Darmstädter Tagblatt 1930


11. Mai 1930

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Einzelnummer 15 Pfennige

By spreis:

v Erſchelnen vom 1. Mal
hemark und 22 Pfennis.
2.25 Reichsmark, durch die
ſrei Haus. Poſibezugspreit
natliſch 2.25 Reichsmarl.
fnahme von Anzeigen an
nicht übernommen. Nichte
ern infolge höherer Gewalt
nicht zur Kürzung des
n und Abbeſtellungen dure
eit für uns. Poſiſcheckfonie
M. 1301.

Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſkrierte Beilage: Die Gegenwart, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe Darmſt. Tagbl. geſtattet.
Nummer 130
Sonntag, den 11. Mai 1930.
193. Jahrgang

Anzeigenpreis:

27 mm breiie Zeile im Kreiſe Darmſtadt 25 Reichspig.
Finanz=Anzeigen 40 Reichspfg. Relamezelle (92 mm
breit)2 Reichsmark. Anzeigen von auswärts 40 Reichspfg.
Finanz=Anzeigen 60 Reſchspfg. 92 mm breite Rellame=
ſe
in Reſchsmar
zeile 3.00 Reichsmark. Alle
Im Falle höherer
(1 Dollar 4.20 Markl.
Gewalt, wie Krieg, Aufruhr, Streik uſw., erliſcht
ſede Verpflichtung auf Erfüllung der Anzeigen=
aufträge
und Teiſtung von Schadenerſatz. Bei
Konkurs oder gerichtlicher Beitreibung ſällt jeder
Rabatt weg. Bankkonto Deutſche Bank und Darm=
ſtädter
und Nationalbank.

* Die Woche.
öhung der Reichsbahntarife.

* Stückguk, Expreßguk und Gepäck. Wagenladung und Perſonenverkehr noch einmal ver=
neuer
Perſonenkarif in Ausarbeikung. Perſonenkarif-Erhöhung vermuklich zum Herbſt.
Beſteuerung des Laſtkraftwagenverkehrs geplank.

Frfüllung der Reichsbahn=
M durch das Reichskabinekt.
Aimnahme-Ausfall gedeckk; bleibt noch
i hlbekrag von 90 Millionen.

WTB. Berlin, 10. Mai.
nett ſtimmte in ſeiner heutigen Sitzung der
Reslau
Zbahnverwaltung auf Aenderung des
hrs, ſowie des Expreßgut= und
. Die beantragte Erhöhung der Wagen=
und der Zeitkarten des Perſonen=
e
abgelehnt. Zu der vom Reichseiſen=
organiſchen
Erhöhung der Perſonentarife des
s wartet das Reichskabinett das Ergebnis
die Reichsbahn ab.

binett iſt alſo nicht ſoweit gegangen, wie die
ug ſeinerzeit gewünſcht hat. Das Kabinett
r für eine teilweiſe Erfüllung der
derungen entſchieden und bewußt die
erhöhung zurückgeſtellt. Einmal
der Reichsbahn in ſeinem Entwurf noch nicht
in, weil die Regierung es mit den Sommer=
erben
wollte. Sollte das Kabinett in einer
en auch noch die Erhöhung der Fahr=
onenverkehr
behandeln, dann dürfte
1ß zu erwarten ſein, der eine Erhöhung z um
iter genehmigt. Die Reichsbahn ſelbſt ſtand
indpunkt, daß die Perſonentarife nicht mehr
inen, weil dann eine ſtarke Abwanderung auf
el und eine ins Gewicht fallende Zurückhal=
zu
befürchten ſei. Im Reichseiſenbahnrat
Neinung. Auch der Verkehrsminiſter glaubt,
rhöhung der Perſonentarife noch in Kauf
kann. Die Tarifkommiſſion der Reichsbahn
usarbeitung eines neuen Tarifs
tenverkehr beſchäftigt. Durch die vom
te Tariferhöhung wird eine Mehrein=
Nillionen erwartet. Es bleibt dann im
Sbahn immer noch ein ungedeckter
N 90 Millionen, wofür neue Einnahme=
derden
ſollen. Wahrſcheinlich wird hier eine
es Laſtkraftwagenverkehrs ein=
odurch
man wieder eine gewiſſe Rückwande=
bahn
erhofft.
V
ge. Kraftwagen=Konkurrenz.
lungen zwiſchen der Reichsbahn und dem
erium über die Milderung der
ikürrenz ziehen ſich ſchon ſeit Monaten
ein Ergebnis zutage getreten iſt. Eine ganze
Zen iſt ausgetauſcht worden. Jetzt wird ein
bonach für Laſtkraftwagenverkehr außerhalb
Rilometer eine pauſchale Ausgleichsabgabe
Tonnen=Kilometer erhoben werden ſoll, die
msbort durch Laſtkraftwagen in Form von
trichten iſt. Wir haben es hier unzweifelhaft
In zu tun, die aber wohl auch beabſichtigt iſt,
T Fluß zu bringen. Die Reichsbahn ſchätzte
ihren Einnahmeausfall durch den
Oberkehr auf 210 Millionen, den
üterverkehr auf ebenfalls 210
zwar im Nahverkehr auf 60 Millionen, im
150 Mill. Daher die Anregung, den Fern=
ſrraftwagen
beſonders zu beſteuern, um auf
rfenz für die Reichsbahn zu mildern.

Ige Wieiſteigerung in Preußen.
Berlin, 10. Mai.
Snele Sitzung der Regierungsparteien im
* Im Samstag nachmittag führte zu dem Er=
ag
des preußiſchen Finanzminiſters zur
Hits grundſätzlich Annahme fand. Die Grund=
alſo
wahrſcheinlich vom 1. Juli an ver=
42 ſoöialen Gründen werden aber den Wün=
Seſprechend für den leiſtungsſchwachen Haus=
Eiſgefügt werden. Dieſe ſollen denjenigen
Immen, die in ihrem eigenen Hauſe Wohn=
iſſe benutzen. Auch für Wohnungen, die ohne
Ders leer ſtehen, ſollen dieſe Milderungen
Der Erleichterungen wird nach Ortsklaſſen
Stüngsharteien werden ein Initiativgeſetz be=
inch
Wiederzuſammentritt des Landtags am
inlsſchuß überwieſen werden ſoll. Die Neu=
ner
vierprozentigen Erhöhung der geſetz=
irken
.

Brünings Polikik.
Abrechnung mit der Sozialdemokralie und der
verwetflichen Agikakion von rechks und ligks.
Mehr Berankworkung!
Breslau, 10. Mai.
In einer Vertrauensmännerverſammlung der Zentrumspar=
tei
ſprach am Freitag abend Reichskanzler Dr. Brüning. Er
führte in ſeiner Rede u. a. aus: Wir waren uns darüber klar,
daß mit der Annahme des Young=Planes ein Einſchnitt in die
Geſchichte des deutſchen Volkes nach der außen= und innenpoliti=
ſchen
Seite hin geſchaffen wurde, ein Einſchnitt, der deswegen
ganz beſonders hart ſein mußte, weil wir uns darüber klar wer=
den
mußten, daß umgekehrt wie beim Dawesplan in Zu=
kunft
die großen Laſten dieſes Vertrages allein vom deutſchen
Volk getragen werden müſſen. Jetzt ſtehen wir vor der nüchternen
Wirklichkeit, der wir ohne Illuſionen klar ins Auge ſehen müſſen,
und das iſt der Unterſchied gerade nach der innenpolitiſchen Seite.
Die Zentrumspartei hatte das Verlangen geſtellt, daß man nicht
einfach den Young=Plan annehmen ſolle, der ſo viele Bedenken
in ſich ſchloß, ſondern daß man gleichzeitig auch wenigſtens einen
Teil der innenpolitiſchen Konſequenzen ziehen ſolle. Ich glaube,
die Entwicklung hat gezeigt, daß wir mit unſerer Befürchtung
nur allzuſehr recht hatten.
Weshalb iſt das Kompromiß von den Sozialdemokraten im
letzten Augenblick abgelehnt worden? Angeblich wegen der
Befürchtungen in Bezug auf die Arbeitsloſenverſicherung.
Es kam zunächſt einmal darauf an, die Kaſſenſanierung durchzu=
führen
und dann die Entſcheidung über die Arbeitsloſenverſiche=
rung
einzuleiten; denn ſie war ja eine der erſten Aufgaben, die
nach dieſer Sanierung vorgenommen werden mußten. Erſt die
nächſten Monate werden darüber Aufklärung bringen, was die
Sozialdemokraten veranlaßt hat, damals aus der Regierung zu
gehen.
Die Sozialiſten hatten ſichtlich ein Intereſſe daran, die
Fehler der Politik der eigenen Fraktion durch Angriffe
gegen die übrigen Parteien möglichſt vor den eigenen
Wählern zu verdecken. Die S.P.D.=Preſſe hat das aber in
einer Form und in einem Ausmaße getan, das mit der
Wahrheit auf ſtärkſtem Kriegsfuße ſtand.
Nachdem die Sozialiſten verſagt hatten, blieb nichts anderes
übrig, als zu verſuchen, ohne Bindungen an die Parteien ein Ka=
binett
zu bilden, das entſchloſſen in ſeinen Zielen war und Mut
zum Handeln hatte. Wir müſſen nun alle Kraft daran ſetzen,
unſere Finanzwirtſchaft in Ordnung zu bringen, damit uns nicht
der Vorwurf böswilliger Zahlungsrückſtände gemacht werden
kann.
Es geht nicht mehr ſo weiter, daß die Regi=
rung
aus mancherlei Schwierigkeiten heraus nicht
mehr die Politik macht, ſondern daß die
Politik in den Fraktionsverhandlungen
gemacht wird. Ich habe den Eindruck, daß es an dem
deutſchen Volk vielfach mit Bleiſchwere gehangen hat, daß
man vermißte, daß die Regierung tatſäch=
lich
führte. Dadurch hat ſich eine gewiſſe Mißſtimmung
und Peſſimismus breitgemacht, deren politiſche Auswir=
kungen
an dem ungeheuren Anwachſen radikaler Gruppen
rechts und links zu verſpüren war.
Der Blick des deutſchen Volkes, der vorher nach
dem Weſten gerichtet war, muß ſich nunmehr dem
Oſten zuwenden; wir haben zunächſt den Wiederaufbau der
ſchwer daniederliegenden Landwirtſchaft im deutſchen Oſten im
Auge. Es kommt darauf an, daß wir im Oſten die Bevölkerung
nicht nur erhalten, ſondern vergrößern und vermehren, damit
gleichzeitig der nötige Abſatzmarkt für die öſtliche Induſtrie ge=
ſchaffen
werden kann. Halten wir nicht die Maſſe von Land=
arbeitern
auf einer ſtabilen, erträglichen Grundlage, dann wächſt
das Problem der Arbeitsloſigkeit, zu einer ſolchen Kriſe, daß wir
ſeiner überhaupt nicht mehr Herr werden können.
Wir müſſen auch zu einer Geſundung der kommunalen
Finanzen kommen. Wir werden eine Reihe von Maß=
nahmen
treffen, um den Arbeitsmarkt, vor allem den Bau=
markt
, in Gang zu bringen. Dazu gehört vor allem die
Aufhebung der Kapitalertragsſteuer für die feſtverzins=
lichen
Papiere. Nun kommt das große Problem der
Erwerbsloſenverſicherung.
Es muß eine ſparſame Finanzpolitik gemacht werden, damit das
Vertrauen zurückkehrt und infolgedeſſen auch Geld für langfriſtige
Anleihen angelegt wird. Wir ſind gezwungen, für die Erwerbs=
loſenverſicherung
in dieſem Jahre erheblich höhere Mittel aufzu=
bringen
. Es hilft nichts anderes, als durchzuhalten.
Entſcheidend iſt, dem Parlament nicht zu
geſtatten, der Verantwortung auszu=
weichen
, ſondern es zu zwingen, die Ver=
antwortung
zu übernehmen.
Die verwerfliche Agitation von rechts und links kann man am
beſten dadurch beſeitigen, daß man ganz klare parlamentariſche
Verhältniſſe herbeiführt und die Parteien zur Verantwortung
zwingt. Es geht nicht an, daß immer die Mittelparteien
zwungen ſind, allein einzuſpringen. Ohne parlamentariſche Ver=
antwortung
iſt es nicht möglich, zu einer Geſundung der Ver=
hältniſſe
zu kommen.

Geſtern abend iſt die deutſche Delegation, zum erſten Mal.
geführt von Dr. Curtius, zur diesmaligen Genfer Ratstagung
abgereiſt. Für alle Fälle gerüſtet, wie es heißt, und das iſt not=
wendig
; denn wenn auch damit zu rechnen iſt, daß die diesmalige
Ratstagung nicht gerade übermäßig reich an praktiſchen Ergeb=
niſſen
ſein wird, ſo werden die Verhandlungen unter Umſtänden
doch von einer erheblichen politiſchen Bedeutung ſein, da die ver=
ſchiedenen
Programmpunkte der Tagung möglicherweiſe Gelegen=
heit
zu weittragenden Erörterungen geben. In erſter Linie iſt
hier an die Diskuſſion über die Anpaſſung des Kellogg=Paktes an
die Satzung des Völkerbundes zu denken, die unter Umſtänden
die ganze Abrüſtungsfrage aufrollen könnte, auch wenn dies nach
den letzten Genfer Ergebltiſſen nicht gerade allzu wahrſcheinlich
erſcheint. Erſt vor zwei Tagen, dem ſogenannten ſchwarzen
Freitag der Sicherheitsverhandlungen, hat man als Endergebnis
ſchließlich feſtſtellen müſſen, daß eine Einigung unter den gegen=
wärtigen
Verhältniſſen nicht möglich war. Man wird ſich daher
auf der Ratstagung aller Vorausſicht nach hüten, das heiße Eiſen
der Abrüſtungsfrage anzufaſſen, um ſo mehr, als man ſich ja
auch vor wenigen Tagen erſt in einer Beſprechung zwiſchen den
Delegierten ohne viel Aufhebens darauf geeinigt hat, die Wie=
dereinberufung
der Abrüſtungs=Vorkommiſſion noch einmal auf
ein weiteres halbes Jahr zu verſchieben. Haben denn überhaupt
all die vielen Erörterungen über Abrüſtung oder Nichtabrüſtung
in dieſer Gegenwart irgendeinen Sinn? Nur das eine ſteht
jedenfalls feſt, daß die Abrüſtung, eine wirkliche Einſchränkung
der gigantiſchen Rüſtungen faſt aller Völker, mit Ausnahme
Deutſchlands, durch ſie auch nicht im geringſten gefördert wird.
Man kann auch nicht einmal ſagen, daß hier etwa die Theorie gegen
die Praxis kämpfe, ſondern die Staatsmänner der Erde benutzen
nur die tönenden Redewendungen über Weltfrieden und Ab=
rüſtung
, um hinter dieſer ſchönen Kuliſſe ihre höchſt realen Macht=
ziele
zu verbergen. Das beſte Beiſpiel dafür iſt die eben zu Ende
gegangene Londoner See=Abrüſtungs=Konferenz, auf der Eng=
land
und die Vereinigten Staaten den großen angelſächſiſchen
Block geſchaffen haben, der ihnen die Herrſchaft über die Erde
ſichern ſoll. Verſtändlich, daß man in Frankreich, dem man in
London mit hörbarem Ruck die Türe vor der Naſe zugewörfen
hat, die Zukunft mit ſchwerer Sorge betrachtet und daß man mit
neuer Aktivität den Verſuch unternimmt, den Völkerbund zu
einem politiſchen Gegengewicht auszubauen. Aber dieſer Ver=
ſuch
iſt bei der Stellung, die England nun einmal auch im Völ=
kerbund
hat, vor vornherein ziemlich ausſichtslos. Das haben die
Sicherheitsverhandlungen eben erſt wieder erwieſen, bei denen die
Engländer ſich mit Erfolg gegen jede programmatiſche Feſtlegung
der Befugniſſe des Völkerbundsrates im Falle einer drohenden
Kriegsgefahr gewehrt. Man ſollte ſich auch in Deutſchland end=
lich
einmal von dem Wilſonſchen Phraſennebel frei machen, der
für Jahre die Gemüter einer durch 4½jähriges Ringen zermürb=
ten
Kriegs=Generation ſo ſtark gefangen nahm. Der Weltkrieg
war gewiß nicht der letzte Krieg und der Friedensſchluß gewiß
nicht der Beginn einer neuen Aera des Friedens und der Men=
ſchenliebe
. Er wäre das auch nicht geworden, ſelbſt wenn die
Friedensbedingungen weniger Ungeheuerlichkeiten aufgewieſen
hätten. Die Friedensverträge aber des Jahres 1919 konnten
nichts anderes ſein, als der Beginn einer neuen Aera des Miß=
trauens
aller gegen alle und eines unabſehbaren politiſchen Rin=
gens
der Völker gegen einander.
Dabei denken wir keineswegs nur an die Nöte der Beſieg=
ten
, die ungeheuren politiſchen und wirtſchaftlichen Schwierig=
keiten
, die insbeſondere das deutſche Reich während der erſten
Nachkriegsjahre zu überwinden hatte und noch zu überwinden
hat, ſondern auch zwiſchen den einſtigen Bundesgenoſſen haben
ſich zum Teil ſo tiefgehende Meinungsverſchiedenheiten ergeben,
daß man der kommenden Entwicklung nur mit Sorge entgegen=
ſehn
kann. Die Unterzeichnung des Haager Abkommens, die
nunmehr durch ſämtliche Beteiligte erfolgt iſt, ſchließt die erſte
größere Nachkriegsepoche ab, die durch den franzöſiſchen=deutſchen
Kampf um die Kriegstribute beherrſcht war. Dieſer Kampf ſelbſt
iſt zweifellos noch nicht beendigt, da ja auch der Youngplan eine
endgültige Löſung noch nicht darſtellt. Aber auf einer anderen
Ebene werden ſich die Auseinanderſetzungen der Zukunft abſpie=
len
, mit anderen Methoden werden ſie geführt werden, da die
Jahre vorüber ſind, während deren Deutſchland lediglich poli=
tiſches
Objekt war.
Immer ſchärfer iſt während der letzten Zeit der franzöſiſch=
italieniſche
Gegenſatz geworden, wobei auch die geſchickte engliſche
Diplomatie, insbeſondere während der Londoner Seeabrüſtungs=
konferenz
, eine gewiſſe Rolle geſpielt hat. Natürlich keine ent=
ſcheidende
Rolle, denn darin liegt ja gerade die Gefahr, daß es
ſich zwiſchen den beiden lateiniſchen Schweſtern nicht etwa nur
um vorübergehende Meinungsverſchiedenheiten handelt. Das
Mittelmeer iſt zu klein für beide und auch an der nordafrika=
niſchen
Küſte ſtehen ſich die Intereſſen diametral gegenüber. Das
Italien Muſſolinis muß, nach der Auffaſſung maßgebender italie=
niſcher
Kreiſe, die es einengenden Feſſeln ſprengen, wenn es
nicht erſticken will. Frankreich aber braucht ſein gewaltiges afri=
kaniſches
Kolonialreich, für deſſen Erhaltung die Vormachtſtellung
im Mittelmeer unerläßliche Vorausſetzung iſt. Noch ſtehen die
Wetterwolken am fernen Horizont, noch braucht man nach menſch=
lichem
Ermeſſen keine Entladung zu fürchten. Aber töricht wäre
es, den Vogel Strauß zu ſpielen, den Kopf in den Sand zu
ſtecken, ſo wie man dies einſt vielfach im Deutſchland der Vor=
kriegszeit
tat, während die Lage von Jahr zu Jahr bedrohlicher
wurde. Die Welt wird die Aktirität Muſſolinis in ihre Rech=
nung
einſtellen müſſen.
Nicht ohne Bedeutung war unter dieſen Umſtänden die Be=
ſuchsreiſe
des öſterreichiſchen Bundeskanzlers nach Rom, Berli
und Paris, und es unterliegt keinem Zweifel, daß man ſich bei
dieſer Gelegenheit über etwaige Möglichkeiten der Zukunft unter=
halten
hat. Wir ſtehen dieſen Möglichkeiten allerdings mit einiger
Skepſis gegenüber. Wir rechnen auch nicht mit einem Zuſammen=
bruch
des Bolſchewismus in Rußland von innen heraus, wie das
offenkar hier und da geſchieht. Mehr wie verſchwommen erſchei=
nen
uns die Möglichkeiten einer italieniſch=ruſſiſch=deutſchen

[ ][  ][ ]

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Sonntag, den 11. Mai 1930

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. (TP 2677

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Jahre Ww. w. Frl.
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Jahr., a. d. Arb.=
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[ ][  ][ ]

Handelsſchau in Darmſtadt

heuke nachmiktag 4 Uhr

10. bis 15. Mai 1930.

n Stadion am Böllenfalltor der Kampf zwiſchen
erein 1898 Darmſtadt und dem Polizei=
n
Hamburg in der Zwiſchenrunde um die
andballmeiſterſchaft ſtatt. Es kommt hier
pannendſten Kämpfe der ganzen Handballſaiſon in
n Sie nicht verſäumen ſollten. Vor dem
ch die 1. Jugendmannſchaften des hieſigen Polizei=
id
des Sp.V. 1898. Nach dem Handballſpiel findet
auf dem Polizeiſportplatz der Endkampf
eiden Tabellenführern der Fußball=Kreisliga Ger=
orf
Germania Urberach ſtatt.

2Dporien g
Imprell
Se auf

G-

ge Hochſchule. Das Sommerſemeſter 1930 hat am
zen. Vorleſungen allgemein bildender Art über
Literatur, Philoſophie, Fremde Sprachen, Volks=
Rechtswiſſenſchaft, Naturwiſſenſchaften u. a. kön=
Stundenplan, der im Erdgeſchoß der Techniſchen

Wach Haele Gerfelunge. u Whunger nach
in auch ſolchen Herren geſtattet werden, die bereits
sberuf tätig ſind. Damen können ebenfalls vom
Inen Vorleſungen und Uebungen als Gäſte zuge=
Einſchreibungen finden, noch bis 19. Mai im
mmer 210) vormittags 912 Uhr ſtatt.
Darmſtädter Kunſt. Die Leihgaben für die beiden
n Kunſtverein und auf der Mathildenhöhe ſind in
ze von ihren kunſtbegeiſterten Beſitzern zur Ver=
vorden
, daß aus ihrer Aneinanderreihung ein faſt
Darmſtädter Malkultur von 17301930 entſteht.
r die ſicher weithin begrüßte Abſicht, dieſes Bild=
ſolcher
Ueberſicht vielleicht nie mehr zuſammen=
iicht
der Vergeſſenheit anheimfallen zu laſſen, in
möglichſt vielen Abbildungen der Nachwelt als
als ein Dokument von kunſthiſtoriſchem Wert zu
3 wird verſucht, die dazu nötigen, außerordent=
rch
Stiftungen zu ſammeln, da der heuer beſon=
usſtellungsetat
hierfür nicht ausreicht. Gütige
er Höhe nimmt die Geſchäftsſtelle im Stadthaus,
v.H.
jegen.
* Muttertag. Aus Anlaß des heutigen Tages, welcher
eutſchen Mutter gewidmet wird, weiſt der Arbeitsaus=
daß
heute nachmittag um 3 Uhr eine große öffentliche
Städtiſchen Saalbau ſtattfindet, bei welcher Herr Pfar=
iſprache
halten wird. Die für den Verkauf in Umlauf
für den Muttertag ſtammen aus Entwürfen des Frl.
ſche ſich in liebenswürdiger Weiſe bereit erklärt hat,
Verfügung zu ſtellen. Der Ehren= und Arbeitsaus=
ichzeitig
veranlaßt, hiermit öffentlich allen denen den
auszuſprechen, welche dazu beigetragen haben, daß
jre dieſer Tag wieder in einer würdigen Weiſe gefeiert
der vierten Handelsſchau vom 10. bis 15. Mai 1930
Feſthalle Exerzierplatz findet am Sonntag, den
zr eine große Reklamefahrt durch die Straßen
zu der über 50 Fahrzeuge ihre Meldung abgegeben
tellung der Fahrt erfolgt ab 11 Uhr vormittags im
die Fahrt bewegt ſich mit Muſik durch folgende
aße, Paradeplatz, Alexanderſtraße, Dieburger Straße,
Liebfrauenſtraße, Emilſtraße, Frankfurter Straße,
Eliſabethenſtraße, Schulſtraße, Kapellplatz, Nieder=
e
, Heinrichſtraße, Karlſtraße, Beſſunger Straße, Lud=
ſoosbergſtraße
, Heidelberger Straße, Riedeſelſtraße,
iſabethenſtraße, Wilhelminenſtraße, Umfahrt um das
iſtraße, Feſthalle.
Alfred Bodenheimer. Bernhard Minetti vom
tiert und lieſt am Montag, den 19. Mai, in der
rnhard Minetti darf heute unter der jungen Schau=
zu
den am ſtärkſten und außergewöhnlich Begabten ge=
So äußerte ſich kürzlich ein namhafter deutſcher Re=
dafür
gab Minetti während ſeiner dreifährigen künſt=
am
Landestheater in hervorragendem Maße. Erwähnt
lanzrollen in: Die andere Seite, Florian Gehe
Schieber des Ruhms, Affäre Dreyzfus. Die Kaſ=
Der Abend, an dem ſich Minetti dem Darmſtädter
im Vortragspult vorſtellt, dürfte für viele ein will=
ein
, Bernhard Minetti, dem ausgezeichneten Künſtler
lanken für das, was er uns als Schauſpieler gab. Mi=
ing
der nächſten Spielzeit an das Staatstheater
tenvorverkauf bei der Bücherſtube. (S. heutige Anz.)
ſtadt, Vereinigung für Ortsgeſchichte und Heimat=
Veranſtaltung Donnerstag abend 8,30 Uhr
Eliſabethenſtraße 12. Vortrag von Herrn Pro=
ſſelborn
über den heſſiſchen Ge=
er
Georg Ludwig Kriegk‟. Das Leben
Heburtstag ſich in dieſem Jahre zum 125. Male
en wertvollen Beitrag zu unſerer Ortsgeſchichte.
unger Vereinigung Darmſtadt (Ortsgruppe Darmſtadt
ir die Elſaß=Lothringer im Reich). Am Dienstag,
ndet um 8,.15 Uhr bei Chriſt, Grafenſtraße, im Für=
te
Vortragsveranſtaltung vor der Sommer=
gelungen
, den hier lebenden Schriftſteller Niko=
Obf, den Verfaſſer des bekannten Grünewaldromans,
ildervortrag über den Maler Grüne=
L. Im Anſchluß an den Vortrag wird Herr Schwarz=
Ates Kabitel aus ſeinem Grünewald=Roman
zahlreiches Erſcheinen der Mitglieder wird gebeten,
ſind herzlich willkommen.

Die Intereſſengemeinſchaft des Lebensmittel=Einzelhandels e. V.
Darmſtadt veranſtaltet unter dem Protektorat des Herrn Oberbürger=
meiſters
Mueller im Rahmen der Sechshundertjahrfeier der Stadt
in der Zeit vom 10.15. Mai eine große Handelsſchau in der
Städtiſchen Feſthalle, an der ſich weit über 100 Einzelfirmen
beteiligen. Dieſe Schau wurde geſtern vormittag nach einer ſchlichten
Feier in der Vorhalle der Ausſtellung im Beiſein zahlreicher geladener
Gäſte eröffnet. Man bemerkte Vertreter der ſtaatlichen und ſtädtiſchen
Behörden und der Wirtſchaftsorganiſationen, u. a. Oberregierungsrat
Haberkorn, Reichsbankdirektor Müller, Polizeidirektor Dr. Uſinger, Ver=
treter
der Induſtrie= und Handelskammer, der Landwirtſchaftskammer,
der Handwerkskammer. Vertreter der Heſſiſchen Erwerbs= und Wirt=
ſchaftsgenoſſenſchaften
, des Heſſiſchen Einzelhandels deſſen Vorſitzender
Herr Kalbfuß perſönlich erſchienen war, des D.H.V., des G.D.A.
und ſo weiter.
Die Begrüßungsanſprache
hielt Herr Stadtrat Stemmer, der zunächſt im Namen der Inter=
eſſengemeinſchaft
des Darmſtädter Lebensmittelhandels für das zahlreiche
Erſcheinen zur Eröffnungsfeier dankte und dann fortfuhr:
Nach einer Pauſe von 2½ Jahren unternimmt der Darmſtädter
Lebensmittel=Einzelhandel ſeine vierte Handelsſchau, um auch ſeinen
Anteil an der 600=Jahrfeier der Heimatſtadt zu bekunden. Trotz der all=
gemeinen
Ausſtellungsmüdigkeit iſt es gelungen, die große Halle wieder
zu füllen, und ſogar zahlenmäßig mehr Ausſteller zu bekommen, wie im
Jahre 1927. Wir ſind ſtolz darauf, beweiſt es uns doch, daß die Aus=
ſteller
mit dem Erfolg, zufrieden waren. Es ſagt uns aber auch, daß
ſie gerne nach Darmſtadt gekommen ſind; nicht nur, weil es eine ſchöne
geeignete Halle beſitzt, ſondern weil ſie ein dankbares, intereſſiertes
Publikum vorfinden. Wie Ihnen der Rundgang nachher zeigen
wird, ſind die klangvollſten Namen der deutſchen Lebensmittelinduſtrie
hier vertreten und zeigen die neueſten Errungenſchaften auf ihrem Ge=
biete
. Es hat monatelange Arbeit erfordert, um die zirka 110 Firmen
für die Reiſe nach Darmſtadt zu intereſſieren, und wir hoffen, daß es
dem Herrn Oberbürgermeiſter beweiſt, wie gern wir dazu beitragen, das
Intereſſe für Darmſtadt im Jubiläumsjahr zu fördern.
600 Jahre Darmſtadt bedeutet 600 Jahre Handel
in Darmſtadts Mauern
und wenn es auch infolge der geographiſchen Lage nicht möglich war,
Darmſtadt zu einer Handelsſtadt zu machen, ſo kann der Darmſtädter
Handel doch auf ſeinen Anteil an der Entwicklung der Stadt ſtolz ſein.
Wo der Handel blüht, blüht auch die Stadt! Neidvoll ſehen wir auf
die Entwicklung großer Hanbdelsſtädte. Die Blütezeit des Handels hat
ſie groß gemacht und unvergängliche Werte in ihren Mauern geſchaffen.
Unſer Darmſtadt war immer in der Hauptſache Reſidenz und Landes=
hauptſtadt
. Dieſer Vorteil iſt heute im Zeitalter der Zuſammenlegungen
in Gefahr, ſobald einmal die Aufgabe der heſſiſchen Selbſtändigkeit
ernſtlich in Frage kommt. Der Verſuch, Ausgleiche rechtzeitig zu ſchaf=
fen
, wird ſicher gemacht. Wir haben es mit Freude aus den Bemühun=
gen
der Regierung um den Luftſchiffplatz geſehen, und hoffen, daß auch
die Stadtverwaltung nichts unverſucht läßt, um Darmſtadts zukünftige
Entwicklung ſicherzuſtellen.
Der Lebensmittel=Einzelhandel leidet zur Zeit, wie alle anderen
Berufsgruppen, unter der ſchwindenden Kaufkraft weiter Bevölkerungs=
kreiſe
, deren Urſachen Sie kennen. Wir ſtehen im Kampf gegen die Aus=
breitung
kapitalkräftiger Konzerne und haben ſtark zu leiden unter der
großen Belaſtung durch Steuern für Reich, Länder und Gemeinden. Wir
wiſſen, daß ein ſehr großer Teil dieſer Laſten zwangsläufig iſt; aber
wir hoffen, daß durch die neuen Maßnahmen der Reichsregierung doch
in abſehbarer Zeit eine Erleichterung eintritt. Sie muß eintreten, denn
auf die Dauer müſſen dieſe Laſten die Freude an der Arbeit ertöten.
Unſere ſchlechte wirtſchaftliche Lage iſt ohne Zweifel mit darauf zu=
rückzuführen
, daß wir in den letzten Jahren ſtändig eine paſſive Han=
delsbilanz
haben und dadurch große Teile unſeres flüſſigen Volksver=
mögens
in das Ausland gewandert ſind. Erſt wenn es gelingt, unſere
Ausfuhr zu vergrößern und die Einfuhr zu droſſeln, kann eine weſent=
liche
Beſſerung eintreten. Es iſt daher eine Aufgabe des Lebensmittel=
händlers
in erſter Linie, inländiſche Lebensmittel zu verkaufen, und ſeine
Kundſchaft dafür zu gewinnen, daß ſie bei gleichwertiger Qualität un=
bedingt
dem deutſchen Erzeugnis den Vorzug gibt. Es iſt beſtimmt mög=
lich
, auf dieſe Weiſe die Einfuhr entkehrlicher Waren zu beſchränken
und dieſe Kapitalien dem Inlandsmarkte zu erhalten. Wenn jeder hier
ſeine Pflicht tut und die Käufermaſſen den Kaufmann
unterſtützen dann muß die Beſſerung vor allen Dingen auch für
die Landwirtſchaft kommen. Unſere Handelsſchau ſoll Ihnen die Fort=
ſchritte
der deutſchen Lebensmittelinduſtrie ganz beſonders vor Augen
führen.
Zum Schluß möchte ich noch allen denen, die am Zuſtandekommen
und an dem Aufbau der Handelsſchau beteiligt waren, den Dank der
Ausſtellungsleitung ausſprechen, und will hoffen, daß der Beſuch der
Handelsſchau all die aufgewandte Mühe lohnt. Ich bitte den Herrn
Oberbürgermeiſter, die vierte Handelsſchau zu eröffnen.
Oberbürgermeiſter Mueller
knüpfte an die Anſprache des Vorſitzenden an. Er habe das Protektorat
über dieſe Schau, die in ſchwerer Zeit ſtattfinde, aber durch die ſtarke
Beſchickung bewieſen habe, daß der Lebensmittel=Einzelhandel ſtark und
gewillt ſei, ſich durchzuſetzen, gern übernommen. Von ſeiten der Stadt
werde dem Einzelhandel die denkbar weiteſte Unterſtützung zuteil, da
ein geſunder Einzelhandel allen Kreiſen zugute komme. Zu welchem
Grade der Leiſtungsfähigkeit es der Einzelhandel, insbeſondere auf dem
Gebiete des Lebensmittelweſens und der dazu gehörigen Zweige gebracht
habe, möge dieſe Handelsſchau zeigen, der er vollen Erfolg wünſche, und
die er hiermit für eröffnet erkläre. Unter Führung der Ausſchuß=
leitung
fand nun eine
Beſichtigung der Handelsſchau
ſtatt. Die Beſchickung der diesjährigen Schau iſt trotz der ſchweren Kri=
ſenjahre
noch ſtärker als die letzte vor etwa zweieinhalb Jahren. Weit
über 100 Ausſteller haben in ihren Ständen die von ihnen geführten
Waren in geſchmackvoller, überſichtlicher Weiſe ausgeſtellt und beſon=
deren
Wert auf geſchicktes Arrangement nach künſtleriſchen Geſichtspunk=
ten
gelegt. Es iſt im Hinblick auf die ausnahmslos gute Ausſtellung
nicht angängig, eine Einzelfirma namentlich hervorzuheben, obwohl es

an originellen und beſonders auffallenden Arrangements bei dieſer
Ausſtellung nicht mangelt. Alle Firmen haben es aber und dies Lob
kann uneingeſchränkt ausgeſprochen werden verſtanden, ſich in den
allgemeinen vornehmen und gediegenen Rahmen der Schau einzupaſſen.
Reiche und geſchmackvolle Sammelſtände haben die Drogiſtengemein=
ſchaft
, die Intereſſengemeinſchaft des Lebensmittel=Einzelhandels (Jgeda)
und die Heſſiſche Landwirtſchaftskammer, in deren Stand der Verbrauch
deutſcher Produkte beſonders propagiert wird, und in den ausgeſtellten
deutſchen Qualitätsprodukten die fortſchreitende Standardiſierung und
Typiſierung veranſchaulicht wird. An der Schau beteiligen ſich
teilweiſe in ſehr großzügiger Aufmachung folgende Firmen:
H. Neurohr, Haushalt= und Kücheneinrichtungen, Darmſtadt; Wrig=
leh
, A.G. Frankfurt a. M., Mouſonſtraße 17: Siegel u. Cie., Chem.
Fabrik, Köln=Braunsfeld; Neederlandſche Koffie=Exp.=A. G., Frankfurt
a. M., Mendelſohnſtr. 50; Singer=Nähmaſchinen A.G., Darmſtadt;
Paul Gerhardt, Kunſtgewerbliche Werkſtätten, Frankfurt a. M.; Fritz
Kammerich, Univerſal=Küchenmaſchinen, Neidenfels; Saxonia=Werk,
Schwarzenberg i. Sa.; Guſtav Schild, Breslau; Otto Wendlinger,
Neuheiten=Vertrieb, München; Wilh. Bonn, Gasanzünder Waſſerſtrahl=
regler
, Waſſerbrauſen, Kaſſel=Wilh.; Karl Wunderlich, Plakate, Preis=
tafeln
, Berlin N. 6 55, Winsſtraße 58; Kaffee=Handels=A. G., Bremen;
O. Darmſtädter, Motorrad=Spezialhaus, Darmſtadt, Heinheimerſtr. 86;
Willy Friedrich, Vertrieb von Patent=Neuheiten, Borna bei Pirna;
C. A. Stützer Nachf., Tapeten= und Linoleumhaus, Tekko=Salubra,
Darmſtadt; Enameline=Werke, Frankfurt a. M.; Stoltenkamp G.m.b.H.,
Weinbrennerei und Likörfabrik, Darmſtadt; Citrovin=Fabrik, G.m.b.H.,
Frankfurt a. M.; Städtiſches Gaswerk Darmſtadt; Heſſiſche Eiſen=
bahn
=Aktien=Geſellſchaft (Heag) Darmſtadt; Sunlicht=Geſellſchaft A.G.,
Mannheim=Rheinau; Puddingfabriken Syſtem A. J. Polak A. G.,
Weener (Oſtfriesland); Nation.=Regiſtrier=Kaſſen=G.m.b.H., Berlin= Neu=
kölln
; Erſte Badiſche Teigwarenfabrik. W. Henſel, G.m.b.H., Wein=
heim
; Petzold u. Aulhorn, Pea Schokoladen und Pralinen, Dresden;
R. Seelig u. Hille, Teekanne, Dresden; Gebr. Müller, Holzwarenfabr.,
Iſſum (Rhld.) Deutſche Aktiengeſellſchaft für Neſtle=Erzeugniſſe, Ber=
lin
W. 57; Schüle=Hohenlohe A.G., Teigwarenfabrik, Plüderhauſen;
Heſſiſche Malzkaffeefabrik, Wilhelm Fertſch u. Co., Kom.=Geſellſchaft,
Friedberg Vertreter: Stein u. Co. Darmſtadt, Georgenſtr. 9 Fernruf
252; Norddeutſches Honig= und Wachswerk, G.m.b.H., Viſſelhövede;
Molkereiwaren G.m.b.H., Waren; Eduard Wedde, Handelsvertreter,
Darmſtadt, Saalbauſtraße 32 (Tel. 927) Erzeugniſſe der Firmen:
Heine u. Co., A. G., Halberſtadt, Landauer u. Macholl, Heilbronn;
F. Reindl, Wiener Kunſtgewerbe= und Moſaikſchmuck=Export, Düſſeldorf;
Teigwaren= und Zwiebackfabriken A. G., Bad Homburg v. d. H. Ver=
treter
: Stein u. Co., Darmſtadt; Kathreiner G.m.b.H., Berlin; Kant=
Schokoladenfabrik A. G., Wittenberg (Bez. Halle); Henkel u. Cie., A. G.,
Düſſeldorf; J. T. Ronnefeldt, Tee=Einfuhr, Frankfurt a. M.; Der
Fach=Drogiſt Ihr Berater; Maggi=Geſellſchaft m.b.H., Berlin;
Schmidt u. Merker, Süßwaren und Kaffee en gros, Griesheim b. D.3
Dr. C. Moreinek, Niedevſchleſiſche Geräte=Induſtrie und Maſchinenfabr.,
Breslau 9; H. A. Köſter, Käſe= und Aufſchnittmaſchinen, Hagen i. W.;
Otto E. Weber, G.m.b.H., Radebeul=Dresden; Dr. A. Oetker, Nähr=
mittelfabrik
, Bielefeld; Bad=Nauheimer Staatsquellen=Vertrieb, Bad=
Nauheim: Etewa, Eierteigwarenfabrik G.mb.H., Gießen; Beſt u.
Rüchtern, Ladeneinrichtungen, Pfungſtadt; Jgeda, Der Zuſammen=
ſchluß
des Lebensmittel=Einzelhandels Schwaben=Nudel=Werke B.
Birkel Söhne, Eierteigwarenfabrik, Endersbach bei Stuttgart; Goldina
A. G., Schokoladenfabrik, Bremen; Auguſt Jakobi A.G., Abteilung
Burnus, Darmſtadt: Ludwig Röth, Stahlwaren Darmſtadt; Helvetia,
Konſervenfabrk A. G., Groß=Gerau; Glücksklee=Milchgeſellſchaft m.b. H.,
Hamburg; Vereinigte Wachswarenfabriken A. G., Ditzingen; Siegfried=
Brunnen, Siegfried Wechsler, Vilbel; Simon Mayer, Großhandels=
Vertretungen, Darmſtadt, Riedeſelſtraße 23 (Fernruf 567), Erzeugniſſe
der Firmen: H. Hildebrand u. Söhne K.G., Phönix=Weizen= Hart=
gries
= und Graupen=Mühle, Mannheim=Induſtriehafen. Bergiſches Kraft=
futterwerk
G.m.b. H., Muskator‟ Düſſeldorf. Philipp L. Fauth, G.m.. H., Speiſeöl= und Speiſefett=Fabriken, Wiesbaden. Michael Bechthold,
Obſtproduktenfabrik Mibelo, Lorſch i. H.; Gebr. Adler, G.m.b. H.,
Kaffee=Großhandlung, Darmſtadt; Heſſiſche Landwirtſchaftskammer
Darmſtadt: Erzeugniſſe der deutſchen Landwirtſchaft, Margarine=
Verkaufs=Union, G.m.b.H., Goch; Speher u. Grund, G.m.b.H., Frank=
furt
a. M.; Seelberg, Keks= und Waffelfabrik, G.m.b. H., Mannheim;
Liebig=Geſellſchaft m.b. H., Köln; Hch. Walter, Agenturen, Darmſtadt,
Heinrichſtraße 152, Erzeugniſſe der Firmen B. Sprengel u. Co., Han=
nover
, Steigerwald A.G. Likör= und Weinbrandbrennerei, Heilbronn
a. N., A. Müller u. Co., Vivil=Pfefferminz, Offenburg i. B.; C. J. van
Houten u. Zoon, Krefeld; H. u. E Sichel, Kaffee=Import Frankfurt
a. M.; Hch. Franck Söhne, G.m.b. H., Ludwigsburg; Konſervenfabrik
Joh. Braun A.G., Pfeddersheim; Willke u Co., Butter=, Eier=, Käſe=
und Fettwaren=Großhandel, Darmſtadt: C. H. Knorr A. G., Nährmittel=
fabrik
, Heilbronn a. N., Mondamin G.m.b.H., Nährmittelfabrik, Ber=
lin
; Odenwälder Käſekonſervenfabrik G.mb.H. Neuſtadt i. O.; Willy
Harfſt u. Co., Hamburg 1, Chilehaus; Quieta=Werke G.m.b. H., Leipzig
C. 1: Südweſtdeutſche Molkerei=Zentrale, e,G.m.b.H.. Darmſtadt;
Werner u. Mertz A.G., Erdal=Werke, Mainz; J. F. Menzer, Wein=
kellerei
, Neckargemünd; Pasquah=Werke, Zuckerwarenfobrik, Griesheim
b. D.; Gg. Fr. Diehl, Agenturen, Darmſtadt, Heinrichſtraße 93 Er=
zeugniſſe
der Firmen Konſervenfabrik W. Maſeberg, Braunſchweig, und
Franz Zwick, Käſefabrik, Kellmünz; Heus, Friedr., Kaffee=Großhandl.,
Darmſtadt, und ferner verſchiedene Neuheitenvertriebsſtände.
An den Rundgang ſchloß ſich ein kleines gemeinſchaftliches Früh=
ſtück
, bei dem Oberregierungsrat Haberkorn Gelegenheit nahm, im
Namen der von ihm vertretenen Behörden und zugleich auch im Namen
der übrigen geladenen Gäſte für die Einladung zu danken. Trotz der
ſchwierigen Lage habe der Lebensmittel=Einzelhandel eine Schau zu=
ſtande
gebracht, die ſich ſehen laſſen könne. Die heutige Handelsſchau
könne er mit den früheren, von ihm beſuchten, vergleichen, und müſſe
feſtſtellen, daß die diesjährige weſentlich größer und reichhaltiger und in
ihrer Zuſammenſtellung ausgezeichnet ſei. Er wünſche der Schau vollen
Erfolg.
Um 1 Uhr wurde die Schau zur Beſichtigung freigegeben, deren
Beſuch bereits am erſten Tage ſehr ſtark war.
*
Geſtern entfielen auf die Eintrittskarten folgende Prä=
mien
: Nr. 183 ein Miele=Fahrrad, ein Jgeda=Gutſchein zu 10 RM.
auf die Nummern 15 301, 240, 15 316, 208 und 15 298, ein Igeda= Gut=
ſchein
zu 5 Mk. auf die Nummern 70, 15 306 und 177.

Enuch

Ein versönlicher Plan
für die Bildung von Vermögen.
1
Der sicherste Weg zur Bildung eines Vermögens für die
verschiedensten Zwecke ist die Lebensversicherung. Sie
2
haben aber nur dann den größten Nutzen davon, wenn
Sie Art und Form der Lebensversicherung zweck-
mäßig
wählen. Wollen Sie also wissen, welches die
richtige Lebensversicherung für Ihr Alter, für Ihr
Einkommen, für Ihre sonstigen Verhältnisse und Wünsche
ist, dann lassen Sie sich einen persönlichen Plan ausarbeiten.

Fragen Sie einen Versicherungs-Fachmann!

[ ][  ][ ]

Seite 6

Sonntag, den 11. Mai 1930

Welkmeiſterſchaften der Studenken.
Die finniſchen Sportleute in Darmſtadt.
Das Sekretariat des finniſchen National=Studentenverbandes
teilt in einem Schreiben mit, daß das Intereſſe an der Beſchickung
der Weltmeiſterſchaften der Studenten, die in der Zeit vom 1. bis
10. Auguſt 1930 in Darmſtadt ſtattfinden, außerordentlich groß ſei
und daß Finnland beabſichtige, ſobald gewiſſe finanzielle Vorſätze
erfüllt ſeien, mit einer Mannſchaft zu kommen, die ſich zuſammen=
ſetzt
aus:
810 Leichtathleten,
24 Schwimmern,
12 Fechtern.
Finnland ſtellt gerade auf dem Gebiete der Leichtathletik, die
allerbeſten Kräfte und iſt eine der führenden Sportnationen der
Erde. Mit dem Start der finniſchen Nationalmannſchaft würden
die Weltmeiſterſchaften der Studenten von ganz überragender
ſportlicher Bedeutung ſein.
Fußballturnier.
Der bekannte und beliebte Fußballſchiedsrichter Dr. Bau=
wens
=Köln hat ſich bereit erklärt, anläßlich der Weltmeiſter=
ſchaften
der Studenten, die vom
10. Auguſt in Darmſtadt ſtatt=
inden
, einen Teil der Fußballſpiele als Schiedsrichter zu leiten.
Außerdem hat ſich der ſportfreudige Doktor auch für andere
Kampfrichterpoſten zur Verfügung geſtellt.

Der Kraftfahrer muß Beſcheid wiſſen.
Es gibt tauſende Dinge, die der Automobiliſt oder Motor=
radfahrer
nicht immer im Kopf haben kann, und die zu wiſſen
ſehr notwendig und nützlich iſt. Als zuverläſſiges Nachſchlage=
werk
in dieſem Sinne hat ſich ſeit Jahren das Continental= Hand=
buch
bewährt. Die Ausgabe 1930 dieſes Buches iſt jetzt erſchienen.
Wieder hat das Continental=Handbuch wertvolle Verbeſſerungen
und Erweiterungen erfahren. Eine beſonders nützliche Neuerung
iſt das jetzt im Handbuch enthaltene Lexikon des Kraftverkehrs=
rechts
, das von dem Vizepräſidenten des A. D.A. C., Rechtsanwalt
Fulle, bearbeitet wurde. Hier findet man unter alphabetiſch ge=
ordneten
Stichworten alle wichtigen Punkte des Kraftverkehrs=
rechts
klar und ſachverſtändig erläutert. Neben dem Handbuch
ſollte ſich jeder Kraftfahrer auch die anderen Continental= Reiſe=
führer
zulegen. Da iſt zunächſt die handliche Continental=
Straßenkarte in 54 einzelnen käuflichen Sektionsblättern. Dieſe
Kartenblätter (1:300 000 ſind fünffarbig klar und überſichtlich
gedruckt, praktiſch gefalzt und mit Kartonumſchlag verſehen. Es
gibt ferner den Continental=Atlas von Deutſchland mit 53 farbi=
gen
Karten 1:500 000 und 100 Stadtplänen. Der Continental=
Atlas von Deutſchland und Nachbarſtaaten enthält 46 Hauptkarten
im Maßſtab 1:1 000 000 und 19 Sonderkarten 1:300 000 Auch ein
Continental=Atlas von Polen iſt erſchienen. Er enthält 20 Kar=
ten
1:1000 000. Alle Continental=Reiſeführer ſind käuflich in
Buch=, Automobil= und Fahrradhandlungen.

Bucherstube Alfred Bodenheimer
VI. Abend 1929/30
BERNHARD MINERHI
(7716)
vom Landestheater
vezitiert und liest (u. a. Goethe, Rilke, Brecht)
am Montag, den 19. Mai, in der Traube‟. Karten zu 2.50 u. 1.20

Heſſiſches Landestheater. Die Inhaber der Hauptmieten B und D
werden darauf aufmerkſam gemacht, daß in der kommenden Woche aus
ſpielplantechniſchen Gründen ein Tauſch der Tage vorgenommen werden
muß, derart, daß die nächſte Vorſtellung der Miete D Mittwoch, den 14.
Mai (Zu ebener Erde und im erſten Stock), die nächſte Vorſtellung
der Miete B Freitag, den 16. Mai (Rivalen) ſtattfindet.
Neſtroy=Erſtaufführung im Großen Haus. Heute, Sonntag, ge=
langt
Neſtroys Volksſtück mit Geſang Zu ebener Erde und im
erſten Stock in der Inſzenierung von Renato Mordo (Bühnenbild:
Lothar Schenck von Trapp) zum erſten Male zur Aufführung. In den
Hauptrollen: Pfaudler, Hinz, Keßler, Wigand, Baumeiſter, Knott, Nürn=
berger
, Hoffart, Conradi, Maletzki. Muſikaliſche Leitung: Fritz Bohne.
Die erſte Wiederholung findet Mittwoch, den 14. Mai, ſtatt.
Die Heſſiſche Spielgemeinſchaft bringt heute, Sonntag, im Kleinen
Haus Niebergalls beliebte Lokalpoſſe Der Datterich zum 20. Male
zur Aufführung. Ferner wiederholt die Heſſiſche Spielgemeinſchaft
Donnerstag, den 15. Mai, im Kleinen Haus den erfolgreich wieder aufge=
Beide Vorſtellungen finden zu ganz
nommenen Lumbeawend
kleinen Preiſen (0,50 bis 2,50 RM.) ſtatt.
Sternheims Komödie Die Kaſſette, deren Aufführungen in=
folge
Erkrankungen Bernhard Minettis ausgeſetzt werden mußten, wird
Dienstag, den 13. Mai, wieder in den Spielplan des Kleinen Hauſes auſ=
genommen
.

Zur Sonderausftellung in den Geſchäften
Louis Noack, Ernſt Olichſch und Hermann Roſenkhal
von der Mar Roesler Feinſteingutfabrik A. G.

Großes Haus Kleines Haus Sonntag;
11. Mai 14.3017.30 Uhr
Der fliegende Holländer
Heſſenlandmiete 1 12
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Preiſe 1.0010.00 Mk.
2022.30 Uhr
Zu ebener Erde und
im erſten Stochk
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Preiſe 1.0010,00 Mk. 19.3022.00
Der Datterich
Außer Miete
Preiſe 0.502,50 Montag,
12. Mai Keine Vorſtellung Keine Vorſtellung Dienstag,
13. Mai Keine Vorſtellung 2022.30 Uhr
Die Kaſſette
Zuſatzmiete I
Preiſe 1.507.50 Mk. Mittwoch,
14. Mai 2022.30 Uhr
Zu ebener Erde und
im erſten Stock
D 24
Preiſe 110 Mk. 2022.30 Uhr
Die Pilger von Mekka
F11, Gruppe 1 u. 2
Darmſt. Volksb. T, Gr. 3
Preiſe 1.507.50 Mk. Donnerstag,
15. Mai 20,0022.30 Uhr
Tiefland
C 23, M5, Gruppe 14
(Darmſtädter Volksbühne)
Preiſe 1.0010,00 Mk. 2022.30 Uhr
Der Lumbeawend
oder Mann is Mann
Preiſe 0.502,50 Mk. Freitag;
16. Mai 2022.30 Uhr
Rivalen
B 22
Preiſe 1.0010.00 Mk. 2022.30 Uhr
Dreimal Offenbach
3 komiſche Operetten von
Jaques Offenbach
G15Darmſt. Volksb. Gr.1 u. 2
T, Gruppe 4
Preiſe 1.507.50 Samstag,
17. Mai 19.3022 Uhr
Zu ebener Erde und im
erſten Stock
L 24, T, Gr. 1 u. 2
Preiſe 1.0010.00 Mk. 2022.30 Uhr
Die Pilger von Mekka
G 15, Darmſt. Volksb.
Gruppe 3 u. 4 T, Gruppe5
Preiſe 1.507.50 Sonntag;
18. Mai 18.3022 Uhr
Tannhäuſer
E 24, T, Gruppe 7 und 8
Preiſe 1.2012.00 2022.30 Uhr
Der Kaiſer von Amerika
Zuſatzmiete IV 11
T, Gr. 6
Preiſe 1.206.00 Mk.

von jedem Menſchen, der Anſpruch auf Kultur erhebt, eine zu
ihm paſſende Hauslichkeit. Die Keramik hat ſich in den letzten
Jahren immer mehr entwickelt, immer mehr in Form und Aus=
arbeitung
vervollkommnet, und der moderne Menſch hat zu ihr
näheren Zugang gewonnen.
Die Max Roesler Feinſteingutfabrik A. G., ehemalige Groß=
herzögliche
Keramiſche Manufaktur, veranſtaltet ab heute eine
Ausſtellung, bei der ſie uns einen Ueberblick ihrer Erzeugniſſe
gewährt. Die Ausſtellung wird in den drei Hauptgeſchäften
Louis Noack, Ernſt Olitzſch und Hermann Roſenthal ſtattfinden
und dürfte von größtem Intereſſe für die Darmſtädter Einwohner
ſein. Jeder Kaſſe, der kleinſten wie, der größten, iſt Rechnung
getragen und ſomit jedem Gelegenheit gegeben, ſich und anderen
eine Freude zu bereiten.
Viele Künſtler, hieſige und auswärtige, haben ihre Entwürfe
zur Herſtellung von Luxus= und Gebrauchsartikeln gegeben
verſchieden, daß auch für den verwöhnteſten Geſchmack etwas Paſ=
ſendes
zu finden iſt. Die aparten Schaufenſterdekorationen ſind
von einem hieſigen Künſtler entworfen, ſehr gut und geſchmackvoll
ausgeführt. Deshalb verſäume man nicht die Gelegenheit, einen
Gang durch die Stadt zu machen, ſich die betreffenden Schau=
fenſter
, von denen ein jedes andere Artikel und andere Dekoration
zeigt, anzuſehen.
Darmſtadt, als Landeshauptſtadt Heſſens, kann mit Recht ſtolz
auf das Werk Max Roesler Feinſteingutfabrik A. G. ſein.
Im Jahre 1906 wurde von Profeſſor Scharvogel im Auftrage
des Großherzogs die hieſige Großherzögliche Keramiſche Manu=
faktur
errichtet. Es wurden Baukeramik, Terrakotta, Kunſt=
töpferei
und Wandplatten hergeſtellt. Nach dem Kriege wurde
das Unternehmen verpachtet und gewöhnlichſtes Steingut erzeugt,
1920 kaufte das Unternehmen die älteſte Volkſtädter Porzellan=
fabrik
A.G., baute den Betrieb zum Teil um und befaßte ſich
mit der Herſtellung von kunſtgewerblichem Steingut. Seit dem
Jahre 1923 iſt das geſamte Werk in den Händen der Max Roesler
Feinſteingutfabrik A. G. (der Hauptſitz der Geſellſchaft iſt in Rodach
bei Koburg) Die jetzige Beſitzerin der Fabrik baute das Werk
ganz erheblich aus, indem ein neues Brennhaus mit drei großen
Rundöfen und eine neue Maſſemühle geſchaffen und alle übrigen
Räume zweckmäßig und rationell umgeſtaltet wurden. Zunachſt
fabrizierte man das in der ganzen Welt bekannte Roesler= Stein=
gut
, das härteſte und edelſte Steingutmaterial, das der keramiſche
Markt aufzuweiſen hat. Seit 1½ Jahren iſt das Werk Darmſtadt
mit größtem Erfolg bemüht, rein künſtleriſche und kunſtgewerbliche
Erzeugniſſe herzuſtellen in Geſtalt von Zier= und Gebrauchsgegen=
ſtänden
mit mannigfachen bunten Glaſuren und Dekoren, gan=
ſpeziell
Unterglaſurmalereien. In großem Umfang werden Figu=
ren
in beſter Fayence, weiß und bunt, von namhafteſten Künſt=
lern
hergeſtellt.
Die Fabrik kann jederzeit beſichtigt werden.
Hilde Stade.
.. und einer teilt dem andern mit:
Vor Mottenplage schützt TIMIT.
(Seit Jahrzehnten bekannt als Dr. Weinreichs Mottenäthei)
Autoliſten. Soeben iſt Autoliſte Nr. 38 erſchienen. Diefe ver=
zeichnet
alle Meldungen (Ab= und Zugänge) von Kraftfahr=
zeugen
jeder Art in den 18 Kreiſen des Volksſtaates
Heſſen (Kennzeichen V8, VR, VO) für die Zeit vom 16. bis
30. April 1930. Die Autoliſten enthalten die Angaben in derſelben
Reihenfolge wie die Hauptausgabe: Name, Beruf, Wohnort des Kraft=
fahrzeugbeſitzers
, Type, Motornummer, Hubraum in cem (und PS), Art
des Fahrzeugs. Fabrikneue Wagen ſind durch X kenntlich gemacht. Die
Meldungen ſind geordnet nach den drei Provinzen (VS, VR, VO) und
Kreiſen, und innerhalb dieſer nach Polizeierkennungsnummern. Abge=
meldete
Wagen werden beſonders geführt. Die Autoliſten ſind eine
wichtige Ergänzung des Auto=Adreßbuches (Adreßbuch der Kraft=
fahrzeugbeſitzer
im Volksſtaat Heſſen), Ausgabe 1929, und unentbehr=
lich
, weil ſie laufend neueſtes Adreſſenmaterial liefern.
Sie erſcheinen alle 14 Tage, alſo monatlich zwei Liſten. Die am 10.
eines Monats ausgegebene Liſte enthält die Meldungen vom 16. bis
30. (31.) des voraufgegangenen Monats, und die am 25. eines Monats
ausgegebene Liſte die Meldungen vom 1. bis 15. des gleichen Monats.
Wegen des Bezugspreiſes vgl. Anzeige! Anfragen richte man
an den zuſtändigen Verlag, L. C. Wittich in Darmſtadt.
Hohten Sie darauf, Was in der Welt vorgehl.
Hören Sie es mit einem RHD1O-HPPHRHT von
7239a BOSSLER, Ernst Ludwigstraße 14.
Der Bund der Reichsbahn=Inſektoren und =Amtmänner,
Bezirk Mainz, hielt im großen Saale des Rummelbräus zu
Darmſtadt ſeinen Bezirkstag ab. Ueber 100 Amtsbrüder aus dem
Reichsbahndirektionsbezirk Mainz waren hierzu nach. Darmſtadt
gekommen. Reichsbahnoberinſpektor Gliß begrüßte die Kollegen,
inſonderheit den als Gaſt erſchienenen 1. Vorſitzenden des Kar=
tells
Heſſen vom Deutſchen Beamtenbund, Herrn Dr. Claß. Der
Bezirksvorſitzende, Reichsbahnoberinſpektor Krimmel, hob in
ſeinem Geſchäftsbericht die allgemeine ſchlechte Wirtſchaftslage,
ganz beſonders aber die ſchweren Laſten der Reichsbahn hervor
die der Youngplan ihr auferlegt habe. Reichsbahninſpektor Keil
hielt einen ſehr intereſſanten Vortrag über Rationaliſierung bei
der Eiſenbahn, inſonderheit über Vereinfachung im Güterabferti=
gungsdienſt
. Die Ausführungen des Herrn Keil wurden durch
großen Beifall belohnt. Drei Kollegen, Reichsbahnoberinſpektor
Gliß, Degen und Schleifer, wurde für ihre 10jährige Tätigkeit im
Vorſtand beſondere Ehrung zuteil. Nach Beendigung des geſchäft=
lichen
Teils fand aus Anlaß des 10. Bundestages eine kleine Fa=
milienfeier
ſtatt. Hierbei führte Herr Kollege Reichsbahnober=
inſpektor
Henze einige Abteilungen des Reichsbahn=Turn= und
Sportvereins vor, die ſämtlich muſtergültige Uebungen aus=
führten
. Zwiſchendurch kamen Geſangseinlagen und Klavier=
vorträge
zu Gehör.

Entrnpal, geu, gosch, das seit Jahren bewährte biolo- A
ische Haarstärkungswasser führt den geschwächten

Haarwurzeln die verbrauchten Pigmente (Farbstoffe) zu,
sodaß graue Haare und Nachwuchs auf natürliche n
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Hausfrauenbund. Die Feier zur Ehrung langjähriger Hausange=
ſtellten
aus den Kreiſen unſerer Mitglieder findet Dienstag, den 13.
Mai, um 16 Uhr, im Gartenſaal des Saalbaues ſtatt, wozu wir unſere
Mitglieder herzlich einladen.
Wohltätigkeitskonzert. Am Dienstag, den 13. Mai, wird
im Konkordiaſaal, Waldſtraße 33, abends 8 Uhr, eine Wohltätigkeitsver=
anſtaltung
zum Beſten der ehrw. Franziskanerinnen der St. Fidelis=
pfarrei
ſtattfinden. Der Beſuch des Abends dürfte ſich deshalb beſonders
lohnen, da die gütige Mitwirkung von geſchätzten Künſtlern zugeſagt
wurde. Die Namen der Herren Kammermuſiker Fricke, Kehr, Siebert,
Wiſchert und Zimolong vom Landestheaterorcheſter, ſowie die Konzert=
ſänger
Müller und Gruß bürgen für einen beſonderen Genuß. Ferner
wird der Kath. Kirchenchor Cäcilia der St. Fidelispfarrei 5 religiöſe
Männerchöre und 2 gemiſchte Chöre (mit Knaben) etwa 100 Sänger
unter Leitung ſeines Chordirigenten Wilhelm Leyerer vortragen. (Siehe
heutige Anzeige.
Promenadenkonzert. Am Sonntag, den 11. Mai, von 1112 Uhr,
ſpielt anläßlich des Muttertages das Stadtorcheſter unter Leitung ſeines
Kapellmeiſters W. Schlupp im Herrngarten (Pergola) nach folgendem
Programm: 1. Ferdinand von Braunſchweig, Armeemarſch; 2. Onver=
türe
zur Oper Martha von Flotow; 3. Wo die Zitronen blühn
Walzer von Strauß; 4. Polonaife A=Dur von Chopin; 5. Ein Immor=
tellen
=Kranz auf Lortzings Grab, von Roſenkranz; 6. Alexander=Marſch
von Carl.

Schwurgericht.
Aw. Eine Meineidsſache, die ſich aus ein
wickelt hatte, beſchäftigte am Samstag das Schwurger
verheirateter, unvorbeſtrafter Kellner aus Offenbach
Kollegen und einem Kraftwagenführer eine Nacht in
gezecht. Gegen Morgen fuhr man nach Hauſe, und i.
Straße in Offenbach wurde der Kraftwagenführer von
poſten angehalten, weil ſein Fahrtrichtungszeiger
während er geradeaus fuhr. Der Chauffeur erhielt
über 20 Mark, wogegen er Einſpruch erhob. Am 8. 9
Sache vor dem Amtsgericht in Offenbach zur Verhan
Angeklagte als Zeuge unter Eid erklärte, daß der Fa
ger grade geſtanden habe. Trotzdem inzwiſchen feſta
der Anzeiger links ſeitwärts geſtellt war und trotz
haltungen blieb er bei ſeiner Behauptung. Das Be
Offenbach ſollte am 31. März 1930 wegen fahrläſſiger
ihn verhandeln. Es erklärte ſich aber für unzuſtändi
wiſſentlicher Meineid vorliege, und verwies die Ang
Schwurgericht. Auch hier blieb der Angeklagte in
handlung bei ſeiner Behauptung, d. h., er ſchränkte ſi
er angab, er habe geglaubt, der ganze Arm, an dem
iſt, müſſe ſich bewegen. Da das offenſichtlich eine töri
beantragte der Vertreter der Staatsanwaltſchaft ein
und die üblichen Nebenſtrafen. Trotzdem verurteilte
den Angeklagten nur wegen fahrläſſigen Falſcheides
Gefängnis. Es wurde ihm dabei zugute gehalten, da
fahrt von Frankfurt nicht ganz nüchtern geweſen ſe
Amtsgerichtsverhandlung unter den Folgen des 9
habe, denn er hatte am Tage vorher ein Familienfeſt

MAMtes Beite
un A lnisiche Ver
ſtüinen 2. Kus.
Eug Liestenlose
ldseliog
EaM Ma

Aa n

onuette 80.

til, mit Kei
40. 45
va=Kapol
ſtig . 85.

an.
ntigung jede
ie innerh. ei

Staat und Sozialpolitik. Ueber dieſes Theme g 11Mlch B2
ſchaftsbund der Angeſtellten ein Vortragsaben
lan
über Staat und Sozialpolitik berichten, dann muf
Sozialpolitik bedeutet ſagte der Geſchäftsführer H FAkaung
Er ging von dem Gedanken aus, daß Sozialpolitik da Krd
Aivsbez. 40.
ein Volk Höchſtleiſtungen vollbringen kann. Um die mrd Drelbez, 48.
das Volk anerkennen, daß auch das geringſte Leben
Bez, 50. Er zeigte nun die geſchichtliche Entwicklung fo
in. 60.
Von dem unbedingten Herrſcherwillen ausgehend, ze ru
65.
zunſtſe
ſtungen unter dieſem Willen vollbracht wurden. Ob
mot
grunde ging, wurde nicht beachtet. Trotzdem ſind die FEl
gegangen, weil in der Not ein Verſagen eintrat.
Mean
andere Wege ein. In der Not gab man dem Volke
zu Höchſtleiſtungen anzuſpornen. Je weiter die Ent
uir=Plüſch 95.
deſto mehr entwickelte ſich der Gedanke der Sozialpol
nis drang immer mehr durch, daß man auch das e
iiedee
leben ſchützen müſſe. Die Leiſtungen der Sozialpoliti ſFE
atrahen
werden, wenn man prüft, was trotz Not geſchaffen u
ter nationaler Not iſt es unter ſchwierigen Kämpfe l
den Aufbau vorzunehmen und die ſchweren Kriſ
Dieſe Erkenntnis führt aber dazu, daß ein Staat, wil St
Sozialpolitik treiben muß. Wenn der G.D.A. desha
in den Vordergrund ſtelle, ſo will er damit Dienſ
Der zweite Redner, Diplom=Handelslehrer Arra f
onr
philoſophiſche Betrachtung über Sozialpolitik. Unte ſr
Erſcheinungsformen des eigenen Daſeins und auf d umemt
eigenen Lebens entwickelte der Redner, daß der Sta
Malrahen
unbedingt braucht. Der Staat iſt ſeiner Idee nach
Die Menſchen ſind organiſch, ſchickſalshaft miteinand / b
Einzelne und die Gemeinſchaft ſtehen ſelbſtändig ur

nebeneinander. Darum hat auch der Staat die Pf
des Einzelnen zu ſorgen. Herr Joſt dankte -eyunden von 14.
erſten Vorſitzenden den beiden Rednern für ihre Aus Faig /m. la Materia=
darauf
hin, daß die große Aufmerkſamkeit und der r 8Bl ſchonordockft
ideetwrdeil
habe, daß man mit den Rednern einig gehe.
Pflanzen und Tiere als Helfer des kranken W kn M000 an.
arft
anlaſſung des Vereins zur Förderung biologiſcher He /
Mue Detriel
in der Techniſchen Hochſchule ein Dr. Madaus=Film e
Heerwagen
H. Ahne, in deſſen Händen auch die Aufnahmeleit
Ichior
einen inſtruktiven Begleitvortrag hielt. Der Film n
film= und wiſſenſchaftlichen Abteilung der Dr. Made ſr eA wochen9.10.
angefertigt, und zeigte in vier Teilen Pflanzen ur Erzuſauger, fne
Grundſtoffe der Arzneimittel entnommen werden. Ec/Pſt elektriſe
auf der Leinwand große Kulturanlagen, in denen
z.
werden, die zur Befchaffung der Arzneiſtoffe benöt
lenſtein
ſondere wurden die Schwierigkeiten veranſchaulicht,
der Rohſtoffe zu überwinden ſind, was nur durch e
niſche Behandlung der Pflanzen erreicht wird; fer
ſpielen die geeignetſte Sammelzeit ſolcher Arzneipfl
der arzneiſtoffreichſten Teile im Bilde vorgeführt.
meit Roede=
Bildſtreifens führte die Zuſchauer als Teilnehmer ei ſooh0
vertauft

kurſion in Feld, Wald und Wieſe, an ſtehende und
äd.
und überall wurde auf die Pflanzen und ihren K44M 7 5.1. Stock
wieſen und das Sammeln der pflanzlichen Produkte Eor
Uuß
erklärt. Ein weiterer Filmteil brachte dann die FMhu, Holl
Hochgebirges, und die Tiere, Schlangen, Kröten u
ranten. Das Gewinnen der Arzneimittel, nament! / yſt Lragkraft
wagen z. v
Schlangen, erfordert große Vorſicht und fachkundig En
Eeſt. 1,
letzten Filmabſchnitt, der wohl mit der intereſſanteſt
V
ſchließung der Heilkräfte der Rohſtoffe durch moder
De Häiche
mittel, und mit Hilfe ſchematiſcher Bilddarſtellun Kfd gäſe zu ha=
gewonnenen
Pflanzen= und Tierheilſtoffe gezeigt.
wird durch ſinnreiche Einrichtungen unendlich fein ſ iimn Aolter, Luiſen
FeM. 3.
dann, nach der Bearbeitung, in ganz kleinen Doſei
führt, bei ſchweren Krankheiten Linderung und Hei
der Giftſtoffe in verſchieden ſtarker Doſierung war i.
Atlddleu
mentalaufnahmen, z. B. mit einem Froſchherzen, 1 ,
Die Aufnahmereihe dieſes letzten Filmteils in de
Dut erhal
Madaus u. Co. verbindet mit der Veranſchaulichung ſano4 Ehlaſzmm
bereitungsart homöopathiſcher Arzneimittel in den ſa0
ie
en Rcht
Aufnahmen zugleich auch eine kleine Belehrung 1./ ſol 3 f. 30
chemiſchen Grundgeſetze, die bei der Arzneibereitung
ſpielen. Zum Schluſſe werden noch einige Filmbili /e*
ſtadt des Begründers der Homöpathie, Dr. Hahn
7.
Dresden, dem Sitz der Madauswerke, und von ande .
Weita
pathie verbundenen Städten (oder Erzeugniſſen) ge
ſammenſtellung iſt ſehr geſchickt ausgearbeitet; in
Peger
Lebendigkeit war er ſelbſt für Laien trotz der in 2
Traiſ
Materie leicht verſtändlich und belehrend und beg
enſtr
zahlreichen Zuſchauern lebhaftem Intereſſe.
Aerztlicher Sonntagsdienſt. Iſt wegen Eiſ
der
kung ärztliche Hilfe erforderlich, ſo iſt ſtets zur
hl.
zu rufen. Wenn dieſer nicht erreichbar iſt, dan!
den 11. Mai 1930, folgende Aerzte zu deſſen
Dr. med. Andres, Rheinſtraße 33, Telephl 2
O. Gros, Heinrichſtraße 49, Telephon 201:
mann, Stiftsſtraße 7, Telephon 1978.
ine Ait=
Lokale Veranſtaltungen
Mneitze
Im Hotel Prinz Heinrich findet heu O
*,
Konzert mit Tanz ſtatt.
Gan
Briefkaſten.

u9h vt. r.
Muferieſſel mi
1. Feuerung

Rechtslage 4321. Wenden Sie ſich an die

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nehmigung iſt nicht erforderlich.
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Tageskalender für Sonntag, den II.
el, T.
Heſſ. Landestheater. Großes Haus, 14: Iet
er?
fliegende Holländer, 20 Uhr, E 23: D=
im
erſten Stock. Kleines Haus, 19.30 19ſ rten
Orpheum; Keine Vorſtellung. K*
keller, Hotel Schmitz, Spaniſche Bodega Rek seite
Hotel zur Poſt, Bürgerhof, Alter Ratskelt, N.iu 90 2u
Aſtoria, Sportplatz=Reſtaurant, Hotel Prll Ezu.
1
Malaga, Waldſchlößchen, Reichskrone. Rüſl.
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wigshöhe. 16 Uhr: Konzert.
Bayern=Verei
16 Uhr: Konzert.
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Konkordiaſaal: Frühlingsfeſt.
Union=Theater, Helia=Lichtſpiele, Palaſt=

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Pr. u. E. 46 Geſch. Zu kauf. geſ.: 1 ſehr
gut erh. 4flam. em.
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an die Geſchäftsſt. Ztür. Kleiderſchrank
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fleckt
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Baum, zu verkauf.
Erbacherſtr. 15,
Seitenbau pt.

Schnauzer=Welpen,
Pfeff. u. Salz, 7 W.

alt, erſtkl. Abſtam.

Juſtus Riehl Ww., hat abzg. Hofmann,
Pfungſtadt. (7710 Schloß (Glockenb.)

erschienen!

OLISTE Nr 88

Insen (Ab- und Zugänge) von Krattfahrzeugen jeder
Aes Volksstaats Hessen (Kennzeichen: VS, VR,VO)
*ami6.30, Aprll 1930
Aufo-Listen enthalten die Angaben in derselben Reihen-
Me die Hauptausgabe: Name, Beruf, Wohnort des Kraft-
SLsbesitzers, Type, Motornummer, Hubraum in ccm und
A des Fahrzeugs. Fabrikneue Wagen sind durch X
Ned gemacht. Die Meldungen sind geordnet nach den drei
ween (VS, WR, VO) und Kreisen und innerhalb dieser nach
Siefkennungsnummern. Abgemeldete Wagen werden geson-
wsetührt
. Die Auto-Listen sind eine wichtige Ergän-
S des Auto-Adreßbuches (Adreßbuch der Kraftfahrzeug-
Tim Volksstaat Hessen), Ausgabe 1929, und unentbehr-
weil
sie laufend
Adressenmaterial
De erscheinen alle 14 Tage, also monatlich zwel Listen.
N W- eines Monats ausgegebene Liste enthält die Meldunger
L30. (31.) des voraufgegangenen Monats und die am 25.
Hohats ausgegebene Liste die Meldungen vom 1.15. des
den Monats.

Eugsprels:
Deaug aller Meldungen sämtllcher 18 Kreise für
endte: zum monatlichen Pauschalprels von
16.50,

Deaug der Meldungen nur für einzelne Kreise
Diädte, gleichob für einen oder mehrere Monate, zu Statfel-
SSEh, die wir bei uns zu erfragen bitten.
TEHVERLAG DARMSTApT

Oo

I

Sonntag, den 11. Mai 1930

Seite 7

[ ][  ][ ]

Seite 8

Sonntag, den 11. Mai 1930

Aus Heſſen.
Gasfernverſorgung Heſſen.
a. Auf der Tagesordnung der Sitzung des Provinzialtages der Pro=
vinz
Starkenburg am 17. Mai 1930 ſteht auch die Gasfernverſorgung
Heſſen. Dazu iſt den Mitgliedern des Provinzialtages folgende Druck=
ſache
zugegangen:
Laut Beſchluß des Provinzialtages der Provinz Starkenburg vom
16. Mai 1929 iſt der Provinzial=Ausſchuß ermächtigt, nur einer Löſung
der Frage der Gasfernverſorgung zuzuſtimmen, die die gemeinwirt=
ſchaftliche
Erzeugung und Verteilung des Gaſes unter Beteiligung Heſ=
ſens
an der Erzeugung ſicherſtellt. Das von dem Vorſtand der Hekoga
vorgelegte Vertragswerk über die Gasfernverſorgung durch Ruhr und
Saar trägt der in vorgenanntem Beſchluß enthaltenen Bedingung keine
Rechnung. Abgeſehen davon, daß daher aus grundſätzlichen Erwägungen
die Annahme des Vertragswerkes nicht möglich iſt, kann auch aus den
folgenden weſentlichſten Geſichtspunkten den vorliegenden Verträgen
nicht zugeſtimmt werden. (Es folgen dann die einzelnen Ausſtellungen,
die an dem vorgelegten Gaslieferungsvertrag, Mantelvertrag, Gemein=
ſchaftsvertrag
, Geſellſchaftsvertrag und Pachtvertrag gemacht werden.)
Dieſer Beſchluß des Provinzialausſchuſſes vom 22. Januar 1930
wurde am 15. Februar /1930 vom Provinzialtage der Provinz Starken=
burg
in folgender Form beſtätigt:
Der Provinzialtag nimmt Kenntnis von dem einſtimmigen Beſchluß
des Provinzialausſchuſſes vom 22. Januar 1930 und billigt dieſen Be=
ſchluß
. Auch nach dem heutigen Stand der Verhandlungen findet der
Provinzialtag keine Veranlaſſung, ſeine grundſätzliche Stellungnahme
aufzugeben oder abzuändern.
Inzwiſchen ſind die Verhandlungen weitergegangen. Den Mitglie=
dern
des Provinzialtages liegen die obengenannten fünf Verträge wie=
der
vor. Außerdem ſind eine Gebietskarte, Zahlenbeiſpiele zu den Ta=
rifen
der Hekoga=, Ruhrgas=, Saargas=Verträge und ein Schlußprotokoll
beigefügt. In dem Schlußprotokoll ſind die einzelnen Beanſtandungen
in den Verträgen erläutert, gemildert oder ganz beſeitigt, ſo daß der
Vorſtand der Hekoga in einem Begleitſchreiben ſagt:
Das beiliegende Vertragswerk ſtellt nunmehr die endgültige Faſ=
ſung
dar, wobei die ſeitens der Mitgliedskörperſchaften eingegangenen
Vorſchläge und Anregungen nach Verhandlung mit den Gaslieferanten
zum größten Teil in der Neuausfertigung berückſichtigt worden ſind.
Es wird die Aufgabe weiterer Verhandlungen, vorausſichtlich unter
Beteiligung des Preußiſchen Miniſteriums, ſein, hier zu einem erträg=
lichen
Intereſſenausgleich zu gelangen, an deſſen endgültiger Herbei=
führung
nicht zu zweifeln iſt. Die Geſamtheit des vorliegenden Ver=
tragswerkes
wird durch dieſe Fragen nicht ſo weitgehend berührt, daß
dasſelbe nicht in der vorliegenden Form beſchlußreif genannt
werden könnte.
Ueber die Gebietskarte führt das Schlußprotokoll aus: Die auf
beiliegender Karte eingetragenen Gebietsteile gelten als endgültig feſt=
gelegt
. Hekoga iſt jedoch bereit, im Lahntal weſtlich von Weilburg und
im Rheintal nördlich von Lorchhauſen gelegene Orte aus ihrem Inter=
eſſengebiet
zu entlaſſen, wenn die Verſorgung dieſer Orte aus einer
beſonderen Leitung vom Rhein her erfolgt.
Zur Verwertung der oberheſſiſchen Braunkohle ſagt das Schluß=
protokoll
: Die Vertragſchließenden ſind ſich darüber einig, daß in
einem noch zu vereinbarenden Verhältnis auch die in Heſſen vorkom=
mende
Braunkohle für die Gasfernverſorgung mit herangezogen wird,
ſobald eine Gasverſorgung auf der Grundlage der Braunkohle
wirtſchaftlich und techniſch möglich iſt. Die techniſche Mög=
lichkeit
liegt dann vor, wenn aus der heſſiſchen Braunkohle Gas mit
den gleichen Verbrennungseigenſchaften hergeſtellt werden kann wie
Steinkohlengas, ſo daß es mit demſelben ohne weiteres gemiſcht werden
kann. Wirtſchaftlich möglich iſt der Bezug von Braunkohlengas dann,
wvenn die Einträglichkeit der Hauptzubringerleitungen dadurch nicht
verſchlechtert wird.

An. Arheilgen, 8. Mai. Muttertag. Auß Anlaß des Mut=
tertags
veranſtaltet die hieſige Ortgruppe des Reichsbundes der Kinder=
reichen
dieſen Sonntag eine Straßenſammlung durch Verkauf von
Poſtkarten und Blumen zur Unterſtützung bedürftiger und würdiger
Mütter. Gilt es doch, der hingebungsvollen und aufopfernden Arbeit
der Mütter in der Familie den Dank auf dieſe Weiſe abzuſtatten und
fei die Sammlung darum allen auf das wärmſte empfohlen.
Jübiläum des Kirchengeſangvereins. Nachdem die Auf=
führung
des Oratoriums Johann Hus von Löwe durch den hieſigen
Kirchengeſangverein am letzten Sonntag einen überaus günſtigen Ver=
lauf
nahm, wird der Verein am Sonntag, 11. Mai, ſein 50jähriges
Beſtehen in einfach=ſchlichter Weiſe begehen. Eingeleitet wird die
Feier morgens 7 Uhr durch Choralblaſen des Poſaunenchors in den
Ortsſtraßen. In dem um 10 Uhr vormittags beginnenden Haupt=
gottesdienſt
predigt Profeſſor Dr. Becker=Darmſtadt und werden Kir=
henchor
und Bläſervereinigung den Gottesdienſt verſchönern. Um
1 Uhr werden neun auswärtige Vereine erwartet und im Feſtzuge zur
Kirche gebracht, woſelbſt um 1½ Uhr die Hauptprobe ſtattfindet. Bei
der um 2½ Uhr beginnenden liturgiſchen Singfeierſtunde unter Mit=
wirkung
der Kirchengeſangvereine des Dekanats Darmſtadt (500 Sänger
und Sängerinnen) ſind Chor und Emporen der Kirche für die Ge=
meinde
reſerviert. Um 3½ Uhr iſt Bewirtung der Gäſte in der Turn=
halle
, womit Anſprachen und Hauptprobe der Lieder zum heſſiſchen
Kirchengeſangvereinsfeſt in Darmſtadt verbunden ſind. In der abends
im Gemeindehauſe ſtattfindenden Akademiſchen Feier werden der
Poſaunenchor und der Jünglingsverein mitwirken. Alle Veranſtal=
tungen
ſind eintrittsfrei, und ſind alle Freunde der Sache herzlichſt
eingeladen und die Ortseinwohner zum Schmücken der Häuſer auf=
gefordert
.
O. Erzhauſen, 10. Mai. Gemeinderatsbericht. Der Poli=
zeidiener
Werkmann tritt am 1. Juli in den Ruheſtand. Die Betriebs=
und Finanzkommiſſion hat in geheimer Sitzung beſchloſſen: Die Be=
ſetzung
des Poſtens aus der hieſigen Einwohnerſchaft mit Genehmigung
des Kreisamts durchzuführen. Der Gemeinderat ſtimmt zu. Beratung
des Voranſchlags für das Rechnungsjahr 1930. Durch Bürgermeiſter
Lorenz wurdem alle Rubriken, Einnahme und Ausgabe mit den nötigen
Erläuterungen, bekannt gegeben und mit dem Gemeinderat beraten. Die
Ausgaben des v. R. betrugen 85 000 RM., die Einnahmen 59 500 RM.,
ſo daß ein Fehlbetrag von über 25 000 RM. zu verzeichnen iſt, was dar=
auf
zurückzuführen iſt, daß eine neue Belaſtung für die Schulen einge=
treten
iſt und der Mindererlös aus der Gemeindewaldung. Die Her=
ſtellungsarbeiten
der Bahnſtraße ſind im Gange; die Straße iſt bis auf
weiteres geſperrt. Die Gemeinde hat für die Herſtellung bereits eine
Anleihe von 15000 Mark gemacht. Für die äußere Herſtellung der
evang. Kirche iſt eine Anleihe von 7000 Mark in Ausſicht geſtellt, ſo daß
auch da die Arbeit bald in Angriff genommen wird.
J. Griesheim, 8. Mai. Herr Rektor Schütz hier feierte ſein vierzig=
jähriges
Dienſtjubiläum. Aus dieſem Anlaß hatte ſich das Lehrerkolle=
gium
unſerer Volks= und Fortbildungsſchule am Vormittag vor Beginn
des Unterrichts in dem mit Blumen ſtilvoll geſchmückten Amtszimmer des
Rektors zu einer eindrucksvollen Feier verſammelt. Herr Schulrat Storck
aus Darmſtadt, der perſönlich erſchienen war, und den Jubilar beglück=
wünſchte
, hob in kurzen Worten deſſen gewiſſenhafte Amtsführung und
treue Pflichterfüllung hervor und überbrachte ihm die Glückwünſche des
Kreisſchulamtes. Herr Lehrer Mall beglückwünſchte den Jubilar im
Namen des Lehrerkollegiums und überreichte ihm in deſſen Auftrag ein
kleines Angebinde. Auch die beiden Hausmeiſter hatten ſich als Gratu=
lanten
eingefunden und ein kleines Angebinde überreicht. Herr Rektor
Schütz, der von den ihm erwieſenen Ehrungen ſichtlich überraſcht war,
dankte in bewegten Worten für die ihm erwieſenen Aufmerkſamkeiten und
gedachte des Tages, an dem er vor vierzig Jahren erſtmals als Lehrer
vor einer Klaſſe geſtanden. Die Ideale, die ihn damals erfüllt, begleite=
ten
ihn auf ſeinem Lebenswege auch heute noch und ſeien nicht von ihm
gewichen: Seine Liebe zur Schule, zu den Kindern und zum Kollegium.
Herr Rektor Schütz hat ſich zeit ſeines langen Dienſtes infolge ſeiner
Pflichttreue und ſeines Fleißes ſtets der Anerkennung ſeiner vorgeſetzten
Behörde erfreut. Unter ſeinen Kollegen ſchätzt man ſeinen weiſen Rat,
ſeine Herzensgüte und ſein pädagogiſches Geſchick. Von dem Vertrauen,
das er unter ſeinen Kollegen von jfeher genoſſen hat, zeugen die Tat=
ſachen
, daß er während ſeiner Dienſtzeit im Odenwald lange Jahre erſter
Vorſitzender des Bezirks war, daß man ihn vor einer Reihe von Jahren
als Vertreter der Lehrerſchaft ins Kreisſchulamt geſchickt hatte und daß
die Lehrkräfte der hieſigen Volksſchule ihn einſtimmig zum Rektor ge=
wählt
haben.
Cp. Pfungſtadt, 10. Mai. Hohes Alter. Der Altveteran
Geiſel in der Mainſtraße, ſeines Zeichens Sattlermeiſter, konnte
dieſer Tage ſeinen 83. Geburtstag begehen. Ende der Woche ſeiert
Frau Frankenberger in der Rheinſtraße ihren 82. Ge=
burtstag
.
4a. Malchen, 10. Mai. Kirchengefangvereins= Zuſam=
menkunft
. Am Sonntagnachmittag findet hier eine Zuſammenkunft
der Kirchengeſangvereine von Eberſtadt, Pfungſtadt und Nieder=Ramſtadt
ſtatt.

Tagung des Vereins der Aerzke Heſſiſcher Heil=
und Pflegeanftalken.

Der Verein der Aerzte heſſiſcher Heil= und Pflege=
anſtalten
hielt in Heppenheim a. d. B. ſeine 10. Jahresver=
ſammlung
ab. Gegenſtand der Tagesordnung bildete u. a. das von
dem Herrn Sparkommiſſar für Heſſen erſtattete Gut=
achten
. Folgende Reſolution fand zu dieſem Punkt einſtimmige
Annahme:
Der Verein der Aerzte heſſiſcher Heil= und Pflegeanſtalten hat mit
Bedauern und Entrüſtung von dem Inhalt des ſogen. Spargutachtens
über die heſſiſchen Heil= und Pflegeanſtalten Kenntnis genommen. Mit
Bedauern, weil der Geiſt dieſes Gutachtens jedes Verſtändnis für ärzt=
liche
und krankenpflegeriſche Tätigkeit vermiſſen läßt; mit Entrüſtung,
weil es den Stand der Nervenärzte, die an den Heil= und Pflegeanſtal=
ten
tätig ſind, mit teilweiſe falſchen Beweismitteln und unter Verken=
nung
der tatſächlichen Verhältniſſe zu einem Stand zweiter Klaſſe her=
abwürdigt
. Nachdem es dem unermüdlichen Streben hervorragender
Aerzte in den letzten hundert Jahren gelungen war, die Heil= und
Pflegeanſtalten zu Fachkrankenhäuſern für die Behandlung und Ver=
ſorgung
der Nerven= und Geiſteskranken umzugeſtalten, ſieht das
Gutcchten des Reichsſparkommiſſars den Hauptzweck der Heil= und
Pflegeanſtalten in der Bewahrungsunterbringung. Einem Gutachter,
der ſich ein Urteil über die moderne Irrenpflege erlaubt, ſollte ſoviel
aus der ſozialen Geſetzgebung bekannt ſein, daß nicht die Krankenkaſſen,
wie er behauptet, die Aufgabe haben, Fälle, in denen keine Ausſicht auf
Beſſerung einer Geiſtesſtörung mehr zu hoffen iſt, zur Bewahrung
unterzubringen. Die Krankenkaſſen haben vielmehr das Recht, ihre
Mitglieder zur Heilung bis auf die Dauer von 26 Wochen einem Kran=
kenhauſe
zu überweiſen, von dem ſie vielfach in den heſſiſchen Heil= und
Pflegeanſtalten Gebrauch machen. Von einer Bewahrungsunterbringung
kann dabei gar keine Rede ſein. Ebenſo erſtaunlich iſt die Behauptung
des Gutachters, daß nur etwa 8 Prozent der Kranken als wirklich geheilt
oder weſentlich gebeſſert aus den Heil= und Pflegeanſtalten entlaſſen
werden. Direkt herabwürdigend für die Arbeit der Aerzte und der
Krankenpflegeperſonen iſt es aber, wenn geſagt wird, daß man vielleicht
oft nur von Zufallserfolgen ſprechen könnte. Dagegen iſt Tatſache,
daß etwa 5060 Prozent der Kranken als erwerbsfähig aus den An=
ſtalten
wieder entlaſſen werden, und daß ein weiterer Prozentſatz von
Kranken in den Anſtalten ſoweit gebeſſert wird, daß eine Unterbrin=
gung
in häuslichen Verhältniſſen durchgeführt werden kann.
Die Heil= und Pflegeanſtalten in Heſſen erfüllen demnach in hohem
Maße ihre Pflicht als Krankenhäuſer, die durch die in ihnen geübte
Heilbehandlung die Kranken wieder dem öffentlichen Leben zurückgeben.
Zur Durchführung dieſer Aufgaben ſtehen den heſſiſchen Anſtalten
weniger Aerzte zur Verfügung als in der Vorkriegszeit. In den letz=
ten
20 Jahren iſt keine einzige neue Arztſtelle an ihnen geſchaffen wor=
den
. Ein Wegfall von Arztſtellen iſt deshalb untragbar. Ebenſo be=
dauerlich
wie die Verkennung der ärztlichen Tätigkeit iſt die des Kran=
kenpflegeperſonals
, das der Herr Gutachter in die Kategorie der an=
gelernten
Arbeiter einreihen will. Auch hier ſehen wir ihn in längſt
überholte und veraltete Vorſtellungen zurückfallen, wenn er die Stel=
lung
des Krankenpflegeperſonals zurückſchrauben will auf den Stand
eines Gefangenenwärters. Die Heilbehandlung von Geiſtes= und Ner=
venkranken
iſt nur durchführbar mit einem praktiſch und theoretiſch gut
durchgebildeten, wirtſchaftlich gehobenen Krankenpflegerſtand. Seine
Degradierung im Sinne des Sparkommiſſar=Gutachtens bedeutet eine
Zerſtörung der mühevollen Aufbauarbeit, die Aerzte und Krankenpfleger
ſeit vielen Jahren unverdroſſen geleiſtet haben. Die Aerzte erklären
ſich ausdrücklich bereit, jede vernünftige Sparmaßnahme tatkräftig zu
unterſtützen aber nicht im Sinne des Reichsſparkommiſſars. Deshalb:
Hände weg von den heſſiſchen Heil= und Pflegeanſtalten, die bisher
ſchon anerkanntermaßen unter Uebung größter Sparſamreit in ſachlicher
Beziehung zum Wohle der Kranken und der Allgemeinheit ihre Pflicht
erfüllt haben!

Entfettungs=Kuren im Frühling
ſind beſonders empfehlenswert. Nehmen Sie dreimal täglich 2
Toluba=Kerne, die fettzehrende Stoffe enthalten. Die echten Toluba=
Kerne erhalten Sie in Apotheken.
(I. K6.1835

F Eberſtadt, 9. Mai. Gemeinderatsſitzung. In der geſt=
rigem
Sitzung des Gemeinderats ſtand die Wahl eines Badewärters für
das Gemeindeſchwimmbad, das demnächſt ſeine Pforten wieder öffnen
ſoll, zur Tagesordnung. Um die Beſetzung der Stelle traten 13. Be=
werber
auf. Die Wahl fiel auf Ludwig Weber, der bei dem zweiten
Wahlgang 13 Stimmen erhielt. Der Bürgermeiſter berichtete, daß der
Gemeinde in dieſem Jahre 50 000 RM. ſtaatliche Baudarlehen, d. h. Dar=
lehen
für 20 Wohnungen, zur Verfügung ſtehen. Für 14 Wohnungen
ſind die Darlehen privaten Bauluſtigen zugeſichert worden. Die Dar=
lehen
für die reſtlichen ſechs Wohnungen will die Gemeinde für von ihr
zu erſtellende Wohnungen in Anſpruch nehmen. Bei der Erörterung
der Frage, ob Einzelhäuſer oder ſog. Reihenhäuſer erbaut werden ſollen
entſchied ſich die Mehrheit des Plenums für die von der Verwaltung in
Vorſchlag gebrachte Erbauung eines Reihenhauſes mit 9 Wohnungen
am Lämmchesberg. Die neue Leichenhalle ſoll u. a. auch mit einem Se=
ziertiſch
ausgeſtattet werden. Die Firma Kehrer u. Berghaus unter=
breitete
der Gemeinde ein Angebot für einen ſolchen Seziertiſch, der
550 RM. koſten ſoll. Die Lieferung wird beſchloſſen. Die Baugeſuche
des Ludwig Oſt (Wohnhausumbau) und Heinrich Achenbach ( Ladenum=
bau
) werden genehmigt. Die bei Herrichtung der Dienſtwohnung des
Lehrers Göllner anfallenden Weißbinderarbeiten werden dem Johs.
Beutel 2., die Tapezierarbeiten dem Georg Knieß gemäß deren Ange=
boten
übertragen. Die ſich bei dem beabſichtigten Ausbau im Hauſe
Darmſtädter Straße 30 ergebenden Arbeiten ſowie der Verputz des
Hauſes Hochſtraße 8 und die Lieferung und Anbringung von Fenſter=
läden
und Dachkandeln an den Gemeindehäuſern Rödernweg 14 ſollen
im Submiſſionswege ausgeſchrieben werden. Das Geſuch der Frau
Franz Simon Witwe, betreffend Errichtung einer Benzin=Tankſtelle,
wird laut Plan genehmigt. Das Plenum erteilte ſeine Zuſtimmung, daß
die Mehreinnahme der Vermögensrechnung für Ri. 1926 im Betrage
von 9937,87 RM. für die Betriebsrechnung im gleichen Jahre Verwen=
dung
gefunden hat. Ein auf die Krankenkaſſenverſicherung der ausge=
ſteuerten
Erwerbsloſen durch die Gemeinde abzielender Antrag der
Kommuniſtiſchen Partei wird abgelehnt, da eine Möglichkeit, dieſen Per=
ſonenkreis
durch die Gemeinde für den Krankheitsfall in der Kranken=
kaſſe
zu verſichern, geſetzlich nicht beſteht. Der Bürgermeiſter hebt aber
auch hervor, daß eine ſolche Verſicherung, die die Gemeinde erheblich be=
laſten
würde, nicht erforderlich iſt, da nach der zurzeit beſtehenden Rege=
lung
die Koſten der Inanſpruchnahme des Arztes durch jene Perſonen
als auch die Apothekerkoſten von der Gemeinde getragen werden. Ein
weiterer Antrag der Kommuniſtiſchen Partei beſchäftigt ſich mit den
Auswüchſen im Verdingungsweſen der Gemeinde, die erblickt werden in
der Tatſache, daß bei der Ausſchreibung von Gemeindearbeiten und
=lieferungen nur noch die beruflichen Unternehmer=Organiſationen als
Submittenten auftreten. Das hat dazu geführt, daß der einzelne Unter=
nehmer
bei Submiſſionen ausgeſchaltet iſt, und die Gemeinde in die
Zwangslage verſetzt wird, der Organiſation zu dem von ihr eingelegten
Preiſe die Arbeit oder Lieferung zu übertragen. Es wurde darauf hin=
gewieſen
, daß durch dieſen Zuſtand die Ausſchreibung im Submiſſions=
wege
illuſoriſch gemacht wird und für die Gemeinde die Gefahr beſteht,
durch Ueberangebote geſchädigt zu werden. Die Vertreter der Rechten
beſtritten das Vorhandenſein gewiſſer Auswüchſe zwar nicht, wehrten
ſich aber gegen ein entſprechendes Vorgehen. Mit Mehrheit beſchloß der
Gemeinderat, bei künftigen Submiſſionen die Angebote beruflicher Unter=
nehmer
=Organiſationen nicht mehr zu berückſichtigen. Der Bürgermeiſter
weiſt auf die Zunahme der Mietrückſtände gemeindlicher Mieter hin und
kündigt einen Wohnungsſchub für ſolche Mieter an, die ihren Verpflich=
tungen
ſchuldhaft nicht nachkommen.
Roßdorf, 10. Mai. Der hieſige Turnverein beginnt ſeine Sommer=
arbeit
am Sonntag, den 11. d. M., abends 8 Uhr, mit einem großen
Schau= und Werbeturnen im Saale Zur Sonne‟. Die einzelnen Ab=
teilungen
des Vereins werden Ausſchnitte aus ihren Uebungsſtunden zei=
gen
. Im Mittelpunkt des Abends ſteht ein Mannſchaftskampf an den
drei Hauptgeräten zwiſchen der erſten Riege des Männerturnvereins Ur=
berach
und der des Turnvereins Roßdorf. Da der Männerturnverein
Urberach über einen Stamm ausgezeichneter Geräteturner verfügt und
auch Roßdorf ſeine beſten Leute in den Kampf ſtellen wird, dürfen die
Beſucher einen genußreichen Abend erwarten. Der Geſangverein Sänger=
luſt
wird durch den Vortrag einiger Chöre den Abend verſchönern helfen.

Schöne weiße Zähne. Auch ich möchte nicht verfehlen, Ihnen meine größte
Anerkennung und vollſte Zufriedenheit über die Chlorodont=Zahnpaſte zu
übermitteln. Ich gebrauche Chlorodont ſchon ſeit Jahren und ich werde ob
meiner ſchönen weißen Zähne oft beneidet, die ich letzten Endes nur durch den
täglichen Gebrauch Ihrer Chlorodont=Zahnpaſte erreicht habe. C. Reichelt,
Schwerz, Amt Niemberg, Saalkreis. Chlorodont: Zahnpaſte, Zahn=
bürſten
, Mundwaſſer Einheitspreis 1 Mk. bei höchſter Qualität. In allen
Chlorodont=Verkaufsſtellen zu haben.
( Dr. 1079

Aufklärung des Sbersheimer Mordes
Ibersheim (Rhh.), 10. Mai. Im Jahre 19.
wirt und Milchhändler Frädert aus Ibers
von einer Luſtbarkeit nach Hauſe kam, in ſein
fallen und mit einem Beil und einem Meſſe
aller Verſuche der Kriminalpolizei, Licht in die
heit zu bringen, blieben alle Bemühungen un
die Wormſer Polizei endlich die richtige Spr
Ein gewiſſer Hartmann aus Worms und e
Worms wurden verhaftet. Hartmann geſtar
Komplizen die Tat ausführten, vor dem Hau
zu haben. Er gab außerdem eine augenſche
über den Mord. Sein Komplize Wihler leue
näckig. Die Kriminalpolizei fahndet ferner
teren Komplizen, die in die Angelegenheit ve=
Polizei wurde durch einen Zufall auf die S
geleitet. Bei einer Patrouille kam ſie an der
mann vorbei. Hartmann geriet in dieſem A
Schweſter in Streit, und dieſe warf ihm vor,
dem Mord bei Oſthofen beteiligt geweſen ſei
Anſchuldigung wurden H. und ſein Kompli,
wurde, ſo verlautet, feſtgeſtellt, daß im ganzen
Mord beteiligt waren. Der verhaftete Hartn
eine Schilderung der grauſigen Tat. Derjenige
ausführte, ſoll in das Ausland geflüchtet ſein
lich verfolgt. Hartmann und Wihler
von der Wormſer Behörde ins Landgerichtsge
worden. Bereits vorher war der dritte
Peuka aus Deſſau, verhaftet und im Mai
gefängnis eingeliefert worden. Der Stiefbr
den verhängnisvollen Stich ausführte, Karl
noch nicht ermittelt.

(k) Roßdorf, 10. Mai. Aus dem Gemeir
weſenheit des Gemeinderechners Grünewald dure
für Rj. 1930 ſcheiterte bei der Schlußabſtimmung, d
gegen das Vorjahr notwendig wurde. Es wird in r
beraten. Die Vergebung der Gemeindefuhren f1
ſofern eine Aenderung, daß die Einſpännerfuhren
dem Georg Heinrich Nicolay 3., ſondern dem Geor
Grund der ſtattgefundenen Submiſſion zum Pr
Stunde zugeſchlagen werden. Für die Zweiſpänner
Georg Heinrich Nicolay 3. mit 2,30 Mk. pro Stur
Stelle des Bademeiſters wird wie im Vorjahre
übertragen, da ſich dieſer als zuverläſſig erwieſen
preiſe zum Schwimmbad werden wie folgt feſtgeſet
Kinder 10 Pfg., Dauerkarten für Erwachſene (12
10 Pfg. Der Bademeiſter erhält als Vergütung
nahmen. Die Preiſe für abgegebene Steine aus
chen betragen für Hundsrück 7 Mk. und für Schno
bikmeter. Der Voranſchlag der Provinz übe
Erbacher Straße wird zur Kenntnis gebracht; er
trag von 13 000 Mk. ab. Nach einer vorausgegang
der Voranſchlag angenommen mit der Abänderu
den Sportplatz hinausgehenden Teil keine Randſt
ſollen und außerdem durchweg kein Moſaikpflaſte
der Milchabſatzgenoſſenſchaft zur Beſichtigung
Milch=Tiefkühlanlage ſowie eine Einladung des
dem am 11. Mai ſtattfindenden 25jährigen Stiftu
Prämiierung der Jubilare, wird bekanntgegeben

Ein
a. 9
ſeßen
K
A
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neu
inze
Sfahlil
2 Uc ſelenderen

Roßdorf, 10. Mai. Am Sonntag, den
dahier der Muttertag begangen. Zue
dienſt (vormittags) des heiligen Amtes
Abends ½9 Uhr findet in der Kirche ein Gen
der Frauenverein und Jungmädchenverein
heimiſche Sängerin. Frl. Marie Koch, wird
ſang, Bibelwort, Anſprache, Gedichte, Orgelſ;
durchziehen, zu der alle Gemeindeglieder,
Jugend beſonders herzlich willkommen ſind.
(f) Roßdorf, 10. Mai. Verhütung
tungen. Als Pilzſachverſtändiger der Gei
Kirſchner beſtimmt: Pilzſammler können ſich
den. Beläſtigung des Publiku
und andere Spiele auf der Stra
lichen Bekanntmachung weiſt die Bürgermei
Ballſpiele auf der Straße ſtreng verboten
zur Anzeige gebracht werden. Iſt die mit E
lung von Kindern begangen worden, ſo ſind d
aufſichtspflichtige Perſonen ſtrafbar. Da ſie
Publikum wiederholt über Beläſtigungen I
künftig mit aller Strenge gegen die Schuldig
den. Gemeinderatsſitzung. Am
Mts., abends 8.15 Uhr, findet eine öffer
ſitzung ſtatt.
G. Ober=Ramſtadt, 8. Mai. Lutherfi
Evangeliſchen Bundes und des Guſtav=Adolf=Ve=
Lichtſpielhaus Dittmann der Lutherfilm vorgef
um einen künſtleriſch und inhaltlich ſehr gute
ein beſſerer Beſuch zu erhoffen geweſen.
nahme. Die Gaſtwirtſchaft Zum Anker
dieſer Tage von Herrn Adam Ittem pachtt
Ausflug. Der Geſangverein Germania
25 Juli, eine größere Rheinfahrt, und zwar nachk
Die Einzeichnungsliſten für die Teilnehmer li
bei verſchiedenen Mitgliedern effen.
G. Ober=Ramſtadt, 9. Mai. Ausden Ve
chung der am 18. d. M. ſtattfindenden Jubiläums
tärverein Germania am Samstag, den 10. M
Gaſthaus Zum Hirſch eine Hauptverſammlung
klub. Der Odenwaldklub, Ortsgruppe Ober=Re
Sonntag, den 11. Mai, ſeine diesjährige 5. W.
Felsberg, Gefallenendenkmal, nach Bensheim fül
X. Von der Bergſtraße, 10. Mai. Die Sp
bei der noch vor einigen Tagen für Spargel gu
rapide geſunken waren (von 1 RM. auf 0,50 RM
jetzt wegen des durch die kältere Witterung be=
gebots
wieder etwas angezogen. Für ein Pfl
7580 Pfennig verlangt und vom Händler bez.
nicht ausbleibenden wärmeren Tagen, iſt wiede
zu rechnen.
Gernsheim, 10. Mai. Waſſerſtank
9. Mai: 0,88 Meter; am 10. Mai: 102 Meter.
Hirſchhorn, 10. Mai. Waſſerſtand
9. Mai: 0,97 Meter; am 10. Mai: 0,96 Meter

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Oberheſſen.

Alsfeld, 9. Mai. Geſchichtliche 2.
des am 24. und 25. Mai in Alsfeld ſtattfinde
Heſſiſchen Geſchichts= und Altertumsvereine. W
eſſanter Eindrücke von hier mitnehmen. Im
geſchäftlichen Teils der Tagung, zu dem jedern
die Vorträge des Herrn Prof. Dr. Becker=Da
kirchlichen Geſchichte von Alsfeld im Mittelalte!
laten D. Dr. Diehl=Darmſtadt über Aus der
Schulmeiſterſtandes in Oberheſſen‟. Der Samst
Aufführung der Hauptſzene aus dem Dotterſch
hundertjahrfeier der Stadt Alsfeld mit dem voi.
binierten Schwerttanz, ein Bühnenſtück, das
holt erfolgten Wiedergabe ob ſeines ſpezifiſch
ters außerordentlich großen Beifall gefunden
Verbandstagung iſt außerdem Gelegenheit gebe
ſtunden des Sonntags im benachbarten Holzo.
das einen Schwälmer Trachtenfeſtzug mit De‟=
ſuchen
.

UNf
W
(
VReie=
Neis

Kirchliche Nachrichte

Evang. Gemeinde Eberſtadt. Sonntag,
tag), vorm. 8,30 Uhr: Chriſtenlehre der
Hauptgottesdienſt. 11 Uhr: Kindergorl 5
EJG. Jungenabend. Dienstag: E.)0.
woch; Kirchenchor; EJG. Bubenjungſcha
Mädchenabend. Freitag: EJG. Mädce.
Evangeliſche Gemeinde Erzhauſen. Sonniſt
dienſt; 11 Uhr: Chriſtenlehre; 12,55 Uhr: Ahſt:
Feier in Arheilgen. 8 Uhr: Mädchenvereinißt
mannſchaft. (Ausſpracheabend: Unſer Berül.
chor. Freitag: Mädchenvereinigung. *
(Spielabend).

[ ][  ][ ]

er Mi
ndi
huie 4t

Verlobung geben bekannt
bethe Schellhaas
Schollenberger
Roßdorf b. D.
den 11. Mai 1930.

Statt Karten.

hzeitsfeier, die in Verbindung mit der
chzeit unſerer lieben Großeltern in Kohl=
ſtattfand
, ſind uns ſo ſehr viele Beweiſe der
ebracht worden. Wir erlauben uns, auf
in lieben Freunden und Bekannten herzlich
Richard Scheuermann und Frau
Mia, geb. Semmel.
inlworten ſchließen ſich an als Eltern
cheuermann Wwe. E. Semmel.

Todes=Anzeige.
jeder beſonderen Mitteilung.)
Freunden und Bekannten hierdurch
Nachricht, daß es Gott dem Allmäch=
n
hat, meinen herzensguten Mann,
beſorgten Vater, Schwiegervater und
inſeren lieben Bruder, Schwager und
guſt Schäfer
Rektor i. R.
ſchweren Leiden im 69. Lebensjahr
heimzurufen.
Für die trauernden Hinterbliebenen
äthchen Schäfer, geb. Günther
ilſe Wagner, geb. Schäfer
deorg Wagner, Heſſ. Forſtmeiſter
nd drei Enkelkinder.
w., Homberg, Oberheſſen, (7712
1930.
ng findet am Dienstag, den 13. Mai,
8 1½ Uhr, zu König i. Odw. ſtatt.

Dankſagung.
Zeweiſe herzlicher Teilnahme beim Heim=
eben
Entſchlafenen
hn Michael Bieger
räfl. Förſter in Bullau
dieſem Wege unſeren innigſten Dank.
beſondere Herrn Pfarrer Berger für die
Ere, Ihren Erl. den Grafen des Hauſes
in und Herrn Forſtdirektor Weſternacher
ederlegung und den ehrenden Nachruf.
n für das Ehrengeleit zum Grabe und
ern ſeines Schutzbezirks, für die Kranz=
ſenfalls
beſonderen Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen.

10. Mai 1930

KAPELLMEISTER AM KONIGL.
THEATER KOFENHAGEN

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Samstag, den 10. Mai 1930,
morgens um 5 Uhr, entſchlief ſanft
nach ſchweren, mit Geduld er=
tragenen
Leiden mein lieber Mann,
unſer herzensguter Vater, Schwie=
gervater
und Großvater
Herr
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Joh. Frievr. Berthold
im Alter von 63 Jahren.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Frau Friedr. Berthold Wwe.,
Arheilgen b. D.
Familie Heinr. Nees,
Arheilgen b. D.
Familie Emil Berthold,
Arheilgen b. D.
Familie Georg Verthold,
New=York.
Die Beiſetzung findet vom Sterbe=
hauſe
aus in Arheilgen, Felsberg=
ſtraße
11, am Montag, den 12. Mai,
nachmittags 6 Uhr ſtatt.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme bei dem unerwarteten Hin=
ſcheiden
unſeres lieben Vaters, Schwie=
gervaters
und Großvaters
Joſef Hahn
Polizei=Oberſekretär i. R.
ſagen wir hiermit herzlichen Dank.
Für die trauernden Hinterbliebenen:
Joſef Hahn, Kaufmann,
Mannheim
Franz Abel, Bez. Direktor,
Frankfurt a. M., Mittelweg 12,pt

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Großmutter und Urgroßmutter
Frau Tony Weber
geb. Emmerling
Witwe des Finanzminiſters Dr. Auguſi Weber, im 92ten
Lebensjahr ihr reiches Erdendaſein.
Wir bitten um ſtille Teilnahme.
Präſident Dr. Auguſt Carl Weber
Mathilde Weber
Luiſe Weber
Helene Weber
Oberregierungsrat Dr. Philipp Weber
und Frau Elſe, geb. Müller=Brüderlin.
Darmſtadt, den 10. Mai 1930.
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Die Beiſetzung findet in der Stille ſtatt.

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Für die wohltuende Teilnahme
bei dem ſchweren Verluſi der
uns betroffen, für ſchönen Blu=
menſpenden
und ehrendes Ge=
leit
, ſowie für die troſtreichen
Worte von Herrn Pfarrer
Müller ſagen wir unſeren
*
herzlichſten Dank.
Adolf Langer
und Hinterbliebene.

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N44

[ ][  ][ ]

Nummer 130

Fauttk

Sonntag, der

* Der deuſſche Karkoffelmarkk im April.
Der aus dem Vormonat übernommene ſchleppende Speiſekartoffel=
abſatz
machte zu Aprinlanfang einer gewiſſen Stetigkeit Platz, die ledig=
lich
in der ſich mehr und mehr durchſetzenden Abgabeunluſt der deutſchen
Erzeugergebiete begründet war. Während ſo der deutſche Speiſekartoffel
markt ganz allmählich in Gang kam, ſpielte ſich das große weſtdeutſche
Abſatzgebiet erſt ganz allmählich wieder in den deutſchen Markt ein. Die
Vorherrſchaft Hollands und Belgiens in dieſen Gebieten konnte erſt
nach dem 10. April, bis zu welchem Zeitpunkte die Heranführung von
Kartoffeln zu Schiff auf dem Waſſerwege noch möglich war, gebrochen
werden, nachdem die aufgeſtapelten, immerhin beträchtlichen Auslands=
mengen
zur Neige gegangen waren. In Verbindung mit der am 15.
April in Kraft tretenden Zollerhöhung von 1, auf 1,50 RM. je Doppel=
zentner
zogen ſich dann die ausländiſchen Lieferer immer mehr vom
weſtdeutſchen Markt zurück, zumal ſich bei höheren Preiſen im eigenen
Lande Abſatzmöglichkeiten auftaten. Auch die ſo gefürchteten Sendungen
ohne feſten Kaufauftrag blieben allmählich aus. So konnten die An=
fragen
aus Weſtdeutſchland wieder in die deutſchen Erzeugergebiete bis
weit nach Mecklenburg und noch weiter öſtlich gehen. Die Preisent=
wicklung
zeigt zwei Abſchnitte, wenn wir die Unterbrechung durch die
Oſterfeiertage und das ſich an die Oſtertage anſchließende verhältnis=
mäßig
gute Geſchäft mit dem zweiten Abſchnitt wegen ſeiner Einheit=
lichkeit
verbinden. Schon einige Tage vor dem 10. April zeigten die
Preiſe Neigung nach oben zu gehen, da die Abladung infolge der be=
ginnenden
Feldarbeiten behindert war und die Erzeugerlandwirtſchaft
ihre bisherige Zurückhaltung noch enger ſpannte. Dieſer mehr einſei
tigen Beeinfluſſung geſellte ſich nach dem 10. April eine ſich immer mehr
ausbreitende gute Nachfrage nach gelbfleiſchigen Speiſekartoffeln, vor
allem der Sorte Induſtrie, zu, ſo daß, von dieſer Tatſache ausgehend,
die Preiſe ihre endgültige Erhöhung erfuhren. Die Preiſe für dieſe
Sorte lagen Anfang April bei 2,802.90 RM. für deutſche Herkünfte.
2,352,60 RM. für belgiſche und 2,602,75 RM. für ſolche aus Holland
je Zentner frachtfrei weſtdeutſche Station. Die Preiſe hatten ſich gegen
Monatsende auf 3.103,35 RM. bzw. 2,953. RM. bzw. auf 3,25
RM. emporgeſchwungen. Dadurch, daß man ſchon ſehr bald von einer
Verknappung der gelbfleiſchigen Sorten ſprach, wurde eine gewiſſe Be=
unruhigung
in die Entwicklung des Marktes hineingetragen. Man mußte
ſich aber an Hand der für die 15. März herausgegebenen Geſamtvorrats=
zahlem
in Höhe von 14 387 000 Tonnen (Vorjahr 16 466 000 Tonnen) und
der Zahlen für die verkaufsverfügbare Menge in Höhe von 4 048 000
Tonnen (Vorjahr 5 406 000 Tonnen) ſehr bald davon überzeugen, daß
durchaus kein Grund zur Beſorgnis und noch weniger Grund zu Mei=
nungskäufen
vorlag. Die weißen und roten Sorten erfuhren durch die
Marktverſchiebung lediglich eine Preisbefeſtigung, jedoch keine Preis=
erhöhung
. Sie blieben im Abſatz weiterhin vernachläſſigt. Die Feſtig=
keit
des deutſchen Speiſekartoffelmarktes, die ſich nach Oſtern erneut
durchſetzte, führte weiter zu guten Umſätzen. Gegen Monatsende jedoch
wurde der Markt merklich ruhiger, obwohl ſich allmählich eine größere
Abgabefreudigkeit infolge der höheren Preiſe herausſtellte. Infolge=
deſſen
nahmen die Zufuhren an Umfang zu und das Geſchäft vollzog
ſich nicht mehr ganz ſo glatt. In Berlin ging die Zahl der verkaufs=
verfügbaren
Waggons von 149 am 25. April auf 244 Waggons am 28.
April in die Höhe, während ſich die Zahl der ſtandgeldpflichtigen Wag=
gons
von 85 auf 180 verſchob. Das Saatkartoffelgeſchäft hat im Be=
richtsmonat
eigentlich in vielem das wieder gut gemacht, was es in den
Monaten vorher verſäumte. Nicht unerheblich mögen hierzu die neuen
Agrarmaßnahmen beigetragen haben. Bemerkenswert iſt, daß die krebs=
feſten
Sinonyme nicht nur der gelben, ſondern auch der weißen und
roten Hauptſorten bevorzugt blieben, während die Spitzenſorten ſehr
ſchnell ausverkauft waren. Gegen Monatsende wurden nur noch Nach=
züigler
geliefert. Das Fabrikkartoffelgeſchäft flackerte im Laufe des
Monats einmal auf, als die Flockenfabriken plötzlich wieder Käufer
waren, da man infolge der Agrarmaßnahmen auf einen erhöhten Bedarf
in Flocken hoffte und infolge, des Maismonopols auf eine erneute Nach=
frage
ſeitens der Brennereien rechnete. Da aber bedeutende Futtermit=
telmengen
voreingeführt waren, ſank das Geſchäft ſchnell in ſich zu=
ſammen
. In Futterkartoffeln zeigte der Markt nur zeitweiſe einiges
Intereſſe. Der ſchon ſehr bald wieder möglich gewordene Weiſegang
bielt dann das Geſchäft in engem Rahmen. Die Einfuhr ausländiſcher
Frühkartoffeln nahm mit dem Eintritt Italiens in den Lieferkreis grö=
ßere
Formen an, ohne jedoch bisher dem Abſatz von Kartoffeln alter
Ernte fühlbaren Wettbewerh zu bieten. Der Ausfuhrmarkt lag völlig
rühig. Der Einfuhrüberſchuß betrug im März 25 556 Tonnen bei einer
Geſamtausfuhr von 4682 Tonnen. Man bezahlte gegen Monatsende je
Zentner loſe ab Station: im Oſten weiße 2.10, rote 2.40; in Mittel=
deutſchland
weiße 701.80 RM., Induſtrie 2,652,75 RM.: im Weſten
helg. Induſtrie 3. RM.. holl. Induſtrie 3,25 RM., deutſche Induſtrie
3.153.25 RM.; Markenkartoffeln 3604. RM.: in Süddeutſchland
weiße 1.902. RM., rote 2.20 RM., gelbe 2.60 RM.: rheinheſſiſche
Induſtrie 3.10 RM.; ausl. Frühkartoffeln 1215 RM. je Zeutner fracht:
frei deutſche Station.

Wirtſchaftliche Rundſchau.

Großhandelsindex. Die auf den Stichtag des 7. Mai berech=
nete
Großhandelsinderziffer des Statiſtiſchen Reichsamts iſt mit
126,0 gegenüber der Vorwoche (126.4) um 0,3 Prozent zurück=
gegangen
. Von den Hauptgruppen iſt die Indexziffer für Agrar=
ſtoffe
um 0.6 Prozent auf 111,3 (112,0) geſunken. Die Indexziffer
für induſtrielle Rohſtoffe und Halbwaren hat um 0,3 Prozent auf
123.,9 (124.3) nachgegeben. Die Indexziffer für induſtrielle Fertig=
waren
ſtellte ſich auf 151,7 (151,8).
Hüttenwerk. Eiſengießerei und Maſchinenfabrik Michelſtadt
(Heſſen). Die Geſellſchaft ſchließt 1929 nach 12 287 RM. Abſchrei=
bungen
mit einem Verluſt von 18 493 RM. ab, um den ſich die aus
dem Vorjahr übernommene Unterbilanz auf 78 493 RM. erhöht
bei 600 000 RM. AK. Die Verkaufsziffer konnte etwas erhöht
werden, genügte aber nicht zur Erzielung eines Gewinnes, zumal
ſich bei den Abnehmern Verluſte ergaben.
Mainzer Lagerhaus=Geſellſchaft AG. in Mainz. Die Tages=
ordnung
der am 20. Mai ſtattfindenden GV. enthält u. a. einen
Antrag auf Geltendmachung von Erſatzanſprüchen gegen
den AR. wegen des Verluſtes der Geſellſchaft bei der Getreide=
Kreditbank AG.
Amerikaniſche Kabelnachrichken.
Es notierten nach Me dungen aus Chicago am 10. Mai;
Getreide. Weizen: Mai 10234, Juli 103½, September 106½,
Dezember 110¾; Mais: Mai 78½, Juli 79, September 79½, De=
zember
74½; Hafer: Mai 41½4, Juli 40½, September 40, Dezem=
ber
4258; Roggen: Mai 58½, Juli 62½, September 66½, Dezem=
ber
70¾.
Schmalz: Mai 10,22½, Juli 10,27½, September 10,50.
Speck, loko 14,25.
Schweine, leichte 9,9010,35, ſchwere 9,7510,25; Schweine=
zufuhren
: Chicago 8000, im Weſten 36 000.
Baumwolle: Juli 16,10.
Es notierten nach Meldungen aus New York am 10. Mai:
Schmalz: Prima Weſtern 10,95; Talg, extra, loſe 6.
Getreide. Weizen: Rotwinter n. Ernte 122½, Hartwinter
108½, Mais 88½, Mehl 5,505,65; Getreidefracht: nach England
1,6 bis 2,3 Schilling, nach dem Kontinent 8 Cents.

Produkkenberichke.

Mainzer Produktenbericht. Großhandelseinſtandspreiſe per
100 Kilo loco Mainz, am Freitag, den 9. Mai 1930:
Weizen 30,2530,50, Roggen 17,5017,75, Hafer 17,50, Futter=
gerſte
17,5018, Malzkeime 1314, ſüdd. Weizenmehl. Spez. 0
45,40, Roggenmehl 0 1 2627.50, Weizenkleie fein 7.75, Weizen=
kleie
grob 9,50, Roggenkleie 9,5010, Biertreber 11,50, Erdnuß=
kuchen
13,5014, Kokoskuchen 14,7519, Palmkuchen 11,5013
Klceheu loſe 10. Kleeheu geb. 10.2510,50, Wieſenheu loſe 9
Maſchinenſtroh 6, Drahtpreßſtroh 5,806, weiße Bohnen 39,50.
Tendenz: Rückläufig.
Frankfurter Eier=Großhandelspreiſe. Marktlage: Die
Tendenz war weiterhin feſt, doch war im Hinblick auf die Zoll=
erhökung
eine größere Unſicherheit zu bemerken, ſo daß der Han=
del
zur in geringerem Umſange neue Kaufabſchlüſſe tätigte. Der
Ko.ſümhfg3 läßt immer noch ſehr zu wünſchen übrig. Trotzdem

das Angebot von Auslandsware recht beträchtlich iſt, war dieſe
Ware überwiegend weiter befeſtigt. Deutſche Friſcheier wurden
von 7½ bis zu 11 Pfg. reger gehandelt. Es notierten in Pfg. per
Stück: Italiener 8½9½; bulgariſche 7½8, jugoſlawiſche 7½
bis 734, rumäniſche 77½, Ruſſen 77½, polniſche 5½6½
Holländer und Dänen je 8½10½, Belgier 8½9, franzöſiſche
9, Schleſier 88½, bayeriſche 7½48½, norddeutſche 8½8½
Frankfurter Butterpreiſe. Tendenz: freundlich. Aus=
landsbutter
(holl. oder dän.) 1 Faß (50 Kg.) 1,50, ein halb Faß
1,52, in Halbpfundſtücken 1,55, deutſche Butter 1,42 das Pfund im
Großhandelsverkehr.
Berliner Produktenbericht vom 10. Mai. Die Produktenbörſe zeigte
auch am Wochenſchluß ein feſteres Ausſehen. Das Intereſſe konzentrierte
ſich auf den Roggenmarkt. Im handelsrechtlichen Lieferungsgeſchäft er=
gaben
ſich auf Deckungen und Interventionen Preisbeſſerungen bis dier
Mark. Das Angebot in prompter Ware zur Waggonverladung macht
ſich etwas knapper bemerkbar und bisher waren etwa 2 Mark höhere
Preiſe zu erzielen. Weizen hatte ruhiges Geſchäft. Das erſthändige An=
gebot
von Inlandsweizen iſt keineswegs dringlich, angeſichts des wenie
befriedigenden Mehlabſatzes kaufen die Mühlen nur vorſichtig zu etwa
1 Mark höheren Preiſen. Am Lieferungsmarkt ergab ſich die gleiche
Preisbewegung. Weizenmehl liegt bei unveränderten Mühlenofferten
ruhig, Roggenmehl iſt in den Forderungen zum Teil 25 Pfg. erhöht und
vereinzelt beſſer beachtet. Das Angebot in Hafer iſt ausreichend, bei
ſtetigen Preiſen zeigt ſich etwas mehr Kaufluſt. Der Lieferungsmarkt
eröffnete in feſter Haltung. Gerſte hat nur in feinen Qualitäten kleines
Geſchäft.
Frankfurker und Berliner Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 10. Mai.
Nach lebhaftem vorbörslichen Verkehr, vor allem mit Rheinſtahl=
Aktien, eröffnete die Wochenſchlußbörſe in durchaus freundlicher Haltung.
Der feſte Verlauf der Auslandsbörſen regte an. Auch die Belebung an
den Metallmärkten ſtimmte güinſtig. Nachdem die Aufwärtsbewegung
an den Rentenmärkten weiter etwas abflaute, machte ſich für die Aktien=
märkte
ein gewiſſer Optimismus bemerkbar. Der heute veröffentlichte
Monatsbericht der Dresdner Bank ſtimmte ebenfalls günſtig. Auch die
günſtigen Geldmarktverhältniſſe tragen zur Belebung des Marktes bei.
Zum amtlichen Beginn lagen Farben 1 Prozent befeſtigt, von den übri=
gen
Chemiewerten gewannen Deutſche Erdöl 0,25, Rütgers ½ Prozent.
Am Montanmarkte war zunächſt in Rheinſtahl ſtärkeres Geſchäft, die
0,75 Prozent anzogen. Die Bewegung flaute aber ſpäter ab. Von den
übrigen Montanwerten gewannen Stahlverein 0,75, Otavi 0,75 Prozent.
Bankaktien lagen durchſchnittlich gut behauptet. Am Elektromarkte war
für Schuckert größeres Intereſſe vorhanden, die Aktien gewannen im
Verlaufe 1,5 Prozent. Auch Siemens ſtärker und etwas gebeſſert. AEG.
1,25 Prozent höher. Sehr feſt lagen Kaliwerte bei Kursbeſſerungen bis
3 Prozent. Bei der heutigen Notiz iſt der Dividendenabſchlag im Salz=
detfurth
=Konzern zu beachten. Am Zellſtoffmarkt Waldhof 0,25 Prozent
niedriger. Von Warenhausaktien gaben Karſtadt 0,25 Prozent nach.
Kunſtſeidewerte weiter freundlich, auf die bekannten Gerüchte über An=
leiheaufnahmen
1 Prozent höher. Wayß u. Freytag 1,25 Prozent be=
feſtigt
im Hinblick auf die unveränderte Dividende trotz erhöhter Ab=
ſchreibung
. Schiffahrtswerte in Freigabeerwartung befeſtigt, Hapae
0,25, Nordlloyd 1 Prozent höher. Von Einzelwerten gewannen Süd=
deutſche
Zucker 0,5, Metallgeſellſchaft 0,5 Prozent. Am variablen Markt
waren vor allem Reichsbankanteile, ſtärker beachtet und 3,5 Prozent
höher. Im Verlauf der Börſe blieb das Geſchäft zwar klein, die Grund=
ſtimmung
jedoch freundlich. Am Rentenmarkt gaben Altbeſitz 2/₈ Pro=
zent
nach, auch Neubeſitzanleihe angeboten. Schutzgebiete dagegen nach
den letzten Abſchwächungen wieder 0,30 Prozent feſter. Am Geldmarkt
iſt Tagesgeld unverändert leicht bei 3,5 Prozent. Von Deviſen nannte
man Dollar gegen Mark 4,1907½, Pfunde gegen Mark 23,36½/s, London
New York 4,8585.
Berlin, 10. Mai.
Zum Wochenſchluß konnte ſich die Tendenz an den Effektenmärkten
allgemein beſſern. Das Geſchäft erfuhr allerdings zunächſt keine weſent=
liche
Belebung, da es in der Hauptſache in den Händen der Spekulation
lag, die Deckungen und kleine Rückkäufe vornahm. Bevorzugt waren
hierbei die Werte für die auch ſonſt irgendwelche Anregungen vorlagen.
Ueberhaupt war das Geſchäft nach den erſten Kurſen lebhafter. Die
Ausführungen Dr. Brünings in Breslau wurden viel beſprochen und
machten einen guten Eindruck. Später ließ die Umſatztätigkeit wieder
etwas nach und die Höchſtkurſe konnten ſich nicht behaupten. Der Geld=
markt
blieb bei unveränderten Sätzen leicht.

Zie Schuugevrersamer
Die Berpflichkungen des Reie
In Kreiſen der Gläubiger der Schutzgebietsanke
wartung, daß das Reich auf die Schutzgebietsanleihe
gen leiſten werde, die ſeine Leiſtungen an die Bläub
Vorkriegsreichsanleihen auf Grund des Anleiheablöfu
tem überſteigen. Es liegt nach unſeren Informationer
teres auf der Hand, daß es für das Reich ausgeſe
Schutzgebietsanleihe, deren Schuldner es nicht iſt, h.
machen, als es zur Abgeltung ſeiner eigenen Anleihe
Im übrigen ſtehen aber die Reichsbehörden auf dem (
Reich nach dem geltenden Recht überhaupt zu keine=
die
Schutzgebietsanleihe verpflichtet iſt.
Proteſt der Wirtſchaft gegen die neuen Ste
Der Mittelrheiniſche Fabrikantenverein, der die
lenz bis Mannheim umfaßt, hielt in Meinz eine Mit
ab. In ihr wurde Bericht über die neuen Steuerge
ihm heißt es u. a.: Für die geſamte Wirtſchaft bedeu
ſetze eine ſchwere Enttäuſchung, denn ſtatt der in Au
leichterungen der Laſten, tritt eine weitere Laſtenvern
ſo dringend notwendige Senkung der Steuern iſt wie
ſprechen auf das nächſte Jahr verſchoben worden.
der Abbau der erhöhten Umſatzſteuer für die Großl
handels gefordert und dagegen proteſtiert werden, de
werden, dieſe Steuern auf die induſtriellen Lieferfirn

mit

Diehmärkke.

Muteſtiell
d Nrad Jung
Brot= und
jderei erlern.
nn ſofort
jard De0lut
fermeiſte.
fien=Beerfurt
iten. (7.

Auf dem Schweinemarkte in Weinheim a. d Feuſlender
den 10. d. M. waren 345 Tiere zugeführt. Ver /AnSteno
und zwar Milchſchweine das Stück von 304
Stück von 4065 Mk.
Etufelt.

Kleine Wirkſchaftsnachricht
Das den Buderusſchen Eiſenwerken naheſtehende
Frankfurt a. M.=Höchſt, erzielte 1929 nach 96000
ſchreibungen einen Gewinn von 35 000 (6000) RM.,
vortrag von 32000 RM. laut Beſchluß der G.=V.
verbleibenden 3000 RM. wurden zur Bildung einer
wandt.
Die Textilfirma Lenco A.=G., Frankfurt a. M.
Familienbeſitz befindet, beruft ihre Gläubiger zum
langung eines Moratoriums zuſammen.
Die Bilanzſitzung der Chemiſchen Werke vorm
Amöneburg b. Wiesbaden=Biebrich findet am 30. A.
dendenzahlung wird für 1929 noch nicht aufgenom
Im Geſchäftsjahr 1929 der Ruhrgas A.=G., Eſſe
Berückſichtigung der Abſchreibungen und Rückſtellu
RM. gegenüber 609 803 RM. i. V. der Verlu
750 776) RM. weiter um 1619 793 RM. auf insge
Nach dem Bericht der Maſchinenfabrik Eßlinge
des Hauptwerks 1929 trotz der allgemein ungünſt
etwas geſteigert werden.
Zwiſchen den Waggon=Konzernen Linke= Hofma=
waggon
kam nunmehr eine völlige Einigung zuſtan!
des Austauſches Fuchs=Waggon und Waggon=Mey ſh.
Fragen, ſowie über die ſich aus der nunmehrigen Ei
gon=Induſtrie ergebenden Rationaliſierungsmaßnah
Die G.=V. der A.=G. für chemiſche Induſtrie,
erledigte einſtimmig die Regularien. Auf Grund d
trages mit der Sachtleben A.=G. für Bergbau und
gelangt eine Dividende von 5 Prozent zur Verteilu
Die Vereinigung der Verbände ſächſiſcher M
wie wir erfahren, die Lohnabkommen für die Beziu
Chemnitz, Zwickau und Bautzen unter Forderung
zum 30. Juni bzw. 31. Juli d. J. gekündigt.

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Wuder
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Berliner Kursbericht
vom 10. Mai 1930

von

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den geb

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Danatbank
Deutſche Bank u.
Disconto=Geſ.
Dresdner Ban!
Hapag
Hanſa Dampfſch.
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A. E. G.
Bahr. Motorenw.
J. P. Bemberg
Bergmann Elektr.
Berl. Maſch.=Bau
Conti=Gummi
Deutſche Cont. Ga
Deutſche Erdöl

Re
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142.625
143.625
115.75
162.50
15.
168.625
87.
8.
70.375
72.
165.75
100.75

Wiefe ee
J. G. Farben
Gelſenk. Bergw.
Geſ. f.elektr. Untern
HarpenerBergbau
Hoeſch Eiſen
Phil. Holzmann
Kali Aſchersleben
Klöcknerwerke
Köln=Neueſſ. Bgw
Mannesm. Röhr.
Maſch.=Bau=Untn.
Nordd. Wolle
Oberſchleſ. Koksw.
Orenſtein & Koppel

Vfe
182.50
139.7
166.
125.
107.-
100.5c
5
223.2
100.25
105.
105.
76.
87
.
110.37
82.

Man
Rütgerswerke
Salzdetfurth Ka
Leonh. Tietz
Verein. Glanzſto
Verein. Stahlwerke
Weſteregeln. Alkali
Agsb.=Nrnb. Maſch.
Baſalt Linz
Berl. Karlsr. Ind
Hirſch Kupfer
Hohenlohe=Werke
Lindes Eismaſch.
Herm. Poege
VogelTelegr. Drah=
Wanderer=Werke

Mffe
70.625
Af
150.
150.75
977.
226.50
81.
33.-
36.
*.
166.50
18.;
80.
49.875

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2/Schwei,
Spanie
C.s
Danzi
Japan
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en
Konſtantinopell1
20. 383/Kairo
Kanada
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JFsland
Tallinn (Eſtl./1
16.455 Riga

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R. 32
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Frankfurter Kursbericht vom 10. Mai 1930.

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68 Baden.. .....
8
39 Bahern.....
...."
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Heſſen v. 28
1. 2
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anl
. . . . . . . .. . . .
8o
Sachſen ...."
.....
72 Thüringen .

Dtſche. Anl. Auslo
ingsſch. +
lblöſungsanl. . .
Dtſche. Anl. Ablö=
ſungsſch
. (Neub.

Dtſche. Schutzge
bietsanleihe ...

8
Baden=Bader
6% Berlin ......
g Darmſtadt v. 2
v. 28
Frankf. a. M.

Mainz.. . . . .
O Mannheim. ..
8%0 Nürnberg. . ..

8% Heſſ. Landesbl.
Goldpfbr. . . ..
6OI
Goldobl.
4½% Heſſ. Lds.=
Hyp.=Bk.=Liquid
Pfbr. . . . . . . . .
2 Preuß. Lds
pfbr.=Anſt. Gold=
Pfbr. . . . . . . . .
Goldobl.
6
8% Darmſt. Komn
Landesbk. Goldobl.
Kaſſeler Land. Goldpfbr..

103
87.25
83.;
100.75
84.7
93
94.9
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Rf

59.6
11.8
4.6

81.5

89.75
93.5

99
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101
96
96
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8% Naſſ. Landesbk.
Goldpfbr. .. . .
4½% Obl

Dt. Komm. Sam
mel=Ablöſ.=Anl
FAusl. Ser.
Ser, I.
Dt. Komm. Samm.
Abl. (Neubeſitz).

180 Berl. Hhp.=Bk
o Liqu.=Pfbr.
4½
Frkf. Hyp.=Bk.
4½% Lig. Pfbr
Pfbr.=Bk.
410 Lig. Pfbr..
180 Mein. Hyp.=Bk.
Lig. Pfbr..
7ſ0
8%
Pfälz. Hyp.=Bk.
O Lig. Pfbr.
8% Preuß. Boden=
d
.=Bank ..."

g Lig. Pfbr.
82
Freuß. Centrl.
zodener.=Bank

o Lig. Pfbr
v Rhein. Hyp. B!
Lig. Pfbr.
6 Rhein.=Weſtf.
zd.=Credit .. . .
Südd. Bod.
d.=Bank ...."
Lig. Pfbr.
8
8% Württ. Hhp.=B.
6 Daimler=Benz
% Dt. Linol. Werk
klöckner=Werke
Kainkraftwerke
2a Mitteld, Stahl
werke .. .. . . .."
2 Salzmann u. Co.
%Ver. Stahlwerke
18%0 VoigtckHäffner

100
83.25

57.5

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100.5
84. 7!
100.5
85.9
100.5
100.5
89.1
100.5
86.25
100

101
93.7
100.5
85.5
103
1ox
101

75.5

97

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90.25
96

J. G. Farben Bonds /110

50 Bosn. L.E.B
L.Inveſt.
4½% Oſt. Schatz
inw. . . . . . . . . . .
Oſt. Goldrente
5 %vereinh. Numän
4½½

Türk. Admin.
1. Bagdad
Bollanl.
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ungarn 1913
1914
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Goldr.
1910
42
Altien
Alg. Kunſtziide Unie
AEG. Stamm.. . .
AndregeNoris Bahn
Baſt Nürnberg ..
Bemberg J. P...
Bergm. El.=Werke.
BrownBoverickCie.
Brüning & Sohn .
,Buderus Eiſen.. ..
Eemen: Heidelberg
arlſtadt
G. Chemie, Baſel
Chem. Werke Albert
Chade ..........
KContin. Gummiw.
Linoleum
Daimler=Benz A. G.
Dt. Atl. Telegr. ..
Eiſenh. Berlin
Erdöl ......"
Gold= u. Silb.
ſcheide=Anſtalt
Linoleumwer
Dyckerhoff u. Wid
mann .. . . . . .."
Eichbaum=Werger
Elektr. Licht u. Kraft
Liefer=Gef.

33.5
33.5
42.5
9.75
9.7
8
6.85

116.75
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123.5
132
127

135
42.:
201.5
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170

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102
151
173

Eſchw. Bergwerk..
EßlingenMaſchinen
Ettlingen Spinnere
J. G. Farbeninduſtr.
Feinmech. (Jetter)
Felt. & Guilleaum
Frkft. Gas ......"
Hof.......

Geiling ECie. ...
Gelſenk. Bergwerk
Geſ. f. elektr. Unter=
nehmungen
.. .
Goldſchmidt Th. .
Gritzner Maſchiner
Grün & Bilfinger
Hafenmühle Frkft.
Hammerſen (Osn.
Harpener Bergbau
Henninger, Kempf
HilpertArmaturfbr
Hindrichs=Aufferm
Hirſch Kupfer. . . .
Hochtief Eſſen ...."
Holzmann, Phil.
Holzverk.=Induſtrie
Ilſe Bergb. Stamm
denüſſe
Junghans Stamm
Kali Chemie.. . . ..
Aſchersleben
Salzdetfurth
Weſteregeln
Kammgarnſpinn.
Karſtadt, R... . . . .
Klein, Schanzlin ..
Klöcknerwerke ...
Lahmeyer & Co.
Lech, Augsburg ..!"
Löwenbr. Münch.
Lüdenſcheid Metall
Lutz Gebr. Darmſt.
Mainkr.=W. Höchſt
Mainz. Akt.=Br. . . . 178

112
105
182.

170
51
158.25

67
36.5
182
110
124.75
110
*
96.7
99.7
83.5
216
19.7!
44.9
1585
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393.25
27.5
101
135

167.7
106.9
56
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Mannesm.=Röhren
Mansfeld Bergb.
Metallgeſ. Frankf.. I.
Miag, Mühlenba=
MontecatiniMaild.
Motoren Darmſtadt
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Oberurſel/.

Nicolay, Hofbr. ..
Nürnberger Brauh
Oberbedarf ....."
Otavi Minen ....
Phönix Bergbau ..
Reiniger, Gebb. .
Rh. Braunkohlen".
Elektr. Stamm
Stahlwerke. . .
Riebeck Montan.
Roeder Gb. Darmſt.
Rütgerswerke ...
Sachtleben A. G.
Salzw. Heill
Schöfferhof=Bin
Schramm, Lackfabr
iftg. Stempel.
Schr
Echuckert
urchen,
Schwarz=E
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em. Glasin
emens & Halske
trohſtoff. Ver. .
Südd. Immobilie
ſucker=2

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179
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Tellus Bergbau ... 1108.5
Thür. Liefer.=Geſ..110
Tucher=Brauerei.
Unterfranken ... .. 93.75
Veithwerke ....."
Ver. f. Chem. Ind./ 79
Laurahütte ..
91
Stahlwerke .."
Ultramarin . . . 148,5
Zellſt. Berlin../ 9
Vogtländ. Maſchin. 68.5
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[ ][  ][ ]

Sonntag, den 11. Mai 1930

Seite 11

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Sonntag, den 11. Mai 1930

leite 13

Ne und Ausland.
en der Vogelweide- Zeier.

Mit der Ehrung Walthers
de vor ſeinem Denkmal auf
Keſidenzplatz, der in feſtlichem
nahm das Walther=von= der=
in
Würzburg ſeinen Anfang.
par dicht beſetzt. Eingeleitet
durch den Knabenchor der
er Schulen, der das Bekennt=
tung
Walthers zum Vortrag
ſech nd wurde der Willkommen=
ltſcher
Sprache von dem Kna=
ſur
!. Die Reihe der Ehrungen
eünenminiſter Dr. Wirth im
Reichsregierung, der Wal=
lweide
als den Sänger deut=
ſunsh
deutſchen Heimat feierte. Für
ſchss latsregierung legte Kultus=
enberger
einen Lorbeerkranz
Bundeskanzler a. D. Streeru=
i
: öſterreichiſche Bundesregie=
hies
an den Feſtakt vor dem Denk=
ſis
der Vogelweide fand im Kai=
z
die Morgenfeier ſtatt. In
inſprache führte Oberbürger=
aus
, daß die Stadt Würz=
ic
hrenpflicht gehalten habe, am
00, ſeit dem Hinſcheiden des
os vorüberzugehen. An Wal=
lweide
zu erinnern, ſei eine
er ſei der Mann, der das
ammeszugehörigkeit und über
Politik geſtellt habe. Univer=
Schröder=Würzburg zeichnete
Feſtvortrag ein Bild Wal=
elweide
.

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cher Seeverein.
mmlung des Deutſchen See=
29. Mai, am Himmelfahrts=
tt
. Um den Mitgliedern und
die Möglichkeit zur Teil=
internimmt
der Provinzver=
utſchen
Seevereins eine Son=
die
drei Hanſeſtädte Lübeck,
beſucht werden. Von Bremen
eſichtigung der Stadt eine
haven ſtatt, wo vorausſicht=
ſchnelldampfer
Bremen ſo=
altigen
Hafenanlagen beſich=
dem
Dampfer Roland, der
t, geht es nach Helgoland,
e Skagerrak=Gedenkfeier am
ttfindet. Ueber Bremen wird
nds die Rückfahrt nach Ber=
28 Fährunglück.
kmit drei Pferden
verſchwunden.
Ein Fährunglück, das beinahe
eben gekoſtet hätte, ereignete
mittag, kurz vor 4 Uhr, auf
dshut-Konſtanz. Die Fähre
Ufer mit einem beladenen
mit den drei Pferden, dem
m Bauern ſowie einer Frau
erlaſſen und befand ſich kurz
hen Ufer. Wohl infolge des
und der dadurch hervorge=
mung
des Rheines brach der
dem das Querſeil befeſtigt
ile wurden dadurch gelockert,
ur Seite und alles, was ſich
urde in den hochgehenden
idert. Die beiden Männer
r Anſtrengung ſchwimmend
Ufer erreichen, ebenſo ein
klammerte ſich an das un=
ik
und wurde vom Strom
kann konnte ſchließlich einen
nd der Frau folgen. Ober=
ig
konnte er die Unglückliche,
jahe war, bergen. Auch das
nnte dem Strom entriſſen
Pferde kämpften gegen die
aber ſchließlich von dem
in die Tiefe geriſſen.
etzDünkirchen verunglückt.
Schnellzug MetzDünkirchen
Longuyon bei Nancy ver=
notive
und die drei erſten
Einige Reiſende erlitten
ſachſchaden iſt bedeutend. Der
recke war unterbrochen und
Stunden wieder aufgenom=

A lient richket die neuen
U von Philadelphia
hieago ein.

eſeler,
ger Zeiß=Werke, wurde na
n die neuen Planetarien ir

Meago nach deutſchem Muſte
Ndltichten.

Walther von der Vogelweide
Das Luſamgärtlein in Würzburg,
nach der Darſtellung der Maneſſiſchen Handſchrift.
wo Walther von der Vogelweide 1230 beigeſetzt wurde.
In dieſem Monat feiert die ganze deutſchſprachige Welt den 700. Todestag des größten Dichters des deutſchen Mittelalters Walther von der Vogel=
weide
(11701230). Seine Gedichte bedeuten den Höhepunkt des Minneſangs und ſpiegeln zugleich getreu die politiſchen Zuſtände ſeiner Zeit.

Neue deutſche Gedenkmünzen.

Oben: Das neue Dreimarkſtück zum 700. Todestage Walthers von der Vogelweide
(Entwurf: Edmund Smith),
Unten: Das neue Fünfmarkſtück zum Gedenken an den Weltflug des Graf Zeppelin
(Entwurf: Franz Kriſchker),
die demnächſt in den Verkehr gegeben werden.

Das Schachtunglück von Vienenburg.

Die Folgen des Waſſereinbruchs im Kali=
verk
Vienenburg ſcheinen, wie wir von unter=
ichteter
Seite erfahren, übertrieben geſchildert
zu ſein. Ob der Betrieb eingeſtellt werden muß
der aufrecht erhalten werden kann, wird davon
bhängen, ob die Rieſenzuflüſſe von Waſſer ſich
ſortſetzen oder ſich von ſelbſt verſtopfen. Die Ver=
nderungen
werden fortlaufend unterſucht. Daß
in Waſſereinbruch in ſolcher Form auftreten
onnte, kommt daher, daß von den Anlegern
es Bergwerks ſeinerzeit Fehler gemacht worden
ind. Die Geſellſchaft iſt erſt 1906 vom preußi=
chen
Staat übernommen worden. Heute würde
nan die Schächte ganz anders anlegen, als ſie
amals angelegt worden ſind. Von den Inge=
ieuren
der Preußag ſind Meſſungen und Unter=
ſchungen
der weiteren Umgebung Vienenburgs
orgenommen worden. Dabei hat ſich herausge=
tellt
, daß der Waſſereinbruch durch den Okerfluß
ſerurſacht worden iſt, der in der Nähe des
Brockens entſpringt, und der bei der Ortſchaft
Wiedelah ſeit einigen Tagen verſiegt iſt. Offen=
ar
hat das Flüßchen eine unterirdiſche Höhlung
n der Nähe der Gruben angefüllt, ſo daß das
Laſſer von dort ſich einen Durchbruch nach dem
ſchacht 1 geſucht hat. Die Frage iſt nun, ob es
elingen wird, eine Umleitung der Oker herzu=
tellen
, oder die Einbruchsſtelle derartig nach un=
en
hin abzudämmen, daß in Zukunft weitere
durchbrüche des Fluſſes vermieden werden
önnen. Die Grubenleitung ſoll entſchloſſen ſein,
je Rettung der Schächte unter allen Umſtänden
u verſuchen. Geſtern früh wurde bekannt gege=
en
, daß von der 450 Mann ſtarken Belegſchaft
er drei Schächte 100 Arbeiter ſofort nach Bleiche=
ode
verſetzt und von der dortigen Grubenver=
daltung
übernommen werden ſollen.

Große Ueberſchwemmungen auf Ceylon.
Der nördliche Teil von Colombo auf der
Inſel Ceylon iſt von großen Ueberſchwemmungen
heimgeſucht worden. Zehntauſend Menſchen ſind
obdachlos. Die Kraftſtation ſteht völlig unter
Waſſer und iſt außer Betrieb geſetzt.

Großangelegte Betrügereien eines General=
Direktors.
Berlin. Die Kriminalpolizei fahndet zur=
zeit
nach dem Generaldirektor Kreſſe aus Steglitz,
der nach Verübung zahlloſer Aktienſchwindeleien
und Veruntreuungen im Geſamtwert von über
1 Million Mark geflüchtet iſt. Er hatte mit einer
Frau Erna K. in der Faſanenſtraße 64 die Firma
Erdöl=A.=G. Woytowa und Informator=A.=G.
betrieben. Die Frau wurde am Freitag unter
dem Verdacht der Mitwiſſerſchaft feſtgenommen.
Kreſſes Verfehlungen reichen bis in das Jahr
1920 zurück. Er hat wertloſe Aktien von Schein=
unternehmungen
herſtellen laſſen und in den
Handel gebracht. Soweit bisher ermittelt wer=
den
konnte, hat er wertloſe Aktien im Betrage
von über 600 000 Mark verkauft.
Sechzehn Perſonen bei Murmanſk ermordet.
Kowno. Wie aus Moskau amtlich be=
richtet
wird, wurden auf der Bahnſtation Scha=
jugun
, in der Nähe von Murmanſk, 16 Perſonen,
darunter acht Frauen und vier Kinder, ermordet
aufgefunden. Die Mörder ſind entkommen.
Die Brandkataſtrophe von Bayonne.
New York. Den vereinigten Bemühungen
der Feuerwehren von New York und New Jerſey
iſt es bisher nicht gelungen, der Feuersbrunſt
Herr zu werden, die in der Stadt Bayonne, im
Staate New Jerſey, infolge der Exploſion eines
Petroleumdepots ausgebrochen iſt. Die unge=
heuren
, Waſſermaſſen, die aus zahlreichen
Schlauchleitungen über das Petroleum gegoſſen
wurden, ſcheinen völlig wirkungslos geblieben zu
ſein. Die Gefahr wird dadurch erhöht, daß ein
ſtarker Wind in der Richtung auf die Stadt und
mehrere andere große Petroleumbehälter weht.
Außerdem befinden ſich in der Nähe der Brand=
ſtätte
ein chemiſches Werk, eine Pulverfabrik und
mehrere große Kohlenlager. Der Hafen von
Bayonne iſt von allen Schiffen geräumt worden.
Sämtliche Geſchäfte, Schulen uſw. ſind geſchloſſen.
Die Bevölkerung von etwa 100 000 Menſchen iſt
aufgefordert worden, ſich zur ſchleunigen Räu=
mung
ihrer Häuſer bereitzuhalten.

Skurm auf das Gerichtsgebände
von Grayſon.
Sherman (Texas). Hunderte von Per=
ſonen
unternahmen einen wütenden Angriff auf
das Gerichtsgebäude von Grayſon County, um
einen Neger zu lynchen, der des Angriffes auf
eine weiße Frau beſchuldigt war. Einige Wald=
hüter
und die Lokalpolizei ſchlugen den erſten
Angriff zurück. Darauf goß die Menge in das
Erdgeſchoß des Gebäudes etwa 50 Liter Gaſolin
und entzündete es, nachdem ſie vergeblich verſucht
hatte, das Gebäude mit Dynamit zu ſprengen.
Die Verteidiger des Gefängniſſes, die die An=
weiſung
hatten, nicht in die Menge hineinzu=
feuern
. benutzten zuerſt Tränengas und gaben
dann Schüſſe in die Luft ab, ehe die Menge die
Oberhand gewann. Die Flammen züngelten bis
unter das Büro des Staatsanwalts empor, wo
der Neger ſicherheitshalber in die Gewölbe ein=
geſchloſſen
war. Die durch Zulauf aus den Nach=
barorten
raſch anwachſende Menge durchſchnitt
der zur Löſchung des Brandes herbeigerufenen
Feuerwehr die Schläuche, und das Gerichtsge=
bäude
war bald ein einziges Flammenmeer.
Während dieſer Vorgänge war die Landſtraße
mit Automobilen voller Neugierigen, die aus
der Umgebung herbeigeeilt waren, angefüllt:
Kurz nach 3 Uhr nachmittags war das Gerichts=
gebäude
ſo gut wie zerſtört. Der Neger iſt in
dem brennenden Gebäude ums Leben gekommen.
Zu dem Gefängnisbrand in Grayſon wird
ergänzend berichtet, daß es am geſtrigen Vor=
mittag
zu ſchweren Zuſammenſtößen zwiſchen Po=
lizei
und Bevölkerung vor dem abgebrannten
Gefängnisgebäude kam. Der Neger Hughes ver=
brannte
bei lebendigem Leibe im Keller des
Gefängniſſes. Der Leichnam wurde von der
Menge auf die Straße gezogen, an ein Auto be=
feſtigt
und durch die Straßen geſchleift. Zwei=
tauſend
Neger ſind aus Angſt vor Lynchverſuchen
aus der Stadt geflohen. Die Polizei hat Ver=
ſtärkung
erhalten.
Furchtbares Unglück bei einem Autorennen.
London. Bei dem am Freitag vormittag
begonnenen. Internationalen Automobilrennen
auf der Rennbahn in Brookland ereignete ſich
abends ein ſchweres Unglück. Kurz vor 19 Uhr
ſtießen zwei Seite an Seite fahrende Talbot=
Wagen, als ein vor einem der beiden Wagen
befindliches anderes Rennauto plötzlich ins Rut=
ſchen
geriet, zuſammen. Einer der Talbot=Wagen
überſchlug ſich, während der andere 20 Schritte
weiter in eine große Zuſchauermenge hinein=
fuhr
. Zwei Perſonen wurden auf der Stelle ge=
tötet
und mindeſtens ein Dutzend zum Teil
ſchwer verletzt. Der Führer des Autos und der
Mechaniker kamen mit dem Lehen davon.
Molorrad-Rekordfahrer
Karl Stegmann ködlich verunglückk.

Karl Stegmann=Neuölsnitz,
der erſt vor wenigen Wochen den Großen Preis
von Ungarn gewann, ſtürzte beim Training zu
dem Prager Bergrennen Königſal-Jilowiſcht
und ſtarb an den ſchweren Verletzungen. Der
deutſche Motorſport hat in ihm einen ſeiner
beſten Fahrer verloren.

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Sonntag, den 11. Mai 1930

Seite 15

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Is Frank Wedekind mit der
enfreundes niederschrieb und
ste des Anklägers zum Forum
D=ffentlichkeit trat.
zn Hanptrollen:
uta. da vck, Rolf von Goth,
ha fernhard Goetzke,
HE Is, Fritz Rasp 1. a.
Hund aktuelle Belprogramm.
jeginn 2 Uhr.
Eiserne

=

räüinder 1

Ein fröhliches Spiel, in dem zwei Herzen im Dreivierteltakt
tanzen. Und diese drei Viertel des Walzertaktes sind
Ein viertel Frühling, ein viertel Wein
Ein vlertel Liebe, verliebt muß man sein
In den Hauptrollen spielen, sprechen und singen: Gretl
Theimer, Irene Eisinger, Willi Forst, Walter Janssen,
Sgöke Szakall, Panl Hörbiger.
Kompositionen von Rob. Stolz mit den berühmten Schlagern
Zwel Herzen im ³⁄.-Takt‟ (Walzer)
Auch Du wirst mich einstbetrügen‟ (Slow-Fox)
In Wien, wo der Wein und der Walzer
blüht‟ (Wiener Lied)
In Deinen Augen llegt das Herz von Wlen‟
(Slow-Fox)
Dazu das bunte und aktuelle Beiprogramm
Beginn 2 Uhr.
Ingendliche zugelassen.


In6
Dieser Film bringt:
Pat u. Patachon als Manne guins
Pat u. Patachon auf Schmelings-Pfaden
Pat u. Patachon als Bananenverkäufer
Pat u. Patachon im Geisterhaus
Wer die tollen Streiche dieser Beiden nich‟
miterlebt, hat sich um zwei lustige Stunden
betrogen.

Gkadk Maloga.
Mtaut Mafage
Heuke: Unkerhalkungsmufik.
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Dazu das aktuelle und bunte Beiprogramm.
Jngendliche zugelassen.
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Kehr (Klarinette), Siebert (Bratsche), Wischert
(Fagott), Zimolong (Horn), Konzertsänger Gruß
(Tenor), Klavier und Gesangs-Pädagoge Franz
Müller (am Flügel), Männer- und Knabenchor
der Cäcilia‟ (Chordirektor: Wilhelm Leverer).

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3. Verloſung.
Der Vorſtand.

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Die Angehörigen des I. Bataillons
des früheren Landwehr=Infanterie= Regi=
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Nr. 116 begehen am
Sonntag, den 18. Mai 1930.
von vormittags 11½ Uhr ab in Pfung=
ſtadt
, im Gaſthaus Zum Rheiniſchen
Hof (Inhaber Val. Koch) eine
Wiederſehensfeier,
zu der alle Kameraden herzlichſt einge=
laden
ſind. Abfahrtszeiten ab Darm=
ſtadt
: 10.20, 11.46, 1.30; ab Bensheim:
1032, 12.49. Der vorbereit, Ausſchuß.
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[ ][  ][ ]

Seite 16

Sonntag, den 11. Mai 1930

Deatſchland -England 3:3 (1:2
Die Prüfung beſtanden. 50 000 ſehen einen prächtigen Kampf gegen die engliſchen Profeſſionals.
Ecken 6:4 für Deutſchland. 8 Minuken vor Schluß fällt der Ausgleich für England.

A. Hofmann ſchießt die drei Tore.
Endlich wurde der langjährige Wunſch, einmal unſere National=
mannſchaft
im Kampf mit der engliſchen Fußball=Elf zu ſehen zur
Wirklichkeit. Das Treffen in Berlin wurde zum Ereignis des Jahres
im Fußballſport. Bereits zu früher Nachmittagsſtunde pilgerten Aber=
tanſende
hinaus zu dem Grunewald=Stadion. In den Anmarſchſtraßen
zum Stadion herrſchte ein beängſtigendes Gedränge: Autos, Straßen=
bahnen
, Omnibuſſe moderne und auch vorſintflutliche Vehikels, dazwi=
ſchen
Fußgänger, alles haſtete dem Stadion zu. Das Stadion ſelbſt war
ausverkauft. Dieſe Situation wurde ſelbſtverſtändlich von wilden Kar=
tenaufkäufern
weidlich ausgenützt. Insgeſamt waren 47000 Karten ab=
geſetzt
worden, deren Gegenwert 70 000 Mark betrug. Eine impoſante
Summe, die jedoch noch unter der Einnahme des Länderſpiels gegen
Italien in Frankfurt blieb. Nach Abzug aller Speſen, worunter auch
eine 15prozentige Luſtbarkeitsſteuer fiel, dürften die Engländer bei
ihrer 50prozentigen Beteiligung an der Reineinnahme immerhin noch
30 000 Mark erhalten haben ein ganz reſpektables Sümmchen.
Die engliſche Hymne erklingt 50 000 Zuſchauer erheben ſich; die
engliſche Elf betritt den Platz; lebhafter Beifall empfängt ſie. Einige
Minuten ſpäter erſcheinen die Deutſchen das Deutſchlandlied erklingt,
das die 50 000 ſtehend mitſingen. Die Engländer in beiger Bluſe und
ſchwarzer Hoſe, die Unſrigen in roter Hoſe mit weißem Jerſey.
Der Kampf beginnt
in der gemeldeten Aufſtellung. England hat Anſtoß und liegt ſofort im
Angriff. Stubb muß klären; eine Kombination BergmaierPöttinger
wird abgeſtoppt. Pöttinger hat dann eine Karambolage mit einem eng=
liſchen
Verteidiger, der vorübergehend matt iſt. Die erſte Ecke für
Deutſchland wird von Bergmaier in das Aus getreten. Die Vertreter
des Inſelreichs ſind leicht überlegen und unſere Verteidigung erhält
Arbeit, die ſie aber ſicher erledigt. Kreß im Tor verliert nie ſeine
Nuhe und beweiſt ſeine große Form überzeugend. Deutſchland kommt
in den engliſchen Strafraum; Goddall wehrt bis zur Mitte; der Mittel=
ſtürmer
paßt zu Bradford, deſſen flacher Schuß, unhaltbar für Kreß,
ins deutſche Tor ſauſt.
England führt 1:0.
Das war in der 8. Minute. Deutſchland kommt nun auf, wiederholt
brenzliche Situationen vor dem engliſchen Heiligtum; die Ecken für
Deutſchland mehren ſich, doch die deutſchen Stürmer müſſen erſt noch
lernen, verwandelbare Ecken zu ſchießen. Vor dem gegneriſchen Tor
iſt die ausgezeichnete Verteidigung auf dem Poſten. Leinberger bedient
etwas zu einſeitig die rechte Sturmhälfte. Auch den Engländern bleibt
bei den ſtets gefährlichen Angriffen ein Erfolg verſagt. Das deutſche
Hintertrio iſt bombenſicher. Ende der 22. Minute erwiſcht der Meeraner.
den Ball, ein ſchneller Start aufs Tor, mit unheimlicher Wucht knallt er
den Ball aufs Tor, der durch zahlreiche engliſche Beine hindurch in den
Maſchen landet.
1:1.
Darüber ſind die Engländer ganz verblüfft. Die Begeiſterung der
Zuſchauer will ſich nicht legen. Der engliſche Mittelläufer verſucht nun
ſein Glück mit Weitſchüſſen, die aber von Kreß gemeiſtert werden. Eng=
land
holt eine Ecke auf, aber auch der deutſche Sturm kommt zu eini=
gen
Chancen, doch vermißt man den herzhaften Schuß. Einen Weit=
ſchuß
Bradfords in der 31. Minute kann Kreß nicht bannen und
England führt erneut 2:1.
Dabei bleibt es auch bis zur Pauſe.
Die zweite Spielhälfte beginnt bei leichtem Regen, der Boden iſt
überaus glatt und ſetzt ebenfalls den Spielern zu. Unſere Spieler ſind
jetzt ſchneller und wirkungsvoller in ihren Aktionen. Ausgezeichnet ſind
Bergmaiers Dribblings, er verſteht ſich jetzt ausgezeichnet mit Pöttin=
ger
. Auch unſere Linke kommt zur Geltung. Bergmaier zieht mit
einem Bals davon, flankt vorbildlich zur Mitte, der Ball wird von L.
Hofmann aufgenommen, zu R. Hofmann weitergegeben, Richards Schuß
iſt unhaltbar 2:2.
Hibbs iſt zum zweitenmal geſchlagen,
und das nach 5 Minuten. Jetzt drehen die Deutſchen mächtig auf. Bei
England macht ſich das Fehlen von Marsden bemerkbar, der aufgeben
mußte und, da die Engländer vorher darauf beſtanden, nicht erſetzt
werden darf. Richard Hofmanns wuchtiger Schuß landet einmal bei
Goodall, der vorübergehend halb groggy pauſieren muß. In der 15.
Minute kommt eine Flanke von Leinberger zu Wiggerl=Hofmann, dieſer
flankt zu R. Hofmann und der 3. Treffer iſt fällig.
Deutſchland führt 3:2,
und ein ohrenbetäubender Jubel ſetzt ein. Das hatte niemand erwartet.
Die Engländer werden ſichtlich nervös. Kuzorra und Bergmaier ver=
ſchießen
wiederholt. Auch die Engländer haben verſchiedentlich Schuß=
pech
, oder Kreß hält ausgezeichnet. Auch Stubb und Schütz paradieren
prachtvoll. Langſam ſteigt die Hoffnung auf einen deutſchen Sieg auf,
wenn ſich auch die Engländer mit aller Macht vorwerfen. Der Erfolg
bleibt nicht aus. Wadſon kommt in der 42. Minute durch, noch im
Fallen erwiſcht er eine Flanke mit dem Kopf und verwandelt ſie unhalt=
bar
für Kreß.
Der Ausgleich 3:3 iſt erreicht.
Die Schlußminuten werden durch ſchnelle Vorſtöße ausgefüllt, und ſchon
ertönt der Schlußpfiff, ehe eine der Parteien den Führungstreffer buchen
konnte. Der Kampf iſt zu Ende, das Publikum dringt auf den Platz
und trägt die deutſchen Spieler unter lautem Beifall nach dem Eingang.
Wie ſie ſpielten . . .
Im Kampf mit dem ſchwerſten Gegner, dem ſie je gegenüberſtand,
hat die deutſche Nationalmannſchaft ein ehrenvolles Unentſchieden erſtrit=
ten
. Die engliſchen Berufsſpieler die mit ihrer ſtärſten Mannſchaft nach
Berlin gekommen waren, enttäuſchten nicht. Was ſie zeigten, hat man
bislang in Deutſchland wohl in gleicher Qualität kaum geſehen. Pracht=
voll
war ihr variables, exaktes Kombinationsſpiel, präziſe kamen die
Torſchüſſe und ein Genuß waren ihre taktiſchen Feinheiten. Kaum ein
Mann in dieſer Elitemannſchaft, vom Torwart Hibbs angefangen über
die ſchnellen Verteidiger und die klugen Läufer hinweg bis zu den gro=
ßen
Stürmern Jack, Watſon uſw., war ſchwach, alle überragten den
Durchſchnitt. Und doch mußten ſie ſich im Kampf mit der deutſchen
Mannſchaft mit einem Unentſchieden begnügen. Dieſes Unentſchieden
war für die deutſche Elf ſehr ehrenvoll, aber auch durchaus verdient.
In der erſten Halbzeit wies das Spiel der Deutſchen noch einige Mängel
auf. Der rechte Sturmflügel war ſchwach, Kuzorra konnte ſich nicht

Darmſtädter Sporikalender.
Handball.
Zwiſchenrunde um die Deutſche Meiſterſchaft.
16.00 Uhr. Stadion:
Sp.=V. 98 Darmſtadt Pol.=Sp.=V.
Hamburg.
11.00 Uhr, Maulbeerallee: Merck Germania Pfungſtadt.
14.00 Uhr, Rennbahn:
Tgde. Beſſungen T.=V. Pfungſtadt.
Fußball.
17.30 Uhr, Polizei=Sp.=Pl.: Walldorf Urberach (Entſcheidungs=
Spiel).
Ringen.
10.00 Uhr, Pol.=Sp.=Halle: Deutſche Eiche Roßdorf Fürth 09.

durchſetzen, und die Läuferreihe mußte ſich mit einem Defenſivſpiel be=
gnügen
. Aber nach der Pauſe wuchs das Spiel der Deutſchen zu einer
vollkommenen Ebenbürtigkeit mit dem Gegner. Jetzt war auch in der
deutſchen Mannſchaft keine Schwäche mehr zu finden. Die beiden ſtärk=
ſten
Sipeler waren Kreß und Hofmann=Dresden. Kreß arbeitete mit
verblüffender Ruhe, hielt zahlloſe Schüſſe der Engländer und war oft
noch Retter, wenn man den Ball ſchon in den Maſchen des deutſchen
Tores glaubte. Und Richard Hofmann ſorgte mit drei Bombenſchüſſen
dafür, daß den drei Erfolgen der Engländer auch drei deutſche entgegen=
ſtanden
. Aber nicht nur ſchußgewaltig, ſondern auch techniſch und tak=
tiſch
war das Spiel von Richard Hofmann glänzend. Dieſen beiden Leu=
ten
kam der Verteidiger Stubb, kam auch Leinberger am nächſten.
Stubb war wieder blitzſchnell, ein wenig hart, aber doch oft Retter in
höchſter Gefahr. Schütz hatte in der erſten Halbzeit einige ſchwache Mo=
mente
, lief aber nach der Pauſe auch zu beſter Form auf. Die deutſche
Läuferreihe Heidkamp=Leinberger=Mantel verdient ein Geſamtlob. Sie
arbeiteten unermüdlich. Im Sturm war Bergmaier nach der Pauſe ſehr
gut, Pöttinger und Kuzorra hatten nicht genug Durchſchlagskraft, tech=
niſch
ſpielten ſie recht gut. Der gefährlichſte Teil des Angriffs war
natürlich der linke Flügel, der leider erſt nach der Pauſe voll eingeſetzt
wurde.
69
M9.b. 103s Mademiſchee Surrraind.
Der 2. Leichtathlekik=Klubkampf.
Es iſt in dieſem Jahre zum zweiten Male, daß die beiden hieſigen
in der Leichtathletik führenden Vereine einen Klubkampf austragen
werden. Im Juli vergangenen Jahres fand auf Anregung des Sport=
vereins
98 die erſte derartige Veranſtaltung auf dem Stadion am Böl=
lenfalltor
ſtatt, die intereſſante Kämpfe und gute Ergebniſſe, beſonders
in Wurfkonkurrenzen, brachte. Der A. S.C. mußte damals auf einige
ſeiner beſten Leute, vor allem Schilgen und Gaß, verzichten, ſo daß die
98er leicht Sieger blieben. Dieſes Jahr wird der Klubkampf am
Sonntag, den 18. Mai, auf dem Hochſchulſtadion
ausgetragen. In Darmſtadt, der ſüddeutſchen Handball=Hochburg, ſtehen
große Handballſpiele beim Publikum begreiflicherweiſe im Vordergrund
des Intereſſes und die leichtathletiſchen Veranſtaltungen ſtehen noch
etwas zurück. Zu unrecht, denn wir haben neben dem guten Durch=
ſchnitt
einige hervorragende Leichtathleten in Darmſtadt, deren Namen
auch im übrigen Deutſchland und im Auslande bekannt ſind: Söllinger,
Engelhardt und Schilgen. Darum iſt mit Recht zu hoffen, daß der Klub=
kampf
in Darmſtadt ſtärkſten Beſuch aufweiſen wird. Dieſer empfiehlt
bei ſehr niedrig gehaltenen Eintrittspreiſen auch ſchon des=
ſich

halb, da das Hochſchulſtadion ſich anſchickt, in einem neuen, ſchönen Ge=
wande
zu ſtrahlen für die kommenden ſtudentiſchen Weltmeiſterſchaften.
So kann dieſes leichtathletiſche Treffen als Weihe der erweiterten und
verbeſſerten Laufbahn gelten. Das Programm wird noch bekannt ge=
geben
.
Handball.
T. u. Sp.V. BraunshardtPoſt Frankfurt.
Die Mannſchaft des Turn= und Sportvereins Braunshardt
hat bekanntlich in den diesjährigen Verbandsſpielen die 4= Meiſter=
ſchaft
des Kreiſes Starkenburg an ſich gebracht und ſich damit die
Teilnahme an den Aufſtiegſpielen zur Ligaklaſſe geſichert. Dieſe
Spiele nehmen am kommenden Sonntag ihren Anfang und ſchon
als Teilnehmer außer den beiden oben genannten Mannſchaften
noch Eintracht Frankfurt und Sp.Cl. Dietzenbach. Die Frank=
furter
Mannſchaften, wohl die ſpielſtärkſten, werden beide ver=
ſuchen
ſich den Aufſtieg zur Liga zu erringen. Nichtsdeſtoweniger
wird Braunshardt ſich nicht ſchon vorher als geſchlagen bekennen;
vielmehr wird es alles aufbieten, ſich einen günſtigen Platz zu er=
kämpfen
. Wenn auch der Gegner des ſonntäglichen Spieles, der
Poſtſportverein Frankfurt, vielleicht eine größere Spielerfahrung
aufweiſen kann, ſo gleicht doch großer Eifer und reſtloſe Hingabe
im Spiel manches aus. Findet ſich die Platzmannſchaft ſo gut wie
am vergangenen Sonntag in Griesheim, dann wird Poſtſport=
verein
ganz aus ſich herausgehen müſſen, um die Punkte mit nach
Frankfurt nehmen zu können. Ein ſchönes faires Spiel dürfte
trotz der Wichtigkeit beſtimmt zu erwarten ſein. Der Brauns=
hardter
Mannſchaft ſei noch einmal angeraten, die zu löſende Auf=
gabe
als keine leichte zu betrachten und dabei zu bedenken, daß
nicht nur der einzelne Verein, ſondern auch der ganze Kreis Star=
kenburg
in würdigſter Weiſe zu vertreten iſt. Beginn des Spieles
nachmittags 3 Uhr.
Fußball.
Sportverein 1922 Roßdorf e. V.
Der Sportverein Roßdorf fühlt ſich veranlaßt, im Intereſſe ſeiner
erſten Mannſchaft ſowie ſeiner Anhänger den am vergangenen Mittwoch
über das Spiel gegen FC. Eintracht Darmſtadt veröffentlichten Bericht
dahin zu ergänzen, daß ſich Roßdorfs Spieler und Zuſchauer jederzeit
einwandfrei verhielten. Ein Eintrachtſpieler habe durch eine ſelbſt ver=
ſchuldete
Prellung vorübergehend pauſieren müſſen.
Am Sonntag iſt die erſte Mannſchaft Roßdorfs Gaſt der Reſerven
des Sportvereins 1898 Darmſtadt. Obwohl Roßdorf erſatzgeſchwächt an=
treten
muß, wird bei der bekannten Spielſtärke der 98er ein intereſſantes
Spiel zu erwarten ſein. Beginn: 1 Uhr nachm.

Rundfunk=Program
Frankfurt a. M.
Gleichbleibendes Werktags=Programm.
Zeit, Gymnaſtik. 8: Kurkonzert aus Bad
Zeit, Wetter, Wirtſchaftsmeldungen, Waſſerſt
plattenkonzert. O 12.55: Nauener Zeit. o
ſchaftsm. O 16.10: Ind., Handelsk. (Di. u.
Wirtſchaftsm., während des Nachm.=Konzer
O 18.05, 19.15 oder 19.30: Wirtſchaftsmeld.
Sonntag, 11. Mai. 7: Hamburg: Glocken
Hamburger Morgenruf.
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Morgenfeier. Anſprache: Prof. Dr. th.
Schach. 0 11: Lehrer Köhler: Die Zeitung i
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brücken: Konzert des Saar=Sängerbundes. H
Luck
Bruckner: Chriſtus factus.
Thiel: C
Iſagc: Mein Freud allein. Hasler: Herzli fu
Fahren wir froh. Laſſo; Audite nova.
Vra
Nacht. Mendelsſohn: Die Nachtigall. Shuaul Ha 1721
eine Hochzeit. Brahms: Waldesnacht. ſelter.
König. Mandyczensky: Drei Laub auf.
R ne
bunten. Grell: Buhköken. o 13: Landn
baden: Kurze Ausführungen über den Wert Frichig
häufelung. Die Herſtellung der Kupferkalk je zur
bekämpfung. Die Frühjahrsſpritzungen i
haid
Muttertag. Hofmannsthal: Die Erſcheinung Mu
Tor und der Tod. Rilke: Mütter, ei ipfls
Troſt. Petzold: Das Kind. Leſſing: 7 enhön
Die tote Mutter. Jacobſen: Frau Fönk Tei
0 14: Jugendſtunde. Märchen aus dem B. Sudas
und Muſikvorträge. 15: Lehrer Wenig:
B
und von den Bienen. Inſp. Kuthe: Ku
fütterung. O 16.15: Stuttgart: Konzert.
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Freiſchütz. Mozart: Fantaſie aus Die Z erfſö
Der Tod krönt die Unſchuld. Der Alte.
Salvatores, Roſa‟
Bittner: Gebet au /Höl
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Bellini: Cavatine aus Die Nachtwandlerin
tine aus Lucrezia Borgia
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Wunder der Heliane‟. Suppé: Oup. zu dichter ! 0 0tto S
Jones: Mimoſa=Walzer aus Geiſha‟
Gut
melancolique. Hölzel: Der durſtige Rit
Ads blächel
ſieben oder acht. Wagner: Die Bosnial Tonmell
Keuth: Ländliche Kultur an der Saar. O D: Did in dinſen und
zert. Rachmaninoff: Sonate in G=moll.
ethaonell
D=dur. O 20.30: Konzert. Gluck: Ouvertüre Aeſl, Auter werder

Arien aus Orpheus. Mozart: Feſtmar) kus M.
Donizetti: Ouv. zu Die Regimentstochter Arie 0 10
voritin; Fantaſie aus Lucia di Lamm dor,
Ouv. zu Das Glöckchen des Eremiten‟ Teyerbl!
Halevy: Ballettmuſik / Did 0i6
Der Prophet
Saint=Saens: Arie aus Samſon und Dal
ſpiele, kleine Suite. Offenbach: Interme und 940h
Hoffmanns Erzählungen; Fantaſie aus Bariſe /yin
Suppé: Boccaccio=Marſch. O 22.50: Tanzm

Eine 7

Königswuſterhauf

Hwe nan es

Deutſche Welle. Sonntag, 11. Mai.
Gn
mbugt 1 Hent kal
Hamburg: Glocken vom Großen Michel.
Hafenkonzert. 8: Praktiſche Winke für / Landl itug mehr f
Marktlage. 8.25: Ob.=Reg. Dr. Schwartz ſchädli
im Frühjahr. o 8.50: Morgenfeier. Gloc viel 20 Iu findliches
Garniſonkirche. O Anſchl.: Glocken des Bei F Doll Mſt.
Miterum ſich
Sonntagswetter. o 11: Konrektor Werth: Ilen
ABC=Schützen helfen? O 11.30: Bach=Sag Orgellkti ſvhm
Leipzig: Konzert. Humperdinck: Vorſpiel zu e
Vignau: Feſtlicher Marſch. Glazounow: ( made. m
Frau ſprech
Lyriſche Viſion. Karel: Slawiſches Scher; Kpritc
Zwei Militärmärſche.
Unger: Levantiſch R.
Mes nur ein
Scherzo. Thuille: Romantiſche Ouv. BBrahnl.
Tänze. Strauß: Freut euch des Lebens 14. Mauuer machen
14.30: Konzert. Bohnke: Drei Klavierſti aund W M /4
doch kei
Chopin=Lißzt: Chant polonais.
Mahler: ebſt M
heit; Ich ging mit Luſt. Wolf: Bedeckt I
La faioe
ihm: Mögen alle böſen Zungen. Lißz

den Wogen ſchreitend. O 15.30: Vom vol Frilit
zur heiteren Kammerkunſt. Schallplatten, a I: Be
O 18: Unterhaltungsmuſik. O 18.30: Dr. H. fann6t
berühmter Männer. 19: Julius Bab=
34
19.30: Briefe berühmter Deutſcher an
Elbogen. Rezitation: Dr. Michaelis. 0 20 Fed
Liſzt: Es muß ein Wunderbares ſein: Wiede
Die drei Zigeuner. Loewe: Das Erkenne E.
Ou
Papaget. O 20.30; Frankfurt: Konzert. 0

And
Ma pem ſie
vie verſtehen
Mdielt Ja.
ür ügeteilt,

Kadfif Falzf. D Denfänf
*
Ouv. zu Das Glöckchen des Eremiten. N
Halévy: Ballettmuſ
Der Prophet
Saint=Saens: Arie aus Samſon und D/.2
Wetter. Danach: Tanzmuſik.

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Leiten d
eeimniſf
indheit
At

Wekterbericht.

Ein Ausläufer des konſtanten Nordme fbels Waſe nicht,
drungen und hat über Weſtdeutſchland und Edfrenſ
dehntes Regengebiet erzeugt. Somit wird e 4te Und oſverſtändlick
Wetterlage eingeleitet. An der Rückſeite 7 Piefale
in dich m
wieder ozeaniſche Luftmaſſen vor, die den 1. Lundie
charakter aufrecht erhalten. Wenn auch vr 2xgeyel iſt
eintritt, ſo wird doch im allgemeinen Bewi kg vol Ländlich

auch vereinzelt Regenſchauer niedergehen. De
Din icht
was
haben die Winde nach Süden hin zurückged
Ee eten
nahen einer neuen Störung hindeutet. Die Fſelnd
ters dauert alſo fort.
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Ehin 1
Ausſichten für Sonntag, den 11. Mai: A
wolkiges Wetter mit vorübergehender Heitell, enſe un
Me Dei
noch leichte Schauer.
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Ausſichten für Montag, 12. Mai: Immer
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Mir und
in Lestliehe

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Hauptſchriftieltung: Rudolf 2
Verantwortlich für Polltik und Wirtſchaft: Rudolf Ma
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Ausland und Heſſche Nachrichten: Max Streeſ
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für den Handel: Dr. C. H. Quetſch; für den
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Die Gegenwart, Tagesſpiegel in Bid und Wol T,
für den Inſeratentell und geſchäfliche Mitell F.-Ddanſcl Mend
Druck und Verlag: C. C. Wittich ſämt
Für unverlangie Manuſkeipte wird Garantie der krnſ 9

Die heutige Nummer hat e

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Mutter.
Von Otto Sättler.
geu vieles belächeln und verneinen, wir können
erhaben dünken und geringſchätzig niederblicken;
orte Mutter werden wir uns beugen, werden
mütig ſein. Eine Mutter hat man nur einmal,
ſie nur einmal, und keine Macht der Welt iſt
zu erſetzen. Man kann Schätze aufhäufen, zu
Macht gelangen, ein Wink kann über das
Cauſenden entſcheiden. Su all dieſen Lebens=
man
gelangen. Vor der Mutter wird man klein
rden, wie man es war, als ſie unſere erſten
te. Das Herz kann ſich einem verhärten, daß es
en Negung mehr fähig ſcheint. Vor der Mutter
ich ſein kindliches Herz wiederbekommen.
ges Myſterium ſchließt das Wort Mutter ein.
chaft iſt noch mehr als Myſterium. Kurt Mün=
lal
eine Frau ſprechen: Das Leben hat ſo viele
da gibt es nur einen Panzer: die Kinder! Und
9 Kummer machen man denkt dann vielleicht
ſch hätt’ ich doch keine! Ich ſag’ Ihnen: ſchlaf=
nmer
und ſchlaflos vor Sehnſucht ich weiß,
dan 1M ihltt Und wenn ſie lelbſt einem das Meſſer ins
o, wie verſtehen das die Kinderl trotzdem
und gleichviel! Ja, ſo iſt die Mutterſchaft. An
den iſt ihr zugeteilt, was dem Manne ewig ver=
aber
auch an Leid ein Maß gegeben, das dop=
fach
wiegt.
haſten und hetzen durchs Leben, und es bleibt
eit, über Geheimniſſe des Lebens nachzudenken.
il chaft und Kindheit immer waren, da wir ſelbſt
behütete Kindheit gegangen ſind, auf einem
geebnet war und auf dem uns
Mutter begleitete, iſt, ſo meinen
jachzudenken, nichts zu tun. Aber
S ſo ſelbſtverſtändlich, wie es uns
Däre es nicht auch möglich, daß das
us ſelbſtverſtändlich erſcheint, aus=
iren
wir dann nicht um die beſten
erer Kindheit gebracht? Denn das
len Stunden den zarten, köſtlichen
I8 bis ans Ende unſerer Cage be=
daß
ſich eine weiche Mutterhand
2cheitel legte, daß wir die freund=
der
Mutter vernahmen, daß wir
ellenſchen wußten, zu dem wir gren=
krauen
haben durften, daß ſie uns
führte, ratend, helfend, belehrend,
G.
re Stunden tauchen vor uns auf.
Sette ſaß die Mutter, als uns Fie=
*. In Sorge bewachte ſie jeden
79 leine Nachtwache war ihr zu
Pier zu ſchwer für uns. Vermögen
9ig einzufühlen in die Seele einer
Um das Leben ihres Kindes bangt?
T oder der Mütter gedenken, ſo ge=
Sdenken vor allem jonen Müttern,
Ndurch um das Leben ihrer erwach=
SDangt haben, die draußen ſtanden
NDe, jenen Müttern, die ihre Söhne
eien und vielleicht nicht einmal zur
rn Konen, die das Sterbliche ihres
tiertad jordert wenig von uns. Nur eine kleine
Heit, Mr einen liebevollen Gedanken für die
2 Ne Iis das Leben gab. Darüber hinaus noch
Hen, der ale Mütter umfaßt und ihnen ein
nd Verehrung entgegenbrigt.

Mütter am Sonntag.
Von Elizabeth Goldlmith.
Wenn ich an ſchönen Sonntagnachmittagen durch die
ſtillen Straßen der Stadt gehe, ſehe ich ſie. Sie ſtehen, halb=
verborgen
von Vorhängen, in den Erkern der Belle Etage,
ſie beugen ſich über Geranienſtöcke in den Fenſtern des Erd=
geſchoſſes
oder ſitzen, die müden Hände im Schoß gefaltet,
vor den Coren der Häuſer. Ich glaube, ſie haben eine ge=
heime
Schweſternſchaft über alle Welt, die alten Mütter
an Sonntagnachmittagen. Denn ich traf ſie in New York
und London, in Paris und Berlin, in Petersburg und in
Nom und überall haben ſie den gleichen ſonderbaren Aus=
druck
in den Augen, den die Mütter nur am Sonntag haben.
Es iſt Güte in dieſem Blick und ſtille Neſignation, ein wenig
Müdigkeit und noch ein Schimmer von der Sehnſucht der
jungen Frau nach dem Leben und nach der Liebe.
Solange Mutter noch jung war und die Kinder klein
waren, zog die ganze Familie am Sonntag ins Freie. Mutter
nahm nach aller Mühe und Plage der Woche noch gern die
Extraarbeit für die Vorbereitung des ſonntäglichen Aus=
fluges
auf ſich, und wenn dann die ganze Schar mit vor Auf=
regung
geröteten Wangen und blitzenden Augen, Vater an
der Spitze zum Abmarſch bereit ſtand, dachte die Frau nicht
einmal daran, daß ſie eigentlich ſchon am Anfang müde war.
Denn wenn ſich des Sonntags groß und klein noch behag=
lich
in den Betten räkelte und ſich des freien Cages freute
Mutter war ſchon längſt aus den Federn, um mit allem
rechtzeitig fertig zu ſein. Es ſcheint ja in den Ländern der
Siviliſation ein ungeſchriebenes Geſetz zu beſtehen, das die

Nembrandt: Bildnis meiner Mutter.

Mütter und Hausfrauen von der Sonntagsruhe ausſchließt.
Aber ſie murren nicht, ſie inſzenieren keinen Streik, ſie die=
nen
weiter.
Jetzt iſt Mutter älter geworden, auch ihre Füße können
nicht mehr ſo recht mit; die Söhne und Cöchter ſind heran=

gewachſen, und der raſch dahinſtürmende Schritt der Jugend
will ſich dem zögernden des Alters nicht anpaſſen. Noch immer
iſt Mutter am Sonntagmorgen die erſte auf, ſie muß ja ſo
viele Butterbrote ſtreichen, Nuckſäcke packen, Kleider zu=
rechtlegen
. Niemand verſteht das ſo und iſt ſo verläßlich wie
Mutter. Man braucht nur alles anziehen und aufnehmen,
ſchnell Mutter noch einen Kuß geben und dann eilends zum
Bahnhof und hinaus an den Strand, in die Berge, zum
Sportplatz. Mutter ſteht am Fenſter oder in der Cür und
ſieht den Kindern nach, bis ſie um die nächſte Ecke ver=
ſchwunden
ſind. Mitgehen will ſie nicht mehr; gewiß, man
lädt ſie immer wieder ein, aber mit dem feinen Ohr der
Mutter hört ſie aus der Einladung heraus, daß es eigentlich
beſſer iſt, wenn ſie zu Hauſe bleibt. Die Jugend will unter
ihresgleichen ſein.
Mit einem kleinen Seufzer wendet ſie ſich wieder ihrer
Arbeit zu es gibt nach den Kindern ſo viel aufzuräumen,
wegzuſchließen.
Nach dem Mittageſſen, wenn Vater je nach Stand und
Veranlagung in den Klub, zum Bridge, zum Skat, zum
Siſchen gegangen iſt oder auch nur ſich aufs Ohr gelegt hat
oder ſich hinter ſeiner Seitung vergräbt, dann kommen die
Stunden, die einzigen in der Woche, in denen Mutter ſich
auf ſich ſelbſt beſinnen könnte. Sie ſchaut ihre Blumen an,
ſpricht mit dem Kanarienvogel, blättert in Journalen, tän=
delt
ein bißchen, macht wohl manchmal auch ein Nickerchen.
Aber unaufhaltſam, unweigerlich ſenkt ſich eine ſtille Crau=
rigkeit
auf ſie, ein Gefühl der Sweckloſigkeit, des Ueber=
flüſſigſeins
. Sie ſchilt ſich ſelbſt albern, ſentimental, undank=
bar
es fehlt ihr ja nichts , doch ſie kann ſich nicht
helfen.
Und ſo ſtehen ſie an ſchönen Sonntagnachmit=
tagen
dann, halbverborgen hinter Vorhängen,
in den Erkern der Belle Etage oder hinter
ihren Geranienſtöcken im Erdgeſchoß oder ſitzen
vor den Coren der Häuſer die alten Mütter,
und in ihren Augen iſt der ſonderbare
Sonntagsblick, gemiſcht aus Güte und ſtiller
Neſignation und der hungrigen Sehnſucht nach
einem lieben Menſchen, nach einem lieben Wort.
Junges Mädchen, junger Mann, die ihr des
Sonntags fröhlich ins Freie wandert, niemand
neidet euch die Freude und Ungebundenheit nach
ſechs harten Arbeitstagen, und am wenigſten
eure Mutter. Aber vergeßt nicht ganz die alte
Frau zu Hauſe. Sie iſt ja ſo beſcheiden. Sie
will bei Gott nicht, daß die Cöchter oder der
Sohn ihr jeden freien Cag opfern ſollen. Denkt
an die ungezählten Cage und Nächte, Monate
und Jahre, die die Mutter euch geopfert hat,
und opfert ihr einen Sonntag im Monat,
wenn ihr es Opfer nennen wollt. Nehmt die
Mutter und geht mit ihr, je nachdem es euch
Geldbeutel und Neigung vorſchreiben, ein biß-
chen
hinaus vor die Stadt, ladet ſie in einen
Kaffeegarten oder ins Cheater oder ins Kino
oder bleibt auch nur bei ihr zu Hauſe und ver=
bringt
mit ihr einen beſinnlichen Nachmittag.
Sie wird ſich tagelang auf dieſen Sonntag freuen
und tagelang nachher noch an ihn denken
Mütter ſind ja ſo beſcheiden und von lolch
rührender Dankbarkeit.
Aber ich kann ſie nicht ſehen, die ſonderbaren Sonntags=
augen
der alten Mütter ſie ſind ein Vorwurf an die
Menſchheit, an die Kinder, ob dieſe noch ihre Blondlocken
haben oder auch ſchon Silberfäden im Haar.
(Berechtigte Uebertragung aus dem Engliſchen von Ralf Urban)

RBEEZAEnAEummmmnmggnngnnngangnnegganngngnngngnEgnEnEnEARHHARAARRHARHARHAAHAHBEARATAAEHHHARHHAHHAHEHAHAHAAHAHAHHHHAN

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2

Wureei

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Un

Vogelbeobachtungen
auf dem Kuhkopf.
Von Auguſt Neinicke.
Der Kühkopf, jene Rheininſel, die durch den kanalartigen
Durchſtich einer Rheinſchleife und dem heutigen Altrhein bei
Stockſtadt und Erfelden gebildet wird, iſt auf orniſtiſchem, wie
überhaupt fauniſtiſchem Gebiete der wichtigſte Punkt unſerer
heſſiſchen Heimat. Die Inſel zeigt mit ihren Waſſerflächen, Kopf=
weidenbeſtänden
, Wieſen, Kolken und Waldungen eine ſehr man=
nigfaltige
Landſchaft und infolgedeſſen ein an Arten und Sahl
äußerſt reiches Vogelleben.

K

ElSVOGEL
Wenn wir, den Kühkopf mit Hilfe der Jähre betreten,
ſchließen uns rechts und links vom Wege die uralten Kopfweiden
mit ihren geſpenſtigen Luftwurzeln ein. In regenreichen Jahres=
zeiten
ſind ſie bis an die Krone von Waſſer umſpült. Man kann
ſich hier ſo ungefähr ein Bild davon machen, wie unſere deutſchen
Ströme vor der Negulierung ausgeſehen haben mögen. Wäh=
rend
wir noch verträumt die herrliche Landſchaft genießen, er=
tönt
aus den nahen Kopfweiden der rauhe Lockruf der Weiden=

Der Jagdſchuß
in der Spülkammer.
Von Adolf Siegler=Darmſtadt.
Wie eine Lawine hatte ſich der Winter mit jähem Ungeſtüm
von den Höhen geſtürzt, hinunter über die Hänge der letzten Aus=
läufer
der Pyrenäen auf die Gehöfte, die Weiler und Dörfer
auf den Hügeln und in den Calfalten am Suße des Gebirges.
Ueber Nacht war ein Meter Schnee gefallen, und in der Cier=
welt
war größte Not. Auf den weißen Flächen waren überall die
tiefen Spuren der Berghaſen, aber auch Sauen brachen in die
Niederungen, und der Capitaine de louveterie (in Frankreich
das Ehrenamt eines angeſehenen Jägers, der bei Wildſchäden die
Abwehrmaßnahmen organiſiert) ſtreifte mit ſeinen Weidgenoſſen
auf den friſchen Fährten der Schädlinge, bei denen man ſonſt im
Gebirge viel ſchwerer zum Schuß kommt als nach großem
Schneefall.
Mit dem übrigen Wild hatte der Hunger auch eine rieſige
verwilderte Katze von den Bergen getrieben. Sie war weiß und
rotgelb gefleckt und hatte ſich auf einem mächtigen, alten Nuß=
baum
einquartiert, der nicht weit von unſerem Hauſe ſtand. Von
hier aus machte ſie ihre Streifjagden auf die Vögel, und ich ſah
ſie bald eine Droſſel, einen Bergfinken, eine Meiſe, einen Dom=
pfaffen
, einen Diſtelfink oder ein Notkehlchen zerfetzen. Die
grünen Augen der Katze ſprühten dann, wollüſtig ſchlugen ſich
die nervöſen Catzen in die flaumigen, zuckenden Vogelkörper, und
der Schwanz des Naubtiers zitterte konvulſiviſch wie eine ver=
letzte
gelbe Schlange. Ich bewunderte die unfehlbare Geſchicklich=
keit
, mit der dieſes einſtige Haustier, dieſe Pſeudo=Felis
ſilpeſtris, die ihren Weg zurück zur Natur gefunden hatte,
grotz ihres grellen, weithin ſichtbaren Selles ihre fliegende Beute

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Dn

3. J.3

MARZSPEC

meiſe. Vorſichtig pirſchen wir uns an, und wem wir uns nicht
gar zu ungeſchickt anſtellen, können wir den äußerſt ſeltenen
Vogel zu Geſicht bekommen. Doch halt! Ein feiner metalliſcher
Geſang, den Strophen des Notkehlchens ähnelnd, klingt an unſer
Ohr. Nach langem Suchen finden wir den Vogel, der von dem
äußerſten Sweig einer Weide ſein Liedchen ertönen läßt. Es iſt
das weißſternige Blaukehlchen, ein im ſonſtigen Heſſen kaum
vorkommender Vogel. Der weiße Fleck auf der Bruſt iſt noch
ziemlich groß, was darauf ſchließen läßt, daß wir es mit einem
Jungvogel zu tun haben. Wir verlaſſen die Kopfweiden und kom=
men
auf einen Damm, von dem man rechts einen herrlichen
Ausblick auf den Altrhein hat, während links ein mächtiger
Eichenhochwald mit dichtem Unterholz angrenzt. Da vernehmen
wir plötzlich aus dem Buſchwald das ſchmetternde Liedchen der
Nachtigall, der Sangeskönigin unſerer Vogelwelt. Man kann
ſich denken, daß, wenn dieſe wichtigen Singvögel vorhanden ſind.
alle anderen nicht fehlen; durch die Hecken ſchlüpft die Hecken=
braunelle
, und auf dem am Wege ſtehenden Apfelbaum ſingt ein=
Grauammer. Vor unſeren Augen fliegt ein Schwarzſpecht in
eine Höhle, wo er ſein Neſt hat; neben dieſem können wir noch
den Grau= und Kleinſpecht beobachten. Vom Damm aus ſehen
wir eine Menge von Waſſervögeln, unter denen die ſtattlichen
Haubentaucher mit ihren Jungen, die kleinen Swergtaucher mit
ihren winzigen Küken, Ceichhühner, Stock= und Krickenten ſich
beſonders gut und oft aus größter Nähe beobachten laſſen; man
merkt hier an der Sutraulichkeit der ſonſt ſcheuen Ciere, daß ein

ihnen von Menſchen gewährter Schutz ſie ſo z Ewe
wie manche Enten und Schwäne auf Parkteichl ad.
den Beſitzern des Kühkopfs der dortigen Natu= for
den Vögeln, gewährte Schonung iſt für die Erh/
zigartigen Landſchaft und Cierwelt ſehr wichti,
fentlich auch in Sukunft den Kühkopf in ſeiner E
erhalten als einen letzten Neſt des an Altwäſſe /
laufs vom deutſchen Rhein in unſerem Heſſenl
genannten Schwimmvögeln beleben das Waſſer
Waſſerläufer und ſchimmernde Eisvögel. Der au
des Kühkopfs iſt aber der Fiſchreiher, der hie ſ
noch in Frieden ſeine Jungen hochbringen kann
eine ganze Anzahl Horſte von dieſem ſtolzen
hier ſeine Scheu vor dem Menſchen nicht ableg
iſt der Schwarzmilan, ein buſſardgroßer Nai ſx
Sommer über die Altwäſſer des Rheins mit
belebt und hier der häufigſte Naubvogel iſt. N
ſpitze kommen wir noch an einer Saatkrähenko
bis 150 Neſtern vorbei, die dicht neben einer TF
einzigen in ganz Heſſen) mit ca. 2030 Neſter Gi
Wege nach Stockſtadt können wir noch verſchie
arten beobachten, u. a. den ſeltenen Wanderfall
neren Baumfalken, Gabelweihe und Mäuſebu
der Fähre ſitzt ein Notkopfwürger auf einem Ce

1.3
Wr
7e
1 ...

erhaſchte. Die Katze ſchlich auf die Aeſte geduckt oder hinter
Sträuchern an und ſchnellte plötzlich mit unglaublich weitem Satz
auf ihr Opfer, das ſie nur ſelten verfehlte.
Die armen, kleinen Sänger taten mir leid, aber hatte ſchließ=
lich
die Katze nicht das gleiche Necht ans Leben wie jene. Sie
fing ſich ja nur die Nahrung, für die ſie eine hunderttauſend=
jährige
Evolution ausſchließlich beſtimmt hatte. Die Katze war
doch nur ein winziges, temporäres Glied in dem unendlichen Geſetz
der wunderbaren Wechſelbeziehungen von Leben und Cod, die ſich
in dem ununterbrochenen Rhythmus von Werden und Vergehen
einander ablöſen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Waren zum Bei=
ſpiel
jene Holländer in Südafrika nicht viel ſtrenger zu verurtei=
len
, als ſie in engen Cälern Hunderttauſenden von Swerganti=
lopen
Weg und Flucht verſperrten und den lebendigen Cierchen
die delikaten Sungen ausriſſen, um ſie einzupökeln, während di=
ſo
anmutige, zu Code verletzte Herde ſich verblutete und elend zu
Grunde ging. Oder iſt der Viehhirt, der eine Giraffe zur Strecke
bringt, um ſich einen Peitſchenriemen zu ſchneiden, nicht ſcheuß=
licher
als die verwilderte Katze, die im bedingten Kampf ums
Daſein Singvögel verſpeiſt, die unſer Herz erfreuen? Hier iſt
es doch nur eine biologiſche Notwendigkeit, der ſtete Pulsſchlag
des Lebens, der, zerſtörend, Leben erhält und gebiert, dort dagegen
ſterile, korrupte Vernichtung ſeitens einer entarteten Siiliſation.
Dieſe und ähnliche Gedanken kamen mir, wenn ich die wilden
und unſagbar ſchönen Sprünge des ſchlanken Naubtierkörpers
beobachtete, den eine lange, lange Ahnenreihe ſo zierlich und doch
ſo ſtark und vor allem ſo vollkommen geformt und angepaßt
hatte.
Die Kälte hielt an, zeitweilig von neuem Schneegeſtöber un=
terbrochen
, und es wurde auch immer ſtiller um unſer Haus, das
einſam und wie in Watte gebettet lag. Es wurde mit jedem
Cage lichter in der Vogelſchar, die ſich vor unſerem Hauſe ver=
ſammelte
, um das ausgeſtreute Sutter zu holen. Die Katze fing
bald dieſen, bald jenen Vogel weg. Ich dachte mit Wehmut an

den Frühling, den ſie zu entvölkern drohte,
ind
Katze zu vertreiben.
Mit zwei jungen Bauern verſuchte ich ſie L
M0de
aus dem Außbaum auf das weite Schneefeld 21/
as
dort zu verjagen. Wir warfen ſtundenlang nag
den
ſtens die Aeſte, auch ein= oder zweimal das D
Nutz
(74
Cier, das ſich endlich hoch im Gipfel in einer
R.
44
Gabel am Stamm verſteckt hatte, von wo 2S foch A Mut
Ich hatte nur einen Crommelrevolver, und ſe0e
I
ein ſolcher keine Jagdwaffe gegen Naubzeug ..
ſchloß ich mich nun, die Katze damit zu verſch
Sie
nicht zu töten. Die Verſuche waren ebenſo erfole
Enn
würfe. Die bittere Not veranlaßte aber die Kar
an das Haus zu ſchleichen und in die souilla."
o4
eine kleine, hölzerne Spülkammer hinter der
M
G
durch die Löcher zwiſchen Dach und Spärre
Küchenabfälle zu erreichen.
Non
Wir hatten damals ein Dienſtmädchen au
ment du Gers. Sie war ſehr hübſch und hei
lingstag im Languedoc. Sie konnte kaum E
Aber ihre natürliche Intelligenz war wach .
und entwickelt. Ihre Stimme klang über die
ein ſilbernes Glöckchen. Ihre Eltern, die ſic,
Bauernhof verdingt hatten, unterſchieden ſich
ſe
der 17jährige Bruder von den übrigen, Aalt
1h0
und Mägden der Gegend. Maria aber war oie
E.
Ei
liche Laune der Natur, die in zufälligem Ople=
*
te0
Wunder vollbracht hatte, wie ſie in jener 9e
ſo
zwiſchen der Gascogne und der Provence.!"
E
oft in den einfachſten Familien überraſchen. *
Ei
noch häufig ſchönen, anmutigen Menſchen, üll
wieviel Edelleute dafür verantwortlich ind
de
zum Beiſpiel an die Beſuche und Schäferſie
Galant (Heinrich IV.), die er der ſchönen. S

[ ][  ][ ]

er faſt überall zu ſehen war. Unſer Nund=
Obwohl uns die Rheinſchnaken ja auf dem
ver zu ſchaffen machten, konnten ſie doch unſere
rwüchſigen Natur dieſer Gegend und unſere
en weniger ſtören, als man vielleicht denken

die Inſel mit dem Bewußtſein, wieder einen
ehrreichen Cag verlebt zu haben, verlaſſen
ſahen und hörten wir in den wenigen Stun=
uf
dem Kühkopf weilten, mehr Vogelarten als
aheim. Selbſt dem weit fortgeſchrittenen Or=
ch
dort immer wieder etwas neues. Die
abgeſchloſſenes einzigartiges Naturdenkmal,
nod unſerer Heimat, das als ſolches ſchon
chutz hätte geſtellt werden ſollen.
Kulturgeſchichte
ungen Mädchens.
orothea G. Schumacher.
1. In der Wohngrube.
die Menſchen zwiſchen Rhein und Weichſel
hriſti redeten, wiſſen wir nicht wohl aber
Idolen und Wandzeichnungen der Urzeit, daß
btes, geheiligtes Weſen innerhalb der Sippe
lichts an und auf ſich hatte, als den Schmuck
das ſie mit dem Beinkamm am Ceiche
winters durch Fell geſchützte Nacktheit und
gleiters Jagdtrophäe und Liebesgabe: die
rzähnen! Ein Wertobjekt war das junge
Männer, nährte Kinder. Dennoch wurde ſie
Elternherd: mochte ſie ihr Feuer künftig allein
ſich ſelbſt ſorgen, bis ſich als Gaſt der Mann
war ihr Gaſt an ihrem Herd. Sie wählte
ſie gebar oder erwürgte die Kinder es
das Matriarchat, das noch keine Frauen=
ppäterer
Brautraub war gewiſſermaßen ein
er kam ie in die Gewalt des Mannes. Er
Treis wurde nach Vieh oder Fettgewicht ver=
2. Die Maged.
ius das Chriſtentum einführte, ſaßen die
ihre Sippe Anführer, Prieſter, Nichter
nen Höfen, die durch Wälle und Gräben ge=
rhlab
des Gehöftes war das Bauer (engl.
kimmer, wo Weiber und Cöchter unter ſich
ſebend, färbend, Gewänder heftend, abends
Leigen und Märchenerzählungen beluſtigend.
Seiertagen trafen ſie auf dem Anger manchen
er anderen Sippenführers=Sohn, der da ge=
den
Mageden des Nachbarhofes Brautſchau

VOK 50 000 DAMREN -

zu halten, wenn er, der älteren Sitte gemäß, das geliebte Mäd=
chen
nicht ungefragt zu entführen vorzog! Das aber war
allemal Anlaß zu Sippenſtreit . . . Die Mageden kleinerer Höfe
dienten für Brot und Gewand demütig an den größeren Höfen,
lernten auch feinere Sucht, Saitenſpiel und zierliches Händewerk,
machten wohl gar ihr Glück..."
Da mußte wohl Sucht herrſchen, denn die harte, wilde Seit
forderte ganze Männer. Die Jungen wurden nicht zart angefaßt,
und wer viel bei den Mageden war, der war kein geachteter
Waffengefährte . . . Der Mageden Cag war auch voll harter
Arbeit, aber auch voll von einfacher Naturfreude. Auch ihr
Sinnen ging ſchon darauf, wie ſie ſich wohl am kommenden Chors=
ag
dem Liebſten am ſchönſten zeigen könne und manche bunte
Gewandzier ward im Bauer erſonnen.
3. Die Jungfraw.
Um 1500 war bereits alle Erinnerung an die freien, kernigen
Heidenzeiten verblaßt, vernichtet oder zum Ceil umgeleitet wor=
den
zu chriſtlicher Kultur, in der noch viel Urwüchſigkeit und Ge=
ſundheit
fortbeſtand. Bildwerke aus jener Seit zeigen uns noch
den kernigen, edlen nordiſchen Cup der Frau. Städte waren erſt
im Entſtehen; die Maſſe bewahrte noch engen Zuſammenhang
mit der Natur. Die Mägdlein hatten ſeit dem Ende der Kreuz=

züge indeſſen bereits den Reiz und Wechſel neuer Kleidformen
erfahren. Blick, Haltung, Gang war ſtrenger Sucht unterworfen.
Eine Jungfraw ſollte demütig blicken, den Mantel mit den Hän=
den
über dem Leib zuſammenhalten! Ihr Cagewerk war Spin=
nen
und Weben. Sie wartete ſtumm auf den Geſellen, der ihr
den Ehering zu bieten käme. Kam er nit bald, ſo mußte ſie
ihre Cäg im Kloſter beſchließen‟. Eine Ehe ohne den Segen
der Kirche war verpönt, doch hatte die Liebe noch den größe=
ren
Anteil am Bunde, denn die Frage nach Geld, Gut,
Stand und Anſehen ſpielte um 1300 noch nicht
die Nolle, die ſie mit dem Anwachſen der Städte mehr und
mehr beſaß. . Sahlloſe Tagelieder beweiſen uns das freie,
reiche, innige Liebesleben jener Seit.
4. Das Freulein.
Vielleicht war das 16. bis 18. Jahrhundert die trübſte Seit
für das junge Mädchen ſchlichter Leute; ja, man darf wohl ſagen,
es gab damals keine rechte Jugendzeit! Seit dem 14. Jahrhun=
dert
, mit dem Anwachſen des ſtädtiſchen Bürgertums, hatten ſich
die Lebensformen des Bürgers außerordentlich verſteift und
waren voller Unnatur und Aberglauben. Wie gut hatten es noch
die (verachteten, zugleich beneideten) Bäuerinnen! Von ihrer
Wiege Windeln an war die bürgerliche Jungfraw
das Opfer des Herkommens: als ein feſteingerollter
Säugling der Amme übergeben, als Kind ſchon in ein Mieder ge=
preßt
, mit vielen langen Nöcken belaſtet, als Dame ausſtaffiert,
unkindlichſten Formgeſetzen unterworfen. Die Augen aufs Büch=
lein
niedergeſchlagen, mußte es mehrmals täglich zur Meſſe gehen.

m AUS DEM 13. JAHRHUNDERT
Bei Hofe war es wenig beſſer, nur eben noch ſteifer. Su den
freieren Bauern durfte man nicht herabſteigen. Kein Bürger=
fräulein
, keine Adelsdame hätte Mut und Beiſtand gefunden,
ihr Leben zu leben. Ganz einzelne nur aus hohen Kreiſen hatten
ſich höhere Bildung angeeignet. Die Seit der Frau war noch
nicht da: ie war Hörige! Mit fünfzehn Jahren ehrbar
behauptete Frau, bald Mutter; mit dreißig, mangels jeder Kör=
perpflege
, Matrone, mit vierzig alt‟ Weib dies war das Los
der armen Fräwlein von 1500 bis 1800.
5. Das junge Mädchen
Sweihundert Jahre hatten am Los der Frau noch nicht viel
gebeſſert. Sie war nach wie vor erſt Hörige der Eltern,
dann Hörige des Gatten; dies um ſo mehr, da ſie noch
keinerlei Suflucht und Nückhalt in eigenem Geldverdienſt, keiner=
lei
Möglichkeit zur Verwendung ihrer Fähigkeiten haben konnte.
Noch forderte der, viel ſelbſt erzeugende Haushalt die volle Ar=

A
Die mündlich überlieferten Neminiſzenzen in
10 jedenfalls kurzweiliger und entſprechen
Dahrheit, als die offizielle Chronik, die wohl
left in den Archiwven verſtaubt. Die Jagd=
* Seit hatten ein lebensfrohes, heiteres Ge=
in
ſeiner beſten Seit nicht mehr forderte als
in paar gute Piſtolen, eine federnde Klinge,
gute Mahlzeit, einen friſchen Crunk und eine
2. Dieſe Männer waren eine zeitlang in der
9e wünſchte: Kriegstüchtig und tanztüchtig
Luranos Cadets de Gascogne ſind
ce Ausdruck dafür. Wenn man ſich im
Seit zurückverſetzt, dann ſieht man aller=
9e, die Gewalttätigkeiten, die Vergewalti=
len
Ausnutzungen, welche die Droits seig-
Drachten, man denkt an das ominöſe Erſt=
und andere peinvolle Situationen, aber dieſe
2 kragiſch geweſen ſein, wie wir uns das,
Seitgeiſt heraus, vorſtellen. Der Müller
ger Kumpan war, zechte mit dem verkapp=
** ſedenfalls dabei: Guel honneur pour la
ſchöne, heitere Menſchen, die das Leben
einander fanden, und wenn hie und da ein
lein Ei in ein fremdes Neſt legte, ſo ver=
Nancher Mann aus dem Volke ſeine kluge,
* Srau einer jener zufälligen oder abſicht=
Onguartierung flotter Jäger oder Kriegs=
An2 kleines Mädchen bei fremden Bauern
Aanchmal kam es vor, daß man ſie beim
Zte. Sie dann mit den Schweinen..."
* auch einmal bei einem Dorfbarbier als
Opar in ihrem zwölften Jahr. Samstags
le dort den alten Bauern die acht Cage

alten Stoppelfelder auf den braunen, faltigen, ledernen Kinn=
backen
ein. Sie war ein anderes Mal Kammerzofe in einem
Schloß. Maria liebte die Blumen über alles. Niemand hatte ſie
gelehrt, Sträuße zu binden, aber im Frühling ſtieg ſie mit der
großen Gartenſchere auf die Berghänge und kam mit Blumen
und Sweigen beladen zurück. Sie ſchmückte alle Ciſche und
Vaſen, arrangierte Moos und Slechtengewächſe mit zierlichen,
köſtlich duftenden Alpenblümchen in flache Schalen und Celler,
und bald ſahen die Simmer aus wie ſtiliſierte Gärten, daß es eine
Pracht war. Ich hatte Maria gelehrt, wie man Giftſchlangen
lebendig fängt, denn die Berge wimmelten davon. Eines Mor=
gens
ſtürzte ſie mit ſchlotternden Knien, aber triumphierend, in
das Frühſtückzimmer: Monsieur, 7 ai deux couleuvres!. An
der Gartenſchere, die ſie am ausgeſtreckten Arm hielt, wandten
ſich im Liebesknäuel verſchlungen keine Ringelnattern, ſondern
zwei dicke Kreuzottern...
*
Die hungrige Katze hatte ſich in wenigen Cagen auch an die
Gegenwart von Maria gewöhnt, die dem Cier Nahrung hin=
ſtellte
. Die ſtets mißtrauiſch lauernde Katze ließ ſich von dem
Mädchen zuletzt ſogar ſtreicheln, aber bei jeder ihr verdächtigen
Bewegung ſprang ſie an das Dach und ſchlüpfte blitzſchnell
hinaus.
Wegen der armen Singvögel wollten wir jedoch das Naubtier
fangen. Gewöhnlich ſetzte es ſich auf einen breiten Sockeltiſch
in der Spülkammer. Ich legte einen großen Sack bereit und ſagte
Maria, bei der erſten Gelegenheit eine große, ovale Papier=
maché
=Schüſſel über die Katze zu ſtülpen und, indem ſie die
Schüſſel niederdrücke, mich zu rufen. Als die Katze unter der
Schüſſel war, ſchoben wir dieſe auf der Holzplatte vorwärts, und
die Katze fiel in den vorgehaltenen Sack, den ich zubinden wollte.
Kaum aber war der große, ſtarke Kater in dem dunklen Sack,
als er fürchterlich knurrte, fauchte, ſich ſpreizte, ſich darin hin=
und herwarf und wie eine Surie um ſich hieb. Der Sack, den ich

HIff
nur mit größter Anſtrengung von mir weghalten konnte, flog
nach allen Seiten. Die gefährlichen ſcharfen Krallen drangen
bedrohlich, aus dem Jutegewebe nach meinen Beinen, und ich
gefiel mir durchaus nicht in meiner Nolle als Crapper, die ich
mir einfacher vorgeſtellt hatte. Ich rief: Sauvez vous, Maria!
(Hinaus, Marial), und als das Mädchen fort war, warf ich den
verhängnisvollen Sack von mir, ſprang in die Küche und machte
raſch die Glastüre zu. Im Nu war das wütende, wilde Cier aus
der Hülle und mit einem Satz draußen im Freien.
Aber ſchon am nächſten Cage kam es wieder. Nun beſchloſſen
wir, es zu töten, den wir wollten verhindern, daß es die letzten
Vögel vernichtete. Mit einer Flinte wäre es leicht geweſen, aber
ich hatte nur den alten Crommelrevolver. Viermal habe ich nach
der flüchtigen Katze geſchoſſen, die ſofort abging, wenn ich die
Cüre der Spülkammer behutſam öffnete. Viermal ging die Kugel
in die Holzwand oder ins Dachgebälk. Da gab mir ein befreun-
deter
Apotheker Struchnin. Sch ſchnitt Fleiſchwürfel und ſchüttete
in einige davon das tödliche Gift. Die Katze fraß prüfend Stück
um Stück. Die vergifteten Würfel rührte ſie nicht an. Ich
wiederholte das Experiment noch zweimal mit größerer Sorgfalt.
Ich faßte die Sleiſchwürfel mit einer Hange, machte mit einem
ſcharfen Meſſer einen tiefen Einſchnitt in einige davon, ſchüttete
in dieſe die farb= und geruchloſen Prismen und drückte die
Fleiſchlappen vorſichtig zuſammen. Die Katze fraß jedesmal das
Fleiſch, mit Ausnahme aller Stücke, die Struchnin enthielten.
Drauen war immer noch hoher Schnee. An den dämmernden
Nachmittagen ſaß die Katze, der wir reichlich Futter hinſtellten,
oft ſchlafend auf dem breiten Sockeltiſch der Spülkammer. Ich
ließ die Cüre angelehnt und kam endlich zum Schuß. Die Kugel
drang auf der rechten Seite in den Kopf und ſchlug durch. Die
Katze wankte nur ein wenig. Das Blut ſchoß augenblicklich wie
aus einem geöffneten Waſſerhahn, dann fiel der große Korper
nach vorne über, ſchlug ſchwer auf den Boden, zuckte noch einmal
und war tot.

[ ][  ][ ]

deitskraft der Haustochter. Sie trug mit ſechzehn Jahren Krino=
line
und Schnürmieder, war am Vormittag mit Mutter in Küche
und Haus tätig, durfte nie und nimmer ſalopp erſcheinen, ſaß
nachmittags häkelnd oder ſtrickend am Fenſter und ſah ganz
verſtohlen dem jungen Herrn Apothekersſohn nach. Vielleicht gab
es gar bald Canzſtunde? Eine Madame Celéſtine wollte hierorts
einen Sirkel für höhere Cöchter errichten, und dann, ja dann
durft. Minchen auch die Monatskränzchen der Bürgerreſſource
mitbeſuchen! Mama hatte ſchon roſa Carlatan und einen paſſen=
den
Schnitt ausgeſucht! Minchen wurde niemals gefragt, was
ſie möchtel Es gab nur Pflichten, Formen, Herkommen. Min=
chen
bekam bis zu ihrer Verehelichung Kleider aus Mutters
alteren, deren Stoffe ſchon zehn Jahre hergehalten und, unver=
wüſtlich
, noch weitere zehn Jahre ausdauern konnten. Sonntag
vormittags war Minchen im beſten Staat mit den Eltern in der
Kirche. Mittags hatte man ab und zu Herren zum Braten, die
ſich neuerdings für Minchens Mitgift intereſſierten. Minchen
war bleichſüchtig und ſommerſproſſig. Sonntag nachmittag ging
die Familie zum Weihenſtephan hinaus, um Minchen zu zeigen
und ſie Luft ſchnappen zu laſſen .. . Einen Anbeter hatte Min=
chen
: den Apothekersſohn, der ſich aber nicht heranwagte, da
Minchen Geheimratstochter war. Als er ihr zu Weihnachten
Noſen ſchickte, ſkandalierte die ganze Stadt bis zu Oſtern dar=
über
. Dann erſchien eine Miß, die einen engliſchen Sirkel ein=
richtete
. Da ſie die jungen Bürgermädchen aber mit Nachrichten
von Cennisſpiel, weiblichen Verkäuferinnen und neuer Bluſen=
tracht
in England aufregte, beſchloſſen die Bürgermütter,
dieſe neumodiſche Miß wieder fortzugraulen ... O, welche
Seiten!
Das Girl.
Die neueſte Seit, nach 1910, der Sport, der Canz, das Stu=
Lium, der Beruf, die Bildung, die Geſundung und Er=

wir uns unbegreiflicherweiſe befanden, geöffnet wurde, ſtand der
Sommermorgen bereits mit überraſchender Helligkeit in den
Straßen, die noch ohne Wagenverkehr ſtill und friſch vor uns
lagen. Da die Schauſpielerin, mit der wir ſtundenlang getanzt
hatten, vernünftigerweiſe in einem Vorort wohnte, ſtand uns
noch ein Spaziergang bevor, an deſſen Beginn wir noch nicht
wußten, ob er ein Vergnügen ſein würde. Er wurde ein eigen=
artiges
Vergnügen. Von uns, drei jungen Männern verſchiedenen

mir die Hand zu durchbohren, ſondern um mi
das ſie ſoeben aus dem Lederfutteral zog, ſich ein
Spielgelände ihrer Kinderzeit herbeizizaubern.
Pennbrüder ſchrie ſie mit hinreißender Fro

wollen Meſſerwerfen ſpielen! Ihre Forderung

verrückt, aber da alles an ihr gläuzte und vibri Hpoet
ihrem Einfall, erhoben wir uns elaſtiſch vom F.
gannen das Meſſerwerfen. Da blieb ſie plötzlie
Conſtance, die junge Cragödin, daß Weiß ihrer Fsn
zu vergrößern und das tropiſch verbrannte
unſeren ganz nahe: Laſſen wir doch das dumm iy
dieſen Worten ſchnickte ſie es irgendwohin reing
hügel ſpielen wir Blindekuh! Sie beobadl
nen einige Sekunden, wir müſſen wohl auch 1, ſtpriſ
ſichter gemacht haben, dann aber lachten wir ag.
wie es ein ſo anmutiger Scherz verdient, und r ſwng
unſere Caſchentücher, das reinſte banden wir ( fond
bereit erklärt hatte, zu beginnen, über die Aug fw
nicht hindurchſpähen konnte, und nun begann di
über das weiter nichts zu ſagen iſt, denn wir Fen
wie die Kinder. Neden wir nicht von uns. Da

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10

DAS CIRL

bellung des Frauenlebens brachten uns das Girl und
ſeine Uebertreibung und ich brauche hier nichts darüber
zu ſagen, was nicht recht oft ſchon genug geſagt worden wäre!
Die Cragodin ſpielt Blindekuh.
Von Hermann Linden.
Als die bereits verſchloſſen geweſene Cür des Alcazar, wor=
unter
kein ſpaniſches Schloß, ſondern ein deutſches Nachtlokal zu
verſtehen iſt, zum Hinaustreten der letzten Gäſte, unter denen auch

Alters und Veranlagung, die nur eines gemeinſam hatten, einen
Hang zum Spielenden, Komiſchen und Abenteuerlichen, ſoll in
dieſer kleinen Erzählung nicht weiter die Nede ſein, da Conſtance,
die junge Schauſpielerin, doch eigentlich die Hauptrolle ſpielte in
dieſem bizarren Sommermorgentreiben. Sie war intereſſant durch
die Kühnheit, mit der ſie alle geſellſchaftlichen Allüren verachtete.
Man erzählte ſich von ihr tolle Dinge, und wer ſie kannte, wußte,
daß daran ebenſo viel wahr wie erlogen war; ſie gehörte zu jenen
Menſchen, denen alles zuzutrauen iſt, darum gefiel ſie uns ſo gut.
Sie trug heute einen dünnen gelben Regenmantel, einen weißen,
haubenähnlichen Hut, die Strümpfe hatte ſie, die letzte praktiſche
Erfindung der Hitzezeit natürlich befolgend, auf die Schuhe hinun=
tergerollt
. Von den vielen Sonnenbädern, denen ſie ihre meiſte
freie Seit opferte, hatte ihre Haut ein geradezu afrikaniſches
Braun erhalten, ſo daß wir ſie das Kabulenmädchen riefen, was
ſie gleichgültig hinnahm.
Wir waren ſchon weit vor der Stadt, die Landſtraße belebte
ſich allmählich mit den erſten Arbeitern, die zu Suß oder auf
Nädern in die Stadt fuhren, der Dornbuſch eine Häuſer=
gegend
, in dem Conſtance wohnte, war nur noch einige Minu=
ten
entfernt. Da öffnete ſich plötzlich zur Linken eine große
Wieſe, und, ohne daß auch nur einer von uns dieſen Vorſchlag
gemacht hätte, verließen wir in einer natürlichen, triebhaften
Selbſtverſtändlichkeit die Landſtraße und begaben uns auf die
Wieſe. Da geſchahen nun allerlei ſonderbare Dinge. Wir leg=
ten
uns zunächſt einmal eine halbe Stunde ſtumm ins Gras, wir
hatten genug geſprochen unterwegs, und nun ſtand eine Sonne
von ſolchem bleichen, goldenen Feuer über dem Horizont, deren
Betrachtung reizvoller war als das geiſtreichſte Geſpräch. Be=
trachtungen
ſind indes nur gut, wen ſie kurz ſind, man muß ſie
rochtzeitig abbrechen. Och nahm daher nach einiger Seit einige
lange Grashalme und flocht ſie Conſtance um die nackten In=
dianerbeine
, ſie lächelte und zog aus ihrem neben ihrem Kopf
ſtehenden Köfferchen einen kleinen Bühnendölch, nicht etwa, um

Conſtance mit der Binde über den Augen, und jEr
die anderen ihren haſchenden Händen auswid g
komiſch, faſt fühlte ich mich verſucht, zu ſager /e
So etwas kann nur eine Schauſpielerin. S Ef
ihren Heimweg, ſondern ſogar ſich ſelbſt vergelſ S
Schauſpielerin mehr, keine berühmte Frau, ü I5
tungen unaufhörliches Lob ſchütteten, ſie war
peramentvolles Kind, das nichts weiter in die Stul,u
als ſpielen. Ihre braunen Beine tanzten übe
Mund, der die blutdürſtigſten Nacheworte d SödRg
Bühne als Kriemhild Hagen ins Antlitz geſchle
nichts mehr von ſolchen Cönen; er ſtreute neck
M I.
Luft. Der ſchlanke Körper, der tauſendmal entſ
tern zuſammengebrochen war, freute ſich wollüſ
der ungebundenen Bewegung, die unerreichb
teriſchen Vorſchriften war. Was nun noch geſe kruf
an dieſem Morgen, z. B. daß ich in eine Siſter
des Jochanaan ſang, während Conſtance ober
und den Gebärden einer echten Salome Ceile EBe
arien zu mir heruntergirrte, und etliche andersF arl-
paſſierten
, iſt weiter nichk wichtig.
Der Beſitzer der in der Nähe gelegener Fahlt
war gerade rechtzeitig aufgeſtanden, um uns
bereiten, das ſo einfach war wie ſein ganzes O
nun feſt, daß ſo ein Sonnenaufgangsſpazierg
holung wert ſei und vereinbarten eine gemeinſe
rend der Cheaterferien, ein Plan, der Conſtar Ew
zückte, was ſie aber nicht hinderte, einige Cc p

nach Korſika
ſpielerin.

abzufahren. Auch das kann

Lehrer=Anekdoter
Friedrich II. inſpizierte eine Dorfſchule.
von der Anweſenheit des Königs in keiner We
wortete, als er darob von Friedrich II. ungnäd
wurde: Majeſtät, wenn ich dieſe gottloſen B.
daß es jemand auf der Welt gäbe, der mehr
ich, dann würde ich ſie überhaupt nicht mehr

Nummer 362.
Partie Nr. 70.
Geſpielt am 19. April 1930 in der dritten Runde des Turniers um
die Meiſterſchaft von Heſſen.
Das Zuſammentreffen des neuen mit dem ſeitherigen Meiſter.
Abgelehntes Damengambit.

Weiß:
Schwarz:
Bleutgen (Mainz), Orth (Darmſtadt)
Sg816
1. Sg1f3
e7e6
2. d2d4
d7d5
3. 62e4
8b8d7
4. Sble3
5. Lc1g5
Lf8e7
00
6. 62e3
Gewöhnlich ge=
7. Lr1d3
ſchieht hier Ta1el, was auch ſtärker iſt.
(7C6. Nicht
7.....
das beſte. 7. . . . . (7c5l oder Auf=

löſung des Zentrums durch 7. . . . . de. Schwarz verſucht nun, den weißen Königs=
kommt
in Frage.
z. 00
d5kc4
b7b5
9. Ld3 Xc4
h7h6
10. Lc4d3
Le8b7
11 Lg5h4
Vielleicht beſſer zunächſt 11...
a6,
wie Przepiörka gegen Dr. Tarraſch in
1924 ſpielte.
Mera
wicklungszug. Weiß ſollte ſtattdeſſen lieber La6, worauf ſich Weiß aber gar nicht auf
die nach 32. D:a5 b41 33. 8: b4 Dd 2t
verſuchen, dem Schwarzen durch 12. a4
benden gefährlichen
33. Kg3 Lf1 ſich erg
Schwierigkeiten auf dem Damenflügel zu

21. b4, auf 20. . . . . Tc6 21. Se5 nebſt
f3 erwidern. Am ſtärkſten war vielleichr
20... . . k6. Der folgende Springerzug,
der bei Gelegenheit Se3 droht, ermöglicht
einen befreienden Abtauſch.
Se5e4
20....
21. L.b1Xe4! Am beſten.
Ld5Xe4
1....."
T8 Xcl
22. Sf3e1
Df8e8
23. 7414c1
Ta8 Rc1
24. De2 d2
2.
Db7d7
25. Dd2Xa1
flügel etwas zu lockern. Das gelingt ihm
auch, aber zu gewinnen iſt die Partie nicht.
Le4b7
26. 12f3
ba745
7. Delc2
Dd5e5
z. Kg1f2
a6a5
9. h2h3
De5d6
30. Seld3
31. Dc2e3
Dd6a3
Ta1c1. Ein ſchematiſcher Ent= Hier erwog Schwarz lange den Zug 31

II
I
Rätſel

Röſſelſprung.

bereiten.
12....."
13. Dd182
14. d4 Xc5
15. Ld3c 2,

a7a6
(6 c5l
Sd7kc5
um den T dem Ab=

Varianten einzulaſſen braucht, ſondern ein=
ſach
32. Dd4 ſpielen kann.
Auch 32. Db2
32. Dc342
kam in Betracht.
f7f6 Ein ge=
32....

tauſch zu entziehen. Auf 15. Lb1 ſieht wagter Zug, Se5 zu verhindern. Beide

b5 b4 nicht ſehr erfreulich für Weiß aus,
doch bringt die nunmehr folgende Abwick=
lung
Schwarz gleichfalls etwas in Vorteil.
Sf6d5!
15....
16. Se3Xd5
Lb7K45
Dd8 Ke7
17. Uh4Re7
18. b2b3 Erzwungen wegen der
Drohungen L:a2 und Lc4.
De7b7!
18....."

Teile befanden ſich in großer Zeitnot.
e685
33. 5d 3f 4
Da3e7
34. 5f4e6
35. Se6d8
a5a41
b5Xa4
36. b3Xa4
37. 8d8Xb7 Dieſen Zug hatte Weiß
abgegeben. Die Partie wurde vor der
Wiederaufnahme remis gegeben: nach
D:b7 beabſichtigte Weiß 38. a.3 nebſt

Verhindert zunächſt den befreienden Zuge4 Dd6, wonach kein Teil mehr gewinnen
Ta8c8
kann. Etwas ſtärker wäre 37. Da5 geweſen,
19. Tf1d1
20. Lc2b1 Dies iſt der kritiſche, doch hätte Schwarz dann durch 37. ..
Bunkt der Partie. Schwarz beherrſcht die Le8 38. Sc6 Dd739. D:a4 (39. Dd5+
Diagonale und ſteht ausgezeichnet. Wie Did5 40. Se7+ Kf7 41. 8:d5 Le6
aber ſoll er ſeine Stellung weiter ver= 42. Sb4 oder c3a31) De2+ 40. Kg3
ſtärken? Auf 20. .. . . Te7 konnte Weiß Le6! gleichfalls remis erreicht.
Anmerkungen vom Führer der ſchwarzen Steine.

Carl Deubel.

Silbenrätſel.
Aus den Silben: a. an, as, au, ba, bar, bar, ber, brot,
che, chlo, de, del, dre, e, en, er, form, furt, grim, hi, i, il,
korb, la, li, me, mus, ne, ne, non, nus, ra, ra, re, rha, ri,
rich, rin, ro, ros, ſa, ſa, ſart, ſe, ſis, ſpes, ſpi. ſpi, ſtra, ta,

tho, ti, ti, tiſ. tiſ, u, wen, vreau, wun ſind 22 Wörter zu bilden, deren
Anfangs= und Endbuchſtaben, beide von oben nach unten geleſen, einen
Spruch ergeben (ch ein Buchſtabe).
Die Wörter bedeuten: 1. Verletzung, 2. männlicher Vorname,
3. Geheimwiſſenſchaft, 4. Gebirge, 5. Beiname des Wolfes in der
Sage, 6. Leder, 7. Rachegöttin, 8. Hleines Raubtier, 9. Betäubungs=
mittel
, 10. jüdiſches Geſetzbuch, 11. Erdteil, 12. Beiname eines deut=
ſchen
Kaiſers, 13. was auf den Frühſtückstiſch kommt, 14. Planet,
15. deutſch= Stadt, 16. Gemüſe, 17. Spottſchrift, 18. Wichtigſte der
Sozietätsinſeln, 19. männlicher Vorname, 20. Kloſterfrau, 21. Nutz=
pflanze
, 22. Heilmittel.

*
Der alte Konrektor Urſinus in Hambure
Original und gab zum Gaudium ſeiner Schült
willigen Witz zum beſten. Er hatte die Gewohn
gabe der Hausaufſätze aus den Heften auf
Stapel zu bilden, einen großen (die ſchlechten)
(die guten). Eines Cages begleitete er dieſe
genden Worten: Ich mache hier zwei Haufen E
einen kleinen . . . und wenn dahinten das La
ſetze ich ſchließlich noch einen vor die Cür!
*
In einem ſchleſiſchen Dorfe hatte der Scht
ſich an das offene Fenſter des Quartiers Fried:
um dort dem Flötenſpiel des Königs zu lau
merkte ihn Friedrich, trat ans Fenſter und
er? Der Erſchrockene ſtammelte etwas von ſo
edlen Muſika und ſeinem Verlangen, zu ſeh.
ſelbſt dieſe ſchöne Kunſt betreibe. Nun, ſo bl
da! ſagte der König und ſpielte weiter. Endli=
ſpieler
ſein Inſtrument beiſeite und fragte z T0l
Nun, Schulmeiſter, wie gefiel Ihm das?
ich Ihnen nicht zugetraut! entfuhr es dem O.
Denkaufgabe.

Es gibt ein Tier und ein Naturprodukt, die be
haften Spruch mit dem Monat Mai in Verbindu=
findet
man durch Umlegung der 4 fettgedruckten
fügung von einem neuen Hölzchen, das Naturprod
bei dem Tier 4 Hölzchen umlegt und 2 entfernt.
Silbenrätfel.
Aus den Silben a, a. aſ, au, bel, chil, Gr,
diſ, e, e, en, es, ga, ge, gen, gnet, i. i.
la, lach, le, le, Ii, Ii., log, lor, loth, ma, men
ſchar, ſchütz, ſen, ſo, ſu, te, ten, tes,
zwanzig Wörter zu bilden, deren Anfangs= und
von oben nach unten geleſen, einen Spruch erge
*
ſtabe).
Die Wörter bedeuten: 1. Geigenbauer, 2. Sti
Philoſoth, 4. Sportgerät, 5. älteſte Beherrſcher
zer Hochtal 7. Art Erzählung, 8 Sonntag,
10. dramatiſches Zwiegeſpräch, 11. Sinfonie von
birge, 13. Kanone, 14. Waſſerjungfer, I5=
W
derruf, 18. Kind
16. männlicher Vorname, 17.
werk, 20. franzöſiſche Landſchaft.

Dein
WSſor
er d
Die

Ains
4

Auflöſung der Rätſel aus

N

Laues.
1. Laurahütte, 2. Blaues Blut, 3. belauſchen,
laufen, 6. Aberglaube, 7. mit Verlaub, 8. dupfelhie
3 Mailüfterl.
Silbenrätſel.
Wallis, 2 Extemporale, 3 Nachhut, 4 Niesit

auf

18 Regnitz, 19 Breslau, 20 Nekrut, 21 Juri,
Der Spruch lautet: Wenn ſich das Laſter
Tugend zu Tiſch.
Das rätſelhafte Gitte:.
1. Dresden, 2. Elefant, 3. Drachme, 4. Nolk=

Sich

Druck, Verlag u. Kliſchees L. C. Wittich ſche Hofbuchdruckerei, Rheinſtr 23. Verantwortl., für die Redaktion: Dr. H Nette. Darmſtadt,

Fernſpr. 1, 23892392. Alle Rechte vorbehalt!

Lrod

[ ][  ][ ]

Kirdags Tiodthinaddaas Bedtatdiage

ichh

am jetzte mol ſchun geſprächsweis die Sach mit
msjohr agedidde. No, ſchließlich is jo aach
zu verhaamliche dro, die Spatze peife’s bereits
g letzte Sunndag hott ſich ſogar de Mandoliene=
dezu
gegißert; alſo bleibt mir halt aach nir an=
ſeay
dhu iwwrich, als einiche baſſende Worde falle

en foam

An
*
eite n

Mena
Io
in

u
die Werett
nun nach
in eit
Gonfan

Näde Ain

ine
n der Cot.
rie, euue
de e

NeAT

nc
ich
dent
1
Iie

r ſich aach des Eidrucks net erwehrn kann, als
verarmte Vaderland äwe e bische aſch drufflos
un als dhet mer die Geläächenheide zum juwi=
z
an de Hoorn ebei ziehe es ſollt mich waaß
a, wann mer nechſtens in de Zeidung läſe dhut:
dag ſind es fünfzich Jahre, daß Herr Sowieſo
n bekommen hat. Dem in weiten Kreiſen ge=
ebten
Juwlar wird es an dieſem Ehrentag an.
t fehlen ... alſo wann mer aach des Gefiehl
idichen Dags jed baſſend odder unbaſſend Ge=
nutzt
wärrn, um vun ſich redde zu mache, un
u ſähe, ſo is däß nadierlich bei=eme ſexhunnerd=
äläum
doch was annerſter. So e Geläjenheid
net widder, un die ſoll, därf un kann mer däß=
n
klauglos in Ehone unnergeh loſſe, ſundern
muß gebiehrend begange wärrn.
iwwer, daß mer in de Bärjerſchaft gornet ſo
um wos ſich’s eichendlich bei dem Juwiläum
laawe gor welche, Darmſtadt weer vor ſexhun=
ſaubt
erſt gebaut worrn. Naa, ſo is däß dann
ganz im Gäjedaal, Darmſtadt is ſchun ſo ald
og, ja noch ganz erheblich älder, dann de Metz=
lius
ſeckt ſchun im Dolle Hund, es hett=em
Mann geſagt, daß es ſchun in de ältſte Zeide
Darmſtadt gäwwe hett. No un do kann mer
chene, wie alt Darmſtadt is, dann der Name
raglos reemiſchen Urſprungs, un valleicht fließt
eemerblut un ſo . . . Unner uns geſagt, wann
ſt urgroßmutter als Reemern vorſtell, do muß

em will, ich verbräch mer dodriwwer de Kobb
e Hiſtericker mache. Jedenfalls feſt ſteht, daß
Johr 1330 zur Stadt erhowe is worrn, un
Däß is der Dag an den mer uns halie miſſe,
tund ſin mer richdichgehende Städter; däß
2 abdiſchbediern, däß is urkundlich feſtgenagelt,
hwarz uff weiß, däß is beſiegelt un biddſchiert
Ludwig. Un wer net waaß, was däß mit dem
ch hott, dem mecht ich ferner ſage, daß mer ſeid
chenmack abhalte därfe, un die Meß. Alſo
Grund is, daß mers feiert, dann waaß ich

wei hu

nien Mu
die Gu

uartis t.
Jaugs

verwaldung war ſich jo aach der Bedeidung vun
hnis bereits vor zwaa Johr bewußt, un hott
zrogramm ausgearweit, däß hatt Band an de
fm Exert e groß Heſſiſch Gewerweausſtellung
ſiſche Handwerk ſich vun ſeine beſte Seid hett
in ſollte Muſterbaute uffgefieht wärrn, wo die
im Wort kumme weer; es heſiſche Kunſthand=
e
, un die Kunſt im beſunnere ſollt in Freiheit
urt wärrn; s Therjader ſollt mit Feſtſpiele‟
Blummeſchau ſoll’s gäwwe draus im Orrang=
icht
hett aach der gane un der annere vun dene
d in Darmſtadt zu Dutzende erumlagfe, e Hei=
ddder
e Sexhunnerdjohrfeier=Rewie no
wann’s worrn weer, wie’s hett wärrn ſolle,
.

ott awwer die Stadtverwaldung nir druff, un
erächend im Juwiläumsjohr als Meiſterin in
bräſſendiern. Heechſtens daß ſe die Veraſtal=
R annere Seide geblant ſin, un gemacht wärrn,
gleide kann. Un däß dhut ſe jo aach. Wenich=
unſer
Herr Owwerowwer de erſte richdich=

N

Zeitgemäße Haushalt.
ahrs=Reinigungder Teppiche. Wenn
Frühjahrsſonne das Zimmer durchfluten, dann
unerbittlicher Deutlichkeit auch die Schäden und
r getroffenen Einrichtungsgegenſtände. Da ſind
den Fußboden zierenden Teppiche, die ſich dann
in wünſchenswertem Zuſtande zeigen. Sei es,
einer gründlichen Reinigung bedürfen, ſei es,
* Nänder einer Ausbeſſerung durch fachkundige
weiſe abgelaufene Stellen der Auffriſchung har=
beſeitigt
man letztere im Anfangsſtadium, wo
noch leicht iſt. Zum Muſter paſſende Imachs=
in
eine Untertaſſe und betupfe dann mit kur=
ſenau
nach den Konturen des Muſters das ſchad=
be
. Im Notfall wiederhole man das Verfahren
Peich wird nach dem Trocknen wieder wie neu
L.
Die von Regenwürmern zobefreien.
Dandvoll Walnußblätter in 2 Liter Waſſer eine
*. Gieße damit die Pflanzen, denen es nicht
kann nach kurzer Zeit die Würmer von der Ober=
n
die ſie durch die bittere Abkochung getrieben
V.
beichgewordenen, niedergedrück=
Vor allem ſind viele Langbeſen, die auf den
libewahrt werden, durch die umgelegten Borſten
Bebrauchsfähig. Hält man ſie jedoch über den
Woſſers und kämmt ſie dabei kräftig durch, ſo
wieder auf und ſind nach dem Trocknen, wobei
Reiſchwebend aufhängt, wieder gerade und
H.
Pürzfleiſch anrichten ſollte. Wenn
Pfeferſleiſch auf den Tiſch bringen will, ſo
2 eiufach in einer Schüſſel auftragen, ſondern
hen goßen flachen Teller ausgeſtürzten Reis=
In die Mitte gefüllt, überziehe man den Rand

gehende Gebrauch devo gemacht, indem er die Große
Handelsſchau hott ereffne helfe, drunne in de Feſthall, wvo
die Darmſtädter Läwens= un Genußmiddelhennler verarrang=
ſchiert
hawwe. Un die Worte, wo do unſer Herr Owwerowwer
vum Stabbel geloſſe hott, die kann ich nor dreimol dick unner=
ſtreiche
; dann wie geſagt: die Darmſtädter Spezzerei= und Feikoſt=
hennler
ſin uff de Heeh.
Nemlich mer muß ſich klar ſei, daß es däß alles vor ſexhunnert
Johr noch gornet gäwwe hott, ſundern do ſin die Spezzereihennler
un Gewärzkremer vun Auswärts aamol im Johr uff de Darm=

ſtädter Meß gezoge kumme, un do mußte ſich die Darmſtädter
Weiwer eidecke for’s ganze Johr. Heit? Heit wiſſe die wärk=
dädiche
Hausfraue um dreivärdelzwelf noch net, was ſe zu middag
koche ſolle, en Sprung zum nechſte Kaafmann, un um halb
gans ſteht des beſte Middageſſe fir un ferdich uffm Diſch. Aſo
däß is doch e Errungenſchaft, do kann die gude, alde Zeit doch
net mit.
Jwwerhaubt ,die gude, alde Zeit.
Es is noch gornet
ſo aſch lang her, do hott mer beiſpielsmeſtich die Subbewärfel
noch net em Name nooch gekennt. Un wie ſe ufſtumme ſin, do
hott mer ſich mit Hend und Fieß degäje geſtreibt; mer hott ſe for
äbbes unſolides gehalte, un hott liewer die Subb gekocht, wie ſe
ſchun die Großmudder gekocht hott, un wann de ganze Morjend
druff gange is. Odder die Eiernudel. Die ſin gleich for e
zanz värdel Johr fawriziert worrn, un wann de Deich färdich
un ausgewälljert un geſchnidde war, hott mer die Strieme zum
druckene dagsiwwer uff die Better gelegt. For de Winder hott
mer ſich, wann 18 gut gange is, en Stenner Sauerkraut eige=
dräde
, e Fäßje griene Bohne, un en ſtaggutene Dibbe voll Gum=
mern
, un domit juck. Un heit?
Iwwrichens Backſtaakees! do fellt mer grad die Sach
werden wir eſſen, was werden wir trinken; die Handelsſchau
hellt uns uffm Laafende. Un mer mag im allgemeine vun Aus=
ſtellunge
halte, was mer will, awwer ſo e Läwens= und Genuß=
middel
=Ageläächenheit, daß is e Sach, wo jeden perſeenlich
ageht, weil ſich’s do um die Magefrog hannelt, un ums
Haushaltungsgeld, un däß is heit des ſchwierichſte vun alle
Broblemer, wo mer zu bewäldiche hawwe, nemlich die Mage=

fräg un es Haushaldungsgeld.
No, wie geſagt, die Darmſtädter Schubbladiſte ſin heit uff de
Heeh, ſie kenne alle Winſch befriedriche, wie Fiſchura zeicht; vun
de Auſtern bis zum Backſtaakees.
Naa, heit brauche mer wärklich net mehr lang zu froge: was
ei, mit dem ächte Kamembert. Alſo bekanntlich hawwe die Fran=
zoſe
de Erfinderin vum Kammmbert e Denkmal geſetzt, vor einicher
Zeit; un do is geſagt worrn, de ächte franzöſiſche Kamembert
tveer ganer vun de wichdichſte Ausfuhraddickel. De meiſte gingt
nooch Deitſchland. Däß hawwe die Franzoſe un aach die Deitſche
geglaabt. Bloß net de Herr Korrell, was unſer Wärtſchafts=
miniſter
is. Der hott nemlich neilich verrode, daß die Hälft vun
dem Kees wo in Heſſe fawriziert wärd, nooch Frankreich ging,
un kemt vun dort als Orſchinal=Kamembert widder nooch
Deitſchland. Demnooch is alſo der ächte franzöſiſche Kamembert
. Dodra kann mer widdermol ſähe, was
made in Heſſe
die Eibildumg macht. Un däß is leider net bloß beim Kees ſo,
ſundern aach bei viele annern Sache es muß halt vun Aus=
wärts
ſei, ſunſt is es uix. Un wer emol mit de Eibildung ge=
ſtroft
is, der ißt gewixte Heringseier, un glaabt, es weer
Kafia .
Däßhalb ſag ich bloß jedem, der’s wiſſe will, un beſunners
dene, die’s net wiſſe wolle: geht hie in die Sexhunnertjohrfeier=
Juwiläums=Handelsſchau=Läwens= un Genußmiddel= Ausſtel=
lung
, un dhut eich mit eiere eichene Aage, un mit eiere eichene
Zung devo iwwerzeiche, es is e ſchmackhaft un lehrreich Studium,
dem wo mer ſich do hiegäwwe kann, mit Leib un Seel, mit Körb
un Daſche; es kimmt jeder uff ſei Rechnung. Sogar die Eidritts=

mit etwvas Soße und garniere ihn mit krauſer Peterſilie und
buntgeſchnittenen Gurkenſcheibchen und Zitronenſpalten. Auch in
einem gebackenen Kartoffelrand, den man mit Krebsbutter be=
träufelt
und mit geriebenem Käſe beſtreut, kann man das Fleiſch
ſehr appetitanregend auf den Tiſch bringen.
I.
Grüner Salatin anderer Form. Das ſonſt übliche
Bereiten des grünen Salats ſollte man einmal gegen eine andere
Art vertauſchen, und zwar feinſtreifig geſchnitten und dann
erſt mit Oel, Eſſig und den übrigen Zutaten angemacht, kommt
ſein ſeiner Artgeſchmack auf dieſe Weiſe beſonders zur Geltung,
da ſich die Geſchmackſtoffe beſſer erſchließen.
Pikantes Schwarzwurzelgemüſe 11½ Pfund
Schwarzwurzeln werden geſchabt und zur Vermeidung des
Schwarzwerdens in Eſſigwaſſer gelegt. Dann ſetze man ſie mit
Salzwaſſer zum Kochen auf. Verdicke einen Teil der Brühe mit
einer Buttereinbrenne von reichlich 1 Eßlöffel Butter und 1 =
löffel
Mehl, laſſe langſam ausquellen, füge die einmal zerſchnit=
tenen
Schwarzwurzeln bei und ſchmecke das Gemüſe mit Salz,
Pfeffer und 1 Teelöffel Zitronenſaft, ſowie ½ Teelöffel Zucker
pikant ab.
Eierſchaum in der Form gebacken (Krankenſpeiſe).
5 Eigelb ſchlage man mit dem Schneebeſen unter Beifügen von
1 Teelöffel Rum und ebenſoviel Süßſtoff ſchaumig, gebe den
ſteifen Schnee vom Eiweiß dazu, fülle die Maſſe in eine einge=
fettete
, hochwandige Auflaufform und backe ſie auf einen Stein
erhöht geſtellt, in mittelheißem Ofen. Die ſehr hochaufgelaufene
Speiſe muß ſofort ſerviert werden, da ſie, weil ſehr locker und
luftig, ſchnell zuſammenfällt.
Speiſen=Zettel.
Sonntag: Kerbelſuppe, geſpickte Hammelkeule, grüner
Salat. Montag: Grünkernſuppe, Spinat mit Setzeiern und
Röſtkartoffeln. Dienstag: Blumenkohlgemüſe mit gebra=
tenem
Kalshirn. Mittwoch: Sauerkraut mit Grießklößen
und Eisbein. Donnerstag: Möhren mit weißen Bohnen
und Bratwurſt. Freitag: Bierſuppe, Seelachs mit Peter=
ſilien
=Butterſoße. Samstag: Reis mit Spargel und Peter=
ſilie
und gek. Rindfleiſch.

kadde gälde als Loos, un es ſchlimmſte was aam baſſiern kann,
weer, daß mer aach was gewinnt. No un däß wärd ſich aach
noch erdrage loſſe, in dene mieſe Zeite...
Bienche Bimmbernell.
Poſtſchkribbdumm: Iwwrichens, net bloß die Darm=
ſtädter
Handelsleit, ſundern aach die Darmſtädter Meßleit
hawwe des Recht die Sexhunnerdjohrfeier feſtlich zu begeh; dann
ſie därfe diß Johr, zum ſerhunnerdjehrichemal, mit ihre Bor=
zenellekäſte
, mit ihre dransbordawle Warenhaiſer, un Reitſchule
un alles was ſo drum un dra henkt, erſcheine; un unſer Darm=
ſtädter
Landsmann, de Schorſch Säng, der backt diß Johr,
zur Feier des Dags beſunners knusberiche Sexhunnerdjohrfeier=
Waffele‟
.
Dohärngääche hatt die Feierſchutzwoch ausnahms=
weis
! nix mit unſere Sexhunnerdjohrfeier zu dhu, obgleich
mer die Veraſtaldung äwenfalls ganz gut hett mit unſerm
Stadtjuwiläum vermimmbele un vermammbele kenne, indem daß
mer zum Beiſpiel geſagt hett, daß vor ſexhunnerd Johr de erſte
ſtädtiſche Feierahmer eigeweiht weer worrn (wann’s aach net
wohr is, Gott, wer will däß heit noch konndrolliern). Alſo wie
geſagt, die Sexhunnerdjohrfeier=Feierſchutzwoch, däß weer widder
e Nummer mehr im Stadtjuwiläum geweſe. Awwer mer hott
devo abgeſähe; valleicht daß mer ſich geſagt hott, die Feierſchutz=
woch
is e zu wichdich Ageläjenheit. Un däß ſtimmt hoorſchaff.
Denn wann mer ſich ſeckt, was for e Volrvermeeche alljehrlich
dorch Leichtſinn in Raach un Flamme uffgeht, dann kann mer die
Sach gornet ernſt genuch nemme. Un wann mer aach mit Recht
age kann, daß unſer Feierwehr, gääche vor ſexhunerd Johr heit
annerſter uff de Heeh is, ſo muß mer aach ſage, daß die Menſche
damals lang net ſo leichtſinnich gewäſe ſin, wie mir, des heidiche
Geſchlecht. Domals hott bloß de Nachtwächter nachts erum zu
geh un zu ruffe brauche: Bewahrt das Feuer und das Licht, daß
der Knecht die Macht nicht ſicht. Däß hott ſchun geniecht.
Heit? Heit muß die Feierwehr ſtets un ſtendich uffm Kiwief
ſei, dann unſern Leichtſinn is gradezu ſprichwörtlich. Zum Bei=
ſpiel
: do druckend aa ihr Winnele am Owe, geht zwiſchedorch
fort, was hole, un bis ſe haamkimmt, ſteht des Bajes in Flamme,
odder es Kind is herſtickt. Dort ſchmeißt aa gliehend Aſch in de
Holzkaſte; dort macht aa die Lockeſcheer uffm. Nachtdiſch haaß,
un ſchmeißt dobei es Benzien um; dort macht aa mit de Sterien=
kerz
am Klagderſchrank erum; dort ſetzt aa es klaane Holz hin=
nern
Owe; dort ſtellt aa 8 gliehende Biejeleiſe uff de Diſch,
un geht fort ſchwätze ; un die Mannsbilder, mit ihre ewiche
Raacherei nachts im Bett, odder drauß im Wald, was die mit
ihrm Feier domit ſchun ggeſtellt hawwe, dodegääche is der Knecht,
der wo ohne Licht die Macht nicht ſicht es reinſte Wagſe=
biebche
...
Alſo mit aam Wort, die Feierſchutzwoch hott uns unner
annerem aach emol unſer Sinde zu Gemiet gefieht; un wanns
zur Feier vun de Feierſchutzwoch net grad wo gebrennt hott, ſo
es däß de reinſte Zufall. Hoffentlich nimmt mer ſich die gude
Lehrn zu Härze.
For’s Niewergall=Denkmal: 20 Mack vun=eme ſtille Verehrer
aus em Stadtrat; 15 Mack vum Darmſtädter Awend in Berlin;
100 Mack vun N.=N. 100 Mack vun Sp=K. 50 Mack vum
Heſſiſche Jagdklub: 5 Mack vun=eme Krenzche ehemalicher
Schülerinne. Als widder en Ruck un Danke ſchee allerſeitz. Un
ſälbſtredend macht unſer Niewergal=Denkmal en heſſiſcher
Kinſtler un kag Preißiſcher, nemlich de Well Habicht. Awwer
die Affer mit dem heſſiſche Befreiungsdenkmal in Meenz, däß
wo en Frankfurter Bildhauer mache dhut, däß zeicht widder
mol, was mer vun dem Schorſch=Bichner=Preis zu halte hott .
Geht mer haam! Dann was nitzt de Kinſtler des ſcheenſte Di=
blohm
an de Wand wann mer ſe vergißt wos gilt. Odder is
bloß die Baddeikadd maßgäwend . .."
No loß; heit Awend is widder Familljeawend im Klaane
Haus; es gibt e Juwiläumsvorſtellung, indem die Heſſiſch Spiel=
gemeinſchaft
zum dreißiſchſtemal de Datterich uffiehrt. Alſo
daß mir keiner kommt un is nicht dal Un am Dunnersdag
Awend gibt’s zum unwioderruflich letztemal de Lumbe=
awend
. Uff Widderheern bis dohie.

I

IR
Humor

Klage.
Unerträglich, dieſe Kälte . . ."
Leiden Sie ſo ſehr darunter?
Indirekt, mein Frau will einen neuen Pelz haben.

Ihre Methode. Wie haſt du es eigentlich angeſtellt, daß dir dein
ann doch den neuen Hut gekauft hat. Sehr einfach, ich bin mit
(Pages Gaies.)
n alten zu ihm ins Büro gekommen.
Kochkunſt. Mave, wiſſen Sie, wie man Apfelkaltſchale zubereitet??

[ ][  ][ ]

Sranſen
waren wie man weiß vor einigen Jahren
große Mode und beherrſchten zwei aufeinander=
folgende
Saiſons faſt vollſtändig, natürlich in
der Hauptſache die abendliche Mode.
Man war darum nicht wenig erſtaunt, als
ſie heuer neuerlich erſchienen und ſtand dieſer
Garnierung im erſten Augenblick mit einigem
Befremden und etwas ſkeptiſch gegenüber, um
ſo mehr, als man annahm, daß
Franſen nur als Idee einiger ver=
einzelter
Modehäuſer zu werten
ſeien und keine Allgemein=Mode
werden könnten.
Als aber bekannt wurde, daß
nicht etwa kleine Außenſeiter, ſon=
dern
führende Modeſalons Fran=
ſen
als markante Note ihre Kol=
lektionen
zur Vorführung brachten,
ſtand man dieſer Frage mit einem
Male mit geſteigertem Intereſſe
gegenüber und es iſt ganz auffal=
lend
, wit welchem Eifer heute
ſchon, alſo nach verhältnismäßig
kurzer Zeit die Franſenmode
von allen modeorientierten Krei=
ſen
behandelt wird
Man muß ſagen, daß Franſen
in das allgemeine Modenbild eine
von allen übrigen Linien grund=
verſchiedene
Note tragen, eine Wir=
kung
, die etwas Bewußtes, Mar=
kantes
an ſich hat und darum ſicher=
lich
zu den übrigen Schaffungen
der Saiſon in einem gewiſſen Kon=
träſte
ſteht.
Es kann wohl kein Zweifel
darüber beſtehen, daß die neue
Linie ſich weicher, fraulicher Attri=
bute
bedient, die von der ſport=
lichen
Note weit entfernt ſind. Dies
drückt ſich nicht nur im Schnitt des
modernen Kleides, ſondern auch
in dem zur Verwendung gelan=
genden
Materiale aus, denn es iſt nur ſelbſt=
verſtändlich
, daß etwa die verſchiedenen Gaze=
Gewebe in ihrer blumigen Muſterung und all"
die anderen duftigen Materialien einen ganz
neuen Stil geſchaffen haben, der auf längſt
entſchwundene modiſche Vorbilder zurückgreift.
J4
Franſen aber haben immer etwas Flottes,
Anregendes, faſt wäre man verſucht zu ſagen:
Temperamentvolles. Allenfalls eine Lebhaf=
tigkeit
, die ſehr gefällt und jeder Trägerin jene Beſchwingtheit
gibt, die die elegante Frau hoch einzuſchätzen weiß. Franſen ſind
auch in der Bewegung maleriſch und apart und wirken gut, gleich=
viel
, ob ſie nun für das nachmittägliche oder abendliche Kleid zur
Verwendung kommen, und es iſt darum leicht verſtändlich, daß
ſie in ganz kurzer Zeit viele Anhängerinnen fanden.

Ein paar Wollſtiche genügen
um die ſchlichte, gerade, aus einem waſchbaren Materiale (ſei es
nun aus Flanell oder weißem Stoff) hergeſtellte Weſte in ganz
entzückender Weiſe zu garnieren, wobei man ſich natürlich vor=

Man bringt heuer ausnahmslos eingeknüpfte Franſen,
alſo nur jene Art, die in das Grundmaterial des Kleides ein=
gearbeitet
iſt, während die auf ein Börtchen montierten
Franſen als ganz veraltet und viel zu unedel gelten, um in eine
auf kultivierte Ausarbeitung bedachte Mode, wie die gegenwärtige
es iſt, Eingang finden zu können. Man unterſcheidet lange und

mit ſich zu führen, ſei es nun in Form eines kleinen Anhängers,
einer Glücksmünze, eine Spinne, eines Elefantenhaares, einer
ſtielförmigen Koralle u. dgl. mehr.
In letzter Zeit verſucht man ſogar, den Talisman in der
Mode praktiſch auszuwerten und unter den ungezählten Dingen,
die man auf dieſem Gebiete zu ſehen bekommt, iſt ganz fraglos
die Puder=Mascott ſiegreich geblieben.
Man hat ſich darunter nichts anderes als ein kleines Puder=
döschen
vorzuſtellen, das durch eine äußerſt praktiſche Federvor=
richtung
an der Innenſeite für jedes Trockenpuder (welche Größe

kurze Franſen. Die lang
faſt nur auf abendliche (
dung, während die kurzen
liche Kleid in Frage komn
wegung wie Volants wirk /Follen
Da Franſen ſehr leicht
es möglich auf die Mo
Saiſon beſonderen Bedach=
man
ſehr aparte Franſenkl
Grün und Roſa, der bel
Sommers, findet. Daß aber
überwiegt, iſt
weil Schaffun
immer am ver
ner Tagesmol
An Hand
ſen ſich die me
tereſſanten Va
mode am beſte verfolgl,
Bild 1 ſt
lich eigenartie
eines jener
Schlankheit de
ungemein mal ch iſt,).
fung, die Per ſichkeit / züfliche Ange
taſie verrät 1k vornſ, iſt im
große Geſtalt / das
Man kann ei Modell,mnen?
aus Georgett /der Aynds von ihr
cain herſteller nd bei, iemen eigen
eingeknüpften ranſent. Me Ausdruck
nierung des Fes ſon
Oberteil, dem P eind nichten Zeit
K
9K
tigen Charakt geben Ju0 Grunt kein
dell, das wie Ees nur
liche Zwecke, Rimmt A icten g.
natürlich ärn ps, Auſcrugen
auch vielerlei Fanien zumſer ahgere
nicht nur für K A
gelegentlich a" für
Tee und für k nach Mſetk Ss w
Beſuch getre wer
Zu dieſer ſodellf M.
in unſerem Ie er Buff 0 eſer Weile
tene Kleid, da ſeind,
dungszwecke e brecheff 0 jünes
tend kürzer iſt, alſo der I Aangelf i eiem rieſi
folgt und die Knöchel-t Smmf
Dieſes ärmelloſe Abendk.
gebenenfalls mit einem h langen
Verbindung, der es zu Fem
Promenadecomplet zu er /zen
ja überhaupt eine der vie moden
Umhüllen ſich jederzeit 8 aub
praktiſch erweiſt. Das ſche
kleid mit modernen Franſen=Effekten führt 1 Ee Mit
Augen. Die Franſen ſind hier ganz kurz Ealten;
der letzten Reihe ſetzt die Rockpartie glockig
teil bringt hier eine Bahn eingeknüpfter Fr.
hängt und dadurch eine flotte Volero=Wirk: / ande

nſtan
gut
geit, ich
arbeitel
Ffungen Ae 10
das Mau iher die
und in zun nächſten
rzufärd u W Mal.
Hattierl, zustel, Reill
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er in W,u iefent ſit
teſten 1. Jach gehant
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Dneich uin Zunge du
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Egfaltig, Nunter ſte
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Wbend zmu orde

odelle, ine nef Gardner
igur C üir haift du,
juge zu me
mut, die die
Wierft nervös
Mrbracht.
Mn

brind
Auch
die

erſt der Farbechtheit des zur Verwendung gelangenden Woll=
fadens
vergewiſſern muß.
Am beſten wirken jene Stickereien, die wie unſere Skizze
zeigt, aus ſtreifenartig geführten Querbahnen beſtehen, die unter=
einander
wieder mit geſtickten Längs=Stäbchen verbunden ſind.
Eine ſolche Wollſtickerei kann man natürlich auch in zwei
Farben halten, und wird etwa auf weißem Grunde an Blau
mit Schwarz oder Grün mit Schwarz denken, auch Rot=Gelb iſt
eine entzückende Farbwirkung auf weißem Fonds. Solche Weſten
ergeben eine ſehr beliebte Handarbeit, die raſch fertigzuſtellen iſt
und immer vorzüglich wirkt.
Weſten dieſer Art ſehen über Tenniskleidern ausgezeichnet
aus und eignen ſich auch ſehr gut für Haus und Garten, ganz
abgeſehen davon, daß man ein ſolches Stück ſpäterhin für den
Sommeraufenthalt vertrefflich auszunützen vermag.
W. U.
Aberglaube und Mode
ſind im Laufe der Zeit zu ſchier unzertrennbaren Begriffen ge=
worden
, denn die elegante Frau hat ſich eine kleine Doſis Aber=
glauben
als ſchicke Note zurechtgelegt, als ein Detail, das mit
ihrer Perſönlichkeit eng verknüpft bleibt.
Und um dies auch nach außen hin zu dokumentieren, hat es
ſich eingebürgert, wo es nur immer angeht, ein Mascottchen

Darum legt man auch auf die Ausfüh
neuen Bluſen ganz beſonderen Wert und
leicht glockig um einen fichuähnlichen Ch
(Bild 2) oder aber man verſieht ſie mit Aj=
gelegentlich
auch mit einem Beſatz aus ſch

eit
ver

es auch immer haben möge) verwendbar iſt, ein Döschen, das
mit einem farbigen Samt überzogen iſt und ſich in mannigfaltigen
Geſtalten präſentiert. In ornamentaler Art kommt es für jene
in Frage, die die kunſtgewerbliche Note lieben, in Form kleiner,
entzückender Tierchen (Pinguin, Aeffchen, Kater Felix und
Film=Micky) für alle, die gerne ein Mascottchen bei ſich tragen
und nicht nur die landläufige Puderdoſe wünſchen, ſondern eine,
die Originalität verrät und auf den Geſchmack Rückſicht nimmt.
Die entzückenden Puder=Mascottes haben die elegante Frau
im Sturme erobert und werden während der Badeſaiſon ſicher=
lich
noch viele neue Anhängerinnen erwerben.
W. I.
Bluſenkragen nach außen!
heißt die letzte Parole der Tagesmode und man muß ſagen, daß
dieſe Tragart nicht nur appetitlich iſt (weil dadurch der Kragen
des dunklen Jäckchens imer tadellos ſauber erhalten wird),
ſondern auch gut wirkt, weil die helle Partie zu Geſicht vorteil=
haft
und jugendlich iſt.

Die geteilten Kragen, die ſo aus
loſe Maſche über eine Schalkragenform gele
hervorragender Beliebtheit und haben jene
neue Mode kennzeichnet und ihr in kurzer
Anhängerinnen ſchuf.

reuel

Ein Spitzenhu
iſt in ſeiner maleriſch=anmutigen Form u!
der neuen Mode, die wie man weiß
kung geradezu als unerreicht bezeichnet wel.
Ihre eigenarüge Note beſteht darin
Modelle, ob es nun Kleider, Hüte, Sch
nicht etwa durch Ueberladenheit oder üb
auffallen, ſondern lediglich durch ihre düre
zur Geltung kommen.
So zum Beiſpiel pflegt man die neuten
das Material durch ein beſonderes Verſ
ſteif gemacht wird, ganz ungarniert zu 19
das Spitzengewebe und die originelle Forn., .
Der aus der Kante der Spitze gebildete
eigenartigen Konturen, die dem Geſichte
lichen Rahmen geben.

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w Mn seinn Milliennn.
Roman von Richard Graeves.
Feuilleton=Verlag, H. O. Herzog, Berlin=Halenſee.
Eiſenzahnſtraße 62.)
Nachdruck verboten.
25. Kapitel.
Charlies Bericht.
Nachmittag des 22. Septembers faltete Charlie
in Jonathan Jones zuſammen und begab ſich zu
z. Ein Paketfahrtwagen hatte ſchon einige Stun=
verſchnürten
Bündel mit den Quittungen dort=
leich
nach Antritt ſeiner Erbſchaft hatte ſich Char=
zücher
mit gbreißbaren Quittungsformularen her=
id
dieſe, ſoweit ingend möglich, bei allen ſeinen
tzt. Die peinliche Genauigkeit, die er darauf ver=
ver
einzige Umſtand, den ſeine finanziellen Bei=
d
Gardner ihm zugutehielten. Trinkgelder, kleine
onſtige Auslagen, über die er ſich keine Quittung
nte, trug er ſorgfältig in ein Buch ein. Es fehlten
uitungen über die paar Dollar, die er in ſeiner
jie bis zum nächſten Morgen beizubringen, ſollte
ſein.
ſprach er bei Allan und Gardner vor, denen er
ht zu heiraten, Kenntnis gab. Wie zu erwarten
ſtürmiſchen Widerſpruch.
du nicht, riefen ſie wie aus einem Munde. Es
8 un Peggy gehandelt. Sie verdient ein beſ=
ab
und ſeht zu, was geſchieht, erwiderte Charlie
Iſch glaube, Ihr werdet bald Mund und Augen
ner, mein Junge, du wirſt als Beiſtand wirken,
ſo gut ſein als Trauzeuge ſeine drei Kreuze unter
vkoll zu ſetzen. Morgen Abend findet das Hoch=
eggys
Mutter ſtatt, und ich verſichere Euch, daß
erner waren anweſend nicht viele finden werdet.
vir noch. Inzwiſchen möchte ich Euch bitten, mir
mpen, damit ich die Ehelizenz und den Pfarrer
Morgen werdet Ihr ſie zurückerhalten.
auben! rief Gardner. Er fängt ſeine Ehe mit
lber hier haſt du, und über das Zurückzahlen
keine Sorge zu machen.
ſe geſchäftliche Angelegenheit erledigt war, ſetzte
Peg fort. Im Büro der Rechtsanwälte war
angekommen?
noch nichts von ihm gehört, antwortete Grant.
mit Iſeinen eigenen Gedanken ſo beſchäftigt,
genvolle Ausdruck in dem Geſicht des Rechts=
on
zur rechten Zeit auftauchen, erklärte er mit
doch bei Grant kein Echo fand. Charlie wußte
legramme, die die Rechtsanwälte in den letzten
geſchickt hatten, als unbeſtellbar zurückgekommen
hiſche Nachfragen in Butte, Montana, ergaben,
September abgereiſt war, unbekannt wohin.
ren äußerſt nervös geworden und hatten, bevor
ie daß dieſer es wußte, ſchon viele ſorgenvolle
iben verbracht.
rittag war jemand hier und hat nach Ihnen
rant nach einer Weile, tief über Papiere gebeugt.
ſiger Mann.
atürlich Jones, rief Charlie erleichtert. Ich
ner mit einem rieſigen Vollbart vorgeſtellt.

Sonntag, den 11. Mai 1930

Nein, er war es nicht, entgegnete der Anwalt, den kennen
wir ſehr gut, ſondern ein Fremder. Wir fragten natürlich, wer
er ſei, aber er wollte ſeinen Namen nicht angeben. Er würde
Sie heute Nachmittag bei Frau Gray beſuchen, ſagte er.
Na ſchön, erwiderte Charlie, dann werde ich ja bald er=
fahren
, wer er iſt. Inzwiſchen wollen wir von etwas anderem
reden. Hier iſt mein Bericht an Jones. Bitte, gehen Sie ihn
durch und ſehen Sie, ob er in Ordnung iſt.
Grants Hand zitterte leicht, als er das umfangreiche Doku=
ment
entgegennahm. Er tauſchte mit ſeinem Kollegen, Ripley,
einen verſtohlenen Blick aus, der, wenn Charlie ihn geſehen hätte,
den Seelenfrieden des jungen Mannes empfindlich geſtört haben
würde.
Was Sie da vor ſich ſehen, fuhr Charlie fort, iſt eine
Geſamtaufſtellung in großen Zügen. Ich habe natürlich nicht
jede Kiſte Zigarren, die in Rauch aufging, einzeln angeführt.
Die Details finden Sie in meinen Belegen, nach Kategorien
geordnet.
Grant brauchte eine geraume Weile, um das Schriftſtück
durchzuſehen, denn immer wieder ſchweiften ſeine Gedanken nach
anderen Richtungen. Dann übergab er es ſeinem Kollegen, der
es nun ſeinerſeits bedächtig las. Das Schweigen, das in dem
Zimmer herrſchte, wurde Charlie allmählich drückend.

Seite 23

Kinderwagen aller Art, nur im Spezialgeschätt
1. Donges & Wiest, Elisabothenstraße 25½ 8
Selbſtverſtändlich iſt nicht alles belegt, begann er von
neuem. Von Zeitungshändlern, Stiefelputzern und dergleichen
konnte ich mir, wie Sie verſtehen werden, und hoffentlich auch
Jones verſtehen wird, keine Quittung geben laſſen. Aber jeder
Pfennig meines Vermögens iſt weg, und ich verſichere Ihnen,
meine Herren, daß das keine leichte Arbeit war. Ich bin körper=
lich
und mit den Nerven völlig herunter, und werde Wochen
brauchen, um wieder ganz auf dem Damm zu ſein. Zu dieſem
Zweck trete ich morgen einen kleinen Erholungsurlaub an. Neben=
bei
bemerkt, heirate ich noch vorher. Aber jetzt muß ich gehen,
denn ich habe noch ein paar Dollar in der Taſche, und die müſſen
bis morgen früh verſchwinden. Alſo auf Wiederſehen!
Ohne eine Antwort abzuwarten, lief er aus dem Zimmer.
Es drängte ihn, zu Peggy zurückzukehren, und er fünchtete Krittken
ſeitens der Rechtsanwälte über ſeinen Bericht zu hören.
Dieſe verharrten, auch nachdem ſie wieder allein waren, i
Schweigen. Endlich ſah Grant auf.
Bis morgen ſollten wir Endgültiges erfahren, ſagter er.
Aber was wird der arme Kerl tun, wenn es zum Schlimmſten
kommt?.
26. Kapitel
Die Nacht vorher.
Jetzt hängt alles von Jones ab, wiederholte ſich Charlie im=
mer
wieder, während er zu Peggy fuhr. Vielleicht erklärt er.
ich hätte ſeine Vorſchriften nicht eingehalten, aber ſo herzlos
kann ein Menſch doch nicht ſein!
Peggy wartete bereits auf ihn. Ihre Wangen waren gerötet,
das Fieber des großen Ereigniſſes, dem ſie entgegenging, hatte
ſie gepackt.
Komm, Peggy, rief er ihr entgegen, wir wollen eine
Spazierfahrt machen. Heute iſt mein letzter Tag der Freiheit,
der muß gefeiert werden.
Das wäre Wahnſinn, Liebſter! wandte ſie ein. Denke
dran, was das koſten würde.
Trotzdem ließ ſie ſich von ihm zu dem Auto bringen, das er
unten hatte warten laſſen. Frau Gray ſah den Beiden tränen=

den Auges nach. Ihrem mütterlich bekümmerten Herzen erſchlen
es, als ob ſie dem Verderben entgegengingen.
Ein merkwürdig ausſehender Menſch hat vorhin nach dir
gefragt, Charlie, ſagte Peggy, als der Wagen anfuhr. Er
ſah aus wie ein Böſewicht aus einem Cowby=Film.
Wie heißt er?
Sein Name täte nichts zur Sache, erklärte er. Er werde
morgen früh wiederkommen, wenn er dich heute nicht mehr tref=
fen
ſollte. Kannſt du dir nicht benken, wer es iſt?
Keine Ahnung.
Charlie, begann Peggy nach einer kurzen Pauſe von neuem,
am Ende war es ein ...
Ein Gerichtsvollzieher, wollteſt du wohl ſagen? erwiderte
Charlie lachend. Nein, Liebling, darüber kannſt du ganz be=
ruhigt
ſein. Ich ſchulde keinem Menſchen etwas, außer ein paar
Dollar, die ich mir von Freunden zu einem beſtimmten Zweck
ausgeliehen habe. Denk nicht mehr daran, der heutige Nach=
mittag
ſoll ganz uns Zwei gehören. Wir fahren jetzt durch
den Park, und dann dinieren wir im Hotel Aſtoria.
Dazu müßten wir uns doch umkleiden, erklärte ſie.
Charlie errötete bis in die Haarwurzeln. Es fiel ihm ſchwer
zu geſtehen, daß bei ihm von Umkleiden mangels der dazu nötigen
Kleider keine Rede mehr ſein konnte.
Aber mach dir nichts daraus, Peggy, ſchloß er, morgen
beſtelle ich mir neue Anzüge wenn mir Zeit dazu bleibt.
Dann laſſen wir das Aſtoria lieber ſein, entgegnete ſie. Es
iſt ohnedies beſſer für deine unſere Finanzen. Außerdem
würden wir dort ſicherlich B=kannte treffen, die ſagen würden:
ſeht doch dieſe Peggy Gray an, ſie läßt ſich von Charlie Barker
mit ſeinem letzten Geld ausführen. Nein, gehen wir lieber in
ein kleines Reſtaurant, wo uns niemand kennt.
Charlie konnte die Berechtigung dieſes Einwandes nicht
beſtreiten.
Du haſt Recht, Peggy, ſagte er, wie immer. Ich bin ſo
an das Geldausgeben im Großen gewöhnt, daß ich das Sparen
verlernt habe. Von morgen an werde ich dich die Kaſſe führen
laſſen. Ich weiß ein ruhiges kleines Gaſthaus, und dort wollen
wir einkehren. Nachher gehen wir ins Theater und zum Schluß
zu Gilbert, wo ich den armen Söhnen ein kleines Abſchieds=
diner
gebe. Auch die de Milles werden dort ſein. Das iſt dann
das Ende vom Liede.
Um elf Uhr öffneten ſich die Pforten zu Gilberts Atelier für
Charlie und ſeine Gäſte. Bald danach nahm das Abſchieds=
ſouper
ſeinen Anfang. Charlie hatte es bereits vorher bezahlt,
und als er ſich zu Tiſche ſetzte, beſaß er buchſtäblich keinen Pfennig
mehr.
Genau vor einem Jahre war in denſelben Räumen ſein
Geburtstag gefeiert worden, an dem er zum Erben einer Million
wurde. Nun war er ärmer als zuvor, aber er erwartete ein
noch anſehnlicheres Geburtstagsgeſchenk.
Um die Tafel ſaßen die zwei de Milles, Peggy und neun
Mitglieder des Klubs der armen Söhne‟. Nur Harriſon fehlte.
Auf ihn trank Charlie, nachdem das Echo des Trinkſpruches
auf Braut und Bräutigam verhallt war.
Wie vor einem Jahre wurde auch diesmal die Feſtesfreude
geſtört. Die Störung kam jedoch früher als damals und nicht
durch einen Diener, ſondern durch einen Telegraphenboten.
Aha, der erſte Geburtstags=Glückwunſch rief de Mille.
Ein ausgezeichneter Gedanke übrigens von Charlie, an ſeinem
Geburtstag zu heiraten. Damit erſpart er ſeinen Freunden
Zeit und Auslagen.
Ich wette, es iſt von Harriſon, meinet Gardner.
Laut vorleſen, wenn es von ihm iſt, rief Allan,

(Fortſetzung folgt.)

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Seite 24

Sonntag, den 11. Mai 1930

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