Einzelnummer 10 Pfennige
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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
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Nummer 87
Samstag, den 28. März 1931.
194. Jahrgang
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auſtäige und Teſting von Schodenerſat. De
Konturs oder gerſchtlſcher Beſtreibung fäll jeder
Rabatt weg. Banſkonto Deutſche Banl und Darme
ſtädter und Natlſonalbank.
Der Reichsrat verhindert Steuererhöhung
Voller Erfolg der Reichstegierung
auch im Reichsrak.
Von unſerer Berliner Redaktion.
am Freitag auch im Reichsrat einen ganzen Erfolg erzielt. Sie
hät ſich mit ihrer Verwahrung gegen die von der
ſozialdemokra=
tiſch=kommuniſtiſchen Mehrheit im Reichsrat beſchloſſenen
Steuer=
erhöhungen durchgeſetzt und erzwungen, daß der Reichsrat
Ein=
ſpruch erhebt. Damit ſind die Steuererhöhungen gefallen, nicht
nur weil der Reichstag ſich vertagt hat, ſondern auch weil es
un=
möglich iſt, im Reichstag eine qualifizierte
Mehr=
heit dafür zuſammen zu bekommen, was die
Vor=
ratesunwirkſam zu machen. Im Reichsrat iſt nicht mehr
abgeſtimmt worden. Man beſchränkte ſich auf die Feſtſtellung, daß verteilung und Arbeitsbeſchaffung befaßt. Er hat auch zu der
das Plenum ſich dem Vorſchlag ſeiner Ausſchüſſe anſchließe und
Einſpruch erhebt. Man weiß alſo — mit Ausnahme der
Stimmenthaltung Heſſens—
nicht, wie die einzelnen Staaten geſtimmt haben. Tatſächlich aber
konnte die Entſcheidung mur zuſtandekommen, wenn Preußen die
Reichsregierung unterſtützte. Nach den Erklärungen, die der
Reichskanzler vorher den Parteiführern der Mitte gab, beſtand
auch kein Zweifel mehr, daß die Reichsregierung in den
Aus=
ſchüſſen nicht nur die ſachlichen Bedenken ſtark unterſtrich, ſondern
auch auf die politiſchen Folgen aufmerkſam machte, die evtl. durch
einen Rücktritt des Kabinettes entſtehen könnten, wodurch die
preußiſche Regierung für den Einſpruch gegen die
Steuererhöhun=
gen beſtimmt wurde.
Der Ertrag der abgelehnten Erhöhung der Tantiemeſteuer
war zum Teil für die Kinderſpeiſung beſtimmt, ſo daß der
Finanz=
miniſter dieſe Ausgaben jetzt aus anderen Etatpoſitionen flüſſig
machen muß, während die Zuſchläge zu der Einkommenſteuer den
Gemeinden zufließen ſollten. Hier ſcheint aber die
Reichsregie=
rung dem Reichsrat entſprechende Zuſagen gegeben zu haben, um
eine Unterſtützung der Gemeinden aus ſicheren Quellen zu
ermög=
lichen. Mit dieſem Einſpruch des Reichsrates haben die
Sozial=
demokraten auch ihren einzigen Erfolg nächſt der Aenderung der
Zollermächtigung verloren.
Die Beſchlüſſe des Reichstakes.
Der Vorſitzende, Staatsſekretär Zweigert, leitete die
Sitzung des Reichsrats am Freitag abend mit einem Nachruf auf
den verſtorbenen Reichskanzler a. D. Hermann Müller ein.
Der Reichsrat beſchloß darauf gegen einige Stimmen,
bei Stimmenthaltung Heſſens, gegen die auf Antrag
der Sozialdemokraten vom Reichstag beſchloſſenen erhöhten
Zuſchläge zur Einkommenſteuer über 20 000 RM.
und zur Aufſichtsratsſteuer Einſpruch zu
erhe=
ben, und zwar mit Rückſicht auf die Kapitalbildung und auf die
Stärkung des Vertrauens der Wirtſchaft, denen nach Anſicht des
Reichsrates Steuererhöhungen widerſprechen würden. Der
Reichs=
rat ſpricht jedoch die Erwartung aus, daß den Gemeinden die
Wohlfahrtserwerbsloſenlaſten auf andere Weiſe erleichtert
wer=
den, z. B. durch ſofortige Verlängerung der Auslauffriſten der
Kriſenunterſtützung.
Die beim Etat vom Reichstag beſchloſſene Umſtellung von 2000
Aſſiſtentenſtellen auf den Landesfinanzämtern und
Verſorgungs=
ämtern wurde vom Reichsrat abgelehnt. Desgleichen fiel die
Ueberweiſung von 5 Millionen an die Knappſchaftsverſicherung,
die aus der vom Reichsrat abgelehnten Tantiemeſteuererhöhung
beſtritten werden ſollte. Im übrigen beſchloß der Reichsrat, den
vom Reichstage vorgenommenen Ausgabeerhöhungen im
Etat zuzuſtimmen. Auch den drei Millionen für die
Kin=
derſpeiſung wurde zugeſtimmt, obwohl dieſer Betrag gleichfalls
durch die Tantiemeſteuer gedeckt werden ſollte. Der Berichterſtatter,
Miniſterialdirektor Dr. Brecht, brachte hierzu zum Ausdruck, daß
der Reichsrat in der heutigen Zeit eine Streichung des Betrages
nicht für angebracht hält, und daß der Ausgleich im Rahmen des
geſamten Haushaltes von der Reichsregierung auf Grund der ihr
vom Reichstag erteilten Sparermächtigung geſucht werden müſſe.
Dem Etat wurde endgültig zugeſtimmt. In
einer Entſchließung ſpricht der Reichsrat die Erwartung aus, daß
die Reichsregierung, wenn durch eine Notverordnung Länder und
Gemeinden berührt werden, vorher mit dem Reichsrat Fühlung
nehmen wird.
Den Reichstagsbeſchlüſſen zur Oſthilfe und zur
Zollvor=
lage wurde zugeſtimmt, ebenſo den Beſchlüſſen über die
Aende=
rung des Lichtſpielgeſetzes, die Verlängerung der
Pachtſchutzordnung und der Verſchärfung der
Ver=
icherungsaufſicht.
Der Reichsrat nahm ferner die Verordnung über den
Zuſammenſchluß der Zucker=Induſtrie an. Er ſtellt
den Wortlaut der Begründung für die in der vorigen Sitzung
beſchloſſenen Einſprüche gegen die vom Reichstag angenommene
Novelle zum Brotgeſetz und gegen die Wiedereinführung des
zoll=
reien Gefrierfleiſchkontingents feſt. Aus dem
Verordnungsent=
wurf zur Ausführung des Weingeſetzes wurde
einſt=
weilig nur die Beſtimmung über die Deſſertweine in
Kraft geſetzt. Eine neue Faſſung der Bierſteuer
und neue Ausführungsbeſtimmungen zu dieſem Geſetz genehmigte
der Reichsrat. Dabei wurde beſchloſſen, daß
Hausbraue=
reien, die Bier verkaufen, ihre geſamten Biermengen normal
verſteuern müſſen, alſo des Steuerprivilegs verluſtig
gehen. Auf Wunſch der Branntwein=Monopolverwaltung er=
Höhte der Reichsrat das Brennrecht der
landwirt=
ſchaftlichen Kartoffelbrennereien von 60 auf.70.
Prozent. Zuſtimmung fand ſchließlich auch eine Verordnung
über die Ermäßigung der Kraftfahrzeugſteuer für
größere Perſpnenwagen, die bereits über 5 Jahre
alt ſind.
Der Arbeitsplan der Reichsregierung.
Neue Noiverordnungen in Vorbereikung.
* Berlin, 27. März. (Priv.=Tel.)
Nach der Vertagung des Reichstages hat die Reichsregierung ſterbeſprechungen, teils Kabinettsſitzungen abgehalten, die ſich im liche und politiſche England ſich ſchon ſeit faſt 24 Stunden zum
ſind noch nicht gefaßt worden. Der Weg läßt ſich aber ungefähr
erkennen, den die Regierung einzuſchlagen gedenkt.
Im Vordergrund ſteht das Problem der
Arbeitsloſig=
ausſetzung wäre, um den Einſpruch des Reichs= keit. Der Gutachterausſchuß, der unter dem Vorſitz des früheren Montag ab. Dieſe beſonnene vernünftige Haltung der eng=
Reichsarbeitsminiſters Dr. Brauns ſteht, hat ſich mit der
Arbeits=
lung genommen, ſo daß noch vor Oſtern ein Gutachten über dieſe
Fragen zu erwarten iſt. Darüber hat Herr Brauns heute im
durchgearbeitet werden. Von den Vorſchlägen der Brauns=
Kom=
befaſſen wird. Eine Regelung wird ſehr wahrſcheinlich zuſammen
ausgeſchloſſen, daß das auf dem Wege der Notverordnung geſchieht.
Bekämpfung des politiſchen Rowdytums dürfte auch die
Sanie=
rung der Reichsknappſchaft noch vor Oſtern durch
Verord=
nung geregelt werden. Weiter ſteht eine Verordnung auf Grund
vor. Zwiſchendurch wird die Reichsregierung die Bewegung der
Reichseinnahmen ſehr aufmerkſam verfolgen und, wenn es
not=
wendig, von ihrer Sparermächtigung Gebrauch machen.
Ueber Oſtern werden der Kanzler und die meiſten Miniſter einen
kürzeren oder längeren Urlaub antreten.
Aklion gegen das polikiſche Rowdykum.
beabſichtigt, dem politiſchen Rowdytum mit energiſcheren
Maß=
nahmen als ſeither auf den Leib zu rücken. Ungeklärt iſt aber
toch, ob die Länderegierungen von ſich aus die polizeilichen
Mit=
tel erweitern und verſchärfen, oder ob die Reichsregierung den
zeichnen, die darauf abgeſtellt iſt, den Kampf verhetzter
Schlagring nach Möglichkeit zu unterbinden. Die
zu erwartenden polizeilichen Aktionen werden ſich, wie verlautet,
in erſter Linie auf das Vereins= und
Verſammlungs=
recht beziehen. Demonſtrationen werden vermutlich
bis auf weiteres überhaupt unterſagt werden.
dem ſoll ſchärfer gegen jene Preſſeorgane vorgegangen
wer=
den, deren Schreibweiſe geeignet iſt, politiſche Leidenſchaften zu heiten in Europa an und für ſich nur begrüßt, werden kann
erhitzen, ſo daß mit Ausſchreitungen zu rechnen iſt. Die Polizei
wird ſich in Zukunft auch die Perſonen genauer anſehen, die als
reiſende Hetzapoſtel bei Demonſtrationen oder
Verſamm=
lungen auftreten. Jedenfalls ſoll der gegen das politiſche
Rowdy=
tum gerichtete Vorſtoß ſo gehalten ſein, daß er tatſächlich die
Wie=
derherſtellung der Sicherheit der Straße und der öffentlichen Ruhe
bis zu einem gewiſſen Grade garantiert.
Reichsehrenmal Betka geſicherl.
ſen, daß in Berka der vorgeſchlagene Ehrenhain für die im Welt= 11 Jahren, im Jahre 1920, abgelaufen und kann zurzeit
keines=
krieg gefallenen deutſchen Helden errichtet werden ſoll.
Reichsbank=Ueberbrückungskredit
Ueberwindung des ſaiſonmäßig bedingten ſchlechteren Geldein= nünſtiger Beſchluß. Es iſt daher ſehr zu hoffen, daß die von
ganges erhalten. Zur Sicherung dieſes Kredits hat das Finanz= Fraukreich, Italien und Tſchechoflowakei geltend gemachten
Ein=
miniſterium nom. 125 Millionen RM. ihm gehörige Reichsbahn= wände die Verwirklichung dieſes Plaues in keiner Weiſe
auf=
vorzugsaktien zu 75 v. H. des Kurswertes bei der Reichsbank halten oder verhindern werden. Vor allem für Oeſterreich iſt es,
lombardiert. Die Verzinſung des Kredits beträgt 1 v. H. über um für ſeine Produktion einen größeren Abſatzmarkt zu erhalten,
Reichsbankdiskontſatz. Weitere Nebenſpeſen werden nicht erhoben, in vollſtem Sinne des Wortes eine Lebensfrage. Daher würden
Geldabwicklung der Reichsanſtalt eingeſchaltet liert haben, durch ihre nunmehrige Abſicht, es auch
wirtſchaft=
werden. Im Zuge dieſer Maßnahme ſollen die Arbeitsämter an= lich zu erdroſſeln, eine geradezu unmenſchliche Tat begehen. Auch
gewieſen werden, ſoweit noch nicht vorhanden, ſich ein Reichs= kann der Einwand, daß Oeſterreich durch dieſen
Wirtſchaftsver=
bankgirokonto anzulegen und die Auszahlung der Arbeitsloſen= trag ſeine politiſche Ungbhängigkeit einbüße, hier in keiner Weiſe
Reichsbank ihre verhältnismäßig großen Münzbeſtände in den verharren, ſo würden ſie nur jenem wirtſchaftlichen Nationa=
Verkehr bringen würde.
* Was ſagt England?
Zum Abſchluß des deutſch=öfterreichiſchen
Zollunionverkrages.
Von unſerem (D=Korreſpondenten.
London, 26. März.
Die Nachricht vom Abſchluß des deutſch=öſterreichiſchen
Zoll=
unionvertrages traf in London zu einem Zeitpunkt ein, um die
Die Reichsregierung hat den ganzen Freitag über teils Mini= Mittagsſtunde des vorigen Samstages, als das ganze geſchäft=
Weekend aufs Land begeben hatte. Und während in den
Haupt=
weſentlichen darauf bezogen, das noch vorhandene Arbeitsmaterial ſtädten der übrigen europäiſchen Staaten, vor allem in Paris
zu erledigen und in ganz loſer Form das Arbeitsgebiet für Früh= und Prag, die Staatsmänner ſofort beſchloſſen, ſich ihre
Sonn=
jahr und Sommer abzuſtecken. Irgendwelche feſten Beſchlüſſe tagsruhe um die Ohren zu ſchlagen und über „die nun
erforder=
lichen Maßnahmen” nachzuſinnen, ließ das offizielle England
ſich durch die deutſch=öſterreichiſche „Bombe” in keiner Weiſe in
ſeinem Weekend ſtören und wartete mit der Aeußerung ſeiner
Meinung getroſt bis zur Wiederaufnahme, der Geſchäfte am
liſchen Oeffentlichkeit erboſte gewiſſe Leute jenſeits des Kanals
nicht wenig. Und in Frankreich machte der „Oeupre” ſeinem
Aerger gar in folgender beluſtigender Weiſe Luft: „Kann die
Arbeitszeitfrage und dem Problem der Doppelverdiener Stel= britiſche Tatenloſigkeit”, fragte ſich das Pariſer Blatt völlig
rat=
los, „vielleicht dadurch erklärt werden, daß in England das
Weekend ſchon am Freitag abend zu beginnen pflegt? Wir
wollen nicht hoffen, daß dieſes der Grund war. Doch ſollte es
Kabinett berichtet. Nach Oſtern ſoll die Arbeitsloſenverſicherung der Fall ſein, ſo dürfte es nun in der Tat als bewieſen gelten,
daß dieſe beſchauliche britiſche Gepflogenheit mitunter Schuld
miſſion hängt viel, auch für die Behebung der finanziellen Not= an großem Unheil haben kann . . ." Dieſe gallige Aeußerung
lage der Gemeinden ab, mit der ſich das Kabinett noch weiter wurde prompt nach England übermittelt, und die vom Weekend
zurückkehrenden Briten hatten als Allererſtes etwas zum Lachen.
Außerdem aber erklärten ſie ſich mit dem choleriſchen „Oeupre‟
mit der Reform der Arbeitsloſenverſicherung erfolgen. Es iſt nicht durchaus nicht einverſtanden: ſie bekannten ſich, im Gegenteil, zu
der Anſicht, daß das Weekend, „dieſe beſchauliche britiſche Ge=
Notverordnungen werden überhaupt in den nächſten Wochen noch pflogenheit”, ſich ſelten ſo bewährt habe, wie in dieſem Falle,
eine beſondere Rolle ſpielen. Neben den Maßnahmen gegen die und daß die Haltung ganz Englands gegenüber dem von
Frank=
reich mit ſo großer Erregung aufgenommenen Ereignis durch
dieſe ſymboliſche Weekend=Ruhe der Briten aufs Trefflichſte
charakterifiert worden ſei.
In Kürze: im kraſſen Gegenſatz zu Paris herrſcht in
des Ermächtigungsgeſetzes zugunſten der landwirtſchaft: London, anläßlich des Abſchluffes des
deutſch=
lichen Veredelungsprodukte für Vieh und Fleiſch be= öſterreichiſchen Zollunionvertrages, nicht die
gerinſte Aufregung. Mit einer endgültigen
Urteilsfäl=
lung hält man noch zurück. Doch ſchon läßt ſich deutlich die in
England überwiegende Meinung erkennen, die nämlich, daß,
nach engliſcher Anſicht die deutſch=öſterreichiſche Zollabmachung
gegen die zu Recht beſtehenden Verträge nicht verſtoße. Das
Weſentlichſte, das von engliſcher Seite an der ganzen Angelegenheit
bemängelt wird, iſt die bei Bekanutmachung des Vertrages von
der deutſchen und öſterreichiſchen Diplomatie gewählte „
ſonder=
bare Ueberrumpelungs=Methode‟. Es ſtellt ſich heraus, daß kein
* Berlin, 27. März. (Priv.=Tel.) Einziger von den zahlreichen über ganz Europa verſtreuten und
Die kürzlich in Berlin abgehaltene Länderkonferenz wird ſchon ſonſt ſo gut informierten britiſchen Diplomaten auch uur das
in den allernächſten Tagen ihre erſten Früchte zeitigen. Es iſt Geringſte vom unmittelbar bevorſtehenden Abſchluß des
Ver=
trages gewußt hat. Und darüber, weshalb in dieſer ſchließlich ganz
Europa angehenden Angelegenheit von ſeiten der beiden
Regierun=
gen vorher keine Sondierungen unternommen und bis ganz zum
Schluß eine ſo große Verſchwiegenheit bewahrt worden iſt, will
Reichspräſidenten, bitten wird, eine Notverordnung zu unter= man ſich in England nicht wenig den Kopf zerbrechen. „Außer
jedem Zweifel”, erklären die „Times”, „haben Deutſchland und
Parteifanatiker, mit Meſſer, Revolver, und Oeſterreich durch die hierbei bezeugte Geheimtuerei und
diplo=
matiſche Plumpheit ſich ſelbſt viel unnütze Schwierigkeiten
be=
reitet” Und das Blatt faßt den engliſchen Standpunkt zur
neugeſchaffenen Lage in folgendem Werturteil zuſammen: „Die
von Deutſchland und Oeſterreich bei Abſchluß des
Zollunion=
vertrages befolgte Verſchwiegenheit iſt umſo mehr zu bedauern,
Alle Verſammlungen ſollen polizeilich angemeldet werden. Außer= weil — in Anbetracht gewiſſer bedrohlicher Entwicklungen der
Weltwirtſchaft — die Schaffung größerer wirtſchaftlicher Ein=
und einzig eine Art europäiſcher Zollunion in der Lage wäre,
den von ſeiten des ſowjetruſiſchen Fünffahresplans immer
drohender werdenden Gefahren wirkſam zu begegnen.
Sieht man jedoch von dieſer Bemängelung der beim
Ab=
ſchluß des Vertrages angewandten Geheimprozedur ab, ſo findet
es ſich, daß die öffentliche Meinung Englands im großen und
ganzen dem Vertrag in keiner Weiſe, weder aus wirtſchaftlichen,
noch aus politiſchen Erwägungen, ablehnend entgegentritt. Das
offizielle engliſche Regierungsblatt, der „Daily Herald”, weiſt
darauf hin, daß „die ſogenannten Friedensverträge
eine Zollunion zwiſchen Deutſchland und Oeſter=
* Der Kampf um das Reichsehrenmal iſt jetzt beendet. In reich keineswegs verbieten würden; es hat in
dem Rennen, das ſich zuletzt nur noch zwiſchen Bad Berka in ihnen allerdings urſprünglich eine Reihe, auf die Zollgebahrung
Thüringen und der Inſel Lorch im Rhein abſpielte, iſt Berka bezügliche Klaufeln gegeben; doch die Wirkſamkeit dieſer die
Sieger geblieben. Das Reichskabinett hat am Freitag beſchloſ= Wirtſchaftsfreiheit einſchränkenden Klauſeln iſt bereits vor über
wegs mehr geltend gemacht werden .. ‟ Die „Moruing Poſt”
meint, daß „der Freihandelsgedanke ſeit ewigen Zeiten von
England, allen anderen Völkern, zu tunlichſter. Nachahmung
empfohlen worden ſei und daß England dabei nie politiſche
Gefahren gleich welcher Art befürchtet hätte. . Und in den
für die Arbeitslgſenverſicherung abgeſchloſſen. „News Chronicle” legt einer der kompetenteſten und
angeſehen=
ſten Publiziſten, J. A. Spender, die engliſche Anſicht
Berlin, 27. März, über die wirtſchaftliche Bedeutung des Vertra=
Die Reichsverſicherungsanſtalt für Arbeitsvermittlung und ges in folgender klarer und überzeugender Weiſe dar: „Die
Arbeitsloſenverſicherung hat, wie der D.H5.D. erfährt, nunmehr den zwiſchen Deutſchland und Oeſterreich in Ausſicht genommene
angekündigten Ueberbrückungskredit von 83 Millionen RM. zur Zollunion”, ſchreibt Mr. Spender, niſt ein durch und durch
ver=
jedoch wird die Reichsbank in Zukunft ſtärker in die die Mächte, die Oeſterreich bereits politiſch amputiert und
iſo=
gelder in ſtärkerem Maße in Hartgeld vorzunehmen, wodurch die vorgebracht werden. Wollten die Mächte auf dieſem Argumeut
lismus zu neuem Leben verhelfen, der der Fluch und das Un=
Nummer 87
Seite 2
glück Europas während all der Nachkriegsjahre geweſen iſt. Die
Er=
kenntnis, die dieſen Völkern heute Not tut, iſt es, endlich
einzu=
ſehen, daß für einen jeden Staat eine abſolute Freiheit in bezug
auf wirtſchaftliche Beſchlüſſe erſte Vorbedingung der politiſchen
Unabhängigkeit iſt.
Ebenſo wie über den wirtſchaftlichen Wert, ſo iſt auch die
engliſche Auffaſſung über die politiſche Bedeutung
des Vertrages von derjenigen Frankreichs und ſeiner
Vaſallen recht verſchieden. Natürlich intereſſiert auch in
Eng=
land in erſter Linie die mit Abſchluß des Zollunionvertrages
aktuell gewordene Frage des Anfchluſſes. Dennoch geht man
hier nicht ſo weit, im neuen Vertrage (obgleich jedermann ſich
in England darüber klar ift, daß eine Zollunion zwiſchen
Deutſchland und Oeſterreich auch als ein erſter Schritt zu einem
ſpä=
teren politiſchen Zuſammenſchluß aufgefaßt werden kann), hierin
ſchon das Fait accompli eines „verkappten Anſchluſſes” zu ſehen.
Doch — und hierin unterſcheidet ſich eben die Haltung Englands
von derjenigen Frankreichs und der Tſchechoſlowakei wohl am
ierklichſten — ruft das Wort „Anſchluß” in England
keines=
dvegs die gleiche Furcht und Erregung hervor, wie dieſes in
Paris und Prag ſtets der Fall geweſen iſt und ſich jetzt am
kraſſeſten offenbart. Im Gegenteil, manche Blätter, wie zum
Beiſpiel der „Daily Herald”, geſtehen es offen ein, daß „
Eng=
land dem von ſeiten des deutſchen und öſterreichiſchen Volkes
bekundeten Willen zu einem engeren Zuſammenſchluß nur vollſte
Sympathie entgegenbringe. „Der Anſchluß=Wunſch”, jagt das
engliſche Regierungsblatt, „iſt ein völlig natürliches Verlangen.
Er würde viele ſchmerzhaften europäiſchen Probleme löſen. Und
das im Vertrage von Saint Germain enthaltene Anſchluß=Verbot
iſt eine der größten Wahnſinnstaten, welche die ſogenannten
Friedensſtifter von 1919 je begangen haben..
Was endlich den vorausſichtlichen weiteren Gang der
Er=
eigniſſe anbelangt, ſo ſcheinen für England vor allem zwei
Dinge beſchloſſene Tatſache zu ſein: erſtens — keinerlei
über=
ſtürzten Aktionen! und zweitens — bewußtes Hinüberleiten
des geſamten Problems auf das Gebiet der rechtlichen
Aus=
einanderſetzung. „Das weitere Schickſal des Vertrages”, ſchreibt
der „Daily Telegraph”, „ſteht und fällt mit der rechtlichen
Grund=
lage, auf der er aufgebaut worden iſt.." Und die „Times”
definieren den gleichen Gedanken noch genauer: „Die Hauptfrage,
die nun entſchieden werden muß, iſt die, ob das Abkommen den
ver=
traglichen Verpflichtungen Oeſterreichs, gegenüber den anderen
Mächten zuwiderläuft oder nicht Dieſe von engliſcher
Seite bekundete ſachliche Beurteilung der nun zu ergreifenden
Maß=
nahmen iſt überaus kennzeichnend: England zeigt auch in dieſem
Falle, wie ſo oft ſchon in ähnlichen internationalen Streitfällen,
eine Abneigung, einſeitig Partei zu ergreifen, und zieht es vor, als
Unparteiiſcher beiſeite ſtehend, allein das Recht entſcheiden zu
laſſen. Dieſes ſtimmt im Grunde mit der deutſchen Auffaſſung
überein. Und hierdurch erklärt es ſich, daß Deutſchlands und
Oeſterreichs feſtes Verharren auf dem Rechtsſtandpunkt den
Engländern, nach der erſten Ueberrumpelung, nun als eine
ver=
ſtändliche Politik erſcheint und ihnen, wenn man will, bis zu
einem gewiſſen Grade ſogar imponiert. Gewiß, auch in
Eng=
land empfindet man deutlich die durch den deutſch=öſterreichiſchen
Vertrag heraufbeſchworene, entſcheidende Wendung im
euro=
päiſchen Schickſal. Der von Deutſchland und Oeſterreich
unter=
nommene Schritt verſetzt auch England in eine ſchwere und
über=
aus heikle Situation. Doch England iſt, trotz des Ernſtes der
Lage, vor allem darauf bedacht, nichts zu überſtürzen, in keine
Panikſtimmung zu verfallen. Es will abwarten. Und es wird,
wenn es ſich als nötig erweiſen ſollte, praktiſche Maßnahmen zu
beſchließen, vorausſichtlich nur darauf beſtehen, daß man die
rechtlichen Inſtanzen — am beſten den Haager Gerichtshof
über das Weitere entſcheiden läßt und auf jede Art von anderen
Preſfionsmitteln tunlichſt verzichtet.
Konflikt mit Litguen.
* Berlin, 27. März. (Priv.=Tel.)
Die litauiſchen Behörden haben vor einigen Tagen mehrere
Reichsdeutſche aus dem Memelgebiet ausgewieſen, obwohl vorher
durch die litauiſche Regierung erklärt worden war, daß ſie keine
vollendeten Tatſachen ſchaffen, ſondern vorher mit uns eine
Ver=
ſtändigung anſtreben wolle. Trotzdem ſind die Reichsdeutſchen von
den Polizeibehörden über die Grenze abgeſchoben worden. Die
Reichsregierung ſah ſich daher veranlaßt, in Kowno
ener=
giſche Vorſtellungen zu erheben und hat ihrer Empörung
auch dem litauiſchen Geſandten in Berlin gegenüber lebhaften
Ausdruck gegeben. Trotzdem haben die Litauer die Ausweiſung
noch nicht zurückgenommen. Daraufhin hat das Auswärtige Amt
heute den Geſandten Morath zur
Berichterſtat=
tung nach Berlin berufen.
Carl Weyprecht.
der hefſiſche Nordpolarfarſcher.
Zur,50. Wiederkehr feines Todestages
(29. März 1881).
Von E. Ihne in Darmſtadt.
Ju letzter Zeit hat man öfter in Zeitungen geleſen, daß
1932/33 ein zweites Polarjahr veranſtaltet werden ſoll, ſo ſei
es auf der Tagung des internationalen meteorologiſchen
Komitees in Kopenhagen im September 1929 beſchloſſen worden.
Was heißt das? Es ſollen von den meiſten Kulturſtaaten rings
um den Nord= und Südpol eine Anzahl Stationen errichtet und
nach einheitlichem Plan eingehende Beobachtungen über
erd=
magnetiſche, meteorologiſche und ſonſtige geophyſikaliſche
Ver=
hältniſſe durchgeführt werden, mindeſtens ein Jahr lang; alle
Mittel neuzeitlicher Forſchungstechnik, z. B. Flugzeuge, werden
benutzt. Ein genauer Plan, auch hinſichtlich der erforderlichen
großen Geldmittel, ſteht noch nicht feſt. Ein zweites Polarjahr!
Wann war das erſte? Es hat 1882/83 ſtattgefunden, 1932 ſind
alſo 50 Jahre ſeitdem verfloſſen, und deshalb wählte man auf
der Tagung in Kodenhagen gerade dieſes Jahr. Und derjenige,
der damals die Anregung gegeben hat, war ein Sohn
Darm=
ſtadts: Carl Weyprecht, deſſen Name als Mitentdecker von
Franz=Joſefs=Land wohl jedermann kennt, und der am 29. März
1881 ſtarb. Jetzt, bei der 50ſten Wiederkehr ſeines Todestages iſt
es daher wohl am Platze, in kurzer Schilderung ſeiner zu
ge=
denken. Es ſoll im folgenden geſchehen. Daß hierbei das Buch
„Der Nordpolarforſcher Carl Weyprecht” bearbeitet von E. Ihne
(Band 17/18 der Heſſiſchen Volksbücher) zu Grunde gelegt wird,
iſt leicht erklärlich.
Carl Weyprecht wurde am 18. September 1838 in Darmſtadt
geboren. Sein Geburtshaus, Grafenſtraße 41, hat ſei 1913 eine
vom hieſigen Naturwiſſenſchaftlichen Verein geſtiftete
Gedenk=
tafel. Der Vater war Hofgerichtsadvokat, nahm aber 1842 die
Stelle als Kammerdirektor beim Grafen Erbach=Schönberg in
König i. O. an. Hier verlebte Wehprecht ſeine Kindheit und
und erhielt den erſten Unterricht durch Privatlehrer, zuſammen
mit Geſchwiſtern. Von 1852 bis 1856 beſuchte er dann in
Darm=
ſtadt das Gymnaſium und die Höhere Gewerbeſchule, trat 1856
als Kadett in die öſterreichiſche Kriegsmarine und wurde 1861
Linienſchiffsfähnrich und damit Offizier. Gelegentlich eines
Heimaturlaubs lernte er in Frankfurt den bekannten Gothaer
Geographen Petermann kennen, der damals eifrig für eine
deutſche Nordpolexpedition warb. Der Nordpol weckte auch
Weyprechts hohes Intereſſe, er blieb dauernd in Verkehr mit
Petermann und erbot ſich für eine Expedition in das Meer
öſt=
lich Spitzbergen. Dieſer Plan wurde aber jäh unterbrochen
durch den Krieg 1866. Weyprecht nahm an der Seeſchlacht bei
Samstag, den 28. März 1931
Vom Tage.
Der öſterreichiſche Bundesminiſter für Juſtiz Schürff iſt
zu Beſprechungen von verſchiedenen Fragen, vor allem des
Urbeber=
rechtes, in Berlin eingetroffen.
Das vom deutſchen Baugewerbe eingeſetzte zentrale Tarifamt
hat am Freitag 40 Schiedsſprüche gefällt, durch die das
Bau=
gewerbe ganz Deutſchlands erfaßt wird, und die
Löhne um 8 bis 11 v. H. geſenkt werden. Nach dieſer
Neuregelung ſoll z. B. der Maurer in Berlin ſtatt des bisherigen
Stundenlohnes von 1.53 RM. 1.41 RM. erhalten. Die Parteien
haben ſich zum Samstag, den 4. April, zu den Schiedsſprüchen zu
erklären.
Das preußiſche Staatsminiſterium hat den Landrat v. Bismarck
in Labes wegen ſtaatsfeindlicher Betätigung in den
einſt=
weiligen Ruheſtand verſetzt.
Die große Ausſprache in der Stadtverordnetenverſammlung über
den 75=Millionen=Kredit der Stadt Berlin und über
die Verhandlungen betreffend die Verwertung der Berliner ſtädtiſchen
Elektrizitätswerke endete mit der Annahme eines Zentrumsantrages
gegen die Stimmen der Sozialdemokraten, Volkspartei und Demokraten,
wonach die Verfammlung die Zuſtimmung zur Aufnahme
des 75=Millionen=Kredits verſagt.
Der 31 Jahre alte Eugen Gantner, der im vergangenen Jahr
in Berlin unter dem dringenden Verdacht der Spionage
zugun=
ſten Frankreichs verhaftet worden war, iſt geſtern aus dem
Rudolf=Virchow=Krankenhaus entflohen. Gantner war ſeinerzeit
auch eines Mordes verdächtiat worden, konnte aber dann ſeine Unſchuld
nachweiſen. In der Unterſuchungshaft erkrankte er ſchwer an einem
inneren Leiden, das im Kraukenhaus kuriert werden ſollte. In der
An=
ſtaltskleidung iſt er jetzt entflohen.
Das franzöſiſche Senatsbüro hat beſchloſſen, daß der Sennt am 2.
April als Oberſter Gerichtshof zufammentreten wird, um das Verfahren
gegen den ehemaligen Miniſter Péret, den ehemaligen Botſchafter in
Rom, Besnard, und die ehemaligen Unterſtaatsfekretäre Vidal
und Favre zu eröffnen.
Nach der vom franzöſiſchen Arbeitsminiſterium veröffentlichten
Statiſtik hat ſich die Zahl der unterſtützten Arbeitsloſen auf 50 744
er=
höht gegenüber 1622 im Vorjahre. 70 187 Arbeitfuchenden konnte keine
Beſchäftigung nachgewieſen werden.
Der engliſche Außenminiſter Henderſon iſt von Paris nach
London zurückgereiſt.
Zwiſchen dem Finanzminiſter und einer amerikaniſchen
Ban=
kengruppe, beſtehend aus J. P. Morgan u. Co., Chaſe National
Bank und National City Bank wurde geſtern abend ein Vertrag
über die Gewährung einer ſpaniſchen Auslandsanleihe in Höhe
von 60 Millionen Dollar unterzeichnet. Die Anleihe wird auf
16 Monate gegeben. Der Ertrag iſt zur Stabiliſierungder
ſpaniſchen Währung beſtimmt.
Das Schickigl der Pädagogiſchen Inſkituke.
In der Sitzung vom 13. Februar hatte der Finanzausſchuß
des heſſiſchen Landtags mit 7 gegn 4 Stimmen bei einer
Enthal=
tung die Frage der Zuſammenlegung der Pädagogiſchen Inſtitute
in Mainz für eine Angelegenheit der Verwaltung erklärt und die
Entſcheidung der Regierung überlaſſen. Wie der „Schulbote
für Heſſen” das Organ des heſſiſchen Landeslehrervereins,
mitteilt, hat die Regierung das Stimmverhältnis
bei der Abſtimmung für nicht ausreichend
er=
klärt, um für ſich daraus ohne weiteres die Ermächtigung
ab=
zuleiten, ohne Zuſtimmung des Plenums das
Darm=
ſtädter Pädagogiſche Inſtitut nach Mainz zu
ver=
legen. Da alſo bis zu einem Landtagsbeſchluß, der in
abſeh=
barer Zeit nicht zu erwarten ſein dürfte, eine Aenderung des
bis=
herigen Zuſtandes nicht eintritt, wird das Pädagogiſche Inſtitut
ſomit in bisheriger Weiſe zu Beginn des neuen Schuljahres
wei=
terbeſtehen.
Der Geſetzgebungsausſchuß des Hefſiſchen Landtags
beendete geſtern die erſte Leſung der neuen
Gemeindeord=
nung, ſoweit ſie bisher vorliegt. Von der Regierung wurde der
zweite Teil des Entwurfs für die kommende Woche in Ausſicht
geſtellt, ſo daß der Ausſchuß dann die Vorlage zu Ende beraten
kann. Die Verabſchiedung wird vorausſichtlich mit der
Etatbe=
ratung zuſammen erfolgen. — Zahlreiche Eingaben wurden
ab=
gelehnt.
Der Finanzausſchuß beſichtigte geſtern nachmittag das
neue Eichamt in Darmſtadt und den Rebmuttergarten
bei Bensheim.
Reichsbahn ſuchk Ausgleich über den Schenkerverkra=
Berlin, 27. März.
Von Reichsbahnſeite wird beſtätigt, daß der Reichsve
kehrsminiſter der Reichsbahn mitgeteilt ha
daß er der jetzigen Faſſung des
Bahnſpedition=
vertrages die Genehmigung verſage.
Demgegenüb=
wird von Reichsbahnſeite an den Standpunkt der Reichsbahn e
innert, daß der Bahnſpeditionsvertrag nicht der Genehmigur
der Reichsregierung bedürfe. Auf der anderen Seite iſt von de
Reichsbahn nach der letzten Verwaltungsratsſitzung vor einige
Tagen die Auffaſſung vertreten worden, daß in gemeinſg
men Beratungen mit der Reichsregierung, ſow
mit den Spitzenverbänden der Wirtſchaft ei
Ausgleich in der Bahnſpeditionsfrage geſuch
werden müſſe.
Zwiſchen der Reichsbahn und der Reichsregierung ſcheint ſi
jetzt ein Waffenſtillſtand anzubahnen. Der Konflikt um de
Schencker=Vertrag wäre infolge der unklare
Haltung des Reichsverkehrsminiſters v. Gue
rard um ein Haar ins Politiſche hinüberge
ſprungen. Das iſt nur durch den Staatsſekretä
im Reichsverkehrsminiſterium, der ſich über ſeine
Miniſter bem Reichskanzler beſchwerte verhin
dert worden. Die Reichsbahn hat ſich inzwiſchen wohl
davo=
überzeugt, daß ihre Stellung unhaltbar geworden iſt, daß ſie ſie
mit ihrem Vertrag nicht durchſetzen kann und deshalb wohl ode
übel eine Aenderung des Vertrages zugeſtehen muß, damit aud
den freien Spediteuren künftighin Lebensmöglichkeit gewährt iſt
Der neue holländiſche Rheinkangl.
Vom holländiſchen Parlament iſt ein neues Kanal=Geſetz
verabſchiedet worden, das die Verbeſſerung der
Schiffahrtsver=
bindungen zwiſchen Amſterdam und dem Rhein
vor=
ſieht. Dieſer Kanal iſt namentlich für Weſtdeutſchland von
großer Wichtigkeit. Amſterdam war bisher ein Umſchlagplatz für
hochwertige Güter. Von Amſterdam aus ging auch ein großer.
Teil des Perſonenverkehrs nach überſeeiſchen Ländeen. Jetzt
wird der Hafen mit dem rheiniſch=weſtfäliſchen Induſtrierevier
beſſer verbunden, und zwar ſo, daß in Zukunft große
Schiffe nach Weſtdeutſchland gelangen können. Die
Holländer erhalten dadurch die Gelegenheit, ihren
Konkurrenz=
kampf gegenüber der deutſchen Rheinſchiffahrt zu verſtärken.
Offenbar will Amſterdam noch den Maſſengüterverkehr, alſo in
der Hauptſache Kohlen, an ſich ziehen. Dadurch würde
aller=
dings Rotterdam ins Hintertreffen geraten können, ebenio auch
Antwerpen und einige norddeutſchen Häfen. Wahrſcheinlich iſt
aber, daß in Zukunft die holländiſche Flagge noch häufiger auf
dem Niederrhein erſcheint als bisher.
Neue Unruhen in Burma.
TU. London, 27. März.
In Burma iſt es erneut zu größeren Unruhen gekommen.
Im Bezirk Tharawaddi wurde ein Militärpoſten plötzlich von
Aufſtändiſchen angegriffen, die jedoch mit einem Verluſt von
25 Toten und zahlreichen Verwundeten zurückgeſchlagen wurden.
An einer anderen Stelle gelang es einem engliſchen Polizeipoſten
gleichfalls einen Angriff abzuſchlagen, den die Aufſtändiſchen
im Vertrauen auf einen von ihnen mitgeführten heiligen
Ele=
fanten unternommen hatten. Sie ergriffen jedoch die Flucht,
nachdem ihre Führer niedergeſchoſſen waren. Die
Militärbehör=
den haben ſofort größere Truppenabteilungen in Bereitſchaft
geſtellt, um weitere Unruhen ſofort niederſchlagen zu können.
120 Tofe und 500 Berletzte in Cawnpur.
TU. London, 27. März,
Bei den Unruhen in Cawnpur wurden nach den letzten
Mei=
dungen 120 Menſchen getötet und 500 Perſonen verletzt. Die
europäiſchen Einwohner haben ſich unter militäriſchen Schutz
be=
geben. Britiſche Soldaten bewachen die Straßen. Viele
Ein=
wohner fliehen, und die Zufuhr von Lebensmitteln iſt ſtark
be=
einträchtigt. Es iſt eine Nachrichtenzenſur eingeführt worden. Die
telegraphiſchen Verbindungen ſind unterbrochen.
Einführung des mekriſchen Syſtens in der Türkei.
EP. Angora, 27. März.
Die Kammer hat eine Reihe internationaler Verträge, darunter
das Auslieferungsabkommen mit Deutſchland
und die Handelsverträge mit der Schiveiz und der
Tſchechoflowa=
kei, ratifiziert. Ferner nahm die Kammer das Geſetz über die
Einführung des metriſchen Syſtems in der Türkei an.
Liſſa, in der die öſterreichiſche Flotte unter Tegetthoff die
italie=
niſche entſcheidend ſchlug, auf der Panzerfregatte Drache teil und
zeichnete ſich durch große Umſicht und Tapferkeit aus; in einem
Briefe an eine Verwandte gibt er eine lebendige Schilderung
der Schlacht.
Nach dem Kriege führte ihn der Dienſt nach Mexiko, wohin
ſein Schiff zur Verfügung des Kaiſers Maximilian
komman=
diert war. So konnte er hier den Zuſammenbruch des
mexika=
niſchen Kaiſerreichs (Maximilian wurde am 19. Juni 1867 in
Queretaro erſchoſſen) aus nächſter Nähe erleben. Er beſchreibt
dieſe Zeit in Briefen an ſeine Angehörigen ſehr anſchaulich.
In die Heimat zurückgekehrt, trieb er eifrig aſtronomiſche und
geophyſikaliſche Studien und erhielt mehrfach Kommandos als
Mitglied wiſſenſchaftlicher Kommiſſionen für kartographiſche
und aſtronomiſche Zwecke. Das Intereſſe am Pol ruhte dabei
nicht. Im Gegenteil, es verſtärkte ſich, beſonders nachdem er
im Herbſt 1870 den Oberleutnant Julius Payer kennengelernt
hatte, der gerade von der zweiten deutſchen Nordpolfahrt
zurück=
gekehrt war. Allmählich gewann ſogar der Plan einer neuen,
eigenen Nordpolexpedition feſtere Geſtalt. Mit Mitteln, die
hauptſächlich Petermann und (zum größten Teil) der Wiener
Graf Wilczek geſtiftet hatten, konnten bereits im Sommer 1871
Weyprecht und Payer auf einem der kleinen Segelſchiffe (8 Mann
Beſatzung) eine Erkundigungsfahrt in das Meer öſtlich von
Spitz=
bergen unternehmen. Sie gelangten in faſt eisfreiem Meer
glatt bis 79 Grad nördlicher Breite und 60 Grad öſtl.
Green=
wich, und man konnte durchaus annehmen, daß ein gut
ausge=
rüſteter Dampfer noch viel weiter vorzudringen vermochte. Dies
ſollte dann durch die eigentliche Expedition im nächſten Jahre
geſchehen.
Ueberraſchend ſchnell waren von einem Zentralausſchuß
in Wien durch Aufrufe, Sammlungen uſw. die nötigen
Geld=
mittel zuſammengebracht, alle Kreiſe des Volkes ſteuerten bei,
Graf Wilezek erwies ſich auch jetzt als hochherziger Förderer.
In einer ſorgfältig ausgearbeiteten Inſtruktion wurde als
näch=
ſtes Ziel die Erforſchung des unbekannten Gebietes im Norden
von Sibirien beſtimmt, als weiteres ideales Ziel die Erreichung
der Behringsſtraße, alſo die nordöſtliche Durchfahrt.
Komman=
dant der Expedition war Weyprecht; nur bei Schlitten= und
Landreiſen ſollte Payer das Kommando haben, und zwar nach
Entfernung von Bord unabhängig.
Das Schiff, ein dreimaſtiger Schraubendampfer von 110
Fuß Länge, zum großen Teil nach Weyprechts Angaben gebaut
und von ihm eingerichtet, bekam den Namen „Admiral
Tegett=
hoff”. Ausrüſtung und Verproviantierung berechnete man auf
drei Jahre. Neben den üblichen Booten wurden auch Schlitten
und Hunde mitgenommen. Den Stab der Expedition bildeten
außer Linienſchiffsleutnant Weyprecht und Oberleutnant Paher
Linienſchiffsleutnant Broſch, Linienſchiffsfähnrich Orel,
Regimentsarzt Dr. Kepes, Maſchineningenieur Kriſch. Die
Ma=
troſen wählte Weyprecht abſichtlich aus dem öſterreichiſchen
Küſtenland, ſie bewährten ſich vortrefflich. Ferner waren an
Bord zwei Tiroler Bergſteiger und, von Tromſö aus, noch ein
älterer norwegiſcher Seemann, ſo daß die Befatzung aus 24
Mann beſtand. Am 14. Juli 1872 verließ das Schiff Tromſo
und nahm Fahrt nach Nordoſt.
Der weitere Verlauf kann hier nur in Kürze geſchildert werden.
Wie im Vorjahre, ſo hoffte man auch jetzt bis zur Breite 78
Grad oder 79 Grad eisfreies Meer zu finden. Aber ſchon nach
ſechs Tagen, in viel ſüdlicherer Breite, begegnete, das Schiff
größeren Eismaſſen, und am 22. Auguſt 1872 wurde es bei 76
Grad nördlicher Breite und 62 Grad öſtlich Greenwich von Eis
völlig eingeſchloſſen und damit verurteilt, ohne eigenen Kurs
der großen Scholle, die es umfaßte, folgen zu müſſen. Die
Treibrichtung ging zunächſt nach Nordoſt, ſpäter nach Nordweſt,
Herbſt und Winter verliefen in ſtetigem, bitterſten Kampf gegen
das Eis, das durch unaufhörliche furchtbare Preſſungen das
Schiff zu zertrümmern drohte. Die lange Polarnacht war
ſchauer=
lich, und „gar viele Tage befanden ſich die Männer fortwährend
auf dem Sprunge, das Schiff zu verlaſſen, das ihnen unter dei
Füßen in Stücke zu gehen drohte‟. Der Sommer 1873 brachte
keine Beſſerung der Lage. Da, ganz unvermutet, am 30. Auguſt
1873, wurde neues Land entdeckt. Es erhielt den Namen Franz=
Joſefs=Land. Nicht lange danach fror die den „Tegetthoff”
um=
ſchließende Scholle mit dem Landeis feſt zuſammen. Der zweile
Polarwinter mußte durchgemacht werden. Wenn keine Befreiung
vom Eis gelang, ſtand ſogar ein dritter bevor. Daß ein ſolchek
nicht mehr ausgehalten werden konnte, war Weyprecht und den
anderen Offizieren klar. Es erlaubte nicht der Zuſtand des
Schiffes, das allmählich ganz ſchräg auf dem Eiſe lag und zu
kentern Gefahr lief, ferner nicht die nicht mehr genügende
wider=
ſtandsfähige Geſundheit der Mannſchaft. Daher wurde Ende
Februar 1874 beſchloſſen, am 20. Mai den „Tegetthoff” zu
ver=
laſſen und die Rückkehr über das Eis nach Nowaja Semlja zu
verſuchen.
Vorher wurde das neue Land ſo viel als möglich erforſcht,
und zwar unter Führung von Payer im März und April auf
drei anſtrengenden und gefahrvollen, meiſt von ſtarker Kälte und
heftigen Schneeſtürmen begleiteten Schlittenreiſen „Auf der
zweiten Reiſe erreichte man als höchſte Breite 82 Grad, 5 Min=
Franz=Joſefs=Land erwies ſich als eine Gruppe von Inſeln.
faſt vollſtändig vergletſchert, die Vegetation äußerſt dürftig, das
Geſtein Baſalt, alles öde.
Während der Schlittenreiſen blieb Weyprecht an Bord und
leitete die Vorbereitungen für den Rückzug. Auch der einzige
Todesfall der Expedition war zu beklagen, indem der Maſchle
neningenienr Kriſch einem Lungenleiden erlag, das er ſchon mi.
aufs Schiff gebracht hatte.
Vor dem Veclaſſen des „Tegetthoff” wurden vier ſogen=
Flaſchenpoſten ausgeſetzt, d. h. es wurde eine kurze Mitteilung
über den ſeitherigen Verlauf der Epedition in eine Flaſche 9e
ſteckt, dieſe feſt verſchloſſen und auf dem Eis in der Nähe untel”
gebracht. Das geſchieht von Seeleuten oft und wäre kaum ."
wähnenswert. Aber; von dieſen Flaſchenpoſten wurde eine.!"
Nummer 87
Samstag, den 28. März 1931
19
land bewahrk kalkes Bl
Polikiſche Prüfung ungerechtferkigl.
Berlin, 27. März.
Die internationale Ausſprache über den Plan der
deutſch=
iſterreichiſchen Zollunion wird in Berlin mit ruhigem Intereſſe
erfolgt. Um Mißdeutungen vorzubeugen, macht man jedoch in
olitiſchen Kreiſen darauf aufmerkſam, daß, wenn ſchon immer
„jeder der Plan der Zollunion als ein Verſtoß gegen beſtehende
Zerträge bezeichnet wird, nun doch klar herausgearbeitet
wer=
en müſſe, gegen welchen
Junkt der Verträge die
lnion nun eigentlich
erſtoße. Man ſteht in
Ber=
in nach wie vor auf dem
Stand=
unkt, daß die Rechtslage eine
Zefaſſung des Völkerbundsrates
nit der Angelegenheit nicht
zu=
aſſe, ſcheut jedoch nicht eine ju=
deutſch=öſterreichiſche Frage wurde dabei nicht berührt und für
etwas anderes beſitzt die Oeffentlichkeit augenblicklich kein
In=
tereſſe.
Die rechtsſtehende Oppoſition, welche Briand wieder einmal
ſehr heftig angreift, hebt hervor, daß das engliſch=franzöſiſche
Zuſammenwirken bei dieſer Gelegenheit ſich als ziemlich brüchig
erwies. Man gibt nämlich in den franzöſiſchen Rechtskreiſen der
Meinung Ausdruck, daß die engliſche Demarche in Berlin einzig
und allein dazu diente, Zeit zu gewinnen. In England ſoll man
nur die wirtſchaftliche Bedeutung der Angelegenheit vor Augen
haben.
Iſtman in Paris mit der Haltung Henderſons
nicht reſtlos zufrieden, ſo hat die Haltung der
iſtiſche Auseinanderſetzung vor
em internationalen Forum, falls
ie wirklich von dritter Seite
ge=
ordert werden ſollte. Wenn der
ſchechoſlowakiſche Außenminiſter
Zeneſch geſagt hat, daß die
Tſche=
hoſlowakei den deutſch=
öſterreichi=
hen Vertrag nicht „annehmen”
önne, ſo kann natürlich von
iner „Annahme” des
deutſch=
ſterreichiſchen Vertrages durch
Oritte überhaupt nicht die Rede
ein, es ſei denn, daß ſie dem
An=
ebot des Anſchluſſes an die
Kon=
ſention folgen. — Was die
ver=
chiedentlich aufgetauchte
Dro=
ung einer
Kündigung des
deutſch=
franzöſiſchen Handelsvertrages
ngeht, ſo hat der franzöſiſche
Handelsminiſter bereits am
21. Februar in der Kammer erklärt, daß ſich der
Handels=
austauſch Frankreichs mit Deutſchland und der Tſchechoſlowakei zu
ungunſten Frankreichs auswirke und die franzöſiſchen
Zoll=
ätze revidiert werden müßten. Es handelt ſich alſo um einen
chon länger beſtehenden franzöſiſchen Wunſch. Der franzöſiſche
Handelsminiſter hatte damals aber auch intereſſanterweiſe geſagt,
daß es ratſam ſei, ſich in Richtung auf Abkommen
nit Staatengruppen zu orientieren. Der
deutſch=
fränzöſiſche Handelsvertrag hat ſich in den erſten zwei Jahren
zugunſten Frankreichs ausgewirkt, in den letzten eineinhalb
Jahren allerdings ſehr zu gunſten Deutſchlands, was auf der
Un=
terſchiedlichkeit der Kriſenentwicklung in den beiden Ländern
be=
ruht.
Sollte Frankreich wirklich aus dieſer augenblicklichen Lage
die Folgerungen einer Kündigung ziehen, dann würden
allerdings Italien, Spanien, Belgien und Holland mit
ihren Produkten, Wein, Frühgemüſe, Obſt uſw., beſſer als
bisher auf dem deutſchen und öſterreichiſchen Markt
unter=
kommen.
die weiter verſchiedentliche Drohung mit Zurückziehung
ranzöſiſcher Kredite dürfte inſofern nicht ernſt zu nehiten
ein, als das franzöſiſche Kapital bezüglich der kurzfriſtigen
Kre=
ſite dieſes Experiment ſchon einmal gemacht hat, und die
deut=
chen Banken darauf gerüſtet ſind. Im übrigen dürfte
die Frage der Tributgewährung immer nur eine Frage des
Treditſatzes und des Geſchäfts ſein. Langfriſtige Kredite
ſat Deutſchland von Frankreich ohnedies
nie=
nalserhalten.
Die Pariſer Sitzung der Europakonferenz. — In der Mitte Briand, neben ihm links Henderſon.
meiſten europäiſchen Staaten noch mehr
ent=
täuſcht. Die Gleichgültigkeit Polens, die Uneinigkeit der
Kleinen Entente, die man jetzt im Begriffe iſt, irgendwie zu
ver=
bergen, und die ſchwankende Haltung Italiens — all das waren
Enttäuſchungen, die über die Bedeutung der ganzen
Sache hinaus fortwirken werden.
Von der Intervention des Völkerbundes erwartet man nicht
übermäßig große Wirkungen, denn objektiv geſehen iſt es
über=
haupt ſtrittig, ob die ganze Sache den Völkerbund angeht. Der
Ruf nach, dem Völkerbund iſt diesmal wirklich nur ein Vorwand,
um Zeit zu gewinnen und zu einer objektiveren Atmoſphäre zu
kommen.
Die Angriffe gegen Briand ſind heftig, doch fehlt es nicht
mehr an Stimmen, welche die Lage nüchtern beurteilen. Selbſt
in der rechtsorientierten Preſſe greift jetzt vielfach eine ruhigere
Beurteilung der Dinge Platz.
Das Schlagwort lautet nicht mehr ausſchließlich „
Mittel=
europa gegen Paneuropa”. Man unterſucht auch die
wirtſchaft=
lichen Urſachen und Folgen, und es wird allgemein anerkannt,
daß Oeſterreichs wirtſchaftliche Lage ohne Deutſchlands Hilfe
un=
haltbar iſt. Dennoch iſt die Verſtimmung gegen Oeſterreich, und
ſcheinbar auch gegen die Perſönlichkeit Schobers, ſehr ſtark.
Schlechke Laune in Paris.
Von unſerem A=Korreſpondenten.
* Paris, 27. März.
Die erſte Aufregung über die deutſch=öſterreichiſchen
Verhand=
ungen hat nachgelaſſen. Die franzöſiſche Politik bleibt aber
benſo ſchlecht gelaunt wie bisher. Die paneuropäiſchen
Be=
prechungen in Paris ſind ohne Aufſehen vorübergegangen; die
TU. Paris, 27. März.
Der Zollausſchuß der franzöſiſchen Kammer befaßte ſich mit
der deutſch=öſterreichiſchen Zollunion und nahm einſtimmig eine
Entſchließung an, in der der Miniſterpräſident, der
Außen=
miniſter, Handelsminiſter und Landwirtſchaftsminiſter aufgefordert
werden, ſich der Durchführung der Zollunion
ener=
giſch zu widerſetzen und im Falle der
Nichtbeach=
tung des Proteſts den franzöſiſch=deutſchen und
franzöſiſch=öſterreichiſchen Handelsvertrag
ſo=
fort zukündigen. Als Begründung wird angeführt, daß die
Zommer 1921 an der Küſte von Nowaja Semlja durch eine von
Frofeſſor Dr. Holtedahl in Chriſtiania (Oslo) geleitete
Expedi=
on aufgefunden. Die in der Flaſche enthaltene Mitteilung,
eſchrieben von Weyprecht und Broſch, war noch gut lesbar.
der letztere, Vizeadmiral i. R. in Graz (geſtorben 1924), war
icht wenig erſtaunt, als er die Nachricht von der vor 47 Jahren
usgeſetzten Flaſche erhielt.
Am 20. Mai 1874 wurde der von Weyprecht geleitete Rückzug
iigetreten. Er ſteht in der Geſchichte der Polarforſchung als
ine Leiſtung erſten Ranges verzeichnet. Als
Beförderungs=
tittel dienten vier Boote, deren Wände durch Segelleinwand
was erhöht waren, und die durch untergelegte Schleifen auch
im Ziehen benutzt werden konnten. Jedem Boot war eine
arüber zu ſpannende Zeltdecke ſowie ein Schlitten zugeteilt.
Nitgenommen wurde natürlich nur das allernotwendigſte von
Serkzeugen, Inſtrumenten, Lebens= und Feuerungsmittel und
Laffen, vollſtändig dagegen alle wiſſenſchaftlichen
Aufzeichnun=
en, die in einer Blechkiſte verlötet waren; von ihnen wollte
Gh Weyprecht nicht trennen. Dennn während der ganzen Dauer
er Expedition, ſelbſt bei den ſchrecklichſten Eispreſſungen, die
Ules zu vernichten drohten, waren die wiſſenſchaftlichen
Beob=
chtungen niemals unterbrochen worden. Sie erſtreckten ſich auf
ſtronomiſche und geodätiſche Beſtimmungen, auf Nordlichter,
uf meteorologiſche Verhältniſſe und beſonders auf
erdmag=
etiſche Beobachtungen. Für den Rückzug wurden die großen,
hweren Beobächtungsbücher in kleines Format abgeſchrieben.
eben Weyprecht waren beſonders Broſch und Orel die
Beob=
chter. Dieſen Leiſtungen zollt der Vizeadmiral v.
Wüllerstorf=
rbair, der ſpäter einen Teil der Aufzeichnungen bearbeitete,
öchſte Anerkennung und hebt die unermüdliche Ausdauer und
18 große Pflichtgefühl der Beobachter hervor, die der
Wiſſen=
haft auch dann dienten, wenn der Verluſt des Lebens und der
anzen Arbeitsleiſtung wahrſcheinlich iſt.
Der Rückzug war überaus anſtrengend. Welche
Schwierig=
eiten zu überwinden und welche Strapazen und Entbehrungen
1Szuhalten waren, erkennt man aus Weyprechts Tagebuch. In
en erſten Wochen mußten die ſchweren Boote über das durchaus
inebene, oft hochaufgetürmte Landeis geſchafft werden, und
ielfach reichte die Hälfte der ganzen Bemannung kaum aus,
m ein Boot oder einen Schlitten weiterzubringen. Wie der
Zeringſte der Mannſchaft ſpannte ſich Weyprecht mit vor die
Zoote und zog, wie er ſich ausdrückte, wie ein Hund mit
heraus=
ängender Zunge, oft ſtundenlang. Er wußte genau, welche
Virkung neben dem Wort vom Beiſpiel des Führers ausgeht.
So war er auch der erſte, der, um die mitgenommenen
Lebens=
tittel zu ſparen, ein Stück Speck von einem gerade erlegten See=
und herunterſchnitt und es, „allerdings mit großem
anfang=
chem Widerwillen”, vor aller Augen verzehrte; dann folgten
je anderen. Die Mannſchaft hatte aber auch unbedingtes
Ver=
rauen zu ihm, ſie „vergötterten” ihn, wie ſpäter Orel ſchrieb.
Vom 18. Juni an arbeiteten ſich die Männer, gleichfalls
ußerſt mühſam, durch mehr zerteiltes Treibeis mit offenen,
weiteren Kanälen. Sie ſetzten dann abwechſelnd die Boote
auf die Schlitten, wenn ſie ein Eisfeld überſchreiten mußten, die
Schlitten wieder in die Boote, ſobald ſie wieder auf eine
Oeff=
nung ſtießen. Dieſes fortwährende Ein= und Ausladen,
hin=
ein= und herausziehen der Boote nahm den größten Teil der
Zeit und Kräfte in Anſpruch. Dazu trat noch, daß anhaltend
ſüdliche Winde alle Anſtrengungen vergeblich machten, indem ſie
das ganze Eisfeld, auf und in welchem ſie ſich befanden, mehr
nach Norden zurücktrieben, als ſie mit größter Arbeit ſüdlich
vordringen konnten. So kam es, daß die Reiſenden acht Wochen
nach Verlaſſen des Schiffes nur drei deutſche Meilen in Luftlinie
von dieſem entfernt waren. Weyprecht blickte daher oft trübe
in die Zukunft. Vom 15. Juli an ſetzten endlich nördliche Winde
ein, es gab ſchiffbare Kanäle, und die Eisverhältniſſe wurden
günſtiger, ſo daß man beſſer vorwärts kam. Nach weiteren vier
Wochen trafen ſie das offene Meer, konnten ſich endgültig in den
Booten einſchiffen und am 10. Auguſt die Küſte von Nowaja
Semlia erreichen. Noch einige Tage ruderten und ſegelten ſie
längs der Küſte, der Proviant wurde ſehr knapp. Begegneten
ſie nicht bald einem rettenden Fahrzeug, dann mußte die höchſt
zweifelhafte Ueberfahrt über das ſtürmiſche Meer direkt nach
Lappland gewagt werden. Da kam die Rettung. Am 20. Auguſt
trafen ſie zwei kleine ruſſiſche Schiffe, die auf Lachsfang
ausge=
zogen waren, legten bei einem an und wurden freundlich
auf=
genommen. 96 Tage hatten ſie ununterbrochen im Freien
zu=
gebracht. Weyprecht einigte ſich mit dem Kapitän, daß er
un=
verweilt nach dem nächſten norwegiſchen Hafen, nach Vardo,
ſegelte. Hier landeten ſie am 3. September 1874. — Vom
„Admiral Tegetthoff” iſt niemals mehr etwas bekannt geworden.
Die Rückreiſe nach Wien ging über Bergen, Hamburg,
Bres=
lau; faſt überall hatten die Heimkehrenden Feiern zu beſtehen,
in größtem Ausmaß natürlich in Wien. Nachdem etwas Ruhe
eingetreten war, bemühte ſich Weyprecht, ſeine Mannſchaft in
geſicherte Stellungen unterzubringen und widmete ſich dann, in
zurückgezogener Stille meiſt in Trieſt und Wien lebend, der
Sichtung und Verarbeitung des wiſſenſchaftlichen Materials
der Expedition. Die Marinebehörde hatte ihm vollen Urlaub
hierfür bewilligt.
Daß ihm zahlreiche Ehrungen (Orden, Medaillen,
Ehren=
mitglied= und Ehrenbürgerſchaften und ähnliches) zuteil wurden,
ſei wenigſtens erwähnt. Er blieb ſtets der einfache Menſch von
vornehmer Beſcheidenheit und Ruhe, der niemals nach äußerem
Glanz ſtrebte und der ſeine eigenen Leiſtungen nicht nur nicht
hervorhob, ſondern faſt verſchwieg.
Beſondere größere Arbeiten, ſpäter in den Denkſchriften der
Wiener Akademie der Wiſſenſchaften abgedruckt, behandeln die
aſtronomiſchen und geodätiſchen Beſtimmungen, die magnetiſchen
Beobachtungen, die Nordlichtbeobachtungen, einen Teil der
mete=
orologiſchen Beobachtungen. Kleinere Abhandlungen und
Auf=
ſätze veröffentlichte er ebenfalls, viele in Petermanns
Geogra=
phiſchen Mitteilungen und in der Wiener „Neuen Freien Preſſe‟
Seine Beobachtungen und Erfahrungen über das Eis legte er
Teite 3
deutſch=öſterreichiſche Zollunion dazu angetan ſei, den
deut=
ſchen und öſterreichiſchen Markt in bedeutendem
Maße zu ſtärken, was eine Störung des
wirt=
ſchaftlichen Gleichgewichts bedeute. Die Zollunion
gefährde das europäiſche Gleichgewicht in einem Augenblick, wo
die europäiſchen Mächte gewillt waren, dieſes Gleichgewicht durch
den Abſchluß einer allgemeinen europäiſchen Union zu befeſtigen.
Schließlich ſtehe der deutſch=öſterreichiſche Wirtsſchaftsvertrag in
formellem Widerſpruch zu den internationalen Abmachungen.
Zuletzt wird noch als Grund angeführt, daß der Handelsverkehr
zwiſchen Deutſchland und Frankreich Ende 1930 mit 3853 Millionen
Franken zu ungunſten Frankreichs abſchließe. Ferner wird
gefor=
dert, daß Verhandlungen mit den übrigen europäiſchen Staaten
in bezug auf eine gemeinſame Aktion gegenüber dem Abkommen
eingeleitet werden ſollen.
TU. Paris, 27. März.
Wenngleich auch in der franzöſiſchen Oeffentlichkeit eine
weſentliche Beruhigung eingetreten iſt, nachdem gemeldet
wurde, daß ſich der Völkerbundsrat zunächſt einmal mit der
juri=
ſtiſchen Seite des deutſch=öſterreichiſchen Abkommens beſchäftigen
ſolle, ſo beſteht doch kein Grund zu der Annahme, daß man ſich
nunmehr franzöſiſcherſeits vorläufig zufrieden gibt. Frankreich,
deſſen Paneuropaplan vorläufig als geſcheitert angeſehen werden
kann, hat einen zu harten Schlag erlitten, als daß man ſich ohne
weiteres damit zufrieden geben würde. Die energiſche
Antwort Dr. Brünings, an die man in Frankreich ſchon
gar nicht mehr gewohnt war, hat außerdem den
fFanzöſi=
ſchen Siegerſtolz ſchwer verletzt, und ſchon fordert
man einſchneidende Sanktionsmaßnahmen, ohne ſich jedoch im
ge=
ringſten darüber einig zu ſein, welche Form man ihnen geben ſoll.
Der außenpolitiſche Berichterſtatter des „Journal” verlangt,
ſich nicht mit der „Herausforderung” Brünings abzufinden Er
verſchanzt ſich außerdem hinter Aeußerungen Herriots, der wieder
einmal ſeinen pazifiſtiſchen Umſtandsmantel abgelegt hat, um als
normaler Durchſchnittsfranzoſe von der „Ueberrumpelung”
Frankreichs zu ſprechen.
Auch die politiſchen Fraktionen erwachen langſam aus ihrer
erſten Ohnmacht und beginnen ihre Haltung in Entſchließungen
feſtzulegen. Die Gruppe der republikaniſchen Vereinigung des
Senats, eine der rechtsgerichteten Fraktionen, erklärte
einſtim=
mig, daß eine Nachgiebigkeit der Großmächte gegenüber einer ſo
unzweideutigen Verletzung der Verträge, wie ſie das deutſch=
öſter=
reichiſche Abkommen darſtelle, die ſchwerſten Folgen für den
euro=
päiſchen Frieden haben würde.
In äußerſt draſtiſcher, aber von tiefer Wahrheit
durch=
drungener Art faßt ein parteiloſes ſatiriſches Wochenblatt die
An=
gelegenheit zuſammen und ſchreibt: „Deutſchland und Oeſterreich
treffen ein Abkommen und ſchaffen ihre Zollgrenzen ab. Mit
einem Schlage geraten alle diejenigen, die die Verſtändigung und
die Aufhebung der Zollſchranken predigen, in maßloſe Wut, und
das ganze nennt ſich Außenpolitik.”
Pertinax ſetzt im „Echo de Paris” ſeinen Hetzfeldzug fort und
fordert die Dringlichkeitsprozedur, die in Artikel 11 des
Völker=
bundspaktes vorgeſehen iſt. Vom Völkerbundsrat könne man nur
unweſentliche Debatten erwarten, wie ſeinerzeit in der
Angele=
genheit der ungariſchen Maſchinengewehre. Heute handele es ſich
jedoch nicht mehr um die Bewaffnung einiger Diviſionen, ſondern
um eine wirkliche Gebietseroberung, und es ſei unmöglich,
voraus=
zuſehen, wo die Vergrößerung des Reiches ende.
Der „Petit Pariſien” ſchreibt u. a.: wenn ſich die
öſterreichiſch=
deutſche Vereinigung verwirkliche, ſo werde ſich die germaniſche
Macht nur eine Stunde Eiſenbahnweg von Trieſt befinden, und
früher oder ſpäter werde ihr Einfluß als Schiedsrichter
zwiſchen Italien und Jugoſlawien an der Adria auftauchen.
Deutſchland würde außerdem faſt ſämtliche Eiſenbahnlinien und
Waſſerſtraßen Mitteleuropas kontrollieren. Die Tſchechoſlowakei
würde ſich auf Dreiviertel ihrer Grenzen durch die germaniſche
Vereinigung umzingelt ſehen.
Bergebliche Bemühungen Frankreichs in Waſhingkon.
TU. New York, 27. März.
Wie aus beſtunterrichteter Quelle verlautet, haben die
diplo=
matiſchen Vertreter Frankreichs und der
Tſchechoſlo=
wakei ſich am Donnerstag vergeblich bemüht, Staatsſekretär
Stimſon zu einer endgültigen Stellungnahme im Streit um
den deutſch=öſterreichiſchen Vorvertrag zu veranlaſſen.
Staats=
ſekretär Stimſon ließ die beiden Diplomaten nicht im Zweifel
darüber, daß die Vereinigten Staaten an der
poli=
tiſchen Seite des Problems gänzlich
unintereſ=
ſiert ſeien. Zur Rechtslage und zu den aus einer Zollunion
für den amerikaniſchen Handel ſich ergebenden Folgen könne die
Regierung ſich erſt äußern, wenn der von den Sachverſtändigen
des Staatsdepartements eingeforderte Bericht vorliege, deſſen
Ab=
faſſung ſicherlich geraume Zeit in Anſpruch nehmen werde.
nieder in dem Buche „Metamorphoſen des Polareiſes”, einem
Muſter leicht verſtändlicher und doch echt wiſſenſchaftlicher
Dar=
ſtellung. Leider führte er ſeine urſprüngliche Abſicht, eine
volks=
tümliche, möglichſt billige Beſchreibung der Expedition zu geben,
nicht aus. Vielmehr ſchrieb Payer dieſe, aber in einem
umfang=
reichen illuſtrierten Buche: „Die öſterreichiſch=ungariſche
Nordpol=
expedition”. Wien 1876. Dadurch, daß nicht Weyprecht das Buch
über die Expedition verfaßt hat, iſt es vielleicht gekommen, daß
in manchen ſpäteren Darſtellungen ſeine Tätigkeit und ſeine
Ver=
dienſte nicht genügend hervortreten.
Unabläſſig beſchäftigte er ſich weiter mit der Polarforſchung
und er kam zu der Ueberzeugung, daß die bisherige Art zu
ändern ſei. Nicht die Auffindung neuer Länder oder des Poles
ſelbſt mußte der Hauptzweck der Expedition werden, ſondern die
wiſſenſchaftliche Erforſchung der Polarnatur. Es müßten daher
rings um den Pol in zugänglichen Gebieten Stationen
geſchaf=
fen werden, deren Aufgabe in erſter Linie gleichzeitig
meteoro=
logiſche, magnetiſche und ſonſtige kosmiſch=phyſikaliſche
Beobach=
tungen mit gleichen Inſtrumenten nach gleicher Inſtruktion wäre.
Auf der Grundlage ſolchen Materials wären dann allgemeine,
bleibenden Gewinn für die Wiſſenſchaft bietende Folgerungen
möglich. Dieſe auf der Naturforſcherverſammlung in Graz 1875
öffentlich vorgetragenen Forderungen ſetzten ſich dank der
Un=
ermüdlichkeit Weyprechts bei der internationalen Meteorologie
durch, und es wurde von zehn Staaten beſchloſſen, ſolche
Be=
obachtungen 1882/83 durchzuführen, mit elf Stationen um das
Nordpolar=, zwei im Südpolargebiet. Es geſchah, und ſo kam
das erſte Polarjahr zuſtande; die Aufzeichnungen füllen viele
Bände. Mit dieſem großen wiſſenſchaftlichen internationalen
Unternehmen, ſagt J. v. Hann, der berühmte Wiener
Meteoro=
loge, wird der Name von Carl Weyprecht verknüpft bleiben, „da
er die erſte Anregung dazu gegeben hat”,
Als öſterreichiſche Station war die Inſel Jan Mayen
aus=
erſehen, als deren Leiter Weyprecht; Graf Wilczek erbot ſich, die
Koſten zu tragen.
Aber ein grauſames Schickſal wollte nicht, daß der Mann,
der das Unternehmen bis dicht vor die Erfüllung gebracht hatte,
die Erfüllung ſelbſt, die tatſächliche Beſetzung der Stationen,
er=
leben ſollte.
An einem hartnäckigen Bronchialkatarrh hatte Weyprecht
ſeit der Rückkehr ſchon immer gelitten. In Wien, im Februar
1881, verſchlimmerte ſich ſein Zuſtand. Der raſche Verlauf der
Krankheit Miliartuberkulofe nahm bald die Hoffnung auf
Beſſe=
rung. Den Schwerkranken holte am 26. März der Bruder (Arzt
in Michelſtadt, wo auch Mutter und eine Schweſter wohnten)
dorthin, und hier in der Heimat ſchloß Carl Weyprecht am 29.
März 1881 für immer ſeine Augen. Am 31 März wurde er zu
König im Familiengrab neben ſeinem Vater unter großer
Be=
teiligung von nah und fern, von Vertretern der Marine= und der
Wiſſenſchaft beſtattet. Viele ehrende Nachrufe würdigten ſeine
hervorragende Bedeutung als Führer und Forſcher.
Seite 4
Samstag, den 28. März 1931
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Darmſiadt, März 1931.
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3. Bankguthaben
121 519.97
4. Wechsel . ..
5. Hypotbeken u. Kaufgelder 1 195 445.78
6. Dailehen an Gemeinden 607 102.60
7. Darlehen geg. Bürgschaft 281 855.69
8. Durchlanfende Kredite . 17 030.—
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10. Immobilien . .
1.00
11. Mobilien . ...
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4. Durchlanfende Kredite
5. Aufwertungskonto . .
6. Im Voraus vereinnahmte
Zinsen . . ."
7. Rücklage einschl.
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Groß-Bieberau, den 11. Februar 1931.
Der Vorstand der Bezirks-Sparkasse Gross-Bieberau
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zu der
am Sonnabend, den 18. April 1937, vormittags 11 Uhr,
in unserem Gebäude Berlin, Behrenstraße 68-70, statttindenden
ordentlichen Generalversammlung-
Tagesordnung
1. Erstattung des Geschäftsberichts für 1930.
2. Beschlußfassung über die (enehmigung der Bilanz mit Gewinn- und Ver
Recnnung für 1930 und die Gewinnvertellung.
3. Beschlußfassung über die Entlastung der persönlich haftenden Gesellscht
und des Aufsichts ats.
4. Aufsichtsrats vahlen.
Zur Stimmenabzabe sind diejenigen Kommanditisten berechtigt, welche
Aktien oder den von einem Notar oder von einer Effekten-Giro-Bank über
Aktien ausgestellten Hinterlegung-s hein spätestens am 15. April d. J. bei (
der nachbezeichneten Stellen deponieren, und zwar
1. bei unseren Hauptniederlassungen in
Berlin (Beurenstr. 68- 0), Bremen, Darmstadt:
2. bei unseren sämtlichen Filialen und Zweigniederlassungen;
3, In Wüppertal-Barmen bei dem Barmer Lank-Verein Hinsbers,
Fischer & Comp., Kommanditgesellschaft auf Aktien,
„ Breslau bei dem Bankhause Eichborn & Co.,
„ Danzig bei der Danziger Bank für Handel und Gewerbe Akt:
gesellschaft,
„Essen a. d. Ruhr bei dem Bankhause Gebrüder Hammerstein,
bei dem Bankhause Simon Hirschland,
„ Frankfurt a. M. bei der Deutschen Fitecten und Wechsel-Bank.
bei dem Bankhause Oito Hirsch & Co,
bei dem Bankhause Lincoln Menny Oppenheimer.
bei dem Bankhause Jacob S. H. Stern,
bei dem Bankhause Gebrüder Sulzbach,
Hamburg bei dem Banklause L. Behrens & Söhne,
bei dein Bankhause Joh. Berenberg, Goßler & Co.,
bei dem Bankhause M. M. Warburg & Co,
„ Hannover bei dem Bankhause Ephraim Mever & Sohn,
Karlsruhe bei dem Bank ause Veit L. Homburger,
„ Köln bei dem Banklause A. Levy.
bei dem Bankhause Sal Oppenheim jr. & Cie.,
Leipzig bei der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt,
München bei dem Bankhause Merck, Finck & Co.,
Nürnberg bei dem Bankhause Anton Kohn,
4. in Amsterdam bei der Amsterdamschen Bank.
bei der Internationalen Bank te Amsterdam,
Wien bei der Mercurbank.
Berlin, den 26. März 1931.
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2. Wechſel und Schatzanweiſungen . . . . . . . . . ..
3. Wertpaptere .... .. .. ... . .. ... ....
4. Deviſen . . ...........
5. Beteiligungen
a) an der Finanzierungsgeſellſchaft
für Landkraftmaſchinen, Aktien=
RA 1000 000,00
geſellſchaft
b) genäßs3Ziff. 3ad. RKA.=Geſetzes Ru 8 464 651,68
6. Perſonalkr dite
a) bis zu 9Monat. befriſtete Darlehen R/ 188 485 489,75
RM 80 523 199,50
b) Abzahlungskredite
c) ſonſtige län er beftiſtete Darlehen
Mo kereikredite) . . . . . . . RM 22 298 605,85
7. Abwick ungskredite . . . . . . . . . . ..
—.
8. Umſchuldungskredite . . . . . . . . . . . . . . ..
9. Meliorationskredite
a) Dauerkiedite aus Anleihemitteln X.ℳ 17 075 908,60
b) Dauerkredite aus eigenen Mitteln R./ 19 591 250,50
c) Zwiſchenkredite . . . . . . . . . RN 23 272 118,56
10. Sieblungskre ite
R/ 193 066 438,98
z) Zwiſchenkredite . . . .
b) Dauerkledite . . . . . . . . . . RN 49 682 744 39
11. Hypothekardarlehen
aus Mitteln der 1. Amerika=Anleihe
aus eigenen Mitteln zu denſelben Bedingungen
aus Mit ein der Goldd’skontoankanleihe
aus Mittel der 2. Amerika= Anleihe
aus eigenen Mitteln zu denſelben Bedingungen.
aus Mtteln der 3. Amerika=Anleihe
aus eigenen Mitteln zu denſelben Bedingungen
aus Mitteln der 4. Amerka=Anleihe
aus eigenen Mitteln zu denſelben Bedingungen.
12. Hypothekar=Stundungskredite
13. Bei der Golddisiontbauk hinterlegt zur Deckung von
Hypottekar=Schuldſcheinen
..
14. Anteilige Zin en aus Hypothekardarlehen . . . . . .
15. Bankgebäude
.......
16. Mobilien und Büroutenſilien
17. Sonſtige Aktiva ..
........
BMit.
93 664 825,15
6 772 597 54
41 989 25,19
645 227,31
9 434 651,68
291 307 295,10
8 404 087,44
5117 711,64
59 939 277,66
242 749 183,37
95 609
2 316
97 978
121 172
488
198 998
3 552
104 851
978
29 987
574 08
411,31
901,00
648,94
536,84
3 857,62
2 358,22
817,77
077,96
27.36
1 391 099 00
9007 829,41
1 600 000,00
1,00
3 964 745,74
1 431 952 367 83
Paſſiva
Kapital .......
Hauptrücklage
Sonderrücklagen für ausgegebene Schuldverſchreibungen
Hiervon getrennte Sonderrücklagen
a) für die 1. Amerika=Anleihe . . . . X. 5035 380,0
b) für die 2. Amerika=Anleihe . . . . R/ 6 168 120,00
c) für die 3. Amerika=Anleihe . . . Kf 10 279 920,00
I) für die 4. Amerika=Anleihe
R. 5 212 230,00
e für die Meli rations=Ausl.=Anleihe A/ 963 900,00
Beteiligungsrückl ige . . .
„
1. Amerika=Anleihe
796 Schuldverſchreibungen U. S.A. 8 25 000 000,00
hiervon getiigt 8 2 236 (00,00
Golddiskontbankanleihe
F 22 764 000 00
72 Hypothekar=Schuldſcheine . . . . . . . .."
2. Amerika=Anleihe
6% Schuldverſchreibungen U S.A 8 30000 000,00
hiervon getilgt
3. Amerika=Anleihe
6% Schuldverſchreibungen USA K 5000 904,00
8 1 150 000 (0
g 28 850 700,00
hiervon getilgt K 2 620 000,0
8 47380 000 00
4. Amerika=Anleihe
68 Schuldverſchreibungen U.S.A. K 26 000 000 00
10.
hiervon getilgt
Meliorations=Auslandsanl ihe
1037 00 00
24 963 0, 0,00
6½2 Schuldder chreibungen schw. Fr. 25 000 000,00
hiervon getilgt schlw. Er 1 200 0 0,00
Rit.
420 00 000
2 464 437
37 873 670,
schw. Fr. 23 800 000,50
Guthaben des Reichs
....
Darlehen für Siedlungsdauerkredite . . . . . . ..
Deutſ.he Rentendank
„.. .....
Noch einzu ö ende Zinsſcheine
Anteilige Zinſen für Sculdverſchreibungen und
Hypo=
thekar=Schuldſcheine
Rückſtellungen
Penſionsfonds
Sonſtige Paſſiva
Reingewinn . . .
15 608 800,
99 3700.0,
121 170 000,
198 986 C00,(
104 844 600,0
19 278 000,0
188 426 878,1
49 / 59 332,8
27 746 636 4
320 682 0
12 394 124,1:
5 005 268,6=
1 2/5 939,14
8 260 175,72
14 927 812.25
Kge
Gewinn= und Verluſtrechnung
5Handlungsunkoſten
....."
Sonſtige Aufwendungen einſchl. Umbaukoſten
Stempel, Em ſſionskoſten u. andere Au=gaben für Anleihen.
Zin ei, für Anie hen
.. ........
Abſchreibung auf Wertpapiere . . . . . . . . . . . .."
Reingewinn . . . . . . .... ... ..... 1951 000,38
796 34 00
585 679 86
43 59/ 75,/43
1 006 000,M0
14 927 812.25 Mte
Zinſen aus Kredi en und kurzfriſtigen Anlagen . . . .
Zinſen aus Weitpypieren und Deviſen
.....
Binſen aus Hypoihekardarlehen
Abſchlußvergütungen, Verwaltungskoſtenbeiträge uſw. 2 8½2 707,92
R
14 625 363,11.
3 036 699,83
Aus der Landeshauptftadt.
Darmſtadt, den 28. März 1931.
Warum zweiprozenlige Miekerhöhung?
Amtlich wird geſchrieben: Die vom 1. April d. J. ab
ein=
tretende Erhöhung der geſetzlichen Miete um 2 Prozeut hat in
allen Teilen des Landes lebhafte Proteſte hervorgerufen. Wenn
„nan auch zugeben muß, daß dieſe Erhöhung in einer Zeit der
all=
gemeinen Preisſenkung und des Lohnabbaues nicht einleuchtend
erſcheint, ließ ſie ſich doch nicht vermeiden. Zur Erhaltung des
Staatskredits und einer geſunden Finanzwirtſchaft war es
not=
wwendig, das Staatsbudget auszugleichen. Trotz ſtarker Spar= und
Abbaumaßnahmen, mußte zur Erreichung dieſes
Samstag, den 28. März 1931
Seite 5
Greidſe Nae in Seien Böcher ur 12 cuoſd, egein
beſtils=
weiſe 48 Ryfg, in Preußen betrug, ſo ſchien es der gegebene Weg.
dieſe Steuerquelle auszunutzen. So iſt dann auch durch Geſetz
vom 5. Dezember 1930 die ſtaatliche Grundſteuer um 24 Rpfg.
er=
höht worden. Auch nach der Erhöhung ſteht Heſſen
mmer noch in der Höhe dieſer Steuer gegen
n=
vere Länder erheblich zurück. Bei der Verteilung
ver entſtehenden Laſten mußte die Regierung die wirtſchaftliche
Zeiſtungsfähigkeit der einzelnen Gruppen berückſichtigen. Es war
nicht angängig, die geſamte Erhöhung auf die Schultern der
Haus=
geſitzer oder Mieter zu legen. Eine Teilung dieſer Mehrlaſten
ſchien der Billigkeit zu entſprechen.
Nach der eintretenden Erhöhung werden ſich die
Höchſt=
mieten im Lande in einzelnen größeren Städten auf 126
Pro=
ſent der Friedensmiete ſtellen. Sie liegen mit dieſer Zahl immer
noch ſehr erheblich unter den Mieten, die in dem benachbarten
Preußen gezahlt werden; denn dort iſt neben der allgemeinen
neſetzlichen Miete noch eine Umlage mancher Betriebskoſten,
ramentlich der ſtaatlichen und ſtädtiſchen Grundſteuern geſtattet.
wodurch dieſe. Mieten beiſpielsweiſe in Frankfurt und Wiesbaden
über 137 Prozent der Friedensmiete liegen. Wenn dieſer
Ver=
gleich, und vor allem der Zuſammenhang der Mieterhöhung
und der notwendig gewordenen Erhöhung der Grundſteuer
be=
achtet wird, dürfte man zu einer gerechteren und ruhigeren
Be=
urteilung der Mieterhöhung kommen.
Ernannt wurde: Am 21 März. 1931: der
Polizeihauptwacht=
neiſter Sebaſtian Grimm zu Worms zum
Kriminalhauptwacht=
meiſter mit Wirkung vom 1. April 1931 an.
Durc) Entſchließung des Miniſters für Kultus und
Bildungs=
peſen wurde der Studienreferendar Walter Niſchwitz aus
Mainz zum Studienaſſeſſor und die Studienreferendarin Luiſe
Koch aus Darmſtadt und Gertrud Reiſchel aus Darmſtadt
zu Studienaſſeſſorinnen ernannt.
— Hohes Alter. Am 29. März begeht die Ehefrau des
Schuh=
machermeiſters Philipp Koob, Ahaſtraße 24 pt., ihren 80.
Ge=
burtstag.
* Keine Erhöhung der Bierſteuer in Darmſtadt. Die in
vor=
geſtriger Nummer an dieſer Stelle gebrachte Veröffentlichung der
Provinzialdirektion Starkenburg betrifft keine nochmalige
Er=
höhung der Bierſteuer in Darmſtadt, ſondern nur die Fortführung
der bereits ſeit 1. Februar d. J. eingeführten erhöhten
Bier=
ſteuer.
Im Schloßmuſeum finden in der kommenden Woche
Füh=
rungen ſtatt; am Sonntag, Montag und Dienstag, um 11 und
11.30 Uhr vormittags, am Mittwoch, Donnerstag und Samstag,
um 11 und 11.30 Uhr vormittags und um 3 und 3.30 Uhr
nach=
mittags. Am Karfreitag iſt das Schloßmuſeum geſchloſſen.
Architektur=Ausſtellung, Buchhandlung Bergſträßer,
Wilhel=
ininenſtraße 29. Die Ausſtellung der Bauten von Sixtus
Groß=
mann iſt in Anbetracht des regen Beſuches noch bis
Donners=
tag, den 2. April, verlängert. Sie wurde um Pläne über neue
Mietswohnungen bereichert, die beſonders intereſſieren dürften.
Stadtkrankenhaus Darmſtadt. Man ſchreibt uns: Die
Beſuchszeiten an Oſtern ſind: „Karfreitag, den 3 April,
vormittags von 11 bis 12 Uhr, Oſterſonntag, den 5. und Montag.
den 6. April, vormittags von 11 bis 12 Uhr. Dienstag, den
7. Apkil, keine Beſuchsſtunde.
Bücherſtube Alfred Bodenheimer. Ausſtellung
Jo=
ſeph Itin La Comballaz ſ. Aigle. Die Ausſtellung
von Joſeph Itin, die in hieſigen und auswärtigen
kunſtintereſſier=
ten Kreiſen lebhaften Beifall fand, wird am Montag, 30 März,
zum letztenmal gezeigt. Eintritt iſt unentgeltlich. — Die
Ausſtel=
lung Ruth Meier, Dresden, wird am 12. April eröffnet.
Wie ſchon mitgeteilt, wird eine Ausſtellung junger
Bauhaus=
naler, Deſſau, für Anfang Mai vorbereitet.
— Die Spielſchar des Ludwig=Georgs=Gymnaſiums. Auf
Ein=
adung der Wormſer Vereinigung der Freunde des
humaniſti=
chen Gymnaſiums wiederholte die Spielſchar des Ludwig=Georgs=
Hymnaſiums in Worms die Aufführung des Holbergſchen
Luſt=
viels „Das Hausgeſpenſt”, das ſchon in Darmſtadt großen Beifall
gefunden hatte. Auch dieſer Abend wurde ein großer Erfolg. Die
Leiſtungen aller Mitwirkenden fanden ebenſo wie die muſikaliſche
Imrahmung, die Wilhelm Peterſen für frühere Aufführungen des
Hymnaſiums geſchrieben hat, allſeitig volle Anerkennung.
Haben Sie nichts Beſſeres zu tun als zu wandern?
Von Schulrat Heinrich Haſſinger=Darmſtadt.
O doch, das dürfte wohl keine Frage ſein. Vor dem
Ver=
gnügen hat immer die Arbeit, vor dem Feſt die Pflicht zu ſtehen.
Ganz gewiß. Aber weißt du denn auch, was das für die
Ju=
gend heißt; wandern zu können, wandern zu dürfen, wandern zu
müſſen, alles aus innerem Bedürfnis? Du meinſt vielleicht, uns
vom Jugendherbergswerk, die wir das Wandern der Jugend ſo
ſehr befürworten und unterſtützen, uns käme es nur darauf au,
den Prozentſatz der wandernden Jugend zu erhöhen. Du meinſt
vielleicht obendrein, wir täten das aus purer Eigenliebe und
Vereinsmeierei? O nein, ſo iſt die Sache nun doch nicht. Gewiß,
es mag manchmal auf den erſten Blick ſo ausſehen, als ob die
Jugend, die da wandert und die Jugendherbergen beſucht, nur
hinausgezogen ſei, um ihre freien Stunden zu Ausſpannung und
Vergnügen zu benutzen. (Nota bene, die wirklich nur ſchales
Ver=
gnügen ſuchen, die findeſt du nicht auf Wanderungen.) Und
übrigens wer könnte von rechter friſcher Jugend etwas verlangen,
wobei nicht wenigſtens ein Teil ihrer nach Taten und Erleben
und Austoben dürſtenden Kraft eingeſetzt werden muß. Das beſte
Erleben der Jugend ſetzt ſich irgendwie in Bewegung um. Aber
glaube ja nicht, daß das nur Wanderfexe ſeien; es mag hie und
da auch ſolche darunter geben bei den drei bis vier Millionen
wäre es verwunderlich, wenn dem nicht ſo wäre; aber wenn die
nicht dieſes Treibende in ſich haben, das mehr will als das
Wan=
dern, dieſes Treibende, das das Erleben der Natur, das Erleben
der Schönheit, das Erleben der Menſchen und Tiere das
Er=
leben der Städte und Dörfer und nicht zuletzt das Erleben
natür=
licher und reueloſer Freude will, dann werden ſie nicht lange
dabei ſein, dann wird es für ſie Mode bleiben, die man mitmacht.
ſolange ſie eben Mode iſt, und die man als zu ſchwer abſtößt, wenn
ſie zur Geſtaltung werden ſoll. Und Geſtaltung, das will das
rechte Wandern, und ſchon deshalb haben wir — ſelbſtverſtändlich
nach der Arbeit und nach der Pflicht — nichts Beſſeres, was wir
unſerer Jugend zur Nutzung ihrer freien. Zeit hieten könnten,
Denn dieſe Jugend, der du in den Jugendherbergen begegneſt,
hat zum größten Teil den Weg zur Geſtaltung genommen. Ich
will dir hier nur kurz einige Stationen nennen, die ſie dabei
paſſieren muß, und die auch dir ſicherlich nicht ganz unwichtig für
den Nachwuchs unſeres Volkes erſcheinen werden. Da iſt zuerſt
einmal die unbedingt uotwendige Einſtellung auf Einfachheit,
denn das rechte Wandern kann keinen Luxus brauchen, und die
Jugendherbergen kennen ihn ſchon gar nicht. Da iſt zum andern
die Verantwortung für ſich und ſeine Gruppe, die jeder der
jun=
gen Wanderer tragen muß. Du wirſt zugeben, daß beides Kräfte
ſind, die die Lebenshaltung eines Menſchen wohl zu geſtalten
ver=
mögen. Und da überdies in den Jugendherbergen Menſchen aus
den verſchiedenſten Lagern und mit den verſchiedenſten Anſichten
und Gewohnheiten und Lebensauffaſſungen zuſammentreffen, iſt
hier zugleich ein Boden geſchaffen, auf dem ſich ſo etwas wie
gegenſeitiges Verſtehen und Aufeinandereingehen entwickeln kann.
Daß das unſerem Volke nötiger tut als manches andere, wirſt du
ebenfalls zugeben müſſen. Ich könnte dir noch mauches andere
anführen, was dir zeigen könnte, daß das Wandern der Jugend
doch mehr iſt als nur ein Vergnügen, auf das mau ebenſogut
ver=
zichten könnte, ohne durch den Verzicht irgendeinen Gewinn für
ſeinen inneren Menſchen aufzugeben. Geſundheit, entſchloſſenes
Handeln, Kenntnis von Land und Volk, auch eine vermehrte Liebe
zu Land und Volk und Natur. Aber da du vorhin von Arbeit und
Pflicht geſprochen haſt, möchte ich dich nur das eine fragen:
Glaubſt du nicht auch, daß wir zu neuer Arheit und neuer Pflicht
nicht auch immer neue Freude brauchten? Iſt es nicht gerade ſo,
daß das Maß der Freude in unſerer freien Zeit, ganz gewaltig
das Maß unſerer Freude an Arbeit und Pflicht beeinflußt? Wir
wollen den jungen Menſchen von der Pflicht der Arbeit predigen,
dann müſſen wir ihnen aber auch das Recht auf Freude geben.
Und ob das Wandern Freude ſchafft? Das iſt eine Frage, die ich
dah an unſere jungen Wanderer ſelbſt zu richten bitte
wahrſchein=
lich wird dir ein Blick in ihre Augen genügen, um dir zu ſagen,
daß wohl keine Frage überflüſſiger war als dieſe.
— Zur Aufführung der Matthäuspaſſion von Bach am
Kar=
freitag in der Stadtkirche durch den Muſikverein, unter Leikung
von Generalmuſikdirektor Dr. Böhm, ſind folgende Soliſten
ge=
wonnen worden: Sopran: Giſela Derpſch, Köln; Alt: Eva
Jür=
gens Barmen: Tenor (Evangeliſt); Hans Hoefflin, Stettin; Baß
(Chriſtus); Theo Herrmann. Darmſtadt: Baß: Erich Mayer=
Stephan, Offenbach. Giſela Derpſch. Hans Hoefflin und Theo
Herrmann ſind in Darmſtadt hinreichend bekannt und bedürfen
keiner beſonderen Empfehlung, auch den beiden anderen Künſtlern
geht ein ausgezeichneter Ruf voraus, ſo daß ein hoher
künſtleri=
ſcher Genuß zu erwarten ſteht. Am Gründonnerstag findet eine
öffentliche Hauptprobe ſtatt. Dieſe und die Aufführung ſelbſt
be=
ginnen um 19 Uhr. Der Vorverkauf in Bergſträßers
Buchhand=
lung, Wilhelminenſtraße 29. hat bereits begonnen.
Das Städtiſche Hallenbad wieder durchgehend geöffnet. Wie
aus dem Anzeigenteil zu erſehen, iſt das Städtiſche Hallenbad
Samstags in ſämtlichen Abteilungen wieder durchgehend von 900
bis 19.30 Uhr geöffnet.
Prassel-Kaffee
Nf
frisch geröstet
Sohnlstr. 10
Ki.0 Dn Krise. S. Aaifde erelelich zuer ee if
Wandern zuſammen verbinden will, der wähle eine Fahrt im
be=
quemen Großkraftwagen. Das Reiſebüro hat ſeine Fahrten ſo
ge=
halten, daß bei jeder Fahrt ein Reiſeleiter eingeteilt iſt, der nicht
nur die Aufgabe hat, auf die Schönheiten der Natur aufmerkſam
zu machen, es obliegt demſelben auch die Pflicht, geſchichtliche
Auf=
klärungen den Reiſenden zu geben. Unbekümmert um
Unterkunfts=
fragen ſoll ein jeder an der Fahrt teilnehmen, der Reiſeleiter iſt
ſelbſtverſtändlich auch darauf bedacht, daß auch auf billigſte Art
für das leibliche Wohl geſorgt wird. Alles wäs der Fährgaſt an
Wünſchen hat, ſoll er dem Reiſeleiter ſagen, er will nicht wiſſen,
wie es dem Reiſeteilnehmer gefallen hat, er will Beanſtandungen
und Beſchwerden kennen lernen, damit dieſe bei anderen Fahrten
behoben werden. Das Reiſen im Großkraftwagen ſoll heute
volks=
tümlich werden, durch Führungen lehrreich und vor allem die
engere Heimat — den Odenwald —, Rhein und Taunus mit all
ſeinen herrlichen Höhen und Tälern den Fahrtteilnehmern für
geringe Ausgaben bekannt zu machen. Aber nicht nur
Tages=
fahrten werden organiſiert, auch Fernfahrten werden durch
er=
fahrene Führer ausgearbeitet. Die Drei=Tagesfahrt zum
Länder=
kampf Deutſchland — Frankreich in Paris hat bewieſen, daß
Fahrer und Material im Stande ſind, auch den verwöhnteſten
An=
ſprüchen gerecht zu werden. Eine nähere Beachtung wollen unſere
Leſer der Tägesfahrt an den Rhein am Oſterſonntag, 5. April,
ſchenken, ferner den beiden Odenwaldfahrten am Oſtermontag,
5. April. Für dieſe kombinierten Wanderfahrten erhalten die
Leſer des Darmſtädter Tagblatts, wenn die Karten an den
Schal=
tern unſerer Geſchäftsſtelle, Rheinſtraße 23, gelöſt werden, einen
Rabatt von 10 Prozent auf die vom Reiſſhüro genannten Preiſe.
Die Reichsbahn verbiligl Geſellſchaffsfahrken.
Im Reiſeberkehr geuuährt die Reichsbahu für Geſellſchaftsfahrten
be=
reits in größerem Umfange Fahrpreisermäßigungen, wenn die Fahrtei
in geſchloſſenen Gruppen oder in Sonderzügen ſtattfinden. Um dieſen
Geſellſchafts=Reiſeverkehr angeſichts der ſchlechten Wirtſchaftslage neue
Anregungen zu geben, hat ſich die Reichsbahu entſchloſſen, die
Preis=
ermäßigungen weſentlich zu erweitern. Sie hofft dabei, daß die hiermit
zunächſt verbundenen Einnahmeausfälle durch ſtärkeren Verkehr wieder
wettgemacht werden, und daß auch danach Reiſen ſtatt in Kraftwagen
auf der Bahn ausgeführt werden.
Die am 1. Mai in Kraft tretenden Ermäßigungen ſind folgende:
1. Geſellſchaftsfahrten. Die Mindeſtteilnehmer
zahl für eine Ermäßigung beträgt künftig 15 Perſonen (bisher
wur=
den 20 Perſonen verlangt). Bei einer Teilnehmerzahl von 15—20
Per=
ſonen wird eine Ermäßigung von 25 Prozent gewährt, bei einer
Teil=
nahme von über 50 Perſonen wird eine Ermäßigung von 331/ Prozent
gewährt, bei 31—50 Teilnehmern wird eine Freifahrt gewährt, bei
über 50 Teilnehmern werden zwei Freifahrten gewährt, bei über. 100
Teilnehmern werden drei Freifahrten gewährt und ſo fort.
2. Geſellſchafts=Sonderzüge. Bei einer Mindeſtteil
nehmerzahl von 300 Reiſenden 3. Klaſſe — oder 200 Reiſenden 2. Klaſſe
oder 100 Reiſenden 1. Klaſſe und einer Mindeſteinnahme von 20
RM. wird z. Zt. eine Fahrpreisermäßigung von 33½/ Prozeut
ge=
währt. Dieſe wird auf 40 Prozent heraufgeſetzt. Bei einer
Mindeſt=
teilnehmerzahl von 600 Reiſenden 3. Klaſſe oder 400 Reiſeuden 2. Klaſſe
oder W0 Reiſenden 1. Kkaſſe und einer Mindeſteinnahime von 400 RM.
ſteigt die Ermäßigung ſogar auf 50 Prozent. Die Ermäßigung vou
50 Prozent wurd auch gewährt, wenn ein Beſteller für einen Tag odet.
mehrere unmittelbau aufeinander folgende Tage gleichzeitig mindeſtens
fünf Geſellſchafts=Sonderzüge beſtellt, bei denen im Durchſchnitt 600
Fahrkarten 3. Klaſſe oder 400 Fahrkarten 2. Klaſſe oder 200 Fahrkarien
laſſe gelöſt und als Mindeſteinnahme 400 RM. erreicht werden,
Ferken=Sunderzüge. Die bisher geſpährte Ermäßigung
wird von 10 auf 20 Prozent erhöht, um namentlich der in die Ferien
reiſenden berufstätigen Bevölkerung die Erholungsreiſe zu erleichterzw=
4. Jugendoflegefahrten. Bei den beſonders verbilligten
Jugendfahrten durften Schnellzüge bisher überhaupt nicht benutzt
wen=
den. Fortan wird die Reichsbahn die Schnellzüge auch für
Jugend=
fahrten unter denſelben Bedingungen wie für Schulfahrten freigeben.
5. Schulfahrten. Im Rahmen der feſtgeſetzten Zahl der
Be=
gleiter (ein Begleiter auf 9 Schüler) werden künftig auch
Begleitver=
ſonen zugelaſſen, die nicht zum Lehrverſonal gehören. In heſonderen
Fällen können auch mehrere Begleitverſonen zugelaſſen werden.
Gleich=
zeitig wird die Mindeſtentfernung von 150 Km. bei der Benutzung von
Schmellzügen aufgehoben.
Sam Woodings Neger=Jazz=Sinfonie=Orcheſter gibt Montag,
den 30., und Dienstag, den 31. März, ein kurzes (nur zweitägiges)
Gaſtſpiel in Darmſtadt! Wer dieſe fabelhaften 13 Edel=Jazz=
Syn=
kopators einmal gehört hat, vergißt ſie nie wieder! Ein ganz
ſorgfältig ausgewähltes Programm gelangt zur Darbietung, das
ſichenlich jedem Geſchmack gen cht, wird.
K Burch Dunlitäf zur Umsatzsteigerung,
dunch Umsalzsteigerung zur Preissenkung!
Billza Kaastem und billig Kaksen uf zureenlei.
Wie Frage des wahren Gebrauchswertes, die Frage der „Wirtschaftlichkeit auf die Dauer2. steht beim Kauf eines
Automobils heute mehr denn je im Vordergrund.
Wer es sich irgend leisten kann, wählt daher gleich ein richtiges Automobil — von 2 Liter Hubvolumen aufwärts — umd
auch da wieder eine Marke, deren Ruf sichere Garantien bietet. Denn, daß es Unterschiede gibt zwischen „PSS und „PSS.
das hat sich allmählich herumgesprochen. Billig kaufen und billig fahren ist zweierlei .. .
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Ober, Automobile, Darmstadt, Rhieinstraße. 3
[ ← ][ ][ → ]Seite 6.
Samstag, den 28. März 1931
Nummer 8
Ferienkurſe und Studienreiſen in Deutſchland
Der Deutſche Akademiſche Austauſchdienſt har auch in dieſem
Jahre ein vollſtändiges Vorleſungs= und Studienverzeichnis aller
Ferienkurſe unter dem Titel „Ferienkurſe in Deutſchland 1931‟
herausgegeben.
Aus dieſer Broſchüre iſt zu erſehen, daß deutſche Hochſchulen
in dieſem Jahre in noch ausgedehnterem Maße als bisher
Ge=
legenheit zur akademiſchen Fortbildung in Sommerkurſen bieten.
Der größte Teil der Ferienkurſe wird während der Sommermonate
Mai bis Auguſt abgehalten. Einzelne Kurſe erſtrecken ſich
perio=
diſch ſogar über das ganze Jahr.
Die Programme der Kurſe kommen den verſchiedenſten
Inter=
eſſen ausländiſcher Akademiker entgegen. Die erſte Serie, die
„Sprach= und Kulturkurſe”, ſind für das Studium der deutſchen
Sprache und Kultur beſtimmt. Sie bieten in verſchiedenen
Hoch=
ſchulen ein ausgezeichnetes Programm zur Einführung in das
geiſtige Leben Deutſchlands. Sie eignen ſich darum ebenſo zur
Vorbereitung für ein längeres Hochſchulſtudium, wie auch als
Studienplan für einen kurzfriſtigen Ferienaufenthalt in
Deutſch=
land.
Auch die zweite Reihe von Ferienkurſen — die „beruflichen
Fortbildungskurſe” — weiſt in dieſem Jahre intereſſante
Mög=
lichkeiten der wiſſenſchaftlichen und praktiſchen Fortbildung auf.
Mediziner und Zahnärzte finden Kurſe auf allgemeinen und
Spe=
zialgebieten der Medizin in Berlin, Gießen, Kiel, Göttingen. Für
Ingenieure ſind die Kurſe über Bergbau in Freiberg (Sa.), über
Eiſenhüttenweſen, Maſchinenkunde, Elektrotechnik. Metallographie
und Metallurgie in Clausthal i. Harz von Intereſſe.
Betriebs=
ingenieure, Verwaltungsbeamte und Betriebskaufleute ſeien auf
den Kurſus der Techniſchen Hochſchule Dresden hingewieſen.
Naturwiſſenſchaftliche Kurſe ſind an der Univerſität. Göttingen
und Königsberg vorgeſehen. Für Pädagogen, insbeſondere Lehrer
höherer Schulen, bieten die Kurſe des Zentralinſtituts für
Er=
ziehung und Unterricht in Berlin, Düſſeldorf, Loheland, Kiel,
fer=
ner der Univerſität Gießen und des Deutſchen Gymnaſtikbundes
Gelegenheit, mit den modernen Methoden deutſcher Erziehung in
Theorie und Praxis bekannt zu werden. Für Studien zur
deut=
ſchen Politik. Wirtſchaft und Rechtswiſſenſchaft ſind Kurſe in
Ber=
lin und Köln zu empfehlen. Sehr erfreulich iſt, daß in dieſem
Jahre auch dem mannigfachen Intereſſe ausländiſcher Beſucher
für ſoziale Studien in Deutſchland entſprochen wird, für das der
Kurſus über ſoziale Fragen und ſoziale Arbeit beſtimmt iſt, der
von der deutſchen Akademie für ſoziale und pädagogiſche
Frauen=
arbeit in Berlin veranſtaltet wird. Eine Einführung in neueſte
theologiſche Probleme bieten die Kurſe in Göttingen und Kiel.
Schließlich ſeien noch die Möglichkeiten für oſtaſiatiſche Studien in
Bonn und für ibero=amerikaniſche Studien in Hamburg genannt,
die u. a. für Deutſche geeignet ſind, die ſich für überſeeiſche
Aus=
wanderung vorbereiten wollen.
Die meiſten Kurſe umfaſſen nicht nur Vorträge, Diskuſſionen,
Uebungen und Demonſtrationen auf den einzelnen Fachgebieten,
ſondern bieten auch eine Fülle von Möglichkeiten, mit Land und
Leuten bekannt zu werden. So finden in Verbindung mit den
Kurſen geſellſchaftliche Veranſtaltungen und Reiſen ſtatt, die den
Teilnehmern Gelegenheit geben, mit deutſchen Kreiſen
zuſammen=
zukommen
Im Anhang der genannten Schrift finden ſich kurze Hinweiſe
für diejenigen, die ſich für Studienreiſen in
Deutſch=
land intereſſieren. Der Deutſche Akademiſche Austauſchdienſt
übernimmt ebenfalls die Beratung und Organiſation von
akade=
miſchen Studienreiſen durch Deutſchland, für Gruppen= und
Einzel=
reiſende, einſchließlich der Aufſtellung von Programmen,
Vermitt=
lungen von Vorträgen. Wohnung und Verpflegung zu mäßigen
Preiſen Fahrpreisvergünſtigungen, Verbindung mit deutſchen
akademiſchen Kreiſen uſw.
Die Schrift „Ferienkurſe in Deutſchland 1931” iſt in deutſcher,
engliſcher, franzöſiſcher ſpaniſcher und italieniſcher Sprache
er=
ſchienen und iſt koſtenlos durch den Deutſchen Akademiſchen
Aus=
tauſchdienſt e. V. (Deaka), Berlin C 2. Schloß, zu beziehen.
Ueber Gasſchuk und Anwendung von Gasmasken. Empfehlenswerke Fahrk für Auko und Mokorrad.
In den Städtiſchen Betrieben in Darmſtadt fand durch die
Deutſche Gas=Glühlicht Auer G. m. b. H., Berlin, ein
Gasſchutz=
kurſus ſtatt. Direktor Nuß vom Gaswerk Darmſtadt begrüßte die
Erſchienenen u. a. Regierungsaſſeſſor Dr. Eckſtein vom Kreisamt
Darmſtadt, Oberregierungsrat Reuling von der
Landesbrandkam=
mer. Geh. Rat von Hahn als Vertreter des Roten Kreuzes, die
Kreisfeuerwehrinſpektoren von Heſſen, Feuerwehrleute des Kreiſes
Darmſtadt, einen Vertreter der Gewerbeinſpektion und Beamten
des Landgerichtsgefängniſſes. Anweſend waren ferner Arbeiter
und Angeſtellte der Städtiſchen Betriebe ſowie der
Berufsfeuer=
wehr Darmſtadt. Hierauf referierten vom Lehrperſonal der Auer=
Gas=Glühlicht G. m. b. H. die Herren Dipl.=Ing. Wollin. Neitzel
und Saidel unter Mitwirkung des zuſtändigen Vertreters
Hef=
ling=Frankfurt. Am Vormittag wurde zunächſt die Handhabung
der einzelnen Geräte, die Grenzen ihrer
Anwendungsmöglich=
keiten an Hand zahlreicher Lichtbilder und Modelle erläutert.
Be=
ſonders wurde auf die Nachteile bei falſcher Behandlung der
Ge=
räte: Sauerſtoff=, der Friſchluft= u. der Filtergeräte (Gasmusken)
hingewieſen. Es ergab ſich, daß in den meiſten Fällen die einfachen
und leichten Filtergeräte anwendbar ſind, daß dagegen zum
Ein=
ſteigen in Tanks und Schächte, ſowie im Grubenrettungsdienſt die
ſchweren Friſchluft= oder Sauerſtoffgeräte angewendet werden
müſſen. Am Nachmittag fanden nach zweiſtündigem Vortrag mit
Lichtbildern noch praktiſche Vorführungen mit den von der Auer=
Geſellſchaft zur Verfügung geſtellten zahlreichen Geräten im Freien
und in vergaſten Räumen ſtatt.
Die Teilnehmer an den Uebungen hatten Gelegenheit, ſich vom
einwandfreien Schutz der Geräte und ihrer Vervollkommnung in
den letzten Jahren zu überzeugen. Die klaren und lehrreichen
Vorträge wurden mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Zum
Schluß wurden zwei intereſſante Filme über die Herſtellung der
Gasſchutzgeräte und deren Anwendung in der Induſtrie, beſonders
in der chemiſchen Induſtrie, vorgeführt. In einer Ausſprache
wur=
den ſtrittige Fragen von den Vortragenden klar erläutert.
Regierungsaſſeſſor Dr. Eckſtein ſprach ſowohl den
Vortragen=
den als auch den Städtiſchen Betrieben Dank für die Einladung
im Namen der Teilnehmer aus.
— Ueberreichung der Geſellenbriefe. Wir erinnern an
die=
ſer Stelle nochmals auf die morgen, Sonntag vormittags 93 Uhr,
ſtattfindende feierliche Ueberreichung der Geſellenbriefe, in der
Turnhalle am Woogsplatz.
— Das Drumm=Quartett beſchließt am Dienstag, 31. März,
im Kleinen Haus ſeinen Beethoven=Zyklus. Außer dem Cis=Moll=
Quartett wird noch das Harfenquartett und das 4=Dur=Quartett
(Opus 18. Nr. 5) zu Gehör gebracht.
Heſiſches Landeskheaker.
Großes Haus Eleines Haus Samstag28 März VeRNe
Weine Schweſter und ich
Geſchloſſene Vorſtellung
*
20— 22 Uhr
Torquato Taſſo
D 20
Pr iſe 1—10 Mf. 19.30—22 45 Uhr
Figaros Hochzeit
Dſtdt, Volksb. Gruppe 1-V
W2
Preiſe 1—5 M1
Gutſcheine nicht gültig Sonntag,
23 März 19—22 13 Uhr
Carmen
Dſtdt. Volksb. Gruppe l-IV
G 13
Preiſe 1—10 Mt
Gutſcheine nicht gültig 19 30—22 15 Uhr
Der Graue
Zu atzmete V 10
Preiſe 1.20—6 Mk. Montag
30 März 20—21 45 Uhr
2. Volkskonzert:
Brahms=Zhklus
Preiſe 0 80—2 00 n Keine Vorſtellung Dienstag
31. März Keine Vorſtellung 20—41.,0 Uhr
Fünfter Beeihoven=Abend
des rumm=Quartetts
Preiſe ,2, 3 Mt Mitrwoch
1 April Keine Vorſtellung 19.30—2 .15 Uhr
Der Graue
Zuſ.=M II,11
Preiſe 1 20—6 Mk. Tonnersta
2. April Keine Vorſtellung Keine Vorſtellung Freilag,
3. April Keine Vorſtel ung Keine Vorſtellung Samstag
4 April Keine Vorſte lung Keine Vorſtel ung Oſter=
Sounrag
5. Ap.iI Oäd
Zum erſten Male:
D 21. Tu andot
Preiſe 1.20—1 Mk
Butſcheine beſchränkt gültig 20—21 4) U.ſr
Der Mann, den ſein Gewiſſen trieb
Zu .=Miete ,9 P.5
Darm Volksb. Gr —lV
Preiſe 1.20—6 Mk. Oſter=
Montag,
d. April 1730—22.13 Uhr
die M.iſterſinger von Nürnbers
B19 Pleiſe 1.20—12M
Bahlgutſcheine beſchränkt gültigl 20. Ende vor 22 Uhr
Der Kreis
Zuſatzmiete 111,10
Preiſe 1 20—6 Mk.
— Heſſiſches Landestheater. „Torquato Taſſo” von
Goethe wird heute, Samstag, im Großen Haus, mit Peter
Wio=
mann als Gaſt in der Titelrolle und Hinz, Schmitz, Conradi,
Nürn=
berger in den übrigen Rollen zum erſten Male wiederholt. Es
wird nochmals darauf aufmerkſam gemacht, daß die heutige
Vor=
ſtellung ausnahmsweiſe für die Miete, b vexanſtaltet wird.
cobs, Kuhn, Vogt, Kienzl. Ney in den Hauptrollen zur
Auffüh=
rung. — In der morgen, Sonntag, im Großen Haus in Szene
gehenden Aufführung der Oper „Carmen” von Bizet wird
Anita Mitrovic die Titelpartie ſingen. In den übrigen
Haupt=
rollen: Schocke, Harre, Lohmann Herrmann, Ney, Vogt, Kienzl.
Bertholdt. Heyer. Muſikaliſche Leitung: Dr. Karl Böhm.
erſte Wiederholung des Schauſpiels „Der Graue” von
Fried=
rich Forſter, deſſen Erſtaufführung ungewöhnlich ſtarken Beifall
erringen konnte, findet morgen, Sonntag, in. Kleinen Haus ſtatt.
(Mitgeteilt vom Starkenburger Automobil=Club (ADAC.),
Sitz Darmſtadt.)
Nr. 2.
Halbtagsfahrt.
Darmſtadt — Ober=Ramſtadt — nach dem Ortsausgang, bei
der Weggabelung, den mittleren, anſteigenden Weg (Achtung,
Kurven, Signal geben) nach Rohrbach — auf der Höhe
Rund=
blick auf den Odenwald — ſchöner Waldweg, unten an der
Weg=
gabelung ſcharf links nach Rodau — auf der Höhe rechts nach
Lichtenberg (unterwegs links Blick auf Schloß).
20,0 Km.
Von der geſchloſſenen Terraſſe „Schellhaas” ſchöner Blick
auf das hübſche Fiſchbachtal. Beſuch des Schloſſes.
Er=
baut im 13. Jahrhundert, der jüngere Renaiſſancebau
von dem Landgrafen von Heſſen. — Gegenüber „
Schell=
haas”, Richtung Schwimmbad, Abfahrt; auf halber
Höhe ſcharf rechts nach Niedernhauſen — im Dorf rechts
nach — Billings — Brandau — links ab nach
Beeden=
kirchen, kurz vor dem Ort rechts ab nach Wurzelbach —
hinter dem Ort auf Weg achten, geradeaus, nicht
links (Felsberg) nach — Ober=Beerbach (enge
Orts=
durchfahrt) — Nieder=Beerbach — durch das Mühltal
— Eberſtadt (Vorſicht am ſog. Prozeßeck) — Darmſtadt 31,3 Km.
Geſamtſtrecke: 51,3 Km.
WurzalbacK
Beadenkirchen
Bangy.
Lufzalbach
ech
Die Zeichen der Verkehrsbeamten entbinden nicht von der Pflicht,
porſichtig um die Straßenecken zu fahren. Stelle rechtzeitig den
Richtungsanzeiger!
Paddelſonderfahrten am Sonntag, den 29. März. Ab
Sonn=
tag, den 29. März, veranſtaltet das Reiſebüro W. Köhler, G. m.
b. H. Luiſenplatz 1, Tel. 2418, Paddelfahrten nach dem Altrhein.
Der Fahrpreis iſt ſo gehalten, daß ſich jeder Sportfreund daran
beteiligen kann. (Siehe Inſerat.)
Mahnung. Nach der heutigen Bekanntmachung im
Inſera=
tenteil ſind bis zum 9. April l. J. bei Meidung der Beitreibung
und Koſtenberechnung, an die Stadtkaſſe, Grafenſtraße 38, zu
zahlen; das 6. Ziel der vorläufigen Gemeindeſteuern 1930, das
6. Ziel der vorläufigen Filialſteuer 1930, ſowie das 6. Ziel der
Straßenreinigungs=, Müllabfuhr= und Kanalbenutzungsgebühren
1930.
Gegen
Raucherkotannh
uinal Tabakgepeich
Kaisen
Brust-Caramellen
mitden 5 Tannen
Erhältlich in Apotheken, Drogerlen und wo Plakate sichtbar
Lotale Veranſtalkungen.
Die bierunter erſcheinenden Notizen ſind ausſchließlich als Hinweiſſe auf Auzeigen zu betrachtm
in keinem Falſe irgendwſe gle Bebrechung oder Krlt.
— Der Hypothekengläubiger= und Sparer=
Schutzverband (Ortsgruppe Darmſtadt) hält am Dienskag,
den 31. März. abends 8 Uhr, im Fürſtenſaal ſeine
Hauptverſama=
lung ab. Im Anſchluß an den geſchäftlichen Teil wird Juſtizrat
A. Lindt über „Steuern und mangelnder Steuerrechtsſchutz”
ſprechen. Das aktuelle Thema dürfte ſicherlich auch in weiteren
Kreiſen lebhaftes Intereſſe hervorrufen, weshalb der Zutritt zu
dieſem Vortrag auch Nichtmitgliedern des Verbandes offen ſteht,
—Hygiene=Ausſtellung „Der Menſch‟. Der
end=
gültige Termin für die Hygiene=Ausſtellung „Der geſunde und
kranke Menſch”, in ſämtlichen Räumen der Vereinigten
Geſell=
ſchaft. Darmſtadt, Ecke Rhein= und Neckarſtraße, iſt auf den
29. März 1931, vormittags 11 Uhr feſtgeſetzt worden. Der
wiſſen=
ſchaftliche Leiter der Ausſtellung, Direktor Herm Geißler, wird an
dem Eröffnungstage die Führung durch die Ausſtellung ſelbſt
übernehmen. Ebenſo finden wöchentlich mehrmals Vorträge über
die verſchiedenen Krankheiten ſtatt. Die Ausſtellungsleitung ſteht
dieſerhalb mit einigen bekannten Spezialärzten in Verhandlung.
— Heute und morgen finden im „Datterich”
große Konzerte ſtatt, unter der bewährten Leitung von
Kapell=
meiſter Georg. Ein Beſuch iſt ſehr zu empfehlen.
— Heute Samstag und morgen Sonntag
fin=
den im Reſtaurant Poſt, am Hauptbahnhof, die allerſeits
beliebten ſchönen Geſellſchaftsabende mit Tanz ſtatt. Alle Beſucher
dieſer Abende werden immer wieder gerne darauf zurückkommen,
und dürfte an dieſer Stelle nochmals darauf hingewieſen ein.
(Siehe bitte heutige Anzeige.)
* Einakter-Abend der Heſſiſchen Spielgemeinſe
im Kleinen Haus des Heſſiſchen Landestheaters.
Die Heſſiſche Spielgemeinſchaft veranſtaltete geſtern im
nen Haus einen Einakter=Abend mit drei Dialektſtücken.
Pflege der Darmſtädter Mundart, die ſich die Heſſiſche
gemeinſchaft beſonders angelegen ſein läßt, und das natü
friſche Spiel der Darſteller hat ihr einen großen Kreis t
Anhänger und Verehrer geworben. Der Einakter „Iwy
rumpelt”, ein Luſtſpiel in Darmſtädter Mundart von Hei
Hohmann, wurde mit ſtarkem Erfolg zum erſten Male 5. Die Handlung iſt einfach. Luischen ſoll ihren Stude n.
den ſie liebt, nicht heiraten, da der Papa nicht damit einverſte r
iſt. Der gute Onkel Fritz vermittelt ſchließlich die Sache,
den jungen Mann in der Familie ein, ein „wiſſenſchaftlich
s=
trotechniſcher Vortrag” imponiert ſo ſehr, daß dadurch ein D
kontakt zwiſchen dem Studenten und der Familie Dambmann
Ale Darſteller waren ihrer Aufgabe voll gewachſen, vor
konnte man Hans Harres, der ſeither meiſt jugendliche R
ſpielte, in der ihm ſehr gut liegenden Rolle des Onkel Fritz
gut. Auch die übrigen Darſteller, J. Harres als Ren
Dambmann, M. Schäfer als deſſen Frau, H. Wolff
Student. Gutkäſe als Vereinsdiener und Auguſte Alt5
„waſchechtes” Settchen verhalfen der hübſchen Epiſode zu dem
dienten Erfolg. Die Heiterkeit teilte ſich unwillkürlich dem ga
Haus mit.
Die beiden anderen Dialektpoſſen „Der gute Rat”
Hch. Rüthlein und der „Erſte Hochzeitstag” von
Gg. Büchner fanden die gleiche freudige Aufnahme wie bei
Aufführung im letzten Jahre. Eine Umbeſetzung hat kaum ſ
gefunden. Auch geſtern wirkte die Komik der Situationen und
Humor ſo erfriſchend, daß ein wahrhaft befreiendes Lachen
Darſteller belohnte, denen am Schluß und ſehr oft bei offe
Szene lebhafter herzlicher Beifall gezollt wurde. Großes Verdi
erwarb ſich Eduard Göbel, der die Einakter mit viel Verſte
nis in Szene geſetzt hatte, liebevoll unterſtützt von dem Spielr
Ernſt Langsdorf und Elli Büttner, die für das Bühr
bild verantwortlich zeichnete. Die Darbietungen der Heſſiſ
Spielgemeinſchaft ſind, namentlich für den Darmſtädter
Beſu=
herzerfriſchend und vermitteln allen Anhängern guter alter Vc
und Dialektſtücke ungemiſchte Freude.
— Bezirksverband Darmſtadt für Handwerk und Gewe
Zu der großen Abſchluß=Kundgebung anläßlich
Reichs=Handwerkswoche in Darmſtadt am morgigen Sonntag,
29. März, abends 8 Uhr in der Woogsturnhalle, ſind namen
auch alle Kreiſe der Bevölkerung, die ſich zur Kundſchaft?
Handwerks zählen, mit ihren Angehörigen herzlichſt eit
laden! — Wie aus der Anzeige in den Tageszeitungen hervorg
handelt es ſich um eine Veranſtaltung, bei der in dankenswe
Weiſe der Geſangverein „Liederzweig”, der Turnverein 1840
Opernſänger Johannes, Biſchoff u. a. m. mitwirken; weite:
Muſikvorträge der Kapelle Math. Weber. Die Anſprache
Herr Drechſlerobermeiſter Feuerbaum Mitglied des Reichste
Die Turnhalle ſelbſt wird feſtlich geſchmückt ſein, u. a. mit
alten und neuen Fahnen der handwerklichen Organiſationen. C
tritt frei!
— Ausſtellung der Näh= und Haushaltungsſchule der Bat
herzigen Schweſtern in Darmſtadt, Nieder=Ramſtädter Straße
Wie alljährlich, waren die angefertigten Arbeiten der Näh=
Haushaltungsſchule überſichtlich und geſchmackvoll ausgeſtellt.
Ausſtellung hatte eine große Anzahl von Beſuchern angelockt,
ſich ſehr lobend ausſprachen. Auf langen Tiſchen lagen die Ha
arbeiten, die von dem aufgewandten Geſchmack und Fleiß
Schülerinnen zeugten. Es waren Arbeitsproben vom einfachſt
bis zum eleganteſten Wäſchegegenſtand. Es war erſtaunlich. M
hier alles geleiſtet und welche Sorgfalt auf die Herſtellumde
einzelnen Gegenſtände verwandt war. Die Ausſtellung bevie
daß man recht wohl moderne und geſchmackvolle Frauenkleidu
ſchaffen kann, die in allem den Anforderungen des chriſtlich
Sittengeſetzes entſpricht. Die Fülle des Ausgeſtellten verbietet
näher auf Einzelheiten einzugehen, doch ſei beſonders hingewiel
auf die überaus fein und erakt ausgeführten Weißnähereien.
der kunſtgewerblichen Abteilung konnte man eine Reihe ganzhe
vorragend ausgeführter Handarbeiten, wie Tiſchdecken, Kiſſen uſ
bewundern, die ſelbſt den verwöhnteſten Geſchmack befriedig
konnten. Ein Gang durch die Ausſtellung zeigte auch, wie all
von einem ’ſchlichten, aber doch edlen Familienſinn beherrſcht we
Mochte man den Kaffee= oder Teetiſch oder die geſchmackvoll g
deckte Tafel für ein Familienfeſt betrachten, alles zeugte davo
daß das Gemüt und der Sinn für echte Häuslichkeit und Familie
freude liebevolle Pflege fanden. Fein ſerviert ſtanden auch d
Erzeugniſſe der Koch= und Backkunſt der Schülerinnen da, von G
richten und Bäckereien für den Alltag angefangen, bis zu den fei
ſten Torten und Speiſen für ein Familienfeſt. Man ſtaunte üb
das Geſchick und die Sorgfalt, womit all die Sachen zubereit
waren. Recht ſchön geſtaltete ſich auch die Schlußfeier der Hau.
haltungsſchule, zu der ſich Lehrer, Eltern und Verwandte de
Schülerinnen bei einem gemütlichen Kaffee zuſammenfanden. Au
viele frühere Schülerinnen waren anweſend. Die Feier wurde ve
ſchönt durch Lieder. Gedichte, muſikaliſche und theatraliſche Vo
träge. Von der wohlgelungenen Feier waren alle hochbefriedig
Nur einen Wunſch hatte der Beſucher, es möchten doch recht viel
unſerer Mädchen dieſe Näh= und Haushaltungsſchule beſuchen. Un
ſere weibliche Jugend hätte davon reichlichen Gewinn, der nick
zuletzt auch der Geſundung unſeres Familienlebens zugute käme.
p. Fälligkeit der Aufwertungsſchuld vor 1. Januar 193
Auf Aufwertungsſchulden, die auf Grund beſondere
Vereinbarung ſchon vor 1. Januar 1932 fällig ſind, finde
nach einer Entſcheidung des Bayeriſchen Oberſten Landesgericht
vom 1. Dezember 1930 das am 1. Oktober 1930 in Kraft getreten
Lockerungsgeſetz keine Anwendung. Hier kommt alſo eine Anrufun
der Aufwertungsſtelle wegen Friſtgewährung überhaupt nicht i
Betracht.
— Jetzt blühen die Zitronen am Gardaſee. Um den Reiſenden au”
Deutſchland eine günſtige Gelegenbeit zum Beſuch des oberi alieniſcher
Frühlings zu bieten, hat die Italieniſche Staatsbahn für Fahrten ar
den „Gardaſee die Gewährung einer erheblicken Fahrpreis;
ermäßigung auf italieniſchen Bahnen vorgeſehen, die ſich zun
Teil auf 30. zum Teil ſogar auf 50 Prozent des normalen Fahrpreiſes
für Hin= und Rückfahrt beläuft. Wie das hieſige Reiſebüro des
Ver=
kehrsvereins. Rheinſtraße 24. Vertretung des M. E.R. (
Mitteleurobſ=
iſches Reiſebüro G. m. b. H.) mitteilt, tritt dieſe Verfügung berels
vom 6. April 1931 an in Kraft; die ermäßigten Fahrſcheine ſind bis
zum 20. Mai erhältlich und haben eine Geltungsdauer von 12 Tagenl=
Vorſicht vor Zigeunerinnen! Die Zigeuner, das fahrende Volk.
ſind bekannt, daß ſie Karten ſchlagen, daß ſie wahrſagen und daß
ſie ſonſt noch allerlei können, und viele glauben ihnen. In
Darmſtadt hauſierte vor einiger Zeit eine Zigeunerin mit
Spitzen. Sie ſagte einer jungen Frau, daß ſie mit den Nerven
zu tun habe, und empfahl ihr Heuſamentee zu trinken, der helie=
Für das Mittel verlangte ſie nichts (denn der Ehemann war
ſichtbar), verſprach aber, nach einiger Zeit wiederzukommen, um
für ihre „Hilfe” ein Geſchenk in Empfang zu nehmen. — Sie
kam nichr mehr. Jetzt iſt die Zigeunerin in ein Dörfchen des
Kreiſes Dieburg gekommen. Auch dort bot ſie Spitzen feil.
Dabei intereſſierte ſie ſich auch für den Geſichtsausſchlag der
Toch=
ter des betreiffenden Hauſes und ſagte, ſie hätte zur Heilung ein
vorzügliches Mittel. Sie verlangte eine halbe Taſſe Sclatol,
etwas Kamillentee und ein Stück Kernſeife. Sie tat alles in ein
Gefäß, fügte noch von einer Flüſſigkeit, die ſie in einem
Fläſch=
chen mitgebracht hatte, einige Tropfen hinzu und rührte dann
im Beiſein der Tochter und deren Eltern das „vorzügliche
Mittel” durcheinander. Dabei äußerte ſie, das Gramm koſte vier
Mark. Die Tochter müſſe 5 Gramm haben und für die kranke
Mutter ſeien auch 5 Gramm dabei. Zuſammen koſtete der Speß
40 Mork, den die Zigeunerin bezahlt bekam. Allerdings mußte
das Mittel erſt 5—6 Tage ziehen, ehe es gebrauchsfertig war.
Inzwiſchen iſt die Zigeunerin längſt über Berg und Tal, die
Leute aber um das Geld geſchröpft. Die Zigeunerin, iſt etwa
30 bis 35 Jahre alt, 1.50 bis 1.54 Meter groß, ſchlank, hat rundes
Geſicht, ſchwarze Haare. Sie trägt langen, ſchwarzen, bis auf den
Boden reichenden Rock und dunkle Bluſe. Es wird vermutet, daßb
die Zigeunerin auch anderwärts Betrügereien verübte. Mittei
lungen werden an die nächſte Polizeiſtation erbeten.
Nummer 87
* Aus den Darmſtädker Lichtſpielkheakern.
Zwei ausgezeichnete ſtumme Filme,
—ein Programm, wie es ſeit langem nicht geboten wurde, bringt
Valaſt=Lichtſpiele. Beides ruſſiſche Erzeugniſſe. Könnten wir
gon den Ruſſen wenigſtens die Phototechnik, die Wahl der
Bildaus=
ſchnitte und die Auswahl der Tyyen lernen! Gewiß wollen wir nicht
Nachahmung predigen. Was aber die ruſſiſche Filminduſtrie in
techni=
ſcher Beziehung leiſtet, iſt grundſätzlich für die Filmkunſt ſo
hervor=
ragend, daß man unbedingt auf dieſem Boden weiterbauen ſollte.
er erſte Film: „Der Kampf um die Erde”, ein
ausgezeich=
netes Regiewerk von S. M. Eiſenſtein, ſzeniſch techniſch,
darſtelle=
riſch und regielich ein Filmmeiſterwerk, iſt ein ausgeſprochener
Tendenz=
film; ein Werbefilm für die Kollektive. Die Bauern erwachen und öff
ven Herz und Sinn für die neue Zeit, dem Fortſchritt, den die Technik,
die Maſchine bringt. Inſoweit iſt auch die Tendenz des Films einwand=
Frei; dann allerdings geht die Handlung über in ein Loblied auf die
Kollektive ſelbſt, der allein dieſe Fortſchritte zu danken ſind — eine
aller=
diugs ſehr beſtreitbare Tendenz. Abgeſehen von dieſer ſozial=politiſchen
(Einſtellung, die heute auch für die Filmbeſucher kaum noch irgendwie
gefährlich wird, iſt dieſer Film, wie geſagt, ſo voll dynamiſcher
Span=
nungen, voll Bilder höchſter landſchaftlicher Schönheit, daß wenige Filme
ihm in dieſer Beziehung gleichkommen.
In „Jgdenbu, der große Jäger”, gibt die ruſſiſche
Film=
induſtrie (Herſteller iſt Woſtok=Kino Moskau und Regiſſeur Bek
Raſarow) auch einmal einen Film, der nicht politiſch oder ſoziale
Tendenz hat oder in dem doch dieſe Tendenz nur ganz zurückhaltend
angedeutet iſt, ſo zurückhaltend, daß man ſie reſtlos überſehen kann. Im
j7brigen iſt der Film ein Stück wundervoller Kultur= und
Menſchheits=
geſchichte von der Grenze der Ziviliſation. Dieſer große Jäger Jgdenbu
ſtammt aus einem der 150 Völker, die in den Urwäldern Sibiriens ihr
romantiſches Daſein friſten. Die Lebens= und Naturgeſchichte ſeines
Volkes, ihr Kampf, ihre Freuden, ihr Leid und ihre Luſt wird in einer
Fülle wundervoller Bilder entrollt und durch Einfügung einer
Film=
handlung, die ſicher dort dem alltäglichen Leben entnommen iſt, auch
zu ſtarker dramatiſcher Wucht geſtaltet. Der Beſchauer begleitet Jgdenbu
auf ſeinen einſamen Schneeſchuh= und Schlittenfahrten, auf denen er
Zobel, Füchſe und Bären jagt. Er kehrt mit ihm aus der grandioſen
Landſchaft durch Urwald und unendliche Schneeweiten zurück in ſeine
beſcheidene Siedlung, wo ihm die Jagdbeute ermöglicht, ſich ſein Weib
zu kaufen. Man wird Zeuge der verwerflichen Tätigkeit chineſiſcher
Schmuggler, die ſelbſt vor Mädchenhandel nicht zurückſchrecken. Die
Szenerie führt aus härteſtem Winter in wochenlange Regenperioden
mit Ueberſchwemmungen, die Flüſſe zu reißenden Strömen werden
laſ=
ſen, die aber auch überreiche Fiſchernte, die zum Trocknen aufgehängt
wurde, vernichten und die Anſiedlung in Hungersnot ſtürzen, bis
ſchließ=
ich wiederum Jgdenbu aus der Tauſende von Meilen entfernten Stadt
Hilfe holt und hierbei auch ſein Weib wiederfindet. Dieſe Handlung
ift, wia geſagt, nebenſächlich. Wundervoll bleibt die Fülle der Bilder
und die regieliche Meiſterung des Stoffes.
Orpheum. Zwei Volks= und
Abſchiedsvorſtel=
lungen „Das Land des Lächelns”, Heute Samstag,
und morgen, Sonntag, jeweils abends 8.15 Uhr, finden Volks=
und Abſchiedsvorſtellungen bei ganz kleinen Preiſen, von
30 Pfg. bis 2.80 RM. (Mittelloge oder 1 Parkett) ſtatt. Wer
bisher noch keine Gelegenheit hatte, die ſchönſte Operetten=
Auffüh=
rung der Winter=Spielzeit zu beſuchen, verſäume nicht, die
beiden letzten Auffuhrungen, heute Samstag und morgen
Sonntag! — Sonntag nachmittag iſt keine Vorſtellung. Ab
Montag beginnt ein neuer Spielplan. (Siehe Anzeige.)
Ausflugsfahrten der Deutſchen Reichspoſt. Für die an
Oſtern und in der erſten Hälfte des April geplanten
Ausflugs=
fahrten der Deutſchen Reichspoſt hat der Kartenverkauf begunnen.
(Nähezes ſiehe heutige Anzeige.)
Tageskalender für Samstag, den 28. März 1931.
veſſ. Landestheater Großes Haus, Anfang 14,30 Uhr,
Ende 17 Uhr: „Meine Schweſter und ich” Geſchloſſene
Vorſtel=
lung. Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr: „Torquato Taſſo‟ D 20.
Kleines Haus, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22,45 Uhr: „Figaros
Hochzeit‟, Darmſtädter Volksbühne, Gruppe I—TV W 7
Orpheum, 20,15 Uhr: „Das Land des Lächelns”. —
Kon=
zerte: Zur Oper, Schloßkeller. Datterich, Zum Tropfſtein,
Rheingauer, Weinſtube. Sportplatz=Reſtaurant Böllenfalltor,
Monoyol. Alter Ratskeller, Zentral=Hotel, Theater=Reſtaurant
Hotel=Reſtauxant Poſt. Kinonarſtellungen: Union=
Helia= ung Palaſt=Lichtſpiele.
Samstag, den 28. März 1931
Seite 7
Bolksflugtag in Dieburg.
Die Mittelrheiniſchen Flieger, welche, wie bereits
be=
richtet, am Sonntag, 29 März, um 3 Uhr einen
Flugſport=
werbetag mit auserleſenem Programm durchführen werden, ſind durch
ihre Darbietungen ſchon beſtens bekannt. Es iſt anerkennenswert, daß
das Ganze unter Berückſichtigung der heimiſchen Intereſſen
durchge=
führt wird. Das Kampfmoment des Flugtages werden Kunſtflüge,
Ballonrammen und ein Fallſchirmabſprung bilden. Ferner wird eine
Stafette zum Austrag kommen, an welcher lokale Sportvereine beteiligt
ſind. Der Fallſchirmabſprung, der von Herrn Reſch=Würzburg, In
haber des Höhenweltrekors über 5200 Meter, ausgeführt wird, iſt
be=
wußt in das Programm eingereiht worden, um den Zuſchauern die
Wirkungsweiſe eines Rettungsgerätes vorzuführen. An den
Luftſpie=
len und Kunſtflügen werden drei moderne Flugzeuge unter Führung
der Piloten Maier, Riedel, Moog, Wimkler und Diedrichs
teilnehmen. Ueber die Leiſtungen der Piloten näher etwas zu ſchreiben,
erübrigt ſich.
F. Eberſtadt, 27. März. 69, ordentliche Generalver
ſammlung der Vereinsbank e.,G. m. b. H., Eberſtadt.
Der Direktor der Kaſſe, Bickel, erſtattete den Rechenſchaftsbericht, dem
wir folgendes entnehmen: „Unſere vorjährige Geſeralverſammlung
ſtand unter dem Zeichen einer niederdrückenden Wirtſchaftskriſe, als
deren Ausgangspunkt das Jahr 1928 bezeichnet werden kann. Dieſe
Kriſe trat ſchon 1929 offen zutage, daß ſie ſich aber ſo verſchlechtern
würde, wie wir es im abgelaufenen Geſchäftsjahre erlebt haben, das
hat niemand von uns vorausahnen können. Es iſt ſehr naheliegend,
daß dieſe Verhältniſſe auch an der Entwickelung unſerer Genoſſenſchaft
nicht ſpurlos vorbeigegangen ſind. Dies iſt bei den am hieſigen Platze
gelagerten beſonderen Verhältniſſen um ſo verſtändlicher. Und mit dem
Wohle unſerer hieſigen Berufsgruppen hängt nun einmal der Aufſtieg
unſerer Genoſſenſchaft auf das engſte zuſammen. So iſt es dürchaus
nichts Abnormes, wenn ſich der Umſatz im Geſchäftsjahr 1930 um 3,5
Millionen Reichsmark auf rund 28 Millionen Reichsmark vermindert
hat und die Bilanzſumme einen, wenn auch unbedeutenden Rückgang
(2,133 000 gegen rund 2 167 000 RM, im Vorjahre) verzeichnet. Unſer
Beſtreben wird künftig auf eine weitere Stärkung des eigenen
Ver=
mögens gerichtet ſein müſſen. Die Genoſſenſchaft zählte Ende 1930 641
Mitglieder. Davon entfallen: auf ſelbſtändige, nichtkaufmänniſche
Be=
rufe 166, auf ſebſtändige kaufmänniſche Berufe 144, auf
landwirtſchaft=
liche Berufe 50, auf freie Berufe 80, auf Beamte, Angeſtellte und
Ar=
beiter 141 und auf ſonſtige Berufe 60. Nach Annahme des Vorſchlages
des Vorſtandes und Aufſichtsrates über die Gewinnverteilung ergibt
ſich folgende Vermögenslage: Geſchäftsguthaben 211 974 RM.. Reſerven
70 156 RM., zuſammen 282 130 RM. Rechnet man hinzu noch den
Betrag der Haftſummen mit 717000 RM., ſo belaufen ſich die
Garantiemittel der Genoſſenſchaft auf 999 130 RM. Redner ſchließt
mit der Hoffnung, daß man den Glauben und das Vertrauen auf eine
baldige Minderung des wirtſchaftlichen Druckes, der ſchwer auf uns
allen laſte, haben dürfe, da gewiſſe; wenn auch nur ſtreifenartige
An=
zeichen auf einen Wendepunkt unſerer Wirtſchaftslage ſchließen ließen.”
Auf Antrag des Vorſtandes beſchloß die Verſammlung, den Mitgliedern
des Aufſichtsrates als Entſchädigung für den mit der Teilnahme an den
Sitzungen verbundenen Zeitaufwand künftig ein Sitzungsgeld von 6
RM. pro Sitzung zu gewähren. Begründet wurde der Antrag mit den
immer größeren Anforderungen, die bei dem wachſenden
Geſchäfts=
umfang au die Mitglieder des Aufſichtsrates geſtellt werden und den
Ausfall an Verdienſtmöglichkeit, den ſie durch die Teilnahme an den
Sitzungen und Reviſionen der Kaſſe erleiden. Der Vorſitzende des
Auf=
ſichtsrates, Geißler, der die Sitzung leitete, erſtattete ſodann den
Be=
richt des Aufſichtsrats, der, ebenſo wie die Bilanz die Genehmigung
der Verſammlung fand. Als Reingewinn weiſt die Bilanz den
Betrag von 25 915,14 RM. aus. Dem Vorſchlage, hiervon 10 191,45
RM. den Reſerven zuzuführen und eine Dividende von 8 Prozent
aus=
zuſchütten, ſtimmte die Verſammlung einſtimmig zu. Bei der hierauf
folgenden Ergänzungswahl des Aufſichtsrates wurden Jakob
Hof=
mann 5. Wilhelm Bauer 1. und Heinrich Eidemüller wieder= und
Lorenz=Seeheim (als Vertreter der Zweigſtelle Seeheim) neugewählt.
(f) Roßdorf, 26. März. Pöſtagentur. Für die Neubeſetzung
der Pöſtagentenſtelle hatten ſich zahlreiche Bewerbeu, und zwar
insge=
ſamt 24, gemeldet. Die Wahl entfiel auf den hier allfeits beliebten ſeit
herigen =Briefträger, Philiop Nikolny.
für die Woche vom 29. März bis 4. April 1931.
(Mitgeteilt vom Hefſiſchen Automobil=Club.
Hauptdurchgangsſtraßen in Heſſen:
Heldenbergen—Windecken ſvegen Brückenbauarbeiten an der Nidder
bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Eichen—Oſtheim.
bis auf
Grünberg—Hungen (Ortsdurchfahrt Hungen) vom 1
5 Tonnen)
weiteres geſperrt. Umleitung für den Schwerverkehr (ü
Nonnen=
Richtung Grünberg und Laubach über Langsdor
roth. Richtung Nidda, über Trais=GHorloff—Steinheim—Rodheim
Klein=Linden-Wetzlar (Ortsdurchfahrt Klein=Linden) vom 3. 11.
bis auf weiteres geſperrt. Umleitung; Garbenheim-Dorlar—Atzbach—
Heuchelheim—Gießen.
Sonſtige Straßen in Heſſen:
Neuſtadt i. O.—Seckmauern, zwiſchen dem Straßenkreuz unterhalb
Lützelbach bis zum Weſtende der Ortsdurchfahrt Wiebelsbach, vom 8.
bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Lützelbach.
Darmſtadt—Roßdorf (Roßdörfer Straße zwiſchen Botaniſchem
Gau=
ten und Halteſtelle Glasberg) vom 28. 1. bis auf weiteres geſperrt.
Um=
leitung: Beck= und Erbacher Straße in Darmſtadt
Kelſterbach —Schwanheim—Frankfurt a. M. (Ortsdurchfahrt
Kel=
ſterbach) vom 23. 3. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Goldſtein,
Niederrad, Schwanheim oder rechtsmainiſch über Flörsheim, Höchſt.
Gau=Weinheim-Vendersheim vom 5. 3. bis auf weiteres wegen
Dammrutſch geſperrt. Umleitung: Wallertheim—Sulzheim.
Klein=Linden-Lützellinden (Ortsdurchfahrt Klein=Linden) vom 39.
12. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Großen=Linden.
Trais=Münzenberg—Wohnbach (Ortsdurchfahrt Münzenberg) vom
11. 3. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Ober=Hörgern—Griedel—
Oppershofen—Södel-Bellersheim—Trais=Münzenberg.
Ak. Nieder=Ramſtadt, 27. März. Die Bürgermeiſterei gibt bekannt,
daß während der Saatzeit, das iſt vom 27. März bis 10. April I. J.
die Tauben einzuhalten ſind. Zuwiderhandlungen werden gemäß Art,
9 des Feldſtrafgeſetzes beſtraft. — Der Unfug, mit Beginn des
Früh=
jahres die Hecken und Raine abzubrennen, macht ſich immer mehr
be=
merkbar, ganz beſonders aber in dieſem Jahre, wo ſich viele junge
Leute, veranlaßt durch die Arbeitsloſigkeit, in der Gemarkung
herum=
treiben und ihre Langweile anſcheinend damit vertreiben, ein Feuer
an=
zulegen. Ganz abgeſehen von der damit verbundenen Gefahr des
Aus=
bruchs von Waldbränden, wird aber auch dem Wildbeſtand großer
Schaden zugefügt. Auch der Vogelſchutz leidet beträchtlich unter dieſenr
Unfug. Es ſcheint immer noch nicht genügend bekannt zu ſein, daß
dies verboten iſt. Das Feldſchutz= und Jaadſchutzverſonal ift angewieſen,
dieſem Treiben ein beſonderes Augenmerk zu widmen und im
Betreß=
fensfalle Strafanzeige zu erſtatten.
Ak. Nieder=Ramſtadt, 27. März. Gemeinderatsſitzung.
Einziger Punkt der Tagesordnung war die Verpachtung der
Gemeinde=
jagd. Die eingeleiteten Verhandlungen haben ergeben, daß die Zahl
der zahlungsfähigen Jagdliebhaber gegen früher weſentlich
zurückgegan=
gen iſt und daß auf jeden Fall mit einem beträchtlichen Ausfall an
Jagdpacht gerechnet werden mußte. Dies beſtimmte auch den
Gemeinde=
rat, den Weg einer öffentlichen Verſteigerung nicht zu beſchreiten,
ſon=
dern die Jagd im Wege der Verhandlung freihändig zu vergeben. Dieſe
kam nunmehr in der geſtrigen Sitzung zum Abſchluß. Ein Liebhaben
aus Darmſtadt erhielt den Zuſchlag zum Preiſe von 1300 Mark jährlich.
Die Pachtzeit dauert 6 Jahre. Der bisherige Pachtpreis war 4000 Mk.
G. Ober=Ramſtadt, 27. März. Offenlage. Die vom
Gemeinde=
rat am 11. Februar d. J. beſchloſſene Ortsſatzung über die Erhebung
einer Bierſteuer in der Gemeinde Ober=Ramſtadt iſt durch Verfügung
des Herrn Miniſters des Innern vom 12. d. M. genehmigt worden. Sie
liegt vom 28. März bis einſchl. 4. April 1931 während der
Dienſtſtun=
den auf dem Amtszimmer der Bürgermeiſterei zu jedermanns Einſicht
offen.
E. Wixhauſen, 27. März. In der hieſigen Kirche wird am
Palm=
ſonntag, den 29. März, nachmittags um 3 Uhr, die Matthäus=Paſſion
für Soli, Chor und Orcheſter, aufgeführt. Die Mitwirkenden ſind:
Herr Möbus, Lehrer in Reichenbach (Tenor), Herr Wieſt vom
Landes=
theater Darmſtadt (Baß), Fräulein Eichner, Kranichſtein (Sopran), Heru
Benz. Wixhauſen (Bariton), Herr Geiß, Arheilgen (Cembalo), Her=
Weber, Arheilgen (Harmonium), Herr Eimler, Darmſtadt (Solo=Oboe)
und Mitglieder der Orcheſtervereinigung Arheilgen. Dem evangeliſchen
Kirchkengefangverein von Arbeilgen, deradieſe Aufführung in unſerer
Kiuche veranſtaltet, iſt ein Erfolg zu gönnen.
di Die Maschine nimmt keinerlei
MElERBURB!
aie Rücksicht. Wenn sie zum
Bei-
spiel Goldmundstücke für Zigaretten
zu kleben hat, so fordert sie einen Leim,
der auch wirklich hält. Leider hatten
gerade die zähesten Leime bisher den
stärksten Geruch. Erst nach jahrelangen
Versuchen haben wir nun ein neues
Bindemittel gefunden, eine Art Stärke-
Jösung, die nicht losläßt und durchaus
hygienisch 1st.
Zum geschmacktreien Goldmundstück
kommt nun der geruchlose Klebstoff.
Diese Erfndung ist gerade für das
Goldmundstück unserer Ravenklau
besonders wichtig, da ihr zartes Aroma
keine Störung verträgt.
Die Sigarette mit Sem Golsmunsſtück
Packung 60 Pfennig
HALS NEUERBURG G-M-B:H
T6. 4019
[ ← ][ ][ → ]Seite 8
Nachrichlen des Skandesamts Darmſtadk.
Geſtorben. Au 20. März: Hofmann, Luiſe, geb. Heppenheimer, 71 J.
Witwe des Schuhmachermeifters, Hüigelſtr. 59; Müller, Kunigunde, geb
Saal, 50 J., Ehefrau des Schloſſers, i. Mörfelden, hier, Grafenſtr
Am 21. Marz: Rückert Chriſtine, geb. Krichbaum, 31 J., Eberſtadt b.
Darmſtadt. Am 20. März: Hotz, Philipp 1., Landwirt, 60 J., in
Frän=
tiſch=Crumbach, hier, Grafenſtr. 9. Am 21. März: Page, Philippine, geb.
Meſchett 73 — Witwe des Gerichtſchreibers, Lichtenbergſtr. 58; Cramer,
Eliſabethe, ledig, 74 J., Wilhelminenſtr. 57. Am 22 März: Fuchs
An=
dreas Schreiner, 59 J., Gräfenhäuſerſtr. 51: Niederſträßer, Anguſt,
Intendanturoberbankalkulator, 72 J., Kahlertſtr. 28. Am 21. März
Weigand, Berta, geb, Hildenbrand, 80 J., Frankfurt a. M.,
Erbacher=
ſtraße 25. Am 23. März: Isking, Karl, Hilfsd. i. R., Soderſtr. 4.Am
21. März: Becker, Chriſtian Ludwig, Lokomotivführer i. R., 74 J.,
Bleichſtr. 51; Rudi, Barbara, geb. Theis 57 J., Witwe des
Kauf=
manus, Barkhausſtr. 6. Am 22 März: Eberling, Daniel, Hilfsarb, 67 J.,
Stockſtadt a. Rh., hier Grafenſtr. 9; Heß. Heinrich Georg, Schloſſer, 59
Feldbergſtr. 80. Am 21. März: Thielmann, Johann, Arbeiter, 47
Bismarckſtr. 100. Am 22. März: Haas, Anton Bernhard Joſeph,
chloſſermeiſter, 75 J., Kranichſteiner Str. 12½. Am 23. März:
Dannenberger, Eliſe Katharine Maria, geb. Dippel, 73 J., Witwe des
Med. Rats Dr., Gutenbergſtr. 47: Seitz, Simon, Zigarrenmacher, 48 J.
Magdalenenſtr. 21: Fixler, Roſa, geb. Pollath, 45 J., Witwe des
Lehrers, Bleichſtr. 22; Lantalme, Johann Philipp, Landwirt, 73
Wambach, hier, Grafenſtr. 9. Am 24. März: Fiſchlein Wilhelm, Städt.
ſtraße 93; Waldarbeiter Peter Keil, 58 J., in Rodau, hier
Erbacher=
ſtraße 2:
Kirchliche Nachrichken.
Samstag (28. März).
Schloßkirche. Abends 8.30 Uhr: Andacht.
Stiftskirche. Abends 8 Uhr: Paſſionsbetſtunde.
Sonntag Palmarum (29. März).
Landes=Buß= und Bettag.
Kollekte in allen Kirchen für hilfsbedürftige evangeliſche
Gemein=
den in Heſſen.
Stadtkirche. Vorm. 9 Uhr: Chriſtenlehre für die
Lukas=
gemeinde. Pfarrer Kleberger. — Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt
mit Feier des heiligen Abendmahls. Pfarrer Vogel. — Vorm.
11.15 Uhr: Kindergottesdienſt im Gemeindehaus. Pfarrer Heß.
— Nachm. 5 Uhr: Gottesdienſt mit Feier des heiligen Abendmahls.
Pfarrer Köhler. — Abends 7½ Uhr: Aufführung der
Matthäus=Paſſion von H. Schütz durch den
Kir=
chengeſangverein der Stadtkirche.
Die Stadtkirche iſt wochentags von 6—9 Uhr zu ſtiller Andacht
geöffnet. Eingang Nordtüre.
Stadtkapelle. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Heß. — Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Kleberger.
Schloßkirche. Vereinigung zur Abhaltung lutheriſcher
Gottes=
dienſte: Vorm. 9.30 Uhr: Beichte und Anmeldung in der Sakriſtei.
— Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier des heiligen
Abend=
mahls, Pfarrer Lautenſchläger. — Vorm. 11.45 Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Dekan Zimmermann. — Abends 6 Uhr:
Abendmahls=
gottesdienſt mit Einzelkelch. — Dekan Zimmermann.
Vereinigung zur Abhaltung lutheriſcher Gottesdienſte:
Mitt=
woch, 1. April, abends 8 Uhr: 7. Paſſionsandacht. Studienrat Lic.
Schorlemmer.
Konfirmandenſaal im Schloß. Dienstag, 31. März, abends
8 Uhr: Mädchenvereinigung der Schloßgemeinde.
Gemeindehaus (Kiesſtraße 17). Sonntag, 29. März, vorm.
11.15 Uhr: Kindergottesdienſt in der Stadtkirche. Pfarrer Heß.
Abends 8 Uhr: Jugendvereinigung der Stadtgemeinde (
gemein=
ſamer Abend). — Montag, 30. März, abends 8 Uhr: Jugendbund
der Lukasgemeinde (ältere Abteilung). — Jugendvereinigung der
Stadtgemeinde. —Dienstag. 31. März, abends 8 Uhr:
Kirchen=
chor der Stadtkirche. — Jugendvereinigung der Stadtgemeinde
(ältere Abteilung). — Mädchenvereinigung der
Reformations=
gemeinde (jüngere Abteilung). — Mittwoch, 1. April nachmittags
4 Uhr: Jungſchar der Stadtgemeinde. — Abends 8 Uhr:
Kirchen=
chor der Stadtkapelle und Schloßkirche. — Jugendbund der
Mar=
kusgemeinde (ältere Abteilung). — Mädchenvereinigung der
Re=
formationsgemeinde (ältere Abteilung),
Amtshandlungen an Auswärtigen: Bis 31. März
Landeskir=
chenrat D. Waitz; vom 1. April ab Pfarrer Beringer.
Krankenpflege durch Diakonen: Hauptſtation im
Diakonen=
heim. Heidelberger Straße 21. Fernſprecher 2883.
Evang. Wohlfahrtsdienſt: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17,
Vorder=
haus, 1 Treppe. Sprechſtunden vorm. von 10—12 Uhr und
nach=
mittags (außer Samstags) von 5—6 Uhr. Fernſprecher 4584.
Martinskirche. (Kollekte für den Guſtav=Adolf=Verein.) Vorm.
8.30 Uhr: Chriſtenlehre für die Martinsgemeinde Oſt. 1.
Abtei=
lung, in der Kirche. Pfarrer Beringer; für die Martinsgemeinde
Weſt, 2. Abteilung, im Gemeindehaus. Pfarrer Dr. Bergér.
Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier des heiligen
Abend=
mahls. Pfarrer Beringer. Anmeldung von 9.30 Uhr an in der
Sakriſtei. — Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt für die
Martins=
gemeinde Weſt. Landeskirchenrat D. Waitz. — Abends 6 Uhr;
Gottesdienſt mit Feier des heiligen Abendmahls. Predigt:
Pfarr=
aſſiſtent Becker. Anmeldung von 5.30 Uhr an in der Sakriſtei,
Martinsgemeinde. (Kirchliche Veranſtaltungen.) Dienstag,
31. März, abends 8 Uhr, im Gemeindehaus: Jugendvereinigung.
Johanneskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit
heili=
gem Abendmahl und Vorbereitung. Pfarrer Goethe. — Vorm.
11.30 Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm. 5 Uhr:
Predigtgottes=
dienſt mit heiligem Abendmahl. Pfarrer Marx — Abends 8 Uhr:
Paſſionsmuſik fur Chor, Soli, Orcheſter und Orgel von Heinrich
Herzogenberg.
Veranſtaltungen: Montag, 30. März abens 8 Uhr:
Kirchenchor.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie).
Vor=
mittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt, anſchließend Feier des heiligen
Abendmahls. Pfarrer Marx. — Vorm. 11.15 Uhr:
Kindergottes=
dienſt. Pfarrer Marx.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Vorm. 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt mit Feier des heiligen Abendmahls. Anmeldung von
9.30 Uhr an in der Sakriſtei. Pfarrer Irle. — Vorm. 11.30 Uhr:
Kindergottesdienſt (Weſtbezirk). Pfarrer Irle. — Nachm. 3 Uhr
Oſterfeier der Kinderſchule im Gemeindehaus. — Abends 8 Uhr
Abendgottesdienſt mit Feier des heiligen Abendmahls,
Anmel=
dung von 7.30 Uhr an in der Sakriſtei. Pfarrer Weiß.
Veranſtaltungen: Sonntag. 29. März, abends 8.15
Uhr: Jugendvereinigung. — Montag, 30. März, abends 8.15 Uhr:
Mädchenvereinigung (Pfl.). — Dienstag, 31. März, abends 8 Uhr:
Johannes=Paſſion von Heinrich Schütz. Aufgeführt vom
Kirchen=
geſangverein in der Kirche. — Samstag, 4. April, abends 7.30
Uhr: Singekreis.
Pauluskirche. (Kollekte für hilfsbedürftige Gemeinden in
Heſſen). Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Rückert.
Feier des heiligen Abendmahls mit Vorbereitung. Anmeldung
von 9.30 Uhr an in der Sakriſtei. — Abends 6 Uhr:
Abendgottes=
dienſt. Pfarrer Müller. Feier des heiligen Abendmahls mit
Vorbereitung. Anmeldung von 5.30 Uhr an in der Sakriſtei.
Veranſtaltungen. Sonntag, 29. März, abends 8 Uhr:
Jugendvereinigung. — Montag, 30. März. abends 8 Uhr:
Jugend=
bund. — Dienstag, 31. März, abends 8 Uhr: Kirchenchor. —
Mitt=
woch, 1. April, abends 8 Uhr pünktlich, in der Kirche: Hauptprobe
für die kirchenmuſikaliſche Karfreitagsfeier,
Stiftskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Hickel.
Nachm. 3 Uhr: Liturgiſche Paſſionsandacht. — Ev.
Sonntags=
verein: Nachm. 4—7 Uhr: Vereinsſtunden.
Montag. 30. März, nachm. 3 Uhr: Liturgiſche Paſſionsandacht.
Dienstag, 31. März, nachm. 3 Uhr: Liturgiſche Paſſionsandacht.
Mittwoch, 1. April, nachm. 3 Uhr: Liturgiſche Paſſionsandacht
mit Beichte.
Lutheriſcher Gottesdienſt (Selbſt. ev.=luth. Kirche) an
Palma=
rum. 29. März, im „Feierabend, Stiftsſtraße 51. 10 Uhr:
Pre=
digtgottesdienſt und heiliges Abendmahl. Beichte 9.30 Uhr.
Pfar=
rer Müller=Erbach.
Gründonnerstag (2. April).
Stadtkirche. Nachm. 5 Uhr: Abendmahlsgottesdienſt mit
Einzelkelch. Pfarrer Vogel.
Stadtkapelle. Abends 6 Uhr:Abendmahlsgottesdienſt.
Pfax=
rer Heß.
Martinskirche. Abends 8 Uhr: Gottesdienſt mit Feier des
hei=
ligen Abendmahls. Pfarrer Dr. Berger. Anmeldung von 7.30
Uhr an in der Sakriſtei.
Johanneskirche. Abends 8 Uhr: Abendmahlsgottesdienſt.
Pfarrer Marx.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie.) Abends
8 Uhr: Gottesdienſt mit Feier des heiligen Abendmahls.
Pfarr=
aſſiſtent Becker.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Abends 7.30 Uhr:
Abend=
mahlsgottesdienſt. Anmeldung von 7 Uhr an in der Sakriſtei.
Pfarrer Weiß.
Pauluskirche. Abends 6 Uhr: Abendmahlsfeier mit
Einzel=
kelch. Pfarrer Rückert. Anmeldung von 5.30 Uhr an in der
Sakriſtei.
Stiftskirche. Nachm. 3 Uhr: Liturgiſche Paſſionsandacht mit
Beichte. — Abends 7.30 Uhr: Hauptgottesdienſt mit heiligem
Abendmahl. Pfarrer Hickel.
Karfreitag (3. April).
Stadtkirche. (Kollekte für die Kinderſchule der Lukasgemeinde.)
Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier des heiligen
Abend=
mahls. Pfarrer Lautenſchläger. — Vorm. 11.15 Uhr:
Kinder=
gottesdienſt im Gemeindehaus, Kiesſtraße 17. — Nachm. 3 Uhr:
Abendmahlsgottesdienſt. Pfarrer Kleberger. — Abends 7 Uhr:
Matthäuspaſſion von J. S. Bach (Muſikverein).
Stadtkapelle. (Kollekte für die Kinderſchule.) Vorm. 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt Pfarrer Wagner. — Vorm. 11.15 Uhr:
Kin=
dergottesdienſt. Pfarrer Vogel.
Schloßkirche, (Kollekte fur die Kinderſchule.) Vorm. 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt mit Feier des heiligen Abendmahls. Dekan
Zimmerman. — Vorm. 11.30 Uhr: Kindergottesdienſt. Dekan
Zimmermann.
Vereinigung zur Abhaltung lutheriſcher Gottesdienſte.
Nach=
mittags 3 Uhr: 8. Paſſionsandacht. Pfarrer Lautenſchläger
Gemeindehaus (Kiesſtraße 17). Vorm. 11.15 Uhr:
Kinder=
gottesdienſt der Stadtkirche. Pfarrer Heß.
Martinskirche. (Kollekte für Gemeinde=Arme und
Kranken=
pflege.) Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier des heiligen
Abendmahls. Pfarrer, Köhler. Anmeldung von 9.15 Uhr an in
der Sakriſtei. — Nachm. 2 Uhr: Kindergottesdienſt für die
Mar=
tinsgemeinde Oſt. Pfarrer Köhler. — Nachm. 4.30 Uhr:
Kirchen=
muſikaliſche Paſſionsandacht der Madrigalvereinigung. — Abends
8 Uhr: Karfreitagsgottesdienſt mit Feier des heiligen
Abend=
mahls Pfarrer Beringer. Anmeldung von 7.15 Uhr an in der
Sakriſtei.
Johanneskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit
heili=
gem Abendmahl. Pfarrer Marx. — Nachm. 5 Uhr:
Abendmahls=
gottesdienſt. Pfarrer Goethe.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie).
Vor=
mittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt, anſchließend Feier des heiligen
Abendmahls. Pfarraſſiſtent Becker.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Vorm. 8 Uhr:
Früh=
gottesdienſt. Pfarrer Weiß. — Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt
mit Feier des heiligen Abendmahls. Anmeldung von 9.30 Uhr
an in der Sakriſtei Pfarrer Irle. — Nachm. 2 Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrer Weiß. — Nachm. 5 Uhr: 8. und 9.
Paſſions=
andacht unter Mitwirkung des Kirchengeſangvereins. Pfarrer
Weiß. Vor= und nachmittags Köllekte für den
Kirchenneubau=
fonds der Petrusgemeinde.
Paulusgemeinde. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Müller. Feier des heiligen Abendmahls mit Vorbereitung.
An=
meldung von 9.30 Uhr an in der Sakriſtei. — Nachm. 4.30 Uhr;
Kirchenmuſikaliſche Feier.
Stiftskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit heiligem
Abendmahl. Pfarrer Waldeck. Kollekte für die Zuflucht. —
Nach=
mittags 3 Uhr: Liturgiſche Paſſionsandacht.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24), Sonntag, vorm. 9 Uhr:
Gebets=
ſtunde. — Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm. 3 Uhr:
Monatsſtunde. Text: Joh. 20 24—31. Abends 8 Uhr: 4.
Eltern=
abend von Herrn Stadtmiſſionsinſpektor Bringmann. Thema;
„Was ſind wir unſeren Kindern ſchuldig?” Eintritt frei.
Jeder=
mann iſt herzlich willkommen. — Montag, nachm. 4 Uhr:
Miſ=
ſionsarbeitsſtunde. — Dienstag, nachm. 4 Uhr: Frauenbibelſtunde.
Abends 8.30 Uhr: Blaukreuz=Bibelſtunde. Herr Bringme
Mittwoch, abends 8.15 Uhr: Gemiſchter Chor. — Donners
abends 8.30 Uhr, fällt die Bibelſtunde aus. — Karfreitag, naf
3.30 Uhr: Muſikaliſche Feierſtunde. Vorträge von Paſſionslied
und Geſängen durch die Chöre der Stadtmiſſion. Anſpra
Stadtmiſſionsinſpektor Bringmann. Eintritt frei. Jedermann
herzlich willkommen. — Samstag, abends 6 Uhr: Eiſenbahi
Vereinigung. — Abends 8.15 Uhr: Poſaunenchor.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtraße 24). Sonntag, nat
3 Uhr: Teilnahme an der Monatsſtunde in der Stadtmiſſion.
Abends 8.30 Uhr: Gebetsſtunde und Spielkreis für junge D
chen. — Abends 8.30 Uhr: Leſeabend für junge Männer: „Lebe
bild Freiherrn von Hünefelds . — Montag, abends 8.30 Uhr:
ſchäftsſtunde. — Dienstag, abends 8.30 Uhr: Mädchenkreis — M
woch, nachm. 3 Uhr: Kinderbund. — Abends 8.30 Uhr: Freun)
kreis für junge Männer. — Donnerstag, abends 8 Uhr:
Geb=
ſtunde für junge Männer.
Heimabende für ortsfremde junge Mädchen im Freund
nenheim, Sandſtraße 24. Jeden Donnerstag abend 8.15—10 U
Zuſammenkunft. — Mittwoch abend 8.30—9.30 Uhr: Zuſchnei
und Nähen. Abwechſelnd mit Leſeabend. — Donnerstag, 2. Ap
Kirchgang
Chriſtlicher Verein junger Männer e. V. (Alexanderſtraße
Infanterie=Kaſerne, Hof links). Sonntag, abends 8 Uhr: Vort
von Herrn Philipp Nöll über: Induſtrie und Technik von heu
— Dienstag, abends 8.30 Uhr: Jungvolkbibelſtunde. — Mittw
abends 8.30 Uhr; Familienbibelſtunde mit Herrn Studien
Knöpp. — Donnerstag: Heimabend. — Karfreitag: Gemeinſo
Kirchgang. — Mittwoch, nachm. 3.30—6 Uhr: Jungſcharſtunde.
B.=K. im Bund deutſcher Bibelkreiſe, Darmſtadt, Alexand
ſtraße 22. Samstag, 28. März, nachm. 4.30—5.30 Uhr: Spielen1
Singen, anſchließend Andacht. — Mittwoch, 1. April, nachm. 3 U
Spielen am Böllenfalltor. — Samstag, 3. April, ſiehe Samst
28. März.
Die Chriſtengemeinſchaft (in der Städtiſchen Akademie für Tonku
Eliſabethenſtraße). Palmſonntag, den 29. März, 10 Uhr: Menſchenwei
handlung mit Predigt. — Karfreitag, 3. April, 10 Uhr: Menſchenwei
handlung mit Predigt 20,30 Uhr: Paſſions=Andacht (Ev Joh.
Vers 28), Pfarxer Thielemann. — Karſamstag, 4. April, 10 Uhr: M.
ſchenweihehandlung. An den übrigen Tagen der Karwoche findet
Menſchenweihehandlung täglich um 10 Uhr in einem Privathauſe ſta
Möttlinger Freundeskreis: Sonntag, den 29. März, nachm. 3½U.
im Feierabend (Stiftſtraße 51). Bibelſtunde. Es ſpricht Oberlehrer a.
Scheytt von der Rettungsarche in Möttlingen.
Sonſtige Gemeinſchaften.
Methodiſten=Gemeinde (Evang, Freikirche). Wendelſtadtſtraße
Sonntag, vorm. 11 Uhr: Sonntagsſchule; abends 8 Uhr: Predi
Thema: „Hinauf nach Jeruſalem”, Prediger E. Bültge,
Chriſtlich=wiffenſchaftliche Bereinigung (Chriſtian Sciene Societ
Aula der Landesbauſchule, Reckarſtraße 3. Gottesdienſte jeden Sonnt
vorm. 10 Uhr und jeden erſten und dritten Mittwoch im Mon
abends 8,15 Uhr: Thema am 29. März: Wirklichkeit; Predie
Prediger 3:14
Evangeliſche Gemeinſchaft, Schulſtr. 9. Sonntag, vorm. 9,30 Uk
Entlaſſungsfeier. 11 Uhr: Sonntagsſchule. Abends 8 Uhr: Pred
(P. Schanz). — Montag, abends 8,15 Uhr: Jugendverein (Quellwaſſ
beſprechung). — Dienstag, abends 8,15 Uhr: Singſtunde. — Karfreite
vorm. 10 Uhr: Predigt (P. Schanz); abends 8 Uhr: Predigt (P. Schan
Chriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt (Mollerſtraße 40). Sonntag, d
29. März, vorm. 9,30 Uhr: Andacht (Prediger Kruſt). Vorm. 11,15 Uh
Sonntagsſchule. Nachm. 3,30 Uhr: Jugendbundſtunde. Abends 8 Ub
Evangeliumsverkündigung — Mittwoch, abends 8,15 Uhr: Bibelſtund
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten), Mauerſtraße
Sonntag, den 29. März, vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt. 11 Uhr; Son
tagsſchule. Nachm 4 Uhr: Predigt. Abends 8,15 Uhr: Jugendſtund
— Mittwoch, abends 8,15 Uhr: Bibelſtunde. — Karfreitag, vor
10 Uhr: Gottesdienſt.
Die Heilsarmee, Schulzengaſſe 3. Sonntag, vorm. 9½ Uhr: Hei
gungs=Verſammſung. 10½ Uhr: Wegweiferſtunde. Nachm. 2,30 Uh
Kompanie=Verſammlung. Abends 8 Uhr: Heilsverſammlung. — Mo
tag, 8 Uhr: Jugend=Liga. — Dienstag, 8 Uhr: Mitglieder=Verſam
lung. — Mittwoch, 8 Uhr; Heils=Verſammlung. — Donnerstag, 8 Uh.
Heimbund. — Freitag, 8 Uhr: Heiligungs=Verſammlung.
Advent=Gemeinde, Waldſtraße 18. Sonntag, den 29. Mär
vormittags 9 Uhr: Probe; nachmittags 3 Uhr: Kinderprüfun
und Schulentlaſſungsfeier; abends 8 Uhr: Oeffentlicher Vortrag
„Die Vormachtſtellung des Mannes in der Familie und
Staat”. — Montag, 30. März. Heimabend. — Mittwoch, 1. Ayfl.
Bibelſtunde; Armennähabend. — Freitag, 3. April:
Dankgotts=
dienſt. — Samstag, 4. April, vorm. 8.45 Uhr: Lehrerverſammlung
Sabattſchule und Predigt; nachm. 3 Uhr: Jugendſtunde.
Auswärtige Gemeinden.
Schloßkapelle Kranich ein Sonntag, 10 Uhr: Gottesdienſt, Kandt
dat Eichner.
Evangeliſche Gemeinde Eberſtadt. Vorm. 9.45 Uhr: Haupt
gottesdienſt. Anſchließend Kindergottesdienſt. Abends 8 Uhr
Kirchenmuſikaliſche Abendfeier. (Jugendgemeinde: Nachm. 4—
Uhr: Stille Freizeit.) — Mittwoch, 8 Uhr: Kirchenchor.
Prov.=Pflegeanſtalt: Nachm. 1.30 Uhr: Gottesdienſt.
Evang. Gemeinde Traiſa. Sonntag Palmarum, Buß= und
Bettag. 10 Uhr: Gottesdienſt; 11 Uhr: Kindergottesdienſt der Gr.
13 Uhr: Kindergottesdienſt der Kl.; 20 Uhr: Paſſionsandacht.
Dienstag: Mädchengruppe. — Mittwoch: Bubengruppe. —
Kar=
freitag, 9.30 Uhr: Gottesdienſt mit hl. Abendmahl: 20 Uhr
Gottesdienſt mit hl. Abendmahl.
Epangel. Gemeinde Nieder=Ramſtadt. Sonntag, vorm. 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt, Kollekte für eine bedürftige Gemeinde. Abends
8 Uhr: Paſſionsandacht. — Montag: Jugendvereinigung und
Kirchen=
chor. — Mittwoch: Kirchenchor
Evangeliſche Kirche Ober=Ramſtadt. Sonntag, vorm. 10 Uhr:
Got=
tesdienſt. 11 Uhr: Kindergottesdienſt. 8 Uhr: Paſſionsandacht. —
Mon=
tag: Jugendverein. — Dienstag 6—7 Uhr: Bücherausgabe; 8,30 Uhr:
Bibelſtunde. — Mittwoch: Kirchenchor.
Evangeliſche Gemeinde Roßdorf. Sonntag, vorm. 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt. (Kollekte für arme heſſiſche Gemeinden.)
11 Uhr: Chriſtenlehre=Schluß. Entlaſſung des Jahrgangs 1924;
abends 8 Uhr: 6. Paſſionsgottesdienſt. — Dienstag:
Kirchenge=
ſangverein und Poſaunenchor.
Evangel. Gemeinde Erzhauſen. Palmſonntag, vorm. 10 Uhr:
Gottes=
dienſt. Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Abends 8 Uhr:
Bibel=
unde. — Montag: Kirchenchor. — Mittwoch: Jungmannſchaft.”
Donnerstag: Kirchenchor. — Karfreitag, vorm. 10 Uhr: Gottesdienſ.
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Wartensleben & Levi
Heinheimerſtr. 11. — Fernruf 526. (996
Die glückliche Geburt unseres zweiten
Jungen zeigen in dankbarer Freude an
Heinrich Hahn u. Frau
Magdlen, geb. Darmstädter
Darmstadt, den 27. März 1931.
Schützenstr. 31.
Ihre Vermählung beehren ſich anzuzeigen
Emil Lauterbach und Frau
Dora, geb. Neßz
Darmſiadt, Rhönring 19.
Kirchliche Trauung: Sonntag, den 29. März, nachmittags
3 Uhr, in der Martinskirche.
Heizlichen Dank Allen
die anläßlch der Vermählung uns durch liebevolle
Aut=
mertſamkeiten aller Art ehrten Es waren deren ſo viele,
daß es wirklich unmöglich iſt, jedem Einzelnen zu danken; wir
biten deshalb freundlichſt, den Dank auf dieſem Wege
ent=
gegennehmen zu wollen.
T7271
Auguſt Schaffner u Frau Anna, geb. Hauf
Peter Steinggeſſer u. Frau Lina, geb Hauf.
Die lichtig vor ſich gewandelt haben,
kommen zum Frieden und ruhen in
ihren Kummern.
Jeſ. 57. 2.
Nach Gottes unerforſchlichem Rat iſt Freitag
Mitiag 12½ Uhr, im Alter von 70 Jahren, meine
heißgeliebte, ſiets tieuſorgende Frau, unſere liebe,
gute, unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter,
Großmutter, Pflegemutter und Urgroßmutter nach
ſchwerem Leiden in die Ewigkeit abberufen worden,
Frau Sdrothea Henet
geb. Wüſtendörfer.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Wilhelm Keller, Roßdorf
Familie Zuſtus Vonderſchmitt, Roßdorf
„ Karl Apfel II, Roßdorf
„ Willy Wüſtendörfer, Roßdorf
„ Leonhard Walther, Tengfeld.
Roßdorf, den 27. März 1931.
Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag um
3 Uhr vom Trauerhanſe aus ſtatt.
Uhre Verlobung
geben bekannt
Leni Fehline
Willi Erbes
Bahnho=
Darmstadt
Riedlingerstr. 33
Statt Karten.
Wilhelm May
—ind MMa), geb. Hufnagel
Vermählte
49221
Rittergut Weizenbach
Post Gemünden Land, Unterfranken
Für die ſo überaus warme
Anteil=
nahme bei dem ſchweren Verluſte,
der mich durch den Heimgang meines
geliebten Mannes betroffen hat, ſage
ich Allen herzlichſten Dank.
In tiefem Schmerz:
Frau Eliſe Horn.
Lini Steinberger
Heinrich Volk
Verlobie
Leiſenwald=Wäch’ersbach Darmſtadt
Jligwes 21
29 März 1931
Fritz Meinzer
Bina Mainzer
geb. Muhr
Vermählte
Lüdinahausen
Ober-Ramstadt
Trauung: Sonntag, 29 März,
12½ Uhr. in der Synagoge
Ober-Ramstedt.
Kurse für Schwestern
beginnen am 14. April.
Prof. Dr. Vaubel
Heinrichstr. 98. (485
Allen denen, die bei dem Tode
meines lieben Sohnes
Friedrich Spahn
Aottenmeiſfer
Teilnahme und Beiſiand
ge=
zeigt haben, hiermit
herz=
lichen Dänk
Frau B. Wiemer
Mannheim.
Darmſiadt. Sondſr. 40.
Allen, die an dem uns ſo ſchwer
betroffenen Verluſte innigen
Anieil nahmen, ſagen wir auf
dieſem Wege herzlichen Dank.
Im Namen der Hinterbliebenen:
zas! M. Heß.
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Billige
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme bei dem
Hinſcheiden unſeres guten Vaters, Schwiegervaters
und Großvaters
Herrn Karl Jsking
ſagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten,
insbeſondere Herrn Pfarrer Vogel, den Schweſtern
der Stadtgemeinde, der Kampfge oſſenſchaft für ihre
Kranzniederlegung und allen denen, die ihm die letzte
Ehre erwieſen, unſeren innigſten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Rudolf Lahl
Soderſtraße 4, II.
Darmſtadt, den 28. März 1931
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gefertigten Wäſche= u Kunſtgegenſtände findet
am Sonntag, 29, Montag, 30. und Dlenstag,
den 31. März. im Mozartſaal. Schulſtraße 8,
ſiatt. Die Ausſtellung iſt von 9— 18 Uhr,
un=
unterbrochen geöffnet. An den
Ausſiellungs=
tagen weiden Anmeldung entgegengenommen,
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liegen bei. — Der Unterricht beginnt wieder
am 15. April 1931.
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Seite 10
Samstag, den 28. März 1931
Rr
Argenkiniſches Freiheitsdenkmal für Berlin.
Das Reiterdenkmal Joſé de San=Martins in Buenos Aires,
nach dem das Berliner Denkmal gegoſſen werden ſoll.
Nachdem der 100. Todestag des ſüdamerikaniſchen Befreiers Bolivar auch in Berlin würdig
began=
gen wurde, haben argentiniſche Kreiſe dem Berliner Magiſtrat den Wunſch mitgeteilt, ein Denkmal
des argentiniſchen Nationalhelden Joſé de San=Martin (1777—1852) der Stadt überweiſen zu
dür=
fen. Der Magiſtrat erklärte ſich bereit, das Denkmal auf einem Platze Berlins aufſtellen zu laſſen.
Die „Bremen” erhälk ihr Sommerkleid.
Der Rieſenozeandampfer in ſeinem neuen Hamburger Dock.
Zum Beginn der Hauptreiſeſaiſon wird die „Bremen” gründlich überholt, um ſich auf der nä
Fahrt ihren Reiſegäſten in friſcher Schönheit und ſtrahlendem Glanze zu zeigen.
Reich und Ausland.
Zeppelins erſte Werkſtättenfahrt im Jahre 1931.
Friedrichshafen. Am Freitag früh 6,20
Uhr ſtieg das Luftſchiff „Graf Zeppelin” zu
ſei=
ner erſten Werkſtättenfahrt dieſes Jahres auf.
Die Führung liegt in Händen von Kapitän
Leh=
mann. Der Aufſtieg ging bei ſchwachem
Nord=
oſtwind glatt von ſtatten. An dem Fluge
nah=
men 12 geladene Gäſte teil. Kapitän Lehmann
wird auch die morgen nach Budapeſt führende
Fahrt leiten, da Dr. Eckener zurzeit in Amerika
weilt. Dr. Eckener wird am 7. oder 8. April
nach Friedrichshafen zurückkehren, um die
Füh=
rung des Luftſchiffes für die erſte Fernfahrt nach
Aegypten zu übernehmen. Nach
anderthalbſtün=
diger Fahrt im Bodenſeegebiet landete das
Luft=
ſchiff um 7,50 Uhr wieder glatt auf dem
Werft=
gelände. Um 8,05 Uhr war das Luftſchiff wieder
in der Halle.
Die Ungarnfahrt des „Graf Zeppelin”
Baſel. Der Start des Luftſchiffes „Graf
Zeppelin” zur Fahrt nach Budapeſt iſt auf
Sams=
tag nacht 11 Uhr angeſetzt.
Schwerer Unfall auf der Landſtraße.
Biſchofsheim (Rhön). .Auf der
Land=
ſtraße in der Nähe von Breitbach, die abſchüſſig
iſt, fuhr der Landwirt Georg Fuchsberger aus
Frankenwinheim, der die Straße auf dem Rad
herunterkam, auf den Schmiedemeiſter Thomas
auf, der eine Fuhre Holz zu Fuß begleitete. Der
Anprall war ſo heftig, daß Fuchsberger mit
ge=
brochenem Genick liegen blieb und Thomas einen
Schädelbruch davontrug.
Gefahren der Straße.
Freiendiez. Auf der Diez—
Limburger=
ſtraße lief ein Kind, das dort im Straßengraben
ſpielte und von ſeiner Mutter gerufen wurde,
heim Ueberqueren der Straße in ein aus
Rich=
tung Limburg kommendes Motorrad hinein. Das
Kind wurde zu Boden geſchleudert und mehrere
Meter weit mitgeſchleift. Es wurde in
hoff=
nungsloſem Zuſtand dem Diezer Krankenhaus
zugeführt.
Der Abbruch des Nolligberges bei Lorch.
Lorch. Der Abbruch der gefährlichen Teile
des Nolligberges, die auf die Straße zu fallen
drohten und die in der Nähe des Berges
ge=
legenen Häuſer gefährdeten, iſt jetzt in vollem
Gange, teilweiſe muß das Geſtein geſprengt
wer=
den. Die Abraummaſſe wird durch Laſtautos an
die Rheinuferſtraße gefahren, die mit dieſem
Material angeſchüttet wird.
Der Beekhoven=Preis 1931
für Hans Pfihner.
Der erſte Wolkenſchreiber in Berlin.
Generalmuſikdirektor Prof. Dr. Haus Pfitzuer,
der Schöpfer von „Paleſtrina” „Der arme
Hein=
rich”, „Chriſtelflein” u. a., erhielt den Beethoven=
Preis für 1931 in Höhe von 10 000 Mark.
Der „Richtkanonier” bei der Arbeit. Zwei Rieſenſpiegel reflektieren die Schrift auf den Himmel.
Die Kopfhörer des Ingenieurs machen jedes vom Wagenführer geſprochene Wort verſtändlich.
In Berlin iſt der erſte techniſch brauchbare Wolke nſchreiber der Welt bei wolkigem Himmel in
Be=
trieb genommen worden. Er beſteht aus einem gewaltigen, etwa 22. Meter langen Laſtzug, auf
dem die Kraftzentrale und der Projektor vereinigt ſind. Der 1,5 Milliarden Kerzen ſtarke
Schein=
werfer projiziert die Buchſtaben bis zu einer Wolkenhöhe von etwa 2000 Metern. Die Höhe der
Buchſtaben beträgt 400 Meter.
Schauriger Fund.
Mayen. Einen ſchaurigen Fund machten
einige Leute in der Nähe der Nettebrücke bei der Reichsminiſter Dr. Wirth und Dr. Steger=
Trimps. Als ſie einen Stein aufhoben, um ihn
unter das Rad eines Autos zu legen, fanden ſie
den Schädel eines Skeletts. Beim weiteren
Nach=
graben kamen dann auch die weiteren Teile des
Skeletts zum Vorſchein. Die Knochen und der
Schädel waren ſchon ſo mürbe, daß ſie bei der
geringſten Berührung auseinanderfielen. Nach
den Zähnen, die noch im Kiefer ſteckten, iſt zu
urteilen, daß es ſich um die Leiche eines jungen
Mannes handelt, deſſen Tod wohl hundert Jahre
zurückliegen dürfte.
Großfeuer.
Mayen. In dem Dorf Berenborn brach auf
bisher ungeklärte Weiſe ein Großfeuer aus, dem
vier Häuſer mit Stallungen zum Opfer fielen.
Der Feuerwehr gelang es, das Vieh und einen
Teil' des Mobiliars zu retten. Der große
Um=
fang ds Feuers hat vor allem darin ſeine
Ur=
ſache, daß die eingeäſcherten Häuſer noch aus
Fachwerk gebaut und mit Stroh bedacht waren.
Nach vieler Mühe gelang es ſchließlich der
Feuer=
wehr, ein noch weiteres Umſichgreifen des
ver=
heerenden Elements zu verhindern.
Ehrengeſchenk der Stadt Koblenz für den
Reichspräſidenten.
Koblenz. Ein Ehrengeſchenk der Stadt
Koblenz für den Reichspräſidenten, und zwar ein
von Kunſtmaler Dornbach hergeſtelltes
Oelge=
mälde der Feſtung Ehrenbreitſtein, iſt vom
Ober=
bürgermeiſter Dr. Ruſſell in Berlin im
Reichs=
präſidentenpalais dem Reichspräſidenten
über=
reicht worden.
Gefährliches Spiel.
Budapeſt. In einer nahegelegenen
Ort=
ſchaft krochen drei Kinder in Abweſenheit
der Eltern bei Spielen in eine große Truhe.
Plötzlich klappte der mit einem Schnappverſchl:6
verſehene Deckel der Truhe zu, und die Kinder
waren gefangen. Die Eltern, die erſt nach
eini=
gen Stunden heimkehrten, entdeckten zu ihren
Entſetzen die entſeelten Körper der Kleinen, die
elend erſtickt waren.
Eröffnung des 5. Deutſchen Zahuärztetages.
Berlin. Der unter dem Ehrenpräſidium
wald ſtehende Deutſche Zahnärztetag wurde
geſtern im Schöneberger Rathaus durch den
Vor=
ſitzenden des Ortsausſchuſſes, Prof. Dr. H.
Schrö=
der, eröffnet.
Der Hungerſtreik der Stuttgarter Aerztin.
Berlin. Das Befinden der weiter im
Hun=
gerſtreik verharrenden Frau Dr. Kienle iſt, wie
die „B.3.” aus Stuttgart meldet, ſo
beſorgnis=
erregend geworden, daß ihre Freunde noch
vor=
geſtern Nacht ſich an den Ausſchuß für den S 218
in Berlin gewendet haben. Der Kampfausſchuß
hat vorgeſtern ſpät abends eine Sitzung
abge=
halten und noch in der Nacht den Verteidiger
Friedrich Wolfs, Rechtsanwalt Dr. Apfel, nach
Stuttgart entſandt. Dr. Apfel hat ſich geſtern
früh zuſammen mit Rechtsanwalt Dr. Elſaß aufs
Gericht begeben und einen Haftenlaſſungsantrag
für Frau Dr. Kienle eingebracht, der mit „
drin=
gender Lebensgefahr” begründet wurde.
Tetzner nimmt die Todesſtrafe an.
Regensburg. Der vom Schwurgericht
Regensburg am 18. März zum Tode verurteilte
Kaufmann Kurt Tetzner hat die unmittelbar
nach der Urteilsverkündung eingelegte Reviſion
jetzt zurückgezogen.
Der tolle Hund im Geſandtſchaftsgebäude.
Warſchau. Nach Meldungen hieſiger
Blät=
ter aus Moskau haben ſich in der dortigen
fin=
niſchen Geſandtſchaft Schreckensſzenen ereignet,
als ein toller Hund auf der Flucht vor dem
Ab=
decker in das Geſandtſchaftsgebäude eingedrungen
war. Der Abdecker getraute ſich nicht, dem Tier
zu folgen, da er befürchtete, wegen Verletzung
der Exterritorialität zur Rechenſchaft gezogen zu
werden. Als das Tier im Geſandtſchaftsgebäude
auftauchte, ſtob das Perſonal in wilder Flucht
auseinander. Der tolle Hund biß 5 Perſonen,
därunter auch den finniſchen Militär=Attaché.
Das Tier wurde ſchließlich durch einen
Revolver=
ſchuß erlegt. Die gebiſſenen Mitglieder der
Ge=
ſandtſchaft wurden dem Moskauer Paſteur=
In=
ſtitut zur Behandlung zugeführt.
Verſicherungsbekrug in Frankreit
Paris. Ein ſenſationeller Verſichert
betrug, den zwei deutſche Schweſtern nat
Philomene und Katharina Schmidt bega
haben, iſt in Marſeille aufgedeckt worden.
tharina Schmidt hatte im März 1930 eine
bensverſicherung über 500 000 Franken zugu
ihrer in Deutſchland wohnenden Mutter
a=
nommen. Nach einiger Zeit legte ihre Schw
Philomene einen ärztlichen Totenſchein vor,
nach Katharina Schmidt an
Lungentuberk=
geſtorben ſei. Die Verſicherungsgeſellſchaft ze
die 500 000 Franken aus. Jetzt iſt es der Po
durch Zufall gelungen, feſtzuſtellen, daß Ka
rina Schmidt ſich unter einem falſchen Na
in Marſeille aufgehalten hat. Katharina Schr
hatte jedoch von den Nachforſchungen der Po
Wind bekommen und ergriff die Flucht, bevo
verhaftet werden konnte. Dagegen wurde
zweite Betrügerin, Philomene Schmidt, fe
nommen. Die Ermittlungen ergaben näm
daß die beiden Schweſtern den Leichnam ei
unbekannten Frau, die ſie angeblich aus Mit
bei ſich aufgenommen hatten, und die an Lung
tuberkuloſe geſtorben ſei, als die Leiche derK
tharina Schmidt ausgegeben hatten. Das 0
richt hat die Ausgrabung der Leiche angeordr
da der Verdacht beſteht, daß die beiden Schweſte
nicht nur einen Verſicherungsbetrug, ſondern
deſſen Ausführung auch einen Mord
began=
haben.
Das Kreuz der Ehren=Legion für Charlie
Chaplin.
Paris. Charlie Chaplin wurde geſtern v.
Generalſekretär des Quai d’Orſay empfangen,1
ihm das Kreuz der Ehren=Legion überreichte.
Dampferunfall am New Yorker Hapagpier.
New York. United States=Dampfer „O
viathan” wurde bei der Einfahrt in den
Hudſ=
durch eine Flutwelle gegen den Hapagpier 2
worfen, wodurch das Heckgeländer des Dampfe
„Milwaukee” beſchädigt wurde. Durch die Re
bung an der Pierwand entſtand ein Brand, d
jedoch raſch gelöſcht werden konnte. Der Dampf
„Milwaukee” fährt planmäßig ab.
Mehr als 36 000 Leichen in den Straßen
von Schanghai gefunden.
Schanghai. Nach einer amtlichen Statiſt
wurden im Jahre 1930 in den Straßen der Stal
mehr als 36 000 Leichen geborgen, darunter meh.
als 34 000 Kinderleichen.
Goldene Medaille der Akademie des
Bauweſens für den Konſtrukkenr des
„Graf Zeppelin”.
Dr. Ludwig Dürr,
der techniſche Leiter der Friedrichshafener Zeu”
pelin=Werke, Erbauer des „Graf Zeppelin”, ele
hielt von der Akademie des Bauweſens die
Gol=
dene Medaille für ſeine hervorragenden Vere
dienſte auf dem Gebiet des Luftſchiffbaus.
Nummer 87
500 Meler unker dem Meeresſpiegel.
Seite 11
je tiefſte Forſchungsſtätte der Welt. — Der Celehrte auf dem
unde des Ozcans. — Das Laboratorium in der Stahlkugel.
Die Schrecken und Geheimniſſe der Tiefſee.
Zwei Tiefſce=Expeditionen, die von kühnen amerikaniſchen
arſchern unternommen wurden, erregen wegen der ungewöhn=
Hen Umſtäude und der eigenartigen Forſchungsergebniſſe nicht
ir in Amerika, ſondern auch in Europa großes Aufſehen. Es
ndelt ſich um die Expedition von Prof. Williams und Prof.
alliam Bebe. Von ihnen iſt die des Prof. Bebe die
Bemer=
nswertere, denn ſie führte bisher in die größten Tiefen, die je
n Forfcher erreicht hat. Vor einiger Zeit brachte die „Review
Reviews” darüber einen größeren Bericht, der ſich wie die
hantaſie eines Dichters las. Schon die Forſchungsergebniſſe
u Prof Williams, der im Jahre 1929 mit Frau und Kind
ge Tiefſee=Epedition in einer Stahlkugel unternahm, waren
yr intereſſant, obwohl Williams nur eine Tiefe von eiwas
ehr als 100 Meter erreicht hat. Prof. Bebe dagegen iſt faſt bis
einer Ticfe von 500 Metern unter dem Meeresſpiegel
vorge=
ungen. Auch er hat für ſeine Expedition eine Stahlkugel her=
Uen laſſen, die einen Inhalt von ungefähr 50 Kubikmeter
tte. Die Stahlkugel konnte luftdicht verſchloſſen werden und
ar ſo konſtruiert, daß ſie einem Druck von 20 Tonnen gewachſen
ar. Da er bis zu einer Tiefe von ungefähr 500 Metern tauchen
ollte, ſo kam zwar ein derartig großer Druck nicht in Betracht,
er er ſorgte dafür, daß die Stahlkugel auch den größten
An=
rderungen gewachſen war. In der Kugel hatte er ein ganzes
tboratorium untergebracht. Hier waren Vorkehrungen für
Ftriſches Licht angebracht, ferner Sauerſtoffbehälter,
Signal=
arichtungen für die Außenwelt, ein Fernſprechapparat, mit dem
mit dem Schiff verbunden war, von dem aus er ſich in die
efe hatte ſinken laſſen. Außerdem war die Stahlkugel mit
uarzfenſtern verſehen, um einen Ausblick auf den Grund des
zeans und die Waſſerumgebung zu haben. Von hier aus
nute Prof. Bebe ungewöhnliche Beobachtungen machen. Es
lang ihm, einen Einblick in die Geheimniſſe der Tieſſee zu
angen, wie ihn bisher noch kein Menſch gehabt hatte.
Be=
erkenswert iſt die Tatſache, daß die meiſten Tiere in dieſen
jefen mit Leuchtvorrichtungen ausgeſtattet ſind. Die Natur
rgt in der wunderbarſten Weiſe dafür, daß auch in ewiger
acht das Leben gedeihen kann. Andere Tiere wiederum hatten
unter der Oberfläche des Waſſers ihr Daſein verbringen. Da
andererſeits wiederum dieſe Lebeweſen nicht an der
Ober=
fläche atmen können, wie anzunehmen iſt, ſondern auf ein Leben
in den Abgründen des Ozeans angewieſen ſind, ſo werden
Menſchen nie Gelegenheit haben, dieſe Geſchöpfe zu ſehen. Es
iſt alſo durchaus glaubwürdig, daß ſich hier zahlreiche Tiere
be=
finden, die der Wiſſenſchaft bisher noch völlig unbekannt ſind.
Vielleicht werden ſie auch ſtets unbekannt bleiben, da der Menſch
unter normalen Umſtänden nicht zu ihnen vordringen kann und
ſie ſelbſt nicht an die Oberfläche kommen können. Aus dieſem
Grunde hat Prof. Bebe auch Wert darauf gelegt, in ſolche Tiefen
vorzudringen, um feſtzuftellen, wie weit das Dichterwort wahr
iſt: „Da unten iſt es fürchterlich . . ." Ob die leuchtenden
Werk=
zeuge mit denen die Unterſeefiſche ausgerüſtet ſind, der leuchtende
Nebel, den ſie um ſich verbreiten können und andere ähnliche
Einrichtungen, die Bebe in allen möglichen Abarten hier
beob=
achtete, dazu da ſind, um den Tieren den Weg zu weiſen, oder
um als Schutz= und Blendmittel gegen Verfolger zu dienen, oder
gar vielleicht als Anlockmittel für ihre Beute, konnte nicht
feſt=
geſtellt werden, da dazu die Beobachtungsſtation zu klein war.
Bebe hat verſucht, von dieſen phantaſtiſchen Bildern, die oft
wie Erſcheinungen eines Alpdrucks im Traum ausſahen, Filme
herzuſtellen. Hoffentlich iſt es ihm gelungen. Er hatte zu
dieſem Zwecke beſonders lichtempfindliche Filme in ſein
Tiefſee=
laboratorium mitgenommen. Unter allen Umſtänden ſind ſeine
Schilderungen, die teilweiſe auch in amerikaniſchen und engliſchen
Zeitungen erſchienen, von größtem Intereſſe, da es ihm zum
erſtenmal gelungen iſt, in die großen Tiefen des Ozeans zu
Beobachtungzwecken zu gelangen. Man wird darum ſeinen
eige=
nen authentiſchen Bericht über die Ergebniſſe ſeiner Tiefſee=
Expedition in der Stahlkugel mit größtem Intereſſe erwarten
dürfen.
Rundfunk-Brogramme.
Frankfurt a. M.
Geſchäftliches.
Neue 3=Pfennigſtücke und neue 8=Pfennigſtücke würde die Münze
ohne weiteres prägen, wenn ein höherer Bedarf an Kupfergeld durch
größere Verbreitung der Pfennigrechnung nötig wäre. Zur Zeit iſt
Kupfergeld natürlich in ausreichenden Mengen vorhanden, da mit
Pfennigen lange nicht ſo wie früher gerechnet wird. Ja, man kann
feſt=
ſtellen, daß viele von einer Pfennigrechnung ſelbſt in dieſer ernſten Zeit
wenig wiſſen wollen. Jedoch es ſcheint ſo, als ob hier durch das bahn=
brechende Verhalten vieler Hausfrauen bald Wandel geſcheffen worden
wird. Denn die Hausfrauen erkennen erfreulicherweiſe immer mehr,
daß „viele Wenig ein Viel” machen, daß auch im Kleinen, ſogar beim
Samstag 28. März.
7.15: Blaskonzert des Frankfurter Konzertorcheſters.
10.20: Dr. Paul Laven. Römiſche Ausgrabungen.
15.20: Stunde der Jugend.
16.30: Nachmittagslonzert des Rundfunk=Orcheſters. Mitw.: J.
Gel=
fius E. Zimmermann (Flöte): M. Fuhrmann, O. Plath (Oboe);
W. Schütze, H. Korte (Klarinette): G. Jung, J. Helm (Fagott);
O. Angermann, M. Bergmann (Horn).
18.05: Dr. Köbner: Wohnungsmarkt, Zwangswirtſchaft und
Haus=
zinsſteuer.
18.55: Dr. Walter Beniamin.
19.20: Spaniſch.
19.45: Steieriſche Tänze geſpielt vom Philharmon. Orcheſter,
Stuttg=
gart. Dazwiſchen Roſegger=Anekdoten.
21.15: Ping=Pong: Ein Mired Sendeſpiel in 25 Partien. Mitw.:
Sitta Müller=Winiſch, Sophie Karſt, Mimi Sandery, A. Sandery,
K. Reiß, H. Schlawing,
22.30: Tanzmuſik auf Salplatten.
Königswuſterhauſen.
Deutſche Welle. Sonnabend, 28. März.
15.00: Kinderbaſtelſtunde. Oſteriarten aus Afrika.
15.45: Frauenſtunde: Deutſche Faſten= und Oſterſpeiſen.
16.00: Prof. Aloys Timpe: Wirtſchaftsmathematik im Unterricht.
16.30: Hamburg: Nachmittagskonzert.
17.30: Dr. Curt Kayſer und Prof. Hochſtetter: Gerichtsverhandlung
gegen die Grippe.
18.00: Franzöſiſch.
18.30: Prof. Dr. W. Köhler: Grundfragen der mod. Pſychologie.
19.00: Albert Daudiſtel erzählt.
19.30: Elly Heuß=Knapp: Stille Stunde „Heilſames Leiden.”
20.00: Beſuch in Wien.
2.1.00: Unterhaltungs onzert. Wiener Abend. Anſchl.: Aus dem
Kai=
ſerſaal im Zoo: Feſt der Techniker. Tanzmuſik (P. Godwin),
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für den Handel: 1r. C. H. Que tſch, für den Schlußdlenſt. Andreas Bauer; für
„Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort. Dr. Herbert Neite:
für. den Inſeratenteil und geſchäftliche Mittelungen. Willy Kuble:
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ch. daß die Tiere in Tiefen von mehreren 100 Metern andere
ebensbedingungen haben, wie die Fiſche, die wenige Meter freuen wiſſen, daß der neue „Mühlen Franck” wirklich ſparen hilft,
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Geld ein Kaffeegetränk erhalten, das nicht nur kräftiger und herzhafter,
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Zeil 109
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Samstag, den 28. März 1931
Nummer 87
Fußball im Kreis Starkenburg.
Der Spielbetrieb der Starkenburger Kreisliga erfährt
am Sonntag eine gewiſſe Unterbrechung. Angeſetzt iſt nur ein
Ver=
bandsſpiel, und zwar muß die SpVgg. 04 Arheilgen zum Rückſpiel
nach Dieburg. Es iſt aber möglich, daß das Treffen noch abgeſetzt
wird, da in Dieburg eine größere örtliche Veranſtaltung ſtattfindet, der
die Fußballer keine Schwierigkeiten in die Wege legen wollen. Sollte
das Spiel ſtattfinden, ſo rechnen wir mit einem knappen Dieburger
Sieg. Die noch ausſtehenden Punktekämpfe werden teils zu Oſtern
teils Sonntag nach Oſtern ausgetragen. — Privatſpiele ſind bis
her faſt garnicht gemeldet ſvorden, da teilweiſe der Buß= und Bettag.
weiter aber auch gerade an dieſem Tage ſtattfindende
Familienfeierlich=
keiten die Vereine oft zur Rückſichtnahme zwingen. Nur der SV.
Münſter teilt mit, daß er am kommenden Sonntag in
Gerns=
heim gegen die dortige „Konkordia” antritt.
Die Ergebniſſe der 4= und B=Klaſſe
konuten zum größten Teil bereits am Montag veröffentlicht werden.
Heute ſoll nur das Fehlende nachgeholt und einige Erläuterungen
zur Lage gegeben werden. Rotweiß Darmſtadt konnte ſeinen
Lokal=
rivalen Eintracht mit 6:1 ſicherer fchlagen, als vorher angenommen.
Da gleichzeitig Eberſtadt in Leeheim nur 2:2 ſpielte, wäre das den
Rot=
weißen ſehr zuſtatten gekommen, hätte nicht das Leeheimer Spiel nur
außer Konkurrenz ſattgefunden Eberſtadt hatte deshalb nur eine 2.
Mannſchaft nach Leeheim geſchickt, während die 1. Elf der Germanen
daheim gegen die 3. Mannſchaft des FSV. Frankfurt ein Spiel
aus=
trug. 2:2 hieß es hier am Schluß, nachdem Frankfurt bei der Pauſe
noch mit 2:0 geführt hatte. Nachzutragen iſt weiter ein 5:3 Sieg
Weiterſtadts über Wolfskehlen. Weiterſtadt iſt in den letzten Wochen
recht gut in Fahrt gekommen. Um die B=Meiſterſchaft trafen ſich
in Hahn der dortige SC. Olympia und Germania Eſchollbrücken. Der
Kampf nahm leider ein ziemlich unrühmliches Ende. Beim Stande von
2:2 (2:1) brach der an ſich recht ſchwache Schiedsrichter den Kampf ab
und als Nachſdiel gab es eine Schlägerei, wobei der Unparteiiſche
„fliichtig gehen” mußte. Jetzt hat die Gaubehörde etwas Arbeit.
In der Gruppe Odenwald brachte der Sonntag durchtveg
Fadoritenſiege, nur ſind die von Roßdorf, Ober=Ramſtadt und Höchſr
zahlenmäßig überraſchend hoch ausgefallen. Beerfelden ſcheint wieder
eine Schwächeperiode durchzumachen, nachdem ſich die Mannſchaft in der
erſten Runde recht anſprechend gehalten hatte. Nach dem letzten Sonntag
Präſentiert ſich der Tabelleuſtand der Gruppe Odenwald wie folgt:
Michelſtadt 40:37 SV. Lengfeld 26 :26 Germania=Dieburg .." .. 11 17:27 VfR. Erbach 13 25:46 EV Höchſt 25:39 VfR. Beerfelden 13 20:57
Für kommenden Sonntag weiſt die Termiinliſte folgende Spiele aus
Gruppe Bergſtraße=Ried: SV. Geinsheim — Germania
Eberſtadt, SV. Weiterſtadt — Rotweiß Darmſtadt. Germania Leeheim
— Chattia Wolfskehlen, Boruſſia Dornheim — SV. Groß=Gerau,
Ein=
tracht Darmſtadt — Olympia Hahn (11 Uhr), Reichsbahn Darmſtadt ——-
Germania Eſchollbrücken. Die Spiele in Weiterſtadt und Geinsheim
ſind von großer Bedeutung für die A=Meiſterſchaft, wie das auf dem
Reichsbahnplatz für die B=Meiſterſchaft.
Gruppe Odenwald: FSV. Groß=Zimmern — SC. Ober=
Ramſtadt SV. Höchſt — VfR. Erbach, VfR. Beerfelden — SV.
Roß=
dorf. — B=Klaſſe: Roßdorf 2. — Klein=Zimmern 1., Groß=
Zim=
iern 2. — Groß=Umſtadt 1.
Gruppe Dreieich: T.u. SV. Meſſel — 1. FC. Langen Reſ.
(Privatſpiel
SV. 10 Weiterſtadt — Rotweiß Darmſtadt.
Jum zweitletzten Verbandsſpiel müſſen am kommenden Sonntag
die Rotweißen mit der erſten und zweiten Mannſchaft in Weiterſtadt
antzeten. Die Aufſtellung der beiden Mannſchaften iſt die gleiche wie
am Vorfonntag. Das Vorſpiel konnte Rotweiß 1. nur knapp gewinnen.
Das Treffen, das um 3 Uhr beginut, wird daher die Entſcheidung
brin=
gen. ob. Rotweiß Darmſtadt oder Eberſtadt in dieſem Jahre Meiſter
wird. Die Einheimiſchen benötigen die wertvollen Punkte, um wieder
Anſchluß an die Spitzengruppe zu bekommen. Wenn auch bei dieſem
Spiel Weiterſtadt nicht mit der kompletten Elf nntreten kann, ſo hat
gerade der letzte Sonntag gezeigt, daß der eingeſtellte Erſatz ſich ſehr
gut beſvährt hat. Hoffen wir, daß ſich ein guter Pfeifenmann einfindet
und man ein ſchönes Spiel zu ſehen bekommt. — Abfahrt für die erſte
Mannſchaft ab Hauptbahnhof iſt 12,20 Uhr. Für die
Schlachtenbumm=
ler genügt der Zug 1.40 Uhr ab Hptbhf. — Die Jugend empfängt auf
dem Platz an der Rhein=Allee, vormittags 10 Uhr, die gleiche des Sport=
3 B zum fälligen Rückſpiel.
Sp.V. 1898 (Jugend).
Jgd.—1. Jgd. Rot=Weiß; dort 9 Uhr 45 Min.;
. Jgd.—1. Jgd. Union; Rennbahu 10.15 Uhr;
3. Jgd.—1. Jgd. Ober=Ramſtadt; Stadion 10.15 Uhr.
F. C. Unon 1913, e. B.
Zum zweiten Privatſpiel begibt ſich die 1. Mannſchaft
kom=
menden Sonntag nach Lampertheim zur dortigen Olympia. Der
Gaſtgeber hat ſich in den letzten Verbandsſpielen einen guten
Mit=
telplatz in der Tabelle erkämpft.
In der Unionmannſchaft werden weitere jüngere Kräfte
aus=
probiert werden, und ſoll es letzten Endes an dem Ehrgeiz der
verjüngten Mannſchaft liegen, den Sieg mit nach Beſſungen zu
bringen. Dem einen oder anderen Spieler wird doch ſicherlich
daran gelegen ſein, während den nächſten Verbandsſpielen in der
1. Mannſchaft zu ſpielen.
Abfahrt per Auto 12.30 Uhr ab Vereinslokal.
Schlachten=
bummler können gegen billigen Fahrpreis noch mitfahren. Die
guten Beziehungen beider Vereine werden einige gemütliche
Stun=
den bringen.
2. Mannſchaft — Eintracht, 2. Mannſchaft, 2 Uhr, auf der
Rennbahn.
Reichsbahn Darmſtadt—,Geruania” Eſchollbrücken.
Zum letzten Verbandsſpiel haben die Reichsbahnſportler am
Sonn=
tag, 15 Uhr, die Eſchollbrücker Germanen als Gaſt. Durch den Spiel
abbruch am letzten Sonntag in Hahn dürfte die Meiſterſchaftsfrage der
B=Klaſſc noch nicht endgültig geklärt ſein. Aufgabe der Platzbeſitzer
muß es ſein, die Vorſpiel=Niederlage wieder gutzumachen. Reichsbahn
wird mit Stromberger Daniel, Faßhauer; Bernhard, Bär, Bock
Mahr, Weißmantel, Frieß, Spamer, Lauſcher antreten. — Um 13 Uhr
treffen ſich im Freundſchaftsſpiele Reichsbahn II und Germania
Die=
burg, II.
* Kreisliga Südheſſen.
Hofheim iſt A=Meiſter im Ried=Gau.
Nachdem die Behörde zu dem Fall Hofheim-Bobſtadt ihr Urteil
abgegeben hat, ſteht endlich der Meiſter des Riedgaues feſt. Hofheim
bekam die beiden Punkte zugeſprochen und ſteht nun mit zwei Punkten
Vorſprung vor dem „ewigen Zweiten” Bensheim an der Spitze. — Bei
den Kreisligaſpielen hebt ſich zum Schluß noch einmal das Intereſſe
durch die wichtige Beſetzung des zweiten Platzes. Bürſtadt hält dieſen
Poſten mit 31 Punkten. Heppenheim kann unter Umſtänden ſogar noch
auf 33 Punkte kommen; es ſchwebt nämlich noch eine Verhandlung über
das Spiel Spp. Horchheim-Heppenheim. Vorentſcheidend für den
zwei=
ten Platz iſt die Begegnung am Sonntag in Worms zwiſchen
Olympia Worms—Starkenburgia Heppenheim.
Beide Mannfchaften haben in ihrem letzten Spiel enttäuſcht. Ob ſi
ſich wohl diesmal zu einer Energieleiſtung aufraffen werden? Für
Hep=
penheim iſt es bedeutungsvoll, keinen Punkt abzugeben; dann können
die Bergſträßer auf alle Fälle mit den Raſenſpielern wenigſtens
punkt=
gleich werden. — Für die Einführung des neuen Shſtems haben, wie
in allen Kreiſen, auch bei uns die beiden Erſten ſowohl wie die beiden
Letzten das größte Intereſſe. Den übrigen Teilnehmern wird es recht
ſein, daß ſtarke Vereine wie Lorſch, Bürſtadt oder Heppenheim, auf
rücken — — dadurch wird ſich mancher mittelmäßige Verein in die Spit
zengruppe vorſchieben. Man wird deshalb allgemein dem
Althergebrach=
ten wenig nachtrauern.
Freundſchaftsſpiele.
treffen ſich am letzten Sonntag im März:
Olympia Lampertheim—lnion Beſſungen: Vf.L. Lampertheiut
—FV. Edingen; SV. Münſter-Konkordia Gernsheim;
Vik=
toria Neuhaufen—FV. Bad Dürkheim.
Die beiden Lampertheimer Vereine laſſen keinen Sonntag ohne ein
Spiel verſtreichen. Nur machen ſie oft den Fehler, daß beide zugleich
daheim ſpielen. Diesmal werden ſie wohl zu knappen Siegen kommen.
Gernsheim ſpielt in Münſter. Der Zweitletzte der Tabelle warter zu=
Zeit mit guten Leiſtungen auf und wird ſicherlich auch diesmal unſeren
Kreis würdig vertreten. Der Ausgang der Begegnung in Neuhauſen
iſt offen.
Um den Meiſter des Mittelrhein=Kreiſes:
In Bad Kreuznach: Algenrodt gegen Herrnsheim.
Die ſvenigſten hatten vermutet, daß ſich dieſe beiden Vereine im
Entſcheidungsſpiel gegenüberſtehen würden. Mit den Frankfurter
Poli=
ziſtent hatten biele gerechnet. Bad Kreuznach ſteht im Zeichen eines
großen Spieles. Wenn wir uns einen Tipp erlauben, ſo ſcheint der
rheinheſſiſche Meiſter Herrnsheim als knapper Sieger hervorzugehen.
Main=Rhein=Gau.
Der erſte Frühlingsſonntag bringt einen reichhaltigen Spielplan,
wie er ſeit Beendigung der Pflichtſpiele noch nicht zu verzeichnen war.
Eine ganze Anzahl Vereine anderer Gaue, worunter die Frankfurter
Kante beſonders ſtark vertreten iſt, weilt im Main=Rhein=Gau zu Gaſt.
Im Gau ſelbſt ſind die unteren Mannſchaften beſtreht, durch
Verpflich=
tung weit ſtärkerer Gegner ihre Spielerfahrung zu bereichern. Hinzu
kommen noch Begegnungen von Ortsnachbarn, die auch viel
An=
ziehungskraft ausüben. — Das Aufſtiegſpiel zur Kreisklaſſe zwiſchen
Groß=Zimmern und Groß=Wallſtadt wird erſt nach Oſtern ſtattfin.
Wer dem Sieger dieſes Treffens Platz machen wird, liegt, nicht feſt
die Sache Groß=Umſtadt—Pfungſtadt noch nicht ſpruchreif iſt. Mitt
weile beſchäftigen ſich andere Gaugruppen mit der Dreiteilung i.
Kreisklaſſe. In Frankfurt ſpielen die Zweiten der Meiſterklaſſe her
die Aufſteigenden aus. — Als auswärtige Begegnungen ſind zu nenr
Walldorf—,Jahn” Grün=Weiß Frankfurt; „Vorwärts” Langen—3.
Eintracht Frankfurt; Eberſtadt—Tgde. Bockenheim; Buchſchlag—
wärts” Bockenheim; „Reichsbahn Darmſtadt—Reichsbahn Frankfurt.
die Bundesmeiſterſchaft); Roßdorf-Lengfeld; Sprendlingen-Tu
gemeinde Dietzenbach; Egelsbach—Ober=Roden und Arheilgens Reſ,
gegen Gundernhauſen. Unter den Gauvereinen ſtehen ſich gegenüt
Tgſ. Ober=Ramſtadt—Groß=Gerau; Crumſtadt—Wolfskehlen; Lor
Hahn; Eberſtadt—Seeheim (Samstag); Erzhauſen—Griesheim M
Langen Reſ.—Urherach; Biebesheim—Erfelden; Seeheim—Großhauf
Heppenheim-Birkenau; „Auerbach-Bickenbach; Schwanheim—g
heim Reſ.; Pfungſtadt—Tgſ. Darmſtadt. Zum Schluß noch eine w
tige Begegnung in Darmſtadt: Turngemeinde 1846—Polizeiſportver
komb.
Tgde. Darmſtadt 1846—Polizei Darmſtadt Liggerſatz.
Am Sonntag, 15 Uhr, empfängt die Turngemeinde auf dem
der Turngeſellſchaft (Kranichſteiner Straße) obigen Gegner. Das V
ſpiel vor vier Wochen konnten die Reſerven für ſich entſcheiden
46er werden nichts unverſucht laſſen, die erlittene Niederlage auszug
chen, ſvas bei Ermeſſen der letzten Spiele nicht ausgefchloſſen iſt
iſt daher beſtimmt mit einem ſehr ſchönen Spiel zu rechnen. — Vorn
tags 9.45 Uhr tritt die 2. Mſch. der Ferienmannſchaft des A.S. C.
dem Hochſchulſtadion gegenüb=
Tv. Pfungſtadt — Tgeſ. 1875 Darmſtadt.
Am Sonntag nachmittag ſind die 1. und 2. Mannſchaft der Dar
ſtädter Turngeſellſchaft 1875 bei dem Tv. Pfungſtadt zu Gaſt. Woll
die 75er gegen dieſen ſpielerfahrenen Gegner ein günſtiges Ergebr
herausholen, ſo muß jeder ſein ganzes Können in die Wagſchale w
fen. Abfahrt: 2. Mannſch. 11.46 Uhr, 1. Maunſch. 13.32 Uhr
Darmſtadt Hauptbahnhof.
1. A. S. C. — Turngemeinde Darmſtadt 1846 (komb.)
Zu einem Freundſchaftsſpiel hat der A. S.C. für Sonntag. 10u.
eine kombinierte Mannſchaft der Tgde. 46 Darmſtadt verpflichtet. 3
beide Mannſchaften in ihren Verbänden beachtenswerte Gegner ſind,
verſpricht der Spielverlauf intereſſant zu werden. — Anſchließen
um 11 Uhr, ſpielt die Fußballabteilung des A.S.C. g
eine kombinierte Mannſchaft des V. f. L. Neu=Iſenburg.
Tv. Nieder=Ramſtadt—Tgde. Weiterſtadt.
Obige Maunſchaften treffen ſich am Sonntag, 15 Uhr, in Niede
Ramſtadt zu Freundſchaftsſpielen. Weiterſtadt, erſt ſeit kurzem in d
D.T. übergetreten, konnte gleich ganz beachtliche Reſultate erziele
Spielbeginn 3 Uhr. — Um 2 Uhr 1. J
annſchaf
43 Pferde am Start. — Grakſe ſiegt in Rekorbzeit.
Zwei Tage nach dem Lincolnſhire=Handicap gelangte am Freita
das ſchwerſte Hindernisreunen der Welt, die über 7200 Meter führend
Grand National Steeple Chaſe, auf der Ebene von Aintree bei Libe
pool zur Durchführung. Die mit klobigen Hinderniſſen verſehene Ren
bahn war das Ziel tauſender Zuſchäuer, die bei prachtvolſem Frühzlings
wetter Zeuge des ſchweren Rennens ſein wollten. Schon am Vortag
waren alle Hotels in Liverpool beſetzt. — 43 Steepler erſten
Range=
darunter alte bekannte Liverpool=Kämpen, wurden geſattelt. Die
au=
ländiſchen Farben vertraten die Franzoſen Rhyticere (Bedelaup) un=
Gyi Lobam, der ſeine Eignung für derartige Rennen durch ſeiner
Doppelſieg in der „Großen Pardubitzer” zur Genüge bewieſen hatte
Das Rennen ſelbſt geſtaltete ſich zu einer eindeutigen Angelegenheit fü
den neunjährigen Grakle, der mit dem Sieger von 1929, Gregalach,
dem letzten Sprung noch Kopf an Kopf lag und dann in ſouveräne
Manier auf der Flachen ſeinen Begleiter hinter ſich ließ, um in de
neuen Bahnrekordzeit von 9:32,8 zu ſiegen. 10 Längen zuruck folgte a
Dritter der 100:1=Dutſider Annandale vor Rhöticere. Gyi Lovam gab
nach 2 Stürzen auf. Leider gab es auch zwei Todesſtürzg. Schon
in der erſten Runde kam Swift Rowland an der gefürchteten „Beechers
Brook” zu Fall, ebenſo „Drinn” und beide Pferde mußten den
Gnaden=
ſchuß erhalten. Ihre Reiter kamen mit dem Schrecken davon. Von den
geſtarteten 43., erreichten nur 12 Pferde das Ziel. Ergebni=
12000 Pfund, 7200 Meter: 1. R. Tahlors Grakle (Lhaſl). 2. Greaaſch
(Moloney), 3. Annandale (Escott), 4. Rhyticere (Bedeleny)
Lg. Wetteit: 100:6, 25:1, 100:1.
Noch immer liegt das Hochdruckgebiet, das in ſeinem Kern etwas
zuiſammengeſchrumdft iſt, über Zentraleuroda. Im Bercich ſeiner al
ſinkenden Luftmaſſen dürfte alſo das meiſt heitere und trockene Wetter
auhalten. Die Temperaturen werden weiterhin der Ein= und Aus
ſtrablung unterworfen und gehen nachts noch unter den Gefrierpunkt
zurück.
Ausſichten für Samstag, den 28. März: Meiſt heiter und trocken, tag‟
über warm, nachts noch leichter Froſt.
Ausſichten für Sonntag, den 29. März: Noch keine weſentliche Aenderung.
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„ſtadt und den Bekanntmachungen des
Polizeiamts Darmſtadt.
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1 ſilberne Hals ette. 1 Tiſchchen.
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ſchwarzer Faſſ ng. — Zugelaufen:
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chwarz) — Zu efiogen: 3 Kana
machen wiederholt daranf auf=
„m, daß auch noch Fundgegenſtände
nden ſind, die in früheren
Bekannt=
ungen verzeichnet waren.
Intereſſen=
önnen die Fundgegenſtinde während
Büroſtunden, auf dem Fundbüro des
Polzeiaſuts, Zimmer 11 beſichtigen
Samstag, den 28. März 1931=
Seite 13
Perſteigerung
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Gemeinde=
ſteuern 1930,
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ſteuer 1930,
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e=Rutz cheit (rund)
2 rnu
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Eſche=Stämme:
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10 „ — 5,08 im
III
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36 „ — 62,14,
41 „ — 65.60
5 „ — 5,03
Fichten=Stämme:
III Klaſſe 6 Stck. — 5,33 tm
— 5,84
„ 26 „ — 507
Derbſtangen:
I. bis IV. Klaſſe — 51 Stck.
Die Eichen=, Eſchen und
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eits vormittags zum Ausgebot
Zumholzauszüge zum Preiſe von
AM. ſind auf der Bürgermeiſterei
is erhälilich. Bei Holzbeſichtigungen
de man ſich zur Information an
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(4986
germeiſterei.
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Aunadende Berrrädenstelntg.
Belebung an den Renkenmärkken der Welk.
Die Rentenmärkte der Welt zeigen ſeit mehreren Wochen wieder
feſtere Tendenz, nachdem gegen Ende 1930 die bereits begonnene
Kurs=
erhöhung durch die allgemeine Vertrauenskriſis unterbrochen worden
war. Insbſondere die Kurſe der deutſchen Auslandsanleihen ſind nach
dem ſtarken Stoß, den ſie im vergangenen Herbſt erlitten haben, in den
letzten Wochen teilweiſe ſehr raſch geſtiegen, ohne daß allerdings der
Kursſtand vor der Vertrauenskriſis ganz erreicht werden konnte. Die
jüngſte Belebung an den Rentenmärkten der Welt darf, wie im
Wochen=
bericht des Inſtituts für Konjunkturforſchung ausgeführt wird, wohl
mit dem Abflauen der Baiſſetendenz an wichtigen Warenmärkten in eine
Linie geſtellt wverden.
Es wäre verfrüht, eine plötzlich einſetzende Belebung der
Welt=
wirtſchaft zu erwarten, jedoch ſcheinen ſich die Widerſtände zu
unehren, die ſich einer weiteren Abwärtsbewegung entgegenſtellen.
Dazu zählt die unzweifelhaft vorhandene Bedarfsſtauung, die in
den letzten Wochen nicht nur in Deutſchland einzelnen Jnduſtrien
eine leichte Steigerung von Produktion und Beſchäftigung erlaubt
hat. Sollten dieſe Widerſtände gegenüber den zum Rückgang
trei=
henden Kräften an Intenſität gewinnen, ſo wäre damit der
Tief=
punkt der Depreſſion erreicht. Allerdings handelt es ſich vorerſt
nur um ſehr kleine Anſätze zu einem Konjunkturumſchwung.
Die Aufwärtsbewegung der Rentenkurſe wird in faſt allen Ländern
durch umfangreiche Wertpapierkäufe der Banken geſtützt. Für die
Zu=
kunft iſt anzunehmen, daß die Banken vorerſt noch weiter als Käufer
feſtverzinslicher Papiere in Frage kommen, ſolange ihre Mittel nicht
durch eine Belebung der Geſchäftstätigkeit anderweitig in Anſpruch
ge=
nommen werden. Die Kurſe der deutſchen Auslandsanleihen ſind ſeit
Jahresbeginn weſentlich ſtärker geſtiegen als die entſprechenden Kurſe
der feſtverzinslichen Papiere in Deutſchland. Dieſe ſtürmiſchen
Kurs=
beſſerungen der deutſchen Auslandsanleihen ſind die Reaktion auf den
durch die Vertrauenskriſis im Herbſt 1930 ausgelöſten außerordentlichen
Kursſturz. Da die jüngſten Kurserholungen der Auslandsanleihen noch
nicht ausgereicht haben, um den ſeit dem Herbſt eingetretenen Verluſt
gegenüber den einheimiſchen Werten in New York und Berlin
auszu=
gleichen, muß man darauf ſchließen, daß der Vertrauensſchwund des
Auslandes gegenüber Deutſchland noch nicht ſo weit behoben iſt, daß die
Auslandsmärkte wieder in größerem Umfange für deutſche Anleihen
aufnahmefähig ſind. Immerhin ſcheint der Höhepunkt der
Vertrauens=
kriſis üiberwunden zu ſein.
Wiriſchaftliche Rundſchau.
Die preußiſchen Sparkafſen im Februar 1931. Ende Februar 1931
betrug der Beſtand an Spareinlagen bei den preußiſchen Sparkaſſen
6 661,6 Mill. RM. gegen 6 572,3 Mill. RM. Ende Januar 1931. Der
Berichtsmonat weiſt mithin bei 392,4 Mill. RM. Einzahlungen,
darun=
ter 37,6 Mill. RM. Zinsgutſchriften und 303,0 Mill. RM.
Auszahlun=
gen einen Zuwachs von 89,5 Mill. RM. auf. Die Giro= Scheck=,
Konto=
korrent= und Depoſiten=Einlagen beliefen ſich Ende Februar 1931 auf
932,7 Mill. RM. gegen 913,4 Mill. RM. Ende Januar 1931.
Zahlungseinſtellung der Arnold Oberſky A.=G., Berlin. Nach dem
vor einiger Zeit erfolgten Ableben des Begründers der Firma Oberſky,
Korſett= und Wäſchefabrik A.=G., hat die Ueberprüfung der Verhältniſſe
ergeben, daß die mit dem Filialbetrieb verbundenen langfriſtigen, zu
hohen Mieten abgeſchloſſenen Verträge eine lukrative Fortführung des
Unternehmens nicht mehr möglich machen. Die Geſellſchaft hat im
Einvernehmen mit den Aktionären die Zahlungen eingeſtellt und die
Er=
öffnung des Konkursverfahrens bei rund 900 000 RM. Verbindlichkeiten
beantragt.
Konkursnachrichten aus dem Oberlandesgerichtsbezirk Darmſtadt.
Neue Verfahzen: Darmſtadt: Hermann Schmidt, Lebensmittel
geſchäftsinhaber. Af. 9. 4., GlV. 9. 4., Pft. 23. 4. Firma A.
Ruckels=
hauſen, Herd= und Ofenfabrik GmbH., in Pfungſtadt. Af. 10 4., GlV.
und Prft. 17. 4. — Reinheim (Heſſen): Kaufmann Gg. Wilh. Mayer
in Spachbrücken. Af. 12 4., GlV. 9. 4., Pft. 13. 5. — Michelſtadt
Ingenieur Hans Horn. Af. 15. 4., GlV. und Prft. 1. 5. — Offenbach
am Main: 1. Fritz Bach, 2. Heinrich Vach, Lederwaren. Af. 23. 4.,
GlV. 16. 4., Prft. 21, 5. — Ortenberg: Marie Forth geb. Heuſer,
Ehe=
frau des Karl Forth in Lißberg. Af. 10. 4., GlV. 18. 4., Prft. 18. 4.
— Beendete Konkurſe: Friedberg (Heſſen): Zimmermeiſter Gg.
Booz. — Wöllſtein: Weinhandlung Paul Schwenck. — Worms: Kaufm.
Leop. Laufer. — Beendete Vergleichsverfahren: Worms:
Firma Geſchwiſter Brinkmann.
Die Heſſiſche Landesbank — Staatsbank — in Darmſtadt empfiehlt
im Anzeigenteil ihre 7prozentigen Gold=Hypothekenpfandbriefe zur
Kapitalanlage. Die Pfandbriefe ſind reichsmündelſicher und können vor
1. Januar 1936 nicht zur Rückzahlung gekündigt werden.
Mainzer Volksbauk e. G. m. b. H. In der G.=V. der Mainzer
Volksbank wurden die einzelnen Punkte der Tagesordnung den
An=
trägen der Verwaltung entſprechend genehmigt. Auch die Ermäßigung
der Dividende von 10 Prozent auf 8 Prozent ſwurde beſchlöſſen.
Ein=
wendungen, die dagegen aus der Verſammlung vorgebracht wurden,
wurden unter Hinweis auf die überaus ſchwierige allgemeine
Wirt=
ſchaftslage widerlegt. Als Erſatz für den auf ſeinen Wunſch aus dem
A.=R. ausſcheidenden Bürgermeiſter Bauer, Ober=Ingelheim, wurde
Herr W. Köbig, Mainz, gewählt.
Frankfurter Bank. In der A.=R.=Sitzung der Frankfurter Bank
wurde beſchloſſen, der G.=V. die Verteilung einer Dividende in der
glei=
chen Höhe wie im Vorfahre (7 Prozent) vorzuſchlagen. Die durch die
Wirtſchaftsverhältniſſe bedingten Ausfälle an Gebühren konnten durch
erhöhte Zinsgewinne ausgeglichen werden. Die G.=V. wird auf den
24. April einberufen.
Pfälziſche Hypothekenbank, Ludwigshafen a. Rh. Die G.=V. der
Pfälziſchen Hypothekenbank in Ludwigshafen a. Rh. genehmigte
ein=
ſtimmig auf die Stammaktien eine Dividende von 10 Prozent. Ebenſo
wurde auch der Verwaltungsvorſchlag bezüglich Abänderung des
Geſell=
ſchaftsvertrages einſtimmig angenommen. Der gegenwärtige Stand des
Pfandbriefgeſchäftes im neuen Geſchäftsjahr wird als befriedigend
be=
zeichne
Das Schickſal der Aéro Poſtale. Das zukünftige Schickſal der
zu=
ſammengebrochenen Luftverkehrsgeſellſchaft Aéro Poſtale iſt durch einen
Beſchluß der Finanzkommiſſion der Franzöſiſchen Kammer wieder völlig
ungewiß geworden. Die Kommiſſion hat ſowohl den von der Kammer
angenommenen Sanierungsplan als auch das im Senat gebilligte
Ge=
genprojekt mit 10 gegen 10 Stimmen abgelehnt. — Ueber zwei
Geſell=
ſchaften der hinter der Aéro Poſtale ſtehenden Gruppe Bouilloux=Lafont,
die Caiſſe Commerciale et Induſtrielle (22 Millionen Fr. A.K.) und
den Crédit Foncier du Brézil (200 Millionen Fr. A.K.) iſt geſtern die
gerichtliche Liquidation verhängt worden. Die Bank Bouilloux=Lafont
ſelbſt iſt bisher noch der Liquidation entgangen, da das Handelsgericht
ihr eine Friſt zum Abſchluß der mit anderen Banken geführten
Sanie=
rungsverhandlungen eingeräumt hat. Angeblich ſoll mit einer
Wieder=
eröffnung der Bank in den nächſten Tagen zu rechnen ſein.
Brodukkenberichke.
Viebmärkte.
Die vierte Zuchtvieh=Auktion findet in Frankfurt am Montag,
den 30. März, vormittags 11 Uhr, in der Landwirtſchaftlichen Halle ſtatt.
Es kommen etwa 40 hochtragende Herdbuch=Kühe ſowie einige gekörte
Zuchtbullen zur Verſteigerung. Die Veranſtaltung bietet eine günſtige
Gelegenheit zum preiswerten Ankauf von gut gezüchteten
leiſtungsfähi=
gen, geſunden oſtpreußiſchen Tieren, ſowohl für Albmelk= als auch für
Zuchtbetriebe.
Franffurter und Berliner Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 27. März.
Die Börſe eröffnete zum heutigen Liquidationstage in freundlicher
Haltung. Das Geſchäft bewegte ſich im großen und ganzen in engen
Grenzen, da Anregungen fehlten und auch Aufträge nur in geringem
Umfange vorgelegen haben dürften. Da jedoch keine Prämienware mehr
herauskam, wie man vormittags noch befürchtete, ſchritt die Spekulation,
unterſtützt durch Käufe einiger Großbanken, zu Deckungen, ſo daß ſich
gegenüber der geſtrigen Abendbörſe überwiegend Kursbeſſerungen
er=
gaben. Die Komplikationen um den Wiener Vertrag gaben allerdings
noch Veranlaſſung zur Zurückhaltung, doch beruhigte andererſeits die
reibungsloſe Erledigung der parlamentariſchen Arbeiten im Reichstag
und die Vertagung desſelben. Daß bei der J. G. Farbeninduſtrie evtl.,
wenn keine unvorhergeſehenen Ereigniſſe eintreten, eine unveränderte
Dividende zur Ausſchüttung kommen werde, befriedigte ebenfalls. Der
Kurs ſetzte 1 Prozent höher ein: die übrigen Chemiewerte blieben etwa
behauptet. Größeres Intereſſe beſtand wieder am Elektromarkt: ACG.,
Licht und Kraft, Schuckert, Geffürel und Siemens lagen von 1,5 bis
2,5 Prozent feſter. Am Montanmarkt fielen Mannesmann, Phönix
und Rheinſtahl mit 2prozentigen Gewinnen auf. Bankaktien lagen meiſt
um 1 Prozent gebeſſert. Schiffahrtspapiere nur wenig verändert. An
den übrigen Märkten kamen infolge des Auftragsmangels zunächſt keine
Umſätze zur Ausführung.
Im weiteren Verlaufe der Börſe blieben die Kurſe an den
Aktien=
märkten bei kleinem Geſchäft auf dem Anfangsniveau behauptet. Die
Kuliſſe zeigte vor der Feſtſetzung der Liquidationskurſe keine
Unter=
nehmungsluſt. Am Geldmarkt trat im Hinblick auf den bevorſtehenden
Zahltag etwas Nachfrage hervor; der Satz wurde daher auf 3,5 Prozent
erhöht. Der Satz für Geld über Ultimo wurde auf 5,75 bis 6,75 Proz.
feſtgeſetzt und lag im Einklang mit dem Berliner Reportgeldſatz
eben=
falls 0,25 Prozent ermäßigt. Am Deviſenmarkt hielt die Feſtigkeit der
Mark an. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1948, gegen Pfunde
20,38½, London-Kabel 4,8594, Paris 124,22, Mailand 92,74, Schweiz
25,25½. Holland 12.12.
Abendbörſe. Trotzdem die Ultimoliquidation ohne
Schwierig=
keiten überwunden wurde, verkehrte auch die Börſe in ſehr ruhiger
Hal=
tung, da Kaufaufträge von außenſtehender Seite kaum vorgelegen
haben. Die Grundtendenz war jedoch weiter feſt. Bei geringem
Um=
ſatz zeigten die Kurſe unter Berückſichtigung des Reports meiſt kleine
Beſſerungen. Im Verlaufe trat eine Geſchäftsbelebung nicht ein, und
nur Elektrowerte waren vereinzelt etwas gefragt. Am Anleihemarkt
blieben die Kurſe behauptet.
Berlin, 27. März.
Entgegen den Erwartungen des Vormittagsverkehrs eröffnete die
heutige Börſe bei nicht ganz einheitlicher Kursgeſtaltung in ſehr
wider=
ſtandsfähiger Haltung. Die gefürchteten Glattſtellungen aus Prämien
erfolgten nur ganz vereinzelt, im Gegenteil, es ſchien ſeitens der
Speku=
lation eher Deckungsnotwendigkeit zu beſtehen. Die Grundſtimmung
war jedenfalls ausgeſprochen freundlich, und nur der geringe
Geſchäfts=
umfang wirkte etwas ſtörend. Die innerpolitiſche Beruhigung, die durch
die Vertagung des Reichstags eingetreten iſt, und der
hoffnungsfreudi=
gere Bericht des Inſtituts für Konjunkturforſchung haben bei der
Kund=
ſchaft anſcheinend einen guten Eindruck gemacht und eher Kaufintereſſe
hervorgerufen. Zu Beginn der Börſe fand die Mitteilung eines
Mit=
tagsblattes, daß ſich der Miniſterrat heute nachmittag mit der
Arbeits=
loſigkeit und einem neuen Frühjahrs=Arbeitsbeſchaffungsprogramm
be=
ſchäftigen würde, diel Beachtung. Von dem Jahresbericht der
Com=
merzbank konnte keine beſondere Anregung ausgehen, da die Ziffern
nach den vorangegangenen Großbank=Abfchlüſſen etwa den Erwartungen
entſprachen. Im Verlaufe ſetzten ſich vorwiegend 1—2prozentige
Beſſe=
rungen durch; verſchiedentlich wurde bereits per Ultimo April
gehan=
delt. Anleihen eröffneten uneinheitlich, Altbeſitz holte im Verlauf aber
den Anfangsverluſt wieder ein; Ausländer ruhig, Anatolier und
Liſſa=
boner Stadtanleihe nach ſchwächerem Beginn wieder gebeſſert.
Pfand=
briefe und Reichsſchuldbuchforderungen freundlich. Am Deviſenmarkte
lagen Mark und Pfunde feſt; Spanien konnte weiter etwas anziehen.
Geld für Tagesgeld auf 4,5—6,5 Prozent befeſtigt, nur vereinzelt
dar=
unter. Die übrigen Sätze blieben unverändert.
Mekallnotierungen.
Die Metallnotierungen in Berlin am 27. März
ſtell=
für je 100 Kg. für Elektrolytkupfer, prompt cif Hamburg
oder Rotterdam (Notierung der Vereinigung für die Dt. (
lytkupfernotiz) auf 96 RM. — Die Notierungen der Komr
des Berliner Metallbörſenvorſtandes (die Preiſe verſtehen
Lager in Deutſchland für prompte Liefrung und Bezahlung
ten ſich für Original Hüttenaluminium, 98 bis 99 Proze
Blöcken, Walz= oder Drahtbarren 170 RM., desgleichen in
oder Drahtbarren. 99 Prozent, 174 RM., Reinnickel, 98 1
Prozent, 350 RM., Antimon=Regulus 53—55 RM., Fein
(1 Kg. fein) 40—42 RM.
Die Berliner Metalltermine vom 27. März ſtellten
Kupfer: März 82 (82,50), April 81,75 (82), Mai 82,75
Juni 84 (83,50), Juli 84,75 (85), Auguſt 85 (85,50), Sept
85 (85,75), Oktober 85,25 (85,50), November 85,50 (85,5
zember 85,50 (85,50), Januar, Februar 85,50 (85,75). Te
abgeſchwächt. Für Blei: März 23,75 (24,75), April 24
Mai 24 (25), Juni 24 (24,50), Juli, Auguſt. September 24
Oktober 24 (24,75) November, Dezember, Januar 24 24,5
bruar 24,25 (24,50). Tendenz: abgeſchwächt. Für Zink
22 (24), April 22,75 (22,75) Mai 23 (23,25), Juni 23,25
Juli 23,50 (24). Auguſt 23,75 (24,25) September 24/ (24,75
tober 24,50 (25,25) November 24,75 (25,75) Dezember
(25,50), Januar 25,50 (26) Februar 25,75 (26). Tendenz:
ſchwächt. — Die erſten Zahlen bedeuten Geld, die in Klam
beigefügten Brief.
Amerikaniſche Kabelnachrichken.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 27. I
Getreide. Weizen: März 80,75, Mai 83½, Juli 61½
tember 60,75: Mais: März 60,50 Mai 63½, Juli 647
tember 64; Hafer: Mai 32.50, Juli 32,50. September 32½;
gen: Mai 39,50, Juli 41. September 41:
Schmalz: März 8,875, Mai 8,875, Juli 9,025, Sept. 9,17
Speck, loco 10,75.
Schweine: Leichte 8,00—8,20, ſchwere 7,00—7,40; Schw
zufuhren Chicago 22 000, im Weſten 80 000.
Es notierten nach Meldungen aus NewYork am 27. M
Schmalz: Prima Weſtern 9,60; Talg, extra loſe 42
Getreide. Weizen: Rotwinter 91; Mais: loco New
76%: Mehl: ſpring wheat clears 4—4,40; Getreidefracht
England 1,6—2,3 sh, nach dem Kontinent 8—8½ C.
Kakao: Tendenz ſtetig, Umſätze 60, loco 5½: Mai 5,39,
5,56, September 5,70, Oktober 5,82, Dezember 5,95.
Kleine Wirkſchaftsnachrichken.
Die Preisindexziffer der „Metallwirtſchaft” ſtellte ſich am 25.
auf 73,7 gegen 75,4 am 18. März (Durchſchnitt 1909—13: 100), fiel
um 2,3 Prozent. Für die einzelnen Metalle wurden folgende Ei
indexziffern errechnet: Kupfer 72.1 (73,6), Blei 78,1 (82,8), Zink
(51,3), Zinn 65,2 (66,6), Aluminium 118,1 (118,1), Nickel 107,7
Antimon 80,7 (80,7).
Der Gewerkverein chriſtlicher Bergarbeiter Aachen hat beſchlo
den geſtern von der Schlichterkammer gefällten Schiedsſpruch im L
tarifſtreit der Aachener Steinkohleninduſtrie abzulehnen.
Die aus einer Beamtengenoſſenſchaft hervorgegangene Nordt
deutſche Bank A. G., Hannover, iſt in Zahlungsſchwierigkeiten gere
Verluſte entſtanden hauptſächlich aus Krediten im Möbel=Abzahlu.
geſchäft.
Die Beleuchtungskörper= und Lampenſchirmfabrik Ulrich Th=
Frankfurt hat bei rund 180 000 RM. Paſſiven gegenüber rund W.
RM. Aktiven die Zahlungen eingeſtellt und beabſichtigt die Durchf
rung eines gerichtlichen Vergleichsverfahrens.
Die Vereinsbank Baden=Baden G.m.b.H. konnte im verfloſſe
Jahre bei einem Geſamtumſatz von 119 345 306 RM. einen Reingew
von 41 161 RM. (im Vorjahr 51 000 RM.) erzielen, aus dem 7 P
(8 Proz.) Dividende verteilt werden ſollen.
Die Lederfabrik Emil C. Privat, Friedrichsdorf, hat die Zahlun
eingeſtellt. Nach dem vorliegenden Status betragen die Paſſiven 183
RM. gegenüber 60 000 RM. Aktiven.
Berliner Kursbericht
vom 27. März 1931
Deviſenmarft
vom 27. März 193
Berl. Handels=Geſ.
Danatbank . . . . . .
Deutſche Bank u.
Disconto=Geſ.
Dresdner Ban
Hapag
Hanſa Dampfſch.
Nordd. Lloyd
A. E. G.
Bahr. Motorenw.
J. P. Bemberg
Bergmann Elektr.
Berl. Maſch.=Bau
Conti=Gummi
Deutſche Cont. Gas
Deutſche Erdö!
124.75
145.—
111.—
110.25
71.50
98.50
73.625
108.875
74.75
86.75
103.50
54.—
120.25
140.—B
71.625
Elektr. Lieferung
J. G. Farben
Gelſ. Bergw.
Geſ. f.elektr. Untern
Harpener Bergbau
Hoeſch Eiſen
Phil. Holzmann
Kali Aſchersleben
Klöcknerwerke
Köln=Neueſſ. Bon
Mannesm. Röhr.
Maſch.=Bau=Unin
Nordd. Wolle
Oberſchleſ. Koksw.
Orenſtein & Koppe
Wefe
145.75
85.!0
128.875
74.50
73.75
93.— —
158.—
73.25
80.875
82.—
44.50
70
79.625
54.50
Polyphonwerie
Kütgerswerke
Salzdetfurth Kan
Leonh. Tietz
Verein. Glänzſtoff
Verein. Stahlwerke
Beſteregeln Alkali
Agsb.=Nrnb. Maſch.
Baſalt Linz
Berl. Karlsr. Ind.
Hirſch Kupfer
Hohenlohe=Werke
Lindes Eismaſch.
VogelTelegr. Draht
Wanderer=Werke
168.50
55.125
249.50
124.—
120.—
61.75
166.—
G8.—
26.50
59.—
160.—
46.375
58.—
Helſingfors
Bien
Prag
Budapeſ
Sofia
Holland
Oslo
Kopenhagen
Stockholm
London
Buenos=Aire:
New Yorl"
Belgien
Italien
Paris
Währung
100 finn. Mk.
100 Schilling
100 Tſch. Kr.
100 Pengö
100 Leva
100 Gulden
100 Kronen
100 Kronen
100 Kronen
2.-Sta.
Pap. Peir
1 Dollar
100 Belge
100 Lire
10 Francs
Geld,
10.54
58.92
12.42
73.04
3.026/ 3.042
168.05
112.13
112.1:
112.27/ 112.48
20.365
1.456
4.1915
58.32
21.96
16 39
Brief
10.566
59.04
12.44
73. 18
168.3:
112 35
112.35
20.40.
1.460
4.199
58.44:
22.00
16.43
Schweiz
Spanien
Danzig
Japan
Nio de Janeiro
Jugoſlawien
Portugal
Athen
Iſtam bu
Kairo
Kanado
Uruguay
Jsland
Tallinn (Eſtl.)
Riga
Währung /
100 Franken
100 Peſetas /45.40
100 Gulden
1 Yen
1 Milre
100 Dinar
100 Escndos
100 Drachm./ 5.432
1 türk. 2
1 ägypt. 4 120.89
lcanad. Doll. /4.188
1 Goldpeſo 12.96"
100 eſtl. Kr
100 eſtl. Kr.
100 Lat=
Rt
80.655
81.48
2.070
0.319
7.365
18.82
—
91.9c
111.64
80.6
18.
MMalbant, Kommanongefeaftäft
Frankfurter Kursbericht vom 27. März 1931.
Berliner Produktenbericht vom 27. März. Nach ruhigem aber
ſteti=
gem Vormittagsverkehr ſetzten ſich an der Produktenbörſe die
Preis=
ſteigerungen heute kräftig fort. Das minimale Inlandsangebot von
Brotgetreide begegnet beſſerer Kaufluſt, der Mühlen, da ſeit geſtern
eine leichte Belebung des Mehlgeſchäftes eingetreten iſt. Allerdings
war bei den für Weizen um 3 Mark, für Roggen um etwa 2 Mark
er=
höhten Geboten auch nur wenig Material erhältlich. Am
Lieferungs=
markt ſetzte Weizen 2 bis 4 Mark feſter ein, wovon insbeſondere die
ſpäteren Sichten profitieren konnten. Roggen eröffnete mit Ausnahnn
der Juli=Sicht gleichfalls eine bis zwei Mark feſter, obwohl
verſchiedent=
lich wieder Abgaben der bekannten Stelle zu beobachten waren.
Weizen=
mehl war bereits geſtern nachmittag lebhafter gefragt und 25 Pfennig
feſter. Die heute erneut erhöhten Offerten waren nur teilweiſe
durch=
zuholen. Der Roggenmehlabſatz wird allerdings noch durch die
Unſicher=
heit bezüglich des Inkrafttretens der veränderten
Ausmahlungsbeſtim=
mungen beeinträchtigt, die Mühlenforderungen lauten aber auch höher.
Für die Befeſtigung des Hafer= und Gerſtenmarktes iſt weniger
drin=
ſende Nachfrage als die Verknappung des Offertenmaterials maßgebend.
* Groß=Gerauer Ferkelmarkt. Auf dem letzten Ferkelmarkt wurden
aufgetrieben: 779 Ferkel. Es koſtete das Stück 16—27 Mark. — Der
nächſte Ferkelmarkt findet am Mittwoch, 8. April, vormittags 8.30 Uhr,
dem Marktplatz ſtatt.
Wa
%Intern.,
2 Baden
8% Bayern
6
88 Heſſen v. 28/ 91.5
v. 2‟
6% Preuß. Staat
8% Sachſen ... . . . ! 99.5
......!
720 Thüringen.
Dtſche. Anl.
Auslo=
ſunsſch. +1/,
Ab=
löſungsanl.. . . . .
Dtſche. Anl.
Ablö=
ſungsſch. (Neub.)
Deutſche
Schutzge=
bietsanleihe.
O Aachen v. 2‟
80 Baden=Baden.
6% Berlin ....!."
8% Darmſtadt v. 26
v. 28
% Dresden.....
8% Frankfurt a. M
v. 2
v. 26
8%Mainz.......!
8% Mannheim v. 26
v. 2
8% München ...
30 Nürberg. . .
8% Wiesbaden".
8% Heſſ. Landesbt.
8% Golboblig./ 95.5
4½% Heſſ. Lds.
Hyp.=Bk.=Liquid./ 90.05
4¾½ Kom.=Obl
8% Preuß. 2d8.
pfbr.=Anſt. G. Pf.
82 „Goldobligl 97
99.75
84.75
3
100.3
81.75
93.5
96
78.5
57.75
Rw
2.C5
92
100.5
95.25
82
100.5
Landeskomm.=
Bk. Girozentr. für
Heſſen Goldobl./ 97.25
8½ Kaſſeler Land
kredit Goldpfbr. . /100
7% Kaſſeler Land.
kredit Goldpfbr.. 94.75
82 Naſſ. Lamdesbk.
4½% „Liau. Ob
Dt. Komm.
Sam=
mel=Ablöſ.=Anl.
+AuslSer. II 56.25
„„ Ser. I.
Dt. Komm. Samm.
Abl. (Neubeſitz).
Berl. Hyp.B!
1/ 9s „ Liqu.=Pfbr
80 Frkf. Hyp.=Bk.I.
4½2%o Lig. Pfbr
„ Pfbr.=Bk.
„ Liau
8% Mein. Hyp.=Bk.
Lia. Pfbr.. / 92.25
2 Pfälz.Hhyp.=B.
4½% „ Lia. Pfbr.)
8% Preuß.
Boden=
ered.=Ban1
4½% „Lig. Pfbr.
Preuß. Centrl.=
Bodencr.=Bank ./101
4½% „ Lig. Pfbr./ 91.3
8% Rhein. Hyp. Bk. /10u
4½%0 „ Lig. Pſhr.
8% Rhein.=Weſtf.
Bd.=Credit ..... /
O Südd. Bod.
Cred.=Bank ....!!
148 ; Lig.Bl
86
100.25
95.25
93.5
11
99.75 14½
97
91
01.5
97
91.85
1013
97
94
102.25
97
100.5
97.25
93
96.75
9221g
100.5
100.5
95.25
94
% Württ. Hyp.=B.
30 Daimler=Benz
8% Dt. Linol. Werke
Klöckner=Werke
Mainkrw. v. 26
O Mitteld. Stahl.
8% Salzmann u. Co
7% Ver. Stahlwerke
86.5 18% Voigt &EHäffne
J. G. Farben Bonds
5% Bosn. L.E.B.
„ L. Inveſt.
71.5 159 Bulg. Tah. v.02
4½% Oſt. Schätze
4% Oſt. Goldrente
5% vereinh. Rumän
420 Türk. Admin.
%0 „ 1. Bagdad
Zollanl.
2” ungarn 1913
191.
12%
Goldr.
1910
Aktien
Rlg. Kunſtziide Unie
A. E. G
....
93.95 AndregeNoris Zahn
Aſchaffba. Brauere
Zellſto
Bemberg, 3. P..
Bergm. El.=Werie
BrownBoverickCie.
Buderus Eiſen..
Cement Heidelberg
Karlſtad:
F. G. Chemie. Baſe
Chem. Werke Albert
Chade
Contin. Gummiv.
Linoleum
Daimuer=Benz...
Me
97
88.5
95.75
875
85.5
85.85
95.75
1007,
27.75
97
15.9
7.85
16.5
19.5
16.9
79
R
127
80.25
104.25
80
172
40
100
B.
Dt. Atl. Telegr
„Erdöl
Gold= u. Silber
ſcheide=Anſtalt
Linoleumwer
Eiſenhandel.
Dyckerhoff u. Widm
Eichbaum=Werger.
Elektr. Lieferg.=Geſ
Licht u. Kraft
Eſchw. Bergwerk..
EßlingenMaſchinen
Ettlingen Spinnerei
Faber & Schleicher
F. G. Farbeninduſtr.
Feinmech. (Jetter)
Felt. & Guilleaume
Frankf. Gas i. Lig.
„ Hof....."
elſenk. Bergwer
Geſ. f.elektr. Untern.
Goldſchmidt Th. ..
Gritzner Maſchiner
Grün & Bilfinger.
Hafenmühle Frift.
Hammerſen (Osn.
Hanauer Hofbrauh.
Harpener Bergbau
Henninger, Kempf.
HilpertArmaturfrb.
Hindrichs=Aufferm.
Hirſch Kupfer. . . . .
Hochtief Eſſen
Holzmann, Phil.
Zlſe Bergb. Stam=
Genüſſe
Junghans
Kali Chemie
„ Aſchersleben
Kammgarnſpinn.
Karſtadt, R... .. .
Klein, Schanzlin
Klöcknerwerke".
Knorr C. H.....
Lahmen & Co.
Laurahütte
Lech, Augsburz
72
A.
99.25
44.5
74.75
110.5
25
197
41
1o5
1455,
52.2!
119
40
84.75
ANS
42
167.*
120
136
75.5
70
59
119
93
183.5
17.5
08.5
55
613
Löwenbr. Münch.
Lüdenſcheid Metal
Lutz Gebr Darmſt
Mainkr.-W. Höchſt.
Mainz. Akt.=Br. . ..
Mannesm.= Röhren
Mansfeld Berg.
Metallge). Frankf.
Miag, Mühlenbau
MontecatiniMaild
Motoren Darmſtad
Deutz
Oberurſe!
Sberbedarf
Bhönix Bergbau
Reiniger. Gebbert
Rh. Braunkohlen ..
Elektr. Stamm
Metallwaren
„ Stahlwerke ..
Riebeck Montan. . .
Roeder Gebr.
Rütgerswerke
Sachtleben A. G...
Salzdetfurth Kalt.
Salzw. Heilbronn
Schöfferhof=Bind..
Schramm. Lackfbr.
Schriftg. Stempel
Schuckert Eleftr. .
Schwarz=Storchen
Siem. Glasinduſtr.
Siemen& & Halsfe.
Südd. Immobilier
Zucker=A. G.
Svenska Tändſtias
TellusBergbau..
Thür. Liefer.=Geſ.
ietz Leonhard ..
Tucher=Brauerei
Anterfranken
165
A
87.5
Veithwerſe
Ver. f. Chem. Ind.
„ Stahlwerke
Strohſtoffabr. .
Ultramarin ...
78
Zys
127
37
74.5
E5.5
44
a0
59
63”l
119
84.5
87.5
64
54.*
147
250.5
181
194
56.75
136
100.
182
22.2
123
40
76
124.5
02
Kde
68
60
114,5
127.5
39.5
42
C9.5
73
Vogtland. Machif.,
Boigt & Haeffner.
Wahß 4 Freitag.
Wegelin, Rußfabrit
Weſteregeln Kali..
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Samstag, den 28. März 1931
Seite 15
Ein Roman von
Copyright bh Noviffima Verlag G. m. b.
„Eigentlich, lieber Mann” ermunterte Frau Hedwig, „ſollteſt
den Inhalt des bewußten Geſprächs gelegentlich dem
Kapi=
anvertrauen. Der kann für einen ſolchen Hinweis nur
ikbar ſein.”
„Ich will mir’s überlegen”, ſtimmte der Gatte bei. „Sei’s,
s ſei — wir wollen dem ungleichen Pärchen aus dem
vern Strandkorb dankbar ſein, daß ſie dem Glück unſerer
ader gewiſſermaßen als Schrittmacher gedient haben.. . . In
ſem Sinne; meine Lieben —
Jeus Mertens hatte auf der Fahrt, wenn nicht die Witterung
te Anweſenheit auf der Kommandobrücke erforderte, ſo gut
täglich Gäſte zum Nachmittagstee. Es war für ihn
Repräſen=
ionspflicht, ſämtliche an Bord befindliche Prominente in
ſei=
n behaglichen Speiſezimmerchen zu bewirten. Dieſe
Tee=
ipfänge waren auf allen Schiffen der Linie üblich und
gerade=
eine Berühmtheit. Die Herren, welche die Ehre hatten, ein
oßpaſſagierſchiff der Norddeutſchen Paketfahrt=Aktiengeſellſchaft
führen, waren natürlich in erſter Linie nach ihrer
ſeemänni=
un Tüchtigkeit und Verläßlichkeit ausgewählt. Aber das
Mo=
nt der geſellſchaftlichen Fähigkeiten ſpielte ebenfalls eine
aus=
aggebende Rolle. Kapitän Mertens durfte ſich ohne
Ueber=
ung ſagen, daß er den nautiſchen wie den repräſentativen
lichten ſeiner Dienſtſtellung gleichermaßen gewachfen ſei. Jeder
hrgaſt der „Chicago” rechnete es ſich zur Ehre an, eine
Ein=
ung zum „Kapitänstee” zu bekommen. Das galt als
voll=
tiger Beweis: mau iſt „Sonderklaſſe‟
Dem heutigen Empfang ſah Jens Mertens mit nicht ganz
getrübten Empfindungen entgegen. Er hatte ſich längſt
vor=
ommen, ſeine beiden Tiſchnachbarinnen ohne männliche
Kon=
renz einzuladen. Nun mußte er die Geſellſchaft der beiden
irmanten Frauen mit dieſem höchſt fragwürdigen Doktor
iller teilen — mußte, ſtatt ſich dem verſchwiegenen Glück ihrer
ſellſchaft hinzugeben, den Detektiv ſpielen. Nun, kein Menſch
o kein Gott — höchſtens ein paar Tage Windſtärke Elf würden
e hindern, das längſt erſehnte Beiſammenſein unter ſechs
gen nachzuholen. Heute, das war Dienſt.
Die beiden Damen waren natürlich die erſten. Ein paar
nuten vor der erbetenen Stunde raſchelten ſie herein in ihren
eſenſten Nachmittagskoſtümen, erregt, mit ſpannungfiebernden
gen. Beide ſo ſtattlich und lebensvoll, daß der gute Jens
iz benommen war von der ſinnenumnebelnden Atmoſphäre
ihender Weiblichkeit, die in ein Strohwitwerheim hineinflutete.
„Ich hab' ein bißchen Angſt”, geſtand Frau Leviſohn. „Wenn
in, wie ich, nur gewohnt iſt, mit Gentlemen zu verkehren,
* man ein wahres Grauſen bei der Vorſtellung, vielleicht
gleiche Luft mit einem Menſchen atmen zu müſſen, der
ſtande iſt, ſich in fremde Kabinen zu ſchleichen und lange
nger zu machen —‟
Frau Ellen zuckte mit leiſem, ein wenig bittrem Lächeln
prachtvollen Schultern. Beim Theater iſt man nicht ſo
ver=
öhnt.
Valter Bloem.
H., Berlin SW 61, Belle Alliance Straße 92.
(Nachdruck verboten.)
„Wollen recht nett zu ihm ſein, wenn’s auch ſchwer fällt —”
lachte ſie entſchloſſen. „Hauptſache, daß wir ihn auf Herz und
Nieren prüfen.”
„Da — da iſt er ..
Doktor Müllers Kommen kündigte ſich ſchon von draußen
an. Er machte ſich bei dem Leibmatroſen populär.
„Tag, Cappy — nett von Ihnen — meine Damen — erfreut,
Sie zu ſehen —‟ Sein Engliſch war einwandfrei, gewiß, ein
weitgereiſter Mann, das war er. Wahrhaftig, er hatte —
Blu=
men für die Damen mitgebracht . . . Die dankten mit ſpitzem
Lächeln, legten die wunderſchönen Nelken mit betonter
Achtloſig=
keit beiſeite.
„Alle Wetter, was fürn Kuchenberg! Meine Damen, meine
Damen — wenn da nur die Linie nicht leidet . . . Haben Sie
was zu rauchen, Kapitän? — eigentlich zwar ſchade — wo’s
hier ſo gut riecht .. .‟ Er machte eine Handbewegung, um
ſich das Parfüm der Frau Leviſohn zuzufächeln. „Zigarette?”
Er fiel ins Deutſche zurück: „Nee, danke, Kapitän — ich bin von
der alten Schule, muß ine ordentliche Rübe zwiſchen den Zähnen
fühlen — da die Dicke, das is mein Kaliber.”
Ellen fühlte ſich berufen, die Hausfrau zu vertreten. Sie
reichte den Tee — dem Doktor Müller mit beſonders
liebens=
würdigem Lächeln, ihrem heroiſchen Entſchluſſe gemäß.
„Danke, danke, holde Künſtlerin —‟ Er ſang mit nicht
übel klingendem Tenor:
„Iſt das der Blick der blühenden Frau,
den dort haftend
ſie hinter ſich ließ,
als aus dem Saal ſie ſchied?
Ich habe Sie zwar noch nie gehört, Verehrteſte — aber als
Sieglinde kann ich mir Sie prachtvoll vorſtellen — Wiſſen Sie,
wenn Sie ihm ſo das Trinkhorn reichen:
Labung biet’ ich
dem lechzenden Gaumen,
Waſſer, wie du gewollt!
Mit den Armen! — Da muß der Mann ja verrückt
werden!“
„Schau, ſchau!” — Frau Ellen zwang mit Gewalt ihren
Widerwillen nieder — „ich hätte gar nicht gedacht, daß Sie für
Wagner ſchwärmen —”
„Ach ſo — haben mich wohl nur auf Operette eingeſchätzt:
Kommt auf die Umſtände an — wenn ich mit Fräulein Toni
Frömmel zuſammen bin, dann ſing’ ich nur: „Ich küſſe Ihre
Hand, Madame —‟
„Aber von Beruf ſind Sie doch Arzt, nicht wahr?” „— Ich?
I wo — ganz was anderes. Arzt —! brotloſes Handwerk!
Chemiker bin ich — haha! Die deutſche Chemie! Ohne die
war der Krieg nach drei Monaten verloren. Is noch das
ein=
zige, wo wir —”, an Frau Leviſohn, „euch Yankees über ſind —
übrigens, ſchöne Frau, wo haben Sie denn heut Ihren
pracht=
vollen Solitär?”
Miſſis Rahel konnte nicht hindern, daß ihr das Blut ſo
heiß in die Wangen ſchoß, daß es ſogar die ſorgſam
aufge=
tragene Malerei durchſtieß. „Man mus doch nicht immer den
gleichen Schmuck tragen —
„Mifſis Rabel, Miſſis Rahel!” — er drohte neckend mit dem
Finger — „wenn ich an Ihrer Stelle wäre, mit dem Stein
ging’ ich zu Bett! Die Perlenkette da, die iſt ja auch nicht
zu verachten — aber der Brillant, Donnerkeil! — ſo etwas hab‟
ich bisher noch nie geſehen — nicht mal im Grünen Gewölbe
in Dresden!“
„Sie ſcheinen ſich für Edelſteine zu intereſſieren?" „Na
ob! iſt ja meine Spezialität! Ich arbeite ja ſelber in —‟
Alle drei Hörer empfanden das gleiche widerliche Gefühl.
Unverkennbar: dem Manne war „die Zunge ausgerutſcht‟ Er
verwirrte ſich, ſuchte Ablenkung, griff nach der erſten beſten, auf
die ſein unſtet tappendes Augen ſtieß.
„Hübſch haben Sie’s hier, Cappy — ah, und dort an der
Wand, das iſt wohl die dazugehörige Strohwitwe — mein
Kompliment, gnädige Frau, ſehr richtig von Ihnen, daß Sie
immer da oben hängen und aufpaſſen, daß Papachen keine
Zicken macht —
Der Kapitän war entſchloſſen, den Angelhaken, auf den
ſein Opfer unbedachtſam angebiſſen hatte, nicht zu lockern,
ſon=
dern tiefer in die Kiemen zu zerren.
„Sie ſagten, Doktor, Sie ſeien Spezialiſt in Edelſteinen.
Wie ſoll ich das verſtehen — da Sie Chemiker ſind und nicht —
Kaufmann, Händler oder Juwelier?”
Es war ſchwer zu enträtſeln, was in Herrn Müller jetzt
vorging. Er ſtieß ein paar dicke Rauchwolken aus, ſo daß ſein
Geſicht für zwei, drei Sekunden in Dünſten verſchwand. Hinter
dieſem Vorhang ſchien er ſich ſeine Antwort zurechtgelegt zu
haben.
„Sehr einfach”, ſagte er vollkommen gelaſſen, „ich —
fabri=
ziere welche.” „Faſche —?!” platzte Miſſis Leviſohn ganz
ent=
ſetzt heraus. Müller ſchmunzelte. „Nein, gnädige Frau —
ſyuthetiſche! Meine Wiſſenſchaft hat ſchon ſeit Jahren den
Kniff heraus, gewiſſe Edelſteine auf künſtlichem Wege
her=
zuſtellen.”
„Ja, das ſind dann aber doch falſche Steine?” fragte
Frau Ellen halb mechaniſch.
„O nein, meine Verehrteſte. Wenn Sie eine Arie, die Sie
ſingen, durch eine Grammophongeſellſchaft aufnehmen und ſpäter
durch die Platte wiedergeben laſſen — iſt das dann ein falſcher
Ton? Es iſt ein künftlicher Ton — es iſt genau derſelbe Ton,
ſeine Schwingungszahl, ſein Timbre, alles mathematiſch genau
wie jener, den Ihr gottbegnadeter Kehlkopf nebſt allerliebſtem
Zubehör etwas früher in die Atmoſphäre geſchmettert hat.”
„Und Ihre ſynthetiſchen Steine —?” „— haben genau
die=
ſelbe ſtoffliche Zuſammenſetzung, genau die gleichen phyſikaliſchen
Eigenſchaften, Lichtbrechung, Härte, Dehnbarkeit, Schmelzgrad,
wie die echten. Sie ſind echt! Saphire, Rubinen zum
Bei=
ſpiel können wir jetzt ſo prachtvoll herſtellen, daß die natürlichen
Steine an Wert enorm verloren haben.”
„Aber Brillanten”, ſagte Frau Leviſohn anzüglich, „die kann
man einſtweilen noch nicht machen — wie?”
„Nein”, lächelte der Doktor, „für die iſt man noch auf das
Naturvorkommen angewieſen. Darum ſind ſie auch ſo wertvoll
— wennn auch manche Menſchen die koſtbarſten Exemplare, ganze
Weltwunder, in ihrer Kabine laſſen, ſtatt ſie dauernd entweder
ſichtbar am Hals oder unſichtbar an — möglicherweiſe noch viel
reizvolleren Plätzchen aufzubewahren!“
(Fortſ. folgt.)
Seite 16
Samstag, den 28. März 1931
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