Ginzetmummer 40 Pfennige
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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuftrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſtattet.
Nummer 213
Mittwoch, den 3. Auguſt 1927. 190. Jahrgang
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Finanz=Anzelgen 40 Reichspfg., Rellamezelle (92 mm
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Gewalt, wie Krieg, Aufruhr Streil uſw., ertiſcht
jede Verpſichtung auf Erfüllung der
Anzelgen=
guſträge und TLeiſtung von Schadenerſotz. Bei
Konhurs oder gerſchtiſcher Beltreſbung fällt ſeder
Nabatt weg. Banſklonto: Deutſche Banl und
Darm=
ſädter und Nationalbant.
Sanaſcher Kompromtpoorſchiag i Senf!
Oer Endkampf in Genf.
Amnerikas „Flottenbaufeiertagsvorſchlag.” — Die
Ver=
ſimmung zwiſchen England und Amerika hält an.
Berlin, 2. Auguſt.
In Berliner diplomatiſchen Kreiſen herrſcht nunmehr kein
Zuweifel darüber, daß die Genfer Seeabrüſtungskonferenz
vor=
gä:sſichtlich noch in dieſer Woche ergebnislos zu Ende gehen wird.
Auich die letzten aus London und Waſhington vorliegenden
Nach=
rithten können als eine Beſtätigung dafür angeſehen werden. Es
giht aus ihnen hervor, daß man vielleicht zwar noch nach einer
Formel ſucht, um wenigſtens nach außen hin den Eindruck eines
aſ-zu unfreudlichen Abbruches zu verwiſchen, in der Sache aber
ſi hen ſich die Meinungen in England und Amerika nach wie vor
ſchroff gegenüber, dem Anſchein nach ſogar noch ſchroffer als
bis=
hur. Wenn der „Times”=Korreſpondent aus Waſhington meldet,
dirß man in amerikaniſchen Regierungskreiſen den Gedanken
er=
öu tere, „einige der unerwünſchten Folgen des Genfer Mißerfolges
duurch eine Art Flottenbaufeiertag zu beſeitigen”, ſteht dies in
eitiem gewiſſen Widerſpruch zu einer Reutermeldung, wonach im
aumerikaniſchen Soaatsdepartement erklärt wurde, daß
keiner=
lſ=i neuer amerikaniſcher Vorſchlag für Genf
in Ausſicht geſtellt ſei und daß, wenn der britiſche
Bot=
ſcnafter geſtern nach Waſhington gekommen ſei, er zu dieſem
Aeſuch jedenfalls nicht aufgefordert worden ſei.
Gerade die letzteren Bemerkungen aus offiziellem
amerikani=
ſazem Munde zeigen den Grad der Verſtimmung ſehr deutlich.
Was nun den angeblichen Vorſchlag über den „
Flottenbau=
fü iertag” betrifft — mag er nun offiziell zur Diskuſſion
ge=
ſiühl Ut worden ſei oder nicht — ſo ſcheint er darauf
hinauszu=
ſaurfen, England zu einer Erklärung zu veranlaſſen, daß es nicht
üser eine beſtimmte Periode hinaus ſeine Seemacht verſtärken
wärde, gegen eine entſprechende amerikaniſche Erklärung, daß
fehitig hinzu, daß der Austauſch ſolcher Erklärungen keine
recht=
iüch bindende Abmachung ſein könne, und daß jedenfalls für die
Vereinigten Staaten der Ausdruck „Flottenbaufeiertag”, nicht
un gewandt werden könne, weil die amerikaniſche Regierung auf
eoen Fall zu einem Bauprogramm verpflichtet ſei. Worauf es
u: Grunde genommen bei dem Vorſchlag ankommt, geht aus der
Sihlußbemerkung des „Times”=Korreſpondenten hervor, wonach
die Abgabe einer ſolchen Erklärung durch England von „
gün=
ſtiger Wirkung auf die amerikaniſche öffentliche Meinung” ſein
wairde. Mit anderen Worten: Auch dieſer neue „
Kompromiß=
va rſchlag” — mit dem ſich übrigens die amerikaniſche Regierung
bßsher nicht identifiziert hat — hat gar keine praktiſche
Bedeu=
lung, denn wenn der Austauſch der erwähnten Erklärungen nicht
varrtraglich=rechtliche Bindungen nach ſich ziehen ſoll, ſo bleibt es
au ſo den beiden Regierungen auch in Zukunft nach wie vor
un=
bau nommen, ſich nicht an dieſe Erklärungen zu halten und
auf=
ohger abzurüſten, wie es ihnen gerade beliebt. Es handelt ſich
aſſſo — um ein hartes aber treffendes Wort zu gebrauchen — um
rine Spiegelfechterei und wenn der amerikaniſche
Flottenbau=
fuiertagsvorſchlag” ſchließlich die Formel werden ſollte, mit der
man das kataſtrophale Fiasko der Genfer
Konfe=
rſenz kaſſieren werde, ſo iſt das bezeichnend genug für die
wirk=
liſthe Lage.
Inzwiſchen ſetzen die Preſſen der beiden Länder ihre
gegen=
ſeuitigen Befehdungen munter fort. So läßt ſich die „Times” von
ihrrem Genfer Berichterſtatter melden, „es beſtehe Grund,
anzu=
nä hmen, daß der letzte britiſche Vorſchlag von der amerikaniſchen
Oelegation niemals ernſtlich geprüft worden iſt, und daß der
Aeſchluß, die Konferenz an den Rand des Abgrundes zu treiben,
gi=faßt wworden iſt, bevor der Plan überhaupt angemeſſen geprüft
werden konnte. Die Antwort der amerikaniſchen Delegation auf
darn letzten britiſchen Vorſchlag ſei fertig. Sie werde im
Augen=
bu ick noch in Waſhington überprüft mit dem Zweck, ſie noch
ſchär=
ſen im Ton gegen England zu machen”. Man möchte
hinzu=
ſirgen, daß auch der Ton dieſer „Times”=Auslaſſung keineswegs
ſcrnft zu nennen iſt und daß jedenfalls die Behauptungen, die die
„Times” hier gegen Amerika aufſtellt, nicht gerade
Freundlich=
kuiten ſind. Weniger klobig, dafür aber um ſo malitiöſer iſt —
umm auch eine amerikaniſche Zeitung zu zitieren — ein Artikel der
„Waſhington=Poſt”, in dem es heißt, „Ein tröſtlicher Gedanke
lnißt ſich aus dem bedauerlichen Zuſammenbruch in Genf
gewin=
uen: Amerikaner, die für die Annullierung der Kriegsſchulden
nuaren, können ſich mit dem Gedanken tröſten, daß
Großbritan=
uſiens Schuldenzahlung an Amerika immerhin die Vergrößerung
ſueiner Kriegsflötte nicht ſtört‟. Die Anſpielung des
amerikani=
ſtchen Blattes auf die engliſchen Kriegsſchulden wirft ein
bezeich=
mendes Schlaglicht auf eine der wahrſcheinlichſten Folgen des
Gßenfer Fiaskos: England wird für die Zukunft keine Nachſicht
ſteines amerikaniſchen Gläubigers in finanzieller Hinſicht zu
ge=
hiärtigen haben.
Japaniſche Vermittlungsverſuche.
Genf, 2. Auguſt.
In Kreiſen der Seeabrüſtungskonferenz wird heute
vor=
nuittag bekannt, daß die japaniſche Delegation geſtern
ubend den Amerikanern neue Vorſchläge
unter=
bareitete, die ſie heute auch der engliſchen Delegation
vor=
ſegen wird. Dieſe Vorſchläge verfolgen den Zweck, ein
ſi ompromiß zwiſchen, dem amerikaniſchen und
da em engliſchen Standpunkt zu finden.
Gegen=
uſeärtig findet ein intenſiver Meinungsaustauſch zwiſchen den
Mapanern und Engländern über dieſe Vorſchläge ſtatt. Die
Grinzelheiten ſind noch nicht bekannt. Man wird abwarten
mnüſſen, ob dieſe letzten Anſtrengungen der Japaner
För Ziel erreichen oder ergebnislos bleiben und ſo die Konferenz
am Donnerstag ihr Ende nehmen wird.
Die Kreiſe der Marinekonferenz ſind heute durch das Gerücht,
daß die japaniſche Delegation mit neuen Vorſchlägen an die
Amerikaner und Engländer herangetreten ſeien, überraſcht
wor=
den. Man ſah ſchon in den frühen Morgenſtunden den
Präſiden=
ten der Konferenz und Leiter der amerikaniſchen Delegation,
Gib=
ſon, ſowie Admiral Jones, ins Hotel Beaurivage eintreten, wo
ſie ſich zu dem Führer der japaniſchen Delegation begaben und
mit ihm eine längere Beſprechung abhielten. Gegen mittag
er=
fuhr man, daß es ſich um den letzten Verſuch von japaniſcher
Seite handle, eine Vermittlungsaktion zwiſchen den
Amerika=
nern und Engländern in der Kreuzerfrage herbeizuführen, um
auf dieſe Weiſe die Konferenz vor dem völligen Scheitern zu
bewahren. Die Japaner hatten dann auch mit dem Leiter der
engliſchen Delegation, Marineminiſter Bridgeman, eine längere
Unterredung. Ueber den Inhalt der Beſrpechungen wird von
allen Beteiligten vollkommenes Schweigen bewahrt. Es iſt nur
bekannt, daß die japaniſchen Vorſchläge ſofort nach Waſhington
und London übermittelt wurden, und ſolange von dort keine
Antwort in Genf eintrifft, iſt es ſchwer, zu ſagen, ob dieſe
Vor=
ſchläge in der bis heute morgen für ausſichtslos gehaltenen Lage
der Konferenz eine wirkliche Aenderung herbeiführen werden.
Ueber die japaniſchen Vorſchläge ſelbſt werden verſchiedene
Les=
arten verbreitet. Nach der einen ſoll es ſich um die Feſtſetzung
eines proviſoriſchen Bauprogramms für die großen Kreuzer
han=
deln, deſſen Gültigkeit bis zum Jahre 1936 dauern ſoll. Nach
einer anderen Lesart ſoll es ſich ſogar um ein Wbkommen
han=
deln, das den Charakter eines Freundſchaftsvertrages, etwa in
der Art des Locarnovertrages, zwiſchen den drei beteiligten
See=
mächten tragen würde. Ob die japaniſchen Vorſchläge die
Trag=
weite haben, die man ihnen gegenwärtig beimißt, wird man
vor=
ausſichtlich ſchon morgen ſehen.
Der engliſche Botſchafter im amerikaniſchen
Staatsdepartement.
EP. Waſhington, 2. Auguſt.
Der engliſche Botſchafter Howard hatte geſtern im
Staats=
departement eine zweiſtündige Unterredung mit Staatsſekretär
Kellogg über die Genfer Beſprechungen. Von beiden Seiten
wird über den Inhalt der Unterredung Stillſchweigen bewahri,
doch zeigt man ſich ziemlich peſſimiſtiſch hinſichtlich der
Möglich=
keit einer Einigung. — „New York Herald=Tribune” ſchreibt
da=
zu, daß Großbritannien zweifellos in der letzten Minute
Zuge=
ſtändniſſe machen werde, um einen Fehlſchlag zu vermeiden. Von
ſeiten der engliſchen Botſchaft wird dementiert, daß der engliſche
Botſchafter Howard anläßlich ſeines geſtrigen Beſuches bei dem
Staatsſekretär Kellogg neue Vorſchläge für die Abrüſtung zur
See zur Sprache gebracht habe oder daß der Beſuch dahin
auszu=
legen ſei, daß die Ueberreichung neuer Vorſchläge bevorſtehe.
Howard hatte im übrigen auch eine Unterredung mit dem
Marineſekretär Wilbur.
Große Bedeutung wird in Konferenzkreiſen der geſtrigen
Unterredung zwiſchen dem engliſchen Botſchafter in Waſhington,
Howard, und Staatsſekretär Kellogg beigelegt, über die jedoch
bei den Delegationen noch keinerlei nähere Berichte vorliegen.
Der engliſche Admiral Jellicoe, der am Sonntag nach London
gereiſt iſt, wird am Mittwoch vormittag hier zurückerwartet. Nach
den bisherigen Dispoſitionen ſoll dann am Donnerstag
nach=
mittag die urſprünglich für Montag vorgeſehene Vollſitzung der
Konferenz ſtattfinden. Ob ſie tatſächlich abgehalten wird, hängt
von der Stellungnahme der amerikaniſchen Regierung ſowie von
den Verhandlungen zwiſchen den Delegationen ab.
Eine Zuſammenkunft Kellog — Baldwin?
In politiſchen Kreiſen verlautet, daß Staatsſekretär Kellogg
im Laufe dieſer Woche mit dem engliſchen Premierminiſter
Bald=
win bei der Einweihung der internationalen Brücke in Buffalo
zuſammentreffen werde.
Nach einer Meldung der „Central News” aus Waſhington
iſt Präſident Coolidge der von verſchiedenen Seiten angeregten
Zuſammenkunft zwiſchen ihm und dem engliſchen
Premier=
miniſter Baldwin abgeneigt. Der Präſident ſei der Anſicht, daß
eine ſolche Zuſammenkunft als ein Mißtrauensvotum gegen die
engliſchen und amerikaniſchen Delegierten ausgelegt werden
könnte. Er glaube auch, daß Japan ſich durch eine ſolche
Be=
gegnung betroffen fühlen könnte. Dagegen würde er gegen dieſe
Begegnung weniger einzuwenden haben, ſofern die Genfer
Kon=
ferenz reſultatlos verlaufen ſollte.
Verbot von Regimentsfeiern im Saargebiet.
Saarbrücken, 2. Auguſt.
Die Regierungskommiſſion veröffentlicht im Amtsblatt einen
Erlaß, durch den die Abhaltung von Regimentsfeiern im
Saar=
gebiet an den Jahrestagen der Schlachten von Spichern und
Sedan, auch weiterhin” verboten wird. Die Abhaltung von
Re=
gimentsſeiern im allgemeinen werde von der fallweiſen
Genehmi=
gung der Regierungskommiſſion abhängig gemacht.
Regiments=
feſte derjenigen Regimenter, deren Stammgarniſonen außerhalb
des Saargebiets liegen, werden für beſonders unangebracht
er=
klärt. Alle dieſe Feiern hätten eine gewiſſe Tendenz und müßten
im Inlereſſe der Ordnung unbedingt vermieden werden. Die
Blätter weiſen in ihren Kommentaren darauf hin, daß Feiern
zur Erinnerung an die Schlachten von Spichern und Sedan
bisher nicht verboten geweſen ſeien, und fragen, ob nicht die
zahlreichen Regimentsfeiern in Frankreich ebenfalls „eine gewiſſe
Tendenz” hätten und die Ordnung ſtörten. Das Verbot trifft
die für den nächſten Sonntag geplante Einweihung des
Ge=
fallenendenkmals der 77er, das bisher auf den Spicheren
Ber=
gen ſtand und nun nach Saarbrücken verbracht worden iſt und
die für den gleichen Tag geplante Erinnerungsfeier an die
Gefallenen von 1866, 1870/71 und 1914/18.
Beſuche und Kongreſſe in Danzig.
Ihre außenpolitiſche Auswirkung.
Von
Rolf Wingendorf, Danzig.
Anläßlich des Empfanges der deutſch=nordiſchen
Preſſekonfe=
renz in Danzig hat der Präſident des Senats in ſeiner Anſprache
hervorgehoben, welch große Bedeutung die in Danzig tagenden
Kongreſſe für die Freie Stadt Danzig ſelbſt haben. Der
Senats=
präſident betonte, daß Danzig nur auf dieſem Wege Außenpolitik
ſelbſtändig machen könne, da es ja diplomatiſche auswärtige
Vertretungen, die in den betreffenden Ländern in aufklärendem
Sinne wirken könnten, nicht haben darf. Jeder nach Danzig
kommende ausländiſche Journaliſt jedoch wird, wenn er nicht
alles durch eine gefärbte Brille ſieht, zwangsläufig zu einem
ſolchen inoffiziellen Vertreter der Danziger Intereſſen.
Ganz beſonders kam dieſes dann im Verlauf der Tagung
ſelbſt zum Ausdruck. Beim Empfang durch den Senat in der
hiſtoriſchen Halle des Artushofes kam es zu einem ſpontanen
Bekenntnis der Ausländer für Danzigs Deutſchtum. Der Däne
Jörgenſen, der im Namen der ſkandinaviſchen Gäſte für die
gaſtliche Aufnahme in Danzig dankte, erinnerte an die
gemein=
ſame Kultur der nordiſchen Staaten und gedachte dankbar deſſen,
was Deutſchland kulturell für die nordiſchen Staaten geleiſtet
habe. Er fuhr dann weiter fort: „Wenn ich von Deutſchland
ſpreche, ſo meine ich auch natürlich Danzig, denn Danzig iſt ein
Teil dieſes Deutſchland.‟ Der Redner brachte dann ein Hoch auf
das deutſche Danzig aus. Nach ihm ſprach der Finne Profeſſor
Tiander, der auf die Verdienſte hinwies, die ſich die Freie
Stadt um die Schaffung eines deutſchen Kulturzentrums an der
Oſtſee erworben habe. Er gab die feierliche Verſicherung ab, daß
das deutſche Danzig ſo viel treue Freunde Danzigs erworben
habe, wie Kongreßteilnehmer hier wären. In ähnlichen Worten
gab auch der Schwede Nylen ſeinem Dank an das gaſtliche
deutſche Danzig Ausdruck. Am nächſten Tage dann war es der
däniſche Sozialdemokrat Jörgenſen, der bei dem vom
Reichsver=
band der Deutſchen Preſſe veranſtalteten Abendeſſen als erſter
das Deutſchlandlied anſtimmte.
Die Wut der polniſchen Preſſe über dieſe Vorgänge iſt
be=
greiflicherweiſe ſehr groß. Man erkennt dort drüben nur zu
deut=
lich die Gefahr, die für Polen darin liegt, wenn das Ausland
über Danzig die Wahrheit erfährt. Der Verbreitung der
Wahr=
heit aber dienen in erſter Linie die Beſuche und Kongreſſe in
Danzig. Am 28. Juli hat hier der Weltkongreß der Eſperanto=
Vereinigungen begonnen, zu dem 1000 Teilnehmer aus allen
Teilen der Erde in Danzig eingetroffen ſind. Auch dieſe 1000
Anhänger der Weltſprache Eſperanto werden in Danzig erkennen,
daß man hier nur eine Sprache ſpricht, nur eine Kultur hat, und
das iſt die deurſche.
Kurz vorher beſuchten drei deutſch=amerikaniſche
Journa=
liſten Danzig. Aus ihrem Munde wurde uns wiederum beſtätigt,
wie wenig man draußen in der Welt Danziger Nöte und
Dan=
ziger Sorgen kenne und wie intenſiv draußen die polniſchen
diplo=
matiſchen Vertretungen für eine tendenziöſe Berichterſtattung
über Danzig=polniſche Fragen arbeiten. Dieſe diplomatiſchen
Vertreter Polens ſollen bekanntlich auf Grund des Verſailler
Vertrages gleichzeitig Danzig im Auslande vertreten. Tatſache
aber iſt, daß gerade die die ſchlimmſten Feinde der Verbreitung
der Wahrheit über Danzig ſind.
Durch die Beſuche in Danzig iſt unzweifelhaft eine
Stim=
mung geſchaffen worden, deren Auswirkung ſich zwar noch nicht
vollſtändig abſehen läßt, die aber doch ſchon bedeutfame
Ergeb=
niſſe erzielt hat. Man muß dabei in erſter Linie an die Haltung
des Völkerbundskommiſſars während des deutſchen
Kriegsſchiffs=
beſuches in Danzig denken, die ſo ſehr von ſeiner früheren
Art abwich.
Dieſer deutſche Kriegsſchiffbeſuch kann in ſeiner Auswirkung
überhaupt nicht überſchätzt werden. Beſondere politiſche
Bedeu=
tung erhielt er durch den Empfang der deutſchen Offiziere beim
Völkerbundskommiſſar van Hamel, dem man bisher
beſon=
dere Deutſchfreundlichkeit beim beſten Willen nicht nachſagen
konnte. Aber auch van Hamel mußte ſich in dieſem Fall der
Er=
kenntnis beugen, daß die Begeiſterung beim Empfang der
deut=
ſchen Kriegsſchiffe, Linienſchiff „Heſſen” und Torpedoboot T 190,
die ganze Bevölkerung umfaßte, ja, daß es geradezu ein
Auf=
atmen war, deutſche Schiffe im Danziger Hafen zu ſehen. Man
wird ſich gerade die bei dieſer Gelegenheit geſprochenen Worte
van Hamels merken müſſen, der ſagte: „Wir alle verſtehen die
Gefühle des Zuſammentreffens, welche Ihr Beſuch für Sie und
für die Danziger Bevölkerung auslöſen muß. Der Vertreter des
Völkerbundes kann dazu nur ſeine beſten Wünſche ausſprechen.
Die Freie Stadt Danzig ſteht unter dem Schutze des
Völkerbun=
des, d. h. der Gemeinſchaft der Völker, — und eine von den
wich=
tigſten Aufgaben dieſes Schutzes iſt ſicher, dem freiſtaatlichen Volk
darin beizuſtehen, im eigenen Rechtsverbande und unter loyaler
Währung der internationalen Verpflichtungen den eigenen
deut=
ſchen Geiſt und das deutſche Weſen unverzagt bewahren zu
kön=
nen. Sie werden, hoffe ich, den Eindruck mitnehmen, daß in
dieſer Hinſicht nicht nur Danzig ſelbſt, ſondern auch der
Völker=
bund das Ihrige tun. Ich ſelbſt gehöre einem kleinen
Staats=
weſen an, das ich ſehr lieb habe, und ich weiß, wie nachdrücklich
man an der Aufrechterhaltung des eigenen Weſens hängt. Es
wird auch dem Völkerbund eine Genugtuung ſein, wenn Sie ſich
hier nicht in der Fremde fühlen, ſondern in einem Freiſtaat, wo
unter dem Schutze der internationalen Völkergemeinſchaft die
deutſche Kultur und das deutſche Weſen ſich ungeſtört und
fried=
voll weiterentwickeln können.”
Worte, die mit den bisherigen Taten des Hohen Kommiſſars
allerdings wenig übereinſtimmen! Es klingt daher faſt wie eine
Mahnung, wenn der deutſche Offizier, der Kommandant der
„Heſſen”, dem Völkerbundskommiſſar antwortet: „Möchten Euer
Exzellenz in allen Entſcheidungen, die an den Hohen Kommiſſar
herantreten, eine glückliche Hand haben, die berechtigten
Forde=
rungen gerecht wird.”
Doch nicht nur in dem geſprochenen Wort, auch in dem
Schweigen kann manchmal eine politiſche Bedeutung liegen. Die
geſamte polniſche Preſſe, die ſonſt nicht laut genug über den
Seite 2
Mittwoch, den 3. Auguſt 1927
Nummer 213
Danziger „Nationalismus” ſchreien kann, hat dieſesmal kein
Wort verloren über die ehrliche jubelnde Begeiſterung, die in
Danzig beim Empfang der deutſchen Schiffe herrſchte. Es war
nicht nur irgendein Verein, eine Organiſation, die nach Danzig
zum Beſuch kam, nein, es war die offizielle Vertretung des
Deut=
ſchen Reiches ſelbſt, die dem abgetretenen, wider ſeinen Willen
Staat gewordenen Danzig eine Staatsviſite machte. Deutſchland
entſendet als Mitglied des Völkerbundes, des Schutzherrn der
Freien Stadt, ſeine Schiffe und dokumentiert damit, daß es die
Freiheit ſeiner Handlungen ſich nicht beſchränken läßt, und es
zeigt damit Polen, daß deutſche Kriegsſchiffe unter Umſtänden
ſehr raſch in Danzig ſein können, wenn Danzig den Schutz des
Völkerbundes brauchen ſollte. Darin liegt die weittragende
poli=
tiſche Bedeutung dieſes Beſuches, der ſeine Wirkung nicht
ver=
fehlt hat.
Wenn hier von Beſuchen in Danzig die Rede iſt, ſo darf man
auch nicht die vielen deutſchen Berufsorganiſationen vergeſſen,
die ihre Tagungen in Danzig abgehalten haben. Jede ſolche
Tagung war ein Gewinn für Danzig und ein Gewinn für die,
die es beſuchten. Es kann nicht oft genug darauf hingewieſen
werden, wie ſehr es für das Gefühl, der engen Verbundenheit
mit dem Mutterlande wertvoll iſt, wenn deutſche Organiſationen
ihre Hauptverſammlungen nach Danzig legen. Das geringe Mehr
an Reiſezeit können ſie dabei gern in Kauf nehmen, denn ſie
bringen aus Danzig in die Heimat dafür das Gefühl des
Ver=
trauens mit zu dem Deutſchtum hier draußen, und ſie können
ihrerſeits dies Vertrauen wieder weiten Kreiſen des deutſchen
Volkes einflößen. Außerdem aber lernen ſie hier ein gewaltiges
Stück deutſcher Pionierarbeit im Oſten kennen, ſie atmen den
Geiſt der alten deutſchen Hanſe am deutſchen Meer und lernen
begreifen, daß ſo viel deutſche Kulturarbeit im Oſten niemals
vernichtet werden darf und kann.
Die Lage im „emeigebiet.
Nicht eingelöſie Verpflichtungen.
In Berliner politiſchen Kreiſen hat es peinliches Befremden
hervorgerufen, daß die Kownoer Regierung bisher
außerordent=
lich wenig getan hat, um die von dem Außenminiſter
Wolde=
maras vor dem Völkerbundsrat eingegangenen feierlichen
Ver=
pflichtungen einzulöſen. Die unangenehme Lage, die dadurch
ent=
ſteht, iſt klar, wenn man ſich ſagt, daß das Verhalten der
litau=
iſchen Regierung uns zwingt, erneut in Genf vorſtellig zu
wer=
den und auf Innehaltung der Memelkonvention zu dringen. Es
wird in Berlin keineswegs überſehen, daß Litauen die weſentliche
Forderung nach Ausſchreibung der Neuwahlen erfüllt hat. Nach
der Genfer Vereinbarung ſollte die Neuwahl vor Ende
Sep=
tember ſtattfinden. Man hat beinahe bis zum letzten Tag
ge=
wartet und die Wahl denn auch auf den 28. Auguſt angeſetzt,
wahrſcheinlich aber auch nur deswegen, um die
Regierungsbil=
dung, die früheſtens 15 Tage nach der Wahl ſtatufinden kann,
in eine Zeit zu verlegen, die keine Sitzung des Völkerbundsrates
mehr bringt, ſo daß man alſo von deutſcher Seite nicht ſofort
gegen Verletzungen des Statutes Einſpruch erheben kann. Aber
ganz abgeſehen davon, iſt der ganze Wahlapparat in
groß=
litauiſchen Händen, es herrſcht nach wie vor der litauiſche
Kriegskommandant, der jeden Wahlkampf unmöglich macht. Von
einer Erfüllung der Genfer Abkommen iſt alſo nicht allzu viel
zu ſpüren. Die Befürchtung liegt natürlich unter dieſen
Um=
ſtänden nahe, daß das amtliche Wahlergebnis nicht die
tatſäch=
liche politiſche Einſtellung der Memelländer wiedergeben wird,
zumal es im Oſten gang und gäbe iſt, das Wahlergebnis je nach
der herrſchenden Schicht zu friſieren.
Neue Willfür im Memelgebiet.
Memel, 2. Auguſt.
Am Dienstag wurde dem Redakteur Warm vom „Memeler
Dampfboot”, der als Vertreter ſeiner Zeitung auf Einladung
der Hamburg=Amerika=Linie ſich zu einer Preſſefahrt wit dem
Dampfer „New York” nach Hamburg begeben wollte, vom
litau=
iſchen Gouverneur das Viſum verweigert, ſo daß er die Fahrt
nicht antreten konnte. Ihm wurde erklärt, daß er wohl das
Aus=
reiſeviſum, jedoch nicht das Wiedereinreiſeviſum erhalten könnte,
was einer Verweigerung der Wiedereinreiſe und ſomit einer
Ausweiſung gleichkommt. An demſelben Tage wurde der Frau
des Chefredakteurs Leubner, die zur Beerdigung ihrer
verſtorbe=
nen Mutter heute nach Prenzlau fahren wollte, das Viſum
ver=
weigert. Bekanntlich waren Chefredakteur Leubner und
Redak=
teur Warm vom „Memeler Dampfboot” ſowie Redakteur
Bries=
korn von der „Memelländiſchen Rundſcha” am 1. Juli d. J.
ausgewieſen worden, jedoch war die Ausweiſung auf
Inderven=
tion der deutſchen Regierung in Kowno bis auf weiteres
aufge=
ſchoben worden. Eine Aufenthaltsbewilligung iſt ihnen trotz
Ge=
ſuches bisher nicht erteilt worden.
4Volksmuſiktage in Frankfurt a. M.
II.
Der dritte Vormittag der vom Zentralinſtitut für Erziehung
und Unterricht in Berlin veranſtalteten Tagung beſchäftigte ſich
mit der Wechſelwirkung zwiſchen Kirchenmuſik und Volksmuſik.
Einer ſyſtematiſchen Darſtellung der katholiſchen Kirchenmuſik
vom ſtreng liturgiſchen Standpunkt folgten Hinweiſe, auf welche
Weiſe im Laufe der Jahrhunderte ſich Kirchenmuſik und
Volks=
kunſt gegenſeitig beeinflußt haben. Im Anſchluß daran führte
Prof. Hermann Müller=Paderborn in das geiſtliche
Volks=
lied der katholiſchen Kirche ein. Er tat dies in anregendſter
Weiſe, indem er aus der von ihm herausgegebenen Sammlung
„Kyrioleis” eine größere Anzahl meiſt vorreformatoriſcher Lieder
von der ganzen Verſammlung ſingen ließ und daran jedesmal
ſeine Erläuterungen knüpfte. Seine Feſtſtellung, daß
Kinchen=
muſik kunſtvoll und heilig ſein müſſe, umſchrieb dabei für den
Laien vortrefflich die Forderungen der kirchlichen Geſetzgebung.
Geheimrat Julius emend=Münſter i. W., der anſchließend
für die evangeliſche Kirchenmuſik ſprach, definierte darauf
eben=
falls den Begriff Kirchenmuſik vom proteſtantiſchen Standpunkt
aus und nannte ſo die Kunſt, die für den Gottesdienſt geſchaffen
und aus ihm hervorgegangen iſt. Und bei der hehren Aufgabe,
die ihr zufällt, vollendete er, können weder Stümper noch
Spießer als Komponiſten geduldet werden. So wie der
grego=
rigniſche Choral die eigentliche Seele katholiſcher
Gottesdienſt=
muſik iſt, ſo iſt es bei den Proteſtanten das Kirchenlied, das
ſei=
nem ganzen Charakter nach Volkslied und Volksgut iſt. Es ſoll
Grundquelle und Wertmeſſer der Kirchenmuſik ſein, welcher der
Redner bei dem zum Teil verderbten Geſchmack des Volkes eine
große volkserzieheriſche Bedeutung zuſpricht. Bei dem Reichtum
des Chorals — Zahn führt in ſeinem großen Werk etwa 9000
Melodien auf — ſei es unnötig, Anleihen bei fremden
Bekennt=
niſſen oder fremden Völkern zu machen, wie es mancherlei Sekten
tun. Denn die Kraft und Herbheit der alten deutſchen Weiſen
ſind wahre Volkskoſt gegenüber der Schwächlichkeit, Weichlichkeit
oder dem Aufreizenden, das Sekten häufig ſo bevorzugen. Der
Reichtum proteſtantiſcher Kunſtmuſik iſt nicht weniger groß, nur
verliert dieſe ganze Kunſt in dem Grade für die Maſſe des Volkes
Bedeutung, als die Kirche immer mehr von dem Volk, der Schule
und dem öffentlichen Leben getrennt wird. Smend verlangt,
daß durch den Choral dem Volk religiöſe und ſittliche Kraft
zuge=
führt wird, damit ein ſolch hervorragendes Kulturgut nicht
un=
benützt und brach liegt. Die Muſikübung bei den Jugendbünden
Vom Tage.
Die Meldung von einer völligen Einreiſefreiheit nach
Italien gibt Anlaß zu der Mitteilung, daß auf der Berliner
italie=
niſchen Botſchaft und auf dem italieniſchen Generalkonſulat in München
von dem Inhalt dieſer Meldung nichts bekannt iſt.
Der engliſche Kriegsminiſter Worthinton Evans, wird in dieſer
Woche zu einem dreitägigen Beſuch nach dem Rheinland
reiſen, um die dort ſtationierten britiſchen Beſatzungstruppen zu
be=
ſichtigen.
König Feiſſal von Irak wird im Laufe dieſes Monats
nach London kommen, um mit der engliſchen Regierung über eine
Reviſion des engliſcheirakiſchen Vertrages zu
ver=
handeln.
König Fuad von Aegypten iſt in Rom eingetroffen. Er wurde
am Bahnhof vom König, von Muſſolini und Mitgliedern der
Regie=
rung empfangen.
Präſident Coolidge hat die amerikaniſche Delegation
auf der Marinekonferenz angewieſen, alles nur mögliche zu tun,
um zu einem Uebereinkommen zu gelangen. Er
er=
warte aber, falls ſich dies als unmöglich erweiſen ſollte,
die Vertagung der Konferenz auf unbeſtimmte Zeit.
Präſident Coolidge erklärte geſtern vor Preſſevertretern, er
ſei nicht geneigt, ſich bei den Präſidentſchaftswahlen 1928 als Kandidat
aufſtellen zu laſſen.
Hindenburg=Amneſtie?
Von unſerer Berliner Redaktion.
Ein Berliner Blatt behauptet, im Reichsjuſtizminiſterium
würde gegenwärtig, an einem Amneſtiegeſetzentwurf gearbeitet,
der dem Reichstag noch in ſeiner kurzen Septembertagung zur
Erledigung zugehen ſolle. Der neue Entwurf ſchließe ſich an das
im Auguſt 1925 erlaſſene Amneſtiegeſetz an. Auf Grund des
neuen Geſetzes werde eine große Anzahl politiſcher Gefangener,
auch ſolche, die zu langjährigen Zuchthausſtrafen verurteilt
wor=
den ſeien, begnadigt werden. Zu dieſer Meldung erläßt das
Reichsjuſtizminiſterium ein glattes Dementi, das inſofern etwas
eigenartig berührt, als in den letzten Monaten namentlich in
parlamentariſchen Kreiſen der Gedanke einer Amneſtie aus
An=
laß des 80. Geburtstages des Reichspräſidenten wiederholt
ven=
tiliert worden iſt. In der Tat iſt der Geburtstag des
Reichs=
ptäſidenten der gegebene Anlaß, eine Amneſtie ergehen zu laſſen.
Nun hat ſich der Reichstag im Juli mit Amneſtiefragen
beſchäf=
tigt. Er hat einen kommuniſtiſchen Antrag abgelehnt, dafür aber
mit großer Mehrheit einen Antrag der Regierungsparteien
an=
genommen, der eine Erweiterung der letzten Amneſtie für
wün=
ſchenswert hält und in großen Zügen auch zu erkennen gibt, wo
nach dem Sinne der Reichstagsmehrheit die Amneſtie einzuſetzen
hätte. Das amtliche Dementi kann wohl nur ſo verſtanden
wer=
den, daß jetzt aus taktiſchen Gründen eine Erörterung über dieſe
Angelegenheit in der Oeffentlichkeit noch vermieden werden ſoll.
Wir nehmen an, daß ſich das Reichsjuſtizminiſterium mit dieſem
Antrag befaßt, da die Reichsregierung im Rechtsausſchuß ja
ge=
nügend Gelegenheit hatte, die Wünſche der einzelnen Fraktionen
kennen zu lernen. Sollte es zu einer Vorlage kommen, dann iſt
natürlich eine Vorlage an den Reichstag nötig, weil die
Begna=
digung ſich nur dann auf das ganze Reich erſtrecken kann.
Reichsinnenminiſter und Preußen.
* Berlin, 2. Auguſt. (Priv.=Tel.)
Der Konflikt zwiſchen dem Reichsinnenminiſter von Keudell
und der preußiſchen Regierung wegen des gegen den preußiſchen
Vertreter im Reichsrat Badt erhobenen Vorwurfs, er habe die
Verträulichkeit der Reichsratsſitzungen durchbrochen, iſt noch
im=
mer von ſeiner Beilegung weit entfernt. Am Montag nachmittag
hat ſich der Geſchäftsordnungsausſchuß des Reichsrats erneut
mit dem Fall beſchäftigt, doch ſtehen ſich hier noch immer die
Anſchauungen ziemlich ſcharf gegenüber. Die einen wünſchen, der
Reichsinnenminiſter ſoll einen Rückzug auf breiter Front
an=
treten, die anderen wollen es mit einer Vermittlungsaktion
ver=
ſuchen, während der Innenminiſter ſelbſt, der übrigens das
ge=
ſamte Reichskabinett hinter ſich hat, ſich völlig im Recht glaubt.
Da der Geſchäftsordnungsausſchuß ſeinerzeit eingriff, um eine
Zuſpitzung der ganzen Angelegenheit zu vermeiden, darf wohl
angenommen werden, daß es ihm ſchließlich gelingen werde
einen gangbaren Ausweg für beide Teile zu finden. Jedenfalls
iſt mit einer Erledigung vor der Beendigung der
parlamentari=
ſchen Ruhepauſe nicht zu rechnen. Immerhin dürfte man aber
die Zwiſchenzeit doch wohl benutzen, um zu verſuchen, ſowohl
den Innenminiſter von Keudell als auch den preußiſchen
Mini=
ſterpräſidenten Braun dahin zu bringen, daß ſich beide
entgegen=
kommen und durch gegenſeitige Zugeſtändniſſe den Streitfall
begraben.
tue darin viel Gutes, man ſolle aber auch darauf achten, daß
Turmblaſen, Kurrendeſingen, Kirchenchöre und ähnliche
Einrich=
tungen nicht nur erhalten, ſondern zu neuem Leben erweckt
wer=
den mögen. Wertvolle Ausführungen über die Kunſt Bachs und
deren Wirkung auf weite Kreiſe auch der Jugend und des Volkes
beſchloſſen ſeinen herzenswarmen und mit großem Beifall
auf=
genommenen Vortrag.
Am letzten Vormittag der Tagung berichtete dann Schreiber
dieſer Zeilen über „die Notwendigkeit neuer Zielſetzung für den
Chorgeſang” und warnte die beſtehenden Organiſationen vor
Einſeitigkeiten und vor Kurzſichtigkeit gegenüber den
Forderun=
gen der Gegenwart. Vor allem bat ich, den Kampf gegen die
ſportliche Auffaſſung des Chorſingens, der beſonders in
Männer=
chören ſtark verbreitet iſt, mit allen zu Gebote ſtehenden Mitteln
zu bekämpfen. Da viele der Anweſenden aus eigener
Erfah=
rung dieſe Mißſtände kannten, fanden die Ausführungen
allge=
meine Zuſtimmung. Dr. Müller=Blattau (Königsberg)
ſprach über das Verhältnis von Kunſt= und Volksmuſik in
Ge=
ſchichte und Gege wart” und bewies an zahlreichen Beiſpielen
aus den verſchiedenſten Perioden, wie ſtark die gegenſeitige
Be=
einfluſſung in früheren Zeiten war, wie dann in neuerer Zeit
beide ſich immer ſchärfer voneinander zu unterſcheiden und in
ihrem Weg zu trennen begannen, wie aber gerade in neueſter
Zeit doch Anzeichen dafür vorhanden ſeien, daß ſie ſich in
ge=
wiſſem Sinne wieder mehr einander nähern. Der feinſinnige
Vortrag fand wie der von Profeſſor E. J. Müller=Köln über
„Muſik im Leben des Volkes und der Jugend” reichen Beifall,
denn gerade das Nachſpüren nach den tieferen Zuſammenhängen
und Notwendigkeiten vermag unter Umſtänden Organiſation und
Kulturförderung weſentlich und erfolgverheißend zu unterſtützen.
Brachte ſo die Tagung allen Teilnehmern in ihren
wiſſen=
ſchaftlichen Vorträgen eine Fülle von wertvollſten Anregungen,
ſo ſchloſſen ſich inhaltlich die muſikaliſchen Darbietungen aufs
engſte an. Am erſten Abend wurden in der Ausſtellung im Freien
tänzeriſch=gymnaſtiſche Vorführungen der Schule für Tanz und
Gymnaſtik von Lotte Müller und Sylvia Bodmer geboten.
An die Bewegungslehre von Laban anſchließend, kamen
Aus=
drucks= und Bewegungsſtudien zu formvollendeter Ausführung.
Eine Anzahl von Jugendgruppen führte daran anſchließend
Reigen, Geſänge und Sprechchöre auf. Im Sinne der
Jugend=
bewegung waren zwei Aufführungen der Märkiſchen
Spielge=
meinde unter Leitung von Georg Götſch=Berlin. Er brachte
am zweiten Abend ein überaus intereſſantes Programm alter
geiſtlicher Muſik, das leider aus akuſtiſchen Gründen ſtatt in der
EEine neue Wendung in China
Tſchiang=Kai=ſchek gibt nach.
* London, 2. Aug. (Priv.=Tel.)
Auf dem chineſiſchen Kriegsſchauplatz hat ſich in den letzt a
Wochen eine Entwicklung vollzogen, die, wenn nicht alle A,
zeichen trügen, eine vollſtändig neue Lage ſchaffen wird. Dn
Vorkämpfer für den nationalen Gedanken und der Beherrſcherf
des Südens, General Tſchiang Kai=ſchek, hat in ſeiner groß a— Offenſive gegen den Norden einen Rückſchlag nach den
anderen erlitten und iſt heute gezwungen, vor den Truppen d—s
Nordens Schritt um Schritt ſeine eroberten Poſitionen
prei=
zugeben und nach dem Süden zurückzugehen. Das Kriegsgläg
ſcheint ſich ſo gründlich gewendet zu haben, daß die Nordtruppen
ſich bereits heute faſt am Ausgangspunkt der Offenſive Tſchianz
Kai=ſcheks, an der Fengtien=Pukow=Eiſenbahn, befinden. Vwiſ
hier aus iſt es nicht mehr weit bis zum Yangtſe, der wahrſchein
lich bald wieder die Grenze zwiſchen Nord und Süden bildei
wird.
Die militäriſchen Mißerfolge haben natürlich auch auf de
politiſche Stellung Tſchiang Kai=ſcheks ihre Wirkung ausgeüb,
Der Führer der Nationaliſten, der noch vor einiger Zeit Ve= mit der kommuniſtiſchen Regierung in Hankan
dem Glauben abgelehnt hatte, daß es ihm bald gelingen werSi
die Hankau=Truppen zu beſiegen, mußte heute einer Vermittlurg
des Generals Feng zwiſchen ihm und Hankau zuſtimmen. Nay
den Darſtellungen der engliſchen Preſſe, die indeſſen übertrieber
ſein dürften, ſoll ein Waterloo dieſes chineſiſchen Napoleor)
unmittelbar bevorſtehen. Zweifellos aber hat ſich Tſchiang
Ka=
ſcheks Lage ungeheuer verſchlechtert. Einen Beweis dafür, är
welchem Maße ſeine Macht abgenommen hat, liefert die Tatſach=,
daß der ruſſiſche Propagandakommiſſar Borodin, der auf Betre= Tſchiang Kai=ſcheks das Land verlaſſen mußte, demnäch
wvieder nach Hankau zurückkehren wird. — Gegenwärtig ſind Ver
handlungen ſowohl zwiſchen Tſchiang Kai=ſchek und Hankau
au=
auch zwiſchen ihm und Tſchang Tſo=lin im Gange. Von dere
Verlauf wird es abhängen, wie ſich die künftige Lage in
Chim=
geſtaltet. Wenn es zu dem Abſchluß eines Waffenſtillſtande
zwiſchen Nord und Süd kommt, ſo erſcheint der al
Plan einer Abgrenzung der Machtſphären nicht unmöglich
Eine entſcheidende Rolle bei den Verhandlungen wird de
chriſtliche General Feng ſpielen, der die meiſten Trümpfe in del
Hand zu haben ſcheint. Es erſcheint aber auch nicht ausgeſchloſſen.
daß der im Lager Dſchang Dſo=lins mitkämpfende Suntſchuar
fang, dem ſeinerzeit durch Tſchiang Kai=ſchek eine empfindlichy
Niederlage beigebracht worden war, nunmehr wieder auf eigem
Fauſt gegen den Süden vorgeht. Jedenfalls bildet der Rüc
ſchlag, den Tſchiang Kai=ſchek eriltten hat, einen Faktor, der dä
künftige Entwicklung in China grundlegend beeinfluſſen wird.
Die Vermittlungsaktion des chriſtlichen Generals Fen
zwiſchen Hankau und Nanking nahm eine günftige Wendung
Tſchiang Kai=ſchek iſt bereit, die wichtigſten Bedingungen arn
zunehmen. Anlaß hierzu iſt einmal hauptſächlich die unſicher.
Haltung einiger Unterführer, beſonders die des Kommandanten
von Hangtſchau, der bereits mit dem Abfall und Uebergang nach
Hankau droht. Borodin, deſſen Abreiſe nach Rußland ernei
fälſchlich gemeldet wurde, befindet ſich im Hauptquartier. Dru
Nankinger Regierung nimmt neuerdings den Mächten gegenübe
eine freundlichere Haltung ein, die zu einer Einſchränkung des
antijapaniſchen Boykotts führte.
Poſen und das Oberſchleſien=Abkommen.
* Berlin, 2. Auguſt. (Priv.=Tel/!
„Nach dem in Genf abgeſchloſſenen Abkommen iſt die polniitzt
Regierung verpflichtet, in Oſt=Oberſchleſien die gleichen ſozial
politiſchen Einrichtungen zu unterhalten wie im deutſch
geblieb=
nen Teil Oberſchleſiens. Die oſtoberſchleſiſchen Arbeiter ſim)
jedenfalls in keiner Beziehung ſchlechter zu ſtellen als die be
Deutſchland verbliebenen. In der Vergangenheit hat es namens
lich wegen der Arbeitszeitfrage heftige Kämpfe gegeben.
Jet=
haben die polniſchen Gewerkſchaften zu einem Vorſtoß gegen dEi
Warſchauer Regierung ausgeholt und ſich beſchwerdeführend a—
das Internationale Arbeitsamt gewandt, das eine Kommiſſion
von Berufsarbeiterführern zur Nachprüfung der Verhältniſſe zu
beiden Seiten der Grenze zuſammenſtellt. Die Warſchauer
Regie=
rung ſcheint ſich aber nicht ganz ſicher zu fühlen und hat Anwei
ſung gegeben, Arbeiterkolonien zu errichten, damit der Kommiſ
ſion etwas gezeigt werden kann. Warſchau wird aber nicht ver
heimlichen können, daß es auch heute noch den rein polniſcher
Arbeiter in Oſt=Oberſchleſien bevorzugt und ſich vielfach nicht ar1
die deutſche Sozialgeſetzgebung hält, die für die polniſchen
Arbei=
ter dort maßgebend iſt.
Kirche in der Aula der Berufsſchule III geſungen wurde,
und=
am dritten Tag Volkslieder und Volkstänze. Seine Schar beſtehul
aus auserleſenen Stimmen, die muſikaliſch vortrefflich geſchull
ſind und ſich imſtande zeigten, auch ſchwierigſte polyphone Weiſ”
mit größtem Erfolg zu ſingen. Leider erwies ſich aber die Akuſſ
in der Aula ebenfalls als wenig günſtig, gewiſſe Trübungen R
Tonreinheit rührten wohl daher, daß in dem ſehr breiten Rauſ.
für den a capella=Geſang nicht die ſo wichtige völlige Fühlung”
nahme der Stimmen möglich war, zumal in ſo kleiner Beſetzung==
Denn auch die Aufführungen der von Unterzeichnetem geleiteten-
Madrigal=Vereinigung Darmſtadt hatten in den-
Raum den gleichen ſchwierigen Stand. Die Madrigal=Vereinle
gung zeigte, auf welche Weiſe ſie ſich ſeit Jahren bemüht, wene
vollſte, aber doch auch für weiteſte Schichten des Volkes verſtänge
liche Kunſt aus alter und neuer Zeit in kleineren Städten ſo dale
zubieten, daß der Hörer, durch kleine mündliche
Einführungen-
angeregt, beſonders zur Mitarbeit im Konzert veranlaßt wilhe=
Beſonderes Intereſſe fand eine „offene Singſtunde” unier
Leitung von Profeſſor Fritz Jöde=Berlin, in der dieſer
voſ-
der Jugend ſo übeaus verehrte, in manchen Kreiſen der Schul
muſikpädagogen ebenſo ſtark angefeindete Führer ſein überaue
großes Geſchick bewies, die Jugend zu begeiſtern und in ſeinele-
Kreiſen wertvolle muſikaliſche Pionierarbeit zu leiſten. Ebenſh.
wie die augenblicklich ſich anſchließende Arbeitermuſikwoche hanle
die Tagung beſonders enge Beziehung zu den Tendenzen de*
Ausſtellung „Muſik im Leben der Völker”, und es bleibt nut
zu wünſchen, daß die zahlreichen hochwichtigen Anregungen 4."
recht fruchtbaren Boden fallen mögen. Nicht unerwähnt
man=
bleiben als ein intereſſanter Beweis dafür, wie der Erfolg von
Vorträgen oft von kleinen Aeußerlichkeiten abhängt, daß in de
erſten Tagen die Aufmerkſamkeit und Anteilnahme der Zuhore‟
dadurch beeinträchtigt wurden, daß in dem im übrigen kumſe
leriſch prachtvollen Saal die Redner vor einer Reihe großer Fe"
ſter ſtanden, ſo daß die Hörer ſtändig aus dem Halbdunkel ins
Helle zu ſehen gezwungen waren und von dem Redner nur Ei
ſchwarze Silhouette ſahen. Gerade für die Wirkung von
Voi=
trägen aber dürfte es von ausſchlaggebender Bedeutung /e!.
daß der Zuhörer auch Zuſchauer iſt und auch dem Mienenſpie.
der Redner folgen kann. Dadurch wird das Verſtehen bedeuten”
intenſiver und eine bei vielen Rednern, ſehr wichtige ende‟
Fühlungnahme zwiſchen dem Vortragenden und ſeinen Hole."
ermöglicht. Erſt gegen Ende der Tagung wurde durch Umſtellgus
der Stuhlreihen dieſes Hindernis behoben.
Friedrich Noack.
Nummer 213
ie M
193
tommen
Zur Vertagung des engliſchen
Unterhauſes.
Von unſerem (O=Korreſpondenten.
London, 2. Auguſt.
Die vorige Woche brachte die Vertagung des engliſchen
Par=
yments bis zum 8. November. Damit iſt ein nicht nur in
Negie=
ungskreiſen immer lebhafter gewordener Wunſch unerfüllt
ge=
eben, nämlich der, daß die Parlamentsjahre einer normalen
Sleſſion nicht vom Februar, ſondern vom November rechnen
ſoll=
ein, ſo daß etwaige allgemeine Wahlkampagnen, in den
Spät=
annmer und Herbſtbeginn mit ihrer zumeiſt ſchönen Witterung,
hren längeren Tagen fallen würden, anſtatt in den Winter, ſo
ſaß auch ein großer Hauptteil des Programms in größerer Ruhe
chon vor dem Budget erledigt werden könnte. Aber einmal ſtan= lichen Vorſtößen der ihm ergebenen Pariſer Preſſe hervor. Die
ſan in dieſem Jahre zu große zeitraubende Fragen auf dem
Pro=
mamm, andererſeits iſt die Maſchine in Weſtminſter noch
lang=
enner gelaufen wie ſonſt — es macht ſich in dieſer Beziehung eine
tittig wachſende Zeitverſchwendung in den Sitzungen
bemerk=
darr —, ſo daß man ohne einen zweiten Teil der diesjährigen
Sielge, daß das aller Wahrſcheinlichkeit nach letzte Lebensjahr anderes Gleis zu ſchieben. Er glaubt, mit Angriffen auf den
ſisſes Parlaments, 1928, ſtark zuſammenſchrumpfen muß, wenn Bericht des Unterſuchungsausſchuſſes des Reichstages uns einen
man in ihm eine neue allgemeine Wahl erledigen will, die in An= ſchweren Schlag verſetzen zu können. Damit aber der franzöſiſche
zakracht der ſtrategiſch=taktiſchen Lage der Parteien vielleicht zu Miniſterpräſident nicht allein ſteht, hat er ſich in London
Unter=
a genſchwerer Entſcheidung führen wird.
Wie hat ſich denn nun die Seſſion für die einzelnen Parteien
mmer wieder auf den Schluß gebracht, daß die innere Stärke Artikel ſtrotzt denn auch von Angriffen, nur iſt das Londoner
der Regierungspartei im Hauſe — wir ſprechen hier nicht von
dam Agitationen und Wahlergebniſſen im Lande — im
fort=
greitenden Abbröckeln war. Iſt bei einem zuſammenfaſſenden
Rlickblick dies Urteil gerechtfertigts Kaum. Gewiß hat es nicht
u. Kriſen gefehlt. Die eine entſtand, als der Lordkanzler mit der
dambengleich wirkenden Erklärung über einen Regierungsplan
onn Unioniſten in der Stärke von faſt hundert erhoben ſich zu Angelegenheit Orchies jedenfalls niemals aufgegriffen, wenn
döfener Oppoſition. Aber das Gewitter zog infolge der durchaus
zu ſchwächenden Regierungserklärungen vorüber. Die Sozialiſten
fall die unangenehme Entdeckung gemacht, daß man nicht mehr
mit einer automatiſchen Heeresfolge zu rechnen hat, ſondern daß deutſchen Feſtſtellungen nicht erſchüttern noch entwerten konnten.
mman bei jedem Schritt auf eine Kritik innerhalb der
Anhänger=
an mee rechnen muß. Eine ſtarke Mahnung zur Vorſicht, aber Die Reichsregierung will jedenfalls auf keine Angriffe in dieſer
Yorſchlages des Schatzkanzlers, die Privatgeſellſchaften einer mit verſtärkter Heftigkeit auf die Ergebniſſe des
Unterſuchungs=
vun zu Ueberſteuern zu verurteilen. Dieſer Vorſchlag erregte die
Churchill zeigte ſich, wie immer, als trefflicher Taktiker und Krieg feſtgeſtellten Greuel machen kann.
nuand ſich durch weitgehende Kompromißerklärungen aus der
Alemme. Das Verſöhnungsfrühſtück im Unterhauſe bewies, daß
ſein Anſehen in keiner Weiſe geſchwunden iſt. Er hat ſich die
Mröglichkeiten für die eigene Laufbahn nicht verdorben. Die
euntes wäre bei der Unioniſtenpartei zu erwähnen. Es war nur
Autsſchüſſe ſind an ſich nicht regierungsfeindlich. So beſteht jetzt
bureits die oben geſchilderte Erfahrung beherzigt, und ſo ging
dur Schatzkanzler ſo weit, an den Wirtſchaftsausſchuß ein
eigen=
hundiges Schreiben zu richten, in dem er für das Budget des
nächſten Jahres — alſo eventuell ſein letztes — weſentliche
Min=
durrung der Ausgaben verhieß.
Im übrigen hatte die Arbeiterpartei den ungünſtigſten
Ver=
lauf der Seſſion zu verzeichnen. Die innere Uneinigkeit, der
ſuete Kampf um die Vorherrſchaft zwiſchen dem rechten und dem
lumken Flügel, die Abweſenheit Macdonalds wegen ſeiner
länge=
mrn Erkrankung lähmten die Aufrechterhaltung der Diſziplin wie
ſüährte im Lande nur zu einer recht lauen Neaktion. Die Miß= Tagesordnung in die Ferien gegangen.
*Raffgel und Michelangelo.
Mit den Namen Raffgel und Michelangelo werden gemeinhin
dſie beiden größten Künſtler Italiens bezeichnet. Vom
Reiſe=
füihrer bis zum tiefgründigenekunſtgeſchichtlichen Werk gibt es
micht genug Superlative, um Raffgel als den bedeutendſten Maler
der Welt hinzuſtellen — ſein Name iſt geradezu ein Begriff
gewor=
dren. Wie er, der ſelbſt ein Lebenskünſtler war, im Leben vom Papſt
und dem römiſchen Volk in beiſpielloſer Weiſe gefeiert wurde ſo
nward ihm noch im Tode die größte Ehrung durch ſeine
Bei=
ſrtzung im Pantheon. Sein Zeitgenoſſe, und von ſeiner Zeit in
4leicher Weiſe als ein künſtleriſches Genie erkannt, war
Michel=
gngelo; auch ſein Name kam unverändert auf unſere Zeit
als einer der größten in der Geſchichte der Kunſt. Das
Eigen=
mrtige aber iſt hier, daß zwei Männer derſelben Zeit, desſelben
ABlutes, derſelben Nation und beide im Dienſte des Papſtes
un=
tvergängliche Werke ſchufen, zwiſchen denen eine Welt des
Ab=
ſtandes liegt. Wo immer wir, das Werk eines unbekannten
zRünſtlers, ein Gemälde oder eine Plaſtik, ein Gedicht oder ein
Muſikſtück vor uns haben, ſo vermögen wir es doch durch
ſtil=
üritiſchen Vergleich, ſeinen Urſprung auf ſeine Zeit und auf einen
lgeſtimmten künſtleriſchen Kreis feſtzuſetzen. Denn jede Zeit hat
wwie auch jedes Volk ſtets ganz beſtimmte Ausdrucksformen, ſo
twie ja auch die Menſchen der verſchiedenen Kulturzeiten
grund=
oerſchieden ſind in ihren Begriffen von Sitte und Recht. Werke,
oie aus der gleichen Kulturepoche eines Volkes hervorgegangen
hind, haben alle ſomit einen gemeinſamen Nenner, trotz
ſchein=
ſoarer größter Verſchiedenheit. Sehen wir Gemälde Raffgels
und Botticellis beiſpielsweiſe nebeneinander, ſo verſpüren wir
grotz größter Verſchiedenheit des formalen Ausdrucks doch die
ggemeinſame Bindung in dem gleichen Streben, das beide
Künſt=
er beſeelte. Zwiſchen Raffgel und Michelangelo beſteht in der
Form ſichtbar ſtarke Verwandſchaft. Einzelheiten aus Raffgels
Stanzenbildern wie vom Borgobrand und vom Heliodor atmen
oas Gigantiſch=Monumentale Michelangelos, und deſſen Szenen
woes alten Teſtaments an der Sixtinadecke ſind formal verwandt
nmit Raffgels Bilderbibel in den Loggien.
Woher kommt nun dieſe verſchiedene Wirkung der beiden
Wrößten gegenüber der breiten Maſſe des ſchauenden Publikums?
Wir ſind im Zeitalter der Renaiſſance, wo die Kunſt des
klaſ=
ſiſchen Atertums die Künſtler Italiens begeiſterte, Schönheit der
Mittwoch, den 3. Auguſt 1927.
billigung politiſcher Streiks hat ſchon zu ſtarke Wurzeln gefaßt.
Jedenfalls werden die tatſächlichen Erfahrungen mit den
Beſtim=
mungen der Bill bei den allgemeinen Wahlen keine zugkräftige
Kampfparole liefern. Kein Menſch könnte über die Ausſichten
prophezeien, ſolange nicht Diſziplin und Führung ganz andere
geworden ſind. Die Seſſion war für ſie eine recht verfehlte.
Der Fall Orchies.
Das Schlußwort der Reichsregierung.
Wie ſchwer Poincaré ſich durch die von Deutſchland erfolgte
Widerlegung ſeiner Behauptungen über die Vorgänge von mus des Lebens durch internationale Verſtändigung der
Orchies und die von franzöſiſcher Seite erfolgte Beſtätigung der Völker die baldige Verwirklichung des
europä=
deutſchen amtlichen Darſtellung getroffen fühlt, geht aus den täg=
Niederlage, die er ſich geholt hat, iſt aber doch zu groß, als daß
es noch gelingen könnte, etwas von dem verlorenen Preſtige zu
retten. Infolgedeſſen verſucht Poincaré, ebenſo wie der belgiſche der Danziger Korridor und die Beſetzung der
Kriegsminiſter de Broqueville nach der Widerlegung ſeiner Ver=
Sſeſſion unmöglich fertig werden konnte. Das hat die zwingende leumdungen über die Reichswehr, die Angelegenheit auf ein teuer zu ſtehen kommen könnten.
ſtützung geholt und auch bei der „Times” große Bereitwilligkeit
utwickelt? Der oberflächliche Beobachter des Verlaufs wurde gefunden, den Hetzfeldzug gegen uns mitzumachen. Ein großer tionen von konſervativer Einſtellung zu werden. Die Vorarbeiten
Blatt nicht in der Lage, mit gutfundiertem Material an die Allgemeine Zeitung” von den Organiſatoren erfährt, einen
Oeffentlichkeit zu treten. Dafür verſucht es die Rede Poincarés raſchen Fortgang. Es liege bereits eine ſtattliche Liſte von
Frei=
der furchtbaren Kriegserinnerungen nicht erlaube, uns will ſchei= Außerdem ſind Schritte eingeleitet, um die Turnerverbände, die
nen, als ob es Herr Poincaré und ſein Anhang ſind, die immer
ur Neorganiſation des Hauſes der Lords kam. Zwei Gruppen wieder die ſurchtbaren Erinnerungen wachrufen. Wir hätten die
nicht Poincaré ſie zur Grundlage einer großen Propagandarede
gemacht hätte. Die Reichsregierung hat darauf geantwortet und
bigingen zudem den taktiſchen Fehler, ein Mißtrauensvotum zu den Nachweis erbracht, daß die Franzoſen ſich Greueltaten haben
5u antragen. Immerhin hat man im Kabinett bei dem Zwiſchen= zuſchulden kommen laſſen. Damit iſt für das amtliche
Deutſch=
land die Angelegenheit erledigt, zumal alle Erklärungen die
kenine wirkliche Gefahr. Der zweite Fall ereignete ſich wegen des Sache mehr antworten. Sie wird es auch nicht, wenn man ſich reichiſche Regierung wegen der Gemeindeſchutzwache gerichtet,
ſchvärferen Kontrolle durch eine Regierungskommiſſion zu unter= ausſchuſſes ſtürzen ſollte. Hier hat ſie ſchon einmal feſtgeſtellt, ſprochen und ſich der engliſchen und italieniſchen Anfrage nicht
ziehen und ſie im Falle zu ſtarker Abſchreibungen zu den Reſer= daß der Unterſuchungsausſchuß vollkommen ſouverän iſt und angeſchloſſen.
von der Reichsregierung nicht abhängt, daß ihm alſo auch die
gwpoſition der City=Kreiſe. Aber das enkant terrible Winſton Reichsregierung keine Vorſchriften in der Behandlung der im
In dem oben erwähnten Hetzartikel der „Times” wird
ge=
fordert, daß Deutſchland die Veröffentlichungen über die Kriegs= außenpolitiſchen Erklärungen Muſſolinis Stellung. Er teilt die
Sſozialiſten hatten ſich zurückgehalten, denn es waren ja im ſchuld und die Verletzungen des Völkerrechts einſtelle. Die Alli= wartsprobleme nur vom guten Willen und dem Friedensgeiſt der
Crrunde ihrer Anſicht nach antikapitaliſtiſche Vorſchläge. Noch jerten würden den Krieg und die Verantwortlichen für den Krieg Kabinette in London, Paris, Nom und Berlin abhänge. Man
matürlich, daß in einer ſo großen Maſſe ſich mit der Zeit verſchie= nicht vergeſſen, ſie ſeien aber bereit, dieſe Erwägungen in den müſſe nur wünſchen, daß Muſſolinis berechtigte Sorgen um die
dune Intereſſentengruppen bildeten. Aber dieſe Gruppen oder Hintergrund zu ſtellen, falls Deutſchland ihnen das erlauben Wahrung des europäiſchen Friedens ſich auch weiterhin in einer
würde. Dies ſei aber nicht der Fall. Deutſchland provoziere im Politik äußere, die allen Realitäten Rechnung trage und
aufrich=
eim Ausſchuß für wirtſchaftliche Angelegenheiten, und als Herr Gegenteil durch derartige Veröffentlichungen von Beſchuldigun= tig das, was für die Größe Italiens norwendig ſei, zu vereinen
Schurchill mit ſeiner Rekordziffer von 834 Millionen herauskam, gen, die die Atmoſphäre der Verſtändigung nur ſtören könnten, wiſſe mit dem, was für die Würde und Unabhängigkeit der
ande=
wachte ſie in guter Abſicht umfangreiche Erſparnisvorſchläge. Zum Schluß zitiert das Blatt lange Abſätze aus dem Rededuell ren Nationen unerläßlich ſei. Beſonders erfreut zeigt ſich das
Als dieſe nicht die erhoffte Aufnahme fanden, trat allerdings eine, Poincare—Streſemann und fordert von Streſemann, daß er zu Blätt über Muſolinis Aeußerungen zur Anſchlußfrage. Die
gawiſſe Verſtimmung ein. Aber Regierung wie Churchill hatten ſeinen eigenen Worten ſtehe und entweder den Geiſt von Locarno einer Politik des Verzichts oder der Reſignation hergeben, und
oder aber den des Krieges propagiere.
Weiterer Kommentar überflüſſig.
Seſſionsſchluß des öſierreichiſchen National=
und Gemeinderats.
EP. Wien, 2. Auguſt.
duie Debattierkraft im Hauſe. „Die Partei hat immer wieder auf ſchloſſen und ſeine Sommerferien angetreten. Vorher erledigte eintrat, Oeſterreich durch gewiſſe wirtſchaftliche Zugeſtändniſſe,
dias falſche Pferd geſetzt”, ſagte ein links gerichteter bekannter, das Haus in ſeiner letzten Sitzung mehrere Geſetzesvorlagen, etwa durch Schaffung einer Donau=Zollföderation, lebensfähig
Mberaler Abgeordneter, der gerne ſelber an Macdonalds Stelle, darunter die Vorlage betreffend die Errichtung eines zu erhalten — eine Einſtellung, die gerade heute wieder von dem
der Partei auf den richtigen Weg helfen möchte. Ihre unver= ſelbſtändigen Fuſtizminiſteriums, ſowie das Geſetz, linksbürgerlichen „Paris Soir” energiſch vertreten wird —, nicht
münftige Chinapolitik, ihre ſteten Proteſte gegen die Truppen= durch das die Regierung ermächtigt wird, alle notwendigen Maß= ein einziges Wort über die gleichfalls rundweg ablehnende
Hal=
gatſendungen zum Schutz von britiſchem Leben und Eigentum nahmen, die ſich aus der Vernichtung der Akten im verbrannten tung des Duce gegenüber dieſem Gedanken findet. Offenbar legt
wurden durch die tatſächlichen Ereigniſſe ſchlagend ad absurdum Juſtizpalaſt ergeben, im Verordnungswege zu treffen. — Auch das Blatt keinen/Wert darauf, ſeine Leſer allzudeutlich darauf
geführt. Die Enthüllungen bei dem Arcos=Raid brachten ſie in der Wiener Gemeinderat hat heute ſeine Arbeiten beendet und hinzuweiſen, daß, falls Muſſolinis Standpunkt durchdringt,
eu.ne ſchiefe Lage. Ihre Agitation gegen die Trades Union Bill iſt nach reibungsloſer Erledigung verſchiedener Gegenſtände der das ganze öſterreichiſche Problem in eine Sackgaſſe geraten
Seite 3
Mere Ke
dieſer zweitſtärkſten Partei im Lande trotz aller ihrer Chanen „Irrtümer, die Europa noch teuer zu ſiehen
kommen können.”
EP. Paris, 2. Augufk.
Unter der Ueberſchrift „Armes Oeſterreich” ſchreibt die „
Vo=
lonts”, nicht nur die Gerechtigkeit, ſondern auch die Vernunft
fordern den Anſchluß, der im Intereſſe Europas liege. Aber
die Alliierten träumten weiter von einem
ein=
gekreiſten Deutſchland auf einem zerſtückelten
Europa. Sie verſtünden nicht, daß der
Rhyth=
iſchen Bundes fordere. Die Ereigniſſe ſeien jedoch
ſtär=
ker als die menſchlichen Irrtümer. Falls ſich die Allierten
wei=
gerten, den Löſungen zuzuſtimmen, die der geſunde
Menſchen=
verſtand fordere, würde ſie ihnen durch die Macht der Umſtände
aufgezwungen werden. Die Iſolierung Oeſterreichs,
Rheinlande ſeien Irrtümer, die Europa noch
Die Gründung der Bürgerwache in Oeſterreich
EP. Wien, 2. Auguft.
Die Auftellung der neuen Wiener Gemeindeſchutzwache
ſcheint der Anſtoß zur Bildung anderer bewaffneter
Organiſa=
zur Aufſtellung einer Bürgerwache nehmen, wie die „Wiener
damit zu entſchuldigen, daß Deutſchland eine Zurückdrängung willigen vor, die ſich für eine ſolche Bürgerwehr gemeldet haben.
Heimwehrverbände und die Fronnämpfer in einer Orggniſation
zuſammenzufaſſen, die ſich über ganz Oeſterreich erſtrecken ſoll.
Bei all dieſen Vorbereitungen wird betont, daß politiſche Ziele
außer Acht gelaſſen werden ſollen. Auch die Schaffung einer
Techniſchen Nothilfe, für die ſich beſonders der Haupwverband der
Induſtriellen einſetzt, iſt geplant.
Wie der „Abend” von berufener diplomatiſcher Seite
er=
fahren will, wird es zu keinem Schritt der Mächte in der
An=
gelegenheit der neuen Wiener Gemeindeſchutzwache kommen=
Bis=
her haben nur England und Italien eine Anfrage an die öſter=
Frankreich und die Nachfolgeſtaaten jedoch haben ihr völliges
Desintereſſement an inneren öſterreichiſchen Vorgängen ausge=
Der „Temps” zur Anſchlußfrage.
EP. Paris, 2. Auguſt.
Von der Nachmittagspreſſe nimmt nur der „Temps” zu den
Anſicht des Duce, daß die Löſung der beängſtigenden Gegen=
Regierung Muſſolini werde ſich in dieſer Beziehung niemals zu
ſelbſt wenn gewiſſe internationale Zuſtände eine Annäherung
zwiſchen Rom und Berlin herbeiführen ſollten, könnte dies nur
geſchehen durch einen formellen und endgültigen deutſchen
Ver=
zicht auf den Anſchluß Oeſterreichs an das Reich, wozu man aber
jenſeits des Rheins keine Neigung zeige. Unter dieſen
Umſtän=
den hätten Muſſolinis Worte die Bedeutung einer ernſten
Warnung.
Merkwürdig iſt nur, daß der „Temps”, der noch zur Zeit
Der öſterreichiſche Nationalrat hat heute ſeine Seſſion ge= der Wiener Unjuhen wie die meiſten franzöſiſchen Blätter dafür
würde, aus der es kein Entrinnen gibt.
—mmmmmmmmmmmmmmm
vas ſchön iſt, hat Berechtigung zum Sein. Schönheit im Leben
und in der Kunſt leitete die Menſchen der Rengiſſance. Der
künſtler, dem es gelungen war, mit ſeinen Werken dieſem Ideal
am nächſten zu kommen, iſt nun Raffgel. Wie er das Schöne ſah
und wiedergab, iſt in dieſer Vollendung keinem gelungen. Unſer
Auge ſchwelgt tatſächlich hier in einer Fülle ſchöner Eindrücke
Schönheit in der Reinheit ſeiner Madonnen, in der Lieblichkeit
einer Kinder und in der Harmonie der Muſik (Hl. Cäcilie) liegt
fenſeits des Sinnlichen, nur unſere Seele nimmt dieſe von ihm
geoffenbarte Schönheit wahr. Aber dann kommt auch ſofort die
Brenze, das Halt!. Wo bleibt ein mitreißendes Erleben in ſeinen
großen Hiſtorienbildern, ein leidenſchaftliches Mitfühlen in ſeinen
eligiöſen Bildern?. Man kann ſich, ſobald man das tiefe
Mit=
rleben nicht aufbringen kann, des Eindrucks nicht erwehren, daß
eine Bilder größerer Kompoſitionen meiſterhaft geſtellt ſind,
ber es iſt hier mehr oder minder die Theatralik lebender Bilder.
Das iſt ein rohes Wort, aber ich vermag Raffgel nicht anders zu
ſehen. Mit einer Virtuoſität ſondergleichen ſind ſeine Bilder in
en Stanzen erfaßt — aber was bleibt uns nach der
Bewunde=
ung vor dieſem großen Können?. Eine Leere, die traurige
rkenntnis, daß hier die Wahrheit fehlte, die große Seele eines
Künſtlers, der die Form nur dient, um das Größte zu ſagen.
Unter der Flagge vollendeter Schönheit der Geſtaltung ſegelt hier
eine Kunſt, die darum Lüge iſt, weil ſie Erhabenes vortäuſcht.
in den Werken vielgerühmter Künſtler das Große zu finden iſt
ichter, als zu der ſchmerzlichen Erkenntnis zu gelangen, daß
ort, wo ein Genie ſprechen ſollte, nur Poſe iſt.
Genial iſt der Künftler, der in tiefſter Demut vor dem Weſen
er Kunſt ſich als Werkzeug Gottes berufen fühlt, die Dinge in
rem innerſten Weſen zu erfaſſen und dieſe Erkenntnis in
ſei=
en Werken zum Ausdruck zu bringen, ſodaß das, was hinter
er Form ſteht, den Beſchauer die Größe der Unendlichkeit ahnen
äßt. Solch ein Mann war Michelangelo. Auf welchem Gebiet
r ſich künſtleriſch betätigen mochte, ſtets tragen ſeine Werke den
ſtempel ſeines ſchier übermenſchlichen Ringens und Strebens.
ir fragt nicht nach den Geſetzen der Schönheit, er ſchafft ſo,
veil er ſo muß und nicht anders kann. Nicht klaſſiſche Ruhe iſt
8, die von ihm zu uns ſpricht, nein, er reißt uns in ſeinen Bann.
aß wir die Schmerzen ſeiner großen Seele, ſein namenloſes
eeiden im Entſagen und ſtets neuen Enttäuſchungen mitfühlen
üſſen. Und als dann in ſeinem Alter er Herr über das Leid
geworden, ſchuf er als unvergänglichen Ausdruck ſeiner jubeln=
Mlmmenden Freude das Wahrzeichen Noms, die
Peterskuppel.
Das Gewaltigſte an Malerei, was Menſchenhand je geſchaffen
hat, iſt die Decke der Sirtiniſchen Kapelle. Nicht das Schöne iſt
es hier, das zur Bewunderung reizt, ſondern das Unbegreifliche
vor dieſem Können. Der Inbegriff deſſen, was die Welt für
uns iſt, wurde hier Geſtaltung. Die Ueberſicht, die Anordnung
des Ganzen iſt ſo einfach, ſo harmoniſch, als jede Einzelheit
daraus zu einem gewaltigen Erleben wird. Schuberts „
All=
macht” erklingt, wenn man hier den Geiſt Gottes durch das
Welt=
all ſchweben ſieht. Wie vom Finger Gottes das Leben in Adam
hinüberſtrömt, das iſt aus tiefſtem Fühlen geboren, nicht um
maleriſcher Schönheit willen. Jede einzelne Geſtalt des
Prophe=
ten, der Sibyllen, der Jünglinge und der Darſtellungen des alten.
Teſtaments offenbart uns eine Welt — unſere Welt; die Welt
des Leidens.
Wo immer uns aus einem Kunſtwerk Freude anſpricht,
freuen wir uns mit; und dieſe Mitfreude beſteht ſolange, als der
ſinnliche Eindruck währt. Leid iſt das eigentliche Thema unſeres
Lebens, denn nur durch Leiden ſchreiten wir vorwärts, und jede
Freude wird erſt aus dem Leid geboren. Da, wo daher das
Leid zu uns ſpricht, fühlen wir uns ganz perſönlich gepackt; wir
miterleben den Künſtler und heilige Scham heißt uns ſchweigen.
Leiden, die ein Beethoven, die ein Michelangelo gefühlt, konnten
Werke ſchaffen, die uns durch die Sinne zur Seele dringen und
dort an Saiten rühren, durch die wir uns mit den Künſtlern
ver=
wandt fühlen: Das iſt das rein Menſchliche, und in dieſer
Reinheit liegt die Wahrheit, die nur dem Genie eigen, einem
gottbegnadeten Künſtler wie Michelangelo.
In Raffgel ſehen wir den Geiſt der Renaiſſance am
reich=
ſten verkörpert, ſein Leben war Schönheit, Luſt und Freude.
Seine Werke bedeuten den Höhepunkt der italieniſchen
Renaiſ=
ſance. Nur als Werke ihrer Zeit, als Werke eines
ſchönheits=
trunkenen Rengiſſaneejünglings dürfen wir ſeine Bilder
be=
trachten und bewerten: jeder Begeiſterungsrauſch aber iſt von
uebel. — Durch Michelangelo wurde die Rengiſſance zu Grabe
gebracht, er hat ſie überwunden und eine neue Zeit geſchaffen.
Er iſt der Vater des Barock, das ſeine Nachahmer dann jedoch
in Bahnen leiteten, die ihm ſelbſt ſo unendlich fern lagen. Seine
Werke aber ſind zeitlos, ſie werden reden ſolange es Menſchen
gibt, die leiden und ſtreben, denn Michelangelo war ein Menſch,
der nicht mehr ſcheinen wollte, und durch dieſe Wahrheit bleibt
er uns immer lebendig.
Dorothea mit Herrn Lehrer
Johann Philipp Hahn zu Ost-
hofen beehren wir uns anzu-
zeigen
Hermann Berivger, Pfarrer
und PTaU MäFle, geb. Schoener
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Augus
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Geduld ertragenem Leiden mein lieber, herzensguter
Mann, unſer lieber Vater, Schwiegervater,
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vater und Onkel
Herr Peter Knaus
im 76. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Marie Knaus, geb. Brenner
Georg Schwebel und Frau Anna,
geb. Knaus, nebſt Kindern.
Darmſtadt, Dieburg, den 2. Auguſt 1927. ( 19993
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Auguſt), Dr. Rahn.
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burgerſtr. Nr 6 (ab 20.
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Peter Knaus
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Die Beerdigung findet ſtatt am
Donnerstag, den 4. Auguſt, nachm.
4 Uhr, auf dem Waldfriedhof.
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recht zahlreich zu erſcheinen.
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Die Beerdigung findet in aller Stille
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Beileidsbeſuche dankend verbeten.
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vormittags 9 Uhr, entſchlief ſanft
nach ſchwerer, mit Geduld
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tragener Krankheit meine liebe
Frau, unſere gute Mutter,
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germutter, Großmutter und
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großmutter
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geb. Schütz
im 75. Lebensjahre.
Im Namen der trauernd. Hinterbliebenen:
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Die Ereignisse in China!
Bitte aufbewahren!
S.
Fortsetzung folgt!
Mehrere Male im Jahre müssen die chinesischen Untertanen den
Mandarin den Tribut zahlen. Sie tun das mit Frende im Herzen, wei
sie liebenswürdig behandelt und festlich bewirtet werden, und spdter
hört man sie in den Teehäusern mit lantschallender Stimme nicht
vie Glück- und Segenswünsche murmeln und die Regierung preisen.
Wenn jemand den Tribut nicht zahlen kann, so begnügt sich der
Mandarin meistens damit, ihm das Hemd ausziehen zu lassen; nut
seiten wird ihm die Haut abgesogen und der Kopf wegoperiert.
In einigen Gegenden werden kleine Verbrechen durch Stockprügel
auf die Fußsohle bestraft, eine sehr mangelhaſte Fußpflege. In 9e.
bildeten Kreisen aber lautet die Parole:
Wir kukirolen!
Das Kukirol-Fußbad verhütet nicht nur das Schwitzen, Brennen
und Wundlauten, sondern es stärkt auch Muskeln und Nerven, 9e
fähigt dadurch die Füße zu viel größeren Anstrengungen und mech
ste, wenn sie übermüdet sind, wieder frisch und geschmeidig. Eine
Sparpackung für 5 Bäder kostet nur 1 Mark, eine Probepackun
für 2 Bäder 30 Pfg.
Der Kukiroi-Streupuder verhütet Fnßschweiß und des Wund.
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kleinen Kindern. Er desinfiziert und beseitigt wunde Stellen über Nocl
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ähnlich klingenden Namen aufreden, sondern verlangen Sie wi
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lich vom 1. Jule
Korell, Will
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Gruber, Hei
hold, Heinri
gel
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Stadt Berlin
zu Ehren di
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Berlin”.
ſeit
Berlin
entſtan.
— Se
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(Leit
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kont. D
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nur noch
ben beg
Darſt
die
Nummer 213
Geſchſt
em Soen
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Platzm, 5ilN
Vilhelminen
199791
Aus der Landeshauptſiadt.
Darmſtadt, 3. Auguſt.
— Ernannt wurden: am 1. Juli die Schulamtsanwärter Oswald
demann aus Bensheim und Heinrich Koch aus Lindenfels
ereis Bensheim) zu Lehrern an der Volksſchule zu Bürſtadt (Kr.
Bens=
ium), die Schulamtsanwärterinnen Auguſte Büttner aus Bensheim
Erna Como aus Ludwigshafen zu Lehrerinnen an der Volksſchule
Würſtadt (Kreis Bensheim); am 7. Juli der Kanzleigehilfe Ludwig
hn in Oppenrod (Kreis Gießen) mit Wirkung vom 16. Juli 1927
zum Kanzliſten bei der Verwaltung der Univerſitäts=Augen= und
ſ=derklinik in Gießen; am 9. Juli der Schulamtsanwärter Dr. Ed.
rlet aus Eſſen zum Lehrer an der Volksſchule zu Lorſch (Kreis
Zansheim), die Schulamtsanwärterinnen Anna Wahl aus Bensheim
Lehrerin an der Volksſchule zu Lorſch (Kreis Bensheim), Emilie
Nohr aus Herbſtein (Kreis Lauterbach) und Maria Eckert aus
Ku inz zu Lehrerinnen an der Volksſchule zu Viernheim (Kr.
Heppen=
eimn); am 13. Juli die prov. Handarbeitslehrerin Marie Seeger zu
(funngſtadt (Kreis Darmſtadt) zur Handarbeitslehrerin an der
Volks=
hü le daſelbſt; am 28. Juli die Landmeſſer Peter Ackermann aus
la iheim und Heinrich Bärenz aus Langen zu überplanmäßigen
herlandmeſſern; ferner die Vermeſſungspraktikanten Heinr Ehren=
3 aus Erfelden, Adam Elz aus Fürfeld, Johann Glaſer aus
ſtSofen, Heinrich Günther aus Schaafheim, Georg Heckmann
u.. Rothenburg, Auguſt Ludwig Keller aus Bretzenheim,. Jakob
n ummeck aus Aſtheim, Karl Lamberth aus Ludwigshöhe, Karl
fhl=lipp Kaufersweiler, aus Elsheim, Friedrich Mann aus
Bansheim, Johann Sander aus Gau=Odernheim und H. Tempel
u: Weitengeſäß zu überplanmäßigen Obervermeſſungsſekretären,
ſämt=
ch. vom 1. Juni 1927 ab; am 15. Juli: die Polizeiwachtmeiſter Karl
rell, Wilhelm Schwinn, Georg Stabel, Karl Schröder,
ſwedrich Franz, Otto Steinbrink, Karl Kappes, Andreas
diruber, Heinrich Gruß, Karl Haferkorn, Wilhelm
Becht=
ſoll ld, Heinrich Deuker, Philipp Schwinn zu Darmſtadt, Hermann
ki.her, Heinrich Schardt, Heinrich Selzer, Bernhard Bäcker
u9Gießen, Friedrich Bauer zu Viernheim zu Kriminalwachtmeiſtern,
iuntlich mit Wirkung vom 1. April 1927 ab; am 29. Juli der
Haupt=
grtskaſſekaſſier Eberhard Schmitt zu Darmſtadt zum Rechnungsrat
ei, der Hauptſtaatskaſſe, der Kaſſengehilfe bei der Hauptkaſſe des
Heſſi=
hnn Landestheaters Franz Philipps zu Darmſtadt zum Kanzliſten
vum 1. Auguſt 1927 ab, der Landmeſſer Adolf Keim aus Langen vom
uni 1927 ab zum überplanmäßigen Oberlandmeſſer,
boot?
L.U. Von der Landes=Univerſität Gießen. Die Juriſtiſche Fakul=
Ecm al. zu unſerer Landes=Univerſität hat den Oberbürgermeiſter der Stadt
dü berta”; biü=ßen, Herrn Karl Keller, ehrenhalber zum Doktor ernannt. —
dun Lic. Peter Brunner wurde die venia legendi bei der
Theo=
ofſiſchen Fakultät für das Fach der ſyſtematiſchen Theologie erteilt.
* Lehrer Philipp Herweck iſt am 1. Auguſt d8. J3. auf Grund des
höſſetzes betr. Dienſtaltersgrenze in den Ruheſtand getreten. Der
frühe=
ei: Knabenmittelſchule I, der jetzigen Ohlyſchule, war die letzte Hälfte
preiswerty) euner 45jährigen Lehrtätigkeit gewidmet. Die Schule verliert in ihm
unt. R 21 imen treuen, gewiſſenhaften Mitarbeiter, der mit beſtem Erfolg das
INſſen und Können ſeiner Schüler förderte und ihre Erziehung zu
tüch=
inen, brauchbaren Menſchen ſich ſehr angelegen ſein ließ. Die früheren
We Brude Su üler des aus dem Dienſte ſcheidenden Lehrers gedenken ſicher ſeiner
nl dankbarer Verehrung. Möge er ſich noch lange eines ſchönen, be=
„Zuun/ füglichen Ruhſtandes erfreuen!
— Glückwunſchtelegramm. Als glückliche Vorbedeutung iſt es
ul begrüßen, daß die Stadtverwaltung Darmſtadt, wie in Nr. 212
ewang I üſ=ſes Blattes berichtet wird, ſchon jetzt unſerem Landsmann,
ſen Stadtbaurat a. D. Geheimrat Dr. Ludwig Hoffmann,
m ſeinem „80.‟ Geburtstag ein Glückwunſchtelegramm überſandt
fak. Der Jubilar iſt bekanntlich am 30. Juli 1852 in Darmſtadt
ſeworen, konnte alſo vor wenigen Tagen ſeinen 75. Geburtstag
engrn. Von Intereſſe dürfte bei dieſer Gelegenheit ſein, daß die
Eruten Shadt Berlin ihrem Ehrenbürger und langjährigen Stadtbaurat
u Ehren dieſer Tage ein Werk hat erſcheinen laſſen, das den
ErIeT Eutel trägt: „Ludwig Hoffmanns Wohlfahrtsbauten der Stadt
wmer Hanob Barrlin‟. Das Werk enthält die umfangreichen Schöpfungen, die
den Herm
nufhob umſl eitt Hoffmanns Berufung zum Stadtbaurat im Jahre 1895 in
Surlin auf dem Felde der Kranken=, Alters= und Kinderpflege
wo abzul
mi=ſtanden ſind.
Kittlerſtr.
— Seinen 80. Geburtstag feierte geſtern in körperlicher und geiſtiger
Fräſche Herr Wilh. Mohr, Feldbergſtraße 32. Dem Jubilar wurden
alglreiche Glückwünſche zugeſandt, u. a. von der Göbel A. G., bei der er
20 Jahre tätig war.
— Sommerſpielzeit im Kleinen Haus des Heſſiſchen Landestheaters
Deitung Direktor Adalbert Steffter). Der ſenſationelle Erfolg der
be=
ucmten Schlager=Operette „Die Zirkusprinzeſſin” iſt ja
be=
annt. Der gefeierte Gaſt, der berühmteſte Operettentenor Erik Wirl,
vmmn Metropoltheater in Berlin, kann infolge Verpflichtung nach Berlin
urr noch einige Male den „Miſter X.” ſingen, da bereits dort die
Pro=
ham beginnen. Allabendlich erntet Erik Wirl mit ſeiner meiſterhaften
Drarſtellung in Geſang und Spiel ſtürmiſchen Beifall, und niemand darf
di Gelegenheit vovübergehen laſſen, die von Direktor Steffter
imſzenierte Vorſtellung „Die Zirkusprinzeſſin”, ſich anzuſehen.
Aü ider können nur noch wenige Aufführungen ſtattfinden. — In
Vor=
berreitung ſteht Brommes entzückende Operette „Mascottchen”
Verſchie=
demen Zuſchriften zufolge hat ſich die Direktion entſchloſſen, Sonntag
nch chmittag zu ganz kleinen Preiſen „Paganini” zu geben. Herr
Kammer=
ſamger Jörn wird Sonntag nachmittag ebenfalls die Titelrolle ſingen.
Gs wird ausdrücklichſt bemerkt, daß nur die einzige
Nachmittagsvorſtel=
lumg ſtattfinden kann; die Nachmittagsvorſtellung findet in derſelben
Beſetzung wie die vorhergehenden Aufführungen ſtatt und auch mit
volAlbeſetztem Orcheſter. Der Vorverkauf beginnt Mittwoch, 3. Auguſt.
— Der elektriſche Haushalt. Dieſer Tage fand der erſte Vortrag
„AOie Elektrizität im Haushalt” durch die Heſſiſche Eiſenbahn A. G.
Zarmſtadt ſtatt. In ausgezeichneter Weiſe verſtand es die Rednerin,
Furau Dr. Jacob=Darmſtadt, ihre Zuhörerſchaft an ſich zu feſſeln, ſo
da ß auch nicht einen einzigen Augenblick das Gefühl von Langeweile
aif fkam. Vor den Augen der Zuſchauer wurde gekocht, gebraten und
geübacken. Fleiſchbrühe, junge Hähnchen, Kalbsbraten, Kartoffeln,
Kom=
putt uſw. wurde auf die würzigſte und ſchmackhafteſte Art und Weiſe
zu bereitet und — verteilt, ſo daß ſich die Zuhörer ſelbſt an Hand dieſer
Kioſtproben von der Vortrefflichkeit der Speiſen überzeugen konnten.
Jit erſter Linie wurden dieſe Speiſen auf dem Elektro=Oekonom
zube=
rrſitet, deſſen Beſitz ja heute der Wunſch jeder modern und praktiſch
demkenden Hausfrau iſt. — Aber auch die ausführliche Beſprechung ſowie
Awrführung der anderen elektriſchen Geräte und Maſchinen fand das
ungeteilte Intereſſe der Erſchienenen, ſo daß man ſicherlich mit einer
ry gen und ſtets zunehmenden Teilnahme an dieſen Vorträgen, die jeden
2u onnerstag, abends 8 Uhr, im Ausſtellungsraum des neuerbauten
Seaghauſes, Darmſtadt, Luiſenſtraße 16, ſtattfinden, rechnen darf. Der
nächſte Vortrag findet demnach am 4. Auguſt ſtatt. Eintritt frei.
— Bis zum 15. Auguſt kein Strafporto. Das Reichspoſtminiſterium
teſilt mit: Es wird darauf aufmerkſam gemacht, daß die Erhöhung der
Poſtgerühren am 1. Auguſt eintritt, mit Ausnahme der neuen
Paket=
umd Zeitungsgebühren, die erſt vom 1. Oktober ab gelten. In der Zeit
vom 1. bis einſchließlich 15. Auguſt wird für Poſtſendungen, die noch
nmch den alten Gebührenſätzen freigemacht ſind, nur der Unterſchied
zwi=
ſacen den alten und den neuen Gekühren als Nachgebühr erhoben. Nach
drem 15. Auguſt wird für unzureichend freigemachte Briefſendungen —
Eitriefe, Poſtkarten, Druckſachen, Geſchäftspapiere, Warenproben,
Miſch=
ſerndungen — das anderthalbfache des Fehlbetrages unter Aufrundung
ciuff volle 5 Pfg., mindeſtens aber ein Betrag von 10 Pfg., nacherhoben.
Mittwoch, den 3. Auguſt 1927
Seite 3
1. Maſſenkonzert in der Feſihalle.
Im Rahmen des Kreisturnfeſtes findet morgen Donnerstag, den
4. Auguſt, in der Feſthalle ein großes Militär=Doppelkonzert
ſtatt. Eine beſondere Abwechſlung wird dadurch geboten, daß auf der
Feſthüihne gleichzeitig eine Infanteriekapelle unter Leitung des
Ober=
muſikmeiſters M. Weber (Stärke 40 Mann) und eine
Kavallerie=
kapelle unter Leitung von Obermuſikmeiſter A. Rühlemann (Stärke
30 Mann) poſtiert ſind. Das Programm enthält u. a. die ſelten geſpielte
Ouvertüre zu Hans Heiling von Marſchner, Motive aus dem Ring des
Nibelungen, ſowie Muſik aus dem dritten Akt der Meiſterſinger von
Richard Wagner. Dann werden ſich beide Kapellen vereinigen und in
Stärke von 70 Mann folgende Stücke zum Vortrag bringen: 1.
Feſt=
gruß, Stück für mittelalterliche Trompeten und Pauken, komponiert
und dem Verein ehemaliger Militärmuſiker gewidmet von A.
Rühle=
mann. 2. Erſte ungariſche Rhapſodie von F. Lizt. 3. Niederländiſches
Dankgebet, eingerichtet von A. Rfihlemann für Männerchor, mit
Be=
gleitung von Blechinſtrumenten, Fanfarentrompeten, Pauken,
Glocken=
geläute. 4. Harmoniſcher Zapfenſtreich der Infanterie und Kavallerie;
zum Schluß „Ich bete an die Macht der Liebe‟. Um den Beſuch
jeder=
mann zu ermöglichen, iſt das Eintrittsgeld mäßig gehalten (pro Perſon
50 Pfg.), und iſt zu hoffen, daß das Darmſtädter Publikum dieſe
Ver=
anſtaltung in unſerer Feſthalle zahlreich beſucht.
Gleichzeitig machen wir darauf aufmerkſam, daß heute
nachmit=
tag auf dem Feſtplatz ein Kinderfeſt ſtattfindet, bei dem die Kinder
freien Eintritt haben. Erwachſene bezahlen. — Ein Feſtzeltwirt hat
zu dem heutigen Kinderfeſt 2000 Würſtchen geſtiftet, die unter
die Kinder zur Verteilung kommen.
Abends großes Feuerwerk. (Siehe Anzeige.)
Die Jahn=Gruppe im Feſtzug des 33. Mittelrheiniſchen
Kreisturnfeſtes.
Phot. Müller.
— Bei der Bekanntgabe der Kreis=Ehrenbriefe wurde einer
vergeſſen, der (bei aller Beſcheidenheit) Anſpruch hat, bei den
Beſten genannt zu werden. Dieſer iſt Herr Heinr.
Wende=
roth. — Der Name Klingler muß richtig Klinger (Tgſ.
Darmſtadt) heißen.
* Die Sanitätskolonne beim Kreisturnfeſt. Die Freiwillige
Sanitäts=
kolonne Darmſtadt war Tag und Nacht auf das Wohl und Wehe der
Allgemeinheit bedacht. Während der ganzen Feſttage war
ununter=
brochen eine Unfall= und Hilfeſtelle auf dem Feſtplatze eingerichtet. Die
Kolonne mußte in über 300 Fällen in Anſpruch genommen werden.
Dabei darf aber geſagt werden, daß es nur verhältnismäßig wenige
Unfälle gab. Die Mehrzahl der Hilfeleiſtungen war beſonders bei den
Feſtbummlern zu verzeichnen. Hitzſchläge leichter Natur, infolge der
Sonnenglut, Ohnmachtsanfälle, epileptiſche Anfälle kamen zur
Behand=
lung. Während des Feſtzuges hatte die Kolonne 16 Poſten eingerichtet
an verteilten Stellen, die mit je einem Führer und vier Mann beſetzt
waren. Während des Feſtzuges mußte die Wache bzw. die Poſten in
62 Fällen Hilfe keiſten, und zwar wiederum meiſt wegen
Ohnmachts=
anfällen oder leichten Hitzſchlägen. Der Freiwilligen Sanitätskolonne
für ihre Schlagfertigkeit und ſicheres Eingreifen darf uneingeſchränktes
Lob gezollt werden.
— Vorzugsrente für bedürftige Anleihegläubiger. Die
Bedürftig=
keitsgrenze ſür den Bezug von Vorzugsrente wurde durch Reichsgeſetz
von ſeither 800 RM. auf 1000 RM. feſtgeſetzt. Für die
Einkommens=
berechnung gelten die bisherigen Grundſätze. Eigentümer von
Anleihe=
ablöſungsſchuld, die dieſe im Umtauſch gegen Kriegs= oder
Vorkriegs=
anleihen, die ſie bereits am 1. Juli 1920 beſaßen, erhalten haben und
deren Einkommen im vergangenen Kalenderjahr nicht höher als 1000
Reichsmark war, können den Antrag auf Vorzugsrente alsbald bei der
hieſigen Bezirksfürſorgeſtelle (Städtiſches Wohlfahrts= und Jugendamt,
Mornewegſtr. 1, Zimmer 34) ſtellen. Die erforderlichen Vordrucke ſind
bei dieſem Amt vormittags unentgeltlich zu haben.
(Mx 12138
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zum „Münchener Kindl”
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Vornehmes freundliches Familien=Reſtaurant
Jeden Sonntag Konzert und Unterhaltung
Verkehrslokal der Bayern v. Mainz u. Umgeb.
Zu freundlichem Beſuche ladet ein
Wolfgang Prantl, Wirt
Verbands=Tagung in Darmſiadt.
Am 6. und 7. Auguſt d. J. findet in Darmſtadt die Tagung des
Reichsverbandes für Freikörperkultur ſtatt, die von den Abgeordnetem
der mehr als dreißig zählenden Lichtbünde Deurſchlands beſchickt wird.
Ueber die Wege und Ziele der Freikörperkultur wird die
Eröff=
nungsfeier unterrichten, die am 6. Auguſt, abends pünktlich 8 Uhr, im
der Aula der Baugewerkſchule, Neckarſtraße 3, die Tagung einleitet. Im
kurzen Vorträgen werden ſprechen: Frau Mülhauſe=Vogeler über „Wert
und Aufgabe der Lichtbünde‟, Herr Dr. Günther über „Die
geſund=
heitliche Bedeutung der Freikörperkultur”, Herr Pfarrer Walbaum über
„Die ethiſchen Werte der Freikörperkultur”. Den Vorträgem folgen
Rezitationen und muſikaliſche Darbietungen.
Am Sonntag, den 7. Auguſt, beginnt vormittags pünktlich 8 Uhr
die Delegiertenverſammlung mit der in der „Freikörperkultur”
bekannt=
gegebenen Tagesordnung. Die Verſammlung wird etwa um 1 Uhr
ge=
ſchloſſen werden. Nachmittags 3 Uhr beginnen auf dem Luftſportplatz
der Ortsgruppe Darmſtadt die ſportlichen, gymnaſtiſchen und
rhyth=
miſchen Wettbewerbe. An dieſe ſchließen ſich allgemeine Gymnaſtik und
Spiele an. Für Lebensmittel und Erfriſchungen auf dem Sportplatz
iſt geſorgt.
Am 8. Auguſt wird eine Rheinfahrt auf einem Sonderdampfer nach
St. Goarshauſen und zurück alle Teilnehmer der Verbandstagung noch
einmal in froher Stimmung vereinen. Ein Beſuch des
Niederwald=
denkmals und der Lorelen iſt geplant.
Ausflugsſonderzug an die Moſelam 2. 8. 1927.
Am nächſten Sonntag geht’s vom Mittelrhein an die Moſel! Vom
Rheingau mit ſeinem edlen Wein zum Moſelgau, deſſen Schieferhöhen
einen nicht minder edlen Tropfen erzeugen. Schwer ringt der
Moſel=
winzer heute im harten Exiſtenzkampf, faſt verzweifelt geht er den lieb
gewordenen, durch Tradition jahrhundertelang in der Familie heimiſch
geweſenen harten Weinbauarbeit nach. Die reizenden Dörfchen und
Städtchen, die ſich in den Waſſern der Moſel ſpiegeln, verraten nichts
von der bitteren Not. Der Menſchenſchlag, der dort wohnt, iſt im
Hoffen unübertrefflich. Ihn kennen zu lernen, bietet ſich am nächſten
Sonntag für die Sonderzuggemeinde der Reichsbahndirektion Mainz
reichlich Gelegenheit. Der Zug fährt von Darmſtadt über Koblenz
moſelaufwärts, hält zum Einſteigen in Groß=Gerau, Mainz=Hbhf.,
Wies=
baden, Eltville und Rüdesheim und macht Halt zunächſt in Moſelkern.
Dort können die Reiſeteilnehmer ausſteigen, die zur Burg Eltz wollen.
Der Sonderzug fährt nach Cochem und Bullay weiter. Am Abend nimmt
der in Bullay wieder beginnende Zug in Cochem und Moſelkern ſeine
Ge=
treuen wieder auf. Die Reichsbahndirektion hat dieſes Mal Wert darauf
gelegt, jedem Teilnehmer die größte Bewegungsfreiheit zu laſſen. Eim
ausführlicher Plan, der während der Fahrt verteilt wird, gibt
er=
ſchöpfende Auskunft. Führer von Cochem und Bullay werden beim
Löſen der Fahrkarten oder während der Fahrt koſtenlos abgegeben.
Weiteres iſt aus der amtlichen Bekanntmachung und den Aushängen auf
den Stationen zu erſehen.
Das Polizeiamt teilt mit: Wir wachen die Unternehmer
der=
fenigen Betriebe, welche der gewerblichen Unfallverſicherung unterliegen,
darauf aufwerkſam, daß nach der Bekanntwachung des Herrn Miniſters
für Arbeit und Wirtſchaft vom 25. Juli 1927, abgedruckt in Nr. 173 der
Darmſtädter Zeitung vom 27. Juli 1927, Unfallanzeigen künftighim
ſchriftlich an die Ortspolizeibehörde unter Beifügung einer Abſchrift zu
erſtatten ſind.
Ermittelungsverfahren. Wie wir erfahren, iſt gegen den
ſtädti=
ſchen Verwaltungsinſpektor Delp behördlicherſeits ein
Er=
mittelungsverfahren wegen Verdachts der Verübung einer ſtrafbarem
Handlung eingeleitet worden. Mit dem gleichnamigen
Bürger=
meiſter Delp iſt der Genannte übrigens nicht verwandt.
Wechſelgeldſchwinbler. In den letzten Tagen iſt in hieſiger Stadt
bei Geſchäftsleuten ein Schwindler aufgetreten, der Kleingeld in einem
Zwanzigmarkſchein umgewechſelt haben wollte, den er zum Wegſchicken
mittelſt Brief angeblich benötige. Als ſeinem Wunſch nachgekommem
war, legte er den Schein im einen frankierten Briefumſchlag und ſteckte
dieſen dann verſchloſſen in ſeine innere Rocktaſche. Beim Vorzählen
des Wechſelgeldes erklärte er den Betrogenen erſtaunt, daß er nicht
ge=
nügend Kleingeld habe; er müſſe erſt bei ſeinen in unmittelbarer Nähe
wohnenden Eltern den reſtlichen Betrag holen. Als Sicherheit ließ er
einen frankierten Brief zurück, in dem ſich nach Anſicht der
Betrogenen=
der Zwanzigmarkſchein befand. Der Täter kam aber nicht mehr zurück.
Der Brief wurde geöffet und ſtatt des Geldſcheins ein Stück wertloſes
Papier darin vorgefunden. Bei etwaigem Auftreten des Schwindlers
wird um ſofortige Verſtändigung der Kriminalabteilung gebeten.
Polizeibericht. In den Bierzelten auf dem Feſtplatz wurden
während der beiden Hauptfeſttage zwei Damenhandtaſchen
mit=
kleineren Geldbeträgen entwendet. — Am Woog wurden am Samstag
während der Schwimmwettkämpfe ſechs Brieftaſchen und
Geld=
börſen mit recht erheblichen Beträgen geſtohlen. Perſonen, die
ſach=
dienliche Angaben zur Ermittelung der Täter machen können, werden
gebeten, bei der Kriminalabteilung, Zimmer 26, vorzuſprechen. — Nach
den vielen Diebſtählen zu ſchließen, die täglich in den Badeanſtalten
vor=
kommen, iſt anzunehmen, daß die badenden Perſonen immer wieder
unterlaſſen, Wertgegenſtände an den Kaaſſen abzugeben. Es wird
des=
halb dem Badepublikum nochmals dringend anempfohlen, alle
Wert=
gegenßände abzugeben, denn nur dadurch wird ein Rückgang der
Dieb=
ſtähle eintreten. — Eine zur Strafverbüßung ausgeſchriebene Frau
wurde feſtgenommen und in das Landgerichtsgefängnis eingeliefert.
Lokale Veranſtaltungen.
Die dierunter orfcheinenden Notlyen iind aeft
in keinem Falle irgendwie
i deirachte.
— Feſtplatz. Man ſchreibt uns: Morgen abend findet in der
Baheriſchen Bierhalle der Gebr. Hammelbacher ein großer Dirigenten=
Wettſtreit ſtatt. An demſelben können ſich ſämtliche anweſenden Gäſte
beteiligen. Es ſind von der Direktion fünf bekannte Märſche ausgeſucht,
und es ſteht jedem Konkurrenten frei, ſich von dieſem einen
auszuwäh=
len. Die Kapelle iſt für dieſen Abend verſtärkt, und ein unparteiiſches
Preisgericht, welches aus dem Publikum gebildet wird, überwacht die
Durchführung. Den Vorſitz wird Herr Kapellmeiſter Hohmann als
Un=
parteiiſcher übernehmen. (Näheres ſiehe Anzeige.)
— Train=Vereinigung 18. Wir machen unſere Mitglieder
darauf aufmerkſam, daß die Monatsverſammlung heute abend
nicht=
ſtattfindet. Der Termin der wächſten Verſammlung wird rechtzeitig
be=
anntgegeben.
Aus den Parteien.
— Jugendgruppe der Deutſchen Volkspartei. Die
Mitglieder treffen ſich heute abend 8 Uhr im Alpenvereinszimmer bei
Sitte (Karlſtraße). Um zahlreiches und pünktliches Erſcheinen wird
gebeten.
Tageskalender für Mittwoch, den 3. Auguſt 1927.
Landestheater Großes Haus: Geſchloſſen. — Kleines
Haus, abends 8 Uhr: „Die Zirkusprinzeſſin”. — Orpheum:
Eeſchloſſen. — 33. Mittelrhein. Kreisturnfeſt, Feſthalle:
Konzert, Feſtplatz: Konzert und Tanz; Feuerwerk. —
Landesmu=
ſeum, von 10—19 Uhr, Ausſtellung: Alte Kunſt. —
Mathilden=
höhe, von 16—19 Uhr, Ausſtellung: Neue Kunſt. — Konzerte:
Schloß=Café; Hotel=Reſtaurant Schmitz; Café Rheingold; Hotel und
Café=Reſtaurant Waldſchlößchen; Rummelbräu; Bockshaut; Park=Café.
— Kinovorſtellungen: Union=, Reſidenz=Theater, Palaſt=
Lichtſpiele.
44
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Mittwoch, den 3. Auguſt 1927
Rummer 213
Im Rahmen der im September in Darmſtadt ſtattfindenden
land=
wirtſchaftlichen Landes=Ausſtellung iſt in der Abteilung II, Erzeugniſſe,
eine Untergruppe Konſerven vorgeſehen, die in erſter Linie beſtimmt
iſt für die Beſchickung von im Haushalt hergeſtellten Obſt= und
Ge=
müſekonſerven einſchließlich Gelees, Muſe, Dörrobſt uſw. Es Hetet
ſich hier Gelegenheit, namentlich für die Hausfrauen, ihre Fertigkeiten
im Einmachen zu zeigen. Namhafte Geldpreife dürften wohl als ſtarker
Anreiz zur Beſchickung dieſer Klaſſe aus den Kreiſen der heſſiſchen
Haus=
frauen dienen. Anmeldungen werden zurzeit noch von der
Ausſtellungs=
leitung angenommen, doch iſt mit der baldigen Schließung der
Anmelde=
friſt zu rechnen.:
Eberſtadt, 2. Aug. 53 Bewerbungen für den
Bürger=
meiſterpoſten. Am Sonntag war die Friſt zur Einreichung der
Bewerbungen für den Poſten eines Berufsbürgermeiſters in Eberſtadt
abgelaufen. Noch in letzter Minute liefen zahlreiche Bewerbungen ein.
Die Geſamtzahl der Bewerbungen beträgt 53. Zunächſt wird der
Finanz=
ausſchuß die Bewerbungen durchgehen, eine engere Wahl treffen und dann
die Angelegenheit in das Plenum des Gemeinderats bringen.
Eberſtadt, 30, Juli. Die Bautätigkeit iſt hier gegenwärtig
ſehr groß. Faſt an jedem Ortsausgang ſind neue Bauten im Entſtehen
begriffen. In der Siedlung am Lämmchesbera wird beſonders eifrig
gebaut. Auch in der Villenkolonie „Ludwigshöhe” ſind mehrere
Neu=
bauten in Angriff genommen. Insgeſamt ſind rund zwanzig
Wohn=
häuſer im Bau. Trotzdem wird dadurch nur der dringendſten
Wohnungs=
not, die hier immer noch ſehr groß iſt, abgeholfen. — Neuer
Durn=
platz. Wie im vergangenen Jahre die Turngeſellſchaft in der
Schloß=
ſtraße einen neuen großen Turnplatz anlegte, ſo iſt jetzt die Freie
Turnerſchaft dabei, am Ortsausgang in der Pfungſtädter Straße, nach
dem Main=Neckarbahnhof zu, einen geräumigen Turnplatz mit einem
Geräte= und Umkleideraum zu ſchaffen.
Nieder=Namſtadt, 1. Aug. Gemeinderatsbericht. Die
diesjährige Verfaſſungsfeier ſoll am 11. Auguſt im Saale von Gaſtwirt
Knapp (Darmſtädter Hof) im Rahmen der bisherigen Feiern abgehalten
werden. — Die neuerdings ergangene Entſcheidung des Miniſteriums
des Innern in der Bauſache Friedrich Schneider 3. wird zur Kenntnis
genommen, ohne, daß der Gemeinderat von ſeinem früheren Beſchluſſe
abweicht und die angeführten Gründe für ſtichhaltig erklärt. — Der
Bürgermeiſter berichtet dann über den Fortgang der Arbeiten bei der
Kraftpumpſtationsanlage für die Gemeindewaſſerleitung. Inſoweit
Ge=
nehmigung über die veränderte Leitungsverlegung noch nicht eingeholt
war, wird dieſe nachträglich erteilt. — Ueber den Stand der
Verhand=
lungen betr. Kanaliſierung der oberen Ober=Ramſtädter Straße wird
Bericht erſtattet. — Die Anſchaffung eines kupfernen Keſſels und die
Neuanfertigung eines Tores für das ehemalige Dörrſche Haus in der
Stiftsſtraße wird beſchloſſen — Dem Geſuch des Faſelwärters Werner
um Herrichtung ſeiner Wohnung wird ſtattgegeben und die
Baukom=
miſſion beauftragt, das weitere zu veranlaſſen. — Die Beratung der
Ortsſatzung über die Erhebung einer allgemeinen Wertzuwachsſteuer
wwird zunächſt ausgeſetzt und die Angelegenheit der Finanzkommiſſion
zur Vorberatung überwieſen. — F. B. Kraft dahier führt Beſchwerde
über das Verhalten des Friedhofswärters Häuſſer ihm gegenüber aus
Anlaß der Beerdigung eines ſeiner Kinder. Die Verwaltung wird
be=
auftragt, die Richtigkeit der Angaben zu prüfen und gegebenenfalls den
Friedhofswärter auf die Einhaltung ſeiner Dienſtverpflichtungen
hinzu=
weiſen. — Der evangeliſche Kirchenvorſtand erhebt Einſpruch gegen den
Weiterausbau des Sägewerksbetriebes des Fvd. Gruß. Die Sache wird
vertagt, um noch nähere Erhebungen anzuſtellen. — Dem Anſinnen der
Mannheimer Stadtreklamegeſellſchaft um Aufſtellug einiger
Plakat=
ſäulen in bieſiger Gemeinde wird ſtattgegeben. — Das Geſuch des
Schloſſermeiſters Wittersheim hier, auf Erteilung der Genehmigung zur
Errichtung einer Benzintankſtelle innerhalb ſeines Anweſens, wird
ge=
nehmigt, unter Vorbehalt der Zuſtimmung der Aufſichtsbehörde. — Die
Dampfheizungsanlage im Gemeindeſchulhaus in der Bahnhofſtraße ſoll
nunmehr ausgeführt werden. Die Verwaltung wird beauftragt,
Koſten=
anſchläge einzufordern. — Zum Schluß wurden noch Wohlfahrts= und
Steuerſtundungsſachen erledigt.
* Ober=Ramſtadt, 1. Aug. Im Monat Juli 1927 kamen beim
hieſi=
gen Standesamt 10 Geburtsfälle, eine Eheſchließung und ein Sterbefall
zur Beurkundung. — Am Wochenende betrug die Zahl der in
Unter=
ſtützung ſtehenden Erwerbsloſen insgeſamt 36. Darunter befinden ſich
21 Kriſenfürſorge=Empfänger und 4 Frauen.
r Babenhaufen, 80. Juli. In der letzten öffentlichen
Gemeinde=
ratsſitzung teilte der Vorſitzende, Herr Bürgermeiſter Rühl, vor
Eintritt in die Tagesordnung mit, daß der Schrebergartenverein die
Gemeindevertretung zu ſeiner Gartenbeſichtigung am 7. Auguſt einlädt.
Der wichtigſte Punkt der Tagesordnung betrifft die Waſſerverſorgung.
Nach erneuten Pumpverſuchen und der Analyſe einer Waſſerentnahme
wird feſtgeſtellt, daß das Waſſer durchaus einwandfrei und als gutes
Trinkwaſſer angeſehen werden kann. Das Waſſer enthält ſehr wenig
Eiſen, ſodaß vorerſt von einer Enteiſungsanlage abgeſehen werden kann.
Sie kann bei Bedarf jederzeit eingebaut werden. Die ſ. Zt. beſtimmte
Kommiſſion erſtattet Bericht über ihre Beſichtigung der
Waſſerverſor=
gungsanlagen mit automatiſchen Druckapparaten in den badiſchen
Ge=
meinden Friedrichsfeld, Neulußheim und Sandhauſen. Aus dem Bericht
geht hervor, daß dieſe Anlagen bei regelmäßiger Stromzufuhr
ordnungs=
gemäß und gut arbeiten. Das Für und Wider wird eingehend erörtert.
Die Anhänger der Anlage mit direktem automatiſchen Druck erhoffen
eine Verbilligung des Waſſers, da hierbei an Baukoſten etwa 25000
Mark erſpart werden. Die Gegenpartei erwartet durch die Anlage eines
Waſſerturms eine größere Betriebsſicherheit. Die Abſtimmung ergibt
mit 12 gegen 4 Stimmen die Aufrechterhaltung des früheren Beſchluſſes
vom 16. 5. 27. Es ſoll alſo eine Anlage mit Windkeſſel und
automa=
tiſchem Pumpwerk errichtet werden. — Ein Geſuch der Freiw.
Feuer=
wehr um Anſchaffung von 60 Armbinden wird abgelehnt, da erſt im
letzten Jahre 100 Armbinden geliefert wurden. In nichtöffentlicher
Sitzung werden noch Wohnungsgeſuche und verſchiedene
Bauangelegen=
heiten erledigt. — Seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht
hat der der anfangs der 60er Jahre ſtehende Landwirt Ad.
Felſen=
heimer, dahier. Das Motiv zu der unſeligen Tat bildete wohl
Krank=
heit und der Verluſt ſeiner für das Alter zurückgelegten Spargelder. —
Kommenden Sonntag gibt der Zitherverein Aſchaffenburg im
Gaſt=
haus „Zum Löwen” ein großes Konzert, deſſen gut gewählte
Vortrags=
folge einen großen Kunſtgenuß verſpricht.
* Aus dem Kreiſe Dieburg, 1. Aug. Die Getreideernte ſetzt nun
infolge der ſonnigen Tage mit Macht ein. Sie dürfte in 14 Tagen zu
Ende ſein. Der Roggen iſt faſt ausnahmslos geſchnitten. Wer mit der
Bahn von Wiebelsbach nach Norden fährt, ſieht beſonders bei
Baben=
hanſen und Umgebung Kornhaufen und Stoppeläcker, ſo weit das Auge
reicht. Ein ſelten geſchautes Bild des Segens! Hoffentlich entſpricht
der Ertrag an Körnern und Stroh den Mühen und den Erwartungen
des Landmannes! Im „Sand” dürfte nun wohl auch keine Schule mehr
ſein, die nicht ſpäteſtens am Samstag ihre Pforten für die Erntezeit
geſchloſſen hätte.
* Michelſtadt, 1. Auguſt. Fahrpreis=Ermäßigung der
Kraftpoſt. Einem lang gehegten Wunſche hat nunmehr in der
richtigen Erkenntnis der Lage die Oberpoſtdirektion Würzburg
ent=
ſprochen, indem ſie den Tarif für die Ausflugskraftpoſtfahrten an Sonn=
und Feiertagen auf der Strecke Michelſtadt—Erbach—Eulbach-Amorbach
von 10 Pfg. auf 8 Pfg. pro Kilometer ermäßigt. Daß hiermit eine
nicht unbedeutende Senkung der Fahrpreiſe erzielt wird, iſt eine von
dem für die Benutzung der Linie in Frage kommenden Publikum
freu=
dig begrüßte Maßnahme, welche ihre Wirkung nicht verfehlen wird.
Es werden nunmehr in erhöhtem Maße die Fahrten an Sonntagen ab
Michelſtadt 7.50 Uhr, Erbach ab 8,02 Uhr und in Amorbach an 9,07 Uhr,
dann zurück ab Amorbach 19,30 Uhr, Erbach an 20,39 Uhr und in
Michelſtadt an 20,51 Uhr ſowohl durch die an der Strecke wohnenden als
auch von den Fremden benutzt werden.
Der Kreis Main=Neckar des Bundes der Kaufmannsjugend im
Deutſchnationalen Handlungsgehilfenverband veranſtaltet am 6. und 7.
Auguſt 1927 auf der Saalburg bei Bad Homburg v. d. H. ſeinen
dies=
jährigen Kreisjugendtag. Die Veranſtaltung ſieht u. a. vor: Am
Sams=
tag Begrüßungsabend mit Fackelzug durch die Stadt; Sonntag
vor=
mittag Gottesdienſt beider Konfeſſionen und ſportliche Wettkämpfe:
Sonntag nachmittag öffentliche Kundgebung, Volksbeluſtigungen,
Sieger=
verkündung und Ausklang. — Anmeldungen ſind an die örtlichen
Jugendführer zu richten.
* Erbach i. O., 1. Aug. Der Eulbacher Markt iſt nun zu Ende.
Geſtern und vorgeſtern abend war der Platz noch einmal ſtark bevölkert.
Die Nacht von Samstag auf Sonntag und von Sonntag auf Montag
wurde zum Tag gemacht. Beſonders ſtark war das Leben und Treiben
am Sonntag nachmittag auf dem Platz. Stieg doch Frau Elvira Wilſon
mit ihrem Freiballon auf. Schon lange vor der angegebenen Zeit
um=
ſäumte eine ſchauluſtige Menge den Platz. Sie wurde auf eine harte
Probe geſtellt, da das Füllen des Ballons, das auch auf dem Platze
vor=
genommen wurde, längere Zeit in Anſpruch nahm, als man erwartet
hatte. Endlich um 4½ Uhr konnte der „Meteor” hochgehen. In der
Strickleiter hing Frau Wilſon mit den Beinen, Kopf nach unten. Als
ſie mehrere hundert Meter hoch war, kletterte ſie die Strickleiter hinauf.
Der Ballon ſtand ſehr lange über dem Platz ſtill und trieb dann
all=
mählich ſolange nach Nordoſten ab, bis er in Vielbrunn niederkam. Eine
größere Anzahl von Autos hatte vorher die Jagd nach dem Ballon
auf=
genommen. Hatte doch die Stadt für das Auto, das Frau Wilſon nach
Erbach bringen würde, einen Preis ausgeſetzt. Da aber mehrere Autos
bei dem Abſtieg von Frau Wilſon zur Stelle waren und wie bei Homer
für ſich den Ruhm in Anſpruch nahmen, hat ein weiſes Gericht den Preis
geteilt. Die Menge, die Frau Wilſon zu Ehren in Erbach erſchienen
war, ſtrömte alsdann auf den Feſtplatz, wo es ihr ſo gut gefiel, daß ſie
bis tief in die Nacht dablieb. Ohne Zweifel hat auch in dieſem Jahre
der Eulbacher Markt wieder einmal bewieſen, wie beliebt er weit und
breit iſt. Man ſah nur harmloſe Fröhlichkeit und kein Fall von
irgend=
welcher Ueberſchreitung der Grenzen des Erlaubten iſt zu berichten.
Leider ereignete ſich ein bedauerlicher Unglücksfall. Ein junger Mann
aus Vielbrunn wurde aus einer Schiffsſchaukel herausgeſchleudert.
An=
ſcheinend hatte ihn ein Schwindelanfall — was bei dem ſchwülen Wetter
begreiflich iſt — erfaßt. Er kam ſo unglücklich zu Fall, daß er beide
Oberarme brach. Da ärztliche Hilfe — Herr Sanitätsrat Dr. Wernigk=
Erbach — und die Station unſerer Freiwilligen vom Roten Kreuz auf
dem Platze anweſend waren, ſo konnte er ſofort verbunden und mittels
Tragbahre in das Erbacher Städtiſche Krankenhaus verbracht werden.
1. Beerfelden, 2. Aug. Der heutige Viehmarkt zeigte einen etwas
ruhigen Marktverlauf. Es waren aufgetrieben: 200 Ferkel und
Läufer=
ſchweine und 20 Stück Großvieh. Für Ferkel wurden bezahlt pro Paar
15—2 Mk., für Läufer 2—35 Mk. — Dieſer Tage ſiedelte Herr
Gen=
darmerie=Wachtmeiſter Hirſch nach ſeiner neuen Stelle in Londorf (
Ober=
heſſen) über, an ſeine Stelle trat Herr Gendarmerie=Wachtmeiſter
Groß=
haus aus Lohndorf; die beiden Herren wechſelten alſo ihre Stellen.
* Rimbach, 1. Aug. Sanitätskolonne. Am Sonntag fand
die Prüfung der neugegründeten Freiw. Sanitätskolonne
Nimbach durch den Kolonnenarzt Dr. Simmet von der
Sanitäts=
kolonne Birkenau ſtatt. Die Prüflinge waren dunch Herrn Dr.
Unge=
heuer dahier ſowohl auf theoretiſchem als praktiſchem Gebiete gut
vor=
bereitet und beſtanden ohne Ausnahme die Prüfung in recht
befriedi=
gender Weiſe. Auch Herr Oberamtmann Liſt von dem Landesverein
vom Roten Kreuz Darmſtadt war bei der Prüfung anweſend.
— Reichelsheim i. O., 1. Aug. Schwimmbadbetrieb und
Einweihung zweier Boote. Der Badebetrieb in unſerem
neuerbauten Schwimmbad hat ſich in erfreulicher Weiſe aufs beſte
ent=
wickelt. Nich nur die Einheimiſchen, ſondern auch die Nachbarorte,
ſowie die in größerer Zahl hier und in der Umgebung weilenden
Sommerfriſchler und die Durchreiſenden machen ſich die Wohltat des
Badens und das Vergnügen des Schwimmens in dem ſchönen großen
Behälter mit ſeiner herrlichen Umgebung zunutze. Ebenſo wird das Bad
von der hieſigen Schnljugend regelmäßig unter Aufſicht ihrer
Klaſſen=
lehrer beſucht, und viele Kinder haben während der kurzen Zeit ſeines
Beſtehens ſchon die Kunſt des Schwimmens erlernt. Sehr wohltätig
wirken auch die innerhalb der Badeanlage zu genießenden Sonnen. ud
Luftbäder — Nächſten Sonntag, den 7. Auguſt, ſteht nun auch eine
größere Veranſtaltung im Schwimmbade bevor. Es ſind nämlich zwei
neue Boote beſchafft worden, die nachmittags 2 Uhr eingeweiht werden
ſollen. — Der Pächter, Herr Friedr. Dingeldein hat eine Kapelle
be=
ſtellt, die ein Platzkonzert veranſtalten wird. Dieſe Feſtlichkeit wird
gewiß viele Freunde des Schwimmſports von nah und fern anlocken.
Für Bewirtung der Gäſte ſorgt der umſichtige Pächter.
* Aus dem Odenwald, 1. Auguſt, ſchreibt man uns: Die Zeit des
Wanderns iſt für viele, auch für die lernbefliſſene Jugend, die noch
nicht im Erwerbsleben ſteht und deshalb noch goldene Tage hat, in den
nächſten Wochen bereits wieder vorüber. Wer nun wandern und billig
wandern will, beſuche vor allem unſeren Odenwald, der bekanntlich
mehrere Jugendherbergen und auch ſchon moderne Schwimmbäder
be=
ſitzt, und der beſonders in ſeinem ſüdlichen Teil (Itterbachtal,
Mar=
bachtal uſw.) immer mehr an landſchaftlichen Schönheiten zunimmt und
ſich getroſt jedem andern deutſchen Mittelgebirge an die Seite ſtellen
kann. Vor allem wartet der Otzberg mit ſeiner „Bleibe” und ſeinem
einzigartigen Säulenbaſalt auf dich, du jugendlicher Wanderer! Dieſe
Jugendherberge dürfte beſonders aus unſerem Heſſenlande immer mehr
aufgeſucht werden, damit fich ihre Belegung immer auf der Höhe der
Vorjahre hält. Der Tagesverkehr auf der Burg iſt ja erfreulichewweiſe
auch dieſes Jahr wieder ſehr rege. Man findet ja auch ſelten eine
Burg, deren Aeußeres ſo ſchön wiederhergeſtellt iſt. Selbſt die eiſernen
Rollen, über die einſt die Ketten der Zugbrücke der Feſtung in
wehrhaf=
ter Zeit liefen und die ſonſt kaum noch zu ſehen find, ſind am Burgtore
an der alten Stelle wieder eingeſetzt. Es iſt jetzt nicht mehr nötig, ſie
vor Langfingern zu ſchützen, wie das in der Zeit der Geldentwertung
nötig war. In der Burgſchenke erhält man außerdem ſo maleriſche
Anſichtskarten von der Burg und dem Städtlein Hering, wie man ſie
anderwärts ebenfalls nicht reizender und anziehender findet. Sogar
mehrere Aufnahmen des Berges aus dem Flugzeuge ſind zu haben.
Das innere Gebirge ſelbſt aber dürfte auch mehr bewandert werden,
Mir iſt am letzten Donnerstag von Unter=Oſtern über das Lärmfeuer
nach dem ſchönen Siegfriedsbrunnen bei Hüttental nicht ein Menſch
begegnet! Haben die Leute bereits wieder ſo viel Geld, daß ſie wieder
in ungeahnte Fernen ſchweifen können? Haben die vielen, die glauben,
an die See oder an die Alpen reiſen zu müſſen, unſeren ſchönen
Oden=
wald ſchon durchwandert, kreuz und quer durchſtreift? Nun iſt es ja
richtig, daß das Lärmfeuer gegenwärtig nicht beſonders anziehend iſt.
Von dem ehemaligen Turm ſind nur noch die Steine vorhanden, auf
denen er einſt ruhte, und die Ausſicht nach Oſten, die man bisher noch
hatte, wird durch den aufſtrebenden Wald immer geringer. Wird dort
das Ehrenmal für die im Weltkriege gefallenen Mitglieder des
Oden=
waldklubs errichtet, woran jetzt ja wohl kein Zweifel mehr iſt, ſo könnte
vielleicht eine Form gefunden werden, die das Dekmal auch als
Aus=
ſichtspunkt aufſuchenswert macht.
* Fürth, 1. Aug. Autounfall. Auf der ſogen. Wegſcheide am
Kreuzungspunkt der Straßen Fürth—Erbach und Grasellenbach-
Rohr=
bach ſtieß ein Motorradfahrer aus Mannheim in voller Fahrt auf ein
Auto, das er beim Ueberholen eines anderen Autos nicht beobachtet hatte.
Er ſtürzte vom Rade und mußte in ſchwerverletztem Zuſtande per Anto
nach Mannheim verbracht werden.
* Aus dem Weſchnitztal, 1. Aug. Die Getreideernte iſt eben
in vollem Gange und fällt recht gut aus. Wenn das ſchöne Wetter
an=
hält, wird die Ernte bei manchen Landwirten ſchon Ende dieſer Woche
bereits beendigt werden. Die dreiwöchigen Ernteferien haben heute in
allen Weſchnitzorten begonnen. Im Ueberwalde wind die Ernte erſt im
Laufe der nächſten Woche ihren Anfang nehmen.
* Von der Bergſtraße, 1. Aug. Großfeuer. In der vorletzten
Nacht brach in Nußloch Großfeuer aus, dem 4 Wohnhäuſer und 3 gefüllte
Scheunen zum Opfer fielen. Der Umſtand, daß die Heidelberger
Motor=
ſpritze zu ſpät ankam und ſich zudem noch Waſſermangel einſtellte, war
die Urſache, dtß dem Umſichgreifen des Feuers nicht Einhalt geboten
wer=
den konnte.
Der Edelhirſch trägt ſeinen fertigen Hauptſchmuck, verſchlägt
und die „Bſchlachter”, die Fegeſtellen an Bäumen uſw. verraten den
Wechſel des in die Feiſtzeit Tretenden, der nun von Tag zu Tag
heim=
licher, zum vielgenannten Waldgeſpenſt ſich auswächſt. Das Geweih
des Damhirſches vollendet dagegen erſt gegen Ende des Monats
ſeine Entwicklung. Dennoch werden, wie „Der Deutſche Jäger”, München.
mitteilt, beide Hirſcharten faſt in ſämtlichen deutſchen Staaten
gleich=
zeitig mit M.matsanfang ſchußbar. Aber nur Agsjäger ſchießen auf nicht
fertig gefegte Hirſche.
Der Auguſt eröffnet auch die Schußzeit auf Gams.
Die Rehbrunft und damit die Blattzeit, erreicht ihren
Höhe=
punkt und flaut ab, bzw. erliſcht mit der zweiten Monatshälfte.
Der Aufgang der Jagd auf Rebhühner und Wachteln wird
in Heſſen von der Verwaltungsbehörde feſtgeſetzt.
Wildenten, Wildtauben und junges Moosgeflügel liefern
gute vollwertige Beute. Der Herbſtvogelzug kommt allmahlich in Fluß.
Junge Krähen, Elſtern und durchiehende Habichte lohnen den Beſuch
der Aufhütte. Aeſche, Forelle, Regenbogenforelle, Bachſaibling, Aitel,
Aal, Barbe, Barſch, Blei, Karpfen, Schied bieten günſtigen Fang, auch
der Hecht beißt gut. Die Krebſe ſind nun am Schmackhafteſten.
* Auerbach, 1. Aug. Obſtgroßmarkt. Der neugegründete
Obſtgroßmarkt der Vergſträßer Obſtbau= und
Obſtverwertungsgenoſſen=
ſchaft m. b. H. in Auerbach wurde heute nachmittag nach 1 Uhr in der
großen Halle der Reſtauration Rechel am Bahnhof durch den Vorſitzen=, Hern Julius Graf, eröffnet. Der Markt war mit zirka 200 Körben,
die teils prächtiges Obſt enthielten, beſtellt. Da eine Anzahl hieſiger:
und auswärtiger Händler anweſend war, ging das Verkaufsgeſchäft raſch
vonſtatten und nur wenige Körbe blieben unverkauft; wie ſolches
ja=
überall vorzukommen pflegt. Der Preis war im allgemeinen befriedigend,
ſo daß der erſte Tag des Marktes einen ziemlich guten Verlauf nahm.
Daß man die Verwertung ſeines Obſtes nun am Oxte hat und micht nach
außerhalb muß, iſt hoch anzuſchlagen, da man nur wenige Zeit zu opfern.
braucht, denn Zeit iſt bekanntlich Geld. Von morgen ab wird mit der:
Verwiegung der Zufuhren ſchon um 11 Uhr begonnen, damit mit dem:
Verkauf des Obſtes früher wie heute der Anfang gemacht werden kann.
Der Markt findet täglich, mit Ausnahme von Samstag und
Sonn=
tag, ſtatt.
* Hirſchhorn, 2. Aug. Waſſerſtand des Neckars an
1. Auguſt: 0,78 Meter; am 2. Auguſt: 0,80 Meter.
* Hofheim i. R., 1. Aug. Vortragsabend des
Ortsge=
werbevereins. Am 25. Juli ſprach hier in einer vom Ortsgewerbe
verein im Saale der „Krone” veranſtalteten Verſammlung Herr Syn
dikus Dr. Kollbach von der Handwerkskammer in Darmſtadt, über,
Organiſations= und Steuerfragen im Handwerk. Die
Veranſtaltung wurde von dem Vorſitzenden des Ortsgewerbevereind
Herrn Maurermeiſter Schader geleitet und konnte ſich eines beſonden
ſtattlichen Beſuches erfreuen. In eineinhalbſtümdigem freien Vortrag
gab der Redner einen vollſtändigen Ueberblick über die zu behandelnden
Fragen. Ausgehend von einer geſchichtlichen Betrachtung wurde
zu=
nächſt gezeigt, wie ſich der Geſetzgeber bis zur Gegenwart dem Handwenk
gegenüber eingeſtellt habe, welche Aufgaben in dieſer Beziehung bereits
gelöſt ſeien und welche Wünſche andererſeits noch der Erfüllung harrten,
Der Krieg und die Nachkriegszeit hätten zu den alten Sorgen des
Hand=
werks noch viele neue Probleme gebracht. Ausführlich wurde geſchi
dert, wie man gerade in Heſſen unter tatkräftiger Führung durch de
Handwerkskammer erfolgreich beſtrebt geweſen ſei, das Handwerk wieder
aufzurichten und ihm neue Entwicklungsmöglichkeiten zu verſchaffen.
Immer wieder verwies der Redner auch auf die Selbſthilfe und ihn
großen Möglichkeiten. Einwüitiges Zuſammenſtehen und die Betätigung
genoſſenſchaftlichen Geiſtes ſeien die Grundlagen jeden Erfolges.
Nach=
dem noch eine Reihe von Einzelfragen beſprochen worden waren, die ſich
u. a. auf das Submiſſionsweſen, Tariffragen und die Erziehung des
Nachwuchſes im Handwerk bezogen, behandelte Redner im zweiten Teil
ſeines Vortrages das für den Handwerker ſo beſonders wichtige Steuen
gebiet. Es wurde gezeigt, mit welch großen Schwierigkeiten man auch
heute noch in dieſer Beziehung kämpfen müſſe und welche Forderungen
der Handwerkerſtand hinſichtlich einer gerechten Beſteuerung immer noch
zu erheben habe. Mit einem hoffnungsvollen Ausblick auf die kommend=
Entwicklung ſchloß der Vortrag, der den größten Beifall fand. De
Vorſitzende bezeichnete in ſeinen herzlichen Dankesworten an den Rednn
den Vortrag als ein Ereignis für Hofheim. Auch noch mehrere Di
kuſſionsredner ſprachen die Ueberzeugung aus, daß der eindrucksvc
Vortrag von Herrn Dr. Kollbach ſeine günſtigen Wirkungen nicht ve
fehlen werde. Im Verlauf der anregenden Ausſprache konnte Hen
Dr. Kollbach auf Grund von geſtellten Fragen noch die verſchiedenſte
Auskünfte geben. Schließlich wurde noch beſchloſſen, nach Möglich
keit auch die Handwerker und Gewerbetreibenden von Nordheim in
den Ortsgewerbeverein Hofheim miteinzubeziehen.
* Biblis, 2. Aug. Turnerehrung. Bei dem Wetturnen in
Darmſtadt anläßlich des 33. Kreisturnfeſtes wurde der Turner Joſei
Wolf, Turngeſellſchaft Biblis, erſter Sieger im Steinſtoßen einarmig
9,18 Meter, und zweiter Sieger im Steinſtoßen beidarmig. —
Gurken=
markt. Bei dem geſtvigen Gurkenmarkt, der übrigens ſehr belebt war,
wurden zum erſten Male die Gurken auch zentnerweiſe gehandelt, und
zwar zahlen die Konſumenten pro Zentner 10 Mark. Der Markt hat
alſo vorläufig einen doppelten Verkaufsmodus aufzuweiſen, da man
ſich teilweiſe noch an den alten Verkaufsmodus hält und werden danach
die Gurken ſtüchweiſe gehandelt, pro Hundert durchſchnittlich 2 Mk. Wie
verlautet, ſoll bei dem neuen Verkaufsmodus dem Produzenden ein
ge=
wiſſer Vorteil erwachſen, doch wird ſich dies ſchon bei den nächſten
Markttagen entgültig zeigen.
* Gernsheim, 2. Aug. Wafſerſtand des Rheins am 2. Aug=
1,63 Meter.
Groß=Gerau, 1. Aug. Neuer
Kreisfeuerwehr=
inſpektor. Da der ſeitherige Kreisfeuerwehrinſpektor Wilhelm
Aſtheimer in Biſchofsheim auf ſein Nachſuchen von ſeinem Amte
end=
bunden worden iſt, iſt der kaufmänniſche Beamte Adam Aſtheimer auß
Guſtavsburg zum Kreisfeuerwehrinſpektor des Kreiſes Groß=Gerau
ber=
pflichtet worden.
* Walldorf, 1. Aug. Motorradunfall. Ein Motorradfahnl
aus Mörfelden fuhr auf der Landſtraße nach Walldorf auf einen
Hand=
wagen auf und ſtürzte um. Der Fahrer erlitt mehrere Verletzungeſ
während ſeine Begleiterin mit dem Schrecken davonkam.
Offenbach, 1. Aug. In ſämtlichen hieſigen Schulen, auch M
öheren, wird heute nach vierwöchiger Freizeit der Unterricht wieh
aufgenommen. Offenbach iſt die einzige heſſiſche Stadt, die die Somme
ferien immer am erſten Samstag des Juli eintreten läßt. Die ſchue
freie Zeit des Sommers liegt damit zweifellos zu frühe, liegt auch P
wenig in den Hundstagen. Offenbach muß ſich aber auch in dieſem
Punkte nach Frankfurt richten, da die dortigen höheren Schulen aug
von Offenbacher Kindern beſucht werden. Das Umgekehrte kommſ
natürlich auch vor. So lange Frankfurt an der bisherigen Uebung ſche
hält, werden die Offenbacher Schulen auch fernerhin wieder den Unten
richt aufnehmen, wenn auf dem flachen Lande erſt die Ernteferien ge
geben werden.
* Vilbel, 1. Aug. Gelegentlich der zweitägigen Kriegsbeſchädigten
feier fand geſtern auf der Marktwieſe eine Freilichtaufführung eiſe
Feſtſpiels von Herrn Martini „Die neue Zeit” ſtatt. Ueber 250 Pe
ſonen, faſt alle Geſang= und Sportvereine und das Beamtenkartell wite
ten mit. Tauſende von Zuſchauern verfolgten aus dem Dunkel oa=
Spiel, das in buntem Wechſel Freud und Leid unſerer Zeit zeigte. 2e
Niddaufer bildete den Hintergrund, Flammen umleuchteten das Sple
Die wohlgelungene Aufführung wird am Vilbeler Markt wiederyſ‟
werden.
WSN. Schotten, 2. Aug. Todesſturz vom Fahrrad. 2‟
Lehrer Wilhelm Bechtold aus Eckartshorn verlor am Sonntag abe.”
in der Nähe des Wieſenhofes bei Köddingen an einer ſtark abſchüſſige.
Stelle die Herrſchaft über ſein Fahrrad. Dabei rannte er in vou”
Fahrt mit dem Kopf gegen eine am Straßenrand ſtehende Fichte. Z
Anprall war ſo ſtark, daß der Tod auf der Stelle eintrat.
N Verl
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damit
Nummer 213
Mittwoch, den 3. Auguſt 1927
Seite 7
33. Mittelrheiniſches Kreisturnfeſt.
des Driu
om Ortsgenr
hlung Herr ”
Darn
andwerl
Zehnkampf der Turner.
425 Teilnehmer — 278 Sieger.
1. Sieg Robert Haßler, Tgd. 1879 Griesheim a. M., 190 Punkte;
! Peter Bretz, Tv. Mainz=Kaſtel, 189 P.; 3. Georg Gebhardt, Tv.
Neederrad=Frankfurt, 183 P.; 4. Wilhelm Benz. Tv. Rüſſelsheim, 180 P.;
. FFFritz Rammel, MTV. Saarbrücken, Rudolf Schmelzer, Tgd. Eintracht
Fmankfurt, 179 P.; 6. Edmund Hainz, Tgd. Dietesheim, Hans Helmer,
En ſ. Rödelheim, Fritz Hahn, Tv. Eſch=Taunus, 178 P.; 7. beinrich Velke,
5.. Bergen, Heinrich Weigand, Tv. Heuſenſtamm, 177 P.; 8. Dr. Karl
Nratyer, Tv. Bierſtadt, 176 P.; 9. Edmund Oberle, Tgſ. Aſchaffenburg,
N2 P.; 10. Emil Konrad, Tv. Mainz 1817, 173 P.; 11. Joſef
Weißen=
ſersger, Tv. Mainz=Amöneburg, Johann Kipp, T.= u. Sp.=V. Klein=
ITheim, 172 P.; 12. Fritz Reuter, Tv. Nied am Main 1878, Ernſt Wiß=
. Tv. Aſchaffenburg 1860, 171 P.; 13. Karl Roth, Tv. Frankf.=
Preun=
ſelsheim, Otto Rouge, Tn. Vorärts Frankfurt=Bockenheim, 170 P.:
4. Karl Vohs, Tv. Mainz=Amöneburg 1887, Peter Hoffmann. Tv. Bous=
S0 ar 1883, Emil Eggers, Tv. Fiſchbach=Cphs., Jakob Roth, Tv. Claren=
El-I (Saarblies), 169 P.; 15. Heinz Jannes, Tv. Koblenz 1860, Julius
hawer, Allg. Tv. 1883 Bildſtock=Saargeb., 168 P.; 16. Adam Farenkopf,
C. u. Sp.=Vg. 1860 Hanau, Albert Falz, Tv. Oberſtein, Auguſt
Stoppel=
ſenn, Tv. Weiſenau, Karl Haßler, Tgd. Griesheim a. M. 1879, 167 P.;
7. Otto Rück, Tv. Burbach, Rudolf Haldy jr., Tv. Jägersfreude, Hans
ſtauter, Tgd Eckenheim, 166 P.; 18. Hans Beſier, Tad. 1846 Darmſtadt,
ditar Breidling, Tv. Ehrenbreitenſtein 1892, Jean Wiegand, Tv.
Ober=
im el 1861, Heinrich Gießler, Tgd. Höchſt a. M. 1847, Adolf
Schwam=
ſorn, Tgd. Budenheim, Konrad Frey, MTV. Bad Kreuznach 1877,
Leon=
ſat-d Schütz, Tv. Vorwärts Münſter a. St., 165 P.: 19. Gottfried Orth,
EI— Malſtatt, Saarbrücken 2. Wilhelm Gernandt, Taſ. Walldorf. Hans
ſAhn, Tv. Nidda, 164 P.: 20. Karl Straub, Tgd. Hanau 1837, Wilhelm
Uottur, M2V. Saarbrücken, Julius Lindner, Tgde. Darmſtadt 1846, Ad.
Müriller, Tgſ. Mainz=Mombach. Ludwig Zimmermann, Tv. Hahnſtätten,
A Ai Burger, Tv. Germania Dillingen=Saar, Hans Merkel, Tv.
Aſchaf=
eü burg 1860, Robert Bundt, Tgd. Niedernhauſen=Ts., Anton Nies, Tv.
ſchda 1859, 163 P.; 21. Geora Neugebauer, Tad. 1847=60 Bürgel,
Difenbach=Bürgel, Willi Rau, T.= u. Sp.=V. Eintracht 1846, J. P.
Wies=
ſagen, Heinrich Hardt, Tv. 1861 Büdingen, Fritz Doll, Tv. 1861 Bieber,
8yorg Kullmann, To. 1860 Aſchaffenburg, Guſtav Wieſenborn, Tſchft.
ſia=mbach, 162 P.; 22. Karl Rebſcher, Taſ. Oberurſel i. T., Wilhelm
duäuberger, Taſ. 1889 Biebrich, Wiesbaden=Biebrich, Nikolaus Marx,
2. Mettlach=Saar, 161 P.; B. Peter Rath, Tv. 1846 Mainz=Kaſtel,
Füſef Bührle, Tv. 1860 Koblenz, 160 P.; 24. Joſef Kramer, Tu 1875
ſiäiſſelsheim, Joſef Hannappel, Tv. Dernbach, Nikolaus Krimmel, Tv.
Uninz=Koſtheim, Oskar Simon, Tgd 1860 Neunkirchen, Joſef Henrich,
El.d. Schwanheim a. M., Lorenz Gießler, Tgd. Höchſt a. M., 1847, 159
P;; 25. Joſef Chriſtmann, Tv. Limburg, Richard Falz, Tv. Idar, Adolf
Silynidt, Tgſ. 1889 Biebrich, Wiesbaden=Biebrich, 158 P.; 26. Heinrich
Schott, Tv. Beerfelden, Karl Schmidt, Tv. Obervölklingen Rudi Mees,
M7TV. Saarbrücken, Felix Raups, Taſ. Obernburg a. M. Hermann
Ehrler, Tv. Delkenheim, Karl Butzbach, Tv. 1877 Nied a. M., Fritz Kreis,
Eſ=ſ. Seligenſtadt, Michael Grimm, T.= u. Sp.=V. 1872 Klein=Auheim,
15R. P.; 27. Hans Wolfenſtetter, Tv. Offenbach, Eduard Kraus, Tv.
Alelln=Saar, Emil Wiegand, Tv. Oberurſel 1861, Peter Freyermuth,
2=, Fraulautern 1878, Joſef Schober, To. Bensheim a. d. Bergſtr., 156
P: 28. Julius Reitz, Tgd. Budenheim, Joſef Shadelwaier, Tv. 1878
fu aulautern, Chriſtian Geiß, Tv. Schlitz, Joſef Blaſchke, Tv. Germania
Süeſtenbach, Johann Neh, Tv. Fraulautern 1878 Richard Seth, Tv.
Srsoßen=Linden b. Gießen, Rudolf Reh. Tv. Wiebelskirchen, Ludwig
Bisbel, Tv. Rüſſelsheim 1875, Andreas Schärtl, Tgſ. Darmſtadt, Hans
Cyperniak, Tv 1877 Nied, 155 P.: 29, Robert Blum, Tagd. 4Oornheim 1860,
Anois Karernbauer, Tv. 1877 Völklingen, Karl Klein, Tv. Kölln=Saar,
Virlentin Köhler, Tſchft. Klein=Krotzenburg, Arnold Jäger, Tv.
Dau=
uan, Karl Thomas, Tv. Gau=Odernheim, Fritz Semich, Tad. Eintracht
fo ankfurt a. M., 154; 30. Guſt. Eiſenach, Tad. 1837 Hanau;
Friede=
zulld Kämpf, Tad. 1846 Darmſtadt; Peter Steffan, Tv. 1875
Rüſſels=
mim; Anton Müller, To. Germania=Hoſtenbach; Phil. Nink, Tgſ. 1889
Adebrich, Wiesbaden=Biebrich; Otto Heinz, Tv. Friedrichsthal, 153;
81. Willi Schönberger, Tv. Saarlouis; Eduard Hoffmann, Tv. 1883
Bleus (Saar); Jakob Blankenberg, Tv. Okriftel; Ludwig Herrmann, Tgd.
Bü=ckenheim, Frankfurt a. M.=Weſt; Wilhelm Spieß, Tv. 1876 Eberſtadt;
5a ns Brehm, Tv. 1886 Birkenau: Auguſt Ehry, Tv. 1860 Hofheim i. T.;
3uhann Krammig, Tſchft. Klein=Krotzenburg; Willy Blumenſchein, Tgd.
Fuiedberg, 152; 32. Paul Gerh. Hermann, Tv. 1879 Völklingen; Karl
Srhöner, Tv. 1872 Schwanheim; Franz Reis, Tv. 1861 Bieber b.
Offen=
vrrh; Wilh. Löſchengruber, T.= u. Sp.Vg. 1860 Hanau; Valentin Kehl,
S... Undenheim; Heinrich Wild, Tgd. Rödelheim; Rudolf Kreuzer, Tv.
Oherſtein; Paul Uſinger, Tſchft. Strambach; Adam Zimmermann, Tgſ.
Oiffenbach, Jakob Karn, Tad. 1846 Darmſtadt, 151; 33. Wilhelm Horneff,
F., 1876 Arheilgen, 150; Hch. Beyſel, Tv. Beerfelden; Joſef Kaup, Tv.
Flſſchbach=Cumphauſen; Karl Reith, Tv. Flörsheim 1861; Wilhelm Ben=
Fr. Tad. Nied; Martin Weitz, Tv. Dorn=Aſſenheim; Karl Eiſenacker,
Nederrader Tgſ., Frankfurt a. M.=Niederrad; Hermann Lieber, Tv.
Hyahnſtätten; 34. Ludwig Ott, Tv. Burbach, 149; Joſef Speicher, Tv.
1900 Püttlingen; Hermann Wehner, Tv. Biebrich 1846; 35. Wilhelm
Baum, Tv. Erbenheim, 148; Joſef Neuß, Tgd. Schwanheim; Michael
Lſs, Dv. Vater Jahn, Pfaffendorf b. Koblenz; „Wilhelm Heinzinger,
T= u. Sp.V. 1872 Klein=Auheim; Michael Wade, Tad. Nieder=Roden;
Carnſt Bachmann, Tv. Odernheim a. Glan; Thomas Wendel, Tv.
Fran=
kennhaufen; Hch. Neidel, Tv. Harheim; Michael Schäfer, Tv. Weinheim
b1 Alzeh; 36. Willy Zahn, Tv. 1877 Nied, 147; Hans Gwald, Tv. Mainz=
9ioſtheim; Fritz Wolf, Tgd. Friedberg i. Heſſen; Otto Meier, Tv. Bad=
Nauheim; Karl Wolf, Tgd. Beſſungen 1865; Karl Weinmann, Tv.
Heu=
ſeniſtamm; Hch. Stadler, Tv. 1817 Mainz; Hans Korell, Tv. 1869 Bad=
Areuznach; Johann Moliter, Tgſ. Johannesberg; Wilh. Weigand, T.= u.
Ss.=Gzd. 1885 Fechenheim; Arthur Bund, Tgd. Niedernhauſen i. T.;
3— Nudolf Kutt, Tgd. Walldorf, 146; Hch. Ott, Tgd. Eintracht
Frank=
fümt; Mathias Groß, Tv. Kölln (Saar); Karl Reinſinn, Tgd. Dann;
9no Six, Bockenheimer Turngd. Frankfurt a. M.=Weſt; Fritz Linke,
Tgd. Neu=Iſenburg; Karl W. Hofmann, Tv. Framersheim; Hch.
Detam=
p.ll, Tv. Jägersfreude; Willi Rißberger, Tv. Horchheim b. Worms;
Euigen Janes, Tv. 1880 Wiebelskirchen; 38. Friedrich Baumann,
Nieder=
rüdder Taſ., Frankfurt a. M.=Niederrad, 145; Ludwig Weher, Tv.
Bier=
ſich dt b. Wiesbaden; Walter Arzbächer, Tv. Braubach 1861; Jakob Hilf,
Tigſ. Mainz=Mombach; Adolf Holler, Bockenheimer Tad., Frankfurt a. M.=
Aeſt; Hch. Reininger, Tgd. Niedernhauſen i. T.: Ernſt Vollmar, Allgem.
Zo. von 1883 Bildſtock (Saargebiet); Hch. Ricecker, To. Clarenthal;
31— Karl Wesner, T.= u. Sp.V. 1872 Klein=Auheim, 144; Johann
Egel=
hüf, Tv. 1883 Alsheim; Karl Schwinn, Tgd. 1846 Darmſtadt; Fritz Koch,
Zw. 1875 Rüſſelsheim; Georg Kunz, Tgſ. Darmſtadt; Auguſt Raſchmann,
Db. Wiesbaden; Georg Seibert, Tv. Jahn Mainz; Karl Stützel, Tv.
Bergen, Kr. Hanau; Arnold Köhler, Tgſ. Büdingen; Ludwig Brücher,
Dw. 1876 Arheilgen; 40. Joſef Wenzel, Tv. Kelkheim, 143: Julius
Rwoſſenberg, Tgd. Griesheim b. Darmſtadt; Emil Guckes, Tgf. 1889
Bmebrich, Wiesbaden=Biebrich; Hch. Blahm, To. Vorwärts
Frank=
furt a. M.=Bockenheim; Bernyar5 Schober, Tv. Bensheim a. d. B.;
Aoalth. Schenk, Mtv. Frankfurt a. M.=Oberrad; Ludwig Stroh, Tv. 1860
Fachenheim; Fritz Dötſch, Tv. in Büls; 41. Anton Münzenberger, Tv.
1346 Bretzenheim, 142; Hans Jslei, Tv. Lauterbach 1862; Hch. Heymann,
Ligd. Beſſungen; Georg Semich, Tgd. Eintracht Frankfurt a. M.; Joſef
Keehl, Tgd. Eckenheim, Frankfurt a. M.=Eckenheim; Phil. Grenz, Tv.
(llattbach; Willy Fiſcher, To. 1885 Lorsbach i. T.; Albert Walter Tv.
1860 Fachenheim; 42. Hans Braun, Tv. Aſchaffenburg, 141; Hch. Prinz,
Liſchft. St. Johann=Saarbrücken; Hch. Seelig, Tv. 1875 Rüſſelsheim;
Fmritz Lehrmann, Tv. 1872 Schwanheim; Lorenz Althaus, Tſchft.
Frank=
ſurt a. M.= Heddernheim; Johannes Berkes, Tu. Horchheim b. Worms;
48. Hch. Drumm, To. 1889 Fürſtenhauſen, 140; Erwin Kaiſe=, Tbd.
A8iesbaden; Karl Lang, Taſ. Offenbach=Bürgel; Adam Dörſam, Tv.
Ruhöhe; Joh. Bapt. Schott, Tv. 1846 Mainz=Kaſtel; 44. Hch. Reppert,
Luv. Clarenthal, 139; Hans Ohl, Tv. 1891 Babenhauſen: Hh. Otto, Tv.
17869 Bad=Kreuznach; Heinz Schubert, Tv. 1846 Groß=Gerau: Ludwig
Söcherer, Tv. Wallerſtädten; Georg Rückert, Tgſ. Hauſen b. Offenbach;
ſhch. Kloos, Tv. Limburg a. d. Lahn; Peter Lindenlaub, Tv. 1876
Ar=
hieilgen; Robert Haller, Toſ. Jügesheim; Karl Schmidt, Tad.
Ober=
lärhnſtein, Willi Kunkel, Tv. Laufach; 45. Otto Dauer, Tv. Waldſtraße
M8iesbaden, 138; Wilhelm Fiſcher, Tv. Ober=Ramſtadt; Ludwig Trinkaus,
Mv. Brensbach; Jakob Berg, Tv. Frei=Laubersheim; Joſef Sauer, Tv.
HRehrden a. d. Saar; Max Walter, Tv. Sulzbach a. d. B.; Hermann
RVerntz, Tv. Biebrich 1846, Wiesbaden=Biebrich; Hermann Geßner, Tſchft.
ßrankfurt a. M.=Heddernheim; Karl Hörnis, Tv. Niederrad,
Frank=
furt a. M.=Niederrad; Karl Hardt, Tbd. Wiesbaden; 46. Joſef Ahrweiler,
Zuv. Weilburg, 137; Johann Peter, T.= u. Sp.V. 1872 Klein=Auheim;
mofef Kaſper, Tad. Oberlahnſtein; Martin Fricdmann, Tv. 1888
Büttel=
norn, Janaz Schötz, Niederräder Taſ. Frankfurt a. M.=Niederrad; Alfred
Aeuderbach, Tv. Oberbieber; Hch. Zindel, T.= u. Sp.V. Eintracht
Wies=
ſnden; Anton Reibel, Tv. Berncaſtel, Ernſt Reitz, Tv. Hailer; Wendelin
elöhndikus, Tv. Schweinheim; Peter Zehrden, Tv. 1878 Völklingen;
IN. Kurt Mayr, Tad. Königshofen, 136: Friedrich Lieber, Tv.
Lim=
burg a. d. Lahn; Auguſt Richter, To. Nieder=Weiſel; Leonh. Lohnes,
Tv. Höchſt i. Odw.; Hch. Brötz, T.= u. FVg. Stierſtadt i. T.; Karl
Brauch, Tgd. Höchſt a. M.; Friedrich Ludwig, Tgd. Wernborn; 48.
Wil=
helm Seifert, Tv. Beerfelden, 135; Jakob Fuhr, Tv. Sulzbach a. d. B.;
Alfred Kyritz, Tv. 1860 Hofheim i. T.; Karl Eichhorn, Tv. 1861
Ober=
urſel i. T.; Phil. Klein, Tv. Erfelden; Karl Pfeifer, Tv. 1846
Bretzen=
heim; Gottlieb Margardt, Tv. Holz a. d. Saar; Ernſt Valentin, Tv.
Hanau=Keſſelſtadt; 49. Andreas Hock, Tv. 1875 Rüſſelsheim, 134; Hch.
Veit, Tv. Beerfelden; Hh. Menzel, Tv. Oberurſel 1861: Toni Kehrer,
T.= u. SpV. Koblenz; Hch. Siefert, Tv. Michelſtadt; Jakob Werner,
Tgſ. Rauenthal; Fritz Bohnacker, Tv. Schlitz i. Heſſen; Anton Wittlich,
Tgd. Oberlahnſtein; Peter Theobald, Tv. 1878 Fraulautern; 50. Wendel
Reichert, Tv. Geislautern, 133: Eduard Heher, Tv. Krofdorf; Emil Heun,
Taſ. Bieber; Guſtav Metz, Tv. Braubach 1861; Fritz Hoffmann, Tv.
„Moſelland” Kinheim; Alfred Hofmann, Tv. Weilmünſter; Willi Stellet,
T.= u. Sp.V. Butzbach; Wilhelm Lampert, Tgſ. Neuwied; Robert Urff,
T.. u. Sp.V. Butzbach.
Turner=Gechskampf.
9 Teilnehmer, 108 Sieger.
1. Sieg: Phil. Müller, Tv. Okriſtel, 110 Punkte; 2. Alex Schall,
F. T. V. 1860 Frankfurt, 108; 3. Andreas Jäger, Sppgg. Weiskirchen, 102;
Fritz Tritſchler, Tgd. Bockenheim; 4. Franz D=bus, Tv. Fechenheim,
101; Hermann Silberreiß, Tad. 1887 Unterliebersbach; 5. Ernſt
Gut=
mann, Tv. Biebrich, 99; Friedrich Kropp, Tv. Weiſenau; Eugen Rückle,
Tv. 1861 Oberurſel; 6. Adolf Groh, Tv. Bechtheim, 98; Heinrich Hilger,
Tgd. Pfeddersheim; 7. Fritz Engel, T.= u. Sp.V. Worfelden, 97; Karl
Söhnge, Tgd. Uſingen; 8. Heinrich Roth, Tv. Mühlen, 95; Julius Greif,
Tv. Völklingen; 9. Anton Werum, Tgd. Gonſenheim, 94; Adam
Breit=
vogel, Tv. Biebeluheim; Peter Sturm, Tv. Groß=Gerau; Heinrich Will,
Tad. Schwanheim a. M.; 10. Ewald Ketzler, Tgſ. Bornheim, 93; Georg
Hattig, Tv. Aſchaffenburg=Damm; Auguſt Schank, Tv. Nieder=Brombach;
11. Heinrich Duhme, Tad. Nödelheim, 92; Heinrich Eppard, T.= u.
SpVgg. Mainz; Karl Heck, Tv. Sachſenhauſen; 12. Guſtav Held, Tv.
Köngernheim 91; Georg Götzinger jun., Tv. Bonames; Jakob Heberer,
Tv. Bieber; Otto Riedel, Tv. Höchſt a. M.; Willy Effgen, Tv. Oberſtein;
13. Leonhard Keller, Tv. Heuſenſtamm, 90; Emil Barbe, Tv. Vorwärts
Bockenheim, Ludwig Winter, Td. Groß=Gerau: „Heinrich Bieth, Tv.
Bieber; Karl Junginger, Tv. Hattersheim; 14. Willy Glock, T.= u. Spp.
Butzbach, 89; Karl Lack, Tad. Obertshauſen; 15. Jean Angermeier, Tv.
Groß=Zimmern, 88; Valentin Wenzel, Tv. Aſchaffenburg=Damm;
Gott=
lieb Lindner, Taf. Offenbach=Bürgel; Franz Gemündt, Tv. Eckenheim;
16. Otto Hirſch, Tv. Idar, 87; Paul Kadel, Tv. Birkenau; Erich Dilges,
Tv. Gießen; Robert Fend, Tgd. Rödelheim; Friedrich Kindsvogel, Tv.
Weiſenau; 17. Adam Muth, Tgſ. Rödelheim, 86; Otto Schmück, Tgſ.
Büdingen, Wendelin Wilhelm, Tgd. Obertshauſen; Albert Gumbert, Tv.
Lorsbach i. T.; Willi Brönner, Tgd. Aſchaffenburg=Damm; Kark
Schä=
fer, Tgſ. Biebrich; 18. Franz Göttmann, Tv. Michelſtadt 85; Otto
Junghenn, Tv. 88 Eſchborn: Otto Simmer, Tv. Eppelsheim; Chr.
Hart=
mann, Tv. 77 Nied a. M.; Franz Rühl, Dv. Hauſen 60 (Frankf. a. M.);
Wilh. Nerlich, Tv. Erbenheim; Gg. Mack, Tad. Neu=Iſenburg; Willy
Wagner, Tv. Lorsbach; Ludwig Kleinkauf. Tv. Dolgesheim; 19. Wilh.
Geis, Hattersheim, 84; Adam Grünewald, Tgd. Griesheim a. M.; Albert
Schäfer, Tgſ. Neuwied; Adolf Stahl, Tbd. Wiesbaden; Hermann Topp,
Tv. Vorwänts Bockenheim; Friedrich Damm, Tv. Eckenheim (
Frank=
furt a. M.); Arthur Ritzel, Tv. 61 Bieber b. Offenbach; Seb. Lukas,
Tv. Finthen; Joſ. Bauer, Tgſ. Bieber b. Offenbach; 2. Erich Wagner,
Tv. Scheidt 88; Willy Sechſter, Tgſ. Wemmetsweiler; Rudolf Becker,
Tv. Jdda; Wilh. Fecher, Tgd. Obertshauſen; Anton Wolff, Tv.
Klingen=
berg; Otto Schäfer, Tgſ. Mainz=Mombach; 21. Aug. Langsdorf, Tv. 60
Bad=Nauheim, 82; Phil. Byand, Dolgesheim; Alois Häcker, Tgd.
Aſchaffenburg=Damm; Jof. Mandel, Tv. Lampertheim; Willy Volkhardt,
Tv. Vorwärts Frankfurt a. M.=Bockenheim; 22. Karl Wenzel, Tv. 60
Hochheim, 81; Friedrich Keßler, Tv. Hüttigweiler; Marti Koſer, Tgd.
Hainhauſen; Willy Schmidt, Tv. 61 Gelnhauſen; Karl Kaltwaſſer, Tv.
Bad=Schwalbach; Franz Sirt, Tſchft. St. Johann=Saarbrücken; Franz
Berninger, Tv. Obernburg a. M.; Erich Sehbold, Tv. Sobernheim;
Anton Schaman, Taſ. Johannisberg; Jakob Werner, T.= u. Sp.Cl.
Dietz; Alois Hauſer, Tv. Aſchaffenburg=Damm: Aug. Martine, T.=
Ge=
noſſenſchaft Jahn Tröſel; 23. Gg. Zeiler, Tv. 91 Bürſtadt, 80; Chr. Sahm,
Tgd. Jügesheim: Ludw. Stoll, Tgd. Aſchaffenburg=Damm; Kuno May,
Tv. 60 Bab=Nauheim; Willy Litzinger, Tgd. 79 Griesheim a. M.; Martin
Decker, Tad. 84 Obertshauſen; Phill. Trietſch, Pfaffen=Beerfurth; Gg.
Neff, Tgd. Hainhauſen; Hch. Holdenbaum, Tv. Simmern; Willy
Henne=
mann. Tv. 60 Hofheim; Alfred Rönnfeldt, T.= u. Sp.Gem. Fechenheim;
Hch. Laux, Tv. 48 Guntersblum; Adam Hartmann, Tv. Flörsheim;
Bernh. Kaſtenholz, Tſchft. Geiſenheim: Anguſt Beckmann, Tgd.
Hain=
hauſen.
Volkstümliche Meiſierſchaften.
Vierkampf der Turnerinnen (volkstümlicher).
1. Gertr. Müller Tv. Mainz 1817, 446 Pukte; 2. Lina Treuſch, Tgf.
Darmſtadt, 389 P.; 3. Tilly Fleiſcher Tgd. Eintracht Frankfurt, 379½
Punkte; 4. Eliſabeth Schauß, Tv. Biebrich, 378½ P.; 5. Luiſe Remy,
Tgd. Neunkirchen, 348 P.; 6. Lilli Fleinert, T.= und Spv. Eintracht
Wiesbaden. 344½ P.; 7. Elſe Bickelhaupt, Mtv. Gießen, 397½ P.;
8. Gretel Becker, Tv. Malſtatt, 309 P.; 9. Leni Hasmann, Tgd.
Neun=
kirchen, 308½ Pukte.
Einzelkämpfe:
Kugelſchocken der Turner: 1. Wengenroth, Tv. 1860 Frankfurt, 19,38
Meter; 2. Adolf Groh, Tv. Bechtheim, 17,87 Meter; 3. Alex Schall,
Tv. 1860 Frankfurt, 17,60 Meter.
Hochſprung Turnerinnen: 1. Gertrud Müller, Tv. 1817 Mainz, 1,45
Meter; 2. Elſe Bickelhaupt, Mtv. Gießen, 1,45 Meter; 3. Erna
Althaus, Mtv. Gießen, 1.35 Meter.
Speerwerfen Turnerinnen: 1. Leni Rethmann, Tv. Reinheim, 26,78
Meter; 2. Leni Hasmann, Tod. Neunkirchen 26,B Meter.
Schlagballwerfen Turnerinnen: 1. Tilly Fleiſcher, Tgd. Eintracht
Frank=
furt, 72,70 Meter; 2. Gretel Derlecke, Tv. Vorwärts Bockenheim,
54,30 Meter.
100 Meter=Lauf Turner: 1. Robert Helbig, Tv. 1817 Mainz, 11,00 Sek.,
2. Hermann Feiſtel, T., und Spp. Wiesbaden 1108 Sek., 3. Herm.
Schemmel, Tv. Vorwärts Bockenheim, 1104 Sek., 4. Karl Hedtler,
Tgſ. Sachſenhauſen, 11.05 Sek.
100 Meter=Lauf Turnerinnen: 1. Lieſel Linker, Tv. Bingen, 12,8 Sek.,
2. Gertr. Müller, Tv 1817 Mainz, 13,00 Sek 3. Maria Horn, Taf.
Sachſenhauſen, 132 Sek., 4. Lina Treuſch, Tgf. Darmſtadt, 13,3 S.
4X100 Meter=Staffel Turnerinnen: 1. T.= und Spv. Wiesbaden 53,8
Sek.; 2. Mänuerturnverein Gießen 54,5 Sek.; 3. Turnverein
Mal=
ſtatt 54,9 Sek.
Weitſprung Turnerinnen: 1 Getr. Müller Tv. 1817 Mainz, 5,11 Meter;
2. Lieſel Linker, Tv. Bingen 4,85 Meter; 3. Luiſe Remy, Tgd.
Neunkirchen, 4,70 Meter; 4. Erna Althaus, Mtv. Gießen, 4,65 M.
Diskuswerfen Turner: 1. Willi Wagner, Tgd. Sprendlingen, 36,34
Meter; 2. Adolf Pfeffer, T.= und Spp. Nieder=Erlenbach 34,91
Meter; 3. Kurt Gothe Tv. Vorwärts Bockenheim, 32,85 Meter;
3. Wilhelm Allgeier, Tgd. Worms, 32,85 Meter.
Speerwerfen Turner, beſtarmig: 1. Franz Kern. T.= und Sppg. Mainz,
52,78 Meter; 2. Alex Schall, Tv 1860 Frankfurt, 47,15 Meter;
3. Hermann Topp, Tv. Vorwärts Bockenheim, 44,20 Meter.
Speerwerfen, beidarmig: 1. Richard Wiener, Tv. Bad=Nauheim, 69,76
Meter; 2. L. Hühnlein, Tgſ Aſchaffenburg, 63,35 Meter; 3. Willi
Schmidt, Tv. Schwanheim, 62,30 Meter.
Kugelſtoßen Turnerinnen: 1 Gretel Derlecke, Tv. Vorwärts
Bocken=
heim, 9,61 Meter; 2. Elſe Schmidt, Tgſ. Koblenz, 9,48 Meter;
3. Loni Krier, Tv. Hauſen, 9,30 Meter.
Diskuswerfen Turnerinnen: 1. Gretel Oerlecke, Tv. Vorwärts
Bocken=
heim, 25,41 Meter; 2. Leni Hasmann, Tad. Neunkirchen B31 M.
Kugelſtoßen beſtarmig: 1. Ernſt Wengenroth, Tv. 1860 Frankfurt, 12,50
Meter; 2 Paul Dreſch Schlagballverein Saarbrücken, 11,58 Meter;
3. Willy Beck, Tv. Rüſſelsheim, 11.30 Meten.
Weitſprung Turner: 1. Karl Prieß, Tv. Kreuznach, 6,70 Meter: 2. Vikt.
Schank, Tv. Tiefenſtein, 6,61 Meter; 3. Auguſt Diehl, Tgd.
Born=
heim, 6,51 Meter; 4. Robert Schank, Tv. Tiefenſtein, 6.47 Meter.
Schlagballwerfen Turner: 1. Georg Frank, Schlagballverein
Saar=
brücken, 100.10 Meter; 2. Lamotte Tad. Rüſſelsheim, 95,2 Meter;
3. Stanbeck, Tv. Flörsheim, 90,38 Meter.
4X100 Meter=Staffel Turner: 1. Taſ. Sachſenhaufen 45,4 Sek., 2. Tſch.
St. Johann 45,6 Sek 3. Tv. Vorwärts Bockenheim 45,8 Sek.,
4. Taſ. Koblenz 46,2 Sek.
4X400 Meter=Staffel: 1 Taf Sachſenhauſen 3:35 Min., 2. Tv
Saar=
brücken von 1848 3:374 Min., 3. Tv. 1817 Mainz 3:41,7 Min.
400 Meter=Lauf Turner: 1. Georg Braun, Tv. Homburg, 51,6 Sek.;
2. Kuno May, Tv. Bad=Nauheim, 52,4 Sek.; 3. Ludwig Thiriot,
Tv. Völklingen, 53,9 Sek.
1500 Meter,Lauf Turner: 1. Hofmann, Tv. 1860 Frankfurt, 4:90 Mim:
2. Ferd. Braubach, Tgſ. Koblenz, 4:B,2 Min.; 3. Wilhelm Becker,
Tad. Sprendlingen 4:30,8 Min.; 4. Otto Schwab, Tgd. Mieder=
Ingelheim, 4:32.1 Min.
110 Meter=Hürden Turner: 1. Karl Prieß, Tv. von 1869 Kreuznach,
16,3 Sek.; 2. Adam Bubach, Tgd. Nieder=Ingelheim, 173 Sek.
3. Heinrich Duhme, Tgd. Rödelheim, 17,5 Sek.
3X1000 Meter=Staffel: 1. Tv. von 1817 Mainz 8:22,2 Min., 2. Tv.
1860 Frankfurt 8:34,6 Min., 3. Schlagballverein Saarbrücken
8:36 Min.
Stabhochſprung Turner: 1. Franz Kern, T.= und Spv. Mainz. 3,50
Meter; 2. Andreas Jäger, T.= und Sppg. Weißkirchen, 3,40 Meter;
3. Eduard Schott, Tv. Seckbach, 3,20 Meter.
Kugelſtoßen beidarmig Turner: 1. Ernſt Wengenroth, Tv. 1860
Frank=
furt, 22,99 Meter; 2. Auguſt Langsdorf, Tv. Bad=Nauheim, 21.B
Meter; 3. Hermann Bentz, Tv. 1848 Saarbrücken, 20,79 Meter.
Schleuderball Turner: 1. Hans Emrich, Tad. Worms, 55,19 Meter;
2. Ernſt Wengenroth, Tv. 1860 Frankfurt, 54,43 Meter; 3. Kurtz
Gothe, Tv. Vorwärts Bockenheim, 53,80 Meter.
Fußball.
Sportverein Darmſtadt—Fußballklub Union.
Allenthalben rüſter Süddeutſchlands Fußballbezirksliga zu den
be=
vorſtehenden Kämpfen. Viele Vereine haben die Sommenpauſe nicht
müßig verbracht. Nach reiflicher Erwägung, wurde die Spreu vom
Weizen geſondert, das vorhandene beſte Material in beſonders eifriges
Training genommen. Für den am 14. Auguſt beginnenden Spielanfang
heißt es, gerüſtet zu ſein. Es gilt mehr, als ſich nur die Beirksliga zu
erhalten. Es gilt auch das Anſehen des Vereins. Leiſe taſten
nunmehr=
die Vereinsleiter mit ihren Auserkorenen nach außen. So auch beim
Sportverein Darmſtadt. Der Abſchluß eines Uebungsſpiels mit
beider=
ſeits vollen Kräften ſoll gewiſſermaßen den Auftakt bilden. Darmſtadts
Union und die Liga des Sportvereins haben vereinbart,
heute, Mittwoch abend, um 7 Uhr, im Stadion die Klingen zu
kreuzen. Den Anhängern des Lederballs ſteht damit das erſte
fußballe=
riſche Ereignis im neuen Spieljahr bevor. Der Beſuch dürfte ſich lohnen.
8. Rhönſegelflugwettbewerb. Den ganzen Dienstag über dichter
Nebel auf der Waſſerkuppe. Von Segelflugtätigkeit konnte daher keine
Rede ſein. Nur Nehring, wohlauf trotz ſeiner ſchweven Landung von
geſtern, flog den Münchenern ihr „Münchener Kindl” zum erſten Male
ein. Ueberall war alles eifrig im Lager beim Baſteln, Hämmern,
Flic=
ken an den Maſchinen.
Großes Stuten=Jagdrennen in Karlshorſt. Für vier= und fünffähr.
Stuten. Ehrenpreis und 10 000 Mk. 4000 Meter. 1. E. Gottſchalls
Rheinland (W. Ackermann); 2. Morgenpracht; 3. Groſa. Ferner:
Male=
partus, Bandola, Victoria, Mirabelle, Halca, Mariza, Prinzeß Frohſim,
Doremi. Tot.: 154, Pl. 46, 38, 45:10. ½—34 Lg.
Geſchäftliches.
Bücher ſind bleibende Werte!
Beſonders gute Bücher ſind es! Sie ſchaffen nicht nur immer
wieder geiſtige Anregung, ſondern bereiten auch jedem Beſitzer immer
wieder Freude am eigenen Bücherſchatz. Es iſt daher hoch zu ſchätzen,
wenn ein Verlagshaus wie beiſpielsweiſe der „Hanſeaten=Verlag”
Walter Zutavern, Hamburg 13, Hallerſtraße 70, jedem Gelegenheit gibt,
mit kleinſten Mitteln ſich gute Bücher anzuſchaffen. (Siehe heutige
Anzeige.)
Rund=Funk=Programme.
Frankfurt.
Mittwoch, 3. Auguſt. 12: Uebertr. des Glockenſpiels aus dem
Darmſtädter Schloß. o 15.30: Rektor Wehrhan: Die Sachſen und
Frieſen. 16.30: Konzert. Mitw.: Anne Lönholdt (Sopran).
6 17.45: Bücherſtunde. 6 18.15: Pfarrer Taesler: Schopenhauer
über die Nichtigkeit und das Leiden des Daſeins. O 18.45: F. Pütz:
terne. — Fall: Brüderlein fein.
Stuttgart.
Berlin.
Mittwoch, 3. Auguſt. 6: Gymnaſtik. O 13.45: Uebertr. des
Glockenſpiels von der Parochialkirche Berlin. 0 15.30: Anna Drewitz:
Süße Speiſen auf mancherlei Weiſen. O 16.30: Dr. Nagelſchmidt:
Strahlenbehandlung und Geſchwülſte. o 17: Letztes Kinderfeſt:
O 19.05: Kramarski: Hinter den Kuliſſen der Kuliſſenwelt. 0 19.303
Rechtsfragen. 20: Prof. Goerke: Im Tal des Todes. 0 20.303
Dr. Becce’s Kammer=Orcheſter. Joh Strauß: Polka Violetta,
Der Klügere gibt nach. — Thormann: Huſaren=Quadrille. — Joh.
Strauß: An der ſchönen blauen Donau. — Hollgender: Willſft
du mein Couſinchen ſein. 0 21: Arkadi Awertſchenko. Der
Spar=
pfennig. — Ein angenehmer Gaſt. — Der gezwungene Kranke. —
Wie ich dazu kam, Grotesken zu ſchreiben. H. Vallentin Rezitat.
21.30: Dr. Becce’s Kammer=Orcheſter. Gounod=Lange: Fauſtz
Foxtrot. — Bertuſch und Grothe: Alfano, Tango. — Henderſon:
Charleſton. — Branſen: Blaue Nacht, Blues. — Polla: Chink Forz
trot. — Berlin: Haunting melody, Boſton. — Nicholls: Picador,
Oneſtep. 22.30: Wanderluſt. Mitw.: Kapelle Gebrüder Steiner?
Die Märkiſche Singſchar.
Stettin. Mittwoch, 3. Auguſt. 20.30: Kinderland. Mitw.:
Dora Dahms (Sopran), Kinderchor, Kammerorcheſter. Horvathz
Diabelli. Sonate op. 33. — Zilcher: Rabe. Vogel am Fenſter.
Vogel. — Mendelsſohn: Frühlingsgruß. — Schotte: Im Maien.
— Krauſe: Tanzlied. — Ed. von Strauß: Beim Birnenſchütteln.
Engel=Beſtimmung. Haſenſalat. — Das Mühlrad, Volksweiſe. —
Weber: Wiegenlied. — Gute Nacht Volksweiſe vom Mittelrhein.
— Haydn: Kinder=Sinfonie. — Zilcher: Eichhorn und Wind. Wo
ſind alle die Blumen hin? Abend. — Silcher: Aus dem Himmel
ferne. — Die Sonne ſcheint nicht mehr. — Anna Suſanna,
Tanz=
lied. — Reger: Des Kindes Gebet. Klein Marie. Zum Schlafen.
— Rotter: Ein Sträußchen am Hute. — Des Schäfers Wunſch.
— Marſchlied. — Romberg: Kinder=Sinfonie, op. 62.
Königswuſterhauſen. Mittwoch, 3. Auguſt. 6: Gymnaſtik. 0 12:
Einheitskurzſchrift. O 15: Einheitskurzſchrift für Anf. e 16: Dr.
Mauermann: Deutſche Grammatik in Berliner Schulen. e 16.30:
Prof. Reichenbach: Die elektriſche und die quantenhafte Natur des
Lichtes. o 17.30: Dr. Birkenfeld: Frank Thieß Einl) Thieß
lieſt aus eigenen Werken o 18: Phyſik und Chemie. 6 18.30=
Engliſch für Anf. o 18.55: Ob.=Reg.=Rat Lenz: Die
Steuer=
einnahmen jetzt und vor dem Kriege. O 19.20: Mm=Rat Goslar=
Die Technik des modernen Staates.
Wetterbericht.
Witterungsausſichten für Donnerstag, den 4. Auguſt,
(nach der Wetterlage vom 2. Auguft).
Vielfach aufheiternd, Temperaturen anſteigend und meiſt trocken.
Die Heſſiſche Wetterdienſtſtelle.
Hauptſchriftleitung: J. V.: Max Streeſe.
Veranworiſich für Politi und Wirtſchaft: J. V.: Andreas Bauer, für Feullleion, Reich und
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Sicreſe, für Spoct: Dr. Eugen Buhlmann
ür den Handel: Ur. C. H. Quetſch” für den Schlußdienſi: Andrea” Bauer; für
„Die Gegenwart”: Dr. Herbert Nette: für den Inſeratenteil. Willy Kuble.
Lnu und Verlag 4 C 4 ittich — ämtlich in Darmſtadt.
Füc unver angte Mannilripie wird Garanttie der Rückſendung n ich / übernommen.
Die heutige Nummer hat 12 Geiten.
[ ← ][ ][ → ]Geite 8
Reich und Ausland
25 000 Dollar für den erſten
Deutſchland=Amerika=Flieger.
Sammlung amerikaniſcher Induſtrieller
für einen Ehrenpreis.
Mr. Spinkler,
der bekannte New Yorker Großinduſtrielle hat unter
ſeinen Kollegen eine Sammlung zur Schaffung eines
25 000 Dollar=Preiſes für den erſten Flieger angeregt,
der aus Deutſchland nach Amerika fliegt. Mr.
Spinkler ſelbſt hat die Sammlung mit Zeichnung
eines namhaften Betrages eröffnet.
Vorkehrungen für den Beſuch der
Jugend=
ausſtellung im Schloß Bellevue.
Zur Ausſtellung der deutſchen Jugend „Das junge
Deutſchland”, die vom 12. Auguſt bis 25. September
1927 im Schloß Bellevue ſtattfindet, werden viele
Be=
ſucher aus den Kreiſen der Jugendbünde, Lehrer und
Jugendpfleger in Berlin erwartet. Wie wir hören,
werden an verſchiedenen Sonntagen aus allen Teilen
des Reiches Sonderzüge nach Berlin geleitet werden.
Unter anderem werden am 20.—21. Auguſt 1927
Son=
derzüge aus Hamburg, Lübeck, Mecklenburg und dem
Freiſtaat Sachſen eintreffen, deren Inſaſſen an dem
geplanten großen Jugendfeſt im Volkspark
Haſenheide teilnehlen wollen. Es ſind für
dieſen Tag von der Ausſtellungsleitung zahlreiche
Veranſtaltungen (Handpuppenſpiele, Laienſpiele und
Tanzvorführungen, Sing= und Sprechchöre uſw.) in
Ausſicht genommen, ſo daß die auswärtigen Beſucher
gewiß auf ihre Rechnung kommen werden.
Frankfurter Chronik.
WSN. Aus dem Affenſtein
entſprun=
gen. Am Samstag abend wurde in Bad Homburg
von der Polizei ein Geiſteskranker aufgegriffen, der
aus dem Frankfurter Affenſtein ausgebrochen und in
Anſtaltskleidung mit der Lokalbahn nach Bad
Hom=
burg gefahren war. Er wurde wieder in die
An=
ſtalt eingeliefert.
Naturſchutztag in Kaſſel.
Kaſſel. Der vom 1. bis 6. Auguſt hier
ſtatt=
findende „Große Deutſche Naturſchutz=Tag”, begann
am Montag mit einem Begrüßungsabend, auf dem
Staatsrat v. Reutter=München, der erſte Vorſitzende
des deutſchen Ausſchuſſes für Naturſchutz, die
Teil=
nehmer an der Tagung, insbeſondere die Vertreter
aus dem beſetzten Gebiet, dem Saargebiet, Danzig,
Oeſterreich, Rußland und der Tſchechoſlowakei
herz=
lich willkommen hieß und den Vertretern der
Behör=
den für die bewieſene Anteilnahme dankte. Die
eigentliche Tagung begann am Dienstag vormittag.
Vier Perſonen bei einem Zuſammenſtoß verletzt.
Berlin. An einer Kreuzung der Müllerſtraße
im Norden Berlins ſtieß am Dienstag früh ein
Straßenbahnwagen mit einem Laſtkraftwagen
zuſam=
men. Dabei wurden der Führer des
Straßenbahn=
wagens und zwei Inſaſſen ſchwer, ein anderer
Fahr=
gaſt leicht verletzt.
Ex=Parlamentarier und Ex=Zuchthäusler.
Der Deutſchenfreſſer Bottomley wieder
in Freiheit.
Mittwoch, den 3. Auguſt 1927
Horatio Bottomley
war ein berüchtigter Deutſchenhetzer im engliſchen
Parlament, bis er im Jahre 1922 als Defraudant
und Betrüger entlarvt, zu ſieben Jahren Zuchthaus
verurteilt und in öffentlicher Parlamentsſitzung mit
Schimpf und Schande aus der Reihe der
Abgeord=
neten geſtoßen wurde. Kaum iſt der 67jährige nach
fünfjähriger Haft frühzeitig aus dem Zuchthaus
ent=
kaſſen worden, als er ſchon einen großen journaliſti=
Eine deutſche Landkraftführerſchule.
Motorpflugführer in vier Wochen.
Motorpflugführer für die Landwirtſchaft werden in der Deutſchen Landkraftführerſchule
ausgebil=
det. Sie iſt die einzige ihrer Art im ganzen Reiche. Die Schüler genießen eine eingehende
Aus=
bildung an Motorpflügen und Zugmaſchinen aller Syſteme und legen nach vier Wochen eine
Ab=
ſchlußprüfung ab. Unſer Bild zeigt einen Fahrſchüler mit Raupenſchlepper.
Europas größtes Schiffshebewerk an der Oder.
Ueberwindung eines Gefälles von 32 Metern.
Das Modell des Schiffshebewerks Niederfinow,
welches das größte Ingenieurbauwerk dieſer Art auf dem Kontinent wird. Neben den bereits
vorhandenen Schleuſen ſoll das Rieſenwerk einen neuen Abſtieg vom Hohenzollern=Kanal zur
Oder ſchaffen und ein Gefälle von 32 Metern durch einen Hub der Schiffe überwinden.
Fünf Perſonen vom Blitz getroffen.
DD. Osnabrück. Am Sonntag ging ein ſtarkes
Gewitter über Osnabrück nieder, das verſchiedentlich
ſtarke Schäden anrichtete. Drei Häuſer wurden vom
Blitz entzündet, doch ſind Menſchen nicht zu Schaden
gekommen. Einiges Vieh iſt in den Flammen
um=
gekommen. — In der Nähe von Holzhauſen ſchlug
der Blitz in einen Neubau, in dem acht Perſonen
Schutz geſucht hatten. Fünf Perſonen, zwei Männer
und drei Frauen, wurden vom Blitz getroffen,
er=
litten aber glücklicherweiſe keine tödlichen
Verletzun=
gen. Sie haben mehr oder weniger ſchwere
Läh=
mungen und Brandwunden davongetragen.
Grubenunglück bei Glasgow.
Glasgow. In einem Bergwerk in der Nähe
von Glasgow wurden zehn Bergleute infolge einer
Grubenexploſion von der Außenwelt abgeſchloſſen.
Man glaubt jedoch, daß alle zehn noch am Leben ſind.
— Nach ſiebenſtündiger Arbeit gelang es, die infolge
der Exploſion in einem hieſigen Bergwerk
verſchütte=
ten Bergleute zu bergen. Zwei waren tot, die übrigen
acht ſchwer verletzt.
Der aufſehenerregende Mord in Wien.
EP. Wien. Hermann Jaroſch, der, wie wir
meldeten, am Sonntag ſeine Tante erdroſſelte und
beraubte, hat in der vergangenen Nacht ein
um=
faſſendes Geſtändnis abgelegt. Danach hat ihn ſein
Onkel, der Ehemann der Tante, zu der Tat
ange=
ſtiftet, um ſich in den Beſitz einer Verſicherungsſumme
zu ſetzen und das Geſchäftslokal ſeiner Frau zu
ver=
äußern. Nach den Angaben Jaroſchs iſt ihm der
Onkel ſogar bei der Erdroſſelung behilflich geweſen.
Der Fall ſollte ſo dargeſtellt werden, als ob ein
Selbſtmord vorliege, zu welchem Zwecke die Leiche
an einen von dem Ehemann Matz an der Wand
an=
gebrachten großen Haken aufgehängt werden ſollte.
Aus dem Scheintod erwacht.
DD. Paris. Ein Erwachen aus dem Scheintod
ereignete ſich, wie die Pariſer Preſſe aus Madrid
meldet, in Caſabermop. Eine ältere Frau, Florescina
Huescan, war vor einigen Tagen verſtorben, ſofern
man dem Totenatteſt des Arztes Glauben ſchenken
darf. Der Körper der Frau war in den Sarg gelegt.
Während der Ueberführung der Leiche von der Kirche
auf den Friedhof gelang es der Toten, den Sargdeckel
zu öffnen, um als erſtes Eſſen zu verlangen. Die
entſetzten Trauergäſte entflohen auf das eiligſte, ſo
daß Florescina Huescan ſich allein nach Hauſe
be=
geben mußte. Sie ſoll ſich heute beſter Geſundheit
erfreuen.
Vor Schreck die Erinnerung verloren.
DD. Bozen. Die Hirten einer Alpenhütte am
Ritten bei Bozen hörten aus der Ferne Hilferufe.
Als ſie Nachſchau hielten, fanden ſie einen Mann, der
ſich ſchwebend über einem tiefen Abgrund an einem
Felshang feſthielt. Nachdem es den Hirten gelungen
war, den Verunglückten aus ſeiner Lage zu befreien,
bemerkten ſie, daß er infolge des ausgeſtandenen
furchtbaren Schreckens ſein Erinnerungsvermögen
vollſtändig eingebüßt hatte, ſo daß er nicht einmal
ſeinen Namen angeben konnte. Wer der Touriſt iſt,
konnte infolgedeſſen noch nicht feſtgeſtellt werden. Es
ſtellte ſich nur heraus, daß er von Sterzig
ausge=
gangen war und das Paſſeier Joch überſchreiten
wollte.
Die Fliegerei.
EP. Paris. Zwiſchen der „Columbia” und dem
„Oiſeau Bleu” hat nach Blätterberichten ein luſtiges
Wettrüſten eingeſetzt, da die Mannſchaften beider
Flugzeuge ſich bemühen, zuerſt mit ihren
Vorberei=
tungen fertig zu werden. Bei der „Columbia” ſind
nur noch die Zuſatztanks einzubauen und dann die
Benzinbehälter zu füllen, was in der Nacht vor der
Abfahrt erfolgen könnte. Sie wird 2500 Liter
Ben=
zin mitnehmen. — Allerdings laufen in letzter Zeit
wieder Gerüchte über Meinungsverſchiedenheiten
zwiſchen Levine und Drouhin, die dadurch entſtanden
ſind, daß Drouhin ſich vor wenigen Tagen geweigert
haben ſoll, ſeinen Kommanditär zum Luftderby nach
London zu befördern. Wie weit dieſe Gerüchte
zu=
treffen, läßt ſich ſchwer feſtſtellen. Jedenfalls iſt ein
Termin für die Abfahrt der „Columbia” bisher nicht
bekanntgegeben worden, während es früher
allge=
mein hieß, Levine beabſichtige, um den 1. Auguſt
herum den Flug nach New York anzutreten. — Der
„Blaue Vogel” hat ſich bei ſeinen bisherigen
Flug=
verſuchen als zu ſchwach auf den Beinen erwieſen,
denn das Fahrgeſtell vermochte die auf ihm ruhende
Laſt nicht zu tragen, ſo daß es geändert werden muß.
Die Exploſion auf dem japaniſchen Minenleger.
Tokio. Nach amtlicher Mitteilung wurden bei
der Exploſion auf dem japaniſchen Minenleger „
To=
kiwa” 5 Offiziere und 33 Mann getötet und 47
ver=
wundet.
Chamberlin von der „Leviathan” geſtartet.
New York. Der Start Chamberlins von der
Leviathan iſt mit einſtündiger Verſpätung, die von
einem ſtarken Gewitter bedingt war, glatt
durch=
geführt worden. Die Landung auf dem Flugplatz in
Teterboro war jedoch wegen Nebels unmöglich, ſo
daß Chamberlin nach Curtisfield weiterfliegen
mußte, wo er niederging. Der Vorſitzende O’Connor
der amerikaniſchen Staatlichen Schiffahrtslinie hat
erklärt, daß er mit dem geglückten Verſuch
Cham=
berlins, Poſt vom Ozeandampfer per Flugzeug an
Land zu bringen, ſehr zufrieden ſei. Die
amerika=
niſchen Ozeandampfer würden ſowohl im Pazifik wie
auch im Atlantik künftig mit Flugzeugen ausgeſtattet
werden, die regelmäßig die Poſt bereits von See aus
an Land bringen würden. In beſonderen Notfällen
ſoll den Flugzeugen der Ozeandampfer geſtattet
wer=
den, auch Paſſagiere mit an Land zu nehmen.
EP. Waſhington. Auf Grund des
erfolg=
reichen Verſuchs Ckamberlins, der von dem auf hoher
See befindlichen Dampfer „Leviathan” nach New
York flog, wird der Marine=Ausſchuß der
Vereinig=
ten Staaten, wie ſein Direktor O’Connor ankündigt,
mehrere zwiſchen den Vereinigten Staaten und
Europa ſowie zwiſchen Amerika und Japan
ver=
kehrende Dampfer mit Flugzeugen ausrüſten, um
dadurch die Ankunft der europäiſchen und japaniſchen
Poſt zu beſchleunigen.
Die neuen Ozeanflüge.
EP. NewYork. Auf dem Flugplatz
Curtis=
ſield fand die feierliche Taufe des Flugzeugs ſtatt,
mit dem Berthaud den direkten Flug New York—
Rom auszuführen gedenkt. Es erhielt den Namen
„Old Glory”.
Ein ſchweres Feſſelballonunglück in Frankreich.
Paris. Wie die „Humanité” mitteilt, kam es
infolge der Sorgloſigkeit der Militärbehörden und
der Unfähigkeit eines Offiziers bei Manövern mit
einem Feſſelballon zu einem ſchweren Unfall in
Wal=
dahon bei Beſancon. Dabei wurden fünfzehn
Re=
ſerviſten verletzt. Drei mußten in hoffnungsloſem
Zuſtande in das Hoſpital überführt werden. Die
Reſerviſten ſollen die weitere Teilnahme an den
Ma=
nödern verweigern. Unter ihnen und der
Zivilbevöl=
kerung herrſche große Erregung.
Nummer 213
Furchtbare
Brand=
kataſtrophe.
Drei Wohnhäuſer und 39
Scheunen niedergebrannt.
fm. Karlsruhe. In der Nacht zum Diensta
entluden ſich in der Umgebung von Karlsruhe ſech
ſchwere Gewitter, die insbeſondere den Ort Liedols;
heim ſchwer heimgeſucht haben. Der Blitz ſchlug in
ein Wohnhaus und zündete. Trotz des niederſtrömern
den Regens verbreitete ſich das Feuer mit unheinn
licher Schnelligkeit und in kurzer Zeit ſind drar
Wohnhäuſer und 39 Scheunen ein Raub der Flany
men geworden. Die Scheunen waren zum größten
Teil mit Erntevorräten angefüllt. Nach dem Brandö
bildete ein ganzer Häuſerkomplex einen Trümmew
haufen. Während es gelang, ein Wohnhaus recht
zeitig zu räumen, brannte das große Gaſthau.;
Fürniß mit ſämtlichem Mobiliar und Warenvorräter;
nieder und ſogar ein größerer Geldbetrag wurdo
ein Raub der Flammen. Eine Zeitlang ſtanden dii
an der Hochſtätt=, Friedrichs=, Herren=, Bächel= unß.
Hauptſtraße gelegenen Gebäude in Flammen, die ſich,
infolge des herrſchenden Sturmes mit raſender Ges
ſchwindigkeit ausgebreitet hatten. Außer den Feuer=p
wehren der nächſten Umgebung wurde auch die Karls=”
ruher Berufsfeuerwehr zu Hilfe gerufen. Die Teles
phonleitungen waren ſofort geſtört, ſo daß es nichtn
gelang, ſich ſofort nach Entſtehung des Brandes mitu
den auswärtigen Feuerwehren in Verbindung zu
ſetzen. Die Feuerwehren arbeiteten die ganze Nacht:
hindurch. Der Bewohner hatte ſich eine ſchreckliches
Panik bemächtigt. Die wenigen Ortsfeuerwehrey
reichten bei weitem nicht aus, um auch nur den 7
Brand an ſeinem ſchnellen Umſichgreifen zu hindern",
Kinder, Frauen Männer und eine in die Tauſen)
gehende Zahl von herbeigeeilten Dorfbewohnn
ſchleppten in Eimern, Fäſſern und ſonſtigem Ger
das Waſſer aus den Brunnen und Waſſerleitungn /
herbei, um bei der Bekämpfung des Feuers mitzu
helfen. Menſchenleben ſind nicht zu Schaden gekom
men, ebenſo konnte das Vieh gerettet werden. Der 7
Sach= und Gebäudeſchaden wird auf zwei
Mile=
lionen geſchätzt und iſt nur teilweiſe durch Vepo
ſicherung gedeckt.
Großfeuer bei Heidelberg.
Nußloch bei Heidelberg. Nachts brach aus
bisher unbekannter Urſache in einer Scheuer Feuer /
aus, das ſich ſehr ſchnell auf benachbarte Häuſer und 7
Scheunen ausdehnte. Trotz der angeſtrengteſten
Löſcharbeiten der Feuerwehren konnten die von
Feuer ergriffenen Gebäude nicht mehr gerettet
wer=
den. Menſchenleben ſind nicht zu beklagen, dagegen
ſind Geflügel und andere Haustiere verbrann.
Mehrere Familien ſind obdachlog X
Rieſenbrand in einer rumäniſchen Stadl.
Bukareſt. Am Montag früh brach in der
Stadt Huſſi an der Moldau Großfeuer aus, das ſich
raſch ausbreitete. Obwohl von den benachbari
Städten Militär und Feuerwehr zur Löſcharli
herangezogen wurden, konnte der Brand nicht iſt
gedämmt werden, ſo daß am Abend ein großer
der Stadt in Flammen ſtand. Von den 15 000 En
wohnern ſind bereits mehrere tauſend obdachlo
Großer Waldbrand in Ligurien.
EP. Genua. In den Wäldern oberhalb
Mone=
glias in Ligurien iſt plötzlich ein Waldbrand
ausge=
brochen. Die Löſcharbeiten geſtalten ſich ſehr ſchwierig,,
da das Feuer bereits einen großen Umfang
angenom=
men hat. Feuerwehr und Miliz ſind von Genua
ab=
gegangen.
Piraten=Ueberfall.
EP. London. Der auf der Fahrt von
Hong=
kong nach Saigun befindliche norwegiſche Dampfer
„Solwiken” wurde von chineſiſchen Piraten, die ſich
als Paſſagiere an Bord geſchmuggelt hatten und des
Kapitän töteten, ſeiner Ladung im Werte von 25000
Dollar beraubt. Die Paſſagiere mußten den Piraten
ihre Wertſachen aushändigen. Außerdem wurden ach
Reiſende von den Räubern zurückgehalten, um Löſe
geld zu erpreſſen.
Rieſige Opfer des amerikaniſchen Automobib
Verkehrs.
Waſhington. Die amerikaniſche Automohg
handelskammer meldet, vom 1. Januar 1919 bis zud
31. Dezember 1926 wurden 137 000 Perſonel
durch Automobile getötet, gegen 1200
Soldaten im Weltkriege. 27 Prozent der Getöteg
ſind Kinder unter 15 Jahren. Im letzten Joſe
allein wurden 23 000 durch Automobile verletzt,
Januar 1919 3½ Millionen.
Ausbruch des Peſuvs.
EP. Rom, 1. Auguſt.
Der Ausbruch des Veſuvs beginnt großen Im
fang anzunehmen. Nach Mitteilung des
Direlton=
der Veſuvwarte, Profeſſor Malladra, iſt die Lahe
in der Nacht vom Sonntag auf Montag in das
Inferno=Tal eingedrungen, indem ſie die Abſpen
rungsdämme überflutete und nun langſam über 9e
ſchluchtartigen Abhänge in der Richtung auf Terzicne
fließt. Die Ausbruchtätigkeit hatte ſich ſchon an
Sonntag merklich verſchärft. Der am 29. Juli an
Fuße des inneren Kegels begonnene Ausbruch
nach kurzem Stillſtand, während dem der Strom bo‟
Perſonal der Veſuvwarte aus der Nähe photogte
phiert werden konnte, Sonntag mittag wieder
Gang gekommen. Der Lavaſtrom dehnte ſich über 90
weſtliche Viertel des Kraters aus und ſpeiſte nas
einer Strecke von einem Kilometer zahlreiche Lahe.
flüſſe, die ſich über die nordöſtliche Grundfläche 9e
Kraters ausdehnen. Am Sonntag war um ½1 4.
im Oſten der Rand des Kraters auf einer Länge 9o‟
100 Metern erreicht. Nachmittags 4 Uhr began”
bereits der Ausfluß ins Infernotal längs der kleine”
Schlucht, die im letzten November dem Lavaabſit?
diente. Zum Glück handelt es ſich um eine zähflüſſibe
langſam fließende Lava, die ſich in Bufola im Iie
fernotal ſtauen wird, ohne zu weit vorzudring‟‟
Auch die Exploſivtätigkeit des Veſuvs bleibt /.
ſtart mit heftigem und reichlichem Schlackenauswu.”
Die äußeren Abhänge des Kegels ſind ſtark e
Schlacken und glühenden Körnern von Bohnengreb
bedeckt, von denen auch eine Menge kleinerer. ſe
das Obſervatorium und die Einſiedelei niedergeſan”.
ſind.
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Mummer 213
Mittwoch, den 3. Auguſt
Beſ=Neueſte Nachnchten
Vom Holzmarkt
Sibt uns unſer Mitarbeiter: Die Beurteilung der Lage am
Holz=
nikt iſt zur Zeit ſehr verſchieden und ſchwankt je nach der
Einſtel=
mi zur vorausſichtlichen Entwicklung des Baugeſchäfts. Es kann nicht
vhrfelhaft ſein, daß der Baumarkt ſich im Juli verſchiedentlich gehoben
aber ebenſo unzweifelhaft iſt das Kapital ſehr knapp geworden.
letzten Ende hängen Wohl und Wehe der Holzwirtſchaft, wenn auch
r ganz, ſo doch ſehr ſtark vom Ausſehen des Kapitalmarktes ab.
Be=
nswert vor allem für den ſüddeutſchen Holzmarkt iſt die Tatzſache,
öſterreichiſche Werke ſehr ſtark arbeiten; allem Anſcheine nach haben
Unruhen in Wien die Sägewerke noch verkaufsluſtiger gemacht. Es
ſcht am öſterreichiſchen Markte keine feſte Stimmung. Jodenfalls
eut ſich die par. beſ. Ware aus Oeſterreich, über Salzburg geliefert,
n. etwa 4.— Mk. je Kbm. billiger, als die ſüddeutſche. Freilich ſind
e:Zahlungsbedingungen ſchwieriger; meiſt wird Barzahlung verlangt,
Ausnahmeſtellung nehmen nur einzelne ältere Firmen mit
bekann=
m. Namen ein. Das Geſchäft in Tannenbalken iſt ruhig
ge=
vl den. Nachfrage beſteht nach Bahnſchwellen aller Art, ebenſo nach
elsgraphenſtangen, wobei die Erwägung ausſchlaggebend iſt, daß die
Frage kommenden Behörden ſich im Herbſt wegen größeren
Verge=
ungen an den Markt wenden werden. Erlenſchnittholz konnte ſich leicht
eker befeſtigen, da die Einfuhr aus Wolhynien wegen der immer noch
iſtehenden Sperre und der im Verhältnis geringen Einfuhrkontingente
mrer dem tatſächlichem Bedarf zurückbleibt.
Wirtſchaftliche Rundſchau.
Der Kursſtand der Aktien Ende Juli 1927. Die Commerz= und
ruvatbank hat in ihrem Monatsbericht wieder eine Tabelle über den
uiesſtand der an der Berliner Börſe amtlich notierten Aktienwerte
nie Juli im Vergleich zum Vormonat aufgemacht. Insgeſamt ergibt
chi gegenüber dem Vormonat nur eine relativ kleine Veränderung. Auf
n) über Parität befanden ſich Ende Juli 65,9 Prozent aller zur
Notie=
ung gelangten Werte gegenüber 66,1 Prozent Ende Juni. Die
Börſen=
ewregung im Monat Juli ſtand vor allem im Zeichen einer Bewegung
er Spezialwerte. Während das Gros der Aktien vernachläſſigt war
u= ſich kaum weſentlich veränderte, erlebten eine Reihe führender
Bawte eine beträchtliche Aufwärtsbewegung; ſo erklärt es ſich auch,
ai, in der oberſten Stufe eine Vermehrung der Werte ſtattfand. Neben
50. Prozent notierten 5,1 gegen 4,9 Prozent der Geſamtzahl der Aktien.
in übrigen hat eine Verſchiebung zugunſten der mittleren Kursſtufen
ſcttgefunden. Von 50 bis 75 Prozent notierten 10,8 Prozent gegen 10,4
Ryozent am Ende des Vormonates, von 75 bis 100 Prozent ſogar 15,3
eitzen 15,6 Prozent und von 100 bis 150 Prozent ſchließlich 35,1 Proz.
ewen 33,9 Prozent. Zwiſchen 150 und 200 Prozent bewegten ſich 19,3
Enozent gegen 20,6 Prozent, zwiſchen 200 und 250 Prozent 6/4 gegen
Prozent. Im Vordergrund des Intereſſes ſtanden die führenden
Varte der chemiſchen und Kunſtſeideninduſtrie, ferner die Aktiem der
gro=
ei Elektrizitätsgeſellſchaften. Auch ein Teil der Brauerei= und
Sprit=
ſeiste konnte den Kursſtand verbeſſern.
Einheitliche Bankenzinsſätze an ben deutſchen Börſen. Die Berliner
Shempelvereinigung, die Bankiervereinigungen von Breslau,
Frank=
intt a. M., Hamburg, Köln und München find dahin übereingekommen,
ſü, die Feſtſetzung ihrer Zinsſätze eine beſtimmte Einteilung zu treffen,
inS zwar ſoll unterſchieden werden ein Zinsſatz für Geld, das im
glei=
mm Monat mehr als 14 Tage oder am 1. des der Hereinnahme
folgen=
ſax Monats fällig wird. Vom 1. Auguſt ab iſt füir die Gelder erſterer
IX ein Satz von höchſtens 5 Prozent, und für die Gelder der letzteren
hitk ein Satz von höchſtens 6 Prozent feſtgelegt worden.
Auflegung der Dollaranleihe der Deutſchen Landesbankenzentrale.
die vor kurzem abgeſchloſſene Anleihe der Deutſchen
Landesbankenzen=
rolle wurde geſtern vormittag in New York aufgelegt. Das Ergebnis
e Zeichnung iſt bis zum Augenblick noch nicht bekannt. Aufgelegt
perden 5 Millionen Dollar. Die Bonds ſind mit 6 Prozent verzinslich
mo 1952 fällig. An der Emiſfion werden auch die europäiſchen
Geld=
nirkte beteiligt, denen ein Betrag von 1,5 Millionen Dollar
vorbe=
ſautten iſt. Der Hauptgnteil hieran düirfte in England untergebracht
ve —den.
Die neuen Frachtermäßigungen. Bekanntlich iſt von der
maßgeben=
ei Körperſchaft der Reichsbahn=Geſellſchaft in den letzten Wochen die
Einführung von nicht unbedeutenden Frachtermäßigungen allgemeiner
In* beſchloſſen worden. Mit Wirkung vom 1. Auguſt d. J. werden
neuen verbilligten Frachtſätze eingeführt. Aus einer
Gegenüber=
ſelung der neuen Sätze und der jetzt geltendene Sätze durch den
Eiſen=
nS Stahlwaren=Induſtriebund iſt zu erkennen, daß die teuerſten
Vigenladungsklaſſen bis einſchließlich C bei den Frachtermäßigungen
ſorrzugsweiſe berückſichtigt worden ſind. Es ſind dieſes die Klaſſen, nach
ſexen die meiſten Fertigwaren tarifiert werden, die durch die bisherige
Emrifgeſtaltung beſonders ſchwer mit Frachten belaſtet waren. Die
gro=
zan Härten des bisherigen Tarifs ſind daher weſentlich gemildert
wor=
han. Vom Standpunkte der Intereſſen der Fertigwaren=Induſtrien,
ramentlich auch der Eiſen= und Stahlwaren=Induſtrie ſind dieſe
Tarif=
rn eichterungen zu begrüßen.
Maſchinenfabrik Badenia vorm. Wilh. Platz Söhne A.=G. Weinheim.
Die Gen.=Verſ. dieſer Gruppe zur Gruppe Wolf=Buckau=Lanz=Mannheim
ſeü örenden Geſellſchaft genehmigte den dividendenloſen Abſchluß. Der
ſinfingewinn von 8795 Mark wird vorgetragen. Die auf die Sanierung
ſechetzten Erwartungen habn ſich erfüllt. Nachdem jetzt die Reorganiſation
ſuEchgeführt iſt, zeigt ſich die Richtigkeit der Beſchränkung der Fabrik
i0* die Herſtellung von kleinen Maſchinen. Die Geſellſchaft iſt darin
m* Aufträgen bis zu Ende des Ifd. Js. verſehen, was einen günſtigen
As sblick fün die Zukunft als gerechtfertigt erſcheinen läßt. Man hofft
ſen halb, der nächſten Generalverſammlung wieder ein befriedigendes
Eyggebnis vorlegen zu können.
Nengründung einer Aktiengeſellſchaft in Frankfurt a. M. In
Fmankfurt a. M. wurde mit 50 000 Mark A.=K. die Baugeſellſchaft
Tex=
on==Straße A.=G. gegründet. Der Zweck der Geſellſchaft iſt der Erwerb
mch die Bebauung der Liegenſchaft der Ver. Chininfabriken Zimmer u.
So.. G. m. b. H., Frankfurt am Main, ſowie anderer Liegenſchaften,
emner Vermietung und Verwertung der zu errichtenden Gebäulichkeiten.
Die zum Nennwert herausgegebenen Aktien wurden ſämtlich von den
Su lindern übernommen.
Golo=Schuhfabrik A.=G., Frankfurt am Main. Der G.=V. am 8. 8.
vund die Erhöhung des A.=K. um RM. 250 000 auf RM. 1,60 Mill.
vargeſchlagen werden. Die Ausgabebedingungen ſind noch nicht bekannt.
Die Lage am Röhrenmarkt. Der Röhrenverband Düſſeldorf teilt
mit: Die bereits im Vormonat gemeldete Verſchlechterung des
Nöhren=
ge ſchäftes hat bedauerlicher Weiſe auch im Juli angehalten. Im
In=
lounde wie im Auslande iſt der Auftragseingang zurückgegangen. Wenn
difeſer Rückgang auch allſommerlich aufzutreten pflegt, ſo ſcheint die
Auf=
neſehmefähigkeit des Röhrenmarktes doch allgemein nachgelaſſen zu haben.
Bieſonders ungünſtig hat ſich das Auslandsgeſchäft geſtaltet. Das
Bohr=
rührengeſchäft iſt nach wie vor infolge der Ueberrpoduktion von Oel ſehr
ſhllll. Durch die amerikaniſch=engliſche Konkurrenz, die ſich infolge des
aly=gemeinen Bedarfsrückganges mehr als bisher fühlbar macht, wird die
Lunge noch verſchlechtert.
Wiederaufnahme des türkiſchen Zinſendienſtes. Nach einer „Times”=
Mreldung aus Konſtantiopel wird die Türkei den Zinſendienſt der
otto=
maaniſchen Schuld unverzüglich wiederaufnehmen. Nach dem ſoeben
alngeſchloſſenen Abkommen werde die Türkei in den erſten Jahren 20
Mrillionen türk. Pfund bezahlen, ſpäter aber mehr. Das Blatt meint,
d5ß dunh die Regelung der alten Frage die Anleihemöglichkeiten für
die Türkei günſtiger würden.
Produktenberichte.
Frankfurter Getreidebörſe vom 2. Auguſt. Die heutige
Produkten=
bwirſe verlief ruhig und abwartend, da die Mühlen bei den beſtehenden
gurten Ernteausſichten mit größerem Angebot rechnen. Es notierten je
10h0 Kg.: Weizen neuer Ernte 28; Roggen neuer Ernte 23,75—23,50;
Gafer inl. 25,50—26; ausl. 23,25—2525; Mais gelb 18,75—19;
Weizen=
mehl 39,25—39,75: Roggenmehl 36—36,25: Weizenkleie 13—13,25;
Rwggenkleie 13,75—14.
Berliner Produktenbericht vom 2. Auguſt. Die Tendenz wurde heute
alwas feſter, da die Intereſſenten auf nachgiebigere
Forderun=
zen ſeitens der Inlandseigner ſtießen. Die Umſatztätigkeit iſt aber
menig umfangreich, Lieferung war für Weizen annähernd eine Mark
hilöher, Roggen gut behauptet. Die Frage für nahe Ware hält an, um
mehr, als das Aufgeld allmählich geringer wird. Futtermittel ſtetig.
Miéintergerſte behält unveränderte Forderungen, doch ſind
Neuanſchaf=
ſmngen nur in kleinem Maße zu hören. Hafer ruhig, Mehl ſtill.
Frankfurter Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 2. Auguſt.
Die Börſe litt heute wieder ſtark unter dem faſt völligen Fehlen
von Kundenaufträgen, ſo daß die vorbörslich etwas feſteren Kurſe für
verſchiedene Spezialpapiere, namentlich für Elektrowerte, nicht ganz
be=
hauptet werden konnten. Bei größter Geſchäftsſtille war die Tendenz
überwiegend etwas ſchwächer, doch verzeichnete man im allgemeinen nur
unbedeutende Kursveränderungen. Die unbefriedigende Lage des
Röh=
vengeſchäftes wirkte für Mannesmann und die anderen Montanwerte
verſtimmend. Vor allem aber mahnt der unverändert ſteife Geldmarkt
zur Vorſicht. Zwar ſind im Monat Juli für über 380 Millionen Mark
Anleihen im Ausland aufgenommen worden, doch rechnet man damit, daß
der größere Teil davon von der Induſtrie und zur Finanzierung der
Ernte in Anſpruch genommen wird. Für Banken, Zellſtoffwerte,
Mon=
tan=Papiere und J. G. Farben ergaben ſich bei Feſtſetzung der erſten
Kurſe Einbußen von 0,5 bis 2 Prozent. Stärker abgeſchwächt waren
Scheideanſtalt. Für Mansfeld, Ph. Holzmann, Th. Goldſchmidt und die
Mehrzahl der Elektrowerte, letztere auf den 60 Millionen=Kronen=
Auf=
trag der Tſchechoſlowakei an die Siemensgruppe, zeigte ſich einiges
In=
tereſſe. Renten lagen weiter ſtill, nur Türken waren etwas verlangt.
Im weiteren Verlaufe ſchlief faſt jede Geſchäftstätigkeit ein, die Kurſe
blieben jedoch im allgemeinen behauptet, da der Monatsbericht der
Commerz= und Privatbank einen günſtigen Eindruck hinterließ. Gegen
Schluß zeigte ſich aber dann ſtärkere Abgabenneigung, ſo daß die
Ten=
denz eine Abſchwächung erfuhr. Tägliches Geld 7 Prozent. — Am
Devaſenmarkt iſt die Lage unverändert. Mark gegen Dollar 4,2075;
gegen Pfunde 20,/4175. London-Paris 124,03; Madrid 28,50;
Mai=
land 89,25.
An der Abendbörſe war das Geſchäft außerordentlich klein,
ſo daß ſelbſt der Farbenkurs erſt im Verlaufe notiert wurde.
Spezial=
bewegungen traten nicht hervor. Die Kurſe lagen gegenüber der
Nach=
börſe gut behauptet. Der Anleihemarkt war geſchäftslos. Im
ein=
zelnen nannte man: Kommerzbank 178, Danat 232, Deutſche 142,25,
Dis=
konto 160 Dresdener 168, Gelſenkirchen 161,50, Harpener 201,50, Kali
Weſteregeln 187, Mannsmann 187, Mansfelder 133,50, Phönix 122,50,
Rheinbraun 263, Rheinſtahl 218, Hapag 159, Nordd. Lloyd 149,25,
Adler=Kleyer 117. A E.G. 184,75, Daimler 123,50, Licht u. Kraft 198,
Felten 138,50, Lahmeher 173, Schuckert 243, Siemens u. Halske 288,B,
Dyckerhoff 38, Holzmann 194, Wayß u. Freytag 155,50 Farbeninduſtrie
317,50, Zellſtoff Aſchaffenburg 204,25, Waldhof 337, 75, Goldſchmitt 130,5.
— Im Abenddeviſenverkehr nannte man: London-Paris
124 02, —Mailand 89,25, —Holland 12,1165, —Madrid 28,52, —Zürich
25,21½, —Oslo 18,80, —New York 4,85,60. Pfunde gegen Mark 20,/41½,
Dollar gegen Mark 4,2030.
Berliner Effektenbörſe.
Berlin, 2. Auguſt.
Zu der mit dem Ferienende von Tag zu Tag wieder zunehmenden
Anzahl der Börſenbeſucher ſteht der außerordentlich geringe
Börſen=
umſatz in einem argen Mißverhältnis. Für abſehbare Zeit iſt eine
Aenderung hierin auch nicht zu erwarten, da Anregungsmomente, die
den Markt beleben können, nicht vorhanden ſind, und die
Geldverhält=
niſſe keine Aenderung zeigen und für den Herbſt bei der bevorſtehenden
Erntefinanzierung eher mit einer weiteren Verknappung zu rechnen iſt.
Unter dieſen Verhältniſſen bleibt das Publikum der Börſe nach wie vor
fern und die Umſätze ſpielen ſich zumeiſt innerhalb der berufsmäßigen
Spekulation ab. Daher ergaben ſich auch heute nur geringe
Kursver=
ſchiebungen bei zumeiſt etwas beſſerer Grundſtimmung, Für
Schiffahrts=
werte iſt das Intereſſe bereits wieder verflogen, nur für
Elektrizitäts=
werte erhielt es ſich bei Beſſerungen bis 2 Prozent für Geſellſchaft für
elektriſche Unternehmungen und Bergmann. Farbenaktien verloren
un=
gefähr 3 Prozent, und von Nebenwerten Schmbert u. Salzer, die die
geſtrige Beſſerung wieder vollkommen verloren, und Julius Berger ſechs
Prozent. Am Montanmarkt liegen Mansfelder auf Grund der
bekann=
ten Verhandlunge mit Stollberger Zik, die ebenfalls 2 Prozent
wei=
tergingen, ziemlich feſt. Sonſt hielten ſich die Kursveränderungen in
engen Grenzen. Später bewirkte die drückende Geſchäftsſtille faſt
über=
all Kursabbröckelungen. Von Kunſtſeidenwerten gaben Bemberg 5 Proz.,
Glanzſtoff vorübergehend um 7 Prozent nach. Die gleiche G=ſchäftsſtille
herrſchte auch am Rentenmarkt. Die Geldſätze ſind unverändert wie
geſtern. Für Tagesgeld war bei erſten Firmen allerdings billiger als
zum Maklerſatz von 7—8½ Prozent anzukommen. Privatdiskont kurze
und lange Sicht 57), Prozent.
An der Nachbörſe drückte die kleine Realiſationsneigung der
Börſe auf die Tendenz. Das Kursniveau ſchwächte ſich deshalb im
Spätverkehr um ½—1 Prozent ab. Deſſauer Gas konnte ſich als
Aus=
nahme um ½ Prozent auf 211,5 Prozent, Geſ. für El. um ½ Prozent
auf 249 und Oſtwerke um ½ Prozent auf 437 befeſtigen. Rheinſtahl
gingen mit 217,25 um. Man hörte gegen halb 3 Uhr unter anderem:
von Schiffahrtsaktien Hapag und Nordd. Lloyd je 149, Hamburg=Süd
229,25, Hanſa Dampf 228,5, von Elektrowerten A. E. G. 184,5, Siemens
288; von Montanaktien Mannesmann 186,5, Mansfeld 133,5,
Stolber=
ger Zink 245,25, Rhein. Braunkohlen 262; von chemiſchen Werten J. G.
316,5, von Spritwerten Schultheiß 457 und Oſtwerke 437. Bankaktien
umſatzlos. Die Ablöſungsanleihe I gab erneut von 58 auf 56 und die
Serie II auf 56”, nach, da die Reichsbank nicht intervenierte.
Neubeſitz=
inleihe 16‟/.-
Aſchaffb. Bellſtoff...
Augsb. Nürnb. Maſch.
Pamag=Meguin .."
Berlin el. W.
Berlin. KarlsruheInd
Braunkohl.=Briketts.
Bremer Vulkan. . . . .
Bremer Wolle... . . ."
Deutſch.=Atlant. Tel.
Deutſche Maſchinen.
Deutſch.=Nieb. Tel...
Deutſche Erdöl .. . .."
Deutſche Petroleum.
Dt. Kaliwerke ... . . .
Donnersmarckhütte.
Tynamit Nobel. . . .
Elektr. Lieferung. . . .
J. G. Farben ..
R. Friſter. . .... . ..."
Gaggenau Vorz..."
Eelſenk. Berg
. f. elektr. Untern.
Halle Maſchinen .. ."
San. Maſch. Egeſt. . .
Hanſa=Dampfſchf.. . .
Amſterdam=R.
Buenos-Aires
Brüſſel=Antw.
Eslo ......"
Kopenhagen.."
Stockholm..
Kelſingfors.
Italien ....
London. . . . ..
Nen=York..
Paris”..
Schweiz ... .."
Spanien ..
1. 8.
Hemoor=Zement ..
238.5
Hirſch Kupfer.
115.—
Höſch Eiſen ..
181.5
Hohenlohe Werke
22.4
Kahla Porzellan".
H05.125
161.—
Lindes Eismaſch.
Lingel Schuh..
88.—
Linke u. Hofmann.
285.5
L. Loewe u. Co.
C. Lorenz..
1124.75
Nieberlauſitzer Kohle 1170.5
Nordd. Gummi..
Orenſtein. .
H134.25
Rathgeber Waggon .) 95.5
ombacher Hütten.
98.—
koſitzer Zucker..
Rütgerswerle ..
99.5
Sachſenwerk.
119.5
182.—
Sächſ. Gußſtahl.
163.—
Siemens Glas...
Ver. Lauſitzer Glas.. /138.—
Volkſtedter Porzell.. .
Weſtf. C. Langendreer
Wittener Gußſtahl. . . / 48.—
Wanderer=Werke. . . . /273.5
Deviſenmarkt.
1. 8. 2 8. 1. 8. 2. Geld Brief Geld Briel Gelt Brief 168.33 168.6 168.26 168.6C Wien D.=Oſt. abg. 59.14 59.26 59.13 1.785/ 1.788 1.784 1.78 Prag. . . . . . . . .. 12.45. 12.472 12.45 58.41 58.5 58.3 58.49 Budapeſt, Pengö 73.24 73.38 73. 2: 108.40/108.71 08.42 108.64 Japan ........" 1.96 1.985 1.988 112.46 12.68 12.41 112.631 Rio de Janeiro. 1.49550 1.4975 0.4955 fi12.53/112.75 112 49 112.71 Sofia ........" 3.04 3. 048 3. 042 10.583 10 60: 10.582 1 0.602 Jugoſlavien ..." 7.39. 7.407 7. 393 22.86 22.90 12.845 22.885 Konſtantinopel 2.12 2.125 2.116 20.40 20.44 20.391 0.431 Liſſabon. 20.73 20.77 20.73 4.2015/4-2095 4. 199 4.207 Danzig. 81.35 8 1.51 81.32 16.455/16.485 16 44 16.44 Athen. 3.544 5.556 5. 594 80.91 81.07 80.89 81.05 Kanada ... 4.198 4.204 4. 194 71.59/ 71.73 71.52/ 71.60 Uruguay .. . ... 4-176 4.184) 4. 178 2. B.
240.—
115.—
178.—
22.25
105.125
162 —
85.—
124.75
171.5
137.75
95.125
D.—
98.75
181.5
169.25
136 25
53.—
272.—
Geld /Brief
59.25
12.47
73.37
1.992
4975
3.048
7.407
2. 120
20.77
81.48
5.506
4.202
4. 186
Viehmärkie.
* Mainzer Viehhof=Marktbericht vom 2. Auguft. Bei gutem Beſuch
war das Geſchäft auf dem Großviehmarkt ruhig, während es auf dem
Schweinemarkt ſehr lebhaft war. Es waren aufgetrieben: B Ochſen,
20 Bullen, 435 Kühe und Färſen, 312 Kälber und 1108 Schweine. An
broßvieb und Schweinen war gegen den Vormarkt eine Zunahme von
41 bzw. 94 Stück und bei Kälbern eine Abnahme von 15 Stück zu
ver=
zeichnen. Die Preiſe bei Großvieh blieben unverändert, gingen be
Kälbern 2 Mark zurück und zogen bei Schweinen 2—3 Mark an. Auf
dem Großviehmarkt wurde langſam geräumt, auf dem Schweinemarkt
verblieo geringer Ueberſtand. Im einzelnen wurden je nach Qualität
pro 100 Pfund Lebendgewicht folgende Preiſe erzielt: Ochſen 53—60;
Bullen 42—52; Färſen und Kühe 54—68; 40—54: 30—40; 20—25;
Käl=
ber 50—68; Schweine 64—66: 66—68: 65—67 und Sauen 59—61 Mark.
Vom ſüddeutſchen Baumarkt.
Abgeſehen von einigen Bezirken Süddeutſchlands hat die
verhältnis=
mäßig flotte Bautätigkeit auch in der Julimitte angehalten.
Allenthal=
ben wind wieder eine beträchtliche Verſchlechterung des
Zahlungseingan=
ges beobachet, die zu einer ſcharfen Anſpannung der Betriebsmittel
führt. Dieſer iſt darauf zum Teil zurückzuführen, daß die Auszahlumg
der einzelnen Bauraten durch die Behörden ſehr ſchwerfällig gehandhabt
wird. Die diesjährige Bautätigkeit erreicht etwa 50—60 Prozent der
durchſchnittlichen Friedensbautätigkeit. Am Bauſtoffmarkt bleibt die
Ge=
ſchäftslage den allgemeinen Umſtänden nach weiter günſtig. Am
Ziegel=
markt ſprechen verſchiedene Anzeichen dafür, daß die Preistendenz nicht
mehr ganz ſo feſt iſt wie in den Vorwochen. Hier machen ſich neben
der Verſchlechterung des Zahlungseinganges beſonders auch die in dieſem
Jahre ſehr ſchlechten Witterungsverhältniſſe bemerkbar. Das
Dach=
ziegelgeſchäft bleibt weiter ſehr lott. Hintermauerſteine notierten im
Süiddeuſchland 39—45 Mk. frei Bauſtelle je 1000 Stück, von Dachziegeln
Biberſchwänze erſter Sorte 120—125; zweiter Sorte 98 Mk. Aus dev
ſüdweſtdeutſchen Hartſteininduſtrie wird ein Nachlaſſen der
Auftrags=
beſtände feſtgeſtellt. In der Baſalt=Lava=Induſtrie iſt der
Geſchäfts=
gang anhaltend lebhaft, die Preiſe zogen 8—15 Prozent an. Auch im
Tuffſtein=Geſchäft iſt eine Beſſerung zu verzeichnen. Am Schiefermarkt
hat die Preisreduktion eine leichte Umſatzvermehrung herbeigeführt.
Der Abſatz der Zementinduſtrie war gegen die Monatsmitte weiter
leb=
haft. Auch der Abſatz der Kalkinduſtrie an die Bauwirtſchaft bleihe
weiter beträchtlich. Der Baukoſtenindex ging in der Berichtswoche ſeit
längerer Zeit infolge der Ermäßigung der Bauholzpreiſe zum erſtenmal
zurück und zwar von 1,75 auf 1,74.
Metallnotierungen.
Die Berliner Metallnotierungen vom 2. Auguſt ſtellen ſich wie
folgt: Elektrolytkupfer 126½, Remelted Plattenzink 51—52, Original
Hüitten=Aluminium 210, dto. in Walzen 214, Rein=Nickel 340—350,
An=
timon Regulus 90—35, Silber in Barren 77½—78¾=
Die amtlichen Preisfeſtſtellungen im Metallterminhandel vom
2. Auguſt ſtellen ſich für Kupfer: Januar 116,50 (116,75), Februar
116,50 (117), März 116,75 (117), April 117 (117,25), Mai 117,3 (117,25),
Juni 117,50 (117,50), Juli 117,75 (117,75), Auguſt 113,50 (114,50),
Sep=
tember 114,25 (114,75), Oktober 115 (115,50) November 116 (116),
De=
zember 116,25 (116,50). Tendenz: feſt. Für Blei: Januar 50,50
(50,75), Februar 50,50 (50,75), März 50,50 (50,75), April 50,50 (50,75)
Mai 50,50 (50,75), Juni 50,50 (50,75), Juli 50,50 (50,75), Auguſt 48
(49,75), September 50 (50,25), Oktober 50 (50,50), November 50 (50,50),
Dezember 50,25 (50,50). Tendenz: ſtetig. Für Zink: Januar 57,75
(58), Februar 57,75 (58), März 57,75 (58), Apri 157,75 (58), Mai 57,50
(58), Juni 57,50 (57,75), Juli 57,50 (57,75), Auguſt 59 (59,75),
Sep=
tember 58,25 (58,50), Oktober 58 (58,50), November 58 (58,25),
De=
zember 57,75 (58). Tendenz; ruhig. — Die erſten Zahlen bedeuten
Geld, die in Klammern beigefügten Brief.
Die Metallnotierungen ſtellten ſich an der Londoner Börſe
vom 2. Auguſt für Kupfer (Tendenz feſt): Standard p. Kaſſe
56½—56%us, 3 Monate 56½—56‟, Settl. Preis 56½, Elektrolyt
62—62½, beſt ſelected 60½—61¾, Elektrowirebars 62½. Zinn
(Tendenz feſt): Standard p. Kaſſe 298—½, 3 Monate 289½—Z.
Settl. Preis 298, Banka (inoff. Not.) 311, Straits (inoff. Not.)
305. Blei (Tendenz ſtetig): ausl. prompt 242/s, entf. Sichten
24½—e, Settl. Preis 24. Zink (Tendenz ſtetig): gewöhnl.
prompt 298us, enrf. Sichten 29½/9, Settl. Preis 292/s. Queckſilber
(inoff. Not.) 21½—22, Wolframerz (inoff. Not.) 13½.
Amerikaniſche Kabelnachrichten.
Weizen: Höhere Temperaturen im Nordweſten und die Feſtigkeit
Winnipegs veranlaßten einen feſten Marktbeginn. Günſtige
Wetter=
vorausſagen für Kanada und Zunahme der kontraktlichen Vorräte
führ=
ten ſpäter zu einer Abſchwächug.
Mais: Günſtige Berichte aus Illinois und Kanſas veranlaßten
eingangs Abgaben. Später trat eine Befeſtigung ein auf ungünſtige
Wetterberichte aus dem Südweſten. Gegen Schluß war der Markt
wieder abgeſchwächt.
Hafer: Der Markt verkehrte in ſtetiger Haltung, da geringe
Zu=
fuhren die Baiſſiers zu Deckungskäufen veranlaßten.
New York:
Kaffee: Der Markt begann mit feſteren Preiſen auf höhere Rio=
Notierungen und Deckungskäufe. Später zeigte ſich teilweiſe Neigung
zu Realiſationen.
Zucker: Die wenig befriedigende Lage auf dem
Raffinadenzucker=
markt führte anfangs zu Liquidationen und Verkäufen für europäiſche
Rechnung. Zum Schluß war der Markt erholt auf Deckungskäufe.
Baumwolle: Nach ſtetiger Eröffnung auf beſſere Liverpooler
Kabel kam es zu einem ſtarken Abgleiten der Preiſe auf Glattſtellungen
und Liquidationen.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 2. Aug.:
Getreide: Weizen, September 137½, Dezember 141½/=, März
144½: Mais, September 105, Dezember 107½, März 111½;
Hafer, September 44, Dezember 46’½; Roggen, September 91½,
Dezember 94¾.
Schmalz: Januar 28 12,75, September 12,45, Oktober 12,55.
Fleiſch: Rippen, September 11,77½, Oktober 11,87½; Speck
loco 11,75; leichte Schweine 9,65—11,00, ſchwere Schweine 8,65
bis 9,85: Schweinezufuhr Chicago 28000, Weſten 90 000.
Es notierten nach Meldungen aus NewYork am 2. Aug.:
Getreide: Weizen Nr. 2 rot 147½, hart 150½; Mais, neu ank.
Ernte 114: Mehl ſpring wheat clears 6,75—7,00; Fracht nach
England 1,6—2 sh, nach Kontinent 6—8 d.
Schmalz: Prima Weſtern loco 13,05, Talg extra 7ls.
Kleine Wirtſchafts=Nachrichten.
Im zweiten Quartal 1527 wurden von der deutſchen Eiſeninduſtrie
für die Ueberſchreitung der Beteiligung 1,66 Mill. Dollar an die
Aus=
gleichskaſſe der Rohſtahlgemeinſchaft gezahlt, was eine Belaſtung von
1,75 RM. (2,62 RM. im vorhergehenden Quartal) pro erzeugte Tonne
bedeutet, während Frankreich für die Mindererzeugung eine nicht
unbe=
trächtliche Vergütung erhält.
Sein 50jähriges Bergmannsjubiläum kann Geh. Bergrat Dr.=Ing.
h. e. Ewald Hilger, der langjährige Generaldirektor der Vereinigten
Königs= und Laurahütte in Berlin, heute begehen. Geh. Bergrat Dr.
E. Hilger iſt in bergbaulichen und induſtriellen Kreiſen eine bekannte
und darüber hinaus angeſehene Perſönlichkeit.
Mit Wirkung ab 1. Auguſt hat die Zentralſparkaſſe der Stadt Wien
den Zinsfuß für täglich fällige Spar= und Scheckeinlagen auf 4½ Proz.
und ſür Einlagen gegen 2monatige Kündigung auf 5½ Prozent pro
Jahr erhöht.
Die franzöſiſche Finanzpreſſe meldet, die Regierung beabſichtige
beſtimmt, demnächſt die Terminnotierung der Zprozent Friedensrenten
und der 5prozentigen Anleihe von 1920 wieder aufzunehmen.
Demgegen=
über fordert die Preſſe, daß auch wenigſtens eine der drei letzten
An=
leihetypen zum Zeithandel zugelaſſen werde.
Die ungariſche Regierung ſubventioniert die Wiederaufrichtung der
ungariſchen Seeſchiffahrt in Fiume 15 Jahre hindurch mik einer
jähr=
lichen Summe von 1 Mill. Pengö. Um die Erlangung dieſer
Sub=
vention bewirbt ſich die Levante (Konzern Kreditbank), die Ungariſche
Lloyd A. G. (Kommerzbank), die engliſche Furneß=Gruppe und eine
italie=
niſche Geſellſchaft.
Wie verlautet, haben der Generaldirektor der Bauxitwerke Dr. Jof
Müller, Baron Alfons Weiß und ein Direktor der Salgotarjaner
Koh=
lenbergbau A.G. in Berlin Verhandlungen zum Zwecke der Schaffung
iner Aluminiumfabrik in Ungarn gepflogen. An der Neugründung
dürften ſich auch die deutſchen Lauta=Werke, die Großaktionäre der
eſellſchaft ſind, beteiligen.
Im Jugoſlaiviſchen Handelsminiſterium ſind Vorarbeiten zur
Schaf=
jankgeſetzes im Gange, das das Verhältnis zwiſchen Bank
nund Vexſaltungsrat, ſowie zwiſchen Bank und Bankkunden regeln ſoll.
Beſondere Aufmerkſamkeit wird einem wirkſamen Einlegerſchutz
ge=
wwidmer.
m Muſter des neuen Geſetzes ſollen beſonders die
tſchechi=
ſchen Bankbeſtimmungen herangezogen werden.
Seite 10
Mittwoch, den 3. Auguſt 1927
Nummer 213
Staatspapiere
a) Deutſche
D. Reichsanl. Ablöſ=
Schuld einſchi.
Ausloſ.=Sch. 1. Zeil
TI. Teil
D. Reichsanl. Ablöſ=
Schuld
ohneAus=
loſungsſcheine ...
½ % Reichsp. Sch.
h. 1. 10. 30....
2Baher, Staats=
Sch. v. 1. 4. 29
8½½ H. B. Sch.
v. 1. 4. 29 .....
8½% Pr. St.=Sch.
v. 1. 3. 29 ....
8½% Pr. St.=Sch.
v. 1. 10. 30 ....
7½ Sächſ. Freiſtaat
Schatz. v. 1. 7. 29/ 98.25
1½ Sächſ. Freiſtaat
Schatz. o. 1. 7. 30/ 97.75
291.5
298.25
95.5
S½%Württ. Freiſt.
Schatz. v. 1. 3. 89
D Ausländ ichel
5%Bos. E. B. 1914/ 39
6F. L.Inv. 1914/ 38.5
4½% 1898 ...
4½+ 1902 .../ 2.925
4X „.....
5B Bulg. Tabak 021 15.25
4BB Oſ. Staatzr.
b.1918, Abb.1918/ 3.1
½½Oſt. Schatz. 141 —
½½ Oſt. Silberr. 5.5
4* „ Goldr. ..! —
% „einh. R. (kon)! —
2½Port, (Spz.) II 1.3
3 Rum.am. R.08.
½% Gold. 13 ..
4% „ am.konv..
4½ am. 05...
15.25
5.3
5.3
1 4%Türk. Adm.)03
4% „(Bagd.) I
4% „ (Bagb.) III
42
unif. 1903
4% „ 1911 Zoll.
4½FUng. St. 1913
4½% St. 1914
4½ „ Goldr...
4½ „ St. 10 ..
4½ „ Kronr. ..
8% „ Eiſ. Tor...
Außereuro=
päiſche
5%Mex.am. in. abg.
5% „ äuß. 99 ..
4% „Gold 04ſtf.,
3% „ konſ. inn. .
4½% „Irrigat.,
5% Tamaulipas I .
Sachwert=
Schuld=
verſchreibungen
Mit
Zinsberech=
nung
10%Berl. H.=Bk. G.
8%
6% Berl. St.=Gold
8% Darmſt. St.=G.
8% D. Hyp.=Bank
Meining. Goldpf.
*
8% Frk.=Hyp.=B..
Goldpfdbr.. . . .
7% Frkf. H.=B.=Gld.
8% Frkf. Pfbr.=Bk.
Goldpfbr.. . . . . .
7½ Pfbr.=Bk.=Gold
5% Frkf. Pfbbr.=Bk.
Goldpfbr..
8% H. 2bs.=Bk. Gld.
7%
10% K. Elektr. Mark
(Hagen) Goldobl.
8% K. Landesbank!
Darmſt., Reihe I
8% „ „Reihe III
7% M.=KraftHöchſt
15.75
21/,
1411.
98
35.5
1o8
102.5
100.25
102.5
99
Anf
100
82.25
101.5
100.75
03.6
99.5
98
93.9
8% Mannh. St.=G./ 99.1
g% Naſſ. Lbb. Gold /102‟,
8% Nbg. St. Gldal. 99.6
18% Pfälz. Hyp. Bk.
Gold=Pfdbr. . . . / 98.5
8% Pforzh. St.=G.
8% Pr. Centr.=Bd.=
Cr.=Bk. Gldpfbr. /101.5
8% Pr. Centr.=St.=Goldpfpr. 102
98
8% Rh. oyb.=Bank
Gold. Pfdbr.. . . 1100
BRh. St.=W.25
10% Rh.=Weſtf.=B.)
Cr.=Bk. Goldpf..
8 % Südb. B.-Cr. B.
Goldpfdbr.. . . . . 100
7% B. Stahlw.
Düf=
ſeldorfHyp.=Gld.
obl. mit Option/102
7% V. Stahlw.
Düſ=
ſeldorfHyp.=Gd.. ohne Option/ 95
8 % Boigtc Häffner
Golbobl.. . . . . . . 199
8% Württbg. Hhp.=
Bank Golbpfbr., / 98.5
—
7*„
Ohne
Bins=
berechnung
5% Bdw. Kohl 23
6½ Großkr. Mannh.
Kohl. 23
6 % Heſ.Brk.=Rg. 23/
5%. Roggen .. 230
5% Pr. Kaliw. . .
5% Pr. Roggenw.
5% Südd. Feſt=B. G
Borkriegs=Hyp.=B.
Pfandbriefe
Bayr. Vereinsb. ..
Bahr. Handelsb...
12.95
8.95
2.235
20
Bahr. Hyp.u. Wechſ.)
Berliner Hyp.=Bk.
Frkf. Hyp.=Bl. . . . .
Frrf. Pfandbr.=Bk.
Hamb. Hyp.=Bk...
Medklb. Hyp.=u. Wb.
Meining, Hyp. Bk.
Nordd. Gr.=Cr.=Bk.
Pfälz. Hyp.=Bk. ...
Preuß.Bob.=Cr.=B.
Pr. Cent.=B.=Cr. B.
Preuß. Pfbbr.=Bk.
Rhein. Hyp.=B....
Rh.=Wſtf. B.=Cr.=B.
Südd. Bobenkr. ..
Württ. Hyp.=Bk..
Staatl. od. prov.
garantiert
Heſſ. L.=Hyp.=B...
Landeskr. Caſſel ..
Naſſau. Ldsb. . . .
Obligationen v.
Transportanſt.
4% Eliſ.=Bahn ſtfr.
42 Galiz. Carl=
Lud.=B.
4%
„ abg.
5%Oſt. Sb. (L.)ſtfr.
2,6% Alte ..
2,6% Reue.
5% Oſt.=Ung. 787741
4¾Oſt. Staatsb. 83
3%Oſt. „ 1.b.8.E.
8%Oſt. „ 9. E. ..
8½Oſt. „ 1885 ..
8%Oſ. „ Erg. Retz
8% Raab Oedbg. 88
3% „ „ B1
27
3½
4½ Rud. Silber ..
4½Rud, (Salzkg.)
4½% Anat., S. II
4½% Anat. S. II
4½% Anat., S. III
8% Salon. Monaſt.
5% Tehuantepec.
½%
..!
.
15.6
168.25
13.1
13‟.
10.5
13.5
13.5
BankAktien
Allg. D.=Kredit.. . .
Bad. Bk. .. .. . .. .
Bk. f. Brauind. . .
Barmer Banbo. ..
Bay. Hyp.=Wchſ...
Berl. Handelsgeſ.
Comm. u. Privatb.
Darmſt. u. Nat.=Bk.
Deutſche Bank
D. Eff.u. Wchſ.=Bk.
D. Hyp.=Bk. Mein.
D. Vereins=Bk. ..
Disk.=Geſellſch. . ..
Dresdener Bk.
Frankf. Bk. ..
Frkf. Hyp.=Bk..
Frkf. Pfdbr.=Bk. ..
Gotha. Grundkr. Bk.
Lux. Intern. Bank.
Metallbank..
Mitteld. Creditb.
Pfälz. Hyp.=Bk. ..
Pr. Bd.=Credikbank
Hyp.=Akt.=Ban!
Reichsbank=Ant. . .
Rhein. Creditbk. . . .
Rhein=Hyp.=Bk. .
Südd. B.=Creditbk.
Südd. Disc.=Geſ...
Oſterr. Creditanſt.
Wiener Bankverein
Bergwerks=Akt.
Bochum. Bergb. ..
Buderus.. . . . . . . .
Dt. Luxemburg . . .
Eſchw. Bergw.. . . .
Gelſenkirch. Bgw. .
7 Harp. Bergb... . . .
Ilſe Bergb. St....
3.5 1 „Genußſchein. .
19.5 Kali. Aſchersleb. . .
18.5 Kali. Salzbetfurth..
Kali. Weſterregln.
Klöcknerwerke ....
24.25 Mannesm.=Röhr. .
21.5 Mansfelder ......
149
172
214
150
178.5
232
162
135
135
106
160
168
133.75
152
151
172
8.5
144.5
250
220
137
132
170
134.5
171
148
8.15
6.5
117
218
163
129
238
188
164
132
W, Surn
Oberbedarf ....
Otavi=Min.=Ant.. .
Phönix=Bergb. . . .
Rhein. Braunk. . . .
Rhein. Stahlw.. . .
A. Riebeck Montan
Rombach. Hütte
SalzwerkHeilbronn
Tellus Bgb.. .. . . .
Ver. Laurahütte..
Ver. Stahlwerke..
Indnſtrie=Akt.
Brauereien
Eichbaum(Mannh.)/”
Henninger ..
Hereules, Heſſiſche.
Löwenbr.=München
Mainz. Aktienbr. . .
Schöfferhof(Bind.)
Schwarz=Storchen
Tucher, Nürnberg,
Berger ........."
Akkum. Berlin. . .
Abler & Oppenh...
Adlerw. (v. Kleyer)
6%E. A. G. Bzg. A..
5%A. E. G. Vzg. B.
A. E. G. Stamm . . .
Anglo=Cont. Gugno
Bad. Maſch. Durl./
Bad. Uhren, Furtw.
Bamag=Meguin ..
Baſt Nürnberg ...
Bahr. Spiegel ...
Becke Henkel ...
Bergmann El. . . . .
Bing. Metall. . . .
Brem.=Beſigh=Ol..
Bürſtenfbr. Erlang.
Cement. Heidelb. ..
Cement. Karlſtadt
Cement. Lothr.. . .
Chem. Albert ... . . !
Chem. Brockh. ..."
Chem. Milch ....
vr. randfarter Kürvorricht obur 2. augaft Lenl,
99.5
122.75
265
185
113.25
271
192
147
381
240
180.5
188
180
163
118
85‟),
81.5
84
158
23
45.5
233
56.75
—
195.5
23.5
72
67
151.5
189
148
86
58.75
Oanr
Dt. Eiſenhandel. . .
Deutſche Erdöl ...
D. G. u. Silb. Scheit=
Dingler,Zweibrück.
Dresd. Schnellpr..
Dürrkopp.. . . . . . .
Dürr. Rattingen ..
Dyckerhof & B. .
Eiſenw. Kaiſersl..
El. Licht u. Kraft
El. Lieferung ...."
Elſ. Bad. Wolle..
Email. Ullrich ....
Enzinger Werke ..
Eßlinger. Maſch. . .
Ettlinger Spinn..
Faber Bleiſtift...
Faber & Schle
Fahr, Pirmaſens..
Farbenind. J. G.
Felten & Guilleau.
Feinmech. (Jetter)
Feiſt, Sekt. . . . . .
Frankfurter Gas ..
Frankfurter Hof ..
Frrf.=M. Pok. u. W.
Geiling & Cie. ...."
Germania Linol.. .
Gelſenk. Gußſt. . . .
Goldſchmidt, Th.. .
Gotha Waggon ...
Gritzner, Maſch.. . .
Grün & Bilfinger.
Hafenmühle Frrft.
Hammerſen . . . ..
Hanfw. Füſſen ...
Hanſa=Lloyd, Br.
Hartm. & Braun..
Heyligenſtgedt. . . .
Hilpert, Armatur.
Hindrichs=Aufferm.
Hirſch, Kupfer ...
Hoch=Tief Eſſen ..ſ.
Holzmann .... ...
Holzverk. Ind.. . . .
Hydrom. Breslau".
Inag ..."
N
92
157.5
216.75
151
82
7.
44
Au
63
80.5
230
103.5
56.75
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122
180
142
147
24
81
124.25
115
134.5
198
D
101
Junghans St..:.I.
Kammg. Kaiſersl.
Karlruher Maſch.
Karſtadt, R.. . . . . .
Klein Sch. & Becker
Knorr, Heilbronn.!!
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Krw. Alt=Württbg.).
Krauß, Lokom. . . .
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Lech, Augsburg ...
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Ludwigsh. Walzm.
Lüdenſcheid Metall
Lux, Induſtrie ...
Mainkraft Höchſt.
Mars=W. Nürnberg
Metallgeſ. Frkf. ..
Miag, Mühlenb. . .
Moenus, Stamm,
Motorenf. Deutz ..
Motorenf. Oberurſ.
Münch. Lichtſpielk..
Neckarſ. Fahrz. . . .
Neckarw. Eßlingen
Peters Union .. .."
Pfälz. Näh. Kayſer
Philipps...
Porzellan Weſſel”.
Rein. Gebb. & Schal
Rhein. Elektr. . . . .
Rhenania, Kunheim
Rütgerswerke ....
Schneid. & Hanau.
Schnellpr. Frank.
Schramm Lackf. ..
Schriftg. Stemp.. .
Schuckert, Elektr. .
Schuhf. Weſſel...
Schuhf. Herz ....
Schultz, Grünlack.
Seilind. Wolff ...
Siemens Glas ...
Siemens & Halske
Je
195
30
142
184.75
64.5
109
122
126
140
185.5
140
87
70
104
99
140
202.5
86
69
36.5
93
160
288.75
Südd. Immob. .
Südd. Zucker=A.=G.
Fhür. eleſtr. Lief..
Uhren Furtwängl. .
unterfr. Kr.=El.=V.
Beithwerke ... .. ."
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Ver. d. Olfbr. Mann
Ver. Faßf. Caſſel..
Gummi. Bln.=Frkf.
Pinſel=Nürnberg ..
Ultramarin .. ....
Zellſtoff Berl. . ...
Vogtl. Maſch. ....
Boigt & Haeffner.
Volthom, Seil ..."
Wayß & Freytag
Wegelin Rußfbr..
Zellſt. Aſchaffenbg..
Zellſt. Waldhof ..."
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Transport= und
Verſicherungs=Akt.
Dt. Reichsb.=Vorzg.
A. Dt. Eiſenbahn ..
A. Lokalb. u. Kraftw.
Dt. Eiſenb.=Geſ. .
Schantung E. B.
Südd. Eiſenb.=Geſ.
Hapag ..........
Nordd. Llovd.. . .
Frkft. Allg. Ber). .!
Frankona Rück..
Darmſt. Berte
Bahnbedarf .....
Dampfk. Rodberg
Helvetia Konſ... ..
Gebr. Lutz......."
Motorf. Darmſt.
Gebr. Roeder ....
VenulethckEllenb..
96
142
115.5
108
61
108.75
87"
68
105
82
154.5
164
102
140.7
73
1652),
150.75
205.75
338.5
102,
88
80.25
137.5
9.25
139.5
149.75
148
147.5
TN
Eine Kriminalaffäre aus Schloß und Spelunke:
„DerEid des Fürsten Ulrich‟
oder „Splkzen‟
Margarete Schön, Egon v. Lardan, Hanni Beivwald, Haria Faresen, Adalbert
v. Schlettow, Olaf Föns, Elisabeth Pinnjeff, Erelmn Holt, Leopold v. Ledebur.
Die Dame und der Junggeselle
7 Akte nach dem Berliner Bühnenerfolg „Der Wanwau‟
May My 4voy, Conrad Nagel, Theodore Roberts
12120
Antang 3,1 Uhr
Nur einige Tage das abwechslungsreiche Doppel-Programm:
G
UNIOIIe
48 Stunden in einem Hotel der großen Welt mit Mia Pankau, Helene Halliér, Ellen
Kürti, Nils Asther, Hans Hierendorf, Jnlins v. Szoreghi.
Der große russische Roman-Fllm
„Heimatlost
in Drsma aus unseren Tagen in 7 Akten.
Anfang 3½ Uhr
12119
Palast-Lichtspiele
Das hervorragende Doppel-Programm:
Bcnkostel Veroalnd
.. . ein Film, der an die weiblichsten und
mätter-
lichsten Regungen des Gemüts sich wendet und wegen
seiner rährenden Szenen ein starker Publikumserfolg
sein wird . . .
7 fesselnde Akte. In den Hauptrollen:
Aud Egede Nissen, Hilde Maroff
Panl Richter, Paul Horgan, Käthe Haak, Panl
Bildt, Robert Leffler u. a. m.
Außerdem der Revue-Schlager:
Ja, der
(12091
Sonnenschein ..
nach dem berühmten Foxtrott mit Vera Reynolds.
Mittelrhein. Kreisturnfest
Mittwoch, den 3. August 1927, nachmittags 4 Uhr
Kinderfest
Eintritt für Kinder frei
Erwachsene 20 Pfennig
Abends 8 Uhr in der Festhalle:
Konzert anschließend Feuerwerk
Eintritt 50 Pfennig
(12124
nanzangannnnnnannnnnng
Rhein-
Rhein-
str. 2 Gelllel-Gdre . 2
Schloß-Café-Enzemble
Leitung: Kapellmeister Curt Fischer.
Mittwoch, 3. August (Beginn 4 Uhr)
arodes Kauni. Konder!
Wänsche erbeten.
(12110
Abends 8½ Uhr: Gesellschafts-Abend
Sonntag von 11—1 Uhr: Früh-Konzert
Eigene Konditorei — Spiel- und Billardsaal I. Stock
annnnnnnannnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnanns
Sommerſpielzeit
im Kleinen Haus
des Heſſiſchen
Tandestheaters
Leitung: Direktor Adalbert Steffter
Heute Mittwoch, 3. Auguſi,
und täglich abends 8 Uhr
—Feſtvorſtellungen —
Gastspiel Erik Wir!
vom Metropoltheater Berlin
Neuheit! Mit neuer Ausſtattung! Neuheit!
Die Zirkusprinzeſſin
Operette in 3 Akten von Kalman
In Szene geſetzt von Direktor Steffter.
Sonntag nachmittag 3½ Uhr
Einmalige Nachmittags=Aufführung!
Preiſe 1.— bis 3.— Mk.
Paganini
Titelrolle: Kammerſänger Karl Jörn.
(121u)
Voranzeige!
O
D Festplatz.
Hammelbachers Bayriſche Bierhalle.
Morgen Donnerstag abend: Große
Dirigenlen-Honlurreng
Berſtärkte Oberlandler=Kapelle
unter Direktion Kapellmeiſters Hohmann.
An derſelben können ſich ſämtliche muſikaliſche Gäſte
beteiligen. Meldungen werden im Geſchäftsbüro
entgegengenommen.
11.30 Uhr Bekanntmachung der
Sieger mit Preisverteilung.
Zur regen Beteiligung laden ein
12131) Die Feſtwirte Gebr. Hammelbacher.
O
Ludwigshöhe 5
Heute nachmittag 4 Uhr
Kur=Konzert
Städt. Orcheſter (12098
Leitung: Konzertmeiſter Finke.
10er=Karten haben Gültigkeit.
Bei ungünſtiger Witterung Saalkonzert.
Klavierſtimmen
durch erſiklaſſigen Stimmer ſofort
Piano Mk. 4.50
Flügel Mk. 5.50
bei
Wilh. Jägerſtr. 14, faſt Ein noch ſehr gut erh.
UiFOIA-AROLSII. IneueMandoline ſtal.,) 34 promenadecinders emtcratnoie
ſehr guterh. (12046imd lmit Etui billlig ab= wagen zuverk. (*19956
Donges & Wiest. zugeben.
(19948 Frankenſteinſtr., 50,II. nur Wilhelminenſtr. 9 (9ss5a‟
Sommerſpielzeit
im Kleinen Haus
des Heſſiſchen
Landestheaters
Leitung Direktor Adalbert Steffter.
Auf allgemeinen Wuſch!
Zu ganz kleinen Preiſen!
Sonntag, den 7. Auguſi,
nachmittags 3½ Uhr,
Einmalige Nachmittags-Aufführung
Familien= und Fremden=Vorfiellung
Gaſtſpiel Kammerſänger Karl Jörn
Daganini
Operettein 3 Akten von Franz Lehar
In Szene geſetzt von
Direktor A. Steffter. 112118
Paganimi . . Karl Jörn a. G.
Die Nachmittags=Vorſtellung zu
ganz kleinen Preiſen von Mk. 1.—
bis 3.— wird in der
Premieren=
beſetzung mit vollbeſetztem Orcheſter
gegeben. Es kann nur die eine
Nachmittagsvorſtellung ſtattfinden.
Auswärtige können brieflich oder
telephoniſch Karten beſtellen. Nach
Schluß der Vorſtellung
Rückfahrt=
gelegenheit nach allen Richtungen.
Diuger Aasftägzag.
Am Sonntag, den 7. Auguſt ds. J8.,
verkehrt ein Sonderzug 4. Klaſſe mit 33:,
v. H. Fahrpreisermäßigung und
ausreichen=
den Sitzplätzen von Darmſtadt nach Cochem,
Bullay und zurück. Darmſtadt ab 6,15 Uhr,
Cochem an 10,11 Uhr, Bullay an 10,36 Uhr.
Cochem ab 19,22 Uhr, Bullay ab 19,00 Uhr,
Darmſtadt an 22,54 Uhr. Fahrpreis ab
Darmſtadt nach Cochem für Hin= u.
Rück=
fahrt Mk. 8.40. Fahrpreis ab Darmſtadt
nach Bullay für Hin= u. Rückfahrt Mk. 8.80.
Näheres iſt aus den Aushängen auf den
Bahnhöfen zu erſehen oder durch die
Fahr=
kartenausgaben, Verkehrs= und Reiſebüros
zu erfragen.
(12096
Mainz, den 1. Auguſt 1927.
Reichsbahndirektion Mainz.
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nte in Schwart
und ließ ſich
aind eut oi et.
Fführte Schulklaſſe.
Fragen an die
kimner von ihnen 9
Sie wird ihre
kwmiten,” murmelte
üeiutem Büro zurück.
Ais dies geiſchel
Umner Autodroſchke au
luatte von dem Gegel
wurzen Anblick erhe.
Tuin Auto beſtieg.
Galteplatz für Autodr
Mülief darauf zu und bei
Welver war in eit
nen dumg Aufer
1 Bitoriaftr. 42, 2.
* Gediegene Ausbi
leichtfaßl. Meth
Anfünger u. V
geſchrittene ur
elegenh. Ho
Grdl. Alabierunterr
(Einzelunterrick
T für Anf. u. vorgeſd
Schüler Gb. mäßig
Hon, erteilt.
N 9. Indorf. Dar
Mrigt
MNeue Kurſe
ab 15. Aug
KUngliſch, Franz
BSpanſich, Ital
dmach der wel
aiten, ſchnellförder
WBerlitz=Methode
Berlitz=Schule
19 Unterricht a.
W alen and. Sp=
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TL. R3.
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mit Küc
Bo,3 miet
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Tame, !”
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 213
Mittwoch, den 3 Auguſf 1927
Seite 11
Der Club der Vierzig.
Fi bearbeitet nach einem Roman von Robert W. Chambers
von Edgar May.
(Nachdruck verboten)
3.
Whelan war ſo verblüfft, daß er einige Minuten
regungs=
lätzen blieb. Dann wandte er ſich wieder den Papieren auf
ſeun Schreibtiſch zu. Dabei fiel ſein Blick auf die ſchwarze
Eo taſche, die das junge Mädchen neben ihrem Taſchentuch hatte
ſie i laſſen. Das Taſchentuch ſtrömte einen zarten Blumenduft
. Whelan ergriff es und ſteckte es in die Handtaſche. Dabei
erſel dieſer eine kleine Piſtole. Der junge Mann hob ſie auf
m lief eiligſt aus dem Büro.
„Wo iſt die junge Dame hingegangen?” fragte er ſeinen
Er tär.
Es ſtellte ſich heraus, daß der Sekretär das Fortgehen des
ſigen Mädchens nicht beachtet hatte, worauf Whelan in den
Keiß dor hinaustrat.
Is war noch frühzeitig am Tage und das Muſeum nur
ſpär=
ſi Geſucht. Whelan muſterte die wenigen Ampeſenden. Die
Die in Schwarz war nicht unter ihnen. Dann nahm er den
und ließ ſich in das Erdgeſchoß fahren. Nirgendwo war
ie Spur von ihr zu entdecken. Bis auf eine von einem Lehrer
zurrte Schulklaſſe war die große Eingangshalle leer.
Fragen an die Bedienſteten des Hauſes blieben ergebnislos,
ir von ihnen hatte eine Dame in Schwarz geſehen.
—Sie wird ihre Handtaſche vermiſſen und von ſelbſt
zurück=
laiſ ren,” murmelte Whelan vor ſich hin und begab ſich nach
ſalen Büro zurück.
ells dies geſchah, befand ſich das junge Mädchen bereits in
vie Autodroſchke auf dem Wege weſtwärts durch die Stadt. Sie
ht von dem Gegenſtand ihrer Verfolgung eben nur noch einen
z—u Anblick erhaſcht, als Mr. Welper vor der Eingangstreppe
eluto beſtieg. Glücklicherweiſe für Miß Dirck befand ſich ein
6lisplatz für Autodroſchken dicht daneben. Das junge Mädchen
f warauf zu und beſtieg den vorderſten Wagen. Das Auto mit
Aloer war in einiger Entfernung noch deutlich ſichtbar.
„„Bleiben Sie dicht hinter jenem Auto!” rief ſie dem
Chauf=
ſir atemlos zu.
„=Schön, Madamchen” andortete der Chauffeur blinzelnd,
haverde ihn nicht aus den Augen verlieren”. Sodann begann
1 Jagd, zuerſt ſüdwärts durch Central=Park=Avenue. Schon
uch. Kurzem hatte Miß Dircks Wagen den anderen faſt erreicht.
„Kommen Sie ihm nicht zu nahe” rief ſie dem Chauffeur
ängſtlich zu. „Ich möchte nicht geſehen werden.”
„Gewiß, Madamchen, ich verſtehe”, gab der Chauffeur
ſchmun=
zelnd zurück.
Am Columbus=Platz vermißte das junge Mädchen ihre
Handtaſche. Erſchreckt durchſtöberte ſie ihren Mantel und die
Kiſ=
ſen des Wagens. Dann fiel ihr ein, daß ſie die Taſche in
Whe=
lans Büro hatte liegen laſſen. Dumpfe Verzweiflung
bemäch=
tigte ſich ihrer, denn die Taſche enthielt ihr ganzes Geld. Nach
einiger Zeit wurden beide Autos von dem Verkehrsſchutzmann
angehalten, banach bog der Welpers in den Broadway ein,
un=
mittelbar gefolgt von dem des jungen Mädchens.
Ein glücklicher Zufall wollte es, daß die beiden Wagen durch
das häufige Anhalten des Verkehrs nicht getrennt wurden.
End=
lich kam Welpers Auto vor dem Waldorf=Hotel zum Stillſtand.
Welper ſtieg aus, das junge Mädchen folgte ihm.
Bitte, warten Sie hier,” ſagte ſie dem Chauffeur ſo ruhig,
wie ſie konnte.
Dieſer hatte keinen Argwohn hinſichtlich der
Zahlungsfähig=
keit ſeines Fahrgaſtes. Ihre Erſcheinung und ihr Benehmen
ließen keine Zweifel darüber aufkommen.
Welper durchquerte die Halle des Hotels und trat auf die
Garderobe zu, wo er Hut und Mantel abgab. Er ſteckte den
Garderobeſchein in die Taſche, und trat ins Frühſtückszimmer.
Als er dicht an Miß Dircks, die durch die Menge halb verborgen
daſtand, vorbeikam, ließ ſie ihre Hand in ſeine Rocktaſche gleiten
und zog den Garderobeſchein heraus.
Es geſchah im Bruchteil einer Sekunde. Sie hatte noch nie
dergleichen getan und würde auch davor zurückgeſchreckt ſein,
wenn ſie ſich ihr Vorhaben auch nur einen Augenblick überlegt
hätte.
„War ſie vielleicht beobachtet worden?” Von dieſem Gedanken
durchzuckt, blieb ſie tödlich erſchrocken in der Nähe des
Zeitungs=
ſtandes ſtehen. Sie wagte nicht, ſich umzublicken und erlitt
Qualen der Hölle, jeden Augenblick erwartend, daß ſich eine
ſchwere Hand auf ihre Schulter legen würde.
„Sodann raffte ſie ſich zuſammen. Sie mußte unter irgend
einem Vorwand den Schein der Garderobenfrau geben, um den
Mantel Welpers in die Hand zu bekommen, hatte jedoch keine
Ahnung, wie dies zu bewerkſtelligen, ohne Argwohn zu erwecken.
Das Ende kam ganz plötzlich wie ein Donnerſchlag. Ein Mann
trat an ihre Seite, ſah ihr in die Augen und muſterte ſie
ſtill=
ſchweigend.
Sie war vor Furcht wie gelähmt und ihre zuckenden Lippen
konnten keine Worte finden. Flammende Röte bedeckte ihre
blaſſen Wangen.
„Ich ſah, was Sie taten”, ſagte er leiſe.
Sie ſtarrte den Mann an, bis ſeine Geſichtszüge vor ihren
Augen verſchwammen und ſie ſich einer Ohnmacht nahe fühlte.
Ihre offenkundige Qual ſchien dem Mann vor ihr Teilnahme
einzuflößen.
„Sie ſcheinen noch ein Neuling zu ſein”, ſagte er. „Ich will
Sie nicht erſchrecken, möchte Ihnen jedoch dies oder jenes ſagen.
Kommen Sie, wir wollen uns eine ſtille Ecke ausſuchen.”
Er wandte ſich um und wartete. Erſt nach einer Weile fand
ſie die Kraft, ihre Füße zu bewegen. Am Ende eines Korridors,
der ziemlich verlaſſen dalag, ſtand eine gepolſterte Bank. Sie
ſank darauf nieder, und er ſetzte ſich neben ſie.
„Warum haben Sie den Mann beſtohlen?” fragte er nicht
unfreundlich.
Das junge Mädchen blieb jedoch ſtumm.
„Was haben Sie genommen?”
Sie öffnete ihre behandſchuhte Hand, die in ihrem Schoß
lag und zeigte ihm den Garderobenſchein.
„Das iſt mir etwas Neues”, bemerkte der Mann neben ihr.
„Sie wollten alſo Garderobe mardern?”
„Ich —‟ Das Weitere, was ſie ſagen wollte, blieb ihr in der
Kehle ſtecken.
Wahrſcheinlich beabſichtigten Sie, als ſeine Frau aufzutreten
und der Garderobenfrau zu ſagen, daß Ihr Mann in ſein
Zim=
mer gegangen ſei und Sie gebeten habe, ſeinen Mantel zu holen.”
Das war es, was Miß Dirck beabſichtigt hatte. Ihre
en=
ſchrockenen Augen füllten ſich mit Tränen.
„Was wollten Sie mit dem Ueberrock des Mannes
anfan=
gen?” war die nächſte Frage des Mannes.
„Ich wollte ein — ein Dokument.”
„So, Sie ſind alſo ein Langfinger?”
„Ein was —?"
Ein kurzes Schweigen folgte, während der Mann an ihrer
Seite ſie aufmerkſam betrachtete. „Ein zünftiger Langfinger?”
ſagte er langſam.
„N—nein!”
„Was wollten Sie mit dem Dokument? Sie brauchen vor
mir keine Angſt zu haben, vielleicht kann ich Ihnen helfen.”
„Sind Sie der — der Hausdetektiv?”
„Keine Fragen, bitte”, ſagte er kurz. „Antworten Sie und
geben Sie mir den Garderobenſchein.”
Sie überreichte ihm ſtumm den Zettel.
„Welches Schriftſtück wollten Sie aus ſeiner Taſche ſtehlen?
Oder ſoll ich Ihnen alles bringen, was darin ſteckt?”
„Sie wollen —?‟
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