Einzelnummer 10 Pfennige
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FAR
Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſiattet.
Nummer 66
Samstag, den T. März 1931.
194. Jahrgang
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Gewalt, wie Krieg. Aufruhr, Streil uſw., erliſcht
ſede Verpfſchtung au Erfüllung der
Anzeigen=
aufträge und Teiſtung von Schadenerſatz. Bei
Konkurs oder gerichtlicher Beireibung ſällt jeder
Rabatt weg. Bankkonio Deutſche Ban und
Darm=
ſtädter und Nationalban”
. Pirth gegen das Bürgerkrieg=Gerede.
De Elal des Reichsinnenminiſters genehmigk. — Mißkrauensankrag mit 271 : 66 Stimmen abgelehnt.
Die Reichsregierung wird alle Putſchverſuche im Keime erſticken.
In einer ſo furchtbaren Zeit, wie wir ſie jetzt haben, kann uns
nur eine wirklich zielklare, energiſche Führung helfen. Zu be=
Reichskanzler Brüning
neiden iſt Sowjetrußland um die fanatiſche Begeiſterung,
mit der ſein Volk an der Verwirklichung des Fünfjahresplanes
arbeitet. (Beifall.) Wir brauchen auch in unſerem
Verfaſſungs=
lehnk weitere Berhandlungen ab.
leben die organiſche Weiterentwicklung vom Fehlerhaften zum
Beſſeren. In England ſehen wir jetzt den großen Kampf zwi=
Or zialdemokralen beharren auf ihrensorderungen ſchen Konſerbativen und Arbeiterpartei, aber wir erleben dort
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Von unſerer Berliner Redaktion.
Mit einer endloſen Kette von Abſtimmungen hat der
Ztag am Freitag die ſehr weitſchweifige Ausſprache über
Innenetat zum Abſchluß gebracht, nachdem vorher Dr.
noch einmal Gelegenheit genommen hatte, das Gerede vom
rkrieg abzutun. Er gab zu, daß die Regierung den Ernſt
age nicht verkenne, ſie ſei aber genügend gewappnet, um
Verſuch zur Entfeſſelung des Bürgerkrieges im Keime
ticken. Dr. Wirth gab ſich auch diesmal erſichtlich Mühe,
rechts hin Fühlung zu gewinnen. Die Reſerven gegen
uid aber noch ſo ſtark, daß bei der Abſtimmung über das
rniſtiſche Mißtrauensvotum auch das Landvolk, die
Wirt=
partei und die Volksnationalen gegen ihn ſtimmten. Ab
tag will der Reichstag im Plenum einige Tage pauſieren,
en Parteien zur Fortſetzung ihrer Beratungen Zeit zu
er Reichskanzler hat am Freitag abend erklärt, daß er
ſio)er den weiteren Verhandlungen nicht mehr beteilige, weil
Vail err; ablehne, wieder in das alte Syſtem des Schacherns hin=
Ur eiz gleiten. Der Beſchluß ſeiner Fraktion, daß der Wehretat
Sit, ur) äindert angenommen werden würde, iſt wohl auch als ein
Au an die Adreſſe der Sozialdemokraten aufzufaſſen, daß
—ſielf ihrem Kampf gegen den Erſatzkreuzer B keinerlei
Unter=
ſtirtig vom Zentrum zu erwarten haben. Die Schwierigkeiten
Oſitriber damit noch nicht behoben. Im Gegenteil, ſie fangen
jeserſt an, wenn der Wehretat im Ausſchuß zur Beratung
ſte! Es iſt anzunehmen, daß die Sozialdemokraten, um dem
„K3 er im Ausſchuß eine Ablehnung des Schiffbaues zu
er=
ſtyln, ſich zu einer motivierten Stimmenthaltung bereitfinden
mu en, in der ſicheren Erwartung allerdings, daß inzwiſchen
irr teuerausſchuß ihre Anträge auf Erhöhung der
Tantiemen=
ſty, der Einkommensſteuer und Vermögensſteuer in den
höhe=
re: Sätzen mit kommuniſtiſcher Unterſtützung Annahme finden
uü Hadurch die Regierung in die Zwangslage gerät, doch noch
AE eig Zugeſtändniſſe zu machen. In politiſchen Kreiſen glaubt
an doch niemand, daß für den Kanzler auch nur die
Möglich=
kel ines ſolchen Nachgebens beſteht, nachdem er ſowohl wie
da inanzminiſter ſich gegen jedes weitere Anziehen der
Steuer=
ſoſ abe feſtgelegt haben. Es kann deshalb ſehr gut der Fall
es ten, daß die weiteren Verhandlungen nur deshalb
ge=
fii werden, um den Sozialdemokraten ein Alibi zu verſchaffen
u21 ſie dahin zu bringen, daß ſie ſchließlich in die Zwangslage
h iimanövriert ſind, für den Kreuzer ohne Konzeſſion
ſtim=
ſiſtl mr. zu müſſen. Allerdings beſteht dabei die Gefahr, daß ſie
ſii ruf ihre Anträge feſtbeißen und ſich damit nicht nur im
S 2rausſchuß, ſondern auch mit Hilfe der Kommuniſten im
P lum durchſetzen, ſo daß dann der Konflikt von dieſer Seite
c tvieder aufbricht. Tatſächlich ſtehen alſo die Dinge heute
m. genau ſo wie zu Anfang der Woche, nur daß über das
S tliche Problem nicht mehr geſprochen wird, ſondern beide
2 darauf warten, daß die Entwicklung ihnen von ſelbſt recht
gr. wird.
Linksmehrheit im Reichskag
enkſcheidet in Kulkurfragen!
Nbg. Frau Dr. Weber (3.) bezeichnet die Forderungen
* letzten päpſtlichen Enzyklika als ſolche, die nicht nur im
S Hen, ſondern auch im ſozialen Intereſſe durchgeſetzt werden
rr e. Auch im Rundfunk, im Film und in einem Teil der
Xewerde der Gedanke der Familie verhöhnt und verſpottet.
T können es nicht dulden, daß auf der deutſchen Bühne die
Webung des 8 218 propagiert wird. Das Bewahrungsgeſetz
3 beſchleunigt durchgeführt werden.
Tbg. Frau Dr. Matz (DVP.) bedauert die außerordent=
UZerſplitterung im Schulweſen. Es ſei auf die
* untragbar für die Schule, daß in den Ländern bei
wech=
f3 en Regierungen in der Schulpolitik das Ruder dauernd
A tborfen und die Schule zum Spielball der Par=
*nwird. Der Aufbau des Schulweſens in den Ländern
* eute zu verwickelt. Die Rednerin ſchließt ſich den Aus=
* ingen des Miniſters über den barbariſchen Einbruch des
2 (irbolſchewismus in das Geiſtesleben an und hebt die Be=
* rug der religiöſen Grundſätze für das Voltsleben hervor.
die Deutſche Volkspartei fordert ein Reichsſchulge=
* wenngleich ſie auch nicht die Schwierigkeiten, die in dieſer
— cht zur Zeit beſtehen, verkennt. Für Leibesübungen
T, der frühere Betrag wieder bereitgeſtellt werden.
Abg. Schlange (D. Lv.): Angeſichts der leeren Bänke auf
* ſiechten ſind wir hier eine zahlenmäßig nur ſchwache Oppo=
RI. Die Sozialdemokraten könnten eigentlich eine Sammlung
4 rſtalten zu einem Denkmal für Geheimrat Hugenberg. (Sehr
Eine radikale Jugend wäre an ſich kein Fehler für
T Volk, ſie könnte ſogar mit ihrer oppoſitionellen Friſche
I rchtend wirken. Aber das Verhängnis liegt darin, wenn
* Teiter der Bewegung, ſtatt die Jugend zu führen, ſich von
* Zwanzigjährigen treiben laſſen. (Lebhafte Zuſtimmung.)
JZer in unſerem von außen und innen ſo ſchwer
bedräng=
in Volk mit dem Eedanken von Bürgerkrieg und Kata=
Tophe ſpielt, der hat den furchtbaren Ernſt unſerer Lage
Dch garnicht erkannt. Unſer Unglück war es ja auch, daß
niſer Volk während des Weltkrieges nicht über den
furcht=
aren Ernſt der Lage aufgeklärt wurde. (Sehr wahr!)
nicht die Schimpfkanonade, die leider bei uns ſolche
Partei=
kämpfe begleitet. (Lebhafte Zuſtimmung.)
Reichsinnenminiſter Dr. Wirkh:
Die Regierung verkennt keineswegs den Ernſt der Lage.
Sie iſt auch gewappnet, alle Unternehmungen zur
Entfeſſe=
lung eines Bürgerkrieges im Keime zu erſticken. In ganz
Deutſchland iſt gegenwärtig die Möglichkeit, von einem
be=
vorſtehenden Bürgerkrieg zu reden, nicht gegeben.
Wenn in unſerem Volke das parteipolitiſch Dogmatiſche
gegen=
über den ſtaatspolitiſchen Notwendigkeiten zurückgeſtellt wird,
dann beſteht die Hoffnung, daß wir die Kriſe überwinden.
Abg. Dr. Moſes (Soz.) weiſt in kurzen Ausführungen auf
die ſchweren geſundheitlichen Schäden hin, die im Gefolge der
jetzi=
gen Wirtſchaftskriſe in der Arbeiterſchaft zu verzeichnen
ſind. Nach dem Zeugnis von Autoritäten ſei das
Elend der Kriegsjahre ſchon wieder erreicht.
Abg. Frau Bohm=Schuch (Soz.) begründet
ſozialdemokra=
tiſche Anträge auf Aenderung des Filmgeſetzes und auf Freigabe
des Remarque=Films für geſchloſſene Vorführungen.
Inkermezo.
Abg. Schlack (Zentr.) ſchildert den ſchlechten
Ernährungs=
ſtand der Arbeiterbevölkerung und kommt in dieſem
Zuſammen=
hang auf die beim Ernährungsetat vom Abg. Schneidewind
(Wirtſch.=P.) gehaltene Rede zurück. Herr Schneidewind hat
be=
hauptet, daß bei ihm in Köln ein Pfund gutes Ochſenfett 30 Pfg.
koſte. Da Köln ſonſt als eine der teuerſten Städte bekannt iſt,
habe ich mich telegraphiſch über dieſe Angaben informiert und von
Köln folgendes Antworttelegramm bekommen: „Bei
Schneide=
wind koſtet 1 Pfund Nierenfett 60 Pfg. ſtop. (Heiterkeit.)
Blut=
wurſt, billigſte 60 Pfg. (große Heiterkeit und Rufe: „Stop!”),
Le=
berwurſt 60 Pfg., Suppenfleiſch mit Knochen 100 Pfg., alles
ge=
ringe Qualität”, (Große Heiterkeit.) Herr Schneidewind hat eine
Attacke gegen die Konſumvereine geritten, aber er ſteht mir
eigentlich nahe, denn ich bin Vorſitzender des Reichsverbandes der
deutſchen Konſumvereine, dem in Köln der Konſumverein „
Ein=
tracht” angehört. Mir wird aus Köln telegraphiert: „Herr
Schnei=
dewind iſt ſeit 1925 Mitglied der „Eintracht” unter Nummer
81407. (Große Heiterkeit.) Schneidewind hat bei uns 5000 RM.
Spargeld eingezahlt.” (Stürmiſche Heiterkeit.) Herr
Schneide=
wind, ich rate Ihnen, in Zukunft bei der Wahrheit zu bleiben.
Abg. Schneidewind (Wp.): Ich habe abſolut nicht geſagt,
daß es bei mir zu dieſem Preiſe Wurſt gibt. Mein Sparguthaben
bei der „Eintracht” iſt durch die Inflation „aufgezehrt”
wor=
den. Ich bin lediglich der „Eintracht” beigetreten, um einmal zu
kontrollieren, wie es die Genoſſenſchaft des Herrn Schlack
verſtan=
den hat, am Mittelſtand zu verdienen. Als Führer meiner
Orga=
niſation bin ich deshalb Mitglied der Genoſſenſchaft geworden und
habe auf dieſe Weiſe auch wertvolles Material über ihre
Geſchäfts=
praktiken erhalten. (Hört! hört!)
Abg. Schlack (Zentr.): Die heutige Rede des Abg.
Schneide=
wind wird ſich ebenſo als unwahr erweiſen, wie ſeine letzte.
Damit iſt die Ausſprache beendet.
In namentlicher Abſtimmung wird der Mißtrauensantrag mit
271 gegen 66 Stimmen, bei 38 Stimmenthaltungen von
Wirt=
ſchaftspartei und Landvolk abgelehnt.
Die von den Sozialdemokraten eingebrachte Entſchließung auf
Urlaubsentziehung für die Beamten=Abgeordneten, die dem
Reichs=
tag fernbleiben, wird dem Geſchäftsordnungsausſchuß überwieſen.
Ein kommuniſtiſcher Antrag auf Streichung der
Polizeikoſtenzu=
ſchüſſe für Thüringen und Braunſchweig wird in namentlicher
Ab=
ſtimmung mit 308 gegen 64 Stimmen der Kommuniſten abgelehnt.
Mit den Stimmen der Sozialdemokraten und Kommuniſten wird
eine kommuniſtiſche Entſchließung angenommen, die eine
Neurege=
lung des Verhältniſſes von Staat und Kirche, Kirche und Schule
verlangt.
Abgelehnt wird die Ausſchußentſchließung
auf Einführung des neunten Schuljahres.
Angenommen wird der Zentrumsantrag auf
Wiederbewilli=
gung von 100 000 RM. für die Hochſchule für Politik.
Angenommen wird mit den Stimmen der Sozialdemokraten,
Kommuniſten und der Staatspartei der ſozialdemokratiſche Antrag:
„Der Reichstag hält das Verbot des Films „Im Weſten nichts
Neues” ſachlich für nicht begründet. Er erwartet von der
Reichsregierung, daß dieſe alle Vorbereitungen trifft, um die
Prü=
fung des Bildſtreifens zu beſchleunigen, wenn dieſer durch den
Herſteller erneut vorgelegt wird.”
Der Geſetzentwurf gegen den Waffenmißbrauch wird dem
Rechtsausſchuß überwieſen. Angenommen werden volksparteiliche
Anträge auf Vorlegung eines
Reichsangehörigkeits=
geſetzes und eine Kodifikation des internationalen Rechts.
Mit der von den Sozialdemokraten und Kommuniſten
gebil=
deten Mehrheit wird eine Entſchließung angenommen,
die die Aufhebung des im Jahre 1920 erlaſſenen
Streikverbots in lebenswichtigen Betrieben
verlangt. Mit derſelben Mehrheit werden
volks=
parteiliche Anträge abgelehnt, die den Kampf
ge=
gendie Internationaleder Gottloſen und durch eine
Lichtſpielgeſetznovelle einen größeren Schutz der
natio=
nalen Würde fordern.
1.
(Fortſetzung
ſte Spafte.)
Notftandsnöke in Wafhingkon.
Kampf zwiſchen Präſident Hoover und Senat um die Hilfsaktion
für die Opfer der Dürre des 1930er Sommers. — Lebensmittel=
Darlehen oder „Almoſen”. — Man einigt ſich, wie üblich, auf
ein Kompromiß.
Von unſerem ſtändigen Berichterſtatter.
A.G.A. New York, Ende Februar 1931.
Einer der bitterſten, heftigſten je zwiſchen einem
Präſiden=
ten der Vereinigten Staaten und dem Oberhauſe des Kongreſſes,
dem Senat, ausgefochtenen Kämpfe kam ſoeben damit
zu Ende, daß der Senat die Budgetvorlage des Innenamtes
annahm, die — als Nachtrag — zwanzig Dollarmillionen für
Regierungsdarlehen an notleidende Farmer auswirft.
Nahezu die Hälfte der dem nordamerikaniſchen Bunde
an=
gehörenden Staaten, namentlich der Süden und Südweſten,
leiden unter den ſchlimmen Folgen der letztſommerlichen,
ver=
heerenden Dürre. Am ſchlimmſten ſind Arkanſas und Kentucky
dran. In Arkanſas iſt es bereits mehrfach zu bedenklichen
Aus=
ſchreitungen gekommen. Hungernde Farmer haben
Lebensmittelläden geſtürmt und ſich der
vor=
handenen Vorräte bemächtigt. Anfang Februar
ſtand feſt, daß in den „Hungergegenden” über 750 000 Menſchen,
faſt ausſchließlich Landbevölkerung, vollſtändig mittellos und
auf die Hilfe vom Roten Kreuz angewieſen waren. Ihre Zahl
nahm ſeitdem ſchätzungsweiſe um zehn bis zwanzigtauſend pro
Tag zu.
Kurz nach dem Zuſammentreten des Kongreſſes wurde mit
Zuſtimmung der Regierung eine Vorlage eingereicht zur
Be=
willigung von 45 000 000 Dollar für Hilfeleiſtung in den von
der Dürre heimgeſuchten Gegenden. Aus dieſem Fonds ſollten
den Farmern Darlehen zur Beſchaffung von Viehfutter,
Saat=
gut und dergleichen gegeben werden. Von Lebensmitteln
für die darbenden Menſchen ſelbſt war nicht die
Rede. Um auch deren Beſchaffung zu ermöglichen, ſuchte der
Senat die Erhöhung der Summe um 15 Millionen durchzuſetzen.
Die damit nicht einverſtandene Regierung ließ durch ihre
ge=
treue, willfährige Gefolgſchaft im Unterhaus des Kongreſſes
den Senatszuſatz niederſtimmen. Um die Hilfsaktion nicht
län=
ger aufzuhalten, nahm der Senat die Vorlage ohne die von
ihm gewünſchte Zuſatzbewilligung an.
Die Regierung hatte ſich bisher auf den Standpunkt
ge=
ſtellt, daß die Berichte aus den „Hungergegenden” übertrieben
ſeien und daß das Rote Kreuz der Situation durchaus
gewach=
ſen wäre. Dann kamen Meldungen von den Aufſtänden der
Darbenden in Arkanſas. Vorurteilsloſe Beobachter berichteten,
daß die zur Verteilung gelangenden Lebensmittel nicht
im entfernteſten ausreichten, daß die Not viel größer,
ſei, als man dem weiten Lande bisher zur Kenntnis gegeben
hatte. Und während ſelbſt das Rote Kreuz die tatſächlich
be=
denklich gewordene Lage noch zu beſchönigen verſuchte, trat der
Senat abermals mit ſeinem Verlangen nach ſoforliger Abhilfe
hervor und fügte der Budgetvorlage des Innenamtes einen
Zuſatz an, mit dem er 25 Millionen als Spende aus der
Bun=
deskaſſe für das Rote Kreuz forderte. Gegen das Rote Kreuz
wurde der Vorwurf erhoben, daß es mit ſeinen ihm angeblich
zu Gebote ſtehenden Mitteln allzu haushälteriſch umgehe.
Schließlich ſah ſich die Geſellſchaft genötigt, der Behauptung, ſie
verfüge über eine Reſerve von 35 Millionen, mit einem Dementi
entgegenzutreten, gleichzeitig lehnte ſie die Annahme von
Regie=
rungsgeldern zu wohltätigen Zwecken ab, mit der Erklärung,
ſie habe ſeit 55 Jahren ihren Charakter als „Organiſation für
freiwillige Hilfeleiſtung” zu wahren gewußt und wolle ſich nicht
mit einem Male in ein Regierungsbüro umwandeln laſſen.
Die Republikaner im Senat verſuchten ein Kompromiß
da=
durch zu erzielen, daß die Regierung dem Roten Kreuz die 25
Millionen als Darlehen, nicht als Geſchenk gebe. Der Antrag
wurde niedergeſtimmt, und Senator Robinſon, der Führer der
demokratiſchen Minderheit, kündigte an, daß er ſämtliche
Be=
willigungen des Jahresbudgets blockieren und damit eine
Son=
dertagung des Kongreſſes, der ſich bekanntlich am 4. März
auf=
löſt, erzwingen werde.
Jetzt erſt entſchloß ſich Präſident Hoover, einen Aufruf an
die Nation zur Sammlung eines Fonds von 10 Millionen
für die Notſtandshilfe des Roten Kreuzes zu erlaſſen.
Gleich=
zeitig verdammte er die vom Senat geplante Hilfe aus
Re=
gierungsmitteln als „unamerikaniſch”, als „Almoſen” und las
den Togaträgern im Kapitol nach allen Richtungen die Leviten.
Der Senat blieb die Antwort nicht ſchuldig. Seit
Menſchen=
gedenken ſind in den heiligen Hallen des ſonſt ſo ſehr auf
Deko=
rum und diplomatiſche Sprache bedachten Oberhauſes des
amerikaniſchen Parlaments keinem Präſidenten ſo liebloſe
Worte entgegengeſchleudert worden, wie es in der Debatte über
die Notſtandsaktion geſchah. Senator Borah ging am
ſchärf=
ſten gegen Herrn Hoover vor. „Man ſagt uns, wir wollten ein
Regierungs=Bettelſyſtem einführen. Solche Behauptungen ſind
der Ausfluß intellektueller Unehrlichkeit. Der Kongreß iſt nur
erſucht, das zu tun, was wir für unſer Land und für fremde
Länder ſchon früher und immer wieder getan haben, nämlich
Gelder zu bewilligen zur Linderung von Leiden, die durch eine
ſogenannte Fügung Gottes verurſacht wurden”, erklärte der
Senator aus Idaho und las ſeinen Kollegen aus einem Briefe
eines Hilfsarbeiters des Roten Kreuzes in Tenneſſee vor, der
von einer Mutter berichtete, die ſich und ihre drei kleinen
Kin=
der mit einem aus verdorbenem Maismehl und ranzigem
Schweineſchmalz gemiſchten Brei am Leben zu halten verſuche.
„Und man wagt es”, fuhr Borah fort, „uns vom Weißen
Hauſe her zu ſagen, die Selbſtachtung dieſer armen Mutter
würde verloren gehen, wenn die Regierung die unglückliche Frau
und ihre Kinder füttere. Daß wir, wenn wir der Frau und
ihren Kindern Brot gäben, ſie zu einer ſchlechten Bürgerin
mach=
ten! Wer will das glauben? Es iſt dies eine feige
Unterſtellung, eine Verleumdung der Armen
und Hilfloſen. Hier, dieſer Brief zeigt, daß das Rote
Kreuz der Situation nicht gewachſen iſt.
Senator Caraway erinnerte an „Herbert Hoover, den großen
Menſchenfreund, der 1921 vo dem Kongreſſe erſchienen ſei und
20 Millionen Regierungsgelderfür die mit dem
Hungertode ringenden Ruſſen gefordert habe”.
Drunten, in Arkanſas, ſagte Caraway, füttere das Note Kreuz
die Darbenden, mit einem täglichen 2.ſtenauſwand von einem
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Seite 2
Samstag, den 7. März 1931
Nummer 6(
bis drei Cents pro Kopf. In manchen Fällen würden die
Hun=
gernden gezwungen, für drei dem Roten Kreuz ſieben Cents
koſtende Mahlzeiten zehn Stunden zu arbeiten. „Die Kinder in
Arkanſas, die heute hungern und leiden, haben dasſelbe Anrecht
auf ihr Leben wie die Enkel des Präſidenten mit ihren acht
Weihnachtsbäumen”, ſchloß der Senator aus Arkanſas.
Wochenlang ging der Zank fort. Um der ſo gefürchteten
Sondertagung des Kongreſſes zu entgehen, einigten ſich
Regie=
rung und Senat ſchließlich auf die Bewilligung eines „
Far=
mer=Rehabilitierungsfonds” in Höhe von zwanzig
Dollarmillionen. Aus dieſem vom Landwirtſchaftsamte zu
ver=
waltenden Fonds ſollten noileidende Farmer in den
Hunger=
gegenden „Rehabilitierungsdarlehen” erhalten wogegen ſie einen
Teil ihrer Liegenſchaften der Regierung als Pfand verſchreiben
müßten. Iſt ein Farmer zufällig nur Pächter des von ihm
bewirtſchafteten Landes, ſo iſt das ſein Pech, denn dann iſt er
nach wie vor auf die Hilfe des Roten Kreuzes angewieſen. Die
Annahme der Kompromißbill drohte im letzten Moment daran
zu ſcheitern, daß auch hierin nichts davon geſagt war, daß der
Farmer das Darlehen zur Beſchaffung von Lebensmitteln,
Klei=
dern und Medikamenten verwenden durfte. Man machte im
Senat darauf aufmerkſam, daß es ſelbſt dem Bundes=
Landwirt=
ſchaftsamte ſchwer fallen würde, den Hungertod geſtorbene
Far=
mer zu „rehabilitieren”. Und ſchließlich gab die
Re=
gierung nach; Präſident Hooder erklärte, das
Landwirt=
ſchaftsamt werde den Wortlaut der Maßnahme „in gerechter
und teilnahmsvoller Weiſe” auslegen, und Ackerbauſekretär
Hyde teilte dem Senat mit, die Vorſchriften über die
Verwen=
dung des Fonds enthielten nichts, was die Beſchaffung von
Lebensmitteln uſw. verbiete
Fügt man Spalte um Spalte der in den amerikaniſchen
Zeitungen veröffentlichten Berichte und Kommentare zu der
grimmigen „Notſtandsfehde” aneinander, ſo erhält man einen
Papierſtreifen, der vielleicht rings um die Erde reicht. Der
Präſident muß es ſich gefallen laſſen, daß man — im Senat
wie in der Preſſe — odiöſe Vergleiche zieht zwiſchen dem großen
Humanitär der Kriegsjahre, dem Hoover, der ſeinen Ruf als
„Retter der Millionen” ſeinem Eintreten für die darbenden
Völ=
ker Europas ohne Unterſchied der Raſſe und des Glaubens, ſein
Amt dieſem Rufe verdanke, und dem Hooder von 1931, der ſeinen
eigenen Landsleuten „aus Prinzipienreiterei” die ſo dringend
nötige Hilfe vorenthalte. Damals, als es ſich um Europas
Ju=
gend handelte, habe er ſich vom Waſhingtoner Schatzamte
Rieſen=
ſummen geben laſſen. Wenn die Hungernden in Arkanſas,
Ken=
tucky und anderwärts ſich halb um den Erdball herum
beför=
dern ließen und die Zeitenuhr um ein Jahrzehnt zurückgeſtellt
werden könnte, würde er auch jetzt kaum zögern, ihnen ſeine
hilfsbereite Hand entgegenzuſtrecken. So aber ſei er höchſtens
bereit, ihnen Vorſchüſſe für Saatgut, Ackergerät und Viehfutter
zu geben, vorausgeſetzt, daß ſie ſich lang genug durchzuhungern
vermöchten, um die Saat zu ſäen und die Ernte einzuheimſen.
Handelt es ſich darum, ihnen Nahrung, Kleidung, Obdach zu
be=
ſchaffen, ſo vermöge er ſie nur an das Rote Kreuz und private
Mildtätigkeit zu verweiſen, die Pforten des Schatztmtes könne er
ihnen nicht öffnen, „ſonſt gerate das Budget aus dem
Gleich=
gewicht und die Wohlhabenden müßten mehr Einkommenſteuer
zahlen”.
Niemand wird daran zweifeln, daß Präſident Hoover das
befürwortet, was er für das Beſte hält, aber damit iſt die Frage
nicht beantwortet, warum ein Regierungsdarlehen für
Vieh=
futter und Saatgut durchaus angebracht und berechtigt, ein
zwei=
tes zur Erhaltung des Lebens jener Menſchen, die das Vieh
füttern und die Saat ausſtreuen ſollen, ein verwerfliches „
Al=
moſen” ſein ſollte.
Weikere Reichskagsbeſchlüſſe.
(Fortſetzung von Seite 1. zweite Spalte.)
Im Hammelſprung wird mit 199 Stimmen der
Kommuni=
ſten. Sozialdemokraten und Staatspartei gegen 153 Stimmen der
übrigen Parteien eine kommuniſtiſche Entſchließung angenommen,
die verlangt, daß den Wünſchen der Feuerbeſtattungsvereine
ent=
ſprechend die Feuerbeſtattung reichsgeſetzlich einheitlich
die volle Gleichberechtigung mit der Erdbeſtattung
erhalten ſoll.
Die Anträge auf Vorlage eines Reichsſchulgeſetzes
werden dem Bildungsausſchuß überwieſen, der chriſtlich=ſoziale
Schulgeſetzentwurf abgelehnt. Angenommen wird ein Antrag der
Staatspartei auf Vorlage eines allgemeinen
Beamten=
geſetzes.
In erſter und zweiter Leſung wird ein ſozialdemokratiſcher
Geſetzentwurf angenommen, der aus Anlaß des Remarque=
Film=
verbots beſtimmt, daß ſolche verbotenen Filme wenigſtens
in geſchloſſenen Geſellſchaften gezeigt werden können. Die dritte
Leſung muß ſpäter erfolgen.
Damit iſt der Innenetat erledigt. Einige Kleine Vorlagen
werden dem Ausſchuß überwieſen, und gegen 21 Uhr vertagt ſich
das Haus auf Samstag, 10 Uhr. Tagesordnung: Reichstagsetat,
Genfer Wirtſchaftsabkommen. Kleine Vorlagen.
* Arno Holz. Johannes Schlaf.
Gerhark Haupkmann, Liliencron
Mn Beenn T8os.
Von Paul Ernft.
Zum 65. Geburtstag Paul Ernſts am 7. März
erſcheint der zweite Band ſeiner Erinnerungen
„Jünglingsjahre” (Lw. 9. RM.), dem mit
Geneh=
migung des Verlages Georg Müller=München der
folgende Abſchnitt entnommen iſt. Wegen der
Schilderung der geiſtigen und politiſchen
Entwick=
lung Deutſchlands, insbeſondere Berlins, in den
achtziger Jahren, iſt der Band von ganz
beſonde=
rem Intereſſe.
Da Arno Holz die Subſtanz des Dichters fehlte, ſo mußte
er ſich einen Mann ſuchen, der etwas davon hatte und für ſich
allein damit nicht viel anfangen konnte; das war Johannes
Schlaf. Schlaf war eine Begabung etwa von der Art Stiflers.
Er hatte ein treues Auge, ein ſinniges Gemüt und die Fähigkeit,
ſich beinahe genau auszudrücken; aber es zerfloß ihm alles. Ob
er allein auch nur Werke von der Art Stifters hinterlaſſen hätte,
mag fraglich ſein. Nun nahm ihn Holz in die Hand.
Auf zwei Säulen ruhte die Dichtkunſt von Holz. Die erſte
war der Satz Zolas, daß Dichtung ein Fetzen Leben ſei, geſehen
durch ein Temperament. Das Temperament, das letzte
Dar=
winſche Ueberbleibſel aus einer klügeren Zeit, wurde als
über=
flüſſig geſtrichen; ſo blieb bloß noch der Fetzen Leben. Die
zweite Säule war der Satz von der fehlenden vierten Wand.
Von wem der ſtammt, weiß ich nicht, das mögen ſpätere
Ger=
maniſten ausmachen. Ich habe ihn, wie ich ſchon erzählte, am
erſten Abend, da ich im Durch war, von Leo Berg gehört und
ſpäter von ihm noch oft vernommen. Ob ſelbſtändig gefunden
oder angenommen: ich habe den Eindruck, daß das ſein Gedanke
war, vermutlich ſein einziger.
In die Zuſammenarbeit brachte Schlaf eine Studie mit von
der Art, wie man ſie damals ſchrieb: ein übergeſchnappter
Schau=
ſpieler, der in der Rolle des Hamlet lebt, ſitzt ohne Einkommen
mit Weib und Kind in einer Dachſtube. Das geſellſchaftliche
Elend war damals in der Dichtung notwendig; woher es kam,
das wurde nicht gefragt; man klagte eben die Geſellſchaft an.
Der übergeſchnappte Schauſpieler wurde von Holz ſofort als
ausgezeichneter Vorwurf erkannt: er hielt Selbſtgeſpräche; da
konnte man, wenn man die vierte Wand fortnahm und die
Selbſtgeſpräche aufzeichnete, wie man ſie als wirklich gehalten ſich
Vom Tage.
Die Ausſchüſſe des Reichsrats ſind am Freitag noch nicht mit
der Vorberatung der Entwürfe fertig geworden, die am Samstag in der
Vollverſammlung erledigt werden ſollten. Die Reichsratsſitzung iſt
des=
halb auf Montag abend verſchoben worden. Auf der
Tages=
ordnung ſtehen wieder die Oſthilfe, das
Gefrierfleiſchkon=
tingent und das Brotgeſetz.
Der Reichskanzler empfing in Gegenwart des ſächſiſchen
Finanz= und Wirtſchaftsminiſters Dr. Hedrich und weiterer Vertreter
der ſächſiſchen Regierung eine Abordnung des Verbandes
ſäch=
ſiſcher Induſtrieller. An dieſem Empfang nahmen teil
Reichs=
verkehrsminiſter von Guérard. Staatsſekretär des
Reichswirtſchafts=
miniſteriums Dr. Trendelenburg und Vertreter der beteiligten
Reichsreſſorts.
Wie von dem Bundesführer des Stahlhelms, Franz
Seldte, mitgeteilt wird, hat geſtern früh ſeine polizeiliche
Vernehmung ſtattgefunden. Es handelt ſich dabei um das
Ermitt=
lungsverfahren wegen der angeblichen Beleidigung der republikaniſchen
Staatsform durch den Aufruf zum Volksbegehren. Das
Ermittlungs=
verfahren erfolgt, wie Seldte hervorhob, auf eine Anzeige der
Repu=
blikaniſchen Beſchwerdeſtelle.
Die Wahlen zum Londoner Grafſchaftsrat hatten
fol=
gendes endgültige Ergebnis: Konſervative 83 (ſeither 77), Arbeiterpartei
35 (ſeither 42), Liberale 6 (feither 5) Sitze.
Alle politiſchen Vergehen, werden in Italien vom
1. Juli an dem außerordentlichen Staatsſchutzgericht
in Nom zur Abturteilung übertragen.
Auf Antrag von Geſchäftskreiſen hat die ſpaniſche Regierung
beſchloſſen, in dieſem Jahre die Sommerzeit einzuführen.
Gegen die geplante Enteignung der beutſchen
Dom=
kirche zu Riga haben die Biſchöfe der Kirchengemeinſchaften aller
Nationalitäten und Bekenntniſſe ihre Stimme erhoben.
Der aus den „Kriegsverbrecher=Prozeſſen” bekannte frühere U=Boot=
Kommandant, Oberſtleutnant Boldt, iſt bei einem Autounfall in
Kolumbien tödlich verunglückt.
In der Geſetzgebenden Verſammlung von Neuſüdwales wurde
ein Geſetz eingebracht, das die Verweigerung der
Zinszah=
lungen auf ausländiſche Anleihen ermöglicht und den
Zinsſatz der inneren Anleihen herabſetzt. Durch dieſe
Maßnahme ſoll die Politik des Miniſterpräſidenten von Neuſüwdales
ſakntioniert werden, der die Zinszahlungen auf ausländiſche Schulden
ſolgange verweigern will, bis eine beſſere Regelung getroffen worden iſt
In den Wandelgängen der franzöſiſchen Kammer kam es geſtern
zwiſchen dem ſozialiſtiſchen Abgeordneten Maſſon und dem
Unter=
ſtaatsſekretär im Kolonialminiſterium, Diagne, zu einer
Schlä=
gerei, da der Afrikaner Diagne ſich für die
Zwangs=
irbeit der Farbigen einſetzte.
Ein zweiter Schenker-Berkrag?
* Berlin, 6. März. (Priv.=Tel.)
Der Kampf zwiſchen dem Reichsverkehrsminiſterium und
der Reichsbahn wegen des Schenker=Vertrages geht mit
unver=
minderter Heftigkeit fort. Von der Reichsbahn wird allerdings
behauptet, daß über die
Ausführungsbeſtimmun=
gen des Vertrages neue Verhandlungen
bevor=
ſtänden und daß auch der Reichsverkehrsminiſter brieflich von
dem Inhalt Kenntnis erhielt, ſo daß mit der Möglichkeit einer
Einigung zu rechnen ſei. Solange der Reichsverkehrsminiſter
ſich zu dem Antwortſchreiben der Reichsbahn nicht geäußert hat,
wird man gut tun, den Optimismus der Reichsbahn nicht zu
teilen.
Hinzu kommt, daß ſich hartnäckig das Gerücht erhält, daß
noch ein zweiter, bisher geheim gehaltener Vertrag mit dem
Schenkerkonzern exiſtiere. Bringen die nächſten Tage die
ge=
wünſchte Einigung nicht, dann wird ſich wohl das Reichskabinett
genötigt ſehen, zu dieſer Angelegenheit Stellung zu nehmen, vor
allem ſchon deswegen, weil faſt alle Reichstagsparteien und
weite Kreiſe der Wirtſchaft gegen den Vertrag Front gemacht
haben. Es iſt nicht ausgeſchloſſen, daß auch das
Reichsbahn=
gericht ſich mit dem ſtrittigen Schenker=Vertrag wird
beſchäf=
tigen müſſen.
Dankend angenommen.
Die Diälen der Ralionaliozialiſten.
* Berlin, 6. März. (Priv.=Tel.)
Die Nationalſozialiſten haben bei ihrem Auszug aus dem
Reichstag ſtolz erklärt, daß ſie auf ihre Diäten zu Gunſten
der Aermſten der Erwerbsloſen verzichteten. Sie hatten aber
damals ſchon ihre Bezüge erhalten. Infolgedeſſen dürfte man
geſpannt ſein, wie ſie ſich am Monatsende Februar verhalten
würden. Der „Vorwärts” weiß, offenbar auf Information aus
dem Reichstagspräſidium hin, mitzuteilen, daß die
national=
ſozialiſtiſchen Abgeordneten auch am 1. März ihre Diäten
ge=
ſetzmäßig zugeſandt erhalten haben und daß keiner von ihnen
die Annahme der Aufwandsgelder verweigert habe.
vorſtellen konnte, den Fetzen Leben rein, öhne jede falſche
Bei=
gabe, ohne Temperament geben. Die notwendige Beſchreibung
des Zimmers, der ganzen Lage gab man in kurzen Worten
vorher, wie bei einem Theaterſtück; genau wie bei dieſem, mußte
man dann auch nach Möglichkeit die Handlung in den Worten
mitteilen, die geſprochen wurden, damit man nicht im Verlauf
zu viel ſolcher Bemerkungen machen mußte.
Man ſieht: es hatte ſich gezeigt, daß man ſcheinbar das
„Leben” „unmittelbar” „wiedergeben” konnte, indem man die
Worte aufzeichnete, welche die zu dichtenden Perſonen geſagt
haben ſollten. Ganz von ſelber verſchwand die alte Studie; und
an ihre Stelle traten Selbſtgeſpräche oder auch Geſpräche, die
durch Aufführungsbemerkungen unterbrochen waren — man
hatte zu ſeinem Erſtaunen einfach eine Art Schauſpiel vor ſich,
ſo etwas wie der Mimus im Altertum geweſen war, von dem
ſich das Neue freilich dadurch unterſchied, daß es ſich beim
Mimus um eine ſchauſpieleriſche Leiſtung gehandelt hat, die den
Leuten Spaß machte, während hier an Spaß nicht gedacht wurde,
ſondern an bittern Ernſt.
Wäre damals mehr Talent bei der Bühne geweſen und
mehr Verſtand bei den Männern, welche die Bühne leiteten,
ſo hätte ſich immerhin ſo etwas wie der alte Mimus
heraus=
bilden können.
Befriedigendes Ergebnis
des deutſchen Beſuches in Wien.
CNB. Berlin, 6. Mär
Die Wiener Reiſe des Reichsaußenminiſters Dr. Cur
iſt nach Anſicht unterrichteter politiſcher Kreiſe außerorden
befriedigend verlaufen. Die Aufnahme, die die deutſchen
in Wien gefunden hatten, war trotz der zunächſt beſteher
Verſtimmung wegen des Ausbleibens des Reichskanzlers
Brüning herzlich. Als einen offenſichtlichen Beweis dafü
dieſe Verſtimmung nicht nachhaltig war, ſieht man die Tat
an, daß Bundeskanzler Dr. Enders perſönlich am Bahnho=
Verabſchiedung erſchienen war. Die Beſprechungen, die
ſchen den deutſchen Beſuchern und den öſterreichiſchen Regierut
ſtellen geführt wurden, dienten neben der Erörterung
beiden Staaten berührenden politiſchen Fragen in er
Linie wirtſchaftlichen Aufgaben und ergaben eine we
gehende Uebereinſtimmung der beiderſeitig
Anſichten. Die Unterhaltungen, die im Sinn der ber
auf der Genfer Europatagung im Januar angedeuteten reg
nalen wirtſchaftlichen Verſtändigung gefü
wurden, ergaben, daß Deutſchland und Oeſterreich durch
Angleichung der Wirtſchaftsſyſteme beider Länder eine ſpä
Angleichung an die Syſteme anderer Länder vorbereiten ſol
Man kam weiter dahin überein, daß beide Länder auf
kommenden Paneuropatagung im April in gemeinſch
lichem Vorgehen dieſe Anſichten vertreten werden.
Die Schwierigkeiten der Knappſchafksverſicherun
Die Hoffnung der Reichsregierung, daß aus dem So
politiſchen Ausſchuß des Reichstages heraus brauchban
ſchläge für die Sanierung der Reichsknappſchaft gemacht und
hat ſich nicht erfüllt. In der Freitagſitzung des Ausſt
lehnte der Vertreter des Arbeitsminiſteriums die Einfüh
der Kohlenförderſteuer ab, weil dadurch die Preisabb
aktion unheilvoll beeinflußt würde. Er teilte mit, daß die
validenverſicherung ſich bereit finden würde, eit
greifen, wenn ſie wiederum durch die Angeſtelltenv
ſicherung geſtützt würde. Soweit wir unterrichtet ſind,t
von der Volkspartei eine ſolche „Sanierung” bekämpft,
dann die Angeſtellten=Verſicherung etwa ein Drittel des
zites von 85 Millionen tragen müßte. Der volksparteiliche
geſtelltenvertreter Thiel hat eine ſolche Heranziehung der
geſtelltenverſicherung abgelehnt. Die Verhandlungen wu
zunächſt vertagt, es wird aber der Regierung nichts and
übrigbleiben, als die geplante Novelle zum Knappfchafts
auszuarbeiten, gleichgültig wie die Stimmung in den Par
iſt. Die Sozialdemokraten, die neuerdings die Förderabgal
den Vordergrund geſchoben haben, wollen allerdings mit
reden laſſen, wenn ihre neuen Steueranträge zur Annahm
langt ſind und ſich die Möglichkeit gibt, daß die hereinfließe
Gelder ausreichen, um nicht nur den Kreuzer B zu finanzi
ſondern auch für ſozialpolitiſche Zwecke, alſo auch für die Kr
ſchaftsverſicherung genügend Mittel zur Verfügung zu habe
Roggenſtützungs-Unkerſuchungsausſchuß.
Berlin, 6. Mär
Im Roggenſtützungs=Unterſuchungsausſchuß des Reichs
kam es am Freitag zu mehrfachen Auseinanderſetzungen zw
dem Vorſitzenden Dr. Weber (Deutſche Staatspartei) und
Abg. Stubbendorff (Dntl.) Der Vorſitzende verbat ſich eine
tik ſeiner Verhandlungsleitung. Zu einer in einem Ber
Blatt heute erſchienenen Mitteilung, daß größere Partien
landsroggen jetzt noch durch die G. J. C. nach Deutſchland e
führt würden, wurde von dem Vertreter der G. J. C.
erklär=
dieſe an der Einfuhr von ruſſiſchem Roggen nicht beteiligt ſe
aber die Möglichkeit beſtehe, daß die Düſſeldorfer Filiale an
kleinen Pumpernickelgeſchäft ſich beteiligt habe. Vor der
nehmung des Sachverſtändigen Krüger=Roſtock brachten die S
demokraten gegen dieſen ſcharfe Bedenken vor, die der Sa
ſtändige aber unter Eid widerlegte. Der Sachverſtändige K
erklärte u. a., die G. J. C. habe Ende 1929 größere Menger
niſchen Roggens als deutſchen Roggen abgeſetzt. Sie habe der
des guten deutſchen Roggens im Auslande in Mißkredit geb
Ihre Offerten lauteten ſtets auf deutſch=polniſche Ware. C
daraufhin aber größtenteils polniſche Ware abgegeben wo
weil die G. J. C. dieſen billiger kaufen konnte, da die Diff
zwiſchen polniſchem und deutſchem Roggen etwa 40 Gulden
betrug. Für den deutſchen Roggen ſei ſchließlich keine Nack
mehr geweſen. Die Abladungen ſeien derart ſchlecht ger
daß Skandinavien und Holland ſich vom deutſch=polniſchen R
abwandten und zum ruſſiſchen Roggen übergingen. Die Ver
lungen wurden auf Ende nächſter Woche vertagt.
Das geſchah aber nicht, ſondern es bildete ſich das na
liſtiſche Drama.
Holz und Schlaf waren für ihre Arbeit nach Pankow hit
gezogen. In der Nähe wohnte Gerhart Hauptmann, mit
ſie oft zuſammenkamen. Hauptmann hatte vorher eine Did
geſchrieben „Promethidenlos”, die noch um Einiges hinter
Buch der Zeit zurücklag. Nun wurde auch Hauptmann
die faſt wahnſinnige geiſtige Kraft von Holz mit Beſchla
legt. Aber Hauptmann arbeitete nicht mit den Beiden zu
men. In ihm war eine ſtarke Empfindſamkeit, welche
ätzenden Verſtand von Holz nicht ausgehalten hätte. Holz
wohl überhaupt keine Gefühle, deshalb hatte er auch keine
ſchen. Schlaf wäre vielleicht den falſchen Gefühlen nicht ſ0
abgeneigt geweſen, aber wurde doch durch eine eigene *
und Wahrhaftigkeit ſeines Weſens gehalten und fügte ſich 30
der unbeſtechlichen Nüchternheit von Holz.
Ungefähr gleichzeitig kamen nun die Beiden: das
und der Einzelne, darauf, in der neuen handwerklichen”
richtiges Schauſpiel zu ſchreiben.
Es iſt ſehr merkwürdig, daß die Drei immer noch ſe
von überzeugt waren, wirklich „Natur” wirklich „Lehe‟
— zu ſchreiben. In Wirklichkeit konnte natürlich auch hicht
einziger Satz ſo geſprochen werden, wie er in dieſen 2
ſpielen geſprochen wurde, weil das Leben nun einmet
Schauſpiel iſt, das vor Zuſchauern aufgeführt wird. Ich 7
beſtimmt, daß Holz mit ſeiner Ueberzeugung der reinen
geſtorben iſt.
Das Schauſpiel Hauptmanns hieß „Vor Sonnenaul:
das Schauſpiel von Holz und Schlaf hieß „Familie Se.‟
Einmal traf ich auch mit Liliencron zuſammen, als *
einige Tage in Berlin weilte. Liliencron war Offizier 9e"
hatte den franzöſiſchen Krieg mitgemacht und war ſchwe‟
letzt. Nun waren ſeine Freunde die jungen Dichter, welcſe
oder weniger ablehnend gegen das Beſtehende geſinnt."
die Menſchen, zu denen er früher gehört hatte und eltze
auch ſpäter gehörte, wollten nichts von ihm wiſſen; er we"
eben ein Dichter. Aber trotzdem er ein Dichter war,
doch im Grunde ſeines Weſens der einfache Offizier geb.
der innig daven überzeugt war, daß zwei mal zwei ha"
vier iſt, und daß man als anſtändiger Menſch das einſte
hatte ein reiches, ſehr verletzliches Gemüt, und da er nun i"
Lebenslage war, der er in keiner Weiſe gewachſen ſein."
ſo wurde er beſtändig verletzt, am meiſten von den Zenle
ihm freundlich gefinnt waren. Er ſuchte ſich durch als
mene Schnoddrigkeit zu ſchützen. Ich war nur ein pa”
den mit ihm allein zuſammen, da brach plötzlich ſeine iieſe
zweiflung und Hilfloſigkeit aus ihm hervor.
Samstag, den 7. März 1931
tatberatung im Finanzausſchuß.
Innen=Ekal verabſchiedek. — Kein aukomakiſcher Uebergang des Pflegeperſonals bei den Heil= und
Pflegeanſtalken vom Angeſtellten- in das Beamkenverhälknis.
Ohne weſentliche Debatte werden die Kap. 45, Jugend=
TArnang oes „Bopgeiberdienſtes fürſorge und beſondere Maßnahmen zur Bekämpfung von
Volkskrankheiten mit 588000 RM. Ausgaben (18000 RM.
weniger) und 4 530 RM. Einnahmen, Kap. 46
Unterſtützun=
im ärzklichen Dienſt.
gen (51300 RM. Ausgaben). Kap. 49 Fonds ſür öffent=
In der Weiterberatung des Kap. 39, Aerztlicher Dienſt,
angte am Freitag ein Zentrumsvertreter im Finanzausſchuß
Streichung von 3 Amtsarztſtellen, was mit 7:5 Stimmen
ab=
hnt wurde. In der noch einmal eingehend behandelten
ge der Nebenvergütungen an beamtete Aerzte ſagte die Re=
Ling eine neue Nachprüfung zu, mit dem Ziel einer
Begren=
g des „Doppelverdienſtes”. Annahme fand ein
ſozialdemo=
iſcher Antrag, in einer neuen Dienſtanweiſung
Aufgaben der Kreisärzte zu erweitern vor
mi auf dem Gebiet der ſchulärztlichen Tätigkeit.
amuniſtiſche Anträge auf Streichung der Impfgebühren und
erwachung des Geſundheitszuſtandes der Schulkinder durch
otamtliche Schulärzte des Staates wurden abgelehnt. Das
itel mit 291 310 RM. Ausgaben und 53 010 RM.
Einnah=
wurde einſtimmig genehmigt.
Bei Kap. 40, Tierärztlicher Dienſt
300 RM. Einnahmen, 651 468 RM. Ausgaben) beantragte
Volkspartei die Streichung einer Veterinärratsſtelle mit der
ründung, daß es ſich hier bei der Hereinnahme eines Beamten
dem Lokaldienſt in die Zentrale und der
Stellenverände=
y in der Zentrale um einen der kraſſeſten Fälle der
litionspolitiſchen Beamtenpolitik handle.
der Außenpoſten nicht mehr beſtehe, werde die Streichung
rtragt.. Der Antrag wurde von den Regierungsparteien
lehnt. — Abgelehnt wurde weiter der kommuniſtiſche
An=
auf volle Entſchädigung an die Beſitzer von
kleinbäuer=
en Betrieben für Verluſte infolge
Vieh=
chen. Den Plänen der Regierung zur Einführung der
willigen Tuberkuloſebekämpfung in den
Rin=
beſtänden des Landes wurden anerkannt.
Bei Kap. 41 Hebammenlehranſtalt wurde ein
An=
der VRP. auf Zuſammenlegung der beiden Lehranſtalten
Regierung zur Berückſichtigung überwieſen.
Kap. 42, Landes=Heil= und Pflegeanſtalten,
ſtätte für Nervenkranke in Gießen, weiſt 4 567 206 NM. Ein=
„ien und 4 431 683 RM. Ausgaben auf. Die Regierung
be=
agt die Ermächtigung, das männliche Pflegeperſonal, ſoweit
an dem in den Anſtalten eingerichteten Unterricht in der
dikenpflege teilgenommen und die Abſchlußprüfung
abge=
hat, und das ſonſtige männliche Perſonal nach 10jähriger
Handfreier Anſtaltstätigkeit und nach Vollendung des 30.
nsjahres planmäßig als Beamte anzuſtellen. Entſprechend
Gutachten des Reichsſparkommiſſars beantragte die
Volks=
ei wieder, man müſſe verſuchen, die Zahl der beamteten
fte der Anſtalten zu verringern und im
Angeſtelltenverhält=
befindliche Kräfte nicht mehr zu Beamten zu machen.
Der Ausſchuß lehnte die von der Regierung beantragte
Ermächtigung auf automatiſche Ueberführung ins
Be=
amtenverhältnis mit 7:5 Stimmen ab,
ohl im vorigen Jahr die Koalitionsparteien noch
einſtim=
den Antrag abgelehnt hatten. — Zahlreiche kommuniſtiſche
räge verfielen der Ablehnung. Eine Eingabe von Pächtern
tvirtſchaftlicher Grundſtücke des Goddelauer
Phi=
pShoſpitals wurde durch die Regierungsantwort für
Sigt erklärt.
Von volksparteilicher Seite wurde auf die Unterſchiede in
Beſetzung der Anſtalten Alzey und Heppenheim
ver=
en. Alzey mit 1½ Mal ſoviel Kranken wie Heppenheim
lige über die gleiche Anzahl ärztlicher Kräfte wie
Heppen=
r, beſitze ſogar noch eine Oberkaft weniger als Heppenheim,
us erkläre ſich wohl, daß Heppenheimeinen
Staats=
chuß von 50 866 RM. benötige, während
ey einen Ueberſchuß von 123 472 RM.
ab=
rfe.
Kap. 413, Aliceſtift für Geiſtesſchwache, Darm=
2t, balanciert mit 183 942 RM. Die Regierung ſagt auf
Erumsantrag eine nochmalige Nachprüfung wegen der
Strei=
g einer definitiven Lehrerſtelle zu.
Kap. 44, Volksgeſundheitspflege,
65 950 RM. Ausgaben wird einſtimmig bewilligt. Hier
Sen ſür die 2. Leſung noch Anträge in Ausſicht geſtellt.
liche und gemeinnützige Zwecke (mit 170 900 RM. Einnahmen
und Ausgaben), Kap. 51, Hochbauweſen, mit 308 350 RM.
Ausgaben und Kap. 52, Straßenverwaltung, mit 1,1
Mill. Ausgaben genehmigt.
Bei Kap. 45 Jugendfürſorge hat die Regierung einen
Be=
trag von 18 000 RM. für die
Kreisjugendfürſor=
gerinnen gekürzt und betonte, daß ſie dieſe Ausgaben
allmählich einſtellen wolle. Von volksparteilicher Seite wurde
dem entgegengetreten, weil dies das Ende der
Kreisfür=
ſorgerinnen bedeuten würde. Die Kreiſe hätten die
Fürſorgerinnen doch nur eingeſtellt unter der Bedingung, daß
ſich der Staat an den Koſten beteilige. Die Regierung möge
hier ihren Standpunkt revidieren.
Kap. 49, Fonds, mit einem Betrag von 53 900 RM. zur
Verfügung des Miniſters wurde von der DVP. abgelehnt, weil
es nach ihrer Anſicht unzuläſſig ſei, aus dieſem
Fonds Gelder zu entnehmen für Zwecke, die,
wenn ſie von den Koalitionsparteien ſchon in
ihrem Sinne als notwendig bezeichnet würden,
auch offiziell im Etat anzufordern ſeien.
Damit war der geſamte Etat des Innenminiſteriums
er=
ledigt. Am Dienstag der kommenden Woche beginnt der
Ausſchuß mit dem Etat des Miniſteriums für Arbeit und
Wirtſchaft.
Der Geſehgebungs=Ausſchuß
nahm in ſeiner geſtrigen Sitzung einen Zentrumsantrag an
betr. Abmarkung von Parzellengrenzen. Gegen den Widerſpruch
der Regierung ſoll in Zukunft wieder die Setzung von
Grenzſteinen durch die Feldgeſchworenen
er=
folgen, was eine Verbilligung der Satzkoſten bringt. Eine
im gegenteiligen Sinne gehaltene Eingabe der Höheren
Ver=
meſſungsbeamten wurde damit für erledigt erklärt.
Der Geſetzentwurf, das das Beſteuerungsrecht der
iſrgelitiſchen Religionsgemeinſchaften
begrün=
det, wurde einſtimmig angenommen.
Eine lebhafte Ausſprache entſpann ſich über die
Aufhebung der Immunität des ſozialdemokratiſchen Abg.
Steffan=Oppenheim wegen Körperverletzung.
Gegen den Widerſtand der ſozialdemokratiſchen
Ausſchußmit=
glieder beſchloß der Ausſchuß, in dieſem Falle das
Strafver=
fahren durchführen zu laſſen. Ein zweites Verfahren gegen den
Abg. Steffan wurde abgelehnt, ebenſo die Aufhebung der
Im=
munität des nationalſozialiſtiſchen Abg. Dr. Werner wegen
Verächtlichmachung der Republik.
Skrafanzeige.
Von zuſtändiger Stelle wird u. a. mitgeteilt:
Eine Darmſtädter Wochenſchrift bringt unter der
Ueber=
ſchrift „Immer großzügiger” am 6. März einen Artikel, der ſich
mit einer Reiſe des Miniſters für Arbeit und Wirtſchaft, Korell,
beſchäftigt. Hierzu iſt feſtzuſtellen, daß der Miniſter im Gegenſatz
zu der Behauptung nicht zu der Grünen Woche nach Berlin
ge=
fahren iſt, daß er vielmehr ſeit Februar 1930 nicht in Berlin
war. Genau ſo unwahr iſt die Behauptung, daß der Miniſter
zum Weinbaukongreß nach Stuttgart gereiſt iſt. Im übrigen iſt
wegen dieſes Artikels Strafanzeige erfolg:.
Die Siraſankräge im Leipziger
Waffendiebktahls-
pozeß.
Leipzig, 6. März.
Im Leipziger Waffendiebſtahlsprozeß betonte Reichsanwalt
Neumann, daß es ſich um ein wohlvorbereitetes Unternehmen
handele, bei dem die Hauptrolle der Angeklagte Peſtuer
ge=
ſpielt habe. Es ſei gewiß bekannt, daß die KPD. den
gewalt=
ſamen Sturz der Verfaſſung vorbereite, ſeit 1928 energiſcher denn
je. Er beantrage gegen Peſtner fünf Jahre Zuchthaus und
fünf Jahre Ehrenrechtsverluſt. Zehn Monate ſollen für die
erlittene Unterſuchungshaft angerechnet werden. Ferner
be=
antrage er je fünf Jahre Zuchthaus und entſprechende Neben=
Seite 3
ſtrafen gegen die in der Angelegenheit führend beteiligten
an=
geklagten Kommuniſten Döring, Wagner und
Hoff=
mann (den „General‟). Die Strafanträge gegen die übrigen
27 Angeklagten bewegen ſich zwiſchen 1—3 Jahren Zuchthaus.
Gefängnis oder Feſtungshaft.
Kritik Banderveldes am Berſailler Friedensverkrag.
TU. Brüſſel, 6. März.
Bei der Beratung des Haushalts des belgiſchen
Außen=
miniſteriums erklärte der Sozialiſtenführer Vandervelde, es ſei
wünſchenswert, das franzöſiſch=belgiſche
Militär=
abkommen aufzuheben, um Mißverſtändniſſe in der
öffentlichen Meinung zu vermeiden. Er ſprach ſich jedoch für
eine Zuſammenarbeit der Generalſtäbe aus, die jedoch nicht
aus=
ſchließlich zwiſchen Frankreich und Belgien vorgeſehen ſei und
nicht gegen ein einziges Land gerichtet ſein dürfte. Als
Vau=
dervelde ſich der Frage der Neviſion der Friedensverträge
zu=
wandte, wurde er von den katholiſchen Konſervativen und
Liberalen lebhaft unterbrochen. Er erklärte, daß der
Ver=
ſailler Friedensvertrag Deutſchland
gegen=
über ungerecht ſei, insbeſondere, was die
Kolonial=
frage, das Saargebiet, die Oſtgrenzen und das
Söldnerheer anlange. Man habe Deutſchland nicht
nur als beſiegtes Land, ſondern als
Kriegs=
ſchuldigen behandelt. Dieſes ſei ungerecht und
falſch, da Deutſchland nicht allein Schuld am
Kriege habe, ſondern auch andere
Regierun=
gen einen Teil der Verantwortlichkeit trügen.
Auf den Bänken der Liberalen und Katholiken erhoben ſich
daraufhin lebhafte Proteſte. „Vandervelde gab zu, daß
Deutſch=
land Belgien gegenüber direkt am Kriege verantwortlich ſei. Der
Verſailler Friedensvertrag müſſe jedoch revidiert werden,
ins=
beſondere, was die Grenzziehung anlange.
Locarno=debalte bei den deutſchnakionglen.
* Berlin, 6. März. (Priv.=Tel.)
Auf der Rechten iſt ein heftiger Streit über den Locarno=
Vertrag ausgebrochen, der ſeine erſte Entladung in einem Brief
des Abg. Freytag=Loringhoven gefunden hat, auf den
jetzt Graf Weſtarp antwortet, nachdem ſchon vorher der
Reichs=
ernährungsminiſter Schiele von der Reichstagstribüne herunter
den Deutſchnationalen den Vorwurf gemacht hatte, daß ſie durch
ihren vorzeitigen Austritt aus der Regierung im Jahre 1925 das
Zuſtandekommen ſchädlicher Handelsverträge indirekt verſchuldet
hätten. Graf Weſtarp ſtellt jetzt feſt, daß die Deutſchnationalen
keineswegs grundſätzlich gegen den Eintritt in den Völkerbund
und gegen den Abſchluß des Lokarnopaktes waren. Luther und
Streſemann hätten für ihre eigene Perſon die vorläufigen
Ab=
machungen von Locarno paraphiert; alle Chancen dafür ſeien
gegeben geweſen, daß vor der endgültigen Unterzeichnung die
Rück=
wirkungen, alſo in der Hauptſache die vorzeitige Räumung des
Rheinlandes im Sinne der Kabinettsbeſchlüſſe abgewartet werden
ſollten. Das Kabinett hatte unter Einwirkung von Schiele eine
entſprechende Haltung eingenommen. Die Deutſchnationalen ſeien
aber 5 Minuten vor 12 aus dem Kabinett ausgeſchieden, ſtatt auf
die Einhaltung aller Verſprechungen der Gegenſeite zu drängen.
Graf Weſtarp macht alſo den Deutſchnationalen den Vorwurf, daß
ſie durch ihr Verhalten ſich an dem Eintritt in den Völkerbund
unter ungünſtigen Bedingungen mitſchuldig gemacht hätten. Man
darf wohl ſchon jetzt annehmen, daß die Deutſchnationalen dieſen
Vorſtoß nicht ruhig hinnehmen werden. Es iſt allerdings ungeheuer
ſchwer, ein ganz klares Bild der Vorgänge, die ſich damals im
Kabinett abgeſpielt haben, zu gewinnen, obwohl, das Jahr 1925.
noch nicht ſoweit zurückliegt. Notwendig wäre, daß man die
Pro=
tokolle der Kabinettsſitzungen kennt.
Maſſenverhaftungen in der Sowier=Akrgine.
TU. Warſchau, 6. März,
Zui den von der Agentur A. T. E. gemeldeten
Maſſen=
derhaftungen in der Sowjet=Ukraine verlautet ergänzend, daß
die ukrainiſchen Verſchwörer angeblich verſ hiedene
Vertrauens=
leute auch unter der Beamtenſchaft bei der G. P. U7. gehabt
haben ſollen. In Charkow ſollen daher fünf Beamte der G. P. 1I.
feſtgenommen worden ſein, außerdem 16 Stabsoffiziere des
dortigen Militärkommandos und ungefähr 200 Perſonen in
Poltawa.
Eine halbe Milliarde Defizik im amerikaniſchen
Budgei.
EP. Waſhington, 6. März.
Der Präſident der Senatskommiſſion, Smoot hat
er=
klärt, daß das Budgetdefizit für das gegenwärtige Finanzjahr
vorausſichtlich 500 Millionen Dollar betragen wird.
„Leſſing”.
As Erwachen des deutſchen Geiſtes.
Von Albert Malte Wagner.
Dr. A. M. Wagner erhielt kürzlich auf der Leſſing=
Feier in Braunſchweig für ſein Werk „Leſſing, Das
Erwachen des deutſchen Geiſtes”, die Auszcichnung
einer Ehrenurkunde des Reichspräſidenten. Wir
freuen uns, unſeren Leſern aus dem Buche, das in
Kürze im Horen=Verlag, Leipzig/Berlin, erſcheint,
einen intereſſanten Abſchnitt vermitteln zu können.
Leſſing hat Luther vor die Schranken ſeines Jahrhunderts
Fen um eines Chriſtentums willen, wie Luther es zu Leſſings
gelehrt hätte. In demſelben Sinne wie Leſſing im Namen
ſers haben alle, die nach ihm gegen das „unerträgliche Joch
Buchſtabens” kämpfen mußten, im Namen einer Freiheit
eines Glaubens gekämpft, deren Patron und Sinnbild
uig war. Der hiſtoriſche Leſſing iſt immer geweſen und iſt
heute ein gegenwärtiger Leſſing. Der Kritiker Leſſing, der
ſttheoretiker und der Dramatiker, der Mann, der für eine
Würde des deutſchen Schriftſtellers focht, der religiöſe
Charak=
der dem gläubigen Herzen ſein uralt ewiges Recht
gegen=
einer vertrockneten Theologie zurückgeben wollte und den
aben nicht als Dogma, ſondern als Rechtfertigung einer
Ge=
eung wollte, die ein Leben im Sinne des göttlichen Willens
unöglich macht: der iſt zu der Idee Leſſing geworden, die alle
Ste, die ſich, auf welchem Gebiet auch immer, gegen die
orität der Lauen und Geſtrigen wandten, zu der Kraft
ng, die ſich in jedem erneuerte, der ſein Leben einer beſſeren
anft zum Opfer brachte. Das iſt das Wunder, das Leſſing
und Leſſing iſt, daß ſeine Kraft, die eine kritiſche war, alfo
ſcheidende, wählende und trennende, zu einer einigenden
t wurde, die alle band und durchſtrömte, gleichgültig, aus
Her ſozialen und Bildungsſchicht ſie hervortraten, die das
ſte leiſten wollten, was der Menich auf Erden leiſten kann:
Heſſer machen. In Treitſchkes prachtvollem Aufſatz „Die
heit” heißt es: „Ein Volk, das, kaum auferſtanden aus dem
enloſen Jammer der dreißig Jahre, die frohe Botſchaft der
ranität, der echten Freiheit des Geiſtes, an alle Welt
ver=
ct hat — ein ſolches Volk iſt nicht dazu angetan, gleich
ei verdammten Seelen der Fabel, in Ewigkeit in der Nacht
Dandeln . . ." Leſſing iſt in Wort, Tat und Leben das
aibild dieſer Humanität und dieſer Freiheit und darum der
Druck einer Gewißheit, die uns ſagt, daß jeder Nacht ein
gen folgen muß, ſolange uns die Menſchen nicht fehlen, die,
wie er, Humaniſten und Aktiviſten zugleich, die Tradition, die
noch echt und darum Wahrheit iſt, lebendig machen auf jenem
ſtolzen und einſamen Weg, den die gehen, die in ſtändiger
Un=
ruhe immer auf der Suche ſind und denen deshalb jede neue
Wahrheit nur Stufe und Reiz zur Entdeckung einer weiteren
bedeutet.
Dieſer hellſte Stern der deutſchen Geiſtesgeſchichte erſcheint
uns geradezu in myſtiſchem Licht. Seine zeitliche Bedingtheit,
die das volle Verſtändnis für ſeine Bedeutung abhängig macht
von dem Studium und der Geſchichte ganzer Wiſſenſchaften, fiel
von ihm ab und konnte von ihm abfallen, weil der überzeitliche
Kern, der einſame Trotz, mit dem er die Herrlichkeit des Geiſt=
Menſchen gegenüber der Welt durchſetzte, nicht nur ſeine
Zeit=
genoſſen hinriß, ſondern ewig zündet. Aber je mehr wir das
„Irrationale” begreifen, das dieſer Mann darſtellt, deſſen
höch=
ſter Ehrgeiz war, dair et préeis zu ſchreiben, um ſo
entſchie=
dener müſſen wir uns gegen alle Verſuche wehren, hiſtoriſche
Grenzwälle zu verwiſchen und den Feldherrn der Aufklärung zu
romantiſieren, weil es modern (und bequem) iſt, überall
Roman=
tik zu wittern, wo allerdings an der inkommenſurablen
Genie=
haftigkeit eines Kämpfertums, hinter dem ein „Muß” ſteht, kein
Zweifel ſein darf. Die Generation, die wir uns angewöhnt
haben, die romantiſche zu nennen, hat zum Teil ein viel
ſtär=
keres Organ für Leſſing gehabt als jene jungen Menſchen, die in
ihrem dunklen Drang zuerſt und am heftigſten gegen die
Auf=
klärung Sturm liefen und dabei, mit dem Recht der Jugend auf
Ungerechtigkeit, Leſſing und „Rationalismus” gleichſetzten.
Friedrich Schlegels Wort von Leſſings „produktiver Kritik”
trifft den Mittelpunkt ſeiner geiſtig= ſeeliſchen Exiſtenz. Leſſing
als vitale Kraft: da mag manche Analogie zu den romantiſchen
Anbetern des Lebens möglich ſein. Leſſing als geiſtige Kraft:
die Struktur ſeines geraden Ethos legt eine Welt zwiſchen ihn
und die verſchwimmende, ſchillernde Romantik. Gerade heute,
tvo wir nach den „weltanſchaulichen” Raſereien der letzten zehn
Jahre und den Orgien einer „Lebens”=Wiſſenſchaft endlich einen
Standpunkt wiedergewinnen, der die Wiſſenſchaft nicht mehr
unter das Joch der Weltanſchauung zwingt und eine neue und
echte Verſöhnung von Wiſſenſchaft und Leben herbeizuführen
ſcheint, iſt es weſentlich, dieſen Gotthold Ephraim Leſſing, der
im allerhöchſten Sinn, weil aus der Notwendigkeit des Blutes
heraus, ein forſchender Geiſt geweſen iſt und darum auch ein
Führer zu unſerem wieder neuerworbenen
Wiſſenſchaftsſtand=
punkt, aus der Helle ſeiner freudigen Streitbarkeit, die den
Kampf ſucht und den Feind mit klingender Fanfare begrüßt,
nicht in den nebligen Dämmerungen verſinken zu laſſen, die den
Blick trüben, wo er beſonders klar, feſt und kritiſch ſein muß,
damit die männliche Geſtalt erfaßt werden kann, die, ein vierter
Erzengel, den Eingang zu unſerer modernen Literatur bewacht.
Lieder=Abend Hilde Groß.
Städtiſcher Saalbau, kleiner Saäl. — Freitag, den 6. März 1931.
Für ein erſtes öffentliches Auftreten bot der Abend ſehr viel
des Hocherfreulichen. Eine hübſche, ſympathiſche Sopranſtimme,
nicht ſehr tragend einſtweilen, aber gleichmäßig ausgebildet und
durchaus zukunftverſprechend. Dazu ein anſprechendes
Vortrags=
talent und eine ſo gute muſikaliſche Bildung, daß die Intonation
faſt ausnahmslos tadellos und die Rhythmik ebenfalls ſehr gut
war. Die Dynamik wird vom pp bis zum klangvollen mi geſchickt
und ausdrucksvoll angewandt. Manches klingt noch ein wenig zu
flach, und eine etwas konzentriertere Tongebung, gegründet auf
intenſive Atemſtütze, wird ſicherlich bald als notwendig erkannt
werden. Die Vortragsfolge war ſehr anſpruchsvoll und
umfang=
reich. Fünf Schubert=Lieder konnten nur teilweiſe befriedigen, da
ſie zum Teil zu leicht, zu liebenswürdig und vor allem zu raſch
geſungen wurden. Hierunter litten die beiden Suleika=Geſänge
und auch etwas die ſonſt recht hübſch vorgetragene Forelle. Weit
beſſer lagen die fünf Lieder von Schumann der jungen Dame, für
„Mit Myrten und Roſen” reichte aber weder das Stimmpolumen
noch die Wärme des Vortrages aus. Nach der Pauſe kamen Lieder
von Hugo Wolf, von denen „Mignon” etwas eintönig, „Philine‟
ſehr liebenswürdig und ebenſo „Der Knabe und das Immlein”,
fein vorgetragen waren, während beim „Gärtner” das etwas
breite Tempo, bei „Er iſt’s” der Mangel an Stimmkraft etwas
beeinträchtigend wirkte. Fünf Lieder von B. Sekles auf chineſiſche
Dichtungen intereſſierten durch die muſikaliſche Eigenart, die der
Stimmung der Texte vorzüglich gerecht wurde. Der Vortrag auch
dieſer Geſänge gab vieles an intimer Stimmung. und im „
Kriegs=
lied der Fürſtin”, das wiederholt wurde, raffte die Sängerin
noch=
mals alle ſtimmliche Kraft zuſammen. — Der Saal war bis zum
letzten Platz von einem ſtark intereſſierten und beifallsfreudigen
Publikum beſetzt. Der Geſamteindruck war durchaus günſtig, Hilde
Groß hat ſympathiſche Stimmittel, iſt muſikaliſch, hat
Vortrags=
talent, kann ſchon heute eine ganze Menge und wird ſicher ihren
Weg machen. Herr Kapellmeiſter Hauf war ihr ein ſicherer und
gewandter Begleiter.
Von Deutſchlends Hohen Schulen.
Göttingen: Hier iſt der bekannte Chemiker und Nobelpreisträger,
Profeſſor an der Göttinger Univerſität. Geheimer Regierungsrat D.
e. h. Otto
phil., Dr. med. e. h., Dr. phil. nat, e. 5. und Dr.=
Wallach im Alter von 84 Jahren geſtorben.
Stettin: Zum Nachfolger von Profeſſor Wüſſing in der Leitung
der Stettiner Pädagogiſchen Akadewie iſt Profeſſo Krukenberg
aus Leipzig berufen worden.
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Seite 4
Das Blokkenkompromiß.
Bon Paris aus geſehen.
Von unſerem A.=Korreſpondenten.
Paris, 5. März.
Nach anfänglichen Zweifeln ging jetzt in Frankreich faſt die
geſamte Preſſe dazu über, die Einigung in der Flottenfrage als
einen großen Erfolg zu begrüßen. Aehnliche Stimmen der
Zu=
ſriedenheit hört man auch aus London, wo man tatſächlich
allen Grund hat, zufrieden zu ſein, und aus Rom,
wo vielleicht dies weniger der Fall iſt, wo man aber aus
innen=
politiſchen Gründen ſtets Triumphe feiern muß. Dieſe
allge=
meine Zufriedenheit führt notwendigerweiſe zu einer
Ueber=
ſchätzung der ganzen Angelegenheit vielleicht nicht
einmal ſo ſehr bei den drei unmittelbar intereſſierten Nationen
als in den fonſtigen Ländern.
Bei einer näheren Betrachtung der Ergebniſſe geſtaltet ſich
jedoch das Bild ganz anders. Für England iſt der
Er=
folg unableugbar. Das Londoner Abkommen
ift gerettet und der Dreimächtepakt wird zu
einem Fünfmächteabkommen. Das iſt ein Erfolg
für die Labourregierung, um ſo wertvoller, da
es der erſte iſt.
Frankreich und Italien aber ſind nur ein
proviſoriſches Kompromiß eingegangen,
wel=
ches wohl eine zeitweiſe Entſpannung geſtattet, aber
Samstag, den 7. März 1931
im Grunde genommen die großen Probleme
un=
gelöſt läßt. Denn die Frage der Parität wurde nicht
be=
rührt. Bis 1936 verzichten die beiden Länder auf ein
Wett=
rüſten, das Italien aus finanziellen Cründen ſowieſo
unmög=
lich geweſen wäre. Das Verhältnis der beiden Flotten läßt
ſich nach der Einigung folgendermaßen charakteriſieren:
Gleich=
heit bei den großen Einheiten und eine ſehr fühlbare
Ueber=
legenheit Frankreichs bei den leichten Einheiten, insbeſondere
was die Unterſeeboote betrifft. Dieſer Zuſtand bedeutet nichts
prinzipiell neues.
Bei einer objektiven Prüfung der Dinge muß man es aber
trotzdem einſehen, daß Frankreich die Koſten dieſer
Einigung bezahlt. Italien erwies ſich allerdings nicht
intranſigent, aber das war letzten Endes vorauszuſehen.
Ita=
lien iſt eben nicht ſtark genug, ſich auf die Dauer in allen
Punk=
ten der franzöſiſchen Politik zu widerſetzen. Und da es alles
nur von Frankreich erhalten kann, ſteht es auch in der Macht
des Quai d Orſay, Muſſolini mit einer kleinen Konzeſſion zu
beruhigen. Wenigſtens vorläufig noch.
Faſt überall erblickt man in der nachgiebigen
Haltung Frankreichs in der
Seeabrüſtungs=
frage das Zeichen eines engliſch=
franzöſiſch=
italieniſchen Zuſammengehens auf der
fol=
genden Abrüſtungskonferenz. In dieſer Beziehung
ſollte man aber die Tragweite der ganzen Affäre doch nicht
überſchätzen, denn das Kompromiß in der
Flot=
tenfrage bedeutet weder die Wiederherſtellung
der Entente=Cordiale noch die Löſung der
ita=
lieniſch=franzöſiſchen Frage.
Nummer 6(
Hoover billigk den franzöſiſch=engliſchen Flokker
verkrag.
FU. New York, 6. Mär
Präſident Hoover und Staatsſekretär Stimſon ge
eine amtliche Verlautbarung aus, in der es heißt, daß
franzöſiſch=italieniſche Flottenabkommen.
Eude des Flotenwettbewerbs unter den f
Hauptflottenmächten bedeute. Das franzöt
italieniſche Abkommen bedeute die Vervollſtändigung des
zwei Jahren in der Frage der Flottenverminderung begonn=
Werkes.
Die engliſche Kabinekkskriſe.
EP. London, 6. Mär
Große Ueberraſchung hat in politiſchen Kreiſen
plötzliche Rücktritt des Generalzahlmeiſters
perſönlichen Freundes des Miniſterpräſidenten Macdon=
Lord Arnold, hervorgerufen. In einem Schreiben
Macdonald begründet Lord Arnold ſein Ausſcheiden aus
Regierung mit Geſundheitsrückſichten, die ihm die Beibehalty
ſeines Poſtens verbieten. Wie Lord Arnold erklärte, will
aber auch weiterhin Mitglied der Arbeiterparte: bleiben.
politiſchen Kreiſen nimmt man an, daß der völlig unerwar
Rücktritt Lord Arnolds auf ſeine Oppoſition gegen
Finanzpolitik des Schatzkanzlers Snowden zuri
zuführen iſt.
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kummer 66
Samstag, den 7. März 1931
Seite 5
Aus der Landeshaupkftadk.
Darmſtadt, den 2. März 1931.
— Erledigte Stelle. Erledigt iſt eine Lehrerſtelle für einen
geliſchen Lehrer an der Volksſchule in Weitershain,
S Gießen; Wohnung iſt vorhanden und frei.
— Verſetzt wurde: Am 28. Februar; der Förſter. Adam
ſchmann zu Wendelsheim in gleicher Dienſteigenſchaft in
5 Förſterei Jugenheim des Forſtamts Jugenheim.
— In den Ruheſtand verſetzt wurde: Am 1. März: der
Leh=
rn der Volksſchule zu Stockſtadt. Kreis Groß=Gerau, Philipp
Lil, auf ſein Nachſuchen, vom 1. April 1931 an.
— Im Schloßmuſeum ſind am Sonntag und an allen
Wochen=
zr um 11 und 11.30 Uhr vormittags Führungen. Die Kaſſe
on 10.45 bis 11.45 Uhr geöffnet. In dieſer Zeit kann die
Ma=
a von H. Holbein d. J. geſondert von den Führungen
be=
gt werden.
Heſſiſches Landestheater.
E0
C
— Heſſiſches Landestheater. Volksvorſtellung „Ein
lzertraum”. Die anläßlich des Faſchings wieder in den
Lplan des Großen Hauſes aufgenommene volkstümliche Ope=
„Ein Walzertraum” von Oskar Straus wird heute
Stag außer Miete als Volksvorſtellung zu halben
Ten unter muſikaliſcher Leitung von Fritz Bohne mit Harre,
ſel. Ney. Kuhn, Heyer, Vogt. Jacobs, Keßler, Liebel,
Sag=
in Szene gehen. — Im Kleinen Haus findet heute Samstag.
Falls außer Miete, eine Wiederholung des muſikaliſchen
Luſt=
s „Meine Schweſter und ich” mit Trude Weſſely vom
ßiſchen Staatstheater in Wiesbaden als Dolly Fleuriot ſtatt.
den übrigen Hauptrollen: Hinz, Gallinger, Gothe, Pfaudler,
meiſter, Maletzki, Jürgas, Karzau. Muſikaliſche Leitung:
in Palm. — „Derfliegende Holländer” von Richard
mer gelangt morgen Sonntag zum erſten Male in dieſer
lzeit unter muſikaliſcher Leitung von Karl Maria Zwißler
Aufführung. Die Titelpartie iſt mit Albert Lohmann, die
je der Senta mit Anita Mitrovie beſetzt, den Erik ſingt J.
ler. — Eine Nachmittags=Vorſtellung des
be=
en Luſtſpiels „Im weißen Röß’!” findet morgen
Sonn=
im Kleinen Haus außer Miete bei kleinen Preiſen mit Käthe
ge als Rößl=Wirtin und der übrigen bekannten Beſetzung
—Siebentes Sinfoniekonzert, im
Landes=
ater. Als Soliſten für das „Lied von der Erde” von
ler, das Montag, den 9. März, unter Leitung von General=
Edirektor Dr. Karl Böhm zur Aufführung kommt, ſind zwei
vrragende Vertreter der Alt= und Tenorpartie, verpflichtet
en. Sabine Kalter, die erſte Altiſtin der Hamburger
iſt eine der beſten Altſtimmen Deutſchlands und hat die
artie im „Lied von der Erde” viele Male mit größtem
Er=
geſungen. Ihre hochmuſikaliſche Ausdeutung der dankbaren
artie wird in allen Zeitungsbeſprechungen hervorgehoben.
ſo gilt Anton Maria Topitz als einer der beſten Tenöre,
ich an eine ſo beikle Aufgabe mit Erfolg wagen können. —
e beginnt der Vorverkauf für Mieter für das Gaſtſpiel
runterſuchung” des Neuen Theaters Frankfurt a. M.,
Donnerstag, dem 12. März. (Preiſe für Mieter 1—4 RM.)
Die finanziellen Verhältniſſe der Stadt Darmſtadt.
Der Etak von 1931. — Zehlbekrag von 1,7 Millionen.
7. März 20—22.30 Uhr
Ein Walzertraum
Volksvorſtellung zu halben
Preiſen
Preiſe 050 bis 5 Mk. 15—7 Ur-
Schnee vittchen
Marionetten=Bühne
Preiſe 0 40 bis 2 Mk
20—22.-0 Uhr
Außer Mi te
Meine Schweſter und ich
Preiſe bis 4 Mk. rtag
8. März 18.30—21.15 Uhr
Heſſenlandmiete IV „10
Der fliegende Holländer
Preiſe 1 bis 10 Mk
(Gutſcheine beſchränkt gültig 11.15— 13 Uhr
Schneewiltchen
Marionetten=Bühne
Preiſe 0 40 bis 2 Mk.
15—17 15 Uh=
Im weißen Rößl
Außer Mtete
Preiſe 1—t Mk.
20—22 Uhr.
Der Kreis
Preiſe 1.20—5 Mk.
Zuſ=M. 119 rag
2. März 20, Ende gegen 22 Uhr
7 Einfonie=Konzert 15.30 18 70.13
Film=Vorführungen
Preiſe 1.30 —8 Mr. Eintritt gegen2 Erdal=Kwak=
Mar en Stag
10. März 19.30—gegen 21.45 Uhr
Woze!
4 19 Preiſe 1—10 Mk 15.30 18 7015
Film=Vorführungen
Eint itr gegen 2Erdal=Kwak=
Marken woch,
11. März 20—22 Uhr
Zum erſten Male:
Sturm im Waſſerglas
B 17
Preiſe 1—10 Mk. 15—17 Uhr
Schneewittchen
Malionetienbühne
Preiſe 0.40—2 Mk.
19.30—2 Uhr
Martha.
Preiſe 1— Mk. rerstag.
12. März 19.30—22.30 Uhr
Biktoria und ihr duſar
Auß r Miete
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* Oberbürgermeiſter Mueller hatte geſtern die Preſſe zu
einer Ausſprache über die finanziellen Verhältniſſe der Stadt,
und beſonders über den neuen Etat geladen, in der er etwa
folgende Mitteilungen über unſere Finanzen und über das —
Defizit machte.
An der Spitze der Ausführungen des Oberbürgermeiſters
ſtand der Satz: „Es iſt in dieſem Jahre nicht möglich,
den Etat auszugleichen!" Das geht, es iſt, wenn auch
ein ſchwacher, ſo doch immerhin ein Troſt anderen Städten —
— etwa das glückliche Schotten in Oberheſſen ausgenommen —
ebenſo.
Bedauerlich iſt, ſagte der Oberbürgermeiſter, daß man immer
wieder den Vorwurf hören muß, es würde in der Verwaltung
nicht genügend geſpart. Das iſt beſtimmt nicht richtig.
Beſonders die Verwaltung der Stadt Darmſtadt hat ſich niemals
Extravaganzen geleiſtet, ſie hat vielmehr ſtets und in allen Dingen
Maß gehalten. Das iſt auch in vergangenen Zeiten ſchon ſo ge=
Beſen, und es iſt nicht einmal Verdienſt der Verwaltung, dem
Darmſtädter liegt es gar nicht, großzügig zu ſein, man hat ihm
vielmehr früher oft den Vorwurf allzu großer Zurückhaltung
ge=
macht. In den Zeiten der Not haben wir uns ſtets
weiteſt=
gehender Sparſamkeit befleißigt, ſowohl in perſönlichen,
wie in ſachlichen Dingen.
Wenn man uns den Vorwurf gemacht hat, uns in der
Be=
ſoldungspolitik 1927 übernommen zu haben, ſo wird
da=
bei außer acht gelaſſen, daß wir nur Härten ausgeglichen haben,
inſoweit nämlich, als wir Beamte aus dem mittleren
Beamten=
ſtand für höhere Poſten herangebildet haben und dieſe dann
na=
türlich entſprechend bezahlten. Dem Staat ſtanden für dieſe Poſten
Akademiker in genügender Zahl zur Verfügung. Im übrigen hat
der Staat die gleiche Politik verfolgt. Nur kann er einfach
Be=
amte zu Regierungsräten uſw. ernennen und ſie dann ohne
wei=
teres entſprechend einſtufen. Die Beſoldungsgruppe 1
haben wir überhaupt nicht beſetzt, im Gegenſatz zu
vielen kleineren Städten, wie Worms, Offenbach uſw. Uebrigens
haben ſich die aus dem mittleren Beamtenſtand herangebildeten
Beamten faſt ausnahmslos ſehr bewährt.
Trotzdem haben wir eine ganze Reihe von
Amtmänner=Stellen (6 bis 7) bereits wieder
ab=
gebaut. Weiterer Abbau wird folgen, wenn der Ideal=
Stellenplan fertiggeſtellt iſt, der noch im April zur Vorlage
kommen wird. Naturgemäß wirken ſich dieſe Erſparniſſe nur
lang=
ſam aus. Jedenfalls hat ſich die Verwaltung ſtets nur von
ſozialen Geſichtspunkten leiten laſſen. Zu weit gehen kann man
nicht denn auch der Beamte hat ein Anrecht auf menſchenwürdige
Bezahlung. In faſt allen Verwaltungszweigen ſind die Beamten
jetzt ſchon überlaſtet.
Die ungeheure Not der Städte in Deutſchland iſt aus der
ſteuerlichen Geſetzgebung des Reiches entſtanden. In erſter
Linie aus den Wohlfahrts= und Fürſorge=Ver=
pflichtungen. Dabei haben wir unſere ſteuerliche Belaſtung
immer noch in beſcheidenen Grenzen gehalten. Viele
Städte haben z. B. viel höhere Gewerbeſteuern als Darmſtadt,
wo ſie faſt am niedrigſten ſind.
In den Jahren 1929 und 1930 iſt es gelungen, den Etat
wenigſtens einigermaßen auszugleichen. Allerdings war dieſer
Ausgleich nur ſcheinbar, denn er war nur möglich durch
Inanſpruchnahme von Vermögensmitteln. Das
Von der Städtiſchen Haushaltungsſchule. Die ſeit dem
Jahre 1889 hier beſtehende Städtiſche Haushaltungsſchule hat die
Aufgabe ſchulentlaſſenen Mädchen eine gründliche
Vor=
bereitung auf den Hausfrauenberuf zu
vermit=
teln. Das geſchieht in beſonderen Tageskurſen. Hier
wer=
den die Mädchen in 31 Wochenſtunden in allen Gebieten der
Hauswirtſchaft unterrichtet. Selbſtverſtändlich kommt dabei auch
die Allgemeinbildung nicht zu kurz. Schülerinnen, die an den
Zweijahreskurſen teilnehmen, alſo volle 10 Schuljahre haben, ſind
vom dritten Berufsſchuljahr befreit. — Für nicht mehr
berufs=
ſchulpflichtige Mädchen und Frauen beſtehen beſondere
Abendkurſe, in denen die praktiſche Hauswirtſchaft beſonders
zu ihrem Recht kommt. Sie ſind mehr als Wiederholungskurſe
gedacht, und in ihnen hat ſich ſchon gar manche Braut und manche
junge Frau das Rüſtzeug für eine richtige Haushaltführung
ge=
holt. — Anmeldungen werden am Montag, den 9., und Dienstag,
den 10. März 1931, 15—18 Uhr, Alexanderſtr. 27, noch von denen
entgegengenommen, die nicht bereits für das kommende Schuljahr
als Schülerinnen eingetragen ſind.
Früdlasteng
im Kaulan
bedeutet
verminderte Produktion
und derum
erhöhte Arbeitslosigkeit!
— Skiklub Schwarzwald=Odenwald. Am Sonntag, dem 8.
März 1931, vormittags 6.30 Uhr, fährt bei genügender
Beteili=
gung ein Omnibus nach dem Taunus. Abfahrtsſtelle. Hotel
Traube. Anmeldung im Sporthaus Adelmann, Rheinſtraße 12½4,
Fernruf 1429. Führung: Skilehrer Bach.
— „Der Kampf um die Kunſt” heißt das Thema, über das
der bekannte Vorkämpfer eines artrechten, der Landſchaft
ange=
paßten deutſchen Bauſtils und jetzige Direktor der Weimarer
Kunſthochſchulen, Prof. Dr. Schultze=Naumburg, Dr. h. c.,
am Freitag, dem 13. März, im großen Saale des Städt.
Saalbaues ſpricht. Der hochintereſſante Vortrag iſt von
Licht=
bildern begleitet, die auf den verſchiedenſten Gebieten, der
Kunſt und Architektur Gegenüberſtellungen von ſchöpferiſch
ge=
ſundem und krankhaftem, von feſtwurzelndem europäiſchem und
artfremden Weſen bringen. Prof. Schultze=Naumburg wird in.
ſeinem Vortkag zu beweiſen ſuchen, daß nur aus einem geſunden,
ſich ſeiner eigenen Kräfte bewußten Volkstum heraus
wirk=
liche Kunſt erwachſen kann. — Den Vorverkauf der Einlaßkarten
haben die Buchhandlungen Waitz (Eliſabethenſtraße 16) und
Köhler (Schulſtraße 10).
kann ſo nicht weitergehen. Die liquidierten Außenſtände
abge=
rechnet, betrug das Defizit 1929 nur 40 000 bis 50 000, 1930
wird es 100 000 Mark betragen. Das iſt an ſich ein
ausgezeich=
netes Ergebnis, wenn man das ungeheure Anwachſen
des Wohlfahrtsfonds in Rechnung ſtellt. Das gute
Ergebnis hat uns in den leider nicht berechtigten Ruf gebracht,
als ginge es uns gut, als brauche man Darmſtadt nicht zu helfen.
Auch mein Angebot, die Eyſparniſſe aus der Verlegung des
Päda=
gogiſchen Inſtituts zu Laſten der Stadt zu geben, wurde ſo
aus=
gelegt. Wobei man außer Betracht ließ, daß durch dieſe 25 000 bis
30 000 Mark die Wirtſchaft Darmſtadts vor einer Schädigung, die
in das Vielfache dieſer Summe geht bewahrt bleiben ſoll.
Was den Voranſchlag 1931 betrifft, ſo iſt folgendes
wichtig: Am 1. Januar 1930 hatte Darmſtadt 1183 Erwerbsloſe
in Fürſorge, am 1. Februar 1268 am 1. Januar 1931 ſind es
1921 und am 1. Februar 1931 2109. Wenn die Kriſenfürſorge
aufgehoben wird, ſteigt die Zahl weiter, ſo daß am 1. April mit
mindeſtens 2500 gerechnet werden muß. Es kommen alſo
auf 1000 Einwohner 28
Wohlfahrtserwerbs=
loſe; der Reichsdurchſchnitt beträgt 20.
Faſt 70 Prozent der geſamten
Steuereinnah=
men gehen für dieſe Wohlfahrtsfürſorge drauf!
— Im Jahre 1914 betrug das Verhältnis 6,5 Prozent.
Dieſen Ausgaben iſt die ſolideſte Verwaltung auf die Dauer
nicht gewachſen. Jeder Erwerbsloſe erfordert 700 bis 800 Mark.
Dazu kommt noch die Unterſtützung für Kinder uſw. Zur Deckung
ſtehen nur noch zur Verfügung die Erhöhung der
Bier=
ſteuer und der Bürgerſteuer, die verdoppelt
wer=
den müſſen.
Zu den Belaſtungen durch die Fürſorge kommen noch
Minder=
einnahmen aus den Betrieben mit 270 000 Mark. Steuerausfälle
uſw., ſo daß mit einem Geſamtfehlbetrag von
1.7 Millionen zu rechnen iſt, bei Verdoppelung der
Bier= und Bürgerſteuer. Die Ausgaben ſind bis zur Grenze des
Erträglichen zuſammengeſtrichen.
Einen Voranſchlag mit völliger Abdeckung des Defizits
vor=
zulegen, bin ich nicht in der Lage. Ich kann nur hoffen,
daß im Laufe des Jahres man zu der Einſicht gelangt, daß die
deutſchen Städte zuſammenbrechen müſſen, wenn das Reich und
die Länder ihnen weiter ſo ungeheure Laſten auferlegen. Ich
weiß, daß das Reich das ſchon eingeſehen hat, aber es iſt noch
nichts getan, um das Unheil abzuwenden. Wenn unter
Umſtän=
den das Reich auf die Länder verzichten kann, die Städte
kann es niemals entbehren!
Der Voranſchlag ſoll noch vor Oſtern verabſchiedet werden.
Die Verhandlungen im Finanzausſchuß werden vom 17., bis
20. März, die Verabſchiedung im Plenum am 26. und 27. März
ſtattfinden.
Zum Schluſſe machte der Oberbürgermeiſter im Anſchluß an
die bekannte Aktion des Staatspräſidenten zur
Unterſtüt=
zung der Kunſt noch Mitteilung darüber, was die Stadt
Darmſtadt auf dieſem Gebiet bisher leiſtet. Aus den
Mittei=
lungen ergab ſich, daß alles in allem etwa 15 000
Markjähr=
lich für die Unterſtützung von Künſtlern und Förderung der
Kunſt ausgegeben wird. Unter den herrſchenden Verhältniſſen
ſicher genügend.
Auf den Voranſchlag ſelbſt kommen wir nach Fertisſtellung
noch eingehender zu ſprechen.
Aus Anlaß der Verſetzung des Herrn Miniſterialdirektors
Dr. Kratz, Vorſitzender der Abteilung ſür Bauweſen, infolge
Er=
reichung der Altersgrenze in den Ruheſtand, ſchreibt die „
Zeit=
ſchrift für Staats= und Gemeinde=Verwaltung” u. a. „An
Dr. Kratz ſtellte die Tätigkeit auf den verſchiedenen
Gebie=
ten des Bauweſens, in Hochbau, Waſſerbau, Straßenbahn,
Bau=
polizei und Landesplanung Denkmalpflege,
Elektrizitätsverſor=
gung uſw. ihre beſonderen Anforderungen. Seinen ruhigen und
ſicheren Art, ſeiner für den Ausgleich von Meinungen und
Wün=
ſchen beſonders geeigneten, eindrucksvollen Perſönlichkeit, gelang
es in hervorragender Weiſe, Erfolge in oft recht ſchwierig
liegen=
den Angelegenheiten herbeizuführen. Durch ſein Auftreten und
ſein Wirken erwarb er ſich in Stadt und Land allgemeines
Ver=
trauen und zahlreiche Freunde. Ungern ſieht man den beliebten
Beamten aus dem Dienſt ſcheiden. Dr Kratz erfreut ſich
beſon=
derer Rüſtigkeit und beſter Geſundheit, in der er ſicher noch
ge=
raume Zeit Nützliches für Staat und Volk hätte leiſten können.
Er tritt zurück infolge eines Geſetzes, das keine Ausnahme kennt.
und deſſen Vorteil für die Allgemeinheit oft ſchon bezweifelt
wurde. In allen ſeinen Wirkungskreiſen bedauert man allgemein
die Verſetzung in den Ruheſtand eines ſo tatkräftigen, erfahrenen
Beamten!”
— Siebentes Sinfoniekonzert im Landestheater. Unter der
Leitung von Generalmuſikdirektor Dr. Karl Böhm gelangt
Mon=
tag, den 9. März, im ſiebenten Sinfoniekonzert Mahlers „Lied
von der Erde” zur Aufführung. Ueber Sabine Kalter, die
Vertreterin der Altpartie, ſchreibt der „Frankfurter
General=
anzeiger” gelegentlich der Aufführung in Frankfurt: „Sabine
Kalters warmer volltönender, in allen Lagen ſchön
timbrier=
ter Alt trug erheblich zu der das Werk beherrſchenten
weihe=
vollen Stimmung bei.” In der „Frankfurter Zeitung” leſen wir:
„Wenn der Eindruck des Ganzen ſich bis zu den letzten Worten
und Tönen ſteigerte, ſo iſt das vor allem der Altiſtin Sabine
Kal=
ter zu danken.” „Duisburger Anzeiger”: „Sabine Kalter aus
Hamburg iſt eine Altiſtin von ganz bedeutender Kultur, der
Stimme, von prächtigem Wohllaut, dabei im muſikaliſchen
Vor=
trag von tiefer „Beſeelung” „Kaſſeler Neueſte Nachrichten”:
„Einen Gewinn unter den Soliſten bedeutete die Altiſtin Sabine
Kalter aus Hamburg, die die drei der Mahlerſchen Geſänge mit
ihrer wunderbaren, weichen klangvollen, wohlgebildeten Stimme
darbot.” „Mainzer Journal”: „Eine hier in den letzten Jahren
in dieſer Vollendung nicht mehr gehörte Altſtimme beſitzt
Sa=
bine Kalter aus Hamburg. Ihr Alt iſt von einer
Ausgeglichen=
heit und einem Wohllaut, wie dieſe nur wenigen Künſtlerinnen
beſchieden ſind.” Auch über. A. M. Topitz, den Vertreter der
Tenorpartie, liegen Preſſeſtimmen vor, die ihn als einen beſonders
befähigten Inerpreten der Geſänge im „Lied von der Erde” von
Mahler bezeichnen.
— Die Literariſch=Künſtleriſche Geſellſchaft hat zu dem
Ge=
dächtnisaberd für Walter von der Vogelweide, der am
Montag, dem 16. März. 8 Uhr, im Feſtſaal der Loge ſtattfindet.
den hervorragenden Erforſcher mittelalterlicher Sprachkunde,
Univerſitätsprofeſſor Dr. Hans Naumann aus Frankfurt a. M.,
als Redner gewonnen. Liedervorträge der
Muſikanten=
gilde Darmſtadt und Rezitationen werden dem Abend ein
feſt=
liches Gepräge geben. — Für den 23. März iſt ſodann das
Kon=
zert des berühmten Jazz=Orcheſters der Weintraubs
Syn=
kopators aus Berlin im Großen Saale des Städtiſchen
Saal=
baues vorgeſehen.
Piese weltberühmte Aweiminutenbehamdt
A9
Afrikan.
Palne
hat nicht umsonst Millionen
begeisterter Anhängerinnen.
TNZAHLIGF Franen in der ganzen
CWelt haben sich durch die ständige
Anwendung dieser Schönheitspfege den
frischen, zarten Teint blühender Jugend
bewahrt. Täglich morgens und abends
eine leichte Gesichtsmassage mit dem
milden, durchdringenden Palmolive-
Schaum — 2 Minuten lang. Danach
ab-
spülen — zuerst mit warmem, dann mit
kaltem Wasser. Auf diese Weise wird
Ihre Haut gicht aur gründlich,
son-
dern auch schonend gereinigt. Die
Poren werden von allen Unreigheiten
befreit und Ihr Teint wird blütenzart,
weich und geschmeidig.
Palmolive G. m. b. H., Berlia SW11.
Palmen- und Olivenöle — bewährte
Kome-
tika seit Ckopatra Tagen — md da 61
der Kokornuß — das zind die wertvollen
Bestandteile der Palmolive-Seife. *
Kokosnt
Palme
Seite 6
Samstag, den 7. März 1931
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Nummer 66
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bu=
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ten,
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Ent
vei
war
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Der
Wo
erſt
nen
Der Vortrag des Herrn Profeſſors Dr. Behn von Mainz,
eines alten Freundes unſeres Vereins, unterrichtete eine überaus
zahlreich erſchienene Zuhörerſchaft über die Ausgrabungen, die
der Vortragende im Herbſt des vorigen Jahres in Steinbach und
Dieburg hat vornehmen können.
Zunächſt wandte er ſich der Einhardsbaſilika in Steinbach zu.
Hier waren es vor allem zwei Probleme, deren Ergründung die
Ausgrabung dienen ſollte: die Krypta und der Weſtbau. Im
all=
gemeinen liegen für Steinbach gründliche Vorarbeiten Adamys
vor, und doch konnte der Vortragende verſchiedene Neuergebniſſe
ſeiner Arbeit feſtſtellen. Die Krypta beſaß nicht nur zwei von den
Seitenſchiffen nach unten führende Eingange, ſondern auch einen
dritten, der unter der Hauptapſis hineinführte; zwei Altäre, die
bisher nicht recht erkannt waren, wurden nunmehr endgültig
feſt=
geſtellt. Intereſſant war der Fund eines abgeſchlagenen
Merkur=
kopfes; damit wird der Forſchung eine neue Aufgabe geſtellt, denn
von einem Merkurheiligtum im öſtlichen Odenwald, das man als
Urſprungsort der Figur anſehen muß, war bisher nichts bekannt.
Bezüglich der Formen des Weſtbaues hatten die Unterſuchungen
das Ergebnis, daß das von Adamy angenommene karolingiſche
Atrium, das in dieſer Form in die ganze Kunſtgeſchichte der neueren
Zeit übergegangen iſt, erſt in das ſpäte 16. Jahrhundert gehört
und wahrſcheinlich mit der Einrichtung der Kirche zu einem Spital
durch den Grafen von Erbach=Fürſtenau in Verbindung ſteht.
Noch überraſchendere Aufſchlüſſe brachten die Forſchungen des
Vortragenden über die alte Wallfahrtskapelle in Dieburg. Wer
von unſeren Mitgliedern vor Jahren zu dem Beſuch der Kirche
und an der Führung durch den kürzlich verſtorbenen Dekan
Ehers=
mann teilgenommen hat, wird ſich erinnern, daß das merkwürdige
Halbrund an dem Weſtflügel der Kirche der eigentliche
Kern=
punkt der Wallfahrt, als ein auf römiſchen Grundlagen
fußen=
der Bau angeſprochen wurde. Die Ausgrabung hat etwas
gänz=
lich anderes zutage gefördert. Die unterſte Lage der Bauſchichten
unter dem Halbrund zeigten den Grundriß eines ſehr ſtarken
Turmes, der abſeits von der älteſten Kapelle ſtand und nach des
Vortragenden Vermutung ein Glockenturm war. Als ſich an
dieſem Turme ein Wunder ereignete, wurde der Turm ſelbſt
nie=
dergelegt, eine Kapelle erbaut und durch einen Flügelbau der
alten Kirche angeſchloſſen; dieſe Kapelle hat bis in das Ende des
17. Jahrhunderts exiſtiert, wo ſie der noch heute beſtehenden
halbrunden Kapelle Platz machte. Auch über die ganze
Bau=
geſchichte der in ihrem Grundriß ſehr merkwürdigen Kirche hat
die Ausgrabung Licht verbreitet. Die Einzelheiten dieſer
Unter=
ſuchungen könnten nur an der Hand von Grundriſſen und
Auf=
nahmen demonſtriert werden; nur ſo viel ſei hier geſagt, daß auch
dieſe Kirche mit einer karolingiſchen Baſilika ihren Anfang
ge=
nommen hat.
Das Verſtändnis der Zuhörer für die Ausführungen des
Vortragenden wurde durch eine große Zahl ausgezeichneter
Licht=
bilder weſentlich gefördert.
Cl.
Kunſtausſtellung am Rheintor. Nachdem auch der vergangene
Sonntag zufolge der Verbilligung des Eintrittsgeldes um die
Hälfte, trotz des ſtarken Schneetreibens der Kunſthalle am
Rhein=
tor einen ſehr guten Beſuch gebracht hat, ſoll die gleiche
Ver=
günſtigung auch für kommenden Sonntag, den 8. März,
gelten. Nichtmitglieder können deshalb auch an dieſem Tage die
Ausſtellung gegen ein Eintrittsgeld von 50 Pfg. beſuchen. Wer
alſo bisher verſäumt hat, ſich die Kollektionen der fünf
Stuttgar=
ter Maler Ferdinand Barth, Amandus Faure, Ferdinand
Her=
wig, Paul Kapell und Alfred Renz anzuſehen, ſoll dies bis
ſpä=
teſtens kommenden Sonntag nachholen, da die jetzige
Veranſtal=
tung wegen Vorbereitung der dann kommenden Ausſtellung des
Dreiſtädtebundes nicht länger offengehalten werden kann.
— Architektur=Ausſtellung. Die Buchhandlung Beraſträßer
(W. Kleinſchmidt), Wilhelminenſtraße 29, veranſtaltet ab heute
eine Ausſtellung der Bauten des bekannten Darmſtädter
Archi=
tekten (B.D.A.) Sixtus Großmann. Die ebenfalls von
die=
ſem Architekten geſchaffene ſtimmungsvolle Innenarchitektur der
Buchhandlung, mehr einem vornehmen Empfangsraum gleichend
als einem Geſchäft, eignet ſich beſonders für Ausſtellungszwecke,
denen ſie ſchon öfters diente. Bei der nunmehrigen
Architek=
tur=Ausſtellung handelt es ſich um Modelle, Photos,
Pläne und Bilder nach Entwurf und unter Leitung von Sixtus
Großmann ausgeführter Bauten, vom kleinen Einfamilienhaus
einfachſter Art bis zur großen Villa individuellſter Prägung,
ſo=
wie um Innenarchitektur, Kunſtgewerbliches uſw. Die
Ausſtel=
lung gibt ſo recht ein Bild über praktiſche Bauausführungen
mit den hochentwickelten techniſchen und beſchränkten finanziellen
Mitteln der heutigen Zeit. Auch die Stilfragen ſind in
verſchie=
denſter Art intereſſanten Löſungen zugeführt. Jeden, der mit
Baufragen direkt oder indirekt zu tun hat, wird es intereſſieren,
dieſe Ausſtellung zu beſuchen; jeder wird Anregungen oder
Auf=
ſchlüſſe über Fragen finden. Ein Eintritt wird nicht erhoben.
— Bücherſtube Alfred Bodenheimer. Ausſtellung Joſeph
Itin. Wie ſchon bekannt gegeben, eröffnet die Bücherſtube am
Sonntag, dem 8. März, vorm. 11.45 Uhr, die Ausſtellung von
Joſeph Itin, La Comballaz ſ/Aigle. Er zeigt eine intereſſante
Auswahl von Oelgemälden und Aquarellen Schweizer
Landſchaf=
ten. Joſeph Itin wird zur Eröffnung ſelbſt
ſpre=
chen. Eintritt unentgeltlich.
— Rundfunkvortrag. Am morgigen Sonntag, dem 8. März
1931, nachmittags um 2.30 Uhr, ſpricht Herr Abteilungsvorſteher
Dr. C. Dencker=Darmſtadt von der Heſſiſchen
Landwirtſchafts=
kammer im Südweſtdeutſchen Rundfunk Frankfurt a. M. über das
Thema. Englands Tierzucht von heute und was der deutſche
land=
wirtſchaftliche Tierzüchter von ihr lernen kann”
Sammlung für das Knabenerziehungsheim Hähnlein. Das
Knabenerziehungsheim, früher Rettungshaus Hähnlein an der
Bergſtraße, einſt von Männern gegründet, denen Johann
Hein=
rich Wichern — der Vater der männlichen Diakonie — das Herz
warm gemacht hat für die Not der gefährdeten Jugend, iſt in
Heſſen der Anfang aller Erziehungsarbeit an dieſer Jugend
ge=
worden. Nur bei wenigen dieſer Jugend blieb die
Aufgabe der wohltätigen Anſtalt ungelöſt.
Hähn=
lein erfreut ſich deshalb des allgemeinen Vertrauens, und das
Wohlwollen menſchenfreundlicher Bewohner Darmſtadts und
Um=
gegend trug ſeither zur Erhaltung und Fortführung des
Er=
ziehungswerkes weſentlich bei. Auch in dieſem Jahre
wird für das Heim eine Hausſammlung
veran=
ſtaltet. Es wird gebeten. der Anſtalt, wie in früheren Jahren,
freundlichſt zu gedenken, und Gaben dem demnächſt vorſprechenden
Sammler, der mit Ausweis und behördlicher Genehmigung
ver=
ſehen iſt, einzuhändigen und in die Liſte einzutragen.
Vom Arbeitsausſchuß der Winterhilfe 1931 der freien
Wohlfahrtspflege in der Stadt Darmſtadt wird uns mitgeteilt,
daß, wie der Heſſiſche Beamtenbund, auch der Reichsbund der
höheren Beamten, Landesverband Heſſen, ſeine Mitglieder auf
die zurzeit im Gange befindliche Geldſammlung der Winterhilfe
1931 hingewieſen und gebeten hat, ſich an den Sammlungen der
freien Wohlfahrtspflege, durch Spenden zu beteiligen. Dieſe
Ent=
ſchließung iſt ſehr zu begrüßen und dürfte für andere Berufsver.
tretungen zur Nachahmung zu empfehlen ſein. Wir weiſen
noch=
mals darauf hin, daß Einzahlung oder Ueberweiſung von
Spen=
den auch auf das Konto, Winterhilfe 1931” der freien
Wohl=
fahrtspflege in der Stadt Darmſtadt” bei der Städtiſchen
Spar=
kaſſe hier erfolgen kann.
Petrusgemeinde (Männer=Vereinigung). „Die
Gelegenheit, etwas über Friedrich von Bodelſchwingh
ſein Leben und ſein Werk zu hören, und zwar in der
Mo=
natsverſammlung der M.=Vg.” ließen ſich in der Tat viele nicht
entgehen: die unteren Säle des Gemeindehauſes waren bis zum
letzten Platz dicht gefüllt von Mitgliedern und ſonſtigen Männern,
Frauen und Jugendlichen der Gemeinde, die in lautloſer, man
darf ſchon ſagen andächtiger Stille den warmherzigen
Aus=
führungen von Herrn Pfarrer Weiß über obigen Gegenſtand
lauſchten und ſich in eine Stimmung barmherziger
Hilfsbereit=
ſchaft für die mannigfachen Nöte unſerer Zeit verſetzen ließen,
welche als die edelſte Frucht einer würdigen 100jährigen
Geburts=
tagsfeier des Mannes bezeichnet werden muß, den man ein „Genie
der Barmherzigkeit” und den „chriſtusähnlichſten Menſchen in 400
Jahren evangeliſcher Kirchengeſchichte” genannt hat. — Eine
Reihe von Lichtbildern ergänzte den eindrucksvollen Vortrag, der
ausklang in einem Lobpreis der freien chriſtlichen Liebestätigkeit,
die gar nicht entbehrt werden kann, wenn man der Not unſerer
Zeit begegnen will. Möchte der Vortrag von Herrn Pfarrer
Weiß dazu beitragen, in der Petrusgemeinde den Geiſt
barmher=
ziger, helfender Bruderliebe noch mehr zu beleben. Dann wird
auch das Werk Bodelſchwinghs von den Gemeindegliedern nicht
vergeſſen werden. Ein ſchönes Zeichen dafür, daß man deſſen
ſeit=
her ſchon gedacht hat, iſt die Tatſache, daß innerhalb der letzten
fünf Jahre die von den beiden Jugendvereinigungen der
Petrus=
gemeinde betriebene Sammlung für den Pfennigverein Bethel
die ſtattliche Summe von über 2000 Mark ergeben hat. Der
wackeren Jugend, die neben anderem auch auf dieſem Gebiete ihre
Aufgabe erkannt hat, auch hier ein herzlicher Dank.
Die Zahn=Zwiſchenräume als Sitz übelriechender Speiſereſte reinigt
man zweckmäßig mit der eigens daſür konſtruierten Chlorodont=Zahnbürſte
mit gezahntem Borſtenſchnitt in zwei Härtegraden von höchſter Qualität. Nur —
echt in blau=weiß=grüner Originalpackung. Kaufen Sie ſich noch heute eine Tube
Chlorodont=Zahnpaſte zu 54 Pf. und die dazugehörige Chlorodont=Zahnbürſte.
— Beethovenabend. Am Dienstag, den 17. März. 20 Uhr,
veranſtaltet die Volksbühne im Mozartſaal einen
Beethoven=
abend, an dem nur wenig geſpielte Werke Beethovens zum
Vor=
trag gelangen. Es wirken mit Grete Berthold (Geſang),
Hans Andrä (Cello), Rudolf Klamand (Horn) Erwin
Palm (Klavier). Eintrittskarten zum Preiſe von 1 RM. ſind
in der Geſchäftsſtelle, Darmſtadt, Eliſabethenſtr. 34 und im
Ver=
kehrsbüro zu haben. Die Konzertgemeinde der Volksbühne
be=
ſucht dieſes Konzert.
— Kirchenkonzert in der Stadtkapelle. Wir weiſen hier
noch=
mals auf das Kirchenkonzert des Kirchengeſangvereins für
Stadt=
kapelle und Schloßkirche am Sonntag, den 8. März. nachmittags
5 Uhr in der Stadtkapelle hin. Die Paſſionskantate „Der
Tod Jeſu von Graun fand im vorigen Jahr bei ihrer erſten
Wiedergabe nach langen Jahrzehnten eine ſehr günſtige
Auf=
nahme. Bei der diesjährigen Aufführung ſind die Mitwirkenden
wieder dieſelben wie im Vorjahre. Frau S. Horn=Stoll,
Sopran, Herr C. Stralendorf, Bariton, Herr H.
Land=
zettel, Tenor, Herr A. Weber, Orgel, Orcheſter: Mitglieder
des Landestheaters und Muſikfreunde. Leitung: Herr
Muſikober=
lehrer Hch. Pfaff. Karten zu 1 Mark (Chor und Emporen
numeriert) und zu 0,50 Mark ſind im Vorverkauf bei Chriſtian
Arnold, Heckmann und Vogelsberger, ſowie beim Kirchendiener
zu haben. (Vergl. Anzeige.)
— „Bild und Ornament auf griechiſchen Vaſen”. Wie ſchon
kurz bekannt gegeben, ſpricht in der Vereinigung der Freunde des
humaniſtiſchen Gymnaſiums am kommenden Dienstag, 10. März,
abends 8 Uhr, im Feſtſaale des Gymnaſiums der Heidelberger
Archäologe Profeſſor Dr. Arnold von Salis über „Bild und
Ornament auf griechiſchen Vaſen” Profeſſor von Salis, durch
ſein wundervolles, bereits in 3. Auflage vorliegendes Buch über
„Die Kunſt der Griechen” weiten Kreiſen bekannt geworden, hier
in Darmſtadt durch ſeinen feinſinnigen Vortrag über die Göttin
Athena im März vorigen Jahres noch in beſter Erinnerung,
be=
rührt mit ſeinem diesmaligen Vortragsſtoff eines der
anziehend=
ſten Gebiete der antiken Kunſt. Die Malerei auf griechiſchen
Vaſen bedeutet weit mehr als Kunſtgewerbe im heutigen Sinn.
Dem Archäologen iſt ſie wichtige Stütze zur Rekonſtruktion der
zu=
grunde gegangenen Monumentalmalerei der Griechen, der
Kultur=
hiſtoriker ſchöpft aus ihr reichſte Kenntnis der Götterkulte wie
des öffentlichen und privaten Lebens im Altertum, den
Kunſt=
freund vermag ſie durch eine teilweiſe erleſene Formgebung
immer wieder zu entzücken. Es unterliegt keinem Zweifel, daß
Herr Profeſſor von Salis — Gelehrter und Perſönlichkeit
zu=
gleich — dieſe Sonderart griechiſcher Kunſt voll würdigen und
auswerten wird. Der Grundgedanke ſeines Vortrags ſoll der an
Hand eines teilweiſe ganz neuen Lichtbildermaterials geführte
Beweis der Wechſelwirkung von ornamentaler und bildlicher
Dar=
ſtellung auf griechiſchen Vaſen ſein. Somit verdient der überaus
intereſſante Vortrag, den die Humaniſtiſche Vereinigung als
Ab=
ſchluß ihres Winterprogramms noch bieten kann, eine zahlreiche
Zuhörerſchaft.
— Diätkurſus. Auf vielſeitigen Wunſch wird Frau Liſi
Pau=
pie ihren Diätkurſus wiederholen, und zwar diesmal in der
Elektriſchen Küche im Heaghaus, Luiſenſtraße 16, und zwar
am 10 und 11. März Magen= und Darmſchonkoſt, 12. März
Gallenſchonkoſt, 17. März Nierendiät, 18. März Zuckerdiät 19.
März. Gicht. Entfettung uſw. Anmeldung Heaghaus,
Ausſtellung. Einzeltage können belegt werden. (Siehe Anzeige.)
— Im Rahmen der beliebten Film=Morgenfeiern wird im
Helia=Theater am Sonntag vormittag 11.15 Uhr der
Kul=
turfſilm „Nordland=Odins Paradies” unwiderruflich zum letzten
Male wiederholt. Der Film zeigt die Schönheiten der nordiſchen
Lande: Norwegen, das Land der Fjorde, Sagen und Seen, iſt von
der geſamten Darmſtädter Kritik als hervorragend bezeichnet
worden. Es verſäume niemand dieſe letzte Gelegenheit, zumal
eine Verlängerung ausgeſchloſſen iſt Jugendliche haben Zutritt.
t.* In einer erweiterten Mitgliederverſammlung der
(Reichsgemeinſchaft junger Volksparteiler) ſprach am
Frei=
abend im „Reichshof”, Herr Dipl.=Volkswirt Dr. Scheun
mann=Gießen über das Thema „Die wirtſchaftsvol
tiſchen Grundſätze des Nationalſozialism
Der Referent, der auf Grund beſonderer wiſſenſchaftlicher
ſchungen als ausgezeichneter Sachkenner der ganzen Materie
kannt iſt, packte das Problem nicht von der rein politiſchen
an, ſondern mittels einer rein wiſſenſchaftlichen
trachtungsweiſe, und verſtand es, die ſehr zahlreiche
ſehr intereſſierte Zuhörerſchaft durch ſeine Darſtellung des
aktuellen wie umſtrittenen Themas zu feſſeln.
Der Nationalſozialismus iſt wirtſchaftspolitiſch reaktion
eingeſtellt und ſteht feindlich gegenüber jedem Rent
bilitätsſtreben. Die Theorie der ſogenannten Federgelt
iſt nicht neu, ſchon vor etwa hundert Jahren ſind in Frankr=
und England ähnliche Beſtrebungen verfolgt worden. Im üb
gen iſt Feder nach ſeinen eigenen Aeußerungen von der „
Sich=
heit” ſeiner eigenen Federgelder nicht reſtlos überzeugt.
flationiſtiſche Wirkung der geplanten Federgelder im Zuſamm
hang mit der geplanten Bau= und Wirtſchaftsbank kann nicht
leugnet werden, wenn man ſeine Geldtheorie näher unterſu
Feder verwechſelt die Begriffe „Geld und „Kredit” miteinand
Selbſtverſtändlich würde auch das Federgeld im Ausland
anerkannt werden, und bei dem Kapitalbedarf Deutſchland
in den letzten Jahren hohe ausländiſche Kredite erhalten hat, iſt
dem „Herzſtück” der nationalſozialiſtiſchen Wirtſchaftstheorie.
Brechung der Zinsknechtſchaft”, nichts auszurichten. Eine
Zur=
ziehung dieſer Kredite würde die Folge ſein, ein Vorgan
die deutſche Wirtſchaft nicht ertragen könnte. Die wirtſe
politiſchen Theorien der Nationalſozialiſten ſind voll logi
Widerſprüche. Man kann gegen das Finanzkapital kär
fen, wenn man will und wenn man dieſen Kampf jetzt für
gemäß hält, aber man kann nicht gleichzeitig den Kampf
die Großinduſtrie hierbei unterlaſſen. Finanzkapital und 6
induſtrie ſind nicht voneinander zu trennen.
Der Nationalſozialismus iſt im Kern individualiſtiſch
ſtellt, er kennt das Privateigentum ſowie das Erbrecht gruſſ
lich an und ſtellt es unter ſeinen ſtaatlichen Schutz.
die Bezeichnung „ſozialiſtiſch”, im Namen der N. S.D.A9
einem eigentümlichen Licht!
Der Referent ging dann dazu über, die wirtſchaftliche
Programmforderungen des Nationalſozialismus imn
zelnen zu erörtern, ſo das Agrarprogramm und de
duſtrieprogramm, ſoweit man überhaupt ſeine loſenS6
über die induſtriellen Fragen als ein Programm bezeichnenk
So läßt z. B. die Forderung der Altersrente jede konkrete
mulierung vermiſſen. Sie iſt, ebenſo wie die Forderung der
winnbeteiligung, nur ein Wechſel auf die Zukunft!
Als Löſung der Arbeitsloſenfrage ſchlägt der Nationalſo;
lismus die Arbeitsdienſtpflicht vor, ohne zu bed
ken, daß hierbei nur die bisher aufzuwendenden Mittel
einer anderen Seite hin verſchoben würden. Schließlich beh
delte der Vortragende noch das Steuer= und
Finanzp=
gramm (Staat ohne Steuern!) und zeigte auch hierbei
wirtſchaftliche Inkonſequenz des Nationalſozialist
auf. Mit Stimmungen allein, wie es der
Nationalſoziali=
will, iſt aber auf die Dauer weder in der Polit
noch in der Wirtſchaft etwas zu erreichen!
Der Redner, der das Thema nicht irgendwie, demagoe
ſondern ſachlich und nüchtern behandelte,, erhielt lebhaften, d
baren Beifall.
Den Vortragsabend, den der 2. Vorſitzende der R.j.V.
Dr. Wellmann, leitete, beſchloß eine angeregte Ausſprad
— Orpheum. Kaßner zaubert jeden Abend 2½ Siut
mit unzähligen Wunderkäſten, Kiſten, Truhen, er läßt ſich
Säcke einbinden, in dreifache Koffer ſtecken und erſcheint d
nach wenigen Minuten am anderen Ende des Saales, wäh
aus dem noch unverſehrten Sack die Gemahlin Kaßners ſt
Das Publikum iſt begeiſtert, geht vom erſten Trick an mit
verſucht fieberhaft, dem Allerweltszauberer hinter die Schlich
kommen. — Morgen Sonntag finden zwei Vorſtellungen
nachmittags 4 Uhr und abends 8.15 Uhr. Nachmittags wie ab
das Verſchwinden des Elefanten auf offener Bühne. Preiſe
die Nachmittagsvorſtellung von 40 Pf. bis 1,50 Mk. und ab
von 1—3 Mk. Vorverkauf wie bekannt auch Ernſt=Ludwigſt
(früher Boßler) und Orpheumskaſſe; daſelbſt auch Umtauſſt
Plakatkarten. (Siehe Anzeige.)
— Nund um die Welt betitelt ſich eine muſikaliſche )
die heute abend 8 Uhr im „Datterich”, Kiesſtraße 27, auf
ſeitigen Wunſch ihre Wiederholung findet. (Näh. ſiehe Anze
— Religiöſe Werbewoche. Eingeleitet durch
Vortrag des Oratoriums „Bethanien” am Sonntag, werde
der Methodiſten=Gemeinde (Evang. Freikirche) in der Woche
8. bis 15. März zeitgemäße bibliſche Vorträge ſtattfinden. Th
wie „Menſchen ohne Religion”, „Freitod?” uſw. zeigen, daß
hier bemüht iſt, dem heutigen Menſchen Antwort auf ſeine i.
ſten Fragen im Ringen ums Daſein zu geben. (Siehe Anz
— Hotel zur Poſt am Hauptbahnhof gegenüber
Bahnvoſt (Inh. G. Schiel) veranſtaltet heute Samstag und
gen Sonntag wieder Geſellſchaftsabende mit Tanz. Die G
ſchaftsabende werden ſich den vorangegangenen würdig an)
ßen. (Siehe heutige Anzeige.)
Tageskalender für Samstag, den 7. März 1931.
Heſſ. Landestheater, Großes Haus, 20 Uhr: „EinWe
traum” — Kleines Haus, 15 Uhr: „Schneewittchen” Mari
tenbühne. — 20 Uhr, außer Miete: „Meine Schweſter und
Orpheum. 20.15 Uhr: Zaubervorſtellung Kaßne=
Konzerte: Zur Oper, Schloßkeller, Zum Tropfſtein, R
gauer Weinſtube, Datterich, Zum Haferkaſten,
Sportvlaß=
am Böllenfalltor, Thünger Brauſtübl. Alter Ratskelle
Roten Löwen, Stadt Nürnberg, Hotel u. Reſt. Poſt. Mon
Rummelbräu, Spaniſche Bodega. — Kinovorſtellun
Union= Helia= und Palaſt=Lichtſpiele. — Vortrag,
Uhr, Städt. Akademie, Eliſabethenſtr. 36, von Karl Ege;
Elementarunterricht und ſeiner Wirkung auf den weide
Menſchen”
Wir möchten Sie zu
Ostern im neuen Anzug
sehen. Deshalb haben
wir einen Werbeverkauf
veranstaltet, der nicht
seinesgleichen findet.
Wir haben teils durch
rationellste
Eigen-
fabrikation 4 Jypen
Straßen- u. Sportanzüge
geschaffen, die Sie
se-
hen müssen, auch wenn
Sie erſtſpäter zu kaufen
gedenken Deuster
macht wahre Reklame,
Deuster schaftt
sei=
nen Kunden Vorteile.
A
A
faſſ
Maekr DARMSTADT
[ ← ][ ][ → ]Nummer 66
Samstag, den 7. März 1931
Seite 7
Polizeiberichl.
Wer hat die Schilderräuber geſehen? In der Nacht vom 3.
n 4. März wurden an dem Zigarrengeſchäft Landwehrſtraße 46
cke Landwehr= und Blumenthalſtraße) drei Zigarrenreklame=
Ider gewaltſam abgeriſſen und entwendet. Die Schilder ſind
S Glas, mit Holzleiſten eingefaßt und tragen die Aufſchriften:
alem=Zigaretten, etwas, für Sie” und „Malzmann=Zigaretten,
45 Jahren ein Genuß”. Größe der Schilder 120 zu 50
Zenti=
tern. Perſonen, die über den Verbleib der Schilder uſw. Angaben
chen können, werden gebeten, auf Zimmer 2 des Polizeiamts,
gelſtraße 31/33, vorzuſprechen oder ihre Wahrnehmungen durch
lephon (3356—59) mitzuteilen. Alle Mitteilungen werden
eng vertraulich behandelt.
Die Marktwaage geſtohlen. In der Nacht vom 27. zum 28.
bruar wurde aus einem Hof in der Schloßgaſſe ein Kaſten mit
er weißen Brückenwaage und mehrere Gewichtſteine geſtohlen.
f einem Teil der Gewichtſteine ſind die Buchſtaben J. K.
ein=
tviert
Eine Straßenlaterne umgerannt. Am 26. Februar wurde
e Heidelberger= und Neue Niederſtraße eine Straßenlaterne
chädigt. Es konnte feſtgeſtellt werden, daß die Laterne gegen
Uhr von einem Kraftfahrzeug umgefahren wurde. An der
fallſtelle hatten ſich mehrere Neugierige eingefunden. Dieſe
rſonen werden gebeten, bei der Kriminalpolizei, Zimmer 12,
rzuſprechen.
Diebſtahl von Dachpappe. In der Nacht vom 26. zum 27.
bruar wurden an einem Neubau Ecke Heinrich= und Beckſtraße
Da 15 Quadratmeter Dachpappe geſtohlen. Wer kann Angaben
er die Diebe und den Verbleib der Dachpappe machen?
Wem gehört der Kaffee? Am 22. Februar wurde in einem
usgarten in Arheilgen eine Düte mit 5 Pfund gebranntem
hnenkaffee gefunden. Eigentumsberechtigte werden erſucht, bei
Gendarmerieſtation in Arheilgen oder bei der Kriminalpoli=
Hügelſtraße 31/33, vorzuſprechen.
Mauſardeneinbruch. Am 5. März, 10—13,30 Uhr, wurde
einem Geſchäftshaus in der Kirchſtraße ein Manſardeneinbruch
übt und ein faſt neuer, rötlichbrauner Herrenanzug mit ganz
nen rötlichen Streifen, ein neues Leinenhemd mit hellblauen
eifen, ein Paar beigefarbige Herrenſocken, ein Paar neue
Hoſen=
ger und ein Paar neue Aermelhalter geſtohlen. Der Täter
eine an der Manſardentür befindliche Glasſcheibe
herausgebro=
n und iſt durch dieſe Oeffnung in das Manſardenzimmer
ein=
drungen.
Diebſtähle in der Otto=Berndt=Halle. (Gute
Beloh=
ung zugeſichert) Am Donnerstag, zwiſchen 19 und 20
r, wurden aus dem Garderobenraum der Otto=Berndt=Halle
fol=
rde Gegenſtände geſtohlen: Eine goldene, rechteckige
Herrenarm=
nduhr mit braunem Lederarmband, Marke Alpina,
Fabrik=
inmer 73 105. Die Uhr hat ein weißes Zifferblatt mit
arabi=
en Zahlen. Auf der Rückſeite ſind die Buchſtaben A. G. und
Nr. 73 105 eingraviert. — Ein ſilbermattiertes
Zigaretten=
ri (800 geſtempelt). In der linken oberen Ecke befindet ſich ein
liertes Dreieck, in welches die Buchſtaben A. G. verſchlungen
ein=
aviert ſind. — Ein Paar ſchwarze Herrenſalamanderhalbſchuhe,
öße 43. Die Schuhe haben faſt neue Gummiabſätze; dieſe
tra=
n die Aufſchrift „Vromerk Oteka 63‟. — Eine blauſchwarze,
ctenlederne Brieftaſche. In der inneren rechten Klappe
befin=
n ſich unten die verſchlungenen Metallbuchſtaben A. G. In der
ieftaſche befanden ſich ein Zehn= und ein Zwanzigmarkſchein,
r deutſcher Reiſepaß. Alfred Graf” ein grüner
Hochſchulaſſiſten=
rausweis uſw. — Ein hufeiſenförmiges Portemonnaie aus
aunem Leder mit folgendem Inhalt: ca 2,50 Mark Bargeld, ein
ines wildledernes Etui, mit grüner Seide gefüttert, ſowie zwei
ine Schlüſſel. — Eine tulaſilberne Herrentaſchenuhr ohne
rungdeckel. Auf der Rückſeite der Uhr befindet ſich ein Jäger=
Id. eine Szene im Gebirge darſtellend. Auf der Innenſeite des
ckels befindet ſich der Aufdruck „Lille 1902 Grand Prix”,
ſo=
e 4 aufgedruckte goldene Münzen. Die Uhr hat ein weißes
fferblatt mit arabiſchen Zahlen. An der Uhrkete befindet ſich
* Anhänger eine Sſtützenſcheibe. Zentrum der Scheibe iſt ein
oldknopf. — Eine Brieftaſche aus ſchwarzem Seehundleder Die
rſche hat hinten ein durchgehendes Fach, welches dunkelblau ge=
Etert iſt. In der Brieftaſche befand ſich u. a. eine Poſtkarte aus
dchum mit der Adreſſe „Dr. Kullmann. Darmſtadt, Aliceſtraße‟,
vie andere Briefſchaften. — Ein Portemonnaie aus ſchwarzem
ndleder mit zirka 5 Mark Inhalt. — Der Täter wird
vermut=
h verſuchen, die Uhren und das Zigarrenetui abzuſetzen. Vor
kauf dieſer Gegenſtände wird gewarnt. Sachdienliche Angaben
die Kriminalpolizei, Zimmer
Wer war der Meſſerheld? In der Nacht vom 4. zum 5.
ärz, gegen 2,30 Uhr, wurde ein junger Mann in
angetrunke=
rn und bewußtloſem Zuſtande auf dem Schillerplatz von einer
plizeiſtreife aufgefunden. Der junge Mann hat eine Stichver=
Zung an der rechten Hand, weshalb ſeine Einlieferung in das
ädtiſche Krankenhaus erfolgen mußte. Nach den polizeilichen
mittelungen wurde er in der Schuſtergaſſe von 5 bis 6
unbe=
nnten Männern überfallen, zu Boden geſchlagen und hierbei
m einem dieſer Leute geſtochen. Angaben an die Kriminalpoli=
Zimmer 3, erbeten.
In Darmſtadt geſtohlen: Am 5. März. abends, am Ernſt=
„dwigshaus, Alexandraweg, Motorrad, Marke „Bücker”, polizei=
Hes Kennzeichen 18. 16 472, Motorradnummer 504 432,
Fahr=
ftellnummer, 2656. rot eingefaßter, vernickelter Tank. — Am
März aus dem Hofe Rheinſtraße 121 ein Herrenfahrrad Marke
anderer, Fabriknummer 141 771. An dem Vorderrad befindet
das Firmenſchild Sporthaus Adelmann. — Am 1. März vor
rn Hauſe Heinheimerſtraße 16 ein älteres Herrenfahrrad, gelbe
Ugen, rote Bereifung.
Aus den Darriſkädter
Prezßiſch Hüddeufſche Klaffen ealkerie.
Helia.
Der Tonfilm „Zweierlei Moral” in der guten Regie
von Gerhard Lamprecht iſt an ſich ausgezeichnet, wenn er nicht
er=
neut zu der Feſtſtellung Anlaß gäbe, daß die Filmproduktion,
be=
ſonders die Deutſchlands, erſchreckend arm iſt an „literariſchen”
Werten, an Erfindungen und Einfällen. Man ſollte einmal einen
Teil der viel zu verſchwenderiſch bemeſſenen Spitzenhonorare für
Stars abzweigen für Dichter und Schriftſteller, es würde gewiß
anders werden. So aber kehrt in abſchreckender Anzahl das
lügenhafte und flache Geſellſchaftsſtück wieder. Auch „Zweierlei
Moral” iſt ein ſolches. Die Flachheit der Handlung mit dem
leich=
ten Einſchlag ins Kriminelle wird nur erträglich durch die Regie
und die zum größten Teil ausgezeichnete und ſympathiſche
Dar=
ſtellung. In erſter Linie treten hier Walter Rilla in
vorneh=
mer, ernſter Zurückhaltung und Elga Brink durch ihr ſehr
fei=
nes warmes, ſympathiſches Spiel in den Vordergrund. Aber
auch Aribert Wäſcher und Hilde Hildebrandt ſind, ſehr
gut in der Wiedergabe ihrer Rollen. Sie ſtehen, wie übrigens
ſämtliche Darſteller, vortrefflich ſicher im Milieu, das in einer
großen Reihe ſchöner Bilder gezeichnet wird. Gezeichnet in Luxus
und Wohlleben und — ehrlichem Betrug. Wie immer! Daß ſich
zum Schluß die richtigen „kriegen”, braucht nicht beſonderer
Er=
wähnung.
Das Beiprogramm bringt neben neuer Wochenſchau einen
intereſſanten Lehrfilm aus der Schokoladenfabrikation, und ein
flottes, groteskes amerikaniſches Luſtſpiel. Iſt alſo ſehr
reich=
haltig.
Palaſt=Lichtſpiele.
„Feuertransport” iſt ein ruſſiſcher Film und ſpielt im
Ruß=
land von 1906. Er behandelt den Kampf der Ochrana, der
zari=
ſtiſchen Geheimpolizei, gegen die revolutionären Umtriebe jener
Zeit, oder vielmehr umgekehrt, denn natürlich fällt auch hier alles
Licht auf die Verſchwörer. Im Mittelpunkt ſteht ein geheimer
Waffentransport, der allerhand Verrat, Intrige, Streik.
Spio=
nage und fortgeſetzte Revolverſchüſſe mit ſich bringt. Das Ganze
inhaltlich und in der Einzelgeſtaltung ſpannend, aber zu ſehr
nach bekanntem Muſter und Filmſchema gehalten, ſo daß ein
Ver=
gleich mit den großen Ruſſenfilmen gar nicht in Frage kommt.
Der andere Film „Rivalen im Weltrekord” iſt in der Miſchung
von Schurkerei, Liebe und Autorennen ein unterhaltender
Sen=
ſationsfilm.
Rundfunk=Programme.
Frankfurt a. M.
Samstag, 7. März.
10.20: Schulfunk., Dr. Leviſohn: „Ein Tag als deutſcher Student
unter amerikaniſcher Jugend‟.
12.00: Wagner=Konzert (Schallplatten).
15.20: Stunde der Jugend.
16.30: Nachmittagskonzert.
17.00: Geſangsvorträge von Wilhelm Hoheneſche (Bariton), Verdi,
Mozart, Weinberger.
17.15: Fortſetzung des Nachmittagskonzertes.
18.05: Otto Heller: „Die ruſſiſche Tonfilmexpedition bei den Juden
in Brrobidjan (Oſtaſien)”
18.30: Clemens Taesler: „Oberſchleſien”. 10jährige Feier des
Ab=
ſtimmungstages.
18.55: Prof., E. Sittig: „Der Himmel im März und April. —
Wohin geht unſere Reiſe im Weltenraum?”
19.25: Spaniſch.
19.45: Luſtiger Abend. Intermezo: Querulant Daumenſchwert,, ſechs
Szenen aus dem Leben eines „guten” Bekannten v. H. Vollmer.
Mitw.: Ludwig Hardt. Edmund Fritz, „Singing Babies”, Fritz
Neumann u. a. — Kapelle Eyſoldt.
22.20: Tanzmuſik.
Königswuſterhauſen.
Sonnabend, 7. März.
9.55: Schulfunk. P. Hindemith: „Wir bauen eine Stadt”.
12.55: Wetter für Landwirte.
15.00: Kinderbaſtelſtunde: Wir fangen ein kleines Nashorn.
15.45: Dipl.=Ing.: H. Roſenberger: Elektrotechnik für Nichttechniker.
16.00: Käte Stobbe: Der Sprechchor i. d. Grundſchule (m. Beiſp.):
16.30: Hamburg: Nachmittagskonzert.
17.30: Dr. Curt Kayſer: Der Arzt im Kochtopf.
18.00: Franzö liſch für Fortgeſchrittene.
18.30: Prof, Dr. E. Utitz: Einführung in die Aeſthetik (1).
19.00: Proſ. Dr. K. Vieter: Die Dichtung der Gegeuwart und
die Schule.
19.30: Ludwig Finkh lieſt eigene Dichtungen.
20,00: Unterhaltungsmuſik. Artur Guttmann und ſein Orcheſter.
21.00: Tages= und Sportnachrichten (1).
21.10 „Was bringt die Abendzeitung”. Ein luſtiger Abend von
Kurt Alexander und Egon Jacobſohn.
22.15: Wetter= Tages= und Sportnachrichten (2).
Danach bis 0.30 Tanz=Muſik; Kapelle. Daos Bela.
TADIOCBRE
Dossiet amnn
Fachmännische Ludwigsplatz Nr. 3
Tel. 2146.
PHOlOg.
210
22. Ziehungstag
5. März 1931
In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M.
gezogen
2 Gewinne zu 05000 M. 985
10 Gewinne zu 5000 M. 26515 78406 206026 282750 382224
(4 Gewinne zu 3000 M. 16415 94253 130764 256721 307487 350173
378085
60 Gewinne zu 2000 M. 14792 65957 69047 73141 73582 108140
110281 111866 122322 134382 141218 145137 152827 154979 165509
180388 182619 934287 242149 245454 278026 286364 299445 300111
304396 305873 308800 316900 3296 15 368740
108 Gewinne zu 1000 M. 27955 31129 36036 35850 44266 60221
52730 54356 59064 62738 68106 81857 91244 95834 106845 123884
128332 134698 143598 145127 151114 153080 159581 188004 189613
223033 227655 251745 258089 258965 268121 272614 277089 279319
282214 583794 288400 307181 307376 312157 313042 320618 324067
325513 333275 334175 335996 344 734 360257 364963 366927 385735
388402
238 Gewinne zu 500 M. 2834 4468 6407 11613 11768 16694 16695
21176 27312 28964 34828 35858 37928 46428 50261 54389 55461
57062 57889 64440 65349 67176 72486 72990 73594 75014 75221
78321 88211 89599 90 480 92281 93594 100182 100308 102234 118620
122766 139182 142767 144312 145678 147174 148392 148477 151278
152300 154870 156645 158724 160091 162098 164280 165025 172841
178976 183427 188626 195167 211749 211764 213227 219361 6865063
239424 239822 240782 242456 247359 547854 250424 251108 261200
264685 267755 270476 272477 272486 277196 283187 29308 1 296773
300331 306381 306500 316087 314440 314655 319648 321231 322487
322655 325074 335141 335294 337183 339858 340008 343993 346685
345743 347282 349371 349480 351453 352648 360916 364040 364862
366569 374887 375154 380377 3821 18 393064 393740 394091 397060
398644
In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M.
gezogen
4 Gewinne zu 10000 m. 124431 344240
4 Gewinne zu 5000 M. 148263 218069
16 Gewinne zu 3000 M. 2484 12653 19436 20680 24871 48128
193636 367451
64 Gewinne zu 2000 M. 3286 16289 17954 25238 38399 40707 48558
84803 93876 104285 108758 112808 117652 127846 136774 158424
180370 260435 269856 266 749 277272 288637 289640 300972 31 1663
350182 362217 368261 376388 383830 385748 394616
98 Gewinne zu 1000 m. 8848 11839 29425 30362 40008 42380
47436 49887 62089 61618 63147 69678 69688 74967 77367 87484
90892 94600 964 13 112514 119837 121835 122030 151439 152531
157702 161007 181636 187112 191149 206815 228136 240760 243162
247108 263527 277203 289379 298551 310829 320809 328662 334409
340455 355668 358548 360372 369006 391095
134 Gewinne zu 600 M. 2028 3661 6794 16202 23645 26559 30614
37629 43792 46761 47064 51369 75768 89111 93710 102694 108139
114725 127874 131647 138068 149639 153930 168947 168308 188838
170712 171008 179040 182233 190949 197392 198122 201341 217787
218726 228398 231 162 231983 239216 243316 261935 252216 260620
562732 570160 677186 281176 288302 294215 295443 296086 300630
307909 308013 309432 328942 335227 338633 339716 347805 349953
368686 376725 376983 394294 394669
Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 500000, 8 Gewinne
zu je 25000, 32 zu je 10000, 104 zu je 5000, 256 zu je 3000,
750 zu je 2000, 1362 zu je 1000, 2206 zu je 500, 6948 zu je
400 Mark.
Amkliche Winkerſporknachrichten.
Herausgegeben von der Heſſ. Oeffentlichen Wetterdienſiſtelle am
Landwirtſch. Inſtitut der Univerſität Gießen, am 6. März 1931.
Vogelsberg. Hoherodskopf: Heiter, — 10 Grad, Geſamtſchneehöhe
am Hang 40, im Walde 70 cm., Pulver. Sportmöglichkeit ſehr
gut — Herchenhainer Höhe: Heiter, — 5 Grad, 15—20 cm.,
verharrſcht. Spoxtmöglichkeit ſehr gut.
Taunus. Kleiner Feldberg; Wolkig, — 9 Grad, 40 cm.
Sport=
möglichkeit gut.
Sauerland. Winterberg; Heiter, — 9 Grad, 75 cm., Pulver,
Sportmöglichkeit ſehr gut.
Rhön. Waſſerkuppe: Heiter, — 11 Grad, 30 cm., Pulver. Nur
Eisbahn.
Schwarzwald. Feldberg: Schneetreiben — 1 Grad, 220 cm.,
Pul=
ver. Sportmöglichkeit ſehr gut. — Hornisgrinde: Wolkig. — 5
Grad, 200 cm., Pulver. Sportmöglichkeit ſehr gut. —
Ruhe=
ſtein: Wolkig, — 9 Grad, 180 cm., Pulver. Sportmöglichkeit
ſehr gut.
Wetkerbericht.
Ausſichten für Samstag, den 7. März: Weitere Bewölkungszunahme und
allmähliche Erwärmung, zeitweiſe Niederſchläge.
Ausſichten für Sonntag, den 8. März: Vielfach bewölktes Wetter mit
vereinzelten Niederſchlägen.
Hauptichriftleitung. Rudolf Mauve
Verantwortlich für Poltiſk und Wirtſchaft: Rudolf Mauve; für Feuilleion, Reich und
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport: Karl Bzhmann;
für den Handel: Dr. C. H. Que tſch; für den Schlußdienſt: Andreas Bauer; für
„Die Gegenwart” Tagesſpiegel in Bild und Wort, Dr. Herbert Nette:
für den Inſeraienteil und geſchäftliche Mitteſlungen: Willy Kuble:
Druck und Verlag: L. C. Wittſch — ſämtlich in Darmſſad”
Für unverlangte Manuſkripte wird Garantie der Rückſendung nicht übernommen.
Die heutige Nummer hat 18 Geiten
„hr dürft mir glaubenz
Es gibt viele Cigaretten, aber
Nül ehte Aocitte DANBAAA
Packung
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Gross-Packung
1,50 RM.
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Fabriklager: Werner Gerson, Frankfurt a. Main, Hohenstaufenstraße 5, Telephon Maingau 71075.
Bln.
[ ← ][ ][ → ]Samstag, den 7. März 1931
Nummer 66
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Seite 8
Aus Heſſen.
Gemüſebaukurſe in den Lehrbeirieben
der Landwirtſchaftskammer.
In nächſter Zeit finden folgende Kurſe zur Einführung und
Unter=
wpeiſung im Gemüſebau, insbeſondere auch des Treibgemüſebaues unter
Glas ſtatt, teilweiſe verbunden mit Vorführung von Maſchinen und
Ge=
räten.
Dreitägige Kurſe:
in Groß=Umſtadt: vom 24.—26. März 1931,
in Gonſenheim: vom 18.—20. März 1931.
Eintägige Kurſe:
in Groß=Umſtadt: am 8. April 1931,
in Gonſenheim: am 1. April 1931.
Teilnehmern an den Kuvſen, die in Heſſen anſäſſig ſind, werden die
Reiſekoſten 3. Klaſſe vergütet, ſoweit die Teilnehmer im Beſitz einer
ſchriftlichen Zulaſſungserklärung zu den Kurſen ſind, ausgeſtellt von dem
Betriebsleiter in Groß=Umſtadt.
Anmeldungen ſind an das Muſter= und Verſuchsgut der
Landwirt=
ſchaftskammer in Groß=Umſtadt zu richten und müſſen ſpäteſtens acht
Tage vor Beginn eines jeden Kurſus dort eingetroffen ſein.
Teilneh=
mer, welche auf Fahrtvergütung Wert legen, müſſen, ſoweit ſie nicht
aus=
übende, ſelbſtändige Landwirte, Gärtner uſw., oder Töchter und Söhne
derſelben ſind, ihrer Anmeldung eine Beſcheinigung der Bürgermeiſterei
oder des Vertrauensmannes der Landwirtſchaftskammer oder des
Land=
wirtſchaftsamtes beifügen, aus welcher hervorgeht, daß der Antragſteller
ſich beruflich mit Gemüſebau befaßt oder demnächſt befaſſen wird.
Dd. Arheilgen, 6. März. Spar= und Darlehenskaſſe.
Das Geſchäftsjahr 1930 iſt ebenſo wie das Jahr 1929 gekennzeichnet durch
die ſtarke Geldknappheit und das große Geldbedürfnis. Erſt gegen Ende
des Geſchäftsjahres machte ſich eine kleine Erleichterung bemerkbar, ſo
daß es gelang, bei der Landesgenoſſenſchaftsbank mit einem Guthaben
von 18000 RM. in Saldo zu gehen. Insgeſamt wurde im Geldverkehr
mit der Landesgenoſſenſchaftsbank ein Umſatz von 1338000 RM. erreicht,
14600 RM. mehr wie im Vorjahre. Für die Bank wurden im Laufe
des Jahres am hieſigen Ort 715 Wechſel eingezogen und 661 Schecks
be=
zahlt. Der Geſchäftsverkehr wickelte ſich zur beiderſeitigen Zufriedenheit
ab. Die Zinsſätze der Kaſſe hielten ſich das ganze Jahr auf gleicher
Höhe. Es wurden für Einlagen 6 Prozent und für ausgeliehenes Geld
9 Prozent berechet. Die zur Verfügung ſtehenden Gelder fanden
Ver=
wendung zur Hingabe von Darlehen in laufender Rechnung und auf
Schuldſcheine. Hypothekengelder konnten noch nicht gegeben werden.
Der Geſamtumſatz betrug 6 260 000 RM., weiſt ſomit eine Steigerung
von 380 000 RM. auf, wobei allerdings der Bargeldumſatz um 154000
RM. auf 1626 000 RM. geſunken iſt. Die Spareinlagen, die ſich auf
insgeſamt 677 000 RM. belaufen, haben ſich um 8000 RM. erhöht, wobei
aber die kapitaliſierten Zinſen mit einbegriffen ſind, ſo daß in
Wirklich=
keit die Auszahlungen die Einzahlungen überſteigen. In laufender
Rech=
nung betrug, der Geſamtumſatz mit den Mitgliedern 2 437000 RM.,
287 000 RM. mehr als im Vorjahre. Daran ſind am ſtärkſten beteiligt
die Gemeinde mit 355 000 RM., der landwirtſchaftliche Konſumverein
mit 117 000 RM. und der gemeinnützige Bauverein mit 98000 RM.
Die Bilanz weiſt in Aktiva 953 000 RM., in Paſſiva 940 000 RM. auf,
ſo daß ſich ein Reingewinn von 13 670 RM. ergibt, gegenüber 14900
RM. im Vorjahre. Die Mitgliederzahl iſt von 608 auf 627 geſtiegen.
Von den 16 ausgeſchiedenen Mitgliedern ſind 6 durch Tod abgegangen,
von denen beſonders Georg Völger 7., der bis zu ſeinem Tode im
Auf=
ſichtsrat, mitgearbeitet hat, Johannes Benz 11., der eine zeitlang
Präſi=
dent der Genoſſenſchaft war, und Johann Heinrich Wagner, als älteſtes
Mitglied, erwähnt zu werden verdienen. Im Laufe des Jahres fand
eine Verwaltungsrebiſion durch den Verband der heſſiſchen
landwirt=
ſchaftlichen Genoſſenſchaften ſtatt. Der Aufſichtsrat hielt mit dem
Vor=
ſtand fünf gemeinſchaftliche und 11 geſonderte Kommiſſionsſitzungen ab.
Der Vorſtand tagte 26mal und erledigte hierbei 69 Kreditgeſuche. Ein
bedeutendes Ereignis bildete die ordentliche Generalverſammlung am
6. April, in welcher das 65jährige Beſtehen der Genoſſenſchaft unter
An=
weſenheit des Bürgermeiſters, der Vertreter der
Landesgenoſſenſchaf’s=
bank, des landwirtſchaftlichen Konſumpereins, des heſſiſchen Verbandes,
der Dreſchgenoſſenſchaft und der Spar= und Darlehenskaſſen Wirhauſen
und Meſſel, feierlich begangen wurde. Bei dieſer Gelegenheit wurde
durch den Generalſekretär im Namen der heſſiſchen landwirtſchaftlichen
Genoſſenſchaften ſechs Vorſtands= bzw. Aufſichtsratsmitgliedern
Ehren=
urkunden überreicht, und 8 über 35 Jahre der Kaſſe angehörige
Mitglie=
der durch die Genoſſenſchaft geehrt. Seit 7. Auguſt befindet ſich das
Kaſſenlokal in der Wohnung des jetzigen Rechners, Herrn Georg
Hatzen=
herger, wo ſich hoffentlich die Genoſſenſchaft ebenſo erfreulich
weiter=
entwickelt wie ſeither zum Wohle unſerer Gemeinde.
Dg. Arheilgen, 6. März. Schädlingsbekämpfung. In
den letzten Jahren wurde hier eine gemeinſame Schädlingsbekämpfung
(Beſpritzen der Obſtbäume) durchgeführt. Dieſe Maßnahme ſoll
nun=
mehr auch im Gemarkungsbezirk ſüdlich der Kranichſteiner Straße bis
zum Etteſterweg durchgeführt werden. Es werden deshalb alle
die=
jenigen Obſtbaumbeſitzer, die eine Beteiligung an der gemeinſamen
Be=
kämpfung nicht wünſchen, aufgefondert, ſich bis ſpäteſtens Montag, den
9. März bei dem Vorſitzenden des Obſt= und Gartenbauvereins, Herrn
Franz Benz, zu melden. — Die Jahres=
Hauptverſamm=
lung der Ortsgruppe Arheilgen der Deutſchen Bau= und
Siedlungs=
gemeinſchaft e. G. m. b. H. findet am Samstag abend (7. März) im
Gaſthaus „Zur Krone” (Werkmann) ſtatt. Einzahlungen können vor
Beginn der Verſammlung gemacht werden; die Zahlſtunde am Sonntag,
den 8. März, fällt aus. — Elektriſche Feueralarm=
An=
lage. Der Gemeinderat beſchloß in einer ſeiner letzten Sitzungen, in
unſerem Orte eine elektriſche FeueralarmAnlage einzuführen. Die
erforderlichen Arbeiten werden zurzeit an die hieſigen Elektriker ver=
Eine Gedächtnistafel für Georg Büchner in Soddelau.
Es iſt bezeichnend für des Dichters Georg Büchner Schickſal
in der deutſchen Literaturgeſchichte, daß an ihn bis jetzt kein
Denkmal erinnerte. Man kennt ihn ja noch nicht lange. Die
Jahrzehnte vor dem Weltkrieg hatten von ihrem Kultureifer
nichts für ihn übrig. Zu Büchners Lebzeiten kam nur ſein Dan=
geben. Mit dem Bau der Anlage ſoll in Kürze begonnen werden. Es
handelt ſich um eine elektriſche Sirenen=Anlage, wobei zwei Sirenen
zur Aufſtellung gelangen, und zwar eine auf dem Rathaus und eine
auf der Walter=Rathenau=Schule. Die Gemeinde wird in acht Bezirte
(ſogenannte Brandbezirke) eingeteilt, von denen jeder Bezirk einen
Feuermelder erhält. Solche Anlagen ſind geplant an den Häuſern der
Herren Bürgermeiſter Jung in der Jahn=Straße, Kommandant
Gim=
bel in der Magdalenenſtraße, Kommandant Benz in der Unteren
Mühlſtraße, Metzgerei Rüdinger in der Kranichſteiner Straße,
Bei=
geordneter Spengler (Ecke Nitterſtraße und Kleine Felchesgaſſe),
an der Bürgermeiſterei, der Metzgerei Frey in der
Weiter=
ſtädter Straße und dem Lebensmittel= und Kurzwarengeſchäft Kath=
Erzgräber Wwe, in der Darmſtädter Straße. Im Gerätehaus der
Freiwilligen Feuerwehr wivd eine ſogenannte Tableau=Anlage mit
Fall=
klappen und Lichtſignal angebracht werden, ſo daß ſofort zu erſehen iſt,
welcher Bezirk Feuer gemeldet hat. Die beiden Sirenen werden
aus=
reichen, um bei Feuersgefahr den ganzen Ort zu übertönen. Wenn man
bedenkt, daß bei dem ſeitherigen Hornſignal der Freiwilligen Feuerwehr
bei Bränden, obwohl unſere Feuerwehr ſich immer als eine ſehr ſchnelle
und ſchlagfertige erwieſen hat, verhältnismäßig immer koſtbare Zeit
verloren ging, dann wird dieſe moderne Anlage als großer Fortſchritt
auf dem Gebiete der Feuerbekämpfung anzuſehen ſein.
J. Griesheim, 6. März. In einem Hauſe in der Alten
Darmſtädter=
ſtraße entſtand dieſer Tage durch einen überhitzten Ofens ein
Decken=
brand, der aber noch zur rechten Zeit, ehe er eine größere Ausdehnung
annehmen konnte, mit einem Minimar=Avparat gelöſcht wurde. — Der
am Dienstag abend voriger Woche bei dem Autounfall ſchwer verletzte.
19jährige H. Kerk von hier iſt geſtern vormittag im Stadtkrankenhaus
zu Darmſtadt an den Folgen ſchwerer innerlicker Verletzungen geſtorben.
— Herr Karl Guſtav Schick, Sohn von Karl Schick 2. am Rathaus,
hat in Gießen am Samstag ſein Doktor=Examen als Volkswirtſchaf ler
(rer, vol.) mit „ſehr gut” beſtanden. — Die hieſige Ortsgruppe des
Odenwaldklubs veranſtaltet am kommenden Sonntag ihre dritte
diesjäh=
rige Wanderung nach der Ludwigshöhe, Marienhöhe, Wilbrandshöhe,
Bordenberg. Darmſtadt.
F Eberſtadt, 5. März. Altveteran Plößer †. Im Alter
von 88 Jahren iſt Schuhmachermeiſter Georg Plößer, ein Veteran aus
dem Kriege 1870/71, verſtorben. — Odenwaldklub. Die Ortsaruppe
Eberſtadt des Odenwaldklubs unternimmt am Sonntag, den 8. März,
ihre 3. Wanderung in dieſem Jahre. Die Wanderung führt über den
Felsberg nach Bensheim. Abmarſch 8.30 Uhr vom Friedhof aus. —
Turnberein 1876 e. V. Am gleichen Tage veranſtaltet der
Turn=
verein ſeine 4. Wanderung 1931 mit dem Ziele Frankenſtein, Ober=
Beerbach, Steigerts, Balkhaufen, Melibokus,. Auerbach. Abmarſch 8 Uhr
vom Friedhof aus. — Wohnungsau=Genoſſenſchaft. Nach
dem Geſchäftsbericht der Eberſtädter Wohnungsbau=Genoſſenſchaft. e. G.
m. b. H., über das Kalenderjahr 1930 betrugen die Geſchäftsguthaben
am 31. Dezember 1930 4517,95 RM. An Darlehen wurden 43 329,10
RM. verbucht. Die Genoſſenſchaft zählt 16 Mitglieder. Im Jahre 1930
hat ſich das Geſchäftsanteilguthaben um 437.95 RM. erhöht. Die
Haft=
ſumme der Mitglieder betrug am Jahresſchluß 16 000 RM.
ton durch Gutzkows Intereſſe 1835 zum Druck, fand Beifall, abe
keine Aufführung. Das war alles. Der Vierundzwanzigjährtg
ſtarb 1837 in jähem Verlöſchen, das ſo plötzlich kam wie ſein Au
ſtieg, Privatdozent in Zürich, am Anfang ſeiner Laufbahn, nich
unbekannt — als Wiſſenſchaftler, und der Heſſen=Darmſtädtiſche
Regierung als Beteiligter an der Gießener Revolutionsverſchwi
rung von 1835 höchſt ſuſpekt. „Leonce und Lena”, das
gallige, heitere und ironiſche Märchenſpiel, das Fragment de
Soldatentragödie „Wozzeck”, die angefangene Novelle „
Len=
lagen in der Schublade.
Das „Junge Deutſchland” kam und ging der Naturalismu
brachte das ſoziale Drama, ohne den großen Vorgänger zu erker
nen — Büchner ſchlief, bis um 1905 die Berliner Volksbühn
Dantons Tod” zur Uraufführung (!) brachte, das Revolutione
drama, damals ein wenig wie ein Pulverfaß empfunden. Dan
führten Münchener Studenten „Leonce und Lena” auf. Ma
Reinhardt ging mit ſeiner Danton=Inſzenierung bis nach Ame
rika, die Muſik erreichte die erforderliche pſychologiſche Verſei
nerung zur Vertonung des „Wozzeck”, auch „Leonce und Leng
ward als Luſtſpieloper in Muſik geſetzt, die Wiſſenſchaft nahm ſi
des Falles an voran Arnold Zweig und jüngſt Friedrich Gut
dolf haben über Büchner geſchrieben. Der heſſiſche Staat ſti
tete 1920 einen alljährlich zu erteilenden Büchnerpreis. Heute gi
uns Georg Büchner als eine der ſtärkſten, dramatiſchen B.
bungen, an geiſtiger Einſtellung, Sprache. Form und Techn
uns und unſerer Kunſt ſo nahe und unmittelbar angehend, w
keiner ſeiner Zeitgenoſſen.
So hat man nun auch daran gedacht an ſeinem Geburt
haus in Goddelau bei Darmſtadt eine Gedächtnistafel
bringen. Die Tat ward von einem Ausſchuß vorbereitet, beſtehe
aus dem heſſiſchen Staatspräſidenten Dr. Adelung, Generalin
dant Prof. Ebert in Darmſtadt, Prof. Max Reinhardt in
Prof. Kippenberg vom Inſelverlag in Leipzig. Rektor
M. d. L. in Darmſtadt, Apotheker Donat, M. d. L., und 9
meiſter Hartung in Goddelau. Eine Sammlung in ganz
land brachte zwar manche Enttäuſchung, aber doch eine Sum
von der ein ſchöner Ueberſchuß zugunſten lebender Künſtler v
wandt werden kann. — Die Enthüllung der von dem bekann
heſſiſchen Künſtler Velde gearbeiteten Tafel findet in Godde
am 8. März ſtatt. Der Feſtakt, bei dem Prof. Ebert die Gede
rede auf Georg Büchner halten wird, ſoll durch Rundfunk üb
tragen werden.
F. Eberſtadt, 6. März. Verloſung von Ortsbürgerho
Am nächſten Montag und Dienstag, jeweils in der Zeit von vormitt
8—12 Uhr und nachmittags von 2—4 Uhr. findet die Verloſung des D
bürgerholzes ſtatt, und zwar für die Ortsbürger, deren Namen mit
Buchſtaben A.—K. beginnen, am Montag, und für diejenigen, de
Namen mit den Buchſtaben L.—3. beginnen, am Dienstag. Die Zieh
der Losnummern erfolgt im Rathausſaal. Zur Ziehung werden
Haushaltungsvorſtände, oder erwachſene Angehörige zugelaſſen.
Losholzabgabeſcheine können am Donnerstag oder Freitag nächſter W
auf der Gemeindekaſſe in Empfang genommen werden. — Weide
kätzchen. Nach der Polizeiverordnung des Kreisamts vom 4. A
1918 iſt das Feilhalten und der Verkauf von Weidenkätzchen verbo
Dieſe Verordnung wird mit dem Hinweis in Erinnerung gebracht,
Zuwiderhandlungen mit Geldſtrafe bis zu 30 RM. beſtraft werden
Nachprüfung der Invalidenkarten. Am nächſten A
woch, Donnerstag und Freitag (11.—13. März) werden die Quittu
karten der ortsanſäſſigen invalidenverſicherten Perſonen durch die
trollſtelle der Landesverſicherungsanſtalt einer Nachprüfung unterzo
Alle Arbeitgeber, Hausgewerbetreibende (Hausſchneider uſw.) ſowie
ſtändige Arbeiter (Taglöhner, Putzfrauen uſw.) werden aufgefordert
den genannten Tagen, jeweils von 9 Uhr ab, ihre Quittungskarten
Zimmer 6 der Bürgermeiſterei, zu dem genannten Zwecke vorzule
Nichtbefolgung zieht Beſtrafung nach ſich.
Cp. Pfungſtadt, 6. März. Fleiſch= und Wurſtabſch
Die vereinigten Metzger Pfungſtadts geben ſoeben einen Fleiſch=
Wurſtpreisabſchlag bekannt. Es koſten beiſpielsweiſe pro Pfund: 9
und Blutwurſt 90 Pfg., Schwartenmagen und Fleiſchwurſt 1 RM., 9
wurſt 1.30 RM., Koteletts 1 RM., Bratenfleiſch 1 RM. und B
läppchen 90 Pfg. — Der Altveteran Georg Ludwig Bauer n
unter großer Beteiligung zu Grabe getragen. Der kath. Pf.
Braun=Cberſtadt ſprach tröſtende Worte am Grabe. Der Krieger=
Militärverein gab ſeinem langjährigen Mitglied in der üblichen
das letzte Geleite. — Nach den Eintragungen in das
Standesa=
regiſter waren hier im Monat Februar 11 Geburten (9 Knaben
2 Mädchen), ſechs Sterbefälle und fünf Eheſchließungen zu verzeie
— Nieder=Ramſtadt=Traiſa, 6. März. Deutſcher Juge
Herbergsverband. In der erſten Hauptverſammlung der
gruppe wurde beſchloſſen, für Erwerbsloſe ein= oder zweimal wöche
Fortbildungskurſe in Geſtalt von Vorträgen und Arbeistgemeinſc
abzuhalten. Das Gelingen dieſer Abende hängt natürlich von der
nehmerzahl ab. Deshalb werden die Arbeitsloſen, die Intereſſe a
Sache haben, gebeten, ſich bis Montag, den 9. März bei den Vert
der einzelnen Vereine zu melden. In Traiſa bei Willi Funk und
Jung, in Nieder=Ramſtadt bei Hermann Fornoff und Herrn Hertz
Karlſtraße. Selbſtverſtändlich iſt die Sache koſtenlos, und auch arbe
Jugend kann daran teilnehmen. Die Vorträge ſollen allgemeinbil
Bedeutung haben, ſo z. B. praktiſche Themen, Geſundheitsfragen,
men über Staatsbürgerkunde uſw. Es wird erhofft, daß von ſeite
Teilnehmer Wünſche geäußert werden. Die Meldung verpflichtet :
lich zum Beſuch eines jeden Abends.
Sin wohlserdienter Erfolg ohnegleichen!
OSerlin, Amsterdam, Kopenhagen, — drei
internationale Automobil-Ausstellungen von
höchster Bedeutung! Der neue Opel 1,8 Ltr.
6 Zyl. wurde auf diesen Ausstellungen zum
ersten Mal gezeigt und hatte überall einen
beispiellosen Erfolg. Nicht nur einen „Schau”-
Erfolg, — nein, einen Verkaufs-Erfolg! Der
beste Beweis dafür, daß dieser Wagen der
Wagen des neuen Jahrzehnts ist!
Oin Sechszylinder zum Preise mancher
Vier-
zylinder. — höchste Leistungsfühigkeit bei
niedrigsten Betriebskosten! Dieses
Meister-
werk genialer Konstrukteure ist der stärkste
Beweis für Opels Führerschaft. Männer der
Tat schufen den Wagen für die Tatmenschen
einer neuen Zeit, — für Menschen, die
wirk-
lichen Wert erkennen, auch wenn er ihnen zu
einem niedrigen Preis geboten wird .. . . Ihr
Opelhändler erwartet auch Sie, um Ihnen bei
einer Probefahrt die Wagen zeigen zu dürfen.
LIMOUSINE (eiersitzig) . .
RM 3295
SONNEN-COUPR (eiersitzis) ..
RM1 3495
SONNEN-LIMOUSINB (viersitsig) .
RM 3450
CABRIOLET (mit 2 Reservesitzen).
RM 3175
LIEFERWAGEN. ...
.. RN1 2250
Fünffach bereift
ge ab Werk
Nummer 66
Samstag, den 7. März 1931
Seite 9
Ak. Nieder=Ramſtadt, 6. März.
Schweinezwiſchenzäh=
g. Das Ergebnis der am 2. d. M. vorgenommenen Zählung iſt
indes: (die in Klammer angegebenen Zahlen ſind die Zählergebniſſe
1. Dezember 1930): Eber 3 (3), Zuchtſauen 51 (49), Ferkel 94 (149),
ige Schweine 327 (309), insgeſamt 475 (511). Die Zahl der
nicht=
upflichtigen Hausſchlachtungen betrug in der Zeit vom 1. Oktober
Ende November 1930: 12 und in der Zeit vom 1. Dezember 1930 bis
kärz 1931: 58. — Statiſtiſches. Im Monat Februar 1931
wur=
beim hieſigen Standesamt regiſtriert: Sterbefälle: 5: Geburten:
. Eheſchließungen: 1. — Freie Winterhilfe. Das Geſamt=
Hnis der am letzten Sonntag in hieſiger Gemeinde vorgenommenen
emlung für die freie Winterhilfe iſt trotz der wirtſchaftlichen Notlage
recht erfreuliches zu nennen. Die Sammlung ergab rund 352 Mark.
G. Ober=Ramſtadt, 5. März. Am nächſten Dienstag, den 10. März.
um 8 Uhr im „Löwen” auf Einladung unſeres evangeliſchen
Bun=
ein Film vorgeführt über die Wunder der Schöpfung. Ein ſehr
lehr=
er Film. Dies zeigt ſchon ein Blick in das Programm des Filmes.
ſchauen in tiefer Ergriffenheit den Sternenhimmel und ſeine
Ge=
riſſe. Wir erleben Weſen und Geſtaltwandel des Mondes und
be=
en den treuen Trabanten unſerer Erde auf ſeinen genau erforſchten
en. Wir ſehen hinter ihm drein die Flut um den Erdball laufen und
Tgen Entſtehung und Verlauf einer Mondfinſternis. Kometen. Me=
und Sternſchnuppen ziehen vor unſerem Auge vorüber. Die
me= und Lebensſpenderin unſerer Erde lernen wir genau kennen.
Entſtehung von Tag und Nacht, von Sommer und Winter, Kälte
Hitze lernen wir begreifen. Das Kühnſte wird gewagt. Ein
Raketen=
ſchiff trägt uns hinaus in die Unendlichkeit. Wir erleben die Schauer
Einſamkeit in den ungeheueren Weiten. Wir gleiten am Mond vor=
Wir landen auf dem Mars und auf dem Jupiter. Mit
ehrfürch=
r Staunen ſtehen wir vor dem Saturn. Der Begriff der
Unendlich=
wird immer ſtärker in uns: Tauſend Jahre ſind vor dir wie der
der geſtern vergangen iſt. Und zuletzt dann noch ein Ausblick mit
Frage auf den Lippen: Was wird einſt das Schickſal mnſerer Erde
So wird alſo der Film für jeden lehrreich ſein. Darüber hinaus
aber auch der Reinertrag einem guten Zweck. Er kommt dem
ippelheim in Nieder=Ramſtadt zu.
T Ober=Ramſtadt, 5. März. Jahresverſammlung. Die
2 Ɨhrige Hauptverſammlung des Bauernvereins Ober=Ramſtadt findet
— Samstag, den 7. d. M., abends 8.30 Uhr, im Saale. Zum weißen
— (Hrch. Fiſcher) ſtatt. Zahlreiches Erſcheinen der Mitglieder
er=
mcht.
T., Ober=Ramſtadt, 6. März. Gemeinderatsſitzung. Hein=
Döppel Ehefrau, hier, ſucht um die Erlaubnis zum Betrieb einer
nkwirtſchaft im Hauſe Darmſtädterſtraße 63 nach. Mit Rückſicht
dar=
daß in dem genannten Hauſe ſeither ſchon Wirtſchaft betrieben
e, findet der Gemeinderat gegen das Geſuch nichts zu erinnern und
* die Bedürfnisfrage. — Die am 23. Februar 1931 im Forſtort
Ersberg des Gemeindewaldes abgehaltene Nutz= und
Brennholzver=
rung wird genehmigt und die Abgabe von etwa 30—35 Rm.
Fich=
ammholz (aus Windfall) zum angebotenen Preiſe an die Firma G.
Stühlinger 3. Nachf. beſchloſſen. Ueber die Verwertung des übrigen
Holzes wird ſpäter Beſchluß gefaßt werden. — Die Rohrgrabenher=
Nachrichken des Standesamks Darmſtadi.
Beſtorbene. Am 27. Februar: Scheuermann, Adam, Land=
54 J., Falkengeſäß, hier, Erbacherſtr. 25; Koch, Karl Anton,
Pri=
r, 69 J., Heinrichſtr. 11: Feigk, Georg Jakob, Maſchinenſchloſſer,
.. hier Rabenauſtr. 60. Am 28. Februar: Reitz, Heinrich Karl,
irgnisaufſeher, 64 J.. Heinheimerſtr. 67; Braun, Friedrich,
rer, 45 J., Dieburg, hier Erbacherſtr. 25; Schnarr, Ernſt Karl,
ſſer, Rhönring 24: Feuge, Wilhelm Auguſt, Student, 22 J.,
Sweg 1. Am 3. März: Belzner, Margarethe Louiſe, geb. Wolf,
Ehefrau des Maſchinenſchloſſers, Jacobiſtr. 37. Am 4. März:
k. Heinrich, Weißbinder, 19 J., ledig, Griesheim, Kr. Darmſtadt,
Grafenſtr. 9. Am 5. März: Gambs, Angelika, geb. Müller,
.. Ehefrau des Lokomotioführers, Bleichſtr. 38: Müller, Rudolph
rich Wilhelm, Kammermuſiker i. R., 71 J., Viktoriaſtr. 69; Hum=
Eliſabeth. geb. Krenkel. 68 J., Witwe des Schloſſermeiſters,
Pan=
rsſtr. 30½; Blank, Suſanna, geb. Stix, 29 J., Ehefran des
Mau=
in Dieburg, hier, Dieburger Straße 21: Nohaſcheck, Marie,
Lindenſchmit, 55 J.. Ehefrau des Steueramtmanns, Erbacher
Be 65; Schieferſtein, Sophie Dorothea, geb. Sprenger, 71 J.,
rtſtraße 23.
Kirchliche Nachrichten.
Samstag, den 7. März.
Abends 8.30 Uhr: Andacht.
Abends 8 Uhr: Paſſionsbetſtunde.
Sonntag Okuli, 8. März.
Stadtkirche.
Stiftskirche.
Stadtkirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier des
gen Abendmahls Pfarrer Lautenſchläger. Vorm. 11.30 Uhr:
ergottesdienſt. Nachm. 3 Uhr: Vorſtellung und Prüfung der
irmanden der Lukasgemeinde. Pfarrer Kleberger.
Stadtkirche iſt wochentags von 9—5 Uhr zu ſtiller Andacht
geöffnet. Eingang Nordture.
Stadtkapelle, Vorm. 8.30 Uhr: Morgenandacht. Pfarrer
Kle=
r. Vorm. 10 Uhr; Haupgottesdienſt Pfarrer Heß. Vorm.
Uhr: Kindergottesdienſt fällt aus. Nachm. 5 Uhr:
Kirchen=
rt des Kirchengeſangvereins der Stadtkapelle und Schloß=
Mittwoch, 11. März, abends 6 Uhr: Vierte Paſſionsandacht:
Hannas und Kaiphas. Pfarrer Wagner.
Schloßkirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfr. Köhler.
Vereinigung zur Abhaltung lutheriſcher
tesdienſte: Donnerstag, den 12. März, abends 8 Uhr:
e Paſſionsandacht. Pfarrer Lautenſchläger,
Konfirmandenſaal im Schloß. Dienstag, 10. März, abends
: Mädchenvereinigung der Schloßgemeinde. — Mittwoch, 11.
s. und Samstag, 14. März, nachm. 2—4 Uhr:
Handarbeits=
der Stadtgemeinde. — Donnerstag, den 12. Marz. abends
*: Jugendvereinigung der Stadtgemeinde. — Samstag, den
Närz. abends 8 Uhr: Jugendvereinigung der Stadtgemeinde,
nenchor.
Semeindehaus (Kiesſtraße 17). Sonntag, nachm. 2.30 Uhr:
ſtummengottesdienſt mit Feier des heil. Abendmahls. Pfr.
Abends 8 Uhr: Jugendvereinigung der Stadtgemeinde (
ge=
ſamer Abend). — Montag, 9. März, abends 8 Uhr:
Jugend=
der Lukasgemeinde (ältere Abtlg.). Jugendvereinigung
Stadtgemeinde. — Dienstag, 10. März, abends 8 Uhr:
Kir=
or der Stadtkirche. Jugendvereinigung der Stadtgemeinde
re Abtlg.) Mädchenvereinigung der Reformationsgemeinde
ere Abtlg.). Frauenverein der Kaplaneigemeinde. — Mitt=
11. März, nachm. 4 Uhr: Jungſchar der Stadtgemeinde. —
B enverein der Lukasgemeinde (Guſtav=Adolf=Kreis). Abends
73—: Kirchenchor der Stadtkapelle und Schloßkirche. Jugendbund
Narkusgemeinde (ältere Abtlg.). Mädchenvereinigung der
FImationsgemeinde (ältere Abtlg.). — Donnerstag, 12. März,
„L1 s 8 Uhr: Jugendbund der Lukasgemeinde (jüngere Abtlg.).
— reitag. 13. März, abends 8 Uhr: Mütterabend der
Stadt=
nde. — Jugendbund der Markusgemeinde (jüngere Abtlg.),
ſrdbund der Kaplaneigemeinde.
ntshandlungen an Auswärtigen: Landeskirchenrat D. Waitz.
rankenpflege durch Diakonen: Hauptſtation im Diakonen=
Heidelberger Straße 21. Fernſprecher 2883.
w. Wohlfahrtsdienſt: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17. Vorder=
1 Treppe. Sprechſtunden vorm. von 8—12 und nachmittags
r Samstags) von 5—6 Uhr.
Tartinskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Landes=
trat D. Waitz. Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt für die
Unsgemeinde Oſt. Pfarrer Köhler. Nachm. 3.30 Uhr:
Vor=
g und Prüfung der 1. Konfirmandenabteilung der
Mar=
meinde Oſt. Pfarrer Beringer. Abends 6 Uhr: Pfarrer
r.
Tittwoch, 11. März, abends 8 Uhr: Paſſionsandacht. Landes=
Drrat D. Waitz.
Tartinsgemeinde. (Kirchliche Veranſtaltungen.) Dienstag,
Okärz, abends 8 Uhr, im Martinsſtift: Kirchenchor: im Ge=
Eehaus: Jugendvereinigung. — Donnerstag, 12. März, 8 Uhr
Es im Martinsſtift: Mädchenvereinigung (Oſt) im Ge=
Eehaus Mädchenvereinigung (Weſt); Mauerſtr. 5: Poſaunen=
19 — Freitag, 13. März. abends 8 Uhr, im Martinsſtift: Müt=
FAnd (Weſt); Jugendvereinigung (ältere Abtlg.).
ohanneskirche. Vorm 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt.
Tittwoch, 11. März, abends 8 Uhr: Muſikaliſche Paſſions=
Uſit in der Kirche. Pfarrer Marx.
eranſtaltungen: Montag, 9. März, abends 8 Uhr:
nchor und Mütterabend.
je Johanneskirche iſt wochentags von 7.30—5 Uhr zu ſtiller
t geöffnet.
ſtellung und Rohrverlegung zur Erweiterung des Waſſerrohrnetzes an
den Flachbauten wird dem Wenigſtfordernden Wilhelm Rückert 1. hier
zum Angebotspreis übertragen.
f. Roßdorf, 6. März. Konzert. Der Geſangverein „Concordia”
veranſtaltet am kommenden Sonntag abend im Saale „Zum Darmſtädter
Hof” ein volkstümliches Konzert, das ganz dem deutſchen Volksliede
ge=
widmet iſt. Hierbei wird der im Vorjahre dem Verein angegliederte
ge=
miſchte Chor zum erſtenmal offiziell auf den Plan treten und mit dem
Männerchor Zeugnis ablegen, was während der Wintermonate trotz
einer längeren Unterbrechung unter der zielbewußten Leitung des
Chor=
leiters Lehrer Hackemer geſchafft wurde.
(f) Roßdorf, 6. März. Schweinezwiſchenzählung. Das
Zählungsergebnis betrug insgeſamt 1 Zuchteber, 14 Zuchtſauen, 87 unter
acht Wochen alte Ferkel und 590 über ein halbes Jahr alte Schweine.
An nichtbeſchaupflichtigen Hausſchlachtungen wurden in der Zeit vom
1. Dezember 1930 bis 28. Februar 1931 261 vorgenommen. —
Stan=
desamtliches. Im Monat Februar wurden regiſtriert: 5
Gebur=
ten und 4 Sterbefälle; Eheſchließungen fanden nicht ſtatt.
Ck. Dieburg, 6. März. Seetier=Transport. Kommenden
Samstag abend trifft hier der Seetier=Transvort Hamburg—Italien ein
und können die Tiere Sonntag mittag beſichtigt werden.
Cp. Biebesheim, 5. März. Die Vorbereitungen zum
Zuchtviehmarkt ſind in vollem Gange. Man rechnet mit einem
guten Auftrieb. Der Markt findet bekanntlich am kommenden Dienstag
ſtatt. Der Gemeinderat hat fetzt auch die in Frage kommenden
Kommiſ=
ſionen für den Markt ernannt. — In der letzten Sitzung des
Gemeinde=
rates wurde ein Antrag auf Aufnahme eines verbilligten
Staatsdar=
lehens zu Meliorationszwecken abgelehnt. Man war der Meinung, daß
die Meliorationsarbeiten doch nicht ausgeführt werden könnten, da der
Waſſerſtand gegenwärtig noch viel zu hoch ſei.
Cp. Aſtheim, 6. März. Ehrenmal für die Gefallenen.
Die Gemeinde Aſtheim beabſichtigt, zuſammen mit den örtlichen
Organi=
ſationen (Vereinen uſw.), ihren im Weltkriege gefallenen Söhnen ein
Ehrenmal zu errichten. Die Vorbereitungen dazu ſollen nach
Möglich=
keit beſchleunigt werden. Zur Erlangung von Entwürfen wird ein
Aus=
ſchreiben ergehen.
— Hirſchhorn, 6. März. Waſſerſtand des Neckars am
5. März 2,04 Meter, am 6. März 2,08 Meter, morgens 5.30 Uhr.
— Gernsheim, 6. März. Waſſerſtand des Rheins am
5. März 2.25 Meter, am 6. März 2,01 Meter, morgens 5.30 Uhr.
escheuenerkaltngen
ie schlschleSe et
Gebrauch der in mehr 20
40 Jahren bauthrte
KaisenBpust-Capamellen!
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie).
Vor=
mittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarraſſiſtenr Becker. Vorm.
11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Becker.
Dienstag, 10. März, abends 8 Uhr: Dritte Paſſionsandacht.
Pfarraſſiſtent Becker.
Veranſtaltungen: Donnerstag. 12. März, abends um
8 Uhr: Mütterabend.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Vorm. 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt. Pfarrer Weiß. Vorm. 11.15 Uhr:
Kindergottes=
dienſt (Oſtbezirk) Pfarrer Weiß. Abends 6 Uhr: Abendgottes=
dienſt. Pfarrer Irle.
Veranſtaltungen: Sonntag, 8. März, nachm. 5 Uhr:
Lichtbildſtunde für die Kinder des Kindergottesdienſtes im
Ge=
meindehaus über „Bethel, die Stadt der Barmherzigkeit”. Abends
8.15 Uhr: Jugendvereinigung. — Montag, 9. März, abends um
8 Uhr: Wohltätigkeitskonzert der Männervereinigung im
Ge=
meindehaus. Abends 8.15 Uhr: Mädchenvereinigung (im Heim).
Dienstag, den 10. März, abends 8.15 Uhr: Mädchenvereinigung
Heimabend (Gruppe 1). — Mittwoch, 11. März, abends 8 Uhr
Vierte Paſſionsandacht. Pfarrer Irle. — Donnerstag, 12. März
abends 8.15 Uhr: Frauenabend: Jeſu Paſſion in Wort und Bild.
8.15 Uhr: Mädchenvereinigung: Heimabend (Gruppe 2). —
Frei=
tag, 13. März, abends 8 Uhr: Mädchenchor. 8.15 Uhr:
Kirchen=
chor. — Samstag, 14. März, abends 7.30 Uhr: Singekreis.
Pauluskirche. (Bodelſchwingh=Gedächtnisfeier.) Vorm. 10
Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Müller. Vorm. 11.15 Uhr:
Kin=
dergottesdienſt. Pfarrer Müller.
Veranſtaltungen: Sonntag, 8. März, nachm. 2.30 Uhr:
Kreisverbandstagung des Heſſenbundes. Abends 8 Uhr:
Ju=
gendvereinigung. — Montag, 9. März, abends 8 Uhr:
Jugend=
bund. — Dienstag, 10. März, abends 8 Uhr: Kirchenchor,
Mittwoch, 11. März, abends 8 Uhr: Vierte Paſſionsandacht (Joh.
18, 12—25). Pfarrer Müller. — Donnerstag, 12. März, abends
8 Uhr: Mütterabend. Jugendbund. — Freitag, 13. März. 8 Uhr
abends: Kirchenchor. — Samstag, 14. März, abends 8 Uhr:
Ju=
gendvereinigung. Jugendbund.
Stiftskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfr. Waldeck.
Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt.
Ev. Sonntagsverein. Nachm. 4—7 Uhr: Vereinsſtunden (
Ab=
ſchlußfeier der Opferwochen). — Donnerstag, 12. März, abends
8 Uhr: Vierte Paſſionsandacht.
Stadtmiſſion (Mühlſtr. 24) Sonntag, vorm. 9 Uhr:
Gebets=
ſtunde. Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Nachm. 3.30 Uhr
Bibelſtunde. Herr Bringmann. — Montag, nachm. 4 Uhr:
Miſ=
ſionsarbeitsſtunde. — Dienstag, nachm. 4 Uhr: Frauenbibelſtunde.
Abends 8.15 Uhr: Blaukreuz=Bibelſtunde. — Mittwoch, abends
8.15 Uhr: Gemiſchter Chor. — Donnerstag, abends 8.30 Uhr:
Bibelſtunde. Herr Bringmann. — Freitag, abends 8.30 Uhr:
Bibelſtunde in der Kinderſchule Beſſungerſtr. 80. Pred. Menne.
— Samstag, abends 8.15 Uhr: Poſaunenchor.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtraße 24). Sonntag, vorm. 9. 30
Uhr: Weißkreuzſtunde. Nachm. 2.30 Uhr: Bibelbeſprechſtunde für
junge Männer. Nachm. 4.45 Uhr: Bibelbeſprechſtunde für junge
Mädchen. Abends 8.30 Uhr: Spielkreis für junge Mädchen. —
Dienstag, abends 8.30 Uhr: Mädchenkreis. — Mittwoch, abends
8.30 Uhr: Freundeskreis für junge Männer. Frageabend.
Lei=
tung: Herr Anders. — Mittwoch, nachm. 4 Uhr: Kinderbund.
Donnerstag, abends 8 Uhr: Gebetsſtunde für junge Männer.
Evangeliſcher Mädchenverein (Freundinnen=Heim Sandſtraße
Nr. 24). Jeden Donnerstag abend 8.15—10 Uhr: Zuſammenkunft
der ortsfremden jungen Mädchen. — Jeden Mittwoch abend 8.30
bis 9.30 Uhr: Abwechſelnd Nähen und Zuſchneiden. Leſeabend.
Chriſtlicher Verein junger Männer e. V. (Alexanderſtr 22,
Infanterie=Kaſerne, Hof links). Sonntag, vorm. 9 Uhr:
Gebets=
ſtunde. Nachm. 2.30 Uhr: Kreistreffen im Gemeindeſaal der
Pau=
luskirche. (Treffen 2 Uhr Uhr im Heim.) Abends 8 Uhr: Bach=
Abend mit Stud. E. Gölz (für Damen und Herren). — Dienstag,
abends 8.30 Uhr: Jungvolkſtunde. — Mittwoch, abends 8.30 Uhr:
Bibelſtunde der Hauptabteilung. Thema: „Verleugnet” —
Don=
nerstag: Heimabend. — Freitag, abends 8.30 Uhr: Turnen für
Hauptabteilung und Jungvolk. — Mittwoch, von nachm. 3.30—
Uhr: Jungſchar (Buben von 10—14 Jahren).
B.=K. im Bund deutſcher Bibelkreiſe, Darmſtadt,
Alexander=
ſtraße 22. Samstag, 7. März: Aelterer Kreis; Wanderung.
Tref=
fen 3.15 Uhr Hbf. Treuburg und Jung=Siegfried: Nachm. 4—5.30
Uhr: Spielen und Singen, anſchl. Andacht. — Sonntag, 8 März:
Wanderung in den vorderen Odenwald. Näheres wird Samstag
nachmittag bekanntgegeben. — Mittwoch, 11. März, abends 8 Uhr:
Heimabend für Treuburg. — Donnerstag, 12. März. abends 8 Uhr:
Heimabend für Aeltere.
Möttlinger Freundeskreis. Montag, den 9. März, abends
8 Uhr, im Feierabend, Stiftsſtraße 51: Bibelſtunde.
Die Chriſtengemeinſchaft (in der Städt. Akademie für
Ton=
kunſt, Eliſabethenſtr.) Sonntag, 8. März, 10 Uhr:
Menſchen=
weihehandlung mit Predigt; 11.20 Uhr: Kinder=
Sonntagshand=
lung.
Sonſtige Gemeinſchaften.
Die Heilsarmee, Schulzengaſſe 3. Sonntag, vorm. 10 Uhr:
Heiligungsverſammlung; vorm. 11 Uhr: Wegweiſer=Unterricht;
nachm. 3.30 Uhr: Kinderverſammlung; abends 8 Uhr:
Heilsver=
ſammlung. — Montag, abends 8 Uhr: Jugend=Liga. —
Diens=
tag, abends 8 Uhr: Mitglieder=Verſammlung. — Mittwoch,
nach=
mittags 3 Uhr: Kinder=Verſammlung: abends 8 Uhr:
Heilsver=
ſammlung. — Donnerstag, abends 8 Uhr: Heimbund. — Freitag,
abends 8 Uhr: Heiligungs=Verſammlung.
Chriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt (Mollerſtraße 40).
Sonn=
tag, den 8. März, vorm. 9.30 Uhr: Andacht. (Prediger Kruſt.)
Vorm. 11.15 Uhr: Sonntagsſchule; nachm. 3.30 Uhr:
Jugendbund=
ſtunde; abends 8 Uhr: Evangeliumsverkündigung. — Mittwoch,
abends 8.15 Uhr: Bibelſtunde.
Straßenbericht.
für die Woche vom 8. bis 14. März 1931.
(Mitgeteilt vom Heſſiſchen Automobil Club.)
Hauptdurchgangsſtraßen in Heſſen:
Heppenheim—Hemsbach vom 29. 12. bis auf weiteres geſperrt.
Um=
leitung: Lorſch-Hüttenfeld—Hemsbach bzw. Lorſch-Viernheim.
Heldenbergen—Windecken wegen Brückenbauarbeiten an der Nidder
bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Eichen—Oſtheim.
Grünberg—Hungen (Ortsdurchfahrt Hungen) vom 10. 11. bis auf
weiteres geſperrt. Umleitung: Für den Schwerverkehr (über 2,5 Tonnen)
Nichtung Grünberg und Laubach über Langsdorf-Villingen-
Nonnen=
roth. Richtung Nidda über Trais—Horloff—Steinheim—Rodheim.
Klein=Linden—Wetzlar (Ortsdurchfahrt Klein=Linden) vom 3. 11. bis
auf weiteres geſperrt. Umleitung: Garbenheim-Dorlar—Atzbach-
Heu=
chelheim—Gießen.
Sonſtige Straßen in Heſſen:
Verbindungsſtraße von dem Forſthaus Unterſchweinſtieg nach
Kel=
ſterbach von der Landesgrenze am Forſthaus Hinkelſtein bis
Bahnunter=
führung vor Kelſterbach vom 13. 12. bis auf weiteres geſperrt.
Umlei=
tung: Niederrad—Schwanheim.
Neuſtadt i. O.—Seckmauern, zwiſchen dem Straßenkreuz unterhalb
Lützelbach bis zum Weſtende der Ortsdurchfahrt Wiebelsbach, vom 8. 1.
bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Lützelbach.
Darmſtadt—Noßdorf (Roßdörfer Straße zwiſchen Botaniſchem
Gar=
ten und Halteſtelle Glasberg) vom 28. 1. bis auf weiteres geſperrt.
Um=
leitung: Beck= und Erbacher Straße in Darmſtadt.
Ortsdurchfahrt Birkenau (Obergaſſe) im Zuge der Provinzialſtraße
Birkenau—Ober=Abtſteinach vom 23. 2. bis 16. 3. geſperrt. Umleitung:
örtlich über die Bahnhofszufahrtsſtraße.
Gau=Weinheim-Vendersheim vom 5. März bis auf weiteres wegen
Dammrutſch geſperrt. Umleitung: Wallertheim—Sulzheim.
Klein=Linden-Lützellinden (Ortsdurckfahrt Klein=Linden) vom 29.
12. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Großen=Linden
D. Biblis, 6. März. Motorradunfall. Auf der Landſtraße
Bürſtadt—Bobſtadt, faſt am Ortsausgang von Bürſtadt, geriet ein
hie=
ſiger Motorradfahrer mit Sozius ins Schleudern, kam darauf zu Fall,
wobei ſich die beiden Fahrer ſchwere Verletzungen zuzogen. Der Lenkeu
des Motorrades. Joſ. Kappel, gibt an, daß ein Radfahrer dem
Motor=
rad zu nahe gekommen ſei. Der ehemalige Schutzmann V. Kappel, der
auf dem Sozius mitfuhr, hatte bei dieſem gefährlichen Sturz noch
ver=
hältnismäßig großes Glück, da er nur Beinverletzungen davontrug,
wäh=
rend J. K. vornehmlich im Geſicht ſtark verletzt wurde.
Cp. Dietzenbach, 6. März. Selbſtmord auf den Schienen.
Ein in den 50er Jahren ſtehender Einwohner von Heuſenſtamm ließ ſich
von einem Zuge der Nebenbahn Offenbach-Heuſenſtamm-Dietzenbach
überfahren. Der Mann ſoll bereits ſeit längerer Zeit nervenkrank
ge=
weſen ſein.
Chriſtlich =wiſſenſchaftliche Vereinigung (Chriſtian Science
Society) in Darmſtadt, Aula der Landesbauſchule, Neckarſtraße 3.
Gortesdienſte jeden Sonntag, vorm. 10 Uhr, und jeden erſten und
dritten Mittwoch im Monat, abends 8.15 Uhr. Thema am 8.
März: Der Menſch: Predigt: 1. Moſe 1:27
Chriſtliche Verſammlung, Zimmerſtraße 4. Sonntag, den
8. März, vorm. 11.15 Uhr: Sonntagsſchule; nachm. 4.30 Uhr:
Ver=
kündigung des Wortes Gottes. — Mittwoch, den 11. März, abends
8.15 Uhr: Gebetsſtunde — Freitag, den 13. März, abends 8.14
Uhr: Betrachtung des Wortes Gottes (2. Theſſ. Kap. 1.)
Evangeliſche Gemeinſchaft, Schulſtraße 9. Sonntag, vorm.
10 Uhr: Predigt; 11 Uhr: Sonntagsſchule; 8 Uhr: Predigt. —
Montag, abends 8.15 Uhr: Jugendverein. — Dienstag, nachm.
3 Uhr: Frauenmiſſionsverein; 8.15 Uhr: Singſtunde. — Mittwoch,
nachm 3 Uhr: Katechetiſcher Unterricht. — Donnerstag, abends
8.15 Uhr: Bibelſtunde.
Methodiſten=Gemeinde (Evang. Freikirche), Wendelſtadtſtr. 38.
Sonntag, 8. März, vormittags 11 Uhr: Sonntagsſchule; nachm.
4 Uhr: Geſanggottesdienſt: Vortrag des Oratoriums, Bethanien”,
mit Orcheſterbegleitung. — Von Montag. 9. März, bis Freitag,
13. März, jeden Abend 8 Uhr, religiöſe Vorträge, gehalten von
Prediger H. Mann, Frankfurt a. M. Freier Eintritt.
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten), Mauerſtr. 17.
Sonntag, den 8. März, vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt; 11 Uhr:
Sonntagsſchule; nachm. um 4 Uhr: Predigt. — Mittwoch, den 11.
März, abends 8.15 Uhr: Bibelſtunde. — Freitag, den 13. März,
abends 8.30 Uhr: Gebetsſtunde.
Advent=Gemeinde, Waldſtraße 18. Sonntag, vorm. 9 Uhr:
Religions= und Erſatzunterricht; abends 8 Uhr: Vortrag.
Montag: Heimabend. — Mittwoch, 2.30 Uhr: Kinderſingſtunde,
abends Tabeaſtunde. — Freitag: Gebetsſtunde — Samstag,
8.45 Uhr: Lehrerverſammlung, Sabbatſchule, Predigt; 3 Uhr:
Jugendſtunde und Singſtunde.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Darmſtadt I, Hindenburgſtr. (ehem.
Kaſino) Sonntag, den 8 März, vorm. 9.30 Uhr, nachm. 4 Uhr,
und Mittwoch, den 11. März, abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Darmſtadt II, Bismarckſtraße 54.
Sonntag, den 8. März, vorm. 9.30 Uhr und nachm. 4 Uhr, und
Mittwoch, den 11. März, abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Auswärtige Gemeinden.
Evangeliſche Gemeinde Eberſtadt. Sonntag, den 8. März,
vorm. 9.45 Uhr: Hauptgottesdienſt; anſchließend:
Kindergottes=
dienſt. (Abends 8 Uhr: Bodelſchwingh=Feier der Evang.
Jugend=
gemeinde im Gemeindehaus. Gäſte willkommen.) — Montag,
5.30 Uhr: Mädchenjungſchar II; 8 Uhr: Jungengruppe, Kirche und
Staat. — Dienstag 8 Uhr: Frauenabend, Bodelſchwingh.
Mittwoch, 4 Uhr: Mädchenjungſchar III; 5.30 Uhr:
Bubenjung=
ſchar I: 8 Uhr: Kirchenchor. — Donnerstag, 2 Uhr: Nähſtube; 5.30
Uhr: Mädchenjungſchar I; 8 Uhr: Mädchengruppe:
Chriſtaller=
abend. — Freitag, 5.30 Uhr: Bubenjungſchar II; 8 Uhr:
Paſſions=
andacht, unter Mitwirkung des Chöres der landeskirchlichen evang.
Gemeinſchaft.
Provinzial=Pflegeanſtalt. 1.30 Uhr: Gottesdienſt.
Evang. Gemeinde Traiſa. Sonntag, den 8. März, 10 Uhr:
Gottesdienſt: 11 Uhr: Kindergottesdienſt d. Gr.; 13 Uhr:
Kinder=
gottesdienſt d. Kl.: 20 Uhr: Paſſionsandacht. — Mittwoch:
ge=
meinſamer Abend der Jugendgemeinde. Bodelſchwingh=Feier mit
Lichtbildern. — Donnerstag: Frauenabend.
Evangeliſche Kirche Nieder=Ramſtadt. Sonntag, den 8. März,
vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt; abends 8 Uhr: Paſſionsandacht.
Dienstag: Jungmädchenverein. — Mittwoch: Kirchenchor und
Jugendvereinigung
Evangeliſche Kirche Ober=Ramſtadt. Sonntag, den 8 März,
10 Uhr: Gottesdienſt; 8 Uhr: 3. Paſſionsandacht. — Montag:
Jugendverein. — Dienstag, 6—7 Uhr: Bücherausgabe; 8 Uhr:
Filmvorführung im Löwen: Wunder der Sternenwelt. —
Mitt=
woch; Kirchenchor. — Donnerstag: Poſaunenchor. —
Helferbe=
ſprechung im Pfarrhaus. — Freitag: Mädchenverein. — Samstag:
Jugendverein.
Evang. Gemeinde Roßdorf. Sonntag (Oculi) 8 März,
vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt: vorm. 11 Uhr: Chriſtenlehre;
abends 8 Uhr: 3. Paſſionsgottesdienſt. — Montag, Frauenverein.
— Dienstag: Kirchengeſangverein und Poſaunenchor. —
Donners=
tag: Jungmädchenverein. — Freitag: Evang. Arbeiterverein und
Jugendbund Wartburg.
Evang. Gemeinde Erzhauſen. Sonntag (Oculi), 8. März.
vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt: 8 Uhr abends: Bibelſtunde.
Dienstag: Frauenabend. — Mittwoch: Jungmannſchaft. —
Don=
nerstag: Kirchenchor. — Freitag: Mädchengruppe. — Samstag:
Jungmannſchaft.
Auswärtige Gemeinſchaften.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Arheilgen, Alte=Darmſtädterſtr. 14.
Sonntag, den 8. März, vorm. 9.30 Uhr, und Donnerstag, den
12. März, abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Eberſtadt, Weingartenſtraße 35.
Sonntag, den 8. März, vorm. 9.30 Uhr, und Donnerstag, den
12. März, abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Nieder=Ramſtadt, Bahnhofſtraße 25.
Sonntag, den 8. März, vorm. 9.30 Uhr, und Donnerstag, den
12. März, abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Roßdorf. Dieburgerſtraße 22.
Sonntag, den 8. März, nachm. 4 Uhr, und Mittwoch, den 11. März,
abends 8 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Griesheim, Groß=Gerauerſtraße 3.
Sonntag, den 8. März, nachm 4 Uhr, und Mittwoch, den 11. März.
abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Ober=Ramſtadt, Bahnhofſtraße 22.
Sonntag, den 8. März, nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, den
12. März, abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Rüſi=lsheim, Mainzerſtraße 82.
Sonntag, den 3. März, nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, der
42. März, abends 8 Uhr: Gottesdienſt.
Samstag, den 7. März 1931
Dankſagung.
All denen, die an unſerm großen
Leid in ſolch wohltuender Weiſe
teilnahmen, von Herzen Dank,
ins=
beſondere Herin Pfarrer Walldeck
und den pflegenden Schweſtern im.
Eliſabethenſtift Herrn Pfarrer,
Gundermann Ober=Beerbach für die
troſtreichen Worte am Grabe, dem
Geſangverein Allertshofen dem
Kriegerverein Obei=Beerbach und
Junglandbund Neutſch, ſowie für
die zahlreiche Kranzſpendung.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Frau Frieda Lautenſchläger
geb. Meitzler und Kind
Familie Karl Lautenſchläger.
Heſſenſteigermühle b. Alzey und
(3627
Neutſch i. Odw.
Groß-Schuhmacherel
geb. Zehle
geben ihre Vermählung bekannt.
Darmstadt, Alexanderstraße 13.
Kirchliche Trauung Sonntag, den 8. März 1931, 11½ Uhr, in der Schloßkirche
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Hanel.
Frau Marie Nohaſcheck
geb. Lindenſchmit
it
Alt
nach ſchwerem, mit großer Geduld ertragenem
Für die trauernden Hinterbliebenen:
Ludwig / ohaſcheck, Steueramtmann
Heinrich Nohaſcheck.
Darmſtadt, Mainz, Frankfurt, den 5. März 1931.
Die Enäſcherung findet am Montag, den 9. März um 10.30 Uhr auf dem
Waldfriedhof ſtatt.
Es wird gebeten, von Beileidsbeſuchen Abſtand zu nehmen.
Schuſtergafſe
5, hinterm Rathaus
Beratung
Rentina
Leltung
ARCHITEKT W. STA
Dipl-Ing.
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Statt beſonderer Anzeige.
Heute entſchl ef ſanft, doch unerwartet, unſere herzens
gute, treuſorgende Mutter, Großmutter,
Schwieger=
mutter und Tante
Geſtern verſchied nach kur
iebe, herzensgute Frau
Schwägerin und Tante
em Krankenlager meine
unſere liebe Schweſter,
geb. Sprenger
im 72. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Anion Schieferſtein.
Darmſtadt, den 6. März 1931.
Die Beerdigung findet Montag, vormittags 11 Uhr,
auf dem Waldfriedhof ſtatt.
geb. Krenkel
in Folge eines Hirnſchlages.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Hummel.
Darmſtadt, den 5. März 1931.
Pankratusſtr. 30½
Die Beerd gung findet am Montag, den 9. März
nachmittags 3 Uhr, vom Portale des alten Friedhof
Nieder=Ramſtädterſtraße) aus ſtatt.
Marken- . Nettogrit
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Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilne
für die zahlreichen Blumenſpenden beim
meines lieben Mannes
Todes=Anzeige.
Nach kurzem Leiden verſchied geſtern Abend meine
Frau, unſere eute, treube orgte Mutter, Schwit
mutter, Großmutter, Urgroßmutter und Schweſter
ſei auf dieſem Wege herzlichſt gedankt. Insbeſonder
herzlichſten Dank Herrn Pfarrer Köhler für die tro
reichen Worte am Grabe, ſowie den Beamten d
Landespolizeigefängniſſes.
3m Namen der trauernd Hinterbliebenen:
Eliſe Reitz. gas
geb. Emig
im Alter von 78 Jahren.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Chriſtoph Nungeſſer.
Nieder=Ramſtadt, den 6. März 1931.
(3642
Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 4 Uhr
ſtatt.
Mefke
2rädig. Federhand
VERK.
DARMSTADT
KirchenKonzert
Sonntag, 8. März, 17 Uhr
Stadt-Kapelle
Eiſernes Kinderbett
mit Matr., gut er=
Grammophon
(Tiſchapp.), f. neu.
Lautſprech. f. 7 ℳ z. halten, zu verkf. (*
vk. Martinſtr. 70,III. (*
für nur 45 Mk. zu
verkauf.
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ſtraße 15, part.
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Kragen 2. 45.
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Ludwigsplatz 6 21130 Nachf.
Aſthma iſt heilbar
makur nach Dr. Alberts kann ſelbſ
altete Leiden dauernd heilen Aerzt=
nFrankfurt, Mainzer
tock, jeden Mittwoch u
30 Uhr.
Heirat! Jg. Mann,
24 Jahre ſucht Frau
(auch Witwe) mit
eig. Hausſtand zw.
Heirat kenn. zu
ler=
nen. Zuſchriften m.
Bild erbeten unter
B. 88 a. d. Gſchſt.
Wegen Heirat mein.
Mädchens ſuche zum
15. März ein
Mäd=
ſchen, das kochen und
alle Hausarb. verſt.
u. melken kann. An=
Vrt
bilIigat,
[ ← ][ ][ → ]kummer 66
Samstag, den 7. März 1931
Seite 11
B. Mannheir=Baldhof — SB. 98 Darmſtadt.
Die 98er ſtehen am kommenden Sonntag vor einer ſchweren Auf=
Die Darmſtädter haben in Mannheim das Rückſpiel gegen den
— emeiſter auszutragen, der am vergangenen Sonntag gegen den
Feiſportverein Darmſtadt Sieg und Punkte erringen konnte. Man
aus dem Verlauf des Vorſpiels, das die Lilienträger erſt nach
+fſter Gegenwehr in den Schlußminuten knapp mit 7:5 für ſich
eni=
ten konnten, daß die Waldhöfer heute zu den ſpielſtärkſten Mann=
* en Süddeutſchlands zu rechnen ſind. Der Rheinmeiſter ſtell
zweifeſ=
ie Ueberraſchung bei den diesjährigen ſüddeutſchen Endſpielen dar;
— ird ſein größter Ehrgeiz ſein, nach dem bisherigen guten Erfolg
— gegen die Elf des Süddeutſchen Meiſters einen Siog herauszuholen.
— clb ſteht außer Zweifel, daß die Waldhöfer am kommenden Sonntag
ihrem Anhang ein großes Spiel liefern werden.
Die 98er werden wiſſen, um was es geht. Die Chancen auf die
— cerſchaft der Weſtgruppe ſind gut. Durch einen Sieg gegen Wald
Der den 4=Punkten=Vorſprung vor dem Tabellenzweiten erhalten
ie würden die Chancen noch weſentlich verbeſſert werden. Bei
Niederlage in Waldhof dagegen müßten zur Sicherſtellung der Mei=
Haft in den beiden letzten Rückſpielen gegen Polizei Darmſtadt und
rz 05 mindeſtens 3 Punkte erkämpft werden. Die Stärke des
Geg=
hat man in dem Vorſpiel zu Genüge kennen gelernt. Gegen die
Abwehr des Rheinmeiſters wird der Darmſtädter Sturm ſchnell
ſicher abſpielen müſſen, um zu Erfolgen zu kommen. Die Deckung
— Einheimiſchen muß bei der Wurfkraft von Spengler, dem Waldhöfer
—mführer, tunlichſt Strafwürfe vermeiden: Delp wird es nicht leicht
Ht. Spengler an der Entfaltung ſeines Könnens zu hindern. Wir er=
—n von den 98ern, daß ſie ſich mit ganzer Kraft darum bemühen,
— Siege zu kommen.
Das Spiel findet auf dem Mannheimer Stadion ſtatt und wird im
Sren einer Doppelveranſtaltung durchgeführt. Das Handballſpiel
itals 1. Spiel zum Austrag, ſo daß ſein Spielbeginn auf 1.45 Uhr
ſetzt wurde. Anſchließend findet ein Endſpiel um die Süddeutſche
— allmeiſterſchaft zwiſchen Eintracht Frankfurt und Waldhof ſtatt.
Schlachtenbummlern ſteht alſo ein großer ſportlicher Genuß bevor.
Die Ligareſerven treten auf dem Platze am Böllenfalltor zu einem
atſpiel gegen Sportabt. Merck (1. Mannſchaft) an. Die 1., 2. und
urgendmannſchaft ſind in Verhandsſpielen auf eigenem Platze
be=
igt.
Tm Sonntag nachmittag 3 Uhr empfängt die Polizeiliga zum letzten
I. der Vorrunde Weſtmark Trier. Es iſt ein äußerſt intereſſanter
Df zu erwarten, da die junge Mannſckaft beſtrebt ſein wird, bei
r zweiten Erſcheinen in Darmſtadt alles herzugeben, einen Sieg
wenigſtens ein Unentſchieden zu erringen. Die Lücken, die ſich im
gegen Sportv. 98 herausgeſtellt hatten, wird die Weſtmarkelf jetzt
glichen haben und der Polizeiliga eine flinke, ſchußfreudige und
Mannſchaft entgegenſtellen. Die Polizeielf, die ſich zurzeit in einer
S befindet, wird wieder einige Umſtellungen erfahren, um neue
Ter auszuprobieren. Hoffentlich gelingt es ihr diesmal, einen Sieg
Fuſtellen, damit der zweite Tabellenplatz gehalten wird.
Die 2. Mannſchaft ſpielt um 3.15 Uhr in Auerbach. Abfahrt 1.32
Die Damen ſpielen um 2 Uhr in Arheilgen.
Tm 10 Uhr treffen ſich die 1. und die 2. Polizeijugend auf eigenem
Handball in der 2.T.
Em den Aufſtieg zur Kreisklafſe: Bensheim — Groß=Wallſtadt.
Sin hartnäckiger Widerſtand des Odenwaldmeiſters und desienigen
Main macht den Bensheimern den Aufſtieg ſchwerer, als man
an=
t s angenommen hatte. Groß=Wallſtadt zeigte ſeither eine ſichere
Ab=
hinzu der Umſtand, daß es das letzte Spiel auf eigenem Platze iſt
* Die Punkte in Groß Zimmern auch noch errungen werden müſſen,
klar die Bedeutung des Treffens an. Und trotzdem, Bensheim
* e es ſchaffen.
Im Gau iſt diesmal das Programm ſehr reichhaltig. Darmſtadt
e: bringt drei Lokalbegegnungen, darunter zwei gegen DSB.=Mann=
F en. Die Gaue um Frankfurt ſind zahlreich vertreten, auch kommt
Hadiſche Elf, und was noch ſonſt innerhalb des Gaues ausgetragen
entbehrt ebenfalls nicht der Würze, namentlich im Ried. Die
erſtädter Begegnungen: Beſſungen — Tade. 1846. Tgeſ. — Eintracht
Chr), Reichsbahn — Rotweiß. Die Kreisklaſſe tritt endlich aus ihrer
ve heraus und präſentiert drei namhafte Spicle: Taſ. Walldorf —
Miederrad. Langen — Bergen und Griesheim — Mainz 1817.
erhin: Pfungſtadt — Lampertheim und Nauheim — Raunheim.
— den Gauvereinen iſt zu nennen: Wolfskehlen — Groß=Gerau,
Shach — Worfelden, Wallerſtädten — Büttelborn. Auerbach — Pol.
rrſtadt Reſerve, Auerbach 2. — Schwanheim. Roßdorf — Nieder=
Itadt. Bensheim 2. — Heppenheim komb., Erfelden — Hähnlein.
eim — Ober=Ramſtadt, Crumſtadt — Groß=Rohrheim.
TGS. 1875 Darmſtadt — Eintracht Darmſtadt.
Ein intereſſantes Treffen ſteigt Sonntag vormittag 11 Uhr auf dem
tplatz an der Kranichſteiner Straße. Die 1. Mannſchaften beider
ane ſtehen ſich in einem Freundſchaftsſpiel gegenüber. Es iſt das
Mal, daß die 75er gegen eine Mannſchaft der DSB. ſpielen. Man
her mit Recht auf den Ausgang des Kampfes geſpannt. Leider ſind
Ser gezwungen, mit 3 Erſatzleuten anzutreten.
Am Sonntag nachmittag 3 Uhr ſtehen ſich obige Mannſchaften zum
Freundſchaftsrückſpiel auf dem Reichsbahnſportplatz gegenüber. Die
Grün=Weißen werden hoffentlich diesmal nicht Veranlaſſung geben,
Ret=
tig von den Gäſten Strafſtöße verwandeln zu laſſen. Bei einigermaßen
Eifer und Zuſammenſpiel kann am Sonntag ein anderes Reſultat als
das 6:0 des Vorſpiels erwartet werden, wenn auch ein Sieg der Platzelf
als „A‟=Klaſſe kaum in Frage kommen kann. Beide Mannſchaften haben
beim Vorſpiel gute Leiſtungen gezeigt und ein ſehr flüſſiges Spiel
hin=
gelegt, ſo daß damit zu rechnen iſt, daß die Handballanhänger auf ihre
Koſten kommen werden.
Tgde. 46 Darmſtadt — Tgde. 65 Befſungen.
Am Sonntag ſtehen ſich die 1. und 2. Mannſchaften obiger Vereine
auf dem Sportplatz der Turngem. Beſſungen 1865 (Rennbahn),
Heidel=
berger Straße, zu den fälligen Freundſchaftsrückſpielen gegenüber. Das
Spiel der 1. Mannſchaften beginnt um 10.30 Uhr, das der 2. um 9.30
Uhr. Die Mannſchaften der 1846er müſſen durch verſchiedene Umſtände
erſatzgeſchwächt antreten. Der Ausgang der Spiele iſt daber als offen
zu bezeichnen.
Im letzten Spiel vor Beginn der Kreismeiſterſchaftsſpiele empfängt
die Freie Turngemeinde am Sonntag, 4 Uhr, Dietesheim, das in der
Kreisklaſſe eine der beſten Mannſchaften der dritten Gruppe ſtellt.
Darm=
ſtadt konnte bekanntlich die Meiſterſchaft der erſten Gruppe erringen und
beginnt am 15. März mit den Spielen um den Kreismeiſter. Es heißt
alſo für die Mannſchaft, in dieſem letzten Spiel zu zeigen, daß ſie
tat=
ſächlich ein ernſter Anwärter auf die Kreismeiſterſchaft iſt. Dietesheim
verfügt über eine techniſch ſehr gute, ſchnelle Mannſchaft, in der
Mittel=
ſtürmer und Tormann hervorragen. Der Mittelſtürmer konnte ſchon in
Länderſpielen mitwirken. Man wird alſo ſehr guten Sport zu ſehen
be=
kommen. Das Spiel findet anſchließend an ein Spiel der erſten
Fuß=
ballmannſchaft um 4 Uhr ſtatt. Die 1b.=Mannſchaft fährt zu Nieder=
Ramſtadt 1. und wird einen ſehr ſchweren Stand haben. Die Jugend
ſpielt in Reinheim.
Vogg. 04 Arheilgen — Kickers Offenbach.
Als erſten Gegner in den Aufſtiegsſpielen zur Bezirksliga haben
die Arheilger am kommenden Sonntag. 1.45 Uhr, vor dem Fußballſpiel
gegen Viktoria Griesheim die Kickers Offenbach zu Gaſt am Arheilger
Mühlchen.
Beide Mannſchaften kennen ſich noch gut von ihrer ehemaligen
Zu=
gehörigkeit zur Bezirksliga, und zeigten auch manch ſchönes Spiel, die
alle noch in guter Erinnerung ſind. Die jetzige Spielſtärke der
Offen=
bacher iſt nicht zur Genüge bekannt, um ein abſchließendes Urteil zu
bil=
den, feſt ſteht jedoch, daß ſie unter ſchärfſter Konkurrenz die
Kreismeiſter=
ſchaft erringen konnten. Die Gaſtgeber haben ihre Spielſtärke im Spiel
gegen Merck zur Genüge bewieſen, müſſen aber am Sonntag noch
erſatz=
geſchwächt antreten. Aber ein ſtarker, unentwegter Wille ſcheint der
Mannſchaft doch eigen zu ſein.
Rol-WBeiß Darmſtadt — Boruſſia dornheim.
Am Sonntag vormittag 11 Uhr empfangen die Rot=Weißen auf dem
Platze an der Rheinallee die Dornheimer Boruſſen. Die Gäſte ſind
ge=
rade die Mannſchaft, welche durch die knappen Niederlagen gegen
Eber=
ſtadt und die Erfolge über Wolfskehlen imſtande wären, durch einen
Er=
folg in dieſem Spiel die Lage etwas zu klären. Rot=Weiß muß alſo
dafür ſorgen, daß beide Punkte in Darmſtadt bleiben, um nicht ins
Hin=
tertreffen zu geraten. Das Sviel verſpricht recht inter ſſant zu werden.
Vor dem Spiel treffen ſich die zweiten Garnituren ebenfalls um die
Punkte. — Die Jugend empfängt nachmittags 1.30 Uhr die Pfungſtädter
Zum Verbandsrückſpiel müſſen die Eiſenbahner am kommenden
Sonntag in Hahn antreten. Der Spielausgang wird für die
Meiſter=
ſchaft der B=Klaſſe von Bedeutung ſein. Beim Vorſpiel blieben die
Punkte in Darmſtadt. Die Mannſchaft fährt 13.20 Uhr ab Neckarſtraße
mit Auto. Für Schlachtenbummler ſind noch genügend Plätze frei.
Die 2. Mannſchaft ſpielt gegen die 3. von Viktoria Griesheim um
10 Uhr vormittags, Dornheimer Weg.
SV. 1898 (Jugend).
1. Jugend — 1. Jugend Seeheim, dort. Abfahrt 11.30 Uhr
Haupt=
bahnhof; 2. Jugend — 1. Jugend Dieburg, dort, Abfahrt 9.15 Uhr mit
Auto (Marſtall); 3. Jugend — 1. Jugend Union, Stadion, 9.45 Uhr;
4. Jugend — 2. Jugend Arheilgen, dort, 9.45 Uhr: 1. Schüler — 2.
Schü=
ler Polizei, dort, 10.15 Uhr; 2. Schüler — 1. Schüler Roßdorf, dort,
Abfahrt mit Auto 12.30 Uhr (Marſtall).
Spgg. Arheilgen 04 — Viktoria Griesheim.
Die Sportvereinigung trägt am kommenden Sonntag, nachmittags
3 Uhr, ihr letztes Spiel in diesjähriger Verbandsrunde auf eigenem
Ge=
lände aus. Viktoria Griesheim. der Tabellenletzte, iſt nicht ſo ſchlecht wie
ihr Tabellenſtand ſagt. Gerade in ihren auswärtigen Spielen zeigten
die Griesheimer ſchon recht gute Leiſtungen. Man darf deshalb von
Ar=
heilgen aus den Kampf nicht allzu leicht nehmen.
Fällt die Meiſterſchaftseutſcheidung am kommenden Sonntag?
Das iſt die Frage, welche zurzeit die Fußballanhänger im Kreis
Starkenburg bewegt. Die Niederlage Walldorfs am letzten Sonntag
hat es mit ſich gebracht, daß die Situation wieder völlig offen iſt und
daß die Entſcheidung zugunſten Walldorfs erſt im letzten Spiel des
avor ten fallen kann. Bereits der kommende Sonntag mit dem
Pro=
gramm
1. FC. 03 Egelsbach — Viktoria Walldorf, Union Darmſtadt —
Germania 03 Pfungſtadt, SV. Mörfe den — SV. Münſter,
Sport=
vgg. 04 Arhei gen — Viktoria Griesheim, Haſſia Dieburg —
Poli=
zei Darmſtadt
kann nun die Klärung bringen. Walldorf muß unbedingt mindeſtens
einen Punkt erringen, um Meiſter zu werden. Nach Lage der
Spiel=
ſtärke ſollte das den Gäſten in Egelsbach auch gelingen. Egelsbach iſt
doch nicht die Mannſchaft, welche dem Tabellenerſten ernſtlich
Schwierig=
keiten machten könnte. Käme es anders, wäre es eine Ueberraſchung.
Wir rechnen mit einem knappen Sieg Walldorfs (Vorſpiel 3:0 für
Wall=
dorf). — Die Pfungſtädter Germanen treten an der Heidelberger Straße
in Darmſtadt an. An ſich iſt Pfungſtadt zurzeit weſentlich höher
ein=
zuſchätzen als die Platzherren. Aber da dieſe immer noch vom Abſtieg
bedroht ſind, ſo werden ſie energiſch kämpfen, und da man nicht weiß,
ob die Gäſte ihre ſtärkſte Beſetzung zur Verfügung haben, ſo tut man
doch gut, den Spielausgang offen zu laſſen. Im Vorſpiel gewann
Pfungſtadt knapp mit 1:0 gegen eine allerdings weſentlich ſtärtere
Unionelf. — In Mörfelden ſteigt ein intereſſanter Kampf. Die Ein
heimiſchen werden ſicher für ihre 1:3=Niederlage in Münſter Revanche
nehmen wollen, und es iſt möglich, daß das diesmal glückt.
Spieltech=
niſch muß man Münſter zwar höher einſchätzen, aber bei gleicher
Kampf=
kraft könnte der Platzvorteil Mörfeldens den Ausſchlag geben. Ein Sieg
Münſters wäre aber auch keine eigentliche Ueberraſchung. — Arheilgen
erwartet den Tabellenletzten zum Rückſpiel. Nachdem das Vorſpiel 4:3
für Arheilgen endete, darf man am Sonntag mit einem klaren
Arheil=
ger Erfolg rechnen — In letzter Minute hat der Kreis noch das vor
14 Tagen ausgefallene Spiel Dieburg — Polizei angeſetzt, das für die
Meiſterſchaft ebenfalls von Bedeutung iſt. Die Poliziſten gewannen das
Vorſpiel mit 2:0, werden diesmal aber froh ſein, wenn ſie ungeſ hlagen
aus Dieburg heimkommen. Dieburgs Siegesſchancen ſcheinen uns beſſer
zu ſein.
Privatſpielabſchlüſſe unſerer Kreisligiſten ſind nicht
be=
kannt geworden. Dagegen werden zwei Treffen unſerer Bezirksligiſten
intereſſieren. Es ſpielen am Sonntag noch: 1. FC. Langen
Sportvgg. 03 Fechenheim und Viktoria Urberach — Germania
Bieber.
In den A=Klafſen des Kreiſes
ſcheinen am Sonntag im Odenwald wieder ſämtliche Spiele
aus=
gefallen zu ſein; wenigſtens lagen noch keine Meldungen über
aus=
getragene Spiele vor. Dagegen wurden die Spiele in der Gruppc
Bergſtraße=Ried durchgeführt, wobei es in der A=Meiſterſchaft
eine unerwartete Wendung gab. Der VfR. Rot=Weiß Darmſtadt
ver=
lor in Groß=Gerau mit 1:2 (1:1) wodurch Eberſtadt wieder mit den
Darmſtädtern punktgleich wird. Weitere Ergebniſſe: Eintracht
Darm=
ſtadt — SV. Weiterſtadt 1:1 (1:1) abgebrochen, Boruſſia Dornheim —
SV. Geinsheim 1:2 (1:1), Reichsbahn Darmſtadt — Germania
Eber=
ſtadt 3:2 (3:2) Chattia Wolfskehlen — Olympia Hahn 5:2 (2:2),
Ger=
mania Leeheim — Germania Eſchollbrücken 4:2 (2:2), Viktoria Grie
heim Reſ. — SV. 1928 Erzhauſen 0:4 (Privatſpiel).
Am kommenden Sonntag ſpielen:
Gruppe Bergſtraße=Ried: Germanin Eberſtadt — Eintracht Darmſtadt,
Rot=Weiß VfR. Darmſtadt — Voruſſia Dornheim (11 Uhr),
Sport=
verein Groß=Gerau — Germania Leeheim, Sportverein Geinsheim
Sportverein Weiterſtadt, Germania Eſchollbrücken — Chattia
Wolfs=
kehlen, Olympia Hahn — Reichsbahn Darmſtadt. —
Privat=
ſpiel: Arheilgen Reſerve — T.u. SV. Meſſel.
Gruppe Odenwald: VfL. Michelſtadt — Germania Dieburg,
Sportver=
ein Lengfeld VfR. Erbach. — B=Klaſſe: Spielvgg. Groß=
Umſtadt — SV. Roßdorf 2., Haſſia Dieburg 3. — Viktoria Schagf.
heim, FSV. Klein=Zimmern — Münſter 3
Kommenden Sonntag, 3 Uhr nachmittags, empfängt die Fr. Tgde.
am Müllersteich Gernsheim. Im Vorſpiel konnten die Hieſigen nach
Kampf gewinnen. Ob es diesmal wieder gelingt, ſteht noch offen,
jeden=
falls konnte die Mannſchaft im vorſonntäglichen Spiel in keiner Weiſe
befriedigen, und wir halten eine Heranziehung älterer Spicler (
Mühl=
bach, H. Schmidt, Reitz) für ratſam. damit das Mannſchaf sgefüge
ein=
heitlicher wird, und dem ſportliebenden Publikum anſprechende
Lciſtun=
gen zeigt. Wir rechmen mit einem ſpannenden Kampf, bei dem der
Beſſere als Sieger den Platz verlaſſen mag. Um 1.30 Uhr ſtehen ſich
die 2. Garnituren gegenüber.
Darmſtadt 1910 — 03 Bad Kreuznach.
Zum letzten Oberligamannſchaftskampf erwarten die Einheimiſchei
die Athl.=Sogg. 1903 Bad=Kreuznach Sonntag vormittag 10.30 Uhr in
der Turnhalle, Soderſtraße 30. Den Anhängern des griechiſch=römiſchen
Amateur=Ringkampfſportes iſt diesmal wieder Gelegenheit geboten, zwei
typiſche Kampfmannſchaften um die Siegespalme ſtreiten zu ſehen.
Saal=
öffnung 10 Uhr.
Am vergangenen Samstag wirkte unſer Federgewichtler Vaul
Schwarz bei dem Repräſentativ Mannſchaftskampf 2. Kreis (
Mittel=
rhein) gegen 4. Kreis (Baden Pfalz) in Aſchaffenburg=Damm mit. Durch
einen Punktſieg im Federgewicht gelang es ihm, mitzuhelfen, den Endſieg
(10:7) für die Mittelrheiniſchen ſicherzuſtellen.
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Ablauf wichtiger Aufwerkungsfriſten.
Wichtige Aufwertungsfriſten laufen am 31. März d. J. ab.
Anträge auf Umſchreibung der noch in Papiermark eingetragenen
Aufwertungshypotheken in Goldmark ſowie Anträge auf
Wieder=
einführung gelöſchter Hypotheken müſſen ſpäteſtens am 31. März
dieſes Jahres bei dem zuſtändigen Grundbuchamt eingegangen
ſein. Iſt der Antrag nicht rechtzeitig geſtellt, ſo erliſcht die
auf=
gewertetete Hypothek und wird die alte Papiermarkeintragung
von Amts wegen gelöſcht. Es gibt keine Wiedereinſetzung in den
vorigen Stand. Der Gläubiger verliert ſein Recht durch
Verſäu=
mung der Friſt endgültig. Grundſtückseigentümer können den
ihnen durch das Aufwertungsgeſetz gewährten Rangvorbehalt
ebenfalls nur noch bis zum 31. März ausnutzen. Es empfiehlt ſich
dringend, die Anträge rechtzeitig zu ſtellen und nicht bis zum
letzten Tage zu warten.
Leipziger Meſſe.
Im Straßenbetrieb macht ſich ſchon das Abflauen der Meſſe geltend.
Daß die Muſterſtände bis zuletzt ein einheitliches Tild bieten, hängt mit
der Maßnahme des Meſſeamtes zuſammen, daß Verpackungsmaterial erſt
am Samstag mittag herausgegeben werden ſoll. Die Wichtigkeit von
Wechſelwirkungen zwiſchen der Muſtermeſſe und der Techniſchen Meſſe
auf der inneren Linie macht ſich fetzt, da die Ausſteller der Muſtermeſſe
an ihren Ständen abkömmlicher ſind, überall geltend. Sie benutzen
näm=
lich die Gelegenheit, ſich auf der Techniſchen Meſſe über maſchinelle und
techniſche Neuheiten zu informieren, die für ihre Branchen und ihre
Betriebe in Frage kommen. Auf der Techniſchen Meſſe hält der
ge=
ſchäftliche Verkehr in allen Hallen faſt unvermindert an. Vielfach hört
man von größeren in Ausſicht ſtehenden oder bereits erteilten
Auslands=
aufträgen. So haben Mexiko und ſüdamerikaniſche Staaten Geſchäfte
in Tertilmaſchinen vollzogen. Auf der Straßenbaumaſchinenabteilung
zeigt ſich Italien ſtark intereſſiert. Auch der Balkan beweiſt großes
In=
tereſſe für Straßenbaumaſchinen. Die Themen der tech. Tagungen
verſchie=
ben das Intereſſe der fachmänniſchen Beſucherſchaft täglich auf ein anderes
Spezialgebiet. Eine eigenartige Auswirkung der jüngſten Erdbeben läßt ſich
auf der Meſſe inſofern beobachten, daß die leichten waſſer= und
feuchtigkeits=
beſtändigen Bauten aus armiertem Sperrholz, die außerdem
termiten=
ſicher ſind, von der überſeeiſchen Kundſchaft ſehr beachtet werden, da ſie
den beſten Schutz gegen die Erdbebengefahr bieten.
Wirtſchaftliche Rundſchau.
Streckung der Reichsbahn=Waggonaufträge. Zurzeit ſchweben
Verhand=
lungen über Auftragserteilung der Reichsbahn an die Waggoninduſtrie für
das 2. Halbjahr 1931. Die Bemühungen dieſer Induſtrie, eine
Erweite=
rung der im erſten Halbjahr in Höhe von 70 Millionen zur Vergebung
gekommenen Aufträge zu erreichen, ſind ohne Erfolg geblieben. Im
Gegenteil beabſichtigt die Reichsbahn, die Auftragsmenge des erſten
Halbjahres weiter zu ſtrecken bzw. für das zweite Halbjahr 1931 nur
ge=
ringe zuſätzliche Aufträge zu erteilen.
Braunkohlendividenden. Der auf den 27. März einzuberufenden
Hauptverſammlung der Ilſe Bergbau A.=G. Grube Ilſe (Niederlauſitz)
wird eine Dividende von 10 Prozent auf Stammaktien und Genußſcheine
und von 6½ Prozent auf die Vorzugsaktien (wie im Vorjahr)
vorge=
ſchlagen. — Bei der Phönix A.=G. für Braunkohlenverwertung, Berlin,
wird in der Hauptverſammlung am 25. März eine Dividende von
wie=
der 6 Prozent beantragt werden.
Entlaffungen und Kurzarbeit in Lauchhammer. Wegen
Abſatz=
mangels hat ſich auch das Werk Lauchhammer der Mitteldeutſchen
Stahl=
werke A.=G. zu ſtarken Einſchränkungen des Betriebes entſchließen
müſ=
ſen. Nachdem ſchon zum Jahresende der geſamten Angeſtelltenſchaft
vorſorglich gekündigt worden war, iſt ein erheblicher Teil der
Angeſtell=
ten jetzt entlaſſen worden. Des weiteren hat die Werksleitung der
An=
geſtelltenſchaft mitgeteilt, daß vom 15. April ab die Arbeitszeit und
da=
mit auch die bereits um 7 v. H. herabgeſetzten Gehälter gekürzt werden
müſſen. Die Werksleitung beabſichtigt, die Kürzung in der Form
aus=
zuführen, daß wöchentlich ein Tag arbeitsfrei bleibt. Die
Angeſtellten=
ſchaft hat ſich mit dieſer Maßnahme abgefunden, da die ſchwierige Lage
des Unternehmens von ihr nicht verkannt wird.
Gprozentige Senkung der Gemeindearbeiterlöhne. In Marbuug
fanden ſeitens des Heſſen=Naſſauiſchen Wirtſchaftsverbandes Verhand
lungen über die Senkung der Löhne der Arbeiter der Gemeinde=
Kreis= und Provinzialverbände von Heſſen=Naſſau und Oberheſſen ſtatt
Die Verhandlungen endeten mit dem Ergebnis, daß ab 1. April 1931
eine Senkung der Löhne um etwa 6 Prozent eintritt.
Konkursantrag der Keſſelfabrik, Eiſenhoch= und Brückenbau Michael
Lavis Söhne, Offenbach. Die Geſellſchaft, die, wie wir bereits meldeten,
mit ihren Gläubigern über Stundung verhandelt, hat vorſorglich
Kon=
kursantrag geſtellt mit dem Erſuchen um Ausſetzung des
Eröffnungs=
beſchluſſes. Auch die Gläubiger haben ihrerſeits Konkursantrag geſtellt.
Die Warenſchulden belaufen ſich bekanntlich auf rung 160 000 RM.,
Bankſchuld geſichert 50 000 RM. Die Großgläubiger ſind bereit, die
Hälfte ihrer Forderungen zu ſtunden. Nach dem Vorſchlag der Firma
ſollen 15 Prozent ſofort bezahlt werden. Der Reſt ratenweiſe ab 1.
1932. Der Betrieb wird fortgeführt. Die Verhandlungen zwecks
Voll=
befriedigung der Gläubiger werden weiter verfolgt.
Vom Rohhäutemarkt. Am Rohhäutemarkt iſt die Lage ziemlich
un=
verändert geblieben. Die letzten Auktionen waren durchſveg gut
be=
ſchickt, und die Nachfrage ſcheint ſich etwas zu beſſern. Allerdings iſt
die Zurückhaltung bei den Käufern noch ziemlich groß, weshalb da und
dort Loſe wegen ungenügender Gebote zurückgezogen werden mußten.
Berliner Produktenbericht vom 6. März. Seit geſtern nachmittag
iſt im Produktenverkehr der Roggenmarkt mehr in den Mittelpunkt des
Intereſſes gerückt. Die plötzliche Zollerhöhung um 50 RM. je Tonne,
die ſich in der Hauptſache gegen die Einuhr von Ruſſenroggen richtet,
machte ſich bereits geſtern in einer Befeſtigung bemerkbar. Wenn auch
die höchſten Preiſe des geſtrigen Nachmittagsverkehrs nicht voll erhalten
blieben, ſo waren doch bei Börſenbeginn im handelsrechtlichen
Liefe=
rungsgeſchäft zwei bis drei Mark höhere Preiſe als am geſtrigen
Börſen=
ſchluß zu erzielen. Im Promptgeſchäft war das Angebot wieder
ge=
ringer, und die Mühlen und Reporteure mußten bei ihren Käufen etwa
zwei Mark teuerere Forderungen bewilligen. Weizen, der geſtern recht
ſchleppendes Geſchäft hatte, lag heute gleickfalls freundlicher, und um bis
eine Mark im Preiſe befeſtigt. Verſchiedentlich kommen hochwertige
Qualitäten zum Angebot, ſo daß ſich die Aufgelder für dieſe Ware
all=
mählich verringern. Weizen= und Roggenmehle haben aus den bereits
geſtern erwähnten Gründen nur geringe Umſätze zu verzeichnen. Hafer
liegt bei ziemlich ausreichendem Angebot behauptet, Gerſte ruhig.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 6. März:
Getreide. Weizen: März 79.50, Mai 82½, Juli 63½, Sept.
63.50; Mais: März 62½, Mai 65½, Juli 66½, Sept. 66.75;
Hafer: Mai 32.25, Juli und Sept. 32.50; Roggen: März 37.25,
Mai 41. Juli 41.50, Sept. 4278.
Schmalz: März 8.85, Mai 8.97½, Juli 9.15, Sept. 9.32½,
Schweine: leichte 7.50—7.65, ſchwere 6.75—7.10;
Schweine=
zufuhren: Chicago 19 000, im Weſten 64 000.
Baumwolle: März 11.10, Mai 11.29.
Es notierten nach Meldungen aus NewYork am 6. März:
Schmalz: Prima Weſtern 9.60; Talg, extra, loſe 3.75.
Getreide. Weizen: Rotwinter 89¾; Mais, loko New York
77½; Mehl, ſpring wheat clears 4.45—4,75; Fracht: nach
Eng=
land 1,6—2,6 Schilling, nach dem Kontinent 7.50—8.50 Cents.
Metallnokierungen.
Frankfurter und Berliner Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 6. März.
Im heutigen Vormittagsverkehr machte ſich im Zuſammenhang mit
den feſteren Auslandsbörſen bereits eine freundlichere Stimmung
gel=
tend, doch herrſchte bei der Spekulation eine gewiſſe Zurückhaltung,
zu=
mal beſondere Anregungen nicht vorlagen. Bei Eröffnung der amtlichen
Börſe trat dann eine ſtärkere Befeſtigung ein, da größere Auslandskäufe
in Elektrowerten ſtark anregten. Die Umſatztätigkeit indeſſen hielt ſich
aber in engen Grenzen, da die Kuliſſe nicht recht mitging. Dem etwas
optimiſtiſcheren Monatsbericht des Inſtituts, für Konjunkturforſchung,
in welchem u. a. ausgeführt wird, daß der Tiefpunkt der
Weltwirt=
ſchaftskriſe in nicht ferner Zeit erreicht ſei, ſtand die immer noch
unge=
klärte innerpolitiſche Situation hinſichtlich des Wehretats gegenüber.
Ge=
gen die Kurſe der geſtrigen Abendbörſe ergaben ſich bei Spezialwerten
Kursavancen bis zu 3 Prozent, im übrigen ſolche von ½ bis 1½
Pro=
zent. Größeres Intereſſe beſtand aus dem erwähnten Grunde für
Elektrizitätsaktien. Am Anleihemarkt büßten Altbeſitz 0,60 Prozent ein.
Von fremden Werten beſtand nach Anatolier und Türken etwas
Nach=
frage. Mexikaner behauptet, Rumänen leicht nachgebend. Pfandbriefe
weiter freundlich. Von Städteanleihen lagen Oberheſſen Provinz ohne
Ausloſung etwa 2 Prozent feſter.
Im Verlaufe war die Börſe mehrfachen Schwankungen unterworfen,
doch ergaben ſich gegen die Anfangskurſe meiſt neue kleine Beſſerungen.
Stärker gefragt waren Bemberg, die zirka 3 Prozent höher lagen.
Alt=
beſitzanleihe holten im Verlaufe ihren Anfangsverluſt faſt voll zurück.
Das Geſchäft blieb jedoch klein, da die Spekulation keine
Unternehmungs=
luſt zeigte. Obwohl gegen Schluß der Börſe die Umſatztätigkeit weiter
zurück ging, konnten ſich die Tagesgewinne bei den meiſten Papieren
be=
haupten. Wider Erwarten feſte Haltung hatten Kaliaktien, die durchweg
bis zu 5. Prozent höher lagen. Am Geldmarkt blieb der Satz für
Tages=
geld mit 4½ Prozent unverändert. Am Deviſenmarkt zeigte die Mark,
beſonders gegen den Dollar, eine leichte Befeſtigung. Man nannte Mark
gegen Dollar 4,205/s, gegen Pfunde 20,43½, London=Kabel 4,8581, —
Pa=
ris 124,03, —Mailand 92,73. —Madrid 45,45, —Schweiz 25,23¾ weiter
ſchwächer. —Holland 12,117/8.
Auch an der Abendbörſe hielr die feſte Tendenz weiter an.
An=
regend wirkte vor allem die nunmehr erfolgte Uebernahme der Aena
durch die J. G. Farben und Montecatini. Auch der Majoritätswechſel
im Linoleumkonzert unter Wahrung deutſcher Intereſſen ſtimmte
freund=
lich. Deutſche Linoleum nochmals 1½ Prozent höher. Am Kalimaukt
begünſtigten die Meldungen über unveränderte Dividende im
Salzdet=
furthkonzern die Aufwärtsbewegung. Salzdetfurth waren 3½ Prozent
höher. Von Kunſtſeidewerten Bemberg weiter geſucht zu einem um
2½ Prozent höheren Kurſe, auch Aku 2 Prozent gebeſſert. Von bieſigen
Werten nannte man Adler=Kleyer=Aktien 60 Prozent. Sehr feſt war
äuch die Haltung der Renten= und Anleihemärkte, beſonders
Liqui=
dationspfandbriefe befeſtigt. Auch Altbeſitz und Neubeſitz zu höheren
Kurſen geſucht. Im Verlaufe blieb die Börſe ſehr widerſtandsfähig.
Berlin, 6. März.
Die Börſe zeigte zu Beginn des Verkehrs ein freundliches
Ausſehen. Die Kurſe waren im allgemeinen nur wenig
verän=
dert, doch lagen Spezialwerte vielfach ſchon ſtärker gebeſſert.
Elektrowerte gewannen bis zu 2½ Prozent, Chade ſogar 4 Mark.
Svenska ſetzten 3½ Mark höher ein, und Polyphon ſtiegen um
2 Prozent. Die durchaus zuverſichtliche Tendenz war beſonders
daraus erſichtlich, daß noch vormitags die günſtige Wirkung des
feſten Schluſſes in New York durch ungünſtige Nachrichten ſtark
gehemmt wurde. Der Bericht des Inſtituts für
Konjunkturfor=
ſchung ließ ſich recht verſchieden kommentieren. Verſtimmend
wirk=
ten die Abſatzziffern der Kali= und Ruhrbergbauinduſtrien für
Februar. Die Ausführungen auf der Courtaulds=
Generalver=
ſammlung beleuchteten die Lage am Kunſtſeidemarkt nicht gerade
in ſehr erfreulicher Art, und der nur 6prozentige
Dividendenvor=
ſchlag der Imperial Chemical (im Vorjahre 8 Prozent)
ermu=
tigte anſcheinend die Baiſſiers zu Operationen in Farben.
Dem=
gegenüber mußte natürlich die Stimmung zum offiziellen
Börſen=
beginn als feſt erſcheinen. Die Spekulation ſah ſich durch die
leich=
ten Geldverhältniſſe, durch Auslandsintereſſe für Wechſel und
vor allem für Kauforders des In= und Auslandes für
Spezial=
werte zu Deckungen veranlaßt. Im Verlaufe wurde es lebhafter
und feſter, es ergaben ſich für die Hauptwerte Gewinne in Höhe
von 1—2½ Prozent. Anleihen uneinheitlich.
Berliner Kursbericht
vom 6. März 1931
Anſteigen der Arbeitsloſigkeit in Frankreich.
Nach einer amtlichen Statiſtik iſt die Zahl der unterſtützten Arl
loſen in der vergangenen Woche von 38000 auf 40 766 geſtiegen. Ob
die von der Statiſtik erfaßten Arbeitsloſen nur einen geringen Bru
der Geſamtzahl ausmachen, geht aus der Ziffer der wachſende
Ern=
franzöſiſchen Wirtſchaftslage hervor, denn um die gleiche Zeit des
jahres wurden nur 1189 Perſonen unterſtützt. Außerdem konnten in
vergangenen Woche rund 60 000 Stellenſuchende nicht untergebracht
den gegenüber nur 13 000 im Vorjahre
Kleine Wirtſchaftsnachrichken.
Die Preisindexziffer der „Metallwirtſchaft” ſtellte ſich an
März 1931 auf 77,5 gegen 76,9 am 25. Februar 1931 (Durchſch
1909/13 — 100), ſtieg alſo um 0,8 Prozent.
Unter dem Vorſitz des Bankdirektors Dr. h. c. Wilhelm K
mann, Mitglied des Vorſtades der Dresdener Bank, fand
6. Giro=Verbandstag des Genoſſenſchaftlichen Giro=Verbandes
Dresdener Bank ſtatt.
Nach dem Monatsbericht des Drahtverbandes (Drahtverfe
rungsinduſtrie) iſt die Lage auf dem Inlandmarkt für Dr
erzeugniſſe nach wie vor unbefriedigend. Das Frühjahrsgeſ
bleibt erheblich hinter dem des Vorjahres zurück. Im Ausla
geſchäft iſt eine Aenderung nicht eingetreten.
Das Ergebnis einer Erhebung des Deutſchen Brauerbundes
die Entwicklung des Abſatzes im Monat Januar iſt ein Rückgang
27,1 Prozent gegenüber Januar 1930.
Dem Vernehmen nach beabſichtigt der Kali=Konzern Salzuc
unveränderte Dividendenvorſchläge zu unterbreiten, und zwar ſolln
Salzdetfurth A.=G. wieder 15 Prozent, Aſchersleben und Weſteregl
10 Prozent ausſchütten.
Aus Kattowitz wird gemeldet: Sämtliche Arbeitnehmero
niſationen haben den Schiedsſpruch des
Schlichtungsausſchuſſe=
den Erzbergbau, der einen Lohnabbau von 6 Prozent vor
Einſpruch erhoben. Die Vertreter des Arbeitgeberverba
haben dagegen beim Arbeitsminiſterium die Verbindlichk
erklärung beantragt.
In der Verhandlung der Vertragsparteien für die rheiniſch
fäliſchen Straßenbahnen wurde beſchloſſen, das Lohnabkommen,
erſtmalig am 31. März 1931 kündbar war, bis zum 31. Juli ds. J
verlängern. Es wurde eine Kommiſſion gebildet, die über eine
tuelle Neugruppierung der Bahnen in anderen Wirtſchaftsklaſſen
handeln ſoll.
Die Fritz Klein, Bau= und Siedlungs A.=G. Berlin, hat ihre
lungen eingeſtellt. Angaben über die Höhe der Verbindlichkeiten
ſich zurzeit nicht machen, da noch an der Aufſtellung des Status gee
tet wird. Es ſoll ein Vergleich angeboten werden unter der Vo
ſetzung, daß die Lieferanten auf etwa 500 000 bis 600 000 RM. V
leiſten. Der Umſatz der Geſellſchaft im letzten Jahre lag zwiſch
und 13 Millionen RMM.
Der Prüfungsausſchuß der Höchſter Vereinsbank hat
Arbeiten beendet, ſo daß die erſte Gläubigerverſammlung
Montag, dem 9. März, ſtattfinden kann.
In einer Beſprechung mit den Gewerkſchaften teilte die
ländiſche Grubenverwaltung mit, daß ſie beabſichtige, ab 1.
dieſes Jahres die Gruben Dilsburg und Luiſenthal ſtillzul
Die Grube Dilsburg ſoll abgeteuft werden, weil die Kohle
räte der bisherigen beiden Sohlen erſchöpft ſind. Auch iſt in
den Schächten der Grube Luiſenthal keine Kohle mehr vorha
Die griechiſche Luftfahrtgeſellſchaft hat mit der Firma
kers einen Vertrag auf Lieferung von vier Junkers=Großflu
gen abgeſchloſſen.
Die Internationale Handelskammer hat ſich auf Grund
Entſchließung ihres Vollzugsausſchuſſes mit dem Erſuchen a
Generalſekretär des Völkerbundes gewendet, bei den beteil
Regierungen auf baldige Einberufung einer Konferenz zur &
liſierung des Silbers hinzuwirken. In dem gleichen Sinne
die Landesvertreter der Kammer gebeten worden, bei der
gierungen unmittelbar vorſtellig zu werden.
Den Beſitzern der Bergwerke und dem Bergarbeiterverban
Südwales iſt ein Schiedsſpruch des Schlichters zugegangen, der
Herabſetzung der Mindeſtlöhne um 28 bis 20 Prozent vorſieht. E.
delt ſich um eine allgemeine Lohnkürzung.
Oeviſenmarit
vom 6. März 1
M
Danatbank.
.
Deutſche Banku
Disconto=Geſ.
Dresdner Ban 107.50
Hapag
Hanſa Dampfich.
Nordd. Lloyd
A. E. G.
Bayr. Motorenw.
J. P. Bemberg
Bergmann Elektr.
Berl. Maſch.=Bau
Conti=Gummi
Deutſche Cont. Gas
Deutſche Erdöl
Mfe
141.—
107.75
69.75
108.—
71.625
163.75
73.50
80.
122.—
R5d
119.—
123.25
69.75
Meie ee
J. G. Farben
Gelſ. Bergw.
Geſ. f.elektr. Untern.
Harpener Bergba
Hoeſch Eiſen
Phil. Holzmann 90.—
Kali Aſchersleben 1139.—
Klöcknerwerke
Köln=Neueſſ. Bgw
Mannesm. Röhr.
Maſch.=Bau=Untn
Nordd. Wolle
Oberſchleſ. Kefsw.
Orenſtein & Koppe
126.75
143.—
80.—
123.25
75.50
67.—
61.75
73.50
5.—
40.75
59.25
7.
50.25
Polyphonwerte 162.75
Rütgerswerke
Salzdetfurth Kau
Leonh. Tietz
Verein. Glanzſtoff
Verein. Stahlwerke
Weſteregeln Alkali
Agsb.=Nrnb. Maſch
Baſalt Lin
Berl. Karlsr. Ind
Hirſch Kupfer
Hohenlohe-Werte
Lindes Eismaſch. 153.50
VogelTelegr. Drah
Wanderer=Werke
53.
211.50
116.50
98.—
61.75
145.
67.625
26.—
54.875
124.50
48.75
47.50
Helſing ſor=
Wien
Prag
Budapeſt
Sofia
Holland
Sslo
Kovenhagen
Stodkholm
London
Buenns=Aires
New Yort
Belgien
Italien
Paris
Währung
100 finn. Mk.
100 Schilling
00 Tſch. Kr.
100 Pengo
100 Leva
100 Gulden
100 Kronen
00 Kronen
100 Kronen
1S=Stg.
1 Pap. Peio
1 Dollar
100 Belga
100 Lire
100 Francs
GeldBrief
10.576 10.596
59.045 59.165
12.449
73.26
3.047
168.44
112.4
112.40
112.5:
12.469
3.40
3.05‟
168.78
112 63
112.6‟
112.77
20.415 20.450
1.386 1.40C
4.2030/4.211
58.555 58.675
22.015 22.05*
16 455, 16.495
Schweiz
Spanien
Danzig
Japan
Rio de Janerro
Jugollawien
Portugal
Athen
Iſtambu
Kairo
Kanado
Uruguar
Jsland
Tallinn (Eſtl.
Riga
Währung
100 Franken
100 Peſetas
100 Gulder
1 Yen
Milreis
100 Dinar
100 Escndo=
100 Drachm
1 türt. *
1 ägypt. 4
lcanad. Doll
1 Goldpeſo
100 eſtl. Kr.
100 eſtl. Kr.
100 Lats
Ge
80.87
45.10
81.6(
18.84
5.44
20.23
4.203
3.027
ea9
Walbanr, ommanongeferſchaft
Frankfurter Kursbericht vom 6. März 1931.
Die Berliner Metalltermine vom 6. März ſtellten ſich für
Kupfer: März 86 (88), April 87.50 (88.25), Mai 88 (89), Juni
89.50. (89.75), Juli 90.75 (91) Auguſt 90.75 (91.25), Sept. 90.75
(91.25), Okt. und Nov. 91 (91.25), Dez., Jan., Febr. 91.25 (91.25).
Tendenz: ruhig. — Für Blei: März und April 27.50 (28.50),
Mai bis Dez., Jan. u. Febr 28 (28.50). Tendenz: ſtill. — Für
Zink: März 25.25 (26) Avril 25.50 (26.50) Mai 26 (26.75),
Juni 26.25 (26.75), Juli 26.25 (27.25) Aug. 26 75 (27.75) Sept.
27 (27.50) Okt. 27.25 (27.75) Nov. 27.50 (28). Dez. 27.75 (28.25),
Jan. 28 (28.50), Febr 28.25 (28.50). Tendenz: ſtetig. — Die erſten
Zahlen bedeuten Geld, die in Klammern Brief.
Me
5½%Intern.,
6% Baden
80 Bahern
88 Heſſen v. 25
v. 2
60 Preuß. Staat
8½ Sachſen ....."
..
730 Thüringen. 82.75
Dtſche. Anl.
Auslo=
ſunsſch. 1/,
Ab=
löſungsanl. . . . . .
Dtſche. Anl. Ablö
ſungsſch. (Neub.
Deutſche Schutzge
bietsanleihe
8% Aachen v. 2‟
8% Baden=Baden
6%Berlin ....."
8% Darmſtadt v. 26
v. 27
8
7% Dresden..
89 Frankfurt a. M.
v. 26
v. 26
89 Mainz...."
8% Mannheim v. 26
v. 27
88 München
8% Nürnbera. .
8½ Wiesbaden
8% Heff. Landesbt.
Goldoblig.
Heſſ. Lds.
Hyp.=Bk.=Liguit
4¾0 Kum.-Ob
80 Preuß. Lbs.
pfbr.=Anſt. G. P
„Goldoblig
84.75
75-25
77.5
100
81.9
88
91
947
998
85
78.5
97
82.25
71.5
86
R2.5
20.5
Landeskomm.=
Bk. Girozentr. für
Heſſen Goldobl.
8% Kaſſeler Land
kredit Goldpfbr..
7% Kaſſeler Land. Goldpfbr.
82 Naſſ Lamdesbk.,
4½%0
Liqu. Obl
97.75
101
95
85
100.25
94.75
84.5
90.5
Dt. Komm.
Sam=
mel=Ablöſ.=Anl.
*AuslSer. I
„„ Ser. II
Dt. Komm. Samm.
Abl. (Neubeſitz).
6 Berl. Hyp. Bk.
41%Ligu.=Pfb.
Frkf. Hyp.=Bt
½2%0 „ Lig. Pfbr
Pfbr.=Bk.
„ Liau
325 Mein.Hhp.=Bl.
Lia. Pfbr.
Pfälz. Hyp.=Bl.
Lia. Pfbr
Preuß.
Boden=
cred.=Ban!
4½%0 „ Lig. Pfbr.
— Preuß. Centrl.=
Bodencr.=Ban!
½% „ Lig. Pfbr.
%o Rhein. Hyp:B!
½%0 „ Lig. Pſhr
Rhein=Weſtf
Bd.=Credit
8‟ Südd. Bod.
Cred.=Bank
4½% — Lia. Pfbr
54.25
68.75
11
99.25
96.5
89.5
101.5
977
90.5
101.25
97
92
96.75
915),
100.5
92.5
97
91.25
100.5
904
101
O6.75
807I=
100
100
94.5
921
2o Württ. Hyp.=B.
6‟ Daimler=Benz
3% Dt. Linol. Werke
% Glöckhner=Werke
% Mainkrw. v. 26
Mitteld. Stahl
2 Salzmannu. Co
7%Ver. Stahlwer!
8% Voigt &Häffne
J. G. Farben Bonds
5% Bosn. 2.E.V
L. Inveſt.
2 Bulg. Tah.v.03
4½½ Oſt. Schätze
4% Oſt. Goldrente
5%vereinh. Rumän
4½
429 Türi. Admin.
„ 1. Bagdad
Zollanl.
220 Ungarn 1913
1914
Goldr.
1910
Aktien
Rig. Kunſtziide Unie
A. E. G
AndregeNtris Zahn
Aſchaffba. Brauere
Zellſtoff
Vemberg. 7 P..
Bergm. El.=Werl
BrownBoverickCie.
Buderus Eiſen..
Tement Heidelbere
Karlſtadt
J. G. Chemie, Baſſ
Chem. Werke Albert
..
Chade
Contin. Gummiw.
Linoleum
daimfer=Benz....
Mee
68.5
96
88
93.75
84
82.5
83.8
93.75
96
21
22.5
38.25
A
16.25
104.s
93
128.5
76e.
80.25
120.75
81
89.75
170.25
31‟/
299
113.5
28
Dt. Atl. Telegr
Erdöl.
Gold=u.
Silber=
ſcheide=Anſtalt
Linoleumwerke
Eiſenhandel.
Duckerhoff u. Widm
Eichbaum=Werger.
Eleftr. Lieferg.-Geſ.
Licht u. Kraft
Eſchw. Bergwert..
EßlingenMaſchinen
Ettlingen Spinnereil
Faber & Schleicher
F. G. Farbeninduſtr.
Feinmech. (Jetter)
Felt. & Guilleaume
Frantf. Gas :. Lia.
Hof......
elſen:. Berawerk
Gef. f.eleitr. Untern.
Goldſchmidt Th.
Gritzner Maſchinen
Grün & Bilfinger.
Hatenmühle Frift.
Hammerſen (Osn. )
Hanauer Hofbrauh,
Harpener Bergbau
Henninger, Kempf.
HilpertArmaturfrb.
Hindrichs=Aufferm.
Hirſch Kupfer.
Hochtie Eiſen
Holzmann. Phil
Flie Bergb. Stamm
Genüſſe
Junghans
Kali Chemie
Aſchersleben.
Kammgarnſpinn.
Karſtadt, R..
Klein Schanzlin
Klöcknerwerke . .
Knorr C. H...
Lahmeher & Co.
Laurahütte ...."
Lech. Augsburg.
69.5
114
120
2.
75
90I
32
10
137
34
84.5
öwenbr. Mitnd
Lüdenichteid Metalt
Luß Giebr Darmſt.
Mainkr.-W. Höchſt.
Mainz. Akt. Br. . .
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 66
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Aufnahmeleitung: O. Neubert. — Fotografie W. Siem.
Zur Anfnahme wurden 22000 Kilometer auf Eisenbahnen, ap Bord der „Monte Ulivia” u. „Kong Ring” sowie im Automobil zurückgelegt.
Aus dem Inhalt des Films:
Dem Neere entstieg dieges Elfeniand Weihe empfangen wir in diesem Paradies
Tosende Wasserfälle — blaue Fjorde — lenchtende Gletscher
Land der Edda — Himmel Peer Gynts — stürzende Berge —
trotzige Bergbastionen — Wiege germanischer Götter und
Könige dieser Erde — gefesselte Kräfte — Steindrama.
Heldensagen.
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Frähling im Hardanger — Naerodal — Brixdal — Kjendal —
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Tenseits des Raumes — Tenseits der Zeit
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Begie: Max Obal.
In den Hauptrollen: Eritz Kampers,
Herm. Licha, Camlila Spira, Erikn
Gläsgner, sowie eine weitere prominente
Lnstspielbesetzung.
Heute und folzende Tage
im großen Doppelprogramm
Einer der besten Sensations- und
Abenteurer-Filme des Jahres
„Rivalen im
IIeute und folgende Tage
Der erste Gerhard Lamprecht-Tonfllm
Weltrekord
Ein Thewa aus dem kleinbürgerlichenAl
tags-
leben. mit überlegenem Wiiz und glänzender
Parodie behandelt. Lustiges Treiben in den
Schrebergätten, in der Lanbenkolonie bildet
den Hinterernnd der amüisanten Geschebnisse
Eine tolle Sache, die auch den Griesgrämigsten
zum Lachen zwingt.
Dazu der Kurztonfilm: „Alice in Lebensgefahr‟
und das gute Beiprogramm. V.3613
Beginr: 3 45. 600 nnd 8
Regie: Ernö Metzner
In den Hanptrollen: Bob Stoll,
Lf-e ott Schaak, Nien
Son Ling,Grace Chlang u.a.
Ein Film im 200 Kilometer Tewpo
von Aufos, Liebe, Abentenern
und Intrigien.
Die Todesfahrt in
der Höllenkurve
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Beginn: 3.40, 6. 0 und 8.15 Uhr.
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Begie: Gerhar1 Lamprecht, der bekannte
Zille-Regisseur.
In den Hauptrollen: Walter Rills, Elga
Brink. Arigert Wäscher, Hilde Hildebrandt,
lda Wüst, Rudolf Lettinger u. a.
Der Film ist ein einzigartiger Genuß für Kenner,
ein amüsantes und interessantes Werk. das von
Anfang bis Ende in Spannung hält.
Der Zille-Regieseur Gerhard Lam-vecht zeigt in
diesem Film durch eine Reihe reizender Einfälle
und entzückender Tonpointen sein spielerisches
Können.
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eform-Pädagogium GEot
ymn.-Realkla sen. Gründl V0
z. Abitur. Umschulung. Prüf!‟
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PrOSp.
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Jakob Heyne
Tapeziermeister
Teleton 970 Bessungerstré
Heiterstadt
Lustiger Werbeabend
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der Besucher nimmt an der Gratis-Verlosung mit teil.
Gasihaus zum Darmstädter Hol
e Unterhaltung
Musikal=
VN7
Vortrag
von HIerrn Direktor Mahling, Ferl
Heute abend 8 Uhr
Hess. Eisenhahn H.-G., Jaras
immer 66
Samstag, den 7. März 1931
Seite 15
Das Großflugboot der Rohrbach=Werke wird in Travemünde zu Waſſer gebracht.
echts: Flugkapitän Steindorff, der das Boot auf ſeinem Flug nach Frankreich führt.
4MA2 m in den nächſten Tagen werden die erſten Probeflüge gemacht werden. Leider wird das
ſahe beſrrg jedoch nicht in Deutſchland bleiben, ſondern geht als Reparationsgut nach dem fran=
1.Hat —
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zöſiſchen Mittelmeerhafen St. Raphael.
Ein erſter Schritk zur „Abrüfkung”.
Ein deutſcher Kriegstank,
der bisher vor dem Britiſchen Muſeum in London ſtand, wird jetzt abgewrackt und fortgeſchafft,
Dies ſcheint aber auch die einzige „Abrüſtung” zu ſein.
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Reich und Ausland.
Spekulation auf Leichtgläubige.
ankfurt a. M. In letzter Zeit treibt
angeblicher Jockei Henry Röhe umher
rübt Betrügereien. Er gibt ſich als Neffe
ier wohnhaften, bekannten Perſönlichkeit
D erklärt, daß er in dem Geſtüt der Herren
erg beſchäftigt ſei. Unter den verſchie=
Angaben, je nach der Stellung der
Per=
die er aufſucht, tätigt er dann
Beſtel=
oder gibt angeblich gute Pferde=Tips
Bt ſich Geldbeträge leihweiſe geben. Ein
— Betrüger, der ſich unter der Angabe, er
amter und von einer anderen Stadt nach
Urt verſetzt worden, mietet Zimmer. Er
Die Vermieterinnen um ein Darlehen, da
eld noch nicht überwieſen oder weil ihm
keftaſche mit Inhalt geſtohlen worden ſei.
das Geld erhalten, ſo verſchwindet er.
er Markendiebſtahl im Frankfurter
Hauptpoſtamt.
ankfurt a. M. Der Täter des in der
vm 14. bis 16. Februar beim hieſigen
ſoſtamt verübten großen Markendiebſtahls
nicht ermittelt. Auf die Ergreifung des
und die Wiederbeſchaffung der Marken
e Belohnung von 200 Mark ausgeſetzt
r.
ſtmord eines Filialleiters der Höchſter
Vereinsbank.
ſchſt. Der Filialleiter der Höchſter
Ver=
rik in Nied Philipp Tempel hat ſich in den
tsräumen der Höchſter Vereinsbank er=
Er kam ſchwer verletzt ins Höchſter
nhaus, wo er nachmittags ſeinen
Verlet=
erlegen iſt. Philipp Tempel war 26 Jahre
ei der Höchſter Vereinsbank tätig. Er
mit der Leitung der Filiale in Nied
be=
rund hat dort die Geſchäfte bis zur Zah=
Enſtellung der Vereinsbank geführt. Das
Ttwerden des Selbſtmordes hat bei den
n und Gläubigern der Bank eine neue
ahigung hervorgerufen. Es wird
gerüchts=
rzählt, daß Tempel Spekulationen
getrie=
ben ſoll und wahrſcheinlich keine
Möglich=
hr ſah, die in die Spekulationen geſteckten
wieder freizubekommen.
Raubüberfall in Pirmaſens.
uſtadt a. d. H. Vorgeſtern abend, ge=
0 Uhr, fuhr ein Auto vor einem Konſum=
—in Pirmaſens vor. Dem Auto entſtiegen
nge Leute, die in das Geſchäft, in dem ſich
twa acht Käufer befanden, eindrangen,
Betrag von etwa 250 RM. raubten und
lüchteten. Nach 10 Uhr abends wurden
ziſtädter Bahnhof zwei junge Leute, die
—nb in Pirmaſens verübt hatten,
feſtge=
n, während dem dritten die Flucht ge=
Polizeioberkommiſſar Günther erhielt von
Der Burſchen einen Schuß in den linken
Schweres Motorradunglück.
renbreitſtein. Spät abends ereig=
H auf der Straße Ehrenbreitſtein-
Val=
ein ſchweres Motorradunglück. Ein mit
erſonen beſetztes Motorrad fuhr in ein
von der Hauptſtraße abbiegendes
Fuhr=
inein. Die beiden Fahrer wurden auf
aße geſchleudert und blieben mit ſchweren
ungen liegen. Ein vorbeikommender
agen brachte die Verunglückten ins
nhaus, wo der Führer des Motorrades
rzer Zeit ſtarb. Auch der Beifahrer dürfte
rit dem Leben davonkommen.
Mik dieſem Zilm eroberk Chaplin aufs neue die Welk.
Eine der rührendſten Szenen des neuen Chaplin=Films „Lichter der Stadt”.
Charlie ſpricht mit dem blinden Mädchen, das er liebt.
Chaplins neuer Film „Lichter der Stadt” ſcheint einen Siegeszug durch alle Filmtheater der Welt
anzutreten. Wie ſtets bei Chaplin, vereinigen ſich die komiſchen und rührenden Szenen des Films
zu einem unnachahmlichen Ganzen.
Gedenktelegramme zum 100. Geburtstag
von Friedrich v. Bodelſchwingh.
Berlin. Der Reichsinnenminiſter Dr.
Wirth und Reichsarbeitsminiſter Dr.
Steger=
wald haben aus Anlaß des 100. Geburtstages
des Paſtors Friedrich v. Bodelſchwingh an
deſ=
ſen Sohn in Bethel bei Bielefeld Telegramme
gerichtet, in denen des reinen, uneigennützigen
Lebens Bodelſchwinghs im Dienſte an den unter
inneren und äußeren Nöten leidenden Menſchen
und ſein erfolgreicher Wille zur helfenden Tat
als Symbol reinſter Nächſtenliebe
hervorgeho=
ben werden.
Raubüberfall auf einen Bankboten.
Altona. In der Schillerſtraße in Altona
wurde geſtern nachmittag ein Bankbote von vier
Perſonen überfallen. Während zwei Täter in
einem auf der Straße haltenden
Perſonenkraft=
wagen warteten, hielt eine weitere Perſon dem
Bankboten einen Revolver vor das Geſicht. Der
vierte Komplize entriß ihm eine ſchwarze Taſche,
die 20 000 Mark enthielt. Die beiden Räuber
ſprangen ins Auto und fuhren in Richtung
Hamburg davon.
Eine modern eingerichtete Geheimbrennerei
ausgehoben.
Unkel. Hier wurde eine aufs modernſte
eingerichtete, groß angelegte Geheimbrennerei
durch das Bezirkszollkommiſſariat Neuwied
aus=
gehoben. Die Brennerei mit ſämtlichen
Deſtil=
lationsgeräten und Zubehör, 4000 Liter Alkohol,
ſowie ein Perſonen= und ein Lieferwagen
wur=
den beſchlagnahmt. Drei Schwarzbrenner, die
im Betrieb gefaßt wurden, mußten in ihrem
eigenen Kraftwagen den Beamten nach dem
Amtsgerichtsgefängnis Linz folgen.
Einſturzunglück.
Mailand. In dem Dorfe Roncello in der
Lombardei wurden drei Perſonen beim Einſturz
einer Bauernhütte getötet. Der Einſturz erfolgte
in der Nacht. Der Vater der in der Hütte
le=
benden Familie und zwei Töchter waren ſofort
tot. Die übrigen Familienangehörigen, die zum
Teil ſchwere Verletzungen erlitten hatten,
konn=
ten von Nachbarn aus den Trümmern geborgen
werden.
Dreifacher Mord bei Charleroi.
Brüſſel. Ein dreifacher Mord wurde in
einem einſam gelegenen Bauernhaus in der
Nähe von Charleroi verübt. Die Mörder
töte=
ten den 67jährigen Beſitzer, deſſen Frau und
deſ=
ſen Sohn durch Revolverſchüſſe. Der Tat
drin=
gend verdächtig iſt die Schwiegertochter des
Be=
ſitzers und deren zwei Brüder. Alle drei
wur=
den verhaftet.
Profeſſor Einſtein auf der Rückreiſe nach
Deutſch=
land.
New York. Profeſſor Einſtein hat an Bord
des Hapagdampfers „Deutſchland” die Heimreiſe
angetreten. Eine große Menge von Freunden
und Bewunderern des Gelehrten hatten ſich zum
Abſchied am Pier eingefunden. Kurz vor der
Ab=
fahrt des Dampfers erhielt Prof. Einſtein das
folgende Telegramm des Präſidenten Hoover:
„Ich freue mich, dieſe Gelegenheit benutzen zu
können, um Ihnen meine Bewunderung für die
wertvollen. Dienſte auszuſprechen, die Sie der
Menſchheit durch Ihre wiſſenſchaftlichen
Speku=
lationen und Forſchungen geleiſtet haben." Ich
hoffe, daß Ihr Beſuch in den Vereinigten
Staa=
ten ebenſo befriedigend iſt, wie er für das
ame=
rikaniſche Volk erfreulich war.”
Kalke und warme Lawinen.
Die ſchweren Lawinenunglücke der letzten
Wochen am St. Bernhard, im Wallis,
Graubün=
den, im Berner Oberland, Tirol und auf der
Südſeite des Monte Roſa, bei denen zahlreiche
Menſchen ums Leben gekommen ſind, waren, wie
die Schweizer Wetterwarten feſtſtellen,
aus=
ſchließlich auf ſogenannte „kalte Lawinen”
zu=
rückzuführen. Bei den kalten oder
Winter=
lawinen geraten große Schne maſſen ins
Ab=
rutſchen, weil die einzelnen Schneelagen durch
gleichbleibendes warmes, regneriſches Wetter
verhindert werden, ineinander überzuſchmelzen.
In gewöhnlichen Jahren, wenn auf
Froſtperio=
den mit ſtarkem Schneefail ziemlich regelmäßig
Gutwetterperioden folgen, hat der Schnee Zeit,
ſich zu ſetzen, zuſammenzuſchmelzen, ſo daß die
nächſte Schneeſchicht eine Unterlage findet, auf
der ſie ſelbſt dann wieder feſtfrieren kann, wenn
der regelmäßige Wetterwechſei unhält. Die
La=
winenſtürze des Jahres 1931 ſind darauf
zurück=
zuführen, daß das Wetter lange Zeit gleichmäßig
ſchlecht bei außerordeatlich ſtarken Schneefällen
blieb, ſo daß zum Schluß dir Schnee an den
ſtei=
len Bergabhängen wie eine große flockige Maſſe
ohne Halt hing und bei den erſten Föhnſtürmen
als Lawinen niederging. Dieſe kalten Lawinen
haben in dieſem Jahr ungeheure Ausdehnung
erreicht, denn ſtellenweiſe lag der Schnee 4 bis
8 Meter hoch. Man hat Lawinen von 200000
Kubikmeter Schnee feſtgeſtellt, die Maſſen von
14 000 Tonnen Gewicht in die Täler führten.
Die kalten Lawinen ſind die gefährlichſten, weil
ſie ſich überall und zu jeder Zeit löſen können.
Die warmen Lawinen nehmen meiſt bekannte
Wege. Sie gehen nieder, wenn im Frühling die
Unterlage der Schneeſchicht durch die Erdwärme
ſchmilzt und die ganzen Schneemaſſen kompakt
zu Tal rutſchen.
Schwerer Sturm an der kanadiſchen Küſte.
Halifax (Neuſchottland). Schwere Stürme
und ungewöhnlich hoher Waſſerſtand während
der Flutzeit haben längs der Küſte großen
Schaden angerichtet. Man iſt ſehr beſorgt, wegen
des Schickſals der 75 Einwohner der „
Teufels=
inſel”, einer Sanddüne am Eingang des Hafens
von Halifax, die gegen die See nur durch einen
Wellenbrecher geſchützt iſt.
Fußballſpiel führt zu Religionskämpfen.
Bombay. Zu ernſten Religionskämpfen iſt
es in Bangalore nach Schluß eines Fußballſpiels
zwiſchen einer mohammedaniſchen und einer
Hindu=Mannſchaft gekommen. In der Hindu=
Mannſchaft hatte ein Mohammedaner
mitge=
ſpielt, der von ſeinen Glaubensgenoſſen
ange=
griffen wurde, nachdem die mohammedaniſche
Mannſchaft geſchlagen war. Obwohl es der
Po=
lizei gelang, größere Ausſchreitungen auf dem
Fußballplatz zu verhindern, brachen ſpäter in
verſchiedenen Stadtteilen vereinzelte Kämpfe
aus. Auf das Gerücht hin, daß eine
mohamme=
daniſche Moſchee beſchädigt und ſechs
Mohamme=
daner getötet worden ſeien, nahmen die Kämpfe
einen äußerſt erbitterten Charakter an. Ueber
hundert Perſonen, darunter mehrere Poliziſten,
wurden verletzt; 33 Hindus und 31
Mohamme=
daner mußten ins Krankenhaus gebracht
wer=
den. Etwa 45 Perſonen wurden verhaftet.
Poli=
zei und engliſches Militär ziehen durch die
Straßen, da die Stimmung immer noch ſehr
ge=
reizt iſt.
. . und bis zum 10. Jahre
dürſen Sie für die zarte und
empfindliche Haut Ihres
Kindes nur die milde, reine
NNANA
KINDERSEIEE
verwenden. Nivea-
Kinder-
seife wird nach ärztlicher
Vorschrift hergestellt; sie
dringt schonend in die
FHeutporen ein und macht
Preis: sie frei für eine gesunde
60 Pfg. und kräftige Hautatmung.
Angenchmes Kasieren durch
NA UALA
Sie müssen sich vor dem Einseifen mit Nivea-Creme einreiben, jedoch
nicht zu stark, damit die Schaumerzeugung nicht beeinträchtigt wird.
Sie werden dann sehen, dass auch tägliches Rasieren Ihre Haut nicht
angreift. Sie werden nicht mehr unter schmerzenden Rötungen und
aufgesprungenen Stellen zu leiden haben. Sie werden gleichzeitig
feststellen, dass Ihr Aussehen fugendlicher, straffer und gepflegter wird
Zu ersetzen ist Niuea-Creme nicht, denn nur sie enthält das
hautpflegende Eucerit, und darauf beruht ihre besondere Wirkung.
Dosen: RM 0.20, 0.30, 0.60 und 1.20 Zinntuben: RM 0.50 und 0.80
Seite 16
Samstag, den 7. März 1931
Nummer 66
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*Das Wandgemälde.
Aus dem Chineſiſchen.
Von E. Meiners, Peking.
Oſchu Hſiau Län, ein phantaſievoller Jüngling, zu Peking
wohnhaft, erhielt eines Tages den Beſuch eines Freundes aus
dem Süden Chinas. Um ihn mit der ſchönen Umgebung der
Kaiferſtadt bekannt zu machen, unternahm er mit ihm eine
Wan=
derung zu den nicht fernen Weſtlichen Bergen. Gegen Mittag
kehrten ſie in einem am Nande des Gebirges gelegenen
buddhiſti=
ſchen Kloſter ein, deſſen halbzerfallene, maleriſche
Tempelhäus=
chen einem einzigen alten Prieſter Zuflucht vor der Welt
ge=
boten hatten. Als er die Freunde kommen ſah, ordnete er die
Falten ſeines Gewandes und ſchritt ihnen entgegen, um ihnen
die Sehenswürdigkeiten des Kloſters zu zeigen.
Ein Tempelhäuschen erregte die Aufmerkſamkeit der Freunde
beſonders. In der Mitte des Raumes ſtand die aus
gebrann=
tem Lehm geformte und mit bunten Farben bemalte Statue
eines Dämons in wilder Bewegung. Sein ſchwarz glänzendes
Geſicht hob ſich unheimlich aus ſeiner goldenen Rüſtung hervor,
die durch ein Paar eiſerner Ketten, die er in den Händen
ſchwang, vervollſtändigt wurde. In ſeltſamem Gegenſatze dazu
ſtanden zwei Wandgemälde, die die Seitenflächen des Raumes
bedeckten. Sie ſtellten Szenen aus dem Weſtlichen Paradieſe dar
und waren ſo lebhaft gemalt, daß man jeden Augenblick erwarten
konnte, die reizenden Göttinnen aus dem Bilde herabſteigen zu
ſehen. Eine junge, Blumen ſtreuende Göttin mit langen
Kinder=
zöpfen, erregte die beſondere Aufmerkſamkeit Dſchus. In ihrem
Antlitz keimte ein zärtliches Lächeln auf, das ihre
Kirſchen=
lippen zu bewegen ſchien; der feurige Blick ihrer Augen ſchien
nur einen Augenblick gefeſſelt zu ſein, wie die Welle, ehe ſie
zu=
ſammenſinkt.
Dſchu bohrte ſeine Blicke in dieſes Bild. Unfähig, ſich über
den übernatürlichen Reiz Rechenſchaft zu geben, gab er ſich
gänzlich füßen Träumereien hin. Er fühlte ſich in eine Wolke
gehüllt, erhoben und davongeführt. Die Wände wichen vor ihm
zurück, und er ſah ſich in einer Landſchaft, die nichts Irdiſches
mehr hatte. Eine lange Flucht lieblicher Gartenhäuſer lag vor
ihm, in deren eines er ſich geführt fühlte. Ein alter Prieſter
verkündete einer andächtig lauſchenden Menge die heilige Lehre.
Edle Bewegungen ſeiner Hand, die aus den weiten Falten
ſeines Gewandes hervortauchte, feſſelten die Blicke ſeiner Hörer,
die der ſeine zu erforſchen ſchien.
Dſchu, von heiligem Schauer erfaßt, ſuchte ſich ſo gut wie
irgend möglich in der Menge zu verbergen, als er ſich plötzlich
wie von einer unſichtbaren Hand am Zipfel ſeines Kleides
fortgezogen fühlte. Er ſah ſich um und erblickte im
Hinter=
grunde das junge Mädchen mit den hängenden Zöpfen, das ihm
zulächelte und ſich dann langſam entfernte. Er folgte ihr durch
einen langen, überdachten Gang bis zu einem kleinen Pavillon
deſſen Tür ſich öffnete. Von unbeſtimmter Angſt ergriffen,
wagte er ſich nicht näher. Doch ſie winkte ihm aus der Tür
mit ihren Blumen, näherzukommen. Da zögerte er nicht länger,
eilte ihr nach und überſchritt, als er keinen weiteren Laut aus
dem Hauſe hörte, die Schwelle des Gemaches.
Willig ſchenkte ihm das Mädchen ihre Jugend, und Dſchu
dünkte ſich der Glücklichſte der Sterblichen. Nach köſtlichen
Stunden verließ ſie ihn, ſorgfältig die Tür hinter ſich ſchließend.
jedoch nicht, ohne ihn auf das dringendſte angewieſen zu haben,
ſich ruhig zu verhalten, ſich weder zu bewegen noch zu huſten.
In der Nacht kam ſie wieder, und ſo ging es drei Tage lang.
Am vierten Tage hatten ſich die Gefährten der jungen
Göt=
tin aufgemacht, ſie zu ſuchen. Aus der ſüßeſten Umarmung
auf=
geſchreckt, hatte dieſe kaum Zeit, Dſchu zu verſtecken, geſchweige
denn ihre verräteriſch aufgelöſten Haare zu ordnen, als die
Freundinnen ſchon eintraten. Verlegen lachend erzählte ſie ihnen,
daß ſie zum Scherz verſucht habe, ihre Haare wie eine
ver=
heiratete Frau aufzuſtecken. Dieſer Gedanke erheiterte die luſtige
Schar, und man ſtritt ſich darum, wer ihr die Nadeln und
Stangen leihen ſollte. Schnell waren nun die verräteriſchen
Haare zu einem anmutigen Knoten geſchlungen. Die junge
Göttin errötete tief unter dieſem neuen Schmuck, und ihre
Ver=
legenheit nahm noch zu, als die eine lachend neckte: Laßt uns
gehen, liebe Schteſtern; ihr Gatte wird ſonſt noch unzufrieden
ſein, daß wir ſie ihm ſo lange vorenthalten. Die ausgelaſſene
Geſellſchaft entfernte ſich unter tauſend Scherzen.
Als Dſchu aus ſeinem Verſteck hervorkam, erblickte er die
Veränderung ſeiner Freundin. Sie erſchien ihm ſo noch
tauſend=
mal verführeriſcher. Da die Schritte der anderen in der Ferne
verhallt waren, umſchlang er ſie glühend vor Wünſchen; doch
ihm blieb keine Zeit, die Süße des Augenblicks zu koſten, denn
plötzlich dröhnte, unheilverkündend, der Wandelgang von
don=
nernden Schritten wider; Ketten klirrten heran durch den
un=
beſtimmten Lärm erregter Stimmen. Dſchu und ſeine
Freun=
din erſchauderten. Haſtig ſprangen ſie auf und eilten nach der
Tür. Durch eine Spalte angſtvoll hindurchſpähend, ſahen ſie
einen Ritter in goldener Rüſtung herannahen, deſſen wie ſchwarz
lackiertes Geſicht furchtbar aus dem Gold herauswuchs und
deſſen Hände eiſerne Ketten ſchwangen. Um ihn brandete die
Schar der Göttinnen.
„Seid ihr alle beiſammen?” donnerte er die Mädchen an.
„Wir ſind es nicht”, antworteten ſie. „Ein elender Sterblicher
hat es gewagt, in unſer Heiligtum einzudringen”, fuhr er fort,
„er ſoll keine Gnade finden, er muß ſterben!“ — „Er muß
ſterben”, antworteten die Mädchen im Chor, und alle fingen an,
zu ſuchen. Die arme Göttin zitterte an allen Gliedern, ihr
Ge=
ſicht war aſchfahl. Sie ließ Dſchu ſich unter dem Bett
ver=
ſtecken und entſchlüpfte ſelbſt aus einem Fenſter, das der Tür
gegenüberlag.
Dſchu wagte vor Furcht nicht einmal zu atmen. Er hörte
die Tür ſich öffnen, Schritte durch das Zimmer dröhnen, dann
ſich wieder raſch entfernen und verklingen. Dann hörte er nur
noch die Donnerſtimme weiterer Befehle zum Suchen geben.
Unſer Freund lag recht unbequem. Sein Kopf ſtieß gerade in
die Ecke unter dem Bett, wo Wand und Boden eine Ritze
bil=
deten. Hier ſaß eine Grille und heftete auf ihn ihr Auge voll
unerträglichen Feuers, während ihre ſchrillen Töne ſein arn=
Ohr zerriſſen. Er wagte ſich nicht zu bewegen, alle Rettung.
ſeiner Freundin erhoffend. Jedoch er wartete vergebens.
plötzlich, ohne daß er ſich darüber Rechenſchaft abgeben kon
fand er ſich im Tempel neben ſeinem Freunde wieder.
Was war während ſeiner Abweſenheit geſchehen? Aas
Freund ſein Fehlen bemerkte, wandte er ſich unruhig an
alten Prieſter mit der Frage, wo Dſchu wäre. Der
Art=
widerte lächelnd, Dſchu ſei ſicherlich fortgegangen, um ſich
Erläuterung der heiligen Lehre anzuhören. Aber wo iſt
fragte der Freund? O nicht ſehr weit von hier, war die
ſvort. — Als Dſchu noch immer nicht wiederkam, klopfte
Prieſter mit dem Finger gegen die Wand und rief:
Lug=
hafter Dſchu, wo weilt Ihr ſo lange? — Der Freund, der
Augen wieder auf das Wandgemälde gerichtet hatte, erbli
auf einmal, ſehr ſeltſam fürwahr, Dſchu in dem Gemälde
Prieſter ſchien mit geſpitztem Ohr in die Ferne zu horchen:
rief Dſchu von neuem und ſagte ihm, daß man ſchon lange
ihn warte. Da begann ſich das ganze Wandgemälde wie un
dem Einfluß eines Wirbelwindes zu trüben, und plötzlich ſta
Dſchu vor ihnen. Sein Geiſt ſchien verwirrt: ſein Blick e
gebrochen, ſein erſtarter Körper ſchwankte auf zitternden Bein=
Er brauchte Zeit, ſich zu erholen; dann berichtete er, was
oben gehört haben. Von ſeiner Rückkehr erinnerte er ſich
des einen Umſtandes, daß er unter dem Bette liegend ein
heftigen Donnerſchlag verſpürt habe.
Das Bild an der Wand hatte ſeine alte Klarheit zuri
gewonnen; doch ſahen ſie, daß die Blumen ſtreuen
Göttin ihre Zöpfe zu einem Knoten aufgeſte
hatte. Dſchu, bis in die Tiefe ſeiner Seele aufgewühlt, w.
ſich vor dem alten Prieſter nieder und bat ihn um Erläru
Der Greis ſagte lächelnd: das menſchliche Leben beſteht
Illuſionen; wer kann ſich rühmen, weiſe genug zu ſein, ſte
erklären!
Dfchu erhob ſich, das Herz voll Trauer und Bangigke
ging er ſtill, ohne ſich umzuſehen, davon.
Geſchäftliches.
Neueſte techniſche Hilfe für Schwerhörige.
Zu den Anordnungen zwecks Hörverbeſſerung bei
Schweno=
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tragen.
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Seite 17
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Ein Roman von
Copyright by Novifſima Verlag G. m. b
derr Obertelegraphenſekretär Lüdicke befand ſich auf einer
treiſe — für den Beamten aus mehreren Gründen ein
er=
cher Zuſtand. Sein Chef, der Miniſterialrat Mühlmann
Reichspoſtminiſterium, fuhr zu gleichem dienſtlichen Zweck
Erſtkläſſer” mit. Aufgabe der beiden Herren: „drüben” die
m Fortſchritte der Rundfunktechnik, insbeſondere der
Bild=
aphie, zu ſtudieren.
derr Lüdicke war in den beſten Jahren und lang genug
ver=
tet, um die nötige Seelenfreiheit für die Anziehungskraft
peiblichen Mitpaſſagiere wiedererlangt zu haben. So hatte
nn nicht fehlen können, daß er eine verwandt geſtimmte
gefährtin entdeckte — die noch dazu ſo etwas wie eine halbe
gin war. Fräulein Amanda Schulze aus Cleveland, Ohio,
: von einer deutſchen Urlaubsreiſe nach den USA. zurück,
ri ihrer Adoptivheimat ihre Tätigleit als Telegraphiſtin
rieſigen Warenhauſes, das in ſeinem vielhundertglied=
Organismus auch ein eigenes Poſtamt umſchloß, wieder
nehmen. In den erſten zwei Reiſetagen hatten die beiden
eter des ſtaatlichen Telegraphenmonopols hüben, des priva=
Drahtbetriebs drüben ſich ſo weit angefreundet, daß Herr
Ee ſich ſchon heute für den erklärten Reiſekavalier ſeiner
chen Berufsgenoſſin von drüben halten durfte — wenn ſie
nur Privatbeamtin war.
Seltſame Begebenheiten ſind nicht denkbar ohne ſeltſame
edingungen. An dem ultramodernen Empfangsapparat, den
Lüdicke mit ſich führte, lauſchten mit Kopfhörern zwei
chen, die außer einem anſchlußbedürftigen Herzen auch die
iſchaft beſaßen, das internationale Morſe=Alphabet zu
be=
ſen — noch gründlicher als das Liebes=ABC.
Die beiden Kollegen vom gleichen Gebiete des Weltverkehrs
alſo vor dem eleganten Apparat ziemlich nahe beinander.
Klange des Liedes, nach deſſen Rate, „deine Liebe, o
ſch, ſtill wie die Nacht und tief wie das Meer” ſein ſoll,
ei ſich ihre Hände ſozuſagen unbewußt zuſammengefunden.
aber äußerte jener erregend dunkelgefärbte Mezzo=Sopran,
uar gleichen Stunde die einſtige Arena des Zirkus Schumann
ernen Berlin mit Wohllaut geradezu überſchwemmte, den
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(Nachdruck verboten.)
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unerfüllbaren Wunſch: „Wenn nu—ur, wenn nu—ur, wenn nur
der Rhein nicht wär!!” In dieſem Augenblick erfuhr das
Lauſcherglück der beiden ſich immer inniger zuſammenfindenden
Seclen eine mißtönige Unterbrechung. Die neckiſchen Klänge.
welche die „Deutſche Welle” in den Aether entſandte, wurden
jählings zugedeckt von jenem quarrenden Geräuſch, das dem
Radiohörer die ärgerlichen Worte entpreßt: „Da funkt wieder
einer dazwiſchen!“
Nach Ueberwindung des erſten Verdruſſes ſetzte bei den
bei=
den Lauſchern automatiſch das Funktionieren der Berufsſphäre
ein. Schneller in der männlich ſtraff organiſierten Beamtenſeele
des Herrn Obertelegraphenſekretärs. Er begann den
heran=
ſchwellenden Strudel von kurzen und langen Schnarrlauten zu
entziffern. Vernahm die zunächſt völlig rätſelhafte Botſchaft:
„Monokel auffallend elegant ſprachgewandt Eintragung Hotel
Bankier Alfons Köhlmann Frankfurtmain beobachtet
Paſſa=
giere verhaftet Verdächtige unmittelbar vor Ankunft
Hafenpoli=
zei Newyork verſtändigt Belohnung für Ergreifung mit Raub
zwanzigtauſend ohne ſechstauſend Polizeipräſidium.”
Etwas ſpäter erwachte der Sachverſtändigen=Inſtinkt in
Fräulein Schulze. Sie vernahm den gleichen Text, aber erſt von
dem Worte „Köhlmann” an.
Die jähe Unterbrechung des Konzerts ſetzte aus, die beiden
Hörer vernahmen noch, wie die dröhnende Singſtimme den
Rhein anklagte: er ſei ſchuld, daß man bummeln müſſe. Aber
dieſe Verdächtigung des heiligen Stromes drang nicht mehr bis
in der beiden Bewußtſeinsmittelpunkt vor. Sie ſtreiften die
Kopfhörer ab, fahen einander verblüfft an und brachen zugleich
in den unterdrückten Ruf aus: „Was war das?” Aus dem
Wirrwarr, der ſekundenlang die beiden Gehirne durchſtrudelte,
löſte ſich als erſter nicht ganz klar formulierbarer Gedanke die
Erkenntnis heraus: hier handle es ſich, neben anderen
Sach=
inhalten, um jenen Lebenstatbeſtand, für den die Juriſtenſprache
den Fachausdruck „Auslobung” befitzt. Das Laiendeutſch
ent=
behrt einer knappen und deckenden Bezeichnung für dieſen
Be=
griff. Darum nahm er in den Gehirnen der beiden Nadio=
hörer die nicht ganz korrekte, aber lebensnahe Faſſung an: Hier
ſind zwanzig, vielleicht ſechstauſend Mark zu verdienen. Gruyd
genug, dem ſeltſamen Erlebnis einiges Nachdenken zu widmen.
Herr Lüdicke fand zuerſt die Sprache wieder: „Das muß
man ſich ſofort aufſchreiben.” „Darf man das eigentlich?” fragte
Amanda. „Es handelt ſich doch offenbar um ein Radio=
Tele=
gramm an die Schiffsleitung!”
„Merkwürdig!” grübelte Lüdicke, ohne dieſem moraliſchen
Bedenken die leiſeſte Beachtung zu ſchenken. „Erſt war von
einem auffallend eleganten und ſprachgewandten Monokel die
Rede. Dann kam meines Erinnerns etwas von einer
Eintra=
gung und einem Hotel.”
„Das alles habe ich noch nicht erfaßt”, geſtand Amandg. „Ich
habe nur abgehört, daß ein Köhlmann aus Frankfurtmain die
Paſſagiere beobachtet und die Hafenpolizei auf etwa Verdächtige
zwecks Verhaftung aufmerkſam macht.”
„Dann hieß es, daß die Hafenpolizei von Newyork
verſtän=
digt iſt”, ergänzte der Obertelegraphenſekretär. „Schließlich kam
etwas von einer Belohnung für Ergreifung mit Raub oder ohne
Rauh.”
„Zuletzt die Unterſchrift: Polizeipräſidium”, ſchloß
Amanda ab.
„Alſo verſuchen wir mal den Text feſtzuhalten.” Herr Lüdicke
zückte Notizbuch und Füllfederhalter. Nach etlicher Beratung der
ſo plötzlich zu einer Art Verſchwörung verbündeten
Reiſegfähr=
ten wurde folgender Wortlaut feſtgelegt:
„Monokel auffallend elegant ſprachgewandt Eintragung
Hotel Frankfurtmain Bankier Alfons Köhlmann beobachtet
Paſſagiere macht Hafenpolizei auf eventuell Verdächtige zwecks
Verhaftung aufmerkſam Belohnung für Ergreifung mit Raub
zwanzigtauſend ohne ſechstauſend Polzeipräſidium.”
Im Flüſterton ſuchten die Kollegen den Sinn der feſtgelegten
Bruchſtücke zu enträtſeln. Es handelte ſich offenbar um einen
auffallend eleganten und ſprachgewandten Herrn mit Monokel,
der ſich in einem Frankfurter Hotel eingetragen, dort alſo
ver=
mutlich den Raub verübt habe und deshalb dingfeſt gemacht
werden ſolle. Zweifellos befand ſich alſo bewußter
Monokel=
träger an Bord der „Chicago” Ferner wurde die Schiffsleitung
benachrichtigt, daß ein Bankier namens Alfons Köhlmann die
Paſſagiere beobachten und die Newyorker Hafenpolizei auf etwa
von ihm ermittelte Verdächtige aufmerkſam machen ſolle.
Außer=
dem wurde eine Belohnung für die Ergreifung des Täters
aus=
geſetzt. Darin lag offenbar die Anweiſung an die Schiffsleitung,
die Bemühungen des bewußten Bankiers Köhlmann zu
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Die Aufnahme findet ſtatt ,
tag, den 9., und Dien=
10. März 1331, von 15-
und zwar:
in der gewerblichen Ber Fch,
(Schulhaus. Landgraf=ph Bs.
lage 6) für Metallarbeiter
handwerker jeder Art;
in der gewerblichen so,
ſchule II (Schulhaus. Nier
ſtädterſtr. 8) für Schuhmg
ler, Kammacher, Schneider.
tiere, Metzger, Bäcker, Konditor
Köche, Friſeure, Gärtner,
Buchdrucker, Buchbinder, S.
Fabrikarbeiter, Hausburſden
Schneiderinnen, Friſeuſen, G
Putzmacherinnen u. Weiſzeug,
in der Raufmänniſche ser
ſchule (Schulhaus Herman a
für Kaufleute. Drogiſten, Dr
Schreiber männlichen und
Geſchlechts;
in der
hauswirtſchaf=
rufsſchule (Schulhaus
ſtraße 27) für alle Mi
nicht gewerblich oder
niſch tätig ſind.
Alle von auswärts neu
Berufsſchulpflichtigen der
gänge haben ſich an den gl
in den betreffenden Schu
melden.
Näheres wird bei der
bekanntgegeben.
Darmſtadt, den 28. Feb=
Der Borſitzende des Schu uſt
Mueller,
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für Auswartige: 156 ℳ in
Abendkurſe: Handarbeit un Ko
Einmachen, Einkochen 1)
Schulgeld: Für Handarbei fur
monatl., für Kochkurſus
Anmeldungen für das kom end
jahr: Montag, den 9., u/ 2
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Der Vorſitzende des Schu ſorſ
Mueller.
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