Darmstädter Tagblatt 1927


11. Dezember 1927

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Nummer 343 Sonntag, den 11. Dezember 1927. 190. Jahrgang

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Nabatt weg. Bankkonto: Deutſche Banl und Darm=
ſtädier
und Naiſonalbant.

nigung im Oſt=Konflikt in Genf.

ußgabe
NiS-En
18

den friegszuſtand wird für beendet erklärt. Prüfung der litauiſchen Klagen durch ein
ſatsbrmitee. Der Rat ſiellt Beruhigungsmaßnahmen im Falle von Grenz=Zwiſchenfäilen
in Ausſicht. Die Wilnafrage bleibt offen.
Die Entſcheidung des Völkerbundsrats.
Niu etzten Einigungsverhandlungen.
Die Nachtſitzung des Völkerbundsrates bot ein eigenartiges
ine ſeheime Ratsſitzung bemüht ſich um die Bild. Faſt alle Ratsmitglieder waren in Frack oder Smoking
und nur Zalefki und Woldemaras, die bis gegen 22 Uhr ver=
Beſeitigung des Streitfalls.
handelt hatten, hatten wohl keine Zeit mehr gefunden, ſich in

* Genf, 10. Dez. (Priv.=Tel.)
H vormittag 1034 Uhr trat der Völkerbundsrat zu einer
hei ſung zuſammen. Die ganz geheime Ratsſitzung, an der
rieltgschen bßer 1ü Ratsmitgliedern und dem Generalſekretär des Völker=
ders
owie dem Marſchall Pilſudſki niemand teilgenommen
wtmen ht dſturte wenig mehr als eine Stunde. Als die Ratsmitglie=
diſe
ſiſtoriſche Treppe des Völkerbundshauſes wie nach ſo
gentweren hiſtoriſchen Sitzungen herunterkamen, wurden ſie
nürltymit Fragen von den wartenden Journaliſten beſtürmt.
Antworten ergab ſich zwar nicht mit abſoluter Gewiß=
ſt
doch mit großer Wahrſcheinlichkeit, daß man einer
usensteale ſöſuhr der Fragen nähergekommen iſt. Für heute
hrkiſeine öffentliche Sitzung in Ausſicht genommen, von der

jun
ei

nbraten
per 90

n die Beendigung der gegenwärtigen Ratstagung noch
hoffen. Es iſt aber fraglich, ob das möglich ſein wird,
ſun der polniſch=litauiſche Konflikt im weſentlichen ge=
ſollte
.
ätſelhafteſte und doch hoffnungsvollſte Antwort gab
aſſen der Sitzung der chileniſche Ratsdelegierte Ville=
luf
eine Frage nur die eine Anwort hatte: Friede auf
den Menſchen ein Wohlgefallen.

5 lohnt

inser

Ver
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zue 8

len will Litauens Unabhängigkeit
anerkennen:
ſen Ausſicht ſtehende Regelung des polniſch=litauiſchen
ſoll, wie wir erfahren, weſentlich vereinfacht worden
li freilich noch nicht ſicher iſt, ob dieſe Einfachheit der
ſch ſonſt zuträglich ſein wird. Wie man hört, ſoll zum
ie in Ausſicht genommene und von Woldemaras bean=
Aaunzkommiſſion durch eine einfache Erklärung Pilſudſkis
ſſuden ſein, in der Polen mit etwas ſtärkeren Worten als
Albſichtigt war, die territoriale Unverſehrtheit und poli=
ſbhängigkeit
Litauens anerkennt. Im übrigen ſoll von
ſraufnahme der Beziehungen möglichſt wenig die Rede
om Rat eigentlich nur die Beendigung des Kriegszu=
ſtgeſtellt
werden. Alle dieſe Fragen ſind aber redak=
nicht
ſoweit gediehen, weshalb auch die heutige
Msüitzung noch nicht abſolut feſtſteht.
WGarantie gegen ungejetzliche Ueber=
raſchungen
für Litauen.
in Ausſicht genommenen Einigung in der polniſch=
Frage erfahren wir noch, daß nicht nur Polen ſeine
der Note an die Mächte abgegebene Erklärung, die In=
*d Unabhängigkeit Litauens achten zu wollen, feierlich
a wird, ſondern daß die Garantie für Litauen
beſtehen ſoll, daß die engliſche, franzöſiſche
ieniſche Regierung dem litauiſchen Miniſterpräſi=
geteilt
haben, daß ſie bereits geſtern ihre Militär=
aus
Warſchau nach Wilna entſandt haben,
berſt bleiben werden, um die Situation von dort aus
eri. Darin wird für Litauen eine ſtärkere Garan=
In ungeſetzliche Ueberraſchungen geſehen
gi. ſich nur, in welcher Form dieſe Einigung, der
aras grundſätzlich zugeſtimmt haben ſoll,
Re Wurden wird. Der Berichterſtatter wird außerdem dar=
en
, daß beide Staaten Völkerbundsmitglieder ſind
ihre Paktverpflichtungen erinnern. Außerdem ſoll
Meigt ſein, was vorher als feſter Natsbeſchluß gedacht
uim einer bloßen Empfehlung in den Bericht aufzu=
imlich
gute Natſchläge für die Wiederauf=
r
Beziehungen, nachdem im Anfang der Er=
Aufhebung des Kriegszuſtandes feſtge=
iſt
. Es iſt unwahrſcheinlich, daß die Ratsſitzung
9 vormittag zu Ende geht.
en Schwierigkeiten beſeitigt. Eine
Achtſitzung des Völkerbundsrats.
der polniſche Außenminiſter, ebenſo wie der litau=
2Präſident ſich gegen 9.30 Uhr in den getrennt geführ=
Aungen mit dem Ratsberichterſtatter über die letzten
en geeinigt hatte, wurde, wie man ſagt, auf Wunſch
Chamberlains eine Nachtſitzung auf ½11 Uhr ein=
den
Bericht noch vor der Abreiſe Pilſudſkis vor
ehultig zu verabſchieden. Der Schluß der Ratstagung
Contag, wo noch die formelle Erledigung der Sala=
Seſterplatte=Frage, in denen ja auch bereits eine
ikielt iſt, erfolgen ſoll.

Abendtreß zu werfen. Gleich nach Beginn der Sitzung um 22.45
Uhr gab der chineſiſche Präſident Tſcheng Lo den Berichterſtatter
das Wort zu ſeinem Bericht, an deſſen Ende er die folgende
Reſolution einbrachte, die in knapper Form den Bericht wieder=
holt
, bis auf die Stelle am Schluß der Reſolution, die im Bericht
deutlicher ausgedrückt war. Hier hieß es, daß die Reſolution in
nichts die Regelung verſchiedener Fragen berühren wolle, in
welchen die beiden Regierungen verſchiedener Anſicht ſind und
von denen ich hier im Augenblick nur diejenigen zitieren will,
die auf die Rechte Bezug haben, welche die litauiſche Regierung
auf das Gebiet von Wilna geltend, zu machen können
glaubt‟. Die Reſolution lautet folgendermaßen:
Der Völkerbundsrat erklärt, daß der Kriegszuſtand zwi=
ſchen
Mitgliedern des Völkerbundes unvereinbar iſt mit dem
Geiſt und den Buchſtaben des Paktes, durch den Litauen und
Polen gebunden ſind. Er nimmt Kenntnis von den feierlichen
Erklärungen des Vertreters Litauens,
daß Litauen ſich nicht als im Kriegszuſtand mit Polen
befindlich betrachtet und daß infolgedeſſen zwiſchen den
beiden Ländern der Friede beſteht.
Er nimmt Kenntnis von den feierlichen Erklärungen Polens,
wonach die
polniſche Republik anerkennt, daß ſie die politiſche Un=
abhängigkeit
und die territoriale Unverſehrtheit der
litauiſchen Republik achten wird.
Er empfiehlt den beiden Regierung, ſobald als möglich direkte
Verhandlungen einzuleiten, um zur Herſtellung ſolcher Be=
ziehungen
zu kommen, die geeignet ſind, zwiſchen den beiden
Nachbarſtaaten das gute Einverſtändnis herzuſtellen, von dem
der Friede abhängt (Ausdrucksweiſe des Völkerbundspaktes.)
Er ſtellt die guten Dienſte des Völkerbundes und ſeiner tech=
niſchen
Organe beiden Parteien zur Verfügung, falls ihre Hilfe
in den empfohlenen Verhandlungen gewünſcht wird. Er be=
ſchließt
, daß die Klagen der litauiſchen Regierung
hinſichtlich der Behandlung der Perſonen litauiſcher Raſſe oder
Sprache, von denen in ihren Geſuchen an den Völkerbund die
Rede iſt, von einem Komitee geprüft werden, das aus dem
gegenwärtigen Ratspräſidenten und zwei anderen vom Rat er=
nannten
Ratsmitgliedern beſteht. Dieſes Komitee erhält den
Auftrag, zu gegebener Zeit dem Rat Bericht zu erſtatten. Er
beſchließt, daß im Falle eines Grenzzwiſchenfalles oder
eines drohenden Zwiſchenfalles der Generalſekretär des Völker=
bundes
auf Erſuchen einer der beiden Parteien den Ratspräſi=
denten
und den Berichterſtatter benachrichtigen kann, die diejeni=
gen
Mittel ergreifen werden, um die von ihnen für notwendig
gehaltenen Beruhigungsmaßnahmen anzuordnen. Der
Rat ſtellt feſt, daß beide Parteien ſich verpflichtet haben, eine
Unterſuchung durch den Völkerbund zu erleichtern. Er nimmt
mit Befriedigung Kenntnis von den Erklärungen des Vertreters
Polens, nach welchen die polniſchen Staatsangehörigen, die in
der litauiſchen Beſchwerdeſchrift erwähnt ſind, ermächtigt ſein
ſollen, ohne Schwierigkeiten nach Polen zurückzukehren. Wenn
unvorhergeſehene Schwierigkeiten auftauchen ſollten, wird der
Berichterſtatter ſeine guten Dienſte zum Ausgleich darbieten.
Der Rat erklärt, daß die gegenwärtige Reſolution in nichts die=
jenigen
Fragen berührt, über welche die beiden Regierungen ver=
ſchiedene
Anſichten haben.
Da keine der beiden Parteien das Wort mehr verlangte, er=
klärte
der Vorſitzende unter allgemeinem Beifall die Reſolution
für angenommen. Er gab ſeiner Freude über die gelungene
Löſung eines ſo ſchweren Konfliktes Ausdruck in der Hoffnung,
daß bald wieder Freundſchaft und friedliche Beziehungen zwi=
ſchen
den beiden Ländern herrſchen möchten. Schließlich dankte
er noch dem Berichterſtatter für ſeine bewunderungswürdige Ar=
beit
. Der polniſche Außenminiſter Zaleſki ſchloß ſich dieſem
Dank an und erſtreckte ihn auch auf den Generalſekretär des
Völkerbundes. Dann dankte er aber auch dem litauiſchen Mini=
ſterpräſidenten
Woldemaras für ſeine verſöhnliche und höfliche
Haltung, mit der Woldemaras an der Löſung dieſer ſchwierigen
Frage mitgearbeitet habe. Zum Schluß nahm auch Wolde=
maras
das Wort, um ſich den Dankſagungen an den Bericht=
erſtatter
, die übrigen Ratsmitglieder und auch den polniſchen
Außenminiſter Zaleſki anzuſchließen. Hierauf wurde die Nacht=
ſitzung
, der übrigens auch Marſchall Pilſudſki in der erſten
Zuhörerreihe beiwohnte, geſchloſſen. Beim Hinausgehen um=
armte
Zalefki den litauiſchen Miniſterpräſidenten, und die beiden
bisherigen Feinde ſchüttelten ſich herzlich die Hand.
Vertreter Deutſchlands, Frankreichs und
Jtatiens nach der polniſchen Grenze abgereiſi?
Kowno, 10. Dezember.
Die litauiſche Telegraphenagentur meldet: Der deutſche Ge=
fandte
Mohrat, der franzöſiſche Militärattaché Oberſt Archen und
der italieniſche Geſandtſchaftsſekretär Marini haben ſich in Be=
gleitung
litauiſcher Offiziere heute an die Demarkationslinie be=
geben
, um die Lage an Ort und Stelle zu prüfen.

Die Locſe.

Die Genfer Abrüſtungsverhandlungen haben wit dem er=
warteten
Reſultat, man könnte ebenſo gut ſagen Fiasko, geendet.
Zuſammentritt des Sicherheitskomitees am 20. Februar, der
Abrüſtungskommiſſion am 15. März. Erſt Sicherheit, dann
Abrüſtung. Der Sieg der franzöſiſchen Theſe in Daten. Daß
dieſes Ergebnis für das Deutſche Reich recht unbefriedigend iſt,
liegt auf der Hand. Der deutſchen Delegation aus dieſem von
vornherein vorauszuſehenden Ergebnis einen Vorwurf zu
machen, wäre faſt abſurd. Unſere Möglichkeiten ſind auch in Genf
ſehr beſchränkt, und wenn es unter dieſen Umſtänden nicht ge=
lang
, die Phalanx Frankreichs und ſeiner Trabanten, die ſich
für die Nutznießer des gegenwärtigen Zuſtandes halten, zu
ſprengen, ſo kauw man das wohl bedauern, aber ganz gewiß
nicht verurteilen. Bedauern ganz gewiß nicht nur in Rückſicht
darauf, daß Deutſchland, allein entwaffnet, von bis an die Zähne
bewaffneten Nachbarn rings umgeben iſt, ſondern in erſter Linie
auch im Hinblick auf die Gefahren, die aus dieſer Entwicklung
der Dinge dem europäiſchen Frieden erwachſen. Ganz wie vor
dem Weltkrieg gleicht unſer Erdteil einem Heerlager, und der
einzige Unterſchied beſteht darin, daß wir und die mit uns im
Kriege Verbündeten, durch die Friedensdiktate entwaffnet, zur
politiſchen Ohnmacht verurteilt ſind, wodurch früher beſtehende
Hemmungen beſeitigt wurden. Ernſthafte Friedensfreunde ſoll=
ten
dieſen Dingen ihre Aufmerkſamkeit zuwenden und ſollten
ihre Propaganda in den Ländern verſtärken, welche aus einem
politiſchen Irrwahn heraus die Abrüſtung in Europa bewußt
ſabotieren. Das wäre ſicherlich wirkſamer und dem europäiſchen
Frieden dienlicher, als die immer wiederholten Verſuche, aus=
gerechnet
Deutſchland als den Friedensſtörer hinzuſtellen. Im
September wurden die Schmähartikel der Menſchheit vor dem
Generalſekretariat des Völkerbundes und den Genfer Hotels
durch Zeitungsausrufer zum Kauf angeboten und außerdem den
Journaliſten durch die Poſt zugeſchickt. Ein ähnlicher Feldzug
war auch bei der diesmaligen Genfer Tagung leider wieder feſt=
zuſtellen
, nur mit dem Unterſchied, daß ſich diesmal Schweizer
Blätter wie die Suiſſe und das Journal de Geneve dazu
hergaben.
Auch die bisherigen Ergebniſſe der diesmaligen Tagung des
Völkerbundsrates ſind nicht erfreulicher wie die der Abrüſtungs=
kommiſſion
. In der litauiſch=polniſchen Frage iſt man
bis zur Stunde noch nicht zu einem endgültigen Abſchluß ge=
kommen
. Nur ſoviel dürfte feſtſtehen, daß man aller Wahrſchein=
lichkeit
nach äußerlich in irgend einer Form die Streitaxt be=
gräbt
, während an der geſamten Situation ſich im Grunde ge=
nommen
nichts ändert. Auf die beſonderen Gründe, die Frank=
reich
veranlaſſen, die ſtreitenden Parteien nach Möglichkeit zu
beruhigen, auf die Tatſache, daß man in Paris im Augenblick
eine Option zwiſchen Rußland und Polen unbedingt vermeiden
möchte, haben wir ſchon an anderer Stelle hingewieſen, und der
Gang der Ereigniſſe wird es ſicherlich notwendig machen, auf
dieſe Dinge auch weiterhin noch zurückzukommen.
Einen ſehr unerfreulichen Verlauf haben auch die Verhand=
lungen
des Völkerbundsrates über den oberſchleſiſchen Schul=
ſtreit
genommen. Nach dem Genfer Abkommen über Oberſchleſiew
vom Mai 1922 iſt in den polniſchen Teilen Oberſchleſiens eine
Erklärung der Erziehungsberichtigten ausreichend dafür, Kinder
den beſtehenden deutſchen Schulen zuzuweiſen. Die Erklärung
des Erziehungsberechtigten ſollte maßgebend ſein dafür, welches
die Sprache eines Kindes ſei, und dieſe Erklärung ſollte weder
nachgeprüft noch beſtritten werden dürfen. Nachdem die Polen
über dieſe Beſtimmung wie über ſo viele andere ſchon vorher
einfach zur Tagesordnung übergegangen waren, hatten die Ver=
handlungen
des Völkerbundes über eine Beſchwerde des deut=
ſchen
Volksbundes in Kattowitz bereits in dieſem März mit
einem Kompromiß geendet des Inhalts, daß die Anmeldungen
für das Schuljahr 1926/27 durch einen neutralen Sachverſtän=
digen
nachgeprüft werden könnten, wobei ausdrücklich geſagt
worden war, daß es ſich um eine einmalige Ausnahme
handele, die nicht etwa das Genfer Abkommen von 1922 außer
Kurs ſetze. Nachdem nun die Polen dieſe Prüfungen zu einer
dauernden Einrichtung machen wollten, hatte ſich der Völker=
bundsrat
abermals mit einer Beſchwerde der betroffenen Gebiete
zu befaſſen. Berichterſtatter für dieſe Frage war der Colum=
bier
Urrutia, der ſich in ſeiner ſüdamerikaniſchen Heimat zwei=
fellos
genaueſte Kenntnis der Strachverhältniſſe Oſtoberſchleſiens
hatte aneignen können. Dementſprechend war auch das Ergebnis
der Verhandlungen des Rates, und der deutſche Reichsaußen=
miniſter
ſah ſich genötigt, an das Urteil des Haager Schieds=
gerichtshofes
zu appellieren. Nicht nur die betroffenen Gebiete,
ſondern auch das ganze deutſche Volk hat dieſen Ausgang mit
ſtarker und verſtändlicher Empörung aufgenommen. Wieder ein=
mal
hat ſich mit aller nur wünſchenswerter Deutlichkeit gezeigt,
daß das gute Recht allein im Völkerleben nicht das Entſchei=
dende
iſt. Wenn aber die deutſchnationale Kreuzzeitung dieſen
unerfreulichen Verlauf der Dinge als Veranlaſſung zu einem
ſcharfen Vorſtoß gegen den Reichsaußenminiſter nimmt, ſo iſt
das ſachlich natürlich in keiner Weiſe begründet. Weil Herr
Dr. Streſemann den deutſchen Standpunkt im Rat nicht hat
durchſetzen können und deshalb an die Objektivität des Haager
Schiedsgerichts appelliert hat, wird ihm vorgeworfen, daß er die
deutſchen Intereſſen keineswegs mit der gebotenen Schärfe und
Energie vor dem Rat vertreten habe. Die Deutſchnationalen ſind
zurzeit eine Regierungspartei, und um ſo ungewöhnlicher iſt ein
derartiger maſſiver Angriff. Ungewöhnlich, ja faſt unerklärlich
wenn man vergißt, daß die Reichstagswahlen des nächſten
Jahres ſchon ihre Schatten vorauswerfen. Die Erfolge der
Deutſchnationalen bei den verſchiedenen Wahlen der letzten Zeit
waren nicht gerade ſehr beglückend, und ſo iſt es ſchließlich zu
verſtehen, wenn die Parteileitung ſich allmählich nach einer zug=
kräftigen
Wahlparole umſieht, und es iſt ja ſchließlich nicht aus=
geſchloſſen
, daß man ſie, wie ſchon öfters, auf dem Gebiet der
Außenpolitik ſucht. Inſofern aber gewinnt dieſer Vorſtoß der
Kreuzzeitung eine gewiſſe ſymptomatiſche Bedeutung.
Auch der Aufruf des ſozialdemokratiſchen Reichstagspräſiden=
ten
Paul Loebe im Vorwärts unter der ſchönen Ueberſchrift
Gegen die Kapitals=Monarchen iſt nur als ein Auftakt für die

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Sonntag den 11. Dezember 1927

Seite 2

kommenden Reichstagswahlen zu verſtehen. Herr Loebe iſt kein
jugendlicher Heißſporn mehr und wurde bisher auch in den
Kreiſen ſeiner politiſchen Gegyer als ein Mann geachtet, der ſich
ſeiner Vergutwortung ſtets bewußt war. Um ſo bedenklicher iſt
es, und um ſo unerfreulicher wenn er den ſchweren Konflikt in
der rheiniſch=weſtfäliſchen Schwerinduſtrie agitatoriſch auszu=
nutzen
verſucht. Der Ausbruch des drohenden Konfliktes, die
drohende Lahmlegung unſerer Schwerinduſtrie bedeutet nicht nur
für unſer Wirtſchaftsleben eine ganz außerordentliche Gefahr,
und ſo ſollte man zum allermindeſten alles vermeiden, was die
Gegenſätze irgendwie verſchärfen könnte. Um die Arbeitszeit und
um Lohnfragen handelt es ſich, und die bisher zwiſchen den ſtrei=
tenden
Parteien geführten Verhandlungen haben noch zu keinem
Ergebnis geführt. Die Hauptſchwierigkeit dürfte darin liegen,
daß einerſeits die gegenwärtigen Lohnverhältniſſe ganz gewiß
nicht als ideal anzuſprechen ſind, daß aber auf der anderen Seite
eine Lohnerhöhung tatſächlich nicht getragen werden kann, weil
dann bei gleichbleibenden Verkaufspreiſen die Werke mit Verluſt
arbeiten würden. Eine Erhbhung der Preiſe aber kann nicht in
Frage kommen, weil dadurch die Konkurrenzfähigkeit der deut=
ſchen
Produktion auf dem Weltmarkte verloren gehen würde,
ganz abgeſehen davon, daß eine Preiserhöhung der Schlüſſel=
induſtrien
ſchließlich eine Steigerung der ganzen Lebenshaltungs=
koſten
bedingen würde, welche eine etwaige Lohnerhöhung wie=
derum
vollſtändig entwerten würde. Eine außerordentlich ernſte
Lage, welche durch demagogiſche Redewendungen ganz gewiß
nicht gebeſſert werden kann, und erſt recht nicht dadurch, daß
man die Auseinanderſetzung auf das politiſche Gebiet hinüber=
ſpielt
. Im Gegenteil erweiſt ſich für jeden Einſichtigen immer
eſſen die politiſchen Intereſſen der Arbeitgeber ſowohl wie der
Arbeitnehmer außerordentlich häufig identiſch ſind, und gemein=
ſome
Arbeit zur Erreichung gemeinſamer politiſcher Ziele würde
auch ganz gewiß dazu beitragen, den Auseinanderſetzungen auf
wirtſchaftlichem Gebiet piel von ihrer Schärfe zu nehmen. Das
Ziel, dem wir zuſtreben müſſen, liegt klar vor uns. Der Weg zu
dieſem Ziel iſt weit. Man ſollte wicht zögern, ihn entſchloffen zu
betreten.
Unterredung Streſemanns mit Pilfudſki.
An dem Frühſtück bei Briand nahmen heute mittag außer
Pilſudſki noch teil Chamberlain, Streſemann, Zaleſki, Scialoja
ſowie Paul=Boneour und Lopcheur. Die Unterhaltung, die ſehr
lebhaft geweſen iſt, ſoll ſich nur wenig mit politiſchen Problewen
beſchäftigt haben. Nach dem Frühſtück hatte Dr. Streſewann
eine mehr als einſtündige Unterredung unter vier Augen mit
Marſchall Pilſudſkf. Keiner der beiden Beteiligten hat über
den Inhalt der Unterredung bisher etwas verlauten laſſen.
Einigung in der deutſch=griechiſchen Stre tfrage
Die zwiſchen Griechenland und Deutſchland vor dem Rat
ſchwebende Streitfrage wegen der Bezahlung des für Griechen=
land
von der Vulkanwerft in Stettin gebauten Kreuzers Sala=
mis
iſt auf Grund des Ratsbeſchluſſes vom September von dem
Juriſtenkomitee des Rates behandelt worden, das heute nach=
mittag
zur Einigung gekonmen iſt. Das Juriſtenkomitee iſt der
Anſicht, daß der Rat ſich mit der Interpretierung der Artikel 190
und 192 des Friedensvertrages nur in dem Fall zu beſchäftigen
hätte, wenn das griechiſch=deutſche Schiedsgericht den Rat darum
erſuchen ſollte,
Die deutſch=italieniſchen Handelsvertrags=
verbandlungen
.
* Berlin, 10. Dez. (Prib=Tel.)
Die deutſch=itglieniſchen Handelsvertragsverhandlungen ſiud
vorläufig unterbrochen worden, da ſich weiigehende Meinungs=
verſchiedenheiten
ergeben haben. Von deutſcher Seite iſt u. a.
verlangt worden, Italien möge ſeine Propaganda gegen aus=
ländiſche
Waren einſtellen, da ſchließlich der Zweck eines Handels=
vertrages
iſt, den gegenſeitigen Warenaustauſch zu fördern und
die Hinderniſſe auf beiden Seiten fortzuräumen. Die italieniſche
Regierung hält aber an ihrem Standpunkt feſt, daß ſie das Ge=
ſetz
, das die Bevorzugung der heimiſchen Produkte feſtlegt, nicht
ändern könne und die deutſche Forderung nicht in den Handels=
vertrag
hineinpaſſe. Deutſchland hat daher vorgeſchlagen, für
dieſe Streitfragen ein Schiedsgericht anzurufen. Die deutſche
Regierung wird dieſen Weg auch gehen, wenn Italien nicht da=
mit
einverſtanden ſein ſollte.
Arzt und Dichter im 18. Jahrhundert.
Zu Albrecht von Hallers 150, Todestage, am 12. Dezember.
Von Dr. Karl Nerthus.
Wenn wir von dem großen europäiſchen Kultureinfluß der
kleinen Schweiz ſprechen und dabei nicht etwa den zufällig in
Geuf reſidierenden Völkerbund im Auge haben, ſo denkt der
Deutſche zumeiſt wohl an Dichter des 19. Jahrhunderts, wie
Gottfried Keller, Conrad Ferdinand Meyer und Carl Spitteler,
Sie ſind uns heute ſo jecht ans Herz gewachſen, weil wir in
ihnen ganz unmittelbar noch die mächtige Spannkraft eines ein=
zigen
mitteleuropäiſchen Volksſtammes zu erleben meinen, der
unbekümmert um all den öden politiſchen Zwiſt und Grenz=
hader
von Jahrhunderten in ſeiner Sprache alles Land
von den Spitzen der Alpen bis zu den Oftſeeprovinzen, vom
Belt bis tief zur Donau hinunter und wieder weſtlich bis Flan=
dern
und Brabant ſtändig umfaßte. Aber gerade der Deutſche
hat dann allen Grund, eine eigentlich viel weiter reichende
Tradition zu pflegen, mindeſtens ſich zu erinnern, welche bedeu=
teude
Rolle im Austauſch deutſcher Kulturgüter mit den Kan=
tonen
ſchon das ganze 18. Jahrhundert ſpielte, wie das Bodmer
und Breitinger, die Pflegeväter ſelbſt der Klopſtock’ſchen und
Wieland’ſchen Muſe, wurden, Salomon Geßners Idyllen von
Zürich her ſogar auf Goethe und Voß Einfluß hatten, Lavater
und Peſtalozzi indeſſen mit ihren hochdeutſchen Schriften all=
mählich
einen mehr als eunopäiſchen Ruf erwarben. In die
Reihe dieſer großen deutſchſchweizer Namen, die uns merhwür=
digerweiſe
alle noch geläufiger ſind, gehört aber noch einer, den
man außerhalb der gelehrten Kreiſe ſchon weniger kennt und
der doch ebenſo groß, ja vielleicht ein ganz Großer geweſen iſt:
der Berner Patrizierſohn Albrecht Haller (ſpäter durch
erblichen Adel auch vom kaiſerlichen Hofe in Wien ausgezeichnet).
Daß ſein Name heute ſcheinbar weniger klingt als während der
eiſten Hälfte des 18. Jahrhunderts, wo er einer der glänzendſten
europäiſchen überhaupt war, dürfte damit zuſammenhängen, daß
ungefähr um die Zeit ſeines Todes gerade der moderne Begriff
und Kultus des Genies, als eines meiſtens nur einſeitigen
und mehr auf Intuition als auf emſigem Forſcherfleiß beruhen=
den
, zum erſten Male aufkam. (Werther=Epochen, Sturm= und
Drangperiode.)
Aber Albrecht von Haller geboren am 16. Oktober 1708 in
Bern gehörte noch ganz einem Geſchlecht an, das vielleicht
einmal wiederkehren wird, in der Gegenwart wenigſtens ſchon
mit einem überall zu beobachtenden Kampſ gegen ödes Spezia=
liſtentum
hier und da grüne Spitzen hervorzutreiben ſcheint,
eines Gottfried Leibuiz (geſtorben 1716) auf dem Ausſterbe=
etat
war. Wie viele Wiſſenſchaften und Künſte, Sprachen und

Vom Tage.

Bei der Etatberatung im thüringiſchen Landtag kam es
bei der Annahme des Gehaltes des Innenminiſters zu ſtarken
Lärmſzenen.
Nach der Magiſtratsvorlage über das finanzielle. Ergebnis der
Deutſchen Theaterausſtellung beläuft ſich der Fehl=
betrag
auf 691000 Mk.
Der bisherige Botſchaftsrat in Paris Sir Erik Phipps iſt zum
engliſchen Geſandten in Wien ernannt worden.
Der finniſche Geſandte in Eſtland Holſti iſt zum Geſandten
i der Schweiz und zum finniſchen Vertreter beim Völker=
bund
ernannt worden.
Der Völkerbund hat bereits in einigen europäiſchen
Hauptſtädten Zweigbureaus eingerichtet, ſo in Paris, in
London und Rom. Nach dem Eintritt Deutſchlands in den Bund iſt
bexeits die Frage aufgetaucht, auch in Berlin ein Zweigbüro
zu erxichten. Da ſich Eisher noch kein geeigneter Vertreter gefunden hat,
nimmt man in unterrichteten Berliner Kreiſen an, daß die Beſetzung des
Poſtens erſt im komenden Frühjahr erfolgen wird.
Der engliſche Botſchafter in Rom, Sir Ronald Gra=
ham
, iſt in Genf angekommen. Wie man ſagt berichtete er Cham=
berlain
über Muſſolinis Stellungnahme zur Abſicht des engliſchen Außen=
miniſters
, in der franzöſiſcheitalieniſchen Spanmung eine Klärung her=
beizuführen
.
Man hat im Auftrag Muſſolmis Briand wiſſen laſſen, daß Muſ=
ſolini
bereit ſei, ſich mit dem franzöſiſchen Außen=
miniſter
zu treffen.
Am 12. und 13. Dezember findet in Luxemburg unter
dem Vorſitz des luxemburgiſchen Induſtriellen Mayriſch eine Tagung
deutlicher, daß bei aller Verſchiedenheit der wirtſchaftlichen Inter= des deutſch=franzöfiſchen Studienkomitees ſtatt.
Präſident Coolidge hat eine Erklärung veröffentlicht, worin er
vorſchlägt, daß nächſtes Jahr in Waſhington eine in=
ternation
ale Konferenz für die zivile Luftſchiff=
ahrt
zuſammentreten und mit einer internationalen Luftſchiffahrts=
Ausſtellung verbunden ſein ſoll.
Der Präſident der National=City=Vank, Mitchell,
hielt in Chicago eine Rede, in der er den Dawesplan in einer
M. jetzigen Geſtalt als völlig unzulänglich bezeichnete.

Die Einigungsverhandlungen
in der Eiſen=Induſtrie.
Geſcheiterte Verhandlungen. Die Schlichter=
Einſetzung von Fachkom=
Fammer tagt.
miſſionen.
Eſſen, 10. Dezember.
Die heutigen Einigungsverhandlungen in der Großinduſtrie
ſind nach etwa zweiſtündiger Dauer ohne Ergebnis abgebrochen
worden. Die Gewerkſchaften hielten wiederum an ihren bekannten
Forderungen feſt, deren Bewilligung für die Arbeitgeber unmög=
lich
iſt. Es iſt darauf die Schlichterkammer gebildet worden, die
zur Zeit tagt. Wann die Kammer einen Schiedsſpruch fällen
wird, läßt ſich noch nicht überſehen.
Die Schlichterkammer zur Beilegung der Streitigkeiten in der
Großeiſeniduſtrie einigte ſich dahin, einige Fragen, die bei der
Kürze der zur Verfügung ſtehenden Zeit erſchöpfend zunächſt
nichr gelöſt werden können, Fachkommiſſionen zu übertragen, die
bis zum 15. Februar verſuchen ſollen, eine Vereinbarung her=
beizuführen
. Im übpigen fand eine eingehende Ausſprache über
die Lohn= und Arbeitszeitfragen ſtatt. Nach mehrſtündigen Ver=
handlungen
wurde die Sitzung im allgemeinen Einverſtändnis
vertagt, weil zur Fortſührung der Verhandlungen die Ein=
holung
weiterer Auskünfte wünſchenswert erſchien. Der Schlichter
beraumte die nächſte Sitzung auf Dienstag, den 13. Dezember, an.
Die Wirkung der Stillegungsdrohung.
Paris, 10. Dezember.
Nach der Journée induſtrielle hat die Stillegungsdrohung
der weſtlichen Großeiſeninduſtrie den Eiſen= und Stahlmarkt
international weſentlich beeinflußt. Belgiſche, franzöſiſche und
luxemburgiſche Schwerinduſtriewerke bereiten bereits den ver=
ſtärkten
Export nach Deutſchland vor. Da die Produzenten mit
Verkäufen zurückhalten, ſteigen die Preiſe. Schon habe die
lothringiſche Induſtrie zahlreiche Ueberſeeaufträge erhalten, die
ſonſt vielleicht der deutſchen Induſtrie zugefallen wären.
trieben, wieviel Aemter und Berufe er erfüllt hat, das dürften
wir einem Heutigen nicht einmal ſtichwortmäßig aufzählen, weil
es auf ihn unweigerlich den Eindruck des Dilettierens machen
könnte. Aber das war es ja vielmehr, daß ein Geiſt wie der
Haller’ſche, im hochgebildeten Hauſe eines berühmten Advokaten
von zarteſter Kindheit an zu Studien neigend, das Ganze des
Wiſſens bald wie eine untrennbare Einheit ſah, daß er nicht
Medizin und Körperkenntnis treiben konnte, ohne auf das Ge=
biet
der Botanik, die ihm wunderbare Entdeckungen und Ein=
richtungen
verdankt, zu geraten, wiederum von da aus auf
Unterſuchungen der Bodenbeſchaffenheit, der Geologie, die er
endlich praktiſch=volkswirtſchaftlich zu Gutachten über Salz= und
Schwefelquellen für die engere Heimat nutzt. Führen ihn dieſe
Wiſſenſchaften wieder auf das vorhandene Lehrmaterial zurück,
auf Bücher, Urkunden, Geſchichte, ſo zeigt er ſich bald als ebenſo
glänzenden Hiſtoriker und erſten Bibliophilen von da iſt es
uicht weit zur Enträtſelung alter Inſchriften, zum Leſen aus=
gelöſcher
Medaillen, zur Numismatik (auch hier gab er große
Verzeichniſſe heraus!). Selbſt dem alten Berner Rat freilich:
auch vor Goethe gilt der Prophet ja ſelten was im Vater=
lande
wird da die Vielſeitigkeit des ſeit 1729 hauptſächlich
doch mit Glück und Erfolg praktizierenden Arztes verdächtig.
das Spezialiſtentum hat eben ſchon begonnen! Während ihn,
der zu Leyden Schüler keines Geringeren als Boerhave ge=
weſen
und auch dieſer damals höchſten Autorität gegenüber
Selbſtändigkeit des Urteils ſich bewahrt hatte, die Akademie zu
Upſala zu ihrem Mitglied ernannte, ſchlug man ihm in Bern
die Stelle des Klinikers am Inſelhoſpital ab, weil er ein Poet
und die Profeſſor der Beredſamkeit, weil er ein Anatom ſei.
Aber dieſe Kurzſichtigkeit der engeren Heimatgenoſſen gewann
uns Haller erſt ganz für Deutſchland und deutſche Kultur: als
um 1736 die Univerſität Göttingen begründet wurde, berief den
als Dichter und Gelehrten bereits berühmten Achtundzwanzig=
jährigen
der ausgezeichnete Kurator der jungen Hochſchule, Mini=
ſter
von Münchhauſen, als erſten Profeſſor für Medizin,
Anatomie, Botanik und Chirurgie. Haller folgte dem Rufe
und was im übrigen Deutſchland durch die hundertjährigen, in
der Natur der Wiſſenſchaften ſelbſt begründeten ewigen Revo=
lutionen
und Fortſchritte leicht überdeckt und vergeſſen werden
konnte: in der herrlichen Georgia Auguſta kündet bis heute
gleichſam noch jeder Stein von der früheſten, ſiebzehn ruhmvolle
Jahre währenden Halleriſchen Epoche. Dort ſpricht immer noch
der von Haller angelegte, vier Hektar große erſte botaniſche Gar=
ten
von ſeinen Verdienſten um die Botanik zwei exotiſche
Pflanzen und eine deutſche tragen noch ſeinen lateiniſchen
Namen , dort hat er die für deutſche Kultur ſo wichtig ge=
wordenen
Göttingiſchen gelehrten Anzeigen (1745), die Sozie=
damals
indeſſen mit dem gleichſam wie vorletzten Univerſalgenie tät der Wiſſenſchaften, ſowie die erſten mediziniſchen Kliniken
zur Beobachtung von Kranken begründet, dort (1751) endlich
in einem Lehrbuch der Phyſiologie die wichtige Entdeckung von
Diſziplinen er eigentlich beherrſcht, nicht bloß gekannt oder be= der Reizbarkeit der Muskelfaſern niedergelegt, die von Rudolf

Nummer 3441
Klagen über das franzöſiſch
Flugweſen.
Anſpielungen in der Kammer auf die Lilt
legenheit der deutſchen Handelslufiſchiffzu
EP. Paris, 10. Dezem
Die Kammer ſetzte ihre Beratungen in der letzten Naa/
kurz vor 1 Uhr fort. Sie nahm das Budget der Eiſenbuofl
und ging dann zur Beratung des Luftſchiffahrtsbudgetet
Verſchiedene Redner kritiſierten den gegenwärtigen Stam
franzöſiſchen Zivilluftſchiffahrt und hoben beſonders die
geren Verhältniſſe in Deutſchland hervor. Namentlich dior
Flandin wartete mit einem ausgiebigen Zahlenmaterio=
Deutſchland habe zwar wenig rein ſportliche Rekorde imm
gegen 17 Weltrekorde mit Nutzlaſten. Beſonders bemerkik=
ſeien
die Verhältniſſe in Frankfurt a. M., wo täglich 42:
zeuge ankämen oder aufſtiegen. Wenn Deutſchland nach uud
an die führende Stelle getreten ſei, ſo ſei das in erſter Leu
Normaliſierung und der Serienfabrikation zuzuſchreiben.
dem Gebiet des Flugweſens ebenſo erfolgreich angewendex
wie bei den übrigen Induſtrien. Die Ueberlegenheit
lands auf dem Gebiet der Hanbelsluftſchiffahrt ſei nachag=
erdrückend
geworden, daß man ſich fragen müſſe, ob dadu
eine Gefahr für die Sicherheit Frankreichs entſtanden ſeſ.
Bei der Weiterberatung des Budgets des Lufwerker,
ſteriums ſetzten heute die Abgeordneten der verſchiedenſtern
richtungen ihre Klagen über die Mißſtände im framä
Flugweſen fort. So behauptete der zur Republikaniſch=70
tiſchen Linken gehörende Abgeordnete Couhé, daß dass
ſiſche Flugweſen im Jahre 1927 auf den dritten odem
Rang herabgeſunken ſei. Der ehemalige Unterſtaatsſek=)
Luftverkehrsminiſterium, Laurent=Eynic, bezeichnete eing
tätsleiſtung wegen unrichtiger Verteilung der insgeſamt
lionen Franken betragenden Kredite für unmöglich. Dez
kehrsflugweſens müſſe ohne Rückſicht auf militäriſche Anff=
gen
entwickelt werden. Handelsminiſter Bokanowſki ſuuh
ihm unterſtehende Reſſort gegen die erhobenen Vorwürfei
teidigen. Frankreich habe jahrelang alle Dauer= und S
keitsrekorde beſeſſen; es bleibe nach wie vor der größte 7
lieferant des Auslandes und habe noch in dieſem Jahrae
Millionen Franken ausgeführt. Unter dem Beifall des MIm König Georg wie
erklärte der Miniſter zum Schluß, es beſtehe kein Anlaß
großem Peſſimismus. Dem franzöſiſchen Flugweſen ſu
einer energiſchen Regierungsaktion noch eine große Zu
vor. Bei der Einzelberatung wurden kommuniſtik)
tagungs= und Kreditſtreichungsanträge mit 400 gegen 15
men abgelehnt. Sodann wurde das Budget angenomn=t
Handelspoliliſche Beſprechung des de
franzöſiſchen Studienkomitees in Luxer)
EP. Paris, 10. De M
Das deutſch=franzöſiſche Studienkomitee wird= am Iſtuwrtſchaftliche und
13. Dezember unter Vorſitz des Abgeordneten Mayriſch M. ſindern zu erreichen
narſitzung in Luxemburg abhalten. Mayriſch, der bhtmöngenieure
Präſident der internationalen Rohſtahlvereinigung und
direktor der Arbed iſt, wird über die politiſchen Aus Fheuund denkt an ein
wirtſchaftlicher Zuſammenarbeit ſprechen. Zu dem Thwyſle Nineraldiſtr
wirtſchaftlichen, ſozialen und kulturellen Folgen der Stak M10d Oel zu verſchif
in Deutſchland ſind der Präſident der Berliner Hande=/. fonzeſſions=
Franz von Mendelsſohn und der ſächſiſche Staatsminileſl ill nur für die
v. Noſtiz=Wallwitz als Redner vorgeſehen, während der W) bebung des Lande
Chefredakteur der Journee induſtrielle und des FiN
cien Romier über die Eindrücke der deutſchen Stablliß /leihe in frenden
politik auf den franzöſiſchen Beobachter, berichten we9 (yſ iſt Herrſcher
Vorſitzende der Confédération genérale de la productic.,
min, ſpricht über die Rationaliſierung vom interru
Standpunkt aus.

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Uunge in Londe.
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Uaaldichi i.
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Lafinen zügereh.
Meuanf de ie

Wagner neben die des Blutrreislaufes durch Harvey ge-
den iſt. Endlich, 1753, ließ ihn heimatliche Sehnſucht
wieder die Profeſſur mit einer ihm nunmehr auch
angebotenen Landammanſtelle der vierthöchſten, ar.
dotierten, im Kanton vertauſchen; jedoch blieb er mi
tingens director porpetuus‟ ...
Allein, wenn wir die Vergänglichkeit wiſſenſchaftlän
mes ſchon eher begreifen, deuteten wir nicht ſchon
ſprachliche Verdienſte und ſeinen Ruf als Dichter, a.
an? Und wiſſen wir nicht auch dunkel noch ſo etwa-
Literaturſtunde, daß er ein großes Gedicht, ein E=G
Alpen verfaßt habe, das aber wie uns denn heute
zu liegen ſcheint mehr beſchreibender, als phamiel
Natur ſein ſollte? Haller hat, wenn wan ſo ſagen
in der Tat auch das Unglück, noch in eine Periode
ſchen Suchens, der Vorbereitung, der Arbeit allein aik
ment der Sprache, geboren zu ſein. Seine Verdier
auch hier aus ſeiner Art Menſchtum begriffen zr
werden, das imner und immer auf ein Univerſales
bloß analytiſcher Zerfaſerung von Welt und Natur ſi
begnügte und deshalb dichteriſch zum erſten Male a.
ein Zuſammenſchauen, ein Bild, ein Ganzes verRe
hatte ſeine heimatlichen Alpen bis auf jeden Stein, 1.
durchforſcht dann ließ er ſie gleichſam noch einma
einzigen Erhabenheit auf ſich wirken! In dieſer We=
Haller für die junge, heraufkommende Generation, diele
ſtock, Wieland und Gocthe, ſogar Schöpfer eines g.
Begriffs der Natur, nämlich erſter ſeelen= und gef.
Entdeder der großartigen Landſchaft geworden, für NiA
Zeiten durchaus noch nicht wie wir empfanden. In=
nun
gleichzeitig bemühte, aus der ſchwulſtreichen Sl
Lohenſtein und Hoffmannswaldau durch einen neu )e
teſten, eben natürlicheren Ausdruck herauszuführe:
die‟ Natur bleibt zu allen Zeiten der undurchdrinn
teus, ſie kann auch dem Dichter nicht endgültig, tie
verſtehen wir erſt recht die hohe Verehrung, die faſt. Lie
Großen Haller als ihrem Vorläufer gezollt haben."
Goethe in Wilhelm Meiſters Wanderjahren Dus
ernſte Gedicht, Hallers Alpen, unter den Poeſien pat.
Dichter, welche zuerſt das Gefühl erregten und nährten
der Anfang einer nationalen Poeſie! Und in O-
Wahrheit, wo Goethe von ſeinem Aufenthalt in Leim
ſagt er: Bei diefem Umgange . .. wurde ich gewalk
erſte Schritt, um aus der wäſſerigen, weitſchweiſie
Epoche ſich herauszuretten, nur durch Beſtimmthelt
und Kürze getan werden könne; unter denen, Ae
zum Gedrängten geneigt waren, war Haller der Li=
gehender
urteilt Schiller über ihn in dem Aufſatze .ſd
und ſentimentale Dichtung: Kraft und Tiefe jnd
tiſcher Ernſt charakteriſieren dieſen Dichter. Von e.=S
iſt ſeine Seele entzündet, und ſein glühendes Ger

Ree
Ta Mekiedigeie.
Heit iun weitehender
ia Nagie gewalet, Deit
UUspitigen Antes
ächiter Kunft ausgel
ſolze junge Prinz
imn Todſeind int dent
I. der Nordweſtgtende
Pinzen, Kabichul
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hians wäre 28 nich
Einfluß Nafrullah=
hier
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immer 343

ſes Königs von Afghaniſtan
Europa=Tour.
gon unſerem (O=Korreſpondenten.
London, 10. Dezember.
im Amanullah ſtellt mit ſeiner Rundreiſe, die er in die=
uzer in Begleitung ſeiner Königin und einer ganzen Zahl
ſwenträgern und ſechverſtändigen Ratgebern angetreten
denkwürdigen Rekord auf. Seit ſein Großvater Abd=
u. Khan nach dem zweiten britiſch=afghaniſchen Kriege
tHorden war, konnte er zwar auf die übrigen mächtigen
zchäuptlinge im Lande, über die er ſich aufgeſchwungen,
er, aber das bedingte eine ſtete ſtrenge Kontrolle, einen
uen Samthandſchuh mit Stahl gefüttert, an dem jedoch
zu ſehr dünn war. Er mußte ſein Haus hüten und konnte
rnn denken, weiter außer Landes zu gehen als nach
undi zu dem hiſtoriſchen großen Durbar des Vizekönigs
z5/ferin. Andererſeits beſaß er ein ſtärkſtes Bewußtſein
Aurde und einen echt orientaliſchen Herrſcherſtolz. Er
icht nach Großbritannien gehen, weil die indiſche Regie=

Sonntag, den 11. Dezember 1927

auswärtigen Beziehungen kontrollierte, er alſo immer
der Vormundſchaft ſtand und gewärtig ſein mußte, nur
6albherrſcher empfangen zu werden. Das wurmte! So
er ſeinen jüngeren Sohn Naſrulla Khan nach London,
Peſeitigung der indiſchen Vormundſchaft durchzuſetzen
ſion mißglückte gründlich. Sein Anſuchen wurde höf=
beſtimmt
abgelehnt. Ein großer Fehler! Noch ein
Fehler aber war, daß man dieſem jungen, überſtolzen
ſaur unbefriedigende Ehrungen erwies. Was verſtand
mals von weitſehender Weltpolitik? Heute hätte eine
dire Regie gewaltet, heute, wo das Hoſpitality= Depart=
Auswärtigen Amtes die Erweiſung der Gaſtfreund=
höchſter
Kunſt ausgebildet hat. Kurz, der hitzköpfige,
ſſmt ſtolze junge Prinz reiſte wütend heim, und England
einen Todfeind in dem Lande geſchaffen, das der Tor=

chſum der Nordweſtgrenze Indiens iſt. Mit dem älteren
des Prinzen, Habibullah Khan, kam ein viel ſtaats=
uhigerer
Mann zur Regierung, der 1907 ſogar eine
ſ durch Indien unternahm. Aber bei Ausbruch des
rieges wäre es nicht ſo ſchwer geweſen, Habibullah
er Einfluß Naſrullahs zur Neutralität zu bewegen
nar hier geſchickter geweſen wäre. Und ob es überhaupt
ſten afghaniſchen Kriege gekomen wäre? Dieſer brachte
gs für die afghaniſche Dynaſtie die Vollendung, ein un=
giges
Königreich. Verträge ſind mit den Groß=
gſchloſſen
. Geſandtſchaften beſtehen in Rom, Paris,
dn, Berlin, Moskau, Angora und Teheran.
Königs Rundreiſe bedeutet die formelle Beſiegelung
Sie bedeutet aber auch, daß ſich der König vollſtändig
wrän eines unabhängigen Staates fühlt, und daß
den König Georg wie alle Staatsoberhäupter beſucht,
unders. Es iſt gewiß, daß man ihn mit vollſten könig=
ſien
empfängt, und nicht wie ſeinen Onkel im Jahre
iſt in das Programm aufgenommen, daß ſich König
a) um die Induſtrie der einzelnen Länder auskömmlich
uen kann und wird, ſoweit es ſeine ſonſtigen Intereſſen
Upflichtungen irgendwie geſtatten. Es dürfte daher
tüdratſam erſcheinen, daß die induſtriel=
ternehmungen
die ausnahmsweiſe Ge=
ſteit
dieſer Rundfahrt durch rechtzeitige
ngnahme mit den beglaubigten Vertre=
ſiner
Majeſtät wahrnehmen. Der König hat ſeinen Sir=
hizem
Abſchieds=Durban erklärt, er reiſe nicht zu ſeinem
ſondern zum Vorteil ſeines Landes. Er werde über=
e
wirtſchaftliche und kommerzielle Beziehungen mit
Ländern zu erreichen ſuchen. Er wird den Rat an=
iner
Ingenieure bezüglich der Ausbeu=
der
reichen mineraliſchen Bodenſchätze
hen und denkt an einen Bahnbau zur Verbin=
er
Mineraldiſtrikte mit der Küſte, um Erze
und Oel zu verſchiffen. Er will aber ſein Land zu
Konzeſſions=Jagdgebiet machen. Afgha=
ſoll
nur für die Afghanen entwickelt werden,
ſeie Hebung des Landes ſollen die Hilfsquellen des Lan=
in
, für nichts andres. Darum ſoll Afghaniſtan auch
Unleihe in fremden Ländern aufnehmen.
ecönig iſt Herrſcher eines Kriegervolkes, der auch bei
Truppenentfaltung die Qualität zu ſchätzen weiß.
er Umſtand verdient Berückſichtigung. Man hat tart=
ſe
in manchen Blättern in Frage geſtellt, ob der König

Moskau beſuchen wolle, und das iſt von dem afghaniſchen
Regierungsblatt ſcharf zurückgewieſen worden. Der König wird
ganz beſtimmt Moskau beſuchen, wie die anderen Hauptſtädte
der Vertragsmächte. Aber es iſt ebenſo beſtimmt, daß man ſich
dort verlorene Liebesmüh geben würde, wenn man verſuchen
wollte, Afghaniſtan ſo langſam zu einem Etappen=, Aufmarſch=
und Durchmarſchland gegen Indien zu geſtalten oder die Dul
dung von Soweitpropaganda zu erreichen. Beſonderes Intereſſe
wird man den Beſuchen im Lande Kemal Paſchas und Riza
Khans zuwenden. Mit dem Herrſcher Perſiens verbinden
Amanullah Khan gleiche Neigungen, gleiche Anſchauungen und
analoge politiſche Prinzipien. Ihre Reiche bilden mit ihren
Nordgrenzen einen zuſammenhängenden Wall gegen
ein Vordringen nach dem Süden und dem Per=
iſchen
Golf.

Die Ausſichten der Agrarpartei.
Das Kabinett Tanner hat, da es in der Kammer überſtimmt
wurde, dem Staatspräſidenten ſeine Aemter zur Verfügung ge=
ſtellt
. Der Sturz der Regierung kam niemand überraſchend, da
das gemäßigte ſozialdemokratiſche Miniſterium Tanner eine Min=
derheitsregierung
war. Wenn es auch bei den letzten Abſtim=
ungen eine Mehrheit gefunden hatte, ſo ſpitzten ſich die Gegen=
ſätze
in innerpolitiſchen Fragen immer mehr zu und die De=
miſſion
wurde zur Notwendigkeit. Der finnländiſche Landtag
(Sefma) hat 200 Abgeordnete. Davon haben die Sozialdemo=
kraten
bei den letzten Wahlen nur 60 durchbringen können. Sie
haben eine Reihe von Mandaten an die Agrarpartei verloren, die
mit 52 Sitzen nach den Sozialdemokraten die ſtärkſte Partei iſt.
Die bürgerliche Sammlungspartei erzielte 34, die ſchwediſche
Partei 24, die liberale Fortſchrittspartei 10 und die Kommu=
niſtiſche
Partei 20 Mitglieder. Jede dieſer Parteien hat ihr
eigenes Programm und ihre eigenen Ideale. Es herrſcht eine
Parteizerſplitterung, die eine parlamentariſche Arbeit faſt un=
möglich
macht. So ergab ſich z. B. das Kurioſum, daß die ſchwe=
diſchen
Abgeordneten, die eigentlich die konſervativſte Strömung
im Land vertreten, die Sozialdemokraten unterſtützten, weil
letztere den ausgeſprochen finniſchen Chauvinismus anderer Par=
teien
nicht teilen,, die das ſchwediſche Element zurückdrängen und
alles finniſieren möchten. Im Zweiſprachenland Fimnland ſind
Finniſch und Schwediſch gleichberechtigt. Aber die Schweden bil=
den
, abgeſehen von den Schweden gegenüberliegenden Provinzen
wie z. B. Abo, eine Minderheit, die in früheren Jahrzehnten
eine herrſchende Oberſchicht darſtellten, zu der Adel und Grund
beſitz gehörten und in der, wenn auch unbewußt, die alten ſchwe
diſchen Traditionen lebendig geblieben ſind. Die Verſchmelzung
der beiden Volksſtämme hat ſich nicht immer reibungslos voll=
zogen
. Dazu kommen gewiſſe Raſſenunterſchiede. Wenn ſich auch
in den gebildeten Schichten durch gemeinſames Leben und Wer=
den
die Gegenſätze ausgleichen, ſo bleiben doch noch manche Rei=
bungsflächen
übrig. Beide Volksgruppen dienen ihrem Vater=
lande
aber mit gleicher Liebe, und dieſe Vaterlandsliebe wir!
ſchließlich auch die inneren Streitigkeiten ausgleichen helfen. Die
finniſche Außenpolitik iſt ſtabil, und unter den baltiſchen Staaten
nimmt Finnland mit ſeinem hohen Kulturniveau den erſten
Platz ein. Durch einen Regierungswechſel wird auch die Außen=
politik
Finnlands in keiner Weiſe beeinträchtigt. Die inneren
Parteiſtreitigkeiten kümmern nur das Land ſelbſt. Die jetzige
Regierungskriſe verſpricht lang zu währen, und jedenfalls wird
die neu zu bildende Regierung der Agrarpartei eine führende
Rolle übertragen.
Graf Apponnzi zur ungariſch=rumäniſchen

Budapeft, 10. Dezember.
Graf Apponyi, der heute nacht aus Genf kommend hier
wieder eingetroffen iſt, erklärte einem Vertreter des Az Eſt
Die ungariſch=rumäniſche Optantenfrage konnte infolge Krank=
heit
Titulescus bedauerlicherweiſe nicht erledigt werden. Sicher
iſt, daß die Stimmung des Auslandes ſich in dieſer Angelegen=
heit
weſentlich änderte, wozu Erklärungen hervorragender Rechts=
gelehrter
im engliſchen Oberhaus beitrugen. In Genfer Ge=
ſprächen
kam zum Ausdruck, daß die Großmächte, vor allem Eng=
land
, gern ſehen würden, wenn Rumänien ein billiges Abkom=
men
mit Ungarn ſchließen würde. Ungarn ſteht einer Verſtän=
digung
keineswegs ablehnend gegenüber.

ſucht in den ſtillen Alpentälern die aus der Welt ent=
une
Unſchuld. Tief rührend iſt ſeine Klage; mit ener=
bitterer
Satire zeichnet er die Verirrungen des Ver=
imd
Herzens und mit Liebe, die ſchöne Einfalt der
Nur überwiegt überall zu ſehr der Begriff in ſeinen
ſo wie ihm ſelbſt der Verſtand über die Empfindung
ſiſter ſpielt. Hierbei dürfen wir nicht vergeſſen, daß
uch ſchon drei Spätwerke Hallers, auf welche dieſes
ter dings allzu oft zutrifft, vor Augen lagen: nämlich
politiſchen, ſehr didaktiſchen Romane Uſong (1771),
(1773) und Fabius und Cato (1774); immerhin konnte
Boethe ſein Motto zum Götz von Berlichingen dem
grrade entnehmen: das Unglück iſt geſchehen, das Herz
ſes iſt in den Kot getreten und keiner edlen Begierde
Das ſchönſte Gedenkwort auf Albrecht von Haller
e gentlich ein viel kleinerer Dichter, Ewald von Kleiſt
Gedicht Der Frühling geprägt, worin er nämlich
ſich ſelbſt

ue Pfeiler des Himnels, die Alpen, die er beſungen,
Ehrenſäulen gemacht . . ."

ines Haus. Samstag, den 10. Dezember.
Im Dickich: der Städte.
Schauſpiel von Bert Brecht.
der Vorhang fiel, war man wohl in das Dickicht, aber
s dem Dickucht herausgeführt!
das Dickicht, in dem die modernen Menſchen ihre
Voren. Es iſt, äußerlich geſehen, das Dickicht der Stadt
hat dem Ningkampf zweier Menſchen und dem Unter=
e
Familie, die aus den Savannen in das Dickicht die=
4ekommen iſt: Zerbrechen Sie ſich nicht den Kopf über
dieſes Kampfes, ſondern beteiligen Sie ſich an den
N Einſätzen, beurteilen Sie unparteiiſch die Kampf=
Eegner und lenken Sie Ihr Intereſſe auf das Finiſh
erfaſſer in einem Vorſpruch dem Hörer zu.
at iſt gut. Dern es wäre für einen gewiſſenhaften
eine ſchwierige Aufgabe, aus den verworrenen Pfaden,
die Menſchen durch das Dickicht nehmen läßt, den
nn zu erforſchen, und es wäre vor allem die Frage,
aus zu erzielende Gewinn ſei es tragiſche Erſchüt=
iche
Befreiung oder Bereicherung der Erkenntnis
wäre, daß er die Mühe lohnt!
amilie Garga und der Holzhändler Shlink, ein
hen einander gegenüber. Shlink eröffnet den Kampf
Sohn Geoige Garga, den Idealiſten. Er will ihm
R abkaufen. Gcorge weigert ſich. Shlink erſchüttert
Verliche Stellung im Buchladen. George nimmt den

Kampf auf. Da ſchenkt Shlink ihm als Vergütung für die Be=
leidigung
ſeinen ganzen Holzhandel. George läßt die bereits ver=
kauften
Vorräte nochmals verkaufen und verbüßt hierfür nach
mancherlei Schickſalen drei Jahre Gefängnis. Zuvor hat er das
Haus der Heilsarmee geſchenkt unter der Bedingung, daß der
Geiſtliche der Heilsarmee ſich für die Waiſen und Säufer, denen
es zum Obdach dienen ſoll, in die unerträgliche Viſage ſpucken
läßt, was ſich auf der Bühne vollzieht. Nach der Entlaſſung aus
dem Gefängnis hetzt George die Lyncher auf Shlink, den Ma=
laien
. Georges Schweſter iſt inzwiſchen Shlinks Geliebte, dann
öffentliche Dirne geworden. George heiratet Jane, eine andere
Dirne, nachdem Pavian, ihr Zuhälter, ſie freigegeben hat. Gro=
teske
Hochzeit. Chineſen=Bar; der Geiſtliche erſchießt ſich zwiſchen
Jazz und Gounohs Ave Maria, Letzte Auseinanderſetzung
zwiſchen George und Shlink in einem verlaſſenen Eiſenbahn=
zelt
. Shlink tötet ſich auf der Flucht vor den Lynchern. George
zieht allein nach New York.
Was iſt der Sinn von allen dieſen verworrenen und bru=
talen
Vorgängen? Auch der noch ſo willige Hörer, der gern und
optimiſtiſch jeder modernen Regung folgt, wird ihn nur ſchwer
finden.
Liegt er in den Worten Shlinks: Sie wollten mein
Ende, aber ich wollte den Kampf. Nicht das Körperliche, ſon=
dern
das Geiſtige war es?
Oder liegt er in den Worten Georges: Und das Gei=
ſtige
, das ſehen Sie, das iſt nichts. Es iſt nicht wichtig, der
Stärkere zu ſein, ſondern der Lebendige‟?
Iſt es eine Aufgabe des Dramas, in den Kämpfen der
Menſchen und der Ideen Klarheit zu ſchaffen und Klarheit
zu geben, ſo erfüllt das Werk Brechts dieſe weſentliche Aufgabe
nicht. Brechts Schauſpiel Im Dickicht wurde ſchon 1922 in
München und 1924 in Berlin aufgeführt. Er hat es unter dem
Titel Im Dickicht der Städte neu bearbeitet nur auf die
neue Bearbeitung kann ſich der Begriff der angekündigten Ur
aufführung beziehen! aber auch durch die neue Bearbeitung
iſt das Diclicht nicht lichter geworden
Man hört zwiſchen all' dieſen Vorgängen manchmal einen
me iſchlichen Ton, einen Schrei der Einſamkeit. Aber er wird
erdrückt in dem Geſtrüpp der verworrenen Tatſächlichkeiten. Man
ſpürt ein frühexpreſſioniſtiſches Ausſtrömen von Gefühlen; aber
es gewinnt keine Geſtalt. Brechts Erſtlingsdrama Trom=
meln
in der Nacht wie auch ſein amüſantes Luſtſpiel
Mann iſt Mann ſind dem Dickicht an Klarheit und dra=
matiſcher
Wirkung weit überlegen.
Brecht nimmt, wie er in die Erſcheinung tritt, weder ſich
noch die Welt allzu ſchwer. Ein Zynismus ſondergleichen iſt der
Grundton der Gedichte, die er als Hauspoſtille hat erſcheinen
laſſen. Will man Brecht aufführen, ſo darf man ihn und ſein
Werk auch nicht allzu ſchwer nehmen. Wie Brecht mit allen Din=
gen
der Welt ſpielt, ſo muß der Regiſſeur mit überlegener Leich=
tigkeit
die Szenen abrollen laſſen.

Geite 3

Wie lange wird er noch Arbeiterführer ſein?
(London, 10. Dezember.
Der Führer der Arbeiterpartei, der Right Honourable
Ramſay Macdonald, hat ſeit langer Zeit wieder einmal
die Augen der Angehörigen aller Parteien auf ſich gelenkt: durch
einen Sieg und eine Niederlage. Daß er innerhalb der Partei
viele Gegner hat, daß die Mehrheit der Extremen ihn lieber
heute wie morgen beſeiticen möchte, iſt eine alte Geſchichte. Abe.
ſo einfach iſt das nicht. Mit großem Geſchrei iſt in dem Parla=
nient
dieſer alten Demokratie, der älteſten Europas, nichts zu
machen. Das haben die Skandalſzenen vor drei Wochew wieder
einmal klar und deutlich bewieſen. Ein profeſſioneller, bombaſti=
ſcher
Hetzer kann wohl in einer einzelnen notleidenden Gewerk=
ſchaft
nach oben konmen, aber nicht im Generalrat der Geſamt=
bewegung
an die leitende Stelle. Dafür iſt Herr Cook das ſchla=
gende
Beiſpiel. Er hat es nicht einmal zum M.P. gebracht. Hier
in Großbritannien beſteht auch nicht eine Unze an Wahrſchein=
lichkeit
, daß es je zu einem Umſturz kommen könnte, der die
Verfaſſung einfach fortfegen und eine Willkür=Oligarchie an die
Spitze bringen würde. Daß man dieſe Unmöglichkeit in Moskau
nicht einſieht wir meinen natürlich bei der 3. Internatio=
nale
, iſt ein ſeltſames Stück politiſcher Verblendung. Gerade
der Grundgedanke des demokratiſchen Aufbaus Großbritanniens,
daß die bei den periodiſchen Wahlen die Mehrheit erringende
Partei die Regierung mit vollſter Verantwortlichkeit, zu über
nehmen hat, daß der Führer der Partei als Premierminiſter
ohne einen Präſidenten über ſich die oberſte Leitung
erhält, das iſt der große Sicherheitskoeffizient für Volk und
Land. Darum kann ein radikaler Umſtürzler niemals Führer
der Arbeiterpartei werden, gerade weil er dann vielleicht Pre=
mierminiſter
werden würde, der ſich von ganz anderen wie Par=
teigeſichtspunkten
leiten laſſen muß.
So iſt man im Parteiausſchuß doch wieder darauf gekommen,
Macdonald zu erwählen, und zwar einſtimmig. Dafür wurde
der Radikale Clynes Vizepräſident. Man will die ſehr erſchüt=
terte
Geſundheit des vorigen Premiermimiſters dadurch nach
Möglichkeit ſtützen, daß er in allen Parlamentsferien von ſeiner
Arbeitslaſt befreit wird. In dieſen weniger wichtigen kürzeren
Perioden ſoll Clynes die Vertretung übernehmen. Sollte Mac=
donald
aber wirklich zurücktreten, dann hat der Gemäßigte Hen=
derſon
die meiſten Chancen, Führer zu werden, und nicht Clynes
Im inneren Zuſammenhang hiermit hat ſich bei Erwägung der
taktiſchen Lage herausgeſtellt, daß es für das Jahr 1928 ratſam
erſcheint, ſich etwas reſerviert zu halten und alle extreme Propa=
ganda
zu vermeiden, was ja allerdings nicht ausſchließen ſoll,
jede Chance zu einem günſtigen Vorſtoß gegen die Regierung
zu benutzen. Da die Regierung zu dem Entſchluß gekommen iſt,
erſt im Jahre 1929 in den Kampf zu ziehen, ſo will man ſie ſich
ruhig abwirtſchaften laſſen und ſich auf der anderen Seite durch
vorſichtige Propaganda die bürgerlichen Wählermaſſen nicht ver=
ſcheuchen
. Auf extreme Redner iſt nach Möglichkeit einzuwirken.
Eine ſyſtematiſche umfaſſende Propaganda un=
ter
den neuen Wählerinnenſcharen iſt ſofort zu
organiſieren, womit natürlich eine vermehrte Aufſtellung von
Kandidatinnen zuſammenhängt. Ueber die Niederlage Mac=
donalds
bei den Abſtimmungen über die Mißtrauensvoten
braucht man ſich kaum zu wundern. Es wäre kaum zu erklären
daß der Ex=Premierminiſter ſich dazu hinreißen ließe, den Ob=
ſtruktionsſkandal
nach ſeinem eiſten Angriff zuzulaſſen, den zwei=
ten
überhaupt zu unternehmen. Die Situationen entzogen ſich
jedoch ſeiner Macht, die Radikalen und ſeine Nerven hatten die
Oberhand. Aerztliche Beobechter halten es doch für ganz aus=
geſchloſſen
, daß er ſelbſt bei der größten Schonung noch lange
kampffähig bleibt.
Oas Urteil im Mazedonier=Prozeß.
TU. Belgrad, 10. Dezember.
Heute vormittag fällte der Gerichtshof in Skoplje das Urteil
gegen die verhafteten Studenten. Hiernach wurden verurteilt:
Der Student Gjuzelovio zu 20 Jahren Kerker, der Student Zo=
povie
ebenfalls zu 20 Jahren, der Student Nezevic zu 15 Jah=
ren
, der Student Tſchkatrovic zu 10 Jahren, ferner ſechs Studen=
ten
zu je 5 Jahren; elf Studenten wurden freigeſprochen.

Zudem dieſe Szenen aus dem Rieſenbauche Chicagos! Hier
muß der jagende Rhythmus der Amerikaniſierung des Lebens,
der Rhythmus des Jazzbands und der Wolkenkratzer, der Rhyth=
mus
, wie er durch Dos Paſſos leidenſchaftliches Manhattan
Transfer ſtürmt, die Szenen vorwärts treiben.
Des Intendanten Carl Ebert, Regie hatte ein eifriges
Bewühen, viel Tag= und Nachtarbeit an die Inſzenierung geſetzt.
Sie hat im Verein mit Lothar Schenck von Trapp
wirkungsvolle Bilder und ſpannende Szenen geſchaffen. Aber
das Ganze war zu ſchwer genommen und zu ſehr in Dunkel ge=
ſtellt
. Wohl war es ein geſchickter Einfall, die Szenen durch
moderne Platten=Muſik zu verbinden; die fortgeſetzte Dunkelheit
des Hauſes bei Szenenwechſel wie auch das pauſenloſe Spiel
von 2½ Stunden muteten jedoch dem Zuſchauer Unmögliches
zu und wirken auf die Dauer lähmend, zumal wenn
der Geiſt der Zuſchauer durch die verwickelten Vorgänge auf der
Bühne ohnedies ſtark in Anſpruch genommen wird.
Mit Aufopferung kämpften ſich die tapferen Darſteller durch
das Dickicht. Den Geiſt der amerikaniſierten, neuen Zeit traſ
Beſſie Hoffarth am ſchärfſten: ſie war eine Bar=Dirne von
verblüffender Sachlichkeit und Kühle.
Als Gegner im Kampfe ſtanden ſich Rudolf Klix und Hans
Joachim Büttner gegenüber: der erſtere als gelbhäutiger
Malaie Shlink gemeſſen und ſparſam im Gefühl, der letztere be=
rufen
zu der Geſtalt des George Garga mit ihrer Zwieſpältigkeit
und ihren Ausbrüchen der Verzweiflung.
Unter den Peitſchenſchlägen des Schickſals wird Georges
Schweſter von Stufe zu Stufe abwärts getrieben, bis ſie als
Dirne ihren Körper verkauft; Charlotte Jäcke=Joſt blieb in
der Paſſivität der Rolle recht unindividuell. In eindringlichem
Realismus verkörperten Käthe Gothe und Kurt Weſter=
mann
die ländlichen Eltern Garga. Bleiben noch einige Typer
aus der Hölle Chicagos: Hermann Gallinger als Pavian
ein Zuhälter von breitſchultriger Brutalität, Robert Klupp der
größte Gauner unter den Hotelbeſitzern, Hugo Keßler ein
ſchleichender Chöneſe, Gothart Portloff ein philoſophierender
Steuermann. Sie gaben den ſzeniſch geſchickt geſtalteten Auf=
tritten
in dem Chineſen=Hotel und der Chineſen=Bar den charak=
teriſtiſchen
Rahmen.
Die Mehrheit der Zuſchauer verhielt, ſich ablehnend und
ſchweigend, eine kleine Minderheit dankte den Mitwirkenden bei=
fällig
für das reſtloſe Einſetzen für die ſchwierige Aufgabe. Z.

Kunſt, Wiſſen chaft und Leben.
* Der bekannte Architekt Fritz Auguſt Breuhaus= Düſſel=
dorf
iſt aus einem engeren Wettbewerb, den der Norddeut=
ſche
Lloyd unter den erſten deutſchen Künſtlern veranſtaltete,
als Sieger hervorgegangen und wiro die Haupträume des neuen
Schnelldampfers Bremen geſtalten. Der Schnelldampfer
Bremen wird mit ſeinem Schweſterſchiff Europa, beide
46 000 Tonnen, der größte deutſche Ueberſeedampfer ſein.

[ ][  ][ ]

Wr

und 1893a

Seite 4

Sonntag den 11. Dezember 1927

Numnme

* Die Entſchädigungen der
Auhrindgſirieurn vor vemn Heichstag.
Von unſerer Berliner Redaktion.
Wie lange iſt es eigentlich her, daß die Wellen der öffentlichen
Meinung in ſtürmiſche Bewegung geſetzt wurden durch die Be=
hauptungen
, daß die Ruhrinduſtriellen mit Hunderten von Mil=
lionen
abgeſpeiſt worden wären, um ihre Haltung während des
Ruhrkampfes ſich bezahlen zu laſſen, derweilen gewöhnliche
Sterbliche immer noch hinter ihren Pfennigen herlaufen müßten?
Der Reichslag hat damals einen Unterſuchungsausſchuß gebilder.
Der Ausſchuß hat beraten, hat einen dickleibigen Bericht angefer=
tigt
, und jetzt ſoll der Reichstag das Schlußwort dazu ſprechen.
Aber von der damaligen Empörung iſt nicht mehr viel übrig=
geblieben
. Die pomphaften Reden, die auch jetzt noch von der
Oppoſition gehalten werden, ſtehen in einem ſchreienden Miß=
verhältnis
zu dem Intereſſe des Hauſes, kaum daß auf der Lin=
ken
einige Horchpoſten vorhanden ſind. Die meiſten Abgeordneten
haben es für zweckmäßiger gehalten, über den Sonntag noch ein=
mal
raſch nach Hauſe zu fahren, und die Ruhr Ruhr ſein zu laſ=
ſen
. Eine glückliche Rolle ſpielen ja auch die Ankläger nicht ...
Der vom Ausſchuß vorgelegte Bericht ſtellt feſt, daß, wenn
vielleicht nicht eine rechtliche, zum mind ſten aber eine moraliſche
Verpflichtung der Reichsregierung zur Bezahlung der Kohlen=
lieferungen
aus den Micumperträgen vorgelegen habe. Er er=
klärt
auch, daß eine objektive Verletzung des Etats=
rechtes
des Reichstages vorliege, daß Doppelzäh=
lungen
nicht erfolgt ſeien, dagegen Ueberzahlun=
gen
in einzelnen Fällen. Das Ganze alſo, das von
dem Nieſenſlandal übrigbleibt, iſt eine formelle Verletzung des
Etatrechtes, das aber mehr als aufgewogen wird durch die bin=
denden
Verpſlichtungen, die von den verſchiedenen Kabinetten zur
Abgeltung der Micumperträge eingegangen ſind. Es berührt da=
her
einigermaßen ſeltſam, daß trotzdem von den Kommuniſten
noch an dem SJandal des Ruhrpanama feſtgehalten wird, und
weun der Sozialdemokrat Limbertz, weil er in der Sache wenig
vorzubringen hat, ſich in die Vorgeſchichte des Ruhrkrieges ver=
gräbt
und dabei die Behauptung aufſtellt, daß der Einmarſch in
die Nuhr gewiſſermaßen von der deutſchen Großinduſtrie beſtellt
worden ſei, obwohl damals die Sozialdemokraten zugegeben
haben, daß auch das Kabinett Wirth den Einmarſch nicht hätte
verhindern können.
Der deutſchnationale Abg. von Wildeiner=Lindau, dem auch
bom Zentrum beſcheinigt wurde, daß er die Leitung des Aus=
ſchuſſes
mit vorbildlicher Unparteilichkeit geführt habe, rückte
dieſe verſchiedenen Behauptungen wieder richtig. Er ſuchte auch
ein verſöhnliches Element hineinzubringen, indem er verlangte,
daß auch die Auszahlungen für die übrigen Geſchädigten ohne
bürokratiſche Hemmungen durchgeführt werden. Dieſen Vergleich
mit den übrigen Geſchädigten zieht auch der Vizepräſident des
Reichstages, Eſſer, der für das Zentrum ſpricht der rote‟
Eſſer! , den einzigen wunden Punkt in der ganzen Ange=
legenheit
. Im übrigen deckt er das Verfahren, das damals ge=
übt
worden iſt, weitgehend, während der deutſchvollsparteiliche
Bergapbeiter Winnefeld aus der eigenen Erfahrung heraus die
Vorwürfe zurüchweiſt, die zwiſchen den Wirtſchaftsführern und
der übrigen Bevölkerung künſtlich konſtruiert werden, obwohl in
den Tagen des Ruhrkrieges alle Volksſchichten zuſammengehal=
ten
hätten. Der Demokrat Dietrich=Baden gewinnt dem Problem
eine eigene Seite ab, indem er die Beziehungen zwiſchen den gro=
ben Konzernen und dem Staat zergliedert und auf die Geſahrer
aufmerkſam macht, die aus der übermächtigen Maſſierung des
Kapitals erwachſen können. Da der Montag noch ausgenutzt
werden ſoll zur Fertigſtellung des Berichtes des Haupt=
ausſchuſſes
, wird die Ausſprache am Montag fortgeſetzt. Am
Dienstag ſoll die Beſoldungsreform begonnen und am Mittwoch
zu Ende gebracht werden.

Objektive Verletzung des Etatgrechts
des Reichstags.
Berlin, 10. Dezewber. (Eig. Bericht.)
Vizepräſident Dr. Riſſer eröffnete die Sitzung um 14 Uhr. Au
der Tagesordnung ſtand der Bericht des Unterausſchuſſes
über die Ruhrentſchädigungen. Der vom Ausſchuß gefaßt=
Beſchluß ſtellt feſt, daß die rechtliche Verpflichtung der Zahlungen des
Reiches im Ausſchuß verſchieden beurteilt wurde. Unbeſtritten bleiben
jedenfalls der moraliſche Anſpruch, der allen durch den Ruhrkampf Ge=
ſchädigten
zugeſprochen werden müſſe. Unabhängig davon, daß eine
privatrechtliche Bindung vorliegt, habe man es bei der ohne Wiſſen des
Reichstages vorgenommenen Zahlung mit einer objektiven Ver=
letzung
des Etatsrechts des Reichstages zu tun. Dop=
Ruhrkohlenbergbau ſeien
pelzahlungen an den
nicht erfolgt, dagegen Ueberzahlungen in erheb=
lichem
Umfange aus der Abgeltung der Kohlenlieferungen, der
Kohlenſteuer uſw. Der Ausſchuß hält es für erwünſcht, die der Groß=
induſtrie
gewährte Begünſtigung durch ausreichende Entſchädigung an
Avbeiter, Angeſtellte und Mittelſtand auszugleichen. Abg. Eſſer (J.,
beantragte als Berichterſtatter des Ausſchuſſes, den Bericht durch Kennt=
nisnahme
für erledigt zu erklären.
Die Kommuniſten beantragten eine Aenderung des Ausſchußberichtes,
in dem ſie die in erſter Linie Verantwortlichen wegen Verletzung des
Etatsrechts des Reichstages und ungeheurer Verſchleuderung von Reichs=
geldern
vor den Staatsgerichtshof geſtellt ſehen und die 715 Millionen
wieder eingezogen wiſſen wollten.
In der Ausſprache über den Ausſchußbericht erklärte Abg. Lim=
bertz
(Soz.), daß nur durch einen Zufall bekonntgeworden ſei, in
welcher Weiſe im Jahre 1923 die kleine Schicht der Werkinduſtriellen
den übrigen Ruhrgeſchädigten gegenüber bevorzugt wovden ſei. Die
Induſtriellen im Weſten hatten ſchuldhaft dazu beigetragen, daß es zur
Ruhrbeſetzung kam. Der heute noch fällige Ausgleich für Arbeiter, An=
geſtellte
und Mittelſtand müſſe ſchleunigſt herbeigeführt werden. Dieſer
Reichstag ſei allerdings dazu nicht fähig. Darum fort mit dieſem
Reichstag.
Abg. von Lindeiner=Wildau (Dnatl.) erklärte, die heutige
Stellungnahme der Sozialdemokraten ſei umſomehr befremdlich, als ſich
die Sozialdemokraten im Ausſchuß gemeinſam mit den anderen Par=
teien
um die Aufklärung bemüht hätten. Es könne dem Reich nicht
nützlich ſein, wenn man jetzt, um parteipolitiſche Geſchäfte zu machen,
ſolche Behauptungen über die Schuld Deutſchlands aufſtelle. Alle Be=
völkerungskreiſe
ſeien ſich damals einig geweſen, daß der Ruhrbergbau
erhalten bleiben mußte. Im Ausſchuß ſei zwar eine objektive
Etatsverletzung feſtgeſtellt worden, im übrigen waren ſich aber
mit Ausnahme der Kommuniſten alle Parteien einig, daß ein ſubjeltives
Verſchulden keinem der beteiligten Miniſter vorzuwerfen ſei. Durch die
Feſtſtellungen des Ausſchuſſes werde auch die Behauptung nicht beſtätigt,
daß die Ruhrinduſtrie ſich auf Koſten des Reiches bereichert habe. Der
Redner ſpricht die Erwartung aus, daß nun auch die moraliſchen Ver
pflichtungen des Reiches gegenüber den wirtſchaftlich ſchwächeren Ruhr=
geſchädigten
baldigſt erfüllt werden.
Abg. Eſſer (Ztr.) bedauerte, daß diaſe Angelegenheit immer wie=
der
politiſch mißbraucht werde. Auch der Ausſchußbericht habe leider
die falſchen Anſchauungen im Volke nicht beſeitigt. Der Redner wies
darauf hin, daß heute in weiten Kreiſen bereits die Er=
innerung
an die Zeit verblaßt ſei, wo alle Bewohner
des Ruhrgebiets ohne Partei= und Standesunter=
ſchied
ihre Exiſtenz aufs Spiel ſetzten im Kampfe
gegen die Unterdrückung. Der Vorſitzende des Unterſuchungs
ausſchuſſes, Abg. von Lindeiner=Wildau, habe eine vorbildliche Objek=
tivität
bewieſen. Nach dem natürlichen Wechtsempfinden ſei es gleich, ob
es ſich bei dem Abkommen um einklagbare oder nur um moraliſche Ver
pflichtungen des Reiches handelte. Die noch laufenden Entſchädigungs=
anſprüche
müßten in liberaler Weiſe beſchleunigt erledigt werden.
Abg. Winnefeld (D. Vp.) wies die Behauptung zurück
daß die Induſtrie auf die Beſetzung hingearbeitet
habe. Die Beſetzung des Ruhrgebietes habe in der Abſicht der fran=
zöſiſchen
Regierung gelegen, die die Ruhrkohle in ihre Hand bekommen
wollte. Der Redner erinnerte daran, daß die Micum ſeinerzeit Verhand=
lungen
mit der Regierung ablehnte und erklärt, man müſſe den Wirt=
ſchaftsführern
danbbar ſein, daß ſie damals in die Breſche ſprangen.
Auch er tritt für einen gerechten Ausgleich gegenüber den geſchädigten
Arbeitern, Angeſtellten und den Mittelſtand ein.
Abg. Dietrich=Baden (Dem.) betonte, daß die Vorzugsbe=
handlung
der Ruhrinduſtrie durch die Ausſchußunterſüchung erwieſen
ſei. E3 mußte als ein Unrecht empfunden werden, daß der Ruhrberg=
bau
ohne Kenntnis des Reichstages 700 Millionen bekam zu einer Zeit,
als den übrigen Geſchädigten geſagt wurde, ſie könnten nichts be=
kommen
.
Darauf wurden die Beratungen abgebrochen
Ein Antrag aller Parteien auf Vorlegung einer Dentſchrift über die
Unterſtützungen für die ehemaligen Heeres= und Marinearbeiter wurde
angenommen.
Das Haus vertagte ſich auf Montag 15 Uhr: Löhnſteuerſen
kung, Spiritusmonopolgeſetz, Fortſetzung der Ruhrdebatte.
Schluß 17 Uhr.

Die Geſchafislage
der Deutſchen Reichspofi.
Günſiiger Stand der Einnahmen. Oult
1000 Rundfunk=Schwarzhörer verurtei
Die Deutſche Reichspoſt veröffentlicht, ſoeben einen M
über das zweite Viertel (Zuli=September) des Wirtſchafts:s.
1927. Danach hat ſich der Poſtverkehr gegen den gleichenn
raum des Vorjahres im allgemeinen gehoben. Dem Zurüſi
ben des Weribriefverkehrs ſteht eine Zunahme der Poſtaum
gen und Zahlkarten gegenüber. Im In= und Auslandsnt
iſt eine Anzahl Verkehrsverbeſſerungen eingeführt worden,
Zahl der Poſtſcheckkonten hat ſich in der Berichtszeit auf 9.
erhöht. Das Guthaben der Poſtſcheckkunden betrug Eude
tember 557 Millionen RM., der Telegrammperkehr zeigt 1
das Vorjahr keinen erheblichen Unterſchied, während der Se
verkehr eine beträchtliche Steigerung aufweiſt. Die Zah.
Sprechſtellen iſt in der Berichtszeit auf 2 729283 angew
Infolge des Ausbaues des Fernkabelnetzes konnten die
ſprechbeziehungen zum Ausland faſt nach allen Nichtunge:
gedehnt werden, ſo nach Ungarn, den Niederlanden, Belgi=l
Polen. Im Auslandsfunlverkehr wurden in der Beri=
419 200 Telegramme mit über ſechs Millionen Wörtern bei=)
Unmittelbare Funkverbindungen konnten mit der Türkei un
Philippinen eröffnet werden. Ferner wird über die Einrrt
weiterer Funlperbindungen über London und über Liſſabon
Afrika und Auſtralien und über dadurch eingetretene Gell
ermäßigungen berichtet. Die Zahl der Rundfunkteilnehnn=
erheblich
zugenommen. Sie betrug am Ende der Ber
1 757 683; in den Monaten April und Juni wurden in g
land 1003 Schwarzhörer rechtskräftig verurteilt. Dem FlI
dienſt dienten am 1. September 20 Flugfunkſtellen. Die E.
men haben ſich infolge der günſtigen Konjunk urverhältnn
allgemeinen Wirtſchaft gut entwickelt. Sie entſpreche:
Schätzungen, die ſich auf die Verkehrsſteigerung und a
Mehreinnahmen aus der Gebührenerhöhung ſtützen. Es uw zſ Ehitenaushe dhe.
504,8 Millionen RM. eingenommen, und 499,3 Milliones MuAchen die Shloktt.
autsgegeben.
Die Beſoldungsreform
im Haushaltsausſchuß erledigt.
Der Haushaltsausſchuß des Reichstages nahm eine V..
trumsantray an, wonach durch den Abbau der Sonderzr
in teinem Fall ein Beamter gegenüber der neuen Beſo=
ordnung
ſchlechter geſtellt werden darf. Etwa zuviel MMMlSppeit Mrd ad
Vorſchüſſe ſollen niedergeſchlagen werden. Vom Zentrunm,W emen Zockrnd. L
der Regierung empfohlen, als Abſindung beim Abbau TeRksin ausgeführt wur
lichen Sonderzuſchläge am 1. Januar 1928 den Jahresbe?/Ajnndrn dank der üb
Sonderzuſchläge und am 1. Januar 1929 noch einmal dia Ingeboten iſt. Ein Eti
dagon zu gewähren. Von der Regierung wurde ein Erxgndie Ausführung der
kommen auf dieſer Grundlage zugeſagt. Der Vorſitzenda ß
feſt, daß damit das große Werk der Beſoldungsreform von/ imnter eine Zenezick
ſchuß erledigt ſei. Reichsfinanzminiſter Dr. Köhler
namens der Reichsregierung dem Ausſchuß für ſeine aufc. ) ruhenden Leiter
Arbeit. Die Beratung der Beſoldungsvorlage im Plen I/4ues Arbeiten der I
Reichstages iſt erſt für Dienstag zu erwarten. Die Animoß;
Fürſorgemaßnahmen für Kleinrentner noch vor Weikle
wurden dem ſozialpolitiſchen Ausſchuß überwieſen.

NB Stagtes finanziel
Aufehärt hat, wird
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Weitere Zunahme der Arbeitsloſigkefd zun g
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2, Lanzelot und Sande
Die ſaiſonmäßige Verſchlechterung des Arbeitsmarktes
m 15. Dezember, in
jedem Winter einzutreten pſlegt, macht ſich jetzt iu vollenW ginerkſam gemacht. 9
fange bemerlbar. Der Zugang an Arbeinsloſen kommt /7=vſſe
hat, wollen ſid
Hauptſache von den Außenarbeitern in den Saifonberuff:Aan Veißen Turm, rech
Zahl der Hauptunterſtützungsempfänger in der Arbeitsl ichrur Epiele ſei bem
ehalt dem Jahreskr
ſicherung betrug am 30. November rund 605 000 (m
im Gegenſatz zu
507 000, weiblich 98000) gegenüber 395 000 am 15. Novenm
tlen, zwei Spiele eit
iſt alſo um rund 210 000 oder um 53,2 v. H. geſtiegen.
51 möge damit auch der
lich geringer iſt mit 16,7 v. H. die Zunahme in der KrifsMr Luſtige allein nich=
ſtützung
. Hier ſtieg die Zahl der Hauptunterſtützungsen Mühſche Alodemie hir
von 125 000 am 15. November auf 147000 (männlich
19r. Verner Kul
weiblich 27 000) am 30. November.
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verloren in Pfungſtadt oder *
amn Mittwoch, den 30, November.
erſetzl ches Andenken, Finder be
in Heidelbergerſtr. 14 ſofort 30 C

Kkeine Anzeigen an und Vertäuf!
finden durch das Darmftädter AcN
die meikeſie Verbreitung

[ ][  ][ ]

343

Sonntag, den 11. Dezember 1927

uus der Landeshauptſtadt.
Darmſtadt, 11. Dezember.
gr=oßer Weihnachtsverkauf, leuchtet bei eimtretender Dunkelheit
Buchſtaben dem einkaufenden oder in Darmſtadt luſwwandeln=
zen
ichl=um in der Ludwigſtraße entgegen. Schon von weitem ſtrahlen
u.44 treifen, die die Geſchaftshäuſer der Ludwigſtraße in ſchöner
nch zu dem wirkungsvollen Reklameruf Großer Weihnachtsver=
heiden
Seiten der Straße in der zweiten Stock=Höhe angebracht
HLichtpfeile, die nach dieſer Straße mit einem großen Kauft
tauchen dieſe in blendende Helligkeit am Abend, ſo daß auch
awollen Ausſtellungen und geſchmackvollen Schaufenſterdekora=
vrkungsvoll
zur Geltung kommen. Moderne Lichtbäume an
mrrißenenden geben einen originellen Abſchluß bzw. Eintritt zu
Zahtſtraße‟. Aber nicht nur die Ludwigſtraße verdient beſon=
erkennung
für ihre großzügige Weihnachtsreklame, ſondern auch
nerbarte Kirchſtraße, deren Geſchäftshäuſer in mannigfaltiger
riellen Licht=Hinweiſen die Paſſanten zum Eintreten einladen.
aeſſen werden ſollen die zahlreichen übrigen Firmen, die durch
chcame, lebende Chriſtbäume mit Kerzenbeleuchtung u. dgl. oder
ſchmackvolle Fenſterdekoration zur Belebung des Straßenbildes
nd /dzeitig zur nötigen Weihnachtsſtimmung beitragen.
h fſiſches Landestheater. Es ſei nochmals darauf hingewieſen,
er Gaſtſpielen des Diaghileff=Balletts am 14. und 15.
im Großen Haus die Mieter heute Sonntag noch ein Vor=
haben
. Preiſe 0,808,00 Mark; der allgememe Vorverkauf,
10,00 Mark, beginnt morgen Montag.
der Erſtaufführung des Kindermärchens Drilltrall und
rüder von Erich Ponto am Donnerstag, 15. Dezember, be=

wVorverkauf am Montag, 12. Dezember. Preiſe 0,502,50 Mk.

Seite 5

mſinger Reinfeld vom Opernhaus Köln als Gaſt. Muſika=
ilrung
: Generalmuſikdirektor Dr. Böhm.
jächſte Neuheit im Schauſpiel iſt Carlo Goldonis Der Im=
o
von Smyrna in einer neuen Bearbeitung von Paul
Id. Die erſte Aufführung iſt auf Ende des Monats angeſetzt.
Hwerbemuſeum. Am Dienstag, den 13. Dez., 8.15 Uhr, findet
bemuſeum ein Offener Abend ſtatt, an dem Lichtbilder
ſhnachtskrippen gezeigt werden. Die Muſikanten=
hat
ſich freundlichſt bereit erklart, an dieſem Abend einige Weih=
der
vorzutragen. Der Eintritt iſt frei,
ſye Spitzenausſtellung im Gewerbemufeum. Im Jahre 1854
ger Schleſien die Spitzeninduſtrie eingeführt und bis zur Inflation
em des Staates finanziell unterſtützt. Trotzdem dieſe Unterſtützung
wr aufgehört hat, wird die Spitzeninduſtrie in Schleſien immer
ſſonders auch in eigenen Spitzenſchulen, gepflegt. Welch kunſt=
theiten
hier ausgefuhrt werden, die ſich den bekannten Brüſſeler
ezfaniſchen Arbeiten voll an die Seite ſtellen können, wird heute
en ab 11 Uhr im Gewerbemuſeum in einer Spitzenausſtellung
Wir hatten geſtern bereits Gelegenheit, dieſe Ausſtellung zu
hin, zu der Frau Margarete Siegert, die Leiterin der Schleſi=
bisenſchlen
in Hirſchberg, liebensrürdigerweiſe Erläuterungen
rau Siegert wird auch heute perſönlich anweſend ſein und um
ninen kleinen Vortrag über die ausgeſtellten Arbeiten halten. Die
die in mühevoller tagelanger Handarbeit von Töchtern ſchleſiſcher
gamilien ausgeführt wurden, ſtellen komplizierte Kunſtwerke dar,
wew undern dank der überſichtlichen Anordnung der Ausſtellung
heit geboten iſt. Ein Stück beſonders hervorzuheben iſt deshalb
ch. da die Ausführung der Stüicke durchweg Muſterarbeiten ſchuf.
Spitzenkragen, an Crepe Georgette eingearbeitete Spitzen, ganze
ndarunter eine Venezianerdecke, die aus 36 Einzelteilen kunſtvoll
ungeſetzt iſt, Spitzenbrautſchleier, Taufkleidchen u. dal. Die feinen,
iablichen Handarbeiten, die nicht wur hohes Kunſtverſtändnis
drnggebenden Leiter der Induſtrie, ſondern auch peinlich ſauberes
diges Arbeiten der beauftragten Künſtlerinnen vorausſetzen,
ſcon aus dieſem Grunde wärmeres Intereſſe der Darmſtädter
welt finden, ganz abgeſehen davon, daß durch dieſe Ausſtellung
hait gegeben iſt, dicſen Zweig des deutſchen Kunſtgewerbes näher
zu leinen.
darmſtädter Spielſchar. Nochmals ſeien alle unſere Intereſſenten
heiden Auffühwngen der Zwei Spiele der Liebe‟ (,Gevatter
Lanzelot und Sanderein) am Mittwoch, den 14., und Don=
den
15. Dezember, in der Aula der Landesbauſchule, Neckar=
aufmerkſam
gemacht.. Alle Mitglieder, die unſer Bote nicht zu
roffen hat, wollen ſich bitte bei Firma Muſikalienhandlung
m Weißen Turm, rechtzeitig mit Karten verſehen. Zu dem
der Spiele ſei bemerkt: Wir ſuchen ſie jeweils in ihrem
gsgehalt dem Jahreskreis anzupaſſen (Advent), und ſo haben
nal, im Gegenſatz zu unſeren letzten kindlich ausgelaſſenen
bielen, zwei Spiele eines gemeſſenen, feierlichen Ernſbes ge=
So möge damit auch der Wunſch derer erfüllt ſein, denen etwa
r Luſtige allein nicht zuſagt.
ötädtiſche Akademie für Tonkunſt. Der zweite Filmvortrag
n Dr. Werner Kulz über Richard Wagner iſt mit
auf die Hauptprobe und das Konzert des Muſikvereins vom
12., auf Donnerstag, 15. Dezember verſchoben worden.
wites Konzert des Muſikvereins. Auf vielfach geäußerten Wunſch
Dienstag, den 13. Dezember im Großen Haus des
Maters unter Leitung von Generalmuſikdirektor Dr. Böhm das
Deutſche Requiem von Brahms in ſorgfältiger Neueiſtudie=
Aufführung. Auch die beiden Soliſten, Frau Thea Böhm und
ims Komregg, laſſen einen hohen muſikaliſchen Genuß erwarten.
erkauf bei Konzert=Arnold, Wilhelminenſtraße. Zur Hauptprobe
Untag, 12. Dezember, findet kein Kartenverkauf ſtatt. Mitglieder
egen Vorzeigen der Mitgliedskarte Zutrſtt. Der Anfang der
toße und des Konzerts iſt anders als bisher im Anzeigenteil
den Plakaten angegeben auf abends 8 Uhr feſtgeſetzt.
Freunde der Darmſtädter Realanſtalten. Am nächſten Mittwoch
Schriftführer der Vereinigung Alt=Darmſtadt Herr Hugo
bei Heß, im Gartenſaal, über Darmſtadt als befeſtigter Ort
Der geſchätzte Redner, der ſich mit bewundernswertem Eifer
Geſchichte unſerer Vaterſtadt vertieft hat, beabſichtigt über die
ſprechen, in der Darmſtadt noch von Mauern umgeben war, die
und Wehrtürmen verſehen und durch vorgeſchobene Türme,
und Paliſaden geſchützt waren. Erſt in jüngſter Zeit wurde in
eSzeitungen über die Stadtmauer geſchrieben. Ein Leil derſelben
Ausſchachten des Neubaues für das Seidenhaus Volz freigelegt
der Stadtverwaltung in Bild und Maß aufgenommen worden.
im Umbau des Mainzer Warenhauſes wurden Mauerreſte und
hegegenſtände gefunden. Dieſe Funde dürften das Intereſſe am
der Stadtmauer wieder geweckt haben, deren Bau unter
II. von Katzenelnbogen ein Jahr nach der Verleihung der
und Feſtungsrechte an Darmſtadt, alſo 1331, begonnen wurde.
hrkand geſtattet ſich, die Mitglieder mit ihren Damen und die
hrcen Gäſte einzuladen und bittet die Bereitwilligkeit des Vor=
n
durch zahlreichen Beſuch zu ehren. Die Veranſtaltung findet
en Eintritt ſtatt und beginnt um 8½ Uhr.
EEvang. Jugendvereinigung der Petrusgemeinde. Unſer Weih=
Mörntiſch im Gemeindehaus, Eichwieſenſtraße 8 (1. Stock), iſt
ind am 4. Advent von 116 Uhr geöffnet. An den Werktagen

Verkauf, nachmittags von 59 Uhr ſtatt. Wir bitten die
unſerer Gemeinde herzlich, von dieſer Einrichtung regen Ge=
ſuchen
zu wollen. Außer Büchern, Bildern, Kalendern u. a. m.
auch kunſtgewerbliche Gegenſtände verſchiedenſter Art zum
Ferner weiſen wir darauf hin, daß heute abend 8.15 Uhr
gafte
mändehaus ein Weihnachtsmärchen von Walter Flex
d.
wird, wozu wir jedermann, vor allem die Mitglieder der
Elereinigung und des Frauenvereins, herzlichſt einladen. Der
ſſt frei.

Kapitän a. D. W. v. Senden, Darmſtadt, einen durch 120 Licht=
bilder
veranſchaulichten Vortrag über das Thema: Vom Schiffsjungen
zum Kapitän. See=Erlebniſſe aus 42 Jahren in Krieg und Frieden
halten. Der Vortrag findet ſtatt im Fürſtenſaal des Reſtauronts
Chriſt (Grafenſtraße), am Donnerstag, den 15. ds. Mts., abends 8 Uhr.
Auf ein zahlreiches Erſcheinen unſerer Mitglieder und ihrer Familien=
angehörigen
wird beſtimmt gerechnet, da der Redner bereits durch
mehrere ähnliche Lichtbilder=Vorträge in den geweiblichen Kreiſen
beſtens bekannt iſt. Gäſte können eingeführt werden. Auf die Ver=
öffentlichung
im Anzeigenteil der heutigen Nummer wird verwieſen.

Mitkwoch

gaſtiiert das ruſſiſche Ballett.

und
Donnerstag Biaghileff
im Großen Haus des Landestheater.
Mieter nur heute noch Vorkaufsrecht
bei ermäßigten Preiſen.
19947

Der Geflügelzuchtvcrein Darmſtadt hält am 12. d. M. ſeine
Weihnahtsverſammlung im Fürſtenſaal, in der Reſtauration Chriſt,
Grafenſtraßo, ab. Der Glanzpunkt des Abends wird ein Vortrag über
Geflügelzucht mit Vorführung von 120 Lichtbildern ſein. U. a. wer=
den
bei dieſem Vortrag Originalaufnahmen von dem Weltgeflügel=
kongreß
in Ottawa gezeigt, die jeden Züchter intereſſieren dürſten. Eine
reichhaltige Weihnachtsverloſung findet ebenfalls ſtatt. (Siehe Anz.)

Deutſcher Pferdeſport=Kalender
Pferdefreunde
verwenden als Weihnachtsgabe
Zinſels Pferdeſport=
Abreiß=Kalender 1928
Deutſcher Sport
in Bild und Wort
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Dieſer Kunſikalender erſcheint ſeit vielen Jahren und gibt
in ausgewählten Bildern und von bekannten Fachleuten
geſchriebenen Texten einen Ueberblick über den derzeitigen
Stand von Zucht und Rennen, Turnierſport,
Polo, Jagdreiten uſw.
Zu haben in allen Buchhandlungen, beim Verlag Ed. Zinſel,
Darmſiadt, Riedeſeiſtr. 39 und in der Geſchäftsfelle des
Darmſtädter Tagblattes.
(192471g

Bayreuther Bund der deutſchen Jugend, Ortsgruppe Darmſtadt.
Der auch ohne Zuſammenhang mit dem erſten verſtändliche zweite Wag=
ner
=Vortrag des Herrn Dr. Kulz findet nicht am Montag, den
12. Dez., ſondern am Donnerstag, den 15. Dez., ſtatt.
Die diesjährige Weihnachtsfeier der Muſikantengilde Darmſtadt
findet Montag, 19. Dez., abends in der Stadtkapelle ſtatt. (S. Anz.)
K
V
O
V

Zum Schlossgraben

19441)

führt Ihr Weg, wenn Sie gute
U. billige Fertigkleidung suchen.
OTEGNULLER
hat sie in reicher Wahl.
Sonntag ab 11 Uhr geöffnet.

p. Große Stafkammer. Das Bezirksſchöffengericht hat einen Land=
wirt
und Beigeordneten eines Riedortes wegen des Verbrechens des
Untemehmens der Verleitung zum Meineid freigeſprochen. Gegen das
am 7. November erlaſſene Urteil hat die Staatsanwaltſchaft Berufung
eingelegt. Ueber den Sachverhalt haben wir aus Anlaß der Verhandlung
in erſter Inſtanz im einzelnen berichtet. Das Urteil verwirft die Be=
rufung
der Staatsanwaltſchaft.

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Sonntag, den 11. Dezember, 17 Uhr, Ende 22 Uhr. Sonntags=
fremdenmiete
grün 5 und weiß 6. Der Ring des Nibe=
lungen
von Wagner. Dritter Tag: Götterdämme=
rung
. Preiſe: 1.50 bis 15 M.
Montag, den 12. Dezember, 20 Uhr: Hauptprobe zum
Konzert des Muſikvereins. (Nur für Mitglie=
der
zugänglich.) Brahms: Ein deutſches Requiem.
Dienstag, den 13. Dezember, 20 Uhr: Zweites Konzert
des Muſikvereins. Brahms: Ein deutſches Requiem
Preiſe: 1.50 bis 7 M.
Mitttvoch, den 14. Dezember, 20 Uhr, Ende gegen 22 Uhr. Erſtes
Gaſtſpiel der ruſſiſchen Tanzgruppe Diaghileff. Vor=
verkauf
für Mieter zu Preiſen von 80 Pf. bis 8 M. am
Sonntag, den 11. Dezember. Allgemeiner Verkauf zu
Preiſen von 1 bis 10 M. ab Montag, den 12. Dezember.
Donnerstag, den 15. Dezember, 15 Uhr, Ende 17½ Uhr. Zum
erſten Male: Trilltrall und ſeine Brüder.
Märchen von Erich Ponto. Preiſe: 50 Pf. bis 2.50 M.
20 Uhr, Ende gegen 22 Uhr: Zweites und letztes Gaſt=
ſpiel
der ruſſiſchen Tanzgruppe Diaghileff. Vorver=
kauf
und Preiſe vergl. Mittwoch, den 14. Dezember.
Freitag, den 16. Dezember, 19½ Uhr, Ende gegen 23 Uhr. F 4
Darmſtädter Volksbühne). Das Käthchen von
Heilbronn Schauſpiel von Kleiſt. Preiſe: 90 Pf.
bis 9 Mark.
Samstag, den 17. Dezember, 14½ Uhr, Ende 17 Uhr: Trill=
trall
und ſeine Brüder Preiſe: 50 Pf. bis 2.50 M.
19½ Uhr, Ende 22 Uhr. Volksvorſtellung zu Einheits=
preiſen
: Der Zigeunerbaron, Operette von Joh.
Strauß. Preiſe: 1, 2, 3 und 4 M.
Sonntag, den 18. Dezember, 14½ Uhr, Ende 17 Uhr: Trill=
trall
und ſeine Brüder Preiſe: 50 Pf. bis 2.50 M.
19½ Uhr, Ende 22 Uhr. A
Tosca, Oper von
Puccini. Preiſe: 1.20 bis 12 M.
Kleines Haus.
Sonntag, den 11. Dezember, 19½ Uhr, Ende gegen 22 Uhr. Zu=
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I (5). Mein Vetter Eduard Schwank
von Friedmann=Frederich und Roberts. Preiſe: 1.20 bis
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Dienstag, den 13. Dezember, 19½ Uhr. Außer Miete. Der
Lumbeawend oder Mann is Mann. Heſſiſche
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Mittwoch, den 14. Dezember, 20 Uhr, Ende 22 Uhr. Zuſatz=
miete
II (4). Mein Vetter Eduard Preiſe: 1.20
bis 6 Mark.
Donnerstag, den 15. Dezember, 19½ Uhr, Ende 22 Uhr. Zuſatz=
miete
III (6). Im Dickicht der Städte, Schau=
ſpiel
von Bert Brecht. Preiſe: 1.20 bis 6 M.
Freitag, den 16. Dezember, 19 Uhr, Ende nach 22 Uhr. Zuſatz=
miete
V (6). FigarosHochzeit, Oper von Mozart.
Preiſe: 1.50 bis 7.50 M.
Samstag, den 17. Dezember, 20 Uhr, Ende 22 Uhr. Zuſatz=
miete
VI (6). Mein Vetter Eduard Preiſe:
1.20 bis 6 M.
Sonntag, den 18. Dezember, 11½ Uhr: Morgenfeier des
Schnurrbuſch=Quartetts. Preiſe: 50 Pf., 1 und
1.50 Mark.
19½ Uhr, Ende 22 Uhr. Zuſatzwiete TV (4). Inge=
borg
, Komödie von Kurt Goetz. Preiſe: 1.20 bis 6 M.

Die plaſtiſche Kunſt der Griechen, über die Herr Studienrat Dr
Karl Liſtmann am 17. Dezember ſprechen wird, hat Werke geſchaffen,
die in vieler Beziehung ſeither nicht wieder erreicht wurden und nicht
erreicht werden konnten, weil die einzigartigen Faktoren, die das Grie=
chentum
für ſie mitbrachte, zuſammen nicht mehr wiedergekehrt ſind. In
jeder ihrer Epochen hat ihre Eigenart unerſetzlichen Wert. Sie verſteht
alle Probleme zu löſen, mag man ihre ſtaunenswerte anatomiſche Be=
herrſchung
, ihre feine Anmut und zarte Frauenſchönheit, die imnige Be=
ſeelung
, die geſunde Kraft und Leidenſchaft, ohne ihre Lebensfreude auf
ſich wirken laſſen. Alle Fähigkeiten ſtehen ihr zu Gebote, ihre Ideen
in künſtleriſch geläuterter Form zu geſtalten. Noch in der bewegten
politiſchen Uebengungszeit bildet ſie Schöpfungen feinſten geiſtigen Lebens
und leitet die Kunſt zu techniſchen Höchſtleiſtungen. Die griechiſche Plaſtik
iſt mit der geſamten griechiſchen Kunſt ein lebendiger Beſtandteil aller
folgenden Kunſt. Keime Kunſt hat auf die griechiſche verzichten können,
ſo ſehr jede dem Denken und Fühlen anderer Völker und Zeiten gemäß
immer von neuem erſtehen muß. Sie iſt zur geiſtigen Ningſchule des
ſtrebenden modernen Künſtlers geworden. Für die geſamte Menſchheit
aber hat der ethiſche Grundzug ihres Weſens einen ewigen Bildungs=
wert
. Die griechiſche Kunſt iſt in dieſer Hinſicht ſelten vor eine ſo
ſchwierige Aufgabe geſtellt worden, wie ſie unſere Gegenwart erforder
Das Griechentum und ſeine Kunſt haben gerade heute zu beweiſen, ob
ſie noch etwas von den innerlich befreienden Kräften in ſich tragen, die
ſie durch die Jahrtauſende bewährt haben. Die Vielſeitigkeit ihres Weſens
und beſonders, ihrer Hoheit und Kraft ſich einzufühlen und dem in
ſprachlicher Formung gerecht zu werden, darin ſtellt die griechiſche Plaſtik
an jeden Interpreten eine beſondere Anforderung. Die nimmer müde
wiſſenſchaftliche Forſchung der Gegenwart ſtrebt zurzeit über der fort=
geſetzten
Verarbeitung neuer Ausgrabungsergebniſſe, den durch Wechſel
und Vielheit ſeiner Probleme äußerſt fefſelnden ſtilgeſchichtlichen Ent=
wicklungsverlauf
zu klären. Der Vortrag wird von zahlreichen aus=
erleſenen
Lichtbildern begleitet ſein. Er findet abends 8 Uhr im Neal=
gymnaſium
ſtatt.
Orpheum: Abſchiedsvorſtellung. Mit dem heutigen Sonntag endigt
das außerordentlich erfolgreiche Gaſtſpiel der allerſeits mir Entzücken auf=
genommenen
Revue Wiſſen Sieſchon . . .? Wer ſeither noch
keine Gelegenheit hatte, verſäume die heutige letzte Gelegenheit nicht!
Der Sonntagskartenverkauf findet ſtatt: Verkehrsbureau von 912 Uhr,
Zeitungskiosk E.nſt=Ludwigplatz von 1118 Uhr, ferner de Waal ( Rhein=
ſtraße
14) den ganzen Tag über bis 18 Uhr, und Kaſſe des Orpheums
ab 15 Uhr ununterbrochen. Numerierte Plätze von 2 Mark an.
Die Darmſtädter Buchhandlungen weiſen in der heutigen Nummer
darauf hin, daß ſie zu Weihnachten ihren Kunden die Neuerſcheinungen
des Jahres und die wertvollſten Bücher der allgemeinen Literatur in
großer und ſorgfältiger Auswahl zur Verfügung ſtellen können. Es
wird woh’ kaum einen Weihnachtstiſch geben, den nicht Bücher für Jung
und Alt zieren, Bücher, die dem Leſer Freude und Anregung gewähren.
Die Darmſtädter Buchhandlungen haben ſich von jeher bemüht, den Be=
dürfniſſen
auch der anſpruchsvollſten ihrer Kunden gerecht zu werden.
Ein Blick auf die Schaufenſter der verſchiedenen Buchhandlungen zeigt,
daß ſie auch bei den ſchwierigen heutigen Verhältniſſen dieſe Abſicht
durchführen. Da ja bekanntlich Bicher überall den feſten Ladenvreis
haben, kann man den Darmſtädter Käufern mit gutem Gewiſſen empfeh=
len
, die Weihnachtsbücher nur in Darmſtädter Buchhandlungen zu kaufen.
Insbeſondere Jugendſchriften und Bilderbücher werden in allen Buch=
handlungen
in beſter Auswahl und in allen Preislagen vorrätig gehol=
ten
. Schließlich ſei noch betont, daß jeder Käufer der aufmerkſamſten und
zuvorkommendſten Bedienung und einer ſachkundigen Beratung gewiß
ſein kann.

[ ][  ][ ]

Werbeabend des Ausſchuſſes
für Leibesübungen
im Großen Haus des Landestheaters.
Der Ausſchuß für Leibesübung in Gemeinſchaft mit der Darmſtädter
Turnerſchaft bielt am g ſtrigen Abend im Großen Haus des Heſſi=
ſchen
. Land stheaters mit den ihnen angeſchloſſenen Turn= und Sport=
vereinen
ſeinen diesjährigen Werbeabend ab. Vor gutbeſuchtem Hauſe
wickelte ſich in unnterbrochener Reihenfolge ein Progiamm ab, das ob
ſeiner glänzenden Aufmachng, ausgeführt von einer kraft= und geſund=
heitſtrotzenden
Jugend, ein herrlich’s Bild vom Stande der heutigen
Leibesübungen in Darmſtadt beredtes Zeugnis ablegte. In prächtigen
Darbietungen wetteiferten die einzelnen Vereine, jeder nach ſeiner Art,
Turnen und Sport in bichſter Vollendung, einer feſtlich geſtimmten Zu=
ſchauermenge
anſchaulich vor Augen zu füühren. Turnen und Sport im
Fühnenbilde war die Deviſe des Abends. Exakt, präziſe und meiſterhaft
in j. der Ausführung, wurde in dreiſtündiger Dauer immer wieder Neues
und zum Teil ſtaunenswerte Leiſtungen geboten, die in ihrer Geſamt=
heit
den Abend zu eimem wohltuenden und anregenden geſtalteten, wie
er ſelten in dieſer Art geboten wurde. Mehr als ein Erfolg für den
Ausſchuß und die Turnerſchaft als auch für ſeine Vereine, denen ſicher
neue Anregungen dadurch zugeführt werden
Den Abend eröffnete Herr Medizinalrat Dr. Friedrich, der in
einer Begrüßungsanſprache auf die Bedeutung der Leibesübungen ein=
driglich
hinwies. Anmtig führte die Jugend der Turngemeinde
Beſſungen 1865 Kindervolkstänze vor. Exakt fuhr die Jugend
des Darmſtädter Bieycle=Clubs 1883 einen Sechſevieder=
radreigen
. Rhythmiſche Keulenübungen wurden von den Damen des
V. f. L. Rot Weiß 22 muſterhaft vorgeführt. Etwas Neues brachte
die Jiu=Jitſu=Abteilung des Darmſtädter Fechtklubs. Ihre
Kopf= und Schulterzug=Uebungen, Halszerren und Fallübungen konnten
recht intereſſieren. Die Belaſtungsgruppen des Heſſiſchen Poli=
zeiſprtvereins
erregten ob ihrer Leiſtungen lebhafte Bewunde=
rung
. Der nur 106 Pfund ſchwere Untermann trug bei manchen
Uebungen eine Laſt von manchmal über 13 Zentner (neun Perſonen)
Dulch Dipl.=Sportlehrer UIrich führte wiederum V. f. L. Rot=Weiß
1922 gymnaſtiſche Frefübungen vor. Im leichten Säbel und Florett
zeigte, wie immer, muſterhaft der Darmſtädter Fechtklub Frei=
gef
chte. Ein ganz vorzügliches Barrenturnen wurde von einer Muſter=
riege
der Darmſtädter Turnerſchaft zur Schau gebracht.
Den zweſten Teil des Abends leitete ein ſauber und ſchön gefahrener
Jugend=Radreigen des Velocipedelub Darmſtadt 1899 ein.
Die Turngemeinde Darmſtadt 1846 zeigte durch ihre Frauen=
abteilung
, welche gute Schulung ſie in der Vorführung rhythmiſcher
Uebungen beſitzt. Die Grundregeln des Fußballſpieles (Ballſtoppen,
Kopfſpiel, Baſen) wurden vom Fußballklub Eintracht über=
zeugend
vorgeführt. Zu einem Boxkampf hatte V. f. L. Rot Weiß 22
den Herrn Eckert vom Mainzer Boxklub mit ihrem Herrn Hergt
gepaatt. Beide Herren verſtanden es vortrefflich, die Kunſt des Boxens
darzuſtellen. Intereſſant und anſprechend in der Aufmachung waren
die vom Kraftfportverein 1910 zur Vorführung gebrachten
beiden Ringkämpfe. In den Herren Schanz vom Turnverein Nieder=
Ramſtadt und Schwarz vom Kraftſportverein, ſowie in Herrn
Schanz II, ebenfalls vom Turnverein Nieder=Ramſtadt, und Herrn
Keitel vom Kraftſportverein ſtanden ſich zwei Ringerpaare gegen=
über
, die in techniſcher und vollendeter Form die Ringkampfkunſt zeigten,
wie ſie beſſer kaum möglich iſt. Die Kämpfe nahmen einen un=
entſchiedenen
Ausgang. Neben dem Kraftſportverem war es der Ath=
lerikſportverein
1895, der im Gewichtheben die Eigenart ſei=
nes
Sportes eindrucksvoll vorzu ſühren verſtand. Verſchiedene Uebungen
im Gewichtheben bis zu 210 Pfund wurden im Stoßen, Reißen, ein=
und beidarmigen Drücken gezeigt und damit bewieſen, welch fleißiges
Training zu ſolchen Leiſtungen erforderlich iſt. Die Mitwirkung des
Deutſchmeiſters, Herrn Schnabel=Neu=Iſenburg, gab der Darbietung
ihre beſondere Note. Ohne viele Schwierigkeiten brachte dieſer bis zu
230 Pfund zur Hochſtrecke. Seine, am Schluß dieſer Vorführungen ge=
zeigten
Muskelübungen erweckten ungemein Antereſſe. Ausgezeichnete
Kürübungen am Neck brachten wiederum die Beſten der Darmſtädter
Turnerſchaft meiſterhaft zur Vorführung. Den Schluß des Abends
hatte die Turngeſellſchaft 1875 mit der Darſtellung plaſtiſcher
Gruppen übernommen. Es bedarf auch hier keines Hinweiſes, daß dieſe
Gruppen recht zu gefallen wußten.
Alles in allem: ein wohlgelungener Abend, auf den die Veranſtalter
mit Stolz zurückblicken können.

Paulusgemeinde. Der vom Frauenverei veranſtalkete Teeabend
am letzten Donnerstag verlief in ſehr harmoniſcher Weiſe. Die Rednerin
des Abends, Fräulein Agnes Seeſemann, die Tochter eines balti=
ſchen
Pfatrers, ſprach einleitend in knappen Zügen von dem Kampf und
der Not, die im Laufe der Geſchichte den Baltendeutſchen auferlegt waren.
Dann erzählte ſie in ſchlichter und darum um ſo ergreifender Weiſe von
den unſagbaren Drangſalen des Deutſchtums im und nach dem Weltkrieg.
Zumeiſt waren es Erlebniſſe ganz perſönlicher Art. In atemloſer Span=
nung
lauſchten die zahlreich erſchienenen Zuhörer dieſen Schilderungen.
Zum Schluß gab die auch als Vortragskünſtlerin begabte Rednerin Pro=
ben
aus baltiſchen Dichtungen. Zwiſchendurch ſaug Frau Schimmel=
buſch
ſehr eindrucksvoll einige ſehr ernſte Lieder von Brahms und
Hugo Wolf, die ſich ganz vortrefflich der Stimmng des ganzen Abends
einfügten. Alles in allem: ein wohlgelungener Abend, der vollauf be=
friedigte
. Zum Schluß wurde mitgeteilt, daß am 19. Januar ein ähn=
liches
Thema uns beſchäftigen wird: Pfr. Wagner aus Bensheim wird
berichten über die Lage der deutſchen Bauern in der Dobrudſcha. Auf
dieſen Vortrag, der mit ſelbſtaufgenommenen Lichtbildern ſtattfinder,
werden auch die Freunde des Guſtav=Adolf=Vereins aufmerkſam gemacht.
Kirchengeſangverein für die Stadtkirche. Mit Rüickſicht auf das
Konzert des Muſikvereins muß die nächſte Probe verſchoben wer=
den
auf Freitag, den 16. Dez., abends 8 Uhr. Sie findet ausnahms=
weiſe
im Pädagogiſchen Inſtitut ſtatt, Alexanderſtraße R.

Briefkaſien.

Jeder Anfrage iſt die letzle Bezugsqulttung beizufügen. Anonyme Anfragen werden
nicht beantwortet. Die Beantwortung erfolgt ohne Rechtsverbindlichkeit.
N. B. 500. Der Feldſchütze wird wohl auf Angabe des Beſchädigten
hin für zur Anzeige verpflichtet gehalten werden müſſen. Iſt allerdings
kein Beweis für die in Frage ſtehende Zuwiderhandlurg zu erbringen,
ſo bürfte die Freiſprechung beim Beſtreiten des Veranzeigten die Folge
ſein müiſſen. Die weitere Frage iſt zu verneinen.

Matthe und Tou
(Erkrankungen der Atmungsorgane).
Ohne Luft kein Leben! Wenn die Atmungsorgane ihre Tätigkeit
einſtellen und der Lunge keinen Sauerſtoff zur Weitervermittlung mehr
zuführen, ſo iſt es aus mit dem Leben. Sind die Atmungsorgane
erkrankt, ſo können ſie natürlich nicht intenſiv genug arbeiten, und der
ganze Körper leidet darunter. Nun leiden viele Menſchen ſchon jahre=
lang
an ſolchen Krankheiten, ohne es zu wiſſen. Sie kennen wohl die
Namen, wie Bronchialkatarrh, Lungenſpitzenkatarrh, Luftröhrenkatarrh,
Kehlkopf=, Naſen=, Rachenkatarrh, Schnupfen, Erkältungen, Aſthma uſw.,
wiſſen aber nicht, woran man dieſe ſich ſo furchtbar henden
rank=
heiren
kennt. Wir wollen Sie aufklären und fragen Sie 2
Haben Sie oſt Huſten?
2. Fühlen Sie oft Trogenheit im Halſe?
9. Sind Sie oft heiſer?
4. Siud Sie oft erlältet?
5. Sind Ihre Luſtröhren oft verſchleimt?
6. Biſonders des Morgens?
7. Iſt Ihre Naſe oft verſtopft?
8. Haben Sie Beſchwerden beim Atmen?
9. Beſonders beim Treppenſteigen?
0. Iſt die Nafenſchleimabſonderung oft ſtarr?
11. Müſſen Sie zei weife anhaltend nieſen?
12. Hören Sie zeitweiſe ſchwer?
Beantworten Sie ſich dieſe Fragen ſelbſt. Es ſind dies alles An=
zeichen
von vorhandenen Entzündungen der Schleimhäute (Katarrhe)
und dieſe ſind gefährlicher, als man allgemein annimmt. Im Intereſſe
be
Allgemein!
nden wir koſtenlos die belehrende Schrift über die
Scibſtbehandlu
Schleimhäute mit dem Wiesbadener Doppel= Inha=
ito
: an jed
Man
reibe ſofort, denn jeder Tag bdeutet
ne Gefahr
tal, oder beſtelle gleich einen Wiesbadener Doppel=
Inhalator
ſparar iſt
Erfindung, welche von erſten Spezial=
arzten
als hert ragend au
efunden wurde. Auf kalt m Wege über=
führt
er eine medikamen öſe Flüſſigkeit in einen gasartigen Zuſtand.
Dieſer gasartige Medizinnebel wird genau wie Luft eingeatmet und ver=

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Der Deutſchnationale Handlungsgehilfen=Vevband, Ortsgruppe
Darmſtadt, lädt ſeine Mitglieder und deren Angehörigen zu ſeiner am
Sonntag, den 11. Dezember, abends 8Uhr, im Saal der Eintracht
ſtattfindenden Weihnachtsfeier herzlichſt ein. Für einen under=
haltſamen
Abend iſt geſorgt. Die Leitung liegt in den bewährten Hän=
den
des vom Stiftungsfeſt her noch in beſter Erinnerung befindlichen
Herrn Schauſpieler Bertſch. Eintritt frei. (Siehe heutige Anzeige.)
C. V. J. M. Heute abend 8 Uhr hält Stadtmiſſionsinſpcktor
Schöpwinkel aus Offenbach a. M. einen Volksmiſſionsvortrag im Heim,
Alexanderſtraße 22. Jedermann iſt herzlich eingeladen.

Wir machen unsere verehrl. Kundschaft
darauf aufmerksam, daß unser Geschätt
auch an den beiden letzten Sonntagen
vor Weihnachten
geschlosgen Bleibt.
Philipp Hess G. m. b. H.
Kleiderfabrik
Darmstadt
Schillerplatz

19393

Ueber das Leben unſerer Pilze wild der Darmſtädter
Forſcher Franz Kallenbach am nächſten Mittwoch einen gemeinverſtänd=
lichen
Lichtbü dervortrag halten. Zu dieſer Veranſtaltung des Deutſchen
Lehrervereins für Naturkunde ſind Gäſte (auch Nichtlehrer) herzlich will=
kommen
. (Näheres ſiehe Anzeige.)
Der Odenwaldklub Frankonia Darmſtadt hält
am Sonntag, den 18. Dezember, ſeine Weihnachtsfeier im Rummelbräu
ab. Das ausgearbeitete Programm, wo u. a, das Odenwälder Dorfſtück
Der Jagdaufſeher und das Weihnachtsſtück Sankt Nikolaus zur Auf=
ſührung
gelangt, bietet den Beſuchern einige genußreiche Stunden. Von
8 Uhr ab findet Tanz ſtatt.

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Künſtleriſche Weihnachtsfeier. Die Liedertafel
beabſichtigt, in dieſem Jahre von der ſeitherigen Gepflogenheit abzuſehen
und ihre Weihnachtsfeier am 1. Weihnachtsfeiertage im Städtiſchen Saal=
bau
in der Hauptſache von Künſtlern beſtreiten zu laſſen. Sie tut es ein=
mal
deshalb, um ſolchen Kräften, die aus ihren Reihen hervorgingen,
Gelegenheit zu geben, die Fortſchritte in ihrer Kunſt zu zeigen, daneben
auch auswärtigen Künſtlern ein Auftreten in Darmſtadk zu ermöglichen.
Der Chor wird ebenfalls neue Vertonungen ſeines Dirigenten und Kom=
poniſten
Karl Grim zu Gehör bringen. Schließlich werden auch Dilet=
tanten
(Damen und Herren des Vereins) zur Gehör kommen und ein
Werk des einheimiſchen Dialektdichters Heinrich Rüthlein aufführen. Zu
einem ab Mitternacht vorgeſehenen Ball wird durch das Streichorcheſter
des Vereins aufgefpielt. Näheres wird durch Anzeigen in den hieſigen
Tageszeitungen bekanntgegeben.)

mag bis in die verſteckteſten Teile der Atmungsorgane und Lungen z
dringen. Die Wirkung iſt verblüfffend. Dishalb verordnen ihn Spezial=
ärzte
, Lungenheilſtätten uſw.

Als Beihnachts=Geſchenk
koſtenlos
geben wir jedem Appa ate
einen Nickelhalter bei, zur
ſachgemäßen Aufbewahrung
des Apparates, jedoch
nur bis 31. Dezember.
Dieſer Gutſchein iſt mit der
Beſtellung einzuſenden.
Erſcheint nur einmal!

Der Preis iſt ſo geſtellt, daß ihn jeder kaufen kann. Er koſtet, ſofort
gebrauchsfertig für Mund und Naſe, mit Inhalationsflüſſigkeit mit
Extra=Doppel=Gummigebläſe 9,80 Mark. In eleganter Reiſeausführung
und verſchließbarem Etui 11,30 Mark portofrei innerhalb Deutſchlands.
Füir ſichere Ankunft wird garantiert. Keine weiteren Unkoſten. Er iſt
das wertvollſte Weihnachtsgeſchenk für jede Familie. Zirka 2000 Aner=
kennungen
von Aerzten und Patienten erhielten wir in einem halben
Jahre. Ein noch nie dageweſener Erfolg! Nachſtehend nur einige:
Von Aſthma und Bronchialkatarrh in 8 Tagen geheilt.
Glietzig, Kr. Regenwalde i. Pommern. Teile Ihnen mit, daß ich,
durch Ihren Doppel=Inhalator in 8 Tagen ganz geſund bin. Habe mick
ſchon 24 Jahre gequatt und kann nun wieder arbeiten, ſo daß ich woh!
ſagen kann, von meinem Aſthma und Bronchialkatarrh geheilt zu ſein.
A. Marlow.
Bronchialkatarrh, Schnupfen. Grippe.
Ich bin mit dem Inhalgtor auße’s dentlich zufrieden, mein fort=
währender
Bronchialtatgerh iſt gans derſchwunden, und unſere aanz
Frmilie iſt dieſen Winter von Halswey und Scnupfen, ſowie der ſtar:
epidemiſch auftretenden Grippe vollſtändig verſchont geblieben, was wir
Ihrem Apparat verdanken.

Ge amter gebnis der Angeſielltenverſicherun
Wahlen für Heſſen, Heſſen=Naſſau, Wast
und das Vahegebiet.

das Geſamtergebnis für den Main=Weſer=Gau, d. H. für Heſſen.
Naſſau, Waldeck und das Nahegebiet aus insgeſamt 81 Wahlbs.,
wie folgt mit:
Verband menzahl Vetr.M. Erſ.M. Vrtr.M. gR
111
172
D. H. V. .. . . . . . . . . . . 18 659
83
Gedag=Verbände:

Stim= 1923 1921/22 . 24 085 116 195 100 .. 18 435 75 137 65 .46 711 199 349 176 16 531 31 97 47 15 40 19

Wilde ... ........... 1 156
So zeigt auch dieſes Ergebnis, wie das Geſamtergebnis im Reick=
überlegenen
Sieg des DHV.; er hat ſowohl den GDA., wie on
Afaverbände zuſammen weit überholt.
Weihnachts= und Neujahrsverkehr bei der Poſt. Es empfie,
mit der Verfendung der Weihnachtspakete möglichſt frühzeitig
ginnen, damit die Paketmaſſen ſich nichnt in den letzten Tagen
Feſt zuſammendrängen und ohne Verzögerung in die Hände der
fänger gelangen. Es wird dringend geraten, die Pakete unter 2 ½=
dung
guter Verpackungsſtoffe recht dauerhaft herzuſtellen, die AUf
haltbar anzubringen und den Namen des Beſtimmungsorte=!
näherer Bezeichnung der Lage beſonders groß und kräftig m
ſchreiben. Ferner darf nicht unterlaſſen werden, auf dem Paxt
die vollſtändige Anſchrift des Abſenders onzugeben und in dau
obenauf ein Doppel der Aufſchrift zu legen. Ebenſo ſind die
recht haltbar zu verpacken und zu verſchnüren; Hohlräume Fſ
Holzwolle oder anderem Füllmaterial auszufüllen, damit dii
dungen nicht eingedrückt werden können. Auch der Verkei
Jahreswechſel wickelt ſich glatter ab, wenn die Neujahrsbriefſerzn
möglichſt frühzeitig aufgeliefert und mit vollſtändiger Anſchrnf
Empfängers (Straße und Hausnummer mit Gebäudeteil und
werk, Poſtbezirk und Zuſtell=Poſtanſtalt) verſehen werden. Dwr
Angabe der Zuſtell=Poſtanſtalt auf den Briefſendungen nach Bemu
anderen Großſtädten wird deren Ueberkunft weſentlich beſchleunzn
wird auch empfohlen, die Freimapken für Neujahrsbriefe nicht m
30, und 31. Dezember, ſondern ſchon früher einzukaufen, darn
Schalterverkehr keine Stockungen eintreten. Am Samstau,
24. Dezember, werden bei den Poſtanſtalten, wie in de
jahren, Dienſtbeſchränkungen im Verbehr mit dem Publikum
ter:
nommen. U. a. werden die Poſtſchalter im allgeme
bis 4 Uhr nachmittags offen gehalten werden. Im
grammannahme= und Fernſprechdienſt treten Beſchränkungen ni
Wochenmaukt=Kleinhandels=Tagespreiſe vom 10. Dez. (je Ps)
Stück in Pfg.): Kohlrabi 5, Erdkohlraben 810, Gelbe Rüber,
Weißze Rüben 1012, Rote Rüben 1012, Schtvarzwurzeln
Spingt 2025, Römiſchkohl 15, Rotkraut 1820, Weißkraut
Wirſing 1012, Grüinkohl 1215, Roſenkohl 3035, Zwiebeln
Knoblauch 80, Tomaten 80, Kaſtanien 3540, Feldſalat 80, Endit-
1015, Kopfſalat 2025, Blumenkohl 45150, Rettich 520, Me-
7080, Radieschen 58; Kartoffeln 56: Tafeläpfel 1220, Wirrd
äpfel 815, Tafelbirnen 1220, Wirtſchaftsbirnen 815, Tranie
Nüſſe 5055, Apfelſinen 1015, Zitronen 510, Bananen 4555
rahmbutter 240250, Landbutter 21023), Weichkäſe 3540, K.
415. Eier, friſche 1720; Eänſe 130150, Hühner 130150 Err/
bis 150, Tmben 9100, Haſen 130160; Rindfleiſch friſch A
fleiſch 120, Schweinefleiſch 110140, Dörrfleiſch 160, Schinken 201
70160, Wurſtfett 60, Schmalz, ausgelaſſen 110.
Aus den Parteien.
Nationale Arbeitervereinigung Darmf
Die Weihnachtsfeier der Nationalen Arbeitertereinigung findet
Lereits im letzten Rundſchreiben bekanntgegeben Samstag.
im Rummelbräu (Rheinſtraße) ſtatt, und zwar die Kinderbeſcherung
Kaffee und Kuchen, Krippenſpiel und Geſangsvorträgen nachmitt1/
4 Uhr. Das Hauptprogramm mit Thegter, Konzert, Gedicht=
ſangsvorträgen
, lebenden Bildern, Tombola und Tanz iſt abends
Die Feſtrede hält der Landesvorſitzende der Partei, Herr Recht=
Dingeldey, M.d.L. Da der Andrang zu der Feier ein ſehr ſtard
wird, iſt es ratſam, ſich die Karten bereſts im Vorverkeuf zu
Der Eintrittspreis iſt ſo bemeſſen, daß es jedermann möglich
Feier zu beſuchen; er beträgt 50 Pfg., für Erwerbsloſe, Kle
Sozialrentner 30 Pfg. Die Beſcherliſte iſt bereits abgeſchl=
unſere
Kollegen auswärtiger Ortsgruppen werden Freiquartiere Eu
Meldungen nimmt die Geſchäftsſtelle der Vereinigung, Rheinſtr.ß
endgegen. Der Kartenvorverkauf finder ebenfalls auf der Geſchäuf
ſtatt. Saalöffnung halb 8 Uhr.

Tageskalender für Sonntag, den 11. Dezember 1927
Landestheater Großes Haus, Anf. 17 Uhr, Ende 2
Götterdämmerung. Kleines Haus, Anf. 19½ Uhm
gegen 22 Uhr: Mein Vetter Eduard. Orpheum, Anf.
Wiſſen Sie ſchon. Konzerte: Hotel Schmitz; Schlo
Weinhaus Maxim; Perkeo Varieté; Ludwigshöhe; Waldſchäl
Frankf, Hof; Reichskrone; Bismarckeck; Rummelbrau.
gold: Tanz. Perkeo: Weihnachtsfeier und Tanz.
abend: Geſ.=Verein Olympia Weihnachtsfeier. Kin
ſtellungen: Union= und Reſidenz=Theater.

Frl. Elſe Gräter, Gomaringen=Reutlingen, Tüt
Bekämpfer und Verhüter von Hals= und Lungenleiden.
Braunfels, Kr. Wetzlar, Homburger Hof. Benutze den
Inhalator ſchon ſeit ſeiner Erfindung; er ſollte eigentkich als Bet)
und Verhüter von Hals= und Lungenleiden in jeder Familie zu.
ſein. Es gibt auf dieſem Gebiete überhaupt nichts Beſſeres urd
facheres.
W. Bender, Fürſtl. Hegem=
Der Vorzug gegenüber anderen Apparaten.
München. Ich bezog vor zirka einem Jahr einen Wies-A
Doppel=Inhalator, mit dem ich, im Verhältnis zu anderen 4-0
Apuaraten, zufrieden bin. Der Wiesbadener Doppel=Inhalator
deren Apparaten gegenüber den Vorzug, daß die Saug= und Ber=
diiſen
im kleinen Glaskörper infolge ihrer Konſtruktion eine vie
ſivere und ſtärkere Verneblung der Medikamente ergeben, dal
kürzere Krankheitsbehandlung reſp. ſchnellere Heilung zur For
Ich verwende ſeit Jahrzehnten Inhalatoren verſchiedener Art, fa.
unaufgefordert dem Wieshadener Doppel=Inhalator den Vorzug!
Willibald Truppe, Plinganſerſtr.
Tropfen und Tees halfen nichts.
Kann nur Gutes über Ihren Inhalator berichten. Währ
früher bei Erkältungen alle möglichen Tees und Tropfen ohne
gebrauchte, darf ich mit dem Apparat nur einigemal inhalieren 1e
habe gleich Beſſerung bei wohluender Wirkung.
Elſe Seifert, Waldheim, Sa., Ullrichſts
Hartnäckigen Vronchialkatarrh losgeworden.
Mindelheim, Schtaven. Mit Hilfe Ihres Doppelinhaletors .
in wenigen Tagen einen hartnäckigen Bronchialkatarrh mit ſtnr
ſehleimung losgenorden.
Schuchardt, Generalleutnant :1
Zur Aufklärung! Es gibt minderwertige
ahmungen! Achten Sie deshalb genau auf unſere Firme
23
wirklich echten, vieltauſendfach bewährten Wiesbadener 2DP
lator mit dem Doppelzerſtäuber zu erhalten. D. R. P. Ausl==3,.
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Wiesboden 65, Rheinſtraß= 34, Gegr. 191*-
Verſanb nach allen Erdteilen. *

[ ][  ][ ]

Nar 383

Sonntag, den 11. Oezember 1927


ſt ä=

zu schenken.

Haaa,

MNdnd,

Wer Wäsche schenkt.
Soll daran denken.
zum Waschen auck

(F.2604

Geite 7

[ ][  ][ ]

Seite 8

Sonntag den 11. Dezember 1927

Aus Heſſen.
Starkenburg.
Griesheim, 10. Dez. In der nächſten Woche finden auf dem
hieſigen Truppenübungsplatz folgende Schar ſchießübungen ſtatt: Diens=
tag
, 13. Dezember, von 1217 Uhr: Donnerstag, 15. Dezember, von 12
bis 17 Uhr; Samstag, 17. Dezember, von 7.3012 Uhr. Im
Schüitzenhof, dem Vereinslokale des Kleintier=Zuchtvereins, ſpricht
am Sonntag nachmittag Herr Lehrer Boller über Praktiſche Erfah=
rungen
in der Nutzgeflügelzucht. Diejenigen Hundebeſitzer, welche im
Laufe des Jahres 1927 oder ſchon früher Hunde abgeſchafft, aber noch
nicht abgemeldet haben, werden darauf aufmerkſam gemacht, dies ſpäte=
tens
bis zum 31. Dezember 1927 nachzuholen. Die Abmeldung kann
ſchriftlich oder mündlich bei der Bürgermeiſterei erfolgen. Die Verbind=
lichkeit
zur Errichtung der Hundeſteuer, und zwar mit dem ganzen
Jahresbetrage, dauert bis zum Schluß des Jahres, in dem die Abſchaf=
fung
und Abmeldung erfolgt. Am Sonntag, den 18. Dezember, abds.,
veranſtaltet die Sängervereinigung Germania in ihrem Vereinslokal
Zum grünen Laub ihre Weihnachtsfeier. Zur Aufführung gelangt
das dreiaktige Weihnachtsſchauſpiel Durch Not und Leid zur Weih=
nachtsfreud
von K. Silber.
J. Griesheim, 10 Dez. Gemeinderatsbericht. In bieſiger
Gemeinde ſind zwei Lehrerſtellen definitiv zu beſetzen. Der Gemeinderat
ſchlägt unter 25 Bewepbern die Folgenden vor: Georg Hopp zu Nieder
Kinzig, Karl Vogel zu Schwabenrod, Philipp Bayer zu Pfeddersheim,
Auguſt Langner zu Griesheim. Die von der Kraftpoſtverbindung
DarmſtadtRhein von der hieſigen Gemeinde geforderte Garantie von
jährlich 300 Mark wurde übernommen. An die in der hieſigen
Holzhauerei beſchäftigten Holzhauer ſollen auch in dieſem Jahre wieder
zwei Meter Holz zum Tarifpreis abgegeben werden. Das zum Sprengen
von Holz erforderliche Sprengpulver wird von der Gemeinde geſtellt.
Die Grundbeſitzer zwiſchen Neue Darmſtädter=, Beſſunger=, Friedrich=
Ebert=Straße und Wolfsweg ſind übereingekommen, das in Betracht
kommende Gelände zur Bebguung umzulegen. Die für den Baublock
eſtgelegten Straßenfluchtlinien wurden vom Gemeinderat genehmigt
Der Heſſiſchen Landesbank in Darmſtadt wurde bezügl, der Hypothek=
darlehen
des Georg Keiler und Karl Wettmann, hier, der Vorrang vor
der Gemeindeforderung eingeräumt. Der Mietausfall der P. Leber 4.
Wwe., hier, im Betrage von 105,60 Mk., der durch eine Beſchlagnahme
der Wohnung hervorgerufen wurde, wurde auf die Gemeindekaſſe über=
nommen
. Seitens des Kreiswohlfahrtsamtes Darmſtadt iſt die Er=
richtung
von Freibädern angevegt worden. Zur Bearbeitung dieſer
Angelegenheit wurde eine Kommiſſion beſtimmt, beſtehend aus den Ge=
meinderäten
Engel, Maus, Nothnagel, Maſſing, Keller und Liederbach.
Denjenigen Viehbeſitzern, deren Vieh infolge Nichtträchtigkeit abgeſchafft
werden mußte, und ſich für den Abgang Erſatz beſchafft haben, wird
geſtattet, die Erſatztiere gegon Bezahlung der Hälfte des Deckgeldes dem
Faſelvieh zuzuführen. In hieſiger Gemeinde ſoll im kommenden Win=
ter
die Kinde ſpeiſung durchgeführt werden, ſie ſoll in einem Viertel=
Liter Milch und einem Brötchen beſtehen. Zur Durchführung dieſer
Speiſung wurde ein einmaliger Zuſchuß von 70. Mk. aus der Ge=
meindekaſſe
bewilligt
F. Eberſtadt, 10. Dez. Geiſtliche Abendmuſik. Am Sonn=
tag
(11. Dezember) findet in der evangeliſchen Kirche eine muſika=
liſche
Abendfeier ſtatt. Es wirken mit: Ellen Kiesling (Sopran),
Oskar Kleinberg (Violine) und Friedrich Eidenmüller (Orgel). Zu Ge=
hör
gebracht werden nur Werke von Dietrich Buxtehude (16371707).
Odenwaldklub. Die hieſige Ortsgruppe hält ihre diesjährige
Generalverſammlung am Mittwoch (14. Dezember), im Gaſthaus Zum
Mühltal (Klenk) ab. In dieſer Verſammlung wird der Wanderplan
für das Wanderjahr 1928 feſtgeſtellt und der Tag für die Abhaltung des
Dekorierungsfeſtes beſtimmt werden. Geflügel= und Tauben=
ausſtellung
. Mit der von dem hieſigen Geflügelzuchtverein veran=
ſtalteten
Geflügel= und Taubenausſtellung, die am Sonntag (11. Dez.),
im Gaſthaus Zur Eiſenbahn (Gruß) ſhattfindet, iſt auch eine Eier= und
Futterartikel=Schau ſowie eine große Tombola verbunden.
Eberſtadt, 10. Dez. Ausſtellung von Oelgemälden.
Im Schaufenſter des Betten=, Polſter= und Mößel=Spezialhauſes Knieß,
Oberſtraße 31, ſind gegenwärtig fünf verkäufliche Oelgemälde ( Blumen=
arrangements
und Stilleben), Werke der einheimiſchen Künſtlerin Frau
Frees=Weiße, ausgeſtellt, die Zeugnis eines reifen Könnens ablegen.

145 Pferde, 183 Stück Rindvieh, 662 Ziegen, 1 Schaf und 9269 Stück
Geflügel. Ein Vergleich mit dem vergangenen Jahre ergibt, daß die
Zahlen der Pferde und des Rindviehes konſtont geblieben ſind. Da=
gegen
iſt der Scheinebeſtand von 572 Stück im Jahre 1926 auf 690
ſtiegen. Die Schafhaltung war in Eberſtadt ſchon immer gering. Wäh=
end
im Vorjahre noch 4 Schafe gehalten wurden, konnte in dieſem
Jahre nur ein Schaf gezählt werden. Die Zahl der Ziegen iſt von 733
im Vorjahre auf 662 zurückgegangen. Zugenommen hat die Gefügel=
halhung
; denn im vergangenen Jahre wurden nur 8743 Stück Ge=
flügel
gezählt. Ueberhaupt kann feſtzeſtellt werden, daß die Geflügelzucht
ſtark im Steigen begriffen iſt. 1919 wurden beiſpielsweiſe nur 3554 Stück
Geflügel gezählt. Vergleicht man die letzten Jahre des vorigen Jahr=
hunderts
mit den heutigen Zahlen, ſo kann ganz allgemein geſagt wer=
den
, daß die Pferdehaltung, die Schweinehaltung und die Ziegenhaltung
vor 1900 ungefähr genau ſo ſtark war wie jetzt. Zurückgegangen iſt nur
der Beſtand an Rindvieh.
Aa.Pfungſtadt, 9. Dez. Organiſtendienſt und Chor=
ſchule
. Wie verlautet, beabſichtigen die Lehrer Eidenmüller und Saal,
ſe eine Chorſchule aus Schulkindern zu errichten. Die Chorſchule ſoll
m erſter Linie zur Verſchönerung des Gemeindegottesdienſtes dienen.
Ferner verlqutet, daß vom neuen Jahre ab ſich Lehrer Hofmann, Rektor
Wetzel und Lehrer Eidenmüller in den Organiſtendienſt teilen.
Aa. Eſchollbrücken, 20. Dez. Sparſame Sportler. Der Fuß=
ballklub
Germania hatte im Februar dieſes Jahres eine Weihnachts=
ſparbaſſe
ins Leben gerufen. Inzwiſchen ſind die Einlagen der Sportler
auf nahezu 3000 RM. angewachſen. Die Gelder können noch vor Weih=
nachten
zur Auszahlung gelangen.
Nieder=Ramſtadt, 10. Dez. Zur Weiterführung der
elektriſchen Straßenbahn vom Böllenfalltor nach
Nieder=RamſtadtTraiſa. Im Gaſthaus zur Poſt (Breidert)
dahier fand eine Verſammlung ſtatt, die ſich mit dieſem Thema befaßte,
und die überaus ſtark beſucht war; vertreten waren die Ortsgewerbe=
vereine
von Nieder=Namſtadt und Traiſa, die Vertreter der Gartenſtadt,
die Ortsbehörden dieſer beiden Gemeinden, und noch andere geladene
Perſönlichkeiten. Der Vorſitzende des Ortsgewerbevereins von Nieder=
Ramſtadt, Schreinermeiſter Keil. eröffnete die Verſammlung und gab
einen kurzen Rückblick über das Aufleben dieſer Angelegenheit im Früh=
fahr
dieſes Jahres, ſowie über den Fortgang der Verhandlungen bis zu
dem leider ſchon ſeit einiger Zeit eingetretenen Stillſtand. An der nun

einſetzenden ſehr regen Ausſprache beteiligten ſich die Herren: Ober=
ſekretär
Schäfer=Darmſtadt, Bürgermeiſter Jährling=Nieder=Ramſtadt,
Bürgermeiſter Scheerer=Traiſa, Rechnungsrat Aff=Nieder=Ramſtadt, Fa=
brikant
E. Doerr=Nieder=Ramſtadt, Kapitän a. D. Voit=Nieder=Ramſtadt
Lehrer Pohl=Nieder=amſtadt und Beigeordneter Brehm=Traiſa. Es
mußte mit Bedauern feſtgeſtellt werden, daß die von ſeiten der Heag
gegebene Zuſage, die Bahn bis November dieſes Jahres fertigzuſtellen,
bisher nicht erfüllt worden iſt. Es erſcheint unverſtändlich, warum der
Odenwald im Gegenſatz zur Bergſtraße ſo ſtiefmütterlich behandelt
wird, obwohl die Verwirklichung dieſes Projektes ſowohl vom wirt
ſchaftlichen als auch vom allgemein kulturellen Standpunkt aus ein Ge=
bot
der Zeit iſt. Die Stadt Darmſtadt insbeſondere dürfte durch eine
Verbindung mit dem vorderen Odenwald den größten Gcwinn haben.
Die Verſammlung iſt ſich einig darüber, daß für die Heag infolge des
ſtarken Verkehrs und bei dem Entgegenkommen der Gemeinden keinerlei
Riſiko beſteht. Sie würde bedauern, wenn andere als fachliche Gründe
bisher die Verzögerung verſchuldet haben ſollten. Die Verſammlung
beſtimmte einen Ausſchuß unter dem Namen: Verkehrsausſchuß Nieder=
NamſtadtTraiſa, der ſich wie folgt zuſammenſetzt: 1. Vorſitzender:
Schreinermeiſter Keil=Nieder Ramſtadt, 2. Vorſitzender: Oberſekretär
Schäfer=Darmſtadt, 1. Schriftführer: Lehrer Pohl Nieder=Ramſtadt,
Schriftführer: Lehrer Bolitſch=Nieder=Ramſtadt, Beiſitzer die Herren:
Büirgermeiſter Jährling=Nieder=Ramſtadt, Bürgermeiſter Scheerer=Traiſa,
Fabrikant E. Doerr Nieder=Ramſtadt, Rechnungsrat Aff=Nieder= Nam=
ſtadt
=Gartenſtadt, Beigeordneter Brehm=Traiſa, ſowie die Reſtaurateure:
Breidert=Nieder=Ramſtadt, Behrens=Traifa und Bachmann=Nieder Ram=
ſtadt
=Trautheim. Man beauftvagte den Ausſchuß, mit allen zu Gebote
ſtehenden Mitteln auf die Verwirklichung dieſes Planes hinzuarbeiten,
der einem dringenden Bedürfnis weiteſter Schichtew der Bevölkerung
Rechnung trägt.

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Wrcan.
Ak. Nieder=Ramſtadt, 10. Dez. Zum Wiederaufbau der
Zelluloidwarenfabrik von Max Richter, Nieder=
9amſtadt. Ganz Nieder=Ramſtadt ſteht wohl noch unter dem Ein=
druck
des verheerenten Großfeuers, und niemand, der dieſen Brand
mit angeſehen hat, wird es beſtreiten wollen, daß nicht bei einer ent=
gegengeſetzten
Windrichtung, oder zu einer Zeit, wo die Bewohner im
Schlafe lagen, das ganze Ortsviertel bis zur Schulſtraße den Flammen
zum Opfer gefallen wäre. Und von dieſem Geſichtspunkte aus betrachtet.
hörte man ſchon während des Brandes nur die eine Meinung: An die=
ſer
Stelle dürfte die Fabrik mit ſo feuergefährlichen Nohſtoffen, wie
Zelluloid, Adzedon und dergl., nicht wieder errichtet werden. In der
kurz darauf abgehaltenen Gemeinderatsſitzung lag das Wiederaufbau=
Geſuch Richter und mit dieſem auch ein Einſpruch der nächſtliegenden
Eirvohner vor. Nach einer eingehenden Ausſprache konnte der Ge=
meinderat
zu keinem anderen Beſchluß kommen, als den Einſpruch der
Anwohner für voll und ganz berechtigt anzuerkennen, was die Ableh=
nung
des Baugeſuches zur Folge hatte. Nun werden allerlei Gerüchte
in Umlauf geſetzt und Vorurteile gefällt, die mit den Tatſachen gerade=
zu
in Widerſpruch ſtehen. Wie liegen die Dinge in Wirklichkeit? Der
Gemeinderat war in ſeinem Beſchluß einmütig, wie dieſes ja auch
nach der Sachlage nicht anders ſein konnte. Zum Beweis dafür, wie
fehr dem Gemeinderat daran gelegen iſt, den Fabrikationsbetrieb des
Herrn Nichter der Gemeinde und der Arbeiterſchaft zu erhalten, fei die
Tatſache angeführt, daß die Gemeinde ſofort am Tage nach dem Brande
dem Herrn Richter die der Gemeinde gehörende Zündholzfabrik ange=
boten
und zur Benutzung überlaſſen hat. Herr Richter konnte alſo, wenn
er wollte, ſpäteſtens vierzehn Tage nachher mit ſeiner ganzen Beleg=
ſchaft
wieder voll arbeiten. Wäre dieſes auf irgend eine andere Art
ſchneller möglich geweſen? Im übrigen liegt ja alle Macht bei der vor=
geſetzten
Baupolizeibehörde, beim Miniſterium; wenn dieſe Behörde der
Auffaſſung iſt, daß nach Erfüllung aller Auflagen eine Gefahr für die
Nachbarn nicht mehr beſteht, ſoll es recht ſein.

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Nummer 349
P
M
Bk. Groß=Zimmern, 8. Dez. Aus der Konkursmaſſe der nißt
Firma Wiedekind u. Hempf wurde im Anfang dieſes Sommersn

Ziegelei auf der Landſtraße zwiſchen Gundernhauſen und Groß=Virö=

von einem Herrn Dr. Anton aus Darmſtadt käuflich erworhm
Betrieb befidet ſich in eifriger Tätigkeit und fabriziort einwarg

Ware, ſo daß die Fabrikation auf lange Zeit hinaus ausverka=
PA
Einige Dutzend hieſige Arbeiter finden dort lehnende Beſchäßt=
Es iſt nur unverſtändlich, daß die Konkursverwaltung nicht aucs
lange zum Verkauf des Sägewerks gekommen iſt.
Dieburg, 9. Dez. Am 1. 12. 1927 waren vorhanden: Stele
ſuchende: 759 (gegen 583 am 15. 11. 1927), davon ſind 698 Männen
und 61 Frauen (57). Unterſtützungsempfänger: In der Arbeit;

verſicherung waren vorhanden: 375 Männer (295), 49 Frauer=
zuſammen
424 (335). Kriſenunterſtützte: 45 Männer (31), 2=
(2), zuſammen 47 (31). In der Zeit vom 16. 11. bis 1. 1c0
wurden 336 Anträge auf Apbeitsloſenunte ſtützung geſtellt. In 81
richtswoche hat der Rückgang der Beſchäftigungsmöglichkeiten.
Außenberufen durch die Entlaſſungen hauptſächlich in dem Baugz=
zu
einer weiteren Steigerung der Arbeitsloſenziffer geführt.
Z. Groß=Umſtadt. 10. Dez. Aus dem Gemeinderatt
einer vorausgegangenen Beſprechung mit den hieſigen Holzhquermp
beſchloſſen, in dieſem Winter eine Anzahl etwa 56 Mann
beiter aus der Nachbargemeinde Wald=Amorbach als Holzbayu
zulaſſen. Gleichzeitig wird den hieſigen und auswärtigen Holzhaun
Zuſchlag von 10 Prozent zum Tarif gewährt. Bezüglich der
ſteuer wurde feſtgeſetzt, daß im Jahre 1928 dieſelben Sätze
Rj. 1927 zur Erhebung gelangen ſollen. Auf das Ausſchreir
Lieferung einer Jauchepumpe ſind mehrere Angebote eingelaufen.
werden der Baukommiſſion zur Prüfung übergeben. Die
November ſtattgehabte Laubſtreuverſteigerung wird genehmigt.
wird zu der Verpachtung verſchiedener ſtädtiſcher Grundſtücke=
zu
niedrigen Geboten die Genehmigung nicht erteilt. Die Grm
ſollen daher nochmals zur Verpacktung gelangen, und zwar 15.0
Dquer der Verpachtung bis zum Jahre 1935. Um den Ertty
ſtädtiſchen Wieſen zu heben, ſollen dieſelben mit Thomasmeh
werden. Zu dieſem Zweck werden bei der Bezugs= und Abſatza=
M M
ſchaft 150 Ztr. des genannten Düngers beſtellt.
Für den enne
echtſſe.
Gemeindekontrolleur Georg Bernhard Weber 3. wird Herr
H e
Magſaam 2. als Stellvertreter ernannt. Den Herren, die
er gab im
Viehzählung tätig waren, wird eine Vergütung von je 10 V0.
zauf Me Bet
willigt. Die für das zu erbauende Gruppenwohnhaus ge=
aich
eint Stricke
Ziegel wurden von dem Bauingenieur Ohl beanſtandet. Sie ſo.0
Fote 922
unter der Bedingung verwendet werden, daß die liefernde Fir
der a. 50 P
Garantie von 10 Jahren leiſtet. Dem Karuſſellbeſitzer J
Muchr fern, R. C

PAr
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Ddeutſe
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au Schiche
Füſterh it

aus Groß=Gerau wird der Reſt ſeines Platzgeldes mit 1
ann der M
im b
zum 15. April 1928 zinslos geſtundet. Gleichzeitig wird demſe=
H von zahlloſen

ſtattet, nach den in ſeinem Vertrag vom 11. April 1927 feſtgeſetztze
dingungen an Oſtern 1928 zu ſpielen. Während der geſt;
gehabten Erſatzwahl eines Vertreters zur Induſtrie= u
delskammer Offenbach für den Bezirk Groß=Umſtadt=Frig1 4dm Brſchäll.
herrſchte in unſerer Stadt ein außerordentlich reges Leben. u1/ſ mmd Gurghenle.
Dutzend Kraftfahrzeuge waren ſtändig unterwegs, um die
rechtigten zur Wahlurne zu bringen, wobei es auch an heiteren M1 eizieruelegengeieh
ten nicht fehlte. Von den aufgeſtellten Kandidaten, Arthur Rapr. Im Bicker, Ge 4
Umſtadt und Bär, Dieburg, twg letzterer mit knapper Mehr;
Sieg davon.
Bk. Kleeſtadt, 8. Dez. Der Obſt= und Gartenbauverein h
diesjährige Verſammlung ab, die mit einem Filmvortrag d
wirtſchaftlihen Verſuchsſtation Darmſtadt verbunden war.
ſitzende des Vereins, Herr Lehrer Funk, eröffnete die VerfarM) ien Paſſaheren Vel
und begrüßte die für hieſige Verhältniſſe zahlreich erſchienenen
der, vor allem aber die Vertreter der Landwirtſchaftlichen
ſtation, die Herren Dr. Bausmann und Dr. Schmitt. In einen/ Fapſlegung benk eine
ſtündigen Vortrag wurden die Anweſenden an Hand des F
kannt gemacht mit der ausgedehnten Tätigkeit der Verſuch
bem Gebiete der Unterſuchying der Dünge= und Futtermittel ur Meerpartien, das
waren. Im zweiten Teile wurden die Topfverſuche gezeigt,
der Verſuchsſtation in großer Zahl ausgeführt werden. Der leſſnwar eiſtaunt, als
des Films führte auf das Gebiet der Bodenunterſuchung nShu Glock zeigte
bauer zur Beſtimmung der Düngeſtoffe Kali und Phosphorfſ/e Die Kraftp
Ackerboden. Anfbließend an die Filmvorführung referierte Krf/Fuhin, und zwar A
Bausmann noch über Obſtbaumdüngung. Unter Punkt Mitt
ſprach Herr Lehrer Funk über lie Möglichkeiten beſſeren Obſtah. 0 brſghorn, 9. Dez.
kommenden Erniejahr. In der Diskuſſion machte Herr Bürg kznoſennhaft e. G.
Sauerwein darauf aufmerkſam, daß das Anſchaffen einer O
ſpritze zur Notwendigkeit geworden ſei. Herr Dr. Schmitt M./he ordentliche Mitg
eufmerhſam auf die Vorteile der Nachunterſuchung der Düm g tacs, Jatob Squer
und deren Koſten. Der Vorſitzende ſchloß gegen 7 Uhr die
laufene Verſammlung mit dem Dank an die Verſucksſtation
Zu weiteven Aus
Mitteilung, daß der nächſte Vortrag über Obſtbaumſchadlinge, u.
lauſenen
Velämpfung vom Landwirtſchaftsamt Groß=Umſtadt abgehalte A 15) erteilte er tem
Steinau i. Odw., 10. Dez. Auch in hieſiger Gemeinde
hm das Wort. Merg
Holzhauer zurzeit mit dem Fällen des Holzes beſchäftigt. Da
e wirtſchaf
dieſem Jahre wieder ſchönes Fichtenſtammholz zur Verſteigemn
die Entwicklung de
langt, iſt mit einer ſchönen Einnahme ſeitens der Gemeinde zu.
ſeſchloſſenen
Auch ſind ſchon viele Chriſthäume zur Stadt gebracht worden.
ahre betru
Chriſtbaumhändler ba; für dieſes Jahr ſeinen Betrieb eingeſte.
füher dem Vorjahre
mancher Landwirt, der ſich früher zum Fahren der Chriſthäur
b. J. betrug 500
hergegeben hätte, fährt heute mit ſolchen nach Darmſtadt.
vor, 4 v. H. an Die
Al. Höchſt i. O., 3. Dez. Odenwaldklub. Die Of
zatzung dem C
Höchſt i. O. des Odenwaldklubs hielt im Klublokal, Gaſthaus Zu
4. ſoll der
Breuberg, ihre Jahresverſammlung ab. Der 1. Vorſitzend=
ausgeſch

Oberbahnhofsvorſteller Hillenbrand, eröffnete die Verſammlien
begrüßte die erſchienenen Mitglieder. Zurückſchauend auf de
jeder
Ernſt 3
floſſene Vereinsjahr, welches ſehr zufriedenſtellend verlaufen i5
er für die rege Beteiligung an den Wanderungen und erwe
en Fi
onders die mehrtägigen Touren, deren Beibehaltung er in
urzei
kunftigen Wanderprogrammen warm befürwortete. Herr Rei
imnen für
cinen kurzen Ueberblick über die Finanzverhältniſſe. Alsdann
achmittagt
mwert
Vorſitzende den für 1928 aufgeſtellten Voranſchlag bekannt, geger
nennenzwerte Einwendungen nicht gemaht wurden. Für das
10. Dez.
verzogene Mitgtied Schriftführer Herrn Karl Pracht wurde A
Meter; am
ſpektor Hartmann zum Schriftführer gewählt. Auf Antrag des
ſitzenden, Herrn Geheimrat Seeger, wurde beſchloſſen, die
dahingehend abzuändern, daß die Vorſtandswahl in Zukunft u
durch geheime Stimmabgabe, ſondern auch durch Akklamation
kann. Vom Landwirtſhaftsamt Michelſtadt ſpricht am ko
Sonntag, 11. Dezember, uachmittags, im Saale des Gaſthau
Poſt Herr Drrektor S hönheit über das Thema Grünlan

Sport. Die 1. Elf des Sportvcreins Höchſt 1920 ſpielt
menden Sonntag gegen die 2. Mannſchaft des Sportvereins
aus dem hieſigen Sportrlatz. Angeſtelltenverſich
Bei der Wahl der Vertrauensmänner wurden hier insgeſamt
men abgegeben, die ſich wie folgt verteilen: DH.V. A1. G.*
Werkmeiſte=verband 13, Zentralverband der Angeſtellten 6.

Ien
ahmen de
Uc1em iet. Was Aauße
Efſalon, die Gele
Wüſtb. uſw. Der N
zug mid Erklärung
zn in Atem, ſtete 2
ganzen Aben
Wut Figte eine Karte d
m auf demſelben un
ſt und Elite
wirt. n auf den B
Lroff. 4muberzogen die zal
u0 Jupans. Bis n
birickhorn um 8.30
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uenmer 343
ſpichelſtadt, 9. Doz. Weihnachtspatenkinder. Ein von
en Overpfarrer darber, Bürgermeiſter Nitzel und Rektor Mader
z neter Aufruf dient dem Zweck, Familien und Einzelperſonen,
ſſ rhältniſſe es geſtatten, Kindern unbemittelter Eltern eine Weih=
wemide
zu bereiten, zu veranlaſſen, auf der Bürgermeiſterei um die
urng eines Weihnachtspatenkindes nachzuſuchen. Es werden hier=
z
verſtändlich beſondere perſönliche Wünſche gerne berückſichtigt.
er genannten Herven nehmen auch Geſchenke zur Verteilung an
umder entgegen. Um auch denen, welche ſch auf der Bürger=
. nicht melden, Gelegenheit zu geben, ſich dieſem edlen Hilfswerke
Alaßen, wird eine in den nächſten Tagen durch Boten zur Vor
umende Liſte Naum zur Aufnahme der einzelnen Wünſche geben.
wir, daß dieſem hochherzigen Liebeswerke der gleiche Erſolg wie
Itirhre beſchieden ſein möge, gilt es doch, an dieſem Feſte des Frie=
der
Freude, auf das ſich die Kleinen ſo ſehr freuen, auch derer
ken, die das Schickſal einen weniger ſonnigen Lebensweg
dSt.
(rbach i. O., 10. Dez. Dieſer Tage verließ Herr Gendarmerie=
hurſter
Karu, der hier ſeit 1919 ſtationiert war, Erbach. Er
ach Dieburg verſetzt. Man ſieht den pflichttreuen Beamten, der
Kreiſe ſeiner Kollegen großer Beliebtheit und bei der Bevölke=
emeiner
Achtung erfreute, nur ungern ſcheiden.

Sonntag den 11 Dezember 1027

Geite 9

Seerfelben, 10. Dez. Ihren erſten Vortragsabend für den
ſuzärgen Winter machte die hieſige Ortsgruppe des Odenwaldklabs
dahUremeinheit zugänglich, und ſo war am Mittwoch abend der
Bura Fvankenſtein bis auf den letzten Platz beſetzt, alles
rig auf Eine Reiſe auf einem modernen Ozeondampfer: Bre=
ittelmeer
SuezkanalIdienChingJapan, tie der gewon=
uoner
, Herr Kavitän Freiherr von Senden den Verſammelten in
urd Bild bot. Der Vorſitzende der Ortsgruppe, Herr K. Willen=
vegrüßte
den Nedner und tie Anweſenden und erteilte erſterem
ſort. Herr von Senden gab einleutend einen Ueberblick über das
turn des Norddeutſchen Lloyd von ſeiner Gründung im Jahre
auf die Jetztzeit. Er begann ſeine Tätigkeit mit 4 aus Eng=
rogenen
Schiffen. Als auch deutſche Schiffe gebaut wurden,
cin Wettbewerb in bezug auf die Schnelligkeit, die vor dem
4,5 und 24,7 Scemeilen erreicht hatte. Im Jahre 1913 hatte
460 Schiffe darunter 180 Großſchiffe. Damit beförderte er
m Jahr eine Million Paſſagiere und hatte 7½ Millionen Ton=
ung
, er gab im Jahr 28½ Millionen Mark für Kohlen aus,
Summe für Proviant, die Schiffe legten 7½ Millionen Sce=
urück
, eine Strecke, die 68 mal um die Erde reicht. Durch den
ritzurrde die Flotte des Norddeutſchen Lloyd faſt ganz beſeitigt, er
wieder ea. 50 Prozent ſeines Beſtandes und vielleicht iſt die
ſigt mehr fern, da er wieder über die ſchnellſten Schiffe der Welt
Nun begann der Redner mit ſeinem eigentlichen Thena und
abei von zahlloſen guten Lichtbildern unterſtützt, die zum Teil
Aufnahmen darſtellen. Die erſten Bilder zeigten Schiffstypen
E und jetzt; das Aeußere ud Innere eines modernen Dampfers
ſeun den Beſchauer, man beſtaunte die Ausmaße des Schiff s, die
ſtſuung und Einrichtung, wie die Wohn= und Schl=fräume Muſik=,

9r chi De äite e ie e Gean e eche
ſſeibung und Erklärung, die witz= und humorvollen Ausführungen
ſieden in Atem ſtete Aufmeikſamkeit und Fröhlichkeit herrſchten
des ganzen Abends. Nachdem man ſo das Schiff kennen ge=
ſhickte
, zeigte eine Karte den bevorſtehenden Weg. Man beſtieg im
pät den Paſſogieren den abfahrenden Dampfer und genoß nun
en auf demſelben und die herrlichen Bilder der Reiſe. Welche
tigkeit und Eite der tagsüber zu Gebot ſtehenden Speiſen!
Verpſlegung bietzt eine Reiſe zu Lande nicht. All die Freuden
eſte wirkt.n auf den Beſchauer ſeekrank wurde man ja nicht
vorüberzogen die zahlreichen Skizzen über Hefenſtädte, reizvolle
ua d Meerpartien, das Leben und Treiben der Bewohner Indiens,
3 und Japans. Bis nach Mitternacht ermüdeten weder Auge nochz
Miurn war eiſtaunt, als nach der Rückreiſe die Uhr ſchon ſo viel
ſwynig Glock zeigte. Ja, es war ein wirklich genußreicher
Die Kraftpoſt nach Hirſchhorn verkehrt
enerhin, und zwar Abfahrt hier früh 520 Uhr zum Anſchluß
in Hirſchhorn um 6.30 Uhr und 6,36 Uhr abgehenden Züge.
Hirſchhorn, 9. Dez. Die Konſum und landwirtſchaftlichen Ver=
ſiSgenoſenſhaft
e. G. m. b. H. Rothenbera=Hirſchhorn, mit dem
Mtothenberg, hielt in Rothenberg bei Gaſtwirt Siefert Zur
ihre ordentliche Mitgliederverſammlung ab. Der Vorſitzende des
t rates, Jakob Sauer 1. zu Nothenberg, eröffnete die zahlreich be=
Werſammlung, begrüßte die Anpeſenden und dankte für das Er=
Zu weiteven Ausführungen über die Entwicklung der Ge=
Mdaft im argelaufenen Geſchäftsjahr (vom 1. Auguſt 1926 bis zuim
1227) erteilte er dem Ge chäflsführer Heinrich Mergenthaler zu
huerg das Wort. Mergenthaler ging nach einem kurzen Aückblick
ie allgemeine wirtſchaftliche Lage vor, während und nach dem
ruf die Entwicklung des Rothenberger Konſumvereins und deſſen
ſteis im abgeſchloſſenen Geſchäftsjahre über. Der Umſatz im ver=
Geſchäftsjahre betrug 106 371,75 RM. Der Geſamtumſatz hat
ſcigenüber dem Vorjahre um 50 v. H. erhöht. Der Mitgliederſtand
Auguſt b. J. betrug 500. Die Verwaltung ſchlug der Generalver=
nurg
vor, 4 v. H. an Divilenden, im ganzen 1600 RM. auszuzahlen
zumäß Satzung dem Geſchäftsanteil gutzuſchreiben. Der Reſtöetrag
Müd,19 RSM. ſoll dem Reſervefonds gutgeſchrieben werden. Die
eecmäß ausgeſchiedenen Aufſich.Sratsmitglieder wurden durch Zu=
Fntimmig wiedergewählt. Zum Schluſſe wurde auf Antrag des
ſchllters Ernſt Bilp Hirſchhorn beſchloſſen, an angs nächſten Jahres
niehhorn einen Film über Ausbau der Konſumgenoſſenſchaften
üchren. Zurzeit findet in Hirſchhorn ein Kurſus für Hand=
hrerinnen
für Hirſchhorn und Umgebung ſtatt. Der Kurſus
Mitwoch nachmittags abgehalten und ſoll ungeſähr bis Weih=
zn
Lauern.
birſchhorn, 10. Dez. Waſſerſtand des Neckars am
ember: 1,04 Meter; am 10. Dezember: 1,05 Meter.

m. Hetzbach i. O., 10. Dez. Der älteſte Bewohner der hieſigen Ge=
meinde
und wohl auch eines größeren Umkreiſes, Herr Alt=Alt= Bürger=
meiſter
Seip, iſt im Alter von 92 Jahren geſtorben. Der Verblichene er=
freute
ſich bis kurz vor ſeinem Tode einer ſehr guten Geſundheit ſtets
betätigte er ſich noch in der Landwirtſchaft und bis vor einigen Wochen
ſah man ihn in Wald und Feld leichte Arbeiten verrichten.
Bl. Erlenbach bei Fürth. 10. Dez. Errichtung eines Fried=
hofs
. Nechdem ſchon längere Zeit unſer Gemeinderat ſich mit dem
Gedanken der Errichtung eines eigenen Friedhofs für unſere Gemeinde
getragen hot, iſt dieſer Plan nun Wirklichkeit geworden. An der
Straße Erlenbach-Eulsbach ſoll nu hinter unſerem Kriegerdenkmal
unſer Friedhof entſtehen Die Vermeſſungen ſind dieſe Woche erledigt
worden, ſo daß der Platz =lſtes Frühjahr fertiggeſtellt werden kann.
Seither muften, wie in den meiſten Gemeinden unſeres großen Kirch=
ſpiels
, die Verſtorbenen auf den eine Stunde weit entfernten Friedhof
neben der Kirche in Schlierbach gebracht werden.
4. Mittershaufen, 10. Dez. Lehrerwechſel Hier wird demnächſt
ein Lehrerwechſel ſtattfinden, denn Herr Lehrer Schlierbach, der ſchon
faſt 20 Jahre hier tätig war und ſich allgemeiner Beliebtheit erfreute,
hat eine Anſtcllung nach Langen erhalten. Herr Lehrer Schlierbach
kann auf ſeine ſegensreiche Wirhſaykeit hier ſtolz ſein und hat eine
beſſere Lehverſtelle wvohl verdient
m. Vom ſühlichen Odenwald, 10. Dez. Jagdliches. Nachdem
voriges Jahr ein Rudel Wildſchweine die hieſige Gegend derart be=
läſtigte
, daß Polizeiagden veranſtaltet wurden, zeigte ſich heuer in der
Gemeinde Schöllenbach wieder ſolches Wild. Der betreffende Jagdpäch=
ter
, Herr Barth=Heidelberg, erſegte einen kräftigen Keiler. Gelegeut=
lich
einer Treibjagd in Hetzbach wurden 8 Nehe und 3 Stück Mutterwild
erlegt.

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H. Von der Bergſtraße 10. Dez. Doppelfeſt. Der 74 Jahre
alte Vo grbeiter Phil. Böhler in Weinheim feierte dieſer Tage mit
ſeiner 73jährigen Ehefrau das Feſt der goldenen Hochzeit. Zugleich
konnte der Jubilar auf eine 50jährige Arbeitstätigkeit bei der Seifen=
fabrik
Bechtold u. Förſter zurückblicken. Die Firma überreichte dem
Jubilar die goldene Medaille des Veubandes ſüdweſtdeutſcher In=
duſtrieller
und zugleich ein Glückwunſchſchreiben des Reichspräſidenten
und als eigene Gabe eine goldene Uhr nelſt goldener Kette. Ferner
überreichten Landrat Dr. Pfaff ein Glückwunſchſchreiben des Staats=
präſidenten
und 50 Mk., Oberbürgermeiſter Huegel ebenfalls 50 Mk. als
Ehrengabe, und Dckau Koppert verehrte dem Jubilar eine Prachtbibel.
H. Aus dem Kreiſe Heppenheim, 10. Dez. Auzäſten von
Bäumen. Das Kreisamt fordert die Beſitzer von Baumpflanzungen
längs beſtehender Telegraphenlinien auf, gelegentlich der im Winter vder
Früßjahr ſtattſindenden Ausäſtungen der an dieſen Linien ſtehenden
Bäume ſoweit zurückzuſchneiden, daß Berührungen mit den Telegraphen=
drähten
auch beim raſchen Wachſen nicht vorkommen können.
C. Viernheim, 10. Dez. Gemeinderatsbericht. Schon zwei
Jahre lang fordert die Gemeinde bei dem Miniſterjum des Innern
die Erbauung eines Polizeiamtsgebäudes, da die Näume im Erdgeſchoß
des Nathauſes, in denen das Polizejamt Viernheim bei ſeiner Errich=
tung
imn Jahre 1921 notdürſtig untergebracht wurde, von der Ge=
meindeverwaltung
dringend benötigt werden. Uebrigens ſind die Räume
ir das Polizeiamt auch unzureichend. Nachdem nunmehr im 1927er
Staatsvoranſchlag die uötigen Mittel wied=rum nicht genehmigt wur=
den
, drängt der Gemeinderat auf unbedingte Eubauung des G=bäudes
im Jahre 1928. Der Bauplatz wird von der Gemeinde unentgeltlich zur
Verfügung geſtellt. Die unglickſelige Frage des Waldrezeſſes war wie=
der
einmal Gegenſtand der Beratung. Das heſſiſche Juſtizminiſterium
beharrt jetzt auf ſeinem ablehnenden Standpunkt bezüglih der Aufver=
tung
des jährlichen Rezeßgeldes von 41 000 Mark um ſo feſter, als die
Klage einer preußiſchen Gemeinde in einem ähnlich gelagerten Fall von
dem Neichsgerigt veruorfen wurde. Der Gemeinderat beſchloß, durch
eine Kommifſion nochmals mit dem Geitachter, Unierſitatsprofeſſor
Heinsheimer in Heidelberg, zu beraten und dann eventuell den Klage=
weg
zu beſchreiten. Auf Autrag des Stenographenvereins Gabels=
berger
wird die neu zu eröffnende Straße an der Schillerſchule Gabels=
bergerſtraße
benann:. Durch die ſtarke Zunahme der Stromverbrau=
cher
in den letzten Jahren iſt nunmehr das Orisnetz überlaſtet, nicht,
wie vielfach angenommen wird, zu ſchwach. Zur Behebung des Uebele
ſtandes ſollen dre.
Transformatoren in den einzelnen Stationen ein=
gebaut
werden. Die erforderlichen Mittel wurden bewilligt. Die
Einführunn der Filialſteuer
uird beſchloſſen, da die hieſigen Filialen
auswärtiger Firmen zur Eiemeindeſteuer doch nicht herangezogen werden
können. Der Freiſv, Sanntätskolonne wird für Uebungszwecke euu
Schurlſaal üiberlaſſen.
z. Groß=Gerau, 9. Déz. Erfatzwahl zur Handelskam=
mer
. Di
Handelskammerſwahl hatte folgendes Ergebni: Für Direktor
(Helvetiazverke,
Croß=Gerau) wurden 120, und für den Gegen=
Schick
kandibater, Direttor Dr. Herrmann (.AN. Guſtavsburg) 54
Stimmren abgegeben. Die Wahlbeteiligung betrug faſt 100 Prozent.
Mitte Ve
Nergantragke
u. Nervös-Erschöpite Spezialkuranstat Hofheim im Taunus
(1.8346
Prospekte durch:
bei Frankfurt aa Main
Dr. M. Schulze-Kahleyss, Vervenarzt.

Tagung des Hefſiſchen
Verkehrsverbandes.
WSN. Gießen, 10. Dez. Unter Leitung ſeines Borſitzenden,
Kaufmann Stemmer=Darmſtadt, hielt geſtern der Heſſiſche Verkehrsver=
band
in Gegenwart von Vertretern des Heſſiſchen Mäuiſteriums, der
oberheſſiſchen Provinz= und Kreisbehörden, der Stad verwaltung, der
Neichspoſt, der Induſtrie= und Handelskammern, und zahlreicher Städte,
ſeine diesjährige Hauptverſammlung im Gießener Stadtverordneten=
ſitzungsſaale
ab. Oberbürgermeiſter Dr. Keller begrüßte die Tagung
namens der Stadt Gießen. Provinzialdirektor Graef überbrachte die
Grüße der Provinz Oberheſſen. Beigeordneter Dr. Hamm=Gieſen
ſprach für den Verkehrsbund Oberheſſen. Der Vorſitzende Stcmmer ge=
dachte
in ſeiner Dankesanſprache auch des verſtorbenen Miniſters des
Innern von Brentano, der ſich um den Verband ſehr verdient gemacht
habe, ſowie des verſtorbenen Mitbegründers des Verbandes, Nektor
Selbſt=Oppenheim. In ſeinem Jahresbericht konnte der Vorſitzende von
einer ſehr gedeihlichen Arbeit des Verbandes auf dem Gebiete der Ver=
kehrswverbung
, der Fahrplanverbeſſerung, wie überhaupt der Förderung
des heſſiſchen Witſchaftslekens, ſoweit es in den Vereich des Verbandes
fällt, berichten. Der Nedner trat auch hier erneut dafür ein, daß das
Neichsehrenmal an den Nhein gelegt werde. Er ſprach ſich für eine rege
Unterſtützung der Arbeit der Neichszentrale ſür deutſche Verkehrswer=
bung
aus und brachte zum Schluß dem ſchwer leidenden beſetzten Ge=
biet
den einſtimmigen Treugruß der Tagung entgegen. Hierauf hielt
Univerſitätsprofeſſor Dr. Aubin=Gießen einen Vortrag über das Thema:
Städte und Verkehrslege ſtit dom Mittelalter, Regierungsrat Dr.
Krebs=Darmſtadt, ſprach über die Grundgedanken der Hafraſa, wobei er
betonte, daß es ſich hier zunächſt noch um eine Idee handele, die aller
außerordentlich zukunftsverheißend ſei, die marſchiere, und ſich immer
neite Anhänger erwerbe. Allerdings ſei in der näclzſten Zeit noch nicht
daran zu denken, daß dieſe große Autoſtraße nun auch bald gebaut
werde. Der Shndikus der Induſtrie= und Handelskammer Darmſtadt,
Negierungsrat Dr. Roeſener, referierte über heſſiſche Verkehrsfragen.
Im Anſchluß an ſeinen Vortrag legte er drei Entſchließungen vor, die
einſtimmig angenommen wurden. In der einen wird gefordert, daß
beim weitenen Ausbau des Fahrplanes geeignete Strecken, die bisher
nur rein örtlichen Verkehr mit langſam fahrenden Perſonenzügen hat=
ten
, in den Durchgauasverkehr mit ſchn Ufahrenden Zügen einbezogen
werden. In Heſſen kimen hierfür in Betracht die Strecken Gießen
AlsfeldGersſeld; Gießen-Gelnhauſen und MainzAlzetz. Von der
Neichsbahn wird baldige Erfüllung dieſer Wünſche gefordert. In der
zweiten Entſchließung wird verlangt, daß die Fahrpläne der Kraft=
wagenverbindungen
auch in die Kursbücher und Eiſenbahnfahrpläne auf=
genommen
werden. Die letzte Entſchließung ſtellt die Forderung auf, die
landſckaſtlich ſchöne heſſiſche Oberrheinſtrecke von Mainz über Nierſtein=
OppenheimWorms nach Mannheim in den durchgehenden Perſonen=
dampferverkehr
einzubeziehen. Der Vorſtand des Verbandes wurde be=
auftragt
, in dieſer Richtung energiſch weiter zu arbeiten. Aus den üb=
rigen
Verhandlungsgegenſtänden iſt hervorzubeben, daß die Herſtellung
heſſiſcher Filme und Reliefkarten ſtärker als bisher geſördert werden foll
und daß mehr Verwaltungsſonderzüge bei großen Veranſtaltungen in
Heſſen notwendig ſeien. Der Kaſſenbericht zeiate einen geſunden Stand
der Verbandsfinanzen. Der bisherige Vorſtand wurde einſtimmig durch
Zuruf wiedergewählt.
Aa. Enelsbach, 10. Dez. Bürgermeiſterwahl. Infolge Nück=
tritts
des Bürgermeiſters Anthes, der ſein Amt krankheitshalber nieder=
gelegt
hat, findet hier am Sonntag, den 11. Dezember, die Neuwahl
eines Bürgermeiſters ſtatt. Als Kaudidaten ſtehen ſich der ſozialdemo=
kratiſche
Beigeordnete Wannemacher, und der von ſeiten des Bürger
tums aufgeſtellte Gemeinderat Schlapp gegenüber. Die Kommuniſten
haben ihren Kandidaten zurückgezogen.
4a. Offenbach. 10. Dez. Ein Proteſt der Siedler. In eiuer
von nahezu 1000 Perſonen beſuchten großen Proteſiverſammlung haben
die Siedler und Ertzbauberechtigten der Stadt Ofenbach gegen die
willkürliche Art der Feſlſetzung und Beitreibung der Anliegerbeiträge‟
im Siedlungsgebiet der Stadt Offenbach ſchärfſten Proteſt eingelegt.

Rheinheſſen.

Au. Bingen a. Rh., 9. Dez. Ein 54jähriger Turner des
T.V. Bingen 1846 erringt das Deutſche Turn= und
Sportabzeichen in Gold. Ein im Mittelrhcinkreis der D.T.
bekannter Turner, der 54jährige Heinrich Heilmaun vom Ainger
Turn=Verein 1846, hat die zur Eriangung des Deutſchen
Turn= und Sportabzeichens in Gold vorgeſchriebenen Uebungen reſtlos
erſüllt und iſt damit
n den Beſitz dieſer höchſten Auszeicmumg des
Deut ſchen Reichsausſch.:ſſ= für Leibesühungen gelangt.
t. Alzey, 9. Dez Das 5djährige Jubiläum der Reli=
gionsgemeinſchaften
freier Proteſtanten in Rhein=
heſſen
wurde i Esdelsheim abgehalten. Eingeleitet wurde die
Feier mit einem erhebenden Gottesdienſte, an den ſich eine künſtleriſche
Nachfeier anſchloß. Bekannte Rtedner, wie Pfarrer Taesler= Frank=
furt
a. M., fanden mit ihren ernſten Ausſührungen offene Herzen und
Ohren. Die Soloſängerin Alice Kafſel erfreute mit klangvoller
Sopranſtimme, der hoäniſche Künſtler Fr. Kampe hat auch hier, wie
überall, dunh die feine Wiedergabe melodiöſer, einſchmeichelnder Weiſen
auf heurlichem JIuſtrument den Beifall aller errungen; ferner haben der
ppelsheimer Geſangverein durch gelungene Chorvorträge und der
Monsheimer Muſikverein durch ſtimmungsvolle Muſikvorträge die An=
weſenden
erfreut. Ebeuſo wohlgelungen war die Aufführug Die
Flucht der Katharina von Bora und ihrer gleichgeſinnten Mitnonnen
aus dem Kloſter‟. Ein ſchöner Fackelreigen beſchloß die Feier. Der
Beſuh war ein derart großer, daß die Maſſen nicht alle untergebracht
werden konnten.

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19449

[ ][  ][ ]

Rummer

Sonntag, den 11. Dezember 1927

Familiennachrichten

Statt Karten.

Nachruf.
Am Donnerstag, den 8 Dezember verſtarb nach kurzer Krankheit
in München das Mitglied des Direktorlums
Herr Oirektor Dr. phil., Dr. med. vet. h. C.

Elisebethe Frieß
Fritz Dittmann
Verlobte
Altheim
Groß-Umstadt
11. Dezember 1927.
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Ihre Vermählung zeigen er-
gebenst
an
Eugen Hartmann
Anni Hartmann
geb. Tress
Darmstadt, den 10. Dezember 1927
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Der Verſtorbene war Leiier der wiſſenſchaftlichen Abteilungen
und ſeinen Angeſtellten und Arbeitern gegenüber ein Vorgeſetzter von
offenem Charakter und vorbildlicher Pflichttreue.
Sein vornehmes Weſen wird der geſamten Belegſchaft ſieis in
Erinnerung bleiben.
Die Angeſtellten und Arbeiter
der Firma E. Merck.
19388
Darmſtadt, im Dezember 1927.

Für die uns anläßlich unſerer
Verlobung ſo zahlreich zuteil
gewordenen Glückwünſche, Blu=
men
und Geſchenke danken ver=
bindlichſ
Johanna Jöſt
Ernſt Scheidel.
Darmſiadt, den 10. Dezember 1927.
( 33088)

Harald Jacobsen
Hannie Jacobsen
geb Schnelle
Vermählte
z. Zt. El
Sharon, Pa. U S.A.
Villenk
10. Dezember 1927.
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Hermannſtr. ()/

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Für die uns anläßlich unſerer
Vermählung ſo zahlreich über=
mittelten
Wünſche und Aufmerk=
ſamkeiten
ſagen herzlichſten Dank
Guſtav Buck u. Frau
Aenne, geb. Fuchs
Erbacherſtr. 67 I.
(19403)

Nachruf.
Heute Nacht verſchied nach langem
Leiden der Pföriner der Stu=
dentiſchen
Wiriſchaftshilfe Darm=
ſiadt
e. V.
Herr

Für die vielen Beweiſe liebevoller Teilnahre/, inssta, MundMas
beim Heimgange unſeres lieben Vaters ſagg.
wir auf dieſem Wege unſeren tiefgefühlt
Dank, insbeſondere Herrn Pfarrer Dr. Wenitt
für ſeine troſireichen Worte.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenat
He nrich Ritſert
Moosberſtraße 24.
39

Seiten
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die traurige Nachricht, daß heute Morgen
7½ Uhr unſere liebe, gute Mutter, Schwieger=
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Langjährige treue Pflichterfüllung
und ſein gefälliges Weſen bewahren
ihm ein ehrendes Andenken.
Studentiſche
Birtſchaftshilfe Darmſtadt
(19454
e. B.
Darmſtadt, den 10. Dez. 1927.

Das Feſt der
Silbernen Hochzeit
feſer: am Dienstag, den 13. Dezember
die Eheleute Wilhelm Schäfer. Gewerbe
polizeikommiſſär und Frau Anna, geb.
Becker, Blumenthalſt aße 35.
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verwilwete Jung, geb. Cronberger
im 67. Lebensjahre ſanft verſchieden iſi.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Otto Weinmann, Apotheker
und Familie
Darmſtadt, Freienſieinau, 10. Dezember 1927
Heidelbergerſtr. 111.
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Die Einäſcherung findet Montag, den 12. Dezember,
nachmittags 3½ Uhr, auf dem Waldrriedhor ſtatt.
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im nahezu vollendeten 58. Lebensjahre
Die tieftrauernden Hinterbliebenen
Margarethe Paul Wwe., geb. Hauck
Ludwig und Elſe Paul.
Darmſtadt, den 10. Dezember 1927 (33346

geb. Fechter.
Im Namen
der trauernden Hinterbliebenen
Ludwig / als Söhne
Alois
Lieſel, als Schwiegertochter
Die Beerdigung findet Montag
den 12. Dezember, nachmittags um
3 Uhr, von der Kapelle des Wald=
friedhofs
aus ſtatt. 33025

meinem Manne etwas zu leihen oder
zu borgen, da ich für nichts hafte.
Berta Fornoff, Dieburgerſtr. 42.

Die Beerdigung findet am Dienstag, den 13. Dezember
1927, nachmit ags 2 Uhr, vom Portal des Friedhofs
an der Nieder=Ramſtädterſtraße aus ſiatt.

gk Steh
7
das Bewährte

Beſte Hilie gegen Herzleiden, Arterien=
verkalkung
, hohen Blutdruck, Nervenleiden
hat uns die gütige Natur in giftfreien
Pflanzen= und Naturprodukten ſelbſt in
den Schoß gelegt, die leider zu ſpät er
kannt wurden. Dieſes herrliche Natur=
plodukt
, zugleich ein L bens= und Wieder=
belebungsmittel
, wonach alle Welt ver=
gebens
ſuchte, iſt die Krone aller Heil=
mittel
, andere bei weitem übertreffend
Auskunft erteilt Joſef Dürner, Frank=
furt
a. M., Rothſchi dallee 29 ((T 1931.

Zwiſchen Wolle und Wolle beſſeht ein großer Untern
Eine gute, reine Wolle muß haltbar und licht= und 1
echt gefärbt ſein, ſie darf ſich im Tragen nicht verZ
und beim Waſchen nicht einlaufen.
Rlle dieſe Merkmale zeigen ſich aber erſt währenZ
Gebrauches.
Eine überlegende Hausfrau kauft deshalb von vornk
nur Esslinger Wolle oder Strümpfe aus Esslinger E.
dort bürgt der alte Ruf der Herſtellerfirma für ein
Erzeugnis.
Esslinger Wolle und Strümpfe daraus tragen dieſe Ei
marke.

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Am 8. Dezember 1927 verſchied nach kurzem,
ſchwerem Leiden mein lieber, herzensguter Mann,
unſer treuer Vater, Großvater, Onkel und Schwager

T
Jakob Gebhardt

Hausverwalter i. R.
Die Beerdigung fand im Sinne des teuren
Entſchlafenen in der Stille ſtait.
Darmſtadt, den 10. Dezember 1927.
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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Eliſabeth Gebhardt Wtw.
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Am 8. Dezember 1927 verſchied
unſer langjähriges und treues Mit=
glie
, Kamerad

Förſter
Meſſeler Falltorhaus.
Die Beerdigung findet am Mon=
ag
, der 12. Dezember 1927, nach=
mittags
2½ Uhr, auf dem Darm
ſtädter Waldfriedhof ſtatt.
Wir bitten, unſere Kameraden,
ſich recht ahlreich zu beteil gen.
Zuſammenkunft der Kameraden
um 2½ Uhr am Eingang des Wald=
friedhofes
. Der Vorſtand.
1916

Meeuce
beim Kauf ei
rades unſere

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme bei dem Heimzange unſrer
lieben Entſchlafenen für die Begleitung
zur letzten Ruhe, ſowie den überaus
reichen Kranz= und Blumenſpenden
ſagen wir auf dieſem Wege herzl. Dank.
Beſondren Dank den lieben Schwei ern
der Johannesgemeinde, ſowie d n
Herrn Pfarrer Marx für ſeine troſt=
reichen
Worte am Grabe,
(19427
Die trauernd Hinterbliebenen:
Fritz Pathenſcheider u. Kinder.

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[ ][  ][ ]

Nummer 343

J. G Farbeninduſirie Ffm. Aufſichtsratsſitzung
Ausgabe von 250 Millionen RM. von Gprozentigen Teilſchuld=
verſchreibungen
mit Umtauſchrecht in Aktien. Dividenden=
garantie
des Farbentruſtes von 12 Prozent.
In der geſtrigen Aufſichtsratsſitzung wurde beſchloſſen, einer auf den
14. Januar einzuberufenden Generalverſammlung die Ausgabe von nom.
250 Millionen RM. Teilſchuldverſchreibungen zur Genehmigung zu
unterbreiten. Die Mittel ſind für den Ausbau neu erſchloſſener Gebiete
beſtimmt.
Den Stammaktionären ſoll ein Bezugsrecht im Verhältnis 4:1 auf
dieſe Teilſchuldverſchreibungen zum Nennwert eingeräumt werden, die
im weſentlichen folgendermaßen ausgeſtattet, ſind: ihre Verzinſung er=
folgt
mit dem halben Satz der jeweilig auf die Stammaktien gezahlten
Dividende, mindeſtens aber mit 6 Prozent. Sie ſind überdies mit einem
jederzeit ausübbaren Bezugsrecht auf die Stammaktien in Höhe der
Hälfte des Nominalbetrages ausgeſtattet. Für den Bezug iſt nach Wahl
des Gläubigers ein Zeitrqum von 14 Jahren vorgeſehen mit einem von
200 Prozent im Jahre 1928 bis 100 Prozent im Jahre 1941 jährlich
fallende Bezugskurſe. Die Zahlungsfriſten werden über das Jahr
1928 erſtreckt. Die erſte Einzahlung ſoll vorausſichtlich am 15. März 1928
mit 10 Prozent, die reſtlichen Einzahlungen mit 30 Prozent am 15. 6.,
15. 9 und 15. 12. erfolgen
ührung dieſer Transaktion wind gleichzeitig
Zum Zwecke der Dur=
die
Umwandlung von 60 Millionen RM. Vorzugsaktien Serie A in
Stammaktien vorgeſchlagen.
Es wurde berichtet, daß der Geſchäftsgang nach wie vor gut iſt und
für das ganze, am 31. Dezember 1927 ablaufende Geſchäftsjahr mit einer
Dividende von 12 Prozent gerechnet werden darf.
Ueber einzelne Gebiete wurden beſondere Mitteilungen gemacht, ſo
zum Beiſpiel über die Kohlenverflüſſigung. Die Arbeiten
auf dem Oelgebiet ſind programmäßig verlaufen. Die Produktion iſt
im Gegenſatz zu den von anderer Seite verbreiteten Nachrichten fort=
laufend
ſteigend, und wir erwarten, daß Ende nächſten Jahres die vor=
geſehene
Leiſtung erreicht wird.
Auf dem Kautſchukgebiet, auf dem ſeit Jahren gearbeitet wird, ſind
weitere Fortſchritte erzielt worden. Eine großtechniſche Löſung des
Problems ſteht jedoch ſür die nächſte Zeit noch nicht in Ausſicht.
Auf dem Farbengebiet ſteht ein Abkommen mit der franzöſiſchen
chemiſchen Induſtrie dicht vor dem Abſchluß. Dagegen ſind die Ver=
handlungen
mit der chemiſchen Induſtrie Englands bisher noch nicht zu
einem greifbaren Ergebnis gediehen. Das Verhalten der engliſchen
chemiſchen Induſtrie erſchwert einſtweilen den Abſchluß eines Abkom=
mens
auf der von uns beabſichtigten rein wirtſchaftlichen Grundlage.
Gegenüber den von einem Teil der ausländiſchen Preſſe geäußerten
Bedenken wurde betont, daß keine Abmachungen getroffen werden, die
ſich gegen die Induſtrien anderer Länder richten.
Frankfurier Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 10. Dezember 1927.
Zum Wochenſchluß war die Haltung der Börſe entgegen den Erwar=
tungen
ſehr feſt und lebhaft. Die Meldung, wonach aller Dementis bei
den internationalen Chemieverhandlungen doch eine Einigung erzielt
und ein Chemiekartell gebildet worden ſei, wirkte außerordentlich an=
regend
. Die Spekulation die geſtern ziemlich viel Material vorgegeben
haben ſoll, mußte in ſtarkem Maße zu Deckungen ſchreiten. Daneben dürften
auch in Erwertung günſtiger Entſcheidungen in der Aufſichtsratsſitzung
der J. G. Farbeninduſtrie Meinungskäufe vorgenommen worden ſein.
Da auf der anderen Seite faſt kein Material angeboten war, machte ſich
bald wieder Stückmangel bemerkbar. Gewiſſe Ergebniſſe erwartet man
in Börſenkreiſen auch aus den heutigen Schlichtungsverhandlungen im
Lohn= und Arbeitszeitkonflikt. Sehr lebhaft verlangt waren vor allem
J. G. Farbeninduſtrie, die zur erſten Notierung bereits 7½ % anzogen
und im Verlaufe bis 264 geſteigert waren. Stark hervortraten außerdem
Rheinſtahl mit plus 6¾ %o= und am Elektromarkt Siemens, die 7
gewannen. Größere Kurserholungen verzeichneten noch Mannesmann
plus 5 %, Rheiniſche Braunkohle plus 4 9, Zellſtoff Waldhof plus 61 O
Reichsbank plus 5½ 9o und Kaliwerte. Im übrigen bewegten ſich die
Kursbeſſerungen zwiſchen 2 und 4 0. Im einzelnen gewannen Scheide=
anſtalt
3:/, %r Schiffahrtswerte 3 bis 4 %= Holzverkohlung lagen 1 9
niedriger, Wayß und Freyztag behauptet. Die Anleihemärkte waren ver=
nachläſſigt
, bei wenig veränderten Kurſen.
Im Verlaufe zogen die Kurſe weiter 1 bis 2 % an. Vorübergehend
traten dann auf vereinzelte Realiſationen kleine Abbröckelungen ein,
ſpäterhin konnten ſich jedoch neue Kursſteigerungen durchſetzen. Am
Geldmarkt war Tagesgeld etwas leichter 7 9. Am Deviſenmarkt lagen
Pfund und Mark etwas feſter. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1855,
gegen Pfund 20,450, London=Kabel 4,8832½, Paris 124,02, Mailand
90,00, Madrid 29,50.
Berliner Effektenbörſe.
Berlin, 10. Dezember.
Der Wochenſchluß geſtaltete ſich an der Wertpapierbörſe überraſchend
feſt. Nachdem noch der heutige Vormittagsverkehr luſtlos verlief und
das Kursniveau äußerſt zur Schwäche neigte, ſetzte an der amtlichen
Mitragsbörſe unerwartet eine kräftige Steigerung der Terminnotie=
rungen
ein. Im Vordergrunde der Hauſſe ſtanden J. G. Farben, die
geſtern noch mit 256/8 genannt wurden und in der erſten Börſenſtunde
auf 267½ ſtiegen. Heute nachmittag findet bekanntlich eine Aufſichts=
ratsſitzung
der Geſellſchaft ſtatt, an die beſondere Hoffnungen geknüpft

wurden. Man erörterte weiter die angebliche Wahrſcheinlichkeit einer
Dividendenerhöhung des Farbentruſts und die neuen Mitteilungen über
internationale Vereinbarungen der chemiſchen Großinduſtrie. Bei
empfindlicher Materialknappheit fanden auf allen Märkten größere
Deckungskäufe ſtatt. Vereinzelt glaubte man auch an der Börſe, daß ein
noch nicht näher bekanntes Hauſſekonſortium den Hauptanſtoß zu der
Bewegung gegeben. Seitens des Auslandes und der Provinz erfolgten
ebenfalls Anſchaffungen in Induſtrieaktien. Die ungünſtigen wirtſchaft=
lichen
Momente blieben zunächſt vollkommen ungeachtet und eindruckslos.
Am Geldmarkt war die Situation verändert. Für Tagesgeld mußten
78½ bewilligt werden. Monatsgeld 67. Am Deviſenmarkt zog die
Mark nach dem geſtrigen Rückgang wieder an. Der Dollar notierte im
Berliner Uſanzenhandel 4,1868, das engliſche Pfund befeſtigte ſich gegen
New York auf 4,8832.
Im weiteren Verlauf der Börſe blieb die feſte Haltung beſtehen,
ohne daß jedoch weſentliche Kursveränderungen eintraten. Die günſtige
Beſchäftigung der Maſchineninduſtrie trug zu der freundlichen Stimmung
ebenfalls bei, die auch durch New Yorker Käufe am Schiffahrtsmarkt
unterſtützt wurde. Ferner kamen erneut Gerüchte über eine Kapital=
erhöhung
bei Schultheiß im Umlauf. Man nimmt an, daß in der
heutigen Aufſichtsratsſitzung der J. G. Farbeninduſtrie vorausſichtlich
auch Mitteilungen über die Begebung von 6½prozentigen konvertiblen
Bonds, die unter günſtigen Bedingungen vor ſich gehen ſollen, gemacht
werden. Bemerkenswert iſt die Steigevung der Polyphon=Aktien, die mit
100,5 die 200er Grenze überſchritten haben.
Zum Schluß der Börſe ſchritt die Spekulation zu Gewinnmitnahmen,
ſo daß ſich das Kursniveau nicht ganz behaupten konnte, ſondern leicht
nachgab. Auch an der Nachbörſe bröckelte das Kursbild weiter leicht ab.
Gegen 2,30 Uhr hörte man u. a. folgende Kurſe: Commerz= und Privat=
bank
172, Danatbank 225, Dresdner Bank 153,5, Hapag 143, Nord. Oloyd
148, AEG. 157,5 Bergmann 187,5, Gesfürel 272, Ludwig Loewe 243,
Schuckert 170,5, Siemens 270, Ver. Glanzſtoff 565, Zellſtoff 251, Schul=
theiß
384, Oſtwerke 337, Deutſche Erdöl 128,25, Farben 262,5, Daimle=
82, Deſſauer Gas 172,5, Harpener 185 Köln=Neueſſen 139,75, Mannes=
mann
145,25, Rheinſtahl 163,5, Neubeſitz 12,90, Altbeſitz I und II 52,70
und III 55,70.
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73 23/ 13.37
3.027/ 3.033
69.26 169.60
11.34 111.56
2. 24/112.46
12.941113 16
20.429 20.469
1.791/ 1.795
1.1840/4. 19:
18.54 58.66

10. 12.
Geld: Brief
0.535 10.5.
8.98 59.10
73.23 73 3
3.017/ 3.0
69.23 169.571
11.34 111.56
12.25 112.47
12.89 113.11
20.425 20.46*
1.790/ 1.7941
1.1825 4 1905
58.53 58.65

Italien ......"
Paris .........
398 12.41813.hweiz .. . . . ."
Soanien. .. . ..
Danzig ......."
Japan.
...
Nio de Janeiro.
fugoſlavien ..."
Sortugal ....."
Athen ......."
Konſtantinopel.
Fanada. . . . . . .
Truguay. . . . ..

s. 12
Geld. Brie
2.70 22.74
16.475 16.515
30.781 80.97
39.16 69 30
81.67 81.83
1221 1.926
4995 0.5
7.378 7.:
20.70
1.7
.5!
2.172/ 2
4.179 4.187
4.336/4.344

10. 1.
Geld / Brief
22.52
s5
3.47
.51
0.81
69.23/ 69.37
B1.72/ 81.84
1.926/ 93
.498510.500
1.3
7.384

0.72
6.5
2171
4.17
4.335

20.7
5.6
2.17
4.10
4.344

Keine Erhöhung der Leipziger Meßmieten. Die beim Rat der Stadi
Leipzig beſpehende Schiedsſtelle für Meßſachen, die aus Vertretern der
Bermieter ſowie der Ausſteller (Mieter) paritätiſch zuſammengeſetzt iſt,
hat in ihrer Sitzung am 19. November beſchloſſen, die Mieten für die
Leipziger Fruhjahrsmeſſe 1926 unverändert zu laſſen. Dieſer Beſchluß
iſt im Intereſſe der Ausſteller um ſo mehr zu begrüßen, als ſih in der
Zwviſchenzeit die geſetzliche Miete erhöht hat. Wie zur Heubſtmeſſe 122:
koſtet alſo 1 Qundratmeter Ausſtellungsraum einſchließlich Werk=
leiſtungsbeitrag
in einem Hauſe 3. Klaſſe 18,45 Rm., 2. Kl 21,70 Rm.,
1. Klaſſe 24,75 Rm., der Sonderklaſſe 31,00 Rm., ein laufender Meter
in einem Hauſe 3. Klaſſe 36,30 Rm., 2. Klaſſe 43,40 Rm., 1. Klaſſe
49,50 Rm., der Sonderklaſſe 62,00 Rm.
Brown, Boveri und Eo. A.=G., Mannheim. Wie wwir erfah en, konnte
die Geſellſchaft bis jetzt ihren Umſatz bereits erheblich erhöhen und dürfte
an 70 Millionen RM. gegen 60 Millionen i. V. heran reichen. Die Ge=
ſellſchaft
wird wohl in der Lage ſein, mindeſtens die Vorjahrsdividende
von 8 9 auszuſchütten, obwohl das Aktienkapital auf 15 Mill. RM. erhöht
ſt gegen 5 Mill. i. V. Etwas beſtimmtes über die vorausſichtliche Divi=
dendenerhöhung
iſt jedoch erſt vor der im Frühjahr 1928 ſtattfindenden
Bilanzſitzung zu erwarten.

Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 7. Dezember
geſamte Kapitalanlage der Bank in Wechſeln und Schecks=
bards
und Effekten um 133,2 auf 2528,8 Mill. RM. abch=
men
. Im einzelnen haben ſich verringert der Beſtand am
ſeln und Schecks um 90,6 Mill. auf 2392,2 Mill. RM
Lombards um 44,0 Mill. auf 42,3 Mill. RM. Die Anin
Effekten weiſt mit 93,4 Mill. RM. eine Zunahme um 1.4 M700
An Reichsbanknoten und Rentenbankſcheinen zuſammm
168,3 Mill. RM. in die Kaſſe der Bank zurückgefloſſen, unn
hat der Umlauf an Reichsbanknoten um 137,6 Mill. guf
Mill. RM., derjenige an Rentenbankſcheinen um 30,7 M/
749,9 Mill. RM. abgenommen. Dementſprechend und unn
rückſichtigung, daß von den auf Rententilgungsfonds noche
den Betrag weitere 18,5 Mill. RM. zur Vernichtung von 2
bankſcheinen verwendet wurden, hat ſich der Beſtand der 19r00
bank an Rentenbankſcheinen auf 29,5 Mill. RM. erhöh=
fremden
Gelder zeigen mit 500,1 Mill. RM. eine Zunakluf / 09 N.
15,5 Millionen.
Die Beſtände an Gold und deckungsfähigen Debiſſiſtauf u die Holle.
geſamt haben um den Betrag von 113000 RM. auf 21398.
RM. zugenommen. Die Beſtände an deckungsfähigen
allein ſtellen ſich auf 278,5 Mill. RM., diejenigen an Goln gaut ſchuhiet. Dlt
Tauit Gechit. Brade
auf 1861,0 Mill. RM. Die Deckung der Noten durch Goly
mu Auil. Wr cit
beſſerte ſich von 44/4 Prozent in der Vorwoche auf 46,0
aud Aach dice.
die durch Gold und deckungsfähige Deviſen von 51,2
zweiterhin ſehr ſeſt.
auf 52,9 Prozent.
Aitelnt neuerdings
Mie und Oeltuchen, b!
Wirtſchaftliche Rundſchau.
un Ariteln trot der
Kohlenförderung im Ruhrgebiet. Nach vorläufigen Bereög
gen ſchwierig d.wiot
wurden in der Zeit vom 27. November bis 3. Dezember im Rrüy ſermehl 15,7516,
in 6 Arbeitstagen 2 407 273t Kohle gefördert gegen 2 421 108 8
vorhergehenden Woche bei gleichfalls 6 Arbeitstagen. Die Kokser=euz Myehileie 10cc
ſtellte ſich in den 7 Tagen der Berichtswoche (in den Kokereien mtun 1c1/75, Sclalele
Sonntags gearbeitet) auf 573 301t gegen 565 091t in der vorhd-Ey-m 1/7518, inl, 20/4
den Woche, die Preßkohlenherſtellung auf 69 378 t gegen
in 6 Arbeitstagen. Die arbeitstägliche Kohlenförderung betruu ff kiochen Sud. S
Zeit vom 27. November bis 3. Dezember 401 121 t gegen 441
in der vorhergehenden Woche, die tägliche Kokserzeugung ſtellte
Aubeutung der Petrolen
81 900 t (80 727 t), die arbeitstägliche Preßkohlenherſtellung auf f.4- fünf große ameritd
(11 386 t).
em Projekt zur Ausbe
Polyphonwerke=Aktiengeſellſchaft, Berlin. In der Aufſichtsr.-Mrin Leitung der Türkiſ
wurde berichtet, daß die Ausdehnung des Geſchäftes umfaſſenz=
ſind
von einer hol
bauten und die Anſchaffung von Maſchinen erſorderlich mocher.//shell), ebenfalls
Zeſchaffung der hierzu nötigen Betriebsmittel ſoll einer auf der: 2,Xrian Oilſ und die T

NAT
PAS
Geſchit
P
2W Woce
aunfel ince.
ſeict dt.
AAST
Hieh.
indiſchen
zich, I.
HR Se
der Nahle
U Peit Hichle.
A ASr
fit Küufe benet.
bſet Ne eite

1928 einzuberufenden außerordentlichen Generalverſammlung
mmen. Der Baue
U
höhung des Stammaktienkapitals um 2,5 Millionen Mark
un Mittelmeer wird er
dididendenberechtigter Aktien vorgeſchlagen werden. Hiervoc
1 Million Mark den alten Aktionären in Verhältnis von 1u
urſe von 130 Prozent angeboten werden, die reſrlichen 1,5 9
Pie

Brankfurter Biehmärkt
kurter Schlacht= und

g, den 29. Dezember
kt.

Mark Aktien ſollen zur Einführung an der Amſterdamer Böu=
Führung der Firma Teixeira de Mattos verwendet und an e
nationales Bankenkonſortium nicht unter 150 Prozent exkl. T
Igt ſtatt: D
pro 1927 begeben werden. An dem Mehrerlos iſt die Gei 0 Richrkmalt Schwene
geblich beteiligt
Gebr. Stollwerk A.=G., Köln. Die fertiggeſtellte Vilanz at
den Erwartungen und dürfte zur Veränderung des vorjährigen
denſatzes von 99 keine Veranlaſſung geben. Der bisherige Pe
neuen Geſchäftsjahres war befriedigend. Die A. R.=Sitzung 5
1. Dezember ſtatt.
Deutſch= Nähmaſchinenfabrik Joſ. Wertheim A. G., Frankfur
Die Generalverſammlung der Deutſchen Nähmafiiinenfabri
Wertheim A. G., Frankfurt a. M., genehmigte den mit der A1
fabrik Gritzner A.G, Durlach, abgeſchloſſenen Jutereſſenge
trag. Nach dieſem iſt eine techniſche Konzentration ohne kapit:
Bindumg erfolgt. Der Vertrag iſt bereits ſeit einem Jahre in
von der Gritzner A.G. aber bisher den Aktionären nicht u.
worden.
Philipps A.=G., Frankfurt a. M. Die Bilanz des am 30. Il
abgelaufenen neun Mongte umfaſſenden Geſchäftsjahres erg
59 710 RM. Abſchreibungen einen Gewinn von 23 524 RM., da
tragen werden ſoll. Eine Dividende wird alſo abermals nicht
Die Steigerung des Umſatzes hält im neuen Geſchäftsjahre bis e
Konkursnachrichten aus dem Oberlandesgerichtsbezirk De=
Darmſtadt: Helene Dehn=Oeſer, Konkursverfahren aufgeht.
Joſef Stade u Co. Nachf., desgl. Offenbach: Jakob Funk.
techmniſches Geſchäft, Af. 15. Januar 1928, GlV., 4. Januar.
Februar; Fa. W. C
rmold, 2. Willi Ermold, 3. Ottomar
Af. 26. Januar, GlV. 9. Januar, Prft. 29 Februar; Fa. Jung
rath, Fabrik feiner Lederwaren in Mühlheim a. M. und deren
Johann Jung, Kaufmann, Konkursverfahren aufgehoben. 2
Fa. Union Werk H. Keſten,
2. Fa. Stiefelreparaturenfabrik Dälhe
Inhaber Heinrich Keſten und Ehefrau geb. Ziagler; Konkursx;
aufgehoben. Alzey: Gärtnereibeſitzer Guſtav Frehtag IczaRf
Odernheim; Konkursverfahren aufgehoben. Wöllſtein:
Stoltz Nachf., Wonsheim, Inhaber Andreas Hahn Wwe., Auc
Breitling, Karl Julius Eugen Hahn, Haus Rudolf Hahn und
Wilhelm Hahn in Erbengemeinſchaft; Geſchäftsaufſicht beendet.

9R"
Ffgrt
1PN
Gramdfäeter Karvorrict vons 1o. Ori-

Staatspapiere
a) Deutſche
D. Reichsanl. Ablöſ=
Schuld einſch!
Ausloſ.=Sch. 1. Teil
II. Tei
D. Reichsanl. Ablöſ
Schuld ohne Aus=
oſungsſcheine
...
4% Dt. Schutzgeb.=
Anl. .... .. ... ..

52.6

127,
7.4

b)Ausländiſche
50 Bos. E. B. 1914
215.2Jnpr 1914
g. 1898 . ... 2.4
1902 ...
2.25
4% Bosnien ..
5% Bulg. Tabak.02/ 17

4 ½%Oſt. Staatsr.
v.1913, Kdb.1918
4½%Oſt. Schatz. 14
4:/,%0 Oſt. Silberr.
Goldr
*2 Oſt. Goleraßte
Innsbr
4½ einh. R. (k.
8% Port. (Spz.) III
5% Rum. am. R. 03
4½½-Gold. 13...
am. kon. . .
4½ am.05 ...
420 Türt
n. 03
d
agd.)
(Bag
unif
19
2 1911 Zoll

41s% Ung St. 1914

(lt. Tnnsbr. Ab
h Ung St 1914
% Ung St. 1914
1t. Innsbr
4% Ung. Goldr. . .!

33.9

3.5
5.75
14

12.2
19

48 Ung. 00 Ai.
(lt. Innsbr
4% Ung Staatsr.
v. 10 ..."
.
Ung. K
nr. .
20 Ung. Eiſ. Tor ..
Außereuro=
päiſche

5%Mex.am.in. abg.
äuß. 99
Goldoaſtf.
konſ. inn.
4½%n Irrigat.
5% Tamaulipas I,
Sachwert= Schuld=
verſchreibungen

Mit Zinsberech=
nung

10%Berl. H.=Bf. G.
Berl. St. Gold
Darmſt. St.=G.
%o D. Hyp.=Bank
Meining. Goldpf
Dresd. St.=G.
%Frkf. St.=G...
88 Frkf. Hyp.=Bk
Goldpfbr.
7%0 Frkf. Hyp.=Bk.
G
opfbr.
%0 Frtf. Hyp.=Bk.=
Goldpfbr
r.=Bk.

Frkf. Go
r.
620 Frkf. Pfbr.=Bl.
Goldpfbr. .....
*
. Pfbr. Bk.
Goldpfbr.
72
H.-St.= Gold=
anl
.
..
ſ. Land.=Bk.
Goldofbr.
% Heſſ. Land.=Bk.
Goldpfbr.
8%Klöchn.=Berk.26

81.5
93

10% Komm. Elektr.
Mark (Hagen)
Goldobl. ....
% Komm. Lbsbl
Darmſt., Reihe I
8% K. Landesba=
Darmſt. Reihe
dwgshf Stadt=
zoldanl
. . . .
M. KraftHöch
Mainz.=St.. St.=G
Cannh. St.-
N M.,=Stahlt
Ldb. Gold
SO.
g. St. Gldal
fälz. Hyp. Bk.
Goldpfbr. ..."
Pfälz. Hyp.=Bk.
Goldpfbr. ....
Pfälz. Hyp.=Bk
Go
fbr. ..
V
h. St.=G.
PA
sPr
Ce
Bd.-
Cr.=Bk. Gldpfbr.
80 Pr. Centr.=St.=Goldpfbr.
Pr. Centr.=St
ſchafts-Goldpfbr.
% Rh.=Hyp.=Bk.
Holdpfbr.
No
185Big. P
Anteilſch
Rh. Stahlw

v0
Rh.=Weſtf.=B.
Cr.=Bk. Goldpf.
%
Aifgg2.
Holdpfdbr. ..
V. Stahlw. Düſ=
ſeldorfHyp
.=Gld. Option
V. Stah. w. Düſ=
eldorfHyv
.=Gd.. oh
7% Viag(V. Ind.=
Unt. Bln.) 27 ...

100
98
96
93

96 5
90
99.75
95,

Aré
92
R5
97
95
95.5
45
89.5

103
92
Rr6

%o Voigt &Häffner
Boldobl. ....."
S
Württbg. Hyp.=
Bank Goldpfbrf.

Ohne Zins=
berechnung

59 Bdw. Kohl 23
roßkr. Mannh.
Hohl. 23
6%Heſ. Brk.=Rg. 23
Heſſ. Volksſtaat
Roggen .. . . . 23
Pr. Kaliw.
5% Pr. Roggenw.
5% Südd. Feſt. B. G
Vorkriegs=Hyp.=B.
Pfandbriefe
Bayr Vereins

Bahr. Handelsb.
Bahr. Hyp. u. Wechſ.
Berliner Hyp.=Bk.
rrf Hyp.=Bk.
f. Pfandbr.=Bk.
amb. Hyp.=Bk.
ecklb. Hyp.=u. Wb.
ining. Hyp. Bk.
dd. Gr.=Cr.=T
fälz. Hyp.=Bk.
Preuß. Bod.=Cr.=2
Cent.=B. Cr. B
reuß Pfdbr.=Bk
hein. Hyp.=B.
Rh.=Wſtf. B.=Cr.=B.
Südd. Bodenkr.. . .
Württ Hyp Bk. ..
Staatl. od. prov
garantiert
Heif. L.=Hyp.=B..
Landeskr. Caſſel.
Naſſau Ldsb. ...."
Obligationen
Transportanſt.
Eliſ.=Rahn ſtfr.
4% Galiz. Carl=
Lud.=B
abg.
5%Oſt. Sd. (L.)ſtfr.

95.5

14
8.5
2.27

16
17.5

13.875

75

3.2
4 05

abg
1885

14

21.

21.5

97 15.25
3.05

15

2,6%AlteOſt. Südb., 147/
2,6% Neue"
Oſt. Sta
G=
83
ſt. 1.b.8
%Oſt.
139 9E
9

G6
al
RaabOebd.

d. Silber
Rud. (Salzka
%Anat.,
80 Anat., S. I
2%0 Anat.,
% Salon. Monaſt.
Tehuantepee..
4½%
Bank=Aktien
Allg. D.=Kredit.. . .
Bad. Bk. .... . . . . 171
k. f. Brauind. . . .
Barmer Bankv.
138
Bay. Hyp.=W
158
Berl. Handelsgeſ.
Tomm. u. Privatb.
Al
Nat.=Bk.
8
nk..
Deut
D. Eff.u. Bchſ.=Bk. 12
Hyp.=Bk. Mein.
D. Vereins=Br
10
Disk.=Geſellſc
4197/,
Dresdener Bi.
Frankf. Bk.
1es
.
frankf. Hypth Bk. 141.5
Frkf. Pfdbr. Bk. . . . 147.7!
Hotha. Gru=
DrDy)
Lux. Intern. Bank
Netallbank.
137.75
titteld. Creditb.
Pfälz. Hyp.=Bk.
Pr. Bd.=Creditbank 133
Hyp.=Akt.=Ba=
Reichsbank=Ant
1Ki.
Rhein. Creditbk.
22
Rhein=Hyp.=Bk
168
Südd. B.=Ereditbk.

Südd. Disc.=Geſ.
Oſterr. Creditanſt.
Wiener Bankverein
Bergwerks=Ak:.
Buderus. . . . . . . . .
Eſchw. Bergw. ..
Gelſenkirch Bgw. /130.75
Harp. Bere
.
Jlſe Bergb. St...
Genußſchein .
Kali. Aſchersleben
Kali. Salzdetfurtl
ali. Weſterregln.
öcknerwerke (abg.
Lothr=Hütte)
Mannesm.=Röhr
elder .. ....
darf . . . .
)tavi=Min.=Ant. . .
Phönix=Bergb. ...
nk. ...
*
ahlw. . . . 164
Riebeck Montan.
SalzwerkHeilbronn
Tellus Bgb. .. ..
..
Ver. Laurahütte
Ver Stahlwerke
Induſtrie=Akt
Brauereien
ſchbaum(Mannh.
Henninger ,
reules
iſche

.
17.

91.75
5
75
166

11.
*
225.5
180

100

187

Bch
wenbr
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nbr
ſchöfferhof(Bind.)
25
Schwarz=Storchen 1187
Tucher, Nürnberg
162
Werger ...."


tum. Berlin. 152
Adler &Oppenh
dlerw. (5. Kleyer!
83
E. A. G. Vzg. A
I.E. G.
zg. !
E. G. Stamm
d. Maſch. Durla /13
Bad Uhren, Furtiv.
Bamag=Meguin .. 39
Baſt Nürnberg ...

Bahr. Spiegel ..."
Beck & Henkel ..."
Zeramann El .. . . 1186
Bing. Metall. . .. .

Tement. Heidelb.
Cement. Karlſtadt 1175
Cement Lothr. ..
em. Albert
Chem Brockh.
Chem. Milch ...
Daimler=Benz A. G
dt. Eiſenhandel. ..
3
tſche Erdöl .."
D. G. u. Silb. Sche
Linoleumw. Bln /245
Dingler, Zweibrü
Dresd. Schnellpr
Dürkoppw. (St)...
Dürr Ratinge
Dnckerhoff & W
Eiſenw. Kaiſersl.
Licht u. Kraft.
Lieferung
2
Elf Bad. Wolle
Email. Ullrich
Enzinger Wer
Eßlinger. Maſch
Ettlinger Spinn.
1
Faber Bleiſtif
Faber & Schleicher
Fa
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hr. Pir,
. G..
Felten E Guilleau.
Feinmech. (Fetter)
Feiſt, Set
Frankfurter Gas
anffurter He
Frkf.=M. Pok. u. W.
Geiling E Cie.
Goldſchmidt,
Botha Waggon
Gritzner Maſch.
Grün & Bilfinger
Hafenmühle Frkft.
Haid E Neu ...
Hammer en
Hanfw. Füſſen..
Hanſa=Llond, Br.
Hartm. & Braun..

Heyl genſtnedt. . . 24 70 Hilpert, Armatur. Hindrichs=Aufferm. 19 Hirſch, Kupfer .... 06 72.5 och=Tief Eſſen. 90 Holzmann.
160.5 135 Holzverk. Ind. 70 Hydrom Breslau Fnag ... 99.5 . ... 128.5 unghansSt. 25 Kammg. Kaiſerst 35 Karlsruher Maſch. 1 irſtadt. N. Rlein. Sch EBecke 1. Knor
Heilbronn 1
7 Konſerv. Baru; Krw. All=Württbg. 95 Krauß & Co. ..." 132 Lahmeyer .. . . . . ." ech, Augsbun
.. 69 wv. Rot Spicharz. Lingel Schuh 197.* Löhnberg. Mühle 163 Ludwigsh Walzm Lüdenſcheid. Metall Nainkraft Höchſt 114 Mars=W. Nürnberg 8. ketallgeſ. Fr 183.5 23. tiag Mühlen 147.5 6 Moenus Stamm 20 Rotoren
Deutz 11 oreni. Oberurt
. 3. Münch. Lichtipielk Reckar). Fahrz 10 Reckarw. Eßlingen . 102 Beters Union fälz. Näh Kahſer/106 73.75 ſilipps . 9 Portellan Weſſel. 108 ein Gebb.&Schal/103 hein Elektr . Rhenania,Kunheim Rütgerswerke .. 86.5 Schneid. & Han 55.5 136 Schnellpr. Fra= 46 Schramm Lackfr ſchriftg. Sten
75 134 Schuckert Eleftr. Schuhfbr. Weſſel.. 3 153 Schuhf. Herz.....! 38.5

Schultz. Grünlack
eilind Wol
Siemens Glas
emens & Halske-3
Südd. Immob
Südd. Zucker=A. 62)
Thür Lief. Eotha
Uhren Furtwänglg
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Beithwerke . ..
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el=Nürnberg,
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ſellſtoff Berl.
gtl. Maſch.
& Haeifner
ſom Se
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Banz & Frentag
Wegelin Rußfbr.
ellſt Aſchaffenbgs
ellſt M
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lſt W
Zucker Rheingan
Transvort= und=
Berſicherungs=Ak
dt Reichsb.=Borz.
A. Dt. Eiſenbahr
Lokalb u. Kraf:
. Eiſenb. EB.
ſidd. Eiſenb.=Ge‟
pa
Nrdd. Lloyd

[ ][  ][ ]

mei 343

Sonntag den 11 Dezember 1927

Geite 13

gum ſüddeutſchen Produktenmarkt.

Luge am internationalen Weizenmarkt iſt in dieſer Woche
jen,w unverändert geblieben und bot keine weſentlichen An=
regurgemomente
. Die Notierungen von Chicago und Winnipeg
ig f ſt ur kleinere Schwankungen und liegen heute nur leicht
W utege: der Vorwoche. Aus Argentinien lauten die Nachrich=
zen
uvür günſtig. Man ſpricht von den ausgezeichneten Quali=
zäte
und hohen Naturalgewichten. Der Weizen und die vom
gla uuch den Bedarfsländern gelegten Offerten ſind ſehr preis=
wer
us natürlich auf die nordamerikaniſchen und kanadiſchen
Merzſu Zum mindeſten preisregulierend wirkt. Das Schwer=
gewſ
des internationalen Weizenmarktes dürfte wohl in den
nüchw Wochen am Platze liegen. Roggen ſind international
mtedäptet. An den ſüddeutſchen Produktenmärkten konnte
ſch ſprnäßiges Geſchäft entwickeln. Vom Ausland lagen An=
vear
mn vor, und der Abſatz der Mühlen iſt unerheblich. Es
gamundrher in Auslandsweizen ſowie in Inlandsweizen nur
Fſugſſe geringeren Umfanoes zuſtande. Das Roggengeſchäft
war eirfalls klein, da die Nachfrage der roggenvermahlenden
müxü wegen des ſchwierig gewordenen Roggenmehlabſatzes
nurz giſtg blieb.
ausländiſchen Weizen verlangte man Manitoba II De=
zemoll
fl. 15,58, III hfl. 14,24½, Ausſtralweizen hfl. 14,68½.
Bavku 28 Kilo hfl. 13,90½, Roſafé 78 Kilo hfl. 14,04, alles hfl
Maymeimn. An der Mannheimer Börſe notierten ausl. Weizen
ei 4F mit /-31, inl. 2627 RM., Roggen ausl. 26,2526,50, Roggen=
mehtel
37 RM., alles waggonfrei Mannheim. Das Geſchäft
Gugerſte iſt weſentlich lebhafter geworden gegenüber der
Korſohe, da die Käufer aus ihrer Reſerve heraustreten. Mar
ſonnzgrößere Käufe bemerken. Die Preiſe liegen ziemlich un=
veräzurr
. Hafer eher eine Kleinigkeit ruhiger, doch haben ſich
die Feiſe behauptet. Mais lag weiterhin feſt und nahe Ware
dattee utes Geſchäft. Braugerſte 2729, Futtergerſte 2324,
dafſe rima Qual. 2324, beregnet 2122, Auslandshafer
M Mais 21,50 RM. Der Markt der Futtermittel ge=
alue
ſich weiterhin ſehr feſt, und die Preiſe haben in verſchie=
denmiAlrtikeln
neuerdings wiederum angezogen. Sehr geſucht
blieus Eleie und Oelkuchen, vor allem in naher Ware, währen?
in zumiren Artikeln trotz der feſten Tendenz der Abſatz der hohen
Fraulwegen ſchwierig orworden iſt. Weizennachmehl 22,2023,
Geüzfuttermehl 15,7516, Weizenkleie fein 13,7514, grob
n5ſoggenkleie 15,2515,50, Erdnußkuchen 2424.50, Raps=
e
17,2517,75, Sojaſchrot 21,5021,75, Biertreber 18,50,
ſtauzme 17,7518, inl. 25,2525,75, Weizenmehl Spezial 0,37½
his 18 Protmehl 27,5028.

* Auf dem Schweincmarkt in Weinheim a. b. B. am 10. Dezeuber
waren zugeführt: 293 Schweine; verkauft wurden 248 Stück. Milchſchweine
wurden verkauft das Stück von 712 Mark, Läufer das Stick von 15
bis 30 Mark.

Produktenberichte.

ſecknsbeutung der Petroleumfelder in Frak. Aus New York wird
,daß fünf große amerikaniſche Petroleumgeſellſchaften ſich mit
dem Projekt zur Ausbeutung der Petroleumlager im Moſſul

inter Leitung der Türkiſchen Petroleumgeſellſchaft beteiligt haben.
250 ſind von einer holländiſchen Gruppe (vertreten durch die
ut=Shell), ebenfalls 250 von einer engliſchen Gruppe
Perſian Oil) und die reſtlichen 25% von einer franzöſiſchen
mübernommen. Der Bau einer Röhrenleitung von 4500 Meilen
ſum Mittelmeer wird erwogen.

Viehmärkte.

Frankfurter Biehmärkte nach Weihnachten. Die Viehmärkte
mkfurter Schlacht= und Viehhof finden in der Woche nach dem
htsfeſt wie folgt ſtatt: Dienstag, den 27. Dezember, Mindermark=
ſchgroßmarkt
, Schweine und Kleinviehmarkt findet nicht ſtatt
tag, den 29. Dezember, Schweine=, Kälber=, Schafmarkt und
roßmarkt.

Bom Rohhautemarkt. Die rückläufige Bewegung hat anſcheinend ihr
Ende errreicht. Der Beſuch auf den letzten Auktionen war wieder ſehr
gut und auch die Gebote erfolgten flott. Nur bei Kuhhäuten war die
Kaufſtimmung etwas vorſichtiger, wodurch z. B. Loſe zurückgezogen
werden mußten. Auf der ſoeben ſtattgefundenen Ludwigshafener Häute=
auktion
erzielten Kalbfelle Preiserhöhungen von 3 bis 4 0. Großvieh=
häute
ſchwerer Gewichte, Rinderhäute 3 bis 4 9 Ochſenhäute 88 %0
Kuhhäute 37 und Farxeuhäute 58 Proz. höhere Preiſe. Hammel=
felle
büißten dagegen für halbwollene 5 Proz. em. Der Verkauf war
flott.
Berliner Prodnktenbericht vom 10. Dezember 1927. Der Produk
tenmarkt wurde auch zum Wochenſchluß von luſtloſer Stimmung be=
herrſcht
. Vom Auslande lagen keinerlei Anregungen vor, die Offerten
für ausländiſches Brotgetreide waren im allgemeinen wenig verändert.
Vom Inlande lag wiederum ſtärkeres Angebot in Weizen und Roggen
vor, bemerkenswert iſt, daß auch beſſere Qualitäten reichlicher offeriert
ſind. Obgleich Weizen in den Forderungen um etwa 1 und Roggen
um etwa 2 ermäßigt waren, konnte ſich auch heute wieder kaum Geſchäft
enttvickeln, da die Mühlen nach wie vor über ſchlechten Abſatz klagen.
Am Weizenlieferungsmarkt waren die Preiſe leicht rükgängig, Rogger
war für den laufenden Monat ſtärker abgeſchwächt, im Zuſammenhang
mit der heute erfolgten Andienung von 360 Tonnen Noggen. Die Früh=
jahrsſichten
eröffneten je ½ niedriger. Der Mehlmarkt zeigt bei un=
veränderten
Preisforderungen immer noch keine Belebung. Für Hafer
beſteht hier beim Konſum nur geringe Nachfrage, die geforderten Preiſe
ſind nur ſchwer durchzuholen,
Amerikaniſche Kabelnachrichten.
* New York, 10. Dezember, (Priv.=Tel.)
Banmwollbericht: Die verhältnismäßig niedrigen Liverpooler Notie=
rungen
ſowie Meldungen über weitere Einſchränkungen der Arbeiten bei
den Spimnereien löſten am Baumwollmarkt zum Wochenſchluß leichte
Verſtimmng aus. Andererſeits war das herauskommende Wochenend=
angebot
wr gering. Einige Käufe des Handeis und Deckungen boten
dem Markte gegen Schluß eine Stütze.
Kaffeebericht: Niedriger lautende Braſilofferten ud Abgaben der
Handels übten am Kaffeemarkt zunächſt einen Druck aurf das Preisniveau
aus. Später trat jedoch eine Erholung ein, da Gerüchte umliefen, daß
die Anhänfte in Rio auf 12000 Sack pro Aere beſchränkt werden ſollen.
Zuckerbericht: Die Rohzuckerpreiſe vermochten zum Wochenſchluß
unter dem Eindruck feſter Maiktmeldungen aus dem Auslande ſowie in=
folge
der lebhafteren Lokonachfrage leicht anzuziehen.
Fettbericht: Die ſchwächeven Liverpooler Notierungen ließen ebenſo
wie der große Schveineauftrieb und der Rückgang der Schweinepreiſe
den Schmalzwarkt zum Wochenſchluß in abgeſchwächter Haltung ten=
dieren
.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago um 10. Dez.:
Getreide: Weizen, Dez. 129½, März 132½, Mai 134½; Mais,
Dez. 89, März 93½, Mai 96½; Hafer, Dez. 52¾, März 55½,
Mai 57½; Roggen, Dez. 108, März 109½, Mai 109.
Schmalz: Dez. 11,35, Jan. 11,90, Mai 12,27½.
Fleiſch: Dez. 10,60, Jan. 11,35, Mai 11,62½: Speck loco 11.
leichte Schweine 7,908,60, ſchw. Schweine 8,258,8; Schweine=
zufuhr
Chicago 8000, im Weſten 45 000.
Es notierten nach Meldungen aus NewYork am 10. Dez.:
Getreide: Weizen Nr. 2 rot 150½, hart 146½; Mais neu ank.
Ernte 1037; Mehl ſpr. wheat clears 6,757; Fracht nach Eng=
land
22,6, n. d. Kontinent 1415.
Schmalz: Priwa Weſtern loco 12,10; Talg ertva 83.
Kakao: Tendenz willig, Umſatz in lots 166, Loco 127, De=
zember
12,88, Januar 12,69, Februar 12,66, März 12,67, April
12,77, Mai 12,81, Juni 12,89, uli 12,95, September 13,10.

Vom ſüddeutſchen Eiſenmarkt.
Der Konflikt in der rheiniſchen Großeiſeninduſtrie hat die Lage am
beutſchen und damit auch am ſüddeutſchen Eiſenmarkt von Grund au
geändert. Die Knappheit der Geldmittel hatte bisher die Abnehmer am
Geſchäft außerordentlich beengt. Außerdem war und iſt der Bedarf auch
heute noch nicht ſo groß, daß man von einer ſteigenden Tendenz ſprechen
könnte. Es ſind verſchiedene Gründe, die Verbraucher wie Händler ver=
anlaßten
, in ſo ſtarkem Maße zu Neukäufen zu ſchreiten. Zunächſt hat
man auf die Alarmnachrichten aus dem rheiniſchen Bezirk das Beſtreben,
ſich mit Material zu verſehen, um gegebenenfalls nicht blank dazuſtehen.
Verſtärkt wird dieſe Kaufluſt durch Gerüchte, die eine Preiserhöhung auch
dann befürchten, wenn es in der Eiſeninduſtrie zu einer Einigung kom=
men
ſollte, welche Möglichkeit immerhin beſteht. An ſich iſt der wirkliche
Bedarf ja nicht größer geworden, es handelt ſich hauptſächlich um ſoge=
nannte
Angſtkäufe, Verſtärkt wird die Unüberſichtlichkeit der Lage dadurch,
daß der Stahlwerksverband den Verkauf vorerſt eingeſtellt hat, ſomit die
Werkhändler nicht in der Lage ſind, neue Mengen für ihre Abnehmer zu
beſchaffen. Es iſt anzunehmen, daß dies nur eine ganz vorübergehende
Maßnahme iſt, die dazu dienen ſoll, den Markt zu beruhigen. Ein klares
Bild über die heutige Lage läßt ſich unter dieſen Umſtänden nicht ge
winnen, doch beſteht kein Grund zu einer überängſtlichen Beurteilung.
Vielmehr rechnet man damit, daß nach Verlauf von einigen Tagen wiede
genügende Menge zum alten Preiſe zu bekommen ſind, Ob dieſe Annahme
zutrifft, bleibt abzuwarten.
Kleine Wirtſchaftsnachrichten.
Die auf den Stichtag des 7. Dezember berechnete Großhandelsindex=
ziffer
des Statiſtiſchen Reichsamtes iſt gegenüber der Vorwoche von
140,1 auf 139,9 leicht zurückgegangen.
Nach einer Mitteilung des Frankfurter Regiſterrichters ſind geger
berſpätet abgehaltene ordentliche Hauplverſammlungen durch den Frank=
furter
Regiſterrichter Gegenmaßnahmen erfolgt. So ſeien im Herbſt
gegen 100 Aktiengeſellſchaften Ordnungsſtrafverfahren unter Androhung
verhältnismäßig hoher Geldſtrafen eingeleitet worden.
In einer am 9. Dezember in Düſſeldorf abgehaltenen Sitzung der
Oberbau=Schraubenverbandes wurde grundſätzlich beſchloſſen, den Ver=
band
auszubauen. Zu dieſem Zweck iſt die bisherige Preisvereinbarung
auf drei Monate verlängert worden.
Bei dem Demobilmachungskommiſſar in Arnsberg ſind bis jetzt weit
über 200 Stillegungsanzeigen der Giſen= und Stahlinduſtrie eingelaufen
darunter zahlreiche der kleineren Werke der eiſenverarbeitenden In
duſtrie. Dagegen liegen Anzeigen von bergbaulicher Seite noch nicht vor
Die von der Württewbergiſchen Wohnungskreditanſtalt mit der
amerikaniſchen Firma Blair u. Co. abgeſchloſſene 6prozentige Anleihe
iſt, weil die amerikaniſche Firma von ihrem Rücktrittsrecht Gebrauch

gemacht hat, geſcheitert. Ein Teilbetrag dieſer Anleihe wunde von
der Darmſtädter und Nationalbank in Stuttgart über Holland beſchafft,
Nach einer Meldung aus Brüſſel hat das Stahlkartell beſchloſſen,
für das erſte Vierteljahr 1928 die gleiche Produktionskontingentierung
beizubehalten wie für das letzte Vierteljahr dieſes Jahres.
Eine Anzahl norwegiſcher Banken, die unter öffentlicher Verwal=
tung
ſtehen, haben beſchloſſen, neue Banken zu der Uebernahme ihres
Geſchäftes zu gründen, ſo beabſichtigt u. a. die Centralbank for Norge
die Errichtung eines neuen Bankinſtituts.
Die eſtländiſche Regierung hat eine Reihe von Maßnahmen ange=
kündigt
, die die Einführung des Goldſtandards und eine Münzreform
betreffen und am 1. Januar kommenden Jahres in Kraft treten ſollen.
Der griechiſche Tabakmarkt war während des ganzen Monats No
vember äußerſt rege. Kavallg erzielte 2,302,70 Pfund per Oka. Die
Ausfuhr über den Hafen von Kavalla betrug im Auguſt 472 048, Sep=
tember
525 000 und Oktoher 620 000 Oka.
Der Dezember=Bericht des Wafhingtoner Ackerbüros, veröffentlicht
am 8. d. Mts., ſchätzt die endgültige Baumwollernte dieſes Jahres au
12 789 000 Ballen, verglichen mit 12842000 Ballen am 9. November
d. Js. Der Bericht zeigt eine ſo geringe Abweichung (etwa 53 000 Ballen
ninus) gegenüher der letzten amtlichen Schätzung, daß er wohl kaun
in die unſichere Stimmung der Baumwollmärkte mehr Stabilität brin=
gen
dürfte.

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Seite 14

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verſicherung
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(st18929
E Fernruf: D Stadtamt.

Arbeitsvergebung.

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Semd hat die Ausführung der Semme=
verlegung
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folgt
am 17. Dez. 1927, vorm. 10 Uhr,
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behalten
.
(19411
Heſſiſches Kulturbauamt.

Erſatzwahl

zur Heſſiſchen Induſtrie= und Han=
delskammer
Darmſtadt.
In der am 8. Dezember ds. Js. ſtatt=
gehabten
Erſatzwahl der Heſſiſchen In=
duſtrie
= und Handelskammer Darmſtadt
für die Erwerbsgruppe Induſtrie des
Bezirks Darmſtadt wurde
Herr Wilhelm Rudolf Wittich,
Darmſtadt
zum Mitglied gewählt. Das Wahlproto=
koll
liegt von Montag, den 12. bis ein=
ſchließlich
Mittwoch, den 14. Dezember
ds. 38. auf dem Büro der Induſtrie=
und Handelskammer zur Einſicht der
Wahlberechtigten offen. Einwendungen
gegen die Wahl oder den Gewählten
ſind binnen dieſer drei Tage bei Ver=
meidung
des Ausſchluſſes bei der In=
duſtrie
= und Handelskammer ſchriftlich
vorzubringen.
(19461

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ochewat.=Donnerstag nachmittag ſtieß der Bei=
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ar Nähe der Saalburg auf eine an
ängende weibliche Leiche, die ſchon voll=
weſung
übergegangen war. Die Poli=
tit
daß es ſich um das vermißte Mädchen
rud / fter ve her handelt. Ueber die Be=
vgrümzutk
. Tat iſt noch nichts bekonnt; man ver=
mniet
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gen
M
Die Operation als Alibi.

. Nel Eine eigentümliche Aufklärung
den z=aubüberfälle, die auf zwei alleingehende
men zu 1 Gartenſtadt Braſſelsberg verübt wor=
war
oo ne daß man des Täters habhaft wer=
ſonnatdeſer
hatte vor einigen Wochen verſucht,
der 3=0heit der Nacht den Damen die Hand=
cen
zuu4 eißen und auch in einem Falle Erfolg
ſaht, uiwend in dem andern ihn das Schreien des
nſeimar Flucht veranlaßte. Als einziges Merk=
des
rers ſagten beide Ueberfallene aus, daß
ſer zuweekämmtes Haar getragen habe. Die
zühu w der Kriminalpolizei blieben bei dieſen
ſhaltshwter erfolglos; die als verdächtig Ver=
ſeten
uußen wieder freigelaſſen werden. Da
nte diückliche Kombination mit einem anderen
gwöhzallenr Fall zur Ermittlung des Täters. Un=
der
elle des Ueberfalls hatten an dem Tage
ſetztogne Baſſanten und ein Schutzpoliziſt einen
n geutueri, der ſich wie ein Wurm krümmte und
ch. gur)f Schmerzen zu haben. Trotzdem ein Arzt
fehſcwen konnte, brachte man den angeblichen
len ands Krankenhaus zum Roten Kreuz, wo
wie de das Uebel nicht entdeckte, den Kranken
aufuſge Beteuerungen, er habe große Schmer=
endlühwerierte
, da man immerhin eine Blind=
mentzrüung
vermuten konnte. Die Kriminal=
euhlt
von dem ſonderbaren Kranken und
Amüüdn ſeiner Auffindung Kenntnis und
ihyſn nauffällig die Ueberfallenen gegenüber.
ſacſ einſtimmig aus, er ſei der Räuber ge=
Zſar geſtand bei einem Verhör nach ſeiner
ſſurfe us dem Krankenhaus auch ſeine beiden
fällxatind gab an, daß er die Schmerzen vor=
ſcht
4be, um wit dem Krankenhausaufenthalt
Aliköi aczuweiſen und ſich einen ſorgenfreien
halt z uerſchaffen. Er wurde als ein zwanzig=
ſiger
1Fſorgezögling namens Engelhardt feſt=
Eechtsuſ end Mark Lohngelder geraubt.
öliſt C3 wind gemeldet: Am Freitag abend
zzu maskierte Räuber in das Straßenbau=
ſei
jönnerich ein, hielten die drei anweſenden
ltbimrt Revolvern in Schach und vaubten
mit ſechstauſend Mk. Lohngeldern. Die
iumen unerkannt.
gahteuftverkehr im Lichte der Technik.
17n. Bei der Freitag abend abſchließen=
Fh= zum diesjährigen Kurſus: Anwen=
Jugzeuges im Außeninſtitut der Tech=
ᛋile äußerte ſich Profeſſor Everling auf
Anfragen über die techniſchen Möglich=
zeanluftverkehrs
wie folgt: Während
nrik ſchon 1919 von Weſt nach Oſt über=
ſind
die Verſuche in uwgekehrter Rich=
mißlungen
. In techniſcher Hinſicht kann
bisherigen Erfahrungen ſchließen, daß
eflüge einſtweilen noch ſehr ſorgfältiger
von Flugzeug und Motor und vorſich=
ſmg
an die Wetterlage bedürfen. Den
Die Oeffentlichkeit mit wenigen Aus=
ſechtigkeit
widerfahren laſſen. Auch den
rer weiblichen Ozeanflugpaſſagiers ſollte
Enen. Aus den bisherigen Erfahrungen
daß Schwimmerflugzeuge für dieſe
ſrzig net ſeien und nur Flugboote oder gar
u hoch unerprobte Neuſchöpfung in Frage
veefrüht. Ein im ſeemänniſchen Sinn
hes Luftfahrzeug muß erſt noch ge=
rofn
.
beiſchg der neuen Hamburger Elbbrücke.
Am Samstag wurde nach einem feier=
ſlihungsakt
der zweite und letzte Teil der
der Freihafenelbbrücke befindlichen
nhahnbrücke über die Norderinſelnelbe in
des Hamburger Bürgermeiſters Dr. Pe=
tieb
genommen. Ueber die neue Brücke
hiest mehr als die Hälfte des geſamten
nd nach Hamburg.
anwalt gegen Dichter.

Bert Brecht
Sträger von 1922 ſoll in Kaſſel wegen
Aufführung ſeines anderswo bereits
amas Baal auf Grund des Geſetzes
B und Schund unter Anklage geſtellt
Neie Werke des erſt 29jährigen Dichters
II.", Mann iſt Mann, Trommeln
ſind im Berliner Staatstheater, im
Landestheater, in München uſw. ge=
geben
worden.

Sonntag, den 11 Dezember 1927

Auch deutſche Anleihen gefälſcht.

Veo

Weh

Ve
R
Ka
Ve
V
F n

Die gefälſchten deutſchen Anleihepapiere.
Die Unterſuchung gegen Blumenſtein, der in Paris gefälſchte ungariſche Rentenbriefe unter=
gebracht
hat, ergab, daß die Sch vindler auch deutſche Anleihen gefälſcht haben. Zum Glück iſt
der Schaden des Reiches gering.

Blumenſteins Vernehmng.
TU. Paris. Am Freitag nachmittag wurde die
Vernehmung Blumenſteins durch den Unterſuchungs=
richter
fortgeſetzt. Blumenſtein machte nähere An=
gaben
über ſeine Verhandlungen mit Lacazes über
die Abſtempelung der ungariſchen Papiere. Es habe
ſich um insgeſamt 6½ Millionen ungariſcher Staats=
papiere
gehandelt, die nach Blumenſteins Angaben in
den Stahlkammern der Diskontogeſellſchaft in Berlin
lagerten. Er habe die Papiere nicht auf einmal nach
Frankreich ſchaffen laſſen, ſondern zuerſt einen Teil
im Betrage von 1 Million. Die Papiere ſeien
von der Zollbehörde beſchlagnahmt worden. Lacazes

ſei es jedoch gelungen, ſie wieder herauszubekommen.
Ueber die Rolle des deutſchen Rechtsanwaltes Dietz
erklärte Blumenſtein, daß dieſer den Auftrag gehabt
habe, die nichtgeſtempelten Papiere in Empfang zu
nehmen und nach der Abſtempelung wieder dem Ban=
kier
zurückzuerſtatten. Zuſammen mit ſeinem Sohn
habe er, Blumenſtein, ſpäter weitere Pakete ungari=
ſcher
Wertpapiere über die Grenze nach Frankreich
geſchafft. Die Abſtempelung habe Simon Tovbim
beſorgt. Insgeſamt ſeien in Paris für vier Mil=
lionen
300 000 Gulden Wertpapiere abgeſtempelt wor=
den
, während ein Paket im Werte von 2 Millionen
200 000 Gulden ſich noch in Berlin befindet,

Der Stadionbau für die Olympiade in Amſterdam

Bau der Tribünen für die Olympiade 1928 in Amſterdam.
Die Vorbereitungen ſchreiten programmäßig fort. Schon in wenigen Wochem wird das neue Sta=
dion
für die olympiſchen Spiele fertig ſein.

Thereſe von Konnersreuth klagt.
Berlin. Der erſte Konnersreuther Beleidi=
gungsprozeß
wird demnächſt in Oberſchleſien vor ſich
gehen. Im Auftrage der Thereſe Neumann iſt von
Gleiwitzer Rechtsanwälten gegen den verantwortlichen
Redakteur der Gleiwitzer Wochenzeitung Der Blitz
im Oſten Klage wegen Beleidigung an das Glei=
witzer
Amtsgericht eingereicht worden. Die Beleidi=
gung
wird in umwahren Veröffentlichungen über das
angebliche Vorhandenſein eines unehelichen Kindes
der Thereſe Neumann erblickt.
Einweihung des Euckenhauſes in Jena.
TU. Jena. Am 5. Januar nächſten Jahres findet
in Jena die Einweihung des Euckenhauſes ſtatt, das
eine Erinnerungsſtätte für den großen deutſchen
Philoſophen werden ſoll. In der Aula der Uni=
verſität
findet eine Feier ſtatt, wobei vorausſichtlich
Staatsminiſter Dr. h. c. Leutheußer und Profeſſor
Wundt von der Landesuniverſität ſprechen werden.
Zu dieſer bedeutſamen Feier werden auch zahlreiche
internationale Gäſte erwartet.
Die Anlage eines Rohrbachflugboothafens
in Kiel geplant.
TU. Kiel. Die günſtige Lage der Kieler See=
flugſtation
, die frei von Eis und Nebel iſt, hat zur
Aufnahme von Verhandlungen zwiſchen dem Rohr=
bach
=Metallflugzeugbau in Berlin und der Stadt
Kiel geführt über die Errichtung einer Zweignieder=
laſſung
des Werkes in Kiel. Von den in Frage kom=
menden
größeren Oſtſeehäfen bietet Kiel die beſten
Entwicklungsmöglichkeiten für einen ſolchen Flug=
boothafen
, in dem auch die für den künftigen Ozean=
flugverkehr
zu ſchaffenden Rieſenflugboote ohne
Schwierigkeiten bei jeder Witterung den erforderlichen
Leiſtungsprüfungen unterzogen werden können.

Stapellauf eines Stinnes=Dampfers.
TU. Stettin. Auf der Nüskewerft iſt der für
Rechnung der Hugo Stinnes=A.=G. Hamburg erbaute
Dämpfer Elſe Hugo Stinnes 15 vom Stapel ge=
laufen
. Die Taufpatin, nach der auch das Schiff be=
nannt
iſt, war die jüngſte Tochter des verſtorbenen
Hugo Stinnes. Das ſtattliche Schiff iſt 96 Meter
lang, 14,5 Meter breit; die Tragfähigkeit beträgt
4000 Tonnen. Das Schiff iſt nach den neueſten Vor=
ſchriften
des Germaniſchen Lloyd für die höchſte Klaſſe
der atlantiſchen Fahrt erbaut, beſitzt eine Geſchwin=
digkeit
von zehn Knoten und wird der Reederei als
Kohlentransportſchiff dienen.
Zum Tode verurteilt.
TU. Frankfurt (Oder). Das Schwurgericht
verurteilte den polniſchen Schnitter Sboczylar wegen
Mordes zum Tode. Der Verurteilte gehörte einer
vierköpfigen Räuberbande an, von der zwei Mit=
glieder
bereits hingerichtet ſind, während Skogylar
und der vierte zu lebenslänglichen Zuchthausſtrafen
verurteilt worden waren. Nachdem man Skoczylar
eine weitere Mordtat in der Nähe von Müncheberg
nachgewieſen hatte, wurde auch er zum Tod ver=
urteilt
.
Die Verleihung des Nobelpreiſes an Buiſſon
und Quidde.
Oslo. Samstag nachmittag fand die feier=
liche
Sitzung des Nobelinſtitutes ſtatt, in der Ludwig
Quidde und Ferdinand Buiſſon der Nobelfriedens=
preis
zuerkannt wurde. Der König, der Kronprinz,
der deutſche Geſandte und der franzöſiſche Geſchäfts=
träger
nahmen an der Feſtſitzung teil. In der Feſt=
rede
würdigte der Vorſitzende des Nobelkomitees das
Wirken der neuen Preisträger für die Idee des
Friedens. Quidde und Buiſſon brachten in kurzen
Anſprachen ihren Dank für die ihnen erwieſenen
Ehrungen zum Ausdruck.

Seite 17
Die Berliner Philharmoniker
in London.
Begeiſterte Ovationen für die deutſche Muſik.

Prof. Dr. Wilhelm Furtwängler,
der Dirigent der Berliner Philharmoniker und der
Leipziger Gewandhauskonzerte, hat die erſten Nach=
kriegskonzerte
des Berliner Philharmoniſchen Or=
cheſters
in London in der ausverkauften rieſigen
Albert=Hall vor 10 000 Zuhörern geleitet. Furt=
wängler
der würdige Erbe des großen Arthur
Nikiſch ſteht im 42. Lebensjahre. Er ſtellt den
Typus des leidenſchaftlichen hinreißenden und hin=
geriſſenen
Dirigenten dar.
Schweres Bergwerksunglück in Zentralrußland.
Bisher 20 Todesopfer.
TU. Kowno. Wie aus Moskau gemeldet wird,
wurden in einem Bergwerk in Zentralrußland 73 Ar=
beiter
verſchüttet. 2 der Verſchütteten konnten nur
noch als Leichen geborgen werden. Die Bergungs=
arbeiten
werden noch fortgeſetzt. Als Urſache des
Unglücks werden heftige Schneeſtürme angegeben.
Kapitän Lalors noch in Piratenhänden.
TU. London. Die für Mittwoch erwartete
Freilaſſung des in die Gewalt chineſiſcher Piraten
gefallenen engliſchen Kapitäns Lalors iſt nicht erfolgt,
da die Piraten nunmehr ein höheres Löſegeld ver=
langen
. Nach Mitteilungen der engliſchen Admirali=
tät
ſtehen beſtimmte Mitteilungen über das Schickſal
Lalors noch aus. Die Nachforſchungen nach dem
Gefangenen ſind ſſeit Mittwoch im Gange und dauern
zurzeit noch an. Unbekümmert um die zu ihrer Be=
kämpfung
eingeleiteten Maßnahmen ſetzen die Pi=
raten
ihr Unweſen in den Küſtengewäſſern fort. Am
Donnerstag wurde nur 20 Meilen von Kanton ent=
fernt
ein Dampfer von 1865 Tonnen, der jedoch ent=
kommen
konnte, von den Seeräubern beſchoſſen.
Der Kampf um die Prohibition in Amerika.
EP. New York. Die Prohibitionsbehörden
haben einen Bericht über die Bekämpfung des Al=
kohol
=Schmuggels im Berichtsjahre 1926/27 veröffent=
licht
. Danach ſind in dieſem Jahre 80 000 Perſonen
wegen Alkoholſchmuggels verhaftet worden. 750 000
Liter Whiſky, 27 Millionen Liter Bier, 1 750 000 Liter
Wein und 90 Millionen Liter verſchiedener anderer
alkoholiſcher Getränke wurden beſchlagnahmt, außer=
dem
Schiffe, Automobile und verſchiedene Gefährte,
die für den Alkohol=Schwuggel verwendet worden
waren, im Werte von 28 Millionen Dollar.
Dreißig Tote das Opfer der amerikaniſchen
Kältewelle.
TU. NewYork. Der Kältewelle in Amerika
ſind bisher 30 Menſchen zum Opfer gefallen. Die
angerichteten Sachſchäden werden auf viele hundert=
tauſend
Dollar geſchätzt. Am härteſten iſt der Mittel=
weſten
getroffen worden. In Chicago ſind neun
Todesfälle zu verzeichnen geweſen.

Die Krone Auguſi des Starken
aufgefunden.

Die polniſche Königskrone Auguſt des Starken
iſt vor einigen Tagen im Dresdener Hiſtoriſchen
Muſeum unter Ausſtattungsſtücken zu Maskeraden
aufgefunden worden. Auguſt der Starke, ſeit 1694
Ku fürſt von Sachſen, wurde am 27. Juni 1700 zum
König von Polen gewählt und am 15. September
gekränz.

[ ][  ][ ]

Seite 18

Sonntag, den 11. Dezember 1927


Nummer 340

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Darmstadt, den 9. Dezember 1927

[ ][  ][ ]

Geite 22

Sonntag den 11 Dezember 1927


Spoth Sdrer und Tatnen.

FC. Gintracht Sp.Vg. Geinsheim.
Am Sonntag hat Eintracht den Sportverein Geinsheim zu Gaſt,
mit Eberſtadt die einzige Mannſchaft, die den Einträchtigen während der
Vorſpicke eine Niederlage zu bereiten vermochte. Dieſer Umſtand und
die ſchlechte Leiſtung gegen Boruſſia Dornheim geben zu Bedenken An=
laß
. Es iſt jedoch nicht anzunehmen, daß die Mannſchaft einen Rückgang
in ihrer ſeitherigen Form zu verzeichnen hat, vielmehr iſt der Punktver=
luſt
gegen Dornheim auf die Indispoſition verſchiedener Stürmer zu=
rückzuführen
. Gegen die ſchnellen und harten Geinsheimer muß man
ſich ſchon etwas ſtrecken, wenn man nicht wieder mit einer Ueberraſchung
aufwarten will, zumal Geinsheim auch bedeutend ſpielſtärker iſt als
Dornheim, was die letzten Reſultate beweiſen. Der letzte Mißerfoig
ſollte für Eintracht eigentlich Anſporn genug ſein, unter allen Umſtän=
den
Sieger zu bleiben. Vorher treffen ſich die zweiten Mannſchaften.
Im Vorſpiel konnte Eintracht mit dem hohen Ergebnis 8:0 beide Punkte
mitnehmen und wird auch im Rückſpiel die Punkte nicht verlieren
wollen.
Freie Turner Seckenheim Spielvereinigung 1921 Darmſtadt
heißt für heute die Parole der Anhänger des Fußballs. Dem Sport=
ausſchuß
der Spielvereinigung iſt es gelungen, die beſtbekannte Kreis=
klaſſenmannſchaft
Seckenheim nach hier zu verpflichten. Seckenheim,
beſte Klaſſe des 10. Kreiſes (Baden=Pfalz) vertretend, verfügt über ei
Mannſchaft, die ein ausgezeichnetes Stellungsſpiel ihr eigen nennt. S
ſteht zurzcit an dritter Stelle in der Tabelle der Meiſterſchaftsſpiele
was ja ihre Spielſtärke zur Genüge dokumentiert. Das Spiel findet
nachmittags halb 3 Uhr auf dem Sportplatz Windmühle ſtatt und
dürfte Zeugnis ablegen, von der immer mächtiger werdenden Arbeiter=
Fußball=Bewegung.
2. Mannſchaft 2. Maunſchaft Gräfenhauſen, halb 1 Uhr.
1. Jugend 1. Jugend Erfelden, dort, 10 Uhr.
Fußbalt im Kreis Starkenburg.
Die umteren Klafſen am Sonntag, den 4. Dezember 1927.
A=Klaſſe, Gau Bergſtraße: V. f. R. Darmſtadt Haſſia Dieburg 4:1;
Eintracht Darmſtadt Boruſſia Dornheim 2:2; Germania Eberſtadt
Sportverein Lengfeld 6:1; V. f. A. Michelſtadt F.=V. Seeheim 3:2;
Groß=Gerau S.=V. 98 Reſerve 2:4.
A=Klaſſe, Dreieichgan: Germania Oberroden F.=C. Egelsbach 3:0;
S.=V. 1911 Neu=Iſenburg S.=C. Dietzenbach 3:1; F.=V. Eppertshauſen
F.=C. 02 Dreieichenhain 3:0; S.=V. Offenthal V. f. L. Neu= Iſen=
burg
, Neſ. 5:6.
B=Klaſſe, Gau Bergſtraße: Germania Dieburg FSV. Groß= Zim=
mern
8:1; Chattia Wolfskehlen Germania Leeheim 9:1; V. f. L
Michelſtadt, 2. V. f. R Beerfelden 7:2; F.=C. Groß=Umſtadt Sport=
verein
Roßdorf 1:6; Sportverein Höchſt V. f. R. Erbach 4:2.
Die Lage in den einzelnen Gauen, bzw. Klaſſen hat ſich nicht der
ändert. V. f. R. Darmſtadt und Eberſtadt ſiegen unentwegt weiter und
vie vor die Tabelle an. Im Dreieichgau rückt Oberroden
führen na
ſchaft immer näher. In der B=Klaſſe frappiert der Zuſam=
der
Meiſte
menbruch Groß=Zimmerns, nachdem die Meiſterſchaftshoffnungen ge=
ſchwunden
ſind. Eine Tabelle der B=Klaſſe ſoll nächſte Woche folgen.
Spiele mn Sonntag, den 11. Dezember 1927.
Kreisliga: Sportverein Münſter Union Darmſtadt;
1. F.=C. Langen Viktoria Griesheim;
Germania Pfungſtadt Polizei=Spv. Darmſtadt;
F.=V. Sprendlingen Union Wixhauſen;
Viktoria Walldorf T.= u. S.=V. Mörfelden.
Einen immerhin ſchweren Gang hat die Darmſtädter Union nach
Münſter zu machen, der auch durch die Tatſache, daß Münſter durch
Spielerſperrungen weſentlich geſchwächt iſt, nicht viel leichter wird. Nor=
malerweiſe
ſollten aber die Darmſtädter einen knappen Sieg erringen
Annen. In Langen werden die Einheimiſchen beſtimmt die Punkte Ge=
halten
. Das=Dreffen Pfungſtadt Polizei Darmſtadt erſcheint reichlich
offen, ein knapper Sieg der Pfungſtädter aber möglich. In Sprend=
Irgen darf man die Platzherren ziemlich ſicher in Front erwarten;
ebenſo ſollte das in Walldorf der Fall ſein, wohin man ſich aber einen
kapitelfeſten Schiedsrichter wünſchen darf. Spielbeginn durchweg erſt=
malig
um 2 Uhr.
A=Klafſe, Gau Bergſtraße: V. f. R. Darmſtadt V. f. L. Michel=
ſtadt
. Eintracht Darmſtadt Spv. Geinsheim (11 Uhr), Spp. 98, Re=
ſerve
Haſſia Dieburg (12.30 Uhr), Spv. Lengfeld Arheilgen, Reſ.,
S.=V. Grpß=Gerau F.=V. Seeheim. Mit Ausnahme der oben er=
wähnten
Spielzeiten Spielbeginn überall 2.15 Uhr.
A=Klaſſe, Dreieichgau: Germania Oberroden F.=V. Eppertshauſen,
S.=V. 1911 Neu=Iſenburg S.=V. Offenthal (1 Uhr); F.=C. 02 Drei=
eichenhain
F.=C. Egelsbach. Normaler Spielbeginn 2.30 Uhr.
B=Klaſſe, Gau Bergſtraße: Germania Dieburg Chattia Wolfs=
kehlen
, Spv. Meſſel Spv. Weiterſtadt, V. f. N. Beerfelden F.=C.
Groß=Umſtadt, Spv. Höchſt Spp. Lengfeld 2., V. f. L. Michelſtadt 2.
V. f. N. Erbach.
Schach.
Um die Beziuksmeiſterſchaft von Heſſen.
Die Schachvereine der Städte Darmſtadt, Mainz, Offenbach
und Gießen haben ſich zur alljährlichen Austragung der Bezirks=
meiſterſchaft
von Heſſen zuſammengeſchloſſen. Das Ergebnis
des diesjährigen Meiſterſchaftsturniers, an dem je acht der ſtäukſten
Spieler der einzelnen Städte teilnahmen, iſt folgendes:
Mainz Offenbach 7:1.
Mainz Darmſtadt 3½:4½.
Mainz Gießen 4:4.
Offenbach Darmſtadt 3½:4½.
Offenbach Gießen 3:5.
Darmſtadt Gießen 2½:5½.
Folglich weiſt die Tabelle folgendes Bild auf: Mainz und Gießen
14½:12½; Darmſtadt 11½:12½; und Offenbach 7/.:16½½ Pkt.
Demnach haben Mainz und Gießen gleiche Punktzahl erreicht, wo=
bei
zu bemerken iſt, daß bei dem am vergangenen Sonntag ſtattgefunde=
nen
Wettkampf in Frankfurt a. M. gegen Gießen eine Partie, welche
auf Gewinn für Mainz ſtand. zu Gunſten von Gießen entſchieden wurde,
da der Mainzer Spieler in Zeitnot kam. Hierdurch muß nochmals ein
Stichkampf um die Meiſterſchaft zwiſchen Mainz und Gießen ſtatt=
finden
, welcher am 15. Januar 1928 in Frankfurt a. M. angeſetzt iſt.

Darmſlädter Sportkalender.
Fußball.
14,15 Uhr Stadion: Sp. V. Dſtdt. 98 Germanja Wiesbaden.
14,00 Uhr Rennbahn: V.f.R. Fußball=Verein Michelſtadt.
14,30 Uhr Windmühle: Sp. Vgg. 21 Freie Turner Seckenheim.
Handball.
10,00 Uhr Rheinallee: Sp. V. 98 V.f.L. Rot=Weiß ( Jugend=
pokal
d. D. S. B.).
14,00 Uhr Rheinallee: Rot=Weiß 2. Pol.Sp. V. 2. (Pokal).
15,00 Uhr Finanzamt: T. Gmde. 46 2. T. V. Vorwärts
Nd.=Roden.
13,26 Uhr Abfahrt: Sp.V. Dſtdt. 98 Pol. Sp.V. Babenhauſen.
*
Handball.
Tode. Beſſungen 1. Tgde. Griesheim 1. (Sonderklofſe.)
Nachdem am Sonntag, den 4. Dezember, die erſte Elf der Turn=
gemeinde
Beſſungen ſich die Gruppenmeiſterſchaft geſichert hat, mützt ſie
gleich die Gelegenheit aus, die beſtbekannte Mannſchaft der Vorſtädter
ſich zu verpflichten. Griesheim gehört der Sonderklaſſe an und Beſſun=
gen
muß ſich mächtig anſtremgen, wenn es den Sieg in Darmſtadts
Mauern haben will. Beide Mannſchaften werden ſich in ſtärkſter Auf=
ſrellung
gegenüberſtehen. Die Eintrittspreife ſind ſehr niedrig gehalten,
ſo daß es jedem geboten iſt, ein ſchönes Handballſpiel zu ſehen.
Spielbeginn: 11,30 Uhr. Vorher ſpielt die 1. Jugend gegen die gleiche
der Tgde. 1846 Darmſtadt.
Techniſche Hochſchule Darmſtadt Univerſität Würzbura 11:4 (5:3).
Vergangenen Mittwoch fand das Rückſpiel in Würzburg ſtatt. Würz
burg hatte eine ganz andere Mannſchaft zur Stelle als im letzten Seme=
ſter
. Darmſtadt trat in ſtärkſter Aufſtellung an, mit Irion; Koch, Schick;
Spiegel, Leber, Wicht; Fiedler, Werner, Leonhardt, Allwohn, Reichwein
In der erſten Halbzeit war das Spiel ziemlich ausgelichen. Nach=
dem
Darmſtadt durch Reichwein und Fiebler mit 2:0 in Führung ge=
gangen
war, gelang es Würzburg bald, durch ſeinen ſehr guten Halb=
linken
Dagſer den Ausgleich zu erzielen. Zwei Tore von Werner
ſtellten die alte Tordifferenz wieder her. Würzburg läßt nicht locher.
und ſein Halbrechter kann, nachdem er einen groben Fehler der Verteidi=
gung
ausgenutzt hatte, ein Tor aufholen. Kurz vor der Pauſe iſt Darm=
ſtadt
nochmals erfolgreich, nach einem ſchönen Zuſammenſpiel Leber=
Werner=Leber.
Nach dem Wechſel nimmt das Spiel an Schnelligkeit zu, und eine
Ueberlegenheit Würzburgs iſt nicht zu verkennen. Die Darmſtädter
Hintermannſchaft wird reichlich unſicher und nur den guten Leiſtungen
Irions iſt es zu danken, daß keine Gegentore erzielt wurden. Langſam
erſt kommen die Gäſte wieder auf, und können in regelmäßigen Abſtän=
den
6 Tore, durch Allwohn, Fiedler und Leonhardt erzielen. Kurz vor
dem Abpfiff holt Würzburg noch ein Tor auf.
Die Würzburger waren wefentlich beſſer als im Vorſpiel, es man=
gelte
der Mannſchaft lediglich noch an dem genauen Torſchuß.
Die Darmſtädter zeigten heute nicht die gewohnten ſicheren Leiſtun=
gen
. Die Hintermannſchaft arbeitete ſehr mangelhaſt. Das Verſtänd=
ntis
zwiſchen Läuferreihe und Verteidigung muß noch viel beſſer werden
um gegen einen ſchußgewaltigen Sturm beſtehen zu können; denn nicht
immer kann Frion alles halten. Der Sturm war auch nicht gerade in
Hochformt, beſonders in der erſten Halkzeit war das Zuſpiel und Schie=
Zen viel zu ungenau. Viel wurde auch durch die Alleingänge der
verdorben ſie ſollten den Ball früger abſpielen. Der Limks=
Kanone
außen war bedenklich ſchwach.
F. C. Egelsbach 1903 e. V.
Im Mai 1928 ſind 25 Jahre verfloſſen, daß der F. C. Egelsbach 1903.
einer der erſten Pioniere des Fußballſports im jetzigen Bezirk Main
Heſſen, gegründet wurde. Der F.C. E. beabſichtigt daher, dieſen Tag
in Form eines großzügig angelegten Stiftungsfeſtes, verbunden mit
Pokalturnier und anderen ſportlichen Veranſtaltungen, feſtlich zu be=
gehen
. Beſtens bekannt weit übeu die Grenzen feines Gaues hinaus,
war es dem ſtrebſamen Verein gelungen, ſich in den Jahren 191921
für die erſte Klaſſe des damaligen Rheinbezirks (beſ. Gebiet) zu quali=
fizieren
. Wenn es dem Verein auch nicht dergönnt war, ſich in dieſer
Klaſſe zu behaurten, ſo iſt dieſer Rückgang darauf zurückzuführen, daß
ihm durch Verluſte im Weltkrieg und ſonſtige Spielerabgänge gerade
die beſten Kräfte verloren gingen. Nichtsdrſtoweniger hat es der Ver=
ein
verſtanden, die Beziehungen zu den erſtklaſſigen Vereinen des
S. F.V. aufrecht zu erhalten und auf ſporklichem Gebiete recht erfreu=
liche
Ergsbnifſe zu erzielen. Der FC. E. wird es daher als ſeine
größte Aufgabe betrachten, anläßlich ſeines Feſtes im Juni nächſten
Jahres recht viele raſenfporttreibenbe Vereine in den Mauern von
Egelsbach zu vereinigen, um dieſen Tag zu einem Propagandatag für
den Raſenſport, insbeſondere ſür den Fußhallſport, zu geſtalten.

Geſchäftliches.
Das Spezialhaus für Damen=Konfektion und Pelzwaren. D. Cohn
jr. A.=G., Frankfurt, eröffnete Donnerstag, den 8. Dezember 1927, die
nunmehr durch Umbau fertiggeſtellten Parterreräume ihres Geſchäfts=
hauſes
auf der Zeil. Damit iſt der erſte Teil des geplanten großzügigen
Geſamtumbaues vollendet.

Morgen Kinder wird’s was geben,
morgen werdet ihr euch freuln!
Welch ein Jubel, welch ein Leben wird in unſerem Hauſe ſein.
Chriſtkind kommt mit ſeinen Gaben! Voller Erwartung ſieht jeder der
Beſcherungsſtunde entgegen. Ja, was mag mir das Chriſtkind wohl
bringen? ſo denken die Großen und Kleinen. Gewiß hat jeder ſeine
beſonderen Wünſche. Ob aber das Chriſtkind alle erfüllen kann? Be=
kanntlich
erfüllt es ja gern die nützlichen Wünſche. Nützliche Sachen, die
jeder nötig hat, erfreuen immer. Und dieſe Freude iſt auch von längerer
Dauer, weil das nützliche Geſchenk ſtändig im Gebrauch iſt. Wem nun
das Chriſtkind ſchöne Wäſche, mollige Woll= oder gar ſeidene Sachen
fchenkt, der ſollte dieſen guten Rat beachten. Er betrifft nämlich die
Erhaltung dieſer ſchönen Geſchenke, insbeſondere die richtige Behand=
lung
der wollenen Sachen. Die ſchönen Wollfachen erhält man recht
lange fein, wenn ſie in kalter Perſillauge durch leichtes Auf= und
Niederdrücken gewaſchen werden. Keinesfalls darf man wollene Sachen
reiben. Man ſpült in kaltem klaren Waſſer, dem man etwas Küchen=
eſſig
zuſetzt, und breite die Sachen zum Trocknen auf einem weißen
Tuche aus. Wollſachen nicht wvingen und nicht in Ofennähe trocknen.
Nicht aufhängen, weil dann der Stoff ſich zieht und auch ein Auslaufen
der Farben zu befürchten iſt. Farbige Sachen ſoll man vorher auf
Waſchechtheit prüfen. Man probiert das an einem Zipfel oder an einer
verdeikten Stelle aus.

R
Leichtainient. Im Spiegei der Zahlen.

Im Hinblick auf die bevorſtehenden Olympiſchen Spiele in Amſter=
m
iſt es nicht unint reſſant, einmal die deutſchen Leichtathletik Rekords
itdn beſt henden Olympiſchen und Welthöckſtleiſtungen zu vergleichen.
ine ganze Anzahl von Weltrekords wirden bei den letzten Olympiſchen
diclen 1524 in Paxis erſt geſchaffen, ſind demnach auch olympiſche Beſt=
iſtungen
. Ob ſich die Erwartungen auf neue Höchſtleiſtungen bei den
Aiſterdamer Spielen erfüllen, bleibt abzuwarten, denn nach Urteilen

verſchiedener Sachverſtändiger ſoll das neue olympiſche Stadion in Am=
ſterdam
nicht ſo ſchnelle Laufzeiten zulaſſen, wie die großartige Anlage
des Pariſer Colombes Stadions. In der nachfolgenden Vergleichstabelle
zwiſchen deutſchen, olympiſchen und Welthöchſtleiſtungen finden ſich in der
letzteren Kategorie einige Rekords vor, die erſt in letzter Zeit aufgeſtellt
aber noch nicht vom internationalen Verband anerkannz worden ſind,
und zwar Weit= und Stabhochſprung, ſowie Speerwerfen.

Wettbewerb:

Weltrekord:

Olymp. Rekord:

Deutſcher Rekord.

100 Meter ..
200 Meter ..
430 Meter ..
80 Meter ..
500 Meter.
5 000 Meter ..
.
10000 Meter
Hürden
110
400 Hürden .
100 Mete
4X400 Meter. .
Hos ſpiung .
citſprr
Stabhockſprung .
Dreiſprung
Kugelſtoßen
Liskusw ifen . .
Spcerwerfen
Hammerwerfen".

10,4 Paddod
20 8 Paddock
47,6 Lidell
1:51,6 Dr. Peltzer
3:51 Dr. Peltzer
14:28,2 Nurmi
30:06,4 Nurmi
14,8 Thomſon
52,6 Taylor
410 Amerika
3:16,0 Amerika
2,033 m OsSorn
3m Hubbard
257 m Carr
15
25 m Winter
15,544 m Roſe
,89 m Hartrauft
39,88 m Pentilä
57,772 m Rhan

16, Abrahams
21,6 Hahn
47,6 Lidell
Mexedith

3:53,2 Nurmi
2 Nurmi
*"
itolg
14,8 Thomſon
52,6 Tayzlor
41,0 Amerika
3:160 Amerika
1,98 m Osborn
,65 m Le Gendre
3,95 I0 Babcock
15,525 m Winter
15,34 m McDonald
45.21 m Taipale
J,78 m Myrrhää
54,74 m Mc Grath

10,4 Körnig
Körnig
Bichner
1:51,6 Dr. Peltzer
3:51 Dr. Peltzer
15:03 Kohn
32:00,8 Petri
14,9 Troßbach
54 8 Dr. Peltzer
41,3 S.C. Charlottenburg
derlin
3:20,2 D. S C.
Paſemann
1,923
53 Meter
Dobermann
3,80 Meter Frick=
14,99 Meter Holtz
14,72 Meter Brechenmacher
47,94 Meter Hoffmeiſter
64,60 Meter Schlokat
43,12 Meter Furtwängler.

Neuartiges Kinderſpielzeug.
In den Werkſtätten der bekannten Waldorfſchule in Stuttgankg
denen die Kinder zur ſelbſtſchöpferiſchen Arbeit erzogen werf
neuartiges Spielzeug entſtanden. Das Prinzip der natürlichen Nrc=
lichkeit
iſt in verſchiedenen Gruppen ganz beſonders glücklich aub
Ouiginelle, licht= und waſchechte Stoffpuppen, Malkäſten und 8
ſind ſicher geeignet, viel Freude in die Kinderwelt zu bringen
beſte Leiſtung der Werkſtatt ſind jedoch die zerlegbaren Puppenſü
die unter Betonung des Materials nach ganz modernen Grundlt;
eingerichtet ſind. Eine Ausſtellung dieſer Spielzeuge iſt zurzeit in
Sonder=Schaufenſter des Dürerhauſes, Eliſabethenſtr. 25½ (nähe Grch,
ſtraße). Siehe auch Anzeige in der heutigen Ausgabe und Plgkatst
Ein praltiſches und ſehr beliebtes Weihnachtsgeſchenk iſt die 7.
feinſilberne Mek=Kapſel die Kopfſchmerzen Kchnupfen umt
tarrhaliſche Erkältungserſcheinungen ſchmell und ſicher beſeitigt
Ausgaben für Medikamente ſind mehr notwendig; eine einmaliam
ſchaffung genügt ſelbſt für einen großen Familienkrcis. Die Mel. K.i,
iſt unverwüſtlich, immer gebrauchsfertig und von dauernder Hei,
die Anſchaffungskoſten machen ſich alſo ſehr ſchnell bezahlt.

30. Preußiſch=Süddeutſche Klaſſen=Lottenul
1. Tag, 3. Klaſſe. In der VormittagsZiehung
2 Gewinne zu 5000 Mark auf Nr. 152 881; 2 Gewinne zu 3000 Mam Launnvesobet
Nr. 31 282; 10 Gewinne zu 800 Mark auf Nr. 92309, 188095, 2=
272 230, 328 609; 18 Gewinne zu 500 Mark auf Nr. 50 150, 60 262. g
58, 265 496, 295 180, 311 849, 324 168, 365 586; ferner 114 Ge=u
3
zu je 400 Mark und 248 Gewinne zu je 240 Mark. In der 98.
mittags=Ziehung fielen: 2 Gewinne zu 50 000 Mark aut
365 412; 2 Gewinne zu 5000 Mark auf Nr. 201 537; 2 Gewinne zu=
Nark auf Nr. 103 689; 4 Gewinne zu 2300 Mark auf Nr.
32 074; 12 Gewinne zu 1000 Mark auf Nr. 65 485, 194 796. 2g
209 658, 228 077, 237 701; 12 Gewinne zu 800 Mark auf Nr.
7 751, 188 223, 264 500, 319 060, 323 481; 24 Gewinne zu 500 May=
Nr. 5578, 12260, 33 058, 33 373, 45 876, 64074, 84 469, 86 852.
205 638, 255 721, 296 413; ferner 88 Gewinne zu je 400 Mark urm ſ/1, gnnen Sie ſich
Gewinne zu je 240 Mark.
uf gufückender Rie.

Rundfunk=Programme.
Frankfurt.
Sonntag, 11. De/ſthek. 9.33: forkgenfeier des Wartbuig) ſitl ich zweiſte ni
vereins. O 11: Rektort Wehchan: Weni/ bie xChüler und junmt
Leute ſich vorſtellen, um eistex Steile,zugſüchen. O 12: Konzert
Orch, der Freiw. Feuerwehr NeuzIſendurg. 6 15.30: Ilſe Roettgnl
A
S
Aus dem deutſchen Märchenkörn. Vom=Chriſtkind.
Tannenwalds Kinderſtube. Ein Iuſtger Beſuch. Die Chriſtru
Sr. Niklas Auszug. Der kteſte Nimmerſatt. Wie ſi
goldenen Nüſſe gewachſen ſind. Der Weihnachtstaler. o 16.i0

Konzert des Hausorch. O 18: Prof. van de Velde: Erwachen
Stils. O 18.30: C. Gebhardt: Die ſchöpferiſche Entwicklung
Grundzug deutſcher Geiſtesgeſchichte, eine philoſophiſche Betra9!
tung mit Vorleſungen aus Leſſing, Herder. Goeihe und 5
S 19.30: Heinrich Leis. Vörleſunig aus eigenen Dichtungen. Tra
Die Jahreszeiten
ſtunde. Die Stadt. Wolkenſchiffe.
Todes, ein Sonnett=Zuklus. Der Lichtſucher. Proſ
Plakatſäule Sfize. Zwei Frauen, Novelle. 0 20.30: Gaſtf14
R
V
der Operettendir. Sander=Gräf: Frasquita Operette in
Akten von Lehar. Anſchl.: Sport. Darauf Kaſſel: Tanzmuſik.
Stuttgart.
W
Sonntag. 11. Dezember. 11.30: Kath. Morgenfeier, Mitz.,)/
Stadtpf. Fleck. Kirchenchor St Eliſabeth. Organiſt Ottenmüſſir
Muſik. Leitung: Prof. Enz. o 13.15: Schallplattenkonzert.
Heuſchele=Waiblingen: Agnes Sorma, die Künſtlerin und
V
Frau. O 15.30: Märchenſtunde. O 16: Religiöſe und weihnachtik.
Muſik. Leit.: Struve. Mendelsſohn: Ouv. zu Athalia. Bo
A
Hirtenmuſik aus dem Weihnachtsoratorium. Händel: Larzp
Reimann: Altchriſtl. Mettenliedlein. Frank: Chriſtnacht.
Frandk: Adve
b. Bach, Fant.
Urbach: Erinnerung an Joh. S=
Schubert: Ave Maria. Mozar
lied. O du mein Troſt,
1: Rezitativ: Denn ſiehe und Arie:
Ape verum. Händ
aus Meſſfas. Bach: Arie TA
die Wonne verkünde
kinder freuek euch. Beethoven: Trauermarſch aus der 3. e
(Eroica). Courvoiſier: Dormi=Jeſu. Jeſulein, ſchönes Kindele
Eichhorn: Ave Maria. Reger: Uns iſt geboren ein Kindelel
Chriſtkindleins Wiegenlied. Humperdinck: Vorſpiel zu Hänſel u
Gretel‟ O 18.15: Dr. Curt Elwenſpoek: Märchen und Trax
2 18.45: Fr. Wolf lieſt aus eigenen Werken. O 20: Bunter Aben
Weber: Aufon /24
Leit.: Struve. Thomas: Ouv. zu Mignon
Meyerbeer: Fant. aus Robert der Teu
rung zum Tanz.
Meyerbeer: O Land ſo wunderbar aus Die Afrikaneri
rdap

Mozart: Arie der Gräfin aus Figaros Hochzeit,
eilten.
Notturno aus Fedora Tareng:: Serenade. Luigint
Mozart: Arie der Suſanne aus Figaros Hochze
zene.
Nozart: Dies Bildnis iſt bezaubernd ſchön aus Zauberflöte‟
Bizet:
Duett aus Carmen.
Bizet: LArleſienne=Suite. M, daß Sie es wil
Ein 9
Uſigli
Romanze aus Educande di Sorrente
.
Paris. Dramatiſche Plauderei in 1 Akt von Widmann.
MMig znehnenden
Margherita da Ghnoleri, Ww.; Gräſin Annina Bentivoglio
cheſa Laura Pepoli: Alberto, Gelehrter und Poet (vornehme w.=/ ahten hinausläuft g
Damen Bolognas. Alberto, Geiehrter und Poet. Weitere 11 DM Nein, daß abnon
bietungen. O 22.45: Nachrichten.

beriaden betrachtet!
2zutliche ab, N *
nge hinweg? Könne
heit, wenn 2!

ne Vorſtellung dave

Berlin.

Sonntag, 11. Dej. 9: Mb-g.m ler. Chor St. Ludwig, WiA niedeutenden Zügon
mersdorf.
Alice Häbig(Ftügel(. Dr. Sonnenſchein (Anſura=
Milli Roſe (Sopran), Aenne Maucher ((A1t), P. Madſen Tein
Br. Koſſubek (Baß), W. Gßbzuthal (Orgel). 6 11.15: Weihnger=M Auie um dieſe Zeit in
konzert der Schutzpolizei Berlin aus
W Gr. Schaulpehe Parchendr ind verſtin
Vorſpiel zu Hänſel und Gretel.
e Engelein Hoten Mad, ich Janf vor
Tannen. Vom Himmel hoch ihr Engel kommt.
Nacht, heilige Nacht. Meditation.
Schäfer=Tanz. LMenlent Es äibt Ehe
aus Freiſchütz. Weihnachtslied der Hirten. Der Herr
ſen heil’gen Hallen
Tönig. O Iſis und Oſiris und In di
Nußknacker=Suite. Dir.: Camillo Hildebrar
zauberflöte.
Gemiſchter Chor der Schußpolizei Berlin. Dir.: Janot S. Ro
O 14.30: H. Roſen: Die Entwicklung der Luftpoſt im Jahre 12
15: Gartenbau=Ober
p. Krug: Landw. Obſtbau. o 15
Funkheinzelmann. o 16.*
Unterhaltungsmuſik der Kapelle G=
Steiner. O 19.05: Stunde des Sournaliſten. Chefredakteur Ge /W alefe Seit horum ne
Geſchwindigkeit iſt keine Hererei. O 19.30: H. J. Jaretzii,
Käte Kruſe und Lotte Pritzel. 0 20: Dr. Stein: Die Muſik
Araber Perſer und Inder. 0 20.30: Berliner Adveut. Wosiml ſi0 grate, der zu
gen. Gel.
Vor Weihnachten, Potp. Philippi: Aus Erinne

Se & nicht können!
gant ausſichtslol
2en Frau hat ganz
Dein ganz netter, ſoli
Aden, die Braue
i Gedor

Alfred Braun. Schmalſtich: Abendglockenlied. Stange: W:
nachtswünſche. Kühne: Nun kommt das liebe Weihnachts-
Frida Weber=Fleßburg (Sopran), am Flügel: Ben Genſel.
Vom Berliner Weihnachtsmarkt. Chwatal: Eine heitere Schlit-
partie
.
Hermann: Krippenlied.
Durra: Weihnacht.

Hu
erdinck: Fantaſie aus
Weihnachtsfreude, Volkslied.
Oper Hänſel und Gretei. Dr. Becce’s Gloriapalaſt=Sinfoniter.
Anſchl.: Tagesnachrichten. S 10.30: Tanzmuſik. (Hoffmann).
Zer
Königswuſterhauſen. Sonntag, 11. Dezember. 9:
Morgenfeier. e 11.30: Berlin: Weihnachtskonzert der ScT
polizei, Berlin.
O 14.30: Schachfunk. o 15: Berlin: Landm
ſcha tlicher Obſtbau.
15.39: Funkheinzelmann. O 16.30: Unz
haltungsmu ik. O 1.
Archiekt van de Velde: Erwachen des SiE.
18.30: G.
5. Moſtar: Der arme Heinrich. O 19.30: 2
18: Berlin:
Grotkopp: Alfred Nobel und ſeine Stiftung. O
Stein: Die Muſik der Araber, Perſer und Inder. 0 40-
Berlin: Berliner Advent, anſchl. Preſſenachr. O 22.30: Tanzmt=
Wetterbericht.
Witterungsausſichten für Montag, den 12. Dezember
(nach der Wetterlage vom 10. Dezember).
Vorwiegend wolkig, ſtellenweiſe auch aufheiternd, meiſt. *
Nachtfroſtgefahr.
Die Hefſiſche Betterdienſtſte

ide Denichenfreund
Ddurs id Dielen
Didt den gehdr
Eaund eiteiten
Den Ehemämer
Laufe Air der
inedes Woehas
Da 2 Mag ſein

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Kauptichrittlenung Rudoll Maupe
für Feutlleton, Reich.
rrantwortlich für Polttik und Wirtſchaft: Rudoll Mo
Dr. Eugen Buhlw=
1
and und Seſſiſche Nachrichten: Max Streefe.
bregt Beue
den Kendel: Dr. C. H. Queiſch: für den Schlutzdienſt: 1
Neite: ſt: den Inferatenteil: Wills Kuhle.
.iie GegerDart
Dr. Gerbe
und Verlag L. C. Wittich jämilich in Darmſiadt
Für unverlangte Manu frivte wird Garantie der Rückendung nick1 übememi.

Die heutige Nummer hat 32 Geiten.

[ ][  ][ ]

aaesſpiegel i Bild ind Work

Nummer 50

in entückeonder Heiner Haus= ud Hoſterier, enen Hei=
cherladen
betrachtet? Auf ſeine Weiſe natürlich, in der
hauptſache alſo, ſo zu ſagen, durch die Naſe, über die
funge hinweg? Können Sie ſich vorſtellen? Wiſſen Sie, was
gas heißt, wenn einem das Waſſer im Munde zuſammen=
zuft
? Sch zweifle nicht daran. Ich bin ſogar davon über=

eigt, daß Sie es wiſſen. Aber ich zweifle daran, daß Sie
ine Vorſtellung davon haben, mit welchen Gefühlen ich in
ieſer zunehmenden Jahreszeit, die ſo rapide auf Weih=
achten
hinausläuft, an den Schaufenſtern vorübergehe!
Nein, das ahnen Sie nicht! Ich beglückwünſche Sie daß
die es nicht können! Sch ſage Ihnen, es iſt eine gefährliche
nd ganz ausſichtsloſe Angelegenheit. Es iſt ein Malheur.
ein Frau hat ganz recht. Ich, der ich ſonſt, von einigen
nbedeutenden Sügen abgeſehen, die hier nichts zur Sache
ur, ein ganz netter, ſolider und gewiſſenhafter Ehemann bin,
erate um dieſe Seit in einen Suſtand, der nichts weniger als
erechenbar und verſtändlich iſt, weder mir ſelbſt, noch meiner
ſtau, noch ſonſt wem. Wie ſoll ich mich Ihnen darüber
rElären? Es gibt Ehemänner, die von Seit zu Seit die fixe
dee haben, die Brauereien machten Pleite, wenn ſie nicht
ür gehörigen Umſatz ſorgten. Es gibt andere, die ſich auf
ihriliche menſchenfreundliche Weiſe für die Kabaretts, für
ſie Bars und Dielen verantwortlich fühlen. Ich beſchwöre,
laß ich nicht dazu gehöre. Sch muß indeſſen zugeben, daß ich
im dieſe Seit herum vor den Schaufenſtern, in denen ſoviele
ſübſche und verſchenkenswerte Sachen liegen, in einen Su=
tand
gerate, der zu meinem Leidweſen dem der eben
ſrwähnten Ehemänner ſehr bedenklich ähnlich ſieht. Meinen
Sie, ich wollte für höheren Umſatz ſorgen, ich fühlte mich
ſtwa für das Weihnachtsgeſchäft der Kaufleute verantwort=
ich
? Ja, es mag ſein, ein wenig. Ich will mich nicht
chlechter machen, als ich bin. Ich will nicht auf eine Aus=
ede
verzichten, die ſo nahe liegt und die jeder in meiner
Eage in Anſpruch nehmen würde, weil es keine andere gibt.
Das iſt nämlich das Unglück: im Grunde kann ich nichts
rKlären, es iſt eine Leidenſchaft, die über mich kommt. Es
ſt mir ſchlechthin unmöglich, an den Schaufenſtern vorüber=
gehen
, ohne die Verſuchung zu ſpüren, ſie ratzekahl leer
kaufen. Wozu? Wovon? Für wen? Ach, wenn Sie
DEKten!
Von Natur bin ich großartiger angelegt, als meine
üßßeren Umſtände rechtfertigen. Man ſoll mir keinen Vor=
warf
daraus machen. Ich habe ſchon als Kind die Neigung
MHabt, heimlich zu erwerben und unheimlich zu verſchwen=
deri
. Ich liebe volle Hände nur, um ſie mit Leidenſchaft aus=
W
i chütten. Ich kaufe raſend gern. Wenn alle wären wie
9, hätten die Kaufleute gute Cage. Ich liebe das Kaufen
un ſeiner ſelbſt willen. Ich kenne kaum ein vollkommeneres
Lefühl, als mit gefüllter Brieftaſche und ebenſolchem Herzen
Arch die weihnachtlichen Geſchäfte zu gehen. Niemals bin
ich der Welt und dieſem Daſein hier unten freundlicher und
9rzlicher zugewandt. Die Verkäuferinnen genießen von
Drnherein meine Sympathie. Sind ſie außerdem liebens=
Mirdig, nett und ſogar hübſch, ſo bin ich wunſchlos vor
m Alück und laſſe mir verkaufen, was ſie wollen. Darum läßt

Von Georg Grabenhorf.
mich meine Frau niemals mehr allein gehen. Sie mißtraut
meiner Wunſchloſigkeit. Vielleicht mißtraut ſie auch den
Verkäuferinnen, die allzu hübſch ſind. Vor allem mißtraut
ſie aber wohl meiner fatalen Neigung, zu kaufen und nicht
eher zu ruhen, als bis die Caſche leer iſt.
In dieſen Cagen vor Weihnachten, wo derartig unab=
ſehbare
Gelüſte in mir umgehen, iſt meine Frau mein einziger
Verlaß. Ich kann mein Vertrauen zu ihr nicht mehr ſtei=
gern
. Es iſt grenzenlos. Aber in dieſer einen Beziehung,
die doch gerade ſo bedeutſam für mich iſt, enttäuſcht ſie mich
manchmal dadurch, daß ſie ebenfalls meinem Laſter verfällt
und mich beſtärkt, anſtatt mich zurückzuhalten. Soll ich ihr
böſe ſein? Iſt das Laſter ein Privileg? Ich bitte Sie, ver=
ſuchen
Sie ſich das Dilemma vorzuſtellen, in dem ſich unſere
Herzen und unſere Geldtaſchen befinden!
Daß die Ordnung der Dinge nicht vollkommen iſt, be=
merke
ich immer wieder am eindringlichſten, am ſchmerzlich-
ſten
, an der Kontrolle dieſes peinlichen Umſtandes. Die Ne=
lativität
alles Cuns und Seins beweiſt ſich mit nirgends ſo
erſchütternd. Ich hätte das Calent, Millionen auszugeben.
Ich hätte das Calent, ein Weltenſuſtem zu Weihnachten zu

verſchenken. Die Milchſtraße würde ich beiſpielsweiſe vom
erſten Juwelier des Kontinents zu einem Armband für meine
Frau umarbeitea laſſen. Den Großen Bären bekäme Lia,
meine entzückende, kleine Freundin, als Anhänger in Platin.
O, ich wüßte vortrefflich umzugehen in dieſem himmliſchen
Laden. Es wäre ein Paradies meines großen, kauf= und
ſchenkwütigen Herzens. Das iſt das einzige, was ich der
Schöpfung und allen nachfolgenden Ereigniſſen, was ich
meinen Urahnen, Großvätern und Vätern nicht verzeihe:
daß ſie mich mit ſo mangelhaft beſchaffenen Vollmachten,
mit ſo kleinlichen Bedingungen und Beſchränkungen in dieſe
doch ſonſt ganz paſſable Welt der Erſcheinungen hineinge-
ſchwindelt
haben. Bei meinen Calenten, ein außerordent=
liches
, ein großartiges Leben zu führen, bei meinen Calen=
ten
, in einem Nachmittag ſämtliche Schaufenſter leer zu
kaufen und Weihnachten pleite zu ſein , finde ich das,
ich meine dieſe Schöpferpedanterie, einfach ordinär.
Sie ahnen ja nicht, wieviel Schwiegereltern, Eltern,
Brüder, Schwäger, Schwägerinnen, Schwippſchwägerinnen,
Neffen, Nichten, Canten, Onkel, Kuſinen, Vettern, Baſen
(das iſt nämlich etwas anderes als Kuſinenl gewiſſermaßen
wörtlicher, da Kuſinen häufig auch im übertragenen Sinne
gebraucht werden, wenn die Umſchreibung anderweitig nicht
ratſam oder empfehlenswert erſcheint!), alſo Sie ahnen nicht,
wieviel Arten ſolcher Beziehungen, wieviel Freunde, Freun=
dinnen
und Bekannte ich beſitze, die ſich um die Weihnachts=
zeit
herum als Siel meiner Kauf= und Schenkgelüſte frei=
willig
darſtellen. Sie ahnen nicht die Bedrängnis meines
Herzens, mit der ich an den Schaufenſtern vorübergehe. Sie
ahnen nicht, wie unaufhörlich ſich meine Phantaſie damit
beſchäftigt. Ach, dieſer grüngelbe Schlips da, das wäre
etwas für Schwager Philipp. Dieſer feſche Hut ſtände Lo,
meiner kleinen Kuſine (o, bittel), auf jeden Fall fabel=
haft
! Und Papa, wäre nicht ſo ein delikater Korb mit
Gänſebruſt, Kaviar und Lachs gerade das richtige für ihn?
Und Egon, dieſer unwiderſtehliche Snob, müßte man ihm
nicht eine Seiden=Garnitur ſchenken oder dieſes ſchmale
Sigarettenetui oder das Sortiment Liköre da? O, dieſe
Parfums, dieſe Bluſen, Kleider, Pullovers, Oeſſous, dieſe
Pelze, Hüte, Schuhe, Strümpfe, dieſe Brilantringe, Ser=
vices
, Porzellane, dieſe Schreibpapiere in lila und bleu, dieſe
wohlgefällige Bilder und Bücher, gerahmt, in Leder und
ungereimt, dieſe Staubſauger und ſonſtigen Haus=, Küchen=
und Gartengeräte mit und ohne Draht, dieſe Ceppiche,
Lampen, Kiſſen, Silets und Spitzen, dieſe Ceddybären,
Gummibälle, Nadioapparate und Dampfmaſchinen, ach, dieſe
ganze, endloſe, hoffnungsloſe, überwältigende Parade der
weihnachtlichen Schaufenſter, müßte man die nicht ritze=
ratzekahl
und leer kaufen und verſchenken?!
Können Sie ſich nun die Verzweiflung meines Herzens
vorſtellen? Begreifen Sie mich? Ach, und Sie wiſſen noch
nicht einmal, was für eine hinreißend liebe und nette Frau
ich habel. Ich möchte ihr, wie geſagt, Sternenſuſteme zu
Sunzen oder ums Handgelenk legen!. Und ich muß die Nächte
damit zubringen, über meine beſchämend püttierigen Ver=
hältniſſe
nachzudenken, und wie ich es anſtelle, Weihnachten
ihr und den anderen, die mein zärtliches Gemüt bedrängen,
eine Freude zu machen und nicht pleite zu ſein!

Mf
FABNKK

[ ][  ][ ]

Sturmfahrt!

Von Walter Lüddecke, Berlin=Friedenau.
Schon als ich ſie zum erſten Male ſah, war ich
begeiſtert von dem blendenden Weiß ihres Kör=
pers
, von der Schönheit ihrer Formen und der
Eleganz ihrer Bewegungen. Ihre perſönliche Be=
kanntſchaft
machte ich in Hamburg, und der Zufall
fügte es, daß ich mit ihr bei einer duftigen Erd=
beerbowle
eine herrliche Fahrt nach Brunsbütte!
machen konnte. Danach verlor ich ſie wieder für
einige Seit aus den Augen und ſah ſie erſt in
Helſingborg wieder, wohin mich meine Neiſe ge=
führt
hatte. Naſch wurde die Bekanntſchaft er=
neuert
und ſchnell erhielt ich eine Einladung, am
nächſten Cage mit ihr nach Warnemünde zu reiſen,
was ich natürlich nicht ablehnte. Ich will ſie zu=
nächſt
kurz beſchreiben: Sie heißt Annemarie‟
und hat die repräſentable Länge von 16 Metern,
in ihrem Innern birgt ſie zwei Schlafräume, einen
Salon und eine Küche, ihre Seele iſt ein ſechzig-
pferdiger
Maybach=Motor und auf ihrem Nücken
findet ſich außer dem geräumigen Platz für ihren
Führer noch ein behaglicher Naum mit Korb=
möbeln
für ihre Gäſte. Ihre Spezies heißt Mo=
torjacht
.
Auf fünf Uhr morgens war die Abfahrt an=
geſetzt
, und pünktlich fanden wir uns auf der
Hafenmole ein: Swei Klubkameraden des er=
krankten
Eigners, ein Filmoperateur und ich.
Franke, der Führer, hatte die Jacht bereits ſee=
klar
gemacht, und ohne Verſpätung konnten wir
ablegen. Herrlicher Sonnenſchein lag über dem
Waſſer. Kein Lüftchen regte ſich und das Meer
lag ſpiegelglatt vor uns, ſo daß wir uns den
ſchönſten Hoffnungen auf eine prächtige Seefahrt
hingaben. In zweieinhalb Stunden war Kopen=
hagen
erreicht; raſch im Hafen feſtgemacht, auf die
erſte beſte Straßenbahn geſetzt und ins Stadt=
innere
gefahren, ſchnell den nötigen Mundvorrat
gekauft, zurück zum Boot, und weiter fahren wir
in den ſtrahlenden Morgen. Wir liegen auf dem
Vordeck und laſſen uns von der Sonne braten.
Franke der ſchon ſeit drei Uhr früh an der Arbeit
war, wird auf ein paar Stunden Schlaf in ſeine
Koje geſchickt und Herr C., der eine der beiden
Herrenfahrer, übernimmt das Nuder. Gleichmäßig
ſurrt die Maſchine, eintönig rauſcht die Heckſee
und langſam ſinkt man in einen wohltuenden
Schlummer. Als ich nach einiger Seit erwache und

nach dem Kompaß ſchaue, bemerke ich, daß wir um mindeſtens
zehn Strich nach Steuerbord vom Kurs abweichen; ſofort
mache ich C. aufmerkſam, aber der meint, er hätte nur eben
mal zufällig einen Moment nicht aufgepaßt und peilt die
Annemarie wieder auf die vorgeſchriebene Nichtung ein.
Wir liegen vor der Inſel Moen; um die Seit auszunutzen,
richte ich mir einen kleinen Schreibtiſch ein und beginne mit
meiner Arbeit, aber ſchon nach den erſten zwanzig Seilen wird
das Schreiben ſchwierig, denn die Annemarie beginnt plötz=
lich
zu ſchlingen, nach weiteren zehn Seilen muß ich abbrechen,
da die immer heftiger werdenden Bewegungen des Bootes eine
lesbare Schrift unmöglich machen. Wir paſſieren gerade Moen;
die Inſel, in deren Windſchatten wir bisher lagen, bietet uns
jetzt keinen Schutz mehr, und nicht lange dauert es, da iſt die
Jacht nur noch ein Spielball des immer mehr aufbriſenden
Windes. Franke iſt längſt aus ſeiner Koſe gekommen und führt
nun wieder das Nuder; als alter Seemann ſpart er nicht mit
herrlichen Kernflüchen und gibt mit lauter Stimme ſeine Be=
fehle
. . . . In Küche und Salon müſſen wir alles von den Ciſchen
räumen und auf den Boden ſtellen, die Bullaugen werden dicht
gemacht und alles, was nicht fortzupacken iſt, wird feſtgebun=
den
. (Es möge hier erwähnt werden, daß die Oſtſee für kleine
Boote in gewiſſem Sinn gefährlicher werden kann, als die
Nordſee, da ihre ſehr kurz aufeinanderfolgenden Wellen das
Boot hin= und herwerfen und ſo andauernd erſchüttern, wäh-
rend
es die langen Wellen der Nordſee bei richtiger Führung
nur hochheben und dann ſanft wieder niedergleiten laſſen.)
Immer heftiger wird der Wind, um vier Uhr kommt er bis auf
Stärke 8. Nun iſt kein Halten mehr. Alles fliegt durchein=
ander
. Frühſtücksreſte miſchen ſich mit Seekarten und einem
Photoapparat, krampfhaft halten wir uns feſt, um bei dem
tarken Schlingern nicht über Bord geworfen zu werden.
Dumpf krachend knallt die Jacht vom Kamm der einen Welle
herab gegen die ſchon folgende zweite, ihr Körper zittert, und
jeden Augenblick erwarten wir, daß die bisher nur auf den
märkiſchen Seen erprobte Annemarie zertrümmert wird.
Durch geſchicktes Manövrieren ſucht Franke der Wucht der
dwarsſeit kommenden Wellen zu entgehen umſonſt: immer
wieder geraten wir beim Aufkreuzen in die Gewalt des zür=
nenden
Neptun. Da wieder werden wir faſt bis zum Ken=
tern
auf die Seite geworfen, wieder der unheimliche Anprall

einer zweiten Welle und entſetzt halten wir den Atem an: Die
Maſchine iſt ſtehen geblieben! Wir haben nicht Seit, das
Fürchterliche unſerer Lage auszudenken, im Bruchteil einer
Sekunde iſt Franke ſchon im Maſchinenraum verſchwunden und
findet ſchnell den Grund für das Verſagen des ſonſt ſo zuver=
läſſigen
Motors: Eine Werkzeugkiſte hat ſich durch die Wucht
des Schlingerns losgeriſſen und iſt an die Maſchine geflogen,
glücklicherweiſe nur den Gashebel ausſchaltend; wenige Sen=
timeter
weiter ſeitlich hätte ſie die Benzinleitung durchſchlagen,
und für uns beſtand dann die tröſtliche Ausſicht, mitten auf
dem Waſſer zu verbrennen, war doch weder Land, noch irgend=
ein
Fahrzeug zu ſehen, von dem uns hätte Hilfe kommen
können. Naſch iſt der Schaden behoben, weiter tobt der Kampf.
Der Seit nach müßte jetzt auf Steuerbord das Seuerſchiff von
Gjedſer zu ſehen ſein, ſcharf lugen wir aus, nichts iſt zu er=
blicken
, dafür ſichten wir ſetzt auf Backbord voraus einen
dunklen Punkt, den wir beim Näherkommen deutlich erkenner
können: Das Feuerſchiff liegt an der falſchen Seitel Wir
haben alſo durch das fahrläſſige Steuern am Vormittag den
Kurs verloren. Ein Blick auf die Karte zeigt die Folgen: wir
befinden uns über Riffen und Untiefen! Der nächſte Wellen=
chlag
, der die Annemarie etwas tiefer drückt, kann uns das
Ende bringen. Im rechten Winkel dreht jetzt Franke ab, bringt
die Maſchine auf äußerſte Courenzahl und nun lenzen wir vor
dem Winde, d. h., wir ſuchen den Wellen fortzulaufen. Gelingt
dies nicht, ſo ſchlagen die nachdrängenden Waſſer das Boot
voll, und wir können beginnen, uns zu fünft um die zwei vor=
handenen
Nettungsringe zu raufen. Naſend fegen wir über
das Waſſer, laut auf heult die Maſchine, wenn eine Welle das
Heck hoch in die Luft hebt, ſo daß der Propeller leer läuft.
Vor uns erſcheint jetzt die Küſte, doch welche, vermögen wir
nicht zu ſagen. Plötzlich ſichten wir auf Steuerbord einige
Nauchfahnen, von denen ſich eine ablöſt und auf uns zukommt,
näher und immer näher, ſie wird zum großen Schiff und iſt
ſchon nach einer halben Stunde deutlich zu erkennen: ein deut-
cher
Minenſucher! Die manövrierende Halbflottille hatte uns
bemerkt und ſofort wurde ein Boot zur Hilfeleiſtung für die
in Seenot befindliche Motorjacht ausgeſandt. Mit klarge=
machtem
Nettungsboot kommt M 122 heran und durchs Mega=
phon
wird uns etwas zugerufen. Durch Winkſpruch meldet
Franke unſere Lage. Wir werden auf die Leeſeite des

V
ungaltaäfſf

Artur, der Affenmenſch.

Von Frédéric Boutet.
Autoriſierte Überſetzung von Gutti Alſen.
(Nachdruck verboten.)
Gerr Artur, der Aufſehen erregende Affenmenſch von den
Sunda=Inſeln wie der alte Marktſchreier mit dem Haupte
eines bettelnden Apoſtels ihn vor der Marktbude anpries, hatte
während der drei Seſttage einen ungeheuren Erfolg gehabt. Und
die ganze kleine Stadt war herbeigeeilt, um ihn in der rollenden
Bude auf dem Marktplatz neben anderen anziehenden Schau=
ſtellungen
ſehen zu können.
Herr Artur ſprang zur Beluſtigung ſeiner Suſchauer umher,
ſchnitt gräßliche Fratzen, ſtieß heiſere Schreie aus, ſchlug ſich mit
ſeinen langen Armen auf die Bruſt, tanzte mit einem Camburin,
rauchte Sigaretten, jonglierte und turnte mit der entzückendſten
Anmut und Geſchicklichkeit. Sein einziger Fehler beſtand darin,
daß er noch ein wenig wild war, ſo daß man ſich ihm nicht zu
ſehr nähern konnte, erklärte der Budenbeſitzer. Doch das würde
raſch genug vorübergehen, und bald würde er nur noch auf den
großen Varietébühnen, dem einzigen Nahmen, der ſeiner würdig,
zu ſehen ſein. Doch dann käme man nicht mehr mit zehn Sous
davon, um ihn zu bewundern, ſondern man würde zehn Franken
bezahlen müſſen.
An dieſem Sonntagabend, der die Feſttage beendete, erſchien
Artur trotz der ſo locker den Ausſichten nervös und ſorgenvoll.

Während ſeiner letzten Schauſtellung hatte er zweimal die
Meſſer, mit denen er jonglierte, fallen laſſen, und als er mit
ſeinem Camburin tanzen mußte, hatte er die Anzeichen ſeiner
Ungeduld nur ſchlecht unterdrücken können. So hob ein tiefer
Seufzer der Erleichterung ſeine Bruſt, als die letzten Suſchauer
endlich hinausgegangen waren.
Papa, rief er mit ſchriller Stimme.
Schrei doch nicht ſo lagte der Alte, der ſeine Einnahme
überzählte, kaum ſind die letzten Leute fort! Wir haben vier=
zehn
Franken mehr Überſchuß als geſtern, ſtellte er voller Be=
friedigung
feſt, das Geſchäft geht wie geſchmiert. . . . Alſo, was
wollteſt du von mir, fügte er dann hinzu.
Ich gehe noch fort. . . ſagte Artur, ich muß mein Hert
einmal erleichtern. Und da wir den Ort morgen doch verlaſſen,
ſo will ich vorher wiſſen ..."
Der Alte zuckte wortlos die Schultern. Mit einer fieber=
haften
Haſt entledigte ſich Artur des bräunlichen Felles, das faſt
ſeinen ganzen Kopf bedeckte, und die braune Schminke ſeiner
Wangen ward nun vollſtändig ſichtbar. Er tauchte ſein Geſicht
in einen Eimer und wuſch ſich raſch, indem er große Mengen
Waſſer um ſich verſpritzte.
Soll ich dir die Schnürbruſt aufmachen? fragte der
Vater.
Nicht nötig, ſagte Artur, ſich abtrocknend, ſie iſt mir
nicht unbequem.
Er zog ſein buntes, mit Steinen beſetztes Nöckchen aus und
ſtreifte raſch eine Hoſe und einen Nock über das Crikot, welches

U=Bootes gelegt und fühlen uns nun im Windſchatten aul
großen Bruders ganz ſicher und geborgen. Jetzt zrmo
natürlich ſofort die Senſationslüſternheit unſeres Kinomong
Er, der als einziger dem Meergott geopfert hatte, wird vſ5d.
der Lebhafteſte, er ruht nicht eher, als bis er und ſeine 9u0
iae Dche
rate durch Leinen zum U=Boot herübergeholt ſind und 2
Me
uns dann nochmal in den Wind hinaus, um vom Hock!

Großen aus die hin= und hertaumelnde Annemarie zu
NA Se
bein. Nach ungefähr eineinhalbſtündiger Fahrt langen win
Geleit des M 122 gegen 9 Uhr abends in Warnemündod
was Franke während dieſer Seit über die nautiſchen Künſt!
Herrenfahrer ſagte, gehört auf ein anderes Blatt. g
durchnäßt machen wir im Strom feſt. Geſprochen wurdtt
Abend nicht mehr viel, wir waren zum Umfallen müder
Cag hatte Nerven gekoſtet.
Und wenn mich heute jemand fragte, ob ich dieſe
noch einmal mitmachen wollte, ſo würde ich ohne Sögerm
jahen. Schön war es doch!

Lil Dagover.

Von Dr. Leo Koszella.
Beinahe hätte Sachſen, wo der Volksmund bekanntli.
ſchönſten Mädchen wachſen läßt, und ſein ſchönes Geſchleckn
fabelhafte Ehre gehabt, eine der wirklich ſchönſten uniu
allem kultivierteſten und eleganteſten Frauen zu den ihrion
zählen. Denn eine ſchiefe Außerung in einer Berliner Ai
wie auch die üble, typiſch norddeutſche Angewohnheit.

deutſche Anklänge in der Ausſprache hier als ſächſiſch, don
bageriſch oder ſchwäbiſch zu etikettieren, hatten in vielgla/
Anſicht hervorgerufen, daß Lil Dagovers Wiege in Sachſai
ſtanden hat.
Aber leider konnte Lil Dagover nun Geſchehenes:
rückgängig machen und die Wiege nach Sachſen nicht zurüü=
legen
. Denn dieſe ſtand in Java, auf jener ſo herrn.
palmenumrauſchten Inſel, die gleichfalls, nicht aber nadk
Volksmund, ſondern nach dem maßgebenden Urteil ernſtern!
ſcher, die ſchönſtgewachſenen Mädchen beherbergen ſoll. 280
Java war es, und zudem an einem 30. September.
Noch heute ſpricht Lil Dagover gern von ihrem Geleull fiſematiſch trainiert
lande, und ein wehmütiges Erinnern ſcheint in ihrer ſorf
klaren Stimme zu vibrieren, obwohl, oder gerade weil . , Mar Neinhard
ſchon in ganz jungen Jahren verlaſſen mußte.
Avie ihn Vobert A
Und dennoch umgibt dieſe einzigartige Srau gar nich / ſm u ſetzen verſtanden
jener meiſt unangenehmen, weil aufdringlich und auffälligtJarm Sie ſelbſt, die ſch
kenden Erotik. Eher das Gegenteil. Sißzt man dieſer, ſ naut dieſe Bande 1o)
umworbenen, vielgeliebten und beliebten Srau in der HMoiſen Weg zu gehen.
taghell erleuchteten, ſympathiſchen Garderobe im Atelier 2ſch.
tigt, daß dann gem
über, dann iſt man, ſo zwiſchen zwei Auftritten, in der iſß dem erſten Gro
die außerordentliche Gepflegtheit und Selbſtbeherrſchung sugs Vegie gleich
Künſtlerin zu beobachten, ihre unübertroffene, Selbſtſich GKm Luſe Millerin.
Nuhe und Natürlichkeit. Gerade Gaderobewände pflegen //fpehus, Gebrüder
hypernervöſer und hyſteriſcher Szenen ſelbſt dort zu ſex ſn= den berechtigte,
Lampen- und Nampenfieber längſt überſtandene Kinderkrar A in, die ihren Vuh

Energie und S0

bedeuten.
ſieht man, wie d‟
Hier merkt man nichts von alledem. Lil Dagover Mnlente zu erſchließen
ſich für die nächſte Szene her, als führe ſie als Suſchau=
Quellen damals ſow
ins Cheater. Selbſt die Nufe der Negiſſeure oder Inſpigirhr overs Wagemut und
vermögen ſie nicht aus der Nuhe zu bringen. Alles veich undert man ſich wiel
exakt und ſelbſtverſtändlich. Nichts Gewolltes, nichts Kri
und Anſtrengunge
figes, nichts von der ſo berüchtigten Cheatralik.
verlichen Friſche die
Mit dieſen Beobachtungen des Auges hat der VaiM ache in der Wirkſal
aber bereits die Bedeutung dieſer Frau indizienhaft feſtelAs dem Auftreten g
Werte herauskriſtalliſiert, die ihr Spiel auf Leinwan9 A. rangen. Ein Jal
Bühne bildhaft beſtätigt. Angeſichts einer ſolchen Ha-MA Neiſen und ſchichk
menſchlicher Eigenſchaften, geſellſchaftlichen Niveaus und iſ pdens Londſcha
leriſcher Fähigkeiten iſt dieſe Analyſe und Suntheſe um M en der Künſtern
anzuſtellen.
einen Frauentyr
Köſtlich, wie dieſe von Berufs= und Gelegenheit ſeit durch das
viewern überlaufene und gepeinigte Frau nun einmal nu. A ir Allgemeingül
dige, weil zu einem abgerundeten Interview gehörige 2M nd ehrlicher An
die gewiß bereits an ſie hundertfach gerichtet wurden, klMrur ihr eigenen un
höchſt inſtruktiv beantwortet, ohne im geringſten ungedus Ma imn kommt ein
werden oder zu verraten, wie unangenehm ſolch ewiges 42
Ni die He
wirken muß. Wer mit ſolchen Situationen vertraut und WI, Anerita in
Bundeskanzler, Miniſter und Diplomaten bei ſolcher G.Mlzminde wortot 9
heit in eine nur zu leicht erklärliche Verpoſität jaller M ſbrſtaner willn
würde es nur allzu begreiflich finden. Er wird aber
außergewöhnliches Verhalten um ſo höher einſchätzen. eiM 12 Zollen Au gebe
Ne Qualitäten
bei Damen, die ja meiſt das Privileg der Launenhaftigk. 11 ih ſo doler üir
Neizbarkeit für ſich in Anſpruch nehmen, womit die ſtill. 20 ſ0 Prüchte
gende Forderung Hand in Hand geht, ſolche Eigena?Wfhe ſo
naturgewollte Notwendigkeit oder zum mindeſten als 72 H berſtändſichen 1
toriſche Arabeſke gelten zu laſſen.
Wie gut es auch ohne all dieſes geht, wie bea M ugshit.
ſtärker der Eindruck wirkt, das kann man gerade hi MWhr man bei
wahren. Aber auch in der Art der Beantwortung gan:
e egreiche Eu
läufiger Fragen. Gefragt über die Urſachen ihres B
debuts in Salzburg, wo ſie die Schönheit in Hoffman=

Dden Neine
Eie Aar fo
Me Derheiraten
e Mniger
aus..

eine Cierhaut getreu nachahmte und womit ſein ganzer.
bekleidet war. Dann ſtreifte er grüne, mit einer gelbenl
geſtickte Pantoffeln über und richtete ſich auf. Nun m.
unter der rauchigen Lampe ſichtbar und bot einen gre
Anblick mit ſeinem bleichen Geſicht, ſeinem zu großen, 9
ſchorenen Kopf, den kleinen ſchielenden Augen, der einged‟*
a ir dem
Naſe, dem ungeheuer großen Mund, der ſich bis zu dei
Ohren hinzog und ſeinem zuſammengedrückten Körper, EiA. 2 Nuon
lange Arme und zu kurze Beine noch mehr entſtellten. C=
eine
alte Mütze auf den Kopf und tat zwei Schritie vor
Verzieh dich wenigſtens hinter die Bude, damit me
nicht ſieht, prallte der Beſitzer.
Es iſt niemand mehr da, ſagte Artur, und wei
.. ich pfeife darauf
Und er ſchritt davon.
Wenn das nur kein Unglück iſt.. ." ſeufzte der Alk:
er begann das Gepäck zuſammenzuſuchen, denn ſie mußlen
Ge
bei Cagesanbruch abreiſen.
Er ordnete noch immer an ſeinen Sachen, als Ari
kein
halbe Stunde ſpäter heimkehrte, ſeine Mütze, ohne ein We
ſprechen, in eine Ecke warf und ſich auf einen Scheme.
MN
Nun? fragte der Vater.
Sie will nicht erwiderte Artur mit erſtickter B
Un
Der Alte hob den Kopf und betrachtete ihn. Er ſoh *
De
über die Wangen Arturs rieſein, weiche die letzte SP
Schminke in den Geſichtsfalten fortwuſchen.
Was hat ſie denn geſagt? jragte er.

Mait ſi.
KOner
Unz
ui8 Gor
dia
N=
a
be
U

[ ][  ][ ] 540 5 126 M zutwi einegll! 77

Welttheater ſpielte, und in Wien und Berlin, wo
olle der Fransoiſe in Edouard Bourdets Ge=
zufiel
, gibt ſie Antworten, die ein einziges Lob ihres
Max Neinhardt enthalten, deſſen Initiative und Er=
je
das Gelingen dieſes Wagniſſes verdankte. Von
Wandlung künſtleriſcher Erkenntniſſe oder Sweifeln

BK.

rib

Männer in Frauenkleidern.
Von Hanna Nibeaucourt.
Es gibt ſehr viele Frauen, die gar nicht zufrieden ſind mit
ihrem Schickſal, als Frau geboren worden zu ſein. Es gibt auch
einige, die den Mut haben, die Konſequenzen aus dieſer Unzu=
friedenheit
zu ziehen, die Männerkleidung anlegen, vollſtändig
wie ein Mann leben, und denen es manchmal auch gelingt, ihre
Nolle längere Seit glücklich durchzuführen, ohne daß ihr wahres
Geſchlecht erraten würde.
Aber auch bei den Männern findet man, vielleicht nicht ganz
ſo häufig, die gleiche Sehnſucht, und der bekannte Stoßſeufzer
der Marie aus Lortzings. Waffenſchmied könnte auch mit der
folgenden kleinen Anderung geſungen werden: Wir armen,
armen Männer, wie ſind wir übel dran; ich wollt, ich wär ein
Mädchen, ich wollt ich wär kein Mann!
Es ſind übrigens nicht nur einzelne Männer, die dieſe Sehn=
ſucht
nach dem Frauenrock haben. Man denke nur an die ſchot=
tiſchen
Hochlandregimenter, deren Uniform ſeit feher in der
Hauptſache aus einem richtigen Frauenrock beſteht. Allerdings
beſchränkt ſich das frauliche Element bei dieſen Schotten nur auf
den bewußten Nock. Im übrigen gelten ſie als tapfere Krieger,
die es in allen männlichen Cugenden und Untugenden mit allen
anderen Soldaten der Welt aufnohmen können. Ebenfalls recht
tüchtige und männliche Männer waren die alten Griechen und
Nömer, obwohl bei ihnen die Hoſe durchaus kein Merkmal
männlicher Cracht, ſondern vielmehr ein höchſt barbariſches Klei=

ebapver Energie und Schaffensluſt der treibende Motor
rou urd Max Reinhardt ihm lediglich Antriebskraft ver=
ſtt
mſt wwie ihn Nobert Wiene und Alwin Neuß einſt in Be=
gyuu
zu ſetzen verſtanden, als ſie Lil Dagover dem Silm
fülhrm. Sie ſelbſt, die ſchon mit 17 Jahren heiratete und
diſrauf dieſe Bande löſte, hatte eigentlich nie daran ge=
cheüſen
Weg zu gehen. Und wenn man ſich dabei ver=
hurkigt
, daß dann gewiſſermaßen Schlag auf Schlag er=
gttz
deß dem erſten Großfilm Madame Butterfly unter
ſigs Negie gleich die bedeutenden Nollen im Müden
Luiſe Millerin, Phantom Caligari, Chronik
Kiushus, Gebrüder Schellenberg und Cartüff folg-
den
berechtigtes Aufſehen erregenden Erfolgen der
die ihren Nuhm von Jahr zu Jahr ſteigerten und
lieht man, wie der Film geeignet iſt, dem Leben wirk=
hälente
zu erſchließen. Man begreift nun aber auch, aus
Quellen damals ſowohl Neinhardts Überzeugungen, wie
ſoHers Wagemut und Intenſität geſpeiſt wurden. Gleich=
bundert
man ſich wiederum auch ob der trotz ſo großer
ſer und Anſtrengungen völlig ungeſchmälerten geiſtigen
perlichen Friſche dieſer Frau, die eben auch nicht zuletzt
arhe in der Wirkſamkeit moderner Körperkultur haben.
t dem Auftreten auf der Bühne iſt aber wieder ein
tgangen. Ein Jahr der intenſivſten Cätigkeit, der Er=
Neiſen und ſchickſalshaften Wandlungen.
öwedens Landſchaft und Molanders feinnervige Negie=
iben
der Künſtlerin die Möglichkeit, in der Lady ohne
einen Frauentyp zu ſchaffen, der, aus ſeiner lokalen
geit durch das Mittel hiſtoriſcher Symbolik in die
der Allgemeingültigkeit geriſſen, nach uneingeſchränktem
ſe und ehrlicher Anteilnahme ruft weil ihn Lil Dagover
nur ihr eigenen univerſalen Subtilität auſtattete.
dann kommt ein anderes Spiel, deſſen Regiſſeur
Ghirkſal iſt: die Heirat. Trauung in London, Flitter=
un
Amerika. In Hollywood, im Kreiſe der deutſchen
gemeinde, wartet Lil Dagover auf die ihr entſprechende
Arnerikaner wiſſen wohl, Künſtler hinüberzulotſen, ihnen
ubh Nollen zu geben, die eine volle Entfaltung aller
iſchen Qualitäten ermöglichen, das verſtehen ſie nur
Um ſo beſſer für uns. Lil Dagover durfte ſich den
des Verzichtes leiſten, und blieb uns erhalten. Der große
ihres letzten Filmes hat auch die letzten Spuren einer
in verſtändlichen Unzufriedenheit mit dem Schickſal end=
fortgeſpült
.
ſt ſpürt man bei jedem Wort, und freut ſich doppelt
* alte ſiegreiche Europa und die Siegerin: Lil Dagover.

3 iſt wegen meines Mauls, ſagte Artur in voller Ein=
ich habe, ſagt ſie, ein zu fürchterliches Maul, als daß
mit mir verheiraten könnte. Wenn ich Affe bin, ginge
hat ſie hinzugefügt, aber im wirklichen Leben ſehe ich
heul..., aus . . .
heIt du ihr denn nicht geſagt, was du verdienſt?
die iſt davon unierrichtet. Deshalb eben iſt ſie im un=
geweſen
, hat ſie geſagt, aber nun hat ſie ſich doch nicht
eſen können. Es iſt ihr ganz unmöglich. . . .
s iſt ihr unmöglich? wiederholte der Alke erzürnt,
ſter unmöglich? Hat man jemals ſo etwas geſehen. . . So
yennt ſich nun ausnehmend helle, und kann nicht einmal
M Kaffeegrund wahrſagen, das bringt keine hundert Sous
2 ein, das beſitzt nichts als ſeine Haut und wagt eine ſo
ſende Nummer wie die auszuſchlagen. . . . Cut nichts. . . .
k dir ein Herz faſſen, Kleiner, du wirſt andere, Neizen=
Unven. . .."
W will keine anderen, ſtöhnte Artur, ich will nur
ich liebe nur ſie ..."
in Stillſchweigen trat ein.
d du biſt ſchuld daran, fuhr er fort und ſprang zorn=
Euf, weshalb haſt du mich ſo entſtellt, als ich klem war,
2 haſt du mir den Mund mit Haken ausgereckt, um ihn zu
ern, weshalb haſt du meine Naſe ſo eingeſchlagen, wes=
T du mich zuſammengedrückt in einer Kiſte ſchlafen laſſen,
9 bucklig zu machen, weshalb haſt du mich außerdem..."
h der Alte unterbrach ihn.

und da er ſich auch ſonſt als Mann nicht zurecht finden konnte
in dieſer ſchlechten Welt, ſchlüpfte er ſchnell entſchloſſen wieder
in Frauenkleider, um ſein Brot hinfort als Köchin und Kinder=
mädchen
zu verdienen.
Als Kindermädchen hätte es auch ein junger Italiener,
Aifredo Gatti, verſucht, ader nicht aus Liebeskummer, ſondern
nur deswegen, weil in Mailand, ſeiner Vaterſtadt, die mänu=
lichen
Berufe ſo ſehr überfüllt waren und weil ihm das Amt
der Kinderbehüterin der einzige Beruf zu ſein ſchien, bei dem
keinerlei Examen und Vorbildung verlangt wurde. Alfredo zog
ſich alſo die Kleider ſeiner Schweſter an und hatte auch bald
das Glück, in der Familie eines Ingenieurs eine angenehme
Stellung zu finden. Man war mit ſeinen Leiſtungen durchaus
zufrieden, und es wäre alles ganz gut und ſchön geweſen, wenn
Sgetano, älteſter Sohn des Hauſes und luſtiger Student, nicht
auf den Godanken gekommen wäre, dem ſchönen Kindermädchen
nachzuſtellen, das ſich zwar Ada nannte, aber eigentlich Alfredo
hieß und in Wirklichkeit gar kein Mädchen war. Fräulein Ada
war nun ſehr in Nöten. Wußte ſie doch mit den Liebes=
bezeugungen
des Studenten wirklich nicht das Mindeſte anzu=
fangen
, und anderſeits durfte ihr wahres Geſchlecht auch nicht
entdeckt werden, weil ſie dann als Kindermädchen unmöglich ge=
weſen
wäre. Als der Student eines Cages wieder recht zudring=
lich
werden wollte, kam zufällig der geſtrenge Herr Papa dazu.
Der ſagte ſeinem Sohn ordentlich die Meinung, erklärte aber
nachher in einer Unterredung unter vier Augen dem Fräulein
Ada, ſie müſſe, damit die Heiligkeit der Samilte nicht angetaſtet
werde, ſein Haus ſofort verlaſſen. Er bot ihr aber als Ent=
ſchädigung
an, da ſie ſowieſo zu etwas Beſſerem geboren
ſcheine, ihr eine diskrete, lauſchige Wohnung einzurichten und
für ſie in fürſtlicher Weiſe zu ſorgen auf welch großmütiges
Anerbieten Fräulein Ada aber leider verzichten mußte.
Mehr Glück hatte ein New Yorker Bürger, der ſich ſeinen
Lebensunterhalt zehn Jahre lang als Köchin, Chormädchen und
Arbeiterin verdiente. Er gehörte eine Zeitlang ſogar zu den
Broadwau=Schönheiten eines bekannten Varietés, wo er
unter dem Namen einer Miß Lenore Pals aufgetreten iſt, ob=
wohl
die ſchöne Miß in Wirklichkeit ein verheirateter Mann
geweſen war.
Necht merkwürdig iſt auch der Brief eines Mannes der
vor einigen Jahren in einer engliſchen Seitſchrift veröffentlicht
wurde: Als ich zehn Jahre alt war, ſtarben meine Eltern und
ich wurde von meiner einzigen Verwandten, einer Witwe, auf-
genommen
. Da die Witwe ſich immer ein Cöchterchen gewünſcht
hatte, wurde ich aus einem Knaben in ein Mädchen verwandelt.
Mein Haar durfte nicht geſchnitten werden, die Hoſen wurden
mir ausgezogen, und ich mußte dafür Nöcke und Mädchenklei-
der
tragen. Ich bekam einen ausgeſprochen weiblichen Unter=
richt
, lernte kochen, ſticken und ſchneidern. Ich fühle mich aber
ganz wohl dabei und freue mich, daß mir jetzt, da ich zweiund=
zwanzig
Jahre alt bin, das Haar ſchon bis unter die Caille reichf.

Schoktiſcher Soldat.

dungsſtück war, das ſich erſt verhältnismäßig ſpät allgemein
durchſetzen konnte.
Daneben hat es zu allen Seiten merkwürdige Sonderlinge
gegeben, die aus Laune oder krankhafter Veranlagung heraus
nur in Frauenkleidern zu leben vermögen. So wurde in eng=
liſchen
Blättern vor einiger Seit die höchſt romantiſche Ge=
ſchichte
eines Chineſen erzählt, der 25 Jahre lang als Frau
gelebt hat und deſſen wahres Geſchlecht erſt entdeckt wurde, als
er, der wegen eines Diebſtahls zu einer kurzen Gefängnisſtrafe
verurteilt worden war, dem New Yorker Frauengefängnis über-
wieſen
wurde. Liang Aau, ſo hieß dieſer Chinamann, iſt im
zarten Alter von vier Jahren von ſeinen Eltern an ein Nonnen=
ſloſter
in Kanton verkauft und dort von einer älteren Nonne
wie ein Mädchen aufgezogen worden. Im Alter von 16 Jahren
verliebte er ſich in eine junge und ſchöne Nonne namens Han
Suiſum. Er fand auch Gegenliebe und das Paar entfloh ſchließ=
ilch
aus dem Kloſter nach Hongkong. Das Liebesglück war hier
jedoch nicht von langer Dauer, denn da er außer ſeine Liebe
nichts, rein gar nichts an irdiſchen Gütern aufzuweiſen hatte,
konnte er nicht verhindern, daß ſich die Geliebte bald einem
reicheren Nebenbuhler zuwandte. Liang Aau aber hat die Un=
gotreue
nie vergeſſen können, und um ihr ewig treu zu bleiben,

Das fehlte noch, rief er grollend, willſt du mir jetzt viel=
leicht
noch Vorwürfe machen, daß ich deine Hände mit Haufen
Geldes fülle? Das iſt nun einmal bei uns in der Familie ſo,
die Schaubude vererbt ſich vom Vater auf den Sohn! Papa, der
Säbelſchlucker, hat mich zum Schlangenmenſchen, und ich habe
dich zum Affenmenſchen gemacht. Iſt es meine Schuld, daß du
zu krumm warſt, um aus dir einen Akrobaten zu machen. ...
Schon bei deiner Geburt warſt du mißgeſtaltet, ich habe eben
nur der Natur nachgeholfen. Wäre es dir vielleicht lieber ge=
weſen
, wenn ich einen Handwerker aus dir gemacht hätte, was?
oder einen Bauer, der die Erde kratzt? . . . Das wäre dir wohl
recht geweſen, ja, arbeitsſcheu wie du warſt? . . . Du biſt nicht
ſehr hüubſch gewachſen, nein ..."
Doch Artur hatte ein Stückchen Spiegel ergriffen und
prüfte ſein Aeußeres eingehend unter der rauchigen Lampe.
Es iſt nicht wahr, daß ich eine Mißgeſtalt bin! murmelte
er endlich.
Dann wandte er ſich wieder ſeinem Vater zu.
Du biſt ein entmenſchter Vater, ſchrie er ihn an.
Der Alte richtete ſich fluchend auf.
Ein entmenſchter Vater, brüllte er ihn an. ſchweig doch,
du weißt nicht, was du ſprichſt!. . . Auf Knien ſollteſt du mir
dafür danken, daß ich dich zu dem gemacht habe, was du biſt.
Wie viele arme Ceufel würden wünſchen, an deiner Stelle zu
ſein!. Ja, es iſt leicht, ſein Stück Geld zu verdienen, ohne ſich
dafür abzumühen. . . . Du biſt eine Mißigeburt, hat das Weibs=
bild
zu dir geſagt. . . . Hat man je ſo etwas geſehen? ... Aber

Wllg
UN
U Hi

Para deda
die männliche Braut. Alme de Para deda nannte ſich im Jahre 1911
eine vornehm auftretende Dame ihrem Verlobten gegenüber. Als
dieſer endlich Vedacht ſchöpfte, vergiftete ſich die angebliche Gräfin und
wurde als der 35 Jahre alte Sohn eines Berliner Arztes agnoſziert.

das iſt ja eben dein Vermögen, daß du ein ſolches Maul haſt!
Du biſt eine Sehenswürdigkeit, du biſt ein Phänomen, du biſt
ſtaunenerregend, mein Kleiner! Und ich ſage es dir, du wirſt
bald nach Paris gehen, aber nicht als Affenmenſch, ein ſolcher
Crick iſt gut genug für die Dörfer, nein, als Künſtler, hörſt du,
als Exzentrikkünſtler, ja, das glaube mir. Ich werde ſchon neue
Nummern für dich erfinden, ich habe noch Phantaſie! Du
brauchſt nur ein wenig zu arbeiten, ſtatt daß du ſetzt wie ein
Nindvieh einem Unterrock nachweinſt, der nur deine Karriere
aufgehalten hätte. . . . Dein Maul, ſieh einer an, das eben iſt
dein Nuhm und dein Reichtum. Und dann wirſt du dich mit
großen Buchſtaben auf den Anſchlagzetteln ſehen: Herr Artur,
und wirſt Gold haben und Frauen und Liebchen und alles, was
du willſt. . . . Auf Knien ſollteſt du mir danken, daß ich das
aus dir gemacht habe! Was willſt du denn Beſſeres?
Er hatte ihm eine Hand auf die Schulter gelegt. Aber Herr
Artur ſtieß ihn zurück.
Sch will ſein wie alle Welt! ſchrie er wütend.
Und ſchluchzend warf er ſich auſ das Lager im Hintergrunde
der Bude.
Idiot, grollte der Alte und begann ſeine Habſeligkeiten
weiter zu packen. Aber als er dann das Schluchzen Arturs immer
lauter werden hörte, war doch etwas wie Nachſicht in ſeiner
Stimme, als er vor ſich hinmurmelte:
Gott. er iſt noch jung.
Das Schluchzen Arturs ſteigerte ſich zu Schreien, die dem
eines gemarterten Cieres nicht unähnlich waren.

[ ][  ][ ]

Die Apfelſine.

Von Walter Kern.

Nun ſind ſie wieder da. In den Schaufenſtern unſerer Süd=
früchtehandlungen
prangen bereits die erſten Ankömmlinge der
neuen Ernte; die Goetheſche Goldorange das duftige
Kind des Südens, überſtrahlt mit ſeiner Farbenpracht alles, was
es umgibt.
Wenn wir uns freuen, ſeine Gaben mit Auge, Naſe und
Sunge nun bald wieder in uns aufnehmen zu dürfen, ſind wir uns

2

Der oben angeführte Name agrumen für die Früchte der
Citrusarten war früher die Bezeichnung aller Ackererzeugniſſe
überhaupt, ſpäter, als in Italien die großen Anpflanzungen ent-
ſtanden
waren, hießen ausſchließlich Sitronen und Apfellinen
agrumi.
Wer jemals durch Apfelſinengärten gewandelt iſt, wird
dieſen wirklichen Genuß nie vergeſſen. Stattliche Bäume mit
dunklem, glänzendem, immergrünem Laube, ſchattenſpendend und
gleichzeitig mit weißen Blüten, grünen und goldenen Früchten
geſchmückt. Und erſt dieſer lilienartige, faſt betäubend-ſüße Duft.
Es iſt das Neroliöl, das die Blüten ausatmen und das ihnen
ſchon ſehr frühe entnommen wurde. Nachweisbar war es eine
Prinzeſſin von Neroli bei Civoli, die 1675 die Handſchuhe damit
durchduftete. Wenn es auch heute nicht mehr unvermiſcht ver=
wendet
wird, bildet es doch noch einen unentbehrlichen Beſtand=
teil
der wohlriechenden Waſſer, wie des Kölniſchen, des Florida=
Waſſers u. a. m.
Nun müſſen wir noch einer kleineren Schweſter der Apfel=
ſine
gedenken, der Mandarine (von Citrus nobilis Loureiro),
die mit ihr das gleiche Heimatland gemeinſam hat. Sie kam über
die Sundainſeln nach Malta und Sizilien, und hat ihren Namen
wohl als Bezeichnung des Feineren, als der Speiſe der höheren,
bevorzugten Mandarinenkaſte.
Eben noch iſt die Apfelſine, wie eben alle erſten Früchte,
etwas teuer, aber wir können ja warten. Der Zeitpunkt kommt
auch wieder heran, wo der melodiſche Ruf durch unſere Straßen
tönt: Oranſche, ſieße Oranſche, zehn Stick eine Mack!. Dann
wollen wir gewöhnliche Sterbliche uns daran gütlich tun, aber
auch manchmal das wieder ins Gedachtnis zurückrufen, was ich
mit dieſen Seilen verraten habe.

Der Menſchenſchwarm von der Ecke kam lofort mu.
herüber, und zwei Schutzleute kamen angeſtürmt, mit gezüitit
Säbeln. Man drängte ſich um mich herum, und ale fraggt

(


RAS
och Mintet
Mer
fiche
ſiel
verſt
ufs
Mafle, Nit

meiſt gar nicht bewußt, daß dieſe Freuden noch gar nicht lange
dem Nordländer beſchieden ſind. Ja, nicht einmal in Südeuropa
waren die Agrumen, wie der Sammelname für die Früchte der
Citrusarten lautet, vor dem neunten Jahrhundert unſerer Seit=
rechnung
bekannt.
Die Heimat der herrlichen Früchte von Citrus aurantium
iſt Südchina und Cochinchina; bei den dürftigen Beförderungs=
mitteln
des Altertums war es aber nicht möglich, die
Früchte, auf größere Entfernungen zu verſenden. So kam es,
daß die Römer zur Seit Plinius des Alteren (25 bis 79 nach
Chriſti Geburt) die Frucht nur dem Namen nach kannten, wäh=
rend
das Holz verſchiedener Citrusarten bereits zu ihnen gelangt
war und für feine Ciſchlerarbeiten Verwendung fand. Erſt die
Araber brachten Apfelſinen nach Südeuropa, nachdem die
Früchte im neunten Jahrhundert unter dem indiſchen Namen
Nareng, von ſanſkrit naranga, das arabiſch naran; lautete,
in Perſien Eingang gefunden hatten. Die Byzantiner ſprachen
es neranzion. Gleichzeitig entſtanden ſpaniſch naranja, portu=
gieſiſch
laranja, italieniſch arancio, franzöſiſch orange.
Bei dem franzöſiſchen orange darf man ſich allerdings nicht
verleiten laſſen, dieſe Bezeichnung im Hinblick auf die gold=
gelben
Früchte etwa von or abzuleiten. Die Verſuchung iſt
ja groß. Maßgebend allein iſt aber das Sanſkritwort naranga.
Wer in Griechenland gelebt hat, erinnert ſich gewiß der
Straßenhändler, die mit gellender Stimme ihre Apfelſinen mit
portogalea, ausrufen. Das weiſt darauf hin, daß die erſten
Früchte aus Portugal kamen, wohin 1548 Johann III., den
Baum aus dem ſüdlichen China verpflanzen ließ.
Ubrigens ein deutliches Seichen der damaligen Umwälzung
des Weltverkehrs, denn vorher lief er von Oſten nach Weſten;
ſeit Vasco de Gama in umgekehrter Nichtung.
Im Deutſchen haben wir bekanntlich drei Bezeichnungen:
Orange, Pommeranze und Apfelſine. Orange iſt dem Fran=
zöſiſchen
entnommen und mehr im ſüdlichen Deutſchland ge=
brauchlich
, Pommeranze kommt von pomum arancium, alſo
Narangaapfel und die jetzt allgemein üblich werdende Apfelſine
ſollte eigentlich Sinaapfel, chineſiſcher Apfel, heißen, wie dies ja
auch in der niederländiſchen Sprache der Sall iſt.

Fragen.
Von Haſſe Setterſtröm.
Aus dem Schwediſchen von Age Avenſtrup und Eliſabeth Creitel.
Manche Leute fragen viel und dumm. Ich ſelbſt frage faſt
nie. Man braucht ja ſo wenig zu wiſſen. Und wenn man was
nicht weiß, dann orientiert man ſich darüber, ohne zu fragen.
Viele Leute führen aber ihre Unterhaltung durch Fragen. Dieſer
Gattung antworte ich immer mit Lügen und Unrichtigkeiten.
Ceils ſoll ſie beſtraft werden, und teils will ich mich amüſieren.
Dieſe ſinnloſen, albernen Fragen ſind etwa ſo:
Ich ſitze im Neſtaurant und eſſe Mittag. Da kommt jemand,
lächelt blöde und fragt:
Ach, du ißt Mittag hier?
Wenn ich erwidere: Nein, ich ſpiele Billard im Stadt=
hotel
in Crelleborg oder ſonſt was Gutes, dann ſagt der Frager
nur:
Du alter Witzboldl Hahahal
Und wenn ich in irgendeine Provinzſtadt komme und einen
Bekannten auf dem Marktplatz treffe, dann ſagt er:
Nanu, du biſt hier?
Ich antworte: Nein, ich bin auf dem Lande bei einer alten
Cante.
Alter Witzbold!
Vor ein paar Cagen habe ich aber einen Frager gezüchtigt.
Ich komme ruhig dahergegangen. An einer Ecke ſteht ein
Menſchenſchwarm, der mich nichts angeht, denn ich bin nicht
neugierig. Ich gehe alſo vorbei und weiß von nichts, als ein
Herr, den ich nicht kenne, und den ich nie zuvor geſehen habe,
auf mich zukommt, auf den Menſchenſchwarm zeigt und fragt:
Was iſt denn da los?
Ich wiederhole nochmals: ich hatte den Mann nie geſehen,
ich kannte ihn nicht, ich hatte keine Ahnung, wer er war.
Mit welchem Necht überfiel er mich alſo mit einer ſo dummen
und blödſinnigen Frage?
Ich blieb mitten auf der Straße ſtehen, ſtreckte die Arme in
die Luft und ſchrie aus Leibeskräften:
Schutzmann!!! Schutzmann!!!

Was iſt denn los? Was iſt denn los?
M
Was los iſt? Sch komme hier die Straße entlanen
weiß von nichts, als ein fremder Herr, den ich noch nie geu
habe, der, der hier ſteht, auf mich zuſtürzt und mich wahrſoleltn
lich berauben will. Er hat mit einer ſinnloſen Odiotenfragg
gefangen, aber man weiß ja, wie ſchlau und geriſſen Verbro=
ſind
., Ich bin überzeugt, daß er mir die Uhr ſtehlen wollten
Er ſieht auch ganz heimtückiſch aus! ſagte jemand 1
Menge.
Mitten am hellichten Cag! ſagte ein anderer.
Es iſt ſchon Schlimmeres paſſiert, ſagte ein D-04
aber die Polizei müßte ihn feſtnehmen.
Ja, ſagte ich, die Seiten werden immer unſicherar 1./
einen Menſchen, der pünktlich ſeine Steuern bezahlt.
denn das hin? Ich frage, wo ſoll das hin? Das einzige, mmt
man ſich verlaſſen kann, iſt die Ordnungsmacht, eine aufges/ //
und energiſch arbeitende Ordnungsmacht.
Hier ſchritten die Schutzleute ein. Sie packten den frirn
Mann bei den Armen und führten ihn mit Hilfe der T91
menge unter heftigem Widerſtand auf die Wache.
Er wurde trotz hartnäckigen Leugnens wegen Naubves/W
auf offener Straße zu drei Monaten Gefängnis verurteil!/
Ich glaube, er wäre glimpflicher davongekommen, wai
eingeſtanden hätte.

Geſchwiſter
Von Erwin von Delftt.

Es iſt des Nachts um halb vier. Da gibts für einen
ſtändigen Menſchen nur zwei Pflichten: 1. auf dem G
liegen; 2. bei offenem Schlafzimmerfenſter.
Plötzlich fahre ich hoch. Ein Mordskrach an der 29
tür, vor meinem Fenſter.
Aha, die Cochter vom erſten Stock kommt von einem?
nach Hauſe. Stimmengewirr ratloſer Kavaliere. Nanu, I
doch nicht . . .?
Doch hat ſie ... natürlich! O, dieſe Weiber. Ich ſtütz:g!
auf den Ellenbogen und warte gottergeben des weiteren:
hat ihren Hausſchlüſſel vergeſſen!
Na, denke ich, halb für ſie getröſtet, wird wohl nicht ſa
werden, denn genau über mir im erſten Stock ſchläft
Bruder, der Primaner . . . ., wenn er zu Hauſe iſt.
Da geht’s auch ſchon los draußen, leiſe, flötend miu
ſpitztem Mäulchen: Bübchen.. .!? Bübchen...!?
Sch bin wirklich gerührt; das wußte ich ja noch gar ic
daß der junge Mann Bübchen heißt.
Weiter, noch einmal ertönts dringlich: Bübchen...9
Die Kavaliere lachen!: Da reißt ihr die Geduld um
ruft ſie laut, daß die Scheiben klirren: J. . . di. . . ot!
Sofort höre ich über mir trapp, trapp, trapp: 4
hatte verſtanden!
Dies iſt die einzige Nacht in meinem Leben geweſen,
ich eine Viertelſtunde lang vor Lachen keinen Schlaf ge
habe.

Nummer 236.
Aufgabe 349.
M. Havel (Koſtal) in Weinberge bei Prag.
(Blata Praha‟ 1912.)
O

Weiß zieht und ſetzt in vier Zügen matt.

Prüfſtellung: Weiß: Kf7 Th8 Ld7 e5 (4);
Schwarz: Kg5 Be7 g7 (3): 4+.

Aufgabe 350.
Sam Loyd.
(New York State Cheß Aſſociation 1892.)
Weiß: Kh3 Db2 g5 Lh6 Se5 e6 (6):
Schwarz: Kes Tg8 Bg7 (3).
Matt in zwei Zügen.

Figuren=Rätſel.

2. 3 4. 5.

6. 7. 8. 9.

10. 11. 12. 13.

RA
KI

A4

A4 33

RA R X A. 2 8 X3

ber, bern, buch, chen, chen, del, e, ei, ein, em, fluß, ge, gel, hard,
i, ler, ma, mit, na, nach, ne, ra, re, reu, ro, ſe, ſen, ſied, ſtei, ſtein,
tag, ter, ü.
Obige Silben ſchreibe man auf die Kreuze, ſo daß auf jedem
Kreuz zwei Buchſtaben ſtehen und die 13 ſenkrechten Reihen Wörter
vinfolgender Bedeutung enthalten: 1. Zeitnbſchnitt, 2, darin lebt
nicht Jeder, 3. deutſcher Dichter, 4. Waſſerfahrzeug, 5. Männername,
6. Figur in der Fledermaus, 7. Blume, 8. kleine deutſche Haupt=
ſtadt
, 9. Kleinodien, 1 I. Unterrichtsbuch, 11. Frauenname, 12. Stachel=
tier
, 13. frommer Mann.
Die 13 Anfangsbuchſtaben und der letzte Endbuchſtabe nennen

eine ums Jahr 1500 gemachte Erfindung.
Magiſche Figur.

Carl Deubel.

1. 2.

3.
B
D
E
R
S
W.

4. 5.

Nach richtiger Ordnung der Buchſtaben enthalten die ſünf wag=
rechten
und ſenkrechten Reihen gleichlautende Wörter von folgender
Bedeutung: 1. Körperteil, 2. Bootgerät, 3. Stadt in Böhmen, 4. Be=
zeichnung
der Höhlung des Rohres bei Feuerwaffen, 5. Stadt an der

Moſel.

Briefkaſten: L. S.: Ihre Endſpielſtudie Nr. 1 ſcheitert an mehreren Neben=
öſungen
. 1. Kg2 (auch 1. Eel und ä.) b6 2 Kf2 3. Kel 4. Kd1 5. Se4: d2
J Kd2: 7. Sc3+. Nr. 2 iſt eine einfache bekannte Spielart, die nicht Anſpruch auf
die Bezeichnung Studie machen kann.

7 12 3 4 S 6 2 18.

Carl Deubel.
Silbenkreuz.
12 Deutſcher Dichter, 34 Hauptſtadt,
56 Bier, 78 Deutſcher Schriftſteller,
16 Weinernte, 13 Körperorgan, 32
Stadt in Brandenburg, 46 Hülſen=
frucht
, 584 Gewebte Tapete, 71
Stadt in Sachſen.

Druck u. Verlag: L. C. Wittich ſche Hofbuchdruckerei, Rheinſtr. 23. Berantwortlich f. d. Redsktion:

Die fehlende Mittelſilbe.
Aus den Silben: al al ar bus dad dil hol
ja kro na nar ni nom 5 pe ſe ſyn
ta tin ven ſind 10 dreiſilbige Wörter mit gleichlautender Mittel=
ſilbe
zu bilden Wie heißt dieſe, wie die Wörter?

Auflöſungen der Nätſel aus Nr. 49.

Vorſetzrätſel.
Salm, Ubier, Darm, Eſau, Reis, Mohr, Arad, Naſe,
Sudermann.

Auflöſung des Stern=Rätſels.

1 Adler, 2 Biber, 3 Euler, 4 Neger, 5 Diner, 6 Römer, 7
8 Taler

Abendrot

II1
Humor IIE

Allerlei Humor. Der Wohltäter. Was tuſt Du den
haupt, um Deine Mitmenſchen vor lend zu ſchüitzen? fragt ſie
Ich habe Dich geheiratet. Genügt das nicht? erwidert er aus
Seele. Triftiger Grund. Sag mal, warum hört der
neue Mädchen garnicht, wenn man klingelt? Mit der mußt Du
etwas Geduld haben, erwidert ſie begütigend, ſie hat mr
daß ſie vorher Telephoniſtin war. Hohe Schule. Ich ha-
nehmen jetzt einen Kurſus an der Handelshochſchule. Wozu mack.1
das? fragt Frau Müller ihre Nachbarin. Ich möchte gern
wie ich aus meinem Mann mehr Geld herauskriege, erwidert U7
Die beſte Empfehlung. Alſo, dieſer Brautſchleier iſt
ſte, der iſt beſte Qualität den könn.
gut?. Aber gewiß, Gnädie
immer wieder benutzen! Beruhigende Auskunft.
Sie verheiratet, meine Gnädige? Ach nur unbedeutend!
C.K. Allerlei Humor. Vorſichtig. Der Neubau war ſeh:
errichtet und bezogen worden. Iſt das Haus gut gebaut? iTe
neuer Mieter einen der Bewohner. Ach ja, es geht, erwidertes!
Aber wenn ich nieſen will, gehe ich lieber hinaus. Ihr S
Du kannſt aber hübſch beten, ſagt das neue Kinderfreaulein
kleinen Pauline. Ach, das iſt noch garnichts erwioert dieſe Sr.7
müſſen Sie erſt mal hören, wenn ich gurgle! Immer *
Der Zahntechniker ſetzt dem Patienten aueinander, daß das Bu=
mit
Gas 2 Mark koſtet. 2 Mark? ſagt dieſer. Das iſt ab‟
Dann ziehen Sie ihn mir lieber bei Tagelicht. Verichie
Standpunkt. Haſt Du denn ſchon einmal den einzichen
getroffen, mit dem Du glücklich werden könnteſt? frage
ſchwärmeriſch. Ach, ſchon ein ganzes Schock, erwidert ihre ſi.
Freundin.
C.K. Allerlei Humor. Der moderne Vater. Haſt 2
Vater darüber unterrichtet, daß wir uns heiraten wollen?, ſroh=
junge
Dame mit dem Herrnſchnitt. Ja, erwideut der Bräutigane.
alles, was er geſagt hat, war, daß er nicht den Vorzug habe,
kennen, und nicht einſehe, warum ich ihn mit meinen Angelebe.
behellige. Das Wichtigſte fehlt. Hier haben Sie Ve
zurück, Antworten für alle Gelegenheiten, das ich bei JIhnel
habe, ſagte der Kunde wütend. Sind Sie damit nicht zuſm.

fragte der Buchhändler. Es iſt ein einfacher Betrug. Nicht das Ge
ſteyt darüber drin, was man ſeiner Frau ſagt, wenn man A0.*

Verfehlte Spekulc=
morgers
nach Hauſe kommt.

Nun, wie weit biſt Du mit Georg? Das iſt der langweitihle
den ich kenne. Ich machte abſichtlich die Lichtleitung kabut.
kam, und er hat den ganzen Abend damit verbracht, ſie ausht.

Dr. 6. Nette. Fernſpr. 1. B84B99. Ale Nachte vorbehalten. Nachdruck verb. Kliſchees: F. baußmam, all inDarmſte

[ ][  ][ ]

g nemm im allgemeine die Feſte, wie ſe falle, un die
gſh wvie ſe kumme. Un ich frei mich iwwer jed Johreszeid,
gomtc, wos=es for aa is, wann ſe ſich nor einichermaße an
0ſaklennervorſchrifte hellt un net aus de Reih danze dhut.
waver do kann mir nu’ aaner ſage was er will, ſo viel is
zamſtcher, es geht ſchließlich doch nix iwwer die Advends=
uüs
is nooch meiner Aſicht doch noch die allerſchennſt Zeit
fmiwe Johr. Mer kann net grad afach ſage, inwieſo, awwer
sſgt ſo was Eichenes vun=er aus; ſo was, ich waaß net was;
wrll däß net ſpiert, un weer dofor kaan Sinn hott, un weſſe
Häc ſchun ſo verſtockt is, daß=er däß for Mummbitz hellt, den
kaupper nor uffs allerdiefſte bedauern.
enfalls, mir is ſchun vun Klaa uff die Zeit aa vun de
lieic Es liggt ſo en unausſrrächliche Zauwer iwwere, un de
Mietz kumme aam lang net mehr ſo griesgreemich vor, ſun=
deumner
hott des Gefiehl, als dhete ſe vun Dag zu Dag ſamfter
wäy and waaſchmiedicher, un voll Lübe for ihrn Nächſte.
wann mer aach grad in unſere heidiche Zeit im all=
genga
aſch viel Heichelei un Verlogenheit adräffe dhut, däß=
wäüt
ſag ich doch, es gibt nix ſchenneres als wie die
AAmdszeit:

A

Advendszeit! Ach, du lieblich Zeit,
Voll haamlichem Gemunkel,
Du hillſt die Erd uns weit un breit
In ſo e draulich Dunkel;
Un aus de Wolke guckt evor
Des Kriſtkind ſchun ganz freehlich,
Un leische geht vun Ohr zu Ohr
E: Fliſtern glick= und ſeelich.
Es is, als weer eich rings die Luft
Voll freundlicher Geſpenſter:
Un’s weht en weihnachtlicher Duft
Aach ſchun aus Dier un Fenſter;
Mer lebt faſt beinoh wie im Draumm
Un voller Glick im Härze,
Ja ſelbſt der ſchlichte Weihnachtsbaum
Wort uff ſei Zeit mit Schmerze.
Es richt nooch Zimmt un nooch Annies,
Nooch Mandel un Ziddrohne,
Nooch Guhzel un nooch Päfferniß,
Lebkuche un Maggrohne.
Die Mudder kennt ſich faſt net meh’,
Sie ſorgt for Mann und Kinner,
Und laugſam wärd des Portmannee
Vum Vadder immer dinner . . ."
Die Mädcher ſticke ganz endzickt
Huttſchkiſſe un ſo Dinger,
Die Buwe ſchnitzle wie verrickt
Sich Blooſe an die Finger;
Es wärd geboſſelt, Woch for Woch,
Mer dhut an alles denke,
Dann aans mecht halt dem annern dor;
Zu Weihnacht äbbes ſchenke
Aach unſer Kaafleit nooch de Reih,
Die große, wie die klaane,
Die hawwe all ihrn Kraam im Blei,
Mer ſoll’s waaß Gott net maane;
Sie ſtelle, Mann for Mann, ihrn Ma
Vun jeder Branch un Sibbe,
Un daß mer hier was leiſte kann,
Dodra is net zu dibbe.
Die Läde, die ſin deggeriert,
Vun owwe bis erunner,
Un ſin derr eich erausſtaffiert
Zu ſähenswärte Wunner;
Die Inneſtadt, es is e Zier,
Kaum kennt mer die eich widder,
Do ſtrotzt’s nor ſo vun Goldbabier
Un aach vun Sillwerflidder.
Die Nacht wärd faſt zum hellſte Dag,
Was ſteert, dhut mer entferne,
De Nuß macht neie Strimbcher aah
Uff all ſei Gasladärne
Die Kärchſtrooß ſelbſt, ſo klaa ſe is,
Hott ſich net lumbe loſſe,
Die hott, däß is emol gewiß,
De Vogel abgeſchoſſe!

Nadierlich geht der Lichteffäckt
Ballwariſch in die Kreide
Doch wann’s Geſchäft nor orndlich fläckt,
Do hott’s nix zu bedeide.
Wann ihr die Kaafleit unnerſtitzt
In all der ſchee Beſträwung,
Dann is aach Darmſtadt wos genitzt
un dient nor der Beläwung.
Was Frankfort kann, kann Darmſtadt aach,
Däß is ſchun lengſt erwieſe,
An uns nor liggt es, ohne Frag,
Den Vordaal zu genieße.
Uin jetzt is grad die ſchennſte Zeit,
Dhut eich net lang bedenke,
Daß ihr, wos eier Härz erfreit,
Zu Weihnacht eich kennt ſchenke
Eichentlich geht däß Gedicht ganz annerſter a', wie’s aus=
bei
de meiſte Dichdunge ſo; vergleiche Geethe: Fauſt, erſte un
zweide Abdeilung. Jedenfalls wollt ich awwer domit nor däß
ſage: in däre ſcheene Advendszeit, wo’s aam ſo gäbbſchnitzich zu
Mut is, do ſoll mer ſich jetzt emol vun dene Univerſal=Sparer.
die wos ganze Johr die annern Leit zum Sparn uffreize, un
die wo ſich ſälbſt awwer nix abgeh loſſe: alſo dene Umiverſal=
Spar=Genie zum Drotz, däß, was mer ſich an ſeine Lebſucht noch
abknabbſe kann, däß ſoll mer zu ſich ſtecke un ſoll in die Stadt
geh un ſoll ſeine Liewe zulieb un unſere Geſchäftsleit zum Nutz
was druffgeh loſſe. Un wer in meine Gäächenwadd noch emol
behaubt, er kreecht in Darmſtadt net däß, was er ſuche dhet,
der ſoll hiegeh un ſoll ſich in Frankfort umgibbſe loſſe, mehr is=
er
net wert. Dann was die in Frankfort ſuche däß waaß
mer ſchun lang. Wann ſe awwer ſchun emol ihr bar Geld
nooch Frankfort drage wolle, in goddesname, awwer dann ſollte
ſe wenichſtens aach ſoviel Stolz im Leib hawwe un ſollte bei
de Darmſtädter Geſchäftsleit erſt ihr Schulde bezahle ..
däß geheert aach emol geſagt . . . un wer jetzt genga uffbaßt, der
wärd aach ſähe, wer ſich kratzt . . .
Naa, wann in Darn,ſtadt alles ſo im Blei weer, wie
unſer Geſchäftswelt, dann kennte mer vun Glick ſage!
Un gottſeidank, es ſin jo aach nor e paar Aanziche, die wo ſo
en iwwerrenzich verwehnte‟ Geſchmack am Leib hawwe, un
dhun, als wann ſe em Edelmann aus=em Sack gefalle weern.
Im große ganze kann mer mit Stolz konnſtadiern, daß ſich des
Verhältnis ganz bedeidend gebeſſert hott. Ach, un die
greeßte Mehrzahl, die dhet jo gach gern kaafe, un dhet gern
ausmuſtern unner all dene Herrlichkeite un Koſtbarkeide. Awwer;
Wo du nicht biſt, Herr Jeſus Chriſt, da ſchweichen alle Flöten,
hott ſäller Schulmaaſter geſagt. Es wärd bei däre allgemeine
Geldſchwullidhet, die wo äwe herrſche dhut, wie im Himmel, alſo
auch auf Erden, do wärd ſich’s als wider in de Haubtſach mehr
um’s Brackdiſche drehe, was uns des Kriſtkindche bringe ſoll:
Hemden, Hoſen, Leibchen aus Flanell und Barchent . . ." wie’s
in dem neimodiſche Danz haaßt.
Awwer drotzdem, wer’s hott, der ſoll aach emol en Gang
enunner mache in unſer Kunſthall am Rhei’dor, nemlich do
haſwe ſe ſo e Art Kunſtmeß uffgezoge, wo die Kinſtlerinne
un Kinſtler eichehendich ihr Sache drinn verkaafe. Vun vier bis
fex middags ſpielt ſogar e Jazzkabäll, un es gibt Kaffee, Tee,
Kuche un Likeer, zum Ehape vun 30 Fennich. Ich muß geſteh,
däß is e glenzend Idee; ſie is bloß net nei, dann, in aller
Beſcheidenheit, den Vorſchlag hab, ich=en ſchun vor zwag
Johr gemacht (genau wie den mit dene Audobuſſe ins
Pangertsvärdel!), awwer des is halt emol ſo, de Brofeed gilt
nix in ſeim Vaderland, un wann der Brofeed aach noch aus=
gerächent
aus Darmſtadt is, dann haaßt’s gleich: Was kann
aus Nazarädd Gudes kommen.
Atper daß aach als emol e blind Hinkel e Erbs find, däß
ſieht mer widder mol an dene zwaa Beiſpieler. No, un ich bin’s
jo aach ſchun zufridde, daß ſe’s nor ei ſähe, wann aach mei=
ſtens
reichlich ſpeed. Jedenfalls, der Audobuß ins Ban= un hott barwariſch uffgemuckt un hott e Erklärung losſchwirrn
gertspärdel floriert glenzend, un die Kunſtrnäß aach, dan:

Mer ſitzt zwiſche Gibbsfiſchurn un Bildern,
Leßt ſich vum Kinſtler die Bilder ſchildern,
Bedracht ſich alles aus nechſter Neeh
Un dunkt ſein Kuche in Kaffee=
Un ſpielt der Jazz dann wie beſäſſe:
Der Neger hott ſei Kind gefräſſe‟,
Dann kimmt mer erſt in Stimmung fei.
Mer led ſich den Kinſtler zum Kaffee ei',
Un fiehlt bei dem Saxofongeſtöhn

So recht ſich vun Härze als Kunſt=Mäzehn
Der Kinſtler erzehlt aam vun ſeine Werke,
Dobei kann mer ſich mit Schlagſahne ſtärke,
Un ſpeder, beim fimfte, ſexte Liköhrche‟,
Fliſtert er haamlich aam was ins Ohrche‟,
Mer is erſtaunt un ſeecht: Wie billich.
Bezehlt dann, per Scheck, odder bar, awwer willich;
Un uff die Art wärd dann, wie geſagt,
Die Kunſt endlich widder ins Volk gebracht ...
Ja, was mer muß ſich heidichendags umſtelle, doſor
läwe mer in dem Alorioſe Zeidalter des Vergniechungskollers
Wann im Saalbau bei ärchend eme Schwoof kaan Appel uſi
die Erd falle kann, un bei=eme erſtklaſſiſche Kunſtgenuß in de
Tornhall muß mer die Kadde faſt verſchenke, dann is däß äw=
en
Beweis defor, daß unſer jetziches Kulturvolk ſich mehr ſor
Hottentotten= un Wild=Weſt=Denz indräſſiert als wie for=en
hochckinſtleriſche Liederawend. Däßhalb ſoll mer doch kimfdich
afach ſage: Konzert der Kayerſängerin Sowieſo. Anſchließend
geht. Awwer däß hott mer äwe net ſo in de Hand, un däß is Danz, Jazz, Kaltes Biffee uſw. Was gewett: jed Kunnzärt
i8 ausverkaaft.
Den Vorſchlag ſollt gach unſer Scheneral=Indenbant behär=
ziche
: Bloß mit Kunſt is äwe bei unſerm Publigumm nix
mehr zu mache. Wann mer awwer zum Beiſpiel beim Käthchen
von Heilbronn des Publigumm mit Kaffee un Kuche, odder
beim Wintermärche wit Fürſt=Pückler=Eis, odder beim
Schinnerhannes mit Ebbelwei, un Worſchtveck, un bei de
Gödderdämmerung mit Sekt, Kaviarbrödcher un Auſtern rega=
liert
, 18 mißt mit=em Deiwel zugeh, wann’s kag ausverkagfte
Haiſer gebt . . .
Awer unſer Schenneral=Indendant is ſcheints aach noch ganer
vum alte Schlag, un der ſchätzt ſei Bubligumm noch ſehr hoch ei.
Däßhalb hott=er for die, die wo ſich kaa Abbonnement leiſte
konnte, e Weihnachtsabbonnement for fimf Vorſtel=
lunge
nooch Wahl erausgäwwe. Däß Sonder=Abbonnement is
erſtensmal ſehr billich und zweidensmal kanm mers uff
zwaamol bezahle. Alſo wer eme liewe Agehöriche net
bloß was Brackdiſches unnern Baumn lege will, ſundern gach
ebbes Seeliches, der kann’s gornet beſſer dräffe. Wie geſagt:
Hemden, Hoſen, Leibchen aus Flanell und Barchent ſin jo for’8
leibliche Wohl e ſehr ſchee Sach, awwer der Menſch lebt
nicht vom Brot allein, däßhalb; wer’s kann, ſoll aach was for’s
ſeeliche Wohl dhu un ſoe Weihnachts=Abbonnement debei=
lege
, er dhit e gut Wert.
Bienche Bimmbernell.
Poſtſchkribbbumm. Naa, ſie hatte kaan glickliche
Dag, am Donnerstag, uffm Rodhaus drowwe. So unbeholfe
hawwe ſe ſich ſchun lang net a geſtellt; ſowohl die am Querdiſch,
wie aach die an be Lengsdiſch. Allerdings; delligabe Ageläächen=
heide
gach mit de neediche Delligadäß zu befummele, däß liggt=en
net; ſelbſt dann net, wann ſich’s um en Delligadäßhenuler dreht.
Noochdem ſe cwwer allmitnanner ſo kuraſchiert mit de flache Hand
in die Soos gehaage hawwe, ſäh ich net ei, warum ich net aach
mein Delligabäßſemft dezu gäwwe ſoll. Alſo im Stadtkranke=
haus
ſtimmt ſcheints äbbes net ſo ganz. Däß is eines ſcheenen
Dags dem Herr Borjemaaſter Ritzert hinnerbracht worrn, der
hott ſich die Sach emol ageguckt, un weil=er net recht Aug
draus worrn is, hott er’s, iwwer de Kobb vun de Kranke=
hausdebbedatzion
un dem Stadtverordnetegremadorium ewäck,
dem Staatsawalt iwwergäwwe. Der hott’s alſo noch.
Nu’ is die Geſchicht awwer kaa Geheimnis gebliwwe; in de
Stadt hawwe’s bereits femtliche Spatze vun de ſemtliche Dächer
gepiffe, un ſo hotts aach de Herr Stadtrat Eduadd Schneider
(bidde, kaa Verwexlung!) erfahrn; der hott nu' als Efang=
Tärribbel vun unſerm ſtadträdliche Noochwux ſei Talent net
halte kenne, däß haaßt, er hott net worte kenne, bis er uffm
Rodhaus war, ſundern hott mit=eme ſaffdiche Addickel unſerm
Owwerowwer in die Seit geſtumbt, als wollt, er domit ſage:
No un Wilhelm
Willſt du nicht aufſtehn, Wilhelm . . ."
der Beredſame is dodruffhie in de letzte Sitzung aach uffgeſtieje
loſſe, die wo äwenfalls net vun ſchlechte Eltern war. Nu hawwe
awwer, wie mer vermat hott, die Stadträt die Erklärung net
afach ſo geſchluckt, ſundern ſie hawwe ihrerſeits aach widder,
je nooch ihre bollidiſche Ei’ſtellung, ihrn Semft dezu gäwwe.
Awwer frag mich nor net wie; nemlich nooch dem Moddo:
Weſch mich, awwer mach mer de Belz net naß. Zum Schluß
hott de Kall Ritzert degeſäſſe mit ſeim Nodizbichelche un hott
ganz dreihärzich gemaant, ob’s dann ſo wichdich weer, daß
mer ſich in der Form iwwer die A’geläächenheit unerhalte
dhet; jedenfalls hott=er gemaant, daß ſich ſowas im Radskeller
viel leichter beſchwäzze ließ .. ."
Naa, ſie hatte am Dunnersdag kaan glickliche Dog, uffm
Rodhaus drowwe; dabbicher hett mer die Sach werklich net
uffziehe kenne. No, valleicht nimmt mer e Lehr draus for
de nechſte Fall. Nemlich dann ſeecht mer gleich ſo un ſo
un däß un däß liggt vor, un wort net, bis mer vunere fremde
Seit en mehr odder wenicher ſamfte Ribbeſtumber krickt. Ver=
duggele
leßt ſich ſowas doch net, un je ehr mer däß zugibt,
je ehr bricht mer unwahre Gerichte die Spitz ab.
Wann mer awwer ſchun emol ſei menſchliches Mitgefiehl
ſpreche loſſe will, Herr Ritzert, dann hott mer jo äwe vor Weih=
nachte
Geläächenheit genug. Denke Se nor emol an die Klaa=
rentner
. Die warn frieher de Stadt ihrn Stolz! Heit
dhut mer, als wann mer ſe net kenne dhet, guckt ſe iwwer die
Axel a' un ſchimbft ſe Klaarentner Ich mecht iwwerhaubt
wiſſe, was for=e herzloſer Menſch däß Wort uffgebracht hott
Klaarentner . . . No, alle Schuld rächt ſich auf Erden; leider,
wärrn dovo unſer Klaarentner wwer net ſatt . . ."

Der zeitgemäße Haushalt.

ſchiedene Zuckerglaſuren für Weihnachts=
ebäck
. Neben den leckeren Chriſtſtollen ſpielt das weih=
Kleingebäck als Füllſel auf den bunten Weihnachts=
Seime große Rolle, deſſen Mannigfaltigkeit noch durch ver=
rbiges
Ausſehen unterſtrichen und gehoben wird, die
Abunte Zuckerglaſuren erhält. Dieſe ſind nach folgenden
ſehr ſchnell bereitet
* ße Zitronen=Zuckerglaſur. Ein zu Schnee
eres Eiweiß verrührt man mit 125 Gramm Puderzucker
Saft einer Zitrone. Je länger man rührt, um ſo
wird ſie. Sie wird mit einem Pinſel auf das Back=
igetragen
und dieſes dann in der warmen Ofenröhre
oc net.
Ete Spritzglaſur. 125 Gramm Puderzucker ver=
en
mit einem Eiweiß und einigen Tropfen Eſſig zu
Eaſe, die man nach Belieben mit Rum, Arrak, Vanille=,
einh andel=, Zitronen=, Maraſchino=Eſſenz würzt und durch

2 Anten ſpitzgedrehte Pergamentpapierdüte auf das Ge=

bäck ſpritzt. Durch Zuſatz von einigen Tropfen giftfreier Brauns=
ſcher
Konditorfarbe kann man dieſer Glaſur, alle Farben des
Regenbogens verleihen.
Einfache Eiweißglaſur mit Arrakgeſchmack.
Mit einem Eiweiß verrührt man ſoviel Puderzucker, daß ein
dickflüſſiger Teig entſteht, den man mit 1 Teelöffel Arrak würzt.
Gebratene Schnitten von weißen Bohnen.
Bohnen werden eingeweicht, dann weichgekocht und durch die
Fleiſchhackmaſchine gedreht. Dann fügt man ein Drittel der
Menge Mehl hinzu ſowie einen Eßlöffel Butter oder Margarine,
gewiegte Zwiebel, etwas Peterſilie, gepulvertes Bohnenkraut,
Pfeffer und Salz nach Geſchmack und ein Ei. Gut gemiſcht,
werden längliche Schnitten geformt, die goldbraun gebraten
werden.
Speiſezettel.
Milzſuppe, Wildſchwein mit Rotkraut,
Sonntag:
Zitronencreme. Montag: Syinat mit verlorenen Eiern.
Dienstag: Befüllte Zwiebeln. Mittwoch: Weiße
Bohnen mit Schwarzfleiſch. Donnerstag: Wirſing mit
Rindfleiſch. Freitag: Grünkernſuppe, geſpickter Seehecht.
Samstag: Kartoffelpuffer.

Die falſch adreſſierte Auskunft,

Beſten Dank! ...

[ ][  ][ ]

Reiche Pelzverbramung,
die neueſte Mode.
Die kommenden Mantelmodelle, die wie alle neuen Schaf=
fungen
allergrößte Einfachheit mit Ungezwungenheit und
abſoluter Eleganz vereinigen, verzichten auf alle Aufputz=Effekte
und legen auf die verſchiedenen Beſätze, die ſonſt viel Beachtung
finden, keinerlei Wert. Der einzig belangreiche Faktor iſt die
Verbrämung; auf ſie wird demzufolge auch die Linie und die
Wirkung der neuen Modelle aufgebaut, denn die ideenreichen
Schnitte und die originelle Anbringung des Felles bieten ſo
reiche Möglichkeiten, daß man von durchaus intereſſanten Formen
ſprechen kann, die unter dem Mangel an verſchiedenen Aufputz=
artikeln
, die von den vergangenen Moden ſo ſehr bevorzugt wur=
den
und heute als ganz abgetan gelten, keineswegs leiden.
Die kommende Mode ſtellt eine reiche Fülle des verſchieden=
artigſten
Pelzwerks bei, ſo daß es keineswegs ſchwierig iſt, für
die neuen Umhüllen die richtigen Fellgarnierungen zu finden.
Da gibt es Felle, die lediglich für Gebrauchs= und Sportmäntel
ſowie für Reiſeumhüllen verwendet werden, andere wieder, die
nur als Verbrämung des Promenademantels in Betracht kom=
men
, und ſchließlich Pelzwerk, das edel genug iſt, um für elegante
nachmittägliche und abendliche Umhüllen herangezogen zu wer=
den
. Modefarben für Pelzbeſätze ſind: grau, braun und ſchwarz.
Wichtig iſt die Tatſache, daß man heuer nur gemuſter=
tes
Fell liebt, während glattes Pelzwerk als durchaus unmodern
gilt. Unter gemuſtertem Fell kann man zweierlei verſtehen:
zweifarbige Pelze oder in ſich gemuſterte Felle; zu den erſteren
zählen etwa die weiß=ſchwarzen Skunks=Gabeln, die gefleckten
Luchsfelle, die grauen oder braunen Perſianerplatten, die ver=
ſchiedenen
geſtreiften braunen Modefelle, wie Nerz, Iltis uſw.
Als in ſich gemuſterte Felle wäre Breitſchwanz, Perſianer=
klaue
, großgelocktes Karakül, Broadtail (in feinem beige oder
hellgrau) anzuführen.
Ganz unmodern hingegen ſind die glatten Felle, ins=
beſondere
die ſchwarzen Sorten, wie Seal und deſſen Nach=
ahmungen
. Nur Nutria hat ſich unter den glatten Pelzen im
Modenbilde erhalten, da es wegen ſeiner ausgeſuchten Diſtink=
tion
und Eleganz aus der Strapazier= und ſportlichen Mode
kaum auszuſchalten wäre.
Die Art der Verbrämung der neuen Umhüllen iſt eine ſehr
verſchiedenartige. Bei ſportlichen Stücken begnügt man ſich zum
Teil mit der Garnierung des Kragens und der Manſchetten,
doch gilt die vollſtändige Pelzeinfütterung einer Strapazier=
Umhülle heuer als ganz beſonders ſchick. Bei nachmittäglichen
Mänteln läßt man der modiſchen Phantaſie völlig freien Spiel=
raum
und bekommt daher vielfach auch äußerſt originelle Linien
zu ſehen, die häufig lediglich aus der intereſſanten Anbringung
des Pelzwerks zu holen ſind. Die reichſten Pelzverbrämungen
weiſen natürlich die abendlichen Mäntel auf.
Es iſt unter dieſen Umſtänden gewiß nur in den ſeltenſten
Fällen möglich, Edelfelle heranzuziehen, da ſchon die Anſchaffung
der immerhin koſtſpieligen Erſatzpelze vielfach ein erhebliches
materielles Opfer bedeutet. Der Pelzmarkt iſt aber gegenwärtig
mit guten Pelzimitationen außerordentlich reich beſchickt; ſie ſind
von den echten Fellen oft kaum zu unterſcheiden, können aber
allerdings die Haltbarkeit der Edelfelle bei weitem nicht er=
reichen
. Ueber die neueſten pelzgarnierten Winterumhüllen
orientiert unſere Bildgruppe.
Als erſte Skizze zeigen wir einen halbſportlichen Mantel,
der außerordentlich flott wirkt, raglanartig geſchnitten und ziem=
lich
weit, im übrigen mit einem breiten Ledergürtel zuſammen=
gehalten
iſt, eine Verſchlußart, die ſich großer Beliebtheit erfreut.
Schick ſind die ſeitlich eingeſchnittenen Taſchen. Einen ſolchen
Mantel wird man am beſten aus genopptem Material, etwa aus
einem fleiſchigen Homeſpun oder aber aus Kamelhaar, herſtellen,
das ausnehmend beliebt zu werden verſpricht; aber auch die
weichen, dicken Winter=Freskoſtoffe werden wegen ihrer mon=
dänen
poröſen Webart ſehr geſchätzt. Einen ſolchen Mantel ver=
brämt
man gegebenenfalls nur am Kragen und an den Man=

Das getupfte Halstuch.
Jede Saiſon bringt eine Kleinigkeit, ein modiſches Detail, das
binnen kurzer Zeit derart überhand nimmt, daß es die Tages=
mode
geradezu zu beſtimmen vermag und ihr eine eigenartige
Note aufprägt. Bisweilen iſt es ein origineller Modeſchuh, eine
außerordentliche Huttype, dann wieder ein apartes Schmuchſtück

oder eine ungewöhnliche Handſchuhform. Heuer ſcheint da
Halstuch der Favorit der Saiſon zu werden, und zwar träg
man nicht mehr wie ehemals die glatten Seidentücher, ſondern
nur ſolche, die mit großen Tupfen geziert ſind. In den meiſten
Fällen handelt es ſich hier natürlich um gemuſterte Seiden, doch
ſind auch Seidentücher mit handgeſtickten Punkten ſehr modern
und bieten eine willkommene Handarbeit (Skizze). Di ſe Hals=
tücher
paſſen zu jedem Kleide, nehmen ſich aber auch unter der
winterlichen Umbülle ſehr flott aus.

nun mit godel.
z Gie Mick.

85. 28

verelte Manlel

Hermen, auf Crepe de
gute Qualitdt

320, 3

Füchse

tiardis Zobeliarbig,
große Exemplare,

sere Ma

ſchetten, wählt für dieſen Zweck gerne Nutria und
t dieſem
Fell allenfalls einen Stoff in beigefarbener Schattierung. Bis=
weilen
führt man den Kragen in Form eines ſchmalen Streifens
bis zum unteren Rand, um den Eindruck der Pelzfütterung her=
vorzurufen
. Natürlich nimmt ſich ein ſolcher Mantel, wenn er
wirklich durchaus fellgefüttert iſt, außerordentlich vornehm aus
und wird dann insbeſondere als Auto= und Reiſepelz ausge=
zeichnete
Dienſte leiſten, aber auch in der Stadt elegant wirken.
Kleine Felle haben den großen Pelzplatten gegenüber den
Vorteil der Lebhaftigkeit, die ſich eben aus der Zuſammenſetzung
der kleinen Stücke ergibt. So zum Beiſpiel nehmen ſich die
chinchillaähnlichen Pilchmäuſe als Garnierung eines geraden
Mantels ſehr flott aus, wenn man dieſes Fell für Kragen,
Manſchetten und rund geführten Befatz des unteren Randes
heranzieht. (Skizze 2.)
Für abendliche Umhüllen, die man heuer gern aus Samt
herſtellt, wählt man mit Vorliebe langhaarige Fellſorten, wobei
natürlich Füchſe und deren Imitationen in erſter Linie in Frage

Fell und Leder
gilt heuer als beliebte Zuſammen=
ſtellung
für die ſportliche Mode;
werden doch die Leder=Auto= und
Reiſemäntel ſehr häufig mit Fell
gefüttert, andererſeits die Fell=
mäntel
und Pelzjacken, die für
ſportliche Gelegenheiten herange=
zogen
werden ſollen, gerne innen
mit Wildleder ausgeſchlagen, das
nicht nur ausgezeichnet wärmt,
ſondern auch vollkommen winddicht
iſt, ſo daß eine ſolche Umhülle ſelbſt
für grimmige Wintertemperaturen
in Betracht zu ziehen wäre und im
übrigen außerordentlich dekorativ
wirkt.
Die neueſten Kombinationen der
Fell= und Ledermode aber ſind in
*
Geſtalt der kleinen ſportlichen Jäck=
chen
zu ſehen. In unſerer Skizze
zeigen wir ein ſolches Modell, das
man ſich etwa aus (allerdings recht koſtſpieligem) Naturperſianer
oder aber aus dem weſentlich billigeren Karakül, das natürlich
möglichſt flach ſein ſoll, um nicht unnötig ſtark zu machen, zu
denken hat. Man gibt dieſen Jäckchen die loſe boleroartige Form,
einen kleinen, ausgeſchlagenen Kragen, etwas verbreiterte Armel
und ſchlägt ſie durchweg mit Leder aus, das an allen Kanten
über den Fellrand hinausſieht und dadurch gleichzeitig eine aus=
gezeichnete
Garnierung darſtellt. Man pflegt das Lederfutter
mit der Farbe des Felles übereinzuſtimmen, doch ſehen auch
kontraſtierende Schattierungen ſehr flott aus. So zum Beiſpiel
kann man ſich keicht vergegenwärtigen, welch ausgezeichnete Wir=
kung
moosgrünes Leder zu dem in unſerer Skizze abgebildeten
grauen Jäalchen verſpricht. Dieſe Art der neuen ledergarnierten
Felljacken komt nicht nur für ſportliche Gelegenheiten, für die
Reiſe und für Wochenend=Fahrten, ſondern auch für die Prome=
nade
in der Stadt in Betracht.

kommen. Eine ſehr ſchöne Bewegung zeigt die Pelzgarm/
des in unſerem dritten Bilde ſkizzierten Abendmantels, M
der Kragen in den Beſatz der unteren Partie übergeb
einen ausgezeichneten Effekt ergibt.
Als Promenademantel kommt das nächſte Modell in
Den langen Schalkragen, der in einer ſeitlichen Fellgloc
Fortſetzung findet, hat man ſich hier aus auſtraliſchenn
mäuſen zu denken, die eine gewiſſe Aehnlichkeit mit O
haben, nur etwas kurzhaariger ſind. Dieſes Fell hebt ſ
nehmlich von ſchwarzem, grauem und grünem Material
ſo daß dieſe Farben für die eben beſprochene Umhülle i
Linie zu empfehlen wären.
Im letzten Bilde führen wir einen geraden Strso
mantel vor Augen, deſſen Wirkung aus ſchönen Blenden=
geholt
wird, die in geometviſchen Figuren angeordnet ſind.
Linienführung folgt die Pelzgarnierung am unteren Ram=
an
den Manſchetten. Der Kragen iſt ſehr reich und ſoll E.
gearbeitet ſein, um auch aufgeſtellt getragen werden zu

Pelzmaſchen

zählen zu den neueſten Kragenformen der winterlichen Ur-M
Gewöhnlich wählt man für dieſe neue Art der Pelzveram!
kleine Felle, da ſie ſchmiegſamer und anmutiger ſind
großen Platten, die immer etwas Derbes an ſich haben, K
reiche Fellſorten, d. h. ſolche, die in der Zuſammenſetzung
Zeichnungen ergeben, werden für dieſen Verwendungszw
vorzugt. Man wird alſo für ſolche Kragenpartien gerne=
wurf
, Feh, Naturbiſam=Wamme, Chinchilla=Nachahmunge

nd

uf De

en um
inb
Fräde

in Rich
otz
ſege

vn
Reiſt
Ve
Ra

wie auch alle ihnen ähnlichen Pelzſorten heranziehen.
Regel verzichtet man bei Mänteln, die in dieſer Art Ve‟
ſind, auf Fellmanſchetten, um die Wirkung gefliſſentlig

Kragen zu konzentrieren. In der oberen Zeichnung deee

den hochaufgeſchlagenen Kragen, mit der ſeitlichen Ne
Pelzſchlupfe, die untere Skizze aber bringt einen breiten

mit Fellſchleifen, die zu einer kleinen Maſche verknoter "

[ ][  ][ ]

mer 3

Sonntag, den 11 Dezember 1927

Geite 29

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Ceite 30

Sonntag, den 11. Dezember 1927

Nummer 349

Von Frank Heller.
Berechtigte Ueberſetzung von Marie

Franzos.
(Nachdruck verboten)

Acht und eine halbe Minute waren vergangen. Philipp
Collin konſtatierte es und fuhr ohne ein Zittern der Stimme
fort:
Noch eine einzige Frage, Monſieur Chaptal! Haben Sie
ſich zwiſchen Lyon und Dijon ſchlafen gelegt?
Alles, Wohlwollen verſchwand aus dem Geſicht des Ober=
kondukteurs
, als wäre es von einem Sturmwind weggefegt.
Seine Stimme erhob ſich zu erzürnten Beteuerungen; er war
einem Unglücksfall zum Opfer gefallen, aber er ſtand zu lange
im Dienſt der Geſellſchaft, als daß ſich jemand unterfangen
durfte, ihn der Pflichtverſäumnis zu beſchuldigen.
Philipp wartete, die Augen auf die Turmuhr geheftet, und
hob plötzlich die Hand. Der Oberkondukteur verſtummte.
Monſieur Chaptal, ſagte Philipp langſam, als der Zug
Dijon paſſierte, hat ein Mann in Kondukteuruniform Alles in
Ordnung ſignaliſiert. Die Polizei glaubt, daß Sie das waren
weil Sie es ſelbſt behaupten, und Sie behaupten es, weil Sie
befürchten, der Fahrläſſigkeit beſchuldigt zu werden. Aber wenn
Sie ſignaliſiert haben, dann waren Sie ja im Komplott mit
den Verbrechern. Das läßt ſich leichter beweiſen, ais daß zwei=
mal
zwei vier iſt. Waren Sie derjenige, der ſignaliſiert hat?
Oder haben Sie zwiſchen Lyon und Dijon geſchlafen?
Noch fehlten einige Sekunden auf zehn Minuten. Das
Schweigen des Kondukteurs gab ihm die Dauer von Ewigkeiten.
Ich
Haben Sie geſchlafen? Haben Sie Wache gehalten?
Ich habe geſchlafen.
Zehn Minuten! Philipp ſtieß einen Seufzer aus und
wandte ſich dem engliſchen Detektiv zu.
Mr. Kenyon, ich brauche Ihnen ſicherlich zu dem, was Sie
gehört haben, keine Kommentare zu geben. Der Blaue Zug
wurde heute nacht zwiſchen Lyon und Dijon geplündert. Die
Verbrecher reiſten in Form einer Cook=Geſellſchaft In Dijon
ſtieg einer von ihnen mit der Beute aus, während einer ſeiner
Somplizen die Uniform des Kondukteurs anlegte und dem:
Stationsperſonal Alles in Ordnung ſignaliſierte. Sind wir
Uaccord? Oder glauben Sie noch immer, daß wir, ich und
meine Freunde, den Zug geplündert haben?
Mr. Kenyon ſtrich ſic; langſam über die Stirne.
Cook! ſagte er. Eine Verbrecherbande, die mit Coof=
Billetten reiſt. Uinmöglich!"
Warum denn? Iſt das das erſtemal, daß der Wolf im
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Mr. Kenyon ſchwieg. Der Schlafwagenkondukteur war zu=
ſammengezuckt
, als er Philipps Worte hörte: glauben Sie noch
immer, daß ich den Zug geplündert habe? Er begann ſich
diskret weiter und weiter zurückzuziehen. Hingegen rückten die
beiden capuchongeſchmückten Herren näher und näher. Mr.
Kenyon erwachte aus ſeinen Gedanken und winkte einem Auto.
Ein Wort mit Ihnen, Profeſſor, bevor es ſich entſcheidet.
wie viele wir im Auto ſein werden!
Philipp nickte. Die Schlacht war allem Anſchein nach ver=
loren
geweſen. Da ſie noch nicht verloren war, war ſie ſo gut
wie gewonnen.
II.
Alſo. Sie behaupten, begann Mr. Kenyon, daß Sie, weit
davon entfernt, der Urheber des Attentats zu ſein, das Opfer
eines noch größeren Schwindlers als ſie ſelbſt ſind?
Ungefähr.
Daß Sie im Augenblick keinen Heller haben?"
Ganz richtig.
Daß Sie mit anderen Worten ganz ausgeſackelt ſind?
Sie brauchen das nicht ſo unbarmherzig feſtzunageln.
Und Sie haben niemanden, an den Sie ſich in einer der=
artigen
Situation wenden können?
Nein, nicht einmal das Konſulat.
In dieſen Fall, lieber Profeſſor, möchte ich Sie eines
fragen: Was hätten Sie und Ihre Freunde zu tun gedacht,
wenn ich nicht aufgetaucht wäre?
Die drei Kompagnons ſahen ſich haſtig an.
Ich für meine Perſon, ſagte Lavertiſſe, hatte daran ge=
dacht
, das eine oder andere Geſchäft zu machen.
Sollen dieſe zwei Herren mitfahren? fragte Collin. Das
Auto hat eigentlich nicht für ſo viele Platz!

Der Detektiv ſtarrte ihn grübelnd an. Blötzlich ſchlug ee.
kurze Lache auf. Mouſieur Chaptal benutzte die Gelegeme
ſich mit verdoppelter Diskretion ganz aus, dem Geſchtic
zurückzuziehen. Mr. Keyon machte dem Auto ein Zeichen=
warten
.
Ebenſo ehrlich wie Ihre bisherigen?
Noch ehrlicher. Derzeit mache ich nur ganz ehrlichs
ſchäfte.
Mr. Kenyon lachte trocken.
Und Sie, Profeſſor? Und Mr. Graham?
Schon bevor Sie kamen, erwiderte Philipp Collin
ich einen Entſchluß gefaßt. Ihre Ankunft hat mich darin betr!
Was war das für ein Entſchluß? Noch ehrlicher zun
als Herr Lavertiſſe?
Nein, die Zugplünderer zu finden und ihnen meim
wieder abzunehmen
Haha! Großartig! Wenn etwas mich mehr amüſieren 15
als Herrn Lavertiſſe ehrliche Geſchäfte machen zu ſehen, ſoſ
es, zu erleben, wie Profeſſor Pelotard als Detektiv auftrün
Kollegen arretiert. Es wäre ewig ſchade, wenn jemando
Pläne durchkreuzte! Ich gedenke es nicht zu tun. Habwcu
verſtanden?"
Lavertiſſe ſah unſicher von dem Detektiv auf ſeinen Em/
Ich weiß nicht. Meinen Sie, daß wir
Philipp Collin fiel ihm ins Wort.
Mr. Kenyon meint, daß wir ſo lange frei herurmn
können, als es uns gelingt, unſere Abſichten auszuführem
mit dem Geſetz in Konflikt zu kommen. Nicht wahr?
Der Detektiv nickte ironiſch zuſtimmend.
Da iſt nur eine Sache, die ich nicht recht verſtehe, fuhl
Collin fort. Wie werden Sie uns kontrollieren können?
Der Detektiv lachte trocken.
Das iſt höchſt einfach. Ich laſſe Sie nicht aus den 2u
Ich folge Ihnen, wo Sie ſtehen und gehen.
Herr Collin applaudierte.
Bravo! Das nenne ich eine Geſte! Und wenn die
zöſiſche Polizei uns auf friſcher Tat ertappt und Sie miün
gen, mitgehangen werden?"
Mr. Kenyon lächelte grimmig.
Ich bin bei der Polizei gut angeſchrieben. Well!
lieber Profeſſor. Es iſt zwanzig Minuten über zehn, .
ſchiffbrüchig in Paris, und Sie ſollen eine Verbrecherban u
nehmen. Was gedenken Sie fürs erſte zu tun?
Philipp Collin ordncte ſeine Krawatte.
(Fortſetzung folgt.)

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