Einzelnummer 15 Pfennige
gezugspreis:
gunikigem Erſcheinen vom 1. Dezember
2.13 Reſchemark und 22 Pfennig
nGeholt 2.25 Reichsmark, durch Bie
Meichsmark frel Haus. Poſtbezugspreis
nſ Ugeld monalich 2,75 Reſchsmarl.
z ür Aufnahme von Anzeigen an
m wird, nicht übernommen.
Nicht=
w Nummern infolge höherer Gewalt
Aößleber niſcht zur Kürzung des
bpreiſch4 ſt Ulungen und Abbeſiellungen durch
bnue tündſichteſt für uns. Poſiſcheckonte
faafüurt a. M. 430t.
NerrT *
Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Auffätze und eigenev Nachrichten nur mit Quellſenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſtattet
Nummer 338
Sonntag, den 6. Dezember 1931. 194. Jahrgang
27 mm breite Zeile im Kreiſe Darmſſadt 25 Reichspig
zeſſe 300 Reſchemart. Alle preiſe in Reſchemart
(4 Doſſar — 420 Mark). — Im Falle höherer
Gewalt, wie Krieg, Aufruhr Strell uſw., ertifcht
ſede Verpflichtung auf Erfüllung der
Anzelgen=
auffräge und Teiſſung von Schadenerſatz. Bei
Konfurs oder gerichticher Beltreibung fällt jeder
Rabati weg. Bankkonio Deuiſche Bani und
Darm=
ſtädter und Nationalbant.
Anheitsfront gegen politiſchen Terror!”
Kämtilte Spikengewerkſchaften der Arbeiter, Angeſtellken und Beamken fordern Beendigung des
Frenal
volksverheßenden Bruderkampfes unker Einſak aller ſtaatlichen Aukorikäk.
Appell an nakionales Verankworkungsbewußkſein.
Zum Preisſenkungskommiſſar iſt der Leipziger
zenionen heuke ohne Berechtigung.
Oberbürgermeiſter Dr. Goerdeler
Gue bemerkenswerte Kundgebung
auserſehen. Der Kanzler hat ſich an ihn gewendet und Herr Goer=
ktien
für die Baſeler Konferenz.
Berlin, 5. Dezember.
ſtugewerkſchaften der Arbeiter, Angeſtellten und
Be=
t folgende Kundgebung:
in uſatgen Tagen tritt in Baſel der Sonderausſchuß zur
ctum der wirtſchaftlichen Lage Deutſchlands zuſammen.
Pfliſchliſt, die Folgerungen aus der Erkenntnis zu ziehen,
Dſuhland auferlegten Reparationsverpflichtungen eine
eſent küten Urſachen für die weltwirtſchaftlichen Störungen
ſachtr jazeit geworden ſind. Sie haben die Erſchütterungen
Rternmtnalen Kreditſyſtems herbeigeführt. Die Wieder=
Aung übe Vertrauens und der Wiederaufbau des internatio=
Rredutziſt die zentrale wirtſchaftliche und politiſche Aufgabe.
Relrtionszahlungen haben das Maß der durch den
ſeg vſerrſachten Schäden längſt überſchritten. Damit iſt
en: 14 moraliſche und wirtſchaftliche Berechtigung
entzogen.
)d heu nur noch ein Hemmnis der wirtſchaftlichen
Ent=
ba deis Gelt. Ihre Beſeitigung iſt ein Gebot wirtſchaftlicher
aatsnzuni ſcher Einſicht.
rAſſiorherſtellung des internationalen Vertrauens iſt
Luch diſte ſeruhigung der inneren Lage Deutſchlands notwendig.
Dreße 19t des Volkes, die Maſſenarbeitsloſigkeit und die
nungt er Mittelſchichten bereiteten in Deutſchland den
vor ſr die Verzweiflungsſtimmung, die dem heimlichen
Krien iglich neue Nahrung zuführt. Es ſind zumeiſt
mſterk öhne des Volkes, die in dieſem ſinnloſen Kampf
blühiere Jugend, die in beruflicher Kameradſchaft
zuſam=
ſrken tUnte, Arbeitsloſe, in deren Herzen das gemeinſame
WVerſaiynis füreinander wecken ſollte. Die Gewerkſchaften
tbeitehr In geſtellten und Beamten verurteilen dieſen
volks=
ſendent ſruderkampf, und fordern die Regierung auf, die
utokrit des Staates einzuſetzen, um zu erreichen, daß die
ſolitiſihe Auseinanderſetzungen ausſchließlich mit geiſtigen
m getlült werden. Wir wenden uns an alle, die ſich in
Zeitzt miſſenloſer Demagogie und brutaler Drohungen
Eworlisbewußtſein, Mut und Beſonnenheit gewahrt
und eſbdern von ihnen mit uns die Front zu ſtärken für
und ſmheit gegen Terror und Gewalt.”
Me Itlaßberakungen im Kabinekk.
Pomnſerer Berliner Schriftleitung.
us ihehskabinett iſt mit ſeinen Beratungen jetzt über dem
Es 7h ſein Winterprogramm im Weſentlichen fertig=
Au9 Sonntag arbeitet ein Redaktionskomitee an den
VornAetungen, ſo daß entweder am Montag abend oder
eustan or mittag die Verordnung der Oeffentlichkeit über=
Derdſeſann. Es iſt aber nach wie vor mit gewiſſen
Un=
esfaſchen zu rechnen, die ſich unter Umſtänden im letzten
ick elh ergeben könnten. Der Reichsfinanzminiſter hat
Wig Wer große Rede im Haushaltsausſchuß des Reichstags
Doſmrstag angeſetzt.
Das Winkerprogramm
wie vor mit allergrößter Verſchwiegenheit be=
ZAkennen wohl ſeine Grundzüge, wiſſen aber noch
De O1Amzelnen Beſchlüſſe ausgefallen ſind. Feſt ſteht jeden=
8 Gh Kabinett von einer zeitlichen Verſchiebung der
Wentun and des Lohnabbaues abgekommen iſt. Beide Maß=
Eea Deuesl an Mittelpunkt des Programmes ſtehen, das nach
Wen SAlen Reichshaushalt in Ordnung bringen, nach der
LeA Derd üiutſchaft gewiſſe Vorausſetzungen für eine Produk=
* Mnd Zch zSelebung geben ſoll. Die Entlaſtungen der Wirt=
N2 19 verminderten Aufwendungen für Löhne und Ge=
Behuls jatürlich nicht angeſichts der Dumpingmaßnahmen
eienals ändiſchen Staaten. Das hat auch der Reichs=
Smms 4t d r. Stegerwald vor kurzem dargelegt. Es müſſen
wereF/snahmen hinzutreten. Wir denken dabei an die
eieEn g der Ziusſpanne und Tarifabbau
hei der Reichsbahn,
Sigepicr i” entſprechenden Verhandlungen ſchon recht weit
D A Ae Reichsbahngeſellſchaft wird ihr Programm bin=
E icm Tiegen. Die Wirtſchaft ſoll um rund 300 Millionen
D ſe durch eine Senkung der Frachten, die für die
Ibe n Haushalt des kleinen Mannes von ausſchlag=
2 ung ſind. Für den Privathaushalt ſind die
Frach=
her Bedeutung, insbeſondere bei den Lebensmit=
Ie durch die Höhe der Eiſenbahnfrachten beſtimmt
ge Unterſuchungen haben ergeben, daß rund 50
ieuſtes für Anſchaffung von Lebensmitteln aus=
Wenn man alſo die Frachtſätze für Kar=
Ereide und Mehl, für Vieh, Fleiſch,
NBütter, für Hülſenfrüchte und die wich=
Gemüſeſorten auf die niedrigſt mögliche Stufe
Don dieſer Seite her ein wertvoller Beitrag für
1A Der Lebensmittel geliefert.
deler iſt, wenn er die verlangten Vollmachten erhält, auch bereit,
das ſchwierige und dornenvolle Amt anzunehmen. Dr. Goerdeler
iſt in der Oeffentlichkeit bisher nicht weiter hervorgetreten. Er iſt
ſeit eineinhalb Jahren in Leipzig tätig, wohin er aus Königsberg
kam. Bei den Behörden, die mit ihm zu tun haben, ſind ſeine
umfangreichen Verwaltungskenntniſſe und vor allem ſeine Energie
aufgefallen, die es zuwege gebracht haben, daß Leipzig heute, trotz
der allgemeinen Kriſe, eine überraſchend gut geleitete Gemeinde
iſt. Er denkt ſich die Erfüllung ſeiner Aufgabe ſo, daß in jeder
einzelnen Gemeinde Preisüberwachungsſtellen eingeſetzt werden,
die höchſtens drei Mitglieder umfaſſen, ehrenamtlich tätig ſind
und keinerlei Verwaltungsunkoſten verurſachen. Dieſe Ausſchüſſe
hätten dann mit ihm zuſammen die Preisſenkung zu überwachen
und die Reichsrichtlinien auf die jeweils örtlichen Bedürfniſſe
an=
zuwenden. Wir wollen uns natürlich von ſeiner Tätigkeit vorerſt
nicht allzu viel verſprechen, da die Preisſenkung ja nicht von heute
auf morgen durchgeführt werden kann, ſondern einen gewiſſen
Zeitraum zum Anlaufen benötigt.
Da die Reichsregierung inzwiſchen zu der Erkenntnis
gekom=
men iſt, daß vorläufig die Mittel nicht ausreichen, um eine
all=
gemeine
Mietſenkung
herbeizuführen, will man ſich lediglich auf die Neubauten
be=
ſchränken, ſoweit das Einkommen des Wohnungsinhabers
die Grenze von 3600 RM. nicht überſchreitet. Wieweit
die Entlaſtung des einzelnen Haushaltes durch die
Ermäßi=
gung der Verkehrstarife oder der Koſten für Gas,
Waſſer und Elektrizität zu erreichen iſt, muß abgewartet
werden. Auch hier muß die Preisſenkungskontrolle einſetzen, falls
ſich eine Gemeinde ohne ſtichhaltige Gründe weigern ſollte, an der
Preisſenkungsaktion teilzunehmen. Bisher haben die meiſten
Gemeinden leider jeglichen guten Willen vermiſſen laſſen.
Gelingt es, das Winterprogramm ſich ſo raſch auswirken zu
laſſen, daß ſchon mit Beginn des neuen Jahres die faſt überall
verkürzten Einkommen ein geſunkenes Preisniveau vorfinden,
dann iſt ſchon ſehr viel erreicht. Heute dürften etwa 95 Prozent
der geſamten werktätigen Bevölkerung pro Jahr weniger als
3600 Mark verdienen. Infolgedeſſen iſt es unbedingt notwendig,
die allgemeine Preislage ſo zu beeinfluſſen, daß ſie mit den
ver=
änderten Einkommensverhältniſſen in Einklang zu bringen iſt.
Ganz ſicher iſt, daß bei der praktiſchen Anwendung des
Winter=
programms die Regierung noch mancherlei Schwierigkeiten zu
überwinden haben wird, weil namentlich die Hinaufſetzung der
Umſatzſteuer auf 2 Prozent einen ſehr ernſten Faktor gegen den
Preisabbbau ſelbſt darſtellen kann.
Vor zollpolikiſchen Entſcheidungen.
Maßnahmen gegen Balukadumping des Auslandes.
BB. Berlin, 5. Dezember. (Priv.=Tel.)
Das Reichskabinett wird ſchon in aller Kürze entſcheiden,
wel=
chen Weg die deutſche Zollpolitik anläßlich der ausländiſchen
Zoll=
erhöhungen und des Valutadumpings zahlreicher Länder
ver=
folgen ſoll. Wie wir hören, wird der deutſche Botſchafter in
London, der ſich zurzeit noch in Berlin befindet, noch einmal
an Hand einer Liſte eventueller deutſcher Gegenmaßnahmen nach
ſeiner Rückkehr mit der engliſchen Regierung verhandeln, wobei
rein handelspolitiſch geſehen die deutſche Situation gegenüber
England einigermaßen günſtig iſt. Bei der in Frage kommenden
engliſchen Einfuhr nach Deutſchland liegen in der Hauptſache keine
anderen handelspolitiſchen Bindungen vor, ſo daß Deutſchland
Zollerhöhungen vornehmen könnte, und das franzöſiſche Syſtem
der Dumpingzuſchläge nicht anwenden müßte. Welche Waren im
einzelnen in Frage kommen, iſt im Augenblick noch nicht zu
über=
ſehen, da die Warenliſte zurzeit aufgeſtellt wird. Es handelt ſich
im weſentlichen um Textilerzeugniſſe (Tuche, Baumwolle,
Fein=
garn uſw.), um gewiſſe Maſchinen und um Stahlerzeugniſſe. Den
Verbänden der Induſtrie gehen täglich zahlloſe Klagebriefe über
die verſchärfte engliſche Konkurrenz zu, und man kann als ſicher
annehmen, daß die deutſche Regierung auf Gegenmaßnahmen nicht
verzichten wird.
Beſonders ernſt iſt die Lage auf dem deutſchen Inlandsmarkt
für die Landwirtſchaft, beſonders für ihre
Veredelungs=
produkte. Hier ſind auch die Vorbereitungen zu neuen Maßnahmen,
die man auf Grund der letzten Zollermäßigung treffen will,
ſchon recht weit fortgeſchritten. Es handelt ſich vor allem um die
däniſche Buttereinfuhr, für die der beſtehende Zollſchutz
durch die Entwertung der Dänenkrone bei gleichzeitiger Stabilität
der däniſchen Preiſe ſo gut wie illuſoriſch iſt. Es fragt ſich nur, ob
man eine Zollerhöhung auf etwa 100 Mark, womit
dann automatiſch das im Abkommen mit Finnland vorgeſehene
Einfuhrkontingent in Kraft tritt, oder ob man für
Däne=
mark und die anderen in Frage kommenden Länder
Valuta=
dumpingzuſchläge nach franzöſiſchem Muſter einführen ſoll.
Das gleiche gilt für die Käſeeinfuhr. Wegen des
Eier=
imports wird zurzeit mit Italien und Jugoſlawien
verhandelt, doch kommen auch gegenüber der geſamten
Ein=
fuhr aus Dänemark neue Zuſchläge in Frage, während man bei
Obſt und Gemüſe leider ſehr gebunden iſt, aber dennoch den
Verſuch machen will, ſogenannte Saiſonzölle, alſo von der
deutſchen Ernte bis Ende Februar, einzuführen.
Die Woche.
Wieder einmal ſtehen wir am Vorabend einer gewichtigen
innerpolitiſchen Entſcheidung. Die neue Notverordnung, die die
Reichsregierung nunmehr für Anfang der kommenden Woche in
Ausſicht geſtellt hat, bedeutet einen weiteren heroiſchen Verſuch,
unſere öffentlichen Finanzen aus eigener Kraft zu ſanieren und
gleichzeitig die deutſche Wirtſchaft durch Befreiung von allen
möglichen Feſſeln in den Stand zu ſetzen, ihre Stellung in der
Welt trotz der kriſenhaften Zuſtände überall nach Möglichkeit zu
erhalten. Man wird die eigentliche Kritik ſelbſtverſtändlich
zurückſtellen müſſen bis die Notverordnung tatſächlich vorliegt.
Aber man braucht auf die tauſend wichtigen Einzelheiten der
Regierungspläne kaum einzugehen, um ſchon jetzt feſtzuſtellen,
daß uns auch dieſe neue Notverordnung nicht aus dem
verhäng=
nisvollen Kreislauf herausführen kann, in dem wir bisher
ge=
fangen. Der Ausgleich unſerer öffentlichen Haushalte iſt auch
bei weitgehendſter Einſchränkung der öffentlichen Ausgaben, zum
mindeſtens im Augenblick, nur zu erreichen, durch neue
Einnah=
men. Die Erhaltung der Konkurrenzfähigkeit der deutſchen
Wirt=
ſchaft, die Erhaltung ihrer Subſtanz aber iſt auf der anderen
Seite nur möglich durch weitgehende Verringerung der Laſten,
die heute auf ihr ruhen. Notwendigkeit neuer Steuern auf der
einen Seite, Notwendigkeit weitgehendſter ſteuerlicher Entlaſtung
auf der anderen Seite! Und wie iſt es mit dem Abbau der
Löhne und Gehälter, von dem ſo viel geſprochen wird? Man
mag darüber denken wie man will, man mag in dieſer allgemein
ſchematiſch durchgeführten Senkung des allgemeinen
Einkom=
mensniveaus das Allheilmittel ſehen, oder man mag ſie für
einen Unfug halten. Die Tatſache bleibt beſtehen, daß jede
Senkung der Löhne und Gehälter durch gewaltige dadurch
be=
dingte Steuerausfälle neue Löcher insbeſondere in den
Reichs=
haushalt reißt. Man erhöht unter dem harten Druck der Not ganz
weſentlich die Umſatzſteuer und verteuert dadurch zwangsläufig
die Produktion und bemüht ſich gleichzeitig um eine allgemeine
Preisſenkung, durch die nicht nur erreicht werden ſoll, daß die
deutſche Wirtſchaft dem Ausland gegenüber konkurrenzfähig
bleibt, ſondern auch, daß der allgemeine Lebensſtandard nicht
auf ein untragbares Maß herabgedrückt wird. Wenn man alle
dieſe Dinge lediglich vom Standpunkt der Innenpolitik
betrach=
ten wollte, müßte man ſchwärzeſtem Peſſimismus berfallen, und
es iſt durchaus verſtändlich, daß weiteſte Kreiſe des deutſchen
Volkes, das ſich in dieſem eireulus pitiosus gefangen ſieht, in
ihrem Vertrauen zu unſerer politiſchen Führung mehr wie
wau=
kend geworden ſind. Aber man tut der Reichsregierung
zweifel=
los Unrecht, wenn man ihr unterſtellt, daß ſie alle die hier
angedeuteten Gedanken nicht ebenfalls klar überſieht.
Wir wiſſen, daß für die Unternehmung dieſes abermaligen
Sanierungsverſuches außenpolitiſche Erwägungen in ſehr
erheb=
lichem Maße mitſprechen. Es dürfte allgemein bekannt ſein, daß
die berühmte Juni=Notverordnung mit ihren ungeheuerlichen
Belaſtungen ein Warnungsſignal für das Ausland ſein ſollte,
und daß ſie dieſen Zweck auch nicht verfehlt hat, inſofern, als
das energiſche Eingreifen des amerikaniſchen Präſidenten Hoover
ohne dieſe Notverordnung kaum möglich geweſen wäre. Ob aber
die Wiederholung eines derartigen Vorgehens diesmal den
gleichen Erfolg zeitigt, iſt mehr wie zweifelhaft. Denn wir haben
es ja bei den gegenwärtigen und zukünftigen Verhandlungen
nicht mit den wirtſchaftlich ſtark an uns intereſſierten
angel=
ſächſiſchen Mächten zu tun, ſondern mit den Franzoſen, die
unſere wirtſchaftliche Bedrängnis dazu benutzen wollen, politiſche
Zugeſtändniſſe von uns zu erpreſſen. Außerdem: Bedarf es
wirklich noch eines weithin ſichtbaren Notſignals, um ſelbſt den
Böswilligen von unſerer tatſächlichen Lage zu überzeugen? Es
iſt vielleicht ſogar nicht ganz unbedenklich, wenn
regierungs=
ſeitig jetzt von der Umſatzſteuererhöhung als von der letzten
Reſerve geſprochen wird. Daß eine ſolche Reſerve tatſächlich
kaum darſtellt, geht ſchon aus den obigen Ausführungen hervor,
während man möglicherweiſe in Frankreich verſuchen wird, der
oberflächlich urteilenden Maſſe einzureden, daß die Deutſchen
eben dieſe letzten Reſerven ſchon früher hätten einſetzen ſollen.
Inwieweit die Regierung Brüning mit ihrer Auffaſſung
unſerer außenpolitiſchen Lage recht behält, wird erſt die Zukunft
lehren. Was wir bei ihrem jetzigen Vorgehen vermiſſen, iſt auf
alle Fälle der Verſuch, im deutſchen Volk die pſychologiſchen
Vorausſetzungen für ihr Vorgehen zu ſchaffen. Ein ſolcher
Ver=
ſuch würde zweifellos bei uns auf größere Schwierigkeiten ſtoßen
als bei anderen Völkern. Das iſt ohne weiteres zuzugeben. Der
tägliche Kampf um die eigene wirtſchaftliche Exiſtenz macht nun
einmal den Menſchen nicht zugänglicher für vernünftige ſachliche
Erwägungen, und auch der deutſche Charakter ſpielt hierbei eine
nicht unwichtige Rolle. Denn er hat in der Hauptſache erſt eine
innerpolitiſche Entwicklung ermöglicht, die gegenwärtig unſere
Exiſtenz als Staat und Volk aufs äußerſte gefährdet. Die
Auf=
faſſungen über das, was jeweils zum Wohle des Ganzen politiſch
und wirtſchaftlich getan werden ſoll, werden und müſſen zu
allen Zeiten verſchieden ſein. Es liegt auch in der Natur der
Menſchen begründet, daß die Auseinanderſetzungen darüber
immer dann an Schärfe zunehmen werden, wenn es ſich um
Exiſtenzfragen des Volkes handelt. Es iſt nicht nur das gute
Recht, ſondern die Pflicht eines jeden Staatsbürgers, ſich in
ſolchen Augenblicken mit allem Nachdruck für die eigene
Ueber=
zeugung einzuſetzen. Aber dieſe Auseinanderſetzungen müſſen in
dem Augenblick ihr Ende finden, in dem die Entſcheidung über
das, was getan werden ſoll, gefallen iſt. Auch diejenigen, welche
dieſe Entſcheidung bis dahin aus innerſter Ueberzeugung
be=
kämpft haben, müſſen genug Selbſtdiſziplin haben, um ſich in
die gemeinſame Front der Volksgeſamtheit einzugliedern, und es
iſt ein tragiſches Geſchick, daß eines der diſziplinierteſten
Kultur=
völker der Erde dieſe Selbſtdiſziplin in eutſcheidenden
Augen=
blicken ſeiner Geſchichte nicht immer aufzubringen vermochte.
Wörum es ſich bei den kommenden Verhandlungen mit den
Franzofen handelt, daß wir um unſere nationale Exiſtenz
kämpfen müſſen, darüber dürften im deutſchen Volk kaum
Mei=
nungsverſchiedenheiten vorhanden ſein. Ueber die taktiſchen
Methoden läßt ſich vielleicht ſtreiten. Aber fetzt kommt es nicht
darauf an, ob wir nationalſozialiſtiſche, volksparteiliche,
ſozial=
demokratiſche oder Zentrumspolitik machen, ſondern darauf, daß
wir alle ohne Ausnahme bemüht ſind, die derzeitige
Reichs=
regierung zu unterſtützen im Kampf für die Lebensintereſſen des
geſamten deutſchen Volkes. Das mag manchmal vielleicht nicht
populär ſein, mag unter Umſtänden einige Selbſtüberwindung
Seite 2 — Nr. 338
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
keſten. Aber der Kampf der Parteien muß aufhören, wenn er
die Intereſſen der Nation nicht mehr fördert, ſondern vielmehr
aufs äußerſte zu gefährden droht. Wichtiger als alle
inner=
politiſchen Auseinanderſetzungen, ſollte uns Deutſchen jene
un=
erhörte Rede erſcheinen, die Frankreichs Miniſterpräſident
letzt=
hin vor der franzöſiſchen Kammer hielt, wichtiger die Tatſache,
daß der letzthin in Paris tagende internätionale
Abrüſtungs=
kongreß von den Abrüſtungsgegnern, die man in dieſem Fall
wohl mit Recht als die Exponenten der franzöſiſchen
Volks=
meinung anſprechen darf, tumultuariſch auseinandergejagt
wurde.
Die Reichsregierung könnte eine derartige ſachliche
Ein=
ſtellung des deutſchen Volkes mehr fördern, den Parteiſtreit
nehr eindämmen, als das bisher geſchehen, auch ohne
Regie=
rungsumbildungen, ohne das, was ſie Experimente nennt. Sie
könnte das mit höchſt einfachen Methoden erreichen, die nur dazu
beitragen könnten, das allgemeine Mißtrauen aller gegen alle
zu verringern.
Eine wie verhäugnisvolle Rolle dieſes Mißtrauen ſpielt,
zeigt nicht nur die Reichspolitik, ſondern auch die Politik der
Länder und gegenwärtig insbeſondere die heſſiſche Politik. Daß
das Wahlergebnis vom 15. Nodember höchſt eindeutig war,
müßten doch eigentlich beſonders die Verfechter des
demokrati=
ſchen Gedankens ohne weiteres zugeben, und man ſollte
eigent=
lich nicht zögern, aus dieſem eindeutigen Wahlergebnis die
Fol=
gerungen zu ziehen. Aber davon iſt vorerſt noch ſehr wenig
zu verſpüren. Das gegenſeitige Mißtrauen läßt diejenigen,
welche die am 15. November zum Ausdruck gekommene
Volks=
meinung zu gemeinſamer Arbeit drängt, nicht zuſammenkommen
und vor lauter „taktiſchent Erwägungen” will keiner den Anfang
machen. Daß die Initiative bei den Nationalſozialiſten, den
Siegern vom 15. November liegt, entſpricht altem
parlamenta=
riſchem Brauch, eutſpricht auch ſicherlich dem Willen der
natio=
nalſozialiſtiſchen Wähler, die unſtreitig nicht deswegen dieſer
Partei ihre Stimmen gegeben haben, damit in Heſſen alles beim
Alten bleibt. Die Entwickluſig in Heſſen nach dieſen letzten
Landtagswahlen iſt aus ſchon mehrfach erörterten Gründen von
ſymptomatiſcher Bedeutung für die künftige Entwicklung im
Reich. Das ſollten die Führer der in Frage kommenden
ar=
teien, insbeſondere die Führer der Nationalſozialiſtiſchen Partei
M.
nicht überſehen.
Bom Tage.
Die verantwortliche Vernehmung des Landtagsabgeordneten
Ladendorff wegen des Zuſammenbruchs der Hausbeſitzerbank iſt
jetzt vom Staatsanwalt abgeſchloſſen worden. Ladendorff hat auf
das entſchiedenſte beſtritten, von den vorgekommenen
Bilanz=
fälſchungen etwas gewußt oder dabei mitgewirkt zu haben. Er
behauptet, ſelbſt durch den flüchtigen Direktor Seiffert getäuſcht
worden zu ſein.
Der 1. Strafſenat beim Kammergericht verurteilte den
Mu=
ſiker Georg Dupke wegen Verſuchten Verrats militäriſcher
Geheim=
niſſe zu Gunſten Polens zu 2 Jahren Zuchthaus und 3 Jahren
Ehr=
verluſt. Dupke hatte verſucht, ſich wichtige Nachrichten über den
Verteidigungszuſtand an der Grenze zu verſchaffen. Die
Verhand=
lung fand unter Ausſchluß der Oeffentlichkeit ſtatt.
Der Gründer des „Deutſchen Volkskurier”, die insbeſondere
der Propagierung des Arbeitsbeſchaffungsprogramms des Führers
des Reichsbanners Hörſing dienen ſollte, hat ſich entſchloſſen, mit
dem heutigen Tage das Erſcheinen des Blattes einzuſtellen.
Der Oberpräſident der Provinz Sachſen hat die „Halleſche
Univerſitätszeitung” auf zwei Monate; und zwar bis zum 2.
Fe=
bruar 1932, verboten. Das Verbot iſt erfolgt wegen der in der
Zeitung erſchienenen Artikel „Das Syſtem Grimme”, „Verboten”
und „Wenn der Gummiknüppel auf preußiſchen Hochſchulen
regiert”,
Der deutſche Vertreter im Sonderausſchuß der B.J.3., Dr.
Melchior, iſt zuſammen mit der deutſchen Abordnung in Baſel
ein=
getroffen. Der Sonderausſchuß tritt bekanntlich am Montag
zu=
ſammen.
Die franzöſiſche Kammer hat den zweiten Teil des
Notſtands=
arbeitsprogramms verabſchiedet, durch das man wenigſtens
teil=
weiſe die Arbeitsloſigkeit zu bekämpfen hofft. Insgeſamt ſind
3 476 000 000 Franken für die Finanzierung dieſer Arbeiten
be=
willigt worden.
Gandhi iſt geſtern vormittag nach Frankreich abgereiſt, um
nach Indien zurückzukehren.
Die Zweite holländiſche Kammer hat einen Geſetzentwurf
an=
genommen, der die Regierung ermachtigt, durch Dekrete
Kontingen=
tierungsmaßnahmen für die Einfuhr zu prüfen. Die
Ermächti=
gung gilt für drei Jahre und erlaubt der Regierung, alle
Kon=
tingentierungsmaßnahmen, die ſie zur Bekämpfung der
Wirt=
ſchaftskriſe in Holland für nützlich erachtet, zu gereifen.
In Mukden wurden 600 Kommuniſten verhaftet, bei denen
für das japaniſche Heer beſtimmte Flugblätter kommuniſtiſchen
Inhalts gefunden wurden.
Der Aufſtand in San Salvador iſt — britiſchen Meldungen
zufolge — beendet. Der bisherige Vizepräſident Martinez hat an
der Spitze eines Militärdirektoriums die proviſoriſche
Präſident=
ſchaft übernommen.
Die Geſamklebenshalkungskoften
ſeil November 1929 um 13,7 v. H. geſunken.
Berlin, 5. Dezember.
Berechnungen des Statiſtiſchen Reichsamts, denen die
Er=
hebungen in 72 Gemeinden zugrunde gelegt worden ſind, über den
Preisſtand im Vergleich zwiſchen dem November 1931 und dem
November 1929 ergeben folgende Zahlen, wobei man annehmen
darf, daß dieſe Zahlen auch bei den gegenwärtigen Beſtrebungen
der Reichsregierung zur Senkung noch überhöhter Preiſe eine
Rolle ſpielen werden: Für Brot und Mehl insgeſamt trotz einer
Erhöhung des Preisſtandes für Weizen und Kleingebäck minus
3,3 v. H., bei Nährmitteln insgeſamt (alſo Graupen, Haferflocken,
Zucker, Reis, Erbſen uſw.) minus 14,9 v. H., Kartoffeln minus
18,1 v. H., Gemüſe minus 37,1 v. H., Fleiſch, Fleiſchwaren und
Fiſch zuſammen minus 31,1 v. H. Bei Milch, Milcherzeugniſſen
und Margarine minus 25 v. H., Eier minus 24 v. H. Aus allen
dieſen Faktoren insgeſamt berechnet ein Minus von 20,4 v. H.
Unter Wohnung iſt allerdings ein Plus von 4 v. H. feſtzuſtellen.
bei Heizung und Licht ein Minus von 2,4 v. H., bei Bekleidung
insgeſamt ein Minus von 22,7 v. H., bei Verkehr wiederum ein
Plus von 3,6 v. H. Die Geſamtlebenshaltung ohne Wohnung iſt
danach gegenüber dem November 1929 um 17,4 v. H. gefallen.
Die geſamte Lebenshaltung einſchließlich Wohnung um 13,7 v. H.
Es handelt ſich dabei durchweg um Haushalte bis zu 3600 RM.
Jahreseinkommen, für die im Jahre 1928 z. B. 85 v. H. der
Be=
völkerung in Frage kamen, im Jahre 1931 dagegen entſprechend
den inzwiſchen geſunkenen Gehältern und Tariflöhnen für 90—95
v. H. der deutſchen Bevölkerung. Am Geſamtlebensſtand ſind
be=
teiligt Ernährung zu 50 v. H., Wohnung zu 20 v. H., Bekleidung
zu 10 v. H., Heizung und Beleuchtung zu 6 v. H., der Reſt, einſchl.
des allerdings beſonders in den Großſtädten verteuerten Verkehrs,
für ſonſtige Bedürfniſſe.
Reichsminiſter Schlange=Schöningen zur Ofthilſe.
Reichsminiſter Dr. Schlange=Schöningen bielt am Samstag
abend im Rundfunk eine Rede, in der er u. a. ausführte: Wer
etwa glaubt, Oſtpolitik von heute beſtehe darin, bei dem Stande
von 1914 anzuknüpfen, und ſeines Weges einherzumarſchieren, als
ſei inzwiſchen nichts geſchehen, der iſt ein Phantaſt. Man hat die
Frage aufgeworfen: Warum nur Oſtſchutz? Darauf kann ich nur
antworten, daß mir ſelbſtverſtändlich die bedrohliche Lage auch
anderer deutſcher Gegenden wohl bekannt iſt, und man wird
zweifellos auch dort nach volkswirtſchaftlich tragbaren Formen
ſchneller Hilfe ſuchen müſſen. Aber ich ſelbſt mußte doch natürlich
für diejenigen Gebiete eintreten, die mir nun einmal anvertraut
wurden. Man hat die Notverordnung einen ſchweren Eingriff in
das Privateigentum genannt. Wer aber hat heute noch das Recht,
die abſolute Unantaſtbarkeit, die Heiligkeit des Privateigentums
zu predigen? Wird nicht auf allen Gebieten der Wirtſchaft Tag
für Tag am Privateigentum gerüttelt? Es iſt ein Verbrechen
am oſtdeutſchen Bauern, am kleinſtädtiſchen Gewerbetreibenden,
am Land= und Induſtriearbeiter, wenn wir heute noch die törichten
Hoffnungen erwecken, als ob die wirtſchaftlichen Verhältniſſe der
Vorkriegszeit wiederherzuſtellen wären. Mit beſonderer
Lebhaf=
tigkeit iſt die Banken= und Händlerwelt gegen mich vorgegangen.
Ich verſtehe das. Ich habe die Unruhe durchaus begriffen, die
dort herrſche. Aber ich ſage zweierlei dazu:
1. Ich bin all dieſen Kreiſen in den Ausführungsbeſtimmungen
ſchon ſoweit entgegengekommen, daß eine tatſächliche Verletzung
von Rechten nicht mehr in Frage kommen wird und zweitens, ich
werde bei der Ausführung des Geſetzes auf die ja alles ankommt,
dafür ſorgen, daß ſie in äußerſter Schonung aller Gerechtſame
aus=
geübt wird. Viele meiner Kritiker in Berlin wiſſen ja gar nicht,
um was es ſich eigentlich handelt. Es handelt ſich nicht darum, im
Oſten einige mehr oder weniger zweifelhafte und unfähige
Exiſten=
zen auf ihrer Scholle zu halten, ſondern um das Leben und
Ster=
ben eines Landes. Vor uns erhebt ſich ganz groß die Frage der
Sicherſtellung des täglichen Brotes im kommenden Jahr. 60
Mil=
lionen Deutſche erwarten eine klare ſichere Antwort. Man ſoll
mir eines Tages nicht den Vorwurf machen, daß ich nicht
recht=
zeitig auf die drohende Gefahr des Hungers hingewieſen hätte.
Dr. Melchior mit der deutſchen Abordnung in Baſel.
Baſel, 5. Dezember.
Die deutſche Abordnung zu den am Montag vormittag
be=
ginnenden Verhandlungen des Sonderausſchuſſes der B. J.3. iſt am
Samstag mittag in Baſel eingetroffen. Dr. Melchior iſt begleitet
von Reichsbankdirektor Dr. Nordhoff, Dr. Berger vom
Reichs=
finanzminiſterium und den Vertretern der übrigen zuſtändigen
Miniſterien.
Präſident Mac Garrah und der amerikaniſche Vertreter im
Sonderausſchuß, Stewart, werden am Sonntag in Baſel erwartet.
M.antoiaas deim Adien Meaz.
Seit vielen Jahren lädt auch das Rote Kreuz St. Nikolaus zu
Gaſt. Teils um kleinen und großen Kindern eine Vor=
Weih=
nachtsfreude zu bereiten, teils — und dieſes „teils” iſt die
Haupt=
ſache — um aus der Freude am Geben, am Opfern denen Freude
zu bereiten, die vom Schickſal in die Rolle des Nehmens gedrängt
ſind. Wunden vielerlei Art zu heilen, wie es Aufgabe des Roten
Kreuzes im Kriege iſt, bleibt das, wenn auch in anderem Rahmen
Aufgabe im Frieden. Und die Not iſt groß!
Der Kartenverkauf war ſo gut, daß der Vorverkauf bereits
geſtern mittag geſchloſſen werden mußte.
Der Nikolausabend des Heſſiſchen Roten Kreuzes —
Landes=
verein vom Roten Kreuz und Alice=Frauenverein — war diesmal
in anderem Rahmen gehalten, wie ſonſt. Man hatte ſich auf eine
abendliche Veranſtaltung beſchränkt, und um möglichſt alle
Einnah=
men dem eigentlichen Zweck zuzuführen — ſehr begrüßenswert!
— auf koſtſpielige Arrangements verzichtet. — Wie immer wohnte
das Großherzogspaar dem Nikolaus=Feſt bei. — Die Heſſiſche
Spielgemeinſchaft Darmſtadt, Herr und Frau Heinz
Wieſ=
ſel und Frau Momber=Manecke hatten ſich in den Dienſt
der guten Sache geſtellt, und außerdem blühte erfreulich ſchön die
Opferfreudigkeit der Damen, die dem Roten Kreuz angehören und
naheſtehen. Sie waren nicht nur unermüdlich tätig an Büfetts
und Verkaufsſtänden, ſie hatten auch die Ausſtattung dieſer
Stände vielfach aus eigenen Mitteln beſtritten. Auch im
Spen=
den von Gewinnen für die glänzend ausgeſtattete Verloſung hatte
ſich Opferfreudigkeit vielfach gezeigt. Zeppelinfahrten und
Luft=
hanſa=Flüge, Dampfer=(Helgoland)Fahrt und Heag=
Omnibusfahr=
ten auf die Zugſpitze und in den Schwarzwald wurden gewonnen
neben vielen wertvollen Gebrauchsgegenſtänden uſw. uſw.
Der künſtleriſch=unterhaltende Teil des Abends wurde
einge=
leitet durch Konzert des Stadtorcheſters unter Kapellmeiſter Willy
Schlupp, der mehrfach im Programm und auch zum obligaten
Ball temperamentvolle Muſik bot. Herr Ernſt Ludwig Stay
ſprach einen von Herrn Amtmann K. H. Goebel gedichteten, die
Tätigkeit des Roten Kreuzes in Krieg und Frieden in ſchöner
luriſcher Form erläuternden und preiſenden Vorſpruch. Ein
be=
ſonders guter Auftakt zum Feſt des Wohltuns. Nachſtehend einige
Koſtproben:
Das Rote Kreuz! Wohl muß der Name wecken
in unſerer Bruſt des Krieges düſt’res Bild!
Dem geiſt gen Auge ſtellen ſich die Schrecken
des Schlachtfeldes dar, wo tauſend Hände ſtrecken
ich hilfeheiſchend noch des Schützers Schild”
Und doch: Nicht nur im ſchickſalsſchweren Grauen
des Völkermordens hat der Name Klang
des Roten Kreuzes: Auf ſein Wirken bauen
zu allen Zeiten jene, die vertrauen
auf guter Menſchen reinen Helferdrang!
Juſt heute, in den bangen Schickſalstagen
des deutſchen Volks, ſich uns entgegenſtreckt
ſo manche Hand! Hart hat ans Tor geſchlagen
in jedem Haus das bitterſte Entſagen,
wo keine Freude neues Hoffen weckt!
Drum ging an alle, die der Zeiten Nöte
jur lind berührten, unſer Werberuf:
„Bringt jenen einer Hoffnung Morgenröte,
die ringsum darben!” Geben, es erhöhte
noch immer den, der ſchenkend Segen ſchuf
Was Ihr uns heute weiht aus treuer Seele,
Es wird Euch ſelbſt zum inneren Gewinn!
ſtets bleibt der wunderbarſte der Juvele!
ein güt gesHerz! Heil uns, wenn heut’ nicht fehle
in dieſem Kreis der Samariterſinn!
Dank allen, die mit Künſten, edlen Taten,
zu dieſem Ziele tragen Stein um Stein!
Heut” gilt’s der köſtlichſten von allen Saaten,
rum laßt allein vom Herzen Euch beraten!:
Fürs Rote Kreuz! Das ſoll die Loſung ſein!
Dann kam — auch das war wohl Abſicht, denn gerade heute
tut ein bischen Frohſinn ſo not — der Humor zu ſeinem Recht
und er behielt die Herrſchaft durch den ganzen Ablauf des
Pro=
gramms hindurch. Der gute kernige, manchmal etwas derbe, aber
immer herzliche Darmſtädter Humor. Von Darmſtädtern ge
dichtet und von erſten Vollblutheinern geſpielt „Die
Sonder=
probe”, ein Sketch von Julius Harres, zeigte eindringlich und
luſtig die Nöte eines Liebhabertheater=Regiſſeurs, der einem
Liebespaar durchaus kein Temperament beibringen kann, was
end=
lich durch — ein Glas Sekt erreicht wird. Eduard Goebel
war der Regiſſeur und ſein ſchnell gewandeltes Liebespaar Hans
Harres und Lolo Schifferdecker. Später gelangte die
Dialektpoſſe „Samstag Abend in der Polizeiſtube
von Robert Schneider (aus dem „Lumpeawend”) unter der
geſchickten Spielleitung von Ernſt Langsdorf zur Aufführung
In dieſer luſtigen, gut charakteriſierenden und verſiflierenden
Poſſe wirkten die oft bewährten Kräfte der Heſſiſchen Spielge
meinſchaft mit: Richard Hinz. Aug. Groß, Georg Roden
häuſer, Hans Harres, Elſe Schopp, Lolo
Schifferdek=
ker, Hans Wolff, Julius Harres, Ernſt Stöſel und Frdr
Rettig. — Die heitere Angelegenheit fand allgemei Beffell.
Sonntag, 6. Dezember 70
we eierlichkeit der
öler die komm
Ueresſeiein
Form eine
führender chineſiſcher Staalsmänine
WIB. Nanking, 5. Dezeu
Die politiſchen Kreiſe der Hauptſtadt wurden duſt
Nachricht überraſcht, daß der chineſiſche Außenmi
Dr. Koo und der Vertreter Chinas bei den Verhandlunn
Völkerbundsrates in Paris Dr. Sze zurückgetrete
Präſident Dſchiang=Kai=ſchek hat Dr. Sze telegraphiſch
von ſeinem Entſchluß zurückzukommen und hinzugefin
chineſiſche Regierung würde ihn in ſeinen
Bemühungenm=
ſten Chinas energiſch unterſtützen. Der Präſident hat e
i0 Fraf
den Außenminiſter gebeten, auf ſeinem Poſten zu bleibdu
glaubt man allgemein, daß Dr. Koo morgen ins Amt nünd
men werde. Wie verlautet, wird Dr. Sze die chineſiſſhs
ſandtſchaft in London weiter leiten.
ern
Kanken gegen Einrichkung einer neukralen Plks teine 4ufg
lungen
TU. London, 5. Dezuine
In einer halbamtlichen Verlautbarung aus Kantou
ſtigte ſich zun
wie die „Times” aus Honkong meldet, der Plan der ſſ„süe ſei in der
tung einer neutralen Zone in der Mandſchurei angegrifſn, u ſetzter Minute
Schaffung einer neutralen Zone bedeute ſoviel wie einn!.el. Es unterlie
gabe der Mandſchurei an die Japaner, da das Gebiet, 1 0ny fommen werde
ſich die Zone erſtrecken ſolle, die einzige Ausfallſtraße A ſceich ſich dunn
durch die die chineſiſchen Truppen wieder in die Man0ſa us die zum Tei
einrücken könnten.
Nenſchen hätten
Zur Deckung der Sterlingverluſte g ner Mitg!
der Bank von Frankreich.
WTB. Paris, 5. Dezen
Havas will erfahren haben, daß ſich der Miniſterrat hä4wärte die Verbitt
mit einem Projekt beſchäftigt habe, das die Ratifizieruuzcnänger mit dem
zwiſchen der franzöſiſchen Regierung und der Bank von Füchdn die Na
abgeſchloſſenen Vertrages über die Deckung der von der Pc) üieſe Lote verlor
Frankreich infolge der Entwertung des Pfundes erlitten:m
luſte zum Gegenſtand hat. Das zu ratifizierende Abkomne
vorſehen, daß die Verluſte, die die Bank von 3iMalldsſchiag
reich infolge der Entwertung des enaiſ
Pfundes erlitten hat, durch Uebergabe Mdenlichial
Schatzbons in gleicher Höhe an die Banu zialiſten fü.
Frankreich gedeckt werden. Dieſer Schatzbon würm ſie gunze Welt zu
handelsgängige Bons der Amortiſierungskaſſe ausgetau uℳſroge der Außer
den. Der Schatz würde allmählich, und zwar gleichzeitig umm tnis zwiſche
Schatzbons, die die Bank von Frankreich zurzeit der Sc ſterem abhä
rung der alten Ruſſenbons erhalten hat, amortiſiert werri) gegenübe
Bank von Frankreich ſoll an der Deckung der
Urenm=
ihrerſeits teilnehmen, und zwar dadurch, daß ſie ſich an dcmde
tiſierung vermittels einer ſofortigen Kapitalszahlung urd 40and.
in Form von Jahresraten im Verhältnis zum Bruthzm Sd
beteiligt. Außerdem wird erklärt, daß die genanntenäodeh
mungen heute bereits vom Regentenrat der Bank vog imalſ
reich, der eigens dazu einberufen worden ſei, und von I"mer
waltungsrat der Amortiſierungskaſſe gebilligt worden ſefm /i
Die Putſch=Unkerſuchung in Ungarn. W uf der P
die Wel
EP, Budapet, 5. DeiWh. ſie politi
Zu den Nachforſchungen der Militärbehörden in 2luten fordere.
gelegenheit des vereitelten Putſch=Verſuchs meldet: hMgen Zuſa
hſinn.
Orszag”, daß der Gendarmerie=General Sch.
Militär=Anwaltſchaft vorgeladen wurde, um Aufklärrm
verſchiedene Umſtände zu geben. Der General ſoll bes
einigen Wochen ſeiner Stelle enthoben worden”
Die neuen Rigaer „Domherren” kraten zuſant
Riga, 4. De,a1Eaus bleil
Die auf Grund der Notverordnung des lettländiſcherag, Mi
miniſters eingeſetzte neue Verwaltung des Rigaer D0n den
zu ihrer erſten Sitzung zuſammen. Da der rechtmäßid e wieder
herigen Eigentümerin der Kirche, der deutſchen Domnt oſſreich ko
nur drei von den elf Sitzen im neuen Verwaltungn” 20 6.9
etrachte
gebilligt worden ſind, hat die deutſche Domgemeinde
chen des Einſpruchs keine Vertreter in den neuen Vermil
Bewei=
rat entſandt. Die neue Domverwaltung überſandte /92rſein. M
deutſchen Domgemeinde die ſchriftliche Aufforderung,g E/ e7 bishe
Domkirche zu übergeben.
eien, de
Schöne Kunſt in liebenswürdiger Form bot in dem
hübſch dekorierten intimen kleinen Saal — Frau Paull.
ber=Manecke, unſere ausgezeichnete Darmſtädter Laiol ſſo
lerin. Was dieſe Künſtlerin ſo ſehr ſympathiſch mache
Tatſache, daß ihre Geſangskunſt gleich guten Niveaus iſll
Beherrſchung ihres ſchönen Inſtruments. Vortragstau,
Kunſt einen ſich zu harmoniſcher Entfaltung. Es war Me himme
ſympathiſche Bereicherung des Programms.
Während des Balls wurden durch Herrn und Franu
ſel moderne Tänze vorgeführt. Im übrigen herrſchte
trieb an den Erfriſchungsſtänden. Kurz nach Mitternach:”n
Ziehung der Nikolaus=Lotterie ſtatt und es gab ob 9e"
Gewinne glückliche Geſichter!
Ap. Das Mädchen von Zakatlan. Roman von Otk9!
(Verlag Eugen Diederich, Jena. Preis geh. 2,50 RM.).
zwar natürliches und unvermeidliches, aber darum Nich”
lächerliches und vergebliches Bemühen des Menſchen, b
das grundſätzlich Unhaltbare, halten und fortſetzen 9ut
Ein deutſcher Forſcher kommt nach Mexiko, um den alten. L
nachzuſpüren. Die in dieſem wildromantiſchen Lande.!
forſcht ſind und verliebt ſich in ein Indianermädchen.
kind, das eine leidenſchaftliche Liebe zu dem Mänſe
deren Welt erfaßt, die zu einer Vereinigung dränge
ſchluß dieſer Liebesgeſchichte iſt tragiſch. Der Geliehle”
kurze Zeit nach Europa zurückkehren, nachdem ſchon ei
dung zwiſchen beiden eingetreten iſt. Aus Gram dart.
den Geliebten auf ewig verlieren ſoll, gibt ſie ſich ſeioſel
und rettet damit den Geliebten, der ſeiner Arbeit wie.
wird. Der Zauber einer fremden Welt umgibt und Mit.
ein, wir gleiten in eine „Unwirklichkeit” hinüber und bst
die Magie des Geſchehens. Es liegt etwas wunderbar.?"
auch verhaltene glutvolle Spannung über dem 9ſſ.
dem die gigantiſche Landſchaft mit dem romantiſchegd..
Geſchehen, das ſich in ihr vollzieht, verwoben wird.
Roman beſonders anziehend macht, iſt die Kraſt."
Geſtaltung, das tiefe Einfühlungsvermögen in uns Ueſe.
*t. Flammenzeichen an Rhein und Ruhr. Von Wervel.d
per. Schlieffen=Verlag, Berlin W. 35. 1931. 10 Sc
toniert 3,50 RM.
In einem atemraubenden Stil wird hier von So.
bei geweſen iſt von jener Zeit erzählt. Der Leiſchl.
ſehr tätiges Mitglied jener Treubundorganiſatio). .
die damals mit allen Mitteln gegen die Eindringe.
Partiſanenkämpfer unſerer Zeit, der Name Schlage.
gegen den Terror der Beſatzung wird vorgegant.
tiſten werden aufs Korn genommen und ſo mold.
oder Gefangenenbefreiung findet nun — ſoweit anch.
Aufklärung. Ein Buch, das tiefes nutionales Eite.
eigt, daß die Kräfte opferbereiter Jugend nicht Ge.
Dezember 1931
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 338 — Seite 3
hätler vor der Auslands=Preſſe.
hitlenit unk das Boxheimer Dokumenk eine Unverſchämtheit. — Anerkennung der privaken Schulden.
„Trbuke ſind Wahnſinn.” — Kampf den franzöſiſchen Erpreſſungsverſuchen!
Die neue Generakion nicht verankworklich für den Verſailler Verkrag.
„Aukſchland iſt nichk Karthago ...
I. und Frankreich iſt nicht Rom!”
aß die Rusnge aurzidehnen, den man als Wahnwitz bezeichnen müſſe, liſten in Erfüllung gingen, meint das Blatt, dann werde Hitlers
London, 5. Dezember.
Dasu zuptereignis für die heutigen Morgenblätter
et eiſnſaterview, das Adolf Hitler in Berlin
itigeſſVertretern engliſcher Blätter gegeben
Dem führer der Nationalſozialiſten ſetzte den engliſchen
rnaliſila ſeine Auffaſſung über die Lage und
ne Büſtellungen von der Zukunft
ausein=
er.
9, Hitler” ſſchäftigte ſich zunächſt mit dem Heſſen=Dokument und
uiufrte, ſWille ſei in der Partei allein maßgebend. Er denke
darau n letzter Minute die Grundſätze der Legalität über
da dz ad zu uweir. Es unterliege keinem Zweifel, daß die Partei
züs zur Liſſcht kommen werde.
Hitleru ſrach ſich dann über die kommuniſtiſche Gefahr in
ſchlanw us, die zum Teil das Heſſendokument erkläre.
meiſtein Nenſchen hätten noch nicht die geringſte Vorſtellung
der Uüſicneuerlichkeit der kommuniſtiſchen Gefahr. Er könne
ſt eiſelnen Mitgliedern ſeiner Partei
ver=
ten, züler die kommuniſtiſche Gefahr nachzu=
ſten ber esſei eine Unverſchämtheit, die Ge=
8. R fken 11 Form eines Dokumentes
niederzu=
hitler verlärte die Verbitterung und die
Kampfesentſchloſſen=
er Huf lſeiner zAhänger mit dem fortgeſetzten Kleinkrieg der
Kommu=
duri en die Nationalſozialiſten in dieſem Jahre 5000
Ver=
utdvſele Tote verloren hätten.
Bert 41 Eu Midungsſchlacht gegen den Bolſchewismus
Uehe Vekieint Deukſchland ausgefochken werden.
Natiomaczialiſten fühlten, daß es ihre Aufgabe ſei, dieſen
Auer ſpf fürg) ganze Welt zu gewinnen und ſie würden ihn ge=
Uhen. Zuſrftage der Außenpolitik hob Hitler hervor, daß
war At Ver Yütnis zwiſchen Frankreich und
Deutſch=
eich zurzl dvor ſterem abhänge. Aufeine Politik der
amortiſſtkreſſhig gegenüber Deutſchland ,die zum
der Dcu n füſhen müſſe, könne ſich Deutſchland nicht
G. daß ſe i/aſſeſnDeutſchland ſei nicht Kartahgo und Frankreich nicht
üsr Deugtſland, ſo erklärte er, könne nicht die politiſchen und
inis zſchaftliſhe Schulden zahlen, ohne ſeine Ausfuhr in einem
ganze Welt tatſächlich die Fortſetzung der franzöſiſchen
Vormacht=
ſtellung wünſche.
Hitler wies dann darauf hin, daß ſeine Partei
eine neue Generakion
darſtelle. Sie ſei nicht verantwortlich für den
Frie=
densvertrag von Verſailles und ſie würde auch
keine Verträge anerkennen, die Deutſchland
nichterfüllen könne. Auf verſchiedene Fragen äußerte ſich
Hitler auch über die Wirtſchaftspolitik. Er ſtellte dabei
folgende Forderungen auf: 1. Rückſichtsloſe Herabſetzung des
gro=
ßen Verwaltungsapparates in Deutſchland, 2. Rückſichtsloſe
Droſ=
ſelung der Einfuhr und 3. Beſeitigung aller politiſchen
Verpflich=
tungen. Die Forderung nach einer draſtiſchen
Ver=
minderung der deutſchen Einfuhr tauchte überhaupt
in den Hitlerſchen Bemerkungen immer wieder auf. Er brachte die
Theorie vor, daß durch Vermeidung des Ankaufes unnötiger
aus=
ländiſcher Lebensmittel eine Milliarde Reichsmark im Lande
blie=
ben, was den heimiſchen Markt in einem Ausmaß von 6—7
Mil=
liarden Reichsmark anregen würde. Die Zeitſpanne, die
verſtrei=
chen würde, bis die Nationalſozialiſten die Macht erlangten —
entweder allein oder wahrſcheinlicher noch zuerſt auf
Koalitions=
baſis — ſchätzte Hitler auf höchſtens zehn Monate. — „Times”,
fügt hinzu, man müſſe vielleicht mit der Hälfte dieſer Zeit
rechnen.
Roſenberg in London.
London, 5. Dezember.
Anläßlich der Anweſenheit des Chefredakteurs des „Völkiſchen
Beobachters”, Roſenberg, der hier vor einigen Tagen eingetroffen
iſt, veröffentlicht „Daily Maik” ein kurzes Interview. Darin
betont Roſenberg u. a., daß Deutſchland nach Anſicht der
Nationalſozialiſtiſchen Partei ſeine
Handels=
ſchulden bezahlen wolle, daß aber eine politiſche
und wirtſchaftliche Kataſtrophe nicht vermieden
werden könne, wenn nicht alle Reparationen und
Kriegsſchulden geſtrichen würden. Eine neue
Frie=
denskonferenz werde bald kommen. Sie werde das
Reparations=
problem den Problemen der Weltkriſe anpaſſen müſſen.
„News Chronicle” widmet der Ankunft Roſenbergs
ebenfalls einen Artikel. Wenn die Hoffnungen der Nationalſozia=
rat de E Naſunalſozialiſten würden die
Privat=
enſiwidenſ inerkennen. Aber ſie weigerten ſich
ſilligt vas enuſiſch, ſich politiſchen Erpreſſungen zu
rweren. Alles hänge davon ab, ob die Welt Frankreich
ien watk auf der Priorität der politiſchen Forderungen zu
en. han die Welt von Deutſchland die Fortſetzung der
udart ungen 1ü die politiſchen Erpreſſungen Frankreichs in der
von Ixuten fordere, ſo müſſe ſie ſich darauf gefaßt machen,
poliſtſiugen Zuſamemnbruch Deutſchlands zu erleben. Die
te ſeicky Vahnſinn.
Weltimerde um der politiſchen Farderungen
Zuſgfreichs willen zugrunde gerichket.
Lelt miſe entſcheiden, ob Frankreich mit ſeinem großen Heer
ſüſt ſeiner im itäriſchen Macht weiterhin der politiſche
Steuer=
ſber Aſupas bleiben ſolle, oder ob ſie Frieden und Wohl=
Whabein volle. Mit einer einzigen Ausnahme ſeien die
ſes dſchaft ſiſn Beziehungen zwiſchen Deutſchland und ſeinen
heken Gielden wieder hergeſtellt. Aber Einigungsverſuche
tein von Eankreich kommen und ſeien ſolange unmöglich, ſo=
Grmnruh die 65 Millionen Deutſchen noch als eine
zweit=
hich Ze Nauiu betrachte. Die kommende
Abrüſtungskon=
nz won der Beweis für den geſunden Menſchenverſtand
huzen MAlt ſein. Wenn man erlaubte, daß Frankreich ſeine
gen züü der bisherigen Höhe behielte, die gänzlich unnötig
Eine Sſerheit ſeien, dann würde dies bedeuten, daß die
Adjutant der jüngſte Außenminiſter ſein, den Deutſchland je
her=
vorgebracht habe. Wie Roſenberg einem Vertreter des Blattes
gegenüber betonte, ſei der Zweck ſeines Beſuches kein
Geheimnis. Die Nationalſozialiſten wollten ſich
ſeit einiger Zeit mit der Einſtellung der
eng=
lichen öffentlichen Meinung bekannt machen.
Ro=
ſenberg ſei gekommen, um ſeine Freunde hierüber zu befragen. Er
habe ausdrücklich bemerkt, daß es ſich bei dieſen Freunden um
pri=
vate Perſonen handele, nicht aber um Mitglieder der Regierung.
Auch habe er in Abrede geſtellt, den Gouverneur der Bank von
England geſehen zu haben.
Der Eindruck der Hitler=Erklärung in Amerika.
New York, 5. Dezember.
Die Unterredung Hitlers mit den engliſchen und
amerikani=
ſchen Berichterſtattern hat in den Vereinigten Staaten großes
Auffehen erregt und wird in der geſamten Preſſe an
hervor=
ragender Stelle wiedergegeben. Beſondere Beachtung findet die
Erklärung Hitlers, daß die Nationalſozialiſten, wenn ſie die
Macht erlangt hätten, die privaten Auslandsſchulden nicht
ver=
leugnen würden, ſondern lediglich die Tributzahlungen bekämpfen
wollten. Die Ausführungen Hitlers ſind für die Oeffentlichkeit
Amerikas umſo bedeutungsvoller, als die geſtrigen Kursabſchläge
an der New Yorker Börſe auf die unſinnigen, leider zu ſpät
dementierten Gerüchte zurückzuführen ſind, daß Deutſchland
un=
verzüglich ein Vollmoratorium erklären und den Goldſtandard
aufheben werde.
Nakionalſozialiſtiſche Kundgebung
im Berliner Sporlpalaſt.
CNP. Berlin, 5. Dezember.
Im Sportpalaſt veranſtalteten geſtern abend die
National=
ſozialiſten eine öffentliche Kundgebung, in der die
Reichstags=
abgeordneten Dr. Goebbels und Stöhr ſprechen ſollten. Für Dr.
Goebbels, dem — wie der Verſammlungsleiter mitteilte — das
Reden verboten war, ſprach Reichstagsabgeordneter Göhring,
der eingangs ſeiner Ausführungen die revolutionäre
Ein=
ſtellung der Nationalſozialiſten bejahte und ſie
dahin auslegte, daß ſie als Revolutionierung im Sinne einer
Um=
geſtaltung des weltanſchaulichen Denkens zu
ver=
ſtehen ſei. Sehr ſcharf ſprach der Redner für die reſtloſe
Auf=
hebung des Verſailler Vertrages und erklärte wörtlich: „Wir
Nationalſozialiſten werden Frankreich einſt ins Geſicht ſchleudern,
daß wir müde geworden ſind, einem Erpreſſer noch etwas zu geben.
Den anderen in Europa müſſen wir aber zurufen: „Geht
Deutſch=
land unter, dann ziehen wie die anderen mit in die Tiefe‟.
Der Redner, der ſodann die augenblickliche Haltung des
Zen=
trums kritiſierte, erklärte weiter, ſolange das Zentrum Seite an
Seite mit dem Marxismus gehe, ſolange gebe es für die
National=
ſozialiſten kein Verhandeln. Es ſei unrichtig, wenn behauptet
werde, die Nationalſozialiſten hätten mit dem Zentrum
Einigungs=
verhandlungen geführt. Wenn von den zerriſſenen bürgerlichen
Parteien und Organiſationen eine mitwirken wolle an der
Er=
reichung des von den Nationalſozialiſten geſteckten Zieles, dann
ſei ſie eingeladen, ſich hinten anzuſchließen, denn in erſter Front
ſtünden die Nationalſozialiſten.
Landtagsauflöſung in Thüringen abgelehnk.
Weimar, 5. Dezember.
Am Freitag abend wurde im Thüringer Landtag die
Auf=
löſung des Landesparlaments abgelehnt, daß ſich nur 10
Stim=
men der Kommuniſten, Nationalſozialiſten und
Deutſchnatio=
nalen für die Auflöſung fauden, während nach der Verfaſſung
mindeſtens 27 Stimmen erforderlich ſind. Der Abſtimmung
ging eine heftige Debatte voraus. Als der natſoz.
Fraktions=
führer Saukel erklärte, daß der anſtändige Teil des deutſchen
Volkes bei Hitler ſtehe, erhob ſich ein Sturm der Entrüſtung,
der zur Unterbrechung der Verhandlung führte. Der Redner
und ein weiterer Nationalſozialiſt wurden auf die Dauer von
5 Tagen von der Sitzung ausgeſchloſſen.
Kommuniſtiſcher Schulungskurs in Recklinghauſen
ausgehoben.
Am Freitag abend hat, wie das Polizeipräſidium mitteilt,
die Recklinghauſener politiſche Polizei gemeinſam mit der
Schutz=
polizei eine große Aktion gegen die KPD. unternommen.
Poli=
zeibeamte drangen überraſchend in den Saal einer Wirtſchaft
ein, wo die Unterbezirksleitung der KPD. Recklinghauſen einen
Schulungskurs abhielt. Es wurde eine große Menge
verdäch=
tiger Dinge beſchlagnahmt. 51 Perſonen wurden ins
Poli=
zeipräſidium überführt. Sie werden ſich wegen
Geheim=
bündelei und Vorbereitung zum Hochverrat zu
verantworten haben.
Gemeinſame Beſprechungen
der ſüddentſchen Landwirtſchaftskammern.
CNB. München, 5. Dezember
Angeſichts der großen Notſtände in der geſamten
ſüddeut=
ſchen Landwirtſchaft traten die Landwirtſchaftskammern von
Bayern, Württemberg, Hohenzollern, Sigmaringen, Baden,
Heſſen, Wiesbaden und Sachſen in der Bayeriſchen
Landesbauernkammer zuſammen. An den Verhandlungen
nah=
men auch Vertreter der ſüddeutſchen Regierungen teil. Es wurde
eine Reihe Vorſchläge zur Behebung der Wirtſchafts= und
Kapi=
talnot der Landwirtſchaft Süddeutſchlands einſtimmig
angenom=
men. Einen breiten Raum in den Erörterungen nahm auch die
kataſtrophale Lage des Waldbeſitzes ein.
Ferner wurde Stellung genommen zur ſeitherigen Regelung
der Futterwirtſchaft ſowie zur Einheitsbewertung 1931, wozu
eine Entſchließung angenommen wurde, in welcher eindringlich
eine der Verſchlechterung der Geſamtverhältniſſe gerecht
wer=
dende weitere Herabſetzung der Spitzenwerte für die Land= und
Forſtwirtſchaft ſowie für den Weinhandel gefordert wird. Was
die Vollſtreckungsſchutzmaßnahmen betrifft, ſo wurde an
Reichs=
kanzler Dr. Brüning namens ſämtlicher ſüddeutſcher
Landwirt=
ſchaftskammern das Erſuchen gerichtet, für alle gefährdeten
Be=
triebe zeitlich befriſtete Schutzmaßnahmen zu treffen.
Schließ=
lich wurden die Landwirtſchaftskammern noch vorſtellig bei der
Ständigen Tarifkommiſſion der Deutſchen Reichsbahngeſellſchaft
in der Frage der Eiſenbahntarife.
Pfſiſches Landestheaker.
Eluims Haus. — Samstag, den 5. Dezember.
Die Himmelsmauer.
W weulſuchtliches Märchenſpiel von Ernſt Hebermehl.
Ee elliche, verſtändliche Märchen=Handlung mit
E0, ernutreudigem Ausklang!
Wesſrachtsabend ſind zwei Geſchwiſter in den
ver=
en Wfu gegangen, um den Vater Holzhacker bei der
Gbzrchen. Sie verpaſſen den Vater und ihr höchſter
A iſt za, das verſtorbene Mütterlein im Himmel zu be=
2erbeg iſt gefahrvoll. Er führt zu den böſen Nixen,
Ve Riuus berzaubern möchten. Er führt in das Schloß der
m on die Jahreszeiten wohnen. Er führt über die
Regegla nbrücke ſchließlich zur Himmelstür. Im Him=
Iin deyr ? Engel Weihnachten begehen, klingt das Märchen
Das Weihnachtsmärchen beſchert erfahrungsgemäß die neuen,
kommenden Sterne des Theaterhimmels: als „Chriſtkind”
leuch=
tete Tommy Gerken in ſtrahlendem Gewand und
liebens=
würdigem Spiel.
Beſondere Freude” erregte es, als der Nikolaus (K. H.
Peters) ſelbſt erſchien und aus dem Kreis der jungen
Zu=
ſchauer nun Emmy, Mariechen, Kurt und wie ſie ſonſt noch
hießen, ihre Weihnachtsgedichte höchſt eindrucksvoll aufſagten!
Und als gar die gemeinſamen Weihnachtslieder durch das Haus
erklangen!
So hatten alle Mitwirkenden auf und vor der Bühne ihre
Freude an der hübſchen, ſtimmungsvollen Aufführung.
In der Halle des Theaters waren nette Zeichnungen
aus=
geſtellt, die elfjährige Schüler in Auerbach nach der Vorleſung
des Märchenſpiels angefertigt haben.
I..
ie weswolle Feier der Mutterliebe und der Chriſt=
Fauz3
Des iſt 34 Märchenſpiel auf eruſter, ethiſcher
Grund=
bonpang und Sprache ſind für die Kinder, für die es
Snis, iſt * jat faßlich. Dem Auge und der Phantaſie wird
Due geblſtz, und wenn der Zwerg Wurzelſuch einmal allzu
Wiend Mser will, ſetzt doch bald wieder ein luſtiger Zwi=
ind mirlienr Fortgang der Handlung ein. Den ſchönſten
ſariſtch Erndruck gibt das weihevolle Schlußbild der
ubſtnacht nHämmel.
ie-Alite haben mit beſtem Erfolg zuſammengearbeitet,
Een Mckien eine ſchöne Faſſung zu geben: Heinz Armold
Snelers y Eli Büttner und Frauz Lauger im Büh=
Dn GeiSfeiffer in der jechniſchen, Haus Macke in
Hilberit e Einrichtung, Beppo Geiger als Leiter der von
Neaneit geſchmackvollen Begleitmuſikt.
Le Nei n Geſchwiſter gelvannen ſich auf ihrer abenteuer=
Ei Bosztirig raſch die Herzen der Zuſchauer: Notraut
T A Ndar feſcher, tapferer Junge, der in gymnaſtiſcher
Sndbg21 4 olſten Purzelbäuue ſchoß, Eliſabeth Ligeti
Ner B stinr Stimme ein zartes, liebes Mädel.
DeNet. Zwerge unter der Erde erfreuten Hugo Keß=
Dn 2 Burzelſuch, und Kurt Metze als Zwergenkönig
D gs Spiel nicht weniger als der mit Kräuterte
Frühling” von Lena Hutter. In der höheren
en Aurels traf man P. Maletzki und K. Schind=
PlSwächter und Läthe Goihe als mütterlichen
Kleines Haus. — Samstag, den 5. Dezember.
Schnurrbuſch=Quarkett. — 2. Kammermuſik-Abend.
Ein ganz beſonders intereſſantes und abwechſlungsreiches
Programm hatte viele Freunde der Kammermuſik in das Konzert
gezogen. Man hörte zuerſt die ſehr jugendfriſche, leidenſchaftliche
Sonate für Violine und Klavier von Karol Szymanowſki, ein
Werk, das zwar reichlich die Kenntnis der Kammermuſik um
Brahms von ſeiten des Komponiſten beweiſt, das aber trotzdem
ganz eigen in der ſehr perſönlichen Sprache ſeiner Themen uno
ſeiner Formgebung iſt. Dann erklang die Rokoko=Suite für eine
hohe Singſtimme, Violine, Violoncell und Klavier, Opus 65, von
Hermann Zilcher, ein überaus liebenwürdiges melodiöſes
Lied=
werk, das reizvoll Suitenelemente mit Liedcharakter paart und
eine Reihe von wertvollen Gedichten des 18. Jahrhunderts in
zykliſchen Zuſammenhang bringt. Es iſt eine Suite an die Freude,
die im Schlußſatz denn auch der hehrſten Hymne an die Freude ihre
Ehrfurcht durch Uebernahme der Beethovenſchen Melodie in den
Inſtrumentalſatz erweiſt. Reiche Abwechſlung ſetzt die Teile
bedeut=
ſam voneinander ab, von beſonderer Herzenswärme iſt „Die
Nacht”, ſehr geſchickt und originell die Fuga burlesca zu dem ſo
viel komponierten Text von Hagedorn „Die Alte‟. Den Schluß
bildete das herrliche Klavierquintett von Anton Dvorak in A=Dur,
Opus 81, bei dem vor allem ſeine Gabe, volksmuſiknahe Gedanken
intereſſant zu entwickeln, glänzend in Erſcheinung tritt.
Die Sonate ſpielte Herr Konzertmeiſter Schnurrbuſch mit
der ganzen Reife ſeines techniſchen und muſikaliſchen Könnens,
hervorragend durch den Pianiſten Guſtav Beck unterſtützt, der
wieder bewies, daß er im Kammermuſikſpiel ein wirklich Berufener
iſt, daß hier ſein ſtarkes Temperament und ſeine höchſt künſtleriſche
Geſtaltungskraft nicht etwa durch das Zuſammenſpiel gehemmt.
ſondern im Gegenteil zu ganz glänzender Entfaltung gelangt.
Dies war ebenſo wie in der Sonate auch in den beiden andern
Werken der Fall, wo er in ausgezeichneter Rhythmik und doch
immer tadellos ſich anpaſſend ſpielte. Wir wünſchen dem
Künſt=
ler, daß er am Montag im Symphoniekonzert in ebenſo
ausgezeich=
neter Stimmung und Geſtaltungsfreiheit ſpielt, ebenbürtig dem
vorjährigen Vortrag des Brahmskonzertes, der damals geradezu
Aufſehen erregte. In der Suite ſang Frau Suſanne Horn=Stoll
die führende Singſtimme. Sie hatte ſich ſo ausgezeichnet
einge=
fühlt, beherrſchte die gar nicht leichten Geſänge ſo überlegen, und
ſang ſo warm und ſchön, daß wir von dieſer Leiſtung ehrlich
be=
geiſtert waren. Als die Künſtlerin die Peterſen=Meſſe ſang, da
war die Leiſtung ähnlich, während kürzlich bei Bruckner und Bach
ein gewiſſes Flackern der Stimme den Ton unſicher machte. Davon
war heute nichts vorhanden, ja der Stimmklang war von einer
Lieblichkeit, wie man ſie ſelten hört, der Wechſel des Ausdrucks
wurde auch durch die Klangfarben beſtens unterſtützt, einzig eine
deutlichere Ausſprache hätte man noch wünſchen können. Außer
Paul Schnurrbuſch trat vor allem noch der ausgezeichnete junge
Celliſt Hans Andrä in den Vordergrund, ſein Spiel iſt überaus
klangſchön und tonrein. Die beiden andern Herren. =A. Fillſack
und W. Horn wirkten diesmal nur in dem einen Quintett mit,
fügten ſich aber gerade in dieſem dankbaren Werk durch
hingeben=
des und temperamentvolles Spiel gleichwertig in das Enſemble
ein. Wie am erſten Abend war das Haus erfreulich gut beſucht,
und der ſehr reiche Beifall bewies den Künſtlern, daß ſie durch
Vortragsfolge und Art der Ausführung ſich den Dank und die
An=
erkennung ihrer Hörer erworben haben.
F:7.
Eugeuie Schumann: Robert Schumann, Ein Lebensbild meines Vatero.
Leipzig 1931. Koehler u. Amelang. G.m.b. H. Reichilluſtriert.
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„Dem Teuren ſtrebe nach; er war ein ſchöner Meuſch im höchſten
bekannt durch Herausgabe ihrer Erinnerungen — das Lebensbild des
Vaters ſchuf. Aus reizvoll intimen, noch unveröffentlichten Zeugniſſen
wie dem in den erſten drei Ehejahren gemeinſam geführten Tagebuch
von Klara und Robert Schumann, das eine wertvolle Ergänzung zu
der weiverbreiteten Biographie von Klara Schumann bietet, und den
zum erſten Mal wiedergegebenen Aufzeichnungen der Tochter Marie,
läßt die Verfaſſerin nicht nur den anerkannten Künſtler, ſondern vor
allem den vielverkannten Menſchen, den Kämpfer um die höchſten Ziele
der Meuſchheit vor uns erſtehen, deſſen unſeliges Ende ſeine Geſtalt
tändnisvolle Leſer wird ſeine
der Nachtvelt verdunkelt hat. Der
Freude daran haben, wvie tief die Tochter Weſeu und Wirken des nie
gekannten Vaters nachempfindet, weil ſie Blut von ſeinem Blute in
ſeinem Geiſt erzogen, mit ſeiner Muſik aufgewachſen iſt. Der heiße
Wunſch hat Eugenie Schumann die Feder geführt; es möge ihr
ge=
lingen, das Bild des auserwählten Menſchen frei von allem Zufälligen
und Irrtümlichen, wie es ihre Liebe hellſeheriſch beſchworen, in denen
z erchn die fin Künßkertum gersbnn.
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Wef
(Anſchritt.)
Der Vorſiand
gez. Willand.
gez. Kluge.
Jak. Nohl, Darmstell
jd
Wilhelminen
[ ← ][ ][ → ]F. Dezember 1931
Aus der Landeshaupkſtadt.
Darmſtadt, den 6. Oezember 1931.
Die Weihnachtsferien.
m ſchreibt uns: Fällt der erſte Weihnachtsfeiertag auf
Bſuag. Samstag oder Sonntag, ſo ſchließen die Schulen
maſ am Mittwoch vorher, dieſes Jahr alſo am 23. Dezem=
Hoalnterricht wird dann zwei Wochen ſpäter, an einem
ouners” da aufgenommen, wo er vierzehn Tage abgebrochen
urde, uaß doch eine volle Woche entſteht. An manchen
Schu=
wurugun ſchon bekannt gegeben, daß dieſes Jahr von dieſer
„hwichen werden und der Unterricht ſchon am Samstag
NDezember, ſchließen ſoll. Dieſe Maßregel iſt völlig un=
Mu0 Zu keiner Zeit des Jahres können die Kinder weniger
eie’s in den Weihnachtsferien. Sie ſitzen alſo gelangweilt
Zimern und ſtören und beobachten die Eltern und
be=
z=Mutter in den Vorbereitungen zum Feſte. Sie wiſſen
wiree ſich beſchäftigen ſollen und ſind überall im Wege.
ue Sprſeichen ſind noch nicht da, und die alten feſſeln die Auf=
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 338 — Seite 5
Schulen auch dieſes Jahr
s in jeder Hinſicht zweck=
Mrinterium für Kultus und Bildungsweſen. Am 1.
Dezem=
hurde an Stelle des auf ſein Nachſuchen von dem Amt
mipflegers für die Bodenaltertümer in der Provinz
matbundenen Profeſſors Helmke zu Gießen mit Wirkung
mber d. J. bis auf weiteres der Privatdozent an der
eſität Gießen. Dr. Heinrich Richter, zu Gießen zum
flger für die Bodenaltertümer in der Provinz Ober=
Veſnzung. Am 28. November 1931 wurde der Förſter
Jo=
es Deer zu Arnshain in gleicher Dienſteigenſchaft in die
ach des Forſtamts Grünberg verſetzt.
Aus em heſſiſchen Schuldienſt entlaſſen wurde: Am 27. No=
„iLehrerin Anna Würz an der Volksſchule zu Münſter,
dichorg. auf ihr Nachſuchen, mit Wirkung vom 1. Januar
Vetſtung in den Ruheſtand: Auf Grund des Geſetzes über
ersruinze der Staatsbeamten vom 2 Juli 19. Dezember
cA. S. 509 und 511) in der Faſſung des Geſetzes vom
125 (Reg.=Bl. S. 249) tritt am 1. Januar 1932 in den
enatspräſident beim Oberlandesgericht zu Darmſtadt
Hainer.
Faleröffnung der Darmſtädter Volksbank. Die Darm=
Volivank e.G.m.b.H. öffnet am Montag, den 7. Dezember
wieit ihre Schalter und hält ſich für die Erledigung
ſämt=
banugehäftlichen Transaktionen zur Verfügung. (Vgl. heu=
Anzeiuze
Hühez Alter. Frau Ww. K Kämmerer,
Mauer=
e24 .oird am 7. Dezember 88 Jahre alt.
WeAluchtsmeſſe in der Kunſthalle am Rheintor. Am Sonn=
Bruhdem ſ.). Mts., wird in der Weihnachtsmeſſe der heſſiſchen
ſtlerſchty in der Kunſthalle am Rheintor eine Tombola er=
AlelFet, dienn großen Oberlichtſaal aufgeſtellt iſt. Die Gewinne
von diaKunſtlerſchaft geſtiftet, ſo von Profeſſor
Enders=
ſtbach /2os italieniſche Landſchaften, Leo Kayſer
Radierun=
ried Mn ebenſu on Sophie Groſch=Mainz, von Willi Hoffer=
9.m/94 Aqurlle und Holzſchnitte. Daniel Greiner=Jugenheim
ſchnitt nt Motiven aus der bekannten „Greinerbibel” Pauln
Andlung
er jrzeichnungen, Martin Kraus Originalzeichnungen,
Deunrt Holzſchnitte, Alexander Poſch
Originalzeich=
unsladierungen, Hans Vielmetter Litos, ſizilianiſche
häftern Marcel Richter Holzſchnitte, ebenſo von Georg
twſier u. a. m. Das Los koſtet 30 Pf., der Gewinn
dem Gwinner ſofort überreicht und kann für den
Weih=
stiſch /Brwendung finden. Es ſoll außerdem auf die
Los=
zu M Porträtgewinnen hingewieſen werden, die Beſucher
Git Wi. Neſſe bon die Gelegenheit, ein Porträt von ſich zu gewinnen,
bewinnewerden noch vor Weihnachten ausgeloſt, und der
—iner lan ſich den Künſtler, der ihn porträtiert, ſelbſt
aus=
en. TDijeweiligen Gewinnummern werden an dieſer Stelle
unt gaoben Der Eintritt zur Weihnachtsmeſſe iſt frei,
hiß itags =n Werktags von 10—1 und 3—6 Uhr geöffnet.
Büeſſetube Alfred Bodenheimer. Die Ausſtellung des
adteirsA nton Hartmann, die durch den Maler ſelbſt
Mittwot dem 2. Dezember, eröffnet wurde, begegnet ſehr
iſtem Irereſſe. Hartmann zeigt ſeine neueſten Arbeiten;
alereis eichnungen und Radierungen. Am Mittwoc
Szembeß wird die Ausſtellung geſchloſſen, um dann einer
en Auſtlluung von Piper=, Hanfſtaengel= und Bruckmann=
Fen Pllnzu machen.
FOrtsleverbeverein und Handwerkervereinigung Darmſtadt.
ten Mlviedern vermitteln wir hierdurch eine Einladung des
ſchen Aetenbundes zu einem Vortrag von Herrn Profeſſor
uka Gon der Univerſität Tübingen, der am Samstag, dem
emben. J., im Städtiſchen Saalbau über das Thema „Die
kwinichaftskriſe” ſpricht. Es wird darauf
hingewie=
daß jelneſich heute ein klares Bild von den Kräften machen
die dieVeltwirtſchaft und die deutſche Wirtſchaft bewegen.
hednex.n führender Volkswirtſchaftler, ſoll neue, tiefe Ein=
und ſſtpferiſche Gedanken zu dem genannten Vortrag
Zeſſiſches Landestheater.
Preiſe 0 70—5.60 Mk. ſtag, 7. 5.R 20. Ende vor 22 Uhr. Viertes Sinfonie= Kon=
zert. Preiſe 1—5.50 Mk. tag, 8,9%z 19½—2234 Uhr. Dſt Volksb. G (5. Vorſtellung)
Gr. I—1V. Die Macht des Schickſals. 0.70.5 60. Kleines Haus. A 15—17 Uhr. Die Himmelsmauer. Cin Weih=
nachtsmärchen. Preiſe 0.40—2 Mr.
20, Ende gegen 22½ Uhr. Heſſenlandmiete IV 4
Maria Magdalene. Preiſe 0 60—4 50 Mk.
Keine Vorſtellung. 20—22 Uhr. Zufatzmiete I, 5. Maria Magda=
lene. Preiſe 0.60—4.50 Mk.
geis ie elfjährige Schüler in Auerbach zu dem
Märchen=
g.ümmelsmauer” angefertigt haben, heute vor=
Dne—1 Uhr im Grünen Foyer des Landestheaters
aus=
elt ſinda
Sn AAllommenes Weihnachtsgeſchenk bietet das Heſſiſche
SioearRlurch in dieſem Jahre wieder in Form von Weih=
*=Sſhas und Weihnachtsmieten, die vom 20.
er D E0 März 1932 gelten. Der Beſitzer des Weihnachts=
I5 ſchon von 4,50 RM. aufwärts gibt — kann belie=
*Flellungen beſuchen bis der Nennwert des Schecks er=
* P Platzart und Zahl der Karten, die er zu einer
SsIhgn iben will, werden von ihm beſtimmt. Die Weih=
Swictehu mfaſſen ſechs Vorſtellungen zu einem ſehr niedri=
2 Elwr Raten zahlbaren Preis. Werk, Tag und Zahl
itkEens hn der Inhaber beſtimmen. Auf dieſe Weiſe hat
hlichkeit ein Weihnachtsgeſchenk zu erwerben, das
Seiſchenin große Freude bereitet.
* Eine Weihnachtsmeſſe
veranſtalten die Jugendbünde der Johannes=
Ge=
meinde im großen Saale des Gemeindehauſes, Kahlertſtraße 26.
Echt weihnachtlich ſind die vielen hübſchen Gegenſtände, die alle
von den Mitgliedern der Jugendbünde der Johannesgemeinde
handgearbeitet und an den Wänden des Saales ausgelegt ſind.
Die Mädels und Jungens haben recht beachtliche Stücke
ange=
fertigt, und u. a. Klein=Kinderkleidchen. Schürzen, Spielſachen, aus
Holz geſägte und bemalte Tierfiguren ſelbſtverfertigt. Notizbücher
und ſonſtige kleine exakt ausgeführte Buchbinderarbeiten.
Weih=
nachtsbeutel und Goldpapierſterne für den Chriſtbaum uſw.
Be=
ſondere Beachtung verdienen die aus alten Silberſtücken
herge=
ſtellten, ſehr ſauber und ſchön ausgeführten Broſchen und
An=
hänger, die auf der Meſſe zum Kauf ausliegen. Weiter findet
man noch Handarbeiten aller Art, Divankiſſen und dergleichen
und — was die Hauptſache iſt, trotz der mühevollen Handarbeit,
die ſicher auf jedes einzelne Stück gelegt werden mußte, ſind die
Preiſe, der heutigen ſchweren Zeit angepaßt, nicht zu hoch. Kein
Wunder, daß bereits geſtern ein ſtarker Beſuch und lebhafter
Ver=
kauf eingeſetzt hat, zumal der Reinerlös zugunſten des
Land=
heims der Jugendbünde der Johannesgemeinde Darmſtadt
ver=
wandt wird. Die vielen Gegenſtände, die glückchen Gewinnern
der reichhaltigen Tombola winken, ſind auf einem großen Tiſche,
inmitten des Saales ausgelegt. Angegliedert iſt der Meſſe eine
eigene mit Adventgrün geſchmückte Kaffeeſtube. Beſuch der (4.)
reichhaltigen Meſſe, die noch heute von 11—19 Uhr geöffnet iſt,
kann nur empfohlen werden. Schattenſpiele für Kinder beginnen
heute nachmittag 15 Uhr.
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Sonnkagsrückfahrkarken zum Weihnachtsfeſt.
Die deutſche Reichsbahngeſellſchaft hat dem Publikum ein
an=
genehmes Weihnachtsfeſt bereitet. Iſt es doch möglich, bereits am
23. Dezbr. mittags 12 Uhr mit einer Sonntagsrückfahrkarte
ver=
ſehen, ſeine Feſtreiſe anzutreten. Erſt am 4. Januar vormittags
9 Uhr braucht man ſich auf die Rückreiſe zu begeben. Mit dieſem
Entgegenkommen iſt die deutſche Reichsbahngeſellſchaft über alle
Erwartungen der Verkehrskreiſe hinausgegangen und hat
be=
wieſen, daß ſie doch ein fortſchrittlich eingeſtelltes
Verkehrsunter=
nehmen iſt.
Es iſt möglich, die Bezirke, in denen Sonntagsrückfahrkarten
gelten aneinanderzureihen, ſo daß der Reiſende z. B. von
Darm=
ſtadt bis Stuttgart mit einer Sonntagsrückfahrkarte fahren kann.
von dort mit einer ab Stuttgart gültigen bis München uſw. Auf
dieſe Weiſe kann der Reiſende einen erheblichen Teil des
Fahr=
geldes erſparen.
Der Verkehrsverein Darmſtadt hat ſich dieſer Angelegenheit
angenommen und iſt bereit, zu den amtlichen Bahnpreiſen
An=
ſchlußkarten an den Darmſtädter Bezirk zu beſorgen. Allerdings
müſſen dieſe Beſtellungen rechtsverbindlich ſein und bis ſpäteſtens
17. Dezember vorgebracht werden. Die entſtehenden Portokoſten,
die ſich nur auf wenige Pfg. belaufen können. müſſen von dem
Be=
ſteller getragen werden. Der Verkehrsverein Darmſtadt (
Reiſe=
büro, Luiſenplatz 4, Tel. 221) bittet, von der angebotenen
Mög=
ichkeit regen Gebrauch zu machen. Er iſt beſtrebt. dem Intereſſe
des Publikums auch in dieſer Hinſicht gerecht zu werden.
Ratskeller-Gaststätte, Markiplafz
Bedentend ermäßigte Speisenkarte, billige Wein- und Bier-Preise.
Mittag- und Abendessen zu ſ.00, 1.30 und 1.60 (17578
Orpheum.
„Die Herberge des Glücks” ſteht in Paris auf dem Montmartre
und beherbergt vorwiegend amerikaniſche Studenten. Von ihnen
hat ſich Bob in Paris zum Lebemann ausgebildet, ſein Freund
Dick liebt das Wirtstöchterchen Ninette. Ihr Glück wird geſtört
durch die plötzliche Ankunft ſeiner Verlobten, die mit Dicks Vater,
der der Prohibition eine Weile entrinnen will, aus Amerika
her=
übergekommen iſt. Das gibt natürlich mancherlei Verwicklungen
und führt ebenſo natürlich ſchließlich zu einem alle Teile
befrie=
digenden Schluß. Das Ganze eine harmloſe Operette mit netter
Muſik und durchaus entſprechender Beſetzung. Geſanglich war Gerti
Kuthan als Ninette am beſten. Das Publikum war ſichtlich
und hörbar zufrieden.
Darmſtädter Künſtler auswärts. Geo Meyer=Monthy,
ein früherer Schüler der Opernſchule der Städt. Akademie (
Ge=
ſangsklaſſe Profeſſor Carl Beines), ſeit 1928 am Stadttheater in
Ulm, hatte bei der 150jährigen Jubiläumsfeier des Ulmer
Stadt=
theaters großen Erfolg als „Hans Sachs” in Wagners
Meiſter=
ſinger. Die Zeitungen ſchreiben: „Neu=Ulmer Anzeiger”: An erſter
Stelle muß diesmal Hans Sachs von Geo Monthy Erwähnung
finden. Seinem Geſang, ſeiner Darſtellung verleiht er Format.
Das Weſen des dichtenden Meiſters iſt ſeeliſch ſo erhaben erfaßt,
ausgeglichen und gemütstief erlebt, daß die ganze Sympathie einer
der ſchönſten Partien aller Opern mit ſeinem Träger identiſch
wird. Monthy verdient für ſeinen Sachs den goldenen Lorbeer.
— „Donauwacht”: Sehr gut Geo Monthy als Meiſterſinger, er
bleibt nicht in der Schablone hängen, ſondern iſt in ſeiner Art des
Spielens der überlegene Meiſter, der temperamentvolle Poet rück:
vor dem abgeklärten Philoſophen in den Hintergrund. Dieſe
Auf=
faſſung iſt ſehr fein. Geſanglich war Monthy der Beherrſchende. —
Die aus der Schule von Mathilde Weber hervorgegangene
Al=
tiſtin Heidi Paulcke erhielt in Karlsruhe bei einem
Lieder=
abend folgende Kritiken: „Badiſcher Beobachter”: „Die Sängerin
verfügt über ein außerordentlich umfangreiches voluminöſes, ſicher
tragfähiges Organ, deſſen Schulung kaum einen Wunſch offen
läßt; die Stimme iſt in allen Lagen ausgeglichen, neben der
be=
ſonderen Leuchtkraft der Mittellage überraſcht die leichte und freie
Höhe und überzeugt die paſtoſe Tiefe. Neben dieſen rein
ſtimm=
lichen Vorzügen tritt die klare und deutliche Ausſprache, die kluge
geiſtig beherrſchte und vertiefte Vortragsgeſtaltung, die auch einer
überlegenen mimiſchen Ausdrucksfähigkeit und der Wärme des
Empfindens nicht entbehrt." Karlsruher Tagblatt‟: „Die
wohlausgeglichene Altſtimme mit ihren bezaubernden Tönen,
be=
ſonders in der Phraſierung der Schubertſchen Lieder, folgt jedem
Ausdrucksverlangen. Die Stimmführung in Mittellage und Tiefe
iſt vorzüglich und geht auf ſamtweichen Glanz aus in den der
be=
ſelte und den Lauſcher beſeelende Ausdruck eingebettet wird — der
Ausdruck einer geſchloſſenen ſtarken künſtleriſchen Prſönlichkeit.”
— Hausfrauenbund. Zu unſerer Adventsfeier am Dienstag,
dem 8. Dezember, nachmittags 4 Uhr, im Gartenſaal des Saalbaus,
laden wir unſere Mitglieder ganz beſonders herzlich ein. Die
Feier wird umrahmt von muſikaliſchen und geſanglichen
Dar=
bietungen. Anſprache der Vorſitzenden über Weihnachtsſitten und
Gebräuche. Karten ſind noch in der Geſchäftsſtelle, Montag von
10—12.30 Uhr, zu haben.
Miſtangsteſt bes Hrale.
Ehrung verdienker Miiglieder.
* Die Stiftungsfeſte der Clubs und Vereine fallen in dieſem
Jahre in ſchwere Notzeiten, und die Vorſtände erwägen daher ohne
Ausnahme, ob ein Recht beſteht, den Tag der Clubgründung in
irgendeiner Form zu begehen. Auch der H.A.C. ſtellte dieſe
Er=
wägungen an. Man kam dann zu dem Reſultat, daß der 22.
Ge=
burtstag des Clubs im ſchlichteſten Rahmen einer engen
geſell=
ſchaftlichen Veranſtaltung zu feiern ſei, einmal, um die
Clubmit=
glieder wenigſtens einige Stunden den grauen Alltag vergeſſen zu
laſſen, zum andern aber, um verdiente Mitglieder an einem
be=
ſonderen Ehrentag des Clubs gebührend zu feiern. Mit Recht hält
man auch die Feier eines Clubgeburtstages für angebracht, um den
Clubmitgliedern neuen Zuſammenhalt zu geben.
In dem feierlich mit friſchem Grün, den Clubſtandarten des
H.A. C. und befreundeter Clubs geſchmückten, mit Kerzen und
elek=
triſchen Glühbirnen beleuchteten Clubheim fanden ſich
verhältnis=
mäßig zahlreiche Mitglieder ein, die bei geſelliger Unterhaltung
und Tanz bei grter Muſik einige frohe Stunden zuſammenblieben.
Präſident Kahlert nahm Gelegenheit, im Namen des Vorſtands
des Heſſiſchen Automobil=Clubs die Mitglieder herzlich
willkom=
men zu heißen. Er wies auf die Bedeutung und Tätigkeit des
H.A.C. hin. deſſen erſtes Stiftungsfeſt im Britannia=Hotel
ge=
feiert wurde. Der H.A.C. genieße bei Behörden und den anderen
Verbänden hohes Anſehen und habe für den Automobilſport ſchon
mancherlei erreicht.
Im weiteren Verlauf des Abends nahm Präſident Kahlert die
Ehrungen
verdienſtvoller Mitglieder vor. Herrn Präſident Dr. E Schenck
wurde für 20jährige treue Mitgliedſchaft die ſilberne
Clubehren=
nadel mit goldenem Kranz zuerkannt. Der erfolgreichſten Ziel=
und Sternfahrerin des Jahres 1931, Frau Annemarie Gaſtell,
wurde in Anerkennung ihrer vielfachen hervorragenden ſportlichen
Erfolge, die der Präſident nochmals bekannt gab, die höchſte
Aus=
zeichnung des H.A.C., die Sportplakette überreicht. Die
gleiche Ehrung wurde dem erfolgreichen und bekannten Rennfahrer
Herrn Fritz Hedderich übergeben. Die Geehrten haben in
zähem ſportlichen Ringen die Farben des Clubs zum Siege geführt
und damit auch dem Namen des Clubs zu Achtung und Ehre in aller
Welt verholfen. In ein dreifaches Hoch wurde begeiſtert
ein=
geſtimmt.
In ſeinen herzlichen Dankesworten an den Club für die hohe
Auszeichnung gedachte Herr Hedderich ſeines Freundes
J. Gaſtell, der ihm Freund und Manager zugleich ſei und ihm
letzten Endes mit zu ſeinen Siegen verholfen habe. Die Ehrung
werde ihm Anſporn ſein, neue Siege an die Fahnen des Clubs
zu heften.
Bei angeregter Unterhaltung in echter Clubkameradſchaft und
echtem Sportgeiſt verliefen die Stunden in den von dem
Geſchäfts=
führer des Clubs, Herrn Darmſtädter, mit viel Mühe und Liebe
ſo ſchön und heimiſch hergerichteten Clubheim nur allzuſchnell. Auch
dieſes ſchlichte 22. Stiftungsfeſt wird allen Teilnehmern in
ange=
nehmer Erinnerung bleiben.
— Weihnachtsfeier in der Pauluskirche. Wir erinnern noch
einmal an die heutige Weihnachtsveranſtaltung „Das
Iſen=
heimer Weihnachtswunder. Deutſche Weihnacht
in Bild und Lied” in der Pauluskirche, abends
5, 30 Uhr. Der Eindruck dieſer Weihnachtsfeier wird beſtimmt
von dem ſchlichten Verſuch eines künſtleriſchen und inhaltlichen
Zu=
ſammenwirkens von Bild, Bilddeutung und Geſang. Die
Iſen=
heimer Weihnachtstafel, das lieblichſte und zugleich erhabenſte
Weihnachtsbild unſerer deutſchen Kunſt, läßt ganz abſeits von
allen bekannten volkstümlichen Darſtellungen den Schauenden die
Chriſtgeburt erleben als den Inbegriff des höchſten Wunders,
als Herabkunft des bildloſen ewigen Gottes in Menſchengeſtalt,
als Offenbarung, als Inſpiration. Die Iſenheimer
Weihnachts=
tafel iſt die letzte noch nicht verweltlichte, noch chriſtliche mythiſche
Darſtellung der Geburt Gottes. Doch trotz ſeines überragenden
Geiſtgehaltes ſpricht das Weihnachtsbild des Iſenheimer Altars
zu jedem Menſchen, zu jedem Alter, weil die Menſchwerdung des
Wortes als ein kosmiſches Wunder in greifbarſter Wirklichkeit
vom Altarmeiſter glaubensſtark erlebt und geſtaltet wurde. Das
Iſenheimer Weihnachtsbild iſt mehr als nur fromme Legende,
mehr als nur maleriſche Poeſie, es iſt Offenbarung, bildliche
Dar=
tellung eines Urwiſſens um Herkunft und Heimgang der
Menſchen=
ſeele. Und wie alles auf dieſem Weihnachtsbild jübelt und
froh=
lockt, geigt und ſingt, ſo wird dieſes aus dem Malwerk wunderſam
hervorquellende Tönen ſein Echo finden in Weihnachtsliedern, die
n Wort und Ton auf das Bild eingeſtimmt ſind. Die von Dr.
Zeh zuſammengeſtellten herrlichen Lichtbilder, die in lichtſtärkſter
Wiedergabe von einem Apparat neueſter Konſtruktion projiziert
werden, gehören zum Beſten deutſcher Lichtbildkunſt. Die gleiche
Feier wurde am 1. Advent in der Pauluskirche in Frankfurt
a. Main veranſtaltet. Möge die außergewöhnlich ſtarke
Beteili=
gung an dieſer Feierſtunde in Frankfurt a. M. eine gute
Vorbe=
deutung ſein für die heutige Advents=Veranſtaltung in der
Pauluskirche in Darmſtadt!
— Städt. Akademie für Tonkunſt. Am Donnerstag. den 10.
De=
zember, wird die Abteilung Opernſchule der Städt. Akademie für
Tonkunſt einen Vortragsabend im Kleinen Saal des Städt.
Saal=
baus geben, deſſen Reinertrag der Winterhilfe Darmſtadt
zu=
fließen ſoll. Die Vortragsfolge des Abends bringt in der 1.
Ab=
teilung Arien und Duette aus verſchiedenen Opern. in der 2.
Ab=
teilung den 2. Akt „Martha‟. Die Vorführung ſämtlicher
Dar=
dietungen findet in Konzertform ſtatt. Näheres im Sekretariat
der Städt. Akademie für Tonkunſt, Eliſabethenſtraße 36.
Hiſtoriſcher Verein. Das Thema zu dem Vortrag von Dr.
Leonhard Kraft am Montag lautet: „Die Schweden am Rhein;
zur Erinnerung an Guſtav Adolfs Rheinübergang 1631‟.
— Der Gau Südheſſen. Bund Königin Luiſe, veranſtaltet
Samstag, den 12. Dezember, eine Vertreterinnen=Tagung mit
Anweſenheit der Landesverbandsführerin. Anſchließend findet
in Lichtbildervortrag und Tombola im Kleinen Saale der
Woogs=
turnhalle ſtatt.
— Odenwaldklub „Frankonia”. Am Sonntag, dem 13.
Dezem=
ber, nachmittags, hält der Odenwaldklub „Frankonia” ſeine
Weih=
nachtsfeier ab. Das Programm, in deſſen Mittelpunkt
Theater=
ſtücke ſtehen, wird durch eine reich ausgeſtattete Tombola
vervoll=
ſtändigt werden. Auch der Nikolaus wird nicht fehlen und alles
bringen, was ein freudiges Kinderherz von ihm erwartet. (
An=
zeige folgt.)
— Städtiſcher Saalbau. Helmut Maurer=Berlin ſpielt am
Mittwoch, dem 9. Dezember, abends, im Kleinen Saale unter
Mit=
wirkung des Stolzquartettes Kammermuſik. Das Programm
bringt das Forellenquintett von Franz Schubert, ſowie die
Klavierkonzerte in 4= und Es=Dur von W. A. Mozart. — Ueber
Helmut Maurer ſchreibt die Preſſe: „Es war eine Freude zu
hören, wie Maurer ins Zeug ging. Er ſpielte mit einer
Lebendig=
keit und Aufgeſchloſſenheit, die nicht nur ſeine Mitſpieler, ſondern
auch ſeine Hörer mitriß.” (Näheres ſiehe Anzeige.)
— Chriſtlicher Verein Junger Männer Darmſtadt E. V.,
Alexanderſtr. 22 (ehem. Inf.=Kaſerne) Sonntag, 6. Dezember,
abends. Monatsverſammlung: Es iſt Advent! Vorbereitung für
Weihnacht! Freunde und Gäſte ſind herzlich willkommen.
— Rotkäppchen und der Wolf, eins der beſten und
volkstüm=
lichſten deutſchen Märchen gelangt im Märchen=Theater
Orpheum heute nachmittag einmalig zur Aufführung. Die
Preiſe ſind wieder ganz billig; Onkel Nikolaus wird heute alle
Kinder begrüßen und Geſchenke verteilen. (Siehe auch Anzeige.)
— Auf die Weihnachtsbitte der Herberge zur Heimat im
heu=
tigen Anzeigenteil weiſen wir auch hier empfehlend hin und bitten,
dieſe alte Wohlfahrtseinrichtung auch in dieſem Jahr nicht zu
vergeſſen.
CREME MOUSON
[ ← ][ ][ → ]Kanarien=Ausſtellung.
Die kleinſten Meiſterſinger.
Der Kanarienzüchter=Klub veranſtaltet wiederum
im Saal des Bürgerhofs eine lokale Vereinsausſtellung und zeigt
damit die Zuchterfolge und mit dieſen die Erfolge auf „
geſangs=
künſtleriſchem” Gebiet die ſeine Mitglieder erzielt haben. In zwei
Abteilungen, einer allgemeinen und einer Selbſtzuchtklaſſe,
wer=
den die Tierchen in Stämmen zu je vier ausgeſtellt, nachdem tags
zuvor die Preisrichter an der Arbeit waren, die kleinen Sänger
einzeln und in ihrem Zuſammenklang im Stamm zu prüfen und
zu werten. In der Selbſtzuchtklaſſe ſind nur Hähnchen ausgeſtellt,
die der diesjährigen Zucht entſtammen, während in der
allge=
meinen Klaſſe auch ältere oder gekaufte Tiere zur Ausſtellung
ge=
bracht werden können. Aus 18 grün verhängten Käſten klingen
die Stimmen und Stimmchen der kleinen Meiſterſinger. Wer
ihren Geſang verſteht, hört die klingende Hohlrolle und den
locken=
den Koller, hört Knorren und Schockeln und ſchluchzendes Glucken.
Aus anderen Kehlchen kommt helle, lang gereihte Hohlklingel oder
ein tieferes Waſſerrollen. Aus all dem und dazu aus hellen
Pfeif=
tönen, aus Klingel und Klingelrollen hat das geſchulte Ohr des
Preisrichters den Geſamteindruck zu prüfen und das Ergebnis
dieſer Prüfung in Punktwertung niederzulegen. Es zeugt von der
Qualität der Klubmitglieder als Züchter ſowohl wie als „
Ge=
ſangslhrer”, daß 33 Kanarienhähnchen mit dem erſten und
eben=
ſoviele mit dem zweiten Preis ausgezeichnet werden konnten,
wäh=
rend nur zwei es nur bis zum dritten Preis brachten. Viele der
Käſten ſind mit 4 grünen Schildchen verſehen, d. h. daß alle vier
Tierchen des Stammes den erſten Preis errungen haben. Als
wollten ſie auch den Beſuchern beweiſen, daß ſie ſtolz auf dieſe
Preiſe ſind, laſſen die kleinen Sänger ununterbrochen ihren
ent=
zückenden Geſang ertönen. Den Züchtern und Beſuchern winken
wie=
der zahlreiche ſchöne und wertvolle Preiſe, eine wohlverdiente
Be=
lohnung für viel Mühe, viel Sorgfalt und viel Liebe, mit der die
Tierchen gezüchtet und gezogen wurden. Den Beſuchern der
Aus=
ſtellung winkt neben dem Genuß des Geſangs eine reich
ausge=
ſtattete Tombola, die Gelegenheit gibt, neben vielen anderen ſchönen
Dingen auch preisgekrönte Kanarienhähnchen zu gewinnen.
In=
tereſſant iſt, daß wiederum die große Mehrzahl der erſten
Preis=
träger grüne Kanarien ſind, weniger Schecken und noch weniger die
gelben. Wer mehr Wert auf das Kleid des Sängers, als auf ſein
Stimmchen legt, der laſſe ſich den Stamm „Goldkanarien” zeigen,
denen eine intenſive goldgelbe Farbe des Gefieders angezüchtet
wurde.
In einer großen Voliere, die wiederum die Vogelhandlung
Heinrich Erdmann ausſtellt, ſind u. a. ein Paar importierte
wilde Kanarienvögel zu ſehen, wie ſie auf den kanariſchen
In=
ſeln leben. Ein Beweis dafür, daß die eigentlichen Kanarienvögel
nicht gelb, ſondern grün ſind. In der Flugvoliere Erdmanns, die
diesmal mit der goldenen Medaille ausgezeichnet wurde, ſind
neben zahlreichen Exoten in wundervollem Gefieder auch ein
Pär=
chen Regenpfeifer zu ſehen, die man in freier Wildbahn ſehr ſelten
zu Geſicht bekommt, die aber ungewöhnlich zutraulich und zahm
werden.
Von Intereſſe dürfte ſein, daß die Prämiierung der
Kanarien=
ſänger nach Klaſſen und Bezirken geregelt wird. Aus
Lokalwett=
bewerben ergeben ſich ſolche für Bezirke, die Sieger aus
Bezirks=
wettbewerben kommen wiederum in den letzten und ſchwerſten
Wettbewerb, um den deutſchen Meiſter. Man ſieht, auch die
klein=
ſten Geſangskünſtler müſſen ſtändig ſtreben, die höchſte
Sieges=
palme zu erringen.
— Orpheum. — „Die Herberge des Glücks”, die luſtige
Revue=Operette, die bei ihrer geſtrigen Erſtaufführung mit viel
Beifall aufgenommen wurde wird heute, Sonntag, und folgende
Tage in der erfolgreichen Premierenbeſetzung wiederholt. Ueber
den Kartenverkauf und Preiſe ſiehe Näheres im Inſeratenteil.
— Skikurſus in Tirol. Zu der heutigen Anzeige wird noch
bemerkt, daß der Preis von 78,90 RM. durch Ausnutzung der
25 Prozent bei der Reichsbahn, ſowie durch freundliches
Entgegen=
kommen des Wirtes, zuſtande gekommen iſt, und die Verpflegung
ſich in keiner Weiſe von dem ſonſt angeprieſenen Penſionsangebot
(5,10 RM.) unterſcheidet, ſondern lediglich die Zahl der
Teil=
nehmer dasſelbe ermäßigt hat. Der Kurs für Anfänger wird von
dem ortsanſäſſigen Skilehrer geleitet, der auch mehrere Touren
in die bekannte Tannheimer Alpenwelt führt.
V. D. A. im Dienſte der Winterhilfe. Der Bunte
Abend”, der Frauenortsgruppe, der den zahlreichen Beſuchern
in beſter Erinnerung iſt. hat ſeinem eigentlichen Zweck, der
Winter=
hilfe, eine erfreuliche Summe zugeführt. Ein Reingewinn von
3000 RM. darf in dieſer Notzeit als ein erſtaunliches Ergebnis
bezeichnet werden. Zweidrittel dieſer Summe fließen der
Darm=
ſtädter Winterhilfe zu ein Drittel den Schutzbefohlenen der
Frauenortsgruppe ſelbſt. Kein Pfennig des mit emſiger Arbeit
errungenen Gewinnes wandert aus Darmſtadt. Es muß uuch
be=
tont werden, daß der von Frau Dr. Koepke geführte Vorſtand
und die angeſchloſſene Arbeitsgemeinſchaft nicht nur ihre
Arbeits=
kraft zur Verfügung geſtellt, ſondern aus eigenen Mitteln alles
zuſammengebracht haben, was ſie an Speiſe und Trank
verab=
reicht haben. Beſonders anerkennenswert iſt der Entſchluß, die
Arbeit für die Winterhilfe fortzuſetzen.
Deutſch=Evangeliſcher Frauenbund (Ortsgruppe Darmſtadt.)
Die Adventsfeier unſerer Gruppe findet Mittwoch, den 9.
Dezem=
ber, nachmittags 4,30 Uhr. im Gemeindeſaal der Pauluskirche ſtatt.
Die Adventsanſprache hält Herr Pfarrer Irle. Frl. M. Frölich
ſpricht darauf über den Creglinger Altar von Riemenſchneider.
Anſprache und Vortrag werden umrahmt von Adventschorälen.
Der weitere Verlauf des Abends bringt eine Verloſung zugunſten
der von uns betreuten Erwerbsloſen und Bedrängten, ferner
Ge=
ſchäftliches. Gäſte ſind uns willkommen.
— Der Verkehr zwiſchen Schwarz und Weiß. Lichtbildervortrag.
Gouvernements=Sekretär a. D. Dietz der lange Jahre in Oſtafrika
tätig war, konnte große Gebiete unſerer früheren Kolonie kennen
lernen. Er konnte dabei auch gute Studien über den Verkehr
zwiſchen Schwarz und Weiß machen. Ernſte und heitere Bilder
ſpielten ſich oft ab, wenn beide verſuchten, ſich zu verſtändigen.
Herr Dietz wird aus der reichen Fülle ſeiner Erfahrungen am
Mittwoch, den 9. Dezember im GDA.=Heim einen Vortrag halten.
Zahlreiche Bilder, darunter viele farbige, werden den Vortrag
be=
gleiten. Der Eintritt iſt frei. Gäſte ſind willkommen. Alles
Nähere in der noch folgenden Anzeige.
— Aerztlicher Sonntagsdienſt. Iſt wegen plötzlicher
Erkran=
kung ärztliche Hilfe erforderlich, ſo iſt ſtets zunächſt der Hausarzt
zu rufen. Wenn dieſer nicht erreichbar iſt, dann ſind am
Sonn=
tag, dem 6. Dezember 1931, folgende Aerzte zu deſſen Vertretung
bereit: Dr. med Buchhold II. Aliceſtraße 19½, Telephon 3208,
Dr. med. Grode, Roßdörfer Straße 20. Telephon 1419, Dr. med.
Leydhecker, Heinrichſtraße 23, Telephon 1975.
Es verſehen den Sonntagsdienſt und in der daran ſich
an=
ſchließenden Woche den Nachtdienſt vom 5. bis 12. Dezember die
Hirſchapotheke, Nieder=Ramſtädter Straße 21 und die
Nordend=
apotheke, Friedrich=Ebertsplatz 17.
Aus den Darmſtädter Lichtſpielkheakern.
Helia.
„Ich bleib’ bei Dir” ein Tonfilm=Luſtſpiel, das
dies=
mal ſcheinbar nach einem Schlager erſtanden iſt, und zwar nach
dem bekannten Schlager „Ich bleib bei dir bis morgen früh”.
An=
ſonſt werden die Schlager aus den Filmwerken bekannt — ſtatt
„Ich bleib” bleib bei dir” könnte dieſes Luſtſpiel heißen: „Jenny
Jugo in tauſend Nöten”, oder auch „Niemand entgeht ſeinem
Schickſal”, oder auch „wie erobert man einen Mann” uſw. uſw.
Alles würde zutreffen und in allem würde Jenny Jugo
char=
mant und vikant mit dem ganzen Reiz ihrer ſchelmiſch=
liebens=
würdigen Perſönlichkeit ſpielen und Hermann Thiemig würde
in gleicher Weiſe der Mann ſein, den ſie erſehnt und endlich
er=
kämpft, der zunächſt nichts von ihr wiſſen will, ſchließlich aber mit
ihr gemeinſam ins Glück eintritt, wenn auch auf einem Elektro=
Gepäckwagen auf dem Bahnſteig. — Das alles iſt entzückend
ge=
macht, endlich einmal eine neue Luſtſpielidee, durchgeführt in
guter Darſtellungskunſt und umrahmt von einer Fülle köſtlicher
Bilder und Szenen. Einer der beſten Filme der neueren
Tonfilm=
produktion und gemeinſam mit dem intereſſanten und reichhaltigen
*
Beiprogramm eine ausgezeichnete Filmunterhaltung.
— Im Union=Theater läuft heute und folgende Tage die
er=
folgreichſte Operette des Jahres „Viktoria und ihr Huſar”
— Die Palaſt=Lichtſpiele bringen nur noch heute und morgen
im erſtklaſſigen Doppelprogramm den neuen Senſations=Tonfilm
der Ufa „Endkampf” ſowie den luſtigen Ufa=Tonfilm „Sein
Scheidungsgrund‟.
— Helia=Theater. In einer der beliebten Film=Morgenfeiern
wird heute vormittag, 11.15 Uhr, im Helia=Theater der mit ſo
großem Beifall aufgenommene Kultur=Tonfilm „Mit Byrd zum
Südpol” wiederholt. Jugendliche ſind zugelaſſen.
Aw. Am Samstag ging die Verhandlung gegen den
Sprend=
linger Kaufmann zu Ende, die bereits am Donnerstag
be=
gonnen hatte. Die Verhandlung deckte ähnliche Dinge auf, wie
ſie augenblicklich im Berliner Sklarek=Prozeß die ſchönſten Blüten
zeigen. Der Angeklagte, der als kaum Fünfzehnjähriger als
Frei=
williger in den Krieg gezogen war, hatte nach dem Krieg in
Düſſel=
dorf eine Stellung im Reichsbund der Kriegsbeſchädigten
erhal=
ten in dem er bald ob ſeiner geſchäftlichen Fähigkeiten zum
Ge=
ſchäftsführer avancierte. Als er hier nach dreijähriger Tätigkeit
mehr oder weniger freiwillig austrat, benutzte er die erworbenen
Kenntniſſe und die Bekanntſchaften führender Perſönlichkeiten,
um ſich als Bauunternehmer aufzutun, und erſtellte hier in den
Jahren 1927/28 Wohnhäuſer, wobei er eine ganz erhebliche Menge
Geld verdiente. Nicht allein, daß der Angeklagte ohne jedes eigene
Vermögen an den Bau heranging, trotzdem mindeſtens 10 Prozent
vorgeſchrieben waren, — allein die Bauplätze hatte er mit eigenem
Gelde ſehr billig durch Liquidation einer Bank an ſich gebracht —,
brachte er es auch fertig, über 100 000 Mark Nettogewinn
heraus=
zuſchlagen, die Häuſer gehörten außerdem ihm und die Miete
be=
kam er ebenfalls. Es konnte dies nur gelingen, weil, wie ein
Zeuge am Freitag ausſagte die Kontrolle mehr als nachläſſig war.
Man legte irgendwelche Voranſchläge vor, nach denen dann die
Bauzuſchüſſe der Stadt und die Wohnungsmieten berechnet wurden.
In Wirklichkeit baute man aber dann die Häuſer ganz weſentlich
billiger. Mit dieſem Geld erwarb der Angeklagte ſich dann das
Gut Roſenau bei Sprendlingen. Er legte dort Glashauskulturen
über 2000 Quadratmeter an, mit den modernſten Errungenſchaften
der Neuzeit ausgeſtattet und ſteckte das geſamte Geld hinein. Als
dann aber die Erträgniſſe fehlſchlugen, und infolgedeſſen das Geld
ausblieb. mit dem er gerechnet hatte, ging es ſchnell bergab. Schon
April 1929 mußte er den Offenbarungseid leiſten, im Herbſt 1929
wurde ihm die Zwangsverwaltung auf das Gut geſetzt, und im
Januar 1930 wurde es zwangsverſteigert und ging zu einem
Spottpreis ein Viertel des Wertes, wieder an den alten Beſitzer.
In der Zeit nun vor dem Offenbarungseid machte der Angeklagte
eine Anzahl Verträge und Ueberſchreibungen, die der
Staats=
anwalt heute für betrügeriſch hält. Außerdem verſchwieg der
Angeklagte, unter Eid ſtehend, das Gut, ſeine Häuſer in
Düſſel=
dorf, ſeine Militärrente und Anteile einer Düſſeldorfer Bank.
Der Angeklagte beſtreitet energiſch einen Meineid. Die Häuſer
und das Gut habe er bereits durch Verträge verkauft gehabt —
im Grundbuch waren über das Gut noch keinerlei Eintragungen
vorhanden —, die Häuſer waren effektiv verkauft und die beiden
letzten Poſten habe er vergeſſen. Der Staatsanwalt iſt der
gegen=
teiligen Anſicht und beantragt gegen ihn wegen Meineids und
Konkursverbrechens und drei Betrugsfällen, einmal in Tateinheit
mit verſuchter und einmal mit vollendeter Unterſchlagung, eine
Geſamtſtrafe von zwei Jahren und ſechs Monaten Zuchthaus mit
den üblichen Nehenſtrafen. Das Gericht hält jedoch den
Ange=
klagten nach reichlich dreiſtündiger Beratung nicht des Meineids
für überführt, obwohl ein ſehr großer Verdacht beſtehen bleibe,
und verurteilt ihn lediglich wegen verſuchten
Verbre=
chens gegen die Konkursordnung und wegen zwei
Betrugsfällen zu insgeſamt zwei Jahren
Ge=
fängnis. Die Unterſuchungshaft wird mit vier Monaten
an=
gerechnet. Der Haftbefehl wird nicht aufgehoben. Erſchwerend
ſeien die erheblichen Vorſtrafen, die der Angeklagte auf dieſem
Gebiet bereits erhalten habe.
Nächſte Woche tagt das Schwurgericht außer Mittwoch jeden
Tag. Es kommen wieder drei Meineide, eine Abtreibung, die vom
Bezirksſchöffengericht überwieſen wurde, und eine Brandſtiftung
zur Verhandlung.
Lokale Veranſtalkungen.
— Kakteen. Die Firma Blumen=Zimmermann
Eliſa=
bethenſtraße 4, veranſtaltet ab heute einen Kakteen=
Weihnachts=
verkauf. (Siehe Anzeige.)
— Ludwigshöhe: Sonntag nachmittag 4 Uhr Konzert.
Zum Schukz gegen
Grippe"
IOMM Erbältungskranh-
DASTILLEN
heiten, Mandel-e-
Geridintunderieh) Halsentzündungen
Tageskalender für Sonntag, den 6. Dezember 1931.
Orpheum, abends 8,15 Uhr: „Die Herberge des Glücks”. —
Konzerte; Rheingauer Weinſtube, Café Oper, Café Ernſt=
Ludwig, Reſtaurant Bender (Eliſabethenſtr.), Schloßkeller, Café
Ganßmann. Alter Ratskeller, Reſtaurant Bismarckeck. Zum
Haferkaſten, Rummelbräu, Reſtaurant Sitte. — Orpheum,
nachm. 3,30 Uhr: „Rotkäppchen” — Saalbau.
Märchen=
theater, nachm. 3,30 Uhr: „Die Weihnachtsfee‟ —
Ludwigs=
höhe nachm 4 Uhr; Konzert. — Odenwaldklub: 13.
Wanderung (Frankenſtein—Jugenheim) — Wanderklub
Falke: ½=Tages=Wanderung (Griesheim).—Heilsarme
vorm. 10 Uhr: „Heiligungsverſammlung”; abends 8 Uhr:
Oeffentliche Verſammlung. — Helia=Lichtſpiele,
Wil=
helminenſtraße, vorm. 11,15 Uhr: Film=Morgenfeier: „Mit
Byrd zum Südpol”, — Kinovorſtellungen: Union=
Theater, Helia=Lichtſpiele. Palaſt=Lichtſpiele.
J. Griesheim, 5. Dez. Geſchäftsgang bei de
vinzialdirektion und beim Kreisamt. Um
ordneten Geſchäftsbetrieb aufrecht zu erhalten, weiſt das
darauf hin, daß die Amtstage bei der Provinzialdirektion
amt. Bezirksfürſorgeſtelle. Jugendamt, Verſicherungsan
Ausſchuß für Angeſtelltenverſicherung einzuhalten ſind.
ſind Dienstag und Freitag, Sprechſtunden an dieſen Tag
mittags 9 bis 12 Uhr. Nur in dringenden Fällen ſtehen
amten auch an den übrigen Wochentagen vormittags
ſprachen zur Verfügung. Das Stempelbüro iſt für das
an allen Wochentagen von vormittags 8 bis 12 Uhr gez
Auf das Konzert zum Beſten der Winterhilfe, das Sonntol
um halb 9 Uhr im Saale „Zum Rebſtock” ſtattfindet, ſein
mal hingewieſen. — Die hieſige Ortsgruppe des Odenmml
unternimmt am Sonntag eine Wanderung nach der Sao
Goddelau. Abmarſch 1 Uhr vom Ortsausgang Pfungſtä
F. Eberſtadt, 4. De= Bürgerſteuer 1931.
dieſer Woche ſind die Steuerkarten für das Kalenderioſt
ausgegeben worden. Aus dieſen Karten die alsbald dem
geberkauszuhändigen ſind, können die Lohnſteuerpflichtig
weiteres erſehen, mit welchem Satze ſie zur, Bürgerſtelrnſ
herangezogen worden ſind und zu welchen Terminen die 7 vu
Raten der Steuer fällig werden. Diejenigen Steuerpfoc
für die eine Einkommenſteuerveranlagung für das KaleldcruAoſg
1930 ſtattgefunden hat, erhalten in den nächſten Tagen 1 Merie
Bürgerſteuerbeſcheide aus denen alles Nähere unſt0l8 werden kann. — Aerztlicher Sonntagsdieuſeeſtin Zeit ſt ein
Sonntag, dem 6. Dezember, verſieht den ärztlichen Sonnttugkoden üher die
greimtiche Beſtim
Dr. med. Zutz.
(. Ober=Ramſtadt. 5. Dez. Sanitätskolonnn
Roten Kreuz. Heute, Sonntag, den 6. Dezember, nao
4 Uhr. findet im Gaſthaus „Zum Deutſchen Haus” eine Miſt
verſammlung der Kolonne ſtatt. — Geſellenprn
Nachdem die Geſellenprüfungen beendet ſind, findet die
Ueberreichung der Geſellenbriefe am Sonntag, den 6. Tr/
nachmittags 2 Uhr, im Saale „Zum Löwen” ſtatt. Damiſ
Ausſtellung der Geſellenſtücke und der dazugehörigen Zeiin
verbunden. — Winterhilfe. An dieſer Stelle ſei
auf die am Sonntag, den 6. Dezember, abends 8 Uhr, ü
bau Eliſenbad” ſtattfindende Veranſtaltung des Turnvern
der Turngeſellſchaft zum Beſten der Winterhilfe hinger jac
T. Groß=Zimmern, 5. Dez. Am Freitag, den 4. 2
r=
konnte die älteſte Ortseinwohnerin Groß=Zimmerns, Frin
Steinbrecher. Dieburgerſtraße 34, ihr 89. Wiegenſe!
T. Groß=Zimmern 5. Dez. Im Saale des hieſigenno
liſchen Schweſternhauſes findet gegenwärtig durch den ih
verein für Innere Miſſion eine Buchausſtellung ſtatt.
wurde am letzten Donnerstag, den 3. Dezember, abende(94
durch den von Herrn Diakon Hagebölling gehaltenen
„Was lieſt unſere Jugend” eröffnet. Dieſer intus
Vortrag war umrahmt von beſter Weihnachtsſchallplatan
und von einigen durch die Sangesabteilung des enonn
Jugendbundes ſchön zum Vortrag gebrachten Liedern. Dacl
ſtand im Zeichen eines zahlreichen Intereſſes, das zeigte
aus gute Beſuch dieſer Veranſtaltung. Die obengenamm
ausſtellung dauert vom 3. bis 13. Dezember und iſt tägie
dem 7—9 Uhr für jedermann zur freien Beſichtigung 16
außerdem dieſen Sonntag, den 6. Dezember, auch noch dezu
Mittag.
Le Groß=Umſtadt, 4. Dez. Kirchliches. In de
Sitzung der Kirchengemeindevertretung beſchäftigte
mar=
der Hauptſache mit der Beratung des Voranſchlags für 192
ſelbe ſchließt mit einer Einnahme und Ausgabe von 97s”
Für die Ausbeſſerung des äußerſt ſchadhaft gewordenen
daches werden 3100 Mk. vorgeſehen. Im Anſchluß an eitud
trag des Herrn Pfarrer Hartmann wurde beſchloſſen 7:
des Winters Sprechſtunden für die Männer unſerer Gemu
veranſtalten. — Der erſte Familienabend des hieſigen.
vereins des Evangeliſchen Bundes war äußerſt gut beſuu
einleitenden Begrüßungsworten des Vorſitzenden
Pfarm=
mann, ergriff Pfarrer Dr. Berger von Darmſtadt das AMslboratorien
einem 1½ſtündigen Vortrag über das Thema: Im Kaux wie ſie die che
ſchen Glauben und Unglauben.” Im Schlußwort ſprach Ha3 ſiner eine gr
rer Thär dem Redner des Abends ſowie dem Kirchengeſarh get der Firma
der den Abend durch den Vortrag einiger Lieder verſchörfg) ſima Merck
Riderganges in
lichen Dank aus.
„Alieſe große ba
Cg. Reinheim, 4. Dez. Winterhilfe. Nachdem/ ſeſonderen Grün
hieſige Zeichnungsergebnis für die Winterhilfe überbliu ”, knodition gen
hielt in dieſen Tagen der Ortsausſchuß wieder eine SiMAn ires Arbeits
um die weiteren Schritte der Hilfsaktion einzuleiten. „Aehmern und
berichtete der Vorſitzende, Rektor Krapp, über die vom K3y ſelen, welche
ausſchuß hier abgehaltene Bezirksverſammlung. Das hieſäileſouſten allein
nungsergebnis iſt recht zufriedenſtellend ausgefallen. Neb0 Nng. Da die
erheblichen Geldbetrag, der der Beſchaffung von notrk.0 wſentlich hei
Naturalien dienen ſoll, wurden vor allem auch ſehr, wies ſie Möglichkeit
dungsſtücke, ſowie Lebensmittel und Brennmaterial 22/öchritt zu halte=
Mit dieſem Ergebnis gilt es nun, über 60 Wohlfahrts= 6 Anlge zu ſcho
loſe, eine ganze Anzahl Ortsarme, Kleinrentner verſchämeyſtu ſt in zwei
und kinderreiche Erwerbsloſe zu betreuen. Die Kleidungse4) Fſtellt worden
die Geldbeträge werden durch beſondere Sammler, die mi in
rrechnenden
ortspolizeilichen Ausweis verſehen ſind, abgeholt, damit 120 Asführung 9
Weihnachten mit der Verteilung begonnen werden kann. rnoniſcher
— Klein=Bieberau, 5. Dez. Sonntag, den 6. d. M. A
Schützenverein ſeine Theaterveranſtaltung ab. Zur Aud Meſchaftl
gelangen „Das Lieschen” von Becker, und „Der Hochzeitseglchliche
Büchner.
Laületen
Cd. Michelſtadt, 5. Dez. Freiwillige Feuezu” eine Reih
Die diesmalige Monatsverſammlung der Freiwilligen Ge64 ſ0, berdank
Michelſtadt war verhältnismäßig gut beſucht und wurde i90 uuch die Tatf
Vorſitzenden Pfaff eröffnet. Nach verſchiedenen Mitteilunn!. he
orhanden
interne Fragen der Wehr. beſprach man noch das vorgs me us den
Konzert der Kapelle. Es ſoll dies am 12. Dezember, gewleutend
mit dem Geſangverein Sängerluſt abgehalten werden, de 5
ſ=
hierfür iſt für die Winterhilfe beſtimmt.
1. Hetzbach i. Odw., 4 Dez. Jagdliches. Dem
men nach beabſichtigt der ſeitherige Jagdpächter der drei!
Jagdbogen, Herr Sch. aus Baſel, gegen eine angemeſſols
ſchädigung von dem Pachtverhältnis zurückzutreten. Inſiohd
dürfte es für die drei reſtlichen Jahre der Pachtzeit zu eille
verpachtung kommen. Der ſeitherige Pachtpreis betrug ſi0
— Unſere Gemeinde hat nun der Bierſteuer auch die Bürr
(100 Prozent des Landesſatzes) für das Rechnungsjahr
gen laſſen.
(b. Gras=Ellenbach, 1. De= Wanderer=Ehrungs
Odenwaldklubs. Um 9 Uhr wurde der Unterhaltungenten
geleitet durch einen Prolog, vorgetragen von Fräulein Dinſehge
Anſchließend begrüßte der erſte Vorſitzende Herr Helm hoh
nenen; gleichzeitig brachte er zum Ausdruck, wie Herr
Förſtens=
hier und Herr Ritter aus Darmſtadt an der Erhaltung unde.
nerung des hieſigen Waldes uſwv. beigetragen haben. Danſ n 77h.
kleines Theaterſtück zur Vorführung. Die Spieler legten Ncd
Leiſtungen ab. Gemeinſame Odenwaldlieder und allerlei Bouel
Odenwälder Mundart halfen, den Abend in Stimmung zu
Im Anſchluß nahmen Herr Samer und Frl. Hühner die 2ede
der Wanderer vor. Es wurden drei Perſonen mit dem Goll..
ziert, und zwar Herr Helm zum 8. Male, Herr Nik, Horr 1uh.
und Herr Hans Krämer zum 3. Male.
kleines Rapital kür Beinen
rwird es beützen, wenn er es nötig hat — ganz gleich, ob Bu dann noch lebit oder
nicht — durch eine =Tebens=Verſicherung mit feſtem Auszahlungs=Zeitpunkts
Erkundige Aich nach den vorteilhaften Einzelhel
Dezember 1931
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 338 — Seite 7
Aig Wenesscamaooraokiainder Miiiiit ernnelt
Vielze ſewohner Darmſtadts wiſſen heute weniger von der
Dräſchem ſabrik als früher, da die Kamine der Fabrik noch
derhallon Stadt rauchten. Wohl iſt im allgemeinen bekannt.
dies größte induſtrielle Unternehmen Darmſtadts ſeit
ſer Pehüigung um die letzte Jahrhundertwende auf einem
Ge=
deerſthmnt, welches das Mehrfache der damals eingenommenen
denfläſübeträgt, und daß es heute an Zahl und Größe der
dekgebäſt die alte Fabrik an der Mühl= und Blumenſtraße
„dt übeyaft. Wenige wiſſen aber von größeren baulichen
Ent=
zungen die ſich ſeit Beſtehen der neuen Fabrikanlage in der
hmffurtug Straße noch vollzogen haben. Auch in den letzten
ſdiren i 4 /e Entwicklung noch ſtändig fortgeſchritten. So ſind
woevielswuie eine Reihe von neuen Fabrikationsgebäuden
ent=
hden. ſ neuer Verwaltungsbau, ferner umfangreiche,
vor=
mogend lut Verpackung und Verſendung dienende neue
Baulich=
zmn amu ſordende der Fabrik mit der großen Bahnhalle und
teramne es Bahnhofs „Darmſtadt=Merck”. Weiterhin ein
dis Lawutoriumsgebäude für biologiſche Unterſuchungszwecke
ausgednten Anlagen für die erforderliche Tierhaltung, ein
s Keüſtiaus uſw.
In duſnetzten Zeit iſt eine weitere große Anlage in Betrieb
ummen jorden, über die hier berichtet werden ſoll, ein
Neu=
deſſeſt eſentliche Beſtimmung es iſt, eine Reihe von chemi=
Südoſitront des Neubaues
Forſchugslaboratorien mit allen dazu erforderlichen
Neben=
ſtungs wie ſie die chemiſche Fabrik E. Merck ſtändig
unter=
muz erner eine große Zahl von Büros und die ausge=
Biüddthek der Firma aufzunehmen.
Wenn 70 Firma Merck in den Zeiten des zunehmenden wirt=
Flichen lederganges in Deutſchland das Wagnis auf ſich
ge=
nen hiu dieſe große bauliche Anlage zu ſchaffen, ſo hat dies
ios ſeinnebeſonderen Gründe. Sie beweiſt damit, daß ſie noch
er ihne Tradition gemäß ernſte wiſſenſchaftliche Arbeit in
unäſte Ar ihres Arbeitsprogramms ſtellt und ſich verpflichtet
ueß den AAnehmern und Verbrauchern ihrer Erzeugniſſe alle
eintien gugeben, welche die Fabrik von chemiſchen und
pharma=
ſchen dukten allein auf ſtreng wiſſenſchaftlicher Grundlage
ieten umag. Da die frühere Anlage mit ihren zum Teil
lteten uu weſentlich beſcheideneren Einrichtungen der Firma
mehrade Möglichkeit bot, mit den Fortſchritten der
Wiſſen=
ſtändinSchritt zu halten, entſchloß ſie ſich trotz der ſchweren
die meu Anlage zu ſchaffen.
Der Mlau iſt in zwei Bauabſchnitten innerhalb von knapp
4Jahrünerſtellt worden. In einer vorbildlichen, die letzten
Dirkumg errechnenden Ergänzungsarbeit haben ſich zu ſeiner
elung um Ausführung Architektur und Technik vereinigt, und
dieſenn urmoniſchen Zuſammenklang iſt eine Muſteranſtalt
gunden, e ſeit ſie in Betrieb iſt, ſchon die Aufmerkſamkeit
higzenurſſenſchaftlichen, vor allem der chemiſchen Welt erregt
Die hauliche Geſtaltung erfolgte nach den Plänen des
mſtädtelr lichitekten Eugen Seibert, dem nicht nur Darm=
ſeitig von dem Hauptgebäude getrennt, ein Lagerkeller für
Che=
mikalien erbaut worden. Das flache Dach des Kellers gab
Ge=
legenheit zur Anlage eines Dachgartens.
Das geſamte Gebäude deckt eine Grundfläche von 2350
Quadratmetern, der geſamte Inhalt beträgt zirka 47000
Kubik=
meter, die Nutzfläche einſchließlich der benutzbaren Dachflächen
etwa 9100 Quadratmeter, der Umfang etwa 300 Meter, die höchſte
Höhe 26 Meter, die geſamte Flurlänge 646 Meter und die Anzahl
der Fenſter 398.
Nordflügel. Mittelbau und ein Teil des Südflügels dienen der
Unterbringung von Forſchungs=Laboratorien, allgemeinen
Ver=
ſuchsräumen und einer photographiſchen Abteilung. In dem Reſt
des Südflügels ſind hauptſächlich Büros ferner ein
Vor=
führungsraum, ein Ausſtellungsraum, das Fabrikmuſeum und in
einem zweigeſchoſſigen Saal die Wiſſenſchaftliche Bibliothek
unter=
gebracht.
Ueber die Einzelheiten der Baukonſtruktion, der
Fundamentie=
rung, der Stützen, der Dächer, der Decken und Fußböden, deren
Ausbildung in einem chemiſchen Laboratorium in bezug auf die
Abdichtung gegen das Eindringen von materialfeindlichen
Stof=
fen beſondere Sorgfalt erfordert, wäre manches Intereſſante
zu ſagen. Für die ungemein geſchickte Anpaſſung des Materials
und der Konſtruktion an die beſonderen Erforderniſſe des chemi=
bäudes ganz auf Einfachheit und ruhige Form und Farbwirkung
abgeſtimmt. Auch hier ſtand bei allen Ueberlegungen die
An=
paſſung an den wirklichen Zweck im Vordergrund.
Die Eigenart der Forſchungsarbeiten im Merckſchen
Labo=
ratorium verlangte vorwiegend die Schaffung einer großen Zahl
von Einzel=Laboratorien für je einen bis zwei Chemiker mit
an=
ſchließendem Büro, neben den üblichen Spezialräumen und einer
Anzahl größerer Räume für Verſuche mittlerer und größerer
Aus=
dehnung: Arbeitsſäle mit mehreren Arbeitsplätzen dagegen ſind
nicht vorhanden. Insgeſamt wurden 22 ſolcher Einzel=
Labo=
ratorien vorgeſehen, von denen 17 ausgebaut und weitere 5 Stück
für ſpätere Erweiterungen reſerviert werden. Die Schaffung eines
Laboratorien=Typs, wie ihn das Einzel=Laboratorium darſtellt,
ſetzt voraus, daß bei der Einrichtung den ſtändig wechſelnden und
in Einzelheiten nicht vorauszubeſtimmenden Anforderungen des
Forſchungs=Laboratoriums ſoweit wie irgend möglich Rechnung
getragen wird. Obwohl dabei durch früher gemachte Erfahrungen
eine Reihe von Vorausſetzungen gegeben ſind, bedarf es doch bei der
detaillierten Entwurfsarbeit vieler Beobachtungen ſelbſt
einfach=
ſter Arbeitsvorgänge und einer bis in letzte Kleinigkeiten gehenden
Ueberlegung, um bei der Geſtaltung der Inneneinrichtung ſicher zu
gehen, daß ſich damit alle Wünſche und Bedürfniſſe des Chemikers
bei der Vielgeſtaltigkeit ſeiner Forſchungsarbeiten erfüllen laſſen.
Hof mit Brunnenanlage
und Häſn eine Reihe hervorragend gelungener Bauten, auch
zuſtriebelten, verdankt. Seine Aufgabe wurde nicht
unerheb=
erſchweſntdurch die Tatſache, daß er mit vorhandenen
Verhält=
i, miti enem vorhandenen Bau längſt überholter Bauweiſe
Nechnen Fſate, aus dem heraus es galt, durch Umbau und
An=
eine b Autend erweiterte, ganz großzügige Anlage erſtehen
loſen, A das Vorhandene voll ausnutzte, möglichſt wenig
Betriel ötte und Rückſicht nehmen mußte auf die Architektur
Angeben bzw. der Geſamtanlage. Daß es gelungen iſt, trotz
Rerſchuganden Vorausſetzungen einen Bau zu ſchaffen von einer
Wältigluen Einheit der Linienführung und Flächenbildung,
in der Enzelgeſtaltung wie in der Geſamtkompoſition zum
ien Aksruck der Schönheit des rein Zweckmäßigen wurde,
fi beſglures Verdienſt des Architekten.
Wie alleie Würdigung verdient die vorbildliche Löſung der
e von /Ufgaben, vor die ſich die techniſche Abteilung der
E. Arck unter Leitung von Herrn Wilhelm Merck ge=
(e ſh. dr waren vor allem die Vorbereitungsarbeiten für
blidiert echniſche Inneneinrichtung, für die ausgedehnte
Ronlaga nd ihre zweckmäßige Eingliederung in den Bau, für
velſeit öſt Einrichtungen der Arbeits= und Nebenräume, für
Aung, LNng. Beleuchtung uſw. Nur vorausſchauende Pla=
Arün Uhe konſtruktive Arbeit und ſorgfältige Ausbildung
Dderer URigungsmethoden konnten dem Grundſatz zweck=
Voſer 0Knltung und wirtſchaftlichſter Erſtellung des Ganzen
in vollenNer Weiſe gerecht werden, wie es hier geſchehen iſt.
der hiun Gelegenheit, den Bau zu beſichtigen, und geben
Veraypung der uns zur Verfügung geſtellten Unterlagen
achſtelnden eine Beſchreibung, die ſelbſtverſtändlich nicht
Laglsiu kann, den Eindruck wiederzugeben, den der Neu=
Fauf deig ſeſucher macht.
2NArchikektur und Baukonſtruklion.
Ne mA Gebäude des „Haupt=Laboratoriums” bietet, ſich
Seſchau als ein moderner Zweckbau, deſſen klare, in allen
n Einkalich wirkende Architektur, deſſen Faſſaden mit ihrem
er Rhlunus die Beſtimmung des Gebäudes ſymboliſch zum
kuuck drgen. Wenn auch jedes überflüſſige Beiwerk in der
Serel Gleltung ſorgfältig vermieden wurde, ſo wird doch
SEn ders üille des Architekten wahrnehmbar, trotz aller
Ein=
t und zweckmäßigkeit lebendig zu bleiben in Form und
DrkLuzeu bewußt ſich abwendend von geſuchter übertriebener
De Tacht ächen ſind durchweg in hellen
Ningoſenziegel=
mitz üicklen Klinkerflächen und Kunſtſteingeſimſen aus=
”i hſkes Material, das längſte Lebensdauer verbürgt
Lich uläktige Auswahl der Steinfarben und des
Verban=
eich 2s Nebeneinanderſtellung von dunklen und hellen
bendigſten Wechſelwirkung geſtaltet worden iſt.
SA ſellt im Grundriß die Form eines U dar, das
ber l ſen iſt. An einen dreigeſchoſigen Mittelbau
Derſeits ein ſechsgeſchoſſiger Flügel an. Südflügel
End durch Um= und Aufbau des alten Bauteiles
Nordflügel iſt neu. In den nach Oſten offenen
Nigen Gebäudes iſt inmitten einer Grünanlage, all=
ſchen Laboratoriums mit ſeinen vielen techniſchen Einrichtungen
ließen ſich eine Reihe überzeugender Beiſpiele anführen. Der knappe
Rahmen dieſes Berichts verbietet jedoch Einzelbeſchreibungen.
Intereſſant beſonders die Rückſichtnahme der konſtruktiven
Durchbildung auf die glatte überſichtliche Verlegung der
kilometer=
langen Rohrleitungen, intereſſant auch die konſtruktive
Durch=
bildung des Büchereiſaales, der durch die beiden Obergeſchoſſe des
Südflügels ohne Zwiſchendecke in der ganzen Tiefe des Gebäudes
frei ohne jede Mittelſtütze in einer Grundfläche von 15815,75 m
durchgeführt iſt.
Techniſche Einrichkungen und innerer Ausban.
In der Vorausſicht, daß die Geſtaltung und Unterbringung
der techniſchen Einrichtungen beſtimmenden Einfluß auf die
Grund=
rißaufteilung und Raumanordnung, auf die Wahl der Bauweiſe
und der Baukonſtruktion haben mußte, wurden noch, bevor der
Architekt in Tätigkeit trat, in Verbindung mit den erſten
Grund=
rißentwürfen die techniſchen Einrichtungen weitgehendſt überlegt
und ihre Anordnung im Grundſätzlichen entwickelt. So konnte
der Architekt bei der nachfolgenden Bauplanung auf ihre
Ein=
ordnung in den Bau von vornherein Rückſicht nehmen,
Baukon=
ſtruktionen und Bauweiſe entſprechend wählen. Der fertige Bau
zeigt, wie hier in vorbildlicher Weiſe Hand in Hand gearbeitet
wurde.
Zur Verſorgung der Laboratorien mit Dampf. Waſſer, Gas,
Vakuum Druckluft, Heizung und Warmwaſſer ſind insgeſamt etwa
15 200 Meter Rohre und zirka 4600 Abſperrorganen inſtalliert
worden.
In vielfältiger Veräſtelung führen die Leitungen, in bunten
Farben gekennzeichnet, von der Hauptverteilung im Keller des
Südflügels bis zu den einzelnen Verbrauchsſtellen. Ueberall klar
und überſichtlich geordnet und an allen Stellen zugänglich verlegt
und doch ſo, daß ſie ſich, ohne die innenarchitektoniſche Ausſtattung
des Gebäudes zu ſtören, in die Baukonſtruktion und innere
Geſtal=
tung ſozuſagen organiſch einfügen.
Dampf. Gas, Waſſer und Druckluft werden aus dem
Fabrik=
netz entnommen. Für die Herſtellung des Vakuums ſind
4 Vakuumpumpen im Bau ſelbſt aufgeſtellt, die mit einer
Waſſer=
druckerhöhungsanlage einer Kühlmaſchine und einem
Nieder=
ſpannungsumformer in einem geſonderten Maſchinenraum im
Keller des Nordflügels untergebracht ſind.
Aehnlich wie die Rohrleitungen werden auch die Kabel für
Licht und Kraft, den verſchiedenen Stromarten und ihrem
Ver=
wendungzweck entſprechend, in einer Zentrale verteilt und durch
beſondere Kanäle nach den Verbrauchsſtellen geführt.
Für elektrochemiſche und phyſikaliſch=chemiſche Verſuche erfolgt
die Stromverſorgung einerſeits unmittelbar aus dem
Gleich=
ſtrom= und Wechſelſtromnetz, andererſeits aus einem
Niederſpan=
nungsaggregat, das im Maſchinenraum aufgeſtellt wurde und
durch eine Akkumulatoren=Batterie, die in einem beſonderen
Raum anſchließend an den Kabelverteilungsraum untergebracht iſt.
Beſondere Erwähnung verdient die ausgezeichnete
Lüftungs=
anlage der Laboratorien. Man hat beim Entwurf der
Innenaus=
ſtattung des Baues bei allen zu löſenden Fragen ſtets
berückſich=
tigt, daß ein erfolgreiches Arbeiten in den Laboratorien
weſent=
lich abhängt von einer geſunden, die Arbeitsfreude fördernden
Geſtaltung der Arbeitsverhältniſſe. Eine der wichtigſten
Voraus=
ſetzungen hierfür iſt die gute Durchlüftung der Arbeitsräume.
Sie wird im vorliegenden Falle erreicht durch eine Zuluft= und
Abluftanlage, die beide durch Ventilatoren betrieben werden Mit
ihrer Hilfe läßt ſich in den Arbeitsräumen ſtündlich ein 41sfacher
Luftwechſel erreichen, während in den ſogen. Abzügen, die in allen
Laboratorien für das Arbeiten mit beſonders angrifflichen oder
giftigen Stoffen aufgeſtellt ſind, die Luft 200= bis 400mal in der
Stunde erneuert werden kann.
Die Räume des Gebäudes ſind an die automatiſche
Selbſt=
wählertelephonzentrale der Fabrik angeſchloſſen, und zwar ſind
insgeſamt 65 Telephone aufgeſtellt.
Sicherheitsvorrichtungen gegen Feuer= und Gasgefahr und
Rettungsmöglichkeiten ſind in großem Umfang vorgeſehen worden.
Beſonders erwähnenswert iſt in dieſem Zuſammenhang eine
geſchickte Maßnahme, die es ermöglicht, jedes Fenſter leicht und
ungefährlich als Notausgang zu benutzen. Man hat nämlich zu
dieſem Zweck die durchgehenden Fenſtergeſimſe in begebbarer
Breite ausgeführt und mit Geländern verſehen. Der
architekto=
niſche Geſamteindruck wird dadurch in keiner Weiſe geſtört, und
es entſtanden ſo durchlaufende Galerien, von denen aus man
un=
gefährdet über feſt angebrachte Leitern auf die Straße gelangen
kann.
Zur Beförderung von Laſten und Perſonen iſt im Südflügel
ein Aufzug modernſter Konſtruktion eingebaut, ferner im
Süd=
flügel ein Umlauf=Aufzug (Pater Noſter).
In harmoniſcher Uebereinſtimmung, mit der einfachen und
ſachlichen Außengeſtaltung iſt auch die Innenausſtattung des Ge=
Wie dieſe Aufgaben in vorbildlicher Weiſe gelöſt ſind,
zeigt uns die Beſichtigung eines Normal=Laboratoriums.
Hell und überſichtlich liegt der ſaubere Raum vor uns
der durch drei große Schiebefenſter eine gleichmäßige,
aus=
gezeichnete Tagesbeleuchtung erhält. Die Wände ſind ringsum
in Sockelhöhe mit hellen Flieſen gedeckt, der Fußboden mit
Plat=
ten belegt. Die ganze Innenausſtattung iſt in der Wahl des
Materials und der Geſtaltung dem reinen Zweck angepaßt und
auf Haltbarkeit und gute Reinhaltungsmöglichkeit eingeſtellt. In
der Mitte zwei große Arbeitstiſche auf eiſernem Untergeſtell, der
eine mit roten Flieſen, der andere mit Eichenholz bedeckt, mit
allen Hilfsmitteln für die verſchiedenſten chemiſchen Arbeiten
aus=
geſtattet, an den Wänden Abzugsſchränke zum Arbeiten mit
ſchäd=
lichen Stoffen, Dampfbäder. Arbeitstiſche verſchiedener Art und
Verwendungsmöglichkeit. Spülbecken mit Trockeneinrichtungen,
Schränke für Geräte und Chemikalien, bewegliche Tiſche
verſchie=
dener Größe zum Aufbauen von Verſuchsapparaturen
Reagenzien=
geſtelle, eine Transmiſſion zum Antrieb für Rührwerke u. dgl. alles
in zweckmäßigſter Anordnung, alle Stücke aus gediegenſtem
Mate=
rial und bis in die letzten Einzelheiten ſorgfältig durchdacht und
ausgeführt.
Leicht zugänglich und überſichtlich, aber ohne das Geſamtbild
zu ſtören, ſind auch hier die Rohrleitungen verlegt, die mit ihren
bunten Farben und den verchromten Ventilen und Hähnen den
Eindruck der Sauberkeit und Ordnung erhöhen.
Man gewinnt überzeugend den Eindruck, daß hier alles
auf=
geboten iſt, den Chemiker bei ſeinen vielfältigen Arbeiten
weit=
gehend zu unterſtützen, ihm alle Hilfsmittel in
zweckentſprechend=
ſter Form und bequemſter Greifbarkeit und Anordnung zur
Ver=
fügung zu ſtellen und ihm geſunde Arbeitsverhältniſſe zu ſchaffen.
Beſonderen Eindruck macht die „usgezeichnete Luft im
Labo=
ratorium, der Erfolg der vorzüglichen Durchlüftung der Räume.
— Neben jedem Einzel=Laboratorium liegt, durch eine Türe
ver=
bunden, das Büro des Chemikers, ein mit einfachen Mitteln
freundlich eingerichteter Raum.
Außer den Einzel=Laboratorien beſtehen eine ganze. Anzahl
von Spezial=Laboratorien und allgemeinen Arbeitsräumen. So
ſind beſondere Laboratorien eingerichtet für elektrochemiſche und
chemiſch=phyſikaliſche Arbeiten, in denen nehen der normalen
Labo=
ratoriumseinrichtung die verſchiedenſten Möglichkeiten zum Bezug
von elektriſchem Strom aller Art und Spannung geſchaffen ſind.
Ferner gibt es beſondere Laboratorien für analytiſche und
mikro=
analytiſche Unterſuchungen. Weiter ſind Räume eingerichtet für
das Arbeiten mit feuergefährlichen Stoffen, die zur Vermeidung
von Feuersgefahr mit beſonderen Sicherungen verſehen ſind.
Da=
neben gibt es optiſche Verſuchsräume mit
Verdunkelungseinrich=
tungen, in denen eine große Zahl wertvoller Apparate für optiſche
Unterſuchungen Aufſtellung gefunden haben. Eine ganze Reihe
von kleineren und größeren Arbeitsräumen dienen der
Ausfüh=
rung von größeren chemiſchen Verſuchsarbeiten und ſind dafür mit
allen möglichen Apparaten und Maſchinen, Deſtillier= und
Ein=
dampfapparaturen, Zerkleinerungsmaſchinen, Trockeneinrichtungen,
Zentrifugen, Filterpreſſen, Rektifizierapparaten, mit großen
Ar=
beitstiſchen. Abzügen, Transmiſſionen und vielen Hilfsmitteln
ein=
gerichtet, die es ermöglichen Verſuchsapparaturen jeder Art
ſchnell und bequem aufzubauen. Auch die ausgedehnte
Arbeits=
terraſſe über dem Mittelbau, die zum Teil überdacht und mit
ſäurefeſtem Fußbodenbelag verſehen iſt, iſt mit allen
Einrichtun=
gen ausgerüſtet für die Ausführung von chemiſchen Verſuchen jeder
Art im Freien.
Ein Kühlraum mit zwei Kühlmaſchinen gibt Gelegenheit zum
Aufbewahren von leicht verderblichen Stoffen. — Weiter ſind hier
noch anzuführen: Wägeräume, 1 Schießofenraum.
Glasbläſerwerk=
ſtatt, Glaslager, Sammlungen. Aufenthalts= und Umkleideräume
für das Laboratoriumsperſonal. Bäder, Duſchräume uſw.
Eine beſonders abgeteilte Gruppe von Räumen iſt als
photo=
graphiſche Abteilung eingerichtet und enthält neben einem großen
Aufnahme= und einem kleinen Arbeitsraum mehrere ausgezeichnet
eingerichtete Dunkelräume.
Wir beſichtigten zum Schluß noch den Südflügel des
Gebäu=
des Auch hier iſt überall die Linie einfacher ſparſamer
Zweck=
mäßigkeit eingehalten. Entbehrlicher Aufwand iſt überall
ver=
mieden worden, und was über das Maß des Notwendigen hinaus
getan wurde, dient der beſſeren Haltbarkeit, der leichteren
War=
tung und einer ſachlichen, wohltuenden Schönheit.
Aus dem Beſtreben, überall klare Zweckformen und ruhige
Farbwirkungen zu ſchaffen, entſtand auch hier in allen Räumen.
ob Gang oder Büro, Sitzungs= oder Beſuchszimmer, Bibliothek
oder Vorführungsraum, eine überraſchende Einheit der
Innenaus=
ſtattung, die jedoch genügend variert iſt, um nicht langweilig zu
wirken.
Beſonders eindrucksvoll iſt namentlich der Bibliothekſaal.
der die große wiſſenſchaftliche Bibliothek der Firma E. Merck mit
etwa 15 000 Bänden enthält; eindrucksvoll nicht durch reichen
Schmuck, ſondern durch die reine, wohltuende Raumproportion und
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Seite 8 — Nr. 338
die vollkommen ſachliche Ausſtattung. Alle Einrichtungsſtücke ſind
aus Eiſen und Stahl gefertigt und lediglich Zweckgegenſtände,
ſämtlich in der gleichen Farbe, einem matten Rot, behandelt, die
Stühle und Tiſche mit verchromtem Untergeſtell. Hier wirken
ſchmückend vor allem die Bücher ſelbſt und Regale, Tiſche, Stühle,
Schränke treten mit ihren nüchternen Formen in den Hintergrund.
Der Ausſtattung des Bibliothekſaales angepaßt, iſt der im
oberſten Stockwerk gelegene Ausſtellungsraum, der mit einer
Reihe von eingebauten Schauregalen und Glasſchränken verſehen
iſt und Gelegenheit bietet, den Beſuchern der Firma Merck die
wichtigſten chemiſchen und pharmazeutiſchen Erzeugniſſe der Fabrik
zu zeigen. Von dieſem Raum aus gelangt man in den daran
an=
ſtoßenden, ebenſo ſachlich ausgeſtatteten Vorführungsraum mit
etwa 120 Sitzplätzen. An den Wänden ſind in eingebauten
Re=
galen als einziger Schmuck des ſonſt einfach gehaltenen Raumes
weitere Muſterſammlungen Merckſcher Präparate ausgeſtellt. Ein
Experimentiertiſch bietet die Möglichkeit zum Abhalten von
Ex=
perimentalvorträgen und Ausbildungskurſen; ein muſterhaft
ein=
gerichteter Apparateraum enthält Projektions=Apparate für Film=
und Lichtbildvorführung.
Vom Vorführungsraum führt eine Türe auf eine
Ter=
raſſe, von der wir einen umfaſſenden Ueberblick über die geſamte
Fabrikanlage der Firma E. Merck erhalten. Ein buntes Gewirr
von Bauten und Straßen mit kilometerlangen Rohrleitungen und
Bahngleiſen liegt vor uns. Staunend ſehen wir aus unſerer
Höhe die impoſante Ausdehnung dieſes in aller Welt bekannten
Werkes, ſehen die planvolle Ordnung der geſamten Anlage,
er=
kennen die ſtetig wachſende, zielbewußte Entwicklung und ſtehen
bewundernd vor dieſem Unternehmen, deſſen erſte Anfänge
zurück=
reichen bis ins Jahr 1668, in dem Friedrich Jakob Merck die 1654
in Darmſtadt gegründete Engel=Apotheke übernahm.
Weit zurück in die Geſchichte des Merckſchen Unternehmens
führt uns auch das Fabrikmuſeum, das wir als Abſchluß unſerer
Beſichtigung beſuchen. Hier ſind in jahrzehntelangem Sammeln
wertvolle Erinnerungen an die Entwicklung der Fabrik
zuſammen=
getragen, primitivſtes Gerät, das die Entwicklung längſt überholt
hat, Urkunden, Bilder, alte längſt patinierte Apparate,
Kurioſi=
täten und vieles mehr. Daneben Sammlungen früherer
Firmen=
inhaber, wie die reichhaltige Drogenſammlung und die
umfang=
reiche Steinſammlung, die beide Johann Anton Merck (1756 bis
1805) ein zu ſeiner Zeit anerkannter Mineraloge, begonnen hatte
und für die noch heute ein von ihm ſelbſt gefertigter Katalog
be=
ſteht. In einer beſonderen Niſche, räumlich mit Gewölbedecke,
Plattenboden und Butzenſcheiben getreulich nachgebildet, iſt eine
alte Apotheke aufgebaut, mit vielen Originalen aus der
Merck=
ſchen Apotheke mit Theken und Regalen, mit vielen großen und
kleinen Gefäßen und Fläſchchen, Waagen, Apparaten, mit alten
Rechnungs= und Rezeptbüchern, Standgefäßen und vielem
ande=
ren Gerät, die einen Begriff gibt, wie es in der alten Engel=
Apotheke am Schloßgraben ausgeſehen haben mag.
Annähernd 5 Stunden nahm unſer Rundgang durch die
Räume des Geſamtbaues in Anſpruch, und doch war nur ein
flüchtiges Verweilen in den einzelnen Räumen möglich, deren
jeder eine eingehende Beſprechung zur intereſſanten Aufgabe
ge=
ſtempelt hätte. Wir nehmen aus der Fülle des Erlebten den
ſicheren Eindruck mit, daß hier mit größter Hingebung an der
Sache gearbeitet worden iſt, daß alle, die hier mitgewirkt haben,
an dem Aufbau dieſes einzigartigen Inſtitutes ſich der großen
Aufgabe bewußt waren, alle techniſchen Vorausſetzungen für ein
erfolgreiches wiſſenſchaftliches Arbeiten in vollendetſter Form
zu erfüllen und trotzdem die Mittel, die ihnen dafür zur
Ver=
fügung ſtanden, in wirtſchaftlichſter Weiſe anzuwenden.
Seit der Zeit, da ſich die Firma Merck zur Erſtellung dieſes
Baues ſchweren Herzens entſchloß, ſind drei Jahre vergangen, die
uns vollſtändig veränderte wirtſchaftliche Verhältniſſe gebracht
haben. Trotzdem muß der Entſchluß zum Bau als richtig
aner=
kannt werden, weil ſeine Erſtellung nicht repräſentativen Zwecken
dient, ſondern für die Aufrechterhaltung der
Fabrikationsgrund=
ſätze der Firma Merck und damit für den Weiterbeſtand dieſes
Werkes eine unerläßliche Notwendigkeit war.
Sonntag, 6. Dezember y
Aus den
Jagd im dezember in Heſſen.
Mitgeteilt vom Heſſiſchen Jagdklub.
Die Zeit des Rehabſchuſſes iſt vorbei, denn am 1. Dezember
hat die Schonzeit für männliches und weibliches Rehwild
be=
gonnen.
Auch für Feldhühner ſchließt mit dem 30. November die
Schuß=
zeit, und zwar, was beſonders bemerkt werden muß, auch für
Rheinheſſen, wo ſeither auf Grund einer Ausnahmebeſtimmung
Feldhühner auch noch im Dezember auf Treibjagden geſchoſſen
ver=
den konnten. Jeder gerechte Jäger wird es begrüßen, daß die
Re=
gierung durch eine vor kurzem veröffentlichte Verfügung dieſe
Ausnahmebeſtimmung fallen gelaſſen hat.
Sonſt hat mit Ausnahme der Jagd auf Muffelwild und der
Waldhühner alles Wild Schußzeit, die Faſanenhennen nur bis
zum 31. Dezember, die Haſen dagegen bis zum 15. Januar.
Die großen Haſentreibjagden ſollten jetzt begonnen haben,
lei=
der hat ſich gezeigt, daß wir durch die andauernd naſſe Witterung
im Sommer, an der die Junghaſen zum großen Teil zugrunde
gingen, ein außerordentlich ſchlechtes Haſenjahr haben. Es
empfiehlt ſich deshalb, den Abſchuß auf ein Minimum zu
beſchrän=
ken, um Satzhaſen für die Nachzucht übrig zu behalten.
Das Haar=Raubwild trägt jetzt ſeinen wertvollen Winterbalg
und ſollte eifrig bejagt werden, aber eins ſei betont: Gift zur
Erbeutung von Raubzeug gehört nicht in die Hand des Jägers.
Beſondere Sorgfalt iſt jetzt den Futterſtellen zuzuwenden, die
reichliche Beſchickung benötigen. Erhöhte Aufmerkſamkeit kedarf
das Revier und gerade die Nähe der Futterſtellen zur Sicherheit
gegen zwei= und vierbeiniges Raubgeſindel.
Nicht zu vergeſſen iſt, dem Wilde jetzt genügend Salz zu
rei=
chen, das für die Verdauung und die Geſunderhaltung dringend
notwendig iſt. Salzpfannenſteine und Wildfuttermittel können
durch den Heſſiſchen Jaydklub bezogen werden.
Cp. Dieburg, 5. Dez. Der Gemeinderat unterhielt ſich
in ſeiner letzten Sitzung unter anderem über die ſchwierige
Fi=
nanzlage der Stadt. Der Bürgermeiſter erklärte zu einem
vor=
liegenden Antrag wegen Winterbeihilfe für die Erwerbsloſen
Wohlfahrtsempfänger ſowie für die Sozial= und Kleinrentner,
daß er oft wirklich nicht wiſſe, woher er das Geld für die
Er=
werbsloſen nehmen ſolle. Beſondere Mittel hierfür könnten durch
die Stadt nicht flüſſig gemacht werden. Infolgedeſſen wurde der
Antrag gegen die Stimmen des Kommuniſten und der
Sozial=
demokraten abgelehnt. Auch ein Antrag, die Auflöſung des
Ge=
meinderats, zu beſchließen, verfiel mit Mehrheit der Ablehnung.
Für das Jahr 1932 ſoll die Gemeinde=Hundeſteuer keine Erhöhung
erfahren. Der Losholzpreis für den Ortsbürgernutzen (2
Raum=
meter) wurde auf 7.— RM. feſtgeſetzt. Eine Wirtſchaftskonzeſſion
wurde genehmigt. Im weiteren Verlauf der Sitzung gab der
Bürgermeiſter bekannt, daß die Bürgerſteuer durch das Kreisamt
auf den dreifachen Betrag erhöht worden ſei. Ein Antrag des
Ortsgewerbevereins wegen Berückſichtigung des einheimiſchen
Handwerks und Gewerbes bei vorkommenden Gemeindearbeiten
fand durch die vom Bürgermeiſter gegebenen Erklärungen ſeine
Erledigung.
Babenhauſen, 4. Dez. Gemeinderatsſitzung. Es
wurde J. J. Held als Ratsmitglied für den ausgeſchiedenen. H.
Klein 4. verpflichtet und in ſein Amt eingeführt. Folgende
Be=
ſchlüſſe werden gefaßt: Die Gewerbeſteuer der Gemeinden,
Kreiſe und Provinzen für das Rj. 1931 ſoll nicht mehr wie bisher
als vorläufige erhoben und nachträglich feſtgeſetzt werden, ſondern
die Erhebung ſoll direkt eine endgültige ſein. Da vorausſichtlich
vom Finanzamt und Kreisamt noch Richtlinien über die Art der
Erhebung uſw. herauskommen, wird die Beſchlußfaſſung darüber
zurückgeſtellt. — Zum Kauf angebotene Waldgrundſtücke
ſollen zunächſt von der Feld= und Waldkommiſſion eingeſehen und
evtl. von der Forſtbehörde abgeſchätzt werden. — Die Rechnung
der Realſchule für das Rechnungsjahr 1930 ſchließt in
Ein=
nahme und Ausgabe mit 32 887,70 RM. ab. Der Zuſchuß der Ge=
meinde beträgt 13 163,65 RM. Die Rechnung wird
— Zur Kenntnis genommen wird ein Notruf der heſſiſchene
induſtrie, ebenſo ein Ausſchreiben des Kreisamtes vetr
nung von Baumpflanzungen an den Grenzen der Grundſuſt
In nichtöffentlicher Sitzung wird über die
hauerei beraten. Am nächſten Montag ſoll damit h.5.
werden. Etwa 130 Mann haben ſich als Holzhauer, 12
am=
ſetzer gemeldet. Die Arbeit wird auf 5 Tage pro Woche heu
Die Beſchäftigung der Ausgeſteuerten bei der Gemeinde m
Ende dieſer Woche eingeſtellt. — Da mehrere Mieter in
meindehäuſern mit der Zahlung ihrer Miete im Rückſtau
wird bſchloſſen, vorerſt 5 ausrangierte Eiſenbahnwagen zure
bringung ſolcher Familien zu beſchaffen. — Die Finanzkor= beauftragt, bei dem Beſitzer des Elektrizitätswerkees
Herabſetzung des Strompreiſes vorſtellig zu werden.
2. Offenthal, 5. Dez. In der letzten Gemeindanſer
ſitzung. die unter Vorſitz von Bürgermeiſter Zimmer ſtch
wurde über folgende Punkte verhandelt: 1. Die Erhebunm! 47
Gemeinde=Getränkeſteuer wurde abgelehnt. 2. Ein Beitragyu
ſiſchen Krüppelfürſorge wurde bewilligt, während 3. eini
zur Landwirtſchaftlichen Schule Darmſtadt abgelehnt in
4. Auch ein Geſuch der S. A. J. um Ueberlaſſung eines Schuug Auuſt Mel
iſer=Ver
verfiel der Ablehnung. 5. Auf Antrag ſoll aus Billigkei,=u
den ein Nachlaß zur Gewerbeſteuer bewilligt werden. 6.
nr=
gnügungsſteuer für die Nachkirchweihe wurden für einennſisc” muß ſich auf au.
und für den anderen 3 RM. feſtgeſetzt. 7 Die Rechnung gnge nüchternen Reil
RM. für Reparatur der Gemeinde=Brückenwaage wurdeagzuns deſſen ſittlich
migt. 8. Der Verkauf eines Ziegenbocks wurde dem Bürgegyenr letzte Klarheit
überlaſſen. — In der anſchließenden nichtöffentlichen zſticher Normiernn
wurde einem Geſuch um Steuerſtundung ſtattgegeben, ruſten Werte des
Montag werden die Holzhauerarbeiten ihren Anfzünuoohen und Padag
men. Es werden 40 Leute beſchäftigt, und zwar hauzuc behandelt zunach
Wohlfahrtserwerbsloſe und ſolche, die ſchon lange Jahre „uen ud ſoziologiſch
die ethiſchen Pr
ſen Arbeiten vertraut ſind.
Straßenbericht
für die Woche vom 6. bis 12. Dezember 1931.
(Mitgeteilt vom Heſſiſchen Automobil=Club.)
Fernverkehrsſtraßen in Heſſen:
Gießen—Fulda (zwiſchen Lauterbach und Reuters)) vom 30.
November bis auf weiteres nur für Langholzverkehr geſperrt
Umleitung: Wallenrod. Heblos.
Hanptſtraßen in Heſſen:
Keine Sperren gemeldet.
Sonſtige Straßen in Heſſen:
Leihgeſtern—Watzenborn—Steinberg (Ortsdurchfahrt
Stein=
berg) vom 30. November bis auf weiteres geſperrt. Umleitung:
Gießen oder Langgöns. Grüningen.
Nieder=Mockſtadt-Leuſtadt vom 2. bis 8. Dezember geſperrt.
Umleitung: Ober=Mockſtadt. Ranſtadt. Effolderbach.
Köln—Mainz (linksrheiniſch) Fernverkehrsſtraße. Der Polizeipräſident
in Koblenz teilt mit, daß dieſe Straße zwiſchen Königsbach-
Kapel=
len—Stolzenfels bis auf weiteres eine Verkehrsbeſchränkung in
der Weiſe erleidet, daß zeitweiſ Richtungsverkehr eingeführt wird.
Dieſer Richtungsverkehr wird durch Poſten in der Weiſe geregelt,
daß der Verkehr abwechſelnd in der Richtung Nord und Süd
freigegeben wird und die Fahrzeuge abwechſelnd in die an beiden
En=
den der Bauſtelle durch Schranken getrennte Fahrbahnen geleitet
werden. Den Anordnungen dieſer Poſten iſt unbedingt Folge zu
leiſten.
Ee. Gadernheim. 4. Dez. Das Glatteis wurde einigen
Autos zum Verhängnis. Unter anderem kam hier ein von Berlin
ſtammender, ſchwer beladener Laſtwagen mit Anhänger an der
Halteſtelle „Zur Linde” in der ſtark erhöhten Kurve ins Rutſchen.
Es iſt als ein Glück zu bezeichnen, daß es dem Chauffeur und dem
Beifahrer gelang, das auf dem Rande der Böſchung angekommene
Auto durch Unterkeilen von Klötzchen vor dem Umkippen zu
be=
wahren; letzteres war nur deshalb möglich, weil das Auto
tal=
aufwärts fuhr und der Beifahrer während der Fahrt noch
recht=
zeitig hinter den Anhängewagen kommen konnte. Die beiden
Leute waren wegen der Ladung gezwungen, die Nacht in ihrem
Auto zu verbringen. — Ferner mußte das um 6.45 Uhr von
Lin=
denfels nach Bensheim fahrende Poſtauto ſeine Fahrt in
Kolm=
bach mehrere Stunden unterbrechen.
Ce. Seeheim, 5. Dez. Unſer alter Feldſchütze, Herr Johann
Eiſinger, tritt am 7. d. M. in den wohlverdienten Ruheſtand,
nachdem er am Tage zuvor ſein 65. Lebensjahr vollendet hat. Mit
ihm verläßt ein Beamter den Dienſt der Gemeinde, der ſtreng,
aber gerecht, ſeines Amtes waltete. Ehrlich und ſparſam hat er
ſtets die ihm übertragenen Arbeiten verſehen. Die Inſtandſetzung
der Feldwege war ihm ebenfalls übertragen. Möge dem
gewiſſen=
haften Beamten ein ruhiger Lebensabend beſchieden ſein!
Bd. Hähnlein. 4. Dez. Mitte dieſes Jahres mußte hier unſer
in ganz Heſſen und noch darüber hinaus ſo gut bekannte Faſel=
und Zuchtviehmarkt wegen Auftretens der ſo gefürchteten Maul=
und Klauenſeuche ausfallen, und jetzt wurde dieſe Seuche in
eini=
gen Gehöften ſchon wieder feſtgeſtellt. Es wurden die üblichen
Anordnungen getroffen, Ort und Gemarkung Hähnlein zum
Sperr=
bezirk erklärt.
Stuhlverſtopfung. Nach den an den Kliniken für innere Krank
heiten geſammelten Erfahrungen iſt das natürliche „Franz=Joſef”=
Bitterwaſſer ein äußerſt wohltuendes Abführmittel. (TV.9
hi. und ſie ergänze
Vertphiloſophie.
wornen, von denen
Bb. Bensheim, 5. Dez. Ein ortsfremder Kaufmann Pauncüime des Geſchlecht
aus Barmen ſtahl hier bei dem Landwirt Fertig in der ncnget und die Verſue
ſtraße 300 Mark. Er wurde beobachtet, verfolgt und flüchteteluſreit ſachlich gewü
Speicher des Schoberſchen Hauſes, wo er ſich verſteckte, vom Sc
Hausbeſitzers dann aber entdeckt und bis zum Eintreffen demſche. Die Praxis ein
feſtgehalten wurde. Bei dem verhafteten und hierauf Fon Alfred Ehrhe
Amtsgerichtsgefängnis übergeführten Dieb wurden Einbreme Mit 132 Abbil.
zeuge und Schlüſſel gefunden; er ſoll auch verſucht haben, H ſahüolger, Weimar.
Verfolgung das Geld wegzuwerfen.
Mluch für den immer
W. Heppenheim a. d. B., 3. Dez. Zimmerdecke einges zt tretenden kombin
Im Hauſe eines hieſigen Schloſſermeiſters brach vor kurzer Auricht nicht nur f
Zimmerbrand aus, der von den Bewohnern mit Hilfe von
Baſſu=
gelöſcht werden konnte. Durch dieſe Abwehrmaßnahme ſcheurs
Waſſer in den Fußboden und weichte die darunterliegende u
decke langſam auf. Die Bewohner des daruntergelegenen CX
bemerkten wohl durch langſames Abbröckeln der Decke den
ohne im aber größere Bedeutung beizumeſſen, bis ſie durch einm
lichen Sprung der Decke die große Gefahr erkannten, und mr
ſofortiges Verlaſſen des Raumes konnten ſie, ſich der Gefahr N
ter ihnen einſtürzenden Decke entziehen
Bn. Hirſchhorn, 3. Dez. Unglücksfall. In einennd
bruch am ſog. „Hungerberg” verunglückte vorgeſtern vormän
Steinbrecher Valentin Raule dadurch, daß ihm ein ſchwerin
auf den Fuß fiel, welcher eine Quetſchung verurſachte. Ve
letzte wurde mittelſt eines Nachens nach Hirſchhorn gefahrd
von da in ſeine Wohnung gebracht, wo er ärztliche Hilfsſ
ſpruch nehmen mußte.
Bn. Hirſchhorn, 5. Dez. 80. Geburtstag. Am m.
Sonntag kann Frau Joſef Valentin Mathes Witwe,
gebl=
dahier, ihren 80. Geburtstag begehen.
Rheinheſſen.
4e. Worms, 5. Dez. Schlägerei bei einer Sſu
lung für die Winterhilfe. In den letzten
Tage=
ten Wagen der Wormſer Winterhilfe die Ortsſchaften des-
Worms, um dort Kleidungsſtücke und Lebensmittel
Nothilfe abzuholen. So fuhren die Wagen auch nach Krit,
Während des Einſammelns kam ein dortiger Maurer mn
Angehörigen der Sammelaktion wegen politiſcher Meinm
ſchiedenheiten in Streit. Es kam zu einer regelrechten So””,
bei der der Maurer ſo ſchwer verletzt wurde, daß er ärztliüeEll EMPFANG
in Anſpruch nehmen mußte. — Beendigung von
grabungen. Seit nahezu drei Jahren wurden im 2
des Freiherrn Ludwig von Heyl zu Herrnsheim an der Sich
alten Kloſters Liebenau umfangreiche Ausgrabungen vagk LEFUN.
men. Nunmehr ſind die Ausgrabungsarbeiten beendein
reiche Ausbeute von intereſſanten Altertümern iſt dus 09
der Arbeiten. Der Wormſer Muſeumsdirektor, Herr Dr/ eueNauchn
wird in der kommenden Woche vor dem Altertumsveren.
die von ihm nunmehr zum Abſchluß gebrachten Nachforid
Or2, M
berichten. — Wormſer Vereinigung der Fn
des humaniſtiſchen Gymnaſiums. Geſtern abc)"
ten die Freunde des humaniſtiſchen Gymnaſiums zu einenn"
tragsabend eingeladen. Herr Univerſitätsprofeſſor Dr.17
Otto aus Frankfurt ſprach über das Thema „Das Bild dch
lichen im Spiegel des griechiſchen Geiſtes‟. Der ausgeee)
Vortrag fand reichen Beifall.
Oberheſſen.
Bg. Vilbel. 5. Dez. Geſtern wurden unweit von Vnd
Waldesrande zwei Menſchen tot aufgefunden. Es waren
ger Mann und ein Mädchen, beide ſauber gekleidet. De‟
hatte einen Schuß im Kopfe und das Mädchen in der Bielw
ern
Perſonalien konnten bis jetzt nicht feſtgeſtellt werden.
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Dezember 1931
Nr. 338 — Seite 9
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
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Zeil —Ecke
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Das Haus Carsch Frankfurt a. M., Zeil, Ecke
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straße, wurde vor 50 Jahren gegründet. Es darf heute als
eines der größten und angesehensten Spezialhäuser für
Herren-, Knaben- und Sportkleidung bezeichnet werden,
dessen Führung auf der Grundlage unbeugsamer Reellität
beruht und dessen Leistungsfähigkeit, gefördert durch
EINE EIGENE GROSSE FHBRIKHTIONS-HBTEIEUNG,
eine durchaus unübertrefflicheist. Uberall kennt man „die gute
Carsch=Kleidung‟. Zur Zeit „Festtage für kleine Geldbörsen”.
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niſcher Zivilbeamter, der viele Jahre in Hinterindien
ſt hat,, ülbert uns Burma, ſo wie er es kennen lernte. Nicht
„lich ᛋſmatiſch, aber dafür um ſo lebendiger behandelt er
erſchitenſten Dinge aus dem Leben dieſes Naturvolkes, das
der Kiür nur wenig berührt iſt. Wie bei ſolch jungen
Völ=
meiſt,üſelr die Religion eine große Rolle. Der Buddhismus
rt ſichſ ellen Lebensformen, da jeder junge Mann einige
im „ßiter als Mönch zuzubringen pflegt und natürlich von
Zeitu/ beeinflußt wird. Das Volk lebt noch auf primitiver
Esc)t wenig Bedürfniſſe; das reiche Land, ſchenkt ihm
mäßign uas es braucht. Der Burmane iſt zwar durchaus
ar=
um hoſtber kein Verlangen nach Reichtümer. Es gibt daher
Klaſſ rnterſchiede und iſt auch die Moral ſehr wenig
kom=
nt. Imerhin wird alles ſo beglückend einfach und ideal
ſtellt, 4 ich den Eindruck habe, einen neuen Tacitus zu
Abeſes ſchadet ja nichts, gibt es uns doch einen netten
ſick inmds Leben dieſes Landes und iſt trotzdem eine erfreu=
Dr. W.
„Lektütz
rof, T+Auguſt Meſſer: Sexualethik. (Volksverband der
„cherfrchude. Wegweiſer=Verlag G. m. b. H.. Berlin=
Char=
fenbumg.)
ille Ezü muß ſich auf zwei Pfeilern aufbauen: auf einer
ſteilsluoſe, nüchternen Kenntnis und Erkenntnis des tatſäch=
Geſch elns, deſſen ſittliche Normierung in Frage ſteht,
ſo=
auf ſir letzte Klarheit anſtrebenden Beſinnung auf die
dlager ftlicher Normierung überhaupt. Dieſer Leitgedanke
„dieſen eueſten Werke des weit über Fachkreiſe hinaus
be=
en Pkzillophen und Pädagogen Profeſſor Dr. Auguſt Meſſer
nde. Ebehandelt zunächſt in dem Buch die phyſiologiſchen,
ſogiſchſe und ſoziologiſchen Tatſachen des geſchlechtlichen
s. dayu die ethiſchen Prinzipienfragen, anknüpfend an die
ſche Cuk, und ſie ergänzend und weiterbildend mit Hilfe
hoderme Wertphiloſophie. Dadurch werden die
Voraus=
gen Fqwnnen, von denen aus im Hauptteil die Tatbeſtände
ſie Prwheme des Geſchlechtslebens unſerer Gegenwart
unbe=
nbetricket und die Verſuche zur Löſung der Probleme nach
und Iiwert ſachlich gewürdigt werden können.
tungsseke. Die Praxis eines zeitgemäßen Kunſt= und
Werk=
errichtt on Alfred Ehrhardt. Dozent an der Hamburger
ſtſchune Mit 132 Abbildungen. (Verlag von Hermann
hlaus jſthfolger, Weimar.) Broſch. 4,80 RM.
hatuuch für den immer mehr an Stelle des reinen
Zei=
verricet tretenden kombinierten Zeichen=, Materialkunde=
Verkumnricht nicht nur für Volksſchulen und höhere Schu=
len, ſondern auch für die Inſtitute der kunſtpädagogiſchen
Fort=
ſetzungen der ebengenannten Schulen, für die Kunſtſchulen und
Kunſtgewerbeſchulen, in denen der noch ſehr junge Gedanke dieſer
Geſtaltungslehre in Form einer Materialkunde und Formenlehre
immer größere und ſtärkere Anerkennung durch praktiſches
Ein=
richten ſolcher Klaſſen findet. Die Geſtaltungslehre verſucht
nach=
zuweiſen, daß ein Zeichenunterricht an ſich und ebenſo ein
Werk=
unterricht an ſich im heutigen praktiſchen Schulbetrieb nicht mehr
möglich ſind.
Kleine Sternkunde. Von Robert Henſeling. 3. völlig neu
be=
arbeitete Auflage (19. bis 23. Tauſend) mit 28 Abbildungen
im Text und 33 Bildern auf Kunſtdrucktafeln und einer
zwei=
farbigen Sternkarte. Franckhſche Verlagshandlung. Stuttgart
(Kosmos=Verlag). Preis geheftet 2,50 RM., in Ganzleinen
gebunden 4 RM.
Die „Kleine Sternkunde” von Robert Henſeling iſt ein Buch,
das allen, die etwas von den Sternen und ihren Geſetzen wiſſen
wollen, aufs wärmſte empfohlen werden kann, das in Haus und
Schule weiteſte Verbreitung finden ſollte, das wie wohl kein
an=
deres Werk geeignet iſt, Kunde von der Sternenwelt und
Ver=
ſtändnis für das kosmiſche Leben, für Ewigkeitswerte in weiteſte
Kreiſe zu tragen.
Alfred Mühr: Im Banue des Mikrophons. Mit Beiträgen von
Go=
moll, Köppen, Stuever, Laven, Obrig, Elert, Laukiſch u. a.
Bro=
ſchiert 3 RM. (Safari=Verlag, Berlin.)
Unter dem Titel. Im Banne des Mikrophons” hat Alfred Mühr
ein ſehr aufſchlußreiches Unterhaltungsbuch für die Rundfunkhörer
ge=
ſchaffen, das umſomehr Beachtung verdient, weil in ihm zum erſtenmal
Praktiker des deutſchen Rundfunks zu Worte kommen. In feſſelnder,
anſchaulicher Darſtellung berichten ſie alle von ihrer Arbeit im Dienſte
der Hörerſchaft, führen den Leſer ein in die Werkſtatt des Rundfunks,
laſſen ihn einen Blick tun hinter die Kuliſſen des Mikrophons. Dieſe
Tatſachenberichte werden umrahmt von Funknovellen ſtark dramatiſchen
Charakters, in denen bekannte Schriftſteller wie Gdleff Köppen, Otto
Brües, Georg Elert und Fritz Laukiſch das Funkerlebnis dichteriſch
ein=
gefangen haben und den ſtarken Einfluß des Rundfunks auf den
Men=
ſchen und unſere Zeit zum Ausdruck bringen.
Volks= und Bauernſpiele. Eine Sammlung von luſtigen Spielen. Von
Thilo Scheller. 64 Seiten und zahlreiche Abbildungen auf 15
Tafeln. In Sammlung „Bücherei für Leibesübungen”. Kart. 2 M.
in Leinenband 2,80 Mk. Verlag von Quelle u. Meyer, Leipzig.
Was können wir ſpielen? Wie oft wird nicht dieſe Frage geſtellt
wo ſpielhungrige Jugend zuſammenhockt oder wo Sportkameraden ihre
Freizeit ausfüllen wollen. Und wenn es auch Tauſende von Spielen
gibt, wie oft will im rechten Augenblick keinem etwas Geeignetes
ein=
fallen. Da bietet ſich dies luſtige Spielbuch als willkommener Berater
an. Thilo Scheller iſt unſerer Sportjugend als einer der humorvollſten
Turnlehrer bekannt, deſſen Schriften durch witzige Einfälle glänzen.
Hier legte er eine Sammlung von Spielen vor, wie ſie die Kinder auf
der Straße ſpielen, wie ſie bei Bauern und Schiffern im Schwange ſind
oder in der Enge des Schützengrabens geübt wurden.
Emir Dynamit. Bilder aus dem Leben des Oberſten Lawrence.
Be=
rechtigte Bearbeitung der von Lawrence autoriſierten Biographie
„Lawrence and the Arabs” von Robert Graves. Mit 8
Kunſt=
drucktafeln und mehreren Kartenſkizzen. Von Fritz Steuben.
157 Seiten 8‟. Franckhſche Verlagshandlung, Stuttgart. Preis in
Ganzleinen gebunden 4,80 RM.
Emir Dynamit — ſo nannten die Araber im Kriege einen
jungen, blonden Mann, der eines Tages unter ihnen auftauchte und
bis zum Kriegsſchluß bei ihnen blieb. Er war klein, mager, zäh und
von verbiſſener Energie; er konnte reiten wie ein geborener Beduine,
war ein tödlich ſicherer Schütze, er war ein unabläſſig treibender,
boh=
render, anſpornender Motor in dem Aufſtand der Araber, den England
im Weltkriege gegen die Türken angezettelt hatte. Er holte ſich mal
da, mal dort eine Handvoll Beduinen zuſammen, führte ſie gegen die
Hedſchasbahn, ſprengte Brücken — insgeſamt neunundſiebzig! —, ließ
Züge entgleiſen, machte verwegene Spionageritte weit hinter die
feind=
liche Front, überfiel wichtige Stationen und ſchlug regelrechte
Schlach=
ten gegen die Türken. Von dieſem Mann erzählt Fritz Steuben in
ſeinem neuen, ſoeben erſchienenen Buch „Emir Dynamit”. Steuben
ſtützt ſich auf die engliſche Biographie, die Robert Graves=Ranke, ein
Freund des Oberſten Lawrence, verfaßt hat; aber Steuben erzählt die
Geſchichte auf ſeine Weiſe. Ein packendes Buch für die Jugend und
ein nachdenkliches für Erwachſene!
B6 Yin Rä. Das Buch der Liebe. Koberſche Verlagsbuchhandlung,
Baſel=Leipzig. Preis gebd. 5 RM.
Immer größeren und bedeutungswichtigeren Kreiſen erſchließt ſich
die Einſicht, daß ihrer eigenen, ahnungsmäßig vorempfundenen
geiſti=
gen Selbſtbegründung die denkbar ſicherſte Beſtätigung aufleuchtet in
den Lehren von B6 Yin Ra. In aller Stille haben die Bücher dieſes
einzigartig in unſerer Zeit ſtehenden Mannes auf der ganzen Welt die
Lebensſchickſale vieler Tauſender umgeſtaltet und überall den vom
Da=
ſeinskampf Ermatteten und Entmutigten Kraft und Lebenswillen
zu=
rückgegeben. Das Buch der Liebe war in ſeiner erſten, durch äußere
Umſtände der Druckkorrektur des Verfaſſers entzogenen Ausgabe
be=
reits im Jahre 1922 erſchienen und hatte alsbald große Verbreitung
gefunden. In der nun vorliegenden definitiven, mannigfach
erweiter=
ten Geſtaltung und verbeſſerten Druckanordnung iſt es aber ſelbſt für
die Beſitzer der erſten Ausgabe zu einer Neuerſcheinung geworden.
— Rumpelſtilzchen: „Das ſowieſo!” (Der Reihe elfter Band
1930/31.) Brunnen=Verlag, Willi Biſchoff, Berlin SW. 68.
Preis broſch. 4,50 RM., Leinen 6,80 RM.
Der Mann iſt wirklich einzig. Selbſt in den trübſten Jahren,
nun ſchon zum elften Male, ſtrahlt der Sammelband ſeiner
Ber=
liner Plaudereien eine Lebensfreude aus, die heilend wie
Alpen=
ſonne iſt. Jeder Band, auch der 1931er der ſoeben erſchienen iſt,
iſt ein Ding für ſich, verſtändlich ohne Vorgänger; nur daß man,
wenn man bei dem Leſen alles Elend der Welt vergeſſen hat,
gern noch eine weitere Doſis Rumpelſtilzchen zu ſich nähme. Eine
nach Zehntauſenden zählende Leſergemeinde kauft ſich alljährlich
jedes Buch von ihm. Eine Würdigung des neuen Bandes im
ein=
zelnen erübrigt ſich. Wem es warm ums Herz werden ſoll, der
verzichtet eher auf ein paar Zentner Kohlen als auf „Das
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Seite 10 — Nr. 338
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Sonntag, 6. Dezen=
gröbtes Schuhhaun
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Heute mittag wurde mein guter Mann, unſer
lieber Vater, Großvater, Bruder, Schwager
und Onkel
Herr
Auam Surerleng
durch einen ſanften Tod von ſeinem mit
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endlicher Geduld getragenem Leiden erlöſit.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Eva Suderleith.
Darmſtadt, den 4. Dezember 1931.
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Die Beerdigung findet am Montag, den 7. Dezember
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jahre zu ſich in die Ewigkeit abzurufen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Bertina Heißt, geb. Kielenbeck
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Adolf
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Eberſtadt, den 5. Dezember 1931.
Pfungſtädterſtr. 56.
Die Beerdigung findet am Dienstag, den 8. Dezember,
nachmittags 3 Uhr, vom Portale des Friedhofs
aus ſtatt.
Dankſagung.
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Dankſagung.
Allen, die an dem Heimgang urſerer lieben
Eniſchlafenen, ſo innigen Anteil nahmen,
ſpreche ich meinen herzlichſten Dank aus.
Im Namen der Hinterbliebenen:
E. Steinacker.
Dankſagung.
(Statt Karten.)
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme, ſowie die
reichen Kranz= und Blumenſpenden bei dem Heimgange
unſeres lieben, unvergeßlichen Entſchlafenen
Zerdinand Ereceluus
Reichsbahnoberinſpektor
ſagen wir innigen Dank. Beſonderen Dank Herrn Pfarrer
Beringer für die tröſtenden Worte, den Schweſiern der
Martinsgemeinde (Oſtbezirk), dem Diakon des
Bruder=
hauſes für die treue Hilfeleiſiung, den Bedienſteten der
Verkehrskontrolle II., dem Bund Deutſcher
Reichsbahn=
inſpektoren und Amtmänner Ortsgruppe Darmſiadt und
Bezirk Franklurt, dem Reichsoffizierbund, dem Reichsbund
der Zivildienſtberechtigten, dem Kriegerverein Darmſtadt
1874 und dem Eiſenbahnverein Darmſiadt für die
ehren=
den Worie und Kranzniederlegungen am Grabe.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Johanna Crecelius, geb. Kauffeld.
Dankſagung.
Für die vielen und wohltuenden Beweiſe herzlicher
Teilnahme durch zahlreiche Beileidsbezeugungen und
reiche Blumenſpenden bei dem Heimgang meines
über alles geliebten Mannes, unſeres unvergeßlichen
Vaters, guten Sohnes, Bruders, Schwagers und
Onkels
Heinrich Müller
Bäckermeiſter
ſagen wir auf dieſem Wege Allen innigſten Dank.
Beſonders danken wir Herrn Pfarrer Lautenſchläger
für die tröſtenden Worte am Grabe, der Freien
Bäcker=Innung Darmſtadt, dem Verein ehemaliger
Angehöriger des Großherzogl. Artilleriekorps und
ſeinen Kegelbrüdern für die ehrenden Nachrufe und
Kranzniederlegungen, ſowie dem
Bäckermeiſtergeſang=
verein Kornblume für den erhebenden Grabgeſang.
In tiefem Leid
im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Anna Müller, geb. Hofferberth.
Darmſtadt den 5. Dezember 1931.
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Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 338 — Seite 11
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Seite 12 — Nr. 338
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Sonntag, 6. Dezem
Sder Sater Tta Saoftene
* Kreisliga Südheſſen.
Nachhutgefechte der Vorrunde.
V. f. R. Bürſtadt — Normannia Pfiffligheim.
V. f. L. Lampertheim — Concordia Gernsheim.
Viktoria Neuhauſen — FV. Hofheim.
Es gilt für die Bürſtädter Raſenſpieler, nach dieſem erſten
Spielſonntag im Dezember, als Tabellenführer an Südheſſens
Spitze zu ſtehen. Die Pfiffligheimer Normannen, einſt ein
gefürch=
teter Gegner, bäumeln heute verloren am Tabellenende, ſo daß
mit einem glatten Sieg der Bürſtädter gerechnet werden kann.
Auch VfL. Lampertheim ſteht zurzeit ſehr günſtig in der Tabelle
und hat natürlich das Beſtreben, ſich nicht von einem der erſten
Plätze verdrängen zu laſſen. Gernsheim iſt keineswegs zu
unter=
ſchätzen; die Platzbeſitzer werden ſicherlich alle Regiſter ihres
Kön=
nens ziehen müſſen, um beide Punkte für ſich zu behalten. In
Neuhauſen kann man den Hofheimern wenig Chance auf einen
Punktgewinn geben, zumal die Platzbeſitzer faſt an den Rand des
Abſtiegs gekommen ſind. Hofheim wird ſich alſo wohl mit einer
ehrenvollen Niederlage zufrieden geben müſſen.
Auch in der Klaſſe 3, Ried. werden zuerſt ſämtliche
ausge=
fallenen Spiele nachgetragen, ehe man mit der Rückrunde beginnt.
Es treffen ſich:
Alemannia Groß=Rohrheim — Vorwärts Bobſtadt,
Germania Auerbach — Olympia Biebesheim.
Tv. Biebesheim — Lorſch Reſerven.
Die Mitkonkurrenten des Tabellenführers 07 Bensheim
wer=
den ſich vorausſichtlich einen ſpannenden Kampf liefern, den die
Platzbeſitzer wohl knapp für ſich entſcheiden werden. Olympia
Biebesheim ſteht vor einer ſchweren Aufgabe, die nur bei der
reſt=
loſen Hergabe aller Spieler zufriedenſtellend gelöſt werden kann.
Auerbachs Kampfkraft iſt zur Genüge bewieſen. Die Biebesheimer
Turner werden das Pflichtſpiel gegen Lorſchs Reſervemannſchaft
als Lehrſpiel betrachten.
SV. Mörfelden — Germania Eberſtadt.
Das zweite Spiel der Rückrunde führt den derzeitigen
Ta=
bellendritten Germania Eberſtadt nach Mörfelden. Es wird für
die Vorſtädter ein ſchwerer Gang ſein. Mörfelden das im
Vor=
ſpiel ganz klar mit 3:0 geſchlagen, wird unter allen Umſtänden
beſtrebt ſein, ſich zu revanchieren. Obwohl Mörfelden den
Platz=
vorteil hat, iſt das letzte Wort über den Ausgang des Kampfes
noch nicht geſprochen. Wir wiſſen von der ausgezeichneten
Hinter=
mannſchaft und Läuferreihe der Germanen. Und ſollte ſich dieſe
in der Verfaſſung präſentieren wie in Pfungſtadt und ſich mit den
dortigen Bodenverhältniſſen gut abfinden, wird es die Hausherrn
viel Schweiß koſten, um beide Punkte zu behalten. Beſtimmtes
vorausſagen kann man in dieſem Kampfe nicht, mag der Sonntag
die Entſcheidung bringen. — Ligaerſatz — Ligaerſatz Mörfelden
12 Uhr, dort. Za Mannſchaft — Za Sp.V. 98. 11 Uhr, dort.
1. Jgd. — 1. Jgd Sp.V 98. 9.30 Uhr Germania=Sportplatz,
2. Jgd. — Viktoria Griesheim 2. Jgd. 9,30 Uhr, dort. 1. Schüler —
1. Schüler SpV. 98. 10,30 Uhr. Germania=Sportplatz.
Sporkkalender.
14,30 Uhr:
14.30 Uhr:
15,00 Uhr
15,00 Uhr:
15.15 Uhr
10,00 Uhr:
11,00 Uhr:
14,00 Uhr:
14,00 Uhr:
14,00 Uhr:
Turnhalle
10,30 Uhr:
Sonntag, den 6. Dezember 1931.
Handball.
Exerzierplatz: Polizei — Wormatia Worms.
Maulbeerallee: Merck — A. S.V. Eppertshauſen.
Kranichſteinerſtr.: Tgeſ. 75 — T. V. Heppenheim.
Müllersteich: Fr. Tgde. — V.f.L. Frankfurt.
Dornheimer Weg: Poſt — T.V. Buchſchlag.
Fußball.
Dornheimer Weg: Reichsbahn — Rot=Weiß Dſtdt.
: Feſthalle: Eintracht — Olympia Hahn.
Stadion: S.V. 98 — S.V. Wiesbaden.
: Rennbahn: Union — Polizei Darmſtadt.
Dornheimer Weg: Poſt — S.V. Leeheim.
Tiſchtennis.
Woogsplatz: 2. Darmſtädter Tiſchtennisturnier.
Kraftſport.
Polizei=Halle: Polizei 1. — Eiche Hanau.
Geſchäftliches.
Der Sonn entgegen — führen die vier billigen Orient= und
Mittelmeerfahrten, die in den Monaten Februar bis Mai 1932
der Norddeutſche Lloyd Bremen mit ſeinem 11 000 Brutto=
Regiſter=Tons großen Doppelſchrauben=Paſſagierdampfer „
Karls=
ruhe” veranſtaltet. Die Teilnahme an einer dieſer vier Reiſen
be=
deutet, einem vielfach ausgeſprochenem ärztlichen Rat Folge zu
leiſten, die ungünſtigen Witterungsverhältniſſe im nördlichen und
mittleren Europa mit dem ſonnigen, warmen Klima des Südens
zu vertauſchen. blaue Meere und blütenfrohe Länder zu erleben,
die berühmten Kulturſtätten mit den ſehenswerten Zeugen des
Altertums und der klaſſiſchen Vergangenheit zu beſuchen und das
intereſſante, bunte Völkergemiſch ſüdlicher Länder (Griechenland,
Paläſtina, Aegypten, Sizilien, Italien, Spanien, Marokko, die
Balearen und Atlantiſchen Inſeln u. v. a. m.) kennenzulernen.
Ueber alle Einzelheiten dieſer wirklich zeitgemäßen Reiſen geben
der Norddeutſche Lloyd Bremen oder ſeine Vertretungen
unver=
bindlich Auskunft. (Siehe Inſerat.)
Unſerer heutigen Auflage für Darmſtadt und Umgebung liegt
ein Proſpekt der Fa. C. A. Stützer Nachf., Darmſtadt,
Schützen=
ſtraße 5, bei, worauf wir unſere Leſer an dieſer Stelle aufmerk=
(17629
ſam machen.
Handball.
Turngeſellſchaft Ober=Ramſtadt.
Heute ſpielt Ober=Ramſtadt gegen TV. Crumſtadt. Letzterer
verfügt über eine gut eingeſpielte Elf, was ja der Vorſpielſieg
gegen den Tabellenführer, Nieder=Ramſtadt, beweiſt, ſo daß man
mit einem ſpannenden Spiel rechnen kann. Ober=Ramſtadt ſpielt
mit 3 Mann Erſatz, was ſich wohl zugunſten der Gäſte auswirken
dürfte. Spielbeginn 3 Uhr. Vorher 2. Mſch. — TV. Münſter 1.
Schießſpork.
Am vergangenen Sonntag, den 29. November, wurde auf den
Ständen der Schützengeſellſchaft Weidmannsheil Darmſtadt die
vom Gau Darmſtadt des Landesverbandes Heſſen=Naſſau
übertra=
gene Meiſterſchaft auf 15 Meter ausgetragen. Trotz der
allge=
meinen Notlage war der Beſuch ein recht guter. Faſt alle
Darm=
ſtädter Kleinkalibervereine hatten ihre Gruppen zu dieſem
fried=
lichen Wettkampfe entſandt. Sämtliche Reſultate waren
durch=
weg gut, jedoch waren die Leiſtungen der Schützengeſellſchaft
Fledermaus nicht mehr zu überbieten. — Die erſte Gruppe (vier
Schützen) errang 219 Ringe, die 2. Gruppe 214 Ringe. —
Fleder=
maus erhielt den Wanderpreis.
Im Einzelſchießen errang den 1. Meiſtertitel Rau (112 R.),
Fritz Grün mit ebenfalls 112 R. den 2. und Handſchuch (10 R.)
den 3. Preis. Grün erzielte von 60 erreichbaren Ringen 59 Ringe.
Mit dieſem Schießen iſt die Saiſon 1931 beendet. Die Gewehre
dürfen trotzdem nicht in Ruheſtellung kommen, und es muß in den
Vereinsübungsſtunden ſtändig trainiert werden, damit im
kom=
menden Jahre noch beſſere Reſultate erzielt werden. Mit „Gut
Schuß” ins neue Jahr.
Aus der Radio=Induſtrie.
Lorenz baut ſeit 25 Jahren Sender und Empfänger Dieſe
Zeit der Erfahrungen iſt ein Maßſtab für die techniſche
Vollkom=
menheit auch der Lorenz=Empfangsgeräte für den Rundfunk. Lorenz=
Radiogeräte ſind anerkannte Spitzenleiſtungen der Funktechnik.
Bei ihrer Konſtruktion wurde ſchon jetzt das Haupterfordernis für
ihre Brauchbarkeit, die Trennſchärfe, auch bei ſpäterer
Senderver=
ſtärkung, berückſichtigt. Mit den für Fernempfang beſtimmten
Ge=
räten können auch bei Inbetriebnahme weiterer Großſender andere
Sendeſtationen mühelos empfangen werden. Als weiteres
Merk=
mal moderner Rundfunkgeräte wird den Lorenz=Empfängern und
=Lautſprechern allgemein und beſonders von Muſikkennern eine
unvergleichlich ſchöne Klangfarbe bei der Wiedergabe nachgerühmt.
Mende=Apparate zeichnen ſich vor allen Dingen durch
Klangſchönheit, Lautſtärke und Trennſchärfe aus. In Verbindung
mit einem Mende=Lautſprecher ſind ſie die ſchönſte
Weihnachts=
freude.
Eines der markanteſten Beiſpiele der Löſung der Probleme
Trennſchärfe und Koſten iſt ein kürzlich herausgekommener 4
Röh=
ren=Schirmgitter=Fernempfänger, und zwar handelt es ſich hier
um die Type 440 von Lumophon. Man kann dieſes neue
Erzeug=
nis als einen Fortſchritt bezeichnen, denn ſowohl Preis und
Lei=
ſtung — letzteres bezieht ſich nicht nur auf die Trennſchärfe,
ſon=
dern auch Tonreinheit Lautſtärke, Störungsfreiheit, techniſche
Qualität ſind in ein Verhältnis gebracht worden, das beſondere
Beachtung verdient.
Hauptſchriftleſtung: Rudolf Maupe
Veranlwortlich für Polliſk und Wirtſchaft: Rudolf Maupe; für Feulſſeten, Reich um
Ausland und Heſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport: Karl BFhmann
für den Handel: Dr. C. H. Queiſch; für den Schlußdſenſt: Andreas Bauer; f41
„Dſie Gegenwart”,„Tagesſpiegel in Bild und Wort: Dr. Herbert Neite:
fär den Inſeratenteil und geſchäftliche Mitteſlungen: Wiliv Kuhle
Druck und Verlag: C. C. Wittlch — ſämtlich in Darmſtadt
Fül unverlangte Manuſkripte wird Garantie der Rückſendung nicht übernemmen.
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Frankfurt a. M.
Gleichbleibendes Werktags=Programm. 6.15: Wetter.
O 6.45: Gymnaſtik — Wetter. 7.15: Frühkones
platten). o 7.55: Waſſerſtand. 12: Zeit, Wirtſchaftt
O 12.05: Konzert. 12.40: Nachrichten, Wetter. o 12.5
Zeitzeichen. O 13: Konzert (Fortſ.). O 13.50: Nachricht
Werbekonzert. O 14.45: Gießener Wetterbericht. .
Wirtſchaftsmeldungen. 17.00, 18.30, 19.30: Wirtſchaftl,
Sonntag, 6. Dezember.
7.00: Bremen: Hafenkonzert.
8.15: Kaſſel: Morgenfeier der Evangeliſchen Landeskimt
10.00: Stunde des Chorgeſangs.
11.00: W. A. Mozart. Zum 140. Todestag am 5.,
Sonaten für Klavier und Violine.
11.30: Leipzig: Bach=Kantate: Wie ſchön leucht” uns
do=
ſtern.
12.00: Konzert.
13.00: Wally Baumann u. O. W. Studtmann: W8
Volkshilfe — Weihnachten.
13.15: Konzert. (Fortſetzung)
13.50: Zehnminutendienſt der Landwirtſchaftskammer
14.00: Dr. Engels: Können wir die bäuerliche Veredlunn
mit Erfolg durchführen? — Eliſabeth Eſſer: Die lel
terabende.
15.00: Stunde der Jugend. Kaſperltheater.
16.00: Mannheim: Nachmittagskonzert.
18.00: A. Auerbach: Berlin im Spätherbſt.
18.30: Dämmerſtunde.
18.55: H. Mayer=Gräfe lieſt aus ſeinem neuen Roman
19.20: Sportnachrichten.
19.30: Köln: Figaros Hochzeit. Komiſche Oper von W5i/
22.40: Zeit, Wetter, Nachrichten, Sport.
23.00: Tanzmuſik.
Königswuſterbauſen.
Deutſche Welle. Gleichbleibendes Werktags=Progr:=
Gymnaſtik. O 6.45, 18.55: Zeit, Wetter für den 420
ca. 6.50: Frühkonzert. O 10.35, 13.30: Nachrichten. o
für den Landwirt. 12.05: Schallplatten bzw. Schulfur
Nauener Zeit. O 14.00: Schallplatten. O 15.30: Wec
Deutſche Welle: Sonntag, 6. Dezembe.,
6.30: Funk=Gymnaſtik.
7.00: Bremer Hafenkonzert.
8.00: Mitteilungen und praktiſche Winke für den Lamd
8.15: Wochenrückblick auf die Marktlage.
8.25: Dr. Wilsdorf: Der heutige Stand der Schafha
8,55: Morgenfeier Glockenſpiel der Potsdamer Garniit
anſchl. Glockengeläut des Berliner Doms.
10.05: Wettervorherſage.
11.00: Rektor Gieſeler; Bücher für Kinder bis 12 Jaher
11.30: Leipzig: Bach=Kantate: Wie ſchön leuchtet uns A.
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12.30: Matinée. Gerhard Hoffmann und ſein Orcheſter—
13.45: Drei Spukgeſchichten von H. F. Blunck.
14.10: Irrlichter. Märchen von Goethe.
14.45: Weihnachtslieder. Berliner Funk=Chor.
15.15: Dr. Born: Maler als Bildhauer.
anſchl. Volkstümliches Orcheſterkonzert. Berliner Funkoral
18.00: G. Roch: Eindrücke beim Beſuch der Internationa=
Kolonialausſtellung 1931.
18.25: Klavierquintett A=dur, op. 81 von Dvorak.
Dr. Welter. Mitw.: Steiner=Quintett.
18.50: Sportnachrichten
19.00: Clara Viebig: Der Stern überm dunklen Hof.
19.20: Dr. Wölfel: Auf den Spuren einer Eiszeitraſſe.
19.40: Richard Billinger ſpricht Bauerngedichte und lieſt
Buche: Die Aſche des Fegefeuers.
20.00: Wiener Abend Mitw.: Philharmoniſches Orcheffr
ca. 21.00: Tages= und Sportnachrichten.
22.15: Wetter=, Tages= und Sportnachrichten.
anſchl. Tanzmuſik der Kapelle Carlo Minari.
Weklerberichl.
Unter ſtürmiſcher Nordweſtluft gelangte die kühle/
Luft an der Rückſeite der über Skandinavien abziehenne
nach Deutſchland. Dabei hat gleichzeitig der hohe=
Spanien und Frankreich ſich weiter nordwärts ausgi
kräftigen Barometeranſtieg bewirkt. Der hohe Drucl
Zeit einwirken, dabei teilweiſe aufheiterndes
Wette=
veraturrückgang bringen. Bereits im Laufe des mom
dürften ſich jedoch die Anzeichen der neuen Atlantikſtäiu
bemerkbar machen.
Ausſichten für Sonntag, den 6. Dezember: Abflauen de
Nordweſtwindes und Zurückdrehen auf Südweſtemi
lich kühl und wechſelnd wolkig mit Aufheiterung.
Bewölkungszunahme, meiſt trocken
Ausſichten für Montag, den 7. Dezember: Meiſt bedeckt.
weiſe Niederſchläge.
Die heutige Nummer hat 26 Geiten
arionier
durch die
4918.
von ru
Dezember 1931
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Oe
Sibtrien
320 Seiten.
Kartoniert Mk. 4.00.
In Leinen Mk. 4.80.
Der Verfaſſer ſchildert ſeine Erlebniſſe an
der rutſiſchen Front, in der Getangenſchaft
und auf der tollkühnen Flucht aus Sibirien
quer durch Rußland bis zum Durchbruch
durch die bolſchewiſtiſche Front in der Ukraine
1918. — „Alles, was an Grauenvollem
von ruſſiſchen Gefängniſſen je geſchrieben
wurde, was die ruſſiſche Literatur ſelbſt
er=
zählt, wird klein und bedeutungslos durch
„dieſe Schilderung. Doch neben den
Schreckensſzenen erleben wir Beiſpiele
treueſter Kameradſchaft, ſelbſtloſer
Menſchenliebe und heroiſcher
Selbſtüber=
windung. Man lieſi es in einem Zuge;
alles iſt wahrheitsgetreu, erſchütternd
dar=
geſtellt, dabei dichteriſch wertvoll geſialtet
und imponierend natürlich wiedergegeben”
H. H. „Expreß=Informationen”, Innsbruck.
„Michel weiß ausgezeichnet zu erzählen.
Beſonders ſind die Kapitel, welche die
furchtbaren Leiden in der Gefangenſchaft
ſchildern, hervorzuheben. Sie gemahnen in
ihrer Echtheit und Eindringlichkeit der
Darſtellung oft an die Geſialtungskratt der
berühmten Owingerſchen Bücher
„Münchener Neueſte Nachrichten:
O E
das Buch lieſſ, ſo verlangen Sie ſofort die
unverbindliche koſtenloſe
Michel. Nitſchewo= Leſeprobe
Denken Sie darap, daß Ihnen Persil recht lange
die Freude am Tragen der hübschen Sachen
er-
hält. Mühelos schonend und billig ist die Pflege
mit Persil! Umständlichkeiten gibt es da nicht. Sie
brauchen nur kaltes Wasser und etwas Persil.
(Auf 2 Liter kaltes Wasser einen gehäuften
Eß-
löffel voll.) Darin drücken Sie die Wollsachen
leicht durch, Im Nu sind sie sauber, Kaltwaschen
mit Persil ist nicht nur bequen, es ist auch
hy-
gienisch. Persil haf nämlich eine vorzügliche
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Land=
icht. Riedeſelſtr. 18, Xlwehrſtr. 9, II.
Nummer 338
Zurückhaltung an der In=und Auslandsbörſe.
Wenig veränderke Kurſe. — Pfund= und Dollar=Schwäche in Paris.
Gründung der Diskonk=Compagnie A. G.
Die Lage am Geld= und Deviſenmarkk.
Nach der Anſpannung, die der Monatsultimo mit ſich gebracht
hatte, wodurch der Tagesgeldſatz auf 9 Prozent anzog, folgte im Lauf
dieſer Woche ſehr raſch wieder eine Verflüſſigung. Weder in
Frank=
furt noch in Berlin bot das Monatsende größere Schwierigkeiten, ſo
daß ſich der Geldmarkt ſehr leicht wieder in eine normale Lage
ein=
ſpielen konnte. An den letzten Tagen verblieb bei 8 Prozent für
Ta=
gesgeld bereits wieder Ueberſtand. Geld auf einen längeren Zeitraum
war eher geſucht; bei recht kleinem Geſchäft blieben die Verhältniſſe
gegenüber den Vorwochen ſo gut wie unverändert. Auch am
Wechſel=
markt herrſcht nach wie vor Geſchäftsſtille. Für Privatdiskonte
be=
ſtand einige Nachfrage. Es hat den Anſchein, als ob man in
Anbe=
tracht der unſicheren Verhältniſſe anſtelle von hochverzinslichen
Papie=
ren die Anſchaffung von Warenwechſeln bevorzugt, ſo daß infolgedeſſen
hierin ſehr knappes Angebot auf den Markt kommt. Für Schatzwechſel
des Reiches per 5. März 1932 beſtand weiter Intereſſe.
Auch im abgelaufenen Berichtsabſchnitt drückte das weitere Abſinken
des Pfundkurſes dem Debiſenmarkt den Stempel auf. Zunächſt ſetzte
ſich der bereits in der Vorwoche begonnene Kursſturz hemmungslos
fort, wodurch die Notiz auf bis 13,60 RM. herunterging; im freien
Verkehr nannte man ſogar einen Kurs von 13,40 RM. Später trat
dann wieder eine leichte Erholung ein, wahrſcheinlich auf
Stützungs=
käufe für Londoner Rechnung. Die Mitteilung, daß der Notenumlauf
zunächſt noch nicht erhöht werden würde, blieb ohne jeden Einfluß auf
die Kursgeſtaltung der engliſchen Währung. Die Pfundbaiſſe riß auch
die nordiſchen Deviſen mit ſich, welche abermals erhebliche
Kursein=
bußen erlitten. Der Dollar lag ebenfalls international meiſt etwas
ſchwächer, dagegen konnte die Reichsmark ihren Stand gut behaupten.
Erwähnenswert iſt ferner die feſtere Stimmung für ſüdamerikaniſche
Debiſen, die anſcheinend mit den ſtabileren Verhältniſſen auf den
Ge=
treidemärkten in Zuſammenhang ſtand.
Effekten=Freiverkehr.
Zum Wochenſchluß war im geſtrigen telephoniſchen
Effektenfreiver=
kehr in Berlin wieder einmal ſehr kleines Geſchäft. Die Tendenz
war mehrfachen Schwankungen ausgeſetzt, gegen vorgeſtern aber
offen=
ſichtlich ſchwächer. Man führte dies einmal auf rückgängige Markkurſe
im Auslande und zum anderen auf die weiter ſchwache Veranlagung
der deutſchen Werte in New York zurück und empfand es als
Unſicher=
heitsmoment, daß immer noch nichts Genaueres über die zu
erwarten=
den Steuerbeſtimmungen in der bevorſtehenden Notverordnung bekannt
iſt. Logiſcherweiſe hätten auf die ſoeben angegebenen Gründe (
beſon=
ders auf erſteren) Aktienwerte feſter ſein müſſen, und nur Renten
ſchwächer. Es beſtand aber für beide Kategorien Angebot, ſo daß die
Schwäche allgemein war. Stärker kam Ware wieder in
Reichsbankan=
teilen heraus; aber auch Farben, Schuckert und erſtmalig auch Julius
Berger wurden mehrprozentig ſchwächer genannt. Die Kurſe bewegen
ſich jetzt wieder 2—3 Prozent unter den letzten Liquidationskurſen,
tvas aber geſtern als Ueberraſchung bezeichnet wurde, da man ſie
ur=
ſprünglich noch ſchwächer taxiert hatte. Am feſtverzinslichen Markte
liegen nur Reichsbahnvorzugsaktien weiter auffallend widerſtandsfähig,
während für alle anderen Arten ſchwächere Tendenz vorherrſchte.
Be=
ſonders ſtark gedrückt waren wieder 8prozentige Pfandbriefemiſſionen
Bei den ſprozentigen bewegten ſich die Verluſte in engeren Grenzen.
Auch Altbeſitzanleihe ging auf ihren faſt niedrigſten Stand zurück, und
auch Neubeſitz erreichte einen neuen Tiefſtkurs. Der Geldmarkt zeigte
geſtern keine nennenswerten Veränderungen. Die Diskont=Compagnie
iſt auf dem Marſch. Der Grundſtein wird heute gelegt werden und
dann wird ſich herausſtellen, ob dieſes Inſtrument geeignet iſt, die
Geldmarktverhältniſſe nachhaltig zu beſſern. Auch die Einrichtung der
Clegringſtelle für Termindeviſengeſchäfte bei der Reichsbank wurde in
den Bankbureaus geſtern lebhaft diskutiert. Die Vorteile dieſer
Neue=
rung kommen aber weniger den Banken als dem Exporthandel zugute,
für den damit nur eine reine Kursſicherung geſchaffen wurde.
Die Auslandsbörſen.
Die geſtrige Londoner Börſe eröffnete ohne ausgeſprochene
Tendenz; beſondere Momente lagen nicht vor. Internationcle Werte
neigten zur Schwäche, dagegen tendierten britiſche Staatspapiere ſtetig.
Die Stimmung war im Verlauf wenig verändert, die Spekulation war
ſehr zurückhaltend, das Geſchäft bewegte ſich daher auf der ganzen
Linie in ruhigen Bahnen. Deutſche Bonds tendierten ſehr ſchwach.
Younganleihe ſchloß 44, Dawesanleihe 54.
An der Amſterdamer Börſe ergaben ſich gegen den
ſchwa=
chen Anfang im Verlaufe nur geringfügige Veränderungen: das
Ge=
ſchäft blieb ruhig. Königliche Petroleum waren ſtark angeboten und
ſehr ſchwach, ebenfalls die Aktien der Handelsvereinigung Amſterdams.
Von deutſchen Werten lagen ſproz. Kaliſyndikat=Obligationen und 6
½=
prozentige Ver, Stahlwerke=Obligationen ſehr ſchwach, dagegen RWE.
und Wintershall=Obligationen etwas feſter.
Die Pariſer Börſe verkehrte in überwiegend ſchwächerer
Tendenz und die Schlußkurſe, die auch zugleich niedrigſte Tageskurſe
waren, lagen z. T. beträchtlich unter vorgeſtern. Bank of France
ver=
loren auf Grund der großen Pfundverluſte der Bank 315 Fr.
Young=
anleihe ging von 414 auf 375 zurück, die 7prozentige deutſche Anleihe
von 1924 von 4550 auf 4100. Das engliſche Pfund war geſtern
gegen=
über ſeinem Vortagskurs von 85,12½ auf 84,87 Fr. abgeſchwächt.
Auf=
fallend ſchwach iſt ſeit einigen Tagen auch der Dollau, der geſtern auf
25,52 Fr. ſank. Die Wertpapierbörſe war ebenfalls ſehr ſchwach, vor
alleu die deutſchen Werte. Auch Youngplan= und Dawesanleihe ſowie
das Papier der Bank von Frankreich und Suez=Aktien lagen ſchwächer.
Die Brüſſeler Börſe war ebenfalls auf einen ſchwächeren
Ton geſtimmt, da der Rückgang des Pfundes politiſche Diskuſſionen
ſtörte.
In Zürich ging die Younganleihe von 35 auf 32,25 zurück.
Die Tendenz an der geſtrigen New Yorker Börſe war im
Gegenſatz zu den kontinentalen Plätzen feſter, doch zeigte man allgemein
große Zurückhaltung.
An den internationalen Deviſenmärkten war das Pfund am
Nach=
mittag weiter leicht abgeſchwächt und ging auf 3,30 gegen den Dollar
zurück. Gegen den Gulden ſchloß es mit 8,20, gegen Paris mit 84,5,
gegen Zürich mit 17,01½ und gegen die Reichsmark mit 14,22½: Der
Dollau war gut behauptet, die Reichsmark lag dagegen aber weiter
ſchwächer. In New York ging ſie auf B,25 anfangs zurück, und ſpäter
ſchwächte ſie ſich auf 23,12½ ab; in Amſterdam ſchloß ſie mit 57,50 in
Zürich mit 119½. Die Norddeviſen waren leichter, ebenfalls blieb
Mai=
land ſchwächer.
Geſtern vormittag fand in den Räumen der Reichsbauk die
Grün=
dung der Diskont=Compagnie A.G. ſtatt. An der Gründung haben ſich
durch Uebernahme von Aktien folgende Banken und Baukhäuſer
be=
teiligt: Deutſche Golddiskontbank, Bank für deutſche
Induſtrieobliga=
tionen. Deutſche Verkehrskreditbank A. G., Preußiſche Staatsbant
(Seehandlung). Deutſche Bank und Disconto=Geſellſchaft, Berliner
Handelsgeſellſchaft, S. Bleichröder, Commerz= und Privatbank A. G.,
Darmſtädter= und Nationalbank, Kommanditgeſellſchaft auf Aktien,
Delbrück, Schickler u. Co., Deutſche Girozentrale=Deutſche
Kommunal=
bank, Dresdener Bank. Hardy u. Co. G.m.b. H., Meudelsſohn u.
Co., Reichskreditgeſellſchaft A.G — ſämtlich in Berlin;
Braunſchwei=
giſche Staatsbank (Leihhaus=Anſtalt Braunſchweig), Gebr. Arnhold,
Dresden, Sächſiſche Staatsbank, Dresden, Barmer Bankvexein
Hins=
berg, Fiſcher u. Co., Kommanditgeſellſcheft auf Aktien. Düſſeldorf,
Simon Hirſchland, Eſſen, M. M. Warburg u. Co., Hamburg, Straus
u Co. Karlsruhe, A. Leby, Köln a. Rh., Sal. Oppenheim jr. u.
Co., Köln, Allgemeine Deutſche Credit=Anſtalt, Leipzig, ,Baheriſche
Hypotheken= und Wechſelbank, München, Bayeriſche Staatsbank,
Mün=
chen, Bayeriſche Vereinsbank, München, Merck, Finck u. Co., München,
Strafverfolgungen in Deviſenſachen. Der Reichswirtſchaftsminiſter
hat unter Hinweis auf die erweiterten Strafbeſtimmungen der
Verord=
nung des Reichspräſidenten vom 17. November die
Deviſenbewirtſchaf=
tungsſtellen erſucht, jedesmal, wenn ſich, ſei es bei Anträgen auf
Ge=
nehmigung oder bei Erſtattung der monatlichen Nachweiſungen oder
aus ſonſtigem Anlaß, der begründete Verdacht einer nach der
Deviſen=
verordnung und den Durchführungsverordnungen ſtrafbaren Handlung
ergibt, der zuſtändigen Staatsanwaltſchaft Anzeige zu erſtatten. Die
Deviſenbewirtſchaftungsſtellen, ſollen in jedem derartigen Fall
außer=
dem prüfen, ob ſonſtige Maßnahmen, etwa die Entziehung der
allge=
meinen Genehmigung und die Verweigerung weiterer
Einzelgenehmi=
gungen zu ergreifen ſind. Ferner iſt den Deviſenbewirtſchaftungsſtellen
nahegelegt worden, ſich zur Aufklärung zweifelhafter Tatbeſtände der
Einforderung eidesſtattlicher Verſicherungen zu bedienen.
Berliner Leviſen=Zeſtſehung vom 5. dezember.
Geld Brief Geld Brief Helſingfors 7.093 7.107 Spanien 35.06 35.14 Wien 58.94 59.06 Danzig 82.02 82.18 Prag 12.47 12.49 Japan 2.058 2.062 Budapeſt 73.28 73.42 Rio de Jan. 0.242 0.244 Sofia 3.057 3.063 Jugoſlawien 7.393 7.407 Holland 169.78 170.12 Portugal 12.79 12.81 Oslo 76.67 76.83 Athen 5.195 5.205 Kopenhagen 77.12 77.33 Iſtambul Stockholm 77.17 77.33 Kairo 14.31 14.35 London. 13.96 14.00 Kanada 3.596 3.604 Buenos Aires 1.028 1.032 Uruguay 1.798 1.802 New York 4.209 4.217. Island 63.19 63.31 Belgien 58.39 58.51 Tallinn 112.79 113.01 Italien 21.48 21.52 Riga 81.22 81.38 Paris 16.48. 16,52 Bukareſt 2.517 2.523 Schweiz 81.87 82.03 Kaunas 41.86 41.94Produkkenberichle.
Stand der Winterſaaten im Deutſchen Reich Anfang Dezember.
Durch das vorherrſchende milde Wetter im November ſind die
Feld=
arbeiten allgemein gefördert worden. Die Beſtellung des
Wintergetrei=
des iſt faſt überall beendet und konnte durchweg in dem vorgeſehenen
Umfang durchgeführt werden. Im allgemeinen wird der Stand der
jungen Saaten zufriedenſtellend beurteilt. Unter Zugrundelegung der
Zahlennote 2 gleich gut, 3 gleich mittel, 4 gleich gering, ergibt ſich im
Reichsdurchſchnitt folgende Begutachtung: Winterroggen 2,7 (im
Vor=
monat 2,7), Winterweizen 2,7 (2,7), Winterſpelz 2,7 (2,8), Wintergerſte
206 (2,06).
Mainzer Produktenbericht vom 4. Dezember. Großhandelspreiſe
per 100 Kilo loco Mainz in RM.: Weizen 22,75—3; Roggen 22—
22,25: Hafer 16—17; Braugerſte 17,50—18; Induſtriegerſte 16,50;
Futtergerſte 15,50—16; Süddeutſches Weizenmehl Spezial Null 36,65;
Roggenmehl 6öproz. 31,50; Weizenkleie fein 9,10, desgl. grob 9,75;
Roggenkleie 9—10; Biertreber 13,25—13,50; Erdnußkuchen 13,5—14,5;
Kokoskuchen 12,75—17; Palmkuchen 11—11.50; Rapskuchen 9,35—9,50;
Kleeheu loſe 5,50: desgl. gebündelt 6: „Wieſenheu loſe 5,50, desgl.
gebündelt 5,80; Maſchinenſtroh 4: Drahtpreßſtroh 4; Sohaſchrot
11,75—12; Trockenſchnitzel 6—6,50. Tendenz; weiter ſchwach.
Ah. Naturweinverſteigerung in Rheinheſſen. Die bei gutem
Be=
ſuch ſtattgefundene Naturweinverſteigerung des Binger
Winzer=
vereins brachte ein Ausgebot von 40 Halbſtück 1930er und 10
Halb=
ſtück 1929er naturreinen Weißweinen. Mangels ausreichender Gebote
blieben acht Halbſtück 193der ohne Zuſchlag. Es handelte ſich um
Binger, Bingen=Büdesheimer und Kempter Gewächſe. Bezahlt wurden
für 32 Halbſtück 1930er 270—360, durchſchnittlich 305 RM., 10 Halbſtück
1929er 410—450, durchſchnittlich 428 RM.
Frankfurter Buttergroßhandelspreiſe. Die Lage am Buttermarkt
iſt weiterhin gedrückt. Anſätze zu einer leichten Preisbeſſerung gingen
wieder verloren, weil der Konſum die erhöhten Preiſe nur ſchlecht
be=
willigte. Um den Abſatz, der im Laufe der Woche etwas beſſer war,
nicht wieder zu verringern beließ man die Preiſe auf dem
vorwöchi=
gen Niveau. Die Verkaufspreiſe des Großhandels lauten für
Aus=
landsbutter Gholländiſche und däniſche) im Faß (50 Kilo) 132, per
hal=
bes Faß 134, in Halbpfundſtücken 135; deutſche Molkereibutter im Faß
120, geformt 125; die Preiſe verſtehen ſich in RM. ab Frankfurt.
Frankfurter Eiergroßhandelspreiſe. In der abgelaufenen
Berichts=
woche hat das Preisniveau keine Veränderung erfahren. Die Zufuhren
haben ſich infolge des eingetretenen Froſtwetters in friſchen Eiern
wei=
ter verringert, und auch die Vorräte in konſervierter Ware laſſen eine
Abnahme verzeichnen. Das Geſchäft hat zum Wochenſchluß eine leichte
Belebung erfahren, was vor allem mit dem bevorſtehenden
Weihnachts=
feſt in Verbindung gebracht wird. Es notierten in Pfg. per Stück ab
loco Frankfurt a. M.: Bulgaren und Jugoflaven 10,50—11, Rumänen
und Ruſſen 10—10,50 Polen 9,50—10, Holländer große 12,50—14, do.
kleine 9,50—10,50, Flandern große 12,50—13, do. kleine 10—10,50,
Italiener, Chineſen, Dänen, Bayern und deutſche Friſcheier nicht am
Markte: in= und ausländiſche Mittel= und Schmutzeier 8 bis 8½
Kühlhauseier: Holländer 10,50—11, Bulgaren 9,50—10,
Ru=
mänen 8,50—9.
Wirtſchaftliche Rundſchau.
Die Indexziffer der Großhandelspreiſe vom 2. Dezemne
Statiſtiſchen Reichsamt für den 2. Dezember berechunete Jz
Großhandelspreiſe iſt mit 105,7 gegenüber der Vorwoche
geſunken. An dem Rückgang ſind die Indexziffern füm
gruppen beteiligt: Agrarſtoffe 97,0 (minus 1,0 v.H.), H
91,3 (minus 1,6 v. H.), induſtrielle Rohſtoffe und Halbwam=
0,4 v. H.), induſtrielle Fertigwaren 131,5 (minus 0,1 v. H.),
30 Prozent für die Einleger der Grundbeſitzerbank.
Bank für Handel und Grundbeſitz teilt folgenden Vergg!
mit, der den Gläubigern unterbreitet wird: Es wird ein
vergleich mit einer Mindeſtquote von 30 v. H. unter
Reichk=
die Mindeſtquote vorgeſchlagen. Die Gläubiger mit Fon:d
zu 100 RM. oder ſolche, welche ihre Forderung auf dieſoe
mäßigen, erhalten volle Befriedigung. Auch hierfür üi
Reichsregierung die Garautie. Das Reich ſoll die Hälfte
do=
leiſtungen bevorſchuſſen, d. h. alſo 50 v. H. der Forderr
100 RM. und 15 v. H. aller anderen Forderungen. Erſtan
ſtellung des endgültigen Status, der in Anbetracht der ga
zahl noch einige Zeit erfordert, kann ein, formulierter
ſchlag unterbreitet werden. Ein Nundſchreiben wird in :9
Tagen an die Gläubiger zur Verſendung gelangen.
Der Ausweis der Oeſterreichiſchen Nationalbank Der :
Nationalbank weiſt ein ſtarkes Anſteigen der Deviſenbeff.
Millionen Schilling aus. Eine überaus ſtarke Zunahmn
das Wechſelportefenille, das um 62,6 Millionen auf derr
niemals erreichten Stand. von 819,7 Mill. Schilling an=
Der Notenumlauf hat um 126 Millionen auf 1130 Mill.
genommen. Dagegen ſind die ſofort fälligen Verbindlicht!
Millionen auf 140,1 Mill. Schilling geſunken. Das Decku
iſt von 28,8 auf 27,3 Prozent zurückgegangen.
Diehmärkke.
* Auf dem Schweinemarkt in Weinheim a. b. B. am i
wurden 558 Tiere aufgetrieben. Verkauft wurden 31 St.:
Milchſchweine für 3—7 Mk. Läufer für 10—16 Mk., Eilr
das Stück. Der Marktverlauf war mittelmäßig.
Amerikaniſche Kabelnachrichken.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago
Getreide. Weizen: Dezember 55½, März 57.,
Juli 57,75; Mais: Dezember 36½, März 398, Mcr
43ß; Hafer: Dezember 24,75, Mai 26½, Juli 26½;
Dezember 42, März 45,25, Mai 46½, Juli 46½.
Schmalz: Dezember 5,92½, Januar 1932 5,85, T
Mai 6.10.
Speck, loco 7.03.
Schweine: Leichte 4,15—4,30, ſchwere 4,10—4,25
zufuhren in Chicago 18 000, im Weſten 48 000.
Es notierten nach Meldungen aus NewYork
Schmalz: Prima Weſtern 6,65; Talg, extra loſe 7
Getreide. Weizen; Rotwinter 71½, Hartwr!
Mais: loco New York 52½; Mehl; ſpring whea /d
bis 4,50; Getreidefracht nach England 1,6—2,2 sh, naiſt
tinent 8—8½ C.
Kakao: Tendenz kaum ſtetig, Umſätze 163, LocrW
Dezember 4,04, Januar 1932 4,09, März 4,22, Mai 4,3 M4m
September 4,70.
Kleine Wirtſchaftsnachrichken.
Bei der Deutſchen Bank und Diskonto=Geſellſchaft fa v/
ſichtsratsſitzung ſtatt, die ſich mit den laufenden Fragem”
Die Sitzung iſt durch die neue Notverordnung veranlaßt14
bekanntlich dierteljährliche Berichterſtattung des Vorſtanrslt.
ansrat vorſieht. Bisher waren bei der D.D.=Bank ur: 95
Sitzungen des Aufſichtsrats üblich.
Der Demobilmachungskommiſſar verhandelte mit Pelktan
Direktion der Laurahiftte und der Berufsverbände über
ſem Induſtrieunternehmen geplante Stillegung des Wal:
der damit verbundenen Entlaſſung von 270 Arbeitern. Dä
heit wurde in der Weiſe erledigt, daß die geſamte Belegſorf
auf drei Monate beurlaubt wird.
Der am 2. Dezember für die Krefelder Seidenindtu
chi osſpruch, der eine Senkung der Löhne für Arbeiten ?
terinnen von 4 bzw. 4,5 Prozent vorſieht, iſt vom Arbeitt=/
und den Gewerkſchaften angenommen.
Der Londoner Goldpreis beträgt am 5. Dezember fiü
Feingold 124 Schill. 1 Pence gleich 86,7342 RM., für ein 004
gold demnach 47.8794 Pence gleich 2,78857 RM.
Der Heſſen=Naſſauiſche Hüttenverein hat für die Eibel.I
in Eibelshauſen, die Neuhütte, die Ludwigshütte und die
vorſorglich Stillegungsantrag geſtellt. Begründet wird di7
mit der Beendigung der Saiſon und dem dadurch in 1
fehlenden Abſatz. Das Werk wird jedoch im Rahmen des
ten weiter arbeiten laſſen.
Das Internationale Stahlkartell hat ſich mit der Ern!
Verkaufskontoren beſchäftigt. Die Verhandlungen ſind
vorgeſchritten, aber noch nicht zu Ende geführt worden.
tung eines Verkaufskontors für Eiſenträger, wurde in Geell
zogen.
Die Brauereigeſellſchaft vorm S. Moninger, KarlsEll.
der auf den 16. Januar 1932 einberufenen GV. die Ver
Dividende von 5 Prozent (i. V. 8 Proz=) vor.
Der ſpaniſche Miniſterrat beſchloß die offizielle
Betei=
niens an der Leipziger Frühjahrsmeſſe.
In Tokio wurden überraſchend ſtarke Pfundkäufe va.
Sie werden darauf zurückgeführt, daß man glaubt, eine 2eN
rung des Goldausfuhrverbotes in Japan ſtehe unmittelban
Ein Antrag auf Einfuhrverbote für Kaffee, Tee, Rä
Gewürze und techniſche Oele iſt im türkiſchen Parlamen!
worden. Auf dieſe Weiſe würden — den Antragſtellern &0
Millionen türkiſche Pfund im Lande bleiben. Außerden
gunſten der beſten Kunden der Türkei, wie Frankreich, Fralt
land, Vereinigte Staaten und England, die vorgeſehenen L
rungsmaßnahmen abgeändert werden.
Die Nationalbank von Uruguay gibt bekannt, daß vom
an ſämtliche Privatgeſchäfte in ausländiſchen Debiſen 4
laſſen ſind.
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jurt a. M. Wir berichteten vor
um über einen großen Giftdiebſtahl,
Kriminalpolizei mitteilte, u. a. im
tiſchen Inſtitut der Frankfurter
Uni=
rüst worden ſei. Wie wir jetzt
er=
nde der Diebſtahl nicht im
Pharma=
udern im Chemiſchen Inſtitut aus=
„uer ſchwerer Kaſſenſchrank geraubt.
ſart a. M. In der Nacht zum
„Ge eine Einbrecherbande die Filiale
Lebiyw ttelfirma Latſcha in der Oppen=
Yoſeraße heim. Die Diebe gelangten
Aütichen einer Lagerhaustür in den
en uuuſchafften hier, ohne daß ſie entdeckt
geſtüchwurden, einen ſechs Zentner ſchweren
enſchckſweg. Ueber die Höhe der in dem
ecken 1oſchrexu befindlichen Geldſumme iſt noch
s belnſ. Vor der „ſchweren Arbeit”
ſtärk=
neFard.
ſich Luſidſebe, indem ſie einen ganzen
Schin=
s . Laden holten und aufzehrten. Auf
m Tlüfand man ſechs Meſſer, woraus
ge=
ſen guden kann, daß für den Diebſtahl
eehen / Tätzein Frage kommen.
Boler engſtAttentat auf ein Erholungsheim.
2 0 4 ßakſot. In der Nacht zum Samstag
au fus Erholungsheim Wiegand in
Wal=
n Irſſeer unbekannten Tätern ein
Spreng=
te u ausgeführt. Der Beſitzer des Heims
druf umherfliegende Splitter am Kopf
„ſc Innern des Hauſes wurde großer
den aunrichtet. Weitere Einzelheiten fehlen
Fuem Sprengſtoff=Attentat iſt noch zu
tdes ſich um das Haus des
Gemein=
ersk indelt, in dem ſich auch die
Ortskran=
ihteitdet. An dem Tatort fand man
lten geriſſenen Eimer und nimmt an,
ſu der Sprengſtoff befunden hat. Das
ader Außenſeite keine
Beſchädigun=
gezuu iſt das Treppenhaus ſtark in
Mit=
ſchaßt ezogen worden. Man nimmt an,
iſähun einen Racheakt handelt, nicht
ſi Tat mit politiſchen Hintergründen.
ſliätgen, die der Beſitzer erlitt, haben
ſücklEürweiſe als leichter herausgeſtellt,
1a99 Ban zuirünglich annahm.
gatraler Rauſchgiftſchmuggel aufgedeckt.
Lilhſorphium beſchlagnahmt.
ſaurbeteiligte verhaftet.
rliſſ Der Berliner Kriminalpolizei war
ſnige eit bekannt geworden, daß ein rie=
Poſteſtn uon Rauſchgift aus der Türkei über
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Irzuſammenhang damit konnte am
ſemheerder Kaufmann Auguſt Belgracio
ſew euck auf dem Bahnhof Friedrichſtraße
ſtet inden. Belgracio iſt den internatio=
Po ſäbehörden ſeit langem als
Rauſch=
hugitzte bekannt. Die weiteren
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füllun zur Beſchlagnahme von 27 Kiſten
msggſut 250 Kilo Morphium, die im
brget teihafen lagerten. Belgracio
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jetzt ſe, der Vermittler dieſes „Geſchäfts”
und arnte auch ſeine Hamburger
Ver=
tsleu beeinen Karl Frank und einen Mann
*ei, die ſofort verhaftet wurden.
Bell
4s eiſf deutſche Windmühlenflugzeug.
kemit!/ Das Windmühlenflugzeug des
iihta Cierva wird nunmehr erſtmalig
futſchAnd bei Focke=Wulf in Bremen
ge=
iſtein zweiſitziges Sportflugzeug mit
mns=Motor und Selbſtſtarter.
Ein; hähriges Mädchen ermordet.
aue bilr g (Pommern). In der Nähe
Kolonr, Zismarck wurde die 20jährige Be=
Btochten brete Mehring mit einer tiefen
Hawursſan Hals tot aufgefunden.
Höchſt=
eineſ lregt Mord vor. Die Staatsan=
Afolgt eine beſtimmte Spur. Bis
1ier Beſitzersſöhne feſtgenommen
Zumſeſken Male Rakekenpoſt
er 8 Kilomeker.
De RkrForſcher Tiling=Bremen (8)
neidertei Konſtruktion ſeiner Poſtrakete.
Der Fianigen Inſel Wangerog wird dem=
Di die W se Poſtrakete zum Abſchuß gelan=
Juodei Berechnungen des Konſtrukteurs
*e Rakete, die in einer beſonderen
hoſt mitführt, eine Strecke von
ſarücklegen. Ihre Höhenſteigung
IIs bis zu 8000 Metern gehen.
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Die größke eut
Lokomokivenfabrik vor der Skillegung.
Der Dampfer „Duke of Lancaſter” ſinkt in dem engliſchen Hafen Heyſham.
Auf dem engliſchen Luxusdampfer „Duke of Lancaſter” entſtand im Hafen von Heyſham ein Brand,
der 24 Stunden lang wütete. Die Paſſagiere konnten ungefährdet von Bord gebracht werden, doch
brannte das Schiff aus und ſank.
Schiffsunfälle infolge des Sturmes
im Hamburger Hafen.
Hamburg. Infolge des Sturmes iſt das
Hochwaſſer im Hamburger Hafen auf etwa 1½
Meter über normal geſtiegen. Eine Ueberflutung
der Ufer in der Hafengegend iſt bisher noch nicht
eingetreten, doch haben die niedrig gelegenen
Keller bereits unter dem ſogenannten
Dräng=
waſſer zu leiden.
Das Hamburger Schiff „Elſa Menzel” hat am
Freitag auf der Fahrt elbabwärts im Sturm
Anker und Kette verloren. Bergungsdampfer und
Taucher ſind mit der Bergung beſchäftigt. Der
Fiſchkutter „Condor” erlitt auf der Elbe bei
Altona einen Schraubenwellenbruch. Der Kutter
wurde in den Schulauer Hafen eingeſchleppt. Ein
Oberländer Kahn wurde auf der Elbe bei
Och=
ſenwärder durch den Sturm abgetrieben und
rammte einen Fährpoſten, der wegen
Beſchädi=
gung außer Betrieb geſetzt werden mußte. Das
Bremer Fahrzeug „Gretchen”, welches ſich mit
einer Ladung Sojabohnen auf der Fahrt von
Kopenhagen nach Kalundborg befand, iſt in der
vergangenen Nacht in ſchwerem Sturm bei
Halle=
holm geſtrandet. Es gelang bisher nicht, das
Schiff wieder flottzumachen.
In der Elbemündung bei Cuxhaven und
Brunsbüttelkoog ſowie auch bei dem
Elbefeuer=
ſchiff haben zahlreiche Schiffe Schutz vor dem
ſtürmiſchen Wetter geſucht.
Der Sturm hat auch große Waſſermaſſen in
die Oſte getrieben. Der Oſtefährbetrieb mußte
während der Vormittagsſtunden wegen des hohen
Waſſerſtandes und des ſtarken Wellenganges
aus=
ſetzen. In der oberſten Oſte ſtand das Waſſer bis
an die Deichkrone. In der Oſtemündung haben
zahlreiche Fiſcher= und Frachtfahrzeuge Schutz
vor dem Wetter geſucht. Größere Schäden ſind
zurzeit noch nicht gemeldet worden.
Drahtloſe Hilferufe eines deutſchen Dampfers.
Norddeich. Der Dampfer „Theodor”, der
ſich zurzeit in der Nähe der niederländiſchen
Küſte befindet, meldet funkentelegraphiſch, daß
er hilflos infolge Steuerbruches gegen das
Ufer treibt. Die SOS=Rufe wurden um 1.30
Uhr aufgenommen. Es handelt ſich
wahrſchein=
lich um den deutſchen Dampfer der Gribel=
Reederei, der 919 Bruttoregiſtertonnen groß iſt.
Der geſtrandete deutſche Dampfer „Theodor”
befindet ſich in der Nähe von Texel. Ein auf
Borkum ſtationierter Bergungsſchlepper iſt
ſo=
fort zur Hilfeleiſtung ausgelaufen. Er wird
jedoch wahrſcheinlich wieder umkehren, da
in=
zwiſchen Nachrichten eingelaufen ſind, daß ſich
bereits mehrere Schiffe um das in Seenot
be=
findliche Schiff bemühen. An der oſtfrieſiſchen
Küſte herrſcht ſtarker Sturm. Borkum meldet
Windſtärke 8,
Eigenartige Wetterverhältniſſe
in Sowjet=Rußland.
Moskau. In der Sowjetunion werden
augenblicklich ſeltſame Wetterverhältniſſe
be=
obachtet. Aus Murmanſk am nördlichen
Eis=
meer werden zwei Grad Wärme gemeldet,
da=
gegen herrſcht in der wegen ihres ſonſt milden
Klimas bekannten Krim eine Kälte von 20 Grad.
Die Straße von Kertſch friert bereits zu. Auch
in Moskau herrſcht zurzeit ſehr froſtiges,
trocke=
nes Wetter.
Großfeuer in Budapeſt.
Budapeſt. Die Lumpen= und Papier=
Ver=
arbeitungs=Fabrik Bunzl u. Biach iſt geſtern
nachmittag durch ein Großfeuer völlig
einge=
äſchert worden. Die Feuerwehr mußte ſich darauf
beſchränken, die umliegenden Gebäude zu ſchützen.
Die drei großen Fabrikgebäude und die
Lager=
häuſer ſind abends nacheinander eingeſtürzt. Der
Materialſchaden beträgt über 1½ Millionen
Pengö. Bei den Löſcharbeiten erlitten vier
Feuerwehrleute ſchwere Brandwunden und drei
mußten mit ſchweren Rauchvergiftungen ins
Krankenhaus gebracht werden.
Ein wackerer 80jähriger Poſtmeiſter.
Budapeſt. In ein Poſtamt im Vorort
Neu=
peſt drangen geſtern abend um 6 Uhr zwei junge
Burſchen mit vorgehaltenen Revolvern ein und
begannen ſofort zu ſchießen. Im Poſtamt befand
ich nur der 80jährige Poſtmeiſter und eine junge
Hilfskraft. Das Mädchen fiel aus Schreck in
Ohnmacht. Der alte Poſtmeiſter aber griff
eben=
falls zur Waffe und erwiderte das Feuer, worauf
die Banditen die Flucht ergriffen.
Der Vorſikende des Carnegie=Inſtikuks
für den Friedens=Nobelpreis
vorgeſchlagen.
Oben: Ueberſicht über die Werke der Henſchel & Sohn A.G. in Kaſſel.
Unten: Blick in einen der rieſigen Montageſäle.
Die weltberühmte deutſche Lokomotivenfabrik Henſchel & Sohn in Kaſſel ſoll, zum Jahresende
ſtillgelegt werden, da in der letzten Zeit die Aufträge immer mehr zurückgegangen ſind. In Zeiten
der vollen Beſchäftigung konnte die Fabrik jährlich nicht weniger als 700 Lokomotiven bauen.
Unſchuldig zu lebenslänglichem
Zuchkhaus verurkeilk?
Der amerikaniſche Arbeiterführer Tom Mooney
ſteht jetzt wiederum im Mittelpunkt des
allge=
meinen Intereſſes. Im Jahre 1916 war er in
San Franzisko zu lebenslänglichem Zuchthaus
verurteilt worden, da das Gericht in ihm den
Hauptbeteiligten bei dem furchtbaren
Dynamit=
attentat von San Franzisko feſtgeſtellt zu haben
glaubte. Von vielen Seiten iſt immer wieder
die Unſchuld Mooneys betont worden, und jetzt
hat der Bürgermeiſter von New York, Jimmie
Walker, eine Reiſe zu dem Gouverneur von
Kalifornien unternommen, um ihm alles
Mate=
rial, das die Unſchuld Mooneys beweiſen ſoll,
vorzulegen.
Calmeſte-Prozeß.
Lübeck. Entgegen früheren Dispoſitionen
fand geſtern eine Sitzung im Tuberkuloſe=Prozeß
ſtatt. — Zu Beginn der Verhandlung beantragte
Rechtsanwalt Dr. Ihde die Vernehmung von
Oberregierungsrat Dr. Volger darüber, daß der
lübeckiſche Staat den Eltern ſämtlicher mit
BCG. gefütterten Kinder lange vor Beginn des
Prozeſſes ein Uebereinkommen angeboten habe,
wonach der Lübecker Staat ſämtliche Schäden
übernehmen wollte, wenn ein Verſchulden
ir=
gendeiner Perſon anzunehmen geweſen wäre, für
die der Staat nach §839 BGB. einzuſtehen habe.
Dr. Volger ſoll auch darüber gehört werden, daß
die überwiegende Mehrzahl der Eltern dieſes
Angebot bereits angenommen hat.
Im Verlaufe des Prozeſſes wurde am
Sams=
tag vormittag Oberregierungsrat Storck
vernom=
men, der ſich über verſchiedene Unterredungen
mit Profeſſor Klotz äußerte. Klotz habe ihm
u. a. erklärt, er wiſſe ja gar nicht, was er den
Eltern ſagen ſolle, derenKinder ihm gebracht
wurden. — Die Verhandlung wurde auf
Diens=
tag vertagt.
Erdſtöße in Apulien.
Rom. In den letzten Tagen ſind in Apulien
wiederholt Erdbebenſtöße verſpürt worden. Trotz
der Kälte übernachtet die Bevölkerung
verſchie=
dener Ortſchaften im Freien. In einigen Orten
wurden Gebäude beſchädigt, und einige Häuſer
ſind eingeſtürzt. Menſchenleben ſind nicht zu
be=
klagen. In Cerignola mußte das Gefängnis
wegen Einſturzgefahr geräumt werden.
Lynchjuſtiz an einem Neger.
Salisbury (Maryland). Ein Neger, der
vorgeſtern nachmittag einen Mann erſchoſſen und
ſich ſelbſt verwundet hatte, wurde in der Nacht
aus ſeinem Bett im Krankenhaus gezerrt und im
Hofe des Gerichtshauſes von einer 2000köpfigen
Menſchenmenge an einem Baum aufgehängt.
Profeſſor Nicholas Murray Butler,
der Vorſitzende des Carnegie=Inſtituts und
Rek=
tor der Columbia=Univerſität in New York, der
mehrfach auch in Berlin vielbeachtete Vorträge
hielt, iſt jetzt neben Graf Coudenhove=Kalergi
und Profeſſor Adolf Damaſchke für den
dies=
jährigen Friedens=Nobelpreis in Vorſchlag
ge=
bracht worden.
Das Ende eines engliſchen
mpfers.
vwrensanan
Seite 18 — Nr. 338
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Friedrich Nietzſche als „Unſerer
ſeutſchen Mutterſprache jüngſter
autündchuden, Tegupter, Griechen und Nömer
8. Dezember 1931
Illuſtrierte Wochenbeilage
Nummer 8o
nannnnnan
Innagan
urnnunannntrg
nun
gßer und Waffenſchmied‟. Dieſe
Zite, klangvolle Würdigung des
un=
iühlhen Schöpfers neuer Sprachwerte
ſüirte iberaus ſuggeſtive Prägung. Ber
hnichen Proſa von Nietzſche mag
görth in der Cat an die
ausdrucks=
redtſamkeit der Glocken gedacht
Vermwir von Glocken vor der
chriſt=
ſchen Eitrechnung auch keine genaue
laubwnirige Kunde haben, ſofern wir die
leinens Glöckchen und Schellen der alten
uſer Mtracht laſſen, ſo gehören
Kirchen=
d ampe Glocken ſeitdem doch unbedingt
unſetr Kultur. Jahrhundertelang riefen
die äubigen zur Kirche, die Soldaten
ſt den Laffen, ſie boten Seierabend oder
uteterk Ularm bei Feuer, drohendem
Auf=
ihr mn Ueberfall. Sie verkündeten Sieg
der 2ieerlage, Seburt oder Sterben dem
00 ſerechta wie dem armen Sünder. Die
ſocken jielten eine ſo bedeutende Nolle an
m froheen und trübſten Cagen der Men=
Gen, ö ſich ihre metallenen Stimmen aus
Wr Güeſtichte der nachchriſtlichen Aera
um odenken laſſen.
Das äeſte lateiniſche Wort für Glocken
Cauruma finden wir im 5. Jahrhundert
9.; in die Verwendung der erſten
Kir=
englolkn ſoll etwa um das Jahr 400
verum ſurer Paulinus, dem Biſchof von
„bola, ü Campania ſtattgefunden haben.
ſcher ii dies aber nicht. Wahrſcheinlich
utetera die erſten Kirchenglocken erſt
was inter. Der Gebrauch der Glocken
um Am in Frankreich, der Schwein
vorzt d Dluchland auf. Die älteſten Glocken
ſche Wkatten luſt eine viereckige Form. Sie
be=
anden A4s gehämmerten,
zuſammengeniete-
in Eiſſeelatten.
Als im dann zum Glockenguß überging,
hren / zuerſt vornehmlich wandernde
Ackenzozer, die ihre „fliegende Gießerei”
dort errichteten, wo gerade Glocken
ge=
braucht wurden, und die nach dem Guß
wie=
der weiterzogen. Das Glockenmetall iſt eine
Legierung von Kupfer und Sinn. Das
Mi=
ſchungsverhältnis etwa vier zu eins.
Guß=
ſtahlglocken ſind kürzer im Con als erſtere.
Die Dicke einer Glocke beträgt ungefähr
1/12 bis 1/15 ihres Durchmeſſers, und ihre
außen gemeſſene Höhe etwa das zwölffache
ihrer Dicke.
Bereits im 8. Jasrhundert wurden in der
Schweiz (St. Gallen) gute Glocken gegoſſen.
Ueber die Cechnik des Glockenguſſes in
Europa berichtet zuerſt eine Handſchrift,
Schedula diversarum artium, von
Cheophi=
lus Preſbyter, 12. Jahrhundert. Das
Original wurde von Leſſing in der
herzog=
lichen Bibliothek in Wolfenbüttel entdeckt.
Die Form der Glocken hat ſeitdem
ver=
ſchiedene Wandlungen erfahren, vom „
Sylin=
der” über den „Zuckerhut” bis zu der
heu=
tigen „Kelchform”
Ehe man zum eigentlichen Glockenguß
ſchreitet, wird vom Former aus Backſteinen
der „Kern” aufgemauert. Dieſer „Kern”
hat die Sorm des Hohlraums der
vorgeſehe=
nen Glocke. Man richtet ſich beim Aufbau
nach einer, um eine ſenkrechte Eiſenachſe
drehbaren Schablone (dünne
Eiſenblech=
platte), die das Profil der „Innenwand‟
der zu gießenden Glocke darſtellt. Der
„Kern” wird hohl aufgemauert, damit
in=
mitten ein Seuer unterhalten werden kann,
das die Glockenform trocknet und brennt
Dann wird der Kern mit einer dünnen
Lehmſchicht überzogen, die mittels der
Scha=
blone „formgerecht gedreht” wird. Die
Oberfläche erhält einen dünnen, glatten An=
— ſtrich aus einem Gemiſch von feiner Aſche
mit Waſſer oder Bier, um das Anhaften
der nächſten Schicht zu verhindern.
Ueber dieſen „fertigen Kern” trägt der
Former Formmaſſe auf und bildet, wiederum
mit Hilfe der ſchon erwähnten drehbaren
2 Schablone, an der man inzwiſchen das
Pro=
fil der „Außenwand” der Glocke aus=
* geſchnitten hat, das eigentliche
Glocken=
modell. Dieſes Glockenmodell, auch Hemd,
* falſche Glocke oder verlorene Form genannt,
muß genau dem Körper der zu gießenden
Glocke entſprechen. Die Oberfläche
erfor=
dert Glätte, die durch einen Calgaufſtrich
erzielt wird.
Jetzt werden die Inſchriften und
Verzie=
rungen in Geſtalt „wachsgegoſſener Neliefs”
auf das Glockenmodell aufgeklebt. Nachdem
der Former oder der Bildhauer mit dem
Modellierholz die Oberfläche des
Glocken=
modells und beſonders die Wachsmodelle
der Ornamente aufs ſorgfältigſte überarbei-
tet hat, wo es nötig ſein ſollte, wird das
Glockenmodell mit flüſſiger Formmaſſe
an=
geſtrichen. Kern und Glockenmodell waren
vor dem Aufſetzen der Wachspeliefs bereits
erkaltet. Der flüſſige Anſtrich der
Form=
maſſe trocknet aber in einem Cage an der
Luft. Wenn dies geſchehen iſt, erfolgt ein
zweiter Ueberſtrich und ſo fort, bis man
etwa zwei Sentimeter Dicke erreicht. Dann
wird eine breiige Formmaſſe mit der Hand
aufgetragen und das Seuer im Innern des
Kernes wieder angezündet, damit die
auf=
gelegte Formmaſſe raſcher trocknet. Der
Former muß hierbei darauf achten, daß die
aufgeklebten, nunmehr ſchmelzenden
Wachs=
reliefs der Inſchriften und Ornamente auf
dem Glockenmodell (der verlorenen Form,
dem Hemd) nicht eher von der poröſen
Formmaſſe aufgeſogen werden, als bis dieſe
feſt genug iſt, dieſe Inſchriften und
Verzie=
rungen als tadellos ſcharfe Vertiefungen zu
bewahren.
Wir haben jetzt drei übereinanderliegende
Körper, den mit Formmaſſe überſtrichenen
„Backſteinkern”, darüber das loſe
auflie=
gende, eigentliche „Glockenmodell”, aus
Formmaſſe und endlich hierüber die zuerſt
flüſſig und dann breiig und mehrſchichtig
aufgetragene Formmaſſe des Mantels” der
Glocke. Der Mantel” muß feſt und zäh
aber auch porös ſein, damit die nach dem
Erkalten der feuerflüſſigen Metallmaſſe
aus=
tretenden Gaſe entweichen können. Deshalb
werden den ſpäteren Schichten des Mantels
Handfaſern und andere organiſche
Beſtand=
teile beigemiſcht. Die letzten Schichten
werden mit Eiſendraht durchzogen, und
zum Schluß wird das Ganze mit
Eiſenbän=
dern gebunden.
Jede Glocke hat eine aus vier oder ſechs
Henkeln beſtehende Krone. Die Krone wird
aus Wachs modelliert. Auf das
Wachs=
modell wird ſchichtenweiſe Sormmaſſe
auf=
getragen, wie beim Mantel. Das Ganze
wird gleichfalls mit Eiſenreifen gebunden.
Die Form wird erhitzt, das Wachs fließt
aus, und der verbleibende Hohlraum hat die
Form der zu gießenden Krone.”
Nun hebt man den Mantel ab. Wir
haben das „Glockenmodell” vor uns,
aller=
dings, die aufgeklebten Inſchriften und
Ornamente aus Wachs ſind verſchwunden.
Sie ſind beim Brennen weggeſchmolzen. In
der Innenwand des abgehobenen Mantels
ſtehen ſie aber in vollkommener Schärfe
ver=
tieft (negativ). Das Glockenmodell (die
Dicke, die verlorene Form) wird nun mit
dem Hammer von dem „Kern” vorſichtig
abgeklopft. Hierauf wird in den Kern ein
Loch gebohrt und der Klöppel mit einem
Haken eingeſetzt, deſſen aus dem Kern
her=
ausragende Enden ſpäter in die Glocke mit
eingegoſſen werden.
Man ſetzt jetzt den Aantel wieder über
den Kern. Zwiſchen Korn und Mantel iſt
durch Entfernung des Glockenmodells ein
Hohlraum entſtanden, der die
Wandungs=
dicke der künftigen Glocke darſtellt.
Vor dem Guß werden noch die
Glocken=
form und die Kronenform, in der ſich
Ein=
guß und Luftkanäle befinden, ſo feſt
mit=
einander verbunden, daß ſie den ungeheuren
Druck des ſpäter einfließenden Metalls
aushalten und nicht geſprengt werden.
Die „Glockenſpeiſe” (Kupfer und Sinn)
iſt indeſſen im Schmelzafen geſchmolzen
wor=
den. Die Glockenform kommt in die
Damm- oder Gußgwbe”, direkt vor dem
Schmelzofen, wo ſie eingedammt wird. Vom
Stichloch des Schmelzofens werden aus
Backſteinen Kanäle zu den Eingußöffnungen
der Glockenformen gebaut. Dieſe Kanäle
werden ebenfalls mit Kohlenfeuer erhitzt.
Meiſt werden mehrere Glocken gleichzeitig
gegoſſen.
Die kleinen Oeffnungen der Gießkanäle,
durch welche die flüſſige Glockenſpeiſe in die
Formen fließen ſoll, ſind mit eiſernen
Stöp=
ſeln, Birnen, verſchloſſen. Die Birnen ſind
an langen Stielen befeſtigt, die Arbeiter
halten, um im gegebenen Augenblick den
birnenförmigen Stöpſel hochzuziehen und die
Eingußöffnungen freizulegen. Mit Hilfe des
Anſtechers (ebenfalls an langer Stange) wird
der Sapfen des Gießofens ausgeſtoßen, und
das dünnflüſſige Metall ſchießt ziſchend in
die Kanäle und nach und nach in die
hinter=
einander geöffneten Glockenformen.
Jetzt wird die Glocke aus der Erde
ge=
graben, ausgeformt und poliert.
Die Krone wird an einem ſtarken
Bal=
ken, dem Joch oder Wolf, befeſtigt, deſſen
eiſerne Hapfen in dem Glockenſtuhl lagern,
einem hölzernen oder eiſernen Gerüſt, das
nur loſe mit dem Mauerwerk des
Glocken=
turmes verbunden iſt, um die
Schwingungs=
erſchütterungen auf das geringſte Allaß zu
beſchränken. Am Joch (Helm, Wolf) iſt ein
Hebel mit dem Glockenſeil.
Der Glockenbau geſchieht auf Grund
phyſikaliſcher und akuſtiſcher,
wiſſenſchaft-
licher Berechnungen und langer beruflicher
Werkſtattserfahrungen und
Ueberlieferun=
gen, die von den Glockengießereien als
Ge=
heimniſſe gewahrt werden.
Eine gut gegoſſene Slocke hat neben dem
Hauptton mehrere Nebentöne, die ſich
ge=
genſeitig ergänzen, wenn die Glocke
ſchwin=
gend geläutet wird. Ein Glockengeläut,
mehrere Glocken, deren verſchiedene Cöne
muſikaliſche Verwandtſchaft haben, bildet
genau beſtimmte Conſyſteme, Akkorde oder
harmoniſche Zuſammenſtellungen und
Kom=
binationen. Der Con hängt vom Verhältnis
zwiſchen Metallſtärke, Höhe und
Mün=
dungsweite der Glocke ab.
Glockenläuten bedeutet nicht nur
Gottes=
dienſt. Es iſt eine der ſchönſten
Errungen=
ſchaften unſerer Kultur, und Länder, welche
die Glocken zum Verſtummen verurteilen,
machen ſich um unerſetzliche Werte des Ge=
Adolf Siegler.
tütes ärmer.
HHIAIAAAAnannannnnnannnanannnanngna!
Hannannnannnnanaanng
HnZIAnnn
Heldentum von vier Frauen unſerer Seit.
Eliſabeth Demme — die „uördlichſte Frau
der Erde‟.
Alma 2. Karlin
Geld.
die Weltreiſende ohne
20—30—4p Grad Kälte ſind für den 81.
Breitengrad die Durchſchnittstemperaturen.
Eiſiger Wind fegt Cag und Nacht über die
weiten Schneefflächen der Hooker=Inſel. Der
Nordpol iſt n. ſt fern — hier hat der Menſch
wicht viel zu ſagen, hier muß er ſtill werden im
Angeſicht der gewaltigen Natur. Und doch hat
ſich der Menſch) auch in dieſe Eisregionen
ge=
wagt, ja — er hat ſich ſogar hier
nieder=
gelaſſen, hat ein. Obſervatorium gebaut zu
Sor=
ſchungszwecken.
Eine Gruppe ruſſiſcher Arktisforſcher,
Aſſi=
ſtenten des Arktiſchen Inſtituts in Leningrad,
das unter Leitung von Prof. Samoilowitſch
ſteht, leben ſeit mehr als einem Jahr auf
die=
ſer unwirtlichen Izſel ihren Studien. Und unter
ihnen lebt eine Frau, Eliſabeth Demme,
eine Deutſche, die ihren Mann auf dieſer
Ex=
pedition begleitete..
Eliſabeth Demme iſt alſo die — „nördlichſte
Frau der Erdel” Seit einem Jahr hält ſie die
furchtbare Kälte auzs, ſeit einem Jahr ſieht ſie
wr Schnee. Eine Frau auf Vorpoſten! Und ſie
tut ihre Pflicht wig ein Mann. Angetan mit
einem Fellanzug, der ſie äußerlich nicht von den
anderen Forſchern uuterſcheidet, arbeitet ſie im
Obſervatorium mit, denn ſie hat ebenfalls am
Arktiſchen Inſtitut in Leningrad ſtudiert. Dort
lernte ſie auch ihren Mann kennen, und ſie ging
mit ihm, als er ſeinen, Poſten am 8).
Breiten-
grad bezog.
„Ich kann mir nichks Schöneres denhen, als
dieſe gemeinſame Arbgät fern von aller Kultur
unter den ſchwierigſten Verhältniſſen . . ."
ſchreibt ſie. Sie ſehnk ſich nicht zurück nach
einem warmen, behaglichen Heim, nach großen
Städten mit vielen Menſchen. Natürlich hat
das Obſervatorium eine Nadioanlage — ſo
verlieren ſie nicht den Kontakt mit der
Menſch=
heit.
Und die Männer, die hier für die
Wiſſen=
ſchaft auf „vorgeſchobenem Poſten ſtehen, ſind
glücklich, daß eine Frau unter ihnen iſt, die mit
ſorgender Hand verſucht, auch in der Nähe des
Nordpols ein Heim zu ſchaffen. Eliſabeth
Demme kann mit der Büchſe genau ſo gut
um=
gehen wie ein Mann — ſie tut ihre Pflicht bei
20—30—40 Grad Kälte.
Eine Reiſe um die Welt iſt eine herrliche
Sache! Man ſetzt ſich m einen Luxusdampfer,
braucht ſich um nichts zu kümmern und ſieht
alle Herrlichkeiten, die unſere Erde bietet. Das
einzig Peinliche an der Sache iſt, daß die
Ge=
ſchichte ſehr viel Geld koſtet. Und wem man
die große Sehnſucht nach fernen Ländern im
Herzen, aber kein Geld im Portemonnaie hat
— dann muß man eben zu Hauſe bleiben . . .
Alma M. Karlin, eine junge
öſterrei=
chiſche Schriftſtellerin, wagte es, ohne Geld
eine Reiſe um die Welt zu machen. Eine junge
zarte Frau, deren Körper ſolchen Strapazen
faſt nicht gewachſen ſchien, die aber mit
helden=
hafter Energie alle Qualen und Enttäuſchungen
dieſer fünfjährigen Reiſe durchkämpfte, hat
etwas geleiſtet, was den Caten der
bedeutend-
ſten Forſcher als ebenbürtig an die Seite
ge=
ſtellt werden muß!
Eine Frau allein — unter wilden Cieren,
Menſchenfreſſern — verfolgt, halb verhungert
und todkrank! Und alles dies vollzog ſich ohne
Neklametamtam — ſtill und beſcheiden —, und
erſt, als vor einem Jahr die erſchütternden
Cagebücher dieſer Frau: „Einſame Weltreiſe‟
und „Im Banne der Südſee”, veröffentlicht
wurden, erfuhr man von dem Heldentum dieſer
Frau, die das Größte leiſtete, was jemals eine
Frau auf dieſem Gebiet vollbrachte.
Alma Karlin fuhr als
Zwiſchendeckpaſſa=
gierin auf einem italieniſchen Dampfer von
Genua nach Venezuela, ſchlug ſich durch
Mit=
tel= und Südamerika durch, immer auf der
Flucht vor dem „Menſchentier”, das in jeder
alleinreiſenden Frau in dieſen einſamen
Gegen=
den Freiwild wittert. Dann über China und
Japan in das unerforſchte Gebiet der Südſee.
„Erſt hier verſinkt alles, was zu unſerer
Kul=
tur gehört, und man lebt neuerdings, wie zu
Anbeginn der Seiten, bleibt umlauert von
heimtückiſchen Krankheiten, Getier und
Men=
ſchenfreſſern und iſt von der Außenwelt oft auf
viele Monate völlig abgeſchnitten”, ſchreibt ſie
in ihrem Cagebuch.
Frauen erobern die Welt, ſie fliegen wie
Elli Beinhorn nach Afrika, fahren wie
Claire=
lore Stinnes mit dem Auto durch Wüſten und
Steppen — oder ſie finden einſam ihren Weg
um die ganze Welt, wie Alma M. Karlin!
Warum ärgern ſich die Menſchen?
So möchte man oft frei nach Hiddigeigei
aus=
rufen, wem man mit anſehen muß, wie ſich die
Leute über nichtige Dinge ärgern, oft bis zu
heller Wut. „Es iſt nicht Haß, ’s iſt auch
nicht Liebe” — nein, ganz was anderes:
Be=
dürfnis.
Schon der gute alte Onkel Bräſig meint?
einmal, er ſei oft gezwungen, wenn ihn die
Hofjungen ſeines „gnädigſten Herin Grafen”
außer Faſſung brächten, mit dem Handſtock
nicht nur in der Eufk herumzufuchteln. Aber
dieſer Hofjungenärger bekäme ihm daun ſehr
gut, beſonders nach einer reichli hen Mahlzeit.
Ja, Aerger iſt geſund.
Sich wie ein Cruthahn den ganzen Cag
ärgern, ohne zu wiſſen, warum, iſt natürlich
Unſinn.
Aber hin und wieder einen Aerger muß der
Menſch haben; nur gehört dazu etwas
Be=
freiendes, etwas, woran er den Verdruß
aus=
laſſen kann.
Aber woran?
An urſächlich gar nicht beteiligten Menſchen
und Cieren? Nein.
Berufsärger ſoll man überhaupt nicht nach
Hauſe bringen und häuslichen nicht dadurch
abzudämpfen ſuchen, daß man den guten dichen
Kater aus dem Simmer jagt oder dem ebenſo
unſchuldigen Waldi einen Critt verſetzt.
Blei=
ben alſo nur lebloſe Gegenſtände; und da gibt
es reiche Auswahl.
Wenn mich der Nundfunk durch troſtloſes
Jazzgedudel oder Eſperanto=Unterricht ärgert,
dann ſpringe ich auf und ſtelle ab. Einfache
Sache. Bei der kleckſenden Füllfeder wird es
ſchon ſchwieriger. Die kann ich doch nicht in
den Papierkorb werfen; dazu war ſie zu teuer.
Ich lege ſie beiſeite, waſche mir unter Seufzen
und gelindem Fluchen die Finger und greife
zum alten, bewährten Federhalter. Ganz übel
iſt es aber, wenn das immer ſo liebevoll
be=
handelte Caſchenfeuerzeug die alte, oft fünf=
und mehraktige Cragikomödie „Verſagen”
ſpielt. Dann haue ich die dämliche Aergerbüchſe
auf den Ciſch und feiere mit dem biederen
Streichholz ein kleines Verſöhnungsfeſt.
Manchmal ſind die Ciere, wenn ſie geärgert
werden, tatſächlich vernünftiger als wir
Men=
ſchen. Ich erinnere mich da einer Bilderreihe
aus einem Witzblatt. Bei einer größeren
Uebung waren der Herr General mit der
Nei=
terei ſehr unzufrieden. Der Herr Oberſt bekam
einen Anhaucher, den er nach unten weitergab;
er pflanzte ſich lawinenartig fort und kam
end=
lich beim füngſten Huſaren an. Der ging in den
Stall und zog ſeinem guten Braunen eine
über. Der brave Vierfüßler ärgerte ſich auch
über dieſe Behandlung, ſchlug aus und warf
den Stalleimer um. Er allein hatte das
Nich=
tige erfaßt.
Da fällt mir auch noch eine andere Geſchichte
ein, die hierher gehört. Ein alter Oberheſſe
hatte ſich ein Gebiß machen laſſen. Das ſaß
nicht, drückte und verurſachte dem Mann den
ganzen Cag Unbehagen. Als es ihn einmal
beim Mittageſſen zu ſehr quälte, nahm er ſein
Klavier heraus, feuerte es auf den Ciſch und
fauchte es mit den Worten an: „So, nun friß
allein!”
Alſo, liebe Mitmenſchen, ärgert euch ruhig
weiter, laßt aber euren Mißmut nicht an
Lebe=
weſen aus, ſondern an lebloſen Dingen. Geht
dabei etwas in Crümmer — nun, dann könnt
ihr euch gleich wieder ärgern. Vergeßt nur
nicht: Aerger iſt geſund! Walter Kern.
Georgia Holeſmith — der „Eugel der
Leprakranken”
Georgia Holeſmith iſt jetzt 35 Jahre alt.
Seit vier Jahren leitet ſie eine Lepra=Station
in Südafrika. Ein junges, blühendes Geſchöpf,
die Cochter eines hohen engliſchen Offiziers
und einer in Britiſch=Südafrika geborenen
Mutter, ſagte eines Cages allen Freuden
die=
ſes Lebens Ade, um ſich ganz den Aermſten
der Welt zu widmen — den Leprakranken.
Georgia Holeſmith, die Medizin ſtudierte und
ihr Schweſtern=Examen machte, wird der
„Engel der Leppakranken” genannt. Sie lebt
mit den Kranken zuſammen in der grauen
Barackenſtadt, die außer den Aerzten keiner
betreten darf. Sie hat die Leitung über alle
Krankenpfleger, ihr unterſteht aber auch das
ganze Wirtſchaftsperſonal. Immer iſt ſie zum
Helfen bereit — und es gibt ſo unendlich viel
zu helfen auf dieſer Inſel der Kranken.
Frei=
willig in die Verbannung zu gehen — das
iſt Heldentum!
„Angſt vor Anſteckung? Daran darf man
nicht denken, außerdem iſt die Gefahr der
An=
ſteckung gar nicht ſo groß, wenn man Beſcheid
weiß”, ſo äußerte ſich Georgia Holeſmith zu
einem Preſſevertreter, der ſie bei ihrem
ſechs=
wöchigen Urlaub ſprach. „Ich bin mit meinem
Leben ſehr zufrieden, und wenn ich einmal
Heimweh nach den Meinen oder nach der
großen Welt habe, die ich verließ, dann brauche
ich mur meine Kranken anzuſehen — und ſchon
weiß ich, wie gut es mir geht!”
Seit vier Jahren arbeitet dieſe Frau zum
Segen der Aermſten auf Erden — auf einer
Lepra=Station in Südafrikal
Avette Neuard — die Leuchtturmwächterin
von Sf. Anna.
In Frankreich lebt die einzige Frau, die
ſelbſtändig einen Leuchtturm zu betreuen hat,
den Leuchtturm von St. Anna an der
atlan=
tiſchen Küſte. Avette Nenard iſt eine Nord=
Was nennt ein Silmſtar eigentlich arbeiten ſe iu
Von Joan Crawford.
Wir hatten uns eine Seitlang angewöhnt,
von unſerer Cätigkeit in ſachlichem Con mit
dem gleichen Ausdruck zu ſprechen, wie andere
Sterbliche auch: von „Arbeit” nämlich. Das
entfeſſelte in breiteren Kreiſen teils
Wider=
ſpruch, teils Gelächter der Hölle. Und nun
haben wir uns größtenteils dieſen Ausdruck
wieder abgewöhnt. Ja, was tun wir nun
eigentlich, wir Leute, die wir nach Anſicht der
Mitwelt nichts tun?
Wir rechnen in Hollywood, wenn wir im
Engagement ſind, durchſchnittlich mit einem
Hehn=Stunden=Arbeitstag. Das
heißt zehn Stunden probieren, vier Stunden
früh, vier Stunden nachmittags — zwei
Stun=
den nachts. Nachtaufnahmen werden fa meiſt
nicht im verdunkelten Atelier, ſondern im
Freien gemact. Das heißt: zehn Stunden
grel=
les Licht, unvorſtellbare Hitze und endloſes
Wiederholen der gleichen Szene — „Bitte,
Nr. 34 zum 12. Mal”. — Und wenn man dann
glaubt daß das volle Dutzend zum Erfolg
füh=
ren müßte, dann liegt nachher irgendein
Dreh=
buch oder ein Kabel ſtörend in dem ſönſt ſo
fertigen Bild, und Nr. 34 wird zum 15. Mal
franzöſin, ſtill und verſchloſſen, beis
Aber das kommt daher, daß ſie mng
Monate Menſchen ſieht denn nurnd
Monate wird ſie abgelöſt. Und oft 10
noch länger, wenn Sturm iſt — da
das Boot nicht durch die Brandung,/4,
werden aus den zwölf. Wochen ofto
Avettes Mann war Leuchtturmwes.
er ſtarb. Da blieb ſie zurück, und
Bitte ließ man ihr das Amt des Lelt
vrit
wächters. Ihr Leben geht nach der
Gedanken kreiſen um die großen Sigg.
die ſie zu bedienen hat. Sobald es 7
wird, ſchickt ſie ihre Blinkzeichen aun
Siſcher von der nordfranzöſiſchen RA
dann: Das ſind die Blinkzeichen von
Mi
Vor zwei Jahren feierte ſie ihreis
burtstag. Sie ſtand in den Seituay)
man machte ihr vom Staat ein Giß
Aber ſie war froh, als ſie nach dr.
wieder in ihrem einſamen Leuchtturr
das Licht der großen Lampen blä/xl ehen ſchwe
Avette Nenard — eine Frau auf 7ſ. 0er dem Kopf
die Leuchtturmwächterin von St. Arkad der näch
Sentg 2e
au
Mie, warum
haf und fli
Jre, du haſt
urte A
gedreht. „Arbeit” heißt zehn Stunr2n Gortanom.
Konzentration, Nervenprobe und Tſcher erin
Anſtrengung. Man ſtelle ſich vor, 13—14ſ0 mit dem
eine wirbelnde Canzſzene — — 100 Ame
natürlich nicht Schwerarbeit, im 7 107u ſo
Kohlenlöſchen oder Siegelfahren. AllexNf” ausg
dieſer Arbeit zweifelt, dem empfehl
ein, zwei Cage die Vertretung eineer7e! Cag ſiedelte
Derächtich üder
Atelier zu übernehmen. —
geſt und lebten
Alſo doch Arbeit. Sehn=Slundenin war ſchön und
ſieht ein anderer Menſch dabei OSlien
uns, abe
günſtigſtenfalls doch wohl müde. Und drM denheiten immer
müde dürfen wir nun niem i dlianden, erloſch
Das würde man ja ſehen. Die Kanur7 Sündſtoff. Der
eines der rückſichtsloſeſten Inſtrummt den Gund, weil
Erde. Hier ein Fältchen und dort eud O0
ſe vo
Haltung — ſchon iſt man Star gewm”
Jaſt
macht man es aber, trotz allem frün
ſehen? Fragt man einen Kosmetikere
denker
einen Spezialiſten, ſo antwortet er
klärte
ſchönerungsſuſtemen und koſtbaren AANra
habe ein anderes Nezept erprobt 19 Ume 4 9ickt
keinen Anſtand, es allen anderen, 0 200 geſegt. In
Frauen zu empfehlen: es heißt „Gellen, r Eil
armen.”
heit”.
Frühmorgens nüchtern zwei Glick
Waſſer — ein ganz vorzügliches, billis
dikament. Dann 15 Minuten Symnen
ſpringen oder ſonſt etwas Amüſanmt? Me
ſtück? Ein Glas Fruchtſaft oder S06 Nint
ſaft und eine Caſſe Kaffee ungeſüſt.
ben nicht, wie köſtlich Fruchtſaft,
Schlucken genoſſen, ſchmeckt — N
Dann nehme ich jeden Cag, Winter !
mer, ſo oft es meine Seit mir nur eich 94
Sonnenb.d. Sum Mittag oder welte
ſtück nehme ich eine tüchtige S00e
oder Gemüſeſalat und wieder eine 29l
fee. Keine Soßen, keine Suppen, wede
den.
fm der Garderobe der Rjaſanzewa
ſah gafmerkſam zu, wie ſie ſich ſchminkte.
hre wmiſen, ſchlanken Hände hantierten eif=
Amt lHſenpfoten, Bürſtchen und Farbſtif=
„yſie heührte mit ihnen die dunklen, halb=
ſchloſſekm Augen, vom Geſicht flatterten die
unde zu en Haaren, zupften an einer Schleife
„fder Rruſt und befeſtigten einen Ning im
hr. Mi ſchien es, als wären die Hände mit
„uem ſelilm wunderlichen Fluch behaftet, ſie
nenen ldru verdammt, ſich ewig zu bewegen.
ſiebe Swe,” dachte ich erſtaunt, „liebe, mir
teure „Agen”. Und laut ſagte ich zu meinem
ſenen Eſtaunen: „Irma Sergejewna, ich
de
Sie ſt½feinen ſchwachen Schrei aus, ſchlug
Hände ber dem Kopf zuſammen und blickte
ch an,4 der nächſten Sekunde hielt ich ſie
reits i neinen ſtarken Armen feſt. „
End=
ſanu ſie lächelnd und ſehr leiſe. „Ich
de doan Qualen ausgeſtanden in Erwartung
ſſer Ane warum haſt du mich ſo lange
ge=
aiMält?” pei ſtill”, ſagte ich. Ich nahm ſie
f den Sſchß und flüſterte ihr zärtlich ins Ohr:
leine, lare, du haſt mich eben an jenes
zer=
ſchlichet arte Mädchen erinnert aus dem
ück vocn Gordanow, du weißt doch, „
Chry=
emenn icher erinnerſt du dich an das
Mäd-
zf delſh mit dem ſchwachen Schrei: „End=
Ne im ſe Arme des Gutsbeſitzers wirft.
biſt gnau ſo zart und haſt genau ſolch
i den Schri ausgeſtoßen, oh, wie ich dich
im Am nauchten Cag ſiedelte Irina zu mir über,
Wlächente verächtlich über die Moralbegriffe
Geſoſſhaft und lebten fortan zuſammen.
er Leyn war ſchön und wolkenlos. Hin und
ieder ſtlrziten wir uns, aber da ſolche
Mei=
hgsverichedenheiten immer nur wegen Nich=
2 gkeſten etſtanden, erloſchen ſie ſchnell aus
angel m Sündſtoff. Der erſte Streit
ent=
and aua iem Grund, weil ich bemerkte, daß
PEha in in Spiegel guckte, während ich ſie
Re. Schſchob ſie von mir fort und fragte
kränkt „Warum haſt du in den Spiegel
ge=
haut? Im man denn in ſolchen Augen=
Wrüicken am ) etwas denken?”
nſa, ſieiht zu,” erklärte ſie verlegen, „du haſt
w ſc ein Arnig ungeſchickt umarmt . . . Du
FM deiweArme ſtatt um meine Hüften um
Ehen K)ö gelegt. Ein Mam muß immer
A die Kſen umarmen.”
Ma Wieſoh uß?” wunderte ich mich. „Gibt es
E lola in beſtimmtes Geſetz, daß man den
ſWen mudie Caille umarmen darf? Merk=
Muigl. Aren die Hüften mir näher geweſen,
„Mte ich (0 Hüften umſchlungen.
„Em ſietz dafür gibt es natürlich nicht,
Ner 28 i koch ein wenig komiſch, wenn Män=
Ner Einent bauenhals umſchlingen.”
29 fürh mich gekränkt und ſprach zwei
Lunden rIht mit Irina. Sie war die erſte,
De die Aköhnung herbeiführte. Sie kam zu
Ne unſt Ang memen Hals mit ihren ſchönen
Snen (aic Frau darf den Hals des Mannes
Hnchlingl 2 küßte mich und ſagte: „Schmolle
De Du ger chen. Ich will doch einen inter=
Sſchten, „llgen Menſchen aus dir machen
Ein Danma /e rog verſchämt die Schultern hol.)
Ru 19 Au daß du unter meinem guten
Ein=
n Dr 2.,ü hoh. Stellung und Nuhm erwirbſt!
en Möice lich inſpirieren, mehr noch, ich
eie mois dreinen Ruhm herbeiführen.”
LeA hſehr bald ins Cheater, und ich wurde
Hawdenkrit 2uf welche Weiſe wollte ſie mich
SDdomt Lehen2 Wollte ſie vielleicht ſtatt mei=
E Geſtziter ſchreiben, oder was verſtand ſie
Eiß Haihzil ter dem Wort zinſpirieren”?
Soll=
de Ahnnen meiner Geſchichten mit ihr
Senihit jaben, oder wolte ſie mir die
Jengta Lsiblagen? Plötzlich fiel mir etwas
L Zeut hatte ich im Cheater ein Stück:
Durcn” geſehen. Die Heldim küßt den
Helden und ſagt begeiſtert: „Ich will, daß du
unter meinem guten Einfluß eine hohe
Stel=
lung und Nuhm erwirbſt, ich will dich
inſpi=
rieren!” Seltſam, ſagte ich mir. Im Munde
hatte ich einen Geſchmack, als hätte ich auf
eine hohle Nuß gebiſſen.
Jetzt begann ich. Irma zu beobachten. Und
je länger ich beobachtete, um ſo größeres
Ent=
ſetzen erfaßte mich. Es gab gar keine Irina
neben mir Manchmal ſah ich die leidend=
Werotſchka aus dem Stück „Neblige Fernen”.
manchmal war neben mir der krankhafte Cyp
der tragiſchen Kurtiſane, die ſich vergiften
wollte, aus dem Drama: „Lieber ſpät als nie‟
Orina fühlte ich nie. Schenkte ich Oria ein
Armband, ſo bedankte ſich bei mir eine
Grande=Kokotte, welche nach feſtſtehenden
Ge=
ſetzen der Verführungskunſt meinen Hals
um=
ſchlang. Kehrte ich, von Gewiſſensbiſſen
ge=
plagt, abends ſpät nach Hauſe zurück, weil ich
eine weinende, durch meine Gleichgültickeit
verletzte Irina anzutreffen fürchtete, ſo fand ich
im Schlafzimmer, zu meinem Erſtaunen, eine
tragiſche Heroine, welche zierlich die Hände
rang (der Spiegel hing gerade gegenüber), und
leiſe ſprach, mit einer kaum hörbaren,
gebro=
chenen Stimme: „Ich beſchuldige dich nicht
Ich habe nie den Menſchen, den ich liebe,
ver=
gewaltigen, an mich ketten wollen, aber ich ſehe
weit, weit voraus.” Sie blickte mit umwölkten
Augen in den Spiegel und erklärte unerwartet
laut: „Nein! Näher, ganz nahe ſehe ich einen
Ausweg, den ſüßen Cod, der alle Ketten
zer=
reißt ...
„Schweige”, ſagte ich nervös. Das iſt
Ka=
ſchatalow, „Lebendig begraben”, zweiter Akt,
die Szene mit Oljga Pawlowna und
Baſa=
rowſki. Stimmt es? Du haſt einmal die Nolle
der Oljga geſpielt, ſtimmt es?"
Sie lächelte ſchmerzlich. „Du willſt mich
kränken? Schön! Quäle mich, enviedrige mich,
aber um eins bitte ich dich, wenn ich dich einſt
mit dem verlaſſe, der mich in Wahrheit liebt,
erinnere dich an unſere helle, lemzzarte
Vergan=
genheit.”
„Nicht helle,” verbeſſerte ich kaltblütig, die
Schuhe abſtreifend, „ſondern „lichte‟. Haſt du
denn den vierten Akt aus den „Himmliſchen
Vögeln” vergeſſen?”
Sie blickte ſchweigend, mit weit geöffneten
Augen auf mich, flüſterte Unverſtändliches mit
ſchmerzlich verzogenem Mund und warf ſich
ſtöhnend auf das Bett, während ſie die Decke
über den Kopf zog. Unter der Decke lugte ein
ſchönes, ſtrahlendes Auge hervor, es blickte in
den Spiegel, und ganz inſtinktiv legte die Hand
die Decke in maleriſche Falten. Einmal, als ich
nach irgendeinem Streit, gleich nach dem
Mor=
genfrühſtück, meinen Mantel anzog, um einen
Spaziergang zu machen, blickte ſie mich an, die
Augen waren voller Cränen, ſie ſagte ſehr leiſe
nur ein einziges Wort: Du gehſt?”
Mein Herz krampfte ſich zuſammen, ich war
im Begriff, zurückzukehren und mich vor ihr
niederzuwerfen (ich liebte ſie doch), aber ich
faßte mich und ſchalt mich einen vergeßlichen
Idioten. „Höre”, ſagte ich, ſie vorwurfsvoll
an=
blickend. Wann wird dieſer Unſinn endlich ein
Ende haben? Du haſt nur ein einziges Wort
geſagt, und ſogar dies kleine Wort haſt nicht
du geſprochen!”
„Wer hat es denn geſagt?” fragte ſie
er=
ſchrocken und ſchaute ſich ängſtlich um.
„Das hat die Gräfin Dobrowolſkaja geſagt
(Faules Jahrhundert), Drama aus der
Geſell=
ſchaft in vier Aufzügen, zwiſchen dem dritten
und vierten Akt vergehen anderthalb Jahre.
Die Gräfin wird von ihrem Geliebten, einem
Fürſten, verlaſſen, und ſie ſagt nur dies eine,
beklemmende Wort: „Du gehſt?
„Catſächlich?” flüſterte die ganz verſtörte
Irina und ſchaute mich mit weit aufgeriſſenen
Augen an.
„Selbſtverſtändlich, du haſt doch noch ſelbſt
die Gräfin geſpielt. Liebe, komm, ſei nicht böſe,
wollen wir offen reden . . . Siehſt du, auf der
Bühne ſind ſolche Scherze vielleicht ſehr ſchön,
aber wozu brauchen wir ſie in unſer Leben zu
verpflanzen? Liebe, wollen wir doch wir ſelb)
ſein. Ich liebe dich doch! Aber ich liebe Irina
und nicht irgendeine Gräfin, die ſich ein Dichter
ausgedacht hat, oder irgend ſo eine leidende
Werotſchka. Ich ſpreche im Ernſt. Wollen wir
wir ſelbſt ſein!”
Ihre Augen ſtanden voller Cränen. Sie warf
ſich mir an den Hals und rief weinend: „Sch
liebe dich! Du biſt wieder zurückgekehrt!”
Da ſie vor Aufregung mich ungeſchickt
um=
ſchlungen hatte, verzieh ich ihr vieles, die
ver=
dächtigen Worte: „Du biſt wieder
zurück=
gekehrt!” überhörte ich. Als wir uns verſöhnt
hatten, ging ich leichten Herzens davon und
kehrte erſt gegen Mittag zurück. Orina war
nicht wiederzuerkennen. Ihre Schauſpielerei
war verſchwunden. Als ſie meine Schritte im
Flur hörte, kam ſie mir mit dem
durchdringen=
den Schrei: „Wolodika iſt da!”
entgegengelau=
fen, fiel lachend vor meine Füße, und als ich
auch lachte und mich niederbeugte, um ſie
hochzuheben, küßte ſie mich auf die Schläfe
und zog mich beim Ohr (ſolche Zärtlichkeiten
hatte ich auf der Bühne noch nicht geſehen).
Als ich ſie beim Miktageſſen fragte, ob ſie mir
wegen der Vorwürfe, die ich ihr am Morgen
gemacht hatte, noch böſe ſei, warf ſie mit der
Serviette nach mir, machte mir mit ihren
ent=
zückenden Händen eine lange Naſe, zwinkerte
und ſagte: „Sei ſtill, altes, dummes
Dicker=
chen”. Obgleich ich weder alt noch dick war,
gefiel mir dies mehr als die früheren „O Licht
meiner Seele”, „Sonne, die meinen PPfad erhellt”
Abends fuhr ſie ins Cheater, ich ſetzte mich an
meine Arbeit, aber ich konnte nicht ſchreiben.
Ich ſehnte mich nach ihr, nach dieſem großen,
verbogenen, aber in manchen Dingen doch guten
Kinde. Ich zog mich an und fuhr ins Cheater.
Es wurde eine neue Komödie gegeben, die ich
noch nicht geſehen hatte. Sie hieß „Das
Spätz=
chen”. Als ich im Seſſel Platz nahm, ſpielte man
bereits den zweiten Akt. Auf der Bühne ſaß
Orina und nähte irgend etwas, als hinter den
Kuliſſen eine Olocke ertönte, ſprang ſie auf,
lachte und warf ſich ausgelaſſen einem ſchönen,
dicken, blonden Mann, der gerade eintrat, vor
die Füße, dann küßte ſie ihn auf die Schläfe,
zog ihn beim Ohr und ſagte fröhlich: „Guten
Cag, altes, dummes Dickerchen!‟ Die Zuſchauer
lachten. Alle lachten, nur ich nicht.
Jetzt bin ich der glücklichſte Menſch.
Neulich, als ich im Speiſezimmer ſaß, hörte
ich Orinas Stimme. Sie ſprach mit jemandem.
Suerſt lauſchte ich unaufmerkſam, dann immer
geſpannter, ſchließlich erhob ich mich und ſchlich
an die halbgeöffnete Cür. Ueber mein Geſicht
liefen Cränen, es drückte Seligkeit aus, denn
ich ſah ſie, die echte Orina, hörte ihre echte
Stimme, ohne den theatraliſchen Anflug. Sie
ſagte zu der Wäſcherin: „Sie behaupten, dies
waren Beinkleider? Dreck iſt das, aber keine
Beinkleider. Wie iſt die Wäſche überhaupt
gewaſchen? Und die Strümpfe? Ich frage Sie,
woher die Löcher kommen? Wie?
Ueberneh=
men Sie keine Arbeit, wenn Sie ſie nicht
ver=
ſtehen. Ich habe teures Geld für die Spitzen
an den Hemden bezahlt, Sie haben ſie mir ganz
verdorben!”
Ich lauſchte dieſen Worten, und ſie ſchienen
mir wie eine Art himmliſcher Muſik. „Irina!”
flüſterte ich, „die echte Orina.”
Uebrigens.. . Wer von Ihnen iſt gut
be=
wandert in der Cheaterliteratur? Gibt es in
irgendeinem Stück ein Geſpräch einer Dame
mit einer Wäſcherin? . .
(Ueberſetzt aus dem Ruſſiſchen
von M. Schillskaja.)
Spielt du mit, Mutti? Wie oft kommt mein
kleiner Bub mit dieſer Frage, dieſer Bitte zu
mir. Sugegeben: es iſt die charakteriſtiſche
Frage des einzigen Kindes, dem es an vielen
Stunden des Cages an einem kleinen
Spiel=
kameraden fehlt, und nicht immer können wir
ihn ihm beſchaffen, nicht immer findet ſich im
Haus in der Nachbarſchaft ein ungefähr
gleich=
altriges Kind, mit dem das unſere gut
zuſam=
menſtimmt. Aber auch in dieſem Fall brauchen
wir nicht ratlos, nicht in Verlegenheit zu ſein.
Mutti muß mitſpielen, und es gehört dazu —
ſo widerſpruchsvoll dieſe Behauptung zunächſt
klingen mag — durchaus nicht immer freie
Seit! Peter ſpielt Eiſenbahn — er baut ſich
einen feinen, langen Sug aus mehreren
Stüh=
len zuſammen, ſetzt ſeine rote Schaffnermütze
auf, nimmt das Abfahrtsſignal in die Hand,
und nun ſoll es losgehen! Selbſtverſtändlich,
der Sug kann nicht leer fahren, ohne Fahrgäſte
geht es nicht — und die Puppe, der Teddibär
und Jumbo, der Affe, ſind nicht verſtändig
genug, um ſie unbeaufſichtigt auf Reiſen zu
ſchicken. Da muß halt die Mutti einſteigen.
und das geht auch ſehr gut! Wir nehmen uns
einfach die Strümpfe zum Stopfen oder irgend
eine andere Arbeit mit ins Abteil (zur Not
läßt ſich in ſolch einem fahrenden Kinderzug
ſogar ein Brief erledigen!), laſſen uns von dem
kleinen Schaffner einen Platz anweiſen,
nach=
dem wir ihm ausdrücklich verſichert haben,
daß wir die Handarbeit natürlich nur bei uns
führen, um uns die Langeweile auf der weiten
Reiſe zu vertreiben. Vorher wird die
Fahr=
karte bei ihm erſtanden, die Platzkarte vor=
lungen aufgeben. Einmal bin ich Frau Meier,
einmal Frau Schulze — jedenfalls hat der
kleine Mann alle Hände voll zu tun, um die
Kundſchaft nicht warten zu laſſen. Und was
braucht er anderes, um vollſtändig glücklich zu
ſein?!
Manchmal ſetzt ſich Peter auch mit
Cuſch=
kaſten und Buntſtiften zu mir an den
Wohn=
zimmertiſch und malt allerhand luſtige Bilder,
große und kleine, alles „auf Beſtellung”, und
ich handele oft ſehr lange mit ihm über die
Preiſe, zu denen er ſie mir überläßt. Eine
Eiſenbahn, ein Haus und Bäume, Dampfer,
ein Luftſchiff, Blumen, Ciere, alles kann ich
mir bei dem tüchtigen Maler beſtellen. Später
wandern die Bilder in meine Sammelmappe,
auf die der Peter und ich ſehr ſtolz ſind — in
ihr hebe ich alles auf, was er ſchreibt, zeichnet
und malt, um ſeine Fortſchritte, ſeine
Entwick=
lung zu beobachten.
Natürlich kann jede Mutter es genau ſo mit
ihrem kleinen Mädel treiben, wie ich mit dem
Peter. Vater, Mutter und Kind läßt ſich
wunderſchön bei irgendeiner Arbeit mit Inge
oder Evchen ſpielen, ſo daß ſich das kleine
Ding nicht einſam fühlt, nicht langweilt.
Der Peter und ich treiben es übrigens nicht
nur zu Hauſe ſo — auch beim Spazierengehen
haben wir beide unſere Spiele miteinander.
Am meiſten liebt er es, wenn ich im Winter
einen Schneemann mit ihm ausrüſte oder im
Sommer ein Viertelſtündchen in den
Sand=
kaſten zu ihm ſchlüpfe, um eine Murmel=Berg=
und Calbahn oder irgend etwas anderes,
Be=
ſonderes mit ihm zu bauen, „ſo ſchön, wie es
nur mit Mutti geht”!
Ganz beſtimmt: wie ich könnte es jede
Mut=
ter mit ihrem Jungen oder Mädel anfangen.
beſtellt, und vielleicht zahlen wir ihm ſogar ein
oder zwei richtige Pfennige für ſeine
Be=
mühung!
Muß der Bub da nicht fröhlich und
zufrie=
den ſein?
Ein andermal baut ſich Peter auf ſeinem
großen Spieltiſch einen Laden auf mit
Cele=
phon, Waage, Packpapier, kleiner
Schreib=
maſchine, die in keinem wirklich gut
ausgeſtat=
teten Kinderbüro fehlen darf — dann muß ich
bei ihm einkaufen oder telephoniſche Beſtel=
Oft fehlt nichts als der Einfall, es zu tun, ſelbſt
ein wenig Kind mit dem Kinde zu ſein, und
nicht immer nur zu behüten, zu erziehen! Es
läßt ſich ſo entzückend Puppen ſpielen, wenn
das Kind die Mutti iſt, und Mutti — das
ungezogene Kind, das abſolut nicht hören will.
Dann gibt es der Fröhlichkeit und des Lachens
gar kein Ende. Und zugleich lernen wir unſere
Kinder ſo gut kennen, wie es wohl nur im
Spiel möglich iſt
Wirklich, wir ſollten ſie niemals mit einem
„Nein” beantworten, dieſe Frage: Mutti,
pielſt du mit?!
rieslander.
Von Minn
Eichendlich hett ich jo abſolud nix degäje eizuwenne, wann
mer in de große, de mittlere un de klaane Bolledick emol Fimf
grad ſei loſſe dhet loſſe, un ließ die Menſchheit widder emol uff
en Aageblick zu ſich ſällwer kumme, damit mer waaß, daß es
langſam uff Weihnachte zugeht. —
Awwer leider, wann mer ſich ſo die gewidderſe un
dorch=
enannerne Verhältniſſe äwe aguckt, do hott mer des Gefiehl, als
gingt’s uff was ganz annerſter zu, als wie uff Weihnachte,
un wie uff: Friede auf Erden un den Menſchen ein Wohlgefallen.
Stimmts odder hab ich recht?! — Geht’s äwwe net in
aam=
fort de Menſche, wie de klaane Kinner? — Sie ſähe die Wäld vor
lauder Nickeleeſer net mehr, un kumme aus de Angſt kaum noch
eraus. Aaner färſcht ſich vorm annern, wann er aach ſo dhut,
als dhet=er. Genau, wie mir’s als Kinner aach als gemacht hawwe,
wann mer uns färſchdich gemacht hott for dem gewaldiche
Belz=
nickel mit ſeim forchtbare Bort un ſeine große Ruhd.
Un vun alle Nickeleeſer dreibts der mit dem franzeeſiſche
Zunge=
ſchlag noch am allerärchſte. Der macht de Nickeloos for die ganz
Wäld, un alles ziddert for=em — Un anſtatts, daß mer zuſamme
ſtind, un dhet emol dem ſei ſcheiheilich Kabbutz vum Kobb robbe,
un dhet=em ſein Sack voll Gold abnemme, naa, liewer loſſe ſe ſich
Ermahnunge vun=em gäwwe, un Strofbreedichte halte, un
ver=
ſpräche=m, noch bräver zu ſei, als ſe ſeither ſchun warn; odder ſie
gehn gar her, um dhun ſich gäjeſeidich eneileeche un verrode un
verkagfe, odder dhun ſich in ihre Angſt hinner hoche Zollmauern
verſteckele. . ..
Awwer es hot ſchun mancher Nickeloos de Kärzere gezoge, un
wann er ſich noch ſo großmächdich uffgeſpielt hott. Däß hab ich
lei=
der gäſtern an eichener Haut verſpiern miſſe, wo ich mer den Spaß
gemacht hab, aach widder mol, wie in alde gude Zeide e bißche
Nickeleeschers zu ſpiele.
Un däß is ſo zugange.
Alſo, ich hab gedenkt, wann äwe in aller Wäld ſo grauſiſche
Nickeleeſer ihr Wäſe dreiwe, dann wilſt du wenigchſtens emol e
riehmlich Ausnahm mache, un en Nickeloos vun aldem Schrod un
Korn ſpiele. Ich hab mer alſo zu dem Zwäck es Geſicht mit
Mehl=
babbſch eigeſchmiert un en Mordsbort a gebabbt, un hab mer en alde
Mandel mit Chriſtbaamwadd zu=eme Belzmandel umfeſtonniert,
hab en alde Kadoffelſack als Kabutz iwwer de Kobb gezoge, un bin
mit=eme Beidel voll Niß, un Ebbel un Guhtzel vun dehaam fort.
Als Ruhd hatt ich mer mein Reiſerbäſem mitgenumme; un aach e
paar genäjelte Schaffteſtiwwel hatt ich mer gelehnt, um daß ich
aach richdich drammbele hab kenne, Dräbb uff un Dräbb ab.
Un ſo bin ich losgezoge, un hab in de ganze Verwandſchaft un
Bekanntſchaft, iwwerall wo klagne Kinner warn, Heile un
Zehne=
klabbern, Niß un Ebbel, un Guhtzel un Bomboo verbreit un
aus=
gedaalt; mit meim Reiſerbäſem hab ich dohärngäje nadierlich bloß
ſo gedho...
No, un ich hab aach wärklich zum Färchte ausgeſähe, un hab e
Stimm verfiehrt, wie en alde Dragonerwachtmaaſter. Nadierlich
hawwe die klaane Bällch zuerſt elend Angſt for mer gehatt, un
wann ich ſe mit meim Staakohlebaß gefrogt hab: „Seid ihr aach
all recht brav gewäſe?” — dann hott=en doch mehr odder wenicher
des ſchlechte Gewiſſe aus de Aage geguckt, dann päxiert hatte ſe
— bald hett ich geſagt: gottlob! — all mitnanner was.
Ja, aaner, ſo e nixnutzicher Lauſert, hott in ſeine
Herzens=
angſt geſtanne, er weer verhältnismeßich recht brav gewäſe, awwer
er hett emol aus Verſähe de Bimmbernellſen mit=eme Staa e
Fenſterſcheib ei’ geworfe; awwer er hett’s net mit Fleiß gedha, er
hett bloß mit ſeim Freund gewett, der wo net glaawe hett wolle,
daß er ſo gut ziele kann. Awwer der hett dann die Wett verlorn,
indem die Fenſterſcheib eneigekracht weer; do kennt er awwer
ni=
defor, jedenfalls hett die Scheib ſchun vorher en Sprung gehatt,
ſunſt hett ſe net ſo leicht kabudd geh kenne.
No. un ſo viel ich mich ſällwichsmol, wo mer der Ooſebub die
Fenſterſcheib ei geworfe hott, aach geärchert hab, ſoviel hab ich mich
jetzt driwwer gefraad, daß es der Lauſert grad mir hott beichte
miſſe. Un grad, wie ich=em mit meim Reiſerbäſen die Kehrſeit
verdräſche will, do ſeecht ſei Mudder, däre wo ſchun was derardiches
geſchwant hot, zu ihrm Sprößling: „Däß is recht gewäſe, daß de
däre Bimmbernällſen e Fenſterſcheib eneigeſchmiſſe hoſt, die leßt jo
die Leit aach als net geh. Awwer weil de ſo ehrlich gewäſe biſt,
un hoſt’s geſagt, dann heegt dich der Nickeloos aach net .. ."
D=Zug=Kubbee baſſe dhete, no un was waaß ich all — (me:
ſe jo, die Neidkatz, un waaß, was mer vun=er zu halte kI1
Wie ich enuff kumme bin, an ihr Stuwedier, do
Zeddel dro: „Ich bin bloß emol uff=en Sprung zu de Bün
nellſen!“— Däß drifft ſich gut, dacht ich, in meine eichenn
nung kann ich=er nadierlich noch ganz annerſter die Lefide
wie in ihre.....
Daß mein Stuwedierſchliſſel am Gangfenſter owe uff.f.
ſims liggt, hab ich=er emol in=ere gude Stund verrode. — Vy
ich bin mit meine Schaffteſtiwwel de Dräbb enuff gedand
hab e Gedrabbel verfiehrt, als kemt e Herd Rekrudde. Doln
ich färchterlich mit de zwaa Faiſt wedder die Dier geburng
hab mit meine mittlererweil rauhe Bärnſtimm geruffe:
gemacht!—
Awwer es hott ſich nix gereecht. — Ich hab drum nood
wädder die Dier gedrummelt, un wie ſich als noch nir
hott, is mer die Sach zu dumm worrn, ich hab mit=eme
Ruck mei eiche Stuwedier eneigeballert; die fliggt dodruffhg
angelweit uff; un im ſällwe Moment fliggt mir mei Weſe!
an de Kobb mitſamſt=em Waſſer, daß ich putſchdrebbelnnf
worrn, un die Schiſſel in dauſend Fätze verſprunge is. U1
richdich zur Beſinnung bin kumme, ſchmeißt mir die Endeba.
en naſſe Butzlumbe um die Ohrn, un kreiſcht debei: „Au
Reffolutzer, ihr wollt meine Freundin an de Krage, ich ri
gäwwe!” — Und dann als: Battſch! Battſch! — daß meri
Feier aus de Aage gefahrn is, un daß ich gedenkt hab, ſi
iwwergeſchnabbt.
Was hab ich mache wolle? — Den Rooches hatt ich im Leib
vun wäje däre Fenſterſcheib, un hab’s noch net emol märke loſſe
därfe, ſundern hab dem Schwellkobb aach noch zum Iwwerfluß un
zum Dank, weil er’s eigeſtanne hott, vun meine deire Ebbel un
Niß un Guhtzel gäwwe miſſe, weil ich mich ſunſt verrode hett . . ."
Uff=em Haamwähk fellt mer ei, ich kennt aach geſchwind emol
zu de Endebärzelſen enuff, un kennt däre mol en Schreck eijage,
indem nemlich däß haamdickiche Weibsbild die Woch en Brief an
unſer Redackzion geſchriwwe hott, un hott mich drinn ſchlecht
ge=
macht, un hott mer mei friehere Liebſchafte vorgeſchmiſſe, un hott
geſagt, ich hett mich am Niewergall=Denkmal geſund gemacht, ſunſt
kennt ich net ſo gut läwe un die Woch zwaamol Gequellte mit
Hering eſſe, wo’s bei ihr nor bloß zum „Dorchfahrſel” lange dhet;
un mei Berliener Raas weer aach Schwindel, indem mei
unvor=
ſchriftsmeßich dicke vier Buſchſtawe gornet in e vorſchriftsmeßich
Glicklicherweis hott ſe nooch=ere Weil, un in=ere Aday
doch an meim Uffzug gemärkt, daß was net ſtimme kann.
mit=em Druffhaage uffgeheert, un hott mich gnädigſt in me=d
enei geloſſe. Un mit glenzende, un gläſerne Aage hott
agekriſche, un hott geſagt, s weer ſchad gewäſe, daß ich kaauf
dene Revolutzer gewäſe weer, ſie weer grad ſo ſchee im Zugid
un hett’s mit=eme ganze Räjemend uffnemme kenne — —.
hott mich freilich net gewunnert, indem daß mei Ligeerfr!
uff en klaane Boddemſatz raddekahl ausgebichelt, war. —
Awwer ſchließlich: Spaß hott mer’s doch gemacht, dar
gegäwene Momend ſo enerſchich for mich eidräde dhut. Ur)
dem ich mich aus= um= un widder drucke agezoge hatt, haupl
uns en dißbeziehliche endſprächende Kaffee gekocht, un
loſſe, un hawwe Verſehnung gefeiert. . ...
Awwer Nickeleesches dhu ich in dene uffgereechte Zeidel
net mehr ſpiele.
Bienche Bimmbere
Der zeitgemäße Haushalt.
D
(Mitgeteilt vom Hausfrauenbund Darmſtadt.)
Montag, den 7. Dezember: Grünkernſuppe, Makkaroni mit
Tomatentunke.
Dienstag, den 8. Dezember: Tomatenſuppe (Reſte), Hackbraten
mit Rotkohl, Kartoffeln.
Mittwoch, den 9. Dezember: Zwiebelſuppe, Eierpfannkuchen
mit Feldſalat.
Donnerstag, den 10. Dezember: Gebr. Mehlſuppe,
Leber=
klöße mit Sauerkraut und Kartoffelſchnee.
Freitag, den 11. Dezember: Kartoffelſuppe (Reſte), grüne
Heringe, Kartoffeln, Salat.
Samstag, den 12. Dezember: Linſenſuppe mit Würſtchen. —
Obſt.
Sonntag, den 13. Dezember: Sellerieſuppek) Schweinebraten
mit Grünkohl, Kartoffeln. Kompott (Vorrat).
Gelbe Erbsſuppe (3—4 Perſonen). Dreiviertel Pfund
am Abend zuvor eingequollene Erbſen, ſetze man mit friſchem
oder trockenem Suppengrün zum Kochen auf. Völlig weich durch
ein Sieb geſtrichen, fülle man die Suppe mit ſoviel Kochbrühe von
gevökelter Schweinsſchnauze oder ohr auf, daß ſie dickſämig wird.
Mit Salz, etwas Pfeffer und Majoran abgeſchmeckt, füge man das
feinſtreifig geſchnittene Fleiſch ſowie in Butter gebratene
Semmel=
bröckchen dazu.
Feine Kartoffelſuppe mit Kochwurſt. 1—1½
Pfund geſchälte Kartoffeln, weichgekocht, ſtreiche man durch ein
Sieb, verdünne die Suppe evtl. noch mit heißem Waſſer, füge
reich=
lich gebratenen Speck und Zwiebel bei und ſchmecke die Suppe mit
gewiegter Peterſilie, Selleriegrün. Majoran oder auch mit Eſſig
und Zucker ſüßſauer ab. Die Kochwurſt erhitze man gleich in der
Suppe.
Bunte Kartoffelſuppe. Bei dieſer Suppe verfahre
man wie üblich, nur koche man mit den kleingeſchnittenen
Kartof=
feln reichlich ½ Pfund würfliggeſchnittenes, in Fett angedünſtetes,
friſches Wurzelwerk mit, verwende zum Auffüllen Knochen= oder
Fleiſchbrühe und würze die Suppe nur mit Salz und wenig
Pfeffer.
Wärmende Suppen für die kalte Jahreszeit.
Zu keiner Zeit werden wohl die Suppen mehr geſchätzt, als
wäh=
rend der Wintermonate, in denen ſie teils als wärmende „
Vor=
ſpeiſe” bei der Mittagsmahlzeit, teils als ſelbſtändige
Abendmahl=
zeit, mit irgendeiner Fleiſchbeilage: wie Erbsſuppe mit
Schweins=
ohr oder =ſchnauze, Kartoffelſuppe mit Brüh= oder Kochwurſt, weiße
Bohnenſuppe mit gekochtem Schwarzfleiſch, ſtets Anerkennung und
Zuſpruch finden.
Linoleum=Fußbodenbelag auf „Neu” zu
rei=
nigen. Durch jahrelangen Gebrauch wird trotz regelmäßigem
Wachſen das Linoleum ſchmutzig. Da es nun bei Waſſerbehandlung,
alſo Scheuern mit Seifenwaſſer und Bürſte, ſehr leicht wellig wird
und „Blaſen” wirft, ſo iſt eine Reinigung mit „flüchtigen”
Flüſſig=
keiten zu empfehlen. Die bekannte Wirkung von Terpentin wird
noch gehoben und verſtärkt, wenn man es zu gleichen Teilen mit
Breunſpiritus miſcht und dann am beſten mit wollener Socke
ſtrich=
weiſe in kreisrunder Bewegung den Fußbodenbelag damit abreibt.
Selbſt veralteter Schmutz löſt ſich ſofort.
H.
Schach
2
Sfh
Nummer 444.
C. S. Kipping in Wednesbury.
(1. und 2. Preis geteilt, The Problemiſt, 1930.)
a b d g
Weiß zieht und ſetzt in zwei Zügen matt.
Prüfſtellung: Kf8 Tcl, d6 Lc3, 15 Sc7, f6 Ba2, a3, b4, d2, 62; Ke4 Df1 Tc6,
b3 Lg1. g8 5a7, g5 Bb5, 43, 86, h77 24.
Aufgabe 644.
G. Heathcote in Kingswear.
(Cheß Amateur, November 1921.)
Beiß: Ka8 Dh6 Tg4 8d2. e7 Be5 (61=
Schwarz: Kes Tes Kbt g5 Be7 h7 (6).
Matt in drei Zügen.
A
Rätſel
Röſſelſprung.
*) Sellerieſuppe. Roh geſchälter Sellerie in Fett und
Zwiebeln dämpfen, Mehl dazu, noch etwas röſten, auffüllen, gut
durchkochen, durchſchlagen, mit Ei abrühren, abſchmecken.
Silbenrätſel.
Aus den Silben: a, ba, be, boldt, cel, cha, der, di, e—d
hi, hum, hum, i, im; ja, kab, kel, la, la, land, le, len ma.
na, na, ne, nek, nel, on, pan, pe, ra, rü run, ſi ſi, ſon, ſtan
ta, tar te, then, um, uſ. wal. wer, zi, ſind 19 Wörter zuc
deren Anfangs= und Endbuchſtaben, beide von oben nach ur
leſen einen Spruch ergeben.
Die Wörter bedeuten: 1 Feldherr des 30jährigen Kme
Land a. d. Oſtſee, 3 Feld= und Gartengewächs, 4 Götterr
Schweizer Getreidemaß, 6 Thermometerſkala, 7 Berühmter 5
ter und Staatsmann, 8 Wandbekleidung, 9 Bibl. Bere
tiſche Eidechſe, 11 Gebirge in Aſien, 12 Sportgerät, 13 Chon
ment, 14 Anlage zum Sammeln von Regenwaſſer, 15 Fl.13
Fiſchereifahrzeug 16 Prophet, 17 Jüdiſche Geheimlehre, 181
Hauptſtadt, 19 Berühmter britiſcher Admiral.
Auflöſungen der Rätſel aus Nr. 49.
Was mag das ſeins
vormachten, vorm Achten.
Magiſches Quadrat.
Aſiſi, ſieben, Sienne.
Nae
leial vi
Weht
Oum
Or.
Keine Entſchuldigung.
„Du kommſt heute wieder zu ſpät?!”
„Herr Lehrer, ich kann nichts dafür. Ich träuntu”
Schulze mir ſagte, heute wäre Sonntag.”
„So, alſo lügen und unpünktlich ſein, — beich
Stunde Arreſt.”
Bekanntſchaft. „Nun, wie war’s denn in der Ope
„Ach, ſehr nett. Es gab Lohengrin.” „Da haben Sie alſe
kanntſchaft von Wagner gemacht?” „Nee, das nicht grobe=
Frau. Er ſagte, er heiße Müller.”
Letzter Ausweg. Er wollte ſich durchaus nicht photographi:
ſen, aber eines Tages ging er plötzlich zum Photograbhel=
Bilder kamen, ſchrieb ſeine Frau entſetzt: „Aber, Arthuf. Du.
nur einent Fnof an Deinen Nias. Dder ſei daf 9ch 2us
endlich merkſt” meinte er befriedigt, deshab habe ich nich ich
graphieren laſſen.”
Riſiko. „Komm rein. Häuschen, und waſche dich. *I
Meiers zum Kaffee” „Weun ſie aber nicht kommen”
Beſchwerde. Sie wolen eine Beſchwerde vorbingend e
oefängnisdirektior den Sträfling. „Wo fehlt es demſt „S.
zu wenig Ausgänge, Herr Direktor.”
einerſei
Druck, Verlag u. Kliſches: 2. C. Wittichſche Hofbuchdruckerei, Rheinſtr. 3. — Verantwortl, für die Redaktion: Dr. H. Rette, Darmſtadt. Fernſpr. 1, 2389— 2392.— Alle Rechte vorbehalten. Nachde. 2.
[ ← ][ ][ → ]2
Satin
15 Mllet ial, mit dem man ſich in Modekreiſen im Augenblick
gehensſeſchäftigt, da dieſe Seide ziemlich lange Zeit hindurch
iſtompne m Vergeſſenheit geraten war und nun wieder viel
ſich ien macht.
Es Anucht zu beſtreiten, daß der Satin mit ſeinem feinen
ſimm g iſt e Mode iſt, die gerade jetzt am Platze wäre, weil
dieſella terial wie kaum ein anderes für die von den großen
Dlons Aſer bevorzugten „Gelegenheitskleider” eignet, die den
ſeil Abtim, einerſeits für größere nachmittägliche Beſuche,
vererſeu ſür kleine abendliche Veranſtaltungen, Theater, Kon=
Re uſp etangezogen werden zu können.
Allſhes birgt der Krepp=Satin inſofern eine Gefahr in
als /ie Seide angeſichts ihres Glanzes die Geſtalt ſehr
deut=
konskleik, ſo daß ſie eigentlich nur für ſehr ſchlanke, tadel=
* Gicſin verarbeitet werden dürfte, während unterſetzte Ge=
Wen Fellurtter keinen Umſtänden für ein Satin=Modell entſchei=
Fſollze,
Da AAjeue Mode, wie man weiß, das koloriſtiſche Moment
NoyesaMaße begünſtigt, ſetzen ſich die Satin=Seiden um ſo
ſgre durch, als gerade, angeſichts ihrer ſchimmernden
Wungge Farben beſonders ausdrucksvoll hervortreten.
Oas ticreſſante an der neuen Satinmode iſt die Tatſache,
Mar ieſſes Material für die allerverſchiedenſten Gelegen=
R yMuEeht, alſo — akademiſch geſprochen — daraus eben=
M euhite nes Laufkleidchen (das unter dem Pelz zu tragen
Uc een Beſuchsmodell oder die Abendaufmachung herzu=
Ven rhag. Die Unterſchiede ſind vor allen Dingen in der
leber Länge, in der Machart und ſchließlich auch in der
n9 deS arben zu ſuchen, da bekanntlich die Tagesmode haupt=
Rich kſtig=markante Töne hervorzuheben wünſcht, während
Werache Kleid ſich in zarten, hellen Farben am
vorteilhaf=
ſten pil Mäert.
Dein 4n neuen Schaffungen wird die ſchlanke Silhouette her=
Rehonk wobei aber gelegentlich die markanten Akzente des
we Dceſils (nämlich die vielen Biedermeier=Motive und
Lichhe noes Eugenie=Stils) zu vermerken ſind und ſich nicht
in Vermmer Art, aber immerhin in ſehr augenfälligen De=
S fel, ſlern laſſen.
Da Akhrndung mit den Satinſchaffungen muß den verſchie=
„S Psiheuten der Aufmachung erhöhte Aufmerkſamkeit ge=
ADen, da jedem glänzenden Effekt aus dem Wege ge=
Eigen Akden ſoll, weil zu den Satins erfahrungsgemäß nur
3 cun gen vorteilhaft ausſehen können. So wird man
bei=
iDe au, einem Satinkleide immer nur Sämiſchleder=, nie=
An Rarkſchuhe, und ebenſo einen Hut aus mattem Material
b Pgleichen für die Handtaſche unter keinen Umſtänden
PanzenAt 9der wählen.
Kurze Jacken zu kurzen Bluſen
Da das Satinmaterial an ſich ſehr dekorativ iſt, erſcheinen
Garnierungen aller Art durchaus erläßlich, um ſo mehr, als ja
die Effekte, die aus der Linie geholt werden, immer die edelſten
ſind.
Wir haben — um die neue Satinmode entſprechend zu
illu=
ſtrieren — aus einer Reihe ſchöner Schaffungen die beſten
her=
ausgegriffen und gleichzeitig auf alle Gelegenheiten der
Anwen=
dung dieſes Materials Rückſicht genommen.
Wie ſchick ſich ein im Trotteurſtil gehaltenes Satinmodell
ausnimmt, zeigt unſer erſtes Bild, das ſicherlich größten Beifall
finden wird, da die elegante Frau das „kleine Kleid” immer zu
ſchätzen weiß und dafür beſte Verwendung hat. Es ſieht unter
dem Pelzmantel ſchick aus, kann aber oft auch für den Nachmittag
getragen werden und iſt eine Aufmachung, die immer gefällt. Die
letzte Mode rückt die mantelartig=geſchnittenen Kleider wieder
ganz auffällig in den Vordergrund; dieſe Schaffungen wirken
aber keineswegs — wie man früher immer anzunehmen geneigt
war — „frauenhaft” und „alt”, ſondern ſehen ſogar, wenn ſie
ſchick gearbeitet ſind, ſehr jugendlich aus. Natürlich darf nicht
verabſäumt werden, am Ausſchnitt und an den Aermeln helle
Effekte anzubringen. Unſere Skizze zum Beiſpiel führt breite,
kurze Revers vor Augen, die ganz in der Art der Aufſchläge der
Fracks der Biedermeierzeit gehalten ſind; eine Knopfbahn in
Längsrichtung läßt die Geſtalt ſehr geſtreckt erſcheinen, und ein
ſchmaler Gürtel iſt für jede Figur von Vorteil. Daß zu ſolchen
Kleidern die einſeitig aufgebogenen „Knappenhüte” unbedingt
zu empfehlen ſind, iſt leicht erklärlich, weil ſie den Stil der
Auf=
machung abſolut zu wahren vermögen.
Sehr wirkungsvoll ſind die Satinkleider, die man heuer für
den Nachmittag trägt; ſie ſtellen ſich vielfach als ärmelloſe
Mo=
delle dar (um ſie — wenn es nottut — auch für den Abend
ver=
wenden zu können), die aber mit einem Jäckchen kombiniert
wer=
den, bei dem das Hauptgewicht auf die Wirkung der Aermel
ge=
legt wird, die in den meiſten Fällen die aparte, bauſchige Form
haben, die heuer mit größtem Intereſſe verfolgt wird. Dieſe
Jäckchen ſind meiſt verſchlußlos und werden in der Mitte einfach
verknotet. Die Rockpartie des ärmelloſen Kleides, das — wie
ſchon früher angedeutet wurde — unter dem Jäckchen getragen
wird, bringt eingeſetzte Sonnenpliſſé=Keile, die graziös und
gegenüber den Glockenbahnen, die in letzter Zeit ganz entſchieden
überhand nahmen, ſehr neuartig ſind. (Figur 2.)
Die großen Abendkleider aus Satin, Phosphora, Atlas und
allen anderen Glanzgeweben, die man heuer in den führenden
Modeſalons verarbeitet, haben die edle, faſt „klaſſiſch” zu
nen=
nende Silhouette, deren Strenge aber durch die Anbringung
wir=
kungsvoller Maſcheneffekte in der Rückenbahn auf richtige Art
gemildert wird. Solche Modelle ſind für ſchlanke, hohe Geſtalten
ußergewöhnlich vorteilhaft und nehmen ſich ſowohl in
Paſtell=
tönen, als auch in den markanten Modefarben der Saiſon (
per=
ſiſchrot, kardinallila, königsblau) vortrefflich aus. (Letztes Bild.)
ne Ueſter ſportlicher Stil und ſind von der eleganten
Im menden Mode auserkoren.
9 hat dieſe neue Linie ihre volle Berechtigung darin,
Le2 Plhnkchen jede Bewegungsfreiheit geſtatten und außer=
Vrteil haben, ungemein jugendlich zu ſein, was ja
für eine Mode ausſchlaggebend iſt.
man Rock und Jacke aus einem in ſich gemuſterten
Intellt, werden die Bluſen aus einem waſchbaren Ge=
webe gearbeitet, und zwar vornehmlich aus gutem Flanell, der
warm hält und ſich leicht reinigen läßt.
Die Mehrzahl dieſer Modelle bringt eine reitkrawattenartige
Kragenpartie in Form eines vorne geknoteten Streifens, der bei
der Bluſe aus gleichem Flanell, bei der Jacke aus Fell iſt.
Die Knopfbahn in der vorderen Mitte ſieht ſportlich=flott aus
und wird zweifellos viele Anhängerinnen gewinnen, um ſo mehr,
als der ſchmale Ledergürtel — den man nach wie vor ſehr zu
ſchätzen weiß — im Modebilde erhalten geblieben iſt.
Halbhandſchuhe.
ganz wie ſie unſere Großmütter trugen, ſind nun alſo doch, wie
man vermutet hatte, Mode geworden! Die einſchlägigen Ateliers
befaßten ſich zwar ſchon einige Zeit mit dem Gedanken, auch
dieſes Alt=Wiener Modedetail zu bringen, doch fehlte offenbar vor=
erſt die notwendige Ueberzeugungskraft, um das Publikum für
dieſe Idee zu gewinnen.
Als aber die abendlichen Kleider deutlich die Silhouette der
Mode des vergangenen Jahrhunderts annahmen, wurde ein
Wie=
derkommen der Halbhandſchuhe faſt zur Selbſtverſtändlichkeit.
Man erkennt ſofort, daß man es hier mit einem Modedetail
zu tun hat, das ſicherlich dank ſeiner beſonderen Anmut alle
Aus=
ſicht auf einen unbeſtrittenen Erfolg hat.
W. Ungar.
Holzplaſtiken
Iler Art konnten gerade in letzter Zeit gelegentlich der vielen
kunſtgewerblichen Ausſtellungen vielfach beobachtet werden und
dürften über kurz oder lang zur großen Mode geworden ſein,
denn man fürchtet, daß die vielen keramiſchen Stücke einem Raume
letzten Endes ein zu „beſtimmtes” Gepräge geben könnten, ſo
daß eine Abwechſlung, die ſchon durch das zur Verwendung
ge=
langende Material gegeben iſt, ſicherlich willkommen erſcheint.
Es iſt nur ſelbſtverſtändlich, daß man bei dieſen Arbeiten
gerne die „primitive Note” betont, ſo daß hier originelle Ideen in
reizvoller, ganz ungewöhnlicher Wiedergabe an der
Tagesord=
nung ſind. Zu den allerneueſten Entwürfen zählen die
verſchie=
denen, primitiv=behandelten, aus lackierten Holzkugeln
zuſammen=
geſetzten „Sportfiguren” (Boxer, Ringer, Diskuswerfer, Läufer
uſw.), die in Schwarz oder in einer grellen Farbe gehalten ſind
und unſtreitig jedem Raume eine markante Note und einen
originellen Farbfleck geben, der mit aller Berechtigung
ungeteil=
ten Beifall findet. (Skizze.)
Willy Ungar.
Auch die Garderobe des Kindes iſt ſtiliſiert. . .
und gerade hier zeigt es ſich ganz deutlich, wie entzückend die neueſten
Tendenzen der Mode ſind, denn die Kleinen ſehen in dieſer
Auf=
machung aus, als ob ſie einem Alt=Wiener Bilde entſtiegen wären.
Natürlich iſt dieſe Moderichtung niemals auf die
Strapaz=
garderobe, ſondern nur für die Beſuchskleidung anwendbar, da
das Kind ſich in einer Alltagskleidung dieſer Art ſehr gehemmt
fühlen würde, während es für „formelle‟ Zwecke über eine ſolche
Garderobe entzückt ſein wird. Ein ganz allerliebſtes
Gratulanten=
paar iſt in unſerem Bilde zu ſehen, und zwar „Mädi” in einem
ſtiliſierten „Hängerkleidchen” mit Rüſcheneffekten und „Bubi” in
einem ſogenannten „Alt=Wiener Anzug” mit langer Hoſe, heller
Weſte, reizendem Hemdchen und einem Oberteil, der mit ſeinen
Seidenaufſchlägen wie ein Miniatur=Frack wirkt.
Seite 24 — Nr. 338
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(s. Dezember 1931
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 338 — Seite 25
ATOMNNIZ
(Nachdruck
te gehofft, ihn verändert wiederzuſehen. In den
wiar:, als die Zeitungen von ſeinem Unglück berichteten,
ue Hoffnung zur Gewißheit geworden. Ein Mann,
erlitten, konnte nicht unverändert geblieben ſein.
ſimnd gegen ihn mit Anſchuldigung und Drohungen,
heuf nach dem rächenden Arm der Gerechtigkeit.
Dag=
iwen Verdacht als Lüge bezeichnet; ſie wollte den
9underttauſende zum Verbrecher ſtempelten, mit der
iebe, mit ihrem Glauben verteidigen, ihm tröſtend
eſen in dem bevorſtehenden Kampf. Und nun dieſer
zrirſt Dich wie immer zur Ruhe begeben . . .‟ Nein,
a nicht von ihr fordern! Sie hatte ein Recht auf
art der Liebe. Sollte er auch aufbrauſen, ihren
Un=
i, einem Blick aus ſeinen kalten Augen beſtrafen —
uhn erwarten, hier in dem Zimmer, in welchem ſie
lang Abend für Abend auf ihn gewartet hatte.
auf dem Kamin ſchlug drei Viertel zehn. Dagmar
Scheite ins Feuer, löſchte das Licht und trat ans
nen Augenblick zögerte ſie, dann riß und rüttelte ſie
ſuifren Riegeln.
brerhtluft ſchlug ihr entgegen. Sie achtete es nicht.
ven blitzenden Sternenhimmel über den dunkeln
Eartens, horchte geſpannt in die ſchweigende Nacht
z her erwachte leiſes Schellengeklingel. Das war er,
bud pünktlich auf die Minute, auch wenn er vom
mehrte. Pünktlich, nicht mehr.
ferm Lächeln ſchloß ſie das Fenſter und kauerte ſich
deeſeſſel neben dem Kamin. Hier trat er wohl zuerſt
ue ſeinen raſchen Schritt, den Griff nach dem
Schal=
uir der unbarmherzigen Helle würde er den Hut vom
ſ ſie erblicken ..
tz ſchlug, als ſollte ſie auf ſchwerer Schuld ertappt
ſs würde er ſagen, wenn er ſie hier erblickte? Wie
begrüßen? Nach zwei langen Jahren, verfolgt von
Eerdacht. Stieg er nicht wie ein Toter aus dem
Alntenſchellen erklangen dicht unter den Fenſtern.
ſſang auf, als wollte ſie im letzten Augenblick
ent=
ber wieder in den Seſſel zurück und bedeckte die
ir Hand.
ſt” ſeinen Schritt, den Griff nach der Klinke. Ihr
Da knipſte der Schalter. Es flammte vor ihren
lädern, ſie drückte die Hand feſter auf die Augen —
ürmme klang ſcharf, mißbilligend.
Roman
von FRIIZ WEBER
verboten.)
Sie ſagte es leiſe, ſie flüſterte wie ein erſchrockenes Kind,
ihre Lippen verſagten. Langſam öffnete ſie die Augen, ſah ihn
vor ſich, den Hut in der Hand; zwiſchen den Spitzen des
Mantel=
kragens ein ſchmales Geſicht, zwei tiefliegende graue Augen, die
ſie unbewegt anſtarrten.
„Du biſt nicht — in deinem Zimmer?”
Mit einem Aufſchrei warf ſie ſich an ſeine Bruft.
„Nein, du, ich konnte nicht! Ich mußte dich ſehen!“
„So. — Und jetzt erſcheint vielleicht das Geſinde, um den
heimgekehrten Herrn zu begrüßen? Das fehlte noch.”
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(17582
„Niemand weiß es, Holger. Aber ich — ſiehſt du, ich ertrug
es einfach nicht.”
„Dann geſtatte wenigſtens, daß ich ablege.” Mit ruhigen
Händen wehrte er ſie ab, warf Hut und Mantel auf einen Seſſel
und wärmte ſich am Kamin.
Dagmar ſtand eine Weile neben ihm, ſah ſein Haar, das
früh ergraut war, ſah von der Seite her ſein bartloſes, hartes
Geſicht. Was alles mußte er gelitten haben! Und da ſtand er
nun, unbeugſam, unberührt von Leid und Liebe und ſtarrte in
die Glut. Mit behutſamen Schritten trat ſie an den Teetiſch,
ſteckte den Kontakt der Maſchine an.
Das Zucken des Lichtes ließ ihn aufſchrecken. „Laß das”,
ſagte er, ſich umwendend. „Ich bin nicht heimgekehrt, bin
ſozu=
ſagen noch unterwegs, begreife doch. Ich habe Eile. Morgen
mittag
„Holger!”
„Das verſtehſt du nicht, und ich werde mich auch nicht
be=
mühen, es dir begreiflich zu machen. Ich hoffe, daß es dir gut
geht, daß Skultuna in beſter Ordnung iſt. Wenn ſie nicht auf.
meine Vorſchläge eingehen, muß ich ja wieder auf der Klitſche
leben. Das heißt, o nein, ſo raſch iſt ein Helland nicht
umzu=
bringen! So raſch nicht!“
Er lachte kurz auf und ſchüttelte verneinend die Hand.
„Da .. . Aber nein! — Wir könnten doch den Tee trinken und
eine Viertelſtunde lang plaudern, da du mich ſchon erwartet haſt.
Willſt du?‟
Dagmar ſtrahlte. Er war ein großes Kind, er hatte ſeine
fixen Ideen, aber auf dem Grund ſeines Weſens lag doch Güte.
„Du haſt viel gelitten, Holger”, ſagte ſie leiſe, während ihre
Hand einen Löffel umklammerte, um ihrer ſelbſt Herr zu bleiben.
„Flauſen, Dagmar! Jeder Keſſelheizer leidet mehr. — Hat
Nuorti meine Koffer unverſehrt hergebracht?”
„Sie ſtehen in deinem Arbeitszimmer.”
„Schön. — Alſe das mit dem Leiden klingt ſtark nach
Zei=
tungsbericht 1
„Holger! Ich
„Laß nur bitte! Die Menſchen fallen alle drauf hinein, das
iſt nun nicht zu vermeiden. Leiden, litten, ausgelitten . . . Du
haſt wohl den Kohl geleſen, den ſie da über mich
zuſammen=
ſchmierten?”
„Ja, Holger, ich habe alles geleſen. Aber ich glaubte es
nicht, ich kann es nicht glauben, es iſt Lüge, niederträchtige
Verleumdung!“
Ueber Holgers Geſicht ging ein Lächeln. „So einfach iſt das
nicht, Liebſte. Verleumdung? Die Kerle ſind tatſächlich
drauf=
gegangen, aber ich bin ſchuldlos daran. Hab’s ſchwarz auf weiß.
Typhus, beſtätigt vom Regierungsarzt in Hobart, Doktor
Shop=
with!” ſagte er ruhig. „Sie ſollen mich nur vor Gericht ſtellen!
Das heißt, augenblicklich habe ich keine Zeit, mich mit ſolchen
Firlefanz abzugeben, und in drei Wochen wird es niemand mehr
wagen. So ſteht die Sache.”
„Ich zweifle nicht daran Holger.”
Helland ſprang auf, wühlte in den Taſchen ſeines Mantels
und warf ein Paket Zeitungen, Briefe und Depeſchen auf den
Tiſch.
„Da, ſieh dir die albernen Spießer an!” rief Holger Helland
lachend zu Dagmar und blätterte in einer Nummer der „Dagens
Nyheter” „Ingenieur Helland, der Mörder der Fünfunddreißig!
Die Beſatzung der „Svea” einem unfähigen Scharlatan zum
Opfer gefallen! Holger Helland kehrt heim. Er hat ſich als
ein=
ziger in Sicherheit gebracht! Die Wahrheit über die „Svea”=
Expedition! Ein Verbrechen in der Antarktis! — Und das willſt
du als pure Verleumdung bezeichnen?”
„Ja, das will ich.”
„Dann biſt du eine Närrin, Dagmar Svenborg, eine Närrin
genau ſo wie die Leute, die dergleichen Nebenſächlichkeiten
breit=
treten."
(Fortſetzung folgt.)
Oleum: Straguls
Teppiche in größter Huswahl
zu ſtark
berab=
undkaufer geſetzten Preiſen
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öſſch.* Herrn, Kfm. o in gt.
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r.c wgl., Briefwechſel zw. ſp.
Sie
. Aullts), mit /Heirat. Nur ernſtg.
N8 I w. Anon. u. Verm. un=
OBl. keuim ſern., erwünſcht. Zuſchr m.
Ung /Bild u. F 193 Gſt.
Runen
agen, Au
biannüitzt” Heitlrt
„„dr. u.
Eieirung
n. zw
u.
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Enzak=
di- u.
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rmög.
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