Einzelnummer 10 Pfennkge
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Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
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Nummer 113
Samstag, den 23. April 1932.
195. Jahrgang
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Gewalt, wie Krieg, Aufruhr. Streit uſw. erliſcht
ſede Verpfliſchtung auf Erfüllung der
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aufträge und Teiſtung von Schadenerſah. Bei
Konkurs oder gerſchtiſcher Beltreibung fäſl leser
Rakatt weg. Banſlonto Deutſche Banl und
Darm=
ſädter und Nalſonaibanl.
Genelndersdraftangstonferennberiiiiewen /Hie sſchechoſlowakei will eine gemeinſame Front mit Polen
England kommt dem franzöſiſchen Skandpunkk enkgegen. — Kompromiß oder Schaumſchlägerei!
Neue Verkagung der Haupkkonferenz bis nach den franzöſiſchen Kammerwahlen?
in engliſcher Kompromißvorſchlag
läßl alle Wege offen.
Genf, 22. April.
ſtacdonald und Tardieu nahmen an der heutigen
Vormit=
tung des Hauptausſchuſſes der Abrüſtungskonferenz teil. Der
Fkanzler Brüning war nicht anweſend. Schon kurz vor der
ig wurde bekannt, daß
Kompromiß zwiſchen den geſtern noch ſcharf
gegenſätz=
hen Auffaſſungen Frankreichs und Englands über die
Ab=
affung der ſchweren Angriffswaffen zuſtande gekommen ſei.
rſon gab bekannt, daß der viel erörterte engliſche Antrag
6 Staaten, der rumäniſche Gegenantrag von 13 Staaten
un=
tt würde. Der engliſche Außenminiſter Simon machte
ſo=
die Mitteilung, daß er eine neue Formulierung für ſeinen
lag dem Hauptausſchuß vorlege.
eſe neue Formulierung nimmt jedoch dem engliſchen
An=
ig ſeine grundſätzliche Bedeutung. Nach dem neuen
eng=
hen Vorſchlag heißt es jetzt, daß die Abrüſtungskonferenz
Grundſatz der qualitativen Abrüſtung annimmt, d. h.
: Beſitz oder Gebrauch beſtimmter Rüſtungskategorien
tweder für alle Staaten verbietet oder es erfolgt eine
ternationaliſierung dieſer Waffe durch ein internationa=
Abkommen. Durch dieſe neue Formulierung iſt das
bis=
vorgeſehene uneingeſchränkte Verbot aller
Angriffs=
ffen aufgehoben und als gleichberechtigte Maßnahme die
n Frankreich geforderte Internationaliſierung der ſchwe=
Angriffswaffen zugelaſſen. Die neue engliſche
Kompro=
mißformel läßt den Weg für beide Löſungen pffen.
imon betonte nachdrücklich, die neue engliſche Formulierung
ke, die vorbehaltloſe Durchberatung des
zöſiſchen Vorſchlags möglich zu machen, Simon hob
1 otwendigkeit einer ſofortigen einſtimmigen Erklärung der
kenz für die qualitative Herabſetzung der Rüſtungen hervor
1ſchtete an den rumäniſchen Geſandten Titulescu das Erſuchen,
geſtern eingebrachten Gegenvorſchlag zurückzunehmen. Titu=
S erhob ſich ſofort von ſeinem Sitz zu der Feſtſtellung, daß
das von der franzöſiſchen Skagkengruppe
augeſfell ziel eneiclfe
lie franzöſiſchen Vorſchläge würden nunmehr
chberechtigt und vorbehaltlos nach dem
Grund=
sVerbotes der Angriffswaffen behandelt werden. Er ziehe
ſeinen geſtrigen Gegenvorſchlag zurück. Der franzöſiſche
erpräſident Tardieu brachte ſodann von der
Redner=
eaus Titulescu und den kleinen ſüdamerikaniſchen Staaten
wärmſten Dank für die Hilfe und Sympathie zum
Aus=
die ſie für die franzöſiſchen Wünſche gezeigt hätten.
Arneue Vorſchlag des engliſchen Miniſters laſſe alle Wege
en. Die Konferenz werde ſich in Zukunft ſomit entweder
Air das Verbot der Angriffswaffen, gegen das Frankreich
ſte Bedenken geltende mache oder für die
Internatio=
naliſierung dieſer Waffen entſcheiden müſſen.
omprdmißlöſung ſei ein glücklicher Beweis, daß die
Konfe=
itglieder gegenſeitiges Verſtändnis bekundeten und beſtrebt
1 einander zu helfen. Die Gegenſätze in dieſer Frage ſeien von
reſſe weit übertrieben worden.
Zuſimmung der deutſchen Regierung.
otſchafter Nadolny erklärte ſodann im Namen der deutſchen
Inung den neuen engliſchen Vorſchlag anzunehmen. Er wolle
völlige Klarheit über den grundſätzlichen deutſchen
Stand=
ſchaffen. Die qualitative Abrüſtung ſei nicht durch die In=
Aionaliſierung, ſondern nur durch die Vernichtung der
An=
baffen wirkſam zu machen. Die Frage, welche Rüſtungen
fswaffen ſeien, ſei bereits entſchieden, da Deutſchland und
An Staaten die Vernichtung der Angriffswaffen auferlegt
us deutſche Beiſpiel lehre, daß eine Vernichtung der
An=
oaffen praktiſch durchaus möglich ſei. Die deutſche Abordnung
eit, alle Vorſchläge im Geiſte der Einſtimmigkeit, die Herr
u dem Hauptausſchuß empfohlen habe, zu prüfen.
er ſowjetruſſiſche Außenkommiſſar Litwinow gab eine
ung ab, in der er den Charakter des neuen Kompromiſſes
nen Vertagungsbeſchluß kennzeichnete. Die Kom=
3löſung bedeute weiter nichts, als den Beſchluß, die An=
Etbaffen entweder zu verbieten oder zu internationaliſieren
dlar nichts zu tun. Die meiſten Staaten würden wie
Sowjet=
d das Kompromiß mit einer resernatio wentalis annehmen.
er neue engliſche Kompromißvorſchlag wurde ſodann ein=
19g vom Hauptausſchuß angenommen.
In die Mittagszeit verließ der engliſche Miniſterpräſident
nald die Sitzung und begab ſich zu einer Unterredung mit
eichskanzler ins Hotel Metropole.
ach der Annahme des engliſch=franzöſiſchen Kompromißvor=
½s entſpann ſich eine ausgedehnte Ausſprache über die Frage,
cher Weiſe jetzt der Beſchluß über das Verbot oder die
In=
onaliſierung der Angriffswaffen durchgeführt werden ſoll.
Sigliſche Außenminiſter Simon wies auf den amerikaniſchen
ag hin, nach dem die techniſchen Ausſchüſſe der
erenz ſofort einen Plan über die
Abſchaf=
der Angriffswaffen ausarbeiten ſollen,
8te jedoch, daß der Hauptausſchuß zunächſt die
emeinen Richtlinien für die Feſtſtellung
lngriffswaffen feſtlege,
Nene Unkerredung Brüning-Tardien.
Reichskanzler Brüning hatte heute nachmittag eine faſt
zwei=
ſtündige Unterredung mit Tardieu, der auch Staatsſekretär von
Bülow beiwohnte. Die Beſprechungen, die alle aktuellen großen
Fragen berührten, werden in der nächſten Woche nach der
Rück=
kehr Tardieus fortgeſetzt. Heute nachmittag führte das Frühſtück
den Reichskanzler mit Macdonald und Tardieu zuſammen.
Der amerikaniſche Abrüſtungsvorſchlag.
Von ſeiten der amerikaniſchen Abordnung werden jetzt
Mit=
teilungen gemacht über eine Erklärung, die Staatsſekretär
Stim=
ſon in ſeiner Unterredung mit Maedonald und Tardieu am
Donnerstag vormittag abgegeben hat. Stimſon habe zunächſt
be=
tont, er ſei nach Genf gekommen, um den europäiſchen Staaten
zu helfen, eine Löſung für alle zur Verhandlung ſtehenden
inter=
nationalen Probleme zu finden. Die öffentliche Meinung in den
Vereinigten Staaten ſei gegenüber Europa außerordentlich
ſkeptiſch.
Die Auffaſſung ſei vorherrſchend, daß die europäiſchen
Staaten in den großen internationalen Fragen, vor allem
dem Reparations= und Schuldenproblem, nicht mehr mit
der wünſchenswerten Ehrlichkeit handelten. Eine
Zuſam=
menarbeit der Vereinigten Staaten mit Europa ſei nur
gegen den Preis voller Ehrlichkeit in allen dieſen Fragen
zu haben. — Staatsſekretär Stimſon legte Tardieu und
Macdonald den neuen amerikaniſchen Abrüſtungsplan dar,
der auf dem Verfahren der qualitativen Herabſetzung der
Rüſtungen aufgebaut iſt und in dem Deutſchland als
Muſter für die Herabſetzung der Rüſtungen hingeſtellt wird.
Der amerikaniſche Vorſchlag geht davon aus, daß in
Zu=
kunft die Staaten nur über Armeen verfügen dürfen, die
entſprechend dem deutſchen Beiſpiel der Verteidigung der
Grenzen und der Ordnung im Innern dienen.
Nach den amerikaniſchen Plänen würde Frankreich über eine
Armee von ungefähr 380 000 Mann verfügen dürfen. Sämtliche
Mächte ſollen auf der Abrüſtungskonferenz den Stand ihrer
gegenwärtigen Rüſtungen begründen. Jedoch dürften künftig die
Sicherheitslage eines jeden Landes und die
geographiſchen Bedingungen lediglich unter
dem Geſichtspunkt der Verteidigung und der
Aufrechterhaltung der inneren Ordnung für
den Rüſtungsſtand maßgebend ſein.
Der amerikaniſche Abrüſtungsvorſchlag iſt von
ſeinen Urhebern zunächſt nur als eine allgemeine und Unger, welche von Krakau und von Wien aus, ſicherlich im
Prag-Warſchau.
Ugegen die „deutſchen Reviſionsbeſtrebungen”.
Von unſerem =Korreſpondenten.
Prag, im April.
Die einſichtigen Politiker ſind davon überzeugt, daß die
gegenwärtige Wirtſchaftskriſe das triſte Ergebnis der unſeligen
Friedensdiktate iſt und daß die Zerſtückelung Jahrhunderte hin=
Die kechniſchen Ausſchüſſe einberufen.
durch zuſammenhängender Wirtſchaftsgebiete, die Umwandlung
Zum Schluß der Verhandlungen wurde ein engliſcher Antrag großer Reiche in Zwergſtaaten, die Wiederkehr geſunder
Ver=
angenommen, demzufolge die techniſchen Ausſchüſſe der hältniſſe dauernd unterbinden muß; trotzdem begegnen alle auf
Konferenz jetzt beauftragt werden, die beſonderen die Beſeitigung oder Milderung der vernunftswidrigen Verhält=
Waffenkategorien, die als Angriffswaffen an= niſſe hinzielenden Beſtrebungen von ſeiten der Nutznießer dieſer
Friedensverträge heftigem Widerſtande, wenn auch die
Bevöl=
zuſehen ſind, feſtzuſtellen. Die techniſchen Ausſchüſſe
kerung nicht immer geſchloſſen hinter den „Verantwortlichen”
ſind zu Montag vormittag einberufen worden. Der Hauptausſchuß ſteht. Beſonders beſorgt um die Verewigung der durch die
Frie=
wird bis Montag nachmittag keine weiteren Sitzungen abhalten, densverträge geſchaffenen Zuſtände iſt die Tſchechoflowakei, die
jedoch iſt das Präſidium der Konferenz auf Sams= ja aus dem Zuſammenbruch der Mittelmächte nicht übel
profi=
tag vormittag zu einer, wie Henderſon erklärte, außer= tiert hat und der Zermürbung des öſterreichiſchen Heeres durch
ordentlich wichtigen Sitzung einberufen worden, meuternde und deſertierende tſchechiſche Soldaten ihre jetzige
Selbſtändigkeit verdankt. Deshalb bemüht man ſich ſeit langem
Frankreich will die Abrüſtungskonferenz bis nach in Prag um das Zuſtandekommen einer antirebiſioniſtiſchen
tſchechiſch=polniſchen Front im Hinblick auf die angebliche
Be=
drohung der Grenzen Polens und der Tſchechoſlowakei durch
den Kanenillen gefigel.
die „rebiſioniſtiſche Kampagne, deren Fäden in Berlin und
Von franzöſiſcher Seite ſind gegenwärtig lebhafte Beſtrebun= Budapeſt zuſammenlaufen”. Deutſchland ſei, ſo behauptet man,
gen hinter den Kuliſſen im Gange, eine Verſchiebung der Verhand= immer der wichtigſte und gefährlichſte Propagator einer Reviſion
lungen des Hauptausſchuſſes der Abrüſtungskonferenz bis nach den der in den Friedensverträgen feſtgeſetzten Grenzen gewefen, und
franzöſiſchen Kammerwahlen, alſo bis Mitte Mai, herbeizufüh= Ungarn ſekundiere ihm dabei, indem es ſich bemühe, Europa von
ren. Das Präſidium der Abrüſtungskonferenz wird ſich, wie ver= der Unhaltbarkeit der Grenzen durch die Ankündigung des
lautet, am Samstag vormittag mit dieſer Frage befaſſen. Eine Staatsbankerotts zu überzeugen. Die Reviſionsforderung
Stellungnahme der übrigen maßgebenden Abordnungen zu dieſem Deutſchlands ſei inſolange nicht gefährlich geweſen, ſo lange ge=
Vorhaben Frankreichs liegt bisher noch nicht vor.
wiſſe einflußreiche internationale Faktoren an ihrer Erfüllung
kein Intereſſe hatten, aber die Lage habe ſich mit dem
Augen=
blicke zu ändern begonnen, als die Reparationskriſe ihren An=
Von deutſcher Seite wird, wie wir aus Kreiſen der deutſchen fang nahm und Deutſchland ſeine wirtſchaftliche Schwäche mit
Delegation hierzu erfahren, der Standpunkt vertreten, daß ledig= dem Verluſt Oberſchleſiens und des Korridors zu begründen
lich die völlige Abſchaffung aller Angriffswaffen als wirkliche begonnen habe. Die Meldungen aus den Vereinigten Staaten,
Abrüſtungsmaßnahme in Frage kommen könne: Aus allge= nach welchen „aus Angſt um die Rebarationszahlungen
Deutſch=
meinen außenpolitiſchen Gründen ſei jedoch land recht gegeben und das Desintereſſement Amerikas an dem
eine grundſätzliche Stellungnahme gegen, die Korridor erklärt wurde”, ſind in der Tſchechoflowakei ebenſo wie
von Tardieu herbeigeführte Einſchaltung der in Polen mit ſteigender Beſorgnis verfolgt worden, und die
Internationaliſierung der Waffen nicht er= gleiche Aufmerkſamkeit wurde Ungarn zugewendet, das ſeine
un=
folgt. Die deutſche Zuſtimmung zu der Entſchließung ſei daher günſtige Wirtſchaftslage mit den ihm durch den Frieden von
nur unter dem Geſichtspunkt der Abſchaffung der Angriffswaffen Trianon verurſachten Gebietsverluſten motivierte, wobei ihm
be=
erfolgt. Die endgültige Stellungnahme gegen die franzöſiſchen ſonders Italien ſekundierte, das gegenüber den franzöſiſchen Plä=
Internationaliſierungsvorſchläge hänge von der allgemeinen nen in Mitteleuropa an der ungariſchen Hilfe weſentlich inter=
Orientierung der deutſchen Abrüſtungspolitik ab. — Die Rückſicht= eſſiert erſcheint.
nahme, die jetzt von deutſcher Seite zu dem franzöſiſchen Vorgehen
Die aus dieſer Entwicklung drohenden Gefahren umſchrieb
gezeigt wird, erſcheint im weſentlichen durch die franzöſiſchen kürzlich das Blatt des tſchechiſchen Miniſterpräſidenten wie folgt:
Kammerwahlen bedingt.
Anregung gedacht, nicht als feſtſtehender Plan.
Stimſon hat in der eingangs genannten Unterredung ſodann
be=
tont, daß die öffentliche Meinung in den Vereinigten Staaten
die Lage der einzelnen europäiſchen Staaten ſehr wohl
unter=
ſcheide und die Sicherheitsbedürfniſſe der einzelnen Länder
durch=
aus berückſichtige. Stimſon hat dann weiter angedeutet, daß die
amerikaniſche Regierung für den Fall greifbarer Ergebniſſe der
Abrüſtungskonferenz es nicht ablehnen würde, am Schluß der
Konferenz eine Erklärung abzugeben, nach der ſie für den Fall
eines europäiſchen Krieges dem angreifenden Staate weder direkt
noch indirekt in irgendeiner Weiſe Hilfe leiſten würde.
„Als zur Reparationskriſe auch die Kriſe der deutſchen
Privatkredite hinzukam, an deren Abzahlung weite kapitaliſtiſche
Kreiſe in England und Amerika Intereſſe hatten wurde
Deutſch=
land zu einem ſorgenloſen Schuldner, und die Sorge um deſſen
Proſperität fiel ganz auf die Schultern der vertrauensſeligen
Entente=Gläubiger, die bereit waren, alles zu tun, damit es dem
Schuldner Deutſchland möglichſt gut gehe (1). Deutſchland kenntſehr
gut den Vorteil dieſer ſeiner Lage und nützt ihn vollkommen aus.
Nicht nur, daß es überhaupt an eine Zahlung der Reparationen
nicht denkt (!), macht es auch die Bezahlung der Privatſchulden
von verſchiedenen Begünſtigungen abhängig, die ihm die
Ver=
bündeten gewähren ſollen. U. a. betont Berlin auch die Frage
der Reviſion der Oſtgrenzen. Es iſt bekannt, wie weit ſchon die
Bereitwilligkeit in den Ententekreiſen fortgeſchritten iſt, in dieſer
Sache Deutſchland zu willfahren.”
Die Sorge über dieſe Dinge kommt immer wieder in der
tſchechiſchen Preſſe zum Ausdruck: man verſucht ſie, bei der
be=
kannten Mentalität der Tſchechen mit Erfolg, auch auf das
national empfindſame Volk zu übertragen — und ſo iſt es denn
vor einiger Zeit zu einer von der tſchechiſchen Oeffentlichkeit mehr
als von der polniſchen beachteten polniſch=tchechiſchen
Preſſe=
konferenz in Prag gekommen, die über gemeinſame Fragen im
Hinblick auf die befürchteten Reviſionsbeſtrebungen beriet und
— ſelbſtverſtändlich! — mit der Feſtſtellung der völligen
Ueber=
einſtimmung der beiderſeitigen Intereſſen ihren Abſchluß fand.
Die tſchechtſche Preſſe hatte die Anweſenheit der polniſchen
Zei=
tungsleute zum Anlaß genommen, in zahlreichen Artikeln die
Dringlichkeit der zu bildenden antireviſioniſtiſchen Front zu
be=
tonen und bei dieſer Gelegenheit Polen der abſoluten und
un=
bedingten Freundſchaft zu verſichern, obwohl . . . nun ja,
ob=
wohl Polen ſein Intereſſe an den tſchechiſchen „Brüdern” bisher
eigentlich in etwas ſonderbarer Weiſe bekundet hat. Es iſt
wie=
der ein halbamtliches tſchechiſches Blatt, das deshalb klagt, weil
in der Reviſionsfrage die Tſchechen leider gezwungen ſeien,
in der Vergangenheit gewiſſe Fehler auf ſeiten Polens
feſtzu=
ſtellen. Polniſch=ungariſche Vereine hätten ſehr bereitwillig eine
Nebiſion des Friedeus von Trianon propagiert, indem ſie eine
gemeinſame Grenze mit den „alten maghariſchen Freunden”
ver=
langten und nicht bedacht hätten, daß ſie ſo indirekt die
Berech=
tigung des deutſchen Reviſionismus auerkennen, der wiederum
die Beſeitigung des Korridors und die Verbindung mit dem
deutſchen Oſtpreußen verlangt habe. Die ungarnfreundliche
Schreibweiſe einzelner polniſcher Blätter hätte dem ungariſchen
Reviſionismus nur neue Hoffnung eingeflößt. Bei der
Unter=
ſuchung der Gründe für dieſe tſchechiſcherſeits unve ſtändliche
Einſtellung der polniſchen Preſſe ſtellt das Blatt feſt, das dieſe
„polniſchen Stimmen” in Wirklichkeit von Budapeſt ausgeſendet
worden ſeien, welches den polniſchen Namen mißbraucht habe.
Hinter der polniſchen Firma ſtünden die Profeſſoren Jehlicka
Jutereſſe eines Dritten, Polen und Tſchechen gegeneinander hetz=
ten .Gewiſſermaßen mit warnend erhobenem Finger macht das
Blatt Warſchau auf dieſeErſcheinung aufmerkſam, indem es betont,
die polniſche Regierung ſei offenbar über die Folgen dieſer
Kampagne für das Verhältnis zwiſchen beiden Staaten nicht
genügend unterrichtet .
Den polniſchen Journaliſten, die der Prager Einladung
ge=
folgt waren, wurde eindringlichſt die Notwendigkeit ans Herz
gelegt, die polniſch=tſchechiſche Freundſchaft vor der Welt ſtärker
als bisher zu betonen. Dies geſchehe am beſten dadurch, daß
Polen und Tſchechen eine gemeinſame Front gegen den Rebiſionis=
Seite
Ende
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de
Seite 2 — Nr. 113
mus welcher Art immer bezögen. Denn die Zeit ſei ſehr ernſt: der
Feind für die Tſchechen dürfe nicht in Warſchau, aber auch für
Polen dürfe er nicht in Prag ſein. Beſchwörend ſchließt das
Blatt: „Wir Tſchechen haben ſo viele Beweiſe wirklicher
Freund=
ſchaft gegeben, daß wir Anſpruch auf ein warmes,
freundſchaft=
liches Wort des ſlawiſchen Polen haben, nicht bloß des privaten,
ſondern auch des offiziellen!“
Auch in anderen tſchechiſchen Zeitungen wird die Meinung
vertreten, daß eine Reviſion der Friedensverträge auf Koſten
der ſlawiſchen Völker gehen werde, die um die Früchte ihres
„Sieges” gebracht werden. Südſlawien, Polen und die
Tſchecho=
ſlowakei hätten für die Freiheit gekämpft, ſo daß ihnen der Sieg
gebühre. Deshalb ſeien der polniſche Korridor und das
tſchechiſche Gebiet unantaſtbar. „An den Grenzen der
Tſchecho=
ſlowakei, Polens und Südſlawiens darf nicht einmal an einem
Pfahl gerüttelt werden. Diejenigen, die es verſuchen ſollten,
werden mit blutigen Köpfen zurückgeſchlagen werden!“
Man kennt die Melodie. Je ſchwächer mancher ſich fühlt
um ſo größere Worte macht. In Prag legt man plötzlich
heftigen Wert auf die Verdickung der Freundſchaft zu Polen;
bitter genug, daß das Organ des tſchechiſchen Außenminiſters
Beneſch die Anweſenheit der polniſchen Journaliſten zum Anlaß
nehmen mußte, eine Jeremiade loszulaſſen, die unter der
Ueber=
ſchrift „Wie wir in Polen verunglimpft werden” erſchien und
in welcher auf die tſchechenfeindliche Haltung des „Illuſtrowany
Kurjer Codzienny” hingewieſen wurde, eines Blattes, deſſen
Herausgeber und Hauptſchriftleiter Abgeordnete des polniſchen
Regierungsblocks ſind. Dieſes Blatt verunglimpfe die beſten
Männer der Tſchechen, bauſche alle tſchechiſchen Affären auf,
be=
ſudele die tſchechiſche Staatsadminiſtrative und beſchuldige die
Tſchechen, daß ſie das polniſche Schulweſen unterdrückten. Die
polniſche Welt verhalte ſich dazu ganz gleichgültig, ebenſo auch
die Warſchauer Regierung. Das Blatt ſchließt: „Aus alle dem
iſt klar, daß die polniſchen Abſichten auf unſer Gebiet, das von
Polen bewohnt iſt, planmäßig von irgendeiner Zentrale
geför=
dert werden, gegen deren Aktionen werden Abwehrmaßnahmen
ergriffen werden müſſen.”
Dieſe Dinge ſind natürlich für die Tſchechen
außerordent=
lich betrüblich, und da ſie an der Formulierung der
Friedens=
verträge nicht ganz unbeteiligt waren, ſcheint ſie nun das
Ge=
wiſſen zu drücken, weshalb ſie die Rückverſicherung mit Polen
eingehen wollen. Gewaltiger aber als das Wollen der „
Sieger=
ſtaaten” und ihrer Vaſallen iſt das Weltgewiſſen, das
eines Tages die Reviſion eines „Friedens”
for=
dern wird der unendliches Leid über die
Menſchheit gebracht hat. Und dieſen Lauf der
Weltgeſchichte wird auch die angeſtrebte
tſche=
chiſch=polniſche Front nicht aufhalten können!
Vom Tage.
Auf Anordnung des Reichsminiſters für Ernährung und
Landwirtſchaft findet am 1. Juni 1932 die nächſte Schweinezählung
ſtatt.
Die öſterreichiſche Regierung hat ſich bereit erklärt, in
Oeſter=
reich feſtliegende Guthaben deutſcher Exporteure, die aus
Waren=
lieferungen von Deutſchland nach Oeſterreich ſtammen, in einem
gewiſſen Umfange künftig für die Bezahlung von
Warenlieferun=
gen aus Oeſterreich nach Deutſchland freizugeben.
Unter dem Titel „Heraus aus dem Braunen Sumpf” iſt eine
Kampfſchrift General Ludendorffs erſchienen, worin dieſer an
Hitler und der NSDAP. ſcharfe Kritik übt. Bezeichnend iſt die
Schlußfolgerung: „Deutſche Männer und deutſche Jungens, zieht
Euch wieder weiße Hemden an”
Bei einer Nachwahl in Wakerfield erzielte die engliſche
Arbei=
terpartei ihren erſten Sieg nach den allgemeinen Wahlen. Der
Arbeiterkandidat Greenwood erhielt 13 586 und der konſervative
Kandidat 13 242 Stimmen.
Sagoya, der Mörder des früheren japaniſchen
Miniſterpräſi=
denten Hamagutſchi, iſt zum Tode verurteilt worden. Sagoya
hatte das Attentat auf Hamagutſchi im November 1930 ausgeführt,
als der Miniſterpräſident einen Zug auf dem Bahnhof von Tokio
beſteigen wollte.
Der japaniſche Außenminiſter Joſchiſawa hat die Beſchlüſſe
des 19er=Ausſchuſſes für Japan als unannehmbar erklärt.
Das weilere Berfahren in der Donaufrage.
UNB. Genf, 22. April.
Nach den bisherigen Beſprechungen der führenden europäiſchen
Staatsmänner in Genf ſcheint ſich das weitere Verfahren in der
Donaufrage in ſeinen Umriſſen abzuzeichnen. Unabhängig von den
morgen hier beginnenden Erörterungen der Finanzexperten der
vier Mächte werden Deutſchland, England, Frankreich und Italien
durch den in London veranlaßten Austauſch von Memoranden die
Verhandlungen über die Wirtſchaftliche Seite des Donauproblems
fortſetzen. Nach franzöſiſcher Auffaſſung ſollen dieſe
Verhand=
lungen der Großmächte mit einer gemeinſamen Aufforderung an
die Donauſtaaten, ihrerſeits zu den aufgeworfenen Fragen
Stel=
lung zu nehmen, ihren Abſchluß finden. Ende Mai würden die
vier Großmächte mit den Donauſtaaten ſowie Polen und der
Schweiz zu einer Konferenz zuſammentreten.
Darmſtadter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
* Berlin, 22. April. (Prib.=Tel.)
Ueber die Beſprechung zwiſchen dem Reichskanzler und
Tar=
dieu liegen an Berliner amtlichen Stellen nur ſehr dürftige
Meldungen vor. Man iſt einſtweilen auf die franzöſiſchen
An=
gaben angewieſen. Nur ſoviel wird auf die Pariſer
Preſſemel=
dungen hin in Berlin beſtätigt, daß die Lauſanner
Reparations=
konferenz am 16. Juni im Hotel Exzelſior zuſammentreten wird.
Ob unter dem Vorſitz des ehemaligen belgiſchen Finanzminiſters
Theunis, wie das die Franzoſen behaupten, iſt noch nicht ſicher.
Man hat ſich alſo auf den denkbar ſpäteſten Termin geeinigt,
denn am 1. Juli läuft das Hoover=Feierjahr ab, und
Deutſch=
land müßte dann eigentlich ſeine Zahlungen fortſetzen. Daß eine
Verſtändigung innerhalb von 14 Tagen bei den großen ſächlichen
und politiſchen Gegenſätzen zuſtandekommt, iſt mehr als
un=
wahrſcheinlich. Die Franzoſen haben allerdings noch die
Hoff=
nung, daß ſie die Konferenz unter Zeitdruck ſetzen können, um
insbeſondere aus Deutſchland Zugeſtändniſſe herauszupreſſen.
Das iſt aber ein hoffnungsloſes Unterfangen. Denn darüber
kann kein Zweifel mehr beſtehen, daß keine deutſche Regierung
nach dem 1. Juli die Zahlungen wieder aufnehmen kann. Dr.
Brüning hat darüber auch keinen Zweifel aufkommen laſſen. Für
die Lauſanner Konferenz hat man eine Dauer von 4 Wochen,
alſo etwa bis zur Julihälfte vorgeſehen. Da man ſich aber
zu=
nächſt über das ſchlüſſig werden muß, was unmittelbar nach
dem 1. Juli zu geſchehen hat, könnte allein daran ſchon die
Konferenz ſcheitern. Die franzöſiſche Preſſe macht, obwohl ſie
ſelbſt zugibt, daß nach der Beſprechung zwiſchen dem deutſchen
Reichskanzler und Tardieu letzterer ſehr zugenähte Lippen zeigte,
in einem leichten Optimismus, für den nach der Sachlage kein
Grund vorhanden iſt und der ſich nur aus Wahlrückſichten
er=
klären läßt. Es klingt daher ſachlich wahrſcheinlicher, daß auf
beiden Seiten die Ueberzeugung bon der
Un=
möglichkeit einer Verſtändigung vor den
Kam=
merwahlen ſich durchgeſetzt hat.
Frankreich und die Abrüſtung.
Von unſerem B=Korreſpondenten.
* Paris, 21. April.
Die Genfer Beſchlüſſe finden in Paris keine reſtloſe
Zuſtim=
mung. Man glaubt. daß die Entſchließung des Hauptausſchuſſes
der Abrüſtungskonferenz am Dienstag dem deutſchen Standpunkt
zuweit Rechnung trug. Bekanntlich wurden die Worte der
Ent=
ſchließung, nach denen die gegenwärtige Konferenz die erſte
ent=
ſcheidende Etappe der allgemeinen Herabſetzung auf das
tiefſt=
mögliche Niveau vollziehen ſoll, von der franzöſiſchen Rechtspreſſe
ſcharf kritiſiert. „L'Echo de Paris” machte bei dieſer Gelegenheit
Vorwürfe Paul Boncour, daß er ſich durch die anderen Fragen,
die in Genf verhandelt werden, von der Abrüſtungsfrage ablenken
laſſe. Die franzöſiſche Delegation ſollte energiſcher geführt werden
und ſich mehr auf die Abrüſtungsprobleme konzentrieren. Das
lange Fernbleiben Tardieus aus Genf ſoll nicht von allen Seiten
für richtig gehalten werden. Aber der Wahlkampf iſt im vollen
Gange und außerdem glauben auch viele, daß es für Frankreich
taktiſch günſtiger iſt, wenn Tardieu nicht zu viel in Genf
blei=
ben muß.
Man hat hier immer wieder Gelegenheit, feſtzuſtellen, daß
zwiſchen Frankreich und Italien in Genf noch keine wirkliche
An=
näherung erfolgte. Die italieniſche Preſſe läßt darüber keine
Zweifel aufkommen. Man zeigt ſich den italieniſchen Angriffen
gegenüber ziemlich paſſiv. Die Rolle Rußlands in Genf wird
da=
gegen ſehr heftig kritiſiert, ein Teil der franzöſiſchen Preſſe
unter=
läßt es auch nicht, bei dieſer Gelegenheit die Ausſichten des
Fünf=
jahrplanes und die innenpolitiſche Lage in Rußland ſehr
peſſi=
miſtiſch darzuſtellen.
Es iſt unleugbar, daß in Genf ein gewiſſer Fortſchritt
er=
reicht wurde. Die etappenweiſe Abrüſtung iſt zwar keine große
Entdeckung, aber die diplomatiſche Lage iſt jetzt günſtiger. Was
freilich nicht ſo ausgelegt werden darf, als ob die
prinzipi=
elle Auseinanderſetzung bereits überſtanden wäre. Im
Gegenteil, eine ſolche wird noch kommen.
Die Beſprechungen zwiſchen Brüning, Stimſon und Grandi
wurden hier nicht ganz ohne Unruhe betrachtet.
Es iſt intereſſant, daß bei der Beurteilung der Haltung
Ame=
rikas jetzt wieder der Präſidentenwahl mehr Bedeutung beigelegt
wird. Man hält hier eine Wiederwahl Hoovers für beinahe
aus=
geſchloſſen. Ein etwaiger Sieg der Demokraten könnte angeblich
doch eine Wendung in dem Verhalten Waſhingtons zu Europa
bringen.
Samstag, 23. Aprit 1
Berlin, 22. Ax
Unter Vorſitz von Dr. Krupp von Bohlen und Hallback
den heute Sitzungen des Präſidiums und Vorſtandes des B
verbandes der Deutſchen Induſtrie ſtatt, in denen, wie mite
wird, Staatsſekretär von Simſon über die gegenwärtige
auf handelspolitiſchem Gebiet und Geheimrat Kaſtl über
dels= und Deviſenpolitik berichteten.
Präſidium und Vorſtand des Reichsverbandes vertrete
Standpunkt, daß die immer ſtärker zunehmenden Abſperr
tendenzen der einzelnen Staaten und die Beſtrebungen der
der mit aktiver Zahlungsbilanz, ſich auch eine aktive Hau
bilanz zu ſchaffen, den internationalen Kreditmarkt und W
handel zu vernichten drohen. Deutſchland insbeſondere kan
dann ſeine kreditpolitiſchen Beziehungen mit dem
Ausland=
rechterhalten und ſeine Verpflichtungen erfüllen, wenn
ma=
in einem ausreichenden Maße ſeine Waren abnimmt. Jeder
ſuch, die Zahlungen außerhalb des Warenverkehr zu verla
muß zwangsweiſe zu einer Gefährdung der internatio
Währungsbaſis führen.
Der Reichsverband der Deutſchen Induſtrie hält es de
für erforderlich, daß die Reichsregierung gegenüber dieſer
wicklung eine weitgehende handelspolitiſche und innerwirt
liche Aktivität entfaltet. Insbeſondere muß nach ſeiner
faſſung
1. mit allen Mitteln eine Stärkung des deutf
Produktions= und Handelsvolumen und dami
Verbeſſerung des deutſchen Arbeitsmarktes und eine Erhi
des verfügbaren Deviſenbeſtandes angeſtrebt werden.
2. muß eine möglichſt weitgehende Förderung
deutſchen Ausfuhr unter gleichzeitiger S
kung des Binnenmarktes Platz greifen. Hierzu
in erſter Linie eine Senkung aller Faktoren der Produk
koſten ſowie auch eine reſtloſe Ausnutzung aller Kreditmi
keiten.
3. muß, ſolange eine Deviſenbewirtſchaftung
entbehrt werden kann, dieſe unter ſorgfältiger Beachtung ur
handelspolitiſchen Intereſſen gehandhabt werden.
Herr Lammers berichtete über den Verlauf der
brucker Donauverhandlungen der Internationalen
delskammer. Direktor Dr. Hausmann gab ein Bild der Et
lage in Reich, Ländern und Gemeinden und hob insbeſo
die überaus beſorgniserregende Lage der Gemeindefin
und ihre Rückwirkung auf die Wirtſchaft hervor.
Der Vorſitzende brachte zum Ausdruck, daß die Reichs
rung angeſichts der unerträglichen Belaftung der Betriek
unabweisbare Pflicht habe, allergrößte Sparſam
walten zu laſſen und insbeſondere auch auf dem Gebiet
Verwaltungsreform und des Finanzausgle
Schritte zu ergreifen, um die Wirtſchaft vor der Erdroſſ
durch Steuern und ſoziale Laſten zu bewahren.
Das Präſidium bechäftigte ſich mit den demagogiſchen
griffen die von verſchiedenen Seiten auf dem außeror
lichen Gewerkſchaftskongreß am 13. April gegen
Unternehmertum gerichtet wurden. Wenn nach den Tagun
richten der Preſſe von einer Seite behauptet worden iſt
viele Großunternehmer eine zweite Inflation anſtreben, un
zweiten Male ihre Schulden loszuwerden, ſo muß der
ſteckende Vorwurf von der Induſtrie mit aller Entſchiede
zurückgewieſen werden. Die immer wiederkehrende Behauf
daß insbeſondere Teile der Schwerinduſtrie eine Inflatio
ſtrebten, iſt um ſo haltloſer und unverſtändticher, als e
dieſe Unternehmungen ſich bei der Zerſtörung der inländ
Kapitalbildung mit ausländiſchen Anleihen finanzieren mi
alſo bei einer Geldentwertung nur ſtärker belaſtet würden
Auf demſelben demagogiſchen Niveau ſteht der auf der
werkſchaftskongreß wieder unternommene Verſuch, aus einz
Vorkommniſſen allgemeine Verdächtigungen geger
kaufmänniſche Ehrbarkeit des Unternehr
tums abzuleiten, ſowie hieraus die Hauptſchuld für die je
Zuſtände der Privatwirtſchaft in die Schuhe zu ſchieben. E
die freien Gewerkſchaften hätten allen Anlaß zur Zurückha
in dieſer Beziehung. Denn dem Einfluß der ſozialiſtiſchen
teien und der freien Gewerkſchaften auf die Politik in den
ren von 1918 bis 1929 iſt es in erſter Linie zuzuſchreiben
das privatwirtſchaftliche Syſtem ſeiner natürlichen Entwickl
grundkagen beraubt und ausgehöhlt worden iſt. Wenn ſich
dieſer künſtlichen Einſchnürung der Privatwirtſchaft
Rü=
kungen auf den allgemeinen Lebensſtandard und den
Ar=
markt ergeben haben, ſo iſt das einzig und allein Schul
ſozialiſtiſchen Politik, die allen Warnungen der Wirtſchaft
Trotz ihre wirtſchaftsbelaſtenden und wirtſchaftsgefährde
Eingriffe von Jahr zu Jahr geſteigert hat. Nur durch
grundſätzliche Abkehr von dieſen Methoden könne die Grun
für eine Erhaltung der Betriebe, eine dauernde Verring
der Arbeitsloſigkeit und eine allmähliche Verbeſſerung
Lebenshaltung unſeres Volkes wieder geſchaffen werden.
Deuf üder die Ramergoſchaf.
Von Kaſimir Edſchmid.
Lieber Herr, Sie fragen mich, warum ich faſt jeden Winter
ausgerechnet auf dem Feldberg im Schwarzwald lebe, wo es doch
feſtſteht, daß ich auch Davos verehre, Gſtaad gern habe, mit
Be=
geiſterung an die Zugſpitze denke und manchen Schneeberg da oder
dort als guten und leidenſchaftlich umworbenen Kameraden in
meiner Erinnerung trage. Auf dieſe Frage kann ich zuerſt nur
mit einem Gefühl antworten, nämlich, daß ich mich auf dem
Fekd=
berg zuhauſe fühle, einem Gefühl, an dem nichts zu erklären und
zu rätſeln iſt, denn es iſt in unangreifbarer Naivität vorhanden.
Wenn ich aber die Art bedenke, wie man ſich auf anderen
Bergen durchbringt und wie das andererſeits wiederum auf dem
Feldberg geſchieht, ſo ergeben ſich freilich allerhand Gründe für
den Feldberg. Ich denke dabei zuerſt an die Menſchen, denn daß
die Natur, das Gelände, die Schneehänge und das Klima einem
liegen müſſen, iſt ſelbſtverſtändlich.
Unter den Menſchen herrſcht ein merkwürdiger Ton, der durch
Kameradſchaftlichkeit, einen beſonderen Stil des Lebens und des
Sportes und durch die gemeinſame Paſſion zu gerade dieſer
Land=
ſchaft bedingt, aber nicht ganz erklärt wird. Es bleibt ein Reſt
Ungewiſſes dabei, was wahrſcheinlich Tradition der Leute iſt, die
in ungewöhnlicher Weiſe hier oben wirkſam waren und zuerſt
überhaupt in Deutſchland den Winter und das Skilauſen
durch=
ſetzten. Es iſt außerordentlich ſchwer, dieſen Ton zu erklären,
Man müßte dann auch erklären, warum gewichtige Leute ſich
eine kleine Schneeſchanze bauen und den ganzen Tag mit einem
gehörigen Anlauf darüber hupfen, beim Anlauf Mundharmonika
blaſen, beim Springen aufhören und beim Aufſprung wieder
weiter blaſen. Das Leben da oben nähert ſich ſehr raſch der
Kind=
lichkeit. Die Kinder ſuchen gemeinhin ihre Spiele heroiſch
aus=
zugeſtalten. Die Erwachſenen, die im Schnee den heroiſchſten
Sport betreiben, nähern ſich dabei wieder der Kindlichkeit, und
zwar in ihrer innigſten Form. Genau ſo, wie die Menſchen heute
in Deutſchland, wo ſie täglich ärmer werden, vom menſchlichen
Standpunkt aus immer netter werden, ſo werden in der
Winter=
natur die Menſchen menſchlicher.
Dies angenehme Gefühl wird auch dadurch verſtärkt, daß das
Skilaufen, der einzige Sport, welcher ohne Maſchinen geleiſtet
wird und dabei doch die Schnelligkeit und Konzentrationskraft
der Maſchinenſporte erreicht, den einen Menſchen ſtark an den
anderen bindet. Wer allein einen Steilhang oder eine
Wald=
abfahrt macht und dabei fatal ſtürzt, muß liegen bleiben und er=
frieren, wenn er nicht vermißt und gefunden wird. Ja, wer nur,
mit Langriemenbindung, in einem dicken Schnee in einer Rinne
nach vorn geworfen wird und nicht an ſeine Bindung heran kann,
iſt ohne Kameraden hilflos. Das bindet in einer Art Kameraderie
aneinander wie bei keinem anderen Sport, vorausgeſetzt, daß es
ſich um richtige Männer und um kühne Männer handelt.
An ſolchen Männern iſt nun auf dem Feldberg immer
Ueber=
fluß. Es gibt kein Dorf und keine Stadt auf dem Feldberg,
ſon=
dern nur ein paar Hütten und zwei ziemlich auseinanderliegende
Hotels. Neben dem Feldbergerhof und in einem gewiſſen
Kon=
takt zu ihm liegt das von Wilhelm Opel der Skizunft Feldberg
geſchenkte und gebaute Opelhaus, ein Traininghaus für die
Sportabteilung der Skizunft, die etwa 80 Leute umfaßt. Da weder
ein Dorf, noch ein Kino, noch etwas anderes wie Natur um dieſe
Wohnſtätten ſind, fällt alles hinweg, was geſellſchaftlich iſt. Die
Menſchen ſind nicht voneinander abgeſondert, ſondern in einer
recht großen Gemeinſchaft. Und da dieſe Gemeinſchaft wiederum
eine Menge ungewöhnlicher Perſonen umfaßt, ſo iſt dieſes Leben
ebenſo harmoniſch wie intereſſant, ſportlich wie geiſtvoll — ja,
man könnte in vielen Städten nicht ſoviel ſeltſame Charaktere
und Fachleute und Menſchen verſchiedener Berufe
zuſammnenbrin=
geſt wie im Handumdrehen auf dem höchſten Berg des
Schwarz=
wald.
Daher kommt auch der Ton, dieſe eigenartige Zeremonie des
Verkehrs und des Lebens, dieſer Ton, den der eine begreift und
der andere nie und dem derjenige, er ihn begriffen hat, ziemlich
ſicher verfallen iſt. Dieſer Ton iſt deshalb ſo ſchwer zu erklären,
weil er der Ton eines „Schneekloſters” iſt, ein Ton voll Diſtanz,
was das Innere und die Ueberzeugungen eines Mannes betrifft,
aber andererſeits wieder ganz diſtanzlos und wunderbar
unge=
ſellſchaftlich, was den Charakter und das Leben des Mannes
be=
trifft. Zu den Gründern dieſes Tons und Stils gehören nicht
nur die Pioniere; die zuerſt mit Schneeſchuhen vor vierzig Jahren
den damals noch wilden Feldberg beſtiegen, ſondern weſentlich
Leute der Generation vor dem Krieg, ein Mann wie Tauern,
der zuerſt in Bali Studien machte, um dann im Höllental bei
Freiburg abzuſtürzen, ein Mann wie Villinger, der ſchon vor dem
Krieg eine Arktisexpedition machte und mit dem „Nautilus” nach
dem Nordpol fuhr, ein Mann wie Allgeier, der die meiſten
Sport=
filme gedreht hat, Männer wie Bellinghaus und der Maler
Coſte, die mit Allgeier und Villinger den erſten Film in
Spitz=
bergen und Grönland aufgenommen haben — alles Männer, die
neben der Tatſache, daß ſie wirkliche Männer ſind, einer geiſtigen
Arbeit obliegen und einen erzieheriſchen Einfluß von zwei Seiten
her auf eine ganze Generation jüngerer Menſchen, wohl auf die
gunze Winterſportleidenſchaft und ihre Vertreter in
Weſtdeutſch=
land ausgeübt haben.
Die Skizunft Feldberg hat Männer, wie ihren Vorſitz
Brohl, wie Gelpke und Geßner und Johnes, den Flieger
und Wilhelm von Opel, den Maler Hauptmann, Gooſe
Warnotte und den Dr. Mock, der dreimal um die Welt gef
iſt und ein reizendes Buch darüber geſchrieben hat, wie dies
Allgeier ebenfalls in ſeiner „Jagd nach dem Bilde” über
Leben als Sportsmann und erſter Sport=Kameramann getaf
Dieſe Leute ſind alle ſehr hübſch innerlich abgewogen in
Naturliebe, ihrer Sportliebe und ihren Berufen und ihren
ſtigen Intereſſen. Die Art zu leben iſt für ſie einfach und n
lich, und die Art miteinander auszukommen, nicht formelhaft
Landſchaft um ſie herum iſt dazu von tiefſtem Zauber. Si
wohl nicht ſo lange Abfahrten wie der Arlberg, dafür M
aber keine Lawinen und einige Steilhänge haben über fün
dert Meter Gefälle. Außerdem hat die Landſchaft den Rei
erhörter Beleuchtungen, wunderbarer Wächten und Keſſel
verzauberter Wälder und den Vorzug, daß man immer obe
Der Feldberg iſt eine ſeltſame Erhebung auf dieſer Rheil
Er iſt das Lieblingsinſtrument für die Föhne, die von den
herunterfallen, denn er iſt die höchſte Erhebung in dieſem M
Wäre er zweihundert Meter höher, hätte er ewigen Schnee.
mal ſchon war er vergletſchert, und damals entſprang die 2
in ſeinem Gebiet, er iſt ein ſouveräner Berg und trägk
Schneelaſten an den Nordhängen bis in den Sommer hiner
Sein ſchönſtes Kar iſt am Seebuck, dicht unter der Spiß
Bismarckturms. In dieſen Keſſel gehen die Abfahrtsläufe.
ſieht, während man die Steilwand durch Gebüſch hinunter.
den ganzen Schwarzwald unter ſich bis an den Rhein.
haben die Wächten ſich mächtig vorgebäumt, und auf den
hängenden Felſen ſitzen ein paar Hundert Menſchen in
blauen und gelben Hemden, während die Skier hinter ihnel
eine Phalanx in den Schnee gebohrt ſind und während der
mel, vor Bläue zitternd, über die Schneewächten, deren Welk
Glut keinen Makel kennt, erhebt. Unten ſauſen die Rennle
Koch, Ketterer, Bellinghaus, Stober in den dichten Wald
am Start zählt Bernhard Villinger „Fünf — Vier — 2
Zwei — Eins — Los”, die Startuhr in der Hand. Höff.n,
eine ſpäte Startnummer hat, ſpielt dazu
Ziehharmoniich=
rend Allgeier mit einem Dutzend Kameraden an der Mas=”
Schanze den Bock neu baut, indem er zehn Tannen fäul.
aufeinanderlegt, mit den Aeſten und Schnee darauf 9e
Dies iſt nur ein kleines Bild, aber es iſt ſo voll der 90."
des Menſchlichen, daß es heute mehr als ſonſt einer träuſ.
Idylle gleichen könnte. Deshalb, lieber Herr, weil es ml
eine Idylle, ſondern eine anſtändige und tatſächliche Geme.”
von feſt auf ihren Beinen ſtehenden Männern iſt, fühle
dier zuhauſe und grüße Sie herzlich in dieſem Sinn.
mustag, 23. April 1932
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 113 — Seite 3
Reichskag am 9.
* Berlin, 22. April. (Priv.=Tel.)
mit dem Ende der Wahlwelle tritt auch die aktive Politik
er in ihr Recht. Der Reichskanzler wird in der nächſten
de in Berlin zurückerwartet. Späteſtens am Donnerstag
die Sitzungen des Geſamtkabinetts beginnen. Im
Vorder=
o ſteht zunächſt der Etat und die Sicherung der
Arbeits=
fürſorge unter beſonderer Berückſichtigung der
Gemeinde=
zen. Hier wird man vermutlich den Weg der
Notverord=
zur Zuſammenlegung und Laſtenverteilung beſchreiten.
die Einberufung des Reichstages war urſprünglich auf den
ai vorgeſehen. Sie wird jetzt aber erſt zum 9. Mai erfolgen.
oll der Etat gleichzeitig dem Reichsrat und dem Reichstag
legt werden, ſo daß mit der nach den Wahlen
unvermeid=
großen politiſchen Ausſprache auch die erſte Leſung des
verbunden werden kann. Viel Zeit ſteht dazu nicht zur
igung, weil in der Woche darauf ſchon Pfingſten gefeiert
Die große politiſche Debatte wird aber nach dem 24. April
der dann vorgezeichneten längeren Ruhe vor Neuwahlen
größter Bedeutung ſein für unſere Innen= und Außen=
Schwierige Prognoſe.
* Berlin, 22. April. (Priv.=Tel.)
ſer Wahlkampf in Preußen hat ſeinen Höhepunkt erreicht und
politiſchen Kreiſen ſchätzt man die Ausſichten der einzelnen
ien für den kommenden Landtag ab — ein ſchwieriges
Un=
mmen. Zwar liegt das Material der beiden Gänge um die
zpräſidentſchaft vor. Aber es handelte ſich dabei um eine
nlichkeitswahl, und ſichere Rückſchlüſſe laſſen ſich nicht ziehen.
ſings läßt ſich die Tatſache ableiten, daß es mit der Wei=
Koalition in Preußen zu Ende iſt. Sie hatte im alten
ag eine Mehrheit von 4 Stimmen. Im erſten Wahlgang zur
ſentſchaft hatten Hitler, Thälmann und Düſterberg in
Preu=
iſammen 52 Prozent der Stimmen erhalten. Rechnet man
noch die Stimmen derjenigen Hindenburgwähler, die in
en zu den Oppoſitionsparteien gehören, dann ergibt ſich ohne
es, daß die Weimarer Koalition auf eine Mehrheit nicht
rechnen kann. Fraglich iſt nur, ob die Rechtsoppoſition allein
ilfte aller Stimmen erreicht oder ob ſchließlich die
Kommu=
das Zünglein der Waage bilden werden.
m 13. März ſind in Preußen rund 26½ Millionen
Stimm=
tigte geweſen, von denen reichlich 25 Millionen abgeſtimmt
Angeſichts der jetzigen Hitze des Wahlkampfes iſt wohl
wie=
it einer Wahlbeteiligung von mindeſtens 85 Prozent zu
n, und ſo mit mindeſtens 450 Abgeordneten. Von den 23 Mit=
Stimmen ſtehen feſt die 6,8 Millionen für Hitler, die er
ten Wahlgang erhalten hat, die 1,8 Millionen für
Dueſter=
nd die reichlich 3½ Millionen für die Kommuniſten.
Schwie=
iſt es, die 11 Millionen auseinanderzulegen, die Hindenburg
en hatte. Billigen wir ſelbſt einmal Zentrum und
Sozial=
raten zu, daß ſie ihre Stimmen von 1928 wiederholen — das
rade bei den Sozialdemokraten ſehr unwahrſcheinlich —,
kommt man bei dieſer verhältnismäßig günſtigen Schätzung
e Sozialdemokraten auf rund 9 Millionen, das wären alſo
alls die Kerntruppen der Weimarer Koalition. Von den
en 2 Millionen, die Hindenburg noch erhalten hat, gehören
ſie meiſten zur bürgerlichen Oppoſition, von deren Ausſchlag
ie künftige Geſtaltung in Preußen abhängen kann. Denn
eſen 2 Millionen käme die Rechte dicht an die 11
Millionen=
heran, würde alſo bei einer weiteren Wählererfaſſung der
eit von 11½ Millionen, die als die Vorausſetzung für eine
regierung in Preußen notwendig iſt, ſehr nahe kommen. Ob
irdings reicht, das iſt nach der reinen
Wahrſcheinlichkeits=
ng kaum vorauszuſagen. Es könnte geſchehen, daß zuletzt
etwa 20 Mandate fehlen, und dann würde das Schauſpiel
ientariſcher Taktik beginnen können.
Zahlen ausgedrückt, könnte man alſo ſagen, daß die
Natio=
aliſten mit etwa 135—150 Abgeordneten in den Landtag
en, die Deutſchnationalen mit 40, die Kommuniſten mit 65,
irgerliche Mitte mit 30—50, ſo daß für die Weimarer
ion noch 170—190 Plätze verbleiben würden.
sbanner=Enkſcheidung erſt Ende nächſter Woche.
Berlin, 22. April.
der Preſſe iſt behauptet worden, daß am kommenden
Mon=
ch der Rückkehr des Reichsinnenminiſters Groener aus
Süd=
land eine Kabinettsſitzung über die
Reichsbannerangelegen=
ittfinden werde. Von zuſtändiger Stelle wird dazu
mitge=
aß für Montag keine Kabinettsſitzung feſtgeſetzt worden iſt.
er Groener wird vorausſichtlich nach ſeiner Rückkehr dem
präſidenten Vortrag halten. Die Entſcheidung fällt jedoch
1ch der Rückkehr des Reichskanzlers nach Berlin in der zwei=
Ifte der nächſten Woche.
8 glimmt im Fernen Oſten.
Neue ruſſiſche Beſchuldigungen gegen den japan hörigen Mandſchureiftagk.
Fühlungnahme Likwinow-Skimſon?
Neue Verſchärfung
der ruſſiſch=mandſchuriſchen Beziehungen.
WTB. Moskau, 22. April.
Die Telegraphenagentur der Sowjetunion verbreitet folgende
Meldung aus Peking: Die provokatoriſchen Aktionen von
Weiß=
gardiſten gegen gegen den Sowjetteil der Direktion der
Oſtchina=
bahn in Charbin dauern an. Trotz der Verſicherungen der
chineſiſchen Behörden, daß ſie die Verantwortung für den Schutz
und die Sicherung der normalen Tätigkeit der Direktion der
Oſt=
chinabahn übernähmen, umſtellte am 19. April eine aus
ent=
laſſenen Angeſtellten — Weißgardiſten — beſtehende Menge
wiederum das Direktionsgebäude der Oſtchinabahn, wobei etwa
20 Perſonen in die Räume der Bahndirektion
eindrangen. Die Polizei traf keine Maßnahmen zur
Ver=
treibung der Angreifer, obwohl der Sowjet=Generalkonſul
Sla=
wutzki den Polizeichef dazu aufforderte. Slawutzki erklärte den
Behörden, daß die Nichtergreifung der erforderlichen
Maßnah=
men reſtlos und offenkundig die Verbindung zwiſchen den
weiß=
gardiſtiſchen Demonſtranten und den weißgardiftiſchen Beamten
und Angeſtellten der chineſiſchen Polizei beſtätigte. Die
Verord=
nungen der Charbiner Polizei, von Sowjetbürgern keine Geſuche
um Ausſtellung von Ausreiſegenehmigungen nach der
Sowjet=
union entgegenzunehmen, kommt tatſächlich einem
Ausreiſe=
verbot für Sowjetbürger aus der Mandſchurei
gleich. Wegen der andauernden Maſſendurchſuchungen und
Ver=
haftungen von Sowjetbürgern hat der Sowjet=Generalkonſul
Slawutzki bei den Behörden Proteſt gegen dieſe Willkür
einge=
legt und die Freilaſſung der Verhafteten gefordert. —
Einer weiteren von der Telegraphenagentur der
Sowjei=
union verbreiteten Pekinger Meldung zufolge hat die Charbiner
Polizei Waffen= und Sprengſtofflager in Modiagou, einem
ausſchließlich von Weißgardiſten bewohnten Vorort von
Char=
bin, entdeckt. Die Liſte der Sprengſtoffe iſt in alter ruſſiſcher
Orthographie auf Bogen mit dem ruſſiſchen Zarenwappen
ab=
gefaßt. Die weißgardiſtiſche Preſſe ſuche die Ergebniſſe der
Duch=
ſuchung zu vertuſchen.
WIB. Tokio, 22. April.
Reuter meldet aus Charbin, daß die japaniſchen
Militär=
behörden den Bahnhofsvorſtand von Imenpo (öſtlicher Abſchnitt
der oſtchineſiſchen Eiſenbahn), Greskovſky, feſtgenommen haben.
Es ſollen ſchlüſſige Beweiſe dafür vorliegen, daß Greskovſky
mit Inſurgenten geheime Beziehungen unterhalten habe. Die
ruſſiſchen Behörden haben die Freilaſſung des Feſtgenommenen
gefordert.
Ausnahmezuſtand
TU. Tokio, 22. April.
Die japaniſche Preſſe meldet, daß das Oberkommando der
Roten Armee im Fernen Oſten am Mittwoch den
Ausnahme=
zuſtand an der ruſſiſch=mandſchuriſchen Grenze verhängt habe.
Be=
ſonders ſoll die Grenze bei Pogranitſchna bewacht werden, wo
nach ruſſiſcher Auffaſſung ein Einfall von Weißgardiſten droht.
Das japaniſche Oberkommando hat angeordnet, daß die
japaniſchen Staatsangehörigen Pogranitſchna ſofort verlaſſen und
nach Japan reiſen.
Amerikaniſch=ſowiekrufſiſche Verhandlungen?
TU. Genf, 22. April.
Zwiſchen Stimſon und Litwinow ſollen, wie von
unter=
richteter Seite mitgeteilt wird, durch Vermittlung eines
Ver=
trauensmannes ſtreng geheim gehaltene Verhandlungen über die
Haltung der Vereinigten Staaten und Sowjetrußland in den
Fernoſtfragen ſtattgefunden haben. Von amerikaniſcher Seite
ſoll lebhaftes Intereſſe für eine übereinſtimmende Haltung der
beiden Mächte zum japaniſch=chineſiſchen Konflikt vorhanden ſein.
Ausſchreikungen gegen deukſche inpolen
WIB. Poſen, 22. April.
Vor dem Poſener Amtsgericht fand geſtern ein Prozeß gegen
etwa 20 jugendliche Perſonen ſtatt, die bei den deutſchfeindlichen
Kundgebungen in Poſen im Oktober 1930 beteiligt geweſen ſind.
Bekanntlich kam es damals zu ſchweren Ausſchreitungen gegen
deutſche Geſchäfte und Buchhandlungen. Die Poſener
Studenten=
ſchaft, die hauptſächlich an dieſen Kundgebungen beteiligt war,
war durch verſchiedene Hetzartikel in der polniſchen Preſſe zu den
Kundgebungen aufgefordert worden. Es war die Parole
er=
gangen, daß man gegen die „Unterdrückung der polniſchen
Minder=
heit” in Preußen proteſtieren müſſe.
Die Verteidiger erklärten, daß die antideutſchen
Kund=
gebungen eine patriotiſche und moraliſche Pflicht geweſen ſeien.
Das Gericht ſprach die Angeklagten frei. In der Begründung
heißt es, daß die Demonſtranten aus patriotiſchen Motiven
ge=
handelt hätten und bisher nicht vorbeſtraft ſeien; das genüge,
um einen Freiſpruch zu rechtfertigen.
Der deutſche Grenzpolizeibeamte Koppenatſch aus Garnſee,
Kreis Marienwerder, der am 10. September v. J. bei der
Aus=
übung ſeines Dienſtes als Paßkontrolleur auf dem zu Polen
ge=
hörenden Bahnhof der deutſchen Stadt Garnſee widerrechtlich
feſtgenommen worden war, iſt jetzt vom Bezirksgericht Graudenz
wegen „Spionage” zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt worden.
An der Verhandlung durfte außer dem Offizialverteidiger und
dem Gericht niemand teilnehmen. Die Stellung eines
deutſch=
ſprachigen Verteidigers für Koppenatſch hatte das Gericht
ab=
gelehnt.
Feier des Geburiskages Roms und des Feſtes
der Arbeit.
WTB. Rom, 22. April.
Der Geburtstag der Gründung Roms und das Feſt der
Arbeit wurden geſtern in ganz Italien durch große
Kundgebun=
gen der Schwarzhemden gefeiert. An dem Feſtbankett der 6.
fasciſtiſchen Aushebung nahm eine große Menſchenmenge teil.
In Rom richtete Muſſolini an die Schwarzhemden eine
An=
ſprache, in der er beſonders die jungen Kräfte begrüßte, die in
die Fasciſtiſche Partei eintreten, und ſie zur Diſziplin und
Arbeit ermahnte. Der Duce wurde ſtürmiſch bejubelt. Im Laufe
des Tages wurden in ganz Italien öffentliche Bauten
ein=
geweiht.
New York, 22. April.
Nachdem der Arbeitsloſenrat dem Bürgermeiſter Walker
radikale Hilfsforderungen übermittelt hatte, verſuchten am
Don=
nerstag 5000 arbeitsloſe Kommuniſten das Rathaus zu ſtürmen.
Sie trugen rote Fahnen mit der Aufſchrift „Laßt Morgan
zah=
len, Walker will Bier, wir wollen Brot! Schluß mit dem
Schwindel der privaten Erwerbsloſenhilfe!” Als der Wortführer
mit Walker zu ſprechen verlangte, kam es zu einem
Zuſammen=
ſtoß mit der Polizei. 300 Poliziſten trieben darauf die Menge
auseinander. Dabei wurden 25 Perſonen, darunter mehrere
Frauen und vier Poliziſten verwundet. Die Polizei nahm
zahl=
reiche Verhaftungen vor.
Schließung eines Ankifa=Heimes.
Duisburg=Hamborn, 22. April.
Das Heim des Kampfbundes gegen den Fascismus in
Duis=
burg=Ruhrort wurde heute geſchloſſen. Wie die Polizei meldet,
wurden bei einer Durchſuchung 14 ſelbſt angefertigte mit
Schrau=
ben verſehen Totſchläger gefunden, die einer im Hauſe
einge=
richteten Wache gehörten. Aus einem vorgefundenen Befehl ſei
hervorgegangen, daß ein regelrechter Stoßtrupp zuſammengeſtellt
geweſen ſei, um Ueberfällen durch Nationalſozialiſten vorzubeugen.
Das Heim habe dem Kampfbund gegen den Fascismus als
Stütz=
punkt und Sammelſtätte gedient.
Ich dien.
de zum 60. Geburtstage von Prälaten D. Dr. Wilhelm
Darmſtadt. Herausgegeben von Hans von der Au,
Heinrich Haſſinger und Hermann Bräuning=Oktavio.
ber dieſes „ſehr merkwürdige Buch, in der Anlage anders
Feſtſchriften zum 60. oder 40. Geburtstage berühmter
Ge=
zu ſein pflegen” (Heſſenland, 1931, S. 56/57), liegen zahl=
Beſprechungen maßgebender Zeitungen und Zeitſchriften
us dieſen bringen wir unſeren Leſern im folgenden
Aus=
die erkennen laſſen, wie beifällig das Buch überall
auf=
gery nen wurde.
s Buch hat über die Grenzen des Heſſenlandes eigenartigen
nd Reiz. Einmal läßt es in den verſchiedenſten Spiegelun=
S Bild eines ganz eigenartigen Typs eines evangeliſchen
nfürſten” erſcheinen, der, fern von allem „biſchöflichen”
n, in ſeiner ganzen Art ſo „unfürſtlich” iſt, wie nur
mög=
d doch in ſeiner Heimatkirche und weit darüber hinaus bis
ökumeniſche Bewegung bei Freunden und Gegnern geſchätzt
Is wirkliche Führergeſtalt, ohne jede Poſe. Hier iſt ein
lerziger Pfarrer, gelehrter Theologe, gründlicher Kenner
ſo rſcher auf dem Gebiete der Geſchichte ſeines Volksſtammes,
ſter Volksmann, der die angeſtammte Mundart ſeiner
Hei=
a! der Ausſprache nicht verleugnet, zum berufenen Führer
e Kirche erſtanden. Ein Lebensabriß, ergänzt durch
Einzel=
da! ung und Schilderung ſeiner Arbeit auf den verſchiedenſten
EOn — Erziehung, Dorfkirche, Volksbildung, Simultanſchule,
Pau
tent, Politik und Pfarrerſtand —, läßt ſeine Geſtalt auch
n anſchaulich erſtehen, der ihn nicht perſönlich kennt. Dazu
i nun auf der anderen Seite „Ehrengaben” ſeiner Schüler,
eiter und Freunde, die nicht nur den weiten Kreis ſeiner
ichen Anregungen zeigen, ſondern an ſich zum Teil allge=
Beachtung erwecken. Das Buch iſt Zeugnis eines
ungewöhn=
hen Lebens und wird in der Mannigfaltigkeit ſeiner Stücke
em etwas bringen”, Kölniſche Zeitung. 22. 3. 1931.
ſtehen der ſozialiſtiſche Staatspräſident, der
Univerſitäts=
r, der demokratiſche Landtagsabgeordnete, der hochkirchliche
der religiöſe Sozialiſt u. a. zuſammen, um den verdienten
der Landeskirche zu ehren.
hebe die wohltuend perſönlichen und unmittelbaren
Aus=
zen von Karl Lampas: W. Diehl als Student, und von
9 Frick: W. Diehl als kirchlicher Erzieher, hervor. Als
arbeit intereſſiert Bräuning=Oktavios Beitrag über „Das
ädtiſche Geſangbuch von 1670 bis 1779”
Monats=
tfür Gottesdienſt und kirchliche Kunſt. 1931,
r die Zerſplitterung der deutſch=evangeliſchen Kirchen, die
igs oft mit Recht ſchmerzhaft empfunden wird, nur zu be=
L. C. Wittich Verlag. 1931. In Ganzleinen RM. 10.—.
ten in 42 mit 3 Bildtafeln und Abbildungen im Text.
klagen weiß, der mag aus dieſem 368 Seiten ſtarken Buch lernen,
welch Gewinn an Geſchichts= und Gemütswerten die Kehrſeite
jener „Kleinſtaaterei” iſt. Die prachtvolle Perſönlichkeit des
Führers der evangeliſchen Kirche im Freiſtaat Heſſen iſt eben nur
denkbar im Ganzen ſeines Volksſtammes und ſeiner Landeskirche.
Die heſſiſche Kirche, das Urſprungsgebiet der Kirchenordnung, der
Konfirmation, der Kirchenzucht, der Laienmitarbeit, des
Zuſam=
menwirkens von Lutheranern und Reformierten — das iſt Diehls
Kirche, die er liebt und für die er kämpft. Darum iſt die in
feſt=
täglichem Gewande auftretende Feſtgabe auch ein Geſchenk an die
Glieder jener Kirche. Eckart. 1931. Heft 9.
Man möchte gerne einige Abſchnitte wiedergeben, die zeigen,
wie Diehl, der von 1919 bis 1927 deutſchnationaler
Landtags=
abgeordneter war, auch auf der Linken nicht nur Vertrauen, für
ſich, ſondern für die geſamte Landeskirche erworben hat und einer
der Männer im Parlament geweſen iſt, die Brücken zu ſchlagen
verſtanden. In dem Buch iſt ein Stück Kirche dargeſtellt, nicht nur
wie ſie ſein ſoll, ſondern wie und was ſie hier zum Teil iſt:
Volks=
kirche. (Unſer Bund. 1931. S. 120.)
Wenn der Grundſatz „Ich dien” über dem Leben des Prälaten
ſteht, dann gilt derſelbe auch von dem ganzen vorliegenden Buch.
Es will und kann durch ſeine gediegenen Aufſätze dienen den
Theologen ſowohl auf dem Lehrſtuhl als auch im praktiſchen Amt,
und nicht zum mindeſten auch den Nichtgeiſtlichen. (Theolog.
Literaturzeitung. 1931. Nr. 22.)
Zunächſt wird es dem Jubilar Freude machen, zu ſehen, wie
ſeine kirchenhiſtoriſchen Arbeiten Fortſetzer gefunden haben. Von
der Gießener Fakultät ſteuert Bornkamm zwei Briefe Butzers
aus dem Abendmahlſtreit bei und ſetzt damit einen Theologen in
helleres Licht, deſſen Bedeutung für die heſſiſche Kirche Diehl
eigentlich erſt entdeckt hat. Cordier ergänzt Diehls Arbeiten
zur heſſiſchen Kirchen= und Schulgeſchichte durch ein reformiertes
pfälziſches Pfarrer= und Schulmeiſter=Verzeichnis aus dem Jahre
1721. Krüger bringt zwei intereſſante Aufſätze über ſeinen
alten Liebling, den Darmſtädter Hofprediger Johann Auguſt
Starck, der in der Freimaurergeſchichte des 18. Jahrhunderts eine
hochbedeutſame Rolle geſpielt hat. Eine feine Studie zur
Fröm=
migkeitsgeſchichte der Reformationszeit bietet, in Diehlſchen
Bahnen dabei gehend, v. d. Au mit dem Pſalmenbüchlein des
Grafen Eberhardt XIV. zu Erbach. Von den Spannungen zwiſchen
orthodoxer Volksfrömmigkeit und pietiſtiſcher
Individualitäts=
frömmigkeit gewährt der Aufſatz von Bohn über den Pietismus
im Solms=Laubacher Land ein anſchauliches Bild. Von den drei
Beiträgen, die Bräuning=Oktavio zur Geſchichte des
Pietismus und der Aufklärung beigeſteuert hat, iſt wohl der über
die Anfänge der Buchhandlung des Halliſchen Waiſenhauſes der
wichtigſte: Darmſtadt erſcheint hier als der Umſchlagplatz nach
Süddeutſchland für die pStiſtiſche Literatur aus Halle; das
orga=
niſatoriſche Geſchick des Franckeſchen Pietismus wird dabei
deutlich.
Aber ſo ſehr dieſe geſchichtlichen Beiträge die wiſſenſchaftlichen
Arbeiten des Jubilars ergänzen, teilweiſe ihnen auch ihre
Grund=
lage verdanken, ſo kommt ſein eigentliches Weſen erſt recht zur
Geltung in den der Gegenwart zugewandten Aufſätzen. Erfreulich
auch, daß Männer wie Staatspräſident Adelung, Innenminiſter
Leuſchner, und als Führer der heſſiſchen Lehrerſchaft Rektor
Rei=
ber, dem Leiter ihrer Landeskirche ihre Verehrung zum Ausdruck
bringen. Man wird in Deutſchland lange ſuchen können, bis man
eine ähnliche Stellung eines kirchlichen Führers im Bezirk ſeiner
Landeskirche wieder findet; und jedenfalls wird Hindenburg=
Recht haben, wenn er nach einem Beſuch in Darmſtadt im Hinblick
auf Diehl das Wort geſprochen hat: „Solche Prälaten haben wir
bei uns im Norden nicht.” (Chriſtliche Welt. 14. 11. 1931.)
Ein neues Schauſpieltheater in Leipzig.
Eröffnung des Theaters „Die Bühne‟.
„In Leipzig iſt ein Neues Schauſpieltheater eröffnet worden,
und zwar in dem Haus des Theaters in der Elſterſtraße, in dem
ſchon die „Leipziger Kammerſpiele” und dann das „Kleine
Theater” ſich befunden haben. Dazu in einer Zeit, wo das fallierte
Komödienhaus von dem Stadttheater übernommen werden mußte.
Es gehört Mut dazu, in dieſer Zeit dieſe Bühne auf eine völlig
neue, literariſche Grundlage zu ſtellen. — Man eröffnete mit der
Uraufführung eines dreiaktigen Plauderſtückes nach etwa
Schnitz=
lers Manier „Spiel um’s Geliebtwerden” von dem Mitdirektor
Ulrich Haesner, der gleichzeitig ſeine Dichtung in Szene geſetzt
und hier vor allem für ein ſolches Unterhaltungsſpiel, in dem
es ſich darum handelt, daß ein junger Mann von der geliebten
Frau ſchließlich ſeinem Vater, dem dieſe Frau bisher gehörte,
vorgezogen wird, viel zu wenig Tempo beſorgt hatte. — Wie
ſich dieſes Theater, das erſt ſein Publikum gewinnen muß,
ent=
wickeln kann, bleibt abzuwarten.
„Geſtern und Heute‟. Das Gemeinſchaftsdrama „Geſtern
und Heute” von Chriſta Winsloe, das denſelben Stoff wie der
Film „Mädchen in Uniform” behandelt, hatte bei der erſten
Aufführung an dem Mannheimer Nationaltheater
einen außergewöhnlichen Erfog. Die etwa 40 Mitwirkenden —
nur weibliche Rollen — waren unter der Spielleitung von
Intendant Maiſch zu einem ausgezeichneten Enſemble
zuſam=
mengeſchloſſen. In den Hauptrollen traten Friedel Heizmann,
Eliſabeth Stieler und Ellen Widmann hervor.
— Trommelfeuer. Aus dem Tagebuch eines unbekannten Soldaten.
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„Bayerland”, A.=G. Sitz Dachau. 100 Seiten. Oktav, kart. 1 M.
Ein Kriegsbuch, von einem einfachen Soldaten für ſeine
Ka=
meraden und die heranwachſende Generation geſchrieben, ſchildert
uns mitten aus dem Erleben des Frontbampfes: die harten
Kämpfe an der Somme, Großkampftage bei Ypern, den Feldzug
gegen Rumänien, Stellungskämpfe in den Vogeſen, den großen
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für die Zeit vom 1.—15, April 1932. Diese Meldungen sind sonst
nicht zugänglich, also nur durch uns erhältlich.
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Fahrzeuge werden besonders geführt. Die Autolisten sind
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mstag, 23. April 1932
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 113 — Seite 5
Aus dr Eandeshaaptftast.
Darmſiadi, den 23. April 1932.
rEpangeliſche Bund Darmſtadt im Jahre 1931.
lus dem Jahresbericht, der bei der morgigen
Jahreshaupt=
mmlung erſtattet werden wird, ſei hier bereits einiges mit=
Der Evangeliſche Bund Darmſtadt konnte im Jahre 1931
Mitgliederbeſtand von über 2400 wahren. 25 Austritten,
dutch Tod und Wegzug, ſtehen eine größere Reihe von
Ein=
n gegenüber — Beſonders beklagenswert war der Tod des
ren langjährigen und verdienſtvollen Vorſitzenden Prof.
numüller. — Zahlreich waren die öffentlichen und
ge=
enen Vortragsveranſtaltungen. Wir erwähnen nur nochmals
ſeichsgründungsfeier am 18. Januar 1931 im Städtiſchen
au, bei der Direktor D. Fahrenhorſt=Berlin über „60 Jahre
bes Reich im Lichte des Proteſtantismus ſprach, den
Vor=
on Prof. D. Weckeſſer=Karlsruhe über Parapſychologie” und
ichtbildervortrag von Pfarrer Meyer=Bad=Auſſee. Der
Vor=
ſprach über Katholiſche Aktion und evangeliſche Aktivität
Lukas=Johannes=Petrusgemeinde und der Waldkolonie.
Uem aber ſind zu erwähnen; der Evangeliſche
Volks=
z 5. Juli, bei dem an 10 000 Evangeliſche ſich am
Herrgotts=
einfanden, und November die ſieben Aufführungen des
entſchen „Guſtav=Adolf” vor ſiebenmal
ausverkauf=
leinen Haus. — Außerdem fanden 21 Vorſtands= und
Aus=
gungen ſtatt. — Bei der Generalverſammlung des Evange=
Bundes in Magdeburg war der Zweigverein durch den
enden und den Rechner vertreten. Im Heſſiſchen
Haupt=
svorſtand iſt außer dem Vorſitzenden noch als Vertreterin
Oberin Walter. — Bei der morgen Sonntag, abends
im Gemeindehaus Kiesſtraße, ſtattfindenden
Jahresver=
ung wird der Vorſitzende den Jahresbericht erſtatten, der
ſtlich noch auf die innere Bundeslage und die Aufgaben und
fe des deutſchen Proteſtantismus überhaupt eingeht. Nach
jeſchäftlichen Teil, der auch noch Vorſtandswahl und
Ab=
ng bringt, wird eine Teepauſe ſtattfinden, die durch
liſche und deklamatoriſche Darbietungen verſchönt wird.
ſpricht Betriebsinſpektor Kleinert über „Der Einfluß des
izismus auf das Kriegsende und die Politik der Gegen=
Alle Mitglieder und deren Angehörigen ſind herzlich
iden.
In den Ruheſtand verſetzt wurden: am 14. April 1932 der
erinſpektor Juſtus Fink zu Gedern, der Bauinſpektor
an Hering zu Bensheim, der Strommeiſter Heinrich
er zu Frei=Weinheim, auf Grund des Geſetzes über die
grenze der Staatsbeamten vom 2. Juli bzw. 19. Dezember
n der Faſſung des Geſetzes über die Einſtellung des
Per=
zbaues in Heſſen und zur Aenderung des heſſiſchen
Perſonal=
jeſetzes vom 8. Oktober 1925, vom 1. Mai 1932 an; am
ril 1932: der Bauinſpektor i. e. R. Karl Haas in
Fried=
uf ſein Nachſuchen infolge geſchwächter Geſundheit in
An=
ng des § 10 der Dritten Heſſiſchen
Durchführungsverord=
ur Sicherung der Haushalte von Ländern und Gemeinden
November 1931; am 15. April 1932: der Bauinſpektor i. e.
inrich Frieß zu Bensheim, der Strommeiſter i. e. R.
ch Haas zu Mainz, der Kanzleiaſſiſtent i. e. R. Johannes
zu Darmſtadt in Anwendung des § 10 der Dritten Heſſiſchen
ihrungsverordnung zur Sicherung der Haushalte von
Län=
nd Gemeinden, vom 3. November 1931, ſämtlich in der
end=
n Ruheſtand vom 1. Juni 1932 an; am 17. April 1932
ktor an der Volksſchule zu Mainz Georg Klimm auf ſein
hen vom 1. Mai 1932 an; am 18. April 1932; der Förſter
Adam Trautmann zu Waſchenbach auf Grund des
er Dritten Heſſiſchen Durchführungsverordnung zur
Siche=
er Haushalte von Ländern und Gemeinden vom 3. Novem=
1 in den dauernden Ruheſtand vom 1. Mai 1932 an.
Volksbühne. Auf die Jugendwerbevorſtellung der
Volks=
am Freitag, dem 29. April. 19.30 Uhr, Großes Haus
on „ Oper von Thomas, wird nochmals aufmerkſam
ge=
beſonders darauf daß alle. Jugendlichen Zutritt haben,
die noch nicht Mitglied der Volksbühne ſind. Gutſcheine
Pf. (weitere Koſten entſtehen nicht) ſind in der
Geſchäfts=
er Volksbühne, Eliſabethenſtr. 34 (Haus Alter), zu haben.
Heſſiſches Ländestheater.
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(10 Vſt.) Gr. I u. II. Jphigenie. 0.60—4 50. 25. April 20, Ende gegen 22½ Uhr. Außer Miete. Ein
entzückender Menſch. Preiſe 0.70—5 Mk. 26. April 20, Ende gegen 221 Uhr. Außer Miete. Ein
entzück nder Menſch. Preiſe 0 70—5 Mk. 1, 27. April 20—22½ Uhr. Dſt. Voltsb. F (10. Vſt.) Gr.
III u: 10. phigenie. Preiſe 0 60—4.50 Mk. tag, 28. April 20—22½ T Gr. 1, 2, 3, 4, 5u B.=Vikb. Wechſelm.
(10. Pſt). Die Italienerin in Algier. 0.60—4.,80. 29 Apru Keine Vorſtellung. 30 April 20, Ende gegen 22 Uhr, Felix Weingartner mit
dem Drumm=Quartelt. Preiſe 1, 2 und 3 Mk. 1 Mai * 19½, Ende vor 22 Uhr. Außer Miete.
Schneider Wibbel. Ermäßigte Pr. 0.50—3 Mk
Heſſiſches Landestheater. Heute, Samstag, finden zwei
ingen zu ermäßigten Preiſen ſtatt. Im Großen Haus die
Operette „Die Dubarry” mit Käthe Walter in der
e. Im Kleinen Haus: „Nina” in der Inſzenierung von
Dartung. Sonntag geht 17.30 Uhr im Großen Haus Rich.
„Walküre” in Szene. Muſikaliſche Leitung: Dr. Hans
Iſſerſtedt. Brünnhilde: Elly Doerrer vom Nationaltheater
im a. G., Sieglinde: Anny v. Stoſch, Fricka: Anna
Ja=
tegmund: Albert Seibert, Hunding: Theo Herrmann,
Albert Lohmann und die Walküren: Anna Jacobs,
Liebel, Regina Harre, Maria Kienzl, Grete Bertholdt,
deilmann, Alice Domek, Gretel Toubartz. — Im Kleinen
ird 19,30 Uhr Goethes „Iphigenie” wiederholt.
Der Verfaſſer des muſikaliſchen Luſtſpiels „Ein
entzücken=
aſch”, mit dem Oskar Karlweis und ſein En=
* am Montag, den 25., und Dienstag, den 26. April, im
Daus ein Gaſtſpiel abſolvieren wird, iſt Jean de Letraz.
Tanten Geſangstexte der ins Ohr gehenden Chanſons und
umern ſchrieb Leo Straus, die Erwin Straus, der Sohn
19mten Komponiſten des „Walzertraums” Oskar Straus.
* ſetzte. Von den einzelnen muſikaliſchen Nummern, mit
Melodien in wirkſamer Inſtrumentierung, ſind vor allem
en: der Slow=Fox „O, du entzückender Menſch”, die
bei=
krotts „Nadine” und „In dich hab ich mich grad an
lreitag verliebt”, ein Rumba (der modernſte Modetanz)
Paar weitere im Ohre haftende Chanſons.
Generalleukuank v. Lecßen.
den die Darmſtädter wiederholt und lange zu den ihrigen rechneten,
begeht am 28. April auf ſeinem Ruheſitze auf der Bäk bei
Ratze=
burg das ſeltene Erinnerungsfeſt ſeines Dienſteintritts vor ſechzig
Jahren.
Urälter mecklenburgiſcher und pommerſcher Sippe entſproſſen,
deren Mitglieder von jeher ihre treuen Dienſte ihren Fürſten und
dem Vaterland gewidmet haben, erhielt er ſeine Erziehung außer
im elterlichen Hauſe auf der Ilfelder Kloſterſchule und im
Kadet=
tenkorps. Achtzehnjährig trat er 1872 als Fahnenjunker in das
Großh. Heſſiſche Leib=Dragoner=Regiment ein.
Seinen ſoldatiſchen Werdegang bezeichnen dann die Namen weiterer
ſtolzer Reiter=Regimenter: der Darmſtädter Garde=
Dra=
goner, Bonner Königs=Huſaren, Schleswiger Kaiſer=Huſaren.
Als Regimentskommandeur ſtand er 6 Jahre lang an der Spitze
der Demminer 9. Ulanen. Als Brigadekommandeur führte er die
Darmſtädter (25.) Kavalleriebrigade und wurde 1910
General=
major, um 1911 krankheitshalber den Abſchied zu nehmen. Beim
Kriegsausbruch 1914 wurde er mit der Führung der 33.
Land=
wehrbrigade betraut. Vom Januar 1915 ab bis zum Kriegsende
hat er ſich als Inſpekteur der Kriegsgefangenenlager im Bereich des
9. Armeekorps in Schleswig=Holſtein, Mecklenburg und den
Hanſe=
ſtädten betätigt, 1917 wurde er Generalleutnant und am 1. Dez.
1918 endgültig verabſchiedet.
Zut Reichs=Seefiſchwoche
24. bis 30. April 1932.
Ein Geleitwort des Reichsernährungsminiſters.
Fiſcherei in Not!” lautet der Ruf von der deutſchen Nord=
und Oſtſeeküſte. Die reichen Seefiſchanlandungen unſerer deutſchen
Fiſchereifahrzeuge finden ungenügenden Abſatz. Der Fiſcher kann
mit dem erzielten Erlös kaum die Selbſtkoſten decken. Es beſteht
Gefahr, daß die Betriebe nicht mehr voll aufrechterhalten werden
können. Das bedeutet Sorge und Arbeitsloſigkeit für Tauſende.
Die deutſche Seefiſcherei iſt ein wichtiger Zweig im deutſchen
Wirtſchaftsleben. Mit den Seefiſchen aus deutſchen Fangen und
den Erzeugniſſen aus der deutſchen Fiſchinduſtrie kann der deutſche
Lebensmittelmarkt in weit höherem Maße als bisher beliefert
werden; gewaltige Summen für die Lebensmitteleinfuhr könnten
noch eingeſpart werden. Jeder Deutſche ſollte daher nach Kräften
bemüht bleiben, durch reichlichen Verzehr dieſes hochwertigen
und bekömmlichen Nahrungsmittels der deutſchen Seefiſcherei in
ihrer jetzigen Notlage zu helfen und einen rein deutſchen
Wirt=
ſchaftszweig zu ſtützen
Schöne weiße
Zähne-
ſchon nach einmalig. Putzen mit der herrl. erfriſch. ſchmeckenden „Chlorodont= —
Zahnpaſte”, ſchreibt uns ein Raucher. Tube 50 Pf. und 80 Pf.
Sonderfenſter 100 Jahre Wilhelm Buſch. Man ſchreibt uns:
Seit geſtern zeigt die Buchhandlung Müller u. Rühle,
Eliſa=
bethenſtraße 5, in ihrem Schaufenſter eine äußerſt wirkungsvolle
eigenartige Dekoration zum 100jährigen Geburtstag von Wilhelm
Buſch, der dem deutſchen Volke mit ſeinen Büchern Troſt und
glückliche Stunden ſchenkte. Die bekannteſten Buſch=Typen, wie
He=
lene, Knopp. Bählamm, Kleckſel uſw. ſind von einer Münchner
Künſtlerin modelliert und plaſtiſch farbig dargeſtellt worden. Die
mit beſonderer Feinheit und Charakteriſtik ausgeführten 13
Figu=
ren bilden einen ganz beſonderen Anziehungspunkt.
Bezirksverein Martinsviertel. Die Hauptverſammlung
findet am Mittwoch, dem 27. April. abends 8,30 Uhr, in der
Reſtauration Nagel. Ecke Mauer= und Lautenſchlägerſtraße, ſtatt.
Es darf beſonders darauf aufmerkſam gemacht werden, daß Herr
Stadtrat Goſenheimer über „die Auswirkung der Notverordnung
auf die Kommunen, insbeſondere die Stadt Darmſtadt” ſprechen
wird ein Thema, das allen Mitgliedern von höchſtem Intereſſe
ſein dürfte. Die Zeit gebietet eine Wiederauflebung der
Bezirks=
vereine im Intereſſe unſerer geſamten Bevölkerung, und ſomit
darf erwartet werden, daß dieſe Entwicklung durch ſtarken Beſuch
unterſtützt wird.
— Rot=Weiß V.f. R. Darmſtadt. Am kommenden Sonntag
führt die Wanderabteilung ihre April=Wanderung an die
Berg=
ſtraße durch. Dieſelbe beginnt in Darmſtadt und führt über die
Marienhöhe, Prinzenberg. Frankenſtein, Magnetberg nach
Jugen=
heim. Von da geht es weiter nach dem Auerbacher Schloß und
Zwingenberg. Von Zwingenberg wird die Heimreiſe mit der
Bahn angetreten. Führer Wanderwart Adolf. Treffpunkt 8 Uhr
am Verkehrsbüro, bzw 8,30 Uhr an der Kaſtanienallee, Ecke
Landskronſtraße. Fahrgeld 0,70 RM.
Die Freie Stadt Danzig
iſt ein ſelbſtändiger Staat.
Ohne Befragen der zu 96 Prozent deutſchen Bevölkerung
wurde das Gebiet von Danzig durch den Verſailler Vertrag am
10. 1. 1920 vom Deutſchen Reich abgetrennt und durch
Macht=
ſpruch der Alliierten am 15. 11. 1920 zu einem eigenen Staat
„Freie Stadt Danzig” erhoben.
Das deutſche Danzig ſteht ſeit 12 Jahren in ſchwerem
Ab=
wehrkampf um ſeine politiſche, wirtſchaftliche und kulturelle
Selbſterhaltung gegen Polen.
Helft den deutſchen Danzigern in ihrem Abwehrkampfe durch
Geldſpenden an die nationalpolitiſche Geſamtorganiſation des
Danziger Deutſchtums, den Danziger Heimatdienſt E. V.,
Danzig. Poſtſcheckkonto: Danzig Nr. 6941; Berlin Nr. 114 224.
— Schloßmuſeum. Am Sonntag ſind um 11 und 11.30 Uhr
vormittags Führungen; am Nachmittag um 3 Uhr findet eine
Führung für die evangeliſche Gemeinſchaft ſtatt, an der auch
Nicht=
mitglieder zu dem ermäßigten Eintritt von 50 Pfg. teilnehmen
können. An den Wochentagen ſind um 11 und 11.30 Uhr
vormit=
tags und 3 und 3.30 Uhr nachmittags Führungen. Dauer einer
Führung etwa 1½ Std. — Die Madonna des Bürdermeiſters
Meyer von Baſel von Hans Holbein d. Jg. kann ſtets geſondert
beſichtigt werden.
— Morgen, Sonntag, ſpielt Johann Strauß in der Feſthalle.
Und morgen, Sonntag, werden auch gleichzeitig zum erſtenmal
die bekannten Stuttgarter Rundfunkkünſtler Carl Struve
Käthe Mann und Hans Hanus in Darmſtadt perſönlich
erſcheinen. Es wird ein ganz hervorragender Abend, den niemand
verſäumen ſollte. Kartenverkauf bis heute abend 7 Uhr bei
Chriſtian Arnold.; Ernſt=Ludwig=Straße 5, und morgen, Sonntag,
Tageskaſſe ab 11 Uhr ununterbrochen Feſthalle.
Unsere Inserenten werden gebeten,nach
Möglichkeit die Aufgabe der Angeigen
bis ½6 Uhr vorsunehmen. Größere
Anzeigen erbitten wir bis R Uhr.
Der Verlag.
Tagesordnung zur Sitzung des Provinzial=Ausſchuſſes am
23. April. vorm. 9 Uhr: 1. Berufung des Vorſitzenden des
Kreis=
ausſchuſſes Darmſtadt und der Gemeinde Pfungſtadt gegen das
Urteil des Kreisausſchuſſes Darmſtadt vom 10. 8. 1931 in Sachen
Geſuch der Gemeinde Ober=Ramſtadt um Genehmigung nach
Art. 14 des Bachgeſetzes. 2. Klage des Peter Schader 2 zu
Bensheim gegen die Entſcheidung der Bürgermeiſterei Bensheim
wegen Anforderung von Bürgerſteuer. 3. Klage des Adolf
Straub zu Offenbach a. M., Taunusſtraße 75, gegen den Beſcheid
des Kreisamts Offenbach wegen Nichterteilung eines
Wander=
gewerbeſcheins.
Die Reinhardk’iſche Erbſchaff. — Keinerlei Ausſichk!
Amtlich wird mitgeteilt: Am 4. Mai 1778 iſt in Agra in
Britiſch=Indien der Abenteurer General Sombre oder Sumru,
Fürſt von Sardhana geſtorben, der auf dem chriſtlichen Friedhof
in Agra Daraben liegt und ein Denkmal geſetzt erhielt, welches
heute noch dort zu den Sehenswürdigkeiten zählt. Nach der
Ueberlieferung handelt es ſich um einen deſertierten franzöſiſchen
Soldaten deutſcher Abſtammung namens Walter Reinhardt. Er
leiſtete dem Schah Aluna ſehr große Dienſte, dem er auch bis zu
ſeinem Tode treu blieb. Als Belohnung hierfür wurde dem
General Walter Reinhardt=Sombre ein Stück Land vermacht.
In Indien war er verheiratet und ſeine Frau hat ihn 58 Jahre
lang überlebt. Sie ſtarb im Jahre 1836. Nach ihrem Tod hat
die engliſch=indiſche Regierung das Land annektiert, mit der
Be=
gründung, daß das Lehen nur ein lebenslängliches und nicht ein
vererbliches geweſen ſei. Der uneheliche Sohn des Generals
Reinhardt ſtarb im Jahre 1801 angeblich kinderlos. Die Witwe
des Generals verehelichte ſich ſpäter mit George Alexander David
Dyce. Aus dieſer Ehe waren 1 Sohn und mehrere Töchter
ent=
ſproſſen. Am 16. 12. 1830 ſetzte ſie ihren Sohn zum Haupterven
ein, wovon ſie die engliſch=indiſche Regierung in Kenntnis ſetzte,
die ihr aber ganz unumwunden das Recht beſtritt, den
Länder=
bezirk zu vererben, weil die engliſche Regierung ſich auf einem
im Auguſt 1805 zwiſchen ihr und dem Generalgouverneur
ge=
ſchloſſenen Vertrag ſtützten, der ihr nur eine lebenslängliche
Nutz=
nießung zuſicherte
Nach einem Expoſé engliſcher Anwälte vom Juni 1928 fehlen
jegliche Dokumente, aus denen ein vererbliches Beſitzrecht des
Generals Reinhardt nachgewieſen werden könnte. Irgendwelche
Unterlagen dafür, daß der General Reinhardt ſein Land zu
freiem Eigentum erworben habe, ſeien nicht vorhanden. Auch
haben die Nachforſchungen der deutſchen Behörden im In= und
Auslande, insbeſondere der Reichsſtelle für „Nachlaß und
Nach=
forſchungen im Auslande zu keinem Ergebnis geführt.
Mithin ſind alle Anſprüche und Verſuche, von
deutſcher Seite ein Erbrecht auf einen
Rein=
hardtſchen Nachlaß geltend zu machen, als
gänz=
lich ausſichtslos zu bezeichnen, zumal mit einer
amtlichen Unterſtützung nicht gerechnet werden
kann.
Die Erbintereſſenten, die anſcheinend über
das ganze Reich verbreitet ſind, werden daher
vor Leuten gewarnt, die mit der ausſichtsloſen
Erbſchaftsverfolgung perſönliche Geſchäfte
machen wollen und im Trüben fiſchen.
Ausgabe feſter Rundreiſekarten.
(zunächſt gültig bis 31. Dezember 1932.
Vom 1. Mai 1932 an werden im Reichsbahndirektionsbezirk
Mainz und in den Nachbardirektionsbezirken feſte Rundreiſekarten
für beſonders bekanntgegebene Verbindungen an jedermann
aus=
gegeben. Die Rundreiſekarten für Entfernungen bis 299
Kilo=
meter gelten 15 Tage, für größere Entfernungen 30 Tage, den
Tag der Ausgabe mitgerechnet. Die Gültigkeit erliſcht um
Mitter=
nacht des letzten Geltungstages. Die Fahrt kann auf einem
be=
liebigen Bahnhof des Reiſewegs in der einen oder anderen
Rich=
tung angetreten, muß jedoch in der einmal eingeſchlagenen
Rich=
tung durchgeführt werden. Die Fahrt kann innerhalb der
Gel=
tungsdauer beliebig oft und beliebig lang unterbrochen werden,
Die Rundreiſekarten werden für die 2. und 3. Klaſſe ausgegeben
Der Uebergang von der 3. in die 2. Klaſſe iſt geſtattet. Bei
Berechnung des Preiſes der Uebergangskarten gelten die
Rund=
reiſekarten als gewöhnliche Fahrkarten. Die Rundreiſekarten
gelten für alle Perſonenzüge. FD.=, FFD.= und Luxuszüge ſind
ausgeſchloſſen. Eil= und Schnellzüge dürfen gegen Zahlung des
tarifmäßigen Zuſchlags benutzt werden. Auf Antrag wird der
Zuſchlag für die Geſamtenfernung der Rundreiſekarte berechnet
und die Zuſchlagkarte für die geſamte Rundreiſe gültig
ge=
ſchrieben. Für Rundreiſekarten wird der gewöhnliche Fahrpreis
um 25 v. H. ermäßigt. An Kinder vom vollendeten 4. bis zum
vollendeten 10. Lebensjahr werden die Rundreiſekarten zum
halben Preis abgegeben. Die bei der Fahrkartenausgabe und
bei den MER.=Reiſebüros aufliegenden Rundreiſekarten werden
durch Schalteraushang bekanntgegeben. Karten, die nicht im
Schalteraushang angegeben ſind, müſſen 3 Tage vorher bei der
Fahrkartenausgabe beſtellt werden. Die Rundreiſekarten ſind
nicht übertragbar. Sie ſind bei Beendigung der Fahrt abzugeben.
Für die Rückerſtattung nicht oder nur teilweiſe benutzter
Rund=
reiſekarten und des bei Benutzung von Eil= und Schnellzügen
berechneten Zuſchlags gelten die Beſtimmungen im § 19 (2), (3)
und (5) der EVO.
— Der Hausfrauenbund teilt uns mit: Um Irrtümern zu
begegnen, wird feſtgeſtellt, daß der am 14. April im Saalbau
ſtattgefundene Be=la=Nachmittag nicht vom
Hausfrauen=
bund Darmſtadt gehalten wurde. Dieſe Veranſtaltungen
haben mit unſerer Organiſation nichts zu tun.
— Das Union=Theater bringt ab heute den beliebten Komiker
vom Münchener Platzl Weiß Ferdl und die reizende Charlotte
Ander in dem urkomiſchen Tonfilm „Wenn dem Eſel zu wohl
iſt . . . (Er und ſein Tippfräulein) Die Regie führte Franz
Seitz, und in weiteren Hauptrollen ſind eine ganze Reihe
nam=
hafter Schauſpieler beſchaftigt. — Heute abend. 10.45 Uhr, zeigt
die Zwicker=Film=Geſellſchaft Leipzig zum letzten Male den
ein=
drucksvollen Kulturfilm „Die Ehe von Profeſſor Vandevelt.
In den Helia=Lichtſpielen ſingt heute und folgende Tage
Gitta Alpar, die populäre Sängerin, der gefeierte Liebling von
ganz Berlin, und ihr charmanter Partner Guſtav Fröhlich, in
ihrer erſten Tonfilm=Operette „Gitta entdeckt ihr Herz”. — Im
Rahmen einer Filmmorgenfeier wird in den Helia=Lichtſpielen
der intereſſante Kulturfilm „Am Rande des ewigen Eiſes” zum
letzten Male wiederholt.
— Die Palaſt=Lichtſpiele zeigen heute und folgende Tage ein
hervorragendes Doppelprogramm, und zwar 1. „Das Mädel aus
der Hafenkneipe”, ein ſenſationeller Film aus der Unterwelt einer
großen Hafenſtadt, mit Marie Dreßler und Wallace Beery in
den Hauptrollen, und 2. Norma Shearer in „Lady Dianas
Perlen”
— Autoliſten. Soeben iſt die Autoliſte Nr. 85 erſchienen.
Dieſe verzeichnet alle Meldungen (Ab= und Zugänge) von
Kraftfahrzeugen jeder Art in den 18 Kreiſen des
Volksſtaates Heſſen (Kennzeichen VS. VR, VO) für die
Zeit vom 1.—15. April 1932. Die Autoliſten
ent=
halten die ſonſt nicht zugänglichen Meldungen in
folgender Reihenfolge: Name, Beruf. Wohnort des
Kraftfahr=
zeugbeſitzers; Fahrzeugart, Hubraum in cem und PS (bei
Laſtkraft=
wagen: Eigengewicht in kg und PS); Fabrikat und
Motornum=
mer. Fabrikneue Fahrzeuge ſind durch * kenntlich
ge=
macht. Die Meldungen ſind geordnet nach den drei Provinzen
(NS. VR. VO) und Kreiſen, und innerhalb dieſer nach
Fahr=
zeugarten. Abgemeldete Fahrzeuge werden beſonders
ge=
führt. — Die Autoliſten ſind unentbehrlich, weil ſie
lau=
fend neueſtes Adreſſenmaterial liefern. Sie erſcheinen
alle 14 Tage, alſo monatlich zwei Liſten. Die ſpäteſtens
am 8. eines jeden Monats ausgegebene Liſte enthält die
Mel=
dungen vom 16.—30. (31.) des voraufgegangenen Monats, und
die ſpäteſtens am 23. eines Monats ausgegebene Liſte die
Mel=
dungen vom 1. bis 15. des gleichen Monats. Wegen des
ermäßigten Bezugspreiſes vgl. Anzeige! Anfragen
richte man an den zuſtändigen Verlag L. C. Wittich in Darmſtadt.
— Neuer Zuchtſegen im Frankfurter Zoo. Die aſiatiſhe
Kamelſtute hat vor einigen Tagen einem prachtvollen
männlichen Fohlen das Leben gegeben. Das Jungtier
ſtand bereits 3 Stunden nach der Geburt auf ſeinen überlangen
Beinen, um der mütterlichen Nahrungsquelle mit beſtem Appetit
zuzuſprechen. Munteres Treiben herrſcht bei der Herde der
nordafrikaniſchen Mähnenſchafe im großen
Fels=
gehege gegenüber dem Elefantenhaus. Der Frankfurter Beſtand
dieſer prächtigen Charaktertiere des Atlasgebirges, der nunmehr
14 Stück umfaßt gilt heute als der ſchönſte in den europäiſchen
Tiergärten. Außer dem bereits Ende Februar geborenen
Jung=
tier tummeln ſich noch vier weitere in letzter Zeit geborene
Mähnenſchafſprößlinge, darunter ein Zwillingspärchen. Zwei
Alttiere werden vorausſichtlich in den allernächſten Tagen
gleich=
falls Nachzuchten zu bieten haben. Die Mähnenſchafherde mit den
fortwährend ſpieleriſch kämpfenden, mit erſtaunlicher
Gewandt=
heik von Fels zu Fels ſpringenden Säuglingen gewährt.=zurzeit
eines der ſchönſten Bilder, die der Garten zu bieten hat.
Seite 6 — Nr. 113
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Reueſte Nachrichten
Samstag, 23. Apeil
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ſtell
St
Fre
na
ü.
ſch
Forlführung der Winkerhilfsküchen.
Von der Zentrale der Winterhilfsküche, Neckarſtraße 3,
Telephon 4100, wird uns geſchrieben: Durch erneute Spenden,
günſtige Einkäufe und großes Entgegenkommen der Liefer=Firmen.
ſind wir in der angenehmen Lage, die Küchen noch einige Zeit
durchzuhalten. Auch die Helfer, die teilweiſe ſeit 6 Monaten
unermüdlich im Dienſte der guten Sache arbeiten, haben ſich
bereit gefunden, ihre wertvolle Arbeitskraft weiter zur
Ver=
fügung zu ſtellen. Wenn man bedenkt, daß die oft recht
an=
ſtrengende Arbeit ohne jede Bezahlung geleiſtet wird, ſo gebührt
hierfür den Helfern aufrichtiger Dank und Anerkennung.
Selbſtverſtändlich ſind wir nicht imſtande, die volle Leiſtung
des Winters ganz aufrecht zu erhalten, ſondern wir können
nur=
mehr 4 Tage in der Woche kochen, und zwar Dienstag, Mittwoch.
Donnerstag und Freitag; wir müſſen ebenſo unſere Kaſſe als
auch unſere Helfer etwas entlaſten. Immerhin iſt es erfreulich,
daß wir in der Lage ſind, an 4 Tagen der notleidenden
Be=
völkerung bis auf weiteres ein kräftiges Eſſen liefern zu können,
und hoffen, daß unſere fördernden Mitglieder, ſoweit ſie in der
Lage ſind, uns auch weiterhin treu bleiben.
Lehrgang über Evangel. Trinkerfürſorge.
EPH. Der Evangeliſche Wohlfahrtsdienſt im Kreiſe Darmſtadt
veranſtaltete als Arbeitszentrale der evangeliſchen
Kirchengemein=
den im Kreiſe einen Lehrgangüber epangeliſche
Al=
koholkrankenfürſorge. Nach Eröffnung der
Veranſtal=
tung durch den Vorſitzenden, Herrn Pfarrer Grein=Arheilgen,
ſprach Wohlfahrtspfleger Schott vom Heſſiſchen Landesverein
für Innere Miſſion; über „planmäßige Fürſorge”, für
Alkohol=
kranke im Rahmen des Evangeliſchen Wohlfahrtsdienſtes im
Kreiſe Darmſtadt. Er erläuterte einleitend die Begriffe „
Evan=
geliſcher Wohlfahrtsdienſt” „Alkoholkranke”, „planmäßige
Für=
ſorge, und betonte, daß der Auftraggeber des Wohlfahrtsdienſtes zur
Inangriffnahme planmäßiger Fürſorge für Trinker oder
Alkohol=
kranke dieſe ſelbſt und die durch den Alkohol hervorgebrachten Nöte
ſeien. Eingehend wurde in dem Vortrag die Frage beantwortet, wie
der evangeliſche Wohlfahrtsdienſt im Kreiſe Darmſtadt dieſen
Dienſt am Alkoholkranken durchführt; durch vorbeugende Arbeit
und durch Errichtung einer zentraliſierten
Be=
ratungsſtelle in Darmſtadt, in der
Bismarck=
ſtraße 55, mit dem Zweck unentgeltlicher Raterteilung an
Al=
koholkranke und deren Angehörige, zur Hilfe und zum Schutz des
Trinkers, zur Bewahrung Trunkgefährdeter. Um dieſem Ziel und
Zweck zu entſprechen, wurde auf den Wert und die
Notwendig=
keit der Verbindung der Fürſorgeſtelle mit den kirchlichen,
beſon=
ders auch den Frauenvereinen, hingewieſen, die ebenfalls ein
gutes Bindeglied zwiſchen der Fürſorgeſtelle und den
Alkohol=
kranken ſeien. Abſchließend wurde über die praktiſche Seite der
planmäßigen Arbeit geſprochen und die Arbeitsweiſe der
Für=
ſorgeſtelle dargelegt. Zuſammenfaſſend wird die Aufgabe des
Wohlfahrtsdienſtes in der Durchführung einer gründlichen
Al=
koholkrankenfürſorge in den Gemeinden geſehen, in dem Sinne,
wie es der Vortrag zeigte. Der Vortrag gipfelte in der
Erkennt=
nis, daß eine Heilung des Trinkers, nicht nur erreicht werden
kann, durch ſoziale, hygieniſche, pädagogiſche Maßnahmen allein,
ſondern durch eine Umſtellung der Willensrichtung von innen
her. Der ſich anſchließenden Ausſprache folgte ein ſehr
intereſſan=
ter Vortrag von Dr. Georgi=Nieder=Ramſtadt, der vom
Stand=
punkte des Arztes das Thema „Trunkſucht als Krankheit”
behan=
delte. Er gab einleitend eine Erklärung über das
Zuſtandekom=
men und die Wirkungen der Trunkſucht und zeigte, daß der
Krankheitszuſtand durch eine dauernd fortſchreitende Schwächung
der Willenskraft bis zur Verantwortungsunfähigkeit des
Kran=
ken vorſchreiten kann, wofür die bedauernswerten Opfer in den
Irrenanſtalten Beweiſe liefern. Anſchließend beantwortete Herr
Dr. Georgi die Frage deſſen, was eine Fürſorge überhaupt
not=
wendig macht. Sehr ausführlich wurde über die Möglichkeit einer
Heilbarkeit und die Vorausſetzungen dazu, wie über die
Heil=
mittel geſprochen, die keinesfalls in Arzneimittel beſtehen,
ſon=
dern ſich aus anderen Faktoren zuſammenſetzen müſſen. Darauf
kam er auf begünſtigende Umſtände für das Zuſtandekommen
einer Trunkſucht zu ſprechen und legte abſchließend die
Voraus=
ſetzungen für eine ſichere Heilung dar. Mit einem Dankeswort
an die Erſchienenen ſchloß der Vorſitzende die Veranſtaltung.
Hausſchwamm-Merkblakt.
Was jedermann, ob Hausbeſitzer oder Mieter, auch der
Bau=
fachmann, vom Hausſchwamm und anderen holzzerſtörenden
Pilzen wiſſen muß.
Eine gemeinverſtändliche Einführung mit 24 Textſeiten und
31 Abbildungen auf 8 einſeitigen Kunſttafeln. Von Franz
Kallenbach. Direktor der Heſſiſchen Landesſtelle für Pilz=und
Hausſchwamm=Beratung und des Mykologiſchen Inſtituts der
Deutſchen Geſellſchaft für Pilzkunde, Darmſtadt., Fernruf 4755.
Einzeln im Buchhandel 1.— RM., bei geſchloſſenen
Sammelbeſtel=
lungen für Organiſationen uſw. weſentliche Vorzugspreiſe.
Leider iſt die Verbreitung der Kenntniſſe über dieſen
gefähr=
lichſten Holzzerſtörer in weiteſten Kreiſen ſehr mangelhaft. Das
vorliegende Merkblatt, das in allen Kreiſen, beſonders auch im
Baugewerbe den größten Beifall und die beſte Beurteilung durch
die internationale Fachkritik gefunden hat, bringt in
verſtänd=
lichſter Weiſe in Wort und Bild alles, was jedermann über den
Hausſchwamm wiſſen müßte. Das Merkblatt wurde wiederholt als
das beſte und billigſte aller derart vorhandenen Schriften bezeichnet,
Es gehört in die Hand eines jeden Baufachmannes, ob Architekt,
Bauunternehmer, Maurer, Schreiner, Zimmermann, Weißbinder
uſw. Durch Vermittlung der Hausbeſitzervereine müßte es in die
Hand jedes Hauseigentümers und der Mieter gelangen, damit ſich
jedermann rechtzeitig mit dieſen wichtigen Dingen vertraut macht,
um ſich vor Schaden zu bewahren.
In Verbindung mit dem Hausſchwamm=Merkblatt wird eine
hochwertige ſechsfarbige Kunſttafel vom
Haus=
ſchwamn in der Größe 60/75 Zentimeter herausgebracht, die in
den Geſchäftsräumen und in den Werkſtätten aller Baufachleute,
auch im Hausflur jedes Wohnhauſes hängen müße, um die weiteſte
Oeffentlichkeit rechtzeitig über dieſe Dinge warnend aufzuklären.
Beſonders anzuerkennen iſt es, daß dieſe hochwertige Tafel, die im
Buchhandel einzeln 4.50 RM. koſtet, im Intereſſe der
Volksaufklä=
rung an die Mitglieder des Deutſchen Wirtſchaftsbundes fur das
Baugewerbe und ähnliche Organiſationen ſamt dem Merkblatt bei
unmittelbarem Bezug durch die genannte Landesſtelle zum
Selbſt=
koſtenpreis von 2.— RM. zuzüglich Verpackungs= und
Verſand=
ſpeſen abgegeben wird.
Die Heſſiſche Landesſtelle für Pilz= und Hausſchwamm=
Bera=
tung ſteht ſeit Jahren in engſter Verbindung mit der Weltkapazität
auf dieſem Gebiet, Prof. Dr. R. Falck, was genügend Bürgſchaft
leiſtet für die inhaltliche Qualität des Merkblattes. Das
Merk=
blatt ſelbſt iſt dem Heſſiſchen Herrn Miniſter für Kultus und
Bildungsweſen gewidmet als Dank für die anerkennenswerte
Un=
terſtützung der wiſſenſchaftlichen und volksaufklärenden Arbeiten
des Autors. (Druck L. C. Wittich, Darmſtadt.)
Der Hausſchwamm=Wandtafel und dem Merkblatt iſt die
wei=
teſte Verbreitung zu wünſchen, weil es die Wirtſchaftslage unſeres
deutſchen Vaterlandes nicht zuläßt, daß alljährlich Millionenwerte
durch den Hausſchwamm vernichtet werden.
— Orpheum. Die luſtige Revue „Im ſchwarzen Röß
findet trotz zahlreicher anderweitiger Veranſtaltungen (Meſſe
uſw.) allabendlich ein begeiſtertes Publikum, das ſich 2½ Stunden
beſter Unterhaltung erfreut. — Samstag, Sonntag und Montag
ſind die letzten drei Vorſtellungen, worauf hierdurch beſonders
hingewieſen ſei. (Siehe Anzeige.)
— Tierſchutzverein für Heſſen in Darmſtadt. Beim Beſchlagen
eines Pferdes des Herrn Gutbeſitzers Phil. Schuſter, Häuſer=Hof
bei Gr.=Umſtadt, haben gefühlsrohe Menſchen die Zunge de.s
Tieres mit einem Strick umſchlungen und das Tier auf dieſe Weiſe
angebunden. Durch das Beſchlagen beunruhigt, hat ſich das Pferd
durch dieſe Knebelung die Zunge buchſtäblich abgeriſſen. Da es
ſich hierbei um eine Tierquälerei ſcheußlichſter Art handelt, iſt
Strafanzeige bei der Staatsanwaltſchaft Darmſtadt erhoben und
gebeten worden, die höchſte zuläſſige Strafe für dieſe rohe Tat zu
berhängen.
Tageskalender für Samstag, den 23. April 1932.
Lichtſpieltheater. Union=Theater: „Wenn dem Eſel zu
wohl iſt” Helia=Lichtſpiele: Gitta entdeckt ihr
Herz”; Palaſt=Lichtſpiele: „Das Mädel aus der
Hafen=
kneipe‟ — Union=Theater, abends 10,45 Uhr. Nachtvorſtellung:
Die Ehe” — Orpheum: Im ſchwarzen Rößl”. — Hotel und
Reſtaurant zur Poſt: Geſellſchaftsabend m. Tanz. — Reſtaurant
Bender, Eliſabethenſtr.: Schlußkonzert der drei beliebten
Künſt=
ler. — Konzerte: Herrngarten=Café.
Sühne für
Urkundenfälſchungen, Beträgereien und .
Aus dem Gerichksſaal.
nakürlich polikiſche Bergehen werden abgeurkeilt.
Aw. Das Bezirksſchöffengericht verhandelte am
Mittwoch nachmittag gegen einen 44jährigen aus
Weſt=
falen gebürtigen Schreiner wegen Betrug und intel
lektueller Urkundenfälſchung. Der Angeklagte hatte
ſich von ſeiner Frau, die er ganz ſchnell während des Krieges
ge=
heiratet hatte, getrennt, und hatte ſogar um allen eventuellen
Nachforſchungen ihrerſeits zu entgehen, den Namen ſeines
Bru=
ders angenommen. So kam er auch eines Tages nach Niederroden,
wo er eine Zeitlang bei einem dortigen Schreiner arbeitete. Er
lernte dort ein Mädchen kennen und fing mit ihr ein Verhältnis
an, das ſchließlich nicht ohne Folgen blieb. Er verſprach ihr, ſie
zu heiraten und verlobte ſich auch ſchließlich mit ihr, ſo daß der
Vater des Mädchens ihm in ſeinem Hauſe eine Werkſtatt
ein=
richtete. Eines Tages kam es dann raus, daß er verheiratet war
und unter falſchem Namen lebte. Erſt glaubte man ſeinen
Be=
teuerungen, daß er ſich um die Eheſcheidung bemühe, doch
ſchließ=
lich riß den beiden die Geduld und der Vater warf ihn zum Hauſe
hinaus. Der Vater behauptet in der heutigen Gerichtsverhand
lung, der Angeklagte habe ihn um ſein geſamtes erſpartes Geld
gebracht, ſo daß er ſogar eine Hypothek auf ſein Haus nehmen
mußte. Der Angeklagte behauptet, er habe gut verdient und habe
alles ſeinem Mädchen gegeben. Das Mädchen beſtreitet das unter
ihrem Eid, er habe ſich das Geld immer wieder geholt und es,
wer weiß wo, durchgebracht. Des weiteren hat er überall einen
falſchen Namen angegeben und damit falſche Eintragungen auf
dem Standesamt uſw. veranlaßt. Das gibt er auch zu. Daß er
fahrläſſig einen Offenbarungseid falſch leiſtete, kann ihm nicht
nachgewieſen werden. Das Gericht verurteilt ihn ſonach wegen
Betrug und intellektueller Urkundenfälſchung zu acht Monaten
und einer Woche Gefängnis, abzüglich drei Monaten
Unterſuchungshaft.
Am Donnerstag wird gegen einen jungen Gärtner
ver=
handelt, der beſchuldigt wird, als Angeſtellter einer
Friedhofs=
gärtnerei auf dem Friedhof beſchimpfenden Unfug verübt
zu haben, gleichzeitig mit Erregung öffentlichen
Aer=
gerniſſes. Der Angeklagte iſt allgemein als ſehr anſtändiger
und zurückhaltender Menſch bekannt und das Gericht kommt zu
einem Freiſpruch, da es ihm lediglich auf die Ausſagen der
kleinen ſieben= bis zehnjährigen Mädchen hin nicht glaubt
ver=
urteilen zu können.
Das Amtsgericht verurteilte am Dienstag unter
an=
derem zwei Ladendiebinnen. Schweſtern, die ſich auf recht
raffinierte Weiſe einmal ein Kindermäntelchen im Werte von
18 Mark und ein andermal einen Stoffreſt anzueignen wußten,
wegen Diebſtahls zu je drei Monaten Gefängnis. Es
beſteht ſogar der Verdacht, daß ſie ſchon mehr ſolcher „Einkäufe‟
machten, doch konnte ihnen weiter bisher nichts nachgewieſen
werden.
Aw. Das Bezirksſchöffengericht verhandelte, am
Freitag ausſchließlich Betrugsfälle. Zunächſt wird ein hieſigez
Rechts= und Steuerberater beſchuldigt, bei Aufnahme
eines Darlehens ſein Mobiliar, daß er bereits übereignet hatte,
zum zweiten Mal übereignet zu haben. Er wird wegen
Be=
trugs zu einer Geld ſtrafe von 300 RM. verurteilt.
Aehnlich liegt der zweite Fall. Ein hieſiger
Geſchäfts=
mann hatte ſich von ſeinem Geſellen, dem er überdies noch
an=
nähernd 300 RM. rückſtändigen Lohn ſchuldete, zweimal je 500
RM. geliehen, die er in den nächſten Tagen zurückzugeben
ver=
ſprach. Als der junge Mann, der ſich ein eigenes Geſchäft
auf=
machen wollte, das Geld nicht wieder bekam, ließ er ſich zur
Sicherheit eine Regiſtrierkaſſe im Wert von 2000 RM. über=
eignen, die, wie ſich aber nach dem geſchäftlichen Zuſamm
des Angeklagten herausſtellte, ſchon vor Monaten an
anderen übereignet worden war. Später ließ ſich der
An=
noch einmal 60 RM. von ſeinem Geſellen geben und
dafür einen ungedeckten Poſtſcheck. Das Gericht verurteik
und ſeine Frau, die bei der Sache anweſend war ur
wirkte, zu je ſechs Wochen Gefängnis.
Es kommt dann noch eine Verhandlung
Urkundenfälſchung und Betrug, die recht
eſſant iſt. Eine junge Frau hatte noch Raten
zu bezahlen, die ſie in ihrer Mädchenzeit gemacht
um die Ausſteuer zu kaufen. Als die Firma ihr
Tages einen eingehenden Kontoauszug überſandte, mu
feſtſtellen, daß drei ſchon bezahlte Rechnungen noch einm
langt wurden. Sie legte vor Gericht die Quittungen
v=
die Firma zog ſich darauf zurück und wandte ſich an den f
Reiſenden, der die Rechnungen quittiert hatte. Er wo
entlaſſen worden, weil er einige 1000 RM. unterſchlagen
da kam das wohl dazu. Aber der ſtellte ſofort feſt, daß
Rechnungen nicht quittiert habe, man ſehe es ja ganz
daß es mit Blaupapier nachgemalt ſei. Er ging ſelbſt
jungen Ehepaar, ließ ſich die Rechnungen geben und ſtellte
vier Rechnungen feſt, bei denen die Quittungen nachkovier
Er riet den Leuten noch freundlichſt, ſie ſollten die Sache
gütlich beilegen und bezahlen, denn ſie wüßten ja doch.
auf Schriftfälſchung gäbe. Die jungen Leute aber
fühl=
unſchuldig und gingen gleich mit ihm auf die Polizei. Es
dann Anzeige gegen die junge Frau erhoben. Sie beteue
Unſchuld, und zweifellos macht ſie einen außerordentlich ſe
und anſtändigen Eindruck, wie auch ihr Mann. Sie m
ſei aber wohl möglich, daß der Reiſende ſelber die Fä
vorgenommen habe, er ſei mal eines Tages gekommen un
die Rechnungen von ihr verlangt, und da ſie ihrem Ma
Eſſen habe tragen müſſen, ſei er wohl ½ Stunde ganz all
Haus geweſen und habe auch an den Rechnungen geſchriebe
kommt auch ein junger Mann, der gerade ins Haus ka
das beſtätigt. Er habe ſogar geſehen, daß der Reiſen
Blaupapier an den Rechnungen gearbeitet habe. Es erh
ein großes Rätſelraten, was den Reiſenden dazu bewogen
könnte, der es übrigens abſtreitet. Sollte ihm nicht vi
doch daran gelegen ſein, eine gültige Quittung dadurch u
zu machen, und, indem er die Schuld auf die Frau ſo
wenigſtens von einem kleinen Teil ſeiner Schulden los
Die Gelegenheit war ja ſo außerordentlich günſtig. Das
konnte ſich nicht entſchließen, ihn zu beeidigen, und ſpra
die Frau frei, da es ihre Schuld infolgedeſſen nicht für be
hielt.
Aw. Am Dienstag verhandelte die Große S
kammer gegen fünf junge Kommuniſten aus
felden wegen Landfriedensbruchs. Im Oktober /
Jahres wurde eine Gruppe junger Nationalſozialiſten, die
von einem Sprechabend in Walldorf zurückkehrten, übe
und einer von ihnen recht erheblich verletzt. Die fünf Ange
werden beſchuldigt, an dieſem nächtlichen Ueberfall beteil
weſen zu ſein. Die Verhandlung wurde am Dienstag
und am Donnerstag in Mörfelden zu Ende geführt. Der
Angeklagte, der in der erſtinſtanzlichen Verha
während der Beratungspauſe aus Angſt vor ſofortiger Verk
ſtiften aing, und der damals freigeſprochen wurde, wird d
zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Bei dem
ten Angeklagten wird das Urteil erſter Inſtanz mit
Monaten Gefängnis beſtätigt. Der zweite
geklagte wird abermals freigeſprochen, eben
die beiden anderen, die in erſter Inſtanz wege
fachen Landfriedensbruchs verurteilt wurden.
Fleiſchverbilligung für Erwerbsloſe bis Ende Juni.
Kinderelend wie in der Kriegszeit.
Die Fleiſchverbilligung für Erwerbsloſe wird nach
Beſei=
tigung der finanziellen Schwierigkeiten auch in den Monaten Mai
und Juni fortgeſetzt. Auf Grund einer am Mittwoch zwiſchen
dem Reichsernährungsminiſter Dr. h. c. Schiele und dem
Reichs=
finanzminiſter Dr. Dietrich zuſtandegekommenen Vereinbarung
werden, wie die „Fleiſcherverbandszeitung” erfährt, nochmals vier
Millionen RM. zur Verfügung geſtellt. Damit dieſe vier
Mil=
lionen bis Ende Juni reichen, iſt die bisherige Grundlage der
Fleiſchverbilligung inſofern verlaſſen worden, als in Zukunft der
Gutſchein nicht mehr als 30 Pfennig, ſondern nur noch auf
20 Pfennig je Pfund und Woche lautet. Für die Erwerbsloſen
ermäßigt ſich demnach der Preis für das Pfund Fleiſch in
Zu=
kunft um 20 Pfennig. Allerdings iſt hierbei zu berückſichtigen,
daß die Fleiſchpreiſe ſeit Beginn der Fleiſchverbilligungsaktion
ebenfalls weiter geſunken ſind. Die Abſchnitte, die neu
aus=
gegeben werden, gelten für jeweils zwei Wochen. Insgeſamt
um=
faßt die das Fleiſch für die Erwerbsloſen um 20 Pfennig
ver=
billigende Maßnahme acht Wochen und wird ſich bis in die letzte
Juniwoche ausdehnen. Zum Herbſt und Winter wird dann nach
der Sommerpauſe die Fleiſchverbilligung erneut und mit ſtärkeren
Mitteln wieder in Angriff genommen werden.
Arbeitsbeſchaffung
durch Inſtandſehung des Hausbeſitzes.
EPH. Der diesjährige evangeliſche Reichselterntag beſch
ſich in einer beſonderen Sitzung mit der überaus kriti
Lage der Jugendwohlfahrtspflege. Die Refe
Frau Nora Hartwich, zeichnete ein erſchütterndes Bild de
Jugendnot, die ſeit dem Jahr 1930 ſo gefährliche Formen
nommen hat. Sie glaubte feſtſtellen zu müſſen, daß das
tige Kinderelend dem der Kriegszeit nicht
nachſteht. In Berlin kommen bereits wieder über 5000
der ohne Frühſtück zur Schule. In Weſtfalen mußten 20 P
der Schulanfänger wegen körperlicher Schwäche vom Schu
zurückgeſtellt werden (1930: 5 Prozent). Nicht weniger ve
nisvoll als die körperliche Not — davon wiſſen die Pſychie
erzählen — iſt die ſeeliſche Gefährdung zahlreicher Kinder
die Atmoſphäre der Hoffnungsloſigkeit in den Elternhäuſer:
zu tritt die eigene Lebensnot der 900 000 erwerbsloſen J
lichen; das ſind 11 Prozent der jugendlichen Bevölkerung
zeitig werden diejenigen Jugendlichen, die noch das Glück.
zu arbeiten, vielfach weit über ihre Kräfte hinaus ausgenut
nimmt die Kinderarbeit zu. Angeſichts dieſer Lage muß de
ſichtsloſe Abbau der öffentlichen Jugendwohlfahrtspflege
al=
bedenklich bezeichnet werden. Ihr vor allem iſt es zu pverd
daß die geſundheitlichen Kriegsſchäden unter der Jugend
wunden werden konnten. Nun iſt auch hier alles rückläufig
ſtehen vor der wahrhaft tragiſchen Situation, daß der E
heitszuſtand zahlloſer Kinder nach Erholungsfürſorge ſchre
auf der anderen Seite zahlreiche beſteingerichtete Heime m
ligen Tagesſätzen leer ſtehen.
In einer Entſchließung richtete der Reichselterntag eine
dringlichen Appell an die öffentlichen Stellen wie an die
Kräfte zur Rettung der Jugendwohlfahrtspflege. Möchte
hört werden, ehe es zu ſpät iſt!
* Tödlicher Autounfall. Auf der Landſtraße zwiſchen 7
und Mainz kam am Freitag abend gegen 21 Uhr ei
5 Perſonen beſetztes Auto auf der naſſen Straße ins Schle
überſchlug ſich und zerſchellte an einem Baum. Der Wagen
der 50jährige Ingenieur Hermann Ropers, deſſen E
und Tochter Hilde, wurden ſehr ſchwer verletzt, ſo daß an
Aufkommen gezweifelt werden muß. Der 59jährige T
Wilhelm Vogel wurde leichter verletzt, ſeine Ehefrau alle
war bei der Einlieferung im Mainzer Krankenhaus
verſtorben.
Unter den Möglichkeiten der Arbeitsbeſchaffung iſt die
Inſtandſetzung des Hausbeſitzes von beſonderer Bedeutung. Der
Reichsarbeitsminiſter hat vor kurzem die Länder auf verſchiedene
Maßnahmen hingewieſen, die der Arbeitsbeſchaffung auf dieſem
Gebiete dienen können. Die Länder ſind gebeten worden, ſoweit
möglich. Mittel der Hauszinsſteuer für Inſtandſetzungen
bereit=
zuſtellen, und ddem einzelnen Hausbeſitzer die Aufnahme von
Kapital durch Zinszuſchüſſe aus der Hauszinsſteuer zu erleichtern.
Es iſt ferner darauf hingewieſen worden, daß auch die
Möglich=
keit beſteht, die erforderlichen Mittel durch Wechſelkredit zu
be=
ſchaffen. Auf Grund von Verhandlungen mit der Reichsbank
konnte feſtgeſtellt werden, daß die Reichsbank grundſätzlich bereit
iſt, derartige Wechſel zu diskontieren. Auf dieſem Wege wird
ſich die Ausführung von Inſtandſetzungsarbeiten in erheblichem
Umfange ermöglichen laſſen
* Kneipp Bildungsvortrag. In Fortſetzung der
Kneippkuren=
vortragsreihe ſprach geſtern abend auf Veranlaſſung des Kneipp
Bundes E. V., Ortsgruppe Darmſtadt, in der gut beſetzten Aula
der Ludwigs=Oberrealſchule Herr Pumpe, Lehrer an der
Bundesſchule Bad Wörishofen. Er befaßte ſich insbeſondere mit
den weitverbreiteſten menſchlichen Unpäßlichkeiten, mit den für
die Kranken oft unerklärlichen Nervoſitäts= und
Müdigkeits=
erſcheinungen und ſtreifte in dieſem Zuſammenhang die Vitamine
und ihre Bedeutung für den menſchlichen Körper. Seine weiteren
Ausführungen nahmen auf die neueſten Erkenntniſſe über die
Urſachen von Krankheiten, wie Herz=, Magen= und Darmleiden
bezug. Er ſtellte die Bazillenfurcht der Seuchenfeſtigkeit
gegen=
über und kam ſchließlich auf die Schädigungen zu ſprechen, die
auf die falſchverſtandene „Ziviliſation” zurückzuführen ſind. Eine
einfache und natürliche Heilmethode ſieht der Referent in der
Kneipp=Kur, die er in einem Vortrag näher definiert. Seine
Ausführungen wurden durch eine Reihe von Lichtbildern ergänzt
bzw. unterſtrichen. Lebhafter Beifall der Kneippkur=Anhänger
dankte dem Referenten für ſeine Ausführungen.
Lokale Veranfkaltungen.
Die hierunier erſcheinenden Notizen ſind ausſchließlich als Hinwelſe auf Anzeigen zu be
in keinem Falle irgendwie als Beſprechung oder Kritik.
— Der Gau Darmſtadt des Südweſtdeut
Sportverbandes für Kleinkaliberſchießen
am Sonntag, dem 24. April. nachmittags ½3 Uhr, im Sad
„Krone” eine interne Gauverſammlung ab, zu der au
Verbandsvorſitzende General von Rotberg erſcheinen wird
Tagesordnung beſteht im Weſentlichen aus Berichten un
Feſtlegung des Arbeitsprogramms für das Jahr. Dem ofſe
Teil werden ſich noch einige gemütliche Stunden bei Mu
frohen Liedern anreihen.
Hotel u. Reſtaurant Poſt (am Hauptbal
Heute Samstag, morgen, Sonntag, finden im Hotel=Reſte
Poſt in ſämtlichen Parterre=Räumen die allſeits beliebte
ſchönen Geſellſchaftsabende mit Tanz ſtatt. Dieſe gemu
Abende im Hotel Poſt finden ſtets beſonders ſtarken iu
Am Sonntag laufend Bekanntgabe der Preußenwahl=Re
durch Radioübertragung. (Siehe heutige Anzeige.)
den Samstag und Sonntag Schluß=Konzerte der drei
Künſtler ſtatt. Wahlergebniſſe werden im Hotel Bender,
ſtraße 1½, und im Reſtaurant Bender. Eliſabethenſtr.
bekanntgegeben. (Näheres Inſerat.)
— Das Herrngartencafé iſt ſtets
Samstag=
geöffnet und hat täglich Unterhaltungsmuſik.
Vereinskalender.
Verein ehem. Angehöriger des
Groß=
tilleriekorps. Beſichtigung des Städt. Schlachthofes it.
Sonntag, nachm. 3 Uhr,
— Verein der Pioniere und Verk.=ru;
Darmſtadt u. Umg., K.K.=Schützen=Abtlg.: Am Sonmias
24. April, ab 10 Uhr Uebungsſchießen.
istag, 23. April 1932
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 113.,
Aus Heſſen.
Eberſtadt, 22. April. Aerztlicher Sonntagsdienſt.
rztlichen Sonntagsdienſt verſieht am Sonntag, den 24
Fril. Dr. Meyer.
Nieder=Ramſtadt, 22. April. Ratsbericht. Von ſeiten
rwaltung wird darauf hingewieſen, daß die endgültigen
geſcheide für das Rechnungsjahr 1932 noch nicht ausgeſtellt
können und daß daher auf Anordnung des Herrn
Mini=
es Innern die Gemeindeſteuern auf Grund der in aller
hinausgehenden vorläufigen Steuerbeſcheide zu entrichten
Einem Anſinnen der Oberrechnungskammer, einen Teil
„ſenreinertrages der Kilianſchen Erbſchaftskapitalien den
ntsbeſtimmungen entſprechend an Ortsarme zu verteilen.
icht entſprochen, weil die Gemeinde derzeit ſchon hoch
ge=
t Wohlfahrtslaſten in Anſpruch genommen wird. — Die
bzug von Geldbeſchaffungskoſten und Speſen entſtandenen,
ſpothekariſch geſicherten Reſtkaufgeldforderungen aus den
ekäufen der Gemeinde in der Hochſtraße, ſollen nach
An=
r Oberrechnungskammer dinglich geſichert werden. Im
auf die Geringfügigkeit der Summen und aus
Koſtenerſpar=
den kann von Beſtellung einer weiteren Hypothek
abge=
erden, wenn die einzelnen Schuldner die von ſeiten der
ung ausgearbeiteten Schuldſcheine unterſchriftlich aner=
Die Landeskommunalbank=Girozentrale drängt
wie=
auf Rückzahlung eines Teiles der kurzfriſtigen Anleihen
neinde, die ihrerſeits die in Frage kommenden Beträge
an Private zu Bauzwecken weitergegeben hat. Der Rat
gt die Verwaltung, im gleichen Sinne auf die Schuldner
ſeinde einzuwirken. — Es hat ſich als notwendig erwieſen,
ch der unentgeltlichen Behandlung der Ortsarmen durch
en hieſigen Aerzte eine anderweite Regelung zu treffen.
winnung eines Ueberblicks ſollen die beiden Aerzte der
e die im letzten Jahre behandelten Ortsarmen
zahlen=
achweiſen.
ſabenhauſen, 21. April. Fabrikbeſuch. Der
Bezirks=
eein von Babenhauſen und Umgebung beſuchte am
Mitt=
mittag die hieſige Celluloidwarenfabrik. Die
hatte Herr Ingenieur Dauernheim übernommen,
Gäſte in alle Geſchäftsräume führte und ihnen einen
n Einblick gab über das Entſtehen und Werden der in
ba angefertigten reizenden Puppen, Spielwaren und
itiere.
Erbach, 22. April. Bezirksſparkaſſe. Die hieſige
in arkaſſe lädt für kommenden Sonntag ebenfalls zu zwei
n ein. Der erſte findet nachmittags im Gaſthaus „Zum
n Rothenberg und der zweite abends im Gaſthaus „Zum
in Beerfelden ſtatt. In beiden Veranſtaltungen ſpricht,
Imvorführungen unterſtützt, Herr Otto Hägert über die
atrung von Neubauten und Kauf von Wohnhäuſern und
löſung von Hypotheken durch die öffentlichen Bauſpär=
Auflöſung der Schindlerinnung. Auf
nes Beſchluſſes der Innungsverſammlung vom 20. März
d die freie Schindlerinnung im Kreiſe Erbach mit Wir=
18. d. M. ab aufgelöſt.
Wald=Michelbach, 21. April. Am kommenden Sonntag
zwig findet in Unter=Waldmichelbach in Gegenwart des
rwehrinſpektors Knaup=Birkenau und eines Vertreters
zamtes eine Beſichtigung und Probe der hieſigen
Feuer=
t. — Die Ortsgruppe des Odenwaldklubs unternimmt am
eine Halbtageswanderung von Mörlenbach über
Nieder=
ich, Waldener Turm, Hixſchkopf, nach Weinheim. Abfahrt,
hr. — Am Montag wird im Hotel „Odenwald” durch
eutnant Mumm der hiſtoriſche Lehrfilm „Die Schlacht
Wrloo” vorgeführt.
mbach i. Odw., 21. April. Als Redner für den dritten,
Mien der hieſigen Goethewoche veranſtalteten
Vor=
gar Pfarrer Salewski=Mannheim gewonnen worden,
rül „Goethes Natur= und Farbenlehre” ſprach. Der
außer=
gent intereſſante Vortrag hinterließ bei allen Zuhörern einen
uier indruck. Wiederum umrahmten Frau Dipl.=Ing. Bechtel
H. Lehrer Böll den Vortrag durch muſikaliſche
Darbietun=
en Höhepunkt beſonderer Art bildete Sonntag abend die
ſü ng des Goetheſchen Trauerſpiels „Clavigo‟. De=
us=
ehrgroße Raum der im letzten Jahr eingeweihten Rimbacher
war mit etwa 350—400 Perſonen beſetzt. Die Regief)
Aihrung lag bei Herrn Dentiſt Dochtermann=Mörlenbach
he) Händen. Es war erſtaunlich zu ſehen, wie es ihm
ge=
nger ar, eine Laienſpielerſchar zuſammenzuſchließen. Der ſtarke
ſſa! raus nah und fern Gekommenen bewies es, wie dankbar
Ay hrung, die glänzend durchgearbeitet war,
entgegengenom=
naſe. — Im Rahmen der Goethewoche wurde Sonntag
vor=
ſag: Evangel. Gemeindehausſaal eine Goethe=
Ausſtel=
cöffnet. Eine reichhaltige Sammlung iſt zuſtande
gekom=
f weißgedeckten, blumengeſchmückten Tiſchen ſind
Goethe=
d Goethewerke, in mannigfaltiger Buntheit und Fülle
rſchhorn, 22. April. Waſſerſtand des Neckars
bril: 1,78 Meter; am 22. April: 1,74 Meter.
rusheim, 22. April. Waſſerſtand des Rheins am
—0,02 Meter; am 22. April: —0,08 Meter.
Ce Seeheim, 22. April. Zugunſten unſeres Epangeliſchen
Ge=
meindehauſes und der Schweſternſtation beſcherte uns unſer
Geiſt=
licher geſtern abend einen Lichtbildervortrag über ſeine ſeitherige
Gemeinde Bad Wimpfen a. N., wozu freundlicher Weiſe der
dor=
tige Kurperein ein reiches und lehrreiches Bildwerk zur
Ver=
fügung geſtellt hatte. Herr Pfarrer Reith führte uns durch all
die Winkel und Gäßchen des ihm ſichtlich ans Herz gewachſenen
alten Neckarſtädtchens, ſtimmungsvoll auch die Landſchaft
ſchau=
end. Aber auch den herrlichen Kuranlagen ſtatteten wir einen
Beſuch ab und durften in die Räume ſehen, wo Aſtmathiker nach
den neueſten mediziniſchen Methoden Heilung ſuchen.
Heppenheim a. d. B., 22. April. Frühlingsfeſt im
Parkhotel „Halber Mond”. Wenn nicht alles trügt, ſteht am
kom=
menden Sonntag, den 24. April, die Bergſtraße in voller Blüte.
Aus dieſem Anlaß veranſtaltet das Parkhotel „Halber Mond‟
ein Frühlingsfeſt. Der Beginn des Feſtes iſt auf nachmittags
4 Uhr gelegt, damit auch auswärtige Gäſte an dieſem ſchönen Feſt
teilnehmen können. Wie in der letzten Zeit alle
Sonderveranſtal=
tungen des „Halben Mond” waren, ſo ſteht auch dieſes Feſt unter
dem Zeichen der verbilligten Weinpreiſe, auch wird kein
Ein=
trittspreis erhoben. (Siehe Anzeige.)
Skraßenbericht
Zur den Leser vom Land.
Nochmals: Die Wirtſchaft
des Landmanns verlangt auch im Sommer das
regel=
mäßige Leſen einer Zeitung, die ihn über die Tages=
und zukünftigen Preiſe ſeiner Ware unterrichtet. Die ihm
außerdem über die Vorgänge in ſeiner Organiſation
ſchnell und immer zuverläſſig Mitteilung macht. Und wie
ſteht’s, wenn der Tandmann, der Winzer im Sommer
Arbeitsgeräte, Vieh uſw. kaufen oder verkaufen will,
wenn er Arbeitskräfte, Arbeiter ſucht? Hilft ihm da nicht
der reichhaltige Anzeigenteil des „Darmſtädter Tagblatt?”
Darum — Landmann, bleib bei Deiner Zeitung
auch im Sommer.
g. Gernsheim a. Rh., 21. April. Der Werbeabend des
Turnvereins im Saalbau Haas erfreute ſich eines guten
Be=
ſüches und ſchönen Verlaufes. Das Programm war überaus
reich=
haltigy Es wurden gezeigt: Darbietungen der Jugendabteilung,
Bodenübungen Volkstänze der Turnerinnen und Geräteübungen
der Turner. Sämtliche Darbietungen wurden exakt vorgeführt
und ſpmit der Beweis erbracht, daß der edle Turnſport in
Gerns=
heim eine gute Pflegſtätte hat. U. a. wirkte auch die Damenriegge
des Turnvereins Groß=Rohrheim mit. Die Hauskapelle wie ich
die Geſangsabteilung (Dirigent Herr Lehrer Winter) trugen zur
Abwechſelung bei. — Die Generalverſammlung des
Krieger= und Militärvereins im Gaſthäus „Zum
Löwen” war gut beſucht. Den Jahresbericht erſtattete der
Schrift=
führer Juſtizſekretär Adam Köhl. Den Rechenſchaftsbericht legte
der Rechner, Herr Ludwig Trageſſer ab. Ein kleiner Ueberſchuß
verblieb in der Kaſſe. Die Vorſtandsmitglieder Wilhelm Drentel
und Philipp Schneider 4. ſchieden aus. Ueber die Fürſorgetätigkeit
im Verlauf des Jahres berichtete der Obmann Herr Philipp Al.
Schmitt. Rege Diskuſſion entſpann ſich bei dem Punkt „
Klein=
kaliberſchießen‟. Die ins Auge gefaßte Erſtellung eines
Schieß=
ſtandes konnte infolge Geldmangels nicht durchgeführt werden.
Das Saalſchießen ſoll daher eingeführt werden. Zu Schießwart
wurden beſtimmt die Herren Metzgermeiſter Peter Bornhofg und
Bäckermeiſter Andr. Haas.
C Viernheim, 21. April. Gemeinderatsbericht. Die
von dem Verſchönerungsverein gewünſchte Baumpflanzung an der
„Propf)zialſtraße Viernheim—Mannheim wurde der Koſten und
ſonſtiger Umſtände wegen abgelehnt. — Der Rat nimmt davon
Kenntnis, daß die Stadt Mannheim keine weitere Verbilligung
de Ferngaſes eintreten laſſen kann, Für den Gasbezug zu
Raum=
heizzwecken wurde eine Verbilligung in Ausſicht geſtellt. — Ein
Baugeſuch außerhalb des Ortsbauplanes wurde genehmigt. — Die
Oberrhein. Eiſenbahngeſellſchaft hat eine Verbilligung des
Fahr=
preiſes (außer Arbeiterfahrkarten) abgelehnt. — Der Vorſitzende
gab eingehend Aufklärung über den gegenwärtigen Stand der
Ausgaben für Wohlfahrtspflege Hiernach ſind für das
Rech=
nungsjahr 1931 aus Bierſteuer, Bürgerſteuer, Beihilfen aus dem
Ausgleichſtock uſw 222 000 RM. in Einnahme geſtellt. Die
Aus=
gaben betragen für Wochenfürſorge, Kriſenanteil, laufende
Wohl=
fahrtsunterſtützungen uſw. rund 458 000 Mark, ſo daß 235 000
RM. ungedeckt bleiben. Im Jahre 1914 betrugen in unſerer
Ge=
meinde die Wohlfahrtslaſten den hundertſten Teil. — Für di
jenigen Unterſtützungsempfänger die eine Unterſtützung von 59
RM. erhalten, wird für jeden Pflichtarbeitstag eine Zulsge uchr
50 Pfg. gewährt. — Die Erhöhung der Realſteuern (GebKude
uné=
bewerbeertrag) auf den Landesdurchſchnittsſatz wurde abgelehnt.
für die Woche vom 24. bis 30. April 1932.
Mitgeteilt vom Heſſiſchen Automobil=Club
Fernverkehrsſtraßen in Heſſen:
42 Darmſtadt—Mainz (Ortsdurchfahrt Groß=Gerau, vom
Bahn=
hof Dornberg bis Groß=Gerau) vom 22. bis 30. 4. geſperrt.
Umleitung: Griesheim. Wolfskehlen.
45 Heldenbergen—Windecken wegen Einſturzgefahr der
Nidder=
brücke bis auf weiteres für allen Verkehr geſperrt. Umleitung
für den Durchgangsverkehr: Friedberg, Vilbel, Bergen,
Main=
kur, Hanau; für den Lokalverkehr: Eichen, Oſtheim, Windecken.
Hauptſtraßen in Heſſen:
Hirzenhain-Lißberg vom 4. 4. bis auf weiteres geſperrt.
Umlei=
tung: Glashütten, Oberlais, Schwickartshauſen, Lißberg oder
Uſenborn, Ortenberg.
Sonſtige Straßen in Heſſen:
Weiskirchen nach der Bahnſtation vom 4.—27. April geſperrt. Die
aufgeſtellten Schilder ſind zu beachten.
Herrnsheim—Worms—Neuhauſen (Ortsdurchfahrt Herrnsheim)
vom 18.—26. April geſperrt. Umleitung: Worms—Hochheim.
S. Lampertheim, 21. April. Generalverſammlung des
Spcruereins Biene. Da falſche Gerüchte über das
Unter=
nehmen kverbreitet wurden, hatten ſich ſehr viele Mitglieder
ein=
gefunden” Für den verhinderten Vorſitzenden Pfarrer Unger
lei=
tete Kaplan Hattemer die Verſammlung. Aus dem
Rechenſchafts=
berichk iſt zu entnehmen, daß am 15. April eine eingehende
Revi=
ſion ſtattgefunden und eine gewiſſenhafte und muſtergültige
Ge=
ſchäftsführung feſtgeſtellt werden konnte. Der Rechner, Lehrer
Braunktrug ſodann die Bilanz pro 1931 vor. Gegenüber dem
Vor=
jahr entſtand ein Rückgang von nahezu einer Viertelmillion, der
in den wirtſchaftlichen Verhältniſſen begründet iſt. Der Rechner
ging hierauf auf die umlaufenden böswilligen Gerüchte näher ein,
und auf Wunſch aus der Verſammlung wurden denn auch ſolche
Miesmacher bekanntgegeben. Die Bilanz wurde einſtimmig
geneh=
migt und der Reingewinn dem Reſervefonds gutgeſchrieben, ſo
daß ſich dieſer jetzt auf 30 445,10 RM. beläuft. Der
Mitglieder=
ſtand des Sparvereins iſt auf über 500 angewachſen. In den
Vor=
ſtand wurden hierauf die Herren Adam Korb 2. und Seb.
Gut=
ſchalk wieder= die Herren Seb. Kirſch und Adam Münzenberger
neugewählt. Die vom Kreditausſchuß für Heſſen feſtgelegten
Zins=
ſätze werden auch für den Verein verbindlich erklärt. Auf Anfrage
bezüglich der Höhe der Haftſumme der einzelnen Mitglieder wurde
bekanntgegeben, daß dieſelbe 1 Prozent d jeweiligen
Spargut=
habens betrage. Mit ermahnenden Worten, dem nunmehr dreißig
Jahre beſtehenden Unternehmen auch weiterhin die Treue zu
hal=
ten, ſchloß der inzwiſchen eingetroffene Vorſitzende die
General=
verſammlung.
Gräfenhauſen, 22. April. Treue Dienſte. Fräulein
Mathilde Weil, hier, ſteht heute 25 Jahre ununterbrochen als
Stütze im Dienſte der Familie Dr. med. Kurz.
7 Af. Neu=Iſenburg, 20. April. Turnverein: Wettkampf
im Kunſtturnen. Die Leitung des Wettkampfes, an dem ſich
die (Türngemeinde 1846 Darmſtadt, die Turngemeinde 1846 Worms
und der Turnverein 1861 Neu=Iſenburg mit je 5 ihrer beſten
Turner beteiligten, lag in den Händen von Gauturnwart
Emme=
rich=Offenbach a. M., während die Turner Braganz und Groß,
Frankfurt a. M., das Kampfgericht übernommen hatten. Es ſiegte
der hieſige Verein mit 294½ Punkten vor Darmſtadt mit 279½
und Worms mit 259 Punkten, und es konnten im einzelnen
errin=
gen: Hau=Neu=Iſenburg 54 Punkte, Hoppner=Neu=Iſenburg 51,5,
Schwinn=Darmſtadt 50, Lützow=Neu=Iſenburg 49,5, Fiedler=
Darm=
ſtadt 49, Kaſpar=Worms 47,5, Pfaff=Neu=Iſenburg 45,5, und
Schar=
fenberger=Worms 45.
2. Offenbach, 20. April. Abbaumaßnahmen. Infolge
des Abbaues wurden hier folgende Verſetzungen notwendig:
Leh=
rir Kochhafen und die Lehrerinnen Hammer und Warnecke nach
Haynſtadt, die Lehrer Büttner und Diel nach Mainz, die Lehrer
Gitſen, Rupp und Sauer und die Lehrerinnen Horneff und Keller
„nach Worms, Lehrer Wörner nach Gießen, Lehrer Dr. Wenzel
ltach Neu=Iſenburg, Krauſe nach Mühlheim, die Lehrerinnen
Wag=
net nach Vilbel, M. Herd nach Groß=Steinheim, H. Herd nach
Bieber, Werner nach Klein=Welzheim. Von der
Fortbildungs=
ſchule wurden Lehrer Wecht und Lehrerin Hammen an die hieſige
Volksſchule, Lehrer Rügner nach Lampertheim und LehrerinQuirin
nach Worms verſetzt. Die Rektoren Heiland und Schläger, die
Lehrer Debus, Dufael, Handſchuch, Lampert, Sachs und Schäfer
und die Lehrerin Schneider traten nach erreichter Altersgrenze
oder auf freiwilliges Anſuchen in den Ruheſtand. Damit ſinkt
die Zahl der Klaſſen an unſerer Volksſchule von 1921 bis Oſtern
1932 von 308 auf 168. Die abgebauten 140 Lehrkräfte ſind mit
Frau und Kindern auf rund 420 — ein kleines Dorf! —
anzu=
nehmen. Ob es richtig iſt, die Laſt des Abbaues nur die Städte
und die größeren Landgemeinden tragen zu laſſen, mögen
Be=
rrachtungen über dieſe Zahl ergeben.
* Db. Urberach, 21. April. Goldene Hochzeit. Samstag,
den 30. April, begeht das Ehepaar Herr Jakob Nikolaus Groſch
und Frau Magdalena, geb. Perſchbacher, den Feſttag ihres 50
jäh=
rigen Ehejubiläums. Beide erfreuen ſich noch beſter Geſundheit
und glücklichen Zuſammenſeins. Wir gratulieren dem Ehepaar
und wünſchen noch recht viele Lebensjahre.
*
ichrichken des Skandesamks Darmſtadk.
bene. Am 14. April; Keller, Margarete, ohne Beruf,
der=Roden, hier Grafenſtr. 9; Gengnagel, Adam.
Elek=
r, 54 J., Biebesheim, hier Grafenſtr. 9. Am 15. April:
emias Theatermaler i. R., 87 J., Liebfrauenſtr. 113;
her, Willi, 1 J., Nieder=Modau, hier, Heinheimerſtr. 21.
lpril: Fiſcher, Margaretha, geb. Göbel, 70 J., Witwe
neiſters, Lagerhausſtr. 28. Am 15. April: Hochſtätter,
eonore, 69 J.. ledig, Eliſabethenſtr. 29: Germann,
Wil=
ihmacher, 71 J.. Liebfrauenſtr. 40. Am 17. April: Dreſſel,
geb. Götzinger, 69 J., Ehefrau des Privatiers, Große
2: Creter, Peter Carl. Privatmann, 82 J., Weinberg=
Am 16. April: Eichrodt, Theodor Heinrich, Konditor,
oße Ochſengaſſe 22: Eigenbrodt, Eliſabeth, geb. Dill=
I., Witwe des Packers, Beſſunger Straße 92. Am
Barth, Friedrich Karl, Werkführer i. R., 91 J., Moos=
58. Am 18. April: Becker, Johannes Maurer 63 J.,
hier Alicehoſpital; Hausmann, Marie, geb. Schwarz,
we des Steinmetzen, Karlsſtr. 21; Gerhardt, Anna, geb.
J., Witwe des Stuhlſchreiners, Darmſtr 23. Am 19.
üttner, Johanna, Modiſtin, ledig, 47 J., Lauteſchläger=
Wisthaler, Agnes, Schauſpielerin, ledig, 79 J.,
Frank=
aße 51; Müller, Georg 13., Hilfsarbeiter, 69 J., ledig,
Kr. Darmſtadt. Am 20. April; Hartwich, Richard Karl
rſteuerinſpektor i. R., 71 J., Ahaſtr. 5. Am 19. April;
b, Schloſſer, 61 J.. Eberſtadt, Kr. Darmſtadt, hier
Er=
aße 25. Am 21. April: Beſt, Magdalena, geb. Marin=
Witwe des Rentners, Wingertsbergſtr. 11. Am 22.
elbach, Roſine, geb. Arnold, 72 J.. Witwe des Schloſſers,
r. 7. Am 21. April: Markert, Karl, Küchenchef, 42 J.
Kr. Bensheim, hier, Hermannſtr. 6: Kaiſer, Georg
Zanzleioberſekretär, 50 J.. Mornewegſtr. 10. Am 20.
iner Eliſabeth Dorothea, geb. Haun, 60 J., Ehefrau des
s. Kirchſtr. 21.
Kirchliche Nachrichken.
Evangeliſche Gemeinden.
Eamstag (23. April).
*. Abends 7,30 Uhr: Chriſtenlehre für die Lukasgemeinde. Pfarrer F.
zends 8,30 Uhr: Abendandacht.
hrche. Abends 8 Uhr: Chriſtenlehre des Nordbezirks im Gemeindehaus.
Sonntag Kautate (24. April).
Borm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier des heiligen Abendmahls.
Kollekte für die Auslandsdiaſpora). — Vorm. 11,30 Uhr: Kindergottes=
Deß. — Abends 5 Uhr: Abendgottesdienſt. Pfarrer Lautenſchläger. Die
mochentags von 9 bis 5 Uhr zu ſtiller Andacht geöffnet. Eingang Nordtüre
1e. Vorm. 8,30 Uhr: Morgenandacht. Pfarrer Heß. — Vorm. 9 Uhr;
e Kaplaneigemeinde, Pfarrer Heß. — Vorm. 10 Uhr: Hauptgottes=
— Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer F. Müller.
Einigung zur Abhaltung lutheriſcher Gottesdienſte: Vorm. 9,30 Uhr:
in der Sakriſtei. — Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier
ahls. Pfarrer Lautenſchläger
I.
an Auswärtigen: Pfarrer Dr. Berger, Liebfrauenſtr. 6.
*. 17). Sonntag, 24. April, abends 8 Uhr: Jugendvereinigung
kontag, 25. April, abends 8 Uhr: Frauenverein des
Guſtav=
uptverſammlung des Ev. Bundes. — Jugendbund der Lukas=
25. April, abends 8 Uhr: Kirchengeſangverein der Stadtkirche.
Ans der Stadtgemeinde. — Mädchenvereinigung der Reformations=
Nenverein der Kaplaneigemeinde. — Mittwoch, 27. April abends 8 Uhr:
Kirchengeſangverein der Schloßkirche und Stadtkapelle. — Jugendbund der
Markus=
gemeinde. — Mädchenvereinigung der Reformationsgemeinde. — Freitag, 29. April,
abends 8 Uhr: Vortrag der Oſtaſienmiſſion. — Jugendbund der Kaplaneigemeinde.
Konfirmandenſagl im Schloß. Dienstag, 26. April, abends 8 Uhr: Jugendbund der
Schloßgemeinde. — Mittwuoch, 27. April, und Samstag, 30. April, nachm. 4 Uhr:
Handarbeitsſchule der Stadtgemeinde. — Donnerstag, 28. April, abends 8 Uhr:
Jugend=
vereinigung der Stadtgemeinde. — Samstag, 30. April, abends 8 Uhr: Poſaunenchor
Diakonenſtation für männliche Krankenpflege: Heidelberger Straße 21. Fernſpr.
Nr. 2883.
Ev. Bohlfahrtödienſt: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17, Vorderhaus, 1 Treppe.
Sprech=
ſtunden vorm. 10—12 Uihr u. nachm. (außer Samstags) von 5 bis 6 Uhr. Fernſprecher
4584. Jugenbfürſorge, Jugendgerichtshilfe, Soziale Gerichtshilfe, Beratung in
Woh=
nungsangelegenheiten, Eheberatung, Trinkerfürſorge, Wanderer= und
Gefaugenenfür=
ſorge. — Rechtsauskunftsſtelle (auch für Steuer= und Berſicherungsangelegenheiten.
Gemeindeamt für Kirchenſteuerangelegenheiten: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17,
Hinterhaus, Saal 3. Geſchäftsſtunden vorm. von 8 bis 12 Uhr und nachm. von 3 bis 6 Uhr,
(Mittwochs nur von 3—4,30 Uhr), Fernſprecher 2379.
Zahlſtelle für das Kirchnotgeld: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17, Hinterhaus, Zimmer 4.
Zahltage: Montag, Mittwoch und Donnerstag vorm. von 9 bis 12 Uhr.
Evangeliſches Arbeiterſekretariat (Feierabend, Stiftsſtr. 51):
Rechtsauskunfts=
ſteſlle: Sprechſtunden vorm, von 10 bis 1 Uhr. Fernſprecher 2288.
Martinskirche. Vorm. 8 Uhr: Frühgottesdienſt, zugleich Jugendfeier. Anſchließend
Chriſtenlehre für beide Abteilungen der Martinsgemeinde Oſt. Pfarrer Köhler. — Vorm.
10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Beringer. — Borm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt
für die Martinsgemeinde Oſt. Pfarrer Köhler,
Altersheim. Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Heß.
Martinsgemeinde. (Veranſtaltungen.) Dienstag, 26. April, abends 8 Uhr, im
Martinsſtift: Kirchenchor; im Gemeindehaus: Jugendvereinigung. — Mittwoch, 27.April,
nachm. 2 Uhr, im Gemeindehaus: Handarbeits= und Strickſchule. — Donnerstag,
28. April, abends 8 Uhr: im Martinsſtift: Mädchenvereinigung (Oſt); im Gemeindehaus
Mädchenvereinigung (Weſt); Mauerſtraße 5: Poſaunenchor. — Freitag, 29. April,
abends 8 Uhr, im Gemeindehaus: Jugendvereinigung, ältere Abteilung. — Samstag,
den 30. April, nachmitt. 2 Uhr, im Gemeindehaus; Handarbeits= und Strickſchule,
Johanneskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Marx. — Vorm.
11,15 Uhr: Kindergottesdienſt.
Veranſtaltungen: Montag, 25. April, nachm. 4,30 Uhr: Helferſitzung des
Nord=
bezirks. — Abends 8 Uhr; Kirchenchor und Mütterabend. — Dienstag, 26. April, nachm.
4 Uhz: Helferſitzung des Südbezirfs. — Mittwoch, 27. April, nachmi. 2 Uhr: Strichſchule
Panl=Gerhardt=daus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Vorm. 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Junker. — Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarr=
afſiſtent Junker.
Veranſtaltungen: Donnerstag, 28. April, abends 8 Uhr: Mütterabend.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Vorm. 8,30 Uhr: Chriſtenlehre für den
Oſt=
bezirk. Pfarrer Weiß. — Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Weiß. — Vorm.
11,15 Uhr: Kindergottesdienſt für beide Bezirke. Pfarrer Weiß.
Veranſtaltungen: Sonntag, 24. April, abends 8,15 Uhr: Jugendvereinigung.
Montag, 25. April, abends 8,15 Uhr: Mädchenvereinigung: Alteren= und Jüngerenkreis
zuſammen. — Dienstag, 26. April, abends 8,15 Uhr: Poſaunenchor. — Mittwoch,
27. April, nachm. 3,30 Uhr: Mädchenjungſchar, — Donnerstag, 28. April, abends 8,15
Uhr: Poſaunenchor. — Abends 8,15 Uhr: Chriſtliche Pfadpfinderſchaft im Saal der
neuen Trainkaſerne. — Freitag, 29. April, abends 8 Uhr: Mädchenchor. — Abends
8,15 Uhr: Kirchenchor. — Samstag, 30. April, abends 7,30 Uhr: Singekreis.
Panluskirche. Vorm. 8,30 Uhr: Chriſtenlehre. Pfarrer Rückert. — Vorm. 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt. Pfarrer Rückert. — Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Rückert.
Veranſtaltungen; Sonntag, 24, April,machm. 12,30 Uhr: Abfahrt des Kirchenchors
von der Pauluskirche zum Dekanatsſingefeſt in Weiterſtadt. — Abends 8 Uhr:
Jugend=
vereinigung. — Montag, 25. April, abends 8 Uhr: Jugendbund. — Dienstag, 26. April
abends 8 Uhr: Kirchenchor. — Samstag, 30,. April, abends 8 Uhr: Jugendvereinigung.
Stiftskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Hickel. — Vorm. 11,15 Uhr:
Kindergottesdienſt. — Ev. Sonntagsverein: Nachm. 4 bis 7 Uhr: Vereinsſtunden. —
Donnerstag, 28. April, abends 8 Uhr: Betſtunde.
Stadtmiſſion (Mühlſtr. 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr: Gebetsſtunde. — Vorm. 11 Uhr:
Kindergottesdienſt. — Nachm. 3,30 Uhr: Bibelſtunde. Herr Pfarrer Köhler. — Montag,
nachm. 4 Uhr: Miſſionsarbeitsſtunde. Abends 8,30 Uhr: Männerabend. — Dienstag,
nachm. 4 Uhr: Frauenbibelſtunde. — Abends 8,30 Uhr: Blaukreuz=Bibelſtunde. —
Mitt=
tpoch, abends 8,30 Uhr: Gemiſchter Chor. — Donnerstag, abends 8,30 Uhr: Bibelſtunde.
Herr Bringmann. — Freitag, abends 8,30 Uhr: Bibelſtunde in der Kinderſchule,
Beſſun=
ger Straße 80. Herr Bringmann — Samstag, abends 8,15 Uhr: Poſaunenchor.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtr. 24). Sonntag: Ausflug für junge Männer nach dem
Felfenmeer. Abmarſch 6,30 Uhr ab Bereinshaus. — Nachm. 4 Uhr: Rüſtſtunde für junge
Mädchen. — 4,45 Uhr: Bibelbeſprechſtnde für junge Mädchen. — Abends 8,30 Uhr:
Gebetsſtunde und Spielkreis für junge Mädchen. — Dienstag, abends 8,30 Uhr: Freun
deskreis für junge Mädehen: Austauſch von Back= und Kochrezepten. — Mittwoch, uachyn
3 Uhr: Kinderbund und E. C.=Jungſchar für Mädchen. — Abends 3,30 Uhr:
Freundes=
kreis für junge Männer: Vortrag von Herrn Bringmann. — Donnerstag, abends 8 Uhr:
Gebetsſtunde für junge Männer. — Samstag, nachm. 3 Uihr: Kinderbund und &. E.=
Jungſchar für Knaben.
Heimabende, für ortsfremde junge Mädchen: Freundinnenheim, Sandſtr. 24. Jeden
Donnerstag, abends 8,30 bis 10 Uhr: Zuſammenkunft. — Dieſe und nächſte Woche:
Proben. — Sonntag, 1. Mai, abends 8,15 Uhr: im Feierabend: „Unſere Jugendarbeit
im Verein Frd. jg. Mädchen”. Sprechchor, Volkstanz, Unter dem Stern u. Juln Hartmann
Chriſtlicher Berein junger Männer e. V. (Alexanderſtr. 22, Infanterie=Kaſerne, Hof
links.) Sonntag, abends 8,30 Uhr: Literariſcher Abend (Goethe). — Dienstag, abends
8 Uhr: Jungvolkgruppenabend (für 14- bis 17jährige). — Mittwoch, abends 8,30 Uhr:
Bibelſtunde für junge Männer. — Donnerstag: Muſikabend. — Freitag, abends 8 Uhr:
Turnen in der Ludwigs=Oberrealſchule. — Jungſchar (Jungen bis 14 Jahre): Mittwoch,
nachm. 4,30 Uhr: Singen, Geſchichte und Andacht. — Freitag, nachm. 4,30 Uhr: aufdem
Sportplatz (Maulbeerallee). — Samstag, nachm. 3 Uhr: Treffen an der Odenwaldbrücke.
Die Chriſtengemeinſchaft in der Städt. Akademie für Tonkunſt, Eliſabethenſtr. 36,
Sonntag, 24. April, 10 Uhr: Menſchenweihehandlung mit Predigt, Sonntag, 24. April,
11,20 Uhr: Kinderſonntagshandlung.
Im Naum Alexanderſtr. 22: Mittwoch, 27. April, 7,45 Uhr: Menſchenweihehandlung.
Donnerstag, 28. April, 10,30 Uhr: Menſchenweihehandlung. Freitag, 29. April,
20,15 Uhr: Offentl. Vortrag über das ſakramentale Leben der Chriſtengemeinſchaft,
B.=K, im Bund deutſcher Bibelkreiſe, Darmſtadt, Alexanderſtr. 22. Samstag 23.
und Sonntag, 24. April, Fahrt. — Mittwoch, 27. April, nachm. 4 Uhr: Tierbrunſen:
Spielen. Abends 8,15 Uhr: Alterer Kreis.
Ehriftlich=wiſſenſchaftliche Vereinigung (Christian Science Society) in Darmſtadt,
Auka der Landesbauſchule, Neckarſtr. 3. Gottesdienſte jeden Sonntag, vorm. 10 Uhr und
jeden Mittwoch, abends 8,15 Uhr. Thema: Am 24. April: Die Probezeit nach dem Tode.
Goldener Text: Hiob 23:10.
Sonſtige Gemeinſchaften.
Evangeliſche Gemeinſchaft, Schulſtr. 9. Sonntag, vorm. 9,30 Uhr: Prebigt; 19.30
Uhr: Sonntagsſchule; abends 8 Uhr: Predigt. Montag, abends 8,15 Uhr: Jugendverein
( Vortrag: Grundlagen des Glaubens). Dienstag, nachm. 4 Uhr: Frauenmiſſionsverein;
abends 8,15 Uhr: Singſtunde. Mittwoch, nachm. 3 Uhr: Kinderbund. Donnerstag, abende
8,15 Uhr: Bibelſtunde. P. Schanz, Prediger.
Gemeinde glänbig getaufter Ehriſten (Baptiſten) Mauerſtr. 17. Sonntag, den
24. April vormitt. 10 Uhr Gottesdienſt. 11 Uhr Sonntagsſchule. Abends 8.15 Uhr
Predigt. — Mittwoch, den 27. April, abds. 8.15 Uhr Bibelſtunde. — Freitag, den
29. April, abends 8.30 Uhr Gebetsverſammlung. (Prebiger M. Hähnel).
Ehriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt, Mollerſtr. 40. Sonntag, 24. April, vorm. 9,30
Uhr: Andacht. Prediger Kruſt. Vorm: 11,15 Uhr: Sonntagsſchule. Nachm. 3,30 Uhr:
Jugendbundſtunde, Abends 8 Uhr: Evangeliumsverkündigung. Dienstag, abends 8 Uhr:
Bibelſtunde.
Methodiſten=Gemeinde (Euang. Freikirche), Wendelſtadtſtr. 38. Sonntag, 24. April,
Vorm, 11 Uhr Sonntagsſchule. Abends 8 Uhr Predigt. Thema „Heil den Armen”,
Prediger E. Bültge. Mittwoch, 27. April, abends 8 Uhr: Bibel= und Gebetsſtunde.
Pre=
diger E. Bültge. — Freitag, 29. April, abends 8 Uhr: Frauenmiſſionsverein
Auswärtige Gemeinden.
Evangeliſche Kirche zu Nieder=Ramſtadt. Sonntag, 24. April, vorm. 9,30 Uhrt
Hauptgottesdienſt. Miſſionsgottesdienſt. Prediger Mifſionar Richter von der Brüder=
Gemeinde. Kollefte für die Miſſion. 10,30 Uhr: Chriſtenlehre und Jugendgottesdienſt,
Miſſionar Richter. Dienstag: Jugendvereinigung. Mittwoch: Kirchenchor. Donnerstag:
Frauenverein. Freitag: Jugemädchenverein.
Evangeliſche Kirche Ober=Ramſtadt. Sonntag, 24. April, 9,30 Uhr: Gottesdienſt.
10,30 Uhr: Chriſtenlehre. Montag, 6 Uhr: Bubenjungſchar, 8,30 Uhr: Jugendverein.
Dienstag: Bibelſtunde. Mittwoch, 5 Uhr: Mädchenjungſchar. 8,30 Uhr: Kirchenchor.
Donnerstag, 6 Uhr: Bubenjungſchar. 8,30 Uhr: Mütterabend. Poſaunenchor im
Schul=
ſaal. Helferinnen im Pfarrhaus. Freitag, 4—6 Uhr: Sprechſtunden des
Wohlfahrts=
dienſtes in der Kinderſchule. 8,30 Uhr: Mädchenverein. Samstag: Jugendverein
Evangeliſche Gemeinde Traiſa. Sonntag, 24. April, 8,45 Uhr: Chriſtenlehre. 9.30
Uhr: Gottesdienſt. 10,30 Uhr: Kindergottesdienſt der Großen. 13 Uhr:
Kindergottes=
dienſt der Kleinen. Montag: Jungvolk. Mittwvoch: Mädchengruppe
Evangeliſche Gemeinde Roßdorf. Sonntag, vorm. 9.30 Uhr: Hauptgottesdien!
Nachm. 1,30 Uhr: Jugendgottesdienſt. Weihe der Jungſcharwimpel. Kollefte für die
Jugendbünde. Abends 8 Uhr Saal „Sonne‟ Gemeindefugendabend. Dienstag, nachin
8,30 Uhr: Jungſchar Mädchen ält. Gruppe. Nachm. 6 Uhr: Jungſchar Buben. Abengs
4,30 Uhr: Kirchengeſangverein. Mittwoch, nachm. 3 Uhr: Jungſchar Mädchen jüng.
Gruppe. Donnerstag: Poſaunenchor. Freitag: Jungmädchenverein
Samstag, 23. April 193
Die Einſturzkakaſtrophe in Bafit;
Paris. Unter den bei der Einſturzkataſtr
im Gerichtsſaal von Baſtia Getöteten
befi=
ſich zwei Rechtsanwälte und einige der 9
klagten. Während die Verhandlung im Geri
ſaal im Gange war, ließ ſich plötzlich ein Kre
über den Häuptern der Anweſenden verneh.
und ehe ſich dieſe recht überzeugen konnten.
her das Donnergeräuſch kam, ſtürzte auch
die Decke herab. Eine fürchterliche Panik
ſtand. Die zahlreichen im Saal anweſe
Frauen ſchrien laut, und die Verwundeten
ßen Schmerzensſchreie aus. Die Feuerwehr
ſofort zur Stelle. Nach den bisherigen
ſtellungen iſt das Dach des Hauſes eingeſ
und hat die Decke des Gerichtsſaales durch
gen. — Die Zahl der Todesopfer hat ſich
18 erhöht. Bis zum ſpäten Nachmittag wu
15 Tote und 30 Verletzte aus den
Trümmer=
borgen. Unter den Toten befinden ſich der
ſident des Advokaten=Ordens. — Ueber der &
Baſtia liegt tiefe Trauer. Die Fahnen w
auf Halbmaſt. Sämtliche Geſchäfte haben
ſchloſſen und der Straßenverkehr ruht faſt
ſtändig.
Autobusunfall.
Vier Tote, zwölf Verletzte.
Prag. Etwa 1,5 Kilometer von der äuf
Stadtgrenze Prags entfernt, ſtieß der Aut
Bodenbach-Prag mit einem Karren zuſam
deſſen Führer und Begleiter ſchwer verletzt
den. Der Autobus durchbrach dann das Stre
geländer, ſtürzte 5 Meter tief die Böſchung
unter und überſchlug ſich. Die 15 Inſaſſen
den mit Ausnahme des Chauffeurs ſämtlich
letzt, vier davon tödlich. Bei den meiſten
ten ſofort Operationen vorgenommen werd
Im Ueberſchwemmungsgebiet der Save
Faſt 6000 Häüſer unter Waſſe
Belgrad. Wie der Sonderberichterſt
der „Prawda” berichtet, iſt die Save am
nerstag erneut geſtiegen, ſo daß keine Au
auf ein baldiges Abfließen des
Hochwaſſer=
ſteht. Im Mittellauf des Fluſſes ſtehen
Häuſer unter Waſſer, von denen ſechshunder
reits vollſtändig eingeſtürzt und ungefähr
ſchwer beſchädigt ſind.
Kampf mit Banditen im Poſtbüro.
Drei Gendarmen erſchoſſen.
Paris. Zu einer ſchweren Schießerei
es in einem Vorort von Marſeille, wo vier
diten ein Poſtbüro ausplündern wollten und
der Gendarmerie überraſcht wurden. Die
diten erſchoſſen während des Kampfes drei
darmen. Von den Banditen wurde einer ve
und verhaftet. Der Ueberfall geſchah am !
Tage, kurz vor Schalterſchluß des
Poſtamte=
eine Frau und zwei Angeſtellte Dienſt he
Die drei Gendarmen waren ſeit Wochen den
diten auf der Spur und befanden ſich im
gebäude, wo ſie den Banditen auflauerten.
rend die Poſtvorſteherin die Gendarmen be
richtigte, drangen die Banditen mit vorge!
nen Revolvern in das Gebäude ein, wo
Schalterraum mit den Gerdarmen zuſamme
fen. Die Banditen ſchoſſen ſofort auf die
darmen und ſtreckten ſie nieder. Nur einem
darmen gelang es, einen Banditen durch
Schuß zu verletzen; die übrigen drei Ban
entkamen, der verletzte konnte, ſpäter ver
werden.
Heliumfunde in Frankreich?
Helium iſt, wie aus Toulon gemeldet
in der dortigen Gegend gefunden worden
zwar in einer Tiefe von hundert Metern
man nach Quellen ſuchte, um Toulon mit fri
Waſſer zu verſehen. Ein Ingenieur erklär
handle ſich hier um reiche Heliumlagerunge
Zyklon auf der Halbinſel Yucatan.
New York. Wie aus Merida (Yuc
berichtet wird, wütete am Freitag auf der
inſel ein Zyklon, der rund 200 Häuſer vollſt
zerſtörte und Telrgaphen= und Telephonle
gen niederlegte. Die Eiſenbahnſtation
wurde von dem Zyklon buchſtäblich fortgett
Außer der Stadt Tekax haben noch drei w
Ortſchaften außerordentlich ſtark gelitten.
ſchwerer Hagel begleitete den Zyklon.
Weitere Maſſenhinrichtungen in Mexil
Mexiko. In Huatusco wurden am F1
weitere 36 Mitglieder der Räuberbande
ſeinerzeit die Stadt Paſo del Macho ſowie
nach Veracruz gehenden Eiſenbahnzug
fiel, ſtandrechtlich erſchoſſen. Unmittelbar
dem Urteil des Standgerichts wurde jeder
dit einzeln im Gerichtshof an die Wand 9
und niedergeſchoſſen. Bisher ſind insgeſan
Bandenmitglieder hingerichtet worden.
Ein Gaſomeker in Kugelform,
Seite 8 — Nr. 113
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Seit
Ende
zurückke
hat the
nach G
weil u.
des 9
form
nachde
gangen
zöſiſche
Tardie
macht
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aus r.
konföt
verluſ
haben
währe
von
Wahl
große
Deut
daß
den
hül
vor
ware
vor
mit
Ruck
ſollt
Glä.
ina
nich
Ein eigenartiger Gaſometer.
der Prager Vorſtadt Liben erbaut.
us Gründen des Gasdruckes eine"
hielt.
Eine Guftav=Adolf=Medaille zum 300. Todeskag des Glaubenshelden.
Vorder= und Rückſeite der Guſtav=Adolf=Medaille,
die das bayeriſche Hauptmünzamt zur Erinnerung an den im Jahre 1932 zum 300. Male
wieder=
kehrenden Todestag Guſtav Adolfs, des großen ſchwediſchen Königs und Retters des
Proteſtan=
tismus, prägen ließ.
Die prunkvolle Eröffnung der neuen Rieſenbrücke von Sidnen
Ein reich geſchmückter Wagen aus dem Feſtzug, der über die neue Brücke geführt wurde.
Die Hafenbrücke von Sidney (Auſtralien), deren Bau über 10 Jahre dauerte und nicht weniger als
10 Millionen Pfund koſtete, wurde unter großen Feierlichkeiten dem Verkehr übergeben. Die
feſt=
liche Stimmung wurde dadurch allerdings etwas beeinträchtigt, daß eine radikale Organiſation
den auſtraliſchen Miniſterpräſidenten bei den Feierlichkeiten von der Brücke in das von Haifiſchen
wimmelnde Waſſer werfen wollte. Doch konnte das Attentat verhindert werden.
Die Ddemonſtrakion der ſkeifen Hüke.
Ein Frühlingsſpaziergang der New Yorker Arbeitsloſen,
bei dem ſie in Zylindern und ſteifen Hüten über die berühmte 5. Avenue ſpazierten, um ſo die
wohlangezogenen Müßiggänger dieſer Straße der amerikaniſchen Millionäre, zu ironiſieren.
Reich und Ausland.
Der Bergſiurz in Cochem.
Cochem. Behördenvertreter befaßten ſich
vorgeſtern an Ort und Stelle mit dem Bergſturz,
um ein einheitliches Bild von der Kataſtrophe
zu gewinnen. Der vorausſichtlich weitere
Ver=
lauf des Bergrutſches läßt ſich jetzt einigermaßen
überſehen. Man erwartet, daß von den in
Be=
wegung befindlichen Maſſen, ſchätzungsweiſe
700 000 bis 900 000 Kubikmeter, noch etwa
100 000 Kubikmeter zum Abſturz gelangen
kön=
nen. Vorläufig bedeuten die hängenden Maſſen
noch eine derart große Gefahr, daß eine
Oeff=
nung der Straße auch nur vorübergehend
un=
möglich erſcheint. Aus dieſem Grunde iſt auch
eine Abtragung der noch hängenden kleineren
Felsmaſſen unmöglich.
Gefährlicher Ein= und Ausbrecher feſtgenommen.
Frankfurt a. M. In der Nacht zum
Dienstag ſtellte ein Angeſtellter der Wach= und
Schließgeſellſchaft im Zimmerweg einen
Ein=
brecher, der in eine Metzgerei einbrechen wollte.
Der Täter ſtieß den Wächter beiſeite und ergriff
die Flucht, wobei er ſeine Piſtole zog. In einer
Garage konnte er aber von Schupobeamten
feſt=
genommen werden. Es handelt ſich um den
ge=
fährlichen Einbrecher Hermann Fiſcher, der erſt
kürzlich eine Gefängnisſtrafe von zwei Jahren
erhalten hatte. Ende Februar d. J. gelang es
ihm aber, aus der Strafanſtalt Freiendiez zu
ent=
weichen. Sein Weg führte ihn über Köln, Bonn,
Koblenz, Montabaur nach Frankfurt. In
Monta=
baur wurde er vor einigen Tagen feſtgenommen,
da er einem Polizeibeamten verdächtig vorkam;
auf Grund ſeiner allerdings gefälſchten
Ausweis=
papiere wurde er wieder entlaſſen. Auf das
Konto des Fiſcher kommen eine ganze Menge in
Frankfurt und Umgegend begangener Einbrüche.
Im Beſitz des Feſtgenommenen fand man zwei
ſchwarze Geſichtsmasken, eine geladene
Schuß=
waffe und ein Sortiment von
Einbrecherwerk=
zeug.
Wieder Falſchgeld im Verkehr.
Frankfurt a. M. Die Polizei erhält faſt
täglich Falſchgeldſtücke, die noch aus dem
ſeiner=
zeit im Main gefundenen „Silberſchatz”
ſtam=
men. Die Geldſtücke verlieren mit der Zeit ihre
Verſilberung und ſind an dem Hervortreten des
Meſſingkerns eigentlich leicht zu erkennen.
Fer=
ner ſind viele falſche Pünfzigpfennigſtücke im
Umlauf, die aus weichem, biegſamen Metall
her=
geſtellt ſind. Sie ſind daran kenntlich, daß ſie
von einem Magneten nicht angezogen werden,
während die echten Fünfziger bekanntlich an
einem Magneten haften bleiben. Die Polizei
weiſt erneut darauf hin, daß für die Ermittlung
der Fälſcherwerkſtatt eine erhebliche Belohnung
ausgeſetzt iſt.
Schwunghafter Kokainhandel.
Trier. Auf Grund eingehender
Feſtſtellun=
gen der Polizei konnten in Losheim ſechs
Per=
ſonen feſtgenommen werden, die bereits ſeit
eini=
ger Zeit einen ſchwunghaften und lohnenden
Handel mit Kokain trieben. Ein Dentiſt in
Los=
heim rief die Polizei an, mit der Begründung,
in ſeinem Hauſe ſeien mehrere Perſonen, die ihn
mit Schußwaffen bedrohten. Bei der Feſtſtellung
der Polizei ergab ſich, daß es ſich um vier
Saar=
länder aus Schiffweiler bei Saarbrücken handelt.
Der Dentiſt hatte an die Leute für 10 000
Fran=
ken Kokain verkauft. Nach Zahlungsleiſtung
ſtell=
ten ſie feſt, daß es ſich um gefälſchte Ware
han=
delte. Der Dentiſt mit ſeiner Tochter wurde
un=
ter dem Verdacht der Mitwiſſerſchaft gleichfalls
feſtgenommen. Die Schmuggler gehören einer
Rauſchgiftſchieberbande an, die man bereits ſeit
längerer Zeit beobachtet, ohne ihrer jedoch
bis=
her habhaft werden zu können.
Raubüberfall auf einen Bankboten.
4500 RM. geraubt.
Altona. Am Freitag kurz nach 13 Uhr
wurde ein Bote der Weſtholſteiniſchen Bank, der
Geld zur Reichsbank zu bringen hatte, überſallen
und beraubt. Er trug fünf Beutel mit
insge=
ſamt 5500 RM. in Silber bei ſich. Als der Bote
vom Fiſchmarkt die Treppe zur Breitenſtraße
hinaufging, wurde er plötzlich von einem Mann
von hinten umſchlungen und zu Boden geworfen.
Beide Männer ſtürzten die Treppe hinunter.
Ein anderer Räuber nahm die Geldbeutel an ſich,
worauf beide Täter in einem Kraftwagen in
Richtung Hamburg flüchteten. In Hamburg
ver=
ließen die Täter das Auto. In der Eile hatten
ſie jedoch einen Geldbeutel mit 1000 RM.
In=
halt liegen laſſen, der der Polizei übergeben
wurde.
Elly Beinhorn will über Südamerika
nach Deutſchland zurückkehren.
Sydney. Die Weltfliegerin Elly Beinhorn
hat die Abſicht, ſich mit ihrem Klemm=Argus=
Flugzeug von Sydney in einem Dampfer nach
Valparaiſo einzuſchiffen, um von dort einen
Flug durch Südamerika zu unternehmen. Elly
Beinhorn will bei dieſem Flug u. a. die Städte
Santiago, Buenos Aires, Montevideo, Blumenau
und Rio de Janeiro beſuchen, um den dortigen
Deutſchen Grüße aus der Heimat zu überbringen.
General v. Moßner †.
General der Kavallerie a. D. Walter v. Moßner
Sklarek=Prozeß.
Leo geiſteskrank?
Berlin. In der Freitagsverhandlung des
Sklarek=Prozeſſes erklärten die Sklarekſchen
Ver=
teidiger, die Aerzte hielten Leo Sklarek infolge
ſeines früheren ſtarken Alkoholgenuſſes für geiſtig
annormal. Die Verteidiger beantragten
ſchließ=
lich, den Berliner Univerſitätsprofeſſor Dr.
Gold=
ſtein und den Leiter der Nervenabteilung der
Charité, Geheimrat Prof. Dr. Bonnhöfer, als
Sachverſtändige gutachtlich über den Geiſteszu=
Großfeuer im Lunapark.
Berlin. Am Freitag nachmittag gegen
3 Uhr brach im Lunapark Großfeuer aus. Die
Berg= und Talbahn ſtand in Flammen und iſt
zum größten Teil vernichtet worden. Der
Feuer=
wehr, die den Brand eingekreiſt hatte, gelang es
in einer knappen Stunde, das Feuer auf ſeinen
Herd zu beſchränken.
1300 Häuſer in Japan durch Großfeuer
in Schutt und Aſche gelegt.
Tokio. Durch ein Großfeuer wurden in
Omija 1300 Häuſer in Schutt und Aſche gelegt.
Viele Menſchen verbrannten und zahlreiche
Per=
ſonen wurden verletzt. Der Schaden wird auf
etwa 6 Millionen Mark beziffert.
ſtarb in Heidelberg im Alter von 87 Jahren. ſtand Leo Sklareks zu hör
[ ← ][ ][ → ]Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 113 — Seite 9
stag, 23. April 1932
die deutſchen Koloniſten werden offiziell als Gründer von Pekropolis,
*Berge als Schnelläufer.
der teldenoelt soMtmerſtadt Aio de Janenos, Anertänmt.
braſilianiſchen Zeitungen erzählen von einem
glänzen=
eſte, das in Petropolis gefeiert wurde, zu Ehren der
er dieſer Stadt. Etwa 6000 Perſonen nahmen daran teil,
er der deutſche Geſandte, der Präfekt von Petropolis, und
oße Anzahl hervorragender Braſilianer. Ein neues
Oel=
s bedeutenden Militär=Ingenieurs Major Koeler, eines
er Kindes, wurde für den Saal des Kunſtlyzeums ge=
— ein zweites hängt ſchon ſeit Jahren in der Präfektur,
n den Bildern der beiden Kaiſer von Braſilien, und die
Straße von Petropolis, in der ſich auch der
Sommei=
pes Präſidenten der Republik befindet, führt den Namen
da Koeler”.
7 Nachkomme von Major Koeler hielt die Feſtrede, und
zige noch lebende Nachkomme der erſten deutſchen Kolo=
Jakob. Beck, legte im Mauſoleum des Kaiſers Dom
II. in der Kathedrale einen prachtvollen Kranz nieder,
ſchen des Dankes für die väterliche Hilfe und das
Wohl=
das der Kaiſer den armen Koloniſten ſtets
entgegen=
vielleicht im Gedenken an ſeine edle deutſche Mutter,
Leopoldina, eine Tochter des letzten deutſchen Kaiſers
II.
r Feſtredner führte aus: Man wird ſich bei dieſer
Ge=
it an die Ereigniſſe des Jahres 1845 erinnern, die mit
ndung der deutſchen Koloniſten verbunden waren. Eine
ſche Firma in Dünkirchen hatte die armen Leute, denen
hrer Heimat auch ſchlecht genug ging, angeworben, um
Auſtralien zu führen. Nach einer furchtbaren Reiſe von
konaten, auf Segelſchiffen, landeten ſie, halb verhungert,
Bucht von Rio de Janeiro, und weigerten ſich, unter den
ſchen Bedingungen weiter zu fahren.
jugendliche Kaiſer Dom Pedro II. nahm Intereſſe an
Schickſal, und ſo kamen ſie die 800 Meter die „Serra;
bis in die Nähe eines kaiſerlichen Landgutes, wo ihnen
glichkeit gegeben war, ſich durch harte Arbeit eine Untes=
1 ſchaffen, natürlich zuerſt im Urwald, denn die Stadt
llis, der Dom Pedro ſpäter ſeinen Namen gab, ſollten
erſt gründen. — Der geſchickten Führung von Major
gelang es, ſie allmählich anzuſiedeln. Um ihnen das
h, das ſie in der ſo ganz fremden Umgebung mit Macht
zu erleichtern, ſiedelte er ſie nach ihrer deutſchen
Her=
n, und ſo gibt es heute noch in Petropolis, das im
ebirg” liegt, „Serra da Eſtrella” — die verſchiedenen
en”, Täler wie die Koloniſten ſagen, mit den deutſchen
jungen: Rhenania, Weſtphalia, Palatinado, Moſella,
Ingelheim, ja ſogar ein Neu=Darmſtadt. (Eine junge
nerin, der man von Bingen als am Rhein liegend
rief entrüſtet aus: das iſt nicht möglich, Bingen liegt
Petropolis.)
e enorme Arbeit leiſteten die fleißigen, anſpruchsloſen
Koloniſten, in dem dichten, bis dahin ganz unbekannten
wo ſie unter Leitung von Major Koeler die Flüſſe
en, die heute noch in breiten Bächen mit tief
ein=
ten Seitenwänden — ſie überſchwemmen nie, trotz der
n Regenfälle — die Straßen durchziehen. Sie pflanzten
me, die heute gewaltig daſtehen und deren Blüten um
machtszeit die Luft mit Wohlgerüchen erfüllen. Zu ihren
blühen, die rieſigen blauen Dolden der Hortenſias in
dunkeln Grasbändern, und dazwiſchen leuchten die
zier=
ſten Holzbrücken, die die Flüßchen überſpannen, ein
ent=
s Bild, überſtrahlt von dem goldenen Licht der
Tropen=
erſten Plan der Stadt entwarf der Militär=Jugenieur
und zeigte dabei eine ſolche Vorausſicht, daß trotz des
unſagbar ſchwierigen Terrains, das der Stadt auch wieder ihren
Reiz verleiht, bis heute nur geringe Abweichungen von ſeinem
Plan nötig waren — ſein glänzendes Organiſationstalent und
ſein Schönheitsſinn werden heute noch rühmend anerkannt.
Petropolis iſt in der Tat eine der ſchönſten ländlichen Städte
Braſiliens, von Rio in zwei Stunden mit der Bahn zu erreichen,
und wer von braſilianiſchen Familien ſich den Luxus erlauben
kann, wohnt in den heißen Sommermonaten — November bis
April — in denen Rio ein Glutofen iſt, in dem kühlen,
länd=
lichen Petropolis. Der Zug, mit dem um 6 Uhr abends die
Herren von ihrer heißen Arbeit in Rio zurückkehren — „0 trem
dos maricos” — wird an der Station von einer Schar eleganter
Damen erwartet, die ihre Gatten und Väter begrüßen — auch
ein entzückendes Bild.
Dies alles iſt der tapferen, ehrlichen Arbeit der deutſchen
Koloniſten zu danken, die unter Koelers Leitung den Urwald
lichteten, den Bächen und Flüſſen ihr Bett gruben — und ſich
endlich ſelbſt ihr Heim gründeten, zuerſt in rauhen Blockhütten,
die jetzt hübſchen Häuschen gewichen ſind, oft im Kampf mit
wilden Tieren, die ſie nie geſehen hatten und mit Schlangen,
die ſie beſonders erſchreckten.
Die „Tribuna de Petropolis” ſagt: Unvergeſſen werden ſein
die Taten der Selbſtverleugnung dieſer Leute, Männer und
Frauen, die ihr eignes Land verlaſſend, hierherkamen, um in
fremder Umgebung, ſo verſchieden von der ihnen vertrauten,
beſeelt von Mut und Arbeitsfreudigkeit, ſich eine neue Exiſtenz
zu gründen, vielleicht etwas heller und freundlicher, als die, die
ſie in der alten Heimat erwartet hätte. Nicht vergeſſen ſollen
auch ſein die Entſagung und die Zähigkeit, mit der ſie die
Wechſelfälle des Lebens ertrugen, die in einem fremden Land
und Klima unausbleiblich waren. Aber wenn wir uns heute im
Geiſt an all dieſe Dinge erinnern, dürfen wir uns auch freuen
über den Erfolg all dieſer Kämpfe und Leiden, aus denen das
herrliche Werk hervorging:
Die Stadt Petropolis.
A. Strecker.
Eine zehnjährige Schachpartie.
(g) Löndon. Soeben iſt in England eine Schachpartie
be=
endet worden, die genau zehn Jahre gedauert hat und wohl die
längſte iſt, die jemals geſpielt wurde. Die beiden Spieler waren
zwei Mitglieder des Schachklubs von Linthwate, einer zwiſchen
Mancheſter und Leeds gelegenen Stadt, von denen der eine Ende
1921 nach Auſtralien ging, um dort eine neue Stellung anzutreten.
Die beiden Freunde trafen dabei die Vereinbarung, mittels
Kor=
reſpondenz eine Schachpartie zu ſpielen, und haben dieſen
Vorſatz=
auch ausgeführt. Am Sonntag nach Oſtern wurde der letzte Zug
des auſtraliſchen Teilnehmers dem engliſchen Gegenſpieler bekannt,
der ihn ſchachmatt ſetzte.
Ein neuer Turf=Trick.
(g) London. In auſtraliſchen Rennſportkreiſen iſt, wie aus
Melbourne gemeldet wird, ein Rieſenſkandal aufgedeckt worden.
Einer der prominenteſten auſtraliſchen Rennſtallbeſitzer hat einen
neuen Trick erfunden, um ſeine bei den Wettrennen laufenden
Pferde ſchneller zu machen. Die Tiere wurden kurz vor dem
Ren=
nen mit ziemlich ſtarkem elektriſchem Strom behandelt, wodurch
ſie eine geradezu wilde Gangart erhielten. Die Angelegenheit iſt
von der auſtraliſchen Rennſportbehörde vor ein Diſziplinargericht
und vom auſtraliſchen Tierſchutzverband vor den Staatsanwalt
gebracht worden, da dieſer mit Recht eine Tierquälerei in dieſer
Behandlung der Pferde erblickt.
Berge, die an einem einzigen Tage 50 Meter „marſchieren”.
(Der Abſturz des „wandernden” Cochemer Berges. — Wieſo Berge
zu „Schnelläufern” werden. — Auch große Gebirge wandern. — Die
Alpen nähern ſich München. — Ein Dorf von einem Berge
entführt.)
Der Abſturz des Cochemer Berges iſt ein Zeichen, daß die
Erdunterlage nicht mehr feſt genug war, um den Berg an ſeinem
Ort feſtzuhalten und zu tragen. Der Cochemer Berg muß zu den
ſogenannten „wandernden Bergen” gerechnet werden, wenn er
auch ſeine „Wanderung” kaum ſichtbar geſtaltet hat. Es gibt aber
auch viele Berge, die geradezu als Schnelläufer bezeichnet werden
müſſen, denn ſie marſchieren mit einer ſolchen Geſchwindigkeit,
daß ihr Wandern geradezu zu ſehen iſt. Der berühmteſte von
die=
ſen Bergen iſt der ſogenannte „Wanderberg” in Colorado. Er
begann plötzlich vor einigen Monaten mit einer für Berge
unvor=
ſtellbaren Schnelligkeit auf die Reiſe zu gehen und hat an einem
Tage ungefähr 50 Meter zurückgelegt, Selbſtverſtändlich konnte
dieſe ſchnelle Verſchiebung ungeheurer Sand= und Felſenmaſſen
nicht ohne ſchwere Störung des ganzen Geländes vor ſich gehen.
Der Boden bewegte ſich wellenförmig unter dem ungeheuren
Druck des Berges, alle Anlagen für Gas, Elektrizität und
Waſ=
ſer wurden vernichtet, Eiſenbahnwege zerriſſen und Straßen
un=
befahrbar gemacht. Erfreulicherweiſe ſtellte der Berg ſeine
Schnelläufertätigkeit ſchon nach einigen Tagen ein, nachdem die
Bedingungen für ſeine Eilmärſche abgeändert waren. Man muß
annehmen, daß er auf einer feuchten, dicken Lehmſchicht gelagert
war. Durch den ungeheuren Druck ſeiner Maſſe glitt er allmählig
von ſeiner glatten Unterlage herab, und als er auf immer
feuch=
tere Schichten gelangte, und ſein Weg abwärts führte, begann ſich
die ganze Maſſe in ſehr ſchnelle Bewegung zu ſetzen. Man kann
es auch glauben, daß Menſchen ihn tatſächlich wandern ſahen.
Er hat immerhin bei Tag und bei Nacht in jeder Stunde 2 Meter
zurückgelegt, und da dieſer Marſch nicht gleichmäßig vor ſich ging,
ſondern in einzelnen Abſtänden, ſo hat man hin und wieder den
Eindruck gehabt, daß der Berg wandere. Aehnliche Erſcheinungen
ſind allerdings nicht häufig. Berge, die an einem Tage 2 bis 3
Meter wandern, ſind häufig feſtgeſtellt worden. Ein derartiger
Berg in England hat mit ſeiner Wanderung ein ganzes Dorf
entführt, nämlich das Dorf Cwm im Ebbutale. Die Bewohner des
Dorfes merkten eines Tages plötzlich, daß ſie ſich fortbewegten,
denn die Umgebung veränderte ſich. Bäume, die kurz vorher noch
ganz in der Nähe eines Hauſes ſtanden, waren um 2 bis 3 Meter
weiter gerückt. Da aber die Bäume bekanntlich feſtgewurzelt ſind,
ſo konnte es ſich nur darum handeln, daß das Dorf ſich entfernt
hatte. Schließlich merkten die Dorfbewohner auch an den
Erſchüt=
terungen ihrer Häuſer, daß der Berg plötzlich ſeine Ruhe
aufge=
geben und eine Wanderung angetreten hatte. Auch dieſer
Wan=
derberg machte allerhand Schaden. Weniger ſchnell, aber mit
un=
heimlicher Sicherheit, wandern auch ganz große Gebirge. So ſind
z. B. nach Meſſungen die Alpen in den letzten Jahrzehnten ganz
deutlich nach Norden gewandert. Allerdings geht dieſe Wanderung
nicht ſo ſchnell vor ſich, daß ſie nach Tagen und nach Metern
ge=
meſſen werden konnte. Aber trotzdem erfolgt ſie mit einer
unheim=
lichen Unwiderſtehlichkeit und einſt wird der Tag kommen, wo die
Alpen vor den Toren Münchens erſcheinen werden. Die Urſachen
für dieſe Wanderungen ganzer rieſiger Gebirge ſind allerdings
anderer Art. Sie ſind in großen Bewegungen der Erdoberfläche
zu ſuchen, die noch nicht zur Ruhe gekommen iſt und noch heute
gebirgeſchaffende Kraft beſitzt. Vielleicht ſind auch die
Verſchiebun=
gen der Erdmaſſen daran ſchuld, wie ſie Wegener im anderen
Sinne bei den Kontinenten feſtgeſtellt hat. Es herrſcht unter den
Bergen alſo keine Ruhe, und wenn ſelbſt ganze Gebirgszüge
wan=
dern, dann kann man ſich nicht mehr wundern, wenn kleine Berge
zu Schnelläufern werden.
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Tel. 2201.
Kaufmann, 24 J.,
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mögen ſowie guten
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Kirchliche Trauung: Sonntag, den
24. April 1932, nachmittags 3 Uhr,
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Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige)
Meine treue, tapfere Lebensgefährtin, unſere
in aufopfernder Liebe für uns ſorgende Mutter
geb. Hohlbein
iſt durch einen ſanften Tod von ihrem irdiſchen
Leid erlöſt worden.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Paul Lindemann
Gewerbeſchuldirektor.
Darmſtadt, Alzey, Roſtock, den 21. April 1932.
Grafenſtr. 22/.o
Die Einäſcherung auf dem Waldfriedhof findet am
Montag, 25. April 1932, nachm. um ½3 Uhr, ſtatt.
Von Beileidsbeſuchen bitten wir herzlichſt Abſtand
zu nehmen.
Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieber
herzensguten Mann, unſern lieben Sohn, Schwieger
ſohn, Bruder, Schwager und Onkel
Georg Philipp Kaiſer
Kanzleioberſekretär beim Heſſ. Miniſterium der
Zuſti=
am Donnerstag, den 21. April in Frieden heimze
rufen.
Für die trauernden Hinterbliebenen
Fran Marie Kaiſer, geb. Stühlinger.
Darmſtadt, Reinheim,
Mornewegſtr 10.
den 22. April 1932.
Die Beerdigung findet am Montag, den 25. Aor
um 3 Uhr nachmittags auf dem Friedhof an der Nd
Ramſtädterſtraße ſtatr.
Statt beſonderer Anzeige.
Heute entſchlief mein guter Mann, unſer liebe
Vater, Bruder, Schwager und Onkel
D. 4uhelm lietp
Zahnarzt.
In tiefer Trauer:
Anna Repp, geb. Mal
Dr. Willi L. Repp
Karl Heinz Repp.
Darmſiadt, den 22. April 1932.
Sandſtraße 22.
(62
Die Einſegnung ſindet am Montag, den 25. Apr
nachmittags 3½ Uhr, in der Friedhofskapelle an de
Nieder=Ramſtädterſtraße ſtatt.
Von Blumenſpenden und Beileidsbeſuchen bitten w
abzuſehen.
Todes=Anzeige.
Meine liebe Frau, unſere
herzens=
gute Mutter, Schwiegermutter,
Großmutter, Tante u. Schwägerin
Frau Elſe Gubſck
geb. Schmidt
iſt am 21. April nach ganz kurzer
Krankheit unerwartet von uns
ge=
gangen: In tiefem Leid:
Im Namen aller Angehörigen:
Paul Gubſch.
Darmſtadt, Münſter i. W., Breslau.
Die Beiſetzung findet am Montag,
den 25. April 1932, vorm. 11 Uhr,
ab Kapelle Friedyof Nieder=
Ram=
ſtädterſtraße ſtatt.
Von Beileidsbeſuchen bitten wir
Abſtand zu nehmen. (6178
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amstag, 23. April 1932
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 113 — Seite 11
SastSüsdagtat
HandballeMeiſterſchaft der 2.S.B.
männer -Zwiſchenrunde und Frauen-Borrunde
an 8. Mal.
die DSB. führt die Zwiſchenrunde zu ihrer diesjährigen
ner=Handballmeiſterſchaft am 8. Mai durch. Zugleich mit die=
Spielen wird die Vorrunde um die diesjährige
Frauen=
erſchuft abgewicelt.
(nſere drei ſüddeutſchen Vertreter ſind in dieſen Spielen mit
ahme des VfR. Mannheim gut weggekommen. Die
Für=
müſſen zwar in Halle gegen die dortigen Poliziſten
antre=
nüßten aber angeſichts ihrer gegen die gewiß weitaus
beſſe=
pandauer gezeigten Leiſtungen doch ſiegen können. Der VfR.
inheim hat allerdings mit dem Titelverteidiger Polizei
n den ſchwerſten Gegner erwiſcht. Daß dieſes Spiel in
Mann=
ſtattfindet, iſt nur ein ſchwacher Troſt, denn der Platzvorteil
gegen dieſen Gegner nicht zum Sieg reichen. — Der ſüd=
Damenmeiſter Eintracht Frankfurt trägt ſein
Spiel gegen den SV. Eimsbüttel, den Nachfolger Viktoria
urgs in der norddeutſchen Meiſterſchaft, auch zu Hauſe aus.
wird den Eintrachtlerinnen in ihrer gegenwärtigen Form
inen Sieg zutrauen dürfen.
Der Spielplan:
wiſchenrunde der Männer; in Mannheim: VfR.
heim — Polizei Berlin (Schiedsrichter: Huckeſtein=Barmen),
rlle: Polizei Halle — Spvg. Fürth (Schiedsr.
Müller=
y, in Deſſau: Polizei Deſſau — St. Georg Hamburg
dr. Nietzek=Breslau). Freilos: Polizei Weißenfels
orrunde der Frauen: in Frankfurt: Eintracht
urt — SV. Eimsbüttel (Schiedsr. R. Zeins=Aachen), in
au: Preußen Glogau — Dresdener SC. (Schiedsr.
Berlin), in Königsberg: Ascv Königsberg — SC.
ſttenburg (Schiedsr. R. Illgner=Leipzig).
J. 98 Darmſtadt - Turnverein Pfungſtadt.
e Serie der Privatſpiele ſetzt die Handball=Ligamannſchaft
oortvereins 1898 am morgigen Sonntag um 15 Uhr am
falltor mit einem Treffen gegen Turnverein Pfungſtadt
die Gäſteelf, die in der oberſten Turnerklaſſe ſpielt, vertxitt
Turnerhandballkönnen. Wenn auch das Vorſpiel in
Pfung=
or einigen Wochen gezeigt hat, daß die Turnerelf nicht
der Spielſtärke der 98er gewachſen iſt, ſo war doch
erſicht=
ß die Pfungſtädter einen ſchnellen, techniſch guten
Hand=
ſpielen verſtehen und ſich dabei auf eine ausgeglichene
haft ſtützen können. Man darf daher erwarten, daß es zu
ſchönen Spiel kommen wird, zumal die
Sportvereinsmann=
n den beiden letzten Spielen gezeigt hat, daß ſie ſich
wie=
alten, guten Form zurückgefunden hat.
Reſerveelf der 98er tritt heute nachmittag 6 Uhr auf dem
n der Rennbahn gegen die Beſſunger Turngemeinde an.
ſerden ſich die Sportvereinler tüchtig anſtrengen müſſen,
e den Vorſpielſieg zur Wiederholung bringen wollen.
Handball in der 9.T.
r heute abend ſind folgende Spiele bekannt geworden;
846 Darmſtadt — Groß=Zimmern. Seeheim — Bickenbach,
im — Eberſtadt, Buchſchlag — Sprendlingen 2.
Sonntag hat Reichsbahn Darmſtadt ein Spiel gegen
h gemeldet. Trotz der guten Erfolge Auerbachs in letzter
ird die Reichsbahn einen ſicheren Sieg herausbringen.
adt trägt das Rückſpiel gegen SV. 98 Darmſtadt auf dem
aus.
J.V. Petrusgemeinde — C.V.J.M.=B.K.
dem Sportplatz des Chriſtlichen Vereins Junger Männer,
erallee, tragen obige Eichenkreuzmannſchaften am Sonntag
tag, 4 Uhr, ein Freundſchaftsſpiel aus.
Polizei Darmſtadt 2. — Tv. Zwingenberg.
Sonntag vormittag. 11 Uhr, empfängt die 2. Elf des
v. die 1. des Tv. Zwingenberg. Da die beiden
Mann=
ziemlich gleichwertig ſind, iſt ein intereſſanter und
der Kampf zu erwarten.
Damen: Polizei Darmſtadt — Tv. 1817 Mainz.
die Damen des Pol. Spp. wurde ein ſtarker Gegner ver=
Tv. 1817 Mainz ſtellt eine Elf, die an Eifer und
gkeit ſchwer zu übertrumpfen iſt. Das Spiel beginnt um
Schwerakhletik.
Hruppenkampf um die weſtdeutſche Meiſterſchaft:
Groß=Zimmern — Köln=Mülheim.
e, Samstag abend 8,30 Uhr, tritt Köln=Mülheim zum
df der Vorrunde um die weſtdeutſche Meiſterſchaft in
nmern an. — Wenn Gr.=Zimmern die Niederlage in
aufholen will, dann heißt es, alle verfügbaren Kräfte
n. Nach dem Verlauf des Vorkampfes iſt eine Revanche
gs unmöglich, um ſo mehr, als Gr.=Zimmern nur zu
und nichts zu verlieren hat. Wenn die Ringer von
nern ihr Letztes hergeben, muß und wird es unbedingt
ein, ein annehmbares Reſultat zu erzielen. — Den
Zu=
wird dadurch wieder Gelegenheit geboten, ſicherlich ganz
gende Kämpfe zu ſehen.
Hein Müller in London geſchlagen.
Mac Corcindale „ſiegt” nach Punkten.
Kampf des deutſchen Schwergewichtsmeiſters Hein Müller
n ſüdafrikaniſchen Meiſter Mac Corcindale endete am
ag abend in der Londoner Alberthall mit einer großen
hung. Der Südafrikaner, der ein guter „Steher” iſt,
en Deutſchen in einem 12 Rundenkampf knapp nach
ſchlagen. Hein Müller hatte in den erſten ſechs Runden
rteile und erhielt für ſein forſches Kämpfen und ſeine
hnik aus dem glänzend beſuchten Haus viel Beifall.
reſtlichen ſechs Runden verliefen vier ausgeglichen, zwei
Corcindale. Das Urteil „Punktſieg für Corcindale‟,
)n einem Teil des Publikums mit Proteſtrufen
beant=
a man dem Kampfverlauf entſprechend mit einem
Un=
n gerechnet hatte. Zweifelhaft war auch der Urteils=
Kampf des Kölner Schwergewichtlers Pott gegen
ſchen Boxrieſen Jack Pettifer. Pott hätte nach acht
einen Punktſieg verdient gehabt, er mußte ſich aber mit
nentſchieden begnügen.
Rocke=Magdeburg ſtellte in Leipzig mit 3:08,2
uen Weltrekord im 200=Meter=Bruſtſchwimmen der
uf.
axia, ein Verein der erſten ungariſchen Fußball=Klaſſe,
Zahlungen eingeſtellt und will ſeine Auflöſung be=
Zußball.
SC. Viktoria Griesheim b. D.
Spiele am 24. April: Liga — Reichsbahn Darmſtadt, dort,
3.30 Uhr: 2. Mſch. — Reichsbahn Darmſtadt, dort. 2 Uhr;
3. Mſch. — Germania Eberſtadt hier, 10 Uhr; Jgd. — SV. 98
Darmſtadt, dort, 10 Uhr; Schüler — SV. 98 Darmſtadt, dort,
10 Uhr.
SVgg. 04 Arheilgen — SVgg. 03 Fechenheim.
Ein jahrelang fälliges Rückſpiel trägt die Sportvereinigung
am kommenden Sonntag, nachm. 15,30 Uhr, am Arheilger
Mühl=
chen gegen obigen Gegner aus. Fechenheim, bekannt durch ſeine
gegen gute Vereine in der Bezirksliga erzielten Reſultate, und
bis in das letzte Spieljahr ſelbſt Bezirksligiſt, nun zum
Ab=
ſtieg verurteilt, befindet ſich zurzeit wieder in einer
ausgezeich=
neten Form. Ihr Flachpaß iſt ſchnell und wendig, und vor
allem verfügen die Stürmer über einen geſunden Schuß. Die
Gäſte werden den Arheilgern einen äußerſt ſtarken Gegner
ab=
geben. Spielt Arheilgen wirklich ſo wie am Vorſonntag gegen
Opel, ſo muß ſich Fechenheim ſchon ſtark ſtrecken, um Sieger zu
werden. — Vielleicht ſpielt Arheilgen zum erſtenmal mit einigen
neuen Leuten.
Das erſte Aufſtiegſpiel.
Fr. Tgde. Darmſtadt — Michelſtadt 1.
Am Sonntag, 15.30 Uhr, ſtehen ſich am Müllersteich zwei
Mannſchaften gegenüber, die nicht gewillt. Punkte kampflos
ab=
zulaſſen. Michelſtadt iſt als Kampfmannſchaft bekannt. Wer
Sieger wird, iſt ſchwer zu beurteilen. Gemeſſen an den Erfolgen
der ausgetragenen Privatſpiele könnte man der hieſigen Elf
einige Ausſichten zugeſtehen, wenn man einen
Freundſchafts=
kampf mit einem Punktekampf vergleichen könnte. Vielleicht iſt
die größere Spielerfahrung ausſchlaggebend, die auf Seiten des
Gaſtgebers zu ſuchen iſt. Unbedingter Siegeswille und
brüder=
liches Zuſammenſtehen auf dem Spielfeld ſollten der
Kreisliga Südheſſen.
In (kſter Linie intereſſieren natürlich die Aufſtiegſpiele
„PBezirksliga, wobei der Vertreter unſeres Kreiſes
all=
gemein ſehr ſtark eingeſchätzt wird. Es ſei hier jedoch geſagt,
daß es ſehr ſchwer ſein wird, dieſe oder jene Mannſchaft
vor=
zuziehen; wir ſind der Anſicht, daß diesmal vier gleichſtarke
Mannſchaften in den Aufſtiegſpielen zuſammentreffen. Wer das
Glück hat, auswärts einen oder gar mehrere Punkte zu holen,
wird ohne Zweifel aufrücken, denn ſoviel muß man den
Teil=
nehmern dieſer Serie wohl zutrauen, daß ſie ſich, normal
ge=
rechnet, die Punkte auf eigenem Platze ſicherſtellen. Diesmal
treffen ſich: V.f.R. Bürſtadt — Opel Rüſſelsheim; 03 Mombach —
Polizei Darmſtadt.
Um den Aufſtieg zur Kreisliga in Südheſſen
kämpfen drei Vereine: 07 Bensheim; Turn= u. Spv.
Herrnheim und Turn= u Spv. Weinsheim. Zwei
Vereine rücken zur höheren Klaſſe auf. Diesmal treffen ſich:
T. u. Spp, Weinsheim — T. u. Spp. Herrnsheim. Auch hie= wird
man wohl keineswegs fehlgehen, wenn man mit einem Sieg des
Platzbeſitzers rechnet.
Zum Ausklang der Verbandsſpiele ſei gemeldet,
daß diesmal drei Spiele ſtattfinden. Folgende Mannſchaften
ſtehen ſich gegenüber: Spp. Abenheim — Olympia Lampertheim;
Starkbg. Heppenheim — F.V. Biblis; Spp. Hochheim — F.V.
Hofheim.
In Abenheim wird der Tabellenzweite wohl das beſſere
Ende für ſich behalten, doch wird ſich der Sieg der
Lampert=
heimer nur beim Einſatz aller Kräfte ermöglichen laſſen. An der
Bergſtraße werden die Bibliſer wohl ſo wenig Chancen auf
Spielgewinn haben, wie die Hofheimer in Hochheim.
Immer=
hin werden ſich dieſe beiden Gäſtemannſchaften erſt nach hartem
Kampf geſchlagen bekennen.
Bei den Freundſchaftsſpielen iſt zu erwähnen, daß
Gernsheim in Münſter antritt. Olympia Biebesheim ſpielt mit
zwei Mannſchaften gegen Geinsheim, und Kleinhauſen mit zwei
Mannſchaften gegen die zweite und dritte Mannſchaft von
Starkbg. Heppenheim. Spp. Fehlheim ſpielt in Biblis gegen
die Reſervemannſchaft.
Vom Pferdeſport.
Mio d’Arezzo, der weitaus beſte deutſche Zweijährige des
Vorjahres, kann ſein Jahresdebut am 1. Mai im Preis von
Dahl=
witz in Hoppegarten geben. In der mit 5200 Mark ausgeſtatteten
Dreijährigenprüfung finden ſich außerdem noch ſo hervorragende
Vertreter des Jahrganges wie Don Ricardo, Citadelle, Sintflut,
Symmetrie, Enak, Goliath, Aventin, Widerhall, Oſtwind,
Fauſt=
graf, Gryllos und Janus vor.
Der vorjährige deutſche Derbyſieger, der Graditzer Dionys,
erhielt ein Engagement im Hoppegartener Chamant=Rennen am
8. Mai. Er könnte hier mit dem famoſen Oppenheimer
Wolken=
flug zuſammentreffen. Ferner wurden Viaduct, Suus, Tantris,
Kavalleriſt, Avanti, Ladro, Makrele und Marie Louiſe genannt.
Im Großen Preis von Berlin blieben bei der zweiten
Ein=
ſatzzahlung von 36 genannten Pferden noch 33 ſtartberechtigt. Das
mit 35 000 Mark ausgeſtattete und über 2600 Meter führende
Rennen kann am 17. Juli auf der Grunewaldbahn die erſte Klaſſe
der deutſchen Pferde noch reſtlos am Start vereinigen.
Tiſchtennis: T. T. C. Celluloidbällchen — 1. Dieburger T. T. C.
Heute Samstag, 20 Uhr, findet im Neben=Saal des Reſtaurant
Arnold, Bismarckſtr. 107. der Rückkampf der genannten Vereine
ſtatt. Für Celluloidbällchen gilt es, die Vorkampf=Niederlage
auszugleichen.
Die Davis=Pokal=Trainingsſpiele in Berlin.
Der Deutſche Tennis=Bund ſetzte am Freitag die Davispokal=
Vorbereitungen ſeiner Spitzenſpieler in Berlin auf den Rotweiß=
Plätzen in Grunewald fort. Nachdem in der vorigen Woche
aus=
ſchließlich im Doppelſpiel geprobt worden war, wurden diesmal
beſonders die Einzelſpieler einer eingehenden Prüfung
unter=
zogen. Am erſten Tage der Trainingsſpiele zeigte beſonders der
Dresdener Haenſch ſtarke Verbeſſerungen, während im Doppel die
beiden Spitzenkönner, Prenn und v. Cramm, überragten.
Irmgard Roſt wird Tennislehrerin.
Die deutſche Spitzenſpielerin Irmgard Roſt=Köln, die in der
letzten Saiſon den Höhepunkt ihres Könnens erreicht hat und den
dritten Platz in der deutſchen Rangliſte einnimmt, wird in
München den Poſten einer Tennislehrerin einnehmen und im
dortigen Stadion trainieren. Der Abgang der Kölnerin bedeutet
für den deutſchen Damen=Tennisſport einen ſchweren Verluſt.
*
Chelſea London wird vorausſichtlich am 18. Mai auch
in Stuttgart ein Spiel gegen eine kombinierte Mannſchaft (
Kik=
kers=VfR.) austragen.
Helene Mayer die deutſche Olympiaſiegerin im Fechten,
wird ſich an den deutſchen Fechtmeiſterſchaften (6. bis 8. Mai in
Offenbach) nicht beteiligen, da ſie wegen ihrer langen
Erkran=
kung das Training erſt jetzt wieder aufnehmen konnte.
Inkernakiongle Berg=Meiſterſchaft.
Hauptmerkmale der fünf Meiſterſchaftsrennen.
Nachdem die internationale Bergmeiſterſchaft für Automobile
nunmehr endgültig geſichert iſt, dürfte es angebracht ſein, die
fünf für dieſe Prüfung endgültigen Bergrennen kurz zu
charak=
teriſieren.
Den Reigen eröffnet das am 12. Junf vom Bayeriſchen
Auto=
mobilklub zwiſchen Kochel= und Walchenſee veranſtaltete
Keſſel=
bergrennen. Die Streckenlänge beträgt fünf Kilometer bei
einer Durchſchnittsſteigung von fünf Prozent. Zugelaſſen ſind
Touren=, Sport= und Rennwagen, ebenſo auch Motorräder und
ſolche mit Seitenwagen. Für letztere der beiden Kategorien zählt
das Keſſelbergrennen zur internationalen Bergmeiſterſchaft der
Motorräder.
Als zweiter Wettbewerb folgt am 24. Juli das
Gaisberg=
rennen des Salzburger AC auf der vor einigen Jahren neu
erbauten Gaisbergſtraße mit einer Länge von 11,9 Km. und einer
6,7prozentigen Durchſchnittsſteigung. Die Prüfung iſt offen für
Touren=, Sport= und Rennwagen ſowie für Motorräder und
Beiwagen.
Das Klauſenrennen des Automobilklubs der Schweiz
am 6. und 7. Auguſt geht über eine Strecke von 21,5 Km. bei 6,2
Prozent Durchſchnittsſteigung und läßt Fahrräder, Motorräder,
Motorräder mit Beiwagen, Touren=, Sport= und Rennwagen zu.
Drei Wochen ſpäter am 28. Auguſt, folgt das durch den AC.
von Mailand veranſtaltete Stilfſer=Joch=Rennen über
17,5 Km mit 9,5 Prozent Durchſchnittsſteigung. Das Rennen wird
auf der Nordſeite von Gomagoi bis zur Paßhöhe ausgefahren und
läßt Sport= und Rennwagen zu.
Anſchließend endlich ſteigt am 4. September durch den Rhone=
Automobilklub und den AC. Vaukluſien das 21,6 Km. lange
Ren=
nen auf dem Mont Ventoux in der Nähe von Avignon.
Motorräder mit und ohne Beiwagen, Sport= und Rennwagen
können hier konkurrieren.
Nach dieſen Einzelheiten iſt das Keſſelbergrennen die kürzeſte,
das Mont Ventoux=Rennen die längſte Prüfung, am ſchwierigſten
das Stilfſer=Joch=Rennen wegen ſeiner größten
Durchſchnittsſtei=
gung und den zahlloſen Kehren. An Fahrer und Maſchinen
wer=
den alſo die verſchiedenartigſten Anforderungen geſtellt, womit
der ſportliche Wert dieſer 1. Internationalen Berg=Meiſterſchaft
deutlich unterſtrichen wird. Insgeſamt ſtehen 10 000 Schweizer
Franken an Barpreiſen für die Meiſterſchaft zur Verfügung, von
denen je 5000 auf Sport=, bzw. Rennwagen entfallen. Die
Teil=
nahme an allen fünf Rennen iſt obligatoriſch, die Wahl der
Wagenmarke dagegen freigeſtellt, doch muß der Fahrer ſtets in
der gleichen Kategorie ſtarten. Die Bewertung erfolgt nach
Punkten.
Stuck fährt Mercedes=Benz.
Die Schwierigkeiten zwiſchen dem deutſchen Rennfahrer Hans
Stuck und den Mercedes=Benz=Werken ſind durch Vermittelung
von Sportintereſſenten überwunden worden. Die Mercedes=Werke
haben ſich bereit erklärt, Stuck den von ihm in Südamerika
be=
nutzten S.S.K.=Rennwagen zur Verfügung zu ſtellen. Die
Teil=
nahme Hans Stucks auf Mercedes=Benz an den internationalen
Avus=Rennen am 22. Mai iſt damit geſichert.
Geſchäftliches.
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veranſtaltet die Firma Speier vom 23. bis 29. April eine
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der heutigen Ausgabe beigefügte Werbeſchrift verwieſen. (6191
Rundfunk=Programme.
Frankfurt a. M.
Samstag, 23. April.
10.00: Schulfunk: Verklungene Wellen. Eine Hörfolge aus dem 30 Kriege.
15.30: Stunde der Jugend.
16.30: Konzert der Handharmonika=Vereinigung Kettnacker.
17.00: Nachmittagskonzert des Philharm. Orcheſters Stuttgart. —
Werle von Schubert, Mozart Grieg.
18.20: Prof. Freiherr v. Weizſäcker u. Dr. Sternberger: Neuroſen
und Neurotiker.
18.55: Tägliche Begegnungen: Autofahrer und Paſſant.
19.30; Heidenheim: Ein Heimatabend aus dem Brental. Manuſkript
von Fritz Schneider.
20.30: Köln: Bunter Abend.
22.30: Zeit, Wetter, Nachrichten, Sport.
22.45: Berlin: Nachtmu”
Königswuſterhauſen.
Deutſche Welle: Sonnabenb, 23. April.
9.30: Stunde der Unterhaltung.
12.05: Schulfunk: Chöre von Meiſtern des 15. u. 16. Jahrhunderts.
14.50: Kinderbaſtelſtunde: Unſere Puppenkleider.
15.45: Elſe Steup: Frauen helfen ſich untereinander.
16.00: Kapellmeiſter Schröter: Die Entwicklung des Grammophons
und der Schallplatte.
16.30: Berlin: Nachmittagskonzert.
17.30: Dr. Kunert: Unſer Brot, der wichtigſte Faktor zu
zweck=
mäßiger Ernährung.
17.50: Obering Nairz: Viertelſtunde Funktechnik.
18.05: Dr. Günther: Deutſch für Deutſche.
18.30: Prof. Schmiedel: Die geiſtige Situation der Zeit.
19.00: Engliſch für Anfänger.
19.30: Stud.=Rat Lic. Waldenmaier: Kann man Gott beweiſen?
Anſchl. Wetter für die Landwirtſchaft.
20.00: Breslau: Luſtiger Abend. — Als Einlage: Das
Hochzeits=
geſchenk. Sketſch von W. Hoffmann=Harniſch.
21.30: Tages= und Sportnachrichten.
23.00: Wetter=, Tages= und Sportnachrichten.
Anſchl. Tanzmuſik der Kavelle Sam Baskini.
Wekkerbericht.
Das Druckfallgebiet über den Britiſchen Inſeln, deſſen
Zen=
trum ſich heute mehr über dem Nordmeer bewegt, brachte durch
ſeine Südſeite weitere Warmluft nach Deutſchland, welche in un=
ſerem Gebiet bei den Morgentemperaturen einen Anſtieg von
2—3 Grad brachte. Zu Niederſchlägen iſt es nicht gekommen,
wäh=
rend im Küſtengebiet und Weſtdeutſchland in der verfloſſenen
Nacht ſtellenweiſe bis zu 2 Millimeter Niederſchlag aufgetreten
iſt. Wohl läßt ſich über Island und Irland das Vordringen
küh=
lerer Luft erkennen, jedoch wird dadurch in unſerem Bezirk keine
weſentliche Aenderung der Wetterlage eintreten, ſondern ſpäter
dürfte ſich nur leichte Abkühlung bemerkbar machen.
Ausſichten für Samstag, den 23. April: Zeitweiſe wolkig, ſong
aufheiternd, Temperaturen vorerſt wenig verändert, meiſt
trocken.
Ausſichten für Sonntag, den 24. April: Weiterhin teils wolkta,
teils aufheiternd, zunächſt etwas friſcher, vorwiegend trocken.
Hauptſchriffleltung: Rudolf Mauve
Verantwortlich für Polltiſt und Wiriſchaft: Rudolf Maupe; für Feuilleton, Reich und
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport: Karl B3hmane;
ür den Handel: Dr C H. Quetſch; für den Schlußdienſt: Andreas Bauer; far
„Die Gegenwart” Tagesſpiegel in Bild und Wort: Dr. Herbert Nette;
für den Inſeraienteil und geſchäftlſche Mittellungen: Wiliy Kuhle;.
Druck und Verlag: C. C. Witiſch — ſämilſch in Darmſfadt
Für unverlangte Manuſkrivte wird Garantie der Rückſendung nich t Übernommen.
Die heutige Nummer hat 14 Geiten.
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Zeugniſſe vorhand.
Angeb. unt. G. 130
an die Geſchäftsſt.
Fleiß. ehrl. Mädch.
v. Lande, 21 Jahre,
ſucht Stellg. Gute
Zeugn. Ang. unter
G. 133 Gſch. (6154
Jg. Frau ſucht 2—3
T. i. d.W. Beſchäft.
Off. u. G. 112 Gſch.*
Habe noch Tage frei
i. Waſch. u. Putzen,
Ang. u. G. 120 Gſch.*
Schneiderin
empf. ſich f. ſchicke,
tadelloſe Damen= u.
Kinderkleidung zu
äuß. billig. Preiſen,
Angeb. unter G. 61
a. d. Geſchäftsſt (*
Ende 4
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Samstag, den 23.
Die neuen engliſchen Zölle.
Zollerhöhungen, und zwar auf Ferkigfabrikake. — 33½prozenkiger Zoll auf Eiſen und Stahl.
bankanteile zu erhöhten Kurſen. Am Rentenmarkt beſtand etwas
Nachfrage in Schutzgebietsanleihe. Die übrigen Renten= und An=
Zer Burſthende urs Sonasſchaffts leihewerte lagen ſtill und vernachläſſigt. J.G. Farben verloren
Der Vorſitzende des beratenden Zollausſchuſſes Sir George
Mey, hat erklärt, daß der 33½zprozentige Zoll auf Eiſen und Stahl
nur zeitweilig ſei. Der Zoll war notwendig, um eine zu große
Einfuhr nach England zu verhindern. Eine Herabſetzung der
Zoll=
ſätze vor Ablauf eines Jahres ſei nicht möglich. Der beratende
Zollausſchuß betrachte es als eine ſeiner nächſten dringenden
Auf=
gaben, das Zollſyſtem für die Eiſen= und Stahlwareninduſtrie
wei=
ter auszubauen, da die Eiſen= und Stahlinduſtrie für England
eine Notwendigkeit ſei.
Im einzelnen gelten, (abgeſehen von den Zöllen auf Stahl
und Eiſen) folgende Sätze: 33½= Prozent: Fahrräder,
photographi=
ſche Apparate, einige chemiſche Produkte; — 30 Prozent: friſche
Schellfiſche. Auſtern, Kaviar, Parfümerie= und Toilette=Artikel,
künſtliche Blumen, Pelzwaren, Juwelen: — 25 Prozent:
Frucht=
mark, photographiſche Papiere, Lederkoffer, Lederhandtaſchen,
Pfeifen, Sportgewehre und =Munition und ſonſtige Sportartikel;
— 20 Prozent: Gemüſekonſerven, Töpferei= und Glaswaren,
Mö=
bel und ſonſtige Fertigprodukte aus Metall, Meſſerwaren,
Ma=
ſchinen, Werkzeuge. Elektrizitätswaren, aus Holz gefertigte
Gegen=
ſtände, Textilien, Kleider, Schuhe, Sattlereiwaren, Papierwaren,
Gummiartikel, Bürſten und Beſen, Röhren, Eiſenbahnmaterial,
Draht und Kabel ſowie eine große Anzahl von Chemikalien: —
15 Prozent: Landwirtſchaftliche Maſchinen und Geräte, die meiſten
Baumaterialien, Stricke und Taue, bearbeitetes Leder,
Schreib=
papier und Treibriemen.
Für alle anderen Waren gilt der allgemeine zehnprozentige
Grundzoll.
Von Mitternacht des 25. April ab wird auf faſt alle
Fertig=
fabrikate, die nach England eingeführt werden, eine Geſamtzoll
von 20 Prozent gelegt werden: auf eine Anzahl anderer
Fabri=
kate wird ein Geſamtzoll von 15 Prozent gelegt werden; für
ge=
wiſſe Waren, wie Luxuswaren oder Halbluxuswaren, werden die
Geſamtabgaben 25 Proz. bezw. in einigen Fällen 30 Proz.
betra=
gen. Die drei Verordnungen des Handelsamtes, die auf Grund
der Akte gegen abnormale Einfuhr ergangen waren, werden zur
gleichen Zeit zurückgezogen werden. Die Waren, die durch dieſe
Verordnungen Abgaben von 50 Prozent unterworfen wären,
wer=
den jetzt den zehnprozentigen Wertzoll zu bezahlen haben, wozu
noch in den meiſten Fällen Zuſatzölle kommen. Für
Halbfertig=
ſtahl wird für eine Mindeſtperiode von drei Monaten ein
zeit=
weiliger Geſamtzoll von 33½ Prozent erhoben werden, um die
Einfuhr ſolange zu hemmen, bis der beratende Ausſchuß für
Ein=
fuhrzölle, von dem die oben erwähnten Vorſchläge ausgehen
ge=
nügend Zeit gehabt hat, um einen Plan dauerhaften Charakters
zu unterbreiten. — In der Begründung der Vorſchäge wird betont,
daß Eiſen und Stahl beſonders ſchwierig zu behandeln ſeien, da
Stahl und Eiſen von vielen Induſtrien verwandt werden und teils
in Halbfertigfabrikaten eine äußerſt heftige Konkurrenz beſtehe.
Die Frage der genauen Zollbehandlung der Induſtrie erfordere
eine eingehende Prüfung, aber das Komitee ſei inzwiſchen der
Ueberzeugung, daß in erſter Linie die Erhaltung einer blühenden
Eiſen= und Stahlinduſtrie mit hochgradiger Leiſtungsfähigkeit für
den wirtſchaftlichen Fortſchritt der Nation äußerſt wichtig ſei;
zweitens, daß eine abnormale Einfuhr zu ſehr niedrigen Preiſen
ſtattgefunden habe und weiter ſtattfindet, und daß die Vorräte in
England beträchtlich ſeien.
Berliner und Frankfurker Effekkenbörſe.
Für die Börſeneröffnung in Berlin war man geſtern
vor=
mittag ziemlich feſt geſtimmt, da die außenpolitiſche Situation
zu=
verſichtlicher beurteilt wurde. Der feſte Schluß der vorgeſtrigen
New Yorker Börſe und die im Zuſammenhang mit der Londoner
Diskontermäßigung wieder ſtärkeren Hoffnungen auf eine
Sen=
kung des Reichsbankſatzes regten an. Die Verlängerung von 90
Prozent der Summe des 125 Millionen Dollar=Kredits zu einem
Zinsſatz von 6 Prozent wurde mit Befriedigung zur Kenntnis
ge=
nommen ebenſo nahm man die ſaiſonmäßige Abnahme der Verl Handels=Geſ.
Arbeitsloſigkeit in der erſten Aprilhälfte mit Genugtuung zur
Kenntnis. Die Anfangsnotierungen lagen dann aber nicht mehr
auf dem höheren Niveau der Vormittagstaxen, da eine empfind= Dresdner Bant
liche Abſchwächung der Burbach=Aktien, die etwa 10 Proz. unter
vorgeſtern umgingen, verſtimmte und Glattſtellungen der
Speku=
lation auslöſte. Bis zu 2 Prozent ſchwächer eröffneten Kaliwerte, Nordd. Llotzd
Braunkohle und Briketts und Rheiniſche Braunkohlen, während N.E.G.
auf der anderen Seite Chade=Aktien. Geſfürel, Elektrizitätswerke
Schleſien, Schleſiſche B.=Gas, BM.W. und Charlottenburger J.B=Bemberg
Waſſer bis zu 2 Prozent gewannen. Das Geſchäft war geſtern Berl.Maſch.=Bau
etwas lebhafter, da aus dem Reich kleine Kaufaufträge vorgelegen Eontſ=Gummi
haben ſollen, und auch die Banken anſcheinend etwas ankurbeln
wollen. Im Verlaufe waren die Kurſe bei mehrfachen
Schwan=
kungen im allgemeinen gut behauptet. Deutſche Anleihen
freund=
lich, Altbeſitz 0,5 Prozent feſter.
Am Berliner Geldmarkt hat ſich nichts geändert. Tagesgeld
geld blieb 7 Prozent nominell.
Vor Beginn der offiziellen Frankfurter
Börſennotierun=
gen war die Stimmung noch ziemlich freundlich. J.G. Farben
nannte man bis 91,5, alſo um 1 Prozent höher als zu dem
Abend=
börſenkurſe. Die feſteren Auslandsbörſen boten zunächſt eine 859
gewiſſe Anregung. Auch waren etwas Publikumskäufe ſowohl am 82
Renten= wie am Aktienmarkte zu verzeichnen. Hier mögen Er= 62
wartungen eines günſtigen Abſchluſſes der Genfer Verhandlungen
mitgeſprochen haben, denn die Preſſemeldungen lauten
überwie=
gend günſtig. Zu Beginn beſtand überwiegend Abgabeneigung, 6% Sachſen:
da erneut Gerüchte über einen Auslands=Petroleum=Konzern, die
in der Berliner Preſſe Niederſchlag gefunden haben, ſehr ver= 88 Thürmngen.
ſtimmte. Dazu kommt die Ueberraſchung durch den Burbachkonzern,
der eine außerordentlich hohe kurzfriſtige Verſchuldung aufweiſt.
Beſonders verſtimmt iſt man, daß die ungünſtige Situation
wie=
der bei der Tochtergeſellſchaft, des Konzerns und nicht bei der
Hauptgeſellſchaft verurſacht iſt, ſo daß das kürzliche
Verwaltungs=
dementi zwar formell richtig, aber ſachlich falſch iſt. Burbach waren
ſchwächer mit 43 Prozent angeboten. Farbeninduſtrie gingen zu= Deutſche Schußge
nächſt bis auf 90,5 Prozent zurück, zogen aber bis 90,75 Prozent
wieder an. Von ſonſtigen Chemiewerten J.G. Chemie=R.Tel 1,25,
Rütgers 025 Prozent feſter. Reichsbank konnten eine
Kleinig=
keit anziehen. Kunſtſeidewerte auf ſchwächere holländiſche Kurſe
0,5 Prozent niedriger. Ziemlich gedrückt waren Schiffahrtsaktien
bis 0,75 Prozent, da auch von der Sanierung der übrigen Groß= 82 Darmſtadt . 28
ſchiffahrtsgeſellſchaften, außer Hapag und Nordd. Lloyd geſprochen 8og Dresben. .
wird. Elektrowerte zeigten durchſchnittlich eine etwas freund= 89e Franrfurt a.M.
lichere Verfaſſung. Chade 2 RM. höher, Schuckert 3 Prozent.
Lahmeyer 1, Licht u. Kraft 0,25 Proz. feſter. Am Montanmarkt
waren Gelſenkirchen 0,75 Proz, feſter, dagegen Ilſe Bergbau leicht
nachgebend. Ilſe Genüſſe 2,5, Rheinſtahl 0.5. Stahlverein 1,25 KSMauuheim n28
Prozent matter. Kaliaktien lagen durchweg ſchwächer. Wie wir
hören, finden die Bilanzſitzungen Anfang Mai ſtatt. Weſteregeln
3 Proz, Aſchersleben 2 Proz, niedriger, nur Salzdetfurth 1 Proz. KeBiesbaden .
gebeſſert. Im übrigen zeigten Einzelwerte kaum eine
Verände=
rung. Der Rentenmarkt lag ziemlich ruhig. Altbeſitzanleihe 0.25 ss Heſſ. Landesbl.
Proz feſter. Pfandhriefe zeigten gegen den Vortag keine
weſent=
liche Veränderung. Am Geldmarkt Tagesgeld leicht bei 4.75 Proz.
An der Abendbörſe blieb das Geſchäft ziemlich klein, die 5½% Heſſ. Lbs=
Stimmung weiter zuverſichtlich, zumal aus New York die Kurſe
etwas freundlicher kamen. Farben eröffneten 0,5 Prozent über 8oh Preuß. Ods=
Mittagsſchluß und blieben im Verlaufe gehalten. Auch die
übri=
gen Aktienmärkte verzeichneten meiſt freundlichere Kurſe, wenn
auch die Umſätze gering blieben. Stärker geſucht waren Reichs= 82 Gowoblig
zum Börſenſchluß 0,.25 Proz, und ſchloſſen bei 90,25 Proz.
Tſchechiſche Banken in der Kriſe.
Zwei Prager Großbanken geben den Umfang der
Kapitalher=
abſetzung bekannt, die den Geſchäftsbereich der Banken den
wirt=
ſchaftlichen Verhältniſſen anpaſſen ſoll. Die „Zivnoſtenska Banka”
weiſt 300 000 eigene Aktien zu je 200 Kronennominell auf Noſtro
aus. Sie wird daher ihr Aktienkapital um 60 Millionen auf 240
Millionen herabſetzen. Der Reingewinn beträgt für 1931 13,29
Millionen gegen 40,8 Millionen im Vorjahr, die Dividende fünf
Prozent, das ſind 10 Kronen gegenüber 24 Kronen im Vorjahr.
Die Bank für Handel und Induſtrie, (früher Länderbank)
weiſt einen Beſtand von 100 000 eigenen Aktien im Geſamt=
Nenn=
wert von 40 Millionen auf. Das Kapital der Bank wird von 160
auf 120 Millionen Kronen herabgeſetzt. Der Reingewinn beträgt
6,52 gegenüber 19,22 Millionen Kronen im Vorjahr, die
Divi=
dende fünf Prozent, das ſind 20 Kronen gegenüber 40 Kronen
im Vorjahr.
Wirkſchaftliche Rundſchau.
Die Zinn=Bergwerksproduktion im März 1932. Laut
Mittei=
lung der ſtatiſtiſchen Abteilung der Metallgeſellſchaft A.G.,
Frank=
furt a. M., betrug die Weltproduktion der Zinnbergwerke im
März 1932: 10 771 To. gegen 7549 To. im Februar und 12 412 To.
im Monatsdurchſchnitt des Jahres 1931. Hiervon entfielen auf
Europa ſchätzungsweiſe 120 To. (120 bzw. 100) auf Aſien 7270 To.
(5322 bzw. 8813). auf Amerika 2977 To (1340 bzw. 2686), auf
Afrika 304 To (667 bzw. 680), und auf Auſtralien ſchätzungsweiſe
100 To. (100 bzw. 133). Die Tagesdurchſchnittsproduktion ſtellte
ſich auf 347 gegen 260 im Februar 1932 und 440 Tonnen im März
1931. Für das ganze Jahre 1931 berechnet, betrug die
Tagesdurch=
ſchnittsproduktion 408 Tonnen.
Südweſtdeutſche Bank A.G. i. L., Frankfurt a. M. Die G.V.
der Südweſtdeutſchen Bank A.G. i. L., Frankfurt a. M. bei der
ſieben Aktionäre das geſamte A.K. von einer Million RM.
ver=
traten, genehmigte die vorgelegten Abſchlüſſe für die Jahre 1930=
1931 ſowie die Liquidationseröffnungsbilanz vom 6. Mai 1930,
wobei ſich die Vertreter der Karlsruher Lebensverſicherung mit
255 000 Aktien der Stimme enthielten. Die Entlaſtung des A.R.
und der Liquidatoren wurde mit 750 000 RM. gegen 250 000 RM.
Aktien auf Antrag der Karlsruher Lebensverſicherung
zurückge=
ſtellt, bis Klarheit darüber geſchaffen iſt, ob das Intereſſe der
Südweſtbank bei dem Vergleich mit der Favag, hinreichend
ge=
wahrt wurde und bis der Reviſionsbericht über den
Fragenkom=
plex Südweſtbank—Favag der G.V. vorgelegt werden kann. Der
Vertreter der Favag, der gegen die Vertagung des
Entlaſtungs=
beſchluſſes ſtimmte, gab Proteſt zu Protokoll, ebenſo auch gegen
die von der Generalverſammlung beſchloſſene Höhe der Vergütung
an die Aufſichtsratsmitglieder. Der Aufſichtsrat wurde in ſeiner
bisherigen Zuſammenſetzung einſtimmig wiedergewählt.
Mekallnokierungen.
Die Metallnotierungen in Berlin für je 100 Kg. am 22. April
ſtellten ſich für Elektrolytkupfer, prompt cif Hamburg, Bremen
oder Rotterdam (Notierung der Vereinigung für die Deutſche
Elektrolytkupfernotiz) auf 56 RM. — Die Notierungen der
Kom=
miſſion des Berliner Metallbörſenvorſtandes (die Preiſe verſtehen
ſich ab Lager in Deutſchland für prompte Lieferung und
Bezah=
lung) ſtellten ſich für Original=Hüttenaluminium, 98 bis 99
Pro=
zent, in Blöcken, Walz= oder Drahtbarren, auf 160 RM.,
des=
gleichen in Walz= oder Drahtbärren, 99 Prozent, auf 164 RM.
Reinnickel 98 bis 99 Prozent. auf 350 RM., Antimon=Regulus auf
46—48 RM., Feinſilber (1 Kg. fein) auf 39,50—42,75 RM.
Kreuger haf auch den Garanka=Berkrag mit 1
auf der auffgeniſel.
Der Abteilunsgdirektor im Polniſchen Miniſterpr
Kauzik, erklärte mit Bezugnahme auf die vorgeſtrige Melt
Berliner Tageblattes Preſſevertretern gegenüber, daß we
noch dem früheren Miniſterpräſidenten Grabski irgend ety
das Vorhandenſein eines amtlichen Dokuments bekannt
einen Vertrag der polniſchen Regierung mit der holländiſ
ſellſchaft „Garanta” über den Einzelverkauf von Zündhö
Polen betreffe. Es ſeien niemals Verhandlungen über ei
chen Vertrag geführt worden.
Produkkenberichſe.
Berliner Produktenbericht vom 22. April. Am Prf
markt machte die Erholung, die bereits geſtern gegen Bör
eingeſetzt hatte, heute weitere Fortſchritte. Wie bereits
letzten Zeit, hat ſich das Inlandsangebot bei weichenden
ſofort zurückgezogen, und die Forderungen lauten unna ß
Andererſeits deckten die Mühlen in Erwartung der Fe
des Vermahlungszwanges, die für Anfang nächſter Wod f,
ſichtigt iſt, nur den täglichen Bedarf. Am Promptmarkt
für Weizen allerdings wieder 1 Mark höhere Preiſe 1
werden, während Weizen neuer Ernte ſelbſt bei Preiskon
ſchwer unterzubringen iſt. Im Lieferungsgeſchäft waren
deren Sichten um 1 Mark befeſtigt. Roggen hatte im
und Lieferungshandel bei ſtetigen Preiſen ſehr ruhiges
Weizen= und Roggenmehle ſind zu unveränderten Preiſe
boten, der Abſatz hat ſich nicht gebeſſert. Hafer iſt bei
Inlandsangebot, aber auch nur vorſichtiger Konſumnachft
behauptet. Die Lieferungspreiſe zogen bis 1,25 Mark an.
in Brau= und Induſtrie=Qualitäten zu ſtetigen Preiſen we
geſetzt, vereinzelt ſind Unterhandlungen über neue Win
im Gange, für die man Preiſe von 165—170 M. ab Verlal f
nimmt.
Kleine Wirkſchaftsnachrichken.
Durch eine im Reichsgeſetzblatt von geſtern veröffk
Verordnung des Reichspräſidenten vom 20. 4. wird die
weinſteuer von 400 auf 250 RM. pro Hektoliter geſenkt
mit der Verkaufspreis der Monopolverwaltung von 6 aut
pro Liter herabgeſetzt. Die Verordnung tritt am vierten?
ihrer Verkündung in Kraft.
Ein Börſenkorreſpondent beſchäftigt ſich mit angeblichen
der zuſtändigen Stellen über eine Abwertung der Reichsm f
Aluminium 111,1 (111,1), Nickel 1077 (107,7), Antin
bis Ende als frei erfunden bezeichnet. Weder bei der Re
noch bei irgend einer Stelle der Reichsregierung ſind ſo ß
wertungspläne erwogen worden.
Die Preisindexziffer der Metallwirtſchaft. Metallwiſ
Metalltechnik” ſtellte ſich am 20. April auf 51,1 gegen 50,
April 1932 (Durchſchnitt 1909—13: 100), ſtieg alſo um 1
Für die einzelnen Metalle wurden nach dem Preisſtande
d. M. folgende Einzelindexziffern errechnet: Kupfer 421
April 41,9), Blei 53,9 (53,1), Zink 40,6 (38,0) Zinn 49,
Aluminium:, 111,1 (111,1), Nickel 107,7 (107,7), Antin
(76,2).
Die Entſcheidung der Regierung zu der grundſätzliche
des Erwerbes des R.W.E.=Pakets durch die Stadt Düſſel
ſagt, daß die Prüfung des geſamten Materials die ge
Vorausſetzungen für ein diſziplinariſches Eingreifen der 2
behörde nicht gegeben habe:
Die Süddeutſche Zinkblechhändler=Vereinigung hat u
kung ab geſtern ihre Preiſe um 1,5 Prozent erhöht, nach
ſelben bereits am 18. d. M. eine Erhöhung um 1,5 Prozei
ren haben.
Die Zahl der Arbeitsloſen in Frankreich hat ſich,
Deutſchland, leicht vermindert, und zwar von 299 300 aut
innerhalb einer Woche.
Berliner Kursbericht
vom 22. April 1932
Oeviſenmar
vom 22. April
Dangibank.......
Deutſche Bant u. 7
Disconto=Geſ.
Hapag
Hanſa Dampfſch.
Bahr. Motorenw.
Bergmann Elektr.
Deutſche Cont. Gas
wril.
23.625
41.—
23.75
14.125
14.875
25.25
36.56
33.75
18.50
13.625
n8.—
79.50
Iiue
Elektr. Lieferung
7. G. Farben.
Gelſ. Bergw
Geſ.felektr.untern.
Harpener Bergbau
Hoeſch Eiſen u. 1
Köln=Neueſſen 4
Phil, Holzmann.
Kali Aſchersleben
glöcknerwerle
Mannesm. Nöhr.
Maſch=Bau=untn.
Oberſchleſ. Korsw.
Orenſtein & Koppell
54.625
5s.0
91.375
34185
30.375
32.50
25.75
34.50
84.50
21.
33,u125
21.75
29.625
23.—*
Ieee
Rütgerswerle.
Salzdetſurth Kali 4
Leonh. Tietz
Verein. Glanzſtoff
Berein. Stahlwerke
Weſteregeln Alkali
Agsb.=Nrnb Maſch
Baſalt Linz
Berl. Narlsr. Ind.
Hirſch Kupfer.
Sohenlehe=Werke
Lindes Eismaſch.
Vogelkelegr. Traht
Wanderer=Werke.
2575
148—
54.—
14.50
86.
B.625
3
62.—
15.
24.50
Helſingfors
Wien
Prag
Budapeſt.
Soſta.
Holland
Eslo.
Kopenhagen
Sträholm.
London.
Buenos=Aires
New York.
Belgien.
Italien.
Paris
Mährung
1o0 finn.mi
100 Schillingl
ſio0 Tſch.Ar.
100 Pengb.
100 Leva.
1o0 Gulden
100 Kronen
100 Kronen
100 Kronen
n S.Stg.
1 Pav. Peſo
1 Dollar.
100 Belga
1o0 Lire 2
100 Franes 11
ſGe ds
7.302
gs170 15
12.465
3.057
170.5
77 721
35.29
m.87
15.74
1929
4.209 4.
59.95 59,07
21.53 21.57
16.595/ 1
Brieſt.
7.317
Si.60
512,40s
3.c63l
70. 82
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100 Lais
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Frankfurter Kursbericht vom 22. April 1932.
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Hafenmühle Frrft.
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tstag, 23. April 1932
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 113 — Seite 13
MNAr Nder läult
Roman von
Paul Rosenhayn †
(Rachdruck verboten.)
ry Haddington ſtöhnte leiſe auf; er ballte die Fauſt und
aus den Augenwinkeln zu Elena hinüber. Sie erwiderte
Blick mit einem rätſelhaften Ausdruck ihrer dunklen
Sie ſaß unbeweglich, die Hände ineinanderverſchlungen.
Wynn”, fuhr Jenkins fort, „hat in Genua einen ſchweren
zuſammenbruch erlitten. Sie wird ſich davon nicht wieder
ſagte mir der Arzt. Sie hat in meiner Anweſenheit ein
ndes Geſtändnis abgelegt. Dieſes Geſtändnis, Sir Erneſt,
Ehrenrettung — es kam ſozuſagen in zwölfter Stunde.”
hr Sekretär Henry Morton, der übrigens inzwiſchen in
verhaftet wurde, und die Wynn ſind die tätigſten
Mit=
des Konſortiums. Die drei aus Marſeille, Hamburg und
itza die Belieferer. Es iſt kein Wunder, daß man den
nicht auf die Schliche kam; ſie wußten von allen
Maß=
die gegen ſie geplant wurden, dank der offiziellen Tätig=
Mitarbeiter, der Wynn und Henry Mortons.”
ad wer ſollte wohl auf den Gedanken kommen, daß die
es Sir Erneſt Haddington als Transportſchiff diente?
r Lord vergrub den Kopf in den Händen. „Mein Gott”
te er, „wie war es nur möglich, daß dieſe Dinge ſo lange
ckt blieben?“
eſe Menſchen haben mit ebenſo großer Frechheit wie
tsloſigkeit operiert. Als ich damals in London die Wynn
m ließ, ging ſie geradewegs in Ihre Villa, Sir Erneſt.
inte damit, den Verdacht auf Sie ſelbſt zu lenken, oder
ſpame Falieri. Ich kann es nicht leugnen, daß ihr dieſe
auch eine Zeitlang gelungen iſt. Madames plötzliche und
jierte Abreife fiel mit dieſem Beſuch der Wynn in Ihrem
Sir Erneſt, zuſammen.”
na hob den Kopf. „Ich habe dieſe Perſon niemals
ge=
fagte ſie nervös. „Sie dürfen mir das glauben, Mr.
h zweifle nicht daran”, erwiderte der Detektiv verbindlich,
weniger, als die Wynn behauptete, nicht Sie, ſondern
dere Perſönlichkeit in der Villa an der Mall beſucht zu
Georg Stylianides nämlich.”
d Haddington fuhr auf. „Georg Stylianides — in
Hauſe? Das iſt doch . . .!"
a Bluff, nichts weiter. Wie überhaupt die ganze Perſon
lianides ein Bluff iſt. Lediglich erfunden, um etwaige
abzulenken und auch die vielen untergeordneten Organe
ſſortiums irrezuführen.”
„Es iſt Ihnen alſo gelungen Mr. Jenkins?” fragte der
Lord mit atemloſer Stimme, ſämtliche Gauner dingfeſt zu
machen?”
Der Detektiv ſah vor ſich hin und ſchüttelte nachdenklich den
Kopf. „Nein. Der Gefährlichſte iſt mir bisher entwiſcht. Der
Brutalſte von allen. Jener Mörder von Low=Shadwell, der
un=
bekannte Burſche, der ſich bei Mr. Crane einſchlich. Der
wahr=
ſcheinlich, nein ſicher, auch mich mit ſeinen Mordanſchlägen
be=
drohte. Wir ſind alle unſeres Lebens nicht ſicher, ſolange dieſer
unheimliche Burſche nicht gefaßt iſt.”
Jenkins ſchwieg und ließ ſeine Blicke forſchend durch das
Dunkel des Speichers gleiten. Er ſtand auf. „Wir wollen gehen”,
ſagte er, „bitte, Sir Erneſt, nehmen Sie dieſen Browning, ich
habe ihn vorhin dem Kapitän abgenommen, gehen Sie voran.
Sie, Madame, nehmen die Mitte.”
Die Drei verließen den Raum und gingen den Korridor
hinunter. Sie waren bis an die Stelle gekommen, an der ſich der
Gang ſchlauchartig verengerte, als plötzlich das Licht erloſch.
Elena ſchrie auf. Jenkins knipſte die Taſchenlaterne ein; in dem
ſchmalen Lichtkegel taſteten ſie ſich nach vorn durch den
boden=
artigen Raum bis nach der Tapetentür. Sie war verſchloſfen.
Vom Tanzſaal her kamen unbeſtimmte Geräuſche,
Stimmenge=
wirr, verwehte Muſikklänge, Lord Haddington rüttelte an der
Tür, ſie gab nicht nach.
Jenkins ließ den Schein der Lampe in das Dunkel des
Kor=
ridors fallen; ein Schatten tauchte plötzlich dicht vor ihm auf.
Schwer traf ein harter Schlag ſeine Hand, die Lampe fiel
klir=
rend zu Boden und erloſch. Jenkins fühlte, wie eine feine
Schnur ſich um ſeinen Hals legte. Schnell ſchob er mit einer
inſtinktiven Bewegung die geballte Hand zwiſchen die Schlinge.
Zwei eiſenharte Arme preßten ſich um ſeine Bruſt und riſſen
ihn mit unwiderſtehlicher Gewalt nach hinten. Die würgende
Schlinge erſtickte jeden Laut in ſeiner Kehle.
„Was iſt geſchehen, Jenkins?” kam die erregte Stimme des
Lords durch das Dunkel. Aber nur ein dumpfes Keuchen und
das dampfende Geräuſch der ringenden Körper war zu hören.
Elenas gellender Hilferuf erſtickte in dem Lärm eines Schuſſes.
Haddington hatte ſeinen Browning in die Luft abgefeuert. Im
Aufblitzen des Schuſſes ſah er eine Sekunde lang den Kampf der
beiden Männer.
Jenkins erlahmte. Es war unmöglich, ſich den klammernden
Armen des Unbekannten zu entwinden. Unwiderſtehlich riß ihn
die gewaltige Kraft dieſer Arme nach hinten. Ein Riegel klirrte:
der Angreifer hatte die lukenartige Tür geöffnet. Dumpf ſchlugen
die Körper der Ringenden an das morſche Holz.
Mit katzenartiger Gewandtheit drehte ſich der Angreifer um
Jenkins, ohne den Druck ſeiner Arme zu lockern. Der Detektiv
fühlte, wie ihn die Kräfte verließen. Er ſtemmte die Füße gegen
den Boden, aber ſie verloren den Halt auf den glatten,
eiſen=
benagelten Platten der Luke. Durch die geöffnete Tür drang der
kalte Nachtwind und das klatſchende Geräuſch der Wellen, die
unten in der Tiefe die Mauern des Hauſes umſpülten.
Mit einem letzten Aufbäumen ſeines Willen warf Jenkins
ſich zurück, aber ſein Kopf ſchlug mit furchtbarer Gewalt gegen
den eiſernen Riegel. Noch im Schwinden der Sinne ſah er das
verzerrte Geſicht ſeines Gegners über ſich gebeugt. Die dunklen,
ſtechenden Augen und die wilden, grauſamen Züge.
„Leben Sie wohl, Jenkins. Ich fahre nach London, um
meine Demiſſion einzureichen. Es bleibt mir nichts anderes
übrig.” Lord Haddington hatte ſich erhoben und hielt dem
Detektiv die Hand hin.
Jenkins, noch bleich, mit umſchatteten Augen und einer
Binde um den Kopf, legte dem Sprechenden die Hand auf die
Schulter. „Ich halte Ihren Entſchluß für übereirt, Sir Erneſt,
und ich möchte Sie bitten, davon abzuſehen; denn damit würden
Sie mich direkt desavouieren.”
Haddington richtete fragend den Blick auf den Detektiv.
„Ich habe geſtern einen ausführlichen Bericht nach London
gegeben. An Scotland Yard — aber auch an die Preſſe. Heute
abend weiß ganz London, daß es Ihnen, Sir Erneſt,
gelun=
gen iſt, die Häupter des Rauſchgiftkonſortiums unſchädlich zu
machen.”
„Jenkins, was haben Sie getan?”
„Manus manum lavat”, ſagt der Lateiner. Sie haben geſtern
mein Leben gerettet, Sir Erneſt. Ohne Ihren Schuß im letzten
Augenblick wäre ich heute nicht mehr am Leben. Wiſſen Sie, daß
jener „Kerl — ich glaube, er hieß Danny Riggs — ein Inder
von Geburt, der Sekte der Thugs angehörte? Er hatte einige
Morde auf dem Gewiſſen. Ihrer Geiſtesgegenwart habe ich es
zu danken, wenn ich nicht auch zu ſeinen Opfern gehöre.”
Jenkins ergriff die Hände des Lords. „Laſſen Sie Gras
über die Geſchichte wachſen, Sir Erneſt, machen Sie eine längere
Reiſe. Ich werde inzwiſchen alles mit den Behörden regeln.
Soll ich Ihnen einen Vorſchlag machen? Fahren Sie mit
Madame Falieri nach Cannes. Begrüßen Sie Mr. Crane und
das Brautpaar. Ich hole Sie dort ab, ſobald der Arzt mir das
Ausgehen erlaubt.”
(Schluß folgt.)
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Laufend Bekanntgabe der Wahlergebnisse
von Preußen, Bayern, Württemberg.
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Die Wahlresultate der Preuße
werd. morgen abend bekanntge
Ab heute Eis-Spezlalltäten in bekannter Güte.
Bezirksverein Martinsbie
Hauptverſammlung
Mittwoch, den 27. April 1932, abends 8
bei Gaftwirt Nagel, Mauerſtraße 3
Tagesordnung: Auf Einladungskarten mi
Außerdem: Vortrag des Stadtrats, Verwaltungsal
Hoſenheimer über die Auswirkung der Notberk
auf die Kommunalverwaltung, insbef. der Stadt94
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Der Vorſte
Parkhotel Kalßer Mon
Keppenheim
Sonntag, den 24. April
Frdhlinasfes
Ab 4 Uhr Tanz