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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſebenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſi. Tagbl.” geſtattet.
Nummer 345 Sonntag, den 14. Dezember 1930. 193. Jahrgang
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Darm=
ädter wd Nationalbank.
m
zweite deutſche
reichſen eitere Gewalktaken in Oſt=Oberſchleſien. — Flagranke Verlehung der Beſtimmungen der Genfer
Gewaliherrſchaft der Aufſtändiſchen.
e 34 ues Iüüerial für die Rakskagung im Januar.
Berlin, 13. Dezember.
—9 0 PDie RiAktegierung veröffentlicht nunmehr den Wortlaut der
reitauk! Henf überreichten neuen Beſchwerdenote wegen der
Iſchen „9ſchreitungen gegen Deutſche in Oberſchleſien. Der
liegt wi Schreiben des Reichsaußenminiſters Dr. Curtius an
Gener olktetär des Völkerbundes bei. In dem Schreiben
Modem betortt)(i nach der dem Generalſekretär am 27. November
reichtem”’ſchwerde noch zahlreiche weitere
Ge=
ttatnſin Polniſch=Oberſchleſien zur Kenntnis
Reichtsvierung gekommen ſind, die gleichfalls eine
Ogrann/Verletzung der Beſtimmungen der
er ct vention darſtellen, von denen die wichtigſten
ter Aushe? in d eAmlage aufgeführt werden. Die Reichsregierung
das ue Material den Mitgliedern des Völkerbunds=
20 T, als le lage für die Behandlung der Angelegenheit auf
bevorſahtlnsen Ratstagung zuleiten zu wollen. Im erſten
Kuallizlehf der RAwerden
12 beſonders ſchwere Sälle
polniſicht Gewalttaten eingehend geſchildert. So ſei am 13.
mberr) Raufmann Eduard Bury in Myslowitz in einem
Ds Gmnten üfchauſe von einer achtköpfigen Bande überfallen
ee gue ſen, vumdimen fünf die Uniform von Eiſenbahnbeamten
ge=
hätgz Dieſe hätten Bury mißhandelt, bis er bewußtlos
I.4
fiel.
anweſender Polizeibeamter in Zivil iſt gegen die
nicht eingeſchritten. Der Grund der
Ausſchreitun=
iſt diet aif ache, daß Bury deutſche Druckſachen vertreibt.
Am ſe lh Tage wurde der Kolporteur Theodor Raiwa in
iner Wohnung von mehreren „Aufſtändiſchen”, die
Uniform trugen und mit Revolvern und
Gummi=
dichterüſtet waren, ebenfalls überfallen. Die Wohnung=
Swrce erbrochen. Die zu Hilfe eilende Schweſter Raiwas
von ii m der „Aufſtändiſchen” mit Namen Joſeph Gaida
dem Gſſan iknüppel mißhandelt. Ein anderer Aufſtändiſcher,
Nanuege nannt wird, ſtieß die Drohung aus, Raiwa „wie
Hunyu erſchießen”, falls er wegen Wegnahme des
Wahl=
rials 4teäge erſtattete.
Am 14 Iſuvember wurde Johann Bainczyk in Nikolai von
ſſtändiyſtn” auf der Straße ſchwer verletzt. Die Polizei lehnte
Schutzo n) rend der Beförderung ins Krankenhaus ab.
Im 2lſovember wurde bei dem Bergmann Paul Uglorz
mMittelsſcis k eine Hausſuchung durch drei Polizeibeamte
vor=
umem93 itungen, ein Briefwechſel, den Uglorz als
Vor=
der di Ehſinderheitsſchulkommiſſion geführt hatte, ſowie das
mte AAmaterial wurden beſchlagnahmt und Uglorz feſtge=
Mer
Polizeigefängnis wurde Uglorz von einem
benann=
imten durch Schläge ins Geſicht mißhandelt. Bei der
ungeus dem Gefängnis am nächſten Morgen äußerte ein
iter,
Eglorz nur entlaſſen werde, wenn er nicht mehr für
Uindeſhlitsſchule, den Deutſchen Volksbund und die Deutſche
jaliſtiſich P artei arbeite.
Am 2 Aſpvember wurde der Keſſelheizer Joſeph Woiſch in
trachtsllte, der als Schwerkriegsbeſchädigter nur zu 50 v. H.
ſerbsfäſchi fft, von einer Bande von 30 bis 40 Menſchen in
er Wollſung überfallen. Nach Abgabe von Piſtolenſchüſſen
de dieß ü mit Gewalt eingedrückt, Woiſch, nur notdürftig
eidet, iu die Straße geſchleppt und hier mit einem
Gummi=
auch mſtTxahteinlage mißhandelt, bis er zuſammenbrach.
hrend 4um ßhandelt wurde, wurde ſeine Wohnung durchſucht.
Am ſehhn Tage wurde der Arbeiter Andreas Kaſperidus in
ienta yuätz ebenfalls von einer Bande von etwa 40 Mann
„lallen hſweridus wurde mit Gummiknüppeln in ſeiner
Woh=
ua, die RRtchhſucht und in der Wandſprüche in deutſcher Sprache
Heiligwoſl der von den Wänden geriſſen wurden, mißhandelt.
EbenFü mm ſelben Tage wurde in Zwonowitz der Gaſtwirt
Puczel u Einſchlagen der Küchentür und gewaltſamer Oeff=
I9 der Ela fzimmertür ſeiner Wohnung von mit Piſtolen be=
InetenA uſ ſtändiſchen” mit gefährlichen Werkzeugen in barba=
Der Woc ſchwer mißhandelt. Auch ſeine Ehefrau und ſeine
Yhrige ihrer wurden mißhandelt. Am folgenden Tage riet
Poliz/sſamter dem Wilczek von einer Beſchwerde ab, da er
i ernecſoan einer Bande noch ſchlimmer als das erſte Mal
handelch a den würde.
Am 2 5November wurde der Grubenarbeiter Mainuſch in
ſlowitzaus ſeiner Wohnung gezerrt, ins Geſicht geſchlagen,
der H’lteirfahrt an die Wand geſtellt und mit Erſchießen
Nroht.
an, wurde ihm mit dem Piſtolenſchaft auf den Kopf
agen n eine benachbarte Gaſtwirtſchaft geſchleppt, wurden
Dm 2 ßhäßhandlungen fortgeſetzt. Zwei Polizeibeamte, die
De Ahundlungen ohne einzuſchreiten anſahen, brachten
muiſch,E6 er blutüberſtrömt zuſammenbrach, nach der Wache.
er deih o izeibeamten mißhandelte ihn unterwegs durch
Eichlälgens Genick weiter. In dieſer Zeit nahm ein „
Auf=
oſcher ur anderen Begleitern eine Durchſuchung der Woh=
Eid Melliſaus vor, deſſen 70jährige Mutter mit der Piſtole
roht mRe.
4m un Tage ſchlugen 30 „Aufſtändiſche” in Siemianowitz
Arber)/ Wilhelm Schwietza blutig. Hieran beteiligte ſich ein
Hiteibecnker in der Uniform der „Aufſtändiſchen”. Vier an=
Polgihenmte ſahen den Mißhandlungen untätig zu. Die
AS neran e urs Mee ie ii We Ri ee
im Iinen Tage zerrten etwa 20 „Aufſtändiſche” im Wahl=
Ar- iiu Bielſchowitz den deutſchen Vertrauensmann Mach=
Mateist lem Kommiſſionstiſch hervor und mißhandelten ihn
Dr dem 2Mkoka: Auch hier verweigerte die Polizei ein
Ein=
beifen.
Nach den in der Note vom 27. November dargeſtellten
Er=
eigniſſen in Golaſſowitz wurden 43 Perſonen in der Nacht zum
24. November im Kohlenkeller der Polizeiwache in brutalſter
Weiſe mißhandelt. Am Niederſetzen, Hinlegen oder an die Wand
anlehnen wurden ſie von Poliziſten durch Karabinerſtöße
ge=
hindert.
Am 30. November wurde der Tiſchlermeiſter Hoheiſel in
Kat=
towitz, ein Mann von 63 Jahren, von einem polniſchen
Reſerve=
offizier und vier uniformierten Aufſtändiſchen die Treppe einer
Gaſtwirtſchaft hinuntergeworfen und auf der Straße mit Stöcken,
Biergläſern und Fußtritten ſchwer mißhandelt, weil er ſich in der
Wirtſchaft mit Bekannten in deutſcher Sprache über die letzten
Gewalttaten unterhalten hatte. Hoheiſel befindet ſich in
Lebens=
gefahr.
Im 2. Teil der Note wird betont, daß die genannten Fälle
nicht die einzigen ſeien, die der Reichsregierung bekannt
gewor=
den ſeien. Die Terrorakte an Angehörigen der deutſchen
Minder=
heit in Polniſch=Oberſchleſien erreichten vielmehr annähernd die
Zahl 200. Die Note nennt dann noch ausdrücklich ſechs Fälle aus
der Zeit vom 17. bis 23. November. — Im 3. Teil der Note heißt
es: „Die in der Anlage des Schreibens vom 27. November
auf=
geführten Tatſachen veranſchaulichen bereits den
Zuſtand vöſiger Schuß= und Rechkloſigkeit
unter dem die deutſche Minderheit in Polniſch=Oberſchleſien ſeit
langem leidet. Das vorſtehend wiedergegebene weitere Material
vervollſtändigt das Bild ihrer troſtloſen Lage. Es beweiſt noch
klarer, daß die ſchrankenloſe Gewaltherrſchaft der „Aufſtändiſchen”,
die mit Leben, Geſundheit und Eigentum der Angehörigen der
deutſchen Minderheit nach Belieben verfahren konnten, ſich nicht
in einzelnen Ausſchreitungen erſchöpft und auf einzelne Bezirke
beſchränkt hat, ſondern daß hier ein Syſtem offener Bedrückung
der Minderheit vorliegt, das ſich über ganz Polniſch=Oberſchleſien
erſtreckt und in zahlloſen Gewalttaten Luft macht. Was in der
Anlage des Schreibens vom 27. November über die
Zuſammen=
hänge zwiſchen Behörden und Aufſtändiſchen ſowie über die
wohl=
wollende Duldung der Terroräkte durch die polniſchen
Behör=
den geſagt iſt, gilt auch für die neuen Fälle.
Außenminiſter Dr. Curtius der anfangs nächſter Woche nach
Oſtpreußen fährt, wird verſuchen, noch eine Reiſe nach
Ober=
ſchleſien zu unternehmen, um vor der Genfer Ratstagung
perſön=
lich die Verhältniſſe in dem Grenzgebiet zu prüfen.
Dyngmikanſchläge auf oſtoberſchleſiſche Deutſche.
Myslowitz, 13. Dezember.
In der vergangenen Nacht wurden hier mehrere
Dynamit=
anfchläge auf Wohnungen von deutſchen
Minderheitsange=
hörigen, u. a. auch auf die Wohnung des Bergwerksdirektors
Breuer, verübt.
Von den noch nicht ermittelten Tätern wurde eine ſtarke
Dynamitladung gegen ſeine Wohnung geworfen, die aber
glück=
licherwveiſe im Vorgarten zur Exploſion kam und daher keinen
nennenswerten Schaden anrichtete. Ein weiterer
Dynamit=
anſchlag wurde auf die Wohnung des Grubenbeamten Reiß
verübt. Hier wurden ſämtliche Fenſterſcheiben zertrümmert,
und eine bei dem Grubenbeamten zu Beſuch weilende. Dame
erlitt einen ſchweren Nervenſchock, ſo daß ſie ins Krankenhaus
gebracht werden mußte. Ein weiterer Anſchlag wurde gegen die
deutſche Bücherei verſucht. Hier wurde eine Sprengkapſel mit
einer Zündſchnur vorgefunden; die Ladung kam aber hier nicht
zur Entzündung.
Polniſche Propaganda gegen Deukſchland in Genſ.
Genf, 13. Dezember.
Die polniſche Propaganda wendet hier gegenwärtig alle
Mittel an, um die Note der deutſchen Regierung an den
Völ=
kerbundsrat für einen rein agitatoriſchen Schritt darzuſtellen
und den polniſchen Gewaltmaßnahmen durch Gegenüberſtellung
deutſcher Uebergriffe und Verfehlungen ihre wahre Bedeutung
zu nehmen. Die Genfer franzöſiſche Preſſe, darunter auch
das halbamtliche Organ des Völkerbundes, das „Journal de
Geneve” bringen fortgeſetzt Mitteilungen von polniſcher Seite
und offen gegen Deutſchland gerichtete Hetzartikel mit dem
aus=
geſprochenen Ziel, die deutſche Regierung zu belaſten und eine
für Deutſchland ungünſtige Atmoſphäre in den kommenden
Rats=
verhandlungen zu ſchaffen. Die Preſſeüberſicht der
Informa=
tionsabteilung des Völkerbundsſekretariat, die, wie gemeldet,
vor einigen Tagen bereits in ſatzungswidriger Weiſe eine
pro=
pagandiſtiſche polniſche Darſtellung enthält, bringt jetzt von
neuem eine einſeitige tendenziöſe Ausgabe aus der polniſchen
Preſſe über Kundgebungen deutſcher Parteien und Verbände,
obwohl dieſe Kundgebungen mit der ausſchließlichen
beſtim=
mungsmäßigen Wiedergabe von Preſſekommentaren nicht das
Mindeſte zu tun haben. Dieſer völlig unzuläfſige neue
Miß=
brauch der „Preſſeüberſicht” bezweckt offenbar, die maßgebenden
Stellen des Völkerbundsſekretariats, in deren Händen jetzt die
Vorbereitung der kommenden Ratsverhandlungen in der
ober=
ſchleſiſchen Frage liegt, auf angebliche Gefahren der allgemeinen
Stimmung in Deutſchland aufmerkſam zu machen und damit
den Gang der vorbereitenden Arbeiten zu beeinfluſſen. — In
der Minderheitenabteilung des Völkerbundsſekretariats, in der
bekanntlich Deutſchland nicht vertreten iſt, wird gegenwärtig
eine Denkſchrift über die Auslegung früherer Ratsbeſchlüſſe zum
allgemeinen Beſchwerdeverfahren der Minderheiten
ausgear=
beitet. Die Denkſchrift, die dem Rat im Januar vorliegen wird,
dürfte die Möglichkeit bieten, die notwendige Reform des
Min=
derheitenverfahrens vor dem Völkerbundsrat von neuem in
An=
griff zu nehmen.
* Die Woche.
Nachdem zehn Tage lang die öffentliche Ruhe und
Sichen=
heit der Reichshauptſtadt durch ſich allabendlich wiederholende
Demonſtrationen und Straßentumulte auf das empfindlichſte
geſtört und nur durch ein Maſſenaufgebot der Polizei mühſam
aufrecht erhalten werden konnte, hat die Film=Oberprüfſtelle den
von der Univerſal Pictures Corporation hergeſtellten Film „Im
Weſten nicht Neues” wegen Gefährdung des deutſchen Anſehens
für Deutſchland verboten. Verbot eines antideutſchen Hetzfilms?
Dazu wäre an ſich nicht allzuviel zu ſagen. Aber dieſe Vorgänge
ha=
ben ſo ernſte Seiten ſowohl in außen= wie in innerpolitiſcher
Hin=
ſicht, daß man ſich doch ſehr eingehend mit ihnen befaſſen muß.
Zunächſt der Tatbeſtand. Die von dem Deutſchamerikaner
Laemmle geleitete Filmfabrik Univerſal Pictures Corporation
ſtellt in Hollywood angeblich nach dem bekannten Buch
Remar=
ques einen Film her, der das Kriegserlebnis behandelt. Da
die urſprüngliche Faſſung eine Reihe von Bildern enthielt,
die offenbar auch nach der Vorſtellung des Herrn Laemmle
deutſches Empfinden beleidigen mußten, entſtand durch
Strei=
chungen und Veränderungen eine Faſſung für den deutſchen
Gebrauch, die von der Filmprüfſtelle zugelaſſen alsbald in
Ber=
lin vor überfülltem Theater ihre Uraufführung erlebte. Schon
bei der erſten Vorführung bemächtigte ſich eines großen Teils
der Zuſchauer ſtarke Empörung, eine Empörung, die don Tag
zu Tag weitere Kreiſe zog und ſchließlich zu ſtürmiſchen
Straßen=
demonſtrationen führte. Aber Berlin hat einen
ſozialdemokra=
tiſchen Polizeigewaltigen, der ſich ohne Zögern dazu entſchloß,
gegen dieſe Demonſtrationen alle Mittel der Staatsgewalt
ein=
zuſetzen, insbeſondere nachdem die Nationalſozialiſten, die
Stim=
mung der Maſſen richtig erkennend, die Vorgänge zu
partei=
politiſcher Propaganda auszunutzen begannen. Allabendlich
wiederholten ſich die Straßenſchlachten, Maſſenverhaftungen
er=
folgten. Faſt alle Länder mit Ausnahme Preußens und —
Heſſens wandten ſich gegen den Film, vor den ſich ſchützend Herr
Grzeſinſki geſtellt, immer weitere Kreiſe zog die allgemeine
Er=
regung, bis ſchließlich durch das Verbot des Films durch die
Film=Oberprüfſtelle der ganze wüſte Spuk ein jähes Ende fand.
Wir erleben es leider in Deutſchland immer wieder, daß
ſich in allen Fällen, in denen durch „künſtleriſche‟ Darbietungen
das nationale Empfinden weiter Kreiſe ſich verletzt fühlt,
als=
bald deutſche Intellektuelle ſchützend vor derartige Darſtellungen
ſiellen und mit allen Mitteln der Dialektik dem deutſchen Volk
ſein Banauſentum klarzumachen verſuchen. Leider nur zu oft
mit Erfolg. In der Hauptſache ganz gewiß nicht kommuniſtiſche
Maſſen waren es, die die Kaſſen der Filmtheater füllten als
die kommuniſtiſchen Propagandafilme der Sowjets durch ganz
Deutſchland liefen, eine ganz gewiß antikommuniſtiſch eingeſtellte
Schicht der Berliner „Bourgeoiſie” war es, die das politiſche
Theater Herrn Piscators eineinhalb Jahre lang finanzierte, und
ſo kann es denn auch nicht wundernehmen, daß ſich auch jetzt
wieder Zeitungen, wie z. B. das „Berliner Tageblatt”, alsbald
ſchützend vor den Film „Im Weſten nichts Neues” ſtellten. In
einem Leitartikel (Dienstag, den 9. Dezember — Abendausgabe)
verſuchte dort Herr Dr. Ernſt Feder den Nachweis, daß der
Film ſogar in ſeiner urſprünglichen amerikaniſchen Faſſung
das deutſche Anſehen in den Vereinigten Staaten durchaus
ge=
fördert habe. Der Film=Oberprüfſtelle lagen die Gutachten der
3 beteiligten Reichsminiſterien, des Auswärtigen Amtes, des
Innenminiſteriums und des Reichswehrminiſteriums vor.
Ueber=
einſtimmend lehnen ſie den Film als das Anſehen des
deut=
ſchen Heeres, und damit das deutſche Anſehen überhaupt, auf
das ſchwerſte gefährdend ab. Das Reichswehrminiſterium
be=
anſtandet u. a. „das jämmerliche Heulen und Schreien der
Frei=
willigen beim Trommelfeuer und ihre ſtändig angſtverzerrten
Geſichter, ihr wildes, irres, unappetitliches Freſſen, das
Hin=
werfen der Rekruten in eine Schlammpfütze auf dem
Exerzier=
platz, die Szene, in der ein ſterbender Kamerad beſucht wird,
dem die Beine abgeſchoſſen ſind, und in der die Freiwilligen
vor ihm darüber zu verhandeln beginnen, wer ſeine ſchönen
neuen Stiefel bekommen ſoll” um dann fortzufahren: „Wie
ſieht es nun in Kriegsfilmen aus, die in der amerikaniſchen oder
engliſchen Armee ſpielen? Gewiß, auch da gibt es
Schreckens=
ſzenen, aber ſtets behält der amerikaniſche Soldat ſelbſt in der
größten Gefahr eine gewiſſe ruhige Ueberlegenheit, ein
ver=
gnügtes Lächeln, das ihn ſchließlich zum Vorbild des tapferen
kaltblütigen Soldaten ſtempelt.” „Es iſt unbeſtritten” ſo führt
die Begründung des Filmverbotes durch die Oberprüfſtelle aus,
„daß in dieſem Film nur deutſche Soldaten in den
Unter=
ſtänden jammern und ſchreien, daß aber die gegen den
Stachel=
draht anrennenden Franzoſen ſchweigend ſterben.” Mit
Rück=
ſicht auf die verſchiedenen ausführlichen Gutachten, die in dieſen
Tagen in der deutſchen Preſſe veröffentlicht wurden, dürfte es
ſich erübrigen, die Tendenz dieſes Films noch durch weitere
Einzelheiten zu belegen. Sollen wir noch länger ruhig zuſehen,
wie durch derartige Machwerke das deutſche Anſehen in der
Welt planmäßig herabgeſetzt wird, ſollen wir durch deutſches
Geld auch weiterhin derartige Ungeheuerlichkeiten mit
finan=
zieren helfen? Herr Dr. Frankfurter, der deutſche
Rechts=
vertreter der Univerſal Pictures Corporation, hat vor der Film=
Oberprüfſtelle die ſchreckliche Drohung ausgeſtoßen, daß Herr
Laemmle ſeine Produktion aus Deutſchland zurückziehen werde,
wenn wir deutſchen Banauſen für ſeine philantropiſchen
Ab=
ſichten ſo wenig Verſtändnis hätten. Wir ſind ſogar ſo
ketzeriſch, daß wir es ſehr begrüßen würden, wenn die deutſchen
Lichtſpieltheater das Publikum in Zukunft mit den Filmen dieſes
deutſch=amerikaniſchen Philantropen nach Möglichkeit verſchonen
würden.
Aber das Entſcheidende iſt doch ſchließlich die Tatſache, daß
auch heute noch, 12 Jahre nach Kriegsende, derartige antideutſche
Hetzfilme in Amerika hergeſtellt und vom Publikum beifällig
aufgenommen werden. Man ſcheint im Ausland ſchon ganz
vergeſſen zu haben oder vielleicht beſſer geſagt, vergeſſen zu
wollen, daß dieſer deutſche Soldat, den man jetzt als feige,
gemein und erbärmlich hinſtellt, über 4 Jahre lang ſein
Vater=
land in heldenhaftem Ringen gegen die ganze übrige Welt
ver=
teidigt hat, daß man vor dem Anſturm dieſes deutſchen
Sol=
daten noch im Frühjahr 1918 gezittert, und daß man die Sieger
von hundert Schlachten ſchließlich nur durch Hunger und
Eni=
behrungen der Heimat zum Unterliegen bringen konnte. Die
deutſche Liga für Menſchenrechte hält es heute für notwendig,
Seite 2
Sonntag, den 14. Dezember 1930
der Welt mitzuteilen, daß ſie im Anſchluß an das Verbot des
amerikaniſchen Films ſofort eine Vorſtandsſitzung abgehalten
habe, in der ſie gegen dieſes Verbot proteſtiert. Nicht der in
der ganzen Welt aufgeführte Film, ſondern ſein Verbot für
Deutſchland gefährde das deutſche Anſehen im Ausland, indem
Nummer 3u
es das deutſche Volk als Träger eines neuen Militarismus
er=
ſcheinen laſſe! Man brauchte dieſes Pronunciamento wohl kaum
zu vegiſtieren, nenn nicht darin wieder einmal die Anſchauung
gewiſſer Kreiſe zum Ausdruck käme, die uns draußen ſchon ſo
unendlich viel geſchadet. Daß wir eines der friedliebendſten
Völker der Erde ſind, beweiſt unſere ganze Geſchichte, und um
das Märchen von der deutſchen Schuld am Weltkrieg zu
ent=
kräften bedarf es für den, der die Dinge wirklich objektiv ſehen
will kaum noch der Feſtſtellungen des amerikaniſchen
Sena=
tors Borah, der erſt dieſer Tage wieder im amerikaniſchen
Senat ſchärfſte Verwahrung einlegte gegen die Behauptung
Deutſchland trage die Alleinſchuld am Kriege. Daß das deutſch
Volk in ſeiner überwältigenden Mehrheit auch heute trotz aller
Bedrückung eine Politik des Friedens will, ſteht ſo feſt, daß
es wirklich keiner weiteren Begründung bedarf. Aber
Frie=
densliebe iſt nicht gleichbedeutend mit dem Willen zur
Selbſt=
aufgabe, mit nationaler Würdeloſigkeit. Wir wollen den
Frie=
den und haben für ſeine Erhaltung ſchon manches ſchwere
Opfer gebracht, aber wir ſind überzeugt, daß das deutſche Volt
nicht verſagt, wenn andere Völker es zwingen, für die
Lebens=
intereſſen der Nation einzutreten. Wir wehren uns daher
auch mit allen Mitteln gegen jeden Verſuch, unter gleichviel
welchem Motto die heroiſche Größe der Vergangenheit in den
Kot ziehen zu laſſen. Und wir ſind der Meinung, daß das
deutſche Anſehen im Ausland nur gewinnen kann, wenn man
dort die Ueberzeugung gewinnt, daß das deutſche Volk auch
unter der neuen Staatsform die Tradition ſeiner großen
Ge=
ſchichte zu wahren gewillt iſt.
All dies hat mit Parteipolitik ganz gewiß nicht das geringſte
zu tun, und wir ſind überzeugt, daß das deutſche Volk in ſeiner
überwältigenden Mehrheit dieſe Auffaſſung teilt, ganz gleich zu
welcher Partei ſich der Einzelne bekennt. Um ſo bedauerlicher
iſt es, daß auch bei dem Kampf um den amerikaniſchen Hetzfilm
die Parteipolitik wieder einmal eine nicht geringe Rolle geſpielt
hat. Es iſt bedauerlich, daß die Nationalſozialiſten auch in dieſem
Vorfall nur eine Gelegenheit zu fruchtbarer parteipolitiſcher
Propaganda geſehen haben, und daß es zweifellos dabei zu
Ausſchreitungen höchſt unerfreulicher Art gekommen iſt. Viel
ernſter aber noch und bedenklicher iſt es, daß der preußiſche
Innenminiſter und mit ihm der Berliner Polizeipräſident ganz
offenbar beſtrebt waren, die Angelegenheit im entgegengeſetzten
Sinn auszunutzen. Wir ſind der Meinung, daß das preußiſche
Innenminiſterium verpflichtet geweſen wäre, den Fall mit all
ſeinen möglichen Konſequenzen auf das ſorgfältigſte vorher
zu prüfen. Dann wäre es nicht zu der Ungeheuerlichkeit
ge=
kommen, daß faſt vierzehn Tage lang die geſamte Polizei
Ber=
lins dazu aufgeboten wurde, die Vorführung eines Films zu
ſichern, der nach Anſicht der maßgebenden Reichsminiſterien das
deutſche Anſehen im Ausland auf das ſchwerſte gefährdet. Iſt
man nicht vielleicht auch im preußiſchen Innenminiſterium
all=
mählich zu der Ueberzeugung gekommen, daß die Autorität des
Staates, an der wir alle das ſtärkſte Intereſſe haben, ſchwer
leidet, wenn die Mittel der Staatsgewalt ſo leichtfertig
ein=
geſetzt werden? Es geht nun einmal nicht an — und dies iſt
die ſehr ernſte innerpolitiſche Seite des ganzen Falles —, daß
eines der Länder aus parteipolitiſchen Gründen eine Politik
betreibt, die der des Reichs durchaus widerſpricht. Man hat
über Reichsreformen ſehr viel geſprochen und geſchrieben und
ſich dabei höchſt unnötiger Weiſe darüber den Kopf zerbrochen,
wie man die lebensfähigen ſüddeutſchen Länder beſeitigen könnte.
Das brennende Problem iſt und bleibt der auf die Dauer immer
unerträglicher, werdende Dualismus zwiſchen Reich und Preußen,
und der heftige Kampf um den amerikaniſchen Hetzfilm dürfte
vielleicht dazu beigetragen haben, dies ſinnfällig auch dem
kraſſeſten politiſchen Laien vor Augen zu führen.
A.
Schiedsſpruch im Arbeitszeitſtreit bei der Reichsbahn
In dem Tarifſtreit bei der Reichsbahn wegen Arbeitszeit
iſt geſtern morgen 1 Uhr nach dreitägiger Verhandlung von dem
Vorſitzenden der Schlichterkammer, Vortragenden Rat Dr.
Völckers, ein Schiedsſpruch verkündet worden.
Der Schiedsſpruch ſieht die Herabſetzung der Arbeitszeit
auf 48 Stunden wöchentlich für verſchiedene große Gruppen von
Reichsbahnarbeitern vor. Insbeſondere kommen die
Bahnunter=
haltungsarbeiter und die Arbeiter der Ausbeſſerungswerkſtätten
in Betracht. Von dieſer Regelung werden etwa 180 000 Arbeiter
erfaßt. Wegen weiterer Gruppen von Arbeitern hält die Schlich=
terkammer Beſichtigungen und weitere Nachprüfungen für
er=
forderlich. Dieſe weiteren Verhandlungen ſollen Anfangs Ja=
nuar ſtattfinden.
Die Schlichterkammer hat in ihrem Schiedsſpruch
vorge=
ſchlagen, die bisherige Arbeitszeitregelung allgemein bis zum
15. Januar 1931 zu verlängern, um Zeit für die weiteren
Ver=
handlungen zur Verfügung zu haben.
Vom Tage.
Der Polizeipräſident von Frankfurt a. M. hat ab Montag, den 15.
M., alle Umzüge, Demonſtrationen und Verſammlungen unter freiem
Himmel im Ortspolizeibezirk Frankfurt a. M. bis auf weiteres verboten.
Zuwiderhandlungen wird mit Zwangsmitteln, unter Umſtänden ohne
vorherige Warnung, entgegengetreten werden.
Im Preußiſchen Landtag iſt ein Urantrag der Wirtſchaftspartei
ein=
gegangen, der die Heraufſetzung des aktiven Wahlalters von 20 auf 25
Jahre verlangt.
Wie verlautet, ſoll Reichspräſident von Hindenburg die ihm
angebotene Mitgliedſchaft im Ehrenpräſidium der It
ternationalen Luftfahrtſicherheitskonferenz in
Paris abgelehnt haben.
Die Zentrumsfraktion hat der Staatspartei
einen der ihr zuſtehenden Stellvertreterſitze für
den Auswärtigen Ausſchuß des Reichstages
über=
laſſen, damit die Staatspartei wenigſtens einen beobachtenden
Ver=
treter in dieſem Ausſchuß hat. Die Staatspartei hat den Abgeordneten
r. Reinhold mit ihrer Vertretung im Auswärtigen Ausſchuß betraut.
Wie aus Graz berichtet wird, iſt in Cilli (Südſlawien) der in
inter=
nationalen Kreifen fehr bekannte und angeſehene Rechtsanwalt Dr.
Walter Niedel nach einer bei ihm vorgenommenen Hausdurchſuchung
verhaftet worden. Die Verhaftung erfolgte aus politiſchen Gründen.
Dr. Riedel hat ſeinerzeit für den Deutſchen Schulverein Südmark den
Prozeß um die Herausgabe des Deutſchen Hauſes in Cilli gegenüber
dem ſüdflawiſchen Staat geführt.
Staatsſekretär Stimſon gab die Erklärung ab, daß der Botſchafter
Hogh Gibſon unbegrenzte Vollmachten erhalten habe, um ſeine
nicht=
amtlichen Bemühungen für eine franzöſiſch=italieniſche
Flottenverſtän=
digung fortzuſetzen. Der Botſchafter könne dabei alle Methoden
anwen=
den, die ihm gut erſcheinen.
der Reichsgründungstag ſoll feierlich
werden.
* Berlin, 13. Dezember. (Priv.=Tel.)
Der Reichsinnenminiſter Dr. Wirth hat ſich auf Anregung
verſchiedener Reichsbehörden entſchloſſen, im Reichskabinett zu
beantragen, die 60. Wiederkehr des Reichsgründungstages am
18. Januar 1931 feierlich zu begehen. Er hat gleichzeitig
meh=
rere Vorſchläge über Art und Umfang der Feierlichkeiten
vor=
gelegt. Von rauſchenden Feſten ſoll natürlich Abſtand
genom=
men werden. Alle Feierlichkeiten ſollen ſich vielmehr dem Ernſt
der Zeit anpaſſen. Es iſt offenbar beabſichtigt, unter Teilnahme
des Reichspräſidenten, der Reichsregierung, ſämtlicher
Abgeord=
neten, der Spitzen der Behörden und Vereine im
Reichstags=
gebäude einen Feſtakt abzuhalten, während im Anſchluß daran
vor dem Reichstag eine Reichswehrparade ſtattfindet.
Aehn=
liche Feiern ſollen ſich auch in den Ländern abwickeln. Die
Univerſitäten werden der Reichsgründung gedenken. Auch in
den Schulen ſoll auf die Bedeutung des 18. Januar hingewieſen
werden. Wahrſcheinlich werden auch Erinnerungsmünzen und
Erinnerungsbriefmarken ausgegeben werden. Der Reichs
innenminiſter gibt aber ſchon zu erkennen, daß nicht die
Ab=
ſicht beſteht, nunmehr jeden Reichsgründungstag feierlich zu
be=
gehen.: Es ſoll lediglich eine einmalige Veranſtaltung ſein. Wir
haben aber ſchon immer darauf hingewieſen, das der
National=
feiertag des Deutſchen der Reichsgründungstag iſt. Vielleicht
gibt ſich aber damit jetzt die Möglichkeit, von nun ab alle
Jahre des 18. 1. in feierlicher Form zu gedenken, die der
Be=
deutung dieſes Tages für die deutſche Nation entſpricht.
Muſſolini und der Pakikan.
EP. Rom, 13. Dezember.
Muſſolini hat in der Kammer den Geſetzentwurf zur
Ab=
ſchaffung des Nationalfeiertages vom 20. September mit einer
ausführlichen Rede begründet, in der er einen hiſtöriſchen
Rück=
blick auf die Bedeutung des 20. September 1870 gab. Der
20. September ſei erſt 1895 durch einen Beſchluß des Parlaments
zum Nationalfeiertag erklärt worden. Damals habe er einen
Wert gehabt, weil man im Vatikan immer gegen den Beſitz
Roms durch Italien proteſtiert habe. Der Fascismus habe
jedoch mit dem Abbau des 20. September begonnen, da er
eine nutzloſe Freimaurerparade geworden und allmählich in
Verfall geraten ſei. Durch die Unterzeichnung des
Lateran=
vertrages am 11. Februar 1929 habe der Herrſcher von 1870
Rom als rechtlichen Beſitz Italiens auerkannt. Damit ſei der
Verzicht endgültig und unwiderruflich. Solange Italien ein
einiges Volk bleibe, erklärte Muſſolini unter dem Beifall der
Kammer, gehöre Italien Rom und Rom Italien. Daher ſei es
unlogiſch, den 20. September weiter zu feiern.
Nach der Rede Muſſolinis wurde die Diskuſſion geſchloſſen
und das Geſetz angenommen.
hochverried in den Aushchüſſen.
Neu
Konflikt zwiſchen Zenkrum und Nakionalſoziaun
Berlin, 13. Dez. (Prin.790
naid, 2
Während das Plenum des Reichstags am Freitag befr:
nach Hauſe gefahren iſt, wollen die Ausſchüſſe zunächſt noch mui
arbeiten, um mit dem vorliegenden Material aufzuräumens, zuſel Oik au
die wichtigſten politiſchen Entſcheidungen des Januars vom
reiten. Der Hauptausſchuß hat ſich ſchon in der vergann,
Woche mit der Finanzgebarung des Auswärtigen Amter
ſchäftigt und ſich über das gleiche Thema am Samstag, in 0e.
wart des Reichsaußenminiſters Dr. Curtius, unterhalten
es ſich vornehmlich um die Umzugskoſten von 2/ M09 N00
landsvertretern handelte. Hier hat das Ausmmo
Amt eine ſehr offene Hand gehabt, ſo daß ſchließlich der Etxzuune 9e5
faſt zwei Millionen — wohlverſtanden nur für Umzugskoſiu
überzogen worden iſt. Dr. Curtius hat ſelbſt dafür geſoro
unf 20
dieſem Zuſtand ein Ende gemacht wird. Die Umzugskoſten
normiert und 20 Prozent von den Pauſchalbeträgen abgeſt
worden. Endlich ſollen die Miſſionen jetzt mit reichse½ſial Sengtol 2
Möbeln ausgeſtattet werden, ſo daß künftighin nicht bei inn uch achtahlg
Umzug eines deutſchen Diplomaten Möbelwagen um die Enger im 9
Erde rollen müſſen.
präfiden
Im Ausſchuß herrſcht allgemein die Ueberzeugung, dam cr ud radikale
Generalbereinigung vorgenommen werden muß. Allezczmrſei, Gru
wurde gleichzeitig auch ein Antrag angenommen, wonach B// Kpubl. Unid
Ueberſchreitungen verantwortlichen Beamten nachträglichchg Zriand, Rei
bar gemacht werden ſollen. Bei dieſer Gelegenheit erfuhck uriu Radikale
auch, daß 60 Beamte des Auswärtigen Amtes nicht ins A=lsoilol. Kriel
geſchickt werden können, weil die nötigen Mittel dazu hmn; Senator A.
Sie werden deshalb zum Teil proviſoriſch in anderen Minfzao/fmlicher Unte
beſchäftigt.
he ur. Radikal
Sehr lebhaft ging es auch im Rechtsausſchuß ;un ud radikale
das Zentrum ſeinen Einſpruch gegen die Führung der Gnähr huppe Tardie
durch den nationalſozialiſtiſchen=Vorſitzenden Dr. Frank .I= Mdilal. Pen
neuert hat und auch mit 13:12 Stimmen durchgeſetzt hat, Mizmm Surdieu. Luf
Ausſchuß vertagt werden ſoll, um die Frage des Vorſitzenäun Yof: George. Bol
Aelteſtenrat neu zu prüfen. Man kann ſehr zweifelhaft d0.zgditale Linke
ſein, ob es vom Zentrum ſehr klug geweſen iſt, aus deis ſükgl.
eine Haupt= und Staatsaktion zu machen. Der ganze Parnyaratsſekreta
tarismus iſt doch eigentlich auf der Fiktion aufgebaut, dag Aoigl. Inneres
ſchen dem Plenum und den Ausſchüſſen ein erheblicher nſſer Radikal.
ſchied beſteht. Sonſt wäre es doch ſchlechterdings einfach un gruope Franklin
lich, daß einem Kommuniſten überhaupt jemals der Vouz, eimke. Oeffent
einem Ausſchuß anvertraut würde, wenn wie jetzt das Zeſtie remubl. Sozig
es ablehnt, unter einem Vorſitzenden zu arbeiten, nur weillegike, Finanzen
ſagt hat, das Zentrum mißbrauche den katholiſchen Glaubn fur Nounié, De
ſeine politiſchen Geſchäfte. Dann wird wahrſcheinlich mü nisepblikaner.
Kommiſſionsberatung alsbald als unmöglich erweiſen. Die 2An
nalſozialiſten werden ſich dafür bei der nächſten Gelegenhey
ausſichtlich revanchieren und, wenn ſie ſtark genug ſind, die 7M0 Mänliel 0
ſchüſſe ſprengen, mindeſtens aber ihre ſachliche Arbeit ſabai
Zunächſt wird man freilich abwarten müſſen, wie der Aelte,nMeung Sieeg, 9.
ickt hat, ſetzt
mit dieſem Problem ſich abfindet.
örgteit leicht fe
u die ſie ſich z
Dingelden über die Lage.
ihr vertreten:
Auf einem ſtaatspolitiſchen Abend der Deutſchen Volkknillen Linken, zw
des Wahlkreiſes 3 äußerte ſich der Parteiführer Dingelderrjarhou ſelbſt, ei
die politiſche Lage nach der Vertagung des Reichstages. Ses./ haditale, drei
gehend befaßte ſich Dingeldey mit dem Antrag, den die Tuuenr und dr
Volkspartei noch vor der Vertagung des Reichstags eing uwe Tardieu.
hat, worin die Reichsregierung erſucht wird, bis zum Wiüsz rin perſön
ſammentritt des Reichstags einen Ergänzungshaushaltsplliam üngetreten,
1931 vorzulegen, durch den weitere 300 Millionen MarinAiſill vertreten z
gaben geſpart werden können. Dingeldey ſagte hierzu, da ubplott iſt be
Gewähr dafür gegeben ſei, daß der vorliegende Etat für 1.Mſamiedet n
den Steuereinnahmen auch weitere Rückſchläge, und damit:sh nämlich der (
weiteren Steuerausfall berückſichtige. Die Regierung kön Andieu, dar
dann Vertrauen im Volke erhalten und der Glaube des Mkeynaud
daß die Opfer nicht umſonſt gebracht ſind erhalten bleibenntan. Maginot h
nicht auch beim Haushalt 1931 plötzlich wieder ein Defizit Auſtellungen
zeichnen ſei, das dann durch eine weitere Anziehung der 24½eichen Lava
ſchraube gedeckt werden müßte. Die Deutſche Volkspartein, Luwe der mittſer
auch nicht zu Tributverhandlungen gehen, ohne einen geor:s))en Ma
gegen alle Rückfälle geſicherten Etat zu haben. Von deuhund Mar;
rung dieſer Fragen im Sinne der Wünſche der Deutſchen ichn eintreten
partei werde die Haltung der Reichstagsfraktion gegenülle / ſei der erſter
Regierung abhängig ſein. Zu der Frage der Stellung der idn, Lobei m
ſchen Volkspartei zu den Nationalſozialiſten unterſtrich Dindindemis einer Ko
ſeine Ausführungen in Magdeburg, daß es ſtaatspolitiſch klüuctzſhe Marin die
die nationalen wertvollen Kräfte, die in dieſer Partei 3 dce
Sorbehalt
los vorhanden ſeien, für den Aufbau des Staates nutz g 0 mehr macht
machen. Augenblicklich ſei die Möglichkeit der Uebernahmanlnt Stimmen de
licher Verantwortung durch dieſe Partei ſehr ſkeptiſch zuu
eine 9
teilen, da ſie ſich nicht
Idee leiten laſſe.
entſchloſſen von einer
ſtaatspaludes Chautem
ſe einige
2i0 Martin —
Eike von Repgow, Sachſenſpiegel
Von Profeſſor Dr. phil. h. c. Karl Berger.
Vor ſiebenhundert Jahren, um 1230, ſind zwei Werke
er=
ſchienen, deren Ruhm aus zwiefachem Grunde
unvergäng=
lich iſt: einmal erhalten wir in ihnen am Ausgang des klaſſiſchen
Zeitalters deutſchmittelalterlicher Dichtung die erſte deutſche
Proſa, die wirklich dieſen Namen verdient; zum zweiten waren
beide Werke in ihrer Art bahnbrechend. Das eine, der
Sachſen=
ſpiegel, hat die Rechtsentwicklung in Deutſchland und weit
über die deutſchen Grenzen hinaus auf Jahrhunderte
entſchei=
dend beeinflußt; das andere, die Sächſiſche Weltchronik,
iſt der Ausgangspunkt einer deutſchen Geſchichtſchreibung
ge=
worden, der ſie Vorbild und Anregung gegeben hat. Wir wiſſen
heute beſtimmt, daß beide einem und demſelben Manne, Eike
von Repgow, ihren Urſprung verdanken, aber von der
Per=
ſönlichkeit ihres Verfaſſers ſpricht außer ein paar zufällig
erhal=
tenen Gerichtsurkunden, die ſeinen Namen unter anderen
Zeu=
gen erwähnen, kein, zeitgenöſſiſches Dokument. Ja, wir wüßten
weder, wer der „Spiegler” noch, wer der Chroniſt iſt, wenn er
nicht ſelbſt in den Reimvorreden zu ſeinen Werken das Viſier
durch Nennung ſeines Namens lüftete. Hiſtoriſche und
philo=
logiſch=germaniſtiſche Forſchung hat ein übriges getan, um der
Spur von Eikes Erdentagen zu folgen und ſeinen Schatten
un=
dankbarer Vergeſſenheit zu entreißen.
Danach ſteht feſt: Eike von Repgow, geboren ſpäteſtens um
1180, geſtorben um 1233, entſtammt einem ritterbürtigen
altſächſi=
ſchen Geſchlecht, das in der Nähe von Aken an der Elbe, im
heutigen Kreis Calbe des Regierungsbezirks Magdeburg, ſein
Stammgut Reppichau, und in Magdeburg ſelbſt ein Haus
be=
ſaß. Durch Geburt dem Stande der ſchöffenbar Freien
zuge=
hörig, wuchs er auf in dem ſittlich berechtigten Stolze auf ſein
Stammgut, den ererbten Schöffenſtuhl und ſeinen Ahnenadel,
tpodurch er ſich über die unfreien Dienſtmannen, die
Miniſteria=
len, zur Ebenbürtigkeit mit den „freien Herren” erhoben ſah.
Ohne jemals „gemöncht” worden zu ſein, erhielt der
Heran=
wachſende, wohl auf einer Kloſter= oder Domſchule zu
Magde=
burg oder Halberſtadt, die typiſche Bildung eines Laien höherer
Kreiſe: dazu gehörte etwas Latein und Franzöſiſch, Religion,
die Kunſt höfiſchen Benehmens, Körperübung und
Unterwei=
ſung in der Waffenführung. Doch früh ſchon trieb ihn ein
un=
bezähmbarer Wiſſensdrang zu Studien, die ihn weit über die große
Maſſe ſeiner Standesgenoſſen erhoben. Von den bibliſchen
Ge=
ſchichten kam er zu den Geſchichtſchreibern der deutſchen Vergan=
genheit und zu der zeitgenöſſiſchen Dichtung; vor allem aber zogen
ihn die Sammlungen von praktiſchen Rechtsfällen mit
Erklä=
rungen, die „Weistümer”, und andere juriſtiſche Bücher an. Zu
den Lehren der Bücher traten die Lehren des Lebens, erlebter
Geſchichte. Das Knabenherz Eikes ward begeiſtert von den
Er=
zählungen heimkehrender Ritter und Knappen über Kaiſer
Rot=
barts Kriegstaten und Romfahrten, Berichten, die noch in den
Schilderungen der Weltchronik von Deutſchlands machtvoller
Kaiſerzeit widerklingen. Ebenſo findet dort Heinrichs VI.
glän=
zende, aber unruhvolle Regierung ihren Widerhall, der Plan
des Herrſchers jedoch, das Wahlreich in eine Erbmonarchie zu
verwandeln, unverhohlene Ablehnung. Die Sachſen, ſeine
Lands=
leute, das ſtellt der Chroniſt triumphierend feſt, haben das alte
Herkommen gerettet, das Herkommen, das der Juriſt im
Sachſen=
ſpiegel in dem Rechtsſatz zuſammenfaßt: „Die Düdeſchen ſolen
durch recht den koning kieſen.‟ Die dann folgende Zeit des
Doppelkönigtums, des Streites zwiſchen Welfen (Otto IV.) und
Staufen (Philipp von Schwaben), hat Eike als Jüngling und
Mann voll reger Anteilnahme miterlebt. Auf dem großen
Hof=
tag Philipps zu Magdeburg um Weihnachten 1199 erſchien er
als Parteigänger des jungen Königs neben dem Sänger Walther
von der Vogelweide und empfing von dem dort entfalteten
Schaugepränge Eindrücke, die für das Leben des ſpäteren
Spieg=
lers und Chroniſten von tiefer Bedeutung werden ſollten. Er
blieb Philipp treu bis zu deſſen Ermordung (1208) und hielt
dann nicht minder treu zu Otto, ſelbſt als dem Welfen in
Fried=
rich, dem jungen Sohne Heinrichs VI., ein Nebenbuhler erſtand.
Erſt von Ottos IV. Tode (1218) datiert er die eigentliche
Regie=
rung Friedrichs II. In dem weltgeſchichtlichen Ringen zwiſchen
den geiſtlichen und weltlichen Gewalten iſt Eikes Haltung immer
gut kaiſerlich, wie er denn, übereinſtimmend mit „Freidanks
Beſcheidenheit”, ſeine Anſchauung darüber in der Zweiſchwerter
theorie des Sachſenſpiegels niedergelegt hat: Zwei Schwerter
verlieh Gott dem Erdreich, zu beſchirmen die Chriſtenheit, dem
Papſt das geiſtliche, dem Kaiſer das weltliche.” Unter dem
Streit der Parteien ſah er aber auch mit bekümmertem Herzen
ſein Sachſenland leiden: Krieg, Brand, Verheerung und
Hun=
gersnot überall! Er ſelber wurde in die Wirren hineingezogen
und mußte wie ein Landfahrer von einem Fürſtenhofe zum
andern ziehen. Als konſervativer Mann ſtand er immer auf
ſeiten derer, die für die Königsmacht gegen die aufſtrebende
Territorialgewalt kämpften. Dem Ratgeber der Fürſten in
Rechtsangelegenheiten mußte es ſchmerzlich auffallen, daß mit
der Zerſplitterung des Reiches und der Zerbröckelung der
Kai=
ſermacht eine ungeheure Zerſplitterung des Rechts im Rechte
der Stämme und Stände, der Länder, Bistümer, Abteien,
Städte und Gemeinden Hand in Hand ging; daß logar eine
neue Entwicklung, das hereinbrechende römiſche Recht, dieſen
Wirrwarr zu vermehren und das alte deutſche Recht in ſeinem
Beſtand anzugreifen drohte. Da faßte Eike von Repgoa)l Men Reihen
der Höhe ſeines Lebens den Entſchluß, die Ergebniſſe ſ
jahrelangen, mühevollen Sammelarbeit geſchichtlicher und. zugen ſollte. 9
licher Art und ſeine reichen perſönlichen Erfahrungen und2 fienkraft und
Werken, der Sächſiſchen Weltchronik und dem TAte der alter
ſenſpiegel zu verwerten.
er 1nd vollstü
Beide Werke ergänzen einander, beide ſind beherrichl en, heranreifen
derſelben Grundſtimmung, dem Gefühl für deutſche Trele,o0 ichel Eingon
Ehre eines wahrhaft frommen Mannes. Der Anteil Gilehn
RedSiatz. „G
der (ſpäter von einem anderen bis 1248 fortgeſetzten)
en nur den
chronik reicht nur bis 1225. Da erweiſt er ſeinen nüchh.ihſizen Necht vo
Tatſachenſinn, ſeinen Hang zum bewährten Alten, und alen Biand ber loiſt
ſcharfen Blick für die Zeitverhältniſſe, der ſelbſt bei der Ahvobenfhiegen
logiſchen Erzählung der Begebenheiten auf innere 3ug,chs
Unterſtütz=
hänge achtet. Bis heute iſt das Werk eine unentbehrliche
ie Matlich.
für die mittelalterliche Zeit= und Sittengeſchichte. Im S4‟
in Lnde
piegel will Eike, mit Leib und Seele ein Landkinge ,4 nhg
Dn Ds ſo=
Stadtrecht aufzeichnen, ſondern nur das Recht, das die Bein
im Landding finden, wo an den uralten Stätten 10) u n wher allen
Väter Brauch der Graf unter Königsbann richtet; er wil 9ürve”, Lehen Ve
Boh.
neues Recht aufbringen, ſondern nur das Recht feſthalf?
von den Vorfahren überliefert worden iſt. „Ein zweiter ! u04 uben.
ich w.
ſo urteilt ein heutiger Rechtsgeſchichtſchreiber, „den die eſ Aege s
Türe ſtehende Waſſerflut zur Eile trieb, ihn eine Aich ein
mein und darin die zu Paaren getriebenen Arten der e*
Weſen unterbringen ließ, beeilt ſich auch Eike, aus der Zie
der Weiſungen und des ungeſchriebenen altdeutſchen Rechie 1.IN
Satzungen zu dem feſten Gefüge des Sachſenſpiegels zuchick. le
I,
zutragen, das dem anſchwellenden Einfluß des fremo.”.
trotzen und eine Kataſtrophe überdauern ſollte.” Gile !”
i Our
* Ma
zählt in der gereimten Vorrede zu ſeinem Werke von deſoles 1e ſ * gd
ſtehung: zuerſt habe er ohne Hilfe und Lehre das Voke, a1 0 Jeeil
lateiniſch abgefaßt, dafür aber als Ungelehrter nur 6o0ſ.) ühn Le Wit
eien
Spott erfahren; aus der tiefen Mutloſigkeit, die Lei
darüber ergriffen, habe ihn der freundliche Zuſpruch d3 2bl p. is pilsit
i en
Hoher von Falkenſtein geriſſen, deſſen Rat und herzlichl.
Dbeis
ihn ermutigt hätten, es einmal mit der deutſchen Spl..
verſuchen: ſo habe das lateiniſche Rechtsbuch als S0chl, 8 g. 4h0. Soſtos, du
ſeine (niederdeutſche) Auferſtehung gefunden. Zuſl — lcen Wuleldes Se
Be Diceihn
ſchleudert der Vorredner ſeinen ſchlimmſten Fluch 9.
die ſich unterfangen ſollten, das heimatliche Recht 1.
Enu
und zu fälſchen. Mehr als alle Verleumder und Bl
fürchtete Eike die Erfolge und Wirkungen des kanol!
hengeſetzlichen) Rechtes, in dem er mit gutem Grung.".
läufer und Bahnbrecher des ihm verhaßten gorpus 30.
ht nicht
warnt daher, man möge doch das geiſtlid
weltlichen Gerichtshöfe ſich einſitzen laſſen.
der Edle von Repgow hatte ſich in ſeiner Fuchl.
täuſcht, wie die Entwicklung zur Zeit des Humanisnlb. N
Naff
a Iit neue Regierung in Frankreich.
Srur
Maginor, Larolen, Franklin=Bouillon und Marin offiziell nicht verkreken. — Bereiks ein Komploik dern braucht, da dieſe Preſſe diejenigen politiſchen Kreiſe
ver=
gegen die Regierung Skeeg. — Steegs Kabinekt auf die wohlwollende Unkerſtühung
der Sozialiſten angewieſen.
Ghist
Mt M
Das Kabinekt Skeeg.
iun neutſiage des Eintagskabinefs Chautenps
vom 27. Februar.
EP. Paris, 13. Dezember.
Unſtighn er rondale Senator Steeg hat in der Nacht von Freitag
Delhaen dzamsug nach achttägiger Miniſterkriſe das neue franzö=
Minuſſium gebildet. Es hat folgendes Ausſehen:
Ueberzu ininrpräſident und Kolonien: Senator Steeg,
Lerden zu ratiſch und radikaler Linke. Inneres: Leygues,
Penommen epubzſluer, Gruppe Tardieu.
Juſtiz: „Senator
Lunten nt ron; ſtepubl. Union, Gruppe Poincaré. Außen=
Gelegaln ſtem=äriand, Republikaniſcher Sozialiſt. Finanzen:
Antes nu tin=Wstnin; Radikale Linke, Gruppe Loucheur. Budget:
gen Mi de, Vokal. Krieg: Senaror Barthou, Demokr.
9 in anden). Maute: Senator Albert Sarraut, Demokr. und
radi=
inke, 79ifentlicher Unterricht: Chautemps, Radikal.
Han=
e9tsauz Louſeur, Radikale Linke. Ackerbau: Senator Boret,
die Führ
um ratiſſch und radikale Union. Arbeit: Grinda,
Links=
enden 9. ikanam Zruppe Tardieu. Oeffentliche Arbeiten:
(n durche
gith dieur Radikal. Penſionen: Thoumhre,
Linksrepubli=
rage des 9 Grunp Tardieu. Luft: Painlevé, Republikaniſcher
ſehr zit liſt., ſoſt: George Bonnet, Radikal. Handelsmarine:
eweſen ſt ailou, Adikale Linke. Oeffentliches Geſundheitsweſen:
n. Dr zile, 2 huilal.
nion güuf utenſaatsſekretäre Miniſterpräſident: Mar=
Ien ein alt hux, Adikal. Inneres: Coty, Linksrepublikaner.
Han=
cterding ukon, Nyer, Radikal. Ackerbau: Cautry, Gruppe Marin.
Unt jemſe zſtiche) lruppe Franklin=Bouillon. Schöne Künſte: Berthod,
ängiche Linke. Oeffentlicher Unterricht: Fréderie Brunet,
D ie jngicſarepubl. Sozialiſt. Kolonien: Auguſt Brunet,
Un=
arbeiten
ige f9ke. Finanzen; Barety, Linksrepublikaner.
Ar=
fahauiſt
Sempr Mounis, Demokr. und radikale Linke. Krieg:
Lihlrepublikaner. Oeffentliche Arbeiten: Gourdeau,
1
ichien Cthl. Al
jafk gem f
2e Männer des Kabinekts Steeg.
gäiche Uit
Ungünſtige Kammerausſichten Steegs. — Tardieus
Gegeiiaf in Darbereling.
Miniſterpräſident Steeg hat heute vormittag dem Präſidenten
der Republik ſein Kabinett vorgeſtellt. Die neue
Regie=
rung wird wahrſcheinlich am Donnerstag mit einet
Programmerklärung vor das Parlament treten. In
der Kammer wird ſie vorausſichtlich keinen leichten
üſſen, wie die Retürung Steeg, die heute morgen um 4 Uhr das Licht
elt enhickt hat, ſetzt ſich aus Männern zuſammen, deren
zugelrögkeit leicht falſche Rückſchlüſſe auf die
Regierungs=
ſie kagt, eit, au die ſie ſich zu ſtützen gedenkt, zulaſſen könnte.
d ium hr vertreten: zwei Senatoren der demokratiſchen
der Luſzug rauilen Linken, zwei Mitglieder der Gruppe Barthou,
teühte uzer Mahou ſelbſt, ein Mitglied der Gruppe Poincare,
des Reigszus fünn tadikale, drei Mitglieder der radikalen Linken,
Antag in er Lchuheur und drei Mitglieder der Linksrepublikaner,
es Reidzuer Gäupe Tardien. Die Mitglieder der letzteren Partei
wird bis mdoch ſui rein perſönliche Verantwortung hin in die neue
änzungshust natiatnelngetreten, und die Gruppe Tardieu hat ſich ge=
0 Müunn 4, offizell vertreten zu ſein, ja man könnte faſt ſagen:
dey ſagt huk anmpott iſt bereits gegen die Regierung
iegende Euig geitymiedet worden. In ſpäter Nachtſtunde
ver=
äſchläg w lte ſüſhnämlich der Generalſtab der letzten Re=
Die RwwanggArdieu, darunter Tardien ſelbſt, Maginot
d der Guatz PaukReynaud im Innenminiſterium, um über die
ind eihalin fau began. Maginot hat einen Vorſchlag trotz mehrfacher
wieder entnder „Arſtellungen abgelehnt, in die Regierung Steeg
ein=
re Anubm u, dülsleichen Laval. Dieſe Beratung hat zur Folge,
deutſche Mtce Glupe der mittleren Rechten und der Rechten, alſo
ohn mGruwen Maginot, Tardieu, Franklin
haoben ½ello mtnd Marin offiziell nicht in die neue
nſche der 2serunſ eintreten werden, ja, daß ſie beſtimmt zum
ngsfrantzu gN Tallbei der erſten Gelegenheit gegen die Regierung
ue wmfen. Dabei muß man ſich erinnern, daß gerade
ge der Stllt
unterm=Aupthlinernis einer Konzentration von den Radikalen bis
es ſtuzue” Oraſe Marin die Radikalen dadurch beſeitigt haben,
in diſer e Vorbehalte wegen des Eintritts Tardieus in
des Siuchtkdierun mehr machten. Die neue Regierung Steeg iſt
tit der üs auf u Stimmen der Sozialiſten angewieſen. Sie iſt
ieſentuſtent eine Neuauflage des Eintags=
A tnetſt Chautemps vom 27. Februar dieſes
Tu
3, oblgich ſie einige Männer der Rechten, wie Leygues
Verm/i Martin — „Verrat” nennt das heute das Echo
ris —, ihren Reihen zählt.
Eit s
die E ſſance eigen ſollte. Aber auch ſein Ruf zur Sammlung
ſchiche ſten 8 Pffenkraft und Schöffenmacht verhallte nicht, ohne
Eide etzte. Ate der alten deutſchen Nechtſprechung, und zwar
ronl 2 7 Richtn und volkstümlichen Gerichten der heiligen
weſt=
en Fſehe, heranreifen zu laſſen. Auch ſonſt fand der
beide ſ0 enſpieig ſchnell Eingang bei den Gerichten, wo ir dem
aI für N4 deutſeig Rechtsſatz: „Gemeiner Nutz geht vor ſonderlichem
nes, 27 4 gegeuster dem nur den Eigennutz der Einzelperſon begün=
128 10 den uütiſchen Recht noch lange Zeit Geltung verſchaffte.
weſt ” Süddäſchland her leiſtete dann der 50 Jahre ſpäter
ent=
ähne P eue Stw abenſpiegel, eine Bearbeitung des
ſächſi=
der 1o0hl Rechusſches, Unterſtützung im Kampfe gegen das fremde
In a Soig ein päpſtlicher Bannſpruch, der 14 Artikel des
eine d jenſpiegs traf, konnte der Volkstümlichkeit des
Rechts=
geſchdb 8 nichttzm haben, das ſogar ins Holländiſche und Polniſche
Seſt i etzt EIwe. Ueber allen Wechſel und Wandel der Zeiten
gs Nch 298 iſt5” für ſeinen Verfaſſer, dieſen unerſchrockenen
be=
glten 2Sbenen Anpfer für Wahrheit und Recht, ein Denkmal
dau=
ſich Tr alsskz geblieben. In beinahe 200 Handſchriften, zum
mit IAu geſchichtlich wertvollen Bildern, erhalten, trotzte
Der ni=Fgelegte Schatz des alten deutſchen Rechtes der Ver=
Aichkeine
2 Zung unnenkor durch altes Indianerland.”
on Nil 1927 bis März 1929 hat die Forſchungsreiſe
Nrd Ml egners gedauert. Der feſſelnd geſchriebene
ont doocher iſt ſoeben, mit reichſtem Anſchauungsmarerial
geſtatte, di L. C. Wittich in Darmſtadt erſchienen. Er
um Uiteber geleſen werden, als er zwei große Vorzüge
E iſtk drchaus volkstümlich geſtaltet, und er erzählt von
däc erade ſeit den letzten Jahren im Brennpunkt des
ſologifitzt Intereſſes ſtehen.
Son Flüber Santos, durch Nordargentinien nach La Paz
Den l zm Titicgea=See, dem Sammelpunkt zahlreicher
wun=
er RElen aus Inka=und Vorinkazeit,dannnach Cuzco (Peru)
Den rachen, neuentdeckten Reſten aus grauer Vorzeit, und
2a nach Lima hinunter hat die Reiſe geführt. Von da
De übexrlubg und Yucatan der Nückweg genommen. Wegner
M dieiſ langen Weg namentlich dem ethnographiſch Wih=
Sen Mcktangen. Im Wandelbild entrolln ſich die
zahl=
eu imaagß ſo ſtark von einander verſchiedenen
Indianer=
hnne, Dilie berührten Gebiete bewohnen, Ueberall ſpricht
Lanesnſeißig mit, in herrlichen Aufnahmen; der Tet
Steeg,
der neue franzöſiſche Miniſterpräſident.
Stand haben, denn ſie unterſcheidet ſich nur wenig,
hauptſäch=
lich durch die Aufnahme von fünf Linksrepublikanern, von dem
Kabinett Chautemps, das im Februar dieſes Jahres beim
erſten Kontakt mit der Kammer geſtürzt wurde. Auf der Linken
iſt Miniſterpräſident Steeg auf die wohlwollende
Un=
terſtützung der Sozialiſten angewieſen. Die
große Unbekannte bilden die Gruppen des
Zeu=
trums. Es läßt ſich nicht überſehen, wie viel Stimmen die
ins Miniſterium übernommenen Vertreter dieſer Parteien dem
Miniſterpräſidenten mitbringen werden. Das gilt ganz
be=
ſonders für die fünf Linksrepublikaner, da dieſe
trotz dem von Tardieu ausgeſprochenen
Bann=
fluch in das neue Kabinett eingetreten ſind. Sicher
iſt jedenfalls, daß Tardieu, der während des ganzen
Kriſen=
verlaufes den mit der Negierungsbildung beauftragten
Perſön=
lichkeiten ſeinen Willen diktiert hat, ſich zum Führer einer
ſtarken und aggreſſiven Mehrheit aufwerfen wird.
Die erſte Abbröckelung vom Kabinelt Steeg.
Das Kabinett Steeg hat bereits eines ſeiner Mitglieder
verloren. Der zur Gruppe Franklin=Bouillon gehörende
Ab=
geordnete Riché, der das Unterſtaatsſekretariat für das
Flug=
weſen übernehmen ſollte, hat dem Miniſterpräſidenten
ſchriſt=
lich mitgeteilt, daß er ſich von ſeinen Freunden uicht trennen
könne und daher ſeine Zuſtimmung zurückziehe. Da der
Prä=
ſident der Republik beim Eintreffen dieſes Schreibens das
Dekret über die Ernennung der Miniſter und
Unterſtaatsſekre=
täre noch nicht unterzeichnet hatte, kann von einer eigentlichen
Demiſſion keine Rede ſein. Immerhin hat dieſer Vorfall einen
ſchlechten Eindruck gemacht.
Das neue Miniſterium hielt heute mittag bereits einen
erſten Kabinettsrat ab, in dem ein allgemeiner
Meinungsaus=
tauſch über die innere und die äußere Lage ſtattfand. Ein
zweiter Kabinettsrat iſt für Dienstag ins Außenminiſterium
einberufen worden. Nach Schluß der Sitzung verlas
Miniſter=
präſident Steeg eine Erklärung an die Preſſe, in der
die Entſpannung und Einigung als die
Haupt=
aufgabe der Regierung hingeſtellt wurde. Als
Programm ſetze ſich die Regierung zum Ziel: eine unparteiſche
Juſtiz unter Beruhigung der Leidenſchaften, die
Aufrechterhal=
tung des Friedens und der Sicherheit, den Finanzausgleich und
die Entwicklung des Wirtſchaftslebens in ſozialem Fortſchritt. ,
"
Die Aufnahme des Kabinekts in der Preſſe
iſt denkbar ſchlecht, worüber man ſich allerdings nicht zu
wun=
tritt, die aus der neuen Regierung ausgeſchloſſen bleiben. Der
„Intranſigeant” ſchreibt in ſeinem Leitartikel, die Kriſe dauere .
fort, und die neue Regierung ſei ein Kampfminiſterium. Das
pc
Blatt kündigt an, daß Steeg vielleicht durch zahlreiche
Stimm=
enthaltungen über die Regierungserklärung hinwegkomme, daß
er aber ſpäteſtens bei Beginn der neuen Sitzungsperiode, alſo
im Januar, in der Kammer auf die von der bisherigen
Re=
gierungsmehrheit Tardieus gebildete Oppoſition ſtoßen würde.
In der erſten Debatte über ein großes nationales Problem
werde dieſes verkappte Kartellminiſterium wie ein Kartenhaus
zuſammenſtürzen. Die „Liberté” ſpricht von einer „
Marionet=
tentruppe” und einem „Miniſterium der Verdächtigen”, dem
1a
jede politiſche und moraliſche Autorität abgehe.
Neue Milikärrevolke in Spanien.
Preſſezenſur über das ganze Land verhängl.
EP. Madrid, 13. Dezember. *
In Jaca, einem kleinen Städtchen in Spanien, in der Nähe,
der franzöſiſchen Grenze, iſt eine neue Militärrevolte,
ausgebrochen. Da die Verbindungen mit Jaca unterbrochen
ſind, fehlen beſtimmte Nachrichten, welche Ausdehnung die
Re=
volte angenommen hat. Jaca iſt ein befeſtigtes Städtchen,
unge=
fähr 20 Kilometer von der franzöſiſchen Grenze entfernt. —
Der Miniſterrat hat geſtern abend eine außerordentliche Sitzung
abgehalten und beſchloſſen, unter Führung der Generäle Folla ,
und Gay Truppen aus Saragoſſa, Huesca und Uimgebung gegen
die Aufrührer zu entſenden. Die Miniſter drückten ihre
Zu=
verſicht aus, daß die Revolte in Kürze unterdrückt werde. —
Unterdeſſen hat der Innenminiſter erneut die
Preſſezenſur über das ganze Land verhängt,
um „Mißverſtändniſſen vorzubeugen, ſolange der Aufſtand au= 1.
dauere‟.
2
Der Aufſtand von Jaca geſcheiterk?
Nach einer Madrider Meldung hat Miniſterpräſident
Beren=
guer die Erklärung abgegeben, daß der Aufſtand von Jaca
end=
gültig als geſcheitert betrachtet werden könne. Die
Regierungs=
truppen hätten am Ayer=Fluß den Aufſtändiſchen eine vernichtende
Niederlage beigebracht. Dabei ſeien den Regierungstruppen über
100 Gefangene und erhebliches Kriegsmaterial in die Hände
ge=
fallen.
Im übrigen ſei die Bewegung weniger groß geweſen, als man
anfänglich angenommen habe. Ein Teil der Garniſon von Jaca,
beſonders die Zivilgardiſten, ſeien der Regierung treu geblieben
und hätten den Auftändiſchen energiſchen Widerſtand geleiſtet.
In Wirklichkeit könne von einem Aufſtand kaum die Rede ſein,
da nur einige Militär= und Zivilperſonen unter der
Vorſpiege=
lung, in Madrid ſei die Republik ausgerufen worden, die
Sol=
daten zum Aufſtand bewogen hätten.
Ueber den Verlauf der Bewegung liegen noch verſchiedene
Berichte von der ſpaniſchen Grenze vor. Danach habe die Zahl
der meuternden Militärperſonen in Jaca 1500 betragen. Es
ging das Gerücht um, daß auch der kürzlich aus dem Gefängnis 1
entwichene Fliegeroberſt Franco ſich unter den Meuternden
be=
finde. Die Führung der Aufſtändiſchen habe Oberſtleutnant
Man=
gada und Hauptmann Galan in Händen gehabt. In der
verfloſ=
ſenen Nacht hätten die Truppen der Aufſtändiſchen mit Laſtwagen
den Marſch auf Huesca angetreten. Der Militärgouverneur von
Huesca, der mit ſeinem Adjutanten und einer Abteilung
Zivil=
gardiſten einen Erkundungsritt in Richtung auf Jaca
unternom=
men habe, ſei den vorrückenden Meuterern in die Hände gefallen.
Die Gefangenen ſeien gezwungen worden, an der Spitze der
Auf=
ſtändiſchen zu marſchieren, die außerdem den Biſchof von Jaca als
Geiſel mit ſich geführt hätten. Die Garniſon von Huesca habe
drei Kilometer von der Stadt entfernt Stellungen bezogen und
dort die Aufſtändiſchen erwartet. In einem Gefecht habe es auf
beiden Seiten Verluſte gegeben; ein Oberſt und ein Leutnant ſeien
gefallen.
Generalſtreik in Saragoſſa.
Madrid, 13. Dezember.
In Saragoſſa iſt ſoeben der Generalſtreik ausgerufen worden,
nachdem es vorher zu Schießereien zwiſchen den regierungstreuen
Elementen und Republikanern gekommen war. Dieſe Tatſache
dürfte für die Arbeiterſchaft das Signal ſein, ſich dem Aufruhr
von Jaca anzuſchließen. In Madrid wurden der ehemalige
repu=
blikaniſche Abgeordnete Albernez und drei führende linksſtehende
Journaliſten verhaftet. Weitere Verhaftungen ſtehen bevor.
An Sin io Eche it Lueele ern ele eeense
Peru und Yucatan. Von Richard N. Wegner.
Dedi E Hikt ieran Drmſalt. 210 Wbildnger, 1.50 Ml.
ſchildert klar und anſchaulich die Lebensweiſe, die Bräuche, die
Kunſtfertigkeiten der Indianer, beſonders unter Hinzunahme
der Landſchaft, der Tier= und Pflanzenwelt.
Endlich tut ſich das weite Ruinenfeld um den Titicaca=See
auf, die großartigen Anlagen in Tibuanacu (unweit La Paz),
darin das gewaltige Sonnentor; auf breiten, völlig
ſchmuck=
loſen Seitenteilen eine reichornamentierte Bekrönung, das Bild
des Sonnengottes in der Mitte, darum in quadratiſchen
Fel=
dern geflügelte Weſen in Flachrelief, ganz heraldiſch, in jener
zackig=abgeſetzten Umrißlinie, die das europäiſche Auge von
Kreuzſtich=Muſtern kennt; das Ganze merkwürdig geſchmackvoll,
eine ſpäte, brüchige Form vergleichbar mit Leiſtungen des
modernen Kunſtgewerbes (Wien!). um Cuzco, die Hauptſtadt
des alten Inkareiches, tun ſich die gewaltigen Reſte der
Quechua=Kultur auf, die vor der Inka=Zeit geblüht hat und
ſo=
mit ins Dritte vorchriſtliche Jahrtauſend zurückführt. Den
ſtärk=
ſten Eindruck macht die weitläufige Ruinenſtadt am Machu
Picchu (etwa 100 Kilometer von Cuzco weſtwärts) am Oberlauf
des Vilcanota; ein ganzes Bergmaſſiv, von Kunſtbauten
durch=
ſetzt, in vielfachen Terraſſen übereinander durchgeformt; eine
Stadt von gigantiſchen Ausmaßen, die bis 1911 völlig
un=
bekannt war, auch von Indianern und alten Chroniſten nicht
erwähnt, unter Baumwuchs und Geröll im Schlaf liegend.
Was Wegner darüber an Abbildungen und Mitteilungen bringt,
iſt außerordentlich feſſelnd. Paläſte, Tempel, Forts, Grabſtätten,
Bäder, Waſſerleitungen drängen ſich hier mit ausgedehnten
Wohnvierteln zuſammen. Es entſteht der Eindruck einer
aus=
geſprochenen Stadtkultur, in der ungeheure Kräfte der
Zuſammenfaſſung gewirkt haben müſſen, ſo daß man
an moderne Großſtädte erinnert wird. Die archäologiſche
Durch=
forſchung dieſer wichtigen Reſte ſcheint noch kaum über die
An=
fänge hinaus gelangt zu ſein.
Dann wird die größte Ruinenſtadt Cachamarquilla (bei
Lima) berührt, und ſchließlich ſtehen wir vor den herrlichen
yucataniſchen Altertümern im Lande der Maya, vor dem
tauſend=
ſäuligen Tempel von Chichen=Itza, einer feingliedrigen, wenn
auch durchaus telluriſch=gewaltigen Form, einer präkolumbiſchen
Akropolis, von der aus die Gedankenverbindungen leicht zum
Hundertſäulenſaal des Zerxes, zu den Ruinen von Perſepolis,
zu den Stufentempeln der Aſſyrer und Chaldäer
hinüberwan=
dern. So fügt ſich auf dieſer Reiſe zum völkerkundlich
Inter=
eſſanten das urgeſchichtlich Wichtige und gibt dem Buch eine
beſondere Bedeutung.
Auch buchtechniſch iſt das Werk eine ausgezeichnete Leiſtung:
große, vortrefflich lesbare Schrift, ſaftige Autotypien, ſolider,
grauer Leinenband, das Ganze gediegen und höchſt anſehnlich,
für den wiſſenſchaftlichen wie für den Laiengebrauch gleicher=
Wilhelm Michel.
maßen geeignet.
Berliner Premieren.
Marcel Pagnols „Zum goldenen Anker”,
auf=
geführt im Deutſchen Künſtlertheater, bringt eine
alltägliche, aber gerade durch die ſchlichte und gutgeſehene
All=
täglichkeit menſchlich ergreifende Liebesgeſchichte, die ſich in einer
Matroſenkneipe des Hafens von Marſeille abſpielt. Großartig
geſpielt, an der Spitze mit der Dorſch, errang das Werk einen
außergewöhnlichen Erfolg. Unproblematiſches, aber allerbeſtes
Theater.
Im Schillertheater, kam Karl Theodor Bluths
„Nacht überm Kreml” zur Erſtaufführung. Sprachliche
Schönheiten halfen über dramatiſche Schwächen der Dichtung, in
deren Mittelpunkt ein Freiheitsfanatiker ſteht, nicht hinmeg.
Achtungserfolg. —
Im Luſtſpielhaus ſah man den Luſtſpieldichter und
Luſtſpieldarſteller Curt Goetz „dramatiſch” kommen in Henry
Bernſteins pſychologiſch recht, ſchwerfälliger Liebesaffäre
„Melo”. Effektvoller Theaterkitſch.
In der letzten Novität der Piscator=Bühne, dem Luſtſpiel
„Mond vonlinks” von Bill Bjelowzerkowſky, opfert
ein Vollblutrebolutionär für ſeine Geſinnung ſeine Liebe. Neu
bei dieſem an ſich harmloſen Spiel iſt lediglich der ſowjetiſtiſche
Hintergrund. Gut gezimmert, heiter gebaut, nicht aufs politiſche
abgetönt, wurde auch dieſes Stück ſehr beifällig aufgenommen.
Franz Lehärs „neue” Operette „Schöniſt die Welt”,
eine Umarbeitung des vor anderthalb Jahrzehnten geſchriebenen
Singſpiels „Endlich allein”, wurde im Metropol=Theater
in glanzvollſter Aufmachung aus der Taufe gehoben. Gitta
Alpar, Richard Tauber, Leo Schützendorf und die übrigen
Küuſt=
ler dürften den anno dazumal „unverſtandenen” muſikaliſch
hochſtehenden Lehär=Weiſen diesmal zum verſpäteten Welterfolg
verhelfen. Meiſter Lehär wurde ſtürmiſch gefeiert.
*
„Alraune” feiert wieder einmal ihre filmiſche
Aufer=
ſtehung: diesmal tönend. Regie führt Richard Oswald, die
Titelrolle verkörpert Brigitte Helm, den Geheimrat ten Briuken
Baſſermann, eindringlichſter Sprechkünſtler nunmehr auch im
Tonfilm. Die Helm, diesmal richtig placiert und angefaßt, zeigt
hier ganz großes myſtiſch gefärbtes „Vamp”=Format. Der Film
hat Szenen von unerhörter ſeeliſcher Spannung. —
Harry Piels erſter Tonfilm. Er oder ich” erbringt
den Beweis, daß der liebenswürdige Larſteller und
ausgezeich=
nete Sportsmann auch als Sprecher ſeinen Mann ſtellt. Er
ſpielt eine Doppelrolle (Fürſt und Hochſtapler) und verhilft dem
Streifen zum Erfolg, wiewohl das Drehbuch leider erſt gegen
Schluß das gewohnte raſende Piel=Tempo bringt. A.v.K,
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Nach=
ben voWSirkung vom 1. Februar 1931 an. — Auf Grund des
Altersgrenze der Staatsbeamten vom 2. Juli 1923
miber 1923 in der Faſſung des Geſetzes vom 8. Oktober
5 (Rit
S. 249) tritt der Oberſtudienrat Heinrich
Hatte=
ſöpmnaſium in Worms, am 1. Januar 1931 in den
* Sd heſtanzd
g50s Alter. Sonntag, den 14. Dezember, begeht Frau
Hiften Witwe, geb. Schenk, Barkhausſtraße 8, bei
er Gigopeit ihren 80. Geburtstag. — Am 17. Dezember be=
291
tei n t Frazurna Schneider Ww. geb. Chriſtian,
Heinheimer=
otgl, z ße 96f) voller Rüſtigkeit ihren 81. Geburtstag.
vie /414 Tilſit an den Landesſtallmeiſter a. D. Schörke.
eilen, heſ Reio iuf fette, die vor wenigen Tagen unſere Stadt berührt
8ück g. iſt j0 Freitag in Tilſit eingetroffen. Aus dieſem Anlaß
die /6o.. Tilſit an den Landesſtallmeiſter a. D. Schörke
fol=
des
Rgramm geſchickt: „In tiefer Nacht hat die
Reiter=
ſette
dem Schein hell lodernder Fackeln uns ihre Bot=
NAN
üb zricht, als einen Lichtſtrahl im Dunkel unſeres Schick=
Genait
alsüee freudige Gewißheit, daß getrenntes Land nicht
ver=
ues /91. iſt, daß geraubtes Land nicht verlorenes Land ſein
SMTilſit.”
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19
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Mietverlegung. Da Frau Hermine
by ſt ven.
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by0 m Donnerstag, den 18. Dezember, ausnahmsweiſe der
ſete) zugeteilt worden. Die Miete ( die dieſes Werk
eits in Kleinen Haus geſehen hat, iſt ausnahmsweiſe auf
mstag” en 20. Dezember verlegt worden und erhält als
Vorſchun g Humperdincks „Königskinder”
In in heutigen Vorſtellung „Königskinder” ſingt nicht,
angosindägt, Maria Kienzl, ſondern Anny von Stoſch die
Par=
der
ſe magd.
ſich en=Vorſtellungen im Großen Haus. Die nächſten
ederhulngen des Weihnachtsmärchens in 14 Bildern „Die
intelſeln des Glücks und das Wunderbuch der
ſchniu” von Loſten (Muſik von Ernſt Wielandt) finden
Mitt=
ch, des 7. Samstag, den 20., und Sonntag, den 21. Dezember,
Ulten
teten 3. Winterverſammlung des Ortsgewerbevereins und der
Handwerkervereinigung Darmſtadt am 11. d. M. Herx Dipl.=Ing.
M. Nuß, Direktor der Städtiſchen Betriebe, im „Fürſtenſaal”
(Grafenſtraße) einen durch zahlreiche Lichtbilder veranſchaulichten
Vortrag, welcher nachſtehend auszugsweiſe wiedergegeben ſei.
Die Waſſerverſorgung der Stadt Darmſtadt erfolgte vor
Er=
richtung des jetzigen Waſſerwerks in der Hauptſache durch die in
der Umgebung oder auch im Innern der Stadt liegenden
Brun=
nenſtuben und aus Brunnen, die von der Bevölkerung ſelbſt
ange=
legt waren. Von den Brunenſtuben waren im Jahre 1905 noch
13 in Btrieb, die insgeſamt nicht ganz 1000 Kubikmeter Waſſer
im Tag lieferten.
Schon in den 60er Jahren machte ſich ein Mangel an gutem
Trink= und Brauchwaſſer bemerkbar. Gründliche togoraphiſche
Ar=
beiten des Oberſt Becker und ein Gutachten von Geh. Baurat Dr.
Hobrecht=Berlin wieſen darauf hin, daß das Griesheimer
Eich=
wäldchen für die Stadt die gegebene Waſſerquelle ſei.
Am 20. Mai 1877 wurde von der Stadtverordneten=
Verſamm=
lung die Errichtung einer Brunenanlage und Pumpſtation im
Griesheimer Eichwäldchen genehmigt und ein Kredit, der durch
Anleihe zu decken war, in Höhe von 1½ Million bewilligt.
Im Frühjahr 1879 wurde jedoch auf Rat Hobrechts, der
ſei=
ner Verdienſte der Stadt wegen zum Ehrenbürger ernannt wurde,
die Herſtellung des Waſſerwerks einer Berliner Firma übertragen.
Am 1. Dezember 1880 konnte das neue Waſſerwerk dem
Be=
trieb übergeben werden. Der damalige Bauleiter, Herr Ober=
Ingenieur Müller, trat als Leiter in die Dienſte der Stadt über.
Die größte garantierte Tagesleiſtung war 5000 Kubikmeter, die
aus 6 Rohrbrunnen von je 400 Millimetern lichter Weite
ge=
fördert wurden. Eine Leitung von 375 Millimetern lichter Weite
zog ſich durch den Wald zur Eſchollbrücker Straße und mündete in
eine von dem Hochbehälter auf eine von der Mathildenhöhe
herunterkommende Fall=Leitung von 500 Millimetern in der
Rhein=
ſtraße ein.
Im Jahre 1891/92 wurde die Leiſtungsfähigkeit des
Waſſer=
werks auf 10 000 Kubikmeter in 24 Stunden erweitert, indem
100 Brunnen von 50 Millimetern Durchmeſſer und 5 Metern
Ab=
ſtand voneinander angelegt wurden. Im Jahre 1893 wurde eine
zweite Druckleitung nach der Stadt mit 425 Millimetern lichter
Weite gebaut. Im Jahre 1898/99 wurde eine Vergrößerung auf
16 000 Kubikmeter durch 10 Brunnen mit 190 Millimeter weitem
Filterrrohr vorgenommen. An Stelle von Herrn Ober=Ingenieur
Müller trat 1895 Herr Ober=Ingenieur Wendling als Leiter des
Werkes ein, ſtarb jedoch bereits 1902. Sodann übernahm Baurat
Rudolph die Leitung des Waſſerwerks.
Die Zahl der Brunnen iſt bis zum Jahre 1924 auf 126
ange=
wachſen. Hierin waren 100 Kleinbrunnen enthalten. Der
Kapi=
talaufwand der geſamten Brunnenanlage war 400 000 RM.,
die
Leiſtung 18 000 Kubikmeter pro Tag.
Schon während der
Infla=
tionszeit wurde beobachtet, daß die Waſſermenge der alten
Brun=
nenanlage nicht mehr ausreichte. Durch den Krieg und die
Infla=
tionszeit mußten dringende Erneuerungen der Brunnen
zurück=
geſtellt werden.
Im Jahre 1924 wurden ſodann Verſuche mit Großbrunnen
vorgenommen, die im Gegenſatz zu früheren Verſuchen
vorausſicht=
lich durch die größere Bohrtiefe eine weſentlich beſſere.
Waſſer=
ergiebigkeit zeigten. Es gelang hierdurch, nicht nur mit dem
vier=
ten Teil des Kapitalaufwandes, alſo mit 100 000 RM., die alte
Brunnengalerie durch neue Brunnen zu erſetzen, ſondern auch ar
dem alten Gelände nunmehr ſtatt 18 000 Kubikmetern aus 126
Brunnen 45 000 Kubikmeter Waſſer in 24 Stunden aus 17
Brun=
nen zu entnehmen. Damit wurde der Bau einer neuen
Pump=
ſtation, die etwa weitere 800 000 RM. gekoſtet hätte, geſpart.
Nach der Erneuerung der Brunnen mußte auch an die
Ver=
legung einer dritten Zubringerleitung zur Stadt geſchritten
wer=
den, und zwar nunmehr zu einer mit 700 Millimetern Durchmeſſer,
weil in den alten Leitungen an heißen Tagen bei großer
Waſſer=
entnahme ein Reibungsverluſt auftrat, der für die
Waſſerverſor=
gung der Stadt wegen der Bruchgefahr für die Rohre ſehr
be=
denklich war. Dieſer Reibungsverluſt entſprach ungefähr einer
Sonderförderung des Waſſers um 40—50 Meter Höhe. Hierdurch
mußte zum Teil dazu eingeſetzt werden, um den vorhandenen
Widerſtand überwinden zu helfen. Trotz der großen finanziellen
Laſten, die durch die Verlegung eines ſolchen Rohres bedingt ſind, 800 000 RM. an.
mußte ſich die Stadt infolge der wiederholt aufgetretenen
Waſſer=
knappheit im Jahre 1929 zum Bau dieſer Leitung entſchließen,
zu=
mal bei der großen Waſſergeſchwindigkeit in den Röhren eine haben. Es muß aber auch auf den ſonſtigen befruchtenden
Cha=
merkliche Trübung des Waſſers durch den aufgewühlten Roſt
ent=
ſtand und ſich zu einer Plage für die Waſſerverbraucher
aus=
wirkte. Eine derartige Kapitalsinveſtierung in der heutigen Zeit
iſt um ſo ſchmerzlicher, als hierdurch nicht etwa eine
Verbrauchs=
ſteigerung und damit eine Rentenerhöhung eintritt.
Nachdem nunmehr die neue Waſſerleitung fertig iſt, iſt die
Stadt auch für abſehbare Zeit von den größten Schwierigkeiten in indirekt, der örtlichen Wirtſchaft zufließen.
der Waſſerverſorgung befreit. Des ungeachtet muß die techniſche
Erneuerung des Waſſerwerks weiter durchgeführt werden, da noch
nicht alle Teile auf den heute erforderlichen Stand gebracht
wer=
den konnten und der Stadt weitere Aufgaben bevorſtehen.
heilgen und ſpäter Wixhauſen mit Waſſer zu verſorgen. Nach dem
Kriege wurde die Leitung nach Erzhauſen und Gräfenhauſen
er=
weitert. Im vergangenen Jahre wurde unter dem Vorſitz von
Herrn Kreisdirektor Merck=Groß=Gerau mit den Riedorten, ein
Uebereinkommen auf Waſſerlieferung abgeſchloſſen und über
Goddelau nach Gernsheim eine Fernwaſſerleitung eingelegt. Der zu geben.
Anſchluß der an dieſer Strecke befindlichen Orte iſt im Gange.
Die Waſſerabgabe iſt inzwiſchen auf 5,3 Millionen
angewach=
ſen. Die Vermögenswerte des Waſſerwerks pro Jahr ſind bis
zum Jahre 1929 einſchließlich auf 1,8 Millionen geſtiegen und
gleichzeitig auf 1,5 Mill. Mark abgeſchrieben worden. Die
jähr=
lichen Ablieferungen in bar an die Stadt betragen zirka 300 000 beſitzen.
RM., wurden aber im letzten Jahre unter Erhöhung des
Waſſer=
preiſes auf 600 000 RM. hinaufgeſetzt.
Die erſte Gasanſtalt in Deutſchland wurde im Jahre 1924/26
in Berlin und Hannover durch eine engliſche Geſellſchaft
einge=
richtet. Als erſte heſſiſche Stadt beſaß Offenbach im Jahre 1847
ein Gaswerk. Im Jahre 1849 erſtrahlte auch in Darmſtadt die
Hierüber hielt in der von Herrn Prof. Dr. W. Sonne gelei= erſte Gaslaterne. Das Gas wurde von der Portativ=Gasanſtalt
von Eberhard u. Dietrich geliefert. In dieſem Werk war als
techniſcher Spezialiſt Herr Johann Ludwig Friedrich, der Vater
des ſpäteren Direktors des Gaswerks, tätig. Schon im Jahre 1850
ging das Werk an den emeritierten Pfarrer und ſpäteren
Rent=
ner F. Schenck käuflich über und wurde erweitert. Das fertige
Gas wurde den Abnehmern nicht durch Rohre zugeführt, ſondern
mit Fuhrwerk angefahren. Jeder Abnehmer beſaß einen dem
täglichen Verbrauch entſprechenden Gasbehälter, in den das Gas
aus dem fahrbaren Tank hineingedrückt wurde. Es waren nur
wenige Gasverbraucher, unter anderem Bierbrauereien. Gaſthöfe
und einige Gewerbetreibende, auch das Gebäude der Vereinigten
Geſellſchaft. Das Gaswerk war jedoch nicht lebensfähig. Durch
den Münchener Profeſſor Pettenkofer entſtand die Anregung, das
Gas aus Holz herzuſtellen, und ſo gründete ſich auch im Jahre
1853 in Darmſtadt eine Aktiengeſellſchaft unter Führung von
Herrn Dr. Proſper Bracht zwecks Errrichtung eines neuen
Gas=
werks. In der Aktiengeſellſchaft waren die Herren Geh.
Ober=
forſtrat Freiherr von Wedekind, Emanuel Merck (Gründer der
Firma Merck. Darmſtadt), Hofdruckereibeſitzer Venator,
Hof=
gerichtsadvokat Dr. Karl Johann Hoffmann und Hofbankier Karl
Wolfskehl und der frühere, Beſitzer der Portativ=Gasanſtalt F.
Schenck vertreten. Das Werk wurde durch die Firma Riedinger,
Augsburg, für etwa 340 000 RM. auf dem Gelände an der
Wen=
delſtadtſtraße (heute Platz der Eleonorenſchule) erbaut. Dieſe
neue Gas=Geſellſchaft ſchloß mit der Stadt am 1. Oktober 1855
einen Konzeſſions= und Beleuchtungsvertrag auf 25 Jahre ab. Am
14. März 1855, dem Namenstage der Großherzogin Mathilde,
brannten zum erſten Male vor dem Eingang des ehemaligen
Großherzoglichen Hoftheaters die Initialen I. und M in
Hunder=
ten von Gasflämmchen, außerdem in der Innenſtadt 220
öffent=
liche Laternen. Durch die Zunahme der Gasabgabe wurde die
Be=
ſchaffung geeigneten Holzes immer ſchwieriger, und ſo wurden vom
Jahre 1867 an auch Steinkohlen zur Vergaſung herangezogen. Vom
Jahre 1880 ab wurde überhaupt kein Holz mehr verwendet, da die
aufgeſtapelten Vorräte eine große Feuersgefahr mit ſich brachten.
Größere Brände waren in den Jahren 1856, 1870 und 1871 zu
verzeichnen. Am 1. Juli 1880 ging das Gaswerk an die Stadt
Darmſtadt über. Die Leitung lag in Händen des ſpäteren Herrn
Direktors Friedrich. Etwa vom Jahre 1890 ab waren alle
Gas=
laternen mit Auerlicht=Glühſtrümpfen verſehen. Schon im Jahre
1889 wurde der Gedanke der Errichtung eines neuen Gaswerks
er=
wogen. Erſt am 1. Auguſt 1900 wurde der Neubau durch Herrn
Regierungsbaumeiſter Rudolph, den ſpäteren Direktor des
Gas=
werks, in Gemeinſchaft mit dem Städtiſchen Hochbauamt und
Herrn Direktor Friedrich in der Frankfurter Straße begonnen.
Die Inbetriebſetzung des neuen Werkes erfolgte am 12.
Okto=
ber 1902. Das alte Gaswerk an der Lagerhausſtraße hatte unter
ſtädtiſcher Verwaltung innerhalb von 22 Jahren einen Reinertrag
von etwa 4 Millionen Mark ergeben, und von dieſem Betrag
wur=
den rund 2,3 Millionen an die Stadtkaſſe abgeführt, während der
Reſt mit 1,7 Millionen Mark zu Kapitalrückzahlungen und
Erwei=
terungen des Werkes und des Rohrnetzes verwendet worden iſt.
Die Gasabgabe iſt bis zum Jahre 1929 auf rund 14
Millio=
nen Kubikmeter angewachſen, die Vermögenswerte auf 2,5
Millio=
nen Mark, die auf 2,2 Millionen abgeſchrieben werden konnten.
Vom Jahre 1924 ab ſetzte eine beſondere Entwickelung im
Tarifweſen ein. An Stelle eines allgemein gültigen Gaspreiſes
wurden für die größeren Abnehmer im Haushalt, Induſtrie und
Gewerbe Preisſtaffeln eingeführt. Der Preis wurde von 23 auf
20 Pf. und ſpäter auf 18 Pf. geſenkt und für Heizgas ein
Sonder=
preis von 10 und 8 Pf. gewährt. Für Induſtrie und Gewerbe
wurde der Preis allgemein auf 12 und ſpäter 10 Pf. herabgeſetzt.
Schließlich wurde im Herbſt 1928 ein Wohnungstarif mit erhöhter
Grundgebühr nach Zimmerzahl und ein Gaspreis von 7 Pf. als,
Wahltarif eingeführt.
Durch dieſe Maßnahmen ſank aber der Durchſchnittserlös von
23,3 Pfg. im Jahre 1924 auf 17,6 Pfg. im Jahre 1929.
Trotz dieſer Preisnachläſſe an die Gasabnehmer wurden dem
Gaswerk zunehmende Ablieferungsverpflichtungen von ſeiten
Stadt auferlegt. Zunächſt hat das Gaswerk ſeit 1924 die Koſt i
für Straßenbeleuchtung ſelbſt zu tragen. Die Geſamtablieferungen,
waren auch die Pumpen überanſtrengt und die Pumpenreſerve, erhöhten ſich dadurch von 380 000 RM. auf 480 000 RM. im Jahre
1924 und ſtiegen laufend bis zum Jahre 1929 auf 550 000 RM. in
bar und 250 000 RM. für Straßenbeleuchtung, alſo auf zuſammen
Schon aus dieſen Zahlen iſt erkenntlich, welche Bedeutung
das Waſſer und das Gas für die ſtädtiſche Finanzwirtſchaft
rakter der ſtädtiſchen Werke für die örtliche Wirtſchaft
hinge=
wieſen werden. Die z. B. im Jahre 1929 an die örtliche
Wirt=
ſchaft erteilten größeren Aufträge erreichten 1,4 Millionen RM.
Daneben werden zirka 150 Beamte und zirka 340 Arbeiter bei der
Direktion der ſtädtiſchen Betriebe beſchäftigt deren
Geſamtein=
kommen jährlich etwa 1 7 Millionen RM. beträgt, die, wenigſtens
Der derzeitige Ausbau des Gaswerks brachte nach Darmſtadt
bereits Aufträge in Höhe von rund 240 000 RM.
Von beſonderer Bedeutung war im vergangenen Jahr die
Frage der Ferngasverſorgung. Der Kohlen=Bergbau propagierte
Schon vor dem Kriege trat die Aufgabe an uns heran, Ar= die Gasverſorgung von den Zechen aus, was die Stillegung der
Gaswerke vorausſetzte. Die größeren Nöte der Arbeitsloſigkeit
und der mittelſtändigen Wirtſchaft bewieſen, daß die Stadt mit
dem Beſchluß, das eigene Werk zu erhalten und weiter
auszu=
bauen, das Richtige getroffen hat. Bei dem hohen Rentenertrag
des Gaswerks iſt es untunlich, die Eigenwirtſchaft aus der Hand
Die Stadt hat inzwiſchen ein eigenes Fernleitungsnetz in
Gemeinſchaft mit der Provinz geſchaffen. Obwohl eine
Wirt=
ſchaftlichkeit für dieſes Netz heute nicht vorliegt, wäre zu wünſchen,
daß Stadt und Provinz dieſen Beſitz ſich erhalten, um
maßgeb=
lichen Einfluß auch in den großen Fragen der Gaswirtſchaft zu
Neben der ſehr angeſtrengten Aufbauarbeit, die in der
Nach=
kriegszeit geleiſtet werden mußte, hat das Gaswerk mit der
ört=
lichen Wirtſchaft in verſchiedener Weiſe zuſammengearbeitet.
Das Gaswerk hat mit dem hier anſäſſigen
Inſtallations=
gewerbe einen Arbeitsvertrag geſchloſſen, der allen Gasabnehmern
den Ankauf von Gasgeräten auf Ratenzahlungen ermöglicht. In
Darmstadt
Luawigstraße 13
[ ← ][ ][ → ] Kf ie
Gasherde abgeſetzt. Eine ähnliche Gemeinſchaftsarbeit wurde mit
dem Kohlenhandel durchgeführt.
Wenn die vorbezeichnete Entwicklung der Nachkriegsjahre in
dem Tarifweſen und in dem Zuſammenarbeiten mit der örtlichen
Wirtſchaft unter einheitlichen Geſichtswinkeln zuſammengefaßt
wird, ſo iſt zu erkennen, daß die ſtädtiſchen Betriebe aus der rein
kameraliſtiſchen Betriebsweiſe vollſtändig in eine kaufmänniſche
Betriebsweiſe übergeführt worden ſind. Die ſtädtiſchen Betriebe
ſind ſich deſſen bewußt, daß die kaufmänniſche Einſtellung jedoch
trotzdem eine überkommunale ſein muß, d. h., daß nicht nur der
ſondern die
gewiſ=
reine Geldertrag ihre höchſte Aufgabe darſtellt
ſenhafte Betreuung ihrer Abnehmer oberſte Pflicht iſt und dabei
ſie gleichzeitig ſtets die Geſamtentwicklung der Stadt und deren
Einzelwirtſchaftskörper im Auge haben muß. Dieſe Anſchauung
wurde auch auf das Werbeweſen des Gaswerks übertragen, und
wird die Einführung des Gaſes nur da propagiert, wo die
Wirt=
ſchaftlichkeit auch im Intereſſe des Abnehmers weiteſtgehend
ge=
währleiſtet iſt. Auf dieſe Weiſe werden Fehlſchläge und
Mißſtim=
mung der Abnehmer vermieden. Dementſprechend wird auch die
Gas=Raumheizung nur auf die geeigneten Räume beſchränkt. Für
die übrigen Heizungen propagieren wir einen feſten Brennſtoff,
Durch eingehende
Ver=
insbeſondere den Darmſtädter Gaskoks.
ſuche wurde die Qualität des Darmſtädter Gaskokſes dauernd
ver=
beſſert; insbeſondere wurde dem Schmelzpunkt der Aſche größte
Aufmerkſamkeit zugewendet, und gelangen nur Kohlen zur
Ver=
gaſung, deren Schlacken nicht backen und deren Schmelzpunkte
über den Temperaturen liegen, die in einem Zimmerbrandofen
auftreten können.
Hierdurch iſt das frühere Uebel des Gaskokſes, der backenden
Schlacke, behoben worden. Vom kommenden Frühjahr ab wird
das Gaswerk durch die neue Kokerei=Ofenanlage einen Koks
lie=
fern, der auch in Bezug auf Härte dem Zechenkoks nicht mehr
nach=
ſteht und alsdann auch für die eiſenverarbeitende Induſtrie
Ver=
wendung finden kann.
In der heutigen allgemeinen Wirtſchaftsnot iſt leider die
Kommunalwirtſchaft oft der Gegenſtand heftiger Angriffe
ge=
worden. Ich gebe mich der Hoffnung hin, daß meine
Ausfüh=
rungen aufklärend gewirkt haben und bei Ihnen die
Ueberzeu=
gung erweckten, daß die Kommunal=Wirtſchaft ihrem innerſten
Weſen nach nicht Selbſtzweck, ſondern in überparteilicher
Ein=
ſtellung dem Wohle der Geſamtheit dienlich iſt. Vor allem mögen
Sie erkennen, welche gewaltige finanzielle Bedeutung ſowohl für
den einzelnen Abnehmer, als auch für die örtliche Wirtſchaft und
die Geſamtheit der Steuerzahler das Gas= und Waſſerwerk hat.
Je größer der Umſatz dieſer beiden Betriebe wird, um ſo mehr
ſind wir in der Lage, entweder durch Senkung der Tarife oder
auch durch Erhöhung unſerer Ablieferungen an die Stadt, der
Bevölkerung wirtſchaftliche Erfolge zu verſchaffen. Es liegt alſo
in aller Intereſſe, der Stadt bei der hier berichteten
Aufbau=
arbeit dadurch behilflich zu ſein, daß an Stelle anderer, fremder
Produkte diejenigen der ſtadteigenen Werke verwendet werden.
Der kluge Bürgerſinn und bürgerlicher Gemeinſchaftsgeiſt haben
dieſe Werke der Stadt geſchaffen und ſind ihr die beſte
Ertrags=
quelle geworden. Vergeſſen Sie in der Zeit der augenblicklichen
wirtſchaftlichen Not nicht, dieſen bürgerlichen Gemeinſchaftsgeiſt
weiter zu pflegen.
Die äußerſt intereſſanten, klaren und leicht verſtändlichen
Ausführungen des Redners wurden von der ſehr zahlreichen
Zu=
hörerſchaft unter der ſich auch viele Damen befanden, mit
leb=
haftem Beifall aufgenommen. Der Leiter der Verſammlung
ſprach Herrn Direktor Nuß den wärmſten Dank der
Gewerbever=
einigung aus und eröffnete dann die Beſprechung, an der ſich die
Herren Syndikus Dr. Kollbach, Bäckermeiſter Finger,
Schloſſer=
meiſter Geyer, Prof Dr. W. Sonne und der Vortragende ſelbſt
beteiligten. Es wurde noch mitgeteilt, daß am 15. Januar 1931,
in demſelben Saale, der Generalintendant des Landestheaters,
Herr Profeſſor K. Ebert, einen Lichtbildervortrag über: „Werden
und Wirken des deutſchen Theaters” halten wird, ſowie, daß der
ſortrag des Herrn Dipl=Ing. Fr. Scriba über, „
Rundfunktech=
nik” auf den 3. Februar 1931 verlegt worden ſei. Mit den beſten
Wünſchen zum Weihnachtsfeſt und zum Jahreswechſel wurde die
ſehr anregend und befriedigend verlaufene Verſammlung
ge=
ſchloſſen.
— Verein für das Deutſchtum im Ausland. Noch ſind die
gro=
ßen Kundgebungen der hieſigen Männergruppe des V.D.A., bei
denen Reichsminiſter Dr Külz und Prior Dominicus
Diet=
rich ſprachen, in beſter Erinnerung, da meldet ſich zur rechten Zeit
als Mahner und Erwecker des deutſchen Gewiſſens Paul
Rohr=
bach. Wer Verſtändnis hat für die dringenden vaterländiſchen
Aufgaben des V.D.A., wird gern zu dem Vortrag eilen, der am
Dienstag von der Volkwerdung der deutſchen Nation” handelt.
Noch erwünſchter wäre das Erſcheinen vieler, die heute noch
un=
belehrt der Tätigkeit des V. D.A. fernſtehen. (Siehe Anzeige.)
— Revue=Aufführung im Kleinen Haus. Felix Joachimſons
Revue in 10 Bildern „Wie werde ich reich und
glück=
wird mit der Muſik von Miſcha Spolianſky Sonntag,
lich?
den 21. Dezember, im Kleinen Haus, zum erſten Male zur
Dar=
ſtellung kommen. Das Werk wurde an der Berliner Komödie mit
ſtarkem Erfolg uraufgeführt und bereits von zahlreichen
führen=
den Provinzbühnen in den Spielplan aufgenommen. Die
Inſze=
nierung beſorgt Renato Mordo. (Bühnenbild: Lothar Schenck v.
Trapp); die muſikaliſche Leitung liegt in Händen von Fritz
Bohne.
Weihnachtsmeſſe der Intereſſengemeinſchaft fortſchrittlicher
Künſtler Heſſens (Darmſtädter Gruppe — Darmſtädter Sezeſſion).
Die an dieſer Stelle für Sonntag, den 14. Dezember, vorm 11.30
Uhr, in Ausſicht geſtellte Führung durch die Weihnachtsmeſſe der
Intereſſengemeinſchaft im zweiten Stock des Möbelhauſes Joſ.
Trier, Wilhelminenſtraße 25, kann leider nicht ſtattfinden, da Dr.
Karl Freund, Kuſtos am Heſſ. Landesmuſeum, plötzlich erkrankt
— Die Weihnachtsmeſſe iſt Sonntag, nächmittags von 14 bis 18
Uhr an Werktagen von 10 Uhr vormittags bis 13 Uhr und von
nachmittags 15 Uhr bis abends 19 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.
— Alte Weihnachtsſpiele, Montag, 15. Dezember, im Saale
der Städtiſchen Akademie für Tonkunſt Eliſabethenſtraße
darge=
ſtellt durch den Laienſpielerkreis der Chriſtengemeinſchaft. Das
Spiel iſt ſehr alt und deutſch=öſterreichiſchen Urſprungs; es wurde
bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts von der Bevölkerung
ſelbſt mit größtem Ernſt jedes Jahr aufgeführt. Die Handſchrift
des letzten Dorfſpielleiters wurde durch einen Zufall aus der
gro=
ßen Donauüherſchwemmung 1858 gerettet. Der berühmte
Germa=
niſt K. J. Schroer, der ſelbſt die Spiele noch miterlebt hatte,
brachte ſie mit Unterſtützung der Akademie der Wiſſenſchaften in
Wien an die weitere Oeffentlichkeit. Trotzdem wären ſie
ver=
geſſen worden, wenn nicht Dr. Steiner Schröers Schüler, für ſie
eingetreten wäre. Nach dem Kriege hielten dieſe Oberuferer
Spiele ihren Einzug in die Bünde der Jugendbewegung. Die
Muſik, die Montag hier zu Gehör gebracht wird, iſt zeitgenöſſiſch,
paßt ſich aber in liebevoller Weiſe dem ſchlichten Geiſt dieſer alten
Weihnachtsſpiele an. Es werden Unkoſtenbeiträge von 50 Pf. bis
1 Mark erbeten. (Vergl. a. d. Anzeige)
— Kirchenmuſikaliſche Abendfeier in der Stadtkirche. In der
Adventsfeier heute abend 8 Uhr, in der Stadtkirche, ſingt die
Muſikantengilde Chöre von Haßler, Vulpius und J. S. Bach, von
letzterem Teile aus der fünfſtimmigen Motette, „Jeſu, meine
Freude‟. Auf der Orgel werden vorgetragen Stücke von Bach,
Hanff und J. G. Walther. Der Eintritt iſt frei. Zettel
wer=
den unentgeltlich in der Kirche abgegeben.
— Turngemeinde Darmſtadt 1846. Mit Rückſicht auf die
Viel=
ſeitigkeit der Vortragsfolge beginnt das Weihnachtsſchauturnen
der Knaben= und Mädchenabteilungen pünktlich um 3 Uhr in der
Woogsturnhalle.
— Der milde Winter zeigt ſelbſt in der Natur eigenartige
Seltenheiten. Geſtern brachte uns Johann Georg Schn ider
Wen=
delſtadtſtraße 56, einen Zitronenfalter, den er beim Holzſuchen
munter flatternd im Oberwald (Schirmſchneiſe) gefunden hatte.
Das Heſſiſche Roke Kreuz
dankt allen Mitbürgern, die zu dem Gelingen des Nikolausfeſtes
zum Beſten der Armen unſerer Vaterſtadt durch Spenden und durch
perſönliche Arbeit beigetragen haben, aufs herzlichſte. Der erzielte
Gewinn wird dazu beitragen, wenigſtens einen Teil der Not zu
lindern. Insbeſondere möchten wir folgenden Firmen danken für
die Gaben, die ſie zur Durchführung unſerer Tombola und zur
Ausſtattung unſeres Büfetts geliefert haben:
Konditorei Angermann Kuhry, Friſeur Bein Beſſunger
Apo=
theke, Bücherſtube Bodenheimer, Darmſtädter Volksbank.
Darm=
ſtädter und Nationalbank. Deutſche Bank und Disconto=Geſellſchaft,
Dürerhaus, Ehape, Schokoladenhaus Eichberg, Parfümerie Frank,
Elektrotechniſches Inſtitut Gedeck, Papierhandlung Gieſelberg,
Geller, Konfitüren, Herz Hachenburger, Wollwaren u. Kurzwaren,
Blumenhandlung Hardt, Zimmergeſchäft Haury, Heag,
Papier=
handlung Heckmann, Herdfabrik und Emaillierwerk, G. m. b. H.,
Heſſiſche Girozentrale, Hirſch=Apotheke, Druckerei Hohmann.
Gärt=
nerei Horn, Gärtnerei Horſt, Ledergeſchäft Hufnagel, Plakat=
In=
ſtitut Ibel u. Lotz, Schirmgeſchäft Karl Jordan, Zigarrengeſchäft
Joſeph. Gg. Karp. Uhren u. Goldwaren, Verlag Alexander Koch,
Papierhandlung Hch. Lautz, Pavierhandlung Leuthner, Pelzgeſchäft
Lorz, Metzgerei Luſt, Engel=Apotheke E. Merck, Gardinen= und
Teppichhaus Mayer, Lotteriegeſchäft Ohnacker, Konditorei Ott
(Inhaber Lehmann) Motorwagenfabrik Adam Opel, Rüſſelsheim,
Palaſt=Lichtſpiele, A.=Geſellſchaft Darmſtadt. Heſſiſches
Landes=
theater, Eichberg=Apotheke Fiſchhandlung Reitinger u.
Blech=
ſchmidt, Herdfabrik Gebr. Röder. Chem. Fabrik Röhm u. Haas,
Gartenbetrieb Roſenhöhe, Gebrüder Rothſchild, Tapetengeſchäft
Rück. Gärtnerei Rühl und Schneider, Brauerei Rummel.
Buch=
handlung Saeng, Ledergeſchäft Sans, Ledergeſchäft Schad,
Dro=
gerie Fr. Schäfer, Buchhandlung Schlapp, Gärtnerei L. Schmidt,
Gärtnerei K. Schmidt, Konditorei Schnitzler, Schroth, Kaffee en
gros, Friſeur Steinmetz, Fahnenfabrik Schubkegel. Gärtnerei
Schuck, Schürmann u. Co., Gärtnerei Ernſt Schulz. Gärtnerei
Her=
mann Schulz, Gärtnerei Karl Schulz. Direktion der ſtädtiſchen
Be=
triebe (Gaswerk), Stadtgärtnerei, Delikateſſengeſchäft Stemmer,
Strauß und Mayer Friſeur Streckert, Papierhandlung Thomaſius,
Bäckerei Thomas, Gebr. Trier, Eiſengroßhandlung,
Tapetenhand=
lung Tritſch u. Heppenheimer, Buchhandlung Johs. Waitz,
Tape=
zier Wiechmann, Juwelier Wondra, Württembergiſche
Metall=
warenfabrik, Drogerie A. Zachmann, Gärtnerei Jeſche,
Spiel=
warenhandlung Zetzſche, A. W. Zimmermann, Pianos.
— Treue Mieter. Am 15 Dezember 1930 ſind 35 Jahre
ver=
floſſen, ſeitdem Familie Zugführer Friedrich Gaß in dem Hauſe
Jeremias Lang, Darmſtadt, Im Wingert 1, wohnhaft iſt. Möge
dieſe vorbildliche Treue die Mieter mit der ihnen beinahe eigen
gewordenen Scholle noch recht lange verbinden.
— Die Bücherſtube Bodenheimer, Rheinſtraße, zeigt ab heute
Puppen der Darmſtädterin Kata Steitz. Keine ſüßlichen, ſeidenen
Harlekine im Magazingeſchmack. Herbes Spielzeug in
Südſee=
phantaſtik, gut komponiertes Material, wie Baſt. Perlen,
Paillet=
ten, Federn, Muſcheln. Kinder — auch Erwachſene — mit
künſt=
leriſchem Inſtinkt greifen begeiſtert danach.
Odenwaldklub. Die Ortsgruppe Darmſtadt hielt
am Freitag im Kronenſaal eine außerordentliche
Hauptverſamm=
lung zur Feſtſetzung des Wanderplanes für das Jahr 1931 ab.
Wie gründlich der Wanderausſchuß unter der Leitung des Herrn
Prof. Wentzel den Plan vorbereitet hatte, das zeigte die
ſo=
fortige einſtimmige Annahme desſelben durch die Verſammlung.
Nach Erledigung der Tagesordnung hielt dann der trotz ſeiner
78 Jahre noch immer wanderfreudige Klubgenoſſe, das
Vorſtands=
mitglied Sanitätsrat Dr. Maurer, einen durch prächtige
Licht=
bilder ergänzten Vortrag über eine Mittelmeerreiſe, die der
damals 76jährige unternommen hatte. Den herzlichen Dank der
Klubgenoſſen an das um die Heimat und den Klub hochverdiente
Mitglied drückte dann der 1. Vorſitzende, Herr Dr. Köſer aus,
indem er Herrn Sanitätsrat Dr. Maurer die Urkunde der
Ehren=
mitgliedſchaft überreichte.
Die Geſangsabteilung der
Orts=
gruppe umrahmte den Abend mit ſtimmungsgemäß ausgewählten
Chören.
Weihnachtsverkauf in der Petrusgemeinde. Auch in dieſem
Jahre findet wiederum in der Zeit vom 3.—4. Adpent im
Jugend=
zimmer (Anbau) des Gemeindehauſes. Eichwieſenſtraße 8, ein
Weihnachtsverkauf ſtatt. Es gelangen zur Ausſtellung und zum
Verkauf: gute Bücher aller Art, Kunſtmappen, Kalender,
Glück=
wunſchkarten, Transparente, Leuchter, Vaſen u. a. mehr. Zur
Inanſpruchnahme dieſer Einrichtung wird hierdurch recht herzlich
eingeladen. Der Verkauf iſt geöffnet an den Sonntagen von
11 Uhr vormitags bis 5.30 Uhr nachmittags und an den
Werk=
tagen von 5—9 Uhr nachmittags.
Für die Gasvorträge, die vor Weihnachten jeden Montag
und Donnerstag im Bürgerhof ſtattfinden, ſind bereits alle
Ein=
trittskarten vergriffen. Dieſe Feſtſtellung iſt der beſte Beweis
für die Volkstümlichkeit und Beliebtheit der Gasapparate. Die
Anſchaffung iſt jedermann ermöglicht, da die Geräte außer einem
niedrigen Anſchaffungspreis ſehr geringe Betriebskoſten
erfor=
dern. Dies iſt auf die techniſch hervorragende Durchbildung der
Gasgeräte zurückzuführen, und man kann ohne Einſchränkung
be=
haupten, daß alle Gasapparate bereits heute eine
Entwicklungs=
ſtufe erreicht haben, die von keinem anderen Wärmeſpender
nach=
gewieſen werden kann. Bei Neu=Anſchaffungen ſind Beſuche der
Gas=Ausſtellung Grafenſtraße 30 zu empfehlen. Dort wird
jeder=
zeit bereitwilligſt fachmänniſche Auskunft erteilt. Die Ausſtellung
iſt vor Weihnachten am Samstag und Sonntag nachmittag
ge=
öffnet,
Die ſportärztlichen Unterſuchungen beim Amt für
Leibes=
übungen Darmſtadt. Der Reichsausſchuß für Leibesübungen, die
Deutſche Turnerſchaft und die Zentralkommiſſion für Sport= und
Körperpflege ſind ſich darin einig, daß dem Erſuchen des
deut=
ſchen Sportärztebundes ganz beſonders nachzukommen iſt. Dieſer
Bund hält, gerade in der jetzt herrſchenden Notzeit, es für
unbe=
dingt erforderlich, daß ſich jede Perſon, ob männlich oder
weib=
lichen Geſchlechts, bevor ſie ſich irgendeinem Turn= und
Sport=
zweig ausübend anſchließt, ſportärztlich unterſuchen läßt. Nicht
jeder geſund und kräftig ausſehende Körper iſt auch für jede
Sportart geeignet, und manch unheilvolles Leiden und Gebrechen
kann durch Beratung des Sportarztes vorgebeugt und verhütet
werden. Vorhandene kleinere körperliche Fehler können aber
wie=
derum durch weiſe Anwendung von Leibesübung behoben werden.
In der haſtenden, nervenaufpeitſchenden wirtſchaftlichen Notzeit
iſt es beſonders geboten, ſich beraten zu laſſen, und niemand ſollte
verfehlen, den Sportarzt zu befragen und ſich einer Unterſuchung
zu unterziehen. Die Unterſuchungen und Beratungen ſind
koſten=
frei und bedürfen nur der vorherigen Anmeldung auf dem
Ge=
ſchäftszimmer des Amtes für Leibesübungen, Darmſtadt,
Land=
graf=Georg=Straße 120.
Orpheum. — Märchentheater. Heute Sonntag,
nach=
mittags ½4 Uhr, einmalige Aufführung des Märchens
Rot=
käppchen und der Wolf.
Die Aufführung dieſes
Märchen=
ſpiels, der ein voller Erfolg beſchieden ſein wird, kann nur
wärm=
ſtens empfohlen werden, zumal das Spiel nach dem gleichnamigen
Märchen für die Bühne von P. J. Dietrich ſo bearbeitet iſt, daß
kein Werwolf, ſondern der Wolf auf allen Vieren erſcheint.
Im
zweiten Akt die fliegende Wurſt ſowie der Zwergenkönig zu Pferd
und ſeine drolligen Zwergen=Exerzitien. Hierzu noch das Märchen=
Ballett mit drei neuen Tänzen. Am Schluß der Vorſtellung Preis=
Verteilung der gezogenen Gewinne durch gelöſte Eintrittskarten.
Allgemeiner Vorverkauf: Verkehrsbüro und De Waal, ſowie
tele=
phoniſch 389 (von 30 Pfg. bis 1.25 RM.). Als Sonder=
Vergün=
ſtigung zahlt man gegen Vorlage der heutigen Anzeige (Anzahl
unbeſchränkt), aber nur an der Kaſſe des Orpheums, heute
vor=
mittag ununterbrochen von 11 Uhr ab: Eſtrade 25 Pfg. Saal
40 Pfg., Sperrſitz und 2. Balkon 50 Pfg., 1. Balkon und
Seiten=
parkett 60 Pfg.. 2. Parkett 70 Pfg., 1. Parkett und Mittelloge
1 RM. (Siehe Anzeige.)
Es iſt nicht nötig, daß jedes noch ſo kleine
Unternehra=
tem Reklamegeſchrei geſtartet wird. Wenn das bei großen
Fall iſt, die für die Menſchen irgendeine Bedeutung haben.
eine Berechtigung.
Merkwürdigerweiſe hört man aber faſt nichts von dem 7
das der Heſſiſche Fürſorgeverein für Kräil
nun ſchon ſeit Jahren in Arbeit hat.
Dieſe=Zeilen ſollen die Aufmerkſamkeit darauf lenken
für dieſe Tat ſchönſter menſchlicher Hilfsbereitſchaft.
Zuerſt einige Angaben: Im Klinikviertel der Univerſität:)
eine große orthopädiſche Klinik gebaut. Sie koſtet komplett,
zirka eine halbe Million. Um dieſe Summe
zuſammenzun=
ſich nun ein Mann hingeſetzt und hat Gott und alle A
daß man dem Verein Geld geben möchte. Ein Erfolg:
ren ſind 300 000 RM. zuſammengekommen! Das ſind pro
RM., pro Monat 5000 RM., Tag für Tag zirka 1600M
viel Reden, ohne viel Tamtam! Wer leiſe muſiziert im B.
wird ſcheinbar auch gehört.
Dieſe 300 000 RM. waren nun erſt mal eine Grundlog
man bauen konnte. Die Stadt Gießen ſtellte die Bauleit.n
Pläne koſtenlos zur Verfügung, es finden zurzeit viele AM.
Betätigung, ihren Erwerb, kurzum, die Sache rollt. Das
einfach, aber welche Unſumme kleinſter Arbeit war notwend e
aie
ſolch großen Betrag zuſammenzuholen. Es gehört ein fanau
ben an das Gelingen und die Hilfsbereitſchaft der Menſchem
müde zu werden, immer und immer wieder zu ſagen: „Gebtt
uns für die armen Menſchen, denen wir Erleichterung ſchatf
Welche Wundertaten, aber werden in ſolcher orthovädo
vollbracht? Krüppel, deren Anblick uns erſchüttern würde,
Menſchen umgeformt, die ſich nicht ſelbſt und den anderen zur
Arme, kleine Kinder, die verzerrt, verbildet zur Welt M
fürchterliche Kainszeichen des Lebensuntauglichen auf der S
in zarteſtem Kindesalter geformt, gebogen und gerettet. A
ſchlecht beſchreiben, welche Wundertaten hier unſere Aerzte
Eine ausgezeichnete Werbeſchrift des Vereins gibt erſchöbfem
130 An=
Alle Eltern, die geſunde, gradgewachſene Kinder haben
utiche
Scherflein dazu geben, daß dieſe Klinik bald fertig wirt,
liche
Menſch ſollte das tun, denn dort wird wirklich Elend gm
uſte
dauernswerte Krüppel zu Menſchen gemacht.
Man wird dieſer Klinik eine Forſchungsſtätte angliedo=
B. auch mit der Kenntlichmachung der ſpinalen
Kinder=
faſſen wird.
Noch fehlen große Summen, man glaubt ſie hereinholem
Alle müſſen geben! Bei ſolchem, der Menſchlichkeit dienender
niemand abſeits ſtehen. Helfen und nochmals helfen! Mit
densarten kann man die Kleinen nicht retten.
Hier kann es nur heißen: Geld geben! Es iſt nicht not )4
jeder über ſein Können einſpringt. Einen kleinen Betrag!
mit frohem Herzen und mit Dank dafür, daß hier abſeits
ſtigen Sorgen eine Sache gedeiht, die ſegensreich wirken wim,
Der Heſſiſche Fürſorgeverein für Krüppel e. V. in Dor
ein Konto bei der Städtiſchen Sparkaſſe
ſtadt und ein Poſtſcheckkonto Nr. 5326. in F
a. M. An beiden Stellen kann man einzahlen!
Die Oeffentlichkeit muß in immer ſteigendem Maße da
werden, was ſchon geleiſtet wurde, was noch zu tun iſt und
Geld noch zuſammenkommen muß. Deswillen m:
geben. Nicht viel — das können heute nur wenige —, a.”
geringſte Beitrag wird gerne und mit herzlichem Dank anam
Alle, alle müſſen helfen. Hier gewinnt ein Werk Geſt41
wir gemeinſam, Schulter an Schulter kämpfen können. Ki.
ſiegen für die Sache der Barmherzigkeit und Nächſtenliebe
Glück vieler armer Menſchenkinder, die ſonſt einem
licht=
loſen Daſein verfallen würden.
Aufrechterhaltung der Anwartſchaft in der Auick
verſicherung. Für die Zeit vom 1. Januar 1926 an iſt
*
9
Wer
rechterhaltung der Anwartſchaft erforderlich, daß jeder=W
vom 2. bis 11. Kalenderjahre ſeiner Verſicherung jäu
deſtens 8, vom 12. Kalenderjahre an jährlich mindeſtt)
tragsmonate nachweiſt. Die Anwartſchaft erl
nächſt, wenn dieſe Mindeſtzahl nicht
wird. Sie lebt wieder auf, wenn der
Verſick=
freiwillige Beiträge, als zur erforderlichen Mindeſtzah
tragsmonaten fehlen, innerhalb der zwei
Kalenderjahi=
richtet, die dem Kalenderjahre der Fälligkeit folgen.
alſo die etwa noch erforderlichen Beiträge für das
Jah=
bis zum 31. Dezember 1930 nachentrichtet werden.
damaligen Reichstage im Jahre 1929 vorgelegte Ent
Geſetzes zum Ausbau der Angeſtelltenverſicherung ſah
vor, daß alle Anwartſchaften bis zum 31. Dezember 19.
rechterhalten gelten ſollten, auch wenn in einzelnen
wenig Beiträge oder keine Beiträge entrichtet wurden.
noch ungewiß iſt, ob. und in welcher Form dieſer Erm
jetzigen Reichstage wieder vorgelegt und Geſetz wird, enr
ſich, die zur Aufrechterhaltung der Anwartſchaft erfordem
träge bis zum Schluſſe des Jahres 1930 nachzuentrichten i9
Eintritt des Verſicherungsfalles iſt die Nachentrichtuns”
ger Beiträge regelmäßig unzuläſſig. Die freiwilligem
werden nicht zurückgezahlt, auch wenn ſie wegen
eine=
ſpäteren Geſetzesänderung nicht notwendig geweſen wä
willige Beiträge ſind in der dem jeweiligen Einkomm uſt
chenden Gehaltsklaſſe mindeſtens, aber in Klaſſe B. z
In Klaſſe B können Beiträge nur von ſolchen Verſichert.w
werden, die ohne Einkommen ſind, oder deren Einke
Monat den Betrag von 100.— RM. nicht überſteigt.
Die Poſt in Erwartung des Weihnachts=Pard
Um den geſteigerten Anforderungen des Weihnacht
kehrs gerecht zu werden, hat die Poſt, geſtützt auf die E
der früheren Jahre, umfaſſende Vorkehrungen getroffer!
ſchnelle und pünktliche Zuführung der Sendungen in
des Empfängers erwarten laſſen. Die Annahmeſchalt=)
dem Bedürfnis entſprechend vermehrt, neben den beſtehe=!
verbindungen ſind zahlreiche außergewöhnliche Befördes
genheiten auf der Bahn und auf Landwegen vorgeſehell
die Pakete vom Empfänger nicht abgeholt werden, e=d
Zuſtellung unter Vermehrung der Betriebsmittel und.
kräfte ohne beſondere Koſten mit der gewohnten Piü1/
Wer ſeine Pakete rechtzeitig bei der Poſt aufliefert,
ſein, daß ſie zu der gewünſchten Zeit den Empfänger
Wer verhindert iſt, ſeine Pakete perſönlich bei der Poſl!
fern, oder ſich den Weg zum Poſtamt ſparen will, gel
Paketzuſteller mit. Das kann überall geſchehen, wo
zuſtellung mit Fuhrwerk ausgeführt wird. Die Gebil R4de
Mitnahme beträgt 20 Rpf. für ein Paket.
Erleichterung der Druckſachenwerbung. Das, All l
miniſterium teilt mit: Zugunſten Werbung für den A
hat die Deutſche Reichspoſt mit ſofortiger Wirkung die 20
ten über die Verſendung von Druckſachenkarten mit an 70
Antwortkarte zu der ermäßigten Gebühr von 3 Rpf
we=
leichtert. Die Freimachung einer Druckſachendoppelkarte
3=Pfennig=Marke iſt künftig auch dann zuläſſig, wennus
wortkarte neben den üblichen Aufdrucken zur Vorberol
Antwort noch ſonſtige Werbeaufdrucke des Abſenders d0‟
karte enthält. Die Antwortkarte ſteht jetzt alſo bis au
die Anſchrift beſtimmte rechte Hälfte der Vorderſeite un
den für die Antwort vorgeſehenen Teil reſtlos für Werhl4
zur Verfügung. Die 5=Pfennig=Gebühr blbeibt nuro
Druckſachendoppelkarten beſtehen, deren anhängendg
Antwortkarte darſtellt, ſondern lediglich gedruckte Miü
an den Empfänger enthält.
Meind
Aon omeltaie Treise!
Tchdie lod Molel Bamaute! ran die Baume
lch kautte in den letzten Tagen enorme Lagerposten Bett-Damaste, allerteinste Seidenglanz Qualitäten, bedeutend unter Preis-
Besondere Gelegenheit in Rein Mako-
Enorme Posten
Bett-Damasten !
Kopf- u. Baradekissen /I
IA
A
bis zu den allerteinsten Oualitäten, nur
Hoch-
aus nur wirklich guten Stoffen, mit
pracht-
glanzware, 130 cm breit, erstklassige Fabrikate
vollen Motiven und Stickereien, auf la
ge-
prachtvolle neue Dessins . . . . . . . Meter A0 10
Nod N0 boste Kissen ........"
Eiod 10
Prachtvolle Geschenke trotz meiner überall bekannt allerbilligsten Preise nur wirklich praktische Gegenstände bei Einkäufen über 10 und 20 Mark.
Jedes Kind erhäft in Begleitung Erwachsener
einen grossen Lebkuchen!
Deshalb ihr
erster Weg zu
9
HEELB
Darmstst
A
RSi
B,
weum. Heute Sonntag, abend 8 Uhr, letzte
Auffüh=
itzückenden Operetten=Neuheit der Arnold und
Bach=
ikdichter „Olly Polly. Muſik von Walter Kollo.
le iſt ganz aufeinander eingeſpielt und ſteht die
char=
erette Henny Walden an deſſen Spitze und
verkör=
selrolle der keſſen Olly Polly. Karten von 80 Pf. bis
un Verkehrsbüro von 11—1 Uhr, Hugo de Waab von 11
Swie Kiosk am Paradeplatz von 10—6 Uhr,
Orpheums=
hr und telephoniſch 389. Alle noch im Umlauf
befind=
ſi eine haben heute Gültigkeit. Ferner zahlt man gegen
heutigen Anzeige an der Orpheumskaſſe für Eſtrade
80 Pf. und numerierte Plätze 50 Prozent
Ermäßi=
iche Anzeige.)
ristlicher Sonntagsdienſt: „Iſt wegen plötzlicher
Er=
ärztliche Hilfe erforderlich, ſo iſt ſtets zunächſt der
u rufen. Wenn dieſer nicht erreichbar iſt, dann ſind
as, den 14. Dezember 1930, folgende Aerzte zu deſſen
bereit: Dr. med. Bönning=Erbacherſtraße 8
220; Dr. med. Rühl=Dieburgerſtraße 5, Telephon
nied. Wagner=Annaſtraße 3, Telephon 322.
rehen den Sonntagsdienſt und in der daran ſich
an=
nWoche, vom 13.—20. Dezember, den Nachtdienſt; die
am Juſtizpalaſt, Bismarckſtraße 9, Einhorn=Apo=
Gſtraße 10/..
Lokale Veranſtalkungen.
ſcheienden Notſzen ſind ausſchließlſch als Hinweiſe auf Anzeigen i betrachten
*
n leinem Falle irgendwſe als Beſprechung oder Kritſe.
jriſtlicher Verein junger Männer e. V
t Alexanderſtr. 22 (Inf.=Kaſ.). Heute Sonntag
ee Männerabteilung ein Lichtbildervortrag über: „Das
ä
ſtatt. Wir laden dazu unſere Freunde und
Mit=
hrt Angehörigen herzlich ein. Bei dieſer Gelegenheit
i: erwähnen, daß in Zukunft jeden Monat mindeſtens
nagabend für den Familienkreis veranſtaltet wird. Das
lkinnmt am Nachmittag zuſammen. Es wird etwas
er=
ahrten an der Oſt= und Nordſee an Hand von zum
er Aufnahmen (Lichtbilder).
ſtr 345
kaufen Sie Ihre Fahrkarke nicht bei dem
Verkehrsverein?
iarkehrsverein Darmſtadt unterhält zwei Reiſebüros, das
mVerkehrshäuschen auf dem Ernſt=Ludwigsplatz, und
in den Räumen der Union=Bank, Rheinſtraße 24. In
esbüro Ernſt=Ludwigsplatz ſind nach Uebereinkunft mit
eahn ausſchließlich Fahrkarten erhältlich, die vom
„of Darmſtadt in der Richtung nach dem
d gehen, ſämtliche anderen Fahrkarten
kkommen Sie in den Räumen des zweiten
os in der Union=Bank.
„utet für das reiſende Publikum eine außerordentliche
g. wenn es ſich dieſer Einrichtung bedient. Man
ver=
anges Anſtehen an den engen Schaltern auf dem Bahn=
Zuſammenſtellen von Fahrſcheinheftchen, das immer
Zeit erfordert, kann man in dem Vorraum des
Reiſe=
ſtraße 24 bequem Platz nehmen. Das Perſonal des
Sonntag, den 14. Dezember 1930
ins iſt in der Lage, allen Anforderungen gerecht zu
„ annten Einrichtungen des Verkehrsvereins dienen in
Naße der Oeffentlichkeit und ſollten infolgedeſſen auch
nitzt werden.
fllügelzuchtverein Darmſtadt e. V. Auf die
etag ſtattfindende Monatsverſammlung, verbunden mit
Byrachtsfeier, wird beſonders hingewieſen, weil dabei ein
ch—bildervortrag von Herrn Otto Koch, Frankfurt, und
te andere Sachen zu Gehör kommen.
Biochemiſche Verein Darmſtadt macht
lneder nochmals auf die Monatsverſammlung am Mon=
Dezember, aufmerkſam. Dieſer Abend ſoll der all=
Anisſprache dienen und haben nur Mitglieder Zutritt.
uh die heutige Anzeige.)
Aus den Parkeien.
tutſche Volkspartei, Frauengruppe. Wie
tAitgeteilt, findet am kommenden Dienstag, dem 17.
De=
er na mittags, im Muſikſaal des Städtiſchen Saalbaues
un=
ükrige Adventsfeier ſtatt. Geſangsdarbietungen und
träybärgen für einen ſtimmungsvollen Verlauf. Wir
hof=
dalmn ere Freundinnen ſo zahlreich wie in den letzten
Jah=
ie h eryſtyen werden.
Skimmen aus dem Leſerkreiſe.
Muffmtlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaltion keinerlei
Ver=
e bleibt auf
und des 5 21 Abſ. 2
Preſſegeſetzes in vollem Umfange
vu rantwortlich.)
Einſendungen, die n
hi verwendet werden, können nicht
zurückgefandt, die Ablehnung nicht begründet werden.
edenken unſeres am 7. Dezember 1914 als
Kriegsfrei=
einn Reſerveinfanterieregiment 221 in Polen gefallenen
dumbgerdigten einzigen Sohnes haben meine Frau und ich
min Sonntag, ſeinem Todestage, am Denkmal der 115er
gagenüber dem Theater) einen Kranz niedergelegt. Be=
Sei Tagen war dieſer Kranz — ein kleiner gelber
Im=
ranz — entfernt. Daß ihn jemand geſtohlen hat, iſt bei
tgen Werte ausgeſchloſſen; es muß alſo auf beſondere
butg geſchehen ſein. Daß ein Verbot beſteht, Kränze am
bwinsderzulegen, kann auch nicht zutreffen, denn es lagen
fag mehrere Kränze dort. Gehindert oder geſtört kann
MRit
weſcheidene Kranz niemanden haben. In jedem Falle
zuMkt
ut er mmin es die Angehörigen der Gefallenen ſchmerzlich empfin=
4
ni 1.
ſeie Zeichen ihres treuen Gedenkens ſo gering geachtet
neben d”erderhiß man ſie ſchon nach wenigen Tagen beſeitigt.
ſiche 9ie
R n
8s
Briefkaſten.
Sbeichinge iſt die letzie Bezugsgultung beizufüigen. Anonhme Anfragen werden
V
ſseantwortet. Die Beantwortung erfolgt ohne Rechtsverbindlichkeit.
gendl.
Das Spielen im Hofe werden Sie den Kindern nicht
ver=
gof Mich.
ſen Elien, wohl aber dem Lärm entgegentreten dürfen, der Sie im
wen Gebrauch der Wohnung beläſtigt. Wenden Sie ſich
ſtEm winſicht an den Vermieter. Bleibt dieſer Schritt erfolglos,
konmwsg gerichtliche Hilfe anrufen.
eskalender für Sonntag, den 14. Dezember 1930.
Paket.
destheater, Großes Haus. Anfang 14 Uhr, Ende
Wore
*0 Uhr: „Die Pantoffeln des Glücks und das Wunder=
Technik”, Anfang 19.30, Ende 22.30 Uhr: „Königskin=
Rie
Kleines Haus, Anfang 20 Uhr, Ende
Gr.
Orpheum. nachm. ½4 Uhr:
„Der Glasſchrank”
pchen und der Wolf”: 81 Uhr: „Olly Polly”,
Schloßkeller, Cafs Oper, Zum Datterich Reſt.
Maxim, Span. Bodega, Sportplatz=Reſt. am Böllenfall=
Theater=Reſt., Brauerei Schul, Rheingauer
II Poſt,
Hotel=Reſt. Alte Poſt. Reichshof, Rummelbräu.
Kinovorſtel=
i
igshöhe, 4 Uhr: Konzert.
Turn=
Union=, Helia= und Palaſt=Lichtſpiel
*
n de Darmſtadt 1846, nachm. 3 Uhr:
Weihnachts=
icen der Schülerinnen= und Schüler=Abteilungen
—ngemeinde Darmſtadt, Städt. Saalbau:
Weih=
ſch nachlein.
2
A
Aus Heſſen.
F. Eberſtadt, 13. Dez. Gemeinderatsſitzung. Vor
Ein=
tritt in die Tagesordnung der geſtrigen Gemeinderatsſitzung wurde der
anſtelle des verſtorbenen Gemeinderats Gußmann in das Plenum nach
rückende Kaufmann Julius Fölſing eingeführt und verpflichtet. Die
Hundeſteuer wurde für das Jahr 1931 von 6 auf 8 RM. erhöht. Für
den zweiten und jeden weiteren Hund wird das Doppelte des Satzes er
hoben, der für den vorhergehenden Hund zu zahlen iſt. Für die
dies=
jährige Winterbeihilfe kommen nach den Richtlinien des
Bezirks=
fürſorgeverbandes nur Perſonen in Frage, die mit ihrem Einkommer
den Unterſtützungs=Richtſatz der allgemeinen Fürſorge nicht
er=
reichen. Die erſte Rate ſoll nach dem Beſchluß des Gemeinderates noch
vor Weihnachten zur Auszahlung kommen, und zwar ſollen erhalten:
Einzelperſonen: 5 RM., Ehepaare: 7.50 RM., und bis 10 RM. ar
Familien mit Zuſchlagsempfängern. An den Aufwendungen der
Ge=
meinde für dieſe Winterbeihilfe beteiligen ſich der
Landesfürſorgever=
band und der Bezirksfürſorgeverband mit fe 25 Prozent. Auf Antrag
des Gemeinderates Gärtner, der angenommen wurde, ſollen eine gleich
Beihilfe auch alle diejenigen bekommen, deren Einkommen zwar den
Unterſtützungs=Richtſatz der allgemeinen Fürſorge erreicht, aber
unter dem Richtſatz der gehobenen Fürſorge bleibt. Vorausſetzung
iſt allerdings, daß die beiden Fürſorgeverbände ſich auch hierbei mit je
25 Prozent an den Koſten beteiligen. Mit dieſem Beſchluß erledigt ſich
ein Antrag des Gewerkſchaftskartells, der ſich mit der Gewährung einen
Vinterbeihilfe beſchäftigte. Ein weiterer Antrag des Kartells, daß die
Gemeinde in Fällen beſonderer Notlage Brennmaterial abgeben möge,
wird angenommen, ein dritter Antrag, der die Krankenverſicherung der
Ausgeſteuerten betrifft, dem Finanzausſchuß zur Beratung überwieſen.
Der Umorganiſation der Bezirksſparkaſſe Zwingenberg=Bensheim, die
durch die Erhebung der Rechnungsſtelle Bensheim zur ſelbſtändigen
„Bezirksſparkaſſe Bensheim” notwendig wird, ſtimmt der Gemeinderat
zu. Die Gemeinde verbleibt ſomit Mitglied der Beziuksſparkaſſe Zwin
genberg, die unter dieſem Namen firmieren wird. Für einen der Ge
meinde zuſtehenden Vorſtandsſitz bei dieſer Kaſſe ſoll Bürgermeiſter Dr.
Uecker in Vorſchlag gebracht werden. Das Baugeſuch Heinrich
Strik=
kel (Neubau in der Alten Darmſtädterſtraße) wird unter Vorbehalt
ge=
nehmigt. Folgende Straßen ſollen demnächſt auf dem Wege der
Not=
ſtandsarbeit hergeſtellt werden: Wilhelmſtraße, Weingartenſtraße im
Zuge nach der Wilhelmſtraße und Paliſadenſtraße. Ferner ſoll der
Bau=
platz Ecke Ober= und Alte Darmſtädterſtraße planiert und mit einer
Ein=
friedigung verſehen werden. — Der Bürgermeiſter teilte dem
Gemeinde=
rat mit, daß es die Heag nicht dulde, wenn nach Bahnſchluß Eberſtädter
Einwohner einen hier durchfahrenden Autobus zur Fahrt nach oder von
Darmſtadt benützen. Das war Signal zu einer „Heag=Debatte”, in der
behandelt wurden: „Berichtigung der Tarifgrenzen”, Fahrpreisaufſchlag
(Fahrſcheinheftchen), Baufälligkeit der Wartehalle, Beſeitigung der
Monopolſtellung der Heag auf dem Verkehrswege Eberſtadt—Darmſtadt.
Eine dreigliedrige Kommiſſion (Heißt, Gärtner, Rückert) wird mit dem
Auftrage gewählt, dem Miniſterium die Beſchwerden der Gemeinde
vor=
zutragen.
Aa. Eberſtadt, 13. Dez. Beſichtigung des
Gemeinde=
hauſes. Das neue Gemeindehaus iſt noch am Sonntag, den 14.
De=
zember, nachmittags 3—5 Uhr, zur allgemeinen Beſichtigung geöffnet. —
Die vom Gemeinderat für das Kalenderjahr 1931 beſchloſſene Gemeinde=
Hundeſteuer beträgt, wenn der Hundebeſitz in die Zeit vor dem
1. Juli fällt, 8.— Mk., und wenn der Hundebeſitz in die Zeit nach dem
1. Juli fällt, 4.— RM. Für jeden zweiten und weiteren Hund wird der
doppelte Satz erhoben als für den vorhergehenden. — Die Steuer
karten für das Kalenderjahr 1931 gelangen ab Montag, den 15.
De=
zember, auf Zimmer 3 der Bürgermeiſterei zur Ausgabe.
Cp. Pfungſtadt, 13. Dez. Der Weihnachtsſparverein
„Friſch auf” kann in dieſem Jahre 3000 RM. Spargelder zur
Auszab=
lung an ſeine Einleger bringen.
Cp. Pfungſtadt, 12. Dez. Schilfrohrverſteigerung. Am
Dienstag nachmittag (16. Dezember) wird im Rathaus die
Schilfrohr=
ernte an der Gemeinde=Torfgrube öffentlie
t.
verſteige
vorletzten
Ak. Nieder=Ramſtadt, 11.
Dez=
en
diebe.
Keller dahier Ludwig=
Nacht wurden aus der Behauſung des Karl
ſtraße 34, aus dem Haſenſtall heraus zwei der ſchönſten Zuchttiere
ge=
ſtohlen. Es handelt ſich um eine graue Widderart. Die Diebe müſſen
mit den Verhältniſſen genau vertraut geweſen ſein, da keinerlei Spuren
hinterlaſſen wurden, die auf einen gewaltſamen Einbruch ſchließen laſſen.
Das Hoftor war gut abgeſchloſſen. Die Diebe können ſonach nur durch
Ueberſteigen in den verſchloſſenen Hofraum gekommen ſein. Der
Ver=
dacht richtet ſich gegen zwei junge Leute aus Ober=Ramſtadt, die tags
zuvor bei dem Beſtohlenen nach Haſen nachfragten und ſich auch die
Haſenſtalleinrichtung betrachteten. In der letzteren Zeit häufen ſich
über=
haupt die Kleinviehdiebſtähle in einem Maße, daß größte Vorſicht am
Die Zelluloidwarenfabrik M. Richter da=
Platze iſt. —
hier, welche bisher überaus reichlich beſchäftigt war und einige Zeit hin
durch ſogar mit Nachtſchichten durcharbeitete, ſah ſich jetzt auch durch
die nachlaſſenden Aufträge gezwungen, ihren Betrieb einzuſchränken.
Dies hatte zur Folge, daß faſt die Hälfte der Belegſchaft entlaſſen wurde,
womit die Arbeitsloſenzahl hieſiger Gemeinde wiederum beträchtlich
er=
höht wurde, namentlich aber diejenige der weiblichen Perſonen.
Ak. Nieder=Ramſtadt, 12. Dez. Mäuſeplage. Die auf Veran
laſſung des Kreiſes und des Landwirtſchaftsamts durch die Gemeinde
in hieſiger Gemarkung durchgeführte ſyſtematiſche Mäuſevertilgung hatte
guten Erfolg. Ueberall in der Gemarkung kann man jetzt eingegangene
Mäuſe feſtſtellen. Das Giftgetreide hatte offenbar doch eine gute
Wir=
kung. Es erſcheint ratſam, darauf zu achten, daß die eingegangenen, an
der Oberfläche liegenden Mäuſe nicht von Hunden oder Katzen gefreſſen
werden, da das Gift immerhin noch eine nachhaltige Wirkung ausüben
dürfte. — Holzverſteigerung. Die Holzhauerarbeiten im
Ge=
meindewald ſind nun ſoweit vorgeſchritten, daß bereits im Laufe der
nächſten Woche die erſte Verſteigerung abgehaltem werden kann. Es
ge=
langt eine größere Menge Buchenſcheit=” und Knüppelholz ſowie Durch
forſtungswellen zum Verkauf. Die Preiſe ſtellen ſich offenſichtlich ſo, daß
wenigſtens die Geſtehungskoſten gedeckt werden, was im letzten Jahre
vielfach nicht der Fall war. — Beſitzwechſel. Das dem Nikolaus
Jörtz gehörende Gaſthaus Zum Schützenhof” wechſelt am 15. d. M.
abermals den Gaſtwirtſchaftsinhaber. Als Pächter zieht ein früherer
Gaſtwirt aus Worms ein
G. Ober=Ramſtadt, 13. Dez. Elektriſches Geläute. Am
vergangenen Montag wurden die Arbeiten an der elektriſchen
Läute=
anlage in unſerer evangeliſchen Kirche begonnen. Urſprünglich dachte
man, die Anlage ſchon am nächſten Sonntag (3. Advent) in Betrieb
neh=
men zu können, dies wird aber nun doch nicht möglich ſein.
Verſchie=
dene Arbeiten ſind noch notwendig geworden, auch aus anderen tech
niſchen Gründen erſcheint es richtiger, die Anlage in der nächſten Woche
erſt endgültig fertigzuſtellen. Die gottesdienſtliche Inbetriebnahme ſoll
dann beſtimmt am 4. Advent im Hauptgottesdienſt ſein.
G. Ober=Ramſtadt, 12. Dez. Klein und Sozialrentner=
Fürſorge. Die Bezüge der Klein= und Sozialrentner für Monat
Dezember kommen am Montag, 15. Dezember, vormittags von 8—12
Uhr, bei der Gemeindekaſſe zur Auszahlung.
— Reinheim, 13. Dez. Die Bezirksſparkaſſe Reinheim kann die
er=
freuliche Mitteilung machen, daß der Zinsfuß für Aufwertungseinlagen
Januar 1930 mit Genehmigung des Miniſteriums des Innern
ab 1
von 3 Prozent auf 5 Prozent erhöht wird. Siehe heutige Anzeige.
Seite 7
Opferwillige Bogelsberger Bauern.
Aus Stumpertenrod und Köddingen wird uns
ge=
ſchrieben:
Auf Anregung von Herrn Pfarrer Geißler, fand in den beiden
Dörfern der Pfarrei vor einigen Wochen eine freiwillige Sammlung
von Naturalien aller Art für das Diakoniſſenhaus in Darmſtadt ſtatt.
das Ergebnis war entſprechend der reichen Kartoffelernte hervorragend.
Nahezu 180 Zentner Lebensmittel wurden in beiden Dörfern mit meiſt
kleinem und kleinſtem Beſitz geſpendet und von hieſigen Landwirten
unentgeltlich an die 3—4 Stunden entfernten Stationen gebracht, von
wo mit noch anderen Gemeinden zuſammen ein Sammelwaggon
ab=
ging. Unmittelbar vor der Sammlung war in den Erntedankfeſtfeiern
eine Kollekte von rund 100 Mark eingegangen. Vor 14 Tagen hielt im
Rahmen von winterlichen Volksbildungsabenden in beiden Dörfern
Herr Stadt=Jugendpfarrer Lic. zur Nieden aus Offenbach a. M
auf Einladung des Pfarramtes einen Vortrag über das Thema: „
Groß=
ſtadtelend und Arbeitsloſigkeit‟. Der Redner gab in anſchaulicher
Weiſe ein erſchütterndes Bild von dem furchtbaren Elend und der
un=
geheuren Not, der viele Familien underſchuldet durch das Schickſal
preisgegeben ſind. Unter dem erſchütternden Eindruck des Vortrages
entſchloß man ſich, auf Anregung aus der Mitte der Verſammlung
her=
aus, für die Linderung des kraſſeſten Elends ſpeziell für Offenbache=
Arbeitsloſe nochmals einen ganzen Waggon Kartoffeln zu ſammeln,
trotz der bereits erfolgten beachtlichen Spenden. Einige Tage ſpäter
wurde er dann auch völlig frachtfrei — ſogar die Bahnfracht in Höhe
von 50 RM. beſtritt man — der Offenbacher Fürſorge zugeſtellt.
Dieſes Opfer von zwei der entlegenſten Vogelsberger Gemeinden
verdient höchſtes Lob und Anerkennung. Dieſe Tat echt chriſtlicher
Nächſtenliebe und Mitgefühls mit ihren in Not befindlichen
Volks=
genoſſen von Menſchen, die ſelbſt wohl mit am ſchwerſten unter der
wirtſchaftlichen Not innerhalb ihres Berufsſtandes zu leiden haben,
wurzelt in der tief kirchlichen und religiöſen Einſtellung unſerer
Dör=
er. Gerede von Menſchlichkeit, Pflicht, Moral uſw. ſind und bleiben
Phraſe, wenn ſie nicht letztlich aus tiefem chriſtlichem
Verantwortlich=
keitsempfinden herauswachſen. Nur Kinder dieſes Geiſtes können
Menſchen, die vielleicht größtenteils ihre erbittertſten, unverſöhnlichſten
politiſchen Gegner ſind und abſeits der Kirche ſtehen, ja ſogar zu ihrer
Gegnerſchaft gehören, in der Nor die helfende Hand reichen und Opfer
bringen. Dieſe Tatſache wird leider von weiten Kreiſen unſeres Volkes
überſehen. Möchten alle, die die innere Zerriſſenheit und immer tiefer
greifende Zerklüftung unſeres Volkes mit Sorge erfüllt und die
ernſt=
lich helfen wollen, begreifen, daß alles eitel Mühen iſt, wenn nicht unſer
Handeln aus dem Glauben an eine letzte Verantwortung Gott
gegen=
über geboren wird.
* Fürth i. Odw., 12. Dez. Pfarrer Meher bereitete am Sonntag
gegen abend den Proteſtantem Fürths in ſeiner Kirche eine echte
Ad=
ventsſtunde, zu der erfreulicherweiſe auch zahlreiche Katholiken ſich ein
fanden. Seinen Bemühungen war es gelungen, den beredtem Zeugen
für weſenhaft chriſtliche und deutſche Kunſt, Herrn Dr. Zeh, fü
ine
Stunde tiefſter Andacht vor dem „Iſenheimer Weihnachtswunder” zu
gewinnen. Die Fülle hervorragender, liebevoll ausgewählter Lichtbilder
des Werkes Grünewalds öffnete unmittelbar die Herzen. Was an dem
Vortrag Dr. Zehs, des ehrfürchtigem Kenners, beſonders feſſelte, iſt die
Sprachgewalt, mit der er ſowohl die Sinnlichkeit der Malerei als auch
die Geiſtigkeit des Gehalts zu deuten verſteht. Der einfachſte Hörer wir
durch den Brand ſeiner Rede entzündet und dadurch geraden Wegs in
die Offenbarung des Künſtleriſchen hineingeführt. Es war nur allzu
ſelbſtverſtändlich, daß nach dem Vortrag Gäſte von auswärts den
Vor=
trag auch ihrer Gemeinde zugute kommen laſſen wollten. Wir dürfen
jetzt ſchon verraten, daß Herr Dr. Zeh ſolche Wünſche mit einer
Paſ=
ſionsfeier erfüllen wird. Ganz weſentlich trugen zum Gelingen des
Ganzen die muſikaliſchen Einlagen bei, die in der Flur der Eindrücke
die Ruhe der Verſenkung ermöglichten. Sololieder und Terzette, zart
der Stimmung des Bildes angepaßt, wechſelten ſtilvoll, einander ab.
Hilde Maurer kündete lieblich und hingebungsvoll „Marias
Wiegen=
lied” in Regers ſchlichter Weiſe. Anna Schmitts wohlgrundierter
tieferer Klang entfaltete ſich reich in Hildachs „Vernimm es, liebe Chri
ſtenheit”. Beider Geſang zeigte deutlich und gewinnend die
Stimm=
bildekunſt ihrer Meiſterin, Fräulein Clara Gieß=Heppenheim. Nennen
wir noch Herrn Aſſ. Kadel als Orgelſvieler und Herrn Lehrer Becker
Hornbach als geſchickten Regiſſeur des Lichtbilderapparats, ſo haben wir
aller derer gedacht, denen die zahlreichen Beſucher aus vollem Herzen
für die Feierſtunde zu danken haben.
O. Sch.
— Gernsheim, 13. Dez. Waſſerſtand des Rheins am
12. Dezember 1.00 Meter, am 13. Dezember 0,88 Meter.
Br. Langen, 13. Dez. Einbruch. Geſtern nacht brachen wieder
Einbrecher in ein Haus der Gartenſtraße ein, wo ihnen ein kleiner
Geld=
betrag in die Hände fiel. Die in den letzten Wochen hier verübten
Ein=
brüche finden nur in ſolchen Häuſern ſtatt, in deren Parterregeſchofſen
keine Schlafräume ſind. — Die hieſige Bezirksſparkaſſe hat mit
Geneh=
migung des Herrn Miniſters des Innern den Aufwertungsſatz für
Ein=
lagen von 15 Prozent auf 18 Prozent mit Rückwirkung erhöht. Es
kom=
men alſo auch die Einlagen, die nach dem 14. Juni 1922 abgehoben
wur=
den, zur Aufwertung. Die aufgewerteten Einlagen werden für 1931
mit 4 Prozent, ſeither 3 Prozent, verzinſt.
Rheinheſſen.
* Mainz, 13. Dez. Chronik. Der Mainzer Stadtrat hatte die
Vorlage der Verwaltung über die Einführung einer Bürgerſteuer
ab=
gelehnt. Auf Grund der neuen Notverordnung des Reichspräſidenten,
die in bezug auf die Bürgerſteuer eine weſentliche Verbeſſerung
ent=
hält, wurde die Einführung der Bürgerſteuer wieder vom
Oberbürger=
meiſter beantragt, und ſollte in der Stadtratsſitzung vom
Freitag verhandelt werden. Vor der Sitzung wurde aber im
Fi=
nanzausſchuß über die Bürgerſteuer beraten. Die Parteien kamen zu
keinem endgültigen Ergebnis und verlangten eine nochmalige
Nachprü=
fung des ſtädtiſchen Etats. Darauf zog der Oberbürgermeiſter im
Ple=
num ſeine Vorlage vorläufig zurück. — Ueber die Gewährung
einer Weihnachtsbeihilfe entſpann ſich eine längere Debatte.
Der Wohlfahrtsdezernent, Bürgermeiſter Dr. Kraus, begründete die
ablehnende Haltung der Stadtverwaltung. Man lehne ſolche
ſchema=
tiſche Maſſenbeihilfen ab, um den Grundſatz der individuellen
Wohl=
fahrtspflege aufrecht zu erhalten und die Richtſätze der Fürſorge
beachten. Neben der bereits bewilligten Winterbeihilfe, die 116 000 RM.
mehr als der Voranſchlag erfordere, könne die Stadtverwaltung eine
beſondere Weihnachtsbeihilfe, die weitere 90000 RM. beanſpruchen
würde, nicht vertreten. Die Vorlage wurde jedoch bei 8
Stimmenthal=
tungen und zwei Neinſtimmen der Verwaltung angenommen. In der
Deckungsfrage ergab ſich inſofern eine glückliche Löſung, als die Zins
rlicklagen der Städtiſchen Sparkaſſe größer ſind als erwartet, nämlich
180 000 RM. Davon ſind ſtatutengemäß die Hälfte zur freien Verwen
dung und können zur Abdeckung der für die Weihnachtsbeihilfe
benötig=
ten 90000 RM. verwandt werden. Zur Ausführung von
Not=
ſtandsarbeiten ſollen am Fort Weiſenau und Heiligkreuz die
Feſtungswerke niedergelegt werden. Es ſollen zu dieſen Arbeiten 106
Wohlfahrtserwerbsloſe ein viertel Jahr beſchäftigt werden. Die Mittel
von 100 000 RM. werden bewilligt. — Nach langen Erörterungen von
Für und Wider, Beſprechungen mit den Behörden und reiflichen
Er=
wägungen hat das Komitee des Mainzer
Karnevalver=
ins beſchloſſen, auch in dieſer Saiſon unter weſentlichen
Einſchrän=
kungen eine Karnevalskampagne durchzuführen. — Der
Reichs=
tag ſtimmte Freitag dem Verkauf weiteren
Feſtungsge=
ländes (Fort Heſſen, Petersaue, Rheinſtraße, Fort Mainſpitze) für
410 565 RM. an die Stadt Mainz zu. Das jetzt verkaufte Gelände iſt
das letzte noch reichseigene ehemalige Feſtungsgelände der inneren
Ver=
teidigungslinie. — Zum Leiter der neuen ſtädtiſchen
Kin=
derklinik wurde Profeſſor Opitz von der Univerſitätsklinik in
Ber=
hin gewählt. Der Stadt Mainz iſt es damit gelungen, einen der
an=
geſehenſten deutſchen Kinderärzte nach Mainz zu bekommen. — Ju
Oppenheim fand in Anweſenheit von 5 Landtagsabgeordneten der
D.V.P., des Zentrums und der Demokraten eine große
Kund=
gebung gegen die beabſichtigte Auflöſung des
Krei=
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345
Sonntag, den 14. Dezember 1930
chſelt mit Ernſt. Kein Schüler wird den „
Schand=
ſſts” aus der Hand legen, bevor er die letzte Zeile ver=
und ſchmunzelnd wird er in manchen Lehrern und
mer Lehrer und Klaſſenkameraden wiedererkennen.
Ell dichteriſcher Schönheit, wohl ausgewogenem
Ge=
rihl und Sinn für Humor iſt mit einer feinen
Ein=
e Kinderſeele geſchrieben, ſo daß es zu einem
blei=
uum unſerer Jugend werden wird. (Verlag Williams
b. H.)
Dolittle iſt längſt jedem Kind zu einer lieben
en Geſtalt geworden. Man empfindet für ihn die
ue, mit der ihn ſein Schöpfer Hugh Lofting immer
Neue geſtaltet. In „Doktor Dolittles Zoo” erzählt
tubbins, ſein treuer Begleiter, den wir noch von
les ſchwimmende Inſel” gut kennen und der, jetzt
ich zur Aufgabe macht, des Doktors Erlebniſſe
auſ=
u des Doktors Heimkehr, und wie er in ſeinen ruhi=
Puddleby einen Zoo errichtet. Ein ideales Heim,
Tiere des Landes aufgenommen werden und im
drktor Dolittles Gartenmauer ein gemütliches Leben
hören von den Streitigkeiten zwiſchen der
Dachs=
em Mäuſeklub. Ein Detektivhund wird Mitglied des
ſeſſſeloſe Hunde, löſt ein großes Geheimnis und
er=
einen großen Schatz, der zum Nutzen der Tiere
id. (Verlag Williams u. Co., G. m. b. H.)
ählungen zu einer neuen Idee enthält das von
t mütterlichen und mit unſerer heutigen Jugend
Fu geſchriebene Werk „Beſtellte Geſchichten”. Jedes
ſich gern von ſeiner Mutter Geſchichten erzählen.
Held unſeres Buches, beſtellt ſich ſeine Geſchichten
r indem er ein paar ganz unzuſammenhängende
wvie zum Beiſpiel: einen Kartoffelſack, ein
zer=
lrrad, einen Fuchs, der ſich in einer Falle gefangen
iges Auto und ein brennendes Haus auswählt, und
emiß ihm eine Geſchichte erzählen, in der alle die
ge=
her ſtände eine Rolle ſpielen. Am Schluß des Buches
Eenp ſelbſt eine ſchwierige Geſchichte zu Ende, von der
ur den Anfang zuſtande gebracht hat. (Verlag Wil=
G. m. b. H.)
nithießen: Die Räuberjagd. Drittes Abenteuer des
gen hundert Augen. 3. bis 5. Tauſend. 80 (I
und
reiburg im Breisgau 1930, Herder. Kartonniert
in Leinwand 3.50 RM.
übermütige, allzeit luſtige, unverwüſtliche „Herr
dert Augen” auf neuen Wegen.
Die „Räuberjagd”
2:and von Rolfs Taten und Abenteuern und gibt den
mn Spannung und Handlung wahrlich nichts nach.
hundert Augen haben, der neunzehnjährige Rolf.
ſer drei Erzählungen. Sonſt würde es ihm niemals
die Teilnehmer der Expedition durch die tauſend
Abenteuer der geheimnisvollen Tibetberg
noch
ſtec lichen Winter, hindurchzuführen. Denn er
der
teigentlich der Führer, wo man einen verſchollenen
verſchollene Schätze im hohen Norden ſucht, und nicht
r „Räuberjagd” durch Rußland, Afghaniſtan,
In=
ſo man ein geraubtes Mädchen zu befreien hat.
Gopal Mukerdſchi: „Der Herr der Herde‟. Geheftet
Leinen 5.50 RM. Die aus inniger Vertrautheit
geſchriebene Geſchichte einer Elefantenherde und
im geſtaltenreichen indiſchen Dſchungel. Der junge
er wird im Augenblick höchſter Gefahr zum Führer
lbſt erzählt, welche Geſchicke ihm die Reife zu ſei=
WFühreramt gaben, wie er ſeine Schar leitet und er=
Uſße Halten tiefe Einblicke in das Elefantenleben. Wie
Bücher des Inders Mukerdſchi, iſt auch dieſes voller
im Farbe und Bewegung und getragen von einem
erlichen Gefühl für alle Kreatur. (Verlag Rütten
ankfurt a.. M.)
— Oeſtlich der Sonne und weſtlich vom Mond. Mit acht
Bil=
dern von Fritz Franke. Geb. 3.80 RM. In dieſem Buch
er=
zählt Sigrid Undſet in Anlehnung an ein altes norwegiſches
Volksmärchen von dem zum Weißbar verzauberten König
Vale=
mon, der um ein armes Mädchen freit. Die Liebenden verlieren
einander, leiden unter der Trennung, ſuchen und finden ſich
ſchließlich. Der böſe Zauber wird durch Treue und Klugheit gelöſt.
Das wird mit großer Spannung geſchildert, wozu die dramatiſche
Form das Beſte beiträgt. (Rütten u. Loening, Verlag,
Frank=
furt a. M.)
Rudolf G. Binding: Das Peitſchchen. Eine
Weihnachts=
geſchichte. Mit vier farbigen Bildern von Fritz Franke. Geb.
1.20 RM. (Verlag Rütten u. Loening.) Ueber dieſe Geſchichte
ſchrieb ein kleines rheiniſches Mädel an den Himmel einen Brief,
der auf dem Frankfurter Hauptpoſtamt geöffnet worden iſt: „
Lie=
ber Gott und Petrus, wenn der Dichter Rudolf Binding einſt
oben ankommt, ſo laßt ihn nur ja herein, denn auch das
Jeſus=
kind wird ſeinen Spaß an ihm haben — ſo ſchön erzählt er.” Eine
gemütvollere Kritik iſt wohl ſelten einem Dichter und ſeinem
Werk zuteil geworden.
Ferdinand Emmerich: Hüter der Wildnis. Reiſeerzählung. Mit
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Einfach und doch äußerſt ſpannend erzählt der Verfaſſer von
ſeinen Erlebniſſen und Beobachtungen bei den Indianern. Er
hat die Rothäute und ihr wildes, ſchönes Land erforſcht und keine
Mühe und Gefahr geſcheut. Die einſamſten Gegenden haben ihn
am meiſten gelockt, wo die Kultur noch nichts verdorben hat.
Nach=
dem er anfängliches Mißtrauen überwunden hatte, haben die
Indianer ihn meiſtens gaſtfreundlich aufgenommen. Trefflich
ſchil=
der er das primitive Leben dieſer Stämme.
Tami Oelfken: Nickelmann erlebt Berlin. Die in
intereſ=
ſierten Kreiſen gut bekannte Pädagogin Tami Oelfken, die in
Berlin eine zweite Heimat gefunden hat, verfolgt in ihrer
lang=
jährigen Arbeitspraxis ein beſonderes Ziel. Sie will die Kinder
lebens= und erkenntnisfähig machen, indem ſie mit ihnen wie ein
treuer Pionier vorwärtsdringt in die Schwierigkeiten der Umwelt.
Immer ſind ihr die Kinder Mittelpunkt und Fortſetzung der Welt
geweſen. Beſonderes Intereſſe verdient ihr beharrlich wiederhol
ter Verſuch, Kinder aller Altersſtufen in einem kulturbetonten
Geſamtunterricht zu fördern. Tami Oelfken möge uns allen nochk
mehr ſolch tapfere Bücher ſchenken, aus der Praxis, aus dem
Le=
ben, für die Praxis, für das Leben.
Ein Weihnachtsgeſchenk für 20 Pfg., das eine kleine, ſchöne
Welt mitbringt, iſt das Weihnachtsheft der „Deutſchen Jugend
(Berlin (W. 10. Cornelusſtr. 4 b), der Kinderzeitſchrift, die von
den Jugendſchriftlern häufig als die beſte deutſche
Jugendzeit=
ſchrift bezeichnet worden iſt.
Muſchkoten. Erlebniſſe eines Frontſoldaten von Karl Kleemann.
Broſchiert 4.— RM., in Ganzleinen elegant gebunden 6.— RM.
Phönix=Verlag Carl Siwinna, Berlin SW. 11.
Das vorliegende Buch unterſcheidet ſich inſofern von den meiſten
bisher erſchienenen Kriegsromanen, als es nicht ungewöhnliche
Einzel=
ſchickſale bringt, ſondern die durchaus nicht ungewöhnlichen, aber eben
deshalb allen ehemaligen Frontkämpfern gemeinſamen allräglichen
Erlebniſſe eines „Muſchkoten” von der Zeit ſeiner Ausbildung bis zum
Friedensſchluß ſchildert. Jeder der im „dickſten Schlamaſſel” ſelber
dringeſteckt hat, und viele, die ſich mit mehr oder weniger Humor in
die dem bisherigen Zivilleben ſo ganz entgegengeſetzte „
Kommißatmo=
ſphäre” hineingefunden haben, werden bei dieſer oder jener Szene des
Buches und in dieſer oder jener der redend eingeführten Perſonen ſich
ſelber wiedererkennen.
Alfreb Bock: Der Kuppelhof. Ein Bauernroman. (H. Eichblatt
Ver=
lag in Leipzig. Broſchiert 3,40 RM., gebunden 5,25 RM.)
Alfred Bock, deſſen Schaffen reif und heimattief iſt, bietet uns mit
dieeſm Buch ein Werk, deſſen Bedeutung bleiben wird. Wir haben in
Wilhelm Polenz und Guſtav Schroer gewiß Kenner und Schilderer
deutſchen Bauerntums, die uns das Verwachſen von Menſch und Scholle
zu ſchildern wiſſen; wir müſſen aber bekennen, meiſterlicher und
über=
zeugender iſt wohl dieſes Problem des Feſthaltens und Vergrößerns
bäuerlichen Beſitzes nie geſchildert, als „Der Kuppelhof” uns kündet!
*
Fürwahr, es iſt ein Buch aus einem Guß
Seite 9
Frohes Schaffen. Band VII. Das Buch für jung und alt. 500 Seiten.
300 Bilder, 4 Farbtafeln. Ganzleinen Preis 7,50 RM. Deutſcher
Verlag für Jugend und Volk, G.m.b.H., Wien I, Burgring 9, und
Leipzig.
Die Tatſcche, daß dieſes Jahrbuch nun auch ſchon zum ſiebenten
Male herausgebracht wird, beiveiſt am beſten, daß es ſich bereits eine
feſte Stellung bei der deutſchen Jugend erworben hat. Und das tſt
ohne weiteres verſtändlich bei der Reichhaltigkeit des Inhalts. Dieſes
Jugendbuch iſt ein Ausdruck unſeres techniſchen Zeitalters. In leicht
faßlicher Form werden die gewaltigen Fortſchritte
uf dieſem Gebier
dargeſtellt. Daneben führen Schilderungen ferner
änder hinaus in
die weite Welt. Spannende Erzählungen bekannter
Autoren ergänzen
den Inhalt, der durch vorzügliches und reichhaltiges
Illuſtrationsmate=
rial dem Leſer beſonders lebendig gemacht wird. Ein anregendes und
belehrendes Buch, das man gern unſerer heranwachſenden Jugend in
die Hand gibt.
— Adrienne Thomas: Die Katrin wird Soldat. (Propyläen=Verlag,
Berlin. Preis broſchiert 4.— RM., Leinen 6.— RM.)
Eine bisher unbekannte Schriftſtellerin ſchreibt einen Roman
ver=
öffentlicht ihn in einer großen Tageszeitung, und ſtürmiſch erhebt ſich
die Forderung, dieſen Bericht in Buchform erſcheinen zu laſſen. — Der
Propyläen=Verlag hat den Wunſch erfüllt und legt ſoeben. Die Katrin
wird Soldak” von Adrienne Thomas vor. — Es ſind
Tagebuchaufzeich=
nungen der jungen Elſaß=Lothringerin Katrin Lenz, die 1911 an ihrem
vierzehnten Geburstag, beginnen und 1916 im Kriege enden. Das
Buch hebt an mit der zarten Jugendliebe zu einem feingebildeten
älte=
ren Mann, und es klingt aus mit dem Tode der Schreiberin.
Da=
zwiſchen aber liegt ein Meer von Leid und Heroismus, dazwiſchen liegt
das Leben eines jungen Menſchenkindes, das am Krieg zerbricht. Ein
ſelten eindringliches Buch, das durch die Einfachheit ſeiner Sprache,
durch die Klarheit ſeiner Gedanken an das Herz des Leſers rührt.
Fritz Bauer: „Feuer am Mittelmeer”, ein Roman aus Monte Carlo.
(Winckelmann u. Söhne, Berlin=Lichterfelde. Gebunden 5,85 RM.,
broſchiert 4,50 RM.)
Von der intereſſanten Fabel abgeſehen, liegt die Stärke des Romans
in der Zeichnung von Menſchentypen und ihres Milieus. Eine
natur=
getreue und dabei anmutige Nachbildung des Lebens. Kluge
Beobach=
tung, der das kleinſte und ſcheinbar nebenſächlichſte Rädchen der
menſch=
lichen Seele nicht entgeht, paart ſich mit einer feinen Jronie, und über
dem Ganzen ſchwebt eine milde, gütige Satire, die menſchliche Schwäche
und Kleinheit verſtändlich und heroiſche Stärke menſchlich macht. Das Buch
hat Niveau, ohne (im abträglichen Sinne) literariſch zu ſein. Die
Handlung iſt ſpannend, ohne überladen zu ſein.
Vorſicht! Feind hört mit! Eine Geſchichte der Weltkriegs= und
Nach=
kriegsſpionage. Herausgegeben von Hans Henning Freiherr Grote.
Verlag Neufeld und Henius. Preis 4,80 Mk.
Auf die Kriegsbücher ſind die Spionagebücher gefolgt. Aber gerade
auf dieſem romantiſchen Gebiet haben die Verfaſſer vielfach ihrer
Phan=
taſie in ſo weitgehendem Maße freien Lauf gelaſſen, daß ein Buch
jeden=
falls zu begrüßen iſt, das, wie das vorliegende, ſich ſtreng an die
Tat=
ſachen hält. Auch dieſe Tatſachen bieten ja ſchon genügend Romantik,
und ſo wird man mit Intereſſe den Kampf im Dunkeln hinter den
Ku=
liſſen des großen Welttheaters verfolgen.
Helmuth Th. Boſſert und Heinrich Guttmann: „Aus der Frühzeit
der Photographie” (1840—1870). Ein Bildbuch nach 202
Origi=
nalen. Preis: Ganzleinen 8,50 RM. Societäts=Verlag,
Frank=
furt a. M. 1930.
Die Frühzeit der Photographie kann vielleicht erſt heute als
das, was ſie in ihrer tieferen künſtleriſchen Bedeutung iſt,
gewür=
digt werden. Solange das Intereſſe für die photographiſche
Tech=
nik und für den Fortſchritt dieſer Technik die ſtärkſte
Aufmerkſam=
keit beanſpruchte, ſolange wurden auch bewußt oder unbewußt
tech=
niſche Maßſtäbe an die Leiſtungen der erſten Photographen
ge=
legt. Um ſo überraſchender und wertvoller dürfte eine
Publika=
tion ſein, die eine erſte Sicht auf die Lichtbilder der
Photogra=
phen Frankreichs, Englands Deutſchlands und Amerikas geſtattet.
Die frühe Photographie iſt erſtaunlich ſachlich. Nur im
Bild=
ausſchnitt, in der Auswahl des Charakteriſtiſchen und in der
Ord=
nung der Gegenſtände kommt der Stil der Zeit zum Ausdruck. Ein
gereifter Stil, der auf Anſchauung und Wiſſen um Kompoſition
be=
ruht, der ſich im Lichtbild oft prägnanter bekundet als in der
zeit=
genöſſiſchen Malerei. Der Fall des größten Photographen jener
Zeit, David Octavius Hill, iſt tyviſch. Seine Lichtbilder
über=
ragen bei weitem ſeine gemalten Bilder. Das frühe Lichtbild iſt
kunſt= und kulturhiſtoriſch von ſtärkſtem Intereſſe.
V.10354
Oist im Haus!
Darum herrscht strahlendes Glänzen und leuchtendes Blinken
in Küche und Heim. Der herrliche Helfer Oerleichtert und
ver=
einfacht alle häuslichen Reinigungsarbeiten. Zum
Geschirrauf=
waschen und Spülen können Sie sich keine bessere Hilfe
wün=
schen. Schnell sind Schüsseln, Teller, Tassen, Saucieren usw.
von allem Fett und Schmutz befreit, ihr prächtiger Hochglanz
wetteifert mit dem Licht der Sonne. Selbst die stärksten
Ver=
schmutzungen oder Verkrustungen bei Löpfen, Pfannen,
Bestek=
ken und Holzgeräten entfernt 0 mühelos rasch und vollkommen
— einfach wunderbar sind seine fett= und schmutzlösenden Kräfte.
Nichts kann 0 widerstehen! Auch Sie wird O durch fabelhafte
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fallen hat, unſere liebe Schweſter, Schwägerin
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Frau Marie Völker
geb. Kohl
Witwe des Garniſonverwaltungsdirektors
Louis Völker
am 12. Dezember ds Js. von ihrem langen
Leiden durch einen janften Tod zu erlöſen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Marg. Kahnert, geb. Kohl.
Darmſiadt, den 13. Dezember 1930.
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Rhönring 56.
Die Beerdigung ſindet ſitatt: Montag, den 15. Dezember,
nachmitags 3 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhotes
aus.
Am 11. ds. Mts. iſt nach langem Leiden unſere
liebe Mutter/ Großmutter, Schweſter,
Schwieger=
mutter und Tante
Hlau deing Botey Bwr.
geb. Pätz
im Alter von 85 Jahren ſanft entſchlafen.
Für die trauernden Hinterbliebenen:
Angelica Lorey, Santos
Familie Willy Lorey, Sao Paulo
Familie Harrh Loren, Venedig
Familie Fritz Loreh, Darmſiadt
Beria Lorey, Darmſiadt.
Darmſtadt, den 13. Dezember 1930.
Wilhelminenſtr. 38.
U
Die Beerdigung findet Montag, den 15. Dezember,
vormittags 11 Uhr, auf dem Waldfriedhof ſtatt.
Statt beſonderer Anzeige.
Heute früh um 5 Uhr verſchied nach ſchwerem Leiden
unſer lieber herzensguter Bruder
Wilhelm Henigſt
Bankbeamter i. R.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
In tiefſtem Schmerze:
Die Schweſter
Frau Dr. Caroline Setzer Wwe.
geb. Henigſt.
Darmſtadt, Berlin, den 43. Dezember 1930.
Eliſabethenſtr. 25½
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Die Einäſcherung findet am Dienstag, den 16. Dez.,
11 Uhr vormittags, auf dem Waldfriedhof ſtatt.
Blumenſpenden dankend abgelehnt.
Statt beſonderer Anzeige.
Vorgeſtern entſchlief ſanft nach kurzem Leiden unſre
liebe Schweſter, Schwägerin und Tante
Frau Meta Billerbeck
geb. Grau.
im 67. Lebensjahr.
Für die Hinterbliebenen:
Dr. Offenbächer.
Darmſtadt Frankfurt, Hamburg, Wächtersbach,
am 13. Dezember 1930.
Die Beerdigung findet Dienstag, den 16. Dezember
1930, mittags 12½ Uhr, auf dem Frankfurter
Haupt=
friedhof ſtatt.
Dankſagung.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme bei dem
Hin=
ſcheiden meiner lieben Frau, unſerer unvergeßlichen Mutter,
Großmutter, Schwiegermutter, Schweſier, Schwägerin u Tante
Allen lieben Verwandten und
Be=
kannten für die letzte Ehrung,
ſo=
wie für die troſtreichen Worte des
Herrn Pfarrer Flöring am Grabe
meines lieben Mannes
f. Her
werd.
Forme
jetzt?
Hutlar
fen= u
Frau Friederike Wenchel
Handarbeitslehrerin
Joh. Konrad Erbeldinger
herzlichen Dank.
ſagen wir Allen unſeren wärmſien Dank. Insbeſondere danken
wir Herrn Pfarrer Winkler für die troſtreichen Worte am
Grabe, der Gemeindeſchweſter und den Schweſtern des
(liſabethenſtiftes für die aufopfernde Pflege, der
Kreisſchul=
kommiſſion, den Tehrern, den Fortbildungſchülerinnen und
Schulkindern für die Kranzniederlegungen. Ferner ſei allen
denjenigen gedankt, die der Entſchlafenen das letzte Geleit
gaben, ſowie durch die überreichen Kranzſpenden ihre
Teil=
nahme an unſerem ſchweren Verluſie zum Ausdruck gebracht
haben.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Im Namen
aller trauernden Hinterbliebenen:
Frau Eliſabethe Erbeldinger
geb. Fiſcher.
Billings, den 13. Dezember 1930. (*
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Meſſel, den 14. Dezember 1930.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 345
Sonntag, den 14.3
Die Lage am Geldmackk.
Je mehr ſich das Jahr ſeinem Ende zuneigt, deſto ſtärker machen
ſich am Geldmarkte die Ultimoeinflüſſe geltend. Im Hinblick auf die
Aufſtellung der Monatsbilanzen beginnen die Banken bereits Kredite
zurückzuziehen, ſo daß ſich eine gewiſſe Knappheit an Geldmitteln
be=
ierkbar machte. Ein weiterer Faktor für das zurückhaltende Angebot
iſt darin zu ſuchen, daß die innerpolitiſchen Ereigniſſe dieſer Woche im
Auslande eine gewiſſe Unſicherheit hervorgerufen haben, ſo daß auch
von dieſer Seite vereinzelt Kredite abgerufen wurden. Am
Tagesgeld=
markte hielten ſich Angebot und Nachfrage immerhin ziemlich die Wagge,
ſo daß der Satz die ganze Woche auf 4½ Prozent blieb, und erſt gegen
Ende des Berichtsabſchnittes auf Grund des bevorſtehenden Medios auf
5½ Prozent anzog. Für Ultimogeld beſtand anhaltend gute Nachfrage
ſo daß hier bei dem kleinen Angebot, beſonders in den letzten Tagen, eine
Verſteifung zu bemerken war. Blancoaufgaben erſte Adreſſen ſtellten
ſich auf 6’½s Prozent. Recht ßill blieb das Geſchäft für Warenwechſel,
die ſich unverändert auf etwa 5½ Prozent hielten.
Im Deviſenverkehr kam ſtärkeres Angebot auf den Markt, vor
allem ſcheinen Abgaben von Exportdeviſen auf Grund der Aktivität des
deutſchen Außenhandels während der letzten Monate vorgenommen
tvor=
den zu ſein. Infolgedeſſen verkehrte die Reichsmark bei guter
Nach=
frage in feſter Haltung, obgleich einem zu ſtarken Anziehen des
Mark=
kurſes durch die Aufnahmen der Reichsbank und die deutſchen
Gold=
käufe in London ein Riegel vorgeſchoben wurde. Durch andauernd feſte
Tendenz fiel Deviſe Brüſſel auf, die mit einer beträchtlichen Verſteifung
des Brüſſeler Marktes und der Emiſſion der neuen belgiſchen
Staats=
anleihe zu begründen iſt. Dagegen wirkten ſich die Berichte über eine
Verſchärfung der Wirtſchaftskriſe in Italien in einer Abſchwächung der
italieniſchen Valuta aus. Auch die ſpaniſche Währung hatte unter der
Zuſpitzung der politiſchen Verhältniſſe im Lande zu leiden. Im
Ein=
klang mit der auf allen internationalen Märkten eingetretenen
rückläu=
figen Bewegung des Dollarkurſes gab die Notiz auch am hieſigen
Platze etwas nach, konnte ſich jedoch gegen Ende der Woche wieder
er=
holen. Pfunde ſtellten ſich auf 20,36, d. i. der Goldimportpunkt.
Auf der internationalen Zuckerkonferenz in Brüſſel ſind
Meiungs=
verſchiedenheiten zwiſchen den Rohrzucker= und dem
Rübenzuckerprodu=
zenten aufgetreten. Während die kubaniſchen und javaniſchen
Delegier=
ten eine weſentliche Herabſetzung der europäiſchen Ausfuhr forderten,
verlangten die europäiſchen Delegierten eine Erhöhung der Ausfuhr für
das Jahr 1931/32 auf 1508000 Tonnen. Die Rohrzuckerprodnzenten
erklärten dieſe Forderung für unannehmbar und ſchlugen ſchließlich den
europäiſchen Produzenten vor, jedes Jahr nur ein Fünftel der
vorhan=
denen Vorräte abzuſetzen. — Falls über dieſen Konflikt keine Einigung
erzielt wird, hält man es für möglich, daß die Verhandlungen
unter=
brochen und ſpäter in Paris fortgeſetzt werden.
Die Judexziffer der Großhandelspreiſe vom 10. Dezember. Die
auf den Stichtag des 10. Dezember berechnete Großhandelsindexziffer
des Statiſtiſchen Reichsamts iſt mit 118,3 gegenüber der Vorwoche
118,6) um 0.3 v. H. zurückgegangen. Von den Hauptgruppen hat die
Indexziffer für Agrarſtoffe auf 110,4 (um 0,2 v. H.), die Indexziffer
für induſtrielle Rohſtoffe und Halbwaren auf 110,7 (0,4 v. H.) und
die=
jenige für indnſtrielle Fertiglvaren auf 143,3 (0,2 v. H.) nachgegeben.
Wettbewerbsabkommen zwiſchen Banken und Sparkaſſen. Die
be=
reits im Sommer 1930 zwiſchen dem Zentralverband des Deutſchen
Bank=
bnd Bankiergewerbes und den Sparkaſſen und Giroverbänden
eingelei=
teten Beſprechungen über eine Erweiterung und Ergänzung des
laufen=
den Wettbewerbsabkommens ſind nunmehr endgültig abgeſchloſſen
wor=
den Das Ergänzungsabkommen, das einen Rahmenvertrag darſtellt,
erſtreckt ſich auf Zinsverſtändigung, Geſchäftsbedingungen und
Außen=
ſeiter. Jetzt wird, wie wir hören, verſucht werden, auch die
Staats=
bankent und Bankinſtitute, die hauptſächlich mit öffentlichen Mitteln
ar=
beiten, ebenfalls in den Rahmen des Abkommens einzubeziehen.
Urabſtimmung über Banken=Schiedsſpruch. Dem Beſchluß des
All=
gemeinen Verbandes der Deutſchen Bankangeſtellten, eine
Urabſtim=
mung über den gefällten Schiedsſpruch vorzunehmen, ſind ſämtliche am
Tarifvertrag beteiligten Angeſtelltenorganiſationen beigetreten. Zunächſt
ſtimmen am Mittwoch, den 17. Dezember, die Angeſtellten der Berliner
Großbanken ab.
Veithwerke A.=G., Sandbach bei Höchſt. Das Geſchäftsjahr 1929/30
(30. 9.) beſchließt nach Abzug von 0,502 (0,504 Mill. Unkoſten) ſowie
0,113 (0,063) Abſchreibungen mit einem Reingewinn von 7000 RM. Bei
unverändert ſtarkem Konkurrenzkampf war beſonders am Inlandsmarkt
der Abſatz durch die wirtſchaftlichen Verhältniſſe beeinflußt, doch habe
der Vorjahrsumſatz mengen= und wertnäßig überholt werden können.
Der erhebliche Preisrückgang der Rohſtoffe ab Jahresmitte und die
ſtetig ſinkende Tendenz der Warenpreiſe hätten zu beſonders vorſichtiger
Bewertung der Vorräte gezwungen. Die Bilanz zeigt (alles in
Mil=
lionen RM.) u. a. A.K. 1.20, V.A. 0,06, Reſerve 1 0,13. Delkredere 0,02,
Akzepte 0.16 (0,21), Kreditoren 0.18 (unv.), Bankſchulden 0,04 (0.17),
andererſeits Immobilien und. 0,56, Maſchinen 0,36 (0,40), Werkzeuge
uſw. 0,25 (0,27), Vorräte 0,24 (0,34), Debitoren 0.45 (0,38). Da ſich die
Grundfätze, welche bei der Goldnmſtellung für die Bewertung der
An=
lagen Anwendung gefunden haben, als überholt erwieſen, ſei eine
Berichtigung notwendig. Bekanntlich wird das Kapital von 1,20
Mil=
lion auf 600 000 RM. ermäßigt, von dem Buchgewinn werden 494 000
tM. zu beſonderen Abſchreibungen verwandt, während der Reſt der
Reſerve zugeführt wird. Die Vorzugsaktien ſollen zur Sanierung nicht
herangezogen werden. Die Vorzugsaktionäre vollen das 15fache
Stimm=
recht auf das dreifache herabſetzen, ſodann verzichten ſie auf 21 Prozent
rückſtändiger kummulativer Dividende und geben den Anſpruch auf
Rück=
zahlung der V.A. auf. Sie verzichten ferner auf das Rückzahlungsagio
von 15 Prozent. (G.V. 19. Dezember.)
Brauerei Schwartz=Storchen A.=G., Speter/Rh. Der Anfang Ja
nuar ſtattfindenden Generalverſammlung wird die Verteilung von
wieder 12 Prozent Dividende auf 2,40 Mill. RM. vorgeſchlagen.
Entſchädigungen auf Grund des amerikaniſchen Freigabegeſetzes
uf Grund des Fre
ſes
ige
jege
erkannte Schiedsrichter Remick eine
Anzahl Entſchädigungen deutſchen Patentinhabern zu, darunter 442 00
Dollar der Friedr. Krupp=A.=G., Eſſen, 8000 Dollar der Carbonit=
A.=G., Köln, 3400 Dollar der J. Hirſchhorn=A.=G., Berlin, u. a.,
ins=
geſamt 492000 Dollar. Da dieſe Entſcheidungen nur proviſoriſch ſind
inſofern, als die Geſamtſumme der Entſchädigungen für Schiffe und
Patente die Summe von 100 Millionen Dollar nicht überſteigen darf, ſo
werden auf die obengenannten Beträge nur Vorſchüſſe gezahlt werden,
bis ſämtliche Entſchädigungen feſtgeſetzt ſind. Gleichzeitig wurden Ent
ſchädigungen an öſterreichiſche Patentinhaber in Höhe von insgeſamt
18 769 Dollar verkündet.
Frankfurker und Berliner Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 13. Dezember.
Nachdem die geſtrige Abendbörſe eher etwas freundlicher war, lag
der letzte Vormittagsverkehr in dieſer Woche wieder geſchäftslos und
abwartend. Durch die Reichstagsvertagung iſt allerdings von der Börſe
ein Beunruhigungsfaktor genommen, doch war die Spekulation ſehr
peſſimiſtiſch und bekundete ſtärkſte Zurückhaltung. Die Schwierigkeiten
eines Pariſer Finanziers, der in deutſchen Elektrowerten ſtark engagiert
ſein ſoll, löſte zu Beginn des offiziellen Marktes wieder größere
Ab=
gabeneigung der Kuliſſe aus, zumal auch die meiſten Auslandsbörſen
erneut ſchwvächer tendierten. Im allgemeinen hielt ſich die
Umſatztätig=
keit weiterhin in engen Grenzen, da Anregungen und Aufträge nicht
vorlagen. Auch die weiter ſchwache Haltung der ſpaniſchen Valuta übte
auf die Kursgeſtaltung der Chadeaktien einen ſtärkeren Druck aus,
wo=
durch die Geſamtbörſe, ebenfalls beeinflußt wurde. Die Rückgänge
be=
trugen im allgemeinen 1—2 Prozent. Stärker gedrückt lagen auf
fran=
zöſiſche Abgaben Elektrowerte, von denen A. E.G. und Schuckert je 1½
Prozent, Gesfürel 2 Prozent und Licht und Kraft 4 Prozent einbüßten.
Siemens lagen relativ knapp gehalten. Chadeaktien verloren erneut
10 RM. Am Chemiemarkt gaben J. G. Farben 17/s nach. Mehr
abge=
ſchwächt eröffneten noch Salzdetfurth mit minus 4 Prozent. Der
Mon=
tanmarkt lag faft leblos. Bankwerte blieben meiſt behauptet.
Süid=
deutſche Zucker konnten ſich nach den Rückgängen der letzten Tage zirka
Prozent beſſern. Die übrigen Märkte waren ſtark vernachläſſigt, und
Umſätze kamen nur ſehr ſpärlich zuſtande. Am Auslandsrentenmarkt
ſetzten Oeſterr. Schatzrente ihre Aufwärtsbewegung um weitere 234
Pro=
zent fort. Deutſche Anleihen blieben gehalten.
Auch nach den erſten Kurſen hielt die Abgabeneigung an, ſo daß
ſich das Kursniveau erneut ſenkte. Namentlich in Elektroaktien wurden
jetzt auch Schweizer Abgaben vorgenommen, von denen in erſter Linie
Gesfürel betroffen wurden; der Kurs ſank unter Pari. J. G. Farben
blieben auf dem ermäßigten Niveau gehalten. Die Börſe ſchloß in
luſt=
loſer Haltung und die Kurſe lagen unerholt. Am Geldmarkt blieb
Tagesgeld mit 5½ Prozent unverändert. Am Deviſenmarkt lag Madrid
erneut ſehr ſchwach. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1927½, gegen
Pfunde 20,36½. London=Kabel 4,8568, —Paris 123,59½, —Mailand
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Berlin, 13. Dezember.
Die Börſe eröffnete in ſchwächerer Haltung. Die freundlichere
Stimmung der geſtrigen Frankfurter Abendbörſe, des heutigen
Vormit=
tagsverkehrs und der Vorbörſe ging zu Beginn des offiziellen Verkehrs
angeſichts des noch immer herauskommenden Auslandsmaterials wieder
verloren. Der günſtige Eindruck der Reichstags ertagung bis Anfang
Februar und des Zuſtandekommens des Kabinetts Steeg in Frankreich
war recht ſchnell vergeſſen. Die neue Abſchwächung gegen Schluß der
geſtrigen New Yorker Börſe verſtimmte, und ſo lagen die Kurſe
durch=
weg 1—2 Prozent niedriger. Im Verlauf gaben die Kurſe weiter nach;
in einigen Spezialwerten, wie Salzdetfurth, die 3½ Prozent verloren,
betätigte ſich die Spekulation in ſtärkerem Maße. Aber auch ſonſt waren
Rückgänge von 1½ Prozent keine Seltenheit. Anleihen ſtill, aber
be=
hauptet.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 13. Dez.:
Getreide. Weizen: Dez. 77½, März 79½, Mai 81, Juli 69½;
Mais: Dez. 69.75, März 72.75, Mai 74.75, Juli 76; Hafer: Dez.
3258, März 33½8, Mai 34½, Juli 33.50; Roggen: Dezember
44½, März 45.25, Mai 45.75, Juli 43.75.
Schmalz: Dez. 9.50, Jan. 9.02½, März 9.00, Mai 9.15.
Speck, loko 12.75.
Schweine, leichte 7.85—8.00, ſchwere 7.65—7.80;
Schweine=
zufuhren: Chicago 6000, im Weſten 21000.
Es notierten nach Meldungen aus NewYork am 13. Dez.:
Schmalz: Prima Weſtern 10.25; Talg, extra, loſe 438.
Getreide. Weizen: Rotwinter 96.50, Hartwinter 93.50; Mais,
loko New York 87.75; Mehl, ſpring wheat clears 4.15—4.50;
Getreidefracht: nach England 1,6—2,3 Schilling, nach dem
Kon=
tinent 7—8 Cents.
Kakao. Tendenz: feſt; Umſätze: 99: Loko: 6½: Dez. 6.12,
Jan. 6.18, März 6.35, Mai 6.55, Juli 6.72, Sept. 6.88, Okt. 6.93.
Die Arbeitsmarkklage in Oberheſſent
Gießen. Der vberheſſiſche Arbeitsmarkt hat in der
nonat wiederum eine Verſchlechterung erfahren. Wenn aun
um dieſe Zeit ſich die Arbeitsmarktlage in ſchnellerem Temt
tert, ſo konnte in dieſem Jahre das ſprunghafte Anſteiger
loſenziffer durch Unterbringungsmöglichkeiten in der F
vermindert werden. Auf dem geſamten Arbeitsmarkt hat ſifi
ſaiſonmäßigen Belebung keine weitere gezeigt. Durch die
ſchlechte Wirtſchaftslage und durch den Geldmangel hat
Weihnachtsgeſchäft nicht rechtzeitig eingeſetzt. Am Ende 70,
zeit ſtanden dem Arbeitsmarkt 9348 Arbeitsſuchende gegenüf
Vormonats und 6176 des Vorjahres zur Verfügung. Aus
der Reichsanſtalt erhielten 6164 Arbeitsſuchende Arbei
ſtützung, gegenüber 5763 des Vormonats und 4047 des Vo
ſenunterſtützung erhielten 1152 Perſonen, gegenüber 1527
monats und 154 des Vorjahres. Mit Notſtandsarbeiten w..
ſchäftigt.
Biebmärkke.
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Auf dem Schweinemarkt in Weinheim a. b. B. wurden og
468 Tiere zugeführt. Verkauft wurden 340 Stück, und
ſchweine von 8—16 Mk. pro Stück, Läufer von 18—45 Mk)
Der Marktverlauf war mäßig.
Kleine Wirtſchaftsnachrichken.
Die deutſche Ausfuhr von Geſchirrporzellan iſt von 2441
zentnern im Januar 1930 auf 18 660 Doppelzentner im
(gegen 28850 Doppelzentner im Oktober 1929) gefallen.
Inlandsabſatz erheblich zurückgegangen iſt, ſtellt ſich die
in der keramiſchen Induſtrie auf etwa 70 Prozent gegen 822
April 1930 und 87 Prozent im Oktober 1929.
Der Preis für Eoſinroggen, der erſt vor einigen
Tag=
auf 175 RM. je Tonne erhöht worden iſt, hat mit Wirkungy
eine weitere Erhöhung auf 180 RM. je Tonne erfahr
nahme der zu dieſem Preiſe gekauften Mengen hat, wie tn
bis zum 20. Januar 1931 zu erfolgen. In unterrichteten
aus dieſer Tatſache der Schluß gezogen, daß gegebenenfalls in
ſten Zeit mit weiteren Preiserhöhungen zu rechnen ſei.
Die Papierfabrik Mülhoven in Düren wird am 27. dS
Betrieb ſtillegen. Der Betrieb gehört dem Aſchaffenburin
Von der Stillegung werden etwa 160 Arbeiter betroffen,
Die zum 13. Dezember einberufene Generalverſammlury
rich Lanz A.=G., Mannheim, iſt laut Mitteilung der Ve=
Einverſtändnis mit den Aktionären vertagt worden.
In einer dieſer Tage abgehaltenen Aufſichtsrats=Sitzur
ſchen Aſſekuranz A.=G., Mannheim, berichtete der Vorſtar
Geſchäftsjahr 1930 normal und zufriedenſtallend verlaufen
Die Generalverſammlung des Brauhauſes
Regensbur=
ſchloß eine Kürzung der Dividende von 12 auf 8 Prozent.
In Bordeaux hat ſich wiederum ein=Bankier namens
den Gerichten geſtellt. Er gab an, ihm anvertraute
Gek=
von anderthalb Millionen Franken an der Börſe verſpielt
Der rumäniſche Geſandte in Paris hat, wie die Blät
für die rumäniſche Regierung den Boden für die Aufnahr
Millionen=Franken=Anleihe vorbereitet, deren endgültiger
etwa zehn Tagen zu erwarten ſei.
Der ſpaniſche Finanzminiſter teilte mit, daß zur Du=
Stabiliſierung der Peſeta weitere Goldſendungen ins Ausl. genommen worden ſeien. Das Schatzamt und die Bank
würden ſofort je eine Millionen Peſetas nach London ven
die Manövriermaſſe zu verſtärken.
Die Netö Yorker Börſe war geſtern wieder ſehr ſchwack
die Eiſenbahn= und Wollwerte gaben mehrere Punkte nack.
kenwerte waren fe
Eine Anzahl Banken in Amerika haben nach der Al
Depots ihre Schalter geſchloſſen, und zwar in Tyrone in Py
die Farmers and Merchant National Bank, in Chriſtophewi
die Chriſtopher States Bank, in Aſheville in Nordkaroling
V
Aſheville. Die letztere iſt die fünfte Bank in Norda
innerhalb von drei Wochen geſchloſſen wird. Die Mechar:
Bank in Raleigh teilt mit, daß vor Ablauf eines Monar
hebungen mehr erfolgen können.
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Berl. Maſch.=Bau
Conti=Gummi
Deutſche Cont. Gas
Deutſche Erdöl
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14.—
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59.75
Elektr. Lieferung
J. G. Farben
Gelſ. Bergw
Geſ. f.elektr. Untern
Harpener Bergbau
Hoeſch Eiſen
Phil. Holzmann
Kali Aſchersleben
Klöcknerwerke
Köln=Neueſſ. Bgw.
Mannesm. Röhr.
Maſch.=Bau=Untn.
Nordd. Wolle
Oberſchleſ. Koksw.
Orenſtein & Koppel
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83.50
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76.—
67.5
70.—
239.50
58.
74.8‟
64.62
29.5
48.5C
65.50
42.50
Polyphonwerke
Rütgerswerke
Salzdetſurth Kali
Leonh. Tietz
Verein. Glanzſtoff
Verein. Stahlwverke
Weſteregeln Alka=
Agsb.=Nrnb. Maſch.
Baſalt Linz
Berl. Karlsr. Ind.
Hirſch Kupfer
Hobenlohe=Werke
Lindes Eismaſch.
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Mainzer Produktenbericht. Großhandelseinſtandspreiſe ber 100
Kilo loco Mainz am Freitag, den 12. Dezember 1930. Weizen 26—26,50
rheinh. Roggen 17.—, Hafer 15,50, Braugerſte 20—23, Induſtriegerſte
18,50—19,50, Futtergerſte 18—19, Malzkeime 10,50—11, ſüdd. Weizenmehl
Spezial 0 41.90, Roggenmehl 60proz. 26,50—27, Weizenkleie fein 10
Weizenkleie grob 11. Roggenkleie 10, Weizenfuttermehl 11. Erdnußkuchen
13,50—14, Kokoskuchen 13,75—18,25, Palmkuchen 10—10,50, Rapskuchen.
9,50—9,75, weiße Bohnen 29. Tendenz= Stetig.
Frankfurter Eiergroßhandelspreiſe vom 13. Dezember. Nach einer
vorübergehenden Belebung des Geſchäfts im Hinblick auf die
bevor=
ſtehenden Weihnachtsfeiertage zu Beginn der Woche, ging die
Umſatz=
tätigkeit gegen Ende dieſer Woche wieder ſtark zurück.
Preisverände=
rungen traten jedoch kaum ein, mit Ausnahme von Bulgaren.
Jugo=
ſlawen und Rumänen, die geringfügig niedriger notierten. Chineſen
wurden bis zu 1½ Pfg. herabgeſetzt. Die allgemeine Tendenz iſt als
ſtetig zu bezeichnen. Kühlhauseier liegen weiterhin ſtark vernachläfſigt
und werden zu jedem Preis verkauft. Es notierten in Pfg. ver Stück
ab loco Frankfurt: italieniſche 16—16,50, bulagr. 14, jugoflaw. 13.50,
rumän. 13.50, chineſ. 9—10, holländ. 13—17, dän. 13—17. belg.=fland.
13—16,50. Kühlhauseier: bulgar. 13, rumän. 12, holländ. 14 Pfg.
Frankfurter Buttergroßhandelspreiſe vom 13. Dezember. Die
Ten=
denz des hieſigen Marktes konnte ſich merklich befeſtigen. Die
Nach=
frage des Konſums hält ſich zwar noch in den engſten Grenzen, doch
waren die Bäcker in verſtärktem Umfange als Käufer im Markte, ſo
daß vor allem heringere Qualitäten mehr beachtet wurden. Die Preiſe
wurden wie folgt feſtgeſetzt: Auslandsbutter (holl. oder dän.) 1 Faß —
50 Kg. 1,74, einhalb Faß 1,76, in Halbpfundſtücken 1,76. Deutſche
Mol=
kexeihuter 4,60. Die Preiſe verſtehen ſich in RM. für 1 Pfg.
Frankfurter Kursbericht vom 13. Dezember 1930.
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Preuß. Staat.
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p. Pfd. ca 0.85 Mk.
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per Pfd. ca. 0.90 Mk.
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Hhmert orenschett, Hehdekrug,
gergr. 1878. ( 1.Bin 16010
Beuinier
Junggeſ.,
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ber., wünſcht
Brief=
wechſel mit jüng.
Frl. (bis 25 J.) aus
guter Fam. zw. ſp.
Ehe. Frdl. Zuſchr.
N. 5 a. d. Geſchſt.
(Von poſtlagernden
Offerten bitte
Ab=
ſtand zu nehmen.)
(II.18146)
Ich habe
den Wunſch
eines klugen,
vielbe=
ſchäftigten Mannes
teilnehmende, in jed.
Weiſe auf ſein Wohl
bedachte
(18219
Gefährtin
zu werden. Ich bin
39 J., vollk. geſund,
groß, blond keine
Individualiſtin,
ſon=
dern anpaſſungsfähig
u. opferbereit. Briefe
erbitte ich u. N. 31
a. die Geſchäftsſtelle.
Fräulein, gef. Alters,
ev., mittelgr., geſd.,
gutes Aeuß., unabh.,
gebild., einf.
Weſens=
art, häusl., beſte
Ver=
gangenh., m. Ausſt.
u. einig. 1000 Mark
Vermög., wünſcht (
Heiral
mit beſſ. ſol. Herrn
ehrenhaft Char., in
geordn. Verhält, im
(lter von 45—60 J.
Ausf. Off., mögl. m.
Bild, über Perſ. u.
Verhältn., wenn a.
vorerſt anon., erb. u.
k. 26 an die Gſchſt.
Diskretion Ehrenſ.
armbtätz
am Rathaus
Seit 60 Jahren hält unsere Firma ihren
Grundsatz aufrecht: Nur gute und beste
Waren zu äußersten Preisen zu tühren.
Die beute vielfach übliche aufdringliche
Reklame machen wir nicht mit und lassen
uns durch sie in unserer
Geschäftsfüh-
rung nicht irre machen. — Es ist für uns
selbstverständlich, daß wir bei schärfster
Kalkulation jeder Preissenkung unserer
Vorlieferanten sofort folgen. — Mit
gutem Gewissen können wir Ihnen raten,
jetzt Ihre
Weihnachts-Einkäufe
vorzunehmen. — Was Sie an Bedarfs-
Hrtikeln gebrauchen: Kleiderstoffe —
Herrenanzugstoffe — Weißwaren —
Tri-
kotagen — Damenwäsche — Bettwäsche
— Koltern und viele andere Artikel fnden
Sie in reicher Huswahl, — Wir sichern
Ihnen aufmerksame Bedienung zu. —
Hchten Sie auch auf unsere Schaufenster!
Theodor
TOTOTAS!
Inhaber: Wilhelm und Theodor Kalbfuss
18266
Der Alice-Verein
für Frauenbildung und Erwerb
Darmstadt
Friedrichstraße 4
beabsichtigt die Einrichtung von
Mütter-Schulungs-Kursen
für Frauen aller Stände ab 15. Januar 1931.
Der Un erricht findet an 24 Nachmittagen
statt und zwar Dienstags u. Donnerstags
ven4 6llhr. Abendkurse können ebentalls
bei genügender Betei jgung abgebalten
werden. — Hnmeldunge.: tunlichst vor
dem 1. Januar erwünscht. Sprechstunden
täglich von ½ 12—½1 Uhr. Teleton 1839.
Der Vorstand.
Heira
wünſcht alleinſtehds,
Mädel, kath., blond,
mittl. Fig., mit gt.
Allg.=Bildung, häusl.
u. wirtſch. erz., mit
Herrn in ſich. Poſ. u.
gut. Char. Ww. mit
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Sonntag, den 14. Dezember 1930
Links: Robert Petſchow=Berlin. Rechts: Hugo
Kaulen=Elberfeld. In der Mitte: Die große
Adlerplakette des Reichsausſchuſſes für
Leibes=
übungen.
Der Reichsausſchuß für Leibesübungen verlieh
ſeine höchſte Auszeichnung, die große
Adler=
plakette, an mehrere Freiballon=Führer,
dar=
unter die bekannteſten Pioniere dieſes Zweiges
der Luftfahrt, Petſchow und Kaulen.
Neubaueinſturz.
Wadgaſſen (Saargebiet). Auf der
hie=
ſigen Glashütte iſt geſtern mittag ein Neubau
eingeſtürzt. Fünf der daran beſchäftigten
Ar=
beiter wurden unter den Trümmern begraben.
Von ihnen ſind bisher zwei als Leichen und
einer in ſchwerverletztem Zuſtand geborgen
wor=
den, während zwei weitere noch unter den
Trüm=
mern begraben liegen.
Die Feuersbrunſt in Stambul breitet ſich weiter
aus.
Konſtantinopel. Die große
Feuers=
brunſt, die vor einigen Tagen in einem Viertel
von Stambul ausgebrochen iſt, konnte trotz
unge=
heurer Anſtrengungen nicht gelöſcht werden. Im
ganzen wurden bis jetzt etwa 400 Häuſer
ein=
geäſhert. Man befürchtet, daß auch zahlreiche
Menſchen in den Flammen umgekommen ſind.
Die Feuerwehr ſteht dem großen Flammenmeer
ziemlich machtlos gegenüber.
ttver und ſeine Kinder.
Ein5 Lick von Prof. Arthur Levin.)
chöntedenkmal findet am Zehlendorfer
Rathaus Aufſtellung.
ſerährliches Spielzeug?
en. Der ſechsjährige Junge eines
Aialters fand in der elterlichen
Woh=
ſeines hhuchtel mit Sprengkapſeln, die er
ſeing prelkameraden verteilte. Ein vier=
Kift bohrte mit einer Schere einen Teil
Sprsefkewſel aus. Dabei entzündete ſich
troyweund das Kind erlitt ſchwere
Bein=
ngeim
WegliEordes zum Tode verurteilt.
enſsur g. Nach zweitägiger
Verhand=
vor m hieſigen Schwurgericht wurde
abls wer Lagerarbeiter Peter Möller
umhr wegen Mordes zum Tode
verur=
lußſtenm erhielt er wegen Brandſtiftung
nteruſtarung eine Zuchthausſtrafe von
thran Möller hatte in der Nacht zum
nuche J. in Kroppenhufen die Scheune
ndnamss Wree in Brand geſteckt. Aus
fümram wurde dann die Leiche der aus
ſirg gknnienden Erna Martin geborgen,
Mei ein Liebesverhältnis
unterhal=
tte. förler hatte zu ſeiner Verteidigung
tet, eund ſeine Geliebte hätten
Selbſt=
jegess wollen. Während aber die Mar=
Talus ausgeführt habe, ſei er davon=
19 Beweisaufnahme ſtellt jedoch klar,
e Aſain von Möller umgebracht wor=
Oben: Fliege mit Muſik! Viele Flugzeuge der großen internationalen Strecken werden jetzt mit
einer Radioanlage verſehen, um den Paſſagieren die lange Flugſtrecke zu verkürzen. — Unten: Ein
Berliner Kino hat für Schwerhörige eine Sitzreihe mit Kopfhörern ausgerüſtet, die an die
Ton=
film=Apparatur angeſchloſſen ſind.
Die Lübecker Todesfälle vor dem
Reichs=
geſundheitsrat.
Berlin. In ſeinen Sitzungen am 12. und
13. Dezember 1930 hat der Reichsgeſundheitsrat
von den Ergebniſſen der Unterſuchungen
Kennt=
nis genommen, die anläßlich der
beklagenswer=
ten Lübecker Vorkommniſſe im
Reichsgeſund=
heitsamt und im Inſtitut „Robert Koch” in
Ber=
lin, in der Deutſchen Forſchungsanſtalt für
Tuberkuloſe in Hamburg und im Pathologiſchen
Inſtitut der Univerſität Berlin vorgenommen
worden ſind. Der Bericht des
Oberregierungs=
rats Prof. Dr. Ludwig Lange, dem ſich auch die
Berichterſtatter, Prof. Neufeld=Berlin und Dr.
Kirchner=Hamburg, anſchloſſen, kommt u. a. zu
dem Ergebnis, daß die Lübecker Erkrankungen
und Todesfälle von Säuglingen nicht auf das
Calmetteſche Verfahren als ſolches zurückzuführen
ſeien, und daß der Annahme, daß in Lübeck die
Beimengung der virulenten Tuberkelbazillen zu
den Calmetteſchen Kulturen auf ein unerkanntes
Verſehen beim Arbeiten zurückzuführen ſei, die
größte Wahrſcheinlichkeit zukomme. Der
Reichs=
geſundheitsrat hält an ſeiner im Jahre 1927
ge=
faßten Entſchließung feſt, wonach von einer
all=
gemeinen Anwendung einer Tuberkuloſe=
Schutz=
behandlung, namentlich, wenn dabei lebende
Bazillen verwendet werden, zunächſt abzuraten
ſei. Um ähnliche Vorkommniſſe wie in Lübeck
in Zukunft zu verhüten, hält der
Reichsgeſund=
heitsrat eine Verſchärfung der geſetzlichen
Vor=
ſchriften über Herſtellung, Abgabe und
Anwen=
dung von Impfſtoffen aller Art für
erforder=
lich. Es wurde eine Kommiſſion eingeſetzt mit
dem Auftrage, dem Reichsgeſundheitsrat
bal=
digſt entſprechende Vorſchläge zu unterbreiten.
Heiſe freigeſprochen.
Detmold. Nach fünfſtündiger Beratung
verkündete der Vorſitzende des Schwurgerichts,
Landgerichtsrat Dr. Ebert, um 15 Uhr
folgen=
des Urteil im Meineidsprozeß Heiſe: Der
An=
geklagte wird freigeſprochen. Die Koſten fallen
der Staatskaſſe zur Laſt.
Dampfer „Schleſien” wieder flott.
Bremen. Nach einer Radiomeldung aus
Shimotſui (Japan), iſt der an der Südküſte der
japaniſchen Inſel Awadſchi in dichtem Nebel
auf=
gelaufene deutſche Dampfer „Schleſien” wieder
flott. Das Schiff fährt mit eigener Kraft nach
Oſaka, um dort zu docken.
Verbrecheriſcher Anſchlag auf einen Zug.
Riga. Der Paſſagierzug, Riga-Libau iſt
geſtern morgen auf der unlängſt erbauten
mittel=
kurländiſchen Bahnlinie, unweit Rudbaren,
in=
folge eines verbrecheriſchen Anſchlags entgleiſt.
Da an der Unglücksſtelle der Zug bergan fährt
und deshalb die Geſchwindigkeit verringert iſt,
wurden die entgleiſten Waggons nicht
zertrüm=
mert und nur einige Paſſagiere leicht verletzt.
Die Schienen waren in einer Länge von 25
Me=
tern losgeſchraubt, anſcheinend, um den aus der
entgegengeſetzten Richtung kommenden Libauer
Zug zum Entgleiſen zu bringen, was, da dieſer
Zug hier bergab rollt, zu einer ſchweren Kata=
Ein raffiniertes Gaunerpaar.
Augsburg. Der Polizeibericht meldet:
Am Freitag kamen in das Lederwarengeſchäft
der Frau Maria Huilth ein Mann und eine
Frau. Sie ließen ſich von der allein im Laden
anweſenden Geſchäftsinhaberin eine Anzahl
Kof=
fer zur Auswahl vorlegen. Nachdem ſie einen
Koffer gekauft, aher nicht gezahlt hatten,
ver=
langten ſie noch, die Juchtengarnitur aus dem
Schaufenſter zu ſehen. Frau Huilth hatte aber
die gleiche Garnitur noch auf Lager. Bei ihrem
Vorzeigen meinte die Frau, daß ſie nicht nach
Juchten rieche. Sie habe in ihrer Handtaſche
tewas bei ſich, das ganz anders rieche. Frau
Huilth ſolle ſich nur davon überzeugen.
Gleich=
zeitig nahm die Frau einen Gegenſtand aus ihrer
Taſche, hielt ihn der Frau vor die Naſe und
ſagte: „Da riechen Sie, das riecht nach Juchten!“
Kaum hatte Frau Huilth das getan, als ne
be=
wußtlos zuſammenfiel. Das Lehrmädchen, das
eine Stunde ſpäter den Laden betrat, fand die
Frau am Ladentiſch liegend auf. Erſt nach
einiger Zeit kam ſie wieder zu ſich. Die beiden
Unbekannten hatten in der Zwiſchenzeit den
La=
den ausgiebig geplündert. Es fehlten ſeihs
Hand=
koffer, 55 Brieftaſchen, 18 Damenbeureltaſchen,
und auch die Ladenkaſſe war nicht verſchont
ge=
blieben. Es handelt ſich um einen 35jährigen
Mann und ſeine etwa 25 Jahre alte Begleiterin.
Ein renitenter Angeklagter.
Vor einem Kleinen Schöffengericht ſollte
gegen den Krankenpfleger Hugo Hartmann wegen
eines geringfügigen Delikts verhandelt werden.
Der Angeklagte war in Haft und in der
üb=
lichen Weiſe in die Anklagebank eingeſchloſſen
worden. Er verhielt ſich auch während der
Ver=
handlung gegen andere Angeklagte ruhig. Als
ſein Fall verhandelt werden ſollte, geriet er in
Differenzen mit dem Vorſitzenden, die ſchließlich
einen ſo ſtürmiſchen Charakter annahmen, daß
er einen vor der Bank ſtehenden Stuhl nach dem
gänzlich unſchuldigen Staatsanwalt warf, der
ſich für die Einſtellung des Verfahrens
ver=
wendet hatte. Das fiskaliſche Möbel erwies ſich
als wurmſtichig, zerſplitterte in ſeine
Beſtand=
teile, ſo daß außer dem Staatsanwalt auch der
mediziniſche Sachverſtändige eine leichte
Ver=
letzung davontrug. Als der Raſende an die
Hand=
feſſel genommen werden ſollte, gelang es ihm,
ſelbſt die maſſive Stahlkette zu zerreißen. Erſt
dem einträchtigen Zuſammenwirken ſämtlicher
Beteiligter gelang es, den Tobenden aus dem
Saal zu ſchaffen.
Wieder ein Erdrutſch in Lyon.
Paris. In Lyon ereignete ſich wieder ein
Erdrutſch in unmittelbarer Nähe der alten
Un=
glücksſtelle. Glücklicherweiſe ſind diesmal
Men=
ſchenleben nicht zu beklagen, da die dort
ſtehen=
den Häuſer bereits ſeit einiger Zeit geräumt
worden waren. Wegen der beſtehenden Gefahr
iſt der Verkehr in dem betroffenen Straßenzug
unterbunden worden, da man weitere Erdrutſche
befürchtet. Die Arbeiter, die noch immer mit
den Aufräumungsarbeiten an der alten
Un=
glücksſtelle beſchäftigt ſind, ſiießen am Freitag
auf die bis zur Unkenntlichkeit verſtümmelten
Leichen zweier Frauen, deren Identität bisher
nicht feſtgeſtellt werden konnte.
Der italieniſche Luftfahrtminiſter Italo Balbo,
der ſelbſt ein ausgezeichneter Pilot iſt, wird in
den nächſten Tagen mit einer aus zwölf
Flug=
booten beſtehenden Staffel über den Ozean
ſtarten. Der Flug beginnt am Orbetello=See,
an der Weſtküſte Italiens, und führt in Etappen
nach Südamerika. Italieniſche Kriegsſchiffe
werden auf der Route kreuzen, um im Notfalle
Hilfe leiſten zu können.
Te/ füt Be leſſin Arandra Viktoria vor ihren Werken
99Gattth des Prinzen Auguſt Wilhelm,
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[ ← ][ ][ → ]Seite 18
Sonntag, den 14. Dezember 1930
Numme=
Frau Loheyde, Frau Jockel, Frau von Scheidt, Frau Pfotenhauer, Frl. Heine.
In der Wirtſchaftsſchule des Landesverbandes Deutſcher Hausfrauenvereine fand die erſte Prüfung
der Anwärterinnen auf den Meiſtertitel ſtatt. Die Hausfrauen=„Geſellinnen” die eine 1½jährige
Ausbildung genoſſen hatten, machten mit Glanz ihr Meiſterſtück.
Eine Skraße verſinkt in Berlin.
Die Einbruchsſtelle in der Königsallee in Berlin=Grunewald,
wo infolge eines unbemerkten Waſſerrohrbruches die Straße derart unterhöhlt wurden
Autodroſchke und ein Laſtauto einſackten. Menſchenleben ſind dem ſeltſamen Verkehrsum
zum Opfer gefallen.
Skraßenkampf Berliner Jungens.
Von Friedrich Frekſa.
(Entnommen dem neuen Roman „Kaufmannskinder” der dieſer.
Tage im Sieben=Stäbe=Verlag, Berlin, erſcheint.)
Jetzt trat Karl zu Marlene, auf die ſich aller Augen richteten.
Er ſagte ſtark und feierlich: „Heldenmädchen aus dem fernen
Weſten! Deine Stunde iſt gekommen! Begib dich auf das andere
Ufer des Rio Pecos und dann gib uns das verabredete Zeichen,
wenn du ſiehſt, daß die Uhr am Klubhauſe die vierte Stunde
durchmeſſen hat.”
Marlene blieb zögernd ſtehen. „Wenn aber eine Wolke die
Sonne bedeckt, kann ich nicht ſpiegeln!“
„Für dieſen Fall habe ich drei Ballons beſorgt!” Karl
winkte, und Old Firehand brachte drei Gasluftballons, einen
roten, einen blauen und einen grünen. „Dieſe drei,” fagte Karl,
„nimmſt du in die Hand, und wenn die Sonne nicht ſcheint und
dir die Gelegenheit günſtig iſt, läßt du ſie alle drei mit einmal
verbunden in die Luft ſteigen. Das wird das Zeichen des Ueber
falls ſein!“
Marlene nahm die Ballons und wollte gehen. Da rief Karl:
„Old Firehand, führe deine jungen Männer auf das
Kampf=
feld. Unter ihrem Schutze ſoll das Heldenmädchen ſich bis zur
Brücke begeben. Old Firehand, ſei vorſichtig. Verbirg alle
Kriegsbemalung und alle Waffen! Schleicht euch vorſichtig als
gute Scouts in euer Verſteck!”
Old Firehand erhob ſeine geballte Fauſt. Zwanzig Jungen
erhoben ſich. Er nahm Marlene am Arm und begann im
Lauf=
ſchritt mit ihr durch den Hausflur zu laufen. Im Gänſemarſch
folgten die andern zwanzig ihnen nach.
Am Ende der Köpenicker Straße ſchrie Old Firehand: „Halt!
Unſichtbar machen!“ — Alle verſchwanden in Hausfluren. Er
ſelbſt geleitete Marlene zur Brücke und gebot ihr mit einer
großen Handbewegung, hinüberzugehen.
Marlene ſah unter ſich ein Rennruderboot, das zu Waſſer
gebracht wurde, lief um das Klubhaus und ſuchte die Uhr, die
ſie über dem Eingang gewahrte. Sie hatte noch ſieben Minuten
Zeit. Ruhig ging ſie die Straße entlang und ſpähte zum andern
Spreeufer hinüber. Dort waren die Jungen beſchäftigt, im
Waſſer ein Floß im Schwimmen zu treiben. Durch das
Opern=
glas gewahrte ſie hinten in den Müllhaufen wieder einige von
den alten gräßlichen Männern liegen. In dem Gebäude zur
Linken wurden Rollwagen abgeladen. Gerade als ſie durch
eine Zaunlücke ſchlüpfen wollte, um zur Böſchung zu gelangen,
fühlte ſie einen Ruck an der Hand, und alle drei Ballons waren
ihr entriſſen. Ein barfüßiges Mädchen lief davon und rieß
„Etſch!” Marlene wollte hinterher, blieb am Zaune hängen, riß
ſich einen Dreiangel in ihr Röckchen. Dann ſetzte ſie dem
Mäd=
chen aus Leibeskräften nach. Aber die fand Hilfe. Zwei Jungens
kamen und ſchrien: „Was willſt du fremde Jöre von unſere
Schweſter! Das ſind unſere Luftballons!”
Marlene, die über dieſe Lüge erſchrak, rief: „Weggenommen
hat ſie ſie mir!“
„Du willſt ſelbſt klauen!” ſchrien die andern dagegen.
Wäre nicht ein Herr im blauen Anzug mit einer weißen
Mütze auf dem Kopf des Weges dahergekommen, es wäre ihr
übel ergangen. „Was haſt du denn, Kleine?” fragte der Herr.
„Sie haben mir meine Luftballons weggenommen!“
„Ja”, ſagte der Herr, „da iſt nun nichts zu machen, denn
das Balg iſt ſchon weit fort. Siehſt du, nimm es dir als Lehre,
was man hat, muß man feſthalten, ſonſt wird es einem
weg=
genommen.”
Marlene ſchaute erſtaunt auf.
„Ja”, ſagte der Herr, „es wird einfach weggenommen. Aber
du kannſt dir ja andere kaufen!” und er langte in die Taſche.
„Ich habe ſelbſt Geld!”
„Na”, ſagte der Herr lachend, „dann gräme dich man nicht,
wenn du ſelbſt Geld haſt!“
„Aber ich brauche die Luftballons!” ſagte Marlene.
„Na, ich kann ſie dir nicht wiederholen. Aber vielleicht
triffſt du hinter dem Schleſiſchen Bahnhof einen
Luftballon=
mann.”
Marlene jagte nach dem Schleſiſchen Bahnhof, aber kein
Luftballonmann war da. Sie war verzweiſelt. Da trat mit
einem Male die Sonne glühend und groß hervor hinter den
Wolken. Atemlos lief Marlene wieder zurück zu ihrem Platz
an der Böſchung und ſpiegelte beſinnungslos einmal, zweimal.
Nichts erfolgte! — Die zwei Buben und das ſchlechte,
bar=
füßige Mädchen kamen die Straße zurück. Wie ein Raubtier
duckte ſie ſich hinter den Zaun, wartete, bis ſie dichter
heran=
kamen, ſchoß mit einem Satz vor und ergriff die Schnüre.
„Du!” ſchrie einer der Jungen, faßte ſie und drückte ſie
gegen den Zaun. Aber ſie hatte die Schnüre ſchon zwiſchen den
Zähnen und riß, riß ums Leben, fiel durch die Lücke hinter den
Zaun zurück — und die drei Ballons flogen.
„Aas!” ſchrie der Junge und warf einen Stein. Sie ließ
ſich die Böſchung hinunter und fiel mit einem Fuß ins Waſſer.
Triumphierend ſtiegen die Ballons in die weiße Luft. Ein
ſchreckliches Geſchrei erklang von drüben. Karl hatte ſeine
Krie=
ger den echten indianiſchen Schlachtruf üben laſſen: „Hiiiih!”
brüllten ſie. Und die Kaldaunenſchläger ſtürzten nach vorn,
eine andere Rotte kam von hinten gelaufen, im Nu waren die
Buben der Schleſiſchen Straße, die noch bei den W.ku
waren, ins Waſſer geſtoßen, und die Rotte, die die
fammeln hatte, begann einzupacken. Marlene ſah, nreſſ
Phantaſien Karls ſtrahlend erfüllten. Am Zaun ware=
Feinde atemlos ſtehengeblieben und beobachteten mit.
die große Balgerei, die ſich am anderen Ufer entſpanm
Waſſer Schwimmenden kamen zurück, aber die Katakug
ließen ſie nicht landen, und die Kaldaunenſchläger
Geraſſel auf ſie ein. Ein Wehgeſchrei erhob ſich.
mit Stentorſtimme, ſo daß es Marlene am andern rick
„Gebt uns teil an eurem Badeplatz, und wir könnennFu
denspfeife rauchen. Schickt Boten und Abgeſandte zrime
portal der Thomaskirche, dort werdet ihr erwartet.
In dieſen Triumph knatterten roſtige Männerſtimnnt
dammte Lauſejungens, verdammte!” — Aus dem Seäu
erhoben ſich vier grauſige Männergeſtalten. Steine wa=
Stöcke ſchwingend kamen ſie angelaufen. Im Nu
tapferen Krieger Karls zerſtoben. Old Firehand riefivſſ.
Old Shatterhand, und dieſer kam mit einigen zurüct
Männer ſchlugen unbarmherzig auf ſie los. Karls Kri
davon, ließen ihre Beute liegen. Verfolgt von einige
Buben der Schleſiſchen Straße, ſprangen ſie über Be
haufen. Da ward Karl vom Stein eines Vagabunderue
ſtürzte und wurde nur durch die Treue Old Firehand
Schnellen Hirſches gerettet, die ihn aufriſſen und forne
Als Marlene auf die Uhr des Klubhauſes ſchaitt
Erſtaunen groß. Nur drei Minuten hatte die garr
Schlacht gedauert! In dieſer Zeit hatten Sieg und
gewechſelt.
ain
* Wieſt,
18131b)
Wetterberichl.
In den geſtrigen Nachmitagsſtunden hat die Warn
an der Südſeite der Nordmeerſtrömung durch ihr Enmd
über die vorgelagerte Kaltluft Niederſchläge in Form
gebracht. Eine zuſammenhangende Schneedecke in der
von 3—4 Zentimetern und auf dem Vogelsberg bis z
metern hat ſich dabei gebildet. Der Nachſchub milder
nicht beendet, ſo daß vörerſt weiterhin Niederſchläge, wech
feren Lagen ſchon in Schnee übergehen dürften, zu ermn
Wenn auch bereits über den Britiſchen Inſeln die Aln
Weſten drehen, d. h, kühlere maritime Luft zufließt, ſo
uns die Temperaturen erſt noch die Umkehr zum Anſtie 40
Ausſichten für Sonntag, den 14. Dezember: Neblig, t:*
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[ ← ][ ][ → ]Seite 20
Sonntag, den 14. Dezember 1930
Nummer
Sport, Spiel und Turnen.
Suuontt.
Rol=Weiß Darmſtadt — Sporkv. Geinsheim.
Zum letzten Spiel der Rückrunde empfängt Rot=Weiß heute
um 11 Uhr den SV. Geinsheim. Die Gäſte zählen ſchon alle Jahre zu
der Spitzengruppe und ſind auch dieſes Jahr woieder gut bei der Sache.
Die Hauptſtärke dieſer Elf dürfte wohl in der Hintermannſchaft zu
fin=
den ſein, in welcher der ſehr gute Torhüter beſonders hervorſticht. Aber
auch die Stürmerreihe iſt mit ihren ſchnellen und ungekünſtelten Angriffen
äußerſt gefährlich. 2 Reſultate der Geinsheimer ſind in dieſer Saiſon
be=
ſonders aufgefallen, und zwar der glatte Sieg in Groß=Gerau und die
ganz knappe Niederlage in Eberſtadt. Rot=Weiß muß ſich ſchon etwas
mehr als ſonſt anſtrengen um nicht etwa auf eigenem Platze ſeine
Hoffnung auf die Meiſterſchaft in die Brüche gehen zu laſſen. Die
Mannſchaft tritt zu dieſem Spiel in der zurzeit ſtärkſten Aufſtellung
n. Schmidt; Römer, Wettengl; Fehlberg, Neuber, Trumpheller;
Hei=
ſer, Plößer, Süßenböck, Beutel, Dilfer.
Vor dieſem Spiel treffen ſich die zweiten Garnituren beider
Ver=
eine. — Die Jugend ſpielt um 10 Uhr auf dem Uebungsfeld
voraus=
ſichtlich gegen FC. Union.
1. FC. Union — Sp.Vgg. Arheilgen 04.
Das heutige Spiel dürfte ſeine Anziehungskraft nicht verfehlen. Es
waren immer ſpannende Kämpfe, welche ſich dieſe beiden Rivalen
liefer=
ten. Union hat ſich durch den wieder zu ſeinem alten Verein
zurück=
gekehrten früheren Mittelſtürmer etwas verbeſſert, ſo daß man auch
wieder im Sturm, in letzter Zeit das Schmerzenskind der Beſſunger,
Leiſtungen erwarten kann. Läuferreihe und Verteidigung bleiben,
die=
ſelben, nur im Tor ſteht Erſatz in Eberhardt, der ſich aber in den
letz=
ten Spielen ſehr gut geſchlagen hat. — Um 11 Uhr Liggerſatz — Polizei
Darmſtadt Erſatz.
Sportverein 1898 (Jugend).
1. Jgd. u. 2. Schüler in Egelsbach (Abfahrt mit Auto 9 Uhr, Marſtall);
2. Jugend — 1. Jugend Eberſtadt, dort (Abfahrt mit Rad 9 Uhr,
Beſ=
ſunger Turnhalle); 3. Jugend — 1. Jugend Polizei, dort, morgens;
4. Jugend — 2. Jugend Eberſtadt, hier, 10 Uhr; 1. Schüler — 1.
Schü=
ler Mainz 05, dort (Abfahrt 12.30 Uhr).
SV. 1922 Roßdorf — VfR. Erbach.
Nach längerer Pauſe beginnt Roßdorf heute 2.30 Uhr die
Berbands=Nückſpiele auf eigenem Platze mit dem Spiel gegen VfR.
Erbach. Es iſt eine alte Rechnung, die der Gaſtgeber mit dieſem
Geg=
ner zu begleichen hat. Iſt doch Erbach die einzige Mannſchaft, die den
Roßdörfern in den 8 Spielen der Vorrunde eine Niederlage beibringen
und damit zwei wertvolle Punkte nehmen konnte. Ferner iſt auch noch
aus den vorjährigen Verbandsſpielen eine ſehr hohe Niederlage
wett=
zumachen. Alſo Grund genug für die Einheimiſchen ihr ganzes
Kön=
nen daranzuſetzen, um dieſes Spiel zu gewinnen. Von den 8 Spielen
der Rückrunde hat Roßdorf nur 3 auf eigenem Platze auszutragen.
Kreisliga Südheſſen.
Nach Lage der Dinge iſt anzunehmen, daß diesmal in mancherlei
Hinſicht Entſcheidungen faller. Die Platzſperre von Olympia
Lampert=
heim und Neuhauſen iſt noch nicht aufgehoben, ſo daß dieſe Vereine
er=
neut auswärts müſſen. Dem ruhigen, normalen erſten Sonntag der
Nückrunde ſcheint ein Tag der Senſationen zu folgen. Die Paarungen
ſind aber auch tatſächlich dazu angetan! Es treffen ſich:
Starkenburgia Heppenheim — Viktoria Neuhauſen,
V. f. L. Lampertheim — Olympia Lampertheim.
Olympia Worms — V. f. R. Bürſtadt,
Normannia Pfiffligheim — Spp. Horchheim.
Spv. Hochheim — FV. Biblis,
Konkordia Gernsheim — Olympia Lorſch.
Die Bergſträßer werden ſich wohl anſtrengen müſſen. Man darf
Neuhaufen nicht unterſchätzen! Die Elf hat erſt am letzten Sonntag gut
gefallen. Heppenheim wird ſicherlich keinen Punkt abgeben. Ungewiß
iſt der Ausgang des Lokalderbys in Lampertheim. V. f. L. iſt nach wie
vor in Schwung; Olympia hat ſich umgeſtellt und will unbedingt die
Niederlage ausgleichen. Das größte Intereſſe wird natürlich der
Be=
gegnung zwiſchen den „Kleeblättern” und den Raſenſpielern, in Worms,
entgegengebracht. Eigentlich ſollten die Bürſtädter bei ihrer derzeitig
guten Form das Spiel für ſich entſcheiden können. Man kennt jedoch
die Wormſer zu gut, um zu wiſſen, daß ſie bei ſolchem Großkampf alles
Können aufmarſchieren laſſen. Lorſch würde ſich über eine Niederlage
des gefürchteten Bürſtädter Rivalen, naturgemäß am meiſten freuen.
Horchheim wird in Pfiffligheim kaum um eine Niederlage
herumkom=
men. Die Entſcheidung bezüglich des Vorſpiels der beiden Mannſchaften
iſt übrigens immer noch nicht gefallen. Die Bibliſer haben in Hochheim
noch nie ſchlecht abgeſchnitten. Diesmal iſt die Sache allerdings
ver=
zwickter. Trotzdem kann man mindeſtens auf ein Unentſchieden rechnen.
Gernsheim hat den Tabellenerſten zu Gaſt.
A=Klaſſe, Gau Rieb.
Die Paarungen: Bürſtadt priv. — Biebesheim. Zwingenbera
Bensheim, Hofheim Klein=Hauſen, Hüttenfeld — Auerbach.
Das Spiel in Bürſtadt iſt ziemlich belanglos. Zwingenberg hat
ſeinen erſten Sieg in der Taſche. Bensheim darf die Sache nicht allzu
leicht nehmen. Hofheim wird ſeine Poſition ſicherlich feſtigen.
Hütten=
feld gilt als Sieger der vierten Begegnung. Bobſtadt und Groß=
Rohr=
heim ſind ſpielfrei.
H.
handball.
Sportabt. Merck, Darmſtadt.
Am heutigen Sonntag trifft die erſte Handballelf der Sportabt.
Merck nachmittags 3 Uhr auf eigenem Platze an der
Maul=
beerallee auf die erſte Mannſchaft des Spitzenreiters der A=Klaſſe
Germania Babenhauſen. Die Mercks=Leute, die ja ebenfalls
in der Spitzengruppe zu finden ſind, werden ſich gewaltig anſtrengen,
um ihre Poſition zu halten und damit dieſes Treffen zu einem
inter=
eſſanten Spiel zu geſtalten.
Schwimmen.
Hochſchuldreikampf Köln — Heidelbera — Darmſtadt.
Wie bereits mitgeteilt, findet am Dienstag, den 16. Dezember, im
Hallenſchwimmbad obengenannter Kampf ſtatt. Zum Austrag gelangt
eine Kraulſtaffel 6X100 Meter, eine Lagenſtaffel 100, 20, 300 Meter,
eine Kraulſtaffel 10X50 Meter und ein Waſſerballſpiel der Kölner
Uni=
verſität gegen die Darmſtädter Hochſchulmannſchaft.
Auch das Rahmenprogramm wird ſportlich ſehr wertvoll werden.
Die Damen des S. S. C. „Jungdeutſchland” werden einen
Beſtleiſtungs=
verſuch in der 6X50 Meter=Lagenſtaffel für die „Liſte der drei Beſten”
unternehmen. Weiter werden die Klubmeiſterſchaften des gleichen Klubs
über 50 Meter Kraul für Damen. 100 und 200 Meter Kraul für Herren
ausgetragen. Die Jungdeutſchland 2. ſpielt gegen die Hochſchul 2.
Die Veranſtaltung, die letzte in dieſem Jahre, weiſt alſo eine Reihe
ſportlicher Leckerbiſſen auf.
Darmſtädter Sporkkalender.
11.00 Uhr,
14.30 Uhr,
15.00 Uhr,
11.00 Uhr,
14.00 Uhr,
11.00 Uhr
Exerzierplatz: Polizei — Eintracht Frankfurt.
— Rot=Weiß Frankfurt.
Stadion: Sportverein 98
Handball.
Germania Babenhauſen.
Maulbeerallee: Merck
Fußball.
S.=V. Geinsheim.
Rheinallee: Rot=Weiß —
Rennbahn: Union — Sppgg. Arheilgen.
Kraftſport.
Soderſtraße 30: Darmſtadt 10 — Bad=Kreuznach 03.
Präſidial=Sikung des AdAC in Berlin.
Das Präſidium des A.D.A.C. hielt am Freitag abend in Berlin
eine Sitzung ab. Aus dem Bericht des Sportpräſidenten Kroth=Berlin
geht hervor, daß das Sportjahr 1930 eine Reihe ſchöner Erfolge
ge=
bracht hat. Es wurden 111 meldepflichtige und 1500
nichtmeldepflich=
tige Veranſtältung durchgeführt. Von den angemeldeten
Veranſtal=
tungen iſt eine Steigerung im Jahre 1930 von 60 auf 69 Prozent
gegen=
ünber dem Vorjahre zu verzeichnen. Bei den Veranſtaltungen hatten
insgeſamt 6799 Wagen gemeldet, wovon 5902 wirklich am Start
erſchie=
nen ſind. Die Termine für 1931 ſind bekannt und bereits von der
O.M.B. genehmigt. Auf Wunſch der Induſtrie wurden für das
kom=
mende Jahr nur vier Meiſterſchaftsläufe für Solo=Krafträder
aus=
geſchrieben, von denen je zwei vom A. D.A. C. und vom D.M.V.
durch=
geführt werden. Die Rennen des A. D.A. C. werden wahrſcheinlich im
Rahmen des Eileriede=Rennens und des Schleizer Dreiecksrennens
durchgeführt. Außerdem ſind von der O.M.B., zwei
Meiſterſchafts=
läufe für Seitenwagen=Krafträder — je eins vom A. D.A. C. und vom
D.M. V. — zur Austragung genehmigt worden. Von touriſtiſchen
Ver=
anſtaltungen des A. D.A.C. im kommenden Jahre iſt eine
Auslands=
tourenfahrt eine Wanderfahrt für Krafträder und Kleinkraftwagen,
eine Dampferfahrt nach den Kanariſchen Inſeln und verſchiedene
Ziel=
fahrten, u. a. eine nach dem Tannenbergdenkmal, geplant. Die
Motor=
bootabteilung des A. D.A.C. will Regatten in Berlin, Bremen,
Ham=
burg, Lübeck, Swinemünde, Starnberg, auf dem Bodenſee und auf dem
Rhein durchführen. Auch die Amateurfrage wird jetzt aktuell.
Bei der O.M.B. iſt folgender Antrag eingegangen: 1. Verzicht auf
jeg=
liche Geldpreiſe und Geldunterſtützung. 2. Die gefahrenen Maſchinen
müſſen Eigentum der Fahrer ſein. 3. Verboten iſt die Angabe der
Marke bei Nennung, Programm, Preisverteilung und ſonſtige
Ver=
öffentlichungen. 4. Verſtößt der Inhaber eines Amateur=Ausweiſes gegen
eine der Beſtimmungen, ſo wird er ohne weiteres den Lyzenz=Fahrern
eingereiht. Die Beſprechungen mit der O.M.B. ſind betreffs dieſes
An=
trages noch nicht zum Abſchluß gekommen.
Colonia Köln wieder Deutſcher Mannſchaftsmeiſter.
In der Krefelder Stadthalle ſtanden ſich am Freitag abend in der
Endrunde der Deutſchen Mannſchaftsmeiſterſchaft der Amateurboxer der
Titelverteidiger Colonia Köln und Boxſport=Club 20 Dortmund
gegen=
über. Colonia gewann die Meiſterſchaft verdient, da die Dortmunder
in den Kämpfen meiſt nur in den erſten Runden gut waren. Nach dem
Kampf im Fliegengewicht zwiſchen Puttkammer=Köln und dem
Dort=
nunder Staſch, den der Kölner nach Punkten gewann, gab es einen
Skandal, da das Publikum mit dieſer Entſcheidung nicht zufrieden war.
Erſt nach 20 Minuten konnten die Kämpfe wieder forrgeſetzt werden.
Im Geſamtergebnis blieb Colonia Köln mit 10:6 Punkten erfolgreich.
Rademachers Weltrekord verbefſert.
Der bereits ſeit fünf Jahren beſtehende Weltrekord des
Magdebur=
gers Erich Rademacher über 500=Meter=Bruſtſchwimmen iſt am
Don=
nerstag in Gent von dem Belgier van Parys von 7:40,8 auf
7: 37,8 Min. verbeſſert worden.
Der Amerikaner Leonard Spence ſtellte jetzt zwei neue Weltrekorde
über Bruſt=Strecken auf. Er unterbot den von feinem Namensvetter,
Walter Spence gehaltenen Rekord über 220=Yards=Bruſtſchwimmen
von 2:47,6 auf 2:44,8 Minuten und den von Walter Spence gehaltenen
Mekord im 200=Meter=Bruſtſchwimmen von 2:47,8 auf 2:44,8 Minuten.
In Italien ſind die Gehälter aller Fußballſpieler einheitlich
herab=
geſetzt worden.
Geſchäftliches.
In dem Geſchäftslokal der Firma Möbelhaus L. Menger.
Bleich=
ſtraße 17, iſt ſeit einigen Tagen eine nach den neueſten hygieniſchen
Er=
rungenſchaften ausgebaute Bettfedern=Reinigungs=, Desinfizier= und
Entſtaubungsanlage aufgeſtellt. Man kann den ganzen Arbeitslauf,
welcher ſehr ſinnfällig iſt, beobachten. Das Möbelhaus Menger, welches
ſchon mehrere Jahrzehnte Bettfedern reinigt und desinfiziert, hat mit
dieſer neueſten Maſchine der Bettfedern=Reinigungstechnik ſeiner
Kund=
ſchaft das Beſte geboten.
Wilhelm Furtwängler dirigiert
SchallplattenAufnahmen nur für die Deutſche Grammophon=
Aktiengeſellſchaft, alſo für die Marke „Grammophon” — „Die Stimme
ſeines Herrn‟. Die große Verehrergemeinde Furtwänglers wird die
ſo=
eben bei „Grammophon” herausgekommene Neuerſcheinung („
Lohen=
grin”=Vorſpiel. Plattennummer 95 408) mit begeiſterter Freude
be=
grüßen. Bei dieſer Gelegenheit ſei auch gleich noch auf die vor kurzem
herausgebrachten Furtwängler=Aufnahmen hingewieſen: Ouvertüre
Mendelsſohns „Ein Sommernachtstraum” („Grammophon” Nr. 66 925=
926) und die Ballettmuſik G=Dur aus „Roſamunde” von Schubert
mit dem „Air” aus der Suite D=Dur von Bach auf der Plattenrückſeite
(„,Grammophon” Nr. 66 935). Dieſe Platten bedeuten für jeden Freund
ernſter Kunſt ein Erlebnis und ſind in allen offiziellen Verkaufsſtellen
der Deutſchen Grammophon=Aktiengeſellſchaft erhältlich.
Die Hamburg=Amerika=Linie veranſtaltet in der Zeit vom 25.
De=
gember 1930 bis 29. Januar 1931 die allſeits ſehr beliebten
11tägigen Winterſportreiſen nach der Schweiz und Tirol.
Die Preiſe bewegen ſich zwiſchen 187,— und 263.— RM., in welchen
Eiſenbahnfahrt 3. Klaſſe Schnellzug Hin= und Rückfahrt,
Hotelunter=
kunft und volle Verpflegung einſchl. Heizung. Bedienungsgelder, Sport=
und Kurtaxen, ſowie freie Gepäckbeförderung vom Bahnhof zum Hotel
und umgekehrt enthalten ſind. Ebenſo ſteht dem Teilnehmer die freie
Benutzung der Eis=” und Rodelbahnen zur Verfügung.
Anmeldungen nimmt das Reiſebüro der Hamburg=Amerika=Linie,
Darmſtadt, Luiſenplatz 1. Telephon 1309, an, woſelbſt auch die näheren
Proſpekte erhältlich ſind.
Das genannte Reiſebüro gibt auch Gutſcheine über 7 Tage
Aufent=
halt in den baheriſchen Alpen zu mäßigen Preiſen ab. Man verlange
Proſpekt. Wir verweiſen auf das heutige Inſerat.
Ein Rundfunkgerät kann man noch am Beſcherungstage kofze
Ein Einkauf iſt für den Käufer am angenehmſten, wenn eo=
Ruhe ſeine Auswahl treffen kann. Auch im Intereſſe der Geſof=
und ihres Perſonals ſollte man recht frühzeitig mit der Beſche=
Weihnachtsgeſchenke beginnen, damit ein zu großer Andrang iui
ten Tagen vor dem Feſt vermieden wird.
In manchen Fällen kann es aber doch vorkommen, daß gun
einem Grunde die Beforgung der Geſchenke bis zum letzten!
aufgeſchoben werden muß. Auch dann braucht jemand, deſſen
wunſch ein Rundfunkgerät iſt, ſich die Erfüllung dieſes
Wun=
deshalb zu verſagen, weil er etwa denkt, die Aufſtellung eime
funkanlage ſei in der kurzen Zeit nicht mehr möglich. Die
Empfangsgeräte mit ihrer Rieſenſkala, mit der ohne Umſcho
ganze Wellenbereich von 20—2000 Meter erfaßt wird, ſind
Empfangsempfindlichkeit ſehr leicht bedienbar. Schon
helfsmäßig gezogenen Zimmerantenne und einer kurzen Erdſe=
Waſſerleitung, Zentralheizung oder dergl.) läßt ſich faſt ausn.
wenigſtens der Orts= oder Bezirksſender gut empfangen. Und
Anlage kann nötigenfalls in einer knappen Stunde verlew
Natürlich wird man dann nach dem Feſt verſuchen, ob nicht
andere Verlegung noch günſtigere Empfangsergebniſſe erziee
können.
Das Publikum ſoll entſcheiden.
Unter dieſer Deviſe veranſtalten die Geſchäfte der Luun
einen Schaufenſter=Wettbewerb, der Tauſende von Schauluſtin
Hauptgeſchäftsſtraße unſerer Stadt führt.
Wer hat die beſten und zugkräftigſten Schaufenſter? Dion
auf dieſe Frage ſoll das Publikum geben, und erhält für g
Löſung wertvolle Preiſe. Die Stimmzettel ſind unentgeltlichli
Geſchäft der Ludwigſtraße zu haben.
Beſucht die im feſtlichen Lichterglanz erſtrahlende Luß.”
ratet und gewinnt! — Die Löſungen ſind bei den hieſigen
abzugeben.
Eine wirklich gute Idee für ein Weihnachtsgeſchenk iſt die 92
Platte. Der ernſthafte Muſikfreund wie auch der Liebhabc.
Tanzmuſik und eines guten Kabaretts werden in dem reichen
eine Fülle von Anregungen finden. Sie können ſicher ſein,
Parlophon=Platte bringt Ihnen neue Lebensfreude!
Rundfunk=Programme.
Awerit
Frankfurt a. M.
Sprt.
Gleichbleibendes Werftags=Programm. 6.15: Wetter, Gön
O 6.45: Gymnaſtik. 7.30: Konzert. O 8.45: Waſſerſtanda 10WNren
mea i
Zeit, Wirtſchaftsmeldungen, Nachrichten. O 12.15: Wetter. e/½
Schallplatten. o 12.55: Nauener Zeit. O 13: Schallplattemn KAMiter un
Konzert. O 14.40: Nachrichten. O 14.50, 15.50: Zeit, Wijuk
7.45: Wirtſchaftsmell
15.55: Wetter.
meldungen
O 18.30: Zeit. 19: Zeit, Wetter, Wirtſchaft. 0 Ca. 22.1.)
richten. Sport. Wetter.
Sonntag, 14. Dezember.
7.15: Hamburg: Hafenkonzert. — Glocken vom Großen 19
3.30: Adventskirche Kaſſel: Morgenfeier der Evangeliſchen
kirche Heſſen=Kaſſel. Pfarrer Dr. Kreger. Mitw.: Hildegar7
der (Alt=Solo). Kirchenchor der Lutherkirche.
9.30: Orgelkonzert. Ausf.: Reinhold Merten.
10.00: Unbekannte Briefe von Goethes Nichte Lulu Schloſſſ.
10.30: Groß=Zimmern: Stunde des Chorgeſangs. Ausf.:
Geſanaverein „Einigkeit”, Groß=Zimmern.
11.30: Oberbürgermeiſter Dr. Landmann: Die Entwicklung/ 1
furts in der Nachkriegszeit.
12.00: Königsberg: Konzert des Rundfunkorcheſters.
13.20: Elſe Krukenberg=Conze: Die Not der deutſchen FarrN
13.50: Zehminutendienſt der Landwirtſchaftskammer. Wiessi
24.00: Stuttgart: Stunde der Jugend: Der Wolf und d:a
Geislein. Singſpiel.
15.00: Aktuelle Sportübertragung.
16.00: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorcheſters. Mitwo
Reinecke (vom Frankfurter Opernhaus).
18.00: Hermann Linden: Menſchen aus dieſer Zeit.
18.20: Privatdoz. Dr. Kurt Rheindorf: Die Rolle des=9
länders in der deutſchen und weſteuropäiſchen Kultur.
19.30: Stuttgart: Georg von der Vring lieſt aus eigenen
20.00: Von München: Alt=Bayeriſcher Heimatabend. Mitwy
orcheſter. Funkchor. (Jodler,Volkslieder, Schuhplattler,
und Zither).
21.30: Von München: Abendkonzert des Funkorcheſters.
22.45: Stuttgart: Blasmuſik auf Schallplatten.
Königswuſterhauſen.
Deutſche Welle. Gleichbleibendes Werktags=Programm
Zeit, Wetter für den Landwirt. O 6.55: Wetter für den LAnf
*
7: Gymnaſtik. Konzert. O 10.30: 13.30: Nachrichten.
Wetter für den Landwirt (o. 12.50). O 12 bzw. 12.30.
platten (außer S.). O 12.55: Nauener Zeit. o 14: Berlin
platten. O 15.30: Wetter, Börſe. 19.55: Wetter für La4) Muſierte
Deutſche Welle. Sonntag, 14. Dezember.
Hafen-/4
7.00: Hamburg: Glocken vom Großen Michel.
8.00: Mitteilungen und praktiſche Winke für den Landwii Ad Mhen a
8.20: Wochenrückblick auf die Marktlage.
Benf a
25: Ober=Reg.=Rat a. D. Robert Ortegel: Einfluß des ch0xnar vom
forſtungsbetriebes auf die Waldrente.
8.50: Morgenfeier. Uebertragung des Stundenglockenſpiels dr / Aud die
damer Garniſonkirche. Anſprache: Dr. theol. Johannes‟
nenige S
Mitw.: Der Liebfrauenkirchenchor.
ſhren
Anſchl.: Uebertragung des Glockenſpiels des Berliner Doms.”
A8 un Be
11.00: Zwei beliebte Solo=Inſtrumente. Schallplatten=Konze:
11.30: Elternſtunde. Bücher für Jugendliche von 12—15
ſten u
12.00: Aus Königsberg: Orcheſterkonzert. Funkorcheſter.
Min ma
14.00: Jugendſtunde. Kinder ſingen und ſpielen eigene Komp.
Necher.
14.45: Unterhaltungsmuſik. Kapelle Marek Weber.
16.45: „Hotel Excelſior, Zimmer acht”. Erzählung von L. H.ieMf afa Stati
7.05: Volkslieder. Marianne Alfermann (Sopran), C. Jöken 12y 1 ſont ho
7.40: Programm der Aktuellen Abteilung.
18.00: Archidiakonus Arthur Brauſewetter: St. Marien o/PMlern be
kument des deutſchen Oſtens
Abiel z
18.30: Konrad Beſte lieſt aus ſeinem Roman „Das heidniſchen
Dären
19.00: Menſchen im Beruf. Paul Graetz: Der Komiker.
19.30: Oberförſter a. D. E. v. Kapherr: Pelzjäger und Pelsg Nchurt ſogt
20.00: Berlin: Aus dem Bach=Saal: Orcheſterkonzert. X au) enen kr
Sinfonie=Orcheſter
Mie uch
Ca. 22.30: Tanzmuſik. Kapelle Dajos Bela.
Reutick
Hauptſchriftleitung: Rudolf Maupe
für Feulſleten,
Veranwortlich für Politik und Wirtſchaft: Rudolf Ma
P6
port. Karl 38 0
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Stre
Schlußdlenſt: Andreat BBiN
für den Handel: Dr
Die Gegenwarl”. 2 Quetſch” far de
agesſpiegel in Bild und Wort Dr. Herberl N2
für den Inſeratenteil und geſchäftliche Mitteilungen: Willv Kün‟.*
Druck und Verlag: L. C. Wittſch — ſämtlich in Darmſtadl
Für unverlangte Manuſtripte wird Garantie der Rückſendung nicht Wprche. de
Die heutige Nummer hat 30 Geiten
4. E
Wree
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L.Dr.3700
UNTOLOa
Ua4e Ooces Liererr zer.l
Ein wüvdiges Geſchenk
RM. 14S.- OHNE ROHREN
2U HABEN NUR IN EACHGESCHAFTEN
M.
Amerika gibt es Leute, die treiben einen merkwür=
N. 615 Auz digagsport. Sie ſchreiben alle Sahlen, die ſie irgendwo
K. Aus leſeix urren oder erfahren, in dicke Bücher, rechnen alles
zuſchien und veröffentlichen das Ganze. Man nennt ſie
Statiher und das, was ſie veröffentlichen, eine Statiſtik.
Ay
zuS
Sfufkerte mich von Kopf bis Suß, was fünf Minnten
in Anſpruch nahm . . ."
Wind iteen auch in Deutſchland Statiſtiker. Sie betreiben
9 ihrem deruf aber nicht als Sport, ſie werden dafür bezahlt,
und ir vom Neich und von den Ländern. Da aber das
Neisſhno die Länder ſo wenig Geld haben, können ſie nur
gangy en ige Statiſtiker bezahlen und dieſe wenigen
Sta=
tiſtiktufihhren nur ganz wenige Statiſtiken über ganz wenige
huſt.* Dingpzm Beiſpiel darüber, wieviel Steuern die Bürger
zahlegmilßten und wieviele ſie in Wirklichkeit bezahlt haben.
Dasg mt man dann Fehletat. Der Fehletat gehört aber
nichtt ſerher. Wir ſprachen ja von den Leuten, die in
Ameuh Statiſtik machen und dort gibt es keinen Fehletat.
Sam (8 Denzuort haben die Leute ſo viel Geld, daß ſie nicht nur
ihre Aeuern bezahlen, ſondern auch Sport betreiben können.
teit S.l Sum ſeſſpiel den Sport des Statiſtikers.
Npären wir alſo wieder am Anfang. Ein altes
us
Sprfſchort ſagt, man ſoll nie den geraden Weg gehen, wenn
— „warum denn einfach,
Oes au Hemen krummen gibt und
der wenra/ auch kompliziert geht‟. Deshalb müßten wir hier
nun enklich eine Statiſtik darüber bringen, wieviele
Sta=
tiſtiknnes im Amerika gibt. Aber der Leſer iſt ungeduldig,
er h/ktcaäne Seit, er kann nicht warten. Und deshalb will
ich hleſcnell noch anführen: was das Warten betrifft,
da=
kubem bi es auch eine amerikaniſche Statiſtik. Und ſie be=
ſagt, daß ein Menſch, der ungefähr durchſchnittlich 40 Jahre
lang lebt, 18 Jahre davon, alſo ungefähr das halbe
Leben mit Warten verbringt.
Seit iſt aber Geld. Warten iſt verlorene Seit.
Ver=
korene Seit iſt Geld. Durch das Warten verliert der
Menſch die Hälfte ſeines Einkommens. Verlorenes
Ein=
kommen iſt vergeudetes Nationalvermögen. Vergeudetes
Nationalvemögen ſchädigt die Wirtſchaft. Die Wirtſchaft
will ſich nicht ſchädigen laſſen. Deshalb hat ſie die
Natio=
naliſierung erfunden. Einen Betrieb rationaliſieren
heißt: ihn ſo zu geſtalten, daß weder Seit noch Geld
ver=
geudet wird.
Ich war kürzlich in einem ſolchen rationaliſierten
Be=
trieb. Ich hatte dringend zu tun. Ich wollte den Leuten
vorſchlagen, wie ſie es anſtellen ſollten, noch rationeller zu
arbeiten, ſo, daß ſie nicht nur keine Seit verlören, ſondern
welche daz gewannen, alſo Geld, bares Geld. Davon
wollte ich meine zehn Prozent abhaben. Die Nechnung wäre
ganz klar und für beide Ceile gewinnbringend geweſen. Da
ich aber nun einmal für Nationaliſierung bin, ſagte ich mir,
es wäre beſſer, ich ginge gleich zum Generaldirektor ſelbſt.
Denn ginge ich erſt zum erſtbeſten Stift, würden der Stift,
die Sekretärin, der Sekretär, der Direktorſtellvertreter, der
Direktor, der Generaldirektor nur Seit verlieren, durch die
Seit Geld, mit dem Geld Barkapital des Betriebes. Und
gerade das ſollte ja verhindert werden.
Ich begab mich alſo in den rationaliſierten Betrieb. Es
war punkt zehn Uhr vormittag. Und um zehn Uhr begann
auch die Sprechſtunde des Herrn Generaldirektors, wie es
auf ſeinem Briefbogen vermerkt ſtand. Im Marmor=Foyer
Eine Dreiviertelſtunde werden Sie ſich ſchon gedulden
müſſen..."
wo und warum geboren. Empfohlen? Wenn ja,
2
wem und unter dem Wievielten —
wälzte ſich der Portier in den Weg. Er prüfte mich erſt
mit durchdringendem Blick auf Herz und Nieren — was
fünf Minuten in Anſpruch nahm — dann legte er mir einige
Fragen vor, hörte mein Anſinnen, ſagte, das würde wohl
eine halbe Stunde dauern und wies mich in einen Naum,
auf dem „Anmeldung” ſtand.
Es war 10,20 Uhr, als ich dort vorgelaſſen wurde.
Hin=
ter einem Pult ſaß ein Mann, der ausſah, wie mein
ge=
ſtrenger Mathematikprofeſſor aus der Schulzeit. Er ließ
mich erſt eine halbe Stunde warten, denn er hatte gerade
ſein Frühſtücksbrot ausgepackt. Dann räuſperte er ſich und
ſetzte ſeinen Kneifer auf, was wiederum zehn Minuten in
Anſpruch nahm. Und ſchließlich richtete er das Wort an
mich.
Wie ich dem heiße. Was ich denn ſei, ſeit wann und
wieſo. Wann, wo und warum ich geboren worden wäre.
Wie meine Schwiegermutter mit ihrem Mädchennamen
ge=
heißen habe. Meine Militärverhältniſſe. Die Schuhnummer.
Ob und wann ich in meiner Jugend die Maſern gehabt hätte.
Schließlich: mit wem ich eigentlich ſprechen wolle. Und
warum? und wie lange? Und ob ich beſtellt, vorgemerkt,
ſchriftlich verſtändigt oder empfohlen worden ſei. Wenn ja,
von wem? Und unter dem Wievielten? Und ob mein
An=
liegen dringend, unaufſchiebbar, privat oder geſchäftlich, in
eigener Sache eines dritten, vierten oder fünften vorgebracht
würde? Das ſchrieb er alles in zweifacher Ausfertigung auf
große Bögen. Ich mußte unterſchreiben, meinen Paß
vor=
weiſen und eine polizeiliche Beglaubigung der Echtheit
meies Paſſes. Dann ſagte der Mann wohlwollend: So,
nach dieſer kleinen Formalität bemühen Sie ſich bitte mit
dieſem Schein ins Simmer 358 a. Aber eine kleine halbe
Stunde werden Sie ſchon warten müſſen — —
Es war jetzt genau 11,55 Uhr. Als ich Simmer 358 a
gefunden hatte, ſtand die Uhr auf 12,20 Uhr. Ich warte die
kleine halbe Stunde, das heißt, bis 12,45 Uhr. Dann begab
ich mich auf den Korridor, bat einen Vorübergehenden
hof=
lichſt um Entſchuldigung und überreichte ihm mit geſenkten
Lidern meinen Schein. Der Mann beſah ſich den Schein,
ſagte „Naugenblickbittäh!” und entſchwand. Um 1,30 Uhr
war der Augenblick offenbar zu Ende, denn es zeigte ſich
ein junger Mann, der mich höflich begrüßte, einen Stuhl
herbeibrachte, verbindlich lächelte und begütigend meinte, ich
hätte doch nicht lange warten müſſen. Dann entſchuldigte er
oWErNde
Was haben Sie denn eigentlich bis jetzt gemacht. . .?4
ſich, weil ſeine Seit ſo kurz bemeſſen ſei und ſagte im
Hin=
ausgehen: Eine Dreiviertelſtunde würde es ſchon dauern,
denn der General ſei gerade zu Ciſch gegangen.
Ich wartete zwei Dreiviertelſtunden, alſo bis drei Uhr.
Dann nahm lch mir ein Herz, klopfte an die Cür des
Neben-
raumes und trat ein.
Im Nebenraum ſaß ein entzückendes junges Mädchen
mit einem entzückenden Nücken. Ich bin ſonſt nicht für
bio-
logiſche Seſtſtellungen ſolcher Art, aber das Mädchen wandte
mir dieſen Nücken bis 3,05 Uhr zu, ſo daß mir gar nichts
anderes übrig blieb, als dieſe Feſtſtellungen zu machen. Jetzt
zeigte ſie mir über die kalte Schulter ihr Geſicht. Sie maß
mich von Kopf bis Suß mit abweiſenden Blicken, bückte ſich
wieder über ihre Maſchine, unterzog ihr Geſicht mit Puder
und Lippenſtift einer eingehenden Prozedur — was weitere
zehn Minuten in Anſpruch nahm — und ſagte dann: Sie
müſſen ſich, wenn Sie etwas wollen, unten anmelden laſſen!
Ich wagte zu entgegnen, daß ich das bereits vor fünf
Stunden getan hätte — und zeigte ihr meinen Schein. Sie
überflog ihn und ſagte ärgerlich: „Warum ſind Sie nicht
gleich hereingekommen? Stundenlang muß ich hier untätig
herumſitzen, jetzt eben bekomme ich dringende Arbeit und da
muß es Ihnen einfallen, mich zu ſtören. Was haben Sio
denn draußen gemacht?”
Ich — ich ſtotterte ich — ich habe ge—wartet. Sol
ſagte ſie. Gewartet! das ſagt jeder! Und dann erhob ſie
ſich, rauſchte, ohne mich weiter zu würdigen, zur Cüre
hin=
aus, aber nicht, ohne ſie hinter ſich zuzuſchlagen. Das allein
nahm insgeſamt 20 Minuten in Anſpruch. Es war jetzt
genau 3,35 Uhr.
Um 4 Uhr kam das Fräulein zurück. Sie ſagte, wie aus
Sie ſind noch da?
Kom=
einem Craum erwachend: „Ach ——
—!” und rauſchte neuerdings
men Sie ſchnell mal mit —
vor mir hinaus, während ich ihren duftenden Spuren folgte.
Die duftenden Spuren führten mich treppauf, treppab in
einen anderen Ceil des Gebäudes. Das Fräulein öffnete eine
Cüre, ſagte zu mir: „Creten Sie ein!”, zu einem dort
an=
weſenden Herrn: „Es iſt eben noch ein Beſucher gekommen,
melden Sie ihn bitte an” und entſchwand dann endgültig
meinen Blicken.
Der anweſende Herr ließ ſich zunächſt nicht in ſeiner
Lektüre ſtören. Erſt nach einer halben Stunde erblickte er
mich, ſtand auf, nahm meinen Schein und begab ſich aus dem
Simmer.
Fünf Minuten nach 5 Uhr kehrte er zurück. Er pflanzte
ſich vor mir auf, zog ſeine Uhr und ſagte voller Würde:
„Der Herr Generaldirektor ſind ſchon fortgegangen. Es
iſt aber auch bereits 5 Uhr durch. Das iſt natürlich zu ſpät.
Sie müſſen ein anderes Mal früher kommen!
Sprachs, und ließ mich mit meinen Gedanken allein, die
ſich vom Problem der Nationaliſierung zoologiſchen Gebieten
zuwandten und ſtatiſtiſch niemals zu erfaſſen wären, ſelbſt
dann nicht, wenn es eine Statiſtik über Flüche geben
Gerhard Stahl.
würde
Dunnznnnnnnnnrnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnn
nunnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnannnnnnnnnnannnnnn!
[ ← ][ ][ → ]Liebesehe oder Vernunftheirat?
Soll das Herz oder der Verſtand ſprechen?
Die Meinung der heutigen Generation.
Liebes= oder Vernunftehe — eine alte
Streit=
frage. So manche Ehe, in brennender Leidenſchaft
geſchloſſen, hat nach kurzer Dauer Schiffbruch
er=
litten. Und manche „Konventionsehe”, anfangs nur
auf „geſicherte Exiſtenz”, beſtenfalls auf „
gegen=
ſeitige Achtung” eingeſtellt, hat ſich im Laufe des
Suſammenlebens zur innigſten Gemeinſchaft
ent=
wickelt.
Wie ſtellt ſich unſere Zeit der oft geprieſenen
„Sachlichkeit”, zu dieſer Frage? Hat das Herz
heute gar keine Stimme mehr? Die Antworten,
die unſer Mitarbeiter auf ſeine Umfrage erhielt,
ſcheinen die Annahme, der Verſtand ſei heute in
Ehefragen Diktator geworden, nicht zu
be=
ſtätigen.
„Liebesehe ja — aber nicht ins Blaue hinein.. .!"
ſagt die bekannte Aerztin und Leiterin einer Eheberatungsſtelle,
Frau Dr. med. Durand-Wever:
„Daß ich nach meinen beruflichen Erfahrungen in der
Ehe=
beratung die grobe Verſtandesehe nicht gutheißen kann,
ver=
ſteht ſich von ſelbſt. Ich habe ſo viele Ehen, die nur aus
wirt=
ſchaftlichen Gründen geſchloſſen waren, zugrunde gehen ſehen, daß
ich zu dieſer Meinung kommen mußte.
Liebe und noch mehr gegenſeitige Achtung müſſen
die Grundlage jeder Ehe ſein.
Alſo Liebesehe! Allerdings ſoll man auch nicht ins Blaue
hinein heiraten. Ich meine das nicht einmal ſo ſehr in
wirtſchaft=
licher Hinſicht, vor allem ſoll man ſich vorher vergewiſſern, daß
der Partner geſund iſt. Aber man darf ſich natürlich auch nicht
jeder Wirtſchaftsvernunft widerſetzen. Eine alte Freundin von
mir pflegte zu ſagen: „Man ſoll nur aus Liebe heiraten, aber
ſein Herz ſo in der Gewalt haben, daß es nicht — unter 30 000
Calern liebt!” Iſt dieſer Spruch auch für unſere Seit übertrieben
und nicht mehr anwendbar, ſo ſoll man ſich doch davor hüten, zu
glauben, hungern zu zweit wäre ein halbes Hungern; im
Gegen=
teil, es iſt vierfaches.
Häufig liegt der Vernunftehe wohl Liebe zugrunde, aber
leider nicht zum Partner, ſondern zur eigenen Familie, die einer
der Ehepartner durch ſeine Vernunftehe wirtſchaftlich retten zu
können glaubt. Meiſt weiß der Partner, der ſich hier ſeiner
Familie gewiſſermaßen opfert, nicht, was er mit ſolcher Ehe auf
ſich nimmt. Eine reine Vernunftehe kann nur dann gut gehen,
wenn die wirtſchaftlichen Verhältniſſe es eremöglichen, die kleinen
aufreibenden Sorgen des Alltags auf ein Minimum
herabzu=
drücken.
Nach meiner Auffaſſung und Erfahrung wird immer nur
gegenſeitige Liebe, ſofern ſie nicht nur auf rein ſinnlicher An=
ziehung, ſondern in erſter Linie auf gegenſeitiger Achtung beruht,
die einzige geſunde Baſis für eine glückliche Ehe ſein.
„Die große Liebe kommt nur in Nomanen vor!”
Eine junge Stenotypiſtin, Fräulein Lotte P., hält es mehr
mit dem Verſtand:
„Unſerems kann es ſich nicht leiſten, dem Verſtand das Wort
zu verbieten. Es hört ſich ja ganz hübſch an, lieber trocken Brot
eſſen und mit einem geliebten Menſchen in einer Stube zuſammen
hauſen, als mit einem ungeliebten herrlich und in Freuden leben,
aber — ſich lebenslänglich als Stenotypiſtin herumſchubſen zu
laſſen, anſtatt ein Heim zu haben und Kinder aufzuziehen, iſt
auch kein Vergnügen.
Es muß ja nicht gleich ein Mann ſein, der einem
ausge=
ſprochen unſympathiſch iſt. Aber das mit der großen Liebe,
fürchte ich, das kommt nur in Nomanen und im Kino vor, und
wenn man zu lange darauf wartet,
dann hat man mitten drin den Anſchluß verpaßt.
Alſo wenn ſich der Nechte meldet, ein anſtändiger Menſch, der
für Frau und Kinder ſorgen und für ſeine Familie leben will, ſage
ich nicht nein, auch wenn das Herz nicht gleich himmelhoch jauchzt.
Wenn er mir ein Leben ohne drückende Sorgen bietet, werde ich
ihn ſchon lieb haben. Wenn man zuviel Noſinen im Kopf hat,
geht man leicht ganz leer aus, und das will ich nicht, das gebe
uch ganz ehrlich zu.”
Fritz Kampers, der beliebte junge Filmſchauſpieler,
läßt das Herz ſprechen”!
„Keine Frage — das Herz ſoll ſprechen! Was kann heute
der Verſtand noch viel zu ſagen haben bei dem allgemeinen
Dalles!. Alſo macht der Mann aus der Not eine Cugend, „nie
im Leben würde ich eine Frau des Geldes wegen nehmen” (der
Schwiegerpapa hat ja doch keins!).
Scherz beiſeite! Wir ſind heute ſo vernünftig, daß wir uns
die Liebesheirat leiſten können. Früher war die Frau eine
wirt=
ſchaftliche Belaſtung für den Mann, kein Wunder, daß er
meiſtens die Laſt zu vergolden ſuchte, alſo nach Geld heiratete.
Nur wurde dann meiſtens aus der wirtſchaftlichen Laſt eine
ſeeliſche, „die Mitgift iſt kurz, die Ehe iſt lang”. Heiratete er
aber aus Liebe, d. h. auf gut deutſch: ein Mädchen ohne Geld,
dann ſtarb die Liebe ſehr oft wegen „Mangels an Ueberfluß”
Die Nettung — die berufstätige Frau! Heute kann der Mann
wirklich das Herz ſprechen laſſen,
er heiratet ja kein anſpruchsvolles Luxusgeſchöpf mehr,
ſondern eine Kameradin und Arbeitskollegin.
Berufstätigkeit iſt für die Frau mehr wert als die Mitgift,
Cüchtigkeit iſt nämlich eine perſönliche Eigenſchaft
derentwegen ſie der Mann als Perſönlichkeit ſchätzt, Mitgift iſt
aber eine Annehmlichkeit, die mit der Perſon der Frau nichts
zu tun hat und nur den Verſtand angeht. Ich bin von Kopf bis
Suß auf Liebesheirat mit einer modernen Frau, die etwas leiſten
kann, eingeſtellt.”
„Liebesheirat — aber keine Leidenſchaftsheirat!”
meint Felicitas von Neznicek, die bekannte junge
Schrift=
ſtellerin:
„Neine Verſtandesheiraten, Ehen als Fmanztransaktionen.
als Geldſpekulationen, als reine Verſorgungsverbindungen
wer=
den in der jungen Generation nur ſelten vorkommen. Aber auch
für romantiſche Eheabenteuer, für Heiraten „vom G/
trotz Stellenloſigkeit des Mannes und mangelnder 93,
bildung der Frau, iſt unſere Seit nicht günſtig.
Blinde Leidenſchaft, die zu übereilten Ehen führt, ſteht I
Generation nicht hoch im Kurſe.
Selbſtverſtändlich bin ich für Liebesheirat, aber fini
man heute darunter verſteht. Die Sache iſt ſo docha=
anders als früher. Keinem Menſchen wird es einfallen,
bis über beide Ohren in die Ehe zu raſen. Bei unr
wird das Herz ohne Verſtand ſehr ſelten, der Verſtandu
faſt nie ſprechen. Das Mädchen von heute pflegt
lange und gründlich kennenzulernen. Nur wenn ſich 90
lich ſchätzen gelernt haben, wenn ſie wiſſen, daß ſie ſich
verlaſſen können, entſchließen ſie ſich zur Heirat. Im
macht man erſt noch „Nettungsverſuche” ſucht der 2
entkommen. Wir Heutigen ſind nämlich in der
Vee=
ſehr ungehalten über uns ſelbſt, wenn wir merken, daßsi,
gen” bleiben, und es bedarf ſchon großer Suneigung.
fürs Ehejoch entſchließen. Sweifellos ſind ſolche Ehen
ſie ſind ja auf nichts als auf innere Sympathie begrünzue
Liebe iſt nicht im geringſten beeinträchtigt oder gar aung
weil wir nicht gleich per Kopfſprung in die Ehe hinzun
Liebesheirat — aber keine Leidenſchaftsheirate
nicht romantiſch genug, um in der Liebe blind zu ſein.
ler des Partners ſehen wir ſehr wohl, wir nehmen;
Kauf, eben weil wir ihn aufrichtig gern haben. Aber;
darf die Sache nicht ausgehen!“
„Außer der Liebe gibt es auch noch eine Verantworn.
Die Anſicht eines Vaters:
„Den Gefallen kann ich Ihnen leider nicht tun.
ſchränkung für Liebesehe zu plädieren. Nur ein AIn
jede Verantwortung kann im Leben alles tun, wozu ge
Sehen Sie, meine Fabrik iſt trotz aller wirtſchaftlich an
tungen der letzten Jahre noch alleiniger Samilienbeſitz.;
nur eine einzige Cochter. Der Mann meiner Cochterro
das Werk übernehmen, ſoll es weiterführen. Ess
Lebensarbeit von drei Generationen, von meinem Grorn”
gefangen, in meinem Betriebe. Ich glaube doch, iar
Recht, zu verlangen, daß bei der Wahl meines
Schwa=
auch der Verſtand gefragt wird. Verliebt ſich mern
heute in einen Künſtler, oder in einen untüchtigen Ally
hat ſie die Pflicht zu verzichten. Ich habe auch auf vin
liche Wünſche verzichten müſſen, glauben Sie mir, daß
anders wollte, als Pflicht und Vernunft es forderten..
wurden wir in dem Sinne erzogen, daß zuerſt die
dann erſt das Recht auf ſich ſelbſt kommt.
Sie dürfen mich deshalb nicht für einen Haustyrun
Innerhalb der geſteckten Grenzen kann meine Cochtn
wen ſie will. Ich lege auch keinen entſcheidenden
Wer=
kunft oder Vermögen, obwohl das letztere bei der heunf
*
ei,
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fentens
fanf de
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Fergurftehe
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talknappheit durchaus kein Fehler iſt. Aber erſt komnrrkukus Weihnacht
tereſſen des Werkes bei mir, und Gott ſei Dank bei mutt Air die g
ter auch, dann erſt unſere Privatwünſche. Meine
vernünftig genug, das einzuſehen. Sie arbeitet auch
im Betrieb, ſie hat eigens deshalb Chemie ſtudiert un=
*
t. Aicht ſe
dabei, wie
Cüren das
Hen, d
900
ſchon das Laboratorium unter ſich. Ein Mann, der
tändnis für das Werk aufbringt, käme für ſie gar nilill
tracht.
Su meiner Seit hat es der Mann noch nicht ſo 9.
Damals fand man viel ſeltener eine Frau, die an der B.i7
des Mannes wirklich innerlich Anteil nahm. Und iſtſh
ein großes Glück für einen Mann? Und vergeſſen Se
vielgeprieſenen Liebesehe auch folgendes nicht: Achtur!
ſicht und wahre Freundſchaft können auch eine Vernu.7)
Euesn
D1e Alten.
Von J. Kaſatkin.
Der Weihnachtsheiligabend war mondklar und froſtig. Auf
den blankgebohnerten Sußböden lagen im grünlichen Licht des
Mondes, die ſcharfumriſſenen, dunklen Schatten der
Fenſter=
kreuze. Draußen, hinter den Fenſtern lagen die blauweißen,
ſchneebedeckten Dächer der kleinen Stadt. Aus den
Schorn=
ſteinen ſtieg der Nauch kerzengerade zum beſternten Himmel
empor; es ſah aus, als hätte jemand graue, durchſichtige Watte
in die Schornſteine geſteckt. Noch weiter, hinter den Häuſerr
lagen blendendweiße Schneefelder, ſcharf hob ſich der dunkle
Wald vom Horizont ab. Von der Stadt lief ein mit
Cannen=
zweigen markierter Weg über die Felder zum Wald.
Gabriel Markowitſch, Mehlhändler und Kirchenälteſter, war
eben aus dem Abendgottesdienſt nach Hauſe zurückgekehrt. Im
dunklen Flur, beim Ausziehen der ſchweren Ueberſchuhe, fragte
er laut: „Nun, Mutter, ſind ſie ſchon da?‟. —
„Jetzt werden ſie wohl nicht mehr kommen”, erwiderte aus
der Tiefe des Simmers eine zitternde Greiſinſtimme, ſie klang ſehr
traurig. — „Jetzt werden ſie wohl nicht mehr kommen, es iſt
ſchon zu ſpät. . . . „So—0—o—”, ſagte Gabriel Markowitſch,
ins Simmer tretend, und ſtrich den Nauhreif aus ſeinem Bart,
Auf dem Ciſch ſummte der Ceekeſſel, und neben ihm machte ſich
ein altes Weibchen zu ſchaffen. Lautlos bewegte ſie ſich zwiſchen
Ciſch und altmodiſchem Sofa herum, auch ſie ſelbſt machte einen
ſehr altmodiſchen Eindruck. Ihr Geſicht umrahmte ein ſchwarzes
Kopftuch, das unter dem hervortretenden Kinn von einer Nadel
zuſammengehalten wurde, ſie ſah wie eine Nonne aus.
„So—o—o”, wiederholte Gabriel Markowitſch noch einma
ſehr nachdenklich. Er ſetzte ſich an den Ciſch, ließ den Kopf
ſinken und begann mit den Fingern auf die Ciſchplatte zu
trom=
meln. „So wemig kümmert man ſich heutzutage um ſeine alten
Eltern!” — Er ſtand auf und begann auf= und abzugehen, blieb
am Fenſter ſtehen und ſchaute lange auf die vom Mond
be=
ſchienenen Dächer, auf den Beg, der zum Wald führte. Dort,
hinter dem Wald, 200 Kilometer entfernt liegt die große
Kreis=
ſtadt, und in ihr leben ſeine Kinder, ſeine unfolgſamen Kinder. ...
Und der Alte begann wieder zu ſprechen, ganz leiſe, ſo, als ſpräche
er zu ſich ſelbſt, in ſeiner Stimme war ein greiſenhaftes
Gekränkt=
ſein. — „Die Kinder ſind ihren Eltern heutzutage ganz fremd
geworden, der Vater iſt ihnen ebenſo gleichgültig wie ein
vor=
übergehender Fremder. Von Neſpekt will ich gar nicht erſt
ſprechen, mit dem Neſpekt vor dem Alter iſt es ganz vorbei, aber
ſie hätten wenigſtens ſchreiben können, ein paar freundliche,
herz=
liche Worte, dies hätte genügt unſere alten Herzen zu erwärmen,
aber nein — nichts — der Vater iſt halt nur ein Mehlhändler,
ein alter Spitzbube, der den Leuten das Fell über die Ohren
zieht. — Sie ſind Ingenieure, haben ſich fein herausgemacht, und
wer hat ihnen zu dieſem ſchönen Leben verholfen? Wer?"
„Laß ſein, Markowitſch” flüſterte zaghaft die Alte.
„Laß ſein, hetz dich nicht auf, genug. .. ..
„Ach, Alte, Alte,” regte ſich Gabriel Markowitſch immer
mehr auf, „haben wir ſie nicht gut erzögen, haben wir ſie nicht
die hohe Schule beſuchen laſſen!. Haben wir uns nicht jeden
Groſchen vom Munde abgeſpart, nur damit die Kinder was
Ordentliches lernen ſollten, und ſiel . . . Andreas hat eine
leicht=
ſinnige Frau geheiratet, ohne erſt die Eltern um Nat zu fragen,
vielleicht ſind ſie nicht einmal verheiratet . . . ach, Alte, Alte,
Dummköpfe ſind wir geworden, Schwachköpfe, jawohl, ſo ſchätzen
ſie uns ein, jal . . . Humpelnd wanderte er im Simmer herum
und warf ſeine Klagen aus ſich heraus. Dann tranken ſie Cee,
ſie tranken lange und ſchweigend. Sie hielten die gefüllten
Unter=
taſſen in ihren auseinandergeſpreizten, zitternden Fingern.
Aku=
lina, die uralte Magd, brachte immer neue glühende Kohlen
her=
ein und ſchüttete ſie unter den Ceekeſſel, damit er nicht aufhörte
zu ſummen, denn ſo liebte es der Alte.
„Na, Akulina, wie geht es?”, wandte er ſich an die Magd
und hob ſeine buſchigen Augenbrauen. „Du haſt die Kinder immer
verausgeſtrichen und gelobt, na, ſiehſt du, nicht einmal zum Feſt
beſuchen ſie einen, vergeſſen haben ſie uns, ganz vergeſſen, wie?"
Die Magd hatte ihren krummen Rücken gegen die Cür
ge=
lehnt, ſie zwinkerte in eiem fort und wiſchte ihre balberblindeten
Augen mit dem Schürzenzipfel.
ſie in dieſem Hauſe, ſie hatte die Kinder auf ihren Armſſt
bite
getragen; jetzt iſt ſie alt, ſo alt, daß es Seit wäre, Kawufen deiat
„Andreas hat ſich verheiratet, erzählen die Leute‟"
ie Eion Dickar
Alte fort und blickte die Magd an. „Eine Frau ſoll
Na, eine von den ganz Gebildeten, weißt du. . .. Er Wk /4t Pm noch z
en ſolte.”
kommen ſollen und ſie uns vorführen, wie denkſt oll
*
ſich eine
eine Sünde wäre es nicht, ſeinen alten Eltern die Sraut 7 bhn
de i üßer
wie? Su Weihnachten wewigſtens, wie?"
Er wurde wieder aufgeregt, brummte lange über 2ah/ ih deien 2
Nei er ſ
die dort, in der großen Stadt, ihr eigenes freies, ihm TT.Tm
unverſtändliches Leben lebten, ein Leben nur für ſich. SCkM, en Heilis
waren ſie nicht bei den Alten geweſen. Diesmal hattenn eh Aun. elkrotes
Der Kong
einen Brief abgeſchickt, nach deſſen Empfang ſe
Alief
kommen mußten. — „Die Mutter liegt im Sterben, ſich 4
in id
zu ſolchen Lügen mußten ſie in ihren alten Cagen nolle.n
e ind
nehmen. Aber ſie hatten noch nicht einmal eine Alll.
ſchickt, die Alten waren feſt davon überzeugt geweſen, 9Ci
Autte,
Gte,
nachten die Kinder kommen würden. Aber es war ?4
ihnen gekommen. —
9 zu
Boden.
„Vielleicht kommen ſie noch”, denkt der Alte, „e
Sot
fallen ſie morgen mit der Cür ins Haus.‟ Dieſer Geda2 7n/Ide euſten d1
ihn weich, und er verſucht, über ſeine Frau und die de/4
zu ſcherzen. Die Magd ſetzt ſich mit an den Ciſch. unchte znß der Seſt
fangen an, das Vergangene herauszukramen, verliers IIſr
Nic,
Erinnerungen an die Seit, als ihre Kinder noch in des 7a,Ahh Au
W9e
mern wohnten. Sie ſprachen ſogar von jener fernel, 1i04 Au, de gol
e L Oiu
Andreas und Waſika noch Säuglinge waren und Oer
Ge
einen Arzt geheiratet hat und in Sibirien wohnt, nochl fFTP
lief. Sie rechneten aus, vor wievielen Jahren M.
*
Weihnachtsbaum brannte. Sie ſtritten ſich ſogar. O0.
kowitſch behauptete, der Weihnachtsbaum hätte 9.PR
wo jetzt das Sofa ſteht. Die Magd war damit nicht. 2.
den, ſie konnte darauf ſchwören, daß der Baum noll
geſtanden hätte, und gar nicht dort, wo jetzt 902
Aechzend und aufgeregt erhob ſie ſich, kauerte ſich M.
den Sußboden nieder und ſchlug mit ihren kleinen, eide.
Sent
Liebesehe umwandeln; das können Sie in der Praxis
g beobachten. Aber ohne dieſe drei Faktoren wird
ſarnantiſchſte Liebesehe nicht von Dauer ſein.”
Heliczuf werden, iſt die größte Sehnſucht des Menſchen ..."
dend jonnulg dur ten äußerte lich folgendermaßen:
G
(Sben und in meinen vielen Nollen habe ich nur die
rol. iebesitshal kennengelernt. Ein anderer Beweggrund als Liebe,
uan Manne in die Ehe zu treten, erſcheint mir geradezu
(en
kann die unglücklichen Geſchöpfe, die — gerade in
Kreiſen — aus „Staatsraiſon”, aus Gründen ge=
Olllianz oder aus Gründen egoiſtiſchen Geldhungers
mngeliebten, gleichgültigen oder gar unſumpathiſchen
eheliche Gemeinſchaft treten, nur aus tiefſtem Herzen
hibeernunftehe iſt von allen unvernünftigen Handlungen
n
ihen ſeine — unvernünftigſte. Wer ſeinen Verſtand
rochdkilck, wird immer auch ſein Herz mitſprechen laſſen, die
on üüſei ſich gar nicht voneinander trennen, denn ſonſt gibt
ſeir, großen Irrtum des Lebens. Glücklich zu ſein, ge=
9 an
eden, iſt ja letzten Endes die einzige Sehnſucht des
in du fi. enfchchi ſee zu erfüllen, dazu hat er Herz und Verſtand. Wer
ulſgir materieller Vorteile willen ſein Herz verwaiſen läßt,
ebe 00
ätgegen ſich ſelbſt, macht ſein eigenes Leben arm und
ündgl ah gegen die — Vernunft!”“
ei hin 41 Frdkin stud. phil. Anni K. iſt für
„Lieltihre im Rahmen des geſunden Menſchenverſtandes”
ACſ— oder Vernunftehe? In meinem Falle iſt das ein
ie Arch
rit iges Problem. Denn ich wüßte kaum, wieſo ich für
eider na ſen „cht., das Objekt für eine Vernunftehe abgeben könnte.
za 1H, wenn ich mich ſo grade durchs Studium durch=
Tnkok
würge, und die Ausſichten für ſpäter ſind ja auch nicht ſo
über=
wältigend, daß ich als Spekulationsobjekt für einen geldſüchtigen
Mann in Betracht kommen könnte.
Bleibt alſo die Frage, ob ich . . .? Selbſtverſtändlich würde
ich nicht! Es wäre doch ein wenig paradox und ſinnwidrig, wenn
man ſich erſt jahrelang durchquält, um ſein bißchen
Selbſtändig=
keit zu erkämpfen, und wenn man ſie dann für ein behagliches
Leben auf dem Wege über die Vernunftehe wieder preisgeben
würde. Nein, ein hundertpferdiger Mercedes imponiert mir
zwar reſtlos, auch für eine Grunewaldvilla habe ich eine ehrliche
Schwäche, gut eſſen iſt mir auch nicht zuwider, aber nur deshalb
heiraten, kommt nicht in Frage!, Lieber tue ich’s eben etwas
billiger. Die Ehe mit einem geliebten Menſchen ſtelle ich mir
ſchon nicht ſehr leicht vor. Aber mit einem ungeliebten? Das
muß gräßlich ſein, überhäupt nicht auszudenken!
Unter Liebesehe verſtehe ich natürlich kein Courths=Mahler=
Idyll. Das kann man wohl von uns Heutigen nicht verlangen.
Keineswegs ſoll der Begriff Liebesehe ein Freibrief für alle
mög=
lichen Dummheiten ſein. Hunger iſt eine äußerſt reale
Ange=
legenheit, ſtärker als Sentiments.
Eine Ehe ohne jede Exiſtenzbaſis ſchließen, iſt Mordverſuch
an der Liebe.
So etwas nenne ich nicht Liebesehe, ſondern unverantwortlichen
Leichtſinn.
Bedingung jedenfalls iſt ein Menſch von ungefähr gleichem
kulturellen Niveau, ehrliche Sympathie und mindeſtens
Sicher=
ſtellung beſcheidener Exiſtenzanſprüche. Sollte er reich ſein,
ſo würde das meine Liebe auch nicht beirren, wenn ich ihn —
gern habe. Andernfalls helfen alle Millionen der Welt nichts.
Aſſo — Liebeshe im Nahmen des geſunden Menſchenverſtandes!”
Von D. Hübner.
Die Wandlung zum kechniſchen Spielzeug.
4616/ Doppelzenkner Spielwaren werden jährlich aus
Deutſchland ausgeführt.
dtere
Es liſtine alte Erfahrung — ein hübſches Spielzeug, für die
Aber aſ kinem s Weihnachtsgeſchenk gedacht, macht dem Gebenden
ſei Duk Fdeſtte tiie gleiche Freude wie dem Kind, das es ſpäter in
ünſche. Ar ſitz iine. Nicht ſelten ertappt man die „vernünftigen Er=
Sie arbeit achſenut babei, wie ſie in der Vorweihnachtszeit hinter
ver=
hemie ſalitn bſſerite Cküren das neue Spielzeug ſorgſam aus den
Papier=
ſen Eueeien, an der Puppe herumzupfen, die Cöpfe probeweiſe
den 24len des Kaufmannsladens einräumen und an den
en n3 lleinen Poſtkutſche drehen. Und ſchon das Auswählen
den itSelwarenläden, die um die Weihnachtszeit ein beſonders
nigiiges, buntes Bild bieten, iſt eine Freude.
Wals un die Auswahl betrifft, ſo hatten wir es ja früher
—) ht. 2ihmahm, was einem ſelbſt gefiel, womit man auch gern
einnl geſpielt hätte, wenn man nicht gar ſo „erwachſen”
„vann tig” wäre und demzufolge „andere Intereſſen” haben
ßte. ſte hat ſich ja nun alles grundlegend verändert. Und
Pritt im Heute einen Spielwarenladen, ſo wird die Wahl
tat=
lich Ainer lein. Und warum? Da gibt es in erſter Linie
— etallkynalſten, aus deren blanken Einzelteilen in Meſſing und
„lpielend” die ſchönſten Automobile, ganze Stadt=
viertel von Wolkenkratzern in Stahl, ſchwere Craktoren mit
Ketten und Flugzeuge, ſogar
den neueſten Blikzzug mit Propellerantrieb, den
„Schienenzeppelin”,
zuſammenbaſteln kann. Spielend?
Natürlich nur, wenn man etwas davon verſteht. Das gleiche
gilt für die reizenden Miniatur=Eiſenbahnen, für die Luftrakoten,
Buchdruckerpreſſen und Ozeanrieſen, die, an die Lichtleitung
an=
geſchloſſen, elektriſch betrieben werden. Das alles funktioniert,
ſo lautet die Erklärung, weitaus zuverläſſiger und einfacher, als
die umſtändlichen Sedermechanismen unſerer Eiſenbahnen von
früher, und da die Gefahr der Starkſtromleitung durch beſtimmte
Sicherungen in all dieſen Spielwerken ausgeſchloſſen iſt, weitaus
ungefährlicher. Natürlich, ehemals konnte es bei den winzigen
Ausgaben von Petroleumlämpchen in den Puppenhäuſern mal
einen Stubenbrand geben — heute iſt jedes vernünftige
Puppen=
haus mit elektriſcher Lichtanlage, Waſſerſpülung und ſo weiter
verſehen. Natürlich, alles iſt einfach und ſpielend geworden
man muß nur etwas davon verſtehen. Denn die ſchönen
Konſtruk=
tionsbaukäſten beiſpielsweiſe ſetzen die Kenntnis von „
Nück=
kopplung” und „Cransformatoren” und vom „Ausgleich der
Nei=
gungswinkel” voraus. Und wenn auch wir nicht immer ganz
ſicher ſind in dieſen Punkten, die Kinder wiſſen darüber ganz
aus=
gezeichnet Beſcheid, ſie, ſie leben mit dem Seitalter der Cechnik.
Denn die Cechnik eroberte auch das Spielzeug.
Das Kind will die Dinge, die es im täglichen Leben beobachtet,
auch in ſeinem Spiel wiederfinden und rekonſtruieren. Im
glei=
chen Maße wie der Sinnſoldat und der gute alte Ceddybär im
Anſehen der männlichen Jugend entthront wurden zugunſten der
komplizierten Baukäſten und techniſchen Spielwerke, trat im
Intereſſe der kleinen Mädchen vor die Puppe der
Miniaturwob=
ſtuhl, die elektriſche Waſchküche und ſogar — die winzige
Schreibmaſchine.
Die Cechnik eroberte das Spielzeug. Und dieſe Catſache macht
ſich in der Erzeugung ſtark bemerkbar. Denn Deutſchland iſt ein
Großproduzent für Spielzeug. Es beſaß vor dem Kriege das
Weltmonopol für Spielwerkherſtellung und hatte drei Viertel der
Weltausfuhr in Händen. Heute iſt der deutſche Anteil am
Welt=
handel auf dieſem Gebiet um 15 Prozent zurückgegangen, denn
Amerika, England und Japan dehnten ihre eigene Produktion
ſtark aus. Immerhin ſtellt Deutſchland auch heute noch für un=
WeiERsMtelk
Krreuh
AifE
Kong ficECMElw. METAU PELA. WOLZPiELM
NuPpEN
Der Wert der jährlichen deutſchen Spielzengproduktion in Millionen Mark ausgedrückt.
gefähr 220 Millionen Mark Spielzeug jährlich her, wovon etwas
über die Hälfte ausgeführt wird, das entſpricht einem Gewicht von
465 000 Doppelzentner Spielzeng.
Faſt den geringſten Wert innerhalb dieſer ungeheuren Sahlen
ſtellt der Ceddybär, der einſt ſo geliebte Ceddybär, dar.
15 Millionen Mark etwa koſtet ſeine jährliche Herſtellung —
und die Catſache, daß von dieſem Geſamtwert noch 9 Millionen
vielmehr kleine und große Ceddubären und andere Stofftiere
im Werte von 9 Millionen Mark — ausgeführt werden, zeugt
dafür, daß die modernen deutſchen Kinder nicht mehr das ſtarke
Intereſſe aufbringen, das wir dieſen kleinen, amüſanten und
un=
komplizierten Geſellen widmeten. Man intereſſiert ſich bereits
mehr für Gummiſpielwerk, für Bälle, Schwimmtiere und ſo fort
Wert 18 Millionen, davon 10 ins Ausland gehen.
Papier=
ſpielzeug, Ausſchnittbilder, Puzzleſpiele, Bilderbogen überſteigen
noch dieſe Produktion um 4 Millionen, auch die Puppen, die ja
teilweiſe ſtark mit der Mode mitgingen und ſprechen und laufen
lernten, kämpfen mit einer Produktion von 34 Millionen Mark
um ihre Exiſtenz. Allerdings bleiben nur ein Drittel davon bei
uns in Deutſchland. Die Holzbaukäſten, die Schaukelpferde, die
vielerlei Kegel= und Krokettſpiele erfreuen ſich
nach wie vor großer Beliebtheit — Wert 36
Mil=
lionen, Ausfuhr 22 Millionen, jedoch weit über alle
Mf
Spielſachen triumphiert — das techniſche Spielzeug,
M
die Konſtruktionsbaukäſten, die Eiſenbahnen,
Flug=
zeuge und Automobile,
die jährliche Produktion des kechniſchen
Spielzeugs entſpricht heute einem Wert
von 71 Millionen Mark,
davon nur 30 Millonen ausgeführt werden.
Denn die Cechnik eroberte ſich das Herz des
Kindes — und die Erwachſenen, die ſeine Wünſche
erfüllen möchten, die Herſteller, tragen dieſer
Seit=
entwicklung Nechnung.
eüſten ü1t ſten Boden. „Hier hat er geſtanden, hier, was du mir
zu Me
ählenEilx, ich ſollte es nicht wiſſen. — Andreas hat ihn
bei=
der 9fb
Ne unkwarfen, beinahe iſt er mir auf den Kopf gefallen, nur
2A daßge Srau Diakon mit ihren Kindern hier zu Beſuch war,
M * fing R0 Baum noch zur rechten Seit auf, mein Gott, wenn
es mit wiſſen ſollte.” —
Nahtem ſie ſich eine Weile geſtritten hatten, ſchwiegen ſie,
er drmſeSte in füßen Gedanken alles, was ſich vor langer,
Gich ger „Im n dieſen Näumen abgeſpielt hatte. Der Ceekeſſel
mie ſht mehr, er ſtrahlte nur, blankgeputzt, im Schein der
ſpe. A dar den Heiligenbildern brennen zwei Lämpchen, ein
6 MeS. Eul lin hellrotes. Im mondhellen Fenſter hängt ein
ogelbdhry, der Kanarienvogel hatte ſich zu einem Kügelchen
We Igeplratt und ſchlief ſchon; aber als die Magd die Ceegläſer
Pulec enann und mit dem Geſchirr klapperte, erwachte er,
Vle 9MSchnabel und begann zärtlich zu zwitſchern.
Lichliſt es, Mutter, wäre es nicht an der Seit, ſchlafen zu
ehen?‟
agte Gabriel Markowitſch, die Gedanken
abſchüt=
zmtshen will ich zur Frühmeſſe‟
Eie/ Seit” echote die Alte, und ihr Geſicht verriet, daß
Re Aßlrmedanken die ganze Nacht über ihr altes Herz
be=
e9en Imdem.
KgMeiiger Seit lag das ganze alte Haus ſchweigend da,
in / 4 Rüche machte ſich die alte Magd immer noch zu
DNenfen g digeßlich löſchte auch ſie das Licht. Vor den
Heiligen=
it
odt, Woern A hu ten die ganze Nacht die Lämpchen, ein blaues und
WEA elltehs. Durch das Fenſter floß Mondlicht, auf dem Fuß=
Len 7Aneten ſich ſcharf die Fenſterkreuze ab. Vom Licht
Ewendicstorunte der Kanarienvogel keinen Schlaf finden; er
W Frilg WD eu egt von Stäbchen zu Stäbchen und zwitſcherte kläglich.
er Sraſſieg und ſpann über die Fenſter der Häuſer
märchen=
ie CLumenmuſter. Märchenhaft war auch das im Mond=
DeAr Dn änd e Schneefeld. Es lag ſo weit und ſtill da und ſchien
Eeieision keinem belauſchtes Lied zu ſingen. Von der Stadt
er einß deg durch das Feld zu beiden Seiten mit Cannen=
Sigend lterkt. Der Weg bog um Gügel und Wald und verlor
ic, in ikeFerne.
Die Dame im Autobus.
Von Anita.
An der Halteſtelle ſtand die diſtinguierte Dame und wartete
auf den Autobus.
Ihr Wagen war in Neparatur. Sie genoß das Ungewohnte
der Maſſenbeförderung, wie ein an verfeinerte Koſt gewöhnter
Gaumen ſich an kräftigen Speiſen freut.
Es ſammelten ſich viele Menſchen an. Plötzlich erſchien eine
kleine, ſehr zierliche Perſon in einem Aufzug, der in der
nüch=
ternen Umgebung geradezu karnevalesk anmutete.
Sie trug einen ärmelloſen feuerroten Jumper aus Kunſtſeide,
ein unbeſchreiblich enges Nöckchen, das bis an die Knie reichte.
durchbrochene Strümpfe und rotſchwarze Schuhe mit phantaſtiſch
hohen Abſätzen. Das Verblüffendſte aber war der Hut: ein
kleines, feuerrotes Käppchen, an dem ein ebenſo roter Schleier
herunterhing. Pechſchwarzes Haar quoll in dichten Locken
her=
aus. An den nackten Armen trug ſie zahlreiche Goldreifen.
Das ganze Perſönchen ſah unſägbar auffallend aus. Dabei war
ſie bildhübſch, mit leuchtend rot gemaltem, winzigem Mund und
ruhigen Kinderaugen.
Die Menſchen an der Halteſtelle waren alle wie elektriſiert,
die Vorübergehenden verlangſamten den Schritt, blieben ſtehen.
Aus vorbeiſauſenden Autos blickte man durch das Hinterfenſter
zurück.
Der Autobus kam und wurde geſtürmt. Die diſtinguierte
Dame bekam gerade noch einen ſchmalen Platz. Ihr gegenüber
war ein älterer Herr aufgeſprungen und bot mit galanteſter
Handbewegung ſeinen Sitzplatz der kleinen auffallenden. Perſon
an. Alle Augen waren im Nu auf ſie gerichtet.
Die diſtinquierte Dame dachte: ſie ſieht doch geradezu
ver=
boten ausl Einfach grotesk. Für einen Koſtümball gar nicht
ſchlecht. Aber morgens um 11 Uhr ſo in der Stadt herumzulaufen
man glaubt doch nicht, was es alles gibt!
An den Halteſtellen wechſelte das Publikum. Vor der
auf=
fallenden kleinen Perſon gab es immer eine Stauung. Man
ſtarrte ſie an, man drehte ſich immer wieder um.
Die diſtinguierte Dame dachte: Männer ſind doch ſonderbar.
Dieſer gut ausſehende Cyp drüben — es muß ein Anwalt ſein,
oder ein Architekt — hält zwar eine Seitung in der Hand, aber
er wendet keinen Blick von der komiſchen Perſon. Daß ein
kul=
tivierter Menſch auf ſo etwas reagiert! Sie iſt ja wirklich hübſch,
aber ſo maßlos ordinär! Dieſes Not zu dem ſchwarzen Haar iſt
denkbarſt kitſchig — natürlich ſchmeichelt es einem zu Geſicht —
und kein Wunder, daß ihr Suß winzig ausſieht bei dieſen
lächer-
lichen Abſätzen.
Die diſtinquierte Dame ſah unwillkürlich auf ihre eigenen
Füße. Sie trug Schuhe mit flachen Abſätzen und feſten Sohlen,
wie es ſich zum Vormittagstrotteur gehörte. Die Schuhe waren
nach Maß gearbeitet und aus feinſtem Leder. Sie machten
natür=
lich größere Süße als ſolche Ballſandalen.
Der Mann dort ſah wirklich gut aus. Er könnte auch einmal
zu ihr herüberſehen — aber gegen die billige Konkurrenz kam
ſie eben nicht auf.
Die diſtinquierte Dame trug ein graues Schneiderkoſtüm.
Von jener zeitloſen Sorm, die nie modern und nie unmodern, aber
immer fein wirkt. Der graue Filzhut ſaß ſtreng auf dem Kopf.
Ihr Mund war ungeſchminkt.
Und ſie dachte an das Leitmotiv ihrer Erziehung, das wie ein
roter Jaden durch ihr ganzes, vornehmes Leben ging: nicht
auf=
fallen. Nie auffallen. Eine Dame fällt niemals auf.
Und plötzlich packte ſie eine wilde Luſt nach einem feuerroten
Kleid, nach grell bemalten Lippen, nach unmöglichen Schuhen, die
ſo lächerlich kleine Füße machen. Nach nackten Armen mit
klir=
renden 50=Pfennig=Reifen. Nach Blicken, die von allen Seiten
auf ſie ſtarrten. Nach ganz billigem, ganz kitſchigem
Publikums=
erfolg.
Gräßlich, wie dieſer Autobus rüttelte!
Die diſtinguierte Dame ſtieg an der nächſten Halteſtelle aus
und winkte einem Caxi.
dankbare Aufgabe. Seine Spitze müßte ſich zu einem
internatio=
nalen Kongreß entſchließen, der den Sweck hat, einen
Speiſe=
kartencode auszuarbeiten. Er müßte mit den fünf oder ſechs
großten Sprachen der Welt verſehen ſein und dem ausländiſchen
Gaſt an Stelle der unverſtändlichen Speiſekarte vorgelegt werden.
„Abide‟” — Schnitzel mit Salat, „solfa” — Spargel mit
Butterſoße, „bdik” — Krabben in Gelee. Warum nicht?
ABIDE‟-Schnitzel mit Salat.
Von Dorothee Goebler.
Müſſen wir uns ſcheiden laſſen?
Frau Grete behauptet ja. Ihr Hans iſt derſelben M.
Viele Greten und viele Hänſe ſind es. Sie haben ſich zmil
mal aus Liebe geheiratet, es iſt ſogar noch gar nicht ſo lod
aber die Liebe war ein Orrtum. Sie ſind — unglücklich au
den. Ihre Ehe iſt — „eine Hölle” und „total zerrüttetn
„Leben mit dem anderen iſt eine Qual”. Alſo laſſen
ſcheiden.
Man geht zum Nechtsanwalt, das Verfahren beginm
nicht ſehr angenehm, das wiſſen wir alle. Noch ſind mi
Ein Speiſekartencode.
Carl Otto Windecker.
Sür, Bank= und Börſengeſchäfte ſowie
Handelsunterneh=
mungen gibt es auf Grund allgemeiner Abmachungen Codes, die
Mitteilungen im internationalen Verkehr weſentlich vereinfachen.
Aber dieſe vernünftigen Einrichtungen beſchränken ſich auf
ge=
wiſſe Gebiete und enden da, wo ſie für die Allgemeinheit wichtig
werden. Swar gibt es heute ſchon einen Hotelcode, verſchiedene
Abkürzungen für telegraphiſche Beſtellungen, welche die Anzahl
der Betten oder die Dauer des Aufenthalts bezeichnen, aber noch
gibt es nicht... Verzeihung! Als ich vor einiger Seit zum
erſten=
mal nach England fuhr, kam ich erſt ſpät am Abend in London
an. Müde und hungrig. Wie ein hungriger Löwe ſtürzte ich
mich, nachdem ich mich gewaſchen und umgezogen hatte, in den
Von Margret Halm.
Nicht alle Frauen ſind es gewöhnt, Gäſte au ihrem Ciſch zu
ſehen. Es gibt viele Haushaltungen, in denen jahraus, jahrein
niemals ein Fremder mitißt. Das liegt in der Lebensführung
und iſt auch ſehr wohl verſtändlich. Einladung zum Eſſen,
Ge=
ſelligkeit paßt nicht zu jedem Leben, und der kleine Haushalt, der
heilfroh iſt, wenn er die eigenen hungrigen Mäulchen ſtopft, hat
für derlei nichts übrig.
Dann aber, wenn es doch einmal vorkommt, daß ein Gaſt
zu einer Mahlzeit gebeten werden muß, dann hat die Hausfrau
einen ganz falſchen Begriff davon, was es heißt, Gäſte bei ſich
zu ſehen. Himmel und Hölle, meint ſie, muß man in Bewegung
ſetzen, um dem Gaſt „etwas zu bieten”, ihn würdig zu bewirten
und zu ehren. Ceils weil ſie glaubt, der habe es daheim
be=
ſtimmt viel feiner und beſſer als ſie, vielleicht auch weil ſie gern
möchte, daß der Fremde glauben ſoll, ſie haben es immer ſo gut,
ihm alſo etwas vorzutäuſchen. „Man muß das”, meint da manche
Hausfrau in ihrer Einfalt und törichter ſehr verkehrter
Vorſtel=
lung von wahrer Gaſtlichkeit. Und da verbraucht ſie nun an
Geld und Vorräten, Summen und Mengen, von der ſie ſonſt
eine Woche lebt für das das eine Mahl und ſtellt in ihrem
Un=
geſchick natürlich vielzuviel und ganz Unzuſammenpaſſendes auf
den Ciſch und bewirkt damit keinesfalls das, was ſie gewollt,
nämlich dem Gaſt zu imponieren, ſondern es wird ihm
unbehag=
lich außen und innen, wenn man ſo ſagen kann. Er empfindet
es peinlich, zu ſehen, wie ſich die Leute für ihn bemühen, möchte
ſie nicht beleidigen, indem er es ablehnt, von allem zu eſſen und
hat dann den Magen überladen.
Das iſt aber doch nicht der Sweck, daß wir es unſerem Gaſt
dadurch ungemütlich machen, indem wir ihm zuviel auftiſchen, uns
alſo ganz überflüſſige Koſten machen, die ihren Sweck vollkommen
verfehlen.
Haſt du einen Gaſt zu Ciſch, ſo lege, wenn es viel iſt, ihm
zu Ehren ein Gericht ein, vielleicht ein Swiſchengericht, eine
Sierſpeiſe, einen Auflauf, ein Gemüſe, was es heute gerade
viel=
leicht nicht geben ſollte. Du magſt ein wenig ſorgfältiger decken,
ein friſches Ciſchtuch nehmen und friſche Servietten, für alle ein
friſches Dechkchen auflegen, wenn du es haſt und mit ein paar
friſchen Blumen den Ciſch ſchmücken, wenn es dir an Seit und
Ruhe fehlt, dies ohnehin alle Cage zu tun. Dann aber genügt
es vollkommen, wenn du darauf bedacht biſt, das, was ihr
ohne=
hin gegeſſen hättet, mit beſonderer Sorgfalt zu kochen, zu
berei=
ten und anzurichten. Wenn es mittags iſt und es gibt ein Stück
Fleiſch, Gemüſe und Kartoffeln, ob vorher eine Suppe oder nicht,
iſt gleich, und hinterher ein wenig Obſt, ſo iſt das für jeden Gaſt,
wie verwöhnt er auch ſei, durchaus genügend. Will man ihn
be=
ſonders ehren, ſchön, dann mag es eine füße Speiſe geben und
eine Caſſe Kaffee nach dem Eſſen.
Speiſeſaal — der um dieſe Seit aunähernd leer war. Ein
höf=
licher, ernſter Kellner eilte gravitätiſch mit der gewiſſen,
unnach=
ahmlichen Haltung des engliſchen Dieners herbei und überreichte
mir die Speiſekarte.
Das war der Anfang einer achttägigen Leidenszeit. Nun
ſpreche ich zwar ein wenig Engliſch — wenn auch kaum mehr, als
in der Erinnerung an die Schulzeit haftengeblieben war, und bis
jetzt hatten meine Kenntniſſe bei Soll und Eiſenbahn ſowie beim
Chauffeur gereicht. Aber hier verſagte ich. Und da mein
Hun=
ger zu groß war, um nach dem Wörterbuch die Speiſekarte
durch=
gehen, ſo wählte ich, was heimiſchen oder franzöſiſchen Anklang
hatte, und bekam das, was ich mir am allerwenigſten gewünſcht
hatte.
Der Lunch am nächſten Morgen war noch ſchlimmer. Kein
Menſch im ganzen Nieſenhotel ſprach deutſch. Im letzten
Augen=
blick erinnerte ich mich, in der Schule von „ham and eggs”.
Schinken und Eiern, etwas gehört zu haben — und ſo nährte
ich mich acht Cage lang in der Hauptſache von ham and eggs,
cutlets, Rump- and Beefsteaks und ſah voller Neid meine
Mit=
menſchen an beſſern Cellern ſitzen. Ein einziges Mal wagte ich
es, mutig nach der Speiſekarte irgend etwas, was ich nicht
ver=
ſtand, zu beſtellen. Das verachtungsvolle Sucken im
Mund=
winkel des engliſchen Kellners vergeſſe ich nie in meinem Leben.
Ausgehungert und völlig von Kräften kam ich nach acht Cagen
Londoner Aufenthalt wieder in Deutſchland an.
Wenn Mr. Breadbear in Moskau einige tauſend Connen
Getreide beſtellt, ſo ſchlägt er ſeinen Code auf, und Moskau
ver=
ſteht ſein Celegramm ausgezeichnet. Wenn derſelbe Miſter
Breadbear jedoch auf den Gedanken kommt, ſich Deutſchland
an=
zuſehen und es nach engliſcher Art vorzieht, anſtatt im großen
internationalen Hotel mit geſchulter und ſprachkundiger
Bedie=
nung zu ſpeiſen, ſich auf eigne Sauſt ein kleines gemütliches
Gaſt=
haus zu ſuchen, ſo wird er entweder etwas vorgeſetzt bekommen,
was ihm nicht mundet oder was ſein Magenleiden nicht
ver=
trägt, oder er wird verhungern. Hier iſt noch ein Fehler im
großen Betrieb. Alle Staaten der Welt bemühen ſich heute, bei
den Nachbarn und jenſeits der verſchiedenen Meere zu werben.
Ganze Scharen von Neiſenden ſind unterwegs. Und ſie alle, die
ſehr wohl in der Lage wären, an Hand ihrer Codes die größten
Boſtellungen im entfernteſten Land zu machen, ſind nicht imſtande,
außerhalb der entſprechenden großen Hotels und ohne beſſere
Sprachkenntniſſe auch nur ein Wiener Schnitzel zu beſtellen. Und
wie leicht wäre dieſes Uebel abzuſchaffen. Gerade das Hotel= und
Reſtaurationsgewerbe, dem in erſter Linie an einer ſtarken
Er=
leichterung des Sremdenverkehrs gelegen iſt, findet hier eine
Stimmen fragen es. „Wenn man’s ſo hört, mag’s leidl Hfut
nen.” Wir wiſſen aber aus langer Erfahrung — ſie iſt!
das Menſchengeſchlecht — daß in jeder Ehe, im jeder ArN
gemeinſchaft überhaupt, Augenblicke kommen, wo man W
ſten ſofort Schluß machen möchte. Der Mann denkt: Waruk
ich bloß geheiratet? Die Frau ſeufzt: „Wie hat er mich!
täuſcht.” Sie werden ſehr raſch auseinanderkommen, ;At=
Scheidung erſt durch eine einfache Erklärung: „Ich milkA
mehr”, vollzogen werden kann. Entſpricht das aber dauäm lied. Die
der Ehe? Und Ehe hat doch einen Sinn, einen ſehr hol/FlMune geſcheid
ſogar — ſollte ihn wenigſtens haben. Wilhelm Heinrik MMMt Owwere en
ſagt eimmal: „Das eben iſt das Salz der Ehe, daß man mc7mhi l0 ſucht aat
ſagen kann, wenn man einmal ja geſagt hat.” Iſt diesSg.Mpgerſältn
Kumärkt nadi
der man bei jeder, aber auch bei jeder Gelegenheit wielkyminſiupne un Rie
einanderlaufen kann, nicht wirklich wie eine Speiſe ohne n
Me vun=enanner
Iſt ſie überhaupt noch Ehe? Wenn ein Paar ſich heute Eu4 ve ſäller Rid
Aüis verlangt un
und Augenblicksſtimmungen kommen überall vor, man X
ausbauen und ſich in ſie hineinſteigern, man kann ſie aberin— und ausgleichen. Man nimmt innerlich keinan
den daran, im Gegenteil, man erſtarkt dabei, man reift E/KMt Zeitgen
beſten Menſchentum. Mußman zur Lüge greifen, wennn!.
Geſetz geforderten „Gründe” nicht vorhanden ſind? Miilh Neihnachtswu
edenartig di
nicht viel eher überlegen — lange und reiflich — ob da eint mi4 u eroten der
dung überhaupt — nötig iſt? Warum ſich ſcheiden laſſelek
ders ankommt
man keine — Gründe hat? Die Frage wäre auch mMEntgeber der
Wo wirklich die vom Geſetzs Paik Fleganten
überlegen.
derten Gründe da ſind, iſt die Crennung auch heuzu Pi.
Amaulsgeſprochen=
möglich, ſollten ſich die andern, die oft doch nur aus AugorchltAine warte und
ſtimmungen, kleinen Schwächen und Launen, aus rein..940Heilerfor
lichen Enttäuſchungen herauswachſen — ſollten ſich die nii e M.
ich vielfe
oft mit Liebe und Geduld überwinden laſſen, beſonders, w. dmweadeuen die
ve=
daran denkt, daß man ſich ja immerhin früher mal —9
ie beſitzen
ieWecnden s
hat??? „Die wahre Ehe iſt nicht die konfliktloſe Ehe,
die dauernd ihre Konflikte ausſöhnende Ehe”, ſagl
ia fühlba
Eiedeiche
Wattjes. Man ſollte dem Wort ein wenig nachdenken, iM aik ioeren
lutzi
große Frage auftaucht: Müſſen wir uns ſcheiden laſſen?
SEeid Mi.
laſſen will, fordert man von ihm ſchwerwiegende, ſtrbſ9Xſh die Erregun
Gründe. Da ſie oft nicht da ſind, wird gelogen, und dieſex M Am Hilfloſichkei
zum Lügen iſt es gerade, den man dem heutigen Schd FMMn Nahb dorch die
verfahren zum Vorwurf macht. Iſt eine Ehe nicht aber /7 Mis is es aach
Ernſtes, ſchneidet ſie nicht ſo tief hinein in Menſchenlall
Menſchenſchickſal, daß man ſie tatſächlich nur auseinanän 7 Mich ſei will,
ſollte, wenn ganz ſchwere Gründe das fordern? Enttäu,1
Und abends? Wenns da gerade Aufſchnitt geben ſollte oder
Heringe oder weißen Käſe mit Pellkartoffeln, ſo iſt es
voll=
kommen genügend, wenn wir den Ciſch mit ein paar Rühreiern
und ein bißchen Käſe auffüllen, vielleicht ein wenig Salat, eine
Gurke, ein paar Comaten oder was die Jahreszeit gerade bringt.
Ganz falſch iſt es, da nun zu glauben, weil man einen Fremden
am Ciſch hat, eine große Mahlzeit zu geben — oder — ſich
ſchämen zu müſſen.
May=Bände. 8. Ein Wettrennſpiel. 9. Zinnfoldaten. 10.
dor. — Etwas ganz Apartes!
Was mag ſich der kleine Berndi als „etwas ganz
Ce
wünſcht haben?
Auflöfung der Rätſel aus Nummer
Rätſelſtern.
1. Dinar, 2. Euler, 3. Zuber, 4. Eifer, 5. Meter, 6. Bl
8. Römer. — „Dezember”
Schachbrett=Rätſel.
Aufgabe 566.
Friedrich Köhnlein in Nürnberg. („Beſedy Lidu”, 1907.)
Weiß: Kh1 Dc3 Td1 Sc6 (4);
Schwarz: Ka1 Tb2 Sb1 Ba2h2 (5).
Matt in vier Zügen.
Löſungen der Aufgaben 555—558.
555. E. Opitz. 1. Pr. i. Probl.=Turn. d. Arbeiterſchachklubs München u.
„Münchener Poſt”, 1926. Ka8 Tc4 Ld2 d7 Sd6 Ba4 e3 f4 f6; Kd5 Th6 Sh8
Bc5 d3; 3+.) 1. Ld2—b41 c:b4 2. Se4; 1. . . . . K:d6 2. Td4+; 1. ....
Td4 +. Ein gutes Stück der böhmiſchen Schule, das bei geringem Figurenmaterial
ſchwierige, ſchöne Varianten aufweiſt.
556. A. Ellermann. 2. Preis, „Alfiere di Re‟, 1922. (Kb2 Dd6 Ta4 c3 Sd5
Bb3 f6 g2g4: Ke4 Db4 Td1 Lb1 d8 Sc2; 2F.) 1. Tc3—f3! Sd4, Td4
2. Te3, De6X. Entfeßlung der Dame mit Selbſtblock. Weitere Abſpiele ſind: 1. .. ..
Dd4+, Kd4, Td3, :d5, L:f6 2. Sc3, Sc3, Tf4, Df4, S:f6+.
557. Dr. H. Bincer. Chemnitzer Tagblatt, 1927. (Kc7 Db5 Se5 Bc2 d3 g4
h2 h6; Kf6 Bd4 e6 e7 g6 h3 h7; 3-.) 1. Db82 Kg51 2. Df8 Kh4I,
1. Dc5? Bg5!; 1. Db22 K:e5!; 1. Da57 Kg51 2. Dd2+ Kh41; 1. Db5—b4!
Kg5 2. D:d4 K:h6 (h4, f6) 3. Sf7 (f3 Df4F, 1. . . . Bg5 2. Dd21 3. Dg5-
1... . . K:e5 2. Dd21 — 3. Dg5 (f4, a5)+. Schwierig wegen der zahlreichen
Verführungen und ſtillen Züge.
558. K. Grabowski. 1. Preis, Thgodnik=Turn. 1913. (Kf1 Dc8 Tc5 Lh6 Sc3
Be2; Kd4 Db3 Tb2 Sel Batböc2f2; 2-.) 1. Tc5—h5! Selbſtblock: 1. ...."
D:c3, —c4, Sd3 2. Dg4,—h8, Be3F.
Löſerliſte: Hermann Garnier; Hans Meidinger in Eberſtadt; Adam
Hammann in Pfungſtadt (alle); Georg Peter in Schwarz (Kreis
Als=
feld) 558); Jung in Alsbach (555, auch 553).
Briefkaſten: J. in A. 561. 1. L.f22 S: f21 562. 1. Te4 +
eht
nicht, da Schwarz damit ſelbſt im Schach ſteht. 554. 1. Sd5? L.:db!
Aufgabe 565.
Arnaldo Ellermann in Buenos Aires.
(1. Preis, Handelsblad. 1917.)
Waagerecht: 1 Danebrog, 2 Raſtelli, 3 Oleande
L
Eſtanzia, 6 Darlehen, Adelheid, 8 Roulette. E=
Kätſel
II1
recht: Dromedar. Letzte Reihe ſenkrecht: Girlande.
Ein Weihnachtswunſchzettel.
Die reiche Braut.
1. Ein Gewehr. 2. Eine Laterna magica, 3. Einen Schlitten.
„.. muß den Finderlohn zahlen!“ 1 2 3 I/f
4. Ein Federmeſſer. 5. Ein Saltaſpiel. 6. Eine Uhr. 7. Drei Karl= 8 9 10 11 Omar, 12 13 14 15 Bild.
Verantwortl, für die Redaktion: Dr. H Nette. Darmſtadt. Fernſpr. 1, 2389—2392. — Alle Rechte vorbehalten. 9
Weiß zieht und ſetzt in zwei Zügen matt.
Prüfſtellung: Weiß: Kb8 Db6 Ta4 d5 Lb1 d6 Sd4 14 Bc7 g2 (10);
Schwarz: Ket Df2Tc2 d3 La1 a2 Be3 f6 g4 (9); 2-.
Druck, Verlag u. Kliſchees: L. C. Wittich ſche Hofbuchdruckerei, Rbeinſtr. 23.
[ ← ][ ][ → ]Va
reilicch uſch weihnachtlich zu Mud is es aam jo net;
heech=
daß eszi”, un do, wann mer in e Haus kimmt, odder in e
lie, Lieues, do als emol nooch Guhzel richt, nooch Annis un
t unſ wo diche Späzzereie! — Awwer ſunſt? — Daß Gott
— muß, waaß Gott, aaner ſchun Scheiklabbe an de
hawpyſo groß wie e Scheierdhor, wann er net ſieht, was
t wäſt... .
ſie gaeſt, die Stimmung, die wo äwe dorch’s Volk geht, is
mnen or net weihnachtlich, un es hott kaan Zwäck, ſich
do=
er fildfiſch ewäck zu deiſche, un ſo zu dhu, als ob. Schlächte
ſſte unſze aane Seid; Arweitsloſichkeid, Korzarweid, Ge=
HirzunnyllGau uff de annere Seid. Un alle Awend die Angſt
anneyag. Un was des Schlimmſte is: wo mer hieguckt:
Sdet!
awwer kaa Meechlichkeid, ſich zuſammezuſetze,
veniſtd che un zuſammezuarbeide, um en Auswähk zu
Diatſenſche hawwe des Verdraue, un meiſtens aach de
erlorxyſi, ſin kobbſchei, weil ſich närjends äbbes zeiche will,
de „Ai= zum Beſſere in die Zukunft weiſe dhut. Vum
un ullchem gornet zu redde. . . . ."
ſyfu net an ſolchene, die genau wiſſe, woro’s leid, un
mitthe Sprich un Sprichelcher vun de allaansſeelich=
„Be ung” bei de Hand ſin. In de Ballamender, in
nlutſen Uffruffe, in Kundgäwunge, uff alle meechliche
vi /erbend und Organiſatzione kann mer’s heern.
io de Eidruck, als wann die Neu molgeſcheide, un
Wir geweſchene Retter un Redner in de Haubtſack
indißehler vun de Annern denke dhete, die wo ſe
gtre ſarte, un mit geradezu erſchidderlicher Deidlichkeid
ſtAhnn die Wand zauwern. Ich muß geſteh, däß
Wor=
duſſt Bellachinie”, daß wo die Woch aaner, in=eme lichte
marnddag gebrägt hott, däß drifft — ohne Aus=
Tagel uff de Kobb. Dann es is gradezu erſtaun=
Zauwerkinſtler” immer widder verſteh, de
an=
in die Schuh zu ſchiewe, un immer die annern
Elewerantwortlich zu mache, un wie jeder ſich
hinne=
tev uffſpielt un ſeeckt: „Ich hab’s kumme ſähe. . . . ."
immlekanntlich mit meine Neehmaſchien in allerhand
„isteonliche” un „beſſere” Leit. Awwer aach do is es
ilkm ied. Die owwe ſage: „Wann doch endlich
Velunne geſcheid, wärrn wollt”; un die unne ſage:
ſchle Owwere endlich emol e Verſtendnis uffbringe
—h= ſo ſucht aaner die Splidder, die wo der annere
wat.y märkt nadierlich dodorch gornix vun däre Holz=
1ſus er ſällwer mit ſich erum ſchlebbe dhut. Die
nentuppe un Richdunge un Streemunge un Baddeie
rbrür vun=enanner, un gäje die kembfe ſe mit aller
ung die ſäller Ridder gäje die Windmiehlfliejel.
Do=
ichenrch die Erregung aller gäje alle, un damit wext die
chkeitnn Hilfloſichkeid, ſo daß jeder blindwiedich glaabt,
mit Kwbb dorch die Wand.
wriche is es aach ſunnerbar, daß vun de annern
grad,is verlangt un erward wärd, wozu mer ſälbſt
merFſilich ſei will, gornet gewillt is. Mer hott Bei=
Or zeitgemäße Haushalt.
* granſ/Aseihnachtswunſch! So verſchiedenartig die
Nei=
ſo uiſthiedenartig die Wünſche, in denen ſie ſich ſpiegeln
„werſteihu erraten der eine „Große Wunſch”, auf deſſen
Er=
es beſeiders ankommt. Studieren Sie den reich
illuſtrier=
uhnagultasgeber des ſoeben erſchienenen zweiten
Weih=
eſtes 7) / Eleganten Welt”, und Sie werden ebenſowenig
habem nausgeſprochene Wünſche zu erraten, als auch aus
Initäwbe aparte und freudig begrüßte Geſchenke zu finden.
ueſitöeilerfolge bei Froſtbeulen. Gegen die
ſen AEn ſich vielfach einſtellenden Froſtſchädigungen an
ſen umgen die verſchiedenſten Mittel empfohlen, die mehr
EnigerrſrBüge beſitzen. Am zweckmäßigſten iſt es, ſofort bei
ken ſiah mtellenden Beſchwerden (am Großzehenballen und
Eigen/ cem ſich fühlbar machende, brennende und juckende
zen) le ch ſelbäder vorzunehmen. Sie dienen zur
An=
einer iſſeren Blutzirkulation und werden derart
genom=
aß eisr eſäß mit heißem Waſſer von mindeſtens 30 Grad
ſur un in zweites mit kühlerem Waſſer von 10 Grad
ür belſitge ſtellt wird. Dann werden die Füße zuerſt ca. 2
en in E lheiße Waſſer geſtellt, darauf ½—½ Minute in
milich, lte Wſir getaucht und dieſes Verfahren zunächſt abwech=
2nnund ſpäter 10—12 mal wiederholt. Den heißen
ww Im ſindg; kärkeren Anregung des Blutkreislaufes drei Eß=
Rochſaſl der ein Eßlöffel Tannin beizufügen. Nach dieſen
oaderAdis auch bei froſtbeſchädigten Händen anzuwenden
1N lockne um wie Glieder ſorgfältig ab und maſſiere die Zeher
ſnger E) ſer Spitze aus nach der Wurzel zu tüchtig, und
Mir ” „Edes elihlne Glied 2 Minuten lang. Zu dieſer Maſſage iſt
=Pal kne zu empfehlen, weil dieſe ſchmerzlindernd wirkt.
buhtügliches Linderungsmittel bei ent=
NN
tenſuugenlidern. Bei geſchwollenen und entzün
4ügen Thrn, die oft unerträglich ſchmerzen, ſind Geſichts=
Wir vorl ſer Wirkung. Man, tauche zu dieſem Zweck das
N 99Eu mbtemperiertes Waſſer von 22 Grad Celſius be=
Beſchlolhen Augen und angehaltenem Atem ſolange unter
ü diel amzuhalten vermag. Hebe darauf das Geſicht
R5 atmer ehrmals tief, um es auf gleiche Weiſe wieder tief
i Boler 1eſienken, und wiederhole das Verfahren zehn=
bi=
mar Aſtereinander. Wird dieſes Geſichtsbad mehrmals
WNe aucanücrt, ſo bewirkt es bei regelmäßiger Anwendung
Dr. S.
Re Heilen des Leidens.
Be tiiche Pflege der Pelze. Bei dem wieder
nunbigench ehrauch der Pelze ſollten dieſe nach jedesmaligem
e, durdl uu ſten, Kämmen oder „Klopfen” von links aufge=
Ze Acklesst werden. Und zwar muß jedes langhaarige
Wp H Hie Ri dei Hid Reie e
mitzln Bürſte „aufgeklopft” werden. Iſt es einmal
eBen 2 Ir Schnee naß geworden, ſo hänge man es auf Bü=
Lehanuſo, ohne Berühren der Haarſeite mit den
Hän=
ie i wDardd Mäumen (iedoch nicht in der Nähe des Ofens).
tuchnecluff, um es dann ebenfalls zu bürſten oder zu
ſen:
Ja, un in ſo uffgewiehlte un gefehrliche Zeide is grad des
Beiſpiel alles, un nor des Beiſpiel kann uns helfe un redde.
Ganz beſunners, wann uns do unſer „Fiehrer”, un grad die
mit gudem Beiſpiel vora gingte.
Leider muß mer ſage, daß däß leider net de Fall is, im große
un ganze genumme. Beiſpielsmeßich, um nor a Beiſpiel zu nenne,
hott meines Wiſſens nor unſer Reichsbräſendend, un unſer
Reichs=
dagsbräſendend, ohne Geſetz, freiwillich uff=en Daal vun
ihrm Eikumme verzicht. Soweit mir bekannt is, hott ſich weder
im Reich, noch in de Lender ärchend en Miniſter odder ſo, dre
gekehrt, aanerlaa, ob ſe koalitzions= odder natzimeßich
age=
haucht ſin. Däß weer awwer wärklich emol e Beiſpiel vun=eme
„Notobfer” gewäſe. Awwer ganz im Gäjedaal, mer kennt
Mini=
ſter, die in ihre Amtszeit die dickſte Teen geſchwätzt hawwe, un
die, wie mer ſe ausgeſchifft hott, gradezu e Beiſpiel vun
rickſichts=
loſem Eichenutz gäwwe hawwe. — Grau, teurer Freund, is alle
Theorie....."
Mer hott in de letzte Zeit aach viel vun de „wohlerworwene
Rechte” der Beamte geheert, un hott die A’ſicht verdräde, beſun
ners in unſerm Heſſiſche Landdag, daß däß mitm „Gehalt”, nix
zu dhun hett; un wann mer den ſeiner Zeit eruff geſetzt hett
hott mer gemaant, mißt mer den aach in=ere Notzeid widder
erunner ſetze kenne. — Gud. — Awwer hott aach nor a'
aan=
zicher mol was vun de Diäte geſchwätzt
— Ja, wie die als
eruff geſetzt ſin worrn, do war däß kaa „Verbräche”, ſundern
do wor mer uff alle Benk jedesmal, a ſtimmig mit ei
ver=
ſtanne, wenichſtens is mir net bekannt, daß domols ach nor
aaner geſagt hett, däß kennt es Land net „drage”. — Ja, Bauer,
däß is äbbes anneres. . . . .
Ich for mei Daal hab de Eindruck, daß unſer Landdag mit
des Deierſte is, was ſich unſer Lendche leiſte dhut, dann im große
un ganze miſſe mer’s doch ſo mache, wie’s uns des Reich
vor=
ſchreibt. Un däß bißche, was ſunſt noch zu „reſchiern” is, du liewer
Himmel, däß macht mer ohne Landdag ausm Handgelenk.
s geht jo aach, wann’s ſei muß, ohne Reichsdag, wie des
Beiſpiel lehrt. . . . .
Iwwrichens is aach die Woch aaner vun unſere
Landdags=
bote, wo ſich’s drum gehannelt hott, unſern 180=Millione=Edad
dodorch auszuballangſiern, daß mer des Eikumme vun de
ſchlechſtbezahltſte Awärter noch emol um 50 000 Mk. kerze
dhut — is alſo der bedräffende Landdagsbote zu der fullminande
Erkenntnis kumme, daß mer widder zur „Fennich=Fuxerei”
zurickkehrn mißte. —
No, in dem Fall ſag ich bloß: „
Thea=
ter”, womit ich nadierlich net unſer — Landestheater maan, dann
do ſpiele ſo 50 000 Mmmcher kaa Roll. Dofor kenne ſich awwer
unſer Beamte=Awärter, wann ſe ſich acht Dag lang ’s Maul uff
die Diſchkand haage, e Galleriekadd kaafe, un kenne ſich aans vun
dene Stickelcher a gucke, wo ſo en Dichter die „ſoziale Frage” wälze
dhut, un wo aam vorgeſpielt wärd, wie’s doch ſo ſchlecht un
un=
gerecht uff de Wäld hergeht. Valleicht hellt vorher unſer
Inden=
dand noch en Vordrag iwwer „brackdiſche Sozialismuß”. . . . . .
Odder „Sozialismus in de Braxis”, däß kimmt nemlich uff’s
ſällwe raus. Ja, un aach do muß ich ſage, daß die „Maddadohrn” in
unſerm demokradiſche Staat net immer mit gudem Beiſpiel vora
geh; aanerlaa, ob ſe in Nodzeide en iwwerdriwwene
Wohnungs=
luxus dreiwe, odder ſunſtwie „Kommbläxe” hawwe; oder gor glaawe
ſie kennte in Weiſtuwe mit mehr odder wenicher ſchärtzhafte „
Be=
märkunge” die Breisſenkungsackzion fördern. . . . . Net bloß
in=ere Nodzeid, ſundern zu jeder Zeit ſollte die „Fiehrer” in=eme
demokratiſche Staat e iwwerdriwwe Maß vun Haldung un
Obfer=
geſinnung an de Dag lege, damit mer ſich e Beiſpiel an=en
nemme kann
Awwer ganz abgeſähe vun dem, dann es geht mer net um die
odder jene Perſeenlichkeid, un net um die odder jene Baddei,
ſun=
dern es geht mer um mehr; es geht mer drum, daß widder Ruh
un Verdraue eneikimmt in unſer Volk un Vaderland. Un dodro
ſollte vor allem unſer bollidiſche Führer ’s allergreeßte Indräſſe
dra hawwe. Bolledick is doch net bloß, daß mer Geſetze macht, un
neie Steiern erfinne dhut. Bolledick is net, daß jeder e anner
Maanung hott, ſundern daß mer allmitnanner a Geſinnung
hawwe, nemlich die, mitzuhälfe un mitzuſchaffe, daß mer widder
eraus kumme aus dem Schlammaſſel. Mer ſolle un wolle net die
Staa uffhewe, um mit zu wärfe, ſundern um ſe ausm Wähk zu
raume. Mir ſolle un wolle net feiriche Kohle uff annern ihr
Haibter ſammle; mir ſolle un wolle net de Splidder in de
an=
nern ihre Aage ſuche, ſundern ſähe, daß mer den Balke aus
unſerm eichene erausbringe. Dann e bische mitſchuld an dem,
wie’s heit is, hawwe mer allmitnanner, der aane e bische mehr,
der anner e bische wenicher; awwer jeder hott doch ſeither zuerſt
an ſich gedenkt, un hott ſich geſagt: wann mir’s nor gud
geht, s annere wärd ſich finne. .. . .
Vor allem awwer mecht ich die Worde ganz beſunners unſere
bollidiſche Haibtling an’s Härz leje, aanerlaa, wer ſe ſin un was ſe
ſin. Wann’s en Ernſt is, um unſer Volk un Vaderland, dann ſolle
ſe mit gudem Beiſpiel vora geh, un ſolle ſälbſte Muſter ſei an
Selbſtloſichkeid und Obferſinn, un ſolle uns die Notzeid net
vor=
ſchwätze, ſundern vorläwe. Dann wärd aach des Verdraue
zu unſerm bollidiſche Geſchäftsbetrieb widder zunemme. —
Füh=
rer ſei, haaßt Beiſpiel gäwwel.. ..
Bienche Bimmbernell.
Poſtſchkribbdumm: Noddabene, nemlich bedräffs meim
Bärjerſteierzeddel, alſo do muß ich doch ſage; allerhand
Hoch=
achdung, dann mit ſo=ere Bletzlichkeid un Wubbdizidhet hott unſer
Stadtverwaldung wohl noch kaan Beſchluß ausgefiehrt. Kaum
gedacht, ward er mir ins Hans gebracht. ..
Awwer es ſtimmt, was de Herr Docktor Gauß die Woch
eraus=
diffediert hott, un es war wärklich emol e „agenehm Endeiſchung”
Dann net wöchentlich, ſundern monatlich machts fuffzich
Fen=
nich. Unner uns geſagt, ich hatt mich nadierlich beim Schreiwe in
de Eil aach bloß verhobbaßt, dann ich hab ſchun vor=e wochener
drei odder vier druff hiegeditte, daß mer den Fuffzicher
monat=
lich zu berabbe hawwe. Schließlich is es bei dem ſteierliche
Um=
drieb äwe awwer aach zu endſchuldiche, wann mer emol die Woche
mit de Monad verwexelt. Dann wer kimmt dann noch drauß, aus
dem Steierkuddelmuddel. Heechſtens ſo e ausgeheckter
Steier=
aggrobad; ſo=en Parragrafe=Fetiſchiſt — — —. Unſeraaner mit
ſeim ſimble Verſtand, der kann do net mit. Un was däß bedrifft,
vun wäje, daß mein Gewärwebedrieb als „Neehdern” ſcheinbau
mehr abwärfe dhet, als mer „gemeinhin” a’nemme dhet — offe
geſtanne, mir weer’s aach uff fuffzich Fennich die Woch net
akumme, dodewäje weer ich net uffgeſchnabbt. Dann do braicht ich
bloß aus aam vun dene Vereine auszudräde, in die wo mer ſo im
Laaf der Johrn eneigerehd, un vun dene mer bloß waaß, daß ſe
äxiſtiern, wann de Beidrag erhowe wärd. Alſo wäje dene fuffzich
Fennich hett ich die „Subbſtanz” noch net azugreife brauche. Die
Haubtfach weer nadierlich bloß gewäſe, daß ich unſer Rodhaus
vorm Staatswauwau hett redde kenne, der wo jetzt vun
unſerm heſſiſche Inne=Dickdador dene mehr odder wenicher
ver=
lodderte Gemeinde= un Stadträd vor die Nas geſetzt wärrn kann,
wann ſe net barriern. Allerdings muß ich ſage, mit däre „
Not=
verordnung” hott die Demogradie a uff’s Dubbee krickt, die haaßt
Heern=ſe. Noch ſo e paar Notverordnunge, dann ham=mer de
Faſchißmuß im Land, ohne daß die Natzi nor en Finger krumm
zu mache brauche. Dann nemlich im Muſſolinie ſeim Parradies is
es bekanntlich aach ſo, do gibt’s ſchun lang kaa Borjemaaſter un
Gemaanerät mehr, die wo was zu ſage hawwe, ſundern do ſitzt uff
jedem Kaff aaner vun de Reſchierung, der wo de Ton a gibt.
No, was nu den Ton bedrifft, der wo äwe uff unſerm
Rodhaus härrſche dhut, der leßt allerdings aach nix zu winſche
iwwrich. Vun ärchend=ere „erſprießliche‟ Dädichkeid kann dodebei
nadierlich kaa Redd mehr ſei. Vermudlich will mer jo aach kaa
erſprießlich Arweid leiſte, ſundern in de Haubtſach ’s beeſe Maul
ſpaziern fiehrn, damit die dumm Effentlichkeid wunners glaabt,
wos dehinner ſtickt.
Un erſt im Reichsdag
2!
Zum Verglich: mer hott ſich dieſer Dag in Berlien ganz
forcht=
bar iwwer den Kriegsfilm „Im Weſten nichts Neues” uffgeregt,
un hott gemaant, der dhet des deitſche Aſähe ſchädiche. Mag ſei,
ich will dodriwwer net ſtreide. Awwer ich ſag bloß ſoviel: die
„Filme” die äwe in unſerm Reichsdag laafe, die ſchädiche des
deitſche Aſähe mehr, wie e ganz Räjemend zurecht friſſierter
Kriegsfilme . . . . .
Gebrannte Mandeln. 1 Pfd. Hutzucker koche man mit
auf einem Tuch abgeriebene Mandeln hinein, rühre ſie mit eiſer=
½ Liter Waſſer, ſchäume vorzüglich ab, gebe 1 Pfd. ſüße, trocken
nem Spachtel auf dem Feuer, bis ſie knacken, nehme ſie vom Herde
und ſtreue zwei Teelöffel Zimt darüber, ſtelle ſie wieder aufs
Feuer, bis ſie gänzlich trocken geworden ſind und laſſe ſie, mit
einem Leinentuch bedeckt, auskühlen.
Mandelkonfekt. Zu 1 Pfd. feingeriebenen Mandeln
gebe man ½ Pfd. Zucker, 40 Gr. Mehl und ſo viel Eiſchnee, daß
die Maſſe recht ſchaumig wird. Fülle ſie in eine Spritze oder
Per=
gamenttüte, an der man unten die Spitze abſchneidet und drücke
auf Oblaten verſchiedene Figuren, die man langſam auf
wachs=
beſtrichenem Blech bäckt. Erkaltet entfernt man die Oblaten und
verziere mit weißer oder farbiger Zuckerglaſur.
Marzipan. 1 Pfd. ſüße Mandeln überbrühe man mit
kochendem Waſſer, ziehe die Haut ab und übergieße ſie mit kaltem
Waſſer, in dem man ſie einige Stunden ſtehen läßt. Dann läßt
man ſie ablaufen, trocknet ſie ſorgſam und reibt ſie ganz fein. Nun
gibt man ſie mit 34 Pfd. feinem Zucker in einen Topf (Keſſel) au
ganz ſchwaches Feuer, rührt ſie, bis ſich Zucker und Mandeln innig
verbunden haben, und würze mit Roſenwaſſer. Auf dem Backblech
mit geſiebtem Zucker zu feſtem Teig verarbeitet, forme man mit
Hölzchen und Stricknadel entweder Früchte, Gemüſe, Brezeln,
Bröt=
chen, Kartoffeln uſw. daraus, ſtelle ſie einen Tag zum Trocknen zur
Seite und backe ſie entweder mit Oberhitze leicht gelblich, oder färbe
ſie mit Marzipanſchminke (aus Konditorfarben und Puder ge=
A. H.
miſcht) mittels Wattebäuſchchens beliebig bunt.
Bunte Salatplatte für die Feſttafel. Rot= und
Weißkohl ſchneide man ſehr fein und ſalze ſie geſondert leicht ein.
Roſenkohl, Sellerie und rote Rüben koche man weich, ſchneide die
beiden letzteren in Scheiben und mariniere ſie in leichtem
Eſſig=
waſſer. Vor dem Anrichten auf großer Schüſſel, die man durch
aufrechtſtehende Sellerieſcheiben in vier Felder teilt, miſche man
jede Salatart mit Oel, Eſſig, einer Priſe Zucker, geriebener
Zwie=
bel und wenig Pfeffer, häufe Rot=, dann Weißkohl, rote Rüben
uſw. in die Felder und ſetze in die Mitte ein halbiertes hartes E=
H.
mit Peterſilienſträußchen.
Schnell bereitete Krapfen. Aus 20 Gramm Hefe
1 Eßlöffel Zucker und ¼ Pfund Mehl bereite man ein Hefeſtück
das man warmſtellt. Wenn es ½ Stunde gegangen iſt, füge man
1 Ei, die abgeriebene Schale einer Zitrone, 1 Teelöffel Salz, 1
Eß=
löffel Zucker, ebenſoviel Süßſtofflöſung, 34 Pfund Mehl und ſo
viel Milch bei, daß er wie Kloßteig nicht zu feſt wird. 1—2mal
an warmer Stelle aufgehen gelaſſen, ſteche man von dem Teig
mit einem Löffel kleine Krapfen in heißes Backfett, die man
gold=
braun werden läßt, um ſie dann mit Zucker beſtreut, mit
Kom=
pott als fleiſchloſes Mittageſſen oder erkaltet zum Kaffee zu reichen
Speiſe=Zettel.
Sonntag: Sternchenſuppe, Schweinslendchen mit Grünkohl,
Apfelberg.
Montag: Reis mit Blumenkohl und Gänſeklein.
Dienstag; Krautwickel.
Mittwoch: Sauerkraut mit Leberknödel.
Donnerstag; Birnen=Kartoffeln.
Freitag: Fiſchkoteletten mit Mayonnaiſe=Kartoffelſalat.
Samstag: Wirſing mit gekochter Rinderbruſt.
2
Ie1
Humor
Ihr Standpunkt.
Herr: „Wollen Sie nicht, bitte, Ihren Hut abſetzen — ich
habe drei Mark für meinen Platz bezahlt und möchte was ſehen.
Dame: „Und ich habe dreißig Mark für meinen Hut
be=
zahlt und möchte, daß er geſehen wird!“
Herbſtgedanken. Der Theaterdirektor: „Jetzt kommt wieder die
Zeit, wo die Blätter anfangen, über einen herzufallen." (Herold.)
Schlechtes Gewiſſen. „War denn die hübſche Dame, mit der du
geſtern im Kino warſt, deine Frau?” — „Natürlich, du Dummkopf!
Wer denn ſonſt? Aber tu mir den Gefallen und ſag” es ihr nicht!“
(Muskete.)
„Ich muß unbedingt bis morgen dreißig Mark haben, und habe
keine Ahnung, wo ich ſie herbekommen ſoll!
„Gott ſei dank! Ich
dachte ſchon, Sie wollten mich anpumpen!
(Paſſing Show.)
Zweierlei. „Nun Teodor, ich habe gehört, daß ihr ein glücklich
ver=
heiratetes Paar ſeid, Agnes und du?” — „Ja, lieber Onkel, Agnes iſt
glücklich und ich bin verheiratet.”
(London opinion.)
Der neue Mieter. „Euer Nachbar drüben iſt wohl der Trompeter
von Säckingen?” — „Wieſo?” — „Na, bei dem iſt alles ſo häßlich
ein=
gerichtet.”
(Nebelſpalter.)
Literatur. „Der Schluß Ihres neuen Romans iſt wundervoll, Herr
Johannſen!” — „Sehr ſchmeichelhaft, gnädige Frau! Und wie gefallen
Ihnen die Anfangskapitel?” — „Die Anfangskapitel — ſoweit bin ich
(Paſſing Show.)
noch nicht!“
In der Schule. „Wovon ernährt ſich der Biber?” — „Von Seide.
„Waaas?” — „Ja, Herr Lehrer, ich habe erſt geſtern in der Ze
tung geleſen: Biber wird meiſtens mit Seide gefüttert!” (Nebelſpalter.)
ſieht beim Melken zu: „Wieviel Milch
Der Mann aus der Stal
— „Etwa 25 Liter!“ — „Und wieviel
gibt den ſo eine Kuh täglich?
(Humoriſt.)
verkaufen Sie davon?” — „Etwa 30 Liter!“
Waor
Ppbe
WW re
W or
uren
Wie man ſich.
am Chriſtabend kleidet.
Gerade über dieſes Thema könnte ſehr Vieles
geſagt werden, denn es iſt ganz erſtaunlich, welche
Fehlgriffe hier gemacht werden.
Im allgemeinen ſind ſich nämlich die Wenigſten
darüber im Klaren, wie überhaupt die richtige
Auf=
machung für den Chriſtabend beſchaffen ſein ſollte,
trotzdem immer wieder beraten und beraten und
letzen Endes — doch danebengegriffen wird.
Manche gibt es, die der Meinung ſind, daß für
den Weihnachtsabend — beſonders, wenn nicht im
engſten Familienkreiſe gefeiert wird, ſondern auch
Gäſte zugegen ſind — eine große abendliche
Auf=
machung am Platze ſei: das iſt ein vollkommen
irriger Standpunkt, denn die Feierlichkeit der
Gele=
genheit ſteht zu der Art eines ſolchen Kleides ganz
entſchieden im Widerſpruche, und letzten Endes
han=
delt es ſich ja um ein ſchönes, intimes Feſt und um
keine modiſche Senſationsgelegnheit.
Wieder andere glauben, das Richtige erraten
zu haben, wenn ſie für den Heiligen Abend eine
ganz beſonders ſchlichte Kleidung wählen, ein
ein=
faches Stoffkleid oder dergleichen.
Auch dies wäre aber nicht richtig, denn eine
der=
artige Aufmachung ſtünde ja wieder mit der
feſtes=
freudigen Stimmung nicht im Einklang und wäre
ſicherlich nicht ganz am Platze.
Das einzig Nette ſind die verſchiedenen „
Nach=
mittagskleider größeren Stils”, wie man ſie — um
ſich genau verſtändlich zu machen — nennen müßte,
denn ſie ſehen phantaſievoll und dekorativ aus und
ſind für einen Feſtabend ganz entzückend.
Man iſt hier keineswegs an beſtimmte modiſche
Richtlinien gebunden, denn die neue Saiſon bringt
uns ſo viele verſchiedenartige Anregungen, daß
ſelbſt jenen, die ihre Modeentſchließungen ſehr
langſam treffen, ausgezeichnet an die Hand
ge=
gangen wird.
Schon unter den vielen Materialien gibt es eine
geradezu überwältigende Auswahl, was daher
kommt, daß eigentlich kein beſtimmtes Modegewebe als führend
gilt, da China= und Marokko=Krepp ebenſo modern ſind wie
Satin, desgleichen ſich aber auch Georgette großer Beliebtheit
erfreut und auch Gaze=Chiffon ſeiner beſonderen Anmut wegen
noch immer zahlreiche Anhängerinnen beſitzt. Daß Spitze
gegen=
wärtig im Mittelpunkte des Intereſſes ſteht und gerade während
der letzten Wochen einen bedeutenden Aufſchwung nahm, iſt bekannt.
wäre, und zwar ebenſogut für den Nacüle
für den Abend. Es handelt ſich um exu
Schnitt mit in Bogen anſetzender
glid-
partie und ſchönem Sattel aus Spitzei FID
jabnöbele Gat
weiten, bauſchigen Aermel übergeht
eine vorzügliche Geſamtwirkung ſchaft Fi141 wden 9oh
Georgette haben in dieſem Falle die ge
doch wirkt zu dunkelgetöntem oder ſchmnu
gette gelegentlich auch naturfarbener
apart.
Nicht weniger wirkungsvoll als Buß
ſprochene Entwurf iſt die nächſte Skizze=/
Kaſakkleid der neueſten Mode, das in 1c
am vornehmſten iſt. Der Rock wird
aug=
aus Samt verfertigt (kann eventuell
U- Ban
gerades Seidenunterkleid angefertigtt
ko und ve
man alſo den Rock gewiſſermaßen nun 9eſüllitzcht und Gel
glockigen Volant vortäuſcht), die Kaſaktig auleien, Brühjahrsl
Satin hergeſtellt, wodurch ſich ein 11 4wune Anerken
Glanzkontraſt ergibt. Falls man Feilpsen u Zufrieder
und es ſich um flaches, nicht zu dieiet„kzuſche Korbwar
handelt, kann man die Kaſak damit
od
Um aus einer
ers Beach=
En
guter.
tenswertes und Me
zwei ent=
*es
15
2.
1s
zückende Schaffungen,
letzten Mode
8
iſerem 9
Rechnung tragen, in un
eine.
Links ſieht man e
d.
endet ſchöne
Kom=
bination von Georgette mit S
tze darſtellt, ein Modell, das ſo
Ito-
anziehend iſt, daß es ſicherlich immer wieder gut zu verwenden
zwar am beſten in Form anliegende,
Rüſche abſchließender Aermelſtulpen, in
Revers und eines Abſchluſſes an de
Falls man aber über keinerlei Fel
es auch möglich, für dieſe Art dern
Breitſchwanzplüſch heranzuziehen, der
lig iſt und heuer als abſolut elegant arg
auch von den führenden Salons verar)
Ein Kapitel für ſich iſt die Kleidu
nen am Weihnachtsabend. Hier wirü
allen Dingen an ein ſchönes, gefällig.s
denken und Wert darauf legen, daß der
Kleidchens nett und einfach ſei.
Die kleinen Mädchen tragen heue!
artige Hängekleider mit kurzer Tcl
Berthenkragen und eingereihtem
Röckel=
ſich ein ausgeſprochener Empire=Eink.=)
Natürlich wäre in ſolchen Fällen ausih
Paſtellfarben zu greifen, da ein
ſolchd=
dann auch ſpäterhin — unabhängig von ie
verwendbar bleibt. (linkes Bild im Vald
Für Knaben iſt ein Samtanzug deFſichlm alleg Pl3t
verlangenſta
VEA
und zwar wählt man im allgemeinen pflaumenblauus kMüurd Ausbang
braunes Material mit hellen Aufſchlägen (Skizze rech-E)/ kAwrialGeschätt
Die alte Dame des Hauſes darf natürlich nicht UMt aulstellg for I
den. Sie trägt vornehmlich ſchwarz, eventuell aber au FFeM, Harktstraße
ein ſchönes Lila, das zu grauem Haare immer gut auu kzün) A. Rlei
der dieſer Art ſind meiſt hochgeſchloſſen und in Formny
und Manſchetten mit Spitzen garniert (letztes Bild), 99/0 Undnig
Heh
Samtbänder.
mit dem
Engl. Pa
Mnit dem We
Kühl un
Rauchend
Tabake
KntL, Derada
I gristen P
der Welt
strade 36
Einer der bekannteſten
Modekünſt=
ler verglich kürzlich bei einem
Ban=
kett, das ihm zu Ehren als Abſchluß
eines Modekongreſſes gegeben wurde,
die Schwankungen der Mode ganz
proſaiſch mit einem „großen Faß der
Ideen”, in das — bibliſch geſprochen —
immer Neues, immer Eigenartiges
ge=
tan würde, bis es endlich randvoll ſei. ...
An dieſen Vergleich erinnert man
ich, wenn man die neueſten
Schaffun=
gen der großen Modeſalons in
Augen=
ſchein zu nehmen Gelegenheit hat.
Immer wieder ſind es Dinge, die zwar
ſehr originell und eigenartig ſind, die
ſogar etwas wie einen „neu=femininen”
Ideen”, in das — bildlich geſprochen=
Stil bringen, der Sachlichkeit mit
Weichheit vereinigt, trotzdem aber
ſtößt man immer wieder auf Ideen,
die aus längſtvergangenen Moden
geholt wurden, auf Stilarten, die ſchon
unſeren Müttern und Großmüttern
geläufig waren, ſodaß man mit
Ent=
ſchiedenheit behaupten darf, daß die
neue Silhouette ſicherlich nicht abſolute
Originalität beſitzt (was vielfach
fälſchlich angenommen wird), ſondern
bekannte Motive in geſchickter Weiſe
pariiert.
Dies gilt nicht allein für die Linie
der letzten Mode, ſondern auch für die
verſchiedenen Garnierungen und
beſonders manche Effekte gibt es, die
ganz deutlich beweiſen, daß man faſt
mit einer gewiſſen Abſichtlichkeit auf
bekannte Vorbilder zurückgreife.
An erſter Stelle wäre hier das
Samtband zu erwähnen, ein
Auf=
putz, der jahrelang vollkommen
aus=
geſchaltet war, den man ſogar für anti=
..
quiert und unelegant hielt, kurzum:
von dem man nichts wiſſen wollte.
Seitdem ſich aber die Mode einer
ge=
wiſſen „Damenhaftigkeit” befleißigt und
vom „Girl=Typ” immer entſchiedener
abſchwenkt, werden die „femininen”
Garnierungen gerne wieder
herangezo=
gen, ſodaß alſo auch unter anderem
das Samtband in die Made Eingang
fand und heute keineswegs als
Einzel=
erſcheinung gilt, ſondern größte
Aktu=
alität beſitzt.
Die Art dieſer Samtbänder iſt ganz
verſchieden und hängt vollkommen von
ihrer Verwendung ab. Da gibt es ganz
ſchmale Bändchen, die nur in Form eines Vorſtoßes oder Randung
verwertet werden, dann breite Samtbänder, die gerüſcht oder
„gekolmt” werden, ſchließlich auch beſonders weiche Sorten, die für
die Ausführung beſtimmter dekorativer Motive beſtimmt ſind
(Applikationen uſf.): — Immer wieder trachtet man, das Samt=
Bielichen
Urcheim —
band nur mit matten Geweben zu kombinieren, um den ge
wiſſen Glanzkontraſt zu ſchaffen, der für einen guten Effekt
wich=
tig, ja ſogar entſcheidend ſein kann.
Darum iſt Samtband mit Gaze, Tüll und ſtumpfem,
ſchwe=
rem Marocain von ausgeſuchteſter Eleganz, wäre aber etwa in
Verbindung mit Satin ad /Mdürliche
dem Chinakrepp ein arg=
Die Verwendung der
beſchränkt ſich ſelbſtverſtänn P/wiel
nachmittägliche und abesMuzteinkkug
*
derobe. — Im allgemeiner. h,
*.
Garnierungen die Farbe
„:
materiales des betreiens R1-
Retſchal-
da Schattierungskontraſte
richtig angebracht wären 0d
2
Samtband zu jenen Effektt—/./u/ uchſädt —
Mergenihe
nur bei direkter Verwendr/4
Neuenahr
ken und darum auch nun ätnd.- Dien Ob.
pflegten”, ruhigen Geſchmetzutſchunl — Sol=
In unſerem erſten Be)
wir ein Modell, das ſchor/! / deſhach — D
M adere.
neuartige, feine Silhouette4)
ſtellt eine Abwandlung A8ſitieb für bie
„Kaſak” dar und zeigt ein 1hh Pgend der
Stufenkleid, deſſen Kantenzwe Mindrieb-Open
band in derſelben Farbe / //Auelle nu
den, womit aber auch derncr 14h M Orſoſolb
geſchloſſen erſcheint. Umm e MilleUngegend ſre
Uebereinſtimmung zu ſchaftm!
gut aus, auch die Revers I
Samtbande zu ſchneiden, 7 Mh4, 201
(mit dem Spitzenplaſtronn600
ſeine Geſamtwirkung ergill R2
Figur 2 iſt jenes Kll9,
geſichts ſeines Berthe=Cams/
2
Oberarm deckt, ſowohl für KLudſch.
und für Beſuche als auch fſik 94Prdliedene
getragen werden kann. EscI
dem Bienenwabentill geasb W0 Hg.
beim Halsausſchnitte, in 1e30 Hande griu
Randung und in der Kantt.” m
Dned Kol
mit zuſammengezogenen C.N
Samtbandbahnen garniertz edes, Fäw.
anderes als einen züiſſite 104 Underurt
vortäuſchen ſollen, der denchesde nudensten
möglich wäre, da das Samrieh,Aho
die Hitze, die für die maſl
ED au
telung notwendig iſt, unbeſ
würde, ſodaß alſo nur die Tr //
Wine=
hergeſtellte „Kolmtechnik. .
Re,
kommt. Entzückend ſind diede Mldenin dous
wirkungen in der abendles U/MGſcheoo
insbeſondere, wenn ſie die
nierung einer Schaffung 2a-)Iy
In unſerer letzten 2
wir ein entzückendes Kleichl homzWcnhe
Chiffon, deſſen erſte Stufei Ltdlg eDoger
Samtband=Girlande garn!
ineinander verknotete Ylie5
im Stil Ludwigs AI. vor *e
Natürlich gibt es heuet! 9.
in allen Farben: bei Nachcke!
dern entſcheidet man ſich eie
ſchwarz oder für einen T100N
fälligen Modetöne (wie weinrot, rehbraun, flaſgegol. Nl
bendlichen Modellen, hingegen gibt man nehen we il4en
reichen ſchönen Paſtelfarben den Vorzug, umſoneht. EMf. Atshend
30
ſamtbänder in dieſen Schattierungen am allebeſten d n. Wio wen Und
Will
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ORPHEUN
Ein Spiel von rührender
Liebe zu einer
unverstan-
denen Frau. Nichts ist
natürlicher, wie Gösta
Ekmann bei der
vernach-
lässigten Isabella naiv und
zart ist und sein gutes
fürsorgliches Herz sich in
seiner rührenden Liebe zu
Isabella offenbart.
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hundertprozentig. Qualität.
wie ihn das Publikum sich
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Harry Liedike in
Der Korveiten-
Ein Film durchglüht von
Leidenschaft und Liebe
kapitän
Lil Dagover als reizender
Star, 1van Petrovich als
ung lücklicher Liebhaber u.
Ernst Legal als
Staatsen-
walt in dem Ton- und
Sprechſilm
Märchentheater)
Sonntag, 14. Dez., nachm. ½ 4 Uhr
einzige Autführung
Dazu das gute Beiriveremm
Regie Rudolf Waither-Fein
In weiteren Rollen:
Maria Paudler
Fritz Kampers
Lia Eibenschütz
Hans Junkermann.
Harry Liedtke als Seeoffizier
in seiner ersten
Sprechtilm-
rolle in einer entzückenden
Komödie mit Humor, Tempo
Spannung uud
Situations-
komik.
Die Schlager des Films -
„Sagen kleine Mädels Nein‟
—., Von einem bißchenGlück
träumt jedes Mädel” —
wer-
den zu den meistgespielten
und gesungenen Liedern
gehören.
Es giht eine Frau
die Dich niemals
Vergidt
DieAbenteuer eines
Bühnen-
stars, Verwirrung der
Ge-
fühle. Eine Handlung, wie
sie spannender nicht
ge-
dacht werden kann. Die
alles verzeihende
Mutter-
liebe gibt dem Film ein
erschütterndes Gepräge.
Aar
2aare
e Wit
2Le
ine de‟
Er hat
(Ge
9
NN Dn
16. Dezember (Dienstag) 20 Uhr, 24
Paul Rohrbaalt
spricht über
„Die Volkwerdung aMd
deuischen Hation”
Unkostenbeitrag nach Beliebieh
Männergruppe des Vereins f. d. Dentschtumi.
P
und müt
zur Mei Geit
deuiſchlands
Huus Gcmucke.
Beteiligtel.
Auf
ufe Angelegeint
die Fachprel
inder, der ſch
Er ſchaltete
im Kreiſe
Wier routierte
Dazu das gute
Beiprogramm.
Beginn 2. 4.05,6.10, 8 15 Uhr
Jugend iche haben Zut itt.
Beginn 2. 4.05. 6.10. 8 15Uhr
H
Beginn 2, 4.05, 6.10, 8.15Uhr
Des großen Beifalls wegen
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Film-Morgen-Feier vorm. 11.15 Uhr
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Rotkäppchen u. d. Wolf
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Sonntag, den 14. Dezember 1930
Seite 29
Borasisbssgek
Roman von Friedrich Lange.
ſchi ight by Martin Feuchtwanger, Halle a. d. S
(Nachdruck verboten.)
ſcherſehen heute mittag zu den Berlingſchen
Probe=
ſan Stapellauf des „Paradiesvogel” um 2 Uhr. Und
inderſeic, Treuch Treue, Wilbur!
ſüßte Eva flüchtig die Stirn. Während ſie nach
W Taſd ſts inte us ging, ſchlug er den Weg zum Flugplatz ein. Noch
Sohne des populären Flugzeugkönigs ſo leicht ums
Ne3, war
i90ure. Er hate einen großen Sieg davongetragen.
ne intime Verbindung der Häuſer Freſe und Spencer?
ſich der Hofnarr Evas ſelbſt zum König aufge=
Undt aufe ich dich auf den „Namen „Paradiesvogel”!”
DM An— ſolh art und mühelos, wie deine winzigen Namens
rn! /1g— den Geiſt friedlicher, nimmermüder Entwicklung
Ruhc2eutſchlands in die Welt hinaus!“
Arſoieſereorte gab Eva Freſe der Maſchine Arnulf, Berlings
auf 102Beg. Das Glas ſplitterte, der Sekt ſchäumte. Und
Müber rauſi”t as ſchmucke Flugbot zu Waſſer.
Auße)t:n Beteiligten war nur eine Ingenieurkommiſſion der
GTAnM=Wettzuggegen. Auf Arnulf Berlings ausdrücklichen Wunſch
ſe digen Angelegenheit noch immer ſtreng geheim gehalten.
einym le Fachpreſſe war vertreten.
Nallder „Enwer, der ſich ſchon an Bord befand und am Steuer
tarte 4/ Er ſchaltete den Empfänger ein und zog den Regula=
49 Na0h d ach uersfim Kreiſe über die Skala. Eins, zwei, drei, vier.
der „Aolller rotierte, der Tachometer zeigte volle Touren=
1Lhd eeichtck d, elegant glitt die Maſchine über den glitzernden
1 LhsSes. Da zog ſie Berling ſchon hoch, zugleich die
tkurbheanf volle Fahrt rückend. Der „Paradiesvogel”
ver=
leichttkid willig das Waſſer. In verblüffend kurzer Zeit
r ſt hin-f hundert Meter Höhe.
ind ze ellles lautlos! Kein Auspuffgeknatter ſtörte den
Pi=
keiut errußen der Zündkerzen, keine Vergaſerſchwierigkei=
De De e ſeinen 4triebsſtoffzufuhr lenkte ſeine Aufmerkſamkeit ab. Er
ſich i= dem Genuß des Fliegens hingeben. Der Empfän=
SElnhälſie Szſt es Ganzen, funktionierte zur vollſten Zufriedenheit
genplen Konſtrukteurs.
ſa zaltz ſpontane Bewunderung die weihevolle Stille, am
Dielſesnieur der Flugzeugwerke konnten das Wunder
faſſte So mancher war unter ihnen, der den Elektroplan
Blems bisher nicht viel höher einſchätzte als ein inter=
SFülzeug. Und nun zwang ſie alle der Augenſchein zu
2rtennung.
Sehtz u, wie wundervoll der „Paradiesvogel” jedem
Steuer=
horattllnd dieſes Tempo!” Theodor Freſe gab ſeinen
Enthu=
us inn eſen Worten kund.
egenbeien ſebenxm ſtand Eva. Auf ihren Wangen flammte die Röte
enstel er 2
iſverung. Ah, dieſer Arnulf Berling war doch von
zu Die
rerchen! Sein goldener Optimismus, der Glaube an
ſerk” tte ihn, allen anfänglichen Hinderniſſen zum Trotz,
führt.
lpfß und apathiſch ſtand Mr. Wentley alias Wilbur
ehr er ſich des großen Erfolges freute —
insge=
cer,
egtwh:doch eine törichte Stimme, die Arnulf Berling die
nahrm Evas neidete. Der Amerikaner fühlte nur zu gut,
der „icer indirekt imner noch eine Gefahr für ſeine
Liebe bildete. Die Tochter des Generaldirektors hatte ihr Herz
ſchon zu weit an ihn verloren.
Plötzlich wandte ſich Eva an den Nachdenklichen
„Miſter Wentley — ſagen Sie: Iſt Berling nicht verrückt?!
Sehen Sie nur: Er wagt bereits auf dem erſten Flug Looping=
und gefährliche Trudeleien! Ah, prachtvoll, wie er ſeine
Ma=
ſchine in der Hand hat!”
Der Angeredete nickte lebhaft. Er ſah nicht die verwegene
Luftakrobatik, des Erfinders, er ſah nur die Augen des ſchöner
Mädels. Augen, wie er ſie bisher noch nie im Antlitz eines
Wei=
bes fand: Tiefgründig, ſprühend in verzehrendem Feuer, mit
ganz unwahrſcheinlich geweiteten Pupillen, die faſt die blaue
Iris verdrängten.
Ein ironiſches Lächeln huſchte über das Geſicht des
Ameri=
kaners. — — Es war hohe Zeit, daß Arnulf Berling ſeinen
Ozeanflug antrat! . ."
Und noch einer ſtand neiderfüllt abſeits: Alfred Jacobi.
Während ſich der Pilot in der Sonne tummelte, murrte dieſe
Erdnatur: „Dem Glücksritter fällt alles mühe= und kampflos
in den Schoß . . . Seine Erfolge im Beruf und bei den Frauen.”
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Und faſt lautlos glitt er zu Wentley heran, flüſterte ihm
un=
bemerkt ins Ohr: „Ich erwarte Sie heute abend bei mir!‟ Dann
eilte er hinüber ins Bürohaus.
Eben ſenkte ſich der „Paradiesvogel” auf das Waſſer herab
Alfred Jacobi wollte, nicht Zeuge all der begeiſterten Glück
wünſche ſein; denn der Neid fraß an ſeinem Herzen. Er ahnte
nicht, daß ihn der Erfinder aus der Höhe bemerkte . .
Man drängte ſich lachend und ſcherzend um den Piloten. Er
wurde mit ehrlichem Beifall überſchüttet. Ein jeder wollte ihm
die Hand drücken, ein Wort aus ſeinem Munde hören.
Auch Wentley gratulierte dem Erfolgreichen, deſſen
Freund=
ſchaft und Vertrauen er trotz allen heißen Bemühens nie errun
gen hatte. Ueber das Geſicht Berlings huſchte ein Schatten. Er
konnte ſein Mißtrauen gegen den Ausländer kaum verbergen. Was
hatte dieſer Menſch mit Alfred Jacobi zu ſchaffen? Schon
neu=
lich, als er die Villa Freſe verließ, ſah er die beiden. Wo Alfred
Jacobi auftauchte, war Vorſicht am Platze . .
„Kommen Sie, mein lieber Berling. Für heute iſt
Feier=
abend! Dieſes ſeltene Ereignis müſſen wir unbedingt begießen
Eva iſt auch mit von der Partie ?"
Wentley wandte ſich zu den Ingenieuren. Er hatte keine
Einladung erhalten.
Man beſuchte noch die Sendeſtation, wo der dienſthabende
Monteur auf Berlings Anordnung den Sender ausſchaltete.
„Und nun, Kinder, auf zur Bowle!” kommandierte der
Kom=
merzienrat. Ganz insgeheim trug auch er ſich mit ſeltſamen
Ge=
danken . . . Er hätte es gar nicht ſo ungern geſehen, wenn
die=
ſer Nachmittag eine Verlobung brachte . .
Abends ſaßen ſich die Freunde in Jgcobis eleganter Jung
geſellenwohnung gegenüber. Wentley gab mit leiſer Stimme die
Direktiven zu einem teufliſchen Plan. Jacobi war der
ausfüh=
rende, die Weltfirma Spencer in New York der zahlende Teil.
„Sind die Auslandspäſſe mit den Viſen in Ordnung? Wir
müſſen mit allen Eventualitäten rechnen . . ."
Der junge Spencer nickte.
„Allright, dear friend!
„Und der Scheck?
„Ueber eine Million Dollar auf die Braſilianiſche
Staats=
bank in Rio ausgeſtellt.”
Die Freunde reichten ſich die Hände. Sie wußten, daß ſich
einer auf den anderen verlaſſen konnte.
23. Kapitel.
Auch die Fernflüge der nächſten Tage verliefen zur vollſten
Zufriedenheit. Sie rechtfertigten in jeder Beziehung die großen
Hoffnungen, die Arnulf Berling auf ſein Werk ſetzte. Die kleine
Maſchine erwies ſich als unverwüſtlich. Ihre
Manövrierfähig=
keit erlaubte die kühnſten Akrobatenſtückchen. Aber auch der Pilot
bewies, daß er trotz der langen Pauſe, noch im Beſitze ſeiner
Flugfertigkeit war.
Nun hatte er ſeinen Amerikaſtart für den übernächſten Tag,
den 15. Juli, feſtgeſetzt. Der Sender war trotz ſeiner geringen
Ausmaße ſo ſtark konſtruiert, daß ſein Energiekreis den ganzen
Erdball umſpannte. Mithin waren dem „Paradiesvogel”
be=
treffs des Aktionsradius keine Grenzen geſetzt.
Jetzt erſt war verſchiedenes durchgeſickert und die
Beſtür=
mung mit Fragen ſeitens der Interviewer ſetzte ein. Die
ge=
ſamte Preſſe des In= und Auslandes ſandte in aller Eile die
findigſten Reporter in die Freſe=Werke zu Arnulf Berling.
Jeder wollte etwas ſchreiben. Die ganze Angelegenheit wurde
zur Senſation. Der Erfinder des Elektroplaus als
National=
heros! Sein Name prangte in jeder Zeitung. Sein Bild grüßte
von den erſten Seiten der in Millionenauflagen heraukommenden
illuſtrierten Blätter. Schon jetzt war Arnulf Berling ein
be=
rühmter Mann.
Er gebrauchte alle menſchenmögliche Vorſicht, um ſeine
Maſchine und den Sender zu ſchützen. Patentſchlöſſer und ciſerne
Riegel wehrten die Zugänge. Meiſt ſchlief der Erſinder im
Schuppen neben dem „Paradiesvogel”, um ſo perſönlich ſein
Flugboot zu bewachen. Von hier aus wurde täglich die
Ma=
ſchine zum Start an den See gefahren.
Da, am vorletzten Tage ſeines Abſchiedes von der Heimat,
mußte der Konſtrukteur erſt noch eine ſchmerzliche Entdeckung
machen: Als er zu Beſorgungen in ſeine Wohnung zurückkehrte
fand er den großen Wandſchrank im Zeichenzimmer offen. Er
war mittels Nachſchlüſſel von geübter Hand geöffnet worden,
ſchien aber dann in der Eile nicht wieder verſchloſſen worden
zu ſein. Der Dieb konnte nur bom Korridor aus eingedrungen
ſein.
Die Wirtin hatte nichts geſehen. Sie war während der letzten
beiden Tage verreiſt. Der oder die myſteriöſen Diebe konnten
aus dieſem Grunde verhältnismäßig ungeſtört „arbeiten”. Und
doch fehlte nichts!
Der Schrank enthielt nur Einzelzeichnungen vom
Elektro=
plan und dem Sender. Aber nicht eine einzige fehlte.
Berling ſtand vor einem Rätſel.
Eine Täuſchung war ausgeſchloſſen. An der falſchen
Ein=
ordnung der Paufen (die Originale lagen mitſamt dem
Mi=
niaturmodell wohlverwahrt im Treſor der Freſe=Werke) ſah der
Erfinder auf den erſten Blick den Eingriff fremder Hände. Aud
pflegte er den Zeichenſchrank niemals unverſchloſſen zu laſſen.
Eine Weile ſtand Berling nachdenklich. Es war klar: Hier
lag die Fortſetzung jener Nacht, in der er draußen am
Montage=
ſchuppen auf einen Flüchtenden ſcheß. Da war, ine ganz
be=
ſtimmte Macht am Werke, der es darum ging, das Geheimnie
der Berlingſchen Erfindung zu ergünden. Man ſcheute ſich nicht,
ſkurpellos mit unfairen Mitteln zu kämpfen.
Unwillkürlich ſchweiften die Gedanken des Sinnenden auch
zu Mr. Wentley ab. Deſſen Arm in der Binde, den er angeblich
beim Photographieren — — Ah!
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