inzelnummer 15 Pfennige
PeMe
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K1
Trmſtädtt
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gebleſtech
aligem Erſcheinen vom 1. April
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Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſi. Tagbl.” geſtattet.
Nummer 109/10 Sonntag, den 20. April 1930.
193. Jahrgang
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ſtädter und Nationalbank.
et. 30
* Die Woche.
Flottenkonferenz vor dem Abſchluß.
Oſtern. Auf den Kriegsſchauplätzen europäiſcher Politik
ged 1 rung des Blokkenverkrages beendet. — Nur noch Differenzen über die Präambel. — Neue
Ver=
ſchärfung der Gegenſähe zwiſchen Frankreich und den angelſächſiſchen Staaken.
erſtimmungen in Paris.
zugt edenheit mit der engliſchen Polikik.
unſerem A=Korreſpondenten.
Paris, 19. April.
ie Snentare, die ma über London hört — die
See=
ungs ſerenz ſteht immer noch zur Debatte — werden
bit. Man iſt verſtimmt wegen der Verſchärfung des
jeniſchen Gegenſatzes und nicht zuletzt wegen der
intum der Konferenz.
ne 4 ang ſchien es, als ob die Konferenz doch eine
ge=
fra iſch=engliſche Annäherung gebracht hätte. Denn
reichx en ſich mit den angloſächſiſchen Mächten immer
eſſe verſtehen als Italien, wewigſtens in den letzten
der nferenz. Das war aber in erſter Linie auf die
ge=
inaſtiſche Diplomatie Briands zurückzuführen. Nur
der Konferenz aber wird der franzöſiſch=engliſche
er ſtärker werden. Man kann jetzt ſchon auf Grund
aedonalds mit einiger Sicherheit darauf ſchließen.
wollte während der Konferenz den Anſchein einer
(mimoſität gegen Macdonald vermeiden, denn ſonſt
von Anfang an wahrſcheinlichen Mißerfolg der
auf dieſe franzöſiſche Animoſität zurückgeführt.
ückt man langſam der ſchier unendlich dauernden
ſſphäre doch. Und man macht in Paris daraus
r ein Geheimnis, wie unangenehm man die
Rück=
nancher Maßnahmen der Arbeiterregierung
hen in Indien nimmt man hier ſehr ernſt und
es auch. Mon hat von der Arbeiterregierung von
te Reihe von kolonialen Mißgriffen erwartet und
ſo, als ob alle Schwierigkeiten in Aegypten, in
in Indien nur auf die Unfähigkeit der
Arbeiter=
ückzuführen wären. Die Blätter adreſſieren
ſal=
ihnungen an England; es ſoll, wenn es ſchon ſeine
eſſen vernachläſſigt, wenigſtens auf die Intereſſen
olonialmächte Rückſicht nehmen. . . .
ffentlichung des engliſch=ruſſiſchen
Handelsabkom=
andererſeits eine ſehr ungünſtige Aufnahme
ge=
prophezeit der kommuniſtiſchen Agitation in
Eng=
e Erſtarkung, die durch die diplomatiſche
Immu=
ſchen Handelsdelegationen noch erleichtert werden
ankreich hat man mit Weh und Ach die gefährlich=
Agitationszentren ſtillgelegt: in England ſoll jetzt
von vorne losgehen. Es iſt aber für Frankreich,
tiſch, gar nicht gleichgültig, was jenſeits des Ka=
Die franzöſiſch=ruſſiſchen Beziehungen ſind
inzwi=
ſchlechter geworden. Der diplowatiſche Bruch
einem Haar, noch ſo ein Fall wie die Kutjepow=
Regierung wird gezwungen ſein, der öffentlichen
Zugeben. In der Einſtellung den Sowjets
gegen=
as engliſch=franzöſiſche Verhältnis klar zum Aus=
enverkrag den bekeiligten Regierungen
übermitkell.
EP. London, 19. April.
ten der Vertragsaufſetzung in London ſind
nun=
je beendet. Die zurzeit noch nicht geregelten
Punkte ſind, dem „Daily Telegraph” zufolge,
bel zum Vertrag, die
Sicherheits=
eine Formel, mit der die in London nicht
voll=
hloſſene Arbeit über die Berechnungs= und
Ab=
den an die Genfer Abrüſtungs=Konferenz verwieſen
tzung der Präambel dürfte noch beträchtliche
bereiten, da die engliſch=amerikaniſchen Anſichten
öſiſchen Standpunkt über den Inhalt der Präambel
immen. Die Sicherheitsklauſel ſoll dagegen bereits
Sig in einer Beſprechung zwiſchen Stimſon und dem
der Admiralität, Alexander, in ihrer endgültigen
*gelegt worden ſein, ſo daß dieſe Frage mit keinen
n mehr verbunden iſt. — Der übrige Vertragsteil
ur. Regierungen von Waſhington, Paris, Rom und
1fung übermittelt worden. Der Vertrag ſelbſt ſoll
liches Dokument von etwa 10 000—15 000 Worten
1 7
ht die Anſichten der verſchiedenen Regierungen zu
Juriſten ausgearbeiteten Vertrag in London vor=
9 nicht vorausſagen, ob die für Dienstag angeſetzte
* Konferenz tatſächlich ſtattfinden wird.
erflüſige franzöſiſche Aufregung
über den Panzerkrenzer b.
Berlin, 19. April. (Priv.=Tel.)
Auß des Reichsrates, für den Panzerkreuzer B
lrate in den Etat einzuſtellen, hat in Frankreich
die programmäßige Aufregung
hervor=
einerzeit bei der Bewilligung der erſten Rate für
elzer A aufflackerte. Selbſtverſtändlich fordern die
Rreiſe erneut Sicherungen gegen die angebliche
deutſche Gefahr. Sie machen auch Stimmung für den Bau von
Großkampfſchiffen. Daß unſere Erſatzbauten, die ſich im
Rahmen des von den Franzoſen uns
augezwun=
genen Verſailler Vertrages halten, der rieſigen
fran=
zöſiſchen Flotte niemals gefährlich werden können, braucht nicht
beſonders betont zu werden. Tatſächlich benutzt Frankreich ja
auch dieſen Beſchluß des Reichsrates nur, um weitere
Auf=
rüſtung zur See gegen England bemänteln zu
können. Wenn darüber hinaus in gewiſſen franzöſiſchen Kreiſen
das Gerücht kolportiert wird, daß der franzöſiſche Botſchafter in
Berlin angewieſen werden ſoll, bei der Reichsregierung wegen des
Baues vorſtellig zu werden, ſo glauben wir daran kaum. Er ſoll
zwar nicht gegen den Bau ſelbſt proteſtieren, ſondern darauf
auf=
merkſam machen, daß durch die Baukoſten der Reichshaushalt in
Unordnung geraten und der Youngplan gefährdet werden könnte.
Wir meinen, daß ſich Frankreich hier unnötige Sorgen macht, und
daß der Botſchafter zu dieſem Schritt gar nicht veranlaßt
wer=
den wird, weil die zuſtändigen franzöſiſchen Stellen ganz genau
wiſſen, daß dieſe Angelegenheit eine völlig
inner=
deutſche iſt, die lediglich das deutſche Volk, aber
nicht andere Nationen angeht.
Briands Pan=Europa=Plan.
Ein Fragebogen über die Möglichkeiken einer euro
päiſchen Staakenföderalion.
EP. Paris, 19. April.
Die Vorunterſuchung über die Gründung der Vereinigten
Staaten von Europa, die der franzöſiſche Außenminiſter Briand
bei jenem denkwürdigen Frühſtück der Außenminiſter in Genf
im September letzten Jahres verſprach, wird in einigen Tagen
in die Wege geleitet, ſo berichtet heute Jules Sauerwein im
„Matin”, Bekanntlich wurde damals beſchloſſen einen
Frage=
bogen über die Möglichkeiten einer ſolchen
Staatenföderation allen europäiſchen Mächten
zu überſenden, um das Feld für die mündlichen Unterredungen
vorzubereiten. Dieſer Fragebogen iſt, wie Sauerwein ſchreibt,
in ſeinem Rohbau fertig, und wird nur noch vom Außenminiſter
einer genauen Prüfung unterzogen. Es iſt möglich, daß der
Miniſterrat ſich damit beſchäftigen wird, bevor die Note den
intereſſierten Mächten übergeben und der Oeffentlichkeit
bekannt=
gegeben wird. Es iſt ſehr verſtändlich, daß Außenminiſter Briand
ſich in einer ſo wichtigen Angelegenheit die Anſicht und die
Billi=
gung des ganzen Miniſteriums holen will.
Sauerwein, der dieſe Nachricht in einen Leitartikel hüllt,
ſchreibt dazu, dem Außenminiſter erſcheine es nützlich und klug,
die Regierungen ſelbſt an dieſer gemeinſamen Schaffung
teil=
nehmen zu laſſen. Was nun nötig ſei, ſei, daß kompetente
Dele=
gierte in dieſem Jahre ſich noch treffen und ſich an die Arbeit
machen. Kein Land könne ſich dem entziehen, aus dem einfachen
Grunde, weil diejenigen, die einer politiſchen Vereinigung aus
dieſer oder jener Rückſicht ungünſtig geſtimmt ſeien, ein hohes
Intereſſe an einer wirtſchaftlichen Entente hätten. So halte z. B.
Deutſchland, oder zum mindeſten ein großer Teil der Deutſchen,
nicht viel davon, daß das heutige Europa ſich politiſch
konſoli=
diere, aber es halte ungeheuer viel davon, daß ſeiner Induſtrie
ein größerer Markt eröffnet werde. Das fasciſtiſche Italien
andererſeits habe als Evangelium eine dauernde, und ſogar
ge=
waltſame Entwicklung, aber es befinde ſich in der
Notwendig=
keit, Rohſtoffe einzuführen. Die Entſcheidung hänge übrigens
von den Gruppen ab, die ſich in Locarno auf einen
Sicherheits=
pakt geeinigt hätten: von Deutſchland und ſeinen Nachbarn, was
eine geographiſche Gruppierung darſtelle, ueid von Frankreich und
ſeinen Alliierten, was eine politiſche Gruppierung darſtelle.
Oſtoberſchleſiſche Minderheikenfragen vor dem
Kattowitz, 19. April.
Auf der nächſten Völkerbundsratsſitzung im Mai werden
mehrere oberſchleſiſche Fragen, die das letzte Mal zurückgeſtellt
wurden, behandelt werden. U. a. wird die Kündigung der
deut=
ſchen Knappſchaftsärzte in Oſtoberſchleſien einer eingehenden
Prüfung bedürfen. Die Aerzte wurden ſeinerzeit mit der
Be=
gründung entlaſſen, daß ſie die polniſche Sprache nicht genügend
beherrſchten und die Patienten ſich zum größten Teil aus
Arbei=
tern zuſammenſetzten, die nicht deutſch verſtünden. Tatſächlich
haben die Aerzte ſchon ſeit Beſtehen der oberſchleſiſchen
Kuapp=
ſchaft die oberſchleſiſchen Arbeiter, die ihre Wünſche und
Be=
ſchwerden auch ſchon früher, in polniſcher Sprache vorgebracht
haben, ſehr gut behandelt. Es kam hierbei nicht auf die
Sprach=
kenntniſſe, ſondern auf die wiſſenſchaftlichen Kenntniſſe dieſer
erfahrenen Aerzte an, von denen mehrere ſchon Jahrzehnte in
Dienſten der Knappſchaft ſtanden. Außerdem ſollen in Genf
ver=
ſchiedene andere Fragen, die die Minderheiten betreffen,
behon=
delt werden.
herrſcht ſeit zwei Tagen allgemeine Ruhe. Verſtändlich nach den
erlebnisreichen Wochen und Monaten der Hochſpannung, die
hin=
ter uns liegen. Der Young=Plan iſt von den beiden
Hauptbe=
teiligten Deutſchland und Frankreich ratifiziert und die
Kriegs=
entſchädigungsfrage damit zu vorläufigem Abſchluß gebracht. Nach
monatelangem Verhandeln wird nun auch die Londoner
Seeab=
rüſtungskonferenz auseinander gehen, zwar nicht mit einem
Bruch, aber doch mit einem Ergebnis, das ganz gewiß keine
Löſung der geſtellten Aufgabe darſtellt. Man konnte die
Bedeu=
tung dieſer Londoner Konferenz eigentlich kaum zu hoch
ein=
ſchätzen. Nachdem ſich Macdonald auf ſeiner Amerikareiſe im
ver=
gangenen Sommer mit dem Präſidenten Hoover in den
grund=
legenden Fragen geeinigt hatte, erfolgte alsbald die Einladung
zu dieſer Konferenz, die man Seeabrüſtungskonferenz nannte,
und die den Zweck hatte, die überſeeiſchen Machtſphären zu
ver=
teilen, bzw. das Uebergewicht der angelſächſiſchen Weltreiche
endgültig feſtzulegen. Das beabſichtigte Fünf=Mächte=Abkommen
iſt nicht zuſtande gekommen. Es iſt geſcheitert am Widerſtand
Frankreichs, das zum Nachgeben zu zwingen man im
Augen=
blicke nicht die Möglichkeit hatte. Verſtändlich, dieſer franzöſiſche
Widerſtand, verſtändlich, aber auch ebenſo ausſichtslos. Die
Lon=
doner Konferenz hat deutlicher wie alles andere die
Machtver=
ſchiebung erwieſen, die der Weltkrieg herbeigeführt. England,
das bis zum Jahre 1914 eiſern am Two=Powers=Standard
feſt=
hielt, an dem Grundſatz, daß ſeine Flotte mindeſtens ſo ſtark
ſein müſſe, wie die Flotten der beiden nach ihm ſtärkſten
See=
mächte zuſammen, mußte als erſte ſelbſtverſtändliche
Voraus=
ſetzung den Amerikanern gleiche Flottenſtärke zubilligen und
da=
mit das Ergebnis der erſten Seeabrüſtungskonferenz nach dem
Weltkrieg in Waſhington beſtätigen. Was aber bedeutet noch
den beiden angelſächſiſchen Weltreichen gegenüber die „
Groß=
machtſtellung” Frankreichs oder Italiens? Die öffentliche
Mei=
nung Frankreichs iſt mit der Haltung der franzöſiſchen
Dele=
gation auf der Londoner Konferenz im großen ganzen durchaus
einverſtanden, durchaus einverſtanden jedenfalls inſofern, als ſich
alle Franzoſen darüber einig ſind, daß man in London unter
keinen Umſtänden nachgeben durfte. Am Quai d’Orſay wird man
mit dem Londoner Ergebnis weniger zufrieden ſein, da man ſich
dort ſicherlich darüber klar ſein dürfte, daß man nicht mehr als
einen augenblicklichen Scheinerfolg davontrug. Immer deutlicher
ſieht man, wie wenig die Großmacht Frankreich heute weltpolitiſch
bedeutet und daß die bisherigen Nachkriegsmethoden nicht
geeig=
net ſind, die franzöſiſche Stellung zu feſtigen. Man hatte in Paris
ſelbſtverſtändlich die Schwäche der franzöſiſchen Poſition von
vornherein erkannt, und wenn es gegangen wäre, hätte man gern
die Einladung nach London überhaupt abgelehnt. Sobald ſich
dies dann als unmöglich herausſtellte, hatte man verſucht, ſich
mit Italien zu einigen, um dadurch die eigenen Ausſichten
wenigſtens etwas zu verbeſſern. Dieſer Verſuch iſt mißglückt,
und je länger die Londoner Konferenz dauerte, umſo ſchärfer
traten die zwiſchen den beiden lateiniſchen Schweſtern
beſtehen=
den Gegenſätze in Erſcheinung. Man hat jahrlang, ja bis auf
den heutigen Tag, in Paris und Rom geglaubt, unter den durch
den Weltkrieg herbeigeführten veränderten Verhältniſſen die
Politik der Vorkriegszeit im großen ganzen fortſetzen zu kör an
und dieſe „Vorkriegspolitik” hat in London eine ſchwere
Nieder=
lage erlitten. Das kam nicht unerwartet. Wir haben ſeit Jahren
die Auffaſſung vertreten, daß die unerhörte Stärkung der
ameri=
kaniſchen Machtſtellung und die fruchtbare Schwächung der
euro=
päiſchen Staaten durch den Weltkrieg das weltpolitiſche
Schwer=
gewicht ſo ſtark verſchoben haben, daß nur eine grundſätzliche
Neuorientierung der Politik der großen europäiſchen Staaten
unſeren Erdteil vor vernichtenden Folgen zu bewahren vermag.
Wir haben in Deutſchland wahrlich keine Veranlaſſung zur
Schadenfreude über den Londoner Mißerfolg der Franzoſen. Wir
könnten uns darüber nur freuen, wenn er dazu beitragen ſollte,
in Frankreich die Einſicht zu fördern, daß nur eine deutſch=
fran=
zöſiſche Verſtändigung auf breiteſter Grundloge und darüber
hinaus eine politiſche Zuſammenarbeit der europäiſchen Völker
die Zukunft Europas ſichern kann.
Daß eine ſolche Politik bei uns von der überwältigenden
Mehrheit des Volkes getragen wird, haben die Ereigniſſe der
letz=
ten Monate zur Genüge bewieſen, wobei allerdings auch der
doktrinäre Pazifismus gewiſſer deutſcher Kreiſe eine Rolle ſpielt.
Hier liegen zweifellos zukünftige Konfliktsmöglichkeiten. Daß die
Macht im Leben der Völker eine ausſchlaggebende Rolle ſpielt,
ſollten allerdings eigentlich die Ereigniſſe der Nachkriegszeit auch
dem überzeugteſten Pazifiſten eingehämmert haben. Und auch eine
erfolgreiche Politik der Annäherung der europäiſchen Völker wird
uns dem pazifiſtiſchen Ideal kaum näher bringen. Der Unterſchied
würde dann nur der ſein, daß nicht mehr die einzelnen
europäi=
ſchen Völker gegeneinander, ſondern gemeinſam um
ihre Exiſtenz ringen, und ſie werden dieſe Aufgabe um ſo eher
ohne Appell an die ultima ratio erfüllen können, je ſtärker ſie
ſind. Ihren Sinn haben unter dieſen Umſtänden die franzöſiſchen
Rüſtungen gegen uns verloren, aber es wäre eine gefährliche
Illuſion, wenn man deswegen in Deutſchland glauben würde, daß
wir nun auch der wenigen militäriſchen Machtmittel entbehren
könnten, die uns das Verſailler Diktat beließ. Wir haben
nicht nur eine Weſtgrenze, und wir müſſen damit
rechnen, daß uns die Entwicklung im Oſten eines Tages vor ernſte
Entſcheidungen ſtellen kann. Bei der Aufſtellung des diesjährigen
Reichshaushaltsplans iſt der Bau eines neuen
Panzerkreu=
zers B lebhaft erörtert worden. Seine Inangriffnahme ſollte
keine grundſätzliche, ſondern höchſtens eine Frage der
Zweckmäßig=
keit ſein! Gewiß, auch ein verhältnismäßig geringer Betrag fällt
bei der gegenwärtigen Kaſſenlage des Reiches, bei der ſteuerlichen
Ueberbelaſtung der deutſchen Wirtſchaft und bei den ſozialen
Nöten weiter Kreiſe des Volkes ſchwer ins Gewicht. Aber die
Sorgen der Gegenwart würden uns über die Sorgen der Zukunft
nicht hinwegſehen laſſen. Man ſollte nicht vergeſſen, daß ſich der
Bau eines ſolchen Schiffes über Jahre hinauszieht (wodurch ſich
natürlich auch die Baukoſten entſprechend verteilen), und daß
man die politiſche Entwicklung auf Jahre hinaus eben nicht
über=
ſehen kann. Wir müſſen leider damit rechnen, daß ſich eine ver=
Seite 2
Sonntag, den 20. April 1930
Nummer
antwortungsloſe Agitation auch dieſer Frage bemächtigen wird,
aber das darf diejenigen nicht beeinfluſſen, die für das deutſche
Volk der Geſchichte gegenüber die Verantwortung tragen.
Mit anerkennenswerter Entſchloſſenheiat iſt das neue
Ka=
binett Brüning an die ihm geſtellten gewaltigen Aufgaben
heran=
gegangen, und dieſe Entſchloſſenheit, ein feſter Wille, und nicht
zuletzt die Zähigkeit des Reichsfinanzminiſters Dr. Moldenhauer
hat ihm die erſten Erfolge eingetragen. Nach der Erreichung
eines gewiſſen Abſchluſſes auf dem Gebiet der Außenpolitik, auch
der Beginn eines neuen innerpolitiſchen Abſchnitts? Wir hoffen
es im Intereſſe des deutſchen Volkes. Wir hoffen, daß ſachliches
Wollen im Intereſſe der Geſamtheit auch fernerhin den Sieg
davontragen werde über Sonderintereſſen einzelner Gruppen,
wir hoffen, daß die entſchloſſene Tat auch die große Maſſe des
deutſchen Volkes eindringlicher überzeugen wird als die
Agi=
tation der Volksverſammlung, und wir hoffen nicht zuletzt, daß
die parteipolitiſche Zerſplitterung des deutſchen Bürgertums ihr
Ende finden wird dadurch, daß ſeine politiſchen Führer ſich
end=
lich dazu aufraffen, auch praktiſch die Folgerungen zu ziehen aus
der Erkenntwis, die ſchon längſt zum Gemeingut der Maſſen
ge=
worden iſt. Dann wird auch das deutſche Volk ſein Oſtern feiern
können, ſeine Auferſtehung aus der furchtbaren Not der letzten
Vergangenheit.
M.
*
Die neuen Skeuern und Zölle.
Der Inhalt der vom Reichskag verabſchiedeten
Geſehe.
Bei dem Kampf um die vor einigen Tagen vom Reichstag
beſchloſſenen Zoll= und Steuererhöhungen iſt der materielle
In=
halt dieſer Geſetze in der Oeffentlichkeit viel zu wenig beachtet
worden, weil die politiſchen Fragen das geſamte Intereſſe auf
ſich konzentrierten. Infolgedeſſen ſcheint es notwendig, noch
ein=
mal kurz den Inhalt der neuen Geſetze zu wiederholen. An erſter
Stelle ſteht die Vorlage über die Zollerhöhungen für
Mineralöl und Benzin. Der Satz wird von ſechs auf
zehn Mark je Doppelzentner hinaufgeſetzt. Die neue
Mineralöl=
ſteuer tritt am 1. Mai in Kraft, die Mineralölzölle ſchon am
18. April. Für ſchon eingeführtes Benzin und Benzol kann der
Reichsfinanzminiſter eine Nachverzollung vornehmen. Auf
Mineralöle wird noch eine innere Ausgleichsſteuer erhoben. Der
Steuer unterliegen alle Mineralöle beim Uebergang in den freien
Verkehr des Inlandes, ausgenommen ſind nur ausländiſche
Mineralöle. Die Steuer beträgt 3,80 RM. je Doppelzentner.
Weiter wird ein Zuſchlag zur Kraftfahrzeugſteuer
in Höhe von 10 Prozent erhoben. Für Kraftdroſchken
tritt dieſer Zuſtand nicht in die Erſcheinung.
Etwas wichtiger iſt nun für die Allgemeinheit die Aenderung
des Tabak= und Zuckerſteuergeſetzes. Urſprünglich
iſt die Aufhebung der Tabakſteuerlager ins Auge gefaßt worden.
Die Aufhebung unterbleibt, dafür muß aber von den Lagerhaltern
eine Entſchädigung in Höhe von ½ Prozent des Steuerwertes
2ie
der von ihnen verſteuerten Zigarren geleiſtet werden.
Zahlungsfriſt für die Zigarrenſteuern wird von 3½ auf 21/=
Monate, für alle übrigen Tabake auf 1½ Monate verkürzt. Bei
der Zuckerſteuer ſoll die Zahlungsfriſt mindeſtens einen und
höch=
ſtens zwei Monate betragen. Die offenen Zuckerſteuerlager
werden aufgehoben. Die neuen Vorſchriften für die Tabak= und für
die Zuckerſteuer treten mit dem 1. Mai in Kraft. Noch
wich=
tiger iſt nun aber die Erhöhung der Bierſteuer. Sie
wird um 46 Prozent im Durchſchnitt erhöht und ſieht folgende
Sätze vor: Von den erſten 2000 Hektolitern 9,50 RM., von den
folgenden 8000 Hektolitern 9,70 RM., von den folgenden
zehn=
tauſend Hektolitern 9,90 RM., von den folgenden zehntauſend
Hektolitern 10,20 RM., von den folgenden 30000 Hektolitern
10,50 RM., von den folgenden 30 000 Hektolitern 10,80 RM., von
den folgenden 30 000 Hektolitern 11,40 RM. und von dem Reſt
12 RM. Für Brauereien, die innerhalb eines Rechnungsjahres
aus ſelbſt gewonnener Gerſte nicht mehr als 20 Hektoliter Bier
erzeugen, ermäßigt ſich der Steuerſatz auf zwei RM. für 1
Hekto=
liter, ſofern ſie bereits vor dem 1. April 1930 in Betrieb geweſen
ſind. Für Brauereien, die innerhalb eines Rechnungsjahres
nicht mehr als 1000 Hektoliter erzeugen, ermäßigt ſich der
Steuer=
ſatz auf 9 RM. für 1 Hektoliter. Die Vergünſtigungen erlöſchen
mit Ablauf des Rechnungsjahres, in dem in der Brauerei mehr
als 20 bzw. 1000 Hektoliter ſerzeugt werden. Bier, das ſich am
Tage des Inkrafttretens dieſes Geſetzes außerhalb der
Er=
zeugungsſtätte im Beſitze von Bierhändlern oder Wirten befindet,
unterliegt der Nachverſteuerung.
Für neue Brauereien, die nach dem 1. April in Betrieb
ge=
nommen werden, erhöhen ſich die Steuerſätze bis zum 31. März
1935 auf das Zweifache. Wird eine am 1. April 1930 beſtehende
Brauerei nach einem anderen Ort verlegt, ſo gilt ſie als neue
Brauerei. Bei der Neufeſtſetzung des Bierpreiſes dürfen die
Brauereien nicht mehr zuſchlagen als den Betrag, um den ſich
* Oſtern.
Von Friedrich Burſchell.
Geht man um dieſe Zeit in den Garten, hört man die Erde
atmen, fühlt man das älteſte Geheimnis: wie Leben wird, wie es
aus Hüllen, Höhlen und Schößen zu den ewigen neuen Geburten
drängt mit einer gewaltſamen, zitternden, ſtoßenden Freude, mit
einem Mut des Beginns, einer Luſt des Erwachens, die ſo
unbe=
greiflich bleiben wie unſer eigner Mut, unſre eigne Luſt, mit der
wir zur ſtarken Sonne aufſehen, uns recken und dehnen und befreit
mit der atmenden Erde atmen.
Man braucht nicht zum Süden zu reiſen, zu den
Palmen=
zweigen, dem Blütenregen, den Orangendüften, wo alles ſchon viel
zu heiter und üppig iſt, man braucht nur im Beet unſrer nordiſchen
Gärten eine Erhöhung näher ſich anzuſehen, knapp haſelnußgroß,
und abzuwarten, bis ein Trichter entſteht, ein paar winzige
Erd=
körner rieſeln und in der Tiefe plötzlich, gekrümmt noch und zart,
etwas Grünes ſich hebt, ein helles, friſches, unendlich wagemutiges
Grün, der Beginn einer Blume, der erſte ſichtbare Wille der
Pflanze, ans Licht zu kommen, ſich ganz zu entfalten und Teil zu
haben am ewigen Leben.
Die glücklichen Kinder, die am Oſtermorgen hinter den noch
dürren Knoſpenſträuchern, hinter Stämmen und Zäunen, in
Mul=
den und Moos, die bunten, erfreulichen Neſter finden, können nicht
wiſſen, welche Welten hier friedlich zuſammenſtoßen, im Haſen und
Lamm, wie klug dieſes froheſte Feſt aus Symbolen gemiſcht iſt, die
von der Freude der ſich erneuernden Erde und von dem Jubel des
ſiegreichen Himmels zeugen.
Sei er aus der überlieferten Form des Zuckerguſſes oder des
ſüßen Biskuits, ſei er aus Marzipan oder Schokolade, ſo bleibt der
Haſe doch noch immer das Tier der Göttin, das der
Frühlings=
göttin heilige Tier, das geweihte Zeichen der Fruchtbarkeit, aus
verſchollenen Kulten herübergerettet. Nichts ſonſt iſt bekannt, nichts
ſonſt iſt erhalten als dieſer zähe, aufrecht ſtehende Haſe mit einem
Körbchen voll bunter Eier vor ſich, ein freundlicher Sorgen= und
Schmerzensbanner, der an die Kinder abgetretene Reſt des älteſten
Dämonenglaubens und der Lichtverehrung.
Nur im Volk iſt an wenigen, verſtreuten Orten etwas davon
lebendig geblieben. Ein uralter, mit dem Reiz des Volkslieds
umglänzter Glaube beſteht noch, daß in der Frühe des
Oſter=
morgens die Sonne vor großer Wonne dreimal aufſpringe, und in
manchen Gegenden gehen die Burſchen beim erſten Schein dieſes
freudig erregten Lichts zu einer der Sonne entgegenfließenden
Quelle und be n ſich mit dem Oſterwaſſer, das geſund und ſchön
Tage.
Aufruf
„Graf Zeppelin” wird am Oſterdienstag zu einer Rheinfahrt
aufſteigen. Es iſt eine Zwiſchenlandung auf dem Flugplatz
Hanga=
lar bei Bonn vorgeſehen.
Die Frage der Neubeſetzung des Londoner
Bot=
ſchafterpoſtens iſt bis zum Herbſt vertagt, da der
Botſchafter Dr. Sthamer ſich bereit erklärt hat, bis zum Ablauf
der Londoner Seaſon auf ſeinem Poſten zu bleiben.
Reichskanzler, Dr. Brüning, Reichsminiſter
Dietrich und Reichsminiſter Treviranus ſind zu einem
Kuraufenthalt in Badenweiler eingetroffen.
Reichsfinanzminiſter Dr. Moldenhauer iſt zu
einem Ferienaufenthalt in Baden=Baden
einge=
troffen.
Der bekannte Schriftſteller Baron Ludwig Hatvany
der nach ſeiner freiwilligen Rückkehr aus der Wiener Emigration
wegen Schmähung der ungariſchen Nation im Ausland zu
1½ Jahren Gefängnis verurteilt worden war, iſt vom
Reichs=
verweſer Horthy nach Verbüßung von neun Monaten
be=
gnadigt worden.
Der bulgariſche König Boris hat anläßlich der
Oſterfeiertage 380 Häftlinge begnadigt. 87 wurden
ſo=
fort auf freien Fuß geſetzt, den übrigen wurde ein Teil der Strafe
nachgelaſſen. Die politiſchen Gefangenen der Sofioter Gefängniſſe
haben die Begnadigung zurückgewieſen, da ſie eine allgemeine
Amneſtie fordern.
Frankreich gewährt der jugoſlawiſchen Re
gierung eine Anleihe von einer Milliarde
Franken, die nach Erklärungen in dortigen politiſchen Kreiſen
vor allem der Stabiliſierung des Dinars dienen ſoll.
In Paris ſpricht man in der
Oſtreparationskonfe=
renz erneut von einer Kriſe. Die Geduld der Alliierten, die
ſich vergebens bemühten, eine Einigung zwiſchen Ungarn und den
Staaten der Kleinen Entente zuſtande zu bringen, ſei bald
er=
ſchopft.
Die alljährliche Oſterſitzung der Unabhängigen
engliſchen Arbeiterpartei wurde in London von deren
Vorſitzendem Maxton eröffnet. In politiſchen Kreiſen ſieht man
dieſer Konferenz und ihrem Verlauf mit größtem Intereſſe
ent=
gegen, da unter Umſtänden, auf ihr die Gründung einer
vierten engliſchen Partei beſchloſſen werden dürfte.
Die indiſche Regierung hat in Uebereinſtimmung
mit ihrer bisherigen Politik erneut mehrere Führer der
Bewegung der allgemeinen
Gehorſamsverwei=
gerung verhaftet und zu längeren Gefängnisſtrafen
ver=
urteilt.
Gandhi hat es abgelehnt, das Präſidium des allindiſchen
Kongreſſes an Stelle des zu Gefängnis verurteilten bisherigen
Kongreßpräſidenten Jawaharlal Nehru zu übernehmen. Auf
Gan=
dhis Erſuchen trat Motital Nehru, der Vater Jawaharlals, an
deſſen Stelle.
die Steuerſätze in der höchſten Staffel erhIht haben. Die
Bier=
ſteuer gilt vom 1. Mai 1930 an. Die Länder erhalten vom
1. April 1930 ein Sechstel des Bierſteueraufkommens.
Ein weiteres Steuergeſetz erhöht die allgemeine
Um=
ſatzſteuer von 0,75 auf 0,85 Prozent. Die Freigrenze bei
Maklern und Handelsagenten geht bis zu 18000 RM. Eine
Sonderumſatzſteuer von 0,5 Prozent haben zu der allgemeinen
Umſatzſteuer die Unternehmen zu entrichten, deren Geſamtumſatz
einſchließlich des ſteuerfreien Umſatzes im jeweils
vorangegan=
genen Steuerabſchwitt eine Million RM. überſtiegen hat. Die
neuen Umſatzſteuern gelten vom 1. April 1930 ab.
Die Mineralwaſſerſteuer bezieht ſich auf
gewerbs=
mäßig abgefüllte natürliche Mineralwäſſer, ferner künſtlich
Mineralwäſſer, Limonaden und andere künſtlich bereitete
Ge=
tränke. Die Steuer beträgt je Liter bei Mineralwäſſern 5 Pf.
bei Limonaden und anderen künſtlich bereiteten Getränken 10 Pf.
bei konzentrierten Kunſtlimonaden 1 RM., bei Grundſtoffen zur
Herſtellung konzentrierter Kunſtlimonaden 20 RM. Sind in den
Limonaden uſw. je Liter mehr als 10 Gramm Weingeiſt
enthal=
ten, dann gelten die doppelten Steuerſätze. Die Steuer tritt
am 16. Mai in Kraft.
Die Branntweinerſatzſteuer bezieht ſich auf Wein,
Südwein, Obſtwein, Kräuterwein, Kunſtwein, alſo auf Stoffe,
die nicht Branntwein im Sinne des Monopolgeſetzes ſind. Die
Steuer iſt für einen Hektoliter Weingeiſt gleich dem Betrag, um
den der regelmäßige Branntweinverkaufspreis den
Branntwein=
grundpreis überſchreitet. Sie tritt am 20. Maiin Kraft.
Es bleibt ſchließlich noch die Aufbringungsumlage
für1930, die zugunſten des Reiches 350 Millionen
RM. bringen ſoll. Hiervon gelten 70 Millionen dadurch als
ge=
tilgt, daß aus dem Reſervefonds der Bank für
Induſtrie=
obligationen ein entſprechender Betrag bis zum 15. Mai an das
Reich abgeführt wird. Demgemäß wird die Umlage für 1930
auf 6,1 vom Tauſend des Aufbringungspflichtigen
Betriebs=
vermögens bemeſſen. Die Umlage wird in zwei gleichen
Teil=
beträgen am 15. Auguſt 1930 und am 15. Februar 1931 fällig.
machen ſoll, wenn es nur unter ſtrengem Schweigen geſchöpft
worden iſt.
Den erſten grünen Zweigen, den Lebensruten, wird an
an=
deren Orten, im Oſten Deutſchlands vor allem, die gleiche
Zauber=
wirkung zugeſchrieben, und heute noch wird wie in Indien und im
antiken Rom das Vieh in den Ställen mit den fruchtbar machenden
Ruten geſtäupt, verſetzen ſich am Oſtertag die Menſchen, die es gut
miteinander meinen, Streiche mit den magiſchen Oſterzweigen.
Neben dieſen heidniſchen Bräuchen, neben dem Haſen ſteht
mild und ſiegreich das Lamm, einſt das Sühneopfer bei der
Früh=
lingsfeier, dem Befreiungsfeſt der Kinder Iſraels, an dieſem Tag
mit der Kreuzesfahne geſchmückt, mit dem leeren, aller
Furchtbar=
keit entkleideten Querholz.
Die Glocken haben während der ſchrecklichen Tage geſchwiegen,
aber jetzt läuten ſie wieder, und das Chriſtentum hat die
Freudig=
keit des Aſtralkults und der Naturreligionen unendlich überhöht
mit der Spannung der Pauſe, in der Marter, Vernichtung des
göttlichſten Weſens, unfaßliches Geſchehen und dumpfe Erwartung
nebeneinander liegen, bis der Sprung erlöſt, das Wunder
herein=
bricht, das Grab geſprengt wird von dem auferſtehenden Herrn,
den die tiefe, ſummende Glocke verkündet, die Fauſt das Giftglas
vom Munde riß.
Früher, in den Zeiten, in denen die Dome entſtanden, war in
den weiten Kirchenhallen vieles beiſammen, was heute zerſtreut
und vereinzelt lebt. Viel war erlaubt, was heute, wo der Glaube
ſtrenger auftreten muß, ganz unmöglich wäre: das Lachen war am
heiligen Oſterfeſt in der Kirche erlaubt, nicht nur erlaubt, von der
Kirche ſelber erwünſcht und hervorgerufen, und es gibt kein Wort,
das ſchöner die mittelalterliche Frömmigkeit bezeichnen könnte, als
das „Oſtergelächter”, ein Beſtandteil des Gottesdienſtes am
Feiertag.
Zuerſt war freilich nur der Geſang da, der zwiſchen den Engeln
und den drei Marien am leeren Grab Chriſti wechſelte. Doch der
Spieltrieb der Prieſter löſte die ſtatuariſche Haltung mimiſch auf,
formte die Litanei zu Dialogen um. Verkleidungen wurden
an=
gelegt, neue Figuren ſchloſſen ſich an, die Apoſtel, die
Grabes=
wächter, Pilatus und die Juden, der Salbenhändler und ſpäter
auch Teufel. Wirkliche, dramatiſche Spiele entſtanden, entbunden
von der Freude des Oſterfeſtes, die älteſte Form des chriſtlichen
Dramas. Das Latein der alten Texte wurde allmählich von der
Sprache des lebhaft mitagierenden Volkes verdrängt.
In den profanen Figuren, im Salbenhändler, den
Wächter=
ſoldaten, den Juden und den Teufeln war der Abſtand von der
hei=
ligen Handlung überdeutlich, ſie waren nur ungemäß mit ihren
alltäglichen Verrichtungen in das Spiel verwickelt oder ſie waren
gleichgültige Zuſchauer oder gar Gegenſpieler. Die Oſterfreude
griff dieſen Abſtand auf, malte die Fremdheit dieſer Perſonen
gegenüber dem ungeheuren Ereignis, dem Sieg des Himmels, der
für ein Streſemann-Denkmal in Ma
Ein Ehren=Ausſchuß, an ſeiner Spitze Reichsminiſ
Scholz und Reichsaußenminiſter Dr. Curtius, tritt mit
zur Sammlung für ein Ehrenmal für den verſtorbenen
miniſter Dr. Streſemann an die Oeffentlichkeit, in dem
iu
„Ein Volk, das ſeine Beſten ehrt, ehrt ſich. I. faf M 0
iF M
Wenn das Rheinland ſeiner Feſſeln ledig wird, wer t
gu=
jubelnd den rheiniſchen, den deutſchen Frühling grüße=
Neu eiMi
Hoifnung die Herzen ſchwelt, polen wir in tieſter 2, IEt PAtblſchel
derer erinnern, die das laſtende Dunkel bannen halfen.
Einem Manne vor allem gilt dann unſer Geden
u
A
das Schickſal verwehrt hat, den Tag der Freiheit zu ſchau m
Hite
Ehrentag, den er in unſerem Kreis am freien deutſche, in
erleben ſollen.
Guſtav Streſemann iſt nicht mehr. Mitter
dem Wohl des Vaterlandes geweihten Wirken riß ihn d.
Tod, ehe das Werk ſeine Krönung fand, das er mit ei
vorbereitet und mit dem Einſatz aller Kräfte der Reife
hat. Er fiel wie ein Held für Deutſchlands heiligſte 9
wollen wir ihn ehren, wie es einem Helden gebührt.
Me
Nicht allzulange nach dem Tage, an dem in
Main=
igen el
niedergeht, an dem über die Stadt, auf der die Beſetzung
P
lag, die Klänge des Niederländiſchen Dankgebets dahink
Rb e
wir
A
W
W
Guſtav Streſemann ein Ehrenmal
aif einteile
weihen. In Mainz ſoll es ſtehen, in der vielmals
Stadt, die immer noch der Schwerpunkt fremder militär
ſcht
iſt, am Ufer des deutſchen Rheins, ein Zeichen der D
—.
Ni
Volksgenoſſen, einfach und ſchlicht, des Mannes würdi
fmAle=
ichkei
widmet iſt.
Milie
Alle Deutſchen, welcher Partei ſie auch angehören
zund 2
Ghrenpflicht ſein, dem Gelingen beizutragen. An alle ert Fwiell,ſuenng
Helft Guſtav Streſemann das Ehrenmal zu ſetzen! Spe Fnut ) utey St
ten! Kleine und kleinſte Gaben ſind auch willkommen,
2Wor
Dem toten Staatsmann zum Ruhm — ur” ſelber FrEn) nſt.
Der Aufruf iſt unterzeichnet von einem Ehren=Au S.
Mit
a. auch folgende Perſönlichkeiten des politiſchen und ſs chu
heiſt wiede
Lebens Heſſens angehören: Dr.=Ing. e. h.
EM
ſcher Staatspräſident, Darmſtadt; Dr. Becker, Reichs —r0Lehuoſt.
zrrich
M. d. R., Darmſtadt; Chriſt, Stadtrat, Mainz; Delp,
*
Präſident des Heſſiſchen Landtags. Darmſtadt; Rechtsan E
M. d. R., Darmſtadt; Ludwig Cornelius Freiherr Hlnw.-uN
heim, Worms; Dr. Jungk, Landgerichtspräſident, M
10
Karch, Mainz; Kaul, M. d. L., Offenbach; Dr. Kü Fichl in ſeni
meiſter, Vorſitzender des Verbandes der Stadt= und La
ſetzten Gebietes, Mainz; Lochte, Reichsbahndirektionspr /4,)
Max Maywald, Mainz; Ludwig Meyer, Vorſitzender
der Arbeitgeberverbände für Mainz, Wiesbaden und Um mid.n
Müller, 1. Vorſitzender des M. A. C., Mainz; Jakob N.
/=
der Heſſiſchen Handwerkskammer, Darmſtadt; Obmann
direktor a. D., Mainz; Dr. h. c. Wilhelm von Opel,
merzienrat, Rüſſelsheim; Rektor Reiber M. d. L.,
feſſor Dr. Roth, Rektor der Techniſchen Hochſchule Darn
Sichel, Mainz; Wilhelm Schneider, Redakteur, Reichsve
ſchen Preſſe, Ortsgruppe Mainz, Mainz; Dr. Schre
richter, M. d. L., Vilbel; Chriſtian Scholz, Präſiden
und Handelskammer, M. d. L., Mainz; Ulrich, Staats
M. d. R., Darmſtadt; Geheimerat Dr. Uſinger Provinz
Landeskommiſſar für die beſetzten heſſiſchen Gebiete, M
ner, Provinzialdirektor der Provinz Rheinheſſen, Ma )a
Mainz; Widmann, M. d. L., Präſident des 1. Ausſchuſſ
Landtages, Offenbach.
Spenden werden entgegengenommen: von alle
ländiſchen Filialen der Commerz= und Privatbank, der
Nationalbank, der Deutſchen und Disconto=Bank, der
ſowie beim Poſtſcheckamt Frankfurt a. M., Konto Nr.
Das engliſch=rufſiſche Handelsabko
EP. Londo=
Das von Henderſon und Sokolnikow unterzei
rium beſteht aus ſieben Artikeln, deren Inhalt ſi
gaben des Unterſtaatsſekretärs im Foreign Office,
gemeinen deckt. Artikel 4 des Abkommens ſieht vo
ſchen Rußland und England abgeſchloſſene Abkon
genſeitige Vereinbarung auch auf die engliſchen 2
gedehnt werden kann. Als weiterer neuer Punkt
iſt ein Zuſatzprotokoll zu erwähnen, in dem erklär
drei leitenden Mitglieder der einzuſetzenden ruſſ
delgation in London in Prozeſſen vor engliſchen G
aus kommerziellen Transaktionen der Delegation
ten, in dieſm Falle keine diplomatiſchen Vorrech
nität genießen ſollen.
Auferſtehung des Herrn, in derben, ſaftigen komiſck
So ſtellte ſich das Gelächter ein, das befreier
am ſtrahlenden Tag vom Mangel ſich nicht quälen I
überwindet und den Triumph des Frühjahrs doppe
auch uns ſpäter und unter andren Zeichen Geborne
und kräftig macht.
* 2as moderne Kind und der Oſt
„Kommt Oſtern, ſo legt Eier der Has, ſowohl in
Gras.‟ Dieſer alte Kinderreim aus dem „Augsp
eine der älteſten Erwähnungen des bei den Kinde
Oſterboten, iſt gar nicht ſo recht im Sinne manches
agogen. Der Oſterhaſe, der ja allerdings ein rech
naturgeſchichtlicher Geſelle iſt, entſpricht keineswegs
der „neuen Sachlichkeit”, die, zeitbedingt, ihre Wo
das Kinderland entſendet und dort manchen Schad
Die Kinder ſollen frühzeitig wirklichkeitsnahe
ihre Träume, ihre Phantaſtereien ſollen möglich
aufkommen, ſie ſollen die Welt ſehen, wie ſie 1
beſſer, wie ſie ſich den Augen der Erwachſenen
Wunder ſoll aus dem Kinderzimmer, dem Kinder
werden. Man brauchte ſich in dieſem Winter n
Kindertheater geſchaffene Stück „Der große und de
anſehen, um dieſe Richtung einwandfrei feſtſtell
Schon das Kind muß erfahren, wie die Menſche
gerecht es in der Welt zugeht. Und das phanta
ſieht und — wendet ſich ab, das Land der Erwe
man es verfrüht hinüberdrängen will, gefällt ihm
die Augen und erträumt ſich ſein Reich, belebt ſite
durch erdachte Geſtalten, die von allen Seiten zu
kommen, trotz der geiſtigen Sperrmaßnahmen der
man ihm ſtatt der alten Märchen noch ſo ſchön er
Brot hergeſtellt wird, wie Maſchinen entſtehen,
gut man es kann, vertraut machen mit der ſichtbal
alles genügt dem lebendigen Kinde nicht.
Das kindliche Weſen wehrt ſich gegen zu frühe
darf ſich durch ſein vieles, oft ſcheinbar
dringlich=
täuſchen laſſen. Das Kind führt ein knoſpenhaft=ab
ſein, in dem es ſich erſt langſam zur Wirklichkeit
hätte es nicht ſchon erlebt, wie Kinder, die man
eigenen Wunſch hin in irgendeiner Hinſicht aufk!
die Nicht=Exiſtenz von Geſtalten, die ihnen lieb
die Herkunft der Kinder, ſich ernüchtert abwenden,
eigene Welt weiter einzuſpinnen. Wie Tiere ihre
haben die Kinder ihre Schutzvorſtellungen, die die
die Andersartigkeit, die Ungewecktheit ihres frühe!
halten. Treibt die dem Kinde lieben Geſtalten d.
eſtell
*
Een dchten
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Lar
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[ ← ][ ][ → ]Sonntag, den 20. April 1930
Seite 3
gegen die polniſche Weſtfronk.
fünfjährigem deutſch=polniſchen Zollkrieg in War=
Als
„hseiſein der deutſchen Preſſevertreter — was
verſtänd=
ve 5lgemein auffiel — die feierliche Unterzeichnung des
mhen Handelsvertrages erfolgte, begrüßte beinahe die
ſche Preſſe, mit Ausnahme ganz weniger
chauviniſti=
te
.5, die in verlegenem Schweigen verharrten, dieſe Tat=
„als Erfolg der polniſchen Außenpolitik und zweitens
„u einer neuen Aera der internationalen Beziehungen
ntlich in wirtſchaftlicher und finanzpolitiſcher Hin=
— folg der polniſchen Außenpolitik lag für die polniſche
mn „guten Willen und in der
Verſtändigungsbereit=
d=lniſchen Volkes begründet, dem die „Erhaltung und
m!; Friedens” in Europa als Hauptziel ſeiner Politik
Im übrigen erblickte Polen in dem Abſchluß des
wrges mit Deutſchland einen Rettungsanker angeſichts
nu ohenderen Gefahr eines völligen wirtſchaftlichen Zu=
. Man verſprach ſich vor allen Dingen vermittels
ertrags einen günſtigeren Abſchluß an das ſo heiß
rado des internationalen Finanzmarktes und glaubte
Imwege” ſehr bald zu einer größeren Auslandsan=
Hn zu können. Nicht zuletzt wurde auch von der ſich
Ausfuhrmöglichkeit nach Deutſchland die Sanierung
rniederliegenden Landwirtſchaft erwartet.
wer Zuſtand dauerte nur kurze Zeit. Schon der
Rück=
ller=Regierung löſte in der öffentlichen Meinung
merklichen Skeptizismus in bezug auf die künftige
in Deutſchland aus. Und die Regierung Brüning
wirtſchaftsminiſter Schiele und ſeinem Oſtprogramm
Faß vollends den Boden aus: Mit einem Schlage iſt
che Preſſe wieder einig, daß die „deutſche Offenſive
ſche Weſtfront in vollem Umfang eingeſetzt habe‟,
tatürlich wie gewöhnlich in ſolchen Fällen die
na=
tiſche Preſſe, doch diesmal bei einer ſtarken
Begleit=
wamten Regierungspreſſe. So erklärt in dieſem
Zu=
das „ABC.” wörtlich wie folgt: „Die Regierung
ſofort bewieſen, wohin das Nachkriegsdeutſchland
nn nun nach dieſen Zollerhöhungen in Deutſchland
(niſche Handelsvertrag in Kraft treten würde, wäre
Snungeheuer mächtiges Inſtrument der Offenſive der
uſtrie auf die polniſchen Märkte, und wir würden
Sintflut der deutſchen Waren ſchauen müſſen. Und
Anbetracht des Liquidationsabkommens, demzufolge
tſchaftsoffenſive Deutſchlands mit Hilfe der in Poſen
llen zurückbleibenden 80 000köpfigen Armee der
deut=
en nur noch verſtärken würde. Aber das
Oſtpro=
es ſtrebt noch viel weiter. Unter dem Deckmantel
des Deutſchtums im Oſten werden 1,200 Millionen
=bung der deutſchen Landwirtſchaft längs der
pol=
e beſtimmt. Was bedeutet das?‟ Die Antwort iſt
zu erraten: „Die in den Grenzen des preußiſchen
kgebliebenen rein polniſchen Gebiete ſollen ganz
ein=
id endgültig germaniſiert werden. Täuſchen wir uns
rüchtigte Koloniſierungskommiſſion, die vor dem
E biſcher Weiſe den Polen die Erde entriß, hat nicht
beſtehen, hat ihre Tätigkeit nicht unterbrochen! Es
nem Zweifel, daß, während Polen die 80 000 Mann
Armee durch den Verzicht auf das Wiederkaufsrecht
hteſten Gebieten Poſens und Pommerellens
zurück=
ſche Nationalismus mit Hilfe des Oſtprogramms an
ig des Polentums in den preußiſchen Provinzen
h einige Jahre, und die letzten polniſchen Mohikaner
tpreußen und im Oppelner Schleſien im deutſchen
ehen."
nder, daß die polniſche Preſſe, nachdem ſie auf Grund
inlichen Logik ſich zu einer ſo grauſamen
Schlußfol=
erungen hat, die polniſche Regierung allen Ernſtes
gehend, ſolange es Zeit iſt, an wirkſame
Gegenmaß=
ken. In dieſem Zuſammenhang iſt es ſehr lehrreich,
tung folgender Zahlen zu vergegenwärtigen, die die
Preſſeſtelle in Poſen wie folgt zuſammengeſetzt hat:
hl der Abgewanderten aus den Gebieten von Poſen
len betrug bis zum Jahre 1926 1355 667. Damit
chtum in Poſen und Pommerellen einen Geſamtver=
H. erlitten, iſt alſo auf drei Zehntel ſeines
Beſtan=
ngen. Genaue Zahlen über die Abwanderung ver=
Ergebnis wiſſenſchaftlicher Forſchung Dr. Hermann
ſie brauchen keine Spalten, keine Ritzen, durch die
neinſchlüpfen müſſen, das Kind hält an ihnen feſt,
emäß ſind, weil ſie zu der Welt des Unſichtbaren
ge=
ſich aufgebaut hat und um deren Erhaltung gegen
klärung es oft einen verzweifelten Kampf kämpft.
en den Kindern nicht ihre Wunderwelt zerſtören, in
ſterhaſe munter herumſpringt und Eier verſteckt, die
euchtender ſcheinen als die ſchönſten, die ſie in Schau=
Und iſt es nicht klar, daß der Oſterhaſe alles beſſer
den kann, ſchöner bemalen, luſtiger verſtecken, wo er
ſchon ſeit etwa 200 Jahren übt?
Sophie Landau.
den letzten Jahren veranſtaltete am Karfreitag=Nach=
Madrigalvereinigung Darmſtadt eine
kirchen=
eler in der Martinskirche, die ſich wiederum für die
oicher Darbietungen als beſonders geeignet erwies.
ragsfolge, große Anforderungen an die Hörer
ſtel=
leicht ſchon etwas zu lang, mußte durch die Eigen=
3 bekannten wertvollen Beſtandteile außergewöhn=
* erregen. Drei Kanons für Frauenſtimmen und
En getrennt, von Gregorius Meyer, um 1500,
Mar=
um 1550, Adam Gumpelzhaimer, um 1600, und
lige Motette von Michael Hayon, um 1750, alles
che Koſtbarkeiten, entſtanden aus Deutſcher
Weſens=
irahmt von drei ſchlichten Orgelſätzen Altmeiſters
deten die Einleitung zu dem Hauptſtück der Feier=
Sbaſſion Leonhard Lechners anno 1594, die ohne
ſtimmigen Chor durchkomponiert ein muſikaliſches
Eu1, und nur einmal durch ein kurzes Opgelſpiel
* unterbrochen wurde. Auch dieſes Werk atmet
e Art. Unmittelbar darauf folgte ein Dankgeſang,
Deinrich Schütz. Den Schluß gab als einziges
egenwart der hier noch nicht gehörte erſte Pſalm
* Landgrafen Alexander Friedrich von Heſſen.
ieer Stelle bereits vorangegangene Beurteilung
Origt eine erneute Beſprechung. Ueber die Aus=
Die rühmlich bekannte Madrigalvereinigung unter
Leitung von Prof. Dr. Noack können nur Worte
* und wärmſten Dankes geſagt werden. Der Ma=
2as ausgeſuchte Stimm=Material und die abſo=
” die Intelligenz und die muſikaliſche Kultur in
e wie eine Soliſten=Vereinigung. Er beſitzt aber
* Dlsziblin eines Chores, in dem die Eigenheiten
Dem Willen fürs Ganze untergeordnet ſind, und
Rauſchning in ſeinem ſoeben erſchienenen Buch „Die Entdeutſchung
Weſtpreußens und Poſens”. Nach der letzten deutſchen Statiſtik des
Jahres 1910 hatten die heute polniſchen Gebietsteile von Poſen
und Weſtpreußen folgenden Prozentſatz deutſcher Bevölkerung:
In Pommerellen 42,5 v. H. mit 421 033 Deutſchen, im ehemaligen
Bromberger Regierungsbezirk 315 646 Deutſche, alſo 45,2 v. H.,
während im Regierungsbezirk Poſen 363 693 Deutſche 28,7 v. H.
der Geſamtbevölkerung bildeten. 1921 war die Zahl der Deutſchen
in Pommerellen auf 175 726 geſunken, im Bromberger Bezirk auf
162 022 und im Poſener Bezirk auf 165 824. Bis 1926 ſind dieſe
Zahlen weiter zurückgegangen auf 117 251: 107 345 und 116 909.
Pommerellen hat ſomit den ſtärkſten Verluſt an deutſcher
Bevölke=
rung mit nicht weniger als 72,2 v. H. gehabt. An zweiter Stelle
teht der Poſener Bezirk mit 67,9 v. H., und dann folgt der
Brom=
berger Bezirk mit 66 v. H.
A
Bolziſcher Prokeſt in Genf gegen die deutſchen
Zollerhöhungen.
Genf, 18. April.
Der Vertreter der polniſchen Regierung beim Völkerbund,
Miniſter Sokal, hat im Anſchluß an den von der polniſchen
Re=
gierung in Berlin unternommenen Schritt nunmehr auch dem
Generalſekretär des Völkerbundes eine Note überreicht, in der
die polniſche Regierung erklärt, das vom Reichstag am 14. April
angenommene Agrarprogramm ſehe ſehr weitgehende
Erhöhungen der Zolltarifpoſitionen vor, die
den polniſchen Ausfuhrhandel berühren. Die
polniſche Regierung ſtelle daher feſt, daß das deutſche
Agrar=
programm eine völlige neue Lage gegenüber dem
Zuſtand geſchaffen habe, der bei der Unterzeichnung
des Genfer Abkommens über die einjährige
Ver=
längerung der Handelsverträge beſtand. In der
Note weiſt die polniſche Regierung ſodann auf den grundſätzlichen
Vorbehalt hin, den ſie bereits bei der Unterzeichnung des
Abkom=
mens geltend gemacht hat und in dem die Ratifizierung und das
Inkrafttreten des Abkommens über die einjährige Verlängerung
der Handelsverträge davon abhängig gemacht wurde, daß kein
anderer Staat ſeine Zolltarife über den Stand vom 1. April 1930
erhöht.
Hierzu erfahren wir von zuſtändiger Seite: Bekanntlich iſt
die Genfer Uebereinkunft bisher weder für Deutſchland noch für
Polen verpflichtend. Die Friſt für die Hinterlegung der
Rati=
fikationsurkunden läuft am 1. November 1930 ab, und erſt in
einer für die Zeit zwiſchen 1. und 15. November geplanten
Kon=
ferenz ſoll über die Inkraftſetzung des Abkommens entſchieden
werden. Aber ſelbſt wenn die Genfer Beſchlüſſe ſchon Gültigkeit
hätten, würde die polniſche Regierung keinen Anlaß zum Proteſt
haben, da der Abkommensentwurf vom 24. März 1930
keine Feſtlegung auf die beſtehenden Zolltarife
bedeutet, ſondern die Staaten nur zur Mitteilung von
Zoll=
erhöhungen anhält, worauf neue Verhandlungen erfolgen ſollen.
Ueberdies beſtätigt die Konvention ausdrücklich die
Hand=
lungsfreiheit der Staaten bei „unvorgeſehenen
dringenden Umſtänden” Von deutſcher Seite
ſt ſchon bei den Genfer Verhandlungen der
Standpunkt vertreten worden, daß
Maßnah=
men zur Linderung des Notſtands der deutſchen
Landwirtſchaft unter dieſes Merkmal fallen.
Die Ankwork auf die polniſche Prokeſtnoke.
* Berlin, 19. April. (Priv.=Tel.)
Bekanntlich hatte die polniſche Regierung vor einigen
Tagen gegen die vom Reichstag beſchloſſenen
Zollerhöhungen, für landwirtſchaftliche
Pro=
dukte in Berlin proteſtiert. Ummittelbar noch dem
Oſterfeſt wird die Reichsregierung ſich über die Antwort
an die Warſchauer Regierung ſchlüſſig werden. Es kann wohl
ſchon jetzt geſagt werden, daß ſie in ihrer Antwort darauf
hinweiſen wird, daß Deutſchland die Abſicht
fern=
liegt, Kampfzölle gegen Polen einzuführen,
daß vielmehr lediglich die kataſtrophale Lage unſerer
Landwirt=
ſchaft die Regierung zwang, Hifsmaßnahmen zu ergreifen, zu
denen auch die Erhöhung gewiſſer Zölle gehört. Im übrigen
werden die Intereſſen Polens nicht ſo ſtark berührt, daß wegen
des Handelsvertrages Beſorgniſſe zu entſtehen brauchen. Daß
Polen Kampfzölle gegen die Einfuhr deutſcher Induſtrieprodukte
feſtſetzen wird, dürfte nicht leicht ſein, da der größte Teil dieſer
Zollpoſition gebunden iſt und Polen dadurch gleichzeitig für
andere Staaten Zollerhöhungen beſtimmen würde.
bei aller Verſchiedenheit der Tonfarben die für a capella=Geſang
unerläßliche Gleichmäßigkeit der Tongebung und mit ihr die
Ein=
heitlichkeit der Intonation. Der Zuſammenſchluß all” dieſer
Eigenſchaften befähigt ihn zu Leiſtungen, die von den feinſten
Differenzierungen eines Soloquartetts bis zu den Wirkungen
eines großen Chors reichen. Seine Haupttugend aber iſt, über
die techniſche Beherrſchung hinaus die ſeeliſche Durchdringung
jeder Aufgabe, die Stilſicherheit in jeder Formenſprache, die
Un=
mittelbarkeit ihrer Vortragskunſt. Ihre heutige ausgezeichnete
Darbietung war ein erneutes Zeugnis hierfür und vermittelte
einen künſtleriſchen Genuß von ſtärkſter Eindringlichkeit. Es
entſpricht dem Sinn der Madrigalvereinigung, daß dieſe Feier
aber auch zu einer ernſten Stunde religiöſer Einkehr wurde, die
manch’ einem ſich zu einem ſeeliſchen Erlebnis ſteigerte. v. H.
Aklankic.
Der erſte Tonfilm in Darmſtadt.
Ein Ereignis für Darmſtadt, das auch ein ſolches bleibt
an=
geſichts der Tatſache, daß er ſehr ſpät nach Darmſtadt kommt:
der erſte Tonfilm! Ein Ereignis allerdings, das vorerſt
für uns nur in techniſcher Hinſicht intereſſiert. Und das in
dieſer Richtung, auch wenn ihm vorerſt noch Mängel anhaften,
ge=
fangen nimmt. Die erſte Vorführung des „Atlantik”, heute
vor=
mittag, der wir beiwohnen konnten, zeigte wenigſtens noch Mängel,
in der tonlichen Uebermittlung von Wort, Muſik und Geräuſch.
Wie uns glaubhaft verſichert wurde, werden dieſe Mängel bis zu
den erſten öffentlichen Vorſtellungen noch behoben, zum mindeſten
auf das geringſt Mögliche herabgemindert werden.
Wie dem aber auch ſei, der Tonfilm iſt ein Ereignis von
Be=
deutung, wenn auch nach unſerer Anſicht kein ſolches, das geeignet
iſt — auch nicht bei höchſter techniſcher Vollendung — der
Sprechbühne wirkſam Konkurrenz zu machen oder auch nur
den ſtummen Film völlig zu verdrängen. Auch ſteckt die geniale
techniſche Erfindung ja in den Anfängen, wenn auch die erſten
Stufen ſchon erklommen ſind. (Von hundertprozentig ſollte man
wirklich nicht ſprechen. Noch nicht!) Aber, wie geſagt, die
tech=
niſche Errungenſchaft iſt bewundernswert. Wir glauben
vor=
ausſagen zu können, daß das eigentliche Gebiet des Tonfilms
für die Zukunft gar nicht der Ton film iſt, ſondern ein ganz
an=
deres. Vorerſt allerdings ſchieben die Geldkräfte, die Truſts der
Filmapparate und Elektroinduſtrie, ihm dieſe Aufgabe zu, und
wir müſſen uns damit abfinden.
2
*
Wir ſehen alſo im Film „Atlantic” zum erſten Male
Paare tanzen nach dem tatſächlichen Rhythmus der Muſik. Sehen
Berlin, 19. April.
Der Reichsrat hat ſich, wie verlautet, mit einem Geſetzentwurf
zu beſchäftigen, der eine weitere Aktion der Reichsregierung
zu=
gunſten der Landwirtſchaft darſtellt: Dieſe ſoll fortan von der
Zinszahlung für die Rentenbankgrundſchuld befreit werden.
Der jetzige Geſetzentwurf beſtimmt, daß die am 1. April 1930
und ſpäter geſetzlich fällig werdenden Zinſen nicht erhoben werden
ollen. Infolge dieſer Maßnahme werden die Rentenbankſcheine
nicht, wie urſprünglich beabſichtigt, bereits im Jahre 1934, ſondern
erſt Ende 1942 getilgt ſein. Das Reich übernimmt den
Zins=
anteil der Reichsbank, der auf rund 70 Millionen anzunehmen
iſt, als Alleinſchuldner. Die Reichsbank wird die Summe dem
Reich zinslos bis zum 31. Dezember 1943 ſtunden, und die
Rück=
zahlung wird im Wege der Aufrechnung gegen den Anteil des
Reiches am Reingewinn der Reichsbank erfolgen.
* Berlin, 19. April. (Priv.=Tel.)
Eine Berliner Zeitung hat am Mittwoch einen ſehr
ausführ=
lichen Bericht über die geſchloſſene Reichsbanner=Verſammlung in
Verlin veröffentlicht, zu der durch eine kleine Anzeige im
ſozial=
demokratiſchen „Vorwärts” eingeladen war, offenbar um nur
Sozialdemokraten zum Beſuch dieſer Verſammlung aufzufordern,
in die auch nur Reichsbannermitglieder hineingelaſſen wurden,
die ſich ausweiſen konnten. Der Veranſtalter der Zuſammenkunft
war offenbar der Abg. Weſtphal, der es nicht für ſehr klug hielt,
ſchon jetzt mit den bürgerlichen Reichsbannermitgliedern zu
brechen. Der frühere ſächſiſche ſozialdemokratiſche Kultusminiſter
Fleißner hielt dagegen eine Rede, die darin gipfelte, das
Ver=
hältnis zwiſchen Reichsbanner und Sozialdemokratie müſſe ſich
immer inniger geſtalten und dafür geſorgt werden, daß die
Anwe=
ſenheit von bürgerlichen Mitgliedern nicht etwa Gegenſätze
in=
nerhalb des Reichsbanners herporrufe. Ein anderer Redner.
ver=
langte Umgeſtaltung des Reichsbanners in eine
politiſche Wehrorganiſation. Alles in allem geht aus
dem Bericht der „Börſenzeitung” hervor, daß das
Reichs=
banner im beſten Zuge ſich befindet, um ſich zu einer
ausgeſprochen ſozialdemokratiſchen
Partei=
garde zu entwickeln. Die „Germania”, die nicht nur
gegen die Sozialdemokratie, ſondern auch die ſozialdemokratiſchen
Führer im Reichsbanner einen heftigen Kampf führt, greift
die=
ſen Bericht auf. Sie fordert aus dieſem Grunde noch einmal die
Reichsbannerleitung auf, ſich über die Vorgänge innerhalb des
Reichsbanners zu äußern. Auch aus der Tonart der „Germania”
geht hervor, daß ſich das Zentrum mit dem Gedanken trägt, aus
dem Reichsbanner auszuſcheiden, das ſchon längſt zu 90 Prozent
eine Domäneeder Sozialdemokratie geworden iſt.
Der Skreit um den Generaldirekkor der B.J.3.
Der Verwaltungsrat der Bank für
interna=
tionale Zahlungen in Baſel wird vermutlich am
22. April zuſammentreten. Auf der
Tagesord=
nung dieſer konſtituierenden Sitzung ſteht auch die Wahl
des Generaldirektors, über den ſchon ſeit Monaten der
internationale Kampf hin und her geht. Die Franzoſen haben
auf dieſen Poſten Anſpruch erhoben und bekanntlich Herrn
Quesnay nominiert, der auch ſeine Wahl bereits als geſichert
anſieht, obwohl Deutſchland gegen ſeine Wahl nach wie vor
ent=
ſchieden Einſpruch erhebt. Es iſt ein innerer Widerſpruch, dem
Vertreter der Hauptgläubigermacht die entſcheidende Stellung
innerhalb der Bank einzuräumen, zumal nachdem ein
Ameri=
kaner Präſident des Verwaltungsrates geworden iſt. Es hätte
ſich ſonſt darüber reden laſſen, beide Stellen zwiſchen
Deutſch=
and und den Gläubigermächten aufzuteilen, oder aber, nachdem
ein Neutraler Präſident des Verwaltungsrats wurde, hätte auch
ein Neutraler den Poſten des Generaldirektors erhalten müſſen.
Mc. Garrah iſt in dieſen Tagen in Berlin geweſen, und
Reichs=
bankpräſident Dr. Luther hat ihm den deutſchen Standpunkt
aus=
führlich dargelegt. Dr. Luther hat aber den Eindruck, daß ſich der
Amerikaner nicht überzeugen ließ. Die Amerikaner ſcheinen
äußerſtenfalls bereit, Deutſchland in anderer Weiſe zu
entſchä=
digen, um unſeren Einfluß in der Bank zu ſtärken. Ob das aber
bei der Konſtruktion der Bank überhaupt noch möglich erſcheint,
iſt ziemlich unſicher. Die deutſchen Vertreter werden deshalb bis
zum letzten Augenblick gegen die Wahl des Franzoſen ankämpfen
müſſen, damit der Aufgabenkreis der Bank ſich nicht verſchiebt
und unter Umſtänden zu einer Art „Parker Gilbert auf Aktien”
wird.
Menſchen ſprechen, und hören nach der Bewegung und Formung
der Lippen, was ſie ſprechen, wenn dieſe Sprachlaute auch aus
einer anderen Quelle als aus den zugehörigen Lippen dem Hörer
vermittelt werden.
Wir ſehen rauſchende Meereswellen und hören ſie. Sehen
Geſchehniſſe, die Geräuſche verurſachen, die zu verſtehen im
ſtummen Film bisher unſerer Phantaſie überlaſſen war. Wir
hören Sirenen heulen und Dämpfe ziſchen, Menſchen ſchreien und
Schüſſe knallen, hören Muſik und Geſang und alles was an
Ge=
räuſchen mit jeglichem Geſchehen verbunden iſt, dic wir im
Ge=
wohnheitsleben des Alltags kaum beachten, und die gerade darum
hier, wo wir ſie ſtets ſtumm empfinden mußten, doppelt
auf=
fallen und zunächſt vielfach als „Nebengeräuſche” empfunden
werden. Das alles brachte der Tonfilm. — Kunſt aber? —
Nein! Einſtweilen nur Technik, wenn auch
bewunderns=
werte. — Die Beſucher der erſten Vorſtellungen mögen ſich nach
dieſer Feſtſtellung einſtellen, ſie werden dann keine Enttäuſchung
erleben, zumal nicht, weil es ſich hier, abgeſehen vom Ton, um
einen Film handelt, der auch ohne Ton ganz ausgezeichnet
wir=
ken würde. Man lieſt keine Zwiſchentexte mehr, was zum
Ver=
ſtändnis der Handlung erforderlich iſt, wird von den Perſonen
geſprochen, die die Handlung wiedergeben, oder von den
Ma=
ſchinen, oder vom Meer, oder von den heulenden Sirenen und
ziſchenden Raketen. All das gehört dazu. Aber es wirkt auch in
den Bildfolgen allein ſo klar und ſtark und verſtändlich, bringt
Szenen und Bilder von ſo ſtarker, eindringlicher dramatiſcher
Wucht, daß man die Regieleiſtung Duponts ebenſo bewundern
darf, wie die glänzenden ſchauſpieleriſchen und darſtelleriſchen der
Hauptakteurs. Allen voran Fritz Kortner, der als
Schrift=
ſteller Thomas eine ausgezeichnete Schauſpielkunſt bietet und auch
ſprachlich alle anderen überragt. (Die Damenſtimmen kommen im
allgemeinen weniger gut heraus. Auch Elſa Wagner, Franz
Lederer, Hermann Vallentin, Willy Forſt, Theodor
Loos, Georg John, Dr. Manning und G. A. Koch bieten
gute Leiſtungen. Die Bilder ſind vielfach ein grandioſer Rahmen
der Handlung.
*
Die Tonübermittlung erfolgt im U. T. vorerſt noch durch
Nadelapparatur. Das heißt, mit dem Filmſtreifen rollt — durch
bewegliche Welle verbunden — eine Schallplatte, die durch
Laut=
ſprecherleitung aus dem Vorführungsraum zur Bühne geleitet
wird. In wenigen Wochen wird, wie uns Herr Direktor Zik
ver=
ſichert, die neueſte Apparatur mit Lichtſtrahlenübermittlung
auf=
geſtellt ſein, in der an die Rolle der Schallplatte ein
Filmſtreifen=
ſtück tritt. — Wir werden demnächſt gern verſuchen, unſeren
Le=
ſern die Technik dieſes Tonfilms verſtändlich zu machen.
*
Seite 4
Sonntag, den 20. April 1930
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Lightnt
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Mehl
Hür
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2Wor
Nun ſollſt du nicht mehr niederliegen,
du Menſchenherz, das zagend ſchlägt,
gleich frühen Lerchen mußt du fliegen,
bis dich die blaue Höhe trägt!
Guſtav Schüler.
Weihnachten kommen aus der Höhe herab. Oſtern
Tiefe herauf. Es iſt Durchſtoß, Nachtbezwingung,
inen her, gott=herrliche Elementarität. Ja, Oſtern
zum göttlich Elementaren! Und nur, wer noch
1rſprünglichen, Kraft zur Selbſt=Umpflügung eines
in dem noch Sehnſuchtsfeuer loht, der wird der
eilhaftig werden.
ſt will den Menſchen, den um ſeine Geſtalt
Ringen=
nit dem Leben und der reinen Hingabe an das
Der Korrekte, Maſchinenhafte, der Kontomenſch,
räge, der Konzeſſionslüſterne, ſie alle werden nie
ſterſegen ſpüren.
ſt iſt myſtiſche Sichtbarkeit der ewig alten,
gott=
rritat: Licht und Finſternis.
Pflanzenkeim liegt in Nacht eingeſchloſſen, und
tgekommen iſt, beginnts unaufhaltſam, in ihm ſich
por ins Licht! iſt ſein Drang, und die ſteigende
m urgnadenvoll bei ſolchem Werke.
ins Licht iſt alleweil Kampf! Auch dein Weg, du
Wer zum Lichte will, muß auch den Mut zum
Wer des Lebens tiefes Glück erfahren will, muß
und Opfer wiſſen. Das Dunkel iſt nicht ohne Sinn
jeſellt.
ſtträger muß durch Dunkel geſchritten ſein, ſonſt
ſeie ” m welch ein Schweres und Großes es um das Licht=
Oſterſchau geht zunächſt in das Grab hinab, in
es darf das Auge dem dämoniſch Untergründigen
mmer ſich verſchließen und nimmer der Härte des
ft zentnerſchweren Drucke, mit dem manche Not auf
iſt der Blick der Klarheit, des Mutes, aber auch
eſſen Grund Ewigkeit iſt.
Weiſe, lieber Menſch, dem das Leben vielleicht arg
deine Oſterſchau! Aber donn hinauf den Blick
Bruch ins freie, herrliche Gotteslicht!
dir zur Glücksempfindung die Erkenntnis, daß,
ind Grauen nicht die Arme ſinken ließ, wer
trotz=
ch Schaffender blieb, wer im ſchmerzvollen Warten
in inneren Wert und tiefſtes Eigenleben
verwan=
t von der Sehnſucht ließ, dem wird irgendwann
ein Oſtern werden!
ſesdurchbruch, keine Auferſtehung von ungefähr!
er Kampf war, wird echter, nachhaltiger Sieg ſein!
dieſes Feſtes erſt wird offenbar, welch einen Sinn
d das Leid hatten, auch in deinem Leben ..."
rn iſt kein Feſt für die Bequemen, die niemals
egangenen, die allzu Syſtemhaften, für die
Gleis=
en kann und ſoll es zum Aergernis werden.
denen vom ſchöpferiſchen Leben, wird es immer
reude, ja Jauchzen ſein, wird es zum Segen der
erfaſſung werden, zum Glanz überm Kampfweg
aſein!
Herz, es iſt Oſtern! Beweiſe deine Gewalt von innen her,
deinen Gott=Impuls, dadurch, daß du noch Kraft haſt zur
Ent=
ſchwerung, zum Abtun des inneren, laſtenden Dunkels! Der
Be=
weis, daß du ſolches noch vermaxſt, iſt die beſte, gottgefälligſte
Feier dieſes Feſtes der heiligen Elementarität.
Oſtern ruft dich auf zur Tat in dir. Und Chriſtuskraft wird
dir helfen, ſofern du ſie recht verſtehſt und eintauchſt in das
Wunder ihrer feſſelſprengenden Macht, in die Herrlichkeit ihrer
Liebe, die auf ewig uns zum Gleichnis und zur Nachfolge geſetzt
ward.
Oſtern, Feier und Feſtlichkeit des Weſenhaften, das aus Gott
kam und zu ihm will!
Um Blumen und Herzen ſpielt der Wind der Erlöſung, und
Glocken künden ihren Jubel darein. Aus den Himmeln aber
gütet Gott ſein väterlich Amen . . . ."
R. B.
Modern, bequem, hauswaschbar. — Uberall erhältlich.
Schleſiſcher Heimatbund am Oſtermontag. Auf Einladung des
Schle=
ſiervereins wird stud, phil. Wilhelm Menzel=Breslau am Oſtermontag,
20.15 Uhr, im Feſtſaal des Ludwig=eorg=Gymnaſiums,
Karlſtraße 2, ſprechen. Menzel verſteht es, in ſchlichter, vornehmer
und feſſelnder Weiſe über Heimatkundliches zu plaudern und Schönheit
ſowie Herzlichkeit der ſchleſiſchen Sprache zu erläutern. Im erſten Teile
ſeiner Vortragsfolge bringt er Poeſie und Proſa von Paul Keller, Ernſt
Schenke, Hermann Bauch u. a., und im zweiten Teile ſchleſiſche Lieder
zur Laute. Auf ſeinen Vortragsreiſen im ganzen Reiche verſteht es
Men=
zel meiſterhaft, ſeinen Landsleuten die alte Heimat näherzubringen und
den Nichtſchleſier das unbekannte, aber ſchöne Schleſien verſtändlich zu
machen. Zahlreicher Beſuch dieſer Veranſtaltung möge bekunden, daß
wir alleſamt wach ſind und treu zur Deutſchen Oſtmark ſtehen.
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— Oberſtaatsanwalt Dr. May, der bekannte Juriſt, welcher
ſich auf dem Gebiete der Jugendfürſorge einen ganz beſonderen
Namen verſchaffte, wird am 30. April in der „Krone über: „Die
Welt des Gefangenen” ſprechen. Der Vortrag iſt von Lichtbildern
begleitet und dürfte einen tiefen Einblick in das Leben der
Ge=
ſcheiterten bringen. Da der Eintritt frei iſt, kann der Beſuch allen
denen empfohlen werden, die ſich mit dieſen Fragen beſchäftigen.
Alles nähere wird noch in den Anzeigen in dieſer Zeitung bekannt
gegeben.
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müſſen Sie die im Winter erſchlafften Kräfte ergänzen. Das
können Sie am ſchnellſten und zweckmäßigſten durch Ovomaltine.
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Dr. A. Wander G. m. b. H., Oſthofen=Rheinheſſen.
General der Infanterie a. D. Melior, Mitkämpfer von 1870/71,
im Weltkrieg zuletzt Kommandeur der 92. Infanterie=Diviſion, feiert
mit ſeiner Gattin Natalie geb. von Oppermann am 28. April Goldene
Hochzeit. Das Jubelpaar wohnt in Göttingen, die Feier findet jedoch
in Berlin=Schöneberg, Freiherr vom Stein=Straße 5, ſtatt. E=ellenz
Melior ſtammt aus Darmſtadt; ſeine militäriſche Laufbahn hat er im
Infanterie=Leibregiment Großherzogin (3. Großh. Heſſiſches) Nr. 117
begonnen.
Im Schloßmuſeum ſind Führungen am 1. und 2. Feiertag
um 11 und 11.30 Uhr vormittags und von Dienstag bis einſchließlich
Samstag täglich um 11 und 11.30 Uhr vormittags und um 3 und 3.30
Uhr nachmittags. Die Kaſſe iſt jeweils von 10.40—11.45 Uhr vorm.
bzw. von 2.40—3.45 Uhr nachmittags geöffnet. In dieſer Zeit kann
die Madonna von H. Holbein auch getrennt von den Führungen
be=
ſichtigt werden. — Der Eintrittspreis beträgt bis einſchließlich Sonntag,
den 27. April, für Erwachſene 50 Pfg. und für Kinder 30 Pfg. Es
iſt ſomit wieder die Gelegenheit geboten, das Schloßmuſeum mit ſeinen
53 kunſtreich ausgeſtatteten Räumen zu ermäßigtem Preiſe zu
beſich=
tigen.
Gewerbemuſeum. Die Sammlungen des Muſeums bleiben
am Oſterſonntag geſchloſſen. Am Oſtermontag iſt das Muſeum von
11—1 Uhr geöffnet.
Orpheum — „Wenn du einmal dein Herz verſchenkſt”. . . . Der
Kartenverkauf für die Oſtervorſtellungen im Orpheum iſt an
beiden Feiertagen im Verkehrsbureau von 10—12 Uhr, im
Zeitungs=
kiosk gegenüber dem Verkehrsbureau von 12—1 Uhr und an der Kaſſe
des Orpheums ab 3 Uhr ununterbrochen bis zum Beginn der
Vorſtel=
lung (8 Uhr). — Telephoniſche Beſtellungen werden unter Nr. 389
an=
genommen. (S. Anzeige.)
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K.AA
Fühlf sich schon
Wie ein Erwachsener
sagen Vater und Mutter. Es ist wirklich eine
Freude, mit anzusehen, wie das Bübchen
in den letzten Monaten gewachsen ist und
körperlich kräftig wurde. Die guten Folgen
zeigen sich jetzt. Seine Mutter tat gut
daran, ihm
H NESTLE’S Kindermehl
zu geben. Es enthält außer bester Alpen.
Fvollmilch jetzt auch die Vitamine des
nor-
wegischen Lebertrans und schmeckt
trotz-
dem so get wie früher.
Verlangen Sie bitte Probedose und Bro=
T, schüre „Ratschläge eines Arztesc kostenlos
durch die Deutsche A. G. für NESTIE
Erzeug-
nisse, Berlin W57.
Bon
ed
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2ar
1a
Wuere
78‟
Ki
We
gſikverein Darmſtagt.
Drittes Konzert.
Iikbäuspaſſion von Joh. Seb. Bach.
iſche Erzbiſchof Söderblom hat die Bachſche Mat=
S das fünfte Evangelium bezeichnet, und in der
ch ihre gewaltige Tiefe und einzigartige religiöſe
* zu einer lebensbeſtimmenden Macht geworden.
rſteht man, wie ſehr die Hörer wieder ihre Auffüh=
Eche erſehnten. Die Stadtkirche hat durch den
Um=
inen, die Akuſtik ſcheint auch auf den äußerſten
zu ſein, der Chor hat nicht mehr die früher ſo
ſchalldämpfung durch die Loge zu befürchten. Aber
aum für Chöre und Orcheſter doch wieder recht
be=
ſchien uns die früher übliche Aufſtellung der Chöre,
NIs, zweiter links vom Dirigenten, in der
Stadt=
fter.
ige Einleitung zur Paſſion, eine Choralbearbeitung
Gottes unſchuldig”, die das Zuſammenſtrömen der
ſinnbildlicht durch den Doppelchor „Kommt ihr
ins klagen” wurde vom Chor edel und ſchön
vor=
man ſich auch eine wuchtigere Geſtaltung hätte
n. Die Orcheſtereinleitung hätte etwas flüſſiger
durfen. Der Knabenchor unter Leitung von Herrn
uller hielt ſich hier wie im Schlußchoral des erſten
och dürfen die Schüler nicht ins Schreien verfallen,
Der fühlen. Sehr friſch waren die Chöre der
Ju=
auf das Feſt” und der Jünger „Wozu dienet die
„Wo willſt du, daß wir dir bereiten” im erſten
ua verfehlt das „Herr, bin ichs?” das mehr wütend
l8. Gut und ſchlagkräftig gerieten auch die meiſten
zweiten Teils, von denen hervorzuheben ſind:
öigen”, das beſonders das erſtemal gut in ſeinem
Dar, das fanatiſch geſungene „Sein Blut komme
Las ſpöttiſche „Gegrüßet ſeiſt du”, während die
den Tempel Gottes zerbrichſt” und „Andern hat er
2 leer=routiniert klangen. Schade, daß bei den
leichten, kurzen Einwürfen „Der rufet den Elias”
ſehen” der Chor verſagte.
* die Bach mit ſo wundervollem Verſtändnis
aus=
lte, wurden im allgemeinen ſehr ſchön geſungen.
U im Bachſchen Sinne wäre, nach der Verſpottung
Bknechte von der idealen Gemeinde, dem Chor,
Zlut und Wunden” andächtig=ehrfüchrtig in leiſem
Tone ſingen zu laſſen, wie es bei früheren Aufführungen geſchah,
anſtatt wie jetzt im Tone des Bekenntniſſes? Und dafür zum
Höhepunkt zu wählen: „Was mein Gott will”. Allerdings müßte
dann der Vertreter der Chriſtuspartie die Worte „So geſchehe
dein Wille” nicht ſanft ergeben, ſondern ſtark, feſt ſingen — Jeſus
hat ſich hindurchgerungen zum Gehorſam im Leiden —, und danach
der Chor mit ſeinem bedingungslos hingebenden „Was mein Gott
will, das geſcheh allzeit” im Fortiſſimo einſetzen. Nach
Darm=
ſtädter Tradition wurde der Choral „Wenn ich einmal ſoll
ſchei=
den” ohne Orcheſter angeſtimmt. Leider übertönte die
Orgel=
begleitung den Chor hier ſtark.
Ein Höhepunkt war wieder der herrliche Schlußchoral des
erſten Teils „O Menſch, bewein dein Sünde groß”, den Bach ſelbſt
ſehr ſchätzte und deshalb aus der urſprünglichen Faſſung ſeiner
Johannespaſſion übernommen hatte. Warm und mit ſchöner
Zu=
rückhaltung erklangen die Chöre zu den Tenorſoloſtücken und das
„Nun iſt der Herr zur Ruh gebracht”, in temperamentvollem Tempo
die Zwiſchenrufe zu dem Duett „So iſt mein Jeſu nun gefangen”
und beſonders das grandioſe „Sind Blitze, ſind Donner‟. Der
große Schlußchor, der Grabchor „Wir ſetzen uns mit Tränen
nie=
der” gab noch einmal beiden Chören Gelegenheit, gegeneinander
zu wirken und in ſchöner Steigerung zuſammen auszuklingen.
Den Kern der Bachſchen Paſſion bildet die bibliſche Erzählung
des Evangeliſten. Es iſt eine der ſchwierigſten Aufgaben für den
Tenoriſten, ſich hier von allem Pathos fernzuhalten, im
beſchei=
denen Erzählerton zu bleiben und doch mit aller Lebendigkeit und
Wärme die Erzählung zu beleben. Ganz beſonders ſchwierig für
den Opernſänger, dem dieſer rein epiſche Geſang fernliegt. Um
ſo mehr iſt die Leiſtung von Hans Hoefflin zu bewundern, der
ſich im Lauf der Jahre mit ungewöhnlichem Geſchick in dieſe
Par=
tie eingearbeitet hat und heute wohl zu den wenigen „
Evange=
liſten” gehört, die im Ausdruck reſtlos befriedigen. Auch ſtimmlich
bewältigt Hoefflin die großen Schwierigkeiten des Bachſchen
hoch=
liegenden Tenors, und in den lyriſchen Soloſtücken, beſonders der
Arie mit Chor mit dem Wächterruf „Ich will bei meinem Jeſu
wachen” wußte er ſein Beſtes zu geben. Viel ferner bleibt dem
Bachſchen Stil noch Theo Herrmann, der Vertreter der
Chriſtuspartie. Dem Sänger ſteht ein wundervolles
Stimm=
material zur Verfügung, und wenn ſein Baß in der Tiefe weniger
dick einſetzen wollte, wäre auch die ſtimmliche Gleichmäßigkeit
voll=
kommen. Aber zur Paſſionsgeſchichte, zur Perſon Chriſti hat Theo
Herrmann noch nicht das richtige engſte Verhältnis. Es kann auch
kaum anders ſein, da ein halbes Leben dazu gehört, um die nötige
Verinnerlichung des Ausdrucks zu erringen. Sowar der Chriſtus im
ganzen etwas zu heldenhaft oder, in zu ſtarkem Umſchwung dazu,
plötzlich wieder etwe; kheatraliſch weich. Und beſonders anfänglich
ſtörte im Rezitativ das allzu langſame Tempo und das ängſtliche
Auszählen der Notenwerte, das im Sprechgeſang nicht angebracht
iſt. Die Einſetzungsworte wurden bewegter und dadurch glücklicher
vorgetragen, am beſten gerieten Stellen wie „Stecke das Schwert
an ſeinen Ort”, die auf äußere Situationen Bedacht nehmen. Die
Altſoli ſang Erna von Hoeßlin muſikaliſch und vorzüglich im
Ausdruck; die Stimme klang beſonders am Anfang etwas unruhig,
in der Höhe nicht ohne Schärfe, entfaltete ſich dann nach dem
Schluß hin immer mehr. Die faſt ſtets ein wenig zu langſamen
Tempi in den arioſen Stücken und Arien machten es der Sängerin
aber auch nicht ganz leicht. Sehr ſchön war die von Solovioline
be=
gleitete Arie „Erbarme dich”, die auch Konzertmeiſter O. Drumm
in gewohnt meiſterhafter Weiſe ſpielte, ferner das Altrezitativ
„Erbarm es Gott” deſſen Geißelfiguren im Orcheſter durch die
Orgel zu ſehr unterdrückt wurden, und im Ausdruck beſonders edel
„Ach Golgatha‟. Die von Bach für Knabenſtimme gedachte, daher
kindlich=gläubig zu ſingende Sopranpartie lag bei Martha
Heinemann=Knörzer in beſter Hand. Die Künſtlerin, die
als ganz junges Mädchen bereits in Darmſtadt auſtrat und
da=
mals durch die Lieblichkeit ihrer Stimme entzückte, hat inzwiſchen
an Ton gewonnen und ſich die Schlichtheit im Ausdruck bewahrt.
Die Arien „Ich will dir mein Herze ſchenken” und „Aus Liebe
will mein Heiland ſterben” mit der herrlichen Begleitung von
Flöten und Engliſch Horn waren beſonders friſch und ſchön im
Ton. Leider ſtörte auch hier die etwas langſame Temponahme
des Dirigenten. Die kurzen Baßſtellen des Petrus, Pilatus uſw.
ſang wieder Peter Schäfer mit gutem Gelingen, doch ſchien der
Sänger etwas erkältet zu ſein. Stimmlich am ſchönſten war ſein
Rezitativ „Am Abend, da es kühle war”, dies unvergleichlich
zarte, poetiſche Stück.
Die Leitung des Werkes lag bei Herrn Generalmuſikdirektor
Böhm. Es bleibt Böhms Verdienſt, die gewaltige Bachſche
Paſſion wieder in die Stadtkirche eingeführt zu haben und bei
aller Wahrung der Tradition doch wieder neu und perſönlich
hin=
geſtellt zu haben. Daß der ungewohnte Raum erſt ausprobiert
werden muß, daß alſo jetzt noch Einzelnes nicht ganz befriedigte,
wie die ſchon erwähnte öfters zu langſame Temponahme bei den
Soloſtücken, die zu ſtarke Regiſtrierung der Orgel — beſonders
auch bei den Worten „Eli, eli” — kann nicht wundernehmen. Die
Aufführungen der nächſten Jahre werden es hierin leichter haben.
Auch das Orcheſter ſchien ſich nicht gleich an die neuen
Raum=
verhältniſſe gewöhnt zu haben, ſpielte aber nachher mit voller
Meiſterſchaft im Tutti wie ſoliſtiſch. Die Orgel ſpielte zum erſten
Male Auguſt Niebergall, das Cembalo verſah wieder
Fried=
rich Noack. Es waren für die zahlreichen Zuhörer wieder
weihe=
weihevollſte Stunden tiefen Gottesdienſtes, und auch mancher, der
ſonſt kirchlichem Leben fremder gegenüberſteht, fand hier wieder
unmittelbar religiöſe rhebung.
E. N.
Seite 6
Sonntag, den 20. April 1930
* Kohring
*.
Heytings iehte Zaht.
Tauſende von Leidt=agenden hatten ſich heute vormittag auf dem
Friedhof an der Nieder=Ramſtädter Straße eingefunden, um dem ſo jäh
heimgegangenen Flieger Johannes Nehring die letzte Ehre zu
erwei=
ſen, um Abſchied zu nehmen von ihm für immer. Seine vor Schmerz
tiefgebeugten Eltern und Verwandten, Staatspräſident Dr. Adelung,
Vertreter der ſtaatlichen und ſtädtiſchen Behörden, Rektor und Senat
der Techniſchen Hochſchule, die geſamte Darmſtädter Studentenſchaft,
ſeine Freunde und treuen Kameraden wohnten der Einſegnungsfeier
in der Friedhofskapelle bei.
Feierlich war der tote Flieger aufgebahrt, zahlreiche Kränze deckten
ſeinen Sarg, an deſſen Seiten Kerzen brannten; ſechs Jungflieger
hiel=
ten die Ehrenwache. Schlicht und einfach, wie Nehring ſelbſt, war auch
die Einſegnungsfeier,
die Kaplan Schüler vornahm. Nach ernſten Gebeten widmete er
Jo=
hannes Nehring einen warmen Nachruf. Er ſei heimgegangen in einer
Woche, die ganz im Zeichen der Trauer ſtehe, und wenn die Oſterglocken
läuten, wird ſein Sarg in die Erde geſenkt werden. Es war vielleicht
mehr als ein Zufall, daß er am Tage vor der Vollendung des großen
Opfers Chriſti, vor ſeiner Auferſtehung, uns Menſchen entriſſen wurde.
Nach troſtreichen Gebeten nahm Kaplan Schüler die Einſegnung vor.
Dann wurde eine große Anzahl Kränze an der Bahre niedergelegt. Prof.
Georgii gedachte in tiefer Trauer des bewährten Flugzeugführers, der
im Dienſte der Wiſſenſchaft ſein Leben ließ. In Stille gedenken ſeiner
die Mitglieder der Wetterflugſtelle beim Inſtitut für Flugmeteorologie
an der Techniſchen Hochſchule Darmſtadt. Sein Name und ſeine Taten
werden in der Geſchichte der Fliegerei mit ehernen Buchſtaben eingegraben
ſein und unvergeſſen bleiben. Staatspräſident Dr. Adelung rief
dem Verblichenen namens der Staatsregierung in tiefer Ergriffenheit
herzlche Grüße zu. Heſſen werde ſtets des prächtigen, lieben Menſchen
gedenken. Im Namen des Oberbürgermeiſters und der Stadt Darmſtadt
grüßte Stadtrat Ziegs zum letzten Male den toten Flieger Joh.
Neh=
ring, der durch ſeine Taten den Namen Darmſtadts in die Welt
getra=
gen habe. Zahlreiche Kränze wurden noch niedergelegt, u. a. von Geh.
Rat Kotzenberg für die Rhön=Roſſitten=Geſellſchaft, von Vertretern
des Lehrkörpers der Techn. Hochſchule, der Deutſchen und der
Darm=
ſtädter Studentenſchaft, der Akademiſchen Fliegergruppe, des Rings der
Flieger, des Reichsverkehrsminiſter ums, der Heſſenflieger, des
Deut=
ſchen Luftfahrtverbandes, der Lufthanſa und Hefag, des Sturmpogel
und der Polizei, des Polizeiſportvereins, des Kreiſes und der Stadt
Gersfeld der Jungflieger und vieler befreundeter und auswärtiger
Ver=
eine. Wortlos und tieferſchüttert legte ſein ſo wunderbar geretteter
Mitflieger Dr. Steinhäuſer einen Kranz an der Bahre ſeines
Ka=
meraden nieder. —
Sechs Jungflieger brachten den mit Kränzen bedeckten Sarg nach
Beendigung der Trauerfeier auf das bereitſtehende Totenauto, das ein
befreundeter Fliegerkamerad ſteuerte. Unter Vorantritt einer
Trauer=
kapelle (Obermuſikmeiſter Weber) bewegte ſich der Leichenkondukt, wie
ihn gleich groß Darmſtadts Straßen kaum je ſahen, durch die Wienerſtraße,
Alexanderſtraße an der Techniſchen Hochſchule, der ehemaligen
Wirkungs=
ſtätte des Verblichenen, vorbei durch die Frankfurter Straße an die
Stadtgrenze. Den Sarg flankierten Jungflieger der Akademiſchen
Fliegergruppe, ihnen folgte der tiefgebeugte Vater, der ſeinen Sohn
trotz ſeines Alters begleitete, eine große Zahl Leidtragender und die
Darmſtädter Korporationen in Couleur mit ſchwarzumflorten Fahnen.
Eine dichte Menſchenmenge ſäumte die Straßen, durch die ſich der
Trauer=
zug bewegte. An der Stadtgrenze fuhr das Auto mit dem Verblichenen
an den ſpalierbildenden Korporationen vorbei. Die Fahnen ſenkten
ſich, und noch einmal grüßten die Darmſtädter Hochſchule und die zahl= Konzert mit Tanz ſtatt. Der Beſuch wird beſtens empfohlen,
reichen Trauernden ihren ſo früh und ſo plötzlich entriſſenen Kameraden
und Freund. — Eine Fliegerſtaffel von 8 Flugzeugen unter Führung
einer Verkehrsflugmaſchine kreiſte während der Trauerfeier und der
Ueberführung über der Stadt.— Johannes Nehring iſt nicht mehr, aber
als Vorbild für die junge Fliegergeneration wird ſein Name und Geiſt
weiterleben, denen, die ihn kannten, wird er unvergeſſen bleiben.
Ehre ſeinem Andenken!
Aa. Vollverſammlung der Handwerkskammer. Die diesjährige
Vollver=
ſammlung der Heſſiſchen Handwerkskammer findet nach einem Beſchluß
des Vorſtandes in der Zeit vom 10. b’8 15. Mai in Darmſtadt ſtatt. Es
wird die letzte Vollverſammlung in der ſeitherigen Zuſammenſetzung ſein.
Main=Rhein=Gau im Deutſchen Mandolinen= und
Gitarren=
ſpielerbund (e. V.), Darmſtadt. Am 4. Mai 1930, nachmittags. findet
hier in der Turnhalle am Woogsplatz ein großes Mandolinen=
Orcheſter=Konzert ſtatt. Außer Maſſenchören von zirka 100
Spielern werden auch Einzelvorträge von Vereinen aus Wiesbaden,
Frankfurt und Darmſtadt zu Gehör gebracht. Als Soliſt mit Liedern
zur Laute iſt der Opern= und Konzertſänger Arthur Earzbach aus
Wiesbaden gewonnen worden. — Eine Hannoveraner Zeitung ſchreibt
u. a. über ihn: „Die feine Sprachbehandlung, der meiſterhafte Vortrag
und die virtuoſe Handhabung des Inſtruments machen Schwarzbach zu
einem ebenbürtigen Kollegen unſerer beſten deutſchen Lautenſänger”.
Auch das übrige Programm iſt volkstümlich zuſammengeſtellt, und
wer=
den alle Freunde dieſer Muſik auf ihre Koſten kommen. Der
Eintritts=
preis iſt auf 1 Mark für alle Plätze feſtgeſetzt. Karten im Vorverkauf
ſind zu haben bei Muſikalienhandlung W. Heß, Eliſabethenſtraße, und
in der Turnhalle Woogsplatz (Reſtauration), ſowie bei den Mitgliedern.
Feſtnahmen. Ein von der hieſigen Staatsanwaltſchaft geſuchter
junger Mann namens H. W. J. wurde auf Grund eines Steckbriefes
wegen Beamtenbeleidigung feſtgenommen. — Ein hieſiger junger
ſtel=
lungsloſer Schuhmacher, der in verſchiedenen Wirtſchaften in der letzten
Zeit größere Zechbetrügereien in Höhe von 5—20 Mark begangen hatte,
wurde feſtgenommen und in Unterſuchungshaft gebracht. Es werden
ihm auch Diebſtähle, Unterſchlagung und ſonſtige Betrügereien zur Laſt
gelegt.
Aufgeklärter Einbruch. Der dieſer Tage in einem Wäſchegeſchäft
in der Frankfurter Straße verübte Einbruch konnte aufgeklärt werden
Drei Perſonen aus Frankfurt hatten in Frankfurt ein Auto geſtohlen
und waren mit demſelben nach Darmſtadt gefahren. Hier wurde der
Einbruch verübt und die Wäſche in dem Auto nach Frankfurt verbracht.
Beim Abladen wurden ſie beobachtet und auf Grund der Feſtſtellungen
in Potsdam feſtgenommen. Die geſtohlene Wäſche wurde reſtlos
ſicher=
geſtellt und dem Eigentümer wieder zugeſtellt.
—Diebſtahl. Zwiſchen 16 und 17 Uhr wurde aus einem
Treppen=
haus in der Kittlerſtraße von bis jetzt unbekannten Tätern ein drei
bis vier Meter langer und 1,20—1,50 Meter breiter
Teppichläufer aus lila und beigem gebl. Tapiſſerieſtoff, und
einige Zeit vorher im gleichen Hauſe eine braur garige Velvur=
Fußmatte, 40—70 Zentimeter groß, entwendet. Sachdienliche
An=
haltspunkte werden von der Kriminalpolizei, Zimmer 3, erbeten
— Gartenbauverein Darmſtadt e V. Die letzte
Monatsver=
ſammlung zählte zu den erfolgreichſten Darbietungen der jüngſten
Zeit. Ein geſchätztes Vereinsmitglied, Herr Oberſtudienrat Profeſſor
Dr. Spilger, behandelte in hochintereſſanter Weiſe an Hand
an=
ſchaulicher Lichtbilder die Frage: „Wie entſtehen neue Raſſen
unter unſeren Gartengewächſen?‟ Er ging dabei von der
Tatſache aus, daß ſich der Pflanzenbeſtand unſerer Gärten, teils durch
Einführung fremdländiſcher Pflanzen, teils durch Neuzüchtungen, im
Laufe der Jahrhunderte weſentlich erweitert hat. Neue Raſſen
ent=
ſtehen nun nicht, wie vielfach irrtümlich angenommen wird, durch
Düngung oder veränderte Lebensbedingungen. Wenn man es auch in
der Hand hat, die Blütenfarbe durch Zuſätze zu den Düngern zu
ver=
ändern, ſo werden damit die eigentlichen Raſſenmerkmale keineswegs
beeinflußt, da die Nachkommen ſolcher Pflanzen immer wieder auf die
alte Form zurückſchlagen. Auch Pfropfen und ähnliche
Veredelungs=
methoden ergeben keine neue Arten. Jedoch iſt dies der Fall bei
ſyſte=
matiſch durchgeführten Kreuzungen, bei welchen ſich zum Teil die
Merkmale der Eltern vereinen, ohne jedoch eine Gewähr dafür zu
bie=
ten, daß die Nachkommen den neugewonnenen Pflanzenformen in allen
Stücken gleichen. Sicherer iſt das Ergebnis einer Kreuzung, wenn die
Vermehrung der Neuzüchtung auf ungeſchlechtlichem Wege, alſo durch
Stecklinge, Ableger und Abſenker vorgenommen werden kann. Durch
geſchickt durchgeführte Kreuzung könnte noch viel erreicht werden,
be=
ſonders auf dem Gebiete des Obſtbaues, um Erſatz zu ſchaffen für alte,
degenerierte Sorten oder, um neue, widerſtandsfähige, großfrüchtige
und wohlſchmeckende Früchte zu gewinnen. — Wichtiger als die
Kreu=
zung zur Erzielung neuer Pflanzenformen iſt die Ausleſe (
Muta=
tion), d. h. die Abſonderung ſolcher Einzelpflanzen, die in gewiſſen
Merkmalen von den Eltern abweichen. Es iſt leider bis jetzt noch nicht
gelungen, ſolche Mutationen künſtlich zu erzeugen, wohl aber bieten ſie
in Verbindung mit Kreuzungen ungeahnte Möglichkeiten, viele neue
Naſſen zu entwickeln. — Im weiteren Verlauf des Vereinsabends zeigte
Herr Prof. Dr. Spilger mit Hilfe eines Leitzſchen Mikro=
Projektions=
apparates ungeheure Vergrößerungen von den Beſtäubungswerkzeugen,
Freßorganen und Waffen der Biene und Hummel, auch die zelligen
Gewebe der Schraubenalge, und, was wohl die meiſten Anweſenden
noch nicht geſchaut haben dürften, kleine lebende Weſen, ſogenannte
Planktonorganismen, wie Hüpferlinge, Rädertierchen (Rotatorien) und
Waſſerflöhe (Cladoceren). Die Beweglichkeit dieſer munteren Tierchen,
die an der Bildwand noch in erhöhtem Maße in Erſcheinung trat,
wirkte oft recht beluſtigend. — Der Redner erntete mit ſeinen
Dar=
bietungen ſtärkſten Beifall.
Promenadenkonzert. Am Sonntag, den 20. April (Oſterſonntag),
ſpielt das Stadt=Orcheſter unter Leitung von Kapellmeiſter W. Schlupp
von 11—12 Uhr ſein Promenaden=Konzert in der Pergola des
Herrn=
garten nach ſolgendem Programm: 1. Herzog von Braunſchweig,
Armee=
marſch. 2. Quvertüre Das Nachtlager von Granada v. Kreutzer. 3.
Gold=
regen, Walzer von Waldteufel, 4, Fantaſie aus der Oper Lohengrin
von Wagner, 5. Potpourri aus der Operette Schwarzwaldmädel von
Jeſſel. 6. Radetzki=Marſch von Strauß. — Am Oſtermontag, den
21. April, von 11—12 Uhr nach folgendem Programm: 1. Unter dem
Sternenbanner, Marſch von Souſa. 2. Quvertüre zur Operette Orpheus
in der Unterwelt von Offenbach. 3. Roſen aus dem Süden, Walzer von
Strauß. 4. Fantaſie aus der Oper La Trapiata von Verdi. 5, Potpourri
aus der Operette. Der Vogelhändler von Zeller, 6. Hoch Darmſtadt,
Marſch von W. Schlupp.
Lokale Veranſtalkungen.
sſchließlich als Sinweiſe auf Anzeigen zu betrachten.
Die hierunter erſchelnenden Notizen ſind a
in keinem Ealle irgendwie als Be
brechung oder Kritſt.
— Im Hotel Prinz Heinrich findet die Oſtertage
gutes
Kirchliche Nachrichken
Neuapoſtoliſche Gemeinde Darmſtadt I., Hindenburgſtr. (ehem. Kaſino),
Sonntag, den 20. April, vorm. 9,30 Uhr: Konfirmation, nachm. 4 Uhr,
und Mittwoch, den 23, April, abends 8,30 Uhr; Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Darmſtadt 1I., Bismarckſtraße: 54.
Sonntag, den 20. April, vorm. 9,30 Uhr, nachm. 4 Uhr, und Mittwoch,
den 23. April, abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Freunde und Gönner herzlich willkommen.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Griesheim, Groß=Gerauer, Straße 3.
Sonntag, den 20. April, nachm. 4 Uhr: Konfirmation. Mittwoch, den
23. April, abends 8,30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Roßdorf. Dieburger Straße Nr. 22.
Sonntag, den 20. April, nachm. 4 Uhr: Konfixmation. Mittwoch, den
23. April, abends 8 Uhr: Gottesdienſt,
Neuapoſtoliſche Gemeinde Arheilgen. Alte Darmſtädterſtraße 14.
Sonntag, den 20, April, nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, den 24. April,
abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Eberſtadt, Weingartenſtraße Nr. 35.
Sonntag, den 20. April, nachm, 4 Uhr, und Donnerstag, den 24. April,
abends 8,30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Nieder=Ramſtadt, Bahnhofſtraße 25.
Sonntag, den 20. April, nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, den 24. April,
abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Ober=Ramſtadt, Bahnhofſtraße Nr. 22.
Sonntag, den 20. April, nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, den 24. April,
abends 8,30 Uhr: Gottesdienſt.
Freunde und Gönner herzlich willkommen.
Evangeliſche Gemeinde Erzhaufen. 1. Oſtertag: vorm 10 Uhr
Feſtgottesdienſt (Mitwirkung des Kirchenchors); abends 8.30 Uhr
Kir=
chenkonzert des Kirchenchors. — 2. Oſtertag: vorm. 10 Uhr
Ein=
ſegnung der diesjährigen Konfirmanden; anſchließend Feier des heil.
Abendmahls. — Dienstag: Konfirmandenausflug nach Worms.
Mittwoch; Jungmannſchaft. — Donnerstag; Kirchenchor, — Freitag;
Helferinnenſitzung im Gemeindehaus. — Samstag; Jungmannſchafr
und Mädchenvereinigung (Probe).
f
Wenn Schmerzen . . . . . . .
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Togal=Tabletten ſind ein hervorragendes Mittel bei Rheuma,
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zuercbhutdhe.
DR
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Kboch
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AAS
19.30-
Die 8
Preiſe 1
20—
Trio=
Roſenſtock, W
Preiſe 1.50
(euM
Mitin doiß.
Frn Faud Fruer=
Aen
Hade
I
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m.
14N
Lad Lrddurch
Keine A
Samstag,
26. April
Sonntag,
27. April
20—22.30 Uhr
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L 23, R 13. (Darmſtädter
Volksbühne), Gruppe1—
Preiſe 1.00—10.00 Mk.
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C 21
Preiſe 1.20—12.00 Mk.
20—21
Dreimal
komiſche O.
Jaques
K14 Zuſ
Bühnen
Preiſe
14.30-
Der Kaiſer
Heſſenlant
Preiſe 12
19.30—
Die 4
Zuſatzm=
Preiſe 1.5
In der morgen Oſterſonntag im Großen Haus ſtatt
führung der großen romantiſchen Oper „Tannhäuſ
Wagner ſind die Hauptrollen mit Grahl, v. Stoſch, Str
mann, Varena, Stadelmaier, beſetzt. Muſikaliſche Leitu
Böhm. Inſzcnierung: Renato Mordo. Bühnenbild:
v. Trapp. (Für dieſe Vorſtellung ſind nur Wah
gültig)
„Die Kaſſette” Komödie in 5 Aufzügen von C
gelangt Mittwoch, den 23. April, in der Inſzenierung vr
nel und Wilhelm Reinking im Kleinen Haus zumerſt.
Aufführung.
„Rivalen”, das von den führenden deutſchen Bü
ſtem Erfolg geſpielte Schauſpiel von Anderſon und Sta
freier Bearbeitung von Carl Zuckmayer Donnerstag,
im Großen Haus zur Erſtaufführung gebracht.
Arthur Maria Rabenalt (Bühnenbild: Walter Auerbach)
— Die Skibahn bei der Darmſtädter Ski= und Wande
iſt bei 60 Zentimeter Schnee und 2 Grad Kälte ause
Karfreitag hielt der Schneefall noch an.
Im Hotel=Reſtaurant Poſt am Hauptbahnhof fi.
ſonntag großes Künſtlerkonzert ſtatt; am Oſterm
ſellſchaftsabend mir Tanz. Die Muſik wird
der beliebten Hauskapelle. (Siehe heutige Anzeige.)
A Aſch
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Rid.
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Raeie
Tageskalender für Sonntag, den 20. April
Heſſ. Landestheater. Gr. Haus, 18 Uhr, I.
häuſer”.
Kleines Haus, 19.30 Uhr, F 10.,
andere Seite‟
Orpheum, 20 Uhr; „
mal dein Herz verſchenkſt”
Konzerte:
Theater=Reſtaurant, Reichshof, Spaniſche Bodega
Karl. Rummelbräu, Waldſchlößchen, Hotel zur
platz=Reſtaurant, Hotel Prinz Heinrich, Bismar
denen Krone. — Ludwigshöhe, 16 Uhr:
Wiener Kronenbräukeller, 16 Uhr;
Kinovorſtellungen: Union=Theater,
ſpiele, Palaſt=Lichtſpiele.
Tageskalender für Montag, den 21. April
Heſſ. Landestheater, Großes Haus, 19 Uhr,
Hochzeit”, — Kleines Haus, 19,30 Uhr, Heſſenlar
„Der Kaiſer von Amerika”,
Orpheum, 20
du einmal dein Herz verſchenkſt”.
Konze
keller, Theater=Reſtaurant, Reichshof, Spaniſche
Prinz Karl, Brauerei Schul, Rummelbräu,
Hotel zur Poſt, Sportplatz=Reſtaurant, Hotel 4
Bismarckeck, Zur gold. Krone. — Ludwigsht
Konzert. —
Wiener Kronenbräukelle
Gartenkonzert. — Oberwaldhaus, 20 U.
Ludwig=Georgs=Gymnaſium. 20,15 U.
Heimatabend des Schleſier=Vereins e. V.
lungen: Union=Theater, Helia=Lichtſpiele, Pal
Sie legen Ihr Geld vorteilhaft an.
wenn Sie es für eine Lebensversicherung einzahlen. Gerade dann,
wenn ein größerer Betrag dringend nötig ist, z. B. für die
Ausbil=
dung und Ausstattung Ihrer Kinder, für Ihr Alter oder beim
Ab=
leben für Ihre Familie: in allen diesen Fällen erweist sich die
Lebensversicherung als zuverlässigste und zweckmäßigste Geld
anlage, und oft zahlt sie ein Vielfaches von dem Eingezahlten aus
Fragen Sie einen Versicherungs-Fachmann!
[ ← ][ ][ → ]109/110
Sonntag, den 20. April 1930
Seite 7
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Mau Hair!
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ſhof.
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zum
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Boden
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*
Fost
Lus Heſſen.
Skraßenbericht
rür die Boche vom 20. bis 26. April 1930.
Mitgeteilt vom Heſſiſchen Automobil=Club.)
notdurchgangsſtraßen in Heſſen:
erren gemeldet.
Sonſtige Straßen in Heſſen:
Suachbrücken zwiſchen Tannenbaum und Spachbrücken,
vom 31. 3, bis 25. 4. geſperrt. Umleitung: Gundern=
Zimmern.
„Seligenſtadt, Km. 180—22,64, vom 31. 3. bis 10. 5.
ge=
tung: Tannenmühle—Froſchhauſen.
gorſrsh ein=bauſen, Km. 0.7—2,7e vom 14. 4. bis 3, 5. geſperrt.
orſthaus Jägersburg.
a. M.—Dietzenbach zwiſchen Gravenbruch und Dietzenbach
7,6 vom 18. 4. bis 7. 6. geſperrt. Umleitung: Forſthaus
nach Schloß Kranichſtein vom Bahnübergang Nr. 52 ab
otswieſenweg vom 14. 4. bis 8. 5. geſperrt. Umleitung:
uinzialſtraße (genannt Dreiſchlägerweg) nach der Gicht=
Driasg ahrt Wahlheim vom 15. April bis 15. Juni geſperrt.
on und nach Freimersheim über die Pariſer Straße,
Pfaffenſchwabenheim wegen Neubau der Brücke über
vom 22. 4. auf 6 Wochen geſperrt. Umleitung; über die
ſe nach Genſingen.
n—Atzbach und Heuchelheim-Kinzenbach (Ortsdurchfahrt
om M. 2. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Rod=
(tenbuſeck (Ortsdurchfahrt Wieſeck) vom 10. 2. bis auf
rt. Umleitung innerhalb Wieſecks; durch die Schul= und
traße.
ihrten Hitzkirchen in den Straßenzügen Wennings—
Hitz=
jroth.Birſtein und Jllnhauſen—Hitzkirchen—Helfersdorf
n vom 6. März für jeglichen Verkehr geſperrt.
Um=
r=SeemenBösgeſäß—Höfen—Hettersroth bzw. Höfen—
elfersdorf-Neuenſchmitten und umgekehrt.
Skarkes Skeigen des Reckars und Rheins.
42. Das andauernde Regenwetter der letzten Tage hat den Flüſſen
und Bächen große Waſſermaſſen zugeführt. So iſt der Neckar bei
Hirſch=
horn in der Zeit vom Dienstag bis zum Karfreitag um rund 1,5 Meter
geſtiegen. Die angeſchwollenen Waſſermaſſen des Neckars haben bei
Neckarſteinach die Spundwände der Baugruben für die Neckarkanal=
Stau=
ſtufen überſchwemmt, teilweiſe ſogar eingedrückt und die Arbeitsſtellen
unter Waſſer geſetzt. Nach dem Pegelſtand von Gernsheim iſt der
Rhein vom Dienstag bis Karfreitag um rund einen Meter geſtiegen.
Wählen Sie eine
WERTVOLIE
WERBECABE
auug diesem
Ratalog,
Bershein, L. Abril. Nach dor Mern, trgfen ſch de —
der Deutſchen Volkspartei, Ortsgruppe Bensheim, nebſt zahlreichen
Ge=
ladenen aus Mannheim, Worms, Heppenheim und Auerbach, in der
Vetterſchen Mühle in Zell zu einem Nachmittagskaffee, bei dem die
Landesvorſitzende der Frauenabteilung, Frau Profeſſor Kloß=Darmſtadt,
in der ihr eigenen humorvollen Weiſe über den Parteitag in Mannheim
eingehenden Bericht erſtattete, nachdem die Vorſitzende der Ortsgruppe
Bensheim, Frau von Schad, die Erſchienenen herzlichſt begrüßt hatte,
Wie die Ausführungen erwieſen, nahm der Parteitag in allen ſeinen
Teilen einen glänzenden Verlauf. Von ſeiten der Mannheimer Damen
wurde angeregt, ſich doch auch einmal in Heidelberg zuſammenzufinden,
weil dort immer eine zahlreiche Beteiligung zu verzeichnen ſei, und die
Zuſammenkünfte einen das Parteileben außerordentlich fördernden
Charakter trügen. Man kam dabei überein, den Vorſchlag einmal zur
Ausführung zu bringen. Die Mannheimer Damen ſprachen ihren Dank
aus für die Einladung. Das Zuſammenſein nahm einen recht
anregen=
den und befriedigenden Verlauf.
Rheinheſſen.
ar
SR
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K
Sie
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Sung
—m, 19. April. Die Sängervereinigung „Germania”
ver=
ten Oſterfeiertag abends im Feſtſaal „Zum grünen Laub”
aterabend. Aus früheren Veranſtaltungen der
Sänger=
e immer einen großen Erfolg hatten, iſt bekannt, daß ſie
e auf dieſem Gebiet verfügt. Erinnert ſei nur an Weih=
Theaterſtück „Zwei rote Roſen” die Zuhörer ganz in
ſei=
ig. Auf vielſeitigen Wunſch hat die Sängervereinigung
auch am erſten Oſterfeiertag mit einem Theaterſtück
auf=
ſich „Der Jugend Schuld gefühnt” betitelt. Die Leitung
nal wieder in den bewährten Händen des Herrn Guſtay
rligen dramaturgiſchen Klub in Darmſtadt, während die
Rollen dem Herrn Heinrich Feldmann obliegt. Ein
Be=
rabends dürfte ſich ſehr empfehlen, ſchon um deswillen,
intrittspreis ſehr niedrig gehalten iſt. — Die hieſige
macht darauf aufmerkſam, daß wegen Aufſtellung der
ten aus Anlaß der Scharfſchießübungen jeder ſeit der
Zzahlung der Entſchädigungsbeträge erfolgte Beſitzwechſel
urveränderung im Schießgelände des
Truppenübungs=
ngabe von Flur und Nummer bis Samstag, 26. April
Bürgermeiſterei, Zimmer 5, gemeldet werden muß. Nach
können Umſchreibungen nicht mehr erfolgen.
Sdt, 19. April, Verbands=
Kaninchenausſtel=
ingſten findet hier, eine größere Kaninchenausſtellung
lt ſich dabei um die große Verbandsausſtellung des Pro=
3 der Provinz Starkenburg im Reichsbund Deutſcher
r. Die Ausſtellung wird in den Räumen des Gaſthauſes
nbad” abgehalten werden. Man rechnet damit, daß die
beſchickt wird. Mit der Ausſtellung iſt eine Prämiierung
verbunden.
tadt, 19. April. Der Muſikvexein hält am 4. Mai
Hof” ſein diesjähriges Frühjahrskonzert ab. Außerdem
Verein am erſten Oſtferfeiertag bei günſtiger Witterung
dem Platz Ecke Eberſtädterſtraße und Mainſtraße ein
zuhalten.
Kirchliches. Am Karfreitag war mit
3gottesdienſt eine Abendmahlsfeier verbunden. In dem
ekten der Kirchenchor und das Bläſerkorps mit. Abends
dere Abendmahlsfeier für die evang. Jugendbünde ſtatt.
Sammeln Sie
die Gutschelbasschliftie
WULUXSEIFENFIOcKEN
SÜALCHT SEIEE
FaM und SünA
W2-20
SÜNLICHT GESELLSCHAFT A.G. MANNHEIM
Cp. Pfungſtadt, 17. April. Die Spar= und Darlehnskaſſe
Pfungſtadt G. m. b. H. hatte am Schluß des abgelaufenen
Geſchäfts=
jahres 1929, 64 Mitglieder. Der Reingewinn betrug 2267,65 RM. Im
Geſchäftsjahr 1929 war ein Geſamtkaſſenumſatz von 458877,36 RM. zu
verzeichnen. Die Geſchäftsguthaben vermehrten ſich um 135 RM., die
Haftſumme um 1000 RM. Die Geſamthaftſumme betrug Ende 1929
32 000 RM. Die Spareinlagen erhöhten ſich auf 57 448,34 RM. Aktiva
und Paſſiva ſchließen mit 93 720 40 RM. ab. — Die
Polizeiver=
waltung teilt mit, daß am Oſterſamstag die offenen Ladengeſchäfte
bis abends 9 Uhr verkaufen können,
Eberſtadt 19. April. In der Schultierſchau am
Lämches=
berg iſt ein Zuwachs von 8 zierlichen Jungfüchſen eingetroffen, die von
heute ab zur Beſichtigung freigegeben ſind.
4a. Von der Bergſtraße, 19. April. Schwacher
Ausflugs=
verkehr. Infolge des trüben und regneriſchen Wetters war ganz im
Gegenſatz zu ſonſt der diesjährige Karfreitagsverkehr an der Bergſtraße
äußerſt ſchwach. Straßenbahn und Omnibuſſe hatten nur wenige
Aus=
flügler und Spaziergänger zu befördern. Die Gaſthäuſer waren nur
ſchwach beſucht. Auch der private Autoverkehr war nicht ſtark.
Allge=
mein hofft man bei beſſerem Oſterwetter auf großen Feiertagsverkehr.
— Gernsheim, 19. April. Waſſerſtand des Rheins am
17. April: 0,61 Meter; am 18. April: 1,55 Meter.
— Hirſchhorn, 19. April. Waſſerſtand des Neckars am
17. April: 2,48 Meter; am 18. April: 3,44 Meter.
* Mainz, 17. April. Chronik. Nachts wurde in die Büroräume
einer Behörde eingebrochen und aus einer verſchloſſenen Schublade ein
größerer Geldbetrag geſtohlen. In der gleichen Nacht wurde verſucht,
in die Geſchäftsräume eines Kaufmannes an der mittleren Bleiche
ein=
zubrechen. Die Diebe wurden jedoch geſtört und mußten unverrichteter
Sache abziehen. — Im Anſchluß an das Lufthanſa=Netz wird ab 1. Mai
eine ordentliche Verkehrslinie, um die ſeit längerer Zeit die
Städte Wiesbaden und Mainz bemüht waren, über den Flugplatz
Mainz—Wiesbaden geleitet. Die Linie geht von Baden=Baden
über Karlsruhe, Mainz—Wiesbaden, Köln nach Düſſeldorf. Von hier
aus erhält ſie direkten Anſchluß nach den Nordſeebädern ſowie nach
Bel=
gien und Frankreich. — In der Nacht vom 16./17. Dezember 1929
brannte in Bingen das Fabrikgebäude der Karl Gräff G. m. b. H.,
Bin=
gen, bis auf die Grundmauern nieder. Dem Brand fielen faſt alle
Ta=
bakvorräte nebſt geſamten Maſchinen und ſonſtigem Inventar zum
Opfer. Der Sachſchaden beträgt mehrere Millionen RM. Der von
An=
fang beſtehende Verdacht der Brandſtiftung hat ſich im Laufe des
ſeit=
herigen Ermittelungsverfahrens erhalten. Es iſt nunmehr von einem
der in Mitleidenſchaft gezogenen Verſicherungsunternehmen für
ſachdien=
liche Mitteilungen, die zur Ermittelung und Beſtrafung des
Brand=
ſtifters führen, eine Belohnung von 5000 RM. ausgeſetzt worden.
In einem Heim in Mainz wurde aus einem Vertikow ein
Fünfzigmark=
ſchein geſtohlen. Das Vertikow war zwar abgeſchloſſen, jedoch war der
Aufbewahrungsort des Schlüſſels bekannt. Eine Inſaſſin des Heims,
die ſich den Schlüſſel vorübergehend angeeignet hatte, wurde als Täterin
ermittelt. — Die Deutſche Lebensrettungsgeſellſchaft,
Bezirk Rheinheſſen, hielt in Mainz eine Verſammlung zur Errichtung
einer Arbeitsgemeinſchaft ab, an der ſich die Freiw. Sanitätshauptkolonne
vom Roten Kreuz, die Freiwillige Feuerwehr, Polizei und
Arbeiter=
ſamariter beteiligten. Der Zweck der Verſammlung war, einen
Ret=
tungsdienſt an den freien Rheinbädern durch fliegende Wachen und
Ret=
tungsſchwimmer zu organiſieren. Nach eingehenden Beſprechungen
wurde beſchloſſen, daß je ein Mitglied der genannten Organiſationen
und Behörden abwechſelnd den Dienſt an den Badeſtellen verſehen foll
und daß die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr zum Rettungsdienſt
ausgebildet werden.
Bingen a. Rh., 17. April. Ein Todesopfer des
Gauls=
heimer Autounglücks. Das ſchwere Autounglück in den
Sonn=
tagsabendſtunden auf der Landſtraße Mainz=Bingen, oberhalb des
Ortes Gaulsheim, hat nun leider doch ein Todesopfer gefordert.
Mitt=
woch nachmittag iſt die 37 Jahre alte Ehefrau Anna Veith im Binger
Heilig=Geiſt=Hoſpital ihren ſchweren inneren Verletzungen erlegen. In
dem Zuſtand des ſchwerverletzten Ehemannes Veith iſt noch keine
Beſſe=
rung eingetreten; dieſer ſchwebt alſo immer noch in Lebensgefahr. Die
verunglückte Familie ſtammt aus Budenheim bei Mainz. Dorthin wird
auch die Leiche der Verſtorbenen zur Beiſetzung überführt.
Oberheſſen.
k. Gießen, 16. April. 800=Jahrfeier des Schiffenbergs.
Das Protektorat über die Feier hat Staatspräſident Dr. Adelung
über=
nommen. Als Feſttage ſind der 5. und 6. Juli feſtgelegt. Am 5. Juli
(Samstag) findet die Eröffnungsfeier ſtatt, an der hauptſächlich die
Studentenſchaft Gießens teilnehmen wird. Am Feſtſonntag findet
vor=
mittags die Weihe der Gedenktafel ſtatt. Nachmittags kommt
als Hauptakt die Aufführung des Feſtſpieles unter
Ober=
ſpielleiter Tannert vom Stadttheater Gießen und Heimatdichter Gg.
Heß=Leihgeſtern. Etwa 600 Mitwirkende werden zur Durchführung
auf=
geboten. Die Maſſenchöre der Gießener Geſangvereine umrahmen das
Feſtſpiel. Die theatraliſche Handlung wird durch Lautſprecher
über=
tragen werden. Volksfeſt, Konzert und Zapfenſtreich bilden den
Ab=
ſchluß des Jubiläums.
Unsere Atikah führen wir jetzt auch in gebogenen laschen-Etuis aus Blech zu
0 Hhich enacht Sschähntehe ſäaſchei getuten gurshne ieigen Aifch
Ciggretten beauem und unauftällig bei sich zu führen. Diese Packungen sind sehr
geeignet für Reisen, Ausflüge abendliche Vergnügungen und besonders bei Besuch
von Lokalen, wo Sie betürchten müssen, dass Sie Ihre geuohnte Atikah nicht erhalten.
I.Bln. 1404
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LA LIGAREENFADRIR GWH UHESDEN-A-10
[ ← ][ ][ → ] Die Verlobung meiner Tochter Meine Verlobung mit Fräulein
Anne=MariemitHerrnDr. Auguſt Anne=Marie Schmitt, Tochter
Sprehz gebe ich bekannt.
Frau Maria Schmitt
geb. Cämmerer
des verſt. Arztes Herrn Dr. med.
Franz Schmitt und ſeiner Frau
Gemahlin Maria,geb Cämmerer,
zeige ich an
Darmſiadt
Alicenſtr. 9, I.
Oſtern 1930
Dr. jur. Auguſt Sprey
Gerichts=Aſſeſſor
Seligenſiadt (Heſſen)
Frankfurterſir. 35
Statt Karten.
Ihre Verlobung zeigen an:
AMME BLUMOHR
HEINZ MEHLINg.
VERLOBTE
Darmstadt
Ostern 1930
Schrautenbachweg 2
Olemensstr. 13
Darmſiadt
Hügelſtraße 57
Aenne Flohn
Dipl Ing (Erich Fibranz
Oſtern 1930
Gelſenkirchen
Hindenburgſtraße 2
Statt Karten.
Ihre Verlobung
beehren sich anzuzeigen
Lisel Löb
Hans Krämer
Beerfelden
Ostern 1930
(6532)
Kätha Engel
Fritz Oebus
Verlobte
Damſtadt
Barkhausſtr. 1 (*)
Karlsſtr. 36
Friedel Seipp
Otto Reeg
Verlobte
Traisa
Gretel Lautenſchläger
Ferdinand Schwab
Unteroffizier im 13. Württ. Inf.=Regt.
Verlobte
Darmſiadt
Darmſtadt
Schwanenſtr. 65 Dornheimerweg 63
Ludwigsburg
Darmſtadt, Oſtern 1930
Kiesſtr. 41
Soderſir. 44½
S
Ihre Verlobung geben bekannt
Sofie Siebert
Hermann Weiß
Groß Umſtadt, 20. April 1930
Ihre Verlobung beehren ſich
anzuzeigen
Frieda Seuling
Heinrich Schmaltz
Oſtern 1930
Büdingen
Darmſtadt
Darmſtadt
C.
Elſe Frangel
Ludwig Hahn
Kandidat der Theologie
Verlobte
Schafhauſen
Darmſtadt
Oſtern 1930
—
Liſel Maher
Willi Koch
Verlobte
Friedel Ooſch
Franz Baumann
Verlobte
Oſtern 1930
Stiftſtr. 41
Rheinſtr. 37
Frieda Schroth
Paul Schaller
Verlobte
Darmſtadt Nieder=Ramſtadt
Oſiern 1930
Ernd Gengenbach
Hermann Bliß
Verlobte
30. März 1930
2
Ihre Verlobung beehren ſich
anzuzeigen
Minna Müller
Wilhelm Dries
Darmſiadt
Weinbergſtr. 26
Arheiligen
Merkſtr. 6
Darmſtadt, Oſtern 1930
Mollerſtr. 4
Viktorigſtr. 100
Statt Karten!
Marie Lutz
Karl Vonderheid
Verlobte
Lengfeld
Hering
Erna Koenig
Eugen Olaub
Verlobte
Darmstadt, Ostern 1930
Landwehrstraße 1½
Friedrichstraße 9
Erna Endres
Hans Schweikart
Verlobte
Ostern 1930
Darmstadt
Frankturterstr. 21
Hattersheim a. M.
Hauptstraße 38
STATT KARTEN
ORETEL SCHONBEROER
LUTZ HUGENSCHÜTZ
VERLOBIE
OSTERN 1930
WIENERSTR. 46
WALDSTR. 8
Else Schmelz
Hubert Wasem
geben ihre Verlobung bekannt
Darmstadt
Frankfurt a. M.-Rödelheim
Fallaswliesenstr. 160
Radilostraße 7
Ostern 1980
Tilde Brückner
Fritz Ziegler
Verlobte
Ostern 1930
Darmstadt
Roßdörferstr. 8
Eberbach a. N.
Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen
Erna Müller
Gustay Imsande
Ostern 1930
Bleichstraße 35, I.
Darmstadt
Oretel Baum
Wilhelm Diefenbac
Verlobte
Finkenbach
Kreis Erbach
Darm
Pankrati!
Käte Spaar
Otto Barthel
Verlobte
Ostern 1930
Darmstadt, Wenckstr. 2, II.
Ihre, Verlobung beehren sich anznzeige
Lisa Huthmann
Heinrich Wagner
Ostern 1930
Wendelstadtstraße 30
Barkhaust ſch
M
N1A.
Ihre Verlobung geben bekannt:
Lufse Stier
Ludwig Sraulich
Ostern 1930
Darmstadt
iütietag in
Maung beel
Elisabeth Kläden
Peter Waldhaus
Derlobte!
Darmstadt
Schützenstr. 8
Ihre Verlobung geben bekannt
Elisabeth Hamm
Willy Bünz
Ostern 1930
Maliſche ſan
Dieiften ſch an
Weiterstadt
Gimmrock
Darmstadt
(Breiholr Schleswig 5e Mlhe g6. Damn
Mariechen Becker
Rudi Horn
Verlobte!
Ostern 1930
Darmstadt
Waldstr. 32
Der 1 Re
Den Rei, Auch
erbader F Leif u
Ihre Verlobung zeigen an:
Clara Waſcheroh
Peter Magſam
Neuſiadt
i. Odw.
Heubach
i. Odw.
Oſtern 1930.
Eliſabeth Beſt
Emil Fiſcher
Berlobte
(
ElaFlach
Verlobte
Darmstadt Ostern 1930
4
Statt Karten
Ludwig Schweisgut
Edith Schweisgut
geb. Arnold
Vermählte
Oſtern 1930
Derl ;o
Alfred Lysfi.
Aunf
Wetlicher 1u
Georg Knabloch M Marie Lysfi gd FStlus
A
Un
oße
Ihre Dermählung behiel, fe. Mlu fif len
zuzeigen
Ue
Wilhelm Trel 84 Wch
u. Frau Ria geb 2
Oſtern 1930
tchte
Darmſtadt
G.
Kirchl Trauung findetam!.”
*
1/410
Sonntag, den 20. April 1930
Meine Vormählung mit
Fr. Lese Rlaus Mafer
sehre ich mich anzuzeigen.
Has80r Dipl-ng. R. Schnelder
Darmstadt, Herdweg 56
i 123
(6521)
fem Hung beehren Sich anzuzeigen
ſchard Wagner
Anna Wagner
geb. Sattler
zunger- 6 88 Kravichsteinerstraße 59 %0
liches zuung findet am 2. Feiertage, nach-
M0a
eg 2 (hr, i der Martinskirche statt.
Ve zblung geben bekannt
udwig Schäfer
gerethe Schäfer
geb. Schey
DARMSTADT
Rhönring 53
uger g 6 72
(*
um ſterfeiertag in der St. Ludwigskirche
ftäinde Trauung beehren ſich anzuzeigen
Llipp Waldmann
Jung Waldmann
geb. Schocker
9 ſtadt, Dornheimerweg 72. (6593
Mehrere geſpielte
dar. 1 Blüthner,
Schwechten.
Neue Pianos
Förſter, Müller=
Schiedmayer,
Victo=
toria u. a., v. 850 ℳ
— Kein Laden.
an,
daher billigſt
Piano=Berg
beidelbergerſtr.
3636.
St
Todes=Anzeige.
(Statt Karten.)
Goit dem Allmächtigen hat es gefallen,
meinen lieben Gatten, unſeren herzensguten
Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager
und Onkel
Herrn
Rur. Dinmelmänn
Reichsbahnoberſekretär i. R.
nach langem, ſchweren, mit großer Geduld
getragenem Teiden zu ſich in die Ewigkeit
abzuruten.
In tiefer Trauer:
Frau Ch. Zimmermann Wwe.
und Angehörige.
Darmſtadt, den 17. April 1930.
Liebigſtraße 75.
(6577
Die Beerdigung findet Dienstag, den 22. April 1930,
nachmittags 3 Uhr, vom Poriale des Friedhofs an der
Nieder=Ramſtädterſtraße aus ſtatt.
Wir erfüllen hiermit die traurige
Pflicht, unſere Mitglieder von dem
Ableben unſeres lieben Nameraden
Herrn
Eiſenbhynoberſekretär
geziemend in Kenntnis zu ſetzen
Beiſetzung Dienstag, den 22 April,
nachmittags 8 Uhr, Friebhof,
Nie=
der=Ramſtä terſtraße. Wir bitter
die Kameraden um zahlreiche
Be=
teiligung. Treffpunkt 2¾ Uhr am
Eingang.
Verein ehem. Angehöriger
des Großh. Artilleriekorps
6600
Der Vorſtand
Wiederruf!
Die am 13. ds. Mts,
gegen me ne Frau
Katharina Dblp und
meine Tochter Erna
ausgeſprochene
War=
nung nehme ich hier
mit, da dieſe b: au
Grund von
Verleum=
dungenenſtanden mit
Bedauern zurück.
Adam Dölp.
Zum Bau
eines Doppelhauſes
geeigneten Pariner
geſucht. Näh. ert.
Peter Hebeisen
Darmſtadt
Eſchollbrückerſtr. 44.
Hlavier-Krnold
Elisabethenstr. 20
Eleotr Ola-
Festfreude in
jedem Haus
Todes=Anzeige
Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch
die traurige Mitteilung, daß unſere liebe Tante
und Couſine
Fräulein
Malte Danbauf
am 17. April nach längerem Leiden ſanft
ver=
ſchieden iſt.
Die trauernden Hinterbliebenen:
In deren Namen:
Berta Fix.
Darmſtadt, den 18. April 1930.
(6565
Die Einäſcherung findet am Dienstag, den 22. April,
vormittags 11 Uhr, auf dem Waldfriedhof ſtatt.
Ars Neuroth
61g Lotter
üße 1s Verlobte
rn 1930
berg A 59 Im Wingert7
aſſi im 4. s feiertag, nachmittags
Martigskirche ſiatt=
Tung beehren ſich an=
Mi: Simmrock
Frars Narie geb. Dann
0 1 Löffelgaſſe 26
Damen
Hüte
in großer Auswahl
in modern. Farben
u. Formen zu
bil=
ligſten Preiſen find.
Sie in der (6341a
Hutzentrale
Auguſte Wenzel
Darmſtadt
Saalbauſtr. Nr. 23.
Fernruf 4130.
Eigene Fabrikation
Herziſche Hiel
Ein alter, leidend.
Herr iſt ohne Schuld
in größte Not
ge=
raten. Gaben, auch
kleine, nimmt
ent=
gegen
(6466b
PrinzeſſinHermann
zuSolms=Braunfels
Schloß Hungen,
Oberheſſen.
Rrichsbund
der Zivildienſtberechtigten
Verein Darmſtadt.
Nachruf.
Am 17. d. Mts. verſchied unſer
lieber Kamerad
Mart Miauermnin.
Wir werden uns ſeiner ſiets
in Treue erinnern.
Die Beerdigung findet
Diens=
tag, den 22. April, 15 Uhr, auf
dem alten Friedhot ſtatt
Wir bitten um zahlreiche
Be=
teiligung
Der Vorſtand
6612)
Statt beſonderen Anzeige
Karfreitag, nachmittags 3 Uhr, wurbe mein
lieber Mann und Sohn, der
Königl. preuß. Major a. D.
Balter Oneter
von ſeinem ſchweren Leiden erlöſt.
Für die Hinterbliebenen:
Margarete Stieler, geb. Hackhauſen
Lina Stieler, geb. Walter, Wwe. des
Beneralmafors.
Darmſtadt, den 19. Aprik 1930.
Die Beerdigung findet am Dienstag, den 22. April,
nachmittags 3½ Uhr, von der Kapelle des Friedhofes
Nieder=Ramſtädterſtraße ſtatt.
n)ſterteiertag, nach=
1 in der
Johannes=
attK ende Trauung be=
) uzeigen
da Kälber u. Frau
Wie, geb. Jahme.
di, — genthalſtir. 403. (*
ſtw1 den 23 April 1930
de Fheleute Heinrich
ufred Ahun. komotivtührer und
Var1 jeb Seipel das Feſt
der
beien Hochzeit.
liad zur Goldenen! (*
Todes=Anzeige.
Nach kurzem Teiden und einem arbeitsreichen
Leben verſchied am Mittwoch abend unſer
lieber, treubeſorgter Großvater, Schwagei,
Schwiegervater und Onkel
Seu. Surolg Siem
Für die vielen liebevollen
Be=
weiſe herzlicher Teilnaſme ſowie
die vielen Kranz= und
Biumen=
ſpenden bei der Beerdigung
meines innigſtgeliebten Gatten,
unſeres treubeſorgten,
unvergeß=
lichen Vaters
Philipp Opper
Lokomotioführer
ſagen wir unſeren tiefgefühlten
Dank Beſonderen Dank den
Schweſtern des Stadt=
Kranken=
hauſes für ihre liebevolle Pflege
und Herrn Pfarrer Marx für die
troſtreiche Grabrede. Ebenſo hat
die e rende Beteiligung des
Kriegervereins Graf v. Haeſeler mit
ſeiner weihevollen Muſik und der
Kranzniederiegung unſeren Herzen
wohlgetan. Fernec ſind uns die
Beileiosbeweiſe und
Kranznieder=
legungen der Vertreter der
Beleg=
ſchaft der Bbw. Darmſtadt der
Gewerkſchaft Deutſcher Lok= und
Schiffsheizer, dem
Rangierperſo=
nal Darmſtadt Hbf, dem Eiſe
bahnverein Darmſtidt und em
Gartenbauverein Darmſtadt=Nord
ein Troſt in unſerem großen
(6568
Schmerz.
Frau Marg. Opper u. Kinder
Lungenverschlemmung
hartnäckigen Huſten, Luttröhrenkatharr.
Keuch=
huſten, Bronchialkatharr, Aſthma ete behebi
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„Das Ei iſt heilig wie das Brot.”
Das Ei als Kultſymbol.
gefärbte Oſterei hat mit einer keineswegs ſicher
germaniſchen Frühjahrsgöttin Eoſtra, ahd. Oſtara,
zu tun, wie das rotgefärbte Oſterei mit dem
Ge=
or. Das Gi iſt ein bei allen Völkern im höchſten
ndes Fruchtbarkeitsſymbol, die geheime
Lebens=
in, ja Mutterſchoß der Götter und zugleich eine mit
uicher t ausgeſtattete Opfergabe. Wenn der noch in einem
wur=z rſozigtiven Denkbereich ſtehende, d. h. an einen
ziſchern ammenhang aller Dinge und Erſcheinungen glau=
R1. ſah, wie aus dem an ſich toten Ei ein junges,
ſeich 1a fähiges Hühnlein ans Tageslicht kommen konnte,
muitem he dem Ei innewohnenden magiſchen Lebenskräfte,
zu u. Frühlingszeit, beim Wiedererwachen der Natur,
der nſt des Bauern an der Erde beginnt, durch
Eier=
aucch f Menſchen, auf Haus, Hof und Feld übertragen
veu 125 i. Die im Frühling gegeſſenen Eier ſättigen nicht
ſfe ſry n auch neue Lebensenergien.
gie S iche Kirche nahm in ihrer weiſen Rückſichtnahme
jgdn / Brauchtum auch den Zauberglauben an das Ei
in eirn ichtbarkeitsſymbol und eine magiſche Opfergabe in
wet zu pannten volkstümlichen Ritus mit auf und führte
beweck onorum, die Weihe der Oſtereier, ein. Eier als
naabe, m Toten mit ins Grab gegeben in dem Glauben,
„mit Sn Symbol des Lebens auch fernerhin Lebenskraft
ſchern— den wiederholt in heidniſchen Gräbern gefunden.
gluny emalte Gänſeeier lagen in Steinſärgen bei Worms,
ſem 2 hchriſtlichen Jahrhundert angehören, in
vorchriſt=
gal.3 em Frauengräbern fand man bunt verzierte Eier
ein den Tod beſiegendes Lebensſymbol legte man
Heilige Grab”, vor dem die mittelalterlichen
Oſter=
rt wurden. Und wie man kultiſche Weihegaben mit
derer d e ausſtattet — man denke nur an die „zum Himmel
us Blumen und Früchten aufgebauten, mit
bun=
mwundenen Weihepyramiden baliſcher Frauen —,
ſterzeit das altgermaniſche Bocksopfer, den Widder,
ung ſeiner Hörner und Bekränzung mit
Buchs=
rrbigen Schleifen ſchmückte, ſo verzierte man auch
gleicher kultiſcher Geſinnung die als Opfergabe
argebrachten Oſtereier.
s Ei als Gegenſtand der Volkskunſt.
es Jahr geſchieht den Ayern nit ſo vil Ehr, als
ſterlichen Zeit. Man vergultets, man verſilberts,
it ſchönen Flecklen und macht allerhand Figuren
marmelierts, man mahlts auch und ziehrets mit
n Farben, man kratzets aus, man machet etwan
ein, ein Pelikan, ſo ſein Junge mit gignem Blut=
Urſtänd Chriſti oder etwas anders darauff; man
irbts grün, roth, gelb, goldfarben; man machts
engt und verehrt es hernach ein guter Freund dem
tragts heut in großer Meng in die Kirch zu der
der volkskundlich ſcharf beobachtende Pfarrer bei,
Puchbach in Bayern überliefert uns in ſeinem
num Paschale norum oder Neugefärbte
Oſter=
e volkskünſtleriſchen Zierweiſen der Oſtereier. Und
Jahrzehnten waren beſonders im badiſchen
Fran=
waben und Bayern in der Landbevölkerung künſt=
Frauenhände tätig, die Oſtereier zu bemalen, mit
und Papierſchnitzeln zu bekleben, mit
Binſenum=
armorieren, mit einem gewöhnlichen Nagel aus
id weiße Muſter auszukratzen. Sehr geſchätzt
andvolk dieſe kleinen zerbrechlichen Kunſtwerke;
n farbigen Seidenbändern im „Gläſerkaſten” oder
inkel auf. Und doch fehlt unter den von dem
ioniſten, mit geradezu katalogiſierender
Beobach=
ten Zierweiſen — das Aetzen der Oſtereier mit
ommt erſt ſpäter auf — jene von den Wenden des
z Mhalds von den Choden Weſtböhmens bis tief nach Ruß=
Ue inets imer wieder von ſlaviſchen Völkern geübte
Be=
tereier in einer dem indiſchen Batikdruck durchaus
k, die vollendete volkstümliche Kunſtſchöpfungen
von einfachſter, zweifarbiger, geradezu vorzeitlich anmutender
Ornamentik bis zur reichſten, vielfarbigen, teppichartigen
Muſte=
rung in beneidens= und bewundernswerter Stilſicherheit
ent=
ſtehen ließ.
Vom Batiken der Oſtereier.
Die Technik: Dort, wo die Bemalung der Oſtereier durch
Batiken, d. h. durch Wachsabdecken, noch in urſprünglicher
Boden=
ſtändigkeit geſchieht, dienen zur Herſtellung der Farben
ausſchließ=
lich Pflanzenſtoffe. Gelb gewinnt man aus der gekochten Rinde
des Holzapfels, Braun aus der Rinde des Holzapfels und
der Holzbirne, Rot vom braſilianiſchen Farbholz, Schwarz von
Galläpfeln oder durch Kochen von Samenhülſen der
Sonnen=
blumen in Kupfervitriol, Grün, meiſt nur als dekorativer Fleck
aufgetragen, aus einem Abſud von Zwiebelblättern, Erlenrinde,
Safran und Schierling und das noch ſpärlicher verwendete Blau
aus gekochter Waldlinſe. Das Batiken der Oſtereier geſchieht nach
dem gleichen Verfahren, das in der oſtindiſchen Stoffdruckerei
üb=
lich iſt: auf dem Eintauchen der Eier in verſchiedene Farbenbäder
und auf dem Schutz bereits gefärbter Stellen vor weiterem
Ge=
färbtwerden durch das Aufſchmelzen einer Wachsſchicht.
Aufge=
tragen werden die Wachsſchichten, die jeweils Schutz und Ornament
zugleich ſind, mit einem dem Malhörnchen der Töpfer, im
beſon=
deren dem tjantins, dem Batikwerkzeug der javaniſchen
Stoff=
drucker, durchaus verwandten Malinſtrument, einem in einem
Holzgriff ſteckenden Kupferröhrchen, das mit heißem, flüſſigem,
durch eine feine Oeffnung austräufelnden Wachs gefüllt wird.
Mit dieſem Werkzeug werden die Umriſſe der Ornamente in
ſchwungvollen Wachslinien „geſchrieben”, wie es in der
Kunſt=
ſprache der profeſſionellen dörflichen Oſtereiermalerinnen heißt.
Reicher verzierte Eier werden in 3 Fabenlöſungen getaucht: in
Gelb. Rot und Schwaz. Zuerſt wird auf dem weißen Eigrund
das Grundmuſter mit Wachs „geſchrieben‟. Durch eine ſchützende
Wachsdecke bleiben dieſe Stellen weiß. Dann wird das Ei ins
gelbe Bad getaucht. Gelb gefärbt wird das Ei wieder
heraus=
genommen. Die Stellen, die auf dem fertigen kleinen
Kunſt=
werk gelb erſcheinen ſollen, werden ihrerſeits mit Wachs
zuge=
deckt. Es folgt das zweite Bad in der roten Farbe. Die roten
Stellen werden wieder durch eine Wachsſchicht gedeckt. Unter
ſchützenden Wachsſchichten trägt alſo das Ei bereits eine
Orna=
mentik in weißer gelber und roter Farbe. Endlich kommt
das Ei in die ſchwarze Löſung. Zu dem volkskünſtleriſchen
Grundfarbenakkord: Weiß, Gelb, Rot und Schwarz können
noch Grün, Violett und Blau hinzutreten, jedoch in
ſpär=
licher Anwendung, was von dem ſpäten Auftreten dieſer
Farben zeugt ganz entſprechend dem Geſetz eines progreſſiv ſich
entfaltenden Farbenſinns in der Volkskunſt wie in der Kunſt
der Naturvölker. Nach dem letzten ſchwarzen Farbenbad werden
die deckenden Wachsſchichten über einem Feuer erwärmt, um mit
einem trockenem Lappen abgerieben werden zu können. Und
wäh=
rend dieſer Reinigungsprozedur tritt nach und nach aus einem
unſcheinbaren ſchwarzen Wachsklumpen, eine der reizendſten
Kleinſchöpfungen volkstümlicher Kunſt ans Tageslicht und
er=
freut für immer das Auge durch den wunderbaren, milden Glanz
ſeiner durch das einſt deckende Wachs gedämpften und
unzerſtör=
baren Farben, wie durch eine mit der Selbſtverſtändlichkeit einer
Naturſchöpfung ſich entfaltende blühende Ornamentik von einer
beiſpiellos daſtehenden Vielſeitigkeit. Ueber 3000 bemalte
Oſter=
eier ſind im Ungariſchen Nationalmuſeum in Budapeſt noch zur
rechten Zeit geſammelt worden. Gewiß vermag der geſchulte
Blick in dieſer zuerſt verwirrenden Fülle der Aeußerungen einer
noch ungebrochenen vollskünſtleriſchen Phantaſie beſtimmte
Or=
namente nach Motiven, Farbenwahl und Nationalitäten
grup=
penweiſe voneinander zu ſondern; aber ſelbſt innerhalb der
zu=
ſammengehörigen Gattung trägt doch jedes Ei eine individuelle
Ornamentik, iſt es ein in Linien und Farben meiſterlich
geord=
neter künſtleriſcher Mikrokosmos. Es muß hier Abſtand genommen
werden von der Abgrenzung der Oſtereierornamentik nach
einzel=
nem Nationen — unbeſtritten, haben es die als Volkskünſtler
hochbegabten Huzulen zur höchſten Meiſterſchaft gebracht —, von
den apotropäiſchen Maßnahmen, welche die Oſtereiermalerinnen
beobachteten, damit ihr künſtleriſches Werk vollauf gelingen
möge. Aber an der von der Volkskunſtforſchung, dem jüngſten
Zweig der Kunſtgeſchichte, noch keineswegs zureichend
beantwor=
teten Frage, woher und auf welchem Weg die Batiktechnik zu
den ſlaviſchen Völlern gekommen iſt, kann man nicht vorbeigehen.
Woher die Batikfärberei der Oſtereier? Es
iſt ausgeſchloſſen, daß die Batikfärberei der Oſtereier, eine ſo
ver=
wickelte, ja raffinierte Technik, in einem ausgeſprochen
bäuer=
lichen Kulturkreis als einheimiſche Volkskunſt entſtanden iſt. So
hat man denn auch die Vermutung ausgeſprochen, daß die
oſtin=
diſche Batiktechnik, die Färbermethode mit Wachsdeckung, auf die
Oſtereierbemalung übertragen wurde, als am Ende des 17.
Jahr=
hunderts dieſe Technik, wahrſcheinlich durch Vermittlung einer
ſiameſiſchen Geſandtſchaft am Hofe Ludwigs KIV. (1684),
beſon=
ders im engliſchen und holländiſchen Zeugdruck Eingang fand, ſich
auch über Deutſchland und Oeſterreich ausbreitete und ſelbſt von
kleineren Dorffärbereien übernommen wurde. Doch verſchiedene
Gründe ſprechen gegen dieſe Annahme. Warum wurde in
Weſt=
europa, wie in Deutſchland und Deutſch=Oeſterreich, mit
Aus=
nahme der wendiſchen Inſel im Spreewald die Batiktechnik auf
Oſtereiern ſo gut wie nicht ausgeübt? Beſchränkten ſich doch auch
die Dorffärber, die als Vermittler der volkskünſtleriſchen
Wachs=
färberei auf Oſtereiern in Betracht kämen, in der Regel nur auf
einen Farbenton, meiſt auf Indigoblau, auf den ſog.
Porzel=
landruck. Dieſes recht einfache einfarbige Verfahren konnte
gänz=
lich unerfahrene Bauersfrauen unmöglich auf den technologiſchen
Einfall kommen laſſen, es zu der höchſt komplizierten
farben=
prächtigen Batik=Technik auf den Oſtereiern zu verfeinern. Nicht
vom Weſten, vom Oſten her muß die Batiktechnik zu den
ſlavi=
ſchen Völkern gekommen ſein. Die Volkskunſtforſchung iſt noch
nicht den Weg gegangen über das kleinruſſiſche Gebiet der
Ruthenen hinaus bis zu jener Nation, bei der die Batiktechnik in
hoher Blüte ſtand, zu den Perſern. Heute noch heißen die
perſi=
ſchen Färbereien „Chriſtuswerkſtätten”; heute noch iſt Chriſtus
der Patron der muhammedaniſchen perſiſchen Wachsfärber. Wie
das kam?. Eine altperſiſche Legende berichtet: Chriſtus ſei als
Knabe zu einem Färber in die Lehre gekommen, habe einmal
von ſeinem Meiſter den Auftrag erhalten, Stoffe von
verſchie=
dener Farbe zu färben, habe alle in einen Keſſel getan zum
Schrecken ſeines Meiſters, der ſie ſchnell wieder, doch zu ſeinem
Erſtaunen prächtig gefärbt, aus der Farbenküpe herausfiſchte.
Dieſe Legende iſt um des Wunders willen technologiſch für die
Wachsfärberei nicht ganz zutreffend; aber ſie weiſt hin auf das
Urſprungsland der perſiſchen Batikfärberei, auf Aegypten. Hier
wurden in den frühchriſtlichen Gräbern der einheimiſchen
Bevöl=
kerung, der Kopten, Leinenſtoffe mit figürlichen Darſtellungen
gefunden, die in der ſchon von Plinius II. für Aegypten
be=
zeugten Wachsdrucktechnik aufgedruckt waren. Die perſiſche
Legende von Chriſtus, dem Färberlehrling, macht es ſehr
wahrſcheinlich, daß unter dem mächtigen verſiſchen
Herr=
ſchergeſchlecht der Saſſaniden chriſtliche koptiſche Färber die
ägyp=
tiſche Zeugdrucktechnik nach Perſien verpflanzten. Daß auch die
Perſer ebenſo wie die Chriſten Meſopotamiens in der
Frühlings=
zeit Eier färbten und bemalten, ſteht feſt. Heißt doch die Zeit
nach Oſtern, in der die perſiſchen Kinder mit roten Eiern zu
ſpie=
len pflegen, perſiſch „beida surch”, „rotes Ei‟! Die Volkskunſt
Perſiens und des Kaukaſusgebietes als einer bedeutſamen
Verbin=
dungsbrücke zwiſchen morgen= und abendländiſcher Kultur iſt noch
völlig unbekannt, ſo daß die Kardinalfrage noch unbeantwortet
bleiben muß, ob ſchon die Perſer die Frühlingseier in der
farben=
frohen Batiktechnik ſchmückten. Jedenfalls führt die Annahme einer
Uebertragung der oſtindiſchen Batikkunſt auf die Oſtereiermalerei
der ſlaviſchen Völker auf dem Wege über Weſteuropa in
Mittel=
europa über einen technologiſch toten Raum. Das Batiken der
Oſtereier im ſlaviſchen Gebiet dürfte ſich vielmehr ganz unabhängig
von der oſtindiſchen Zeugdrucktechnik, die erſt Ende des 17.
Jahr=
hunderts im europäiſchen Weſten bekannt wurde, auf eine in den
verſiſchen „Chriſtuswerkſtätten” fortlebende und nach Weſten
aus=
ſtrahlende Ueberlieferung jener bereits im frühchriſtlichen
Aegyp=
ten geübten Wachsdrucktechnik zurückführen laſſen. Wäre die
Batikmalerei der Oſtereier vom Weſten ausgegangen, ſo müßten
noch Zeugen ihrer einſtigen Verbreitung zu finden ſein. Im
Gegen=
teil!. Hat man doch, wie z. B. in Süddeutſchland, die künſtleriſch
und techniſch vollendete oſteuropäiſche Bemalung der Oſtereier
mit=
telſt Wachsdeckung durch eine Surrogattechnik erſetzt, indem man
ihre glänzenden farbigen Effekte erſichtlich nachzuahmen verſuchte
durch Bekleben der Oſtereier mit bunten Stoffläppchen und
Ein=
faſſung der Ränder mit weißem Binſenmark. Doch wie ein
Nach=
klang der legendariſchen verſiſchen Ueberlieferung von Chriſtus,
dem Färberlehrling, mutet uns die unter den Huzulen verbreitete
Legende an: „Das Chriſtuskind liebte beſonders die Hühner.
Des=
halb verzierte Maria die Eier mit ſchönen Farben. Und gerne
ſpielte der Jeſusknabe damit. Als über Chriſtus das Todesurteil
ausgeſprochen wurde, ſchmückte die Mutter in ihrer Angſt viele
Eier und trug ſie zu Pilatus, ihn durch dieſes Geſchenk
umzu=
ſtimmen. Doch Pilatus blieb hart und verſtockt. In ihrer
Seelen=
not verſprach die Mutter, noch viel ſchönere Eier zu bringen.
Pila=
tus blieb hart und verſtockt. Da rollten die Eier nach allen
Himmelsgegenden.”
ationale ADAC-144 Stundenfahrt auf dem NATPUTgNIR
Tür Aetorräde
schwersten, 6 Tage und 6 Nächte, 6e75 km langen Ohnehaltfahrt erzielte
43 gestarteten Motorrädern, gemeldet von 15 Fabriken, folgende Resultate:
CR
200 gem
868 Sem
Sdo ecm
re
kleine
goldene
Medaillen
gelt erk=
50
a
Waoc
ſten !.
b50
ASeh
9sgruppe I hat unser steuer- und führerscheinfreier Typ 200 ccm gegen weit stärkere Konkurrenzmaschinen bis zu 350 ccm strafpunktfrei
den Sieg der Zuverlässigkeit errungen. Die zweite steuer- und führerscheinfreie NSU 200 ccm hat ebenso zuverlässig, nur wegen
Beleuchtungsschaden mit 180 Punkten belegt, die Fahrt beendet.
asgruppe I1 (Solomaschinen über 350—1200 ccm) hat unser bewährter Typ 500 ccm Einzylinder-Viertakt-Blockmotor mit 2 Maschinen strafpunktfrei
den Sieg der Zuverlässigkeit errungen.
konnte nur deshalb nicht zuerkannt werden, weil die dritte 500 ccm Maschine — bis zur 128. Stunde ebenfalls strafpunktfrei —
111-T 1C1S wegen Annahme eines Ersatzschlauches von einem Kontrollbeamten ausscheiden mußte, trotzdem diese Maschine den Zeitverlust in
den nächsten 6 Runden mit 80 Std.-Km. Rundendurchschnitt autholte.
Fragende Erfolg wurde mit katalogmäßigen, durch den ADAC aus einem Händlerlager entnommenen, Motorrädern erzielt. Alle lebenswichtigen
Teile hatte der ADAC plombiert.
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H
Sonntag, den 24
Nummer 109/410
Zum erſten Male ſeit vielen Jahren zeigt ſich im deutſchen Außenhandel 1929 ein kleiner
Ueber=
ſchuß der Ausfuhr über die Einfuhr, allerdings nur unter Einrechnung der Reparationslieferungen
bei den Ausfuhrzahlen. Ebenfalls zum erſten Male war 1929 das kleine Holland unſer beſter
Abnehmer.
Die deutſche Einfuhr fiel 1929 infolge der ſchlechten Wirtſchaftslage gegen das Vor;
200 Millionen, ſo daß ſo erſtmalig ein Ueberſchuß der Ausfuhr entſtand. Aber imm
die Höhe von 13 450 Millionen Mark erreicht. Wieder ſtanden unter den Lieferanten di
Staaten weitaus an erſter Stelle.
Renkabilikät öffenklicher Gelder.
Von
Eduard Butzmann, Berlin.
Die bekanntlich ſehr umfangreiche Betätigung der öffentlichen
Körper=
ſchaften im Wirtſchaftsleben hat ſchon immer zu berechtigten Zweifeln
Anlaß gegeben, ob die hierfür zur Verfügung geſtellten Gelder aus der
Steuerkraft der Bevölkerung unter dem Geſichtspunkte der Rentabilität
Anlage finden. Sehr oft iſt dieſe Rentabilität leider nicht feſtzuſtellen,
weshalb von unabhängigen Wirtſchaftlern auch immer wieder gefordert
wird, daß das Reich, die Länder und Gemeinden ſich nach Möglichkeit
der Betreibung gewerblicher Unternehmungen enthalten ſollen und ſich
nur auf eng umſchriebene Verſorgungsbetriebe beſchränken dürften. Das
iſt bisher aber nicht geſchehen. Es wird vielmehr eine ſolche Fülle von
Gewerbebetrieben in den verſchiedenſten Geſellſchaftsformen von den
Behörden betrieben, daß eine Ueberſicht derſelben nur äußerſt ſchwer zu
gewinnen iſt. Greift man z. B. die viel von ſich reden machende
Preußag heraus, eines der wirtſchaftlichen Unternehmungen des
Frei=
ſtaats Preußen, ſo gewinnt man beim Studium der Veröffentlichungen
über das letzte Geſchäftsjahr dieſes Rieſenunternehmens ein ſehr
inter=
eſſantes Bild über die Rentabilität der gewerblichen Betätigung der
öffentlichen Hand.
Die mit einem dividendenberechtigten Aktienkapital von 110
Millio=
nen Reichsmark arbeitende, unter dem Namen Preußag bekannte
Geſell=
ſchaft iſt die Preußiſche Bergwerks= und Hütten=A. G. in Berlin. Ihre
ſämtlichen Aktien befinden ſich im Beſitze der Vereinigten Elektrizitats=
und Bergwerks=A. G, und haben im vorletzten Geſchäftsjahr eine
Divi=
dende von 4 v. H. abgeworfen, während die letztjährige Dividende auf
5 v. H. erhöht werden konnte. Man kann dabei von einer angemeſſenen
Dividende nicht ſprechen in einer Zeit, in der der Zinsfuß für
langfri=
ſtige hypothekariſche Anlagen ungefähr die doppelte Höhe innehält. Die
Geringfügigkeit der Dividende erklärt ſich aber ſehr leicht dadurch, daß
die Geſellſchaft in größerem Umfange ſehr unrentable Betriebe
unter=
hält, die nicht nur wenig oder gar keinen Gewinn abwerfen, ſondern
vielfach ſogar Zuſchußbetriebe darſtellen.
Die unter der Firma Geſamtbergamt Obernkirchen in der früheren
Grafſchaft Schaumburg in Weſtfalen betriebenen Kohlenwerke ſind noch
im Ausbau begriffen und verlangen noch erhebliche Zuſchüſſe. Ob aber
nach erfolgtem völligem Ausbau eine den Zeitverhältniſſen entſprechende
Gewinnausſchüttung wird erfolgen können, darf bei dem auf dem
ge=
ſamten Weltmarkt tobenden Kampf um den Abſatz der Kohle füglich
be=
zlveifelt werden. Auch die im Erzbergbau und in der Verhüttung tätige
Unterharzer Berg= und Hüttenwerke G. m. b. H. der Preußag iſt
ge=
zivungen, um die rentable Geſtaltung der Betriebe ſchwer zu kämpfen.
Sie leidet und litt beſonders unter dem kataſtrophalen Niedergang der
Preiſe für die verſchiedenen, für ſie in Betracht kommenden Metalle.
Aicht anders verhält es ſich mit den Bernſteinunternehmungen der
Preußag, die trotz aller Anſtrengungen um Herabſetzung der
Betriebs=
koſten nichts dazu beitragen können, der Preußag zu erhöhten
Ge=
winnen zu verhelfen, vielmehr immer wieder Zuſchüſſe in Anſpruch
neh=
men müſſen. In gleicher Weiſe wird die neuerdings von dem Freiſtaat
Anhalt erworbene Verwaltung und Nutznießung von Kaliſalzwerken
und die Ausnutzung der käuflich erſtandenen Anhaltiſchen Salzwerke
G. m. b. H. in nächſter Zukunft kaum einen Ertrag abwerfen, denn es
ſind hierfür ganz erhebliche Aufwendungen für eine rationelle
Betriebs=
führung zu leiſten.
Dieſe wenigen Beiſpielée aus einem einzigen mit öffentlichen Mitteln
betriebenen Unternehmen laſſen erkennen, wie ſchlecht die um ihre
Exi=
ſtenz kämpfenden Steuerzahler geſtellt ſind, die es ſich gefallen laſſen
müſſen, daß mit den von ihnen aufgebrachten Geldern nicht nur
unren=
tabel gewirtſchaftet, ſondern in dieſen unrentablen Betrieben ihnen
viel=
fach ſelbſt ein ungleicher Wettbewerb bereitet wird. Die Verhältniſſe
werden jedoch erſt dann in das richtige Licht gerückt, wenn man ſich
ver=
gegenwärtigt, daß die Anhäufung der mit öffentlichen Geldern geſpeiſten
Wirtſchaftsbetriebe und ihr in Konkurrenz mit der Privatinduſtrie
er=
folgender Ausbau in einer Zeit erfolgt, wie ſie ſchwerer nie zuvor von
der ſteuerzahlenden deutſchen Wirtſchaft durchgemacht wurde.
Es wäre aber nun wirklich an der Zeit, die Bewirtſchaftung der
Steuererträge ſo zu betreiben, wie es die Förderung des Geſamtwohls
erfordert. Es dürfen keine öffentlichen Gelder mehr für unrentable
Zwecke ausgegeben werden. Nicht nur die weitere Erwerbung neuer
öffentlicher Wirtſchaftsbetriebe muß endlich aufhören, ſondern es
dür=
fen auch keine Zuſchüſſe mehr für faule Unternehmungen in der Form
von Subventionen oder dergleichen erfolgen. Der Fall Union Gießerei=
Komnick=Schichau muß ein dauerndes warnendes Beiſpiel dafür bleiben,
daß öffentliche Gelder nicht verſchwendet werden dürfen.‟ Die
naheliegen=
den Aufgaben für Reich, Länder und Gemeinden ſollten von ſelbſt jede
Betätigung wirtſchaftlichen Unternehmertums verbieten und die
gewerb=
lichen Betriebe ausſchließlich der privaten Initiative überlaſſen.
Wirtſchafkliche Rundſchau.
Preußiſche Pfandbriefbank in Berlin. Das Inſtitut hat die
Zu=
laſſung von 10 Millionen GM. 8prozentiger Goldhypothekenpfandbriefe,
Emiſſion 50 — Geſamtkündigung bis 1. April 1935 ausgeſchloſſen — der
Preußiſchen Pfandbriefbank in Berlin zum Berliner Börſenhandel
er=
wirkt. Ende März waren im Umlauf 423 521 505 Mark Gold= und
Reichsmark=Hypothekenbankpfandbriefe und Goldrentenbriefe, 65 754 700
Mark Goldkommunalobligationen und Zentner 2 786 331
Roggenrenten=
briefe. Dagegen waren Ende März 1930 in dem Treuhänderregiſter
eingetragen 3 427831 317 Mark Gold= und Reichsmarkhyotheken,
76 507 843 Goldmark Gold=Kommunaldarlehen und 3 218 363 Zentner
Roggendarlehen.
Internationales Kartell der Eiſenbahnwaggonfabriken. Nach der
Zeitſchrift der Schwerinduſtrie L.Uſine kann man die Verhandlungen
zur Bildung eines internationalen Kartells der
Eiſenbahnwaggonfabri=
ken als abgeſchloſſen anſehen. Das Kartell ſoll nach dem folgenden
Verteilungsſchlüſſel zuſtandekommen: Belgien 32 Prozent, Deutſchland
28,6 Prozent, Frankreich 13,5 Prozent, Italien etwas mehr als 10
Pro=
zeit, Tſchechoſlowakei und Ungarn etwas mehr als 6 Prozent,
Oeſter=
reich 2 Prozent, Schweiz 1 Prozent. Die engliſche Induſkrie nimmt an
dem Kartell nicht teil. Das Abkommen ſoll zunächſt auf die Dauer
eines Jahres abgeſchloſſen werden.
Franzöſiſcher Wirkſchaftsbrief.
Von unſerem A=Korreſpondenten.
Paris, 18. April.
Das franzöſiſche Wirtſchaftsleben kämpft jetzt mit
mannigfachen und komplizierten Problemen, deren Löſung ihm noch
viele Mühe machen wird. Vor allem gilt dies für den Geldmarkt, wo
die Frage der Aufnahme der Schuldenobligationen Sorgen bereitet.
Bekanntlich wurde der Pariſer Finanzmarkt in der letzten Zeit mit
Obligationen geradezu überſchwemmt, ſo daß die
Placierungsmöglich=
keiten ziemlich gering geworden ſind. Der oft erwähnte
Obligations=
boom wurde im Auslande vielfach überſchätzt. Er gründete ſich auch
viel weniger auf das Privatkapital als auf die Großbanken und die
offiziellen Stellen wie Amortiſationskaſſe und Sparkaſſe. Das
Privat=
publikum hält ſich von der Börſe noch immer fern und nicht alle
Emiſ=
ſionen haben, auch wenn ſie Erfolge aufwieſen, ihren eigentlichen Zweck
erreicht. Die Steuerermäßigungen und die in Ausſicht geſtellte
Ab=
ſchaffung der Aktien mit mehrfachem Stimmrecht — ſie haben viel zu
der Stagnierung der Effektenbörſe beigetragen — vermochten den Markt
nicht nachhaltig zu beleben.
Die Lage der Induſtrie hat ſich kaum verändert. Eine
Ver=
langſamung der Aktivität iſt jedoch bei der chemiſchen Induſtrie zu
kon=
ſtatieren. Die Lage der Luxusinduſtrien hat ſich verſchlechtert,
insbe=
ſondere die der Fremdeninduſtrie und Autoinduſtrie.
Der Rohſtoffmarkt hat noch nicht alle Schwierigkeiten
über=
wunden. Eine gewiſſe Beſſerung iſt allerdings ſchon zu konſtatieren.
Die Zukunft des Kohlenmarktes wird ſehr verſchiedenartig
beurteilt. Man beruft ſich einerſeits darauf, daß die Kohlenvorräte,
die in den Häfen und Minen aufgehäuft ſind, ſich im ſtändigen Wachſen
befinden; andererſeits veröffentlich: man Statiſtiken, die die ſchnelle
Entwicklung des franzöſiſchen Kohlenverbrauchs beweiſen. Nach dieſen
Statiſtiken war zum Beiſpiel der Kohlenverbrauch 1929 um 13 Prozent
höher als 1928, während in derſelben Zeit die Produktion ſich nur um
4,70 Prozent erhöht hat. Tatſache iſt, daß Frankreich für die Kohle
ein Importland iſt; der jährliche Kohlenbedarf wird auf 90 Millionen
Tonnen geſchätzt, während die Produktion nur 55 Millionen Tonnen
ausmacht. Die Nachfrage iſt jedoch für die verſchiedenen Kohlenſorten
verſchieden, und deshalb haben dieſe Ziffern nur einen relativen Wert.
Die Sommerpreiſe wurden übrigens bereits eingeführt,
was einen Preisabſchlag von 20 Franken pro Tonne bedeutet.
Auf dem Eiſen= und Stahlmarkt iſt ein lebhafter
Unter=
ſchied zwiſchen dem Export= und Importmarkt vorhanden. Während
der Exportmarkt fortwährend lau bleibt, hat der Innenmarkt neuerlich
eine bedeutende Belebung erfahren. Die Zukunft verurſacht jedoch
Sor=
gen, teils wegen der ungünſtigen Wirtſchaftslage der Kolonien, teils
wegen des Schiffsbauprogramms, das nicht ſo großzügig ſein wird, wie
man es erwartet hat.
Der Metallmarkt lag ſchwach. Auf dem Kupfermarkt ſcheint
der Kampf zwiſchen Käufern und Verkäufern kein Ende zu nehmen.
Erſtere kaufen nur das allernötigſte, letztere laſſen die Produktion
ſyſte=
matiſch einſchränken. So belief ſich die Produktion im Februar auf nur
139 229 Tonnen gegenüber 154 252 Tonnen im Januar. Dieſe Ziffern
ſtellen einen Rückgang von 10 Prozent dar; die Vorräte gingen jedoch
kaum zurück. Nach den Märzſtatiſtiken, die offiziell noch nicht bekannt
ſind, ſollen die Vorräte ſich weiter erhöht haben. Zur Zeit beſchäftigen
ſich die amerikaniſchen Produzenten mit dem Plane der Bildung eines
Syndikates, das die Vorräte zuſammenkaufen ſoll, um zu verhindern,
daß dieſe billig auf den Markt geworfen werden.
Die Zinkpreiſe waren ſchwach. Die traurige Lage des
Zink=
marktes iſt durch den jetzigen Stand der Galvaniſierungsinduſtrie
be=
dingt, die eine beſonders ſchwere Kriſe durchmacht. Die Zinkproduktion
in Amerika belief ſich im März auf 47,573 Tonnen gegenüber 44.924 im
Februar. In den hieſigen Wirtſchaftskreiſen beklagt man immer
wie=
der, daß es nicht gelungen iſt, das Zinkkartell wieder herzuſtellen.
Der Bleimarkt lag etwas feſter. Die Bleiproduktion iſt ſtark
zurückgegangen. Seit November 1929 betrug dieſer Rückgang mehr als
12 Prozent.
Auf dem Zinnmarkte kam der vielfach erwartete Aufſchwung
nicht. Der Abſatz iſt ſchwach, beſonders in Europa. Die Preiſe ſind
niedrig. Die Vorräte ſind im März um 563 Tonnen zurückgegangen,
und bei normalen Wirtſchaftsverhältniſſen wäre ganz gewiß eine Hauſſe
der Preiſe erfolgt. Man erwartet hier mit ſtarkem Intereſſe die
nächſte Verſammlung des Zinnkartells. Bei dieſer Gelegenheit werden
die Ergebniſſe der bisherigen Einſchränkungspolitik beſprochen, ferner
die neu zu treffenden Maßnahmen.
Die Lage des chileniſchen Nitratenmarkts iſt wenig günſtig.
Die Lieferungen nach Amerika und Japan ſind um mehrere
hundert=
tauſend Tonnen zurückgegangen. Der künſtliche Nitrat ſcheint den
chile=
niſchen immer mehr zu verdrängen.
Auf dem Phosphatenmarkte herrſcht weiter Feſtigkeit. Der
Abſatz iſt etwa um 10 Prozent höher als in demſelben Zeitraum des
Vorjahres.
Der Kautſchukmarkt lag feſt. Die Preiſe ſind aber noch
immer niedrig und die Vorräte im Wachſen begriffen. Im Mai wird
der Einſchränkungsplan, den mehr als 80 Prozent der Produzenten
akzeptiert haben, in Gültigkeit treten. Man rechnet ganz beſtimmt mit
einem Rückgang der Vorräte und mit einer Aufwärtsbewegung der
Preiſe. Peſſimiſten behaupten dagegen, daß in der letzten Zeit weniger
Pneumatiks verbraucht worden ſind, da dieſe jetzt haltbarer ſeien. Eine
in der letzten Zeit aufgetretene Krankheit der Kautſchukbäume wird den
Nückgang der Produktion angeblich fördern. So ſcheint es möglich,
daß während dieſes Jahres das Gleichgewicht zwiſchen Angebot und
Nachfrage hergeſtellt wird, um ſo mehr, als die Produktion auf ziemlich
dieſelbe Ziffer geſchätzt wird wie die Nachfrage.
Der Petroleummarkt lag feſt, die Einſchränkungspolitik
hat manche Erfolge erzielt. Bis aber der Petroleummarkt wirklich
ge=
ſunden wird, kann viel Zeit vergehen; dieſe Tatſache wird ſelbſt von
den Führern der intereſſierten Kreiſe zugegeben.
Vom Produkkenmarkk.
Fwd. Zu Beginn der Berichtswoche ſtand der Getreid
Landes weiter faſt völlig unter dem Einfluß der Verhe
das Agrarprogramm, und bei der Unſicherheit, die ſich
der endgültigen Geſtaltung der Dinge zeigte, verliefen
märkte nervös. Die Preisveränderungen waren nicht
doch waren zum Teil nicht unbedeutende Rückſchläge zu
dann im Reichstag angenommenen Agrargeſetze haben
handel die letzttägige äußerſte Spannung genommen,
normales Geſchäft trotzdem nicht in Fluß kommen. Es
ten, wie die einzelnen Programmpunkte ausgelegt wer
Wirkungen ſie zunächſt auf das allgemeine Preisni
Gegen Wochenſchluß zeigten die amerikaniſchen Mard
kräftige Erholung, auch Cif.=Forderungen lagen etwas
hieſigen Märkte kräftiger ſtützte. — Unter dem Einflu
verlief die Getreidebörſe jedoch ſehr ruhig. Am Weizen
ſehr wenig Material heraus, im Lieferungsgeſchäft kon
etwas anziehen. Die Notierung erfolgte auf Baſis de
285—287. Das Geſchäft am Roggenmarkte war bei geri
die ſich auf den dringendſten Konſumbedarf beſchränkte,
Notierungen ſtellten ſich etwas niedriger bei 185—187,
Mehlgeſchäft wurde der Konventionspreis der rheiniſch
zu Beginn der Woche um 0,25 RM. für 100 Kilo er
Ende der Woche nahm das Geſchäft jedoch eine nicht un
lebung an, ſo daß der Preis im gleichen Umfange wiede
Roggenmehl lag unverändert bei 27,25—28,15. In Ha
hieſigen Börſe das Geſchäft ſo gering, daß zu Beginn
amtliche Notierung nicht zuſtande kam. Konſum un
kaufen ſehr zurückhaltend, ſo daß die Preiſe weiter
liegen. Notiz: 185—190. Der Markt für Gerſte hatte
Erſcheinung zu leiden. Futtermittel waren faſt geſchäfts
Neigung zur Schwäche. Weizenkleie 9,00 (9,25—9,50), R
— Der Verl
bis 10,25 (10,00—10,50), Biertreber 13,25.
Reichsmaisſtelle hat beſtimmt, daß die letzthin feſtgelegte
Monopolmais (Futter=, Induſtrie=Saatmais) auch für
14.—29. April ds. Js. zu gelten habe, wodurch der Ve
Futter= und Induſtriemais grundſätzlich 180 RM. je
Während bisher aber dieſer Preis unterſchiedslos für
ſchiedener Beſchaffenheit genommen wurde, wird jetzt au
Wert= und Preisunterſchiede Rückſicht genommen. Durch
wird überdies auch erreicht werden, daß nicht die am 2
Verbrauch beteiligten Wirtſchaftsgruppen Süddeutſchle
Bezug des in früheren Monaten bereits gekauften 2
ſchädigt werden.
Kleine Wirtſchaftsnachrichten.
Die deutſche Rohzinkproduktion einſchließlich Zinkſt,
der Geſamtausſchuß zur Wahrung der Intereſſen der d
wirtſchaft, Berlin, auſ Grund der Berechnungen des ſt
der Metallgeſellſchaft AG. Frankfurt a. M. mitteilt, i.
1930 9322 Tonnen gegen 8298 Tonnen im Februar 193
Wie der Verein „Wiederaufbau im Auslande” n
Reichsfinanzminiſterium eine Sitzung ſtatt, in der der
treter des Reichsausgleichsamtes, Oberregierungsrat Dr.
nähere Angaben über die England=Freigabe machte. Di
hörden beabſichtigten, von ſich aus die Freigabeberechti
richtigen (bei Wertpapieren aus Bankdepots werden
Banken benachrichtigt).
Die Bilanzſitzung des Deutſchen Eiſenhandels AG.
April ſtatt. Es dürfte eine unveränderte Dividende von
geſchlagen werden.
Das Jahresergebnis der beiden, dem Preußiſchen E
Unternehmen Hibernia und Recklinghauſen iſt ein recht
wohl bei der Bergwerksgeſellſchaft Hibernia wie bei der
Recklinghauſen dürfte die Dividendenzahlung, die im Vo
wurde, mit vorausſichtlich 6 Prozent wieder aufgenomm
In der AR.=Sitzung wurden die Abſchlüſſe der Fr.
bahn AG. und Elektrizitätswerk Homburg v. d. H. ber
Es wird vorgeſchlagen, ſeitens der Frankfurter Lokalbay
und ſeitens der Elektriztätswerk Homburg v. d. H. AG.
Dividende zu verteilen.
Die Dr. C. Schleußner AG. Frankfurt a. M. bea!
erhöhung um 335 000 RM. auf 610 000 RM. (GV. 6. Mk
Die Compagnie Génerale d’Eletrieité ſchlägt aus ei!
von 27,6 (21) Mill. Franken wieder eine Dividende b
— 17 Prozent auſ das von 100 auf 130 Mill Franken *
Der Abſchluß der belgiſchen Kunſtſeidegeſellſchaft
ebenfalls die Spuren der Kriſe auf dem Kunſtſeidemar
Reingewinn von 15,19 (24) Mill. Franken wird vor
Dividende von 125 (225) Franken ausgeſchüttet werden.
Die Mines d’Ancin, an denen die Stahlwerke Me
intereſſiert ſind, ſchütten aus 50,74 (37,55) Mill. Franken”
Dividende von 90 (80) Franken — 18 (16) Prozent aul
222,5 Mill. Franken erhöhte AK. aus.
Die Prinz Henirich=Bahn verteilt aus einem Reing
(11,3) Mill. Franken eine Dividende von 175 (150) Frd
ſerven belaufen ſich auf 30,5 Mill. Franken bei einem 20.
Franken.
Die Meldung mehrerer Blätter, daß der tſchechoſlo.
induſtrielle Jgnaz Vetſchek die Aktien der Ilſe Bergoo=
Auftrag des tſchechoflowakiſchen Außenminiſters Dr. 2
habe, wird amtlich als unbegründet bezeichnet.
Die amerikaniſche Zolltarifkommiſſion hat den Antke
Hebert, der die Einfuhrzölle für franzöſiſche Spitzen bie
heraufſetzen wollte, was einen Sturm des Proteſtes in
Spitzeninduſtrie, insbeſondere in Calais, hervorrieſ,
o=
bisherigen Satz von 90 Prozent vieder eingeſetzt
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[ ← ][ ][ → ]109/110
Sonntag, den 20. April 1930
Seite 15
hund Ausland
Das
Luther=Jahr
RoDatg=
rophen am Karfreikag.
weres Bergwerksunglück.
Am Freitag morgen ereignete ſich
Brü
awerk von Charleroi=Nord eine
ſensch taſtrophe. Fünf Bergarbeiter
wur=
rletzt; drei von ihnen lebensge=
vom Zuge überrannt. — 12 Tote.
Bei einem Bahnübergang in
Sa=
n Zug in einen Autobus hinein.
12 Perſonen getötet und 16 ſchwer
Einſturzkataſtrophen.
In Cabanal ſtürzte eine Baracke
eine Anzahl Kinder. Sieben von
ſterbend ins Krankenhaus gebracht.
nbei einer Exploſion getötet.
Noch hier eingetroffenen
Mel=
r portugieſiſchen Kolonie Macao
rſonen, in der Mehrzahl Frauen,
oſion einer Fabrik auf der kleinen
tötet.
Uires. Während eines heftigen
e ein im Bau befindlicher Turm
begrub 12 Arbeiter unter ſich.
n konnten nur als Leichen gebor=
w gödie in der Karfreitagsnacht.
iiner Ehetragödie fielen in der
m1 itag in Altmoabit zwei Menſchen
ort wohnte der 52 Jahre alte
3 ann mit ſeiner 46jährigen Frau
Jahre alten Sohn. Am
Donners=
der Sohn ausgegangen und kehrte
hr nachts zurück. Beim Betreten
rlebte er eine entſetzliche Ueber=
Vater hatte ſich am Fenſterkreuz
der junge Mann, in die Küche
dort die Mutter tot vor einem
war von rückwärts mit einem
ddel zertrümmert. Offenbar hat
Frau erſchlagen und ſich dann
ellmann die Tat in einem
Aus=
nſinn oder aus Eiferſucht verübt
ſtgeſtellt.
eres Opfer der Trichinoſe.
t. Als weiteres Opfer der
Tri=
freitag die Witwe des
Juwelen=
er geſtorben.
ſpräch rund um die halbe Erde.
S Nachdem vor kurzem die Strecke
Aires dem allgemeinen
Fern=
ſergeben werden konnte, wurde
um erſten Male eine drahtloſe
Zerſtändigung zwiſchen Buenos
via über Berlin hergeſtellt. Das
h. das 23 000 Kilometer
über=
e Strecke, die größer iſt, als der
ig, wurde mit Hilfe von
Tele=
iſendern hergeſtellt und ergab
iete Verſtändigung zwiſchen den
ſonen in Batavia und Buenos
ſſe
Ne
I
m=
nit
177
ſe
TeS
ter
In.
Dc
gsprozeß Deutſcher und Genoſſen.
n dem Betrugsprozeß Deutſcher
Deutſcher hatte ſich auf
betrüge=
die Millionen gehende Kredite
de nach zehntägiger Verhandlung
indet. Danach wurde der Kauf=
Deutſcher wegen vollendeten
Be=
ſie Fällen, in einem Falle in
Tat=
inkursvergehen und
Urkunden=
vegen verſuchten Betruges in
rei Jahren Gefängnis mit voller
Unterſuchungshaft und Gewäh=
—ausſetzung nach der Verbüßung
r erkannten Strafe verurteilt.
ngeklagte aus Elverdiſſen, Dres=
Meißen wurden zu Geldſtrafen
10 Mark verurteilt. Der
Kauf=
voldſtein aus Berlin wurde frei=
Kaufmann Hermann Deutſcher
acht der Höhe der erkannten
enommen.
Die haus des Schinderhannes
ird abgeriſſen.
rhannes=Haus in Naſtädten
* des ſagenumwobenen rheini=
Prmanns, dem Karl Zuckmayer
amigen Schauſpiel ein Denkmal
muß nun den Bedürfniſſen der
Neuzeit weichen.
Blick in die Jubiläums=Ausſtellung auf der Feſte Koburg,
wo vor 400 Jahren Luther die Zeit des Augsburger Reichstags verbrachte. Luther durfte damals
nicht nach Augsburg und beriet ſeine Freunde von Koburg aus.
Birvererkandene Toor Nächt.
Der Lieblingsplatz der Sultane, von dem aus ſie ihren Frauen beim Tanz zuſahen.
Die kemaliſtiſche Regierung hat nunmehr beſchloſſen, das alte Serail, die ehemalige Sultansreſidenz
auf der berühmten Landzunge zwiſchen Marmarameer und Goldenem Horn der Allgemeinheit
zugänglich zu machen. Die Wiederherſtellung des geheimnisvollen Harems iſt ſo weit gediehen,
daß ſeine Oeffnung bevorſteht. Stambul iſt um eine große Sehenswürdigkeit reicher geworden.
Hechs Perſonen von einem Amok=
Hamburg. Ein aufregender Vorfall ſpielte
ſich am Donnerstagabend zwiſchen 20 und 21 Uhr
an der Steintorbrücke in Hamburg ab. Ein
irr=
ſinnig gewordener Seemann zog plötzlich einen
Revolver und feuerte wahllos in die
Straßen=
paſſanten hinein. Als der Revolver leer geſchoſſen
war, ſtach er zum Entſetzen der Vorübergehenden
wild um ſich. Zwei Frauen wurden durch
Meſſer=
ſtiche und Schüſſe in den Fuß ſchwer verletzt. Vier
weitere Perſonen erlitten ebenfalls Verletzungen.
Der Täter, der 46 Jahre alte Seemann Räſch,
konnte erſt nach Hinzukommen mehrerer
Ord=
nungspolizeibeamter überwältigt werden. Die
ſchwerverletzten Perſonen mußten ins
Kranken=
haus geſchafft werden. — Ueber den Vorgang
er=
hält das „Hamburger Fremdenblatt” von einem
Augenzeugen folgende Schilderung: Am
Don=
nerstag abend hörte man von der Steintorbrücke
her mehrere Schüſſe fallen. Die Straßenpaſſanten
ſtürmten erſchreckt auseinander und man ſah eine
Dame getroffen zu Boden ſinken. Der Täter
feuerte aus zwei Revolvern blindlings in die
Menge. Der Augenzeuge ſtürzte ſich dem Täter
entgegen, wobei dieſer als Deckung ſeine
Akten=
taſche vor die Bruſt hielt. Er faßte den
Wüten=
den am Kragen und verſuchte, ihm die Waffe zu
entwenden. Dieſer wehrte ſich jedoch heftig und
drückte noch mehrere Male den Revolver ab. Als
er die Waffe leer geſchoſſen hatte, ſchlug er dem
Augenzeugen den Revolver ins Geſicht, ſo daß
dieſer erhebliche Verletzungen erhielt und
zurück=
weichen mußte. Ein anderer junger Mann, der
zu Hilfe eilte, bekam ebenfalls Schläge ins
Ge=
ſicht. Dann zog der Irrſinnige ein großes Meſſer
und verfolgte beide. Hierbei riß er eine junge
Dame zu Boden und verſetzte ihr einen Stich in
den Rücken. Nun ſprang ein dritter Mann dem
Irrſinnigen auf den Rücken und riß ihn zu
Bo=
den, mußte ihn jedoch ebenfalls wieder loslaſſen,
als er von einem Meſſerſtich getroffen wurde.
Erſt als mehrere Polizeibeamte hinzukamen,
ge=
lang es, den Irrſinnigen zu überwältigen und
ihn zur Wache zu bringen. Bei der
vorgenom=
menen Unterſuchung fand man bei ihm noch zwei
weitere Revolver. Er hatte alſo, die
fortge=
worfene Waffe zugerechnet, drei Revolver bei
ſich, ferner zwei mit Zündſchnuren verſehene
Bomben und zwei Flaſchen mit ätzender Säure.
in” am Oſkerdienskag.
Aus Friedrichshafen wird gemeldet: Der
Start des Luftſchiffes „Graf Zeppelin” zu der
Rheinfahrt am Oſterdienstag wird vormittags
um 7.30 Uhr ſtattfinden. Wenn die
Wetterver=
hältniſſe es geſtatten, wird das Luftſchiff auf dem
Flugplatz Hangalar bei Bonn zur Ausſetzung von
Poſt und Fluggäſten eine Zwiſchenlandung
vor=
nehmen. Wegen der zurzeit unbeſtändigen
Wet=
terverhältniſſe kann eine genaue Fahrtroute
vor=
her nicht feſtgeſetzt werden.
Zu der Landung des „Graf Zeppelin”.
Friedrichshafen. Die Landung des
„Graf Zeppelin”, die unter ſtrömendem Regen
erfolgte, ging glatt vor ſich. Von der
Werft=
leitung waren angeſichts eines ſtarken
Boden=
windes, der auf dem Werftgelände herrſchte,
außer der Haltemannſchaft des Luftſchiffbaues
noch weitere 200 Mann vom Maybach=
Motoren=
bau angefordert worden. Auch die Einbringung
in die Halle, die durch das öſtliche Hallentor
er=
folgte, ging ohne jeden Zwiſchenfall vor ſich. Nach
Erledigung der Zollformalitäten verließen die
Paſſagiere, hochbefriedigt von der Fahrt, das
Luftſchiff. Der ſpaniſche General Kindelan wurde
durch Direktor Fette im Auftrage der Lufthanſa
begrüßt. Der ſpaniſche Flieger Major Gallarza,
der im Sommer v. J. mit einem Dornierwal in
Begleitung des Fliegermajors Franco nach
Ma=
nila geflogen war, äußerte ſich begeiſtert über die
Fahrt des Luftſchiffes. Auch Kapitän Lehmann
erklärte, daß die Fahrt glänzend verlaufen ſei
und in jeder Beziehung die geſtellten
Erwar=
tungen übertroffen habe. Die in Sevilla für die
Landung des Luftſchiffes getroffenen
Vorberei=
tungen ſeien durchaus zufriedenſtellend geweſen
und die ſpaniſchen Luftſchiffer und das Militär
hätten ſich glänzend bewährt. Schließlich teilte
Kapitän Flemming noch mit, daß das Luftſchiff
auf der Fahrt von Dijon bis Baſel
Schneege=
ſtöber angetroffen habe, während es von Baſel
bis Friedrichshafen ſtändig geregnet hätte. —
Die vom Luftſchiff zurückgelegte Strecke von
Friedrichshafen nach Sevilla und zurück beträgt
etwa 5000 Kilometer.
Furchlbare Brandkakaſtrophe
in Rumänien.
150 Perſonen einem Kirchenbrand
zum Opfer gefallen.
Bukareſt, 19. April.
Wie aus Bukareſt gemeldet wird, ereignete
ſich am Karfreitag in einer Kirche eine
furcht=
bare Kataſtrophe. Der Altar der Kirche in
Covteſti geriet durch umſtürzende Kerzen in
Brand, und das Feuer verbreitete ſich bald über
die ganze Kirche. Dadurch entſtand eine
furcht=
bare Panik unter den Kirchenbeſuchern, von
denen 150 Perſonen, in der Mehrzahl Frauen
und Kinder, ums Leben gekommen ſind.
Hierzu erfahren wir noch: In Covteſti bei
Piteſti ereignete ſich eine furchtbare
Brandkata=
ſtrophe, der 150 Perſonen zum Opfer fielen.
Während der Karfreitags=Meſſe entzündeten ſich
an einer Kerze die Altarvorhänge, und im Nu
ſtand die ganze Kirche in Flammen. Unter den
Gläubigen brach eine furchtbare Panik aus.
Alles drängte zum Ausgang. Die Unglücklichen
konnten jedoch das Freie nicht erreichen, weil
das Kirchentor nicht nach außen zu öffnen war.
Nach den erſten Meldungen ſind der Kataſtrophe
150 Perſonen zum Opfer gefallen, darunter zwei
Prieſter, der Bürgermeiſter und andere
ange=
ſehene Perſönlichkeiten.
Die Probefahrt des Dampfers „New York”
ſehr gut verlaufen.
Am 15. April hat nunmehr auch das dritte
Ballin=Schiff der Hamburg—Amerika=Linie, der
Dampfer „New York” nach Beendigung des
Um=
baus die Werft von Blohm u. Voß in Hamburg
verlaſſen und die Probefahrt in die Nordſee
an=
getreten. An Bord befanden ſich die leitenden
Herren der Werft und der Reederei. Eine
tele=
phoniſche Nachricht von Bord des Schiffes beſagt,
daß die Fahrt ſehr gut verlaufen iſt und Schiff
und Maſchine alle Erwartungen voll erfüllt
haben. Bemerkenswert war, wie ſchon bei den
Dampfern „Hamburg” und „Albert Ballin”, das
völlig vibrationsfreie Arbeiten der 28 000 PS
leiſtenden Turbinen. Dampfer „New York” traf
in der Nacht vom 16. zum 17. April wieder im
Hamburger Hafen ein und wird am 25. April
ſeine erſte Ausreiſe nach dem Umbau im Rahmen
des neuen Schnelldienſtes der Hapag antreten.
Dampfer „Deutſchland”, das vierte der Ballin=
Schiffe, geht ſeiner Fertigſtellung entgegen. Er
wird am 29. Mai fahrtbereit ſein.
Zwanzig Todesopfer des Erdbebens
in Griechenland.
Athen. Bei einem Erdbeben in
Griechen=
land wurden nach den bisher hier eingetroffenen
Meldungen zwanzig Perſonen getötet und
zahl=
reiche ſchwer verletzt. Die große Zahl der Opfer
iſt darauf zurückzuführen, daß ſich zur Zeit des
Bebens ein großer Teil der Bevölkerung in den
Kirchen befand. — In Iſthmia und Sparta
fie=
len die Kuppeln von zwei Kirchen ein und
ver=
letzten zahlreiche Perſonen. In Korinth wurden
durch das Erdbeben mehrere Häuſer zerſtört.
Das Rieſenfeuer auf der Philippinen=Inſel.
London. Zu dem Rieſenbrand in Sagay
auf den Philippinen, der 12 000 Menſchen
obdach=
los machte, iſt ergänzend zu melden, daß ſich die
Flammen infolge der Exploſion eines
Dynamit=
lagers auch auf die benachbarte Stadt Fabrica
ausgedehnt haben. Man befürchtet, daß die Zahl
der ums Leben gekommenen Perſonen ſehr groß
iſt. — Nach einer Meldung der Aſſociated Preß
aus Manila ſind bei dem ausgebrochenen Feuer
20 Menſchen ums Leben gekommen. Der Brand
konnte erſt geſtern eingedämmt werden.
Griechenpakrioken aus Amerika:
Sie wollen in der Heimak heiraken.
Der Präſident der Amerikaniſch=Griechiſchen
Geſellſchaft mit zwei Heiratskandidaten bei der
Ankunft in Athen.
Da in Griechenland ein großer Mangel an
heiratsfähigen jungen Männern herrſcht, kamen
tauſend junge Griechinnen auf einen originellen
Gedanken. Sie wandten ſich an die Amerikaniſch=
Griechiſche Geſellſchaft in New York, der 33000
junge Männer griechiſcher Herkunft angehören,
ſandten ihre Photos ein und forderten tauſend
Bräutigame an. Daraufhin ſchifften ſich tauſend
junge Griechen=Amerikaner nach Athen ein, die
als glückliche Ehemänner in die neue Heimat
zurückkehren wollen.
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der Spork der Oſkerkage.
bringt diesmal zu Oſtern ſeinen Freunden eine ſeit
Sc, nicht mehr geſehene Fülle von bunten und ſchönen
Oſter=
iſt die Zahl an intereſſanten Freundſchaftsſpielen im
„hu ra tten in= und ausländiſchen Mannſchaften. Gut beſchickt
daut ſind auch wieder die traditionellen Oſter=Hockeytur=
Ft nicht an Handball= und Rugbyſpielen, an
Tennistur=
u hwimmwettkämpfen. Schwimmer, Boxer und Eisläufer
hreshauptverſammlungen ab; auf den Rad= und
Motor=
e— ſcht Hochbetrieb, und auch die Freunde des Pferdeſports
— u kurz. Während ſonſt im allgemeinen an den
Feier=
terſchaftskämpfe ruhen, kommt es diesmal doch auch zu
en Titelkämpfen. Deutſche Boxmeiſterſchaften werden
hsverband für Amateurboxen in Köln und durch den
verband von 1891 in Stuttgart ausgetragen. Ferner
che Turnerſchaft in Wiesbaden ihre Deutſchen
Waldlauf=
uurch. — Im
Fußball
Feſttagen die Punktekämpfe. Von der Hatz der
Meiſter=
olt man ſich in Freundſchaftsſpielen, die allerdings an
nnſchaften nicht geringere Anforderungen wie die
—ellen werden. In Süddeutſchland iſt die Zahl der zu
n Mannſchaften kleiner wie die der auswärts
ſpielen=
thauſe ſpielen: am erſten Feſttage: Kickers
Stutt=
nnais Renns; VfR. Heilbronn-FC. Bern, 1. FC.
ing Straßburg, Schwaben Augsburg—Guts Muths
Karlsruhe—FA. Kreuzer „Karlsruhe
Bayern Hof-
FV. Saar 05 komb Saarbrücken-Middleſex
Wande=
nſchaft Trier-Bohemians Prag, Alemannia Worms—
heinland), Viktoria Aſchaffenburg—Germania Brötzin=
860—Stadtmannſchaft Stockholm, 1. FC. Langen—Sp.=
Kickers Offenbach—Germania Bieber; am zweiten
München 1860—Stade Rennais Rennes, 1. FC.
Pforz=
n, Stadtmannſchaft Mannheim (Notgemeinſchaft)—SC.
Khönix Karlsruhe—33,er Budapeſt, Freiburger FC.—
uuts cesden, SpV. 98 Feuerbach—Racing Straßburg, FV. 04
oria Ziskow Prag, Viktoria Aſchaffenburg—ASV.
—1 rs Offenbach-Boruſſia Neunkirchen.
hirir iſt das Kapitel Süddeutſche Mannſchaften auf Reiſen.
2 den Feſttagen ſüddeutſche Vereine in allen Teilen des
ich in der Schweiz, in Holland, Frankreich, Luxemburg
wien. Es ſpielen: Eintracht Frankfurt am Sonntag
öln=Sülz 07, am Montag gegen TSV. Bochum; FSV
Sonntag gegen Holſtein Kiel, am Montag gegen Ar=
1. FC. Nürnberg am Sonntag gegen Schalke 04, am
Fortuna Düſſeldorf; „Sp.Vgg. Fürth am Sonntag
amburg, am Montag gegen SV. 06 Bremen; Bayern
onntag gegen Hertha/BSC., am Montag gegen FC.
berfeld; Wacker München am Sonntag gegen VfB.
n Montag gegen Hannover 96; VfR. Fürth am
Sonn=
nannſchaft Recklinghauſen, am Montag gegen Rheydter
rmatia Worms am Sonntag gegen Trier 05, am Mon=
* BC.; ASB. Nürnberg am Sonntag gegen Boruſſig
tag gegen Viktoria Aſchaffenburg; FSV. 05 Mainz
fen Boruſſia Rheine, am Montag gegen Ahlen (Weſt=
Zingen am Sonntag gegen Weſtfalia Herne, am
Mon=
rz=Weiß Barmen; FC. 93 Hanau am Sonntag gegen
am Montag gegen Göttingen 05; Not=Weiß Frankfurt
en Urania/Etoile Carouge Genf, komb.; Phönix
Lud=
onntag gegen Cantonal Neuenburg; FC. 04 Singen
in FC. Chiaſſo; „VfR. Mannheim am Sonntag gegen
eille, am Montag gegen AS. Nizza; VfB. Stuttgart
jen Stade Berdelaiſe Bordeaux; SC. Freiburg am
AC. Montpellier, am Montag gegen AS. Cannes;
dall=Verein am Sonntag gegen VOC. Rotterdam, am
iteſſe Arnheim; VfL. Neckarau nimmt an einem
Pokal=
tburg teil. — Die meiſten der nach auswärts reiſenden
ninſchaften haben ſchon am Karfreitag ihre Gaſtſpiel=
Im Reich gibt es außer den Gaſtſpielen der
ſüddeut=
en noch die folgenden erwähnenswerten Spiele:
Ten=
lin—Auſtria Wien, Fortuna Leipzig—Slavia Prag,
Bratiſlavia Preßburg.
Hocke y.
terturniere veranſtalten Kreuznacher HC., Rot=
Adeburg (Jugendturnier), THC. Harveſtehude (
inter=
nturnier), HC. Laurahütte (mit Mannſchaften aus
.), Danziger HC. Qualitativ am beſten beſetzt iſt das
quantitativ das ſtärkſt beſetzte Turnier iſt das
Kreuz=
us Süd= und Weſtdeutſchland 23 Herren=, 8
Damen=
erte Mannſchaften teilnehmen. — Der SC. 80
Frank=
lich ſeines 50jährigen Beſtehens gegen die Londoner
den DHC. Hannover.
Tenni s.
Labis=Pokalmannſchaft hat bereits die Ueberfahrt nach
en, wo in der nächſten Woche der ſchwere
Davispokal=
britiſche Vertretung beginnt. Die Spiele um den
Davis=
den Oſtertagen bereits mit der Begegnung
Griechen=
dien in Athen ein. In Wien kommt es zu einem
erreich-Japan.
Rugby.
en Ereigniſſe im deutſchen Rugbyſport gibt es an
urt a. M. anläßlich des 50jährigen Beſtehens des SC.
+ u. a. zu ſo intereſſanten Spielen wie Oxford Grey=
2 Alleynians London und DSV. 78 Hannover gegen
Ids.
Tagungen.
werden von verſchiedenen Verbänden zu ihren
Jah=
ungen benutzt, die zum Teil ſchon am Karfreitag
inen. — Der Deutſche Eislaufverband tagt in Berlin
wimm=Verband in Braunſchweig und der Deutſche
Amateurboxen in Köln. Auf allen drei Tagungen
den Vorſtands=Neuwahlen zur Beratung verſchiedener
niiatoriſcher und allgemeiner Fragen.
Boxſport.
werden von zwei verſchiedenen Verbänden Boxmeiſter=
Hen, die beidemale als Deutſche Meiſterſchaften der
werden. Für dieſe Boxmeiſterſchaften iſt ſchon lang
Inelle Austragungstermin. Diesmal trägt der Deut=
9 für Amateurboxen ſeine Titelkämpfe in Köln
** Deutſche Athletik=Sportverband ſeine Boxmeiſter=
Barr zur Abwicklung bringt. In beiden Fällen ſind
e9ezeichnet beſetzt, und man kann ſpannende Kämpfe
Pferdeſport.
bibt es in Frankfurt a. M., Dresden, Köln und
Sporkkalender.
1. Feiertag.
Handball:
16.25 Uhr: Stadion: Sportv. 98 — V.f.L. Mannheim.
Fußball:
15.00 Uhr: Stadion: Sportverein 98 — Boruſſia Fulda.
15.00 Uhr: Müllersteich: Freie Turngemeinde — Egelsbach,
2. Feiertag.
Fußball:
15.00 Uhr: Rennbahn: Union — Opel Rüſſelsheim.
Waldlauf=Klubkampf
Surlverein 98 9.i.e. Hrantfaer.
Darmſtadt ſiegt mit 81:129 Punkken.
Mit den ſüddeutſchen Waldlaufmeiſterſchaften klingen eigentlich in
den Gebieten ſüdlich der Mainlinie die Wettkämpfe im erfriſchenden,
herrlichen Waldlauf aus. In dieſem Jahre haben aber die
Leichtathle=
ten des Sportvereins Darmſtadt 1898 die diesjährige Winterſaiſon erſt
im Waldlauf=Klubkampf gegen den Verein für Leichtathletik Frankfurt
zu Grabe getragen; zugleich noch einmal einen ſehr beachtlichen Erfolg
für ihre Farben erringend.
Am 2. März weilten die jungen, ſympathiſchen Leichtathleten des
VfL. in Darmſtadt und mußten ſich an dieſem Tage im
Vereinsmann=
ſchaftskampf über 6,5 Km. mit 84:126 Punkten geſchlagen bekennen.
Da=
mals haben ſich die ſportlich ehrgeizigen Leute um den bekannten 400=
Meter=Läufer und Hürdler Hermann Mott auf ein beſſeres Abſchneiden
im Rückkampf in Frankfurt verſchworen. Faſt ſchien es nun auch ſo zu
werden, traten doch die Lilienträger nicht in ſtärkſter Beſetzung, ſondern
hauptſächlich mit jüngeren Kräften an. Gerade ſie aber haben ſich ſehr
gut geſchlagen, und mit vereinten Kräften haben es die zehn Vertreter
des Sportvereins 1898 ſogar fertig gebracht, den zweiten Sieg in
Frank=
furt noch überzeugender zu geſtalten! Mit 81:129 Punkten ſiegten die
Darmſtädter Leichtathleten wiederum recht überzeugend.
Und das kam ſo: Auf der 5,6 Km. langen, ſehr ſchönen Laufſtrecke
legten zunächſt nach dem Start die Frankfurter ein heftiges Tempo vor.
Drach=VfL. ging ſofort an die Spitze und derart ſchnell ab, daß das
Läuferfeld gleich in die Länge gezogen war. Nach 300 Metern kam
Lindner=Darmſtadt auf und ging bald mit ſeinen Vereinskameraden
Gellweiler und Krauth in Führung. Das Tempo wurde
wei=
ter verſchärft, ſo daß zuerſt Drach=F. langſam abfiel. Auch Krauth mußte
bald daran glauben, denn Gellweiler und Lindner ließen nicht locker
und holten im Gleichſchritt, Schulter an Schulter, bald einen erheblichen
Vorſprung heraus. Beide liefen denn auch geſchloſſen durch das Ziel,
gefolgt von Drach=F., der auf dem letzten Teil der Strecke noch erbittert
um den dritten Platz kämpfen mußte. Sehr gut hielt ſich Leiß=D.,
der noch Mott ſchlagen konnte. Und da nicht nur die beſten, ſondern
auch die für den Mannſchaftslauf guten Mittelplätze von den 98ern
er=
kämpft waren, iſt dieſer Rückkampf in Frankfurt noch überzeugender
ge=
wonnen worden als der Vorkampf in Darmſtadt! Die Läufer des VfL.
hatten wohl bei ihrer Taktik nicht damit gerechnet, daß die Lilienträger
ſo glatt und friſch den letzten, anſteigenden Teil der Laufſtrecke nehmen
würden; und wurden ſo ein Opfer ihres ſcharfen Anfangstempos.
Nichts=
deſtoweniger verſtanden es die Gaſtgeber ausgezeichnet, den Gäſten die
wenigen Stunden in Frankfurt ſehr angenehm zu geſtalten. Im Kreiſe
lebensfroher, herzlicher Sportkameraden nahm der „alte Herr” Bertſch
im Namen des V.f.L. eine ſchlichte, aber um ſo wirkungsvollerer Sieger
ehrung vor und überreichte den zehn Erſten zum Andenken an dieſen
Tag Divlome. Der Mannſchaftsführer des Sportvereins dankte im
Namen ſeines Vereins und ſeiner Kameraden für die freundliche
Auf=
nahme und die anerkennenden Worte; ein dreifach=kräftiges Hipp=
hipy=
burra beſchloß die einfache Veranſtaltung, an die alle Teilnehmer mit
Freude zurückdenken werden.
Nachſtehend bringen wir noch die genauen Ergebniſſe:
Vereinsmannſchaftskampf: Sieger: Sportverein Darmſtadt 1898 e. V.
mit 81 P., 2. Verein für Leichtathletik Frankfurt mit 129 Punkten.
Einzellauf, 5,6 Kilometer: 1. Lindner=Darmſtadt. 2. Gellweiler=D. (Zeit
18 Min. 35 Sek.); 3. Drach=Frankfurt (19:10); 4. Leiß=D.; 5. Mott=
F.; 6. Gönner. 7. Krauth, 8. Dörſam 2. (alle D.):
9, Oeſtreicher=F.;
10. Hebel=D. (Zeit 20 Min. 24 Sek.); 11. Winter=F.; 12. Grimm=D.
13. Gg. Hild=F.; 14. Blattner=F.: 15. Finſter 2.=D. (Zeit 21 Min
40 Sek.); 16. Pulg=D.: 17. Fr. Wilke, 18. E. Hild, 19. Schmidt (alle
Frankfurt); 20. W. Wilke=F. (Zeit 24 Min.)
am Karfreitag.
Süddentſchlanz.
Saar 05 Saarbrücken — Old Boys Baſel 8:1. Boruſſie
Neunkirchen — Bohemians Prag 3:3. V.f.B. Dillingen — V.f.L
Neckarau 1:3
Süddeutſche Mannſchaften auf Reiſen.
VfB. Braunſchweig — FSV. Frankfurt 3:10. Preußen Eſſen
Haſſia Bingen 1:4. Städtemannſchaft Chemnitz — Sp.Vgg.
Fürth 3:4. Arminia Hannover — 1. FC. Nürnberg 1:8. Dresde
Bayern München 2:4. FC. Biel — Rot=Weiß
ner Sportclub—
Frankfurt 1:0. FC Grenchen —
Phönix Ludwigshafen 1:3 FC.
Hieres Algier — VfR. Mannheim 1:3. Preußen Krefeld — Union
Niederrad 4:2.
Spiele im Reich.
Hertha BSC.
Bratiſlavia Preßburg verl. Hamburger
SV. — FC. Zürich 6:2. Fortuna Leipzig
Slavia Prag 1:6.
Sturm Chemnitz — 33er Budaveſt 0:3. Kölner SC. 99 / Club für
Raſenſpiele komb — Dulwich Hamlet 1:3. VfB./Raſenſport
Glei=
witz — Wacker Wien 3:4.
Spiele im Ausland.
In Slagelſe (Dänemark): Seelands Ballſpiel=Union —
Mit=
teldeutſchland 2:5. Sparta Prag — Stadtmannſchaft Stockholm 2:1.
Nauheim kemb. — Fr. Tade. Darmſtadt 1b 0:2 (0:1).
Und wiederum konnte die 1b=Mannſchaft der Fr. Tgde. Darmſtadt
einen ſicheren Sieg mit nach Haufe nehmen. Sie gewann durch techniſch
gutes Spiel einwandfrei. Die flache Spielweiſe der Darmſtädter
Mann=
ſchaft fiel angenehm auf. Obwohl die Nauheimer Mannſchaft körperlich
kräftig und auch ſehr eifrig war, konnte ſie nie gefährlich werden.
Her=
vorzuheben wäre die außerordentlich faire Spielweiſe beider
Mann=
ſchaften, was auf die zahlreichen Zuſchauer einen guten Eindruck machte.
1. 9.u. Unon 1913 2. B.
Vom FC. Union ſind an Oſtern faſt ſämtliche Mannſchaften
mit Freundſchaftsſpielen verpflichtet. Die 1. Elf empfängt am
2. Feiertag den Meiſter des Kreiſes Rhein=Main, Opel
Rüſſels=
heim. Es wird von beſonderem Intereſſe ſein, die Leiſtungen der
Opel=Elf zu ſehen und damit einen Tip für die demnächſt
begin=
nenden Aufſtiegſpiele zu bekommen. Auch Rüſſelsheim wird
die=
ſes Spiel als Probeſpiel werten, iſt doch Union heute wieder zu
den ſpielſtärkſten Vereinen des Kreiſes Starkenburg zu zählen.
Union wird dieſes Spiel in veränderter Aufſtellung beſtreiten.
Schwächen in der Mannſchaft, die ſich bei den letzten Spielen
zeig=
ten, ſind ausgemerzt, und die Mannſchaft ſollte ſchlagkräftiger denn
je daſtehen. Es wird aber auch nötig ſein, denn Opel konnte
letz=
ten Sonntag in Bingen gegen Haſſia 5:1 gewinnen. Das Spiel
beginnt um 3 Uhr.
Am gleichen Tage um 4.45 Uhr tritt die 2. Mannſchaft gegen
die gleiche von Opel an, während vor dem Spiel der erſten die
1. Schulermannſchaft gegen die gleiche von Kickers Würzburg antritt.
Unions Schülermannſchaft iſt zum Liebling des Vereins
gewor=
den, konnte ſie doch die Jugendpflichtſpiele jeweils mit hohen
Tor=
ziffern ungeſchlagen beenden. Ihr 7:1=Sieg am vorigen Sonntag
in Bürſtadt beweiſt die Spielſtarke. Ihr Eifer iſt geradezu
vor=
bildlich, ihr Stellungs= und Zuſpiel gut durchgebildet, ſo daß die
Zuſchauer ſtets befriedigt den Platz verlaſſen. Das Spiel iſt
ab=
ſichtlich vor das Spiel der Liga gelegt worden, um den Zuſchauern,
ſoweit ſie zeitig erſcheinen, auch ein Stück Jugendarbeit
vorzu=
führen.
Von den übrigen Mannſchaften ſpielen die Junioren am
1. Feiertag in Beerfelden i. O., eine Jugend= und eine
Schüler=
mannſchaft in Lorſch und eine Schülermannſchaft in Roßdorf.
Zum Spiel der Ligamannſchaft wurde als Schiedsrichter der
gut bekannte Herr Selzam=Heidelberg angefordert, damit dem
Sportpublikum wieder einmal ein Schiedsrichter von Format
gezeigt werden kann. — Hoffentlich beſchert der Wettergott ſchönes
Oſterwetter, ſo daß bei verbilligten Eintrittspreiſen recht viele
Sportanhanger am 2. Feiertag die Rennbahn beſuchen.
5.C.
I.
Am erſten Oſterfeiertag begibt ſich die 1. Mannſchaft nach Rum
en=
heim am Main, um gegen die dortige Viktoria 1911 ein
Freundſchafts=
ſpiel auszutragen. Rumpenheim, der A=Klaſſe angehörend, verfügt
über eine ſehr flinke und eifrige Elf. Eintracht muß ſich ſehr
anſtren=
gen, um ein günſtiges Reſultat herauszuholen.
Die 2. Mannſchaft
begibt ſich nach Pfungſtadt, um das fällige Rückſpiel gegen Germania
Liga=Erſatz, zu abſolvieren. Das Vorſpiel konnte Eintracht überzeugend
gewinnen. — Die 1. Jugendelf begibt ſich zu dem bekannten BSC.
Oberrad, um ein Oſterſpiel auszutragen. Eintrachts Jugend befindet
ſich zur Zeit in ſehr guter Form. — Die Handball=Mannſchaft iſt
wegen Erkrankung einzelner Spieler ſpielfrei. — Am zweiten Feiertag
ſind alle Mannſchaften ſpielfrei.
Auswahlelf Nied — Fr. Tgde. Darmſtadt 5:0.
Am Karfreitag war die Fr. Tgde. Darmſtadt in Nauheim bei Groß=
Gerau als Gaſt und ſpielte dort gegen die Auswahlelf der Gruppe Ried.
Sie mußte unverdient eine hohe Niederlage einſtecken. Darmſtadt war
techniſch beſſer als der Gegner und hatte durchweg mehr vom Spiel,
dies bezeugt das Eckenverhältnis von 10:2 für Darmſtadt. Die erſten
zwei Bälle waren Elf=Meter=Entſcheidungen, welche verwandelt wurden.
Die Darmſtädter Mannſchaft mußte mit drei Mann Erſatz antreten,
was ſich doch auswirkte. Geſpannt dürfte man auf das Rückſpiel in
Darmſtadt ſein, und zwar am 15. Juni 1930.
Sportvergg. Arheilgen — Sportvergg. Düſſeldorff 1912.
Das Oſterprogramm der Sportvereinigung zu Hauſe iſt dieſes Jahr
ſehr ſpärlich. Die meiſten Mannſchaften (Fuß= wie Handball) ſind nach
auswärts verpflichtet. Nur die erſte Jugendmannſchaft der
Sportver=
einigung ſpielt am zweiten Feiertage, nachmittags 15 Uhr, am Arheilger
Mühlchen gegen obigen Verein. Beide Mannſchaften verfügen über ſehr
beachtenswerte Spielſtärke, ſo daß auf alle Fälle ein recht genußreiches
Spiel zu erwarten iſt. Am erſten Oſterfeiertage ſpielt Düſſeldorf in
Frankfurt gegen Eintracht. Es iſt zu erwarten, daß recht viele
Sport=
anhänger ſich dieſes Jugendſpiel anſehen und einen kleinen
Spazier=
gang nach dem Arheilger Mühlchen unternehmen.
Germania 13 Pfungſtadt — Sp. Cl. 07 Heilbronn.
Dieſes, am erſten Oſterfeiertag in Pfungſtadt ſtattfindende Treffen
verſpricht guten Sport. Heilbronn gehört dem Kreis Alt=Württemberg
an und nimmt in der Tabelle unter den Vereinen Eintracht Stuttgart,
SpV. 98 Feuerbach und FV. Zuffenhauſen uſw., einen guten Mittelplatz
ein. Die junge Gäſte=Elf iſt als techniſch gute, faire Mannſchaft bekannt.
Beginn 3 Uhr.
Handball.
A
Sporkverein darmſtadt 1898 — J.J.A. MAnngeim.
Die Handball=Ligamannſchaft der 98er trägt am erſten Oſterfeiertag
auf dem Platze am Böllenfalltor ein Freundſchaftsſpiel gegen den
Mei=
ſter der Gruppe Rhein, V.f.R. Mannheim, aus. Das Spiel kommt im
Anſchluß an das um 3 Uhr beginnende Fußballſpiel des Platzvereins
gegen Boruſſia Fulda zur Durchführung. Die Mannheimer
Raſen=
ſpieler ſind ſchon ſeit langen Jahren die unbeſtritten ſpielſtärkſte
Mann=
ſchaft ihres Bezirks. Ihr Konnen ſtellt zweifelkos einen guten
Prüf=
ſtein für die derzeitige Form des Süddeutſchen Meiſters, der ja ſchon in
der nächſten Woche eine ſehr ſchwere Aufgabe in dem Spiel gegen
Ale=
mannia Aachen zu beſtehen haben wird, dar. Es war dem V.f.R.
Mann=
heim in den letzten Jahren immer möglich, beachtlich gute Reſultate gegen
die 98er zu erzielen. Bei ihrem vorletzten Spiel in Darmſtadt, bei dem
es um die Weſtgruppenmeiſterſchaft ging, kamen die 98er nur zu einem
knappen 2:1=Sieg. Aehnlich ehrenvoll war die letztjährige Niederlage der
Mannheimer im Vorſchlußſpiel um die Süddeutſche Meiſterſchaft, das
eines der aufregendſten Spiele war, da je in Darmſtadt ſtattfand.
Da=
mals erkämpften ſich die Gäſte in wenigen Minuten eine 5:1=Führung,
die die Darmſtädter bis zur Halbzeit aufholen und in einen eigenen 6:5=
Vorſprung umwandeln konnten. In der zweiten Hlfte vergrößerten die
98er zurächſt den Vorſprung auf 8:5, bis die Mannheimer durch einen
äußerſt energiſchen Zwiſchenſpurt die Partie mit 8:8 remis geſtalten
konnten. Erſt im Endſpurt gelang den 98ern dann der Endſieg mit 11:8.
Auch in dem bevorſtehenden Spiele werden die Gäſte auf dieſe Weiſe
zu kämpfen verſtehen. Die 98er ſelbſt werden aber auch beſtrebt ſein,
in ihrem erſten Spiel nach der Erringung der Süddeutſchen
Meiſter=
ſchaft ſich ihres Meiſtertitels würdig zu erweiſen.
Die Ligaerſatzmannſchaft der 98er wie auch die 3. Mannſchaft ſind
ebenfalls ſpieleriſch tätig, und zwar gegen die Ligareſerven von Rot=
Weiß Darmſtadt, bzw. gegen die 1. Mannſchaft von Griesheim.
Von den Jugendmannſchaften tritt am 1. Oſterfeiertag die
1. Jugendelf in Darmſtadt gegen die 1. Jugendmanſchaft des
Schwimm=
elubs Wiesbaden an. Die 2. Jugendmannſchaft unternimmt eine größere
Reiſe, bei der ſie Spiele in Ulm und Tübingen zu beſtehen haben wird.
Am 2. Oſterfeiertag fahren dann 1., 3. und 4. Jugendmannſchaft
gemein=
ſam zum Sportverein Wiesbaden, um dort 3 Spiele auszutragen. .
Seite 18
Sonntag, den 20. April 1930
Nummer 108
Freie Tgde. Darmſtadt — Groß=Gerau 9:1 (5:0).
In überzeugender Manier hat Darmſtadt nun auch das letzte
Serienſpiel unter Dach gebracht. Zwiſchen beiden Mannſchaften beſtand
ein bedeutender Klaſſenunterſchied, der durch das Reſultat deutlich
wie=
dergegeben wird. Trotzdem konnte Darmſtadt nicht immer gefallen.
Nur=
in der erſten Halbzeit war die Spielweiſe einwandfrei. Nach der Pauſe
faßte man anſcheinend das Spiel von der leichten Seite auf. Bei
Darm=
ſtadt war die Hintermannſchaft der beſte Teil. Trotz drei Mann Erſatz
hat ſich dieſer gut bewährt.
In 16 Serienſpielen hat die Mannſchaft nun ein Torverhältnis von
97:24 Toren erzielt. Mit 28 Punkten ſteht ſie an der Spitze der Tabelle
Freuen wir uns der ſchönen Erfolge und wünſchen wir der Mannſchaft
weiterhin Glück für die Aufſtiegſpiele zur Kreisklaſſe, um ſo mehr, da die
Mannſchaft eine faire Spielweiſe ihr eigen nennt und in der Nachrunde
keine Spieler beſtraft wurden.
Damen Pol. Sp. V. — Eintracht Frankfurt.
Das für Oſtermontag, 11 Uhr vorm., angeſetzte Handballſpiel
Poli=
zeiſportverein gegen Eintracht Frankfurt fällt aus, da die Eintracht=
Damen eine Oſterreiſe unternehmen. Es wird zu einem ſpäteren
Ter=
min nachgeholt.
Die deutſche Handballmeiſterſchaft.
Pol. SV. Leipzig Gegner der Sp.Vg. Fürth.
Im Entſcheidungsſpiel um die zweite mitteldeutſche Vertreterſtelle
zur Deutſchen Handballmeiſterſchaft konnte am Karfreitag der Pol. SV
Leipzig in Leipzig Guts Muths Dresden mit 4:3 Treffern ſchlagen. Die
Leipziger Poliziſten treffen nun am 27. April in der Vorrunde um die
Deutſche Meiſterſchaft auf den ſüddeutſchen Zweiten, Sp.Vg. Fürth.
nfus
pait
Beginn der Hockeyrutniere.
Kölner Turnier am Karfreitag im Regen.
Bei ſtrömendem Regen nahm am Karfreitag das internationale
Hockeyturnier von Rot=Weiß Köln einen wenig verheißungsvollen
Auf=
takt. Schon zu Beginn des erſten Spieles ſetzte ein leichter Regen ein,
der ſich dann ſtändig verſtärkte. Nach dem erſten Spiel wechſelte man
von einem Grasplatz zu einem Sandplatz über. Trotz der ſchlechten
Witterung hatten ſich doch zahlreiche Zuſchauer eingefunden.
Rot=Weiß Köln—Real Polo H.C. Barcelona 0:2 (0:0).
Köln lag bis zur Pauſe im Angriff, konnte aber den ausgezeichneten
Torhüter von Barcelona nicht überwinden. Nach dem Wechſel kamen
die ſehr ſchnellen Spanier durch ihren Mittelſtürmer und durch den
Linksaußen zu zwei Treffern, die ihren Sieg ſicherten.
Bonner THV.—Berliner H.C. 1:1.
Das ſehr ſchnelle Spielen endete mit einem verdienten Unentſchieden.
Berlin ſpielte ohne Heymann und Dr. Landmann, aber auch Bonn hatte
Erſatz einſtellen müſſen. Beide Tore ſielen ſchon vor der Pauſe.
Heidelberger HC.—Oxford Occafſionals 4:2 (1:1).
Das intereſſanteſte Spiel des Tages mußte bei ſtarkem Regen
durch=
geführt werden. Die Süddeutſchen boten eine ſehr gute Leiſtung und
ſiegten verdient. Sie gingen ſchon bald durch Dr. Zapp, der eine
Vor=
lage des Mittelſtürmers verwandelte, in Führung. Nach dem Wechſel
wurde Heidelberg klar überlegen. Durch Dr. Zapp und Vogt fielen
zwei weitere Treffer. Oxford, das ſchon beim Stande von 1:0 ein
Tor=
erzielt hatte, ſtellte nach einem Fehler des Torhüters der Süddeutſchen
das Ergebnis auf 3:2, aber Dr. Zapp ſicherte mit einem vierten Treffer
dem HC. Heidelberg den verdienten ſicheren Sieg.
Kölner Städtemannſchaft—Bradſord HC. 2:2.
Köln war ſtändig leicht überlegen, hatte aber viel Schußpech.
Hamburger Turnieve.
Vor ausgezeichnetem Beſuch und bei leidlich gutem Wetter nahmen
am Karfreitag die Hamburger Hockeyturniere in Hummelsbüttel und
am Faßberg einen glänzenden Auftakt. Es wurden gute ſportliche
Lei=
ſtungen und eine Reihe von Ueberraſchungen erzielt. Die Ergebniſſe
waren: Damen: Flottbeck—Rot=Weiß Berlin 1:2 (1:2); HC.=
Hapveſte=
hude—Düſſeldorfer HC. 2:0 (1:0), Leipziger SC.—Kopenhagen HC. 1:0
(0:0). — Herren: Anglo=Indian SC.—Uhlenhorſter HC. 4:1 (1:0),
Brandenburg Berlin—Hamburger B=Mannſchaſt 2:0 (1:0), Leipziger SC.
Roſtocker THC. 3:1 (0:0), Schülermannſchaft Caling County School—
2. Junioren von Uhlenhorſt 4:2.
Rugby.
SC. 80 Frankfurt—Oxford Greyhounds 3:14 (3:8).
Wie zu erwarten war, ſtellten die Engländer eine ſehr ſtarke
Mann=
ſchaft, aus der beſonders der ſchottiſche Internationale B.T. S. Mac
Pherſſon ſowie die beiden Halbſpieler Lovegraeve und Sime
hervor=
ragten. Die Greyhounds zeigten ein ſchönes, flüſſiges Spiel, waren
ſehr ſchnell und glänzten durch prächtiges Täuſchungsmanöver. Die
Frankfurter leiſteten einen ſchönen Widerſtand, ſie ſpielten gutes,
offe=
nes Rugby. Durch eine feine Leiſtung von Leipprand kamen ſie ſogar
zum erſten Verſuch, der von Groß gelegt wurde.
Ein zweites Rugbyſpiel in Frankfurt gewann Eintracht Frankfurt
gegen Düſſeldorfer RC. 10:3 (5:3).
Die neue deutſche Waſſerball=Nakionalmannſchaft.
Nach Uebungsſpielen im Magdeburger Wilhelmsbad, wurde
nun die neue deutſche Nationalmannſchaft für Waſſerballkämpfe
zuſammengeſtellt. Erwartungsgemäß ſetzt ſich die Mannſchaft in
Magdeburg) kommen nur noch Gunſt (Waſſerfreunde Hannover)
und der junge Darmſtädter Schwarz. Weder weſtdeutſche
noch Berliner Vertreter konnten berückſichtigt werden.
Unverſtänd=
lich iſt in dieſem Zuſammenhang nur der Beſchluß, daß die
Waſſer=
freunde Hannover auch in dieſem Jahre von den
Vorrunden=
ſpielen um die deutſche Waſſerballmeiſterſchaft befreit ſind. Durch
Austritte iſt dieſe Mannſchaft ſo geſchwächt, daß keineswegs ihre
frühere Stärke vorhanden iſt. Es dürfte heute in Deutſchland
manch eine Mannſchaft in der Lage ſein, die Hannoveraner zu
ſchlagen. Dieſe Maßnahme dürfte viel dazu beigetragen haben,
daß die Beteiligung an der deutſchen Waſſerballmeiſterſchaft ſo
ſchwach ausgefallen iſt. Was nützen alle Uebungsſpiele und Kurſe,
wenn aufſtrebenden Mannſchaften die Gelegenheit genommen
wird, von den beſten Gegnern zu lernen.
Tilden ſchlägt Karel Kozeluh.
In Beaulieu (Riviera) kam es zu dem mit Spannung erwarteten
Tennismatch des Amerikaners Tilden gegen den Weltmeiſter der
Berufs=
ſpieler, Karel Kozeluh, das als Erfatz für das geplante Spiel Cochet—
Kozeluh angeſetzt worden war. Zur größten Ueberraſchung konnte
Til=
den den Tſchechen ziemlich glatt 6:4, 6:4 ſchlagen.
Cilly Außem gewann in Juan=les=Pins zuſammen mit Miß
Ryan das Damen=Doppel mit 6:2, 6:3 gegen Frl. Payot/Thomas.
Die Waldlaufmeiſterſchaft der Deutſchen Turnerſchaft wird am
27. April in Wiesbaden, nicht, wie gemeldet, am zweiten
Oſtertage, durchgeführt. Obwohl noch einige Kreiſe mit ihven
Mel=
dungen ausſtehen, liegen bereits jetzt für den Waldlauf 70 Meldungen
im Einzellauf und acht für den Mannſchaftslauf vor.
Einer der bedeutendſten Turnierreiter der Nachkriegszeit, Freiherr
von Langen, Fideikommißherr auf Gut Parow bei Stralſund, iſt in
Konkurs geraten. Die Höhe der Paſſiven ſollen eine Million Mark
betragen. Langen ſpielte bei den großen internationalen Turnieren
ſtets eine erſte Rolle und war eine der ſtärkſten Stützen des deutſchen
Turnierſports. Bei den Olympiſchen Spielen in Amſterdam gewann er
in der Dreſſurprüfung mit Draufgänger die Goldene Medaille.
Zum Internationalen Europa=Rundflug 1930 wurden beim
1. Nennungsſchluß insgeſamt 75 Meldungen abgegeben.
Verlegt vom 1. Juni auf den 20. Juli wurde das Eifelrennen
für Automobile und Motorräder auf dem Nürburgring.
Der Kapitain der italieniſchen Nationalmannſchaft, Baloneieri, iſt
in Anerkennung ſeiner Verdienſte um den italieniſchen Fußballſport
zum Ritter des Kronenordens ernannt worden; eine Auszeichnung, die
früher bereits der Boxer Erminio Spalla erhalten hat, und die etwa
der franzöſiſchen Ehrenlegion entſpricht.
Im 400=Meter=Rückenſchwimmen ſtellte der Amerikaner Kojac
mit 5:34,2 einen neuen Weltrekord auf.
Einen neuen Weltrekord über 4X440 Yards ſtellte in
Kali=
fornien die Mannſchaft der Stanford=Univerſität mit 3:15,4
Minu=
ten auf.
Vor dem Davis=Pokalſpiel Deukſchland-England.
Am letzten Mittwoch haben Deutſchlands Davis=
Pokal=
vertreter, „die vier Doktoren‟ Daniel Prenn, Heinz Landmann,
Walter Deſſart und H. Kleinſchroth unter Baron von Diergardts
Führung die Reiſe nach England angetreten, wo ſie vom 24.—26.
April die erſte Davisrunde der Europazone gegen Englands
Repräſentative beſtreiten werden. Sie fahren ohne Hans
Molden=
hauer, ohne den blonden Berliner Meiſter, der im Vorjahre
Auſtin in drei Sätzen ſo glatt bezwang, und der durch ſeine Siege
über de Morpurgo und de Stefani in Hamburg der eigentliche
Gewinner der Europazone des Davispokals für Deutſchlands
Tennismannſchaft geweſen iſt.
So ſchwer wie vor zwei Jahren, wo Prenn, Moldenhauer,
Kleinſchroth und Froitzheim nach England fuhren um in
Edge=
baſton 4:1 geſchlagen zu werden iſt diesmal die Aufgabe nicht,
vor die ſich unſere deutſchen Spieler geſtellt ſehen. Sie ſpielen
auf Hartplätzen des Queens Club in London, auf einem Terrain
alſo, das den deutſchen Spielern Prenn und Kleinſchroth bereits
aus früheren Kämpfen bekannt iſt, und an das ſich auch Deſſart
und Landmann in den acht Tagen, die ihnen bis zu Beginn der
Kämpfe als Trainingszeit verbleiben, wohl akklimatiſieren können.
Selbſt die Engländer müſſen ſich ja erſt auf ihre eigenen Hart
Court Verhältniſſe umſtellen.
Es bleibt alſo die Frage nach dem Ausgang dieſes für die
ganze untere Hälfte der Eruropazone mit entſcheidenden Matchs
in erſter Linie nach den Grundſätzen des tennistechniſchen
Könnens und der Spielfolge zu beantworten. Daß Auſtin
eben=
ſo gut gegen Prenn gewinnen wie verlieren kann, lehrt das
Ergebnis der beiden letzten Begegnungen. Das Einzelſpiel
zwiſchen den beiden Spielern wird zweifelsohne im Zeichen
härteſten Tennisringens ſtehen. Der Ausgang darf unter allen
Umſtänden als offen bezeichnet werden. Daß Prenn ſein zweites
Einzelſpiel gegen Lee, dem fünften der engliſchen Rangliſte unter
allen Umſtänden gewinnen müßte, darf man ſelbſt dann
an=
nehmen, wenn man berückſichtigt, daß der Engländer den damals
noch untrainierten Berliner in Beaulieu ziemlich glatt ſchlug
und daß Lee eben dort gegen Auſtin zuletzt nur knapp mit 7 fünften Satz den kürzeren zog. Im vorigen Jahr in
Ham=
burg zeigte Lee bei den Meiſterſchaften recht mäßiges
Einzel=
können. Er wurde von Frenz in drei Sätzen glatt geſchlagen
und kam auch in der Troſtrunde nur bis ins Viertelfinale. Selbſt
wenn man ſeine merkbare Fovmverbeſſerung berückſichtigt, ſollt
dieſer Punkt für Deutſchland ziemlich ſicher ſein. Ein weit
ſchwierigeres Problem iſt Landmann. Was ihm an Training
fehlt — und leider fehlt ihm, dem beruflich überanſtrengten
Spieler ſehr viel — muß er durch Klugheit und Energie
er=
ſetzen. Sein Abſchneiden in den letzten Uebungsſpielen in Berlin
bildet keinen Maßſtab für ſein wirkliches Können. Es müßte
genügen, wenn er alles auf eine Karte ſetzte und bei glücklicher
Ausloſung gleich das erſte Spiel gegen Lee nach Hauſe bringt.
Auf dieſer Baſis: Drei Einzelſpiele, wenn auch knapp zu
ge=
winnen, kann Deutſchlands Sieg allein ſich aufbauen. Denn das
Doppel, damit müſſen wir uns leider abfinden, muß normaler
weiſe (man wäre beinahe verſucht zu ſagen: traditionsgemäß)
als ein verlorner Punkt gebucht werden. Gregor und Collins
ſchlugen im letzten Jahr Landmann/Kleinſchroth in
Ber=
lin 6:4, 6:2, 6:0. Man wird dieſes Experiment einer ſolchen
Kombination in London kaum wiederholen wollen, aber auch
Prenn/Kleinſchroth, die an der Riviera gegen Tilden/Coen
glänzend debuttierten, noch auch Prenn oder Kleinſchroth und
der neue Mann Deſſart, der ſeine ausgezeichneten, aber auch
ſeine ſehr ſchlechten Tage hat, werden auf Gregor/Collins auf
etwas anderes als auf ſtrategiſche Ermüdung hinarbeiten können.
Um es kurz zuſammen zu faſſen: Prenn iſt die einzige
einigermaßen ſichere Hoffnung für den
bevorſtehen=
den Kampf. Wenn die Ausloſungsumſtände und die Witterung
es mit den Deutſchen gut meinen, liegt ein 3:2 Sieg nicht
außer=
halb des Möglichen. Ebenſo wahrſcheinlich kann aber auch auf
eine 3:2 Niederlage der deutſchen Mannſchaft gerechnet werden.
Der Ausgang des Treffens iſt nicht nur an ſich, ſondern auch im
Hinblick auf die Ereigniſſe der nächſten Wochen von
grundlegen=
der Bedeutung. Denn wenn wir gewinnen, werden wir in der
nächſten Runde gegen Polen oder Rumänien, ſei es in Berlin,
in Warſchau oder Bukareſt, leichtes Spiel haben, um erſt in der
dritten Runde im Juni gegen Auſtralien die Feuerprobe in
Berlin zu beſtehen.
Geſchäftliches.
„Johannisbräu”, das beliebte und beſonders ſtark eingebraute
Feiertagsbier der Mainzer Aktien=Bierbrauerei in Mainz, kommt
für die Oſterfeiertage in althergebrachter Weiſe wieder zum
Ausſtoß.
Wenn die Tage länger werden und die Sonne in die Zimmer
ſcheint, ſollen auch die Möbel glänzen. Man poliert die Möbel
mit Glob=Politur auf Neu! Alle Holzmöbel, ob poliert oder
lackiert, auch Eiſenmöbel, erhalten einen prächtigen Hochglanz.
Türen, Holzbekleidungen u. ä. poliere man ebenfalls mit Glob=
Politur. Glob=Politur wird hergeſtellt von Fritz Schulz jun. A.=G.
in Leipzig und iſt bei ihrem Kaufmann zu haben.
BMW.=Serviceabteilung.
Für jeden BMW.=Kunden, jeden Automobiliſten und nicht
zu=
letzt für jeden, der einer werden will, wird von großem Intereſſe
ſein, daß die Großzügigkeit der Bayeriſchen Motoren=Werke eine
neue Organiſation, den BMW.=Service eingerichtet hat; dieſer
kommt jedem BMW.=Wagen=Beſitzer zugute, Ständig ſind Spezial=
treter bzw. deren Meiſter und Monteure teilnehmen können.
Durch dieſe Organiſation wird der Kontakt des Werkes mit der
Kundſchaft noch intenſiver und das Vertrauen des BMW.=Fahrers
zur Vertretung und zur Fabrik noch gerechtfertigter.
Wenn die bunten Streifen in der Wäſche auslaufen.
Man ſteht vor einem Rätſel, wenn plötzlich in der letzten
Wäſche die Streifen der ſchon ſo und ſoviel Male mitgekochten
Küchenhandtücher oder Streifen von Kaffee= oder Teedecken,
Bört=
chen von Nachthemden ausgelaufen ſind und die anderen
Wäſche=
ſtücke noch verfärbt haben. Wie iſt ſo etwas möglich? Man findet
keine Erklärung und ſchiebt die Schuld auf das Waſchmittel. Die
Urſache der Verfärbung liegt aber darin, daß zuviel Wäſche in
den Keſſel gepackt wurde; dadurch wurde die Wäſche unter Druck
gekocht und die echten Farben bluteten aus. Der Farbſtoff teilte
ſich den anliegenden Wäſcheſtücken mit und iſt darauf ſo feſt
auf=
gezogen, daß kein Entfärbungsmittel hilft, ihn zu beſeitigen. Durch
mehrmalige Perſil=Wäſchen verſchwinden die Verfärbungen doch
nach und nach. — Eine große Hauptbedingung für jede Hausfrau
iſt, nie zuviel Wäſche in den Keſſel zu tun, denn erſtens muß die
Lauge das Gewebe gut durchſpülen können, zweitens muß es
mög=
lich ſein, die Wäſche öfters umzurühren, und drittens ſind
Aerger=
niſſe wie Ausbluten der ſonſt waſchechten Farben, Anbrennen uſw.
dadurch zu vermeiden.
Aus deutſchen Bädern.
Nordſeebad Borkum rüſtet zum Empfang der Gäſte! Trotz der
wirtſchaftlich ſchlechten Lage Deutſchlands hat Borkum, die am weiteſten
in das offene Meer vorgeſchobene Nordſeeinſel, ganz erhebliche Mittel
bereitgeſtellt, um das Bad auf eigene Koſten weiter auszubauen.
Ein wichtiger Straßenzug wird umgepflaſtert und der
Fußgänger=
ſteig mit Platten belegt.
Die häßlichen Telegraphenſtangen und =drähte ſind verſchwunden
und das ganze Fernſprechnetz verkabelt worden.
Die 1925 neuerbauten feſten Badehallen am Südbad ſind um 25
Prozent vergrößert worden, ſo daß bedeutend mehr Zellen zum Aus=
und Ankleiden zur Verfügung ſtehen.
Bis zum 1. Juni wird keine Kurtaxe erhoben; ab 1. Juni ſpielt
dreimal täglich die Kurkapelle, dennoch wird vom 1. bis zum 15. Juni
50 Prozent Kurtaxeermäßigung gewährt.
und
Frühjahrskur tür
Horvenkranke
Nervös-Erschöpfte, Spezialkuranstalt Hoib
Taunus bei Frankfurt am Main — Prosn A.
Sad.- Ral Dr. II. Schulze Tahlerss, Nervenarzt, R
Rundfunk=Programme.
Frankfurt a. M.
Gleichbleibendes Werktags=Programm. 6.15 u. 6a5=
Zeit, Gymnaſtik. O 12: Zeit, Wetter, Wirtſchaftsmeld
ſtand. O 12.30: Schallplatten. O 12.55: Nauener Ze
15.35: Zeit, Wirtſchaftsm. O 16.10: Ind., Handelsk. (7.
16.25: Gießener Wetter, Wirtſchaftsm., während des
zerts: Vereinsnachr. 8 18.05, 19.15 oder 19.30: Wirtſck
Sonntag, 20. April. 7: Hamburg: Hafenkonzert.
vom „Großen Miche!” — Hamburger Morgenruf, o 91=
Morgenfeier. Anſpr.: D. Richter. O 9.30: Rom: El.
St. Peter. O 11: Cello=Konzert. O 12: Lehrer Augen
Arbeits= und Gemeinſchaftsſchule als Hauptkennzeichen
Schule. e 12.30: Mittelſchullehrer Krupp: Das Vertraue
ms der Kinder zu den Eltern. 13: Landwirtſcha
Wiesbaden: Die Bekämpfung des Rübenaaskäfers. — 3.
tung des Genoſſenſchaftsweſens für den Weinbau
über das Umpfropfen älterer Obſtbäume. o 13.10.
ſtunde von Norbert Schiller. o 14: Stuttgart: Die M
zeſſin. Märchenſpiel von H. Burhenne. 15: Oberſt
Henze: Natur im Frühling. O 15.30: Mandolinenkonze=
Deutſche Oſterlieder. 6 18: Neapel: Volksleben in Negpe
Feſthalle in Freiburg: Orgelkonzert. Werke von Joh. c
20.30: Stuttgart: Precioſa., Muſik von Weber,
Aeltere Tänze.
Montag, 21. April. 9.30: Friedenskirche, Frankfur
Feſtgottesdienſt. Anſpr.: Pfarrer Palmer. o 11: Rom
des Chors der Sixtiniſchen Kapelle. o 12: Schallplatte
Jugendſtunde. 16: Stuttgart: Konzert. Rich. St
der Campagna; Lied des Steinklopfers. — Grieg; H
auf Troldhaugen. — Suppe: Ouv. zu „Die ſchöne
—
oh. Strauß: Frühlingsſtimmenwalzer; Ständchen
nova”; Arie aus „Ritter Pasman” — Komzak: Wie
muſik. — Schrammel: Wien bleibt Wien. S 17.30: Cuy
us ſeinem Roman „Menſchen im erſten Quartal”. o 18
Foloquartett. Wörz: Im ſchönſten Wieſengrunde. — 9
die Heide. — Wörz: Ich lag am Waldesſaume. —
Es ſteht eine Lind” — Baumann: Komm zum Walde,
ſenn du zu meim Schätzle kommſt. — Epp: Oybin.
o muß ein Mädel ſein. — Baumann: Surre. R
ilcher: O wie herbe iſt das Scheiden. 19: Blasm=
Badonviller Marſch. — Suppé: Ouv. zu „Leichte C
— Fucik: Traumideal. — Pfitzinger: Rhapſodie über
bayriſche Volksweiſe. — Komzak: Wiener Volksmuſik.
In Treue feſt. 20: Geſchichte Gottfriedens von 2
(Urfaſſung des Götz) von Wolfg. Goethe. o 21.45:
Lieder in zweierlei Geſtalt. Abendlied (Claudius), vertont
Wilh. Ruſt und Joh. Abr. Peter Schulz. — Edward (H
— Mignon (Goeth
tont von Schubert und Loewe.
von Beethoven und Tomaſchek. — Erlkönig (Goeth
von Reichardt und Schubert. — An die Freude (Schille
von Körner und Beethoven. — Das Lied vom Flol
vertont von Walter und Berlioz. O 23.20: Budapeſt;
muſik.
Königswuſterhauſen.
Deutſche Welle. Gleichbleibendes Werltags=Progra
Wetter für den Landwirt. O 7: Gymnaſtik. e 12.25: We
andwirt (So. 12.50). 12 bezw. 12.30: Schallpl
b.). O 12.55: Nauener Zeit. e 14: Berlin: (
O 15.30: Wetter, Börſe. O 19.55: Wetter für den Le
Deutſche Welle. Sonntag, 20. April. 7: Gymnaſt
Hamburger Hafenkonzert. O 8.50: Morgenfeier. Gloe
Potsdamer Garniſonkirche. S Anſchl.: Glocken des Ber
O 10.05: Sonntagswetter. O 11: Schallplatten. O
Timm: Vom neuen Lebensabſchnitt unſerer Kinder. o
Lehar: Rend
Mascagni: Ouv. zu „Die Masken”
Lehar. — Schumann: Träumerei; Abendlied. — Schu
he Tänze. — Goſſec: Gavotte. — Grétry: Tamburin
Souvenir de Capri; Piccolo Introduzione. — Lindemg
klänge, Potp. — Saraſate: Spaniſcher Tanz.
Duell=Arie aus „Eugen Onegin”
— Delibes: Indiſd
Pizzicato aus „Sylvia”. — Brahms: Liebeswalzer. —
Ballett der Küchlein. — Königsberger: Rote Roſen.
Du haſt mich nie geliebt.
Benatzky: Um das bi
— Joh. Strauß: Wein, Weib und Geſang, Walzer. 0
„Eierſchieben und Oſterreiten in der Lauſitz”. Zwei
Hörbilder von Kurt A. Findeiſen. O 15: Jugendſtund
Vier Celli: Kouznetzow: Dritte Suite. — Klengel:
Variationen. O 16: Aktuelle Abteilung. O 16.45: Teei
Jubel=Ouvertüre. — Weinberger: Deutſche Lieder. —
Potp. aus „Roſe Mari
Schubert: Ständchen.
Berceuſe de Jocelyn. — Wieniawſki: Kywiawiak.
Muſica proibita. — di Capua: Maria, Mari. — B
Noch ſind die Tage der Roſen.
Wagner: Ich
Blume dir. O 18: „Salon Pitzelberger”. Operette
bach. O 19.30: Alfred Kerr: Tagesgloſſen. O 2:
Humor. O 20.30: Breslau: „Adams Tod” von Ged
Klopſtock. O 21.30: Loewe=Balladen für Bariton.
Deutſche Welle. Montag, 21. April. 7.15:
Konzert. 8: Praktiſche Winke für den Landwirt. o
lage. e 8.25: Dr. Wollner: Flach= oder Tiefkultun
Morgenfeier. Glockenſpiel der Potsdamer Garniſonkirche
Glocken des Berliner Doms. O 10.05: Oſterwetter.
übertragung aus Rom: Konzert des Chors der Sixtini
O 12: Leipzig: Konzert. 6 14: Jugendſtunde. o 14.*
Konzert. Ausf.: Kosleckſcher Bläſerbund. Dirig.: Obermu
O 16.30: Von der Rennbahn Karlshorſt: „Oſterpreis”.
über 3400 Meter. e 17: Joſ. Delmont: Die Sprache
in Be
0 17.30: Hörſpiel: „Der Tag zweier Menſchen”.
titſch
ſpaziergang von M. Kolpe. o 19: Prof. Dr.
ſcheinung Chriſti. O 20: München: Konzert. Webel
„Euryanthe‟
— Dvorak: Konzert für Violoncello und
Liſzt:
Frankenſtein: Tanzſuite für großes Orcheſter.
Tſchaikowsky: Ouv. „
ungariſche Volksmelodien.
Julia” o Anſchl.: Zeit, Wetter. O Danach: Tanzm
Geräte er
lie
fachn
Bei
Darmstadt
A
Rheinelektra Brust-Ludwiestr
Weikerbericht.
Das die letzten Tage das ſchlechte Wetter beſtimme
gebiet zeigt, ſich immer noch hartnäckig. Sein Kern 90 verlagert und ſcheint ſich auch langſam auſdl.
leidet unſer Wetter immer noch unter dem Rückſeitene!
kühle Ozeanluft nach Deutſchland fließt. Somit bleibt a.
Bewölkung noch beſtehen und zeitweiſe iſt auch noch mit
zu rechnen, die aber nur in Schauern auftreten. Mit
be=
doch der hohe Druck von Nordweſten her durch den daue.
zuſtrom angeſaugt, ſo daß für ſpäterhin die Ausſicht au
beſtehen bleibt.
Ausſichten für Samstag, den 19. April: Kühles und wei.
Wetter mit vereinzelten Regenſchauern.
Ausſichten für Sonntag, den 20. April: Weiterhin kühl
jedoch kaum noch Niederſchläge, vorübergehend 204
Wolkendecke.
Hauptſchriftlenung. Rudolf Mauve
Veranwwortlich für Polltik und Wirtſchaft: Rudolf Maupe; für F.‟
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streefe; für Sport 9
für den Handel: Dr. C. H. Queiſch; für den Schlußdienſt: A04
„Die Gegenwar
Tagesſpiegel in Bild und Wort Dr. H‟‟
für den Inſeratenteil und geſchäftliche Mitteilungen: W
Druck und Verlag C. C. Wittich — jämtlich in Darwlie.
Für unverlangte Manuſkrivte wird Garantie der Rückſendung.!."
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Jagesſmegel i Bild ind Work
29. April 1830
Illuſtrierte Wochenbeilage
zun Lunrnrnnnnnnnnunnnnnnn
Nummer 16
Maannnnnnnnnngngnnngnnnnngnsnngnnnn
Aan
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11
Secth
Fröhliche Oſtern!
Duenen ennnnnennnnennnnnennenn engenl erenn dealdeua deaugaunidladeauagan dartdetagersgstnstatatenenessnststntensnssnnssngsnrenrnner
Oſtern in den Bergen.
Skizze von Fritz Koſelka.
Geſtern abends waren ſie heraufgeſtiegen, das junge
Sport=
paar Kurt und Lieſel, mit den blanken Eſchenhölzern auf den
Schultern und Proviant für zwei Cage im Nuckſack.
Noch einmal Skifahren, vor den milderen Wanderfreuden
des Frühlings Gefahr überwinden, beſchwingte Losgelöſtheit
ge=
nießen, beflügeltes Calabwärtsgleiten, umwölkt von
kühlprickeln=
dem, glitzerndem, ſprühendem Sirnſchnee.
Und nun war über Nacht Cauwetter eingebrochen. Die
Sportler in der Hütte ſpielten Karten und warfen von Seit zu
Seit wehmütige Blicke auf die am Vorabend gewachſten, jetzt an
den Wänden lehnenden Bretter. Alle hatten ſich ſo ziemlich
damit abgefunden, daß man unverrichteter Dinge wieder
auf=
brechen würde, in die Sone der harmloſen Sonntagstouriſten
ab=
wandern. Dort konnte man wie Anno Ofen Veilchen und
Pri=
meln pflücken. So ein Frühlingsbuſchen gibt zum Norwegeranzug
einen hübſchen Kontraſt, iſt ein duftiger Lichtfleck in der
Pech=
vogelkomik. Die verhinderten Berghelden packten ihre Vorräte
aus, die Oſterſchinken, die bunten Eier, die Stullen und Strippen.
Es ging ein wildes Schmauſen los, der Nekordgeiſt, der ſich nicht
mehr im geplanten Kampf mit dem weißen Element betätigen
konnte, weil im lawinöſen Gebiet die Niederlage des Menſchen
gewiß war, artete in ein richtiges Wetteſſen aus, zu dem man ſich
mit Kognak befeuerte. Kurt und Lieſel ſaßen in einer Ecke, jedes
von ihnen ein Oſterei in der Hand, und ſtießen die Spitzen der
Das Oſterpaket.
Von Ly Corſari.
Die Pflanzer ſagen, daß er zuviel trinkt. Und wenn ſogar
die Pflanzer von Sumatra ſagen, daß jemand zuviel trinkt, dann
muß es beſonders ſchlimm ſein.
Ja, mit Erwin Küllmann geht es nicht gut. Das Klima . . .?
Heimweh? Nein! Sein ſtarker Körper hat bis jetzt den Cücken
des Klimas ſtandgehalten. Und Heimweh haben ja alle! Etwas
anderes nagt wohl an ihm, etwas, von dem niemand weiß, von
dem er nie ſpricht. .."
Weshalb iſt der Deutſche Erwin Küllmann als Pflanzer nach
Sumatra gekommen? Niemand weiß es. Er iſt ein gebildeter
Menſch, hat anſcheinend ſtudiert ... Viel fragt man nicht. Es
gibt hier Menſchen, die ſich nie hätten träumen laſſen, daß ſie noch
einmal Pflanzer in Indien würden, ſolche, die nicht gern an die
Vergangenheit erinnert werden und ſolche, die in dieſem ſchönen
Lande alte Cräume und Hoffnungen oder heimliche Schuld
be=
graben und vergeſſen müſſen.
Erwin Küllmann iſt ein guter Aſſiſtent, er verſteht mit den
Kulis umzugehen, hat keine Angſt vor ihnen und iſt trotzdem
ge=
recht und nicht nutzlos brutal. Er iſt, trotz ſeiner
Verſchloſſen=
heit, auch unter den Kameraden beliebt. Aber ſelbſt fühlt er ſich
fremd unter ihnen.
Beſonders an den Cagen, wenn er nach Medan kommt, wo
die Pflanzer ihre einzigen Vergnügungen finden können: tanzen,
trinken, ſpielen . . . Wenn er dann in einem der beiden großen
Hotels ſitzt, eben ein Dampfer angekommen iſt, der die Poſt
brachte, und alle reden von den erhaltenen Briefen, dann
ver=
dunkeln ſich ſeine Augen. Er antwortet einſilbig und lacht kurz
auf, wenn jemand ihn fragt, ob ihm niemand aus ſeiner Heimat
ſchreibe. „Mit der Heimät habe ich abgeſchloſſen,” ſagt er oft.
„wenn ich Urlaub bekomme, fahre ich auch nicht hin. Ich gehe
nach Amerika, das intereſſiert mich viel mehr.” So redet er und
trinkt . . . trinkt . . . trinkt.
Nie kommt für Erwin Küllmann Poſt. Und man bedauert
ihn heimlich deswegen. Den all dieſe oft rauhen Burſchen, all
dieſe Pflanzer mit ihren braunen Geſichtern und lauten Stimmen,
die vorgeben, ſich nichts mehr aus der Heimat zu machen, freuen
ſich trotzdem kindlich, wen der „Mail” ankommt. Und wenn
Erwin ſie deswegen verhöhnt, ſchweigen ſie, obwohl ſie ſich ſonſt
doch nicht ſo leicht verhöhnen laſſen. Schweigen und ſchauen ihn
von der Seite an. Und dann flucht Erwin und trinkt . . . und
trinkt . . .
Er fühlt, daß ſie ihn bemitleiden, und das brennt wie eine
Wunde. Dieſes Mitleid nagt an ihm und die ewige, leiſe, nicht
Eier gegeneinander, mit einem feindſeligen Flackern im Blick,
das zu dem Kinderſpiel in ſeltſamem Gegenſatz ſtand. Klicks,
zer=
ſplitterte Kurts Oſterei.
„Wenn wir ſo die Köpfe aneinanderſchlügen — —”
—rürde der deine kaputtgehen. Ich werde fahren.”
Nach=
drücklich ſtand ſie auf.
Alle ſahen unwillkürlich auf ſie hin. Ein kleines, geſtrafftes
Perſönchen in zitrongelbem Pullover mit einem blauen
Sickzack=
pfeil quer durch, das kurze braune Gelock herriſch zurückgeworfen,
gleichſam jetzt ſchon die Gefahr herausfordernd.
„Es iſt Wahnſinn” brummte Kurt verächtlich. „Niemand
wagt es. Aber bitte: du kannſt natürlich tun, was dir beliebt.
In einer Pauſe zwiſchen den gemütlich erregten Ausrufen der
Pokernden und altbackenem Berghüttenſcherz wandte man ſich
dem jungen Paar zu, dem klonden Burſchen mit dem dunklen
Mädel, die ſich darüber ſtritten, ob man die Calfahrt wagen
könne. „Selbſtmord!” polterte ein alter Knaſter. „Vorgeſtern
noch Neuſchnee, heute Cauwetter — — die Lawinengefahr iſt ins
Ungemeſſene geſtiegen. Wenn es kalt geblieben wäre, ja dann.
Auf die Meteorologen iſt kein Verlaß. Hätten ſie uns geſagt,
daß der Föhn kommen wird, wäre niemand von uns hier
herauf=
geſtiegen.
Su Mittag — Kurt hatte Lieſel im Trubel der Hütte ein
paar Minuten aus den Augen verloren — ſtand ſie auf einmal
fix und fertig in der Cür, die Bretter mit der Huitfieldbindung
angeſchnallt, die Schneebrille umgebunden. „Auf Wiederſehen,
Kurt, ich fahre los. Du mußt nicht mithalten, wenn du dich
nicht trauſt.”
ſterbenwollende Hoffnung, daß doch noch einmal . . . wer weiß .. ."
früher oder ſpäter. . . Poſt kommen wird. Und wem es bloß
eine Anſichtskarte wäre!
Wie wird das ſein, wenn ihm die Poſt etwas in ſeine einſame
Wohnung bringt, wenn er in der Galerie ſitzt, bei der von
In=
ſekten umſchwirrten Lampe, und ſeinen Brief lieſt! Cotenſtille
rund herum, Stille, die ihn manchmal ſo unheimlich bedrückt . ..
Aber an dem Abend wird Frieden ſein. Und wenn ſie ihm bloß
ſchreiben würden, daß ſie alle noch leben, und daß ſie ſich freuen,
daß auch er noch lebt.
Aber die Poſt kommt nicht und die Jahre vergehen. Bald
wird ſeine Urlaubszeit ſein, und dann wird er nach Amerika
fahren. Und ſpäter, wenn er zurückkommt, wird er weiterleben
wie ſetzt: wird arbeiten, trinken und, wie viele vor ihm, an
Indien zugrunde gehen. Mutwillig.
Denn weshalb ſollte er ſich Mühe geben, etwas zu erreichen,
Adminiſtrator zu werden, ein Kapital zu verdienen? Andere
kehren damit nach der Heimat zurück, aber er hat keine Heimat
mehr. Denn die Heimat iſt nicht ein Land, die Heimat ſind nicht
Felder und Wege, Städte und Dörfer. Die Heimat, das ſind
die Geſchwiſter, mit denen man aufgewachſen iſt, das ſind Vater
und Mutter und die Freunde. Aber Vater und Mutter ſind tot,
und die Geſchwiſter verleugnen ihn. Für ſie iſt er auch tot.
*
Erwin Küllmann kehrt an einem Abend betrunken heim aus
Medan. Und dabei wollte er nicht trinken, denn er hat einen
Gaſt. Ein junger Kontrolleur iſt gekommen und wohnt nun für
einige Cage bei Küllmann auf der Plantage. Er hat ſchon früher
bei ihm logiert. Es iſt ein netter Burſche aus Brabant, den
Erwin gern mag. Als Gaſtgeber fühlt er ſich verpflichtet,
nüch=
tern zu ſein, zumal Coewan Holman ein ſolider Menſch iſt, der
gar nicht daran denkt, an Indien zugrunde zu gehen, ſondern
bald heiraten wird; mit dem nächſten Dampfer kommt ſeine
Verlobte aus Holland.
Erwin ſchämt ſich ein wenig, daß er trotzdem wieder betrunken
iſt und er freut ſich, als er von ſeinem Djongos, dem javaniſchen
Bedienken, hört, daß Coewan Holman noch nicht da iſt.
„Bring mir Eiswaſſer”, befiehlt er, ſetzt ſich in einen der
Schaukelſtühle und wiſcht ſich die Stirn. Der Garten vor ihm,
die Bäume am Nande des Weges verſchwimmen vor ſeinen
Augen. Er hofft, daß das Eiswaſſer ihn etwas ernüchtern wird.
Plötzlich heften ſich ſeine Augen auf einen Gegenſtand, der
auf dem Ciſch liegt. Was iſt das? Hat er Viſionen? Sögernd
ſtreckt er die Hand aus. Ein Poſtpaket? Ja, heute iſt der Mail
angekommen. Ein Paket für ihn! Es ſchwindelt ihm
plötz=
lich. In fieberhafter Haſt ſteht er auf, ſtolpert um den Ciſch
Von Nichttrauen iſt keine Nede. Ich ſetze bloß
willigerweiſe mein Leben aufs Spiel.”
„Skiheil!”
„Skidank!”
Es hielt ihn nicht lang in der Stube. Er ſchnall=
Gelände um die Hütte war aper, da und dort ſah
büſchel durch, die Luft war voll Feuchte, der herbe
würzigkeit feiner Föhnduft beigemengt. Der in
ſchnupperte das Herannahen des Frühlings und es
flau ums Herz. Denn ſo hoch droben kommt der Fr
als ſchmeichelnder Knabe, ſondern mit toſendem
Gleich Kanonendonner widerhallt es von den graniten,
wenn er von den ſonnbeglänzten Graten und Firnen.
Siegeszug antritt und der Winter, auf der Flucht
ſchmutziggrauen, körnigen Lawinen geballt über die
in die Schluchten kollert.
Wo die Sonne nicht hinfiel, war der Schnee ver
Seehunde griffen nicht. Der von den Fahrern me
Startplatz, der den weiteſten Ausblick über das z
währte, lag oberhalb der Hütte. Kurt kantete wüh
durchquerte im Schlittſchuhſchritt das Plateau, deſt
Steilabfall ſie zur Calfahrt auserſehen hatten. 9
unten ein kleines Pünktchen: Lieſel.
Er ging in die Knie und ſuchte mit den Stöcken
geben. Der naſſe Schnee klebte in den Cellern und
zu hemmendem Ballaſt.
Als habe das weiße Nieſenamphitheater nur auf
des Suhörers gewartet, donnerte nun die Ouvertüre
wo an der gegenüberliegenden Wandung des Keſſe
flüchtendes Wild oder ein todestoller Skifanatiker
Schneebrett losgetreten. Kurt konnte das unbei
ſchwellen der weißen Walze verfolgen, wie ſie ſich im
Umdrehungszahlen phantaſtiſch vergrößerte, gleich et
digem, ein unförmiges Ungeheuer, das ſchreckhaft I
Angſttraumbild aus dem Kino, das den Beſchauer
fehlend aufgeriſſenen weißen Augen hineinzieht. V
ſein
Eie
getüm vorüberkollerte, brandeten Wogen von Pup
die Luft erzitterte vom hundertfach widerhallenden
wie bei einem herannahenden Erdſtoß wankte der
laufe der äußeren Erſchütterung eine unterirdiſche
miſche ihr empörtes Grollen in den Höllenlärm.
füin
und fängt an, mit zitternden Fingern die Bindfal
Dann reißt er das Papier ab und ſtarrt ergrif
Schokoladenei und dann auf einen Settel, auf die 2
wünſchen dir ein glückliches Oſterfeſt.”
iere
Als der junge Holman kommt und ſich entſchul
Weie
ſich verſpätet hat, ſitzt ſein Gaſtgeber in einem Scha
Meich
ſtarrt auf ein Schokoladen=Oſterei. Er ſieht ganz ar
onſt. Es iſt, als hätte er eine Maske fallen laſſen.
Bitterkeit haben ſich in ſeinem Geſicht verwiſcht;
Meiobr
aus ſeinen Augen verſchwunden. Seine Stimme zitt!
trunken iſt er nicht, im Gegenteil: er iſt vollkomn / 1 M
Er ſieht den jungen Holman an und ſagt leiſe:
„Heute habe ich eine große Freude erlebt. Sch he ſel 90
M10
gewußt, daß Oſtern iſt. Was merkt man denn hier d.
ling gibt es doch hier nicht. Und ich habe oft geda
9
gibt es auch für mich nicht mehr!. Wiſſen Sie, ich
den un
das im Vertrauen: ich habe Dummheiten gemach
iD i.
meiner Heimat. Ich habe meinen Eltern viel 2
Meine Geſchwiſter warfen mir vor, daß ich den Cod
9.
verſchuldet hätte . . . und als ich wegfuhr, hierher,
in air
ſich von mir verabſchiedet. Niemand hat mir geſe
ane, die
Jahre lang. Und ich war ſtarrköpfig und wolli
Me im
ſchreiben, wollte nicht um Verzeihung bitten. Und
Oſt.
ſehen Sie ... heute erhielt ich dieſes Oſterei. WfAl he, die ie
Hauſe Oſtern immer ſo luſtig gefeiert. Wir warel
Mited ge
Familie .., welchen Spaß hatten wir beim Eierſull
ee h.
Und
für köſtliche, bemalte Eier haben wir gemacht! Al
bei uns! Das war immer ein richtiges Familienlt
(G
ſchicken ſie mir wohl das Ei, damit ich weiß, daß,
auſte n
2 nia
ziehen haben, daß ich wieder zu ihnen gehöre. Und
auch ſchreiben, ihnen danken, und werde nach der 9.
Non
ſobald ich Urlaub habe!
Er wendet ſich weg, um ſeine feuchten Augen
Am Abend ſitzt er und ſchreibt. Als einen 2
wieder die Poſt kommt, ſtaunen alle und es verble
ein Lauffeuer: der Deutſche hat auch einmal einel
kommen! Sogar einen ſehr dicken, mit vielen Bilder!
aufnahmen, die er ſtundenlang betrachtet. Und er
mehr. Das iſt das erſtaunlichſte!
Als aber Coewan Holman heiratet, erhält eI
Hochzeitsgeſchenk von Erwin Küllmann. Und dieſer
von ſeinem Urlaub in Deutſchland:
„Lieber Freund! Erſt als ich die Antwork
Brief nach der Heimat erhielt, erinnerte ich
daran, daß du an jenem Oſtertage das Papier,
Au
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en Seiten ging nun das Konzert los. Die an den Fels
Kächten löſten, unter dem buhleriſchen Anhauch des
rhond, die geforene Umklammerung, von allen Graten
giße Schemen, wie ſich Schwimmer rücklings in
un=
ſe ſtürzen. Das Creiben in dem Hexenkeſſel, deſſen
Hlaſur ſichtlich herabſchmolz, war in ſeiner kalten
dem Negativbild eines Vulkans gleich: eines
Vul=
att Feuermaſſen auszuſpeien, ſchmutziggraue
Schnee-
h hineinſchlürft.
ſchrie der junge Mann aus flackernden Lungen. Der
ritzte kieſelgleich in dem brauſenden Meer. Sein
Widerhall traf den Jüngling lächerlich und
be=
ir hätte. „Weib” rufen müſſen oder einfach „Du”,
u war es, für das man in dieſer erbarmungsloſen
fürchtete, nach dem man bangte.
beſchatteten Gebiet, worein der Schneeſchuhläufer
gekippt, lag pulvriger Neuſchnee. In ſteiler
Schuß=
zuer Fahrer hinab, dem Pünktchen nach, einerlei, ob
en könne: zu ihm. Bis er im kühn geſchwungenen
den Calflug ſteil verhielt, faſt ſchon mit der
Um=
einer Horizontalen, und, befremdet von der plötzlich
en Stille, nach oben zurückſah.
kte es ihm kalt aufs Herz. Ein weiß umdampftes
je von mutwilligen Buben in den Keſſel geſchnellt.
t oben am Steilhang herab und wuchs und wuchs.
chuhläufer glaubte ſchon die Stelle bezeichnen zu
der die lotrechte Bahn der Lawine die waagrechte
ens treffen mußte. Aber das war ſo gerechnet, daß
Linie nur Linie blieb. Die kleine Kugel war ja aber die
beſtändig nach unten aufquellenden Kegels geweſen,
er fertigen Nieſenfläche alles Leben weithin unter
en würde. Wenn kein Wunder geſchah, war das
Pünktchens beſiegelt.
och bog auch er quer vor die herunterdonnernde
in der irrſinnigen Hoffnung, die Geliebte noch
recht=
ichen, durch ſeine tröſtliche Nähe den ſauſenden
er Fahrt zu beſchleunigen und ſo gemeinſam dem
zu entrinnen. Und er neigte ſich unter dem Anprall
irbel gegen die Berglehne wie ein Segel vor dem
urchſchnitt pfeilſchnell die Fläche, in der der
Berg=
die Geliebte zerſtampfen wollte. Wieder rief er
1. Und hätte nicht das Hohngebrüll des talwärts
etüms dazwiſchengedonnert, würde ſie ſeine Stimme
aben, ſo nahe war er ihr ſchon. Er ſah den
zitronen=
ſer das Staubgrau durchleuchten, zu dem ſich rundum
s Schneegeſtürm verdichtete, ſah braunes Gelock, ihr
undtes Geſicht unter der gelben Sipfelmütze, dann
hin. Aus dem überweltlichen Donner klangen ihm
Obertöne, höhniſch triumphierende, engelhaft
er Hütte bringt ein Schluck Kognak das Mädchen
Sufällige Beobachter der ſelbſtmörderiſchen
Cal=
ares haben die Gäſte der Hütte verſtändigt.
Be=
er haben ſich zur Rettung zuſammengetan und, durch
inenſeil in Kontakt miteinander, die
lebensgefähr=
on angetreten. Was dem Leben nie gelungen wäre:
Lieſel gefügig zu machen, der weiße Cod, dem ſie
ronnen, hat es bewirkt. Sie hält die Hand ihres
hier in der ſicheren Behaglichkeit der Hütte ſind
eder ein Kurt mit ſeiner Lieſel — an die fiebernde
ckt, und was ſie auch ſtammelt, heißt immer nur:
ner, die ſich immer wieder von Kurt das grauſe
eißen Codes beſchreiben laſſen, wie es dem jungen
Minute der höchſten Gefahr erſchien, und die mit
n Intereſſe die Einzelheiten der Nettungsaktion
iben ihm gegenüber einen anderen, ernſteren Con
ein Knabe war, der um das Myſterium des Codes
männlich iſt auch die Antwort, die er Lieſel gibt,
jeder leiſe an ihr Lager ruft und ihm mit
unge=
ten Verzeihung abſchmeichelt.
„Die Berge ſintz kein Spielplatz für Mädchenlaunen, Lieſel.
Vorſicht iſt nicht Mangel an Mut, iſt ehrfürchtiges Wiſſen. Du
wirſt mir verſprechen, keinen Schritt wehr in den Bergen
ohn=
mich zu tun.
Oas verſpricht ſie ihm gern und wird ihr Verſprechen auch
halten. Denn dem Manneswort fügt ſich der Wille des Weibes.
Der Oſterhaſe.
Von Wilhelm Schäfer.
Wenn wir im Frühling Oſtern feiern, iſt der Chriſt
auf=
erſtanden; und da es die Auferſtehung des Fleiſches war,
ent=
ſpricht ihr Gedächtnis dem Frühlingsfeſt, das die Wiederkehr
des Lichtes und das Erwachen der Natur aus dem Winterſchlaf
feiert. Aber ſchon mit ſeinem Namen fangen für uns Deutſche
die Rätſel an, die das Oſterfeſt umlagern. Denn ob die
Früh=
lingsgöttin Oſtera, mit der Jakob Grimm den Namen erklärte,
heute bezweifelt und ſtatt ihrer eine Göttin der Morgenröte
Auſtro angenommen wird: das Nätſel des Namens bleibt, weil
Oſtern nur im Sprachbereich der germaniſchen Völker klingt
Als die römiſche Kirche ſich nach langem Hader im Konzil zu
Nicea mit ihrer Datierung der Auferſtehungsfeier auf den
Sonn=
tag nach dem erſten Vollmond im Frühling gegen die bei den
kleinaſiatiſchen Chriſten übliche jüdiſche Datierung des
Paſſah=
feſtes durchgeſetzt hatte: muß ein germaniſches Frühlingsfeſt
da=
geweſen ſein, das der kirchlichen Auferſtehungsfeier ſeinen
heid=
niſchen Namen gab; und nicht nur den.
Denn wer die germaniſche Herkunft des
Oſter=
feſtes trotzdem bezweifeln wollte, dem würfen die deutſchen
Oſterbräuche ſoviel Nätſel entgegen, daß er an ſeine Löſung gar
nicht denken könnte. Schon das Oſterfeuer als chriſtliches
Sinn=
bild zu erklären, dürfte recht ſchwierig ſein; ganz aber muß der
Scharfſinn verzagen, wenn er den Oſterhaſen mit ſeinen bunten
Eiern in der Kirche unterbringen will.
Wie er heute Straße für Straße in den Geſchäften ſteht, aus
Sucker, Schokolade oder Papier gepreßt, ſeine ſüße und farbige
Pracht in die Kinderſtuben zu tragen, iſt er freilich von jüngſter
Geltung; zu meiner Jugendzeit, die ſchließlich erſt ein halbes
Jahrhundert zurückliegt, war er noch nicht ſo aufdringlich aus
dem Märchen in die Wirklichkeit eingetreten. Da legt er in der
Oſternacht verſtohlen ſeine gefärbten Eier, die wir Kinder am
Morgen ſuchen gingen, und war liſtig genug, manche ſo zu
ver=
ſtecken, daß es ſehr der elterlichen Mithilfe bedurfte, ſie zu
finden. Und, wenn ich recht berichtet bin, hatte er ſich in meiner
heſſiſchen Bauernheimat nicht einmal zu dieſer Cätigkeit
ent=
ſchloſſen; da war es lediglich ein herkömmliches Spiel, auf der
Oſterwieſe ſeine bunten Eier zu werfen, wobei ihre
Hartgekocht=
heit ebenſo wichtig war wie beim „Kippen”, das wir Kinder am
Niederrhein eifrig trieben.
Ganz ſicher vorhanden vom Oſterhaſen war alſo nur ſeine
Leiſtung, das bunte Ei, und das paßt als Sinnbild — „alles
Le=
bendige kommt aus dem Ei” — allerdings in ein Frühlingsfeſt,
ja, wenn auch nicht gerade im kirchlichen Sinne, zur Auferſtehung
des Fleiſches. Die ewige Erneuerung des Lebens aus dem Keim
iſt das Geheimnis in ſeiner ſo artig gerundeten Schale. Daraus
das Sinnbild des „Welte neies” zu machen, ſcheint
mehr als muthologiſche Spielerei; wie denn der in dem bekannten
Chomabild als „Philoſoph mit dem Ei” gemalte Nembrandt=
Deutſche das Ei als Bild der organiſchen Welteinheit in der
Hand hält.
Genau beſehen iſt das Oſterei dem Kirchenjahr nicht fremder
als es der Chriſtbaum auch iſt, der zum deutſchen Sinnbild des
Weihnachtsfeſtes wurde, unabhängig von den Gebräuchen der
Kirche, die ſich dem urgermaniſchen Volksfeſt „zu wihen Nahten”
ſo einbürgerte wie dem Frühlingsfeſt der germaniſchen Göttin.
Wie der Lichterbaum den unendlichen Naum der Sternenwelt,
ein aus der deutſchen Volksſeele wieder erſtandenes Sinnbild
gibt — denn das Mittelalter kennt den Chriſtbaum nicht —
könnte das Oſterei das Weltenei aufbewahrt haben als Sinnbild
der organiſchen Welteinheit, die ſich im Ei lebendig erhält. Dort
die Ewigkeit im Naum, hier in der Seit.
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Ke
Ke
ur, vom Ciſch genommen, es betrachtet und dann
ſt, bevor du es wegwarfſt. Erſt dann wußte ich,
1Orrtum war, daß dir deine Verwandten an meine
Oſterei geſchickt hatten, daß du deinen Namen auf
geleſen aber geſchwiegen hatteſt. Und dieſes gütige
verde ich dir nie vergeſſen!”
erlobung zu Oſtern.
Von Hugo Krizkovsky.
Silvio, alſo wir erwarten dich Samstag mittag.
ährt 10 Uhr 27 ab Stettiner Bahnhof. Merke dir
nd vergiß nicht deinen Koffer. Und vergiß nicht
kzuſetzen und in den Sug zu ſteigen. Wir haben
el zu tun! In aller Eile ein Küßchen von
Delner Lore.”
kein Profeſſor, ſondern Automobilkonſtrukteur.
lichkeit war alſo durch nichts beglaubigt. Er war
ter Männer, die mit der Brille ins Bett ſteigen
plitter am nächſten Morgen unter dem Kopfkiſſen
* ſener, die nie wiſſen, der wievielte gerade iſt und
en zu Mittag gegeſſen haben oder nicht. Er fuhr
eſſingtheater, wenn er Karten für die Volksoper
hatte und ſchlief Freitags bis elf Uhr, weil er
Ee Sonntag. Wohl ſchrieb er ſich jede Kleinigkeit
aber er wußte nie, wo er das Notizbuch gelaſſen
m ſah er nicht wie vergeßliche Leute aus, ſondern
r, junger Mann mit lachenden Augen.
kkete ihn mit ihrem Auto am Bahnhof.
Ik, Lorchen,” — Silvio ſtrahlte — „was ſagſt du
r, herrlich, wie?"
ein dißchen blaß aus, Silvio, armer Großſtädter.
auf die Verlobung? Papa wird eine blendende
Haſt du auch nichts vergeſſen?”
ne Spurl. Alles iſt da!
leichen Augenblick fuhr ihm ein Schauer über den
Rlich, dieſe Vergeßlichkeit! Er verſuchte, ſeinen
Lerdergen und ſtieg mit ſtarrem Lächeln in den
kreuz und quer, durch ein paar Dörfer, an Land=
Da Silvio das erſtemal ſeine zukünftigen
I auf ihrem Landgut beſuchte, verlor er jede
Endlich fuhren ſie mit lautem Cut—tut in einen
Slechts und links Wirtſchaftsgebäude, in der Mitte
Nes, gepflegtes Haus mit einer Freitreppe. Hier
der Creppe ſtand Geheimrat Dedenſen mit einer
karierten Mütze auf dem Kopf, ſtreckte beide Hände in die Luft
und krähte fröhlich: „Willkommen, Schwiegerſohn!”
Silvio klopfte ihm die Schulter: „Grüß Gott, da wären wir
alſo!‟ Dann lachte er über ſein ganzes Geſicht, was den
Ge=
heimrat freute. Aber in ſeinem Innern fühlte ſich Silvio
tod=
elend. Er ſehnte ſich nach zehn Minuten Nuhe, um nachdenken
zu können, was geſchehen ſoll. Morgen — Oſterſonntag — war
Verlobung, und bis dahin mußte die peinliche Sache in Ordnung
ſein, ſonſt...
Lores Mutter kam und drückte ihn an ihre Bruſt. Dabei
ſagte ſie: „Mein liebſter Sohn!”
Beim Mittageſſen war Silvio zerſtreut und nervös. Lorg
blickte ihn manchmal von der Seite an, aber er wich ihrem Blick
aus. Sie gewann den Eindruck, daß etwas mit ihm nicht ſtimmen
mußte.
Nach dem Eſſen lud ſie ihn ein, mit ihr und Mama nach
Creuendorf zu fahren, wo man gemalte, bäueriſche Oſtereier
kaufen wollte.
„Gibt es dort richtige Läden?” fragte Silvio.
„Nein, nur in Graunau. Das iſt eine halbwegs vernünftige
Stadt.”
„Wie weit iſt das?"
„Swölf bis dreizehn Kilometer. Warum?”
„Ich frage nur ſo.”
Und dann ſagte Silvio, ihm ſei nicht wohl, und ſie möge nicht
böſe ſein, er bleibe lieber zu Hauſe, er möchte ſich ein bißchen
hinlegen. Lore machte ein beſorgtes Geſicht, holte ſofort Cropfen
und erklärte, ſie bliebe ſelbſtverſtändlich bei ihm. Da aber
ſträubte ſich Silvio und bat ſie inſtändig, ſich nicht ſtören zu laſſen,
daß ſie ſchließlich nachgab und mit der Mama losfuhr.
Lore und ihre Mutter kauften in Creuendorf wunderbare
bunte Oſtereier. Als auf dem Nückweg Lore mit dem Wagen um
eine Biegung fuhr, ſah ſie auf der Brücke ein Gefährt. Sie
bremſte und blieb ſtehen, um den anderen Wagen vorbei zu laſſen.
Es war ein eleganter Dogcart mit einem herrlichen Schimmel.
Die Zügel hielt Greta von Croſſen, eine bildſchöne
Gutsbeſitzers=
tochter aus der Nachbarſchaft. Lore mochte dieſes Mädchen nicht
leiden, ſie fand ſie albern. Greta von Croſſen lachte kokett;
ſi=
ſchien ſich mit ihrem Begleiter ſehr gut zu verſtehen. Und
wäh=
rend das leichte Wägelchen knapp an ihrem Automobil
vorbei=
fuhr, machte der Begleiter Greta von Croſſens eine leichte
Wen=
dung — und Lore ſtieß einen hellen Schrei aus; Lores Mutter
fuhr herum. Es war Silvio. Auch er lachte und machte ein
entzücktes Geſicht. Und in dieſem Augenblick hob er den Kopf
blickte ſekundenlang auf Lore, als wäre ſie eine Viſion, dann
wandte er ſich ab, genau ſo, als hätte er ſie im Leben noch nicht
geſehen. Der Dogcart bog um die Ecke und war verſchwunden.
Su Hauſe hatte ſich natürlich herausgeſtellt, daß Silvio
ſpur=
los verſchwunden war. Lores Mutter verfiel in Wiederholungen
und verſicherte zum tauſendſtenmal, dieſer Silvio ſei ein Betrüger
und er ſolle nur nicht wagen, ihre hochanſtändige Schwelle zu
betreten . . . Der alte Geheimrat blickte ratlos und verſtört von
einem zum andern und zog ſich zurück. — Stunde um Stunde
verrann, kein Silvio ließ ſich ſehen. Der Geheimrat aß auf ſeinem
Simmer, Lores Mutter bekam Krämpfe und wurde ins Bett
geſteckt, Lore ſaß im Eßzimmer auf dem Sofa und weinte.
Mor=
gen würden die Gäſte kommen, was ſollte man ſagen, und nun
war alles aus, ſie würde Silvio nie mehr wieder ſehen, denn er
hatte ſie angelogen, und dann dieſe Croſſen, gerade die, o, wie
traurig war das Leben!
Knapp vor Mitternacht ſchlugen die Hunde an. Lore ſprang
auf und war wie ein Blitz draußen. Es war Silvio, der heimkam.
Als er Lore erblickte, eilte er auf ſie zu: „Lorchen, liebes,
verzeih mir, ich werde dir alles erklären. Ich habe mich auf dem
Rückweg verirrt, ich ..
„Schweige! Packe deinen Koffer und verlaſſe ſofort unſer
Haus!. Gehe zu Fräulein von Croſſen, das ſcheint ja deine neueſte
Liebe zu ſein.
Sivio ſtöhnte! „Aber Lorchen, die Dame kenne ich ja gar
nicht. Ich traf ſie auf der Landſtraße und bat ſie, mich nach
Graunau mitzunehmen. Das war ſehr nett von ihr, aber ſonſt..
„Sol Und auf der Brücke haſt du getan, als wäre ich eine
Fremde
Silvio rang die Hände: „Lorchen, ſei vernünftig. Ich dachte,
wenn ich dich nicht grüße, würdeſt du vielleicht glauben, du
hätteſt dich geirrt und ich ſei es gar nicht geweſen.”
„Aha, alſo doch!”
„Laſſe mich bitte ausreden. Ich wollte nicht vor dir
ver=
bergen, daß ich mit einer Dame gefahren bin, ſondern daß ich in
Graunau war. Darum ſagte ich auch, ich ſei krank, nur um Seit
zu gewinnen, nach Graunau zu gehen.
Lore blickte zweifelnd. „So: Und warum ſo geheimnisvoll?
Wir hätten dich doch hinfahren können! Was wollteſt du denn
in Graunau?
Silvio wurde verlegen wie ein Backfiſch.
„Ich hatte etwas vergeſſen, und das mußte ich noch heute
unbedingt beſorgen, ſonſt hätte ich mich morgen unendlich
blamiert.
Lore trat näher, offenbar ſprach er doch die Wahrheit.
„Und was hatteſt du vergeſſen?” fragte ſie, ſchon in
ver=
ſöhnlicherem Con.
„Die Ringe, die man doch unbedingt zu einer Verlobung
braucht!”
Warum nun zwar der Haſe dem Oſterfeſt dieſes Sinnbild ins
Neſt legen ſoll, ſcheint unerfindlich. So alt ſeine Nolle als
Mei=
ſter Lampe iſt, Cier zu legen wird ihm im Reinecke Fuchs nicht
zugemutet. So müßte jede Deutung des Oſterhaſen verſagen,
wenn wir uns nicht etwa darauf beſinnen wollten, daß der
neun=
häutige Haſe zu den geheiligten Cieren Wodans gehörte. Wodan,
der Wehende, der Gott der Bewegung und oberſte der Aſen,
hat nun zwar auch nichts mit dem Weltenei zu tun; immerhin
gilt er, der Gott des Windos, wie dies Mogk in ſoiner „
Ger=
maniſchen Muthologie” überzeugend dartut, auch als Gott der
Fruchtbarkeit. Der Norddeutſche läßt die letzten Halme dem
Wodan für ſein Pferd, weil: „ohne Wind das Korn verſcheinet”.
E77
Daß gerade Meiſter Lampe unter den geheiligten Cieren berufen
ſein ſoll, dem Menſchen zum Oſter= und Frühlingsfeſt die
far=
bigen Cier als Sinnbilder der ewigen Fruchtbarkeit eines von
Wodan behüteten Lebens ins Neſt zu legen, ſcheint über die
Maßen naiv. Aber abgeſehen davon, daß es gerade das Naive
iſt, was die Volksſage am ſtärkſten behält, ſo ganz unſchuldig
kann der Haſe dieſer Dinge nicht ſein, wenn er in der
Schöpfungs=
geſchichte der nordamerikaniſchen Völker, wie berichtet wird,
das Weltenei brütet. Es wäre wirklich an der Seit, ſeiner
Ver=
gangenheit nachzuſpüren, da er ſich in der Gegenwart ſo dreiſt
benimmt.
Nätſelhaft bliebe dam freilich, wenn auch der Schleier über
ſeiner Vergangenheit gelüftet würde, immer noch dies, daß
ge=
rade die moderne Seit das Sinnbild des Oſterhaſen nicht nur
be=
wahrt, ſondern geſtärkt haben ſollte.
Aber war es mit dem Chriſtbaum nicht dasſelbe, der auch nur
ein deutſcher Brauch der Neuzeit und dennoch in ſeiner
un=
zweifelhaften Bedeutung von uralter Herkunft iſt?
Warum ſoll der Oſterhaſe nicht doch mehr als nur ein
Er=
gebnis der modernen Suckerinduſtrie ſein, da gerade ihm die
Oſtereier im „Kinderglauben” zugeſchrieben werden? Warum
Meiſter Lampe und nicht das Lamm, das ihm eine Seitlang (aus
Biskuit und mit bunten Fähnchen beſtocket) Konkurrenz machte?
Das Oſterlamm, das als kirchliches Symbol doch nie außer
Ge=
brauch war? Warum gerade das gehetzte Cier des Feldes, das
ganz gewiß nicht zur Jagdbeute des wilden Jägers diente?
Nicht Lebendiges in der Welt iſt ſo alt wie unſer
Bewußt=
ſein, darin das Geheimnis des Lebens ſeine ganze Herkunft
be=
wahrt. Ihm in der modernen Seit immer noch die Märchenkraft
zutrauen, ein ſolch naives Sinnbild wie das vom Oſterhaſen und
ſeinen bunten Welteneiern zu halten und zu ſtärken: heißt
viel=
leicht ein Stück Gläubigkeit haben, nämlich an den Inſtinkt, der
mit dieſem Sinnbild der organiſchen Welteinheit doch nicht ſo
fern von jener öſterlichen Auferſtehung des Fleiſches iſt, wie es
auf den erſten Blick ſcheint, und der darum mehr als
Kinder=
glaube an den Oſterhaſen und ſeine unerſchöpfliche Fruchtbarkeit
ſein muß.
Der Herr Lehrer hat geſagt, wir ſollen ſchreiben, wie es zu
Oſtern ſein wird, wenn auf dem Kalender 2000 ſteht ſtatt 1830.
Zu Hauſe der Guſtav, was der Bräutigam iſt von meiner
Schweſter, meint, der Herr Lehrer hat gut ſagen, daß wir das
ſchreiben ſollen. Der Herr Lehrer iſt jetzt 35 Jahre alt, er müßte
105 Jahre alt werden, wenn er Oſtern im Jahre 2000 feiern will.
So alt wird er aber nicht. Und deshalb iſt er neugierig, und will
es von uns wiſſen. Der Vater ſagt, ich kann 2000 gut erleben.
Ich bin jetzt 13, wenn ich 83 bin, kann ich Oſtern im Jahr 2000
feiern. Deshalb iſt es vielleicht wirkelich gut, wenn wir wiſſen,
wie es ſein wird.
Ich habe ſehr darüber nachgedacht. Cante Anna ſagt, es wird
genau ſo ſein wie jetzt. Sie ſagt, Großmutter habe erzählt, wie
es zu ihrer Seit war; es war zu ihrer Seit genau ſo, wie es
jetzt iſt. Deshalb ſagt Cante Anna, wird es in ſiebzig Jahren
auch ſo ſein. Sch ſagte Cante Anna darauf, Großmutter iſt in der
Eiſenbahn gefahren, und wir fahren auch in der Eiſenbahn. Aber
im Jahr 2000 werden wir mit dem Flugzeug fliegen, das iſt doch
ganz gewiß. Es wird alſo doch vieles anders ſein, auch Oſtern.
Guſtav ſagte, bravo Sebaldus, du haſt es ihr fein gegeben!
Das mit dem Flugzeug hat mich dann auf einen Gedanken
ge=
bracht. Wir machen Oſtern einen Schulausflug mit dem Herrn
Lehrer, natürlich mit der Eiſenbahn. Wir haben Herrn Lehrer
gefragt, warum nicht mit dem Flugzeug. Er antwortete, mit dem
Flugzeug iſt es zu teuer. Ich denke aber, es wird im Jahre 2000
ſo billig ſein mit dem Flugzeug, daß man es gar nicht mehr
be=
nützen wird.
Ich werde, bis dahin gräßlich viel Geld verdient haben, dann
müſſen meine Enkel nicht mit dem Flugzeug Schulausflug machen.
Wohin ſollen ſie auch? Sie werden in den unteren Klaſſen ſchon
überall geweſen ſein, ſogar in Auſtralien, wo die Känguruhs ſind.
Oeshalb werden ſie nicht mit dem Flugzeug ihren Schulausflug
machen, ſondern mit der Nakete auf den Mond. Man wird ihnen
EIEKTRISCHE ZENSURNASCHNE
VERSETZUNG MACN
BELIFBIEEN KLASSEN
V.
Butterbrote mitgeben, der Herr Lehrer wird ihnen ſagen, ſie
ſollen ſich nicht ſo ſtark hinausbeugen. Dann werden ſie am
Oſter=
ſamstag auf den Mond fliegen und Montag abend zurück ſein.
Man wird ſie fragen, was haſt du Schönes geſehen? s
Hagen, es iſt alles ganz weiß auf dem Mond, und m
ſnichts dafür, daß unſere Schuhe verdorben ſind.
Dann wird der Vater jedem eine Uhr ſchenken ud
habt ihr aber brav gemacht, daß ihr ſo ſchöne Senſur
und ſo gut verſetzt wurdet. Dafür muß ich euch beſo
Pater wird wiſſen, daß es im Jahre 2000 ſehr leich
Senſuren zu bekommen und verſetzt zu werden. ſetzt i
ſchrecklich ſchwer, es iſt überhaupt kaum zu machen
2000 wird es ſehr leicht ſein. Bis dahin hat Ediſon d
maſchine erfunden. Das iſt ein ſchwarzer Kaſten, ſo wie
Radioapparat, der ſteht im Schulhof. Die Jungens
hin und ſtecken einen Groſchen rein und drehen an
Knöpfen, dann kommt die beſte Senſur heraus, je nackt
und welche Welle man eingeſtellt hat. Auch verſetzen
Apparat. Das wird ſehr fein ſein, denn man draucht
zu lernen.
Wenn ich ſo an das denke, möchte ich gern noch
2000 in die Schule gehen. Aber ich glaube nicht, d.
nehmen werden, wenn ich 83 Jahre alt bin.
Es wird auch ſehr fein lein mit den Oſterhalen, d.
aiden
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U, die
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ich mich ſchon. Wenn ich jetzt zu Hauſe auf den Knop
drücke, kommt Muſik aus dem Lautſprecher. Der K
hat geſagt, wenn wir in ein paar Jahren auf den Kn
wird auch gleich ein Bild herauskommen.
Ich weiß nicht, warum ſie nicht auch den Appat
ſollen, wo ein Oſterei herauskommt, wenn ich darauf 4
wird beſtimmt ſo ſein im Jahr 2000. Sch denke mir
daß die einzelnen Sender verſchiedenes ſenden, Langer
zipaneier, Königswuſterhauſen richtige große mit Pre
Kopenhagen Crinkeier. Sch gehe an den Apparat u
Welle ein, und dann kommt aus einem Loch das Ei
werden dem Apparat eine Form geben wie einem
Aber ich hoffe, man wird ihn auch benützen köme
nicht Oſtern iſt.
Da fält mir noch etwas ein: Im Jahr 2000
Schüler nicht mehr ſolche Aufſätze ſchreiben müſſen.
ſie geſcheiter, ſein als die Lehrer, und werden den Lel
nun ſchreibt ihr mal, wie es ſein wird im Jahr 3004
Nummer 359.
Aufgabe 513.
Franz Palatz in Hamburg.
(Urdruck.)
*
d
b
Längſtzüger=Selbſtmatt in drei Zügen.
Lrüfſtellung: Weiß: Ket Dd2 (2);
Schwarz: Kk3 De5 (2); 31—S4.
Aufgabe 514.
C. Eckhardt in Hamburg.
(Die Schwalbe, 1929.)
Weiß: Kb1 Dd3 Lb5 Sa6 e4 Bc5 d6 g7 (8);
Schwarz: Kb3 T=8 ht Lgt h7 Sb6 h2 Ba3 b2 e3 d7 (11).
Selbſtmatt in zwei Zügen.
Zu Aufgabe 513. Bei den Längſtzüger=Aufgaben muß
Schwarz ſtets den geometriſch längſten Zug machen, der ihm
mög=
lich iſt.
Briefkaſten: F. B.: 510. 1. Sc62 Lf6! Unſere Notiz in Nr. 357
bezog ſich auf die Stellung Ihres Dreizügers vom Februar. Auf Ihre
Berichtigung kommen wir noch zurück.
Rätſel
„aafhl.
Die Wörter bedeuten von oben nach unten: 1 perſönliches
Für=
wort, 2 Artikel, 3 antike Gedichtform, 4 ſüdamerikaniſche Republik,
5 Sportgerät. 7 Körperglied, 8 Feldfrucht, 10 geſundheitliche
Maß=
nahme, 12 Stromzuführer, 13 bibliſche Perſon, 15 Farbe 16
deut=
ſche Stadt, 17 Bezeichnung einer Landſchaft, 19 Teil des Hauſes,
25 Wärmeſpender, 27 Präpoſition, 29 Stadt in Böhmen, 31
Vieh=
futter, 32 jüdiſcher Hoheprieſter, 34 Fluß in Bayern, 35
Lebens=
gemeinſchaft, 39 Präpoſition. — Von links nach rechts: 2 Geſangs=
ſtück, 4 junger Diener, 6 Schutz gegen Ueberſchwemmung, 9 Teil
des Hauſes, 11 Gleichwort für „ſelten”, 13 Monat, 15 Anſturm
auf Kaſſen, 16 Arbeitseinheit, 18 Teil des Baumes, 20 Fluß in
Oberitalien, 21 Art Molch, 22 Raubvogel, 23 Fragepartikel, 24 dem
keiner entgeht, 2 Nebenfluß der Donau, 28 ſkandinaviſche
Scheide=
münze, 30 Pelzwerk, 32 Gleichwort für „ſchmal” 33 Teil des
rhei=
niſch=weſtfäliſchen Schiefergebirges, 36 Zahl, 37 Ortsadverb, 38
Ver=
neinung.
Das rätſelhafte Gitter.
2a 2b 4d. 13e 2f 2h 3i 11 2m 7n 2o 2r 4ſ 41
Obige 56 Buchſtaben ſchreibe man in die 56 Felder,
waagerechten und ſenkrechten Reihen gleichlautend Wörter
Bedeutung enthalten: 1. berühmter Tondichter, 2. Handwer!
franzöſiſche Provinz, 4. Name mehrerer Städte in der
Carl
niſchen Union.
1. 2. 3. 4.
Age
Zwölf Fragen. (Silbenrätſel.)
chit de er gen ho ho i i ker la lav ma ne ni nie preſ.
ro ſcha ſe ſe ſpiz ter tü trig un zy.
Aus obigen Silben bilde man die Antworten zu den
Fragen, deren Anfangs= und Endbuchſtaben einen zeitgen
nennen.
1. Wie nennt man eine gemeinnützige Herberge? 2. B‟l
Tante?, 3. Wie heißt ein Gebirgsſtock der Juliſchen Alpen”
Baum gedeiht im Süden?, 5. Was hat, manches Haus”
Mineral iſt grün? 7. Wie heißt eine Spielkarte beim S.
„löſt” mancher gern?. 9. Wie hieß ein berühmter Aſtrolog”
Berg kommt, im Alten Teſtament vor? 11. Wie heißt
12. Welches Land zerfällt in mehrere deutſche Staaten?
Auflöſung der Rätſel aus Nummek
Füll=Rätſel.
Eitelkeit, 2. ſeitwärts, 3. Gleiflug, 4. Streitart,
1. der Zweite, 7. Neuigkeit.
Rätſelſtern.
1—2 Gramm, 2—3 Magen, 3—4 Notar, 4—5 Ranke=
Angſt”.
NNe
Aſe.
Druck, Verlag u. Kliſchees: L. C. Wittich ſche Hofbuchdruckerei, Rheinſtr. 23. — Verantwortl., fütr die Redaktion: Dr. H Nette. Darmſtadt, Fernſpr. 1, 2389—2392. — Alle Rechte vorbebalten. N0c
[ ← ][ ][ → ] ſur
qwöfe.
Am
Am
Drz
un 9—.
mißt jo heit driwwer ſteh: „Samsdags=
„epratdunge” odder meintswäje: „Oſterhas=
Be=
woer ich benk, uff de Tidel kimmis erſtensmal
„emlich uff ganz was annerſter; un zweidensmal,
ug bloß uff de Tidel alemt, ach du liewer
in mir in Deitſchland fei eraus. Awwer dem is
ganz im Gäjedaal; un wie jo bekanntlich uff
teen Verlaß is, ſo is uff daß Sprichwort: „Wem
t dem gibt er aach de Verſtano”, heidichendags
„outch Verlaß mehr; mer lonn hechſtens ſage: „Wem
dem gibt er aach en Tidel”. Un wann goner
ott, daun kann’ſem glicke, daß er „bloß” en Tidel
Amt, un der is nadierlich am ſeinſte raus, dann
er ſo e eidräglich Sienekuhrche ...."
ſaut, vun mir aus kann ſich heit jedes den Tidel
ounge ſallwer wehle, ganz wie=ſem baßt, 3 Loſt
do kimmt mir ſchun widder e nei Idee, däß
n Friehjohr lieje, do kimmt aam ſcheints ſo a
auner. Alſo nemlich wie weer’s, wann ſe doch
Kradullje ſin, die Steieraſchudäakte, un bald net
ſe au noch for Steiern ausſimbeliern, un
raus=
ſo wie weers, wann ſe aſach e Tidelſteier
—Ich glaab, ſo gärn dhet noch niemand ſei
iIs wie for ſein Tidel, vum Vereiusbräſendend,
iodekaſſebräſendend, bis zum Staatsbräſendend;
staſierer bis zum Finanzminiſter, un dam
us zum Scheneraldireater, un vum Bedriebsrat
gsrat, un vum Ehrenmitglied bis zum
Ehren=
iter honneraris Kauſa. Ja, un wann ſchun,
rum fiehrt mer donn net aach widder de „
Jum=
in de „Geheime Kummerzienrat” un de „
Wärk=
immerzienrat‟? Als druff, wanns Gäld
ei=
ſeat de Ladeiner. Do weer däre gradezu
bren=
im Handumdrehe abgeholfe, un de leere
Staats=
ſogt, die Haubtſach is, daß däß Kind en Name
ſich unſchuldsvolle Gemieder gottwaaßwas alles
Was ich mer allerdings unner „vollfriſche‟ Eier
z waaß ich net. Awwer ich ſag mir, es wärd
an es gibt Milch un Vollmilch; fädde un
voll=
nke un vollſchlanke Weiwer — warum ſoll’s do
n vollfriſche Eier gäwwe . . . .
ſſte legt nadierlich de Oſterhas, obgleich däß
zu ſeiner Konnfäßjon baſſe dhut. Awwer er
nachlert ſo e bische die täſchniſch Nodhilf, indem
yge bei dem umſtendliche Geſchäft kaum noch
e, for lauder Gegagger. Un was mich bedrifft
bei e bische geholfe; net daß ich mich äwenfalls
ſchmiſſe hett, naa, däß net, ſundern ich hab’m
ve, un in meine Stubb richts, wie in=ere Lak=
en enſel, ien
1n0
debehn ber
zho
90 dir
jeit sſte
A
in ich ſällwer ſtrahl an de Hend, an de Arm un
e Farwe, blau, rot, ſchwazz, gähl, grie, dann
oſtern” — „Kinderoſtern”
diele. — Der Oſterſchlagball als Vorbild des
rbrautwaſſer” — Das „Eierrollen” der 50 000
Kinder.)
n deutſchen Gegenden iſt das Oſterfeſt ein Feſt
der Kinder. Beſonders verbreitet iſt das
ſoge=
ut=Ballſpiel”, das aus dem altgermaniſchen
tſtanden iſt. Der Brautball ſpielt ſowohl in
en von Hannover als auch von Sachſen,
Braun=
ſien noch heut eine hervorragende Rolle, wenn
ig, die dieſes Spiel im Mittelalter hatte, heute
iſt. Wie das Oſterfeuer und das Oſterwaſſer
all ein Symbol der aufgehenden Sonne. Zum
* Brautballſpiele bereits am Gründonnerstag
Pommern iſt der Brautball der Oſterbräuche
hzeiten ſehr weit verbreitet. Hier ziehen die
t Muſikbegleitung auf den Hof der Braut und
den Ball, woraufhin ſich ein heiteres Spiel
ent=
ehn bis zwanzig Perſonen teilnehmen. Man
Zallſpielen den Vorläufer des ganz modernen
nuten, denn der Ball wurde zwiſchen den ein=
2 lange hin und her geſchlogen, bis er zur Erde
rſt hatte runterfallen laſſen, der hatte das Spiel
ieger bekam von der Braut einen Kuß. Oft
il völlig zerſchlagen, ſo daß er wr aus Fetzen
fen Mädchen reißen den Ball nun vollends in
ein Stück des Tuches oder des Gummis in ihr
er ihre Taſche. Das gilt als Talisman für
IIn vielen Orten iſt man ſogar der Anſicht, daß
hen für ein derartiges Stück eines Oſterballes
e heiraten werden. In Brandenburg iſt der
einer tiefern Bedeutung gelangt. Hier finden
am frühen Morgen vor Aufgang der Sonne
itſpieler bringt einen Ball zu dem
Oſterſpazier=
nn die Sonne aufgeht, dann werden alle Bälle
eudert als Begrüßung des Frühlings. Hier iſt
ng zwiſchen Oſterball, Brautzeit und
Wieder=
im Frühling noch offentſichtlicher. Die Sitte
woirst, erar les bringt es mit ſich, daß gerade am Oſterfeſt
ſchen Landſtrichen, wo die Oſterballſpiele alter
lreiche Hochzeiten ſtattſinden, denn die
Oſter=
bornherein die Gewähr einer glücklichen Ehe.
1ſ0 Wert darauf, an Oſtern zu heiraten. Auch
2cht Fattfinden kann, ſo beteiligt ſie ſich doch an
ADSiel, denn die Jugend des Dorfes kommt am
rößter Sicherheit vor ihr Haus oder auf ihren
kerball zu fordern. Reiche Bräute ſtatten die
Lann zum Fenſter hinausſchleudern, ſchön aus
Freunden und Freundinnen ein wertvolles
T m m.— Auch die alte Sitte des Oſterwaſſers hängt
der Wiedergeburt der Natur und der
Fort=
bens und Ehe zuſammen. Nach altgermaniſchem
das Waſſer, das man zur Sonnenwendzeit
den ſchöpfte, heilkräftig und heilig. Es diente
nemlich ich hab mich mordsmeßiſch ageſtrengt, un hab nix wie
Oſtereier agemolt, un zwar nooch de allerneiſte un verrickteſte
Monniern. Dann es is bloß gamol Oſtern im Johr, un zu=eme
richdiche Oſterhas geheern aach richdich agemolte Oſtereier.
Ja un nadierlich, zu richdiche Oſtern geheert aach e richdick
Oſterwädder. Un ſo needich gach de Räje die Woch gewäſe is,
awwer mer wolle doch vun Härze froh ſei, wann’s wenichſtens
iwwer die Oſterdäg ſchee hell un ſunnich is, daß mer naus kann
aus de Stubb, un aus de Stodt, un aus em Slaab un graue
All=
dag, un kann ſich e bische in de Nadur umgucke.
Dann mixdeſtodrotz, ſo e Friehling däß is doch eichendlich e
ganz großordich Erfindung, un es is des Schennſte, wo mer hott.
Un däßhalb ſoll mer gach jetzt de Kobb net mehr henke loſſe,
ſün=
dern ſoll die Aage uffmache, un ſoll ſich däß Oſterwunner a gucke,
däß wo ſich grad jetzt widder begäwwe dhut. Dann ausgerächend
uffs Oſterfeſt ziggt die Nadur ihr allerſchennſtes un allernowel
ſtes Feſtklaad a, un es is e ſtiller, awwer ungeheirer Juwel in
alle Beem un Biſch, uff alle Fälder un in alle Wälder. Wo mer
hieguckt, ſprieße dauſend ſcheene Blumme uff, wo mer hieguckt,
lacht die Nadur, un wo mer hieguckt ſteht alles in Glanz un
Gloria. Mer kann ſich gornet mehr vorſtelle, daß es emol Winder
gewäſe is, wann mer ſieht, mit welcher Haſt, un mit was for=eme
Eifer ſich Buſch un Baum in ihr Feierdasslland eneiſchmeiße,
grad als ob ſe verſchlofe hette, un grad wie wann ſe Angſt hette,
ſie kemte zu dem große Ufferſteh zu ſpeed. A. Blimmche weckts
annere uff, a Blied nooch de annere ſpärrts Moilche uff, die
Kärſchebeem un die Abbrikoſe ſin am ſchnellſte färdich worrn,
ſozuſage mit aom Satz, wie wann ſe äxblodiert weern.
Wie geſagt, die Nadur leßt ſich netmehr unnerkrieje, un mer
maant grad, Feld un Wald, Gadde un Flur, Biſch un Beem,
Blumme un Bliede dhete zuſammeſteh un hette gorkaa
Sonder=
indräſſe, un bollidiſche Brinzibie, ſundern bloß den aone
Ge=
danke, uffzubaue un rauszukumme aus dem Winderbann. Alles
regt ſich un wacht uff, hoffnungsfreidich un zukunftsfroh, un leßt
ſich dorch koan Rickſchlag mehr uffhalte. Un wann mer däß ſiog
haſdiche, unwidderſtehliche Waxe un Bliehe un Schaffe ſieht, dann
maan ich als, mir mißte uns dra uffrichte kenne, un uns e
Bei=
ſpiel un e Exembel dra nemme, un mir is es, als därfte mir,
drotz allem un allem, friſcher un mudicher in die Zukumft gucke
un mißte mit Kraft un Macht dem Licht endgääche ſträwe, in dem
frohe Glaawe: Es muß doch amol widder Friehling wärrn,
gach for uns, drotz Jungblan, drotz allem Dorchenanner un
Wärrwarr, drotz allem Uverſtand un aller Böswillichkeid, drotz
allem Haſt un Neid, in unſerm deitſche Haus drinn . . . . ."
Ja, un wann mer ſich an de Nadur e Beiſpiel nimmt, die
wo nix vun dem gewidderſe Peſſimißmuß waaß, ſundern ſtets
vun=eme uniwwerwindliche Obbdimißmuß beſeelt is, ich maan
do ſollt aach dem driebſinnichſte Diftler un Grieskremer e bische
es Herz uffgeh, un do wärd em uff aamol ſällwer de Dag e bische
heller, die Sorje e bische leichter, die Zeit e bische freundlicher un
die Zukumft e bische lichter vorkumme.
Un däßhalb ſag ich noch mol, enaus die Feierdag, un dem
Friehling endgääche gange. Un do wärd ihr mol ſällwer ſähe,
wie Rind um Rind vun eich abfalle dhut, un wie eier
Sorje=
päckche leichter un leichter wärrn dhut, un zuſammeſchrumbelt,
wie e verblatzt Saibloos, un zuſammeſchmilzt, wie die Budder in
de Sunn. Un eh ihr eich recht verguckt, baufdich, do habt ihr’s
aach ſchun ewäck geſchmuſſe, däß Sorjepäckelche, un dehnt un ſtreck
eich de Sunn endgääche, im Fall ſe ſcheint, un es is eich uff
aamol, als weer eich en Zentnerſtaa, odder gar en Pandmaaſter
vum Härz gefalle, un ihr guckt mit neie Aage in e neier un
ſchenner Wäld . . .."
Ja, aach die Kumfermatzion fellt in die Johreszeid, un aach
die Kumfermande gucke mit blanke Aage in die Gäjend. Noch
henkt’n jo de Himmel voller Baßgeije, un ſie ſiehle net, wie ſich
ſchweren Härzens Vadder un Mudder die Frag vorleeche: Was
wärd aus=en wärrn?! un: Wie wärds miten wärrn? — Gehn
ſe unner im Strom des Läwens, odder erringe ſe ſich e Plätzche
an de Sunn . . . .
zur Vertreibung von Krankheiten, konnte aber auch die
ſchreck=
lichen Wirkungen der Hexereien beſeitigen. Darum ſchöpfte man
im alten Germanien am Oſtertage eine genügende Menge Waſſer
um die Menſchen und die Tiere gegen Krankheiten und Zauberei
zu ſchützen. Beſonders die Bräute wurden mit Oſterwaſſer
be=
ſprengt, um eine glückliche Ehe zu führen. In vielen deutſchen
Landſtrichen hat ſich dieſe Sitte noch bewahrt. In Thüringen
werden die Geſichter der jungen Bräute mit Oſterwaſſer
be=
ſprengt, und die Oſterbräute, die Oſtern heiraten, haben über
ſich eine wahre Flut von Sprengwaſſer engehen zu laſſen, denn
jeder legt Wert darauf, der Braut auf dieſe Weiſe Glück zu
bringen. In anderen Gegenden wiederum beſtreicht nur der
Bräutigam das Geſicht der Braut mit Oſterwaſſer, damit ſie ihm
viele und ſchöne Kinder ſchenkt.
Oſtern iſt überall durch die ſchöne Einrichtung der
Oſter=
eier das Feſt der Kinder. Einen geradezu großartigen Charakter
nimmt es aber in Amevika, dem Land der Kinder an, wo an
jedem Oſtertage im „Weißen Haus” zu Waſhington, dem
Wohn=
ſitz des amerikaniſchen Präſidenten ein großes Eierſuchen und
Eierkegeln ſtattfindet. In den großem Park, der zu dem Weißen
Hauſe gehört, werden ſchon lange vorher Vorbereitungen
ge=
troffen, um dieſes gewaltigſte Kinderfeſt der Welt in würdiger
Weiſe begehen zu können. Beteiligen ſich doch nicht weniger als
50 000 Kinder an dieſem ungewöhnlichen Oſterfeſt. Für dieſe
Feier wird nicht der Oſterſonntog gewählt, ſondern der
Oſter=
montag, der in Amerika im allgemeinen nicht mehr als Feſttag
gefeiert wird. Da Amerika ein demokratiſches Land iſt, ſo können
ſich alle Kinder an dieſem Eierkegeln und Eierſuchen beteiligen,
Gleichgültig, ob es ſich um die Kinder von Millionären handelt,
oder um die von Arbeitern, ſie kommen alle zu dem großen
„Egg rolling”, dem Eierkegeln, das eine Art von ſeltſamem
Kinderſport bildet. Das Spiel findet folgendermaßen ſtatt:
Zu=
erſt wird von der Frau des Präſidenten die notwendige Anzahl
von Eiern in dem Garten verſteckt. Nun werden die Tauſende
von Kindern in Schüben zu 5000 in den Garten gelaſſen und
beginnen nun ihr Sucherwerk. Schließlich hat jedes Kind ſein
Ei gefunden und das Eierrollen kann beginnen. Das Ziel
be=
ſteht darin, das Ei möglichſt weit zu rollen. Wer am weiteſten
gerollt hat, iſt Sieger und bekommt ein ſilbernes Ei geſchenkt.
Die Begeiſterung der Kinder iſt in jedem Jahr ſehr groß. Sie
verbringen viele Stunden im Garten des Präſidenten und wenn
ſie ſich verabſchieden, dann haben ſie die Genugtuung, einen
herr=
lichen Feiertag verlebt zu haben. Kinderfeſte in derartigem
Um=
fange werden ſonſt in andern Ländern nicht abgehalten. Aber
überall hat das Eierſuchen Verbreitung gefunden.
*
* *
Speiſe=Zettel.
Sonntag: Markſuppe, Wiener Saftbraten, mit Pommes
frites, Karamelſpeiſe. — Montag: Schottiſche Suppe.
Dienstag: Kalbfleiſchpudding. — Mittwoch: Spinat mit
Speck=Setzeiern und Röſtkartoffeln. — Donnerstag:
Sauer=
kraut mit Erbsbrei und Bratwurſt. — Freitag: Schellfiſch
geſpickt mit Peterſilienſoße. — Samstag: Kartoffelpuffer
mit Apfelmus.
No ſie wärrn’s ſchun ſchaffe, un wärrn den „Feldwähk zur
Vollendung” finne, der wo zwar ſchwiericher un a’ſtrengender
is, wie die bekannt Schoſſee, die wo mit gude Vorſätz geblaſtert
is; awwer dofor is er aach ausſichtsreicher, der „Feldwäht zur
Vollendung‟ ....
Un ſo wolle mer uns vun nix afechte laſſe, un wolle unſer
Sorje for e Weil verabſchiede, die ſolle mol e zeitlang, for ſich
ſällwer ſorje. Mir wolle aach jetzt emol wix wiſſe vun de
Bolle=
dick un ſo, un unſer aanzich Bolledick die ſoll dodrinn beſteh, daß
mer unſer Härz frei un froh un glaiwich mache for die herrlich
Oſterbottſchaft, die uns ſage will, mer ſolle neie Mut faſſe, un
unſer Kraft zuſammenemme, un zuſanmehalte un zuſammeſteh,
dann wärrn gach mir e herrlich Ufferſtehung feiern, aller gude
Winſch un Hoffnunge voll.
In dem Sinn allerſeits:
Fröhliche Oſtern!
Bienche Bimmbernell.
Poſtſchkribbdumm: — An ſo Däg wie heit, ſin ja aach
die hoche Behördlichkeide e bische zugenglicher un ſchenke aam e
willich Ohr. Un ſo mecht ich heit widder wal arege, ob mer net
noch e paar Benk mehr im Wald uffſtelle kennt, beſunners um
die Lichtwiß erum, am Owwerfeld her, un am Waldrand vum
Schnabelwähk, äweſo an de Gichtmauer unſoweiter. Jedenfalls
Benk kenne mer gornet genug hawwe for die alde Herrſchafte, die
Iwwrichbleibſel vun unſerm friehere „Penzionobolis‟. Dann
des ganziche, was ſe noch hawwe is en klaane Gong am Weld
endlang. Aach die annern Spaziergenger ruhe ſich gärn e bische
aus un ſetze ſich nooch ſo eme Friehlingswäje e bische in die
Sunn. Uffm Boddem is es leider noch zu kiehl; wann mer gock
grad net friert, ſo kann mer ſich annerſeits uff e Erkeldung am
Siedpol gefaßt mache. Un däß is nix Agenehmes
Freilich, wenicher ſchee is, daß mer jetzt widder an kaaner
Bank vabei kimmt, ohne daß en Haufe Eier= un Oraſche=Schale
drumerum liggt, un Babierfetze un ſo. Mer mißt halt, wie in de
Stadt, an jed Bank en Babierkorb abringe; odder mißt mer e
paar Abfällſammler aſtelle, die wo de Wald ſaumer halte. Zum
mindenſte kennt mer awwer des Forſtperſonal mit ſofordicher
Strafgewald ausſtatte, wie die Kondrolleer bei de Heag. Wer
erwiſcht wärd, daß er unſern ſcheene Wald verunreinicht: drei
Mack Strof ſofort zahlbar. Uff die Art kennt mer die
zwag=
baaniche Ferkel valleicht an Ordnung gewehne. Ich ſtelle anheim.
*
*
*
For’s Niewergall=Denkmal: Vun=eme alte Bekannte:
Fuff=
zeh Mack! Vun=eme gude Speezel: zwanzich Mack. Vum
Heſſe=
verein in Berlin: Fuffzich Mack (dritte Rate, do kenne ſich hier
welche e Vorbild nemme!) — Haaße Dank, ’s is widder en Ruck.
T
I umor
Höflichkeit auf Reiſen.
„Hör’n Sie mal, Pfeifenrauchen kann ich gar nicht vertragen.”
„Na, dann laſſen Sie’s bleiben.”
Die Frau des Boxers. Er: „Betty, wir treffen uns alſo nach
mei=
nem Boxkampf in der Kinditorei!"
Sie: „Gut, Max, aber behalte
die Blume im Knopfloch, damit ich dich wiedererkenne!” (Humoriſt.)
Der Protz. „In dem Buch, das ſie mir borgten, lag ein
Hundert=
markſchein.” — „Ja — mein Leſezeichen.”
(Mouſtique.)
Häusliche Szene. „Jetzt begreife ich es! Du haſt mich nur
gehei=
ratet, weil ich reich war!“ —
„Im Gegenteil, meine Liebe! „Ich habe
dich geheiratet, weil ich arm war!
(Pages Gaies.,
Freundinnen. „Mein größter Fehler iſt meine Eitelkeit. Ich kann
Stunden vor dem Spiegel zubringen und meine Schönheit bewundern.
— „Aber Lisbeth, das iſt doch nicht Eitelkeit, das iſt
Einbildungs=
kraft!“
(Tit=Bits.)
„Na Fritzchen, wie gefällt es dir in der Schule?”
—
„Ganz gut,
Tante — nur ſchade, daß man ſich immer den ganzen Vormittag damit
verdirbt.”
(London Opinion.)
Geographie. „Meine Reiſe war wunderbar — Italien iſt doch ein
herrliches Land!"
„Sie Glücklicher! Aber ſagen Sie nun, iſt es
wirklich wahr, daß Italien die Form eines Stiefels hat?”
(Dimanche illuſtré.)
Prompt. „Sind Sie nicht der Mann, der vor fünf Minuten bei
mir gebettelt hat? Was wollen Sie denn ſchon wieder?"
„Sie
ſagten doch, beim nächſten Mal würden Sie mir etwas geben.”
(Smith’s Weekly.)
Auch eine Löſung. „Ich habe ſoviel Sorgen wegen meiner
Schul=
den, daß ich keine Nacht mehr ſchlafen kann.”
Wie halten Sie das
(Muskete.)
bloß aus?” — „Ich ſchlafe eben am Tage!”
U bertrumpft. Geſtern ſah ich einen berühmten Pianiſten, der mit
den Zehen ſpielen konnte.” — „Das iſt doch nichts Beſonderes! Mein
fünf Monate altes Baby macht das im Schlaf.” („Paſſing Show.”)
Der Oſterhaſe ſtudiert
die neue Mode.
denn auch er weiß ganz genau, daß es nun ſchon
hoch an der Zeit ſei, ſich mit derlei Dingen zu
be=
faſſen und daß jede Dame, die noch nicht für ihre
Frühjahrsgarderobe geſorgt hat, nun eiligſt das
Verſäumte nachholen müſſe.
Worum es ſich jetzt in der Mode hauptſächlich
handelt, iſt raſch geſagt: um jene Kleider für die
Promenade, die leicht, luftig und flott ſind, die
man dringend braucht, wenn die vorhandenen
Be=
tände nicht mehr auslangen oder der vorrückenden
Jahveszeit, wegen ſchon allzu ſchwer erſcheinen,
kurzum um jene Dinge, die der Garderobe den
frühſommerlichen Anſtrich geben, der jene
Ab=
wechſlung ſchafft, die man ſo ſehr liebt und auf
die man ſich ſeit langer Zeit ſchon freut.
Diesmal hat die Oſtermode wahrhaft „
öſter=
lichen Charakter”, denn ſie iſt luſtig und farbenreich,
und bietet das, was jede Frau wünſcht: unbedingte
Fudlichkeit im Materiale und damit auch eine
lebhafte Geſamtwirkung, die nicht nur der Trägerin,
ſondern in weiterem Sinne auch dem geſamten
Modenbilde ungcmein zuträglich iſt und immer
an=
genehm auffällt
Trotzdem man die bunten Seiden bekanntlich
im Vorjahre totgeſagt hatte, erſcheinen ſie nun
neuerdings und erleben eine Renaiſſance, die wohl
in der Mode noch niemals ihresgleichen gefunden
hat und als einzigdaſtehend zu bezeichnen iſt. Dies
geht ſo weit, daß eine gutdurchdachte und
vollſtän=
gemuſterten Modelle kaum möglich iſt, daß man
dige Garderobe ohne eines der entzückenden,
bunt=
alſo ein oder das andere dieſer Stücke unbedingt
beſitzen muß, wenn man modiſch auf der Höhe ſein
will.
Die bunten Materialien präſentieren ſich heuer
übrigens in den verſchiedenſten Varianten, und faſt
ſcheint es, als hätte ein Füllhorn von Blüten ſich
über die neuen Kleider gegoſſen, ſo farbenfroh und
ſo blumig ſind ſie alle ..! Da gibt es die
ver=
ſchiedenartigſten bunten Krepps, die ihre
Blüten=
pracht unter allen erdenklichen Namen entfalten: bunter
Marokko=
krepp iſt ja ſchon vom Vorjahre her bekannt, ebenſo der
impri=
mierte Krepp=Mongol. Der glänzende Krepp=Satin, den man
be=
kanntlich auch eine Zeit hindurch mit farbigen Blütendeſſins zu
ſehen gewohnt war, iſt hingegen ganz entſchieden in den
Hinter=
grund getreten, weil die elegante Frau dieſes Material, das zwar
fließend, aber immerhin ziemlich ſchwer iſt, für den Sommer
ab=
lehnt und ſich lieber an leichte, duftige Seiden hält. Hier gibt es
natürlich eine ganz beſonders reiche Auswahl, und vornehmlich
Georgette und Gaze=Chiffon wirken in blumiger Ornamentik
immer ganz ausgezeichnet. In letzter Zeit verſucht man ſogar
Spitze mit Blütendeſſins zu bedrucken und ſogar mit ziemlich
großem Erfolge, weil die Lebhaftigkeit des Spitzengewebes durch
die bunte Muſterung an Wirkung noch gewinnt.
Die Art der farbigen Deſſinierung hängt eigentlich ganz von
dem Materiale und von dem Verwendungszweck, dem es
zu=
geführt werden ſoll, ab. So zum Beiſpiel iſt es für die neue
Mode ſicherlich bezeichnend, daß die dichten Seidenſtoffe (China=,
Marokko=Krepp und Mongol) im allgemeinen kleingemuſtert
ſind, während Gaze, Georgette und Spitze immer
groß=
ornamentiert werden. Dies hat ſeinen Grund darin zu
ſuchen, daß man die dichten Krepps in der Hauptſache für
Pro=
menadeſtücke in Betracht zieht (darunter auch für ſolche Modelle,
die gelegentlich ſogar vormittags Verwendung finden können),
während die dünnen Seiden faſt ausſchließlich nachmittäglichen
und abendlichen Zwecken vorbehalten bleiben, da ſie für andere
Gelegenheiten unbedingt zu anſpruchsvoll wären.
Unter den kleinen Ornamenten herrſchen die Blättermotive
vor, während die größeren Deſſins haup ſächlich
Blüten=
ornamente darſtellen, die entweder in der Wiedergabe großer
Blumen beſtehen oder aber mehrere kleine Blüten zu einem
größeren, flächenhaft wirkenden Strauß vereinigen.
Flächenhaftigkeit iſt überhaupt für die neue Bunt=Mode
richtunggebend, da ſich die Deſſinierung in dieſem Punkte ſehr
weſentlich von der Mode des Vorjahres unterſcheidet.
Seiner=
zeit liebte man nämlich verſtreute und ſehr grelle Blumen=
ornamente, während man heute die
mehr oder weniger berſchwimmer
ihr ſomit bei aller Buntheit eine ruh
gibt. All” die neuen, farbenfrohen Kle
natürlich außerordentlich maleriſch.
Skizzen mögen als kleine Koſtproben vo
beſteuten modiſchen Tafel gewertet we=
Einfachheit iſt auch in dieſem Fal
bende Moment der Mode, eine Tender
ſogar ganz beſonders verſtändlich er
ja das bunte Material ſo parant wi
allein ſchon jenen Effekt bietet, den
einem Kleide verlangt, ſo daß die Faſſ
mehr oder weniger untergeordnete 9
Darum wird man jene Kleider, die
tem Materiale verfertigt und für die
beſtimmt ſind, ganz beſonders ſchlid
Wir zeigen in unſerer erſten Skizze ei
zückendes Modell mit etwas eingeſchwe
einen Gürtel unterbrochenen Oberteil.
Faltenröckchen anſetzt. Auf dieſe Wei
Kaſak=Idee, die bekanntlich jederzeit
Beifall findet (toeil ſie jugendlich iſt 1
ſtalt außerordenilich ſchlank erſcheiner 7970
vorzüglicher Weiſe variiert. Der Mode
C.
kleider trägt die kleine, einfache Umhül
Modelle Rechnung, die — wie man mer/4
gerade in bunter Seide ſehr anzieher
Die einzige Garnierung eines derartig
beſteht in einem hellen Krogen, der
Seide, Organdy oder auch aus Piqu
iſt, da primitive Waſchmaterialien ſich
zwecke heuer vielfach großer Beliebthe
Der Hut iſt — der neueſten Mode ent
oft heller als das Kleid und gibt
ganzen Aufmachung eine freundliche
.
Modell, das ebenſogut für den
Nachmi=
den Abend verwendbar iſt, zeigen wir
bild. Es iſt aus Georgette oder Gaz
deſſen Muſterung man als verſtreute B
chen aufzufaſſen hat. Die zackig=ange
partie iſt leicht glockig, den Oberteil zie
*.
wärts verlängerte Schulter=Cape, de FIn
AB mit kleinen Blüten beſetzt iſt, die aus
fenden Imprimé=Materiale ausgeſchnitt
ſtickt werden, um nicht auszufranſen. Man gewint
Weiſe ein Modell, das trotzdem es ärmellos iſt, die
nicht frei läßt und ſich darum ſicherlich die Gunſt de
Frau erwerben wird, weil es eben für jedwede Gele
wendbar erſcheint. Daß mit dieſer Mode auch die Ia
ſchuhe wieder in den Vordergrund des Intereſſes tre
begreiflich, und man muß ſagen, daß ſie die malenſt
der neuen Silhouette womöglich noch unterſtreichen.
Das Abendkleid iſt groß=gemuſtert lang
unten ganz weit, während der Körper ſchlank und
ken ſoll. Dieſe Silhouette ergibt ſich am beſten aus b
ten Bahnen, die ſich nach unten zu erweitern und
Geheimnis der „Technik der neuen Linie” mit ein
lüften (letztes Bild). Zu Kleidern dieſer Art trägt
eine Umhülle aus dem gleichen Materiale, ſei es nunei
Paletot oder ein kleines Cape, eventuell auch einen bl
da ein ſolcher Umhang niemals bedeutende materiell
fordert und das Kleid in der richtigſten Art vervoll
w
Re
13 M0
duif neite
jielt
AMe N
Miert, abe.
mig
Säumchen
gehören zu jenen Garvierungen, die man immer
ſo oft ſie auch in der Mode erſcheinen — beifällig
begrüßt, während es doch Aufputzeffekte gibt, um
die jeweils ein arger Kampf aller modiſch=
intereſ=
ſierten Kreiſe entbrennt.
Das einſtimmig=günſtige Urteil mag in dieſem
Falle daran liegen, daß es ſich hier um einen zwar
anſpruchsloſen, aber doch wirkungsvollen Aufputz
handelt, um einen Effekt, der einer Geſtalt nur
förderlich ſein, niemals aber ungünſtig wirken kann,
ob die Säumchen nun auf ein Trotteurkleid oder
auf ein nachmittägliches Modell, auf einen Mantel
er ein Koſtüm Anwendung finden.
Auch iſt die Säumchenarbeit eigentlich von
keinem beſtimmten Materiale abhängig und läßt
ſich in jedwedem Gewebe in ausgezeichneter Weiſe
zum Ausdrucke bringen, alſo ebenſogut in Stoff
wie in Seide verwerten.
Die neue Mode nun, die bekanntlich nach letzter
Vollendung (der Einfachheit) ſtrebt, kommt den
Säumchenwirkungen ſehr entgegen, denn ſie ſind
da=
zu angetan, die Linie eines Kleides zu fördern
und ſeine Eigenart zu unterſtreichen: niemals aber
kann es vorkommen, daß ſie die Abſichten der Mode
„verwiſchen” was bei anderen Garnierungen nur
allzu leicht geſchehen könnte.
Darum ſpielen die Säunichen auch eine ſo ganz
überrage ide Rolle, ſind immer wieder zu ſehen
und gefallen, wo ſie auftauchen.
Die modernen einfarbigen Stoffe gewinnen
durch dieſe Arbeit ganz entſchieden, und die
Im=
primés erhalten durch die Säumchen eine Wirkung,
die ſicherlich nicht von der Hand zu weiſen iſt, da
das Flächenhafte der Muſterung gewahrt bleibt
Fendiod)
und die vielgefürchtete Monotonie dennoch gebannt,
erſcheint.
Im allgemeinen pflegt man die Säumchen
heuer nicht der Länge nach, ſondern quer zu
ar=
beiten, da man längſt erkannt hat, daß ſie auch in
dieſer Anordnung niemals „ſtark machen”, ſondern
ganz im Gegenteil für jede Figur außerordentlich
günſtig ſind. Natürlich darf man niemals in den Fehler
ver=
fallen, die Säumcheneffekte zu übertreiben und ſie etwa zu viel
zu verwenden, da ſie nur dann wirklich ſchön ſind, wenn ſie richtig
und ſparſam angebracht werden und nicht willkürlich, ſondern
„organiſch” aus der Linie des Kleidungsſtückes entſtehen.
Es handelt ſich natürlich nicht immer um Haarſäumchen
ſondern auch um die beliebten Hohlſäume, die be=
deutend eleganter wirben, als Volants, weil ſie
ſtrenger, korrekter und eben deshalb auch
vorneh=
mer ſind. Mitunter wird die Wirkung eines Kleidungsſtückes
ganz auf dieſe Garnierung geſtellt, und man muß geſtehen, daß
ſich denn außerordentlich ſchöne Effekte ergeben.
Faſſen wir etwa den in unſerer vorletzten Skizze feſtgehaltenen
Promenademantel ins Auge, der aus einem dünnen,
ſommer=
lichen Stoff oder aus Seide zu verfertigen wäre. Er hat die
typiſch=ſchlanke Silhouette der neuen A
Rückenbahn einen in der Mätte geteil
der glockig fällt und die Figur ſehr
ſcheinen läßt, und ſchließt unten mit ſpi
den Hohlſäumen ab, die dieſem Modell
beſchwerte Form geben, deren es unbel
8
um die Note der Saiſon zu haben.
Oft dienen die Säumchen auch der
der höher gerückten Taille und werdel
Falle hauptſächlich für die Trotteurkleid
gezogen. Eines der neueſten Modelle
Figur unſeres Bildes feſtgehalten: m.
dieſes Kleid etwa in marineblau vorz”
dem ſich die weiße oder blaßroſa
Manſchettengarnitur mit den gleichſt.
melienblüten ſehr gut abhebt.
Der Rock iſt hier in einſeitige 98
gelöſt, die zackenförmig anſetzen. Dei
hochgeführt und ſchneidet eine zackie
WIin aa 9e di Miid R
Haarſäumchen wie die eben beſprd
W
auch auf den neuen Umhüllen außero.
bräuchlich und werden — wie ſchon
wähnt — mit Vorliebe quer ange
unter auch in Form ganzer Partien.
eingeſetzt, wenn dies die betreſſ”
erforderlich erſcheinen läßt.
Unſere erſte Skizze bringt ein ebenſl
A wie neuartiges Modell, das aber nicht
vereinzelte Mode=Idee aufzufaſſen iſ.
eine beſtimmte Type von Umhüllen.
lich zu betrachten wäre, weil die bie”
bei Mänteln — mit fortſchreitende.
ſicherlich noch vielfach Beachtung ſe
ebenſo auch die gezackten und gezöhl"
A, die endlich einmal der uniformen Noe
ein Ende bereiten ſollen.
Mon ſieht in unſerem Bilde 90
als Garnierung des neuen Mantels .
verhehlen, daß der Effekt ein ganz c
Die Wirkung der Säumchen 0
mittäglichen, aus buntgemuſterter Modeſeide verſelſte
len iſt anerkannt ſchön. Unſer Mittelbild bring.""
achtenswertes Modell mit verlängerter, glockiger Mice
breiten, fichuähnlich wirkenden Revers. Die Säuhle.
als breite Paſſe verwendet, die die Schlankheit der !e
und ſich auch auf den Aermeln wiederholen. 2
paſſe iſt auch für das Abendkleid gebräuchlich
Wir zeigen ſie in unſerem zweiten Bilde Mü
*e
punkt der tief=anſetzenden glockigen Rockbahn.
19/110
Sonntag, den 20. April 1930
Seite 25
Fur4
un seinn Missienan.
koman von Richard Graeves.
Feuilleton=Verlag H. D. Herzog, Berlin=Halenſee,
Eiſenzahnſtraße 62.)
Charlie
ſie mon
ten
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ſe
Fra=
ſubedir
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Seirn.
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W ir nur 1
Riu tehen 3
Miß ich.
beiſte gedeh
die iht.
lterdut Fuge
ſen.
Nachdruck verboten.
bustiſa u orge wurde immer größer.
vch Alie” beſchwor er den Freund. „Zieh, ſolange
znooi da iſt. Der Zuſammenbruch iſt unvermeidlich.”
ch wehrte mit einer Handbewegung ab. Einer
Hubec ; winkte ihm zu. Seine Anweſenheit war
be=
noden Die Angeſtellten befürchteten, daß er in der
Ab=
alemnre, i, zu reten, was noch zu retten war, und hatten
dem Prä nten gemeldet.
oherſt, „w möchte Sie einen Augenblick ſprechen”,
be=
gharſie, ; de in das luxuriöſe Privatbüro des Präſidenten
7 Dre ſing darin nervös auf und ab. mit tiefen
Sor=
ſten inrt ſicht, und hielt nur ſolange an, um ſeinem Be=
M d.Fdie Ha zu ſchütteln.
ſich, Barker”, ſagte er, „und machen Sie ſich
dargus enn ich wie ein wildes Tier herumlaufe. Wir
natix aushalten, aber die Sache iſt entſetzlich — ent=
Die te glauben, wir wollen ſie um ihr Geld bringen!
ich Ihnen — verrückt!”
sud S her, daß Sie aushalten können?” war Charlies
antwortete Drew mit Eutſchiedenheit. „Ich
Ihre Beſorguus, mein Junge, beſonders da
Rvor ry m in einer ähnlichen Sache die Finger verbrannt
aber 1 ebe Ihnen mein Ehrenwort, daß Ihr Geld in
iſt. Allerdings muß ich Ihnen ſagen, daß ein
ſauf eir hohen Betrag, etwa wie dem Ihres Guthabens,
geubli4 in ernſte Verlegenheit bringen würde.
ſe Tür, de geöffnet, und einer der Bankangeſtellten kam
ſicht war leichenblaß. Er wollte reden, ſchloß
den M als er Charlie ſah.
ſas iſt rſe?” fragte Dretu, ſo gleichmütig wie wie mög=
AfSie kö u ruhig vor Mr. Barker ſprechen.”
ſuſtin tu 150 000 Dollar abheben”, antwortete der Mann
gebe jie ſie ihm”, rief der Präſident gereizt. Morſe
2‟ ober hilfloſe Blick, den er ſeinem Vorgeſetzten
zu=
genug für die beiden anderen Männer.
Mem ſſe Sac ieht bös aus, — ſehr bös”, ſagte der Oberſt,
ſch uſd er fon Marſch durch das Zimmer mit raſchen,
un=
ſäbigen gritten fortſetzte. „Einige Banken haben uns
Ri fgholf” ſoweit ſie konnten, andere haben ſich geweigert.
f eine Stunde unſere Zahlungen einſtellen
müß=
die Manhattan=Bank geſchehen.”
er plötzlich vor Charlie ſtehen und legte ihm
e Schultern.
nich an Sie als Freund in der Not”, fuhr er
ime zitterte, und er ſchien um zwanzig Jahre
daß, zu ſeit „Iſch bitte Sie, mehr zu tun, als nur Ihr
Gut=
iſſen.”
Sein Gehirn war dabei in ungewohnt raſcher
beſetzt iſt ür in Augen von Jones, ſondern denen der ganzen
einzubüßen.
„Ich bitte Sie, Charlie, helfen Sie uns”, flehte der Oberſt.
loren.”
Drew war Kates Vater, und er ſtand vor Charlie nicht mehr
als der ſtolze Mann der Welt, ſondern als Bittender. Charlie
erinnerte ſich ſeines Zankes mit Kate und ihrer Herzloſigkeit.
Ein Scheck von ihm in Zahlung oder zum Inkoſſo gegeben, be=
WV.3579
Ar
Maunt Aeisst
urteilt:
„Sibt es Eleganz ohne
Kos-
metik?- Nein! Sibt es
Kos-
metik ohne Takg?-Nein! Also
gebraucht jede elegante Dame
Takg!"
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überflüssiger Härchen. TAKV schafft
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1..
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deutete für ſie eine Schickſalswendung ſo oder ſo. Die zwei
ande=
ren Inſaſſen des Zimmers beobachteten ihn mit atemloſer
Span=
nung. Von draußen kam ein dumpfes Gemurmel von vielen
Stimmen und ein Wetzen, Scharren und Trampeln zahlreicher
Füße. Ein junger Angeſtellter rief Morſe ab. Er werde im
Kaſſenraum gewünſcht, ſagte er. Morſe zögerte, zu gehen, denn
Charlie war noch immer unentſchloſſen.
Sodann fiel dem jungen Manne etwas ein, und danach
ſah er ſeine Pflicht klar und deutlich vor ſich. Die Manhatton=
Bank verwahrte alles, was Peggy Gray und ihrer Mutter an
Geld ihr Eigen nannten; herzlich wenig war es, im Vergleich zu
dem, was für ihn ſelbſt auf dem Spiele ſtand, aber es galt ihm
als entſcheidend.
„Ich bin bereit zu tun, was ich kann, Herr Oberſt”, ſagte er,
„aber unter einer Bedingung.”
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„Und die wäre?” fragte Drew angſtvoll.
„Daß Kate nie davon erfährt. Verſprechen Sie mir das, und
ich ſchreibe Ihnen einen Scheck aus, der Ihnen hoffentlich über
Ihre Schwierigkeiten hinweghelfen wird.”
Oberſt Drew verſprach es, einigermaßen erſtaunt über
Char=
größere Einzahlung mache vermutlich?” fragte lies Verlangen, und eine Viertelſtunde ſpäter floſſen mehrere
hunderttauſend Dollar in die bereits ſehr gelichteten Kaſſen der
pürde Jonathan Jones ſagen, wenn er hörte, Manhattan=Bank. Der Geldtransport, der, den Kunden deut=
Obnt Chark ein Geld einem Bankinſtitut anvertraute, das lich ſichtbar, bewerkſtelligt wurde, und die wieder zuverſichtlicheren
rachte. Es wäre ein Akt vollendeter Torheit, Geſichter der Kaſſierer genügten, um die Kriſis zu überwinden.
Die Bank ging mit fliegenden Fahnen aus der ſchwerſten
Be=
merigle uz ud CB mußte ſich ſagen, daß er, wenn er dem Ver= drängnis ſeit ihrem Beſtehen hervor. Schon gegen Abend ſetzte
des Oten nachgäbe, Gefahr lief, nicht nur den Reſt, ein Rückſtrom der ausgezahlten Barmittel ein. Der überglückliche
ſeiner Million, ſondern auch die ſieben Millionen ſeines Onkels / Präſident bot Charlie eine Prämie für die Ueberlaſſung ſeines
Geldes an, aber der junge Mann lehnte ſtolz ab.
Abends ſchickte Kate Drew Einladungskarten zu einer Abend=
„Sie können uns mit einem Federzug retten, ſonſt ſind wir ver= geſellſchaft aus, Charlie Barker befand ſich nicht unter den
Ein=
geladenen.
13. Kapitel.
Die zwei Tiſchnachbarn.
Charlie Barker zierte Kate Drews Abendgeſellſchaft nicht
mit ſeiner Gegenwart, obgleich er noch in zvölfter Stunde eine
Einladung erhalten hatte. Dieſe verdankte er jedoch keiner Reue
von Seiten Kates, ſondern der Einwirkung ihres Vaters.
Der betreffende Vorfall hatte ſich wie foigt abgeſpielt.
Kate erwähnte ihrem Vater gegenüber geſprächswveiſe, daß
ein Mr. Alling ihr Tiſchherr ſein würde.
„Warum nicht Barker?” fragte der Oberſt
„Mr. Barker kommt nicht”, erwiderte das junge Mädchen
gedehnt.
„Aha, er iſt wohl verreiſt?"
„Keine Ahnung!”
„Was ſoll das heißen?”
„Daß er nicht eingeladen iſt”, antwortete ſie kurz. Kate
Drew war in ausgeſprochen ſchlechter Laune.
„Nicht eingeladen?” rief der Oberſt erſtaunt. „Lächerlich!
Schick ihm ſofort eine Karte, Kate.”
„Lieber Vater”, entgegnete ſie ſcharf, „die Geſellſchaft iſt ganz
meine Angelegenheit, und ich habe ſeit jeher das Recht gehabt, zu
entſcheiden, wen ich haben will und wen nicht.”
Oberſt Drew lehnte ſich in ſeinen Stuhl zurück in einem
vergeblichen Verſuch, ſeinen Aerger zu meiſtern. Er wußte, daß
Kate ſeinen ſtörriſchen Willen geerbt hatte, und daß man ſie mit
Takt behandeln mußte, wenn man bei ihr etwas erreichen wollte.
„Ich dachte, Ihr beide ſeid —” begann er. Damit war jedoch
ſein Vorrat an Takt erſchöpft.
„Wir waren”, fiel ſie ihm ins Wort, „aber das iſt längſt
vorbei.”
Der Oberſt fuhr heftig von ſeinem Stuhl auf.
„Da ſollen doch —” ſtieß er hervor, hielt jedoch gleich wieder
inne. Als er ruhiger geworden war, fuhr er fort. „In dieſem
Falle muß ich dir das Folgende erklären: Entweder du lädſt
Barker ein, oder deine Abendgeſellſchaft findet nicht ſtatt. Das
iſt mein letztes Wort —
Damit ſchritt er aus dem Zimmer.
Kate weinte Zornestränen, aber ſie wußte, daß ihr Vater,
wenn er ſo auftrat, wie eben geſchehen, unbeugſam war. Sie
kam zwar ſeinem Willen nach, aber in einem ſo froſtigen Tone,
daß ihre Einladung eine Abſage geradezu herausforderte.
Charlie war jedoch nicht geneigt, die kühlen Zeilen ſeiner
Angebeteten in dieſem Lichte zu ſehen, und empfing ſie jubelnd
als einen, allerdings ſcheuen, Schritt zur Verſöhnung. Darin
ſah er ſich jedoch bitter enttäuſcht, denn als er ſie tags darauf
beſuchte, begegnete er nur kalter Zurückhaltung. Auch Kate war
nicht glücklich über die Art, wie ſich ihr Verhältnis zu Charlie
geſtaltet hatte, aber wenn ſie eine Neigung zum Einlenken
emp=
fand, ſo verbarg ſie dieſe ſorgfältiger vor dem jungen Manne,
trotzdem Charlie ſich ihr in faſt unterwürfiger Verſöhnlichkeit
näherte.
„Kate” begann er, „du weißt, daß ich dich liebe, und du haſt
mir einmal ſelbſt geſagt, daß ich dir nicht gleichgültig bin. Dieſes
unſelige Zerwürfnis muß aufhören. Ich leide darunter und du
wohl auch, wie ich annehme.”
„Du nimmſt etwas zuviel an, Charlie”, unterbrach ſie ihn
mit ätzender Schärfe. „Von Leiden iſt bei mir nicht die Rede,
Jedenfalls habe ich noch nichts davon gemerkt.”
(Fortſetzung folgt.)
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BeSCgung Veranlogend
1. Dritte Teilausſchüttung.
Mit Zuſtimmung unſerer Aufſichtsbehörde nehmen wir gemä
Durchſ.=V.=O. zum Aufwertungsgeſetz eine dritte Ausſchüttung
2% des Goldmarkwertes der teilnahmeberechtigten Papiermarkpf
Die Ausſchüttung erfolgt in bar gegen Einlieferung des
Nr. 2. Auf einen Ratenſchein entfällt darnach ein Fünftel des da
Goldmarkbetrages. Zinſen werden nicht vergütet.
Die Ratenſcheine Nr. 2 ſind nach Beträgen und Nummern ger
einzureichen; mitvorzulegen iſt ein den Nennbetrag und die Stü
gereichten Stücke enthaltendes Verzeichnis. Formulare hierfür k!
bezogen werden.
Sendungen ohne beigelegte Formulare können bei dem gro
umfang nicht ſofort bearbeitet werden und müſſen daher vorlauf
werden.
Eine Verfügung über die eingereichten Ratenſcheine iſt aus
dieſe ſofort entwertet werden.
Die Ausreichung bezw. Verſendung erfolgt unſererſeits ſpeſen
nach nur an den Einreicher der Ratenſcheine und wird vorausſie
der erſten Hälfte des Monats Mai beginnen.
Werden Ratenſcheine Nr. 2 bis zum Ablauf von 3 Monatenn
Veröffentlichung dieſer Aufforderung im Deutſchen
Reichsanzei=
gereicht, ſo iſt die Bank berechtigt, den auf dieſe Ratenſcheine entfo
zu hinterlegen, ſofern nicht innerhalb der Friſt der Antrag auf
Aufgebotsverfahrens oder auf Zahlungsſperre nachgewieſen iſt.
2. Abfindungsangebot.
A) Den Gläubigern unſerer Pfandbriefe alter Währung biete
urchf=V
ſtimmung unſerer Aufſichtsbehörde gemäß Art. 85 der Du
Verkaufsstelle:
(6515
Wagner
jetzt (5819a
lexanderſtraße 10.
De
Frankfurt a. M., Wilbelerstr. 43
Süddeutsche Mößel-Industrie
Gebrüder Trefzger G.m.b. H. Rastatt
wertungsgeſetz ei ie Abfindung von 20% des Goldmarkwertes ihrer
Auf dieſe Abfindung werden angerechnet die beiden Teilausſ
10% bezw. 5% vom Jahre 1927 bezw. 1928, desgl, die demnächſt
Barausſchüttung von 22, (ſiehe oben 1). Die Ausſchüttung der
erfolgt in 4½%igen Liguidationsgoldpfandbriefen, verzinslich ab
mit Juli= und Januar=Zinsſcheinen ausgeſtattet. Spitzenbeträge u
werden in bar bezahlt.
B) Den Gläubigern unſerer Kommunalſchuldverſchreibungen
bieten wir mit Zuſtimmung unſerer Aufſichtsbehörde eine
Abfi=
des Goldmarkwertes ihrer Kommunalſchuldverſchreibungen an.
Die Ausſchüttung erfolgt in 4½%igen
Liquidationsgoldpfa=
zinslich ab 1. Januar 1930 und mit Juli= und Januar=Zinsſcheine
Spitzenbeträge unter GM. 10.— werden in bar bezahlt.
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Nr. 3 und 4 ſowie der Kommunalſchuldverſch
zwecks Empfangnahme der Abfindung hat erſt
derer Auffordexung zu erfolgen, die vorausſig
gegen Ende ds. Js. ergehen wird.
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um Fortschritt und Anerkennung. Niemals gelang es einer Schriftstellerin,
die Frage der ledigen Mutterschaft in so feiner und überzeugender Art zu lösen.
Weit über Deutschlands Grenzen hinaus hat dieser aktuelle Roman größte
Beachtung gefunden, ist doch die von ihr geschilderte „stud. chem. Helene
Willfüer” das ungeschminkte lebenswahre Spiegelbild des mod. jungen Mädchens
In der Titelrolle: Olga Tschechowa
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des Häuptlinas Inguti, der auf seiner Flucht vor dem lavaspeienden Feuerberg
durch seine Kenntnis des Zaubers, wie man Krokodile lockt, Häuptling eines
Stammes wird der Tembi, das heilige Krokodil verehrt.
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