Ginzelnummer 10 Pfennige
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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſtattet.
Nummer 120
Donnerstag, den 1. Mai 1930.
193. Jahrgang
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Gewalt, wie Krieg, Aufruhr, Streil uſw., erliſcht
ſede Verpflichtung auf Erfüllung der
Anzeigen=
aufträge und Leiſtung von Schadenerſatz. Bei
Konkurs oder gerichtlicher Beitreibung ſäll jeder
Rabatt weg. Bankkonto Deuiſche Bank und
Darm=
ſädter und Nationalbank.
en fordern erneuk Sanklionen und Völkerbundskonkrolle ſowie Slimmenmehrheit ſtakt
Ein=
fimmigkeit. — Die Engländer gegen jede ſchärfere Bindung.
er iI
he über die Kriegsverhükung.
der engliſch=franzöſiſchen Gegenſähe.
* Genf, 30. April. (Priv.=Tel.)
iſch=franzöſiſchen
Meinungsunter=
er Sicherheitsfrage, die ſchon im letzten
Yner Verhandlungen zutage getreten ſind, tauchten
Genf bei der allgemeinen Ausſprache über
sentwurf für vorbeugende Maßnahmen
erhütung auf. Es ergab ſich dabei das gleiche
deren Abrüſtungs= und Sicherheitsfragen, nämlich
zoſen ſich mit Energie für eine
Erweite=
lkerbundsverpflichtungen im Sinne
ionszwanges einſetzen, während die
Eng=
en Wortlaut der Völkerbundsſatzung nicht
hinaus=
keinen ſchärferen Bindungen
unter=
len.
wickelte den franzöſiſchen Standpunkt, der in drei
21ffelt:
oachung der Durchführung des
Ab=
rchden Völkerbund, um zu verhindern, daß
eichnerſtaaten ſich den neuen Verpflichtungen
ent=
bundsmaßnahmen als gegenſeitige
Hilfe gegen einen etwaigen Ver=
und
nung für den Völkerbundsrat, derartige
mit Stimmenmehrheit, anſtatt
einſtim=
beßß” en.
gI uterte ſeinen Standpunkt dahin, daß es nutzlos
fende Maßnahmen zur
Kriegsverhin=
voraglich zu vereinbaren, wenn nicht
fi durch eine Kontrolle Sicherheit
da=
he nwerde, daß die
Völkerbundsſtaa=
ir Streitfall von jeder Kriegsvorbe=
Sand nehmen. Ohne eine Kontrolle werde
he1 her zur Verminderung der Sicherheit beitragen,
Fes böswilligen Staat die Möglichkeit gegeben ſei,
A Kriege vorzubereiten, während der andere Staat
wel f den Vertrag auf jede Vorſichtsmaßregel
ver=
er 1, ergreifen würde. Im Grunde handle es ſich bei
Ve3 g nach einer Kontrolle und nach
Im) gegen einen etwaigen Vertrags=
Aay;derungen, die Frankreich ſchon ſeit zehn Jahren
eim die Innehaltung der Völkerbundsvorſchriften
Eeindeutig wie Maſſigli für, ſprach ſich
WIrt Cecil gegen eine Erweikerung
1 Völkerbundsverpflichkungen
der uen Abkommen handle es ſich nicht um einen
uo Iondern nur darum, die bisher ſchon in der Völ=
Aa enthaltenen moraliſchen Verpflichtungen, keinen
* keine Vorbereitungen zu einem Angriffskrieg
Me n eine vertragliche Verpflichtung umzuwandeln.
eIs neue Abkommen nicht zu enthalten, da im
mVertragsverletzung der Rat auf
rtikels 11 der Satzung eingreifen
wenn der betreffende Staat ſich
ſhlungen nicht füge, der
Sanktions=
ſeiner jetzigen Form zur Anwen=
— Desgleichen ſprach ſich Lord Cecil gegen
El: des Einſtimmigkeitsprinzips im
nzum weſentlichen Teil der ganze Völkerbunds=
U7d Unterſtützung bei Rutgers Holland und
Gene=
eltalien, der die Befürchtung ausſprach, daß das
e u ſchwerfällig und zu ſchwer anwendbar werde,
anzöſiſchen Forderungen folge. Man werde da=
Etlichkeit des Rates zu ſtark erhöhen. Außerdem
Drunde eine Aenderung der Völkerbundsſatzung,
heitsausſchuß nicht zuſtändig ſei.
A Vermitklungsvorſchlag. — Ablehnung
franzöſiſchen Forderungen.
er der deutſchen Delegation, Dr.
e in der Hauptſache gegen die franzöſi=
Ingen das Bedenken geltend, daß unter Um=
1: Einſetzen von Völkerbundsmaßnahmen, die
Züſtimmung der betreffenden Staaten
unter=
ſollten die Ausſchöpfung weiterer
Einigungs=
brochen werden können. Er dankte Lord
Ehung, aus dem bisherigen Teilabkommen ein
Inmen zu machen, erklärte jedoch die
Rati=
n nur zwei Staaten zur
Irkraft=
bkommens für ungenüge Man
nen mit Ausſicht auf Erfolg erſt in „ft ſetzen,
* größeren Anzahl Staaten ratifiziert ſei, deren
e und Bedeutung Gewähr, für eine
Durch=
lmnnungen gebe. Zur Beſchwichtigung
ſchen Bedenken machte er den Vor=
Dkommen die Möglichkeit für den Völkerbunds=
Im Falle drohender, aber noch nicht
er Feindſeligkeiten eine doppelte
Demarkationslinie feſtzuſetzen, von der ſich
die Truppen beiderſeits in einer gewiſſen
Entfernung zuhalten hätten, ſodaß
Zuſammen=
ſtöße vermieden würden.
Polniſcher Vorſtoß gegen ein allgemeines Abkommen
Ein Vorſtoß, der erkennen ließ, daß bei den
Verhand=
lungen Kräfte am Werk ſind, das Abkommen
ſchei=
tern zu laſſen, wurde von dem polniſchen
Delegier=
ten Sokal unternommen, der beantragte, der Ausſchuß möge
ſich praktiſch darüber ausſprechen, ob ein allgemeines oder ein
Teilabkommen abgeſchloſſen werden ſoll. Er könne von vornherein
erklären, daß ſeine Regierung gegen ein allgemeines Abkommen
ſei. — Lord Cecil trat ihm entgegen und erklärte, daß der
Aus=
ſchuß von der Vollverſammlung eine beſtimmte Aufgabe erhalten
habe, und daß er unter allen Umſtänden verſuchen müſſe, ob ein
derartiges Abkommen zuſtande kommen könne. Dieſe Aufgabe ſei
noch nicht erſchöpft. Es wurde deshalb beſchloſſen, die allgemeine
Ausſprache heute nachmittag fortzuſetzen.
Poincaré gegen die Abrüſtung.
EP. Paris, 30. April.
Im „Excelſior” macht ſich der ehemalige franzöſiſche
Miniſter=
präſident Poincaré wieder einmal zum Sprachrohr
der abrüſtungsfeindlichen Tendenzen
Frank=
reichs. Poincaré ſchreibt, man müſſe wohl einſehen, daß
we=
der die Verträge von Locarno noch der Pakt von
Paris Frankreich jetzt ſchon eine Sicherheit
gäben, die nach der Verminderung der Dienſtzeit, nach den
militäriſchen Einſchränkungen und nach den Verzögerungen in
der Befeſtigung ſeiner Grenzen es ihm erlaube, ohne vorherige
Vorkehrungsmaßnahmen noch weiter abzurüſten. Frankreich werde
daher mit ganz beſonderem Intereſſe den Arbeiten des
Sicherheits=
ausſchuſſes folgen. Es ſei Frankreich auch nicht möglich, ſich
gegen=
über gewiſſen Symptomen gleichgültig zu verhalten. Wenn man
zum Beiſpiel erfahre, daß Deutſchland jetzt, nachdem es erklärt
habe, vor zehn Jahren keinerlei Brücken über den Rhein zu bauen,
große Ausgaben für dieſen Zweck in ſein Budget aufnehme, oder
wenn es Kriegsmaterialien, in Rußland fabrizieren laſſe, oder
wenn der „Stahlhelm” im Rheinland wieder zugelaſſen werde, ſo
ſeien dies keineswegs Sicherheitgarantien für Frankreich.
Die polniſchen Grenzverlehungen.
Scharfer deutſcher Einſpruch gegen das Ueberfliegen
der deutſchen Grenze durch polniſche Milikärflugzeuge
C.N.B. Berlin, 30. April.
Wie wir von unterric, eler Seite erfahren, wird die
deutſche Regierung den Geſandten in Warſchau
anweiſen, mit allem Nachdruck gegen die
ver=
ſchiedenen Grenzverletzungen durch polniſche
Militärflugzeuge Proteſt zu führen und darauf
hinzuweiſen, daß die deutſche Regierung es auf
keinen Fall dulden könne, daß eine
Wiederho=
lung ſyſtematiſcher Flüge in oſtpreußiſches
Ge=
biet durch polniſche Militärflugzeuge, etwa wie
im Vorjahr, auch in dieſem Jahr ſtattfinde. Die
polniſche Regierung wird gebeten, die Schuldigen zu beſtrafen und
es ſicherzuſtellen, daß eine Wiederholung ſolcher Grenzverletzungen
nicht vorkomme.
Die polniſche Regierung hatte im vorigen Jahre erklärt, daß
ſie eine ernſthafte Erinnerung gegen das Ueberfliegen der
deut=
ſchen Grenze an ihre Militärflieger richten werde. Seitdem ſind
die Ueberfliegungen bis zur letzten Zeit unterblieben. In der
letzten Woche ſind aber wiederholt Ueberfliegungen der deutſchen
Grenze erfolgt. Es war natürlich äußerſt ſchwierig, feſtzuſtellen,
ob es ſich um Ueberfliegungen durch polniſche Flugzeuge, und
zwar Militärflugzeuge gehandelt hat. Die Zeugenvernehmungen
darüber waren äußerſt langwierig.
Von unterrichteter Seite wird darauf hingewieſen, daß bei
einer Reihe von Ländern Verordnungen beſtehen, die gewiſſe
Maßnahmen für den Fall eines unberechtigten
Ueberfliegens vorſehen. In Deutſchland beſteht eine
Ver=
ordnung vom 11. Dezember 1924, deren Inhalt iſt, daß die
Po=
lizei Luftfahrzeuge, die die Grenze verletzt
haben, zum ſofortigen Landen durch
Signal=
ſchüſſe mit Rauchentwicklung veranlaſſen kann.
Sie iſt berechtigt, falls ihrer Aufforderung nicht
Folge geleiſtet wird, das Niedergehen ſolcher
Flugzeuge zu erzwingen. Die Schwierigkeit beſteht
üb=
rigens nicht nur für Deutſchland, ſondern ganz allgemein. Das
Auswärtige Amt hat bei ſämtlichen dafür in Betracht
kommen=
den Staaten feſtſtellen laſſen, wie die anderen Staaten zu dieſer
Sache ſtehen und was ihre Verordnungen beſagen. Dabei hat ſich
herausgeſtellt, daß überall dieſe Frage unbeſtimmt behandelt iſt und
daß man überall große Vorſicht walten läßt hinſichtlich ihrer
Be=
ſtimmung über das Abſchießen.
Was die Flugzeuge mit der Ueberfliegung bezwecken, iſt nicht
bekannt. Die polniſche Regierung hat Deutſchland gegenüber im
vorigen Jahr erklärt, daß die Flugzeuge ſich nur verirrt hätten.
Ob wirklich Auskundſchaftsabſichten vorlagen, iſt nicht ſo genau zu
beurteilen. Natürlich kann es vorkommen, daß ſich ein Flugzeug
verirrt. Wenn ſich aber die Fälle ſo ſtark wiederholen wie im
Vorjahr, dann ſcheint die Möglichkeit von Verirrungen nicht
gege=
ben. Die deutſche Regierung nimmt alſo an, daß andere Gründe
für die Grenzverletzungen vorliegen.
Moskau und der 1. Mai.
„Kampf=Mai” in Deutſchland. — Reminiſzenzen an
die bayeriſche Räkerepublik. — Moskauer Mai
im Zeichen der Lebensmitkelkarke.
Von unſerem Moskauer Sonderberichterſtatter
Moskau, Ende April 1930.
Bereits vor mehreren Wochen erklärte die „Prawda”, das
Zentralorgan der Kommuniſtiſchen Partei der Sowjetunion, daß
die bisherigen Kungebungen des internationalen kommuniſtiſchen
Proletariats und vor allem der Arbeitsloſen keineswegs „
Kulmi=
nationspunkte” der jeweiligen revolutionären Situation geweſen
ſeien, vielmehr werde der diesjährige 1. Mai ein ſolcher „
Kulmi=
nationspunkt” ſein, da die „revolutionäre Erhebung” auf eine
höhere Entwicklungsſtufe gelangt ſei.
Dieſer Artikel der „Prawda” hat der Sowjetpreſſe das
Stich=
wort gegeben. „Kampfmai” überſchreiben die Moskauer und
Leningrader Blätter ihre Artikel und bis in den entlegenſten
Winkel des Sowjetſtaates hinein wird Tag für Tag dem
Sowjet=
bürger eingehämmert, daß „dieſer Mai” in einer Zeit begangen
werde, die im Zeichen einer noch nie dageweſenen revolutionären
Zuſpitzung ſtehe. Die Leningrader „Prawda”, die ſeit jeher
weitaus offener in ihrer Sprache als ihre Moskauer Schweſter
iſt, erklärt auch in einem Leitartikel, daß das „Proletariat und
die werktätigen Maſſen der kapitaliſtiſchen Staaten und unſeres
Landes unter Leitungder Kommuniſtiſchen
Inter=
nationale zur Begehung des proletariſchen Kampffeiertages
rüſten‟. Ein wertvolles Geſtändnis, das angeſichts der ſtändigen
ruſſiſchen Verſuche, die Rolle der Komintern zu verſchleiern,
be=
ſonders intereſſant iſt.
„Die Arbeiterklaſſe geht von der Verteidigung zum Angriff
über”, „Wirtſchaftliche Kämpfe ſind zu politiſchen Kämpfen
ge=
worden”. „Das Proletariat führt einen zähen Kampf um die
Straße‟, „Die Arbeitsloſenbewegung nimmt immer ſtürmiſchere
Formen an”, ſo ſteht es Tag für Tag in den Sowjetblättern,
wodurch der Sowjetuntertan von den eigenen, wachſenden Sorgen
abgelenkt werden, ſoll.
Wieder, wie auch bei früheren ähnlichen Anläſſen, wird der
Lage in Deutſchland und den Aufgaben der K. P. D.
am 1. Mai beſondere Aufmerkſamkeit gewidmet: „Unter allen
Maiparolen in den imperialiſtiſchen Ländern”, ſo ſagt die
„Prawda”, „tritt am ſtärkſten der Ruf zum Kampf gegen
die Verſklavung des Proletariats in
Deutſch=
land hervor.” In dem gleichen Artikel behauptet das
partei=
amtliche Blatt — Papier iſt geduldig und der Sowjetbürger iſt
ja auf die bolſchewiſtiſche Preſſekoſt angewieſen — daß
Deutſch=
land zuſammen mit anderen Ländern „täglich endloſe Züge und
Rieſenſchiffe” mit Kanonen, Maſchinengewehren,
Kriegsflug=
zeugen, Bomben und dergleichen nach Polen und Rumänien, den
„Kettenhunden des imperialiſtiſchen Antiſowjetblocks”, abgehem
laſſe.
Es ſoll offenbar die Kampfluſt am 1. Mai geſtärkt werden,
wenn gerade jetzt an auffallender Stelle, auf der erſten Seite
des Hauptblattes, die Moskauer Zeitungen, darunter auch das
amtliche Organ der Sowjetregierung, die „Iſweſtija”, ein
Tele=
gramm Lenins an die Machthaber der bayeriſchen
Räte=
republik im Jahre 1919 veröffentlichen. In dieſem Telegramm
fordert Lenin die bayeriſchen Rätediktatoren auf, die
Arbeiter=
ſchaft zu bewaffnen, die „Fabriken und Reichtümer der
Kapita=
liſten” zu expropriieren, Geiſeln aus den Reihen der Boungeoiſie
zu nehmen, eine Anweiſung, die bekanntlich befolgt wurde und
ihren traurigen Abſchluß im Münchener Geiſelmord fand.
Die blutigen Ereigniſſe in Leipzig haben in der
Sowjetpreſſe ſchlecht verhüllte Befriedigung hervorgerufen, und
zwar gerade als Auftakt für den „Kampfmai”. Für die
Mos=
kauer Einſtellung zu den deutſch=ruſſiſchen Beziehungen iſt es
un=
gemein charakteriſtiſch, daß die amtliche „Taß”, die
Telegraphen=
agentur der Sowjetunion, unbedenklich hetzeriſch entſtellte
Schauermeldungen über die Leipziger Vorgänge verbreitet, in
denen von „Polizeihenkern” und dergleichen die Rede iſt. Der
Berliner Korreſpondent der „Prawda” hat ſogar die ſoeben
ein=
gerichtete Telephonverbindung Berlin—Moskau dazu benutzt, um
ähnliche Falſchmeldungen über Leipzig ſeinem Blatt
durchzu=
geben. In dieſem Zuſammenhang iſt es vielleicht nicht
uninter=
eſſant darauf hinzuweiſen, daß die Geſpräche der deutſchen
Korre=
ſpondenten in Moskau mit Berlin einer Vorzenſur unterworfen
ſind.
Inzwiſchen begeht das Sowjetproletariat das Feſt
des 1. Mai im Zeichen der Lebensmittelkarte. Ab
Ende April iſt zur Steigerung der Feſtſtimmung eine verſtärkte
Belieferung der Arbeiter mit Lebensmitteln angeordnet worden.
Mit dieſer Feſtgabe will es aber nicht klappen; die Sowjetpreſſe
berichtet, daß die Provinzbehörden beiſpielweiſe die für die
Mos=
kauer Arbeiter anläßlich der Maifeier bereitgeſtellten Vieh= und
Fleichmengen nicht herauslaſſen. Die Moskauer Arbeiterkinder
ſollen zuſätzlich Reis= und Dörobſtrationen ſowie Käſe erhalten,
eine „gewiſſe” Menge von Fleiſch= und Gemüſekonſerven ſoll über
die Ration hinaus auch an Erwachſene zur Verteilung gelangen.
30 Laſtautos werden am 1. Mai die Straßen der
Sowjethaupt=
ſtadt durchfahren, beladen mit belegten Brötchen und anderen
Eßwaren, die, nicht wie man annehmen könnte, verteilt, ſondern
an die Bevölkerung — verkauft werden.
„Alles neu macht der Mai‟. Die Sorgen der Moskauer
bleiben jedoch die alten.
Donnerstag, den 1. Mai 1930
Der AOAfiNe vei den Bemottarcn.
Gerüchle um Prof. Hellpach.
* Berlin, 30. April. (Pyv.=Tel.)
Verſchiedene Anzeichen der letzten Tage ſprechen dafür, daß
die Kriſe, in der ſich die Demokratiſche Partei befindet, ein
Aus=
maß anmimmt, daß man von einem Exiſtenzkampf der Partei
ſprechen muß, der an ihre letzten Grundlagen rührt. Daß der
frühere oldenburgiſche Miniſterpräſident, der Abgeordnete
Tantzen, aus der Partei ausgetreten und ſein Reichstagsmandat
der Partei zur Verfügung geſtellt hat, iſt nur ein weiteres
Symp=
tom in dem Auflöſungsprozeß. Tantzens Schnitt liegt ganz in
der Linie der demokratiſchen Oppoſition, die von ſeiten der Jung=
Demokraten gegenüber der Haltung der Partei in der letzten
Zeit zum Ausdruck gebracht worden iſt. Erſt am Sonntag hat
der Jungdemokratenführer Lüth in Dortmund die Notwendigkeit
der Sammlung aller radikalen demokratiſchen Kräfte gefordert.
In dem in der Bildung begriffenen „Sozialrepublikaniſchen Kreis”
will dieſe Bewegung gegen die Demokratiſche Partei bereits feſte
Formen annehmen. Neben dieſem Druck des linken
Flügels macht ſich gleichzeitig ein anderer bemerkbar.
Hellpach, der bekanntlich ebenfalls, wenn auch aus anderen
Gründen, der Partei den Rücken gekehrt hat, erhob in Dresden
den Ruf nach der Mittelpartei und richtete ſowohl an
Scholz wie an Koch die Aufforderung in dieſer Hinſicht endlich
zu handeln und alles zu tun, was zur Sammlung einer
freiheit=
lichen bürgerlichen Mitte führen könne.
Nach einer Meldung aus Heidelberg, ſoll der frühere badiſche
Staatspräſident Prof. Hellpach der vor einigen
Wochen ſchon ſein Reichstagsmandat und ſein
Amt als Vorſtandsmitglied der Demokratiſchen
Partei niederlegte, jetzt auch aus der Demokr. Partei
ausgeſchieden und der Volkskonſervativen
Ver=
einigung beigetreten ſein. Das kommt einigermaßen
überraſchend, weil er noch in der vergangenen Woche in einer
demokratiſchen Verſammlung in Dresden ſprach und dort an die
Parteileitung der Demokraten die dringende Aufforderung
rich=
tete, die bis Pfingſten befriſtet war, und wohl an eine
Ver=
ſchmelzung zwiſchen der Demokratiſchen Partei und der Deutſchen
Volkspartei dachte. Wenn aus derſelben Quelle verlautet, daß
jetzt Herr Hellpach zuſammen auch noch mit anderen namhaften
demokrauſchen Politikern, darunter Mitgliedern der
Reichstags=
fraktion, zur Volkskonſervatpen Vereinigung übertreten will, ſo
darf man dahinter vorläufig noch ein Fragezeichen ſetzen.
Allerdings, das Durcheinander innerhalb der
Demokratiſchen Partei entwickelt ſich in einem
unheim=
lichen Tempo. Das „Berliner Tageblatt” macht ſich eine Freude
daraus, die Entſchließungen größerer oder kleinerer
Lokalver=
bände, die auf eine ſcharfe Linkspolitik eingeſtellt ſind und eine
Abſage an das Kabinett Brüning verlangen, in großer
Auf=
machung zu veröffentlichen, während die „Voſſiſche Zeitung” deren
Chefredakteur Bernhard der demokratiſchen Reichstagsfraktion
angehört, ſich ſtark von dieſer Propagierung diſtanziert mit der
Bemerkung, daß Reſolutionen enger Parteigremien einen
Maß=
ſtab für die Stärke politiſcher Strömungen nicht bieten können,
zumal ihr Einfluß auf die große Maſſe der unorganiſierten und
unparteilich eingeſtellten Wähler ſchwer abzuſchätzen iſt. Ein
Anhaltspunkt für die Stimmung und Schichtung innerhalb der
Demokratiſchen Partei wird ſich erſt im Parteiausſchuß und
verſtärkt noch auf dem vielleicht dann notwendig werdenden
Par=
teitag gewinnen laſſen. Bisher hat ſich eigentlich immer gezeigt,
daß der linke Flügel der Demokraten zwar rührig und
ſtimm=
gewaltig, aber zahlenmäßig ſehr ſchwach iſt.
Wie die „Voſſ.=Ztg.” meldet, bezeichnet Prof. Willy Hellpach
auf Anfrage die Meldung der „D. A. Z.” er ſei der
Volkskon=
ſervativen Vereinigung beigetreten, als frei erfunden. Er
ge=
höre nach wie vor zur Demokratiſchen Partei.
Echo aus Preußen.
* Berlin, 30. April. (Priv.=Tel.)
Eine merkwürdige Form, um ſich in der aktuellſten
Tages=
politik zu Worte zu melden, haben die preußiſchen
Demo=
kraten gewählt. Der Geſchäftsführer ihrer Fraktion erläßt in
ihrem parteioffiziöſen Dienſt eine Erklärung, die ein
Bekennt=
nis zur Politik der Reichstagsfraktion und zur
Unterſtützung des Kabinetts Brüning iſt mit dem
außerordentlich intereſſanten Nachſatz, daß die Demokraten durch
eine ſcharfe Oppoſitionsſtellung im Reichstag nur den
Sozial=
demokraten Vorſpanndienſte leiſten und durch die dadurch
unaus=
bleibliche Verſtimmung beim Zentrum die Preußen=Koalition
ge=
fährden würden, eine etwas kühne Konſtruktion, die offenbar auch
nur aufgebaut iſt, um die beſondere Aufmerkſamkeit auf die Aus=
Gewandelke Städte.
Von einer Frühlingsfahrt im Mitkelmeer.
I.
Athen.
Als ich erwachte, fuhr das Schiff in den Golf von Korinth
ein. Nachdem man ein Jahrzehnt in den bewegten Kämpfen um
Expreſſionismus, neue Sachlichkeit und neue Romantik geſtanden
hatte, tat es doch einen inneren Ruck, als man den Boden erblickte,
deſſen vergangene klaſſiſche Welt die Jugend erfüllt und die
Grundlage der Bildung geboten hatte. Auf beiden Seiten des
dunkelblauen Golfes ragten die zerklüfteten Steinberge von
Pelo=
ponnes und Hellas empor; unten grüne, blühende Wieſen, in der
Höhe die noch mit Schnee bedeckten Gipfel, und über allem die
leuchtende Frühlingsſonne!
Vergangene und doch lebendige Namen tauchten auf. Zur Linken
ragt die Höhe des Parnaß; in ſeiner Nähe liegen das heilige,
friedvolle Tal von Delphi und die Kampfſtätte von Thermopylä.
Zur Rechten führt die Straße nach Olympia im freundlichen
Alpheios=Tale, nach der gewaltigen Löwen=Burg von Mykenä und
dem verfallenen Sparta. Im Dunſt der Sonne verſchwimmen auf
der Höhe die Ruinen von Akrokorinth. Salamis und Aegina rufen
klaſſiſche Erinnerungen wach und führen nach Piraeus, dem Hafen
von Athen.
Athen iſt eine aufblühende Stadt. Sein politiſches
Unglück wurde die Grundlage einer ungeheuerlichen Vergrößerung,
Die Niederlage im griechiſch=türkiſchen Krieg von 1922 hatte zur
Folge, daß 1,5 Millionen Flüchtlinge aus Kleinaſien in
Griechen=
land aufgenommen werden mußten. Die Mehrzahl ſuchte in Athen
und ſeiner Umgebung unterzukommen. Neue Stadtviertel ſchießen
empor. Soweit Wohnungen noch nicht geſchaffen werden können,
ſind die Flüchtlinge in ausgedehnten Barackenlagern untergebracht.
So wurde Athen über Nacht zu einer Großſtadt, die heute über
eine Million Einwohner zählt.
Die Stadt verſucht, ſich den geänderten Verhältniſſen
anzu=
paſſen. Sie hat eine ausgezeichnete Autoſtraße nach dem Piräus
angelegt, und iſt bemüht, die ſcheußlichen Straßen der Provinz
nach und nach zu verbeſſern. Zwiſchen alten, einſtöckigen Häuſern
wachſen moderne Mietskaſernen aus dem Boden. Athen
ameri=
kaniſiert ſich.
Amerikaniſiert ſich mit Ausnahme der klaſſiſchen Stätten, die
aus Hellas in die Gegenwart hineinragen. Sie bilden heilige
Oaſen in der modernen Stadt. Allerdings läßt die grie=
Da es anläßlich eines von den Nationalſozialiſten in Durlach
ver=
anſtalteten „Deutſchen Tages” zu Zuſammenſtößen gekommen iſt, hat der
badiſche Innenminiſter in Baden alle offiziellen Kundgebungen,
Um=
züge und Verſammlungen unter freiem Himmel oder in geſchloſſenen
Räumen verboten, an denen ſich Mitglieder aus badiſchen
nationalſozia=
liſtiſchen Organiſationen in Uniform beteiligen.
Die Oſterpauſe in den Saarverhandlungen iſt
beendet. Die Grubenkommiſſion hat geſtern nachmittag eine erſte
Sitzung abgehalten. Die Zoll= und Handelskommiſſion werden
über=
morgen zum erſten Mal nach den Oſterferien wieder tagen. Damit iſt
das im Rahmen des von den beiden Delegationsführern vor Oſtern
vereinbarte Arbeitsprogramm wieder aufgenommen worden.
Der italieniſche Miniſterrat hat das neue
Flot=
tenbauprogramm für 1930 genehmigt. Danach werden
im Laufe dieſes Jahres folgende Kriegsſchiffe auf Stapel gelegt:
ein Kreuzer zu 10 000 Tonnen, zwei Aufklärungsſchiffe von 5100
Tonnen, vier Torpedobootszerſtörer von 1240 Tonnen und 22
Un=
terſeeboote, wovon vier von 1390 Tonnen, ſechs von 810 Tonnen
und 12 von 610 Tonnen.
Bundeskanzler Dr. Schober ſtattete am Mittwoch nachmittag
dem Präſidenten der franzöſiſchen Republik, Doumergue, einen
Beſuch ab, wobei dieſer ihm das Großkreuz der Ehrenlegion
ver=
lieh. Dr. Schober begab ſich dann in das Innenminiſterium, wo
er eine längere Unterredung mit Miniſterpräſident Tardieu hatte.
Der italieniſche Miniſterrat hat einen Geſetzentwurf
an=
genommen, wonach für die Dauer von fünf Jahren in
Italien keine neuen Lebensmittelgeſchäfte
er=
öffnet werden dürfen. Zugleich werden alle Verfügungen
abgeſchafft, durch die die Gemeinden ermächtigt wurden, feſte
Preiſe für die Lebensmittel feſtzuſetzen, um dem Spiel von
An=
gebot und Nachfrage in Zukunft freien Lauf zu laſſen.
Der Sohn Gandhis iſt am Mittwoch in Neu=Delhi
we=
gen Uebertretung der Salzgeſetze zu einem Jahr ſchwere
Gefängnishaft verurteilt worden. Mit ihm zuſammen
wurde eine zweite führende Perſönlichkeit der Gandhibewegung
zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.
Die Gerüchte über den Abſturz Lindberghs am Panama=
Kanal beſtätigen ſich glücklicherweiſe nicht. Lindbergh iſt vielmehr
in der Stadt Panama gelandet.
einanderſetzung zwiſchen Zentrum und Sozialdemokraten zu
len=
ken, die ſehr leicht einen tiefen Schatten auf die preußiſche
Regie=
rung werfen kann. Tatſächlich beginnt das Kabinett Braun zu
wanken. Das Zentrum hat bereits zu erkennen gegeben, daß es
ſich eine ſcharfe Oppoſition der Sozialdemokraten im Reich nicht
gefallen laſſen, ſondern in Preußen daraus Folgerungen ziehen
würde. Die Demokraten wieder ſind über die Sozialdemokraten
ſchwer verärgert, ſie haben noch nicht vergeſſen, wie die
Sozial=
demokraten ihren Kultusminiſter Becker an die Luft ſetzten und
ſich ſelbſt deſſen Poſten aneigneten. Es iſt alſo begreiflich, wenn
ſie gefühlsmäßig wahrſcheinlich einen Bruch des Zentrums mit
der Sozialdemokratie in Preußen begrüßen würden, wobei es nur
fraglich iſt, wie raſch ſich das Gift auswirkt, das im Körper der
Preußen=Koalition bereits umgeht.
Sorgen der Reichsbahn.
Im Geſchäftsjahr 1929 kaum ein Ueberſchuß.
Berlin, 30. April. (Priv.=Tel.)
Die Reichsbahngeſellſchaft hat ſoeben ihren Geſchäftsbericht
für 1929 herausgegeben, der in ſeinen Einnahmen auf 5, 3,5
Milliarden abgeſtellt iſt gegenüber 4 49 Milliarden
Ausgaben. Von dieſen gehen faſt 3 Milliarden auf die
per=
ſönlichen Koſten und nur die Hälfte auf ſachliche Ausgaben. Der
Betriebsüberſchuß von 860 Millionen wird in
Höhe von 660 Millionen für die Verzinſung der
Reparationsſchuldverſchreibungen benutzt 90
Millionen fließen in den geſetzlichen
Aus=
gleichsſtock, ſo daß kaum ein Ueberſchuß
ver=
bleibt. Auch dieſes Ergebnis iſt nur möglich durch
Droſſelung der Ausgaben auf das denkbar größte Maß,
das ſo weit geht, daß die rückſtändige
Gleiserneue=
rung immer noch nicht nachgeholt werden konnte. Das
neue Jahr hat einen weiteren Rückgang der Einnahmen gebracht.
Kein Wunder, daß der Verwaltungsrat daran erinnert, daß erſt
im September, ſpäter noch einmal im Februar eine Tariferhöhung
beantragt worden ſei, wenn auch anerkannt wird, daß eine
Tariferhöhung ein zweiſchneidiges Mittel iſt.
Wir glauben aber, daß ſich die Reichsregierung ſehr ſchwer zu
einer Tariferhöhung bereitfinden wird, weil ſie die dadurch
aus=
gehende Teuerungswelle nicht glaubt verantworten zu
können. Wie wir bereits andeuteten, iſt beabſichtigt, der
Reichs=
bahn durch eine Beſteuerung der
Laſtkraftwagen=
konkurrenz eine Unterſtützung zu gewähren.
chiſche Regierung ſeit vier Jahren die Nordſeite des Parthenon
mit alten Bauteilen ergänzen und wieder aufrichten. Der uns
Deutſchen innewohnende Geiſt der geſchichtlichen Entwicklung wird
auf dieſe Rekonſtruktion gern verzichten. Die Arbeiten ſind noch
im Gange. Lehnt man auch grundſätzlich einen ſolchen Eingriff in
das geſchichtliche Werden ab, ſo iſt doch zuzugeben, daß die
Arbei=
ten ſachlich und taktvoll durchgeführt werden. Und ſchließlich: die
ganze Anlage iſt ſo wundervoll, daß vor ihrer Größe alle
verſtan=
deskritiſchen Bedenken bei dem Genuß zurücktreten.
Zwei Theater aus alter Zeit liegen am Abhang der Akropolis.
Im vierten Jahrhundert v. Chr. gab Lykurg dem Theater des
Dionyſos die jetzige Form mit Orcheſtra, Bühnengebäude und
dem in vierzehn Keilen aufſteigenden Zuſchauerraum, deſſen
vor=
derſte Sitzreihe, die „Orcheſter=Fauteuils”, mit ihren prächtigen
Maxmorſeſſeln für den Dionyſos=Prieſter und die Ehrengäſte den
Glanz der Anlage bekunden. Das Theater war für 30000
Zu=
ſchauer beſtimmt.
Dem „Großen Haus” ließ Atticus Herodes fünf Jahrhunderte
ſpäter das „Kleine Haus”, das Odeion nachfolgen,
gewiſſer=
maßen die „Kammerſpiele” für nur 6000 Zuſchauer! Welcher
heu=
tige Theaterleiter möchte nicht gern ein ſolches Haus auch nur
einige Male im Winter füllen können? In Darmſtadt hat das
Große Haus 1400, das Kleine Haus 800 Plätze!
Im Odeion ſah ich am Palmſonntag eine Nachmittags=
Vorſtellung; eine griechiſche Tragödie mit klaſſiſchen Helden,
Chor, Siegerwagen und Pferdegeſpannen. Viertauſend Zuſchauer
füllten den weiten Raum. Ihre Begeiſterung ſtieg in den blauen
Himmel. Von den oberſten Sitzreihen ſchwang ſich der Blick über
Orcheſtra und Stadt hinweg zu dem leuchtenden Meer!
Am Abend desſelben Tages ſtieg ich nochmals auf die
Akro=
polis, um in der Stille der Nacht ihre Schönheit zu genießen.
Die Kamillen dufteten. Der volle Schein des Mondes ließ die
Säulen des Parthenons in unendlicher Großartigkeit in den
Him=
mel aufſteigen. Die kraftvollen, elaſtiſch lebendigen Säulen
ver=
einigten Erhabenheit und Lebensfreude. Im Scheine der Nacht
ſchienen ſie Erde und Himmel, Menſchen und Götter miteinander
zu verbinden. Welch einzigartige Größe!
Als ich von dem Parthenon in die ſchlafende Stadt hinabſtieg,
kamen mir die Geſtalt Adolf Furtwänglers, des Erforſchers
grie=
chiſcher Kunſt, und die Worte, die er im Hinblick auf ihre
Schön=
heit ſchrieb, nachdenklich in den Sinn: „Die Kürze unſeres Lebens
gibt uns den Rat, die wenige Zeit, die uns neben den
unmittel=
baren Aufgaben des Tages bleibt, nur dem Beſten in der Fülle
der Erſcheinungen, nur dem wirklich Großen und Einzigen zu
widmen‟ Zwei Jahre ſpäter wurde Furtwängler in der
Voll=
kraft des Lebens durch einen unerwarteten Tod in Aegina der
und dem Hei
Anrufung des Reichsgerichls z1 Euſf
über die Meinungsverſchie Heioh.
Fina,
Staatsſekretär Zweigert hat die zwiſen
und Thüringen beſtehenden
Meinufspe=
heiten heute in einer eingehenden Konfer mut
d=
den und den beteiligten Mitgliedern des Gring
miniſteriums beſprochen. Gegenſtand der
sſprach=
nächſt die Meinungsverſchiedenheit über di rage
Abſatz 1 des thüringiſchen Eſächti
ſetzes mit Artikel 129 der Reichsverfaſſi
erworbenen Rechte der Beamten unverletz ſind
Die Rechtsfrage wurde nochmals durchgeſpren
gung wurde nicht erzielt. Die
F=
ſchon früher in Ausſicht genommen war, ge s A.
der Reichsverfaſſung zur Entſcheidung des ichsg
werden. Die Auffaſſungen des Reiches und — thü
gierung wurden in der Form, wie ſie de
Reich=
breitet werden ſollen, im einzelnen endgül Feſtge
meinſame Antrag des Reiches und Thüring / üb
nungsverſchiedenheit zu entſefden
Reichsgericht ſofort zugehen. Eine Er eidn
zu erwarten, da beiderſeits auf Abgabe we er Erl
auf mündliche Verhandlung verzichtet iſt. Szur
dung des Reichsgerichts, die in dier Falle
hat, verbleibt es bei der Zuſagder
ſchen Regierung, ſolche Verſ ſnge
Warteſtand, die ihre Stütze nur in der 3. A.
mächtigungsgeſetzes finden, nicht vorziehme
Ferner brachte Staatsſekretär Zweiger ime R
teilungen zur Sprache, die dem Reichsmi er de
verſchiedenen Seiten, insbeſondere auch a Der A
geworden ſind, und die ſich in der Haupt /e auf
Strömungen in der Landespolei 7
beziehen. Die einzelnen Fälle wurden erör
klärung noch nicht möglich war, hat die ingiſ
zugeſagt, die Fälle nachzuprüfen und dann 7 Reichg
Innern weitere Mitteilung zu machen. as
Nachricht über Veränderungen in der thi giſchen
betrifft, ſo hat die thüringiſche Regierung Hmal
Herrn Reichsminiſter Dr. Wirth abgegeben Erklän
daß ſeit dem Dienſtantritt des Herrn Mini ’s Fric
Neueinſtellungen oder Entkaſſungen von P eibean
genommen worden ſeien, mit Ausnahme d Inigen
Amtsantritt des Herrn Miniſters Frick Ausſicht
waren.
Ueber die Einzelheiten der Beſprechu ird
Zweigert dem Herrn Reichsminiſter Dr. Fth. 00
erſtatten.
Der Ruf nach den Deu dei
Der D. K. G. liegen Nachrichten aus dem
dat ſtehenden Teil der alten deutſchen Kolonie
tiefe Mißſtimmung der Eingebörenen gegenüh
waltungsmethoden und über das immer dr
Eingeborenen nach Rückkehr der Deutſchen.
lichen Mitteilungen finden Beſtätigung in eine
veröffentlichten Bericht über ſeine Eindrücke
1930‟ Hölkriegel hatte in Duala, dem Hafe
Verwaltung, ſtehenden Teiles von Kamerun
einem Eingeborenen, der ſich über die harte
politik der franzöſiſchen Mandatsverwaltung
mung der Eingeborenen mit folgenden Worte
erx fia
amer
ben
uder
ſe zu
gon An
„Die Franzoſen ſind keine güten A
Sir, daß man ihnen die Steuern dreimal
es in allen Dingen in Franzöſiſch=Kameru=
Sir, ich habe etwas ſagen gehört: bitte,
Deutſchen jetzt hald wieder nach Duala
töten die alten Leute, weil ſie immer von
ſchön es damals war. Die alten Leu
Deutſchen, Sir.”
Het.
Uen M
ndM
es
Küidk!
in
Für den Kenner der Verhältniſſe ſind,
wi=
gen nicht überraſchend. Sie bezeugen nur ern
zwiſchen den von den Deutſchen zuerſt a
Methoden der Koloniſation und der auf impe
liche Ausnutzung der Eingeborenen eingeſtellte
politik. Die beſondere Eignung der Deutſcher
Eingeborenen bewährt ſich heute wieder in
Eingeborenen mit Vorliebe Beſchäftigung ar
ſuchen.
ga
Den
From
Eft
Pan
ur
en
Leitung der Ausgrabungen entriſſen; er i
Athen begraben ..
II.
uf
Konſtantinope
Hand in Hand mit dem Aufblühen A
Rückgang Konſtantinopels.
Die Stadt entvölkert ſich. Schätzte m
Zahl der Einwohner auf 1100 000, ſo bet
700 000. Die Griechen mußten zum große
laſſen. Regierung und Geſandtſchaften ſind
Der Handel und die wenig bedeutende Ind
ſchaftlichen Tiefſtand.
Eine Wohnungsnot beſteht daher in Ke
Häuſer ſtehen leer. Der Mietzins iſt in den
nur in wenigen Neubauten hoch. Paläſte
Zugleich ſucht ſich die Türkei in äußerl
niſieren. Man ſieht in Konſtantinopel
ſchleierte Frau mehr.
Und doch hat Konſtantinopel nach wie
ſammentreffens zweier Erdt
Brennpunktes weitlaufender Strahlen. Me
gangenheit in dem Neuen Muſeum, für d
koiſe.
In der Vergangenheit: Byzanz als R
Großen, Byzanz unter den Sultanen Se.
Hauptſtadt eines Reiches von Aegypten
byzantiniſchen Kultur erhielt ſich die Ant
alter. So ſind in dem Muſeum die aſſyri
tiſche, phönikiſche, griechiſche, römiſche und
einigt. Auf fünf Jahrtauſende, von 3300
Gegenwart, verteilen ſich die Werke der 9
mige Alexander=Sarkophag in ſeiner dram
lebendigen Bemalung des penteliſchen Ma
ſchen Königsgräbern ſtammend, iſt ihr Höl
Der Brennpunkt der Gegenwart iſt
Turkoiſe? Konſtantinopel hat kein nen
mehr. Das Turkoiſe iſt ein von vertrieben
von roſſiſchen Damen geleitetes Reſtaurant
melt ſich die vornehme Welt Konſtantinope,
abends zu Souper und Tanz. Im Turkoil
treten. Die eleganten Jungtürken mit ihr
nach den geſtrigen Pariſer Modellen, die
nierinnen, vertriebene Ruſſen. Balkan und
Die Muſik ſpielt weſteuropäiſche, türki
dien, und es kommt vor, daß nach Mittern
gen Klängen ruſſiſcher Lieder erſt zwei,
Bo.
*6
d.
je
Fberakungen im Sinanzausſchuß.
7a über die Kindertzuſchläge verkagl. — Die
IIdemokraken ziehen die beankragte
ugehen
ts auf
Ab=
ung verzicht
ichts, di
der
Mittwochſitzung des Finanzausſchuſſes wollte man
Frage der Kinderzuſchläge für Kinder
21. Lebensjahr befaſſen. Wir deuteten
be=
unter den Koalitionsparteien eine Einigung nL.,
gekommen war. Nun haben Zentrum und
nakraten einen gemeinſamen Antrag
einge=
weſentlichen darauf hinauslief, daß er die Kinder=
Kinder unter 16 Jahren beibehält; für Kinder über
zu für das erſte Kind kein Zuſchlag
ge=
das zweite Kind erhält ſodann die Hälfte
tte Kind den vollen Betrag der ſeitherigen
die Formulierung Zweifelsfragen entſtehen ließ,
ratung und Abſtimmung auf Freitag
zurück=
ie Antragſteller beziffern die Einſparung für
aus dieſem Antrag auf 350—400 000 RM.
Antragſteller abgelehnt wurden die
Landbund=
srhöhung der Altersgrenze auf 68 bzw.
i der erſten Leſung des Staatsvoranſchlages keine
ungen über die vorgeſehenen hinaus ermöglichen
dem Antrag der Regierung, ein Drittel der
Bau=
ingskoſten mit 750 000 RM. für dieſes Jahr ab=
1 3 Stimmen zugeſtimmt. Der volksparteiliche
Ver=
chmals auf die ſchwerwiegenden Wirkungen dieſer
f das mittelſtändiſche Gewerbe angeſichts der
dar=
i Beſchäftigung hin, was umſo ſchwerer drücke,
ſolche
del und Handwerk durch die Kommunen beſonders
Stütze nur i
z” tpürden. Der Finanzminiſter erklärte, daß man
n. nich
e mit dem verringerten Betrag für
Bauunterhal=
en könne, ohne daß eine Schädigung der Gebäude
atsſekretär
die dem R
ei.
hende Ausſprache bewirkte das nun von der
Re=
beſondere
egte Verzeichnis über die Benutzung von
ſich in der
n bei den verſchiedenen Staatsbehörden. Im
r
Lände=
e die ungleichmäßige Behandlung der
Fälle wurden
gelt und eine Entſchließung gefaßt, die eine
ich war, ha
„Nachprüfung bei den einzelnen Aemtern
for=
prüfen und
Totwendigkeit, namentlich Kraftfahrzeuge zur
Er=
lung zu ma
Staatsgeſchäften zu benutzen. Da die Regierung
ungen in
iterſuchung zuſagte, wurden verſchiedene Anträge
iſche Reg
6s tung zurückgezogen.
Wirth ab
t des Herrn Mmin; rte Aufſtellung über die Aushilfskoſten bei
irts lag ebenfalls dem Ausſchuß vor. Sie ſchließt
itlaſſungen
ſamtſumme von 785000 RM. ab. Die
mit A
Miniſters Fri /A, darauf hin, daß an dieſem Betrage keine Abſtriche
önnten, da er entſprechend den bisherigen
Erfah=
aufgeſtellt ſei. Der ſozialdemokratiſche Antrag,
mw dieſem Betrage abzuſetzen, wurde daraufhin
zu=
r vom Landbund aufgenommen. Die
Abſtim=
och Ablehnung. Die Regierung wurde
aufgefor=
eſte zu prüfen, inwieweit Erſparungen bei dieſen
Mu
= und Aushilfskoſten zu erzielen ſeien. — Auf die
8 Landesforſtmeiſters hin, wurde der in erſter
imene volksparteiliche Antrag auf Streichung von
mw Shilfskoſten beim Forſtweſen zurückgezogen.
An=
n Antrag, die Bezirkstagegelder einer
g zu unterziehen, ſo daß verſchiedene
Einzel=
für erledigt erklärt werden. — Auch das Zentrum
erſter Leſung angenommenen Antrag auf Strei=
rſtaſſeſſoren nach Vorſtellungen des
Land=
üick. — Der Ausſchuß beſtätigt mit 6:5 Stimmen
y, daß die Vergütung für die Forſtamtsvorſteher,
e Landesſiedlung betreuen, von 900 RM. auf 600
wird. Das Verlangen der Regierung, den Text
* herzuſtellen, wird abgelehnt. Der Ablehnung
Zentrumsantrag, den
Weinbergsarbei=
ßung ihres eigenen Fahrrades von und zur
Ar=
id derſelben zur Erreichung entfernt gelegener
gleiche Vergütung von 40 RM. zu zahlen wie
Bedienſtete.
msantrag, ſämtliche Miniſterialratsſtellen in
de 1b auf den Inhaber zu ſetzen und bei
ch Oberräte zu erſetzen, wird angenom=
IIſo in Zukunft nur noch eine Gruppe von Mini=
1, daneben wie früher wieder die Ober=Finanz=,
er=Regierungsräte uſw.
eſung war der volksparteiliche Antrag, die
auf den Inhaber zu bewilligen, ſolange der
ner Ruſſen — von der Sehnſucht nach der Heimat
itſingen, und unter der Macht der Muſik ihre
ze tanzen.
erheit des heutigen Konſtantinopels iſt die ent=
Kochkunſt.
Küche mutet den Deutſchen zunächſt fremd an,
ihrer fettreichen Zubereitung und des Vorwie=
AI und Lamm. Zugleich aber bietet ſie manche
eſſin Mirza Riza Khan, die in dem alten Yali am
rzählt von den Kunſtwerken der früheren türki=
Heute findet man ſie in der kleinen, aber elegan=
* Abdullah Effendi, gewiſſermaßen dem Meiſter
antinopel. Er hüllt die zarten Blätter der
Wein=
ilden Kern von blauweißen Reisperlen,
gehack=
landelkernen. Er füllt die lange Gourgette und
rgine mit köſtlichen Miſchungen. Aus zerſtückel=
Ɨneten Erbſen, Zwiebeln und den verſchiedenſten
* phantaſtiſche Gerichte. In dieſen Miſchungen
M W eriſtiſche der türkiſchen Kochkunſt.
ſation hat Konſtantinopel: das Geheimnisvollſte
* arem des Sultans iſt der Beſichtigung
t.
Deer vorſpringenden Spitze Stambuls, zwiſchen
O blühenden Gärten, bauten die Herrſcher von
Iſte. Im vierten Hof, von Mauern umſchloſſen,
nwelt ſich auf: die Räume des Harems. Sie
U ihrer Pracht, mit ihren ſchwellenden Divanen,
als hätten die Bewohnerinnen erſt geſtern ſie
AI des Sultans: ein hochgewölbter Kuppelraum,
2 ſänden, unter einem Throndach der Sitz des
Sul=
kat, an den Wänden die Polſterdivane für die
anze ausgelegt mit köſtlichen perſiſchen und tür=
252n Selim dem Dritten: ein heller Raum in
lich=
tem Rokokoſchmuck, Polſterbänken, ein prächtiges
Anmer des Sultans; klein und behaglich, mit
men ausgemalt, in der Mitte der Speiſetiſch mit
Itte aus getriebenem Silber.
in bunten Fayencen, die kleineren Zimmer der
köellinnen und ihrer Lehrer, glänzende Marmor=
*4dem Waſſer.
2I rüher nach außen ſtreng verſchloſſen. Eine Welt
tichen aus Tauſend und einer Nacht!
K.
Donnerstag, den 1. Mai 1930
Miniſterialdirektorpoſten beſetzt ſei, abgelehnt worden. Die
Sozial=
demokraten beantragten nun, alle Saatsratsſtellen auf
den Inhaber zu bewilligen, wofür ſich der Ausſchuß nun
ein=
ſtimmig ausſprach.
Da überſehen worden war, für die Ueberwachung der
Bei=
ſpielwirtſchaften im Hohen Vogelsberg einen
Be=
trag in den Etat einzuſtellen, beantragt der Miniſter für Arbeit
und Wirtſchaft die nachträgliche Einſetzung von 1200 RM. (im
Vorjahr 2000 RM.) für dieſen Zweck, der für die kommenden
Jahre nur geringere Beträge erfordern wird.
Am Dienstag hatten die Sozialdemokraten eine
all=
gemeine Beförderungsſperre beantragt, was einen
geharniſchten Widerſpruch des demokratiſchen Vertreters ergab.
Man darf mit ziemlicher Sicherheit annehmen, daß den
Sozial=
demokraten auf eindringliche Vorſtellungen, auch aus
dem Kreiſe der Polizeibeamten, über Nacht Bedenken über ihren
Sparwillen gekommen ſind, denn in der Mittwoch=Sitzung z og
Abg. Anthes den Antragwieder zurück. Er
begrün=
dete dieſen Schritt allerdings damit, daß nach ſeinen
Erkundigun=
gen die finanziellen Auswirkungen dieſer vorgeſchlagenen
Maß=
nahme zu gering ſeien. (Wie verlautet, war dabei im Ausſchuß
allgemeines Gelächter zu hören.)
Bei den am Freitag fortgehenden Beratungen des
Aus=
ſchuſſes wird wahrſcheinlich auch ſchon das Kapitel
Landes=
theater angeſchnitten werden.
Seite 3
Die ſächſiſche Regierungskriſe.
Der Vorſitzende der demokratiſchen Landtagsfraktion, Miniſter a. D.
Dr. Dehne, hat ein Schreiben an den Führer der volksparteilichen
Frak=
tion, Oberbürgermeiſter Dr. Blüher, gerichtet, in dem er darauf hinweiſt,
daß die wochenlangen Verhandlungen die
Unmöglich=
keit der Bildung einer wie immer gearteten
politi=
ſchen Koalitionsregierung ergeben hätten. Er habe
die feſte Ueberzeugung, daß auch eine Landtagswahl, die als
letzter Ausweg vorgeſchlagen werde, die gewünſchte
Klä=
rung nicht bringen werde, und daß beim Zuſammentritt
des neuen Landtags dieſelben Schwierigkeiten
vor=
liegen würden. Bei dieſer Sachlage ſchlage er vor, die
gegenwärtige Kriſe durch Bildung eines
unpoliti=
ſchen Beamtenkabinetts zulöſen, etwa unter Führung eines
der bisherigen Beamtenminiſter Dr. Richter oder Dr. Mannsfeld. Zum
Schluß richtet Dr. Dehne an Oberbürgermeiſter Dr. Blüher die Bitte,
dieſen Vorſchlag den in Frage kommenden Parteien zu unterbreiten.
Schwierige Finanzlage Bayerns.
Die außerordentlich ſchwierige Finanzlage des bayeriſchen
Staates macht die Erſchließung neuer Steuerquellen notwendig.
Aus dem vorläuſigen Finanzausgleich kann der Haushalt=
Fehl=
betrag 1930 in Höhe von über 40 Millionen Mark allein nicht
gedeckt werden. Das bayeriſche Finanzminiſterium hat deshalb
Vorſchläge für 20 Millionen neue Steuern ausgearbeitet.
Die Vorbereitung der Reparations
Neihe.
Young=Plan, B.3.3. und Anleihe.
Bankierskonferenz am 1. Mai in Brüſſel. — Die
Vor=
bereikung der Finanzkransakkion.
Der Abſchluß der Formalitäten für die Begründung der
Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, die Pariſer
Ver=
handlungen über die Mobiliſierung und die Mitteilung der Bank
über die am 1. Mai bevorſtehende Bankierskonferenz
in Brüſſel lenken den Blick auf die Zuſammenhänge
poli=
tiſcher, wirtſchafts=politiſcher und finanzieller Natur, die zwiſchen
der Inkraftſetzung der Hagger Abkommen und den
Finanzopera=
tionen nahezu aller intereſſierter Länder beſtehen. Man weiß,
daß das Beſtreben zur Mobiliſierung zunächſt eines
Teiles der deutſchen Zahlungsverpflichtungen auf der
Gegen=
ſeite ein Hauptgrund für das Zuſtandebringen
des Youngplanes geweſen iſt; und man weiß auch, daß die
Auflegung einer erſten Tranche der Young=
Obligationen in Höhe von 300 Millionen
Dollar den Angelpunkt für dieſen Teil der Haager
Verein=
barungen bildete. Um dieſe Operationen handelt es ſich
nun=
mehr, und die B. J. Z. ſelbſt gibt bekannt, welche Banken und
Finanzgruppen der hierfür zunächſt vorgeſehenen neun Länder
an den techniſchen Verhandlungen teilnehmen.
Die Ratifikation der Haager Verträge durch
Italienund Englandiſt die letzte Vorausſetzung
für den Uebergang zu ſolchen Maßnahmen in der
Praxis. Dieſe Ratifikation iſt durch das Pariſer Abkommen
über die Oſtreparationen geſichert; ihr jedenfalls nicht fern
lie=
gender Termin wird ſich überſehen laſſen, ſobald es feſtſteht, ob
dieſe neuen Pariſer Vereinbarungen von den beteiligten
Nach=
folgeſtaaten ohne weitere Förmlichkeiten und Zeitverluſte
eben=
falls ratifiziert werden können. Weniger klar iſt im
Augenblicknoch die Form der geplanten
Finanz=
operation, alſo Ausgabekurs und Zinsfuß der neuen
An=
leihe, ferner die Beteiligungsquote der einzelnen Länder an der
aufzulegenden Tranche. Dieſe letztere iſt vielleicht zunächſt
weni=
ger entſcheidend, da das Objekt für den Weltfinanzmarkt nach
einer monatelangen Ruhe und bei der außerordentlichen
Geld=
flüſſigkeit kein allzu großes iſt. Als ſicher wird man annehmen
dürfen, daß Frankreich ſelbſt trotz anderer größever
Finanz=
pläne für eigene Aus= und Aufbauarbeiten ſich in
entſchei=
dendem Maße an der Anleihe=Auflegung
be=
teiligen wird. Aber der geplante Vorgang iſt nicht eine rein
finanztechniſche, ſondern in außerordentlichem Ausmaße auch
eine pſtchologiſche Angelegenheit und von weittragender
Be=
deutung für die künftigen Entwicklungen. Denn dieſe Anleihe,
auf die ſich alle großen Finanzmärkte ſicherlich bereits vorbereitet
haben, wird zugleich als Fundament für Kurſe
und Zinſen freier Anleihen betrachtet und kann
auf lange Zeit Bedeutung für das ganze
Wirt=
ſchaftsleben gewinnen. Gerade die Geldflüſſigkeit der
letzten Zeit iſt vielleicht in hohem Maße dadurch bedingt, daß
Börſe und Kapital abwarten wollten, unter welchen Bedingun=
gen und mit welchem Erfolg die Mobiliſationsanleihe
heraus=
gebracht wird, ſei es, daß ſie ſich ſelbſt an dieſer Operation
be=
teiligen oder daß ſie feſtſtellen wollten, wie ſich hiernach die
künf=
tigen Bedingungen für Finanzoperationen geſtalten.
Inſoweit hat alſo dieſes noch nicht abgeſchloſſene Geſchäft
ſchon geraume Zeit im voraus eine bedeutende Wirkung
ausge=
übt; und daß auf der einen Seite vielfach ſtarke, unbefriedigte
Kapitalbedürfniſſe beſtehen, auf der anderen aber Geld angeboten
wird, freilich in der Regel für kurzfriſtige Zwecke, läßt dieſe
Tat=
ſache in Erſcheinung treten. Der zweite politiſche
Ge=
ſichtspunkt, unter dem dieſe Operation Bedeutung gewinnt,
iſt die Frage der künftigen Zuſammenarbeit der
intereſſierten Mächte, die ſich nicht nur auf den Haager
Vertragsvereinbarungen als ſolchen aufbaut, ſondern auch auf
der materiellen Form, in der ſich dieſe Vereinbarungen vielleicht
am ſichtbarſten auswirken. Deutſchland wird ſicherlich auch
mit ſeinem eigenen Kapital an der Anleihe beteiligt ſein,
wenn=
gleich die Möglichkeiten hierzu nicht allzu erheblich ſind. Es iſt
aber an dem Erlös für die Bedürfniſſe der Bahn
und der Poſt mit einem Drittel intereſſiert und
über die ziffernmäßige Teilnahme hinaus
zu=
gleich und vielleicht noch mehr pſychologiſch. Und
ſchließlich wird die B. J. Z. bei dieſer Operation zum erſtenmal
wirkſam, alſo in wenigſtens einem Teil ihrer Funktionen dem
Bewußtſein der Oeffentlichkeit nähergebracht. Und da von ihrem
Funktionieren in höchſtem Maße die Erfüllung materieller und
politiſcher Hoffnungen abhängt, in denen ſich die Grundgedanken
der neuen Reparationsregelung ausprägen, ſo iſt in dieſem Teil
die Frage der bevorſtehenden
Finanztrans=
aktion von außerordentlich weittragender
Be=
deutung.
Deutſchland iſt bei allen einſchlägigen Verhandlungen
gleichberechtigt beteiligt und vertreten, und es
iſt begreiflich, daß die Vorgänge der nächſten Tage, die in
ge=
wiſſer Hinſicht eine Probe auf das Exempel des Haager
Abkom=
mens enthalten, nicht nur von den Finanz= und Fachkreiſen,
ſondern von der ganzen Oeffentlichkeit mit Intereſſe und
Auf=
merkſamkeit verfolgt werden.
Erklärungen Traylors über die B.J.3.
EP. Waſhington, 30. April.
Bemerkenswerte Erklärungen über die B. J. Z. gab das
ame=
rikaniſche Mitglied im Organiſationsausſchuß der Bank,
Tray=
lor, vor der Internationalen Handelskammer
ab. Er wandte ſich vor allem gegen die in amerikaniſchen
Bank=
kreiſen geäußerte Anſicht, die Bank bedrohe das Kreditweſen in
den Vereinigten Staaten oder in anderen Ländern. Im
Gegen=
teil, die Bank könne ein Forum für die Weiterentwicklung der
internationalen Verſtändigung werden. Auch ſei nicht zu
befürch=
ten, daß die Bank aus den Vereinigten Staaten einen Markt für
deutſche Obligationen mache, was eine Inflation der inländiſchen
Papiere mit ſich bringe, denn es ſei ausdrücklich vereinbart
wor=
den, daß keine Operationen in einem Lande
vor=
genommen werden können, wenn deſſen
Noten=
inſtitut dagegen Einſpruch erhebe.
Heſſiſches Landesigeatet.
Kleines Haus. — Mittwoch, den 30. April.
Gaſtſpiel von Curt Götz:
der Lügner und die Nonne.
Ein Theaterſtück von Curt Götz.
Es iſt kein Zeitſtück, kein Tendenzſtück, ſondern „nur”
ein Theaterſtück!
Es iſt Marke Curt Götz: nicht ſein beſter Markenartikel,
aber doch immerhin ſeine Marke! Das heißt: ein Schwank, heiter,
flott aufgezogen, ein bischen frech, aber doch immer gefällig.
Die Arbeit eines Schauſpielers, eines Theater=Technikers:
ge=
ſchickt in den Situationen, ſtets eine kleine neue Spannung, ſtets
unterhaltſam, ohne höhere Anſprüche an ſich und die Zuſchauer!
„Der Lügner und die Nonne”: der Lügner iſt ein
feſcher, junger Mann, der ſich des Vorzugs rühmt, keinen
Charak=
ter zu beſitzen. Er benimmt ſich daher ſo, wie die anderen ſich
benehmen möchten, wenn ſie ſich nicht mit einem Charakter
be=
laſtet hätten. Die Nonne iſt noch Novize, ſpringt aus dem Kloſter
in den Fluß und wird von dem jungen Mann gerettet. Dann
verwickelt ſich die Handlung ſo unglaublich, daß man ihr kein
Wort glauben würde, wenn — ja, wenn ſie nicht ſo ſcharmant
von Curt Götz und ſeinen Genoſſen geſpielt würde! Darin liegt
der weſentliche Reiz des Abends: in dem flotten Zuſammenſpiel,
in der ſicheren, liebenswürdigen Ueberlegenheit der Spieler.
Curt Götz iſt ein ſcharmanter, ſoeltmänniſcher Schwerenöter.
Er ſpielt mit den Worten wie mit Bällen und gibt die Pointen
in natürlicher Leichtigkeit. Nur ging leider manche Pointe, zu
leicht hingeworfen, in der Heiterkeit der Zuſchauer unter.
Die Nonne Valerie von Martens iſt unter den
Schau=
ſpielern keine Novize mehr; aber ſie gab — ohne überragende
Begabung — das wandlungsfähige Mädchen, in ſympathiſcher
Natürlichkeit.
Ausgezeichnet in der Schule der Gymnaſtik: die Kavaliere
Hans Zech=Ballot und Franz Schafheitlein, heitere
Charakterſpieler: Ernſt Gronau als Mönch und Max
Kauf=
mann als Haushofmeiſter.
Die Seele des Unternehmens blieb jedoch Curt Götz in der
vierfachen Tätigkeit als Verfaſſer, Spielleiter und Darſteller des
jungen Liebhabers und ſeines eigenen Vaters, des Kardinals.
Das deutſche Gegenſtück, zu Louis Verneuil, dem in den
gleichen Bahnen erfolgreichen Franzoſen!
Z..
Ein großer Erfolg der Behrens=Schule.
Es iſt allgemein bekannt, daß ſich die Meiſterſchule Profeſſor Peter
Behrens an der Wiener Akademie der bildenden Künſte ſowohl in
deut=
ſchen Landen, wie im Ausland beſonderer Schätzung erfreut. Die
über=
ragende Perſönlichkeit ihres Lehrers konnte ihr zu dieſem
internatio=
nalen Ruf verhelfen. Eben jetzt hat dieſe Schule wieder einen
außer=
ordentlichen Erfolg aufzuweiſen. Ueber Einladung des Brooklyn=
Muſeums (Direktor Fox) findet nämlich eine auf ſechs Monate berechnete
Wanderausſtellung ſtatt, die in etwa zehn amerikaniſchen Großſtädten
gezeigt wird und Ende April in Brooklyn ihren Ausgang nimmt. Dieſer
Erfolg iſt um ſo höher zu bewerten, als damit zum erſten Mal eine
deutſche Architekturſchule ihre Arbeiten in Amerika vorführt. Das
Aus=
ſtellungsmaterial umfaßt außer Arbeiten von Profeſſor Behrens und
ſeinem Aſſiſtenten Profeſſor Alexander Popp etwa hundert
Schüler=
projekte mit zahlreichen Modellen. In Berlin, Hamburg und Eſſen
wurde ein Teil dieſes Materials bereits gezeigt.
Um die Wirkung dieſer Ausſtellung in Amerika noch zu unterſtützen,
erſcheint gleichzeitig im Adolf Luſer=Verlag, Wien=Berlin=Leipzig, ein
Buch „Peter Behrens und ſeine Wiener akademiſche Meiſterſchule”, das,
in deutſcher und engliſcher Sprache gehalten, die Ausſtellung begleitet.
Der Wiener Kunſtſchriftſteller Karl Maria Grimme gibt dieſe
Publi=
kation heraus. Vortragszyklen, die außerdem Profeſſor Behrens und
Profeſſor Popp über Einladung in Amerika halten ſollten, werden
aller=
dings nicht ſtattfinden, da beide Architekten derzeit durch ihre
Lehrtätig=
keit und ihre Bauten nicht abkommen können. Jedenfalls iſt es
außer=
ordentlich erfreulich, daß ſich Amerika gerade eine deutſche
Architekten=
ſchule holt, will man den amerikaniſchen Architekten Richtung und Weg
weiſen.
Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
— Die Mediziniſche Fakultät der Univerſität
Gießen veranſtaltet vom 6. Oktober bis einſchließlich 11.
Okto=
ber 1930 einen allgemeinen Fortbildungskurs mit ſeminariſtiſchen
Uebungen und praktiſchen Demonſtrationen für praktiſche Aerzte.
Vortragende ſind die kliniſchen Fachvertreter ſowie die
Fach=
vertreter für Phyſiologie und phyſiologiſche Chemie. Ein
Aus=
flug findet nach Bad Nauheim ſtatt mit Demonſtrationen in dem
neuerrichteten Balneologiſchen Univerſitäts=Inſtitut. Anfragen
nach Proſpekten und Anmeldungen ſind an Profeſſor Dr. Georg
Herzog, Gießen, Pathologiſches Inſtitut, Klinikſtraße 32g, zu
richten.
— „Glotterbad”, die neueſte Druckſchrift des bekannten,
Jahrhun=
derte alten Heilbades im charaktervollen Südſchwarzwald, erſchien
wie=
der als gediegenes künſtleriſches Druckwerk im Umfang von 68 Seiten
mit 80 Bildwiedergaben, darunter zum beträchtlichen Teil farbigen
Gemäldereprodnktionen. Ernſtliche Intereſſenten erhalten das Werk
koſtenlos von der Direktion Glotterbad, Oberglottertal im
Schwarz=
wald.
Seite
Ne e
A
Mai 1230
P
2.
[ ← ][ ][ → ]Donnerstag, den 1. Mai 1930
Seite 5
us der Landeshaupkſtadk.
Darmſtadt, den 1. Mai.
mitäksrak Dr. Hermann Birnbaum.
50jähriges Doktorjubiläum.
iges Doktorjubiläum iſt immer eine eigene Sache. Wer
ttag in ſolcher Friſche, man möchte faſt ſagen in ſolcher
eiern lann, wie dies Sanitätsrat Dr. Birnbaum
mög=
iſt dieſer Tag ein Feſttag im uneingeſchränkten Sinne
Tag reiner Freude. Ein Rückblick auf die langen
Kiger pflichttreuer und erfolgreicher Arbeit im Dienſte
enſchheit muß den geſchätzten Jubilar mit gerechter Be=
Uen.
„r ein Sohn des 1873 in Mainz verſtorbenen
Kreis=
mann Birnbaum, iſt geboren am 26. Februar 1857 in
te von 1871 bis 1875 die Gymnaſien in Darmſtadt und
erbſt 1875 die heſſiſche Landesuniverſität Gießen und
bſt 1877 die Univerſität Leipzig. Am 3. März 1880
be=
kuultätsprüfung als approbierter Arzt mit dem Prädikat
Leivzig, wo er auch am 1. Mai 1880 auf Grund einer
rs Thema „Rheumatismus aeutus, eine Infections=
Zoktor der Medizin promoviert wurde. Den Einjährig=
„nſt leiſtete er vom 1. Oktober 1880 bis 1. Oktober 1881
zen Inf.=Reg. Nr. 81 in Frankfurt a. M. und im
Bockenheim.
Her 1881 trat Birnbaum als Aſſiſtenzarzt am ſtädtiſchen
Darmſtadt ein, das in jenen Jahren unter der Lei=
Medizinalrat Dr. Wilhelm Jäger ſtand; er verblieb
des Aſſiſtenzarztes 3 Jahre lang. Damals war der
zur Rettung der zahlreichen an Krupp und Diph=
und von Erſtickungstod bedrohten Kinder die
Opera=
ueber die Erfahrungen, die man mit dieſer
Opera=
idter Krankenhaus gemacht hatte, veröffentlichte
Birn=
re Abhandlung.
884 beſtand der Jubilar die Prüfung für den heſſiſchen
Medizinalfach, und war vom 4. Dezember 1887 Kreis=
Kreisgeſundheitsamt Darmſtadt, bis er am 15. Juli
ichſuchen wieder aus dem Staatsdienſt entlaſſen wurde.
1906 erhielt er den Titel Sanitätsrat.
ahre 1884 wirkt nun Sanitätsrat Dr. Birnbaum als
n Darmſtadt; er hatte das große Glück, ſchon zu einer
tig geweſen zu ſein, als noch nicht die immer weitere
Einrichtung der Krankenkaſſen die ärztliche Tätigkeit
„te, als der ärztliche Beruf noch in Wirklichkeit ein
r. Die ideale Auffaſſung dieſes Berufs hat er ſich
r, längſt vergangenen Zeit gerettet und bis zum
heu=
bewahrt.
och lange in ungetrübter Geſundheit in altgewohnter
zfopfernden Berufe nachgehen können, das iſt der
h ſo vieler, denen er ſeit langen Jahren ein ärztlicher
die am heutigen Tage ſeiner in herzlicher Dankbarkeit
e ihm auch der goldene Humor bewahrt bleiben, mit
on ſeine Mitmenſchen erfreut hat.
H.
Der Steueraufſeher Georg Meyer. Darmſtadt,
eiert heute, am 1. Mai, ſein 25jähriges
Dienſtjubi=
rdt Darmſtadt. — Der Strafanſtaltsoberwachtmeiſter
mel am Landesgefängnis Darmſtadt, feiert heute, am
griges Dienſtjubiläum.
läum. Heute ſind es 25 Jahre, daß der Monteur Karl
19, bei der Firma Göbel, Maſchinenfabrik,
beſchäf=
hule. Am Mittwoch, den 7. Mai, beginnt Herr Prof.
ſorleſung über „Goethes Weltbetrachtung
rn ſeine Gedankenlyrik”. Damit ſoll eine
en werden in einen beſonderen Teil des Werkes des
Lehrmeiſters. — Ueber ſpaniſche und
fran=
atur des 18. bis 20. Jahrhunderts wird die
Vor=
aute Meerwarth=Sebold am Montag, den
tragsreihe eröffnen, für die acht Abende vorgeſehen
ungen erfolgen zu allen Lehrgängen in der
Geſchäfts=
hſchule.
Joh. Biſchoff. Das Programm zum Liederabend
am Freitag, den 2. Mai, im Kleinem Haus bringt
u der 15 Romanzen aus der ſchönen Magelone von
lärende Hinweiſe auf die Handlung des Märchens.
Zuhörer das Miterleben bedeutend erleichtert. Der
des Vowerkaufs berechtigt zu der Hoffnung auf ein
*S bei der Beliebtheit des Veranſtalters zu erwarten
Alfred Bodenheimer. Bühnenbildausſtellung. Der
* Adolf Nießmann ſtellt in der Bücherſtube
Boden=
vürfe zu modernen Bühnenwerken aus, und zwar
rings: „Südpolexpedition des Kapitän Scott” (in
durch die Aufführung des Heſſiſchen Landestheaters
tth Carſchs: „Anna Henk” (kürzlich am Königsberger
ufgeführt) und zu Kurt Heuſers: „Lady unter den
noch unaufgeführt. Adolf Nießmann iſt als Maler
eiten hervorgetreten, die eine Verwandtſchaft mit
Als Bühnenbildner hat Adolf. Nießmann u. a.
Mordo in Oldenburg zuſammengearbeitet. Die
des hieſigen Architekten Dipl.=Ing. Ludwig Bauer,
igt wird, begegnet lebhaftem Intereſſe.
Ɨdter Fecht=Club e. V. (gegr. 1890), deſſen glänzende
Dezember vorigen Jahres mit der Weltmeiſterin
dem Weltmeiſter Nedo Nadi u. a. den zahlreichen
beſter Erinnerung ſein dürfte, feiert am Samstag,
S 8 Uhr ſein 40jähriges Stiftungsfeſt in den
Räu=
en Geſellſchaft” mit Abendunterhaltung und anſchl.
n der rühmlichſt bekannten Darmſtädter Studenten=
Schauübungen, Aufführungen und Ueberraſchugen
Tombola und dergleichen gewährleiſten einen
an=
ßreichen Abend. Kartenverkauf für Mitglieder und
Praſſel, Schulſtraße 10, und Parfümerie Müller,
mie für Tonkunſt. Wie bekannt, wurde bei dem
Um=
eine kleine Orgel in den Chor eingebaut, die mit
Be=
meſters für Unterrichtszwecke der Städt. Akademie
erfügung ſteht. Den Unterricht erteilt Stadtorganiſt
Im Borngäſſer, der ſich als Künſtler und
großen Namen in unſerer Stadt gemacht hat. Es
nger ſowie Fortbildungskurſe in praktiſcher Kirchen=
Amt befindliche Organiſten eingerichtet worden.
die von dieſer Neueinrichtung Gebrauch machen
ten, ſich im Sekretariat der Städt. Akademie für
nſtraße 36, zu melden.
ſhthmiſche Gymnaſtik und Gymnaſtik. Mit Beginn
S uind an der Städt. Akademie für Tonkunſt neue
he Gymnaſtik (nach Prof. Bode) und Gymnaſtik
ichtet worden. Die Leitung der Kurſe für
rhyth=
von jetzt ab Fräulein Grete Pfuhl, die für
LiridRvellenbleck übernommen. Die Städt.
nſt hofft, dieſe Kurſe in nächſter Zeit immer weiter.
Anmeldungen im Sekretariat der Städt. Akademie
ethenſtraße 36.
Stenographenverein (gegr. 1861) Darmſtadt e. V.
Perein iſt in dieſen Tagen in das 70. Jahr ſeines
und feiert dieſen Anlaß am kommenden Sonntag,
n nachmittags ab in ſämtlichen Näumen des Städt.
IEs Programm, beſtritten von erſten Kräften, ſowie
* bilden die Feſtfolge. Während der Pauſe erfolgt
Preiſe des Frühjahrswettſchreibens. Zu der Feier
ldwie Freunde und Gönner des Vereins auch an
r eingeladen. Eintritt und Tanz für Mitglieder
ngehörige und Nichtmitglieder nur an der Kaſſe.
7 der Freitagsnummer.)
e und Maſchinenſchreiben. Die
Stenographen=
belsberger”, Handwerkerſchule. Ecke
Ramſtädter Straße, macht auf ihre heutige
u, wonach morgen in den obigen Unterrichts=
Urſe in Reichskurzſchrift unter Lei=
Liſter Lehrer der Stenographie beginnen. Der
chienſchreib=Unterrichts Karl=
Sſchoß, kann täglich in der Zeit von 4—9 Uhr
Deſſungen 1865. Die Wanderabteilung der Tgde.
Ihrlichen Mitglieder zur 5. Wanderung kommen=
Nai, freundlichſt ein. Abfahrt 1152 Uhr Haupt=
Ihrkarten Stockſtadt löſen Unſere Wanderung gilt
lite, auf dem Kühkopf. Die bekannte Altrheininſel
Trliches Landſchaftsbild verwandelt und ſetzt den
nen. Ein Beſuch dieſes ſchönen Fleckchens Erde
Die Gaſtwirte Innung Heſſen (Sitz Darmſtadt)
d0 Dielſtenet erhohung.
Erhöhung der Bierpreiſe.
Die Gaſtwirte=Innung Heſſen hielt geſtern nachmittag im Wiener
Kronenbräukeller eine Mitgliederverſammlung ab, die ſich neben
an=
derem mit der durch die Bierſteuer bedingten Erhöhung der
Bierpreiſe zu befaſſen hatte. Den Vorſitz führte Herr Mund.
Nach Erledigung verſchiedener geſchäftlic er Angelegenheiten und einem
Referat des Herrn Döring über die Haftpflichtverſicherung, in dem
er dringend den Anſchluß an die Haftpflichtkafſe deutſcher
Gaſtwirte empfahl, und nach einem kurzen Bericht über die
Gene=
ralverſammlung der „Seltersſprudel Aug iſta Viktoria” A.=G., die ihr
letztes Geſchäftsjahr ſehr günſtig abſchloß, erſtattete Herr Mund
Be=
richt über die
Bierſteuererhöhung.
Zwar ſei die urſprünglich beabſichtigte Erhöhu nn der Bierſteuer um 75
Prozent nicht durchgegangen, die Steuer iſt nur un 3,85 Mark pro
Hek=
toliter erhöht worden, dazu aber fordert die C adt noch einen
Er=
höhungsanteil von 40 Pfennig, ſo daß die ganze Erhöhung 4,25 Mark
beträgt, wobei zu befürchten iſt, daß die Steuer im Juli abermals
er=
höht wird. In Anbetracht dieſer Tatſache und der weiteren, daß die
Gaſtwirte die Erhöhung im Februar 1929 um 2 Mark pro Hekto ſelbſt
getragen haben, den Bierpreis alſo nicht erhöht haben, iſt es nunmehr
unmöglich, den Vorſchlag der Brauereien anzunehmen, den
Bier=
preis nur um 2 Pfennig pro Glas zu erhöhen.
Das eigentliche Referat über dieſen Punkt erſtattete Herr Alfred
Schmitz, der ziemlich ſcharf Stellung gegen die Brauereien nahm, die
ſehr wohl in der Lage geweſen wären, die Steuererhöhung zu tragen.
Beſonders die Darmſtädter Brauereien nehmen eine eigene Stellung ein,
da ſie entgegen den Brauereien im Reich auch noch die 40 Pfennig, die
die Stadt erhebt, auf die Gaſtwirte abwälzen wollen, und dabei
dik=
tatoriſch dieſen die Preiserhöhung mit 2 Pfennig pro Maß
vor=
zuſchreiben!
Der Referent veranlaßte zunächſt eine Ausſprache über dieſe
Preis=
erhöhung, um die Anſicht der Innungsmitglieder kennen zu lernen. Von
einem Mitglied wurde darauf hingewieſen, daß die Stadt noch gar nicht
berechtigt ſei, ihrerſeits die Getränkeſteuer zu fordern, da dieſe noch gar
nicht geſetzlich ſei und der erſte Prozeß gegen die Stadt entſchieden ſei.
Des längeren wurde diskutiert über die Beſtrebungen, einen
Ein=
heitspreis für Bier für alle Lokale feſtzuſetzen, was immer noch
nicht gelungen ſei. Einig war man ſich darüber, daß die Bierſteuer nicht
vom Gaſtwirt, ſondern vom Konſumenten getragen werden
* Steuer= und Wirkſchaftskalender
für die Zeit vom 1. bis 15. Mai 1980.
Aufbewahren!
Ansſchneiben!
1. Mai: Letzter Tag für die Entrichtung des Schulgeldes für die
Darmſtädter höheren Schulen und die gewerblichen
Fortbil=
dungsſchulen für April 1930 an die Stadtkaſſe. (Schonfriſt bis
10. Mai 1930.)
5. Mai: Abgabe der Beſcheinigung an die Finanzkaſſe,
daß die Summe der im April 1930 abgeführten
Steuerabzugs=
beträge mit der Summe der im April 1930 einbehaltenen
Steuerbeträge übereinſtimmt. Keine Schonfriſt.
5. Mai: Abführung der Lohnſteuer für die in der Zeit vom 16.
bis 30. April erfolgten Lohnzahlungen. Falls die bis zum
15. April 1930 einbehaltenen Beträge 200 RM. nicht erreicht
haben, im Ueberweiſungsverfahren Abführung der Lohnſteuer
für die in der Zeit vom 1. bis 30. April 1930 erfolgten
Lohn=
zahlungen. (Keine Schonfriſt.)
5. Mai: Ablauf der Schonfriſt für die am 25. April 1930 fällig
ge=
weſene erſte Vorauszahlung (ſtaatliches Ziel) laut
Steuer=
beſcheid über ſtaatliche Grundſteuer,
Sonderge=
bäudeſteuer und Gewerbeſteuer für das
Rech=
nungsjahr 1930.
10. Mai: Ablauf der Schonfriſt für die Entrichtung des
Schulgel=
des für die Darmſtädter höheven Schulen und gewerblichen
Fortbildungsſchulen für April 1930.
10. Mai: Zahlung der Börſenumſatzſteuer, ſoweit dieſe im
Ab=
rechnungsberfahren entrichtet wird.
15. Mai: Einkommenſtener= bzw. Körperſchaftsſteuer=
Voraus=
zahlung der Landwirtſchaft. (Keine Schonfriſt.)
15. Mai: Vorauszahlung auf die Vermögensſteuer 1930, zweite
Rate.
15. Mai: Erſtes Ziel der Kirchen= und Kultusſteuer für
1930/31 laut Beſcheid. Im Bezirk des Finanzamts Darmſtadt=
Stadt iſt nicht damit zu rechnen, daß am 15. Mai die
Steuer=
beſcheide zugeſtellt ſind. Es empfiehlt ſich, das erſte Ziel
als=
bald nach Erhalt des Beſcheides zu zahlen, um Mahn= und
Beitreibungskoſten zu ſparen.
H. W. Wohmann.
Schalpücher
bel Buchhändler Ludwig Saeng
7025b
Kürchstraße 20
3. Süddeutſche Gaſtwirtsmeſſe in Mainz.
Die von den Gaſtwirteverbänden von Bayern, Württemberg,
Heſ=
ſen und Baden veranſtaltete 3. Süddeutſche Gaſtwirtsmeſſe findet in
den Tagen bom 3. bis 12. Mai in der alten Rhein= und Weinſtadt
Mainz ſtatt. Umfangreiche Vorbereitungen ſind bereits für dieſes,
wirtſchaftlich ſo wichtige Unternehmen getroffen worden, das Fachwelt
und Laienpublikum in gleicher Weiſe intereſſiert und alles das umfaßt,
was die moderne Gaſtſtätten= und Hotelinduſtrie und die vielgeſtaltigen
Gewerbszweige, die ſie beſchäftigt, angeht. Die 3. Süiddeutſche
Gaſt=
wirtsmeſſe, die in den ausgedehnten Räumen der Mainzer Stadthalle
und in einem, auf dem „Halleplatz errichteten großen Zeltbau
unterge=
bracht iſt, bietet eine lückenloſe Ueberſicht über das weite Gebiet der
Gaſtronomie, zeigt vor allen Dingen aber auch die gewaltigen techmiſchen
Fortſchritte, die gerade in den letzten Jahren auf dieſem Gebiete
ge=
macht worden ſind. Angegliedert ſind der Meſſe, für die bereits
ſämt=
liche verfügbaren Plätze vergeben werden konnten, vier eindrucksvolle
Sonderausſtellungen, und zwar eine große gaſtronomiſche Schau, die
täglich erneuert wird, ſowie Fachausſtellungen des Küfergewerbes, der
Bäcker und Konditoren und der Vereinigten Brauereien von Mainz.
Mainz ſelbſt erwartet während der Ausſtellungszeit einen regen
Ver=
kehr und einen ſtarken Beſuch von nah und fern und damit eine
Be=
lebung ſeines eigenen, durch die Zeitverhältniſſe und die lange
Be=
ſatzungsdauer beſonders ſtark gefährdeten Wirtſchaftslebens.
Kleine Urſachen. große Wirkungen. Am 29. April 1930
trafen ſich, wie ſchon öfters, einige junge Burſchen auf dem
Ballonplatz. Einer von dieſen Burſchen. der 15jährige
Schlöſſer=
lehrling F. Fl., war im Beſitze eines kleinen Dolches, den er
den übrigen zeigte Es kam zu gegenſeitigen Hänſeleien, wobei
der 15jährige Bäckerlehrling Ch. H aus Schimbsheim einen
Stich davontrug, der das Herz verletzte. Der Verletzte wurde
ſofort in das Eliſabethenſtift verbracht und dort einer ſofortigen
Operation unterzogen, die ihm vielleicht, mit Rückſicht auf die
ſo=
fortige Hilfe, das Leben erhalten kann.
— Kurzſchrift und Maſchinenſchreiben. Wie aus dem Anzeigenteil
erſichtlich, beginnt die Kaufmänniſche Stenographen=Geſellſchaft e. V.
in ihren eigenen Unterrichtsräumen, Ecke Wieſen= und
Schleiermacher=
ſtraße 26 (am Amtsgericht), am kommenden Freitag, den 2. und
Diens=
tag, den 6. Mai, neue Kurſe in der Reichskurzſchrift. Die Kurſe
fin=
den wöchentlich zweimal ſtatt und ſtehen unter bewährter Leitung.
Die Kaufmänniſche Stenograbhen=Geſellſchaft e. V. erteilt als erſter
deutſcher Kurzſchriftverein ſeit mehr als 20 Jahren Maſchinenſchreib=
Unterricht. Der Unterricht in Maſchinenſchreiben kann vormittags,
nachmittags oder abends, je nach Wahl, genommen werden. Die Ge
Auskunft.
Im Städtiſchen Leihamt findet am Mittwoch, dem 7 und
Donnerstag. dem 8. Mai, vormittags 8.30—12 Uhr.
Verſteige=
rung verfallener Pfänder ſtatt. (Siehe heutiges Inſerat.)
muß. Der Gaſtwirt ſei nicht in der Lage dazu, viel eher hätten die
Brauereien das gekonnt. Die Geſamterhöhung einſchließlich der
ſtädti=
ſchen Steuer vom Februar 1929 beträgt 6,25 Mark. Gegen einen
An=
trag, einen Einheitspreis feſtzuſetzen, ſprach ſich der Referent aus, da es
keine wirkſamen Zwangsmittel gebe, dieſen Einheitspreis durchzuführen.
Kollegiale Erziehung allein könne hier mit der Zeit helfen.
Zur richtigen Preisſtellung, führte der Referent aus, gehört eine
geſunde, alle Nebenunkoſten einnehmende Kalkulation, nicht nur der
Ein= und Verkaufspreis des Bieres. Nach einer ſolchen Kalkulation
müßten ſich die Bierpreiſe ſtellen für Lagerbier zwiſchen 17,8 Pfg. (2½
Zehntel) bis 32,2 Pfg. (4½ Zehntel), für Exportbier zwiſchen 21 Pfg.
(2½ Zehntel) und 38 Pfg. (4½ Zehntel). Das beruht auf Berechnungen
der Bierkommiſſion und entſpricht ungefähr den Berechnungen auch des
badiſchen Verbandes. Es wird den Mitgliedern dringend empfohlen,
keinerlei Rückſicht auf die Preiſe der Großausſchänke zu nehmen.
Von einem Mitglied wurde vorgeſchlagen, den Preisaufſchlag für
den zehntel bzw. für den ganzen Liter feſtzuſetzen, was angeſichts der
Verſchiedenartigkeit der Glasmaße empfehlenswert ſei. Ein Vorſchlag,
vorerſt eine Uebergangszeit zu ſchaffen, wurde lebhaft bekämpft. Es
wurde weiter darauf aufmerkſam gemacht, daß aller Vorausſicht nach
Mitte Mai ſchon eine weitere Preiserhöhung durch die Brauereien
kommen wird. Man müſſe auch Rückſicht nehmen auf die Lokale, die
erhöhte Unkoſten haben.
Von der Bierkommiſſion werden, ſodann folgende
Preisvor=
ſchläge gemacht: Es ſollen künftig koſten: drei Zehntel
Lagerbier mindeſtens 23 Pfg., drei Zehntel Liter
Exportbier mindeſtens 25 Pfg. Damit iſt der geſamte
Auf=
ſchlag noch nicht einmal ganz erreicht. Die übrigen Glasmaße ſollen
dieſem Grundpreis angepaßt werden.
Dieſer Vorſchlag wird einſtimmig angenommen.
Er ſoll als Mindeſtpreis auch für die kleinſten Wirtſchaften gelten.
In Lokalen mit erhöhten Unkoſten iſt der Preis natürlich entſprechend
höher. Der Mindeſtpreis gilt nur für die einfachſten und kleinſten
Wirt=
ſchaften. Es ſoll eine Kommiſſion gebildet werden, die die Einhaltung
der Mindeſtpreiſe überwacht. Für die Land=Wirtſchaften ſollen
entſpre=
chende Preisfeſtſetzungen erfolgen. Flaſchenbier ſoll koſten
min=
deſtens: Lagerbier 45 Pfg., Spezialbier 50 Pfg.
Herr Schmitz weiſt nochmals auf die Notwendigkeit hin, nunmehr
auch einig zu ſein und die gegebenen Richtlinien einzuhalten. Mit den
Brauereien ſoll verſucht werden, in engere Beziehungen zu kommen, um
auch in der Eisfrage zu einer befriedigenden Einigung zu kommen. Die
heutigen Beſchlüſſe ſollen veröffentlicht und jedem Mitglied mitgeteilt
werden. Der Aufſchlag tritt am 1. Mai in Kraft. *.*
Evangeliſcher Kirchengeſangverein für Heſſen.
EPH. Im Rahmen der zahlreichen Veranſtaltungen, die gelegentlich
der Sechshundertjahrfeier der Stadt Darmſtadt ſtattfinden, wird das
46. heſſiſche evangeliſche Kirchengeſangfeſt in der Landeshauptſtadt
be=
gangen werden. Es iſt auch für dem heſſiſchem Landesverein von
beſon=
derer Bedeutung, da er auf ein vollendetes halbes Jahrhundert
zurück=
blicken kann. Am Vortag, dem 31. Mai, wird außer der
Hauptverſamm=
lung eine Aufführung der A=Moll=Meſſe von J. S. Bach durch
den Offenbacher Kirchengeſangverein ſtattfinden. Am 1. Juni werden
in ſämtlichen Kirchen der Stadt Feſtgottesdienſte gehalten. In
jeder Kirche wird ein größerer Chor ſingen, der dadurch gebildet wird,
daß ſich der Chor der Kirche einen oder mehrere auswärtige Vereine
angliedert. Für den Nachmittag iſt eine Kundgebung mit Choralſingen
und Choralblaſen im Schloß vorgeſehen, daran anſchließend ein Feſtzug
nach der Feſthalle, wo eine Nachfeier ſtattfinden wird. Bei dieſer
Nachfeier werden wenige Anſprachen gehalten, vor allem wird Prälat
D. Dr. Diehl ſprechen. Ferner haben die meiſten Kirchenchöre der
Provinz Starkenburg ihre Mitwirkung zugeſagt. Dieſe werden in
Gruppen von je 200—300 Sängern ſingen.
Heſſiſches Landeskheaker.
1. Mai 19.30—22 Uhr
Ein Walzertraum
Geſchloſſene Vorſtellung
Kein Kartenverkauf 19.45—22 Uhr
Die Dreigroſchenoper
Geſchloſſene Vorſtellung
Kein Kartenverkauf Freitag;
2. Mai 20—22.30 Uhr
Tosca
D 22
Preiſe 1.00—10.00 Mk. 20—22 Uhr
Konzert=Abend
Johannes Biſchoff
Preiſe 1, 2, 3 Mk. Samstag,
3. Mai 19—22 Uhr
Don Giovanni
C22, T, Gruppe 4, 5 u. 6
Preiſe 1.00—10.00 Mk. 15—17 Uhr
Lady Fanny und die
Dienſtbotenfrage
Heſſenlandmiete 1 11
Preiſe 1.20—6.00 Mk.
20—22 Uhr
Volksvorſtellung
Die andere Seite
Preiſe 1.00—3.00 Mk. Sonntag,
4. Mai
19—22.15 Uhr
Othello
Heſſenlandmiete II, III 11
Preiſe 1.20—12 Mr.
Tauſchgutſcheine nur von
Sonntagsopern gültig 19.30—22.00
Der Kaiſer von Amerika
Zuſatzmiete V 11
T, Gruppe 7 und 8
Preiſe 1.20—6.00 Mk. Montag,
5. Mai 20—22 Uhr
8. Sinfonie=Konzert des
Landestheater=Drcheſters
Preiſe 1—10 Mr. Keine Vorſtellung Dienstag,
6, Mai 20—22.30 Uhr
Rivalen
K 15 Bühnenvolksbund Keine Vorſtellung
— Heſſiſches Landestheater. Spielplanänderung im
Großen Haus. Morgen Freitag gelangt ſtatt der urſprünglich
angeſetzten Volksoper „Schwanda, der Dudelſackpfeifer” Puccinis
Oper „Tosca” mit Anita Mitrovice in der Titelrolle als Gaſt
zur Aufführung. Die beiden anderen Hauptrollen werden von
Hans Grahl und Hans Komregg geſungen.
Das Moskauer ſtaatliche Meyerhold=Theater
bringt Samstag, den 10. Mai, im Großen Haus des Heſſiſchen
Landestheaters das Schauſpiel „Brülle, China!” von
Tre=
tiakow, das in Deutſchland bereits anläßlich der erfolgreichen
Ur=
aufführung des Frankfurter Schauſpielhauſes Aufſehen erregte,
einmalig zur Aufführung. Meyerhold begann ſeine theatraliſche
Laufbahn am Moskauer Künſtlertheater Stanislawſkis und
wurde dann der Begründer des Moskauer Studiotheaters, das
als Ausgangspunkt für die Stilentwickelung des modernen
Theaters bis zu Tairoff und Piscator zu gelten hat.
Infolge Erkrankung Bernhard Minettis mußten die Proben
zur nächſten Klaſſiker=Aufführung des Großen Hauſes („Hamlet”)
einſtweilen zurückgeſtellt und ebenfalls die Aufführungsſerie der
Sternheim=Komödie „Die Kaſſette” im Kleinen. Haus
unterbrochen werden. Die Neuinſzenierung des „Hamlet”
vird nunmehr für Ende Mai in Ausſicht geſtellt.
Als nächſte Neuinſzenierung des Großen Hauſes wird
Neſt=
roys Komödie „Zu ebener Erde und erſter Stock”
vor=
bereitet.
Feuerſchuß iſt volsſache!
Das Feuerlöſchweſen hat in den größeren Städten mit ihren
Be=
rufsfeuerwehren eine beachtliche Höhe erreicht, auf dem Lande aber läßt
die Vorſorge für größere Bvandkataſtrophen, und zwar beſonders für
Moor=, Wald= und Heidebrände noch ſehr zu wünſchen übrig. Es iſt
deshalb zu begrüßen, daß auch die Techniſche Nothilfe ihrem Grundſatz
getreu, dem Allgemeinwohl zu dienen, ſich für dieſe überaus wichtige
Aufgabe bereithält und immer mehr vervollkommnet. Damit iſt
auto=
matiſch die Verbindung der Techniſchen Nothilfe mit allen hilfsbereiten
Organiſationen zur engſten Gemeinſchaftsarbeit gegeben. Allenthalben
im Reiche ſind für dieſen Zweck von der Techniſchen Nothilfe ſogenannte
Bereitſchaftstrupps aufgeſtellt worden, und zwar beſonders in von
Natur=
gewalten erfahrungsgemäß häufig bedrohten Gebieten, wie in wald=,
heide= und moorreichen Gegenden. Sorgfältigſte Führer= und
Helferaus=
wahl, ſtändige ſachliche Schulung dieſer Bereitſchaftstrupps durch Kurſe
und Uebungen, ein erprobtes, raſch wirkendes Alarmierungsſyſtem,
Sicherſtellung der größten und ſchnellſten Bewegungsmöglichkeit mittels
Transportmittel aller Art und weiteſtgehende Sicherſtellung des
erforder=
lichen Gerätes machen die techniſch und organiſatoriſch ſtets für die
ſchwierigſten Kataſtrophenfälle vorbereiteten Bereitſchaftstrupps zu
wert=
vollen, jederzeit verfügbaren Hilfskräften.
Seit der Gründung im Herbſt 1919 hat die Techniſche Nothilfe in
hunderten von Fällen auch in Feuersnot bereits praktiſche Hilfe geleiſtet.
Aus der ſtattlichen Zahl der oft recht umfangreichen Einſätze ſeien nur
herausgegriffen der 6wöchige Einſatz bei dem gewaltigen Moorbrand im
Kreiſe Liebenwerda 1921, die Hilfeleiſtung bei dem die Großfunkſtation
Eilbeſe bedrohenden Brand des Neuſtädter Moores, ebenfalls 1921.
fer=
ner die Einſätze beim Waldbrand bei Harpe (Altmark) 1925, dem Brand
des Biſſendorfer Moores, ebenfalls 1925, dem Brand in der Letzlinger
Heide bei Magdeburg 1929 und der Einſatz anläßlich des Brandes des
Dorfes Wormsfelde bei Landsberg a. W. im gleichen Jahre. Sei es
durch aktive Löſchbeteiligung und Rettungs= und Bergungsarbeiten, ſei
es durch Schutz der gefährdeten Nachbarſchaft oder bei ausgedehnten
Brandherden durch Nachrichtenübermittlung, gegebenenfalls durch Legen
und Bedienen von Fernſprechleitungen, wie z. B. bei einem
Gruben=
brand 1929 in Groß=Kayna (Prov. Sachſen), ſtets haben die Nothelfer
ſich ſachkundig und opferfreudig erwieſen.
Auch im engeren Bereich des Landesbezirks Heſſen der Techniſchen
Nothilfe ſind zahlreiche Waldbrände uſw. erfolgreich abgewehrt worden,
ſo im Gebiet des Weſterwaldes und des Taunus, bei Witzenhauſen,
Wolf=
hagen, Lauterbach u. a. mehr.
Starkes Intereſſe, verbunden mit zahlreichen Anerkennungen, wird
den Arbeiten der Techniſchen Nothilfe im Kataſtrophenhilfsdienſt von
der Oeffentlichkeit, Fachkreiſen und Behörden entgegengebracht. Wenn
man daher in dieſen Tagen unter Hinweis auf die großen Verluſte an
Menſchen und Gut die Aufklärung über Feuerverhütung und wirkſame
Brandbekämpfung in den Mittelpunkt einer beſonderen Aktion ſtellt,
kann man die Techniſche Nothilfe als ein Glied in der Organiſation des
Feuerſchutzes nicht unerwähnt laſſen.
Auf den anläßlich der Feuerſchutzwoche heute abend ſtattfindenden
Lichtbildervortrag „Moorbrand” des Landesbezirksleiters der Techniſchen
Nothilfe wird nochmals aufmerkſam gemacht. Der Vortrag findet im
Mozartſaal, Schulſtraße 8, ſtatt. Beginn 8½ Uhr. Eintritt frei.
Fahrraddiebſtähle. Geſtohlen wurden: Am 10. April
1930 vor dem Hauſe Grafenſtraße Nr. 23½ ein Herrenfahrrad,
Marke Preſto. Fabriknummer 493 942. Am 16. April 1930 vor
dem Hauſe Mauerſtraße Nr. 32 ein Herrenfahrrad. Marke
Tereador Fabriknummer 1 293 209, ſchw. Rahmen mit
orange=
gelbem Stern. Am 19. April 1930 vor dem Hauſe
Heinrich=
ſtraße Nr. 44 ein Herrenfahrrad, Marke Dürkopp. Fabriknummer
131 320. Am 23. März 1930 an der Ecke der Roßdörfer= und
Wie=
nerſtraße ein Damenfahrrad, Marke Adler, Fabriknummer
628 304, mit Nickelfelgen. Am 28. April 1930 aus dem Hofe
Waldſtraße Nr. 18 ein Herrenfahrrad Marke Opel, ſchwarzer
Rahmen mit roten Streifen. Am 29. April 1930 vor der
Volks=
bank in der Hügelſtraße ein Herrenfahrrad, Marke Walda,
Fabriknummer 1395. Am 29. April 1930 aus dem Hofe der
Kli=
nik Roſenthal in der Eſchollbrücker Straße ein faſt neues
Herren=
fahrrad, Marke Viktoria, Fabriknummer 699 490.
Autobrand. Geſtern mittag um 25 Uhr wurde die Städtiſche
Feuerwache zu einem Autobrand in der Rheinſtraße vor dem Hauſe
Nr. 44 gerufen. Bei Eintreffen derſelben war der Brand bereits
ge=
löſcht.
Das Heſſiſche Seminar für Sprech=
erziehung in Darmſtadk.
Von Friedrich Karl Roedemeyer.
Anmerkung: Die an der Städtiſchen Akademie für
Ton=
kunſt Darmſtadt (Direktor: Städtiſcher Muſikdirektor
W. Schmitt), im Auftrage des Heſſiſchen Miniſteriums
für Kultus und Bildungsweſen und der Stadt Darmſtadt
eingerichtete Abteilung für Sprecherziehung wurde mit
Beginn des Sommerſemeſters in das „Heſſiſche Seminar
für Sprecherziehung” umgewandelt. Die Leitung wurde
dem Univ.=Lektor F. K. Roedemeher, Frankfurt a. M.,
neben ſeiner Frankfurter Amtstätigkeit übertragen; das
Seminar bleibt nach wie vor der Städtiſchen Akademie
an=
geſchloſſen.
Ueber Sendung und Aufgabe der Sprecherziehung habe ich vor
Monaten berichtet. Aus verheißungsvollem Anfang der ſyſtematiſchen
Sprecherziehung in Heſſen hat ſich das „Heſſiſche Seminar” nunmehr
entwickelt. Mit dem Sommerſemeſter 1930 — 7. Mai — beginnt ſein
Wirken. Wer immer den Fragen der Sprechpflege nur etwas
Auf=
merkſamkeit ſchenkte, muß erkennen, daß dieſes vom Deutſchen immer
noch zu Unrecht vernachläſſigte Gebiet weit reicht und mit ſeinen
hygie=
niſchen, ethiſchen, äſthetiſchen Verpflichtungen dem kulturellen Leben
aufs tiefſte verbunden iſt.
Dem Heſſiſchen Seminar für Sprecherziehung erwächſt demgemäß
eine weitgreifende Aufgabe. Gilt es doch: Alltagsrede, Rethorik,
künſt=
leriſches Sprechen ſprechpfleglich zu erfaſſen in einem dem
Berufs=
ſprecher und Laien zugänglichen Lehrgebäude.
Das Seminar umfaßt Uebungen für Anfänger in Sprechtechnik und
mundartfreier Ausſprache: Uebungen, bei denen die Ausdruckskunſt,
der Stil, die Form des Sprechens, die geſprochene Dichtung gepflegt
werden; rhetoriſches Praktikum, in dem die Formen der freien Rede
erfaßt werden. Eine Fachabteilung für Sprecherzieher erweitert und
vertieft die Arbeit, bezieht das Methodiſche ein, gibt Geeigneten und
Berufenen die Möglichkeit (auch durch Unterweiſungsproben), ſich die
Fähigkeiten eines Sprecherziehers anzueignen. Vorleſungen über alle
Fragen der Sprecherziehung, der Sprechkunſt der geſprochenen
Dich=
tung, des Sprechchores, der Rhetorik, unterrichten auch ein weiteres
Publikum. Der Beſuch ſprechkünſtleriſcher und rhetoriſcher
Veranſtal=
tungen dient dem lebendigen Anſchauungsunterricht. Mit der Zeit
wird der Ausbau des Seminars den Teilnehmern Gelegenheit zu
ſelb=
ſtändigem Arbeiten geben (unter Benutzung der Lautplatte, des
Rund=
funks, des Pneumographen uſw.).
Beſondere Aufgaben erſtehen dem Seminar mit der Durchbildung
geeigneter Sprecherzieher, die die Werte der Sprechpflege an die Jugend
herantragen, um auf dieſe Weiſe nicht nur der Sprechtechnik und
Aus=
ſprachepflege ſchlechthin, ſondern auch der Sprachkultur überhaupt zu
dienen. Einſichtsreiche Erzieher haben auf dieſen Wert einer Geltung
— gegenüber anderen Nationen, die den Nutzen einer gefeſtigten
Sprech=
pflege weit eher erkannten und erkennen als wir Deutſchen — immer
wieder hingewieſen.
Es ſei nicht verſchwiegen, daß dem jungen Heffiſchen Seminar eine
Reihe führender Perſönlichkeiten — aller Richtungen — als Gönner
und Förderer erſtanden ſind. Das Bewußtſein ſolcher Unterſtützung
unerläßlicher Pionierarbeit wird geeignet ſein, auf dem Gebiet des
für unſere Volk= und Weltgeltung vielleicht ſtärkſten Kulturmittels, der
lebendigen Sprache, den Kräfteeinſatz zu verdoppeln.
Tödlicher Unfall beim Kugelſammeln in Kelſterbach. Mehrere
Erwerbsloſe aus Langen waren am Dienstag nachmittag auf dem
Ge=
biet des ehemaligen Munitionslagers mit dem Sammeln von
Blei=
kugeln beſchäftigt. Dabei geriet der 42jährige Jakob Kolb, aus
Langen an einen alten Zünder, der plötzlich explodierte und den
Mann auf der Stelle tötete. Der Verunglückte hinzerläßt eine Frau
und zwei Kinder.
Unfall. Ein Radfahrer, der aus der Hindenburgſtraße herauskam,
ſtieß mit einem Auto, daß die Rheinſtraße entlang fuhr, zuſammen.
Das Auto ſchleuderte den Mann auf das Trottoir, das Rad kam unter
das Auto. Der Mann wurde von der Sanitätswache nach dem
Kran=
kenhaus gebracht, von da nach der Behandlung in ſeine Wohnung. Er
hat innere Verletzungen davongetragen.
Mangkskalender des Vereins füt g
Terratienkunde „Hoktonia” 9e
Der Monat Mai iſt für den Aquarienliebhaber
Wenn es draußen auch mitunter recht kalt iſt, ſo trei
den Zimmer=Aquarien doch in einer Weiſe, wie m.
Wachstum nur bei den Waſſer= und Sumpfgewächſe
Sie bringen Blüte um Blüte, Trieb um Trieb herh
heller die Behälter ſtehen. In die Bitterlingsaquarie.
die Malermuſchel eingebracht, in die nun das mit d
genden Legeröhre verſehene Weibchen ſeine Eier
le=
von dem in den herrlichſten Farben ſchillernden M
Fiſche in bezug auf Farbe als das Männchen des
Stichlings, beſonders des dreiſtacheligen, zur Lai. Eint
kaum, ſchade nur, daß die Pracht nicht lange anhält, (s4l
ſonigem Standorte wird es vorkommen, daß das 9F
Algen ganz grün gefärbt wird. Hiergegen helfen
Cyelops=Arten. Letztere werden nach Entfernung
Aquarium eingeſetzt, ſo daß der ganze Inhalt ein G Eroel
nien uſw. bildet. Die langen, harten Fadenalgen Ssn
wickeln auf ein Stäbchen entfernt werden. Beim
m)
Fiſchfutters, das jetzt ſchon reichlich vorhanden iſt, hü fmſt
ſchleppung von Paraſiten, gefährlichen Inſekten
Egeln, Süßwaſſerpolypen. Dieſe bekämpft man im
fnoh=
durch Einſetzen der ſpitzen Schlammſchnecke (Limne
nehme entweder in Aguarien gegüchtete Exemplare
gefangene, ſetze ſie erſt ein paar Tage in ein beſont ſch
ſie hungern. In Zuchtbecken, in denen Fiſche abge
keine Schnecken geduldet werden, da ſie dem Laich u fmu
ten Jungfiſchen ſehr gefährlich ſind. Zur Zucht der
linge verwende man dichte Polſter von Riccia, Salvi=
Beſonders dieſe eignen ſich ſehr gut. Nach 5 bis 6
Algenklumpen mit den Eiern in einen Aufzuchtbeh
das Zuchtaquarium einen neuen Bündel Algen. Gege
Mai beginnt ſchon die Laichzeit der Chanchitos uu mr
Cichliden; bei ſonnigem Wetter ſchreiten auch die Lab E
ihrer Schauneſter
Das Seeaquarium iſt gut zu durchlüften, und
wärmung durch die Sonne, deren Strahlen uns in m
nicht läſtig gefallen ſind, zu ſchützen. Etwaige Lü mn
ſind jetzt leicht durch friſchen Bezug von den Küſte
auszufüllen.
Der Terrarienliebhaber hat jetzt die beſte Gele
beſtand möglichſt zu ergänzen und zu vergrößern.
die letzten Tieve aus ihren Winterverſtecken. Die Eſ
ſen haben ihr altes Winterkleid abgeſtreift und ſchre
gewande ſchon vielfach zur Paarung. An die Bepfl
wird jetzt die letzte Hand angelegt, auch iſt im Terra; E
lichkeit zu ſehen, Raſenſtücke und Pflanzen auszu Un
Beachtung verdient das Waſſerbecken, da deſſen 2
h=
die gefürchtete Mundfäule nach ſich ziehen kann. 2f
iſt jetzt kein Mangel mehr, die Fröſche und Kröten
genarten wieder die oft langentbehrte Speiſe, auch
andere Inſenkten als Erſatz für die bisher verfüt
(Mitgeteilt vom Verein für Aquarien= und 27
tonia‟ Darmſtadt. Austauſch von Erfahrungen
jeden 1. und 3. Samstag im Monat im Vereinsli
Wilhelminenſtraße 1, abends 8 Uhr. Reichhaltige
paratenſammlung vorhanden. Gäſte ſtets willkom.
Aus den Parkeien.
— Deutſche Volkspartei, Ortsgruk
Wir verweiſen nochmals auf das am kommende E
8 Uhr, im Städtiſchen Saalbau ſtattfindende Frühl
Kräfte des Heſſiſchen Landestheaters mitwirken we=
Kurzweil Sorge getragen iſt. Es empfiehlt ſich, di
der Geſchäftsſtelle, Zimmerſtraße 1 (Fernſprecher 1
beim Verkehrsbüro am Schloß (Fernſprecher 582)
da die Nachfrage ſehr rege iſt.
— Deutſche Demokratiſche Partei.
Darmſtadt der heſſiſchen Jungdemokraten hält heute
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Darmstadt
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Donnerstag, den 1. Mai 1930
Seite 7
reshauptverſammlung der Freiw. San
haupt=
Taionne vom eidien Meug Burmſask.
jeshauptverſammlung der Freiw. Sanitätshauptkolonne
fand am Sonntag im Saale des „Hanauer Hofes”
t des Kolonnenführers, Herrn Hauptmanns a. D.
att, der die faſt vollzählig erſchienenen Mitglieder der
und beſonders die Ehrengäſte, Herrn Med.=Rat Dr.
erium des Innern, Abteilung für öffentliche Geſund=
Präſident i. R. v. Hahn, Vorſitzender des Heſſiſchen
m Roten Kreuz, Herrn Aſſeſſor Köhler als Vertreter
Herrn Gewerberat Dr. Müller und ihren hochverehrten
—rer Rechnungsrat Landzettel willkommen hieß.
te er einen Bericht über das abgelaufene Dienſtjahr
die nachfolgenden Zahlen beredtes Zeugnis ablegen,
ſtets bemüht war, zum Wohle der Einwohnerſchaft
r ihrem Wahlſpruch „Allezeit hilfsbereit”, zur Stelle
jung der laufenden Geſchäfte waren 15 Führerſitzungen
tzungen der Wacheverwaltungskommiſſion, der Unter
Gräberſchmückungskaſſe notwendig. Ausbildungskurſe
Drfür die Mitglieder der Kolonne, einer für
Betriebs=
zgenoſſenſchaften (gewerbliche) mit 56 Teilnehmern,
der höheren Lehranſtalten mit 85 Teilnehmern, die
ztlichen Leitung des Kolonnenarztes Dr. med. Heim
hrgänge für erſte Hilfe in der Landespolizeiſchule
er=
m rer Hauptmann Lotheißen, an dem Kurſus zur Aus=
(fektionen an der Univerſitätsklinik in Gießen nahm
Kolonne teil. An den vom Heſſiſchen Landesverein
pen= und Zugführerprüfungen, die zum erſten Male
ror) Starkenburg im April 1929 in Darmſtadt abgehalten
ſahm 1 Kolonnenmitglieder teil, die ſämtlich die Prüfung
1929/30 wurden bei beſonderen Anläſſen. Nmal
zuſammen 36 Tagen; hierzu waren 118 Führer und
dn in aſſchs notwendig. Die Geſamtzahl der Hilfeleiſtungen be=
Ube/ 349 und 12 Transporte. Im Landestheater, Großes
wurden 27 Hilfeleiſtungen während der Spielzeit
Ausgenommen ſind die Hilfeleiſtungen und Trans=
—Sanitäts=Wache, Telephon 400, die an anderer Stelle
E— nen.
yden von der Geſamtkolonne 2 Hauptübungen und
n abgehalten. Die Kolonne weiſt zurzeit eine Stärke
ſtir- Nitgliedern auf, die ſämtlich mit Uniform, Mütze,
jemen ausgerüſtet ſind. Inaktive Mitglieder zählt
ss ine Jugendabteilung in Stärke von 22 Mann ſteht
des des Ehrenzugführers Griesheimer. Auch dieſe iſt
n det mit Windjacke, Koppel, Mütze.
z.5., verfügt die Kolonne zurzeit über 3 Krankenkraft=
S ewagen als Anhänger, 2 Räderbahren und 30 Kran=
Krankentragen, 2 Wiederbelebungsapparate (
Pul=
andskäſten ſowie reichliches Improviſationsmateriak
ein großes Verbandszelt ſtehen für Notſtunden ſtets
D
1
Den Rechenſchaftsbericht ſowie den Bericht über die Tätigkeit der
Sanitätswache erſtattete der Geſchäftsführer Herr Werner, aus dem
fol=
gende Zahlen intereſſieren dürften: Die Ein= und Ausgaben weiſen den
Betrag von 28944,06 Mk. auf. Transporte und Hilfeleiſtungen
wur=
den im abgelaufenen Dienſtjahr 1777 ausgeführt. Die Wache iſt ſtändig
beſetzt mit 5 Mann und iſt Tag und Nacht geöffnet. Die Verleihanſtalt
für Krankenpflegebedarfsartikel der Kolonne wurde 439mal in Anſpruch
genommen. Ein= und Ausgaben ſtehen mit 2150 Mark zu Buch. Ueber
die Kolonnenkaſſe, Unterſtützungs=, Gräberſchmückungs= und Sterbekaſſe
berichtete der Kolonnenrechner Ehrenzugführer Fiſcher. Die
Kolonnen=
kaſſe weiſt in Einnahmen und Ausgaben 3968 Mark nach, die
Unter=
ſtützungskaſſe 322 Mark, Gräberſchmuck 210. Mark, Sterbekaſſe.
Da die Hauptverſammlung zugleich auch Generalverſammlung der
Unterſtützungskaſſe iſt, war die Neuwahl des Vorſtandes der
Unter=
ſtützungskaſſe vorzunehmen. Der alte Vorſtand wurde einſtimmig
wiedergewählt.
Für die Rechnungsprüfungskommiſſion berichtete
Kolonnenführer=
ſtellvertreter Hummel, der die Rechnungen der Kolonne ſowie der
Sani=
tätswache für richtig befunden hatte und Antrag auf Entlaſtung der
beiden Rechner ſtellte. Die Entlaſtung wurde einſtimmig erteilt, die
Rechnungsprüfer für das Jahr 1930/31 wurden wiedergewählt unter
Hinzuwählung eines Mitgliedes der Kolonne gemäß 8 3 der neuen
Dienſtordnung.
Den Inventurbericht erſtattete der Schriftführer und Zeugwart der
Kolonne, Ehrenzugführer Griesheimer. Die Kolonne mit
Sanitäts=
wache und Verleihanſtalt weiſt einen Inventurwert von 29 397 Mk. aus.
Der Kolonnenführer dankte allen Berichterſtattern für ihre Mühe
und Arbeit und bat, ihn auch im neuen Dienſtjahr zu unterſtützen zum
Wohle und Weiterausbau der Kolonne.
Die Voranſchläge der Kolonne und der Sanitätswache wurden durch
die beiden Rechner vorgetragen und von der Verſammlung einſtimmig
gutgeheißen. Es wurde ſodann noch die Ehrung langjähriger
verdien=
ter Mitglieder durch den Herrn Vorſitzenden des Heſſiſchen
Landesver=
eins, Präſident v. Hahn, vorgenommen, der in einer längeren Anſprache
den Ausgezeichneten den Dank des Roten Kreuzes ausſprach und die
jungen Kameraden anſpornte, ſich die Auszeichnung zu verdienen. Für
Bjährige treue Dienſte erhielten das Ehrenzeichen des Heſſiſchen Roten
Kreuzes Ehrenzugführer und Rechner der Kolonne Karl Fiſcher,
Zug=
führer Hch. Schwürzel, Zugführerſtellvertreter Vierthaler, Gruppenführer
Vetter und Mitglied Aug. Einsfeld. Für 15jährige Dienſtzeit die
Aus=
zeichnungsborte: Zugführerſtellvertreter Johannes Rupp.
Gruppen=
führer Jung, Mitglied North. Für 9jährige Dienſtzeit die
Auszeich=
nungsborte: Kolonnenführerſtellvertreter Hummel, Mitglieder. North
und Haller. Nachdem noch die Ausweiskarten und Kontrollbücher ſowie
einige Prämien für regelmäßigen Beſuch der Winterkurſe zur Ausgabe
gelangt waren, ſchloß Kolonnenführer Lotheißen die 42.
Jahreshaupt=
verſammlung mit dem Ausdruck des Dankes an die Erſchienenen um 7 Uhr
abends.
1.
Liel
IGl
ax
2
ung der Verſorgungsgebühren. Das
Verſor=
ſeten, die Rentenempfänger darauf aufmerkſam
Barauszahlungen von Verſorgurgsgebührniſſen
beſtimmungsgemäß nicht mehr ſtarifunden
dür=
rden künftig alle Verſorgungsgebührniſſe, die
fenden Monatsbeträgen verbunden ſind, den
eder durch Poſtbarſcheck ins Haus oder auf ein
eſen werden. Auch die von der Poſt nicht
ab=
alb an die Kaſſe des Verſorgungsamts
zurück=
den Monatsbeträge werden künftig
amt nicht mehr bar ausgezahlt. Bemerkt
eauftragte erwachſene Perſonen — verſehen
kärtchen — die Rente bei der Poſt abholen
eren können.
— Beſatzungsmöbel für Mitglieder der Elſaß=Lothringer=
Vereini=
gung, Darmſtadt. Die nächſte Stelle, die für die Abgabe von
Beſatzungs=
gerät in Frage kommt, iſt bekanntlich die Reichsverwertungsſtelle G. m.
b. H., in Wiesbaden=Biebrich, Kaſerne Pfälzerſtraße. Dieſe Stelle gibt
nun bekannt, daß nur derjenige eine Reiſe zu ihr zu Beſichtigungs= und
Kaufzwecken unternehmen kann, der unmittelbar eine Einladungskarte
erhalten hat. Im übrigen kann ein gleichzeitiger Beſuch mehrerer
Kauf=
liebhaber nur durch die Elſaß=Lothringer=Vereinigung vermittelt
wer=
den. Auskunft erteilt Herr Thomas, Grafenſtraße 33.
Schutzhaftnahme. Der geiſtesſchwache V. K. aus
Arheil=
gen wurde in der Nacht vom 29. auf 30. April 1930 in
Schutz=
haft genommen und am nächſten Vormittag nach Arheilgen
ent=
laſſen.
Vereinigung ehem. Elſaß=Löthringiſcher Soldaten in Darmſtadt.
Am 16. März d. J. wurde hier in Darmſtadt in Anweſenheit zahlreicher
Kameraden die Vereinigung gegründet. Die Kameraden aus dem
Oden=
wald, aus Rheinheſſen und aus Oberheſſen waren herbeigeeilt, um
hier=
durch ihre Verbundenheit mit ihrem früheren Elſaß=Lothringiſchen
Regi=
ment zu bekunden und um alte Kameraden nach langer Zeit in fröhlicher
Stunde wiederzuſehen. Nach Verſammlungsbeſchluß findet die nächſte
Zuſammenkunft am Sonntag, den 4. Mai 1930, nachmittags 3 Uhr, in
Darmſtadt Reſtauration „Zur Krone” Jagdzimmer, ſtatt. Necht
zahl=
reiches Erſcheinen iſt Ehrenſache, und alle heute noch fernſtehenden
Kame=
raden ſind herzlich eingeladen.
Kunſtnokizen.
Ueber Werke, Künſtiler oder künfileriſche Veranſtaltungen, deren im Nachfiehenden Erwähnung
geſchſeht, behält ſich die Redaktion ihr Urtell vor.
Blandine Ebinger — Comedian Harmoniſts. Zu
ihrem Gaſtſpiel ab 2. Mai im Orpheum. Die Mannheimer Preſſe
ſchreibt: Blandine Ebinger und die Comedian Harmoniſts. Schon dieſe
Zuſammenſtellung entfaltet eine Magnetkraft auf alle, die jemals beide
auf Platten oder, noch beſſer, in Wirklichkeit gehört haben. Man muß
eine beſondere Antenne aufziehen, um die ſeliſchen Ströme richtig
aufzufangen, die von dieſer ſeltſamen Frau ausgehen. Es ſieht alles
ſo grotesk aus und klingt ſo merkwürdig komiſch, und iſt doch im
tief=
ſten Grund ſo überaus ernſt und ergreifend. In jeder Karikatur iſt
Weh und Leid, Weltſchmerz oder wie man es ſonſt nennen mag,
ver=
borgen, und zwiſchen zwei ſcheinbaren Scherzen taucht eine tiefe
Wahr=
heit auf, die bei dieſer Einfaſſung verblüfft, aber auch ergreift. So iſt
es auch diesmal wieder, wo Blandine Ebinger in ihren Chanſons, die
zumeiſt von ihrem Gatten Friedrich Holländer ſtammen, Saiten
an=
ſchlägt, die das Herz mitvibrieren laſſen. Die „Trommlerin” iſt ein
Muſterbeiſpiel dafür. Daß ſie eine ganz große Künſtlerin iſt, zeigt ſie
in der Tragi=Groteske „Das große Talent”, dem Einfall einer
ſpiele=
riſchen Laune, bei dem weiter nichts geſchieht, als daß eine große,
einem törichten Herzen entſprießende Hoffnung jäh zerknickt wird. Wie
Blandine Ebinger den plötzlichen Uebergang aus höchſter Spannung
und Erwartung in tiefſte Ernüchterung darſtellt, iſt hervorragend.
Be=
dauerlich iſt nur, daß man nicht noch weitere Farbenmiſchungen von
ihrer Palette kennenlernt.
Und dann die Comedian Harmoniſts! Man kennt ſie auch uuter
dem Namen „Die deutſche Rebellers”, obwohl ſie es wirklich nicht
not=
wendig haben, ſich einen ausländiſchen Namen zu borgen. (Zeitlich
ſind ſie übrigens ſchon vor den amerikaniſchen Namensgebern
auf=
getreten.) Es ſind ſechs friſche und liebe Jungens, die ſich im Laufe
der Jahre zu dieſem Typus der Jazzſängerſchau verſchmolzen haben.
Schärfſte Intelligenz und höchſte Muſikalität vereinigen ſich zu einem
Ganzen, das jedoch nicht wie die Jazzkapellen als Tonmaſchine wirkt,
ſondern als Kunſtwerk. Ein „Kollektiv” gewiß, und dennoch eine
Zu=
ſammenballung von Individualitäten, über deren jeder einzelnen ein
guter Stern ſchwebt. Was ſie ſingen? Alles, was man von ihnen
ſchon kennt und noch einiges Neues dazu. Von den „Drei
Musketie=
ren” bis zum „Bimbambulla” und der Puppenhochzeit”, und dazu noch
die „Geſchichten aus dem Wiener Wald”, die in dieſer Faſſung und
Form letzte muſikaliſche Tiefen ausloten. Auch für dieſe Künſtlerſchar
gilt das gleiche, was oben von Blandine Ebinger geſagt worden iſt:
Sie bringen eigentlich zu wenig.
Die Bindebrücke iſt Curt von Wolowſky von den Reinhardtbühnen
in der „Uniform” eines Eton=Boys, der den hahnebüchenſten Unſinn
zuſammenredet, ohne je fertig zu werden, und ſich obendrein als
un=
gemein ſcharfer Beobachter der Eigentümlichkeiten großer Schauſpieler
der Gegenwart erweiſt. Die erſte Strophe von Schillers „Bürgſchaft”
erſcheint nicht weniger als ſechsmal in der Darſtellung von Hans
Waß=
mann, Theodor Loos. Rudolf Schildkraut, Ilka Grüning, Alerander
Moiſſi und Max Pallenberg. Der Sonderbeifall, den ſich Wolowſky
dadurch errang, war wohl verdient.
Tageskalender für Donnerstag, den 1. Mai 1930.
Heſſ. Landestheater, Großes Haus, 19.30 Uhr:
Geſchloſ=
ſene Vorſtellung: „Ein Walzertraum”. — Kleines Haus, 19.45
Uhr: Geſchloſſene Vorſtellung „Die Dreigroſchenoper”
Orpheum: Keine Vorſtellung. — Konzerte: Schloßkeller,
Spaniſche Bodega. — Herrngartenkaffee, 16 Uhri
Konzert. — Kinovorſtellungen: Union=Theater, Helia=
Lichtſpiele, Palaſt=Lichtſpiele.
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7122
Seite 8
Donnerstag, den 1. Mai 1930
Aus Heſſen.
J. Griesheim, 30. April. Feuerſchutz=Woche. Aus Anlaß der
Feuerſchutz=Woche fand am Sonntag nachmittag 3 Uhr eine größere
Uebung unſerer Freiwilligen Feuerwehr ſtatt. Unter Vorantritt ihres
Muſikkorps marſchierte die Wehr nach dem Hofe der Friedrich=Ebert=
Schule, wo Geräte=Exerzieren und die Vorführung von
Handfeuer=
löſchern ſtattfand. Zu dieſem Zweck wurden Feuer angezündet, deren
Flammen mit den Apparaten im Nu erſtickt waren. Hieran ſchloß ſich
ein Brandangriff, für den das Anweſen des Herrn Wilhelm
Baumgärt=
ner in der Rathenauſtraße auserſehen war. Dem Angriff lag in erſter
Linie die Idee zu Grunde, daß Menſchenleben zu retten ſeien und dann
das Feuer zu löſchen und die angrenzenden Gebäude zu ſchützen. Die
Aufgabe wurde mit größter Schnelligkeit exakt und geſchickt gelöſt und
lieferte wieder einmal einen Beweis für die vortreffliche Schulung und
Schlagfertigkeit unſerer Wehr. Nach einer kurzen Kritik ging es dann
mit der Muſik durch mehrere Ortsſtraßen nach dem Gaſthaus „Zum
grünen Laub”, woſelbſt die diesjährige Generalverſammlung ſtattfand. —
Das Kommando unſerer Freiwilligen Feuerwehr empfiehlt, die aus
Anlaß der Feuerſchutz=Woche herausgegebene Belehrungstafel der ganz
beſonderen Beachtung der hieſigen Einwohnerſchaft und bittet ſie, die
Beſtrebungen und Ziele der Wehr jederzeit tatkräftig zu unterſtützen,
beſonders auch dadurch, daß ſich jederzeit junge Leute bereit finden, in
die Reihen der Feuerwehr einzutreten und die Dienſte zum Schutze von
Leben und Eigentum ihrer Mitmenſchen zu übernehmen. „Gott zu Ehr,
dem Nächſten zur Wehr” iſt der Wahlſpruch der Feuerwehr, dem unſere=
Jugend aus Pflichtgefühl folgen ſollte.
F Eberſtadt, 30. April. Murtertag. Anläßlich des am
kommen=
den Sonntag ſtattfindenden Muttertages veranſtaltet der Reichsbund
der Kinderreichen zum Schutze der Familie (Ortsgruppe Eberſtadt) am
Samstag, den 3. Mai, abends 8 Uhr, im Saalbau „Zum Schwanen”
(Schmitt) einen Familienabend, wobei der Vorſitzende des
Lan=
desverbandes Heſſen im Reichsbunde ſprechen wird. Am Schluſſe
ge=
langt ein Schauſpiel in 6 Akten, betitelt: „So lang noch lebt dein
Müt=
terlein”, zur Aufführung. — Badewärter geſucht. Die Stelle
eines Badewärters beim Gemeindeſchwimmbad iſt für die Badeſaiſon
1930 zu beſetzen. Die näheren Bedingungen ſind bei der Bürgermeiſterei
einzuſehen. Geeignete Perſonen (männliche Bewerber, möglichſt
Schwim=
mer) können ſich bis längſtens Dienstag, den 6. Mai, ſchriftlich melden.
— Maifeier. Die Geſchäftszimmer der Bürgermeiſterei,
Gemeinde=
kaſſe und Gemeindebauamt, ſind morgen Donnerstag geſchloſſen.
Dring=
liche Angelegenheiten können in der Zeit von 10—12 Uhr erledigt
werden.
Cp. Pfungſtadt, 30. April. Die
Milchverwertungsgenoſ=
ſenſchaft, deren Betrieb in beſter Entwicklung befindlich iſt, hält am
Samstag abend, 3. Mai, im „Rheiniſchen Hof” eine außerordentliche
Generalverſammlung ab. — Der Ziegenzuchtverein
Pfung=
ſtadt hält ſeine diesjährige Jahreshauptverſammlung am Mittwoch,
den 14. Mai, abends 8.30 Uhr, im „Rheiniſchen Hof” ab. — Die
Frei=
willige Feuerwehr und die Pflichtfeuerwehr halten am Sonntag
vormittag, 4. Mai, eine Uebung mit einem Brandangriff ab.
— Traiſa, 30. April. Odenwaldklub. 5. Wanderung Sonntag,
den 4. Mai, nach Neckarelz. Abfahrt Nieder=Ramſtadt 6.24 Uhr bis
Mos=
bach. Beſichtigung von Mosbach, am Nachmittag gemütliches
Beiſam=
menſein mit der Ortsgruppe Neckarelz bei Klubmitglied Bußfeld.
Rück=
fahrt Nieder=Ramſtadt an 9.17 Uhr. Anmeldung zur Teilnahme an
der Wanderung und Mittageſſen, 2 1,50 Mk., bei Mitglied Johann
For=
noff bis ſpäteſtens Donnerstag abend.
(f) Roßdorf, 30. April. Aus dem Gemeinderat. Wilhelm
Göckel bittet um käufliche Ueberlaſſung des Geländes vor der Hofreite
Beunegaſſe; der Antrag verfällt der Ablehnung. — Der Oeffentliche
An=
zeiger in Groß=Zimmern bittet um Genehmigung zur Aufnahme der
amtlichen Bekanntmachungen in die Zeitung, was abgelehnt wird. —
Die Submiſſion über die bauliche Inſtandſetzung am Hochbehälter auf
dem Rehberg und am Pumpwerk Ober=Ramſtädterweg wird genehmigt
und die Maurerarbeit dem Valentin Oeſtreicher zum Preiſe von 183,25
Mark, die Weißbinderarbeiten dem Georg Büttner zum Preiſe von
374,85 Mark zugeſchlagen. Weiter wurde die Beſchaffung eines neuen
Hoftores mit Eingangstüre ſowie eines Scheuertores auf dem
Submiſ=
ſionswege vergeben. Den Mindeſtfordernden, Zimmermeiſter Schenkel
und Roos, wird der Zuſchlag zum Preiſe von 173 Mark erteilt. — Ueber
die Renovierung des Rathauſes liegen Koſtenanſchläge über 2182 Mark
und 6000 Mark vor. Man war von der Notwendigkeit der Arbeit
ein=
ſtimmig überzeugt und entſchloß ſich für die Ausführung des billigſten
Koſtenanſchlags, da die Finanzlage der Gemeinde eine andere
Ausfüh=
rung keinesfalls zuläßt. — Der Voranſchlag über die Herſtellung der
Erbacher Straße beträgt 13 000 Mark und wird dem Gemeinderat zur
Genehmigung empfohlen. Da teilweiſe die Anſicht vertreten iſt, die
Ar=
beiten nur bis zum Sportplatz ausführen zu laſſen, ſoll in Anweſenheit
des Herrn Bauinſpektors Dietrich alsbald eine Beſichtigung ſtattfinden.
— Dem Schreiblehrling Breitwieſer wird ſeine Vergütung erhöht.
Der Gemeindefaſeleber ſoll wegen Untauglichkeit abgeſchafft und Erſatz
angeſchafft werden. — Dem Heinrich Steinmetz werden aus dem
Ge=
meindeſteinbruch Bruchſteine zu den früher feſtgeſetzten Preiſen
abge=
geben. — Die kreisamtliche Verfügung über die Ausſchöpfung der den
Gemeinden neben den Realſteuern und der Sondergebäudeſteuer zur
Verfügung ſtehenden Steuerquellen wird dem Gemeinderat
bekanntge=
geben, ferner ein Dankſchreiben des Provinzialverbandes der
Starken=
burger Reit= und Fahrvereine für die freundliche Aufnahme, welche die
Reitergruppen anläßlich des Sternrittes in Roßdorf gefunden hatten.
Zu der ſtattgefundenen Submiſſion der Gemeindefuhren wird noch
be=
ſchloſſen, daß Georg Heinrich Nicolay 3., dem bereits die
Zweiſpänner=
fuhren im Dorf und Feld zugeteilt ſind, auch die Einſpännerfuhren
da=
ſelbſt zum billigſten Angebotspreiſe übertragen werden. — Zum Schluß
berichtet der Bürgermeiſter noch über den Stand der Arbeiten in der
Wingertſtraße.
G. Ober=Ramſtadt, 2. April. Feuerwehr. Die diesjährige
erſte Uebung der Freiw. Feuerwehr Ober=Ramſtadt fand am Sonntag,
dem 27. d. M., am neuen Rathaus ſtatt und fiel dadurch mit dem
Be=
ginn der Feuerſchutzwoche zuſammen. Nach Verleſen der
Anweſenheits=
liſten durch den 1. Kommandanten Ph. Neubert und Einteilung der
neu eintretenden Mannſchaften verbreitete ſich Herr Bürgermeiſter
Rückert kurz über Weſen und Zweck der Feuerſchutzwoche, und gab der
Hoffnung Ausdruck, daß recht viele den Wert dieſer Veranſtaltung
rich=
tig erkennen und ſich die mannigfachen Anregungen zur Verhütung
ver=
heerenden Feuers zu eigen machen möchten zur eigenen Sicherheit und
zum allgemeinen Wohl. Unmittelbar danach erſcholl Fo
geſamte Mannſchaft rückte mit den erforderlichen Geräten
Brandſtelle — Schuhhaus Braband, Wehrſtraße — ab
Dachſtuhlbrand angenommen worden, und es galt
zunäch=
oberen Räumen befindlichen Perſonen zu retten, was
ſcher Schiebeleiter bewerkſtelligt wurde. An dieſer nor
ſtets, auch die Sanitätskolonne wieder regen Anteil
Brandherd beſchäftigt, erfolgte erneuter Alarm. Dies
Wohnhaus Muhl in der Brückengaſſe ein Brand geda
herrſchenden Südwindes die angrenzenden Stallgebäud
ſtark bedrohte. Ein Zug der Wehr rückte dorthin ab
Ernſtfalle nach Lage der gefährdeten Gebäude die
grei=
alarmieren geweſen wäre, konnte man ſich, dem Uebun
ſprechend, mit den örtlichen Feuerlöſchgeräten begnüge
Uebung verlief in allen Teilen gut. Alsdann veranſtal
wehr einen Umzug durch mehrere Ortsſtraßen unter
Vo=
pelle Sauerwein=Roßdorf. Hierbei wurde Aufklärung
material für die Feuerſchutzwoche in anſehnlicher Zahl
Kamerad Roth trafen ſich zum Schluß die Teilnehmer
lichen Nachfeier, an welcher ſich auch alte Kameraden no.
beteiligten. Selbſtverſtändlich wurde auch hier noch ti
und die brennenden Kehlen gehörig unter — Bier
allem verlief dieſer Sonntag für unſere Feuerwehr ur
nitätskolonne ſehr anregend und zum Schluß ganz ger
Cg. Reinheim, 30. April. Verkehrsunfall. G
eignete ſich auf der Straße Reinheim—Groß=Bieberau, ku
Orte, wieder ein Unfall. Ein von Groß=Bieberau komm
wagen, der für die Fa. Hildebrandt=Pfungſtadt Bier mit
mit einem Fuhrwerk, von Reinheim kommend, zuſammen.
Möbel nach Reinheim gebracht. Die Pferde ſcheinen durch
geſcheut zu ſein und ſprangen direft auf das Vordertei
wagens. Die Deichſel drang durch den Führerſitz; zum (
dort kein Beifahrer. Der Fuhrwerksbeſitzer konnte ab
rend der auch auf dem Wagen ſitzende Schreinermeiſte
Niedernhauſen durch den Zuſammenſtoß über zwei Stut
war, dann aber nach Hauſe gebracht werden konnte.
und die Pferde haben ſchweren Schaden genommen.
i. Von der Bergſtraße, 30. April. Der 14jährige
Franz Schuſter aus Unter=Hambach i. O., dem beim H
einer Kreisſäge ein Stück Holz gegen den Leib flog, wurde
dem ſtädtiſchen Krankenhauſe zugeführt. Dort iſt der 9.
ſeinen ſchweren inneren Verletzungen erlegen.
— Hirſchhorn, 30. April. Waſſerſtand des
29. April 1,33 Meter, am 30. April 1,27 Meter, morgens
Oberheſſen.
h. Friedberg, 30. April. 12jährige Wander
Infanterie=Geſchoſſes. Kaufmann N. Schmit
Tage ein Geſchwür an der rechten Hüfte, es ging in der
ein Infanteriegeſchoß kam zum Vorſchein. Schmidt wa
Weſtfront an der linken Schulter leicht verwundet worden.
gleich in franzöſiſche Gefangenſchaft, wo die Wunde ſchnel
Geſchoß hat den ganzen Körper von der linken Schulter
Hüfte durchwandert.
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Donnerstag, den 1. Mai 1930
Seite 9
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fe Becker
vor ihrem Tode ihrem Beruf
rfüllung nachgegangen war.
ſecker
Lud g Becker, Generalmajor a. D.
cer, Hauptmann a. D.
Röder, geb. Becker
h Becker.
97, Frankfurt a. M., Hamburg und
1930.
** Donnerstag, den 1. Mai,
vor=
n der Kapelle des Friedhofs an
=Ramſtädterſtraße ſtatt.
, von etwaigen Beileidsbeſuchen
(7141
abzuſehen.
Ihre Vermählung geben bekannt
Joſef Hibler.
(Elſe Hibler
geb. Fiſcher
Darmſiadt / Mai 1930.
Statt beſonderer Anzeige.
Vorgeſtern, Dienstag Mittag
ent=
ſchlief ſanft unſere liebe Mutter,
Schwiegermutter, Großmutter,
Schwägerin, Tante und Großtante
Frau
Lune Romheld Bwe.
geb. Frölich
im 85. Lebensjahr.
Im Namen d. trauernd, Hinterbliebenen:
Generaldirektor Willy Römheld.
Darmſtadt, den 1. Mai 1930.
Hoffmannſtr. 8 (Haus Römheld).
Die Beerdigung, findet am
Frei=
tag, den 2. Mai, nachmittags 3 Uhr,
von der Kapelle des alten
Darm=
ſtädter Friedhofes an der Nieder=
Ramſtädterſtraße aus ſtatt.
Von Beileidsbeſuchen bitten wir
abzu=
ſehen.
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Telephon 852.
Für die wohltuende Teilnahme
bei unſerem ſchweren Verluſi
ſagen wir, auch im Namen der
andren Hinterbliebenen, unſern
herzlichen Dank
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Frau Lina Stieler,
(710
geb. Walter.
Trauergarderoben
werden in einigen Stunden, ſchwarz gefärbt
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Für die Beweiſe herzlicher Teilnahme bei dem
Hinſcheiden meiner lieben Gattin, unſerer
treu=
beſorgten Mutter, ſagen wir allen Freunden und
Bekannten unſeren herzlichſten Dank, insbeſondere
den Herren Bedienſteten der Reichsbahn=
Verkehrs=
kontrolle 2 für die Kranzſpende, ſowie der
Frauen=
gruppe des Ortsvereins des R.E.V. Darmſtadt.
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richtigen Dank. Beſonderen Dank
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Lulsenstr. 4 • Vermul a Liebig
Seite 10
Donnerstag, den 1. Mai 1930
Das Ehrenzeichen für Leibesübung.
* Warum haft du noch nichk das Deutſche
Turn= und Sporkabzeichen.
Von Heinz Lindner.
Recht viele Deutſche tragen ſchon dieſes einfache, ſchöne
Ab=
zeichen, den Eichenlaubkranz um die verſchlungenen Buchſtaben
D. R. A., und du haſt es noch nicht erworben? Stehſt du auch auf
dem Standpunkt, den hie und da ſogar Turner und Sportler
ver=
treten, daß dieſes Abzeichen — da es ſchon „ſo viele” erworben
haben — ganz leicht zu erringen und daher auch gar keine „
Aus=
zeichnung” mehr iſt? Dann geht es dir wie den vielen, die
über=
haupt nicht wiſſen, welche Leiſtungen vollbracht werden müſſen,
um glücklicher Beſitzer des Deutſchen Turn= und Sportabzeichens
werden zu können und welch tieferer Sinn dieſer Schöpfung des
Deutſchen Reichsausſchuſſes eigentlich zugrunde liegt.
tend leichter, denn Beſſermachen! Verſuche alſo erſt einmal, die
Bedingungen zu erfüllen, die zum Erwerb dieſer höchſten
Aus=
zeichnung für Leibesübungen vorgeſchrieben ſind. Erſt dann magſt
du urteilen: entweder fühlſt auch du dann, daß das Deutſche
Turn= und Sportabzeichen wirklich eine Auszeichnung iſt, oder
aber — du haſt am eigenen Leib verſpürt, daß „die Sache doch
nicht ſo einfach iſt, wie ſie ausſieht”! Und wenn du dann
ehrlich dir ſelbſt gegenüber biſt, ſo mußt du dir doch ſagen, daß
gerade dir das normale Maß an Körperfertigkeit fehlt, das jeder
Deutſche haben ſollte, um dieſe fünffache Gutleiſtung, dieſe
Lei=
ſtungsprüfung auf Herz= und Lungenkraft, auf Spannkraft, Schnel= nach beſtimmter Vorſchrift!
ligkeit und Ausdauer, ablegen zu können! Vielleicht fühlſt du aber
auch in dieſem Augenblick die mahnende Aufforderungen, die in
dem alten Wort „mens sana in eorpore sano” durchklingt:
Be=
achte deinen Körper und pflege und kräftige ihn, denn er iſt ja die
Hülle, der Sitz deines Geiſtes, deine Seele! Und wenn du
als=
dann dieſen Anreiz wahrnimmſt und ehrlich — ſelbſt und gerade
noch in vorgeſchrittenem Alter — verſuchſt, dieſe
le=
bensnotwedige Vollkraft durch geſteigerte kör=
Erwerb desſelben bis ins hohe Alter zu bewahren, dann iſt der
Zweck des Deutſchen Turn= und Sportabzeichens voll und ganz
erreicht! Und wenn jeder den Körper ſo zu ſeinem natürlichen
Recht kommen läßt, ihn pflegt, indem er ihn ſtählt, dann trägt
er ja auch ſein Pflichtteil bei zur Hebung und Geſunderhaltung
der deutſchen Volkskraft! Betrachteſt du nun etwa die Zahl derer, der Reichsausſchuß denſelben Anreiz zur körperlichen
Allgemein=
welche bis heute ſchon das Sportabzeichen erworben haben und
zeichnung noch nicht erworben, aber noch erwerben können, ſo wirſt
auch du zugeſtehen müſſen, daß es der Träger doch noch nicht „ſo
viele” ſind. Begreifſt du nun auch, daß dieſes einfache Abzeichen,
das da als öffentliche Anerkennung für vielſeitige Leiſtungen auf
dem Gebiet der Leibesübungen vom Deutſchen Reichsausſchuß
ver=
liehen wird, doch eine Auszeichnung iſt, ſogar eine ſehr
wert=
volle Anerkennung!
Wenn du alſo das Deutſche Turn= und Sportabzeichen auch
er=
werben willſt, ſo wiſſe als erſtes, daß du das 18. Lebensjahr voll= alle unſere deutſchen Jungens zur planmäßigen Körpererziehung
endet haben mußt. Dann kannſt du es in Bronze, Silber oder
Gold erringen, je nach der Altersklaſſe I (18—31 Jahre), II (32
bis 39 Jahre) oder III (über 40 Jahre), der du angehörſt.
Die fünf geforderten Leiſtungen
von 12 Monaten, vom Tag der erſten Leiſtungsablegung an
gerech=
net, abſolviert werden. Legſt du nun nicht nur einmal, ſondern
achtmal — jedesmal innerhalb eines Jahres — die Prüfung
er=
wenn du auch noch nicht 32 Jahre alt biſt! Beſtenfalls kannſt du
alſo ſchon als Sechsundzwanzigjähriger ſtolzer Träger des
Silber=
abzeichens ſein! Und wenn du im Beſitz des ſilbernen Abzeichens
Zeichen in Gold verliehen. Es iſt dadurch alſo möglich, daß du
bereits mit 34 Jahren das goldene Turn= und Sportabzeichen zur Auswahl 3000=Meter=Laufen in 14 Minuten, oder 600=
Meter=
erwirbſt, eine Tatſache, die vielen unbekannt iſt, eine anſpornende / Schwimmen in 18 Min. oder etwa 20=Kilometer=Radfahren in 55
Tatſache aber auch, die jedem Deutſchen die Möglichkeit bietet,
ſeinen Körper friſch und leiſtungsfähig zu erhalten! — Weiter
mußt du dir gleich als ſehr wichtiges Erfordernis vor Augen hal= Zahl der männlichen Deutſchen, die bis heute das Deutſche
Turn=
dem naſſen Element vertraut biſt: du mußt unweigerlich
ſchwimmen können! Wenn dieſes Erfordernis der
Übungs=
gruppe I ſehr viele von vornherein abhält, ſo ſollte es doch an= zeichen für vielſeitige Leiſtungen auf dem Gebiet der
Leibes=
dererſeits jedem, der zunächſt nicht aus dieſem Grunde die Prü= übungen erworben, und zwar 136 155 in Bronze, 6272 in Silber
fung beſtehen kann, ein tüchtiger Anſporn ſein zum
Schwim=
menlernen, denn Wille, Tatkraft ſollen ja durch Sport und Turnen
für das Leben geſtählt werden! Damit aber auch der ſportliche
Charakter des Schwimmens gewahrt bleibt, hat der Reichsausſchuß
neuerdings in ſeiner letzten Sitzung wieder beſchloſſen:
Schwim=
men über 300 Meter in 9 Minuten in ſtehendem Waſſer oder hin
und zurück in fließendem Waſſer. Iſt die Strömung zum
Zurück=
ſchwimmen zu ſtark, ſo kann eine Zeit von 15 Minuten ohne
Unter=
brechung geſchwommen werden, allerdings ſchwimmen, nicht
trei=
ben laſſen!
Die Gruppe II verlangt mindeſtens einen Hochſprung von
1,35 Meter oder einen Weitſprung von 4,75 Meter oder aber
als Drittes einen Rieſenſprung über ein beſtimmtes Pferd.
— Die Gruppe III bietet Auswahl in der natürlichſten aller
Sportarten, dem Laufen, und zwar müſſen entweder 100
Me=
ter in 13,4 Sekunden, oder 400 Meter in 68 Sekunden oder
ſchließlich 1500 Meter in 5 Minuten 20 Sekunden durchlaufen
werden. — Die Gruppe IV ſetzt ſich im weſentlichen aus Schnell=
Auch im Sport, oder gerade im Sport, iſt Kritiſieren bedeu= kraftübungen zuſammen und bietet zugleich dem Prüfling
die größte Auswahl, vom Dikuswerfen (25 Meter) über
Speerwerfen (30 Meter), Kugelſtoßen (7,25 Kilogramm
8 Meter), Reck= und Barrenturnen, 100=Meter=
Schwimmen (1,40 Min.), Eislaufen, Rudern
Stein=
ſtoßen zum Gewichtheben! — Die Gruppe V iſt die
Uebungsgruppe der Dauerleiſtungen: 10 000=Meter=
Laufen in 50 Minuten, oder 1000=Meter=Schwimmen
in 24 Minuten oder 10 000 Meter Eislaufen in 24 Minuten
oder etwa Skilaufen oder gar Radfahren, 20 Kilometer
auf der Landſtraße in 45 Minuten, oder ſchließlich auch Rudern
Viele dieſer geforderten Leiſtungen ſcheinen auf das bloße
Betrachten hin recht leicht zu erfüllen zu ſein. Verſuchſt du ſie
aber in der Tat zu erfüllen, ſo wirſt du gar bald merken, daß es
keineswegs ſo leicht fällt, etwa die 100 Meter in 13,4 Sekunden zu
llaufen, oder gar den Diskus 25 Meter weit zu werfen oder die
Wettkampfkugel 8 Meter weit zu ſtoßen. Mache die Probe, und du
wirſt zweifelsohne bei der einen oder anderen Leiſtung feſtſtellen
müſſen, daß es — wenn es überhaupt langt — oft nur um wenige
verliche Allgemeinausbildung nicht nur mit dem Zentimeter oder Sekunden oder gar Bruchteile einer Sekunde ge=
Erwerb des Sportabzeichens zu erringen, ſondern auch nach dem langt hat. Gewiß, es ſind nur Gutleiſtungen, die verlangt werden.
keine Erſtleiſtungen, aber du darfſt nie mit den vielen „
Sport=
kundigen” in denſelben Fehler verfallen, dieſe Bedingungen mit
den jeweiligen deutſchen Rekordleiſtungen zu vergleichen. Denn
dann trügt der Schein ganz gewaltig!
Aber auch für unſere deutſche Jugend unter 18 Jahren hat ja
ausbildung gegeben. Nachdem mämlich das Deutſche Turn= und
vergleichſt ſie mit der Zahl derjenigen Deutſchen, die dieſe Aus= Sportabzeichen ſo erfolgreich gewirkt hatte, hat man bald das
„Reichsjugendabzeichen”
geſchaffen, aber erſt ein Jahr an den höheren Schulen Weſtfalens
ausprobiert, ehe es als Reichsauszeichnung für die deutſche Jugend
eingeführt wurde. Heute tragen auch ſchon viele Jugendliche mit
Stolz dieſes ſilberglänzende Abzeichen, deſſen Sinn und Zweck
darin liegt, nicht etwa nur höhere Schüler, ſondern in erſter Linie
die ſchulentlaſſene Jugend bis zum 18. Lebensjahr zu erfaſſen und
anzuhalten! Denn: der Jugend gehört die Zukunft, die geſunde,
kräftige Jugend bürgt daher auch für ein geſundes, kräftiges Volk!
Die Prüfungen fürdas Reichsjugendabzeichen
bauen ſich ebenfalls in fünf Gruppen auf und ſo, daß die
natür=
liche nächſte Stufe das Deutſche Turn= und Sportabzeichen iſt.
ſind in allen Altersklaſſen dieſelben. Sie müſſen jeweils innerhalb Demgemäß verlangt man in Gruppe I ebenfalls 300=Meter=
Schwimmen, in 9 Minuten. Die Gruppe II fordert mindeſtens
einen Hochſprung von 1,30 Meter, oder einen Weitſprung von
4,50 Meter oder aber eine Rieſengrätſche am Pferd! — Die
folgreich ab „ſo kannſt du das ſilberne Abzeichen ſchon erwerben, Gruppe III läßt die Wahl zwiſchen dem 100=Meter=Lauf in 13,6
Sekunden und dem 1000=Meter=Lauf in 3 Minuten 30 Sekunden!
Auch hier bietet die Gruppe IN die größte Auswahl zwiſchen Wurf
und Stoß, Schwimmen und Gewichtheben, Barren= und
Reck=
biſt und beſtehſt dann ebenfalls achtmal — jedesmal innerhalb übungen. Der 800=Gramm=Speer muß mindeſtens 25 Meter weit,
eines Jahres — die Prüfung, ſo wird dir vom D. R. A. das die 5=Kilogramm=Kugel mindeſtens 9 Meter weit geworfen bzw.
geſtoßen werden!— Die Gruppe V endlich ſtellt Dauerübungen
Minuten oder gar 9=Kilometer=Dauerrudern in einer Stunde!
Damit du aber auch einen genauen Ueberblick haſt über die
ten, daß du nur das Abzeichen erwerben kannſt, wenn du auch mit und Sportabzeichen und das Reichsjugendabzeichen verliehen
be=
kamen, tun wir ein Uebriges und nennnen noch die allerneueſten
Ziffern: insgeſamt haben 144 632 deutſche Männer dieſes Ehren=
und 2205 in Gold, während bis heute insgeſan
das Reichsjugendabzeichen verliehen bekamen!
Auf die leichteren Bedingungen für Fraue
kommen wir demnächſt zurück.
Nun denn — wir haben das Unſere getan, io
deine! Gehe in ein Sporthaus, kaufe dort für
ſtungsbuch für das Deutſche= Turn= und Sporte
das Reichsjugendabzeichen und leſe von nun a=
Sportteil der Tageszeitung, damit du
Prüfungstermine verſäumſt! Sie
werd=
veröffentlicht. Und dann übe auf dem Sportyl,
dich dieſer ſportlichen Leiſtungsprüfung. Du wi.
Freude daran haben und deine Zeitgenoſſen er
Auszeichnung, daß du der nationalen u
Forderung nach allſeitiger Stählung deit
Stärkung deiner Geſundheit und Willenskraft
haſt und, hoffentlich, weiter tuſt.
Amerikaniſcher Welkrekord im Dau
Aus San Digo in Kalifornien wird geme
Flieger Jack Barſtow gelungen ſei, eine u
ſtung im Segelflug aufzuſtellen. Er blieb mit
15 Stunden und 12 Minuten in der
Höchſtleiſtung betrug. 14 Stunden 43 Minuten
Prenn und Dr. Kleinſchroth ſind von Londo
gefahren, um dort an den Kämpfen um die italieni
ſchaften teizunehmen.
Das Süddeutſche Kreisfeſt der Schwimmer
vom 13. auf den 20. Juli verlegt.
Beim Pokal=Endſpiel in England zwiſchen
und Arſenal wurden 92 488 Karten verkauft, d
einnahme von rund 4 73 000 Mark bra
Rundfunk=Programme.
Frankfurt a. M.
Donnerstag, I. Mai. 15: Jugendſtunde.
Konzert. Maillart: Ouv. zu „Das Glöckchen d
Halevy: Fantaſie aus „Die Jüdin”. — Gounod
Gounod: Marſch aus „Königin von Saba”. —
marſch aus „Boccaccio” — Schlögel: Streifzug d I
ſche Operetten. — May: In Wien blüht wieder
Holländer: Ich bin die feſche Lola. — Fall=
Walzer. — Operettenlieder. — Eysler: Geſeller
goldene Meiſterin”. O 18.05: Zeitfragen. o 1
ſchläge des Taunusklubs Frankfurt. 0 18.35: Fre
Berlin: P. Graßmann, M. d. R.: Vierzig Jahre er)
Stuttgart: Dichtungen der Arbeit. O 20: Aus
Karlsruhe: Sinfonie 1K mit Schlußchor über S
die Freude” von Beethoven. O 21.30: Stuttg
den Frühling. Schallplattenplauderei. o 22.45
muſik auf Schallplatten.
Königswuſterhauſen.
Deutſche Welle. Donnerstag, 1. Mat. 9: R
und Feuerwehr. O 9.30: Friedrich Hebbel: Gyge
Kurze Einführung in das Dichtwerk. Aufführung
O 10.35: Mitteilungen des Verbandes der Preu
S 14.30: Jugendſtunde. S 15: Deutſch für Au
Dr. Margarete Freiin von Erffa: Die deutſche
anwalt. 0 16: Stud.=Rat Dr. Ziegelmayer: Das
ſamtunterrichts in den Naturwiſſenſchaften. O 16.30
O 17.30: Hans von Hülſen lieſt aus eigenen Die
Dr. Lange: Das Auslandsdeutſchtum als internat
in Oſt=Europa. 0 18.20: A. Heye: Im Inſeldel
0 18.40: Spaniſch für Fortgeſchrittene. o 190
M. d. R.: 40 Jahre 1. Mai. o 19.30: Landral
deutung des Feuerſchutzes in der Landwirtſchaft.
Mendelsſohn: Ouv. zu „Ruy Blas”. — Grieg!
Nr. 1. — Spendſen: Zorahayda. — Maſſenet: S4
— Lortzing: Qup. zu „Zar und Zimmermann” —
muſik aus „Roſamunde‟. — Arensky: Variatione
von Tſchaikowsky. — Offenbach: Ruſſiſches 2
Strauß: Dorfſchwalben. O Danach: Tanzmuſik.
Welterberichl.
Der Einbruch nordöſtlicher Winde hat über ga
merkliche Abkühlung gebracht. Während in den ge
den die Temperaturen noch über 15 Grad lagen,
5—8 Grad zurückgegangen. Die ſüdliche Störung ül
hat ſich nach den Donauländern hin fortbewegt, md
etwas mehr oſtwärts über Skandinavien ausgehre
hält die bereits ſeit geſtern entſtandene Kalluſtzu
daß die Temperaturen noch etwas zurückgehen w
rungscharakter bleibt etwas unbeſtändig, und zeitt
zelte Niederſchläge auf.
Ausſichten für Donnerstag, den 1. Mai: Kühles,
heiterndes Wetter, vereinzelte Schauer.
Ausſichten für Freitag, den 2. Mai: Weiterhm !M
heiternd, meiſt trocken.
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3.25, 2.25,
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führung derselben übernommen habe, lch bitte, das
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G.). der Deutſchen Bank und Disconko=Geſellſchaft.
In der G.V. war ein Aktienkapital von 123,88 Mill. RM. mit
1238 788 Stimmen vertreten. Ein Angeſtelltenvertreter machte längere
Ausführungen zu der Fuſion und dem inzwiſchen eingetretenen
Beamten=
abbau. Er führte eine Reihe von anderen Möglichkeiten zur
Herabmin=
derung der Unkoſten an, u. a. einen Abbau des Aufſichtsrates,
Herab=
ſetzung der Bezüge der Vorſtandsmitglieder und der Tantiemen des
Aufſichtsrates. Die Verwaltung erklärte, daß bisher 3153 Angeſtellte
und Beamte abgebaut worden ſeien und dieſe Zahl bis 1. Juli d. J.
vorausſichtlich auf etwa 4000 erhöht werde. Der Abbau werde im Herbſt
d. J. vorausſichtlich beendet ſein. Bei dem Abbau ſei verſucht worden,
in jeder Hinſicht alle Schärfen zu vermeiden. Andererſeits ſei es nicht
möglich, durch eine Reduktion des Vorſtandes und Aufſichtsrates die
gleichen Erſparnisſummen zu erreichen. Ein anderer Aktionär wandte
ſich gegen die Dividendenpolitik der Verwaltung und vor allem gegen
die mangelhafte Kurspflege der Bank. Schließlich trat noch ein
abgebau=
ter Abteilungsdirektor, der mit der Bank in Klage liegt, als Aktionär
auf und richtete ſchwere, z. T. perſönliche Angriffe gegen Mitglieder des
Vorſtandes. Der Aufſichtsratsvorſitzende erklärte, daß er die Vorwürfe
genan nachprüfen werde. Direktor Waſſermann ſpach namens des
Vor=
ſtandes ſein Bedauern über die Angriffe aus, bei denen im übrigen die
Dinge ſchief aufgefaßt ſeien. Der Abſchluß mit wieder 10 Prozent
Divi=
deude wurde einſtimmig genehmigt. Gegen die Entlaſtung der
Verwal=
tung ſtimmte der ehemalige Abteilungsdirektor mit einer Stimme und
gab Proteſt zu Protokoll. Gegen die vorgeſehenen Wiederwahlen zum
Aufſichtsrat ſtimmten 401 Stimmen. Neu gewählt wurden Konſul A.
Federer=Stuttgart, Dr. Hugo Henckel=Düſſeldorf, Generaldirektor
Kom=
merzienrat Schülein=München und Direktor Dr. Seeliger=Stuttgart.
Ueber die Geſchäftslage wurde ausgeführt, daß die Verwaltung mit den
Auswirkungen der Fuſion zufrieden ſei. Es ſei ein allgemeiner
Fort=
ſchritt feſtzuſtellen, und auf faſt allen Gebieten ein Anſteigen der
Um=
ſätze eingetreten. Aus dem erheblichen Grundbeſitz ſeien bisher 18
Grundſtücke kleineren Umfanges zu ſehr ſtark über dem Buchpreis
lie=
genden Verkaufspreiſen abgeſtoßen worden.
Wirtſchafkliche Rundſchau.
Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskoſten im April
1930. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskoſten (Er=
nährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und „
ſon=
ſtiger Bedarf”) beläuft ſich nach den Feſtſtellungen des
Statiſti=
ſchen Reichsamts fur den Durchſchnitt des Monats April auf
147,4 gegenüber 148,7 im Vormonat. Sie iſt ſomit um 0,9 v. H.
zurückgegangen. Dieſer Rückgang iſt im weſentlichen durch eine
weitere Senkung der Ernährungsausgaben bedingt. Daneben
haben auch die Preiſe für Bekleidung ihre rückläufige Bewegung
fortgeſetzt. Bei der Gruppe Heizung und Beleuchtung haben die
Preiſe für Briketts nachgegeben. Die Ausgaben für die
Woh=
nung ſind durch die Erhöhung der Umlagen und dergleichen in
mehreren Städten um 6 v. H. geſtiegen. Die Indexziffern für
die einzelnen Gruppen betragen (1913/14 gleich 100) für
Er=
nährung 142,8, für Wohnung 127,5, für Heizung und
Beleuch=
tung 152,2, für Bekleidung 167,6, für den „ſonſtigen Bedarf”
ein=
ſchließlich Verkehr 193,4.
Inlandsanleihe des Deutſchen Sparkafſen= und Güroverbandes. Die
anfangs April dieſes Jahres zum freihändigen Verkckif aufgelegte
acht=
prozentige Deutſche Kommunal=Goldanleihe von 1929, Ausgabe 3, im
Betrage von 10 Millionen RM. iſt ausverkauft. Der Erlös dieſer
An=
leihe fand, wie bei der vorhergehenden zweiten Ausgabe, faſt
ausſchließ=
lich Perwendung zur Konſolidierung kurzfriſtiger Kommunalkredite. Zur
weiteren Förderung der Umſchuldungsaktion legt die Deutſche
Girozen=
trale nunmehr den Reſtbetrag der bereits früher vom preußiſchen
Staats=
miniſterium in Höhe von 50 Millionen RM. genehmigten
Inhaber=
anleihe zum freihändigen Verkauf auf. Der Verkauf dieſer vierten
Aus=
gabe im Betrage von 10 Millionen RM. erfolgt bis auf weiteres zum
Kurſe von 96 Prozent. Die Merkmale dieſer Ausgabe ſtimmen mit
denen der letzten überein.
Pfälziſche Malzfabrik A.=G., Ludwigshafen. Nach dem Bericht war
der Abſatz von Malz und Nebenprodukten im Geſchäftsjahr 1928/29
zu=
friedenſtellend. Von dem Rohgewinn von 96 917 erfordern
Abſchreibun=
gen 14 035 RM., Rückſtellung für Grunderwerbsſteuer 2216, Zuweiſung
zur Sonderreſerbe 6027 RM. Ueber die Verwendung des
verbleiben=
den Reingewinn von 74 637 RM. ſind Beſchlüſſe noch nicht geafßt
wor=
den. Die G.V. wird in der erſten Maihälfte ſtattfinden.
Die Mansfeld A.=G. beantragt Stillegung des
Kupferſchieferberg=
baus. Die Mansfeld A.=G. für Bergbau und Hüttenbetrieb, Eisleben,
hat, wie mitgeteilt wird, nachdem die Vertreter der Gewerkſchaften den
Verſuch einer gütlichen Einigung in der Frage der notwendig
gewor=
denen Lohnſenkung zurückgewieſen habe angeſichts der Dringlichkeit der
durch die Preisrückgänge am Metallmarkt erforderlichen
Herabminde=
rung der Selbſtkoſten den Beſchluß gefaßt, unverzüglich die Stillegung
des geſamten Kupferſchieferbaus zu beantragen. Dieſer Entſchluß ſtellt
zunächſt eine vorſorgliche Maßnahme dar. Die Mansfeld A.=G. will
emüht bleiben, nachdem jetzt das Lohnabkommen mit Wirkung per 31.
Mai d. J. gekündigt und ein Schlichtungsverfahren in die Wege geleitet
wird, auch weiterhin kein Mittel unverſucht zu laſſen, mit den noch
offenen Möglichkeiten, die unvermeidlich gewordene Lohnreduktion im
Ausmaß von wenigſtens zirka 15 Prozent herbeizuführen.
Spargelpreiſe. Die Spargelpreiſe ſind ſtark zurückgegangen. In
Schwetzingen notierte man zwar für erſte Sorte einen Preis von 40
bis 70 Pfg., doch wurde der größere Teil der Anfuhr, da genügend
Privatkundſchaft fehlte, gegen Marktſchluß von den Händlern für 40 Pfg.
übernommen. In Hockenheim erlöſte die erſte Sorte noch 55 Pfg., in
Sandhauſen dagegen nur 40 und in Walldorf 50 Pfg. Die Anfuhr
ſchwankte zwiſchen 12—25 Zentner. Im Vergleich zum Vorjahre iſt
der Preis auf nahezu ein Drittel zurückgegangen, denn der damalige
Pfundpreis für erſte Sorte ſtellte ſich auf 1,30 RM. Leider hat die
Be=
völkerung in den Großſtädten noch recht wenig Anteil an dieſen billigen
Preiſen, denn der Preis auf den Märkten der Großſtädte liegt ganz
be=
trächtlich über den Erzeugerpreiſen. Da jedoch bei dem warmen
Wet=
ter die Spargelernte vorausſichtlich ſehr ergiebig ſein wird, ſteht auch
hier eine Verbilligung in Ausſicht.
Produkkenberichte.
Frankfurter Produktenbericht vom 30. April. Während die
Ten=
denz allgemein etwas abgeſchwächt war, erhielt ſich Weizen weiteres
Intereſſe und konnte wiederum um 2½ Mark anziehen. Futtermittel
dagegen weiter angeboten und ſchwächer. Es notierten Getreide per
Tonne, alles übrige per 100 Kilo: Weizen 302,50, Roggen 185—187,50,
Sommergerſte 205—210, Hafer 185—190, Weizenmehl ſüdd. 43,50 bis
45 niederrhein. 43,50—44,75, Roggenmehl 27—28,50, Weizenkleie 8,50
bis 8,60, Roggenkleie 9,75.
Amerikaniſche Kabelnachrichten
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 30. April:
Getreide. Weizen: Mai 101½, Juli 104½, September 108½,
Dezember 1127; Mais: 80, Juli 82½, September 84½,
Dezem=
ber78; Hafer: Mai 40, Juli 40¾, September 41½, Dezember 4334;
Roggen: Mai 59, Juli 65, September 69½, Oktober 73½.
Schmalz: Mai 10,12½, Juli 10,37½, September 10,57½.
Speck, loko 13,75.
Schweine, leichte 9,65—10,20, ſchwere 9,40—10.,
Schweine=
zufuhren: Chicago 17 000, im Weſten 86 000.
Baumwolle: Mai 16,07, Juli 16,20.
Es notierten nach Meldungen aus NewYork am 30. April:
Schmalz: Prima Weſtern 10,85; Talg, extra, loſe 6½.
Getreide. Weizen: Rotwinter n. Ernte 119¾, Hartwinter
106½; Mais 89½, Mehl 5,60—5,80, Getreidefracht: nach England
1,6—2,3 Schilling, nach dem Kontinent 7—8 Cents.
Meialinokierungen.
Die Berliner Metallnotierungen vom 30. April 1930 ſtellten
ſich für Elektrolytkupfer auf 133.25 RM.,
Originalhüttenalumi=
nium 190, desgl. 194, Reinickel 350, Antimon Regulus 61—63,
Feinſilber 58.25—60.25 RM.
Die Berliner Metalltermine vom 30. April 1930 ſtellten ſich
für Kupfer: Januar — (—), Februar 96.50 (97), März und
April 96.75 (96.75) Mai 95 (97), Juni, Juli. Auguſt, September
und Oktober 95.50 (96), November 95.75 (96), Dezember 96 (96.25).
Tendenz: matt. — Für Blei: Januar und Februar 34.50 (34.75),
März 34.50 (35), April — (—), Mai 34 (34.50), Juni 34 (34.25),
Juli 34 (34.50), Auguſt 34.25 (34.50), September 34.25 (34.25),
Oktober 34.25 (34.50), November 34.25 (34.75), Dezember 34.50
(34.75). Tendenz: ſtetig. — Für Zink: Januar, Februar und
März 34.75 (35.50), April — (—), Mai 31.75 (34) Juni 32 (34),
Juli 32.50 (34.50), Auguſt 33 (34.50), September 33 (34.75),
Okto=
ber 34 (34.75), November 34.25 (35.25), Dezember 34.50 (35.25).
Tendenz: ſtetig. — Die erſten Zahlen bedeuten Geld, die in
Klam=
mern Brief.
Frankfurker und Berliner Efſektenbörſe.
Frankfurt a. M., 30. April.
An der Börſe ſetzte ſich heute wieder verſtärkte Luſtloſigkeit
und Zurückhaltung durch. Die Umſätze blieben minimal, und auch
an den Anleihemärkten ging das Geſchäft ſtark zurück. Im
Zu=
ſammenhang mit den ſchwächeren Auslandsbörſen war die
Hal=
tung allgemein etwas abgeſchwächt, wobei die neuen
Betriebsein=
ſchränkungen im Konzern Stahlvereins und die Ergebnisloſigkeit
der Pariſer Stickſtoffkonferenz die beſtehende Verſtimmung
ver=
ſtärkten. Die Kursfeſtſetzung ging infolge der großen
Geſchäfts=
ſtille nur zögernd vor ſich. Zunächſt ergaben ſich auf faſt allen
Märkten Kurseinbußen von etwa 1—2½ Prozent. Namentlich
am Elektromarkt wurden Verkäufe vorgenommen; Licht u. Kraft
und Siemens gaben je 2½ Prozent, A.E. G. und Gesfürel je
1 Prozent nach. J. G. Farben und Schiffahrtswerte eröffneten je
1 Prozent niedriger, während Deutſche Linoleum ihre Abwärts=
bewegung um 2 Prozent fortſetzten. Größere Abgaben waren
wieder in Mansfeld efſtzuſtellen, die erneut 3 Prozent nach=
gaben; ein offizieller Kurs kam zunächſt nicht zuſtande. Am
variablen Markt gaben Junghans von ihrem letzttägigen
Kurs=
gewinn über 4 Prozent wieder her. Am Markte der
Bauunter=
nehmungen konnten Holzmann erneut 11 Prozent anziehen,
ebenſo Cement Heidelberg leicht befeſtigt, Wayß u. Freytag
da=
gegen etwas ſchwächer. Zellſtoff Aſchaffenburg waren auf dem
er=
mäßigten Niveau des Vortages behauptet. Banken eröffneten
wenig verändert. Neu= und Altbeſitzanleihe waren bei ſehr ſtill
gewordenem Geſchäft etwas ſchwächer. Am Auslandsrentenmarkt
waren Unif. Türken etwas gefragt.
Im Verlaufe bröckelten die Kurſe bei faſt vollkommener
Ge=
ſchäftsloſigkeit meiſt weiter etwas ab. Kursrückgänge bis 2
Pro=
zent erlitten Reichsbankanteile und Siemens. Tagesgeld war
zum Zahltag ſtärker gefragt, ſo daß der Satz auf 5½ Prozent
er=
höht wurde. Am Deviſenmarkt nannte man Mark gegen Dollar
4,1880, gegen Pfunde 20,3650. London-—Kabel 4,8625. — Paris
123.93. — Mailand 92,78, — Madrid 39,30. — Schweiz 25,07¾,
— Holland 12,07½.
An der Abendbörſe herrſchte faſt vollkommene Geſchäftsloſigkeit und
der Ordermangel trat noch ſtärker als bisher in Erſcheinung. Die Kurſe
waren kaum verändert. Am Bankenmarkt konnten Danatbank leicht
an=
ziehen. J. J. Farben blieben gut behauptet. Auch im Verlaufe konnte
ſich das Geſchäft nicht beleben. Am Anleihemarkt kamen Umſätze
eben=
falls kaum zuſtande. Neubeſitzanleihe 11,30, Adca 115½, Commerzbank
151½, Danatbank 227½ Gelſenkirchen 138 Salzdetfurth 398,
Mannes=
mann 1043, Rhein. Braunkohlen 224, Stahlverein 96 A. K.u. 112,
A. E. G. 170, Dt. Linoleum 241, J. G. Farben 176 2., Gesfürel 176½,
Junghans 40½, Rütgerswerke 69½, Zellſtoff Aſchaffenburg 142, Hapag
108½, Lloyd 10834.
Berlin, 30. April.
Im heutigen Vormittagsverkehr waren die Anſichten über die
Tendenzgeſtaltung an den Effektenmärkten noch ziemlich geteilt, doch
ließ ſich ſchon an der Vorbörſe erkennen, daß die fehlenden
Aenregun=
gen und der anhaltende Ordermangel eine eher ſchwächere Eröffnung
nach ſich ziehen würden. Das an ſich geringe Angebot zu den erſten
Kurſen genügte, um bei zahlreichen Papieren 1—2prozentige Verluſte
eintreten zu laſſen, beſonders, da die Spekulation recht wenig
Unter=
nehmungsluſt bekundete. Dedibankaktien wurden, wohl im
Zuſammen=
hang mit der heutigen Generalverſammlung, etwas beachtet.
Bemer=
kenswert feſt eröffneten Laurahütte mit einer Steigerung um 2
Pro=
zent. Auch der Anlagemarkt lag weſentlich ruhiger, ſo daß auch von
hier aus keine Anregung zu erwarten war. Im Verlaufe kam es nach
anfänglichen kleinen Schwankungen zu weiteren Kursverluſten.
Die Ruhrgas-A.-G. inkereſſiert fia
Frankfurk-Kölner Kohlenfeld
Der vielumſtrittene Frankfurt=Kölner Kohlenfelf
kanntlich ſchon mehrfach abgeſtoßen werden, da ein 9
maßen von von den beiden Partnern wegen der hob=
Lage im Kohlenbergbau nicht mehr beabſichtigt iſt.
die Zinsbelaſtung drückt. Nunmehr tritt nach Informe
Wochen der Ruhrgas A.=G als Intereſſent für die R.
und hat ein, wenn auch noch unverbindliches Angel
der Stadt Frankfurt a. M. übermitteln laſſen, der g
keine Stellungnahme äußerte. Die Ruhrgas will pffer
werb der Kohlenfelder die Entlaſtung Frankfurts als
die ſüddeutſchen Fernga pläne unter Einſchluß Frank
Andererſeits könnte die Stadt Frankfurt analog ihren
Preag bei der Bereinigung ihrer Braunkohlenſchn
Buchverluſte dadurch kompenſieren, daß ſie in einem
Jahre hinaus einen günſtigen Gaspreis ſicherte.
Lper
Kleine Wirtſchaftsnachrichte
An der Berliner Mittwochsbörſe wurde der Vy
Grund der anhaltenden Geldflüfſigkeit und der ſtar
je ½ v. H. auf 41 v. H. für beide Sichten ermäßi
Satz betrug bekanntlich 498 v. H.
Der Aufſichtsrat der Mix u. Geneſt A.=G., Be
Generalverſammlung am 14. Juni die Verteilung ei
wieder 8 Prozent auf 16 Mill. RM. Stammaktien
6,5 Mill. RM. jungen Aktien nehmen erſtmalig voll
teil.
Nach ergebnisloſen Verhandlungen über den Ak
Rahmentarifvertrages für die Gruppe Nordweſt de
induſtrie und obwohl neue Verhandlungen für den
ſind, hat der Deutſche Metallarbeiterverband beſchloſſe
Nahmentarif zu kündigen. Auch der Hirſch=
Duncke=
hat ſich dieſem Schritt angeſchloſſen. Die Stellung
lichen Metallarbeiterverbandes ſteht noch aus.
In dem heutigen letzten Prüfungstermin des
u. Herzog, Kaſſel, vor dem Konkursgericht in Kaſſel
daß die anerkannten Gläubigerforderungen, die un
auf 1691 718 RM. belaufen und in dieſer Höhe feſtge
beſtrittenen und nicht feſtgeſtellten Forderungen w
RM. von dem Konkursverwalter angegeben.
Die B. Ley, Konſervenfabrik A.=G., Mainz, bee
migung zur Veräußerung des Vermögens und zur
dem ſie im Jahre 1927 im Verhältnis 2:1 ſaniert I
300 000 RM. — Generalverſammlung 16. Mai.)
Als Abwehr gegen Lohnabzüge haben geſtern
der Textilinduſtrie des Albtales auf den 15. ds. Mt
Streikes ihre Kündigung eingereicht. Es handelt
Textilarbeiter.
Das abgelaufene Geſchäftsjahr der Erſten
Deu=
ſchaft, Emmendingen, blieb dividendenlos. Immerhi
ohne Verluſt zu arbeiten.
Die Generalverſammlung der Portland Zement!
feld A.=G. genehmigte wieder 10 Prozent Dividende
ſchen Portland Zement Werk Marienſtein A.=G. wur
zent und bei der Bayeriſchen Portland Zementwerk 1
wieder 8 Prozent Dividende genehmigt.
Der Verwaltungsrat der Schweizeriſchen Geſell
werte, Baſel, beſchloß, der Generalverſammlung am
teilung einer Dividende von wieder 7 Prozent auf
eingezahlte Aktienkapital von 2 Mill. Schweizer Fre
zu bringen.
Die Nationalbank von Belgien hat den Wechſeld
3 Prozent herabgeſetzt.
Die franzöſiſche Schokoladenfabrik Ponlain, die i!
ken betragendes Aktienkapital im Jahre 1913 vollſtä
hat, wird für das abgelaufene Geſchäftsjahr eine Divi
zent (im Vorjahre 75 Prozent) auf die Genußaktien
damenkleit
ue, Operng!
uie Fahrrä
Zumente uſ
Fuag, den 6.
Amt
Berliner Kursbericht
vom 30. April 1930
vom
Me
Danatbank
Deutſche Bank u.
)
Disconto=Geſ.
Dresdner Bant
Hapag
1
Hanſa Dampfſch.
Nordd. Llohzd
A. E. G.
Bahr. Motorenw.
J. P. Bemberg
Bergmann Elektr.
Berl. Maſch.=Bau
Conti=Gummi
Deutſche Cont. Gas
Deutſche Erdöl
Veff
Bee
149.75
143.—
108.875
158.—
109.125
169.50
86.—
141.125
184.—
67.50
ARf
167.50
100.75
Mie Wee
J. G. Farben
Gelſenk. Bergw.
Geſ.f.elektr. Untern
HarpenerBergbau
Hoeſch Eiſen
Phil. Holzmann
Kali Aſchersleben
Klöcknerwerke
Köln=Neueſſ. Baw.
Mannesm. Röhr.
Maſch.=Bau=Untn
Nordd. Wolle
Oberſchleſ. Koksw.
Orenſtein & Koppel
Aafff
175.—
137.—
76.—
125.—
106.50
110.—
224.50
100.—
105.125
104.25
51.25
86.—
108.—
77.—
Iee
Rütgerswerke
Salzdetfurth Kali
Leonh. Tietz
Verein. Glanzſtoff!
Verein. Stahlwerke
Weſteregeln Alkal
Agsb.=Nrnb. Maſch.
Baſalt Linz
Berl. Karlsr. Ind.
Hirſch Kupfer
Hohenlohe=Werke
Lindes Eismaſch.
Herm. Poege
VogelTelegr. Draht
Wanderer=Werke
Mr
69 625
390.50
150.—
159.—
95.25
229.75
7.—
35.—
66.50
112.—
78.—
181.—
16.625
65.50
51.125
Helſingfors
Wien
Prag
Budapeſt
Sofia
Holland
Oslo
Kopenhagen
Stocholm
London
Buenos=Aires
New York
Belgien
Italien
Pavis
BährungGeld‟
100 finn. Mk.
100 Schilling
100 Tſch. dr.
100 Pengo
100 Leva
100 Gulden
100 Kronen
100 Kronen
100 Kronen
1 S=Stg.
1 Pap. Peſo
1 Dollar
100 Belga
100 Lire
100 Franes
10.533
159.005
12.3891
73.13
3.036
168.38
111.85
112.00
112.44
20.34
1.600
4. 184
58.42
21.32
16.415
Schweiz ſto
Spanien
WDanzig
Japan
aſio de Janerol
2Jugoſlawien 100
APortugal
Ri
SlKonſtantinopellt zür
Kairo
Kanada
Uruguay
Fsland
Talinn Eft.,ſt0
Riga
ho0
htoo
M
ä
Gn
ſtoo?
Surmftädter uns Kariohälbant, Koctmanontgereafcaft auf Antſehe
Frankfurter Kursbericht vom 30. April 1930.
770Dtſch. Reichsanl.,
68 Baden..
8% Bahern..
880 Heſſen, b. 28
v. 29
620 Preuß.
Staats=
anl. .
8% Sachſen.
...
7%0 Thüringen ...
Dtſche. Anl. Auslo
ſungsſch. * I.
Ablöſungsanl.
Dtſche. Anl.
Ablö=
ungsſch. (Neub.)
Dtſche.
Schutzge=
bietsanleihe.
8% Baden=Baden
6% Berlin".
8% Darmſtadt v. 26
v.28
700 Franff. a. M
8% Mainz. . . . .
8% Mannheim.
89 Nürnberg.
8% Heſſ. Landesbl.
Goldpfbr.
„ „ Goldobl.
4½%, Heſſ. Ods.
Hyp.=Bk.=Liquid.
Pfbr. .... . . . . .
2 Preuß. Lds..=Anſt. Gold=
Pfbr. ........
% „ „ Goldobl
8% Darmſt. Komm.
Landesbk. Goldobl.
8 ½Kaſſeler Land.
kredit Goldpfbr.,
Mit
79.5
99.75
79.2
92
93
93.5
98.75
78.5
83.5
58.425
11.25
3.2
Zaus
87.75
89.75
92
97.25
92.5
89.5
98
95
94
96.5
2 Naſſ Landesbk.)
Goldpfbr. .
4½% „ Obl.
Dt. Komm.
Sam=
mel=Ablöſ.=Anl.
„Ausl. Ser. I
„ Ser, II
Dt. Komm. Samm.=
Abl. (Neubeſitz)
18% Berl. Hyp.=Bk.
4½% „Ligu.=Pfbr.
8% Frkf. Hhp.=Bk.
4½%0 „ Lig.Pfbr.
„ Pfbr.=Bk.
4½20 „Lig. Pſbr..
Mein. Hyp.=Bk.
4½%m Lig. Pfbr.
8% Pfälz. Hyp.=Bk.
4½% n Lig. Pfbr.
8% Preuß.
Boden=
cred.=Bank ....
4½% „ Lig. Pfbr.
39o Preuß. Centrl.
Bodener.=Bank.
4½% „ Lig. Pfbr
3% Rhein. Hyp. Bk.
4½%0 „ Lig. Pfbr..
Rhein.=Weſtf.=
Bd.=Credit . ..
8% Südd. Bod.=
Cred.=Bank.
4½% n Lig. Pfbr.
8% Württ. Hyp.=B.
3% Daimler=Benz
18% Dt. Linol. Werke
% Klöchner=Werke
72 Mainkraftwerke
72 Mitteld.
Stahl=
werke ......
20 Salzmannu. Co.
% Ver. Stahlwerke
8%0 VoigtckHäffner!
97.5
82.5
55.75
73.5
16
98
84
98
85
98
87.65
98
87
98
35. 25
5% Bosn. L.E.B.
2.Inveſt.
/4½% Oſt.
Schatz=
anw.. . . . . . . . .
4%0 Oſt. Goldrente
5 %vereinh. Rumän
/4½%0
48 Türk. Admin.
42 „ 1. Bagdab
% „ Zollanl.
4½% Ungarn 1913
1914
4½%
Goldr.
1910
Aktien
98
86
98.5
83.7
98
861=
98.5
98
98
74.5
100
93.35
95
89.5
80.75
89
89.9
96
J.0 Farben Bonds
ſAlg. Kunſtzüde Unie
AEG. Stamm.
AndregeNoris Bahn
Baſt Nürnberg
Bemberg J. P...
Bergm. El.=Werke.
BrownBoverickCie.
Brüning & Sohn
Buderus Eiſen.
Eement Heidelberg
Karlſtadt
J. G. Chemie, Baſel
Chem.Werke Albert
Chade
.....
Contin. Gummiw.
Linoleum
Daimler=Benz A. 6.
Dt. Atl. Telegr. ..
„ Eiſenh. Berlin.
„ Erdöl
Gold= u. Silb.=Anſtalt.
„ Linoleumwerk
Oyckerhoff u. Wid=
Eichbaum=Werger
Elektr. Licht u. Kraft
Liefer=Geſ.
Mfe
33
26.5
10
16.55
8.15
27I.
21.25
168.25
123.5
142
183
133
143
194.5
362
255
124.5
150
244
113. 77
uns
Ke e
EßlingenMaſchiner
Ettlingen Spinnerei
J. 6. Farbeninduſtr
Feinmech. (Jetter)
Felt. & Guilleaum.
Frkft. Gas ..
Hof..
Geiling E Cie.
Gelſenk. Berawerk
Geſ. f. elektr.
Unter=
nehmungen ...
Goldſchmidt Th.
Gritzner Maſchinen
Grün & Bilfinger.
Hafenmühle Frkft..
Hammerſen (Osn.)
Harpener Bergbaul
Henninger, Kempf.
HilpertArmaturfbr.
Hinderichs=Aufferm
Hirſch Kupfer.
Hochtieſ Eſſen
Holzmann, Phil.
Holzverk.=Induſtrie
Ilſe Bergb. Stamn
Genüſſe
Junghans Stamm
Kali Chemie..
Aſchersleben
Salzdetfurth
Weſteregeln
Kammgarnſpinn.
Karſtadt, R... . . .
Klein, Schanzlin ..
Klöcknerwerke
Lahmeher & Co.
Lech, Augsburg
Löwenbr. Münch.
Lüdenſcheid Metal
utz Gebr. Darmſt.
Mainkr.=W. Höchſt 93.5
Mainz. Akt.=Br. .. 177
210
5
174.
1u0
50.25
136.25
3
107.5
85.5
112
96.75
110.75
83.5
226
120.5
156
226
394
230
102
116.*
167.21
R
58
Manen Hee
Mansfeld Bergb. .
Metallgeſ. Frankf.
Niag, Mühlenbau.
MontecatiniMaild.
MotorenDarmſtadt
Deutz
Oberurſel
Ricolah, Hofbr. ..
Nürnberger Brauh.
Oberbedarf ..
Otavi Minen
Phönix Bergbau ..
Reiniger, Gebb. ..!"
Rh. Braunkohlen".
„ Elektr. Stamm
Stahlwerke. . .
Riebeck Montan.
Roeder Gb. Darmſt.
Rütgerswerke ..
Sachtleben A. G.
Salzw. Heilbronn. .
Schöfferhof=Bind../
Schramm, Lackfabr.
Schriftg. Stempel.
Schuckert Elektr. .
Schwarz=Storchen.
Siem. Glasinduſtr.
Siemens & Halske
Strohſtoff. Ver. ..
Südd. Immobilien!
Zucker=A. G./1
Svenska Tändſticks
Tellus Bergbau ..
Thür. Liefer.=Geſ.
Tucher=Brauerei..
Unterfranken".
Veithwerke
Ver. f. Chem. Ind.
„ Laurahütte ...
„ Stahlwerke ..
„ Ultramarin ...!!
„ Zellſt. Berlin.
Vogtländ. Maſchin.
Voigt & Haeffner.
J
157
944
Bame
Berl,
113
1147
113.5
104.75
104.5
70.5
171
207
263
84
131
185.75
59
20
Deutſe
Ore
S0 E*
1241
19..5
160
108.5
101.5
96
147,
96 21
70
Donnerstag, den 1. Mai 1930
Seite 13
Febe
r-Blechschmidt
Jakob Lautenſchläger
r.19 Telefon 543
Fiſch=Spezialgeſchäft
ind Freitag eintreffend:
Goldbarſch o. K. 45.5
3 Seelachs im Schnilt 50,9
Schellfiſch i. Schnitt, Heil=
Seezungen, Rotzungen,
hollen u. ſ. w.
Pfd. 759, Lebende
eien, Rheinhecht, große
Rheinbackfiſche 45.9
in-Maif sche
ſche Karpfen Pfd. 1.30
ni. Schn., Echt. Rhein=
Im i. Schn.
Marinaden,
Fiſch=
onſerven.
i täglich in Betrieb.
Stadt= u. Fernverſand.
19
W41
MSc
—
13
*
bau
m
A
ha
es ſchöne ausgeſuchte
riſche Seeſiſche.
ganz ohn Kopf Pfd. 0.28
ganz ohn. Kopf Pfd. 0.40
Pfund 0.30
ſch
her Nordſee=Seelachs
chnitt Pfund 0.45
her Nordſee=Kabliau
chnitt Pfund 0,50
ba her Schellfiſch, das
im Schnitt Pfund 0.70
.. . . Pfuud 0.70
Pfund 0.70
Fiſchkoteletts, heiß aus
Pfund 0.50
Ih & Rühl
(7158 Telefon 2599
Zigerung
fok
nten
DR
ſike
di-
Jami, Kirchſtr. 9
n 7. u.
Donners=
taf 1930, vormit=
—12 Uhr, Verſteige=
Ende April 1930
en Pfänder.
old= und
Silber=
en, Reißzeuge,
Damenkleider,
ſe, Operngläſer,
ite, Fahrräder,
umente uſw.
tag, den 6. Maik
8 Amt wegen der
Verſteigerung ge=
(st7445
n 1. Mai 1930.
78 Leihamt.
v.
den 2. Mai 1930,
ſteigere ich in meinem
hier, Hügelſtr. 27,
ſenſtände öffentlich
Barzahlung. (7168
beſtimmt
ver=
egulator, 1 Bücher=
1 Kontrollkaſſe.
30. April 1930.
tner
r in Darmſtadt.
eita
s 10
den 2. Mai 1930,
r, ſollen in meinem
Luiſenſtraße 32/34
zwangsweiſe gegen
ert werden, insbe=
(7167
(Phonoliſt=Violina)
tſprecher und Tiſch,
1 Regiſtrierkaſſe,
anne, 1 Standuhr,
Vertiko mit
Spiegel=
en, 1 Dezimalwage,
2 Feinzipfel, 20
Bier=
inziptel, 7. goldene
ur Leinzipfel, 1 elektr
T2 Zarmig), 1 Laterne,
. and. mehr.
I. Aprik 1930.
mann
in Darmſtadt.
Mai 1930, 14 Uhr.
Teinheim,
Jahn=
meiſtbietend gegen
r 4 Monatsraten:
nburger Wallache,
(7149
April 1930.
aler
UUzieher.
„Er” hat was los
und ſieht nach was aus! „Er” hat ein gutes
Auf=
treten und ſo etwas Gewinnendes. Alle Türen
des Glücks öffnen ſich, ihm” wie von ſelbſt, —
ſo erzählen die Leute ſich.
Aber warum hat er immer Erfolg, was er
auch unternimmt? Woran liegts? An der
elegan=
ten, ſchneidig=ſchicken Kleidung. Die gibt ihm ſoviel
Selbſtbewußtſein und damit das Bezwingende.
Er hat eben ſeine Anzüge von Schmeck und
der weiß als Künſtler der Nadel ſeine Kunden
richtig zu kleiden, Vertrauen auch Sie mir Ihre
Garderobeſorgen an. Ichliefere Ihnen die nobelſten
Frühjahrsanzüge. von 25 Mk. an
Sport=Anzüge. . . . . von 28 Mk. an
Frühjahrsmäntel. von 25 Mk. an
Aber die paſſen aus dem F. f., gerade wie
nach Maß.
So gut ſind die Stoffe, daß ſie auch nach
jahre=
langen Strapazen noch ordentlich ausſehen.
Dazu iſt alles ſolide Arbeit in Nähten, Futter
und Knöpfen. Und daß die Zahlungsweiſe denkbar
bequem iſt, das wird Ihnen gewiß auch ſehr
recht ſein. Sehen Sie ſich alſo das Neueſte mal
an bei
Gg. Schmeck, Schneidermeiſter
Gr. Ochſengaſſe 26
(7108
Spälung des Baſſerohrnehes.
In der Zeit vom Samstag, den
26. April bis 12. Mai 1930, wird das
ſtädtiſche Waſſerrohrnetz geſpült. Dabei
läßt ſich eine Trübung des
Leitungs=
waſſers nicht vermeiden; auch muß die
Waſſerlieferung von 22 Uhr bis 5 Uhr
unterbrochen werden. Den
Waſſerab=
nehmern wird deshalb empfohlen, ſich
rechtzeitig mit Waſſer zu verſorgen.
Bei den Druckrohrſpülungen wird die
*e
Waſſerlieferung nur verringert.
Straßenverzeichniſſe mit der
Bezeich=
nung der einzelnen Spülabteilungen
können an den nachverzeichneten
Aus=
hangſtellen des Herrn Oberbürgermeiſters
eingeſehen werden.
Aushangſtellen ſind:
1. Heſſ. Polizeiamt, Hügelſtr. 31—33,
2. 1. Polizeirevier, Kirchſtr. 9,
3. II.
Alexanderſtr. 26,
4. III.
Lagerhausſtr. 5,
5. IV.
Waldſtr. 21,
6. V.
Beſſungerſtr. 52,
7. II.
Heinrichſtr. 127,
8. VII.
Schwanenſtr. 66,
9. Wohlfahrtsamt, Mornewegſtr. 1,
10. Fernſprechzentrale, Rheinſtr. 16—18,
11. Stadthaus, Rheinſtr. 16—18,
12. Stadtkaſſe, Grafenſtr. 28,
13. Stadt büro, Grafenſtr. 30,
14. Verkehrsbüro, Ernſt=Ludwigsplatz,
15. Städt. Betriebe, Pförtner,
Frank=
furterſtraße 100,
16. Schlachthof, Pförtner, Frankfurter=
ſtraße 69.
Spülplan:
Hauptdruckrohr I Samstag, 26. April
Abteilung 4 Montag, 28. Wilhelminenſtr. 19.
B Mittwoch, 30.
b Freitag, 2. Mai
C Samstag, 3.
Montag, 5.
D Mittwoch, 7.
d Freitag, 9.
E Samstag, 10.
Hauptdruckrohr II Montag, 12. Mai.
Darmſtadt, den 15. April 1930. (st6394
Direktion der ſtädt. Betriebe.
Aufforderung.
Anſprüche an den Nachlaß der am
30. Dezember 1929 verſtorbenen Frau
Direktor Dr. Sehrt Wwe., Katharina
geb. Bechtel, zu Darmſtadt, Karlſtr. 95
ſind, ſoweit noch nicht geſchehen, bei
Meidung des Ausſchluſſes bis ſpäteſtens
den 15. Mai d. J. bei dem
Unterzeich=
neten geltend zu machen.
Bis zum gleichen Tage ſind
Forderun=
gen der Nachlaßmaſſe an denſelben zu
begleichen.
Darmſtadt den 30, April 1930.
Der gerichtlich beſt. Nachlaßpfleger:
Dr. jur. W. Michel, Darmſtadt.
Bismarckſtraße 18. Fernſprecher 1
Freitag, den 2. Mai d. J., verkaufe ich
im gefl. Auftrage wegen Wegzuges aus
zwei Herrſchaftshäuſern nachfolgend
be=
zeichnete Zimmereinrichtungen und
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zelne Möbel gegen Barzahlung in
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1 Sekretar, 1 ant. Zylinderpult, 1
Diplo=
mat mit Seſſel, 1 Büfett (nußb.), 1
Aus=
ziehtiſch, 2 viereck. Tiſche, 1 ovaler Tiſch,
2 Klapptiſche, 3 Bauerntiſche, 3 Ziertiſche,
2 Zierſäulen, 5 Betten mit
Roßhaar=
matratz., 1 weißlack. Doppelbett, 2
weiß=
lack. Nachtſchränke, 4 nußb. vol.
Nacht=
ſchränke, 2 mod. Waſchkommod 12
Klei=
derſchränke (weiß u. braun lack.), 1
Vor=
ratsſchrank. 2 Pfeilerſchränke, 1 pol.
Eck=
ſchrank, 2 Stollenſchränke, 2 Kommoden,
1 Diwan, 1 Lederſofa, 2 Klubſeſſel, 2
weißlack. Küchen mit je 2 Schränken,
1 laſierte Kredenz (modern), 1 Partie
Weckgläſer, 1 Zinkwanne, 3 elek. Lüſter
(modern), 1 Sitzbadewanne, 1 Kinder
badewanne, 1 weiß emailliert. Gasherd
(7107
(faſt neu).
Darmſtadt, den 1. Mai 1930.
Kunſt= und Auktions=Haus
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ſich n. ein.
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mit Verm.,
muſik=
u. tierlieb., häusl.
Verſtändn. mütterl.
Entgegenkommen
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35 J. alt, ſchuldlos
geſch., wünſcht Bek.
einer Dame (mit
Kind nicht ausge=
Strebſam.
Geſchäfts=
mann ſucht Fräulein
od. Witwe kennen zu
lernen zwecks ſpät,
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der Fehler!
(II.Dr.97
Die beste und teuerste Kaffeesorte gibt keinen wirklich
guten Kaffee, wenn das Wasser nicht will!
Unser Leitungswasser ist kalkhaltig und harf, Kalkhaltiges
Wasser und Kaffee vertragen sich nicht.
„Webers Carlsbader” macht das Wasser zum Kaffee-
Kochen tauglich, wertet die Bohnen besser aus und hält die
leichtflüchtigen Duftstoffe fest.
So gelangt das ganze köstliche Kaffee-Groma bis in die
Tasse — bis auf den Tisch.
Vergessen Sie nie; es liegt am Wasser,
dem kommen Sie nur mit „Webers
Carlsbader” bei!
Vebers macht den Kaffee besser- das steht fest
[ ← ][ ][ → ]Seite 14
Donerstag, den 1. Mai 1930
Nrme
Damen-Strümpfe
Seidenklor, in
guten Onalitäten,
farbis
98=
Rein Mako-Damast
130 cm breit,
glanzreiche Ware,
in vielen Dessins
.. Ueter
95
Hau stuch
mit verstärkter
Mitte, 150 cm br.,
kräftige Onalitzt,
.. . Ueter
45
Kaffee-Servietten
Halbleinen, weiß
mit farbigerBorde
Au2
Tischtücher
weiß, Gr. 110/150,
gute
Gebrauchs-
aualität, in schö-
95
nen Karomustern
Tischtücher
Halbleinen, gute
Oualität, schöne
Jacguard-Muster
95
Größe 130/160 „
Tischtücher
rein Leinen-
Tacduard,
schwere Oualität,
Gr6ße 130/160 cm
Tisch-Decken
Größe130/160cm,
auf gutem
Haus-
tuch gezeichnet
9‟
Gerstenkoru-Handtücher
weiß mit rotem
Rand, Gr. 451100
Gerstenkorn Handtächer
rein Leinen, weiß,
und weiß mit
farbiger Borde.
Jacguard- Handtüeher
weiß Halbleinen,
iuhübsch. Dessing
prima Mako,
in farbig und
schwarz . .
seide, hervorrag.
schöne Oualitäten
i hell. Parbtönen känstliche Wasch-
seide mit Flor
plattiert, modern.
barben.. .. W
Seidenflor, mit
Kunstseide
plat-
tiert, mitenglisch.
Sohle ...."
Seidenstoffe
Kunst-Waschseide
moderne Druckmust., in aparten
Farbstellungen . .135, 0.98, 102
Toile-Kunstseide
25
in aparten, modernen Streifen,
70 cm breit . . . . . . 1.95,
Toile, reine Seide
80 cm breit, in entzückenden
Wäsche- u. Kleiderfarben, 4.75, G
Foulard-Seide
reine Seide, 92 cm breit, in
aparten Dessins . . 5.25, 4.75,
Honan, reine Seide
echt asiatisches Gewebe, 80 cm
breit ....."
. . 5.95,
Toile-Streifen
reine Seide, 80 cm br., in hoch-
495
aparten Farbstellung, 6. 25,5.90,
Herrenwäsche
Herren-Nachthemden
95
solide Rumpf-Onalität. mit
wasch-
echten Besätzen .. . . . 395, G
Oberhemden
weiß, mit Einsatz und Manschette
sowie farbig gemustert . . . .. G
Popeline-Hemden
495
Bielefelder Fabrikat in modernen
Dessins . . . . . . 7.50, 6.90,
Weiße Popeline-Hemden
durehgemnstert, aparte Dessins A00
.. . . . . . . . . . . 5.90,
Modernes Sporthemd
495
mit festem Kragen und Krawatte,
in den neuen Modefarb. 7.75, 5.90,
Bielefelder Oberhemd
90
weiß, Popeline, gute Oualitäten
in modernen Dessins .. . 9.75
Damenwäsche
Damen-Träger-Hemden
mit doppeltem Hohlsaum und
U
keiner Spitze garniert . .
Damen-Unterkleider
25
aus kunstseidenem Trikot, in
schönen Parben ...."
75
Damen-Hemdhosen
45
mit Hohlsaum und Stickerei,
reich garniert . . ...
Damen-Nachthemden
mit dopp. Hohlsaum, sowie fein.
Spitze an Armen u. Angschnitt A
Elegante Hemdhosen
95
mit feinem Spitzeneinsatz und
Spitze garniert, in hellen Parben A
Elegantes Unterkleid
mit Valencienne-Einsatz und
Taleneienne-Spitze, durchgarn. E
Kleiderstoffe
T we e d
für das beliebte Sportkleid
125. 002
Crepe Caid
reine Wolle, in großem Farb-
35
sortiment .."
Noppen-Mantelstoff
in aparten Farben,
140 cm breit . . ..
Mantel-Stoff
140 cm breit, solide Oualität,
modern gemustert . . .
Woll-Georgette
95 br., in den neuest. Modefarb.,
son. marine n. schwarz, relnellalle U
Tweed-Noppen
75
für Mäntel, 140 cm breit,
zparte Tarbstellungen.
Trikotagen
Kinder-Schlupfhosen
Baumwolle, in vielen Farben
8 .....
Damen-Schlupfhosen
strapazierfähige Bwoll-Ouali-
8, in vielen Farben.
Damen-Hemdhosen
Windelform, weißgewebte
Ouali-
täten ....."
Herren-Einsatz-Hemden
mit modern gemusterten
wasch-
echten Einsätzen . . . . . ..
Herren-Unteriacken
makoartige Sommer-Qualitäten
)
mit halbem Arm.. . . . ..
Herren-Unterhosen"
makoartiges Gewebe, gute
Paß-
formen . . . . . . . . .
Frottierwäsche
Frottier-Handtücher
weiß mit farbigen Streifen U02
Frottier-Handtüch
weiß mit rotem Rand, Gr. 42/100 UO‟
Frottier-Handtücher
weiß Jaegnard, m.farbigerBorde 102
Bade-Tücher
Größe 80/100, weiß mit roten
Streifen ......"
Bade-Tücher
Größe 100/100, weiß m. schönen
95
Karos .....
Bade-Tücher
25
Größe 100/150, weiß m. farbigen
Streifen
Waschstoffe
068. 40=
45
Schürzen
Damen-Jumperschürzen
aus waschechten und bedruck-
58
ten Stoffen ...."
Damen-Jumperschürzen
aus Satin, mit uni Einfaß und
88=
Tasche ....."
Mädchen-Schürzen
in verschieden. Größen, aus uni
und gestreikt., Zehr kombiniert 00?
Damen-Jumperschürzen
blaugrundig, gemustert, aus
indanthrenfarb, Bordkreustor. 002
Haushalts-Schürzen
25
aus kräftigem Gummi, mit
Osenverstärkung, in viel. Parben
Frauen-Schürzen
95
aus indanthrenfarb. B’wollstoff.,
schwarziweiß gemustert
Bettwäsche
Kissen-Bezüge
gebogst, ans gutemKretonne 0.98 009
Kissen-Bezüge
25
mit breitem Stickerei-Eingatz
und Fältchen garniert . . .
Parade-Kissen
75
mit Klöppel-Eigsatz und Spitze,
sonie mit Fältchen verarbeitet
Bettücher
45
ausgutemHaustuch, 225 em lang EI
Kolter-
ücher
5
aus kräftigem Kretonne,
festonviert ..
Bett-Bezüge
ans gestreiftem Damast, A00
Größe 130/180 cm
Wasch-Musseline
in neuen, modernen Dessins
Beiderwand
indanthrenfarbige Streifen in
guten Qualtäten .. . 078. 002
Trachten-Stoff.
indanthrenfarbige, schöne
be-
druekte Uuster ....098 009
P an am a
indanthren arbig, gute Onalitzt, 115
in großem Farbsortiment, 1.50, A
Woll-Musseline
hübsche Druckmnst., in aparten
Farbstellungen . . . . . 1.95,
Woll-Musseline
in nur neuen, entzückenden
Dessins
. 295, G
A
Herren-80
Seidenflor und
Kunstseide,
mit Floxplattiert,
gute Gualitäten
Stehumleg-K.
4fach Mako,
moderne Vorm
Sommer-B
reiche Auswahlin
aparten Musten
Selbstbil
reine Seide, im
guterOnalität und
modern. Mustern
Damen-Schl
aus gestreiſten
knnst seidenen
Trikot,in häboch
Parben ...."
Tramatine
II. Wahl, in viele
Farben . . ..
Nessel-8
für Kinder, aufe
zeichnet, Größe
lede welt Gr. 59 m
NesselS
für Damen, a
gezeichnet.
Büster
aus gut. Kreto!
mit Vordersel
und Hohlsaun
Kordeleinlar
Rüekentschn
SStrumpf
aus gnt. 0
mit zwei
Seidenha
und Gumm
Hüfte
Kunstgei
eleg. Ausfü
mit Gumm
zwei Paar!
71.4)
Das führende Kaufhaus /Darmstadt / Markt und Ernst-Ludwi
[ ← ][ ][ → ]Donnerstag, den 1. Mai 1930
Seite 15
tad
Mra
Ina
dte
G
ain
Ja
Ein-1
Dienstag ſpät abends wurde
ando nach einem Hauſe in
in Moabit gerufen. Dort
r Blätter melden, der
In=
cengeſchäfts zwei Einbrecher
riff ſtanden, vom Keller des
ke zu dem im Erdgeſchoß
lie=
durchbrechen. Als die Polizei
wei Perſonen aus dem
Kel=
olizeibeamten aber ſprangen
ſſchken, das Publikum nahm
teil, und die beiden
fliehen=
tletzten Augenblick doch noch
icht der eine auf der Straße
chale ausgeruſcht wäre,
wor=
ſtürzten. Mit entſicherter
Beamten die Einbrecher nun
e zur Wache. Als man die
das Polizeirevier gebracht
ſt, daß man zwei der
Gebrü=
atte, die noch immer in dem
ſt ſtehen, den großen
Ein=
kontogeſellſchaft am Witten=
* des Jahres 1929 verübt zu
de ebrüdern wurde zahlreiches
derwerkzeug gefunden.
im Rieſengebirge.
Im Rieſengebirge iſt die
enstag ſtark geſunken. Das
in den höheren Lagen des
II. Es ſchneit bis etwa 800
Kirche Wang (885 Meter)
tittag 4 bis 5 Zentimeter,
dis 12 Zentimeter Neuſchnee.
A des Lufkakrobaken
derkmark.
dem Düſſeldorfer Flugplatz.
kraftlos an der Strickleiter.
Undertmark war aus einem
herabhängende Strickleiter
nden Flugzeuges geſtiegen,
Shakt, verlor aber die Kraft,
Tfölziehen. Beim Landen des
er auf furchtbare Weiſe zu
de geſchleift.
Die Betonbrücke von Eſchelsbach bei Oberammergau,
die von Kardinal Faulhaber (im Kreis) feierlich eingeweiht wurde. Die Brücke, die ſich in einer
Breite von 130 Metern und einer Höhe von 75 Metern über die Ammer wölbt, iſt die größte
Betonbrücke Europas.
Das Bayernhaus auf der Ankwerpener Welkausftellung.
Das Bayernhaus, ein Zentrum des Vergnügungsparks der Weltausſtellung.
Nicht nur die deutſche Wirtſchaft iſt auf der Antwerpener Weltausſtellung reich vertreten, auch
das bayeriſche Bier will von hier aus ſeinen Siegeszug durch Belgien antreten.
Falke=Prozeß.
Hamburg. Im Falke=Prozeß ſetzte
Rechts=
anwalt. Dr. Alsberg geſtern ſeine
Verteidi=
gungsrede fort. Er wandte ſich beſonders gegen
die Ausführungen des Staatsanwalts Stein, der
bereits in der Art der Anmuſterung der
Mann=
ſchaft ein Sichbemächtigen feſtſtellte, und
bezeich=
nete dies als eine Verflüchtigung dieſes
Begrif=
fes. In der juriſtiſchen Literatur finde die
An=
ſicht des Staatsanwaltes nirgends eine
Be=
gründung. Nach Auffaſſung Dr. Alsbergs liegt
nicht einmal Nötigung vor. Vor allen Dingen
können die Venezuelaner, auf die er hier
zu=
erſt ankomme, nicht die Abſicht gehabt haben,
ſich der Schiffsbeſatzung zu bemächtigen, die ja
freiwillig, ihren Dienſt verrichtete. § 234 des
Strafgeſetzbuches finde nach der Abſicht des
Ge=
ſetzgebers da Anwendung, wo ein Menſch in der
freien körperlichen Bewegung behindert wird,
was auf dem „Falken” jedoch nicht der Fall
ge=
weſen ſei. Dr. Alsberg bringt dann zur
Ver=
deutlichung ſeiner Gedankengänge eine Reihe
von Beiſpielen aus dem täglichen Leben.
Nach der Pauſe erhielt Rechtsanwalt Dr. Levi
das Wort zu ſeinem Plaidoyer. Er betonte, daß
die öffentliche Meinung über das „Falke‟=
Aben=
teuer gefälſcht worden ſei, und zwar
hauptſäch=
lich durch den erſten Offizier Kölling. Nachdem
der Gutachter am letzten Tage der
Beweisauf=
nahme derartig zugunſten der Angeklagten
ge=
ſprochen habe, ſei es unbegreiflich, daß
über=
haupt noch ein Strafantrag geſtellt worden ſei.
Der Verteidiger wird am Freitag ſein Plaidoyer
fortſetzen. Der Donnerstag bleibt
verhandlungs=
frei.
Zwei Todesopfer eines Motorradunglücks.
Selbſtmordverſuch des Führers.
Traurenau. In der Nähe der Stadt
fuhr in einer Kurve ein mit drei Perſonen
be=
ſetztes Motorrad gegen einen Straßenſtein. Die
beiden Mitfahrer blieben mit zerſchmettertem
Schädel tot liegen. Der Führer kam mit dem
Schrecken davon. Als er das Unglück ſah. an
dem er ſich ſchuldig fühlte, brachte er ſich drei
tiefe Stiche in die Bruſt bei. Er wurde
ſchwer=
verletzt ins Krankenhaus übergeführt.
Eine Ehrung Oskar v. Millers durch die Stadt
Innsbruck.
Innsbruck. Der Gemeinderat von
Inns=
bruck hat einſtimmig den Schöpfer des Deutſchen
Muſeums, Oskar v. Miller, zum Ehrenbürger
von Innsbruck ernannt. Die Ehrung erfolgte
wegen der Verdienſte, die ſich v. Miller im Land
Tirol erworben hat. — Es ſind noch weitere
Ehrungen Oskar v. Millers vorgeſehen. Mehrere
Gemeinden am Brenner beabſichtigen, ihn
gleichfalls zum Ehrenbürger zu ernennen.
Flugverbindung über den Brenner.
Innsbruck. Am 1. Mai wird zum erſten
Male die Flugverbindung von Innsbruck über
den Brenner=Paß nach Bozen, Trient und
Mai=
land eröffnet. Dieſe Flugroute nach dem Süden
iſt die Fortſetzung des ebenfalls am 1. Mai
ein=
ſetzenden, täglichen Flugdienſtes München—
Inns=
bruck. Ab 1. Juni ſoll die Linie täglich zweimal
beflogen werden.
Die Unwetterſchäden in Frankreich.
Paris. Die Unwetterſchäden in der
Tou=
raine, die durch ein ſechsſtündiges Unwetter
ver=
urſacht wurden, belaufen ſich auf viele Millionen
Franken. Die Regenfälle waren ſo ſtark, daß in
Tours ſämtliche Straßen überſchwemmt wurden
und der Verkehr vollſtändig eingeſtellt werden
mußte. Starke Hagelſchläge haben die ganze
Obſtblüte vernichtet und große Verwüſtungen
in den Wäldern angerichtet. Der Blitz ſchlug
wiederholt in die elektriſchen Anlagen des
Bahnhofes von Tours ſowie in mehrere
Straßenbahnwagen. In verſchiedenen
Ortſchaf=
ten der Umgebung wurden durch die
Blitz=
ſchläge Feuersbrünſte hervorgerufen. Auf dem
Flugplatz Meslay ſtürzte das Dach eines
Flug=
zeugſchuppens ein. Ein Flugzeug wurde vom
Sturm fortge Zieben und vollſtändig
zertrüm=
mert; mehrere andere Flugzeuge ſind ſchwer
be=
ſchädigt worden. In der ganzen Gegend ſind die
Eiſenbahnſtrecken, ſo auch die große Linie Paris
Bordeaux, durch Erdrutſche unterbrochen.
Nach einer Meldung aus Korſika ſind dort bei
einem Gewitter 10 Perſonen ſchwer verletzt
worden.
Der Raubmord im Hamburger
Juwelierladen.
Hamburg. Ueber den Raubmord im
Juwelierladen in der Theaterſtraße, deſſen
In=
haber Teller, wie ſeinerzeit ſein Vorgänger
Neuner, einem Verbrechen zum Opfer fiel, gibt
die Verkäuferin Frau Peters einem Mitarbeiter
des „H. F.=B.” eine Schilderung, der folgendes
zu entnehmen iſt: Der Mörder, der keinen
auf=
fallenden Eindruck erweckte, iſt ſchon ſeit einigen
Tagen, da er angeblich Intereſſe für einen Ring
hatte, auf jeweils kurze Zeit in das Geſchäft
gekommen. Am Montag verhandelte er über
den Ankauf zweier billigerer Ringe. Ein
Sma=
ragdring im Werte von 5000 bis 6000 RM.
ſchien eine große Anziehungskraft auf ihn
aus=
zuüben. Die Kaufentſchließung über die drei
Ringe ſollte am Dienstag fallen. Als ich vom
Mittageſſen zurückkam, ſagte mir Herr Teller
freudig erregt: „Der Kunde wartet drüben in
der Eckwirtſchaft; er will den Ring für 3000
RM. kaufen.” Kurz vor 16 Uhr erſchien der
Kunde in Begleitung von Herrn Teller an der
Ladentür. Ich hatte ſofort den Eindruck, daß der
Käufer unter Alkoholwirkung ſtand; er faßte
ſich an den Kopf und murmelte unverſtändliches
Zeug. Er ließ ſich den einen Ring nochmals
zeigen und ſtreifte den teueren Smaragdring
ebenfalls über die ungepflegte, fleiſchige Hand.
Mit den Worten: „Nun muß ich ja zahlen”, zog
der Mörder plötzlich aus der Bruſttaſche einen
Revolver und gab auf Herrn Teller, der hinter
dem Ladentiſche ſtand, hintereinander drei
Schüſſe ab. Schon nach dem erſten Schuß brach
mein Chef zuſammen. In meiner Angſt kroch
ich in die Ecke, um hinter dem Schaukaſten
Deckung zu finden. Die beiden anderen Schüſſe,
die mir galten, haben ihr Ziel verfehlt. Der
Mörder verließ dann ohne Haſt den Laden. Ich
ſtürzte über den Ermordeten, der kein
Lebens=
zeichen mehr von ſich gab, auf die Straße und
rief um Hilfe. Wenige Augenblicke ſpäter liefen
Vorübergehende und Schutzleute hinter dem
Mörder her.
Die Banditenmetzeleien in China.
Schanghai. Eine Hilfsexpedition, die
zum Schutze der Ueberlebenden in der von
chine=
ſiſchen Banditen geplünderten Stadt Kingſuchen
entſandt worden war, iſt in dem verwüſteten
Ort eingetroffen, wo eine kleine Zahl von
Ein=
wohnern, hauptſächlich Kinder, gerettet werden
konnte. Ein ähnlicher Ueberfall wurde auf die
Stadt Szeching, ſüdlich des Unterlaufes des
Yangtſe, von den Banditen ausgeführt, die die
Regierungsbeamten erſchlugen und die Stadt
teilweiſe plünderten. Die Banditen wurden
je=
doch von Regierungstruppen überraſcht und nach
zwölfſtündigem hartem Kampf in die Flucht
ge=
ſchlagen. — Aus Peking wird gemeldet, daß die
beiden katholiſchen Geiſtlichen, die bei dem
Ban=
ditenüberfall auf die Stadt Sientaochen
ent=
führt worden waren, erſchoſſen worden ſeien.
Eine offizielle Beſtätigung dieſer Nachricht liegt
jedoch zurzeit noch nicht vor. Wie die engliſche
Geſandtſchaft in Peking ankündigt, handelt es
ſich bei den Geiſtlichen um zwei Iren der St.
Columba=Miſſion.
Förderkorbunglück.
Bulawayo (Rhodeſia). In einem
Berg=
werk in Antelope (Diſtrikt Gwanda) brach eine
Stahlſtange in der Bremsvorrichtung des
För=
derkorbs. Dadurch wurde zunächſt der Bremſer,
ein Eingeborener, getötet. Außerdem ſtürzte der
Förderkorb, der mit 10 Eingeborenen beſetzt war,
auf den Grund des 450 Meter tiefen Schachtes.
Sämtliche zehn Inſaſſen wurden getötet.
Zwanzig Verletzte bei der neuen Gefängnis=
Meuterei in Columbus.
New York. Wie Berliner Blätter zu der
Gefängnismeuterei in Columbus (Ohio)
ergän=
zend aus New York melden, wurden bei dem
Eingreifen des Militärs 20 Gefangene zum Teil
ſchwer verletzt. Der Gefängnisgouverneur wurde
abgeſetzt und durch einen Infanterieoberſt
er=
ſetzt. Der Kriegszuſtand iſt verhängt worden, da
man annimmt, daß die Gefangenen mit
Elemen=
ten außerhalb des Gefängniſſes in Verbindung
ſtehen. — In Zuſammenhang mit den
zuneh=
menden Ruheſtörungen in Gefängniſſen hat die
Regierung angeordnet, daß drei Militärlager
zur Aufnahme von Gefangenen eingerichtet
wer=
den. Die Regierung glaubt, daß die Unruhen in
den Gefängniſſen in erſter Linie auf die
Ueber=
füllung der Gefängniſſe infolge der
Prohibi=
tionsgeſetzgebung zurückzuführen ſind. Es ſollen
daher aus allen Gefängniſſen des Landes ſoviel
Gefangene in Militärlager übergeführt werden,
wie über die gewöhnliche Faſſungsmöglichkeit
jedes Gefängniſſes hinaus gegenwärtig in
die=
ſen untergebracht ſind.
Der neue Präſidenk des Deutſchen
Sängerbundes.
Geheimrat Dr. Hammerſchmidt
wurde bei den Neuwahlen am Deutſchen
Sänger=
tag in Leipzig zum Präſidenten des Deutſchen
Sängerbundes gewählt. Geheimrat
Hammer=
ſchmidt war bisher der proviſoriſche Präſident
des Bundes.
Seite 16
Donnerstag, den 1. Mai 1930
Notwendigkeit und Richtung einer grundlegenden
Reforn der deutſchen Krankenberſicherung.
Dr. W. Luley (Volkswirt R. D.V.).
Grundjähliche
an den gegenwäriigen Berhätzeifſen.
Es iſt eine Selbſtverſtändlichkeit, daß man nur denn eine
Diskuſſion über ein wichtiges Problem fruchtbar geſtalren kann,
wenn man ſich ſtrenger Sachlichreit befleißigt. Ohne dieſe
Vor=
ausſetzung tragt man weder zur Flärung von
Meinungsverſchie=
denheiten noch zur Ueberbrüdung an ſich zunächſt vielleicht mit
gewiſſem Recht beſtehender gegenſätzlicher Auffafjungen bei. Die
ſozialiſtiſche Preſſe erweiſt daher der Exrörterung über die auch
von freigewertſchaftlicher Seite als notwendig anerkannte Reſorm
der Krankenverſicherung teinen Dienſt, wenn ſie die vom
Spitzen=
verband der deutſchen Arbeitgeberſchaft der Oeffentlichkeit
über=
gebene Denkſchrift zur Reform der Sozialverſicherung dahin
ab=
zuſtempeln verſucht, „daß dos ſozialreattionär eingeſtellte
Unter=
nehmertum zu einem großen Schlag gegen die Sozialverſicherung
ausholt, der jetzt, nachdem keine Sozialdemokraten mehr in der
Reichsregierung ſitzen, erſt recht die geſamte Arbeiterſchaft zu
ge=
ſchloſſener Abwehr glarmieren muß‟. Es iſt bedauerlicherweiſe
im heutigen Deutſchland eine Erfahrungstatſache, daß jede Kritik
an beſtehenden ſozialen Einrichtungen, mag ſie ſachlich noch ſo
be=
gründet ſein, in gewiſſen Kreifen als ſozialreaktionär oder
un=
ſozial bezeichnet wird. Im Hinblick hierauf iſt es wohl
ange=
bracht, darauf hinzuweiſen, daß der neue Reichsarbeitsminiſter,
der aus der Gewerkſchaftsbewegung hervorgegangen iſt und ſich
zur Weiterführung einer geſunden Sozialpolitik belaunt hat,
türzlich ſeiner Meinung dahin Ausdruck verliehen hat, daß die
Demagogie in ſozialpolitiſchen Fragen einer ſachlicheren
Behand=
lung, einem wirtſchaftlichen Verantwortungsbewußtſein weichen
müßte.
Die Kritik an der gegenwärtigen Regelung und Handhabung
der Krankenverſicherung iſt durch zwei Grundrichtungen
gekenn=
zeichnet. Die eine Richtung vertritt die Meinung, das ganze
Sh=
ſtem ſei pſychologiſch und biologiſch falſch; ſie verlangt daher die
Umwandlung der auf den Grundſätzen der Solidarität
aufgebau=
ten ſtaatlichen Verſicherung in eine ſtaatliche Zwangsſparkaſſe mit
Individualcharakter. Die andere Gruppe von Kriukern, hierzu
gehört auch die Arbeitgeberſchaft, iſt der Auffaſſung, daß die
Sozialvexſicherung als Einrichtung zur Milderung und
Ueber=
windung von Gegenſätzen zwiſchen Arbeitgebern und
Arbeitneh=
mern ſich grundſätzlich bewährt habe. Sie erkennt rückhaltlos an,
daß die Sozialverſicherung poſitive Werte materiellen und
ideel=
lem Inhalts geſchaffen habe, fordert ihre Erhaltung und führt die
zutage getretenen Mängel weniger auf das Syſtem als ſolches,
ſondern auf ſeine unvollkommene und unzweckmäßige Regelung
zurück. Die Reform habe ſich daher auf die Beſeitigung dieſer
Fehler zu beſchränken.
Die letztgenannte Einſtellung dürfte unter Berückſichtigung
der beſonderen wirtſchaftlich=ſozialen Verhältniſſe in Deutſchland
aus verſchiedenen Gründen vorzuziehen ſein. Zunächſt
verlon=
gen die Verfechter des Zwangsſparſyſtems die Ausdehnung eines
ohnehin über Gebühr vorhandenen Zwangs, indem ſie über den
Nummer
Kreis der Perſonen, die heute der Verſicherungspflicht
unter=
liegen, weitere Bevölkerungsſchichten in den Rahmen der
Zwangsſparkaſſe eingliedern wollen. Zweifellos wird bei allen
ſozialen Vorſorgeeinrichtungen ein gewiſſer Zwang nicht eutbehrt
werden können. Um der Entwicklungsmöglichkeit und dem
Ver=
antwortungsbewußtſein mehr Spielraum zu laſſen, ſcheint aber
gerade auf dem Gebiet der Sozialverſicherung wie auf andren
Gebieten der Sozial= und Wirtſchaftspalitik eher eine Lockerung
des beſtehenden Zwangs nötig zu ſein. Die Befürworter der
Zwangsſparkaſſe ſehen ferner keine Minderung der
Beitrags=
laſten vor. Es iſt eher eine Steigerung zu erwarten. Die
Sen=
kung des Verſicherungsaufwands iſt aber, ohne daß dadurch die
Leiſtungen an die tatſächlich Bedürftigen verkürzt werden dürfen,
mit allem Nachdruck aus wirtſchaftlichen Erwägungen heraus
zu fordern. Dahingeſtellt muß auch bleiben, ob durch
Zwangs=
ſparen eine wirkſame Vorſorge in Notzeiten geſchaffen werden
kann. Das Zwangsſparſyſtem iſt auf ſeine praktiſche Bewährung
auch noch nie geprüft worden. Wenn Staaten zu einer ſtaatlichen.
Fürſorge übergegangen ſind, haben ſie bisher immer den Weg
der ſtaatlichen Verſicherung vorgezogen.
Entſcheidet man ſich zu einer grundſätzlichen Beibehaltung
des Verſicherungsaufbaus in ſeiner bisherigen Form, ſo ſind
vor Aufſtellung von Reformporſchlägen die mehrfach
vorhan=
denen Mängel aufzuzeigen. Auf die beſonders ſtarke finanzielle
Belaſtung der Wirtſchaft iſt ſchon hingewieſen. Intereſſant iſt
in dieſem Zuſammenhang eine Feſtſtellung, die das Organ des
Hauptverbandes der Deutſchen Krankenkaſſen, „die eitte
Krankenkaſſe” in ſeiner Nr. 12 vom 20. März macht: „Auch wir
ſind der Meinung, daß die Grenze, bis zu der dem einzelnen
Ver=
ſicherten die Sozialverſicherungsbeiträge tragbar erſcheinen müſſen,
im weſentlichen erreicht iſt. Es muß verſucht werden, weitere
Steigerungen zu verhüten, wenn möglich, die Beiträge noch zu
ſenken. Inſoweit dürften Arbeitnehmer, Arbeitgeber und
Ver=
ſicherungsträger einig ſein.‟ Dieſe Feſtſtellung trifft nicht nur
für den Verſicherten zu, ſie gilt in erhöhtem Maße auch für die
Unternehmungen, in denen die Verſicherten beſchäftigt werden.
Auf eine Senkung der Beiträge iſt im Hinblick auf die Hebung
der Wirtſchaftlichkeit der Unternehmungen beſonders
hinzu=
arbeiten. Ein weiterer recht weſentlicher Mißſtand liegt in der
vielfach ungerechtfertigten Ausnützung der Verſicherungsträger
in ſolchen Fällen, in denen nach Lage der Dinge eine
Inanſpruch=
nahme der Verſicherung nicht notwendig iſt. Das ſchon
er=
wähnte Streben der Verſicherten, nach Möglichkeit hohe
Ver=
ſicherungsleiſtungen als Aequivalent für hingegebene Beiträge
zu erhalten, iſt eine Erſcheinung, die keineswegs nur auf dem
Gebiet der ſtaatlichen Sozialverſicherung zu beobachten iſt. In
allen Verſicherungseinrichtungen werden derartige Feſtſtellungen
gemacht. Deshalb darf aus der Erwähnung dieſer Tatſache
keineswegs der Schluß hergeleitet werden, daß die
Verſicherungs=
moral der in die Zwangsverſicherung einbezogenen Kreiſe
be=
ſonders ſchlecht ſei. Bei dem großen Umfang des
Verſicherten=
kreiſes wirken ſich aber derartige Fälle zahlenmäßig
außergewöhn=
lich aus. Hinzukommt, daß, während private
Verſicherungs=
zweige hinreichende Vorbeugungsmaßnahmen geſchaffen haben,
ein entſprechender wirkſamer Schutz für die Krankenverſicherung
fehlt. Vergeblich weiſen viele Kaſſen ihre Mitaltzen
hin, daß ihre Einrichtungen oft in unverantwortlichn
Anſpruch genommen werden. Von berufener Se
Zahl derer, die unnötig bei jeder Kleinigkeit den
Ai=
ſpruch nehmen, auf etwa 70 Prozeut aller
Kaſſeungti=
ſchätzt. Daß unnötige Rezepte verordnet werden iſt
nichts Neues oder etwa Außergewöhnliches. Weſche
hierbei verſchwendet werden können, mag ein Beiſhiel
das von Dr. Waldemar Baeumer in ſeiner Schriſt. Die
verſicherung, jetzt ein Fluch, umgeſtaltet ein Segen für
angeführt wird. Er ſchreibt: „Wenn nur in jeder So
von den 30 000 Kaſſenärzten ein einziges unnötta h.
Rezept in der Apotheke geholt wird, ſo ſind das pro.
mal 300 — 9 Millionen Rezepte. Koſtet durchſchnit=
Rezept 1— Mk., ſo kommen auf dieſe Weiſe bei unt
mäßiger Verordnung 9 Millionen RM. heraus”
jeder Verordnung von Medikamenten die vorſchriſtsn
ratung vorausging, iſt zugleich ein weiterer Betrag pe
onen RM. unnütz verausgabt. Als Beleg für die une
Ausnützung der Verſicherungseinrichtungen mögen au
gebniſſe der in jedem Krankenkaſſen=Jahresbericht
Nachunterſuchungen dienen. Von den zur Nachunterf
ſtellten Patienten erſcheint, wie man immer wiede
kann, ein großer Prozentſatz überhaupt nicht zur ur
ein weiterer Teil wird für arbeitsfähig erklärt, im
ſind nur 30—35 Prozent der zur Nachunterſuchung
arbeitsunfähig.
Daß auch zufolge der heutigen nicht befriedigende
der Arztfrage mit der Tätigkeit der Kaſſenärzte ernſte
verbunden ſind, wird in Aerztekreiſen zugegeben und
Neben dieſen auf dem Gebiet der Leiſtungen beruhen
beſtehen wenig erfreuliche Zuſtände auch in verfaſſu
und organiſatoriſcher Hinſicht. Für die Arbeitgeberſe
den geltenden Beſtimmungen nur in beſchränktem 1
fruchtbringende Mitarbeit bei der Behandlung der
verſicherungsweſen vorzunehmenden Maßnahmen
Der Grundſatz der ſozialen Selbſtverwaltung, der in
verfaſſung zum Ausdruck gebracht iſt, erfordert aber
berechtigte Mitwirkung der ſozialpolitiſchen Gegen
man nicht die notwendige und poſitiv gewollte 9
Arbeitgeberſchaft zu einer Farce machen.
Alles in allem geſehen, dürfte nach dem Vorgef
es der Rahmen eines Zeitungsartikels zuläßt, die 9
einer Reform des Krankenkaſſenweſens hinreichend
ſein. Die Reformvorſchläge der Arbeitgeberſeite ſi
Schlußaufſatz zu behandeln.
Geſchäftliches.
Geſchäfts=Uebergang. Das ſeit 183
beſtens bekannte Schokoladenhaus Fritz
Ernſt=Ludwigsſtraße 6, geht mit Wirkung vom 1.
einen neuen Beſitzer, Herrn Karl Vogel aus Darmſta
Karl Vogel wird das Geſchäft im bisherigen Rahmen
und beſtrebt ſein, den guten Ruf des Geſchäfts weit
(Siehe auch beſondere Anzeige.)
Emmmmm
Veranworich üur polit und Wirſchaßt: Rudelf Maupet M. Fel
Ausland und Heſſche Nachrihten: Max Streeſei für Sport, Ke
für den Handel: Dr. C. H. Quetſch: für den Schlußdienſt: Ande
„Die Gegenwart”. T
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für den Inſergien eit und geſchäſtiche Mitelungen: Wilis
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Eiſenzahutſtraße 62.)
Nachdruck verboten.
die Reiſegeſellſchaft freudvolle
Erinnerun=
vie
vie-
chte vieler Gaſtſtätten noch jahrelang
fort=
zeic u brachten lange Spalten über die
Feſt=
die liche Gaſtfreundſchaft des amerikaniſchen
r8 Qles Barker. Der Ruf ſeiner großzügigen
und Nimbus märchenhaften Reichtums eilte
svoraus und ermutigte die Hotelbeſitzer zu
aitaſtiſcher Höhe, oftmals mit Herzklopfen
r EyCharlie ſtets ohne mit einer Wimper zu
dic Teil ſeiner Erfahrungen ſeinen
Erwar=
in anderer Hinſicht enttäuſcht. Er hatte
ſandbück voll gutgemeinter Ratſchläge an argloſe
ſie 1 zor Uebervorteilung, Beraubung und
Dieb=
folle= jefunden und hatte allen ſolchen Möglich=
„d T.xöffnet. Wo immer eine
Menſchenanſamm=
unweſe fingerfertiger Herren verſprach, war er
ſellf u, zu finden geweſen, aber in keinem Falle
z1 lagen, ſogar nicht einmal ein Verluſt
ein=
er E erſetzen müſſen.
cht: Charlie auf die Erſchöpfung derärtiger
geh=, daß er einige Male mit dem Gedanken
ro=ytiſchen Ländern, die er durchſtreifte, ſelbſt
lbente= zu arrangieren, mit Beraubung, Gefangen=
Löſec. Eine Gelegenheit zur Ausführung eines
s ſch ſich ihm in Athen zu bieten.
B)der Akropolis zurückgekehrt, traf er einen
omil en, einen jungen Bildhauer namens Ers=
La der klaſſiſchen Kunſt ſtudienhalber aufhielt.
ſics Hotel ein, wo ſie vor dem Abendeſſen
amr aßen. Nach etlichen Umſchweifen kam der
Charlies Reichtum ſchon gehört hatte, mit
3. Sein Geld ſei knapp geworden, er habe
unter den Händen, die ihm ſicher Ruhm
i würden, die er aber unvollendet laſſen
zu fahren. Ob Charlie ihm nicht mit
i könne.
Bittſteller gern das Doppelte und
Drei=
erinnerte ſich Jonathan Jones” und der
ihen kann ich dir leider nichts”, ſagte er
abe eine Idee, wie ich dir weit mehr, als
verſch n könnte, mindeſtens 40= bis 50 000 Dollar.
hört ſer Sache etwas Mut und Entſchloſſenheit,
ei) Diskretion erforderlich.”
Donnerstag, den 1. Mai 1930
Seite 17
„Für fünfzigtauſend Dollar bin ich zu allem fähig”, erklärte
Erskill. „Um was handelt es ſich?”
„Die Sache wird dir wahrſcheinlich recht ſonderbar
vorkom=
men” erwiderte Charlie, „und ich kann dir auch nicht erklären,
was ich damit beabſichtige, Fragen haben daher keinen Zweck,
aber ich verſichere dir, daß du keine Gefahr läufſt. Haſt du ein
paar Freunde, auf die du dich verlaſſen kannſt und die für
ein kleines, aber einträgliches Abenteuer zu haben wären?”
„Ein paar Landsleute, die in gleicher Lage ſind wie ich,
könnte ich beſtimmt auftreiben”, antwortete Erskill.
„Schön”, ſagte Charlie, „alſo hör mir zu. Ich führe meine
Geſellſchaft irgendwo hinaus in die Umgebung nach einem Punkt,
den du mir bezeichnen wirſt. Du und deine Freunde, verkleidet
als griechiſche Banditen, haltet uns mit vorgehaltenen Piſtolen
an, nehmt uns Geld und Wertſachen ab, worauf ihr wieder
verſchwindet. Niemand wird auf den Gedanken verfallen, daß
amerikaniſche Künſtler die Räuber ſein könmten. Die
Schmuck=
ſachen werde ich hinterher von euch gegen Geld einlöſen. Keiner
meiner Freunde ſoll einen Schaden erleiden. Die Sache iſt nur
eine kleine Komödie zwiſchen dir und mir, aber ſie muß echt
ausſehen.
Charlie hatte Einwendungen und Bedenken erwartet, aber
ſein Freund brach in ein ſchallendes Gelächter aus.
„Ein köſtlicher Witz!” rief er. „Es iſt dir doch nicht ernſt
damit?!“
Charlie erklärte, daß ihm niemals ernſter zumute
ge=
weſen ſei.
„Ich habe keine Ahnung, was du mit deinem komiſchen Plan
bezweckſt” erwiderte Erskill, „vermutlich handelt es ſich um eine
Wette, aber ich muß dir ſagen, daß man hier auf offner
Land=
ſtraße ſicherer iſt als in den belebteſten Vierteln Chicagos. Die
Räubergeſchichten, die dir vorzuſchweben ſcheinen, gehören der
Vergangenheit an. Was du ſuchſt, kannſt du höchſtens noch in
Marokko finden, ſonſt mirgends.”
Charlie war bitter enttäuſcht, gewann jedoch bald ſeine
gute Laune wieder. Als Erskill ſich einige Stunden ſpäter von
ihm verabſchiedete, war dieſer künftige Michel Angelo um
5000 Dollar reicher. Charlie hatte ihm zwei Statuen abgekauft
gegen die bindende Zuſage, daß ſie niemals an ihren
Beſtim=
mungsort gelangen, ſondern als „unterwegs verlorengegangen”
gemeldet würden.
Die Erinnerung an die Unterredung mit ſeinem Freunde in
Athen kehrte wieder, als Charlie finſter brütend in ſeiner Kabine
ſaß, und auf die Ergebniſſe ſeiner langen Berechnungen ſtarrte.
Dieſe Ergebniſſe beſagten ſoviel, als daß er trotz all ſeiner Mühe
und Arbeit noch immer um etwa 100 000 Dollar mehr beſaß, als
er haben ſollte, und ſo ſehr er auch grübelte, er konnte keinen
Weg ſehen, wie er ſich dieſer Summe in der kurzen noch
verfüg=
baren Zeit entledigen konnte. Es würde aller Anſtrengungen
bedürfen, ſein normales Tagespenſum aufzuzehren, aber wenn
nicht ein Wunder geſchah, mußten dieſe hunderttauſend Dollar
übrigbleiben.
Das Schreckgeſpenſt des Scheiterns in letzter Stunde mit
noch einem Bruchteil ſeines Erbes in Händen tauchte vor ihm auf.
Der Gedanke, daß er letzten Endes doch aus ſeinem Kampf
be=
ſiegt, geſchlagen und mit einem winzigen Reſt ſeines ſtolzen
Ver=
mögens hervorgehen würde, erfüllte ſein Herz mit Verzweiflung.
Das ganze Unternehmen erſchien ihm mit einem Male als eine
ungeheuerliche Torheit, und er konnte ſich ſehr wohl vorſtellen,
wie es den anderen erſcheinen mußte. Das Schlußergebnis würde
ein verfehltes Leben voll Demütigungen, gebrandmarkt durch
Lächerlichkeit, ſein.
Nur ein Gewaltſtreich konnte ihn noch retten, und dieſer
Gedanke war es, der ihm die Worte ſeines Freundes ins
Gedächt=
nis zurückrief: was du ſuchſt, kannſt du höchſtens noch in Marokko
finden. Marokko lag auf dem Wege und war zum mindeſten
eines Beſuches wert.
Kurz entſchloſſen nahm ſich Charlie alle Bücher der
Schiffs=
bibliothek vor, die das romantiſche Maurenland behandelten,
ſtudierte die Karten, und als er abends auf Deck erſchien, gab
er Kapitän Perry die Anweiſung, Kurs auf Melilla zu nehmen.
Der Kapitän, an Abſonderlichkeiten ſeines Auftraggebers
ge=
wöhnt, war nicht überraſcht, glaubte jedoch, Ratſchläge geben
zu müſſen.
„Wenn Sie durchaus in Marokko Aufenthalt nehmen wollen,
ſo ſchlage ich Tanger vor”, ſagte er. „Melilla iſt, ſoviel ich weiß,
nur ein kleines, ſtark befeſtigtes Städdchen, noch ganz unbeleckt
von abendländiſcher Kultur.”
„Eben darum gehen wir hin”, erklärte Charlie kurz. „Ich
will meinen Gäſten die richtige Sache zeigen, nicht einen Erſatz
in halbeuropäiſcher Aufmachung.”
Dabei blieb es. Zwei Tage ſpäter warf der „Argonaut” auf
der Reede von Melilla Anker. Bald darauf empfingen
Char=
lies Pläne den erſten Stoß. Die einzige nach europäiſcher Art
geführte Gaſtſtätte des Ortes war ziemlich voll beſetzt und bot
nicht Raum für Charlies ganze Reiſegeſellſchaft. Nur er ſelbſt
bezog Wohnung darin, und trennte ſich von ſeinen Gäſten, die
an Bord des „Argonaut” zurückkehrten, mit der Angabe, er wolle
einen kleinen Ausflug ins Innere vorbereiten.
„Die Stadt haben wir ſchon geſehen”, erklärte er, „aber zu
einem Beſuch von Marokko gehört eine Expedition auf Kamelen.
Ich werde mit den Leuten hier ſprechen und irgend etwas, das
ſich lohnt, ausknobeln.”
Nach einem einſamen Abendeſſen ſuchte er den Hotelier in
ſeinem Büro auf, erklärte ihm, er wolle mit ſeinen Gäſten das
Rif beſuchen, und bat ihn, ihm einen landeskundigen Führer
aufzutreiben, der auch die nötigen Kamele ſtellen könne.
Der Hotelier, ein Schweizer, zog die Augenbrauen hoch.
„Davon muß ich Ihnen auf das entſchiedenſte abraten”,
ſagte er. „Das Rif iſt kein ſicherer Ort für Touriſten.
Außer=
dem glaube ich nicht, daß die Spanier Sie dorthin laſſen würden,
denn einige Kabylenſtämme ſind noch immer unruhig,
und es kommt vor, daß Reiſende beraubt werden. Hier
in der Nähe ſind einige intereſſante Marktflecken, wo Sie genau
dasſelbe ſehen können wie im Rif, und außerdem gefahrlos. Ich
werde Ihnen unſeren Dragoman ſchicken, er kann alles für Sie
arrangieren."
(Fortſetzung folgt.)
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den, prachtvollen,
können Sie ſich
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meine=
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e ſich entwickeln=
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n Schreibtiſch ein Neklamenotizbuch nahm! —
wird als Seugin vernommen. Im Pelzmantel,
verk, das „Magazin der Dame” unter dem
ringt ſie ihre Anklage vor. „Um ſeine Srei=
„snie gekümmert” — die ganze Kälte des
An=
fes bricht aus dieſen Worten auf.
e weiß als Entſchuldigung für ſeine Handlungen
abe mir nichts weiter dabei gedacht”. Und nur
5i31
er
b
ündung, in der ſich aller Drang nach Freude
ſch wollte von dem Geld ins Kino gehen.
Gutachten wird verleſen, es ſpricht von
leich=
der Entwicklungsgang erſcheint durch die
edingt.
ſugendlichen die Wiedergutmachung des
Scha=
n Natenzahlungen auferlegt. Um die Mutter
wirkſam zu unterſtützen, wird Schutzaufſicht
ſugendamt wird dafür einen „Helfer” beſtellen.
das Gericht mit einem Jugendlichen zu
be=
ner erſten Autofahrt, nachdem er im Urlaub
ſchein erworben hatte, zwei Sußgänger durch
verletzte. Die Sprache verrät den kauf=
Ar ellten. Er argumentiert mit „dementſprechend,
s”. „Es beſteht die Möglichkeit, daß ich
ver=
kennzeichnete er den Augenblick, wo er die
en Wagen verlor. Eine Skizze der Polizei
Dr. Schöffen, Staatsanwalt, der Vater des
Zeu rder Nechtsanwalt, der als „Nebenkläger” die
Pn glückten vertritt, beugen ſich darüber. „Man
obilſachverſtändigen hören müſſen —
ng wird noch lange weitergehen. Dies ſcheint
leberzeugung kann der Jugendliche in dieſem
inen, daß man ſich hier bemüht, ſein Necht
echt des 14—18jährigen, des werdenden
eſer Ueberzeugung kann Vertrauen erwachſen.
on des Jugendrichters beſchloſſen, wie weit es
vertrauen — als erſte Grundlage alles ſozialen
Jugendlichen zu wecken und ſo den Geiſt des
tes wirkſam werden zu laſſen nicht als
hem=
aufbauende Macht. Erziehung, nicht Strafe.
H. St.
11Stadt des Goldes.
High Life in Johannisburg.
Von Erna Pinner.
iſt die Großſtadt Südafrikas. Sie liegt auf
wie Davos und iſt auch im Winter ſchneefrei.
Jahren begann die große Entwicklung durch
Aber damals lebte man in Johannisburg noch
inge Dame zeigte mir voll Stolz ihren Papa,
ſitzer eines Backſteinhauſes in Johannisburg
war durchaus kein alter Herr, obwohl
be=
dernſte und lärmendſte Straße Johannisburgs
ſt. Es gehört zu den Eigenheiten dieſer Stadt,
ſeinen Neichtum, ſondern auch ſeinen Nuhm
Leib dort erleben kann.
das überlebte, daß ich Nobert nicht freiwillig
D ich habe mich darüber gewundert! Ich
heute noch darüber!
en Sie auch, warum ich nicht wieder heiraten
die große Reiſe vor mir angetreten, und ich
Laß er mich ſeit jenem Augenblick erwartet.
eT, wenn es mir oft ſchon zu lange erſchien, bis
gt ſind, nicht ſeinem Beiſpiel gefolgt bin?
* will ich es Ihnen zuflüſtern: Ich bin feige...,
L... und dann.." wenn es mir auch zur
* ich will es Ihnen doch beidten, lieber
Lage, wie der heutige einer iſt, wenn milde
die Blumen duften und die Menſchen auf der
ausſehen .. ., da habe ich die Empfindung ..
nichtl..., daß es, wenn man jung iſt, doch
als zu ſterben.
*2 Luft der Hyazinthen auf meinem Ciſche
em. Gute Nacht, mein Freund!”
Diana.
12 Allenſchengeſchichte von Fritz Droop.
Oorſter „Diana” rief, ſprang ein langhaariger
Eiem Lager, legte ſich ſeinem Herrn zu Süßen
9roßen Augen an. Dieſe Augen waren träu=
SEie eines Kindes. Ihr Blick ging immer in
Ei ungeſtilltes Sehnen ſchien darin und eine
de nahm.
Sorſter rief, kam aus Dianas Augen ein
2e Blicke gewannen Feuer, und die Flanken
S” Dor freudiger Erregung. Dann ſtrich der
Len ſchönen Kopf; ſie verſtand die Liebkoſuns
Onauze wohlig in die Hand des Herrn.
Die Selder ſtreiften, wich Diana nicht von des
„A dei der Abdeckerei, draußen hinter dem
OA lie ſcheu zur Seite, unwillig und gereizt,
Auheil, das von Menſchen kommt
Ar Diana Mutter geworden, immer hatte
* 9enommen; das einzige, das man ihr ließ
tard. Und Diana ſchien zu ahnen, wo ihr
war.
Jedes Mittel heiligt in Südafrika den Sweck. Im Juni wollte
man Geld für ein Nadiuminſtitut zur Krebsbekämpfung haben.
Och trat ahnungslos auf die Straße, als ich einen Umzug
er=
blickte, der in ſeiner Kraßheit nicht für europäiſche Gemüter
be=
ſtimmt war. Auf dom erſten Wagen ſtand ein Operationstiſch
mit einem weißbekleideten Kranken, den man gerade mit einem
Narkoſeapparat zum Schein chloroformierte. Ein paar als
Aerzte verkleidete Studenten ſtanden daneben und ſetzten mit
beſonders wirkungsvoll weitausladender Geſte das Aeſſer an.
Auf dem zweiten Wagen lag ein rieſengroßer Krebs aus
Pa=
piermaſchee, und in ſeinen Scheren hielt er weißlich=grün
ge=
ſchminkte Leichen. Der nächſte Wagen veranſchaulichte die
hei=
lende Wirkung der Beſtrahlung. Dann folgten eine Kolonne
Studenten im Operationskittel, mit Narkoſemasken vor dem
Geſicht, ein Crupp Krankenſchweſtern, und den Schluß bildeten
wirkſam geſchminkte Patienten mit Verbänden über angeblichen
Geſchwülſten. An den Straßenecken ſtanden hübſche
Studentin=
nen im Calar mit der Sammelbüchſe. Der Umzug gefiel ſehr und
war ein großer Erfolg. Der Ertrag war 1200 Pfund am
Abend.
Eine weniger gemütverwirrende Angelegenheit iſt die
Cat=
ſache, daß in Johannisburg jeder zehnte Menſch ein Auto hat.
In den ſonſt hier beliebten Nikſchahs fahren nur die Neger.
Autodroſchken in unſerem Sinne gibt es nicht. Auch keine Caxis.
Dafür gibt es aber eine andere Einrichtung, die für den ſchnellen
Verdienſt und ebenſo ſchnellen ſpekulativen Verluſt der
Ver=
mögen bezeichnend iſt. Die Damen der Geſellſchaft nämlich, die
plötzlich auf Verdienſt angewieſen ſind, ſtellen ſich als Chauffeuſen
bei einer Autovermieterin ein und ſauſen auf Celephonanruf
Cag und Nacht, mit ledernen Stulpenhandſchuhen über den
ge=
pflegten Händen, als Chauffeure herum. Sie ſind trotzdem in
der Geſellſchaft „recues”, und es paſſierte, daß ein junger Mann,
der ſich zu einer Geſellſchaft fahren ließ, zu ſeinem Erſtaunen eine
halbe Stunde ſpäter ſeine Chauffeuſe, die inzwiſchen Abenddreß
angelegt hatte, zu Ciſch führte.
Johannisburg iſt eine Stadt, die man förmlich wachſen ſieht.
Kam man früher, vom Geld angelockt hin, um Geld zu
ver=
dienen und nach erreichtem Siel möglichſt ſchnell wieder nach
Europa zurückzukehren, ſo iſt es heute anders. Heute hat ſich
Johannisburg ſtabiliſiert. In dieſer großen, ausgedehnten Stadt,
die ſich zu Füßen der weißen Schuttberge hinſtreckt, in dieſer
Stadt lebt man nicht mehr bloß auf der Suche nach Gold unter
der Erde, ſondern auch ſehr angenehm über der Erde...
Es iſt zweifellos eine große Sache, jährlich für 40 000 000
Pfund Sterling Gold aus der Erde zu bohren und damit
unge=
fahr die Hälfte des Goldwertes zu decken, deſſen die Welt
be=
darf. on Johannisburg findet man es aber erſtaunlicher, eine
Univerſität, eine Kathedrale, eine Kunſtgalerie, eine Akademie,
einen allerdings wunderbaren Soo, die meiſten Cennisplätze der
Welt, ſchöne Sportklubs und eine beſondere Straße mit
ge=
waltigen Käſten von Geſchäftshäuſern, den „Buildings”, zu
beſitzen.
Alles iſt funkelnagelneu und von ungeheurer Ausdehnung und
Dröße. Man iſt nicht kleinlich in dieſem Land. Jährlich wachſen
neue Villenviertel im engliſchen Landhausſtil wie Pilze aus dem
Schutt heraus. Herrliche Gärten ſchließen ſich an.
Die weſentlichſte Nolle im europäiſch=geſellſchaftlichen
Leben in Johannisburg ſpielen die Klubs. Der ſchönſte iſt der
Countru=Klub. Eine verſchwenderiſche Parkanlage mit
Golf=
platz, Cennisplatz, Schwimmbad, Krokettplätzen uſw. Auf grünen
Naſenflächen nimmt man den Sife oſclock unter rot=weiß
ge=
ſtreiften Selten. Barfüßige Schwarze ſervieren behandſchuht
den Cee. Unter exotiſchen Bäumen ſpäzieren weiße Pfauen.
Dann gibt es noch einen deutſchen Klub, einen franzöſiſchen,
den beſonders ſmarten engliſchen Nandklub und den
Automobil=
klub. Sport iſt überhaupt Crumpf in Johannisburg. Selbſt die
Natives haben ihre Sportklubs und bekämpfen ſich im
Sußball=
dreß blau=weiß gegen rot=weiß. Die Kafferngirls und Gents
der „jeuneſſe d’orée ſpielen ſogar Cennis und Golf. Aber nur
Schwarze untereinander. Schwarz und weiß ſind ſtreng getrennt=
und alte Südafrikaner empören ſich ſchon über die Catſache, daß
die Natives in Johannisburg in der Elektriſchen fahren und ſeit
neueſtem „unglaublicherweiſe” auf dem Bürgerſteig gehen dürfen.
Eine beſondere Paſſion der Johannisburger ſind die
Pferde=
rennen oder vielmehr das Wetten bei ihnen. Man „gambelt”
(ein ſüdafrikaniſcher Spezialausdruck) mit Leidenſchaft. Und da
der grüne Naſen von Afrika nicht ausreicht, wettet man,
ob=
wohl es verboten iſt, beim Derby in London. Man umgeht das
Geſetz, indem man über Kalkutta ſeine Ordres gibt. Crotz der
ſtrafbaren Handlung iſt aber der glückliche ſüdafrikaniſche
Ge=
winner nachher als Großaufnahme in den Johannisburger
Sei=
tungen abgebildet und wird von Miniſterpräſidenten
beglück=
wünſcht.
Kt
Die Leute im Dorf kannten das ſchöne Cier, das keinem
Menſchen etwas zu Leide tat und ſich um nichts kümmerte als
um ſeinen Herrn und deſſen Befehle. Nirgends auf der Welt gab
es beſſere Kameraden.
Eines Cages wurde der Förſter krank. Diana lag Cag und
Nacht vor ſeinem Bette. Sie verfolgte jede Bewegung des
Kranken, wenn er wachte, und horchte auf ſeinen Atemzug,
ſo=
lange er ſchlief. Wenn der Kranke dann aus den Fieberträumen
emporſchnellte und ſagte: „Herrchen muß bald wieder beſſer
wer=
den”, legte das Cier ſeinen Kopf vorſichtig auf den Nand des
Bettes und ſchaute dem Förſter in die Augen, als wollte es
ſagen: „Ja, Herrchen, ſonſt wird auch Diana krank”,
Aber es hatte gute Weile. Das Leiden des Alten drängte
zur Operation. Eines Abends hielt vor der Förſterei ein
Kran=
kenwagen. Diana folgte dem Cransport in die Stadt, wo nan
vor einem großen Hauſe hielt, in dem hundert Fenſter matt
er=
leuchtet waren.
Dann brachte man das widerſtrebende Cier zurück, und die
Magd verſuchte, Dianas Kummer mit einem guten Biſſen zu
ver=
ſcheuchen. Die Hündin rührte das Eſſen kaum an und ließ ſich
nur mit Mühe in die Hundehütte bringen.
Wochen vergingen. Diana ſah wieder einmal Mutterfreuden
entgegen. Sie fühlte, daß der Cag näher rückte, und es ſchien.
als dächte ſie darüber nach. Vielleicht ließ man ihr dieſesmal.
was der gütige Himmel ihr ſchenkte
Dann kam das Schreckliche. Als Diana eines Abends
er=
ſchöpft vor ihrer Hütte lag, ſprang ein Burſche aus dem Dorfe
auf ſie zu, warf ihr einen Maulkorb über den Kopf und zog die
Niemen an, bevor das Cier den Verſuch machen konnte, ſich des
Angreifers zu erwehren. Die Kette raſſelte, Diana wurde nach
der Straße gezerrt und vor einen Handkarren gekoppelt. Dann
ſauſte eine Peitſche unter lauten Verwünſchungen auf ſie
nie=
der Diana hatte ſolche Worte noch nie gehort, und am
wenigſten wohl jetzt erwartet, denn die Schläge trafen ihren
geſpannten Leib wie ein ſchneidendes Meſſer.
Wußte der Menſch, der ſie ſo behandelte, nichts von der
ſchweren Stunde, die ihr nahte? War das überhaupt ein
Menſch, der ſie ſo leiden ließ?
Sie waren kaum einige hundert Meter von der Förſterei
entfernt, da fühlte Diana einen ſchmerzhaften Krampf, als werde
ihr der Leib entzwei geriſſen. Die Karre hielt am Nande des
Weges. Kein lauter Klageruf. Ein leiſes Dimmern nur drang
durch die Stille; die Augen flehten in die Nacht hinaus. Dann
krümmte ſich das arme Muttertier, und drei kleine Weſen rollten
in den Staub der Straße.
Diana leckte die Kleinen, ſo gut es der Maulkorb
ermög=
lichte. Aber die hilfloſen Drillinge torkelten auseinander und
purzelten ſchließlich in den Straßengraben, ohne daß die
ge=
feſſelte Mutter ihren Jungen Hilfe bringen konnte.
Dem Burſchen kam die Störung niht gelegen. Er riß, die
Karre hoch und ſchrie auf das Cier ein, das zitternd über die
Erde kroch.
Erſt ſpät in der Nacht war der Dieb mit ſeiner Beute am
Siel; aber ſchon in der Frühe des kommenden Cages ſchob er
das kranke Cier an einen Hundefänger weiter.
Unterdeſſen war der Förſter geneſen; eine kleine Kaleſche
holte ihn heim. Seine Gedanken waren bei dem Hunde, von
deſſen Schickſal er noch keine Ahnung hatte. Er wunderte ſich
nur, daß Diana ihm nicht entgegenſprang. Erſt im Hauſe erfuhr.
er, daß ſein Hund geſtohlen war.
Die Nachforſchungen wurden mit allem Eifer betrieben.
Schließlich entdeckte man Diana bei dem Händler, der ſich von
der Pflege und Sucht der wertvollen Hündin ein gutes Geſchäft
verſprach und ihr ſtörriſches Weſen nur als eine vorübergehende
Krankheitserſcheinung betrachtete. Die krieg’ ich ſchon zahm”
meinte er, wenn ein Käufer kam, den die Schönheit Dianas
eut=
zückte; er ſah die flackernden Blicke des Cieres nicht, das jedem
die Sähne zeigte, der in ſeine Nähe wollte.
Auf eine Anzeige beim Strafrichter kam es dem Förſter nicht
an. Er war froh, als er die Kameradin ſeiner Freuden
wieder=
ſah, aber Diana zeigte auch ihm die Sähne und ließ ein
unheim=
liches Knurren hören.
Er hoffte, ſie werde ſich ſchon wieder zu ihm finden; aber
auch daheim war Diana für nichts mehr zu haben. Kein
Koſe=
wort machte mehr Eindruck auf ſie. Die Anzeichen des Verfalls.
nahmen mit Schnelligkeit zu. Der Cierarzt, den der Förſten
kommen ließ, ſchüttelte den Kopf: „Sie hat wohl zu früh
ge=
worfen; da muß etwas in ihr zerriſſen ſein. Auch Ciere haben
etwas, das der Seele gleicht..
Und ſo muß es wohl ſein. Die Sinne Dianas hatten ſich
verwirrt, der Irrſinn war über ſie gekommen. Sicher hatte
Diana einen Gott gehabt; — das war der Menſch. Bis ein
an=
derer Menſch dieſen Gott zerſchlug. Als Diana ſah, wie er
zer=
brach, iſt ſie zum wilden Cier geworden.
Kinder beſchäftigen ſich!
Von Paul Eipper.
Während ich den Citel niederſchreibe, melden ſich Bedenken.
Iſt der Ausdruck „Beſchäftigung” richtig? Iſt er nicht zu
ſchwer, zu gewichtig für das Cun und Creiben des kleinen Kindes,
zu poſitiv und bewußt?
Aber dann ſehe ich dem kleinen Jungen zu, der — knapp
vierzehn Monate alt — ſeinen Gummi=Elefanten mit allen zehn
Fingern umkrampft und durchaus ernſthaft damit beſchäftigt iſt,
den Rüſſel des Spieltieres auszureißen. — Da haben wir alſo
ſchon wieder den Ausdruck „beſchäftigt” angewandt, und er muß
wohl doch richtig ſein. Ja, es iſt noch die Unterſtreichung „
ernſt=
haft” hinzugekommen, und wenn ich mir in der Erinnerung viele
Beobachtungen an Kindern vor Augen halte, ſo eint ſie in der
Cat alle: der Ernſt, man könnte ſogar ſagen, die Inbrunſt, mit
der ſich gerade die Kinder beſchäftigen, Jährlinge ebenſo wie die
ſchon faſt Schulpflichtigen.
Ich verbrachte kürzlich den Sonntag auf einem engliſchen
Landſitz. Meine Freunde waren wie faſt alle Londoner am
Sams=
tag aus ihrer Stadtwohnung weggefahren, und wir ſpäzierten,
kaum daß der Nebel aufſtieg, durch Wieſen und Felder,
ver=
brachten den ganzen Sonntag vormittag in der friſchen Luft. Auf
dem Heimweg begegneten wir der Schwiegertochter, die an
dieſem Sonntag auch die Enkelin meines Gaſtgebers zum Lunch
mitbrachte. Das vielleicht zweijährige Mädelchen ſprang lebhaft
durch die große Halle des Landhauſes, wurde zum Mittelpunkt
der Geſellſchaft, von allen Anweſenden verzärtelt und beſtaunt.
Das haben Kinder nicht ſehr gern, wenigſtens nicht auf lange
Seit. So wunderte ich mich nicht, daß die Kleine mit einemmal
verſchwand, unter dem Schreibtiſch hindurchkrabbelte und nicht
mehr geſehen, ja nicht einmal mehr gehört wurde.
Aber nach einigen Minuten berührte irgendetwas ganz leicht
meinen Arm, und neben mir, dem bislang völlig Fremden, zum
erſtenmal in dieſem Haus ſich befindenden Mann ſtand das Kind:
zwei große dunkle Augen ſahen mich an, und über die Lippen
kamen Worte, die mir keinen Sinn vermitteln konnten (das
Kinderengliſch iſt für Ausländer begreiflicherweiſe unverſtändlich).
Wozu bedurfte es in dieſer Situation überhaupt einer
Er=
klärung! In dem dicken Kinderfäuſtchen befand ſich ein
Brillen=
futteral, und daß ich es öffnen ſollte, war völlig klar. Sch zeigte
mich alſo des Vertrauens würdig, genoß beglückt den Wechſel
im Mienenſpiel des Kindes: Erwartung, Neugier, Freude und
wieder geſpannte Erwartung, bis endlich die geöffnete. Doſe im
Beſitz der Finger, im Blickkreis der Kinderaugen war.
Und dann war meine Exiſtenz für das Kind nicht mehr
vor=
handen; ich erſchien ganz einfach ausgelöſcht, obwohl das
Mäd=
chen ſich gegen meine Knie lehnte. Nichts mehr war auf der
„Welt für dieſes Kind als das Geſtänge der Brille; nichts als
das Problem, die Schildpattſtäbe herauszuziehen, wieder ins
Futteral zurückzudrücken, herauszuziehen. Kein Prieſter kann
mit mehr Andacht eine heilige Handlung zelebrieren, als ſolch ein
Blondkopf, der die ganze Vitalität, ſeine Exiſtenz überhaupt, auf
ſolche Art der Beſchäftigung konzentriert.
Ich bin oft und mit vielen Kindern ſpazieren gegangen.
Im=
mer habe ich mich bemüht, die Aeußerungen der Criebe, die
Ent=
faltung des Gemüts und das Lautwerden aller Regungen nicht
zu ſtören. Solche Augenblicke gehören zu den Koſtbarkeiten des
Lebens, und obwohl man ſie mitten im Alltag finden kann,
er=
heben und beglücken ſie uns noch nach langer Seit.
Nummer 365.
Aufgabe 521.
Franz Palatz in Hamburg.
(Urdruck.)
e
d
Weiß zieht und ſetzt in vier Lügen matt.
Prüfſtellung: Weiß: Ke7 Td7 Uk2 k3 Ses (5);
Schwarz: Ke5 De3 Ta5 61 Lg6 Bb4 d3 14 15 (6); 44
Ich ging einſt mit einem fünfjährigen Knaben zum Sahnarzt,
ſah, wie er auf dem Weg mit ſeiner eigenen Angſt kämpfte und
dann ſo intereſſiert die Inſtrumente, den Sufluß des Waſſers im
Spülbecken, das Räderwerk des Stuhls und die Lichtanlage am
Schaltbrett betrachtete, daß ſein Inneres vor lauter
Beſchäfti=
gung die Angſt vergaß und das Entfernen zweier anormaler
Milchzähne zur Nebenſächlichkeit ſich verkleinerte, die mit der
„Haltung eines Helden” überſtanden wurde.
Möchten wir Erwachſenen daraus lernen und in der „
Be=
ſchäftigung” das Heilmittel für Schmerz und ſchwere Seit
er=
blicken.
Skandal um die Hupe.
Von Walter Julius Bloem.
Wer die europäiſchen Hauptſtädte bereiſt, wird ſchnell
be=
merken, daß der Hupenlärm überall höchſt verſchieden ſtark iſt,
obwohl das Auto und ſeine Bedingungen doch überall dieſelben
ſind. Sollten dies etwa nationale Eigentümlichkeiten ſein?
Durchaus nicht. Hinter jedem Kraftfahrer ſteht unſichtbar der
Geſetzgeber, er befiehlt, wann zu hupen iſt. Schematiſch ſtellt der
kleine Nichter nach einem Unfall die Frage: Wer hat Seichen
gegeben? und bemißt danach mindeſtens einen Ceil der Schuld.
Da aber die Seugen, die ich vielleicht brauchen werde, vorläufig
ahnungslos und halb ſchlafend herumlaufen, ſo werde ich mich
durch ſehr laute Seichen auf alle Fälle ſalvieren. Und da ſo jeder
gewohnt iſt, einen mächtigen Nadau zu machen, ſo ſpektakelt er
bald aus Gewohnheit, zumal die anderen es ja auch ſo machen.
Und da dieſer Lärm aus hundert Hupen ſich vereinigt, ſo daß
kein Menſch mehr weiß, wei da eigentlich gehupt hat, ſo muß
ich die Hupe mit verdreifachter Kraft benutzen, damit ſie es
beſtimmt wiſſen.
Hier hupt nicht der Menſch, der Fahrer, am wenigſten der
Deutſche — ſondern der deutſche Paragraph. Wünſcht man
aber die Nerven ſeiner Mitmenſchen zu ſchonen, zudem dieſer
allgemeine Lärm die Verkehrsſicherheit weiß Gott nicht fördert,
und unterläßt man die Signale, ſo iſt damit zu rechnen, daß drei
Wochen ſpäter ein Strafzettel hereinflattert: Sie haben an dem
und dem Cage an der und der Ecke kein Signal gegeben,
Koſten=
punkt: ſoundſo viel..."
Alſo mach Lärm, Mitmenſch!
Dies Prinzip des Geſetzgebers iſt falſch, weil der Verkehr
ſelber mit großer Genauigkeit feſtgelegt, was notwendig und was
überflüſſig iſt. Aber das wiſſen wir Deutſche ja ſelber noch gar
nicht, wie ausgezeichnet es ſich ohne jedes Hupen fahren läßt,
und wir können nur noch am Gängelband der Paragraphen fahren.
In Paris zum Beiſpiel gibt es keine Formaldelikte. Ich habe
mir den Spaß gemacht und bin drei Stunden in normalem Cempo
durch die Stadt gefahren, ohne die Hupe anzurühren. Es
ver=
langt oder vielmehr erbittet die franzöſiſche Vorſchrift Signale
vor Straßenkreuzungen; man tut es, oder man läßt es, es ſpielt
ja keine Nolle. Jedenfalls kann man hier bei Wahrung
nor=
maler, nicht im geringſten übertriebener Vorſicht ohne jedes
Signal auskommen, und nur in ſeltenen Fällen wird man vor
einem achtlos ſchlendernden Fußgänger etwas achtſamer bremſen
als ſonſt, eingedenk der Schweigeverpflichtung, die man ſich
auf=
erlegte — ſtatt daß man dieſen Sußgänger mit grellem Befehl
aus dem Weg ſcheucht. Ja, wenn der Polizeipräfekt von Paris
etwas von dieſem Experiment wüßte, ſo bekäme ich ſtatt einer
Serie Strafzettel wahrſcheinlich einen überaus höflichen
Dankesbrief.
Aufgabe 522.
H. Fränkel in Straßburg
(„Die Schwalbe‟, 1930.)
Weiß: Kd1 Df1 Le3 g6 8d4 Bg3 6!:
Schwarz: Ke8 Sa3 Bd2 e5 f3 g4g7(7..
Matt in zwei Zügen.
Anfragen, Beiträge, Löſungen uſw. nur an die Schriftleitung des
Darmſtädter Tagblatts mit der Aufſchrift „Schach”,
Rätſel
Kreuzworträtſel.
„Wer aber da glaubt, daß das Hupen aus
kehrsſicherheit nötig ſei, der ſtelle ſich in eit
auf eine der Verkehrsinſeln der Champs=Elu
los ziehen zehntauſende von Autos in gan
Cempo daher, kreuzen ſich, wenden — nie hör
zeichen, denn nachts iſt das Hupen in Pari
Statt deſſen blitzt man ſich Lichtſignale an den
Die ſchweren Kreuzungs= und Kurvenu
deutſchen Geſetzgeber geradezu gezüchtet;
geringſten auf das, worauf es gerade anke
Vorſicht im Fahren. Es melde ſich derjenig
einen Strafzettel mit der Begründung erh
Unfall) eine Kurve oder eine Kreuzung in ſchn
Der Deutſche verläßt ſich auf ein an und für
Großſtadtlärm unzureichendes akuſtiſches Seie
unverminderter Geſchwindigkeit über unſichtt
bums.
Der Geſetzgeber muß dem vorſichtigen
Fahrer — dies ſind überaus viele — die Mö
faſt vollkommenem Schweigen eine Weltſtad
Ja, ich behaupte, ſicherlich würden ſich vielr
eignen, wenn der Geſetzgeber es, abermals
verbieten würde, daß die Fahrzeuge jeder 2
ein ähnliches mittelalterliches Lärmzeug füh
daß es ſehr bald verboten werden wird, Srel
ſchmaler Landſtraße Signal zu geben, denn IEau
gewohnten Signale iſt praktiſch nur eines nE.
wir Kraftfahrzeugführer manierlich werden EN
der Geſetzgeber zuerſt mal erlauben. Es i1 n
modern, unritterlich, ſeine Mitmenſchen a ſä
ſchlecht erzogener Köter. Zudem ruiniere ſä
Signale jedermanns Nerven, ſie gelten für
tauſende, ſie verleiten zur Unaufmerkſamkeit
hörlich zur Schrockeverwirrung.
Es könnte erwidert werden, daß es ohr .
FO doch, es geht ſogar ſehr gut. Bei uns un
land gibt es eine ganez Menge kriegsertau
die im Verkehr genau dieſelbe Sicherheit h.
Signale der anderen nicht hören. Abgeſehl ſel
lichkeit, mit der ſie dort bremſen, wo ſie
ſcheidet ſich ihre Fahrweiſe nicht im mindeſte lE
andern.
Das Hupenzeichen hat normaler Weiſe Ie
Kreuzungen erlaubt es dem Fahrer eine Sek
kann praktiſch darauf losfahren, wenn er ke
(oder überhört); beim Ueberholen iſt wenig) /äl
ſchon heute das Signal praktiſch wertlos,
Fällen tatſächlich nicht mehr gegeben, da 2
mit Sicherheit auf rückwärtige Jahrer rel
außerdem Rückenſpiegel, die mit geringer Tel
dient werden können; und was den zu we N
anbetrifft, ſo gleicht er in allen Straßen all
heute einem gehetzten Wild.
In jedem Normalfall des Verkehrs iſt 1
Es ſei Grundſatz, der Verkehr muß mſe
werden, ohne daß er die umliegende Menſch
Will der Geſetzgeber dem lächerlicher
Skandal ein Ende machen, ſo verbiete er 71
in und vor den Hauptſtraßen erſter und zu
warte die Erfahrung ab, die er damit mach
Wer hupen muß, kann nicht fahren.
Poſtſkriptum: Der Verfaſſer bittet,
ſchriften Abſtand zu nehmen. Er iſt ein alte
hundertfünfzigtauſend Jungfernkilometer am
man kann ihm alſo nichts vormachen.
9 Prophet, 10 Inſelbewohner, 13 Menſchenraſſe,
geber 15 Vogel, 17 Stadt in Mähren, 19 britiſch
23. Wild, 94 Stadt in Lettland, B aſiatiſcher Al.
1 Geſtein, 2 Getränk, 3 Münze, 4 Kalif, 5 deutſch
Argonauten, 11 Werkzeug, 12 ruſſiſcher Fluß 1
Erfinder. 20 afrikaniſcher Fluß, 21 Bogel,
23 Getränk.
Vor Gericht.
Richter: „Ich werde jetzt die Liſte Ihrer
Angeklagter: „Ach, Herr Richter, 4
7 7 6 5 — 13 15 6 — 9 2 12 3 — 400
11 12 — 13 6 7. 8 6 —
Schlüſſelwörter: 1 2 3 4 Metall.
9. 10 11 12 13 fettartiger Körper, 14 15 16 be
Auflöſung der Rätſel aus. 9
Röfſelſprung=Königszug.
Wer die Heimat nicht liebt und die beit
Iſt ein Lump und des Glücks in der bei
Ein biſſerl Geographie=
Vaagrecht: 5 Planet, 6 Frauenname, 8 Nebenfluß der Donau,
Kreuzworträtſe
Waagerecht: 1 Kino, 4 Bier,
11 Oder, 13 Idee, 15 Schläfe, 18 Hand. D
24 Baden, 8 Seni, 35 Umne. — Senk=eb.
3 Omar, 4 Blei, 5 Erker, 6 Rabe, 10 Englal.
Salbe, 17 Algen, 18 Haus, 19 drei, 20 Frau=
Druck, Verlag u. Kliſchees: L. C. Wittich ſche Hofbuchdruckerei, Rheinſtr. 23. — Verantwortl. für die Redaktion: Dr. 5 Nette. Darmſtadt, Fernſpr. 1, 2389— 2392.
Alle Rechte
[ ← ][ ][ → ]NeE
ui
Bar!
hm .
Rß.-1
if
dhu ich iwwer’s Wädder nix ſage, un iwwer
vun Johreszeide, die wo mer s Johr iwwer
net: un noch wenicher iwwer die aanslinge
ſo pee=a=pee dorch de Kalenner
dorchworſch=
ns, daß ich als emol driwwer reſſenier, weil
ver was recht zu mache is. No, un wann ich
I es bische ſchenn un knodder, s is meiſtens
in de vechſte Minud ſchun widder vergeſſe...
ztvenicherdrotz, dem Mai, dem ſogenannte
wo agäblich im milde Licht der Lends leichte
mne” dauernd unnerm Nullpunkt geleje hott;
doch noch emol hinnenooch grindlich geſteckt.
ſei, daß ich im gäſtert net es Abgangszeichnis
hall uiche, ſunſt hett er aans erläwe kenne; jawoll,
girt, däß hett ſich noch geweſchener, wie er. Un
Draum eiffalle, ihn enaus= un fortzulowe,
lidderlich Dienſtmädche fortlobt, nor damit’s
ner Stell krickt, un daß mer’s los is: ſundern
riwwe ins Zeichnis, was er for=en ſcheiheiliche
orſch is.
ni, der wärd ſich halt uff ſein Vorgänger
be=
s heit mache, die wo ſich a fach druff beruffe,
iſpieler gude Sidde verdärwe. Un weil nu
Unnerſchlagunge gang un gäwe ſin,
Mai geſagt, wann alles unnerſchlegt, dann
n mache, un hott däßhalb a fach die „Wonne‟
7, bedräffs däre u’a genehme Zeiterſcheinung,
e bische Unnerſchlagung däß geheert heit zum
naan, mit däre falſche A’ſicht ſollt mer endlich
(aa, ob ſich’s um effentliche, odder um brifade,
nsgelder hannelt — — — Un was in dem
fft, ſo hott der abſelud kaan Grund, ſich uff
eruffe, dann grad der Abrill, der is net halb
Kuf, ſundern ganz im Gäjedaal. Un däßhalb
ſollt a fach kimfdich dem Monat Abrill den
un em Mai, zur Strof, den Nome Abrill,
ichſtens, wo mer dro weer.
awwer aach net zu wunnern, wann der Mai
Laune ausleßt. Er is ſeit alders der
ver=
de Dichter, un ſchun de Walter vun de
r rund ſiwwehunnerd Johr a gedicht, un hott
eläje, mit „Tandaradei” un ſo. Un wann ich
däß bedeide ſoll, däß „Tandaradei” awwer
iftuffe Lobhudelei enaus, un reimt ſich
dem=
emonat Mai — Tandaradei — Lobhudelei”,
geradezu de Brododieb vun=eme ſogenannte
un „verzogene Gudedel”; ſo ſin ſe all, wann
Name hawwe, do maane ſe dann, ſie kennte
ich mache, un kennte ſich alles erausnemme.
hott Beiſpieler. Un wann ich jetzt uff die
t ſchwätze kumm, ſo will ich zwar net
be=
ie Rindsviecher, die Oxe, die Kälwer, die
ſefliechel, äwenfalls zu unſere erkleerte Lieb=
Zudedel geheern, un noch wenicher will ich’s
r ſoviel is ſicher, däß vierbaaniche Ooſezeich
dder, un hott’n Graggel, un dhut, als wann
ve kennt. Un uffm Viehmarkt drägt’s die
2u
ttgemäße Haushalt.
e gegen Mottenbrut in Teppichen.
ichen und Plüſchvorlagen Motten vermutet,
geſamten Teppich ſtrichweiſe zu durchdämpfen,
Tücher auflegt und ein heißes Bügeleiſen
ſcken plättet. Die ſich entwickelnden Dämpfe
enbrut, die dann beim nachfolgenden
Staub=
nnisſportkleidung auch im Hauſe
—wenn man ſachgemäß dabei verfährt. Vor
oulene Sachen nicht heiß gewaſchen werden,
Elfenbeinton verlieren und ein ſchwefliges
es ſich zumeiſt um wollene Gewebe handelt,
dwarmes Waſſer an, wozu man auf 1 Eimer
* Perſil verquirlt. Man waſche nun jedes
edes Reiben darin ſtrichweiſe durch, um es
T, mehrmals gewechſeltem Waſſer ſolange zu
* bleibt. Dann hänge man die Sachen, nach
Schatten zum Austropfen auf, um ſie noch
zu heißen Eiſen zu bügeln. Beinkleider
Deren Sorgfalt, damit die Seitennähte, ſowie
cht wieder kraus ziehen. Bei Jumpern und
Ehr durch Aufſtellen, um die Sachen nicht aus
Sollten weißwollene Cheviotröcke ſchon ver=
Man ſie noch feucht in einen ausgeräumten
mehrere Stunden Schwefeldämpfen aus, wozu
Schwefelfäden auf einen Teller oder Blech=
Eſſenz auf Vorrat zu bereiten.
liche Maibowle herſtellen zu können, über=
Iſchen Waldmeiſter mit 95prozentigem Wein=
D ½ Stunde durch ein Leinentuch ablaufen,
der friſchen Waldmeiſter, oder, will man die
haben, noch mehrmals über friſches Kraut
ſcließlich in kleine Fläſchchen, die man ver=
Larzbrotſpeiſe. 3—4 Eigelb verrühre
leingeriebenem Schwarzbrot, 1 Likörgläschen
N* Sahne, 4—5 Eßlöffel Zucker oder 1—2 Eß=
22 Taſſe verleſener, gewaſchener Roſinen,
die 1 Zitrone und 1—2 geriebenen bitteren
2 den ſteifen Eiſchnee unter die Maſſe und
ieter Form 25—30 Minuten, auf Stein er=
Deiß in der Form ſerviert, reiche man eine
L.
azu.
Eigelb ſchlage man mit 250 Gramm
iE zu ſteifem Schaum, der jedoch nicht
dar:. Dann füge man 1 Glas Arrak,
Blatt rote Gelatine, ſowie den ſteifen
eine Glasſchale und garniere die erkaltete
Iien oder reiche ſie mit Schlagſahne und
Nas ſo hoch, daß die Metzjer kaum noch mitkumme un wäge dem
vornehme Verkehr ehrenhallwer ſchun im voraus mit de Breiſe
in die Heeh geh. De Metzjer is däß nadierlich uns wiſſawie
forchtbar u’a genehm. Un bloß aus dem Grund ſin ſe gleich
orndlich in die Heeh gange, nor damit ſe uns in de nechſte
bier Woche net ſchun widder u’agenehm zu kumme brauche; ’s is
doch nätt vun=en.
Jetzt ſoll mich’s bloß wunnern, wann die Bäcker net aus
purer Kolleſchialidhät mitm Brod uffſchlage; mer kennt=ſen, hol
mich de Guggug, net verdenke. Dann die Brod= un die
Fleiſch=
breiſe, die mache ſich zeit jeher enanner nooch, wie die Märzkatze.
Bloß net erunnerzus. Awwer däß geſchieht aach bloß, daß uns,
de Verbaucherſchaft, bei effennduwäll ſo=eme rabiede Preisabſchlag
net die Luft ausgeht, for Schrecke
Nu’ ich muß ſage, mir ſin doch mit de Zeit zimmlich
hadd=
ſchlechich worrn; mir gerade bei ſo=eme Breisuffſchlag net mehr
ſo raſch aus m Haische.
Wann ich ſo denk, frieher, unnerm alde Reſchiem, wann do
emol es Flaaſch, odder’s Brot, odder gar 8 Bier um en Fennich
odder zwaa uffgeſchlage is, heilichkrenk, was hawwe do die
Mannsbilder 1s Maul uffgeriſſe. Sie ſin vor lauder
Prodäſt=
verſammlungen vier Woche lang kaan Awend mehr ins Bett
kumme — — heit? — heit reecht ſich kaaner mehr uff, un dem
flaaſchfräſſende Geſchlächt vun Mannsbilder is es ganz egal, was
es Pund koſt, die Haubtſach is, daß es uffm Diſch ſteht. Un
wann’s ſo e bedrickt Hausfraa emol wage dhet, un dhet ihrm
Eckel zum Middageſſe e gebrennt Weckſubb hieſtelle mit=eme
ver=
lorene Ei drinn, un nacliche Kadoffel mit Schaabgemieß un ſo,
dann is der im Stand, un ſchlegt es Diſcheck ewäck un kreiſcht,
ob er valleicht de Nebukadnehzer weer, daß mer ihm nix wie
Gras hieſtelle dhet, un er weer e Mann, un braicht ſei Flaaſch, un
alles annere weer=em Näweſach; un im Notfall weer er aach
mit=
eme Pund Sparchel un=eme halwe Pund Schinke zufridde . . .
Jetz, ich bin jo gewiß net diejeniche, die wo dene langmailiche
Mannsbilder zumute dhut, ſie ſollte ſich genslich der Fleiſchesluſt
endhalte; awwer unner de obwaldende Umſtend ſollte ſe ſich
ver=
nimfdicherweiß ſage, daß mer net alle Dag Flaaſch brauch,
wann’s ſo deier is, dann wann mer Hunger hot, ſchmeckt aam
äbbes Flaaſchloſes aach ganz gut; un wann mer kaan Hunger
hott, brauch mer ſowieſo jo kaa Flaaſch. Un wann mer däß
emol e paar Woche haddnäckich dorchfiehrn dhet, was glaabt ihr.
was des Rindvieh un die Oxe un Källwer un Sai, in ſich gingte.
Ei die keme vun ſälbſt un weern froh, wann ſe widder geſchlacht
dhete wärrn, un mer dhet en Brote aus=en mache. Bloß e paar
Woche lang braichte die Mannsleit e bische zu bremmſe, dann
gingt es Flaaſch ſchun widder erunnner. Awwer nadierlich, zu
ſo=ere Eiſicht bringe’s die Brummdöbſch net; die kenne bloß
kragehle, wann ſe emol im=e Monat e paar Mack mehr
Haus=
haldungsgeld erausricke ſolle. Do halte ſe dann große Vordräg,
s mißt geſpart werrn un ſo. Jetzt frog ich bloß, wie ſolle däß
die geplogte Hausfraue eichentlich noch mache, wann alles
uff=
ſchlegt, un ihr Ehekribbel klobbe Sprich, wie e Finanzminiſter,
un redde vum Sparn, un dhun liewer zwaa Glas Bier mehr
drinke, eh daß ſe’s Haushaldungsgeld uffbeſſern. —
Erziehung des Kindes zur Ordnung. „Es gibt
angeborene Ordnungsliebe, wie Unordentlichkeit, wie ich immer
wieder bei meinen Zöglingen feſtſtellen kann”, ſagte mir kürzlich
die Leiterin eines Kindergartens, bei der ich in Behinderung der
Mutter ein kleines Nichtchen anmeldete. Ich wollte ihr nicht
widerſprechen, denn ſchließlich hatte weder ſie, noch ich Zeit
ge=
nug zu einer ausgiebigen Ausſprache über dieſen Punkt. Im
Innern aber war ich keinesfalls von ihrem Ausſpruch überzeugt,
ſondern behaupte, daß der Ordnungsſinn dem Kind, wie alle
an=
deren guten Eigenſchaften, erſt anerzogen werden muß, und zwar
ſollte die Mutter ſo früh wie möglich damit beginnen, damit ihm
Ordnung zur feſten Gewohnheit wird, denn „Ordnung iſt das
halbe Leben”, wie es im Sprichwort heißt. Selbſt kleine Kinder,
die wir Mütter gewöhnlich noch für viel zu gedankenlos halten,
pflegen ſehr bald ſchon nachzuahmen, was wir ihnen gleichſam
wie im Spiel zeigen und vormachen. Wenn das Kind ſtändig
dazu angehalten wird, ohne daß die Mutter auch nur eine
Aus=
nahme gelten läßt, noch vor dem Abendeſſen ſein ganzes
Spiel=
zeug wegzuräumen und jedem Ding einen beſtimmten Platz
an=
zuweiſen, den es ein für allemal wieder erhalten muß, dann wird
es in Zukunft, ſobald ihm dieſes Aufräumen zur Gewohnheit
wurde, keinen Biſſen hinunterbringen, ehe es nicht zuvor die
ge=
wohnte Ordnung an ſeinem Spielplatz herſtellte. Natürlich muß
bei Erweiterung ſeines Beſitzes, wie beim ſpäteren ſelbſtändigen
An= und Auskleiden, die Mutter immer wieder anleitend, beratend
und beiſpielgebend, ihm zur Seite ſtehen, damit es auch in dieſer
Hinſicht Ordnung ſchaffen lernt und zu halten vermag. Selbſt
eine gewiſſe Pedanterie, in die ſo manches Kind bei dieſer
Be=
ſchäftigung verfällt, ſollte ſie nicht davor zurückſchrecken laſſen,
ſtreng auf Durchführung ihrer Anweiſungen zu achten. Auch
wenn eigene Unbequemlichkeiten damit verknüpft ſind, ſollte ſie
in dieſem Streben nicht nachlaſſen, denn Ordnungsliebe als feſte
Gewohnheit iſt für das Kind ſelbſt von größtem Segen, da es
ſo ordnungsliebend, wie mit ſeinem kleinen Beſitz, ſpäter auch mit
Geld umgehen lernt und ſeine kleinen Ausgaben regelt. Inſofern
hat freilich die oben erwähnte Kindergärtnerin recht: daß das
eine Kind mehr wie das andere zur Ordnungsliebe neigt und
raſcher wie jenes Ordnung halten lernt. Aber ohne gleichmäßige
und ſtrikte Anleitung kann weder hier noch dort der Erfolg
gezeitigt werden, der im ſpäteren Leben von ſo großem Nutzen
für jeden Menſchen iſt: Ordnungsſinn zu beſitzen und zu
be=
tätigen . .
Pfingſtſpeiſezettel.
Sonntag (1. Pfingſtfeiertag): Rumfordſuppe, Spargel mit
Kalbsſchnitzel, Himbeergelee.
Montag (2. Pfingſtfeiertag): Tomatenſuppe, Scheinslendchen
mit Miſchgemüſe, geſchmorte Stachelbeeren.
Dienstag: Kerbelſuppe, Eierkuchen mit Fleiſchfülle und
Kopf=
ſalat.
Mittwoch: Kalbsgekröſe mit Roſinenſoße und Abſtechklößchen.
Donnerstag: Spinat mit Setzeiern und Bratkartoffeln.
Freitag: Seelachs mit Peterſilienſoße und Salzkartoffeln,
Kopfſalat.
Samstag: Hefeplinſen mit geſchmorten Stachelbeeren.
Ja, frieher, do konnt aach emol e Fraa was ſparn; do konnt
ſe ſich mitunner aach emol en Hut, odder ſo ihrm Mann vum
Maul abſparn. Awwer heit, bei dene Breiſe, do ſpringe am
Monatshaushaldungsgeld noch net e paar ſeidene Strimb eraus,
geſchweige en Hut, dann do märke ſe’s gleich, wann ſe mol e
bische knabb gehalte wärrn, die Brieder, die.
Un do ſtelle ſe ſich im Landdag ſchei heilich hie, un dhun
großmiedich ihr Gebiehrn erunnerſetze. Un uff wem ſei Koſte? —
Als uff Koſte vun ihre Hausfraue; am Haushaldungsgeld ſoll
däß widder eraus kumme. Dann die loſſe ſich doch nix abgeh . ..
Bienche Bimmbernell.
Poſtſchkribbdumm: Iwwrichens vun wäje „
Haushal=
dungsgeld‟! Die Woch hawwe ſe aach s Herr Owwerowwers
ihrns dorchgebabbelt, drowwe uffm Rodhaus; bloß haaßt mer’s
in dem Fall net Haushaldungsgeld, ſundern „Edad”. — Un es
is dodebei gange, wie in jeder Famillje: wie die Redd uff’s
Haus=
haldungsgeld kimmt, gibt’s Krach. — No, ich hab mer allerdings
vorgeſtellt, jetzt, noochdem mer letzthie ſo en ganze Butze
Weis=
heit enuff gewehlt hott, do mißt däß e Spielerei ſei, däß bische
Edad in die Reih zu ſtutze. — Jawohl. Scheiweſchieße! — Nix
wor’s, gor nix, un unſer Owwerowwer ſteht jetzt do mit ſeim
geweſchene Hals, un mit ſeim korze Hemdche. — Un ich glaab,
an däre verfahrene Siddewatzion ennerds aach nix, un wann er
net bloß die ganz Juwiläumsfeicherlichkeid, ſundern aach alle
iwwriche Geburts= und Namensdäg, Verlowunge, Hochzeite un
Kinndaafe abſage dhut
Offe geſtanne: Kaan Edad uffſtelle kenne, alſo däß hett ich
aach noch hiegebracht! — Un jetzt kreiſche ſe in ihre Not nooch=ere
Zwangsedadiſanierung. Zu allem aach noch die Schand! —
No dodriwwer wärd noch e Wörtche zu redde ſei.
Freilich, wann’s des „Redde” mache dhet, do weer=ſen am
letztemol ſchun gelunge. Dann mer erzehlt ſich, ſie hedde ſich
gäächeſeidich aud geknockt, un hedde unſerm Owwerowwer e
Lind in Leib geredd. ’s hett net viel gefehlt, do hatte ſe die
Nacht um zwelf Uhr die Sannidäder holen miſſe
No, was däß bedrifft, do ſin mir in Darmſtadt jo uff de
Heeh; mir hawwe jo ’s „Rote Kreiz”, däß wo in Stunde der
Ge=
fahr for jeden do is, alſo aach for unſern Stadtrat, aanerlaa,
wie er bollidiſch eddigäddiert is. Dann ’s „Rote Kreiz” is unſer
Nothelfer in alle Läwenslage. Es ſorgt for unſer Geſundheit
un Läwe; es bekembft die Ebbedemie; es nimmt uns uff, ſo mir
krank un hiefellich ſin; die Rote=Kreiz=Schweſtern fläche uns; die
Rote=Kreiz=Nothelfer ſin immer uffm Kiwief bei Brand, Un=
glicksfäll un Kaddaſtrofe; es ſpringt jedem bei, ohne Aſähe der
Perſon, dann der allbekante Wahlſpruch vum „Rote Kreiz” haaßt:
Helfe helfe! — No un do wolle mir mit unſerm Schärflein
äwenfalls Helfe helfe, noch beſte Kräfte, un wolle uns heit emol
e bische gäbſchnitzicher zeiche, als ſunſt; s geſchieht jo nor
zu unſer Aller Beſte! — Dann ’s „Rote Kreiz” hott ſich des
ſchennſte Ziel geſteckt, un die ſchennſt Uffgab, nemlich zu
lin=
dern, zu helfe un for die annern zu ſorje. Wolle mer’s
dodrinn net im Stich loſſe, däßhalb noch emol: Helft helfe!
haaßt heit die Barohle un es Feldgeſchrei
For’s Niewergall=Denkmal: Vun=eme Stammdiſch: Zwanzich
Mack! — Danke ſchee!
—
u mor
Kurzſichtige Tante: „Du ſollteſt wirklich nicht ſo viel Gymnaſtik
treiben, Betty, Du wirſt mit jedem Tage magerer.”
Die Reparatur. „Iſt meines Mannes Höhrrohr wieder in
Ord=
nung?”
„Nein, ich ſagte doch gleich, erſt morgen. Braucht er es denn heute
ſo dringend?‟
„Ja — ich habe mich mit ihm zu zanken.”
(Nebelſpalter.)
Gymnaſtik. „Nanu, du drehſt ja jetzt deine Zigaretten ſelbſt?”
Ja — der Arzt hat mir Bewegung verordnet.” (Péle=Méle.)
Mit Ausnahmen. „Nun, gefällt dir denn wirklich das Landleben
ſo gut?”
„Aber ja, ausgezeichnet!“
„Und was machſt du an den Abenden?”
„Da fahre ich in die Stadt.”
(Ilkeſtone Pioneer.)
In der Schule. „Kann mir jemand einen bekannten Schlachtort
in Bayern nennen?”
„Den Zentralviehhof in München.”
(ouſtique.)
In der Buchhandlung. „Ich möchte gerne das Buch haben „Der
Mann iſt der Herr im Hauſe‟
„Jawohl, das bekommen Sie in der Abteilung: Märchen und
Le=
genden."
(Pele=Méle.)
Kinder. „Warum weinſt du denn, Kurti?”
„Der Ewald hat mein Butterbrot aus dem Fenſter geworfen!“
„Mit Abſicht?”
„Nein, mit Wurſt!”
(Herold.)
Beim Uhrmacher. „Ich bringe Ihnen hier das Pendel unſeres
Regulators zum Reparieven.”
„Na, und die Uhr?”
„Die geht gut — nur das Pendel bleibt immer ſtehen.”
(Péle=Méle.)
Das Einglas. „Sie können alſo mit einem Auge ſchlechter ſehen?”
„Ja, wegen des Monokels. Das Ding ſtört ſo ſehr beim Sehen.”
Die neuen Hüte.
Man erinnert ſich wohl kaum, jemals auf
modi=
ſchem Gebiet einen derartigen Umſchwung miterlebt
zu haben, wie er bei den Hüten während der letzten
Wochen feſtzuſtellen war.
Schon ſeit Jahr und Tag bemühen ſich ja die
führenden Salons, von der fabrikmäßig erzeugten
ſchmuckloſen Filzform abzugehen und ſich einer
phantaſiereicheren Hutmode zuzuwenden; doch gab
es hier anfangs — wie ſo oft ſchon — einen ganz
energiſchen Widerſtand vonſeiten des Publikums, ſo
daß es einer aufopferungsvollen Arbeit während
mehrerer Saiſons bedurfte, ehe man dort anlangte,
wo die Hutmode jetzt hält. Mit einem Schlage
ſcheint ſich nämlich die Einſtellung zu dieſem Thema
gewandelt zu haben, denn was man jetzt ſieht und
anerkennt, ſind intereſſante Linien und reiche
Gar=
nierungen, die alſo keineswegs mehr jene ſchlichte
Note bewahren, die ſeinerzeit als „allgemeingültig”
betrachtet wurde, ſondern der Phantaſie
vollkom=
men freien Lauf laſſen und Schaffungen
hervor=
bringen, die vor keinem Aufputz zurückſcheuen und
damit ſicherlich einen Höhepunkt erklimmen, der
zweifellos beachtenswert iſt, weil er keine
Eintags=
mode, ſondern eine völlige Umwälzung darſtellt.
Es iſt auch ganz klar, daß dieſe Mode kommen
mußte, und nicht etwa — wie dies fälſchlich
ge=
ſchieht — als Willkür einiger Salons betrachtet
wird, denn die immer ideenreicher werdende
Klei=
dung war unbedingt die Veranlaſſung dazu, daß
man auch phantaſievollere Kopfbedeckungen wünſchte,
die hauptſächlich in ihrer Garnierung die
Ueber=
einſtimmung mit dem maleriſchen Kleide ſchaffen
ſollten.
Hier gibt es natürlich vielerlei Möglichkeiten,
denn an Aufputzeffekten herrſcht ja ſicherlich kein
Mangel.
Am beliebteſten ſind Blumen als Hutaufputz,
und man findet denn auch faſt alle Nachbildungen
der natürlichen Blüten, wobei auf naturgetreue
Wiedergabe beſonderer Wert gelegt wird, ſo daß
alſo keine Phantaſie=Gebilde entſtehen ſollen, wie
auch die vielen, ehemals beliebten ſtiliſierten Blüten=
Motive als durchaus veraltet gelten, da man überhaupt den
„kunſtgewerblichen” Charakter in der Hutmode zu vermeiden ſucht
und ſich auf das abſolut „Modiſche” zu konzentrieren rrachtet.
Da ſieht man alſo als Hutaufputz herrliche Roſen von Weiß
über Hell=gelb und Roſa bis zu einem tiefen Dunkelrot.
Dann auch „Kamelien”, die als Modeblüten der Saiſon zu
betrachten ſind.
Die ſteifen Becher der „Calla” ſind ungemein ſtilvoll.
Ferner gibt es auch vielerlei kleine Blumen an gemeinſamem Für Alltagszwecke aber bleibt man nach
Stamme, etwa die Blüten der Akazie und des Goldregens, dann ſchicken Filzfaſſon mit eingebogenem Rande
mannigfaltige Varianten der Wieſenblumen (Löwenzahn, Mohn, Garnierung in Form einer Maſche, die auch
Margueriten, Dotterblumen uſf.).
Für den Nachmittag, alſo zum Inprimé=Modell, iſt alſo die wiedergegeben wird, da metalliſche Effekte (di
Möglichkeit eines außerordentlich maleriſchen, phantaſiereichen fach und „korrekt” ſein müſſen) für die halyſp
Hutes gegeben, der ſicherlich der Abwechſlung halber Freude be= ganz außerordentlich beliebt ſind.
reiten, und gefallen wird.
Wir bringen eine ſolche Forr
an die ehemals gebräuchlichen
innert und aus Exotenſtroh oder
ſein kann, als oberſte Skizze.
Die paſtellfarbenen Becher de
ſind hier als Garnierung verwe
ſowohl an der Außenſeite als a
Steckart, die immer ſehr vorteil
Natürlich trachtet man, die
ben des dazu gehörigen Kleides
den die Garnierungsblumen
muſter des betreffenden Kleide
gebildet, eine Mode, die he
einzelt darſteht und ſicherlich noc
den dürfte.
Aber nicht nur der breite H
es wäre ja auch ſicherlich ein Fel
die nun wirklich alle Schranken
lich in beſtimmte Bahnen zwing
dern auch die enganliegen
vielfach derart gearbeitet wird
Seite offen zu ſtehen ſcheint und
rung bringt, die ſozuſagen aus
quillt” (unterſte Skizze links).
Sehr eigenartig ſind auch je
Material des dazu gehörigen K
wobei beſonders die getupfte
Frage kommen.
So zum Beiſpiel führen wi
breiten Filzhut vor Augen,
„Paſtillen=Material” des Kleid
in der vorderen Mitte durch ein
Seide gebildete Blüte beſchwert
Ganz anders als dieſe Mo
alle Schaffungen, die man für
Trotteuraufmachung und für de
Hier würde ja jedes Zuviel
und man befleißigt ſich darum
ſichtlichen” Einfachheit.
Zum Sportkoſtüm gefällt ein
aus dem gleichen Material am
rechts oben)..
Eine engliſche Maſche aus d
wohl die einzig mögliche Garnie
dem gleichen Material hergeſtellt oder aber in
il
Der „transparente. Hut
heißt eines der Schlagworte der neuen Mode und es ſcheint faſt,
als ob dieſe Typen es ſein ſollten, die für die Renn=Saiſon als
maßgebend angeſehen werden dürfen.
Es war natürlich nicht leicht, zu den verſchiedenen fließenden,
duftigen, hochſommerlichen Kleidern auch die richtige
Kopfbedek=
kung zu finden und eigentlich ganz ſelbſtverſtändlich, daß hier
wieder nur etwas ſehr Phantaſiereiches in Frage kommen könne,
etwas, das ſich von allem Hergebrachten ſofort unterſcheidet.
Spitzenkleider
gelten bekanntlich ſeit jeher als Höhepunkt der
Ele=
ganz. Sie wurden aber vor einigen Jahren in den
großen Modeſalons ſo viel gezeigt und waren auch
dementſprechend häufig im Publikum zu ſehen, ſo
daß die unausbleibliche Folge davon war, daß man
des Spitzengewebes zwar vielleicht nicht
über=
drüſſig wurde, immerhin aber froh war, auch
wie=
der anderes zu ſehen.
Seither alſo gab es in den führenden Häuſern
faſt keinerlei Spitzenſchaffungen, und erſt jetzt
be=
ginnt man wieder, dieſes Material in den
Vorder=
grund zu rücken.
Das Schöne an den neuen Spitzen iſt wohl die
Tatſache, daß ſie niemals ein Experiment darſtellen;
ſie ſind alſo weder in ihrer Webart noch in ihrer
Farbe „gewollt” und übertrieben, ſondern bewegen
ſich ganz im Gegenteil in jenen maßvoll=modiſchen
Bahnen, die der eleganten Frau immer zuſagen
und auch die Gewähr dafür bieten, daß ſie keine
Eintagsmode darſtellen, ſondern ſich lange des
un=
geteilten Beifalls erfreuen werden.
Das Spitzenmaterial bietet ja an ſich ſchon
in=
ſofern einen bedeutenden Vorteil, als die daraus
verfertigten Modelle als ſogenannte „
Gelegenheits=
kleider” bezeichnet werden dürfen, worunter
Schaf=
fungen zu verſtehen ſind, die man nicht nur für
einen ganz beſtimmten Zweck verwenden, ſondern
zu vielen Gelegenheiten auswerten kann.
In der Regel iſt nämlich ein Spitzenkleid
eben=
ſogut für den Nachmittag wie für den Abend
brauchbar, läßt ſeine Trägerin immer elegant und
modiſch=kultiviert wirken und kann niemals
enttäu=
ſchen, weil es ſich jedwedem geſellſchaftlichen
Rah=
men ausgezeichnet einzufügen vermag.
Die neuen Spitzen ſind nur inſofern
charakte=
riſtiſch, als ſie — wie ſchon früher erwähnt wurde —
jeder Uebertreibung aus dem Wege gehen und
darum ſchon ihrer Struktur wegen jedem Standard.
entſprechen, den man als „gut=verwendbar” zu
bezeichnen gewohnt iſt.
Die Muſterung iſt zwar zart, doch auch
wie=
der prägnant, die Spitze weich, dabei auch doch
mit ſtärkeren Fäden durchzogen, die dem Material den
notwendi=
gen Halt geben.
Die Farben ſind durchaus maßvoll, niemals ſchreiend oder
aufdringlich; im Vordergrunde ſteht Schwarz, Blau oder Beige,
doch gibt es auch noch andere, ungemein beliebte Töne, zu denen
vor allem eine neutrale Sandfarbe, ein ganz blaſſes Blau=grün,
das man als „Hell=aquamarin” bezeichnet, und ein mattes Roſa
Um aber etwas Außergewöhnliches zu bieten, bedarf es nicht
nur des eigenartigen Materiales, ſondern auch einer ganz
beſon=
deren Machart und beides ſcheint ſich in den neuen „
Transparent=
hüten” zu vereinigen.
Die durchſcheinende Wirkung dieſer Modelle wird durch
„Ajours” erzielt, die dadurch entſtehen, daß das Stroh in einer
ganz neuen Manier verarbeitet wird, die ſo ausſieht als ob es
ſich um ein verſteiftes Spitzenmaterial handeln würde, indem
ſchmale Strohborten in ornamentaler Art zu durchſcheinenden
Muſtern vereinigt werden.
A
Selbſtverſtändlich muß hier auch für ei
geſorgt ſein, der dem Hute den notwendigen
in der Wirkung das markante Moment darſt
Sehr eigenartig und weit entſernt von
Typen ſind auch jene Hüte, bei denen man
ſtickere: verſehenes Leinen mit gleichfarbiger
Stroh kombiniert. Es entſtehen dann hier Mo
ganz außergewöhnlich kultivierten Handarbeit
ſamſte Beachtung verdienen und des eleganteſt
Kleides würdig ſind.
verſchiednen eigenartigen Spitze
die ſich zweifellos Bahn breche
ſehr intereſſante Neuheit darſte
Wir haben eines dieſer 2
letzten Bilde feſtgehalten.
Es iſt derart aufzufaſſen, daſ
anliegende, unten glockige ur
Mitte verlängerte Rock, ſowie
Jacke aus ſchwarzer Spitze gear.
für die gegen die Mitte gezo
Bluſe roſa=farbenes Spitzenmate
Muſterung in Frage kommt.
Zu einem ſolchen Complet tre
randigen Hut aus Filz, Roßha‟
der ſelbſtverſtändlich die Schwat
wiederholt.
Der halblange Handſchuh i
mehr vereinzelt, ſondern gehörk
ſtändigung der eleganten Aufm
Ein Spitzen=Complet wie da.
hat den Vorteil, für den Nachn
Abend verwendbar zu ſein, eine
dings mehr oder weniger für C
gen Geltung hat."
Natürlich gibt es auch Spi
facherer Linienführung, die
ſchön und nicht minder kultivie
Die neue Silhouette in ihre
zu zählen wäre, das wie die Blätter einer verblühenden roſa Roſe
wirkt.
Als gerne geſehener Effekt gelten in der Spitzenmode die
ver=
ſchiedenen Kontraſtwirkungen, die ſich aus der Kombination
gleichartig gemuſterter, aber verſchiedenfarbiger Spitze ergeben.
Vornehmlich Schwarz mit Roſa gehört zu den aparteſten
Schaffungen der kommenden Saiſon, und hier ſind es wieder die
heit, die durch die untere We
noch unterſtrichen wird, iſt im
beſonders vorteilhaft zum Aus”
Man ſieht dies an unſeren
deutlich, das mit ſeinem „falle.
teil, den ſchlanken Aermeln, de
und dem reich=glockigen Roge
gefangen nimmt.
Zu einem ärmelloſen abend
das natürlich immer ganz lan.
ſich der gerade Paletot aus deil
ungemein vornehm aus und c
reiſe ein außerordentlich empſe..
dar, da ein Spitzen=Enſemhle. L
leicht unterzubringen iſt. !
ni
etwas geknittert wurde
wirkt, weil die verſchiedenen Büge, die Nit
ſtanden ſind, in dieſem Material nicht ſche.
gans
Zu Spitzenkleidern wählt man imie.
glatte Schuhe, womöglich Seiden=Pumps.
Farbe, da jeder garnierte Schuh die Wirto
einträchtigen und der ganzen Aufmachund.
Note nehmen würde.
PDarlankanz
ve Mart.
Fimi z man von Gebh. Schatzler=Peraſini.
Nachdruck verboten.
ſe hob er den Kopf. Er nahm ein Buch zur
Har ausſah, ſo eine Art Tagebuch mit einfachem,
ge7 Jas darin verzeichnet war, ſagte einem un=
0oherzlich wenig. Für den Doktor hatten dieſe
arm! usſehenden Notizen aber einen um ſo größe=
„h auner Stelle, die ſich der Doktor aufſuchte, ge=
Sonntag, den 1. Juni 1930
Seite 23
An—
fütr-
der
mit der kleinen Nelly R...
zuſammenge=
rgten)t di e kanntſchaft flüchtig erneuert. Verkehrt bei
Aom veites Zuſammentreffen. Ganz nette
Unter=
g. hat Witz. Unterhalten uns vorzüglich.
bi c. Mai auf ſechs Monate in Penſion.”
nar klappte das braune Buch mit ſeinem alten
es auf den früheren Platz zurück.
Mory Penſion”, ſagte er. „Wir haben Anſang
Okto=
um ſein. Wir wollen mal ſehen.”
n de jrer des Tiſchtelephons ab und gab das
Ruf=
t ließ nicht lange auf ſich warten. Auch die
ng E chnell hergeſtellt.
ſtothr ird übermorgen aus dem Gefängnis entlaſſen.
de geführt. Schade um die Kleine!”
Uuß!“
ne der einmal ein bißchen Glück zu haben”,
gräber.
II.
ihr ſaß Dr. Borngräber dem Regierungsrat
nd beide Herren waren in eifrigſter
Unter=
ſogenannten ſchweren Kriminalfälle
bear=
ein erſönlichkeit von etwa 60 Jahren, mit faſt
ſbar 1aren, ſcharfen Augen und energiſch
ausge=
r mit Leib und Seele Kriminaliſt und hätte am
1: Fährte irgendeines ſchweren Jungens
ver=
nicht ein körperliches Leiden unmöglich
ge=
gierungsrat ſchleppte den linken Fuß etwas
ei der vorzüglichſten Verkleidung unmöglich
idmete er ſich den Erkundigungen, und hatte
Stab meiſt ſehr tüchtiger Kriminalbeamter
orten hatte Dr. Borngräber den erledigten
ko beſprochen. Der Mann war für die
näch=
h gemacht, legte auch bereits ein Geſtändnis
aß ihm weiteres Leugnen bei den erdrücken=
mehr nützte.
en ſo leicht ein zweiter nicht nach, lieber Dok=
Rat. „Ich ſehe Sie förmlich über den Rieſen
in muß nicht wenig erſtaunte Augen beim
emacht haben!"
uns raſch verſtändigt”, lachte der Doktor.
an ſein Bett und wartete, bis er aufwachte.
hm höflich einen guten Morgen, legte ihm
händerliche zu fügen — na, und das tat er
„Das heißt, nachdem Sie ihm nach allen Regeln japaniſcher
Beſiegungskunſt die Luſt, ſich aufzulehnen, genommen hatten!“
verſetzte der Rat.
Borngräber machte eine leicht abwehrende Handbewegung.
„Es war, wie geſagt, nicht der Rede wert. Wenn man ſolche
Kräfte beſitzt, wie dieſer Mirko, ſollte man ſie etwas beſſer
aus=
zunützen verſtehen.”
„Seien Sie froh, daß er es nicht tat!“
„Im Gegenteil! Eine leichte Sache reizt mich nicht, Herr
Rat. Je gefährlicher, deſto beſſer. Aber ſchließlich — ich bin
mit dem Ausgang zufrieden!“
D
3
Jon
Minan. 9o
Jchülehnnen
Wanlten Tat
Tatftanngt
ſchreibt der LehrerL.
Aanter
waid sich un=
Etatent
Neugn.!
„Wir nicht minder. Laſſen Sie uns nun von dem Fall
Arensberg ſprechen. Ich will Sie kurz ovientieren.”
„Darf ich, wie üblich, einige Fragen ſtellen, Herr Rat?”
„Ich bitte darum.”
„Was war dieſer alte Graf Arensberg für eine
Perſön=
lichkeit?”
„War früher in diplomatiſchen Dienſten, kam aus England,
von wo er ſich auch das ſogenannte Perlenband der Stuart
mit=
gebracht haben ſoll. Das mag aber wohl an die dreißig Jahre
her ſein. Der Graf entſagte damals der diplomatiſchen
Lauf=
bahn und verheiratete ſich.”
„Seine Gattin iſt tot?"
„Seit fünfundzwanzig Jahren. Sie gab dem Grafen auf
Schloß Arensberg, das Majorat iſt, einen Sohn, ſtarb dann, als
dieſer fünf Jahre zählte. Ich habe dieſe Feſtſtellungen bereits
eingezogen.”
„Der Graf hat ſich nicht mehr vermählt?”
„Nein, er lebte für ſich ziemlich abgeſchloſſen auf dem alten
Schloſſe, das von Waldbeſitz umgeben iſt.”
„Und ſein Sohn? . . . Wie heißt der?"
„Ja, ſehen Sie .. ., da ſetzt ſchon eine Sache ein, die zu
denken gibt. Dieſer Sohn, Graf Egon von Arensberg, wurde
von ſeinem Vater äußerſt ſtreng erzogen, ſcheint aber das etwas
leichtere Blut der Mutter geerbt zu haben. Es ſoll zwiſchen Vater
und Sohn — beſonders als der junge Graf die Schulen hier
ab=
ſolvierte und in die Kreiſe der Lebewelt kam — oft zu ſehr
ſchar=
fen Auseinanderſetzungen gekommen ſein. Schließlich nahm
der alte Graf ſeinen Erben zu ſich auf das Schloß. Doch dauerte
das friedliche Verhältnis nicht lange. Eines Tages — ich glaube,
es war vor drei Jahren — verſchwand der junge Graf. Er ging
ins Ausland. Genaueres iſt darüber nie bekannt geworden. Jetzt,
nach dem Abſterben des alten Grafen, wird der Notar, der als
einziger von dem fernen Aufenthalt des Grafenſohnes unterrichtet
war, die Nachricht wohl an den Erben übermittelt haben. Das
ſind eigentlich Dinge, die anſcheinend nicht ganz hierher gehören."
„Sie können ſehr wichtig werden .. ."
„Das war auch meine Anſicht”, nickte der Rat. „Laſſen wir
vorläufig dieſen Sohn. Er wird vermutlich über kurz oder lang
zurückkehren und ſein Erbe antreten, das auch ohne das
Perlen=
halsband noch groß genug iſt.”
„Ich hoffe, dann in irgendeiner Weiſe die Bekanntſchaft des
Herrn Grafen zu machen”, lächelte Borngräber.
„Ganz wie Sie wünſchen, lieber Doktor. Mit dem Diebſtahl
ſelbſt hat er natürlich nichts zu tun.”
Borngräber unterließ es, ſich darüber zu äußern. Er fragte
ruhig: „Wer hat die erſte Anzeige von dem Diebſtahl gemacht?”
„Der Notar, Doktor Wellmann, der langjährige Vertraute
des verſtorbenen Grafen.”
„Konnte er keinen Hinweis geben, wo der Dieb zu ſuchen
wäre?"
„Nicht den geringſten. Von der Dienerſchaft — nur wenigen
Leuten — kommt anſcheinend niemand in Betracht.”
„Wer bildete die letzte Umgebung des alten Grafen?”
„Eine entfernte Verwandte, ein junges Mädchen, Baroneſſe
Wallersbrunn, verarmt, aber offenbar dem Grafen ſehr zugetan,
Ich habe ſofort recherchiert, aber an dem tadelloſen Ruf der
jun=
gen Dame hängt nicht der leiſeſte Zweifel. Sie iſt Waiſe,
er=
nährte ſich nach dem Tod ihrer Mutter mit Sprachunterricht hier
in der Reſidenz und folgte dem Ruf ihres Verwandten nach
Schloß Arensberg. Der alternde und leidende Graf ſchien das
Bedürfnis zu empfinden, ein junges, hingebendes Weſen um ſich
zu haben. Die Baroneſſe ſoll den Grafen auch auf das zärtlichſte
gepflegt haben."
Doktor Borngräber fuhr ſich über die Stirn. Das bedeutete
für ihn dasſelbe wie eine Notiz, die ſich ein anderer machte. „Dieſe
junge Dame . . ., wo befindet ſie ſich jetzt?” fragte er.
„Vorläufig noch auf dem Schloſſe. Der Verſtorbene ſoll in
ſeinem Teſtament den Wunſch ausgeſprochen haben, daß
Baro=
neſſe Wallersbrunn dort die Rückkehr des jungen Grafen Egon
abwarte."
Der Doktor ſah auf. „Vielleicht eine Herzensangelegenheit?”
„Darüber könnte der Notar — wenn er will — vielleicht
Aus=
kunft geben.”
„Aus was für Perſönlichkeiten beſtand die Dienerſchaft?”
„Es waren einige jüngere Leute da, in nächſter Umgebung
des alten Grafen herrſchte indeſſen nur ein Mann, der alte
Leib=
diener Mühlhauſer, eine wortkarge Perſon, ſeinem Herrn aber
ſehr ergeben. Der verſtorbene Graf nahm vor vielen Jahren den
Mann ſchon nach London mit; Mühlhauſen kam dann mit dem
Grafen auch nach dem Schloß, verheiratete ſich ungefähr in
der=
ſelben Zeit, da auch Graf Arensberg ſich eine Gattin nahm. Aber
auch er iſt ſeit vielen Jahren Witwer.”
(Fortſetzung folgt.)
wenn Schüsseln, Platten, Teller, Saucieren und Schalen vor
Sauberkeit strahlen — wenn Bestecke und Tafelgeräte in
appe-
titlichster Reinheit blitzen. Wvolbringt dieses blinkende
Wun=
der. ( sibt der festlichen Tafel und dem Pamilientisch gute
Stimmung!
What ganz fabelhafte Kräfte, Silbersachen und Service — im
Nu erhalten sie wieder blitzblankes Aussehen und funkelnde,
lachende Frische. Spielend besorgt W das Aufwaschen und
Spilen des Ebgeschirrs. Pett, Ol, Saucen- und Speisenreste
entternt es mihelos, gründlich und schnell — nicht ein
Schmutz=
teilchen bleibt zurück. (ist sehr ergiebig: 1 Eßlöftel reicht für
1 Eimer — 10 Liter heißes Wasser.
Nutzen auch Sie im Faushalt
diesen wirtschaftlichen Felfer!
Ae
Roctnad Te
güt!
[ ← ][ ]Seite 24
Sonntag, den 1. Juni 1930
We Unwiderruflich
nur zwei Tage
Gastspiel des
weltverühmten MuSlkal-Ciouns
Inhaber Hans Tod Telephon 4348
Heute Sonntag ab 4 Uhr nachmittags
KONZERT
Ab 8 Uhr abends bei günſtiger Witterung
Großes Extra-Konzert
Leitung Kapellmeiſter Willi Schlupp.
Eintritt frei!
Eintritt frei!
Menü 4 1.20: Blumenkohlſuppe, Kalbs=
Nierenbraten od. Keule m. verſch.
Gemüſen, Salat und Kartoffeln
Deſſert.
Menü 4 1.50: Blumenkohlſuppe, Reh=
Rücken od. Keule garniert, Deſſert,
Reichhaltige Abendkarte
Im Ausſchank das beliebte „Wiener=
Edelſtarkbier” erſten Ranges. Bei
ein=
tretender Dunkelheit Illumination des
(8804
ganzen Gartens.
Dornzelge für Dienstag, den 2. Junl.
abends 8 Uhr:
Erster großer Elite-Abend des
gesamten Stadt-Orchesters.
Schloßgarten=
Zum Schloßgarken, ſtraße Nr. 21.
Heuke Konzerk!
Es ladet freundl. ein; Franz Kratſch.
Eh
kurort Ludwigshöhe
Teleph. 591 (8753
Heute nachmittag 4 Uhr
Großes Konzert
ausgeführt vom Stadtorcheſter
unter perſönlicher Leitung von
Kapellmeiſter Willy Schlupp
Eintritt frei.
(König der Clouns)
mit grolſem international. Harlete-Programm
Preise von 1.50 Mk. an. Vorverkauf: Ab Montag, 2. Juni, nachmittags
2½—6 Uhr, Dienstag und folgende Tage von 10—12½ Uhr und
3—61z Uhr am Zeitunssstand im Schalterraum der Hauptpost (8751
Rummell
Teleph. 2519. Gegenüber d. Besthal
Heute nachmittag und
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Heute Sonntag, 1. Jun1 1930
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