Ginzelnummer 10 Pfennige
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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
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Mamaligem Erſcheinen vom 1. Dezember
dr 2.48 Reſchemart und 22 Pfennig
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„Beſtellgeld monatlſch 2.75 Reichömart.
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m igen wird nicht übernommen.
Nicht=
n rihmr Nummern infolge höherer Gewalt
7n Bezſeher nſcht zur Kürzung des
zepreft Beſtellungen und Abbeſiellungen durch
F o mnVerbindlichkelt fär uns. Poſiſchecronto
Franfurt a. M. 4301.
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illnſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesfpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nochrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſtattet
Nummer 337
Samstag, den 5. Oezember 1931.
194. Jahrgang
27 mm brelie Zelie im Kreiſe Darmſtadt 25 Reichepis
Finanz=Anzelgen 40 Reichspfg. Rellamezeile (92 mm
breit) 2 Reichsmark. Anzeigen von auswärte 40 Reichspfg.
Finanz=Alnzeigen 60 Reichspig. 92 mm breite Rellame
zelle 3.00 Reichsmarf. Alle Preiſe in Reichsmark
ſt Doſſar — 430 Markt. — Im Falle heherer
Gewalt, wie Krieg, Aufruhr, Strelk uſw., erliſcht
ſede Verpflichtung auf Erfüllung der
Anzeigen=
aufträge und Leiſtiung von Schadenerſatz. Bei
Konfurs oder gerichtlicher Beltreibung jäll jeder
Rabatt weg. Pantlonto Deutſche Bani und Darme
ſädter und Nationalban:.
Gelgnächis"Tatgitieben für die Bunit.
ſe neue Nokverordnung für die Länder. — Plakalpropaganda und ſämkliche politiſchen
Ver=
ſammlungen und Umzüge ſollen während der Weihnachtswochen verboken werden.
Die Kommnniſten planen große Akkion gegen das Weihnachtsfeft.
Bevorſtehende Senkung der Fleiſchpreiſe.
iolitiſche Weihnachtsſerien.
Im Reichsernährungsminiſterium finden zurzeit Verhand=
Bſüunſerer Berliner Schriftleitung.
lungen mit den beteiligten Fachkreiſen ſtatt, die auf eine Senkung
Zuſahmen mit der Notverordnung will die Reichsregierung der Fleiſchpreiſe abzielen. Vor allem iſt die verbilligte Abgabe
von Fleiſch an Erwerbsloſe und Unterſtützungsempfänger in
Aus=
ch inek ſolitiſchen Weihnachtsfrieden erzwingen, der vom 20.
estenf
ſicht genommen. Für dieſen Zweck iſt von Reichs wegen eine
umien hs anfangs Januar dauern ſoll, wahrſcheinlich durch
Summe von 15 Mill. RM. bereitgeſtellt. Bei der Aktion ſollen
ſzebzſſndere Verordnung, die allen Länder= jedoch auch gewiſſe Opfer von dem Fleiſchgroß= und =kleinhandel
esten
zierwigen aufträgt, während der
Weihnachts=
ſchen)ſämtliche politiſchen Verſammlungen
ſuihüge, auch die Plakatpropaganda, zu
„biefeſ ſo daß die politiſche Auseinanderſetzung während
O
ſer Tauplediglich auf die Preſſe beſchränkt wäre. Den äuße=
„/Anlatz u dieſer Maßregel bieten die Drohungen der
mmuyſten, daß ſie gegen das Weihnachtsfeſt
e gwiot Aktion in die Wege leiten würden, und die
ſichtuag daß daraus wieder Blutvergießen entſtehen könnte.
Gedarzu dieſer Weihnachtsferien iſt ſehr warm zu begrüßen,
num veil er den Weihnachtsfrieden ſicherſtellt, ſondern
ber au den fanatiſchen Parteipolitikern Gelegenheit zur
ſehr 19 zur Selbſtbeſinnung gibt. Die Regierung wird
blb au ruhig den Vorwurf ertragen können, der ihr von
hler Ate ſicher nicht erſpart werden wird, daß ſie dieſen
4Sfrjeden dekretiere, um die Aktion
Zübeborſtehende Notberordnung
lahm=
gen ſund dadurch die Gefahr einer
innen=
itifſhn Krife zu vermindern. In innerem
Zu=
benhafzy damit ſtehen
dere Pläne der Reichsregierung.
ſuf eim neue Entwaffnungsaktion hinauslaufen
oiß die Ae Begriff der Staatsverleumdung zu einem
Aafdilkt ſtempeln wollen, um auch von dieſer Seite her
fadikaue Verhetzung entgegenzutreten. Sie werden
vermut=
in did große” Notverordnung aufgenommen, die immer
ſngreiute wird und vorausſichtlich die Dicke eines
ausge=
ſſenen eſetzes erhalten wird.
Das ſichskabinett hat auch am Freitag wieder darüber
„Pauerſa tngen beraten und der Kanzler hofft immer noch,
zum Imstag abend fertig zu werden, ſo daß die Ver=
Entl tung am Montag erfolgen kann. Die einzelnen
Mmurz; ſind noch nicht reſtlos aufeinander abgeſtimmt.
Bezielllgen zwiſchen Preisabbau und Lohn= und
ubaltühnkung auf der anderen Seite ſollen neuerdings
egeſt yden, daß beide nahezu gleichzeitig erfolgen.
de Gehaltskürzung der Beamken
ſoll geſtaffelt werden.
ße Uhen noch nicht feſt. Die Auflockerung der Löhne
Hehäut in der Privatwirtſchaft iſt in der Form gedacht,
e 4Xkung des Nominallohnes und die Erhaltung des
Reikonanns vorgenommen wird, wobei der Abbau nach
beſtemnten Schlüſſel, der für die einzelnen Branchen
P Feſtillung eines Stichtages beſonders errechnet werden
Dor ſi Yzeht. Die Verträge, die nicht an Tarife gebunden
Neibeky avon unberührt. Für ſie gelten aber weiterhin die
Mum g der früheren Notverordnung. Bei der
Preisſenkung
uute lieden zwiſchen den Betrieben der öffeutlichen
undAm Betrieben der freien Wirtſchaft. Bei der
öffent=
banlhſer den beſtimmte Maßnahmen auf Grund von Ver=
Düngenn nir den Zentralſtellen, die ſchon ziemlich weit ge=
Nei ſindyerordnet werden. Die Poſt ſoll, wie man hört ihre
Sen / Führen um 120 Millionen ſenken. Bei der freien
Roaſt IIft die Regierung durch die Herabſetzung der Preiſe
VeNera nd Eiſen eine allgemeine Preisſenkung erwirken
Jwenkunen Entwicklung dann von dem
Preisſenkungs=
ar 13beeinfluſſen wäre, wobei aber in Rechnung geſtellt
2uß AIſe Senkung eine gewiſſe Anlaufsfriſt in Anſpruch
. Drße denken im Kabinett gegen die Wiedereinführung
Jgpitoltragsſteuer und die Erhöhung der Umſatzſteuer,
Lich A4Areisſenkung ſtark beeinträchtigt werden kännte,
DD 5Aüberwunden, aber das Geldbedürfnis iſt ſo drin=
Daß 4n ſich wahrſcheinlich doch auf dieſe Steuern gefaßt
hen mutz
GRührenſenkung bei der Reichspofk?
De mMrjahren, rechnet man in Kreiſen der Reichspoſt da=
D 1hkommende Kürzung der Beamtengehälter bei der
iepoit Ae Erſparnis von 12 Mill. RM. bringen wird.
A Ushoſtminiſterium iſt nun ein Plan ausgearbeitet
SJ n0 cem dieſe Summe zur Gebührenſenkung ver=
t wenich Iol, wen der Reichsfinanzminiſter bereit ſein ſollte,
Werdknde für die Haushaltsdeckung zu beanſpruchen. Der
Sentz2 Verminderung der Tarife für Porto,
rochen= und Tekephonweſen und für den
Uopr. Ob dieſe Abſicht durchgeführt werden kann,
aber der Entſcheidung des Reichskabinetts. In
SDie Kreiſen ſieht man die Ausſichten ziemlich ſkeptiſch
herchsfinanzminiſter alle verfügbaren Mittel zur
Stats heranziehen muß.
getragen werden.
Ueber dieſe Sonderaktion hinaus wird eine allgemeine
Sen=
kung der Fleiſchpreiſe erſtrebt durch Abbau aller Unkoſten und
Laſten, die für die Preisſpanne zwiſchen Stall und Laden
verant=
wortlich ſind. Die Beſprechungen ſind bereits ſoweit gediehen, daß
mit der Inkraftſetzung der niedrigeren Preiſe am 15. Dezember
gerechnet werden kann.
Konkrolle des privgken Waffenbeſikes.
Berlin, 4. Dezember.
In den letzten Tagen werden von der Preſſe in ihren
Kom=
binationen über die bevorſtehende Notverordnung auch
Behaup=
tungen über eine Waffenotverordnung laut, die eine Kontrolle des
in privaten Händen befindlichen Waffenbeſitzes durchführen ſoll.
Aus dem Reichsinnenminiſterium erfahren wir dazu, daß
beab=
ſichtigt iſt, den Ländern eine Ermächtigung zu erteilen, eine
Kon=
trolle des pripaten Waffenbeſitzes durchzuführen.
Die vorzeilige Reichskagseinberufung
abgelehnf.
Die Mehrheit der Barkeien will zunächſt den Erlaß
der neuen Nolverordnung abwarken.
* Berlin, 4. Dezember. (Priv.=Tel.)
Die Sozialdemokraten haben nicht ohne Schwierigkeiten die
von ihnen in Ausſicht genommene Beſprechung mit dem Kanzler
erzwungen. Viel erreicht haben ſie damit nicht. Sie haben noch
einmal ihre Forderungen aufgeſtellt, und der Kanzler hat ihnen
vorläufig noch nichts ſagen können, weil über die Geſtaltung der
Notverordnungen in ihren Einzelheiten noch nichts endgültiges
feſtſtehe. Immerhin, die Konzeſſion hat er ihnen gemacht, daß er
ſie noch vor der Sitzung des Aelteſtenrates empfing, der über die
Einberufung des Reichstages entſcheiden ſollte. Er hat damit auch
erreicht, daß die Mehrheit der Parteien zunächſt den
Erlaß der neuen Notverordnung abwarten will.
Nationalſozialiſten. Deutſchnationale,
Kom=
muniſten und Volkspartei waren für die
ſofor=
tige Einberufung, Wirtſchaftspartei und
Land=
volkenthielten ſichder Stimme, die übrigen
Par=
teien einſchließlich der Sozialdemokraten waren
dagegen. Die Mehrheit der Regierung iſt alſo ſehr dünn
ge=
worden. Es iſt auch nicht anzunehmen, daß die Meinungen des
Staatsſekretärs der Reichskanzlei beſonderen Eindruck machten,
der den Standpunkt vertrat, die Vorausſetzungen, unter denen der
Reichstag ſich im Oktober vertagt habe, ſeien noch nicht verändert.
Er wies außerdem auf die außenpolitiſchen Bedenken hin. Für
die Parteien war jedoch ausſchlaggebend, daß die Notverordnung
noch ausſteht. Wirtſchaftspartei und Landvolk, deren
Stimm=
enthaltung die Entſcheidung gab, haben das offen ausgeſprochen.
Für die Sozialdemokraten iſt das wohl eine ſtillſchweigende
Vor=
ausſetzung geweſen, wobei ſie immer noch hoffen, daß der vor und
hinter den Kuliſſen auf die Regierung ausgeübte Druck ſtark
genug ſein wird, um Beſtimmtes aus der Notverordnung
auszu=
merzen, deſſen Einflechtung in die Notverordnung ihre weitere
Stellung a la suite der Regierung unmöglich machen würde. Dafür
ſollen die Querverbindungen unter den Gewerkſchaften benutzt
werden. Die Gewerkſchaften aller Richtungen und die
Beamten=
verbände beabſichtigen eine gemeinſame Kundgebung, die, wenn
das auch nicht offen ausgeſprochen wird, den letzten Verſuch
darſtellt, die Regierung zu beeinfluſſen und zu
ver=
hindern, daß die Brücke zur Sozialdemokratie
abgebrochen wird.
Forderungen der Spihengewerkſchaften.
Berlin, 4. Dezember.
In einer Beſprechung der Spitzengewerkſchaften aller
Rich=
tungen einſchließlich der Beamtenbünde wurde übereinſtimmend
als das dringendſte Gebot der Stunde bezeichnet,
Arbeit zu beſchaffen und die Arbeitsloſen wieder in den
Ar=
beitsprozeß einzuſtellen. Es wurde weiter gefordert, daß
die Kaufkraft der Volksmaſſen geſchützt und der
ſoziale Schutz der Arbeitnehmerſchaft
aufrecht=
erhalten werde. Die Beſprechung befußte ſich eingehend mit
dem innerdeutſchen Bruderkrieg. Außerdem ſtand der bevorſtehende
Zuſammentritt des Sonderausſchuſſes zur Begutachtung der
wirt=
ſchaftlichen Lage Deutſchlands in Baſel zur Sprache. Es wurde
he=
ſchloſſen, ſich mit einer gemeinſamen Verlautbarung an die
Oef=
fentlichkeit zu wenden.
Schukzölle! And was weiter?
Von unſerem (D=Korreſpondenten.
London, 3. Dezember.
Wer heute nach einer Abweſenheit von nur wenigen Wochen
nach England zurückkehrt, der findet dort ein völlig verändertes
Bild vor. Vor drei Wochen war England noch ein
freihänd=
leriſches Land. Heute kann davon kaum mehr die Rede ſein.
Auf einen großen Teil der importierten Fertigwaren ſind
Wert=
zölle von 50 Prozent eingeführt, mit nicht minder hohen Zöllen
eine Reihe von Agrarprodukten belegt worden. Für Weizen iſt
eine beſondere Einfuhrquote in Ausſicht geſtellt. Und es ſteht
zu befürchten, daß all dieſes nur als eine erſte Anzahlung auf
ein noch viel umfangreicheres ſchutzzöllneriſches Programm zu
betrachten iſt. Der Freihandel iſt tot und begraben. Mit
die=
ſem alten, bisher heilig gehaltenen Prinzip hat das neue
britiſche Parlament faſt über Nacht aufgeräumt. Es hat
Eng=
land auf eine völlig neue wirtſchaftliche Bahn
geſtoßen. Alles innerhalb von nur drei Wochen! Und die
Ge=
ſchwindigkeit, mit der weiter „gehandelt” wird, iſt ſo groß und
unbekümmert, daß ſie ſelbſt viele von jenen Patrioten, die am
27. Oktober zum Siege der nationalen Sache beigetragen haben,
ſchon mit ernſter Beſorgnis zu erfüllen beginnt.
Die von Mr. Walter Runciman eingeführten Induſtrie=
Zölle waren der erſte entſcheidende Sieg der Protektioniſten.
Auf Grund dieſer Maßnahme (des „Abnormal Importation
Act”) ſind nicht weniger als 34 Artikel der
Fertigwaren=
induſtrie von Zöllen zu 50 Prozent des Wertes betroffen
wor=
den. Auf der erſten Liſte ſtehen: Wollwaren, Seide,
Porzellan=
geſchirr, Glaswaren, Packpapier, Lederwaren, Handſchuhe,
kos=
metiſche Artikel uſw., auf der zweiten Liſte: Wollgarn, Flaſchen,
verarbeitete Jute, Leinwaren uſw. Die Einfuhr all dieſer Artikel
iſt, nach Anſicht der Schutzzöllner, während der letzten Monate
„unnormal” geweſen. Der Wert der Fertigwaren, die von den
neuen Zöllen betroffen werden, belief ſich im Jahre 1930 auf
etwa 800 Millionen Mark. Es handelt ſich alſo um etwa 14
Prozent der geſamten britiſchen Wareneinfuhr. Die
protektio=
niſtiſchen Diehards ſind trotzdem mit dieſem ihrem erſten Erfolg
in keiner Weiſe zufrieden. Sie verlangen eine weitere
Ausdeh=
nung der Schutzzölle, vor allem auf Stahl= und Eiſen=Waren.
Auf der anderen Seite melden ſich aber auch in England
war=
nende Stimmen. „Durch die Einführung der neuen
Induſtrie=
zölle”, ſchreibt der „Economiſt”, das maßgebende Wirtſchaftsblatt
Englands, „hat Mr. Runciman mit einem Federſtrich die größte
Störung im britiſchen Handel hervorgerufen, die England ſeit
dem Weltkriege je gekannt hat.” Mr. Runciman hat ſich
vom Geſpenſt der Dumpingeinfuhr ſchrecken laſſen, ohne zuvor
den Begriff „Dumping” genauer definieren zu laſſen, und ſeine
Dumpingzölle ſind im Grunde ausgeſprochene Schutzzölle. Er
hat es allerdings nach Möglichkeit vermieden, mit den neuen
Zöllen Warengattungen zu treffen, die evtl. gewiſſen Zweigen
der britiſchen Induſtrie als Rohmaterial dienen könnten. Er hat
hierdurch das angerichtete Unheil ſo weit wie möglich lokaliſiert.
Doch von ſeiten der Importeure wird mit Recht darauf
hinge=
wieſen, daß ſich unter den von den Runciman=Zöllen betroffenen
Waren zahlreiche Artikel befinden, die unter Umſtänden ſehr
wohl als Rohſtoffe betrachtet werden könnten und daß die
Her=
ſtellung einer ganzen Reihe von britiſchen Waren ſich nun
ge=
wiß teurer geſtalten wird.
Indeſſen, während Mr. Runcimans Induſtriezölle noch mit
einiger Plauſibilität als eine Schutzmaßnahme gegen „unnormale
Einfuhr” gerechtfertigt werden könnten, beſteht bei den vorige
Woche von Sir John Gilmour eingeführten
Landwirt=
ſchaftszöllen nicht der geringſte Zweifel mehr darüber,
daß es ſich hier um eine ausgeſprochene Zuwendung zum
Pro=
tektionismus handelt. Von den Agrarzöllen werden neue
Kar=
toffeln, Gurken, Tomaten, Spargel, Erbſen uſw. betroffen, alles
Produkte, deren Einfuhr ſich kaum als „unnormal” oder als
„Dumping” bezeichnen läßt. Die Annahme dieſer Bill iſt für
England ein überaus bemerkenswertes Ereignis.
Lebensmittel=
zölle galten in England bisher als völlig undenkbar. So
man=
cher Parteiführer iſt in der Vergangenheit in dieſer
Angelegen=
heit empfindlich geſtrauchelt. Vollends hätte es früher keine
Regierung gewagt, eine Maßnahme vorzuſchlagen, die das Brot
verteuert hätte. Nun iſt beides zur Tatſache geworden. Das
engliſche Tabu auf Lebensmittelzölle iſt gebrochen! Die vom
Landwirtſchaftsminiſter Sir John Gilmour gemachte
diesbezüg=
liche Ankündigung iſt daher für England ein Ereignis von noch
größerer Bedeutung als die Einführung der Runcimanſchen
In=
duſtriezölle. Zumal gleichzeitig mit den Agrarzöllen eine Quote
für den Weizenimport, d. h. nicht mehr und nicht weniger als
ein neues Korngeſetz angekündigt worden iſt. In Zukunft wird
in England jeder Müller verpflichtet ſein, 15 Proz. inländiſchen
und 85 Prozent ausländiſchen Weizen zu verarbeiten. Für den
inländiſchen Weizen wird dem Farmer ein Minimalpreis
garan=
tiert werden. Im Ergebnis wird ſich eine Verteuerung des
Brotes kaum vermeiden laſſen. Doch ſelbſt dieſe unerfreuliche
Ausſicht hat das Parlament von der Annahme der neuen
Agrar=
geſetze nicht abhalten können. Lord Beaverbrook und die
ſchutz=
zöllneriſchen Tories weiſen ſogar darauf hin, daß der Wert der
von den Zöllen betroffenen Lebensmitteleinfuhr „nur” 300
Mil=
lionen Mark pro Jahr (gegenüber einer geſamten britiſchen
Lebensmitteleinfuhr von 10 Milliarden Mark pro Jahr)
be=
trägt und verlangen noch immer eine Ausdehnung der
Agrar=
zölle auf ſämtliche aus dem nichtbritiſchen Ausland
einge=
führte Lebensmittel.
England ſteht alſo aller Vorausſicht nach eine recht ſpürbare
Verteuerung gewiſſer Artikel der Fertigwareninduſtrie und einer
Reihe von Lebensmitteln bevor. Der viel ernſtere
Nach=
teil, der England infolge der neuen Zölle droht,
verſpricht jedoch nicht von innen, ſondern von außerhalb zu
kommen. Sollten die Engländer auch nur für einen Augenblick
die elementare Wirtſchaftsweisheit vergeſſen haben, daß es
un=
möglich iſt, ſeine Einfuhr künſtlich zu verringern, ohne
gleich=
zeitig ſeiner eigenen Warenausfuhr den Abſatz im Auslande zu
erſchweren (wer nichts verkauft, der kann auch nichts kaufen), ſo
verden die peinlichen Meldungen, die vorige Woche aus
ſämt=
lichen größeren Handelsplätzen des Kontinents in England
ein=
trafen, ſie ſicher in ſehr unſanfter Weiſe über den wahren
Sach=
verhalt belehrt haben. Die neuen britiſchen Induſtriezölle treffen
nicht weniger als 20 Prozent der deutſchen England=Ausfuhr
und würden den deutſchen Handel um ca. 250 Millionen Mark
Seite 2 — Nr. 337
jahrlich ſchädigen. Nicht minder hoch iſt der Verluſt, den
Frant=
reichs Ausfuhr nach England in Früchten, Gemüſe und Blumen
von den neuen Zöllen zu erleiden hat. Wenn Deutſchland nicht
exportieren kann, ſo kann es aber auch keine Reparationen und
keine Schulden zahlen. Und wenn Frankreich nach England nicht
expottieren kann, ſo kann es ohne weiteres ſehr wirkſame
Gegenmaßregeln ergreifen. Es kann zum Beiſpiel mit einem
Federſtrich ſeinen geſamten Kohlenbezug aus England ſtoppen.
Deſſen Wert beträgt ca. 350 Millionen Mark pro Jahr. Der
Ausfall des nach England gehenden franzöſiſchen Exports an
Früchten, Gemüſe und Blumen wäre in dieſem Falle nicht nur
mit einem Schlage wettgemacht, ſondern England hätte
voraus=
ſichtlich noch einen Schaden von über 100 Millionen pro Jahr
zu ſchultern. Auch Holland, Ungarn, die Schweiz und viele
audere Länder Europas kaufen von England reichlich ebenſoviel,
wie ſie nach England verkaufen. Ein Leichtes wäre es für
ſie, Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen. Daraus ergäben ſich
für England gewiß keineswegs angenehme Ausſichten. Und der
„Economiſt” fragt anläßlich der erfolgten deutſchen und
fran=
zöſiſchen Demarchen bereits mit ernſter Beſorgnis: „Hat England
in Anbetracht dieſer Tatſachen nicht alle Urſache, zu befürchten,
daß die britiſche Handelsbilanz im Ergebnis der neuen Zölle
ſich nicht nur nicht beſſern, ſondern ſich aller Wahrſcheinlichkeit
nach noch merklich verſchlechtern könnte
Die weitere Entwicklung der engliſchen Zoll
politik hängt offenſichtlich davon ab, wie weit es der
Natio=
nalen Regierung und vor allem Ramſay Maedonald gelingen
wird, gegenüber dem ſtändig wachſenden Druck der
ſchutzzöllne=
riſchen Kreiſe feſten Stand zu wahren. Maedonald wäre jetzt
im Recht darauf hinzuweiſen, daß die Parlamentswahlen
letz=
ten Endes nicht unter der Loſung „Für Schutzzölle, gegen
Frei=
handel” geführt und gewonnen worden ſind. Was den Ausgang
der Wahlen entſchied, war die Sorge um das Pfund und der
Wunſch, die ins Schwanken geratene engliſche Währung zu
ſtabiliſieren. Schutzzölle waren lediglich als eines der Mittel zur
Stabiliſierung der Handelsbilanz ins Auge gefaßt worden. Sie
ſollten „erſt nach reiflicher und wiſſenſchaftlicher Prüfung”
ein=
geführt werden. Daher fragt ſich nun der einſichtigere Teil
der öffentlichen Meinung Englands: hält die Regierung ihr
Ver=
ſprechen, das Zollproblem einem eingehenden Studium mit
be=
ſonderer Berückſichtigung der Währungsfrage und des
Außen=
handels zu unterwerfen, noch aufrecht oder haben die
ſchutzzöll=
neriſchen Tories die Schlacht gewonnen und iſt Englands
Ueber=
gang zum Protektionismus bereits eine vollzogene Tatſache?
Der Regierung wird von zwei Seiten zugeſetzt. Auf der einen
Seite ſtehen die Vertreter ſämtlicher einheimiſcher Induſtrien;
ſie haben nun, nach Bekanntgabe der Runciman=Zölle, Blut
ge=
rochen und drängen alle ſtürmiſch mit ihren Sonderwünſchen
heran; neben ihnen ſtehen die Farmer; ihre Intereſſen ſind im
neuen Parlament außerordentlich ſtark vertreten und auch ſie
bedrängen die Regierung mit Bitten um weitere Zugeſtändniſſe.
Auf der anderen Seite aber mehren ſich mit jedem Tag die
Stimmen derjenigen, die einen klaren Einblick in die
wirtſchaftlichen Dinge der Welt haben und die von
den neuen Zöllen für England keineswegs ein ſofortiges
Pro=
ſperity=Wunder erhoffen. Sie befürchten als Ergebnis der neuen
Zollpolitik mit Recht eher eine ernſte Benachteiligung der
eng=
liſchen Warenausfuhr. Selbſt die „Times”, die ſich noch im
November unbekümmert dem ſchutzzöllneriſchen Taumel hingaben,
raten nun ziemlich unmißverſtändlich zur Vorſicht und
Ueber=
legung. „Die bisherigen Zölle” ſchreibt das halboffiziöſe Blatt,
„ſind nur als Experiment auf 6 Monate gedacht. Sie bedeuten
noch keineswegs, daß England ſich bereits für immer einer
be=
ſtimmten Zollpolitik verſchrieben hat. Sie werden nur dann
weiter ausgebaut werden, falls es ſich erweiſen ſollte, daß ſie
mehr Nutzen, als Schaden bringen. Zölle, die nur einer oder
der anderen britiſchen Induſtrie zugute kommen, können dadurch
noch keineswegs als an und für ſich gerechtfertigt betrachtet
werden. Unerfreuliche Konſequenzen müſſen unter allen
Um=
ſtänden vermieden werden . . .‟ Ein Zollkrieg aller gegen alle
und eine allgemeine Lahmlegung des Welthandels wäre gewiß
eine höchſt „unerfreuliche Konſequenz” der neuen engliſchen
Zoll=
politik. Die Welt wird im Bunde mit den „Times” hoffen,
daß England in der Tat alles tun wird, um ſolch „unerfreuliche
Konſequenz” tunlichſt zu vermeiden.
Frankreich beſchränkk die Einfuhrgenehmigungen.
Paris, 4. Dezember.
„Journal Officiel” veröffentlicht in ſeiner heutigen Ausgabe
ein Dekret, das eine Beſchränkung der Einfuhrgenehmigungen
vorſieht für Länder, die die Deviſenkontrolle eingeführt haben.
Das Dekret lautet: Um die Intereſſen der franzöſiſchen
Expor=
teure, die nach den Ländern liefern, die eine Deviſenkontrolle
ein=
geführt haben, zu wahren, wird die Einfuhr aus dieſen Ländern
nach Frankreich zum Teil oder ganz von der Bewilligung von
Einfuhrgenehmigungen abhängig gemacht, falls die
Deviſen=
kontrolle in den betreffenden Ländern die Regelung der
fran=
zöſiſchen Guthaben zu beeinträchtigen geeignet iſt.
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Vom Tage.
Die Betriebseinnahmen der Reichsbahn im Oktober betrugen
rund 335 000 000 RM., die Ausgaben 407 000 000 RM.
Die Deſſauer Kriminalpolizei teilt mit, daß ſie geſtern
vor=
mittag Hausſuchungen bei Angehörigen der NSDAP.
vorgenom=
men hat, die, nach Angabe der Polizei, wichtiges
Belaſtungs=
material, insbeſondere auch Waffen zutage förderte.
Der Zechenverband hat den techniſchen und kaufmänniſchen
Angeſtelltengewerkſchaften mitgeteilt, daß er bereit ſei, die
beſtehen=
den Gehälter und ſozialen Zulagen der techniſchen und
kauf=
männiſchen Angeſtellten bis zum 31. Dezember 1931 unverändert zu
laſſen.
Der Mecklenburg=Strelitzer Landtag nahm am Freitag
nach=
mittag den von den Deutſchnationalen eingebrachten
Mißtrauens=
antrag gegen den Staatsminiſter Dr. Freiherr v. Reibnitz mit
22 gegen 13 ſozialdemokratiſche Stimmen an. Der Staatsminiſter
erklarte hierauf, daß er die Abgeordneten Fröhncke, Schreckhas und
Gundlach ihrer Aemter als Staatsräte enthebe. Der
deutſch=
nationale Abgeordnete Dr. v. Michael wurde dann auf Grund der
vorliegenden Anträge zum Mecklenburg=Strelitzer Staatsminiſter
ernannt.
Der Senat von Bremen hat auf Grund der Notverordnung
vom 28. März bis auf weiteres für das bremiſche Staatsgebiet
für alle deutſchen Vereinigungen das Tragen einheitlicher Kleidung
und Abzeichen für die Zeit von 17 bis 7 Uhr verboten.
Das Programm der engliſchen Regierung hinſichtlich des im
nächſten Jahre einzuführenden Quoten=Syſtems für Getreide wird
im Unterhaus durch Erklärungen des Landwirtſchaftsminiſters
bekanntgegeben werden. Es verlautet mit großer Beſtimmtheit,
daß außer der Quote für einheimiſches Getreide eine weitere für
aus den Dominions eingeführtes Getreide feſtgeſetzt werden ſoll.
Das engliſche Unterhaus nahm den Antrag des
Premier=
miniſters, die Indienpolitik der Regierung zu billigen, an. Ein
Abänderungantrag Churchills wurde mit 369 gegen 43 Stimmen
abgelehnt.
Das mexikaniſche Außenamt hat die Ernennung des früheren
Unterſtaatsſekretärs des Innenamts Mendoza Gonzales zum
Ge=
ſandten in Berlin bekanntgegeben.
Der Präſident von El Salvador, Araujo, iſt abgeſetzt
wor=
den Ein militäriſches Triumpirat regiert das Land. Die Lage
in der Republik wird als ruhig bezeichnet.
Der Präſident des amerikaniſchen Gewerkſchaftsbundes, Green,
hat an die zuſtändige Senatskommiſſion einen Geſetzesantrag
ge=
richtet, wonach der Siebenſtundentag und die Fünftage=Woche
ein=
geführt werden ſollen, um erfolgreich gegen die Arbeitsloſigkeit
ankämpfen zu können.
Das Unkerhaus billigk die Einfuhrverordnungen.
London, 4. Dezember.
Im Unterhaus wurde am Freitag ein Antrag der
Oppo=
ſition auf Aufhebung der beiden Verordnungen über die
Zoll=
erhöhungen für gewiſſe Warengattungen mit 230 gegen 38
Stim=
men abgelehnt und mit dem gleichen Stimmenverhältnis eine
Entſchließung angenommen, in der das Vorgehen der Regierung
gebilligt und die Wirkſamkeit der Verordnungen — das faſt
völlige Unterbinden der in Frage kommenden Einfuhr —
feſt=
geſtellt wird. Vor den Abſtimmungen erklärte der Präſident des
Handelsamtes, die engliſche Regierung habe eindringlich, aber
fruchtlos an die Urheber der Zollmauern im Auslande appelliert.
Sie wünſche, im Auslande wie in England Verſtändnis dafür
zu finden, daß ſie nicht tatenlos zuſehen könne, wenn
Eng=
land durch Maßnahmen wie das jüngſt
er=
gangene franzöſiſche Dekret betroffen werde. Es
ſei zu hoffen, daß die aufgetauchten Gegenſätze in
freundſchaft=
lichſter Weiſe ausgeglichen werden können; Jede Diskriminierung
gegen England werde aber ernſteſte Aufmerkſamkeit finden, und
ein Umſichgreifen derartiger Tendenzen würde die engliſchen
Intereſſen ſo ſchwer ſchädigen, daß die engliſche Regierung nicht
daran vorübergeben könnte.
Er ging dann auf das Verhältnis zum deutſchen
Export ein und erklärte: Natürlich müſſen die Verfügungen
notwendigerweiſe einigen deutſchen Exporteuren läſtig fallen.
Aber ſchließlich müſſen wir zu allererſt die finanzielle Stabilität
und die induſtrielle Wohlfahrt unſeres eigenen Landes
berück=
ſichtigen. Wir müſſen uns natürlich zu gleicher Zeit die
Tat=
ſache vor Augen halten, daß Deutſchland uns eine große Summe
Geldes ſchuldet, die es nur in der Lieferung von Waren und
Dienſten zahlen kann; aber wir wollen die Lieferung von Waren
und Dienſten in einer Weiſe zuſtandegebracht ſehen, die nicht die
Stabilität unſeres Pfundes Sterling oder unſeres Handels
ge=
fährdet. Welche Beſchwerden könnte Deutſchland gegen dieſe
beſonderen Verfügungen haben? Die betreffenden Waren ſpielen
nur eine geringe Rolle im Handel zwiſchen Deutſchland und uns.
Es gibt zahlreiche deutſche Intereſſenten, die zu wiſſen
wün=
ſchen, was unſere Politik ſein wird. Ich kann dieſen Deutſchen
nicht mehr ſagen, als ich dem Hauſe ſagen kann. Ich will
klar=
ſtellen, daß die Verfügungen auf Grund dieſes Geſetzes allein
den Zweck haben, zu verhindern, daß die Induſtrien des
Ver=
einigten Königreiches durch die abnormale Einfuhr beeinträchtigt
werden.
Zehn Jahre Kaiſer=Wilhelm=Inſkikuk
zur Hetattfotſchung.
Am 5. Dezember 1921 iſt das Kaiſer=Wilhelm=Inſtitut fü
Metallforſchung ſeiner Beſtimmung übergeben worden. Dieſ
Forſchungsſtätte, aus der Not des Krieges und der erſten
Nach=
kriegsjahre geboren, iſt dank dem unermüdlichen Eifer ſeiner
M=
arbeiter und Förderer heute zu einem unentbehrlichen Beſtand
teil unſeres Wirtſchaftslebens geworden. Zu ihrer
Gründun=
hatte der Verein deutſcher Ingenieure durch eine Denkſchrif
weſentlich beigetragen. 1923 wurde das Inſtitut, das anfangs in
Neubabelsberg ſeinen Sitz hatte und von dem damaligen Vor
ſitzenden der Deutſchen Geſellſchaft für Metallkunde, Geheimra=
E. Heyn, geleitet wurde, dem Staatlichen Materialprüfungsamt
in Berlin=Dahlem angegliedert. Seit 1929 liegt die Leitung in
den Händen von Prof. Dr.=Ing. e. h. O. Bauer, der im Jahre
1930 zum kommiſſariſchen Direktor ernannt wurde und zugleid
auch wieder Vorſitzender der Deutſchen Geſellſchaft für
Metall=
kunde iſt. An der Erhaltung des Kaiſer=Wilhelm=Inſtituts fü
Metallforſchung hat in den letzten Jahren der Geſamtausſchuß zur
Wahrung der Intereſſen der deutſchen Metallwirtſchaft beſonde
ren Anteil genommen, und die Notgemeinſchaft der deutſcher
Wiſſenſchaft hat die Durchführung einer großen Anzahl von Arbei
ten überhaupt erſt ermöglicht.
Auf die Erforſchung des Baues und der Eigenſchaften der
Metalle haben die Arbeiten des Kaiſer=Wilhelm=Inſtituts fü
Metallforſchung maßgebenden Einfluß gewonnen. Zu den älterer
metallographiſchen Verfahren ſind, als charakteriſtiſches Werkzeug
der Metallforſchung die neueren phſikaliſchen Verfahren, insbe
ſondere die Unterſuchungen mit Röntgenſtrahlen getreter
Ihre Anwendung wurde auf den verſchiedenſten Gebieten vielfa
neu entwickelt, manches überhaupt zum erſten Male mit Erfol
durchgeführt. Die Unterſuchung der Gitterſtruktur reiner Metal
und die Erforſchung wichtiger Metalleigenſchaf
ten an Einkriſtallen iſt in umfaſſender Weiſe in Angrif
genommen worden und als weiteres Kennzeichen dieſer For
ſchungsſtätte anzuſehen. Neben der gewonnenen Erkenntnis vo
den Feſtigkeitseigenſchaften verſchiedenſter Metalleinkriſtalle iſt de
Arbeiten über den Einfluß plaſtiſcher Verformung auf die inner
Struktur, wie ſie das Röntgenbild klarlegt, beſondere Tragweit
zuzumeſſen. Aber auch rein phyſikaliſche Eigenſchaften wurden an
vielen Stoffen eindeutig beſtimmt, z. B. die Abhängigkeit des elg
ſtiſchen Verhaltens und des elektriſchen Leitungsvermögens
v=
der Richtung. In der ſo bedeutungsvollen Uebertragung der E
kenntniſſe vom Metall=Einkriſtall zum =Vielkriſtall darf das Jr
ſtitut unter den einſchlägigen Forſchungsſtätten
der Erde als führend bezeichnet werden.
Standard=
arbeiten ſtellen auch die Unterſuchungen über die Konſtitution von
Legierungen, insbeſondere der techniſch wichtigen Syſteme, z. B.
des Meſſings, dar. Im Zuſammenhang damit wurden die
Vor=
gänge bei der Erſtarrung der metalliſchen Stoffe und die mit
Korroſion bezeichneten zerſetzenden Einwirkungen von Flüſſigkeiten
oder Gaſen auf Metalle eingehend ſtudiert.
So ſind die Arbeiten des Inſtituts aus der Praxis nicht mehr
wegzudenken; bietet doch z. B. die Erkenntnis des Verhaltens der
Einkriſtalle die wirtſchaftliche Grundlage für eine
mechaniſche Technologie der Metalle, die mehr als
bisher den Konſtrukteur bei ſeinen Ueberlegungen unterſtützen
muß. Die genannten Konſtitutionsforſchungen haben beſonders
der meſſingverarbeitenden Induſtrie die ſo wichtige Frage der
Wirkung von Verunreinigungen in Meſſing der Klärung näher
gebracht und dadurch die wiſſenſchaftliche Grundlage für eine
ſach=
gemäße Behandlung und Verarbeitung der hochwertigen
Sonder=
meſſinge geſchaffen. Auch die oft erörterte Frage, ob
Inſek=
ten die Metalle durchbohren und durch
Materialſchädi=
gungen große Verluſte hervorrufen können, wurde durch das
In=
ſtitut geklärt, da es gelungen iſt, gewiſſe Käferarten bei ihrer
zer=
ſtörenden Arbeit zu beobachten.
Durch ſolche Arbeiten iſt das Kaiſer=Wilhelm=Inſtitut für
Metallforſchung zu einem der Mittelpunkte deutſcher
Metallfor=
ſchung geworden. Im Hinblick auf die Anſtrengungen, die das
Ausland, im beſonderen England und die Vereinigten Staaten,
auf dem gleichen Gebiete mit viel reichhaltigeren Mitteln machen,
kann es nicht zweifelhaft ſein, daß die Bemühungen, dem Inſtitut
über die ſchwierige Zeit der Gegenwart hinwegzuhelfen, nicht
er=
lahmen dürfen, ſondern tatkräftigſte Unterſtützung verdienen.
„Die Himmelsmauer.”
Ein weihnachtliches Märchenſpiel von Ernſt Hebermehl.
Zur Uraufführung im Heſſ. Landestheater am 5. Dezember 192
Von Heinrich Haſſinger, Darmſtadt.
Sicherlich gehört es ja nicht zu den leichteſten Aufgaben ein
Bühne, alljährlich ſo zu Weihnachten das rechte Spiel für alle
kleinen und großen Kinder herauszuſuchen. Es mag dabei geh
wie mit der Auswahl des Spielzeugs vor dieſem Feſt des Sche
kens; volle Schaufenſter und Herzen voller Wünſche, aber was
nun das rechte? Da glaube ich, daß jeder, der überhaupt etwe
von der Kinderſeele verſteht, am Ende doch zu der Entſcheidt
kommen wird; das Beſte bleibt allemal das Einfache, weil es d
Phantaſie nicht vorwegnimmt, ſondern ihr Anregung gibt. Wiſſ
wir denn überhaupt noch, wieviel Phantaſie ſo ein Kind m
des engliſchen Schuhzolls und der Pfuxzk
auf Frankreich.
Von unſerem A=Korreſpondenten.
Paris, 4. Dex
Frankreichs Verhältnis zu England ſcheint ſich ſo
nach dem Beſuch Flandins zuzuſpitzen. Die engliſche
wirkt ſich immer graſſer aus, und nach den bisherigen Au
gen hat der franzöſiſche Export infolge der engliſü,
bereits einen Verluſt von einer Milliardg
zeichnen. Verhandlungen ſind im Gange, aber abgeſeh=g, 1
daß ihre Ergebniſſe noch zweifelhaft ſind, dauern ſie viel!
Die Pariſer Wirtſchaftskreiſe werden infolgedeſſen imm
duldiger.
Noch ſchärfer, weil unmittelbarer, fühlt man hier Bu/
gen der Entwertungder engliſchen
Währ=
durch, daß ſie bereits einen Drittel ihres Wertes einbüßtn
Art engliſches Valutadumping entſtanden, das gar nicht
franzöſiſchen Valutazoll (15 von Hundert) ausgeglickn
Man ſpricht bereits ſo von dem engliſchen Dumping wie
nerzeit über den ruſſiſchen ſprach. Nur, daß die Gefahr :
land viel reeller iſt.
Die Wiederwahl Montagu Normans zum Gouvern
Bank von England bewies, daß ſelbſt unter der nit
len Regierung England die antifran :0ſ
Orientierung ſeiner Finanzpolitik nieu vn und P
gab. Und gleichzeitig führt die engliſche Preſſe Frankreillſgerden,
über eine unmißverſtändliche Sprache. Man behauptet 1/½ Man, der 9
England durch ſeine Finanz= und Wirtſchaftspolitik eine sl, Roierung darſt
tiſche Preſſion auf Europa und in erſter Linie auf Franku
üben will. Gleichzeitig betont man aber in politiſchen
daß die engliſche Außenpolitik infolge der Inflation des ?) ſneletzte A.
letzten Endes viel von ihrer Autorität verliere. Dernſ zu ſelder zur
zweifelt hierzulande kaum jemand, daß das Pfund Ste
einen ſehr erheblichen Teil ſeines Wertes einbüßen un
Der internationalen Finanzkonferenz, welche inner r
ger Wochen ſtattfinden ſoll. begegnet man hier mit
trauen. Ebenſo wie der allgemeinen Abrüſtungskonfern
befürchtet, daß ſich auf beiden Konferenzen die Iſolierunßyßenbande
reichs erweiſen wird. Es wird mit einer gemeinſames
engliſch=italieniſchen Front gerechnet, deren Feſtigkeit / Fmen ob.
nur durch die finanziellen Schwierigkeiten Englands
werden könnte. Es wird auch nicht verſchwiegen, daßäu
Standvunkt Amerikas von dem Frankreichs vollkommett
den iſt. Er ſoll ſich aber ebenſowenig mit dem Deutſchl!
Englands decken.
Die Verhöre in der ungariſchen
n
der
iden, wobei
nen Staaten
Bien Teil der d
Budapeſt, 4. Deld
Die Polizei hat die Verhöre in der Angelegenheit ) Geſähkil
verſuchs noch nicht abgeſchloſſen. Die Häftlinge ſind ben
Sre llingt äußer
mer neue Namen in die Affäre einzubeziehen. Sie erw, ſei dem ſenſa
bei auch hochgeſtellte Perſönlichkeiten. Geſtern iſt di= E7
Für Preſſe aufgegri
Präſidenten der ungariſchen Hitler=Partei, Ladislaus Tpuey die Franzoſ
verhört worden. Es iſt begründeter Verdacht vorhande „n, des Ausla
an den Vorbereitungen des Putſchplanes teilgenommen tehecende Ver
wurde im Militärgewahrſam zurückbehalten.
hiue ſch bemerkbar
u immer wie
Aerzke und Krankenkaſſen in der NotverorrK Tnäglichen Be
Berlin, 5. D /41 Feſach vom größ
Sfanden, unſer
Zu der Erklärung, die Miniſterialdirektor Nieſer
haltsausſchuß des Reichstages über die bevorſtehende Eie
nung bezüglich der Krankenverſicherung abgegeben hatt
wir: Nach dieſer Notverordnung wird der Reichsauu
Aerzte und Krankenkaſſen künftig nicht mehr Richtlinier /deN And
Beſtimmungen über das Vertragsrecht zwiſchen Aulz
Kankenkaſſen und Zulaſſungsbeſtimmungen herausgebe .
wird verfügt, daß die bisherige Zahl 1:1000 geänder790 ſtu dem Art
1:600, wobei eine zeitweiſe Aufhebung dieſer Ziffer (dax / Gün erſt mit
vermehrte Zulaſſung der Jungärzte) für alle bis zum —W/Bhüber eine wei
1930 in der Arztliſte eingeſchriebenen Aerzte möglich iſt. 1 Meiulem die Ab
bühren der Krankenkaſſen für die Aerzte ſind an die m1 die Erfo
lichen Organiſationen abzuführen. Damit iſt die Ve=NEl vie die
Fron=
der Kaſſe gegenüber dem Einzelkaſſenarzt erloſchen. „Iu ſlichkeit Ke;
wird verfügt, daß die §8 368/371 der Reichsverſicherun 15/4x ſe Hand dazu
aufgehoben werden, ſoweit die Beſtimmungen des Reichte0. Von Deutſchl.
ſes ihnen entgegenſtehen.
aa gfüchtete
Praktiſch bedeutet dies, daß die bisherigen VeraugMzue europäiſche
zwiſchen Aerzten und Krankenkaſſen, deren Annahme. AA Mückehr des g.
dem Stimmverhältnis von 3:3 geſcheitert war, durch dearſimnäglich iſt
ausſchuß für Aerzte und Krankenkaſſen ſelbſt, in dem eite ſutſchen An
verhältnis von 7:3 beſtehen würde, angenommen werder Walle Methad
bringt? Wie es ein eckiges Holzklötzchen zu Menſch ochr
oder Tier umdichtet, wie ihm ein buntes Läppchen
Purpur vorzaubert? Daran ſollte auch der Dramann
Theaters bei der Auswahl ſeines Weihnachtsmärchein
Und mir ſcheint, diesmal hat er bei uns im
Landestheo=
gedacht. Denn dieſes Spiel von der Himmelsmauer
Stück Einfalt und Urſprünglichkeit. Ich möchte ſagen.
Bauſtein, mit dem die Kinderphantaſie ihre ſchönſten K
führen kann. Da iſt kein unnützes Geranke von techniſch ell
litzchen — was ja unſere beſten Märchen ſamt und ſor?
nicht haben — da geht alles ganz einfach und faſt na
obwohl . . . oder beſſer geſagt, weil lauter ſolche Dinas
taſie und in ſeinen Träumen von Weihnachten imm”
zuſammentrifft; der gute Vater, die liebe Mutter, 7.80
Kinder, das Chriſtkind, der Nikolaus, die Zwerge, Sco
mit einer bunten Schar ſingender Engel und noch diess
was ſo dazu paßt. Vom erſten bis zum letzten Work iſt.
Schwierigkeit für das Verſtändnis eines begabten Riln
nicht wahr, ihr lieben Mütter, das ſind ſie doch alle.
linge?). — Aber die Hauptſache der Mann, der dieſes 2 geſchrieben hat, der Lehrer Ernſt Hebermehl l., er verſteht die Sprache, die die Kinder ſprechen"
ſtehen. Er braucht ſich nicht zu ihnen herabzulaſſen, er
unter ihnen und plaudert und ſingt, wie ihm und wie Ve
um ihn der Schnabel gewachſen iſt.
Eine Himmelspoſt mit Freikarten.
Anläßlich der Uraufführung wird die Generaloſ..
Samstag mittag eine Himmelspoſt abſenden. D.
Landestheaters werden eine Anzahl Luftballons”
an denen ein Brief befeſtigt iſt und der für die Finde.
lons eine nette Ueberraſchung, nämlich Freikari
In dem den Ballons beigefügten Brief befinden ſa
haltungmaßregeln”. Man muß die in dem Brief beſind”
ausgefüllt dem Landestheater einſenden. Die Adkele
geſſen! Eine weiter beigefügte Karte ſoll der Redatkie
ſten Zeitung übergeben werden, unter Angabe, wer..
gefunden hat, um welche Zeit, wann und wo. Und Nil.
wo die Himmelspoſt landet.
Säuglingspflege. Von Prof. Dr. J. Trumpp. 2
gearbeitete Auflage (43.—48. Tauſend.) Broſchiet.."
V
bunden 3.80 RM. Verlag von Ernſt Heinrich Morld
Mittelbach), Stuttgart. Profeſſor Trumpps Kinder)
kamen in drei Bändchen zur Ausgabe: „Säuglingsylie.
kinderpflege und „Schulkinderpflege”, Sie ſind ſ."
Welt als Ratgeber für Mütter und Frauen befan"
liegende neue Auflage der „Säuglingspflege” wurde kes”
tert und umgearbeitet, die Zahl der Abbildungen we..
mehrt. Das Buch iſt kein trockener Leitfaden, ſohd.
gebnis langjähriger Erfahrungen eines bekannten. .
5. Dezember 1931
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 337 — Selte 3
jankreich, der Nuhnießer von Verſailles, will den Young=Plan um jeden Preis erhalfen
und ſich in den Beſitz ſeines Reparakionsankeils bringen.
der Sowjetunion geübt werden. Man wird doch nicht
Frankreichs Plan.
ernſthaft annehmen wollen, daß ſich die Gläubiger auf Vor=
Aftſ ung des deutſchen Auslandskapitals.
Zaugliſierung des deukſchen Außenhandels
und deviſenkonkrolle.
obyyl noch nicht einmal der Sachverſtändigenausſchuß in
ſſelſe iArbeiten aufgenommen hat, und obwohl wir noch lange
ht ſo ſpt ſind, an die techniſche Behandlung des
Reparations=
ſblems kanzugehen, ſo werden ſchon von franzöſiſcher Seite
(( erſtemſrſtöße in der Richtung unternommen. Sie gipfeln
da=
dens bungplan zu erhalten und Frankreich auf jeden Fall
den rſuß ſeines Reparationsanteils zu bringen. Eine
fran=
ſuiſche tAhenſchrift, die ihre Weisheit unzweifelhaft aus dem
ſuchzöſiſiche Außenminiſterium und dem Finanzminiſterium
be=
ſen hu zeröffentlicht einen großen Plan, in dem
Re=
lratſiuen und Privatſchulden miteinander
rauſit werden.
diem Plan, der ganz unverhüllt alſo die Abſichten der
öſiſſche Regierung darſtellt, wird davon geſprochen, daß man
uſt Fluchtkapital erfaſſen und es der Reichsbank zur
Ver=
uen ſoll. Den Kapitalflüchtigen ſoll noch
gil ine letzte Amneſtie gewährt werden, damit ſie
lig ure Gelder zurückſchaffen. Dadurch würde die
Reichs=
ilye old= und Deviſenvorräte um ein bis eineinhalb
Mil=
ſdmark erhöhen können. Sie ſoll dann weiter gewiſſe
rſchaffen, damit noch Gelder nach Deutſchland
hinein=
linen. Schweizer und Holländer ſollen ſich an der
Gene=
iy der deutſchen Auslandsguthaben beteiligen. Der
cbelußenhandel ſoll konzentriert werden,
da=
tleiſen nicht nach Deutſchland hinein oder aus
Deutſch=
können, ohne daß die Reichsbank davon weiß. Man
m etwa zwei Milliarden zur Verfügung haben. Die
vir Summe ſollen zur Befriedigung der Privatgläubiger
iverden, wobei aber wieder alles von der Entſcheidung
ungten Staaten abhängen ſoll. Frankreich will wenn
r) franzöſiſchen Schulden hundertprozentig ſtreicht nur
gſttzten Teil der deutſchen Reparationsleiſtungen für ſich
dr in Sachlieferungen abzudienen wäre.
Gefährliche Phankaſſen.
gstöue klingt äußerſt phantaſtiſch, iſt aber trotzdem
gefähr=
in bei dem ſenſationellen Charakter ſicherlich von der
ländichr Preſſe aufgegriffen und verbreitet wird. Auf dieſe
ſe wurien die Franzoſen beſtimmt erreichen, daß die öffent=
Melluig des Auslandes ſich mit dem Plan beſchäftigt und
einer ſprechende Vergiftung der Atmoſphäre zu Ungunſten
ſchlahnt ſich bemerkbar machen wird. Wir haben bei frühe=
„Ronnanen immer wieder das gleiche Spiel erlebt, daß die
der Müſtwzoſe ir le möglichen Behauptungen in die Welt ließen, die,
ihl ſiir ielfach vom größten Widerſinn waren, doch im Aus=
Di einr Go fanden, unſeren Kampf ganz außerordentlich
er=
dircha M ſttens 7d vielfach dazu beitrugen, daß die franzöſiſche Theſe
jie beunitad ſurchiſte.
g absnit
ind de Ae uwlgehekhoden und finanzielle Vormundſchaft
gsrecht witzt!
lehnen wir ab.
unge
1.0n g7 Sachaü ft zu dem Artikel nur zu bemerken, daß die
Ver=
dieſer zütſten kSaten erſt mit ſich reden laſſen werden, wenn
Frank=
züir ol ſsPs genüber eine weitgehende Nachſicht an den Tag legt,
wenmir allem die Abrüſtungskonferenz ein vernünftiges
Er=
eiße Wie is esſtt. Die Erfaſſung des deutſchen Flucht=
Fite W 2 I talleſo wie die Franzoſen das vorſchlagen, iſt ein Ding
AAnſaglichkeit. Keine Schweizer und keine holländiſche
mißt ice E wvegchin die Hand dazu bieten, ihre Konten den Franzoſen
teidchies Alieftn Von Deutſchland iſt bereits alles Erforderliche
R, uAas geflüchtete Kapital zurückzuziehen. Außerdem
dix anze europäiſche Wirtſchafts= und Finanzentwicklung
Feings Rückkehr des geflüchteten Geldes nach Deutſchland.
knſommöglich iſt der Vorſchlag der
Zentraliſie=
ladisdeutſchen Außenhandels und die Devi=
Ron/Eulle, Methoden, wie ſie bisher nur in
Auttbildkunft in der Likerakur.
Ausdehnung beſonders der Kinematographie auch in
bren, bedingt durch die Schaffung und ſtändige Ver=
Hochleiſtungs=Apparaten, hat die künſtleriſche
Photos einen ungeahnten Aufſtieg genommen.
ſchnitt durch die Photokunſt des Jahres gibt ſeit
Een das drucktechniſch hervorragend ausgeſtattete Werk
tſche Lichtbild‟). Es kommt nicht nur dem
eireſter Kreiſe ernſter Amateure entgegen, denen es
Quelle fruchtbaren Studiums iſt; das Werk eignet
Inders — ſein Erſcheinen kurz vor Weihnachten — zu
ö9Rn für jeden, der Schönheit und Kunſt ſchätzt. Auch in
Ich lie gt wieder eine Lichtbildjahresſchau vor, die wirklich
Sheic gſucht! Es bleibt ein Rätſel, wie es in dieſer kritiſchen
mos war, wieder ein ſo beiſpielloſes Prachtwerk
heraus=
e wachſenden Erfolge dieſes Jahrbuchs werden
er=
u chen ermöglicht haben. Es wäre unrecht, hier einzelne
2 Lüchidſpitzenleiſtungen beſonders zu erwähnen, denn man
WAE jedes der gezeigten Bilder in ſeiner Art ein Mei=
Dir Men die Namen neuer Kämpfer und Förderer der deut=
Lhdraophie, aber auch alte Namen tauchen wieder auf.
wen” lan, unter den führenden Photographen eindrucksvoll
Moterst 9e Qualität dieſer Jahresſchau iſt noch verfeinert
Papier kennen zu lernen, iſt Genuß; der Drucker
W Ae volles. Selten waren bisher ſo wundervolle, reine
du ſen. In dieſen Tagen wird es kaum eine Buchhand=
DesSlie „Das Deutſche Lichtbild” nicht in den Mittelpunkt
Schelnters legte. Weihnachten und „Das Deutſche Licht=
Bßſiclich verwandte Begriffe geworden. Im Textteil
Ve luch s findet man ausführliche techniſche Angaben für
e S0u te Bild, ſo daß dieſes Jahrbuch nicht nur ein
Liticher Genuß, ſondern auch der denkbar beſte
Rat=
re 1Berufs= und Liebhaberphotographen iſt. Ein witziges
Drei weitere beſonders intereſſante Artikel runden
SeAzu einem in ſich abgeſchloſſenen Ganzen.
ſor8 r Meiſter der Lichtbildkunſt, Erich Retzlaff aus
n uns zwei Bände Bildwerke geſchenkt, die ſo ſtark
haen der landläufigen photographiſchen
Bildwieder=
bingen, daß ſich eine beſondere Beſchäftigung damit
Mnatelang iſt er durch die Lande gezogen, um das
velk zu ſtudieren ?. Dieſer Bildband zeigt uns eine
Schönſten, was er da geſchaut: Frieſiſche Fiſcher, herr=
Uharakterköpfe, Bauern aus der Marſch und der
Lüne=
auis Mittel= und Süddeutſchland ländliche Gewerbe=
Der würde nicht ergriffen anhalten, bei den Bildern
2en Müllers aus der Schwalm, einem ſelten ſchönen
N — und dazwiſchen Frauen und Kinder, Kinder voll
bemsluſt und andere voll ſtiller Beſinnlichkeit. So
um Seite, ein Querſchnitt durch unſere deutſche
ſchläge einigen werden, die uns zum ruſſiſchen
Wirt=
ſchaftsſyſtem führen müßten. Außerdem würde bei der
praktiſchen Handhabung der Deviſenkontrolle ſicherlich nicht die
Reichsbank, ſondern Frankreich mit den übrigen
Reparations=
gläubigern das maßgebende Wort zu ſprechen haben. Das würde
für Deutſchland eine neue finanzielle Vormundſchaft bedeuten, die
wir unbedingt ablehnen müſſen.
Franklin=Bouillon fordert Schaffung einer
Amor=
liſakionskaſſe und eine 19prozenlige Skeuer
auf alle dentſchen Waren.
EP. Paris, 4. Dezember.
Franklin=Bouillon entwickelte in einer Rede in ſeinem
Wahl=
kreis Verſailles einen „genauen Aktionsplan, den Frankreich und
die Alliierten Deutſchland anbieten müßten‟: Deutſchland,
erklärte der nationaliſtiſche Abgeordnete, müſſe eine
Amorti=
ſationskaſſe nach dem Vorbild Frankreichs
ſchaf=
fen, um in zehn oder zwölf Jahren ſeine 30=
Mil=
liarden=Reichsmark=Schulden abzutragen. Dieſe
Kaſſe müſſe durch die Einkünfte aus den Zöllen und der
Tabak=
ſteuer garantiert werden. Im Falle, daß die
National=
ſozialiſten, von deren Machtergreifung Franklin=Bouillon
überzeugt iſt, die eingegangenen Verpflichtungen nicht
erfül=
len wollten, müßten Frankreich, England und
die Vereinigten Staaten ein
Wirtſchaftsbünd=
nisſchließen. Sämtliche ausDeutſchland indieſe
Länder ausgeführten Waren müßten in
Aus=
führung dieſes Bündniſſes mit einer
zehnpro=
zentigen Steuer belaſtet werden.
Frankreich fühll ſich durch die Anknüpfungen
Roſenbergs beunruhigk.
Die Nachrichten aus London, daß der Chefredakteur des
„Völkiſchen Beobachters”, Roſenberg, mit gewiſſen Politikern,
angeblich ſogar mit den der engliſchen Regierung naheſtehenden
Kreiſen Beſprechungen habe, die darauf hinausliefen, die
Eng=
länder mit der Perſpektive einer baldigen Machtergreifung durch
die Nationalſozialiſten vertraut zu machen und ihnen beruhigende
Zuſicherungen zu geben, haben hier großes Aufſehen
hervor=
gerufen. Gleichzeitig treffen auch hier aus Rom Meldungen
ein, wonach Hitler ſelbſt eine Reiſe nach der italieniſchen
Haupt=
ſtadt zu unternehmen gedenke. Der „Paris Midi” ſchreibt dazu,
wenn das innere Geſicht der Politik Hitlers ſich der Achtung vor
den legalen Formen zuwende, ſo nehme ſein Geſicht nach dem
Ausland hin ein weniger aggreſſives Ausſehen an. Hitler
habe den franzöſiſchen Botſchafter in Berlin wiſſen laſſen, daß
er nicht die Abſicht habe, einfach die Verträge
zu zerreißen. Die Reiſe Roſenbergs nach London und die
nach Rom ausgeſtreckten Fühler erregen hier die Befürchtung,
daß Frankreich eingekreiſt werden ſoll: „Schon ſehen wir”, ſo
ſchreibt die „Liberté”, „um Frankreich herum eine Kette von
Intrigen ſich zuſammenſchließen. Wenn Frankreich nicht ſchnell
handelt, um dieſe Kette zu zerbrechen, dann wird es bald
ein=
gekreiſt und gelähmt ſein. Die gegenwärtigen Verhandlungen
der Hitlerianer mit England ſind ein Teil des Planes zur
Ein=
kreiſung Frankreichs, der von dem Gouverneur der Bank von
England, Montagu Norman, ausgeheckt worden iſt.”
Niemand will die Verankworkung für die
Ver=
ſchiebung der Abrüſtungskonferenz kragen.
Obgleich die amerikaniſche Delegation für die Allgemeine
Abrüſtungskonferenz noch nicht aufgeſtellt iſt, glaubt man in
poli=
tiſchen Kreiſen, daß Präſident Hoover die Führung der Delegation
dem Staatsſekretär Stimſon anvertrauen werde. — Auch hier
hört man in manchen Kreiſen die Anſicht ausſprechen, daß eine
Verſchiebung der Konferenz angeſichts der gegenwärtigen
inter=
nationalen Verhältniſſe angezeigt erſcheine, doch ſieht man nicht, daß ſich die Haltung der beiden Parteien weſentlich verſteift hat,
wer die Initiative zu einem derartigen Antrag übernehmen
könnte.
Beſprechungen über den Ueberſeeverkehr,
die Rheinſchiffahrk und den Luftverkehr.
Berlin, 4. Dezember.
Im Zuſammenhang mit den Verhandlungen des
Verkehrs=
ausſchuſſes des deutſch=franzöſiſchen Wirtſchaftskomitees, die in der
vergangenen Woche in Paris ſtattfanden, ſind in der Preſſe
Einzel=
heiten über Beſprechungen über den Ueberſeeverkehr, den
Rhein=
ſchiffahrtsverkehr und den Luftverkehr im Umlauf, die zum Teil
ein ſchiefes Bild ergeben, zum Teil in dem intereſſierten Ausland
mißverſtändlich aufgefaßt worden ſind.
Im einzelnen erfahren wir von Seiten des
Reichsverkehrs=
miniſteriums zu dieſen Verhandlungen: Die Meldung einer
Nach=
richtenagentur, daß zwiſchen den franzöſiſchen und deutſchen
See=
reedereien ein Uebereinkommen über eine Rationaliſierung des
Ueberſeeverkehrs in der Richtung einer Beſchränkung des Baues
von Fahrgaſtſchiffen und einer Vereinheitlichung des
Fahrplan=
ſyſtems erfolgt iſt, trifft in dieſer Form nicht zu. Bei den
Be=
ſprechungen des Verkehrsausſchuſſes iſt lediglich der Wunſch nach
einer Rationaliſierung des Ueberſeeverkehrs zum Ausdruck
ge=
kommen. Außerdem ſind zwiſchen den deutſchen und den
franzöſi=
ſchen Seereedereien Verhandlungen eingeleitet worden. Von
irgendwelchen abſchließenden Ergebniſſen kann noch nicht die Rede
ſein. Damit iſt früheſtens im März oder April nächſten Jahres
zu rechnen. Wenn in den intereſſierten Reederkreiſen in Holland
und England Befürchtungen laut geworden ſind, daß dieſe beiden
Länder bei dieſen Verhandlungen übergangen werden ſollen, ſo
ſind dieſe Befürchtungen grundlos, da ſelbſtverſtändlich
deutſcher=
ſeits nicht die Abſicht beſteht, die Reederkreiſe in Holland und
England bei dieſen Verhandlungen zu übergehen. Man hielt es
aber zunächſt für notwendig, um die Rationaliſierung des
Ueber=
ſeeverkehrs überhaupt in Gang zu bringen, zunächſt einmal mit
Frankreich diesbezügliche Beſprechungen einzuleiten, für die das
deutſch=franzöſiſche Wirtſchaftskomitee einen geeigneten Rahmen zu
bieten ſchien.
Aehnlich wie bei dem Ueberſeeverkehr liegen die Dinge in der
Rheinſchiffahrt. Auch hier haben innerhalb der geſamten
deutſch=
franzöſiſchen Wirtſchaftsbeſprechungen Verhandlungen der
beteilig=
ten deutſchen und franzöſiſchen Rheinreeder ſtattgefunden, die einer
Beſeitigung des Mißverhältniſſes zwiſchen Angebot und Tonnage
dienen ſollen. Angeſichts der vorliegenden zahlreichen Vorſchläge
über eine Stillegung oder Vernichtung des vorhandenen
Tonnage=
raumes ſind die Reeder aufgefordert worden, bis Anfang Januar
ihrerſeits Vorſchläge zu machen. Auch bei dieſen Verhandlungen
iſt nicht beabſichtigt, die anderen intereſſierten Länder,
insbeſon=
dere Holland und die Schweiz, auszuſchließen. Im Gegenteil
herrſcht allgemeine Uebereinſtimmung, daß im weiteren Stadium
der Erörterungen die Sachverſtändigen der Länder herangezogen
werden ſollen. — Einen weiteren Teil der deutſch=franzöſiſchen
Ver=
kehrsverhandlungen bilden die Beſprechungen über einen
gemein=
ſamen Luftverkehrsdienſt nach Südamerika. Wenn über dieſe
Frage in einer Berliner Zeitung berichtet wird, daß dieſe
Luft=
fahrtverhandlungen neben Südamerika auch einen Verkehr nach
Nordafrika und den Fernen Oſten betreffen, ſo wird
demgegen=
über vom Reichsverkehrsminiſterium feſtgeſtellt, daß Nordafrika
nur als eine Etappe für den Südamerika=Dienſt anzuſehen iſt.
Ueber die Frage eines Luftverkehrs nach dem Fernen Oſten iſt
nicht geſprochen worden.
Verſteiung der Verhandlungen in Paris.
Die Arbeiten des Völkerbundsrates, die ſeit geſtern faſt völlig
ruhten, ſind heute nachmittag wieder in ein etwas lebhafteres,
faſt kann man ſagen aufgeregtes Stadium getreten. Dieſe
Auf=
regung iſt auf Tokioter Meldungen der Havas=Agentur und der
japaniſchen offiziöſen Agentur Rengo zurückzuführen, die beide
von chineſiſchen Truppenbewegungen in der Tſchintſchau=Zone
ſprechen. Nach der japaniſchen Quelle marſchieren chineſiſche
Trup=
pen unter Tſchang Hſüeh=liang von drei Seiten in der Richtung
auf Hſin Min und Mukden, und zwar in der Abſicht, das japaniſche
Hauptquartier einzukreiſen. Man betrachtet in Tokio den
Aus=
bruch von Feindſeligkeiten als unmittelbar bevorſtehend hofft
jedoch in offiziellen Kreiſen immer noch, daß ein Konflikt dank
einer Intervention Briand vermieden werden könnte. Ferner
teilen Depeſchen der Agentur Rengo mit, daß die nach Paris
übermittelten Inſtruktionen der japaniſchen Regierung, ſoweit
ſie ſich auf den Entſchließungsentwurf und den Kommentar
be=
ziehen, keinen Raum für Konzeſſionen ließen.
Man hat in der Umgebung des Rates allgemein den Eindruck,
und daß ſowohl die Chineſen als auch die Japaner nicht mehr ſo
konzeſſionsbereit ſind wie noch kürzlich.
urg, von Künſtlerhand gezogen — Ich habe ſchon
de vor dieſen wundervollen Bildern geſeſſen, ſie
2ur Hand genommen und habe immer neue Schön=
heiten darin entdeckt. Denn das iſt das Beſondere daran: bei
aller fortgeſchrittenſten photographiſchen Technik wohnt den
Bil=
dern eine ſchlichte Echtheit inne. Mit einem oft genialen
künſt=
leriſchen Blick weiß Retzlaff die Menſchen ſo auf die Platte zu
bannen, daß gerade das Weſentliche, das menſchlich Echte in ganz
unnachahmlicher Weiſe feſtgehalten wird.
Die bei dem Bauernband „Die von der Scholle”)
her=
ausgehobene künſtleriſche Beſonderheit und ſtarke
Lebensecht=
heit beſteht in gleich überragender Weiſe bei dem anderen
Bildband Erich Retzlaffs: Arbeiter. Ging es ihm dort beſonders
darum, den bodenſtändigen Menſchen, wie er durch die natürlichen
Lebensbedingungen der Landſchaft, des Bodens und der Familie
geformt wurde, zu zeigen, ſo führt er uns in dieſem Band in die
Induſtrieſtädte des Weſtens, in denen Menſchen aller deutſchen
Stämme zuſammengeſtrömt ſind, und zeigt uns den Arbeiter, wie er
iſt: vom ſtandesbewußten, meiſt noch mehr bürgerlichen Facharbeiter
bis zum hoffnungsloſen ungelernten Induſtriearbeiter.
Außerordent=
lich verſchiedenartige Menſchen= und Berufstypen, die meiſt
unmit=
telbar bei der Arbeit photographiert ſind, ziehen da in Bildern
an uns vorüber, jedes Bild ein Kunſtwerk für ſich jedes ein Stück
Lebensgeſchichte und eine ungeſchminkte Charakterſchilderung.
*
Glückliche Jugend von Ewald Welzel mit 80
Abbil=
dungen, 3.20 RM. 1). Mit allen humorvollen Epiſoden und
Anek=
doten wird uns Freud und Leid der Jugend in urſprünglichſter
Lebenstreue geſchildert. Alles, was das Herz der Kleinen bewegt
und ſich urwüchſig und geſund in ihren Geſichtchen widerſpiegelt,
iſt in ſo künſtleriſchen Aufnahmen feſtgehalten, daß das Werk auch
phototechniſch als erſte Spitzenleiſtung anzuſprechen iſt. Nichts
bleibt unberückſichtigt, was uns alle einmal auf der Schulbank
er=
freut oder bedrückt hat. Wir erleben alle eigenen Schandtaten, wenn
wir die glücklich gelungenen Bilder des „Abguckens” und der
Fliegenjagd im Schulzimmer ſehen, und unſere Helden in ihren
Kämpfen und Spielen auf der Dorfſtraße und in der Waſſerpfütze
beobachten, ihren Kampf gegen die böſen Dorfköter und den
wil=
den Gänſerich. So wird uns das Buch zum beſten und ſchönſten
Erinnerungsalbum unſerer eigenen Jugendzeit!
Von Dr. Arnold Fanck dem Verfaſſer der „Wunder des
Schneeſchuhs”. „Die weiße Hölle vom Piz Paly” und Stürme
über dem Montblanc”, erſchien Bilderbuch des
Skiläu=
fers”) als erſtes einer Reihe kinematographiſcher Bilderbücher.
Dieſes Werk iſt beſonders intereſſant durch die theoretiſche
Be=
handlung und praktiſche Darſtellung einer neuen Methode der
Be=
wegungsphotographie, die von der geſtochenen, aber erſtarrenden
Schärfe der Momentvhotographie abgeht und durch
Vergrößerun=
gen kinematographiſcher Aufnahmen nach einem beſonderen
Ver=
fahren Wirkungen von ungewöhnlicher Schönheit und erſtaunlicher
Lebendigkeit erzielt, wie ſie bisher nur in der Kunſt zu finden
waren.
Anläßlich der Eröffnung der neuen Davos=Parſenn=
Draht=
ſeilbahn veröffentlicht Dr. Henry Hoek, der bekannte Altmeiſter
des Skilaufs und hervorragende Kenner des Parſenngebietes, ein
Buch unter dem Titel „Parſenn”) berühmte Abfahrten in
Wort und Bild. Dieſes mit über 100 herrlichen Photos
Flieger=
anfnahmen und ſchematiſchen Karten der einzelnen Abfahrten
reich ausgeſtattete Werk iſt nicht nur ein zuverläſſiger Führer für
alle Beſucher des bekannten Skiläuferparadieſes, ſondern darüber
hinaus eine durch ſeine geiſtvollen Plaudereien, ſportlichen
Aus=
führungen, hübſchen Landſchafts= und Stimmungsſchilderungen
außerordentlich reizvolle Veröffentlichung dieſes beliebten
Ver=
faſſers.
Der Verfaſſer des neuen Schaubuchs” „Durchleuchtete
Körper‟), Dr. Döhmann, hat ſich nicht auf das Mediziniſche
be=
ſchränkt, kein gruſeliges Krankheitsbilderbuch für Laien
zuſammen=
geſtellt — im Gegenteil! Die vielen Röntgenaufnahmen aus den
Gebieten der Zoologie und beſonders der Botanik ſind von
höch=
ſtem äſthetiſchem Reiz, wirken ebenſo als „Kunſtformen der Natur”
wie die Feinſtrukturen von Quarz oder Beryll. Andere
Abbildun=
gen wiederum künden die Bedeutung des Röntgenverfahrens für
die moderne Materialprüfung, zeigen, wie im Laboratorium
Materialfehler feſtgeſtellt werden, die man auf andere Weiſe
nie=
mals hätte finden können; und welchen Nutzen zieht nicht die
Kunſtforſchung aus der Möglichkeit, durch Röntgenſtrahlen zu
kon=
ſtatieren, daß über ein Auſternſtilleben eine Landſchaft gemalt
wurde, daß unter einem „Amor” ſich eine Madonna länger als
dreihundert Jahre verborgen hielt! Vertiefen wir uns in das
Studium dieſes nach jeder Richtung hin muſtergültigen „
Schau=
buches”, ſo müſſen wir Döhmann beipflichten, wenn er hinweiſt
auf „die Fülle von Schönheit und Belehrung, die das
Röntgen=
bild dem betrachtenden Auge bietet”.
1) „Das deutſche Lichtbild” Jahresſchau 1932, 192 ganzſeitige
Bildtafeln. 80 Seiten Text, Format 23X28 cm Einband:
hell=
graues Seidenleinen, Preis 15.— RM., Verlag Robert u. Bruno
Schultz, Berlin W 9. Schellingſtraße 12.
2) Erich Retzlaff: „Die von der Scholle”, 56 photographiſche
Bildniſſe bodenſtändiger Menſchen. Mit einem Geleitwort von
Hans Friedrich Blunck. Göttingen 1931. Verlag der Deuerlichſchen
Buchhandlung VIII. 56 Seiten. 4‟ Kart. 3.80.
*) Erich Retzlaff: Menſchen am Werk. 56 photographiſche
Bild=
niſſe aus deutſchen Induſtrieſtädten. Mit einem Geleitwort von
Heinrich Lerſch. VIII. 56 S. 4‟, Kart 3.80.
*) Brehm Verlag G. m. b. H.. Berlin=Charlottenburg 9.
5)2) Gebr. Enoch Verlag, Hamburg.
) Orel Füßli Verlag, Zürich=Leipzig.
Wenn die Lawinen donnern und anderes. 20 Geſchichten aus Tirol
von Joſef Blattl. 256 Seiten. 8‟, Broſchiert 3,40 RM., in
ſchönem Ganzleinenband 4,40 RM.
Hier kommt einer zu Wort, der wirklich zu erzählen weiß. Dieſer
Joſef Blattl iſt ſelbſt ein Sohn des heiligen Landes Tirol und
ver=
mag darum mit ſeiner Dichterkraft die Tiroler in allen Arten
lebens=
echt vor Augen zu ſtellen. Den heimattreuen, von den Welſchen
ge=
tnechteten Etſchländer, den rauhſchaligen ſchwarzen Holzhacker aus
dem Zillertal, treuliebende Bauernknechte, alte brave Botenweiberl,
den Pfarrherrn mit dem milden Herzen, den verwegenen Wildſchützen,
den dem Volk entſtammten Profeſſor, der ſeinen Spaß treibt mit dem
einfältigen Hüter der Ordnung, die für ihre heilige Aufgabe glühenden
nd jung, wohlhabend und
Paſſionsſpieler, Knechte und
dürftig.
Seite 4 — Nr. 3
Darmſtädter Tagblatt / Heſſſſche Neueſte Nachrichten
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E 104 an die Geſchäfteſt.
Dezember 1931
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 337 — Seite 5
Darmſtadt, den 5. Dezember 1931.
nat sfeſt des Heſſiſchen Roken Kreuzes.
cun / ſyrr große Augenblick da! Heute abend kommt
Rikolſch u: der Otto=Berndt=Halle zu den Kleinen und zu
ſgroß 9 Für alle wird er Schönes und Gutes bringen.
(beſolus brav war, dem wird er aus ſeinem unerſchöpf=
Gatyck gar herrliche Dinge beſcheren, vielleicht ſogar
drd M
Fettit Reiſe lnd eutſchlands glückhaftem Luftſchiff, dem „Graf
eliheder eine ſchöne Winterreiſe über eine Woche lang
zem Abag=Omnibus in die herrliche Gebirgs= und
HFom,/ ſclandtückft! Auch auf eine Lufthanſa=Flug=Reiſe werden
ſche umenommen und herrliche ſonſtige Gaben winken
noch huaBeſuchern.
ewhte / hüßerdren ſollen hübſche Aufführungen, muſikaliſche,
geſang=
nd ſſin künſtleriſche Darbietungen die Feſtſtunden ver=
„Gdierun ſchon ſeit vielen Jahren am Nikolaustag das
e RUnſtreuz zum Beſten ſeiner Wohlfahrtseinrichtungen
haltet 4 ud mit denen es den kleinen und großen Kindern
ſolauzſt bereitet, das ſich ſtändiger Beliebtheit erfreut.
des eſtes 8 Uhr abends.
Der /Beverkauf der Karten hat erfreulicherweiſe ein gün=
Reſult gezeitigt. Es beweiſt dies, daß auch heute noch
wruhaftlichen Notlage der Opferſinn der Darmſtädter
rung re it iſt, zu einem wohltätigen Zwecke helfend bei=
R. 4ABeſuchern der Veranſtaltung kann auch verſprochen
einem enußreichen Abend zu verleben. Die Darbietungen
beliun heſſ. Spielgemeinſchaft und die muſikaliſchen
Lei=
unſoer Stadtkapelle unter Leitung des Herrn Schlupp
dafim Beſonders anziehend wird, wie ſchon bemerkt, die
ſig, iMlehr erſtrebenswerte Gewinne in Ausſicht ſtellt. Es
api Hen genannten Gewinnen zur Verloſung neben
ktößennArzahl Freiplätzen in den Kinos Helia und Union
m Oheum. Weihnachtsſchecks für mehrere Vorſtellungen
desthſter, ſamtlich von den betreffenden Direktionen
bürd ig Weiſe zur Verfügung geſtellt. Ferner eine
An=
eltriſſeh Apparate, die die Heag ebenſo freigebig geſtiftet
heröp, ſovei von der Firma Opel, Rüſſelsheim, geſtiftete
ährr,är. Damit auch Fahrten auf dem Waſſer nicht
hat be Norddeutſche Lloyd mit einer Dampferfahrt von
vei ich Helgoland und zurück und ebenſo die
Hamburg=
lingemit einer ſolchen von Hamburg nach Helgoland
ſyin ſchönen Beitrag geliefert. Eine Bargeldſpende
Ayllitanten Zinnkann von den Mielewerken ermöglicht
ſect u dieſen beiden Gewinnen einen Zuſchuß für die
Zm erhaven oder Hamburg zu gewähren. Vielen
9Suftſchiff Graf Zeppelin bei ſeinen Landungen in
1Mun dert haben, wird eine Freifahrt mit dem
Luft=
mümen ſein. Alſo auf Wiederſehen in der Otto=
We
Techrsſe Hochſchule Darmſtadt. Rektor und Senat der
gen 2a0ſchule Darmſtadt haben auf einſtimmigen Antrag
Neilungir Bauingenieurweſen Herrn
Reichsbahndirektions=
ſten EIr Leibbrand in Eſſen, in Anerkennung ſeiner
Kogengl Verdienſte um die Entwicklung des deutſchen
Eiſen=
ens,A on ders um die Vervollkommnung der Güterzugbil=
D 98ürkerzugfahrplanes die Würde eines „Doktor=Inge=
Ehrechber” verliehen.
im Ssbfanuſeum ſind am Sonntag und an allen
Wochen=
i 1u70 11.30 Uhr vormittags Führungen. Die Madonna
derMſters Meyer von Baſel kann ſtets geſondert von
Wrung/ leſichtigt werden.
Der Vorſtand des Heſſiſchen Verkehrsverbandes trat zu
einer Sitzung in Darmſtadt zuſammen. Der Vorſitzende, Th.
Stemmer, begrüßte die aus allen Teilen des Landes
erſchiene=
nen Mitglieder des Vorſtandes. Im Rahmen des
Geſchäftsfüh=
rungsberichtes wurde darauf hingewieſen, daß die
Fremden=
verkehrsſtatiſtik noch immer Schwierigkeiten biete, eine
weitere Ausgeſtaltung dieſer wichtigen Einrichtung ſei notwendig.
— Der Beſuch ausländiſcher Journaliſten in den
erſten Maitagen dieſes Jahres habe ſich als ſehr wertvolle
Werbe=
maßnahme erwieſen und zur Folge gehabt, daß in einer größeren
Reihe von ausländiſchen Zeitungen die landſchaftlichen und
kul=
turellen Vorzüge unſeres Landes wirkſam dargeſtellt wurden. Für
das nächſte Jahr ſtehe insbeſondere eine ausgedehnte Studienfahrt
amerikaniſcher Studenten durch Deutſchland bevor, die auch Heſſen
berühren werde. Der Vorſitzende wies auf die neueſte
wirkungs=
volle Veröffentlichung des Verbandes, den Heſſenkalender
für 1932, hin, deſſen reiche Ausſtattung mit zahlreichen
ſorg=
fältig gewählten Bildern aus dem Verbandsgebiet ein werwolles
Mittel darſtelle, die Schönheiten des Landes immer weiteren
Kreiſen nahe zu bringen. Bedauert wurde allerſeits, daß der
Eingang der Mitgliedsbeiträge außerordentlich zu
wünſchen übrig laſſe. Der Verkehrsverband kann ſeine ſo
umfang=
reichen wie vielfältigen Aufgaben im Intereſſe des Gemeinwohls
nur dann erfüllen, wenn ihm hierzu die Mittel zur Verfügung
ge=
ſtellt werden. Denkbar verkehrt wäre es, wenn aus der
augenblick=
lichen Not der Zeit heraus etwa geſchloſſen werden würde, man
könne auf eine aktive Verkehrspolitik Verzicht leiſten. Gerade die
ſchwierigen Zeitläufte machen es notwendig, unentwegt folgerichtig
weiter zu arbeiten, damit bei einer hoffentlich bald zu erwartenden
Beſſerung der Lage die Vorausſetzungen zu einer gedeihlichen
Ver=
kehrsentwicklung gegeben ſind.
Oberregierungsrat Dr. Krebs, der verdienſtvolle
Verkehrs=
refernt im Heſſiſchen Miniſterium des Innern, berichtete hierauf
über den Stand der Vorarbeiten zur Erbauung der Hafraba=
Straße. Das Haupthindernis, das ſich einem Vorantreiben der
Pläne entgegenſtelle, ſei noch immer der § 13 des
Finanzausgleich=
geſetzes, der die Erhebung von Gebühren auf öffentlichen Wegen
verbiete. Es ſeien alle Vorkehrungen getroffen, um eine
Aus=
nahmebewilligung in die Wege zu leiten. Erſt wenn die
Hem=
mungen in dieſer Richtung beſeitigt ſeien, könne der Frage der
Finanzierung praktiſch nähergetreten werden. Was die
Bauwürdig=
keit der Straße und ihrer einzelnen Abſchnitte anlange, ſo ſei
hier=
für in erſter Linie die jeweils zu erwartende Benützung von
ent=
ſcheidender Bedeutung. Gerade hinſichtlich der zunächſt zur
Aus=
führung vorgeſehenen Teilſtrecke von Frankfurt und Mainz über
Darmſtadt nach Mannheim und Heidelberg lägen die
Voraus=
ſetzungen in dieſer Beziehung beſonders günſtig, wie durch
ein=
gehende Zählungen feſtgeſtellt worden ſei. Von Bedeutung ſei bei
der Beurteilung der Frage zur Zeit insbeſondere auch die ſtarke
Entlaſtung, die die Inangriffnahme wenigſtens einer Teilſtrecke
der Straße für den Arbeitsmarkt bringen würde. Es ſei berechnet
worden, daß der Geſamtbau der Hafraba=Straße an den
Bau=
ſtellen etwa 21 Millionen Tagewerke ermöglichen würde, d. h. bei
geſtreckter Arbeit die Beſchäftigung von 40 000 Arbeitern auf die
Dauer von zwei Jahren. Gleichzeitig würden 20 000 Arbeiter
der Stein= und der ſonſtigen Hilfsinduſtrie des Straßenbaus für
die gleiche Zeit volle Beſchäftigung finden. Die aufſchlußreichen
Ausführungen fanden den lebhaften Beifall der Verſammlung.
Weiter berichtete Dr. Krebs über die Neuregelung des
Kraftverkehrsweſens, und zwar ſowohl des
Perſonen=
wie des Güterverkehrs. Die wichtigen und für die Geſtaltung des
Verkehrs gerade auch in vielen Teilen des Landes Heſſen beſonders
bedeutungsvollen Beſtimmungen wurden eingehend erörtert.
Hierauf erſtattete der ſtellvertretende Vorſitzende, Dr.
Roeſe=
ner, einen Bericht über zeitgemäße Probleme der
Verkehrs=
geſtaltung der Reichsbahn. Was die Leiſtungen dieſes
unſeres größten Verkehrsunternehmens anlange, ſo dürfe trotz der
Schwierigkeiten der Wirtſchaftslage nicht etwa eine Stagnation
eintreten. Der Ausbau des Fahrplans ſei trotz des Ernſtes
der Zeit organiſch weiter zu entwickeln. So ſei es hauptſächlich
notwendig, ſehr ſchnell fahrende Züge mit 70 bis 75 Kilometer
Reiſegeſchwindigkeit auch mit der 3. Wagenklaſſe zu ſchaffen,
und ſoweit das Rhein=Main=Gebiet in Frage komme, den
Be=
zirkseilverkehr beſonders pfleglich zu behandeln. In dieſem
Zuſammenhang ſeien die Verſuche, die mit einem neuen
Eiltrieb=
wagen von der Reichsbahn gemacht worden ſeien, von beſonderer
Bedeutung. Eine Vermehrung der Bezirkseilzüge, am beſten durch
Triebwagen, ſei notwendig, da die langſamen Perſonenzüge
namentlich im Wettbewerb mit dem Kraftwagen für den
rhein=
mainiſchen Städteverkehr wenig geeignete Verkehrsmittel ſeien.
In ausführlichen Darlegungen machte der Referent hierauf ins
ein=
zelne gehende Vorſchläge hinſichtlich einer Anpaſſung des
Per=
ſonentarifs an die veränderten Zeitverhältniſſe. In erſter
Reihe wurde im Anſchluß an die Verhandlungen in der letzten
Sitzung des Landeseiſenbahnrats Frankfurt an der derzeit üblichen
„Ab”rundungsmethode bei der Berechnung der
Perſonen=
fahrpreiſe Kritik geübt, wobei feſtgeſtellt wurde, daß bei
Fahr=
karten im Preiſe von 40 RM. an in ſehr großzügiger Weiſe auf
volle Reichsmark nicht etwa ab=, ſondern aufgerundet wird.
Un=
ſere Zeit erfordere eine genaue Berechnung, ſo daß zum mindeſten
verlangt werden müſſe, daß die Fahrpreiſe wenigſtens nach 5 Pfg.
genau errechnet werden. Des weiteren wurde dargelegt, daß das
derzeitige Syſtem der überhöhten Schnell= und
Eil=
zugszuſchläge dringend einer Reviſion bedürfe, namentlich
um den Verkehr über mittlere und weitere Entfernungen zu
er=
leichtern. Schließlich wurde dargelegt, daß es im Intereſſe der
wirkſamen Bekämpfung des Kraftwagenwettbewerbs geboten ſei,
in ſyſtematiſcher Ergänzung zur Einzelfahrkarte auf der einen Seite
und zu den Fahrtausweiſen für Geſellſchaftsreiſen auf der anderen
Seite Fahrpreisermäßigungen für kleinere
gemeinſchaft=
lich reiſende Gruppen einzuführen; auch in dieſer Beziehung
wurden in die Einzelheiten gehende Vorſchläge gemacht. Die
Ver=
ſammlung beſchloß, daß die Darlegungen zur Ausgeſtaltung des
Perſonentarifs in einer Denkſchrift zuſammenzufaſſen ſind.
Weiter=
hin wurde noch Bericht erſtattet über die großzügige und
be=
grüßenswerte Maßnahme welche die Reichsbahn mit Wirkung vom
1. Januar 1932 in Geſtalt der Einführung von Netz= und
Be=
zirkskarten trifft; über dieſen Punkt der Verhandlungen des
Verkehrsverbandes iſt bereits geſondert berichtet worden.
Schließlich wurde der Beſchluß gefaßt, die nächſte
Mitglie=
derverſammlung in den erſten Monaten des Jahres 1932,
und zwar in Mainz ſtattfinden zu laſſen.
Ben
en
rd=
der vergleichsvorſchlag der darmſtadter voltsbant
er=
ib
ib=
angenommen.
Vor dem Amtsgericht Darmſtadt wurde geſtern unter dem am
Vorſitz des Gerichtsaſſeſſors Dr. Kunkel der Vergleichstermin der
Darmſtädter Volksbank abgehalten. Der bereits publizierte Ver=—
gleichvorſchlag wurde mit großer Mehrheit angenommen. Die
gerichtliche Beſtätigung des Vergleichs wird am Montag oder
Dienstag erfolgen.
— Die 4. Weihnachtsmeſſe der Jugendbünde der Johannes=; .
gemeinde wird heute nachmittag um 2,30 Uhr im Gemeindehaus,
Kahlertſtraße 26, eröffnet. Es kommen nur handgearbeitete
Gegen=
ſtände aller Art fur Erwachſene ſowie Kinder zum Verkauf. und
es kann geſagt werden, daß die Meſſe auch in dieſem Jahre wieder
ſehr reichhaltig und manigfaltig beſchickt iſt. Und die Hauptſache:
die Preiſe ſind der jetzigen Notzeit angepaßt. Auch die
Kaffee=
ſtube ſei noch beſonders erwähnt, in der man gerade bei dem jetzt
herrſchenden naſſen Wetter ein gemütliches Stündchen bei einer
Schale heißen Kaffees verleben kann. Die Schattenſpiele für diel
Kinder beginnen am Sonntag nachmittag um 2 Uhr.
— Gernsheim, 4. Dez. Waſſerſrano des Ryeins am
3. Dezember: 0.73 Meter; am 4. Dezember: 0,76 Meter.
Bickenbach, 4. Dez. Am kommenden Sonntag hat der hieſige
Turnverein (gegründet 1897) ſeinen Theaterabend. Zur
Aufführung kommt das Luſtſpiel „Hier Meier, wer dort!“
Ca. Lorſch. 4. Dez. Aufklärung. Die ſeit Wochen die
hie=
ſige Bevölkerung beunruhigenden Einbruchsdiebſtähle und
Ein=
bruchsverſuche haben nunmehr eine überraſchende Aufklärung
ge=
funden. Der eifrigen Tätigkeit der hieſigen Gendarmerie iſt es
gelungen, ſämtliche Täter dingfeſt zu machen und in das hieſige
Gefängnis einzuliefern. Alle Feſtgenommenen, 4 junge Burſchen
von hier, ſollen alles unumwunden zugegeben haben. Der bei
ein=
zelnen Einbrüchen erbeutete Flaſchenwein war bei fröhlichen
Ge=
lagen bereits verbraucht worden, ſo daß nur noch die leeren
Flaſchen vorgefunden wurden.
Eafé zur Oper am Landestheater
Heute nacht geöffnet!
(12756
Liederkranz Darmſtadt. Die allgemeinen ungünſtigen
wirtſchaftlichen Verhältniſſe geſtatten in dieſem Jahre nicht die
Durchführung des gewohnten großen Herbſtkonzertes. An ſeine
Stelle tritt eine öffentliche Chorſtunde am Montag, dem
etete et ete elanete enast i gellente e. Sanle t
Kirchfraßel. Dach einen eitleitenden Vortrag des Drigeitelsgsfangebdie Suichen Sie SeiS
Kapellmeiſter Friedel Fiſcher, ſoll der Chor mit ſeinen
Dar=
bietungen, die einen Querſchnitt in die Geſangsarbeit der drei
letzten Jahre darſtellen, die künſtleriſchen Beſtrebungen des
Ver=
eins verlebendigen. Zur Aufführung gelangen Werke von Franz
Schubert. Carl Beines, Friedel Fiſcher, Rudolf Buck, E. N.
Rez=
nicek. Arnold Mendelsſohn. Otto Siegl und Walther
Molden=
hauer. Mitglieder und Freunde ſind hiermit herzlichſt eingeladen.
— Orpheum (Märchentheater). Morgen Sonntag, 6.
Dezem=
ber, nachm., kommt das allbekannte Kindermärchenluſtſpiel „
Rot=
käppchen und der Wolf” einmalig zur Aufführung. —
Außerdem wird St. Nikolaus die Kinder perſönlich begrüßen und en
beſchenken. (Näheres ſiehe Anzeige.)
— „Die Herberge des Glücks” — Deutſche Uraufführung im mollsergesekittett eintzwoee.
Orpheum. Auf die heutige Erſtaufführung der erfolgreichen
Revue=Operette des däniſchen Komponiſten Gunnar
Brandt, von der an dieſer Stelle geſtern ſchon Näheres
mit=
geteilt wurde, ſei nochmals hingewieſen. (Siehe auch heutige
Anzeige.)
R
und
A
imkreis! 8
pts
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der Lustatug, eine Sonderletene
iiae
IV 1167
Preisſenkung für Vim — von nun an koſtet die Normaldoſe nur
noch 20 Pfg., die Doppeldoſe 35 Pfg. . . und dazu trägt jede
Doſe einen wertvollen Gutſchein! Die Preiſe ſind verbilligt
aber die Qualität iſt die gleiche: die beſte! Niemand braucht jetzt
auf die große Arbeitserleichterung durch Vim zu verzichten — auch
bei beſchränkter Wirtſchaftskaſſe!
Seite 6 — Nr. 337
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
* Aus den Darmſtädker Lichkſpieltheakern.
U.=T.
Operette große Beliebtheit erworben, die jetzt dem Film zugute
kommt: Bereits die Nachmittagsvorſtellung war ſtärker als
ge=
wöhnlich beſucht. Sicher verdientermaßen, denn die Verfilmung
iſt in jeder Hinſicht geglückt, amüſante Regie, erſtklaſſige Be=
Muſik. Und dann die Handlung, die nach bewährtem Rezept zu= die Inanſpruchnahme der Verſorgungsgerichte bei Wiederholung
ſammengeſtellt iſt, die richtige Miſchung von romantiſcher und ko= von Rentenerhöhungsanträgen eine zweijährige Sperrfriſt
ein=
miſcher Operettenliebe, exotiſchem Milieu, Spannung, Witz und geführt. Ueber die Auslegung dieſer neuen Vorſchriften waren
Rührſeligkeit enthält und hier nett herausgebracht worden iſt. — beſonders bei den Verſorgungsgerichten — zahlreiche Zweifel
Die Hauptſchlager ſind von der Operette her genügend bekannt, aufgetaucht und unrichtige Entſcheidungen ergangen. Um dieſe
geſungen werden ſie von Michael Bohnen, Iwan Petro= Entſcheidungen anfechten zu können und eine einheitliche
Anwen=
ſeine temperamentvolle Komik beſonderes Lob.
Palaſt=Lichtſpiele.
mit Lien Deyers und Johannes Riemann in den Haupt= ſätzlichen Entſcheidungen gefällt, wobei er ſich in der Mehrzahl der
nicht ſo ſittengefährdend iſt, daß man ſie für Jugendliche verbot, beſchädigten und Kriegerhinterbliebenen anſchloß. Für die Zukunft
Es gibt beſtimmt ſchlimmere Sachen, die Jugendliche anſtandslos iſt dadurch eine Klärung herbeigeführt und eine Anfechtung der
reizenden kleinen „Scheidungsgrund” — Lien Deyers ſpielt ihn nahme des Verfahrens ermöglicht.
mit viel Charme und naiver Natürlichkeit — der eigentlich gar
kein „Scheidungsgrund” iſt, ſondern als ſolcher nur figuriert, in
dem er für 500 Mark die Ausſage verweigert. Der ſo geſchiedene
Komplikationen heiterſter Art, die ſchließlich zum guten Ende getreten, um in einer größeren Ausſprache zu den letzten Notver=
**
Gattung ausnehmend gut iſt und ſauber geſpielt wird.
*
Thimig in dem amüſanten Tonfilm „Ich bleib bei Dir . .." Im
reichhaltigen Beiprogramm ſieht man die neueſte Emelka=
Ton=
woche. — In einer der beliebten Film=Morgenfeiern wird am
Sonntag vormittag im Helia=Theater der mit ſo großem Beifall
aufgenommene hervorragende Kultur=Tonfilm „Mit Byrd zum Reichstagsausſchuß unterbreite ihe von Reformvorſchlägen dem
Südpol” wiederholt.
Heſſiſches Landestheater.
Minte Hch
Samstag, 5. Dez.
20—22½ Uhr. Außer Miete.
Die drei Musketiere. Preiſe 0 50—4 Mk.
Wichkig für Kriegsopferverſorgung.
Die Kriegerkameradſchaft Haſſia, Verband der Kriegsbeſchä=
„Viktoria und ihr Huſar” hat ſich im vergangenen Jahre als digten und Kriegerhinterbliebenen, Darmſtadt, Ahaſtraße 5, teilt
uns nachſtehendes mit:
1. Wichtige Entſcheidung des Reichsverſorgungsgerichts.
Die Notverordnung vom 5. Juni 1931 hatte das Klagerecht
ſetzung, dazu die flotte und einſchmeichelnde, temperamentvolle der Kriegsdienſtbeſchädigten ſtark eingeſchränkt, insbeſondere für
witſch und Friedel Schuſter. Ernſt Verebes verdient für dung der neuen Vorſchriften bei den Verſorgungsbehörden
ſicher=
zuſtellen, hatte der Kyffhäuſerverband der Kriegsbeſchädigten und
Kriegerhinterbliebenen beim Reichsminiſterium die Herbeiführung
einer grundſätzlichen Klärung durch das Reichsverſorgungsgericht
bringen ein ſehr gutes Doppelprogramm, und zwar diesmal nicht beantragt. Der 1. Senat des Reichsverſorgungsgerichts hat
nun=
ſtumme — ſondern Tonfilme. „Sein Scheidungsgrund” mehr in ſeiner Sitzung am 1. Dezember d. T eine Reihe von
grund=
rollen iſt eine ganz entzückende heitere Angelegenheit, die wirklich Streitfragen der Auffaſſung des Kyffhäuſerverbandes der
Kriegs=
beſuchen dürfen. Es iſt eine ſehr luſtige Geſchichte von einem bereits gefällten unrichtigen Entſcheidungen iſt durch Wiederauf=
2. Vorſchläge zur Behebung der Not der Kriegsopfer.
Während der Vertagung des Reichstages bis zum Februar
Ehemann, der ſeinen „Scheidungsgrund” nie geſehen hat, verliebt nächſten Jahres iſt neben anderen Ausſchüſſen auch der
Reichstags=
ſich aber gelegentlich in dieſen und daraus ergeben ſich die ausſchuß für Kriegbeſchädigtenfragen am 30. November
zuſammen=
führen. Es wird von allen Mitwirkenden — es ſind ihrer ſehr ordnungen, ſoweit ſie die Reichsverſorgung berühren, Stellung zu
viele — ausgezeichnet und in beſter Laune geſpielt. Auch tonlich nehmen. Für dieſe Beratungen hat wie wir erfahren, der
Kyff=
iſt dieſer Film ausnehmend gut; daß er in Geſellſchaftsſchichten häuſerverband der Kriegsbeſchädigten und Kriegerhinterbliebenen
ſpielt, in denen trotz der Not der Zeit man ſich nicht langweilt, in einer Eingabe dem Reichstagsausſchuß eine Reihe beſonders
vielmehr lacht und tanzt und Sekt trinkt, ſcheint den Palaſt= aktueller Verſorgungsfragen aus der Praxis ſeiner umfaſſenden
beſuchern beſonders gut zu gefallen. „Endkampf” iſt eine Betreuungsarbeit für Kriegsbeſchädigte und Kriegerhinterbliebene
amerikaniſche Angelegenheit. Ein abenteuerlicher Reiterfilm aus vorgetragen. Mit Recht hebt die Eingabe des Kyffhäuſerverbands
dem wilden Weſten, aus dem Leben der Cowboys mit Hoot hervor, daß Kriegereltern, Kriegerwitwen und Kriegerwaiſen durch
Gibſon in der Hauptrolle, d. h. eigentlich ſpielt nicht Gibſon, die Notverordnungen, und mehr noch durch die nachfolgenden
Spar=
ſondern ſein wundervolles Pferd die Hauptrolle denn dieſes ge= erlaſſe und Verwaltungsverfügungen vielfach in eine unert
winnt den Endkampf, obwohl Gibſon als halbe Leiche es kaum im liche Notlage geraten ſind. Insbeſondere erſcheint gerad., ag=
Rennen zu ſteuern vermag. Ein Film, der im Rahmen ſeiner Teil der Verſorgung in ſeiner jetzigen Geſtalt dringere dieſer
bedürftig. Die neueſten Sparerlaſſe haben auch die N= i0
reform=
erkannter Beſchädigter ohne Rente auf das rigorgſ. Anſprüche an=
Auf Unzuträglichkeiten bei der Erhebung vo=——eſte eingeſchränkt.
— Das Helia=Theater zeigt ab heute Jenny Jugo und Hermann von Verſorgungsheilbehandlung wird ebe= a Gebühren aus Anlaß
gewieſen. Beſonders wichtig erſcheint d— nfalls mit Nachdruck
hin=
der kapitalabgefundenen Verſorgun ie Schilderung der Notlage
ſerverband hat hierzu eine Re gsberechtigten. Der
Kyffhäu=
daß der Reichstagsausſchuß 8 Ek, von denen erwartet werden muß,
ſenden Vorſchlägen eindrückg ſich mit dieſen aus der Praxis
erwach=
zunglich befaßt.
— Heſſiſches.T möl
Haus Benatzibf. bandestheater. Heute abend wird im Großen
zu kleinen2 Pys Revue=Operette. „Die drei Musketiere‟
gere. Zscm Preiſen wiederholt; es iſt dies vorausſichtlich für län=
Werkesſteit die letzte Aufführung des ungewöhnlich beliebten
Weins. — Die Uraufführung des Hebermehlſchen
Whnachtsmärchens Die Himmelsmauer” findet
heute nachmittag bei billigen Preiſen im Kleinen Haus ſtatt —
BismarckAlusſtellung von Schülerzeichnungen. Herr Lehrer
beſchlagrKarl Bauer in Auerbach hat ſeinen Kindern die Aufgabe geſtellt,
Bilder zu dem Weihnachtsmärchen zu zeichnen. Buben und Mäd=
4 dllchen haben ſich mit Begeiſterung in die Arbeit geſtürzt und die
mit Ba/Ergebniſſe ſind nunmehr während der Pauſen der
Märchenvor=
etc. per ſtellung auf der Galerie des Kleinen Hauſes ausgeſtellt. Es iſt
zu vermintereſſant zu ſehen, wie eine ganze Klaſſe ſich in ein Stück
ver=
u. E. 114ieft und wie die kindliche Vorſtellung vom Bühnenbild ſich in den
Gr. 4=8=Beichnungen und Aquarellen ausdrückt.
Ahaſtr.) — Bürgerſteuer für Rentenempfänger aus der Reichsverſor=
Ang. u. Ezung. Die Stadtverwaltung erläßt neben einer Anzeige über die
Erhebung der Bürgerſteuer 1931 in den hieſigen Tageszeitungen
Much eine Erläuterung, die aber bei den Kriegsopfern
Mißver=
tändniſſe erwecken kann. Nach den Beſtimmungen der
Notver=
urdnung ſind von der Bürgerſteuer befreit, diejenigen Krieger=
Herdſhinterbliebenen und die wenigen Schwerkriegsbeſchädigten, die
Zu=
catzrente nach § 88 des Reichsverſorgungsgeſetzes empfangen. Aus
1. u. 2.
der Veröffentlichung der Stadtverwaltung könnte entnommen
rade, 2
Die Nimbus-Auswahl
umfaßt 11 verschiedene
Modelle. Eier 2Beispiele:
3., reicht derden, als wenn jeder Schwerkriegsbeſchädigte auch
Zuſatzrenten=
gr. Gart, mpfänger und dadurch von der Bürgerſteuer befreit ſei. Das
zu verm, rifft aber bei weitem nicht zu. Nur ein geringer Prozentſatz der
Einzuſeherchwerkriegsbeſchädigten gilt im Sinne der Reichsverſorgung als
bis 3 ubredürftig und iſt zum Empfang der Zuſatzrente berechtigt. —
Aus der Bekanntmachung der Stadtverwaltung geht aber nicht
wervor, daß von der Bürgerſteuer auch Beihilfenempfänger aus
wer Reichsverſorgung befreit ſind. Beihilfen ſind Kannleiſtungen,
ie wiederum nur in beſonders gelagerten Fällen gezahlt werden
Bismarand die in der Regel einen entſprechenden Betrag der Zuſatzrente
2 kleinen ſich ſchließen. Es kommen hier nach Mitteilung des
Reichs=
m. ſchön. dundes der Kriegsbeſchädigten Gauleitung Darmſtadt, vor allem
(beſchlagſie Elternbeihilfenempfänger in Betracht.
ſof. zu v. — Heag. Wir werden gebeten, darauf aufmerkſam zu machen,
u. E. 116aß am Samstag und Sonntag die Ausſtellung der Heſſ.
Eiſen=
jahn=A.=G ebenfalls geöffnet iſt.
2 große,
Kinder lieben dieſen Huſtenſirup
Ganz leicht ſelbſt herzuſtellen
Ang, u. . Bei Kindern muß gegen Huſten bei den erſten Anzeichen
vor=
egangen werden. Zeitige Maßregeln vermeiden ernſthafte Kom=
Kiesſtrolikationen. Sie können einen wirkſamen Huſtenſirup, den alle Kinder
* Schwurgericht.
Aw. Bis in die ſpäten Nachtſtunden verhandelte amm
tag das Schwurgericht gegen einen 32jährigen
Kaufmy=
in Sprendlingen zuletzt ein Gut gekauft hatte ud
großzügiger Weiſe Glashauskulturen einrichtete. Leideru
aber zu ſpät feſtſtellen, daß er gar zu großzügig war.
ſchließlich ſeine Schulden nicht mehr bezahlen konnte.
1929 mußte er daher den Offenbarungseid leiſten und
beſchuldigt, dabei wiſſentlich Falſches angegeben, bzw. V
ſtücke, die ihm noch eigneten, und ſeine Militärrente
verſc=
haben. Weiter ſoll er Ende 1928 und Anfang 1929 Grurn
dritte überſchrieben haben, um ſie dem Zugriff ſeiner a0
insbeſondere ſeiner drei Kinder aus erſter Ehe, zu entziet
tens ſoll er ein Auto unterſchlagen haben, indem er es, w
nicht ganz in ſeinem Beſitz war, ebenfalls an einen dri
ſchrieb. Und als letztes ſoll er eine Kreditgeſell
menbruch landwirtſchaftliche Maſchinen beſtellte, obwohl
daß er ſie nicht bezahlen konnte. Der Angeklagte, der 9
außerordentlicher Geſchicklichkeit verteidigt, gib=
ſchon gepfändet, alo ſowieſo nicht frei für die Gläubigerodckn n uferei
ſei. Alles übrige, insbeſondere den Meineid und die A
jſtiw, 4. Des.
man ihm hierbei unterſchiebe, beſtreitet er ſehr energiſcht
altet die
Der ganze Vormittag vergeht mit der Vernehmung
nſend unter d
geklagten. Nachmittags erſcheinen etliche Zeugen. Die
im Mittelgunkt
lung wird noch den ganzen Freitag, womöglich auch nnt
aus Dart
Teil des Samstags in Anſpruch nehmen.
udſcha
g10
Der Donnerstag verging mit Vernehmung weiterers
ſedichwot
Es wirbelte nur ſo von Verträgen, Verſchreibungen un
Verhandlung wird um ½7 Uhr auf Samstag vormittaelnltzgerfut
wo alsdann gleich die Plädoyers beginnen werden.
fgide ſah ſch wie
entur einzuführen,
— Turngemeinde Beſſungen 1865 e. V. /Wanderalachnun Andbich ſch
Morgen. Sonntag, den 6. Dezember, findet die däc /z nun jetzt ſchon
Nikolauswanderung ſtatt. Der Wanderausſchuß hat dertzm. Aieſe
Preisſent=
ſchloſſen, Ecke Ge‟—
von was —— ethe= un.d Herrngartenſtraße zuſammen zuumftrn, dcß großes An
To um 2 Uhr abmarſchiert wird. Weiter iſt es en
daß die Geſchenke bis ſpäteſtens Sonntag vormittag beim „MMach 2 De. Dei
wart. Turner Frz. Schulz, abgeliefert ſind. Die Turmtlus eine Ausſte!
Beſſungen verbindet mit dieſer Wanderung zugleick. Ze, die größtes
Wohltätigkeitsveranſtaltung, indem ſie, wie in früherem,A lstelung gite
einer Anzahl Inſaſſen der Anſtalt an der Nieder=Ramſtäuck Jeilag P 5000
Zwei Vorzüge: Kurze Form,
echt Reptil! Ein elegonler,
rassi-
ger Spongenschuh mit L.XV.-
Ab-
solz. Vorderbloll mil ediler Repti
Zimmer,
ev. unmöl
u. Kell. i
Hoffmann
Monatsp
ſchöne jeben, ſelbſt herſtellen. Er iſt auch für Erwachſene gut. Man nimmt
Ver. (m80 Gramm Anſy (dreifach konzentriert) mit 250 Gramm vorher in
2 leere Minem viertel Liter kochenden Waſſers gelöſtem Zucker. Das ergibt
verm. Wsaſt einen halben Liter Huſtenſirup, der bei einem Drittel des Preiſes
Anzuſehen
beſſer iſt, als die meiſten Fertigpräparate. Die Heildämpfe des Anſy
ab 1 Uhr
„ringen in alle Atmungsorgane und ſorgen für ſchnelle Abhilfe bei
Leere Hals= und Bruſtentzündung. Verſäumen Sie nicht, ſich Anſy (
drei=
fach konzentriert) zu beſorgen. In jeder Apotheke zum reduzierten
Kauſf
leer, heſPreiſe von RM. 2.— die Flaſche erhältlich. (I.Hbg.17041
ruh. Hau=
Leeres 3
ſof. zu vr
eine kleine Freude bereitet. Dieſes Jahr werden 45 iſte adere Teil der
ſenereins geliefert
Briefkaſten.
bedacht
—Heilsarmee. Am Sonntag, dem 6. Dez., wird der 2gtie Kleider, And
Offizier Brigadier Gruner aus Heidelberg mit ſeiner 8 hüuge in ſchönſten
Sohn den ganzen Tag die Verſammlungen der Heilsarm igewerblichen 5
— Unfall. Geſtern kam auf dem Gut Karlshof der Shu6 i. O. 4. Dez.
Franz Lippert aus Hergershauſen einem Kabel zu mhnüder Reiterverei
erhielt einen ſtarken elektriſchen Schlag, durch den der reut, ſie alljährlich g
gelähmt wurde. Er wurde von der Rettungswache nnuinden, in den K.
wrben hat, ſet ſ
Stadtkrankenhaus verbracht.
iteu des Reitſporte
ien 4. Dezember
ter während des Tage den Verkehr im Hauſe den Mieteskliuh und Beerſe
über durch Abſchließen der Haustür unmöglich macht. 64/ud
die Verkehrſitte und den die Grundſätze von Treu unddßliit
beherrſchenden Mietvertrag, könnten die Mieter eine i,
entſcheidung darüber veranlaſſen, daß und wie lange
Ait
kehr in das Haus offen zu halten iſt.
zA0.
Weſthilfe. Die auf Heſſen entfallenden Mittel ſind ”xöüſen
der Reichsregierung erlaſſenen Richtlinien durch die Lat9 heſolten des
rung im Einvernehmen mit den Berufsorganiſationern der Ritt
daue=
worden. Einzelangaben können wir ihnen nicht erteile: ſtiod
M. O. K. 24. Es dürfte angezeigt ſein, den geſchilde u. Nach
verhalt dem Miniſterium für Arbeit und Wirtſchaft hierdu ſucht d
Iderr Anfroge ℳ dr ſchtr Beuustanitung beizufüger. Huonyme Arkemmlif der diesjährig
nicht beantwortet. Die Beantwortung erfoigt ohne Rechteerbindlchtntz tung, die hier noch
H. 99. Es widerſpricht der Verkehrsſitte, wenn einngſilung beteilige
breiten, damit dieſes die Angelegenheit näher unterſucht /lahn iſt
Alt nach näh
ſermſtaltung
grütli
Lokale Veranftalkungen.
efcheinenden Nottzen ſind ausfchließlich als Hinweiſe euf Angime!
Die
in kerimem Falle ſrgendwie als Beſprechung oder Kritlt.
— Märchentheater Saalbau. Es wird auffe
chenvorſtellung des Volkstheaters (Dir. E. Werner) hiüs
Zur Aufführung gelangt ein entzückendes Weihnachck).
(Vgl. heutige Anzeige.).
— Hotel u. Reſtaurant Poſt am Hauptballu.
anſtaltet heute, Samstag, und morgen, Sonntag. Gef
abend mit Tanz. Die gemütlichen Abende im Hotel
freundlichſt in Erinnerung gebracht. (Siehe heutige Arld
— Im Reſtaurant Bender, Eliſabethenſtraßs?
Samtsag und Sonntag Konzert und Tanz ſtatt. 29
iſt Gelegenheit geboten, in den gemütlichen Räumen da
rant Bender wieder einige nette und ſorgenloſe Stund0
leben.
Vereinskalender.
Verein ehem. 117er Darmſtadt. Arl!
Sonntag, den 6. Dezember, nachmittags 5 Uhr, ſtattfinde‟
nachtsfeier wird nochmals aufmerkſam gemacht.
— Verein der Pioniere und Verkehrst1
Uebungsſchießen der Klein=Kaliber=Schützen=Abteilung:
den 6. Dezember, vormittags von 10 Uhr ab.
Tageskalender für Samstag, den 5. Dezember 190
Konzerte; Rheingauer Weinſtube, Café Oper, Ge0
Ludwig, Schloßkeller, Alter Ratskeller, Herrngarten”=!
Bismarckeck, Reſtaurant Englert (Ballonplatz 4),
Wintergarten Künſtlerkonzert. — Städt Akade?
Tonkunſt, abends 20,.15 Uhr. Verein Freie Schiell
Vortrag von Herrn Dr. Walther Joh. Stein —
Reſtaurant z. Poſt. abends: Geſellſchaftsabend. 41
Café Ernſt=Ludwig abends: Geſellſchaftssd
Tanz — Kinovorſtellungen: Union=Theälte
Lichtſpiele und Palaſt=Lichtſpiele.
Kom und degank!
Der Damenstrumpf aus Wolle mit feiner Kunstseide
plattiert, früher Luzusstrumpf, ist heute Gebrauchsstrumpf
geworden. Unserheutiges Angebot beweist es. Der Strumpf
ist von guter Qualität, mit Hochferse und Doppelsohle.
Unser Geschäft ist morgen Sonntag von 1—6 Uhr geöffnet.
A
W
[ ← ][ ][ → ]5. Dezember 1931
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 337 — Seite 7
Aus Heſſen.
zA1ſider=Ramſtadt. 4. Dez. Betriebsſtillegungen.
zute guden die Arbeiter und Arbeiterinnen der
Celluloid=
hrenß cht M. Richter mit der Kündigung überraſcht. Es
wur=
dunddieſe Maßnahmen etwa 150 Perſonen arbeitslos.
Ueber=
ſchent im die Betriebseinſtellung bei der Firma Richter, die
rade nu den vorausgegangenen Jahren um dieſe Zeit herum
„ gudeſchäftigt war und auch bis vor kurzem noch reichlich
ifträngdatte, unter anderem ſehr viele Auslandaufträge. —
intuenothilfe. Die Gutſcheine für verbilligte
Braun=
lenbrritis können ab nächſter Woche auf der Burgermeiſterei
Mittelrheiniſcher Fabrikanten=Verein.
Emwſg genommen werden. In Frage kommen erwerbsloſe
fushafugsvoxſtände. Wohlfahrtserwerbsloſe, Klein= und
So=
ilrentw ſowie Ortsarme. Jeder Bezugsſchein berechtigt zum
nnfangines Zentners Braunkohlenbriketts mit 25 Pfg. Preis=
„rbilli lneg.
Der Verein hielt in Mainz. Kaſino „Hof zum Gutenberg” ſeine
erſte Winterverſammlung ab, die unter dem Stichwort „
Arbeits=
beſchaffung” der Ausſprache der Mitglieder über die
wich=
tigſten Tagesfragen diente. Das die Ausſprache einleitende Referat
wies auf die Notwendigkeit einer allgemeinen
Produktions=
koſtenſenkung und die Schaffung eines kaufkräftigen
Bin=
neumarktes insbeſondere durch Stärkung der Landwirtſchaft
hin, um Deutſchland in der Ernährung vom Auslande
unab=
hängiger zu machen und die Notwendigkeit eines Hungerexportes
zu vermeiden, wie er heute vielfach in der Ausfuhr unter den
Geſtehungskoſten ſtattfinde. Eine Verbilligung der zu 80 bis
90 Prozent aus Entlöhnungen beſtehenden Produktion gäbe dann
ſſer=Ramſtadt, 4. Dez. Turnverein D.T. Am
Sams=
en Dezember, findet unſere Monatsverſammlung bei Gaſt=
Kuxw ſtatt.
9M=Beerbach, 4. Dez. In den letzten Tagen konnte un=
Küruienſchweſter Eliſabethh Becker=Nonnweiler ihr 25.
jenſtjrtzhjum in unſerem Orte feiern.
g.1hinheim. 4. Dez. Elternabend. Am Samstag,
ſezewahr, veranſtaltet die hieſige Schule im Saale „Zur Spitze‟
nen Eltnabend unter dem Leitgedanken „Das Deutſchtum im
usland! Im Mittelpunkt ſteht ein Lichtbildervortrag von
Stu=
enrat 19 Götz aus Darmſtadt über das „Deutſchtum in der
kowimnund Dobrudſcha‟. Der Vortrag wird umrahmt von
hüleraien. Gedichtvorträgen, Volkstänzen und muſikaliſchen
arbietzuanen.
Aſſcen=Beerfurth i. Odw., 2. Dez. Bürgerſteuer. Auch
C einde ſah ſich wie ſo viele andere Gemeinden gezwungen,
ürgfereuer einzuführen, — Preisabſchlag. Durch das viele
hauemon Rindvieh ſind in unſerem Dertchen die Preiſe dermaßen
niene 1ß man jetzt ſchon das Pfund Rindfleiſch für 50 Pfg. er=
keſw Dieſe Preisſenkung des Fleiſches iſt insbeſondere darauf
zufmhn, daß großes Angebot von Schlachtvieh vorhanden iſt.
auch die Möglichkeit entſprechender Senkung der öffentlichen
Ab=
gaben ſowie der Tarife von Poſt, Eiſenbahn uſw. und bringe dann
auch die Möglichkeit zur allmählichen Wiederbeſchäftigung der heute
aus dem Produktionsprozeß ausgeſchalteten Arbeitsloſen. — In der
anſchließenden Ausſprache, an der ſich die zahlreich erſchienenen
Mitglieder lebhaft beteiligten, wurden die Ausführungen des
Refe=
renten beſtätigt und ergänzt durch Mitteilungen aus der Praxis
der verſchiedenartigſten größeren und kleineren Betriebe. Hierbei
wurde insbeſondere neben der Beſeitigung der Tributlaſten die
Aufhebung der Zwangsbewirtſchaftung auf den Gebieten des
Arbeitsrechts und des Baumarktes gefordert und die ſteigende
Schwierigkeit betont, die heute nicht mehr produktiv tätigen
Volks=
teile zu Laſten der immer mehr einſchrumpfenden Wirtſchaft zu
erhalten. Die in der Ausſprache angeführten kommunalen
Haus=
halte, die unter Droſſelung der ſachlichen Ausgaben zu etwa fünfzig
Prozent zur Erfüllung von Wohlfahrtsausgaben in Anſpruch
ge=
nommen werden, geben den deutlichen Beweis der Unmöglichkeit
einer Fortſetzung der heutigen Politik. Das Ergebnis der
Aus=
ſprache wurde in einer Entſchließung zuſammengefaßt, die
folgenden Wortlaut hat:
Die heutige deutſche Wirtſchaftsnot kann nicht durch
Einzel=
maßnahmen ſondern nur dadurch beſeitigt werden, daß man ihre
Urſachen beſeitigt. Die Urſachen aber beſtehen nach außen in
der Verſtümmelung unſerer Gebiets= und Hoheitsrechte, und in den
jeder Vernunft widerſprechenden Tributlaſten unter gleichzeitiger
Abſperrung des Auslandes gegen unſere Ausfuhr, nach innen
darin, daß man die Anpaſſung der Selbſtkoſten der Wirtſchaft an
die durch den Krieg und ſeine Folgen hervorgerufene Verarmung
durch marxiſtiſche Zwangsmaßnahmen verhindert hat. Dieſe
rich=
teten ſich gegen die Privatwirtſchaft und das private Eigentum
(gewerkſchaftliche Lohn= und Sozialpolitik.
Wohnungszwangswirt=
ſchaft, Ausdehnung der Aufgaben der öffentlichen Hand), zerſtörten
jede Kapitalbildung und brachten auch die Entwicklung der
Wirt=
ſchaft teilweiſe in eine falſche Richtung. Die Folgen hiervon haben
wir zuerſt mit der Inflation, ſodann mit ausländiſchen Krediten
bezahlt und bezahlen ſie jetzt mit dem ſchlimmſten Mittel, der
Maſſenarbeitsloſigkeit.
Die Abhilfe kann nur darin beſtehen, daß wir auf die
Wie=
derherſtellung unſerer Hoheitsrechte und die völlige Beſeitigung
der Tribute drängen, daß wir den größten Nachdruck auf die
Stär=
kung der einheimiſchen Produktivkräfte und die Pflege des
Binnen=
marktes, insbeſondere die Hebung der Landwirtſchaft, legen, und
daß wir uns von allen oben genannten marxiſtiſchen Maßnahmen
entſchieden abwenden.
Nur auf dieſem Wege iſt das geſtörte Gleichgewicht wieder
her=
zuſtellen, die notwendige Senkung der Selbſtkoſten zu erreichen,
als=
dann die Wirtſchaft wieder rentabel zu machen, hierdurch die
Wie=
dereinſtellung und angemeſſene Löhnung unſerer
beſchäftigungs=
loſen Arbeiter= und Angeſtelltenmaſſen zu ermöglichen und damit
eine allmähliche Geſundung unſerer Wirtſchaft anzubahnen. Hierzu
bedarf es einer feſten und klaren politiſchen Führung, die, geſtützt
auf unſere nationalen Lebensnotwendigkeiten, um die Erreichung
dieſer Ziele kämpft Ziele, für die alle national geſinnten
Volks=
genoſſen ohne Rückſicht auf Partei= und Berufszugehörigkeit ein=
treten müſſen und für die alle Schichten Opfer zu bringen haben.
Die notwendigen Maßnahmen müſſen aber ſofort getroffen
wer=
den, um den gänzlichen Zuſammenbruch der Wirtſchaft zu
ver=
meiden.
Unter einhelligem Beifall der Verſammlung teilt der
Vor=
ſitzende mit, daß die verſchiedenen in der Ausſprache angeſchnittenen
Fragen in weiteren Mitgliederverſammlungen erörtert werden
ſollen.
NND. Duis erfcä d zun Eenge
dirVerlag W. Vobach u. Co., Leipzig, zur Verfügung ge=
Der andere Teil der Gegenſtände war von Mitgliedern
frawwereins geliefert worden. Gezeigt wurden geſtrickte
gehlite Kleider, Anzüge. Decken, Kiſſen und dergleichen
ſitzliche jInge in ſchönſten Farben und tadelloſer Ausführung;
Verlen Zumtgewerblichen Fleißes.
Eühch i. O., 4. Dez. Odenwälder Reiterverein.
Odezilder Reiterverein, der ſich durch ſeine großen Veran=
jallungen: die alljährlich gelegentlich des Eulbacher Marktes in
ſihach ſtinden, in den Kreiſen der Pferdeſportler einen guten
ſanen erwrben hat, ſetzt ſeine Tätigkeit in der Ausbildung von
ntereſſeſimn des Reitſportes das ganze Jahr über fort. Am
onntagy en 6. Dezember d. J. veranſtaltet er, gewiſſermaßen
iu hm”s Abſciltz der diesjährigen Arbeit, eine Hubertusjagd, eine
eranſtaumg, die hier noch völlig neu und unbekannt iſt. An
Veranaltung beteiligen ſich auch die Reitabteilungen Lan=
5uſe du 3eBronnſch und Beerfelden. Es kann daher mit einem ſehr
ſich „uurken Bel und mit einem intereſſanten Verlauf der
Veranſtal=
ng gerrhet werden. Die Jagd führt der bekannte Reitlehrer
ur MſuDarmſtadt. Als Fuchs reitet Herr Heinrich
Ewald=
bach. dc der eigentlichen Jagd findet ein Geländeritt ſtatt,
dem ſſ cdie Teilnehmer um 1 Uhr auf dem Marktplatz in
Er=
h ſamen. Von hier aus beginnt der Ritt durch die Stadt,
enden Yit un übeir höhen und Täler, um Gewandtheit des Reiters,
Sicher=
nien dug ”t undt Lrhalten des Pferdes im Gelände zu prüfen und zu
rufsorzule gen. diſer Ritt dauert etwa eine Stunde. Die Teilnehmer
ynen nih Eſammnh ſich dann zur Fuchsjagd im ſtädtiſchen Sport= und
Er=
ſein den P ungswer Nach Freigabe der Jagd beginnt der Kampf um den
g — er ſucht den Fuchsſchwanz — die Trophäe — zu errei=
Dil Zahn iſt mit Hinderniſſen reich verſehen. Das
Pro=
um a nält noch nähere Angaben und berechtigt zum Eintritt.
die Aſeanſtaltung anſchließend findet im Gaſthaus „Zum
Ad=
ein mütliches Beiſammenſein ſtatt.
Dn. Beerfelden, 4. Dez. Gemeinderat. Als erſter Punkt
der Tagesordnung ſtand die vom Kreisamt Erbach zur
Erleich=
terung der Wohlfahrtslaſten beantragte Erhebung der
Gemeinde=
bierſteuer, der Gemeindegetränkeſteuer ſowie der Bürgerſteuer zur
Beratung. Der Gemeinderat lehnte die Einführung dieſer Steuern
einſtimmig ab, da er für eine weitere derartige Belaſtung der mit
jedem Tag weniger werdenden ſteuerzahlenden Bevölkerungskreiſe
die Verantwortung nicht mehr übernehmen kann. Tilgung von
Schul=
den, hierzu beſchließt der Rat: Die für 1930 unter Rubrik 14 und
234 vorgeſehene Tilgung von 6000 RM. ſoll unterbleiben, da für
das Waſſerwerk aus Betriebsmitteln bedeutend höhere Beträge
aufgewendet und auch Straßenherſtellungsarbeiten im Intereſſe
und zum Vorteil der Waſſerleitung ausgeführt wurden. Vor
Ein=
tritt in die nichtöffentliche Sitzung wurde dann noch vom
Bürger=
meiſter der Vertrag mit der Oberpoſtdirektion Karlsruhe über die
Kraftpoſtlinie Beerfelden—Gammelsbach—Eberbach vorgelegt und
auch einſtimmig genehmigt, da derſelbe den bei den
Verhandlun=
gen über den Weiterbetrieb dieſer Linie geäußerten Wünſchen
Rechnung trägt. Auf eine Anfrage eines Ratsmitgliedes wegen
Herabſetzung der Gehälter der Gemeindebeamten und Angeſtellten
teilte der Bürgermeiſter mit, daß dieſe Gehälter der
Notverord=
nung entſprechend ſchon geſenkt ſeien, und zwar für den
Bürger=
meiſter und den Gemeinderechner um je 20 Prozent, für die
üb=
rigen Angeſtellten der Verordnung entſprechend.
— Hirſchhorn. 4. Dez. Waſſerſtand des Neckars am
3. Dezember: 1,60 Meter; am 4. Dezember: 1,61 Meter.
Bt. Auerbach, 3. Dez. Oeffentlicher Vortragsabend.
Der Ortsgewerbeverein geſtaltete ſeine am Montagabend ſtattgefundene
Monatsverſammlung zu einem öffentlichen Vortragsabend aus, der
auch von Nichtmitgliedern gut beſucht war. Selbſt von benachbarten
Orten hatten ſich Intereſſenten eingefunden. Der Redner des Abends,
Herr Dr. Kollbach, behandelte das Thema „Deutſchland als
Welt=
handelsmacht‟. Der Vorſitzende, Berufsſchullehrer Scherer, dankte
dem Vortragenden für ſeine ſehr lehrreichen Ausführungen, ebenſo
Herrn Rektor Meher für die liebenswürdige Ueberlaſſung des
Licht=
bildapparates zur Vorführung der Bilder. In der ſich anſchließenden
Ausſprache wurde unter anderem auch über die Stellungnahme des
Ortsgewerbevereins zu der Strompreis=Tarifpolitik des Gruppen=Gas=
und Elektrizitätswerkes Bergſtraße A. G. verhandelt. Außerdem wurde
auch von der Verſammlung Stellung genommen zu der beabſichtigten
Aufhebung der Nebenſtelle Darmſtadt, der die vier Kreiſe Darmſtadt,
Bensheim, Heppenheim und Groß=Gerau anvertraut ſind. Einmütig
wurde dieſes Vorhaben abgelehnt.
— Gernsheim, 4. Dez. Waſſerſtand des Rheins am
3. Dezember: 0.73 Meter; am 4. Dezember: 0,76 Meter.
— Bickenbach, 4. Dez. Am kommenden Sonntag hat der hieſige
Turnverein (gegründet 1897) ſeinen Theaterabend. Zur
Aufführung kommt das Luſtſpiel „Hier Meier, wer dort!“
Der erſte Eindruck iſt der beſte. Schöne weiße, mit der herrlich er=
Friſchenden Chlorodont=Zahnpaſte behandelte Zähne verleihen jedem Geſicht
einen eigenen Reiz. Tube 50 Pf. Verſuch überzeugt. Hüten Sie ſich vor 7
minderwertigen, billigen Nachahmungen, denn für das Wertvollſte was
Sie beſitzen, die Zähne, iſt das Beſte gerade gut genug.
Ca. Lorſch. 4. Dez. Aufklärung. Die ſeit Wochen die
hie=
ſige Bevölkerung beunruhigenden Einbruchsdiebſtähle und
Ein=
bruchsverſuche haben nunmehr eine überraſchende Aufklärung
ge=
funden. Der eifrigen Tätigkeit der hieſigen Gendarmerie iſt es
gelungen, ſämtliche Täter dingfeſt zu machen und in das hieſige
Gefängnis einzuliefern. Alle Feſtgenommenen, 4 junge Burſchen
von hier, ſollen alles unumwunden zugegeben haben. Der bei
ein=
zelnen Einbrüchen erbeutete Flaſchenwein war bei fröhlichen
Ge=
lagen bereits verbraucht worden, ſo daß nur noch die leeren
Flaſchen vorgefunden wurden.
Seite 8 — Nr. 337
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Mcichlen des Handesanfs Armſfall.
Geſtörbene. Am 27. November: Anſchütz, Johanna, ohne
Beruf, ledig, Hermannſtraße 16: Creutz, Karl Ferdinand Fried=
rich, Fabrikant, 69 Jahre, Michelſtadt, hier, Erbacher Straße 25;
Molter, Ludwig Wilhelm. Maurermeiſter, 53 J., Biebesheim,
hier, Grafenſtraße 9: Reuter, Eleonore Hausdame, ledig,
Grünberg i. Oberh., hier, Grafenſtraße 9; Wißmann, Philipp
Franz Adam, prakt. Arzt, Dr., 53 J., Stiftsſtraße 7: Heeb.
Maria, geb Jacobi, 53 J., Ehefrau des Kaufmanns,
Sandberg=
ſtraße 22. Am 29. November: Crecelius, Ferdinand,
Reichs=
bahnoberinſpektor, 59 J., Kranichſteiner Straße 49. Keller,
Eliſa=
beth, ohne Beruf, ledig, Mathildenſtraße 31. Am 28. November:
Müller, Friedrich Heinrich, Bäckermieſter, 49 J., Grafenſtraße 37.
Oßmann, Chriſtina, geb. Deeg, 65 J.. Witwe des Dachdeckers.
Mol=
lerſtraße 9. Gruß, Katharina, geb. Hinkel, 77 J., Witwe des
Straßenwärters, Frankenhauſen, hier, Grafenſtraße 9. Am 29.
No=
vember: Kögel, Michael, Hilfsarbeiter, Ober=Ramſtadt
Grafen=
ſtraße 9. Hofmann. Henriette geb. Schwefel, 79 J., Witwe des
Mechanikermeiſters, Pfungſtadt, hier, Landgraf=Georg=Straße 100.
Am 30. November: Schuchmann, Heinrich, Landwirt, 39 J.,
Fran=
kenhauſen, hier, Landgraf=Georg=Straße 100. Jacoby, Chriſtiane,
geb. Müller, 65 J.. Witwe des Schloſſers, Große Kaplaneigaſſe 1.
Am 22. November 1914, bei Przow (Polen): Benſe. Otto
Carl. Musketier 9. Komp Reſ.=Inf.=Reg. 231. Handlungsgehilfe,
vordem wohnhaft hier, Hölgesſtraße 14. — Am 1. Dezember 1931:
Gombert, Katharina, geb. Ahlheim, 76 J.. Witwe des Aktuars
i. R., Taunusſtraße 17: Schacht, Katharina, Verkäuferin, ledig,
Mühlſtraße 58: Steinacker, Gertrude, Ottilie, geb. Schneider,
42 J.. Ehefrau des Oberſteuerſekretärs, Moosbergſtraße 88;
Wilkens, Selma Auguſte, geb. Leiner, 81 J.. Witwe des
Apothekers, Erbacher Straße 25. — Am 2. Dezember: Schmidt,
Juſtus Ludwig, Kaufmann, 70 J., Grüner Weg 19; Lantelme,
Johann Georg. Oberpoſtſchaffner i. R., 82 J.. Müllerſtraße 24.
Hotz Peter Buchdrucker, 61 J. Barkhausſtraße 5 Kroſtinger,
Gg. Frdch. Wilh., Fabrikarbeiter, 70 J., Ludwigshöhſtraße 16;
Frhr. Roeder p. Diersburg, Aug. Maximilian,
Oberſt=
leutnant a. D.. 63 J., Wilhelm=Gläſſing=Str. 35; Müller
Mar=
garete, geb. Kramer. Witwe des Schreiners Wilhelm Müller,
69 J. Sandbergſtraße 4: Dauth Marie ohne Beruf, ledig,
73 J., Mühlſtraße 62; Schlich, Karl Richard, Forſtrat i. R.,
71 J., Mühlſtraße 64: Seibel, Peter, Schüler, 11 J..
Pfung=
ſtadt, hier Hermannſtraße; Schäfer. Margarethe, geb. Zöller,
75 J., Beſſunger Str 84; Bergmann, Thereſe, geb. Hanß, 82 J.,
Witwe des Fabrikinſpektors Richard Bergmann, Gutenbergſtr. 51.
Jelkmann, Franz, Kaufmann, 62 J.. Fuchsſtraße 16. Am
3. Dezember: Mayer, Margarethe, geb. Hechler, Witwe des
Friſeurs, 80. J. Pankratiusſtraße 4; Köhler. Georg Auguſt,
Stadtoberſekretär, 50 J.. Bismarckſtraße 17: Schuhmacher
Katharina Eliſabeth Margarete, geb. Keller, Witwe des
Oktroi=
erhebers, 64 J., Weinbergſtraße 45: Wallbott. Otto.
Steuer=
inſpektor, 54 J. Ernſt=Ludwig=Str. 21; Weber. Anna Eliſabeth.
geb. Stephan. Ehefrau des Poſtſchaffners, 31 J., Saalbauſtraße 26.
Am 4. Dezember: Hollmann, Luiſe, Kindergärtnerin, ledig,
50 J., Viktoriaſtraße 81.
Kirchliche Nachrichken.
Evaugeliſche Gemeinden.
Samstag (5. Dezember).
Stadtlirche Abends 8,30 Uhr: Andacht.
Sonntag (6. Dezember): 2. Advent.
Stadtkirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Lautenſchläger. — Vorm.
11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Heß. — Nachm. 5 Uhr: Abendgottesdienſt mit
ier des heiligen Abendmahls. Pfarrer Wagner.
Die Stadtkirche iſt wochentags von 9—4 Uhr zu ſtiller Andacht geöffnet. Eing. Nordtüre.
Stndtkapelle. Vorm. 8,30 Uhr: Morgenandacht. Pſarrer Wagner. — Vorm. 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt. Pfarrer Heß.— Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfr. F. Müller.
Schloßkirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Dr. Berger. — Vorm.
11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Dekan Zimmermann.
Amtshandlungen an Auswärtigen: Pfarver Lautenſchläger.
Gemeindehaus (Kiesſtraße 17). Sonntag, 6. Dez., abends 8 Uhr: Adventsfeier der
Markusgemeinde. — Jugendvereinigung der Stadtgemeinde (gemeinſamer Abend). —
Montag, 7. Dez., abends 8 Uhr: Jugendbund der Lukasgemeinde. — Dienstag, 8. Dez.”
abends 8 Uhr: Frauenverein der Kaplaneigemeinde. — Kirchengeſangverein der
Stadt=
kirche. — Jugendvereinigung der Stadtgemeinde. — Mädchenvereinigung der
Refor=
mationsgemeinde fjüngere Abtlg.). — Mittwoch, 9. Dez., nachm. 4 Uhr: Jungſchar der
Stadtgemeinde. — Abends 6 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer F. Müller. — Abends 8 Uhr:
Kirchengeſangverein der Stadtkapelle und Schloßkirche. — Jugendbund der
Markus=
gemeinde. — Mädchenvereinigung der Reformationsgemeinde (ältere Abtlg.). —
Donnerstag, 10. Dez., abends 8 Uhr: Familienabend Reformationsgemeinde. —
Jugend=
bünde der Lukas=, Markus= und Schloßgemeinde. — Freitag, 11. Dez., abends 8 Uhr:
Mütterabend der Stadtgemeinde. — Jugendbund der Kaplaneigemeinde.
Konfirmandenſaal im Schloß. Dienstag, 8. Dez., abends 8 Uhr: Mädchenvereinigg.
der Schloßgemeinde. — Mittwoch, 9., und Samstag, 12. Dez., nachm. 2—4 Uhr:
Hand=
arbeitsſchule der Stadtgemeinde. — Donnerstag, 10. Dez., abends 8 Uhr:
Jugendver=
einigung der Stadtgemeinde. — Samstag, 12. Dez., abends 8 Uhr: Jugendvereinigung
der Stadtgemeinde, Poſaunenchor.
Diakonenſtation für männliche Krankenpflege: Heidelberger Str. 21. Fernſpr 2883
Ev. Bohlfahrtsdienſt: Gemeindehaus, Liesſtr 17, Vorderhs , 1 Treppe
Sprech=
ſtunden vorm v. 10—12 Uhr u nachm. (außer Samstags) v. 5—6 Uhr. Fernſpr. 4584.
Martinskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Köhler. — Vorm. 11 Uhr:
Kindergottesdienſt für die Martinsgemeinde Weſt. Pfarrer Dr. Berger. — Abends 6 Uhr:
Abventsgottesdienſt mit Feier des heiligen Abendmahls. Landeshirchenrat D. Waitz.
Anmeldung von 5,30 Uhr an in der Sakriſtei.
Mittwoch, 9. Dez., abends 8 Uhr: Bibelſtunde im Martinsſtift. — Abends 8 Uhr:
Bibelſtunde im Gemeindehaus: „Matth. 18, 21—35”,
Martiusgemeinde (Kirchl. Veranſtaltungen). Montag, 7. Dez., abends 8 Uhr, im
Martinsſtift: Mütterabend (Oſt); im Gemeindehaus: Haupt= und Mitgliederverſammlung
des Frauenvereins. — Dienstag, 8. Dez., abends 8 Uhr, im Martinsſtift: Lirchenchor;
im Gemeindehaus: Jugendvereinigung. — Mittwoch, 9. Dez., nachm. 2 Uhr, im
Ge=
meindehaus: Handarbeits= und Strickſchule. — Donnerstag, 10. Dez., abends 8 Uhr, im
Martinsſtift: Mädchenvereinigung (Oſt); im Gemeindehaus: Mädchenvereinigung (Weſt);
Mauerſtr. 5: Poſaunenchor. — Freitag, 11. Dez., abends 8 Uhr, im Martinsſtift:
Kirchen=
chor; im Gemeindehaus: Mütterabend (Weſt); Jugendvereinigung (ältere Abtlg.). —
Samstag, 12. Dez., nachm. 2 Uhr, im Gemeindehaus: Handarbeits= und Strickſchule.
Fohanneskirche, Borm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfr. Goethe. — Vorm. 11,15
uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm.5 Uhr: Predigtgottesdienſt m. hl. Abendm. Pfr. Marx.
Veranſtaltungen: Montag, 7. Dez., abds. 8 Uhr: Bibelſtunde im Gemeindehaus.
Pfr. Marx. — Donnerstag, 10. Dez., abds. 8 Uhr: Bortragsabend des Männervereins.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Vorm. 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt. Pfr. Marx. — Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Marx.
Veranſtaltungen: Donnerstag, 10. Dez., abends 8 Uhr: Mütterabend.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde). Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Frle. — Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt für beide Bezirke. Pfarrer Frle. —
Abends 6 Uhr: Abendgottesdienſt. Pfarrer Weiß.
Veranſtaltungen: Sonntag, 6. Dez., abends 8,15 Uhr: Jugendvereinigung. —
Montag, 7. Dez., nachm. 3 Uhr: Vorſtandsſitzung des Frauenvereins. — Abends 8,15
Uhr: Mädchenvereinigung (alle Gruppen zuſ.). — Dienstag, 8. Dez., abends 8,15 Uhr:
Poſaunenchor. — Mittwoch, 9. Dez., abends 8 Uhr: Bibelſtunde für den Oſtbezirk im
Gemeindehaus über: „Feſaias”. Pfarrer Weiß. — Abends 8 Uhr: Bibelſtunde im Saal
der neuen Trainkaſerne über: Lebensbilder aus dem Propheten”. Pfarrer Irle. —
Donnerstag, 10. Dez., abends 8 Uhr: Poſaunenchor. — Abends 8,15 Uhr: Adventsabend
des Frauenvereins. — Freitag, 11. Dez., abends 8 Uhr: Mädchenchor. — Abends 8,15
Uhr: Kirchenchor. — Samstag, 12. Dez., abends 7,30 Uhr: Singekreis.
Pauluskirche, Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfr. Rückert. — Vorm. 11,15 Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfr. Rückert. — Nachm. 5,15 Uhr i. d. Kirche: Vorführg. u. Deutungd.
Beihnachtstafel des Iſenheimer Altars durch Dr. Zeh aus Heppenheim a. d. Bergſtr.
Veranſtaltungen: Sonntag, 6. Tez. abds. 8 Uhr: Jugendvereinigung. —
Mon=
tag, 7. Dez., abeds. 8 Uhr: Jugendbund.— Dienstag, 8. Dez., abds. 8 Uhr: Kirchenchor.
— Donnerstag, 10 Dez., abds. 8 Uhr: Mütterabend. — Freitag, 11. Dez., abds. 8 Uhr:
Kirchenchor. — Samstag, 12. Dez., abds. 8 Uhr: Jugendvereinigung.
Stiftskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Waldeck. — Borm. 11.15
Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm. 5 Uhr: Abendmahlsgottesdienſt m. Beichte. — Ev.
Sonntagsv.: Nachm. 4—7 Uhr: Vereinsſtdn. — Donnerstag, 10. Dez., abds. 8 Uhr: Betſt.
Stadtmiſſion (Mühlſtr. 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr: Gebetsſtunde. — Vorm. 11 Uhr:
Kindergottesdienſt. — Nachm. 3,30 Uhr: Bibelſtunde. Herr Bringmann. — Montag,
nachm. 4 Uhr: Miſſionsarbeitsſtunde. — Dienstag, nachm. 4 Uhr: Frauenbibelſtunde. —
Abends 8,30 Uhr: Blaukreuz=Bibelſtunde. — Mittwoch, abends 8,30 Uhr: Gemiſchter
Chor. — Donnerstag, abds. 8,30 Uhr: Bibelſtunde. Prediger Neuber. — Freitag, abds.
8,30 Uhr: Bibelſtunde in der Kinderſchule, Beſſunger Straße 80. Prediger Neuber.
Samstag, abends 8,15 Uhr: Poſaunenchpr.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtr. 24). Sonntag, nachm. 2,30 Uhr: Bibelbeſprechſtunde
für junge Männer. — Nachm. 4,45 Uhr: Bibelbeſprechſtunde für junge Mädchen. — Abds.
7.30 Uhr: F. K.=Stunde für junge Männer. — 8,30 Uhr: Spielkreis und Gebetsſtunde für
junge Mädchen. — Dienstag, abends 8,30 Uhr: Freundeskreis für junge Mädchen:
Bibel=
beſprechſtunde, Herr Bringmann. — Mittwoch, nachm. 2,30 Uhr: Kinderbund für
Mäd=
chen. — 4,30 Uhr; Kinderbund für Knaben. — Abds. 8,30 Uhr: Freundeskreis für
junge Männer. (Neue Dichtungen: Fr. Woltmann.)— Donnerstag, abds 8 Uhr:
Gebets=
ſtunde für junge Männer — Samstag, nachm 4 Uhr: Kinderbund für gnaben.
Heimabende für ortsfremde junge Mädchen: Freundinnenheim, Sandſtr. 24 Jeden
Donnerstag, abds. 8,15—10 Uhr: Zuſammenkunft. — Jeden zweiten und vierten
Mitt=
woch im Monat: Nähen und Zuſchneiden. — Donnerstag, 10. Dez.,: Singe=Abend (Herr
Pfr. v. b. Au); zugleich Abſchiedsabend für zwei Bräute. — Donnerstag, 17. Dez., Adv.=
Weiheſpiel. — Sonntag, 13. Dez., abendé 6 Uhr: Gemeinſame Teilnahme an der
Abendmahlsfeier in der Beſſunger Kirche.
Chriſtlicher Berein junger Männer e. B. (Alexanderſtr. 22, Infanteriekaſerne, Hof
links). Samstag, abds. 8 Uhr: Abend der Jung=Bäcker: Vortrag von Herrn
Stadt=
miſſionsinſpektor Bringmann: „Vom fröhlichen Leben deutſcher Jungbäcker”. — Sonn=
tag, abds. 8.30 Uhr: Mitgliederverſammlung. — Dienstag, abds. 8 uh=
— Mttwoch, abds. 8,30 Uhr: Bibelſtunde der Hauptabteilung. — Donneräte
abend. — Freitag, abds. 8 Uhr: Turnen in der Ludwigs=Oberreglſchule.
Samstag, 5. Dezember 70
—
B.K. im Bund deutſcher Vibelkreiſe, Darmſtadt, Aeronderſ. 2
6. Dez., nachm. 4 Uhr: Zuſammenkunft aller Kreiſe. — Alle Wochenvero
werden dort bekanntgegeben.
Deutſcher Bund der Mädchen=Bibelkreiſe, Stiftsſtr. 16. Samstag, 5.d
5—6 Uhr: „Heller Schein” (Schül. 12—14 J.). — Dienstag, 8. Dez
Arbeitsgemeinſchaft — Mittwoch, 9. Dez., nachm. 8—4,30 Uhr: „Heller Ei
14—16 J.). — Donnerstag, 10. Dez., abends 8 Uhr: Bibelbeſprechung (lters
Die Ehriſtengemeinſchaft. In der Städt. Akademie f. Tonkunſt, gIiſe
2. Abbents=Sonntag, 6. Dez., 10 Uhr: Menſchenweihehandlung mit Predi=
Kinder=Sonntagshandlung. — Nachmittags und Abends: Offentliche W.
16,30 Uhr: für die Kinder (Nikolaus); 20 Uhr: Ausſprache, Vorleſen, Muſil.
Raum Alexanderſtr. 22: Menſchenweihehandlung: Mittw., 9. Dez, 7.465 5
rade
nerstag, 10. Dez., 10,30 Uhr: Mittw., 9. Dez., 20,15 Uhr: Liturg. Leſung.g.d. o
word
Möttlinger Freundeskreis: Montag, den 7. Dez., abends 8 Uhr im R
ande
Stiftſtr. 51, Bibelſtunde.
Sonſtige Gemeinſchaften.
Evgl. Gemeinſchaft, Schulſtr. 9. Sonntag, vorm. 10 Uhr: Predigt; 11 m
tagsſchule; 8 Uhr: Predigt. Montag, abds. 8,15 Uhr: Jugendverein. Diendtch ”!
4 Uhr: Frauenmiſſionsverein; 8,15 Uhr: Singſtunde. Mittwoch, nachmn. 3 Uhr 79
ſcher Unterricht. Donnerstag, abds. 8,15 Uhr: Adventsandacht.
Methodiſten=Gemeinde (Evgl. Freikirche, Wendelſtadtſtr. 38). Sonntaut
vorm. 11 Uhr: Sonntagsſchule. Abds. 8 Uhr: Schlußverſammlung der Eoumm
„Der Triumph der Gnade Gottes”. Mittwoch, 9. Dez., abds. 8 Uhr: Bibele7.36
ſtunde. „Der Glaubensweg der Alten.” Freitag, 11. Dez., abds. 8 Uhr: Frauenmp
Gemeinde gläubig getaufter Ehriſten (Baptiſten), Mauerſtr. 17, Sonntul
vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt u. Feier des hl. Abendmahls. Um 11 Uhr: Sonundl u
n ur
Abds. 8,15 Uhr: Predigt. Dienstag, 8. Dez., abds. 8,15 Uhr: Jugendſtunde.FRl.
9. Dez.; abends 8,15 ühr: Bibelſtunde. Freitag, 11. Dez., abds. 8,30 umt im Driſte
verſammlung. — (Prediger: M. Hähnel.)
„un Kräfte, die
Ehriſtl. Gemeinſchaft Darmſtadt (Mollerſtr. 40). Sonntag, 6. Dez, bormmſk, dem Stein beit
Andacht (Pred. Kruſt); vorm. 11,15 Uhr: Sonntagsſch., nachm. 4 Uhr: Senonzt!
kündigg. (Pred. Kruſt). Abds. 8 Uhr: Jugendbundſtde. Diestag, abds. 8,15 Uhrmpie Zhmuck etwba.
Schloßkapelle Kranichſtein. Vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt, anſchließendu Krnde Antwort auf
heiligen Abendmahls. Pfarrer Grein.
Ehriſtlich=wiſſenſchaftliche Bereinigung (Chriſtian Science Soctethl imtihlt M deutichle. Alt
Aula der Landesbauſchule, Neckarſtraße 3. Gottesdienſt jeden Sonntag, vogzlnukiet für alle 54
und jeden Mittwoch, abends 8,15 Uhr. Thema am 6. Dezember: Gott die einens Feit das Eige!
und der einzige Schöpfer; Predigt: Pſalm 33:6.
Ehriſtliche Berſammlung, Zimmerſtraße 4. Sonntag, den 6. Dez., vorm 1.M uud Baueri. A
Sonntagsſchule. Nachm. 4 30 Uhr: Verkündigung des Wortes Gottes.— Miit / vir hören, oft
9. Dez., abends 8,15 Uhr: Gebetsſtunde. — Freitag, den 11. Dez, abendcnhn gleinods b
Bibelſtunde. — Jedermann iſt herzlich eingeladen.
Advent=Gemeinde, Waldſtraße 18. Sonntag, 20 Uhr, Lichtbildervortran butal M.20
Willen und Weg in der Weltgeſchichte, oder wie löſt die Bibel die Kriegsfrage//MFreichen Chronl
tag, 20 Uhr, Gaſtvortrag: Die Zeit des Gerichtes und der Maßſtab bei, „ichzr von Anſhelm
Mittwoch, 14,30 Uhr: Kinderſchule u. Unterricht.— Donnerstag: Baſtelabend.41 4hn bengen an den
Gebetſtunde. — Samstag, 8,30— 11.30 Uhr: Gottesdienſtliche Verſammlung
* Mdie einen jeden
Auswärtige Gemeinden.
„ht Verhör und F
Evgl. Gemeinde Eberſtadt. Vorm. 9,45 Uhr: Hauptgottesdienſt. Ayu) jehrten ſich nick
Kindergottesdienſt. 4 Uhr: Aterenkreis im Gemeindehaus. Montag, 5,30 Uhmnbzünfe eben mit zur
jungſchar II; 8 Uhr: Jüngerenabend der Buben. Dienstag, 8 Uhr: Frauenalru
Kirche. Mittwoch, 2 Uhr: Nähſtube des Frauenvereins; 5.,30 Uhr: Bubenzummttumte, wurde gehat
6 Uhr: Mädchenjungſchar 1; 8 Uhr: Kirchenchor in der Kirche. Donnerstag, u chn, auch dieſer 2
Mädchenjungſchar III; 6 Uhr: Bubenjungſchar T; 8 Uhr: Singekreis, Freitaga hiümmter Zeit de
Mädchenjungſchar IV; 6 Uhr: Bubenjungſchar I; 8 Uhr: Jüngerenabend den
Samst., 4 Uhr: MädchenjungſcharV. Prov. Pflegeanſtalt: Nachm. 1,30 Uhr: 0. g ſreit: „O, um Ge
Evgl. Kirche zu Nieder=Ramſtadt. Sonntag, 6. Dez. (2. Adb.): Bormmmice chrei will nicht
Hauptgottesdienſt; abds. 8 Uhr: Gottesdienſt mit anſchließender Feierdeshei
mahls in Waſchenbach. Montag: Jugendvereinigung. Mittwoch: Kirchenchat. 190u4 und lacht dar
men die Bauern,
tag: Frauenverein. Freitag: Jungmädchenverein.
Eval. Kirche zu Ober=Ramſtadt. Sonntag, 6. Dez., 10 Uhr: Gottesdiemt” zuonſt war und
Kindergottesdienſt. 5 Uhr: Aventsandacht. Montag, 6 Uhr: Bubenfungſchwn
Jugendverein. Dienstag, 6—7 Uhr: Bücherausgabe. — 8, Uhr: Miſſionslichtft
in der Kirche. Mittwoch, 5 Uhr: Mädchenjungſchar; 8,30 Uhr: Kirchenchor. Sarzhen 3
6 Uhr: Bubenjungſchar; 8,30 Uhr: Poſaunenchor. Freitag: Mädchenverein. 1Ff ſiw
Aa
Jugendverein.
Evgl. Gemeinde Roßdorf. Sonntag, vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdiems V4 auf Rugen,
für Kirche Weickartshain; vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Nachm. 3 Uhrckd hiß man kaum
Arbeiterverein. Abends 8 Uhr: Beiheſpiel von Emma Lehn „Das chriſtliche ABuhalten; denn de
im Saale des „Darmſtädter Hof”, Montag: Frauenverein. Dienstag, nack=
Jungſchar Mädchen ält. Gruppe. Abends 8,30 Uhr: Kirchengeſangverein. ugliell Meerwaſſer
nachm. 3 Uhr: Jungſchar Mädch. jüng. Gr. Abds. 8 Uhr: Weiheſpiel „Das chrift Mmſtein am Stra
jahr.” Donnerstag, 8 Uhr: Jugendfeier a. d. Lutherlinde. Abds. 8,30 Uhr: BoG) Wiſſenſchaft
Evgl. Gemeinde Traiſa. Sonntag, 2. Advent, 10 Uhr: Gottesdien!
Kindergottesdienſt der Gr., 13 Uhr: Kindergottesdienſt der Kl., 20 Uhr: Wvess” ) wird man dieſ
Montag: Mädchengruppe. Mittwoch: Bubengruppe. Donnerstag: Bibelſturw Mell. Es bleibt d
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rthauz/rn Karthäuſer Kloſterſee liegt ein ungeheurer Bern=
5. Dezember 1931
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 337 — Seite 9
Der Bernſtein in der Volkskunde.
Von Dr. Arno Schmidt=Danzig.
delm Mannhardt, der weltbekannte Danziger Folk= burgern, wo begüterte Geſchlechter Kolliers von großen Stücken
mhlogſt graben, der den Wert von halb Kaſſubien aufwiegt.
zun oißliche ſo arm ſein wird, daß die Pfarrländereien nur
t eingmöferde und mit einem Ochſen beackert werden, findet
der ueuß= und das aufgehobene und verfallene Kloſter wird
ſeinenn art Größe wiedererſtehen.
Bertyſu im Binnenland? Ja, verehrter Frager, das iſt gae
ht ſelzuſg, denn gerade größere Stücke ſind im Geſchiebe des
gellanz” gefunden worden, und tiefe, trichterförmige
Bern=
k pkgulogam Waldrande bei Bankau ſind noch heute dem
Auopolza uer Beſtimmung nach bekannt. Wer nach den volks=
plichem beziehungen des Bernſteins ſucht, wird zunächſt
über ungint ſein, daß der Stein, den man von Alters her
demu ſnkenden Golde vergleicht, in ſeiner engeren Heimat,
Strzugebiet, ſo wenig Verwendung und noch weniger
niftlichie deutung erfahren hat. Sagt doch Violet in ſeiner
chichtchr Danziger Nehrung: „Im 16. und 17. Jahrhundert
das echer das einzige edle Metall, womit ſich die
Nehrun=
ſchmöten; nur hin und wieder trug man auch
Schmuck=
en vymBernſtein.” Kannten die Leute denn nicht die ge=
4nniswſialn Kräfte, die ſeit Plinius von den Gelehrten und
Dielu Augelehrſti dem Stein beigemeſſen wurden? Verſchmähten ſie
em a gelbünSchmuck etwa, weil er ihnen zu alltäglich erſchien?
könrna die Antwort auf dieſe Fragen nur aus der Tatſache
edin Süten, ndß der deutſche Ritterorden und ſeine Rechtsnachfolger
„SStram)ebiet für alle Funde, ſei es gegrabenen oder ſei es
ſchtenncein, das Eigentumsrecht in Anſpruch nahmen.
Fiſchſe und Bauern mußten bei den barbariſchen Strafen,
ddenem oir hören, oft nur aus reiner Angſt auf den Beſitz
flocketnn, Kleinods verzichten. Der Dominikaner=Mönch
von ( zmau in Danzig erzählt davon höchſt anſchaulich in
n. 5 inlasreichen Chronik: Der Vogt von Samland, der
„Shensbikulet von Anſhelm von Loſenberg, verbot das
Sam=
bbeiſdn hengen an dem negeſten bom (Baum). Er hielt
geinden ſeinecpi die einen jeden töten durften, den ſie auf der Suche
en a.M Verhör und Frage. Die Preußen waren dies
un=
uhnt fun kehrten ſich nicht an das Verbot. Das
Bernſtein=
gefite eben mit zur Fiſcherei. Aber jeder, den man
greifen jante, wurde gehangen: Doch ſchließlich verſtarb, wie
Menzan, auch dieſer Anſhelm, und ſo kam es, daß noch
ſie zu zeimmter Zeit des Jahres ein Geiſt am Strande ſich
undn ſreit: „O, um Gott, Bornſtein freh! Bornſtein frey!
das 1gſchrei will nicht enden, aber der Hochmeiſter hält es
Einb zlung und lacht darüber: „Gott gönnt uns den Stein
) mmneni die Bauern, wenn all ihr Mühen mit Haken und
mSchern ſaſonſt war und Hunderte in Zeiten der Not dem
bote utzten.
Un Lut Im lehen Zuſammenhang erzählt der pommerſche Autor
ſia M einen evölkerten Stadt und einem großen Walde an der
m4wber „Aek auf Rügen, die beide untergegangen ſind. Von
chiend Y= Stadt eiß man kaum noch, aber der Wald hat ſich noch im
Aeh 24a hchtnins rhalten: denn das Herz der verſunkenen Bäume iſt
vreih 2e ſem ſſ üigen Meerwaſſer zu Stein erſtarrt und wird heute
ſBeeing als ſhenſtein am Strande gefunden. Wenn man bedenkt,
de An4 /4 jungn de Wiſſenſchaft von der Erkenntnis ſeines wahren
10 M. Syrungyᛋ, wird man dieſer Sage vom Bernſtein kein hohes
fi der A.3
er beimmen. Es bleibt dabei, daß die Ueberlieferung ſeiner
„undyiten Beziehungen gerade in den Strandlandſchaften
llenza /arſam iſt.
öm terlande, z. B. in den Weichſelwerdern, iſt es
da=
u nichſt ingewöhnliches, Bernſteinketten, =Herzen und =
Bän=
in rejchr und ſchöner Form als Bauernſchmuck und alten
„eſlienlueßz anzutreffen. Das gilt auch ausdrücklich von den
fſäliſche Bauern von heute und beſonders von den Bücke=
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Kroumts Darmſtadt und den
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mazn wiederholt darauf
auf=
un, „1z auch noch
Fundgegen=
voyſhaden ſind, die in früheren
mit Brillanten und Perlen verarbeiten ließen, oft zum
Braut=
ſchmuck beſtimmt. Alte Familienſtücke erkennt man an der
ver=
änderten Farbe, ſie bekommen mit der Zeit einen eigenartigen
ſiumpfroten Ton. Im Schaumburgiſchen, bei Minden und
Ravensberg fallen als Schmuck der Mädchen und Frauen ſchwere
Bernſteinketten auf, die ſogenannten Krallen (Korallen), Flüöte=
Krallen, denen man auch Heilkraft gegen allerlei Uebel zuſchreibt.
Schon der obengenannte Grunau verzeichnet aus dem
mittel=
alterlichen Arzneiſchatz, der auf das Altertum zurückgeht, allerlei
heilſame Rezepte vom Bernſtein. In Norddeutſchland iſt das
Wort in der Lautform bornſteen (Brennſtein) ſeit dem 13.
Jahr=
hundert bekannt, hat ſich aber in der hochdeutſchen Schriftſprache
erſt im 18. Jahrhundert durchgeſetzt. Vorher heißt er in den
Wörterverzeichniſſen und bei den Schriftſtellern des 16. und 17.
Jahrhunderts Agſtein und Augſtein, aus dem lateiniſchen achatis
abgeleitet. Durch dieſe Unſicherheit in der Bezeichnung des
Steins wird verſtändlich, daß er mit dem Achat, dann auch mit
dem Magneten, ſpäter mit dem gelben Luchsſtein, und da er auf
dem Waſſer „ſchwimmt”, mit der Ambra verwechſelt wird, ſo
geht auch der nachſpürende Volkskundler nicht überall ſicher
bei dieſer Vermengung, aber die nachfolgenden Kennzeichen des
Agetſteines aus einem alten plattdeutſchen Herbarius von 1483
laſſen ſich noch heute in den verſchiedenartigen Gebrauch des
Bernſteins nachweiſen:
Agetenſtein is ſwart ok rot mit gryſen ſtrimen. We den by
ſick drecht, deme will nicht gern ein erupende der (Tier) edder
ein ſlingende worm ſchaden don. We one ok (ihn auch) drecht
mit Kuſcheit (Keuſchheit), den maket he den luden anneme onde
behelik (angenehm und günſtig). We den agetſtein by ſeynem
hovede (Haupt) hefft des nachtes, wan he ſlop (wenn er ſchläft),
deme kommen vele wunderlike drome vor (dem kommen viele
wunderliche Träume vor). Darum gilt er bei vielen als Mittel
gegen Kopfſchmerzen. Der alte Konrad von Megenberg
empfiehlt ihn bei Schmerzen der Stirn und der Augen. Kinder,
die an ſkrofulöſer Augenentzündung leiden, läßt man Halsketten
von Bernſtein oder gelben Glasperlen tragen. Nach dem
Grund=
ſatz der Homöopathie gilt der Stein in Mecklenburg und
Ruß=
land als Schutz gegen Gelbſucht, da er die Kraft habe, Galle
aus dem Körper zu ziehen. In der Hand getragen, dämpft er
die Hitze des Fiebers. Zu Pulver zerſtoßen, wird er gegen
Scabies und Geſchwüre verwendet. Auch gegen Rheuma und
Halsbeſchwerden iſt er gut.
Schon in Grabbeigaben der Steinzeit findet ſich der
Bern=
ſtein häufig als Schmuck in Form von Anhängern, Perlen und
Ketten. Sicher war er damals außerdem ein Mittel der
Ab=
wehr gegen Krankheiten und böſe Geiſter. In Dänemark ſchenkt
man noch heute den kleinen Kindern ein Bernſteinherz als Schutz
gegen Beſchreiung. Im frühen Mittelalter verboten Biſchöfe
Ketten aus Bernſteinperlen als heidniſchen Brauch.
Wie primitive Leute noch jetzt vom Wachſen der Steine und
Erze ſprechen und ihnen organiſches Leben verleihen, ſo tun es
auch unſere Fiſcher, wenn ſie das plötzliche Auftreten großer
ge=
lagerter Mengen von Bernſtein in der Nähe des Strandes
er=
klären wollen. Bei einem ſolchen Funde im März 1911 in der
Nähe von Kahlberg äußerten ſie ſich: Es habe ſo ausgeſehen,
als ob immer mehr aus der Tiefe quoll. Und im Dorfe ſagten
die Alten, eine Bernſteinader ſei geplatzt.
„Der Wunder höchſtes iſt, daß uns die wahren,
echten Wunder ſo alltäglich werden können.”
Die bayeriſchen Kronjuwelen werden in London verſkeigerk.
Die Krone König Ludwigs des Erſten,
die 1832 in den Beſitz der Wittelsbacher gelangte.
Der berühmte Blaue Diamant der
Wittels=
bacher, der 35 Karat wiegt.
Bei dem Londoner Kunſthändler Criſtie gelangen im nächſten Monat koſtbare Stücke aus dem Kronſchatz der Wittelsbacher zur
Verſteigerung. Es handelt ſich durchweg um Brillanten von einer Größe, wie ſie nur ſelten auf den Markt kommen.
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Seite 10 — Nr. 337
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Die kirchliche Trauung findet Sonntag, den 6. Dezember 1931,
nachmittags 3 Uhr, in der Martinskirche ſtatt.
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Am 3. Dezember d. Js. wurde durch einen
Unfall während des Dienſtes
Hert Heitich Krahfer
Polizeiwachtmeiſter
im Alter von 21 Jahren plötzlich aus unſerer
Mitte geriſſen.
Wir verlieren in ihm einen gewiſſenhaften,
zuverläſſigen und treuen Beamten, deſſen
An=
denken wir ſtets hochhalten werden.
17507)
Heſſiſches Polizeiamt
Mainz.
Vohmann, Polizeidirektor.
Am 3. Dezember entſchlief nach langem, ſchwerem Leiden
mein innigſigeliebter Mann, unſer treuſorgender Vater
Oifd Panpott
Zahlmeiſter a. D.
Steuerinſpektor.
Dſe tieftrauernden Hinterbliebenen:
Liſette Wallbott, geb. Viſſel
Otto Wallbott jr. und Frau
Wilhelm Wallbott.
Darmſiadt, Hamburg, den 5. Dezember 1931.
Die Beerdigung findet Montag, den 7. Dezember,
11½ Uhr, von der Kapelle des Waldfriedhofes aus ſiatt.
Von Beileidsbeſuchen bittet man Abſiand nehmen zu
wollen.
Statt beſonderer Anzeige.
Unſer lieber Vater, Großvater, Bruder,
Schwager und Onkel
Aodff Heitgaro
Kaufmann
ging geſtern zur ewigen Ruhe ein.
Für die Hinterbliebenen:
Käthe Burkhardt, geb. Reichard.
Darmſtadt, Kaſinoſtr. 42, Frankenſtein, Pfalz,
den 4 Dezember 1931.
Die Beerdigung findet in aller Stille ſiatt.
17496)
Todes=Anzeige.
Statt beſonderer Anzeige.
Durch Unglücksfall bei einer Schießübung verſtarb
am 3. ds. Mts. früh unſer lieber Sohn
Heinrich Trayſer
Polizeiwachimeiſter.
Dies zeigen tieſbetrübt an als Eltern:
Heinr. Trayſer, Frau u. Kinder
Die Braut: Anni Hauſt.
Heute früh entſchlief ſanft nach einer Operation
unſere liebe Tochter und Schweſter
Dulſe Tumänn.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie A. Hollmann.
ri.
Gourinenl
Da1
Schreihma
Beerdigung: Montag, den 7. d. Mts., 3 Uhr, auf
dem Waldfriedhof.
Die Beerdigung findet Montag, den 7. Dezember,
nachmittags 3 Uhr, auf dem alten Friedhof ſtatt.
Von Kondolenzbeſuchen bitten wir abſehen zu
Zen.-Witz?
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DARMS.
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Hiermit die traurige Mitteilung, daß heute am 3. Dez.
1931, abends 22¾ Uhr meine liebe Frau, unſere gute
Tochter und Schwägerin
Frau Anna Eliſabeth Beber, geb. Stephan
im Alter von 31 Jahren ſanft entſchlafen iſt, (17470
Die Hinterbliebenen:
Georg Weber, Poſtſchaffner u. Kinder
Familie Stephan und Angehörige.
Berichtigung.
Die Beerdigung von
Herrn Richard Schlich
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ſindet heute Samstag, den 5. Dez,
nachmittags 1½ Uhr, in Höchſt
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Hr= Ramſtadt muß
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,isyüſſ e: Pfungſtadt — Arheilgen, Langen — Bickenbach,
Gugſeim — Walldorf, Groß=Zimmern — Bensheim, Groß=
Untl — Leider, Damm — Aſchaffenburg, Tgſ.
Obern=
buny Klein=Wallſtadt.
Eleiſte ſuft.fſe: Tgſ. 1875 — Heppenheim, Lorſch —
Reichs=
hauchswrendlingen — Beſſungen, Egelsbach — Tgde. 1846.
We lſehlen — Worfelden, Wallerſtädten — Groß=Gerau.
alaſ: Eberſtadt — Auerbach, Zell — Seeheim, Ober=
Ram=
ſtatz- Crumſtadt. Urberach — Nieder=Ramſtadt, Hahn —
Weßitſiadt.
glaſi Eberſtadt — Auerbach, Schwanheim — Kirſchhauſen,
Zwcherberg — Alsbach, Stockſtadt — Griesheim,
Gerns=
beiy=Groß=Hauſen, Ober=Ramſtadt — Münſter. Erzhauſen
—Yher=Ramſtadt, Poſtſportverein — Buchſchlag.
In Aukreisklaſſe ſpitzt ſich die Lage immer mehr zu, je
en es xi Ende geht. Arheilgens Führung iſt ſtark bedroht.
fletzteng wiele gegen Langen ſollte man ihm ſchon einen Sieg
76 wäre dann die Meiſterſchaft geſichert, wenn beide
ſite in ſungſtadt geholt werden. Wie ſchwer dieſe Aufgabe
zeigenr9 Erfolge der Platzelf. Vier Spiele der Rückrunde mit
Punkugund nur einen durch Langen erzielten Tor dürfte den
enig Ausſicht einräumen. Dennock
ſei des „ages. Bickenbach hat ſeinen zweiten Platz in Langen zu
digen Faſt ſcheint es, als wollten ſich die Vorwärtsleute
nal mütinem ſchlechten Platz begnügen. Sie haben immerhin
rei jöele und Bickenbach wird gut tun, vorſichtig zu ſein.
liekys in Griesheim, wo der Schlußmann Walldorf ſpielt.
iLage ausſichtslos durch das Pech, vier Spiele mit
ſond literſchied zu verlieren. Auch Griesheim muß auf der
„basheim ſitzt noch nicht ganz in der Laube und wird
Sümern große Anſtrengung machen müſſen. Wenn die
ſerfram in der Ortsgruppe auch bereits entſchieden iſt, ſo
deriAalkampf Damm — Aſchaffenburg viele Zuſchauer
an=
uno nach dem neueſten Kreisbeſchluß, zwei Mannſchaften
ur wan den Spielen um die D.T.=Meiſterſchaft teilnehmen.
nahat noch Ausſicht für den zweiten Platz. Die Taſ.
in deit Neiſterklaſſe ſpielt die Tgſ. 1875 daheim gegen
wenheimnd wartet wohl mit einem Siege auf. Die übrigen
mſtädttnVereine ſpielen auswärts. Während man der
Reichs=
n einem ſieg in Lorſch zutrauen darf, wird die Tgde 1846 mit
m Ununhreden in Egelsbach zufrieden ſein, Beſſungen kommt
Fprendſtinen wohl kaum um eine Niederlage herum. Im Ried
ſertet iAfskehlen den Tabellenführer Worfelden. Die Gäſte
eben ui ſo guter Verfaſſung, daß ſie auch aus Wolfskehlen
hlagurgeimkehren. Wallerſtädten ſpielt das Rückſpiel gegen
NAKGereru und wird die 0:2=Niederlage wettmachen.
Die AFfaſſe bringt als wichtigſte Begegnung der Bergſtraße
Spiel /Gerſtadt — Auerbach. Die Platzelf darf keinen Punkt
genkert, enn die Bewerbung um den erſten Platz weiter be=
FFeun ſoll. 4: Tabellenführer Seeheim ſpielt in Zell und holt ſich
wei Unkte. Die Riedgruppe bringt zwei ſehr bedeutende
enike Wlſe. Mictr=Ramſtadt muß nach Urberach, wo Crumſtadt
kürz=
uüwei Fükte einbüßte. Das Spiel Ober=Ramſtadt gegen
Crum=
veramſaulicht die Tabelle.
iu Eön des Klaſſe beendet die Südgruppe die diesjährige Runde.
hier zul die Tabelle Aufſchluß über die Chancen des Spieles
ſanheizn gegen Kirſchhauſen. Die Nordgruppe ſteht ebenfalls
vor dienübſchluß und bringt erſt im letzten Spiel den Meiſter
S deſer Buchſchlag, Erzhauſen oder Münſter zu ſuchen iſt.
WRied iMte wohl Groß=Hauſen das Rennen machen, nachdem
ſtadtl weite in letzter Zeit etwas abgefallen iſt.
ürheilg 12 Spiele 44: 16 Tore 17 Punkte: Bickenbach 12
IM 16: Gesheim 12 38:32 15: Pfungſtadt 12 27:24 13:
Groß=
ſern M 9:39 11: Bensheim 12 27:33 10; Langen 11 23:29 7:
dorf /t17 :38 4. — Pfungſtadt hat einen Einſpruch laufen,
m. d.5 Punkte einbringen kann.
Meiſiteklaſſe: I. Reichsbahn 8 Spiele 62:29 Tore,
bunktet, Sorendlingen 7. 43:17 13: Tgſ. 1875 8 35:25 11:
MR
27:27 5: Lorſch 8 24:36 5: Egelsbach 7 18:39 4:
18:54 4: Beſſungen 6 18:25 2.
„Win lden 6 Spiele 43:10 Tore, 12 Punkte; Büttelborn
Pallerſtädten 7 20:23 8: Wolfskehlen 6 22:21 6;
9:16 2: Erfelden 7 13:41 2. — Die Spiele gegen
Iln n icht gewertet.
Iſe T. Seeheim 8 Spiele 49:16 Tore, 16 Punkte;
5:23 14: Auerbach 9 34:30 12: Zell 9 23:48 4:
M12:43 4: Birkenau 9 13:14 2.
Nkor Ramſtadt 8 Spiele, 35:28 Tore 13 Punkte;
Ober=
dt 70 4u9 9: Hahn 7 31:21 9: Crumſtadt 7 31:24 9; Ur=
FCNR6; Weiterſtadt 5 12:27 1: Roßdorf 8 22:50 1.
BKliſe: I. Zwingenberg 9 Spiele, 46:19 Tore, 14 Punkte:
auſen? 41:27 14: Schwanheim 9 43:18 13: Auerbach
Ferſtadt 9 24:52 2: Alsbach 9 13:42 2.
GulfHauſen 7 Spiele 37:11 Tore, 14 Punkte; Crumſtadt
Gernsheim 6 32:11 8; Groß=Rohrheim 8 14:21 6;
721 5: Biebesheim 6 18:24 4: Griesheim 8 7:63 0.
Rüſchlag 9 Spiele, 31:17 Tore. 14 Punkte: Münſter
12h. ſieder=Ramſtadt 9 32:36 10: Erzhauſen 7 28:13 9;
RamRut 8 20:30 3: Poſt 9 22:59 2.
Poſt Darmſtadt — TV. Buchſchlag.
Schtag mittag 3,.15 Uhr empfangen die Poſtler den
Nelenernk Buchſchlag, zum letzten Verbandsſpiel. Die
Poſt=
chaftl kit in dieſem Spiel vor einer nicht leichten Aufgabe,
rotdckhbrauchen ſie das Spiel noch nicht als verloren
an=
da Ppieder in ihrer kompletten Aufſtellung antreten
Tgſ. 1875 Darmſtadt — TV. Heppenheim.
Nach zwei Spielen auf fremden Plätzen tritt die Tgſ. 1875 am
Sonntag, 15 Uhr auf eignem Platz an der Kranichſteinerſtraße,
dem TV. Heppenheim gegenüber. Die Gäſte verfügen über eine
flinke ballgewandte Elf, die ſich bis jetzt ſehr gut geſchlagen hat.
Das Vorſpiel konnten die Blau=Weißen nach hartem Kampf 2:1
für ſich entſcheiden. In der Zwiſchenzeit hat ſich aber die Spiel=
an der Ascang des Preſias Potonnen ungerir. Dlge N
jedenfalls zu einem ſpannenden Spiel kommen, dem hoffentlich
ein energiſcher Schiedsrichter vorſteht. Leider ſind die 75er
ge=
zwungen, in etwas veränderter Aufſtellung anzutreten, da ſich
der bewährte Stürmer Neutzſch am letzten Sonntag einen
Arm=
bruch zugezogen hat. — Vorher, ab 1½ Uhr ſtehen ſich die 2.
Gar=
nituren gegenüber. Es wird noch darauf hingewieſen, daß
Inter=
eſſenten für das Spiel am 13. Dezember in Lorſch Gelegenheit
haben, ſich am Sonntag in eine Liſte einzutragen, damit rechtzeitig
die Beſtellung eines Autobuſſes vorgenommen werden kann.
Merck Darmſtadt — Atleth.= u. SV. Eppertshauſen.
Am Sonntag, 6. Dezember, ſpielen obige Vereine auf dem
Platze an der Maulbeer=Allee, und zwar 1. Mannſch. um 2.30 Uhr,
2. Mannſch. um 1.30 Uhr.
Freie Tgde. Darmſtadt 1. — VfL. Frankfurt 1.
Als Anfang der Freundſchaftsſpielſaiſon am Müllersteich hat
ſich Darmſtadt den im zweiten Bezirk führenden VfL. Frankfurt
nach hier verpflichtet. Der Gaſt ſicherte ſich in der letzten Serie
den Titel „Bezirksmeiſter” und dürfte die größte Ausſicht haben,
in die Kreisklaſſe aufzuſteigen. Die Gäſte bevorzugen das kurze,
wuchtige Spiel und gelangten mit dieſem rationellen Syſtem bis
zur Meiſterſchaft. Wie ſie ſich nun am Sonntag gegen Darmſtadt,
einen führenden Kreisklaſſenverein, behaupten werden, wird das
Spiel ergeben. Darmſtadt wird wohl durch ſein bekanntes weites
Flügelſpiel, das am vergangenen Sonntag in Mombach wieder in
faſt vollendeter Form gezeigt wurde, und ihre größere
Spielerfah=
rung ein kleines Plus voraus haben. Zum Spiel der zweiten
Garnituren iſt eine Vorausſage nicht gut möglich, da hier der
Gaſt nicht zur Genüge bekannt iſt. Die Jugendmannſchaft
Darm=
ſtadts hat wohl eine ziemlich ſchwer zu löſende Aufgabe, denn auch
hier iſt der Gegner Bezirksmeiſter ſeiner Klaſſe. — Anfangszeiten
ſind 1 Uhr, 2 Uhr und 3 Uhr.
Turnverein Nieder=Ramſtadt e. V.
Am Sonntag muß Nieder=Ramſtadt auf dem gefährlichen Platze
in Urberach antreten. Viele Vereine haben dort ſchon Punkte
laſſen müſſen, ſo auch die führenden Crumſtädter mit nicht
weni=
ger als 7:2 Toren. Gelingt es jedoch den Einheimiſchen, ſich vom
Anfang weg mit den dortigen Platzverhältniſſen vertraut zu
machen, ſo halten wir den Ausgang dieſes Spieles offen.
Spiel=
beginn 3.15 Uhr. — 2 Mſch. — Erzhauſen 1., dort, 3,15 Uhr.
Auto=Abfahrt beider Mannſch. um 1 Uhr, Fiſcher.
Zußball.
5.b. Darmſtadt 1898 — 5.b. Wiesbaden.
Im letzten Verbandsſpiel auf eigenem Platz empfangen die
98er am morgigen Sonntag, nachmittags 2 Uhr, den
Sport=
verein Wiesbaden. Wenn auch die Chancen des Sportvereins für
den Verbleib in der Bezirksliga durch die Niederlage des letzten
Sonntags nur noch gering ſind, ſo ergibt ſich daraus, daß die
bei=
den anderen Abſtiegsanwärter am vergangenen Sonntag
eben=
falls Niederlagen einſtecken mußten, für die Darmſtädter doch noch
eine gewiſſe, allerdings geringe Hoffnung, ſich in den beiden noch
ausſtehenden Spielen die Punkte zu ſichern, die zur Erzwingung
eines Ausſcheidungsſpieles zur Löſung der Abſtiegsfrage
notwen=
dig wären. Die 98er haben daher keinen Anlaß, ſchon jetzt die
Flinte ins Korn zu werfen. Sie werden vielmehr ſich reſtlos für
den Sieg einſetzen, da ihnen ja auch auf jeden Fall daran gelegen
iſt, ſich, wenn ihnen die Erhaltung der Bezirksligazugehörigkeit
nicht möglich iſt, einen guten Abgang aus dieſer Klaſſe, der ſie
drei Jahre angehört haben, zu verſchaffen. Die Aufſtellung der
Sportvereinself iſt die gleiche wie im letzten Spiel. Wenn man
es beſſer verſtehen wird, eine Ueberrumpelung durch den Gegner
zu Spielbeginn zu vermeiden, ſind die Chancen auf einen
Punkt=
gewinn nicht ſchlecht, da die Elf des Sportvereins Wiesbaden bei
aller techniſcher Durchbildung nicht ſo kampf= und
durchſchlags=
kräftig iſt wie die Wormatia=Mannſchaft oder die Elf von
Mainz 05.
Der Spielbeginn iſt auf 2 Uhr feſtgeſetzt. Das Spiel der
beiderſeitigen Liggerſatzmannſchaften beginnt demgemäß ſchon um
12 Uhr. Am Vormittag (11 Uhr) tritt die 3. Mannſchaft der 98er
auf dem Uebungsplatz gegen die 2. Elf von Germania Eberſtadt an.
Polizei Darmſtadt — Union Darmſtadt.
Das Vorſpiel dieſer Begegnung war eine zahme
Angelegen=
heit für die Polizeimannſchaft. Rückſpiele bieten aber immer die
beſte Gelegenheit, ſich für evtl. Vorſpielniederlagen zu
revanchie=
ren. So werden auch die Beſſunger am Sonntag denken Union
hat in den diesjährigen Verbandsſpielen nicht die rühmliche Rolle
ſpielen können, die man jahrein, jahraus nun einmal von ihr
ge=
wohnt iſt. Die Polizei konnte am Sonntag in Groß=Zimmern
überzeugend ſiegen. Ihr Plus an Technik. Eifer und Schnelligkeit
wird auch am Sonntag genügen, um gegen Union zu beſtehen.
An dem Ausgang des Treffens hängt für beide Mannſchaften viel.
Union hat Eile ſich vom zweitletzten Platz der Tabelle loszumachen.
Polizei wird es ſich zur Aufgabe ſetzen, den gewonnenen Boden
zu behalten. Wir erhoffen von beiden Mannſchaften ein
anſtän=
diges faires Spiel, das der Beſſere für ſich entſcheiden ſoll.
Spielbeginn 14 Uhr, Unionplatz. Um 12 Uhr treffen ſich die
Liga=
reſerven.
Reichsbahn Darmſtadt — Rot=Weiß Darmſtadt.
Wir machen darauf aufmerkſam, daß obiges Verbandsſpiel
ſchon um 10 Uhr vormittags auf dem Reichsbahnplatz am
Dorn=
heimerweg ſtattfindet. Da beſtimmt mit einem ſpannenden
Spielverlauf zu rechnen iſt, dürfte ſich ein Spaziergang nach dem
Dornhedmerweg lohnen.
Poſt=SV. Darmſtadt — SV. Leeheim.
Am Sonntag, pünktlich um 2 Uhr nachm. empfängt die Poſt
auf dem Reichsbahnſportplatz am Dornheimerweg den SV.
Leeheim.
Kraftſpork.
Polizei Darmſtadt 1. — Eiche Hanau.
Die beiden Bezirksmeiſter des letzten Jahres in der Liga
tragen am Sonntag, vormittags 10, 30 Uhr, in der
Polizei=
ſporthalle, Eſchollbrückerſtraße 24 den erſten Verbandsrückkampf
in der Oberliga aus. Der Vorkampf ging für die Poliziſten in
Hanau knapp gewonnen, da Eiche eine ſtarke Mannſchaft auf die
Matte ſchickt. Der Ausgang des jetzt fälligen Kampfes iſt ganz
un=
gewiß. Hoffen wir daß ſich die Poliziſten beſinnen und alles aus
ſich herausgeben, um auf eigener Matte keine Niederlage zu
er=
leben. Wie der Tabellenſtand zeigt, ſteht Hanau nur einen Punkt
hinter der Polizei. Die Mannſchaft von Hanau iſt durch ihre
Rin=
ger Müller im Brntamgewicht und Schultheiß im
Leichtmittel=
gewicht bekannt. Dem Publikum wird die Gewähr gegeben, daß
ein fairer Sport gezeigt wird.
Nieder=Ramſtadt 2. — Werſau 1.
Sonntag, nachmittag 3.15 Uhr findet im Gaſthaus. Zum
goldenen Anker” (Beſ. Fiſcher) obiger Gaukampf ſtatt. Es iſt
dies der letzte Kampf in der Vorrunde und man kann auf den
Ausgang der Kämpfe geſpannt ſein, da beide Vereine in ihrer
ſtärkſten Aufſtellung antreten.
Polizei=Hauptmann Bünau=Darmſtadt
hat ſoeben vom deutſchen Reichsausſchuß für Leibesübung das
gol=
dene Sportabzeichen erhalten. Der bekannte Sportler
und Flieger iſt der erſte heſſiſche Polizeioffizier, dem dieſe höchſte
Auszeichnung für ſportliche Leiſtungen zuerkannt werden konnte.
Rundfunk-Programme.
Frankfurt a. M.
Samstag, 5. Dezember.
10.20: Schuffunk: Jagdverpachtung in Klein=Wieſenbach. Eine
Ge=
meinderatsſitzung.
15.15: Stunde der Jugend.
16.00: Unterhaltungskonzert.
16.50: Hiſtoriſche Märſche und Marſchmuſik. Ausf.: Tonkünſtler=
Orcheſter.
17.30: Aus einem Stuttgarter Priathauſe: Hausmuſiken. Ausf.:
Konzertmeiſter und Gruppenführer der Stuttgarter Philharmoniker.
18.40: Stadtrat Kahn: Bevölkerungsbewegung zwiſchen Stadt und
Land.
19.05: Spaniſch.
19.35: Kleiner Wegweiſer durch Weihnachtsbücher.
19.45: Aus der Werkſtatt von Käte Kruſe, Mikrophonbericht von
Dr. Paul Laven.
2.15: Aktueller Dienſt bei Vorliegen beſonderer Ereigniſſe.
20.15: Soeben erſchienen. Ein bunter Abend.
21.15: Wird noch bekanntgegeben.
22.20: Zeit, Wetter, Nachrichten, Sport.
22.40: Tanzmuſik der Funkkapelle Haas.
2.00: Nacht=Kabarett zugunſten der Winterhilfe.
Königswuſterhauſen.
Deutſche Welle: Sonnabend, 5. Dezember.
9.30: Stunde der Unterhaltung.
14.50: Kinderbaſtelſtunde: Eine Puppe für die kleine Schweſter.
15.45: Frauenſtunde: Krankenlektüre.
16.00: Reg=Dir Pretzel: Das Geſicht der pädagogiſchen Zeitſchrift.
Die deutſche Schule.
16.30: Hamburg: Nachmittagskonzert.
17.30: Prof. Dr. Dreſſel: Unſere Lebensnerven.
18.00: Dr. Günther: Deutſch für Deutſche
18.30: Prof. Dr. Reichert: Unſer germaniſches Kulturerbe.
anſchl. Engliſch für Anfänger.
19.15: Geh.=Rat Frh. v. Brandenſtein: Kauft deutſche Ware, fördert
deutſche Arbeit!
19.30: Wien: Prof. Dr. Paumgartner: Aus Mozarts letzten Tagen.
20.20; Köln: Luſtiger Abend.
22.40: Wetter= Tages= und Sportnachrichten
anſchl. Hotel Eſnlanade: Tanzmuſik. Kapelle Barnabas von Gégy.
Wekterberichl.
Die Atlantikſtörung hat die kontinentale Kaltluft ſehr raſch
verdrängt und ihre ozeaniſche Luft brachte bereits
Temperatur=
anſtieg und Niederſchläge. Weitere maritime Luft, in deren
Be=
gleitung Niederſchläge folgen, dringt nach dem Feſtland vor ſo
daß zunächſt das regneriſche und unbeſtändige Wetter anhält. Die
Temperaturen ſteigen weiter an und liegen auch nachts weſentlich
über Null.
Ausſichten für Samstag, den 5. Dezember Wechſelnd wolkig mit
Niederſchlägen, froſtfrei und weiterer Temperaturanſtieg, um
Südweſten drehende Winde.
Ausſichten für Sonntag, den 6. Dezember: Noch kein beſtändiges
Wetter, anfänglich noch mild mit Niederſchlägen, dann
wech=
ſelnd wolkig, kühler.
Hauptſchriftleitung: Rudolf Maupe
Veranwortich für Pellik und Wirtſchaft: Rudelf Mauve: ſür Feulleion, Reich um
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport. Karl Böhmann
für den Handel: Dr. C. H. Queiſch: für den Schlußdlenſt: Andreas Bauer; für
„Die Gegenwart” Tagesſpiegel in Bild und Wort. Dr. Herbert Neite:
für den Inſeralenteil und geſchäftiche Mittellungen: Willv Kuble.
Druck und Verlag: C. C. Wittſch — ſcmtlich in Darmſtadt.
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[ ← ][ ][ → ]Samstag, den 5. 24
Nummer 337
Gerüchke über Eiſenpreisſenkung.
Einführung eines Oeviſenterminhandels.
Die Reichsbank erfüllk eine Forderung der am Außenhandel inkereſſierken Induſtrie= und Handelskreiſe.
Nachmittagsſtunden verbreitete Gerüchte, daß die Fuſion zwiſchen der
Commerz= und Danatbank perfekt ſei, eilen den Tatſachen doch wohl
Autsſiherang far Auslänosgeſchafte. etwas voraus.
*.
Ein Verſuch.
Die Reichsbank hat ſich nunmehr entſchloſſen, den vielfachen
Wünſchen des Handels und der Induſtrie nach Kursſicherung
nach=
e
zukommen. Zu dieſem Zweck wird bei der Reichshauptbank in
Berlin eine Stelle für Deviſentermingeſchäfte
einge=
richtet, deren Tätigkeit darin beſtehen ſoll, diejenigen
Intereſſen=
ten zuſammenzubringen, welche einerſeits Deviſen auf Termin zu
kaufen und andererſeits zu verkaufen wünſchen. Dieſer Handel iſt ſich der freundlichen Haltung der Spitzenpapiere an, wenngleich bei
jedoch nur zwiſchen Handels=und Induſtriefirmen,
alſo nichtunter Banken, zuläſſig und ſoll nur der Kursſiche= Wallſtreets angeführt. Man bewahrte jedoch allgemein große
Zurück=
rung von zu erfüllenden Verpflichtungen oder zu erwartenden haltung, ſo daß das Geſchäft nicht recht in Gang kommen konnte. —
Eingängen dienen. Importfirmen dürfen grundſätzlich an dieſem Am Rentenmarkt wurde die Situation geſtern ruhiger beurteilt, obwohl
Deviſenbewirtſchaftungsſtelle eine generelle
Deviſenhandelsgeneh=
migung erhalten haben. Die Unterlagen der Deviſenterminge= pfandbriefe lagen etwas freundlicher. Einer Belebung des Geſchäftes
ſchäfte ſind ſobald wie möglich einzureichen.
Die Tätigkeit der Stelle für Deviſentermingeſchäfte iſt eine
reine Vermittlungstätigkeit und erfolgt
gebüh=
renfrei. Ein Riſiko oder Engagement wird von der
Reichs=
bank nicht übernommen. Das Riſiko iſt vielmehr lediglich von
den unmittelbar an dem Geſchäft Beteiligten zu tragen. Daher
hat ja auch jede Firma das Recht, den ihr von der Stelle für
Deviſentermingeſchäfte genannten Kontrahenten abzulehnen.
Ebenſo müſſen die kontrahierenden Firmen, ſoweit ſie es für
an=
gezeigt halten, ſich direkt über die Geſtellung von Sicherheiten
einigen. Die Reichsbank iſt bereit, auch dieſe Sicherheiten koſtenlos
in treuhänderiſche Verwaltung zu übernehmen. Sie wird auch
eine Obligo=Kontrolle der einzelnen Firmen führen, jedoch ohne
damit eine Verbindlichkeit für die Bonität der Firmen zu
über=
nehmen, alſo Auskünfte über die Firmen werden von der Stelle
für Deviſentermingeſchäfte nicht erteilt.
Die Beteiligung am Deviſenterminhandel bedingt
ein Depot von ein pro Mille der gehandelten Beträge, min= rungen.
deſtens 500 RM. Dieſes Depot ſteht der Firma wieder zur freien
Verfügung, ſobald ſie ſich nicht mehr am Deviſenhandel zu
be=
teiligen wünſcht oder wenn dieſe Geſchäfte in der vorliegenden
Form aufhören. Die Termingeſchäfte werden zu dem
Tages=
mittelkurs desjenigen Tages geſchloſſen, an dem der
Geſchäftsab=
ſchluß zuſtandekommt. Zur Vereinfachung der Geſchäftes haben
die Firmen die Fälligkeit der Termindeviſen nach Möglichkeit für
den 10., 20. und Ultimo abzuſtellen. Legt eine Firma unbedingten
Wert darauf. Deviſen für einen beſtimmten Tag zu kaufen, ſo
muß ſie den Tag im Antrag angeben.
Die Maßnahme der Reichsbank ſtellt einen Verſuch dar, den
Bedürfniſſen der am Außenhandel beteiligten Induſtrie= und
Handelskreiſe nach Kursſicherung gerecht zu werden. Das
Ge=
lingen dieſes Verſuches wird ganz weſentlich davon abhängen,
ob Angebot und Nachfrage ſich quantitativ einigermaßen
aus=
gleichen.
Berliner und Frankfurker Effekken=
Heiveriehr.
Eine feſtere Tendenz an der vorgeſtrigen New Yorker Börſe ließen
im geſtrigen Freiverkehr in Berlin eine freundlichere
Grundſtim=
mung aufkommen. Die anhaltende Schwäche der deutſchen Papiere im
Auslande glaubte man nicht übermäßig tragiſch nehmen zu müſſen, da
bekanntlich eine Interventionstätigkeit oder auch nur eine Arbitrage
auf Grund der beſtehenden Deviſenbeſtimmungen nicht möglich iſt, von
deutſcher Seite alſo für die Kurſe nichts getan werden kann. Die
Reichsbank ſtellt nach wie vor Deviſen nur zu Tilgungskäufen in
ſol=
chen Werten zur Verfügung. In den New Yorker Kurſen der
Deut=
ſchen Bank drücken ſich eben immer noch die Beſorgniſſe wegen einer
eventuellen Unterbrechung des Transfers aus. Trotz dieſer ſchwachen
Veranlagung der deutſchen Werte im Ausland konnten ſich die
Aktien=
kurſe im geſtrigen Telephonverkehr meiſt um 1—2 Proz, gegen geſtern
nachmittag erholen, und haben damit ungefähr den Stand der
geheim=
gehaltenen Liquidationskurſe wieder erreicht. Bei Rheiniſchen
Braun=
kohlen, für die weiter ſtarkes Intereſſe beſteht, wurde dieſer
Liquida=
tionskurs ſogar noch um 2 Prozent überſchritten; auch Handelsanteile
blieben geſucht und gingen 4 Prozent höher um. Nicht ganz ſo
zu=
verſichtlich war dagegen auch geſtern die Stimmung am Anleihemarkt,
an dem immer noch Angebot feſtzuſtellen iſt. Während ſich
Goldpfand=
briefe auf vorgeſtriger Baſis etwa behaupten konnten, gingen Stadt=
und Kommunglanleihen eher noch weiter bis zu 1 Prozent zirka im
Kurſe zurück.
Da auch am Pfandbriefmarkt in den Nachmittagsſtunden eine
ge=
wiſſe Beruhigung eingetreten war, blieb die Stimmung im allgemeinen
— zumal auch New York eine weitere Kursbefeſtigung melbete
freundlich. Das Geſchäft bewegte ſich aber weiterhin in ruhigen
Bah=
nen und die Kursveränderungen hielten ſich in engen Grenzen. Man
unterhielt ſich geſtern in den Bankbureaus ziemlich kühl über die
Me=
thode der Feſtſetzung der Prolongationskurſe durch den Börſenvorſtand,
da inzwiſchen die Banken die Liquidationskurſe von der Kaſſe
zuge=
ſtellt erhalten haben. Teilweiſe war die Kritik, die man hören konnte,
recht ſcharf, weil man ſich über die Rückwirkungen dieſer Art der
Ab=
wicklung auf das Publikum nicht im klaren war. Die Differenzen gegen
die letzten Prolongationen ſind doch recht groß, und es iſt auch für den
Bankier nicht einfach, die fälligen Beträge vorzulegen, da er ſicherlich
von der Kundſchaft ſo ohne weiteres keine neuen Zahlungen erhalten
wird und Exekutionen ja bekanntlich nicht möglich ſind. Auch in der
geſtrigen Verſammlung im „Kaiſer=Keller” in Berlin wurden von der
Maklerſchaft dieſe Fragen erörtert, ohne daß man einen gangbaren
Ausweg fand. Der Geldmarkt zeigte eine kleine Erleichterung, die im
Tagesgeldſatz dadurch zum Ausdruck kam, daß ſich die untere Grenze
bis auf 8,5 Prozent zirka ſenkte. Die Abdeckung in Ultimo=Lombard=
Kredite bei der Reichsbank ſcheint ziemlich beendet zu ſein. Auch das
Angebot in Privatdiskonten hat weſentlich nachgelaſſen. Im übrigen
hofft man, daß, wenn heute die Gründung der Diskont=Kompagnie
A.G. erfolgt ſein wird, der Geldmarkt, wieder weſentlich normalen
arbeiten wird, da dieſes Inſtrument bekanntlich als Ausgleichsſtelle
ge=
dacht iſt. Auch für den zeitlich verſchiedenen Geldbedarf zwiſchen dem
Reich und Berlin wird dieſe Neugründung von Nutzen ſein. In den
Nach den ſcharfen Rückſchlägen der letzten Tage iſt das Abgleiten
der Kurſe, die man im Freiverkehr hörte, in Frankfurt zum Stillſtand
ge=
kommen. Verſchiedene Papiere konnten ſich gegenüber dem vorgeſtrigen
Stande erholen, vor allem Elektrowerte, J.G. Farben und
Reichsbank=
anteile. Die erſtgenannten gewannen 1—2 Prozent, während letztere
ihr Niveau um 3 Prozent verbeſſern konnte. Für Licht u. Kraft machte
ſich geſtern wieder Spezialintereſſe bemerkbar, was zu einer
Befeſti=
gung des Papiers um 4 Prozent führte. Die übrigen Werte ſchloſſen
dieſen die Kursavancen kaum über 1 Proz, hinausgingen. Als
Haupt=
urſache für die zuverſichtlichere Stimmung wurde die feſte Tendenz
Deviſenterminhandel nur dann teilnehmen, wenn ſie von der die Unſicherheit immer noch nicht geſchwunden iſt. Vereinzelt konnten
ſich Goldpfandbriefe um 0,5 bis 1 Prozent beſſern; auch
Liquidations=
wirkte aber die aus Berlin gemeldete Unſicherheit entgegen. Von
deut=
ſchen Anleihen konnten ſich Altbeſitz um 1 Proz, erholen, auch
Reichs=
ſchuldbuchforderungen waren zu höheren Kurſen geſucht. Am Markt
der Induſtrie=Obligationen zogen J.G.=Farbenbonds etwas an.
Kom=
munale Werte lagen dagegen immer noch recht matt. Der
Tagesgeld=
ſatz ſtellte ſich geſtern auf 8 Prozent.
Die Auslandsbörſen.
Die Londoner Börſe eröffnete geſtern auf Grund des
freundlichen Schluſſes in New York in zuverſichtlicherer Stimmung.
Internationale Werte tendierten feſter, britiſche Staatspapiere dagegen
eher ſchwächer. An der Londoner Börſe kam es infolge der fehlenden
Kaufluſt gegen Schluß zu Kursrückgängen, beſonders britiſche
Staats=
pepiere und deutſche Werte lagen recht ſchwach, während internationale
Werte eher feſter tendierten.
Die Pariſer Börſe war auf Deckungen erholt, gegen die
vorgeſtrigen Schlußkurſe ergaben ſich zum Teil recht beachtliche Beſſe=
Nach anfänglicher Abſchwächung ſetzte ſich an der Brüſſeler
Börſe im Verlaufe eine Erholung durch, doch blieb das Geſchäft
ruhig.
An der New Yorker Börſe ſetzte ſich geſtern unter
Füh=
rung von Eiſenbahnen eine Befeſtigung durch.
Berliner deviſen=Feſtſehung vom 4. dezember.
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Italien 58.39 58.51 Tallinn 112.79 113.01 21.68 21.72 Riga
Bukareſt 81.22 81.38 Paris Schweiz 81.92 82.08 Kaunas 41.86 41.94
Die Untſcaftss und Handelsponntſcte SarePänur
Preſſemeldungen, die über eine bevorſtehende Eiſenorer
zu berichten wiſſen, und bereits das vermutliche Ausmaß die
kung angeben, eilen nach Erkundigungen inſofern, den Tatzſa”
aus, als man ſich über das Ausmaß der Senkung wohl in
den=
ten Kreiſen ſelbſt noch kaum ſchlüſſig ſein dürfte. Daß zufolar A ningen i.
Rahmen der neuen Notverordnungen ermöglichten Senkungu
B ce
koſtenfaltoren auch eine Eiſenpreisſenkung vorgenommen weri
iſt als ſicher zu bezeichnen. Das Ausmaß wird zum Beiſpiell
von abhängen, wieweit die Reichsbahn eine Senkung der Fron
ren für Eiſen vornimmt. Es iſt noch daran zu erinnern,
gaugense
rend die Eiſenpreiſe nur wenig über dem Vorkriegspreis
Richtzahl für die Frachten noch bei 150 liegt. Die Beheu
Pfundes dürfte gerade bei Eiſen von wenig ausſchlaggebended A ſeSundllel
tung ſein, da bekanntlich die engliſchen Eiſenpreiſe erheblich
von Frankreich und Belgien diktierten Weltmarktpreiſen ſich
Jragen-St.
Einſtweilen rechnet man in den beteiligten Kreiſen damit.
Eiſenpreisſenkung ein Ausmaß von etwa 10 Prozent haben 1
darf wohl annehmen, daß, ſofern die neuen Notverordnungen 9 Jamelhadl
lich in den nächſten Tagen veröffentlicht werden, diesbezünt
üſſe his etwa Mitte des Monats gefaßt ſein dürften. Ac,
auch, daß ſie alsdann rückwirkende Kraft zum 1. Dezember eud HeFToll-
Sortstiet
Wirkſchaftliche Rundſchau.
Ah. Rheinheffiſche Naturweinverſteigerung. Bei gutemm
aber geringer Kaufluſt verſteigerte die Weingutsbeſitzerin Cat Hehf SGild
Witwe=Bingen 27 Halb= und 4 Viertelſtück 1930er, 4 Hallue
400 Flaſchen 1929er Naturweine aus den Gemarkungen
Bing=
heim, Kempten, Ockenheim und Münſter (Nahe). 7 Half.,/ Horf 6M-ha.
und 1 Halbſtück 192der gingen zurück. Es koſteten 20 Halbſth
300—500 Mk. 4 Viertelſtück 300 und 330, durchſchnittlich
382 Mk.; 3 Halbſtück 1929er 390—570, durchſchnittlich 487 A..
ſchen 1923er 1,60 und 1,65 Mk. die Flaſche.
Diehmärkke.
Franffurter Viehmarkt vom 4. Dezember. Die Direktion 8
furter Schlacht= und Viehhofs gibt folgende Bekanntmachunn
Aus Anlaß des Weihnachtsfeſtes und des Neujahrstages mu
Hauptmärkte für Kälber und Schafe und die Nebenmärkte fürv
ſowie der Fleiſchgroßmarkt von Donnerstag, den 24. Dezm
Mittwoch, den B. Dezember, und von Donnerstag, den 21.
auf Mittwoch, den 30. Dezember, vorverlegt.
Ntsonntags 9
Kleine Wirkſchaftsnachrichten.
Die Abladungen der zum Deutſchen Kaliſyndikat gehöreng
werke im November betrugen 385 219 Doppelzentner Reinkall. 13
ladungen in den erſten ſieben Monaten (Mai bis November 3e
laufenden Düngejahres betrugen 4 132460 Dz. Reinkali,
Nach Mitteilungen des Statiſtiſchen Reichsamtes wurdern
vember d. J8 326 Geſellſchaften m.b. H., 612 Einzelfirmen is
ſonalgeſellſchaften und 81 Genoſſenſchaften gegründet. Aufg=ä Fhot0=App
den 357 Geſellſchaften m.b.H. (darunter 63 von Amts wegerrcn 1on dauemdem
1389 Einzelfirmen und Perſonalgeſellſchaften (darunter 2
wegen gelöſcht) und 130 Genoſſenſchaften.
WApparate bei
Die Central=Molkerei (Cema) mit vielen Filialen, eine Muchr vom 6
ten und angeſehenſten Firmen der Branche in Südbahern,
der ſchwierigen Verhältniſſe am Geldmarkt ihre Zahlungen
Den Status erſtellt die Süddeutſche Treuhand A.G., Augs/t
vorausſichtlich den Gläubigern ein gerichtliches Vergleichsverfin
WcrIa=
ſchlagen wird.
im Ludwigsplatz.
In San Franzisko iſt wieder eine japaniſche Goldſendmn
Mirzie, an der Rih‟
trage von 75 Millionen Dollar eingetroffen.
Die beiden New Yorker Großbanken. Chatham Phentx 7/
bank” und „Manufakture Truſt Company” haben ſich zuſammng Telnachtsbaum
ſen. Vorſitzender der neuen Geſellſchaft wird Harpey Gibſow AißMAScA
Aktienkapital beträgt 600 Millionen Dollar.
Zur Stützung des Kaffeepreiſes beabſichtigt eine geger=/ W0e U, gebr, / 40
Mio de Janeiro tagende Konferenz der Produzenten, einen Au 1 feimm 1
niſchen KaffeeAusſchuß zu gründen. Dieſem Ausſchuß würdel vri6lhrgedliwet.
gabe einer inneren Anleihe obliegen, mit deren Hilfe ein Teu
jährigen Kaffee=Ernte aufgekauft und vernichtet werden ſoll,
Mabschlag
Mtich. Pfdnur E
eileisch
Bevor
„ Nin Braten
Luther und Silverberg auf der haupkausſchußnkung des deutſchen Induſkrie= und Handelskages aue Boſan
Ausſprache über die Diskonkpolikik.
Auf der Hauptausſchußſitzung des Deutſchen Induſtrie= und
Han=
delstags ſprach Dr. Silverberg über die wirtſchaftspolitiſche Lage.
Er ſagte dabei, daß die Vertreter der Wirtſchaft es ſich nicht verſagen
könnten, das Handeln der Reichsregierung als durch den Geſamtinhalt
des gegenwärtigen und demnächſtigen internationalen Geſchehens
be=
ſtimmt zu betrachten. In der Staatswirtſchaft ſei ein Ausgleich der
öffentlichen Haushalte unerläßlich. Die Ueberſpannung der öffentlichen
Laſten wie der ſozialpolitiſchen Staatseingriffe habe zu einer
Erſtar=
rung der Selbſtkoſten in der Wirtſchaft geführt. Daher müßten
namentlich, wo Ueberhöhungen der Löhne vorlägen, letztere an die
Wirtſchaftslage angepaßt werden. Eine Lockerung von der Koſtenſeite
her führe von ſich aus zur Preislockerung. Silverberg erkannte die
bedenklichen Wirkungen der Zinshöhe an, wandte ſich aber gegen
jeden gewaltſamen Eingriff. Die Erholung der Wirtſchaft ſei nur
durch Ausweitung ihrer Tätigkeit möglich. Hierzu bedürfe ſie der
Er=
weiterung des Kreditvolumens, wozu es viele Wege gäbe. Ein
geeig=
netes Mittel ſei auch die Senkung des Diskontſatzes. Die gegenwärtige
Deviſengeſetzgebung gebe Deutſchland die Freiheit der Zinsbildung,
von der im rechten Augenblick Gebrauch gemacht werden müſſe.
Reichsbankpräſident Luther betonte, die Reichsbank ſei beſtrebt,
der Wirtſchaft jede Erleichterung zu gewähren, die Möglichkeit einer
Diskontſenkung müſſe aber jeweils aus den Geſamtumſtänden beurteilt
werden. Erfahrungen in Deutſchland und Amerika hätten gezeigt, daß
in Zeiten ſinkender Konjunktur durch Niederighalten oder Senkung der
Zinſen eine Wirtſchaftsbelebung nicht gewährleiſtet ſei.
Selbſtverſtänd=
lich würde die Reichsbank keinen Augenblick zurückhalten, wenn die
Möglichkeiten einer Diskontſenkung ſich zeigten. Die Neichsbank müſſe
aber bei ihrer Politik auch die pſychologiſche Einſtellung des deutſchen
Volkes zu Währungsfragen in Betracht ziehen. Niemand könne wiſſen,
von welchem Zeitpunkt an die Ueberwindung der Kriſe beginne. Das
Primäre ſei das Vertrauen, praktiſch geſprochen, die Aufträge.
Silverberg, der nochmals das Wort nahm, war dann der
Meinung, daß in Deutſchland die Ausweitung des innerdeutſchen
Kre=
ditvolumens mit gleichzeitiger Diskontſenkung ein weſentliches Mittel
für das Wiederaufleben der geſamten Wirtſchaftstätigkeit ſei.
In der Ausſprache wurde anerkannt, daß die Regierungg! k enl,,
erhebliche Sparmaßnahmen mit großem Ernſt durchgeführt I.
dem jahrelang eine trügeriſche Ueberſchätzung der wirtſchaftr2 U2ürloh Dress
ſtungsfähi
annung der öffentlichen Ausgabeü Ve
zur Ueb
Kriegszahlungs=Gläubigern Deutſchlands ihrer Politil zugru Ae
worden. Eine ſolche Belaſtung der Wirtſchaftskraft ſei um ſ./4
bedauern, als die Zuſpitzung hätte vermieden werden könman
rechtzeitig mit der Erkenntnis der Lage die notwendigen Ms
getroffen worden wären. Auch jetzt ſei auf dem Gebiete dei0,
und Verwaltungsreform weder eine Tat noch ein einheitlichenn”.
ſehen. Dabei wurde mit tiefer Beſorgnis auf die Gefahren
die aus der Oſtverordnung ſich für Kreditweſen und Wirtl!
im Oſten ergeben.
Anſchließend ſprach der Vizepräſident der Handelskammu Mi
heim, Vögele, M.d.R.W.R., über die handelspooillt
Lage. Er verwies auf den gegenwärtigen gewaltigen deutſt 9
fuhrüberſchuß, der weſentlich die Folge der Zahlungsverpflio
Deutſchland ſei. Empfänden andere Teilhaber der
Weltwirlt=
ſen Ausfuhrüberſchuß als übermäßig und läſtig, ſo könne nurs
rückkehrung der deutſchen Zahlungsverpflichtungen auf die
lich begründeten Verflechtungen und die Vereinbarung der uch
Wirtſchaftskraft entſprechender Zahlungsfriſten Abhilfe ſchafift4
der Kapitalgläubiger auf Deutſchland mit gleichzeitiger Abbpe”
Gläubigerländer wie dritter Länder gegenüber der deutſchem”
widerſpreche ſich ſelbſt. So lange dieſer Widerſpruch fonätt
die Erhaltung des deutſchen Ausfuhrüberſchuſſes aufs äußer
det. Der Pfundſturz und Englands Schutzollpolitik bedeutnte
für Deutſchland eine ernſte Beeinträchtigung der Ausfuhrmole.
Unter Beibehaltung der Meiſtbegünſtigung müßten alle in
trägen gegebenen Möglichkeiten der Abwehr angewendet weis”.
empfehle die Schaffung eines Obertarifs gegenüber ſolchen !
die mit Deutſchland keinen Vertrag hätten. Eine allgemeine
des Zolltariſs und die Einpreſſung der Ausfuhr in ſtagtlichke
gente ſei abzulehnen. Privatwirtſchaftliche Verſtändigung ſeosh
fehlen. Eine wirkliche Geſundung ſei nur möglich, wenn, uu
des näheren Zuſammenſchluſſes markmäßig aufeinander audk
Staaten in Europa, gegebenenfalls unter Anwendung
bol=
zöllen, der internationalen Wirtſchaftsverflechtung wieder 2
geben werde.
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[ ← ][ ][ → ]Dezember 1931
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Nr. 337 — Seite 13
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I. Gemäß § 46 der Satzung werden die Arbeitgeber mit fünf und mehr
Beſchäf=
tigten erſucht, die für den Monat November erforderliche Nachweiſung nebſt
den fälligen Beiträgen bis ſpäteſtens 10. d. Mts. an die Kaſſe einzuſenden.
Erfolgt die Einſendung der Nachweiſung und der Beiträge in der
vor=
bezeichneten Friſt nicht, ſo iſt der Vorſtand auf Grund des § 318a R.V.O.
ermächtigt, die Beiträge zwangsweiſe feſtzuſetzen.
II. Ebenſo werden die Arbeitgeber mit weniger als fünf Beſchäftigten erſucht,
die Beitragsanforderung für November ſpäteſtens bis zum 10. d. Mts. zu
begleichen.
III. Die Dienſtherrſchaften werden erſucht, die Beiträge für ihre Hausangeſtellten
für den Monat November bis ſpäteſtens 10. d. Mts. zu entrichten. Bei
Ein=
zahlung an der Kaſſe iſt der zugeſtellte Jahresbeſcheid vorzulegen.
Wir bitten zu beachten, daß pro Monat nicht mehr als vier= bzw.
fünf=
wöchentlicher Beitrag zu überweiſen iſt. Hierbei verweiſen wir ganz
beſon=
ders auf die Rückſeite des überſandten Beſcheids — vergl. Monatsſpalte.
IV. Die freiwilligen Mitglieder werden hiermit nochmals dringend aufgefordert,
ihre rückſtändigen Beiträge für Monat November bis 20. d. Mts. zu entrichten.
V. Die Beiträge zur Arbeitsloſenverſicherung der nicht kranken=, aber
ange=
ſtelltenverſicherungspflichtigen Angeſtellten ſind nach der Notverordnung
vom 6. 10. 31 in Bruchteilen eines Betrags von RM. 10.00 für den
Kalender=
tag feſtgeſetzt. Sie betragen zur Zeit für den Kalendertag RM. 0.65, für
Monat November 1931 RM. 20.15.
Für die Beiträge, die bis zu dem feſtgeſetzten Termin nicht gezahlt ſind,
müſſen Mahngebühren erhoben und die mit erheblichen Koſten verbundene
Wir machen beſonders darauf aufmerkſam, daß für alle Zahlungen, die nicht
rechtzeitig erfolgen, außer den geſetzlichen Gebühren ½ % Verzugszuſchläge pro
Monat berechnet werden.
Bei Ueberweiſung durch Poſt oder Bank iſt das Konto=Nummer und der
Zeitraum anzugeben, für den die Zahlung erfolgt.
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5. Dezember 1931
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 357 — Seite 15
ge Speicheranlagen im Hamburger Hafen.
Helſingfors kämpfk gegen Schnee und Eis.
Der fertiggeſtellte Kaiſchuppen 59.
un Südzohafen in Hamburg iſt ein neuer rieſiger Eiſenbetonſchuppen errichtet worden, der nicht
ger nul 331 Meter lang und etwa 50 Meter tief iſt. Bemerkenswert iſt die
Tonnendach=
konſtruktion, zu deren Stützung nur wenige Zwiſchenpfeiler nötig ſind.
Ein moderner Schneepflug in der finniſchen Hauptſtadt.
Der nordiſche Winter iſt bereits mit aller Macht hereingebrochen. So liegt Finnlands Hauptſtadt
Helſingfors im tiefen Schnee; alle Straßen ſind völlig vereiſt und nur durch modernſte techniſche
Hilfsmittel können die Straßen dieſer Großſtadt einigermaßen freigehalten werden.
Favag=Prozeß.
lurt a. M. Auch am Freitag nahm
hayrozeß nur einen ſchleppenden Fort=
Esidurfte aller Energie des ſonſt ſehr
enſorſitzenden, um Abſchweifungen auf
imit der Anklage in keiner
Verbin=
ſtiehie: zu verhüten.
Ziuervernehmung des Bevollmächtigten
Favach ſchäfer, erbrachte an ſich keine neuen
omente Nan erfuhr einmal mehr, daß die
ziell ſin Schwierigkeiten der Favag ſchon ſeit
beſtcinen.
Im Wnfluß daran erſtattete der
Sachver=
dige, 9 Ditgen=Hamburg, ein Gutachten
r die iunz der Südweſtbank. Er beſtätigte
Feſtſtällngen der Staatsanwaltſchaft, daß
ſchleierun von Buchungen, Falſchbewertung
Aktipmoſen, Scheingeſchäfte, bei denen durch
Anipulackmen Debetminderungen eintreten,
er Biäuz offenſichtlich zutage treten.
Ander iſſchmittagsverhandlung wurde Direk=
Bachane (Dresdner Bank) über die
Wron=
krans hon vernommen.
lach li verer Auseinanderſetzung wurde die
uandluuy auf Montag vertagt.
Eſſtiſche Fabrik in Flammen.
härfumAm Freitag vormittag entſtand in
chemiſ Fabrik von A. Herz (Herſtellung
MGeuerrüdſteinen) bei Erfurt ein Großfeuer,
Bvermurſy, durch Unvorſichtigkeit entſtanden
Es fay in den äußerſt feuergefährlichen
naterialen, wie Torf, Sägeſpähne, Teer
Nahpal reiche Nahrung. In kurzer Zeit
Hen aurhn die 1000 Feuerſteine, wie ſie zum
en dem okomotiven verwandt werden, in
n Flatnen. Der Wind trieb gewaltige
Schſchwalge über den in der Nähe liegenden
Enkörpen der durch- den Funkenflug aufs
biſte gegfürdet wurde. Die Erfurter
Feuer=
war ſuch kurzer Zeit an der Brandſtelle,
nußte, iüt jedoch, da kein Waſſer vorhanden
darausf eſchränken, den gefährdeten Bahn=
In durahfrdaufwerfen zu ſchützen. Das
Ge=
we ſelbilt onnte nicht gerettet werden und
hute vaAländig aus. Sämtliche Lagerbe=
Rolünterialien und Fertigfabrikate,
ſo=
die Bücninrichtungen fielen den Flammen
Opfer.5 er Schaden iſt beträchtlich.
En Bektotn auf einem neuen Fernflug?
breshd, Freitag vormittag 11 Uhr
be=
hie die ?u kafliegerin Elly Beinhorn auf
Zwiſſchelandung Breslau. Von Staaken
end, ſ.e lſie nach einſtündigem Aufenthalt
Glug m Budapeſt fort. Ueber das Ziel
Reiſel hiragt, hüllte ſie ſich in Schweigen,
Der 1uh gewiſſe Aeußerungen erkennen,
Ne ſichE beder auf einem großen Fernfluge
woet. Au die Ausrüſtung der Fliegerin ließ
Dieſe Archyt ſchließen.
10 140 Jahren ſtarb
Dolcing Amadeus Mozark.
2 Maang Amadeus Mozart,
a. khurtstag im Januar dieſes Jahres
Der Dr Rm. Welt feſtlich begangen worden
De zla0 Jahren, am 5. Dezember 1791,
in Wien.
Calmette=Prozeß.
Lübeck. In der geſtrigen Verhandlung des
Lübecker Tuberkuloſe=Prozeſſes wurden die Aerzte
Dr. Riſſom und Dr. Jannaſch einander
gegen=
übergeſtellt, um ſich noch einmal über die
Ver=
ſammlung des Aerztevereins vom Januar 1929
zu äußern. Dr. Riſſom ſagte auch geſtern wieder,
er müſſe das aufrecht erhalten, was er ſchon
aus=
gefagt habe, und beſtätigte den Wortlaut ſeiner
protokollariſchen Ausſage. Es entwickelte ſich eine
längere, Ausſprache darüber, was Dr. Riſſom
mit dem Ergebnis der wiſſenſchaftlichen
Unter=
ſuchungen gemeint habe, und der Zeuge erklärte
dazu, er habe damit ſagen wollen, daß man
ab=
warten ſollte, was in den großen Univerſitäts=
und Krankenanſtalten feſtgeſtellt würde. Das
Reichsgeſundheitsamt habe er damit nicht
ge=
meint. — Es wurde dann die Mutter des Kindes
Grieſe vernommen. Sie ſagt aus, daß ihr Kind
am 12., 14. und 16. Dezember 1929 ohne ihre
Zuſtimmung gefüttert worden ſei. Auch die
Drüſe ſei dem Kinde ohne ihre Zuſtimmung
her=
ausgenommen worden. Oberarzt Dr. Jannaſch
beſtreitet das und behauptet, er habe ſich die
Einwilligung zur Fütterung vorher eingeholt.
Die Mutter bleibt jedoch bei ihrer=Behauptung.
Oberarzt Dr. Jannaſch erklärt ferner, die
ganze tragiſche Verflechtung des Lübecker
Un=
glücks ſei ihm am Abend des 17. Mai
klarge=
worden, als er mit Dr. Altſtaedt geſprochen
habe. Dieſer hätte eine Unterredung mit Prof.
Bruno Lange gehabt, und dieſer hätte ihm
ge=
ſagt, es ſei ihm rätſelhaft, wie Dr. Jannaſch,
er als einziger im Fall Grieſe die Nachprüfung
hätte vornehmen können, auf den Gedanken ge=
kommen ſei, daß es ſich hier um
Fütterungstuber=
kuloſe handele. Dr. Jannaſch fährt fort: Ich
war tief erſchüttert, denn mir kam der Gedanke,
wenn ich damals ſchon Fütterungstuberkuloſe
erkannt hätte, dann wäre es in Lübeck vielleicht
gar nicht zur Einführung des Verfahrens
ge=
kommen, und das ganze Unglück wäre vermieden
worden. Die Drüſe des Kindes Grieſe und
BCG.=Emulſionen ſeien dann im
Meerſchwein=
chenverſuch nachgeprüft worden. Es ſeien dabei
in der Leber und auch in der Milz Tuberkeln
ge=
funden worden.
Nachmittags wurde Prof. Dr. Bruno Lange
kurz zu der Beſprechung mit Dr. Jannaſch, Dr.
Klotz und Prof. Ludwig Lange gehört. Der
Be=
fund des Kindes Grieſe habe ihn erſchüttert, und
er habe geſagt: „Wie konnte man hier nur auf
kongentinale Tuberkuloſe kommen? Es beſteht
doch der Verdacht, daß hier eine
Fütterungstuber=
kuloſe vorliegt.” Prof. Dr. Klotz erklärte hierzu,
nachdem Dr. Deycke Dr. Jannaſch und Dr.
Alt=
ſtgedt ſich für eine kongentinale Tuberkuloſe
aus=
geſprochen hätten, habe er ſich dieſer Diagnoſe
angeſchloſſen.
Im weiteren Verlauf der ausgedehnten
Nach=
mittagsſitzung ſtellte Rechtsanwalt Dr. Gießner
der Schweſter Elſe Schmidt die Frage, ob ſie
ein=
mal zu anderen Perſonen geäußert habe: „Das
Geheimnis des Lübecker Laboratoriums liegt in
meiner Bruſt.‟ Die Zeugin verneinte. Auch die
Frage des Vorſitzenden: „Sind Sie in der Lage,
die ganze Sache aufzuklären?” wurde verneint.
Die Verhandlung wurde dann auf Montag
vertagt.
Sklatek=Prozeß.
Berlin. Bei Beginn der Verhandlung des
Sklarek=Prozeſſes am Freitag fragte der
Vor=
ſitzende den Angeklagten Stadtamtsrat
Sako=
lofski, ob Leo Sklarek ihm kürzlich geſagt habe:
„Ganz egal wie das Theater hier ausgeht, wir
machen wieder einen Laden auf und Sie ſind
auch dabei.” Sakolofski gibt zu, daß Leo Sklarek
ihm geſagt habe, er wolle ſpäter wieder „etwas
machen”, er habe aber das Wort Theater nicht
gebraucht, und ihm auch keine Beteiligung
vorge=
ſchlagen. Rechtsanwalt Dr. Pinder bemerkt
da=
zu, die wirtſchaftliche Lage der Sklareks ſei ſo,
daß ſie nicht wüßten, wovon Frau und Kinder
morgen leben ſollten. Es liege Leo Sklarek fern,
ſich über die jetzige Situation luſtig zu machen.
Im weiteren Verlauf des Sklarek=Prozeſſes
wurden am Freitag nachmittag weitere Zeugen
vernommen, darunter der Staatsparkeiliche
Stadtveordnete Braun und Obermagiſtratsrat
Schindler, deren Ausſagen nichts weſentliches
ergaben. Der bei der BAG. als Reviſor
be=
ſchäftigte Reviſionsbeamte Raſchert, der einen
Reviſionsbericht vom April 1927 und einen
ſpä=
teren gleichzeitig mit Stadtrat Gaebel und
Ober=
magiſtratsrat Schalldach unterzeichnet hat,
er=
klärt, daß er ſich bei der Unterſchrift lediglich
auf Schalldachs Feſtſtellungen verlaſſen habe. Er
gibt zu. Kunde bei den Sklareks geweſen zu ſein.
Vorſitzender: „Im Mai und Oktober 1927 ſind
Ihnen zwei Maßanzüge gemacht worden. Auf
dem Konto ſteht die Zahl 70, die für Sklareks
bedeutete, daß die Anzüge koſtenlos geliefert
wurden. Sind ſie von Ihnen bezahlt worden?”
Raſchert glaubt alles bezahlt zu haben.
Die Verhandlung wurde auf Montag
vor=
mittag vertagt.
Urteil im Prozeß Morawietz.
Beuthen. Die außerordentliche Große
Strafkammer fällte geſtern abend gegen den
früheren Direktor der Hanſabank Oberſchleſien
AG. Morawietz folgendes Urteil: Der Angeklagte
wird wegen fortgeſetzter Untreue im Sinne des
S 312 HGB. zu zwei Jahren fünf Monaten
Ge=
fängnis und 50 000 RM. Geldſtrafe verurteilt.
Fünf Monate der Unterſuchungshaft werden auf
die Strafe angerechnet. Im
Nichtbeitreibungs=
falle tritt an die Stelle von je 200 RM.
Geld=
ſtrafe ein Tag Gefängnis.
Fünf Kinder beim Spielen tödlich verunglückt.
London. Bei Killaloe in der iriſchen
Graf=
ſchaft Clare ſtürzten vorgeſtern ſechs Knaben
beim Spielen in einen 3 Meter tiefen Kanal.
Fünf Knaben ertranken, während einer gererter
werden konnte.
Zilmlager durch Zener zerftörk.
Filialleiter verkohlt unter den
Trümmern.
Mailand. Die Mailänder Filiale der
ameri=
kaniſchen Fox=Film=Corporation wurde in der
Nacht zum Freitag durch Feuer vernichtet. Dem
Brand ging eine Exploſion voraus, durch die die
Decke und die Zwiſchenwände der Lagerhalle
eingedrückt wurden. Unter den Trümmern wurde
die gänzlich verkohlte Leiche des Filialleiters
gefunden, daneben ein Revolver. Die
polizei=
lichen Ermittlungen ergaben, daß der Filialleiter
am Vorabend zur gewohnten Zeit das Büro
ver=
laſſen hatte und offenbar in der Nacht in die
Lagerhalle zurückgekehrt war. Die Umſtände
laſ=
ſen darauf ſchließen, daß er Selbſtmord verübt
hat, nachdem er vorher den Brand angelegt
hatte. Da verſchiedene neue Filme verbrannten,
iſt der Schaden ſehr beträchtlich.
52 000 M. Geldſtrafe für einen Schwarzbrenner.
Koblenz. Vor dem hieſigen Gericht hatte
ſich der Brennereibeſitzer Friedrich Thieſen aus
Senheim an der Moſel zu verantworten, der im
Jahre 1928 in ſeiner gewerblichen
Verſchlußbren=
nerei 3000 Liter Weingeiſt unangemeldet
her=
geſtellt hatte. Bei einer unvermuteten Reviſion
der Brennerei wurden Zuwiderhandlungen des
Brennereibeſitzers gegen die geſetzlichen
Beſtim=
mungen feſtgeſtellt. Auf Grund der
Beweisauf=
nahme wurde der Angeklagte wegen vorſätzlicher
Branntweinſteuerhinterziehung zu einer
Geld=
ſtrafe von 52 580 Mark, zu einer Gefängnisſtrafe
von 6 Monaten und zu einer Werterſatzſtrafe von
15 000 Mark verurteilt. Gleichzeitig wurde auf
die Einziehung der Brennereieinrichtung
er=
kannt.
Juwelierladen ausgeraubt.
Wien. Am Freitag abend gegen Ladenſchluß
haben bisher unbekannte Täter das Schaufenſter
eines Schmuckwarengeſchäftes in einer der
beled=
teſten Straßen der Stadt erbrochen und
ausge=
plündert. Der Juwelier hatte bereits den Laden
geſchloſſen, befand ſich aber noch im
Geſchäfts=
raum. Die geſtohlenen Juwelen haben einen
Wert von etwa 200 000 Schilling.
Brandkataſtrophe in einer kaliforniſchen Stadt.
Berkeley (Kalifornien). Bei einem
vor=
geſtern abend hier in einem Gebäude
ausge=
brochenen Feuer ereignete ſich eine Gasexploſion.
Zwei Perſonen wurden getötet, eine ſchwer und
60 leicht verletzt Drei Perſonen werden vermißt.
Die große Zahl der Verletzten erklärt ſich daraus.
daß brennende Haus= und Möbelteile durch die
Exploſion auf die Menge geſchleudert wurden, die
ſich in den Straßen um das brennende Haus
ge=
ſammelt hatte.
Zum 70. Geburtskag
des Belenchkungsinduſtriellen Graeß.
Kommerzienrat Max Graetz,
der bekannte Pionier der modernen
Beleuch=
tungstechnik, wird am 6. Dezember 70 Jahre
alt. Durch Graetz wurde im Jahre 1903 die
bahnbrechende Neuerung des hängenden
Gas=
glühlichts eingeführt.
Wieder ein Lohngeldraub!
Berlin. In derſelben Stunde, in der geſtern
nachmittag im Margarinewerk Eidelſtedt ein
Raubüberfall verübt wurde, ſind auch in Berlin=
Neukölln Lohngeldräuber mit Erfolg tätig
ge=
weſen. Die Täter ſind in dieſem Falle drei junge
Burſchen. Sie überfielen den 70jährigen Boten
einer Baufirma, als er mit 2100 Mark Lohngeld
auf dem Wege nach einem Neuköllner Neubau
war. Die drei Räuber, die auf einem Motorrad
mit Beiwagen ſaßen, hielten plötzlich in einer
menſchenleeren Straße neben dem Boten an,
ver=
ſetzten ihm einen Schlag auf den Kopf und
ent=
riſſen ihm die Aktentaſche mit dem Gelde. Ein
Begleiter, der dem alten Boten zur Sicherheit
mitgegeben war, konnte den Raub nicht
ver=
hindern. Die drei Burſchen ſind auf dem
Motor=
rade unerkannt entkommen.
Vor 200 Jahren wurde die deutſche
Schriftſtellerin Hophie von 2a Roche
geboren.
Sophie von La Roche,
eine der erſten deutſchen Schriftſtellerinnen, die
auf zahlreiche Dichter ihrer Zeit entſcheidenden
Einfluß gewann, wurde vor 200 Jahren, am
6. Dezember 1731, in Kaufbeuren geboren. In
ihrer Jugend ſtand ſie in freundſchaftlichen
Be=
ziehungen zu Wieland, ſpäter zu Goethe und
Schiller. Sie war die Großmutter von Clemens
und Bettina von Brentano. Ihre eignen Werke
ſtanden ſtark unter dem Einfluß der
zeitgenöſ=
ſiſchen engliſchen Literatur und erfreuten ſich bei
dem Publikum großer Beliebtheit.
Seite 16 — Nr. 337
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5. Dezember 1931
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Rachrichten
Nr. 337 — Seite 17
AUAALIS
geiſtigen Minderwertigkeit kaum als Zeuge für
gzv iſſe in Betracht kommt. Das iſt mein Diener
ſorti,” hre ihn wäre es mir nie gelungen, Tasmauien zu
(Nachdruck
ichtig. Sie werden es ſofort verſtehen, Doktor
Sin Teil dieſer Leute, etwa ſechs oder ſieben, wuß=
Kumg nn Geheimnis, das unendlich viel Geld bedeutet. Nun
jog7s Unglück, ſie alle ſterben zu ſehen, alle, bis auf
gen Aüichen, der verſchiedene gute Eigenſchaften beſitzt, aber
ſeichenen”
um )os wünſchen Sie, daß ich tun ſoll, Helland?"
„Jchtt: Sie nur, Ihre Pflicht zu tun: die beiden Leichen
Launauu gen zu laſſen und ſie in Ihrem Laboratorium zu
u mi 9 ſerſugg Dann die „Sbea” freizugeben und vor allem mei=
Abra fus Hobart kein Hindernis in den Weg zu legen.”
ᛋ1 überlegte eine Weile, dann verſprach er, Hellands
chernweit als möglich entgegenzukommen. „Freilich, die
yn Quarantäne kaunn ich Ihnen nicht erſparen,
In=
hßie er hinzu. „Eine kleine Erholung wird Ihnen
ſche w, Sie ſehen ohnedies elend aus. Ich werde Ihnen
Zimzm ſin Hoſpital von Hobart zuweiſen laſſen, Sie
kön=
mein ſalben auch Ihren Diener mitbringen. Und was Ihr
beuuft Ihre ungeheure Summe Geldes;” lächelte er,
rden n6 niir erlauben, einigen Zweifel daran zu hegen. Ich
ge, Iyſcſurchtbaren Ereigniſſe der letzten Wochen ſind nicht
os geufh nen vorübergegangen, Helland."
On M.ach it nicht das Geld, es iſt mehr als Geld, Doktor..."
ehis hGutt it aber jetzt ſprechen wir nicht mehr davon, einver=
al
enden ſpäter ankerte der Eisbrecher in der Bai von
di gelbe Flaggen bekundeten, daß es gefährlich und
1ᛋ ihm nahe zu kommen.
ſpelland trat mit hochgeſchlagenem Mantelkragen aus
oiegraphenamt in Stockholm. Einen Augenblick lang
m vvolkenverhangenen Winterhimmel, dann blickte er
und ſchlenderte langſam durch die verſchneiten
ſich die Zeit bis zur Abfahrt ſeines Zuges zu
or=
Roman
von FRITZ WEBER
verboten.)
Ein Reſtauraut oder Café zu betreten, widerſtrebte ihm.
Er mußte allein ſein mit ſeinen Gedanken. Unabläſſig
um=
krampften ſeine Finger das Bündel Depeſchen in ſeiner Taſche,
das er eben abgeholt hatte. Er war ſo klug geweſen, nicht mit
dem „Guſtav Adolf” in Stockholm einzutreffen. Man hätte ihn
anders empfangen, ihm wohl abermals die Meute an den Hals
gehetzt. Das konnte er jetzt nicht brauchen. Deshalb war er in
Swinemünde ausgeſtiegen und hatte einen kleinen deutſchen
Dampfer genommen, der ihn mit einem Schwarm reiſender
Kauf=
leute nach Schweden brachte. Der Zollbeamte hatte ihn wohl bei
Durchſicht ſeines Paſſes ſcharf fixiert, aber dieſer Paß
bezeich=
nete ihn als Gutsbeſitzer in Skultuna, Veſtmanland, und damit
ſchien jeder Argwohn gebannt zu ſein.
Schon in England hatte er Zeitungsartikel über die
Heim=
kehr der „Svea” und den Untergang ihrer erſten Befatzung
ge=
leſen. Hier waren die Gemüter davon voll. Lächelnd las er
die Nachrichten über einen „Volksſturm”, den man gegen ihn
entfeſſeln wollte. Die armen Narren! Nun ging er unerkannt
mitten unter ihnen und hatte Depeſchen in der Taſche, die
hun=
dert= und tauſendmal mehr bedeuteten als eine Handvoll
See=
leute, deren Tod man ihm zur Laſt legte.
Er mußte heim. In Skultuna lagen ſeine Pläne, lag das
Beweismaterial, deſſen Sichtung ihm bis jetzt nicht möglich
ge=
weſen war. Nuorti hatte es unauffällig nach Hauſe geſchafft.
Nun wußte wohl Dagmar ſchon, daß er kommen würde.
Wie ſonderbar, daß er jetzt an Dagmar Svenborg dachte) Leiſe
pfeifend, verſuchte er ſich ihr Bild vorzuſtellen. Man war
ein=
mamal jung geweſen. Die ſchöne Dagmar hatte ſich damals an
ihn geklammert, weil ſie mit ſcharfem Inſtinkte den kommenden
Holger Helland witterte. Und was hätte er ſchon tun ſollen,
als ihre Stimme verſagte und ſie von den Höhen einer gefeierten.
Sängerin in das weſenloſe Nichts des Alltags ſtürzte? Gewiß
war es nicht ungeſchickt geweſen, ihr die Verwaltung des Gutes
anzuvertrauen.
Dagmar liebte ihn wohl. Er erinnerte ſich ihrer Verſuche,
ihn zu halten, ſeinen Ehrgeiz einzudämmen, einen
Dutzend=
menſchen aus ihm zu machen. Noch am letzten Abend in
Skul=
tuna hatte ſie ihm „Solveigs Lied” vorgetragen, hatte mit ihrer
brüchigen Stimme Sentimentalität in ihm zu erwecken verſucht.
Er erinnerte ſich des traurig=hilfloſen Ausdrucks ihrer Augen,
als er ſie mit der ſchroffen Bitte unterbrach, ihn jetzt allein zu
laſſen, da er noch eine Reihe ſchriftlicher Verfügungen treffen
müſſe. Am nächſten Morgen war er ſchon eine Stunde vor der
Zeit aufgebrochen, denn Abſchiedsſzenen und Tränen waren
ihm verhaßt.
Gewiß, er wollte für Dagmar ſorgen, ſoweit es in ſeiner
Macht lag, aber ſie durfte ſich ihm nicht in den Weg ſtellen.
Hätte ihn die Antarktis verſchlungen, ſo wäre ihr Skultuna
ge=
blieben und der immerhin anſehnliche Reſt ſeines Vermögens,
wie er es in ſeinem Teſtament beſtimmt hatte. Nein, Dagmar
durfte ſich nicht beklagen. Wenn ſie ſich aber jetzt wieder mit
Tränen und Bitten an ihn hängte, würde er ſie abſchütteln.
Als die erſten Lichter aufflammten, trat er in den Bahnhof,
löſte eine Karte und behob ſein Handgepäck. Der Zug ſtand ſchon
in der Halle. Holger Helland ging die Wagenreihe entlang und
ſtieg in ein leeres Abteil. Unverzüglich löſchte er die
Decken=
beleuchtung und lehnte ſich befreit aufatmend in eine
Fenſter=
ecke. Er wollte ſchlafen, denn die Nacht brauchte er wohl, um
ſeine Koffer zu packen. Morgen abend mußte er wieder in
Stockholm ſein.
Dagmar Svenborg las noch einmal den Brief durch, den
Nuorti ihr überbracht hatte: Holgers erſte Nachricht ſeit
zwei=
einhalb Jahren. Aber welch eine Form! Kein Wort der Liebe,
ja nicht einmal über das bevorſtehende Wiederſehen — eine
knappe, harte Mitteilung ſeiner Wünſche, ein Gruß, um
anzu=
deuten, daß er nichts mehr zu ſagen habe."
„Ich wünſche, daß niemand von meinem Beſuch in Skultung
erfährt — ſorge dafür. Schicke keinen Schlitten an die Bahn, ich
werde ſchon einen auftreiben. Ich komme um zehn Uhr abends.
Du wirſt Dich wie immer zur Ruhe begeben, damit niemand
von den Hausleuten aufmerkſam wird. Wenn ich mit den
Vor=
bereitungen zu meiner Abreiſe fertig bin — ich muß Dienstag
abend wieder in St. ſein —, werde ich Dich wecken
Das war Holger. Hart, kalt, ſelbſtſüchtig. Während ſie
den Brief im Schreibtiſch verſchloß, fühlte ſie, wie Tränen in
ihre Augen traten. Sie legte den Kopf auf den Arm und
ſchluchzte faſſungslos.
Hatte ſie das verdient? Sie, die auf dem Gipfel ihres
Ruhmes genau ſo demütig um ſeine Liebe gebettelt hatte wie
ſpäter, als ſein Stern zu ſteigen begann und ihrer in
Ver=
zweiflung und Einſamkeit unterging. Immer nur Eiſeskälte
antwortete ihrer Liebe. Eine Handbewegung entſchied — „das
verſtehſt du nicht!” — ein Wort kündete Entſchlüſſe an, die ihr
das Herz zerriſſen, ein Wink brachte ſie zum Schweigen. Das
(Fortſetzung folgt.)
war Holger Helland.
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