Gabel auf dem Porzellan zu quietſchen anfängt,
oder die Spargelſtange ſich fächerförmig über
den Celler ausbreitet ..."
Viel feiner iſt es natürlich, wenn man ſich
der Gabel nur bedient, um den Spargel an ſei=
nem
dicken und harten Ende aufzuſpießen und
ihn ſo zum Munde zu führen. Manche Spargel
haben eine Abneigung dagegen. Sie klappen
gern herunter und ſpritzen dabei die Cunke auf
das neue Kleid. Man hat zur Verhütung ſol=
cher
Swiſchenfälle ein Stückchen Brot oder
Semmel parat und unterſtützt damit das Vor=
derende
des Spargels. Man bildet ſozuſagen eine

Sreund Adam.
Von Ernſt Eimer.
In der Spitze einer hohen Erle ſaß der kleine
Nabe mit vier Geſchwiſtern im Neſt. Da ſtreckte
er den Kopf zu weit über den Nand, plumpſte
hinunter auf die Wieſe und flatterte dort einem
Bauersmann, dem Paukel=Jörg, vor die
Füße. Der nahm ihn mit nach Hauſe, und ſeine
Kinder jubelten über den putzigen ſchwarzen
Vogel.
Er kann ſo zahm werden wie unſere Mietze,
ſagte der Vater, und deshalb mag er bei uns
bleiben.
Dann muß der Nabe aber gerade ſo heißen
wie ich rief der achtjährige Adam.
Deinen Namen kann er kriegen, meinte
lachend die Muter, denn es müſſen ja doch
nicht alle Jakob heißen.
Der kleine ſchwarze Adam war mit ſeiner
neuen Heimat wohl zufrieden. Er übte ſich bald
im Fliegen und entwickelte einen fabelhaften
Appetit; und was der Schlaue in ſeinem Kropf
nicht verſtauen konnte, trug er ins Verſteck.
Bereits am ſiebzehnten Cage wackelte Adam in
den Hühnerſtall und holte ſich dort aus dem Neſt
ein Ei. Mit dieſem lief er gerade dem Bauer
vor die Beine.
Cu ſachte, du Spitzbub, ſchalt der Jörg,
ich treibe dir deine Poſſen ſchon aus. Und der
Eierdiob bekam im Haſenkaſten einen Cag
Hausarreſt. Beſcheidener wurde der Schwarze
aber dadurch nicht, denn er ſtreckte nun erſt recht
den Kopf zu allen Cüren und Cöpfen hinein.

Brücke mit zwei Strebepfeilern und ſchiebt mit
entſprechender Vorſicht den Spargel zun
Munde. Hier ſoll nun der Spargel möglichſt auf
einmal verſchwinden. Abbeißen, um dann eine
kleine Schwatzpauſe einzulegen, iſt verpönt. An=
dererſeits
iſt das Suſtem in Wahrheit vornehm,
denn man nimmt ſich den größten Genuß den
große und kleine Kinder ſich gern bis zuletzt auf=
bewahren
den Spargelkopf, gleich im vor=
aus
weg. Und was mit den harten Spargel=
enden
geſchieht denn ſolche ſchleichen ſich
hartnäckig immer wieder ein alſo das bleibt

Die große Frage: Wie eſſ ich dich?
der Phantaſie des jeweils Betroffenen und
dem Caktgefühl der Umſitzenden überlaſſen ..."
Die feinſte Art iſt bekanntlich das ausſchließ=
liche
Eſſen mit der unbedeckten Hand. Das
macht ſich ſehr gut, wenn auch der Spargel auf
die feinſte Art ſerviert wird, nämlich heiß, aber
trocken auf einer weißen Serviette in der
Schüſſel. Dann kann man ihn leicht an ſeinem
feſteren Ende packen, in einem zierlichen Klecks
holländiſcher Cunke oder geſchlagener Butter
umdrehen und graziös zum Munde führen.
Joungleurkunſtſtücke ſind unerwünſcht. Das
ganze Syſtem wird aber zum Problem, wenn
der Spargel in Brühe ſchwimmt. Dann läuft
gleich anfangs der Saft in den Nockärmel. Auch
ſchadet allzu große Eile beim Eſſen. Der Spar=
gel
, der zu raſch in den Mund geſchoben wird,

wehrt ſich und wird zur widerſpenſtigen Stech=
palme
, die ſich vor dem Mund entblättert. Dann
rettet meiſt nichts als ein rückſichtsloſer großer
Biſſen. Wenn es auch ein bißchen weh tut ..."
Vorſicht wegen der falſchen Kehle. Ein Spargel
in der Luftröhre kann zum Code führen
Die Arten, den Spargel auf unfeine Weile
zu eſſen, ſind noch mannigfaltiger. Und beque=
mer
. Am bequemſten macht es ſich jener Haus=
herr
, der auf der großen Spargelplatte ange=
ſichts
von 12 Gäſten vorn einen gewaltſamen
Schnitt machte und ſämtliche Spargelköpfe auf
ſeinen eigenen Celler ſchob. Die eſſe ich näm=
lich
am liebſten, ſagte er freimütig ...
Dieſe Ausführung ſoll nicht dazu angetan
ein, dem Spargeleſſer die Unbefangenheit zu
rauben. Es ſollen ſich vor ſeinem gequälten
Auge die ſchmackhaften Stangen nicht in
Schlangenköpfe verwandeln. Noch verhält es
ſich nicht ſo, daß die Pſuchoanaluſe von der Art,
wie der Menſch ſeine Spargel ißt, auf ſeinen

Man kaun es auch ſo machen..."
Ur=Inſtinkt und ſein unterbewußtes Sein
ſchließt. Noch iſt das Spargeleſſen eine Sitte
und vielleicht zum großen Ceil auch Mode.
Und in der Mode iſt ja, gerade heute, alles er=
laubt
, was gefällt. . . P. Holmgren.

Der Spargelbauer mit Familie bringt die Ernte ein

Und als der Großvater am nächſten Morgen
ſein Bruſtpülver ſuchte, ſaß Adam auf dem
Fenſterbrett, hatte die Koſtbarkeit am Wickel
und nahm davon ein."
Schinnags, das du biſt, ſchrie der Alte, iſt
denn die Arznei für dich oder für mich?
Krack, ſagte der andere, packte den Reſt
in den Schnabel und flog davon.
Dieweil ſich der Nabe auch unter das Hüh=
nervolk
miſchte, hörte er natürlich auch deren
Sprache. Und ſo dauerte es gar nicht mehr
lange, da gackerte der Kluge wie ein Huhn.
Ei, ei, riefen die Alten und auch die Kin=
der
wenn er gluckern kann, dann wird ihm
auch das Schwätzen keine Leibſchmerzen machen.
Komm, Adam, hieß es dann ſchon morgens
und auch am Nachmittag, komm, ſage einmal
Mama und Papa und Mäuſi oder Schutteſtroh
und Berta oder Friederich. Doch Adam drückte
das Köpfchen an die Bruſt, machte tiefſinnige
Augen und einen großen Buckel undſagte zunächſt
keinen Con. Aber plötzlich kam es doch aus
ihm heraus. Er reckte den Hals, verdrehte die
Augen und ſtotterte wohl zwanzig a und ka
daher und endlich rief er klangvoll wie eine
Klarinette: Papa‟
Adam, hier bin ich ſchon, ſchmunzelte da der
Paukel=Jörg und ſtreichelte dem Cauſendſaſſa
den Kopf.
Die Kinder vom Jörg ſchlugen vor lauter
Begeiſterung über den ſprechenden Vogel Pur=
zelbäume
. Der aber flatterte zu Nachbars
Küchenfenſter hinein, warf dort einen Copf voll
Rahm vom Schaft und guckte den klirrenden
Scherben am Boden philoſophiſch zu.

Satan, ſchrie die empörte Bäuerin, nun ſoll
dich aber doch dies und das!
Papa, ſagte dazu der Adam und rauſchte
wieder zum Fenſter hinaus.
Immer weiter dehnte der Rabe ſeine Ent=
deckungsflüge
aus. Und als er erſt einmal die
frühſtückende Schuljugend gefunden hatte, da
konnte man ihn täglich zwiſchen den vielen Kin=
derbeinen
hüpfen ſehen. Gerade wie im Schla=
raffenland
flogen ihm die Wurſt= und Butter=
brotbrocken
in den unerſättlichen Schlund
An einem Sommernachmittag machte Adam
auch bei mir Beſuch. Er traf mich gerade im
Garten beim Malen, ſchnappte gleich eine Cube
Oelfarbe und entführte dieſe auf den nächſten
Swetſchenbaum. Nachdem der Feinſchmecker
dort von ſeinem 2 aub geveſpert hatte, kam er
mit rotgefärbtem Schnabel wieder zurück. Und
als ich ihm nun mit der Mallatte drohte, krallto
er ſich an dieſe feſt und biß hinein.
Die farbenbunte Palette, die blinkenden Pin=
ſel
, Staffelei und Bild, alle dieſe Dinge mögen
ihn wohl angezogen haben, denn monatelang
war er nun täglich mein Gaſt. Adam nahm dann
auf der Stuhllehne oder auf meiner Schulter
Platz oder noch lieber auf der Staffelei. Stun=
denlang
ſaß er oben und guckte mit ſchiefem
Kopf auf mein Getue herab. Und wenn ich auch
weit draußen im Feld an der Arbeit war, immer
kam mein Freund geflogen oder auch zu Suß
angewackelt. Nachts aber war der Nabe da=
heim
bei ſeinem Papa, dem Paukel=Jörg.
Im Spätſommer malte ich einen Baum mit
Aepfeln, und da kuſchelte auch Adam wieder
auf der Staffelei. Hin und her rekelte er das

Beſuch in Beelitz, dem
märkiſchen Spargelparadi
Swei Monate Ernte, zwölf Monate
Weit, endlos und leuchtend im erſten
Grün dehnen ſich die Selder der
Ebene. Noch wirbelt kein Staub auf,
ein kleiner Pilgerzug von Automobilen,
Handkarren und unverdroſſenen Wand
Richtung Jüterbog auf der weißen
dem gleichen Siel zuſtrebt. Dort winkt
ter den weißen Meilenſteinen, hinter
ſchräggeſtellten Nichtungsſchild blitzbl
friſch geſtrichen.
Beelitz, die Spargelſtadt!
Hinter den mächtigen, alten Bäume
die kleinen Häuſer verſteckt. Ganz ſo
ragen auch ein paar Fabrikſchornſteine
lichtblauen Frühlingshimmel. Wer abe
oſſiert ſich um dieſe Jahreszeit für die
induſtrie in Beelitz? Und ſollte es je
einfallen, in einem der blitzſauberen Ge
etwas anderes zu verlangen, als Schin
Spargel man würde ihn ohne Swe
einen vollendeten Narren halten!
Mai Juni das ſind die glür
Monate für Boelitz. All die kleinen H
die die Sufahrtsſtraßen zur Stadt Jäume
gleichſam die Augen aufgeſchlagen.
denn allenthalben, ſonſt iſt hier der
eingezogen. Crotz der Maikühle ſteh
ladend die weißgeſtrichenen Gartenmöbe
ſchmalen Vorgärten. Ein paar Flieder)
verſuchen ſich mit ſchüchternen Erſtling
und ſelbſt die Häuſer ſcheinen friſch ab
Alle Gartentüren ſtehen einladen
Kleine Pappſchilder weiſen in Kunſtſch.
Weg zum Haus= oder Kücheneingang:
Landſpargel. Soeben geſtochen. Heute
nur . . .

In Beelitz iſt nämlich Saiſon!
In ſauberen Spankörben, in Papier
und Wannen, ſelbſt in bunten, zu)

Spargelſtechen vor Sonnenaufgang
eine mühſame, ſchwierige Arbeit
geknüpften Cüchern bieten am Wege ju
alte Beelitzer Spargelbauern ihre
Ware an. Feuchte und dunkle Cücher
die Körbe gebreitet daß ja kein Li
die glasklaren, ebenmäßigen Sparge
trifft. Barfüßige Kinder laufen neb
Wagen her Probieren Sie, bitte!

Köpfchen und verfolgte aufmerkſam jed
ſelſtrich. Und als ich dann, mich bück
meinem Farbenkaſten hantierte, fraß de
flugs einen gemalten Apfel auf. Par
er noch, ſich tief verbeugend und flattel
durch die Büſche.
Waren Kinder als Modell im Garte
hatte man mit Adam ſeine liebe Not. 4
er die Federn wie ein Igel die Stach
trompetete hoch und warnend. Und be
flog der Böſe den Kleinen auf den Ke
hämmerte ihnen in die Waden. Und
den ſchwarzen Ceufel dann ernſtlich 1
Hecke warf, ſo flog er auf der andere
wieder zum Garten herein.
Viele Konrädchen, Lisbetchen und and
gen nun gar nicht mehr ohne Haſelſted
Ja, wenn der Adam beißen will,
dann gar wichtig, da müſſen wir ul
wehren.
Saß aber der Vogel beſchaulich a
Wacholderbaum, da war er ein liebl
Fangeball konnte er dann ſpielen wie eil
leur. Alles, was ich ihm zuwarf, fing
verblüffender Sicherheit. Und wenn e!
chen oder eine leere Farbentube meter)
ihn flog, dann haſchte er es ganz beſt.
Niederkommen.
Wenn die Bauersleute im Feld an d‟
ſchafften, da war auch Adam dabel.
dem Mäher vor der Senſe und dem K
hacker neben dem Strauch. Und vor
Frühſtückskörben, die in der Ackerfurd
den, hat er ſchon das Cuch geriſſen
Deckel gezerrt.

[ ][  ][ ]

utzigen Säuſtchon eine
arte Spargelſpitze herauf. Probie=
22. Natürlich, ein echter Spargel=
cenner
ſchmeckt die Qualikät gerade an der
oben Frucht. So macht es ja taglich auch der
roße Aufkäufer, deſſen Laſtwagen ſchon im
Norgengrauen vor dem Gaſthaus hält, wo die
Beelitzer Spargelbauern ihre Ernte zuſammen=
ragen
und anbieten. Es kommt nicht nur au
ollendet ebenmäßigen Wuchs an und eine, für
ede Preisgattung feſtgelegte Länge
ndDicke, es kommt auch auf den Geſchmack
in..
öpargelſtechen eine Kunſt.
Es verhält ſich ja nun nicht ſo, daß der Spar=
elbauer
mit ſeiner Familie einfach durch die
öräben der ſchnurgeraden Spargelhügel geht
nd die ſchneeweißen Stangen herausſchneidet.
junächſt braucht man das lange, ſpitze Spargel=
reſſer
. Und dann vor allem ſicheren Blick
nd Geſchicklichkeit. Denn nicht immer
ündet ſich der Spargel durch einen kleinen
irdaufwurf an der Oberfläche an. Meiſt muß
tan ihn ſuchen‟. Hat man eine ſchöne, ſtech-
eife
Stange erwiſcht, muß man ſie vor dem
(bſtechen ringsum vollkommen freilegen. Ein
leiner Sandkrater wird ausgehöhlt. Erſt dann
arf man mit geübter Hand den Spargel
ſtechen‟. Denn die geringſte Verletzung des
berempfindlichen Wurzelſtockes
n Spargelbeet, der Criebknoſpen oder der neu
eranwachſenden Stangen bringt ſchweren
chaden.
rei Jahre bis zur Ernte.
Die Anlage von Spargelpflanzungen iſt eine
hwere Kunſt. Es kommt dabei in erſter Linio
uf den Boden an. Lehmiger, ſchwerer Bo=
iun
iſt ungünſtig. Dann werden in Abſtänden
un 1,30 bis 1,50 Meter Stäbe aufgeſtellt und
ngs der Verbindungsſchnur Gräben aus=

Was ein Arzt erlebte /

gehoben, 50 Heniinoter breit, 25 Sentimeter
tief. Natürlich iſt der Boden zuvor faſt einen
Meter tief rigolt worden. Dänn zieht man in
der Ciefe des Srabens eine Schnur und ſetzt an
ihr entlang die Spargelpflanzen, deren Wurzeln
man fächerförmig ausbreitet. Einjährige, kräf=
tige
und aus Samen gezogene Spargelplanzen.
Acht bis zehn Sentimeter hoch wird die Spar=
gelpflanze
mit Kompoſterde bedeckt. Dann hat
ſie ein Jahr Nuhe. Im Herbſt wird ge=
düngt
, Unkraut gefätet. Im Frühjahr der
Dünger untergegraben und im zweiten Jahr
bleibt die Behandlung die gleiche. Im dritten
Jahr erſt iſt an Ernte zu denken.
12 Monate Arbeit 2 Monate Ernte.
Dann entſtehen im Frühling des dritten Jah=
res
die bekannten gleichmäßigen Erdbänke, in
denen die jungen Stangen emporwachſen ſollen.
Sollen denn ſie tun es nur, wenn die Kin=
derſtube
wirklich ihrer Eigenart entſpre=
rhend
war. Wenn der Boden ihnen zuſagte,
wenn weder Froſt noch Dürre oder Kälte ſie
verſtimmten, noch mutwillige Verletzungen der
Wurzeln der gefräßigen Nachbarn oder Inſek=
ten
eintraten ..
Cäglich hunderk Sentuer Spargel
liefert die Spargelſtadt Beelitz nach Berlin und
ins ganze Neich, die Konſervenfabriken nicht zu
vergeſſen. Hundert Sentner Spargel jeder
Spargelſtich koſtet jahrelange Ar=
beit
, Mühe ohnegleichen noch bei der Ernte!
Endlos dehnen ſich die kahlen Erdwälle, bis
weit zum Horizont. Und wenn man jetzt eine
der verlockend dargebotenen rohen Stangen
probiert man tut es mit viel Reſpekt und
ſchmeckt bei aller köſtlichen Friſche und dem
unvergleichlichen Aroma die ſchwere Arbeit!
Denn wieviel Stangen gehen auf ein Pfund?
Und wieviel Menſchen müſſen ſich bücken, um
über hundert Sentner Spargel zu ſtechen?

Axel Munthe,
der Leibarzi der ſchwediſchen Königin erzählt . .

Wer iſt Axel Munthe?
Der Mann, aus deſſen Leben hier einiges
rrichtet werden ſoll, war der Arzt der Aerm=
en
wie der Vornehmſten. Er wurde von
önigen, Millionären und hyſteriſchen Damen
Geſellſchaft als Modearzt, konſultiert.
ſeſonders die huſteriſchen Frauen machten ihm
irch ihre geradezu maßloſe Anhänglichkeit das
eben ſchwer. Er war aber auch in Neapel, als
rt Peſtkranke zu Cauſenden ſtarben und rang
it dem Cod, ſeinem finſteren Kollegen bis
r Erſchöpfung. Als Meſſina durch das furcht=
ire
Erdbeben heimgeſucht wurde, ſuchte er zu
Ifen und zu retten. Er hatte überfüllte
prechſtunden in Paris und Nom und lernte
Laufe ſeiner vielfältigen Praxis die
rſchlüngenen Wege der Menſchenſeele beſſer
rſtehen als andere. Immer größer wurde ſeine
ebe zu den einfachen Menſchen. Sein wärmſte
uneigung galt vielleicht gar nicht den Men=
ſen
, ſondern den Cieren, die ihm anhingen wie
nem modernen Franciscus von Aſſiſi.
In der Abgeſchiedenheit eines italieniſchen
indſitzes ſchrieb er dann als faſt erblindeter
lann. Das Buch von San Michele, die
hronik ſeines Lebens, die zuerſt in engliſcher
prache erſchien und einen ungeheuren Erfolg
itte. Jetzt iſt das Werk auch deutſch bei Paul
ſt erſchienen.
Der Hund und der Cod.
Was weiß der Hund vom Code? Mindeſtens
viel wie wir, vermutlich mehr. Beim Schrei=
n
dieſer Seilen denke ich an eine arme Frau
Anacapri; ſie war fremd im Dorf und ſtarb
ngſam an Schwindſucht dahin, ſo langſam, daß
e paar Gevatterinnen, die ſie beſucht hatten,
nie nach der anderen die Sache latt hatten und
ihrem Schickſal überließen. Ihr einziger
reund war ein Köter, der ſeinen Platz am Suß=

ende ihres Bettes nie verließ. Eines Cages
traf ich bei ihr Don Salvatore, den Prieſter des
Dorfes. Er fragte mich, ob nicht die Seit ge=
kommen
ſei, ihr die letzte Oelung zu reichen. Die
Frau ſah ſo ziemlich aus wie gewöhnlich, ihr
Duls war nicht ſchlechter geworden, ja, ſie ſagte
uns ſogar, ſie hätte ſich in den letzten Cagen
etwas wohler gefühlt. Ich hatte mich oft über
die erſtaunliche Sähigkeit gewundert, mit wel=
cher
ſie am Leben hing und ſagte dem Prieſter,
es könne wohl nach ein oder zwei Wochen mit
ihr dauern. Wir kamen alſo überein, mit der
letzten Oelung zu warten. Da, als wir eben das
Simmer verlaſſen wollten, ſprang der Hund
plötzlich mit verzweifeltem Geheul vom Bett,
verkroch ſich in einen Winkel und winſelte er=
bärmlich
. Ich ſah keine Veränderung im Aus=
ſehen
der Frau, aber zu meiner Ueberraſchung
bemerkte ich, daß der Puls kaum mehr fühlbar
war. Sie machte verzweifelte Anſtrengungen,
etwas zu ſagen, ich konnte anfangs gar nicht
verſtehen, was ſie wollte. Sie ſah mit geöffneten
Augen nach mir, ſtreckte den ausgemergelten
Arm mehrmals aus, indem ſie auf den Hund
deutete. Endlich verſtand ich ſie, und ich glaube,
ſie verſtand auch mich, als ich mich über ſie
beugte und ſagte, ich würde für den Hund ſor=
gen
. Noch ein tiefer Atemzug, ein paar Bluts=
tropfen
ſickerten von ihren Lippen und alles
war vorüber. Die unmittelbare Codesurſache
war offenbar eine innere Blutung. Wie konnte
der Hund das wiſſen, noch vor mir? Als ſie
abends kamen, um ſie nach dem Campo Santo
zu bringen, folgte der Hund ſeiner Herrin als
einziger Leidtragender.
Mein gütiger Gaſtgeber.
Schauplatz: das vom Erdbeben verwüſtete
Meſſina.
Eines Abends, als ich an den Crümmern
eines Palaſtes vorbeiging, fiel mir ein gutge=

Adam, Satan, hörte man da rufen, gehſt
1 uns denn gleich vom Käs!
Und bald ſchrie es auch auf dem Nachbarfeld:
Huckt nur da vorne den ſchwarzen Kuſonz er
üßt uns den ganzen Swetſchenkuchen.
Am Keſſelrain kuſchelte der Schwengelhans
ſeinem Acker und wollte das Kartoffelkraut
erbrennen. Die Streichholzſchachtel hatte er
ben ſich gelegt und ſchob gerade noch ein wenig
troh unter den Haufen. Aber da hatte Adam
h von hinten angeſchlichen, und mit der Schach=
im
Schnabel flatterte er auch ſchon wieder
vvon. Und Hans galoppierte verzweifelt hinten=
ein
. Es ging über bucklige Naine, über Grä=
in
und Dickwurzäcker
Lump, der du biſt, ſchrie keuchend der
chwengel, gib die Streichhölzer her.
Aber erſt vor dem Dorf, wo Hans über einen
eldſtein ſtolperte und langewegs auf die Naſe
el, warf der voranhüpfende Nabe die Schachtel
, gackerte wie ein Huhn und flüchtete au
nen Apfolbaum. Dort rekelte er ſeinen Hals
im Schwengel zu und ſang: Dapa Papal!
Cagdieb, ninnutziger brummelte der Hans
krabbelte dann wieder auf die Beine und
ollte mit ſeinem Feuerzeug dem Keſſelrain zu.
Adam aber flog zum Schulmeiſter und raubte
m vom Küchentiſch eine Mark; dann ſtrich er
Nachbargarten einem am Saune hängenden
eckbett zu und hackte dieſem ein Loch in die
eite, daß ganze Federballen in alle Winde
bgen gerade wie in Frau Holles Reich.
Und in der gleichen Stunde pickte der
hwarze Bürgermeiſters Katrinchen, das vor
r Haustüre ſaß, in die Hand. Da holte der

Knecht die Spritzbüchſe, füllte ſie mit Waſſer
und ſtrahlte damit den Frechen zum Hofe hinaus.
Nun flatterte Adam aufs Backhausdach und
ſchüttelte ſich tüchtig aus. Dann raubte er einem
Gewürzkrämer die Hefe vom Fenſterbrett und
bei der Wirtsfrau das Thermometer. Das ließ
er auf die Dorfgaſſe fallen, daß das Glas in
viele Scherben zerſprang.
Aber da liefen nun Männlein und Weiblein
zum Paukel=Jörg und klagten den Näuber an
und Schadenerſatz wollten ſie auch.
Granaten und Dundria, fauchte der Gäns=
hirt
, kein Fenſter kann man mehr offen laſſen.
Auf allen neuen Geleegläſern, die auf unſerer
Oberſtube ſtehen, hat der Lümmel das Perga=
mentpapier
durchgehackt.
Euer Adam, haſtete nun ein daherhoppeln=
der
Junge heraus, liegt in Säppchers Haus
und kann nicht mehr fliegen. Er ſaß dort in der
Teigſchüſſel, und da hat ihm der kleine Schorſch
den Flügel kaputt gehauen.
Da trappelte der Paukel=Jörg, ſo ſchnell er
konnte, zu ſeinem Vogel.
Und der alte Säppcher hatte gerade ſeinen
Schorſch auf den Knien liegen und patſchte ihn
tüchtig durch.
Und wenn der Adam den ganzen Ceig ge=
freſſen
hätte, rief der Säppcher du ſoſtll die
Ciere nicht mißhandeln. Haſt du mich verſtan=
den
, du Strolch?
Ja, Vaterche, ja, brüllte der Bub, ich
wills gewiß nicht wieder tun.
Papa, ſagte der Nabe ganz traurig, als
der Jörg ihn nun auf die Hände nahm und
heimwärts trug.

kleideter Mann auf; er warf Brot und eir
Bund Karotten zu zwei Pferden und einem
kleinen Eſel, die in ihrem kellerartigen Stall
verſchüttet waren. Ich konnte die armen Ciere
gerade durch einen Mauerſpalt ſehen. Der
Mann erzählte mir, er käme täglich zweimal
mit allem was er an Sutter erwiſchen könne
hierher. Der Anblick der unglücklichen Ciere,
die vor Hunger und Durſt ſtarben, wäre ihm
ſchrecklich, er würde ſie am liebſten mit ſeinem

Revolver erſchießen, hätte aber nicht den Mut
dazu, denn er könne kein Cier, nicht einmal eine
Wachtel umbringen. Erſtaunt blickte ich ihm in
das ſchöne, kluge, recht ſympathiſche Geſicht
und fragte, ob er Sizilianer wäre. Das wäre er
nicht, aber er hätte ſeit mehreren Jahren in
Sizilien gelebt. Es begann heftig zu regnen. Als
wir weitergingen, fragte er, wo ich wohne.
Eigentlich nirgends, meinte ich. Er ſah auf
meine durchnäßten Kleider und erbot ſich, mich
für die Nacht unterzubringen; er wohne mit
zwei Freunden hier in der Nähe. Swiſchen gro=
ßen
Blöcken von Mauerwerk und zertrümmer=
tem
Hausrat taſteten wir uns vorwärts, bis
wir Stufen hinaufſtiegen und in einer großen
unterirdiſchen Küche ſtanden, dürftig erleuchtet
durch ein Oellämpchen, das unter einem Far=
bendruck
der Madonna an der Wand hing. Auf
dem Boden lagen drei Matratzen, und ſogar
Signor Amedeo ſagte, ich könnte gern auf der
ſeinen ſchlafen, denn er würde mit ſeinen beiden
Freunden doch die ganze Nacht fort ſein, um
unter den Crümmern ihrer Häuſer nach einigen
ihrer Habſeligkeiten zu ſuchen. Ich bekam ein
vorzügliches Abendbrot, die zweite anſtändige
Mahlzeit ſeit meiner Ankunft in Meſſina. Erſt
am Morgen erwachte ich, als mein Gaſtgeber
und ſeine Freunde von ihrem gefährlichen
Nachtausflug heimkehrten.
Am nächſten Abend wollte ich wach bleiben,
bis ſie gingen, und Signor Amedeo anbieten,
ihm heute nacht bei der Suche nach ſeinem
Eigentum zu helfen. Es wäre eigentlich das
wenigſte, was ich zum Dank für ſeine Freund=
ſchaft
tun könne, erwog ich gerade bei mir ſelbſt
als ich plötzlich einen ſchrillen Pfiff und laute

Schritte hörte. Jemand kam die Creppe herab.
Im Augenblick waren die drei Männer von den
Matratzen aufgeſprungen. Ich hörte einen Schuß,
ein Karabiniere ſtürzte der Länge nach die
Creppe herab und blieb vor meinen Füßen
liegen. Wie ich mich haſtig über hin beugte, um
zu ſehen, ob er tot ſei, ſah ich deutlich, wie
Signor Amedeo ſeinen Nevolver auf mich rich=
tete
. Sofort war der Naum voller Soldaten,
ich hörte noch einen Schuß, dann wurden die
drei Männer nach verzweifeltem Ningen über=
wältigt
. Als mein Gaſtgeber an mir vorüber=
geführt
wurde, in Handſchellen, mit einem ſtar=
ken
Strick um Arme um Beine, wandte er den
Kopf nach mir mit einem ſo wilden Blick von
Haß und Vorwurf, daß mir das Blut in den
Adern gerann.
Eine halbe Stunde ſpäter befand ich mich
wieder auf der Wache, wo man mich nun für
die Nacht einſperrte. Am Morgen verhörte
mich derſelbe Offizier, deſſen Klugheit und Güte
ich vermutlich mein Leben verdanke. Ich erfuhr
von ihm, daß die drei Männer entwichene
Sträflinge ſeien, die zu lebenslänglicher Haft im
Gefängnis bei den Capucini verurteilt waren,
und alle pericoloſiſſimi ſeien. Amedeo war jener
berühmte Näuber, der jahrelang die Gegend um
Girgenti in Schrecken hielt mit dem Nekord
ſeiner acht Morde. Er war es auch, der mit
ſeinen Geſellen die Bank von Neapel ausge=
plündert
und die Nachtwächter ermordet hatte,
geſtern nacht, während ich friedlich auf ſeiner
Matratze ſchlief! Die drei Männer waren bei
Cagesgräuen erſchoſſen worden. Sie hatten
einen Prieſter verlangt, ihre Sünden bekannt
und waren furchtlos geſtorben.

Als ich von meines Freundes Unglück hörte,
ſtopfte ich für ihn die Caſche voll Leckerbiſſen
und ſprang zu ihm hin. Er ſaß im Hof auf
einem Dickwurzhaufen, machte einen großen
Buckel und hatte das Köpfchen tief auf die
Bruſt gelegt und der eine Flügel hing lahm
und ſchlaff herab. Und was ich dem Vogel hin=
reichte
, mochte er nicht.
Er wird wohl noch Schmerzen haben,
meinte der Jörg, aber ich glaube daß es wie=
der
heilt
Armer, frecher Adam!

Von Oſlip Dymow.
Von einem Weekend zurückgekehrt, ſtürzte
ich mich auf die Seitungen. Dort hatte ich
ſie nicht geleſen. Sch wollte ſehen, wie die Welt
ſich von Samstag bis Sonntag verändert hatte.
In den Pauſen zwiſchen telephoniſchen Anrufen
(habt ihr bemerkt, wie raſend das Celephon
ſchnarrt, wenn man nach kurzem Erholen vom
Weekend zurückkommt?) in dieſen kurzen.
wohltuenden Pauſen erfuhr ich:
Es war eine neue Methode erfunden worden,
Lichtſtrählen auf Entfernung zu übertragen.
Ein Miniſterium war geſtürzt und zwei ande-
ren
war das Vertrauen ausgeſprochen.
Man hatte zwei ſchwere Juſtizfehler began=
gen
und die Einkommenſteuer erhöht.
18 Perſonen wurden von Autos überfahren
zum Ceil verletzt, zum Ceil getötet. Darun=
er
befanden ſich zwei Freunde von mir.

Kurzum, die Welt war keineswegs im Sick=
zack
vorwärts gekommen, wie es ihr nach der
Meinung der Hiſtoriker gebührt, ſondern ſie
war genau dieſelbe geblieben, wie ich ſie am
Samstag verlaſſen hatte.
Und ſo blieb ſie auch von Montag früh bi=
zum
nächſten Samstag mittag.
An jenem Cag aber war ich ein paar Stunden
wieder dort auf meinem Weekend. Und
ſtaunte über die unglaubliche Beränderung, die
ſich inzwiſchen vollzogen hatte. Und zwar:
Die Kirſchbäume, die am Montag früh noch
in ſchneeigem Weiß erſchimmerten, zeigten nun
ſchon die erſten zarten Fruchtknoten.
Das Dach meines Nachbarn war noch mehr
zur Seite gerutſcht, wie eine verwegen aufs
Ohr geſetzte Mütze.
Die Kaſtanien (Castania hypocastania) waren
abgeblüht. Der Jasmin (Philadelphia Cc
natus) voll aufgegangen.
Der lahme Gudke, bei dem ich das vorige
Mal MNilch und Eier kaufte, teilte mir mit, daß
er einen Sahn verloren habe,
Vorgeſtern hatte man einen vorüberſpringen=
den
Haſen geſehen.
Die Hündin Lady vom Nachbargrundſtück
war ſpurlos verſchwunden, und auf den Johan=
nisbeeren
zeigte ſich die Blattlaus.
Mit einem Wort, hier war die Welt tat=
ſächlich
im Sickzack vorwärts gekommen, wie
es ſich, der Meinung der Gelehrten nach, für
ſie gehört.
Das Leben iſt ein Swiſchenſpiel zwiſchen zwei
Weekends. Man muß ſich nur darüber einigen,
ob man es von hier oder von dort aus betrachtet.

[ ][  ][ ]

ERK

*Gr7


au
konföt
verlu
haben
währe
von
Wahl
große
di
vor
ware
vor
mit
Ru

Sunndags=Noochmiddags=Bedrachdunge.

Was de Menſch wärt is, fehrt wäddern, un
kaaner endgeht ſeim Schickſal; un wann mer
naß wärrn ſoll, wärd mer naß, un wann mer
in die Bach fellt. Däß hab ich widder mol ſo
recht an meine eichene Haut konnſtadiern kenne.
Nemlich ich hatt mer for uff Pingſte diß Johr
abſelud nis vorgenumme, ſundern ich hatt mich
druff eigeſtellt, mein dißjehriche Pingſtausflug
in meine vier Wend zu verläwe. Dann bekannt=
lich
is diß Johr de naßkalde Soffie ihrn Nomens=
dag
ausgerächent uff de erſte Feierdag gefalle.
No un do warn mei Ahnunge einichermaße be=
rechdicht
...
Awwer ſtatt däre naßkalde Drebbelnas kimmt
am erſte Feierdag, während ich ahnungslos bei
meim Kaffee ſitz, uff amol mei Endebärzelſen in
aaner Raaſch de Dier erei, mit=ere Wubbdizi=
dhet
, daß mer for Schrecke de Muffel Kuche faßt
im Hals ſtecke gebliwwe is, wo ich zwiſche de
Zeh hatt, un kreiſcht: Bimmbernellſen, alloh,
mach mit, mir mache e Audomobilltour dorch de
Odenwald; s is grad noch en Platz frei; s wärd
bloß en Unkoſtebeidrag for’s Benzin bezahlt:
jedes bringt ſei Eſſe un Drinke mit; un im Wald
wärrn Picknicker abgehalte, un abgekocht, un e
Maibohl gibts alloh, alloh auf!
No, noochdem ich mich vun meim erſte Schrecke
erholt hatt, hab ich dann erfahrn, daß do de
Sparverein Kimmt=zunix, wo die Endebär=
zelſen
debei is, en Pingſtausflug mache dhut.
De zwadde Vorſitzende vun dem Verein, der
Obſt= un Kartoffelhennler angro un angdedail,
ſtellt ſei Laſtaudo zur Verfiechung mit Benk un
Stiehl drinn, un berächent nors Benzien.
Eigekehrt ſoll net wärrn, ſundern alles wärd
mitgenumme . ..
Ich hab mich alſo in dem Fall net lang nee=
diche
loſſe, ſundern hab mich raſch e bische in
Monndur geworfe; hab e Glas Gummern, e
Glas Pärrſiſch, Brod un Worſcht in mein Ridde=
kiehl
verſtaut un bin mit. Dann for Picknicker
im Wald, un ſo Sache, bin ich immer zu hawwe,
däß is zu idilliſch .....
Freilich, wann die Endebärzelſen geſagt hott,
s weer grad noch aan Blatz frei, ſo hott ſe do
eichendlich e bische iwwerdriwwe. Die Kadoffel=
Limmuſien war bereits geſchwabbelt voll, wie
mer kumme ſin. Awwer nochdem der Nord= und
Siedfrichte=Groſſiſt die Ladung noch emol um=
gefracht
hott, hawwe ſe uns zwaa glicklich aach

noch eneigepärcht; mich in die Midd, vun wäje
meim Schwergewicht, damit an de Korfe der
Zwiwwel=Märzedes net in’s Schleidern kumme
dhet; hott’s gehaaße. Was an Kinner do
war, ſo hawwe ſe mennlichen Geſchlächtes die
Baa em Audo nausgehenkt, un weiblichen Ge=
ſchlächtes
ihre Midder uffm Schooß geſäſſe.
s warn iwwrichens lauder Bekannde, wo
debei warn. Aach die Kammbeitzen war do, mit
ihrm alde Druhhäärche vun Mann, un ihre ei=
gebilde
Dochter, de Rickche. Jetzt leßt ſe ſich Rya
ruffe. Rya mit=eme Ibbſilon. Rya Kammbeitz
däß ſoll ſowas haaße; ſo als gotterſprich wie
beim Film. Die hott lauder ſo Dinger im Kobb,
un ſo=en Fimmel, mit ihre Sturmfriſſur, un ihre
Schnittlaachlocke, un ihre rotgemachte Bruttſch.
Un nadierlich hatt die aach ihrn Derzeidiche‟
bei ſich (du liewer Gott, die kann ſich en Acker
voll ſäe!), un däß war aach ſo en bummadiſier=
ter
Hornbrilleaff. Der hott Sprich geklobbt, un es
große Wort gefiehrt, als weer er eme Edelmann
aus em Sack geritſcht; dodebei ſchreibt er bei=eme
Rechtsanwalt odder wo . . . Un in de Unner=
haldung
mit de Kammbeitzen un ihre Rya, do
is es in aaner Dur gange: Gnädiges Fräu=
lein
hinne, Gnädiche Frau vorne; un vum
Film hott=er geredd, als ſtend er mit dene ganze
Filmgreeße uffm Dutzfuß. Un die Kammbeitzen,
die ald Kuh, hott=en agehimmelt, noch doller
wie ihr Rieke Rya wollt ich ſage; s is mer
direäckt iwwel worrn.
Aa Glick, daß de Peifedeckels Heiner ſei
Knutſchkumod bei ſich hatt, der hott als wenich=
ſtens
emol aan gemacht un hott die neiſte klaſ=
ſiſche
Schlager aus em Weiße Röſſel geſpielt,
un do hawwe mer dem Hornbrilleaff zum Drutz
in ganer Dur geſunge: Was kann der Sieches=
mund
dafür, daß er ſo ſcheen is un ſin im
Dreißich=Killomeder=Tembo dorch die Odewäller
Maienbracht gegondelt, un hawwe unnerwähks
manchen Maibach iwwerholt, der wo grad
tanke hott miſſe, un ſo ....
Hinne in de Gäjend vun Beerfälle hawwe mer
uns dann e ſchee Blätzche geſucht, in de Neh vum
Wald, an de Marbach, un net weit vun de
Schoſſee, un do hawwe mer uns gelagert; un es
is ausgepackt worrn, was mer bei uns hadde.
Die Kammbeitzen nadierlich, die is mit=ere
Bir Frankforter Wärſchtcher kumme, un wollt
ſe abſelud worm äſſe. E Klaanichkeid,

hott der Gääleriewe=Groſſiſt geſagt, dann er war
Kichebulle draus im Feld, is hie, an ſein Werk=
zeichkaſte
am Audo, hott e paar Schrauweſchliſſel
eraus geholt, un allerhand Brächeiſe; dann hott
er e Kaut in die Erd gemacht, un die Schrauwe=
ſchliſſel
als Rooſt benitzt; de ald Kammbeitz hott
eweil klaa Helzche un Dannebbel geſucht, un
ſiehſte wie de guckſt, e bische Benzin druff, un
ſchun hott der Scheiderhaufe for de Kammbeitzen
ihr Frankforter in Flamme geſtanne.
Mittlerweil is die Rya ſeitwärts im Ge=
biſch
verſchwunne. Un wie ſe widder eraus=
kimmt
ſteht ſo do im Badea zug . . . Der
Hornbrilleaff, der wo grad mit de Buwe Hand=
ball
geſpielt hott, war ſcheints vun dem Ablick
ſo pärblär, daß er dem Handball e bische en
ſchiefe Stumber gäwwe hott, un der flickt aus=
gerächent
wädder die Frankforter=Wärſchtcher=
Bir; die flickt um, die Wärſchtcher fliehe in den
Scheiterhaufe, e paar Spritzer vun dem haaße
Waſſer fliehe de Kambeitzen uff die Fieß, un
dem Hornbrilleaff flickt e zimmlich ungnädiges
Sie Rindvieh! aus de gnädiche Fraa
Kammbeitz ihrm Schlabbmaul an de Kobb
Im erſte Momend war nadierlich die Stim=
mung
e bische gedrickt. Die baſſend Geläjen=
heit
hott der erſte Vorſitzende vum Sparverein
Kimmtzunig ergriffe, um e paar unbaſſende
Worte vun wäje Sparſamkeit un Einich=
keid
vun ſich zu gäwwe. De alde Kammbeitz
hott die Frankforter aus dem Scheiterhaufe
erausgefingert, hott ſe an de Bach abgeweſche,
un dann hawwe ſe ſe, halb geſodde un halb
gebrade, kald awwer briederlich mitnanner ver=
drickt
. De Friede war widder hergeſtellt.
Noochdem dann alles kräfdich gemuffelt hatt,
hawwe mer Sunnebäder genumme. Mittlerer=
weil
hatt der erſte Vorſitzende die Ebbelwei=
flaſche
in die Bach gelegt, daß er ſchee kiehl
wärd, dann es ſollt ſpeeder e Maiböhlche
gäwwe. Mer hatt ſich zu dem Zwäck ärdra
den große Staagutdibbe vum Vereinswärt
gelehnt.
Die Kinner hawwe alſo eweil Maikraut ge=
ſucht
: mir Aldere hawwe uns der Ruh hie=
gäwwe
, der Hornbrilleaff hott ſei Rya im
Badedrickoh agehimmelt, die Kammbeitzen hatt
ſich ärdra in de Neeh uffn Holzſtoß geſetzt,
damit ſe die Siddewatzion beſſer beluhrn
kann un de Peifedeckels=Heiner hott dezu
geſpielt: Die ganze Welt iſt Himmelblau...
Bis bletzlich e Mordsgekriſch däß Idill ge=
ſteert
hott. Nemlich mei Endebärzelſen hatt
ſich ausgerächnet uff en Ameiſehaufe geſetzt.

Ich hett im Läwe net gedenkt, daß die
gelenkich weer. E indiſch Tembeldenz
kanns aach net beſſer; bloß daß die ſich d
halb net ärdra vorher uffen Emmenſeha
zu ſetze brauch
Maikraut hawe iwwrichens die Oeöſer ka
gefunne, bloß hatt der aane vun dene Lau
e Loch in de Hos, weil er ſcheints gegla
hott, der Waldmaaſter dhet uff de Beem we
E Glick, daß ich wenichſtens däß Glas Pe
ſiſch mitgenumme hatt.
No, aach e Pärrſiſchbohl is was Gur
bloß ſoll mer ſe net mit Konnjack verdin
Un däß hott däß Oos, der Peifedeckels=Hei
gemacht. Der hott nemlich als die Gle
gefillt, un hott dem Hornbrilleaff aller
haamlich en Schuß Konnjack enei gedho
Speeder, wie ich emol ſo ganz for n
allaans an de Bach ſteh, un loß mer
Franz Schubert ſei Forell, dorch de g
geh, do dorzzelt uff aamol de Rya ihrer
mich zu, ſpärrt die zwaa Aerm ausenan
un ſingt: Es muß was Wunderbares
von Dir geliebt zu werden . . . un ſc
ham=mer mitnanner in de Bach geläje ...
Däß Vergnieje hett ich allerdings beguel
dehaam hawwe kenne, wo ſe am erſte Fe
dag die Liewesinſel am große Woog
effnet hawwe. Awwer wie geſagt, der Mer
endgeht ſeim Schickſal net, un wann er
de naßkalde Soffie Ihrm. Namensdag
weſche wärrn ſoll, wärd er geweſche.
Am liebſte hett ich jo dem Dabbſch
äwenfalls noch emol a geweſche, awwer
hott mich zu ſehr gedauert. Du liewer H
mel, ich glaab an den is, außerm Geſi
iwwerhaubt noch kaa Waſſer kumme. Wi
Haiſche Unglick hot er dogeſäſſe, un hott
greint un geziddert, un hott lammediert, m
ſeim neie Azug, wo noch net bezahlt w.
un de Lungeendzindung wo er krieje ker
un was waaß ich ..."
Jwwrichens, die Bohl war aach leer.
Un ſo hawwe mer uns widder uff den 4
doffel=Opel blazziert, hawwe de Nya
zwiſche uns enei genumme un in Decke ei
hillt, un ich hab de Kammbeitzen den gu
Rod gäwwe, ſie ſoll=en ſich mit haamnem
un ſollen bis owwe hie mit haaße Lin
bliedetee fille. Dann wann die Mannsbil
in dem Zuſtand ſin, falle ſie uff alles er
un verlowe ſich wann’s ſei muß, mit
Deiwel ſeine Großmudder ..."
Bienche Bimmberne!!

Küchenzettel vom 23. bis 29. Maj.
Mitgeteilt vom Hausfrauenbund Darmſtadt.
Montag, 23. Mai, Sauerampferſuppe, Kar=
toffelpaſtetek
) mit Salat.
Dienstag, 24. Mai, gebrannte Grießſuppe,
Maultaſchen mit Spinat gefüllt Salat.
Mittwoch, B. Mai, Kerbelſuppe, Ninds=
rouladen
, Kartoffeln, Salat.
Donnerstag, 26. Mai, Sagoſuppe, Spar=
gelpuddingss
) mit weißer Tunke, Kartoffeln.
Freitag, 2. Mai, Gemüſeſuppe, gebackenen
Fiſch, Kräuter=Majonnaiſe, Kartoffeln.
Samstag, B. Mai, Kartoffelſuppe, Zwie=
belkuchen
.
Sonntag, 29. Mai, Spargelſuppe, Hammel=
braten
, grüne Bohnen, Kartoffeln. Rha=
barber
=Torte.

*) Auflaufform ausfetten. 1 Lage gekochter
Kartoffelſcheiben. 1 Lage zerpflückter, geräu=
cherter
Fiſch, 1 Taſſe ſaure Milch oder Sahne
mit Ei verquirlt, mit Tomaten oder Käſe
gewürzt, darüber gießen. Die oberſte Lage muß
Kartoffel ſein. Im Ofen überbacken.
*) Spargelpudding. 6 Eigelb, 1. Pfund
Margarine. 1 Taſſe Mehl zu einem Teig ver=
rühren
. 150 Gramm kleingeſchnittenen rohen
Schinken oder Rauchfleiſch, 2 Pfund klein=
geſchnittenen
, rohen zarten Spargel, Priſe
Salz, Schnee der Eier darunter miſchen, in
eine gut gefettete Form geben, im Waſſerbad
1 Stunde lang kochen.

Allgemeines über die Zuberei=
tung
der Seefiſche. Eine Hauptbedingung
für die gute Zubereitung der Seefiſche iſt,
daß ſie nicht gewäſſert, ſondern nach dem Rei=
nigen
nur raſch abgewaſchen werden.
Die Fiſche werden, immer am Schwanze
angefangen, geſchuppt; ſodann nimmt man aus
dem Kopfe die Kiemen heraus, ſchneidet den
Bauch auf, entfernt alle Eingeweide, ſchwarze
Haut und Blutteilchen, wäſcht die Fiſche innen
und außen gründlich ab und läßt ſie ab=
tropfen
.
Alle Kochfiſche ſetzt man in kaltem Sud auſs
Feuer, bringt ſie langſam zum Kochen, zieht
dann die Kaſſerolle vom Feuer und läßt die
Fiſche auf der Herdſeite nur garziehen, nicht
kochen. Sie ſind gar, wenn die Floſſen bei

leichtem Anfaſſen ſich herausziehen laſſen, ohne
daß das Fleiſch daran hängen bleibt.
Man rechnet auf die Perſon ½ Pfund
Fiſchfleiſch; Köpfe und Eingeweide müſſen
dabei aber abgerechnet ſein.
Um eine ſättigende Mahlzeit zu erzielen,
empfiehlt es ſich, zu dem ſehr leicht verdau=
lichen
Fiſchfleiſch Gemüſe, wie Reis, Bohnen,
Linſen, Sauerkohl, Kartoffelgerichte oder
Makkaroni zu geben.
Alle Fiſchgerichte und Fiſchſoßen werden
durch Zuſatz einiger Tropfen Maggis Würze
beim Anrichten im Geſchmack ſehr verbeſſert.

Sasanst/
Nummer 468
Endſpielſtudie 55.
Richard Réti.
(Tagesbote, 1928.)
a b d g

Eile.

Prüfſtellung: Kf6 Sf8 Bd3, e6: Ke8 Td6.
Löſung der Endſpielſtudie 54.
H. Rinck. 1. Preis im 3. int. Studienwettbewerb der Italia
Saaochistiga 1925/26. (Ke7 Pa5, g7: Ke8 Td8, h8 Bh3,
h5, h.7: Weiß zieht und gewinnt.)
1. NaßaZilBh 22. We3+ Kf88.Ng2IPo84 14 Kd71
TA8+1 5. Kzd8 Kf74 6. Kd7TdStI7 KRd8 BhIb
8. Tk2t Kg7 9. Ta3+ Kh6 ſoder h8) 10. Uké (8) matt.
1. .. Kt8 2. Ng1 Ke7 3. Velx Kt6 4. Tf84 Kg5
5. 7g14 Kh.4 (oder h6) 8. Dk4 (6) matt.
1. Bh6 2. Te3+t Kf8 8. Tg1 Td465) 4. Trs4
Ke7 5. Nelt uſw.
1. Bh4 2. Pe3t Rf8 3. Tg1 Kr71 4. Tf34 Ke6
5.Velt Kd5 6.N434 und 7.M 3d8. Dieſe letzte Variante ver=
bietet
den Beginn mit Ta.5a 1. 1.Na 2ſcheitert durch Bh3h 2.

a b ecdeeeegh i kop
rrrſ. s
Obige Buchſtaben ſchreibe man auf die
20 Punkte, ſo daß Wörter von folgender Bedeu=
tung
erſcheinen: 12 Gott der Unterwelt, 23
Nahrungsmittel. 34 Kruſtentier 45 ſchlimmer
Gaſt. 51 Männername. Die fünf Mittelbuch=
ſtaben
beantworten die Frage: Was hat ein
Regenbogen und ein Fiedelbogen gemeinſam?
Carl Deubel.
Reſte.
e.
e.e
e=
An Stelle der Punkte ſind Buchſtaben zu
ſetzen, ſo daß 6 Wörter von folgender Bedeutung
erſcheinen: Schiffsteil, Göttin deutſcher Dichter
Naturerſcheinung, Hausgerät Menſchenraſſe. Die
Anfangsbuchſtaben, nach Einſchiebung zweier e
an den richtigen Stellen nennen die Reſte ein=
Carl Deubel.
ſtiger Herrlichkeit.
Auflöſung der Rätſel aus Nr. 20.
1932.
645 640 647
646 644 642
641 648 643
Haben und ſein.
12 Krone, 23 Erker, 34 Rolle, 45 einſt,
51 Tieck. Onkel.
Streichholz=Rätſel.

I-

Müller, auf Ihrer Naſe ſitzt ine Fliege!
Weiß ich, hab leider keine Zeit, ſie wegzujagel
Je nachdem. Ich fand die beiden im Hat
gemenge miteinander auf der Straße, erklä
der Schutzmann Das iſt nicht wahr, ſa
einer der Verhafteten, wir haben uns ni
gehauen, ſondern nur verſucht, uns voneinan
zu trennen.
Die Klimagrenze. Zu Steuerzwecken ſollte
Grenze zwiſchen Kanada und den Vereinig
Staaten auf einer Beſitzung feſtgeſtellt werd
die gerade von einer alten Dame gekauft word
war. Man ſtellte ſchließlich feſt, daß die Beſitzu
noch auf der amerikaniſchen Seite liegt. 9
wie glücklich bin ich darüber, ſagte da die w.
dige Matrone. Ich habe immer gehört, daß
Winter in Kanada ſo ſtreng ſind!
Genug fürs Geld. Die Amerikanerin ha
ſich auf ihrem Tripp durch Deutſchland
einem kleinen alten Städtchen einen Füh=
engagiert
, um alles Sehenswerte zu bewunde.
Der Mann gab ſich große Mühe, und am En
händigte ſie ihm außer dem Honorar noch
Trinkgeld aus, wozu ſie bemerkte: Ich verla
mich aber darauf, daß alle was Sie mir erzäl
haben, abſolut wahr iſt. Für Lügen zahle
nichts. Der Mann beſah das Markſtück v.
allen Seiten und ſagte dann: Ob wahr o4
unwahr, jedenfalls haben Sie für eine Me
genug gehabt.
Mildernde Umſtände. Wie konnten Sie,
unbeſcholtener junger Mann, einen Man=
ſtehlen
? ſagte der Richter vorwurfsvoll.
haben Sie Ihre Stellung verloren und S0
und Kummer über Ihre Eltern gebracht.
Ja, ſagte der Angeklagte reumütig, u
paſſen tat er mir auch nicht.

Druck, Verlag u. Kliſchees: L. C. Wittichſche Hofbuchdruckerei, Rheinſtr. 23. Verantwortl. für die Redaktion: Dr. H. Nette, Darmſtadt. Fernſpr. 1, 23892392. Alle Rechte vorbehalten. Nachdr. verbote

[ ][  ][ ]

inn u
ensd
awwer
liewer
erm G
un hott

hone Pyjamas
nicht nur als modiſche, ſondern gleich=
als
künſtleriſche Angelegenheit zu be=
en
, denn gleichviel ob es ſich um einen
oder Strand=Anzug handelt, muß die
ung bildhaft und dekorativ ſein; man
dieſe Effekte einerſeits aus dem originel=
ſchnitt
, andererſeits aus einem ganz be=
ren
Kolorit.
luch durch Zuſammenſtellung verſchieden=
n
Materiales ergeben ſich Wirkungen von
vöhnlicher Art.
ihr gerne verarbeitet man primitiv Materialien, die einerſeits den Vor=

teriale gedacht, das aber in ſeiner Farbe mit
der Grundſchattierung des Pyjamas kontra=
ſtieren
ſoll, was derart zu verſtehen iſt, daß
man etwa einen weißen Strandanzug mit
einem giftgrün, weiß=gepunkten Gewebe in Ver=
bindung
bringen wird. Aus dieſem Materiale
iſt auch das überdimenſionierte Badeporte=
feuille
hergeſtellt, in dem der kurze Strand=
ſchirm
untergebracht werden ſoll.
Die Pullmannkappe hat ſich nun wie
man ſieht auch in der Bademode Geltung
verſchafft und ergänzt auch dieſe Aufmachung
in modernſter Art.
Das einfache, viereckig ausgeſchnittene
Overall=Pyjama mit ſeitlichen Knopfbahnen
führt unſer zweites Bild vor Augen; bei dieſer

Skizze kamn man ganz deutlich ſehen, daß
mitunter auch mit ganz primitiven Mitteln
vorzügliche Wirkungen zu erreichen ſind, ſo
zum Beiſpiel mit einem kleinen, vielfarbig=
geblumten
Kreton=Bolero mit kleinen Flügel=
chen
, den ſogenannten Schulter=Klappen
Dazu gefällt ein geſteppter Leinenhut, der
innen mit dem Kreton des Jäckchens= aus=
geſchlagen
iſt. Daß unter dieſen Umſtänden
natürlich in allererſter Linie auf Waſch= und
Licht=Echtheit des Kretons zu ſehen wäre, iſt
ſelbſtverſtändlich.
Stärkere Damen ſind zwar im allgemeinen
der Meinung, daß ein Pyjama für ſie nicht
in Frage käme, was allerdings ein Irrtum
iſt: es handelt ſich vielmehr lediglich darum,
dem Schnitt und der Ausführung in dieſen
Fällen ganz beſondere Aufmerkſamkeit zu
ſchenken und das Pyjama möglichſt loſe zu
arbeiten, um die Figur und deren Konturen
nicht allzuſehr zu betonen. Wir zeigen als
drittes Bild ein ganz kleingemuſtertes ( klein=
geblumtes
oder eng=kariertes) Pyjama mit
einem halblangen Paletot aus dem gleichen
Materiale (der ſicherlich dazu angetan iſt, die
Mängel der Geſtalt zu verwiſchen). Die er=
weiterten
Aermel bringen eingearbeitete oder
aufgeſetzte Querſtreifen, die ſich auch am
Schirm wiederholen, der mit dem Materiale
des eben beſprochenen Pyjamas beſpannt ſein
ſoll.
Aus all unſeren Skizzen erſieht man, daß
das Pyjama mit vollem Rechte die ungeteilte
Aufmerkſamkeit auf ſich lenkt, ſo daß der Haus=
und Strandanzug fraglos von Jahr zu Jahr
an Popularität gewinnt! Willy Ungar.
Die weibliche Handarbeit, dieſes wertvolle
Kulturgut, erobert ſich wieder den gebührenden
Platz. Die Mode bevorzugt gehäkelte Bluſen,
Schals, Kragen und Kleideraufputz; in der
Wohnung iſt die handgeſtickte Decke, der ſelbſt
gearbeitete Vorhang, die richtige Ergänzung
zur neuzeitlichen Einrichtung; ſchöne Gobelin=
bilder
, geſtickte Seſſel, Kiſſen, Wandbehänge und

ſelbſtgearbeitete Teppiche verſchönern das Heim.
In vorbildlicher Zuſammenſtellung bringt das
Maiheft der bekannten Monatsſchrift für Nadel=
kunſt
Wiener Handarbeit eine Fülle
von Vorlagen und Anregungen für weibliche
Handarbeiten von erleſenem künſtleriſchen Ge=
ſchmack
, in der ſich der hohe Stand des Wiener
Kunſtgewerbes widerſpiegelt. (Verlag Wiener
Handarbeit, Wien V. Schloßgaſſe 21.)
Eine Verwandlungsidee.
Schon lange ſuchte man nach einer Möglich=
keit
, das Hauskleid und die Garten=Arbeitsdreß
zu kombinieren, und zwar ſo, daß die Verwand=

lung in einem Augenblick vor ſich gehen könne.
Es kommt nämlich ſehr oft vor, daß man bei
der Gartenarbeit (und viele Frauen ſind ja jetzt
in den Gärten ihrer Wochenendhäuschen und
auf ihren Siedlungsgründen ſehr fleißig tätig)
von Beſuchern überraſcht wird und dann gerne
die Arbeitsdreß raſch gegen ein Hauskleid ver=
auſchen
würde; meiſt aber langt die Zeit nicht
dazu, denn man will doch den Gaſt nicht warten
laſſen!

Letzten Endes aber zeigte es ſich, daß dieſe
Verwandlung viel unkomplizierter ſei, als man
urſprünglich vermutete.
Hier die Löſung:
Man ſtelle ſich den Gartenarbeitsanzug vor,
den wir in unſerem zweiten Bilde feſtgehalten
haben und der aus einem weißen kurzärmeligen
Leinenhemd und einem buntgemuſterten, durch
Träger gehaltenen Höschen beſteht.

Will man nun dieſe Aufmachung raſch in ein
Hauskleid verwandeln, ſo iſt nichts anderes
nötig, als einen einfachen Rock bereit zu haben,
der ſeitlich geknöpft und mit Trägern (genau
wie das Höschen) gehalten wird (Figur 1). Die
Metamorphoſe iſt im Handumdrehen geſchehen
und aus der Gärtnerin iſt eine ſchicke Hausfrau
geworden!
Willy Ungar.
Die Crapezform
iſt für die neueſten Handtaſchen ſehr gebräuch=
lich
, gleichviel ob dieſe Modelle für Trot=
teurzwecke
, für den Nachmittag oder ſogar zum
formellen Kleide gedacht ſind.
Sicherlich wirken die langen, ſchmalen, abge=
ſchrägten
Taſchen ſehr ſchick und bieten auch end=
lich
wieder eine originelle Abwechſlung.
In unſerem Bilde führen wir drei der
neueſten Entwürfe auf dieſem Gebiete vor
Augen, und zwar als letzte Skizze eine Strapaz=

taſche aus Blankleder mit einer Metallzwinge
als Verſchluß und beiderſeitigen Metallkugeln,
die eine Kette halten, womit ein ungemein deko=
ratives
Moment gefunden wurde.
Die nachmittägliche Taſche, die die gleiche
Trapezform hat, iſt aus einem Phantaſiemode=
leder
hergeſtellt; ein glatter Bügel und ein flot=
tes
Maſchenmotiv aus Email oder Markaſit (im
letzteren Falle kann die Taſche natürlich auch für
den Abend verwendet werden, da Markaſit ab=
ſolut
ſtraß=ähnlich ausſieht) nehmen ſich wie
Bild 1 der unteren Reihe zeigt ſehr apart aus.
Zu den vornehmſten neuen Handtaſchen zäh=
len
jene Modelle, die aus gefältelter Seide her=
geſtellt
ſind. Es entſteht auf dieſe Weiſe eine
aparte Diagonalmuſterung, deren nicht alltäg=
liche
Wirkung durch einen ſachlich gehaltenen
Bügel unterſtützt wird (oberſte Skizze).
Willy Ungar.
Faſt wie die Sandalen des
klaſſiſchen Altertums
wirken die neueſten Typen, die die verſchiedenen
Werkſtätten für den Badeſtrand geſchaffen
haben. Nicht immer zwar ſind die Badeſchuhe
ganz ſchlicht, denn die kapriziöſe Frau wünſcht,
daß ihrer Eigenart auch auf dieſem Gebiet Rech=
nung
getragen werde. Jene aber, die auf Ein=
fachheit
Wert legen, ziehen ganz ungezwungene
Modelle vor, die entweder vollkommen flach

und mit einem farbigen Leinenband gehalten
(Skizze im Hintergrunde) oder mit halbhohem
Abſatz und zwei Lederriemen verſehen ſind, wie
dies unſer erſtes Bild andeutet.
Allenfalls beſteht nicht der geringſte Zweifel
darüber, daß die Sandale als die richtung=
gebende
Badeſchuhform für den Strand anzu=
ſehen
iſt.
Willy Ungar,

Vorzügliches Fleckwaſſer für Wäſche. Bei
Wäſcheflecken unbekannter Herkunft bewährt
ſich meiſt folgendes Mittel: In ¼ Liter kochen=
dem
Waſſer löſe man 33 Gr. Chlorkalk und
25 Gr. Pottaſche auf, rühre mehrmals gut um
und laſſe das Ganze bis zum anderen Tag gut
zugedeckt ſtehen. Nun vom Bodenſatz ſorgſam
abgegoſſen, fülle man das Fleckwaſſer in eine
dunkle Flaſche mit gut kenntlicher Aufſchrift.
Bei Gebrauch gebe man in 1 Liter Waſſer da=
von
2 Eßlöffel voll, in ein anderes Becken auf
ebenſoviel Waſſer 1 Eßlöffel Salzſäure und
halte nun die befleckte Stelle nacheinander erſt
in das Fleckwaſſer, dann in das zweite Becken,
um ſchließlich in reichlich klarem Waſſer zu
ſpülen und mindeſtens ½ Stunde zu wäffern.
Im Notfall wiederhole man das Verfahren,
bis der Fleck verſchwunden iſt.

jeten nicht koſtſpielig zu ſein, anderer=
jene
läſſig=elegante Note an ſich haben,
imer beifällig beurteilt wird.
bunten Muſter dieſer Gewebe geben
nur dem Strandbilde die Lebhaftigkeit,
er durchaus am Platze iſt, ſondern ſehen
m Rahmen der ſonnendurchfluteten Woh=
und ebenſo im Wochenendhaus, im Gar=
ſw
. ausgezeichnet aus.
Hoſe des modernen Pyjamas iſt be=
ich
ganz beſonders weit, wirkt alſo faſt
in ſehr reich geſchnittener Rock. Der
eil wird im Gegenſatze dazu knapp und
urz gehalten, ſo daß eine moderne Pro=
n
entſteht die, auf Langbeinigkeit be=
iſt
, demzufolge für jede Figur ſehr gün=
ſcheint
und dem Pyjama ſicherlich neue
iger verſchaffen wird. Im übrigen ſind
rſchiedenen eigenartgen Jäckchen, Capes,
o8 uſw. ein intereſſantes, modiſches
inche Damen tragen nur die Pyjama=
(ohne Jäckchen) über dem Schwimm=
der
dann den Oberteil zu erſetzen hat.
haben dieſen originellen modiſchen Ge=
rechts
, im Hintergrunde unſeres Bil=
ſtgehalten
; man kann hier feſtſtellen, daß
r nett ausſieht, einen geſtreiften Gürtel
eem Materiale des Schwimmanzuges in
her Art um die Taille zu wickeln, wobei
ieſer Aufmachung ein breitrandiger
hut vorzüglich anpaßt.
Pyjama, das ſchon ſeiner ſchicken
lalzuſammenſtellung wegen gefallen wird,
wir als erſte Skizze. Die Hoſe iſt
ille Beinkleider der modernen Damen=
obe
ſehr weit gearbeitet und hat .
Art der Cowboyhoſen ſeitlich ein=
nach unten hin verbreiterte Lampas,
ausgezeichnet im Schnitt und in jeder
9 den letzten Geboten der Tagesmode an=
kiſt
das Jäckchen mit ſeinen kurzen, drei=
bgeſtuften
Volantärmeln. Dieſe kleine
le und die früher beſprochenen ſeitlichen
en der Hoſe ſind aus getupftem Ma=

[ ][  ][ ]

Nummer 141

latte

Sonntag, den 22.

Ende
zurückke
hat the
nach G
weil u.
des
form
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ganger
zöſiſche
Tardie
macht
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konföt
verluſ
haben
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von (
Wahl
große
Deut
daß
den
hül
vor
ware
vor
mit
Ruck

Die Lage am Geid= und Oeviſenmarkt.
Keine lebhaftere Geſchäftskätigkeit nach Pfingſten. Keine grundlegende Aenderung der Geldmarkk
verhällniſſe für die nächſte Zeit zu erwarken. Am Deviſenmarkk leichte Schwankungen.
Deutſche Zündwaren=Monopolgeſellſchaft, Berlin. Die Deut=
ſche
Zündwaren=Monopolgeſellſchaft, Berlin, weiſt in ihrem Ab=
Aigeoor and Kacfrage AASgrgnchen. ſchluß für das erſtmalig volle 42 Monate umfaſſende Geſchäftsjahr

Produkkenmärkke.

Am Geldmarkt konnte ſich in der Woche nach Pfingſten keine
lebhaftere Geſchäftstätigkeit entwickeln. Bei Tagesgeld waren
Angebot und Nachfrage ziemlich ausgeglichen und der Satz hielt
ſich während des größten Teiles der Woche auf 4,25 Prozent. Nur
am 20. Mai trat vorübergehend wegen der ſtärkeren kommunalen
Beanſpruchung zum Zwecke der Gehaltsratenzahlungen eine leichte
Verſteifung auf 4,5 Prozent ein. Auch am Wechſelmarkt herrſchte
Geſchäftsſtille. Die erwartete Ermäßigung des Privatdiskontſatzes
iſt noch nicht erfolgt und die Nachfrage hat erheblich nachgelaſſen.
Der Durchſchnittsſatz ſtellte ſich auf 4½ Proz. Warenwechſel blie=
ben
mit 5 Proz. geſucht; hier machte ſich etwas Materialknappheit
bemerkbar. In Monatsgeld hielten ſich die Umſätze in recht be=
ſcheidenen
Grenzen. Auch für die nächſte Zeit dürfte mit einer
grundlegenden Aenderung der Geldmarktverhältniſſe, die nun=
mehr
eine gewiſſe Stabilität gewonnen haben, kaum zu rechnen
ſein; der Geldbedarf der Banken bleibt recht gering, wobei in
Betracht zu ziehen iſt, daß durch die Bankenſanierung größere
Summen den Großbanken zugefloſſen ſind, die noch nicht völlig
untergebracht werden konnten, ſo daß die Flüſſigkeit vorausſicht=
lich
noch länger anhalten wird.
Am Deviſenmarkt hatte das engliſche Pfund leichte Schwan=
kungen
aufzuweiſen, während ſich der Dollar international kaum
veränderte. Die ſpaniſche Peſeta wurde weiter feſt gemeldet, die
nordiſchen Deviſen ließen zeitweiſe eine leichte Unſicherheit er=
kennen
. Die Ereigniſſe in Japan blieben auf die Kursgeſtaltung
des Yen, der zur Schwäche neigte, nicht ohne Einfluß. Bemerkens=
wert
iſt noch die Erholung der mexikaniſchen Deviſe, nachdem in
letzter Zeit andauernd ein Abſinken des Kurſes zu beobachten ge=
weſen
war.
Berliner und Frankfurker Effekkenbörſe.
Zu Beginn der geſtrigen Berliner Wochenſchlußbörſe war
eine einheitliche Tendenz nicht feſtzuſtellen. Bei den Banken lagen
nur wenig Orders vor, da die geplante neue Steuernotverord=
nung
und die immer noch ungeklärte außen= und innenpolitiſche
Lage nach wie vor jede Unternehmungsluſt bei der Kundſchaft
unterbinden. Da auch die Kuliſſe nur ſehr zögernd ſich am Ge=
ſchäft
beteiligt, ſind ſchon kleinſte Umſätze kursbeſtimmend. Wäh=
rend
am Elektromarkt und für einige Montanpapiere eher Inter=
eſſe
beſtand, lagen z. B. Wintershall im Gegenſatz zu den übri=
gen
Kaliwerten, Conti Linoleum, Polyphon und Feldmühle mehr=
prozentig
ſchwächer. Bei Polyphon verſtimmte anſcheinend der
Dividendenausfall bei Lindſtröm, während für die Schwäche der
Feldmühle im Moment noch kein Grund erkennbar iſt. Bekannt=
lich
liegt der Abſchluß dieſer Geſellſchaft noch nicht vor, und man
hatte bisher in Börſenkreiſen mit einer Dividende von 45 Pro=
zent
gerechnet. Auch Farben und Schiffahrtswerte ſchwächten
ſich ab, und nur Reichsbankanteile bewieſen ihre ſeit Tagen zu
beobachtende Widerſtandsfähigkeit von neuem. Von ſonſtigen Bank=
aktien
fielen Braubank durch einen 1,5prozentigen Verluſt auf.
Auch am Pfandbriefmarkt war das Geſchäft nur klein. Reichs=
ſchuldbuchforderungen
waren bis zu 0,5 Proz. erholt, dagegen
neigten deutſche Anleihen zur Schwäche, und auch ſonſt ſchien die
Abgabeneigung zu überwiegen. Induſtrieobligationen lagen be=
hauptet
, Reichsbahn=Vorzugsaktien waren weiter abgeſchwächt.
Von Ausländern ſetzten Anatolier ihre Aufwärtsbewegung fort.
Am Geldmarkt machte die Erleichterung weitere Fortſchritte. Ta=
gesgeld
ging in der unteren Grenze auf 5,25 Prozent, für erſte
Adreſſen auf 5 Prozent zurück: Monatsgeld blieb unverändert
68 Prozent nominell. Im Verlaufe verſtimmte eine weitere
Abſchwächung der Farbenaktien. Das Geſchäft blieb zwar wei=
terhin
ſehr klein, doch bröckelten die Kurſe meiſt bis zu 1 Proz. ab.

Die Frankfurter Wochenſchlußbörſe verkehrte in ſehr
ſtiller Haltung bei erneut ſchwächerem Grundton. Von der Kund=
ſchaft
lagen keine Orders vor; der feſte Schluß der New Yorker
Börſe blieb ohne Einfluß. Die Unternehmungsluſt der Spekula=
tion
war infolge der ungeklärten innen= und außenpolitiſchen
Lage ſehr gering, zumal auch der bevorſtehende Erlaß neuer Not=
verordnungen
auf ſteuerlichem Gebiet etwas auf die Stimmung
drückte. Vor allem aber ſtand die Börſe unter dem Druck weiterer
Liquidationen zur Bereinigung der alten Terminengagements,
denen kaum Aufnahmeneigung gegenüberſtand. Die Kursgeſtal=
tung
war zu Beginn nicht ganz einheitlich, doch überwogen Ab=
ſchwächungen
bis zu 1 Prozent. Mehr offeriert waren beſonders
J.G. Farben mit minus 1½ Prozent, Geſfürel mit minus 1 Proz.
und Reichsbahn=Vorzugsaktien mit minus 0,75 Proz. Von Schiff=
fahrtsaktien
lagen Nordd. Lloyd mit minus 1,25 Proz. ſchwach,
Hapag (5 Proz.). Von Nebenwerten verloren Conti Linoleum
Zürich 1,5 Proz. Montanwerte wieſen Rückgänge bis zu 1 Proz.
auf, dagegen lagen A. E.G., Scheideanſtalt etwas höher. Nach den
erſten Kurſen hielt die Abgabeneigung an, ſo daß meiſt neue Ver=
luſte
von 0,51 Prozent eintraten. Gelſenkirchen waren dagegen
geſucht und 1,5 Prozent höher. Im Verlauf bröckelte das Kurs=
niveau
weiter ab unter Führung von J.G. Farben, die bis auf
88,25 Prozent heruntergingen nach einem Eröffnungskurs von
90½ Prozent. Auch Gelſenkirchen gaben 1 Prozent ihres Gewinnes
wieder her. Die Umſätze gingen auf ein Minimum zurück. Deut=
ſche
Anleihen verloren bis zu 0.5 Prozent, während Reichsſchuld=
buchforderungen
behauptet blieben. Von Auslandsrenten zogen
Anatolier weiter etwas an, Zolltürken und Bagdad lagen unver=
ändert
. Gold= und Liquidationspfandbriefe hatten nur geringe
Veränderungen, dagegen ſetzten Kommunal=Obligationen ihre
Abwärtsbewegung fort.
Am Geldmarkt war die Lage ſehr leicht und bei 4,25 Prozent
Tagesgeld verblieb Ueberſtand. Warenwechſel 5 Prozent, aber
ohne Geſchäft.
Wirkſchaftliche Rundſchau.
Die Inderziffer der Großhandelspreiſe vom 18. Mai. Die vom
Statiſtiſchen Reichsamt für den 18. Mai berechnete Großhandels=
indexziffer
iſt mit 97 3 gegenüber der Vorwoche um 0.4 v. H. ge=
ſunken
. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarſtoffe
94,0 (minus 0,8 v. H.), Kolonialwaren 86,6 (min. 0,5 v. H.), indu=
ſtrielle
Rohſtoffe und Halbwaren 87,7 (minus 0,3 v. H.) und indu=
ſtrielle
Fertigwaren 118,5 (minus 0,4 v. H.).
Chemiſche Fabrik Budenheim A.G., Mainz. Die G.V. der
Geſellſchaft erledigte ohne Widerſpruch die Regularien und ſetzte
die Dividende für das Geſchäftsjahr 1931 auf wieder 15 Prozent
feſt. Das Roherträgnis betrug 3,73 (2,22) Mill. RM. der Rein=
gewinn
662 465 (685 353) RM. Aus dem Geſchäftsbericht geht
hervor, daß ſich die allgemeine Wirtſchaftskriſe auch auf die Ge=
ſchäfte
der Geſellſchaft ausgewirkt habe, daß aber die rückgängigen
Preiſe ihrer Produkte auf dem In= und Auslandsmarkte durch
entſprechende Preisſenkungen der Roh= und Hilfsmaterialien ſo=
wie
durch Senkung der Unkoſten einigermaßen ausgeglichen wer=
den
konnte. Der Umſatz im Jahre 1931 konnte gegen 1930 noch
etwas geſteigert werden. Ueber die Ausſichten für das laufende
Jahr läßt ſich in Anbetracht der gegenwärtigen Lage kaum etwas
vorausſagen, doch war die Geſellſchaft in den erſten Monaten be=
friedigend
beſchäftigt. In der Bilanz erſcheinen (in Mill. RM.):
Grundſtücke und Gebäude 1,30 (1,34), Maſchinen, Werkzeuge und
Inventar 1.16 (1.47). Roh=, Hilfs= und Betriebsſtoffe 0,51, Fer=
tigerzeugniſſe
0.44 ((i. V. zuſammen 0,81). Außenſtände 0,89
(0.70), Bakguthaben 0,88 (1,06) dagegen Verbindlichkeiten aus
Warenlieferungen 0,22 (i. V. Gläubiger 0,48). A.K. 4 Mill. RM.

1931 einen Gewinn von 6,22 Mill. RM. aus, woraus 43 000 RM.
der geſetzlichen Reſerve zugewieſen, 8 Prozent Dividende auf das
eine Million RM. betragende A.K. verteilt, 2,16 Mill. RM. als
Abgabe an das Reich ausgewieſen und 3,94 Mill. RM. als Reſt=
gewinn
an das Reich abgeführt werden ſoll. (In dem Halbjahr
vom 1. Juni bis 31. Dezember 1930 betrug der Gewinn 1,14 Mill.
RM., aus dem 57 000 RM. dem Reſervefonds zugewieſen, 8 Proz.
Dividende verteilt und 1,03 Mill. RM. an das Reich abgeführt
wurden). Der Bruttoüberſchuß belief ſich auf 8,72 (im 2. Halb=
jahr
1930: 2 12) Mill. RM., demgegenüber erforderten Verwal=
tungs
= und Vertriebsunkoſten 2,11 (0,74), Steuern und Sozial=
abgaben
0,26 und Abſchreibungen 0,14 (0,12). Im Geſchäftsbericht
wird hervorgehoben, daß ſich um die Mitte des Jahres 1931 Ab=
ſatz
und Produktion der Geſellſchaft ausgeglichen haben, bald dar=
auf
habe der Abſatz die Produktion ſogar überſtiegen, ſo daß die
Fabrikationsquoten zweimal im Laufe des Jahres erhöht werden
konnten. Dieſe Beſſerung ſei darauf zurückzuführen, daß die Vor=
verſorgung
des Handels, beſonders mit ruſſiſcher Ware, nunmehr
überwunden zu ſein ſcheine. In der Bilanz werden u. a. aus=
gewieſen
: Bankguthaben 0,59 (0,04), Warenvorräte 3,67 (6,00),
Debitoren 0,51 (0,80, Forderungen an Fabrikanten 3,66 (4 40).
Gläubiger 3,31 (2,69), Steuerrückſtellung 0,30 (0,50) Mill. RM.
Der von der Svenska Taendſticks A.B., Stockholm, erhaltene fünf
Millionen RM. betragende Betriebskredit konnte im Berichtsjahr
vollſtändig zurückgezahlt werden, auch die Ende 1930 mit 2 Mill.
RM. ausgewieſenen Bankſchulden ſind vollſtändig verſchwunden.
Die Verluſte des Unternehmens ſind trotz der Wirtſchaftskriſe
außerordentlich gering geweſen. Im Geſchäftsjahr 1932 habe die
Abſatzſteigerung weiter angehalten.
Odenwälder Hartſtein=Induſtrie A. G. In der geſtrigen Gene=
ralverſammlung
der Odenwälder Hartſtein=Induſtrie A.G waren
1 001 200 RM. Stammaktien und 12 000 RM. Vorzugsaktien ver=
treten
. Die einzelnen Punkte der Tagesordnung wurden einſtim=
mig
genehmigt. Die Herabſetzung des Grundkapitals durch Ein=
ziehung
von 200 im Beſitz der Geſellſchaft befindlichen eigenen
Aktien wurde von der Verwaltung wegen der damit verbundenen
hohen Koſten zurückgezogen. Einſtimmig wurde die ſofortige Ver=
teilung
einer Dividende von 5 Prozent auf die Stammaktien und
von 6 Prozent auf die Vorzugsaktien beſchloſſen. Der Aufſichtsrat
wurde in ſeiner ſeitherigen Zuſammenſetzung wiedergewählt.
Heinrich Lanz A. G., Mannheim. Das ſeit einiger Zeit ſtill=
liegende
Zweigwerk in Gotha, die Eiſengießerei vorm. Briegleb,
Hanſen u. Co., wird endgültig ſtillgelegt. Das Werk. das im
Jahre 1924 aus dem Beſitz der Fritz Neumeyer A.G. Nürnberg,
erworben wurde, fabrizierte Turbinen und Aufzüge. Die Fabrik=
anlagen
, die eine Fläche von 26 000 Quadratmeter bedecken, ſind
an eine Eſſener Abbruchfirma veräußert worden. Die maſchinelle
Einrichtung wird teilweiſe auf andere Werke der Heinrich Lanz
A.G. übernommen, zum anderen Teil verſchrottet.
Pfälziſche Malz A.=G., Ludwigshafen. Das abgelaufene Ge=
ſchäftsjahr
per 31. 8. 1931 erbrachte an laufenden Betriebseinnah=
men
353 030 RM. (im Vorjahre 344 243) plus 46 446 (44 637)
RM. Vortrag. Nach Abzug der Geſamtunkoſten ſowie 14 190
(14 053) RM. Abſchreibungen und 6220 (2216) RM. Rückſtel=
lungen
verbleibt ein Reingewinn von 76; 551 (76 446) RM., über
deſſen Verwendung die Generalverſammlung zu beſchließen hat.
Nach dem Bericht war das Unternehmen für 1931 voll beſchäftigt.
Emag Elektrizitäts A.=G., Frankfurt a. M. Die Geſellſchaft hatte
im Vorjahre ihre eigenen Aktien bereits zum Einzug gebracht, wo=
durch
die geſetzliche Reſerve ſich auf 345 000 RM. erhöht hat. Der
Aufſichtsrat hat beſchloſſen, der am 4. Juni 1932 ſtattfindenden
ordentlichen Generalverſammlung vorzuſchlagen, die geſetzliche Re=
ſerve
zur Auflöſung zu bringen, und das Kapital von bisher
1 Mill. RM. herabzuſetzen auf 800 000 RM., unter gleichzeitiger
Bildung einer geſetzlichen Rücklage von 80 000 RM. Die durch die
Auflöſung der bisherigen Reſerve und die Kapitalherabſetzung
freiwerdenden Beträge ſollen zur Deckung des Betriebsverluſtes
und zu Abſchreibungen, die infolge der Werttminderung eingetre=
ten
ſind, Verwendung finden. Die Geſellſchaft berichtet, daß ſie
die Bewertungen ihrer Vermögenswerte hierdurch den Zeitver=

hältniſſen angepaßt hat.

* Mainzer Produktenbericht vom 21. Mai. Großhandel
per 100 Kilo loco Mainz: Weizen 27,5028, Roggen 21-
Hafer 1618, Futtergerſte 1717,50, Malzkeime 1213, ſi
ſches Weizenmehl Spezial Null 41,10, Roggenmehl 70proze
28,5029. feine Weizenkleie 10,50, grobe Weizenkleie 11, R
kleie 10,7011, Erdnußkuchen 12,2512,75, Kokoskuchen
15,75, Palmkuchen 9,2510, Rapskuchen 99,50, Soyaſchro
bis 11,75, Trockenſchnitzel 8,258,75. Tendenz: Abgeſchwäck
Frankfurter Eiergroßhandelspreiſe. Die Tendenz des
marktes hat eine gewiſſe Stetigkeit erfahren. Die erhöhten
der Vorwoche blieben auch nach den Feiertagen beſtehen: d
hat die Umſatztätigkeit eine merkliche Einſchränkung erfahre
Zufuhren von deutſchen Eiern ſind im Zunehmen begriffen
rend das Angebot in Auslandseiern knapp bleibt. Es no
in Pfg. pro Stück ab loco Frankfurt a. M.: Bulgaren 5
Jugoſlawen, 5,756, Rumänen 5,56. Holländer 5,25
Flandern 6,256,50. Dänen 5,257,75, deutſche Landeier
6,75, deutſche Friſcheier 5,57,5.
Frankfurter Buttergroßhandelspreiſe. Während ſich die
frage nach Butter zum Pfingſtfeſt auf die letzten Tage zuſa
drängte und der Großhandel daher in der Lage war, ſeine
ziemlich zu räumen, ließ das Intereſſe nach den Feiertage
nach, obwohl die Anlieferungen zunächſt noch klein waren.
kam aber infolge des warmen Wetters größeres Angebot a
Markt, ſo daß die Preiſe etwas nachließen. Bei dem jetzt
tretenen Weidegang erwartet man weiterhin verſtärkte Zuf
Die Verkaufspreiſe des Großhandels lauten (in 1 Zentne=
holländiſche
und deutſche Butter 128132 RM.
Kleine Wirtſchaftsnachrichten.
Die Handelsvertragsverhandlungen mit Bulgarien be
Mitte nächſter Woche. Die deutſche Delegation fährt am
früh zu dieſem Zweck nach Sofia. Sie beſteht aus den
Miniſterialrat Seidel (Reichsfinanzminiſterium), Miniſte=
Engel (Reichsminiſterium für Ernährung und Landwirt
Oberregierungsrat Willuhn (Reichswirtſchaftsminiſterium)
Legationsſekretär Altenburg (Auswärtiges Amt).
Die Südweſtdeutſche Möbelmeſſe, die im Einvernehme
den Spitzen= und Bezirksverbänden der Möbelinduſtrie un
Möbelhandels veranſtaltet wird, findet vom 18. bis 21.
ber 1932 in der Feſthalle und im anſchließenden Teil des
der Moden in Frankfurt a. M. ſtatt. Die Ausſtellung we
reits heute eine gute Beſchickung auf.
Die Vereinigten Arbeitgeber=Verbände für die Text
ſtrie von Gladbach=Rheydt und Umgebung haben, nachd
kürzlich ſchon den Manteltarif gekündigt hatten, den Lol
zum 4. Juni gekündigt. Neben der Herabſetzung der Löhn
die völlige Umarbeitung zahlreicher Punkte des Tarifver
verlangt. Nach den Tarifverträgen werden etwa 45 000 A.
und Arbeiterinnen entlohnt.
Der bisherige Produktionsleiter der Tobis Tonbild=
A.G., Berlin, Dr. Guido Bagier, ſcheidet in freundſchaf
Einvernehmen am 1. Juli d. J. aus der Tobis aus. Dr.
wird ſich in enger Zuſammenarbeit mit der Tobis eigenen
produktionsplänen zuwenden. Hierbei iſt an die Nutzbarm
gemeinſamer europäiſcher Beziehungen gedacht.
Mit dem Schnelldampfer Bremen ſind am Freitag
lionen Dollar Gold nach Europa abgegangen. Davon e
Holland 21, Frankreich 13 und Belgien 4 Millionen.
In der G.V. der Kreuger u. Toll A.B., Stockholm, wurd
proviſoriſche konſolidierte Bilanz per 31. Mai 1932 bekan
geben. Die Bilanz verzeichnet insgeſamt 1,038 Mrd. Kr.
ven. Die geſamten Aktiven betragen 352,2 Mill. Kr., ſo d
Paſſiva die Aktiva um 686,5 Mill. Kr. überſteigt. Die
wurde auf unbeſtimmte Zeit vertagt.
Ueber das Comptoir der Leineninductrie, das als
organiſation einer großen Anzahl nordfranzöſiſcher Texti
angeſehen werden kann, wurde Mitte März das Konkursr
ren eröffnet. Man hatte den Fehlbetrag der Geſellſchaft
unr auf einige Millionen Fr. geſchätzt. Im Laufe der letzte
chen ſind jedoch eine große Anzahl neuer Klagen von Gläu
eingelaufen, die dieſen Fehlbetrag auf mindeſtens 100 Mil
Franken anſteigen laſſen.
Im Kanadiſchen Unterhaus dementierte am Freitag Mi
präſident Bennett die von Waſhington ausgehenden Gerücht
den Abſchluß eines ruſſiſch=kanadiſchen Handelsvertrags.
tonte, daß keine derartigen Verhandlungen geführt oder au
in Erwägung gezogen worden ſeien.

Berliner Kursbericht
vom 21. Mai 1932

Deviſenmarft
vom 21. Mai 14

Berl. Handels,Geſ.
Danatbank. . . ..
Deutſche Bank u.
Disconto=Geſ.
Dresdner Ban
Hapag
Hanſa Dampfſch.
Nordd. Llohzd
A. E.8.
Bahr. Motorenw.
C. P. Bemberg
Bergmann Elektr.
Berl. Maſch.=Bau
Conti=Gummi
Deutſche Cont. Gas

85.
19.50
35.
19.50
10.875
17.
11.
22.25
30.25
33,875
18.50
86.75
77.

Me
Elektr. Lieferung
J. G. Farben
Gelſ. Bergw.
Geſf.elektr. Untern.
Harpener Bergbau
Hoeſch Eiſen u.
Köln=Neueſſen
Phil. Holzmann
Kali Aſchersleben
Klöcknerwerke
Mannesm. Röhr.
Maſch.=Bau=Untn.
Oberſchleſ. Koksw.
Orenſtein & Koppel

Vf
60.25
89.25
41.
49.
25.
41.75
87.75
23.25
35.12*
23.
32.75
21.875

Iee
Rütgerswerke.
Salzdetfurth Kali !=
Leonh. Tietz
Verein. Glanzſtoff
Verein, Stahlwerkel
Weſteregeln Alkal
Agsb.=Nnrb.Maſch.
Baſalt Linz
Berl. Karlsr. Ind.
Hirſch Kupfer.
Hohenlohe=Werte
Lindes Eismaſch.
VogelTelegr. Draht
Wanderer=Werke.

cc
26.125
146.
50.625
59.
15.75
95.
19.25
14.75
24.50
15.50
61.25
15.
28.25

Helſingfors

Wien
Prag
Budapeſt
Sofia

Holland
Oslo
Kopenhagen
Stockholm.
London
Buenos=Aires
New York
Belgien.
Italien
Paris

Währung
100 finn. Mk.
100 Schilling!
100 Tſch. Kr.
100 Bengö
100 Leva
100 Gulden
109 Kronen
100 Kronen
100 Kronen
1 S=Stg.
1 Pab. Peſo
Dollar 4
100 Belga
100 Lire
100 Franes

Ret
7.123
5198
12.485
3.057
170.8:
7707
94.44
79.32
15.441
0.928
4.209
59.,04
21.65
16.605

Brief
7.137
52.05
12.485
3.063/
171.17
77.23
84.58
79.48/
15.48
1002
4.217
59.16
21.89
16.6451

Schweiz
Spanien
Danzig
Japan
Rio de Fineiro
Jugoſlawien
Bortugal.
Athen
Iſtambu

Kairo

Kanada
urugnay
Fsland
Tallinn (Eſtl.)
Riga

Währung 7
00 Franken!
100 Peſetas
100 Gulden
1 Yen
1 Milreis
100 Dinar
100 Eseudos
100 Drachm.
1 türk. *
1 äghpt. 2
eanab. Doll
Goldpeſo
100 isl. Kr.
10d eſtl. Kr.
100 Lats

Rie
82.3
34 7


3.69
1.9
M

Durmſtädter und Kariokärdant Burmſtaba, Biian der Arrscher 9
Frankfurter Kursbericht vom 21. Mai 1932.

Pae
v. 27
5½%Intern.
6%Baden .......
6%Bayern...
6%Heſſen.....
6% Preuß. Staat
6% Sachſen....

Otſche. Anl. Auslo=
ſungsſch
. F, Ab=
löſungsanl
.
Dtſche. Anl. Ablö=
ſungsſch
. (Neub.
Deutſche Schutzge=
bietsanleihe
...
6% Baden=Baden.
6%Berlin. .b.241
62 Darmſtadt . ..
6% Dresden v. 26
6%0 Frankfurt a.M.
Schätze v. 29
A.
6Mainz ....
88 Mannheimv.27
62 München v. 29/
6% Wiesbaden v. 28
6% Heſſ. Landesbl
6% Goldoblig
5½% Heſſ. Lds.
Hyp.=Bk.=Lignid.
434% Kom.=Obl
6% Preuß. Lds..=Anſt. G. Pf.
6% Goldobli

6c
54.,5
54
58
60
45.75
93
61

a0el=
3.05
2.5
44.75
40
40.5

82s

74.75
65.75

5s

WNeu
Bk. Girozentr. für
Heſſen Goldobl.)
6% Kaſſeler Land.
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88 Rhein,Hhp.Bk.
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68 Dt. Linol. Werke
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46


58

37½/=
5.25
73.5
58.75
53.5
73
78.75
73.5
77.9
82
58
77.5
81.5
79.5
39
73.5
37.75

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410 O. Oſt. Schätze
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5%vereinh. Rumän
41.%0
42 Türk. Wdmin.
49 1. Bagdadl
Bollanl.
25 Ungarn 1913
1914
Goldr.
1910
Aktien
Rla. Kunſtziide Unie
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Bemberg, F. P..
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88

8.75

4.20
*s
17/.

5.o5

35.5
22.1

22
42

134.5

86
27.75

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127

18.75
42
3
121,
88.6
14

44.25
49.5
17.25
17
40

*
28

119.75

86
24.75

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3
45
78

3

50
37
147
121.5
43.5
54

406.25
98

15.5
1100.5
21
4.75

M
Zelſtoff Waldhof
Memel
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[ ][  ][ ]

Roman von
Kalf Bennings grober Zeind. Nurt Sodnak

(Nachdruck verboten.)

Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin 1931

ſoin ſprach immer ſo von Thalemann. Früher, als man ihn
brauchte, war Thalemann eine unglückliche Figur geweſen,
aber wurde Juſt blaß.
Haben Sie unſere Lage eindringend dargeſtellt? Haben Sie
mitgeteilt, daß er große Vermögenseinbuße erleiden wird,
er ſeine Hilfe verweigert?
Natürlich habe ich ihm alles in den ſchwärzeſten Farben ge=
Es berührte ihn nicht, und ſchließlich ſtellte es ſich heraus,
alle Aktien unſerer verſchiedenen Werke abgeſtoßen hat. Er
ete, kein einziges Papier mehr zu beſitzen. Er ſchien ſroh
ſer zu ſein!
das war ein Hieb gegen Juſt. Blackmann hatte heimlich auch
Papiere verkauft.
juſt ſah den andern an, ohne zu antworten. Jetzt war das
a der Papiere geklärt. Thalemann hatte ſie auf den Markt
fen. Juſt hatte die Gefährlichkeit des alten Fuchſes unter=
Daß Wut ſoweit gehen konnte, Papiere mit Verluſt zu
ufen, nur um Juſt zu ſchaden, das hatte er ſich nicht denken
n. Ein Mann, in deſſen Schild das Wort Geld mit ehernen
en eingegraben war!
Dann beſitzen wir gegenwärtig alſo nicht mehr die einund=
g
Prozent, die nötig ſind, um die Majorität in der General=
nmlung
zu halten."
Wir werden aufkaufen, ſchlug Heintze ſchüchtern vor.
Haben Sie das Geld dazu? fragte Juſt höhniſch. Es war
zu verſtehen, Fremdkörper waren in die feine Maſchinerie
ruſts gekommen. Sie lief nicht mehr glatt. Aufträge mangel=
ie
Fabriken arbeiteten auf Lager, der Markt ſchien plötzlich
aufnahmefähig zu ſein. Das war nicht nur allgemeiner Kon=
rrückgang
, man ſah es an Ranſtatt. Ranſtatt baute, ſtellte
zu Arbeiter ein, lieferte billiger, beſſer, ſein unzerreißbarer
ni eroberte ſich den Markt.
Das Werk in Heiden arbeitet mit vierzig Prozent Kapazität.
berſchleſier ſind noch gut beſchäftigt, ſolange der Regierungs=
g
läuft, ſtehen aber dann ganz ohne Aufträge da. Die Ab=
aniſation
klappt nicht. Die Amerikaner machen alles mit
utt zuſammen. Ranſtatt iſt billiger, trotz der Zölle. Heintze
das wie auswendig gelernt geſprochen. Es wäre vielleicht
geweſen, wenn Sie ſelbſt nach Paris gefahren wären,
e Blackmann zu Juſt.
Danke, wenn die Ratsherren aus dem Rathaus kommen,
ſe klüger, als ſie hineingingen. Juſt riß eine Zeitung aus
aſche, warf ſie auf den Tiſch.
in ganzſeitiges Inſerat leuchtete: Ranſtatt ſenkt wieder die
lackmann nahm keine Notiz davon; er referierte: Durch die
llung der neuen Spezialreifen haben wir den vierfachen
iverbrauch und die doppelte Arbeitszeit nötig. Das hält
Kalkulation aus! Ranſtatt hat keine anderen Patente, das
wir nun endlich mehrmals feſtgeſtellt. Wir haben genügend
dort, die uns informieren. Es gibt nur eins: Er hat Geld

im Hintergrund, vielleicht amerikaniſches Kapital! Man ſoll ſich
mit Ranſtatt unter allen Umſtänden vertragen!
Juſt lachte: Glauben Sie, ich hätte das nicht ſchon verſucht?
Ich habe alles verſucht, er kümmerte ſich nicht um Blackmanns
eiſerne, abweiſende Miene. Ich habe mit dieſem Ingenieur Roh=
mer
geſprochen, habe ihm die Leitung der Fabriken angetragen.
Es iſt nichts, Ranſtatt will nicht!
Auch Heintze wurde aufmerkſam. So? Er hatte einem anderen
die Leitung der Fabriken angetragen? Dann war man ja fertig,
man konnte gehen! So alſo ſah der Dank dieſes Mannes aus. Er
ließ bei der erſten Gelegenheit ſeine Mitarbeiter fallen.
Dann gibt es nur ein Mittel Heintze ſchlug ſich auf
Blackmanns Seite, Juſt horchte auf, dieſer Ton Heintzes war
ihm neu. Heintze hob die ſpitze Fuchsnaſe und nickte Black=
mann
zu.
Nun, Ihr Vorſchlag? drängte Juſt.
Abdanken, Herr Juſt, treten Sie ab, dann wird Ranſtatt
verhandeln. Kaufen Sie nicht Ranſtatt auf, machen Sie Ran=
ſtatt
ein Angebot, verſchwinden Sie, ich glaube, im gleichen
Augenblick wird der Konkurrenzkampf aufhören!
Juſt war erſtarrt. Das wagte dieſer Mann ihm anzubieten?
Er rettete ſich in die Nüchternheit der Realität zurück.
Gut, ich werde abdanken, und Sie laſſen die Bücherrevi=
ſoren
heran. Wie? Sie decken unſere Geſchäfte, unſere Dividen=
denausſchüttung
ohne Einnahmen, unſere friſierten Bilanzen,
erklären, woher das gepumpte Geld kommt, von denen unſere
Aktionäre nichts wiſſen, Und wohin es verſchwunden iſt, Sie,
Herr Direktor Heintze!
Er ſtand auf, ſchritt im Zimmer auf und ab. Man mußte
dieſe beiden loswerden, ehe ſie gefährlich wurden. Man mußte
mit Ranſtatt allein verhandeln.
Es gibt noch eine Hilfe, meine Herren, erklärte Juſt nüch=
tern
, in Deutſchland befindet ſich gegenwärtig eine Sowjet=
kommiſſion
, die für mehrere hundert Millionen Aufträge ver=
teilt
. Man muß ſehen, einen Teil dieſer Aufträge auf unſer
Werk zu lenken. Die Ruſſen kaufen, die Regierung bevorſchußt
die Verträge.
Er blickte nachdenklich auf Blackmann, Blackmann war der
Mann dazu, dieſe Dinge in die Wege zu leiten.
Glauben Sie, die Ruſſen beſtechen zu können? fragte
Blackmann aufmerkſam und höhniſch.
Juſt ſchüttelte den Kopf. Die Ruſſen, erklärte Juſt, wer=
den
ſich das beſte Material herausſuchen. Sie werden der
Firma den Auftrag geben, die bei dem nächſten internationalen
Rennen am beſten abſchneidet, deren Reifen bei dem nächſten
Geländerennen die geringſte Abnutzung zeigen, unſere Reifen
werden das ſein, meine Herren!
Er blickte triumphierend um ſich, aber Heintze war nicht ſo
ſchnell zu begeiſtern.
Wir werden dafür ſorgen, daß wir die einzige Firma ſind,
die bei dieſem Rennen mit deutſchen Reifen vertreten iſt.

Die Fahrer werden abſagen? fragte Blackmann, der
den ſchnellſten Gedanken hatte.
Das iſt eine Aufgabe für Sie, Blackmann!
Man hat ſchon ſchwierigere Sachen gemacht
Die Ruſſen werden kein deutſches Rennen wählen, ſicherlich
das nächſte internationale in der Schweiz, man kann das genau
erfahren! Jetzt war wieder Einigkeit da, jetzt liefen die Ge=
danken
und Pläne einmütig dem gleichen Ziele zu.
Sie meinen das Klauſenpaßrennen? fragte Heintze und
malte eine dünne Frau mit langen Beinen auf das Papier, das
vor ihm lag.
Nein, Juſt ſchüttelte langſam den Kopf, ein ganz un=
auffälliges
, das Hindernisrennen in der Südſchweiz, im
Teſſin.
Woher wiſſen Sie? ſtaunte Blackmann.
Man hat ſo ſeine Quellen, ſagte Juſt und ſtand auf.
Er hatte geſiegt, Juſt, der allen überlegen war!
Vierundzwanzigſtes Kapitel.
Drei niedrige Motorräder ohne Schutzbleche, mit geſchwun=
genen
Lenkſtangen, donnerten über die kleine ovale Aſchenbahn
der Ranſtattwerke. Sie tobten mit knallendem Auspuff dahin.
Hinter ihnen ſtiebten Schmutzfontänen. Die Fahrer lieferten ſich
kleine Rennen, verſuchten ſich im plötzlichen Vorſtoß zu über=
holen
, raſten mit Vollgas in die Kurven, legten ſich ſchräg,
rutſchten, fingen das Rad wieder, ſauſten weiter. Der Lärm der
Räder donnerte über das Werk dahin.
Hundert Kilometer mit Vollgas auf Koksbahn, Unter=
ſuchung
, des Reifens auf Abnutzung, wieder hundert Kilometer,
unermüdlich, bis der Widerſtandsgrad feſtgeſtellt werden konnte.
Dann wurde der Koksſchotter weggekehrt, die Bahn mit kleinen,
eckigen Steinen beworfen, neues Verſuchsmaterial für die neuen
Ranſtatt=Reifen.
Frank verſchwand ſchnaufend in dem kleinen Umkleideraum,
riß ſich die Fahrmontur herunter, begann ſich unter der Brauſe
zu waſchen. Ströme dunklen Waſſers rollten an ſeinem Körper
herab. Er plätſcherte, ſang, fühlte ſich wohl, kleidete ſich um,
band aufmerkſam die Krawatte, denn er war heute zu Frau
Lien Rohmer zu Tiſch geladen.
Dann ſtand er vor der kleinen Villa, klingelte. Donar, der
Wachhund, ſteckte, ohne zu bellen, ſchnüffelnd den Kopf durch
die Tür. Iſt Madame zu ſprechen? fragte Frank ihn höflich.
Donar gab wohlerzogen den Weg frei.
Frank ſtieg an der Seite des Hundes die Treppen hinan,
klopfte an die Tür, hinter der Donar Lien vermutete.
Aber Donar hatte ſich getäuſcht. Er warf Frank einen ver=
wunderten
Blick zu und trabte den Gang zur Küche entlang.
Dort ſtand Lien neben der Köchin, in einer blauen Schürze,
und kochte eifrig.
Donar blieb guterzogen an der Tür ſtehen und meldete den
Beſuch.
Bleiben Sie draußen, Frank! Lien ſchien ein finſteres
Geheimnis im Kochtopf verbergen zu wollen, denn ſie erſchrak,
ließ den Deckel fallen. Männer haben in der Küche nichts zu
ſuchen.
Kann ich nicht helfen? fragte Frank mit kläglicher Stimme,
ich bin ein beſſerer Koch als manche Köchin!
Die dicke Köchin an Liens Seite warf ihm einen Blick voll
Gift und Verachtung zu.
(Fortſetzung folgt.)

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Sorten Eis durchzukosten.

Bei stets frischer Herstellung, sind immer, wenigstens
4 Sorten Eis nach Wahl folgender Sorten zu haben:
Vanille, Erdbeer, Himbeer, Zitronen. Aprikosen, Mokka,
Schokolade, Nougat, Muß, Mandel, Pistatien und Orocant-Eis.

Union-Theater

Ab morgen Montag bringen wir
Marlene Diekrich und
Auna Mag-Wong (7735
in dem sensationellen Abenteuer-Tonfilm:

Att

Bchanghaf Akgrass

der Eis-Saison

Eis-Portion je Sorte 253
Eis-Spezialitäten in bekannter Güte von 0.60 an.

Heute Sonntag
ab 4 Uhr TANZ
im goldnen Löwen, Traise
Fr. Seibert,
7679)

Luftkurort

Ludwigshöhe
Telephon 591.
Heute Nachmittag
Konzert

Montag, 30. Mai,
20 Uhr,
im Vereinshauſe
ordentliche
Mikglieder=
Verſammlung.
Tagesord.: 1. Jah=
resbericht
des Vor=
ſitzenden
, 2. Neu=
wahl
des Ausſchuſ=
ſes
, 3. Sonſtiges.
Aktive u. inaktive
Mitglieder werden
dazu ergebenſt ein=
geladen
. (7699
Nach der Ver=
ſammlung
von 21
Uhr ab zwangloſes
geſelliges Beiſam=
menſein
für aktive,
inaktive und ehe=
malige
Mitglieder
als Ausklang der
Jubiläumsfeier.

(7732

Großes Haus 19bisnach 22.30

Hessisches
Landestheater

Sonntag
22. Mai 1932

G 16 (Gr.14)

Zus.-M. TV,11

KleinesHaus 20bis nach 22.30

Tannhäuser
Oper von Richard Wagner
Preise 0.705.60 Mk.

Der verlorene Sohn
Hierauf: Oedipus
Preise 0 604.50 Mark

Zum

2

heute Sonntag, abends 8½ Uhr die heitere Schwank-Movität

AEE
OTTO IM LOOO NOTEN

3 Akte des Lachens von Eduard Zeinelre.
Volkstümliche Preise von 0.40 an

Vie

Karten: Kiosk, Paradepl. T

Kasse Orph ab 3 Uhr. Tel 369

ausgeführt vom Stadtorcheſter
Perſönl. Leitung Kapellmeiſter Willy Schlupp
Anfang 4 Uhr. (7670) Eintritt frei.

Reſtauration Philipp Schneider
am Güterbahnhof
Bierausſchank Goldner Anker

Empfehle meinen ſchönen
ſchattigen Kaſtanien=Garten.
Kalte und warme Speiſen
Rippchen und Hausmacher Wurſt

ſtets friſch, aus eigener Schlachtung.

Nähmaschinen und Fahrräde
worteflhafteGelegenheitskäufe

Ae

Bartenbauverein
Darmſtadt e. V.
Sonntag, 22. Mai,
Spaziergang
nach dem Obſtgut
Dippelshof zur Be=
ſichtigung
d. Apfel=
blüte
. Zuſammen=
kunft
nachm. 2 Uhr,
an dem Botaniſchen
Harten in der Roß=
dörferſtraße
. (7697
Der Vorſtand.

KAISERSAAL-GARTEN
Grafenstraße 20
Fernsprecher 276

Meinen werten Gästen zur gefl. Kenntnis, daß ich meine Gartenlokalitäten
mit geschützten Terrassen wieder eröffnet habe.
Im Ausschank: Spezial Rummelbräu
Michelsbräu Pilgner
Wicküler u. Aulmbacher
Ausschankweine der Hess. Weinbaudomäne sowie der Winzervereine
Bekaunt gute Küche. Eis m. Waffeln
Georg Christ jr.

Darmstadt, Schulstr. 11(5795a

wieder ein Qualitäts film

im

Fahrradreifer
fabr.=friſch, größte
Auswahl. (7643e
BENZ
Kaufhaus für Fahr=
radbedarf

Grafenſtraße 20.

Wrängertenaas iBessanger Herrngärteny

Heute abend 8 Uhr

Großes Eröffnungs=

Heute abend 8 Uhr

Leitung: Kapelimeister W. Schlupp
Konzert mit Tanzeinlagen Eintritt 25 A einschl. Tanz (ants
Eis-Kaffee und Kuchen, ff. Bier und Wein

Herrngarten-Café

Heute von
1112 Uhr

sowie nachmittags
Frühkonzert und Abends Konzert
Die Konzerte iinden bei freiem Eintritt statt. (7748

verrückt werden,
Frau Gix!
Plagt mich meine
Elfe ſchon die ganze
Woche wegen ei-
nem
Badeanzug
Aber, Frau Gax,
dann kaufen Sie
ihr doch einen, bei
Wäsche-Posner
gib’s Kinder-Bade-
Anzüge doch schon

ür Mk. 0.50

ASCHE

RHEINSTRASSE
Im Hof der 7684
Tercks-Apotheke

Dieburgerſtr. 97
Telefor
Inh. Hans Tod
Heute Sonntag ab 4 Uhr nachm
bis 11 Uhr abends

GROSSES KONZE
Künstler-Orchester Alberih
Geſangs einlagen der beka

Koloratur=Sängerin Marion Alk
Eintritt frei. (7714 Eintrit

Voranzeige: Dienstag Strauß=9
Leitung: Kapellmeiſter Willi Sch

Dunn Abfengar
Frankfurterſtraße 79
Heute Militärkon=
Peter Roßm=

a. d. Bergſtraße

Schattiger Garten ſchöner 2
Heute ab 4 Uhr Konze
Wbends Tanz

V 730

Kapelle L. G

Neues Schießh
Jeden Sonntag, nach=
TANZ
Schöne Räume, ſowie Saal für
und Korporation. Tanzen frei.

Behrens-Hufnagel, I.
(Altbeliebter Ausflugsplatz
Heute Nachmittag ab 3
KONZERT
Eintritt frei! (7755) Eintr

Allgemeiner Deutſcher Frauenve
Deutſcher Staatsbürgerinnenverbar
Ortsgruppe Darmſtadt.
Herr Dr. Zeiger=Darmſtadt, ſpr
Dienstag, den 24. Mai, abends 8
Muſikvereinsſaal, Wilh. Gläſſingſt
Der Gegenſatz Weſt= un=
europäiſcher
Wirtſchaft u. K
Unkoſtenbeitrag 30 H. Gäſte willkon

Krattfahrer und Wanderer stärkt
Café und
Gastwirtschaft Anfon Lim
am idvll. Höchster Rondell (Frau
Gemätl. Aufenthalt bei Musik un
Bedienung. Eigene Schlachtung.

Man tippt nicht mehr

seit durch die Schaffung der Zehnfinger-
blindschreibmethode
viel größere Fer-
tigkeiten
auf der Schreibmaschine er-
reicht
werden können. Das neuzeitliche
Maschinenschreiben erlernen Sie täg-
lich
von 1013 Uhr und von 1418 Uhr
gegen ein mäßiges Entgelt in unserer
eigenen Schule, Ballonplatz 7, wo auch
unverbindliche Auskünfte erteilt werden.

Maschinenschreibschule des Gabelsberger Stend-
graphenvereins
gegr. 1861, Verein für Einheits
kurzschrift E. I.

Eintritt Frei!

Eintritt Frei!

Wovon die ganze Welt spricht!
Lichtbilder-Vortrag

(trüher Residenz)
Ernst-Ludwigstraße 1

Heute 2 Uhr
HANS ALBERS in
dem herrlichen Ufa-Tonfilm
Bomben auf
Monte Carlo
mit Anna Slen, Hans Rühmann.
Kassenöffn. Sonntags 1 Uhr,

Werktags 2½ Uhr.

Die Direktion berichtet:
Die Bedingungen für das
100.- M. Bargeld- Preis-
ausschreiben
: Ein Kino
sucht seinen Namen er-
scheinen
in den nächsten
Tagen. (7731

über die Heilstrahlen Radium und seine Wirkung auf den
menschlichen Organismus, bei rheumatischen und gichtischen
Muskel- und Gelenkerkrankungen, Ischias, Neuralgien, Nerven-
Erkrankungen, Blasen-, Nieren-, Leber-, Magen- und Darmleiden,
Hals- Nasen- und Ohrenleiden, Arterienverkalkung usw. Von
fast allen führenden Kliniken, Krankenhäuser, Sanatorien und leitenden
Prof. angewandt und begutachtet. Der Vortrag wird von jedem
besucht, besonders cronisch erkrankte Frauen und Männer.
Wohl Werbe- aber kein Verkaufs-Vortrag.
Jugendliche haben keinen Zutrikt.
Der Vortrag findet statt am Dienstag, den 24. Mai 1932, abends
um 8½ Uhr und Mittwoch, den 25. Mai 1932, nachm. 4½ Uhr
sowie abends 8½ Uhr im
Fürstensaal zu Darmstadt, Grafenstraße 1820.
Wegen Gefahr der Ueberfüllung der Abend-Vorträge, bitten wir den
Mittags-Vortrag zu berücksichtigen.
Reſerent: Dir, Karl Neumann, Erko‟, Berlin, Wien, Brüssel u. London.
Wissenschaftliche Organisation; Oberstabsarzt DrFeld und
Radiologe Dr. Klinghöfer.

Rechtsſchutz=Vertrg.
B. Feder
Heinrichſtr. 118, II.
Beratg. 2 (*gm

1 Schlafzimmer,
fabrikneu. Maha=
goni
poliert, erſtkl.
Arbeit. Anfr. erbet.
u. L. 206 Geſchſt.

Ausstellungs

Häuser zu gesten Preise

Im Eckladen der Darmstädter Bank
Geöffnet von 9-7, Sonntag 11-1 Uhr

PREISFRNGEI

1. Preis: 1 elektrischer Herd
2. Preis: 1 Heißwasserspeicher (30 Liter)
3.-20. Preis: elektrische Kleingeräte-

Nähere Bestimmungen sind auf der April- und Maistron-
rechnung
sowie in dem April- und Maihert der Heag‟
Mitteilungen zu finden. Man beachte außerdem die redaktl0
nellen Hinweise in dieser Zeitung. Die Lösungen müssen bie
TV.7361
spätestens 27. Mai 1932 eingereicht sein-