Einzelnummer 10 Pfennige
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FFonfurt a. M. 1304.
Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Auffätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſtattet.
Nummer 314 Samstag, den 12. November 1927. 190 Jahrgang
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brein 2Reichsmarl. Anzeigen von auswärte 40 Reia spfg.
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Rellame=
eie 300 Reſcheman. Aſe breiſe. n Nectkema
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Gewalt, wie Krieg Aufruhr. Sirel uſw. erſiſcht
ede Verpſichtung au Erfüllung der
Anzeigen=
auſteäge und Leiſtung von Schadenerſatz. Bei
Konturs oder geriſchtiſcher Beireibung äll eder
Nabat weg. Danſtonto. Deutſche Ban und Darme
Nädte und Natonalbon
Iie Ammmadenmnd Bamlberdrofſenen.
nales Zuſammenleben möglich ſein, auf das die wirtſchaftliche
Aeen soite, wDas des Bönes iſt! und techniſche Weltentwicklung hindrängt und das ſicher viele
Von
Dr. Haus Luther, Reichska izler
a. D.
hu Tageszeitungen des Heſſenlandes leſe ich heute einen
ughr Stimmenthaltung für die bevorſtehende heſſiſche
Kapl, gezeichnet von der Evangeliſchen
Volksgemein=
ſdunn ſo etwas überhaupt möglich? Die Kommuniſten
nrnglich mit ihrer Taktik geſchwankt, ob ſie den Plan
uſue chſte Volksintereſſen handelt? Wiſſen
ferimſtalter jenes Aufrufes iicht, daß, wenn man
ernſt=
intt, Wahlrecht und Wahlpflicht dasſelbe iſt?
üßmg der Verfaſſung. Nein? Er trägt ganz perſönlich
ehworrtung dafür, daß ein falſches Geſamtbild des
Volls=
nsltardekommt. Gerade ein chriſtlicher Menſch muß
wiſ=
dulctekyte, an deren Ausübung auch andere intereſſiert
iagem zu: Gebt dem Volke, was des Volkes
MleUhlt! — Doch ich will Schluß machen mit der
ſelt=
utlrmng jenes bereinzelten Aufrufes zur
Stimment=
eß
euſt gürgerlichen Lager befinden. Mancher ver=
Aizugehörigkeit mit der Ausübung des Wahlrechtes.
Meid kommt es auf die Ausübung des Wahlrechtes
iu auch wenn man keiner Partei angehört.
Ahu nicht an zu ſagen, daß in unſerem geltenden Ver=
Anldas Ziel ſein muß; ſoviel Wahlberechtigte wie nur
Aio in die Parteien hineinzubringen. Da erwidert
Mynancher, das ſagſt du, der erſt vor kurzem einer
* Reichsminiſter und Reichskanzler keiner polit ſchen
Fortſchritte einſchließt, wenn die feſte nationale Grundlage
vor=
handen bleibt. Nichts aber werden wir Deutſche bedeuten, weder
fühlt. Aber
bt= und felk itWkrert, in meinem Zuge gebe es nur eine Einheits=
Muich ſolche Züge ſeien in einzelne Wagen eingeteilt
Karl Wks itzt wendig, wenn man ſchnell und gut fahren wolle,
fmagſaiht iK usge große und gutgebaute Wagen im Zuge ſeien,
bitelunten 0 ktohle der Zug nicht vorwärts oder entgleiſe, beſonders in
guchen 300 Pr äurven. Viel wichtiger aber noch iſt, daß
d remſt
jeder Wahlberechtigte wählt.
hrſſenen oder Lahmgewordenen, an die ich mich
IIe ſolche, die genau wiſſen, daß aller Fortſchritt
„gehAe Mohtz iſt in ruhiger Fortentwicklung auf der Grundlage
Bur 1Ahan Geſellſchaftsordnung. So mancher aber, glaube
Rd Ney Ein, hier beſtünden überhaupt keine Gefahren mehr.
m iu zur zeit noch relatib günſtigen Zuſtand großer, nicht
ersdcyt 2ia ss Wirtſchaftslebens, laſſen, ſich viele darüber
W MeWz Die großen Fragen, die ſich aus dem verlorenen
Auheerer Reparationsbelaſtung ergeben, noch nicht in
aos Schwere auf uns laſten. Die Verantwortung jedes
Weltersſchen dieſen Fragen gegenüber wächſt ſogar un=
Mn. Anfang und bei den erſten Löſungsverſuchen war
chM grundzuge vieles zwangsläufig, ſo ſehr es auch
da=
e Uenkam, klug und feſt zu handeln. Je weiter wir
di iten, deſto ſtärker zeigt ſich eben, daß grundlegende
Mei, wirklich vom eigenen Willen des deutſchen Volkes
A ſere Zukunſt wird dadurch beſtimmt werden, ob
eunen Weg auf allen Gebieten, politiſch, ökonomiſch,
18c-, in nationalem Sinne geht. Das Wort „
natio=
gleichbedeutend iſt mit gewolltem und bewußtem
2S Volkes überhaupt, bedeutet mir dieſes: überall
eſchließen ſich die Völker, ſoweit ſie es noch nicht
bewußten nationalen Gemeinſchaften zuſammen.
4 deutſche Volt im gleichen Sinne ſoweit iſt, wird
Welt behaupten und als wieder Gleichberechtigter
gringen. Nur zwiſchen Völkern, die ſich durch ihr
EA bſtbewußtſein kräftig fühlen, wird ein internatio=
für die praktiſche politiſche Arbeit iſt entſcheidend, daß
jeder ſeine Stimme in die Wagſchale wirft,
Aur; der Staatsordnung nur außerhalb des Parlame ites, daß dieſen nationalen Zielen am beſten gedient wird. So warm auch von den Fraktionsrednern anderer Regierungsparteien bei
aßan-Parlament verſolgen ſollten. Das iſt ſchließlich be= ich für die Deutſche Volkspartei und ihre feſte Zielſetzung natio= der gleichen Gelegenheit gefallen. Dieſe Stellungnahme der
ſiaßz einer Bevölkerungsgruppe, die um jeden Preis die naler Realpolitik eintrete, ſo kommt es mir in erſter Linie darauf Regierungsparteien iſt für das ſachliche Weiterkommen in der
eſuG=ſellſchaftsordnung vernichten will. Wie aber iſt es an, daß in der politiſchen Arbeit diejenigen Kräfte allgemein ge= Rentnerfrage von erheblicher Bedeutung. Sie bildet den Auftakt
ſtſter,daßeinebürgerliche Gruppegrund= ſtärkt werden, die ſich nicht internationalen Träumereien hin= zu der Beratung eines Rentnerverſorgungsgeſetzes im
Sozial=
liſſtufdie Ausübung des Wahlrechtes ver= geben, bei denen wir ſtets unterliegen werden, ſondern mit politiſchen Ausſchuß.
iA Zeswegen, weil eine Liſte nicht zuſtande= ganzer Entſchloſſeaheit deutſch ſind. Nur wenn es Deutſchland
wr. iſt? Iſt das ein Geſichtspunkt, wo es gut geht, können die einzelnen Glieder unſeres Volkes gedeihen, wie man in dieſem Zuſammenhang beſſer ſagt, die
Kapital=
ſind verantwortlich für Deutſchland. Deshalb, wenn
Ihnen, Herr, Frau oder Fräulein Wahlberechtigte, keine der
uſſunkählt, verzichtet ja nicht nur auf eine ihm erteilte Parteien, die grundſätzlich national denken, gefällt, ſo muß doch
jeder, ſei es Mann oder Frau, einen tapferen Entſchluß faſſen
und eine von ihnen wählen. Aber
wählen Sie keine Splitterpartei,
Mter ſind. Mit einem abgewandelten Wort der Bibel ſondern — ich erinnere an mein Bild vom Eiſenbahnzug —
ent=
ſcheiden Sie ſich nur für einen großen Wagen. Nur große
Politik kann nur mit politiſchen Mitteln
ge=
uificherm größer wohl iſt die Sorge um die Wahl= macht werden. Wahlrecht iſt Wahlpflicht und Wahlpflicht iſt
iühw Wahlperdroſſenen überhaupt, die ſich be= dasſelbe, was in Zeiten des Krieges der Geſtellungsbefehl war.
Der Geſtelkungsbefehl für Sonntag heißt:
Alle Wühler zur Arne!
* Verlin, 11. November. (Priv.=Tel.)
Der Reichsausſchuß der Deutſchen Volkspartei iſt zuſammen
Aürrtei beigetreten iſt? Gewiß habe ich als Ober= mit dem Parteivorſtand am Freitag vormittag in Berlin zur
Beſprechung der politiſchen Lage zuſammengetreten und ver=
Mrrt. Wenn ich jetzt einer Partei — der Deutſchen öffentlicht eine längere Entſchließung, worin er ausgeht von dem Kriegslaſten iſt die politiſche Motivierung für eine grund=
M—beigetreten bin, ſo will ich das mit einem Bild / Einſpruch des Reparationsagenten und ſtrenge Sparſamkeit aller
Ms mir neulich auf einen Zwiſchenruf einfiel: So= Verwaltungen zur Pflicht macht. Unter dieſem Geſichtswinkel
9komotipführer iſt, braucht man keine Fahrkarte um betrachtet er auch die Verwaltungsreform, deren ſchleunige
In=
ſich Ft man aber nicht mehr Lokomotipführer, will doch angriffnahme auch unter Verfaſſungsänderung er für notwendig der Fürſorgepflicht Sonderbeſtimmungen für Kleinrentner zu
9uſiyes Volkes mitfahren, ſo muß man ſogar in ein hält. Die Parole des Einheitsſtaates wird nicht ausgegeben,
Pmnitzl teil einſteigen. Als man mich durch die Gegenfrage wahrſcheinlich weil der Ausſchuß die hier zu überwindenden Mark im Frühjahr dieſes Jahres. Die Tatſache, daß dieſe Be=
Rrhſcheiſuchte, in welche Wagenklaſſe iſt eingeſtiegen ſei, Schwierigkeiten zu richtig eingeſchätzt hat, als daß er dagegen
mit Schlagworten anrennen könnte.
Der Ausſchuß hat ſich auch mit einer Reihe anderer Fragen
beſchäftigt. Der Reichsaußenminiſter hat ein längeres Referat
erſtattet. Nach ihm ſprach der Reichswirtſchaftsminiſter Dr.
Cur=
tius. Man wird alſo annehmen dürfen, daß auch die Frage der
Vaterländiſchen Verbände, des Schulgeſetzes und die
Flaggen=
frage beſprochen worden ſind.
In der Entſchließung heißt es: Ein Einſpruch des
Repara=
tionsagenten gegen die zurzeit von der Reichsregierung
vor=
dere die Befoldungsvorlage und das Entſchädigungsſchlußgeſetz,
anerkannt werden. Die Deutſche Volkspartei hält daran feſt, daß gen zwei aufeinanderfolgende Entwürfe des Deutſchen
Rentner=
die beiden genannten Vorlagen ſchleunigſt zu verabſchieden ſind.
einer durchgreifenden Verwaltungsreform, die unter
umſtänden auch vor einer Aenderung der Verfaſſung, ſoweit das tretern des Rentnerbundes mit den Fragen beſchäſtigt. Dabei
Veihältnis des Reiches zu den Ländern in Frage kommt, nicht
haltmachen darf. Die Wirtſchaft Deutſchlands bedarf der
drin=
gebarung des Reiches muß ſo geſtaltet werden, daß der künftige
Reichshaushalt nicht nur ohne Steuererhöhung abgeglichen,
ſon=
dern daß auch eine Senkung der Realſteuern tatſächlich
durchgeführt werden kann. Die Arbeitgeber und Arbeitnehmer
leiden gleichermaßen unter der Höhe der ſozialen Laſten, denen von denen einige grundſätzliche hier herausgehoben ſein mögen.
Erreichung dieſer Ziele müſſen die Reichsregierung und der Fürſorge und die Sicherung eines Rechtsanſpruchs auf eine feſte
Rechstag zuſammenwirken. Es wird ein Weg zu ſuchen ſein, Rente an das Reich, ohne inmer wiederholte Nachprüfung der
der geeignet iſt, die hemmungsloſe Bewilligung von Mehraus= Bedürftigkeit. Für die Feſtſtellung des Begriffs des verſorgungs=
Haushaltsführung iſt deshalb unbedingt notwendig. In erſter
nahme unter der Kontrolle des Reiches.
Zur Frage des
Rentnerverſorgungsgeſetzes.
Von
Direktorin Dr. Matz, M. d. R.
Bei Behandlung der Finanzfragen im
Haushalts=
für uns noch für die Welt, wenn wir nicht vor allen Dingen ausſchuß des Reichstags hat vor wenigen Tagen der
Deutſche ſind. Ich bin überzeugt, daß die ganz große Mehrheit Fraktionsführer der Deutſchen Volkspartei, Dr. Scholz, zum
unſeres Volkes im Grundklang des Lebens national denkt und Ausdruck gebracht, daß neben der Beamtenbeſoldung und der
Kriegsbeſchädigtenfrage auch die Kleinrentner in das
Ge=
ſamtproblem hineinzuſtellen ſeien, weil man bisher manche
Be=
völkerungskreiſe allein bedacht und die andere Kreiſe
betreffen=
den Probleme zurückgeſtellt habe. Aehnliche Aeußerungen ſind
Es erſcheint durchaus notwendig, die Kleinrentnerfrage oder,
Wir Deutſche ſind nicht verantwortlich für die Welt, aber wir rentnerfrage, hineinzurücken in den großen
Zuſammen=
hang der inneren Kriegslaſten. Die Kleinrentner als
Kriegsgeſchädigte gehören unmittelbar neben die
Kriegs=
beſchädigten, die Liquidationsgeſchädigten in den abgetretenen
Gebieten, die Auslands= und Kolonialdeutſchen. Die
Minde=
rung oder der Verluſt der von ihnen oft in jahrzehntelanger
Arbeit erſparten Veumögen iſt eine der Kriegsfolgen, die ein
wiedergefeſtigter Staat auszugleichen hat. Bei aller
Verſchieden=
heit der vorgeſchlagenen Methoden wird heute allgemein
aner=
kannt, daß dieſer Ausgleich bisher nur in ganz ungenügender
Parteien haben wirklich politiſche Ziele, und Weiſe geſchehen iſt, und daß die bisherigen Formen der Löſung
der Kleinrentnerfrage ſich als verfehlt erwieſen haben.
Ins=
beſondere hat es ſich als ein Mißgriff herausgeſtellt, die
Klein=
rentner in die Fürſorge einzubeziehen. Dieſem Kreis von
Men=
ſchen können die pflegeriſchen und bevormundeten Momente der
Fürſorge als Grundlage nicht entſprechen. Das Problem der
Kleinrentner muß vielmehr vom Standpunkt der ungenügenden
Aufwertung aus angeſehen werden. Wenn der Kleinrentner im
Intereſſe des Volksganzen die perſönlich unzureichende Aufwer=
Die geutſche Vollska tei für Berwalungsreform. tung tragen muß wie jeder andere Staatsbürger, ſo bedarf doch
im Sinne ſozialer Gerechtigkeit dieſe Aufwertung für ihn einer
ſtärkeren und wirkſameren Ergänzung, als ſie in der
Vorzugs=
rente gegeben iſt.
In der Einordnung der Kleinrentnerfrage in die inneren
ſätzliche Neuregelung gegeben. Nicht der Fürſorge=,
ſondern der Entſchädigungsgedanke muß im Vordergrund ſtehen.
Es iſt wiederholt verſucht worden, im Rahmen der Verordnung
ſchaffen, zuletzt anläßlich der Bereitſtellung von 25 Millionen
ſtrebungen im Rahmen der Fürſorge nicht durchzuführen waren
und zu dem berechtigten Vorwurf einer Durchlöcherung der
Ver=
ordnung über die Fürſorgepflicht führten, erweiſt die
Notwendig=
keit, nunmehr endlich nach Jahren der Irrwege die Kleinrentner
aus der Fürſorge zu löſen und ein beſonderes
Rentnerverſor=
gungsgeſetz zu ſchaffen. In einer Entſchließung anläßlich der
Bewilligung der 25 Millionen Mark hat der Reichstag
Vor=
arbeiten für ein ſolches Geſetz gefordert.
Ein ſelbſtändiges Kleinrentnergeſetz iſt bereits im Februar
1923 durch den Reichstag geſchaffen worden, wobei allerdings,
gelegten großen Geſetze mit finanzieller Auswirkung, insbeſon= trotzdem das Neich 80 Prozent der Koſten trug, die Rentner iu
der Fürſorge verblieben. Mit der Verordnung über die
Für=
liegt nicht vor. Seine Berechtigung könnte auch in Zukunft nicht ſorgepflicht wurde dies Reichsgeſetz aufgehoben. Inzwiſchen
lie=
bundes vor. In wiederholten Beratungen hat ſich der Deutſche
Dagegen verlangt ſie mit gleichem Nachdruck die Inangriffnahme Verein für öffentliche und private Fürſorge unter Mitarbeit von
Reichstagsabgeordneten der verſchiedenen Parteien und
Ver=
bildete der Entwurf des Regierungsrats Tormin, den die
Demo=
kratiſche Reichstagsfraktion mit einigen Aenderungen im
Reichs=
genden Milderung der auf ihr ruhenden Laſten. Die Haushalts= tag eingebracht hat, die Grundlage der Verhandlung. Auf den
Torminſchen Entwurf beziehen ſich auch die beachtlichen
Aende=
rungsvorſchläge des Senators Schickenberg=Hannover.
Die Faſſung eines Rentuerverſorgungsgeſetzes bietet,
abge=
ſehen von der Fiuanzierungsfrage, eine Reihe von Einzelfragen,
noch immer nicht entſprechende Leiſtungen gegenüberſtehen. Zur Allſeitig zugeſtanden iſt die Herausnahme der Rentner aus der
gaben durch das Parlament einzuſchränken. Die Einwirkung des berechtigten Rentners empfiehlt ſich der Nachweis eines am
Reiches auf die Länder und Gemeinden im Sinne ſparſamſter 31. Dezember 1919 (Reichsnotopfer), vorhandenen Vermögens
von mindeſtens 10 000 Mark oder eines Renteneinkommens von
Linie gehört dazu eine ſtarke Einſchränkung der Anleiheauf= 500 Mark, alſo die Zulaſſung des Prinzips des Kapital= oder
Einkommennachweiſes. Der Vorſchlag Schickenbergs auf ein
Das Recht zu wählen
Siaatsbürger die Pflicht auf, auf die öffentliche Verwaltung beſtimmend einzuwirken. Die Abgabe des Stimmzettels bietet die
einzige Gelegenheit.
Seite 2
Mindeſtkapital von 15000 Mark oder einzelner Landesverbände
des leider nicht einheitlich vorgehenden Deutſchen
Rentner=
bundes auf 20 000 Mark würde eine ſehr große Zahl von
Rent=
nern ausſchließen. Schon bei einem Mindeſtkapital von 10 000
Mark werden zahlreiche Rentner, nicht erfaßt werden und in
der Fürſorge bleiben müſſen, die als Ergänzung des Geſetzes
daneben erhalten bleibt. Bei der außerordentlichen
Schwierig=
keit und der Verſchiebung des Verhältniſſes in der
Inflations=
zeit iſt ein weitgehender Härteausgleich anzuſtreben. Für viele
Einzelheiten, auch des Verfahrens, würden ſich aus dem
Reichs=
verſorgungsgeſetz Anhaltspunkte herleiten laſſen. Bei Bemeſſung
der Höhe der Grundrente, die zweckmäßig nach Ortsklaſſen zu
differenzieren wäre, ſowie der Zuſatzrente für Ehegatten und
Kinder iſt darauf Rückſicht zu nehmen, daß dem Rentner nicht
nur ein allgemeines Exiſtenzminimum, ſondern entſprechend
ſeiner früheren Lebenshaltung ein kulturelles
Exiſtenz=
minimum zu ſichern iſt. Dem Umſtand, daß die Rentner
viel=
fach in recht teueren Wohnungen ſitzen, die ſie nicht aufgeben,
aber auch nicht günſtig verwenden können, iſt dabei Rechnung zu
tragen. Eine angemeſſene Staffelung der Renten entſprechend
dem früheren Vermögen unter Feſtſetzung eines
Rentenhöchſt=
ſatzes iſt vorzuſehen. Das Geſetz würde genau feſtzuſetzen haben,
welches ſonſtige Einkommen des Rentners auf die Rente
anzu=
rechnen iſt, wobei Einkommen aus eigenem Erwerb (
Zimmer=
vermieten) grundſätzlich freizulaſſen wäre. Die Steuerfreiheit
der Rente iſt zu ſichern, ebenſo die Zuſtellung durch die Poſt. Die
Rentenverſorgung bedarf der Ergänzung durch Gewährung von
Krankenfürſorge und Sterbegeld.
Sehr umſtritten iſt bisher die Frage, welche Behörden das
Verfahren durchführen ſollen. Der Rentnerbund lehnt mit
Rück=
ſicht auf die Stimmung ſeiner Mitglieder die Wohlfahrtsämter
ab. Vorgeſchlagen werden von verſchiedenen Seiten entweder
die Verſicherungsämter oder die Verſorgungsbehörden oder die
Finanzämter.
Bei Geſtaltung des Geſetzes wie bei der Koſtenfrage iſt zu
berückſichtigen, daß es ſich im Gegenſatz zu den meiſten anderen
Verſorgungsgeſetzen um ein einmaliges Uebergangsgeſetz
han=
delt, deſſen letzte Auswirkungen und Koſten in einer
abzuſehen=
den Reihe von Jahren abgeſchloſſen ſind. Der Kreis der
Klein=
rentner als ein Kreis von betagten Menſchen, deren ſich infolge
der immer wieder verzögerten Regelung einer ſteigende
Erbitte=
rung bemächtigt, wird von Tag zu Tag kleiner. Um ſo mehr
ſollten alle in Betracht kommenden Faktoren, Reichsregierung
und Reichstag, bemüht ſein, endlich eine würdige
Rentnerverſor=
gung zu ſchaffen.
Die Waffenſtillſtandsfeiern
der Entente.
In Brüſſel.
EP. Brüfſel, 11. Nov.
Zur Feier des Waffenſtillſtandstages legte die königliche Familie
und Kriegsminiſter de Brocqueville als Vertreter der Regierung Kränze
auf dem Grabe des unbekannten belgiſchen Soldaten nieder.
In Par.,8. — Frankreich beſtreitet jede Kriegsſchuld.
EP. Paris, 11. Nov.
Der neunte Jahrestag des Waffenſtillſtandes wurde heute am
Triumphbogen in Anweſenheit des Präſidenten der Republik, des
Kabi=
netts, des diplomatiſchen Korps und zahlreicher Würdenträger under der
üblichen Entfaltung militäriſchen Gepränges durch ein minutenlanges
feierliches Schweigen begangen. Den ganzen Tag über defilierten
Ver=
treter aller möglichen Verbände vor dem Grabe des unbekannten
Sol=
daten. Aus den Provinzſtädten werden ähnliche Feiern gemeldet. Im
Kongreßſaal des Verſailler Schloſſes trat unter der Bezeichnung
„Generalſtaaten des verwundeten Frankreich” ein allgemeiner
Kriegs=
verletzten= und Kriegsteilnehmerkongreß zuſammen, der i Gegenwart
Doumergues von dem Penſionenminiſter Louis Marin mit einer
An=
ſprache eröffnet wurde. Der Miniſter erklärte, die Kriegsteilnehmer
ſeien, wie ihr Vaterland, plötzlich Opfer eines Angriffes geworden. Sie
hätten, wie ihr Vaterland, die Hände voin von jeder Verantwortung an
den Urſachen des Konflikts. Sie hätten, wie ihr Vaterland, keine
Be=
drückung ausgeübt. Unter den ſchlimmſten Leiden hätten ſie ihren Herd
und ihre Heimat hartnäckig verteidigt. Für Frankreich hätten ſie bis
dahin unbekannte Opfer gebracht, den Sieg unter ihre Fahnen
ge=
zwungen, das Land befreit und die Freiheit der Welt gerettet. Als
Streiter für die Gerechtigkeit hätten ſie den Frieden erkämpft.
Toten=Ehrung in London.
EP. London, 11. November.
Die neunte Wiederkehr des Waffenſtillſtandstages wurde mit den
üblichen Zeremonien in ganz England und dem britiſchen Weltreich
begangen. — Als Außenſtehender gewann man den Eindruck, daß dieſer
Samstag den 12. November 1027
Vom Tage.
Der Bündnis= und Freundſchaftsvertrag und das
Schiedsgerichts=
abkommen zwiſchen Frankreich und Südſlawien iſt geſtern nachmittug
von dem Miniſter des Aeußeren Briand und dem Miniſter des Aeußeren
Marinkowitſch unterzeichnet worden.
Der Text des franzöſiſch=ſüdſlawiſchen Vertrags iſt
Muſſolini vom ſüdſlawiſchen Geſandten mitgeteilt worden.
Der ſüdſlawiſche Außenminiſter Marinkowitſch wurde vom
Miniſterpräſidenten Poincaré zu einer längeren Beſprechung
emp=
fangen.
Marinkowitſch wird auf ſeiner Heimreiſe aus Paris eine
Zuſammenkunft mit Muſſolini haben. Die „Agrama
No=
voſti” bringt die Meldung, daß Marinkowitſch ſich von Paris nach
Lon=
don begeben und mit Chamberlain eine Unterredung haben
wird.
Nachdem erſt vor wemigen Tagen der Generalgouverneur von Algier,
Violette, von ſeinem Amt zurückgekreten iſt, verlautet fetzt zuverläſſig,
daß der Generalgouverneur von Indochina, Varenne,
demnächſt nach Frankreich kommen und nicht mehr auf ſeinen Poſten
zurückkehren werde. Als ſein Nachfolger ſei der Gouverneur von
Madagaskar, Olivier, in Ausſicht genommen.
Es beſtätigt ſich, daß der bisherige italieniſche Geſandte
in Belgrad, General Bodrero, abberufen und durch
Dummonte erſetzt wird.
Wie aus Rom gemeldet wird, hat der fasciſtiſche Großrat
die Abſchaffung des parlamentariſchen Syſtems
be=
ſchloſſen. An die Stelle der bisherigen Volksvertretung tritt der
„Rat der 400‟. Wählen kann nur das produktive Volk, d. h. die
13 Wirtſchaftsorganiſationen Italiens, die ſämtliche Arbeitgeber und
Arbeitnehmer umfaſſen.
Die 12. Tagung der Mandatskommiſſion des
Völ=
kerbundes, die am 24. Oktober begonnen, und an der bekanntlich
zum erſten Male das deutſche Mitglied, Geheimrat Kaſtl,
teilgenom=
men hat, iſt geſtern zu Ende gegangen.
Die Verluſtliſte der im Weltkriege gefallenen
bri=
tiſchen Soldaten und Seeleute beträgt nicht, wie bisher
ge=
glaubt, 900 000 Tote, fondern umfaßt nach den ſeit Ende des Krieges
gemachten Feſtſtellungen 1069 825 Mann.
Im engliſchen Oberhaus fand eine Ausſprache über die
Genfer Flottenabrüſtungskonferenz ſtatt.
Lord Cecil trat in einer Rede in Hull für die
Unterzeich=
nung der Schiedsgerichtsklauſel ein, da dieſe mehr als
alles andere den Ausbruch eines Krieges verhindern könnte.
Die Gerichte in Konſtantinopel verurteilten drei
Mit=
glieder der „Haji Sami’s”=Bande zum Tode, ein weiteres zu
lebens=
länglichem Gefängnis, weil ſie heimlich aus Griechenland nach der
Tür=
kei gekommen ſeien, um den Ghazi Paſcha zu ermorden.
Nachdem in Südafrika glücklich die lange
Auseinander=
ſetzung über die Flaggenfrage beigelegt zu ſein ſcheint, iſt nunmehr
in Irland der Widerſtand gegen den Union Jack als
alleini=
ges Abzeichen neu entfacht worden.
Das amerikaniſche Staatsdepartement erklärt, daß auf der
pan=
amerikaniſchen Konferenz ein Beobachter des
Völ=
kerbundes unerwünſcht ſei.
Tag ſeine Bedeutung als ein Erinnerungsfeſt über den Sieg über
Deutſchland faſt gänzlich verliert und ſtatt deſſen die nationale
Ehrung der Toten und der Gedanke an den Frieden
immer ſtärker in den Vordergrund treten. In überwältigender
Ein=
mütigkeit und tief empfundener Frömmigkeit nahmen alle Klaſſen der
Bevölkerung in großer Anzahl an den Gottesandachten teil, die nicht
nur am Trafalgar Saare, ſondern auf faſt allen freien Plätzen
ab=
gehalten wurden. Es war überwältigend, zu ſehen, wie die Millionen
von Menſchen in ernſter Ehrfurcht das zwei Minuten lange Schweigen
bewahrten. Die öffentliche Meinung will den Waffenſtillſtandstag als
eine ernſte Erinnerungsfeier anſehen. Dieſem Gedankengange folgend,
haben die Hotels ihre Feſtlichkeiten auf den Samstag verſchoben. Wenn
heute Lord Rorhermere in ſeiner Preſſe von der Regierung eine erhöhte
Garantie für die Förderung des Friedens in Europa verlangt, wenn
er nachweiſt, daß von je 20 Schilling eingegangener Steuern 14
Schil=
ling für die Abzahlung der Koſten früherer Kriege und die Rüſtungen
für einen neuen Krieg ausgegeben werden, wenn er mit Sorge die
Heeresſtärken in Europa betrachtet, ſo iſt auch dieſes nicht nur ein
Um=
ſchwung in dieſem Teil der Preſſe, ſondern auch ein Beweis dafür, daß
in der engliſchen öffentlichen Meinung ſich ein erhöhtes Bedürfnis für
die Erhaltung des Friedens bemerkbar macht. Man muß ſich fragen, ob
nicht dieſer Wille des engliſchen Volkes doch noch eines Tages eine
Rückwirkung auf die engliſche Politik ausübt.
Nicht ohne Grund ſchenken die Blätter einem kleinen Sträußchen
gelber Blumen in der Weſtminſter Abtei, die größte Aufmerkſamkeit,
dem eine Karte mit den Worten „Dem großen Unbekannten Soldaten
aller Mctionen, von einem deutſchen Mädchen” beigefügt iſt. Das ſollte,
ſo bemerkt hierzu der „Star”, der wahre Geiſt des neuen Zeitalters ſein,
der Geiſt von Locarno.
Die drei Träger des Schillerpreiſes.
Der Schillerpreis wird ſeiner Beſtimmung nach an deutſche
dramatiſche Dichter verliehen. Die Auswahl, die die neuen
Kommiſſionsmirglieder Gerhart Hauptmann, Fulda, Kayßler,
Lilienfein, Walter von Molo, Profeſſor Peterſen und Wilhelm
von Scholz unter den deutſchen Dichtern getroffen haben, wurde
ticht von den großen theatriſchen Erfolgen, ſondern von der
dich=
teriſchen Bedeutung der preisgekrönten Dichter beſtimmt. Drei
verſchiedene, voneinander ſcharf abgegrenzte Welten ſind es, die
von den drei Preisträgern verkörpert werden, und das
Preis=
richterkollegium hat wahrhaft ohne jede Parteilichkeit gewaltet.
Alle drei Preisträger haben das eine gemeinſam, daß ſie bei
ihrem Schaffen nur ihrem Genius folgen und aufs Ehrlichſte
beſtrebt ſind, mit reinen künſtleriſchen Mitteln und hohen
Zie=
len eine neue geiſtige Welt zu geſtalten, ohne Rückſicht auf
Strö=
mungen, Volksmeinungen und billige Erfolge.
Hermann Burte, der mit ſeinem richtigen Namen
Her=
mann Strübe heißt, wurzelt mit ſeinem dichteriſchen Werk tie
Hermann Burte.
im alemanniſchen Deutſchtum. Er iſt bereits einmal pre
gekrönt worden, und zwar hat kein Geringerer als Richard D
mel ihn für würdig befunden, den Kleiſtpreis zu erhalten. T
ſer Preis wurde ihm für ſeinen Roman „Wiltfeber, der ew
Deutſche” verliehen, den Burte im Jahre 1912 veröffentlicht b.
In dieſem Roman kommen bereits alle die großen dichteriſch
Eigenſchaften zum Ausdruck, die Hermann Burte auszeichnen,
Mit der Fähigkeit, Menſchen lebendig zu geſtalten, verbindet er
einen hohen idealen Schwung, der die wahren inneren Werte des
Lebens erfaßt. Nicht immer hat er in dieſem frühen Werk die
notwendige Klarheit und Demut vor den Geheimniſſen des
Lebens, aber der Roman zeugt von dem höchſten Streben und
einer wahrhaft dichteriſchen Begeiſterung. Den Schillerpreis
er=
hielt Burte für ſein dramatiſches Schaffen, das in der deutſchen
Geſchichte wurzelt. Zwei Dramen ſind von ihm bisher auf
deut=
ſchen Bühnen aufgeführt worden, nämlich das Drama „Katte‟,
das in dem Kreiſe des jungen Fritz ſpielt, und das Drama
„Herzog Utz‟. Der alte homeriſche Spruch „Einer ſoll herrſchen!“
bildet das Thema beider Dramen. Sie ſind in den Jahren 1913
und 1914 entſtanden. Auch auf dem Gebiete der lyriſchen
Dich=
tung hat ſich Burte betätigt, denn er hat neben einem Bande
alemanniſcher Gedichte „Madlee” auch zwei Sonettenbände, „Die
Flügelſpielerin” und „Patrizia” herausgegeben, in denen er
ſeine bedeutendſten Gedichte vereinigt hat. Burtes Welt iſt die
chriftlich=deutſche Welt der Pflichterfüllung, des Gehorſams und
der perſönlichen Verantwortung.
Fritz von Unruh.
Auf ähnlichem Gebiete hat der zweite Preisträger Fritz
von Unruh eine neue Welt geſtaltet, die ſich von der Welt
Burtes in manchen Zügen unterſcheidet. Sein bedeutendſtes
Werk iſt das Drama „Louis Ferdinand, Prinz von Preußen”
das er im Jahre 1914 verfaßt hat. Schon der Titel des Dramas
ergibt den Stoffkreis, durch den der Dichter zu ſeinem Werke
Numra/
Der Kampf um oie Oimultau
und die Seamtenbeſoidun
Die Kluft zwiſchen den Parte
Von unſerer Berliner Redakt
Im Bildungsausſchuß des Reichstages hat e=
zum erſten Male etwas gekriſelt. Nachdem eim
Regierungsparteien angenommen worden war.
nünftige Beſchränkung der Redezeit vorſieht, die den
ner einer Fraktion 20 Minuten, bei wichtigen Pumin
ten Redezeit gewährt, den weiteren Rednern derſ7
aber nur 10 Minuten, wurde die Beſprechung übk,
rakter der Simultanſchule fortgeſetzt.,
demokraten behaurten, daß man in Weimar nichn
Simultanſchule ſchaffen wollte, ſondern die Simal
wiſſermaßen mit angehängtem Religionsunterrichr
Volksparteiler Runkel daran feſthielt, daß man ir
eine chriſtliche Simultanſchule habe ſchaffen könnee
mals gar keine andere gegeben habe. Der Innenrzu
ſich ſehr vorſichtig aus. Er lehnte die Auffaſſurm
demokraten ab, die Simultanſchule dürfe ſich nict
die Tatſache, daß in ihr Religionsunterricht erterl
der weltlichen Schule unterſcheiden. Auf der anderen
ihm aber auch der Vorſchlag der Volkspartei auzf
rechtlichen Gründen wieder zu weit. So wurden
alle Abänderungsanträge abgelehnt, und es blieb
rungsvorlage, die den inneren Gehalt der Sim
dahingehend interpretiert, daß ſie ihre Aufgabb
giös=ſittlicher Grundlage ohne R:
die Beſonderheiten einzelner Be
oder Weltanſchauungen erfüllt, abbe
dem Chriſtentum erwachſenen Wert
ſchen Volkskultur im Unterricht undi
ziehung lebendig zu machen hat. Die A
ſer Faſſung wurde nur dadurch ermöglicht, daß Di
Volkspartei nach der Ablehnung ihre
Anträge ſich bereit erklärte, für do
des Entwurfes zu ſtimmen, ſich abe
tig ihre endgültige Stellungnahme
Dadurch wurde erreicht, daß bereits jetzt ein Vocyhe
Die Beratung kann weitergehen, ab un
zwiſchen den Parteien bleibt offen.
mer noch, wenn es nicht gelingt, ſie zu ſchließen,
und vielleicht die ganze Koalition verſchlingen.
Noch undurchſichtiger liegen die Dinge bei de
beſoldung. Hier tut auch der Ausſchuß ein iß
er ſprunghaft bald dieſen, bald jenen Paragrapheu fintim
daß von außen her die zuſammenhängende Li Zayun
feſtzuhalten iſt. Am Freitag nachmittag iſt die zo
brochen worden, woraus die Oppoſition ſchloß,
rungsparteien nicht in der Lage geweſen ſeien,
handeln. Das iſt wohl etwas zuviel geſagt.
haben ſehr eingehende interfraktionelle 2ſ
gen der Parteiführer ſtattgefunden, an z
der Reichsfinanzminiſter und ſein Staatsſekre—i)
teilnahmen. Ueber das Ergebnis wird jede A.3
gert. Es ſchein: jedoch, als wenn eine ziemcft
Stimmung unter den Parteien zum Quc
men iſt. Sie findet ihre Urſache in den Safi
ten, die das Zentrum macht. Die Leu
trumsfraktion fühlt ſich offenbar nicht ſtark genu.,
Widerſpruch der Gewerkſchaften einfach zur Tage‟
zugehen, und arbeitet deshalb darauf hin, Zeit zu
die Kritik im eigenen Lager etwas abklingen
der Beſprechung iſt denn auch weiter nichts herau=”
daß die Koalitionsparteien auf der Regierungy1
arbeiten wollen. Das kann alles oder nichts heiße,
vermutlich, daß der Entwurf vorerſt eri
gefährdet iſt Volkspartei, Deutſchnationn
Reichsfinanzminiſter haben ſich zu ſtark für den
de Zuſa
Gemeil
Beſoldungsvorlage eingeſetzt, als daß ſie zurünſe
das Zentrum wird ſich wohl fügen müſſen, wem!
leicht Kleinigkeiten abzuhandeln ſuchen wird. UsR
die Unterſtützung der Wirtſchaftspartei, die an
Erklärung hat abgeben laſſen, daß ſie ſich vorn!
einzubringen, wodurch für den kommenden Hau
rungen bis zu 10 Prozent erreicht würden. Auch /
Gelegenheit ſein.
Das Reichskabinett hat ſich am Freitag mſe
erſtenmal mit dem Entwurf des Reichsetats für F
der, wenn es nach dem Willen des Reichsfinamnl
dem Reichstag noch anfangs Dezember zugehen.!ſ0
Ausſchußberatungen rechtzeitig beginnen, könner!
vor dem 1. April nächſten Jahres unter Dach N5‟
angeregt worden iſt. Fritz von Unruh iſt von
und auch ſein erſtes Werk, das im Jahre 1912 E0‟
führt den Titel „Offiziere‟ Er iſt ein Vertretel F
niſtiſchen Dramas und hat beſonders in ſeinern!
den Sinn für das Bühnenwirkſame und für din
faſſung der in den Dramen darzuſtellenden kürnmeiſe.
bewieſen. Im Jahre 1915 ſchieb er das Drama 1/
ſcheidung” und im Jahre 1916 ſein geiſtig 1n
Werk „Geſchlecht”, Seine ſpäteren Werke „Platz”
ſowie „Bonaparte” zeigen den Dichter nicht auf K
erſten Arbeiten. Fritz von Unruh iſt am 10. Mai
geboren.
Der Jüngſte von ihnen iſt Franz Wer
10. September 1890 in Prag geboren iſt. Auch e*
des Expreſſionismus und hat mit ſeinem im —m
öffentlichten Gedichtband „Der Weltfreund” die
der literariſchen Welt auf ſich gezogen, da darh
wie in der Gedichtſammlung „Der Gerichtstag”, L”
für die neue Zeit erklingen. Auch auf dem Gebin
hat er mehrere hervorragende Werke veröffeniſich
Franz zuerfel.
ſpiel „Der Spiegelmenſch” „Die Troerinnen‟
und vor allen Dingen die beiden erfolgreig‟"
jüngſten Kraftperiode „Juarez und Marimilighl.
uuter den Juden”, Beſonders dieſes bibliſche 2—N
große künſtleriſche und dramatiſche Geſtaltunge‟
man „Verdi” hat mit Recht großen Beifall gel.
Samstag, den 12 November 1927
Geite 3
en meiſter Lange=Weißwaſſer betonte in ſeiner
ſzmſprache, daß man ſich mit drei Fragen in erſter Linie zu
pabe: Mit der Reichsfinanzgeſetzgebung, mit der
Verwal=
a rund dem Reichsſchulgeſetz. Der Gedanke der
Steuerver=
ſag ſei außerordentlich zu begrüßen. Auch eine Senkung der
u ei an ſich erwünſcht; auf Koſten der Gemeinden werde ſich
icht durchführen laſſen. Für einen etwaigen Ausfall in den
Eie ver Sünder ind denemden.
g144. preußiſche Landgemeindetag
hinsgramm: 8 nanz= und Verwaltungsfragen.
ei=lin hat am Freitag der 4. preußiſche
Landgemeinde=
ſwen, der etwa 26 000 Landgemeinden vertritt. Er will
„lblemen der Zeit, vornehmlich zu der Frage der Ver=
„e orm Stellung nehmen. Zu Beginn der Tagung
ſoegrüßt von dem preußiſchen Innenminiſter, der in
riger Form den Plan einer
Zuſammenle=
iner Gemeinden and Gutsbezirke an=
Feichsfinanzminiſter hielt einen Vortrag
Steuervereinheitlichung und die Be=
Sreform.
lärte,
ellungnah=
Die Wünſche der Gemeinden.
tenpahmen durch eine ſolche Steuerſenkung müſſe Erſatz
ver=
re. Die Frage einer Aenderung der Reichsverfaſſung, in
1d 8 Verhältniſſes von Reich und Ländern, ſei mit der Ver=
„orm als Geſamtkomplex zu betrachten und zu behandeln. In
„ue; Reichsſchulgeſetzes miſche man ſich ſatzungsgemäß nicht ein.
ſparr einen Wunſch, daß die Leiſtungsfähigkeit der Volksſchule
deuſr osneten Schulbetriebe unter dem neuen Geſetzgebungswerk
hen hu / kellust ß keine Splitter= und Merkſchulen entſtehen und daß vor
ſiedrneinden nicht neue finanzielle Laſten aus der Neuordnung
enun Fehife Lsbhaſter Beifall.)
men, ich ſeilttaichsinnenminiſter für unabhängige,
bereis M I,Mctt nütz ge, ſachliche Selbſtverwaltung.
leigehenubreſhz nnenminiſter Dr. v. Keudell überbrachte dann
bleibt oiſgellznwung herzliche Grüße der Reichsregierung und des
Reichs=
ſie zu ſchlue berkin die perſönliche Teilnahme unmöglich ſei. Der Miniſter
jon verſchlm Fdhſeuo x: Gegenüber dem immer wieder neuen Heranſtürmen
ge=
n die Ding zubigelks fraben und ſchwierigſter Probleme iſt es unſere geſchichtliche
jabfe,ne wirklich unabhängige, uneigennützige, ſachliche, das
Po=
der Ausſc) ße Atrermal in den Hintergrund treten laſſende Selbſtverwaltung
jenen Parduu Frerlt tslande zu erhalten. Wir können auf die Mitarbeit aller
hängend ſſe A: rzichten auf politiſchem Gebiete, aber auch nicht auf dem
hittag iſt betekk elbſtverwaltung. Helfen Sie uns, daß die
Selbſtverwal=
ſguf uſtunfützig und unabhängig bleibt, dann können wir ſicher ſein,
dichſe venen Aufgaben ſachlich zum Beſten der Gemeinden und des
ſa gefördert werden. (Beifall.)
eine zin E
eindere
„eiſtitn plant die Zuſammenlegung kleinerer
Gemeinden.
ſerßiſche Innenminiſter Grzeſinſki überbrachte
e preußiſchen Regierung und verſicherte die Gemeinden des
teieni ſerstier Kommunglaufſichtsbehörde. Das Schickſal der mehr als
ſüguneinden mit 12 Millionen Staatsbürgern ſei ſelbſtver=
Marnſtand der ernſteſten Aufmerkſamkeit für die
Staats=
ſerichtenn die Schulung in der Gemeindeverwaltung ſei gleichzeitig
lung zum Staatsbürger. Der Miniſter begrüßte
AB ſtrebungen des Landgemeindeverbandes, das Intereſſe am
miſſths wen zu ſtärken. Der Redner verſprach, daß Preußen bei
nützer Regelung des Finanzausgleichs auch dafür ſorgen werde,
zſeß Zahl der kleinen Gemeinden zu ihrem Rechte kommt.
iin .ahnt er aber auch die kleineren Gemeinden,
hi egungen zu Gemeindezuſammenſchlüſſen
wo die einzelnen kleinen Glieder nicht
ſähig genug ſeien. Die Ausſchließung eines Teils
tung von der öffentlichen Betätigung in den Bezirken ent=
Sm Begriff der Selbſtverwaltung. Eine baldige Verab=
voreif
du Ae Dandgemeindeordnung im Landtag hält der Miniſter für
AAveian möglich. Er appellierte zum Schluß an das Solidaritäts=
RA3 hemeinden dem Staat gegenüber.
Fußäge des Reichsfinanzminiſters: Steuer=
aMAuuckmager: Der „Schinderhannes”
Mainzer ſtädtiſchen Anlage, oberhalb der alten
Wenr Luſtſchlößchen der geiſtlich=weltlichen Herren von
fin Kinderſpielplatz, da ſtehen neunzehn alte
Pap=
ei;, und in der Mitte ein großer zerfurchter Baum —
rvelke Blätter, verpuppte Schmetterlinge hängen in
ſeu ner harten Borke — und rings um ihn her iſt ein
Aigeſchichtet, auf dem ſich Kinder, Hunde, Wurſthäute
Ausgabenbeſchränkung, Sparſamkeit.
f nanzminiſter Dr. Köhler nahm dann das Wort
krag des Tages über Steuervereinheitlichungsgeſetz und
Nſirm. Der Miniſter ging zunächſt auf die
Entwick=
öfnanzgeſetzgebung im Reich, in Ländern und
Ge=
e ſich vollzogen habe durch die Notwendigkeit, dem durch
ArWertrag ſchwer belaſteten Reiche weitere Einnahmequellen
9. So ſei es zu der Trennung gekommen, daß dem Reich
die Einkommen=, Vermögens= und Körperſchaftsſteuern überlaſſen
wur=
den, während die Realſteuern und die Hauszinsſteuern den Ländern und
Gemeinden bleiben. Trotz der Vereinheitlichung der
Bewertungsgrund=
ſätze herrſche aber bei den Nealſteuern noch eine erſtaunliche
Bunt=
ſcheckigkeit. Die Grundſteuern werden in manchen Ländern noch einmal
von Grund und Boden allein und dann von den Gebäuden erhoben, in
anderen von der wirtſchaftlichen Einheit als Ganzes. Die eine
Ver=
waltung erhebe die Steuer vom Rohertrag, die andere vom erzielbaren
Reinertrag, wieder andere vom Wert des Steuergegenſtandes. Die
gleiche Verſchiedenartigkeit zeige ſich auch bei der Gewerbeſteuer und bei
der Hauszinsſteuer. Darum habe die Finanzausgleichnovelle beſtimmt,
daß ein Steuervereinheitlichungsgeſetz vorgelegt werden ſoll. Was durch
die Verſchiedenartigkeit der Verhältniſſe in den Ländern gerechtfertigt
iſt, muß bleiben; an einer öden Uniformierung hat keiner ein Intereſſe.
Verſchiedenheit aber, deren Angleichung ohne Gefährdung der Intereſſen
der Länder und Gemeinden möglich iſt, müſſe verſchwinden. Die
Wirt=
ſchaft habe ein großes Intereſſe daran, daß ſie die induſtrielle
Steuer=
belaſtung überſehen kann. An der Ueberſichtlichkeit der Belaſtung haben
aber auch die Steuergläubiger ein Intereſſe. Bei den Dawesplan=
Ver=
handlungen habe die Frage nach der Geſamtbelaſtung Deutſchlands eine
große Rolle geſpielt. Deutſchland braucht vor einem
Ver=
gleich der Belaſtung ſeiner Bürger mit derjenigen
in jedem anderen Lande der Welt nicht
zurückzu=
ſchrecken.
Die ſteuerliche Belaſtung des deutſchen Bürgers
erreicht das äußerſte Maß deſſen, was einem durch
einen langen Krieg und durch die Laſten des
Ver=
ſailler Vertrages geſchwächten Volke zugemutet
werden kann. Es kann gar keinem Zweifel unterliegen, daß die
Realſteuern vielerorts eine drückende Belaſtung der Zenſiten darſtellen.
Das Tempo einer Senkung wird gewiß durch die Rückſichtnahme auf
die berechtigten Intereſſen der Länder und Gemeinden beſtimmt ſein.
Es iſt natürlich einſeitig, lediglich vom Abbau der Laſten zu reden. Wir
müſſen auch an eine Beſchränkung der Ausgaben denken.
(Sehr gut!) Der Miniſter erinnert daran, daß der Geſetzentwurf aus
vier Geſetzen beſteht: Grundſteuerrahmengeſetz,
Gewerbeſteuerrahmen=
geſetz, Gebäudeentſchuldungsgeſetz und einem Geſetz über die Anpaſſung
des ganzen Steuerverfahrens. Die Geſetze ſind organiſch miteinander
verbunden. Sowohl die Grundſteuer als auch die Gewerbeſteuer haben
ihren Charakter als Landesſteuer durchaus behalten. Die Länder und
Gemeinden ſollen durchaus frei und unabhängig vom Reiche die Höhe
der Steuertarife feſtſetzen können. Sie haben in weiteſtem Umfange die
Möglichkeit der Angleichung an die beſtehenden beſonderen Verhältniſſe.
Selbſtverſtändlich muß es das Ziel ſein, auch die Realſteuern möglichſt
nach dem Gewinn zu zahlen, denn keine Steuer kann auf die
Dauer aus dem Vermögen gezahlt werden. (Sehr
richtig!) Für die Grundſteuer ſoll künftig lediglich die Abſtellung auf
den Wert in Betracht kommen, wobei ein Einheitswert für das ganze
Reich zugrunde gelegt werden ſoll. Im übrigen mußte ein ſcharfer
Trennungsſtrich zwiſchen Grund= und
Gewerbe=
ſteuer gezogen werden, denn es muß dem Grundſatz Rechnung
ge=
tragen werden, daß kein Gegenſtand von zwei Realſteuern gleichzeitig
erfaßt werden kann. Die Forderung der Wirtſchaft, auch für die
Grund=
ſteuer die Abzugsfähigkeit von Schulden zuzulaſſen, mußte abgelehnt
werden, weil ſonſt der Charakter der Realſteuer verwiſcht worden
wäre. Man hat mir vorgeworfen, ich wolle alle Länder und Gemeinden
unter die Knute des Reichsfinanzminiſters bringen. Derartige Diktator=
Gelüſte habe ich nicht, und wenn ich ſie hätte, könnte ich ſie nicht
durch=
führen. Es iſt auch die Meinung geäußert worden, daß nunmehr das
Reich von allen Ländern und Gemeinden eine 20prozentige Abſenkung
der Realſteuern verlange. Davon kann keine Rede ſein. Eine
ſchema=
tiſche Abſenkung um 20 Prozent würde gegenwärtig zu unerträglichen
Zuſtänden führen. Als Ziel, das in abſehbarer Zeit zu erſtreben
iſt, betrachtet die Reichsregierung allerdings eine
ge=
wiſſe Senkung ſämtlicher Steuern und damit auch
der Realſteuern. (Beifall.) Dieſes Ziel kann nach unſerer
Mei=
nung tatſächlich erreicht werden. Der Grundſatz der
Spar=
ſamkeit muß noch viel weiter als bisher in der
Ver=
waltung von Reich, Ländern und Gemeinden
durch=
geführt werden.
Die von mir vorgeſchlagene Vereimheitlichung ſcheint mir das
min=
deſte darzuſtellen, was unſer Volk in ſeiner ſchwierigen Geſamtlage
ver=
langen kann. Einheitsſteuerbeſcheid iſt leider zunächſt gefallen. Ich
hoffe aber, daß dieſer Gedanke ſich doch einmal durchſetzen wird.
Einſt=
weilen ſtehe ich nahezu einer Einheitsfront ſämtlicher Länder entgegen.
Daß mit dieſem Entwurf nicht etwa ſtaatspolitiſche Zwecke verfolgt
werden, iſt ſelbſtverſtändlich. Ich ſage das mit beſonderem Nachdruck,
weil behauptet worden iſt, ich beabſichtige mit dem Entwurf in
Wirk=
lichkeit, die deutſchen Länder aufzuheben. Das ſind aber Dinge, die auf
ganz anderem Gebiete liegen, und übor die will ich gegenwärtig nicht
ſprechen, obwohl vielleicht vom Standpunkt des Reichsfinanzminiſters
aus manches zu ſagen wäre. Ich hege die Hoffnung, daß der Entwurf
eine Geſtaltung erhält, von der wir fagen können: Dies iſt wieder
gin Schritt weiter aurf dem Gebiet der Vereinheitlichung des
Steuer=
rechts und des Steuerverfahrens. (Lebhafter Beifall.)
Mirotpapiere herumtreiben. Zwiſchen den anderen
hrn grüngeſtrichene Bänke, darauf ſitzen die Kinder=
EI) die jungen Mütter, ſie machen Handarbeit oder
ſücher oder tratſchen oder ſchikanieren die Kinder,
iget, Laune, Temrerament, und wenn es dämmert,
*naſch fort, und manche warnt die Buben, die ſich
De Baumſchatten beſchleichen, feſſeln, martern,
ſkal=
utzit, daß ihr heimkommt, ihr Bittel, ſonſt kriegt euch
Echlürbannes!”
e Buben, wenn ſie richtig ſind, laſſen ſich dadurch
Eſeen. Manch einer iſt mit ſeinem beſten Freund
buider todesmutig zurückgekehrt, wenn es ſtockfinſter
Mt Tom Sawyer und Huckleberry Finn ins
Geiſter=
hit mit ſeinem Kinderſpaten in den feinen Zieh=
4 Pappelbäume herumgeſtochen, unter denen der
Eues und ſeine neunzehn Todeskameraden begraben
A er nicht doch vielleicht einen Schädel fände, ein
SHerippe oder wenigſtens einen Halswirbel oder
Und im Gonfenheimer Wald, in jenem Steinbruch,
Fhr die dicken, gelbſtäubigen Kätzchen blühen, kroch
ich auf allen Vieren in die modrige, erdrieſelnde,
Höhle, die von den Bauern „Schinderhannesloch”
und in der noch heute das Geld, von ſeinen
An=
pät für ſeine Befreiung geſammelt, vergraben
inerh=ſſiſch
eus Geſchichte, wie der Großvater der der
Urgroß=
mt dem Schinderhannes zuſammengetroffen iſt oder
Solche Geſtalten, die ſich allmählich, aus der hiſtoriſchen
Wirklichkeit löſen, legendär und unſterblich werden, verkörpern
immer die Sehnſucht, die Liebe, die heimlichen Wunſchträume
und das innerſte Weſen eines Volkes, einer Raſſe, einer
Land=
ſchaft, überhaupt der wahren menſchlichen Natur. Der
Schinder=
hannes, der ſich nichts gefallen läßt, der nimmt, was er findet,
der hergibt, was er hat, der die Bedrücker hart angeht und gut
Freund iſt mit allem Volk, der ſeine Feinde mit einem Lachen
abtut, ſeine Verfolger an der Naſe herumführt, der ſein Leben
riskiert für einen guten Witz und auf den Volksfeſten tanzt,
ſingt, ſäuft, während hundert Gendarmen die Wälder nach ihm
und der mit ſeinem Elan, ſeiner Jugend, ſeiner wilden Grazie
und ſeiner ſtählernen Energie die Bande wüſter Krakeeler und
Marodeure beherrſcht und zwingt: ſo ein Kerl möchte jeder gern
ſein, und ſelbſt wer am Tage bis über beide Ohren in
Ehrbar=
keit ſteckt, — nachts regt ſich auch in ihm zuweilen der Drang
zum verteufelten Burſchen.
Das Geheimnis der Popularität eines Helden: daß ſich
jedermann, ob er’s weiß oder nicht, insgeheim mit ihm und
ſeinem Weſen identifiziert. Der Hannes Bückler, der um 1800
lebte und ſtarb, und der Schinderhannes, der leben blieb bis
heute, wie die Geſtalten der Volkslieder und Legenden, beſitzt
dieſe geheime Kraft in höherem Maß, als viele größere und
be=
deutendere Menſchen ſie jemals erreichen können. Er war ein
einfacher Mann und von keiner überragenden, großartigen
Eigen=
art. Aber er verkörperte in einer ſo klaren, ungebrochenen Weiſe
die ſtärkſten Eigenſchaften und Weſenszüge ſeines Volkes, daß
er dem Volk zum idealen Abbild ſeiner ſelbſt wurde. Er
ver=
körpert kein nordiſches oder klaſſiſches Heldenideal, ſondern ein
weſtliches, ſüdweſtdeutſches Lebensideal. Leichtigkeit des Blutes
und Stärke der Natur, — nachbarlich verwandt dem Volkstum
der Franzoſen, die durch die Verkettung der Politik damals die
Henker des Schinderhannes wurden — und doch in allen Faſern
deutſch: in den Wurzeln der Landſchaft, in der Weite des
Ge=
fühls, in der Begrenztheit ſeines Weſens, und im Trieb, über
ſich ſelbſt hinauszukommen. Und dann, außer den Kräften ſeiner
Naſſe, hat der Schinderhannes die wahren Züge des
Volks=
helden aller Nationen: echtes Rebellentum, unbedingtes
Feſt=
halten am natürlichen Menſchenrecht, verzweifelten Widerſtand
gegen alle ſchlechten geſellſchaftlichen Unrechte.
Es gibt kein hiſtoriſches Schauſpiel, oder es gibt nur hiſto=
Ltſchtung dabei war oder wenigſtens jemanden ge= riſche Stücke, wie man will. Wenn Einer ein Stück ſchreibt, das
ſelbſt wieder den Schinderhannes gekannt hat, heute, im November 1927, ſpielt, ſo iſt es, im Augenblick 2.
gichten, Anekdoten, Legenden, Berichte von ſeinem Feſtlegung, der Objektivierung, zum hiſtoriſchen Dokument a.
eichen Taten bilden ein großes ungeſchriebenes worden. Wenn Einer ein Stück ſchreikt, Leſſen ſteſſ (rü
lagen zweitauſend Jahre zurückliegen, und er iſt ein heute
Ne das vom Eulenſpiegel im alten Flandern,
Staatsbürgertum und Beruf.
Von
Regierungsrat Dr. jur. Thevdor Krebs=Darmſtadt.
Staatsmänner, Politiker und Philoſophen werfen in
kri=
tiſchen Betrachtungen dem deutſchen Volk vielfach vor, daß es
ein unpolitiſches Volk ſei. Sie kennzeichnen dabei meiſt nur
Symptome, wie Mangel an politiſchem Inſtinkt, Unkenntnis
oder Mißachtung von Erfahrungen der Geſchichte, fehlendes
Ver=
ſtändnis für weltwirtſchaftliche Fragen; endlich auf
innerpoliti=
ſchem Gebiet die Krankheitserſcheinungen im Parlamentarismus,
von denen übrigens auch Völker mit hochentwickeltem politiſchem
Sinn nicht frei ſind. Seltener findet man dagegen die Frage
nach den tieferen Urſachen berührt, die im Verhältnis des
Ein=
zelnen zum Staat, in dem zu ſchwach entwickelten
Staatsbürger=
tum liegen.
Der Grund hierfür ſcheint in den Methoden und Wegen zu
liegen, auf denen der Deutſche in die Politik eingetreten iſt. Die
wenigſten Deutſchen ſehen die großen Fragen der Politik ganz
unmittelbar und unbefangen, ſie betreten die politiſche Arena als
Vaſall einer Partei. Die Ideale dieſer Parteien ſind gewiß ſehr
verſchieden, die Schärfe ihrer Gegenſätze liegt aber in der
Wirk=
lichkeit nicht ſo ſehr an der Ungleichheit des Bildes von dem
Muſterſtaat, wie ſie ihn ſich vorſtellen, als vielmehr an ihrer
Abhängigkeit von beſtimmten wirtſchaftlichen Intereſſengruppen.
Die Partei vertritt den Landwirt, den Induſtriellen, das
flüſ=
ſige Kapital, den Mittelſtändler, den in ſeinem Exiſtenzminimum
geſicherten und den in ſeinem Exiſtenzminimum nicht geſicherten
Arbeiter. Unter den ſchützenden Fittichen der Parteien haben
ſich Unſummen von Selbſtſucht und Eigenbrötelei geſammelt.
Keine Partei hat die Kraft gefunden, ſolchen Elementen das
Aſylrecht zu verweigern, für deren Egoismus es keinen
Aus=
gleich gibt. Die Parteien haben ſich vielmehr von ihnen oft
mate=
riell oder um der Maſſenwirkung willen ſtützen und tragen laſſen,
und um ihretwillen befehden ſich die Parteien am meiſten. Die
politiſche Schulung der großen Menge beſteht vielfach nur darin,
den Einzelnen ſeine Intereſſen als Angehöriger einer
beſtimm=
ten Wirtſchaftsgruppe, eines beſtimmten Berufsſtandes ſcharf
ſehen zu lehren, nicht aber ſeine Aufgabe als Staatsbürger. So
wird eine Ueberheblichkeit gezüchtet, die andere Berufsſtände als
weniger wichtig und bedeutungsvoll für das Staatsganze, den
eigenen Stand als den für das Staatswohl allein
ausſchlag=
gebenden anſehen läßt. Eine Folge dieſer künſtlichen
Verenge=
rung des Geſichtskreiſes iſt es, daß es ein ſtaatsbürgerliches
Solidaritätsgefühl nur ſo weit zu geben ſcheint, als es ſich
völlig mit der berufsgenöſſiſchen Solidarität deckt.
Dieſes Syſtem macht die an ſich berechtigte Wahrung der
wirtſchaftlichen Intereſſen des Standes zum ausſchlaggebenden
Faktor für die Stellung des Einzelnen zum Staat. So muß ſich
ein falſches Verhältnis zwiſchen Staat und Staatsbürger
heraus=
bilden, das zunächſt zu einer Verwechſlung von Staat und
Re=
gierung führt. Verdroſſenheit über mißbilligte Handlungen,
oder Maximen der jeweils Regierenden äußert ſich in
Staats=
verdroſſenheit und wirkt ſich aus in einem Verhalten, das
nich=
ſo ſehr den wechſelnden Miniſtern, als vielmehr dem Staat, der
Geſamtheit der Staatsbürger ſelbſt ſchadet.
Um zu ermeſſen, wie ſchwer dieſer Umſtand gerade in einem
um ſeine Exiſten; ringenden Staate wirken muß, wird es von
Vorteil ſein, ſich einmal die engem Beziehungen von
Staats=
bürgertum und Beruf im heutigen Staatsleben zu
vergegen=
wärtigen. In dem Staat der Gegenwart, in dem die Wirtſchaft
ein ſo gewichtiger Faktor geworden iſt, daß internationale
Ver=
handlungen kaum mehr ohne „Wirtſchaftsſachverſtändige” denkbar
ſind, trifft die in der Wiitſchaft ausſchlaggebenden Berufsſtände
auch eine geſteigerte ſtaatsbürgerliche Verantwortung. Das gilt
um ſo mehr, als es ſich allenthalben zeigt, daß nicht die Politik
der Wirtſchaft, ſondern dieſe der Politik die Wege vorſchreibt.
Bei der ſtarken gegenſeiticen Verflochtenheit aller Berufsſtände,
mögen ſie der geiſtigen, ſeeliſchen und körperlichen Entwicklung
des Menſchen oder der Befriedigung ſeiner materiellen
Bedürf=
niſſe dienen, darf darüber hinaus geſagt werden, daß keine
Be=
rufsarbeit heute mehr eine reine Privatſache iſt. Gedeih und
Verderb des Staates iſt untrennbar vow der Qualität der
beruflichen Leiſtungen ſeiner einzelnen Staatsbürger. Seinen
Beruf auch als Staatsbürger ausfüllen heißt darum, in jedem
Falle über die Grenzen ſeines Berufes hinaus ſehen und ſich der
Zuſammenhänge des eigenen Schaffens mit dem der anderen
Berufe und ſeiner über die unmittelbare Zweckbeſtimmung
hin=
auswirkenden Bedeutung für das Staatsganze bewußt werden.
Die wenigſten Berufstätigen überſehen wohl dieſe
urſäch=
lichen Zuſammenhänge ganz. Auch den Führern fehlt vielfach
der Blick dafür, und er muß ihnen fehlen. Die raſend ſchnelle
Entwicklung auf allen Gebieten hat ein Spezialiſtentum und in
den Verwaltungen einen Reſſortgeiſt großgezogen, deren
Geſichts=
kreis durch das Beſtreben, auf ihrem Gebiet Vollgültiges zu
lebender, wahrhaft lebendiger Menſch, ſo iſt ſein Stück
notwen=
dig von heute, ein Stück von uns. Als ich begann, mich in den
Schinderhannesſtoff hineinzuarbeiten, kam mir öfters der
Ge=
danke, den Schinderhannes dem neunzehnten Jahrhundert zu
laſſen und einen briganten Volkshelden, eine ungebrochene
menſchliche Natur aus der Jetztzeit und ihren Bedingungen zu
ſchreiben. Warum ich es doch nicht tat, war mir nicht ohne
weiteres klar, aber heute ſcheint es mir folgerichtig und
not=
wendig zu ſein. Der legendäre Schinderhannes iſt losgelöſt von
allen kleinlichen Mißverſtändniſſen, Reſſentiments und
Senſa=
tionen. Und die Bedingungen ſeiner Zeit ſind den Bedingungen
abſuchen, — der Schinderhannes, auf den die Frauen fliegen unſerer Zeit iw allem, worauf es ankommt, nicht weſentlich
verſchieden.
Der Schinderhannes war keineswegs das, was man heute
unter einem Revolutionär verſteht. Er war ein Rebell. Er
widerſetzte ſich allem, was dem ſtarken, einfachen Leben Abbruch
tut. Er hatte beſtimmt keine Ideologie. Er rebellierte nicht aus
„eikannten Mängeln”, ſondern aus der Fülle ſeiner Natur. Er
hatte nichts von einem „Volksbeglücker‟. Er war ein Menſch,
der leben wollte, leben konnte, und der ſich keine Einſchränkungen
gefallen ließ.
Gewiſſe Züge, die für die Beurteilung des hiſtoriſchen
Schinderhannes traditionell geworden ſind, habe ich vollſtändig
beiſeite gelaſſen, weil ich ſie für falſch halte. Dahin gehört der
ihm nachgeſagte Franzoſenhaß und Antiſemitismus. Beides
ſchaltet in Wirklichkeit als Triebfeder ſeines Handelns völlig
aus. Der Mann in der Uniform, der Häſcher und Büttel der
Staatsgewalt, der Eintreiber und Einprügler der Klaſſen= und
Standesvorrechte, das war der Feind des Schinderhannes, und
und er trug in der Mehrzahl rote Hoſen ſtatt blaue. Ebenſo iſt
es mit dem Antiſemitismus. Der Kampf des Hannes Bückler
richtete ſich in ſeiner primitiven Weiſe gegen die Anhäufung
großer Gütermengen im privaten Beſitz. Ein wilder,
ungezügel=
ter Ausgleichungstrieb befeuerte ihn und ſeine Kerle.
Ebenſo halte ich die berühmte „Sehnſucht nach der
Bürger=
lichkeit”, die man dem Schinderhannes andichtete, für falſch. Der
Tückler=Johann wollte, wie jeder anſtändige Menſch, abſolut
nicht ſterben. E: wollte dieſes großartige und lebensgefährliche
Leben feſthalten und packen, er wollte durchkommen, hochkommen,
Platz haben und Nahrung für ſeine Kräfte. Er floh zum
Mili=
tär: weil es keinen anderen Fluchtweg gab. Vielleicht auch, weil
es dort die einzige Möglichkeit des individuellen Aufſtiegs, des
Großiverdens, in geregelten Bahnen gab. Als anarchiſcher
Fäußer hatte er das Höchſte erreicht, was menſchenmöglich war:
rei Jahre lang war er unumſchränkter Herrſcher einer
Land=
af1 geiseſen, haite gelebt und leben gelaſſen nach ſeinem Kopf
und ſeinem Recht. Jetzt merkte er mit dem geſunden Blick eines
Eeit 4
Samstag den 12. November 1927
Numme
leiſten, imict miehr verengert worden iſt. Oft ſo frühzeitig im
Leben, da3 noch nicht einmal eine den Anforderungen des
Spezia=beruſes auch nur einigermaßen eutſprechende
Allgemein=
bildung a=geſchloſſen ſein konnte. So ſind ſich die Menſchen
immer ferner gerückt, und je gebildeter oder vielmehr je gelehrter
ſie in ihrem Beruf ſind, um ſo weniger verſtehen ſie die
Lebens=
bedürſniſſe anderer Berufe.
Es gibt zahlloſe Aemter und Arbeitsſtellen im öffentlichen
und privaten Dienſt, deren Wirkungsmöglichkeiten aus Mangel
an Aktivität und Weite der Berufsauffaſſung nicht voll
ausge=
uutzt ſind. Es bedarf einer nimmermüden, lebendigen,
initiativ=
frohen und zu fruchtbarer Kritik bereiten Praxis, wenn
Geſetzgebung, Verwaltung, Rechtſprechung und wiſſenſchaftliche
Forſchung ihrer Zeit genügen und nicht ſtehen bleiben ſollen.
Wenn grüne Tiſche von Oberbehörden und Gerichten die
Er=
forderniſſe und Aufgaben der Stunde nicht ſehen, „vom Rechte,
das mit uns geboren iſt” nichts wiſſen, wenn ſich in Zirkeln der
zünſtigen Wiſſenſchaft ein Tünkel einſchleicht, der
Forſchungs=
ergebniſſe oder beachtliche Theſen eines Außenſeiters
gefliſſent=
lich überſieht, wenn Wirtſchafts= oder Arbeiterverbands=Führer
ihre Theorien auf Vorausſetzungen aufbauen, die irrig oder durch
die Verhältniſſe überholt ſind, ſo können die Gründe dafür an
jenen Brennpunkten der Entwicklung ſelbſt liegen. Mitſchuldig
ſollten ſich in jedem Fall alle Berufe eund Stellen wiſſen, die
es verſäumt haben, den Miniſterien und Magiſtratsſtuben, den
großen Betrieben, Forſchungslaboratorien, Kliniken,
Univerſi=
tätshörſälen und Verbandszentralen neuen Antrieb zu geben,
ſie zur Ueberprüfung ihrer Methoden und Grundſätze zu
zwin=
gen. Für die Blutzirkulation ſind nicht nur die Herzkammern
verantwortlich. Wenn ſie träge werden, iſt der ganze Körper
ſchuld daran. Darum kann ein Volk keine Landräte, Amtmänner,
Bürvermeiſter, Nichter, Schulleiter, Krankenhausdirektoren,
Handelskammerpräſidenten, Jutendanten, Finanzamtsvorſtände,
Werkleiter u. dal. brauchen, die im Bereich ihrer Einflußſphäre
Verbeſſerungsfähiges ſehen und die Dinge treiben laſſen, weil
es ja doch am Ganzen nichts ändert, weil es anderwärts
gerade=
ſo gemacht wird, den bisherigen wiſſenſchaftlichen
Erfah=
rungen entſpricht und formell korrekt iſt, oder weil es die Sache
einer höheren Inſtanz wäre, hierübere „Entſchließung zu treffen”.
Was hier mit beſondere Betonung für die Kreiſe des
Führer=
tums jedweder Berufsart ar gedeutet iſt, das gilt ſchließlich für
jeden Staatsbürger. Die Geſamtentwicklung der
Staatsgemein=
tum im Berufsleben wach und aktiv iſt. Sollen die
Fäden vom Beruf zu ſtaatsbürgerlichem Denken dichter gezogen
werden, ſo wird es zunächſt nötig ſein, den Weg aus der Enge
des Fachſpezialiſtentums wieder herauszufinden zu einer
freie=
ren, die Umwelt mit offenen Augen ſchauenden
Allgemeinbil=
bild iſt wohl eine der Haupturſachen, wenn viele ſich über die Wahlliſte eine Frau geſtellt hat, ſo ſei ſie ſich ſicher der Notwendigkeit
Wirkungen ihres beruflichen Schaffens nicht mit den Augen des
Staatsbürgers Rechenſchaft geben. Der Wille, dem Ganzen
zu dienen, bedarf des Antriebs durch das Wiſſen um die
Zu=
ſammenhänge und Notwendigkeiten des Staatslebens. Beide
ſind nicht durch abſtrakte Vorſtellungen von dem Lebenskreis
anderer Berufe zu gewinnen, wie ſie dem eiufachen Mann durch
die Preſſe ſeiner Wirtſchaftsgruppe oder ſeines Standes und es dem Heute dienſtbar macht und in kraſtvoller Bejahung des Heute
durch Parteidoktrinäre ſchlagwortartig vermittelt werden, und
wie ſie ſich der intellektuell Geſchulte mit den Mitteln der for= Generation zu ſchaffen.
malen Logik aus ſeinem engeren Ideen= und Berufsleben
ableitet. Es bedarf vielmehr einer perſönlichen
Anteilnahme an der Gedanken= und Arbeits= ganz umvermeidbare Härten zu überbrücken, den wirtſchaftlich
Schwäche=
welt anderer Berufskreiſe, der Fähigkeit zur Ein= ren möglichſt zu helfen, dabei aber vermeidend, durch zu weitgehende
fühlung und eines nicht nur von Neugierde getragenen
lebenswarmen Intereſſes für die anderen
Glieder des Staatsganzen.
In tauſendfältigen Beziehungen leben die Berufe
vonein=
auder, ohne zu wiſſen, was ſie ſich gegenſeitig verdanken und
ſchulden. Es gibt Kreiſe in der Wirtſchaft, die ihre Kritik an
den Staatsausgaben damit begründen, daß ſie einen hohen
Anteil der direkten Steuern zahlen. Die Kritik an ſich iſt ihr
gutes ſtaatsbürgerliches Recht, die Begründung eine gedanken= hatte es ſich zur Aufgabe gemacht, über die Reichspolitik zu ſprechen.
loſe Kurzſichtigkeit, weil ſie die Urſachen ihrer ſteuerlichen
Be=
deutſamkeit überſieht. Umfang und Leiſtungsgrad einer
Indu=
abhängig von dem Fleiß oder den Talenten einzelner Führer, als den, den wir gegangen ſind. Wir ſind dieſen Dornenweg der deut=
Der von Familie und Schule vermittelte Bildungsſtand, die ſchen Außenpolitik als Partei nicht mit heller Begeiſterung gegangen.
Bildungslage des Durchſchnittsarbeiters und =Angeſtellten, das
Wiſſen und Können der Ingenieure, der kaufmänniſchen und
techniſchen Leiter, ja auch die Weckung der großen Führertalente
ſelbſt ſind zunächſt das Ergebnis der Arbeit anderer Berufs= Zone, die Näumung des Nuhrgebietes. Wir haben nicht erreicht, und
ſtände, nicht zuletzt von Schule und Schriftum, — mögen die darüber ſind wir enttäuſcht, die Näumung der zweiten und der dritten
Erfahrungen innerhalb des Betriebs die Leiſtungsmöglichkeiten Zone. Wir wollen den Mut haben, das, was Schmach iſt, als Schmach
ſchaften, die Ausbildung des modernen Kreditrechts, das geſamte
einfachen Manues, daß es auf dieſem Weg keine Entwicklung ſeiner ganzen Bedeutung vor die Augen gerückt worden. Wir haben
mehr gab. Nur Abſtieg, Zerfall, Todeskampf. Er aber wollte mit ernſter Sorge das eine feſtſtellen müſſen, daß die endgültige
Rege=
ſeiner Sache ab.
Zum Schluß noch ein Wort über den Anachronismus. Ich
klage mich guten Gewiſſens des chroniſchen Anachronismuſſes
an. So viele derartige Stellen man auch in dieſem Stück ent= Ziel der Politik, die wir getrieben haben, iſt und bleibt die Freiheit des
decken mag; es ſind immer noch mehr. Aber es iſt mir unmög= Reiches. Gewiß, die Kriegsſchuldenfrage, der Schutz der deutſchen Min=
Zum Beiſpiel kommen im Deutſch der Landſtreicher, Arbeiter, Hſtpreußen und Oberſchleſſen — alle dieſe Fragen liegen uns auch am
Soldgten eine Menge Ausdrücke und Wendungen vor, die nach= Herzen, aber niemand kann 10 Haſen auf einmal jagen. Die deutſche
weislich erſt während des Weltkrieges aufgekommen ſind. Um ſo Außenpolitik wird gut daron tun, alle dieſe Probleme gewiſſenhaft und
lebendiger und unmittelbarer gehen ſie in unſer Ohr. Ich hoffe ſorgfältig im Auge zu behalten; aber ſie wird weiter gut daran tun,
trotzdem, den Johann Bückler und ſeine Zeit ſo hingeſtellt zu als oberſtes und erſtes Ziel ſich immer das ene Ziel zu ſtellen, die
haben, wie es in der Realität geweſen ſein mag.
Heſſiſches Landestheater.
Kleines Haus. — Freitag, den 11. November.
Gost fan rutte.
Komiſche Oper von da Ponte, Muſik von W. A. Mozart. Wir ſtehen — wie Induſtrielle behaupten — vor außerordentlich ſchwe=
Es iſt ſchade, daß die junge begabte Künſtlerin in der Oper fo viel produziert wvie die 10ſtündige.
nicht öſter zu hören iſt. Ein ſo ausgeſprochenes Theaterblut, ein
eine reizende Anmut der Bewegungen, eine prickelnde äußere und nicht umgekehrt. Es iſt leicht, im Parlament Stenarn und ſoztale
Freilich verpflichtet ein ſo gut ſitzendes, leicht anklingendes züſſen ſie doch erarbeitet werden. Sie können auf die Dauer nur bezahlt
handenen Anlagen auszubilden und zur Reife zu bringen. Wenn ſchaftsminiſterium in zwei verſchiedenen Händen liegen. Unſere deutſche
nett, und der Erfolg war auf ihrer Seite. Er mag ihr ein glück= ſind aufeinander angewieſen.
verhei zender Aufporu ſein.
Die Aufführung ipar heute vielleicht uoch beſſer als die erſte, höhung der Beamtenbeſoldung iſt eine abſolute, unbel
großzügiger und Eeſchwingter Es wurde alleuthalben ausge= *
zeichnet geſungen. Dr. Böhm iſt der herrlichen Partitur ein ei
überragend feiner Führe: Das Orcheſter ſpielte wundervoll.
private und öffentliche Verſicherungsweſen, die
Geſellſchaftsfor=
men des Handelsrechts, das Genoſſenſchaftsweſen, ſind für die
Entwicklung von Landwirtſchaft, Handel und Induſtrie von
aus=
ſchlaggebender Bedeutung geweſen. Eine deutſche Landwirtſchaft
ohne Landwirtſchaftschemie, ohne Kali= und Stickſtoffinduſtrie
iſt heute ſo wenig denkbar, wie eine Landwirtſchaft ohne die
zahlreichen großen und kleinen Maſchinen und Methoden zur
intenſiveren Bodenbearbeitung und zur rationelleren
Verwer=
tung der Produkte. Dieſe Brücke zwiſchen Landwirtſchaft und
Induſtrie aber iſt geſchlagen worden auf den Univerſitäten und
Hochſchulen der deutſchen Staaten und Städte. Induſtrie und
Landwirtſchaft verdanken den Umfang ihres Ertrags, teils ſogar
die Eutſtehung neuer Betriebe geſetzgeberiſchen, organiſatoriſchen
und Verwaltungsmaßnahmen des Staates und der Kommunen:
Erſchließung von Waſſerkräften und Schaffung von
Ueberland=
zentralen, die die Elektrizität auf billigſte Wege bis in die
Dör=
fer führen Ausbau der Verkehrswege, der Straßen, Eiſenbahnen
und Schiffahrtswege, Aulage von Flußhäfen, Zollmaßnahmen,
die einem bedrohten Wirtſchaftszweig über Kriſenzeiten
hinweg=
helfen ſollen, Handelsverträge. — Arbeiterſchutzgeſetzgebung,
Sozialverſicherung, Tariſ= und Schlichtungsweſen ſuchen und
vermitteln Normen, die den Raubbau, mit der menſchlichen
Arbeitskraft durch gleichartige Bindungen aller
Produktions=
prozeſſe verhüten ſollen. Sie können zugleich, richtig angewandt
und verſtanden, einer Verminderung unproduktiver
Reibungs=
energie in den Auseinanderſetzungen zwiſchen Arbeiter und
Betrieb dienen.
Wenn vieles unterbleibt, was mühelos zur F5r)
Ganzen geſchehen könnte, ſo liegt es ſicher nicht au
Willen, ſondern daran, daß der Einzelne unter do.
Sorgen des Augenblicks ſich nicht bewußt wird, wie
chem Zeit= und Kraftaufwand aus ſeinem Beruf endl
mit ihm wachſen könnte. Er läßt ſich von ihm zerhru
Karikaturen der Witzblätter ſind, nichts anderes
Spiegelbilder der Meuſchei, die in ihrem Beruf oel
Teils aus innerer Unſicherheit, teils ermüdet
un=
nehmen ſie (in überkeumenes ſchablonenhaftes
typiſche Maske ihres Berufs an. Sie denken übe=
Zweck ihres Schaffens nicht mehr nach und wenden:
lerntes mechaniſch an. Sie mögen treu und
Staatsbürger ſind ſie nicht. Die Erkenntnis der
lichen Verpflichtung im Beruf kann nach der Entzau
hinter uns liegt, nur allmählich reifen. Aufgabe den
auf allen Gebieten muß es ſein, den Blick dafür au
Menſchen zu ſchärfen, deren Arbeit ſie leiten. Es bodl
lich Vieler in jedem Berufskreis, die ihren Beruf aaz
pflichtung und nicht nur als ein mehr oder weniggn
Mittel zum Broterwerb betrachten, die auch im beſchzu
kreis ihrer Einflußſphäre weitere Ziele ſehen und rnſt
tem Willen die Richtung darauf angeben. Es gilt:
ſcheinbarſten Beruf die Freude und den Stolz zu treg
Gefühl gibt, Dienſt an einer größeren Sache und rni
Ganzen zu leiſten, jene Freude, die erſt einer Arben
Inhalt gibt.
Die Deutſche Polkspartei im Wahlka=
Die Wahlverſammlung
in der Woogsturnhalle.
Die Deutſche Volkspartei hatte für geſtern abend eine öffenkliche
Wahlverſammlung in die Turnhalle am Woogsplatz einberufen, in der Frage vorlegen: „Warum hat man eigentlich dieſes Gekzn
Abg. Fräulein Birnbaum
ſchaft gewinnt in dem Maße, in dem das Staatsbürger= den Reigen der Reden eröffnete. Sie leitete ihre Ausführungen ein mit 1851 ſtand ein gleicher Befehl. Aber alle Verſuche, die nucher
der Bemerkung, daß ſie in anbetracht der folgenden Redner keineswegs
den Anſpruch darauf erhebe, irgendwie erſchöpfend ſein zu können. Die
Rednerin hat es ſich zur Aufgabe gemacht, über die Bedeurung der Frau
und ihre Arbeit im politiſchen Leben zu ſprechen — eine Bedeutung,
wenn ſie guch äußerlich nicht ſo in Erſcheinung tritt, doch innerlich mehr
dung. Der Mangel an einem geſchloffenen Welt= und mehr wächſt in demſelben Maße in dem die Frau in das öffentliche
Leben hinaustritt. Wenn die D.V.P. bereits an die dritte Stelle der
der Heranziehumg der Frauen bei der Geſtaltung unſeres Lebens bewußt
geweſen. Als Grundgedanken der D.V.P. bezeichnet Rednerin einmal
den freiheitlichen, den liberalen Gedanken, der, auf das Staatsganze an= Heſſen=Naſſau. Ich möchte für meine Perſon, und ich gun
gewandt, die Entwicklung des Staates zu fördern ſucht, der feſt wurzelt
in der Vergangenheit, aber nicht erſtarrt in der Bewunderung der
Ver=
gangenheit, ſondern, klar die Fehler der Vergangenheit auch eblickend,
in dankbarer Ehrfurcht des Großen, was ſie gegeben, mit hinüberninmt,
ſucht in ſteter Entwicklung ein ſegensreiches Morgen für die kommende
Eng damit verbunden iſt der ſoziale Gedanke — aber nicht der
ſozia=
liſtiſche —, der ſucht, bei der ſoziologiſchen Struſtur unſeres Volkslebens
Fürſorge des Stagtes dem Einzelnen die Verantwortlichkeit für ſein
Handeln zu nehmen.
Zuletzt das, was eigentlich den Grundton allen volksparteilichen
Denkens, Tuns und Handelns bildet, was alles durchzieht, das iſt die
heiße Liebe zum deutſchen Volke und zum deutſchen Vaterland. Rednerin
verbreitet ſich ſodann über die politiſche Miſſion der Frau.
Reichstagsabg. v. Kardorff
Er führte unter anderem aus:
Unter politiſch einſichtigen und gebildeten Leuten beſteht kein Zweifel
ſtrie oder eines landwirtſchaftlichen Betriebs ſind nicht lediglich mehr, daß es keinen anderen Weg in der deutſchen Außenpolitik gibt
Wir ſind ihn gegangen mit kühlem Verſtand, weil wir glaubten, daß auf
dieſem Wege am erſten für Deutſchland etwas herauszuholen iſt. Wir
haben auch viel erreicht, aber wir ſind auf dieſem Wege in letzter Zeit
bitter enttäuſcht worden. Wir haben erreicht die Näumumg der erſten
zu bezeichnen. Ich betrachte es für mein Volk und Vaterland als ein
auch noch heben. — Zahlreiche Wiſſenſchaften und Hilfswiſſen= Moment der größten und tieſten Schande, daß heute, nahezu zehn
Jahre nach dem Waffenſtillſtand, noch die zweite und dritte Zone beſetzt
ſind. Heute haben wir in der Außenpolitik einen Stilſtand zu beklagen.
Uns iſt in der letzten Zeit mit voller Deutlichkeit der Dawesvertrag in
Aufſtieg, Zuſammenhalt. Leben. Da ging er überen Rhein und lung der deutſchen Verpflichtungen noch in weiter Ferne liegt. Wenn
fing neu an. Damit ſchwor er kein Jota von ſeiner Art und man uns immr wieder den Nat geben zu müſſen glaubt, zu ſparen, ſo
iſt darauf zu erwidern: Jawohl, ſparen wollen wir, aber ſo lange wir
verpflichtet ſind, Milliarden und Milliarden in ein Danaidenfaß zu
legen, ſo lange man die endgültige Summe nicht kennt, kommen
Erſpar=
niſſe letzten Endes nur unſeren Gegnern zugute. Das oberſte und erſte
lich, die Sprache und ihren Ausdruck künſtlich zurückzuſchrauben, derheiten, die Erringung eings Kolonialmandats, das Saargebiet, Eupen
und Malmedy, die Anſchlußfrage, die Meviſion der Oſtgrenzen, Danzig,
Befreiung unſeres deutſchen Vaterlandes von fremder Beſatzung.
Die Wirtſchaftslage iſt im gegenwärtigen Augenblick eine ernſte. Es
ſind auf dem Gebiet der Wirtſchaftspolitik ſchwere und verhängnisvolle
Fehler gemacht worden. Wir haben eine 5prozentige Anleihe
heraus=
gegeben. Wir ſtehen heute vor einem ſprozentigen Diskont. Auf der
anderen Seite haben wir ein Arbeitszeitgeſetz gemacht, durch das die
Arbeitszeit beſchränkt wird, und wir ſtehen jetzt vor der Gefahr, daß tei ſein wollen, die ſich gründet auf die breiteſten Schict
der Arbeiter beſtrebt ſein wird, für die verkürzte Arbeitszeit denſelben
Lohn zu fordern, den er früher für die längere Arbeitszeit erhalten hat.
ren und ernſten Lohnkämpfen; denn die Wirtſchaft kann den Lohn, den
Heute ſang Sitta Müller=Wiſchin die Despina. ſie für 10 Stunden zahlt, nicht für eine 8ſtündige Arbeit leiſten, die nicht
Wir leiden an einer Ueberſpannung der deutſchen Sozialpolitik.
ſo ſprühendes Temperament findet ſich nicht häufig. Sie hat Die Sozialpolitik kann nur von einer ertragsreichen Wirtſchaft leben
Erſcheinung, große Muſikalität und einen hohen, hellen Sopran. Laſten zu bewilligen; es iſt leicht, ſie einzufordern, aber letzten Endes
wverden vom Ueberſchuß der Wirtſchaft. Es iſt ein Grundfehler der hei=
Material auch zur Pflege und Kultivierung, um die ſchönen bor= tigen Zuſammenſetzung des deutſchen Kabinetts, daß Arbeits= und
Wirt=
die großen Anfprüche einer Mozartrolle vorläufig nicht ganz er= Wirtſchaft leidet vielfach unter dem Eingriff der öffentlichen Hand in
füllt werden können, ſo ſteht außer Zweifel, daß die äußerſt das wirtſchaftliche Leben. Die Wirtſchaft ſoll man dem Wirtſchaftler
talentvolle Künſtlerin, die uns in der Operette ſo oft entzückt laſſen. Reich, Länder und Gemeinden ſollen, wenn irgend möglich, die habe den Ausführungen des Herrn von Kardorff hindth *
hat, das Zeug dazu hat, alles, was ihr noch fehlt, mit Ernſt und Hände von der Wirtſchaft laſſen. Wir halten an dem Grundſatz der
Ausdauer in Kürze ſich an zueignen. Vorbedingung hierzu iſt Privatwirtſchaft feſt. Unſer Wirtſchaftsprogramm richtet ſich gogen die dazu bieten kann, daß die chriſtliche Simultanſchule, 62
Sozialdemokratie und gegen alle Sozialiſierungsbeſtrebungen. Wir
hal=
der auch, daß ſie nicht nur in der Operette, ſondern häufiger ten feſt an dem Grundſatz des Schutzes der nationalen Arbeit, weil wir
in der Oyer derweidet wird. Die Desping ſteht ihrem ſchel= überzeugt ſind, daß für jede Wirtſchaft der heimiſche Markt der entſchei= untereinander das Zeichen ſein werden, unter de Entroik
miſchen Weſen gauz beſonders gut an. Es gelang alles ſehr dende iſt. Landwirtſchaft und Induſtrie ſind keine Gegenſätze. Beide von wir nur einen verhängnisvollen Einfluß auf die Gm. E
Mit der Veamtenbeſoldungsvorlage iſt alls unzuftiehen. Die Er= alen Gebieten des ſtagtlichen Lebens, auch auf deih w
eigenſten Intereſſe ligt.
Wenn wir heute den Einheitsſtaat hätten — ſo führte der Reduer
woiter aus —, wirde ſich vieles leichter entwickeln als in einem födera=
tiven Staat. Darüber darf man aber wicht vergeſſen,
Teile des Landes vom Feinde beſetzt ſind, an eine grundleum
der deutſchen Reichsverfaſſung ſchwerlich heranzugehen feenſ
Endziel muß jedem Deutſchen der Einheitsſtaat mit weig
zentraliſation umter Fſthaltung des hiſtoriſch Geworwoyn
organiſch Gewachſenen rorſchweben.
Was das Schulgeſetz betrifft, ſo lann man ſich wirklickhnd
Man wird erwidern, daß ein Befehl dazu im der deutſreſt
faſſung ſteht. Das iſt richtig, aber in der preußiſchen 2ich
tung in Preußen gemacht worden ſind, mußten ſcheiterrn
hier um Fragen handelte, die man nicht in die ſtarre Form
preſſen kann, die man beſſer löſen kann durch eine vernürff
tungspraxis. Damit iſt man in Preußen weitergekommem
mir ſehr im Zweifel darüber, ob es möglich ſein wird, d ufü
löſen, mit dem ſich das Reicksſchulgeſetz befaßt. Ich füzhl
Geſetz in ſeinen allerletzten Konſequenzen zu einem Kampf
alle füihrt. Vier Fragen ſpringen einem bei dieſem Gereſl).
herein in die Augen:
1. Die Aufrechterhaltung der Simultanſchule in Badeoſel
können, für die geſamte Friktion des Reichstags, folgen dFf1
Daß ich es mir nicht denken kann, daß auf dieſem Gebter Bleut
Volkspartei irgend welche weitgehenden Konzeſſionen millemt
teien machen kann. Ich würde es füir ein ſchweres Verllu ᛋh
wenn man in diejenigen Länder, in denen ſich die mertrtm !
wünſchenswerteſte Schufform, die chriſtliche Simultanſchul ) ſrtia
in denen abſolute Ruhe im Schulbetrieb herrſcht, wenmm
Länder auch den Kampf um die Schule hünſtlich hineimrengittl,
Zweitens glaube ich, daß die chriſtliche Gemeinſchaftüiüksant 1 4 Hamt
von der Verfaſſung als Regelſchule gedacht war, durch 7./
geſetz in den Hintergrund geraten wird.
Drittens glaube ich, daß der Begriff „geregelter SA
vage interpretiert iſt, daß er keine Sicherheit gibt, dahl
Zwvergſchulen kommen.
Viertens: Die Frage der geiſtlichen Schulaufſicht: Auf
der Schulhoheit kann und darf der Staat keine Konzeſſ.ß
Kommen wir zu konfeſſionellen Schulen, ſo verſteht es 7
daß der Religionsuntervicht an dieſen Schulen im Geiſty
Religionsgemeinſchaft ausgeübt werden muß; aber die
über, ob das geſchieht, muß in letzter Inſtanz der Sta=x
Lehrer darf nicht abhängig ſein von der Kirche. Der Lem !
und allein abhängig ſein vom Staate. Und mit Recht
ſamte katholiſche Lehrerverein von 25000 katholiſchen Ve.*
Energie gegen den Paragraphen 18 des Reichsſchulgef ſzh
Uns ſind — das will ich hervorheben — bezüglich des Rn= P
die Hände nicht gebunden. Unſere Miniſter haben im RN
daß die Fraktion vollſtändig freie Hand hat.
Redner kommt ſodann auf die in unſerem Volke beſt.
ſätze bezüglich der Staatsform, der Flaggenfrage, der Sbl
zu ſprechen, wobei er im weſentlichen das wiederholt urd
unterſtreicht, was er anläßlich der Verfaſſungsfeier im Ne4l
ausgeführt hat.
Abg. Dingelden
machte zur heſſiſchen Politik under anderem folgende
Wenn wir in der Deutſchen Volkspartei in den letzten ne3
Notzeit, in deren Brennpunkt das Heſſenland ſtand, in
heſſiſchen Regierung geſtanden haben, ſo war nicht zule=5
maßgebend, daß wir uns nicht davon zu überzeugen bermul
Staatsleitung des heſſiſchen Staates ſo frei von Engher:9
duldſamkeit, ſo frei von parteipolitiſchen Geſichtspuntes
gerade von der Leitung eines Staates in ſolcher Notlage
gefordert werden muß. Eine Regierung, unter deren
Staatsmüdigkeit, Gleichgütigkeit oder gar Erbiterung im. 4
dem Maße breitmachen, hat ſich durch dieſe Tatſachen. 1
ſelbſt ein Urteil geſprochen. Wir müſſen vor allem des
heben, daß in Heſſen die Beamtenpolitik uicht Unparteilin”
lichkeit gewahrt hat, ſondern daß ſehr oft ausſchließlichas.
Geſichtspunkte die Maßnahmen beſtimmt haben und z5
führten, die in keiner Weiſe zu rechtfertigen ſind. Bei
des Falles Fuchs erhebt ſich im hinteren Teil des Saales 319
Tumult von zahlreichen Nadaumachern, die eigens zu d3
kommen zu ſein ſcheinen. Dieſe Lärmſzenen wiederholer f.
auch, als Polizei in dem Saale erſcheint.
Wir würden in unſerem Heſſenland — ſo führt Rech.
— eine viel breitere und ſicherere Grundlage für den ſt
Staat beſitzen, wenn auf ſeiten der Regierungsparteien und
mehr Verſtändnis für die Gedanken und die Gefühlswelt,
gen Staatsklinger vorhanden geweſen wären. Wir haber *
ſchen Volkspartei Wert darauf gelegt, durch die Zu
unſerer Vorſchlagsliſte für den Landtag zu bekunden, daßhike
So ſtehen an ſicherer Stelle zwei Vertreter des Hondperl!
Redner geht dann auf die Frage der heſſiſchen Get
die Haltung der DVP. im Landtag zu dieſer Frage 1
gehend begründet. Er brandmarkt des weiteren den perſoh
er ſagt, unanſtändigen Kampf, der in demokratiſchen 74
führt wird. Zu der Volksrechtspartei übergehend ſtelt 2
Partei miemals die Möglichkeit haben wird, im Heſiſche
heſſiſche Politik von ſich aus und aus eigener Kraft in
Fal=
zu beeinfluſſen und zu löſen.
In den parlamentariſchen Erörterungen des komme.
wird es ſich um ganz andere Fragen handeln als um died
kampf von der Linken in den Vordergrund gerückte Frach 6
ſtaates, zu dem der Vorredner ſchon geſprochen. Sie
ſein von Finanzfragen.
Zur Schulfrage führte Abg. Dingeldey noch ergaiſl*
DBP. in Heſſen aus tieſſter innerer Ueberzeugung nien *
und daß unſere Volksſchulen überführt werden in ein.
dem Spaltung der Konfeſſionen und Verſtändnisloſiol ”
Jugend befürchten müſſen. Wir ſind der Ueberzkuge!
weſens, das eine große Idal ſich guf die Dauer duchlte .
Ideal einer nationalen Zuſammengehörigket, einet v. *
gemeinſchaft, zu der wir au unſerem Teil mitzuatbeite!
Zukunft wvie auch in der Vergaugenheit.
Den Ausſührungen der Redner wurde der lebh0e.
Verſammlung zuteil.
ſechmfolge ab. Für Mitglieder alles Nähere in der monatlichen
w. Fremde haben Zutrit. (Siehe Anzeige.)
nänſame Totengebenkfeier. In der Sitzung am 8. November
tmmig beſchloſſen, die Totengedenkfeier gemeinſam am
che, vormittags 11.30 Uhr, auf dem Waldfriedhof zu feiern.
emporationen haben ihre geſchloſſene Beteiligung zugeſagt:
pirrdt des Heſſiſchen Sängerbundes, Reichsbanner Schwarz=
Reichsbund der Kriegsbeſchädigten, Volkschor Darmſtadt,
AAfsst rüdiſcher Frontſoldaten, Arbeitergeſangverein „Weſtend”.
a— wind, nie ſtets in ſelbſtloſer Weiſe, von dem
Beamten=
bintnal-iger Militärmuſiker geſtellt. Die geſamte Bevölkerung von
Mſtnurd um Teilnahme an der gemeinſamen Feier gebeten.
Pkhorden. Am Totenſonntag, den W. November, 8 Uhr
ſ6zFallenen=Gedenkfeier in der Stadtkirche. Die Kommende
zilytrrſammelt ſich 7.30 Uhr morgens am Pädagog (Banner
r wer Polizeiwache neben der Stadtkirche). Die Plätze (Kom=
„eiswiff,. Angehörige auf der ſüdlichen Gmpore) müſſen 7.45 Uhr
n)wer ſein.
elachar der Johanuesgemeinde. Es ſei hiermit nochmals
füzeSieſen, daß unſer Spiel Glum am Sonntag, den 13.
No=
mſerem Gemeindehaus, abends um 8 Uhr, geſpielt wird.
teu—ittsfolgen zu den bekannten Preiſen ſind moch im Ver=
Mluns Papierhandlung Paul, Wendelſtadtſtraße 2, zu haben.
ſumtAtt. Auf den am Dienstag, den 15. November, im
Logen=
chsrrt ße 10, ſtattfidenden Schüler= und
Schülerinnen=
nNt)s Opernſängers Theodor Heuſer wird hiermit hingewieſen.
u.8 der Landeshauptſtadt.
Darmſiadt, 12. November.
Schloßmuſeum finden täglich Führungen nur vormittags
Uhr ſtatt.
surches Landestheater. Heute Samstag findet im Großen Haus
2Seit Carl Zuckmayers die Erſtaufführung des Schauſpieles
Vesrehannes ſtatt. Beginn der Vorſtellung 19 Uhr.
mamermuſikabend des Schnurrbuſch=Quartetts. Heute Samstag,
re findet der erſte diesjährige Kammermuſikabend des
uſchQuartetts im Kleinen Haus ſtatt. Es kommen
3. Werke von Johannes Brahms zur Aufführung, und zwar
ſzazartette B Dur und 4=Moll, ſowie das Klarinettenquintett.
uushochſchule. Zum Vortrage des Grafen Keyſerling
zen, den 12. November, abends 8 Uhr, in der Otto=
Berndt=
ünn unſere Mitglieder ermäßigte Karten in der Geſchiftsſtelle
Twachſchule, Marhidenplatz 17.
erkranz=Herbſtfeſt. Heute Samstag, den 12. November, 8 Uhr
44t in der Turnhalle am Woogsplatz das diesjährige Herbſt=
/ Als Unterhaltungsabend wird die Veranſtaltung auch
dies=
hieerecred ſein. Damit die Jugend nicht zu kurz kommt, wird
A Tanz begonnen. Hierzu ſtellt die Muſik die Kapelle Weber.
aatz wechſeln Männerchöre, ernſte und heitere Vorträge in
üttzſum beſonderem Intereſſe ſein, zu verfolgen, was ſeine
ülelle, wrm erſtenmal der Oeffentlichkeit vorgeſtellt werden, leiſten,
ſiächlan Urteil über Heuſer als Geſangpädagoge zu bilden.
Kar=
feilſfbirr=Arnold, Eliſabethenſtraße B, bei Arnoſo, Rheinſtraße 31,
Taſe Wbendkaſſe.
4e nd Sozialrentuer und Reichsbund der Kriegsbeſchädigten.
naen Akademie=Konzert am Freitag, 18. November,
krus des Heſſiſchen Landestheaters können Angehörige obi=
Ayckionen im Sekretariat der Städtiſchen Akademie.
Eliſa=
miie w, Karten zu 50 Pfg. erhalten. Zu dem um 5.30 Uhr
ſtatt=
mülitee chmittagskonzert ſind noch Karten jeder Platzart
U9üügrend zu dem Abendkonzert nur wenige Karten zur
Ver=
nettelin
imationale Schwimmwettkämpfe im Städtiſchen Hallenbad,
om S. C. „Jung=Deutſchland‟. Ein weiteres
ſlshes Ereignis ſteht der Bevölkerung Darmſtadts bevor.
etz=en Sonntag die baltiſchen Handballſpieler Gäſte in
Darm=
dgs heute und morgen Schwimmerinnen und Schwimmer
weütſchland und aus Straßburg, die im Städtiſchen
Hallen=
io hei den großen internationalen Schwimmwettkämpfen die
Atdzer S.C. „Jung=Deutſchland” veranſtaltet, an den Start
nüüh. Von jecher hat der Schwimmſport in Darmſtadt einen
tn, was wohl am beſten die vielen Erfolge Darmſtädter
nr In= und Auslande und die großen Schwimmfeſte der
ie geweiſen. Waren es in früheren Zeiten Leute wie Rade=
4bnrach, Frölich, Dingeldeh, Skamper, Dahlem u. a., die den
atempel aufdrückten, ſo ſind es diesmal die Europameiſter
FdA md Küppers, die Rekordſchwimmer Derichs, Schumburg
ud viele andere erſtklaſſige Schwimmer wie Budig, Dax,
ie A5. Staudt, Pöckel, Rinderſpacher, ſowie die zur erſten
fran=
c Iſt zählenden Straßburger. Wir hoffen, daß das
ſportver=
ſie hät Anftädter Publikum durch zahlreichen Beſuch ſein Intereſſe
144bückſten Sport bebunden wird. Wir empfehlen ferner, da mit
ubentyſ Andrang an der Kaſſe zu rechnen iſt, die
Vorverkaufsſtel=
beäit/ Müller, Papierhandlung, Schulſtraße, und Klavier=Arnold,
Weillsmaße, zu benutzen. Im Sportteil bringen wir weitere
zelufküger die Wettkämpfe.
meinde Darmſtadt 1846 — Jugendgruppe. Es ſei
dieſchnll, nochmals darauf hingewieſen, daß am Sontag, 13. Nov.,
mittke”5 —hr, in der Pauluskirche die Wiederholung der
Jugend=
ſtuntiles 33. Mittelrheiniſchen Kreisturnfeſtes ſtattſindet. Im
tellſdcſer Feier ſteht das Jugendweiheſpiel „Berfung” von
Boher. über welches folgendes zu ſagen iſt: Das Weiheſpiel
Man erſten Teil den Gegenſatz zwiſchen Alter und Jugend.
Wbſcerne Verherrlichung des „Jungen Menſchen” als Führer
diNaaßu ſtürmiſchen Jungmann zu Hochmut, Ueberhebuntz und
Me8 Althergebrachten. Die mahnenden Worte Johannes des
Een ihn zur inneren Umſtellung, und er erkennt, daß die
9drs Ziel, ſondern nur den Weg zu dieſem darſtellt. „Die=
Ma” will auch er dieſen Weg gehen. Umrahmt wird das
Nua Orgelſpiel, Schargeſang der Turnerjugend und einem
Schlußlied. Die Darmſtädter Einwohnerſchaft, insbeſon=
Aüder der Turnvereine und Jugendverbände, ſind zu dieſer
erzlichſt eingeladen.
Msgrmeinde. Die letzte Monatsverſammlung der Männer=
99 Bnnchte durch einen Vortrag des Vorſitzenden, Herrn
Ober=
unk, die Behandlung des Themas: „Was bedeutet das
F dem Gegenwartsmenſchen noch?‟ Die Schwierigkeiten,
VerWehandlung eines ſolchen Themas, zumal für den Laien,
11 her Vortragende geſchickt zu vermeiden, indem er die
Eanſſenſchaft in reichem Maße ſelbſt zu Worte kommen ließ.
adk arf das Alte Teſtament, wie ſie beſonders von ſeiten der
i Sätzſch und Harnack erfolgt ſind, führte er auf das rechte
eupch die Anführung von gegenteiligen Stimmen aus der
We Welt der Gegenwart. Aus der ganzen Art der Frage=
W 0 ſich die eigene Hochſchätzung des Redners für das Alte
rab. Als Kronzeuge für ſeine Stellungnahme konnte er
rar als Martin Luther, Schleiermacher und Ernſt Moritz
e. Trotz aller Angriffe iſt dem Alten Toſtament die
der Volkskirche erhalten geblieben. Eine Ausſcheidung
r chriſtlichen Wortverkündigung, dem Religionsunter=
Rrund Literatur würde eine Verarmung unſerer geiſtigen
R. Freilich iſt das Alte Teſtament nicht mehr als eine
Veren. Dies hat unſer Heiland durch ſein Wort und Werk
Der Chriſt kann aber unmöglich zu einer Verwerfung
ſtunnents kommen, wenn er erwägt, daß Jeſus und ſeine
SSiedanken desſelben gelebt haben. Wir dürfen mit Fug
1: Das Chriſtentum fußt auf der altteſtamentlichen
Der Verein Darmſiadt=Rhein
* Darmſtädter Fahrplanbuch. Am 6. November ſind auf den Strecken
der Reichsbahndirektion Mainz u. a. folgende
Fahrplanänderun=
gen eingetreten, die im „Darmſtädter Fahrplanbuch” wie folgt zu
gründeten Antrag gerichtet, die immer noch höchſt unzulänglichen Ver= furt W. 7.13 hat Anſchluß nach Offenbach, an 8.18. Nach Groß=
hak an die maßgebenden heſſiſchen Zentralſtellen einen eingehend be= berichtigen ſind: 1. Beilage (Fahrplamiberſicht): Nach
Frank=
hältniſſe der Rheinüberfahrt bei Oppenheim grund= Zimmern: W.f 17.57 iſt ſpäter gelegt; jetzt W.*
legend verbeſſern zu wollen. Hierbei wurde der Regierung der ab 18.20, Groß=Zimmern an 18.49. Von Frankfu
in dankenswerter Weiſe aus Mitgliedskreiſen des Vereins gemachte Vor= 15,00, hat Anſchluß von Offenbach, ab W. 13.50. Vor
ſchlag unterbreitet, eine der vorausſichtlich in nächſter Zeit an anderen ab W. 18.18, verkehrt eine Minute ſpäter. Ann
Stellen des Rheins frei werdenden Schiffbrücken dem Verkehr lauten: Raunheim ab Sa. 13.18, W.f 18.18. — 2
zwiſchen Oppenheim und dem Kornſand bis zu dem hoffentlich nicht teil: Obige Aenderungen ſind in den Strecken Nr.
mehr allzu weit entfernten Zeitpunkt nutzbar zu machen, zu dem die einzutragen. Außerdem: Nr. 1b. Seite 6, neu: Neu=Iſenburg ab
Frage des Rheinübergangs bei Oppenheim=Nierſtein in großzügiger W. 18.10, Frankfurt an W. 18.20 (T.). — Nr. 4b, Seite 5: Mörlenbachy
Weiſe durch Erbauung einer feſten Brücke gelöſt ſein wird. Ganz ab S. 19.22 (von Wahlen) hält nicht in Reiſen und Bi
unabhängig
Fbenktſien üder de Doeshainer Schre Kerden, bechicer. 71 in
tragbrres Maß herabzuſetzen. Schließlich wird in der Eingabe
die Bitte ausgeſprochen, die Regierung möge möglichſt bald den
Mit=
gliedern des Vereins Darmſtadt Rhein e. V. (Provinzen, Kreiſe, Städte,
Induſtrie= und Handelskammern, Verkehrsorganiſationen uſw.)
Gelegen=
heit zur mündlichen Erörterung ihrer Wünſche geben. Es wäre zu
vünſchen, daß den Beſtrebungen der beteiligten Kreiſe, die Verbindung
zwiſchen Starkenburg und dem mittleren Rheinheſſen in einer den
heu=
tigen Verkehrserforderniſſen entſprechenden Weiſe zu geſtalten, recht
bald ein greifbarer Erfolg beſchieden ſein möge!
Eine grobe PRichtverletzung
iſt es, von dem Wahlrecht keinen Gebrauch zu machen.
Das Wahlrecht gibt Dir die Möglichkeit, Vertreter
ins Parlament zu entſenden, die
Deine Smeleſſen Wagten!
Verhaftung in der Anaſiaſiaaffäre.
der 37jährige Felix Daſſel, iſt einer letzten Meldung zufolge, wie zu beachten.
erſt jetzt bekannt wird, auf Grund eines Haftbefehls des Amtsgerichts
Launerbach in Heſſen am 26. Oktober in das Amtsgerichtsgefängnis in
Natibor eingeliefert worden. Der Haſtbefehl lautet auf Unterſchlagung. lgutete der Litel eines Vortrags, den geſtern abend Herr Profeſſor Dr.
Der Verhaftete war vorübergehend in Lauterbach imn Heſſen in Stellung. F. Limmer, von der Techniſchen Hochſchule im Hörſaal des Gewerbe=
neu: Groß=Gerau ab V. 438. Dornbern an WV. 440, Groß=Gerau ab
6.32 nach Darmſtadt, hat Anſchluß von Dornberg, ab W. 6.15. — Nr.
11b, Seite 13: Wiesbaden ab 17.08, verkehrt täglich. — Nr. 122, S. 14:
Wiebelsbach ab 13.37 nach M.=Grumbach verkehrt erſt ab 23. 4. 28 nach
Anmerkung e. — Nr. 66a, Seite 73: Wiesbaden ab 17.08 täglich. — Nr.
77. Seite 82: Nierſtein ab ſeither 21.12 nach Undenheim, verkehrt
durch=
weg eine Stunde früher und nur Werktags. Nierſtein ab 21.24,
ver=
kehrt Sonntags ganzjährig. — Nr. 80a, Seite 84: Worms ab 23.17 nach
Alzey, durchweg 3 Minuten ſpäter. — Nr. 81, Seite 84: Guntersblum
ab W. 17.52, 17.58, 18.08, 18.15, 18.21, 18.30; Oſthofen an 18.36, ab
19.00 Worms an 19.10, ab 19.14, Darmſtadt an 2.44.
Bei den Kraftpoſtlinien ſind folgende Aenderungen
einge=
treten: 4 I. Seite 112: Die Fahrten, verkehren im Winter nur bis
Brandau, im Bedarfsfall Samstags und Sonntags bis
Neun=
kirchen, wenn Straße fahrbar. B Vl, Seite 113: Trebur, ab
S. 12.29 ſtatt 11.59 nach Aſtheim. Aſtheim ab W. 7.26 ſtatt 7.33 (bis
Groß=Gerau 7 Minuten früher); Aſtheim ab S. 1237, Trebur täglich
12.44, Groß=Gerau an 12.57 (durchweg 30 Minuten ſpäter), Darmſtadt
an 14.08. — C. XV., Seite 117: Zella ab S. 11.10 (ſtatt 9.45),
AIS=
feld an S 12.00 (ſtatt 10.25). — Neu: Schlitz ab S. 4.54,
Salz=
ſchlirf Bhf. an 5.15, ab 5.55, Schlitz an S. 6.16.
Neue Reichsbahn Omnibuslinie: „Darmſtadt—Meffel über
Karlshof-Kranichſtein, Fahrpreis 0,80 RM. Meſſel ab: W. 6.20,
W. 7.30 9.00, 14.20 W.f 1800. Darmſtadt (Verkehrsbureau) ab:
W. 6.538 W. 8.30, f12.30, Sa. 13.53*, W.F 16.537, 19.20. — Die mit
bezeichneten Fahrten beginnen bereits am Alten Bahnhof. W. —
Werk=
tags, Sa. — Samstags, — fällt Samstags aus.
Die Winterausgabe des „Darmſtädter Fahrplanbuchs” gilt bis zum
14. Mai 1938. Es ſind daher alle vorgeſehenen Aenderungen im
Zug=
verkehr (namentlich Sonntagsverkehr) ab April 1928 bereits
berückſich=
tigt. Bezüglich der hiewüber gemachten Anmerkungen im „Darmſtädter
Fahrplanbuch” ſei zur Vermeidung von Irrtümern erläutert: Es
be=
deutet z. B.: „nur S. ab 1. 4. 28‟: Der bezeichnete Zug veikehrt vorerſt
nicht, ſondern erſt vom 1. 4. P an, und dann nur Sonntags.
Dagegen: „ab 1. 4. B nur S.‟: Der bezeichnete Zug verkehrt vorerſt
täglich, vom 1. 4. B an aber wr noch Sonntags. Derartige
Anmerkungen findet man auf vielen Seiten, und es wird gebeten, dieſe
Der Verfaſſer der Anoſtaſia=Artikel in der „Täglichen Rundſchau”, bei Platzmangel in der Textform einheitlich durchgeführte Schreibweiſe
V. „Liebhaberphotographie als Dienſt an Heimat und Vaterland”
Ein Haftentlaſſungsantrag von Daſſel iſt bereits abgelehnt und eine
Entlaſſung nur unter der Vorausſetzung einer Kaution von 15 000 Mk.
in Ausſicht geſtellt worden. Daſſel war auf Grund eines gegen ihn
ein=
geleiteten Strafverfahrens angeklagt und eine Hauptverhandlung
be=
reits in Lauterbach in Heſſen angeſetzt. Der Angeklagte Daſſel erſchien
aber zu der Hauptverhandlug nicht.
Wenn den Jünger Jeſu auch ſeine Veubundenheit mit
über die altteſtamentliche Religion, ſo wird er doch
Iſſtigartigkeit anerkennen. Wer aus religiöſem Bedurf=
Schnriſten dunchforſcht, wird überall, am ſtärkſten in Pſal=
Aeten, das Wehen des Gottesgeiſtes verſpüren.
Un=
arrade aus dieſen Büchern im letzten großen Kriege Troſt,
Duen und Hoffnung geſchöpft. Deshalb lautete auch bei
drn die Zuſammenfaſſung ſoiner Gedanken alſo: Nicht
Keſtament, ſondern hin zu ihm, d. h. hin zum rechten
Gielben in Kirche, Schule und Haus!. Aus der
Ver=
huss wurde betont, welch ein reicher Schatz von Kräſten
anEnt liege, auch für die Menſchen der Gegenwart. Möchte
eisverlangenden Selen immer mehr gehoben werden!
Aorgen Morgenfeier
Peter Schäfen
Am Flügel: Professor Dr. Friedrich Noack
Sonntag, 13. Movember, 11.30 Uhr, Kleines Haus
Preise: 0.75 — 1.50 Mark.
(17596
Geſchäftsſtenographen=Prüfung. An der am 30. Oktober 1927
ſtattgehabten Geſchäftsſtenographen=Prüfung des Geſchäftsſtenographen=
Prüfungsausſchuſſes Starkenburg haben neun Bewerber in der
Ab=
teilung 150 Silben mit Erfolg beſtanden: Hans Pringsheim,
Darm=
ſtadt, ausgezeichnet, Stenogvamm ſehr gut: Eliſabeth Fuch, Darmſtadt,
ſehr gut, Stenogramm ſehr gut; Walter Neufel, Darmſtadt, ſehr gut,
Stenogramm gut; Hedwig Jung, Darmſtadt, gut, Stenogr, ſehr gut;
Eliſabeth Michel, Darmſtadt, gut, Stenogramm gut; Anna Weber,
Darmſtadt, gut, Stenogramm gut; Hedwig Verſting, Darmſtadt, gut,
Stenogramm gut; Hans Scharmann, Darmſtadt, beſtanden, Stenogramm
genügend; Arnold Geider, Darmſtadt, beſtanden, Stenogramm genügend.
Als Auszeichnung für die beſte Arbeit wurden Herrn Hans Pringsheim,
Darmſtadt, Kleiſt’3 Werke überreicht.
Sroße
Auswahl
Ohümpfe
Handschuhe
SOchlupfhosen
Beste
Modicche Otrickwaren Quglitäten
Carl Ochürmann & Co.
muſeums hielt. Der Redner führte zu ſeinem Thema etwa folgendes
aus: Für den national emtfindenden Menſchen hat ſeine Arbeit nur
dann einen Wert, wenn ſie irgendwie dem Vaterlande nützt. Jch glaube,
daß man dieſen Standpunkt um ſo kräftiger betonen muß, je ſtäuker
internationale Wellen gegen alles Bodenſtändige anrennen. Alles
wahr=
haft Gute wächſt aus der Heimatliebe. Aus dieſer Einſtellung heraus
habe ich mich immer bemüht, das Lichtbildweſen vaterländiſchen Zwechen
dienſtbar zu machen. Ueberlegt man, welch große Summen jährlich ſür
Zwecke der Liebhaberphotographie ausgegeben werden, wieviel Zeit auf
die Herſtellung von photographiſchen Aufnahmen verwendet wird, ſo iſt
klar, daß hier durch Schulung und Zuſammenfaſſung geeigneter Kräfte
wertvolle Ergebniſſe für Heimat und Vaterland erzielt werden können.
Wie kann man aber den Liebhaberphotographen ſo beeinfluſſen, daß er
ſolche photographiſche Arbeit leiſtet? Da gibt es verſchiedene
Möglich=
keiten. Vorausſetzung iſt zunächſt die Beherrſchung des rein Techniſchen,
des rein Handwerklichen. Das zweite iſt das Motive erfaſſen und ſehen
lernen. Das dritte iſt die Liebe zur Heimat, die Freude an der Heimat,
eine gewiſſe Bodenſtändigkeit der Seele. Der Redner ſchilderte dann,
wie er aus Studierenden und Hörern ſeines Inſtituts einen Bildtrupp
ſchuf, der im Jahre 1925 im Landkreiſe Kulmbach Aufnahmen machte.
Es geſchah dies auf Grund einer Vereinbarung mit dem Vorſtande des
Bezirksamts Kulmbach. Hiernach wurde Thurnau als Hauptquartier
beſtimmt, und die Studierenden erhielten freie Fahrt dorthin, freies
Quartier in Büugerhäuſern, freie Verpflegung und Erſatz der
Baraus=
lagen für Platten uſw. Die Negative der Aufnahmen gingen mit allen
Nechten in den Beſitz des Bezirksamtes über. Von ſieben Studierenden
wurde etwa vier Wochen gearbeitet, und es wurden rund 400 brauchbare
Negative erzielt. Berückſichtigt wurden hauptſächlich Motive, die von
Berufsphotographen im allgemeinen nicht aufgenommen werden, mm
dieſe nicht zu ſchädigen. Das Bezirksamt beſitzt nunmehr ein ſtattliches
Heimatbilderalbum, und die Bildtrppteilnehmer haben ſich eine große
Gewandtheit in der Aufnahme von Heimatbildern angeeignet, die ſie
nun beſtens verwerten können. Auf Einladung des Bezirksamtes
Eber=
mannſtadt und der Stadt Forchheim machten im Auguſt 1927 drei Herren
des Bildtrupps in den dortigen Bezirken etwa 450 Aufnahmen.
Anläß=
lich von kleineren Exkurſionen wurden in den letzten Jahren
Aufnah=
men gemacht in Darmſtadt, Erbach i. Odw., Michelſtadt. Fürſtenau, auf
dem Felsbeng, in Steinheim und Seligenſtadt. Die Negative werden
dem Denkmalarchiv überwieſen. Es iſt erfreulich, daß jetzt auch die im
Verbande der deutſchen Amateurphotographenvereine
zuſammengeſchloſ=
ſenen Vereinigungen mehr als früher ihre Mitglieder dazu anhalten,
ſich dem Gebiete der Heimatphotographie zuzuwenden. Die
augenblick=
lich im Gewerbemuſeum befindliche Ausſtellung des Gaues
Südwveſt=
deutſchland ſteht hauptſächlich unter dem Loſungsworr „
Heimatphoto=
graphie‟. Was mm die Motive betrifft, die für die
Liebhaberphoto=
graphie als Dienſt an Heimat und Vaterland in Frage kommen, ſo kann
nan ſie in drei Hauptgruppen teilen: 1. Kunſtdenkmäler und
geſchicht=
liche Denkmäler, 2. Naturdenkwäler, 3. Kulturdenkmäler. Hierher
gehören auch Volkseigentümlichkeiten, Trachten, ausſterbende Gewerbe,
Volkstänze uſw. Im weiteren Verlaufe ſeines Vortrags zeigte Redner
— Die Wander=Abteilung der kaufmänniſchen Stenographen=Geſell= etwa 100 Lichtbilder, ausgezeichnete Aufnahmen mit außerordentlich
vormittags 8 Uhr vom Luiſenplatz dunch den Martinspfad nach dem lebhafter Spanmung den feſſelnden Ausfühnungen des Redners ſowie
und W. Schwinn nimmt pünktlich um 8 Uhr die Verfolgung auf. Den die Aufnahme einer Anleihe zu Straßenzwecken. Von den 378 Kilo=
Siegemn winken drei ſchöne Preiſe. Drum friſch auf, zur Fuchsjagd, metern Durchgangsſtraßen ſollen 15,788 Kilometer, von den 1397 Kilo=
Gäſte ſind ſtets willkommen.
ſchaft unternimmt am Sonntag ihre 11. Banderung. Abmarſch ſchönen oder lehrreichen Motiven. Das zahlreiche Publikum folgte mit
Bordenberg, Mühltal, Frankenſtein, Ober=Beerbach, Seeheim. Die der Vorführung der Lichtbilder und dankte durch lebhafte Beifalls=
Marſchzeit beträgt zirka vier Stunden. Führer L. Lehner, Gelegentlich ſpenden.
a. Vom Provinzialtag. Der Provinzialtag der Provinz
Starken=
dieſer Wanderug veranſtaltet die Abteilung eine Fuchsjagd. Dies
wird ein beſonderer Reiz für die Jugendlichen ſein, und eine Beteiligung burg, der bisher im Städtiſchen Saalbau tagte, tritt am Samstag, den
an derſelben wird jedem in angenehwer Erinnerung bleiben. Die Füchſe 19. November 1277, zum erſtenmal im neuen Sitzungsſaal der Stadt=
P. Heiligenthal, Fr. Heiligenthal und K. Baumgärtner werden um verordneten im Rathaus (Marktplatz) zuſammen. Auf der
Tages=
halb 8 Uhr abgelaſſen. Die Horde unter Führung von Theo Denecke ordnung ſtehen die Feſtſtellung des Straßenvoranſchlags für 1928 und
metern Bezirksſtraßen 40,378 Kilometer gewalzt werden. Der
Straßen=
voranſchlag erfordert für Walzarbeiten, laufende Unterhaltung und
Anlagen u. sämtl. Einzelteile kaufen Sie Oberflächenbehandlung 1 650 000 Reichsmark. Aus der
Kraftfahrzeug=
m vorteilhatt u. billigst aut Teilnahlungen ſteuer werden der Probinz vorausſichtlich 1200 00 Reichsmark
über=
wieſen. Dieſer Betrag wird zur Oberflächenbehandlung oder Herſtellung
Kaulo mbekannten Radio-Spexialgeschäft von Aleinpflaſter auf den Dunhgangsſtraßen nach den geſetzlichen
Be=
ſtimmungen verwendet. Der Voranſchlag der Probinz für 1928 ſchließt
Bosster & Co., Barmstadt vorausſichtlich mit 2 722 000 Reichsmark in Einnahme und Ausgabe ab.
Die Provinz will eine Anleihe im Betrage von 1630 000 Reichsmark
Kirchstraße 17. — Telephon 2140
(154254 aufnehmen, damit die Straßen Darmſtadt—Mainz und Worms-
Beus=
heim mit dem dringend nötigen Kleinpflaſter verſehen werden können.
— Die Wahlen der Vertranensmänner und Erſatzmänner der An= Der Provinzialtag ſoll den Proviazialausſchuß mit der Aufnahme der
geſtelltenverſicherung finden am 4. Dezember ſtatt. In Preußen und Anleihe beauſtragen. Die Provinz ſieht ſich zur Aufnahme der Anleihe
anderen Ländern iſt der Termin auf den 13. November feſtgeſetzt vor= genötigt, damit das Zeitmaß der Herſtellung ihrer Straßen beſchleunigt
den, der jedoch in Heſſen wegen den Landtagswahlen nicht eingehalten werden kann. Die Verkehrsſteigerung auf den Straßen nimmt dauernd
werden konnte. Nähere Auskunſt erteilt auf Wunſch die Geſchäftsſtelle zu, die Anſprüche an den Bau= und Unterhaltungszuſtand der Straßen
des Gewerrſchaftsbundes der Angeſtellten (GD.A.) im Darmſtadt, ſteigen ſo, daß die Beträge aus der Kraftfahrzeugſteuer allein nicht
aus=
reichen, allen Anforderungen, die an die Provinz geſtellt werden, zu
Hügelſtraße 20 pt.
genügen.
Poſtkarten. Es ſcheint noch nicht allgemein bekannt zu ſein, daß
Poſtkarten, die größer ſind als die imn den Abmeſſungen, von 14,8: 1
Zentimeter amtlich ausgegebenen Poſtkarten, gegen die Poſtkartengebi
nicht mehr befördert werden, ſondern der Briefgebühr unterliege
liegt im Intereſſe der Verſender, dieſe Beſtimmungen genau
achten, weil ſolche unzuläſſigen Poſtkarten, wenn
kartengebihr freigemacht ſind, mit Nachgebühr belaſtet werden müſſer
Tageskalender für Samstag, den 12. November 1927.
Landestheater, Großes Haus, Anf. 19 Uhr, Ende 22 Uhr:
„Schinderhannes”. — Kleines Haus, Anf. 15 Uhr, Ende 17½
Uhr: „Die vier Grobiane”; Anf. 20 Uhr: Kammermuſikabend des
Schnurrbuſch=Quartetts. — Orpheum, Anfang 20 Uhr: „Der
Hexer”. — Konzerte: Hotel Schmitz; Schloß=Café; Weinhaus
Maxim; Perkeo Varieté; Café Haury; Waldſchlößchen Winzerfeſt,
Heſſ. Haus; Zum Rhönring; Hotel Prinz Heinrich; Brauerei Fah;
Fraukfurter Hof; Reſt. Schieferſtein; Bismarckeck. — Tanz: Caf
ſtheingold. — Vorträge: Geſ. f. fr. Philoſophie, abends 8 Uhrz
Halle, Graf, H. Keyſerling; Städt. Akademie f. Ton=
20 Uhr; Chriſtengemeinſchaft. —
Kinovorſtel=
n: Union=, Reſidenz=Thegter, Palaſt=Lichtſpiele,
Seite 6
Samstag den 12. November 1927
Dur Aufführung der Kindertotenieder
von Guſtav Mahler.
Wer einen beſonders klaren Eindruck von der künſtleriſchen
Perſönlichkeit Guſtav Mahlers erhalten will, der vertiefe ſich in
eines ſeiner reifſten und tiefſten Werke, die Kindertotenlieder, die
1900 entſtanden ſind, als Mahler ſchon auf der Höhe ſeines
äuße=
ren Lebenserfolges als Operndirektor in Wien ſtand. Sie ſtehen
zeitlich zwiſchen der 4. und 5. Sinfonie, ja ſie haben auf den
Trauermarſch, der die letztere eröffnet, inhaltlich und motiviſch
ſtark eingewirkt. 16 Jahre nach dem Tode Mahlers iſt der
Kampf über ſeine Geltung als Künſtler verſtummt, und er wird
rückhaltlos als einer der größten reproduktiven Genies geprieſen,
welche die letzten Generationen hervorgebracht haben. In ſeinen
Kompoſitionen iſt er ein Ningender und Strebender, von
fang=
tiſcher Leibenſchaftlichkeit nach wahrem Ausdruck des eigenen
Seelenlebens. Nicht oſt war es ihm vergönnt, das von ihm
Gewollte reſtlos in künſtleriſche Form zu übertragen. Seine aus
der früheſten Jugend ſtammende Vorliebe für das Volkslied
beeinflußt ſeine Thematik zeitlebens, und man muß ſich hüten,
dieſe Schlichtheit ſeiner Gedanken für Manieriertheit anzuſehen.
Andererſeits gibt es auch wenige Komponiſten von ſo überfeinem
Klangſinn, wie ihn Mahler, der geborene Orcheſterdirigent, beſaß.
Bei den Kindertotenliedern hat ihn die Schlichtheit und
Empfindungstiefe der Rückertſchen Dichtung aufs tiefſte berührt.
Dazu kommt der ausgeprägte Familienſinn, der ſtets als eine der
hervorragendſten Eigenſchaften der Juden galt, und der ihm den
Inhalt der Gedichte zum erſchütternden Erlebnis werden ließ.
Stiliſtiſch wäre es intereſſant, nachzuſpüren, inwieweit einzelne
Teile des Zyklus in ihrer linegren Polyphonie dem Stil eines
Arnold Schönberg vorarbeiten, und inwieweit Mahler an
Wag=
ners „Triſtan”, zum Teil auch an Brahms anknüpft. Trotzdem
ſind die fünf Geſänge als Ganzes Mahlers ureigenſtes Werk und
ein erſchütternder Einblick in das Seelenleben dieſes
über=
feinfühligen, heiß ringenden Künſtlers. Wer, wie Schreiber
die=
ſer Zeilen, einmal das Glück hatte, den Zyklus von Johannes
Mesſchaert gehört zu haben, dem wird dies für das ganze Leben
ein ſolches Ereignis geweſen ſein, daß er immer wieder zu
die=
ſem Werk zurückgreift, um in der Erinnerung jene Tiefe
nach=
zuempfinden, die ſich ihm damals aufgetan hat. Es mag
ver=
meſſen erſcheinen, wenn ein ſo junger Sänger wie Herr Peter
Schäfer ſich an das unendlich ſchwierige problematiſche Werk
heranwagt. Trotzdem werden ihm ſehr viele Dank wiſſen, daß er
den ſelten gehörten Zyklus am kommenden Sonntag in einer
Morgenfeier im Kleinen Haus zum Vortrag bringt, denn gerade
die Nähe des Totenfeſtes macht uns beſonders empfänglich für
dieſe wirklich mit Herzblut geſchriebenen Lieder. Außer dieſem
Zyklus ſingt Herr Schäfer die im Zuſammenhang ſelten gehörten
Michelangelo=Lieder von Hugo Wolf, den düſteren
Schwanen=
geſang dieſes Meiſters, und die herrlichen ernſten Geſänge von
Johannes Brahms, welche die Feier mit den erhebenden
Gedan=
ken abſchließen ſollen: „Nun aber bleibet Glaube, Liebe,
Hoff=
nung, dieſe drei, aber die Liebe iſt die größeſte unter ihnen.”
F. Noack.
Papeien/ Linsieun
Wochenſpielplan des Heſſiſchen Landestheaters
Großes Haus.
Sonntag, den 13. Nobember, 18½ Uhr, Ende 22 Uhr. D 6.
„Boris Godunow” muſikaliſches Volksdrama von
M. Muſſorzſkij. Preiſe 1 bis 10 Mk.
Montag, den 14. November, 20 Uhr. 2. Sinfoniekonzert
des Landestheaterorcheſters. (Dopper:
Cig=
conna gotiea; Reſpighi: Fontane di Roma; Tſchaikowfky:
6. Sinfonie.) Leitung: Generalmuſikdirektor Dr. Böhm.
Preiſe 1 bis 8 Mk.
Dienstag, den 15. November. Keine Vorſtellung.
Mittwoch, den 16. November, 19½ Uhr, Ende 22 Uhr. B 5.
„Der Ring des Nibelungen” von Richard Wagner.
Vor=
abend: „Das Rheingold”. Preiſe 1 bis 10 Mk.
Donnerstag, den 17. November, 19½ Uhr, Ende gegen 22 Uhr.
C 5. „Schinderhannes”, Schauſpiel von Carl
Zuck=
mayer. Preiſe 1 bis 10 Mk.
Freitag, den 18. November, 17 Uhr und 20 Uhr. 2. Konzert
der Städtiſchen Akademie für Tonkunſt.
Soliſtin: Riele Queling=Köln (Violine). Werke von Joh.
Seb. Bach, Joh. Chriſtian Bach, L. v. Beethoven. Preiſe
1,80 bis 6 Mk.
Bezirksſchöffengericht.
v. 1. Wegen Pfandbruches haben ſich ein hieſiger Kosz
ſein Sohn zu verantworten. Der Vater iſt, durch ärztlüln
entſchuldigt, nicht an Gerichtsſtelle erſchienen. Der Sohn”
klage zu. Der Gerichtsvollzieher hatte 9 Nähmgſchinen, 11h
und 8 Herrenräder gepfändet; der Schuldner ſuchte den Gizit
weiſe zu befriedigen. Trotzdem wurden die Pfänder benzut
Erlöſe, ſoweit ſie nicht zur Lebenshaltung nötig, an den v
zieher abgeliefert. Es gelang dem Schuldner nicht, der
Schwierigkeiten Herr zu werden. Der größte Teil der
befriedigt worden. Der Staatsanwalt hält eine Geldn;
Mark, am Platze. Der Verteidiger verneint ein vorſätzlüt=
Das Urteil erkennt auf die beantragte Strafe, zu deren 301
bewilligt werden.
2. Wegen fahrläſſiger Körperverletzung iſt ein Fuhruue
Walldorf angeklagt. Er war mit dem Abfahren von Lammte
Samstag, den 19. November, 19½ Uhr Ende gegen 22½ Uhr.
A6. „Der Zigeunerbaron”, Operette von Johann
Strauß. Preiſe 1 bis 10 Mk.
Sonntag, den 20. November, 17½ Uhr, Ende gegen 22 Uhr.
Sonntags=Fremdenmieten grün (4) und weiß (5). Der
Ring des Nibelungen” von Richard Wagner. Erſter Tag:
„Die Walküre‟. Preiſe 120 bis 12 Mk.
Kleines Haus.
Groß= und Kleinverkauf
Aung, Lorn ö o-
vorm. Frankfurter Tapetenfabrik
9934a)
Schleiermacherſtiraße 21—23 (am Gericht)
Sonntag, den 13. November, 11½ Uhr. Konzert Peter
Schäfer. Geſänge von Hugo Wolf, Guſtav Mahler und
Johannes Brahms. Preiſe 0,75, 1,00 und 1,50 Mk.
19½ Uhr, Ende 22 Uhr Der Lumbe=Awend oder
Mann is Mann” Diglektpoſſe von Dr. G. Büchner
und Robert Schneider. Dargeſtellt durch die Heſſiſche
Spielgemeinſchaft. Preiſe 1, 2, 3 Mk.
Montag, den 14. November. Keine Vorſtellung.
Diensdag, den 15. November, 19½ Uhr, Ende gegen 22 Uhr.
Zuſatzmiete I (3). „Ingeborg”, Komödie von Curt
Goetz. Preiſe 1 bis 5 Mk.
Mittwoch, den 16. November, 18 und 20 Uhr. „Phantom”,
Film nach dem Rcman von Gerhart Hauptmann. Preiſe
0,80 bis 2 Mk.
Donnerstag, den 17. November, 20 Uhr. Vortrag Bruno
Bürgel (veranſtaltet von der Volkshochſchule): „
Wel=
tentrümmer und Trümmerwelten” Preiſe
für Mitglieder der Volkshochſchule 1,00, 1,50, 2,00 Mk., für
Nichtmitglieder 1,50, 2,50, 3,00 Mk.
Freitag, den 18. November, 19½ Uhr, Ende gegen 22 Uhr. G 4,
Gruppe I und II (Darmſtädter Volksbühne). „Die
Ent=
führung aus dem Serail”,, Oper von Mozart.
Preiſe 120 bis 6 Mk.
Samstag, den 19. November, 20 Uhr, Ende nach 22 Uhr. G 4,
Gruppe III und IV (Darmſtädter Volksbühne). „
Inge=
borg”, Komödie von Curt Goetz. Preiſe 1 bis 5 Mk.
Sonntag, den 20. November, 20 Uhr. Verein der Freunde des
Heſſ. Landestheaters. Nezitationsabend Carl
Ebert. Preiſe 1,50 und 3 Mk.
1977 auf der Kreisſtraße Mitteldick-Mörfelden beſchäftigt 1.
eiſerne Kette über die Straße geſpannt, auf der von Mitter!
herankam. Vorkehrungen zur Sicherung des Verkehrs aml
Autos belebten Straße hatte der Angeklagte nicht getroffen
war eine Gefahr dann gegeben, wenn von beiden Seiten P1y
raſcher Fahrt geſichtet wurden. Der Autolenker ſah die
frei und fuhr wider und in die Kette. Bewußtlos lag err!
graben, von der Kette am Hinterkopf getroffen. Die Sicha
Negens außerordentlich fchlecht. Der Verletzte war vom
Auawſt 1927 in ärztlicher Behandlung; einen dauernden ss
nicht davongetragen. Als Zeuge ſchildert ein Förſter dem
wie ſeinen Vater als durchaus zuverläſſige Leute. — Der
hält das vom Angeklagten geübte Verfahren für eine ſehrü
läſſigkeit. Wenn Auto kommen, könne hier in jeder Minu=
Unglück paſſieren. Nur zwei Leute ſeien am Wagen, dch
könne da auf die Straße gar nicht achten. Die Fahrläffniu
fauſtdicke und mit Händen zu greifen. Die Erzählung mit
gefallenen Stamm ſei ſchwer glaublich. Es ir ein Wumal
Verletzten nicht mehr paſſiert ſei; er hätte geradezu von der g
wenden können. Dem Gericht wird das Strafmaß (Frechck!
hohe Geldſtrafe) überlaſſen. Der Vertreter des Nebenrchie
angemeſſene Beſtrafung ein. Der Verteidiger meint der
habe ſich nicht in die für den Angeklagten gegebene Situatt.!
ſetzt. Er wiederholt den Antrag auf Einnahme eines gerichschi
ſcheins. Die Darſtellung des Angeklagten erkläre ſich zuan
Situation. Die Ueberwachung der Straße ſei dem Anm
ſenem Knecht durchaus möglich geweſen. Der Verletzte ſent
60 Kilometer Geſchwindigkeit gefahren. Die Scheibe dest
durch den Regen beſchlagen, die Sicht für den Lenker des 1
lich gemacht. Der Angeklagte habe nicht damit rechnen mmi
geſichts des ſtarken Regens auf der glatten Straße ein
fahre, das zudem keinen automatiſchen Scheibenwiſcher hotel
Verordnung ſchreibe für den Autofahrer langſame Fahrt :
mit 30 Klm. habe der Verletzte fahren dürfen, da er died
habe überſehen können, wozu die Glätte der Straße und
Regen komme. Ein langſamer Fahrer hätte die gete
Der Verletzte habe nicht wie ein ſorgfältiger Kraftwagerni
delt. Es liege Selbſtverſchulden des Verletzten vor, Schlätz
die Verteidigung auf 8 31 Abſ. 3 der Straßen= und Bes/
für den Kreis Groß=Gerau vom Jahre 193.
Das Urteil erkennt auf eine Strafe von drei Mun
fängnis. Eine Fahrläſſigkeit gröbſter Art bilde es, mm
Verkehrsſtraße wie der in Rede ſtehenden eine Kete über r!
gelegt werde. Der Angeklagte habe ſo eine ungeheure 60
fen; da hätte er alles vorkehren müſſen, um die Gefahr
machen. Von beiden Seiten hätten in der kritiſchen Snf
mobile geſichtet werden können. Die Vorſichtsmaßregeln
ten waren völlig unzureichend.
Lokale Veranſtaltungen.
— Lützower! An die Zuſammenkunft am Sonntau
vember, vormittags, im „Anker” wird nochmals hingewie
Aus den Parteien.
— Frauengruppe der Deutſchen Volksxu
erinnern unſere Freundinnen nochmals an das geſellige 8t
heute, nachmittags 4 Uhr, im Rummelbräu.
Ni4
Mnärigen
17 niden, daß
Au vröffe
1 Nob.
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wegen vollständiger
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Ludwigstrasse 12.
[ ← ][ ][ → ] FSeitag, den 11. November, fand die Ziehung der
Ausſtel=
ver Landwirtſchaftlichen Landesausſtellung Darmſtadt im
qandwirtſchaftskammer ſtatt. Die Ziehung erfolgte unter
teern Direktor Schüttler von der Handwerkskammer und
käang des Polizeiamtes Darmſtadt. Um 8 Uhr vormittags
. Einſchütten der Loſe in das Gewinnrad begonnen,
nach=
zi derholt Stichproben gemacht wurden, um feſtzuſtellen, ob
am Nummern auch unter den Gewinnloſen enthalten ſind.
ſeaswinne fielen auf die folgenden Nummern:
ger— 1 Pferdegeſpann (2 Belgier Stuten mit Geſchirr und
5u 713; 2. Gewinn: 1 Kuh Nr. 19 082; 3. Gewinn: 1 Stut=
ℳ3760; 4. Gewinn: 1 Rind Nr. 573; 5. Gewinn: 1 Rind
Gewinn: 1 Zuchtſchwein Nr. 23 188: 7. Gewinn: 1 Zucht=
Aus Heſſen.
Großllandwirtſchafts=Lotterie anläßlich der
Candzutißch. Landesausſtellung in Darmſtadt.
9ux92; 8. Gewinn: 1 ſilberne Fruchtſchale Nr. 48 94: 9.
Ge=
terd ſilberne Löffel Nr. 24 290; 10. Gewinn: je 1 Dutzend
Iſn und Gabeln verſilbert Nr. 16 R9.
ihſelen noch Geldgewinne in Höhe von 50 Mark auf
fol=
uepe: 10 408: 17 004: 17 753; 19 585: 46 691: 44366: 18 817;
au
„zurm Gewinne ſind aus der Ziehungsliſte zu erſehen, die bei
vbersmännern der Landwirtſchaftskammer in den nächſten
unglsen werden kann und von den Lotterieunternehmern
„Sonfradt und Dinkelmann=Worms gegen Einſendung von 15
Aſanarken zu erhalten iſt.
ſizten Gewinne werden eine Woche am Ankaufsort, die
an=
catuanne vier Wochen an dem Wohnſitz der Lotterie=
Unter=
z. Tage der Ziehung an gerechnet, den Gewinnern zur Ver=
ema 20
zn. wilgen, 10. Nov. Zur bevorſtehenden Landtagswahl
ſcht füntun Heſſiſchen Landbund am Samstag, abends 8½ Uhr, im
bausd ir SSonne” Herr Landesgeſchäftsführer Dr. Kleingurt=Darm=
Ainlu chen Abend hält die Deutſche Demokratiſche Partei im
ge un Löwen” eine öffentliche Wählerverſammlung ab. Redner
ſicirgsabgeordneten Frau Balſer und Herr Nektor Reiber.
Ne 6chy Am kocu Sen Sonntag wird hier das Erntedankfeſt in Verbindung
9n0 Abeyuarh. gefeiert. Dabei wird das Gotteshaus mit Erntegaben
dumfit nde Gmückd 1. Im Anſchluß daran findet eine Sammlung von
lanten Etu rzumaliessür das Diakoniſſenhaus ſtatt. Außerdem ſoll eine
Haus=
n echritzſa hmlmtgt ie weibliche Diakonie in Heſſen ſtattfinden. Von jetzt ab
er langſm iiden wurt feden Donnerstag, abends 8 Uhr, die
Gemeindebrbelſtun=
une ael abgelßin die in das tiefere Verſtändnis der heiligen Schrift
ein=
läite ir Ea Fel
— An den Kirchweihtagen verunglückte an der hier
aufge=
ner hiüt du eſten Such ſSaukel ein junger Mann derartig, daß er mittelſt
Kraft=
ſäliger aunt gens imls ſtädtiſche Krankenhaus nach Darmſtadt eingeliefert werden
rietzien m iſte, 1cuun hört, ſoll die Verletzung glücklicher Weiſe nicht lebens=
Einenr rührlicht t.
B. J. Gtienn, 10. Nob. Vom evangeliſchen
Gemeinde=
hun Milim. u9 bergangene Sonntag zeigte, wie das ſchöne neue Heim,
Mſter An Mu”, gleimicktrchule, zu mannigfachen Zwecken dienſtbar gemacht werden
den eine ſchim. Alus amittag waren zahlreiche Handwerksmeiſter und Arbeiter
ſo eine mr ihrert inllienangehörigen, der Einladung der Bauleitung folgend,
ſen, m ſeſt ige Selteu bei Kaffee und Kuchen gemütlich beiſammen, um ſich
i der hüt ſeinangwnn dem geſchaffenen Werk zu erfreuen. Das „
Schneewitt=
mian” wmmdnich einmal geſpielt und die Mitglieder des
Jungfrauen=
ſeing bezutm die Bedienung und erfreuten unter Leitung der uner=
Aichent niefrau mit Liedern und Reigen. Namens der
Verſamm=
ia ſpruüoeer Zimmermeiſter Schick Glüchwünſche aus und betonte
puten wusnehmen zwiſchen allen Beteiligten. — Am Abend hielt
m „üt Lehrer, Hering einen intereſſanten Vortrag über den
ſeitzü te Keller, der es verſtanden hatte, dank perſönlicher
Tüch=
teit dil huende Stellung in Griesheim zu erringen. Der Vortrag
ſchtetlu ffl ich das Leben und die Zuſtände hier in Griesheim von
4 14 reißigjährigen Krieges bis etwa 1670. Es wird gewiß
hülbuefrüßt werden, daß Herr Lehrer Hering beabſichtigt, dieſen
m i tähſt zu veröffentlichen.
Almlk, 11. Nov. Zum Leiter der Agentur Eberſtadt der
Be=
mrict ſevingenberg=Bensheim wählte der Aufſichtsrat in ſeiner
aug im Sparkaſſenlokal zu Zwingenberg anſtelle des
ver=
mi urs i. R. Fröhlich den Gemeinderat Juſtus Anacker.
Iltzct, 11. Nov. Preisabſchlag. Auch hier haben die
Kp und Wurſtpreiſe einen Abſchlag erfahren.
Mrinwt, 11. Nov. Einweiſung des Rektors Wetzel.
ſichhſg etrich aus Darmſtadt wies Mitte dieſer Woche den neu
mtdaltr Wetzel in ſein Amt ein. Bei dieſer Gelegenheit hatten
ſie brschaft, Gemeindevertretung, Schulvorſtand und Kirchen=
M ier Turnhalle verſammelt. Nach einem Liedervortrag
be=
uſch alrat Dietrich alle Erſchienenen, nahm die
Amtshand=
toled kam beſonders auf die Wichtigkeit guter Beziehungen
bichen EnHaus und Schule zu reden. Drei Punkte gäbe es, die
aähl Grundpfeiler des Tuns betrachten müſſe; der denkende
W dechFfride Hand und die ſittliche Tat. An, die Worte des Kreis=
Mnatsz A b1 ſich eine Rede des Bürgermeiſters Schwinn, der im
ren iſltuemeinde den neuen Rektor beglüchwünſchte und der Hoff=
A Aude2t gab, daß auch fernerhin ein gutes Einvernehmen zwiſchen
F SchM Lun und der Gemeindevertretung beſtehen möge. Im Na=
M teltg liſchen Kreiskirchenvorſtandes, ſprach Pfarrer Zinn, im
Wen k94mh oliſchen Kirchenvorſtandes Pfarrer Braun aus Eberſtadt.
Mens Wk2Hrerſchaft ſchloß ſich Lehrer Saal den Glück= und Segens=
Miarn4 Vorredner an. Zum Schluß gelobte der neue Rektor, alles
tmn, tücn ſeinen Kräften ſtehe, um zum Segen der Schule, der
Ge=
ende, etirche, des Staates und nicht zuletzt der heranwachſenden
weid Vuskeiten. Rektor Wetzel iſt ſchon mehrere Jahre lang in
Lmtarnlßk s Lehrer tätig. Er erfreut ſich in allen Kreiſen der Be=
Vermes wer Beliebtheit. Vor ſeiner Wahl und endgültigen Er=
Dmna 2 ” er ſowohl von der Lehrerſchaft als auch vom Schulvor=
WD undAm Gemeinderat vorgeſchlagen worden. Rektor Wetzel hat
Achoßtziuar in Bensheim beſucht, das er im Jahre 1891 berließ.
*Clß /0. Nobv. Odenwaldklub. Samstag, abends 8 Uhr,
Fomtar Kszie Ortsgruppe Traiſa des Odenwaldklubs ihr diesjähriges
Eenterttate, im großen Saale „Zur Krone‟ (Karl Scheerer). Da
Be Beikaurung alljährlich ſtark beſucht wird, auch von auswärts,
N aießh, tieſes Jahr ein reicher Zuſpruch zu erwarten. Da es bei
Ben BGaäuttungen an heiteren Unterhaltungen niemals gefehlt hat.
R aulte, dieſem Dekorierungsfeſt Sorge getragen, daß die
Be=
er a4 nohe Stunden verleben können.
RoW H11. Nov. Der Bürgerverein Roßdorf hielt bei Gaſtwirt
Somer 4latt beſuchte Mitgliederverſammlung ab. An die Vorträge
Dr dieA het ige Tätigkeit und Ziele der Gemeinderatsmitglieder ſo=
Ne u8 Mawdes des Vereins, ſchloß ſich die Diskuſſion. Die ſeitherige
Sigeit chrze gebilligt, und es wurde bedauert, daß bei dem ſeitheri=
Hah Mierkäiltnis viele wertvolle Anregungen nicht zum Wohle des
Mthen tuns berwertet werden können. Um den Mitgliedern in
it Echen Lage dienen zu können, wurde die Gründung einer
R uNänuerberatung beſchloſſen. Es ſollen ein Rechtsanwalt und
WeudA aer gewonnen werden, die von den Mitgliedern gegen eine
i hchr in Anſpruch genommen werden können. Ferner wur=
Eihuruensleute gewählt, die in Ortsvierteln den Mitgliedern
Rnglegenheiten — Geſuchen pp. — unentgeltlich zur Ver=
2. unnd jederzeit die Verbindung zwiſchen den Mitgliedern
Den ktonären herſtellen.
Murmſtadt, 11. Nov. Das dritte Ziel Kirchenſteuer iſt bei
Arahnung bis 15. November an die Untererhebſtelle zu be=
Nanstag, den 15. November, abends, findet wieder eine
minderatsſitzung ſtatt. — Die Erwerbsloſenziffer iſt hier
tisgen. Zurzeit ſtehen 50 Perſonen in Unterſtützung.
Im Zeichen des Wahlkampfes.
Wahlverſammlungen allerorts.
Or. Luther in Mainz.
In einer überfüllten Wahlverſammlung der Deutſchen Volkspartei
ſprach am Freitag abend Reichskanzler a. D. Dr. Luther über die
all=
gemeine Entwicklung der inneren Politik in den Jahren nach dem Krieg.
In ſcharffinnigen Ausführungen entwickelte er zunächſt eingehend die
Wirtſchaftslage Europas im allgemeinen und die Deutſchlands im
be=
ſonderen, wie ſie ſich nach Kriegsende darſtellte. Er führte u. a. aus:
Europa ſei nicht mehr wie vor 1914 die Produktionsſtätte der Welt.
Deutſchlands Export reiche nicht mehr aus, um die Summen
aufzubrin=
gen, die wir für unſere Einfuhr notwendig haben. Wir könnten uns
alſo aus uns ſelbſt heraus nicht mehr balancieren, wir müßten
Dar=
lehen aufnehwen, um einmal unſere Landwirtſchaft leiſtungsfähiger zu
machen und durch Nationaliſierung unſerer Induſtrie den Export zu
er=
höhen. Gelinge es uns, aus unſerem Boden mehr zu produzieren und
durch Geldaufnahme bei gleichzeitiger Vereinfachung der öffentlichen
Verwaltung unſere induſtrielle Kraft zu ſteigern, ſo könnten wir in
ab=
ſehbarer Zeit aus unſerer Aufbauarbeit herauskommen, ſo daß wir
dann nichts mehr zu borgen brauchten.
Weiter kam der Redner auf das Verhältnis zu uſeren ehemaligen
Kriegsgegnern, beſonders zu Frankreich, zu ſprechen. Die Intereſſen
unſerer Reparationsgläubiger liefen inſofern mit unſeren gleich, als ſie
ein Intereſſe daran hätten, uns Geld verdienen zu laſſen, damit wir
unſere Reparationsſchuld bezahlen könnten. Es erhebe ſich aber
unbe=
dingt die Forderung, daß endlich einmal die Endſumme unſerer
Kriegs=
ſchuld, die wir zahlen ſollten, feſtgelegt werde. Auf die Verhältniſſe im
beſetzten Gebiet übergehend, ſprach ſich Dr. Luther dahin aus, daß nach
Locarno, Völkerbund und der Entwaffnung Deutſchlands keinerlei
Grund mehr dafür vorhanden ſei, daß noch fremde Truppen am Rhein
ſtünden. In Bezug auf die Abrüſtung müſſe Deutſchland immer wieder
darauf dringen, daß nach unſerer vollſtändigen Abrüſtung nun auch die
allgemeine Abrüſtung komme, die ſchon im Vertrag von Verſailles und
dem Völkerbundspakt vorgeſehen war. Es ſei nichts notwendiger, als
zu allen Fragen der Politik eine beſondere Initiative zu entwickeln. Das
Februar=Memorandum 1925 ſei der Ausgangspunkt für dieſe
Entwick=
lung geweſen. In der Kriegsſchldfrage wiſſen wir genau, daß wir nicht
am Ausbruch des Krieges ſchuld ſind. Dieſe Erkenntnis muß immer
wieder der Welt zu Ohr gebracht werden, wie es erſt kürzlich Reichs=
Es iſt falſch
ſeiner Verärgerung über die wenig ſchönen
Zuftände durch Nichtwählen Ausdruck zu geben.
Nur wer wählt
macht dadurch von der einzigen Möglichkeit Gebrauch,
dieſe Zuſtände zu beſſern.
präſident von Hindenburg getan habe. Die Locarnopolitik begann mit
dem Dawesplan. Damals waren zum erſten Male bei den
Verhand=
lungen mit unſeren Gegnern anſtelle der moralpolitiſchen Formeln
wirt=
ſchaftspolitiſche Ideen mitbeſtimmend. Wenn durch die energiſche
Ver=
folgung dieſer aktiven Friedenspolitik auch ſchon mancherlei erreicht ſei,
ſo dürfe unſer Volk doch nicht müde werden, denn noch vieles ſei zu tun.
Der Redner betonte noch einmal die Pflege und Stärkung des deutſehen
Nationalgefühls und forderte Achtung und Chrung unſerer großen
Ver=
gangenheit. Gerade bei der Deutſchen Volkspartei ſei das Nationale der
ſtärkſte Begriff. Zu den bevorſtehenden Wahlen erklärte Dr. Luther die
Notwendigkeit der Bekämpfung der Wahlmüdigkeit. Kein deutſcher
Bür=
ger dürfe zu Hauſe bleiben. Nicht ſo ſehr die wirtſchaftlichen
Einzel=
fragen dürften bei den Wahlen in den Vordergrund geſchoben werden,
als die großen politiſchen Zuſammenhänge. Die geiſtvollen
Ausführun=
gen des Redners wurden mit außerordentlich ſtarkem Beifall
aufge=
nommen.
Anſchließend ſprach Landtagsabgeordneter Scholz=Mainz zu der
poli=
tiſchen Lage in Heſſen und zu der bevorſtehenden Landtagswahl. Er
legte die politiſchen Prinzipien der Deutſchen Volkspartei in Heſſen dar
und wandte ſich gegen die demagogiſche Ausnützung des Schlagwortes
„Einheitsſtaat” durch Demokraten und Sozialdemokraten. Es ſcheine,
als ob durch die Parole Einheitsſtaat eine Ablenkung von dem, um was
es ſich bei der Wahl handle beabſichtigt ſei, nämlich von der berechtigten
Kritik an der Arbeit der Weimarer Koalition in Heſſen. Der Redner
forderte zum Schluß auf, unter allen Umſtänden von dem Wahlrecht
Gebrauch zu machen. Starker Beifall belohnte auch dieſe Rede.
F. Eberſtadt, 11. Nov. Wählerverſ ammlung. In einer
geſtern Abend im Saale des Gaſthauſes „Zur Eiſenbahn” (Gruß)
ſtatt=
gefundenen öffentlichen Wählerverſammlung der Deutſchen
Demokrati=
ſchen Partei ſprach Stadwerordneter Goſenheimer=Darmſtadt über
die Landtagswahl. In einem eineinhalbſtündigen Referat behandelte
der Redner die großen brennenden Fragen der Reichs= und
Landespolitik. Ausgehend von dem im vergangenen Jahre zu
Ungunſten der Antragſteller verlaufenen Volksentſcheid über die
Auf=
löſung des Landtags, beleuchtete der Redner kritiſch die damals gegen
die heſſ. Regierung und ihre Miniſter erhobenen Vorwürfe. Er erinnerte
daran, daß Reichskanzler Marx erklärt habe, die Geſchäftsführung der
heſſiſchen Regierung ſei — wie die Prüfung durch den Sparkommiſſar
er=
geben habe — nicht zu beanſtanden. Eingehend beſchäftigte ſich Redner mit
den Behauptungen, Heſſen ſchmachte unter dem Steuerdruck. Dieſer ſei,
ſo führte Redner aus, in den anderen Ländern mindeſtens ebenſo ſtark.
Zu fordern wäre indeſſen eine gerechtere Verteilung der Laſten unter
entſprechender Entlaſtung der ſchwächeren Schultern. Wenn Heſſen
ge=
zwungen geweſen ſei, ſeine Realſteuern etwas ſtärker anzuſpannen, wie
dies in anderen Ländern der Fall ſei, ſo trage hieran die Tatſache die
Schuld, daß jetzt noch 25 Prozent heſſiſchen Gebietes beſetzt ſeien,
wäh=
rend z. B. Preußen nur mit 5 Prozent und Bahern nur mit 7 Prozent
unter der Beſetzung leide. Trotzdem ſteht Redner auf dem Standpunkt,
daß nichts unverſucht bleiben dürfe, um den Steuerdruck ſoweit wie
mög=
lich zu mildern. Dies dürfe indeſſen nicht auf Koſten der dem Staate
obliegenden ſozialen und kulturellen Aufgaben geſchehen. Im
Zuſammen=
hang damit habe die Demokratiſche Partei als erſte im jetzigen
Wahl=
kampfe die Forderung auf Beſeitigung der Ländergrenzen erhoben und
arbeite bewußt auf den Einheitsſtaat hin. Redner ging dann auf
Be=
amten=Beſoldungs= und Wirtſchaftsfragen ein, beleuchtete das
Memo=
randum des Reparationsagenten und die darin beſonders beanſtandete
Ausgabewwirtſchaft der Länder und Gemeinden; forderte die
Simultan=
ſchule als Regelſchule, wandte ſich gegen die ungeheure finanzielle
Be=
laſtung, die der Reichsſchulgeſetzentwurf durch die vorgeſehene Einrich=
tung von Konfeſſionsſchulen dem Reiche bringe und nicht notwendig
wären. — Gemeinderat Heißt, der die Verſammlung leitete, dankte dem
Redner für ſeine Ausführungen, die beifällig hingenommen wurden. Eine
Ausſprache fand nicht ſtatt.
r. Babenhauſen, 10. Nov. Einen Aufklärungsabend veranſtaltete
die hieſige demokratiſche Ortsgruppe im benachbarten
Schaafheim. Leiter der Veranſtaltung war Herr Polizeiſekretär
Bergſträßer. Die Demokratiſche Partei hatte als Hauptredner
die Herren Polizeihauptmann Ahl und Oberſekretär Dörr aus
Darmſtadt entſandt. Beide verſtanden es, bei jedem das Intereſſe am
Wahlkampf zu heben. Ein ſachlicher Meinungsaustauſch half über
manche Zweifelsfragen hinweg.
— Babenhauſen, 11. Nov. Zur Landtagswahl. Die Deutſche
Volkspartei hatte für vorgeſtern abend zu einer Wählerverſammlung
im Gaſthaus zum Löwen eingeladen. Die Herren Stadtv. Landgrebe
und Krug erörterten in ſachlicher Weiſe, welche Maßnahmen die Partei
zu ergreifen gedenke. Beſonders verwieſen ſie auf die derzeitige heſſiſche
Finanz= und Beamtenpolitik. Zu letzterer wurde ausdrücklich bemerkt.
daß unter den jetzigen Verhältniſſen eine Geſinnungsſchnüffelei betrieben
würde, die für das Beamtentum keineswegs fördernd ſei. Erſchienen
waven trotz des ſehr ſchlechten Wetters eine weit größere Anzahl von
Wählern, als wie in den von anderen Parteien hier bereits vorher
ab=
gehaltenen Verſammlungen.
a. Steinbach (Kreis Offenbach), 11. Nov. Die Kreisgruppe Offenbach
der Deutſchen Volkspartei hielt geſtern hier zum erſtenmal eine
Wähler=
verſammlung ab, die recht gut beſucht war. Herr Rechnungsreviſor
Beres ſprach über die Außenpolitik der Deutſchen
Volkspartei, wie ſie ſeit dem Jahre 1923 von Dr. Streſemann
erfolgreich geführt und vertreten wird. Dr. Streſemann, ſo führte
der Redner aus, habe es im Völkerbunde vorzüglich verſtanden, mit den
Staatsmännnern der anderen Völker enge Fühlung zu bekommen, und
ſeine Außenpolitik ſei auf lange Sicht eingeſtellt. Er habe auch einſt
entſchloſſen die unvolkstümliche Aufgabe auf ſich genommen, den
Nuhr=
kampf abzubrechen. Die Feſtigung der Währung ſei mit ſein Verdienſt.
Eine Erfüllungspolitik um jeden Preis, wie ſie vor ihm getrieben
wor=
den ſei, werde Dr. Streſemann ſtets ablehnen. Die wichtigſte Frage der
Innenpolitik ſei eben die Geſtaltung des Reichsſchulgeſetzes, wobei die
Partei die chriſtliche Gemeinſchaftsſchule in den Ländern, die dieſe
Schule bisher ſchon hatten, unbedingt verteidigen werde. Die Partei
habe auch mit Erfolg den Abbau der Zwangswirtſchaft auf allen
Gebie=
ten betrieben, und der letzte Reſt, die Wohnungszwangswirtſchaft, müſſe
auch ſchrittweiſe fallen. Die Partei umfaſſe als „Wirtſchaftspartei”, wie
ſie von ihren Geguern oft verächtlich genannt werde, alle Stände und
alle Schichten unſeres Volkes. Eine einſeitige Berufspartei trage nur
Gegenſätze ins öffentliche und wirtſchaftliche Leben.
Unternehmerver=
bände gäbe es in allen Parteien, ſogar in der Sozialdemokratiſchen. An
der Ausſprache beteiligte ſich das ſozialdemokratiſche
Gemeinderatsmit=
glied Hirth. Nach ihm ſprach Stadtv. Joſt (Offenbach) etwas
eingehen=
der über die Entwicklung Deutſchlands zum Einheitsſtaate, der die
Par=
tei grundſätzlich zuſtimmend gegenüberſtehe, und ſtreifte dabei auch die
Frage der Gemeinſchaftsſchule, verpaßte Sparmaßnahmen der
Sozial=
demokraten in der Staatsverwaltung, den Abbau der Zahl der
Landtags=
abgeordneten uſw. Beeres ſprach in Anlehnung an die Ausführungen
des Sozialdemokraten das Schlußwort worauf Stadtv. Joſt die
Ver=
ſammlung mit der Mahnung an die Wähler ſchloß, das Kreuz, deſſen
ſich der Menſch ſonſt ſo gern entledigte, wenn er nur könnte, am
Wahl=
tag unbedingt von ſich zu geben und in den Kreis der Liſte 7 (Deutſche
Volkspartei) zu ſetzen.
Af. Friedberg, 10. Nob. Im Saale des Hotel Trapp ſprach der
Spitzenkandidat der Deutſchen Volkspartei, Landtagsabgeordneter
Dingeldety. Die Verſammlung wurde von Gewerbelehrer Dickler
ge=
leitet, der zur Begrüßung einige grundlegende Ausführungen machte.
Der Redner gab in bekannter ausezeichneter Rede etwa folgenden
Ge=
danken Ausdruck: Noch heute ſind wir in nationalen und wirtſchaftlichen
Dingen abhängig von den Beſtimmungen des Verſailler Vertrages. Die
D.V.P. iſt immer den ſchmalen Wege der Verſtändigung gegaugen und
hat ſich dabei gehütet vor der nationalen Demütigung der Linten und
den großen Worten der Rechten. Jetzt heißt es, alle Kräfte in nationaler
Geſchloſſenheit zuſammenzuführen. Es iſt in Zukunft unmöglich, daß
in Heſſen der eine Teil im Beſitze der Macht iſt, um den anderen
plan=
mäßig auszuſchalten. Das große Ziel einer ſtarken nationalen
Volks=
gemeinſchaft kann aber auch nicht erreicht werden, wenn ſich weitere
Splitterparteien bilden. Lediglich um die Frage der Aufwertung kann
ſich keine Partei ſcharen. Tatſächlich hat auch dieſe Partei nirgends
etwas erreicht. Wie immer wird ſie durch Verzettelung des Bürgertums
nur eine Stärkung für die Sozialdemokratie bedeuten, die
Ver=
ſprechuingen, die den Anhängern gemacht werden, werden wieder nicht
erfüllt werden können, denn die großen Parteien haben die
Entſchei=
dung zu fällen. Die Anhänger der Volksrechtspartei würden alſo ihr
Intereſſe beſſer bei dieſen wahren. Um die Geſunderhalrung der
Reichs=
finanzen geht heute Deutſchlands ſchwerſter Kampf. Eine wichtige Frage
erhebt ſich, nämlich wie durch Vereinfachung des Staatsbetriebes geſpart
werden kann. Unter der Parole des Einheitsſtaates in den Wahlkampf
zu ziehen, wäre zwecklos, denn es gilt, die nächſte Zukunft zu geſtalten.
Ein Volksentſcheid über die Frage des Einheitsſtaates iſt
verfaſſungs=
mäßig nicht möglich. Den Anſchluß an Preußen, den die linken
Par=
teien vorgeſchlagen haben, wünſchen ſie nur ſo lange, als dort ihre
Parteifreumde von der Weimarer Koalition am Ruder ſitzen Pfarrer
Korell empfehle jetzt dieſen Anſchluß auch nur unter der Bedingung,
daß Preußen ſich gleichzeitig zu einem Neichsland erkläre. Das iſt jedoch
ein unmöglicher Weg. Gs müßten vielmehr eine Reihe kleinerer Länder,
in denen ja überall dieſes Problem behandelt wird, gleichzeitig
Reichs=
länder werden, dann wäre die Breſche für den Einheitsſtaat geſchlagen.
Die in Heſſen brennenden Fragen, Rcichsentſchädigung für die
Be=
ſatzungslaſt, Beſetzung der Aemter nach parteipolitiſchen Geſihtspunkten
(Fall Fuchs), Vereinfachung der Verwaltung beſpricht der Redner
ein=
gehend. Der Reichs=Sparkommiſſar hat bisher lediglich den einfachen
heſſiſchen Inſtanzenweg gelobt, ein Urteil über Finanzverwaltung und
Zentvalinſtanzen iſt nicht ergangen. In Heſſen iſt zwar eine
Steuer=
reform notwendig, doch ſind wir in dieſen Fragen ganz vom Reich
ab=
hängig. Nachdem der Redner ſich noch ausführlich über die heſſiſchen
Steuerprobleme, vor allem über den zweckmäßigſten Zeitpunkt einer
Reform ausgelaſſen hatte, ging er auf das Gebiet der kulturellen
Streit=
fragen über. Hier fand er vor allem warme Worte für unſere bewährte
heſſiſche Simultanſchule. Nachdem er unter ſtarkem Beifall geendet hatte,
ſchloß der Verſammlungsleiter, da eine Ausſprache nicht gewünſcht
wurde, nach Worten des Dankes an den Redner die Verſammlung mit
der nochmaligen Aufforderung, am Sonrtag ſeiner Wahlpflicht zu
ge=
nügen.
— Schlitz, 10. Nob. Die Deutſche Volkspartei hat hier in den
letz=
ten Tagen eine überaus rührige Tätigkeit entfaltet. Herrn
Bürger=
meiſter Niepoth iſt es gelungen, in zahlreichen Verſammlungen den
größten Teil der Bevölkerung für ſich und ſeine Partei zu gewinnen,
Im Laufe der letzten acht Tage ſind der Ortsgruppe Schlitz
der Deutſchen Volkspartei über 100 neue Mitglieder beigetreten, am
vergangenen Sonntag gelang es Herrn Dr. Nieporh, nach einem
glän=
zenden Vortrag eine Jugendgruppe zu gründen, der ſofort 50
Jugend=
liche beitraten.
— Fränkiſch=Crumbach, 10. Nov. Bei dem in Brensbach
ſtattgefun=
denen Gauturntag des Odenwaldgaues wurde das Gaufeſt für 1928 dem
hieſigen Turnverein übertragen. Der Verein beginnt jetzt ſchon mit
den Vorbereitungen, ſo daß die Gewähr für eine ordnungsgemäße
Durchführung des Feſtes gegeben iſt.
* Rohrbach, 11. Nov. Vereinswettkämpfe Ernſthofen,
Rohrbach und Wembach=Hahn. Anläßlich der alljährlichen
Vereinswettkämpfe findet am Sonntag, den 13. d8. Mts., nachm. 2 Uhr,
in Rohrbach im Saale des Gaſtwirts Peron (zur Sonne) ein
Vereins=
wettkampf der genannten Vereine ſtatt. Jeder Verein ſtellt 5 Turner.
ve am vorteilhaftesten
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Seite 8
Samsiag den 12 November 1927
Nummers
L. Kön:g, 11. Nov. Die in unſerem Orte ſehr beliebte Familie H.
Mühlhäuſer wurde in dieſen Tagen von doppelter tiefer Trauer erfüllt,
da Bruder und Sohn faſt zur ſelben Stunde im Eliſabethenſtift in
Darmſtadt ihrer Krankheit erlagen. Ein trüber, düſterer Novembertag
war es, als man den jungen, ſo jäh aus dem Leben und Schaffen
ge=
riſſenen Erwin Mühlhäuſer zur Ruhe bettete. Es ſchien, als wollte der
Himmel mittrauern, während die Bäume als letzten Gruß langſam ihre
Blätter herniederfallen ließen. „Der Wald ward ein Geſang, und ein
Gebet das große Wälder Schweigen”. Nicht der Friedhof unſeres Ortes,
nein, ſein geliebter Wald, in welchem der junge Künſtler ſo oft ſeine
Naturſtudien machte, und den er immer auſſuchte, wenn er Erholung und
Ruhe brauchte von der anſtrengenden Geiſtesarbeit der Kunſt, er ſollte
ihm auch ſeine letzte Ruheſtätte werden. Seine Lieben ſowie ſeine Freund,
die dem echten Naturmenſchen näher ſtanden, könnten ſich für ihn keinen
würdigeren Platz denken, als dort im Waldfriedhof in Darmſtadt, wo
die Wipfel der Bäume ihm leiſe das Schlummerlied ſingen, dem er im
Leben da draußen ſo oft gelauſcht hat, das Lied vom Waldesfrieden
und ew’ger Heimat.
al. Höchſt i. O., 10. Nov. Lichtbildervortrag. Der Guſtav
Adolf=Verein verenſtaltete in der hieſigen Kirche eine Feierſtunde mit
Vorführung des Films „Siebenbürgen”, bei der, erläutert durch einen
fachkundigen Vortrag, lebende Bilder aus dem Leben und den Kämpfen
des deutſch=erangeliſchen Heldenvolkes der Siebenbürger vorgeführt
wuuden. Man hat der evangeliſchen Sachſenkirche faſt ihren ganzen
Be=
ſitz, 800 000 Morgen an Aecker und Wieſen, genommen und bedroht
die deutſch=evangeliſchen Schulen mit Auflöſung, um die Sachſen zu
ent=
deutſchen. Allein in deutſcher Treue kämpfen ſie ihren Kampf um
Er=
haltung ihres Volkscharakters und ihres evangeliſchen Bekenntniſſes
weiter, bereit auch jetzt für dieſe die größten Opfer zu bringen. Dieſe
Volks= und Glaubensgenoſſen zeigten die Bilder des Siebenbürgerfilms.
Siebenbürgen ſelbſt offenbarte ſich als ein Land wit reichen
Natur=
ſchönheiten und ſchönen Städten. Der Reformator der Siebenbürger
Sachſen war Honterus, welcher ſich verhältnismäßig leicht durchſetzen
konnte, und zu deſſen Erinnerung ein ſehr ſchönes Denkmal errichtet
wurde. Der heutige Führer der evangeliſchen Glaubensſache iſt
Fried=
rich Teutſch. Weiter zeigte der Film Sitten und Gebräuche, ſowie
wun=
derbare Trachten des treuen Volkes. Mit den inhaltsvollen Worten,
„Wir wollen ſein ein einig Volk von Brüdern” ſchloß der Redner ſeine
itereſſanten Ausführungen.
b. Erbach i. O., 11. Nov. Ein Opfer ſeines Berufes wurde geſtern
abend in der G. W. Kumpfſchen Tuchfabrik der 59 Jahre alte
Fabrik=
arbeiter Johann Bleß aus Erbach. Bleß geriet beim Aufſpringen auf
den bereits eingeſchalteten elektriſchen Fahrſtuhl zu Fall und wurde
zwi=
ſchen Fahrſtuhl und Wand eingeklemmt, wobei ihm das Rückgrat
ge=
brochen wurde. Er war ſofort tot. Der ſchwer betroffenen Familie
wen=
det ſich die allgemeine Teilnahme zu. — Zur Erleichterung der
Durch=
führung der Landtagswahl wurde die Stadt in drei Wahlbezirke
einge=
teilt. Wahlbezirk 1 befindet ſich im Rathaus und 2 und 3 im alten
Schulhaus. Einteilung: Wahlbezirk 1, Buchſtabe A—G: 2 H—O und
3 P—3. Die Wahl wird in der Zeit von vormittags 9 bis nachmittags
6 Uhr durchgeführt. — Der Stenographenverein „Gabelsberger” Erbach
eröffnet am Dienstag, den 22. November d. J., einen Anfängerkurſus
in Einheitskurzſchrift.
* Brensbach, 11. Nob. Wie alljährlich veranſtaltet der Turnverein
Brensbach am Sonntag, den 13. November, ſeine Theateraufführung im
Gaſthaus „Zur Poſt‟. Es kommen zur Aufführung das Luſtſpiel „Der
verhaftete Turnverein” und das Drama „Um der Ehre willen”. Wer die
beiden Stücke nicht kennt, aber die Spielweiſe des Turnvereins, der wird
am Sonntag nicht verſäumen, den genußreichen Abend mitzuerleben.
Es wird die Aufgabe des Turnvereins ſein, für einen unterhaltenden
Abend zu ſorgen.
m. Beerfelden, 10. Nov. Verſchiedenes. Der Viehmarkt zu
Anfang der Woche war infolge des ſchlechten Wetters nur mit 180
Fer=
keln und Läuferſchweinen befahren, doch wurde ausverkauft. Das Paar
Ferkel galt 12—20 Mark, Läuferſchweine erzielten je nach Qualität pro
Stück 30—60 Mark. — Gegenwärtig finden die letzten Aufkäufe von
Obſt ſtatt. Für Wirtſchaftsobſt wurden erzielt: für Birnen 4 Mk., für
Aepfel 6 Mk. pro Zentner, ſchönes Tafelobſt: für Aepfel 8—10 Mk. Die
überaus reiche Obſternte erinnert noch einmal an die Frühjahrsfröſte,
nach denen faſt jedermann die ganze Ernte für vernichtet hielt.
* Hirſchhorn, 11 Nov. Waſſerſtand des Neckars am
10. November: 3,56 Meter; am 11. November: 565 Meter.
H. Aus dem Weſchnitztal, 9. Nov. Die
Zwangsverſteige=
rungen nehmen eben wieder in unliebſamer Weiſe überhand und
ent=
vollen wahrhaftig kein roſiges Bild unſerer heutigen Wirtſchaftslage.
Dabei kommt alles mögliche unter den „Zwangshammer”, nicht nur
Mo=
bilien, ſondern auch Immobilien. In erſter Linie ſind es Hausmöbel:
Sofas, Diwans, Vertikos, Standuhren, Nähmaſchinen uſw., die der
Voll=
ziehungsbeamte ins Auge faßt; dabei wird aber auch Klein= und
Groß=
vieh nichk verſchont, ja ſogar zu dem Grabſtein greift die Hand des
Exekutors, wie es unlängſt in einem Orte des unteren Weſchnitztales
geſchehen iſt. Zu beklagen iſt dabei, daß viele Schuldner es bis zur
Verſteigerung der Pfänder kommen laſſen und kurz vor derſelben die
Schuld begleichen ſamt den nühr unerheblichen Unkoſten. Jedenfalls
grenzt es an großen Leichtſinn, wenn man ſich Luxusmöbel
an=
ſchafft, die man nicht bar bezahlen kann. — Steuerbeſprechtag.
Das Finanzamt Fürth wird am Freitag, 18. d. M., auf dem Rathauſe
in Birkenau wieder einen Steuerbeſprechtag abhalten. Reflektanten
wollen dies bis Dienstag, den 15. d. M., auf der Bürgermeiſterei in
Birkenau anmelden.
n. Auerbach, 8. Nov. Gemeinderatsſitzung. In der
letzten öffemtlichen Sitzung des Gemeindcrats kamen folgende
Gegen=
ſtände zur Beratung und Beſchlußfaſſung: Beſtimmt wurden als
Ab=
ſtimmungsvorſteher ſowie deren Stellpertreter zur Landtagswahl als
Abſtumungsvorſteher für den Wahlbezirk 1 Bürgermeiſter
Blickens=
hörfer und als deſſen Stellvertveter Gemeinderat Graf und für den
Wahlbezirk 2 Beigeordneter Elgert und als deſſen Stellvertreter
Ge=
meinderat Gerhard. Als Schriftführer wurden die Gemeinderäte
H. Strößinger 3. (Wahlbezirk 1) und H. Strößinger 2. (Wahlbezirk 2)
beſtimmt. — Dem Verkauf von vier Grabſtätten wurde zugeſtimmt. —
Anwohner der Blücherſtraße beantragten, einen Fußgängerweg von der
Blücherſtraße bis zur Heinrichſtraße herzuſtellen. Der Gemeinderat gab
hierzu ſeine Zuſtimmung und beauftragte den Bürgermeiſter, mit einem
Grundbeſitzer, der das erforderliche Gelände abzugeben hätte, die
nötigen Verkaufsverhandlungen vorzunehmen, damit der Ausbau der
Geb. Fräulein, ſtattl.
Erſchein., ausg. 30er,
ſehr nettes, lieb. Weſ.,
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Ver=
mög., da hier fremd,
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Straße m ordnungsmäßiger Weiſe geſchehen könne. — Ueber die
An=
ſtellung eines Schulverwalters für die Fortbildungsſchule hat der
Ge=
meinderat keine Einwendung zu machen. — Die Pachtung des
Böhrin=
gerſchen Grundſtücks an der Heidelberger=Straße (früherer, Schirmplatz)
auf die Dauer von 5½ Jahren zum Preiſe von 200 Mark jährlich für
einen Sportplatz wurde genehmigt. Damit iſt die
Sportplatzangelegen=
heit endlich erledigt.
Bb. Bensheim, 7. Nov. Die hieſige Schützengilde hatte ihre
Ge=
treuen und Freunde für Samstag abend zu einem Familienabend mit
Schützenball, eine Veranſtaltung, welche in den Sälen des „Deutſchen
Hauſes” ſtattfand, eingeladen und konnte ſich einer ſehr zahlreichen
Ge=
folgſchaft erfreuen. Nach einer Begrußung durch den 2. Vorſitzenden
hielt Herr Wagner=Darmſtadt, Bezirksleiter des Südweſtdeutſchen
Sport=
verbandes der Kleinkaliberſchützen, eine Anſprache über die ſportliche
Ausbildung und die Bedeutung des Kleinkaliberſchießens. Für eine
recht ſchützenmäßige, intereſſante Unterhaltung war beſtens geſorgt
wor=
den und huldigte alsbald die Jugend eifrig dem Tanz. Den Schützen
Wilhelm Reinhardt und Bäckermeiſter Karl Köhler wurden als beſten
Schützen während des Sommerſchießens je eine Plakette überreicht. —
Die hieſige evangeliſche Gemeinde beging geſtern in der evangeliſchen
Kirche wie alljährlich einen Lutherabend, bei dem Herr Pfarrer Rieber=
Buchſchlag einen Vortrag über „Luthers Teſtament an die Gegenwart”
hielt, in dem er die beiden Geiſtespuntte beleuchtete: „Was war uns
Luther, und was iſt er uns noch?‟ Darbietungen des
Kirchengeſang=
vereins, bes Poſaunenchors und verſchiedener Deklamatoren
vervoll=
kommneten den durch Orgelſpiel eingeleiteten und beſchloſſenen Abend.
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W. Heppenheim a. d. B., 10. Nov. Fußballklub
Starken=
burgia. Der FC. Starkenburgia hält ſeine diesjährige
Herbſtveranſtal=
tung am kommenden Samstag im Gaſthaus zum „Goldenen Anker” ab.
Im Mittelpunkt des Abends wird ein Vortrag des Herrn Regierungsrats
Schneider ſowie die Aufführung der Operette „Dorothea” ſtehen. —
Wohltätigkeitskonzert. Die Schweſtern vom hl. Vincenz ſind
durch ihr ſegensreiches Wirken in den verſchiedenſten Anſtalten in unſerer
näheren und weiteren Umgebung durch ihre aufopfernde Tätigkeit im
Dienſte der kranken und notleidenden Menſchheit bekannt und haben
An=
erkennung und Würdigung gefunden. Die dringende Novwendigkeit der
Errichtung eines neuen Mutterhauſes im unbeſetzten Deutſchland hat der
Ordensgeſellſchaft eine drückende Schuldenlaſt und große Sorgen
aufge=
bürdet. Der ſtattliche Neubau in Heppenheim erfordert noch viele Opfer.
Der Bevölkerung von Heppenheim und Umgebung iſt am 20. November
durch den Beſuch des Wohltätigkeitskonzertes im Hotel „Halber Mond”
die Gelegenheit geboten, ein Scherflein zur Vollendung des guten Werkes
beizutvagen. Das Konzert, welches auch ſchon in Mainz gegeben wurde,
hat dort großen Beifall gefunden. — Wahlverſammlung. Geſtern
abend fand eine Wahlverſammlung des Zentrums ſtatt, in welcher als
Redner der Miniſter des Innern Dr. Kirnberger und
Landtagsabgeord=
neter Amtsgerichtsrat Schül=Offenbach ihr Parteiprogramm entwickelten.
C. Viernheim, 10. Nov. Kirchweih und Landtagswahſ.
Am morgigen Sonntag und die folgenden zwei Tage findet die
Viern=
heimer Kirchweih ſtatt, ſeit urdenklichen Zeiten vorbereitet und
einge=
leitet mit miſerablem Wetter. Auch in dieſem Jahre ſcheint es nicht
beſſer zu werden. Zum zweiten Male fällt bie Landtagswahl auf den
Kirchweihſonntag. Die von den einzelnen Parteien veranſtalteten
Wahl=
verſammlungen waren durchweg ſchlecht beſucht Große Wahlmüdigkeit
macht ſich überall bemerkbar. — Tabakverkauf. Dieſer Tage
wurde der Viernheimer Tabak verkauft. Mit der Anlieferung des
Sandblattes wurde bereits heute begonnen. Bei den Verhandlungen des
Tabakbauervereins mit den Händlern einigte man ſich auf einen
Grund=
preis von 68 Mk. für den Zentner. Die Qualitätszuſchlags= bzw.
Ab=
zugsſchwankung beträgt 10 Prozent, ſo daß im günſtigſten Falle 75 Mk.
für den Zentner erlöſt werden. Ein Mindererlös gegenüber dem
Vor=
jahre iſt allerdings feſtzuſtellen, was jedenfalls darauf zurückzuführen
iſt, daß ſich die Tabakanbaufläche ſeit dem vorigen Jahre um nahezu
80 Prozent erhöht hat.
* Gernsheim, 11. Nov. Waſferſtand des Rheins am
10. November: +66; am 11. November: 242.
g. Büttelborn, 11. Nob. Wie wir erfahren, beabſichtigt ein
Darm=
ſtädter Privatmann, hier ein Volksbad zu errichten, wenn die Gemeinde
ſich bereit erklärt, eine erſte Hypothek in Höhe von 10 000 Mark zu
ge=
währen.
Heſſicher Straßenbericht
für die Woche vom 13. bis 19. November 1993
(Mitgeteilt vom Heſſiſchen Automobil=Club.)
Hauptdurchgangsſtraßen in Heſſeni
Darmſtadt—Dieburg—Babenhauſen—Aſchaffenburg, beg
Babenhauſen bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Beſitz
leitungsſtraße, auf der Wagen bis 5,5 Tonnen 20 Km..
5,5 Tonnen 12 Km fahren dürfen.
Frankfurt am Main—Gießen iſt an den folgenden Stel,
Bad=Nauheim — Abzweigung nach Steinfurth bis mo
Umleitung: Perſonenkraftwagen Bad=Nauheim-Rödgen—”
Rockenberg—Griedel, Laſttraftwagen Nockenberg-Münzer-
Hörgern.
Okarben—Kloppenheim vom 24. 10. bis auf weiteres ger
leitung: Nieder=Wöllſtadt—Ilbenſtadt-Burggräfenrode-Gn
Vilbel—Kloppenheim vom 2. 9. bis auf weiteres gest
leitung über Ober= und Nieder=Erlenbach.
Bensheim—Worms (zw. Bürſtadt und Worms) Km. 390
13. 10. bis 19. 11. geſperrt. Umleitung: Hofheim.
Alsfeld—Leuſel vom 28. 9. bis auf weiteres geſperrt.
Reibertenrod — Ruhlkirchen — Angenrod oder Renzendorf
Nomrod—Angenrod
Gießen—Reiskirchen bis zum Hochdruckbehälter bei
teilweiſe mit Erdaushubmaſſen und Materialien belegt. 29
Ortsdurchfahrt Dieburg. Gemäß Polizeiverordnung
dürfen auf den nachſtehenden Ortsſtraßen m Dieburg 60.
über 2,5 Tonnen 12 Kilometer, alle anderen Fahrzeuge
fahren:
1. Ortsdurchfahr von der Altſtadt — Ecke Theobaldſtrain
Zuckerſtraße und Rheinga ſtraße bis Gundernhäuſerſtraßs
brücke).
2. Ortsdurchfahrt vom Marienplatz ab durch das Minnefelds.
Steinſtraße (Kurve) Darmſtädterſtraße bis zum Schlachtlan
3. Ortsdurchfahrt vom Fuchsberg (Ecke Straße der Repubch=
Steinſtraße bis Zuckerſtraße.
4. Schloßgaſſe und die übrigen Seitenſtraßen i der Geme
Die Ritterſtraße, die Zentturmſtraße und der
Juae=
für den Kraftfahrzeugverkehr geſperrt.
Sonſtige Straßen in Heſſen.
Lauterbach—Blitzenrod vom 14. 9. bis auf weiteres g
leitung: Rudlos—Angersbach oder Friſchborn.
Wendelsheim-Wonsheim (Ortsdurchfahrt Wonsheim)0
bis auf weiteres geſperrt Umleitung: Eckelsheim-Wöll17
heim.
Ortsdurchfahrt Wingershauſen vom 19. 10. bis auf wein.
Nmleitung von Schotten nach Eichelſachſen über Rainroß)
ſachſen nach Eſchenrod über Hof=Zwiefalten.
Hof Schönau-Rüſſelsheim (Ortsdurchfahrt Rüſſelsheir.
16. 11. geſperrt. Umleitung: Biſchofsheim.
Staufenberg—Mainzlar vom 5. 11 bis auf weiteres od
leitung: Daubringen.
Arheilgen—Schloß Kvanichſtein vom 4. 11. bis 17. 12 g0
leitung vom Südausgang Arheilgen über die alte Chauſſee=
Kranichſtein und von hier in weſtlicher Nichtung über Ein
weg bei Stellwerk 1 in die Provinzialſtraße.
Georgenhauſen-Zeilhard und Georgenhauſen—Dils3
durchfahrt Georgenhauſen vom 9. bis 16. 11. geſperrt. UI.
Tannenbaum nach Zeilhard.
Aa. Seligenſtabt, 11. Nov. Autounfall. In
Nähe des hieſigen Bahnüberganges kam ein mit zwei Perak
Auto ins Rutſchen und fuhr mit voller Wucht gegen eira.
Straßenrand. Während die beiden Inſaſſen, die dem V4y
aus dem benachbarten Froſchhauſen ſind, mit dem Schrecke a
wurde das Auto vollkommen zertrümmert.
WSN. Butzbach, 10. Nov. Wem gehört das Wi.
In der Feſtſtellungsklage, wer der rechtmäßige
EigentEF=
einiger Zeit hier erlegten Wildſchweines iſt, wurde heinE
verkündet, das dahin lautet, daß die Butzbacher Jagdgee
Eigentumsrecht hat. Das Wildſchwein gehöve dem
Landra=
auf deſſen Hofreite es erlegt wurde.
WSN. Schotten, 10. Nov. Der Kleinbahnerw
bau Wächtersbach — Birſtein — Hartmanruſ
ſichert. Unter dem Vorſitz des Kreisdirektors Böckmarn
ten und in Gegenwart des Landrates von Gelnhauſen Fiu
in Hartmannshain eine Verſammlung der Bürgermeiſter 1
räte der am Kleinbahnerweiterungsbau Birſtein—Hartmau,n
eſſierten Gemeinden ſtatt. Die Gemeinden von Hartmannside
hain und Volkartshain ſtimmten der Uebernahme der AbE
nunmehr das geſamte Aktienmaterial gezeichnet iſt, kaw
erweiterungsbau Birſtein-Hartmannshain als endgültig
ſwy=
geſehen werden. Im Frühjahr 1928 ſollen die Bauarbeiten beg W.
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— Geſtorbene. Am 1. November: Naingaß, Anna, geb. Lederer,
72 Jahre, Obergaſſe 40. — Am 2. November: Krebs, Margarete, ohne
Beruf, 22 Jahre, ledig, Ober=Ramſtadt, geſt. Grafenſtraße 9. — Am
3. November: Ihrig, Eliſabeth Katharina, ohne Beruf, 65 Jahre,
ledig, Saalbauſtraße 33. — Am 5. November: Zahrt, Dorothea, geb.
Müller, 50 Jahre, Crumſtadt, geſt. Grafenſtraße 9; Wober, Anna, ohne
Veruf, lediy, 71 Jahre, Wendelſtadtſtraße 11; Baumert, Georg,
Tag=
löhner, 73 Jahre, Nieder=Beerbach, geſt. Erbacherſtraße 25. — Am
6. November: Hilsdorf, Dorothea, geb. Gondner, 72 Jahre,
Schloß=
gartenſtraße 55; Wentzel, Eliſe, geb. Gunkel, 60 Jahre, Neckarſtraße 4;
Mühlhäuſer, Erwin, Student, 20 Jahre, König i. Odw., geſt.
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ſtraße B: Mühlhäuſer, Johann Otto, Fabrikant, 58 Jahre,
Stein=
bach i. Odw., geſt. Erbacherſtraße 25. — Am 7. November: Schmauß,
Margarete, Dienſtmädchen, 27 Jahre, Vielbrunn, geſt. Grafenſtraße 3;
Julius Maher, Kaufmann, 77 Jahre, ledig, Mühlſtraße 50; Weber,
Wilhelm, 4 Jahre, aus Eberſtadt. — Am 8. November: Meiſenzahl,
Katharina, geb. Balz. 70 Jahre, Eichbergſtr. 23. — Am 7. November:
Knell, Babette, geb. Köhler, 79 Jahre, Heinrichsſtraße 74; Holtz, Philipp,
Gendarmeriewachtmeiſter i. R., 81 Jahre, Mauerſtraße 28. — Am
8. November: Broſien, Anna Luiſe, geb. Stahr, 34 Jahre,
Blumenthal=
ſtraße 24; Scharmann, Auguſte Chriſtiane Eliſabeth, geb. Schreiner,
42 Jahre, Beckſtraße 63; Saal, Avnold, 8 Tage, Wenckſtraße 29.
Kirchliche Nachrichten
22. Sonntag nach Trinitatis (13. November 1927).
Stadtkirche. Samstag, 12. November, abends 8½ Uhr: Andacht.
Sonntag, 13. Nobember, vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Vogel. — Vorm. 11½ Uhr Kindergottesdienſt. Pfarrer Heß.
Die Stadtkirche iſt wochentags von 9—5 Uhr zu ſtiller Andacht geöffnet.
Eingang Nordtüre.
Staötkapelle. Vorm, 8½ Uhr: Morgenandacht. Pfarrer Wagner.
— Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Heß. — Vorm. 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Vogel. — Abends 5 Uhr:
Abendgottes=
dienſt. Pfarrer Schüz aus Haiderloch.
Schloßkirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Beringer.
Konfirmandenſaal im Schloß. Montag, 14. November, abends
8 Uhr: Jugendvereinigung der Stadtgemeinde (jüngere Abteilung):
Poſaunenchor. — Dienstag, 15. November, ahends 8 Uhr:
Mädchen=
vereinigung der Schloßgemeinde. — Mittwoch, 16. November, nachm.
2—4 Uhr: Handarbeitsſchule der Stadtgemeinde. — Samstag, 19.
No=
venber, nachm. 2—4 Uhr: Handarbeitsſchule der Stadtgemeinde.
Gemeindehaus (Kiesſtraße 17). Sonntag, 13. November, abends
8 Uhr: Familienabend der Schloßgemeinde. — Jugendvereinigung der
Stadtgemeinde (ältere Abteilung). — Montag, 14. November, abends
8 Uhr: Jugendbund der Lukasgemeinde. — Gemeindeverein der
Markus=
gemeinde mit Vortrag über „Zwingli” von Pfarrer Vogel. —
Diens=
tag, 15. November, abends 8 Uhr: Kirchenchor der Stadtkirche. —
Jugendvereinigung der Scadtgemeinde (jüngere Abteilung). —
Mädchen=
vereinigung der Reformationsgemeinde (jüngere Abteilung). —
Mitt=
woch, 16. November, nachmittags 3 Uhr: Jugendvereinigung der
Stadt=
gemeinde (jüngere Abteilung), Jungſchar. — Abends 6 Uhr:
Bibel=
ſtunde. Pfarrer Lautenſchläger. — Abends 8 Uhr: Kirchenchor der
Stadtkapelle und Schloßkirche. — Jugendbund der Markusgemeinde
(ältere Abteilung). — Mädchenvereinigung der Refomationsgemeinde
(älteve Abteilung). — Donuerstag, 17. November, abends 8 Uhr:
Jugendbund der Lukasgemeinde Singkreis. — Freitag, 18. November,
abends 8 Uhr: Jugendbund der Kaplaneigemeinde. — Jugendbmd der
Markusgeweinde (jüngere Abteilung). — Mütterabend der
Stadt=
gemeinde. — Samstag, 19. November, nachm. 3 Uhr:
Jugendvereini=
gung der Stadtgemeinde (jüngere Abteilung), Jungſchar: Sportplatz am
alten Arheilger Weg.
Amtshandlungen an Auswärtigen: Pfarrer Lautenſchläger.
Krankenpflege durch Diglonen: 1. Hauptſtation im neuen
Digkonen=
heim, Heidelberger Straße 21, Fernſprecher 283; 2. Nebenſtation:
Mauerſtraße 5 (in der Kleinkinderſchule der Martinsgemeinde).
Ev. Wohlfahrtsdienſt: Gemeindehaus, Kiesſtraße 17. Sprechſtunden
vormittags von 10—12 Nhr. Fernſprecher 2379.
Gemeindeamt für kinchliche Steuerangelegenheiten: Gemeindehaus,
Kiesſtraße 17, Vorderhaus. 1. Treppe. Geſchäftsſtunden vorm. von 8
bis 12 und nachm. von 3—6 Uhr. Fernſprecher 2379.
Martinsgemeinde. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Köhler. — Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt für den Oſtbezirk Pfarrer
Beringer. — Abends 6 Uhr: Abendgottesbienſt. Pfarrer Beringer.
— Mittwoch, 16. November, abends 8 Uhr im Gemeindehaus:
Bibel=
ſtunde. Pfarrer Bergér; im Martinsſtift; Bibelſtunde, Pſarrer Köhler.
Martinsgemeinde (Verſammlungen). Sonntag, 13. November,
abenbs 8 Uhr, im Gemeindehaus: Märchenſpiele, veranſtaltet von der
Spielgemeinſchaft. — Montag, 14. November, abends 8 Uhr, im Ge= trags= und Beſprcchungstage: „Die Natur als Gott undeig
meindehaus: Mädchenvereinigung Weſt; i Martinsſtift:
Mädchenver=
einigung Oſt. — Dienstag, 15. November, abends 8 Uhr, im
Gemeinde=
haus: Jugendvereinigung; im Martinsſtift: Kirchenchor. —
Donners=
tag, 17. November, abends 8 Uhr, im Gemeindehaus:
Mädchenvereini=
gung Weft; im Martinsſtift: Mädchenvereinigung Oſt; Mauerſtraße 5:
Poſaunenchör. — Freitag, 18 November, abends 8 Uhr, im Gemeinde= 5 Uhr: Paradies= und Verkündigungsſpiel aus
Oberufen=
haus: Jugendvereinigung (ältere Abteilung); Mütterabend Weſt; im
Martinsſtift: Müttcrabend Oſt.
Johanneskirche. Sonntag, 13. November, vorm. 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt. Pfarrer Marx. — Vorm. 11½ Uhr: Kindergottesdienſt.
— Mittwoch, 16. November, abends 8 Uhr: Bibelſtunde im
Gemeinde=
haus. Pfarrer Marx.
Die Johanneskirche iſt wochentags von 7½ bis 5 Uhr zu ſtiller Andacht
geöffnet.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Vorm.
16 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarraſſiſtent Georgi. Vorm. 11¼ Uhr:
Kindergostesdienſt.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Vormittags 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt. Dr. Avemarie. — Vorm. 11½ Uhr: Kindergottesdienſt.
Dr. Avemarie. — Abends 8 Uhr: Jugendvereinigung. — Montag,
abends 8 Uhr: Konzert des Frauenvereins im Gemeindehaus. —
Diens=
tag, abends 8 Uhr: Kirchencor. — Donnerstag, abends 8 Uhr:
Mütter=
abend. — Freitag, abends 8 Uhr: Kirchenchor.
Pauluskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgortesdienſt. Pfarraſſiſtent
Dr. Wendel. Vorm. 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent
Dr. Wendel. — Abends 8 Uhr: Jugendvereinigung. — Montag, abends
8 Uhr: Jugendbund. — Dienstag, abends 8½ Uhr: Kirchenchor. —
Mittwoch, abends s Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer Rückert. —
Donners=
tag, abends 8 Uhr: Mütterabend
Stiftskirche. Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarraſſiſtent
Beringer. Vormittags 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. — Evang.
Sonu=
tagsverein. Nachmittags 4—7 Uhr (pünktlich): Geburtstagsfeier.
Donnerstag, den 17. November, abends 8 Uhr: Betſtunde.
Luth. Gottesdienſt (Selbſtändige evang. luth. Kirche.) Am 22.
Sonn=
tag nach Trin., 13. November, im „Feierabend”, Stiftſtr. 51, 10 Uhr:
Prediatgottesdienſt. Pfarrvikar Lucius
Schloßkapelle Kranichſtein. Vormittags 10 Uhr:
Predigtgottes=
dienſt. Pfarraſſiſtent Wißmüller.
Stadtmiſſion (ühlſtraße 24). Sonntag, vormittags 9 Uhr: Ge= vormittags 10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrer Paul. 11½
betsſtunde. 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Nachmittags 3½ Uhr:
Bibelſtunde. Prediger Semnel. — Montag, nachmittags 4 Uhr:
Frauenarbeitsſtunde. — Dienstag, nachurittags 4 Uhr:
Frauenbibel=
ſtunde. Abends 8½ Uhr: Kriegerdankbund. — Donnerstag, abends
8½ Uhr: Bibelſtunde. Prediger Semmel. — Freitag, abends 8½ Uhr:
Blaukreuz=Bibelſtunde und Bibelſtunde in der Kinderſchule,
Beſſunger=
ſtraße 80. Prediger Semmel. — Samstag, abends 8½ Uhr:
Poſaunen=
chor.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtraße 24). Sonntag, nachmittags
2½ Uhr: Bibelbeſprechſtunde für junge Männer. Nachmittags 434 Uhr: Mittvoch: Kirchengeſangverein. — Donnerstag: Junm
Bibelbeſprechſtunde für Mädchen. — Dienstag, abends 8½ Uhr:
Mäd=
chenkreis. — Mittwoch, abends 8½ Uhr: Freundeskreis für junge
Män=
ner. — Donnerstag, abends 8 Uhr: Gebetsſtunde für junge Männer. Hauptgottesdienſt; vorm. 11 Uhr: Kindergottcsdienſt 5.
Chriſtlicher Verein junger Männer e. V. (Alexanderſtraße 22, In= 12½ Uhr: Kindergottesdienſt d. Kl.; abends 8 Uhr (pünng
fanteriekaſerne, Hof links.) Sonntag, den 13. November, vormittags abend der E. J. G. bei Behrens Hufnagel. — Montagy
9 Uhr: Pflichtverſammlung der tätigen Mitglieder. Nachmittags 2 bis
4 Uhr: Spielen auf dem Platz hinter der Turnhalle Soderſtraße
(Jung=C.). Abends 8 Uhr: „Du ſollſt den Werktag heiligen.”
Opfer=
tüten nicht vergeſſen mitzubringen. — Montag, den 14. November,
abends 8½ Uhr: Jung=C. Beſprechung von Lebensfragen nach der Bibel,
— Dienstag, den 15. November, abends 8½ Uhr: Familienkreis. „Die diger: cand. theol. Appenheimer aus Langen. — Mu=
Lüge bei Eltern und Kindern.‟ Dr. Avemarie. — Mittwoch, den
16. November, abends 8½ Uhr: Bibelſtunde (ältere Abteilung).
Donnerstag, den 17. November, abends 8½ Uhr: Heimabend. —
Frei=
tag, den 18. November, abends 8½ Uhr: Turnen und Körperſchule in
der Turnhalle der Ludwigs=Oberrealſchule. — Samstag, den 19.
No=
vember: „Durchs Schottiſche Hochland.” Lichtbildervortrag.
Möttlinger Freundeskreis. Montag, den 14. November, abends
8½ Uhr, im Feierabend, Stiftsſtr. 51: Bibelſtunde (Prediger Loos,
Frankfurt).
Chriſtlicher Jugendverein (Konfirmandenſaal, Schloßkirche).
Som=
tag, den 13. November, abends 8 Uhr: Mitgliederverſammlung.
Montag, den 14. November, abends 8 Uhr: Poſaunenchor. —
Mitt=
woch, den 16. November, abends 8½ Uhr: Familienbibelſtunde. —
Samstag, den 19. November, abends 8 Uhr: Unterhaltungsabend.
Sonntag, den 20. November, abends 8 Uhr: Totengedächtnisfeier.
Feierabend SStiftsſtraße 51): Evangeliſcher Arbeiter= und
Hand=
werkerverein. Dienstag, den 15. November, abends 8½ Uhr:
Verſamm=
lung mit Vortrag.
Die Chriſtengemeinſchaft (in der Städtiſchen Agdenr
kunſt, Eliſabethenſtraße). Vom 11. bis 13. November vn
Samstag, den 12. November: Beſprcchungen und Fragn
mit Einleitung; 5 Uhr über: „Die Chriſtusverkündigunm
beherrſchung im alten Aegypten”. 8 Uhr über: „Natunn
religiöſes Leben im Mittelalter”. — Sonntag, den 13 98.
mittags 10½ Uhr: Menſchenweihe=Handlung mit Predigtn
mit Einleitung über den chriſtlichen Schöpfungsmmt
8 Uhr: „Technik und Kunſt”, abſchließender Vorwag mii,
chung. — Freitag, den 18. November, abends 8
Uhr=
rituale der Chriſtengemeinſchaft”. Oeffentlicher Vörtrw
beantwortung, Marth. Heimeran, Pfarrer in der Chriſä
Sonſtige Gemeinſchaften.
Evangeliſche Gemeinſchaft (Eliſabethenſtraße 44).
13. November, vormittags 10 Uhr: Predigt. 11 Uhr:
Abends 8 Uhr: Predigt. — Montag: Jugendverein.
Singſtunde. — Mittwoch: Frauenverein. — Donng
ſtunde. Jedermann iſt herzlich eingeladen. Prediger S.r
Chriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt (Mollerſtraße 40).
13. November, vorm. 9,30 Uhr: Andacht. — Nachm. 3.3301
bund. — Abends 8,15 Uhr: Evangeliſation. — Mittwolg,
Uhr: Bibelſtunde. Jedermann herzlich willkommen.
Chriſtliche Verſammlung, Waldſtraße 18. Sonntag.
vorm. 11½ Uhr: Senntagsſchule; nachmittags 4½ Uhr:
des Wortes Gottes. — Mittwoch, den 16. November, akün
Gebetsſtunde. — Freitag, den 18. November, abends 8r7
ſtunde. (Betrachtungen Apoſtelgeſchichte, Kapitel 7.) Jedsenl
lich eingeladen.
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten, TA.
Samstag, den 12. November, nachm. 3 Uhr: Trauung. —
13. November, vorm. 10 Uhr: Wenn Menſchen dem Herru
Prediger Conrad. Vorm. 11 Uhr: Sonntagsſchule. 200
Was wiſſen wir von der Geſchichte des Satans? Pus,
Donnerstag, den 17. November, abends 8½ Uhr: Ves;
Frauen und Mädchen. Jedermann iſt herzlich willkommm,
Auswärtige Kirchen.
Evaugeliſche Kirche zu Eberſtadt. Sonntag, den
gottesdienſt. — Montag, abends 8 Uhr: Mädchenvone
Dienstag, abends 8 Uhr: Frauenverein. — Mittwoch,
Kirchengeſangverein. — Donnerstag, abends 8 Uhr: .
Freitag, abends 8 Uhr: Poſaunenchor.
In der Provinzial=Pflegeanſtalt: Sonntag, den 13. 9.
mittag3 2 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrer Paul.
Evangeliſche Gemeinde Roßdorf. Sonntag, den 13.
mittags 10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrer Zimmermanm9
— Freitag: Jugendbund „Wartburg”.
Evang. Gemeinde Traiſa. Somntag, 13. November.
(Rathaus) — Donnerstag: Frauenabend. — Die Abendc
fallen in dieſer Woche aus.
Evang. Gemeinde Nieder=Ramſtadt. Sonntag, 13. ..
Trin.), vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Prediger-
Hemmes aus Mainz; nachmittags ½2 Uhr: Predigtan
vereinigung. — Dienstag: Kirchenchor. — Mittwoch:
verein.
Katholiſcher Gottesdienf.
St. Liebfrauen (Klappacherſtraße). Vor Sonn= m.
Nachmittags von 5—7 Uhr und abends von 8 Uhr an E/
An Sonn= und Feiertagen: Vormittags von 6 Uhr an
heiligen Beichte. 7 Uhr: Frühmeſſe. Vor und im der
Austeilung der heiligen Kommunion. 9½ Uhr: Hocharx
Vorher Austeilung der heiligen Kommunion. Nachmi=
Chriſtenlehre. 2½ Uhr: Andacht. — Weuktagsmeſſe 1].
Schulbeginn.
Martinskapelle (Herdweg). An allen Sonn= und Fer
heilige Meſſe mit Predigt. Vorher Beichtgelegenheit. Sol
heiligen Meſſe Austeilung der heiligen Kommunion. —
Schnlzeit Dienstags und Freitags 1½ Stunde vor Schnh
Meſſe mit Austeilung der heiligen Kommunion imn der
Vorher Beichtgelegenheit.
iu
zuten, hon dok
im Reihe 10
gßür auf
Füden der
migliß ihren
huch 1ag unter i.
edine es mn dieſen
m dn bielleicht b
r. Furcht
in die andere.
icht die Beftätigr
zu müſſen, um
im ihre Vergebung
Ne Tränen in di
to geweint.
i die Echlumme
Nm Zufall ſie ge
Statt Karten.
Elſe Köhler
Helmut Schneider
Bonn
Königſtraße 16.
Verbandsreviſor
Verlobte
November 1927 Darmſiadt
Steinackerſtraße 13
29976)
Statt Karten.
Statt Karten.
Emm) Heß
Leonh. Gebhardt
beehren sich ihre Verlobung anzuzeigen
Darmstadt
Wienerstr. 93
Höchst-Erbach
i. Odw
13. November 1927.
(* 30019
Statt beſonderer Anzeige.
Geſtern abend entſchlief ſanft mein lieber
Mann, unſer guter Vater und Großvater
Profeſſor
nach längerem Teiden im Alter von 72 Jahren.
Wir bringen ihn in aller Stille auf dem
alten Friedhof zur Ruhe.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Viktoria Schleiermacher
geb. Becker.
Darmſiadt, den 11. November 1927 (17614
Von Blumenſpenden bitten wir Abſiand zu
nehmen.
Uhre Vermählung beehren sich anzuzeigen!
Peter Ruppert
Waria Ruppert
((30278
geb. Lindenberger
Die kirchl. Trauung findet Sonntag, den 13. November 1927,
nachmittags 3 Uhr, in der Martinskirche statt.
Ihre Vermählung beehren
ſich anzuzeigen:
Eduard Heiß
Statt Karten.
Eliſabeth Heiß
Nach Gottes hl. Willen entſchlief
heute Abend nachlangemſchwerem.
geb. Huß
mit großer Geduld ertragenem
Leiden, im Alter von 72 Jahren,
wohlve ſehen mit den hl. Sterbe=
Groß=Gerau, den 12 Nov. 1927
ſakramenten, mein innigſtgeliebter
Mann, unſer treuer Vater, Schwie=
WaltherRathenauſtr. 4.
gervater, Großvater und Onkel
230226
Joh. Jakob Horn
Privatier.
Adam Müller
Im Namen der Hinterbliebenen:
Babette Horn, geb. Lang.
Elſe Müller, geb. Schüler
darmſtadt, den 10. November 1927.
Vermählte soeor IIA Kirchſtraße 14
47621
aidte 1 grau
z jechlüſel an s
wier Ueberzieher
u Fülnem gebog
zen. 1 fülberne 2
H-Aselaufen: 1 HI.
mer Jagdhund
Pau md Nachtdien
Tumſtadts: Es ver
af imd in der dan
Auiche den Nachtdien
eßich
Darmſtadt
Niederſtr. 19
Eberſiadt
b. D.
Kirchl. T auung: Sonntag, den 13.
No=
vember 1927, nachm. 3½ Uhr, in der
evang Kirche zu Eberſiadt
Die Beerdigung findet Montag,
den 14 November, vorm 9 Uhr,
von der Kapelle des Friedhofs an
der Nd.=Ramſtädterſtraße aus ſtatt.
Das Seelenami wird am
Diens=
tag, den 15. November 1927,
vor=
mittags 8¾4 Uhr, in der St.
Lud=
wigskirche gehalten
Das Feſi der
Silbernen Hochzeit
teiern am 13 November Georg
Ganz und Ehefrau Katharine
Ganz in Rodau. 17583
1 rechter und 1 linker gebrauchter
LoederrHerd
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Die Hustosil-Katarrh-Bonbons
Haieren Ihre Mund- und Rochenhöhll !
sind deshalb auch ein wirksamel
geßen Ansteckung. Die kustosl- Ne
jeder Apotheke und Drogerie eil
[ ← ][ ][ → ]Mer
os flammende Meer.
Roman von Werner Scheff.
(Nachdruck verboten)
zwei Stunden ſtand das Automobil vor dem
Garten=
rmrheſchen Villa.
5noch warten, Herr Doktor?” klang die Stimme
„blieb ſtehen. Er überlegte. Dann zog er ſeine Uhr
ſrr faßte den Entſchluß, ſeinen Schwiegervater ſofort
wie immer auch ſein Wiederſehen mit Käthe aus=
. Denn fand er bei ihr die Ruhe, ſo gedachte er die
AAntlage gegen Düſtngen zu erheben. Wenn aber
im drohte der Gedankengang des Chemikers ein Ende
penn dieſe Möglichkeit war zu ſchrecklich . .. wenn
etſo ſchuldig war, wie es Düſtingen in hämiſcher
ch einem Zwangsmittel angedeutet hatte, dann war
rrgeſchrieben, dann erſt recht mußte er Robert Ernſt=
Siede ſtellen.
bleiben Sie hier, bis ich kome,” ſtieß er haſtig
rnickte dem Lenker ſeines Wagens mit düſterem
ter zierlichen Villa lag die glühende Sommerſonne.
natern ſpiegelte ſie ſich wie ein eitles Weib und blitzte
,iprer reinen Schönheit. Kein Lüftchen regte ſich. Tiefe
tate in den Räumen, die Herbert Brakke zuerſt betrat.
rar angenehm kühl, und er blieb ſtehen, um
Staub=
uo Kappe abzuwerfen. Niemand war ihm begegnet,
githſſcwaft ſchien ſein Kommen nicht bemerkt zu haben.
gllochte Käthe jetzt weilen? Wahrſcheinlich lag ſie in
Hähhrnntte auf der rückwärtigen Veranda. Dort war um
Lury;it Schatten, von dort ſah ſie auf den Garten hinaus.
Eyke durch eine Reihe von Gemächern und gelangte in
Au Ideſſen Glastür auf die Veranda führte. Draußen
ſiche in den Fäden der Hängematte. Ein leichtes
hell=
eiw umſchloß ihren Körper. Sie ſchien geleſen zu
mAngin Buch lag unter ihr auf dem Boden. Sie ſchlief.
er eſuhrfer, nachdenklicher Zug prägte ſich um ihre Lippen.
berww mit verſchränkten Armen und ſah ſie lange an, ohne
zu Awr-
9i1t üerſprechendſten Gefühle durchraſten ihn. Wie er
lieblwer ſpürte es in dieſen kurzen Minuten am ſtärkſten.
iſſiie für ihn vielleicht verloren war, zog es ihn
mäch=
zm als je zuvor. Furcht und Hoffnung warfen ihn von
er (5mirdung in die andere. Er hätte ſie jetzt am liebſten
pürgt,m nicht die Beſtätigung des Gräßlichen aus ihrem
undeb alren zu müſſen, um gleich davauf vor ihr
nieder=
ſen Awpallen, ihre Vergebung zu erflehen. Und dabei
ſtie=
ihntn ener die Tränen in die Augen, und am liebſten hätte
wie ! / Kind geweint.
9ehn ſich die Schlummernde. Fühlte ſie die Nähe
Her=
äeß ein Zufall ſie gerade in dieſem Augenblick er=
Zottezdien
½ von 8 Uhrn
3 von
Samstag, den 12 November 1927
—Sie ſchlug die Augen auf, erblickte ihn und fuhr empor. Der
Ernſt ihrer Züge wich einem Lächeln, mit dem ſie ihn
will=
kommen hieß. Sehnſüchtig ſtreckte ſie die Arme nach ihm aus
und rief ſeinen Namen.
Aber er blieb vor ihr ſtehen und anwwortete nur mit
verbiſ=
ſenem Trotz: „Ich habe mit dir zu reden, Käthe, tritt mit mir
in den Salon, denn die Arbeiter drüben im Garten ſollen nicht
hören, was wir zu ſprechen haben.”
Käthe ſchüttelte befremdet den Kopf. Aber ſie nahm an,
daß es zwiſchen ihrem Vater und ihrem Gatten zu einer
heſti=
gen Auseinanderſetzung gekommen ſei, und daß Herbert ihr
da=
von Mitteilung zu machen wünſche. Daher folgte ſie ſeiner
Auf=
forderung. Sie erhob ſich und verſuchte Herbert zu umfangen
und zu küſſen. Denn was immer auch geſchehen mochte, ihr
ſchien alles gering gegen ihre Liebe. Die würde ſchon darüber
hinwegkommen, falls ihr Vater und Herbert ſich nicht vertrugen.
Wozu war denn ſie da?
Als er auswich und raſch an ihr vorüber in das Haus trat,
biß ſie ſich auf die Lippen und ängerte ſich. Es war doch zu
dumm, ſo etwas ſo ernſt zu nehmen! Wber ſie wollte ihn ſchon
verſöhnen. Schließlich trug Papa ganz allein die Schuld an
allem. Weshalb ſchloß er Verträge, um ſie dann nicht zu
hal=
ten? Und ſo, völlig beruhigt durch ihre eigenen Erwägungen,
war ſie Herbert in den Salon gefolgt.
„Mach’ es kurz, Schatz”, rief ſie ihm zu, „ſeit geſtern abend
habe ich dich nicht wiedergeſehen, und jetzt gönnſt du mir nicht
einmal einen Kuß. Und warum? Weil du wahrſcheinlich mit
Papa Aerger gehabt haſt und mich feierlich davon verſtändigen
willſt, daß du deinem Herrn Schwiegerpapa böſe biſt?”
Herbert ſchüttelte den Kopf. Er rang gegen die Bedenken,
die ſich ihm aufdrängten. Denn er dachte daran, was wohl
Käthe ſagen würde, wenn er die Beſchuldigung ausſprach und
ihr grundlos nahetrat. O, er war deſſen gewiß, daß er ihr
vur in die Augen zu ſehen brauchte, um ſofort zu erkennen, ob
Düſtingen gelogen hätte oder nicht. So ſtarrte er ſie mit einem
faſt unheimlichen Ausdruck an und ſagte langſam, jedes Wort
betonend:
Kaisersbrust-Caramellen
mit den, 5 Tannen:
Dieses seit 35 Jahren bewährte Hustenmittel, köstlich schmeckend,
darf über die Winterzeit bei Ihnen sicht fehlen! Dinn werd n Sie
verschont sein vor Husten, Heiserkeit, Katarrh, Verschleimung.
Paket 40 Pf.. Dose 80 Pf
II St 15730
Seite 11
„Das iſt es nicht, Käthe. Viel mehr ſteht auf dem Spiele
als meine Beziehungen zu deinem Vater.”
Sie wurde auf ſeinen ſeltſamen Ernſt aufmerkſam, erkannte,
daß ſich ingend ewwas ihr noch Unerklärliches, aber wohl
Bedroh=
liches ereignet haben müſſe, und fragte erſchreckt:
„Sprich doch, Herbert, was erregt dich ſo?‟
Er trat auf ſie zu und packte ſie ſo heftig an der Hand, daß
ſie leiſe aufſchrie. „Käthe . ." . wage nicht, mich in dieſer Stunde
zu belügen! Sage wir offen: Was hat ſich zwiſchen Waldemar
von Karen und dir ereignet, bevor du meine Frau wurdeſt?”
Erſtarrt in namenloſem Entſetzen ſtand Käthe vor ihm. Und
hätte er nichts anderes geſehen als ihre Bläſſe, nichts anderes
gehört als den mühſam unterdrückten Schrei, nicht mehr gefühlt
als das Zittern, das ihren Körper überlief und die Hand beben
ließ, die er umklammert hielt, ihm wäre klar geworden, daß eine
Schuldige vor ihm ſtand. Sie hielt ſeinen Blick nicht aus, ſchlug
die Augen nieder und begann plötzlich zu ſchluchzen, daß es ihren
Körper wie eine Folge ſchwerer Stöße erſchütterte.
Sie riß ſich los, warf ſich in einen Seſſel und ſchlug die
Hände vor das Geſicht. Er ſah und hörte ſie troſtlos weinen.
Und nun wußte er, daß der Mann, dem er dieſe Stunde der
Offenbarung verdankte, die Wahrheit geſprochen hatte. Keim
Zweifel, ſo benahm ſich nur eine Schuldige. Wer Gelegenheit
hat, mit einem einzigen Wort alles zu vernichten, was ihn von
einem geliebten Menſchen ſcheidet, der weint nicht, der ſpricht
dieſes Wort aus. Käthe aber wagte nicht, ihn zu belügen. Das
Unvermittelte ſeiner Frage hatte ihr die Möglichkeit geraubt, ſich
durch ein Nein zu reinigen.
So groß, ſo ungeheuerlich war der Schmerz, der Herbert
Brakke packte, daß er zuerſt kein Wort des Vowurfs fand. Er
blickte nur auf die junge Frau und wartete auf ein Wunder.
Würde ſie ſich nicht plötzlich erheben und alles, alles erklären?
War es denn überhaupt möglich, daß die furchtbare Anklage keine
andere Eriderung in ihr hervorrief, als Tränen?
Da richtete ſie ſich auf. Sie rief ſeinen Namen. Aber es
klang wie eine Abbitte. Ja .. . ja, die Schuld leuchtete ihr aus
den Augen, ſtand in ihren Mienen, die vom Schrecken des
Augen=
blicks wie entſtellt ſchienen.
„Herbert”, ſagte ſie wieder, „ich . . . ich werde dir alles
er=
klären! Nur verurteile mich nicht, bevor du mich angehört haſt.”
Nun ſtraffte ſich die Geſtalt des Chemikers, und aus ſeinen
Worten ſprach düſtere Entſchloſſenheit.
„Was könnteſt du mir noch zu ſagen haben?
Entſchuldigun=
gen, aber keine Erklärung! Erklären läßt ſich vielleicht, daß du
deinem Jugendgeliebten ſo viel gegeben haſt, wie ein Mädchen
überhaupt zu geben verwag. Daß du aber danach den Mut
be=
ſaßeſt, mein Weib zu werden, dafür fändeſt du keine Erklärung!
Selbſt deine Liebe wäre dafür nur eine Entſchuldigung. Für
mich aber iſt alles aus. Zwiſchen uns gibt es keine Gemeinſchaft
mehr!”
„Herbert”, klang es wieder von ihren Lippen. Sie wollte ſich
erheben, aber ſie ſchien zu ſchwach. Das Entſetzen lähmte ihre
Kräfte.
(Fortſetzung folgt.)
iitsteerkündigungen des Kreisamts
uund den Betanntmachungen des
Iseiamts Darmſtadt.
beſiſnn 1 graue Knabenmütze Eine
anvermütze. 1 grauer Kinder=
Uſchen 1 Schulranzen mit
Metz=
inder=Kamelhaarſchuh Ein
u mit gelbem Griff. „Drei
i ing. 2 Schlüſſel an Sicher=
1B1 ſchwarzer Ueberzieher Ein
mh nit grünem gebogen. Griff.
Scheinen. 1 ſilberne Damen=
. — Zugelaufen: 1 kl. graues
wp hrauner Jagdhund.
ms) ienſ und Nachtdienſt in
Ben Darmſtadts: Es verſehen
mspienſt und in der daran ſich
Mn-oche den Nachtdienſt vom
m3 einſchließlich 19 Nov die
Bchicke, Ballonplatz 11, die Adler=
Wichelminenplatz 17, die Hirſch=
Aiewe.=Ramſtädterſtraße 21.
Faulagswahl 1927.
Un ie des Herrn Ludwig Graß
Alſch Herrn Kaufmann Wil=
Am (cra d hier zum ſtell vertreten
RAſckofſteher im 37. Wahlbezirk
panndk
(st17635
Dartifrdi, den 11. Nov. 1927.
Autswerbürgermeiſter.
Auften von
Straßenbau=
waterialien.
Sür WAusführung von Kleinpflaſter
M deuk on inzialſtraße Darmſtadt—
AtelAb —Groß-Gerau km 7,27
O 90Mauvn km 12,2—13,7 foll das
Mah A” von Stückſteinen,
Wand=
einerc ernpflaſterſteinen, Klein=
Mag 4 . Rheinſand, zuſammen
210 Tſlten in einzelnen Loſen ver=
Zeben rIhen
Lie Wnxungen liegen in den Dienſt=
2Aumenih Arovinzialſtraßenbauverwal=
* ung inſsnt ſtadt, Neckarſtraße 3, Zim=
Ner 34 y woſelbſt Angebotsformu=
Rre ab /bem werden, die verſchleſſen
ha enlBſazender Aufſchrift verſehen
Mie ſpeſem Freitag, den 18. ds.
Ms, 4m ittags 10 Uhr, hierher
Mureit”s ſend.
(17604
Lar /Pd, den 10. Nov. 1927.
Propil Rlleirektion Starkenburg
(Tiefbau)
e=Verſteigerung.
De Etſteigerung der Weidenernte
E Geuleide Griesheim bei Darmſtadt
Schitnger, der Sandkaut, Birken=
Ddes PAunswieſe, am Landgraben
Md us n Eichwald ſindet am
Mitwe oen 18. November ds.
vormittags 10 Uhr,
M derlheigen Nathaus ſtatt.
Oinen wollen eine vorherige
Dich Eit les Weiden vormehmen.
Gri
y., den 9. Nov. 1927.
Ben.
gerrmeiſterel Griesheim b. 2.
Feldmann.
(17584
Ureppeiüber Nacht trochen (157694
Sen=Krauth Eſchollbrückerſtr. 3
NUK
Wolle
Baranll walltel die Baltt
nur bei
UANZ
9
SaLTdA
7645
Darmstadt
kaus für daiten srrans mnrsaaben=Shaiten
B
3kugel
Nesen n
Neeene
Hese ne
Überoll
Auf Wugch ehältich.
Berugs-
Aaee
Nachweis
lurch
Hes ne
uachn
H et
Hes e
Jagdabgabe
Eine 1 700 Morgen gr. hüb chgeleg.
Feld= u. Waldjagd
mit gutem Beſtand an Rehen, Haſen
Faſanen u. Feldhühnern etc., an der
Bergſtraße (in der Nähe der Main=
Neckarbahn), iſt wegzugsh. abzugeb.
Die Jagd läuft noch 5 Jahre. Gefl.
Anfr. unt. J134 an d. Geſchſt. (17585ss
Faſel=Verkauf.
Die Gemeinde Nieder=Veerbach
beab=
ichtigt, einen gut genährten Faſel im
Wege des öffentlichen Angebotes zu
ver=
äußern. Die Intereſſenten wollen ihre
Angebote, auf das Pfund Lebendgewicht
lautend, verſchloſſen bis längſtens
Diens=
jag, den 15. ds. Mts., nachmittags
6 Uhr, auf der Bürgermeiſterei ein=
(17586
reichen.
Nieder=Beerbach, den 11. Nov. 1927.
Heſſiſche Bürgermeiſterei.
Tritſch.
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Obſtſchaumwein
Pfälzer, Rheinheſſ. und Rheingauer
Weiß= u. Rotweine
Deutſcher Weinbrand 1/, Fl. 3 ℳ
Wa H
F. 3.55
und andere Marfen
Zweiſchenwaſſer, Kirchwaſſer.
Arrac, Rum, Liköre uſw.
in Flaſchen und ausgemeſſen
Natürliche Mineralwäſſei
aller gebräuchlichen Brunnen
VilbelerEliſabetbbrunn. /, Fl. 20₰
Kaiſer=Friedrich=Quclle 1, „ 409
Martin Jahn
uter Chronik.
3ou
nuf b
ibichen,
iſchers U.
Lautſprecher 10 Pf.
Vorführung. — Auf
Auskunft unverb
Geite 13
und Ausland.
destagung des Vereins zur
er Intereſſen der chemiſchen
Ia firie Deutſch ands.
g. M. Die Jubiläumsfeier, im
ack der Feſtvortrag des Herrn Ge=
„. Weinberg über „Das Zeitalter der
ſirie” ſtehen wird, wurde am Freitag
ainen Begrüßungsabend im Großen
zei=gartens, bei dem Herr Geheimrat
Begrüßungsanſprache hielt. Im
ſit ud Nachmittags fanden die
Sitzun=
tarsſchüſſe und des Geſamtausſchuſſes
. denen am Nachmittag eine
ge=
ure erverſammlung folgte. Wie bei den
arngen fanden auch zur diesjährigen
gtürg gleichzeitig die
Verwaltungsrats=
um uexptverſammlungen der dem Verein
zweriiſchen Geſellſchaften ſtatt.
Erty iſcher=Geſellſchaft, deren
„uerrn Geheimrat A. v. Weinberg prä=
„ſumte mitteilen, daß die Kaiſer=
Wil=
ſefellut, der ein Betrag zur Fortſetzung
n Forſchungsarbeiten übermittelt
„hui ſſem Jahre die Erwartungen erfüllt
Profi 6 berichtete über die Arbeit ſeines
z. dſusegelungen ſei, Zelluloſe=Derivate in
rtigehmuckand zu erhalten. Durch die Phyſik
weitele f gutem Wege. Auch in den beiden
zaſte lungen ſind gute Fortſchritte er=
118 poſitives Ergebnis ſei die
Her=
wntes Nr. 91 in wägbaren Mengen
Schuhe
Liebig=Geſellſchaft, eine
gig für promovierte Chemiker und für
Schuheng ütö chſchule, deren Tagung Vertreter
heus gs, aus Süddeutſchland und
Sach=
ääne ſehr ſegensreich wirkende Ge=
Schuhell, hakuu Stipendienmittel ſchon Ende Juli
skierntragten weiteren Mittel wurden
egt wurde, Geſuche, die nicht mehr
Eidm können, der Notgemeinſchaft der
chuhe.
nWLft—ft zu empfehlen. Der ſehr rührig
ue Scuden=Ausſchuß wurde wiedergewählt.
Adrb/2 geher=Geſellſchaft deren
in Aeö=uptſache der chemiſchen Literatur
erleſ) nnter dem Vorſitz von Geheimrat
ntrt Frräß ihre Regularien. Der
Feſt=
am i3ng im Palmengarten, bei der der
ſitzha des Vereins zur Wahrung der In=
Schahe ſ dert tüchen Induſtrie Deutſchlands, Herr
rat Y3lFſchläger, die Begrüßungsanſprache
ließſt; nach einem Feſtkonzert im
Frank=
hdschuhe Sp Kus unter Leitung von Generalmuſik=
Dr4 wens Krauß und unter Mitwirkung
AuS org Kulenkampff=Berlin, das von
Ate induſtrie A.=G. dargeboten wird,
wjäzieller Empfang durch die Stadt
iſp m Römer an.
mnkfurter Chronik.
Aß½ Dem Zov. Eine hochintereſſante
Ar Vögel traf von einer Londoner
ü Daufe der letzten Tage ein. Am
ſt än überaus farbenprächtiger, hier
eit Totflügelſittich aus
Auſtra=
ſr Schönheit ſind 3 Arten
Zwerg=
ſüdie zu den afrikaniſchen ſog. „
Un=
ichGteſören, nämlich 2 Paare der
gelb=
n=Köpfchen, 2 Paare der
rot=
ug dören Fiſchers
Unzertrenn=
uuſd Baar der hellrotköpfigen, auch als
er=Ktür bezeichneten Nyaſſa=
Unzer=
imu Ferner trafen ein 2 der in der
ahleze!! neuerdings ſo beliebt gewordenen
Bch Sapageien, und zwar ein ausge=
Renſch im Jugendgefieder befindliches
ſe Näurg wird vervollſtändigt durch 3 der
latziſaz, ſpitzſchnäbeligen Kaſſiken ver=
FrA — Im Antilopenhaus, das ſoeben
uenſſ nm=Anſtrich erhält, ſind neue Nach=
3u Eſſichren, nämlich 2 muntere Kitzchen
Gilſi zäegen=Antilopen=Herde.
vge (üh und der junge Waſſerbock ent=
9Atunlich raſch. — Gute Fortſchritte
uuch A ſvelbliche Giraffe „Aruſha”. —
Nm bbeheyen Anziehungspunkt des Gartens
or4k) der jungen Raubtiere geworden,
* Drefſi ſändig fortſchreitet. Die kleinen
en unhe Mer arbeiten ihre zahlreichen neuen
Mi 9 grichen Sicherheit wie erwachſene
Skite es Fahrſtuhlunglück. Im
werkerll” geriet am Freitag der Hausmeiſter
us Aunät beſchäftigt war, den Paternoſter
verek wſſchen zwei Geſchoſſen in den
NenlauAt; Fahrſtuhls und wurde ſo ſchwer
DEi U— das Heiliggeiſthoſpital gebracht
Evo, er in bedenklichem Zuſtand dar=
Fuerwehr wurde herbeigeholt und
ſhenge auseinander, ſo daß der Un=
Fmerden konnte.
Fhashe Staatlichen Zeichenakademie
in Hanau.
. Der ſchon in der Vorkriegszeit=
Alan, für die in Hanau beſtehende
Augemie (Fachſchule für die Metall=
Aeubau zu errichten, ſoll nunmehr
erng humg entgegenſehen, da die zwiſchen
nreußiſchen Miniſterium und dem
Sradt Hanau geführten
Verhand=
urmzipiellen Einigung geführt haben.
D— Stadt Hanau bereit erklärt, in
Sarnufers bei der Steinheimer Neuen
enen Neubau zu errichten und
9 preußiſchen Staat zu übergeben.
iſ ung der Akademie übernimmt der
Das ſeither benutzte Gebäude der
uoemie geht in das Eigentum der
Dnerus, die darin die Städtiſche Gewerbe=
Hiera znz will. Zu den Einrichtungskoſten
*
Moo Mallt . % Staat einen Zuſchuß von
Geicteimllene
A
Eiſenbahnräuber.
ach. In einer der letzten Nächte
vor
enbahnräubern aus einem fahrenden
rfen
P. Säcke auf die Bahnböſchung
ge=
vern e hatten in den gefüllten Säcken
ℳ/ Räuße Mu ſcdoch enthielten ſie nur Gips. Als
üute am /w. Irrtum bemerkten, ließen ſie die
Dumm liegen und verſchwanden
Samstag den 12 November 1927
Rieſen=Bürohaus in Hamburg.
20 000 Quadratmeter Nutzfläche.
Das Modell des Neubaus „Sprinkenhof”.
Die feierliche Grundſteinlegung eines modernen Bureauhauſes „Sprinkenhof” fand kürzlich in
Hamburg ſtatt. Der gewaltige Bau bedeckt 2000 Quadratmeter Bodenfläche und iſt mit 8500
Quadratmetern Bureau=, 9500 Quadratmetern Wohn= und 1650 Quadratmetern Garagefläche
ge=
plant. Die Koſten ſtellen ſich auf 4,5 Millionen Mark.
50 Prozent Brennſtofferſparnis im Bahnbetrieb.
Neue Turbinenlokomotive der Reichsbahn
Die neue Turbinentolomotive,
welche die Reichsbahn in den Maffei=Werken zu München konſtruieren ließ, verbraucht um
50 Prozent, weniger Brennſtoff als die gewöhnlichen Kolbenlokomotiven.
Die noble Geſte von früher.
Ba. Wiesbaden. Das zwanzigjährige
Jubi=
läum begeht die Verbreiterung der Langgaſſ= und
der Kirchgaſſe. 1907 wurde am ſogenannten „
ſchar=
fen Eck”, an der Ecke Michelsberg und Kirchgaſſe
das früher Wolff’ſche Haus, Langgaſſe 1, abgeriſſen.
Es iſt dann ein Neubau dort entſtanden, bei dem
der Fluchtlinienplan eine Verbreiterung der engen
Langgaſſe um zehn Meter vorſah. Auch der Ankauf
des daneben liegenden Hauſes in der Marktſtraße, in
dem ſich die bekannte Metzgerei von Menges (jetzt auf
dem Michelsberg) befand, wurde von der Stadt
be=
ſchloſſen. Der damalige Beſitzer verlangte vor 20
Jahren für das auf Abbruch und zur
Straßenver=
breiterung ſtädtiſcherſeits angekaufte Haus die hübſche
Summe von 270000 Mark. Dieſe allzu hohe
For=
derung wurde von der Stadtverordnetenverſammlung
von 1907 jedoch abgelehnt. Darauf wurden vom
Hausbeſitzer 30000 Mark von der Forderung
abge=
laſſen und ſchließlich einigte man ſich. Das alte Haus
machte dann, nachdem die Straße bzw. der
Bürger=
ſteig verbreitert war, dem Neubau des
Guttmann=
ſchen Kaufhauſes Platz. Das Wolff’ſche Haus war
noch erheblich teurer, als das von Menges geweſen.
Jetzt handelt der Magiſtrat beim Ankauf von
Grund=
ſtücken mehr denn früher ab und bezählt meiſt nur
einen verhältnismäßig geringen Prozentſatz der
Frie=
denstaxe. Die Stadtväter haben rechnen gelernt, und
die Bewilligung der Grundſtücksankäufe, die der
Magiſtrat tätigt, erledigt ſich in der
Stadtverord=
netenverſammlung meiſt glatt ohne jede Debatte.
Denn dieſe Ankäufe ſind für den Stadtſäckel jetzt faſt
ausnahmslos ein gutes Geſchäft, was früher meiſt
nicht der Fall war. Sonſt wäre das ſtädtiſche
Ge=
lände bei den früheren Kaſernen, an den alten
Bahnhöfen und beim jetzigen Hauptbahnhof nicht ſeit
zwei Jahrzehnten unbebaut geblieben.
Schweres Fabrikunglück.
Ein Toter, ein Schwerverletzter.
Hagen. Bei der Firma Wippermann A.=G. in
Hagen=Deſtern fielen aufeinandergeſtellte Glühtöpfe
durch Erſchütterung um und begruben zwei Arbeiter
unter ſich. Beide wurden ſchwer verletzt ins
Kran=
kenhaus eingeliefert, wo inzwiſchen der eine, Vater
von 13 Kindern, ſeinen Verletzungen erlegen iſt. An
dem Aufkommen des zweiten wird gezweifelt.
Eine zwölfköpfige Verbrecherbande abgeurteilt.
TU. Schwerin. Freitag mittag fällte das
Er=
weiterte Schöffengericht in Grabow gegen die von
dem polniſchen Schnitter Suſka geführte zwölfköpfige
Einbrecherbande, die ſeit Jahren Mecklenburg und
andere Teile Norddeutſchlands heimgeſucht, das
Ur=
teil. Der Hauptangeklagte Suſka erhielt 15 Jahre
Zuchthaus, ſieben Angeklagte erhielten insgeſamt 16
Jahre und drei Monate Zuchthaus, die übrigen
An=
geklagten insgeſamt 12½ Jahre Gefängnis.
Die Angelegenheit Blumenſtein.
Wien. Bei der von der Polizei zur weiteren
Aufklärung der Angelegenheit Blumenſtein am 8.
No=
vember vorgenommenen Durchſuchung wurde eine
Reihe von Briefen beſchlagnahmt, die ſich auf den
Ankauf von Wertpapieren beziehen, und ſolche, die
die jetzt in Paris verhafteten Komplizen
Blumen=
ſteins aus Paris an ihn richteten. Auch Wertpapiere
wurden aufgefunden.
Großfeuer.
Ober=Warth. In Groß=Petersdorf im
Bur=
genlande brach am Donnerstag durch Funkenflug
einer Induſtriebahn Feuer aus, dem 24 Häuſer, in
der Hauptſache Wirtſchaftsgebäude und drei
Wohn=
gebäude zum Opfer fielen.
Der große Mordprozeß in Weiden.
TU. Weiden. Der dritte Tag des großen
Gift=
mordprozeſſes war wiederum ausgefüllt mit
Zeugen=
ausſagen. Entſcheidende Bedeutung wird jedoch erſt
dem Gutachten des Sachverſtändigen zukommen, das
am Freitag zu erwarten iſt. Am Schluß der
Ver=
handlungen erklärte der Staatsanwalt, es ſei
mög=
lich, daß ſich die Anklage für jeden einzelnen der fünf
Morde nicht aufrechterhalten laſſen könne, ſo daß
eventuell Freiſprechung erfolge. Für dieſen Fall
werde er Anklage auf Grund des Paragraphen 139
des Strafgeſetzbuches erheben, der beſagt, daß mit
Gefängnis beſtraft wird, wer von dem Vorhaben
eines Mordes Kenntnis hat, es aber unterläßt, der
Behörde Anzeige zu erſtatten. Bekanntlich haben ſich
die beiden Angeklagten des Giftmordes in einzelnen
Fällen beſchuldigt, ohne indeſſen den ſchlüſſigen
Be=
weis dafür erbringen zu können. Vorausſichtlich
werden bereits am Freitag die Plaidoyers beginnen.
Auch im Heydebrand=Prozeß legt der
Staats=
anwalt die Reviſion ein.
TU. Breslau. Wie die Breslauer
Oberſtaats=
anwaltſchaft beſtätigt, hat der Staatsanwalt im
Heydebrand=Prozeß die Reviſion eingelegt. Die
Be=
gründung der Reviſion kann aber erſt erfolgen, wenn
der Staatsanwalt die Urteilsausfertigung in
Hän=
den hat.
Hochwaſſergefahr in Tirol.
FU. Junsbruck. Auch in Tirol iſt neuerdings
Hochwaſſergefahr eingetreten. Am Donnerstag früh
wurde die Lage beſonders, im Gſchnitztal äußerſt
ſchwierig. Die Waſſermaſſen riſſen eine Brücke weg
und zerſtörten die nach der letzten Kataſtrophe im
September notdürftig hergerichteten Oberſchutzbauten.
Auch Steinach am Brenner war ſeit den
Morgen=
ſtunden ſchwer bedroht, ſo daß die Feuerwehr
alar=
miert wurde. Insbeſondere war dort das
Elektrizi=
tätswerk und der Friedhof bedroht. Zur Sicherung
der gefährdeten Objekte ſind aus Innsbruck
Pionier=
truppen angefordert worden. Am Nachmittag beſſerte
ſich die Lage, da der ſtarke Regen in Schneefall
über=
gegangen iſt. Auch aus den übrigen Tälern des
Landes wird ſtarker Schneefall gemeldet. Aus Süd=,
tirol liegen Nachrichten vor, daß es in verſchiedenen
Seitentälern der Etſch ebenfalls zu Hochwaſſerſchäden
gekommen iſt.
Neue Erdſtöße in der Steiermark.
TU. Graz. Wie das „Neue Grazer Tagblatt”
aus Mürz=Zuſchlag meldet, wurden am Freitag
vor=
mittag 9,37 Uhr zwei heftige Erdſtöße verſpürt. Das
Beben wurde auch in Krieglach beobachtet. Schaden
wurde durch die neuen Erdſtöße nicht angerichtet.
Ein amerikaniſcher Schoner geſunken.
TU. London. Nach einem Telegramm des
Ver=
treters von Lloyds Regiſter aus New York iſt der
amerikaniſche Schoner „Virginia Pendleton”
ge=
ſunken. Drei Mann der Befatzung ſind ertrunken.
Ankunft britiſcher Marineflieger in Baſra.
FU. London. Die vier britiſchen
Marineflug=
zeuge, die von England nach Auſtralien unterwegs
ſind, trafen in Baſra ein. — Sir Allan Copham
wird am 17. November von Rocheſter zu ſeinem
20 000 Meilen=Flug rund um Afrika ſtarten und von
ſeiner Frau begleitet werden.
Taufe des Sohnes des Prinzen von Heſſen und
der Prinzeſſin Mafalda.
TU. Rom. In der Privatkapelle des Königs
von Italien in der Villa Savoya in Rom fand die
Taufe des Sohnes des Prinzen von Heſſen und der
Prinzeiſin Mafalda ſtatt. Der Täufling erhielt den
Namen Heinrich.
* Tſchechiſcher Wahlſchwindel.
Aus Südmähren (Tſchechoſlowakei) wird uns
be=
richtet: Mit welchen Mitteln die tſchechiſchen
Minder=
heiten in den deutſchen Dörfern arbeiten, um ſich
durchzuſetzen, dafür kann die folgende Geſchichte, die
ſich in der Umgebung Znaims gelegentlich der
Vor=
bereitungen für die letzte Gemeindewahl am 16.
Ok=
tober zugetragen hat, als bezeichnender Beleg gelten.
Die tſchechiſchen Minderheitsführer in jenem Orte, die
genau wußten, daß ſie ſchwerlich die durch das Geſetz
vorgeſchriebene Anzahl von Unterſchriften aufbringen
werden, um das Verlangen nach Durchführung der
Wahl nach dem Grundſatze der verhältnismäßigen
Vertretung rechtsgültig zu machen und die
anderer=
ſeits ganz richtig auf die Unkenntnis der tſchechiſchen
Sprache bei unſeren deutſchen Bauern und auf die
Sorgloſigkeit ſpekulierten, mit welcher viele von dieſen
jedes, ihnen auch gänzlich unverſtändliche Schriftſtück,
ſofern es ihnen nur von einem Organ mit einer
Be=
amtenkappe präſentiert wird unterfertigen, verfielen
nun auf den gewiſſenloſen Gedanken, ſich zur
Be=
ſchaffung der notwendigen Unterſchriften des
Brief=
trägers zu bedienen. Bei ſeinen Botengängen legte
dieſer einer ganzen Anzahl von deutſchen Einwohnern
ein in tſchechiſcher Sprache abgefaßtes Schriftſtück vor,
deſſen Inhalt ihnen, da ſie natürlich kein. Wort
tſchechiſch verſtanden, wohlweislich verſchwiegen
wurde, das ſie aber deſſenungeachtet unbedenklich
unterſchrieben. Nachträglich hatte dann eine Anzahl
von deutſchen Bauern zu ihrer unangenehmen
Ueber=
raſchung entdeckt, daß ſie der tſchechiſchen Liſte zur
Gültigkeit verholfen haben, wenn nicht der
Bürger=
meiſter noch rechtzeitig dem Schwindel auf die Spur
gekommen wäre und der eigentümlichen
Unterſchrif=
tenſammelaktion ein Ende bereitet hätte.
Die Unwetterſchäden in Italien.
EP. Mailand. Aus ganz Oberitalien, dem
Ge=
biete des Tyrrheniſchen Meeres, der liguriſchen Küſte,
ſowie aus den Dolomiten kommen Nachrichten über
verheerende Unwetter. Der Sturm im oberen
Tyr=
rheniſchen Meer hat in Livorno den geſamten
Hafen=
verkehr lahmgelegt, ſo daß nicht einmal die
Poſt=
dampfer nach Korſika auslaufen können. Die
Sturm=
flut hat die Straßen=Allee längs des Meeres
über=
ſchwemmt. — In Trieſt iſt das Meer während des
Sturmes in die Stadt eingedrungen, ſo daß der
Straßenbahnverkehr eingeſtellt werden mußte. Das
Waſſer drang in das Hafenkommando und in mehrere
Kaufläden längs des Ufers ein. Der Zugang zu
mehreren Gebäuden wurde von den Fluten
ver=
ſperrt. — In der Stadt und Provinz Parma hat
ein heftiger Sturm großen Schaden angerichtet. In
Parma wurden mehrere Kirchen beſchädigt und das
Bleidach einer Kirche fortgetragen. Ein Bahnwärter
wurde vom Sturm auf das Gleis geworfen und vom
Zug überfahren. — Im bergamaskiſchen Val di
Scalve wurde ein Elektrizitätswerk unter Waſſer
geſetzt. Der vom Unwetter in dem Tal angerichtete
Schaden wird auf 4 Millionen geſchätzt. Die
Eiſen=
bahnlinie Brescia—Edolo iſt unterbrochen. — Die
Dolomiten ſind bis tief in die Täter hinein verſchneit.
Bei Franzensfeſte wurden einige Verbauungen vom
Hochwaſſer der Eiſack wieder fortgeriſſen. Bei Riva
am Gardaſee wurden viele Bäume entwurzelt. Die
Etſch führt ebenfalls Hochwaſſer.
Diamantenſchmuggel.
EP. NewYork. Als der zweite Elektriker des
in New York eingelaufenen Dampfers „Lappland”
ſich an Land begab, wurde er verhaftet, da einem
Zollbeamten, die außergewöhnliche Größe ſeiner
Schuhe aufgefallen war. Bei der Unterſuchung ſtellte
ſich denn auch heraus, daß in dem Abſatz ein
Dia=
mantring im Werte von 100 000 Dollar verborgen
war, der auf dieſe Weiſe eingeſchmuggelt werden
ſollte. Der Verhaftete gab fünf Helfershelfer an, die
gleichfalls feſtgenommen wurden. Es ſcheint ſich um
Mitglieder einer Diamantenſchmugglergeſellſchaft zu
handeln, die Beziehungen zu Antwerpen haben ſoll.
Eine Dynamitfabrik in die Luft geflogen.
TU. NewYork. In Bahia wurde eine
Dyna=
mitfabrik durch Exploſion völlig zerſtört, wobei neun
Mann getötet und 60 verwundet wurden. Durch die
Exploſion wurde die ganze Stadt erſchüttert.
Aufdeckung einer Geheimbrauerei.
EP. NewYork. In Detroit entdeckten
Prohibi=
tionsbeamte unter den Räumen eines Nachtklubs eine
unterirdiſche Brauerei, die ſich über die Kellerräume
eines ganzen Häuſerblocks erſtreckte. Die Lagerräume
enthielten über 300 000 Gallonen, die in die
Ab=
wäſſerkanäle abgelaſſen wurden. Die maſchinelle
Aus=
rüſtung der Brauerei ſtellt einen Wert von 200 000
Dollar dar.
20 Millionen=Dollaranleihe
für den Norddeulick en Lloyd.
Große Neubauten geplant.
Geheimrat Stimmig,
der Generaldirektor des Norddeutſchen Lloyd, hat
eine 20 Millionen=Dollaranleihe in Amerika
auf=
genommen. Der Lloyd will das Geld für Neubauten
verwenden. Die Vergrößerung des Schiffsparks würde
ſich lohnen, da der Lloyd in dieſem Jahre faſt
oppelt ſoviel Einnahmen gehabt hat als im
Vor=
jahre.
PIANOS UNp FLUGEL
die Wellmarken
ARNOLD=BULOW
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STAATSPREIS
Grösstes Unfernehmen dieser Ark
Süd-u. Westdeufschlands
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PHILIPPS A. G. Ae Schausbie haus
Maſſenproduktion und Großeinkauf
ſind die Parolen des modernen Konkurrenzkampfes. Wer
nicht vorteilhaft einkauft, kann nicht billig verkaufen. Wer
ſeine Waren erſt aus dritter und vierter Hand eihält, iſt nicht
leiſtungsfähig. Wir haben durch unſere Einkaufszentrale
(O. E. G.) Deutſche Einkaufsgenoſſenſchaft in Erfurt,
zu=
ſammen mit ca. 400 erſten Firmen den gemeinſamen Groß=
Einkauf organiſiert. Gediegenſte Auswahl, allerbeſte
Onali=
täten und allerniedrigſte Preiſe werden durch die
über=
ragende wirtſchaftliche Bedeutung und die öfonomiſche bausarb, vetſteht u
Stärke dieſer Einkaufszentrale garantiert. Bitte prüfen
Sie ſelbſt, es wird nur Ihr Vorteil ſein! aisg=
Arthur Sittig, Luiſenplatz 4, Ecke Wilhelminenſtr.
Weiblich
der in Darmſtadd
führt iſt und
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biet bereits Erfo‟
vird, zum 1. 90,/
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unt. I 142 a, d. Gb.
G. oß=
Unte nehmen
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für vornehme
Pro=
paganda= Täligkeit in
Darmſtadt und Um
gebung.
(17634
Angebote u. T 16‟
an die Geſchäftsſt.
Midchen, das alle
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dieſes Blattes melden.
(17582s1
Die Wand gibt dem
Raum das Gepräge
Das bloße Streichen
oder Überziehen Ihrer
Wände waren bisher
nichts als Ausgaben,
ein fortwährendes
Verblaſſen, Rißig=und
Fleckigwerden der
Wand. Jeder Kratzer
der Blickfang Ihrer
Gäſie. Vom erſten Tag
an ein ſietes
Schwin=
den an Behaglichkeit
und Anſehen des
Raumes.
Fahren Sie mit der
flachen Hand überIhre
Wände oder ſchauen
Sie hinter Ihre
Bil=
der, dann ſagt Ihnen
die ſchmutzige
Hand=
fläche, die dunkleren
Farbſlächen an der
Wand: „Ich brauche
ein Kleid für meine
Wände, ſo tragecht
wie das Kleid meines
Körpers. Mein
Wand=
kleid muß eine
Kgpi=
talanlage ſein.”
Sie laſſen doch nicht
Möbel, Fußboden,
Teppiche reinigen,
da=
mit der Schmutz an
der Wand ſich feſiſetze!
Sie werden doch nicht
gar aus Rückſicht zu
Ihren Wänden die
glückſpendende,
keim=
tötende Sonne aus
Ihren Räumen
hin=
ausſperren! Sie brau=
hältniſſe (v. M. 3.60
an die Rolle im
Ver=
gleich zu anderen
Wandbehandlungen
keine ungewohnten
Preiſe; Sie bezahlen
die Vorteile alſo nicht
extra.) Für
höhereAn=
ſprüche reichere Tekko=
Gehen Sie ins nächſie
gute Tapetengeſchäft,
laſſen Sie ſich unſere
Karten, dieſe reiche
Quelle herrlicher
Raumſiimmungen,
zeigen und wählen Sie
daraus die zu Ihren
Möbeln paſſenden
Muſier. Sie werder
ſich mit Luſi in ſolche
Räume hi=keinträumen
Wir ſchreiben jetz
gemäß unſeren
Wett=
bewerbsbedingungen
Preiſe aus von Mark
4000, 3000, 2000,T200
8oo, uſw. für Räume
„Ach, warum auch so viel Geld
ausgeben für die Wand? Das
Zer-
störungswerk auf ihr, das Verblas
sen, Schmutzigwerden fängt ja
schon an, kaum sind die
Hand-
werker aus dem Hause.‟ — Rech
hatten Sie, so lange doch alles Ver- Tekko und Salubrg
blasste und unansehnlich wurae, jähligen Wohnungen,
ob Sie die Wände strichen oder Eigenhäuſern, Siede=
in Tekko und Salubra.
Mehrere hundert
ein=
fache u. Prunkräume
werdenprämiiert. Die
Beteiligung iſt ſehr
leicht, die Ausſiattung
mit ſolch” feudalen
Muſiern ein Genuß.
Jede Woche
Zuwar=
tens bedeutet eine
Woche weniger Ihrer
Behaglichkeit u.
Da=
ſeinsfrende.
Wettbe=
werbsbedingungen,
Qualitätsproben und
„Was andere Leute
von Tekko und
Salu=
bra halten” koſienlos
in erſten
Tapetenge=
ſchäften oder von
Salubra A.=G.,
Grenzach 380 (Bad.
angewendet in un=
Schlöſſern, Miet= und
lungen, Hotels, Thea.
überzogen. Seitdem Sie diese aber ten, Krankenhäuſern
und Salubra=Muſier
zu feinſier Handarbeit
Selbſi wenn Sie Ihre
Künſiler ausmalen
Geh
chen alſo die
Wand=
kleider Salubra und
Tekko. Dieſe ſind aus
zäher Papiermaſſe
und aus denſelben
Slfarben hergeſtellt,
mit denen unſere
alten Meiſier ſchon die
wunderbarſien
Stim=
mungen auf die
Lein=
wand zauberten. Sas
lubra und Tekko ver
ſchießen daher ſo
wenig, wie das Werk
eines Raffgel. Die
Wände bleiben neben
den Bildern genau ſo
friſch wie hinter dieſen.
Flecken können mit
Bürſie und
Seifen=
vaſſer weggewaſchen
werden. Staub., Rauch
Geruch ſetzen ſich auf
der Olfarbfläche nicht
feſt. So gewiß für
Ihre Fenſier nur Glas
kaugt, ſo ſicher gehört
an Ihre Wände nichts
anderes als Salubra
oder Tekko, ob
Herren=
ſitz, ob Mietwohnung.
Einfache
Salubramu=
ſier für einfache Vers
öffentlichen u. privaten
richtig kleiden können, mit c5
Verwaltungsgebäu=
den, Fürſien= und
Oder Omit den Staatspaläſten Schloß
Nymphenburg bei
in allen Preislagen bis Wandkleidern aus den Mänchen, Kgl. Palaſt
Barcelona, Palaſt der
(M. 35— pro Rolle.) glelchen Olfarben, mit Königin von Italien
Villa Savoia Rom,
Wände von einen denen unsere altenl Bundespalgſi Berr
Juſizpalaſt. Monte.
ließen, gerade dann Meister ihre Wunder- bibeo, Schloß Wind
ſor, Park=Hotel in
Däſſeldorf,
Grand=
eimnisse schönen Wohnens, HotelinParis,
Su=
bretta Houſe it
St. Moritz, u. ſ. f
Frühzeitige
Einſen=
wpäre als Untergrund werke schufen, ZaUl- dung Ihrer Raum=
Salubra=Einton
ge=
bilder ans Preisgericht
boten. Salubrs trotzt bern Sie die mann g- liegt in Ihrem Inte
dem Nagen der
Jahr=
reſſe, denn von gleich
zehnte. Streichen Sie faltigsten Stimmungen guten Näumen erhal.
einen Raum in
Ol=
ten die zuerſt eintref.
farbe und kleiden Sie in Ihre Käume. Ihre fenden den Vorzug
den Raum nebenan
im gleichen Salubra= Wände bleiben 80
(TV. 1610‟
Einton, ſo wirkt der
geſtrichene Raum kalt, lange frisch und schön, wie Sie
ſpitalmäßig, ſpeckig
glänzend, der Salubra= wollen. „Nur gutes Tuch ist des
raum dagegen edel,
ſtimmungsvoll, wie Schneiders Lohn wert.‟ Es sind
übergoſſen von einem
zarten Blitenſchmelt, jetzt gerade Preise ausgeschrieben
Dieſe Eigenart auf
allen Tekko= u. Salu= von Mark 4000, 3000, 2000, 1200,
bramuſiern, ob antik
oder modern, iſt ein 800 u. s. w. für vierhundert Räume
Born wachſenden
Wohlfühlens im in Tekko oder Salubra. Als ersten
Raum, die
Bewunde=
rung Ihrer Gäſie. Be= Schritt zur Beteiligung verlangen
kannte Meiſier aus
aller Herren Länder, Sie die Salubra-Wettbewerbs-
Be-
die ſich Tauſende für
ein Gemälde bezahlen dingungen; kostenlos in guten
Ta-
laſſen, verewigen ihre
beſien Schöpfungen petengeschäften oder von der
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[ ← ][ ][ → ] AAOAA LABAOUAOA TAeA
Nummer 12 DARMSTADTER TAGBLATT — HESSISCHE NEUESTE NACHRICHTEN
2. Noember 1927
BIL AORORROrRRe
nroße Werkſtoff=Tagung vom 22. Oktober bis 13. No=
Berlin, auf der Fachleute aus den verſchiedenſten
ſan Wirtſchaft, der Heuſteller= und Verbraucherkreiſe, mit
lshen Spezialiſten zuſammenkommen, um zum erſten
oend ein großes Gebiet der Technik, „Werkſtoff” zu
iu verbunden mit einer großen Werkſtoff=Schau,
ſueſer Art eigenartigen und erſten techniſchen
Aus=
erkſtoff iſt ein neuer techniſcher Begriff, der bis heute
ſtin ſeinem Weſen und in ſeiner Bedeutung in alle
ſer rungen iſt. Die letzten Jahre mit ihrer tehniſchen
haben ihn geſchaffen. Er bezeichnet das durch
0 wer chemiſche oder thermiſche Behandlung für einen
weck geeignet gemachte Material. Man kann
die=
neille”rgriff kaum beſſer umſchreiben, als wenn man ſagt,
wſr, das Gegenteil iſt des berüchtigten Erſatzſtoffes.
adeſl srſatzſtoff=Wirtſchaft der Kriegs= und Nachkriegszeit
funtk ker erſt die Bedeutung der Wahl des richtigen
geriſſtlennen gelehrt. Nicht das Material iſt das Gegebene,
derner Zweck des Maſchinenteils oder des Hausgeräles,
dert untrukteur oder der Werksmann hat die Aufgabe, tas
ſterihlu Dieſem Zweck zu wählen, das durch ſeine
verſchie=
örſer, iſten ſe ſchaften dafür am geeignetſten iſt, ſelbſtverſtändlich
r sc ichtigung der Wirtſchaftlichkeit, die niemals außer
dimſt.
nodt Eiche
. nt. 7e
Weibigh
enemit
ung
n die Gel
Kuf
elungf
gehlun werden darf. Doch mit dem Werkſtoff allein iſt es
r muß auch richtig bearbeitet werden, bis er zum
is geworden iſt, und die Konſtruktion muß ihm
nuch angepaßt ſein. Die Bedeutung von
konſtruk=
fſükeiten für die Güte eines Maſhinenteils oder Ge=
0 efäßes kann nicht hoch genug eingeſchätzt werden.
wiellk fruktive Grundregeln kennt der Konſtrukteur, die er
ger ADlc zu berückſichtigen vergißt.
Esſlbuseichnend, daß in ſeinem einleitenden
Eröffnungs=
gragd t Werkſtoff=Tagung Profeſſor Goerens=Eſſen, einer
Väteyer Tagung, eine Bleiſtiftzeichnung. Alfred Krupps
deuſkt lmre 1861 zeigte, den Entwurf eines Radkranzes, der
V Derkälfuli einetz ele den Vermerk trug: „Dieſe Ecke muß abgerundet
ſbenk zmupp hatte nlſo ſchon vor bald 70 Jahren die
Ge=
m. An m. wirkung ſcharfer Ecken erkannt, die den ſonſt in
m ſugraterial richtig gebauten Teil allmählich zerſtören
Sefahr derartiger kleiner Konſtruktionsfehler wird
nichiäten Hoch= und Mittelſchülern täglich vor Augen
hrtil, b woch ſind ſo elementare konſtruktive Gedanken noch
ger mt in Fleiſch und Blut des Konſtrukteurs
über=
mikz ialfach allerdings unter dem Einfluß uneinſichtiger
brchſttreeiſe. Auch hier ſollen Werkſtoff=Tagung und =Schau
ken)ſken, die verſchiedenen intereſſierten Kreiſe
zuſammen=
genil e Schau zeigt eine große Zahl von Maſchinenteilen
Gſtn, die infolge von Herſtellungs= und
Konſtruktions=
er)) nrühmliches Ende geſunden haben. Richtig ent=
M4 Durrchtährung des 1 Million-Volt-Transtormators
Fd hergeſtellte Objekte ſind regelmäßig daneben
ge=
erwähnen ſind in dieſem Zuſammenhang z. B. die
aslwellen, bei denen der Gefügeverlauf, ſoweit ſie
Me il hergeſtellt ſind, möglichſt mit der Form der
rufen muß. Wenn man es einmal geſehen hat,
an. weshalb Stauchen und Schmieden in ſolchen
Awbeit aus dem Vollen vorzuziehen iſt.
iNe Beiſpiele geben einen Begriff, wie dieſe Schau
tidie ſich ſchon dadurch von einer Verkaufsmeſſe
Daß ſie vollkommen anonym iſt und daß jede
aus=
ema genau ſo wenig hervortritt wie die großen
gruiſchen Vereinigungen, deren Verdienſt Tagung
d. Ee handelt ſich hier nicht nur um Dinge von
tichniſcher oder wirtſchaftlicher Bedeutung, ſon=
Elde, die in irgendeiner Beziehung jeden Menſchen
lönnen, weil ſie immer irgendwie in ſein eigenes
ſre ſen. Hinzu kommt die Bedeutung der Verbeſſe=
Ei erials (der „Qualitätsarbeit”) für die
Volkswirt=
alleu den Außenhandel. Dieſe Schau ſoll nicht
Pechniker ſein, auch der Nichtfachmann ſoll mögliaſt
was er ſieht, verſtehen, und das iſt erreicht wor=
Form, die man gefunden hat. Die Materialien
hufſeumsartig nebeneinander aufgebaut, ſondern in
det Gegenüberſtellung von „Falſch” und „Nichtig”
eiS auf die Fehler und ihre Konſequenzen, überall
degang bekannter Gegenſtände vom Rohſtoff bis
erikat gezeigt. Dieſe auſchauliche Lebendigkeit be=
Die Abteilung der Prüfungsmaſchinen. Jede der
Aterial=Prüfmaſchinen iſt in Betrieb, zeigt Jedem,
ſit und wie ſie es leiſtet. In jedem Laboratorium
t, und teilweiſe werden ſogar die Materialien, die
Eü in jeder Beziehung unterſucht, werden, in der
lber hergeſtellt. So wird auch dem ſonſt der Tech=
Untereſſe und Verſtändnis für das Weſen und die
9s Begriffes „Werkſtoff” abgewonnen, und die
an nur für den Tachmann eine außergewöhnliche
Meng und Schau nicht allzuſehr auszudehnen und
4 zu machen, hat man ſich diesmal auf drei Haupt=
MRet
äuft: Eiſen und Stahl, Nichteiſenmetalle und elel=
Gruohls, ſolierſtoffe. Jedes Gebiet iſt unterteilt, in die
den 7).rſteff=lleberſicht und Werkſtoff=Prüfſchau. Man hat,
Nie Ausſtellung geſehen hat, ein vollkommenes Bild
vom hohen Stand des deutſchen Materials=Prüfungsweſens und
damit des deutſchen Werkſtoffes gewonnen. Zuerſt fallen
uatürlich die durch ihre Größe oder Form ſich aus dieſem hohen
Niveau heraushebenden Objekte auf, die „Senſationen” der
Aus=
ſtellung: ein rieſiger, 22 Meter langer Eiſenträger, eine aus
einem Stück hergeſtellte Kupferſchale für Brauereizwecke, 5 Meter
im Durchmeſſer und 1,70 Meter tief, 35/0 Kilogramm ſchwer, ein
vollſtändig aus Stahl gebautes Haus, in dem auch ſämtliche
Möbel aus Stahl ſind, uſw., nicht zu vergeſſen, die dünnen
Metallfolien, unter ihnen ein Goldblättchen von nur 2
Million=
ſtel Millimeter Stärke.
Noch iſt die „Eiſenzeit” nicht durch das Zeitalter des
Leicht=
metalls abgelöſt. Eiſen und Stahl überwiegen noch in der
Tech=
nik und daher auch auf dieſer Ausſtellung. Man ſieht
außer=
gewöhnliche Schmiedeſtücke, wie eine große, dreifach gekröpfte
Bild 2: Ein Zerreißversuch. Das zu prifende Material wird,
eingespannt in Zangen, zerrissen,
Schiffs=Dieſelwelle aus einem Stück neben anderen großen
Kur=
belwellen, die aus mehreren Schmiedeteilen zuſammengeſetzt
bzw. =geſchrumpft ſind. Immer wieder wird an Beiſpielen auſ
die Notwendigkeit unſcharfer Uebergänge hingewieſen, die bei
Schmiedeſtücken oft noch wichtiger ſind als beim Guß. Man ſieht
tutereſſante Schnitte von Schmiedeſtücken, bei denen man das
Gefüge deutlich erkennen kann, den Verlauf der Faſerung, und
man bekommt einen Begriff davon, daß auch Metalle keine
homogenen Körper ſind — beim Holz hat man auf den
Faſer=
verlauf ja ſchon immer Nückſicht genommen.
Der Werdegang ſchwerer Ketten nach verſchiedenen
Verfah=
ten iſt gezeigt, nahtlos gewalzt und ungeſchweißt, daueben die
Prüfungsergebniſſe von Ketten verſchiedener Materialien. Man
ſieht rieſige Stahlblöcke im Schnitt, der die Verſchiedenheit des
Materials innen und an den Rändern dem bloßen Aug= zeigt.
Daneben kann man an Wahs=Gußproben ganz ähnliche
Er=
ſcheinungen ſehen. Auch hier an den Rändern und vor allen
Dingen oben Lunker, alſo ſichtbare Hohlräume, und, das zeigt
die ſpätere metallographiſche und mikroſkopiſche Prüfung und
die Feſtigkeitsprüfung in Spezialmaſchinen infolge der
verſchie=
denen Erſtarrungsverhältniſſe im Innern eine andere Art der
Kriſtalliſation als am Rand. In der Eiſenbahn=Oberbau=
Al=
teilung fallen ſchwere Radſätze, zum Teil mit gekröpften Wellell,
auf. Man lernt den Werdegaug von Schienen, Schwellen,
Puf=
fern und Radreifen kennen, findet Gefügeänderungen dargeſtellt.
die ſich nicht nur bei der Verarbeitung, ſondern auch im Betrieb
ergeben. In der Profil=Abteilung findet man, abgeſehen von
ſämtlichen handelsüblichen Profilen, eine Darſtellung der
Er=
ſparniſſe an Gewicht und Arbeit durch die Verwendung
höher=
wertigen Materials: der aus verſchiedenen Materialien gebaute
Brückenkonſtruktions=Knotenpunkt wird immer kleiner und die
Zahl der Nieten immer geringer. Man lernt ferner die
verſchie=
denen Herſtellungsverſahren nahtloſer und geſchweißter Nohre
kennen und deren Verwendungszwecke. Intereſſant ſind in der
Stahlgußabteilung die zahlreichen gezeigten, falſch konſtruierten
Ventile. In der Gießereiabteilung, die naturgemäß ziemlich
ausgedehnt iſt wird die Gefüge=Verſchiedenheit verſchiedene
Herſtellungs=Verfahren durch die Klangverſchiedenheit einer
Glocke aus Maſchinenauß und einer ſolchen aus Sonderauß
dar=
geſtellt. In dieſer Abteilung ſind, abgeſehen von den großen
Maſchinen= und Eiſenbahnteilen, vor allen Dingen Heiz= und
Landmaſchinen=Technik vertreten. Auch die Hausfrau und die
berufstätige Frau finden hier bekannte Dinge und lernen deren
Herſtellung kennen, wie Fleiſchhackmaſchinen und
Schreibmaſchi=
nenrahmen. Aus der Temperguß=Abteilung, die im Automobil=
und Landmaſchinenbau noch eine Rolle ſpielt, ſei die Schlüſſel=
Fabrikation erwähnt. Beſonders intereſſant iſt die Sammlun
der Abteilung Korroſion. Man ſieht Ciſenträger aus Kokereien,
die von den Kokerei=Gaſen vollkommen, zerfreſſen ſind, auch
durch Kohlenaſche und Anflug zerſtörte eiſerne
Eiſenbahnſchwel=
len, ferner intereſſante Proben aus dem Schiffs= und
Turbinen=
bau und der chemiſchen Induſtrie. Dieſen zerſtörten
Gegenſtin=
den ſtehen, hier, und in anderen Abteilungen im Betrieb
be=
währte Teile aus ſäure= und roſtfreien Legierungen gegenüber.
Ihrer Bedeutung entſprechend werden alle technologiſchen
Vor=
gänge, wie Schwveißen, Löten und Schneiden eingehend
behan=
delt, ebenfalls auch alle Sonderſtahlarten, Verkzeugſtähle,
legierte Vergutungsſtahle, wie Chromſtahl, Nickelſtahl,
Chreul=
nickelſtahl, Wolfram=, Kobalt=Stahl uſw. In dieſen
Abteilun=
gen ſind die ausgeſtellten, falſch behandelten Werkſtücke
beſon=
ders zahlreich und intereſſant. Auch den Leien feſſelt hier die
Herſtellung bekannter Gegenſtände, wie Schreibfedern,
Raſier=
kliugen, Schreibmaſchinenhebel, Fahrradketten, Uhrfedern,
viel=
zinkige Miſtgabeln, Bürſten uſtu,, ebenfalls die ausgeſtellten
Brückenſeile (bis zu Durchmeſſern von 75 Zentimetern).
Die Prüfſchau der Stahleiſenabteilung zeigt ſämtliche
Ma=
ſchinenkonſtruktionen zur Feſtſtellung der Werkſtoff=Eigenſchaften
in Betrieb. In der technologiſchen Abteilung wird der Einfluß
von Schnittgeſchwindigkeit, Härtetemperatur, Feſtigkeit und
Oberflächenbeſchaffenheit auf die Bearbeitbarkeit demonſtriert.
Sondermaſchinen prüfen Drähte durch immer wiederholte
Liege=, Verdrehungs= und Dauerſchlagverſuche, wobei Zähler,
auch bei kleinen Handmaſchinen, die Zahl der Beanſpruchungen
anzeigen. Prüfungen der Schmiedbarkeit, Schweißbarkeit und
Verſchleißfeſtigkeit ſeien nur erwähnt. In der Abteilung für
mechaniſche Prüfungen werden Zug= und Zerreißverſuche zur
Feſtſtellung der Zugfeſtigkeit, Bruckdehnung, Einſchnürung und
Streckgrenze und Druckrerſuche gemacht, zum Teil mit
Sonder=
maſchinen. Beſondere ſchwere Maſchinen ſind für Seil= und
Kettenprüfungen vorhanden. Knick=, Biege=, Falt= und
Scher=
verſuche werden ausgeſuhrt, ebenfalls, die ſehr wichtigen
Kerb=
zähigkeits=Prüfungen durch Pendelhämmer. Zur Radreifen=
Prüfung werden ſchwere Fallhämmer verwandt. Zur Härte=
Prüfung haben ſich, ſeit den grundlegenden Unterſuchungen
Brinells einſache Prüfmaſchinen ausgebildet. Dauerſchlag= und
Dauerſchwingungsverſuche imitieren im Betrieb auftretende
Wechſelbeanſpruchungen und =Schwingungen und geben
Auf=
ſchluß über die Ermüdungserſcheinungen des Materials, hier
handelt es ſich um teilweiſe noch undurchforſchtes Gebiet. Die
Ergebniſſe all dieſer Unterſuchungen werden unmittelbar
rech=
neriſch ausgewertet. Ueberall veranſchaulichen Lehrtafeln das
Geſehene.
Für die Feſtſtellung der Eigenſchaften iſt es nicht
gleichgül=
tig, aus welchem Teil eines Blockes oder Werkſückes die Probe
genommen iſt, und wie in ihr die Faſerung verläuft. Das, alſo
die Probenahme, wird in der chemiſchen Abteilung beſonders
berückſichtigt. In dieſer Abteilung findet man auch vollſtändig
eingerichtete Laboratorien zur Beſtimmung der Gehalte der
ver=
ſchiedenen Stähle an Zuſatzmaterialien, Apparaturen zur
Be=
ſtimmung verſchiedenſter Metalle, moderne Wäge=Einrichtungen
uſw. Neu, wenn auch noch nicht durchgebildet, ſind elektrolytiſche
Verfahren zur Beſtimmung der Roſtfähigkeit verſchiedener
Eiſenſorten. Zur metallographiſchen Prufung gehören
verſchie=
denartige Schleifmaſchinen zur Herſtellung von Schliffen, die
mikroſkopiſch (teilweiſe binokular=ſtereoſkopiſch) oder im
Pro=
icktionsapparat unterſucht werden. Eine Reihe von Apparaten
für phyſikaliſche Prüfungen, (Längenmeſſung, elektriſche
Mag=
netiſierungs=, thermiſche, ſpektrographiſche und Röntgen=
Meſ=
ſungen) vervollſtändigen dieſe Abteilung. Die Prüfmaſchinen
für Nichteiſenmetalle ſind prinziviell denen für Stahleiſen
ähn=
lich, nur meiſt leichter gebaut. Auch in dieſer Abteilung werden
Bild 3: Prüfmaschine für Fahrzeugfedern. Die Wagentedern
werden eingespannt und im Sinne der vormalen Beanspruchung
belastet und geprütt.
alle Maſchinen vorgeführt. Man ſieht Dauer=Biegeverſuche bis
zu 3000 Belaſtungen in der Minute. Für die Prufung von
Lagern und Lagermetallen ſind Sondermaſchinen vorhanden.
Infolge der großen Zahl, der Konſtruktionsmetalle iſt die
chemiſche Abteilung dieſer Gruppe breiter ausgebaut.
Intereſ=
ſant iſt ein Aptarat, in dem mit Hilfe, von Nöntgenſtrahlen
ſchlechte Gußſtellen, Kerben uſw. gezeigt werden, praktiſch
vor=
ge ührt an Leichtmetall=Flugzeug=Teilen. Doch kann auch Eiſen
auf dieſe Weiſe, zweckmäßigerweiſe unter Zuhilfenahme des
photographiſchen Bildes, unterſucht werden.
Die Ueberſichtsabteilung iſt nach den verſchiedenen Metallen
aufgeteilt. Auf die Schwermetalle, die heute nicht mehr eine ſo
große Rolle ſpielen wie früher, ſoll hier nicht näher eingegangen
werden. In der Blei=Abteilung findet man merkwürdige
Zer=
ſtörungen an Nohren und Kabeln, deren Urſachen, ganz
ver=
ſchieden ſind. Zum Beiſpiel kann umgebendes Mauerwerk oder
Erde infolge ſeiner Zuſammenſetzung ein Bleikabel zerſetzen.
Oft liegr, ſogenannte „Lokal=Element=Bildung” vor, eine
Ve=
rührung mit „edlerem” Material, durch die zerſetzeude
elek=
triſche Ströme entſtehen. Aus der Abteilung Zink, ſeien nur
einige bekannte. Fertigfabrikate, wie Dachrinnen, galvaniſche
Elemente, Orgelpfeifen. Badewannen ervähnt. Ausgedehnt iſt
die Abteilung Kupfer und deſſen Legierungen, die immer noch
eine nicht unbeträchtliche Rolle ſpielen. Die Edelmetalle inter
ſ=
ſieren natürlich auch den Laien beſonders. Die Fabrikation
be=
kannter Gegenſtände, wie Silberlöffel und =Becher,
Servietten=
ringe, iſt dargeſtellt; man ſieht, zahlreiche ſilberne Geräte für
chemiſche und mediziniſche Zwecke. Man lernt, wie Trauringe,
Schmuckgegenſtände Medaillen aus Gold hergeſtellt werden.
Auch Platin und ſeine Legierungen, die in gewiſſen Induſtrien
eine größere Relle ſpielen als man gemeinhin glaubt, ebenfalls
in der Medizin, ſind ſtark vertreten.
Für die Technik von heute und der Zukunft ſind die
Leicht=
metalle und deren Legierungen von größter Bedeutung, und
dieſe Gruppe nimmt auch den größten Raum ein in der
Stoff=
lieberſicht der Metalle, au der Spitze Aluminiun und
Mag=
neſium und deren Legierungen. Auch hier iſt überall die
Ge=
winnung der Rohſtoffe gezeigt, ebenſo wie die Verarbeitung der
Werkſtoffe. Das Aluminium ſpielt eine hervorragende Rolle in
der Herſtellung von Geräten und Gefäßen für Hauswirtſchaft,
Filchwirtſchaft, Brauerei und in der Elektrotechnik. Man ſieht
hier, wie ein Aluminiumtopf allntählich aus der „Ronde” zum
Technik der Gegenwart
Samstag, 12. November 1927.
Mume
Gefäß umgepreßt wird. Man ſieht an einem Beiſpiel den
ver=
hängnisvollen Einfluß von bei der Herſtellung in den Boden
eingedrückten Teilen roſtbildenden Eiſens auf die
Dauerhaftig=
keit einer Aluminium=Kaffeekanne. Eine große Sammlung von
Halbfabrikaten aus Alüminium, Bleche, Rohre, Stangen
Pro=
file, Nieten uſw. iſt vorhanden. Auf dieſer Ausſtellung bekommt
man einen Begriff von der wachſenden Bedeutung der „
vergüt=
baren Aluminiumlegierungen”. Man findet Werkzeuge aus
Skleron, Luftſchiffträgerteile aus Duralumin, aus demſelben
Material Gerippe und Paddel, eines Faltbootes, Schwimmer,
Schneekufen und andere Teile von Flugzeugen, Zylinderkolben,
ſogar einen Förderkorb mit Förterwagen aus diefer
technolo=
logiſch hervorrageuden und außerordentlich leichten Legierung.
Man ſieht Fahrräder und photographiſche Stative aus
Conſtruc=
tal, aus Lautal Riemenſcheiben, ein Drehgeſtell für einen
Berliner Stadtbahnwagen und ein Laſtwagen=Chaſſis, das,
ohne Schutzanſtrich, ſeit einem Jahr im Betrieb iſt, ferner
Schrauben, Rohrkrümmer, auch verſchweißte, ſogar eine Leiter.
Aus Silumin werden Flugmotorgehäuſe gezeigt, eine
Wagen=
tür der Londoner Untergrundbahn, ein Speichenrad von 2,50
Meter Durchmeſſer, aber auch kleine Teile bis zu
Nadiokonden=
ſatoren herunter. Zu erwähnen ſind noch die ſeewaſſerbeſtändige
K=S=Legierung, die ſog. „deutſche” (Kupfer=Zink=Alumnium)
und die „amerikaniſche” (Kupfer=Aluminium) Legierung.
Weit=
gehend iſt die erſt in den letzten Jahren ausgebildete Löt= und
Schweißtechnik des Aluminiums berückſichtigt. Auch Magneſium
wird vielfach im Luftſchiff= und Flugzeugbau verwandt. Deſſen
wichtigſte Legierung iſt das Elektron, ein außerordentlich
leich=
tes, gut gießbares Material. Man iſt erſtaunt, ſogar ein
Om=
nibus=Hinterrad aus Elektron zu finden, das ſchon
Zehntau=
ſende von Kilometern hinter ſich hat, ohne an Güte verloren zu
haben. Auch Elektron=Radſcheiben für Abraumlokomotiven ſind
gusgeſtellt. Der Spritzguß, der auch für Schwermetalle
Anwen=
dung findet, ſpielt in der Leichtmetalltechnik eine bedeutende
Nolle (elektrotechniſche Kleinteile, Typen, Teile von
Staubſau=
gern, Kraftfahrzeugen, von Nähmaſchinen).
Die Werkſtoff=Ueberſicht der Abteilung „Elektrotechniſche
Iſolierſtoffe” iſt eine große Sammlung der verſchiedenen
Jſo=
liermaterialien, wie Lacke, Glimmer, Porzellan, Papier, Vulkan=
Fiber und Gewebe, ſowie deren Erzeugniſſe, von den kleinſten
Harlgummi=Formſtücken bis zu den größten Hochſpannungs=
Por=
zellan=Durchführungen von 5.50 Meter Höhe. Das
Höchſtſpan=
nungs=Prüfſeld der Werkſtoff=Schau iſt eine Anlage, wie ſie
bis=
her öffentlich überhaupt noch nicht gezeigt worden iſt. Hier
wer=
den Durch= und Ueberſchlagverſuche an Iſolierſtoffen und
Jſo=
latoren ausgeführt bis zu 1 Million Volt Gleich= und
Wechſel=
ſtrom=Spannung. Als Maßſtab der Spannung dient die
Ent=
fernung der Elektroden, großer Kupferkugeln, die auf Bruchteile
von Millimetern genau auf großen Uhren abgeleſen werden
kann. Iſolierteile für Hochſpannung werden, den praktiſchen
Betriebszuſtänden entſprechend, gleichzeitig elektriſch und
mecha=
niſch, alſo auf Zug, Biegung und Verdrehung, in beſonderen
Anlagen beanſprucht und geprüft. Für die für unſere Technik
ſo wichtigen Hochſpannungs=Fernleitungen ſpielt die
Erfor=
ſchung der Iſolatoren=Materialien eine große Rolle. Ein
Appa=
rat zur Kontrolle von Iſolationsfehlern an iſolierten Drähten
iſt intereſſant; durch Farbſpritzer werden Fehlerſtellen bezeichnet.
In beſonderen Preßzylindern werden Teile von Porzellan=
Iſolatoren in Farbflüſſigkeiten unter 300 Atmoſphären
Ueber=
druck auf ihre Poröſität unaerſucht, die für ihr elektriſches
Ver=
halten ausſchlaggebend iſt. Zum Teil ſtimmen die Verſuche und
Maſchinen zur Prüfung der Iſolierſtoffe mit den entſprechenden
der Metallabteilungen überein. Bemerkenswert iſt eine
Appa=
ratur zur Unterſuchung gummihaltiger Iſolierſtoffe mit Hilfe
der Quarzlampe; durch die Beſtrahlung mit ultraviolettem Licht
findet eine künrſtliche Oxydation der Hautſchuk=Moleküle ſtatt,
alſo eine Alterung des Gummis, ſodaß man in wenigen
Stun=
den ſonſt erſt, nach Jahren eintretende Betriebszuſtände des
Materials herſtellen kann
Die Werkſtoff=Schau zeigt in muſtergültiger Weiſe das hohe
Niveau der Werkſtoff=Forſchung und =Verarbeitung unſerer Zeit,
nicht nur in vereinzelten Gebieten, ſondern in allen Teilgebieten,
die dieſe erſte Werkſtoff=Schau berückſichtigt. Ein Gang durch die
der Schau angeſchloſſene hiſtoriſche Abteilung, in der man die
primitiven Verfahren der alten römiſchen und indifchen
Werk=
zeugſchmiede und deren Erzeugniſſe ſehen kann, zeigt ſinnfällig
die Entwicklung der Technik, für die der Begriff „Werkſtoff” eine
von Jahr zu Jahr größer werdende Rolle ſpielt.
Dipl.=Ing. A. Lion, Berlin.
Der heutige Stand den
Papierindustrie.
Von
Christoph Carlowitz, Zwenkau.
Nach der Einführung der Papiermaſchine vor mehr als
einem Jahrhundert, des Holzſchliffes als Erſatz der
Lumpen=
faſer im Jahre 1840, und der chemiſch erſchloſſenen Holzfaſer,
des Zellſtoffes, einige Jahrzehnte ſpäter, ſind umwälzende
Er=
findungen auf dem Gebiete der Papierherſtellung nicht mehr zu
verzeichnen geweſen und auch in Zukunft wohl kaum noch zu
erwarten. Es kann ſich nur noch darum handeln, die bekannten
Verfahren in techniſcher und wirtſchaftlicher Hinſicht zu
vervoll=
kommnen. Und in dieſer Hinſicht ſind wir in den letzten Jahren
ein gutes Stück weiter gekommen. Für die deutſche
Papier=
induſtrie iſt die Weiterentwickelung und ſtete Vervollkommnung
aller Arbeitsmethoden inſofern von höchſter Bedeutung, als ſich
in anderen Ländern mit rieſigen Waldbeſtänden und billigen
Waſſerkräften, ſo vor allem in den Vereinigten Staaten von
Amerika, in Kanada, Schweden, Norwegen und Finnland, ſehr
leiſtungsfähige Papier=, Holzſchliff= und Zellſtoffabriken
ent=
wickelt haben, die unſerer einheimiſchen Juduſtrie ſtarke
Kon=
kurrenz machen. In Deutſchland gibt es nicht eine Fabrik, die
ihren Holzbedarf aus eigenen Forſten deckt; in den anderen
Län=
dern iſt dies jedoch die Regel. Während wir die Hälfte der zu
Holzſchliff und Zelluloſe verarbeiteten Hölzer aus Skandinavien,
Finnland, Polen, Rußland und der Tſchechoſlowakei einführen
müſſen, konnen jene Länder ihren eigenen Bedarf nicht nur aus
eigenen Beſtänden decken, ſondern darüber hinaus auch noch
Holz ausführen. Hinzu kommt, daß den ausländiſ tien
Papier=
fabriken die Ausfuhr des Papiers inſofern ſehr erleichtert wird,
als ſie vorwiegend an ſchiffbaren Flüſſen oder an der See liegen
und ihre Güter deshalb auf dem billigen Waſſerwege
abtrans=
portieren können, während die deutſchen Halbſtoffe und
Fertig=
fabrikate regelmäßig auf den Schienenſtrang angewieſen ſind.
Angeſichts dieſer erſchwerenden Hinderniſſe, die ſich der
deutſchen Dru kpapierinduſtrie entgegenſtellen, iſt es durchaus
erklärlich, wenn dieſer oder jener Fachmann die Ausſichten der
einheimiſ hen Induſtrie in ziemlich düſteren Farben malt und
ihr nur noch eine beſchränkte Lebensdauer prophezeit. Dies ſind
jedoch bisher nur vereinzelte Stimmen, und andere Fachleute
ſind der Meinnna, daß es durch rationellere Arbeitsmethoden
und ſtete Verv kommnung aller Fabrikationseinrichtungen
auch der deutſchen Induſtrie möglich ſei, ſich gegenüber der
In=
duſttie anderer Länder, denen ungeheure wirtſchaftliche
Vor=
teile zur Seite ſtehen, zu b=haupten.
Erfreulicherweiſe kann feſtgeſtellt werden, daß wir den
Vor=
fprung, den die Truckpapierinduſtrie in Kanada und Amerika
wwöhrend des Krieges und in der Inflationszeit bekommen hatte
ſo zicmlich eingebolt haben. Die Beſtrebungen, den Menſchen
uoch mehr als bisher burch die billiger arbeitende Maſchine zu
erſetzen, ſind auch bei uns ſehr gefördert worden. Noch vor
zwei Jahrzehnten waren zur Herſtellung einer amerikaniſchen
Tonne (rtwas über 900 Kg.) Zeitungsdruckpapier 6—7 Arbeiter
nötig Seitdein ſind die Papiermaſchinen und alle ſonſtigen
Arbeitsprozeſſe einer Papierfabrik ſoweit dervollkommnet bzw.
mechaniſiert tworden, daß heute in Amerika zur Herſtellung einer
Tonne Papiee nur noch 1,5 Arbeiter nötig ſind. Dieſe
Steige=
rung der Leiſtung des einzelnen Arbeiters wurde in erſter Linie
erzielt durch höhere Geſchwindigkeiten der Popiermaſchinen
und die zunehmende Vergrößerung ihrer Siebbreite. Da die
neueſten Maſihinen für Zeitungsdruckpapier, die in einer Minute
300 Meter eines (,1 Meter breiten Papierbandes liefern, nicht
mehr Aufſichts= und Bedienungsperſonal benötigen als die
älte=
ren Maſchinen mit einer minutlichen Leiſtung von 10 bis 150
Meter Länge und 2,1 Meter Breite, ſo findet die Verminderung
der erforderlichen Arbeitskräfte, bezogen auf die Tonne des
her=
geſtellten Papiers, ihre einfache Erklärung.
Sehr weſentliche Fortſchritte konnten in letzter Zeit vor
allem auf dem Gebiete der Nachbehandlung der Zelluloſe erzielt
werden. Bekanntlich werden heute nur noch die hochfeinen
Pa=
piere zum größten Teil aus Lumpen hergeſtellt, während man
zu den feinen und mittelfeinen Papieren die aufgeſchloſſene
Holzſaſer (Zellukoſe nennt ſie der Chemiker) und den Holzſchliff
verwendet. Zeitungspapier beſteht zu etwa 80 v. H. aus
Holz=
ſchliff und 20 v. H. Zelluloſe. Der Holzſchliff wird auf
mecha=
niſihem Wege durch Zerſchleifen geſunden Fichtenholzes
her=
geſtellt. In dem Holzſchleifer dreht ſich ein Sandſtein von 1 bis
1½ Meter Durchmeſſer mit großer Geſchwindigkeit. Das zu
zer=
ſchleifende, geſchälte Tichtenholz wird durch beſondere
Vorrich=
tungen (Preſſen) gegen den Stein gepreßt, der, unter ſtetem
Waſſerzufluß, die 1 bis 2 Meter langen Hölzer zerſchleift. Die
Holzfaſer wird bei dieſer mechaniſchen Zerkleinerung ſehr
mit=
genommen Sie wuirde, allein verwendet, dem Papier keine
genügende Feſtigkeit geben, weshalb man dem Holzſchliff etwa
20 v. H. Zelluleſe zuſetzt. Die Zelluloſe wird ebenfalls
vorwie=
gend aus Fichtenholz geſponnen, doch wird hierbei die Holzfaſer
nicht mechaniſch, jondern chemiſch erſchloſſen. Dies geſchieht in
der Weiſe, daß die geſchülten Stämme durch beſondere Maſchinen
in bohnengroßie Zcnißel zerhackt werden. Dieſe Schnitzel
wer=
den zunächſt mechaniſch ſertiert, wobei Aeſte uſw. entfernt
wer=
den. Alsdann kommen die Schnitzel in Kocher. Das ſind
ſtehende, zylindriſche Neſſel großer Höhe, in die zu den
Holz=
ſchnitzeln eine Suifitlauge gefüllt wird. Unter hohem
Dampf=
druck werten Bie Solzſchnitzel in dieſer Lauge gekocht, wobei die
reine Holzfaſer, die Zelluloſe, zurückbleibt, die allerdings noch
einige Aufbereitungsterfahren durchmachen muß, ehe ſie ſertig
zur Verivendung in der Papiermaſchine wird.
In letzter Zeir ſind nun die Bemühungen der Fachleute bor
allem darauf geri”tet, auch die Faſern des Kiefernholzes nach
einem anderen als dem Sulfatverfahren zu erſchließen, da
die=
ſes Verjahren inf lge ſeines üblen Geruches die umliegenden
Eintohuer ſehr Eel.iftigt. Sodann iſt man dauernd beſtrebt,
die Reinheit der Zelluloſe immer mehr zu erhöhen, zu welchem
Zweck man den „Stoff” auf Feinſortierern ſorgfältig fortiert
Die bisher nebriuäilichen Schteuderſortierer mit rundgelochten
feſtſtehenden Sortierblechen, deren Arbeit zu wünſchen übrig läßt,
und die weniger verwendeten Planſortierer, die wiederum eine
im Verhältnis zu ihrem Platzbedarf zu geringe Arbeitsleiſtung
aufweiſen, werden ſeit kurzem immer mehr verorängt durch den
Feinſortierer des norwegiſchen Ingenieurs Thune. Auf dem
Fe=
biete des Holzſchliffes iſt der vor einigen Jahren neu
heraus=
gebrachte ſtetige Holzſchleifer der Fabrik J. Voith, Heidenheim,
als bedeutendſter Fortſchritt der Neuzeit zu betrachten. Bei
die=
ſem Schleifer werden die Hölzer durch zwei ſtetig umlaufende
Ketten mit eigenartig geſtalteten Greifern unter gleichmäßigem
Druck und ohne Unterbrechung gegen den Stein gepreßt.
Auch auf dem Gebiete der Altpapierverwertung iſt in letzter
Zeit eine neue Erfindung gemacht worden, die ſich mit der
Ent=
fernung der Druckerſchwärze von Altpapier befaßt. Da der
An=
teil von Altpapier und Papierabfällen an den Geſamtrohſtoffen
der Papierinduſtrie etwa 9 v. H. beträgt, und der Hauptteil des
Altpapiers aus bedrucktem Papier beſteht, ſo hat die
Entfer=
nung der Druckerſchwärze, die nicht wie Tinte und Schmutz durch
das gewöhnliche Bleichverfahren entfernt werden kann, eine
ziemliche Bedeutung.
Duß auch die deutſche Maſchineninduſtrie, die den
Papier=
fabriken die erforderlichen Maſchinen und Apparate liefert,
dauernd mit Erfolg beſtrebt iſt, ihre Erzeugniſſe zu
vervollkomm=
uen, lehrten die gewaltigen Papiermaſchinen, die von ihr in den
letzten Jahren neu herausgebracht wurden. Die größte von
ihnen mit einer töglichen Papiermenge von 150 000 Kg. in 24
Stunden ſteht den beſten Erzeugniſſen des Auslandes
eben=
bürtig zur Seite.
Hirotkas Lautsprecher,
Von
Dr. Alfred Gradenwitz.
Vor mehreren Monaten hatte ich in Waſhington eine
Unter=
redung mit dem Vorprüfer des amerikaniſchen Patentamtes. Ich
mußte einige Beredſamkeit aufbieten, um ihn ſchließlich davon
zu überzeugen, daß der Lautſprecher meines Freundes B. Jirotka
wirklich auf einem neuen Prinzip beruht, daß es ſich um eine
neue, in der Wiſſenſchaft bisher noch nicht beſchriebene
phyſi=
kaliſche Erſcheinung handelt und daß der Apparat weder Trichter
noch Membran beſitzt.
Auf den erſten Blick könnte man freilich meinen, daß die
beiden runden hölzernen Schallkäſten als Membran
funktionier=
ten. Bei näherer Unterſuchung erkennt man jedoch, daß ihre Rolle
ganz anderer Art iſt und von einer membranartigen Vorrichtung
nicht die Rede ſein kann.
Jeder Schillkaſten trägt in der Mitte einer Wand einen
huf=
eiſenförmigen Elektromagneten: die entgegengeſetzten Pole ſtehen
einander gegenüber, und ihr Abſtand, der nur den Bruchteil eines
Millimeters beträgt, wird durch die drei am Umfang der
Schall=
käſten angebrachten Stellſchrauben reguliert. Durch eine
ein=
fache Schnurverbindung wird es möglich, die Einſtellung durch
Drehen einer einzigen Schraube zu bewirken.
Schließt man die beiden Elektromagneten an einen
Rund=
funkempfänger an, ſo werden die Magnetſpulen von
fluktuieren=
den Strömen durchfloſſen, und die entſprechenden magnetiſchen
Schwankungen erzeugen in der Maſſe der Magneten molekulare
Umlagerungen, die ſich dem Holz und der umgebenden Luft
mit=
teilen und dadurch Schallſchwingungen erzeugen, zu deren
Ver=
ſtärkung die Schallkäſten dienen. Dieſe eigenartige Erſcheinung
(Jirorka ſpricht von „ſprechenden Magnetfeldern”) geſtattet eine
ganz beſonders klare, verzerrungsfreie Wiedergahe von Sprache
und Muſik. Die Leiſtungen des Sprechers ſind um ſo
bemer=
kenswerter, als der Apparat von außerordentlich einfacher
Kon=
ſtruktion und daher billig herzuſtellen iſt. Auch die im
Laut=
ſprecher ſonſt ſo ſchwer zu behandelnden Sopranſtimmen und
ebenſo Klavier und Violine werden mit allen Obertönen und
daher ſehr naturgetreu wiedergegeben.
Ein einziger kleiner Apparat geſtattet, alle Lautfrequenzen,
von den niedrigſten bis zu den höchſten, zu umfaſſen. Infolge
des geringen Energieverbrauches wird es möglich, bis 30
ver=
ſchiedene Lautſprecher des Jirotkaſchen Syſtems an denſelben
Empfangsapparat anzulegen und z. B. die einzelnen Zinmer
eines Hauſes, die Geſellſchaftsräume eines Ueberſeedampfers
uſw. an denſelben Empfänger anzuſchließen. Beſonders
wert=
voll iſt auch das geringe Gewicht des Apparates, der keinerlei
gegen Beſchädigung empfindliche Teile enthält und daher leicht
zu transportieren iſt.
KURZE MITTEILUA
* Das olympiſche Stadion zu Amſterdam wird im dem
Jahre, dem erſten Jahre der 9. Olympiade, ſeine weitenn
den Sportgrößen aller Länder öffnen. Neben dem eigenn? ſich eine „olympiſche Stadt” aufbauen, die alle ErfF,
großen Sportkämpfe befriedigen wird. Die Zeitſchriſt „
Zementverarbeitung” (herausgegeben von Dr.=Ing. Riebern
burg) bringt in ihren diesjährigen Auguſtheften eine eino
derung der Bauarbeiten für dieſen großen Kampfplatz. 9y
der intereſſanten mitgeteilten Einzelheiten nur noch ein
Die Radfahrerbahn hat eine Länge von 500 Metern beru;
von 8 Metern. Um dieſe Bahn gruppieren ſich auf den
gefähr 40 000 Plätze. Treppenanlagen von deravtigen
W=
der vollkommen gefüllte Stadion in 12 Minuten geräurnt
machen die Tribunen bequem zugänglich. Umter den o
Toilettenräume für die Wettkämpfer, ſonſtige Verwaltun=
Bureaus angelegt. Der geſamte Tribünenvau iſt in En
geführt.
* Ein Keſſel für 120 Atmoſphären Betriebsdruck mmi
Laboratorium für techniſche Phyſik der T. H. München auue
Keſſel ſoll Verſuche zur Beſtimmung der ſpezifiſchen Wärmt
dampfes unter hohen Drucken dienen. Bei dem gewalti,
der Keſſel eine Wandſtärke von 70 mm, in dem
zylindriſoe=
von 110 wm in den zugekumpelten Enden. Der ganze
Flußſtahl heugeſtellt, die Heizung elektriſch eingerichien
Initiative des V.D J. und dem Entgegenkommen einer Mi
deurſchen Induſtriefirmen war es möglich, dieſes wichtige rm
rät der wiſſenſchaftlichen Forſchumg zur Verfügung zu ſtelll
* Eine elektriſche Straßenbahn in Smyrna wird zuu
und ſoll vorausſichtlich noch in dieſem Jahre in Betrieb
gun=
den. Die junge Türkei iſt in allen Punkten bemüht, ſich 0
europäiſchen Kultur anzupaſſen. Neben Konſtantinopel,
gere Jahre über eine Straßenbahn verfügt, wird Smhrm
Stadt in der Türkei ſein, die ſich auch in dieſem Pmkt Kirn
europäiſcher Technik anpaßt.
* Elektriſche Kraftübertragung auf drahtloſem Wege
nicht möglich. Die übertragene Energie beim Rundfunc;
ordentlich gering, daß erſt eine vielfache Verſtärkung g ma
gewiß geringe Energie zur Bewegung einer Schallmembra un
Trotz der in unſeren großen Sendeſtationen verwandten LIE,
mengen war die Uebertragung an räumliche Grenzen ghn
Erfahrung hat gelehrt, daß bei kurzen Wellen auch bei M.
weſentlich größere Entferungen überbrückt werden können.
heute Wellen von nur wenigen Metern Länge, um beinge
Erdumfang zu üüberbrücken. Schon Heinrich Herz, der Picxu
läufer der drahtloſen Telegraphie, hatte es verſtanden,
bauen und damit den Strahlen eine beſtimmte Richtung /h
ſo die zuſammengefaßte Energie zu vergrößern. In aac
hat nun die Weſtinghouſe Electric and Manufacturings 0
ihren amerikaniſchen Laboratorien Verſuche über drahtllſn
tragung unternommen, die zu günſtigen Ergebniſſen
Kurze Wellen, die durch einen Reflektor gerichtet wurdem,
dem Verſuchsraum geſchickt. In einem zweiten Reflektor Ih
Wellen auffangen und, im Brennpunkt vereinigt, durchh ei
Metallſtange auffaſſen. Näherte man dieſer Metallſtame
lampe, ſo begann dieſe aufzuleuchten. Nahm man anſte eA
ſtange eine aus wenigen Windungen dichen Drahtes be
und brachte man in dieſe Spule verſchiedene Metalle irn /
beſonderer Bauart, fo ſchnolzen die Metalle, während mrſ
in der Hand hielt. Die Ingenieure der Firma haben die 5
Wellenſtrahl möglichſt auf einen kleinen Durchmeſſer zuß mr
und ſo eine große Entfernung ohne allzu großen Energeſt
byicken zu können. Wenn es ſich zunächſt auch nur um V. ſm
ſo ſcheint doch die Möglichkeit einer drahtloſen Kraftübert um
lich näher gerückt zu ſein.
* Ein Blick hinter die Kuliffen des Theaters iſt v5i!
oft ſchon ſehnlicher Wunſch geweſen. Techniſch geſchulte Ip
werden wohl noch wehr wie Laien den Wunſch haben, kernit
wie die feſſelnden Bühnenbilder hergeſtellt und beſonde—3
erzeugt werden. Das Septemberheft der Zeitſchrift „AN
Fortſchritt” läßt uns unter Führung eines Fachmend
mittels zahlreicher Bilder einen kurzen, aber ſehr intzel
in die Geheimniſſe des modernen Theaters tun. Dane e
Heft intereſſante techniſche Probleme, wie z. B. die Iden 1
menden Ozeaninſel zur Erleichterung des interkontiner—
reia debu
kehrs, weiter wird die immer noch unbefriedigend gelö fel!
Ausnutzung der Windenergie eingehend behandelt. Was)”
ſalſte Geiſt Deutſchlands, Goethe, auf dem Gebiete der ZeN
hat, behandelt P. Martel in einem längeren Auffatz.
moderne Technik intereſſiert, kann aus dieſer Zeitſchrift-ieN
es auf Erden möglich iſt, Temperaturen bon 20000 Gn3
erzeugen. So bieten die wohlfeilen Hefte „Wiſſen und E
Fülle anregenden Inhalts.
*
* Das Schleppen von Flugzeugen iſt vor wenigen Iu
hitte
malig durch Flugzeuge ſelbſt ausgeführt worden. V. Geor
greift in der Zeitſchrift für Flugtechnik und Motorluftſcher Meicd ie/ Heizelsup
Oidenbourg, München) dieſe Tatſache auf und entwicke. Wr Weuttels
Gedanken, daß man auf dieſe Art dem Segelflugzeug ger‟
ſchaffen kann. Das Segelflugzeug wird von einem Motor 0 AuAſica
Höhe geſchleppt und dann abgekuppelt, in die Lage geſetzn.
Atmoſphäre unabhängig vom Gebirge oder ſonſtigem begu
möglichkeiten ſeine Probeflüge vorzunehwen und ſo weſer 7!
ſeither bei der Erforſchung der Strömungsvorgänge in
zuwirken.
* Patente. Trotz der ungeheuren Fülle von Patentem!
der 50 Jahre, die das deutſche Patentamt beſteht, erteil !
ſind heute nur noch 64 000 Patente in Gültigkeit Es
wenig Fachgenoſſen, denen dieſe Tatſache bis jetzt bekannd),
unbekannt dürfte es ſein, daß im vergangenen Jahre deſt
Patente neu angemeldet wurden. 1913 wurden rund 50 ()
zur Patenterteilung gemeldet. Bei der langen Vorprüff.0
wicklung bis zur Erteilung des Patentes iſt es nicht erkil
man hört, daß Ende des vergangenen Jahres noch rung.
anmeldungen i Bearbeitung waren.
NEUE BüCHER UND zEITSCHN
* Der Gefundheitsingenieur, Zeitſchrift für die geſamte
Verlag R. Oldenbourg, München und Berlin. Bezuan
jährlich 5 Mk.
Die altbekannte führende Zeitſchrift auf den Gebiete2
hygiene (Heizung, Waſſerverſorgung, Müllbeſeitigung, Kulen
feiert dies Jahr ihr 50jähriges Beſtehen. Anläßlich des
für Heizung und Lüftung in Wiesbaden gab die Zeitſchn.* f
heft heraus, das wegen ſeines wertvollen und reichhalugen
ſonderer Beachtung wert iſt.
Unſere Technik und Amerika von Emo Descovich. Dieck un.
techniſcher Verlag, Stuttgart.) Geheftet 1,80 Mk., gebn. *
22 Abbildungen. 1927.
Die überragende Wirtſchaftsmacht, die Amerika bert
dem beſten Wege, das rückſtändige Europa vollſtändig !
zu zwingen. Taylor Ford und andere haben Arbenärt.)
gebildet, denen zwangsläufig die ganze Kulturwelt ſwigſe
ſie nüht im Wirtſchaftskampf erliegen will. Es iſt niche 1
Fachmann, ſondern auch für den abſeits der Dinge Stehle‟
in einer kurzen Monographie dieſe Einflüſſe zuſamme.
den. Daß Deutſchland nicht in dieſem Wirtſchaftskampl Ne
will, beweiſen ſeine Beſtrebungen auf dem Gebiete Ve.”
und der Normung, die heute bereits Faktoren unſeres inht
ſchaftslebens von größter Bedeutung geworden ſind. P—
unſere Betriebe dem amerikaniſchen Wirtſcheftsſyſtei. L
ſo iſt in erſter Linie eine gründliche Kenntnis notwendlde
vich mithelfen will.
DER8ONLICHES AUS DER TE
Geh. Neg.=Rat Prof. Dr.=Ing. e. h. Max R.7,
ſeinen 70. Geburtstag.
Der in weiten Kreiſen bekannte Hiſtoriker der Leſhle
Dr. phil., Dr. jur. h. e. Ludwig Darmſtaedter N."
jahre geſtorben.
Geh. Reg.Rat Prof. Dr.=Ing. e. h. Qolei4.
85. Lebensjahre ſtehend, ſein 50jähriges Jubiläum die
Dolezalek iſt Lehrer für Eiſenbahnbau au der Lechl
Berlin und Miterbquer des Gotthard=Tunnels.
10 . R. Mu /, I.5R.
Kistoben
R 2
mn.mB.1
M..
Diese Cigarren sind unter Garantle
mit feinstem Sandbiatt und
ff. Havanna-Brasll hergestellt.
Durch Ersparung jeglicher Ausstattung
und des Sortierlohnes
bogondens pnolswerk
Stück
Giganpen-Verkriebs.-G.m.b.M
Verkaufsstelle in Darmstadt:
Ludwigstrasse 1
mrer 314
Genbau und Laſtikraftwagen.
ei der Bauverwaltungen. — Was fordert die Wirtſchaft?
Die Vollgummireifen ſind’s!
Von Siegfried Ooerſchlag
Samstag, den 12 November 1927
Seite 17
rwieder werden Stimmen laut, die ſich gegen den
Laſt=
etrieb wenden, weil er — ſtraßenzerſtörend ſein ſoll.
nitten in der Motoriſierung des Verkehrs: gegen das
/0.6 hat der Kraftfahrzeugverkehr laut ſoeben erfolgter
nenung des Statiſtiſchen Reichsamts um 26,6 Prozent
en, ziffernmäßig ausgedrückt: am 1. Juli 1927 rollten
mnd 152 042 Kraftfahrzeuge mehr als am 1. Juli 1926.
Fuüt ſer Zunahme des Verkehrs die Straßen weſentlich
wi jert wurden als früher (man denke: am 1. Juli 1914
Heutſchland nur 93 072 Kraftfahrzeuge!) iſt
ſelbſtver=
oie Straßenbauvarwaltungen haben gerade jetzt im
ſände voll zu tun, um die Verkehrsſtraßen wieder
und einzelne neue Straßen zu ſchaffen, und weil die
mus dem Kraftfahrzeugſteuereinkommen nicht immer
rmgg, klagt ſo mancher Landrat oder Bürgermeiſter
9rißverhältnis zwiſchen den Straßenbaukoſten einer=
er: geringen ſeiner Verwaltung zufließenden
Straßen=
zein andererſeits. In zwar verſtändlicher, aber taktiſch
ſe rärgerung ertönt dann aus Stadt= und Kreisver=
Ruf: Fort mit den Laſtkraftwagen!
re minz Hannover beſitzt zurzeit wohl die ſchlechteſten
umt im Deutſchen Reich, und aus ihr kommen die meiſten
gfülm ggen den Nutzwogenverkehr. Vor Jahresfriſt war es
ächlſthtr Provinziallandtag in Hannover, der gegen angeb=
Elltzzendemolierung durch Laſtkraftwagen Stellung nahm;
faln hmald darauf die Stadt Hannover mit gleicher Parole.
hlüſnaß es beim alten, bis jetzt wieder der Landrat des
ſſeileigl ingboſtel durch Veröffentlichungen, von ſich reden
eih Senen er „die Beſeitigung der ſchweren Laſtkraft=
Mderte.
ſodrn Kreis Fallingboſtel führt nur eine einzige Haupt=
Aswar die reichlich ſchlechte Chauſſee (Hannover)—
Lhar: (Hamburg). Die Automobiliſten wiſſen, daß auf
zalluche Warnungstafeln mit dem gerade in Hannover ſo
pbttiesarnruf: „Achtung, Schlaglöcher!” ſtehen. Alle anderen
nßehusBreiſes Fallingboſtel ſind Nebenchauſſeen ſekundärer
ſeuuly. Sie ſind als Nebenſtraßen angelegt. Weil nun in
Rllſiaackreiſen Sperrungen vorgenommen wurden, führte
„weikehr zwiſchen Hamburg und Bremen mit Hannover
almLpchen lang über die Fallingboſtler Kreisſtraßen mit
As8 mangelhaften Unterbau. Unzeitgemäße Neben=
A
hät tlich in den Apotheken und Drogerien
wege werden ſelbſtverſtändlich von regem Verkehr nicht beſſer.
Wenn täglich ein paar Dutzend Rübenwagen oder
Kohlentrans=
horte oder Erntewagen dieſe Straßen paſſiert hätten, hätten ſie
ſicherlich noch mehr gelitten als unter dem Autoverkehr. Nicht
die Laftkraftwagen ſind an der Straßenbeſchädigung ſchuld, Herr
Landrat, ſondern der mangelhafte Unterbau Ihrer Kreisſtraßen!
Doch nicht gegen hannoverſches Aufmucken ſoll hier
polemi=
ſiert werden, ſondern es ſei einmal feſtgeſtellt und mitgeteilt,
was wiſſenſchaftliche und praktiſche Verſuche ergeben haben.
Hochſchulprofeſſor Dr. Gabriel Becker (Charlottenburg), der als
Aboſtel leichten Wagenbaues als abſolut objektiv in
Schwerlaſt=
wagenproblemen gelten darf, hat über die Bereifungsfrage und
Wirkung der Reifen auf die Straßenbeſchaffenheit eine Broſchüre
herausgegeben, in der es heißt:
„Mit der Steigerung des Laſtkraftwagenverkehrs ſind
ſchwere Straßenzerſtörungen zutage getreten, welche von ſeiten
der Wegeunterhaltungspflichtigen den Ruf nach behördlicher
Abhilfe aufkommen ließen. Anlaß zu dieſen ſchädlichen
Be=
gleiterſcheinungen war die Beibehaltung der primitiven, wenig
elaſtiſchen Gummibereifungen auch für Laſtkraftwagen mit
höheren Verkehrsleiſtungen. Die Schaffung hochelaſtiſcher
Rei=
fen hat dieſen für den Laſtentransport kritiſchen Zuſtand
durch=
brochen. Der große Erfolg in der Vervollkommnung der
Rei=
fen gibt nicht allein den Laſtwagen als Transportmittel
wei=
tere Entwicklungsmöglichkeiten, ſondern vermindert auch ſehr
wirkſam die Straßenbeanſpruchung und die Koſten der
Wege=
unterhaltung.”
Profeſſor Dr. Becker fordert ein Verbot der Verwendung von
Reifen mit geringer Elaſtizität (Vollgummireifen und ſchlechte
Kiſſenreifen). Er fordert eine Fahrgeſchwindigkeitsbegrenzung
auf höchſtens 15 Km./Std. für Motorſchlepper und dergleichen,
die ſolche Reifen ausnahmsweiſe noch benutzen. Fahrzeuge mit
höheren Verkehrsleiſtungen, insbeſondere mit mehr als 15 Km.)
Std. Fahrgeſchwindigkeit müſſen Reifen von mindeſtens 8 mKg.
Arbeitsvermögen (mindeſtens Kiſſenreifen) verwenden. Die
Fehl=
ſchlüſſe des Herrn Landrat Rotberg, was Straßenbenutzung durch
Laſtkraftwagen auf freier Straße und Gefälle anbelangt, die ein
Tempo von 45 Kilometern erreichen, werden widerlegt durch
Profeſſor Beckers wiſſenſchaftliche Feſtſtellung:
„Luftreifen, für welche ein Arbeitsvermögen von 13 bis
50 mKg. erwieſen iſt, ſind das wirkſamſte Mittel zur Schonung
der Straße. Für Luftreifen können um 50 Prozent höhere
Achsdrücke als bisher und beliebige Fahrgeſchwindigkeiten
zu=
gelaſſen werden.”
Der Reichsverband der Automobilinduftrie hat in einer
Ein=
gabe an das Reichswirtſchaftsminiſterium ausgeführt, daß die
Wirtſchaft heute Laſtkraftwagen=Chaſſis mit Aufbauten verlangt,
an die man beim Erlaß der bisherigen Vorſchrift noch nicht
ge=
dacht hat, da damals entſprechend erhöhte Anforderungen noch
nicht geftellt wurden. Bei Möbelwagen (Aufbaugewicht 2,5 To.),
Sprengwagen (Aufbaugewicht 2,5 bis 3 To.), Tankwagen für
Benzin und Oel (Aufbaugewicht 2,5 To.), Langholzwagen (
Auf=
baugewicht 2 bis 2,6 To.), Fahrzeugen für Nahrungsmittel= und
Fiſchtransporte (Aufbaugewicht 2 bis 2,5 To.), Fahrzeugen für
Brauerei= und Rübentransporte befteht bei Zugrundelegung der
bisherigen Vorſchrift ein Mißverhältnis zwiſchen Aufbauten und
der nach den geſetzlichen Beſtimmungen zuläſſigen Belaſtbarkeit.
Bei dieſer Aufzählung wirtſchaftlicher Verwendungsmöglichkeiten
ergibt ſich mindeſtens ein durchſchnittliches Aufbaugewicht von
rund 2,5 To. Unter Hinzurechnung von 5 To. Nutzlaſt ergibt
dies eine Chaſſis=Tragfähigkeit von 7½ To. Es würde alſo,
wenn man bei der bisherigen Vorſchrift von 9 To. Geſamtgewicht
bleibt, für das Gewicht des Chaſſis nur 1,5 To. übrig bleiben.
Die Unmöglichkeit der augenblicklichen Vorſchriften ergibt ſich
aus dieſen Zahlen. Wenn die Wirtſchaft und die ganze
Entwick=
lung 7½ To. Chaſſis=Tragfähigkeit verlangt, ſo müſſen die
Chaſſis auch ſo ſtark gebaut werden, daß ſie dieſe Laſt tragen
können. Das aber ergibt ein Chaſſisgewicht je nach Länge und
Ausführung zwiſchen 4 und 5 To. Der Antrag des
Reichs=
verbandes der Automobilinduſtrie geht dahin, das Geſamtgewicht
des zweiachſigen Wagens auf 12 To. und den Druck auf eine
Achſe auf 10 To. heraufzuſetzen. Dabei berückſichtigt werden muß
allerdings, daß ſolche ſchweren Fahrzeuge nur mit neuzeitlicher
Rieſen=Luftbereifung verkehren dürfen.
Die Denkſchrift über die Ergebniſſe auf der Braunſchweiger
Verſuchsſtrecke ſagt:
„Die angeſtellten Wirtſchaftlichkeitsberechnungen haben
er=
geben, daß die durchſchnittlichen Koſten der verſchiedenen
Fahr=
bahndecken, auf Tkm.=Fahrleiſtung bezogen, unter den bei der
Verſuchsſtraße gegebenen Verhältniſſen beim reinen
Gummi=
verkehr etwa ein Neuntel der Koſten beim Zugmaſchinenverkehr
betragen haben."
Der neutral Abwägende wird angeſichts der Klagen über
Schädigung der Landſtraßen einerſeits und andererſeits der
Forderung aus Wirtſchaftskreiſen: große Wagen — unbedingt!
Aber die Tragfähigkeit noch weiter heraufſetzen! — zu der
Fol=
gerung kommen müſſen: Zunächſt fort mit den
Maſſiv=
reifen! Und dann: Keine behelfsmäßigen
Straßenſchotterungen keine billigen
Straßen=
unterbauten mehr, ſondern auf allen ſolchen
Verkehrs=
ſtraßen, die großen und ſchweren Verkehr zu bewältigen haben,
einen Unterbau und einen Oberbau, der dem
Verkehr gewachſen iſt.
Verkehrsförderung aber iſt Wirtſchaftsförderung!
Akräftseröffnang u. -Empfehlung!
Mtinen werten Gäſten zur gefl. Kenntnis,
laf ich ab heute meine Reſtauration Herrn
Biter Heim; hier übertragen habe. Ich
ite, das mir bewieſene Wohlwollen auch
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e
Seite 18
Samstag, den 12 November 1927
Nummaf
Sport, Spiel und Turnen.
Schwimmen.
Iniernationale Wetikämpfe des Darmſtädter
S. C. „Zung=Deutichland” heute abend 8 Uhr
und Sonntag nachmittag 3 Uhr.
Riebfchläger, Küppers, Derichs, Schumburg, Budig, Staudt, Weiß,
Dex, Riinderſpacher, Janſen, Straßburger, Berges u. a. am Start.
len Schwimmwettkämpfe heute abend und morgen nachmittag, die der
Darmſtädter SC. „Jung=Deutſchland” veranſtaltet, zu einem ſportlicheu
Ereignis allererſten Ranges werden, iſt es doch der Leitung „Jung=
Deutſchlands” gelungen, mit dem Start der Europameiſter Riebſchläger
und Küppers, ſowie der Rekordſchwimmer Derichs und Schumburg,
fer=
ner mit Leuten wie Budig, Staudt, Weiß, Kummert, Pöckel, Dex,
Jan=
ſen und Rinderſpacher ein ganz hervorragendes Feſt aufzuziehen. Eine
beſondere Note erhält die Veranſtaltung noch durch die Beteiligung der
Straßburger Mannſchaft, die im Schwimmen und Waſſerball erſte
fran=
zöſiſche Klaſſe darſtellt. So werden am Ende des Jahres die
Darm=
ſtädter Wettkämpfe noch einmal einen intereſſanten Aufſchluß über den
Stand des deutſchen Schwimmſports und beſonders über die Vorarbeiten
für die olympiſchen Spiele in Amſterdam geben.
Von den heute abend ſtattfindenden Rennen ſind die bedeutendſten
die Springwettkämpfe durch Riebſchläger, Weil und Herbert, ferner das
Nückenſchwimmen 160 Meter zwiſchen Küppers und Schumburg, das
Frei=
ſtilſchwimmen 400 Meter und die Freiſtilſtaffel 3mal 100 Meter zwiſchen
Sparta Köln und Jung=Deutſchland. Der Sonntag bringt dann als
wichtigſte Ereigniſſe die beiden 1. Seniorſtaffeln, den 2. Teil vom
Sprin=
gen, das Bruſtſchwimmen 200 Meter, das Freiſtilſchwimmen 100. Meter
und als Abſchluß das Waſſerballſpiel Straßburg gegen Darmſtadt.
Eröffnet wird das Feſt am Samstag abend mit einer 1.
Senior=
ſtaffel 3mal 100 Meter, die Sparta Köln mit Henke, Skamper und
Derichs gegen Jung=Deutſchland gewinnen ſollte. Im
Jugendbruſt=
ſchwimmen 200 Meter intereſſiert am meiſten der Hamburger Sietas, der
als einer der ausſichtsreichſten Olympiakandidaten gilt, und dem es vom
Verbandsſchwimmwart geſtattet wurde, am Sonntag in dem 1.
Senjor=
bruſtſchwimmen 200 Meter mitzuſchwimmen, damit er in ſchweren
Neu=
nen die nötige Erfahrung bekommt. Auch Schwarz, SV. Göppingen, iſt
Mainz, und Langohr, SV. Ludwigshafen, nur für den 3. Platz in
Frage kommen. Das mit 19 Mann beſetzte Juniorſchwimmen 100 Meter
Sonntag noch als Jugendſchwimmer Zeiten erreichte, die manchem 1.
Senior zur Ehre gereichen würden. Auf den weiteren Plätzen erwarten
wir Kloſtermann, Laumann, Müller, Ober (ſämtlich Jung=Deutſchland),
ferner Nauſch, Neptun=Karlsruhe, Schuſter, SV. Augsburg. Nach
die=
ſem Rennen kommt mit dem Kampf Küppers gegen Schumburg, zu denen Sprendlingen
mitanzuſehen=
noch Nudolf=Straßburg und Frank=Heidelberg kommen, das erſte große
Ereignis. Wir erwarten natürlich den deutſchen und europäiſchen Meiſter
Küppers in Front, der hoffentlich unter ſeinem Rekord von 1,12 ſchwim= mannſchaften in Tätigkeit. Das Hauptintereſſe konzentriert ſich auf die
bedrängen, doch wird er dem Endſpurt des Vierſeners nicht ganz
ge=
wachſen ſein. Frank und Nudolf werden ſcharf um den 3. Platz
kämp=
fen, den Frank ſicher haben ſollte. Dann werden 6 Springer auf den
Brettern erſcheinen. Riebſchläger, der Europameiſter iſt nicht zu
ſchla=
gen, obwohl mit dem achtfachen franzöſiſchen und zweifachen engliſchen zufügen braucht. Jedenfalls iſt ein ſpannendes Spiel zu evwarten.
Meiſter Weil und HerbertMainz weitere gute Springer teilnehmen.
Der zweite Teil wird am Sonntag ausgetragen, nur Riebſchläger wird
fertig ſpringen, da er am Sonntag wahrſcheinlich wieder abreiſen muß.
ſetzung erhalten, und doch mit Leuten wie Gebert, Hellas=Magdeburg,
Küppers, Henke, Sparta=Köln, Sewing, Waſſerfreunde=Heilbronn,
Bir=
linger=Freiburg, Boettner=Magdeburg 96 u. a. die beſten 2.
Senjor=
ſchwimmer Deutſchlands am Start. Den Sieger vorausſagen, dürfte
ſehr ſchwer ſein, da beſonders Küppers, Gebert und Henke ihr zueites
nende Kämpfe zeigen. Der Beſte ſcheint uns Pöckel, Vexeinigte
Waſſer=
freunde Steglitz=Spandau, zu ſein, doch auch Gennes, V.f.v,S. Mün= ſpielt um 2.45 Uhr gegen die Ludwigs=Ober=Nealſchule.
chen, Endreß, EFSC., Thomas, Ulm, und die Karlsruher Holl und
Wünſch ſind nicht zu verachten. Das 1. Senjorſchwimmen 400 Meter hat
letzten Zahre ſehr gut entwickelt hat, und Friedel Berges.
Vorausſicht=
lich wird Berges noch 100 Meter weiter ſchwimmen, um deu 500 Metere, der Rheinallee ausgetragen.
Nekord anzugreiſen. Nach der Jugenblagenſtaffel, die Göppingen
ge=
winnen wird, folgt ein weiteres intereſſantes Rennen mit der 2.
Senior=
ſtaffel 3mal 200 Meter, in der der 1. SV. Ulm, Nickar=Heidelberg und
Jung=Deutſchland ſtarten werden. Wir glauben an einen Sieg der
Heidelberger Mannſchaft,
Die Sonntagskämpfe
werden eingeleitet mit einer 1. Seniorlagenſtaffel 3mal 100, an der mit
Hellas=Magdeburg, der deutſchen Meiſterſtaffel, Sparta=Köln und SV.
Karlsruhe die beſten deutſchen Mannſchaften teilnehmen, zu denen noch die Eutſcheidung hringen zwiſchen Langen und Aſchaffenburg. Das
Vor=
die A.S. Straßburg hinzukommt. Da Hellas ohne Rademacher antritt,
erwarten wir nach einem großartigen Kampfe Sparta=Köln mit Budig, daheim neich
Skamper und Derichs, als Sieger, hauptſächlich durch den Schlußmann
Derichs. Hellas wird mit Kümmert, Schumburg und Cordes antreten,
während die ausgeglichene Karlsruher Mannſchaft, Köpf, Neeff und Handballſpiels in der D.T. iſt der Verbandsmeiſter aus unſerem Gauu
Rinderſpacher, nicht weit zurückbleiben wird. Die 2. Senſorſtaffel 4mak hervorgegangen, und wir wünſchen, daß auch in dieſem Jahre unſer
100 Meter iſt dagegen mit Ulm, Heidelberg, Augsburg, Frankfurt und Vertreter durchdringt, der dann ſpäter an den Kreisſpielen teilnimmt.
Darmſtadt, eine ſüddeutſche Angelegenheit. Ulm wird wohl verſuchen, Außerdem treffen ſich Groß=Umſtadt-Lengfelh und Damm—Ckiesheim,
an ſeinem knappen Bezwinger Heidelberg in einem neutralen Bade
Ne=
wanche zu nehmen, und wir halten die Ulmer auch für etwas beter. Das
Damenfreiſtilſchwimmen ſollte die ſüddeutſche Meiſterin Frl. Mörſchel,
Jung=Deutſchland, gewinnen, während im Jugendfreiſtilſchwimmen Balk,
SV. Göppingen, und Engelhardt, Offenbach 96, die Beſten ſind.
Ein weiterer Großkampf verſpricht das 1. Seniorſchwimmen 100
Meter zu werden. Derichs, Sparta Köln, der hervorragende deutſche
Sprinter wird ſicher ſiegen, ob er aber unter 101 ſchwimmen wird,
das iſt die große Frage. Der Kampf um die Plätze zwiſchen Dex, V. f.
v. S. München, Janſen, Düſſeldorf 09, Berges und Klein, Straßburg. Schluß der Vorrunde und damit folgende Sbiele:
wird äußerſt ſpannend werden, da die vier Gengnnten ziemlich
gleich=
wertig ſind. Klein wurde übrigens bei den Europameiſterſchaften im
Endlauf Neunter. Wer das folgende 1. Bruſtſtſchwimmen 200 Meter
ge=
winnen wird, iſt ſehr ungewiß. Es kommt hier bei der Ausgeglichenheit
des Feldes beſonders auf die Verfaſſung der einzelnen Leute an. Außer
Gennes=München ſind alle ſchon unter drei Minuten geſchwommen. Ob
dem jungen Staudt, SV. Mannheim, der große Wurf gelingen wird?, darf man der Papierform nach wohl annehmen, daß ſie ſich in Walldorf
banche zu nehmem, und wir halten die Ulmer auch für etwas beſſer. Das und Mörfelden durchſetzen werden. Zahlenmäßig hoch werden die Er=
Weiß, Bayern=Nürnberg, und der Jugendſchwimmer Sietas, Ham= gebniſſe ja kaum ausfallen, denn die beiden Neulinge werden ſich zu
weh=
burg 79, gerade ſo gut die Sieger ſein. Im Damenbruſtſchwimmen ren wiſſen. Oder ſollten gerade am letzten Vorſpielſonntag Ueberraſchun=
200 Meter iſt die ſüddeutſche Meiſterin Frl. Backof, Moenus=Offenbach, gen eintreten?. Ganz ſo unmöglich wäre das nicht, wobei vor allem an
von Frl. Zimmermann, Wiesbaden 1900, nicht zu ſchlagen. Einen Rekord Mörfelden gedacht iſt. — In Wixhauſen treffen ſich zwei gleichſtarke
ſtellt die Beſetzung des 2. Freiſtilſchwimmens 400 Meter mit 11 Mann Mannſchaften; die Einheimiſchen ſollten auf Grund des Platzvorteils
ge=
dar. Die ausſichtsreichſten Leute ſind wohl Gebert, Sewing, Boettner winnen. Auch im Treffen Polizei — Sppendlingen darf man beide
Geg=
leicht eine Ueberraſchung bringen. Die folgende Juniorſtaffel 3mal 100 herren annehmen. Das Schlußtreffen in Griesheim ſollte normaler
Meter und Jugendſtaffel 3mal 100 Meter werden Jung=Deutſchland bzw. Weiſe mit einem Sieg der Gäſte enden. Dieſe haben aber mit einem
SV. Göppingen als Sieger ſechen. Einen aufregenden Kampf bringt erneuten Mißgeſchick zu rechnen, da der bewährte Verteidiger Polſter
Köln und Jung=Deutſchland. Angsburg wird wohl mit der Entſchei= riert und nun nicht mehr mittun kann. Dieſer Umſtand war ſchon für
dung nichts zu tun haben. Der Ausgaug iſt auf alle Fälle ungewiß, da die letzten Niederlagen der Pfungſtädter mitbeſtimmend, und man muß
man nicht weiß, wer bei Köln die 300 Meter ſchwimmt, jedoch iſt Ber= abwarten, wie die Germanen jetzt die Verteidigerfrage löſen. So wird
ges, weun Gils und Ihrig nicht allzu viel verlieren, imſtande, manchen auch der Griesheimer Kampf wieder reichlich offen. Die Spiele
begin=
verlorenen Meter aufzuholen.
Ein Waſſerballſpiel zwiſchen Straßburg und Jung=Deutſchland wird
das Feſt beenden. Straßburg ſtellt beſte franzöſiſche Klaſſe dar, und es
iſt daher nicht ausgeſchloſſen, daß die Straßburger knapp gewinnen.
Wir bitten nochmals das Darmſtädter Bublikum, die Veranſtaltung Waffenruhe. Am 13. November beginnt nun bereits die zweite Runde
eifrig zu beſuchen, und weiſen ferner noch darauf hin, die Vorverkaufs= der Verbandsſpiele. Es ſtehen folgende Treffen bevor: FC. 02
Drei=
ſtellen bei L. B. Müller, Pavierhandlung, Schulſtraße, und Heinrich eichenhain—Sportverein 1911 Neu=Iſenburg; Germania Oberroden—
Arnold, Wilhelminenſtraße, zu benützen.
Am Sonntag wird Küppers noch einen Rekordverſuch im 200 Meter hauſen und Sportverein Offeuthal-FC. 03 Egelsbach; 1911 Neu=Iſen=
Rückenſchwimmen uternehmen.
Ringen.
Polizeiſportverein Darmſtadt — Turnv. Nieder=Ramſtadt.
Freundſchaftskampfe gegenüber. Die Kämpfe wurden in beſter Aufſtel= an die Spitze gekommen. — Am Sonntag, 13. November, ſieht
lung beſtritten werliefen äußerſt ſpannend und ſtanden auf einer hohen die Terminliſte folgende Spiele vor: Sportverein Geinsheim—Germania
Stufe. Die Polizei blieb im Vor= und Rückkampf jedesmal mit dem Er= Eberſtadt; Boruſſia Dornheim—Sportverein Lengfeld; Haſſia Dieburg
kämpfen hat der Polizeiſportverein eine BMannſchaft gemeldet. Der Sportyaa. Arheilgen Reſerve—FV. Seeheim; Sportvy. 98 Darmſtadt Reſ.
erſte Gegner wird vorausſichtlich Pfungſtadt ſein.
Handball.
Sportverein Darmſtadt 98 — Spor verein Wiesbaden.
Die aktiven Handball=Mannſchaften haben am morgigen Sonntag
Verbandsſpiele zu abſolvieren. Während die Liga=Erſatzmannſchaft auf
dem Hochſchmlſportplatz gegen die erſte Mannſchaft des Akad. Sportklubs
antritt, die 2. Mannſchaft gegen die 2. Männſchaft von Rot=Weiß
Darm=
ſtadt auf dem Exerzierplatz ſpielt, trifft die Ligamannſchaft, wie ſchon
berichtet, im Rückſpiel auf den Sportverein Wiesbaden. Man wird wohl
von dieſem Spiel einen techmiſch hochſtehenden Kampf erwarten dürfen.
Wie wir bereits verſchiedentlich berichteten, werden die internationg= Die Wiesbadener wurden in den vergangenen Sommermonaten von
einem Berliner Handballſportlehrer trainiert. Wenn auch die Lehren
aus dieſem Training den Kurſtädtern noch nicht ſo reſtlos in Fleiſch und
Blut übergegangen ſind, ſo daß ſie dieſe in ſchweren und harten
Kämp=
fen immer mit Erfolg anwenden können, ſo wurde doch zu mindeſten
erreicht, daß das ſpieleriſche Niveau ſich bedeutend gehoben hat.
Die Darmſtädter, die ja in den letzten Verbandsſpielen meiſt mit
Erſatz antreten mußten, haben mit Beginn der Reickrunde wieder ihre
vollſtändige Beſetzung zur Verfügung. In der Aufſtellung
Trautwein
Kadel. Reuter
Delb. Götz Allwohn
Fiedler Werner Jans Dietz Hennemann
dürfte der Süddeutſche Meiſter auf jeden Fall mit einer ſchönen Leiſtug
aufwarten. Das Spiel findet auf dem Sportplatz am Böllenfalltor
nach=
mittags 3 Uhr ſtatt.
Sportverein 1898 e. V. Jugenb.
D. S. B.=Verbandsſpiele am 13 November: Sp.V. 98
2. Jugend—Sp.V. Arheilgen 1. Jugend, 10 Uhr. — Sp.V. 98 8 Jugend
—V.f.L. Rot=Weiß 3. Jugend, 11 Uhr — Sp. V. 98 4. Jugend—Sp. V. 98
1. Jugendm., 2 Uhr Stadion. — V.f. L. Rot=Weiß 2. Jugendm.—Sp. V. 98
5. Jugendm., 10 Uhr, Rot=Weiß=Platz.
Polizeiſportverein 1.—Not=Weiß 1. Manuſchaft.
(13.45 Uhr.)
Leider iſt es dem Gegner für das am Sonntag geplante Treffen:
Polizeiſportverein 1.—Mainz 05, nicht möglich, zu erſcheinen. Durch
ihren Siog am vergangenen Sonntag ſind die Domleute gezwungen, um
die Entſcheidung in Bingen zu kämpfen. In echt ſportlicher Weiſe hat
ſehr gut, während die Darmſtädter Schneider und Gebauer, Martin, ſich die beſtbekannte Mannſchaft von Rot=Weiß, V.f. L. 2”, bereit erklärt,
in die Breſche zu ſpringen. Der Gegner, der mit zu den beſten
Mann=
ſchaften des Bezirks Starkenbung zählt, wird den ausfallenden Gegner
wird Gebert, Hellas Magdeburg, glatt gewinnen, da er am letzten voll und ganz erſetzen und die Gewähr bieten, daß ein ſehr ſchönes Spiel
auf dem Polizeiſportvereinsplatz ſteigt. Im Gegenſatz zu der
auge=
gebenen Zeit in der Vorſchau iſt dieſes Treffen auf 1.45 Uhr angeſetzt.
Wer ſich der Müthe unterzieht und einen Spaziergang über den Exert
macht, hat un 3.00 Uhr noch Gelegenheit, das Fußballſpiel Polizei—
Verein für Leibesübungen „Rot=Weiß” 1922.
Am kommenden Samstag und Sonntag ſind wiederum 10
Handhall=
men wird. Schumburg, der Rekordmann über 200 Meter, wird ihn hart erſte Mannſchaft, die am Sonntag nachmittag um 2 Uhr auf dem
Polizeiplatz gegen den Polizeiſporverein Darmſtadt antritt, da Mainz05
abgeſagt hat. Ueber die beiden Lokalgegner iſt ſchon ſoviel geſagt und
man hat ihre Eigenſchaften in den ſeitherigen Verbandsſpielen ſchon ſo
zur Genüge kennen gelernt, ſo daß man keine weitenen Kommentare hin=
Die zweite aktive Mannſchaft ſpielt zur gleichen Zeit auf dem Rot
Weiß=Platz gegen die dritte des Sportv. 98. Für die erſte Jugend iſt
noch kein Gegner feſtgelegt. Die zweite Jugendmannſchaft ſpielt mor=
Das 2. Seniorfreiſtilſchwimmen 100 Meter hat eine ſehr ſtarke Be= gen um 10 Uhr gegen die fünfte Jugend des Sportv, 98, während die
dritte Jugendmannſchaft auf die gleiche der 98er im Stadion trifft,
WVorm., 11 Uhr.)
Die erſte Schülermannſchaft hat am Samstag nachmittag um 3 Uhr
ihr wichtigſtes Spiel auszutragen, nämlich gegen die erſte
Schülermanm=
ſchaft des Sportvereins 98. Beide Mannſchaften ſtehen punktgleich in
Nennen ſchwimmen. Auch das 2, Bruftſchwimmen 200 Meter wird ſpane der Tabelle; der Ausgang des Siveles iſt zugleich die Borentſcheidung
für den Sieger in der Schülerpokalrunde. Die zweite Schillermannſchaft
Am Sonntag, vormittags um 11 Uhr, findet außerdem moch ein
intereſſantes Spiel zwiſchen der Boxabteilung und der Paddlergilde
nur 2 Bewverber erhalten. Rinderſpacher, SV. Karlsruhe, der ſich im ſtatt, die bekanntlich das Handballſpiel als Ergänzungsſport betreiben,
Alle Spiele werden auf dem Uebungsfeld des Rot=Weiß=Platzes an
Mi) drwerannemt Ecirrttice Elſa Pfeifer, K. Köſtlin. Funkorh. o 16: Unterlanuft
Handball. — Verbandsſonderklaſſe.
Die Würfel fallen — vielleicht auch nicht! Der letzte Sonntag konn Sozialverſicherung. O 19 15: Dr. Löwenberg: Mer iht
zu bringen. Es wird viel davon abhängen, wie Langen ſeine
Mann=
ſchaft ſtellt, und darin wird die Entſcheidung liegen. Seit Beginn des
wo die Platzvereine vorausſichtlich Sieger bleiben werden.
Fußball.
Fußball im Kreis Starkenburg.
Vorrunden=Schluß in der Kreisliga.
Der morgige Sonntag bringt in der Starkenburger Kreisliga den
Viktoria Walldorf — Union Darmſtadt.
T.u. SV. Mörfelden — 1. FC. Langen.
Union Wixhauſen — Viktpria Urberach.
Polizeiſportverein Darmſtadt — FV. Sprendlingen.
Viktoria Griesheim — Germania 03 Pfungſtadt.
Von den beiden Spitzenreitern Union Darmſtadt und 1. FC. Langen
und Grützner, doch können Ihrig, Schellenherg, Vollmer und Strück ner als gleichwertig einſchätzen, aber ebenfalls einen Sieg der
Platz=
zum Schluß die 1 Seniorſtaffel 100, 200, 300 Meter, zwiſchen Sparta= an den Folgen einer vor einigen Wochen erlittenen Knieverletzung
labo=
nen letztmalig (reichlich ſpät) um 3 Uhr.
Die 4= und B=Klafſe.
Dreieichgan. Am letzten Sonntag herrſchte auf der ganzen Front
VfL. Neu=Ifenburg Reſerve; Sportllub Dietzenbach—FV. Epperts=
W.d. burg, Oberroden. Dietzenbach und Egelsbach werden in Front erwartet.
Gau Bergſtraße. Die Bergſträſter 4=Klaſſe ſpielte am Sonntag
folgende Ergebniſſe voraus: VfR. Darmſtadt—Eintracht Darmſtadt 0:2;
Germania Eberſtadt—VfL. Michelſtadt 7:0 (4:0); Sportverein Groß=
Gerau—Haſſia Dieburg 5:0: Sportverein Lengfeld—Sportverein
Geins=
heim 3:0; FV. Seeheim—Sportverein Darmſtadt Reſerve 1:3. Durch
Die Ringermannſchaften obiger Vereine ſtanden ſich kürzlich in einem die überraſchende Niederlage des VfR. Darmſtadt iſt wieder Eberſtadt
gebmis von 8:6 ſiegreich. — Zu den in Kürze beginnenden Mannſchafts= —VfL. Michelſtadt: Eintracht Darmſtadt—Sportverein Groß=Gerau;
—VfNl. Darmſtadt.
In der B=Klaſſe ſind vom Sonntag der ſichere D
SV. Weiterſtadt über Chattia Wolfskehlen zu erwähnen, ſpo
raſchende 3:1 Erfolg des VfR. Beerfelden über Sporwerein
für Höchſt unangenehme Folgen für die Gruppenmeiſtes”
kam. — Für kommenden Sonntag ſind folgende
ſetzt: Germania Leeheim-Germania Dieburg: Chattia;
Sportverein Meſſel; „Sporwerein Weiterſtadt—FSV. Gm.
VfR. Erbach-SV. Roßdorf; Sporwerein Höchſt—F8.
und VfR. Beerfelden—SV. Lengfeld 2.
F. C. Eintracht—Sportverein Groß=Gerou.
Im vorletzten Spiel der Vorrunde trifft Eintracht om
Sonntag auf einen alben Kämpen der A=Klaſſe, den Sp. V.,
Auch gegen dieſe Mannſchaft hat Eintracht noch nicht allzupzul
geerntet. Das letzte vorjährige Verbandsſpiel gegen Groß=:3
Unentſchieden. Die Groß=Gerquer ſcheinen dieſes Jahr nichk
kommen zu wollen, denn die bis jetzt erzielten Refultate
latz=
unentſchieden. Die Groß=Gerquer ſcheinen dieſes Jahr nichh
es empfehlenswert zu ſein, ſich den Erfolg gegen V.fN.,
Kopf ſteigen zu laſſen. Groß=Gerau ſtellt eine Nampfmnt
ſich, bevor das Spiel beendst iſt, nicht geſchlagen gibt. A.
tracht wird am Sonntag die Parole wieder „Kampf” hö.
Kampf bis zum Aeußerſten, wenn die beiden Punkte in Dar.
ſollen. Eintracht ſpielt zwar mit Erſatz auf beiden Außem.!
trotzdem liegt ein Gewinn des Spieles, zumal Eimtrachtt
des eigenen Platzes genießt, durchaus im Bereich der M554
dieſem Spiel ſtehen ſich die 2. Mannſchaften, ebenfalls im
gegenüber. Auch hier dürfte der eigene Platz von aus
Bedeutung ſein. Spielbeginn 9 bzw. 11 Uhr vorm.
Sportverein 1922 Roßborf e. B.
Bum fälligen Verbandsſpiel begibt ſich die erſte Elf am
Sonntag nach Erbach i Odw. Obwohl Erbach hier mit
wurde, darf Roßdorf ſeinen Gegner nicht leicht nehmen,
wurde in dieſen Verbandsſpielen auf eigenem Platz noch n.ut
Hoffentlich legen die Rot=Weißen eimnen Siggeswillen an
machen ſich mit den dortigen Platzverhältniſſen ſchnell
ver=
iſt heißer Boden. Es wäre im Intereſſe des Sportes ein
der Schiedsrichter erwüinſcht. — Die 1. Jugend fährt nach
Geſchäftliches.
Die weltbekannte Firma
Heinrich Franck Söhne G. m b. =,
Ludwigsburg, Berlin=W., Halle, Neuß.
ſſeit vielen Jahren führend auf dem Gebiet der Kaff
Erſatz=Induſtrie, bringt, dem Bedürfnis der Zeit entſpm
der Bezeichnung
„Kaffee Gold”.
Karlsbader Kaffee=Gewilrz
ein neues Erzeugnis in den Handel, wie ſie ſich ausdreiu
feine Küche‟ Es darf als feſtſtehend angeſehen wems
Firma Heinrich Franck Söhne G. m. b. H. auch mit
gewürz ein erſtklaſſiges Produkt geſchaffen hat, das ſich
ſeit Jahren eingeführten Spezialitäten „Aecht Franck” ur
mühle und „Kornfranck” in Beſchaffenheit und Bweckmäun
zur Seite ſtellt.
Die Gewißheit, ein erſtklaſſiges Kaffeegewürz m ch.
die zahlreichen Freunde Franckſcher Erzeugniſſe gern berer /.
die neue Spezialität zu verſuchen.
Rundfunk=Programme.
Frankfurt.
Samstag, 12. Rov. 11.55: Glockenſpiel aus
15.30: Aus dem deutſchen Liederkranze, Liedervortr!
Schulen: Leſſinggymnaſium, Schülerkapelle. Leit.: Proff!
Streichmuſik aus dem 17. und 18. Jahrh. 16—3
des Hausorch.: Neue Schlager. O 17 45: Leſeſtund.
reifere Jugend. Aus dem Roman Der Oberhof von
18.15: Vereinsnachrichten Mitteilungen. 18.30;
Einfluß auf das Schickſal des Menſchen. 9 2.15: BLuck
Mitw. u. a.: H. Kner (Rezit.), Fr. Maſſing (muſika
und Kunſtpfeifer), G. Gaubatz (Mundharmonika), Su
Anſchl.: Tanzmuſik.
Stuttgart.
Samstag, 12. Nov. 13: Schallplatten. o 15: —u
des Muſikverems Feuerbach. Einl.: Emma Eichenhun
6 Föhl. o 18.15: Aus Freiburg: Privatdozent A.ſ
Erbanlage und Umwelt. o 18,45: Gemeinderat Härle: 70
und Dichtung. O 19.45: Sportfunk. O 20: Aus HeilulteK
brettl. Leit.: C. Struve. Mitw.: Hilde Binder, Käte IK
Struve=Jöhnſſen. H. Hanus, Fred Höger, G. OtX ſ04
Pohl: Achtung, Welle 379,7. — Berlin: Heimweh. —
Lene Lehmann ging mal ſpazieren. — Whitemann: *
einer Nacht. — Friml: Schatz, was ich von Dir gexil
— Lehar: Gern hab ich die Frauen geküßt. — Gük
Wandre mei Herzchen, wandre. — Kempner: Pierm?
traum. — Hirſch: Eine Frau wie ich. — Brückner: Herm
den deutſchen Rhein, — Kollo: Zwei rote Roſen. —
Serenade. — Kalman: Duett aus Gräfin Marza. —
Rezitationen. — Strauß: Accelleration, Walzer.
Sketſch von C. Struve Perſ.: Ninon, Armand, dis
Madeleine, Charles. Und noch weitere 13 Darbietunget
Nachrichten. 23: Tanzmuſik aus Frankfurt a. M.
Berlin.
Sonnabend, 12. Nov. 12.30: Für den Landmm
Dr. Borchardt: Wunder des Altags. Vom Fahrem
Funk=Grotesken. Der Mann, der zu früh lachte, 38
Ewigkeit. Gel. vom Verfaſſer M. F. Mendelsſohn, E7
haltungsmuſik des Konzertorch. Kermbach 18.10/
die neue Wintermode. 18.30: Prof. Riegelmann:
hauer und ſein Handwerk. 2 19.05: Dr. Roſcher: We4
Zeitfragen. 19.30: Dr. Mahrholz: Die weltanſchauf*
richtungen imn unſerem Volke. D 20: Miniſterialrat Dr. V
ſucht und Selbſtloſigkeit in der Liebe und in der G
Denkſportaufgaben. O 20.30: Drahtloſer Empfang fremar=
EExperimentalvortrag Prof. Leithäuſer). 21.15:
Reiſe in Hörbildern von W. Mehring. Muſik von 2
Dritter Abend. — Anſchl.: Tagesnachrichten. 2 A.
Tanzſtunde. — Anſchl.: Tanzmuſik.
Köniagswuſterhauſen. Sonnabend, 12. Nov. 12
Schule: Balladen von Schiller und Goethe. 2 1
15.35: Wetter und Börſe. o 16: Oberſchull.
Kurzſchriftdiktate. 16.30: Prof. Lampe: Rundfunklehre”
Schulrat Wolff: Die ſchöpferiſche Betätigung des Lehre?
der Allgemeinheit. 2 17 30: Stud.=Rat Monzel: Sozig!
im Unterricht. O 18: Stud.=Rat Müller: Techu, 24.
Facharbeiter: Konſtruktionselemente. O 18.30: Franzdliſti!
18.55: Engliſch für Fortg. 19.20: Min=Dir.
Geſchichte der deutſchen Sprache. O 20.30: Uebertr. Be2
loſer Empfang fremder Stationen (Prof. Leithäuſerlt
„Sahgra”, eine Reiſe in Hörbildern von W. Mehrinn
Funk=Tanzſtunde, anſchl. Tanzmuſik.
Wetterbericht.
Witterungsausſichten für Sonntag, den 13. 9
(nach der Wetterlage vom 11. November)—
Bei wenig veränderten Temperaturen zeitweiſſe woit
trockenes Wetter.
Heſſiſche Wetterdi-
Haupiſchriftleltung: Rudolf Maup”
Verantwortiſch für Poliſt und Wirſchaft: Rudelf Maupei Mu. Heite.
Ausland und Heſche Nachiſchten: Mar Streſei ſ Spol: D. Els 2
für den Handel: Dr. C. 6. Quetſch: für den Schußdienſt: 4y..
„Die Gegenwart”: Dr. Herbert Neite; ſür den Inſeratentell” 2.
und Verlag: C. C. Wlitich — ſämfich in Darmſel.
Für unverlangte Manufkfiple wird Garantie der Rüchſenduns Nieat
Die beutige Nummer haf 24 Seiſe
dwer 314
Sametag, den 12. Nov.
Börſe und Geldmarkt.
„rhtswoche brachte an den Aktienmärkten einzelne Uber=
Frankfurter Effekienbörſe.
Frankfurt a. M., 11. November.
Im Anſchluß an die abgeſchwächte Abendbörſe war die Haltung der
eren bedeutendſte wohl die empfindlichen Kursrückgänge heutigen Börſe allgemein ſchwächer. In erſter Linie drückte die herrſchende
gerien Montag waren, über die Urſachen dieſer Baiſſe iſt Geſchäftsſtille auf das Kursniveau. Immer noch iſt von einer Beteiligung
br reits ausführlich berichtet worden. Man muß nochmals, des Publikums wenig zu merken, im Gegenteil ſollen von privater Seite
daß vor allem börſentechniſche Geſichtspunkte bei jenen wieder Verkaufsaufträge vorgelegen haben. Dann kam zur heutigen die gleiche wie im Vormonat. Bei einer Reihe von Firmen trat
aller=
zm itſpielten. Der Baiſſevorſtoß konnte nur dadurch ſo erfolg= Prämienerklärung Material auf den Markt, das bei der allgemeinen
daß der Geſamtumfang des Geſchäftes augenblicklich Lurückhaltung und Luſtloſigkeit außerordentlich ſchlecht Aufnahme fand.
Amh gering iſt und ein zielſicher vorbereitender Angriff Die Spekulation, ſoweit ſie ſich wieder engagiert hatte, ſchritt zu
Poſitions=
n nſchwer zu dem gewünſchten Ergebnis führt. Inzwiſchen löſungen. Die Tatſache, daß die bereits geſtern zur Zeichnung aufgelegte von dem zu Beginn des 2. Halbjahres beobachteten Stand von 50½
„ch. allgemein erkannt, daß in der wirtſchaftlichen Lage keine. Lloydanleihe überzeichnet wurde, blieb ohne Einfluß auf die
Entwick=
uszetreten iſt, die einen ſo empfindlichen Verfall des Kurs= lung der Tendenz. Verſtimmend wirkten dagegen wieder die Lohn=
Leſtsertigte. Im Verlauf der Woche lagen im Gegenteil einige bewegungen in der Textil= und Metallinduſtrie. Bei der erſten Kurs=
Eſcldungen vor, wenn dieſen auch vereinzelte ungünſtige Er= feſtſetzung mußte die Mehrzahl der Werte Kursrückgänge von 2—4 %o
genüberſtanden. Zu der letzten Gruppe gehört die Tat= hinnehmen. Starkes Angebot herrſchte am Chemiemarkt; J. G. Farben
ursTkextilarbeiterſtreik im Rheinland auch die Werke der J. P. gaben 5% nach. Am Elektromarkt erlitten Gesfürel und Bergmann
hell. =G. erfaßt hat und deren Betriebe in der Wuppertaler gleichfalls Kurseinbußen von je 596. Von Bauunternehmungen waren
ei” ſtillgelegt ſind. Der Kurs ſchwächte ſich aber im Verhältnis Holzmann 5½% abgeſchwächt. Wahß & Freyztag blieben dagegen
be=
eis nur wenig ab. Andererſeits empfing der Schiffahrts= hauptet. Montanwerte verloren durchſchnittlich 2—4 %o, von Kaliwerten
„eme Anregung durch den definitiven Abſchluß der Nord= Weſteregelnminus 51/,8. Schiffahrtswerte gaben trotz der Lloydanleihe
Tloyd=Anleihe, die zwar zu etwas ſchlechteren Be= bis 4 7 nach. Am Anleihemarkt war das Geſchäft ſtill. Die Kurſe bröckelten
u= ihre Vorgängerin untergebracht wird, für die Börſe jedoch etwas ab.
Gralößter Bedeutung war, daß ihr Zuſtandekommen im gegen=
In der zweiten Börſenſtunde ſchwächte ſich die Haltung weiter ab.
ellugsenblick ein unvermindert anhaltendes Vertrauen der aus= Die Stimmung litt vor allem wieder unter der Geſchäftsloſigkeit. Es
ewitaliſtenwelt in die deutſche Wirtſchaft beweiſt. Auch die ergaben ſich neue Kurseinbußen von 1—2½%. Am Geldmarkt war
4eüber die Freigabefrage vorlagen, lauteten im ganzen Tagesgeld im Zuſammenhang mit der Medioliquidation gefragt zu
wanf
G. Sschiffahrtsmarkt vorübergehend, ließ aber mit der Rückkehr / 28,55,
ſtim neuerdings ebenfalls wieder nach. Bedeutendes
Auf=
ſomn bisher tiefſten Stand von 96 % erregt. Die Abgaben der
ſtgfion und der Provinzkundſchaft waren zunächſt durch
en bend veröffentlichten Abſchlußeommuniques
zurückzu=
enüber den Bemängelungen, daß darin über die Dividende= haubtet.
tut. Wort geſagt iſt, können wir auf unſere kürzliche
Infor=
ſds von der vorjährigen nicht weſentlich oder überhaupt nicht
Unut te. Dem Peſſimismus der Vereinigten Stahlwerke, die
ſa er Generalverſammlung der Klöcknerwerke A.=G.
gegen=
alß Auusſichten des Kohlen= und Eiſenmarktes im nächſten Jahr
bliſſübrurteilte. Allerdings betonte auch dieſer hervorragende
Mähver die Notwendigkeit eines Entgegenkommens der
Reichs=
nſiader Arbeitszeitfrage. Die Umſätze in Elektrizitäts aktien
ſeit htän weſentlich ruhiger geworden. Es ſcheint, daß dieſes Gebiet
Geuxrund des Intereſſes getreten, da es in den Kreiſen der
ſälſiuuon an Unternehmungsluſt fehlt und die Beteiligung der
ken ſtch-ft weiter zu wünſchen übrig läßt. Die Geldverſorgung der
ſehſezn Medio ausreichend und der Verlauf der Prolongation
Wirtſchaftliche Rundſchau.
4eMBrichten aus dem Oberlandesgerichtsbezirk Darmſtadt
M Smpertheim: Jakob Günderoth Af. 29. 11., Prft. 30. 11.
MMü iſe verw. Schutter, geb. Forſtmann. Af. 12. 12., Prft.
8lz, Vereinigte Konſervenfabriken Georg & Joſef Seidel A.G.
MK- u. Prft. 2. 12.Worms: Kfm. Jakob Straſſer. — KVerf.
ſe eingeſtellt. Bad=Nauheim; Landwirt Fohannes Nikolaus
ſtn — KVerf. aufgehoben.
Eei e Bellſtoff= und Papierfabrik A.=G., Aſchaffenburg. Die
Ge=
äl ove geſamten Anlagen bekanntlich an ihre Muttergeſell=
A. für Bellſtoff= und Pavierfabrikation in Aſchaffenburg
At, und keine eigene Fabrikation mehr betreibt, genehmigte
n0 gen bekannten Abſchluß für 1926/27 und wählte die aus=
WA.R.=Mitglieder wieder.
ungariſcher Pfandsriefe in Amerikg. Der Direktor der
Mki Fen Commerzialbank Dr. Oliwer Jacobi, der im Auf=
Enne es he i er Pfandbriefemiſſionsgenoſſenſchaft unggriſcher Finanz=
Primdng
zunmten Banken und Sparkaſſen in Amerika mit der Gruppe
meinlein PWentis z Bee, Gigginſon and Co, wegen Begebung von einſtweilen
wenient
Wäollar ungariſcher Pfandbriefe verhandelte, hat das Ab=
Maich dur amerikaniſchen Gruupe verſektionient, ſodaß ſchon im
Bnic,
Füta, für 8 Millionen Dollar Pfandbriefe nach
ſaclner wuerden. Der neue Pfandbrief iſt gin 7prozentiger Typ.
Surs von 93,5 Prozent begeben wird. Mit Nückſicht
UM bisher beſtandene Pfandbriefemiſſionsgenoſſenſchaft der
eclimanzinſtitute nur auf Grund landwirtſchaftlicher Kredite
Reulsſandbriefe emittieren konnte, wird von den beteiligten
jitäte neue Genoſſenſchaft gegründet werden, die ſowohl auf
Meätse, als auch auf Häuſer baſierende Pfandbriefe heraus=
Angt ſeint wird.
Metallnotierungen.
EMe: Metallnotierungen vom 11. Nov, ſtellten ſich wie folgt:
Wer 128½4, Original=Hüttenaluminium 210, dto. in Walzen
FdK 350, Antimon Regulus 91—87, Silber in Barren
Wechunt Preisfeſtſetzungen im Metallterminhandel vom 11.
Heia, für Kupfer (Tendenz ruhig! Januar 118½ (11834),
118¾, März 118 ½ (118½), April 118½ (118½), Mai
Puni 118½/ (1181a), Juli 118½/ (118½), Auguſt 118½.
8enber 1181/ (118½/), Oktober 1181/, (1181)). November
Werzember 1181 (119)= für Blei (Tendenz ſtetig! Januar
Mei-uar 41½ (4134), März 41½ (42). April 417 (42),
Puni 42117 (42 1). Juli 42:/ (43 12), Auguſt 421// /4813)
2B (42½), Oktober 4294 (43), November 403 (411
:1) für Bink (Tendenz ſtetig) Januar 51½, (51½),
März 50 %4 (51), April 50 ½ (51). Mai 50 ½ (51), Juni
FAK 50 (50 ½), Auguſt 501/. (50 ½), September 30 (59 ½)=
Wen Aud sl. November 58½/ (53:1), Dezember 52 ½3 (52½).
Die Mlälugtierungen ſtellten ſich an der Londoner Börſe vom 11.
ſir WFeis Tendenz ſtetig! Standard p. Kaſſe 582l,—31, 3Monate
Aait-. Preis 58½, Elektrolyt 6811— 34, beſt ſelected 69 ½ bis
ecks 88, Elektrowirebars 63½4,; Zinn CTendz. feſtlStandard
—260, 3 Monate 253%— ſoi Settl. Preis 259 94, Banka
Straits ſinoff. Not. 2672 Blei (Tendenz ſtetig!
WM 20, entft. Sichten 2012 „, Settl. Preis 803/o, Zink
A gewöhnl, prompt 2512 ur entft. Sichten 25½), Settl,
un cilber (inoff. Not.) 23, Wolframerz (inoff. Notz,) 18.
* New York, 11. Nov. (Priv.=Tel.)
rüidationen und kubaniſche Verkäufe auf verſtimmende
U bewirkten ein Abgleiten der Preiſe.
heutigen Markt erfolgten Liquidationen und Abgaben
* Mechnung. Gegen Schluß zeigte ſich Deckungsbedarf.
beute machte ſich eine merkliche Erholung geltend. Die
umnben nachgelaſſen und der Markt konnte ſich bis zum
Es
Senn nach Meldungen aus Chicago am 11. Nov.:
2Gweine 8,90—9,40, ſchwere Schweine 9,35—9,85;
Jäutte
ar Chicago 30 000, in Weſten 64 000. — Die übrigen
47) Feiertag.
es.
Get-ih
Sin nach Meldu igen aus NewYork am 11. Nob.:
Weizen
uin Lanfent Lerck.
kanfd 4 Mrima Weſt. loco 12,93. Talg ertra 838
Unders feſt, Umſatz in lots 1205, Nobember 1497,
Mei 10 4oßc4. Januar 1441. Februar 1435. März 1435,
D ai 144, Fuli 1462, September 14,75, Loco 1418:
üüran begrüßt es dankbar, daß im Kongreß und Senat Kräfte 7%. Monatsgeld dagegen relativ leicht. Am Deviſenmarkt konnte ſich die
zzſur, die eine ſchleunige Rückgabe der bisher noch beſchlag= Mark etwas im Kurſe beſſern. Man nannte Mark gegen Dollar 4.1915,
gtellsuſſchen Vermögenswerte unterſtützen. Das Geſchäft be= gegen Pfunde 20,/427, London=Paris 124,03, Mailand 89,60, Madrid
An der Abendbörſe waren die Kurſe teilweiſe etwas erholt
ſrei zeitweiſe Rückgang der Vereinigten Stahlwerke= bei allerdings nur allerkleinſten umſätzen. Etwas ſtärker zogen Farben=
Induſtrie, um 3 Prozent, Mannesmann um 2 und Norddeutſcher Lloyd
um 1,25 Prozent an. Im übrigen blieb es nur bei geringfügigen
Er=
a ptiſche Preſſeerörterungen über die Finanzlage der Ge= höhungen. Der Verlauf brachte infolge der großen Geſchäftsſtille wieder
ſſunn aber durch die zurüchaltende Formulierung des am leichte Rückgänge. Die Nachbörſe war faſt geſchäftslos und ſchwach be=
Im einzelnen nannte man: ;Kommerzbank 152: Danat 200;
Dresd=
re en. Danach iſt anzunehmen, daß ſicherlich eine Ausſchüt= ner 144: Metallbank 194; Gelſenkirchen 131,75: Weſteregeln 153;
Mannesnann 135: Mansfeld 100; Phönix 90; Rheinſtahl 152,75: Ver,
Stahlwerke 100,5; Hapag 133,5: Nordd. Llond 137.,75: AGG. 147:
Daim=
reckht eine völlige Umſtellung der deutſchen Wirtſchafts= und ler 30; Erdöl 111; Scheideanſtalt 174,75; Licht und Kraft 180: Farben
Ao and eine Verminderung der auf der deutſchen Induſtrie 248,75; Holzmann 154,5; Lahmeher 148: Rütgers 76: Schuckert 154;
Wſtrn forderten, ſtehen die Ausführungen des Geheimrats Siemens u. Holske 25: Geſ. für Eelektr. 249,75; Wgldhof 230.
Abend=
dewiſen kaum verändert.
Berliner Effektenbörſe.
Berlin, 11. November.
Am heutigen Liquidationstag kam es abermals zu empfindlichen
chiſüh ekämpft” iſt. Neue Spezialwerte ſind dafür bisher nicht Kursrückſchlägen, die durchſchnittlich 3—5 %ou in zahlreichen
Spezial=
papieren jedoch bis zu 15% betrugen. Die matte Tendenz war zunächſt
auf die unluſtige Beurteilung der Freigabeangelegenheit
zurückzu=
führen, die eine offiziöſe deutſche Stelle nach Preſſemeldungen
neuer=
dings äußerte. Der Einfluß dieſer Meldung wäre aber nicht ſo ſtark
geweſen, wenn nicht größere Exekutionen auf den Depots der Banken
ſtattgefunden und unkontrollierbare Inſolvenzgerüchte eine große
Nerpoſität an der Börſe hervorgerufen hätten. Die Liquidationskaſſe
erklärte zwar pffiziell, daß die Regulierung bei ihr bisher vollkommen
reibungslos verlaufen ſei, doch hielt man es für durchaus möglich, daß
Abwicklung freiwillige und zwvangsweiſe Glattſtellungen notwendig
des Zahltages aufkommen. Zunächſt war am offenen Geldmarkt der iſt auch Roggenkleie, die kaum angeboten iſt. Man erwartet auch hier
übertrug, Tägliche Gelder wurden weiter mit 5—7%o genannt. Monats= Futtermehle intereſſenlos. Die Preiſe wurden wie folgt feſtgeſetzt:
geld unverändert 8—9½, Warenwechſel mit Bankgiro zirka 7½.. Am Weizen 1, 25,75; I1 24,50; III 22,50—23,50, Roggen 25—25,25, Sommer,
Deviſenmarkt ſchwächte ſich der Dollar international ab. Im
Zuſammen=
hang mit dem Hereinkommen von Anleihedeviſen ging die Berliner
Dollarnotiz auf 4,1930 zurück. In London ermäßigte ſich der Dollar auf
war Madrid auf 28,57 befeſtigt.
Liquidationskaſſe abermals ausdrücklich feſtſtellte, daß ſämtliche Nach= auf das vorausſichtliche Geſamtergebnis der Ernte ſind aber infolge des
ſchußforderungen reſtlos eingegangen ſeien und ſich nicht die geringſten Fehlens der amtlichen Anbauflächenangaben nicht möglich. Jedenfalls
Schwierigkeiten herausgeſtellt hätten. Die Spekulation nahm darauf, iſt aus der Statiſtik erſichtlich, daß die Vorſchätzung zu hoch war und da
etwas freundlicher wurde. Die Deckungen waren aber bald wieder be= ſich am Lieferungsmarkte beträchtliche Preisſteigerungen durchſetzen.
endet, E3 trat dann eine Stagnation des Geſchäfts ein, die bis zum Schluß Das Probinzangebot, auch in geringeren Qualitäten, iſt wieder ſtark
der Börſe anhielt, Unter dem Eindruck des geringen, faſt auf dem Null=
Anfangsniveau ab.
teilweiſe bis zwei Prozent befeſtigt. Die Umſätze blieben jedoch minimal, lande eine nennenswerte Anregung vor. Das inländiſche Angebot in
Die Erholung trat in der Hauptſache wegen der Aufnahme des Termin” guten und geringeren Quglitäten iſt zwar klein, aber auch die Nachfrage
handels per Ultimo November ein, nachdem mit den heutigen Schluß= ſeitens der Mühlen hält ſich infolge des ſchlechten Mehlabſatzes in engen
kurſen der offizielle Medio=Handel beendet war. Man hörte an der Nach= Grenzen. Die Forderungen für Weizenmehl blieben unverändert.
börſe u. a.: Schultheiß 351 Oſtwerke 320, Ver. Glanzſtoff 520, Bemberg Roggenmehl war bei geſtrigen Preiſen begehrt, die Mühlen haben ihre
396, J. G. Garben 249, Gesfürel 249. Siemens 244,25, AEG. 147, Offerten aber zumeiſt um 25 Pfg. erhöht, Hafer iſt eher etwas reichlicher
Ph. Holzmann 154, Rheinſtahl 151,5: Mannesmann 134, Deſſauer Gas angeboten, der Konſum zeigt ſich gegenüber den geſtiegenen Preiſen
154, Danatbank 200,75, Dresdner Bank 144, Neubeſitzanleihe 11,37, zurückhaltender, Gerſte weiter ſtill.
Altbeſitzanleihe 49,40, Svenska 394, Chade 520,
Die Lage der deutſchen Maſchineninduſtrie
im Otober 2927.
Vom Verein Deutſcher Maſchinenbau=Anſtalten, dem Spitzenverband
der deutſchen Maſchineninduſtrie, wird uns geſchrieben:
Die Beſchäftigung der Maſchinenfabriken war im Oktober im ganzen
dings im Verichtsmonat — bei anderen ſchon in deu vorhergehenden
Monaten — eine Herabminderung der Wochenarbeitszeit ein. Die
durchſchnittliche Arbeitszeit der Maſchiner nduſtrie ſenkte ſich allmählich
Stunden auf 30 Stunden wöchentlich im Oktober. Der Belegſchaftsſtand
wies demgegenüber eine gewiſſe Erhöhung auf. Aber die Zahl der
us=
geſamt geleiſteten Arbeitsſtunden war uiedriger als im Vormonat.
Offenbar war es manchen Firmen nicht möglich, die Belegſchaft in dem
Maße zu erhöhen, wie das zum Ausgleich der Verkürzung der
Arbeits=
zeit notwendig geweſen wäre.
Im Inlandgeſchäft war die Anfragetätigkeit unverändert. Im
Auf=
tragseingang machte ſich eine kleine Abſchwächung bemerkbar, die ſich
aber als Saiſonerſcheinung, z. B. um Landmaſchinengeſchäft, erklären
läßt. Die Auslandskundſchaft hat von ihrer Zurückhaltung leider nichts
aufgegeben. Zwar liegen aus ginigen Zwueigen des Maſchinenbaues,
z. B. der Werkzeugmaſchineninduſtrie und dem Kraftmaſchinenbau,
Mel=
dungen über einen etwas verſtärkten Eingang von Anfragen und
Auf=
trägen vor. Im ganzen richtete das Ausland aber im Berichtsmonat
nicht mehr Anfragen an die deutſchen Maſchinenbaufirmen als im
Vor=
monat. Der Auſtragsoingang war ſogar geriuger als im Vormonat.
Im Gegenſatz zu dieſer unbefriedigenden Entwicklung des
Auftrags=
einganges aus dem Ausland ſtand auf Grund frühere= Beſtellungen
mit längeren Lieferfriſten die Erhöhung des Maſchinenverſandes nach
dem Auslande. Die deutſche Maſchinenausfuhr belief ſich nach der
neueſten amtlichen Statiſtik im September auf rund 50 000 Tonnen im
Wert von 92 Mill. RM. Sie übertraf damit nicht nur die im Anguſt
gegenüber den Vormonaten zurückgebliebene Ausfuhr, ſondern auch die
höchſte nach dem Kriege erreichte Monatsziffer. Hinter dem Gewicht der
durehſchnittlichen Monatsausfuhr von 1913 blieb die Septemberausfuhr
1937 aber noch um rund 10 b. H. zurück, und es iſt auch nicht ſicher, ob
die Höhe der Septemberausfuhr in den nächſten Monaten wieder
er=
reicht wird. Das Verhältnis der Maſchineneinfuhr zur
Maſchinenaus=
fuhr war das gleiche wie vor dem Kriege; die vom Ausland bezogenen
Maſchinen machten 15 b. H. der deutſchen Maſchinenausfuhr aus. Der
Wert der im September 1927 ausgeführten Maſchinen iſt um rund 35
d. H. größer als der durchſchnittliche Wert der monatlichen
Maſchinen=
ausfuhr von 1928, während der Wert der Geſamt=Fertigwaren=
Ausfuhr=
nur um 20 b. H. und der Wert der Geſamtwarenausfuhr überhaupt um
knapp 15 v. H. zugenommen hat.
Wie in den meiſten anderen Wirtſchaftszweigen iſt auch in der
Maſchineninduſtrie die bisherige Aufwärtsbewegung vorläufig zum
Stillftand gekommen. Die weitere Entwicklung wird weſentlich davon
abhängen, ob es gelingt, eine Ermäßigung der Selbſtkoſten durch Abbau
der öffentlichen Laſten zu erreichen, eine Erhöhung der Löhne, Zinsſätze
uſw zu vermeiden und zugleich das allgemeing Vertrauen in die
geſun=
den Grundlagen der gegenwärtigen deutſchen Wirtſchaftslage aufrecht
zu erhalten. Wie entſcheidend wichtig gerade dieſer letztere pſychologiſche
Faktor iſt, ſcheint den für unſere Wirtſchaftspolitik verantvortlichen
Stellen nicht immer in vollem Maße bewußt zu ſein.
Aſchaffenb. Bellſtof
Augsb. Närnb. Maſch.
Bamag=Meguin ...
Berlin el. B....
BerlinKarlsruheInd.
Braunkohl.=Briketts.
Bremer Vulkan.
Bremer Wolle..
Teutſch=Atlan:, Tel.
Teutſche Maſchinen.
Teutſch.=Nied. Tel.
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Teutſche Petroleum.
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Hanſa=Dampfſchf. „
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Prag. .....
Budapeſt . ...
Sofia......"
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Cslo .......
Kopenhagen.
Stockholm.
London. Aires.
New York .
Belgien. ...
110 11.
152.35
97.25
3e
139.75
61.—
183.—
134.—
167.5
91.—
63.—
118.—
65.—
93.5
11725
147.75
2555
99.—
37.—
256. 875l2
23.5
110.,75
62.-
90.5
15.
143.5
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Deviſenmarkt.
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101.625
146.—
15.—
89.—
135—
59.75
221.—
106.— ſ101.—
145 75
118.— 1112.5
62—
75.5
166.75
140.—
143.5
119.—
445
43.—
208,25
111. 11
210.—
100.25
136.5
17.25
13475
66.—
1215.25
146.25
69.25
62 125
75.75
168.*
140.,5
148.5
1117.75
44—
An
40.—
205.75
Brief
22.77
i8. 49
60,91
71.51
81.75
g 934
9503
7.365
20.51
5.576
23237
1.203
4.304
Berordnung über das Außerkrafttreten der Deviſenvorſchriften.
Die auf Grund des Artikels 48 der Reichsverfaſſung ergangene
Ver=
ordnung über das Außerkrafttreten von Deviſenvorſchriften vom 31.
Oktober 1924 iſt dadurch gegenſtandslos geworden, daß ſämtliche
Oeviſen=
vorſchriften und die zu ihrer Durchführung ergangenen Beſtimmungen
außer Kraft geſetzt ſind. Sie wird durch eine demnächſt im
Reichsgeſetz=
blatt erſcheinende Verordnung des Reichspräſidenten aufgehoben werden,
da es mit einer Notverordnung nicht vereinbar iſt, daß ſie nach Erfüllung
ihres Zweckes formell fortbeſteht. Deviſenfragen werden durch die neue
Verordnung nicht berührt. Sie dient lediglich der Bereinigung der
Geſetzgebung.
Frankfurter Produktenbericht vom 11. Nop. Bei ſchipachem
Börſen=
außerhalb der Liquidationskaſſe im Buſammenhang mit der Medio= beſuch blieb das Geſchäft klein. Geſucht iſt Noggen und Roggenmehl, da
geringes Angebot herrſcht. In Verbindung mit dieſem Umſtand wirkten
waren. Die bedeutenden Kursdifferenzen gegenüber der letzten Liqui= die erhöhten Auslandspreiſe, ſodaß die amtlichen Notierungen für
dation ließen außerdem wieder neue Befürchtungen über die Erledigung Roggen und Roggenmehl um eine viertel Mark erhöht wurden, Geſucht
Bedarf nicht nennenswert größer, als bisher, ſodaß ſich die leichte Ver= in den nächſten Tagen eine Preiserhöhung. Das Weizenmehlgeſchäft
kngppung des Tagesgeldes in Frankfurt auf den hieſigen Markt nicht liegt vollſtändig ſtill, Weizenkleie wird weniger verlangt wie ſeither.
gerſte 26—28, Hafer inl. 22,75—24, Mais 19—19,25, Weizenmehl
37,50—38, Roggenmehl 34,25—35, Weizenkleie 13, Roggenkleie 14.
Berliner Produktenbericht vom 11. Nov. Das Intereſſe für den
4,8715. Die Lira ſetzte ihre rütckläufige Bewegung bis 89,70 fort, dagegen Roggenmarkt hat ſich eher noch verſtärkt, während Weizen mehr oder
weniger vernachläſſigt wird. Die heute veröffentlichte Ernteſchätzung des
Im weiteren Verlauf der Börſe trat eine Beruhigung ein, als die deutſchen Landwirtſchaftsrates fand allgemein große Beachtung, Schlüſſe
kleinere Deckungskäufe vor, ſodaß die Tendenz in der zweiten Stunde, auch vom Auslande eine erhebliche Befeſtigung gemeldet wurde, konnten
zuſammengeſchrumpft. Sowohl die Provinz= als auch die Berliner
punkt angelangten Geſchäfts bröckelten die Kurſe ſpäter wieder unter das Mühlen bekunden rege Nachfrage und bedingten um etwa 3 Mark
höhere Preiſe als geſtern. Weſternroggen iſt in den Offerten um etwa
Privatdiskont unverändert 6/4% für beide Sichten. An derNachbörſe 20 Guldencents erhöht, die zweite Hand iſt beſtrebt, ihren Nutzen
ſicher=
war die Haltung um ein bis eineinhalb Prozent, für Schiffahrtswerte zuſtellen. Für Weizen lag wveder vom Mehlgeſchäft aus noch vom Aus=
Kleine Wirtſchaftsnachrichten.
In Ergänzung zu anderen Meldungen erfahren wir, von
Verwal=
tungsſeite, daß die Anleihe durch die der Dresdner Bank naheſtehendei=
Kreditanſtalt für Verkehrsmittel A.=G., Berlin, vermittelt worden iſt.
Das amerikaniſche Konſortium ſtehe unter Führung der Forcan Trade
Seeurities Corp.
Wie aus New York gedrahtet wird, wurde die dort aufgelegte 20
Mill. Dollar=Anleihe des Norddeutſchen Lloyd, Bremen, bereits um die
Mittagszeit überzeichnet.
Der Grundpreis für Kupferſchalen iſt mit Wirkung ab 8. November
um 1 RM. auf A6 RM. pro 100 Kg. erhöht worden. Die Grundpreiſe
für Kupferdrähte und ſtangen haben dagegen mit Wirkung vom gleichen
Tage eine Ermäßigung um 1 RM. auf 161 RM. zu verzeichnen.
Die Stahlwerke Röchling=Buderus A.=G., Wetzlar, haben in Rio de
Janeiro eine Verkaufsſtelle in der Form einer beſonderen Geſellſchaft
er=
richtet.
Die Produktion des Saargebietes betrug im September für
Roh=
eiſen 143 813 Tonnen, für Rohſtahl 160 892 Tonnen. Die erſten neun
Monate des laufenden Jahres erbrachten eine Produktion von 1 328380
Tonnen Noheiſen, 1 422317 Tonnen Rohſtahl gegenüber 1 192 121 To.
bzw. 1 24 896 Tonnen in der entſprechenden Vorjahrsperiode.
Aus Luxemburg wird gemeldet, daß die Effektenbörfe in Luxemburg
je nach Verabſchiedung des diesbezüglichen Geſetzes vorausſichtlich ſchon
im Januar 1928, zum mindeſten aber zum 1. April 1938 ihre Tätigkeit
aufnehmen wird.
Die Preiſe für belgiſche Hausbrandkohle wurden um 10 bis 20 Fr.
pro Tonne ermäßigt.
Die Bank Polſki erhielt aus Neiv York die Beſtätigung, daß der
Gegenwert der volniſchen Amerika=Anleihe in Höhe von 60 Millionen
Dollar der polniſchen Regierung von Donnerstag ab zur Verfügung ſteht.
Aus Moskau wird gemeldet, daß die Verbandlungen zwiſchen dem
ruſſiſchen Nabhta=Syndikat und der finniſchen Regierung über die
Liefe=
rung von ruſſiſchen Erdölerzeugniſſen nach Finnland abgeſchloſſen
wor=
den ſeien.
Die Einnahmen der Suez=Kaualgeſellſchaft betragen in den erſten
9 Monaten d. T 153 510 000 Fr. (i. V. 137 310 000 Fr.). In der Zeit
vom 1. bis 10. Oktober wurden 5 320 000 Fr. (5 20 000 Fr.) und vom
11. bis 20. Oktober 6 480 000 (5 300 000 Fr.) vereinnahmt.
In Durban (Natal) iſt eine Petroleumraffinerie errichtet worden.
In der Gründungsurkunde hat die ſüdafrikaniſche Regierung die
Zu=
ſage gegeben, den Einfuhrzoll auf Benzin uſw. zu erhöhen, falls die
neue Produktion einen Schutz benötigt. Ferner iſt eine Kommiſſion
eingeſetzt worden, die ſich mit dem Problem der Benzingewinnung
be=
faſſen ſoll.
Seite 20
Samstag, den 12. November 1922
Einladung.
Laut Beſchluß des Vorſtandes u.
Auf=
ſichtsrate, vom 8. 11. 27 findet am 11. Dez
1927, vorm. 10 Uhr, eine
außerorventl. Generalv rſammlg.
im Reſtaurant Brau re ausſchank Fey,
Alexanderſtraße 21 ſtatt, wozu wir unſere
Mitg ieder hierdurch höflichſt einladen.
Tagesordnung:
Bericht des Vorſtandes über die
Ge=
ſchäftslage 2. Bechlußfaſſung über den
Zuammenſchluß mit einer nderen
Ver=
ſicherungsgeſellſchaft 3. Aenderung des
Tarifs und der Verſicherungsbedingungen
4. (Vorſorglich Ergänzungswahl des
Auf=
ſichtsrates. 5 Verſchiedenes
Kranken= u Sterbe aſſe für ſelbſtändige
Handwerker, Gewerbetreibende,
Kauf=
ſente, Beamte u. Landwirte, Sitz Darmſt.
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Wahl der Vertreter und Stellvertreter zum
Ausſchiß der Augeneinen Ortälranfenlaſe
Darmſtadt fur die Amtsperiode 1928-1952.
Nachdem auf die Bekanntmachung vom 1. November ds.
Js nur je eine Vorſchlagsliſte ſeitens der Arbeitgeber und
Veiſicherten eingereicht worden iſt, gelten die dort
vorge=
ſchlagenen Bewerber — Vertreter und Stellvertreter — ohne
weitere Wahlhandlung als gewählt. Die für den 17. und
18. Dezember ds. Js. vorgeſehene Wahl findet alſo nicht ſtatt
Die Gültigkeſt der Wahl kann bis Samstag, den
19. November 1927, beim Verſicherungsamt angefochten
werden, das nach § 33 der R. V.O. entſcheidet.
Darmſtadt, den 12. November 1927.
Der Vorſtand.
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ſowie
Kalb,
Fran: 4
Grav
(30132
I. Rommanditgeſelſchaft auf Aktien Darmſtadt. Franfurter Aursbericht von 1.5
Staatspapiere
a)Deutſche
D. Reichsanl. Ablöſ=
Schuld einſchl.
Ausloſ.=Sch.I. Teil
IITeil
D. Reichsanl. Ablöſ=
Schuldohne
Aus=
loſungsſcheine ..
47 Di. Schutzgeb.=
Anl.
..."
b) Ausländiſche
5% Bos. E. B. 1914
589 „ L.,Fnv. 19141
½%1898
4½% 1902
475 Bosnien
49.5
10.7
3.5
2I,
5%5 Bulg. Tabak.02/ 17
4½%Oſt. Staatsr.
5. 1913, Kob. 1918
( ½%Oſt. Schatz. 14
4l. %6 Oſt. Silberr.
45.
Goldr.
428 Oſt Goldrente
t. Innsbr. Abk.
47 „einh. R. (k.)
3o.5
4.75
7 Port. (Spz.) III 10.2
5%Rum.am.R.03
4½%„Gold 18.
5 am.kon.
42 am.05
—-
42Türk. Adm.
4% (Bagd.)
47 „ (Bagd.
4% — unif
4% 1911
—
4½% Ung St 1915
4½22
(lt. Tnnsbr Abk.)
4½% Ung. St 1914
4½2% Ung St 19141
(lt Innsbr.Abk.)
4% Ung. Goldr.
6
14
4.6
5
25.5
23.5
142 Ung Goldr.
(lt. Inusbr. Abk. ) 25.1
4% Ung Staatsr.
v. 10
48Ung. Kronr.. . 1.97
8%0 Ung. Giſ. Tor ..
Außereuro=
päiſche.
5%aMex am. in. abg.
5%0 „ äuß. 99
42 „ Goldo4ſtf.
3% „ konſ. inn.
4½,% Frrigat.
5% Tamaulipas I,
Sachwert=
Schuld=
verſchreibungen
Mit
Zinsberech=
nung
10%Berl. H.=Bk. G. 1105
1100
82 Berl. St. Goldl 83
82 Darmſt. St.=G. 95.5
8 6. D. Hyp.=Bankl 97.25
Meining. Goldpf.
94
90.5
8 Dresd. St.=G.
72Frkf. St.=G. 86
83.5
18% Frkf. Hyp.=B!
Goldpfbr.
99
% Frkf. Hyp.=Bk
Goldpfbr.
94
5%0 Frkf. Hyp.=Bk.=
Goldpfbr.
89
Frif. Pfbr.=Bk.
Goldpfbr.
Frif Goldpfbr. 95
16% Frki. Pfbr.=Bk.
Goldpfbr.
99
%0 Frkf. Pfbr. Bk.
Goldpfbr.
H.=St.=
Gold=
anl.
2 Heſi. Land.=Bk.
Goldpfbr.
98.5
72 Heſſ. Land.=Br.
Goldpfbr.
95.5
Manee
90.5
10%,Komm. Glektr.
Mark (Hagen)
Goldobl.
8% Komm. Ldsbk.
1. Darmſt., Reihe I
8%0 K. Landesbank
Darmſt. Reihe II
8‟Ldwgshf Stadt=
Goldanl.
7%M. KraftHöchſt
8%5 Mainz.=St.=G.
8% Mannh. St.=G.
62 Mannh. St.=G.=
7%0 M.=Stahlw. 27
Naſſ. Sob. Gold
82 Nbg. St. Gldal.
% Pfälz. Hyp. Bk.=
Goldpfbr.
70 Pfälz. Hyp.=Bk.
Goldpfbr.
6% Pfälz. Hyp.=Bk
Goldpfbr.
o Pforzh. St.=G.
32 Pirmaſ. St.=G.
Pr. Centr. Bd.,
Cr.=Bk. Glbpfbr.
8% Pr. Centr.=St.=Goldpfbr.
26 Pr. Centr.=St.=Goldpfbr.
8SRh.=Gyp.=Bk.
Goldpfbr.
35 „„Lig. Pfb.
sC0 „ „Anteilſch.
%Rh. Stahlw
350
.1
10%Rh.=Weſtf.=B.
Er.=Bk Goldpf.
Südd. B.=Cr. B.
Goldpfdbr.
Co B. Stahlw.
Düſ=
ſeldorföyp.=
Gld=
ob mt Option
L, B. Stahlw.
Düſ=
eldorfHhv.=Gd.. ohne Option
2 Viag(B. Ind.=
Unt. Bln.) 27.
100.5
96.5
97
92
95.5
77
85
96.75
98.5
95
90
94.5
99.2
93
93
94.75
90
75.75
47.5
111
10.,75
98
93
95
82Boigt EHäffner
Golbobl. .... . 93.25
82Württbg. Hyp.=
Bank Goldvfbrf. 95
Hd
2,6% Neue ..
42Oſt. Staatsb. 83
3%Oſt. 1.b.8.c.
Ohne
Zins=
berechnung
5% Bdw. Kohl 23
62gGroßkr. Mannh.
Kohl. 23.
62gHeſ.Brk. Rg. 23
5%0 Heſſ. Volksſtaat
Roggen
23
5%0 Pr. Kaliw. . ..
5%0 Pr. Roggenw.
5% Südd. Feſt. B. 6)
Vorkriegs=Hyp.=B.
Pfandbriefe
Bahr Bereinsb.
Bahr. Handelsb.
Bayr. Hyp.u. Bechſ.
Berliner Hyp.=Bk.
Frrf Hyp.=Bk.
Frkf. Pfandbr.=Bk.
Hamb. Hyp.=Bk.
Mecklb. Hyp.=u. Wb.
Meining. Hyp.Bk.
Nordd. Gr.=Gr.=Bk.
Pfälz. Hyp.=Bk.
Preuß. Bod.=Cr.=B.
Pr.Cent.=B.=Cr. B.
Breuß Pfdbr.=Bk.
Rhein.Hyp.=B.
Rh.=Wſtf. B.=Cr.=B.
Südd. Bodenkr.
Bürtt Hyp Bk.
Staatl. od. prov.
garantiert.
Hert. L.=Hyp.=B.
Landeskr. Caſſel
Naſſau Ldsb.
Obligationen v.
Transportanſt.
4% Eliſ.=Bahn ſtfr.
425 Galiz.Carl=
Lud.=B.
abg.
Sſt. Sd. (L.)ſtfr.
12.61
3%Oſt.
3%
8%9
32
3%
3%Oſt.
„abg.
„9.Em.
„abg.
1885..
abg.
Erg. Netz
14.5
14.5
8),
13.65 1 8%Oſt. „abg. 21.75
3% RaabOebd. 83
3%
g1 —
8.75
97 —
22
42 Rud. Silber .. 6.8
42 Rud. (Salzka.) —
2.22 14½%Angt., S. I
4½% Anat. S. III
4½0 Anat., S.III
3% Salon. Monaſt.
5% Tehuantepec.
— 41.%
Bank=Aktien
—
14.6 Allg. D.=Kredit. 1128
15.65 Bad. Bk. .. .. 158
Bk./ Brauind. . 154.5
Barmer Bankb. 124.25
145 Ban. Hyp.=Bchſ. 1140
Berl. Handelsgeſ
Comm.u. Privatb. 150.5
11.5 Darmſt.u. Nat.=Bk. 2060
Deutſche Bank 147
10
D. Eff. u. Wchſ.=Bk. 123
D. Hyp.=Bk.Mein. ,1117.5
D. Vereins=Bk. /100
Disk.=Geſellſch. 141.5
Dresdener Bl 143
Frankf. Br.
1113
Frankf. Sypth =Bk./130
Frkf. Pfdbr. Br. 130
10.7 Gotha.Grundkr. Bk.
Lur. Intern. Bank 6.5 Arrum. Berlin
8.62 Metallbank.
123
Mitteld. Ereditb 198 Ablerw (v. Kleher)/ 82.5
Pfälz, Hyp.=Br. 173
Pr. Bd.=Creditbauk 117
Hyp.=Akt.=Bank
Reichsbank=Ant 168 Bad Maſch. Durla /141.75
4.3 RheinCreditbk. 1126
7‟
Khein=Hyp.=Bk. 152.5
Sndd. B.=Eredit
üdd. Disc-Ge).
Sſterr. Crebitanſt.
Wiener Bankverein
Bergwerks=Akt.
Buderus.
Echw. Bergw. . . /204.75
Gelſenkirch. Bgw.
Harp. Bergb.
Ilſe Bergb. St...
„Genußſchein
Kali. Aſchersleben.
Kali. Salzoetfurth
Kali. Weſterregln.
Klöcknerwerke (abg.
Lothr=Hütte)
Mannesm.=Röhr . .
Mansfelder
Oberbedarf
Otavi=Min.=Ant. . . 35.1
Phönix=Bergb.
Rhein,Braunk.
Rhein Stahlw.. .I.
Riebeck Montan. .
SalzwerkHeilbronn
Tellus Bgb.
Ver. Laurahütte
Ver Stahlwerke
Induſtrie=Akt
Brauereien
Eichbaum(Mannh. )/271
182.75
Henninger
Hereules Heſſiſche 1140.5
Löwenbr.=Münche 1310
Mainz. Aktienbr 232
SchöfferhofBind. 300
Schwarz=Storchen 172
Tucher, Nürnberg 1152.5
Berger
165
135
32.5
17.5
85
132
177.5
194
139
202
154
132
98.25
75
89
Adler & Oppenh 163
6%E.A. G. Vzg. A. 79.55
5% A. E. G. Vzg.B
A. E. G. Stamm 146
Bad Uhren, Furtw. 15
Bamag=Meguin ..
Baſt Nurnberg . . /287
Mat cee
Beck & Henkel..
Bergmann El. ...
Bing. Metall.
Brem.=Beſigh=Ol.
Bürſtenfbr. Erlang
Cement. Heidelb.
Eement. Karlſtadt
Fement. Lothr.
Chem. Abert. .../110
Chem Broch
Chem. Milch
Daimler=Benz A. G.
Dt. Eiſenhandel
Deutſche Erdöl
D. G. u. Silb. Scheib. 174
D Linoleumw. Bln.
Dingler, Zweibrück.
Dreso Schnellpr.
Dürkoppw. (St).
Dürr Ratingen
Oyckerhoff E W
Eiſenw. Kaiſersl.
E. Licht u. Kraft. 180.5
El Lieferung
Elſ Bad Wolle
Email. Ullrich
Enzinger Werke
Eßlinger. Maſch.
Etlinger Spinn. 1230
Faber Bleiſtift
Faber & Schleicher 95
Fahr, Pirmaſens
Farbenind J. G. 1248
Felten & Guillegu.
Feinmech. (Fetter)
Feiſt, Sekt
Frankfurter Gas
Frankfurter Hof 100
Frkf.=M. Vok. u. W.
Geiling= Cie
Goldſchmidt. Th
Gotha Waggon
Gritzner Maſch.
Grün & Bilfinger :
Hafenmühle Frkft. /140
Haid & Neu
Hammerſen
Hanfwv. Füſſen ..
Hanſa=Lloyd, Br.,
Hartm. & Braun.
6:c
Seilind 3
Siemens 0
Siemens 8.
Südd. Imr=
Südd. Zuch=
Thür. Liel
unren Fur
Unterfr R.
Beithwerke.
Ver f.”
Ver. o. Of
Ver. Faßl
Gumm.!B
Binſel=NüE=
Ultramarirä 1,
Zellſtoff E2
Bogtl. Ma=
Roigt & Hueflel
Bolthom
Bautz & F
Begelin R=
Zeuſt Aichr
Zelſt Me S=
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Zucker
Transvo-
Berſicherurs)
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A. Dt. Eie ?
A. Lokalb
Dt. Eiſenkl”
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Südb. Eiſe E
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Nordd Aa-4
Frrft. Allgs.7
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K
Donat
Fröhlich
Eberle
Obmann
Samstog, den 12 November 1927
N
A
93
A
A
9
A
Pfarrer Korell
ie er 1911 unser
Fährer wunde
„Es komint der Tag
da wird geſpannt
ein einig Zelt
ob allem deutſchen Land.
Heſſenvolk!
Gib B= dem Weich das Zeichen!
Rämpfe mit uns für den Einheitsſtaat!
Kämpfe mit uns für das Recht der Schaffenden
Rämpfe mit uns für die Freiheit der Rultur!
Gegen den Tänderparlamentarismus
Gegen die Klaſſenhetzer von rechts und links.
Gegen den Anſchlag auf die Simultanſchule.
Wähle den Breiklang.
Ein Bolk, ein Reich, ein Wecht!
Wähle die Liſte drei.
Bals
Ip
KrI
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Müddadd
EE
Geite 21
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Seite 22
Samstag, den 12. November 1927
Nummer
Fragen des Wählers.
Warum noch heſſiſcher Landtag?
Weil das große Ziel des deutſchen Einheitsſtaakes, der
uns allein befreien kann von 59 Länderminiſtern, 1575
Länderparlamentariern, noch nicht erreicht iſt. Es muß
aber erreicht werden. Deswegen gibt jeder Wähler
ſeine Stimme ab für die Kandidaten der
Liſte 3, Deutſch=Demokratiſche Partei (Einheitsſtaat).
Wer ſchädigt den Einheitsſtaatsgedanken?
Nicht nur die Deutſchnationalen, die „Fort mit
dem Einheitsſtaat” rufen, nicht nur der Landbund, der
wohl lieber an den Schulen und Arbeiterlöhnen ſparen will,
aber nur nicht da, wo ſparen und abbauen wirklich einen
Sinn hat: an den 18 Staaten, nicht nur das Zentrum
als partikulariſtiſche Partei, nicht nur die Deutſche
Volks=
partei mit ihrer wachsweichen Einſtellung, ſchaden dem
Einheitsſtaatsgedanken, ebenſo und noch mehr ſchadet ihm
jeder, der am Wahltage zu Hauſe bleibt und vorgibt, ihn
kümmere die heſſiſche Wahl nicht, weil der heſſiſche Staat
überflüſſig ſei. Wer vermeiden will, dem
Ein=
heitsgedanken zu ſchaden, der muß zur Wahl, muß
ſein Kreuz zu Liſte 3, Demokratiſche Partei (
Einheits=
ſtaat) machen.
Was haben die Wahlen mit dem Einheitsſtaat zu tun?
Nachdem das heſſiſche Volk ſchon ſeit langem die Parole
„Einheitsſtaat” verlangt hat, nachdem die Parole des
Volkes von den Demokraten vorangeſtellt wurde, muß Heſſen
die Sturmfahne des Einheitsſtaatsgedankens
vorantragen. Der Ausgang der heſſiſchen Wahlen wird
für die Freunde des vernünftig gegliederten Einheitsſtaates
wie für ſeine Gegner ein Stimmungsbarometer ſein.
Deswegen wählen die Anhänger des Einheitsſtaatsgedankens
die Liſte 3. Demokratiſche Partei (Einheitsſtaat), die alle
ihre Kandidaten darauf verpflichtet hat, daß
unmittel=
bar nach der Wahl Schritte eingeleitet werden zur
Er=
reichung dieſes Zieles.
Iſt Einheitsſtaat Gleichmacherei?
Den Kampf für den Einheitsſtaat führen die
Demo=
kraten in gleicher Weiſe in allen deutſchen
Län=
dern, in Bayern wie in Preußen, Wür temberg uſw. Es iſt
alſo nicht ſo, daß Heſſen allein ſtünde, daß die „Gefahr
der Mainlinie” drohe und was dergleichen Einwände
mehr ſind. Aber alles will vorbereitet und erkämpft
ſein. Die letzten Reden der preußiſchen demokratiſchen Miniſter
zeigen übrigens, daß gerade die Demokraten für
kultu=
relle Mannigfaltigkeit in der Einheit eintreten.
Sie ſind weder wirtſchaftliche noch politiſche Gleichmacher.
Dadurch unterſcheiden ſie ſich von anderen Unitariern. Gleich
allerdings wollen die Demokraten das Recht für alle
Stämme und Stände haben, und gleich ſoll die
Laſten=
verteilung überall ſein.
Wem dienen die Demokraten durch ihre Einheitsſtaatsparole?
Sie dienen der nationalen Idee, des einigen
deut=
ſchen Volkes aller Stämme. Es iſt dieſelbe Idee, die unſere
Väter in die Paulskirche geführt hat und heute in der
Ein=
heitsſtaatsbewegung und der Anſchlußbewegung in Oeterreich
weiter wirkt. Die Demokraten dienen der freiheitlichen
Idee, die Freiherrn von Stein leitete, als er den Städten
das Selbſtbeſtimmungsrecht gab. Den Städten gerade
Heſſens wird der Einheitsſtaat erſt die volle
Entwicklungs=
möglichkeit geben. Sie verlangen mit Recht, daß ſich zwiſchen
Reich und Stadt nicht noch eine dritte Inſtanz hemmend
einſchiebt.
Die Demokraten dienen der wirtſchaftlichen Idee.
Je weniger Geſetzesmacher, deſto weniger
Doppel=
arbeit deſto weniger Ausgaben. Je weniger Ausgaben,
deſto weniger Steuerlaſt. Senkung der Steuerlaſt aber
liegt im Intereſſe aller Kreiſe.
Warum ſchaden uns die Länderparlamente?
Sie verwirrendenpolitiſchenBlick des
Wäh=
kers. Auf der einen Seite ſchafft eine Rechtsmehrheit des
Reiches die unſoziale Sondergebäudeſteuer und zwingt
die Länder ſie aufzunehmen, auf der anderen aber ſagt die
Rechte im heſſiſchen Landtag, ſie lehne die Steuer ab. Das iſt
ein unehrliches Spiel. Auf der einen Seite
for=
dert die Rechte im Landtag ein Rentnerfürſorgegeſetz,
auf der anderen verſchleppen insbeſondere Deutſchnationale
und Volkspartei den demokratiſchen Entwurf eines ſolchen
Geſetzes im Reichstag. Dieſes Doppelſpiel, das die
Volksvertretung in einen ſchlechten Ruf bringt, muß
auf=
hören. Wählt Liſte drei Einheitsſtaat.
Was hat der Steuerzahler am heſſiſchen Landtag auszuſetzen?
Aus Furcht vor Verantwortung lehnte der
Landtag den Gewerbeſteuergeſetzentwurf der
Re=
gierung ab, der den kleinen Gewerbetreibenden
die zuviel gezahlten Steuerbeträge rückvergüten wollte. Der
Landtag einſchließlich der Volkspartei — mit
Ausnahme der Demokraten — handelte gegen die Intereſſen
des Mittelſtandes, trotzdem die Handelskammern
dringend mahnten, den Entwurf anzunehmen.
Der Landtag lehnte den Geſetzentwurf der Regierung
ab, der die Erleichterungen für die
Sondergebäude=
ſteuer geſetzlich feſtlegen ſollte. Dieſe Erleichterungen ſind
gerade für den kleinen Mann berechnet. Auch die Sozial=
Neun Jahre Finanzminiſter!
Wer ſind die Kandidaten der Liſie drei?
Korell, Adolf, Pfarrer in Nieder=
Ingel=
heim, geb. 20. 1. 1872 in Ober=Gleen, Kreis Alsfeld.
Volksſchüler in Pohlgöns, Bürgerſchule Butzbach, Gymnaſium
und Univerſität Gießen. Pfarrer in Alsfeld, Darmſtadt,
Düdelsheim, Königsſtädten und Nieder=Ingelheim. Zwei
Jahre ausgewieſen. Mitglied der Zweiten heſſiſchen Kammer
von 1911—1918. Mitglied des Reichstages ſeit 1920.
Ehren=
ſenator der Univerſität Gießen.
Reiber, Julius, Rektor zu Darmſtadt, geb.
12. 7. 1883 zu Gießen. Eogl. Volksſchule und Realſchule
Mainz. Lehrerſeminar Alzey. Lehrer in Mainz. Seit
Oſtern 1920 Lehrer und ſeit April 1922 Rektor zu
Darm=
ſtadt. 1. Vorſitzender des Heſſiſchen Landeslehrervereins.
Aus dem beſetzten Gebiete ausgewieſen.
Mit=
glied des Landtages ſeit 1919.
Schreiber, Johannes, Oberamtsrichter zu
Vilbel, geb. 22. 8. 1881 zu Koſtheim b. Mainz. Kathol.
Gymnaſium zu Mainz, Univerſi.ät Würzburg, München und
Gießen. 1998 Rech sanwalt in Ober=Ingelheim. Seit dem
1. Oktober 1923 Oberamtsrichter in Vilbel. Aus dem
be=
ſetzten Gebiete ausgewieſen. Mitglied des
Land=
tages ſeit 1919 und 1923.
Balſer, Caroline, Ehefrau in Darmſtadt, geb.
9. 7. 1873 in Höfheim (Ried). Evgl. Viktoriaſchule zu
Darm=
ſtadt. Lehrerinnenſeminar. Verheiratetet ſeit 19)1.
Be=
tätigung in Frauenbewegung und ſozialer
Ar=
beit. Vorſitzende des Allgemeinen Deutſchen
Frauen=
vereins Darmſtadt. Mitglied des Landtages 1919—1921,
ſowie vom 6. Oktober 1925 ab.
Neun Jahre bekleidet Oiniſter Henrich
nun=
mehr das wichtigſte heſſiſche Amt, das des
Finanz=
miniſters. Denkt daran, wie es im deutſchen
Dater=
land vor neun Jahren beſtellt war. Denkt an die
bangen Stunden der Unſicherheit, der Ungewißheit,
der Sorge um Dolkes und eigene Zukunft. Denkt an
die qualvolle Zeit des feindlichen Einmarſches,
an Rhein= und Ruhrkampf und Inflation. Dieſe
ſchwere Heit hindurch ſtand Henrich auf dem Poſten,
auf den ihn Dolk und Partei ſtellten.
Heun Jahre! Denkt an die Flucht der
Derant=
wörtlichen im Jahre 1918, an die Kapprevolte
und den Hittlerputſch der Unverantwortlichen.
Neun Jahrel Unaufhörlich wirkte Henrich auch
außerhalb Heſſens, damit man draußen, weit
vom Schuß, die Qual und Not — die ſeeliſche Not
und die finanzielle Hot des Heſſenlandes verſtehe.
Seine kleinlichen Gegner, die Heulinge, die jungen
Männer und Gernegroßen ſuchten das als „
Bettel=
gänge” abzutun.
Das aber ſagte vor wenigen Wochen des Reiches
Kanzler in Mainz?
„Henrich hat für ſein Tand trotz aller Angriffe
Schwerſtes erduldet und Größtes
ge=
leiſtet, daß er, der Ranzler, die Höte Heſſens
verſteht und mitempfindet, das ſei ein Erfolg der
gründlichen Information durch den
Finanz=
miniſter Henrich, deſſen Tob er aus
vol=
lemHerzen auszuſprechen ſich verpflichtet fühle.”
Neun Jahre Finanzminiſter! Die Gegner
des Dolksſtaates haben einmal verſucht ihn zu ſtürzen.
Das war in dem vergangenen Jahr, als eine
wild=
gewordene Oppoſition den Hamen des
Heſſen=
landes mit Schmutz bewarf. Der Anſturm
ſcheiterte an der ruhigen Beſonnenheit der Heſſen.
Aber Henrich wünſchte, daß eine unparteiiſche
Stelle die Dorwürfe prüfen ſollte, die in dem Worte
„Mißwirtſchaft” erhoben wurden. Henrich hat
Recht damit getan, ſo ſehr auch die Gegner von
„Geſchäftsaufſicht” ſprachen. Denn die
unpar=
teiiſche Stelle, der Reichsſparkommiſſar Sämiſch
hat feſtgeſtellt:
„Die heſſiſche Derwaltung iſt in
Ordnung, ja vorbildlich.”
Das Dort hat auch der volksparteiliche Abgeordnete
Dr. Kiepothnach dem „Darmſt. Tagblatt” in einer
Wahlrede in Eberſtadt aufgegriffen. Nur mit dem
Unterſchied, daß er daraus ſchloß, es könne bei den
Kokalſtellen uſw. bleiben wieesiſt.
Die Demokraten aber ſagen:
„Wenn ſich auch eben unter den alten
Landes=
grenzen nichts einſparen ließe, geſpart kann und
muß werden, wenn endlich Heſſen und die geſamte
Rleinſtaaterei aufhört.
demokraten beteiligten ſich an dieſem unſozian
halten. Steuerzahler, gebt die Quittung am 13. N1w
Wählt demokratiſche Liſte 3.
Was will der Wähler nicht?
Er will nicht, daß die Parteien aus taktiſchen
ihre Meinungen und ihre Agitation ändern. Das
ſonders auf die Deutſche Volkspatei zu. Inn
Jahr trieb ſie Propaganda unter den „Wirtſchaftlin
ſprach über die „hohen Ausgaben”, die ſie immer tan
bewilligte. In dieſem Jahre erklärte Herr Dingeldy
dem der Volksentſcheid nicht durchgegangen ſei,
Volkspartei kein Intereſſe an der Bilanzierung de
Er überließ es den Regierungsparteien, die ſeiner oe
nicht bedürfen. Der Etat ſchloß mit einem
ungedeckk=
betrag von 320 000 Mk. ab. Der W. u. O.=Brl.
30 Millionen prophezeit.
Der gleiche Widerſpruch zeigt ſich in der
Be=
politik. Nachdem im vorigen Jahr die
Volks=
im „Wirtſchaftsblock” mit den Landbündlern durch n
dünn gegangen war und eine ſkrupelloſe Be.
hetze mitmachte, wendete ſie ihr Fähnlein. Keinn
von Charakter, ob. Gewerbetreibender oder Beamru
dieſe Wetterfahnenpolitik der Volkspar:
Alle geben die Quittung und wählen amn
vember Liſte 3.
Gibt es eine Volksgemeinſchaft?
Noch iſt ſie nicht da. Soll ſie kommen, dam:
nur auf dem Boden der Demokratiſcheni
kommen. Die Kandidaten der Liſte 3 umfaſſen Ad
aller Berufsſtände. Aber alle ſind zugleich auf
meinſames Ziel hin verbunden. Die Name
Kämpfer ſind bekannt in Stadt und Land, bei Märnn
Frauen. Sie widerſprechen einander nicht, ſondern
gänzen einander. Der Wähler und die Wählerin
ihnen für Frieden und Freiheit nach innen und außem!
dienen wahrhaft der Volksgemeinſchaft.
Was ſchadet der Volksgemeinſchaft?
Klaſſenhaß und Raſſenhaß und Hetze=)
feſſionen ſind die ärgſten Feinde der Volksgene
Duldſamkeit führt zuſammen. Deswegen ſetzen ſich
kraten mit Leidenſchaft für die Erhaltung unſerem
tanen Volksſchule ein, die Kinder aller Bin
ſammelt, ſie zur Ehrfurcht und Verträglichkeit errc
ſoll es nicht nur in Heſſen ſein, die ideale
heſſiſche=
nach der Reichsverfaſſung Regelſchule für das ga
Dadurch unterſcheiden ſich die Demokraten von Volk in
und Deutſchnat ’onalen. Dieſe beiden Parteien
ſimultane Volksſchule als heſſiſche Wahlparole.
aber verlangen die Deutſchnationalen die 9y
ſchulen. Die Entſcheidung der Volkspartei
wird ängſtlich geheimgehalten.
Die Demokraten haben eine
klarz=
tung zur Schule von jeher gehabt. S
das beſte Schulweſen für alle Schichten des Vol:. auch nach der Schulentlaſſun, ſt
bildung und Jugendpflege! Erhaltung unſerer
Kulturgüter. Zu dieſen Kulturgütern rechnen ſie
die religiöſen. Das iſt klar und unmißv
lich in Wort und Tat zum Ausdruck ge
Aber Glaubensſachen ſtehen ihnen zu hoch, als
politiſchen Geſchäften mißbraucht werden.
Warum alſo demokratiſch?
Weil Demokratie Freiheit der Gewiſſen verbürgt.,
Weil Demokratie Gleichberechtigung der Stände
Geſchlechter gewährleiſtet.
Weil Demokratie uns den Einheitsſtaat ſchaffen
Wer Splitterparteien unterſtützt, ſchadet den groß”
Wer ſich ihnen anvertraut, ſtärkt den Radikalism=
Wer Splitterparteien fördert, ſtärkt die Mächte
ſchrittes und nützt ſich ſelber nicht.
Helft klare Politik ſchaffen!
ler
Fe.
Meferſt
u 7m Martingsb
orgen Soll
Rerk
iden Tagen
Janzert
Feich Salonol
Muit
u Migliederkreiſ
* biten um
der Vorſian
Nurter Hof
gukfurterſtraßf
Gei
Ne6
unt
Wählt Liſte 3!
Deutſche
Demokratiſche Körell
Partei
Das Kreuz gehört ins 3. Fell
Bringt Eure Bekannten zur Al
Riittelt die Lauen auf.
Denat, Walter, Apothekenbeſitzer i
Godde=
lau, evgl. Poſtmeiſtersſohn. Seit 1918 Vorſitzender des 1. 3. 1876 in Wörrſtadt. Volksſchule dort und 92
Ortsgewerbevereins Goddelau, ſeit Gründung 1920 Vor= in Mainz. Gründete 1899 in Mainz eine Kolonial 4”
ſitzender des Kreisverbandes Groß=Gerau des Hand= handlung. Seit 1914 Stadtverordneter in Maſſia
werks und Gewerbe. Seit Gründung einziger Nicht= des Ruhrkampfes 1½/ Jahr ausgewieſen. Bei I
handwerker im geſchäftsführenden Vorſtand des Landes= kehr 1924 in die Handelskammer gewählt.
verbandes für Handwerk und Gewerbe.
Fröhlich, Georg Ludwig, geb. 29. 4. 1874. heim (Ruhr). Gewerkſchaftsſekretär zu
Schneidermeiſter in Groß=Zimmern. Volksſchule, Volksſchule. Möbelſchreiner und Zeichnel=
Lehre im väterlichen Geſchäft, gegründet 1806. Selbſtändig / Ausbildung in Kiel, Lübeck und Hamburg. 1911 00
ſeit 1906. Mitglied des Steuerausſchuſſes. Geſchäftsführer als Sekretär des Verbandes der Deutſchen Gel
der Schneiderinnung des Krei es Dieburg. Vorſtandsmitglied / 1914—1918 im Felde (Rußland und Frankreich).
des Ortsgewerbevereins und des Bezirksverbandes für Hand= Bremen, Mitglied der bremiſchen Bürgerſchalt,
werk und Gewerbe. Aufſichtsrat=Mitglied der heſſiſchen Hand= in Worms als Geſchäftsführer für Gewertſchalt
werker=Zentralgenoſſenſchaft Darmſtadt.
Obmann. Eduard geb. 8. 4. 1862.
Verwaltungs=
direktor a. D. Seit 1937 ununterbrochen Stadtverordneter Nauheim, geb. 14. 2. 1888 in
Langenberg=
in Mainz. Uebernahm von 1915 ab dort ehrenamtlich die Volksſchule, Realgymnaſium, Handelshochchule,
Bearbeitung eines Teils der Lebensmittelverſorgung. Von Hochſchule. Nach dem Kriege Mitinhaber Eiu”.
der Stadtverordnetenrerſammlung einſtimmig zum Direktor Maſchinenfabrik; verkauft an einen Konzern, Dee
des Städt’ſchen Wirtſchaftsamtes und zuletzt zum Verwal= ſentant er für Mitteldeutſch and iſt.
tungsdirektor des neu errichteten Rechnungsprüſungsamtes
gewählt.
Eberle, Johann, Landwirt und Bürger= Eberſtadt, Darmſtadt, Babenhauſen, Gießen. D
meiſter zu Wolfsheim (Rheinheſſen), geb. dortſelbſt erſten heſſiſchen Landtags. Von 1919 bis 12e*
am 30. 7. 1879, evgl. Volksſchule in Wolfsheim. Höhere Zentrale für Heimatdienſt (Abt. Heſſen). Von P.l
Schule in Alzey. 1933 Uebernahme der elterlichen Land= zu 20 Jahren Gefängnis und Aufenthallsbe.”
wirtſchaft. Seit 1922 Bürgermeiſter, Mitg ied der Heſſiſchen beſetzten Gebiete verurteilt. Amneſtiert am "
Landwirtſchaftskammer ſeit 1910, des Provinzialtages der Vorſitzender des Republikaniſchen Lehrerbunbe
Provinz Rheinheſſen, des heſſiſchen Landtags ſeit 1924.— —. des Deutſchen Beamtenbundes, Ortsgrume. Pe
Chriſt, Wilhelm, Kaufmann in Ma
Meſchkat, Heinrich, geb. 22. 12. 1888 11.
geſtellten. Seit 1923 Stadtverordneter.
Weniger, Adolf, Dipl.=Ing. und Kaufmaſſ.
Loos, Wilhelm, Rektor in Gießel
1885 in Udenheim (Rheinheſſen), evgl. Sc
ORPHEUM
(17638
elephon 389
314
Palast-Lichtspiele
Samstag, den 12 November 1927
Harry Liedike in:
fze rollende Kugel 8Arte
Zirkus Trombofi 7 Akte
überaus fesselnde Zirkusgeschichte, die im Original-Milier
eht wurde mit Betty Balfour und Rikrolas Koline
Nähler
auf.
zaſnänniſcher Verein
jruchtt t—Frankfurt a.M
zir ihrn nochmals auf den heute
MsfAtr bei Schiel, Ho el zur Poſt,
Eyul ) ſtattfindenden
crlien=Abend
darhl ſineeen aus Mitgliederkreiſen)
verlcke. Wir bitten um zahlreiche
Der Vorſtand.
und nach der Wahl
Sonne im Herzen
ia mmt alle beiin
nzer Müller
abt ihr keine Schmerzen.
fanig der Faſchingszeit.
ſet-e Ueberraſchungen.
Epene Schlächterei.
inſtrng — Geſang — Humor
afé=Reſtaurant
Hem zer Mütler
jiclettis (30272) Tel, 1510
abration Schieferſtein
„AMinaße 72, im Martinsv ertel.
te instag u. morgen Sonntag
Ar tinskerb
geri beiden Tagen
Ionzert Jaxz
(*30269
e rreundlichſt ein
Fritz Salomon.
Huikfurter Hofé
Mavehr=Frankfurterſtraße
usgen, von abends 8 Uhr ab
NZERT
ſhweihe 13. ds. Mts.
ſtaK inie 8 (bei Fabrik Merck)
Ab 4 Uhr
MEmusiK
eriſtt Bürgerliche Küche
G utes Bier und Weine,
B)6 peundlichſt ein
(*30282
Adalbert Eppler.
ſtiſcher I. Wwe.
Soulle, iden 13. November, nachm.
TMcoeginnt das in der Zeit vom
obtſhr Wis 4. Dezemb. ſtattfindende
Große
W Mße Belangen unter anderem als
1. Pullteein e S anduhr
L. Puſteiu. Ehaiſelonque mit Decke
Auschke. Die Preiſe ſind in den
Mauſellanſeer Fa. Gebr. Knieß, Ober=
We 8.W 11. ds. Mts. ausgeſtellt. Wei=
Reiäge werden jeweils im Kegel=
* gegeben.
(17588
gent
MRSTABT
4sMug zur Fraube
Beetle 3- Elektr. Halteſtelle
Wgarm Regelbahn Nebenzimmer
/Sbeißlusſchank des Pfungſtädter
EE-Ale 2/,, Mk 0.30. 1754Ca
Ause(kit, und Flaschen-Weine
Habi Mn hlittagstisch v. 12-½/,3 Uhr
S oezialitäten von
WettrHd, Geflügel und Pische
Eie Bedienung — Solde Preiſe
Maber: C. Baugärtner
öir. des Hotel Traube Darmſt
(17648
Seite 23
LeSldenz--Hedter
Goldmine in Texas
oder
Das Geheimnis eines
Armbands
Reſtauration „Bismarck=Eck”
(Ecke Bismarck. Wendelſtadtſtraße)
Samstag und Sonntag
um 2 Uhr
Konzert
30271
Frau Schmidt Wiwe.
Ein Wild-West Film in 5 Akten
nit T O M T FL ER
Reinhold Schünzel
als Gustav Knospe
Iin der Heimat da gibts
ein Wiedersehen, 7 Akte
Jugendliche haben Zutritt
Antang 3½ Uhr. (17649
Kriminalstück von Edgar Wallace
D In der hervorragenden Berliner Besetzung!
Im Interesse des Spannungsgehaltes des Stücks und somit im
Interesse der ferneren Besucher wird höfl. gebeten, über die Lösung
resp. die Person des „„Hexer” St llschweigen zu bewahren. Ɨin
Samstag und Sonntag
Känstler-Konzert
Grafenstraße
221/.
U
(17630
Riesen-Schlachtplatte .. . . . . . . . 1.30
Mittagessen . . . . .
„. von 1.00 an
Ein Literkrug Münchener „Hofbräu‟ . . 1.00
Dirigent:
Gg. Knörzer
* Zitherkranz Darmstadt 1920
Zuunserem am Sonntag, 13. Nov
nachm. 4 Uhr im Konkordiasaa
Waldstraße stattfindenden
7. Stiftungsfest
verb. mit Konzert
2 Theaterstücke hum. Vorträge
laden wir hiermit unsere
Mit-
glieder nebst Angehörigen,
Freunde und Bekannte herzl. ein
30258
Der Vorstand
AFkräge
Neaalllen Bürgerhof, Eli abethenſtr. 2
Mre Wtnrt3. Novemb., abds. 8 Uhr
MacL tael vom Intichristen
Mtichriſt — dann das zweite
niti — Der Antichriſt iſt da.
Eenen ter 16. Novemb. abds.8 Uhr
e Aide Reheimmacht der Welt
fv* Eantritt für jedermann.
eimer G. Knecht.
Hiederkrand-Barmstatt
Ehren=Chormeiſter Kammermuſiſer M. Stetefeld
Samstag, den 12. November 1927, abends 8 Uhr,
im Feſiſaale der Turngemeinde am Woogsplatz
Herbst-Feier
beſiehend aus Chor=Vorträgen, ernſien und
heiteren Vorträgen und T A NZ
Muſik der Kapelle M. Weber
Eintrittspreis: Mitglieder 4 0.50, Fremde 4 1.00
Unſeren Mitgliedern empfehlen wir, ſich durch
Vereins=
abzeichen oder Mitgliedskarte kenntlich zu machen. (17625
Der Vorstand.
Kranke und ſolche Perſonen, welche
ſich nicht zu Fuß in das Wahllokal
s begeben können, werden am Sonntas
von uns mttels Auto abgeholt.
Vor=
herige diesbezügliche Anmeldungen
werden an die Parteigeſchäftsſielle (Rheinſtraße 22
Celephon 1304 und 3540 baldigſt erbeten. (17509rs
Deutſche Volkspartei
(Ortsgruppe Darmſtadt)
Landesrheater:
Großes Haus.
L 4
Samstag, 12. Nov.
Anf. 19 Uhr Ende 22 Uhr
Wahlvorſtellung
Erſtaufführung:
Schinderhannes
Schauſpiel in 4 Akten
ſieben Bildern von
Carl Zuckmayer
Inſzenierung:
Friedrich Neubauer
Bühnenbild:
Wilhelm Reinking
Mitwirkende:
Johanna Blum
Marg Carl en
Käthe Gothe
Elſa Knott
Martha Ziegler
Hans Baumeiſter
Hansjoach Büttner
Cduard Domeck
Karl Ebert=Beyer
Werner Finck
Ulrich Fo kmar
Hermann Gallinger
Eduard Göbel
Richard Jürgas
Hugo Keßler
Rudolf Kl x
Robert Klupp
Hans Langer
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