Einzelnummer 10 Pfennige
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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
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8.Fellungen und Abbeſiſellungen durch
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Rabat weg. Banfkonto Deutſche Bani und Darme
Nummer 344
Samstag, den 12. Oezember 1931. 194. Jahrgang
ſtädter und Nationalbanl
Nen die Regerungsbildung in Heſſen.
Die Ankwork des Zenkrums den Nakionalſozialiſſen überreichl. — Die Türen zu Verhandlungen offen.
unt4 Landiagsfhung. — Nur plakoniſche Beſchlüiſſe: Gewährung einer winterhiſe. Mikkrauensankrag gegen Kabinekk Abelung 1. Innenniniſter Leuiſchner.
Parlamenkariſcher Unkerſuchungsausſchuß gegen Innenminiſter Leuſchner eingeſekt.
Anfang oder Ende?
Auchg ſtern wieder waren die Tribünen des Heſſiſchen
840auf den letzten Platz gefüllt, denn auf der Tages=
3 ja die Wahl des Staatspräſidenten. Aber auch
ſich ſich die Beſucher enttäuſcht. Sang= und klanglos
nde diuſſte Punkt von der Tagesordnung abgeſetzt bis „zur
g zu bolitiſchen Lage‟. Eine Vertagung ad calendas
gs? auf z vor Beginn der Sitzung hat das Zentrum der
üiotalſtül ſtiſchen Landtagsfraktion ſeine Antwort auf den
unten rgief vom Mittwoch überreicht. Die
Nationalſozia=
dieſ in its geſtern von einem „Verrat” des Zentrums
„rieben, ſbog, allerdings gleichzeitig erklärten, daß ſie die zu
rtendiilli twort noch nicht in Händen hätten, haben das
—ſtrum zutet ordentlich unterſchätzt. „Die Zeutrumspartei hat
in Rlü lund in den Ländern ihrem Charakter als Ver=
—ungspairt getreu jeder Zeit für verpflichtet gehalten, in
Re=
ungen amt Parteien zuſammenwirken, die auf der
Grund=
der Aüf ſſung dem Wohle des geſamten Volkes dienen
ſen. Tier Grundeinſtellung der Zentrumspartei entſprechen
Leitgetlken „nationale Freiheit und Erneuerung, chriſtliche
usauffgutn g, Volksſtaat und Reichseinheit unter Wahrung
EigenAluys der Länder, ſittliche und ſoziale Wirtſchafts=
9. Rtſich=deutſche Volkskultur. chriſtliche Völkergemein=
Dich Brundgedanken aus den offiziellen „Richtlinien
deutrurpenrtei” bleiben für uns maßgebend — auch für die
ungtchdang in Heſſen.— Unſere klare und poſitive
Grund=
lug ancht jede weitere allgemeine Erklärung über
partei=
ge Vozlisſ etzungen überflüſſig.”
und din Heißt es weiter: „Die Zentrumspartei muß eine
imimen meir mit der NSDAP. an folgende Bedingungen
ſeu, olüf deren Erfüllung weder die Verfaſſung gewahrt,
die 1hiliche Ordnung geſichert bliebe. Die NSDAP.
Schert 3 ffl ich, daß ſie auch während ihrer Mitwirkung in
ſtegiermn d ie Legalität in allen ihren Handlungen wahren,
Putſa mſichten entgegentreten und andere als die Macht=
Qumentehlls Staates nicht dulden wird.” Zu den in dem
Slalſozialliſchen Schreiben enthaltenen „Grundſätzen”, „
Ziel=
ugen”, MNiarderſtforderungen” werden Erklärungen
abge=
die ue weiteres Verhandlungsmöglichkeiten bieten. Zu
Gorderlcg wer Nationalſozialiſten, daß die heſſiſche
Regie=
im Rilzrat für eine Politik des entſchloſſenſten natio=
Widesſudes gegen Unterdrückung und Ausbeutung und
*de Möllhleit einer aktiven Freiheitspolitik eintreten müſſe,
zum 8 Auß erklärt: „Die Zentrumspartei tritt entſprechend
Richüſen und in voller Uebereinſtimmung
Sder)ſinwärtigen Reichsregierung für eine
Sil ein, 79 bem deutſchen Volke innere und äußere Freiheit,
Euftsenrükluung und Weltgeltung ſchaffen und ſichern wird.
Eus erak ſich die ſelbſtverſtändliche Notwendigkeit für eine
Eſche Reſthtunig, die Außenpolitik der Reichsregierung aktid
Eiterſtüitztl”
Der Brkulſift, ein diplomatiſches Meiſterſtück. Bei aller Deut=
Sit und /mEßverſtändlichkeit enthält dieſe Zentrumsantwort
Sſchon A fſur angekündigt, in der Tat keinerlei Ablehnung
Zuſamuarbeit mit der nationalſozialiſtiſchen Partei und
Afür ettüge, Verhandlungen alle Türen offen. Man hat
der unichnlichen Form des nationalſozialiſtiſchen
Vor=
bielſ breſchloſſen, daß das Angebot der NSDAP. an
Zentrumknintei nicht recht ernſt gemeint ſei, ſondern ledig=
Sdazu hoh iFenen fſollen, dem Zentrum gewiſſermaßen den
arzen kier” zuzuſchieben. Ob derartige Vermutungen
20 wareiſpird ſich nach der entgegenkommenden Zentrums=
Hurt ſehu uls erweiſen. Daß unüberbrückbare, in der heſſi=
Bolititt gründete, Differenzen grundſätzlicher Art nicht
Neu, hatlli erfolgte Notenwechſel erwieſen. Die Aufgabe
örkſten’shirtei im heſſiſchen Landtag iſt es nunmehr, die
wübe 3 le bſtverſtändlich notwendigen eingehenden
Ver=
ungen 1 greifen. Im Intereſſe der heſſiſchen Bevöl=
und Afb ſondere im Jutereſſe aller derienigen, die am
obembmtihre Stimme der Nationalſozialiſtiſchen Parte‟
Den habd) hoffen wir, daß nunmehr nicht noch weiterhin
Me Zeisllikoren wird.
30 Millionen bewiligk!
RDer neu eſiſche Landtag unterſcheidet ſich von ſeinem
Vor=
der Nichtz ſt durch ſeine parteimäßige und verſonelle Zu=
Bwenietzunch er unterſcheidet ſich auch noch in einer anderen
Sontlichen aie hung: Er iſt großzügiger! Denn es war
Tat 9 Rügig, mit welcher Leichtigkeit dieſer neue Heſſiſche
2ag geſtesi, die vielen Millionen gehende Ausgaben inner=
Denigechlitunden bewilligte. Der nationalſozialiſtiſche An=
Nr BewAzung einer Erwerbsloſenwinterhilfe von 80 Mark
art ſüch des Kind, ſowie 3 Zentner Kohlen an Familien.
ei tder Rülſeln) wurde angenommen, und die nicht ſo
Lehendeshürträge der Kommuniſten dadurch für erledigt
Se Saen 4Mi de Mie Mer Rugse
Iin der Akoalſozialiſten, der die Aufbringung der erforder=
Mitellic eine reſtloſe Wegſteuerung der Einkommen
2n d Hri s W K Hiee Meee M
iberit en über 20 000 Mark (3—4 Prozent dieſer Ver=
En Der AAis Prozent des Vermögensertrages) wurde
an=
er 2 4 ticht nur die Erwerbsloſen, ſondern auch jeder
ſe eter, Auchändler ſowie ſonſtige Gewerbetreibende, deſſen
ſeuierhar=
ikommen, im Jahre 1931 weniger als 1800
erhält bis ſpäteſtens 31. Dezember 100 Mark
als Winterhilfe. Die Ausgaben für dieſen Antrag, der den
Deutſch=
nationalen Böhm und den Bauernbündler Fenchel zu Vätern hat,
und der mit den Stimmen der Nationalſozialiſten angenommen
wurde, ſollen beſtritten werden durch entſprechende Erhöhung der
Warenhaus= und Filialſteuer. Koſtenpunkt: etwa 5 Millionen
Mark. Und zum Schluß: Alle Landwirte, deren Betriebe im Jahre
1931 keinen Ertrag bringen und mit Verluſt abſchneiden
be=
kommen pro Haushalt eine Winterhilfe in Höhe von 100 Mark.
„Die Mittel ſind durch Streichung des Staatszuſchuſſes zum
Lan=
destheater zu finden.” Auch dieſer Antrag, den die beiden
Ver=
treter des Bauernbundes geſtellt, wurde mit den Stimmen der
Nationalſozialiſten angenommen. Koſtenpunkt: etwa 5 Millionen
Mark. Gleiches Recht für alle. Es geht uns allen, weiß Gott
ſchlecht, und ſo hat eben jeder ſeinen Anſpruch auf Winterhilfe.
Ueber ſo unangenehme und unwichtige Dinge wie die Frage nach
der Aufbringung der erforderlichen Mittel hat man ſich offenbar
weniger Gedanken gemacht. In einer Abſtimmung von etwa zehn
Minuten Dauer hat der Heſſiſche Landtag rund 30 Millionen Mark
an neuen Ausgaben bewilligt, etwas weniger als ein Viertel des
geſamten heſſiſchen Staatshaushaltes bei einem ſchon vorhandenen
Fehlbetrag von etwa 9 Millionen Mark. Und von dieſen 30
Mil=
lionen Mark — wird kein Pfennig ausgezahlt! Daß der
Deckungs=
antrag der Nationalſozialiſten zu ihrem Winterbeihilfsantrag
nach dem Reichsfinanzausgleich unzuläſſig iſt, haben wir neulich
ſchon feſtgeſtellt. Das Ganze kommt alſo darauf hinaus, daß die
heſſiſche Regierung ein entſprechendes Erſuchen an die
Reichs=
regierung ſtellt, das dieſe dann mit einigen mehr oder weniger
freundlichen Bemerkungen ablehnt. Daß die „Erhöhung der
Warenhaus= und Filialſteuer” eine nach der Reichsnotverordnung
unzuläſſige Erhöhung einer Gewerbeſteuer bedeuten würde, dürfte
auch den Mitgliedern des Heſſiſchen Landtags bekannt ſein. Aber
auch die notleidenden Landwirte werden die ihnen verſprochene
Winterhilfe nicht bekommen. Denn der Staatszuſchuß zum
Lan=
destheater kann früheſtens nach Ablauf dieſer Spielzeit geſtrichen
werden, da durch eine vorzeitige Schließung des Landestheaters
nicht nur keine Mittel erſpart würden, ſondern im Gegenteil ſehr
erheblich erhöhte Ausgaben entſtehen würden, da alle Verträge
weiterlaufen und lediglich die Einnahmen aus dem Theaterbeſuch
in Wegfall kommen würden. Dabei hat dieſer Deckungsantrag
doch noch eine ſehr ernſte praktiſche Seite. Nach ſeiner Annahme
durch den heſſiſchen Landtag werden keinerlei Verträge, für das
Theaterperſonal erneuert oder neu abgeſchloſſen werden können,
da nach der Haltung der Mehrheit des Heſiſchen Landtags in der
geſtrigen Sitzung mit Sicherheit angenommen werden muß, daß
bei der Beratung des Haushaltsvoranſchlags für das nächſte
kom=
mende Jahr die gleiche Mehrheit gegen die Erhaltung des
Lan=
destheaters ſtimmen wird. Im Heſſiſchen Landtag ſitzen die
Ver=
treter des heſſiſchen Volkes. Entſprechen die Beſchlüſſe des
geſt=
rigen Nachmittags den Wünſchen der Mehrheit eben dieſer
heſſi=
ſchen Bevölkerung?
M.
Die Ankwork des Zenkrums
an die NSDAP.
Die am Freitag vormittag von der Zentrumsfraktion an die
Nationalſozialiſtiſche Partei übergebene Antwort hat folgenden
Wortlaut:
„Unter dem 7. d. Mts. hat die NSDAP. der heſſiſchen
Zen=
trumspartei ein Schreiben überfandt, worin ſie für eine Mithilfe
der Zentrumspartei „an einer fruchtbaren Regierungstätigkeit
von einiger Dauer” eine Reihe von Vorausſetzungen und
For=
derungen ſtellt.
Die Zentrumspartei hat ſich im Reich und in den Ländern
ihrem Charakter als Verfaſſungspartei getreu jeder Zeit für
ver=
pflichtet gehalten, in Regierungen mit Parteien zuſammenzuwirken,
die auf der Grundlage der Verfaſſung dem Wohle des geſamten
Volkes dienen wollen. Dieſer Grundeinſtellung der
Zentrums=
partei entſprechen ihre Leitgedanken „nationale Freiheit und
Er=
neuerung, chriſtliche Staatsauffaſſung, Volksſtaat und
Reichs=
einheit unter Wahrung des Eigenlebens der Länder, ſittliche und
ſoziale Wirtſchaftsordnung, chriſtlich=deutſche Volkskultur,
chriſt=
liche Völkergemeinſchaft”
Dieſe Grundgedanken aus den offiziellen „Richtlinien der
Zentrumspartei” bleiben für uns maßgebend — auch für die
Negierungsbildung in Heſſen. Unſere klare und poſitive
Grund=
einſtellung macht jede weitere allgemeine Erklärung über
partei=
mäßige Vorausſetzungen überflüfſig.
Hinſichtlich der NSDAP. bemerken wir insbeſondere:
Die Zentrumspartei muß eine
Zuſammen=
arbeit mit der NSDAP. an folgende
Bedingun=
gen knüpfen, ohne deren Erfüllung weder die Verfaſſung
gewahrt, noch die öffentliche Ordnung geſichert bliebe: Die
NSDAP. verſichert öffentlich, daß ſie auch während ihrer
Mit=
wirkung in der Negierung die Legalität in allen ihren
Hand=
lungen wahren, ahlen Putſchabſichten entgegentreten und andere
als die Machtinſtrumente des Staates nicht dulden wird.
Zu den formulierten „Grundſätzen”, „Zielſetzungen”, „
Min=
deſtforderungen” erklären wir folgendes:
Die Punkte 1—10 wollen Vereinfachung und Verbilligung
des Geſetzgebungs=, Regierungs= und Verwaltungsapparates.
Das hat die Zentrumspartei im Nahmen der Verfaſſung
jeder=
zeit angeſtrebt und durch die einſchneidenden Sparmaßnahmen
in vierjähriger Tätigkeit ſeit Uebernahme des Finanzminiſteriums
bewieſen. Sie iſt alſo bereit, über dieſe Punkte in Verhand=
lungen einzutreten und an ihrer Durchführung mitzuwirken,
ſo=
weit nicht Vorſchriften der Heſſiſchen Verfaſſung oder der
Reichs=
verfaſſung entgegenſtehen.
Die Formulierung der Artikel 37 kk der Heſſiſchen
Ver=
faſſung ſpricht nach unſerer Auffaſſung gegen die vorgeſchlagene
Regelung der Stellung des Staatspräſidenten und des
Mini=
ſteriums. Sollte ſich gleichwohl eine Regelung dieſes
Vor=
ſchlages ermöglichen laſſen, die mit der heſſiſchen Verfafſung in
Einklang gebracht werden kann, ſo würde eine ſolche Neuerung
in der ſtaatsrechtlichen Machtſtellung auch Folgerungen haben
müſſen hinſichtlich der zu ernennenden Perſönlichkeiten. Der
Staatspräſident müßte dann parteipolitiſch unabhängig ſein.
Punkt 5 würde in der vorgeſchlagenen Verallgemeinerung zu
verfaſſungswidrigen Maßnahmen führen; er könnte deshalb nur
ſo weit in Frage kommen, als er der Verfaſſung nicht
wider=
ſpricht.
Zu Punkt 11 verweiſen wir auf die Richtlinien der
deut=
ſchen Zentrumspartei. Darin heißt es wörtlich:
„Die deutſche Kulturpolitik muß auf die Erneuerung und
Feſtigung der geiſtigen und ſittlichen Volksgemeinſchaft abzielen.
Die Kultur des deutſchen Volkes wurzelt in der chriſtlichen
Religion. Die Zentrumspartei betrachtet es daher als ihre
be=
ſondere Aufgabe, unter Wahrung der verfaſſungsmäßigen
Ge=
wiſſensfreiheit, Religionsfreiheit und Unterrichtsfreiheit das
chriſtlich=deutſche Geiſteserbe zu ſchützen und die freie
Auswir=
kung der religiöſen Lebenskräfte zu ſichern. Die
Zentrums=
partei will die Freiheit und Unabhängigkeit der kirchlichen
Ge=
meinſchaften und ihren Einfluß auf das Volksleben gewahrt
wiſſen. Staat und Kirche follen zum Segen der Volkskultur auf
allen Gebieten einträchtig, ohne Verletzung der beiderſeitigen
Selbſtſtändigkeit zuſammenwirken.
Den Gefahren einer geiſtigen und moraliſchen Zerſetzung des
Volkslebens tritt die Zentrumspartei mit allem Nachdruck
ent=
gegen. Die Volksſittlichkeit iſt die Quelle der Geſundheit und
der Nährboden aller kulturgeſtaltenden Kräfte. Die Familie muß
als Keimzelle der menſchlichen Gemeinſchaft und als
weſent=
lichſte Lebensbedingung der Kultur geſund erhalten werden. Die
mütterliche und heimgeſtaltende Kraft der Frau in Familie und
Volksleben iſt als unerſetzbares Volksgut zu hüten.
Die Erziehung des heranwachſenden Geſchlechts zu
perſön=
licher, beruflicher und ſtaatsbürgerlicher Tüchtigkeit unter voller
Entfaltung der chriſtlichen Lebenswerte iſt als Daſeinsfrage des
deutſchen Volkes eine Hauptſorge der Zentrumspartei. Sie
er=
kennt den Anteil des Staates an der Jugenderziehung durchaus
an, muß aber das ſtaatliche Schulmonopol ablehnen und an dem
Rechte der Kirche, auf die religiös=ſittliche Erziehung der Jugend
unbedingt beſthalten. Sie tritt entſchieden für das natürliche,
auch in der Reichsverfaſſung verbürgte Recht der Eltern auf die
Erziehung der Kinder ein und fordert grundſätzlich die
Be=
kenntnisſchule.
Mit dieſen klaren programmatiſchen Forderungen iſt unſere
Stellung gegenüber der marxiſtiſchen Kulturauffaſſung ſowie den
Kulturauffaſſungen anderer Weltanſchauungsgruppen in aller
Klarheit gegeben.
Zu Punkt 12 der Mindeſtforderungen ſtellen wir feſt:
Die Zentrumspartei tritt, entſprechend ihren Nichtlinien in
voller uebereinſtimmung mit der gegenwärtigen Reichsregierung
für eine Politik ein, die dem deutſchen Volke innere und äußere
Freiheit, Zukunftsentwicklung und Weltgeltung ſchaffen und
ſichern wird. Daraus ergibt ſich die ſelbſtverſtändliche
Notwen=
digkeit für eine heſſiſche Regierung, die Außenpplitik der
Reichs=
regierung aktiv zu unterſtützen.
gez. Unterſchrift.
Der Landkag verkagl.
In neunſtündiger Sitzung hat geſtern der Landtag beraten.
Man muß, an dem realen Ergebnis gemeſſen, nüchtern ſagen: Es
wurde neun Stunden geredet, ohne daß etwas Poſitives für
das heſſiſche Volk dabei herausſprang. Wenn man nicht aus der
Tatſache, daß undurchführbare oder ſachlich leere agitatoriſche
An=
träge eben „angenommen” wurden, politiſche Wertungen ableiten
wollte. Dabei ſtießen die Gegenſätze einerſeits zwiſchen rechts und
links, andererſeits beider Flügel mit der Regierung mit voller
Wucht aufeinander. Man muß ſich jetzt anſcheinend mit einem
Ton im Hohen Hauſe vertraut machen, der
außer=
ordentlich bedauerlich iſt, und dem leider auch
Land=
tagspräſident Dr. Werner nicht genügend Einhalt bot.
Mit halbſtündiger Verſpätung begann die Sitzung Die „Wahl
des Staatspräſidenten” wird auf Antrag der NSDAP. ,„bis zur
Klärung der politiſchen Situation” vertagt.
Die Kommuniſten fordern die Dringlichkeit für ihre Anträge:
„Auflöſung des Landtags”, „Verlegung der Sitzung in die
Darm=
ſtädter Feſthalle” (Präſident Dr. Werner ſchlägt dem Redner die
Mainzer „Gud Stubb” vor) und „Proteſt gegen die
Reichsnotver=
ordnung vom 8. Dezember 1931”, welches Verlangen vom Hauſe
abgelehnt wird. Auch die Dringlichkeit des nationalſozialiſtiſchen
Antrages, bei der Reichsregierung Maßnahmen zur Abdroſſelung
der ausländiſchen Obſt= und Gemüſeeinfuhr zu erwirken, wird
verſagt.
Abg. Heinſtadt (Ztr) widerſpricht den Verſuchen, noch
neue Anträge auf die Tagesordnung zu ſetzen. Dieſe Taktik mache
das Zentrum nicht mit. Wenn im übrigen die Nationalſozialiſten
erwas bezüglich Reichsangelegenheiten erreichen wollten, möchten
ſie das im Reichstag verſuchen.
Eine Kleine Anfrage des Abg. Lenz, warum am
Diens=
tag 6 Laſtwagen Frankfurter Schupo ſich in Darmſtadt aufgehal=
Regierung dahin: „Die
ten hätten, beantwortet der Vertreter
Seite 2 — Nr. 344
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
6 Laſtwagen mit Schutzpolizei haben ſich in Darmſtadt nicht
auf=
gehalten, ſondern die Stadt zum Zwecke der Beförderung in
weſt=
licher Richtung durchfahren. (Heiterkeit.)
Zur Beratung ſtehen dann die Anträge der Komm.
Oppoſi=
tion, der Kommuniſten, der Nationalſozialiſten und der
Sozial=
demokraten auf
Wie mitgeteilt, wurde der weiteſtgehende
nationaſoziali=
ſtiſche Antrag im Ausſchuß bei Stimmenthaltung der übrigen
Parteien angenommen.
In der Ausſprache hält Abg. Galm (Komm. Opp.) ſeinen
Antrag aufrecht, der finanziell realiſierbar ſei und den Aermſten
wenigſtens etwas bringe. Parteien, die im Reiche die Brüning=
Politik ermöglichten, hätten nicht das Recht, in den
Länderparla=
menten Anträge auf Winterhilfe zu ſtellen.
Abg. Sumpf (Komm.) bezeichnet den nationalſozialiſtiſchen
Antrag, der die kommuniſtiſchen Deckungsvorſchläge abgeſchrieben
habe, als übles Agitationsmanöver. Auch von den
Reichstags=
diäten der natſoz. Abgeordneten hätten die Erwerbsloſen nie einen
Pfennig erhalten. (Widerſpruch rechts.)
Der Landbund ſtellt einen Zuſatzantrag, allen
Land=
wirten, deren Betriebe 1931 keinen Ertrag bringen und mit
Verluſt abſchneiden, eine Winterhilfe von 100 RM. für den
Haus=
halt zu zahlen. Die Mittel ſeien durch Streichung des
Staats=
zuſchuſſes zum Landestheater zu finden.
Abg. Zinnkann (Soz.) weiſt die Angriffe der Kommuniſten
gegen die SPD. zurück. Heſſen habe nach dem Ruhreinbruch mit
den beſonderen Landes=Winterbeihilfen für die Arbeiterſchaft
be=
gonnen und im Rahmen des Möglichen Greifbares vermittelt. Der
natſoz. Antrag dagegen ſei abſichtlicher Bluff, weil ja keine
Deckung vorhanden.
Um 1.30 Uhr mittags wird die Sitzung auf eine Stunde
unter=
brochen.
Abg. Weſp (Ztr.) ſetzt ſich dann mit den Kommuniſten
aus=
einander, denen er vorhält, daß es Zentrumsarbeitsminiſter waren,
die nach der Inflation die deutſche Sozialverſicherung retteten.
Heute tue Reichskanzler Dr Brüning und Dr. Stegerwald alles,
um das ſoziale Hilfswerk geſund über die Kriſe hinwegzubringen.
Höchſt verwerflich ſei die kommuniſtiſche
Ver=
eumdung der freiwilligen Caritative für die
erwerbsloſen Volksſchichten. Der natſoz. Antrag werde
ſelbſt von den gewerkſchaftlich organiſierten, nationalſozialiſtiſch
ge=
ſinnten Arbeitern bedauert, weil er bolſchewiſtiſchen Vorbildern
nachlaufe.
Abg. Dr. Müller (Natſoz.) eröffnet ſeine Rede mit der
Wendung „Deutſche Volksgenoſſen und übrige Anweſende” worauf
in der Mitte und der Linken ein ungeheurer Tumult
aus=
bricht. Die Ausführungen des Redners gehen in den
Zwiſchen=
rufen „Unverſchämtheit, Raus! Unerhört! Lausbub!” unter, bis
Präſident Dr. Werner mit der Glocke Ruhe ſchafft. Der Redner
er=
klärt, das Problem der Arbeitsloſigkeit ſei für die
Nationalſozia=
liſten nur ein Teil der Arbeitsbeſchaffung. Bei der Betrachtung
des Antrages muß die Tendenz des Antrages und die Rechtslage
auseindergehalten werden. Wir waren uns bewußt, daß auf
die=
ſem Wege der Deckungsvorſchläge aus Heſſen nichts herauszuholen
iſt. (Hört, hört!) Unter „liquides” Vermögen verſtehen wir
un=
verbrauchten Ertrag und unverbrauchtes Einkommen. (
Zwiſchen=
rufe: Alſo ſchon wieder ein Umfall!) Wir lehnen es ab, vorerſt,
ſolange noch andere Deckungsmöglichkeiten vorhanden ſind, den
heſſiſchen Steuerzahler vorweg zu belaſten. Wir haben im übrigen
das Vertrauen zu dem Verſprechen des Herrn Reichsminiſters
Tre=
viranus, „daß in dieſem Winter in Deutſchland niemand zu
hun=
gern braucht”,
Der Redner wird von Präſident Dr. Werner wegen ſeiner
Eingangsworte ermahnt, in Zukunft ſolche Anreden zu unterlaſſen.
Abg. Ohlhof (SAP.) fordert die SPD. auf, angeſichts der
veränderten politiſchen Situation in den rückſichtsloſen Kampf
gegen die bürgerlichen Parteien und Schichten einzutreten.
Die Abgg. Böhm (Dntl.) und Fenchel (Lbd.) bringen
einen Zuſatzantrag ein, den Handwerkern, dem
Einzel=
handel und den Gewerbetreibenden, die 1931 weniger
als 1800 Mk. verſteuerbares Einkommen haben, eine
Winter=
hilfe von 100 Mk. zu gewähren.
erklärt, niemand im Haus kann uns vorwerfen, daß wir, mit
den Gemeinden, nicht alles verſucht hätten, Hilfe für die
Notlei=
denden zu ſchaffen. Mit uferloſen Agitationsanträgen iſt der Not
freilich nicht zu ſteuern. Wenn die Nationalſozialiſten ihren
An=
trag einer Regierung des Dritten Reiches vorlegen würden, dann
wären die Antragſteller als Politiker ſofort erledigt. Wir
könn=
ten den Antrag erfüllen, wenn wir unbeſchränkt „Feder”=Geld
druckten. (Widerſpruch bei den Natſoz.) Die Winterhilfe iſt keine
Sache des guten Willens. Wenn die Antragſteller glauben, daß ſie
ihren Antrag verwirklichen könnten, dann beweiſen ſie nur ihre
Unkenntnis in wirtſchaftlichen Dingen. (Unerhört! rechts.) Oder
wenn man die Undurchführbarkeit wußte und dennoch Illuſionen
erweckte, dann trieb man Schindluder mit der Not und Qual
un=
ſeres Volkes. (Tumult bei den Natſoz. Präſident Dr. Werner
er=
klärt, er könne den Ausdruck nicht zulaſſen.) Beim Reich iſt keine
Hilfe zu haben. Solange wir die Geſchäfte führen, laſſen wir uns
trotz aller demagogiſchen Anträge nicht hindern, auch weiterhin
unſere Pflicht zu tun. (Beifall links, lebhafte Zwiſchenrufe der
Natſoz.)
Abg. Frau Pringsheim (Soz.) fragt den Präſidenten,
ob er den „Kaſernenhofton” einreißen laſſen wolle. (Zwiſchenrufe
rechts: „Nur nicht ſo zimperlich!”) Sie habe ſich unter dem
Parla=
ment etwas anderes vorgeſtellt.
Abg. Kern (Natſoz.) betont, daß der Antrag ſeiner Fraktion
durchaus ernſt gemeint ſei.
Abg. Heinſtadt (Ztr.) weiſt die Anmaßung zurück, daß die
Not nur den antragſtellenden Parteien bekannt ſei. Gerade die
bürgerlichen Parteien hätten mit ihrer in chriſtlichem Geiſte
be=
triebenen Winterhilfe durch die Tat bewieſen, daß man um die
offene und heimliche Not weiß. Wir ſind erfreut, daß auch der
natſoz. Redner zugeben muß, ſeine Fraktion finde keinen
gang=
baren Weg zur Deckung der Winterhilfe.
Abg. Dr. Niepoth (DVP.) erinnert daran, daß ſchon bei
den früheren Winterhilfen Wollen und Können im Kampf lagen.
Die vor den Wahlen beſchloſſene Hilfsaktion der Koalition ſollte
einerſeits vor den Kommuniſten das Geſicht wahren, andererſeits
der Finanzlage des Landes Rechnung tragen.
Die damals den Provinzen eingeräumte Ermächtigung zur
Erhebung eines Mietraum=Zuſchlages iſt in der Praxis nirgends
durchführbar geweſen. Der Antrag Böhm—Fenchel ſoll wohl die
Unſinnigkeit der vorliegenden Anträge ad absurdum führen. Es iſt
ein Verdienſt des Abg. Dr. Müller, geſagt zu haben, daß ſein
An=
trag rechtlich unzuläſſig iſt. Man muß daraus ſchließen, daß die
Nationalſozialiſten, wenn ſie im Beſitze der Macht wären, dieſe
Dinge durchführten. Man glaubt, aus dem heſſiſchen Volk eine
Summe von 19 Millionen herauspreſſen zu können. Angeſichts der
geringen Zahl der in den Deckungsvorſchlägen zur Aufbringung
verurteilten Volksſchichten führt das zur Expropriation, zum
Steuerbolſchewismus. Auch wenn Herr Hitler perſönlich
Finanz=
miniſter wäre, würde er nicht dieſe 19 Millionen herauszwingen.
Wenn zwei Abgeordnete etwa einen ſolchen Agitationsantrag
ſtellen würden, wäre das verſtändlich, aber wenn das die ſtärkſte
Fraktion des Landes tue, muß ſie endlich an verantwortlicher
Stelle entſcheiden, ob ſie Agitation oder politiſche Arbeit leiſten
will. Im letzten Fall wird ſich ſehr raſch ergeben, daß auch die
Nationalſozialiſten nur mit Waſſer kochen können.
Abg. Lux (Soz.) verweiſt darauf, daß der geſamte
Steuer=
ertrag aus Grund= und Gewerbeſteuer je 7½ Millionen betrage
Mit dieſer Steuerbelaſtung habe die NSDAP. im Wahlkampf
ihre Agitation beſtritten, und jetzt wolle die gleiche Partei ſogar
weitere 20 Millionen Steuern dazu erheben.
Nach dem Abg. Mauer (Komm.) erklärt Abg. Glaſer
(Lbd.) folgendes: „Die große Notlage, welche infolge der
kata=
ſtrophalen Erwerbsloſigkeit in weiten Kreifen unſerer deutſchen
Bevölkerung, insbeſondere während der jetzigen Wintermonate,
herrſcht, wird von den Abgeordneten der Landvolkpartei
an=
erkannt. Freiwillige Sammlungen von Lebensmitteln und
ſon=
ſtigen Naturalien, welche zurzeit in unſeren Landorten
vor=
genommen werden, finden unſere Unterſtützung und
Befürwor=
tung. Eine Erhöhung oder diesbezügliche Erhebung von neuen
Steuern zur Behebung dieſer Notmaßnahme auf
landwirtſchaft=
lichen Beſitz müſſen wir ganz entſchieden ablehnen. Die Abfatz=
und Preisverhältniſſe der landwirtſchaftlichen Erzeugniſſe ſind
zur Zeit derart ſchlecht, wie dies ſeit vielen Jahrzehnten nicht
der Fall war. Infolgedeſſen iſt es der landwirtſchaftlichen
Be=
völkerung nicht möglich, ihre laufenden Verpflichtungen zu
er=
füllen, da die derzeitige Beſteuerung ſchon weit über die Grenzen
des Möglichen geht. Eine Feſtſetzung von neuen Steuern in jeder
Art müſſen wir ablehnen."
In der Abſtimmung
wird der nationalſozialiſtiſche Antrag gegen Volkspartei und
Landbund bei Stimmenthaltung von Zentrum und
Sozial=
demokraten angenommen. Der kommuniſtiſche Zuſatzantrag „Die
zur Auszahlung erforderlichen Mittel werden unabhängig von
dem Stand der Verhandlungen mit der Reichsregierung von der
heſſiſchen Regierung bereitgeſtellt, um die Winterhilfe am
1. Januar 1932 auszuzahlen” wird bei Stimmenthaltung von
Zentrum und Sozialdemokraten von den Nationalſozialiſten
ab=
gelehnt. Annahme finden mit den Nationalſozialiſtiſchen= und
Landbund=Stimmen die Zuſatzanträge Böhm=Fenchel und des
Landbundes.
Auf nationalſozialiſtiſchen Antrag wird der
Geſetzgebungs=
ausſchuß einſtimmig als Unterſuchungsausſchuß
einge=
ſetzt, um behauptete Amtsverletzungen von Polizeiführern und
des Innenminiſters Leuſchner nachzuprüfen.
Staatspräſident Adelung erklärt, daß die Regierung keine
Verwiſchung von Legislative und Exekutive zulaſſen werde.
Abg. Galm (Komm.=Opp.) hält ſeinen Antrag aufrecht, das
Verſammlungs= und Umzugsverbot in Heſſen ſei aufzuheben und
Miniſter Leutſchner Mißbilligung für die Polizeiferien auszu=
Von Dr. Hellmut Thomaſius.
Das Anwachſen des Flugverkehrs hat zu einer kräftigen
Belebung der erfinderiſchen Tätigkeit auf dem Gebiete des
Flug=
weſens geführt. Alles und jedes, was mit dieſem Gebiete
zu=
ſammenhängt, iſt gegenwärtig Gegenſtand eifriger Bemühungen.
Viel Neues wird erdacht, von dem durchaus nicht der größte
Teil das Flugzeug ſelbſt betrifft. Bei dieſem ſcheint die
Entwick=
lung zu einem gewiſſen Stillſtand gekommen zu ſein. Deſto
mannigfaltiger iſt das, was ſich auf die mit dem
Flugverkehr
in Verbindung ſtehenden Verhältniſſe bezieht. Die Flugzeuge
befördern auch Poſt. Es würde zuviel Aufenthalt machen und
vielfach unwirtſchaftlich ſein, wollten ſie jedesmal landen, ſo oft
Poſt aufgenommen oder abgegeben werden ſoll. Deshalb warf
man die Poſt häufig ab. Es wurden jedoch auch mannigfache
Einrichtungen gebaut, die den Austauſch der abzugebenden und
mitzunehmenden Poſt während des Fluges erleichtern ſollten. —
Jetzt liegt eine neue Löſung dieſes Problemes vor, die ſich bei
den Erprobungen vorzüglich bewährt hat. Bei ihr gibt es
keine feſten Geſtelle und ähnliches, von denen die gebündelte
Poſt im Darüberfliegen gewiſſermaßen geangelt wird. Auch
keine Netze, in die man hineinzielen muß. Für die Einrichtung
war der Gedanke maßgebend, daß ſie ebenſo beweglich ſein müſſe
wie das Flugzeug ſelbſt. Beide müſſen imſtande ſein, ſich auf
längere Strecken mit gleicher Geſchwindigkeit dahinzubewegen.
Die neue Vorrichtung beſteht aus einem Dreirad, das oben mit
einer Abſchießvorrichtung, mit einem Katapult, ausgeſtattet iſt.
Vom Katapult, das weit nach den Seiten hinausladet, ragen
zwei eiſerne Maſten ſenkrecht hoch empor. Oben zwiſchen den
Spitzen der faſt zwanzig Meter hohen Stäbe iſt ein Draht
aus=
geſpannt, der gewiſſermaßen als Abzug für das Katapult dient.
Vom Flugzeug hängt eine Stange herab. Der Abzug iſt derart
leicht eingeſtellt, daß er ſchon bei leiſer Berührung in Tätigkeit
tritt. Wird er alſo durch die vom Flugzeug nach unten
herab=
hängende Stange berührt, ſo löſt er das Katapult aus. Sofort
gibt dieſes dem Dreirad einen Stoß nach vorwärts. Damit iſt
der Anfangswiderſtand für die Fortbewegung überwunden. Das
einmal in Bewegung geſetzte Fahrzeug läuft nun von ſelbſt
weiter und wird auch durch die vom Flugzeug herabhängende
Stange nach vorwärts gedrückt. Beide bewegen ſich mit gleicher
Geſchwindigkeit dahin. Sobald die Verbindung zwiſchen
Drei=
rad und Flugzeug hergeſtellt iſt, beginnt auf dieſem ſofort voll=
kommen ſelbſttätig eine Winde zu arbeiten. Sie läßt einen Haken
herab, der den Poſtſack erfaßt. Dieſer liegt derart auf dem
Dreirad, daß der Haken nicht fehlgreifen kann. In dem
Augen=
blick, wo der Haken durch den Poſtſack belaſtet iſt, wird die
Winde, und zwar wiederum ſelbſttätig, umgeſtellt. Sie arbeitet
jetzt in entgegengeſetzter Richtung und zieht den Poſtſack empor.
Andere Einrichtungen ſorgen dafür, daß bei der gleichzeitigen
Fahrt von Dreirad und Flugzeug auch Poſt auf der Plattform
des Rades niedergelegt werden kann. Iſt dieſer Austauſch
voll=
zogen, ſo wird der Druck der Stange gegen die beiden aufrecht
ſtehenden Maſten aufgehoben. Das Dreirad läuft auf der Erde
aus, während das Flugzeug weiterfliegt. In ganz beſonders
eigenartiger Weiſe hat man den neueſten Fortſchritt der
draht=
loſen Technik
das Fernſehen, in den Dienſt des Flugverkehrs
geſtellt. Die Wetterberichte wurden den Fliegern ſchon ſeit
längerer Zeit drahtlos übermittelt. Jetzt hat man den Verſuch
durchgeführt, ihnen die ganze Wetterkarte zugänglich zu machen,
alſo eine Karte des zu durchfliegenden Gebietes, in der die
Kurven gleichen Barometerſtandes eingezeichnet ſind und die
ferner alle notwendigen Angaben über die Windſtärke, die
Wind=
richtung, die Temperaturen und über die Bewölkung enthält.
Der für dieſe Zwecke gebaute Fernſeher arbeitet nach der
be=
kannten Art wie andere Fernſeher auch. Sein Empfänger iſt
jedoch derart eingerichtet, daß er nicht viel Platz wegnimmt, und
daß er trotzdem ein gutes und überſichtliches Bild der
Wetter=
karte gibt. Dieſes Bild erſcheint in einem Glasfenſter, das ſich
vor den Augen des Fliegers befindet. Bei den Verſuchen wurde
die Einrichtung ſo getroffen, daß die Wetterkarte nicht ſtändig
übertragen wird. Sie erſcheint nur, wenn der Flieger ſie zu
ſehen wünſcht. Zu dieſem Zweck muß er ein drahtloſes Signal
geben, worauf in der nächſten Sendeſtation der Fernſeher zu
arbeiten beginnt. Die Handhabung dieſes Dienſtes iſt ſo
ge=
dacht, daß an den Flugſtrecken Funkſtellen eingerichtet werden.
Ihnen werden ſtändig Wetternachrichten übermittelt. Sie tragen
ſie in die Karten ein und machen dieſe zum Gebrauch fertig.
Kommt das Signal, ſo wird jeweils die neueſte Karte in den
Fernſeher gegeben und übertragen. Der eben beſchriebenen Art
des Flugdienſtes kommt vielleicht eine Neuerung zugute, die in
der Abſicht ausgearbeitet wurde,
die Herſtellung von Wetterkarten
möglichſt zu beſchleunigen. Auf der Wetterkarte kinden w
kleine Kreiſe, die entweder hell bleiben oder teilweiſe w.
ausgefüllt ſind. Durch dieſe Art der Darſtellung wird der Gr.
der Bevölkung gekennzeichnet. Wir finden des weiteren Pfei
die die Windrichtung anzeigen und an denen ſich kleine Stri
Samstag, 12. Dezember
ſprechen. Auf nationalſozialiſtiſchen Zwiſchenruf eint=
„Wenn Sie, meine Herren Nationalſozialiſten, die Arbeinl
auf die Straße treiben, dann werden Sie und Ihre
Belit=
mit einem Schlag an die Wand gedrückt! — Großer
rechts, Zuſtimmung links und bei den Sozialdemokraten
Abg. Jung (Natſoz.) polemiſiert gegen die „rote M.a
und Miniſter Leuſchner, dem er „Unverfrorenheit”
vorwir=
halb er vom Präſidenten ermahnt wird. Die Polizei
nationalſozialiſtiſchen Verſammlungen vielfach
provozien=
wirkt und das Volk beunruhigt. Der Antrag auf Auſ
des Transport=, Uniform=, Verſammlungs= und Umzugs
bleibe aufrechterhalten.
Die Abg. Weſp (3.), Glaſer (Lbd.) und Wid
(Soz.) halten die Anträge durch die Reichsnotverordnn
erledigt.
In der Abſtimmung wird der Antrag Galm auo
men, der nationalſozialiſtiſche Antrag abgelehnt.
Innenminiſter Leuſchner erklärt, die beſtehendit
bote blieben gemäß der Reichsnotverordnung beſtehen.
Mißkranensankräge.
Abg. Schül (3.) erſtattet Bericht über die Ausfs)
handlungen hinſichtlich der Mißtrauensanträge der
ſozialiſten und Kommuniſten gegen die Geſamtregierm
Miniſter Leuſchner. Die Ausſchuß=Minderheit hielt die
Um=
utreiben
nach dem Rücktritt der Regierung für gegenſtandslos,
Abg. Dr. Niepoth (DVP.) ſtimmt aus grunddſt
Erſägungen dem Mißtrauenantrag zu.
5r
Abg. Lenz (Natſoz.) unterſtellt dem Innenmini mee kuckautbarung here
er einſeitig gegen die Nationalſozialiſten als Staatsbürua) Auateter lamen he
derer Ordnung gehandelt habe. Die Totenliſten der Pyo; die Vertreter
ſozialiſten bewieſen das Verſagen der Polizei. Wer geſelnn=/lülries Zahlen
wie die Sache mit den Boxheimer Dokumenten gedreht unzin ſite nötige Zeit zu.
Recht und Geſetz bei der Reichsanwaltſchaft gearbeitenxn kiuvol
ſei, dem bliebe die Abſicht dieſer Aktion nicht unklalt Eungführung zu gel
Jllegalitätsverhältnis zwiſchen Nationalſozialiſten umu Erntiedene Unteraus
muniſten verhalte ſich wie 1:1000 000. Zudem habe derxiüdrerent und Tagest
miniſter Unterlagen für die Illegalität der KPD. ſtillſchſpnſemnlung vorbereit
in der Schublade verſchwinden laſſen. — Der ReduenuFütrstet wird.
dann einen angeblichen Organiſationsplan der KPD./-
Unterſuchungsausſchuß müſſe ſich auch mit der Ausſtelurn
Leumundszeugniſſes für Schäfer=Offenbach befaſſen. M1 DAſterr
Abg. Kaul [Soz.) (bei deſſen Erſcheinen die Mehnßl
Nationalſozialiſten den Saal verlaſſen) erwidert, die 20
ſchaft laſſe ſich durch Drohungen aus Boxheim und
Köpfe=Rollen nicht ſchrecken. Die Legalitätsverteidigun ſi 1090
Nationalſozialiſten erfolge nach der Methode „Haltet de0t
mit dem Hinweis auf die Illegalität der Kommuniſten,!
dings ihre Abſichten nie geleugnet hätten. Der
natioäusdtſtrau=
liſtiſche Vertreter habe im Ausſchuß offen zugegeben, /curng über den der
Mißtrauensantrag nur deklaratoriſchen Wert habe. 9se deutſche Abord
Abg. Jung (Natſoz.) vertritt die Rechtsauffaſſungn / Eine ausführlich
nach der Verfaſſung angängig ſei, jederzeit einen Minii/sGeutſchen Hau
eines geſchäftsführenden Kabinettes, aus dem Miniſterx/ Ameinden vom
M runſchlag der 14
zuberufen.
Staatspräſident Adelung erſucht erregt den AM:M die künſtige
präſidenten um energiſches Eingreifen gegenüber beleiugf ccht der Reic
Ausführungen verſchiedener Redner. Im übrigen mm” er die Ei
zwingende Stellung des geſchäftsführenden KarfMiW Sonder
tes durch Annahme eines Mißtrauensm/ olei
n sehaues B
nicht geändert.
Innenminiſter Leuſchner erklärt, er keune die 7,20fiſchen V
dene oder verleugnete Illegalität der Nationalſozialius =Sſicht
Kommuniſten. Die angebliche „Bombe” des Abg. LenFeasſt
harmlos. Aus dem Unterſuchungsausſchuß würden die /Eſuſſchuſſes
ſozialiſten zwar enttäuſcht, aber wohl etwas geſcheiter Indlch beteil
ament zurückkehren. Als Deutſcher habe er die nuationau Meua Ri
(Widerſpruch bei den Nationalſozialiſten), das Deut 4nu ſr amer
gegen den bolſchewiſtiſchen=Geiſt der Boxheimer Dukumc) Ahelne Punkte.
allen Mitteln zu ſchützen (Beifall links und Mitte). M uende S.
Abg. Hammann (Komm.), dem ſchließlich das 2allsr Niche über
zogen wird, reſümiert, die Nationalſozialiſten hätten üüxte iuts deut
wo ſie an der Macht waren oder noch ſeien, genau ſaſſcmiü v. Krol
beiterſchaft bedrückt wie die Sozialdemokraten es in Heſfy2) P, hat dem
Abg. Böhm (Dntl.) ſtimmt dem nationalſozialiſtiſeilellrungen ged
-Jan der Re
trauensantrag zu.
Abg. Weſp (3.) hält die Anträge nach dem Rüſc Machmit
Regierung für überflüſſig.
Bie deutſche
In der Abſtimmung wird der kommuniſtiſche Miiſasu gigzeſtaltung
antrag gegen das Geſamtkabinett und der Antrag WEnwuide darg
berufung des Innenminiſters Leuſchner (bei Stimme Ncu
pfindlie
des Zentrums) angenommen. (Lebhafter Beifall bei A7. Wenn das
ſozialiſten und zahlreichen Tribünenbeſuchern.)
Präſident Werner ſchließt um 19½ Uhr die Sichzglls Zeitläuſten
vertagt den Landtag auf unbeſtimmte Zeit mit Glückwuſt hl
ein frohes Weihnachtsfeſt und ein glückliches Neues W1P Mitteilung
(nd des J
befinden. Aus dieſen Strichen läßt ſich die Windil
kennen. Noch mancherlei Anderes iſt in die Wetternia
zutragen. Aber was es auch ſei, für alles gibt es ema.
Nimmt man ſämtliche Zeichen zuſammen, ſo komml. 4
einer beſtimmten Anzahl aus. Dazu kommen noch Dicl.
für die Temperaturen und die Höhe des Barometerſiſen
Um alles dieſes möglichſt ſchnell in die Wetterkarten N
zu können, wurde eine eigene Schreibmaſchine gebaul.."
hält anſtelle der Buchſtaben die eben erwähnten Beice
Wetterkarte muß ſich aber nicht nur ſchnell ſchreiben, ſieoſſe 9 A
ebenſo leicht und ſchnell übertragen laſſen. Auch d0h 2
lungen. Bei den durchgeführten Verſuchen hätte maſt Ale ſ.
fahren der Bildtelegraphie wählen können. Aber 900d 20u
graphieren im Bildſender benötigt immerhin einige 30 N
halb wurde verſucht, dieſe Zeit dadurch zu ſpareh - Pol
am Empfangsort eine zweite Maſchine gleichzeitig milt. I. M
arbeiten ließ. Das läßt ſich verhältnismäßig leicht. DeM
In beide Maſchinen wurde ein Bogen eingeſpannt, 0öch U
Landkarte bereits vorgedruckt war. Die Maſchinen ſchlk A
einander durch Drahtleitungen in Verbindung. Wütcl A
einen eine Taſte niedergedrückt, ſo ſchlug die gleiche
auf der andern an. Beide Karten entſtanden alſ0 Alle
Sie wurden in allen ihren Einzelheiten vollkommen. K
Dieſes Verfahren macht es möglich, zahlreichen Onel b
von einer einzigen Zentrale aus
die Wetterkarte fix und fertig zu liefern. Das Nk
Erprobungen zeigten, im Durchſchnitt nur ſieben. !e
wird daurch unnötig, daß in jedem Ort eine beſg)hd.
hergeſtellt werden, oder daß man warten muß bi. .
mit der Poſt eintrifft, die dann vielleicht ſchol.
Auf dem Lande wird man bei dieſer Art des Dienſte
tragung auf Drahtleitungen vorziehen. Für dei. L"
wird man die Karten auf die geſchilderte Welle
Flugſtrecke befindlichen Funkſtellen übermitteln, Nie. L
zur gleichen Minute erhalten, wo ſie in der Zeült.
Schreibmaſchine niedergeſchrieben werden. In De
in dem die Karte die Schreibmaſchine der an der Nie”
legenen Funkſtelle verläßt, kann ſie ſofort in del. L
geben werden. Von hier aus wird ſie drahtlos 2
zeug übertragen. Um den übrigen Verkehr nich. .
man dazu kurze Wellen benützen. Bei den Verſo.
Fernſeher im Flugzeug gelang die Uebermittlugg.
karte auf kurzen Wellen vorzüglich. Sie bietet gübei.
Menge
Vorteil, daß derartige Wellen in reichliche: Mangel ! ſtehen, während an längeren Wellen
Die Schreibmaſchine in Verbindung mit dem Vel.
vorausſichtlich von den Fliegern aufs freudigſte Ve.
[ ← ][ ][ → ]H2. Dezember 1931
Nr. 344 — Seite 3
Hump; un die Mtatben.
die 4A halkeverhandlungen in Berlin.
* Berlin, 11. Dez. (Priv.=Tel.)
Die /4k—ndlungen zwiſchen den deutſchen Vertretern und
Bevuytärhtigten der deutſchen Privatgläubiger haben heute
Reichtzziu gebäude begonnen. Die Beſprechungen werden in
zer gauchu= verbindlichen Form geführt, und man hat daher
ſch von ner offiziellen Geſchäftsordnung und einem
Vor=
enden Außehen. Auch eine laufende Berichterſtattung der
ffentlitcht wurde abgelehnt.
uebeine Dauer der Verhandlungen läßt ſich zurzeit noch
his ſalm Peſſimiſten beurteilen die Ausſichten, wenn die
franziſcher Quelle ſtammenden Nachrichten über die in
ris um den Privatgläubigern getroffene Verſtändigung
er ihret /lrung Deutſchlands gegenüber zutrifft, recht trübe,
d glau/ icht, daß der deutſche Rückzahlungsplan für die
vaten ueulden Annahme finden wird. Dann bliebe als
zige MRihkeit, die Verlängerung des Stillhalteabkommens
m/ 6 Mühr” anzuſtreben, um inzwiſchen die
Reparationsver=
odlungtgiyeiterzutreiben.
uebens Freitagsſitzung des Stillhalteausſchuſſes wird
u 3.gende MAll utbarung herausgegeben:
Die übtieter kamen heute zuſammen und tauſchten
Ge=
ſten au: Die Vertreter des deutſchen Schuldnerausſchuſſes
en detwü/rtes Zahlenmaterial über die gegenwärtige Lage
Um a) mötige Zeit zum Studium dieſes Zahlenmaterials
zur Atollſtändigung der Organiſation für die weitere
thandlutmsſrührung zu gewinnen, vertagte ſich die Verſamm=
Ve iſievene Unterausſchüſſe werden das vorliegende
Ma=
ſat ſtutoſen und Tagesordnung ſowie Berichte über die
uarveryſamlung vorbereiten, die, ſobald erforderlich, wieder
ſammenutzen wird.
20 Baſeler Verhandlungen.
Deulſche denkſchriff
is iter 1M Lage des Reichshaushalts überreicht.
Baſel, 11. Dezember.
der Soerausſchuß hat am Freitag vormittag um elf Uhr
ü ne Berartg über den deutſchen Reichshaushalt wieder
aufge=
emmen. 9 Heutſche Abordnung hat den Vertretern der frem=
Mächtie ine ausführliche Denkſchrift überreicht, die die
Ge=
ſtung deiseutſchen Haushalts und die Entwicklung in den
Län=
nund ſßn inden vom Jahre 1929 bis heute eingehend
ſchil=
den Aſaar ſchlag der 1932/33 ausführlich wiedergibt und
Be=
flungenn bei die künftige Finanzgebarung anknüpft. Während
Laytoncheict der Reichshaushalt mehr allgemein behandelt
„de, ſinin ſer die Einnahme= und Ausgabepoſten genau unter=
„4 ſo deißder Sonderausſchuß ſich beiſpielsweiſe aus der Be=
uung deir ſolleinnahmen oder der Verkehrs= und Verbrauchs=
Von Friedrich Noack.
Peil bielicJahren ſind die begehrteſten Konzerte der Madri=
Vekeinigng die Advents= und Weihnachtsmuſiken und die
Nonsaufhrungen. Stehen nun für einen kleinen Chor in der
Wn außlemzelnen Chorälen und Geſängen verſchiedenſter
zaylreiſch geſchloſſene Paſſionen zur Verfügung, die ganz
Dela gumtgen werden können, ich erinnere nur an die drei
ohen Rwschütz, oder an die von Leonhard Lechner, ſo iſt
a der uents= und Weihnachtszeit immer auf Einzelſätze
Fchieſen, / 1 für eine kleine Vereinigung keine Möglichkeit
U mit Uhrſterbegleitung zu muſizieren. Dadurch iſt man
Jungen, buche beſonders wertvolle Lieder in jedem Jahre
Mehreremſeranſtaltungen zu ſingen. Ein geſchloſſenes Werk
Ahr eioM Bortragsfolge eine ganz andere Abrundung und
Nüug. ahat ſich denn im Laufe der Jahre in mir immer
der Wäſch gefeſtigt, eine größere Kantate — vielleicht läßt
2 zu ei M kleinen Oratorium durch Einfügung der Flucht
Legyptt antsbauen — zu komponieren, die wie die alten
eMoen ſi hut glichſt aller lyriſchen Zutaten enthält, ſich gauz
Slbelwag und Choral beſchränkt und ſowohl in den Be=
Ddsmögelke ten denkbar einfach ſein ſoll, als auch dem Ver=
Nu 2 einlucemeinde angepaßt werden mußte. So entſtand
Dian 31ber Weihnachtskantate, die am Sonntag, den 13.
Eiber, 4 A)s 8 Uhr, in der Martinskirche zur Aufführung
angt.
Sie Mirallsgeführt von Chor, drei Soloſtimmen, Orgel,
Ne A8 Litei tung, ſondern nur in drei Choralbearbeitungen
Nidhdig 5 Autzk iſt, Solovioline und Solovioloncell. Mit dem
iuegeda mn beginnt die Kantate, die Not des unerlöſten
ogen ku ggt, ſich an in einem ſehr herben, kirchentonartlich
Nen Borchiel über „Aus tiefer Not ſchrei ich zu dir” an das
igchittenish der Chor anſchließt „das Volk, das im Finſtern
L SSL ft ein großes Licht‟. Die Prophezeiung des Er=
Lis Dird Acher : Worten des alten Teſtamentes ausgeſprochen.
Lßr diertinindigung des Engels bei Maria. Der Tenoriſt
Gr3 ihlan die Worte des Evangeliums, nur von dem
uSo Heitiet, der Engel wird von dreiſtimmigem kleinen
2 GelunE Icne Baß, denn ich wollte dieſe himmliche Er=
Stichiß nich zi, ſehr als perſönlich darſtellen. Bei den Worten
Sukia Aill ſich regelmäßig eine Violine dem Cello bei.
„Eene Itehnt mit dem Lobgeſang der Maria, bei dem die
SWecdipärudzus ſchweigen und an ihre Stelle ein begleitender
ern eins naues Bild der Wirtſchaftslage und des
Lebens=
des des eurtſchen Volkes machen kann, ſo daß Anklagen von
ſchwendrunsſucht ganz von ſelbſt verſtummen müſſen.
An de Kusſprache, die ſich in der Freitagsvormittagsſitzung
Sonde ſasſchuſſes an die Ueberreichung der deutſchen
Denk=
ft anſchil Heteiligte ſich ganz beſonders der Vertreter
Frank=
s Proſteſr Riſt, ferner Sir Walter Layton und Profeſſor
ün, Außcder amerikaniſche Sachverſtändige zeigte großes
In=
ſe für räſelne Punkte.
Der Böxſenide Sonderausſchuß hat heute nachmittag die
all=
eine Alctache über den deutſchen Etat im Anſchluß an die
ſegungenndes deutſchen Sachverſtändigen Miniſterialdirektor
Schwan v. Kroſſigk abgeſchloſſen. Der Vorſitzende, Pro=
„Beneune, hat dem deutſchen Vertreter für ſeine ausgezeich=
N Darlrwngen gedankt. Am Samstag werden ſich die
Bera=
ſen der „Lye der Reichsbank zuwenden.
In der ſachmittagsſitzung wurden wiederum verſchiedene
den annd deutſche Delegation geſtellt, insbeſondere
hinſicht=
der BZwetgeſtaltung und des öffentlichen Bildungsweſens.
ſorigen urde darauf hingewieſen, daß das deutſche Budget
Tordentl empfindlich für die Einwirkungen der
Wirtſchafts=
unktur iſſt Wenn das Budget in dieſer Kriſenzeit erhebliche
Nahmenusigänge zu verzeichnen habe, ſo zeigen ſich
anderer=
in guunZeitläuften, z. B. in den Jahren 1925/29 die
gün=
m Einfillie der wirtſchaftlichen Lage. Graf Schwerin hat
i einiggſ itteilungen über den außerordentlichen Etat ge=
A. der uMremd des Jahres 1931 abgeſchafft und in das ordent=
Budget bernommen worden iſt.
Bie ich zur Kompoſikion
Reiber Weihnachtskankake kam.
Der belgiſche Sachverſtändige Frere hat darauf den Bericht
des ſtatiſtiſchen Unterausſchuſſes erſtattet. Dieſer Unterausſchuß
hat von der deutſchen Delegation die Unterlagen erhalten, die ſich
auf die Verteilung der fremden kurzfriſtigen Forderungen an
Deutſchland beziehen. Dieſe Unterlagen ermöglichten es den
Sach=
verſtändigen, ſie mit den von den Delegierten aller Länder
er=
hobenen Statiſtiken zu vergleichen. Der Bericht des
Unteraus=
ſchuſſes bezweckt, die Laſten feſtzuſtellen, die ſich aus der Zahlung
von Zinſen für die fremden Guthaben in Deutſchland und aus der
Tilgung der langfriſtigen deutſchen, im Ausland begebenen
An=
leihen ergeben. Die Frage der Erträge der deutſchen Guthaben
im Ausland wird Gegenſtand eines ſpäteren Berichts bilden. Die
deutſche Delegation iſt gebeten worden, zur Vorbereitung dieſes
Berichts weitere Unterlagen zu liefern.
Die morgige Sitzung wird ſich vorausſichtlich auch mit der
Frage der deutſchen Guthaben im Ausland beſchäftigen.
Franzöſiſches Memorandum
zur Reparakionsfrage
in Waſhingkon überreichk.
Waſhington, 11. Dezember.
Unterſtaatsſekretär Caſtle erklärte am Donnerstag, daß der
franzöſiſche Botſchafter Claudel nach mehreren Beſprechungen mit
Stimſon eine Not überreicht habe, in der der franzöſiſche
Standpunkt zur Schuldenfrage dargelegt wird.
Ob=
wohl Caſtle keine Einzelheiten darüber bekannt gab, ließ er doch
durchblicken, daß der Inhalt der Note ſich mit Lavals Erklärung
vor der franzöſiſchen Kammer decke.
„Baltimore Sun” berichtet über den Inhalt des franzöſiſchen
Memorandums, Frankreich ſei bereit, einer
Vermin=
derung der Reparationszahlungen
zuzuſtim=
men, falls Amerika gleichzeitig einen
Schulden=
nachlaß gewähre. Als Gegenleiſtung verlangt Frankreich
die Zuſicherung Deutſchlands auf Innehalten der internationalen
Verträge. Damit dürfte — wie „Baltimore Sun” erklärt — der
Verſailler Vertrag gemeint ſein. Frankreich betrachte die
augen=
blickliche Unſicherheit in der Weltwirtſchaft als eine ungeeignete
Zeit für eine endgültige Neuregelung und könne ſich nur auf eine
vorläufige Herabſetzung einlaſſen. „Evening Star” bemerkt, daß
Hoover durch ſeinen Antrag auf Einſetzung einer
Kriegsſchulden=
kommiſſion deutlich die Abſicht zu erkennen gegeben habe, den
Nach=
laß an die Alliierten nur auf eine Prüfung ihrer
Zahlungsfähig=
keit zu baſieren.
„Die Verankworkung des Auslandes.”
Eine Erklärung des Kanzlers
vor der ausländiſchen Preſſe.
Berlin, 11. Dezember.
Reichskanzler Dr. Brüning hat die Berichterſtatter der
aus=
ländiſchen Preſſe empfangen. Er erwähnte „gewiſſe Interviews”,
die kürzlich der ausländiſchen Preſſe gegeben worden ſeien und
betonte, daß die Regierung mit der größten Energie dafür ſorgen
werde, daß die geſetzmäßige und verfaſſungsmäßige Regierung in
Deutſchland an der Macht bleibe.
Wenn die Welt der Anſicht ſei, daß der Nationalſozialismus
in Deutſchland eine ſo große Gefahr für ſie ſei, dann müſſe ſie auch
anerkennen, daß dieſe Gefahr nicht exiſtieren würde, wenn man
Deutſchland diejenige Unterſtützung und diejenige Hilfe zuteil
werden ließe, die man Deutſchland wenn aus keinen anderen
Gründen, ſo doch aus Gründen der Menſchlichkeit leiſten ſollte.
Staalskapikalismus oder Planwirtſchaft?
Weiter ſprach der Reichskanzler über die Notverordnung
und gab, als ihre Haupturſache die Deflation an. Mit ſtarker
Be=
tonung habe er der Behauptung widerſprochen, daß die deutſche
Regierung Staatskapitalismus oder Planwirtſchaft betreibe. Ihre
Abſicht ſei lediglich, eine Verkrampfung der Wirtſchaft zu
vermei=
den, die zu Staatswirtſchaft oder Planwirtſchaft führen könnte.
Wir ſeien auf dem beſten Wege, daß jedes Land für ſich ſeine
eigene Finanz= und Wirtſchaftspolitik treiben werde. So gingen
die Dinge nicht weiter.
Chorſatz tritt, eine Fuge über die lateiniſchen Anfangsworte des
Textes, den Maria deutſch ſingt, alſo die oft komponierten
Worte „magnificat anima mea dominum” Gerade dieſe
latei=
niſche Textierung ſchien mir für die Begleitung paſſend, weil
da=
durch die Worte der Maria weniger geſtört werden, der
Chor=
untergrund etwas Neutraleres erhält. Die Geburt Jeſu wird
von der Orgel eingeleitet, die den Choral „Macht hoch die Tür”
freudig figuriert, und nun ſpielt ſich die Weihnachtsſzene ebenſo
ſchlicht ab wie die vorherige, nur daß der Erzählung mehrfach
durch die beiden Soloinſtrumente arioſer Charakter verliehen
wird. Höhepunkt iſt der Engelschor „Ehre ſei Gott”; der Chor
der Hirten iſt ſo einfach gehalten, wie es der Stil des 17.
Jahr=
hunderts als Vorbild zur Hand gab, zu der Erzählung des
Be=
ſuches der Hirten an der Krippe geſellt ſich, von Maria geſungen,
der Choral, „ich ſteh an deiner Krippe hier”. Der Wunſch,
mög=
lichſt ſchlicht zu ſchreiben, brachte es mit ſich, daß ſich einige
Er=
innerungen an die Weihnachtsſzene aus Händels Meſſias
un=
willkürlich einſtellten, die mir durchaus willkommen ſchienen. Es
ſchließt ſich der Lobgefang des Simeon an, ein kurzes Gegenſtück
zum Lobgeſang der Maria, auch nur vom Chor begleitet, der
jetzt 2 Strophen des zugehörigen Chorals „mit Fried und Freud
ich fahr dahin” ſingt. Der Schlußchor wird nochmals von einem
Choralvorſpiel der Orgel über „fröhlich ſoll mein Herze ſpringen”
vorbereitet, der beſonders lebhaft und friſch gedacht iſt, woran
ſich ganz zurückhaltend der Chor anfügt „alſo hat Gott die Welt
geliebt”. In kurzem Satz folgt das Wort „o welch eine Tiefe‟
und zu den Schlußworten „ihm ſei Ehre in Ewigkeit”, die ein
Chor ſingt, geſellt ſich als Gegenchor nochmals das „Ehre ſei
Gott” der Weihnachtsſzene. Ob meine Abſicht, ein geradezu
gottesdienſtliches Werk zu ſchreiben, ohne ſentimentale oder
lied=
haft volkstümliche Zutaten, eine Kantate, die auch dem ſchlichten
Gemeindeglied durchaus verſtändlich iſt, mir gelang, das bitte ich
die Hörer der Erſtaufführung zu beurteilen.
* Hermann Müller, Brandenburg: Die Schuld der Anderen und
der Betrug von Verſailles. Schlieffen=Verlag, Berlin SW.
Seit dreizehn Jahren kämpfen wir Deutſche einen
verzweifel=
ten Kampf gegen die Kriegsſchuldlüge. Der § 231 des Diktats von
Verſailles, der die Anerkenntnis von der Alleinſchuld Deutſchlands
am Weltkrieg enthält, iſt die größte Lüge der Weltgeſchichte. Wir
haben den Kampf gegen dieſe Lüge bisher immer nur defenſiv
geführt und nachgewieſen, daß wir nicht die Alleinſchuldigen ſind.
Wir dürfen uns jedoch nicht nur auf die Abwehr dieſer
Verleum=
dung beſchränken, ſondern wir müſſen, wenn der auf dieſem
Lügengebäude aufgebaute Verſailler Vertrag nicht uns und allen
Völkern Europas und der Welt zum Verderben werden ſoll. von
der Verteidigung zum Angriff übergehen. Müller, Brandenburg.
gibt uns mit den Aktenveröffentlichungen der ehemaligen
Feind=
mächte dazu die Waffe in die Hand. Nicht Deutſchland iſt ſchuld
am Weltkrieg, ſondern unſere früheren Feinde, die ihn bewußt
„Nur eine großzügige Löſung kann die Welk reiken.”
Von beſonderer Bedeutung waren die Erklärungen Brünings
über die Reparationsfrage, zu der er u. a. ſagte: „In dem
Augen=
blick, wo Deutſchland nichts mehr geliehen bekommt und die
Re=
parationen durch Warenüberſchuß bezahlen muß, werden die
Re=
parationszahlungen entweder die ganze Weltwirtſchaft
durch=
einander bringen, oder es wird ſich die Unmöglichkeit der Zahlung
erweiſen. Meine Hoffnung iſt,” ſo ſchloß der Reichskanzler, „daß
die Welt, wenn ſie alle Syſteme durchprobiert haben wird, ſich zu
einer großzügigen Löſung wird entſchließen müſſen.”
Auf die Frage eines der Berichterſtatter, was der
Reichs=
kanzler zu franzöſiſchen Preſſeäußerungen ſage, die ausſprechen,
daß man Deutſchland nur im Rahmen des Youngplanes helfen
könne, erwiderte der Reichskanzler, er hoffe, daß die bevorſtehende
internationale Reparationskonferenz anders entſcheiden werde.
Auf die Frage, ob er ſelbſt an der Reparationskonferenz
teilzu=
nehmen gedenke, antwortete der Reichskanzler: „Ja, wenn die
anderen Außenminiſter auch zur Reparationskonferenz erſcheinen.”
„KeinenPfennigmehrfürReparakionen”
Der Preisüberwachungskommiſſar über ſeine Aufgabe
Berlin, 11. Dezember.
Der neue Reichskommiſſar für Preisüberwachung, Dr.
Goerde=
ler, ſtellte ſich am Freitag der Preſſe vor und machte dabei
Mit=
teilungen über die von ihm zunächſt zu ergreifenden
Maßnahmen.
Er betonte einleitend, daß er es ablehnen müſſe, ſich als
Preis=
ſenkungskommiſſar bezeichnen zu laſſen. Er betrachte ſich als
Reichs=
kommiſſar für die Preisüberwachung. Die Preiſe könnten nicht
einfach durch Diktat herabgeſetzt werden. Ausgeſchloſſen ſei es, noch
einen Pfennig von Reparationen aus dem deutſchen Volke und der
zuſammengebrochenen Wirtſchaft herauszuholen. Seine Aufgabe
werde es ſein, die verbilligenden Beſtimmungen der
Notverord=
nung reſtlos durchzuführen und dafür zu ſorgen, daß die Preiſe,
die der Verbraucher zu zahlen habe, gerecht ſeien.
Der Verbraucher müſſe die Gewähr haben, daß alle Faktoren
der Preisberechnung mit unerbittlicher Gerechtigkeit überprüft
würden. Alle Senkungsmöglichkeiten der Notverordnung müßten
ſo ſchnell wie möglich dem letzten Verbraucher zugute kommen.
In=
wieweit die Umſatzſteuer einer Preisſenkung Einhalt tue, das
werde ſich bei den einzelnen Warengattungen verſchieden
auswir=
ken. Beſonders treffe das zu für Gas= und Elektrizitätspreiſe
umſatzſteuerpflichtiger Werke. Hier würden eingehende
Berech=
nungen unter Zuziehung von Sachverſtändigen vorgenommen
wer=
den. Einer Senkung der Gas= und
Elektrizitäts=
preiſe ſowie der Verkehrstarife ſtehe jedoch die
Tatſacheentgegen, daßdie
Einnahmenderöffent=
lichen Hand zwangsläufig dazu beſtimmt ſeien,
die Laſten für die Wohlfahrtserwerbsloſen zu
tragen. Die Tätigkeit des Reichskommiſſars könne aber
ſelbſt=
verſtändlich an öffentlichen Verſorgungsbetrieben nicht
vorüber=
gehen, zumal bei den Verkehrsunternehmungen infolge der
Be=
förderungsſteuer gewiſſe Möglichkeiten vorlägen. Einer gerechten
Preisſenkung könnten ferner Hinderniſſe entgegenſtehen, die von
einzelnen Wirtſchaftsgruppen ſelbſt oder zwiſchen den einzelnen
Gruppen eingeſchaltet ſeien. Dieſen Hinderniſſen rücke die neue
Notverordnung auf den Leib. Endlich könne der Bildung
gerech=
ter Preiſe auch ſchlechter Wille entgegenſtehen.
Wenn dieſer ſchlechte Wille angetroffen werde, ſo werde
rück=
ſichtslos durchgegriffen werden. Andererſeits brauche kein
anſtändi=
ger und verſtändiger Gewerbetreibender, Kaufmann und
Hand=
werker zu fürchten, daß er einer Willkür ausgeſetzt ſein werde. Eine
wichtige Aufgabe falle auch den Hausfrauen zu. Es werde
unver=
züglich angeordnet, daß in Schaufenſtern, in Läden und Märkten,
ſowie Räumen, in denen der tägliche Bedarf befriedigt werde,
Preisverzeichniſſe ausgehängt und die Waren mit Preiſen
ver=
ſehen würden. Daran knüpfte Goerdeler die dringende Bitte, die
für das Weihnachtsfeſt geplanten Einkäufe zu tätigen. Mit
Käu=
fen für das Weihnachtsfeſt zurückzuhalten, ſei ein
volkswirtſchaft=
licher Fehler.
Dr. Goerdeler erklärte zum Schluß, ſeine nächſte Maßnahme
werde eine Prüfung der Brot= und Fleiſchpreiſe,
ſowie der Preiſe der
Beförderungsunterneh=
mungen und der Elektrizitäts= und Gaspreiſe
ſein.
Empfang der Stahlhelmführer beim Reichspräſidenken
Der Reichspräſident empfing heute abend die Bundesführer
des Stahlhelms zu einer längeren Ausſprache. Die
Stahlhelm=
führer hatten offenbar den Wunſch, dem Reichspräſidenten ihre
Auffaſſung zu dem Uniformverbot darzulegen, zumal der
Reichs=
präſident v. Hindenburg bekanntlich ſeit vielen Jahren
Ehren=
mitglied des Stahlhelms iſt.
ſchon jahrelang vorbereitet haben. Weitere Kapitel dieſer
Kampf=
ſchrift befaſſen ſich mit der betrügeriſchen Vergewaltigung des
deutſchen Volkes, das im Vertrauen auf die 14 Punkte Wilſons
ſeine Waffen ſtreckte. Es iſt ein Vorzug dieſer Schrift, daß ſie ſich
von jedem innerdeutſchen Parteizwiſt fernhält und ſich an jeden
Deutſchen ohne Unterſchied der Parteizugehörigkeit wendet mit der
Parole: „Deutſche, kämpft gegen Kriegsſchuldlüge und Verſailles
für eine ſchönere Zukunft unſeres Vaterlandes!“
der.
* Die Pforte, Märchen und Sinngebilde von Hans Boeglin. (
Ver=
lag Die Runde, Berlin.)
Dichtungen voll hoher ſchwingender Gedanken ſind das. Von
einem großen erlöſenden und verheißenden Wollen. Und ſind doch
Märchen. Märchen, „in denen ein deutſcher Dichter ſeinen jungen
Freunden in herber Sprache und geheimnisvollem Bild den Sinn
ihres Herzens, den Sinn des Lebens deutet”. — Freilich, eine
Ge=
folgſchaft in der breiten Maſſe wird der Dichter dieſer Märchen
und Sinngebilde, die in dem eigenartigen Gewande der Schriften
der „Runde” geboten werden, kaum haben. Die ihm aber zu
fol=
gen vermögen, werden Träger der Idee eines neuen, reinen
Menſchentums ſein, Bauſteine, die vielleicht dereinſt einen
deutſchen Volksdom fügen.
Fritz Weber: „Das Ende der Armee‟. Tagblatt=Bibliothek,
Steyrer=
mühl=Verlag, Wien I., T.B. 908/11. broſch. 1,20 Mk., gebd. 2,20 Mk.
Trotz Kriegskrüppeln, =witwen und =waiſen iſt die Erinnerung, daß
es ein öſterreichiſches Heer gegeben habe, ebenbürtig den beſten
Armeen, nahe am Erlöſchen. Da ſteht einer auf, der 43 Monate an
der Front verbracht hatte, einer, der die Hölle des Feſtungskrieges in
Südtirol und die Ueberhölle der letzten Jſonzoſchlachten, den großen
Durchbruch im November 1917, die kopfloſe Piaveoffenſive im Sommer
1918 und den Zuſammenbruch im darauffolgenden Herbſt mitgemacht
hatte; einer der ſeine Leute nach dem Umſturz von der Front bis nach
Wien zurückgeführt hatte, damit ſie hier die Bergeprämie für ihre
Ge=
ſchütze erhielten — achtzig Kronen pro Kopf; einer, der durch
tauſend=
faches Leid mit der Truppe verbunden war und der nicht zuſehen
konnte, wie ſich immer dichter ein verlogenes Schweigen über die Taten
der öſterreichiſchen Armee ſenkte. Dieſer eine hatte erlebt, was
Mil=
lionen Oeſterreicher erlebt hatten: die Begeiſterung der erſten Monate
und das viel größere Heldentum der letzten, die Wundertaten der
Ka=
meradſchaft und die intrigante Verſtändnisloſigkeit der Kommandanten,
den Tod durch Eiſen, Feuer und Gas, die fürchterlichen und
heim=
tückiſchen Verwundungen, die Stimmungen des Grauens und der
Ver=
zweiflung, den alle Eingeweide durchwühlenden Hunger, den zum
Wahnſinn treibenden Durſt und die grenzenloſe Müdigkeit des Körpers
und der Seele, die von Zeit zu Zeit jeden Soldaten packte, weil jeder
auch nur Menſch war. Dieſer Mann heißt Fritz Weber und ſein Werk
„Das Ende der Armee‟ „Das Ende der Armee” iſt anders als alle
anderen Kriegsbücher. Es iſt das erſte, das nicht vom perſönlichen
Er=
lebnis des Erzählers ausgeht. Es will kein Kunſtwerk ſein,
zuſam=
mengeſchweißt aus willkürlich gewählten Augenblicksbildern, will nicht
die Geſchichte eines einzelnen Helden oder einer Gruppe geben; will
nicht den Sinn des Krieges ſuchen oder ſeinen Unſinn beweiſen. Der
Krieg war da, die Armee hatte ihn auszufechten, und wie ſie ihn
aus=
focht, wie tauſend Schickſale zu einem alle umfaſſenden Geſchick
ver=
ſchmolzen, wie Millionen Indibiduen ein größeres Ganzes bildeten, das
tz Webers erſchütternd und erhebend zu leſen.
iſt in dem Bu
Sefte 4 — Nr. 344
Fleiſchverbilligung für die Arbeitsloſen
Wurſtwaren ſind von der Verbilligung ausgeſchloſſen
Berlin, 11. Dezember.
Amtlich wird mitgeteilt:
Im Rahmen der Winterhilfe und zugleich als eine
Hilfs=
maßnahme für die Landwirtſchaft hat die Reichsregierung
Mittel zur Verfügung geſtellt, die der hilfsbedürftigen
Bevöl=
kerung für die nächſten Wochen den Bezug friſchen Rind= oder
Schweinefleiſches zu einem verbilligten Preiſe ermöglichen ſollen.
Die näheren Beſtimmungen enthält ein gemeinſamer Erlaß
des Reichsarbeits= und des Reichsminiſters für Ernährung und
Landwirtſchaft vom 8. Dezember. Demnach ſind
zur Teilnahme an der Fleiſchverbilligung berechtigt alle
Hauptunterſtützungsempfänger der Arbeitsloſenverſicherung
und der Kriſenfürſorge, die Familienzuſchläge erhalten,
ferner die von der öffentlichen Fürſorge laufend als
Hauptunterſtützte in offener Fürſorge Unterſtützten, die
einen eigenen Haushalt führen und ſchließlich Empfänger
der Zuſatzrente nach dem Reichsverſorgungsgeſetz, ſoweit
ſie einen eigenen Haushalt führen und ausſchließlich auf
Rente und Zuſatzrente angewieſen ſind. Die Verbilligung
wird auf Grund eines Bezugſcheines gewährt, der nicht
übertragbar iſt. Ausgegeben werden die Bezugsſcheine für
die Hauptunterſtützungsempfänger der
Arbeitsloſenver=
ſicherung und der Kriſenfürſorge durch die Arbeitsämter
für die von der öffentlichen Fürſorge laufend unterſtützten
Perſonen und für die Empfänger von Zuſatzrente nach
dem Reichsverſorgungsgeſetz durch die Dienſtſtellen der
öffentlichen Fürſorge. Bezugsſtellen für das verbilligte
Fleiſch ſind alle Verkaufsſtellen von Friſchfleiſch, die ſich
bereit erklären, den Bezugsſchein in Zahlung zu nehmen
und den ſonſt gegebenen Vorſchriften zu entſprechen. Es
kommen alſo außer den Fleiſcherläden auch Konfumvereine,
Warenhäuſer uſw. als Verkaufsſtellen in Betracht. Die
Verkaufsſtellen werden durch Aushang kenntlich gemacht.
Die Verbilligung wird ausſchließlich für friſches
Rind=
oder Schweinefleiſch gewährt. Wurſtwaren ſind von der
Verbilligung ausgeſchloſſen. Jeder Berechtigte kann
wöchentlich ein Pfund, Unterſtützte mit vier und mehr
Zuſchlags=
empfängern können wöchentlich zwei Pfund verbilligten Fleiſches
erhalten. Auf geringere Mengen als ein Pfund wird eine
Ver=
billigung nicht gewährt. Der verbilligte Preis muß 30 Pfennig
unter dem Tagespreis oder, ſofern bereits örtliche beſonders
verbilligte Preiſe für Unterſtützungsempfänger vereinbart ſind,
30 Pfennig unter dieſem vereinbarten Preiſe liegen.
Der erſte Bezugsſchein, der mit 4 Wochenabſchnitten
verſehen iſt, wird Mitte Dezember ausgegeben.
Jedem Wochenabſchnitt iſt die Gültigkeitsdauer aufgedruckt. Nach
Ablauf der Gültigkeitsdauer können die Scheine nicht mehr
be=
nutzt werden. Der erſte Abſchnitt hat wegen der
Weihnachts=
feiertage ausnahmsweiſe eine Gültigkeitsdauer von zwei Wochen.
Die Gehaltskürzungen bei der Wehrmacht
und Schuhpolizei.
Berlin, 11. Dezember.
Ueber die Regelung der Gehaltsabzüge bei der Reichswehr
erfahren wir von unterrichteter Seite, daß für die Gruppen C1
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Vom Tage.
Die Reichstagsfraktion der Wirtſchaftspartei hat geſtern
be=
raten und eine Einberufung des Reichstages vor dem
Weihnachts=
feſt abgelehnt. Die Fraktion wird jedoch einer Sitzung Anfang
Januar zuſtimmen.
Die Fraktion der Deutſchen Volkspartei beſchäftigte ſich geſtern
mit der letzten Notverordnung. Dabei wurde durchaus anerkannt,
daß in ihr der erſte Verſuch eines Wirtſchaftsprogramms
vorhan=
den iſt, daß man aber einzelnen Beſtimmungen ſehr ſkeptiſch
gegen=
überſtehen müſſe. Aus politiſchen Gründen wird die Fraktion für
die Einberufung des Reichstages ſtimmen.
Zu der Meldung eines Berliner Blattes, wonach Adolf Hitler
vom Reichspräſidenten empfangen werden ſoll, erfahren wir von
unterrichteter Seite, daß ein ſolcher Empfang nicht beabſichtigt iſt,
und daß Hitler auch kein derartiges Erſuchen geſtellt hat.
Die am 12. November 1931 unterzeichnete Zuſatzvereinbarung
zum deutſch=tſchechiſchen Wirtſchaftsabkommen und das am 23.
No=
vember 1931 unterzeichnete Zuſatzabkommen zum deutſch=
ſchweize=
riſchen Handelsvertrag werden gemäß Vereinbarungen, die mit der
tſchechoſlowakiſchen und ſchweizeriſchen Regierung getroffen
wor=
den ſind, mit Wirkung vom 15. Dezember ab vorläufig in
An=
wendung geſetzt werden.
Die engliſche Regierung hat eine neue Note an Frankreich
gerichtet, in der in weſentlich ſchärferer Form als bisher die
Auf=
hebung der Zuſatzzölle von 15 v. H. auf engliſche Waren verlangt
wird.
Nach dreitägiger Ausſprache über die engliſche Indienpolitik hat
das Oberhaus die Regierungspolitik, wie ſie von Macdonald am
Schluß der engliſch=indiſchen Konferenz dargelegt wurde, ohne
Ab=
ſtimmung gutgeheißen. Es erledigte ferner das Geſetz über die
neuen landwirtſchaftlichen Zölle in allen Stadien.
Eine einſtündige Unterredung am Donnerstag zwiſchen dem
engliſchen Außenminiſter Sir John Simon und dem polniſchen
Außenminiſter Zaleſki diente der eingehenden Begründung des
polniſchen Standpunktes: Erſt Sicherheit — dann Abrüſtung.
bis C5, das ſind die Offiziere vom General bis zum
Oberſtleut=
nant abwärts, eine Kürzung der Gehälter wie bei den übrigen
Reichsbeamten um 9 Prozent durchgeführt wird. Bei der Gruppe
C6 — Majore, werden mit Ausnahme der unterſten Stufe 5
Pro=
zent abgezogen. Die unterſte Stufe und die übrigen Gruppen
— vom Hauptmann bis zum einfachen Soldaten abwärts —
blei=
ben von den Abzügen befreit.
Wie wir weiter erfahren, iſt damit zu rechnen, daß die
Län=
der auch für die Schutzpolizei eine ähnliche Regelung der
Gehalts=
abzüge treffen.
Der Haager Gerichtshof entſcheidet für Danzig.
WIB. Haag, 11. Dezember.
Der Ständige Internationale Gerichtshof hat heute
nachmit=
tag in öffentlicher Sitzung ſeine Entſcheidung am Danzig=
polni=
ſchen Kriegsſchiffſtreit, der ihm bekanntlich vom Völkerbundsrat
auf Grund einer vom 19. September 1931 gefaßten Entſchließung
zur gutachtlichen Entſcheidung überwieſen wurde, bekannt gegeben.
Der Gerichtshof hat mit 11 gegen 3 Stimmen die ihm vorgelegte
Frage, ob der Verſailler Vertrag, Teil III, Abſchnitt Xl, das
Danzig=polniſche Abkommen von Paris oder beſtimmte
Entſcheidun=
gen des Völkerbundsrats oder des Danziger
Völkerbundskommiſ=
ſars Polen irgendwelche Rechte oder Befugniſſe hinſichtlich der
Zulaſſung polniſcher Kriegsſchiffe zum Danziger Hafen und den
Danziger Gewäſſern zubilligen, verneint. Der Streitfall iſt alſo
völlig zugunſten der Freien Stadt Danzig entſchieden worden.
Der Deukſche Beamkenbund zur Nokverordnng
Der geſchäftsführende Vorſtand des Deutſchen
Beamtent=
trat nach Erſcheinen der Notverordnung vom 10.
Dezema=
einer außerordentlichen Sitzung zuſammen. Einſtimmig
er, ſich mit einem Aufruf an alle Beamten zu wenden, deu
anderem ſagt:
Immer deutlicher tritt in Erſcheinung, daß die letzte.
der kataſtrophalen Entwicklung in der Zerſtörung des wend
ſchaftlichen Gleichgewichts liegt, die wiederum in den dern
ſchaftlichen Vernunft widerſprechenden Tributlaſten Deutfot
begründet iſt. Ebenſo deutlich hat ſich innerwirtſchaftlich eno
daß nicht nur peinliche Vorkommniſſe in den verſchiedenem
ſchaftsgruppen das allgemeine Mißtrauen in die deutſchen
ſchaftsführung ſtändig geſteigert haben, ſondern auch, daß dut
Einfluß maßgebender Wirtſchaftskreiſe auf die Staatsführug=
Geſetzgebung vorwiegend eigenen Intereſſen gedient und dinl
gemeinwohl empfindlich geſchadet hat.
Immer wieder iſt von uns auf das Verderbliche umuſ
hänignisvolle der Zerrüttung der Maſſenkaufkraft hingyo
worden. Jetzt endlich, in dieſer Notverordnung, bekennt".
Reichsregierung zu dem Grundſatz, daß eine weitere Zerw
der Kaufkraft unterbleiben muß. Ob jedoch durch die von 5 zu
angeordneten, teils in Ausſicht geſtellten Maßnahmen dieüsſt
erreicht wird, muß die Zukunft erweiſen. Gegenüber der 2/
heben auch wir unſere Stimme zur Befreiung von allen un
laſten und zur völligen Gleichberechtigung Deutſchlands mn
anderen Staaten. Innerhalb Deutſchlands verlangen wir diſto5
Gleichberechtigung aller Volksſchichten, auch der Beamtm
und die Berückſichtigung ihrer berechtigten Intereſſen. Imh.lt
deren fordern wir grundſätzliche Einheitlichkeit in der Bicy Nu
und eine geſicherte, von einheitlichen Geſichtspunkten ausu=
Rechtsgrundlage für alle Beamten in Reich, Ländern yI
meinden.
Wir erwarten, daß ſich alle Beamten in dieſer ſchickſalshe
Zeit um ihre von der Geſamtheit anerkannten Führer ſchau
mit wir geeint und entſchloſſen das Schickſal des deutſchemnt
und damit unſer Schickſal zum Beſſeren wenden helfen.
räd
zm
9.9.B. und Nolverordnung.
Ti.
Zur neuen Notverordnung geht uns vom Deutſchen 4
Bund folgende Erklärung zu:
Die Offizierverbände haben ſtets erklärt, daß ihre Miu
zu Notopfern bereit ſind, die der Allgemeinheit auferlegt rI3ſehlung
tiſt wen Augen des
uf ſer Innenl
durch finanzielle und wirtſchaftliche Urſachen als durch dift?” Mm iſt verſch
ett,/ Chorprobe
matiſche Lage beſchleunigt worden zu ſein. Es iſt nichier
ſcheinlich, daß die Politik Japans gegenüber China einn Mk ühre, Der Gem
ns ad” Samsta
derung erfährt.
Fmeinde P.
für notwendig erkannt werden. Sie verlangen aber, d
gleichem Maße gemeſſen wird. Das iſt nicht der Fall. Deinſn finzn
rend bei der Senkung der Löhne nicht unter den Stann Ganſie
10. 1. 1927 heruntergegangen werden darf, ſind die Ruheg gZmüchſt die alt
unbeſchadet der Tatſache, daß ſie zum größten Teil bereits mehem nimmt ſid
Stand von 1927 zurückgeführt waren, zum Teil ſogar bereissnüt yſtein v
unter lagen, noch weiter um 9 v. H. gekürzt worden, ſo daut 8
jetzt faſt durchweg erheblich unter dem Stand von 19277ieEh
Gegen dieſe unterſchiedliche Behandlung erhebt der Deutſan P
zier=Bund im Namen auch der übrigen Offizierverbände ſolctl ud N
Einſpruch.
Rückkrikk der japaniſchen Regierang. Hrin. Ds füir
Das Kabinett iſt zurückgetreten. Die Kriſe ſcheina „Aums mit der
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igs der Landeshauptſtadk.
Darmſtadt, den 12. Dezember 1931.
Albinmüller, der Architekt der Darmſtädter
Künſt=
u5 am 13. Dezember 1931 60 Jahre alt. Er
ge=
n 1900 zu den Wenigen, die der neuen Baukunſt und
nkulityumn Weg bereiteten. Im Jahre 1906 durch den
Groß=
vomüſſen nach Darmſtadt berufen, drückte er dort den
Auns ungen von 1908 und 1914 den Stempel auf. Die
hauzstzwe auf der Mathildenhöhe, das Baſin vor der
Kelle, das Löwentor auf der Roſenhöhe ſind die
blei=
un davon. Auch die Ausſtellungsbauten Magdeburgs.
i7kmal in Deſſau und andere Denkmäler ſind ſein
.n ſeinen Bauten, beſonders in den kultivierten
n den letzten Jahren auch im Ausland errichtete,
myhxs Beſtreben, die neue Formenſprache — frei von
ſiſchen „Ar üchſen — zu klaſſiſſcher Ruhe zu führen. Noch heute
Albinmgüt, der ſich auch als Landſchaftsmaler bewährt hat, in
ermindit: Friſche an ſeinem Werke tätig.
uszahlung der laufenden Zuſatzreuten für nicht im
ſtehende Schwerkriegsbeſchädigte,
Kriegerhinter=
ſtentner und Altrentnerinnen erfolgt am Dienstag,
wormittags von 8—12 Uhr, durch die Stadtkaſſe.
inotsmeſſe in der Kunſthalle am Rheintor. Nach wie
de Kunſtfreudigkeit des Darmſtädter Publikums
ſo=
märrdig anhaltenden lebhaftent Beſuch der
Weihnachts=
ſur der Nachfrage, und endlich auch im Verkauf der
giachten und verſchiedenartigſten Kunſtwerke höchſt
auch
aus. Auch dieſe Woche brachte wieder mehrere
vuhſdelgemälden. Motive aus den Wäldern und Fluren
nſtadtsſ er, Bergſtraße, dem Hochgebirge und einer Reihe
menbill !Die Verſchiedenartigkeit der zur Schau gebrachten
werken / Fegeben durch die Beteiligung der geſamten heſſi=
Künſäütliſch aft, gleich, welcher Richtung die ausſtellenden
ſtler im melnen angehören, bei beſonderer Pflege der
künſt=
in diſſ chen Qkhutxt. Der Eintritt zur Weihnachtsmeſſe iſt frei.
annter ſi — Auslflumg. Am Sonntag, dem 13. d. M., kann in der
Lichal Rt von 1414 Uhr die Ausſtellung der Arbeiten des
Alice=
venden ” bins fürt ſrruenbildung und Erwerb (Alice=El.=onorenſchule)
die Wilyrh ilfe beſichtigt werden Schülerinnen ſämt. her
ſlungem aben mehrere hundert Kleidungsſtücke für Kinder
FM
beitet, iu größten Teil aus gebrauchtem Material.
Außer=
wurdem me Reihe Spiele aus wertloſem Material ſelbſt ge=
Dihe l1sſtellung dürfte Eltern Anregung geben für die
beitunng er ragener Kleidungsſtücke ſowie für die Herſtellung
billigenn ſpielzeug für ihre Kinder.
Ausſitlit g im Kunſtſalon Pertchen. Eliſabethenſtraße. Seit
Tasie ſimd im Kunſtſalon Pertchen Aquarelle eines
jun=
erss Uelhelm Kirſchner (Eberſtadt) ausgeſtellt. Dieſe
füm uns ein Stück die Bergſtraße entlang und zeigen
e ihnike und Ausblicke, die es verdienen, daß man ſie
Zuſaht die alte Pfarrlinde vor der Kirche zu Eber=
Daneube nimmt ſich ein beliebtes Motiv des Künſtlers, die
Framtkeſtein von Südweſten, beſonders gut aus. Als
näch=
unkt jun die Hauptſtraße von Alsbach an der Bergſtraße.
Mittelyuakt bildet hier die Alsbacher Kirche mit dem
Meli=
m'Hſergrund. Als viertes wird der Marktplatz von
genberm or Augen geführt. Die Aquarelle des Künſtlers
ſen Lidiſt urd Frohſein in des Beſchauers Herz, ſie wollen
wur miuer Augen des Kritikers betrachtet ſein, ſie wenden
wuch an ruer Innenleben.
Muſihwein. Das für Sonntag, den 13. Dezember, geplante
eit in Aums mit der Aufführung von Bruckners B=Moll=
und Zſlum iſt verſchoben worden. Die für Sonntag
vor=
g angeiue Chorprobe findet daher ebenfalls nicht ſtatt.
VolklFihre. Der Gemeinde P wird als 4. Vorſtellung
lenſteinssEo d‟ Samstag, den 19. Dezember, zugeteilt.
Mit=
ſr der öneinde E, die dieſe Vorſtellung nicht beſuchen
kön=
erhalte an der Geſchäftsſtelle der Volksbühne, Eliſabethen=
34 (Kw Alter), bis einſchließlich Mittwoch, den 16. Dez.,
Gutſchaz der zu einer ſpäteren Wallenſtein=Aufführung be=
— uf die Dienstag, den 15. Dezember, 20 Uhr, im
ſanndende Generalverſammlung der Volksbühne
Veſſnochmackaufmerkſam gemacht.
Heagulsftellung. Auch an dieſer Stelle ſei darauf
auf=
m gerzgt, daß die Ausſtellung der Heſſiſchen Eiſenbahn=
Darmyi)t. Luiſenſtraße 12. vor Weihnachten auch
Sams=
zuhze und Sacmags nachmittags geöffnet iſt.
Oeffehriche Bauſparkaſſe. Die vierte Baugeldzuteilung
Heffezuliche Bauſparkaſſe (Abteilung der
Landes=
unalbazulß rozentrale) für Heſſen in Darmſtadtfindet
ſontag, g dn 14. Dezember 1931, vormittags 10 Uhr in
Darm=
im Sitzugsſaale des Rathauſes am Marktplatz ſtatt.
Zutei=
erechtityſind ſämtliche Bauſparer, deren Vertrag ſpäteſtens
Oktobechz für Tarif 18 am 1. September) 1931 begonnen hat,
ſie mit 0mahlungen nicht im Rückſtand ſind. Jeder
Bau=
der ſimls ſolcher ausweiſt, kann der Zuteilungshandlung
hnen.
Naturwissenschaltlicher Verein zu Darmstadt
364. Sitzung am 8. Dezember 1931.
Dr. Karl Weitzel ſprach über „Raubtiere der
Vor=
zeit
Die heutigen Raubtiere wurzeln in einer Formengruppe,
deren urſprünglichſten Vertreter ein undifferenziertes Gebiß,
fünfzehige Gliedmaßen und noch unverſchmolzene Knochen im
Handſkelett hatten. Die Ausbildung von Reißzähnen zu einem
Brechſcherenapparat im Kieferwinkel erfolgte bei den
fortgeſchrit=
tenen Urfleiſchfreſſern, wie man die Ahnen heißt, auf
verſchie=
denen Wegen. Dabei erloſchen jedoch alle die Formen wieder,
deren Gebißentwicklung zu dem angedeuteten Ziel ungünſtig war.
Nur ein Stamm, der den vierten Lückzahn im Oberkiefer und den
erſten Unterkiefermolaren als Reißzähne entwickelt hatte, blieb
beſtehen und lebt in den Familien der Hunde, Bären, Waſchbären,
Marder, Schleichkatzen, Hyänen und Katzen bis heute weiter. Die
beſte Anpaſſung an das Zerſchneiden von Fleiſch, dabei aber auch
— Hand in Hand mit dieſer Spezialiſation — das am meiſten
rückgebildete Gebiß, zeigen die Katzen. Im Tertjär lebten zwei
Zweige, deren einer im Diluvium ausſtarb, während der andere
ſich zu den heutigen Felinen entwickelte. Die erloſchenen Katzen,
die Säbelzahntiger oder Machairodontinen, waren neben enormer
Reduktion der Lückzähne durch ungeheuer große Oberkiefereckzähne
gekennzeichnet. — Bei den Hyänen iſt das Gebiß zum Zerbrechen
von Knochen ausgezeichnet entwickelt, da zu dem mächtigen
Brech=
apparat noch die kegelförmige Ausbildung der Praemolaren
kommt. In der Eiszeit lebte beſonders die Höhlenhyäne, die aus
vielen Höhlen Süddeutſchlands bekannt wurde. Durch eine Form
aus dem jüngſten Tertjär. Ictitherium, ſtehen die Hygeniden mit
den Schleichkatzen in Verbindung, deren heute noch lebende
Gat=
tungen Viverra (V. genetta, Ginſterkatze) und Herpeſtes (H.
ichneumon, Pharaosratte) aus dem Miocän Europas geborgen
wurden.
Unter den vorzeitlichen Mardern ſpielt Potamotherium
(Miocän) eine große Rolle, da mit ihm der Zweig der Ottern
be=
ginnt, der uns heute in dem Seeotter begegnet, einer Form, die
weitgehend an das Leben im Meer angepaßt iſt und ſich auf dem
Land nicht mehr gut bewegen kann. — Eine reiche Fülle von
Material liegt von eiszeitlichen Bären vor, deren Lebensgeſchichte
durch Funve in der Drachenhöhle von Mixnitz (Steiermark)
be=
ſonders bekannt urde. Der älteſte bis jetzt gefundene Bär, der
miozäne Urſavus, zeigt im Gebiß ſchon Angleichung an die
Lebensweiſe als Allesfreſſer. Der Stammpater des Höhlenbären
iſt Urſus arvernenſis, von dem auch der rezente Urſus
arctos abzuleiten iſt, während der Urſus ſpelaeus, in der
jüngeren Alt=Steinzeit (im Solutreen) ausſtarb. — Waſchbären
leben heute in Amerika; nur ein Vertreter dieſer in
un=
ſeren Tagen ſo vielgezüchteten Pelztiere kommt im Himalaya vor:
Ailurus fulgens. Seine Vorläufer kennt man aus dem Pliocän
Englands und Siebenbürgens. — Der älteſte europäiſche Canide
war Cynodictis aus dem franzöſiſchen Ob. Eocän; im Oligocän
und Miocän lebte in Weſteuropa vornehmlich Amphicyon. Aus
diluvialen Ablagerungen (Wallertheim z. B.) ſind Reſte vom
Wolf, Skelettfunde vom erſten domeſtizierten Hund ſind aus dem
ruſſiſchen Neolithikum bekannt. —
Schon früh gingen Vertreter der Landraubtiere ins
Süß=
waſſer (Fiſchotter) und ins Meer (Seeotter, die Robben und die
Wale). Die älteſten vorzeitlichen Robbenreſte zeigen ſchon genau
ſo ſpezialiſierte Gliedmaßen, wie die rezenten Beherrſcher des
Meeres. Ihre Stammform iſt noch unbekannt. Wohl aber kennt
man die der Wale, den Mitteleozänen Protocetus, deſſen Gebiß
die Herkunft der Wale von Carnivoren verbürgt.
Die verſchiedenſten Belege für vorſtehende Ausführungen
wur=
den in Lichtbildern vorgeführt; anſchließend wurden die
vorzeit=
lichen Raubtiere aus dem Mainzer Becken geſtreift. Dabei ging
der Referent auf ſeine Bearbeitung neuer Canidenfunde vom
Falkenberg bei Flörsheim ein, die durch die Umſicht von Prof.
Dr. Steuer geborgen wurden. Es handelt ſich um Amphicyoniden,
die im Gebiß innige Beziehungen zu Wolf, Hund und primitiven
Caniden haben, deren Rumpfreſte und beſonders Gliedmaßen aber
auf Bären hinweiſen: Ausbildung der Halswirbel des
Schulter=
blatts, der Speiche, der Mittelhandknochen, des Schienbeins und
des Oberſchenkels zeigen nahe Verwandtſchaft mit den Bären und
beweiſen, daß Bären und Hunde der gleichen Wurzel bei den
Urfleiſchfreſſern entſprangen. — Dabei wurden auch die
aller=
jüngſten Amphicyoniden dargeſtellt, die bisher nur in dürftigen
Reſten aus Nordſpanien vorlagen, jetzt aber auch durch gute
rhein=
heſſiſche Funde aus dem Dinotherienſand belegt ſind. Mit dieſen
Vertretern, deren Gebiß den Uebergang von Fleiſchfreſſern zu
Allesfreſſern andeutet, ſtarben die Amphicyoniden aus.
Zuviel Weihnachtsfeiern.
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— Schloßmuſeum. Am Sonntag ſind vormittags um 11 und
11.30 Uhr Führungen; um 2 Uhr nachmittags findet eine Führung
für die Mitglieder des Reichsbundes der Zivildienſtberechtigten,
Verein Darmſtadt, ſtatt. Der ermäßigte Eintrittspreis für dieſe
Nachmittagsführung beträgt 30 Pf. die Perſon, Kinder 20 Pf. An
dieſer Führung können ſich auch Freunde des Vereins beteiligen.
An allen Wochentagen ſind um 11 und 11.30 Uhr vormittags
Füh=
rungen.
EPH. Hat man ſich früher auf die liebe Weihnachtszeit
beſon=
ders gefreut, ſo fangen heutzutage bereits manche an, ſich vor ihr
zu fürchten. Wir wiſſen alle daß es namentlich in den Städten,
zuviel Weihnachtsfeiern gibt. Jeder Verein und jede
Gruppe, ſelbſt wenn ſie ſonſt gar nichts mit religiöſen oder
geſel=
ligen Zwecken zu tun haben, laden zu ihrer Weihnachtsfeier ein.
Es iſt ein Jammer, daß die Tiefe der Feiern, und namentlich
die Traulichkeit des häuslichen Feſtes, darunter empfindlich
leidet. In dieſem Jahr der Nor muß einer unbedingt notwendigen
Zurückhaltung und Einſchränkung das Wort geredet werden. In
einer deutſchen Mittelſtadt wird darum jetzt wieder ein Aufguf
öffentlich erlaſſen, in dem es heißt: „Der religiöſe, ernſte,
inner=
liche Charakter unſeres wundervollſten deutſchen Feſtes droht durch
Mißbrauch verloren zu gehen und auf die Stufe eines
Stiftungs=
feſtes zu ſinken‟. Es wäre wünſchenswert, daß gerade bei uns
dieſer ernſten Mahnung entſprochen würde. Jede Weihnachtsfeier
eines Vereins — ganz gleich welcher Art —, die entbehrlich iſt,
ſollte in dieſem Jahr ausfallen.
— „Schneeflock und Regentropf.” Heute nachmittag wird um
15 Uhr, im Großen Haus, das Winter= und Waſſermärchen
„Schneeflock und Regentropf” von Max Werner Lenz zum erſten
Male aufgeführt. — Heute abend findet die letzte Vorſtellung der
„Ratten”, mit Franziska Kinz als Frau John ſtatt. — Um
der Miete B die Möglichkeit zu geben, den „Othello”, der
anläßlich der Bürgermeiſtertagung als Feſtvorſtellung am
Diens=
tag, den 15. Dezember, im Großen Haus, ſtattfindet, zu hören, iſt
der Miettag von Mittwoch auf Dienstag verlegt worden.
— Weihnachtsverkauf in der Petrusgemeinde. Wie in den
Vorjahren, ſo veranſtaltet auch heuer die Evang
Jugendvereini=
gung der Petrusgemeinde im Jugendzimmer (Anbau) des
Ge=
meindehauſes, Eichwieſenſtraße 8, einen Weihnachtsverkauf in
grten Büchern aller Art, Kalendern, kunſtgewerblichen
Gegenſtän=
den u. a. m. Unter den Büchern befindet ſich ein großer Poſten
ſehr billiger Bücher. Gemeinde ſowie die Jugendgruppen der
Stadt ſind zum Beſuch des Büchertiſches recht herzlich eingeladen.
Der Verkauf findet ſtatt vom 3. bis 4. Advent, und zwar an den
Sonntagen von 11—18 Uhr und werktags von 17—21 Uhr.
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Seite 6 — Nr. 344
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Samstag, 12. Dezemm
Der Bolſchewismus.
Vortrag Dr. Gurian.
Die Vereinigung katholiſcher Akademiker eröffnete geſtern
abend einen wirtſchaftlichen Vortragszyklus mit dem Referat des
Herrn Dr. Gurian über „Das Wirtſchaftsſyſtem des
Bolſchewismus”. Sanitätsrat Dr. Kocks begrüßte
herz=
lich die zahlreich Erſchienenen und erinnerte an das bedeutſame
Werk des Referenten über „Bolſchewismus‟. Der Referent, dem
dann das Wort erteilt wurde, erklärte einleitend, ſo ganz ſtimme
das Wort von dem „Land ohne Arbeitsloſe” für Rußland nicht,
zahlloſe Beweiſe von der unſagbaren Not in U. d. S. S. R könnten
beigebracht werden. Seine Unterſuchungen über die
Wirtſchafts=
politik des Bolſchewismus nahmen dann ihren Anfang mit dem
Fünf=Jahresplan. Zuvor charakteriſierte der Redner in klaren
Strichen die Machtinſtrumente Rußlands, die zur Durchführung
der Wirtſchaftspolitik benützt würden. Der Bolſchewismus betone
allein die Bedeutſamkeit des Staates, für ihn gebe es nur
poli=
tiſche Macht und Gewalt die Diktatur des Proletariats. Der
Staat werde bewußt als Machtinſtrument benutzt. Der nach dem
Wiſſenſchafter Karl Schmidt als „totaler” Staat bezeichnete
bol=
ſchewiſtiſche Staat ſei in Rußland verkörpert. Der bolſchewiſtiſche
Staat erſtrebe Wandlungen im Wirtſchaftsſyſtem. Referent
behan=
delte dann die Ziele des Fünf=Jahresplans, die einmal dahin
gehen, die Induſtrialiſierung Rußlands durchzuführen, alles in den
Dienſt dieſer Induſtrialiſierung zu ſtellen, weiter werde das Ziel
verfolgt, die bisherige individuelle Ordnung überall namentlich
auch in der Landwirtſchaft, aufzuheben und zum Kollektivismus
überzuführen. Der Fünf=Jahresplan ſoll weiter dazu führen, das
wirtſchaftlich zurückgebliebene Rußland zu moderniſieren, den
Er=
trag der Induſtrie und Landwirtſchaft im Lande zu heben und
weiter ſoll er durch Erfaſſung der politiſchen und wirtſchaftlichen
Mittel der kommenden Weltrevolution dienen Redner ſtellte dann
die Frage, was die ruſſiſchen Wirtſchaftsmethoden im Vergleich
zu uns bedeuten, und kam zu dem Reſultat, daß ein Vergleich
deshalb nicht angängig iſt, weil Deutſchland ein wirtſchaftlich
durchorganiſiertes Land iſt, während die ruſſiſche Bevölkerung
zur Induſtrialiſierung erſt erzogen werden müſſe. Das
bolſchewi=
ſtiſche Wirtſchaftsſyſtem ſei nicht fähig, die Löſung des großen
Weltwirtſchaftsproblems zu bringen, da Rußland erſt am Anfang
ſeiner Entwicklung ſtehe, außerdem der Lebensſtandard der
ruſſi=
ſchen Bevölkerung ſchon von jeher auf einem nach unſeren
Be=
griffen ſo unglaublich tiefen Niveau ſtand, daß der Ruſſe ſeine
wirtſchaftlich ſchlechte Lage und ſeinen, geringen Lebensſtandard
heute noch nicht ſehr ſtark fühle. Der Bolſchewismus ſtehe und falle
mit dem Glauben an den wirtſchaftlichen Fortſchritt und den
Fort=
ſchritt der Technik. Dieſer Glaube ſei ihm zugleich Religion. —
Der Verſammlungsleiter dankte dem Referenten für ſeine klaren,
logiſch und objektiv vorgetragenen Ausführungen und ſchloß,
nach=
dem noch einige Anfragen beantwortet waren, insbeſondere nach
der näheren Definition des Begriffs „totaler Staat”, mit Worten
des Dankes den hochintereſſanten Vortragsabend.
— Rundfunkvortrag. Am Sonntag. 13. Dezember, findet durch
den Frankfurter Sender in der Stunde des Landes ein ſowohl
für die ländlichen Erzeugerkreiſe als auch für die
Verbraucher=
kreiſe der Stadt ſehr aktueller Vortrag ſtatt, Herr Abt.=Vorſteher
Dr. Dencker=Darmſtadt wird über das Thema „Die
Anfor=
derungen des Marktes an die
viehwirtſchaft=
ſiche und Fleiſchverſorgung” ſprechen. Beginn 14 Uhr.
—Im Union=Theater ſieht man heute und folgende Tage
Con=
r9.0 Veidt in „Die andere Seite‟.
Heſſiſches Landestheater.
Mriee HSamstag, 12. Dez. 15. Ende geg. 17½ Uhr. Schneeflock und Regen=
tropf. Winter= u. Waſſermärchen. 0 50—2.20,
19½—22½ Uhr Bühn envolksbund K 6.
Die Ratten. Preiſe 0.60— 4 80 Mk.
Sonntag, 13. Dez. 15, Ende gegen 17½ Uhr. Schneeflock und
Regentropf. Preiſe 0.30—2.20 Mk.
19½—22½ A 9 Dſt. Volksb P (2. Vorſt.) Gr. I-IV
Wallenſteins Tod. Preiſe 060—4.80 Mk. Montag, 14 Dez. Keine Vorſtellung. Dienstag, 15. Dez. 19½—22½ Uhr. B 9. Dthello.
Preiſe 0.70—5.60 Mk. 15. Ende gegen 17½ Uhr. Shneeflock und
Regentropf. Preiſe 0.30—2.20 Mk
Mittwoch, 16. Dez 20, Ende gegen 23 Uhr. Außer Miete.
Die nöuigsk nder. Preiſe 0.50—4 Mk. Donnerstag, 17 Dez. 19½—22½ Uhr. C 10. Wallenſteins Tod,
Preiſe 0.60—4.80 Mr. Freitag, 18. Dez. 20—22½ Uhr, D 10. Bocegecio,
Preiſe 6.70—5.60 Mr. Samstag, 19. Dez. 19½—22½ Uhr. Dſt. Volksb. F (4. Vorſt. Gr.
1—10, T Gr. 6, 7 u. 8. Wallenſteins Tod.
Preiſe 0.60—4.,0 Mk. Sonntag, 20. Dez. 13, Ende gegen 17½ Uhr. B10. Schueeflock
und Ne entropf. Preiſe 0.30—2.20 Mr.
19½—22 Uhr. E 10. Cavalleria ruſticaua.
Hierauf: Der Bajazzo. Preiſe 0 70—5.60 Mk. Kleines Haus. Samstag, 12. Dez. 20—22 Uhr. T Gr. 1—8. Die Dubarry.
Preiſe 0.50—4 Mk. Sonntag, 13. Dez. 20—22 Uhr. Opern= und Operetten=Abend.
Preiſe 0 40—2 MNk. Montag, 14. Dez. 193—22½ Uhr. Die Lubarry. Ueber den größten
Teil der Plätze iſt bis auf wenige Karten im
Preiſe von 1.90 und 2 20 Mk. verfügt, Dienstag, 15. Dez. 15—17 Uhr. Die Himmelsmaner. Ein Weih=
nachtsmärchen. Preiſe 0.40—2 Mk.
20—22 Uhr. Zuſatzmiete 1 6.,
Zu Hilfe, Max. Preiſe 0.60—4.50. Mittwoch, 18. Dez Keine Vorſtellung. Donnerstag, 17. Dez. 20—22½ Uhr. Dſt. Volksb. 4 (6. Vorſt.) Gr:1u. 11
Drei Kurz Opern der Gejenwart. Der Ja=
ſager. Spiel oder Ernſt. Schwergewicht,
Preiſe 0.70—5 00 Mk. Freitag, 18. Dez. 15—17 Uhr. Die Himmelsmauer. Ein Weih=
nachtsmärchen. Preiſe 0 40—2 Mk.
20—22½ Uhr. Zuſatzmiete V 8:
Michal ziramer. Preiſe 0 70—3 Mk. Samstag, 19. Dez 15—17 Uhr. Die Himmelsmauer.
Preiſe 0.40—2 Mk.
20—22½ Uhr. Zuſatzmiete VI6 u. Dſt. Volksb.
M (2 Vorſt.) Gr. 1—1V. Drei Kurz=Opern der
Gegenwart. Der Jaſager. Spiel oder Ernſt,
Schwergewicht. Preiſe 0.70—5.60 Mk. Sonntag, 20. Dez 19½—22 Uhr. Zuſatzmite I1 6.
M chael Kramer. Preiſe 0.70—5 Mk.
— Opern= und Operettenabend im Kleinen Haus. Am
Sonn=
tag, dem 13. Dezember, findet unter der muſikaliſchen Leitung von
Karl Maria Zwißler und Erwin Palm einer der beliebten Opern=
und Operetten=Abende ſtatt. Das Programm bietet dieſes Mal
im beſonderen heitere Lieder und Arien. Aus den Operetten „Der
Vogelhändler”. „Die Fledermaus”. „Gräfin Mariza”, „
Zigeuner=
baron”. „Fürſt Pappenheim”. „Blume von Hawaii” „Friederike‟,
und. Paganini” ſingen die Damen Anny v. Stoſch, Regina Harre,
Maria Kienzl. Martha Liebel und die Herren Heinrich Kuhn,
Eugen Vogt, Joachim Sattler, Dr. Heinrich Allmeroth Lieder,
Duette und Terzette. Franz Notholt wird zwei Arien aus den
heiteren Singſpielen von J. S. Bach „Phoebus und Pan” und
„Der zufriedengeſtellte Aeolus vortragen. Aus Mozarts „
Ent=
fuhrung aus dem Serail” ſingt Theodor Heydorn und Eugen
Vogt. aus dem „Barbier von Sevila: Martha Liebel eine Arie
und Dr. Heinrich Allmeroth und Johannes, Drath ein Duett. Aus
„Cavalleria ruſticana” und La Gioconda” trägt Albert Seibert
vor. Den Schluß des erſten Teils bilden Duette aus „Blaubart”
(Joachim Sattler und Anna Jacobs) und „Undine” (Heinrich
Kuhn und Eugen Vogt). Zum Abſchluß des Abends, der 20
Num=
mern enthält, werden die Stimmbändchen Revellers. (Joachim
Sattler, Eugen Vogt, Johannes Drath, Heinrich Kuhn) auftreten.
FBvenondel Berenngang mr Kamr und Bifenn
den Staat und die Wirtſchaft aufgebaut. In den ſiebziut
geſchah die Umſtellung vom Schutzoll zur autonomen
Dieiſchaftseoihenchannche Borltage, politik, die ſowohl, das inveſtierte Kapital als auch
Hatte der Vortrag von Dr. Ernſt Zeh vor drei Wochen in die
Grenzgebiete zwiſchen Wirtſchaft, Kunſt. Technik und
Kulturphilo=
ſophie geführt, ſo ſind nunmehr zwei ausgeſprochen
wirtſchafts=
wiſſenſchaftliche, gleich tiefgründige und feſſelnde Vorträge gefolgt,
und zwar von Privatdozent Dr. Neumark=Frankfurt a. M. über
„Die gegenwärtige Finanz= und Wirtſchaftslage”, und Profeſſor
Dr. Bergſträßer=Heidelberg über „Autarkie und Weltwirtſchaft”,
(Der ſtatt des zweiten urſprünglich angeſetzte Vortrag von
Pro=
feſſor Lenz=Gießen über „Die Kriſis der kapitaliſtiſchen
Wirt=
ſchaftsordnung” mußte wegen Verhinderung des Redners abgeſagt
werden.)
Auch dieſe Vorträge fügten ſich inſofern wieder gut in das
Geſamtthema „Der Menſch in der Gegenwart” ein, als beide
Red=
ner mehr oder weniger ausgeſprochen von der Grundeinſtellung
ausgingen, daß die gegenwärtige Kriſe nicht nur und nicht
vor=
wiegend eine materielle, ſondern weſentlich eine geiſtige, eine
menſchheitliche iſt. So ſtellte Profeſſor Bergſträßer die
grundlegende Tatſache heraus, daß zu den Elementen des
wirt=
ſchaftlichen Aufbaus außer den Rohſtoffen und den techniſchen
Hilfsmitteln im engeren Sinn die geſamten Gebiete des Rechts,
der Religion und der Kultur gehören, d. h. alſo, daß man ſich in
den wirtſchaftlichen Betrachtungen nicht in einen einſeitigen
Ge=
dankenablauf verrennen darf, wozu die moderne Arbeitsteilung,
auch in der Wiſſenſchaft, ſo ſehr verleitet, ſondern daß alles
Geiſtige ein großer Zuſammenhang iſt, über den man ſich die
Ge=
ſamtüberſchau immer wieder in ſich beleben muß, wenn man nicht
zu Fehlurteilen und Fehlſchlüſſen kommen will. So gingen denn
beide Redner auch vorwiegend auf die inneren Tatſachen ein, die ſich
hinter den äußeren Geſchehniſſen verbergen, Dr. Neumark
inſon=
derheit auf den großen Mangel an Vertrauen, der in
gleicher Weiſe Folge und Urſache der Kriſe iſt, Mangel an
Ver=
trauen unter den Staaten und Völkern, Mangel an Vertrauen
der deutſchen Menſchen untereinander, zwiſchen den Führern und
Geführten und, was das Schlimmſte iſt, Mangel an
Selbſtver=
trauen bei jedem Einzelnen. Auch ſcheute er nicht vor der
Er=
kenntnis zurück, daß das Sinken der Moral, auch auf allen
Ge=
bieten des wirtſchaftlichen Lebens, zu einem erheblichen Teil die
Schuld an der Vertrauenskriſe trägt. Dr. Neumank warnte mit
Recht ebenſoſehr davor, daß ſich der Einzelne ſeine
Lieblings=
urſache für die Kriſe herausſucht, die er dann mit einem
ein=
ſeitigen Rezept bekämpfen will, wie er mit Nachdruck darauf
hin=
wies und im einzelnen klarlegte, daß eine Fülle von
Komponen=
ten die Weltwirtſchaftskriſe ausmachen, die ſich alle wechſelſeitig
bedingen. Der Voxtragende hielt dann im einzelnen auseinander:
die Wirtſchaftskriſe, die wieder in eine Induſtrie= und
Agrar=
kriſe zerfällt die Finanzkriſe, die Kreditkriſe und die politiſche
Kriſe. Die Wirtſchaftskriſe hat die politiſche Radikaliſierung zur
Folge und dieſe wieder trägt zur Verſchärfung der
Wirtſchafts=
kriſe bei. Bei der Finanzkriſe, auf die der Redner am
ausführ=
lichſten einging unterſchied er zwiſchen vermeidbaren Urſachen
— wie der Ueberſteigerung der inneren öffentlichen Ausgaben,
die gerade in dem Jahr auf ein Maximum geſtiegen waren, wo
die Reparationslaſten ihre Höchſtſumme erreicht hatten — und
zwangsläufigen, bedingt durch den verlorenen Krieg und die
Re=
parationen. — Die Wirtſchaftskriſe wirkt ihrerſeits wieder zurück
auf die öffentlichen Finanzen. Sowohl die Ausgaben, als
ins=
beſondere die Einnahmen der öffentlichen Hand (Steuern) ſind
viel mehr als früher der Konjunktur unterworfen. Der Rückgang
der öffentlichen Einnahmen wird erſt im kommenden Jahr in
vol=
lem Ausmaß ſpürbar ſein, weil ja die Einkommenſteuern immer
nach dem Vorjahr bezahlt werden. Das Auf und Ab der
Kon=
junktur liegt ja an ſich im Weſen der kapitaliſtiſchen
Wirtſchafts=
ordnung und war immer da. Nur hat das „Ab” noch nie ſo lange
gedauert wie jetzt. Die jetzige Kriſe hat eben ihre beſonderen
Züge, und zwar nicht nur deshalb, weil wir in einer Weltkriſe
leben, ſondern weil Deutſchlands Kriſe einen Sonderfall darſtellt
wegen des verlorenen Kriegs. Man denke daran, welche Folgen
eine vierjährige Realgütervernichtung in der ganzen Welt haben
muß, welche Fehlleitungen an Kapital in der Weltwirtſchaft durch
Krieg und „Friedens’ierträge entſtanden ſind. Es ſind durch
dieſes Ungeheuer von Verſailles eine ganze Reihe neuer Staaten
entſtanden, die trotz ausreichender Kayazität der Weltinduſtrie
das Bedürfnis hatten, ſich mit ihren Induſtrien ſelbſtändig zu
machen. Dadurch entſtand eine zu große Weltkapazität in vielen
Induſtriezweigen. Die neuentſtandenen Staaten waren, durch den
Krieg gewitzigt, beſtrebt, ſich ſelbſtändig zu machen und ſich vom
Weltmarkt abzuſchließen, und die alten Staaten machten es
eben=
ſo. So entſtand aus den Tatſachen heraus das, was man heute
mit dem Schlagwort „Autarkie” theoretiſch teilweiſe ſo
nach=
drücklich vertritt. In dieſem Punkt haben ſich die Vorträge von
Dr. Neumark und Profeſſor Bergſträßer eng berührt. Der
letzt=
genannte Redner warf zunächſt einen geſchichtlichen Rückblick auf
die Nationalſtaaten bürgerlich=demokratiſcher Färbung wie das
Bismarckreich, Frankreich und England, die getragen waren von
einem Bürgertum, das zugleich mit ſeiner wirtſchaftlichen
Tätig=
keit die Sicherheit ihrer Nation übernommen hatte. Hatte im
18. Jahrhundert das merkantiliſtiſche Syſtem die Erziehung zur
Wirtſchaft bewirkt, ſo hat im 19. Jahrhundert das Bürgertum
— Evangeliſche Jugendgemeinſchaft. Wir weiſen nochmals
hin auf die heute abend um halb 9 Uhr in der
Johannes=
irche ſtattfindende Adventsfeier der Evangeliſchen
Jugend=
gemeinſchaft und laden alle Bünde und Mitglieder herzlich dazu ein.
— Die Palaſt=Lichtſpiele bringen, vielſeitigen Wünſchen
ent=
ſprechend, nochmals in Neuaufführung den luſtigen Militärſchwank
„Reſerve hat Ruh‟
— In einer Film=Morgenfeier läuft im Helia=Theater
kom=
menden Sonntag, vormittags 11.15 Uhr, der hervorragende
Kultur=
film „Mit Byrd zum Nordpol” unwiderruflich zum letzten Male.
— Im Helia=Theater läuft ab heute die neue Tonfilm=
Ope=
rette der Ufa „Ihre Hoheit befiehlt”, mit Willy Fritſch. Käthe
von Nagy und Reinhold Schünzel in den Hauptrollen.
Aus den Parkeſen.
— Deutſche Volkspartei Frauengruppe. Wir
weiſen nochmals auf die heute. 12. Dezember, abends 8 Uhr, im
Roten Zimmer bei Sitte ſtattfindende Zuſammenkunft hin, bei der
Frau M. Birnbaum ſprechen wird, und bitten unſere Freundinnen
um recht zahlreichen Beſuch. — Wie bereits mitgeteilt, findet die
diesjährige Adventsfeier am Mittwoch, dem 16. Dezember
nach=
mittags 4.30 Uhr, im Heylshof, Darmſtadt. Weyprechtſtr. 6.
ſtatt. Karten für Tee und Gebäck ſind für 60 Pf. am Samstag
vormittag und Montag den ganzen Tag auf der Geſchäftsſtelle der
Deutſchen Volkspartei, Zimmerſtraße, erhältlich und dienen
gleich=
zeitig als Eintrittskarten. Unkoſtenbeitrag 20 Pf.
Lokale Beranſtalkungen.
— Im Reſtaurant Bender findet wiederum in den
gemütlichen Räumen Samstag und Sonntag Konzert und Tanz
ſtatt. (Näh. ſ. Anz.)
— Hotel und Reſtaurant Poſt, am Hauptbahnhof,
veranſtaltet heute. Samstag, und morgen, Sonntag,
Geſellſchafts=
abende mit Tanz. Die gemütlichen Abende im Hotel=Reſtaurant
Poſt ſeien freundlichſt in Erinnerung gebracht. Samstag auf
all=
gemeinen Wunſch mit Schlachtfeſt verbunden. (Siehe heutige
Anzeige.)
Vereinsnachrichten.
— Verein der Pioniere und Verkehrstruppen.
Das Schießen der Kleinkaliber=Schützenabteilung für Sonntag
fällt aus. Näheres wird bekannt gegeben.
I.Bin. 6io
hochfein
Tageskalender für Samstag, den 12. Dezember 1931.
Konzerte; Rheingauer Weinſtube, Café Oper. Café Ernſt
Ludwig, Schloßkeller, Alter Ratskeller, Herrngaxten=Café. Café
Ganßmann: Konzert und Tanz; Café Ernſt Ludwig, abends:
Geſellſchaftsabend mit Tanz; Hotel=Reſt. zur Poſt:
Geſellſchafts=
abends mit Tanz; Reſtauraut Bender, Eliſabethenſtr Konzert
und Tanz; Gaſthaus zum Schloßgarten, Schloßgartenſtraße 21:
Eröffnungs=Konzert. — Kinovorſtellungen: Union=
Theater. Helia=Lichtſpiele. Palaſt=Lichtſpiele.
Struktur ſchützen wollte. Dieſe autonome Handelspaln
15 Jahre ſpäter erſetzt durch die Politik der Handelsvoy
der Meiſtbegünſtigungsklauſel, und es wurde
dadurch=
des Freihandels und des Güteraustauſches in weltwini=
Verflechtung erneuert und verſtärkt. Alle Staaten
habü=
dehnung ihrer wirtſchaftlichen Stellung begleitet mit
dung ihrer weltpolitiſchen Machtmittel, es war das Zic
Wirtſchaftsimperialismus. Nach dem Krieg iſt das ae
ſätzlich anders geworden. Wir konnten nicht mehr min
Kapitalausfuhr Auslandsaufträge hereinholen, wir n
Gegenteil unſere Auslandsguthaben verloren und es:
die Reparationslaſten auferlegt. Deutſchland hat im
Oſten einen weſentlichen Teil ſeiner Produktiosmittut
So mußten beiſpielsweiſe die wertvollen lothringiſchemu
ſchwediſche Erzeinfuhr erſetzt werden. Im Jahre 1930 0
Tribute zum erſtenmal aus eigener Kraft bezahlt uund
hatten wir in dieſem Jahr zum erſtenmal wieder eine
delsbilanz, denn man kann ja von Land zu Land nichty
geld bezahlen, ſondern indem man Gold abgibt oder
Dienſtleiſtungen liefert. Daher ſind die
Unternehmung=
möglichſt viel ins Ausland auszuführen und unter Un
Exportpreiſe niedriger zu ſtellen, als die Verkaufspru
land (Dumping). Mit einſetzender Kriſe hat die Zolue
delspolitik der anderen Staaten die deutſche Ausfuhr
erſchwert, beſonders in den letzten Wochen. Die Vere
ten ſind, obwohl ſie von allen ihren Schuldnern RM
verlangen. zur Schutzzollpolitik übergegangen, ein aus
Widerſinn! Die Machtvoſition Frankreichs, die auf
hergeſtellten inneren Vertrauen, auf der glücklichen
lichen Zuſammenſetzung, auf dem ungeheuren Goldſcha
militäriſchen Macht beruht, hat für Frankreich eine 0
ſchaffen, die es gegen die Weltwirtſchaftsverflechtung
kraft deren es ſich eine Autarkie” leiſten kann. Derr
Goldſchatz würde zur Behebung der Weltwirtſchaftse
chen, wenin nur Frankreich Vertrauen zu den anderu
hätte. So verzichtet aber Frankreich lieber auf Verzägſ
Goldſchatzes zugunſten ſeiner „Sicherheit‟. Deutſchau
ſeiner ganzen tatſächlichen Lage nach in viel höheren,
Ausland abhängig als je. Es iſt ſozuſagen einem ge
arbeiter vergleichbar, der mit fremdem Kapital fün
beitet und deſſen weſentliche Wirtſchaftskraft in ſeim
kraft beſteht. Es hängt weſentlich an Frankreich, ob d1s
ſchaftliche Vertrauen ſich bei den kommenden Verhanänu
die Reparationen wiederherſtellt, meinte Dr. Bergſtiſ
die Franzoſen ſehen, daß die Reparationen die Verim
keiten beeinfluſſen, daß die Produktion, nicht nur inn
ſondern auch in den anderen Ländern davon auhäüg
Weltwirtſchaft ein großer zuſammenhit
Organismus bleibt, daß Deutſchlands Dabeiſein einn
dafür iſt, daß der Welthandel weiteren Aufſchwung gu
wenn es ſich demgemäß einſtellen lernt, kann es mög” gegenwärtige Kriaſis überwunden wird. Weſ
Deutſchland für Weltwirtſchaft ſpricht, zieht
digen Konſequenzen aus Deutſchlands Geſchichte unn
Geſamtſituation und iſt ſich darüber klar, daß die Ges
auf beruht, daß das mit der Weltwirtſchaft verflochee
land ſeine Arbeit in den Dienſt der Welt ſtellt.
Wenn eine „Autarkie”, eine Selbſtgenügſamkeitn
dung einer Wirtſchaftseinheit Deutſchland, Rußland
Jugoſlawien erſtrebt wird, ſo iſt zu ſagen, daß dieſe 5
zeit nur etwa 3 Prozent der deutſchen Ausfuhr au.v
allem aber, daß ja gerade Sowiet=Rußland mit
jahresplan die völlige eigene Selbſtverſorgung
anbahe=
führt. Deutſchland hat, praktiſch betrachtet, gar ninnt
zwiſchen Autarkie und Weltwirtſchaft. Es hat die
ſition, wenn es ſich mit ſeinen ſtarken eigenen Kuküu
die arbeitsteilige Gemeinſchaft Europas hineinſtellt!
Welt das ſeinem Weſen Gemäße zu leiſten.
Deshalb iſt es notwendig — möchte man hinzut:
ſich der deutſche Menſch wieder mehr auf ſein
eigenn=
ſinnt, ſich aus ſeinem Innern heraus erkraftet und 9i
ren, illuſionsloſen Durchſchauen der tatſächlichen Ver
Zuſammenhänge den Glauben an die eigene geiſtioi
die geiſtgeborene Idee nicht verliert. Wenn Oswol
mit Optimimus eine illuſionsbefangene Vogel=Strauns
meint, dann mag er recht haben, wenn er Optimise
nennt: ein geſunder Optimismus bedeutet aber
die eigenen gottgegebenen Geiſteskräfte. Bel
in den Sieg des Lichtes über die Finſternis.7
über den Wahnſinn, des Göttlich=Geiſtigen über di!
Teufels, und er bedeutet die Ueberzeugung, daß es n
liegt, daß wir als Volk der Mitte dieſe Siegeskräft
leben und zu einer heiligen Glut entfachen, aller
und anderen Untergangsſtimmung zum Trotz. Dan”
mit Fauſt, der nach ſeinem langen Prüfungsweg 9
über die teuflichen Mächte ſiegt, als Ueberwinder au=
„Allein im Innern leuchtet helles Licht.
Schwurgericht.
Aw. Ein 20jähriger Maurer aus Zotze
am Freitag wegen verſuchter Brandſtiftu
Schwurgericht. Der junge Mann der anſcheinend u
ſchwiſtern das Lieblingskind der Mutter war und 1
Rückhalt fand, war wieder einmal mit dem Vater
raten über eine Reparatur, die im Stall nötig a=
Die beiden kamen ſo in Hitze, daß der Sohn verhieß.”
ganz Budik anſtecken”, ſchnurſtracks auf den Speicher 10
dort lagernde Heu anzündete. Das Feuerchen wurne
entdeckt und konnte ſchnell gelöſcht werden. Der 2i
hauptet heute, er ſei betrunken geweſen und wiſſe voh
Auch damals habe er nicht gewußt, was er tat. Dach
keineswegs mit dem Verteidiger, der das ganze 1
jungenſtreich abſtempeln will, einig gehen, ſondern
jungen Mann zu vier Monaten Zuchthaus:
Monate Gefängnis umgewandelt werden, we‟
Brandſtiftung, da die Sache für das ganze Dorf hc
werden können. Für die Hälfte der Strafe wird ihm
rungsfriſt zugebilligt.
Geſchäftliches.
Unſerer heutigen Auflage für Darmſtadt und 4c
ein Proſpekt der Firma Heinrich Lau
Ecke Rhein= und Grafenſtraße, bei, worauf wir 1!4
dieſer Stelle aufmerkſam machen.
Kauft deutſche Nähmaſchinen, Standuhren.
Taſchen= und Armbanduhren, Sprechapparate Ké.
nicht auf Grund von Verſprechungen an der Wohn
von auswärtigen, unbekannten Firmen, ſondern in
Geſchäft, da der Kauf eines ſolchen Gegenſtandes 1
ſichtigung erfordert. — Die Firma Fr. Gütt!
Schuchardſtraße 10, iſt als durchaus reelle Firma ſte
unterhält ein derartig reiches Lager in derartige”
ſelbſt dem verwöhnteſten Geſchmack Rechnung gektlt.
Amkliche Winkerſporknachrichtes
(herausgegeben von der Heſſiſchen Oeffentlichen Bet.
Landw. Inſtitut der Univerſität Gießen am 11. Dé‟
Vogelsberg. Hoherodskopf: Klar; — 9 Grad; Schſe.
Beſchaffenheit der Schneedecke; verharrſcht; Spl”.
handen.
Rhön. Waſſerkuppe: Schneefall: — 8 Grad; P."
mäßig. — Ellenbogen: Schneefall; — 7 Grad: O
1—2 em.:; Pulverſchnee, mäßig. — Gersfeld: Bewe.
1—2 em.: Neuſchnee 1—2 emz Beſchaeffenhet.
lückenhaft; keine.
Schwarzwald. Feldberg: Schneefall; — 3 Grad: 3
Pulverſchnee; mäßig. — Ruheſtein: Klar;
11—15 cm.; Firnſchnee; Ski gut, Rodel mäße.
Baldemar=Peterſen=Haus der Techniſchen Hochſchule. .
egg (Kl. Walfertal), 10. 12., 15 Uhr: Schnehöß.
ratnr: — 3 Grad; anhaltender Sch
[ ← ][ ][ → ] Aus Heſſen.
Die Gemeinde Eberiadt
ux dem finanziellen Zuſammenbruch.
nilkadt, 11. Dez. Ratsſitzung. In der am
Donners=
spundenen Sitzung beſchloß der Gemeinderat, die
Hunde=
zur das Kalenderjahr 1932 nach den gleichen Sätzen zu
ſie für das Kalenderjahr 1931 gültig waren. Als
umkt ſtand die Frage, der Holzfällung zur
Be=
unr Feld= und Waldausſchuß der ſich damit bereits
ein=
hü ftigt hatte, lag ein Beſchluß vor, nach dem 400 Feſt=
HAlz und 800 Raummeter Brennholz aufgearbeitet wer=
Dieſer Beſchluß wurde angenommen, ebenſo auch der
acluß, an Erwerbsloſe die zur Selbſtaufarbeitung ihres
Wriſit und in der Lage ſind, Knüppelholz zu 3 RM. und
fyzr. 5 RM. pro Rm. abzugeben.
ſüwem Bericht des Bürgermeiſters über die finanzielle
uemeinde beſteht nur dann die Möglichkeit, das Losholz
iswürger zu fällen, wenn die erforderlichen Geldmittel
zinuerlöhne auf irgendeine Weiſe vorher aufgebracht
men. In geheimer Sitzung machte Gemeinderat Delp.
iashenden Vorſchlag. Gleichzeitig wurde aber auch der
Werwaltung angenommen, von ſämtlichen
Losholz=
einen Vorſchuß von 10 RM. für je ein Los, zahlbar
yr iwen, im Dezember und Januar fälligen Raten. Die
tore Lage der Gemeinde, die allein hieraus ſchon zu er=
Mſiak noch deutlicher durch die Mitteilung des
Bürger=
garze, daß die Gemeinde mit ihren Zinsverpflichtungen
„Eiön nk gegenüber in Höhe von 16 000 RM. im Verzuge
el” als Sicherheit für dieſe Schuld der Bank
Holzgeld=
fy ſäin gleicher Höhe zedieren, was der Rat ablehnte,
d em Bürgermeiſter einen Weg zu zeigen, wie er denn
Verpflichtung der Gemeinde nachkommen ſolle. Auch
Kommunalen Landesbank geforderte Abtretung einer
nGgemeinde — es handelt ſich um kurzfriſtige Darlehen
de n 224 000 RM. — an die Akzept= und Garantiebank
1/ueonte der Rat ab.
9Su im Walde lagernde Grubenholz aus vorjähriger
s wegen eingetretener Inſolvenz des Käufers bisher
ſurieet werden konnte, ſoll demnächſt aufgeſetzt und
ver=
nden, ſofern ſich die Verhandlungen mit einem inzwi=
Aurtenen Intereſſenten zerſchlagen ſollten. Als
Ver=
dehreſigen Landwirtſchaft im Steuerausſchuß bei dem
ge9armſtadt=Land ſoll auf Beſchluß des Gemeinderats
Die Lage der Landwirtſchaft im Monat Nobember.
(Nach Berichten deutſcher Landwirtſchaftskammern.)
ninchd Jakob Hofmann in Vorſchlag, gebracht werden.
ergi begonnene Baulandumlegung „Weinweg” ſoll vorerſt
dutzgeiührt werden, da die Grundſtücksbeſitzer wegen der
jeimtzerat beſchloſſenen Koſtenbelaſtung Einſpruch verfolgt
tas für einen aus der Wohnungskommiſſion
ausgeſchie=
btir wird, der vom Mieterſchutzverein vorgeſchlagene
F3ſch gewählt. Ein Antrag des Gewerkſchaftskartells, der
ll9 ſioließen, zu den tariflich feſtgelegten Holzhauerlöhnen
ößuhan Zuſchlag von 10 Prozent zu zahlen, wird, dem
zatuhüß überwieſen. Seitens der Kommuniſtiſchen Partei
nirüneniger als 19 Anträge vor, die mehr oder weniger
aköhrnen für die Erwerbsloſen,
Wohlfahrtsunterſtützungs=
ſugt Gozialrentner und Kleinrentner zum Gegenſtande
10 Teil ſind dieſe Anträge wegen ihrer finanziellen
irter ſei der oben geſchilderten Finanzlage der Gemeinde
rchf ihar. zum Teil würden ſie — z. B. wie die Anträge,
Nie tein. Gemeindewohnungen um 30 Prozent zu ſenken und
Strohw Gas= und Waſſerpreiſe um 50 Prozent zu ermäßigen
eine tragbare Einnahmeminderung für die Gemeinde zur
ge hickt und den bereits auf 150 000 RM. bezifferten,
unge=
ſſten 7ib trag im Budget noch beträchtlich erhöhen. Dagegen
mte / kat den Anträgen auf Bewilligung von Freibädern
nüſie Brauſe= und=Wannenbad für Frauen Erwerbsloſer
Willttenöffnung des Leſeſaals in der Georgſchule zur
Be=
uig 4h. Erwerbsloſe zu.
G5sh eim, 11. Dez. Maul= und Klauenſeuche
demet
emtälle erfolgt iſt, hat geſtern eine Beſichtigung des von
zeutäveFallen geweſenen Rindviehes und eine Kontrolle der
ie dar hen Kreistierarzt ſtattgefunden. Da die Beſichtigung
ge hiächenfreiheit ergeben hat, iſt die verhängt geweſene
necoben worden. — Volksbank. Am Samstag,
d Mi aGbends findet im Gaſthaus „Zum grünen Laub” hier
autlſurgentliche Generalverſammlung der hieſigen Volks=
Ni.e
ſſt. 6. H., ſtatt.
Die neue Oſthilfe=Notverordnung konnte ſich
natur=
gemäß in der kurzen Zeit ſeit ihrer Veröffentlichung noch nicht
poſitiv auf die Lage der Landwirtſchaft auswirken. Man erhofft
von ihr einen gewiſſen Schutz und eine Erleichterung für viele
Betriebe. Andererſeits hält man ſie allein nicht für geeignet, die
Not zu beheben, ſondern glaubt, daß ſie nur einen Aufſchub des
endgültigen Zuſammenbruchs bedeutet, da die Frage der
Wie=
derherſtellung der Rentabilität infolge des
Mißver=
hältniſſes der Preiſe und der untragbaren Zinsſätze noch immer
ungelöſt iſt. In Pommern werden beiſpielsweiſe
noch immer Zinsſätze bis zu 24 Prozent
gefor=
dert. Die verzweifelte Stimmung kommt in immer neuen
Not=
kundgebungen zum Ausdruck, in denen immer häufiger zur
Ver=
weigerung der Steuer= und Zinszahlungen und zur Boykottierung
von Zwangsmaßnahmen aufgefordert wird. Es mehren ſich die
Stimmen, die bei weiterer Verſchärfung der Kriſe ernſthafte
Un=
ruhen befürchten. Die Erregung erſtreckt ſich aber nicht nur auf
das Oſthilfegebiet, ſondern auf die geſamte deutſche
Landwirt=
ſchaft. Die bisherige Beſchränkung des Sicherungsverfahrens
lediglich auf Teile der Landwirtſchaft erſcheint den notleidenden
Gebieten im Weſten und Süden unverſtändlich.
Ueberall beſtehen die gleichen Schwierigkeiten bei
der Aufbringung der Steuern und der
ungerecht=
fertigt hohen Verzugszinſen für
Steuerrück=
ſtände. Stundungen werden in großem Umfang beantragt.
Beitreibung iſt oft nur durch Zwang möglich. Wie beiſpielsweiſe
Hannover berichtet, wird wertvolles Vieh verſchleudert, häufig
ſogar beſtes tragendes Zuchtvieh zu Schleuderpreiſen an den
Schlachter verkauft, um die Steuerzahlungen leiſten zu können.
Allgemein haben Zwangsverſteigerungen und
Zwangsverkäufe weiter zugenommen. Der normale
Grundſtücksverkehr ruht faſt vollſtändig. Kredite ſind
für die Landwirtſchaft kaum mehr erhältlich.
Das Auftreten von Schädlingen hält ſich im
allge=
meinen in normalen Grenzen. Vereinzelt werden Schäden in
Kleeſchlägen durch Feldmäuſe und in den Winterſaaten durch
Schnecken. Drahtwürmer, ſowie Schneeſchimmel berichtet. Die
letzten Erntearbeiten des Jahres, Runkelrüben= und
Zuk=
kerrübenernte wurde im Berichtsmonat im allgemeinen
beendet. Infolge des günſtigen Herbſtwetters nahmen auch die
Herbſtbeſtellungsarbeiten einen normalen Verlauf
und konnten faſt überall zu Ende geführt werden. Die
Pflug=
arbeit für die Frühjahrsbeſtellung macht überall gute
Fortſchritte. Der Saatenſtand wird, allgemein als
befrie=
digend bis gut bezeichnet. Die Grünlandnutzung iſt
be=
endet. In manchen Gegenden konnten Wieſen und Weiden
im Berichtsmonat vereinzelt noch beweidet werden.
Den einigermaßen angemeſſenen Preiſen für Brotgetreide
ſtehen die völlig unzulänglichen Preiſe für Hafer und Gerſte und
die kataſtrophalen Preiſe für alle Veredlungserzeugniſſe
gegen=
über. Pommern meldet z. B.: Kühe ab Hof je Ztr. etwa 15—17
RM. Schweine 29—33 RM. Milch je Liter 8—9 Pfg.
Dem Beſtand der deutſchen Tierzucht drohen
durch die allgemeine Not ſchwerſte Gefahren. Im
Bezirk Lüneburg iſt beiſpielsweiſe die Feſtſtellung gemacht
wor=
den, daß die Pferdezüchter ihre beſten Stuten aus Not verkauft
haben. Die Preiſe für Pferde ſind im allgemeinen nach wie vor
ſchlecht. Noch troſtloſer iſt die Lage der Rindviehzucht. Dem
Sturz der Schlacht= und Maſtviehpreiſe ſind die Zuchtviehpreiſe
gefolgt. Eine ſehr bedenkliche Erſcheinung iſt das verſchiedentlich
beobachtete Schrumpfen des Kontrollvereinsweſens.
Die Schweinezucht iſt faſt allgemein rückgängig. Zur
Verwertung der Kartoffelernte wurde in Oſtpreußen eine
ver=
hältnismäßig große Anzahl von Schweinen zur Maſt aufgeſtellt.
Das Geflügel hat die Mauſer beendet. Infolge der günſtigen
Witterung beginnen auch die Maibruten ſchon mit dem Legen.
Die Eierpreiſe haben der Jahreszeit entſprechend angezogen.
Auch die Lage der Forſtwirtſchaft hat ſich in keiner
Weiſe gebeſſert. Die Holzpreiſe ſind weiter zurückgegangen.
In=
folge der fehlenden Betriebsmittel ſind die Ausführungen der
notwendigen Arbeiten gefährdet. Der Einſchlag hat begonnen.
Er beſchränkt ſich zurzeit hauptſächlich auf die Durchforſtungen zum
Zweck der Brennholzgewinnung, da eine Nachfrage nach Nutzholz
kaum beſteht und vielfach verkaufsfertiges Holz noch aus früheren
Einſchlägen vorhanden iſt. Brandenburg meldet als Beiſpiel für
die Lage auf dem Holzmarkt Grubenholzabſchlüſſe zu Preiſen, die
unter den erzielten örtlichen Brennholzpreiſen liegen.
Die Ernte von Kohl und Wurzelgemüſen iſt
be=
endet. Die Erträge bei Wurzelgemüſe ſind im allgemeinen gut,
für Kopfkohl geringer, die Preiſe bei ſtarkem Angebot gedrückt.
Die Kohleinlagerung iſt, ſo gut wie beendet. Der Stand von
Roſenkohl und Grünkohl iſt gut. Bei Obſt haben bei etwas
regerer Nachfrage nach gutem Tafelobſt die Preiſe leicht
ange=
zogen. Der ausländiſche Wettbewerb hat ſich vor allem
durch das Angebot billiger Maſſenware von Rußland verſtärkt.
Für Tabak wird ein Minderertrag gegenüber normalen Jahren
von etwa 30 Prozent angenommen. Die erreichten Preiſe waren
bisher befriedigend.
Die Teichwirtſchaft leidet unter ſtark rückgängigen
Preiſen und ſchlechten Abſatzverhältniſſen. Die Abfiſchung der
Teiche iſt zum großen Teil beendet; die Fangergebniſſe ſind im
allgemeinen zufriedenſtellend.
Die Herbſtarbeiten im Weinbau ſind beendet. Die
Ernte=
ausſichten haben ſich im weſentlichen erfüllt.
Bei Einkauf von Betriebsmitteln und Bedarfsartikeln
wird allgemein größte Zurückhaltung beobachtet. Die
Kunſtdüngerverwendung für die
Herbſtbeſtel=
lung ging ſtark zurück. Durch Beendigung der Zuckerrübenernte
ſind zahlreiche Arbeitskräfte frei geworden. Die Nachfrage
nach landwirtſchaftlichen Arbeitskräften jeder
Art iſt ſehr ſchwach. Meliorationsarbeiten werden nur
noch in ganz geringem Umfange durchgeführt.
Bei der Troſtloſigkeit der allgemeinen Lage, kann nur mit
ſchwerer Sorge der weiteren Entwicklung und der kommenden
Frühjahrsbeſtellung entgegengeſehen werden.
witkl
toffel
hlen
raßit
tygſtadt. 11. Dez. Diebſtahl. Einem hieſigen Land=
An daus einer in ſeinem Garten beim Haus befindlichen
tete mehrere Zentner Kartoffeln zur Nachtzeit
Die Witwe Kathar. Nungeſſer, wohnhaft Rüg=
Amite heute ihren 82. Geburtstag begehen.
A—t Goddelau, 11. Dez. Goldene Hochz eit. Der
Feld=
ſchütz i. R. Valentin Hebermehl und ſeine Ehefrau
Magda=
lene geb. Wenner, feiern am 12. d. Mts. bei guter Geſundheit im
Kreiſe ihrer Kinder, Enkel und Urenkel das ſeltene Feſt der
Gol=
denen Hochzeit.
C. Ober=Ramſtadt. 11. Dez. Maul= und Klauenſeuche.
In drei hieſigen Gehöften iſt unter den Viehbeſtänden die Maul=
und Klauenſeuche feſtgeſtellt worden. Der Ortsbereich wurde als
Sperr=, die Gemarkung als Beobachtungsgebiet erklärt und der
Faſelſtall geſperrt. — Offenlage. Die Gemeinderatsbeſchlüſſe
und der Entwurf einer Ortsſatzung über die Erhebung einer
Ge=
tränkeſteuer liegt vom 12. d. M. ab eine Woche lang
wäh=
rend der Dienſtſtunden auf dem Bürgermeiſtereibüro zur Einſicht
offen. Innerhalb dieſer Zeit können Einwendungen ſchriftlich oder
zu Protokoll daſelbſt vorgebracht werden. — Hundeſteuer.
Die Hundeſteuer beträgt hier wie ſeither 6 RM. für jeden Hund.
n. Reichelsheim i. Odw., 11. Dez. Miſſionsfilm.
Vor=
geſtern fand hier eine zweimalige Vorführung des Films „An den
Urwaldſtrömen Borneos” ſtatt unter erklärenden Ausführungen
eines Miſſionars. Beide Veranſtaltungen waren ſehr gut beſucht.
Der Film brachte ſehr intereſſante Bilder aus dem Arbeitsfeld der
Baſeler Miſſion auf der Inſel Borneo.
Ct. Heubach i. Odw., 11. Dez. Am Sonntag. 13. Dez., hält
der Reit= und Fahrverein des vorderen Odenwalds ſeine
zweite diesjährige Fuchsjagd in dem Waldgelände hieſiger
Gemarkung. Beginn der Veranſtaltung 1 Uhr 30 nachmittags an
dem Groß=Umſtädter Forſthaus am Nordausgang des Ortes;
Aus=
lauf auf dem Wieſengelände am Jägerberg.
Bg. Unter=Moffau, 11. Dez. Hohes Alter. Der älteſte
Ein=
wohner von Ober=Moſſau, Herr Müller und Landwirt Georg Albrecht
Ihrig, wurde geſtern 80 Jahre alt.
Dk. Wald=Michelbach. 10. Dez. Einbruch. Auf dem
Stallenkandel wurde nachts in das Wochenendhäuschen eines
Wormſer Zahnarztes eingebrochen. Die Diebe drangen durch den
Keller in die Wohnung ein und ſtahlen einen Radioapparat mit
Lautſprecher, Kinderſpielzeug und verſchiedene
Gebrauchsgegen=
ſtände. — Sprungſchanze. Der Weinheimer Skiklub hat
die Sprungſchanze auf der Tromm vergrößert und die Anlage
teil=
weiſe verbeſſert. Auf dem alten Hügel waren nur Sprünge bis
15 Meter Weite möglich. Der Anlaufturm wurde einige Meter
erhöht und der Sprungtiſch etwa 5 Meter zurückgeſetzt, ſo daß jetzt
Skiſprünge bis 25 Meter Weite möglich ſind. Gleichzeitig wurde
die Skiaufſprung= und Auslaufbahn verbreitert und verlängert.
Ch. Hainſtadt (Kr. Erbach), 11. Dez. Die Arbeiten der
Holz=
hauerei für das Wirtſchaftsjahr 1932 wurden vergeben, und zwar
zu den Löhnen, welche durch die Gemeinde und die Organifationen
vereinbart wurden. Zugelaſſen zu dieſen Arbeiten wurden nur
Krifen=
unterſtützungsempfänger und Ausgeſteuerte.
— Hirſchhorn, 11. Dez. Waſſerſtand des Neckars am
Pegel am 10. Dezember 1,72 Meter, am 11. Dezember 1,72 Meter.
— Alsbach, 11. Dez. Am Sonntag, 13. Dez., abends 8 Uhr,
hält der Junglandbund., Ortsgruppe Alsbach, im Gaſthaus
Zur Sonne” ſeinen Theaterabend, mit ſeinen erprobten
Kräften ab. Zur Aufführung gelangt das von unſerem
Heimat=
dichter Gg. Löffler verfaßte Volksſtück in vier Akten „Knäächt
Valdin”.
Rleich=
F027a
Bnüöbel
„Hhnz., 1
W8and=
1 Tiſch,
Abi z. vk.
teüt. (*
R. Bub.,
Hänge=
Kupf.)
Tiſch,
Hr. Bah=
Dſt. etc.
m ann=
*sd
fWeg. Todesfall u.
Auflöſg. d. Haush.
Einrichtg. ein. 5=3.=
Wohng. geg. Barz.
preisw. abzug.
Fer=
ner Spielſach.,
Kel=
ler= u. Bodenkram.
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eigt inen eist ei0 beuschlichen Besie
Seite 8 — Nr. 344
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Samstag, 12.
Die
Nachrichken des Skandesamts Darmſtadi.
Geſtorbene. Am 3. Dez.: Hübner, Marie, 11 J., Schülerin,
ſtraße 9: Roß Eliſabethe, geb Mohrhardt, Witwe des Pri=
vatiers, 80 J.. Nieder=Ramſtädter Str. 54. Am 5. Dez.: Scheld,
Bertha, geb. Albrand, 59 J.. Ehefrau des
Steuerbetriebsaſſiſten=
ten Heidelbergerſtr. 49. Am 6. Dez.: Leder, Maria, geb. Bick,
33 J.. Ehefrau des Sattlers, Karlſtr. 47. Schenck, Eugenie, geb.
Notter, 55 J.. Ehefrau des Direktors Herdweg 86. Am 5.
De=
zember: Ernſt, Katharina, geb. Schmitt, 36 J., Ehefrau des
Bahnaſſiſtenten, Mörfelden hier, Grafenſtr. 9. Am 6. Dezember:
Sprenger, Karoline, Privatin, ledig, 78 J.,
Frankenſteiner=
ſtraße 57. Raiß, Marie, geb. Neumann, 52 J.. Ehefrau des
Bahnwärters Worfelden. Hach, Adam, Landwirt, 67 J..
See=
heim, hier. Grafenſtr. 9. Am 5. Dezember: Plößer, Heinrich,
Zuſchneider, 51 J., Auerbach, Kr. Bensheim, hier, Erbacherſtr. 25.
Am 7. Dezember: Scheerer. Adam Ludwig Joſeph.
Stadtkaſſe=
obergehilfe 64 J., Grafenſtraße 28; Lautenſchläger, Gy.
Heinrich, Rentner, 84 J., Hochſtr. 7: Metzler, Marie Auguſte
Karoline, geb. Walz, 66 J.. Witwe des Regierungsrats Dr.,
Jahnſtraße 80; Albus. Anna Erna, geb. Lange, 47 J., Ehefrau
Konfirmandenſaal im Schloß. Dienstag, 15. Dez., abds. 8 Uhr: Mädchenvereinigung
der Schloßgemeinde. — Mittwoch, 16., und Samstag, 19. Dez., nachm. 2—4 Uhr:
Handarbeitsſchule der Stadtgemeinde. — Donnerstag, 17. Dez., abds. 8 Uhr:
Jugend=
vereinigung der Stadtgemeinde. — Samstag, 19. Dez., abds. 8 Uhr: Jugendvereinigung
der Stadtgemeinde, Poſaunenchor.
Diakonenſtation für männliche Krankenpflege: Heidelberger Str. 21. Fernſpr. 2883.
Ev. Wohlfahrtsdienſt: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17, Vorderh., 1 Treppe.
Sprech=
ſtunden vorm. v. 10—12 Uhr u. nachm. (außer Samstags) von 5—6 Uhr. Fernſpr. 4584.
Martinskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Landeskirchenrat D. Waitz. Borm.
11 Uhr: Kindergottesdienſt für die Martinsgemeinde Oſt. Pfarrer Beringer. Nachm.
2 Uhr: Kindergottesdienſt für die Martinsgemeinde Weſt. Landeskirchenrat D. Waitz.
Abds. 8 Uhr: Advents= und Weihnachtsmuſik des Kirchengeſangvereins.
Mittwoch, 16. Dez., abds. 8 Uhr: Bibelſtunde im Martinsſtift. Abends 8 Uhr:
Bibel=
ſtunde im Gemeindehaus: „Matth. 21, 28—32‟
Altersheim. Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Köhler.
Martinsgemeinde, (Kirchl. Veranſtaltungen). Dienstag, 15. Dez., abds. 8 Uhr, im
Martinsſtift: Kirchenchor, im Gemeindehaus: Jugendvereinigung. — Mittwoch, 16. Dez.;
nachm. 2 Uhr, im Gemeindehaus: Handarbeits= und Strickſchule. — Donnerstag,
17. Dez., abds. 8 Uhr, im Martinsſtift: Mädchenvereinigung (Oſt); im Gemeindehaus:
Mädchenvereinigung (Weſt): Mauerſtr. 5: Poſaunenchor. — Freitag, 18. Dez., abds.
8 Uhr: im Gemeindehaus: Mütterabend (Weſt); Jugendvereinigung (ältere Abtlg.). —
Samstag, 19. Dez., nachm. 2 Uhr, im Gemeindehaus: Handarbeits= und Strickſchule. —
Nachm. 3,30 Uhr, Mauerſtr. 5: Weihnachtsfeier der Kleinkinderſchule.
Johanneskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Marx. — Vorm. 11.15
den 20. Dezember, abds. 8 Uhr: Weihnachtsfeier mit Familienangebös
(Damen und Herren)
12. Dez., nachm. 3,30—6 Uhr: Jung=Siegfried. — Nachm. 4.,30—3
älterer Kreis. — Die Wochenveranſtaltungen werden dort bekanntag=
20. Dez.,: Fahrt in den vorderen Odenwald.
Deutſcher Bund der Mädchen=Bibelkreiſe, Stiftsſtr. 16. Samst=
5—6 Uhr: „Heller Schein” (Schül. 12—14 J.). — Dienstag, 15
Arbeitsgemeinſchaft. — Mittwoch, 16. Dez., nachm. 3—4,30 un
(Schül. 14—16 J.). — Donnerstags, 17. Dez., abd. 8 Uhr: Bibelbe=
Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm. 5 Uhr: Predigtgottesdienſt mit heiligem Abendmahl.
Die Chriſtengemeinſchaft (Menſchenweihehandlung) im Raur;
Sonntag, 13. Dez., 3. Advent, 10 Uhr: (mit Predigt); Montag, W
Mittwocch, 16. Dez., 7,45 Uhr; Donnerstag, 17. Dez., 10,30 Uhr.
Montag, 14. Dez., 20 Uhr, in d. Städt. Akademie f. Tonku=.
Offentliche Gemeindefeier (Muſik, Anſprache; Vortrag: „Die Mern
als Centralfeier des Gegenwartsmenſchen” Pfarrer Kuhn). Erzählun
der hieſigen Gemeinde.
Möttlinger Freundeskreis, Montag, 14. Dez., abds. 8 Uhr: im
Nr. 51, Bibelſtunde.
Sonſtige Gemeinſchaften.
Evangeliſche Gemeinſchaft, Schulſtr. 9. Sonntag, vorm. 10 USh.
Sonntagsſchule; 8 Uhr: Predigt. Montag, abds. 8,15 Uhr: Juger;
Vorleſen). Dienstag, abds. 8,15 Uhr: Singſtunde. Mittwoch, nachm.
des Vorarbeiters, Wedekindweg 38. Am 8. Dez.. Sonnthal,
Wilhelmine, geb. Reingruber, 50 J.. Ehefrau des Feilenhauer=
meiſters, Stiftſtraße 87: Bergſträßer, Anna Catharina, geb.
Botthoff, 48 J.. Ehefrau des Hilfsarbeiters. Mollerſtraße 27;
Schläich. Maria Catherina Bernardine, geb. Becker, 63 Jahre,
Ehefrau des Glaſers. Inſelſtraße 19. Am 7. Dez.: Schmitz
Charlotte, Hausangeſtellte, 62 J., ledig. Zimmerſtraße 10. Am 8.
Dez.: Schramm, Kunigunde, ohne Beruf, ledig, Mollerſtr. 36;
Niebel, Anna, geb. Kaiſer, 58 J., Ehefrau des Poſtamtmanns,
Gabelsbergerſtr. 6: Egly, Irmgard. 1 Tag. Jacobiſtraße 38.
Am 9. Dez.: Sauerwein, Maria, geb Erzgräber Ehefrau
des Lehrers, Arheilgen, hier Dieburgerſtr. 21. Am 8. Dezember:
Schneider, Suſanne Wilhelmine Franziska, geb. Kreſſel 67
Jahre, Witwe des Schreinermeiſters, Aliceſtr. 30. Am 9. Dez.:
Geilfuß, Ottilie Louiſe, geb. Heß, 69 J. Ehefrau des
Pri=
vatiers, Lauteſchlägerſtr. 24. Am 9. Dez.: Sigriſt, Jakob
Lud=
wig, Händler, 31 J., Ballonpl. 10: Schwindt, Chriſtine, geb.
Marx, 37 J.. Ehefrau des Kaufmanns, Speſſartring 25; Bauer,
Philipp, ſtädt. Arbeiter i. R., 81 J., Kaupſtr. 32. Am 10. Dez.:
Wetzel, Charlotte geb. Käufer, 72 J., Witwe des Weinhändlers.
Beſſungerſtr. 102: Schneider, Friederike Franziska Henriette
Auguſte, geb. Schäfer, 73 Jahre, Witwe des Formers,
Roßdörfer=
ſtraße 23: Graeff, Emilie, geb. Schön, 89 J., Witwe des
Rech=
nungsrats, Bismarckſtr. 41.
Kirchliche Nachrichken.
Evangeliſche Gemeinden.
Samstag (12. Dezember).
Stadtkirche. Abends 8,30 Uhr: Andacht.
Sonntag (13. Dezember): 3. Advent.
Kollekte in allen Kirchen für die Gemeinde Weickartshain.
Stadtkirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer F. Müller. Vorm. 11,15 Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Heß. Nachm. 5 Uhr: Feier des heiligen Abendmahls mit
Einzelkelch. Pfarrer Lautenſchläger.
Die Stadtkirche iſt wochentags von 9—4 Uhr zu ſtiller Andacht geöffnet. Eing. Nordtüre.
Stadtkapelle. Vorm. 8,30 Uhr: Morgenandacht. Pfarrer Vogel. Vorm. 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt. Pfarrer Heß. Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer F. Müller
Schloßkirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier des heiligen Abendmahls.
Dekan Zimmermann. Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Dekan Zimmermann,
Abends 8. Uhr: Kirchenmuſikaliſche Abendfeier der Chorſchule.
Amtshandlungen an Auswärtigen: Pfarrer Lautenſchläger.
Gemeindehaus (Kiesſtr. 15). Sonntag, 13. Dez., abds. 8 Uhr: Jugendvereinigung
der Stadtgemeinde (gemeinſamer Abend). — Montag, 14. Dez., abds. 8 Uhr:
Jugend=
bund der Lukasgemeinde. — Dienstag, 15. Dez., abds. 8 Uhr: Kirchengeſangverein der
Stadtkirche. — Jugendvereinigung der Stadtgemeinde. — Mädchenvereinigung der
Reformationsgemeinde (jüng. Abtlg.). — Mittwoch, 16. Dez., nachm. 4 Uhr:
Jung=
ſchar der Stadtgemeinde. — Abds. 6 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer F. Müller. — Abds.
8 Uhr: Kirchengeſangverein der Stadtkapelle und Schloßkirche. — Jugendbund der
Markusgemeinde. — Mädchenvereinigung der Reformationsgemeinde (ältere Abtlg.). —
Donnerstag, 17. Dez., abds. 8 Uhr: Jugendbünde der Lukas=, Markus= und
Schloß=
gemeinde. — Freitag, 18. Dezbr., abds, 8 Uhr: Mütterabend der Stadtgemeinde. —
Jugendbund der Kaplaneigemeinde.
Pfarrer Goethe.
Samstag, 12. Dez. abds. 8,30 Uhr: Adventsfeier der Evgl. Jugendgemeinſchaft.
Spiel von der Bereitſchaft von Otto Bruder: „Die zehn Jungfrauen”
Veranſtaltungen: Montag, 14. Dez., abds. 8 Uhr: Kirchenchor und Mütterabend.
— Mittwoch, 16. Dez., abds. 8 Uhr: Bibelſtunde im Gemeindehaus. Pfarrer Marx. —
Donnerstag, 17. Dez., nachm. 4,30 Uhr: Weihnachts=Helferſitzung für die drei Bezirke
im Gemeindehaus.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus ber Waldkolonie). Vorm. 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt. Pfarrer Junker. — Vorm 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Junker.
Veranſtaltungen: Donnerstag, 17. Dez., abds. 8 Uhr: Mütterabend.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Weiß. — Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt für beide Bezirke. Pfarrer Weiß. — Abds.
6 Uhr: Abendgottesdienſt mit Feier des heiligen Abendmahls. Anmeldung von 5,30 Uhr
an in der Sakriſtei. Pfarrer Irle.
Veranſtaltungen: Sonntag, 13. Dez., abds. 8,15 Uhr: Jugendvereinigung. —
Montag, 14. Dez.; abds. 8,30 Uhr: Mädchenvereinigung (Jüngerenkreis). — Dienstag,
15. Dez., abds. 8 Uhr: Poſaunenchor. — Mittwoch, 16. Dez., abds. 8 Uhr: Bibelſtunde
im Gemeindehaus über: „Jeſaias”. Pfarrer Weiß. — Abds. 8,15 Uhr: Bibelſtunde im
Saal der neuen Trainkaſerne über (Lebensbilder aus den Propheten, im Blick auf die
Gegenwart”. Pfarrer Irle. — Donnerstag, 17. Dez., abds. 8 Uhr: Weihnachtsfeier des
Mürterabends. — Abds. 8,15 Uhr: Poſaunenchor. — Abds. 8,15 Uhr:
Mädchenver=
einigung. — Freitag, 18. Dez., abds. 8 Uhr: Mädchenchor. — Abds. 8,15 Uhr:
Kirchen=
chor. — Samstag, 19. Dez., abds. 7,30 Uhr: Singekreis.
Panluskirche. (Kollefte für Weickartshain.) Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Müller. — Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Müller.
Veranſtaltungen: Sonntag, 13. Dez., abds. 8 Uhr: Jugendvereinigung. —
Mon=
tag, 14. Dez., nachm. 5,30 Uhr: Sitzung für die Winterhilfe. — Abds. 8 Uhr:
Jugend=
bund. — Dienstag, 15. Dez., abds. 8 Uhr, Kirchenchor. — Donnerstag, 17. Dez., abds.
8 Uhr: Mütterabend. — Freitag, 18. Dez., abds. 8 Uhr: Kirchenchor. — Samstag,
19. Dez., abds. 8 Uhr: Jugendvereinigung.
Stiftskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Hickel. — Vorm. 11,15 Uhr:
Kindergottesdienſt. — Nachm. 4,30 Uhr: Weihnachtsfeier des Kindergottesdienſtes. —
Ev. Sonntagsuerein: Nachm. 4 Uhr: Weihnachtsfeier. — Donnerstag, 17. Dez., abds.
8 Uhr: Betſtunde.
Stadtmiſſion (Mühlſtr. 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr: Gebetsſtunde. — Vorm. 11 Uhr:
Kindergottesdienſt. — Nachm. 3,30 Uhr: Bibelſtunde. Herr Pfarrer Köhler. — Montag,
nachm. 4 Uhr: Miſſionsarbeitsſtunde. — Abds. 8,30 Uhr: Männerbibelſtunde. Herr
Bringmann. — Dienstag, nachm. 4 Uhr: Frauenbibelſtunde, Frau Miſſionar Hoffmann=
Lindenfels. — Abds. 8,30 Uhr: Blaukreuz=Bibelſtunde. Herr Bringmann. — Mittwoch,
abds. 8,30 Uhr: Gemiſchter Chor. — Donnerstag, abds. 8,30 Uhr: Lichtbildervortrag:
„Jeſus und unſere Zeit”, Eintritt frei. — Freitag, abds. 8,30 Uhr: Bibelſtunde in der
Kinderſchule, Beſſunger Str. 80. Herr Bringmann. — Samstag, abds. 6 Uhr:
Eiſen=
bahner=Vereiniung. — Abds. 8,15 Uhr: Poſaunenchor.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtr. 24). Sonntag, nachm. 2,30 Uhr:
Bibelbeſprech=
ſtunde für junge Männer. — Nachm. 4,45 Uhr: Bibelbeſprechſtunde für junge Mädchen.
Abds. 8,30 Uhr: Spielkreis und Gebetsſtunde für junge Mädchen. — Dienstag, abds.
8,30 Uhr: Freundeskreis für junge Mädchen: Unterhaltungsabend. — Mittwoch, nachm.
2,30 Uhr: Kinderbund für Mädchen. — 4,30 Uhr: Kinderbund für Knaben. — Abds.
8,30 Uhr: Freundeskreis für junge Männer. (Meiſterſchaftsſpiele.) — Donnerstag, abds.
8 Uhr: Gebetsſtunde für junge Männer.
Unterricht. Donnerstag, abds. 8,15 Uhr: Adventsandacht. Samitß
Vierteljahrskonferenz.
Methodiſten=Gemeinde Evgl. Freikirche), Wendelſtradtſt. 38.
vorm. 11 Uhr: Sonntagsſchule; abds. 8 Uhr: Prebigt. Predig;
Frankfurt a. M. Anſchließend Feier des Heiligen Abendmahles. —
zember: Von 5 Uhr an Verkauf der Handarbeiten des Frauen=Hil,s
gunſten der Miſſion. Um 8 Uhr: Lichtbildervortrag mit farbigen
York, Amerikas größtes Miſſionsfeld. Der Eintritt zu dieſen Ver==
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten). Mauerſtraß z1ſon
13. Dezember, vorm. 10 Uhr Predigt. Um 11 Uhr Sonntagsſchu .,
Evangeliſationsverſammlung. — Mittwoch den 16. Dezember, abe !;
ſtunde. — Freitag, den 18. Dezember, abends 8.30 Uhr ſte
( Prediger M. Hähnel).
Chriſtliche Verſammlung, Zimmerſtr. 4. Sonntag, 13. Dez.
Sonntagsſchule. Nachm. 4,30 Uhr: Verkündigung des Wortes Gst
16. Dez., abds. 8,15 Uhr: Gebetsſtunde. — Freitag, 18. Dez., abds. 88 5
Jedermann iſt herzlich eingeladen.
Chriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt (Mollerſtr. 40). Sonnt=
9,30 Uhr: Andacht. (Prediger Kruſt). Vorm. 11,15 Uhr: Sonntagsſüuug
Evangeliumsverkündigung. Abends 8 Uhr: Jugendbundſtunde.
Uhr: Bibelſtunde (Prediger Kruſt).
Advent=Gemeinde, Waldſtr. 18. Sonntag, 20 Uhr Lichtbilde—t
uns die Zuſtände im fernen Oſten zu ſagen”? — Dienstag 20 Enßsire
Mittwoch, 14,30 Uhr Religions= u. Erſatzunterricht. 20 Uhr Bb.4.
Gebetsſtunde. — Samstag von 8,30 Uhr ab Gottesdienſtl. Verſimawen,
Stunde der Jugend. 20 Uhr Chorſtunde.
Lutheriſcher Gottesdienſt (ſelbſt. evgl. luth. Kirche) im „Feier—3),
Sonntag, 13. Dez., 3. Advent, 10 Uhr: Gottesdienſt mit Feier el. *Wben
(Beichte 9,30 Uhr). Pfarrer Müller, Erbach.
Chriſtlich=wiſſenſchaftliche Bereinigung (Chriſtian Science S üfürzn
Aula der Landesbauſchule, Neckarſtraße 3. Gottesdienſte jeden Scan v.
und jeben Mittwoch, abends 8.15 Uhr. Thema am 13.
Dezembe-
des Menſchen; Predigt: Matthäus 6:31.
Auswärtige Gemeinden.
Evangeliſche Gemeinde Eberſtadt. Vorm. 9,45 Uhr: Hauptgott-:0.
Kindergottesdienſt. Nachm. 5 Uhr: Jungſcharadventsandacht in dere 4
Liturgiſche Adventsandacht für die Gemeinde, unter Mitwirkung de
Heimabende für ortsfremde junge Mädchen: Freundinnenheim, Sandſtr. 24. Jeden
Donnerstag, abds. 8,15—10 Uhr: Zuſammenkunft. — Jeden zweiten und vierten
Mitt=
woch im Monat: Nähen und Zuſchneiden. — Donnerstag, 10. Dez.: Singe=Abend (Herr
Pfarrer von der Au); zugleich Abſchieds=Abenb für zwei Bräute. — Donnerstag, 17. Dez.:
Advents=Weiheſpiel. — Sonntag, 13. Dez., abds. 6 Uhr: Gemeinſame Teilnahme an der
Abendmahlsfeier in der Beffunger Kirche.
Chriftlicher Verein junger Männer e. B. (Alexanderſtr. 22, Infanteriekaſerne, Hof
links). Sonntag, abds. 8,30 Uhr: Lichtbildervortrag: „Das heilige Land und die Stätten
der Bibel” — Dienstag, abds. 8 Uhr: Jungvolkſtunde. — Mittwoch, abds. 8,30 Uhr
Bibelſtunde der Hauptabteilung. — Donnerstag: Heimabend. — Freitag, abds. 8 Uhr
Turnen in der Ludwigs=Oberrealſchule. — Jungſchar: Mittwoch, nachm. 4,30 bis 6 Uhr
Der Weihnachtsmann kommt. — Freitag, abds. 6—7 Uhr: Turnen in der Ludwigs=
Oberrealſchule. — Dienstag, nachm. 5—6 Uhr: Baſteln (für 11—14jährige). — Sonntag,
des Frauenvereins; b.30 Uhr: Mädchenjungſchar 1: Bubenjungſcha-fu
chor. — Donnerstag, 5,30 Uhr: Bubenjungſchar I; Mädcheniurgt I
Alterenkreis. — Freitag, 5,30 Uhr: Bubenjungſchar II; Mädchens m
Jüngerenabend der Mädchen. Samstag, 4 Uhr: Mädchenjungſcha r
abend. — Prov. Pflegeanſtalt: Nachm. 1,30 Uhr: Gottesdienſt m.
Evangeliſche Kirche zu Nieder=Ramſtadt. Sonntag, 13. De=,
10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Abds. 8 Uhr: Liturgiſche Adventsfei u
des Poſaunenchors der ev. Gemeinſchaft. — Mittwoch: Kirchencr,
Jugendvereinigung. — Freitag: Jundgmädchenverein.
Evangeliſche Kirche zu Ober=Ramſtadt. Samstag, 8 Uhr: Eröffsutr
ausſtellung der Jugendvereine. — Sonntag, 13. Dez., 10 Uhr: Gr.tm
Kindergottesdienſt. 5 Uhr: Adventsandacht. (Die Ausſtellung iſt vor dru
geöffnet.) — Montag, 6 Uhr: Bubenjungſchar; 8,30 Uhr: Jugenkze
6—7 Uhr=: Bücherausgabe; 8,30 Uhr: Bibelſtunde. — MittwrzAbch
jungſchar; 8,30 Uhr: Kirchenchor. — Donnerstag: 8 Uhr, Weihnartr!
abends. — Poſaunenchor im Schulſaal. — Freitag: Mädchenvuit
Jugendverein.
Evangeliſche Gemeinde Roßdorf. Sonntag, vorm. 10 Uhr: M
Jahresfeſt des Frauenvereins. Feier des ghl. Abendmahls. Kollett
verein. Nachm. 2,00 Uhr: Dankgottesdienſt. Abds. 8 Uhr: Weihen,
Kirchenjahr”, Saal im „Darmſtädter Hof”, Montag: Frauenveren—
Jungſchar Mädchen (ält. Gruppe). 8,30 Uhr: Kirchengeſangverein=
Jungſchar Mädchen (jüng. Gruppe); 8,30 Uhr: Jugendbund Wartktr
Poſaunenchor. — Freitag: Jungmädchenverein gemeinſamer Abe?
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Spieltechnik waren in den letzten Kämpfen konkrete
Noyen Poliziſten ſchon faſt eigen geworden ſind. In über=
AMreiſe wurde Wormatia, einer der härteſten Gegner
geſchlagen, obwohl bei dieſen Spielen der Sturm
/SSchußpech hatte. Aber auch die 98er legten in den
lnn ein ganz hervorragendes Können an den Tag. Der
nre Sturm hat an Ballſicherheit und Schußfreudigkeit
werloren, ebenſo wie es der Läuferreihe immer noch
urefährlichen Angriffe einzuleiten, die den Gegner faſt
Aizeinen laſſen. Auch die Verteidigung ſtellt ſtets ihren
ütt ſelten und nur mit Liſt zu umſpielen. Der Mann
netzte große Inſtanz vor dem Heiligtum, wird wieder.
oft rettend eingreifen. In der Geſamtheit treten
d= Mannſchaften in kompletter Aufſtellung, was für
ſeübſt von großer Bedeutung iſt, an mit
Kipfer
Walter
Link
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
344 — Seite 9
atürga Satteti
Handball.
kzei Darmſtadt — Sb. 98 Darmſtadt.
zdacht die Meiſterſchaft in der Gruppe? Wer trägt in
rwf den Sieg davon? Wieder einmal ſtehen dieſe
Fra=
ic telpunkt der Darmſtädter Sportwelt, aber diesmal
Mru in der Möglichkeitsform zu beantworten. Und doch
Auſgänger beider Vereine von dem Können ihrer
Mann=
güngenommen, daß ſie vom Gegenteil ſchlecht zu über=
Nur das Spiel ſelbſt kann hier entſcheiden und bis
immer noch der graue, undurchſichtige Schleier über
zu n. Tatſächlich hat auch die Polizei in ihren letzten
hy große Fortſchritte gemacht, und zeigte ſich allen
völlig gewachſen. Die haushohen Siege und die
ige Geneinhe
kiü fer
Huber
:
Freund
A ittmar
Förſter
Unmacht
Schliffer
Fuchs
Delp
Daſcher
Sommer
Koch.
Werner
Pabſt
Fiedler
Rothenburger
Henß.
Hauptkampf treffen ſich um 1 Uhr die Liga=Erſatz=
Mru beider Vereine. Frühzeitiges Erſcheinen ſichert gute
Uaſſe erhalten nur gegen Vorzeigen, ihres Ausweiſes
MEuntrittskarten am Nord= und Oſteingang.
Handball in der 9.T.
ſFe: Gr.=Zimmern-Pfungſtadt, Walldorf-Langen,
Ari—Griesheim, Leider—Erbach, Tv. Obernburg—
Kuntadt, Aſchaffenburg—Tgſ. Obernburg, Klein=Wall=
Dmmm.
Mirſſe: Beſſungen—Heppenheim, Reichsbahn—Tgde.
uelsbach—Sprendlingen, Lorſch—Tgſ. 1875, Büttel=
Wſelfskehlen, Worfelden—Erfelden.
N:Eberſtadt—Seeheim Urberach-Hahn, Weiterſtadt—
unſtadt. Crumſtadt—Roßdorf.
7 Gernsheim—Griesheim, Groß=Hauſen—Groß=Rohr=
;hauſen—Ober=Ramſtadt.
Ay. Spielſonntag der Kreisklaſſe bei voller Beſetzung.
hrum noch je eine Hängepartie in der Oſt= und der Weſt=
Sie diesjährige Runde iſt aus. Die neue
Beſtim=
gisſpielausſchuſſes hat auch den Tabellenzweiten in
Spiele um die DT.=Meiſterſchaft einbezogen. Es
V Verein, und namentlich in der Oſtgruppe, ſich anders
ſpnn dies bei Beginn der Pflichtſpiele bekannt ge=
BBei unſeren Intereſſenten iſt die Frage für die
bei=
yätze entſchieden. Arheilgen und Bickenbach haben ſie
An2. Mithin iſt den letzten Spielen die Härte
genom=
arn iſt nicht anzunehmen, daß ſich Bickenbach daheim
inr ſchlagen läßt. Wir erwarten nur ein knappes
Er=
loorf hat beſſere Ausſichten als Langen, da es bei den
Zrm hapert. Groß=Zimmern erzielte einſt ein
ver=
i Pfungſtadt. Diesmal müſſen ſich die Odenwälder
yen. In der Oſtgruppe wird die Tgſ. Obernburg den
1a4behaupten.
Aeiſterklaſſe mit den Darmſtädter Vereinen iſt wohl
Ma r. Größtes Intereſſe beanſprucht das Lokaltreffen
Mregen die 1846er, und bei gutem Verſtändnis der Gäſte
eichsbahn ein Sieg recht ſchwer fallen. Die Beſſunger
0 wieder einmal auf eigenem Gelände und dürften
Aiser Elf gegen Heppenheim nicht verlieren. Einen
hat die Taſ 1875 nach Lorſch, wo die Reichsbahn
Wamntag nur 1:1 ſpielen konnte. Egelsbach erwartet
Euen Sprendlinger. Schon immer war es für die Gäſte
zu ſiegen. Diesmal müſſen ſie heide Punkte holen,
Vürrung nicht an die Reichsbahn übergehen ſoll. Im
pwei ſichere Siege an Büttelborn und Worfelden,
Meul ſehr einſeitig ſein wird.
Die A=Klaſſe bringt in einer Gruppe das letzte Spiel und die
Entſcheidung, ob Seeheim erſter Sieger wird. Dies iſt der Fall,
wenn Eberſtadt verliert. Wir halten den Ausgang jedoch für
offen, da einmal das eigene Gelände für Eberſtadt ſpricht und das
Vorſpiel in Seeheim eigentlich nicht überzeugend vom Platzbeſitzer
gewonnen wurde. Ausnahmsweiſe findet dieſe Begegnung
vor=
mittags 10.30 Uhr ſtatt. In der anderen Gruppe muß Hahn nach
Urberach, wo ſeither jede Mannſchaft ſtrauchelte, und es Hahn
kaum anders ergehen wird. Weiterſtadt wird daheim gegen Ober=
Ramſtadt nicht aufkommen, da die Odenwälder eben einen
flin=
ken Sturm haben. Crumſtadt gegen Roßdorf wird einſeitig für
die Platzelf.
Die B=Klaſſe bringt drei Treffen ohne Bedeutung für die
Meiſterſchaft. Wohl tritt der Tabellenführer Groß=Hauſen daheim
gegen Groß=Rohrheim an. Er wird aber nicht verlieren.
Erz=
hauſen reicht es nicht mehr, da ein Punkt fehlt, wenn auch beide
Spiele noch gewonnen werden. Gernsheim erzielt einen hohen
Sieg über Griesheim.
Tv. Lorſch — TGS. 75 Darmſtadt.
Im Spiel des Sonntags gegen Lorſch werden, die 75er vor
eine ſchwere Aufgabe geſtellt. Zwar konnten die Blau=Weißen
das Vorſpiel klar für ſich entſcheiden, doch Lorſch iſt auf ſeinem
Platz als ſehr gefährlich bekannt und hat ſchon den beſten
Mann=
ſchaften das Nachſehen gegeben. Sein 5:1=Sieg über TGD. 46
ſo=
wie das Unentſchieden des Vorſonntags gegen Reichsbahn
be=
weiſt dies zur Genüge. — Die Darmſtädter werden alſo ihre ganze
Energie entfalten müſſen, um ſich die Punkte zu ſichern. Abfahrt
1. und 2. Mannſchaft vünktlich 12.30 Uhr am Paradeplatz per
Omnibus.
Tgde. Beſſungen—Tv. Heppenheim.
Am Sonntag vormittags 11 Uhr, treffen ſich auf der
Rennbahn zum fälligen Verbandsvorſpiel die Mannſchaften des
Turnvereins Heppenheim und der Turngemeinde Beſſungen 1865.
Heppenheim geht ein guter Ruf als fähige und ausdauernde
Mannſchaft voraus, was ja auch die letzten Spielreſultate
bewei=
ſen. Beſſungen wird die zurzeit beſte Garnitur ſtellen, jedoch läßt
ſich der Ausgang des Spieles nur ſchwer vorausſagen. Auf jeden
Fall wird Beſſungen alles daran ſetzen, um durch einen Sieg dem
Tabellenende zu entrinnen. Um 9.50 Uhr 2. Mſch.
TSV. Braunshardt—Poſt Wiesbaden.
Zu einem Privatſpiel haben ſich die Braunshardter für
kom=
menden Sonntag. 15 Uhr, die äußerſt ſpielſtarke Ligaelf des
Poſt=
ſportvereins Wiesbaden verpflichtet. Poſt Wiesbaden, zur Gruppe
Südrhein gehörig, zählt zu den führenden Mannſchaften dieſer
Gruppe. Die Gäſte ſpielten in der diesjährigen Verbandsrunde
eine ſehr gute Rolle und halten hinter SV. Wiesbaden und Mainz
05 den dritten Tabellenplatz inne. Sie unterlagen nur knapp mit
7:5 und 3:1 gegen den neuen Meiſter der Gruppe Südrhein, SV.
Wiesbaden, während der Altmeiſter Mainz 05 ſogar eine 4:1=
Nie=
derlage gegen die Poſtſportler hinnehmen mußte. Beides ſpricht
für das gute Können der Gäſteelf. Die Einheimiſchen erreichten
in den letzten Spielen ſtets eine ſehr gute Form und werden auch
am kommenden Sonntag wieder einen ebenbürtigen Gegner
ab=
geben.
Main=Rhein=Gau der Deutſchen Turnerſchaft.
Oeffentlicher Turnabend der Gauſchule für Turnerinnen.
Tyrnverein und Nothilfe. — Weihnachten der Turnerjugend.
In einer kleinen Vorſchau iſt bereits ſchon auf den am
Samstag, abends 8½ Uhr, in der Woogsplatz=Turnhalle
(Turngemeinde Darmſtadt) ſtattfindenden öffentlichen Turnabend
der Gauſchule für Turnerinnen hingewieſen worden. Es ſoll
die=
ſer Turnabend einen Querſchnitt aus dem neuzeitlichen
Frauen=
turnen darſtellen, gleichzeitig das Wirken der Gauſchule der
brei=
ten Maſſe vor Augen führen und weiter werbend für den
Ge=
danken des Frauenturnens wirken. Nicht nur für die Anhänger
und Anhängerinnen ſoll dieſer Abend beſtimmt ſein, ſondern es
liegt ſchon in der Bezeichnung „öffentlicher Turnabend” begründet,
daß auch alle Fernſtehende hierzu freundlichſt geladen ſind. Es iſt
nicht zuviel geſagt, wenn man an dieſer Stelle die Fachleitung des
Frauenturnens, Ober=Turnlehrer L. Klenk, Bensheim unter
deſſen Leitung der Abend ſteht, beſonders hervorheben muß, denn
Klenk der in führender Stellung in der D. T. ſteht, iſt ein Name
von Klang in der Deutſchen Turnerſchaft, die ſchon vielfach von
demſelben Anregungen übernommen, in die Tat umgeſetzt und
verwertet hat.
Wie andere Verbände, ſo ſtellen ſich auch heute die
Turn=
vereine in den Dienſt der Nothilfe. Nach Ober=Ramſtadt folgt am
nächſten Sonntag der Turnverein „Vorwärts” Langen der
Pa=
role „Helft den Notleidenden‟ Ein Schauturnen veranſtaltet
im Evang. Vereinshaus zu Langen abds. 8 Uhr, deſſen Reinerlös
der Winterhilfe zugeführt wird, bringt neben Singſpielen
be=
ſonders Volksturnen, Rhythmiſche Gymnaſtik, Keulenſchwingen
von Turnerinnen und Schülerinnen. Möge dieſes Turnen dazu
beitragen, der Linderung der Not der Volksgenoſſen zu ſteuern,
und ſo ſteht das deutſche Turnen, aus der Not der Zeit geboren,
auch heute wieder in vorderſter Linie, wenn es mehr denn je
gilt, zu helfen.
Weihnachten naht und ſo rüſtet man hierauf allenthalben in
den Turnvereinen. Als Vorboten der großen Vereinsfeiern
gel=
ten die Weihnachtsturnen der Schüler und Schülerinnen. Ein
ſolches veranſtaltet zunächſt die Turngemeinde Darmſtadt am
Sonntag, den 13. Dezember, nachmittags 3 Uhr, im großen
Turn=
ſaale ihres Turnhauſes am Woogsplatz. Ebenſo wird der
Turn=
verein Nieder=Ramſtadt am gleichen Tage, abends 8 Uhr, in
ſeinem Vereinslobal, Gaſtwirt Knapp, ein ſolches
Weihnachts=
turnen veranſtalten.
Endlich verzeichnet noch der Arbeitsplan des Gaues für
nächſten Sonntag, vormittags 9 Uhr, das Jugendtreffen in Groß=
Gerau, in der Jugendherberge. Die Turnerjugend kommt hier
zur Adventsfeier zuſammen. Die Arbeitsfolge für dieſes Treffen
verzeichnet Singen von Advents= und Weihnachtsliedern,
außer=
dem Weihe= und heſſiſche Volkstänze.
Zußbafl.
Rot=Weiß Darmſtadt—Akademiſcher SC. Darmſtadt.
Für den verbandsſpielfreien Sonntag iſt es den Rot=Weißen
gelungen, die obige Mannſchaft zu einem Privatſpiel zu
verpflich=
ten. Die Akademiker ſind gerade in dieſem Jahre äußerſt
ſpiel=
ſtark und ſind deshalb kein ausſichtsloſer Bewerber auf die Deutſche
Hochſchulmeiſterſchaft. Die Gäſte werden in ſtärkſter Aufſtellung
antreten und für die =Rot=Weißen (welche am letzten Sonntag ihr
erſtes Spiel ſo unglücklich verloren) einen Gegner abgeben, der
nur mit den beſten Leiſtungen geſchlagen werden kann. Das
Tref=
fen verſpricht recht intereſſant zu werden, zumal es beider
Mann=
ſchaften Beſtreben ſein wird, das Spiel in freundſchaftlich fairem
Stil durchzuführen. Beginn 11 Uhr.
Reichsbahn Darmſtadt — Sp.V. 98 (Ligaerſatz).
Zu einem Privatſpiel haben die Reichsbahnſportler am
kom=
menden Sonntag um 10.15 Uhr vormittags am Dornheimer Weg
die ſpielſtarke Liggerſatzmannſchaft des Sp. V. 98 als Gaſt
Ob=
wohl Reichsbahn zu dieſem Spiel mit Erſatz antreten muß, iſt mit
einem fairen, ſpannenden Spielverlauf zu rechnen.
Univ. Gießen — Techn. Hochſchule Darmſtadt 1:6 (0:1).
Vor einer anſehnlichen Zuſchauermenge konnte am 10. d. M.
die Darmſtädter Mannſchaft ſicher die Mannſchaft der Univerſität
Gießen ſchlagen. Es zeigte ſich wieder, daß ſich die Spielſtärke der
Darmſtädter erheblich gebeſſert hat, und es iſt vorauszuſehen, daß
die Darmſtädter Mannſchaft in weiteren Kreisſpielen erfolgreich
abſchneiden wird. Die Tore, für Darmſtadt ſchoſſen Dickel 12),
Roth (2), Irion (1) und Seeliger (1). Für Gießen war der
Mit=
telſtürmer erfolgreich.
SV. 98 (Jugend).
1. Jgd.—1. Jgd. Weiterſtadt hier, 11.15 Uhr,
2. Jgd.—1. Jgd. Arheilgen, hier, 10.15 Uhr,
3. Jgd.—2. Jgd. Griesheim, hier. 10.15 Uhr.
4. Jgd.—1. Jgd. Roßdorf. dort, Abfahrt 8.30 Oſtbahnhe:
1. Schüler—2. Schüler Eberſtadt, hier, 9.15 Uhr.
Union Darmſtadt—Germanja Pfungſtadt.
Es gilt bei dieſem Spiele eine Vorſpielniederlage
wettzu=
machen; doch iſt es für die Platzmannſchaft ſehr ſchwer, unter den
zurzeit beſtehenden Umſtänden einen Sieg herauszuholen. Trat
Union ſchon die ſeitherigen Spiele immer mit Erſatz an, ſo müſſen
am kommenden Sonntag auch noch Seelbach und Noller, Fritz.
in=
folge Verletzungen pauſieren. Alſo, alles andere, als roſige
Aus=
ſichten. Trotzdem iſt ein Erfolg nicht unmöglich, wenn jeder
Spie=
ler ſein Beſtes gibt und mit den richtigen Einſtellungen und
Vorausſetzungen zum Sieg den Platz betritt. Beginn 2 Uhr;
vor=
her Liga=Erſatzmannſchaften.
SV. 1910 Weiterſtadt—Germania Leeheim.
Am Sonntag, nachmittags 2 Uhr, empfängt SV. Weiterſtadt
Germania Leeheim zum angeſetzten Pokalſpiel. Die Einheimiſchen
müſſen ſich mächtig anſtrengen, um Sieger in dieſem Treffen zu
bleiben, zumal Leeheim in letzter Zeit ſtark an Spielſtärke
gewon=
ten hat. Der Sieger aus dieſem Spiel hat die Berechtigung. am
17. Januar 1932 in die Pokalſpiele der Kreisliga einzugreifen,
Eine glückliche Aufſtellung der Mannſchaft, bei der Verſtärkung zu
erwarten iſt, dürfte einen knappen Sieg erhoffen laſſen Ein
Beſuch dürfte ſich daher voll und ganz lohnen. —
Jahreshaupt=
verſammlung am 3. Januar.
Im Handball=Endſpiel um das Philologenbanner ſpielten
Realgymnaſium Darmſtadt — Oberrealſchule Gießen 4:8 (2:2).
Mit 4:00, 2 Minuten ſtellte der 1. Magdeburger Damen=
Schwimmklub am Donnerstag einen deutſchen Rekord über 3 mal
100 Meter Crawl auf.
Das Bundes=Pokalſpiel Süddeutſchland-—Berlin wird auf
Einſpruch Berlins hin nicht in Saarbrücken ſtattfinden. Ein neuer
Ort wurde noch nicht genannt.
ſtanden.
Unverdient geſchlagen wurde der Bonner
Halbſchwer=
gewichtler Adolf Heuſer bei ſeinem erſten Start in Amerika. Ee
unterlag dem Italo=Amerikaner Perroni über ſechs Runden nach
Punkten.
Mit 4:0 unterlag die engliſche Eishockey=
Nationalmann=
ſchaft in Birmingham der kanadiſchen Mannſchaft der „Ottawas”.
Ehmer / Kroſchel wurden jetzt an Stelle von Rauſch/
Hürtgen für das vom 26. Dezember bis 1. Januar ſtattfindende
Brüſſeler Sechs=Tagerennen engagiert.
Walter Flinſch, der zehnfache Meiſterruderer, hat an der
Fliegerſchule Braunſchweig die Verkehrsflieger=Prüfung be=
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Seite 10 — Nr. 344
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Samstag, 12.
OM
Die glückliche Geburt ihres Karl
Albrecht zeigen in dankbarer
Freude an
Karl Behrens und Frau
Magarethe, geb. Hechler.
Darmſiadt, den 11. Dez. 1931. (
Allen, die mich an meinem 80.
Geburts=
tage durch Gratulationen u. Geſchenke
ſo ſehr beglückten, herzinnigen Dank.
Hermann Kehres
Heidelbergerſtr. 29.
Für die mir bei meinem Geburtstag
erwieſenen Aufmerkſamkeiten danke
ich herzlichſt.
Frau Maria Geißner.
Darmſtadt, Lauteſchlägerſtr 38.
Mitiwoch eniſchlief ſanft unſer lieber
Vater und Großvater
Philipp Sauer.
Im Namen der Trauernden:
Fritz Bauer.
Darmſtadt, den 12. Dez. 1931.
Die Beerdigung fand in aller Stille
ſiatt.
Dankſagung.
Für die herzliche Anteilnahme
beim Heimgang meiner lieben
Frau und Mutter ſagen wir
auf dieſem Wege unſeren
herz=
lichſten Dank.
Im Namen
der trauernden Hinterbliebenen:
Auguft Leder und Kind.
Darmſiadt, den 10. Dez. 1931.
Dankſagung.
(Statt Karten.)
Für die uns beim Heimgang
un=
ſeres geliebten Entſchlafenen
Derrn Auguſt Kohler
Stadtoberſekretär
in ſo reichem Maße zuteil
gewor=
denen Aufmerkſamkeiten ſagen
herzlichſten Dank
Die trauernden Hinterbliebenen:
Frau Marie Köhler
geb. Frommann
Familie Joh. Phil. Köhler.
Darmſtadt, 10. Dez. 1931. (*
Dankſagung.
Für die herzliche Teilnahme beim
Hin=
ſcheiden meiner lieben Frau, unſerer
guten Tochter, Schweſter u Schwägerin
Frau Anna Eliſ. Weber
geb. Stepban
ſagen wir auf dieſem Wege
aufrich=
tigen Dunk.
Die Hinterbliebenen:
Gg. Weber, Poſtſchaffner
und Kinder
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Vermählte.
Darmſtadt, Beſſungerſtr. 6 I., den 12. Dezember 1931.
Kirchliche Trauung: Samstag, den 12. Dezember 1931,
nachmittags 3½ Uhr, in der Petruskirche.
Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine gute
Fruu, unſere gute Mutter, Großmutter,
Schwieger=
mutter, Schwägerin, Schweſter und Tante
Eliſabethe Baumann
geb. Rükert
nach langem, mit großer Geduld getragenaem Leiden
im Alter von 60 Jahren, zu ſich zu nehmen in die
Ewigkett.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Philipp Baumann.
Roßdorf, den 10. Dezember 1931.
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Schwanenſtr. 5,
Die Beerdigung findet Sonntag, den 13. Dezember,
nachmittags 3 Uhr ſtatt.
Dankſagung.
Für die liebevolle Teilnahme beim Heimgang unſeres
lieben Entſchlafenen
Herrn Adam Suderleith
ſowie für die zahlreichen Kranzſpenden ſagen wir
auf dieſem Wege unſeren herzlichſten Dank.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Eva Suderleith
Familie Franz Weicker.
Darmſtadt, den 11. Dezember 1931.
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Nr. 344 — Seite 11
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Wiederum Schwankungen an den Börſen.
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Freundlichere Skimmung. — Nachwirkungen der Nolverordnung.
Am Rentenmarkt ſetzten ſich die Kursſteigerungen fort. Durch
beſondere Feſtigkeit zeichneten ſich Gold= und Liquidationspfandbriefe
Berliner und Frankfurker
Effekken=
aus, denen die Beſtimmungen der Nowverordnung über erleichterte
Ab=
löſung von Hypothekenſchulden zugute kam. Die Kursbeſſerungen
be=
trugen von 4—6 Prozent. Gefragt waren ferner diejenigen Werte, die
von der Konverſion nicht betroffen werden. Altbeſitzanleihe lagen 2
Freiverkehr.
Die freundliche Stimmung der vorgeſtrigen Abendſtunden, konnte
ſich auf den geſtrigen Freiverkehr in Berlin übertragen. Dies kam
eigentlich etwas überraſchend, da man auf Grund der innerpolitiſchen
Unſicherheit und der etwas plötzlich geänderten Einſtellung der
Ameri=
kaner zu Hoovers Botſchaft zunächſt mit einer ſchwächeren Tendenz
gerechnet hatte. Soweit bisher die Ausführung der in der
Notver=
ordnung feſtgelegten Pläne in Angriff genommen wurde, iſt zu ſagen,
daß doch ſchon in mancher Beziehung ein Erfolg zu verzeichnen iſt.
ſo z. B. in bezug auf die Ziuspolitik der Banken. Dies war wohl
der Hauptgrund, daß für feſtverzinsliche Werte die Tendenz freundlich
blieb, Goldpfandbriefe, Reichsbahnvorzugsaktien, Altbeſitzanleihe uſw.
weiter gefragt waren und erneut um 1 bis 2 Prozent anziehen konnten.
Aber auch die Aktienmärkte blieben freundlich, als ſich herausſtellte, daß
das Angebot in Farbenaktien weiter nachgelaſſen hat, ſo daß ſich der
Kurs um ea. 1 Prozent erholen konnte. Farbenbonds waren nach
ihrer vorgeſtrigen ſtarken Abſchwächung ebenfalls leicht befeſtigt. Die
Spanne zwiſchen den Aktien und den Bonds iſt aber wieder auf ca,
13 Prozent angewachſen, nachdem ſie vorübergehend nur ca. 10 Prozent
betragen hatte. Die Gründe des Angebotes der letzten Tage waren
ſcheinbar hauptſächlich techniſcher Natur, da es ſich beſonders um
Aus=
landsangebot gehandelt haben ſoll und die Farbenaktie eines der
deut=
ſchen Papiere iſt, das vom Auslande beſonders gern gekauft wurde.
Inwieweit bei dieſen Abgaben auch noch ermäßigte
Dividendenſchätzun=
gen eine Rolle ſpielten, läßt ſich ſchwer beurteilen. Natürlich wird ſich
der Aktionär eine Dividendenreduktion für dieſes Jahr gefallen laſſen
müſſen, doch konnte man ſich über deren Ausmaß geſtern noch kein
Urteil bilden. Daß das Stickſtoffgeſchäft der J.G. Farben ebenſo wie
bei allen Firmen dieſer Branche ſchlechter geworden iſt, iſt bekannt.
Etwas größeres Intereſſe beſtand außerdem noch für Reichsbankanteile,
die ca. 3 Prozent gewannen, und Schultheißaktien, die etwa 2 Prozent
höher waren, während die übrigen Marktgebiete zwar freundliche
Ten=
denz hatten, aber kursmäßig nicht weſentlich verändert waren.
Unter Bevorzugung der feſtverzinslichen Werte blieb die Tendenz
auch im geſtrigen Nachmittagsverkehr durchaus freundlich, obwohl ſich
die höchſten Tageskurſe nicht immer behaupten konnten. Die
ſprung=
haften Steigerungen, die man in erſter Linie auf Deckungsnachfrage
zurückführte, machten einer ruhigeren Abwärtsbewegung Platz, das
erhöhte Kursniveau lockte aber andererſeits doch ſchon hier und da
wieder Abgeber hervor. Trotzdem betrugen bei den Hauptwerten wie
Farben, Schultheiß und Reichsbank die Gewinne immer noch 3 bis
4 Prozent. Bei Pfandbriefen gingen die Kursbeſſerungen noch
dar=
über hinaus. Stärkerer Materialmangel machte ſich wieder in den
rheiniſchen und ſüddeutſchen Emiſſionen bemerkbar. Der größere
Ab=
ſtand zwiſchen den 8= und ſprozentigen Typen wird damit erklärt, daß
die Zinsberechnung wenigſtens bis zum 1. Januar noch verſchieden ſei.
Während alſo die Hypothekenpfandbriefe zu Ablöſungszwecken auf
Grund der Notverordnung ſtärkere Nachfrage auf ſich lenkten, waren die
Liquidationspfandbriefe ſelbſt vernachläſſigt und eher angeboten.
Stadt=
anleihen und Kommunglobligationen waren ebenfalls lebhafter gefragt,
die Führung an dieſem Markt hatte zweifellos die Berliner
Verkehrs=
anleihe, die in den letzten Tagen um ca. 15 Prozent ihres Wertes
ſtieg. Induſtrieobligatonen waren dagegen etwas vernachläſſigt, doch
nannte Fan auch hier höhere Geldkurſe. Die Reichsanleihen konnten
ihren Höchſtſtand nicht behaupten. Reichsſchuldbuchforderungen
gewan=
nen im ganzen ca. 1 Prozent. Weiter lebhaft blieb das Geſchäft an
Reichsbahnvorzugstkien. Ein gewiſſer Stimulus ging allgemein von
der Meldung aus, daß die Wirtſchaftspartei ſich wahrſcheinlich gegen die
Einberufung des Reichstages ausſprechen wird.
Der Geldmarkt war geſtern in den Sätzen unverändert, in ſich aber
anſcheinend im Zuſammenhang mit dem einſetzenden Weihnachtsgeſchäft,
etwas ſtärker in Anſpruch genommen, und daher waren auch die
Pri=
batdiskonten weiter angeboten. Auf der geſtrigen Maklerzuſammen=
Prozent, Reichsſchuldbuchforderungen ca. 1½ Prozent und verſchiedene
kommungke Werte bis zu 2 Prozent feſter.
Die Ausrandsvorſeit.
Die Londoner Börſe eröffnete geſtern in feſter Haltung,
be=
ſonders britiſche Staatspapiere waren gefragt. Das Geſchäft war im
Verlaufe etwas lebhafter, die Tendenz wurde gegen Schluß feſt. Das
Hauptintereſſe konzentrierte ſich auf britiſche Staatspapiere, die wieder
beträchtlich im Kurſe anzogen.
An der Pariſer Börſe griff eine kräftige Erholung Platz.
Die Schlußtendenz war nach vorübergehender Abſchwächung gehalten.
Die Amſterdamer Börſe blieb bis zum Schluß feſt, Br üſſel
war bei lebhafterem Geſchäft gut erholt, Wien war luſtlos und
über=
wiegend etwas ſchwächer.
Die New Yorker Börſe eröffnete in ſtetiger Tendenz.
An den internationalen Deviſenmärkten war das Geſchäft am
Nach=
mittag ziemlich ruhig. Die Reichsmark lag eher etwas feſter, da die
Erklärungen Dr. Brünings vor der Auslandspreſſe einen günſtigen
Eindruck auf den Markt machten. In London zog die Reichsmark auf
13,93 an, in Amſterdam auf 58ſo, in Zürich ſtellte ſie ſich auf 23,72½=
Das engliſche Pfund war unverändert mir 3,313 gegen den Dollar,
820 gegen den Gulden, mit 8431 gegen Paris und mit 1702 gegen
Zürich. Der Dollar wpar weiter etwas leichter, die Norddeviſen
konn=
ten ſich gut behaupten, dagegen lag Japan recht ſchwach. Durch den
Rücktritt des Kabinetts ſind Befürchtungen wegen des Goldſtandards
aufgetaucht.
Ende Oktober 1931 beliefen ſich die Sparkaſſeneinlagen n;
ſchen Sparkaſſen auf 993632 Mill. RM. gegenüber 1920
RM. Ende September 1931. Der Berichtsmonat weiſt mitltn
nahme um 283,24 Mill. RM. gegenüber einer Abnahmen
Mill. RM. im September 1931 auf. Im einzelnen betruat
zahlungen 437,70 (September 368,86) Mill. RM., davon
tung 6,34 (261) Mill. RM. und aus Zinsgutſchriften 17991
RM. Die Auszahlungen ſtellten ſich auf 72094 (6501 0
Die Scheck=, Giro=, Konto=Korrent= und Depoſiteneinlagen
Ende Oktober 1931 1173,98 (September 1912,77).
Nach den Feſtſtellungen des Statiſtiſchen Reichsamts ſ.
zahlungen bei den öffentlichen Sparkaſſen im Monat Oktollo
65 Mill. RM. geſtiegen; in dem gleichen Umfang haben
Auszahlungen erhöht. Der Auszahlungsüberſchuß iſt ſorn
Verſchärfung der Wirtſchaftsſchwierigkeiten unverändert gehlt
Tendenz kommt auch darin zum Ausdruck, daß der Auszt
ſchuß im Monat Oktober überwiegend auf die erſte Monan3
fällt; in der zweiten Monatshälfte iſt er ſtark zurückgl,
Preußen z. B. von 118 in der erſten Hälfte auf 62 Mill.
zweiten Monatshälfte Oktober. Anfang November hat ſ
ruhigung fortgeſetzt. Trotz des Ablaufs der Kündigungs 4u
die Auszahlungen in der erſten Hälfte des Monats Novmau
abgenommen.
Mekallnokierungen.
weit
kein
nterla
HMift
Sufe ins
beginnen läßt,
ärderte
nit eleltriſchen
Berliner Zeviſen=Zeſtſehung vom 11. Dezember.
Geld Brief Geld Brief Helſingfors 6.094 6.106 Spanien 34.72 34.78 Wien 54.95 55.05 Danzig 81.97 82.13 Prag 12.47 12.49 Japan 2.058 2.062 Budapeſt 73.28 73.42 Rio de Jan. 0.249 0.251 Sofia 3.057 3.063 Jugoſlawien 7.393 7.407 Holland 170.03 170.37 Portugal 12,84 12.86 Oslo 75.67 75.83 Athen 5.195 5.205 Kopenhagen 76.62 76.78 Iſtambul Stockholm 76.62 76.78 Kairo 1423 14.27 London 13,88 13.92 Kanada 3.506 3.514 Buenos Aires 1033 1.037 Uruguay 1.798 1.802 New York 4.209 4.217 Island 62.44 62.56 Belgien 58,54 58.66 Tallinn 112.79 113.01 Italien 21.58 21.62 Riga 80.92 81.08 Paris 16.50 16.54 Bukareſt 2.517- 2.523 Schweiz 81.97 82.13 Kaunas 41.86 41.94 Die Berliner Metallnotierungen vom 11. Dezenmd
ſich für je 100 Kilogramm für Elektrolytkupfer, promm
burg, Bremen oder Rotterdam (Notierung der Vereinl
die deutſche Elektrolytkupfernotiz) auf 64.75 RM. —-)
rungen der Kommiſſion des Berliner Metallbörſenr.ml
Preiſe verſtehen ſich ab Lager in Deutſchland, für
pro=
rung und Bezahlung) ſtellten ſich für Originalhütter
98= bis 99proz. in Blöcken, Walz= oder Drahtbarren auu
desgl in Walz= oder Drahtbarren 99proz 174 RM.,)
98= bis 99proz. 350 RM. Antimon Regulus 51—53
ſilber (1 Kilogr. fein) 41.25—44,75 RM.
Die Berliner Metalltermine vom 11. Dezember
für Kupfer: Dezember 54.50 (54,75). Januar 5‟
Februar 53,75 (54) März 54 (54.50) April 54,75 (55M
(55.75), Juni 55.75 (56.25), Juli 56.25 (57), Auguſt 5)
September 57 (58), Oktober und November 58 (59/0
kaum ſtetig. — Für Blei: Dezember 19 (21). 3,
(21.50) Februar 21 (21.50) März 21.25 (21.50). Aprilis
Mai 21.50 (22.50), Juni 21.50 (23.50). Juli bis Oktoa
November 22 (25) Tendenz: ſtill. — Für Zink: Dezm
(21.50), Januar 21.50 (22), Februar 21 75 (22 50) Mörl
April 22.50 (23.50), Mai 23 (23.75), Juni 2350 (27
(25.75) Auguſt 25.50 (26) September 25 (27) Oktobe:9
November 26 (28). Tendenz: luſtlos. — Die erſten :4
deuten Geld, die in Klammern Brief.
Kleine Wirtſchaftsnachrichken.
Wirtſchaftliche Rundſchau.
kunft im Kaiſerkeller herrſchte über den Teil der Notverordnung, der
die Kompenſationsſteuer enthält, große Aufregung. Ohne die Aus=
führungsbeſtimmungen über dieſen Paſſus zu kennen, proteſtierte man
dagegen, daß dieſe Kompenſationsverordnung nicht nur den vereidigten
Kursmarklern zugute kommen dürfe. Man fordert einge gleichmäßige
Verteilung der Courtagen, evtl. in der Form, daß hierzu ein beſonderer
Fonds anzulegen ſei, an dem Kursmakler und freie Makler anteilig
profitieren ſollen. Um dieſe Wünſche der Maklerſchaft dem
Preußi=
ſchen Handelsminiſterium gegenüber zu unterſtützen, plant man für den
nächſten Mittwoch eine beſondere Proteſtverſammlung.
*
Die Stimmung des geſtrigen telephoniſchen Freiverkehrs in
Frank=
furt a. M. war allgemein etwas feſter, nachdem bereits in den
vor=
geſtrigen Abendſtunden eine leichte Erholung eingetreten war. Die
umfangreicheren Abgaben in Farbenaktien, die in den letzten Tagen zu
beobachten geweſen waren, haben aufgehört, und bei der Spekulation
machte ſich wieder eher etwas Deckungsneigung bemerkbar. Auch die
feſte Tendenz des Rentenmarktes trug dazu bei, daß die Aktien geſtern
eine nach oben gerichtete Kursbewegung zu verzeichnen hatten. Die
Mehrzahl der genannten Kurſe lag gegenüber vorgeſtern um
durch=
ſchnittlich 2 Prozent feſter, eine Anzahl von Spezialwerten hatten
dar=
über hinaus noch Kursſteigerungen um bis zu 4 Prozent aufzuweiſen.
Am meiſten konnten ReichsbankAktien (plus 4 Prozent) profitieren,
aber auch Siemens waren mit plus 3 Prozent gut gefragt. Montan=
und Bankaktien lagen meiſt unverändert, z. T. ergaben ſich leichte
Kursavancen um bis zu 1 Prozent. Die Umſatztätigkeit zeigte
gegen=
über den letzten Tagen eine leichte Belebung.
Deutſche Centralbodenkredit=Aktiengeſellſchaft, Berlin. Die Deutſche
Centralbodenkredit=Aktiengeſellſchaft, Berlin, hielt am 11. Dezember
eine Sitzung des Aufſichtsrats ab, in welcher das Ergebnis der erſten
drei Vierteljahre des laufenden Geſchäftsjahres und die Geſchäftslage
behandelt wurden. Das Gewinnergebnis der abgelaufenen 11 Monate.
entſpricht annähernd dem des Vorjahres. Dagegen betragen die
Rück=
ſtände auf Darlehenszinſen bis zum 8. Dezember 1931 9,9 Mill. RM.,
d. h. 8.16 Prozent des Zinſenſolls des ganzen Jchres 1930, gegen 33
Mill. RMſ. Zinsrückſtände am Schluß des Vorjahres, auf welch letztere
bis heute 60 Prozent eingegangen ſind. Von den geſamten Zinsrück=
Die Preußenkaſſe teilt mit: Im Sinne der Beſtimn.
4. Notverordnung und im Zuſammenhang mit den
der Reichsbank hat die Preußiſche Zentralgenoſſenſchont
Wirkung vom 10. Dezember 1931 ihre Soll=Zinsſätze
der Senkung der Zinsſätze bei der Reichsbank herablte!
den ungedeckten Ueberziehungskrediten hat ſie eine
durch die Senkung des Reichslombardſatzes
bedingte=
derung eintreten laſſen.
Der Reichsrat genehmigte in ſeiner Vollſitzung ar)
tag die Ausprägung von weiteren 100 Mill. RM.
münzen im Nennwert von 5 Reichsmark.
inechalb die
Walf
ſtänden entfallen überſchläglich 4,49 Mill. RM. auf ländliche, 4,6 Mill.
RM. auf ſtädtiſche Beleihungen und 0,37 Mill. RM. auf kommunale
Darlehen. Die Zahl der durchgeführten Zwangsverſteigerungen betrug
in den erſten drei Vierteljahren des Geſchäftsjahres 335 — 0,94 Prozent
der insgeſamt 35 700 Beleihungsobjekte. Im Vorjahre war die
ent=
ſprechende Ziffer 492 für das ganze Jahr. Zwangsverwaltungen
wur=
den in den erſten drei Vierteljahren 542 gegenüber 680 für das ganze
Jahr 1930 eingeleitet. An beliehenen Grundſtücken hat die Geſellſchaft
im laufenden Jahre bisher 14 (7 ländliche, 7 ſtädtiſche) in der
Zwangs=
verſteigerung übernommen, von denen inzwiſchen ein Grundſtick wieder
verkauft iſt. Die übrigen 13 Grundſtücke ſind mit 2 777 000 RM.
Hypo=
theken belaſtet. Das Jahresergebnis wird im weſentlichen von der
Entwicklung der politiſchen und wirtſchaftlichen Verhältniſſe,
insbeſon=
dere von der Auswirkung der Oſthilfe=Notverordnung vom 17.
Novem=
ber und der 4. Notverordnung vom 8. Dezember 1931 abhängen.
Juternationales Abkommen über die Eiernormung. Die
inter=
nationale Regierungskonferenz in Brüſſel für die Normung der Eier
hat geſtern ihre Arbeiten abgeſchloſſen. Es wurde ein Abkommen
aus=
gearbeitet, das den Zweck hat, die Ein= und Ausfuhr von Eiern durch
einheitliche und leicht erkennbare Markierungsmethoden zu regeln und
außerdem die Unterſcheidung zwiſchen friſchen und konſervierten Eiern
zu ermöglichen. Das Abkommen iſt von zwölf Staaten, nämlich
Deutch=
land, Belgien, Spanien, Eſtland, Finnland, Frankreich, Griechenland,
Italien, Niederlande, Norwegen, Schweiz und Uruguay, unterzeichnet
worden.
Die Befürchtungen, daß die Entwicklung in der Eiſeng
wareninduſtrie auch im November weiterhin ungünſtig ſei.u
ſogar noch übertroffen worden. Aus allen Wirtſchaftsa
von einem Rückgang der Aufträge, dem Zwange, weitere 7
vorzunehmen und zunehmenden Schwierigkeiten berichtet.
Die Danziger Bankenvereinigung hat beſchloſſen.
dem Vorgehen im Reich mit Wirkung vom 15. 239
Habenzinſen für Guldenguthaben um ½ auf 2½ Prax
ken. Für Debetzinſen wird der Zinsſatz um 1 Prozentn
zent geſenkt: dazu kommt die Proviſion von 3 Prozu
ſo daß ſich der Satz insgeſamt auf 9 Prozent ſtellt.
Die maßgebende Photokamera=Induſtrie und 2 iſ
haben, wie nunmehr offiziell mitgeteilt wird, in de
Preisſenkungsaktion beſchloſſen, den in der Notveroo
8. Dezember beſtimmten Termin des 1. Januar 1938/
warten. Die deutſchen Preiſe für Kameras werden !9
ſofortiger Wirkung einer 10prozentigen Senkung des
delspreiſes unterworfen.
Die Preisindexziffer der „Metallwirtſchaft, M0.
ſchaft, Metalltechnik” ſtellte, ſich am 9. Dezember 190
gegen 57,4 am 2. Dezember 1931 (Durchſchnittsziffer=
100), ſtieg alſo um 0.3 Prozent.
Nachdem der Börſenvorſtand der Mannheimer 17
börſe im November beſchloſſen hatte, die Börſenbeitn=
Jahr 1932 unverändert zu laſſen, faßte dieſer neuerdiiel
ſchluß, für das neue Jahr eine 10prozentige Ermäßigutel
ſenbeiträge und Pultmieten eintreten zu laſſen.
Der Geſamtwert der Einfuhr nach England im
wird mit 83 231 443 Pfund angegeben, was eine Erhäu
über Oktober um 2546 882 Pfund bedeutet. Die Ausl
36 830 264 Pfund, d. h. 968 853 Pfund weniger als inn2
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ſid=Sthuut, wären demnach etwa achtzig Tage nötig, wobei ich
Arf ögeichten zu je acht Stunden annehme.”
ſſtine Maſchine, die ſich mit fünf Minutenmeter
Ge=
tidurch das Eis gräbt? Meiner Anſicht nach iſt das
rigenieure werden dieſe Aufgabe zu löſen wiſſen”
„Eine weitere Frage iſt die Baſis dieſes Berg=
Amundſen im Jahre 1911 einen Platz für ſein
uchte, kam er zu dem Schluß, daß die dazu
aus=
ſehenen SSarriere kein ſchwimmender Gletſcher ſein könne,
undern kie feſte Unterlage haben müſſe. Meine
Unterſuchun=
erg)ſ die Richtigkeit dieſer Annahme. Ich denke nun,
maygr Sicherheit halber eine etwa zwei Kilometer lange,
terföcre— Stufe ins Eis ſchlägt und an ihrer Stirnwand
Stolü beginnen läßt.,
Unihai= geförderte Material?”
„Wilnt elektriſchen Schnellbahnzügen ins Meer geſchafft.
u/Warallelſtollen ſo an, daß ſie in gewiſſen Abſtänden
Luſclagungen miteinander verbunden werden können.
JiergEinge ſtehen nicht ſenkrecht auf den Hauptſtollen,
ikreiben eine Kurve, ſo daß Materialzüge durch die
hſtug hineinrollen, durch die andere hinausrollen
1p un noch eine Frage, Helland: Wie denken Sie ſich
Eſtiwnen, welche dieſe ungeheuren Mengen elektriſcher
gingen wollen?”
ſige ſie mir ſchwimmend, daß heißt auf einer Anzahl
Fütvorenſchiffen untergebracht, großer Fahrzeuge, die
ſtororen, Dynamomaſchinen und Brennſtoff zu tragen
Moßmeer wird vom Ozean durch eine Treibeiszone
Innerhalb dieſer Zone bleibt es offen. Die
Kraft=
ſüt in der Walfiſchbucht und liefert ihre Energie über
tzuen, die nach dem Feſtland geſpannt werden.”
15 icviel Leute wollen Sie in dieſe ſcheußliche Gegend
Aus heißt, wenn es Ihnen überhaupt gelingt,
je=
ſem Ausflug zu veranlaſſen?”, fragte Mijnheer van
gillen, eine neue Zigarre in Brand ſetzend.
wſiattauſend Arbeiter bis zur Fertigſtellung der
Haupt=
fiher vierzigtauſend, bei Ablöſung nach einem Jahr.
Erfüsturgen von Olaska und Spitzbergen haben nämlich
ſeigt, Xh die Leute bei längerem Aufenthalte in ſolchen
Maten nw Lichtverhältniſſen gemütskrank und damit
un=
ſuchbatn derr den."
Einau=Lund ſchüttelte den Kopf. Vierzigtauſend jedes
r! Giverzig ſind Sie gerade nicht, Helland”, ſagte er mit
Mur die ſtahlgrauen Augen des Ingenieurs.
Roman
von FRIIZ WEBER
verboten.)
„Ja, ungefähr vierzigtauſend. Das Syndikat wird ihre
Leiſtung bezahlen und kann es auch, denn jeder dieſer Männer
wird das Hundertfache ſeines Lohnes an Gütern fördern."
„Ein ſtarkes Wort, Helland” lächelte der Holländer, während
ſein Gehirn Zahlen wälzte.
„Ich bin kein Phantaſt, ich weiß, was ich ſage”, erwiderte
Holger.
Van Konz ſah lauernd zu ihm auf. „Und was
be=
anſpruchen Sie?”
„Die Oberleitung des Unternehmens und zehn Prozent vom
Bruttoertrag. Sie ſehen, ich verzichte auf jedes Gehalt, der
Erfolg allein macht die Sache für mich rentabel.”
„Sie wollen uns damit zunächſt einmal in Ihre
Südpol=
geſchichte locken. Wenn wir mit beiden Füßen im Eis ſtehen
und Ihr Projekt nichts taugt, ſind wir allein die Verluſtträger.”
Holger Helland maß den Holländer mit kühlen Blicken. „Ich
habe mein Vermögen an die Sache gehängt, Mijnheer”, ſagte er
kalt. „Es belief ſich auf zwei Millionen — eine Kleinigkeit in
Ihren Augen —, aber es war alles, was ich beſaß. Ich zwinge
Sie auch nicht, Ihr Geld an meine Pläne zu wagen, ich bot
ſie Herrn Lund an und werde ſie den Amerikanern anbieten,
wenn Herr Lund mir ſeine Unterſtützung verſagt.”
Van Konz hob abwehrend ſeine wulſtigen Hände. „Halt,
halt!” rief er lebhaft. „Wie kann ein Menſch, der Ihre
Vor=
liebe für Kältegrade hat, ſo aufbrauſen? Unter Geſchäftsleuten.
wird man doch noch von Verluſten ſprechen dürfen! Alſo keine
Weichheit, Sie antarktiſche Mimoſe!”
Einar Lund ſah nachſinnend ins Leere. Wenn die Angaben
dieſes Mannes ſtimmten, dann konnte man allerdings gigantiſche
Reichtümer erſchließen. Das hieß mit anderen Worten, Europas
Vormachtſtellung zurückerobern, ſeiner Wirtſchaft die letzte
Frei=
heit wiedergeben, die ungeheuren Inveſtionen in Rußland aus
eigenem durchführen, neuen Projekten Raum ſchaffen. Eines
ſtand feſt: Holger Helland hatte den Schlüſſel zu
unberechen=
baren Reichtümern in der Hand. Und wenn er ſich auch um
das Doppelte, das Zehnfache in ſeinen Annahmen geirrt hatte,
ſo blieb noch immer genug, um den Verſuch wagen zu können.
Daß er entſchloſſen war, die Sache den Amerikanern zu geben,
wenn er in Europa kein Verſtändnis fand, ſchien
ſelbſtverſtänd=
lich, und man mußte dem gleich einen Riegel vorſchieben.
„Wenn ich recht verſtanden habe, bezeichnen Sie den
ant=
arktiſchen Kontinent als eine Art Niemandsland”, wandte er
ſich an Holger.
„Hiſtoriſche Anſprüche werden immer und überall geltend
gemacht, wo etwas zu holen iſt. Meiner Anſicht nach gründet
ſich jede Art Eigentum einzig und allein auf hiſtoriſche
An=
ſprüche. Wer ſie verneint, gibt damit den ganzen
Eigentums=
begriff auf. Die geſchilderten Teile der Antarktis gehören nach
ihren Entdeckern Europa und England, nämlich durch die
Rei=
ſen der Forſcher Roß, Amundſen, Shackleton und Scott.”
Nr. 344 — Seite 13
Mijnheer van Konz hob einen Zeigefinger. „Einen
Augen=
blick, das muß exakter dargetan werden”, rief er. „Welpe!”
Pieter Welpe leierte ſeinen Vortrag herunter wie ein
Schüler die Antwort auf eine Prüfungsfrage: „Nach
verſchie=
denen Verſuchen, in das Südliche Eismeer vorzuſtoßen, gelingt
es im Jahre 1599 dem Holländer Dirk Gerritſz auf einer
Plün=
derungsfahrt nach Indien, ſchneebedecktes Land zu finden,
wahr=
ſcheinlich die Südfhetlandsinſeln. 1699 unternimmt der engliſche
Aſtronom Halley die erſte wiſſenſchaftliche Reiſe in die Antarktis.
1738 meldet der Franzoſe Bouvet Eisgebirge hinter der
Packeis=
zone. 1772 entdeckt Marion=Dufresne die Marion= und
Crozet=
inſeln, im ſelben Jahr ſein Landsmann Joſeph de Kerguélen=
Trémarec die Kerqueleninſeln. Im Jahre . .
Van Konz winkte ab. „Stimmt die Sache mit Amundſen
und Sbackleton?” fragte er.
„Stimmt, Mijnheer.”
„Und die Vereinigten Staaten von Nordamerika?”
Erhoben im Jahre 1929 Anſpruch auf ungefähr
fünfund=
zwanzighundert Quadratmeilen antarktiſchen Bodens, die von
Byrd erſtmalig überflogen wurden.”
„Berührt das unſere Intereſſen, Welpe?”
„Meiner Anſicht nach nicht, Mijnheer. Allerdings ..
„Ich danke Ihnen, Welpe. Die Sache iſt erledigt.” Mijnheer
holte eine neue Zigarre hervor, biß die Spitze ab und ſchnippte
ſie unter den Tiſch. „Ich denke, wir wiſſen genug, meine Herren”,
ſagte er behaglich. „Die Engländer werde ich zu intereſſieren
wiſſen Ueber alles andere mögen ſich die Regierungsjuriſten
und Diplomaten den Kopf zerbrechen. Helland, Ihre Flotte
wird binnen zwölf Monaten bereit ſein. Und wenn Sie bis
zu dieſem Zeitpunkt auch die zwanzigtauſend Narren finden,
die Sie dorthin verſchleppen wollen, ſteht der Verwirklichung
Ihrer Pläne nichts mehr im Wege. Ich zeichne hundert
Mil=
lionen Europapfund in zehn Raten, wenn Einar Lund das
gleiche tut."
Vier Köpfe wandten ſich dem ſchwediſchen Finanzmann zu.
„Ich brauche vierundzwanzig Stunden Bedenkzeit”, ſagte
Einar Lund.
Zehn Minuten ſpäter hatten Lunds Funker alle Hände voll zu
tun. Unter der flammenden Wirrnis des Winternachthimmels
raſten lautlos und unſichtbar die Befehle des Schweden in das
große Schweigen hinaus. Radiogramme nach Berlin, Paris,
Florenz, ins Rheinland, nach Zürich und Lyon. Es galt, binnen
vierundzwanzig Stunden alle maßgebenden Experten auf den
Gebieten der Geologie, des Maſchinen= und Schiffbaus, der
Montantechnik und des internationalen Rechts
zuſammenzu=
trommeln. Namen und Texte flogen in Chiffrezeichen durch
den Hughestaſter. Um drei Uhr morgens konnte Herr Dalargue
das letzte Wort von ſeinem Notizblock ſtreichen.
Unterdeſſen ſchritt ein einſamer Mann in ſeinem Zimmer
auf und ab, die Fäuſte in den Taſchen ſeines Smokings, eine
kurze Pfeife zwiſchen den Zähnen: Holger Helland. Sein
Ge=
dächtnis wiederholte jedes Wort, das in dieſer denkwürdigen
Sitzung gefallen war, er zerpflückte das Weſen der Männer,
die nun ſein Schickſal in Händen hielten, wog ſeine Ausſichten,
hielt Für und Wider gegeneinander. Als er ſich endlich mir
hämmernden Schläfen und brennenden Augen auf ſein Bett
warf, lächelte er wie ein Feldherr, der die Schlacht zu ſeinen
Gunſten entſchieden weiß.
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Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Seite 14 — Nr. 344
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Wir beehren us hiermit, unſere Mitglieder zmr
außerordentlichen
Generalverſammlung
auf
Montag, den 21. Dezember 1931
abend pünktlich 8.15 Uhr
im
Städtiſchen Saalbau, Großer Saal,
Riedeſelſtraße, ergebenſt einzuladen.
Nur Mitglieder der Darmſtädter Volksbank haben
gegen Vorzeigen des Geſchäftsanteilbuches Zutritt.
Die Verſammlung iſt nicht öffentlich.
Tagesordnung:
1. Genehmigung der Generalverſammlung zur
Er=
hebung derRegreßklage gegen die früherenVorſtands=
und Aufſichtsratsmitglieder.
2. Genehmigung der Abberufung des früheren
Bor=
ſtandsmitgliedes Becker.
3. Wahl eines neuen Aufſichtsratsmitgliedes an Stelle
des ausgeſchiedenen Fabrikanten Ernſt Stegmüller.
4. Verſchiedenes.
Darmſtadt, den 11. Dezember 1931.
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Schulstraße,
Ecke Kirchstr. 27
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Zeilung für Sülbwellde
— — 32
12. Dezember 1931
uich und Ausland.
rkeilung der Nobelpreiſe
an drei Deutſche.
Im. In der hergebrachten
feier=
and am Donnerstag nachmittag im
Konzerthaus die Verteilung der
att. Der mächtige Saal des von
kaor Tengbom — dem Schwiegervater
Fürſten Bismarck — entworfenen
war bis auf den letzten Platz
ge=
u wen in Stockholm anweſenden Mit=
Königshauſes und dem
diploma=
waren die Spitzen der ſtaatlichen
jar: Behörden, Vertreter des
ſchwedi=
hlebens und der Stockholmer
Geſell=
a. Die Begrüßungsrede hielt der
Nobelſtiftung, Landeshauptmann
Prof. Palmar würdigte die wiſ=
hün Verdienſte der beiden Preisträger
hin orauf König Guſtav die in Leder
Diplome und die Schecks an Prof.
z und Dr. Friedrich Bergius
über=
der Anſprache von Prof. Ham=
Prof. Otto Warburg ſeine Aus=
S mediziniſcher Preisträger ent=
ſ twiebe und Straßenräuber.
fart a. M. Die vor einiger Zeit
ugendlichen Giftdiebe. Wolfgang
ildrich R. entpuppen ſich nach und
ſichrliche Burſchen. Jetzt iſt es der
iei gelungen, die beiden Verhafte=
Straßenraubes zu überführen.
m durch die polizeilichen
Ermiti=
ſiedere Diebſtähle und Einbrüche
auf=
le den beiden zur Laſt fallen. Sie
ladene Revolver bei ſich, die ſie
iin Aktion ſetzten; glücklicherweiſe
ſe: beide ſo ſchlechte Schützen, daß ſie
folle jemanden verletzten. Der Fall
reub ſpielte ſich in der Nacht zum
in der Savignyſtraße ab. Dort
mit der Waffe in der Hand einen
und forderten ihn auf, die Hände
At. Der Mann flüchtete hinter ein
4f die Verbrecher auf ihn ſchoſſen,
ihn zu treffen. Auf die Hilferufe
ſienen ergriffen die Täter die Flucht.
Ras ſod an einer 78jährigen Frau.
In Oberzwehren wurde am
Mitt=
ſtächrige Witwe Emilie Röſſer er=
Däter hat die alte Frau mit einem
erwürgt und dann ihren Koffer,
Bargeld und wahrſcheinlich auch
Gefanden, mitgenommen. Die Tat
Donnerstag entdeckt.
Ft der ſeſerwagen eines hieſigen Obſthänd=
GSSteudern und ſtürzte in den Straßen=
MIſaſſen, die glücklicherweiſe nicht
ten, begaben ſich nach Sohren, um
heuhslen. Als ſie wieder zu dem
ver=
ckteng ?to zurückkamen, mußten ſie die
ſellung iachen, daß in der Zwiſchenzeit die
Laxaly im Geſamtwert von etwa 1000
geſt ln worden war. Der Polizei gelang
ſſoch niultg di e Täter zu ermitteln.
nööſiſchen Fremdenlegion entflohen.
teuznach. Der von hier ſtam=
Srein iſt aus der franzöſiſchen
Frem=
ſtTohen und wieder in ſeine
Hei=
iwekehrt. Vor 5 Jahren trat er in
/gion ein. Er befand ſich
haupt=
in dchina. Unter großen Gefahren
ty,, über die chineſiſche Grenze zu
Mt Karl Stein haben ſich fünf
wei=
wis zum deutſchen Konſulat in
Eo geſchlagen. Auch ſie befinden ſich
Ue in die Heimat.
Bom Pech verfolgt.
Simſmrm. In der Nähe von Sohren
oſäon in einer Dampfwäſcherei.
Bergheitner
Rrige /weſter Marie ſehr ſchwer verbrüht
Iher Tochter beſteht Lebensgefahr.
Arſachetwermutlich in einer Ueberhitzung
Reſſelcku ſuchen. Ein Teil des Keſſels
ſſde beis in Unglück durch die Betondecke in
darübſtvenindliches Lager geſchleudert, in
Kſich auſ zurfällig niemand aufhielt.
er 5)hſEſteller von Ompkeda †
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Der Briefträgermörder Reins vor den Geſchworenen.
Der Angeklagte Ernſt Reins (X) bei der Ausſage. Ganz links die Mitangeklagte Sophie Reins.
Unter ſtarkem Andrang des Publikums begann in Berlin der Prozeß gegen den Briefträgermörder
Ernſt Reins und ſeine Schweſter Sophie. Die Vorunterſuchung hat ergeben, daß Reins erblich
ſchwer belaſtet iſt.
Raubmordprozeß Reins.
Beginnder Beweisaufnahme.
Berlin, 11. Dezember.
Am 2. Verhandlungstage im
Raubmord=
prozeß Reins wies zunächſt Rechtsanwalt Dr.
Fuchs darauf hin, daß die von der Verteidigung
geladenen Sachverſtändigen weniger die
wirt=
ſchaftliche Not des Angeklagten berückſichtigen
ſollten, als vielmehr die ſeeliſche Not, in die
Reins durch ſeine dauernde Erwerbsloſigkeit
ge=
drängt worden ſei. Der Verteidiger erklärte
dann noch, daß der Sachverſtändige Dr. Kawerau
die Vernehmung der jüngeren Schweſter Johanna
Reins, für erforderlich halte. Der Vorſitzende
ſtellte demgegenüber feſt, daß das Gericht die
Vernehmung der Johanna Reins durchaus nicht
für erforderlich halte. Es begann darauf die
Beweisaufnahme. Als erſte Zeugin wurde die
Witwe Möbius vernommen, in deren Wohnung
ſich die furchtbare Tat zutrug.
Vor der Schließung der Kaſſeler Staaksoper?
Das Staatstheater in Kaſſel.
Die ſtarken Abſtriche am preußiſchen Kulturhaushalt wirken ſich beſonders ſchwer auf die
Provinz=
bühnen aus. So ſteht zu befürchten, daß die Opernabteilung des Kaſſeler Staatstheaters ganz
ein=
gehen wird, während der Theaterbetrieb vorausſichtlich aufrecht erhalten werden kann.
Sklarel=Prozeß.
Eine Zeugin verlangt lebenslängliche Rente
für ihr Erſcheinen.
Berlin. In der Freitagsverhandlung
wies Leo Sklarek zunächſt erneut darauf hin,
daß die Sklareks bei Uebernahme des K.V. G.=
Lagers den Fehlbetrag von 400 000 Mark
über=
nehmen mußten. Auf den Hinweis des
Vor=
ſitzenden, daß dafür endlich Beweiſe angetreten
werden müßten, gab Leo Sklarek den Kaufmann
Warſchauer ſowie eine Frau Schwallbach als
Zeugin an. Der Vorſitzende ſtellte dazu u. n.
feſt, daß die in Riga befindliche Frau
Schwall=
bach dem Gericht brieflich mitgeteilt habe, ſie
würde als Zeugin nur nach Berlin kommen,
wenn ihr das Gericht bis zu ihrem Lebensende
eine Monatsrente von 200 RM. zubillige.
Stadt=
kämmerer Lange wurde dann nochmals zu dem
Darlehensvertrag der Stadt mit den Sklareks
vernommen. Unterlagen dafür, daß ſie durch die
Uebernahme der K. V. G. geſchädigt worden ſeien,
hätten die Sklareks nicht gebracht. Der Kredit
ſei von ſeinem Urlaubsvertreter, Stadtrat Wege,
bewilligt worden. Er, Lange, habe dem Vertrag
nach ſeiner Rückkehr zugeſtimmt, weil er Wege
nicht verleugnen wollte.
Es wird dann nochmals Stadrat Wege
ver=
nommen, der die Darſtellungen des früheren
Stadtkämmerers Dr. Lange beſtreitet und auch
bei einer Gegenüberſtellung bei ſeiner
Bekun=
dung verbleibt, daß er niemals den Sklareks
Zugeſtändniſſe irgendwelcher Art gemacht habe.
Der Widerſpruch zwiſchen dieſen beiden Ausſagen
läßt ſich vor Gericht nicht aufklären. Der
Vor=
ſitzende ſtellt ſchließlich feſt, daß beim Magiſtrat
kein Menſch daran gedacht habe, den angeblichen
Schaden der Sklareks zu prüfen und feſtzuſtellen.
Das Gericht tritt dann in die Vernehmung des
früheren Mitangeklagten, dann außer
Verfol=
gung geſetzten Stadtrats Benecke ein.
Irgend=
welche Beziehungen zu den Sklareks beſtreitet
der Zeuge. Auch kann er ſich nicht mit
Beſtimmt=
heit daran erinnern ſeine Unterſchrift unter den
Darlehnsvertrag mit den Sklareks gegeben zu
haben. Mit Einverſtändnis der
Staatsanwalt=
ſchaft wird dann der Zeuge wegen Verdachts der
Mittäterſchaft unvereidigt entlaſſen. — Montag
nächſter Verhandlungstag.
Das perſiſche Parlamentsgebäude
niedergebrannt.
Teheran. Das Parlamentsgebäude brannte
am Mittwoch zum größten Teil nieder. Die
Ur=
ſache des Brandes war ein überheizter Kamin,
Die blutige Silveſternacht
in der Hufelandſtraße in Berlin.
Berlin. Die Vorgänge, die ſich in der
Sylpeſternacht in der Hufelandſtraße im Norden
Berlins abſpielten und die zum Tode des
Reichs=
bannermannes Willi Schneider und deſſen
Freundes, des Bankbeamten Herbert Graf,
ge=
führt haben, bilden den Gegenſtand des
Tot=
ſchlagsprozeſſes, der geſtern früh vor dem
Schwurgericht 1, unter Vorſitz von
Landgerichts=
direktor Rückert, ſeinen Anfang nahm.
Ange=
klagt ſind ſechs Nationalſozialiſten: der
Privat=
förſter Breſſel, der Maurerlehrling Kollatz, der
Kaufmann Becker, der Maler,Hauſchke, der
Werk=
meiſter Porath aus Neubrandenburg und der
Kaufmann Weber. Die Angeklagten Kollatz,
Becker und Hauſchke ſind die Hauptangeklagten,
da ſie der Tötung der beiden angeklagt ſind, und
zwar ſoll Becker im Zigarrenladen von Paul
Schneider deſſen Sohn Willi erſchoſſen haben,
während Kollatz als Mittäter in Frage kommt,
weil er während dieſes Vorganges zur Deckung
vor der Tür ſtand. Hauſchke wird beſchuldigt,
den nach dieſem Vorgang zufällig
hinzugekom=
menen Graf auf der Straße vor dem Laden
er=
ſchoſſen zu haben. Der Angeklagte Breſſel iſt des
Schußwaffenvergehens angeklagt, weil er bei
einem vorausgegangenen Zuſammenſtoß zwiſchen
Reichsbannerleuten und Nationalſozialiſten
einen Schuß in die Luft abgegeben hat. Die
beiden anderen Angeklagten Porath und Weber
werden der Begünſtigung der drei des Totſchlags
beſchuldigten Angeklagten bezichtigt, weil ſie
dafür geſorgt hatten, daß die drei Täter über
die Grenze nach Oeſtereich geſchafft wurden.
Be=
kanntlich wurde Kollatz ſchon beim
Ueberſchrei=
ten der Grenze in Kufſtein feſtgenommen,
wäh=
rend die beiden anderen in Oeſterreich verhaftet
worden ſind.
Weitere Haftentlaſſungen in der Banderolen=
Schmuggelaffäre.
Emden. Der im Zuſammenhang mit der
Banderolenfälſcher= und Schmuggleraffäre in
Patenburg am Samstag verhaftete Holländer
Drenth iſt gegen Stellung einer Sicherheit aus
der Haft entlaſſen worden. Von den in Holland
verhafteten drei Perſonen iſt inzwiſchen
Barge=
buir, einer der Haupturheber in der
Bandero=
lenfälſcheraffäre, wieder freigelaſſen worden, da
die Anfertigung von falſchen deutſchen
Bande=
rolen in Holland nicht ſtrafbar iſt.
Nr. 344 — Seite 15
Enkeignung des Rigaer Doms
Der lehke deutſche Gokkesdienſt.
Riga, 11. Dezember.
Tauſende von deutſchen Rigaern ſtrömten
am Donnerstag abend in den Rigaer Dom, um
am letzten deutſchen Gottesdienſt teilzunehmen.
Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt,
ſelbſt die Gänge waren dicht beſetzt. Das
alt=
ehrwürdige Gotteshaus, das von deutſchen
Mei=
ſtern und nur mit deutſchen Mitteln erbaut
wor=
den iſt, geht jetzt auf Grund der bekannten
Notver=
ordnung der lettländiſchen Regierung
entſchädi=
gungslos in lettiſchen Beſitz über. Die deutſche
Domgemeinde, die 12 000 Mitglieder zählt, ſieht
ſich ſchweren Herzens gezwungen, ihr
angeſtamm=
tes Gotteshaus zu verlaſſen. Sieben
Jahrhun=
derte hat der Rigaer Dom deutſchen
gottesdienſt=
lichen Zwecken gedient. Seit der Agrarreform
iſt die Enteignung des Rigaer Doms der
ſchwerſte Schlag, den das baltiſche Deutſchtum
getroffen hat. Trotz der begreiflichen Empörung
über das geſchehene Unrecht, die in deutſchen
Kreiſen Lettlands herrſcht, ſtand der letzte
deutſche Gottesdienſt ganz im Zeichen des alten
Lutherliedes: „Ein’ feſte Burg iſt unſer Gott”.
Selten ſind wohl die Worte „Laßt fahren dahin,
ſie haben kein Gewinn, das Reich muß uns doch
bleiben” mit ſolcher Ueberzeugung, wie hier
er=
klungen.
Tragiſcher Tod eines Landtagsabgeordneten.
Berlin. Der preußiſche
Landtagsabge=
ordnete Leonhard, iſt in der vorvergangenen
Nacht das Opfer eines tragiſchen Unglücksfalls
geworden. An der Oſtbahnſtrecke zwiſchen
Stol=
berg und Vietz wurde in den frühen
Morgen=
ſtunden, in einem Waſſergraben, eine männliche
Leiche gefunden. Die Ermittlungen ergaben,
daß es ſich um den Landtagsabgeordneten
Leon=
hard handelt, der auf der Fahrt von
Schneide=
mühl nach Berlin aus dem D=Zug geſtürzt ſein
muß. Als der Zug in Berlin ankam, wurden
in einem Abteil die Aktentaſche, Schuhe,
Man=
tel und Hut des Verunglückten gefunden. Aus
dem Inhalt der Aktentaſche ergab ſich dann die
Feſtſtellung der Perſon. Leonhard iſt
Buch=
druckereibeſitzer und Zeitungsverleger in
Für=
ſtenberg a. O. und war für den Wahlkreis
Frankfurt a. O. als Abgeordneter der
Wirt=
ſchaftspartei in den Preußiſchen Landtag
ge=
wählt worden. Vor einiger Zeit iſt er aus der
Wirtſchaftspartei ausgeſchieden und der Fraktion
der Staatspartei beigetreten.
Todesurteil in Greifswald.
Greifswald. Vom Greifswalder
Schwut=
gericht wurde der wegen Mordes an dem
ſechzig=
jährigen Nachtwächter des Gutes Schlemmin,
Fritz Morack, angeklagte 20 Jahre alte Arbeiter
Fritz Fredlikowſki zum Tode verurteilt. Die
bürgerlichen Ehrenrechte werden ihm auf
Lebenszeit aberkannt. Der wegen Beihilfe zum
Morde angeklagte 26 Jahre alte Arbeiter
Wil=
helm Knaak mußte wegen Mangels an
Be=
weiſen freigeſprochen werden. Der Nachtwächter
des Gutes Schlemmin wurde am Morgen des
2. Auguſt, mit einer Wagenrunge erſchlagen,
in einem Waſſerloch aufgefunden. Der Verdacht
der Täterſchaft lenkte ſich ſofort auf den
Ar=
beiter Fritz Fredlikowſki, der noch am ſelben Tag
verhaftet wurde. Fredlikowſki, der von dem
Nachtwächter wegen eines Diebſtahls zur Rede
geſtellt worden war, lauerte dem Nachtwächter
auf und ſchlug ihn nieder.
Schleſien im Winterkleid.
Breslau. Am Donnerstag mittag ſetzten
in Schleſien Schneefälle ein, die zurzeit noch
an=
halten. Die Winterſportplätze der mittleren
Höhenlagen melden 5 bis 20 Zentimeter Schnee.
In den höheren Lagen der ſchleſiſchen Gebirge
liegt der Schnee 25—50 Zentimeter hoch. Die
Temperatur iſt dort auf 10 bis 14 Grad unter
Null geſunken. Die Sportmöglichkeiten ſind im
allgemeinen gut. Auch im Flachlande hat ſich bei
4 bis 5 Grad Kälte bereits eine leichte
Schnee=
decke gebildet.
Eine neue Jugendherberge
für den Winkerſpork.
Die neue Jugendherberge Menſehorſt
bei Grunwald (Schleſien).
Die Ortsgruppe Breslau des Reichsver ands
der deutſchen Jugendherbergen hat in 900 Meter
Höhe eine neue Herberge für die Winterſport
treibende Jugend eingerichtet. Inmitten der
ſchleſiſchen Berge gelegen, bildet die Herberge
ein gutes Standquartier für Ski= und
Rodel=
ausflüge.
Seite 16 — Nr. 344
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Samstag, 12. Dezembe4
Kunde aus der Stratosohäre.
Ein „Ableger” des „Graf Zeppelin” ſteigt auf 16 000 Meker.
Dem ſoeben im Verlage Union Deutſche
Verlags=
geſellſchaft im Auftrage der Aero=Arctis erſchienenen
Buche „Die Arktisfahrt des Graf Zeppelin” von dem
Expeditionsarzt Dr. L. Kohl=Larſen, Vorwort
von Dr. Hugo Eckener, 55 Abbildungen und eine
Karte, kartoniert 6,80 RM., in Ganzleinen 9,40 RM.,
entnehmen wir mit Erlaubnis des Verlages folgende
intereſſante Plauderei über die meteorologiſchen
Ballon=
aufſtiege, die während der Reiſe vom Luftſchiff aus
gemacht wurden.
Es iſt, als ob einen Augenblick „Graf Zeppelin” den Atem
anhält, denn jeder Laut der Propeller iſt verſtummt; die
mete=
vrologiſche Handlung hat ihren Anfang genommen. Man
ſchwebt einen Augenblick regungslos in der Luft, und wenn
das Meer unruhig und aufgeregt wäre, könnte man die
Berech=
nung der Wellenkämme vornehmen.
Das iſt der Augenblick, wo die Fenſter beſtürmt werden.
Denn ein Bild von dem entweichenden kleinen Ballon ſcheint
fabelhaften Wert zu haben."
„Graf Zeppelin” hat einen kleinen Ballon wie einen Ableger
ausgeſtoßen, der, mit einem Gewicht beſchwert, durch die
Schwer=
kraft der Erde angezogen, der See zuſtrebt, dann aber im
un=
geſtümen Fluge, wenn durch eine beſondere Vorrichtung das
Belaſtungsgewicht abgeſtoßen iſt, gegen den Himmel fährt.
Nein, es iſt keine techniſche Apparatur. Es iſt ein
beſeel=
tes Weſen, in das ein Funken Menſchengeiſt überſprang
und dort ſelbſtändig arbeitet.
Indem man ſich darüber ſeine Gedanken macht, wenn man
auch ganz Fremdling auf dem Gebiete iſt, indem man die Ideen
Moltſchanows bewundert, die eine Verbindung zwiſchen
ungeahnten Höhen und dem Mutterſchiff herſtellen, kommt voller
Freude Weickmann und ſagt: „Wunderbar, es iſt geglückt”.
Wir erfahren durch einen kleinen Sender, der in dem Ballon
untergebracht iſt, allerlei: Die Wegſtrecke, das heißt die Höhe,
die er eben durchſchneidet, die Temperatur, die um ſeine Hülle
ſtreicht, und ob um ihn eine feuchtigkeits=geſättigte oder trockene
Luft herrſcht. Iſt das nicht wunderbar?
Auch der techniſch=feindlichſte Menſch wird ergriffen ſein,
daß ein kleiner Sender ſelbſtändig ſolche Kunde bringen kann.
Wie ein Schmerz erfaßt es einen, wenn das Leben der Hülle
und ſo die Mitteilung an die Menſchen — der letzte Bericht
wurde von 16300 Meter Höhe gegeben — ihr Ende erreicht hat.
Man weiß, das irgendwo über dem Polarmeere die
Gummi=
fetzen wieder zur Erde gleiten. Die Stratoſphäre lag in 10 300
Meter Höhe, als Eintrittstemperatur in ſie wurden — 470 C.
gemeſſen.
Die Stunde, in der der erſte Ballonverſuch auf dem
Luft=
ſchiff angeſtellt wurde, iſt von mir in die Zeit verlegt, als die
erſten Eisſchollen überflogen worden waren (15,50 Uhr, etwa
78 Grad nördlicher Breite).
In einer ſtillen Pauſe, die einem ſolchen Aufſtieg einmal
folgte, gab mir Weickmann einen mehr ſachlichen Bericht über
Sinn und Methodik der Ballonaufſtiege, dem ich hier
einflech=
ten will:
„Die Ballonaufſtiege ſtellen in der Art, wie wir ſie
aus=
führen, eine vollkommen neue Methode dar. Da im
Polar=
gebiet nicht zu erwarten iſt, daß man die dem Ballon
mitge=
gebenen meteorologiſchen Inſtrumente wiederfinden würde,
waren die ſonft üblichen Methoden der Regiſtrierung, etwa auf
einer berußten Trommel nicht verwendbar. Man mußte das
von Moltſchanow angegebene Verfahren anwenden, die
Beob=
achtungsergebniſſe des Ballonaufſtiegs ſofort mit Hilfe eines
kleinen Senders aufzufangen. Die Entwicklung dieſer Methode
erforderte eine ungeheure Arbeit. Der von den Askania=Werken
in Verbindung mit mir entwickelte Apparat ſtellt ein
Meiſter=
werk der Präziſionsarbeit dar.
Das Prinzip des Apparates beſteht darin, daß ein von einer
Präziſionsuhr im Kreiſe bewegter Zeiger auf ſeinem Wege mit
weiteren Zeigern Kontakte macht, die, durch die temperatur=,
druck= und feuchtigkeitsempfindlichen Apparate ebenfalls im
Kreiſe bewegt, im Laufe des Ballonaufſtieges an verſchiedenen
Stellen zu liegen kommen. Dementſprechend verſchieben ſic die
Kontakte zeitlich. Jeder Kontakt löſt nun mit Hilfe eines
mit=
gegebenen kleinen Kurzwellenſenders ein Signal aus, das im
Luftſchiff mit Hilfe eines Kurzwellenempfängers aufgenommen
und regiſtriert werden kann.
Eine große Schwierigkeit bei den Ballonaufſtiegen beſteht
darin, daß die Kontakte des Senders mit Funkenbildung
ver=
bunden ſind. Es mußte, um das Schiff nicht zu gefährden,
in=
folgedeſſen ein Weg gefunden werden, das Inſtrument erſt dann
in Gang zu ſetzen, wenn es eine genügende Entfernung vom
Luftſchiff erreicht hat.
Dies wurde nach ſehr vielen Vorverſuchen in einfacher Weiſe
dadurch erreicht, daß mit dem Ballon ein photographiſcher
Selbſt=
auslöſer abgelaſſen wird, der einen angehängten Sandballaſt
nach 30 Sekunden abſchneidet und durch automatiſche Schaltung
dem Sender in Betrieb ſetzt”,
„Wie groß iſt Ihr Ballon?”
„Er faßt 7 bis 8 Kubikmeter und hat einen Durchmeſſer
von 2½ Meter. Gefüllt wird er aus der Waſſerſtoffzelle des
Luftſchiffes, in 5 bis 7 Minuten iſt die Hülle prall geſpannt.”
Ueber die große Bedeutung der Ballonaufſtiege auf der
Arktisfahrt muß aber noch vorgreifend geſagt werden:
Für Polargebiete iſt die zwar früher ſchon von H. Sverdrup
bei der Maudexpedition und dem Ruſſen Evgenow beobachtete
Tatſache, daß die Temperatur mit der Höhe zunimmt, feſtgeſtellt
worden. Doch war man der Meinung, daß dies nur wenige
hundert Meter der Fall ſei, und daß dann die gewöhnliche
Tem=
peraturabnahme einſetze.
Die mit Hilfe der Pilotballone auf unſerer Arktisfahrt
an=
geſtellten Beobachtungen zeigten aber, daß dieſe
Temperatur=
inverſion bis über 1500 Meter hinaufreicht, und daß von 2000
bis 3 000 Meter eine abermalige Temperaturinverſion bzw.
Iſothermie feſtzuſtellen iſt.
Da man vor unſeren Ballonaufſtiegen nicht wußte, bis zu
welcher Höhe eine Temperaturzunahme anhalten würde, war
man durchaus zu der Annahme berechtigt, daß in etwa 1000
Meter Höhe ſich Temperaturen um den Gefrierpunkt einſtellen
würden und ſo mit der Gefahr einer Vereiſung immerhin zu
rechnen war.
Das Wort „Vereiſung” bildete daher nicht nur in der
Preſſe, ſondern auch bei vielen Vertretern der Wiſſenſchaft das
drohende Begleitgeſpenſt einer Arktisluftſchiffahrt, nur Dr.
Eckener hat — das muß feſtgelegt werden — nie viel Gewicht
auf die Vereiſung gelegt. Er ſagte daß kein Menſch mit
Sicher=
heit wiſſe, wie zur Zeit unſerer Reiſe die Temperaturverhält=
niſſe in den verſchiedenen Luftſchichten ſein würden.
Was iſt aber Vereiſung, und wann iſt ſie am eheſten zu
befürchten.
Die größten Schwierigkeiten bilden erfahrungsgemäß
Tem=
peraturen, die nur wenig unter Null Grad gelegen ſind. Eine
Atmoſphäre von dieſer Temperatur um den Nullpunkt, die
ge=
nügend feucht iſt, ſchlägt ihre Feuchtigkeit überraſchend ſchnell an
einem Körper, der nur wenig kälter iſt als die Luft, nieder,
Wenn ein Luftſchiff oder ein Flugzeug infolge dit
den Fahrwind eintretenden Ventilation ſich etwas urd
Temperatur der Umgebung abkühlt und in dieſem Zu= etwas wärmere, feuchte Luftſchicht kommt, ſo kannn.
plötzlich zur Glatteisbildung kommen.
Rundfunk=Programme.
Frankfurt a. M.
Samstag, 12. Dezember.
10.20: Schulfunk: Franzöſiſch für die Oberſtufe.
15.15: Stunde der Jugend.
16.00: Unterhaltungskonzert.
16.50: Straßenſammlung für die Volkshilfe. Bericht vomd
Baumann und O. W. Studtmann.
17.05: Nachmittagskonzert des Funkorcheſters. Mitw.: Norgu
(Sopran). Am Flügel: O. Seyſert.
18.40: Dualla Miſipo: Afrika, geſehen durch die afrikaniſctz
19.05: Spaniſch.
19.35: W. Haas: Kleiner Wegweiſer durch Weihnachtsbſo
19.45: H. Rosbaud: Muſikaliſche Grundbegriffe — ihr VAA
2000. Aktueller Dienſt bei Vorliegen beſonderer Ereignni
20.15: Dein beſſeres Ich. Ein bunter Abend.
22.20: Zeit, Wetter, Nachrichten, Sport.
22.40: Tanzmuſik.
Königswuſterhauſen.
16.30: Hamburg: Nachmittagskonzert
17.30: W. Stölting: Viertelſtunde für die Geſundheit.
17.50: Prof. Dr. Molitor: Das Recht auf die Gratifikatäüul
18.05: Dr. Günther: Deutſch für Deutſche.
Deutſche Welle: Sonnabend, 12. Dezember.
9.30: Stunde der Unterhaltung.
14.50: Kinderbaſtelſtunde: Wir kneten eine Weihnachtsgeſchic
15.45: Frauenbücherſtunde.
16.00: Dr. Wenke: Kultur und Erziehung.
18.30: Proj. Dr. Reichardt: Unſer germaniſches Kuturnd Mal
19.00: Engliſch für Anfänger.
19.30: Stille Stunde: Der Glaube an ſich ſelbſt.
anſchl. Wetter für die Landwirtſchaft.
rser
20.00: Konzert des Sonderhäuſer Verbandes Deutſcher
verbindungen.
21.00: Unterhaltungsmuſik der Kapelle G. Komor.
21.30: Wien: Ausſchnitt aus der Funk=Akademie der PrornW/s Mt 180
22.30: Wetter= Tages= und Sportnachrichten.
anſchl. Ausſchnitt aus dem Bunten Abend des OeſterzMſchud I
Hilfsvereins e V., Sitz Berlin.
Weiterbericht.
12—6 Uhr
Kaltluft über Skandinavien hat dort zum Aufbau ein=ſſefLntsverkindign
druckgebietes geführt, das ſich mittlerweile mit dem hooeilepus Darmſtadt u
über den Britiſchen Inſeln und dem Atlantik vorbundemsl/klunen des Poli
bei iſt Kaltluft aus Nordoſten auch ſüdwärts bis üeſ Mi
Deutſchland vorgedrungen und räumte die ſeitherige
weg. Temperaturrückgang bis zum Gefrierpunkt und
war die Folge. Im Bereich der Kaltluft kommt es jetztyu
wetter, wobei zeitweiſe Aufheiterung einſetzt. Niederſeu
Form von Schnee ſind vorerſt kaum oder nur vereinzes
warten.
Ausſichten für Samstag, den 12. Dezember: Teils wool
Zugelaufen
aufheiternd, Froſt, auch tagsüber Temperaturen viell. /
Null bleibend, nur vereinzelt etwas Schnee.
Ritrmcht
Ausſichten für Sonntag, den 13. Dezember: Meiſt troo=
Froſt, wolkig mit Aufheiterung.
A
Hauptſchriftleitung: Rudolf Maupe
Veranwornich für Polliſl und Wirtſchaft: Rudolf Maupe: für Feulleiea
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſei für Sporf: Karl 2
für den Handel: Dr. C. H. Que iſch; für den Schlußdienſt: Andrea” 14
„Die Gegenwart”, Tageeſpiegel in Bild und Wort: Dr. Herbert Tiu
für den Inſeratentetil und geſchäftliche Mittellungen: Wllls Kußit
Druck und Verlag: L.C. Wittich — ſämtlich in Darmſtadt
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Seite 18 — Nr. 344
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Die neue, lustige Tonfilm-Operette der Ufa.
Ab heut=
Vielseitigen Wünschen enfsprechend
in Neuaufführung
Der Instigste aller Militärschwänke:
Beserve hat Ruh
Die neueste Ufa-Tonwoche
Regie: Max Obal
Ein Riesen-Lacherfols
an dem
Der Einjährige . . . Panl Hörbiger
Der Herr Hauptmann Albert Panlig
Der Feldwebel . . . Fischer-Köppe
Fritz Kampers
Der Musketier
und von der weibl. Zivilbevölkerung
Gläre Rommer und Lucle Englisch
beteiligt sind.
Dazu das
1önende Beiprogramm
Zu der am 12. Dez. 1931 ſtü
Eröffnung der Reſta
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