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Nummer 86
Sonntag, den 22. März 1927.
190. Jahrgang
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Gewall, wie Krieg. Aufruhr. Sfrell uſw. erliſcht
ſede Verpſiſchtung auf Erfüllng der Anzeigen=
Konkurs oder gerſchtlſcher Beiſtreibung fällt ſeder
Rabat weg. Bonktonto: Deutſche Bank und
Darm=
ſtädter und Naiſonabank.
Rheinlandſorgen der Reichsregierung.
Oer Kanzler
über die beſetzten Gebiete.
broteſi gegen die Aufrechterhaltung der
Be=
ſatzung und gegen die Nichterfüllung
franzö=
ſiſcherſeits eingegangener Verſprechungen.
Von unſerer Berliner Redaktion.
ſede ein, die ein volles Haus verdient hätte. Aber was ſich im
brus aufhielt, waren doch nur mehr oder minder die
Abkomman=
ſterten der Fraktionen. So verhallte dann die Rede, die ein
nziger Proteſt gegen die Afrechterhaltung
egangener Verſprechungen war, ziemlich ungehört.
dnimerhin wird man in Frankreich mehr Notiz von ihr nehmen,
il das im Deutſchen Reichstag der Fall war. Herr Marx ſagte
dent Franzoſen nämlich einige unangenehme Wahrheiten. Er
im Rhein ſtehen und von einem Abbau der
Be=
tzung nichts zu ſpüren ſei, daß heute 115 alliierte
ßarnifonen 26 deutſchen Vorkriegsgarniſonen
Fe genüber gezählt werden, daß Tauſende von neuen
Aohnungsbauten für die fremden Truppen
auf=
der Ausweiſungen und Verurteilungen, eine ausgearbeitet werden, bei der die verſchiedenartigen Bedürfniſſe und
bsfriedigende Löſung gefunden habe. Im einzelnen
ſitig der Kanzler dann auf die das beſetzte Gebiet beſonders
be=
ührenden Fragen ein. Er gab ſchließlich der Hoffnung
Aus=
ſick, daß das Ziel, die Befreiung der Brüder am
Rthein, bald erreicht werden möge. Die
Einheits=
ront der Redner aller Parteien gegen die Beſetzung deutſchen
Kodens ſöhnte nach der geringen Anteilnahme des Hauſes wieder
ürigermaßen aus. Aber was nützt das, wenn die ausländiſchen
Berichterſtatter ihren Blättern mitteilen, daß die Rede des
Kanz=
ers vor leeren Bänken gehalten wurde und eine mehr als
eigen=
ntige Intereſſeloſigkeit bei den deutſchen Parlamentariern
feſt=
uſtellen war!
Reichstagsſitzungsbericht.
* Berlin, 26. März. (Gig. Bericht.)
Der Reichstag begann heute bei bedauerlicherweiſe nur ſehr
gerin=
femn Beſuch die Beratung des Etats des Miniſteriums für die beſetzten
Gebiete. In ſeiner Eigenſchaft als Miniſter für die beſetzten Gebiete
nihm ſofort das Wort Reichskanzler Marx. Er erklärte, es gelte,
dem Reichstag und den Bewohnern der beſetzten Gebiete zu zeigen, daß
das Reichskabinett im Rahmen ſeiner finanziellen Verpflichtungen und
Fräſte der rheiniſchen Bevölkerung wenigſtens einen gewiſſen Ausgleich
ſüiu die Laſten und Beſchwerden, die die Beſetzung mit ſih bringt, biete.
die Räumungsfrage ſoll dabei als eine außenpolitiſche Angelegenheit
m ßer Betracht bleiben. Der Miniſter gibt zunächſt
einige Zahlen über das Ausmaß der Beſatzung.
Jumer noch ſtehen 75 000 Mann fremde Beſatzung auf einem Gebiete,
dis vor dem Kriege nur E0000 Mann Militär hatte. (Hört hört!)
A deutſchen Garniſonen der Vorkriegszeit ſtehen 115 allierte
Garniſo=
nen gegenüber, von denen über 9364 Wohnungen von der Beſatzung
be=
arſprucht ſind. (Hört, hört!) Iſt habe bei dieſen Ziffern, die im Jahre
126 zurückgegebenen Wohnungen bereits abgezogen. In der zweiten
hälfte des Jahres 1926 wurden abermals 600 Wohnungen von der
Be=
ſatzung zurückgegeben. Dieſes Entgegenkommen ſoll anerkannt
wer=
den. Es ändert aber nichts an dem Geſamteindruck, daß unſere
berech=
tigten Forderungen auf dieſem wichtigen Gebiete bei weitem noch nicht
b friedigt ſind, zumal die Truppenherabſetzung nur 6 Prozent erreichte.
(Hört, hört!)
Ich gebe der Erwartung Ausdruck, daß die ſchon in Loearno
zu=
geſagte Herabſetzung der Beſatzungsſtärke nun bald erfolgt.
(Sehr richtig!) Die Vertreter der Beſatzungsregierungen haben ſich iun
lezter Zeit für die Herabſetzung bei offiziellen Anläſſen ausgeſprochen, und des Reichskommiſſariats in Koblenz ſowie der Reichsvermögens=
Po von dem materiellen Beſatzungsdruck die Rede iſt, muß der Baus= verwaltung für ihre hingebungsbolle Arbeit ſeinen herzlichen Dank aus,
titigkeit des Reiches im beſetzten Gebiete gedacht werden, die gerade die
neinem Miniſterium unterſtellte Neichsvermögensverwaltung dunhges 81. Jahre fir, uns alle das Leid der Beſatzmg mit
bewunderungs=
ſithrt hat. Dieſe Bautätiagkeit ſollte einerſeits Wohnungen für die
Be=
ſttzung ſchaffen, um die Quartierlaſten zu mildern und die Freigabe tragen. Möge dieſe ſchwergeprüfte Bevöllerung aus unſeren Be=
Ffentlicher Gebäude zu erzielen. Solche
Beſatzungswohnungen wurden im ganzen 7786 errichtet,
duvon 5280 in den jetzt noch beſetzten Gebieten. Andererſeits ſollte die
Pautätigkeit der deutſchen Bevölkerung einen Erſatz bringen für den
durch die Beſatzung entzogenen Wohnraum, der nicht frei zu bekommen. Zieles ſeien alle unſere, Kräfte geweiht. (Lebhaſter Beifall)
ar. Es ſollte denn Wohnmarkt das Weggenommene wieder zugeführt
herden. Hierfür wurden Baudarlehen an Gemeinden des jetzt noch
beſetzten Gebietes zugeteilt, und zwar insgeſamt 4084, davon 1500 in dem
Ihnen vorliegenden Haushaltsplan. Durch dieſe Hilfe von zwei
Sei=
tm — Bau von Beſatzungswohmungen und Bau von Erſatzwohnungen —
lat das Reich trotz ſeiner ſchweren Finanzlage die durch die Beſatzung
herbeigeführte Belaſtung des Wohnungsmarktes völlig ausgeglichen, Ich infolge der Kürzung des Etatsanſatzes der produktiven
Erwerbs=
danke bei dieſer Feſtſtellung beſonders dem hohen Hauſe, daß dieſe
wich=
tigſte Reichsaufgabe ſtets aufs wärmſte gefördert hat. Einige kurze
Porte in politiſcher Hinſicht: Zuerſt ſteht der Herr Reichskommiſſar
fir die beſetzten rheiniſchen Gebiete in Koblenz im
Verhandlungen mit der Rheinlandkommiſſon über die Rebiſion iſt nicht begründet. Wie ſchon aus der von der
Reichs=
des Orbonnanzſyſtems.
in ſehr eingehender Ausſprache wurden die deutſchen Forderungen der
vorausſichtlich noch einen Monat dauern. Bei ihrem vertpaulichen
Cha=
takter kann ich zurzeit über den Stand der Dinge, die übrigens noch kaum
in Fluß ſind, noch keine Mitteilungen machen. Ich muß aber ſagen,
laß das deutſche Volk als Ergebnis dieſer Verhandlungen beſtimmt
er=
wartet, daß ein Ordonnanzenſyſtem ein Ausdruck der neuen Aera der
Außenpolitik auf dem Gebiete der allierten Beſatzungspolitik ſei, das
Feißt, daß die Beſatzung ſich mit dem Minimum von Einmiſchung in
die deutſchen Verhältniſſe und von Laſten und Pflichten für die Bebölke=, wirken können, ſo daß die Geſamtſumme der im Jahre 1927
ver=
rung begnigt, das obiektid wirklich natwendig iſt. Ein anderes
Ergeb=
nis könnte nur ſchädlich wirken. Auch beziglich der Militärfuſtiz iſt eine
auere Reform unerläßlich. Der Prozeß Rouzier hat dies klar erwieſen, vorgeſehene Höhe erreichen wird.
Gerne ſei regiſtriert, daß in Verfolg des Koblenzer
Befriedungsabkom=
mens vom 10. September 1926 von der Rheinlandkommiſſion 150
militär=
gerichtliche Strafhandlungen gegen Deutſche niedergeſchlagen, 40
Aus=
weiſungen und B Dienſtentlaſſungen zurückgenommen wurden. Es iſt
auf dieſem Gebiete noch ein unbereinigter Reſt übrig geblieben, deſſen ſtehenden Militärvorlagen, mit welchen einerſeits die Pflicht zur
befriedigende Regelung mit Nachdruck betrieben wird. Geſtatten Sie mir
nun einige Worte über
die Fonbs des Miniſteriums,
wie ſie ſich durch die Ausſchußberatungen geſtaltet haben. Der Fonds
für kulturelle Fürſorge iſt mit 3 Millionen Mark in gleicher Höhe wie
im Vorjahre. Er iſt aber dadurch verbeſſert, daß er durch die neuen wahrhaftig verlohnt. Vor allem iſt die Begründung der Notwen=
Fonds von Ausgaben entlaſtet iſt, die num dieſe übernehmen. Der Fonds
Am Samstag ging der Reichstag an die Beratung des Etats für kulturelle Zwecke dient bekanntlich der geiſtigen Erhebung und
kör=
tier die beſetzter. Gebiete. Der Reichskanzler Dr. Marx, der verlichen Ertüchtigung der Bevölkerung, ſowie überhaupt der Rultur=
A auch das Rheinminiſterium führt, leitete den Etat mit einer pflege und der artativen Fürſorge im beſetzten Gebiet. Gemäß den der militariſtiſchen Idee in der tſchechiſchen Republik ihre Be=
Beſchlüſſen des Ausſchuſſes ſind neu vorgeſehen ein Fonds für Wirtſchaft
und Arbeit mit 800 000 Mark, ein Fonds für beſondere Zwecke der
be=
ſetzten Gebiete mit 400 000 Mark, ſowie ein Fonds von 30 Millionen
Mark, der zur Beſeitigung der Notlage bei den Gemeinden, bei den
erBeſatzung und gegen die Nichterfüllung ein= mittleren und kleineren Umternehmungen und bei den Arbeitnehmern
dienen ſoll. Der Fonds für Wirtſchaft und Arbeit dient zu Ergänzung
des ſchon genannten kulturellen Fonds nach der wirtſchaftlichen Seite
hin. Die gleiche ergänzende Zweckbeſtimmung für die ſonſtigen
Fürſorge=
ſielt ihnen vor allem vor, daß noch immer 75 000 Mann aufgaben hat der Fonds für beſondere Zwecke des beſetzten Gebietes.
Der 30Millionen=Fonds wird neben der Fürſorge für die durch die
Ruhrbeſetzung und ihre Auswirkungen notleidend gewordenen
Gemein=
den wirtſchaftliche Kredithilfe für den Mittelſtand und Förderung
ſo=
zialer Zwecke der Arbeiterſchaft und Angeſtellten ermöglichen. Die
Zweckbeſtimmung wird im einzelnen noch mit den Ländern und den
be=
gführt werden mußten und noch immer nicht die Frage teiligten Organiſationen in eingehender Ausſprache näher im Ausſchuß
Intereſſen in Einklang zu bringen ſind. Perſönliche Beihilfen, wie ſie
aus dem noch zu behandelnden Härtefonds für Rhein= und Ruhrſchäden
bewilligt wunden, kommen bei dem 30 Millionen=Fonds nicht in Betracht.
Der ſogenannte
Härtefonds für Rhein= und Ruhrſchäden
iſt nunmehr im Stadium der Abwicklung. Im ganzen waren zu diefem
Fonds friſtgemäß 16 000 Anträge geſtellt, von denen 14 000 bereits ihre
Erledigung gefunden haben. Ich möchte den mit der Bearbeitung dieſer
Anträge betrauten Beamten meines Miniſteriums Dank und
Anerken=
nung dafür ausſprechen, daß ſie dieſer ausnehmend ſchwierigen Arbeit
bis zum Erſchöpfen ihrer Kräfte ſich gewvicdmet haben. Die übrigen
Anträge werden in den nächſten Monaten aufgearbeitet werden. Ich
muß in dieſem Zuſammenhang ausdwüicklich feſtſtellen, daß neue Anträge
auf Beihilfe aus dem Härtefonds nicht berückſichtigt werden können, da die
im Einverſtändnis mit dem Ausſchuß für die beſetzten Gebiete mehrfach
verlängerte Anmeldefriſt ſchon im vorigen Jahre endgültig abgelaufen
iſt. Der Fonds für laufende Unterſtützung der
Franken=
empfänger an der Saargrenze iſt im Haushaltsplan mit
drei Millionen bemeſſen. Dieſe Saargängerhilfeleiſtung hat vom 1. Mai
1936 bis 31. März 1997 rund 73 Millionen Mark benötigt. Infolge
der eingetretenen Frankenbeſſerung haben die Verhältniſſe ſich allmählich
grundlegend geändert. Die vorgeſehenen Mittel werden vorausſichtlich
für die Uebergangszeit ausreichen. Dann dankte der Reichskanzler
ſeinem Vorgänger Dr. Bell für deſſen große Leiſtungen für das beſetzte
Gebiet und fuhr fort: An die pribate Wirtſchaft des unbeſetzten
Deutſch=
land möchte ich ein Wort richten. Immer noch klagen viele
Unter=
nehmer des beſetzten Gebietes über ihre Verdrängung aus dem Geſchäft
im unbeſetzten Deutſchland, die ſie während des Ruhrkampfes durch die
damalige Abſperrung erlitten haben.
Ich möchte die Wirtſchaft des unbeſetzten Deutſchlands bitten, im
Rahmen des wirſchaftlich Möglichen doch auch den nationalen
Geſichtspunkt gegenüber dem beſetzten Gebiet zu würdigen.
Der Wirtſchaft des beſetzten Gebietes dient es auch, wenn die ſo
ſchönen und geſunden Heilbäder des beſetzten Gebietes wieder ſtärker
aus dem unbeſetzten Deutſchland beſucht werden, wo immer noch eine
völlig ubegründete Zurückhaltung in dieſer Richtug herrſcht. Mit
wenigen Worten möchte ich der zwei für das beſetzte Gebiet ſo
wich=
tigen Geſetzentwürfe gedenken, die dem Reichstag vorliegen.
Der Entwurf des Beſatzungsleiſtungsgeſetzes iſt im Ausſchuß
durch=
beraten und wird heute das hohe Haus in zweiter Leſung beſchäftigen.
Der Entwurf einer Novelle ſür Beſatzungsperſonenſchäden iſt noch im
Ausſchuß.
Schließlich ſprach der Kanzler den Beamten ſeines Mimiſteriums
ebenſo auch vor allem der Bevölkerung des beſetzten Gebietes, die num
würdiger Vaterlandsliebe. Selbſtbeherrſchung und Selbſtaufopferung
ratungen wenigſtens ſehen, daß wir uns mit allen Kräften für ſie
be=
mühen. Möge ſie überzeugt ſein, daß die Regierung und das ganze
Volk kein anderes Ziel inmiger erſtreben als ihre Befreiung von dem
ſchweren Druck der Beſatzung. Der möglichſt baldigen Erreichumg dieſes den Soldaten das Wahlrecht, weil die bei den letzten Wahlen
Die Durchführung der Noiſiandsarbeiten.
Berlin, 25. März.
loſenfürſorge, die im Rahmen der Sparmaßnahmen der
Reichs=
regierung erfolgt iſt, nicht genügend Mittel zur Durchführung
von Notſtandsarbeiten zur Verfügung ſtänden. Dieſe Beſorgnis
regierung vorgelegten Denkſchrift über die Arbeitsbeſchaffungs=
Gegenſeite im allen Punkten dargelegt. Die Verhandlungen werden maßnahmen zu entnehmen iſt, werden die für Notſtandsarbeiten, nigus das Bedauern darüber ausgeſprochen, daß dadurch die
bis=
in einem Haushaltsjahr jeweils bereitſtehenden Mittel
erfah=
rungsgemäß nicht immer voll ausgeſchöpft, da ſich vielfach die
Vollendung begonnener Arbeiten in das nächſte Haushaltsjahr tung geſtört wurde. Der Klub kündigt gemeinſame Schritte mit
hinein erſtreckt. So wird auch diesmal ein Teil des für das 1
Jahr 1926 verfügbaren Betrags ſich im Haushaltsjahr 1927
aus=
fügbaren Mittel die urſprünglich vor der Kürzung im Haushalt d
4Anti=Locarno in Prag.
Deutſchland als Schreckgeſpenſi für die Tſchechen.
Von unſerem E=Korreſpondenten.
Prag, 25. März.
Die gegenwärtig im Prager Parlament zur Verhandlung
Unterbringung länger dienender Unteroffiziere in Staats= und
Privatbetrieben feſtgelegt und andererſeits das
Soldatenwahl=
recht aufgehoben werden ſoll, haben ſo intereſſante Details der
Militärpolitik des tſchechiſchen Staates ans Licht gebracht, daß
ſich eine eingehende Betrachtung der Prager Soldatenſpielerei
digkeit eines Ausbaues der tſchechoflowakiſchen Wehrmacht
kenn=
zeichnend für den Ungeiſt, der immer noch geduldig auch in jenen
tſchechiſchen Kreiſen ertragen wird, die längſt die innere
Hohl=
heit der Argumentation erkannt haben, mit der die Verfechter
mühungen zur Aufſtellung und Erhaltung eines kriegsmäßig
aus=
gerüſteten Heeres ſtützen: es iſt heute noch wie vor Jahren das
deutſche Geſpenſt, das Märchen von der ſtändigen
Kriegsbereit=
ſchaft des deutſchen Nachbarlandes, deren Andeutung allein im
Prager Parlament genügt, um die für die Annahme der Wehr=
und Rüſtungsvorlagen nötige Stimmung unter den
national=
tſchechiſchen Parteien hervorzuzaubern. Der Verlauf einer der
letzten Sitzungen des Abgeordnetenhauſes hat mit aller
Deutlich=
keit dargetan, daß noch viel Waſſer das Bett der Moldau wird
hinabfließen müſſen, bevor die Prager Politik ſich freigemacht
haben wird von den Hemmungen einer mit Chaupinismus
ge=
paarten lächerlichen Angſt vor dem deutſchen Nachbarreiche. Es
ſind die immer wieder bis zum Ueberdruß ausgegrabenen
Mär=
chen von den angeblichen geheimen deutſchen Rüſtungen, mit
denen in Prag der ſogenannte Geiſt von Locarno gewaltſam
tot=
geſchlagen wird, und ein treffliches Beiſpiel für die
Skrupel=
loſigkeit, der ſich einzelne tſchechiſche Gruppen von Zeit zu Zeit,
wenn es ihnen norwendig erſcheint, bedienen, bietet die in der
Tagung der Prager Kammer vom 23. März d. J. von dem
tſche=
chiſchen Nationaldemokraten Jezek gehaltene Rede über die
Kriegsvorbereitungen Deutſchlands. Der Referent erzählte
da=
von, daß Deutſchlands Voranſchlag neben dem ordentlichen
Heeresbudget eine ganze Reihe verſteckter Poſten für
Heeres=
zwecke aufweiſe, darunter einen Poſten im
Reichsinnenminiſte=
rium, wo unter dem Vorwand der Unterſtützung der
Grenz=
bevölkerung gegen die Tſchechoflowakei und Polen eine Summe
von 30 Millionen Mark eingeſetzt ſei, der in Wahrheit für
mili=
täriſche Zwecke verwendet werde. Deutſchland widme für ſeine
militäriſchen Bedürfniſſe mehr als eine Milliarde Mark,
wäh=
rend die Tſchechoſlowakei nur 1370 Millionen Tſchechenkronen
für Heereszwecke vorſehe. Aus dieſen als feſtſtehende Tatſachen
vongebrachten Behauptungen leitete der Referent den Beweis
ab, daß in Deutſchland geſetzwidrig eine neue Aera mit
Mobili=
ſierungsmaßnahmen geſchaffen werde; unter verſchiedenen
For=
men werde die militäriſche Ausbildung der Reſerviſten
betrie=
ben, die Rüſtungsinduftrie ſei nach Rußland, Schweden, Holland
und Dänemark gewandert und arbeite für deutſche Zwecke dort
weiter, und es ſei kein Zweifel, daß der Aufwand für die Armee
in Deutſchland während der letzten drei Jahre um 50 Prozent
geſtiegen ſei. Selbſtverſtändlich mahne alles dies zu einer
beſon=
deren Vorſicht gegenüber Deutſchland und zeige die große
Ver=
antwortung vor der Gegenwart und der Zukunft für die
Wehr=
fähigkeit des tſchechiſchen Staats deutlich auf
Wenn nun auch von ſeiten der deutſchen Abgeordneten die
Schauermären, die im Verlauf der Beratungen über die
Wehr=
vorlagen von tſchechiſcher Seite vorgebracht worden waren, auf
das richtige Maß zurückgeführt und als Vorwand für die Prager
militariſtiſche Politik bezeichnet worden ſind, ſo beſteht dennoch
kein Zweifel, daß die in Verhandlung ſtehenden Entwürfe, die
eine neue Beſtätigung des deutſchfeindlichen Geiſtes darſtellen,
ohne grundlegende Aenderungen angenommen werden dürſten.
Damit aber würde auch eine neuerliche Bevormundung der
deut=
ſchen Wirtſchaft im tſchechiſchen Staate Platz greifen, denn die
Pflicht zur Unterbringung längerdienender Unteroffiziere wird
ſich nicht zuletzt auch auf die deutſche Induſtrie erſtrecken, der
man auf Grund der neuen Vorlage noch mehr tſchechiſches
Perſo=
nal aufzwingen wird. Die Entziehung des Wahlrechts der
Sol=
daten kommt um etliche Jahre zu ſpät, denn nach dem Umſturz,
als die tſchechoſlowakiſche Armee nur tſchechiſche und ſlowakiſche
Militärperſonen umfaßte, wurde die in die deutſchen Gegenden
vorgeſchobene Heeresmacht auf Grund der allgemeinen
Wahl=
pflicht dazu verwendet, den paar ortsanſäſſigen Tſchechen zu Sitz
und Stimme in den Gemeinden zu verhelfen. Heute, da ins
tſchechiſche Heer Tauſende Deutſche eingereiht ſind, entzieht man
gehandhabte Tſchechiſierungspraxis mit Hilfe des Militärs nicht
mehr durchführbar erſcheint.
Noch in anderer Hinſicht hat die Verhandlung der neuen
Vorlagen im Prager Parlamente ihre Auswirkung gezeigt. Die
chriſtlichſoziale deutſche Partei, die bisher zuſammen mit den
In der Preſſ iſt die Befürchtung ausgeſprochen worden, daß deutſchen Landbündlern und Gewerbetreibenden willens war,
den in Rede ſtehenden Militärvorlagen ihre Stimme zu geben,
hat, verſtimmt über die im Abgeordnetenhaus inſzenierten
Aus=
fälle gegen Deutſchland und Ungarn — der nationaldemokratiſche
Abgeordnete Spacek hatte in ſeiner Rede als Berichterſtatter der
Koalition über die Militärvorlagen die Redewendung gebraucht,
daß nur Deutſchland und Ungarn als Kriegsgegner der
Tſchecho=
ſlowakei in Betracht kommen —, ſich in einer Klubſitzung mit
dieſen Aeußerungen beſchäftigt und in einem offiziellen
Commu=
herige, von den Mehrheitsparteien eingehaltene pazifiſtiſche
Rich=
den zwei anderen deutſchen Regierungsparteien an und betont,
daß „von maßgebender Seite zu dieſen Aeußerungen Stellung
genommen werden muß, die nicht ohne Korrektur bleiben
dür=
fen‟. Dieſe Klärung erſcheint ein Gebot dringender
Notwendig=
keit für die Außenpolitik des tſchechiſchen Staates, wenn ſie
an=
ders nicht bekunden will, daß ſie den läppiſchen Angriffen auf
Deutſchland ſtillſchweigend zuſtimmt.
Seite 2
Die Abrüſtungskonferenz
und Frankreich.
Außenpolitiſche Bedenken.
Von unſerem A=Korreſpondenten.
Paris, 26. März.
Die vorbereitende Abrüſtungskonferenz tagt in Genf, und die
Oeffentlichkeit will von dieſer Tatſache und ihrer Wichtigkeit kaum
Kenntnis nehmen. Es iſt wahr, der Zeitpunkt iſt für eine
Ab=
rüſtungskonferenz beſonders ungeeignet; die chineſiſchen
Ereig=
niſſe, die italieriſch=jugoſlawiſche Spannung und ſogar das
niederländiſch=belgiſche Problem abſorbieren die Aufmerkſamkeit
der Welt vollkommen. Es gibt allerdings Optimiſten, die der
Meinung ſind, daß es für die Sache der Abrüſtung günſtig iſt,
wenn man jetzt wenig auf Genf achtet.
Die franzöſiſche Politik iſt wegen der Entwicklung der
Ab=
rüſtungskonferenz verſtimmt. Vor allem in Paris iſt man der
Meinung, daß London und Waſhington der Genfer
Abrüſtungs=
konferenz im Geheimen feindlich geſinnt ſeien und alles
unter=
nehmen, um ſie zu einem Fehlſchlag werden zu laſſen. Allerdings
hat man, was die Abrüſtung betrifft, ſchon früher einen
Fehl=
ſchlog erwartet, aus Gründen, die man nicht auseinanderzuſetzen
braucht. Aber zwiſchen Fehlſchlag und Fehlſchlag gibt es
min=
deſtens ſo große Unterſchiede wie zwiſchen Abrüſtung und
Ab=
rüſtungskonferenz.
Es wird hier lebhaft beklagt, daß das Preſtige des
Völker=
bundes von Tag zu Tag abnimmt und daß die angelſächſiſchen
Mächte dieſem Lauf der Dinge freundlich entgegenſehen. Schon
der Plan der Waſhingtoner Konferenz ſtellt nach franzöſiſcher
Auffaſſung einen angelſächſiſchen Hieb gegen den Völkerbund dar.
Und jetzt erſt, wenn die vorbereitende Abrüſtungskonferenz völlig
mißlingt, ſoll das Anſehen des Völkerbundes beſonders leiden,
Die Dinge ſpielen ſich immer mehr außer Genf ab, daran iſt
nicht zu zweifeln. Und wenn auch in bezug auf die albaniſche
Frage wenigſtens der Schein gewahrt wird, und das
holländiſch=
belgiſche Problem ſogar dem Völkerbund eine Möglichkeit dazu
gibt, ſeine Lebensfähigkeit irgendwie zu manifeſtieren, ſo kann
das alles nichts an der Tatſache ändern, daß die letzten Ereigniſſe
ſehr wenig zur Erſtarkung des Völkerbundes beigetragen haben.
Das wichtigſte Problem des Tages, die chineſiſche Frage, hat
mit dem Völkerbund überhaupt nichts zu tun. Und in Frankreich
beklagt man ſich, daß es dadurch für die franzöſiſche Politik ſehr
erſchwert iſt, auf den Lauf der Dinge Einfluß zu nehmen. Die
Haltung Englands löſt hier eine immer ſchärfere Verſtimmung
aus, beſonders ſeitdem man annimmt, daß die engliſche Politik
über Schanghai ein ähnliches Abkommen wie jenes über Hankau
vorbereitet. Nach franzöſiſcher Auffaſſung ſetzt ſich England auch
über die Tatſache hinweg, daß Schanghai keine engliſche, ſondern
eine internationale Konzeſſion iſt.
Franzöſiſcher Miniſierrat.
Der Miniſterrat hat heute endgültig die Aufbebung
des Zündholzmonopols und die Vergebung ber
Zünd=
holzfabrikation und des Handels damit an die Geſellſchaft
„Svenſka” mit Gewinnbeteiligung des franzöſiſchen Staates beſchloſſen,
Eine Geſetzesvorlage wird vom Finanzminiſterium in
Uebereinſtim=
mung mit dem Vertragsentwurf unverzüglich ausgearbeitet und der
Kammer vorausſichtlich am Dienstag unterbreitet werden. Die Vorlage
muß nämlich noch vor Ende des Monats erledigt ſein. Die Regierung
wird nötigenfalls die Vertrauensfrage ſtellen, doch beſteht gute Hoffnung,
daß ſie trotz der ſcharfen ſozialiſtiſchen und kommuniſtiſchen Oppoſition
eine Mehrheit finden wird, da mit großer Wahrſcheinlichkeit ein
über=
wiegender Teil der Radikalen für die Vorlage ſtimmen wird.
Bokanowſki berichtete über den Stand der deutſch
franzö=
ſiſchen Handelsvertragsverhandlungen und teilte
mit, daß in der Frage des Weinkontingentes eine Einigung ſo
gut wie zuſtandegekommen ſei. Lediglich über den Anteil
des Champagnerwein=Kontingents beſtänden noch
Meinungsverſchieden=
heiten. Franzöſiſcherſeits ſeien die deutſchen Vorſchläge über chemiſche
Produkte und elektriſches Material angenommen worden, jedoch beſtehen
noch Uneinigkeit in bezug auf die franzöſiſche Ausfuhr von Mehl und
Fleiſch nach Deutſchland. Es beſtänden gute Ausſichten auf Einigung.
Der Innenminiſter Sarraut berichtete über die
Wahlrechts=
reform und erklärte, er werde keine Aenderug an dem Projekte
gutheißen, was offenbar die Lage nicht erleichtert. Andererſeits erfährt
man, daß die Gruppe Bonnefous ſich am Dienstag verſammeln wird,
um über ihre Haltung in der Wahlrechtsreform zu beraten. Die Gruppe
beabſichtigt bekauntlich, die Frage der Verordnungsgeſetze möglichſt raſch
aufs Tapet bringen zu wollen und droht, gegen die Regierung zu
ſtimmen, falls dieſe weiterhin, für das Kreiswahlverfahren eintreten ſollte.
Der Miniſterrat hat dann auch heute vormittag ganz befonders
darüber beraten, wie das Ungewitter von der Seite Bonnefous
ab=
gewendet werden könnte. Schließlich kam auch der Fall Vaxenne
von neuem zur Sprache. Es ſteht jetzt feſt, daß Vavenne
am 8. April nicht mehr nach Indochina zurückkehren.
In der Frage der franzöſiſchen Beteiligung an der
Flottenabrüſtungskonferenz Coolidges iſt heute
morgen noch kein Beſchluß gefaßt worden.
* Das Heſſiſche Landestheater.
Zerſchlagene Töpfe.
Verhängnisvoll waren die letzten Monate für das Heſſiſche
Landestheater.
Das Verhängnis ſetzte ein, als ſich Mitte Januar der
Finanzausſchuß des Landtags mit dem Theater
beſchäf=
tigte. Der Voranſchlag ſah an Ausgaben 1974 000 Mark, an
Ein=
nahmen 978 000 Mark vor. Der Zuſchuß ſoll zu 55 Teilen von
dem Staat und zu 45 Teilen von der Stadt Darmſtadt getragen
werden. Der Finanzausſchuß faßte nun einen Beſchluß, der die
Höhe des Zuſchuſſes nicht begrenzte, der aber verlangte, daß die
Ausgaben für das künſtleriſche Perſonal um 50000 Mark
herabgeſetzt werden ſollten.
Die Zweckwidrigkeit eines ſolchen Beſchluſſes war jedem
Sachverſtändigen klar; denn gerade die Anſtellung des
künſtle=
riſchen Perſonals kann nur von Fall zu Fall und nur von der
Theaterleitung beurteilt werden. Immerhin mußten auf Grund
dieſes Beſchluſſes nunmehr Verhandlungen und Unterſuchungen
über ſeine Durchführung ſtattfinden. Sie ergaben, wie
voraus=
zuſehen war, die Unmöglichkeit, und am 10. März 1927 — alſo
gerade zwei Monate ſpäter — hob der Finanzausſchuß ſeinen
früheren Beſchluß auf mit der Maßgabe, daß wohl 50 000 Mark
geſpart werden ſollen, daß ſie aber nicht ſpeziell an dem
künſtle=
riſchen Perſonal gekürzt werden müſſen.
Zwei Monate hat es gedauert, bis der Finanzausſchuß zu
dieſer Einſicht gekommen iſt.
Dieſe zwei Monate der Unſicherheit aber haben genügt, um
höchſtnachteilige Folgen für das Theater herbeizuführen.
Generalintendant Ernſt Legal beliebt auf allen Seiten,
hat infolge dieſer Schwierigkeiten erklärt, daß er ſeinen Vertrag
mit dem Heſſiſchen Landestheater nicht verlängert.
Wertvolle künſtleriſche Kräfte haben die Angebote anderer
Bühnen angenommen, ſo im Schauſpiel Rudolf Wittgen, Max
Nemetz, Käthe Foerder. Alice Treff, Walter Bluhm
und Hans Epskamp, in der Oper Piſtor und Aldort.
Im Schauſpiel ſteht das Theater vor einem vollſtändig zerſtörten
Enſemble,
tind warum die zerſchlagenen Töpfe?
II.
Der ſeitherige Jutendaut.
Am ſtärkſten bedauert man in Darmſtadt das Ausſcheiden
von Ernft Legal. Er iſt eine Perſönlichkeit, die Kultur, Vor=
Sonntag, den 27. März 1927
Nummer 86
Vom Tage.
Der öſterreichiſche Geſandte in Prag hat neue
Vor=
ſchläge ſeiner Regierung für die
Handelsvertragsverhand=
lungen wit der Tſchechoſlowakei überreicht.
Aus Belgrad kommen Gerüchte, wonach in Albanien
eine Revolution ausgebrochen ſei. Den Aufſtändiſchen
ſoll es gelungen ſein, in Tirana einzudringen und den Präſidenten
Achmed Zogu gefangenzunehmen. Man wird abwarten wiſſen, was
an den Berichten Tatſache iſt.
Die politiſche Partei in Warſchan iſt einer
groß=
angelegten kommuniſtiſchen Organiſation auf die
Spur gekommen, deren Abſicht es war, am 1. Mai durch
Ver=
kümdung des Generalſtreiks in ganz Polen loszuſchlagen.
Muſſolini hat ſich endgültig damit einverſtanden
er=
klärt, daß eine internationale Kommiſſion von militäriſchen
Sachverſtändigen ernannt wird, um die Verhältniſſe an der
jugoflawiſchalbaniſchen Grenze zu uterſuchen.
Am Sonntag wird in ganz Italien der achte
Jahrestag der Gründung der Faseiſtiſchen Partei
mit der feſtlichen Aufnahme der Jugendbünde gefeiert. Muſſolini
hat aus dieſem Anlaß eine Botſchaft an die Schwarzhemden gerichtet.
Die engliſch=ſpaniſchen
Handelsvertragsperband=
lungen ſind abgeſchloſſen worden.
Bei den Feindſeligkeiten zwiſchen chineſiſchen
Geheimgeſellſchaften im öſtlichen Teil der Vereinigten
Staaten wurden insgeſamt acht Perſonen getötet, zwei ſehr ſchwer
verwundet und 45 verhaftet.
Finanzkunſtſtücke.
Sorgen um die Ausbalancierung des Eiats.
Ein trüber Ausblick in die Zukunft.
Die Mitteilungen, die der Reichsfinanzminiſter im
Haus=
haltsausſchuß des Reichstags, am Freitag über die Geſtaltung
des Etats im laufenden und für das kommende Jahr gemacht
hat, ſind ſo außerordentlich kompliziert, daß ſie ohne
Kommen=
tar kaum verſtändlich ſind. Dafür iſt aber nicht der Miniſter
ver=
antwortlich, ſondern die Verflechtung der beiden Etatsjahre.
Das laufende Finanzfahr, das mit einem geſchätzten Ueberſchuß
von ewwa 400 bis 450 Millionen im ordentlichen Etat abſchließt,
hatte im außerordentlichen Etat einen ſehr ſtarken Anleihebedarf,
der bis zur Höhe von 500 Millionen etwa durch aufgenommene
Anleihen gedeckt iſt. Von dem erwarteten Ueberſchuß ſollen nun
250 Millionen zum Ausgleich des außerordentlichen Etats
be=
nutzt werden. Es bleibt hier dann noch ein Loch von etwa
200 Millionen, das teilweiſe durch Hinauszögerung der
vorge=
ſehenen Ausgaben abgeſtoppt wird, zum Teil wohl aber auch
dadurch, daß aus den laufenden Einnahmen die erforderlichen
Ausgaben erſt einmal beſtritten werden. Die dann noch aus dem
Ueberſchuß des ordentlichen Haushalts verbleibenden 200
Mil=
lionen dienen zur Deckung des für das Etatsjahr 1927 zu
erwar=
tenden Defizits, ſo daß mit Hilfe von Abſtreichungen und
Heran=
holung der ſtillen Reſerven hier wenigſtens der ordentliche Etat
balanciert. Der Finanzminiſter hat aber einen ſehr trüben
Blick nach vorne geworfen. Er hat für den außerordentlichen
Etat 1927 jetzt ſchon einen Bedarf von 500 Millionen
heraus=
gerechnet, den er durch Anleihen decken will, gleichzeitig aber ſich
mit Recht dahin ausgeſprochen, daß eine neue Reichsanleihe in
nächſter Zeit überhaupt nicht in Frage kommen kann. Es wird
ſich alſo darum handeln müſſen, ob nicht doch vielleicht bei
weiterer Beſſerung der Wirtſchaftslage die für 1927 in Anſatz
gebrachte Einnahmeſchätzung aus den Steuern und Zöllen ſoweit
überſchritten wird, um daraus größere Mittel flüſſig zu machen,
die für den außerordentlichen Haushalt verwendet werden
können, oder wenigſtens die Anleihen bis zum Winter
hinaus=
ſchieben. Zu bemerken iſt hierzu noch, daß die etwa zu
erwarten=
den Mehreinnahmen zum größten Teil durch den bereits
ange=
kündigten Nachtragsetat beanſprucht werden, der in erſter Linie
für die Verbeſſerung der Beamtenbeſoldung, für die
Liqui=
dationsgeſchädigten und die Kriegsbeſchädigten neue
Forde=
rungen bringt. Man rechnet mit einer Erhöhung der
Beamtengehälter um etwa 10 Prozent. Das
würde für das Reich etwa 60 Millionen ausmachen, für Länder
und Gemeinden dagegen ein Vielfaches. Für die
Kriegsbeſchä=
digten ſind Mittel in Höhe von etwa 100 Millionen erforderlich,
während die Entſchädigung für die Ligudationsgeſchädigten
vor=
läufig in der Form gedacht iſt, daß das Reich Wertpapiere
aus=
gibt, deren Verzinſung es ſicherſtellt. Dabei ſollen die kleineren
Beträge tunlichſt voll ausbezahlt werden, während die größeren
Schäden mit etwa 10 Prozent erſetzt werden. Um welche
Summen es ſich dabei handelt, läßt ſich im Augenblick noch gar
nicht überſehen. Das Kapitel Nachtragsetat iſt ja überhaupt ſo
ſchwierig, daß ſich vorderhand noch niemand recht daran getraut,
ſondern dieſe Sorgen lieber noch bis zum Sommer zurückgeſtellt
werden.
Die Lage in China.
Die Zwiſchenfälle in Nanking. — Die Ruße
vor dem Sturm.
Londyn, 2. März.
Die engliſche Preſſe widmet den Vorfällen in Nonking ihre
ganze Aufmerkſamkeit und gibt der Befürchlung Ausdruck, daß
die Verluſte der Ausländer erheblich größer ſind als bisher
he=
kannt geworden iſt. Beruhigend hat die Verſicherung des
Ober=
befehlshabers der Südtruppen, Tſchangkaiſchek, gewirtt, daß er
ſich perſönlich nach Nanking begeben werde, um den Zwiſchenfaſt!
mit voller Verantwortlichkeit zu regeln. Der Oberbefehlshaberr
der Kanton=Truppen in Schanghai, macht für die bedauerlichen
Zwiſchenfälle in Nanking die Diſziplinloſigkeit der
zurückgeben=
den Nordtruppen veranwortlich. Die Kantontruppen;
empfänden keinen Haß gegen die Europäer,
Immerhin mißtraut man in den Schangbaier;
Europäerkreiſen dieſen Verſicherungen und
bezeichnet jetzt die Stille als Ruhe vor dem
Sturm. Im Stadtteil Chapei ſind tauſende von Bla= angeſchlogen, die die Europäerdarſtellen, wie
ſie auf toten Chineſen dahinſchreiten. Borodin
wird heute in Schanghai erwartet.
Zuſpitzung der Lage in Schanghai.
EP. London, 26. März.
Nach einer Meldung aus Schanghai ſind dort heute unter
Bedeckung eines engliſchen Kanonenbootes und eines
amerka=
niſchen Zerſtörers 140 Ausländer auf einem Dampfer aus
Nanking eingetroffen. Untenwegs wurden die Schiffe von
den Ufern des Jangtſekiang unter heftiges
A
ſchem Rt
ven=Feier
Regierung
e
Feuh Sie daß
Gewehrfeuer genommen. Die Flüchtlinge erklärten.
daß das von den vor Nanking liegenden Kriegsſchiffen abge=
gebene Sperrfeuer eine vollſtändige Niedermetzelung der
Aus=
länder verhindert habe. — „Evening Standard” meldet aus
Schanghai, General Tſchang=Käi=ſchek habe heute eine
lange Unterredung mit den Nationaliſtenführern
von Schanghai gehabt. Dieſe Tatſache werde von den
ausländiſchen Behörden dahin ausgelegt, daß bei den
Natio=
naliſten die Abſicht beſtehe, ſich der
internatio=
nalen Konzeſſionen zu bemächtigen. Die
auslän=
diſchen Kriegsſchiffe hätten neue Truppen gelandet. Ein
weiteres Regiment engliſcher Soldaten ſei von Hongkong nach
Schanghai transportiert worden. Die militäriſchen Befehlshaber
traten zuſammen, um über die weiteren Maßnahmen zum
Schutze der Konzeſſion gegen chineſiſche
An=
griffe zu beraten.
Die „Britiſh Unſtév Preß” meldet aus Schanghai, General
Tſchang=Kai=ſchek habe heute die ausländiſchen
Behörden aufgefordert, unverzüglich die
Bar=
rikaden wegzuräumen, die um die
internatie=
nale Kunzeſſion errichtet ſind.
PL.icheh einte.
znt ſich nach
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geit fei die M.
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dher begrüß
jStbrache d
Wie der Korreſpondent der Pariſer „Informatton” aus
Peking meldet, haben die
Waffenſtillſtandsverhand=
lungen zwiſchen den Emiſſären Tſchang=
Kai=
ſcheks und Marſchall Tſchang=Tſo=lins
be=
gonnen.
Die Regierung der Vereinigten Staaten hat beſchloſſen,
weitere 1500 Marineſoldaten nach China zu ſenden. Damit
er=
reicht die amerikaniſche Truppenſtärke in Ching
etwa 9000 Mann, von denen ſich 5000 Mann in Schanghaf
befinden. — Nach einem Telegramm aus San Diego haben
65 amerikaniſche Flieger Befehl erhalten, ſich
mit 26 Flugzeugen zum Abtransport nach
Schanghai bereitzuhalten.
Amerika fordert Entſchädigung von den
Kantoneſen für die Zwiſchenfälle von Nanking.
EP. Waſhington, 26. März.
Das Kabinett hat ſich unter dem Vorſitz Coolidges am
Frei=
tag verſammelt, um über die Lage in China zu beraten. Es
wurde beſchloſſen, daß ein Proteſt an den Kommandanten der
Katon=Armee anläßlich der Zwiſchenfälle von Nanking geſandt
wurde, und daß für die getöteten Awerikoner Entſchädigungen
verlangt würden. Staatsſekretär Kellogg hat erklärt, daß daß
Kabinett die Maßnahmen der amerikaniſchen Behörden in China
für den Schutz der Amerikaner in China gutgeheißen habe,
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empfunden
wyen, die er u
W Vermächtnis
wtigem Be
deutſche )
nehmheit und Güte in ſich vereinigt. Durch dieſe
hervorſtechen=
den Eigenſchaften hat er ſich die Sympathien und das Vertrauen
aller Kreiſe erworben,
Ernſt Legal iſt eine Perſönlichkeit von unbedingter
Zuver=
läſſigkeit. Er hat weder nach oben noch nach unten, weder nach
rechts noch nach links Verſprechungen gemacht, die er nicht halten
konnte. Vielleicht war er nicht „politiſch” genug, um mit den
Parlamentariern politiſch zu verhandeln? Wenn er ſchließlich
aus dieſen Verhandlungen die Konſequenzen gezogen hat, wenn
er erklärt hat, die künſtleriſche Verantwortung nicht mehr tragen
zu können, ſo kann dies die Achtung vor ſeinem Charakter und
die Sympathien, die die Bevölkerung ihm entgegenbringt, nur
fteigern!
III.
Der neue Intendant.
Heſſiſches Landestheater.
Nach mancherlei Unterhandlungen hat die
Verwaltungskom=
miſſion Carl Ebert, für den der Abgeordnete Leuſchner warme
Empfehlungen aus Berlin mitbrachte, als neuen Intendanten
ver=
pflichtet. Ebert, in Berlin geboren, ſteht im 39. Lebensjahre und
iſt in erſter Linie Schauſpieler. Er gehörte von 1915 bis 1922
dem Frankfurter Schauſpielhaus an. Die Stärke ſeiner Begabung
lag in der ſicheren Behandlung ſeines ſchönen männlichen
Or=
gans. Zur Zeit Hartungs gaſtierte Ebert auch in Darmſtadt,
ſo bei der Uraufführung von Unruhs „Stürmen” Während
ſei=
nes Frankfurter Aufenthalts war er zugleich in der Leitung der
dortigen Schauſpielſchule tätig.
Seit 1922 iſt Ebert als Schauſpieler dem Staatstheater in
Berlin verpflichtet. Seine letzte Rolle als „Euſebio” in
Cal=
derons „Andacht am Kreuze” wurde von der Berliner Kritik recht
verſchieden beurteilt.
Die ſelbſtändige Leitung eines Theaters hat Ebert bis jetzt
noch nicht geführt. Er iſt in dieſer Hinſicht ein unbeſchriebenes
Blatt. Seine Ernennung iſt zum mindeſten ein Experiment
dem wir im Intereſſe des Theaters einen günſtigen Ausgang
wünſchen wollen.
Allerdings fragt man ſich als unbeteiligter Zuſchauer jetzt:
Warum der Wechſel? Warum alle die Schädigungen, die mit
dieſer Kriſe verbunden ſind?
Der Verlauf der Angelegenheit iſt eine Verurteilung des
kommiſſiosreichen parlamentariſchen Syſtems oder doch der Art,
wie es gegenwärtig bei der Leitung des Landestheaters in Heſſen
geübt wird.
Großes Haus. — Samstag, den 26. März.
S nfonie=Konzert
zum Gedächtnis des 100. Tudestages Beethovens.
Nach längerer Zeit kam von unſerem vortrefflichen Orcheſter
wieder einmal die Paſtoralſinfonie zu Gehör, die neuer”
dings auf allen Programmen auftaucht, nachdem ſie eine Zeitlang
für minderwertig gehalten worden war. Das war in der Epoche
der Herrſchaft des Muſikdramas und der ſinfoniſchen Dichtungen
der heroiſchen, etwas theatraliſchen Neigungen. Und doch iſt die
Paſtorale eine Schweſter der C=Moll=Sinfonie. Beide Werke
waren gleichzeitig in Arbeit, entſtanden beide im durch
Beei=
hovens Teſtament berühmten Heiligenſtadt, und kamen dicht auß
einander als Opus 67 und 68 heraus. Wenig bekannt iſt, daß
die Paſtorale am Schluß urſprünglich einen Worttext für Chok
erhalten ſollte, ebenſo wie ihn die in demſelben Jahre 1808 volle
endete Chorfantaſie hat. Die ähnlichen Gedanken beider Werſe
ſind ſpäter in den Schlußchor der Neunten eingemündet. Der rele
gibſe Grundzug des fünften Satzes der Paſtorale: „frohe und
dankbare Gefühle nach dem Sturm”, iſt jedenfalls ſchon derſelbe.
Die 6. Sinfonie war von je das Streitobjekt der Kritik, weit
ſie die Frage der Programm=Muſik immer wieder aufwirft. ch
bin Pfitzners Anſicht, daß von Programm=Muſik bei der
Paſto=
rale keine Rede ſein kann, jedenfalls nicht in dem uns
gelau=
figen Sinne. Beethoven ſelbſt ſchrieb darüber: „mehr Ausdrug
der Empfindung, als Malerei” Und ſo iſt es. Ueberall wice
durch rein muſikaliſche Mittel die Wirkung erreicht, eine ganz
be=
ſtimmte Stimmung zu ſchaffen, nicht durch Tonmalerei. Im erſten
Satz geſchieht e3 zum Teil durch unzählige Wiederholungen dei
ſelben thematiſchen Figur, jene „holde Monotonie” zu
erzeugel=
die ohne zu malen die Eintönigkeit ländlicher Geräuſche ſchildeln
d. h. ſtimmungsbildend wirkt. Selbſt die Vogelſtimmen im
zwei=
ten Satz, dieſer entzückenden Szene am Bach, werden rein muſe
kaliſch, d. h. thematiſch verarbeitet. Nur im vierten Satz, „Ge
witter und Sturm” ſteckt offenbare Tonmalerei. Und trotzden
werden dabei ſtets Gefühle frei, überwiegt auch hier der Ausbrun
der Empfindung die Malerei. Der dritte Satz, „luſtiges Zuſche
menſein der Landleute”, iſt der einzige, in dem nicht die Namu.
ſpricht, ſondern der Menſch. Aber auch er iſt kein Tanz, ſonder”
r gibt nur die Tanzſtimmung. (Pfitzner.)
Die Ausführung war vollendet; Auffaſſung und DurchfuN
rung der Leitung von richtigſtem muſikaliſchen Empfinden, heſ
ſeinſter Kleinarbeit. Generalmuſikdirektor Roſenſtock und ſein
ſmmmer 86
Sonntag, den 27. März 1927
Seite 3
Die Welt huldigt Beethoven.
hovens Muſik unmittelbar. In Wiens Mauern, unter
Beeinoden=geier in Wien. ſeiner Kultur, habe ſch der Heros entfalten können,
Der Feſiakt.,
Wien, 26. März.
Zie Stadt Wien hat zur Feier des 100. Todestages
Beet=
hus außerordentliche Vorbereitungen getroffen. Alle Schulen
vetreichs ſind geſchloſſen und die ſtaatlichen und ſtädtiſchen
süude tragen Flagenſchmuck. Heute vormittag fand in
An=
unheit des Bundespräſidenten Hainiſch und Mitgliedern
Bundesregierung, des apoſtoliſchen Nuntius und des
nint en diplomatiſchen Korps, der Vertreter der auswärtigen
zgationen, der Behörden, Hochſchulen uſw., die offizielle Feier
zyhrndertſten Wiederkehr des Todestages Beethovens im
ehr=
wigen Muſikvereinsſaal ſtatt. Eingeleitet wurde der Feſtakt
zy die von Felix Weingartner dirigierte Trauerkantate,
mine Rede des Bundespräſidenten folgte, der der Erwartung
gſpuck gab, das gemeinſame Erleben der Feier möge auf das
uge Zuſammenarbeiten auf allen Gebieten eine günſtige
Nuig ausüben.
Bundeskanzler Seipel
Beethovens Kraft, das Leben in der Zeit der
Stürme und Leidenſchaften auszufüllen und noch für dieſes
Chaos die befreiende Form, die Erlöſung zu finden, die
Kraft, aus tiefſtem Schmerze den ſchöpferiſchen
Aufſchwung zu vollziehen, zu der jubelnden Freude.
Heute herrſcht in allen deutſchen Städten Trauer, andere Trauer
als wie vor hundert Jahren. Ungezählte Wunden bluten. Zeiten
des deutſchen Leidens ſind gekommen. Beethoven hat uns aber
gezeigt, daß keiner ganz unglücklich leiden kann, dem ſich ſeine
Muſik erſchloß. Wir neigen uns vor dem Klang der 9. Sinfonie,
als dem Symbol des Troſtes und unſerer Sehnſucht, als dem
Symbol des erlöſenden und erlöſten Geiſtes. Weiter ſprach
der amerikaniſche Geſandte in Wien, Waſhburn,
der in deutſcher Sprache darauf hinwies, daß Beethovens Leben
und ſeine Werke vor allem der Muſik gehörten. Die
Unab=
hängigkeit eines raſtloſen Strebens, die beiſpielloſe Tatkraft in
der Vollendung ſeiner Werke, all das finde in den Herzen ſeiner
Landsleute in den Vereinigten Staaten vollen Widerhall. — In
franzöſiſcher Sprache ſprach dann
aſſeiner Freude Ausdruck, daß ſo viele Staaten durch Männer
ueuropäiſchem Ruf vertreten ſeien. Er betonte, daß die Größe
gaßeethoven=Feier die Hoffnungen und Erwartungen der
öſter=
yyiſchen Regierung faſt übertroffen habe, und fuhr dann fort:
6yaben Sie, daß ich in dieſer für uns ſo erfreulichen Tatſache
GuZeichen einer noch erfreulicheren Tatſache ſehe: Die
Menſch=
beſehnt ſich nach den Zeiten des Krieges und der Zwietracht
nu Einigkeit.‟ Eine der ſtärkſten Bande der Einigkeit der
Aſſſchheit ſei die Muſik. Die Menſchheit unſerer Tage ſuche den
9Azu finden nach den Stellen des Idealismus. Sie habe einen
dlegrößten Führer in Beethoven gefunden. Beethovens
Oſſen ſei von vielen Kämpfen getragen geweſen. Er ſei
2fabild und Wegweiſer geworden. An ihmkönne
uta lernen, daß nach den Tagen der Kämpfe in
dmBruſt des Menſchen und im Leben die
Stun=
dulämen, in denen die Menſchen ſich bewußt
nüden der Erlöſung. Wenn ſie nur den rechten Weg
ginn; ſo dürfte man ſagen, alle Menſchen würden Brüder. Die
Aſtrreicher begrüßten alle Menſchen als Brüder. — Nun folgte
AMAnſprache des öſterreichiſchen Bundesminiſters
für Kultus und Unterricht Schmitz.
der belgiſche Miniſter des Aeußern, Vandervelde,
der ſich beglückwünſchte Vertreter Belgiens ſein zu können in
einem der größten Momente der europäiſchen Menſchheit.
Belgien habe Beethoven, als einem der größten Deutſchen.
immer ſeine Hochachtung gezollt. — Darauf ſprach
der franzöſiſche Untertichtsminiſſer Herriot,
der darauf hinwies, daß die franzöſiſche Republik in der Pariſer
Univerſität vor einigen Tagen eine Beethoven=Feier verauſtaltet
habe. Er bringe Beethoven die Grüße der franzöſiſchen Nation.
Das Grab des großen Verſtorbenen ſei das Herz der
Ueberleben=
den. Beethoven habe uns die großen Aufgaben des Herzens und
des Geiſtes bewieſen. Wir ſeien hierher gepilgert, um uns zu
bekennen zu dem größten Gedanken in unſerem Leben: der
brü=
derlichen Einigung.
Der engliſche Vertreter Allen
betonte, daß es nicht möglich ſei, mit wenigen Worten
auszu=
drücken, was der Name Beethoven in England bedeute.
Der ungariſche Miniſter für Volkswohlfahrt
Dr. Joſeph Vaß
(führte aus: Der Weg der Menſchheit ſei gezeichnet durch
gſſende Meilenſteine, durch Name n und
Perſönlich=
keien, vor denen die Zwietracht des Alltages
ſcheige und brüderliche Harmonie ſich zeige.
Uhr den Großen ſei Beethoven ein Künſtler und Tondichter.
Afethoven ſei vom Rhein an die Donau
gekom=
na und die Oeſterreicher nennen ihn freudig und ſtolz den
men. Oeſterreich leide noch an manchen ſchweren Wunden, die
1ſnicht ganz vernarbt ſeien. Aber es habe eines gewahrt, das
ſige Erbe, deſſen Hüter zu ſein ſein Stolz und ſeine Freude
RTieſer Reichtum verpflichte. Oeſterreich habe daher geglaubt,
adie ganze Welt ſich an der Beethoven=Feier beteiligen könne;
mes erkenne der ganzen Welt das Recht an Beethoven zu.
Fverneigen uns in Ehrfurcht vor dem Genius Beethovens. —
Enichſter Redner ſrrach
der Bürgermeiſter der Stadt Wien,
Miüter anderem ausführte: Wo immer man die Muſik als ein
6ütrgut ſchätze, werde man in dieſen Tagen dem Andenken
ehovens huldigen. Aber als Bürgermeiſter Wiens freue er
heſonders, daß man ſich nicht damit begnügen wolle, in der
zenat das Andenken Beethovens zu feiern, ſondern die
Sehn=
ſrchimpfunden habe, an ſeiner Arbeitsſtätte ſeinen Klängen zu
uhen, die er uns hinterlaſſen habe. Die Stadt Wien werde
AuVermächtnis Beethovens in Treue pflegen. — Unter
ge=
nutigem Beifall nahm dann das Wort
Andeutſche Reichsminiſter des Innern v. Keudell.
Cgührte unter anderem aus: Als Dolmetſch innigſten
Mit=
e mindens des Deutſchen Reiches entbiete ich die Grüße und
Aiſche ſowie den Dank des Reichspräſidenten und der Reichs=
Arang. Wir vergeſſen nicht, was wir Oeſterreich und der
ſſot Wien verdanken, der unvergleichlichen Führerin unter den
Deuchen Städten auf dem Gebiete der Muſik. Was Denker und
ſſter den Intellektuellen vermitteln, erleben wir in Beet=
ſieſter erwieſen ſich als meiſterlich. Das thematiſche Material
hin mir noch ſalten ſo klar geboten, der Wohlklang dieſes in
urſtem Sinne „beglückenden” Werkes nie ſo warm entſtrömt
z Uein.
Die Prometheus=Muſik liegt ihrer Entſtehung nach
( BOpus 43 zwiſchen der Zweiten und der Eroica=Sinfonie,
ußgenauer abgegrenzt, zwiſchen der Violinromanze in G und
UnAdelaide. Man glaubt, die genannten Werke alle anklingen
z Yören bei dieſem herrlichen Werk, das, von je ſelten geſpielt,
He in einer erneuernden Bearbeitung von F. Lodewig auf der
hine dargeſtellt erſchien, in Szene geſetzt von H. E. Mutzen=
Iſher. Dem ſpröden Stoff iſt ſchwer aufzuhelfen. Er liegt uns
; hat wenig Intereſſe mehr. Ohne Kenntnis des Inhalts iſt
emythologiſche Tanzſpiel unverſtändlich.
Dieſe 16 Tänze mit ihrer noch ſo ſchönen, wunderbar
melo=
en Muſik mit Bewegungen zu füllen, die uns Heutigen etwas
ligen haben, iſt keine leichte Aufgabe. Unſerer Ballettmeiſterin
ſada v. Kreibig gelang es vor allem, den großen Zug feſt=
Alten und den Stil zu finden, dem die Muſik entſpricht. Dieſer
Ate, zumal im Anfang, ſtark pantomimiſch ſein, füllte ſich aber
mer mehr mit tänzeriſchem Material, wozu die äußerſt viel=
4 ſltigen muſikaliſchen Formen ſich ergiebiger erwieſen als man
hehmen ſollte. Sehr vorteilhaft zeigte ſich auch die Zweiteilung
ſBühne in oben und unten, das helle Reich der Götter und
0 dunkle der Erde, unterſtützt durch maleriſche Gruppen und
Eedende Lichtwirkungen. Am beſten gelungen ſchienen mir
ſeTänze Nr. 6, 8, 9; am vollendetſten Nr. 15, worin die
fabel=
hie Muſikalität Frl. v. Kreibigs ſozuſagen jede einzelne Note
härzeriſchem Ausdruck zu bringen verſtand. Neben ihr
zeich=
um ſich beſonders Irene Scheinpflug aus und Otto
Anke als ein mit offenbar dramatiſcher Begabung geſpielter
hmetheus. Ein großes Perſonal, unter dem auch Gäſte der
Mrnſchule waren, half dem vortrefflich einſtudierten Tanzſpiel
goßem Erfolg.
Joſeph Roſenſtock dirigierte auch dieſes Werk mit voller
F.H.
gabe und großzügiger Auffaſſung.
Die Ausſtellung des Orei=Städte=Bundes
in der Kunſthalle am Rheintor.
II.
Die Mainzer Gruppe des Drei=Städte=Bundes der Künſt=
Anen wird durch Frida Beſt und Mathilde Huber am ſtärkſten
Räentiert. Frida Beſts kräftig kolorierte, in flächig breiter,
wies darauf hin, daß man in Ungarn eine beſondere Freude für
die heutige Huldigungsfeier empſinde, weil Beethoven auch auf
ungariſchem Boden Inſpirationen zur Schaffung unvergänglicher
Werke empfangen habe, indem er ſeine Huldigung dem Andenken
Beethovens darbringe, tue er es mit dem heiligen Wunſche, daß
das Lehen der Völker getragen ſein möge, von dem Geiſte der
gegenſeitigen Hochſchätzung und Verſtändigung. — Darauf ſprach
der Italiener Pedro Spogni in italieniſcher Sproche, nach ihm
der Vertreter der Niederlande van Bergſen,
der etwa folgendes ausführte: Als es bekannt geworden ſei, daß
der 100. Todestag Beethovens in Wien gefeiert werden ſolle, habe
die niederländiſche Regierung keinen Augenblick gezögert, an
die=
ſer Feier teilzunehmen. Ihm ſei die Ehre zuteil geworden, die
Verehrung der niederländiſchen Regierung und des ganzen
Vol=
kes zu überbringen für das Genie Beethovens und für das
öſter=
reichiſche Volk, zu dem Beethoven ſich ſehr bald hingezogen
ge=
fühlt habe. Es ſind nicht nur die Muſüfreunde, in deren Namen
er als Präſident der „Geſellſchaft zur Pflege der Muſik” ſpreche,
ſondern die ganze niederländiſche Bevölkerung. Er bitte, die
Gefühle warmer Begeiſterung der niederländiſchen Regierung
und des Volkes für Oeſterreich und Wien, die ſchon ſeit
Jahrhun=
derten Muſik gepflegt hätten, entgegenzunehmen.
Darauf ſprach der Vertreter von Rumänien in
fran=
zöſiſcher Sprache.
Im Namen der jugoſlawiſchen Regierung
ſprach der Unterrichtsminiſter Milujewitſch, der
ebenſo wie ſein Vorredner die Verehrung und Bewunderung
der ganzen Kulturwelt für Beethoven, als den großen
Geiſtes=
heros hervorhob. Schließlich ſprach namens der
tſchechoſlowaki=
ſchen Regierung Unterichtsminiſter Dr. Hodza, der den Geiſt
der Verſöhnung und Einigkeit auf die Nationen herabflehte.
Die glänzend verlaufene Feier ſchloß wit der Aufführung
der großen Fantaſie für Pianoforte, Chor und Orcheſter, dirigiert
von Felix Weingartner.
ausdrucksvoller Technik gemalte Bilder zeichnen ſich ſtets durch
eine ſtarke Individualität aus. Ihre Landſchaften ſind
beſon=
ders in den Farben ſehr gut geſehen, und auch für die flüchtigen
impreſſionellen Eindrücke von Werkbauten hat dieſe Malerin den
ſicheren Blick reifer Künſtlerſchaft. Ihr Stilleben „
Aſchermitt=
woch”, im Kolorit hart und kräftig, iſt zeichneriſch und koloriſtiſch
ſehr bildwirkſam. Mathilde Hubers Maltechnik iſt robuſter,
aber auch ihre Farben ſind außerordentlich friſch und
tempera=
mentvoll, ihre Blumen atmen Leben und Duft. — Carola
Her=
manns ſachlich und ſauber gemalte Blumenſtücke,
unaufdring=
lich, aber darum von beſonders inniger Wirkung, werden immer
Freunde finden. Ihr Kolorit iſt ſehr reich, und dieſe Bilder ſind
mit liebevollem Verſenken in die Schönheit der Blumen gemalt.
Dieſe Künſtlerin iſt nicht ſo „modern” wie die Mehrzahl ihrer
Umgebung, dennoch ſind dieſe Bilder friſch und lebendig.
Eliſa=
beth. Weihrich behauptet ſich gut in dieſer Gruppe.
Von den Frankſurterinnen haben Frida v. Joeden, Agnes
Langenbeck=Zachariae und Elſe Luthmer die
umfang=
reichſten Kollektionen zu der Ausſtellung beigeſteuert. So
ver=
ſchieden dieſe drei Künſtlerinnen in der techniſchen Löſung ihrer
Aufgaben ſind, ſo gleich ſind ſie in der Bildwirkung, dem
künſt=
leriſchen Ausdruck. Sichere, lockere, breite Pinſelführung, das
Wirken mit flächigen, hin und wieder ungebrochenen Farben
haben alle drei gemeinſam, gleichwie die grundſätzliche
Einſtel=
lung, das Gemälde, ſoweit ſie Naturſtücke wiedergeben, nur
Im=
preſſionen ſein dürfen. Bis zum Rauſch geſteigerte Farbigkeit,
Berg= und Schneelandſchaften (Langenbeck=Zacharige) künſtleriſch
gebändigt, verleiht den Bildern dieſer Künſtlerinnen ſtets den
Stempel der Individualität. — Emma Schüttes gute
aqua=
lierte Zeichnungen und Lina v. Schauroths flott gezeichnete
intereſſcnte Studien, ebenſo wie Pauline Howarck heiſchen
an=
erkennende Erwähnung.
(Breslau) mit einigen hochintereſſanten, ganz eigenartigen
Stil=
leben an der Spitze. Die Eigenart der Technik und der
künſt=
leriſchen Auffaſſung, die hervorragende Kultur der Farben,
ge=
dern einen ganz beſonderen Reiz. — v. Zitzewitz
lebens=
großes Damenporträt iſt an ſich eine hochintereſſante Arbeit. Das
Geſicht ſcheint gut charakteriſiert, dennoch iſt das Kinderporträt
kultivierter und anſprechender. Becky Dreyfuß Akt iſt eine
gute Studie, in erſter Linie allerdings im Kolorit, „Das Bildnis
ihrer Mutter” eine reife Arbeit. Paula Fritſch (München)
ſtellt eine Reihe intereſſanter Entwürfe zu Kirchenbildern aus, einer literariſchen Delikateſſe für Feinſchmecker.
Die
Vermittlungsverhand=
lungen im Balkankonflikt.
Der Unterſuchungsmodus. — Ausſchaljung
des Völkerbundes. — Beteiligung Deutſchlands
EP. Paris, 26. März.
Ueber den Stand der Vermittlungsverhandlungen im
italie=
niſch=ſüdſlawiſchen Konflikt bringt der „Petit Pariſien” folgende
Darſtellung: Italien hat bis jetzt lediglich ſeine prinzipielle
Zu=
ſtimmung zu einer internationalen Unterſuchung an Ort und
Stelle gegeben. Ueber den genaueren Unterſuchungsmodus wird
es ſich dagegen erſt äußern, nachdem der dahingehende
franzöſiſch=
engliſche Entwurf zuerſt von Südſlawien gutgeheißen wird, was
bisher noch nicht erfolgt ſei, obwohl dieſer Enturf Südſlawien
bereits am Donnerstag morgen zugeſtellt wurde. In dieſem
Entwurf werde die Entſendung einer Unterſuchungskommiſſion,
beſtehend aus je zwei franzöſiſchen, engliſchen und deutſchen
Offizieren, vorgeſchlagen. Die Kommiſſion hätte auf beiden
Sei=
ten der Grenze Erhebungen anzuſtellen. Es würden ihr außer
Sachverſtändigen auch je ein oder zwei italieniſche oder
ſüdſla=
wiſcher Beobachter beigegeben werden, die ſich jeweils ſofort
äußern könnten. Die Kommiſſion hätte keinen Zuſammenhang
mit dem Völkerbund, was von Südſlawien beſonders gerügt
werde. — Die Zeitung hält die Zuſtimmung ſowohl
Süd=
ſlawiens als Italiens für höchſt wahrſcheinlich,
verhehlt aber nicht, daß der augenblickliche
Streit=
punkt, die Frage der Unabhängigkeit Albaniens,
nach wie vor unberührt bleibe.
Das Geheimnis Albanien.
* Berlin, 26. März. (Prib.=Tel.)
Die diplomatiſchen Verhandlungen über die internationale
Aktion im italieniſch=jugoſlawiſchen Konflikt gehen immer noch
hin und her. Sie ſcheinen ſich außerordentlich ſchwierig zu
ge=
ſtalten, weil es offenbar nicht ganz einfach iſt, die beteiligten und
die nicht beteiligten Mächte auf eine Linie zu bringen, zumal da
ja die diplomatiſchen Aktionen es immer an ſich haben, daß ſie
nicht gerade im Schnellzugstempo vor ſich gehen. Nur ſchade,
daß die Ereigniſſe ſich dem Tempo der hohen Politik nicht immer
anpaſſen wollen. Was eigentlich in Albanien vor ſich geht, läßt
ſich nicht genau überſehen, weil die Quellen alle getrübt ſind. Es
ſcheint aber doch ſo, als wenn von innen heraus ſich jetzt eine
gefährliche Stimmung gegen den Diktator Achmed Zogu
bemerk=
bar macht, deſſen Stellung zweifellos erſchüttert iſt, erſchüttert
ſein kann nur von Jugoſlawien her, weil der Diktator ſich mit
Italien auf Gedeih und Verderb verbunden hat. Wenn er
ſtürzen ſollte, dann iſt es eigentlich unvermeidlich, daß Italien
von ſich aus eingreift und militäriſche Maßnahmen einleitet, um
die Ordnung wiederherzuſtellen. Das könnte dann einen
Zu=
ſtand zwiſchen Italien und Jugoflawien ſchaffen, der die
Groß=
mächte, aus ihrer dilatoriſchen Haltung herauszwingt.
Albanien mobilifiert.
EP. London, 26. März.
Der Korreſpondent der „Britiſh United Preß” in Athen
beſtätigt die Meldung, daß die albaniſche Regierung die
Mobili=
ſierung der zwölf jüngſten Jahrgänge angeordnet habe. Eine
Beſtätigung der Nachricht, daß heute eine Revolution in Albanien
ausgebrochen ſei, habe er dagegen nicht erhalten können.
Der Balkankonflikt in ruſſiſcher Beleuchtung.
EP. Moskau, 26. März.
Die „Prawda” bezeichnet den Fascismus
als Hauptſchuldigen am italieniſch=
jugoſla=
wiſchen Konflikt, denn der Verlauf der albaniſchen
Politik Roms laſſe keinen Zweifel zu. Italien entwickele
zurzeit auch in Bulgarien eine fieberhafte
Tätigkeit, um Jugoſlawien vollſtändig zu
iſolieren. Die Pläne des italieniſchen
Fas=
cismus, der ſich bereits in Livorno die Zuſtimmung
Eng=
lands zu ſichern wußte, richteten ſich indirekt auch
gegen Frankreich und die Türkei. Frankreich könne
gegenüber der Iſolierung Jugoſlawiens nicht gleichgültig
blei=
ben, und die Regierung von Belgrad ſuche heute einen Kontakt
mit Moskau. Auf dem Balkan entſtehe eine neue
Konſtellation.
die man gerne in der Ausführung ſehen möchte. Die Entwürfe.
laſſen ein Urteil nur inſofern zu, als das Hochſtrebende,
Licht=
farbene gut gewollt ſcheint.
Die Plaſtik iſt in dieſer Ausſtellung nicht der Qualität, aber
der Zahl nach nur ſchwach vertreten. Die Köpfe der
Frankfur=
terin Helene v. Beckerath ſind ſehr gut durchgearbeitet und
ſtellen in naturaliſtiſcher Auffaſſung reife Leiſtungen dar.
Beſon=
ders feſſelnd iſt das intereſſante Geſichtchen der Tänzerin
Barba=
koff modelliert. Milli Stegers weiblicher Torſo iſt von
erheb=
lich modernerer Auffaſſung. Die Formgebung ihrer Geſchloſſen=
F6
heit und der einheitlichen Linienführung iſt gut.
*Kunſt in Wiesbaden.
Kurt Schwitters.
Wer iſt Schwitters? Man kennt ihn von den Merz=Heften
her, die er zuſammen mit El Liſſitzky herausgibt, von
Märcheu=
büchern und ſonſtigen kleinen Publikationen. Aufmachung: bei
ſchnellem Beſehen Bauhausſtil; bei näherem Zuſehen gerade das
Gegenteil oder die Ergänzung. Wie man es nehmen will.
Dominante das dort Fehlende: Humor.
Schwitters breitet ſich zurzeit im Naſſauiſchen
Kunſt=
verein durch mehrere Säle aus; vielleicht etwas zu
überwie=
gend, alle ſeine Entwicklungen ſeit embryonalen Phaſen
hervor=
ſpiegelnd; aber in dieſen vielen, zum Teil doch recht luſtigen
Dingelchen ſprüht ſchon Erwartung weckender Witz auf. Wußte
in den zarten zerfließenden Aquarellen (Joeden) und in den man aber doch bald: die Hauptſache kommt erſt. Er ſelbſt. Und
Lann war eines Abends das Ereignis da. Literariſche
Spezia=
lität. Aeſthetiſches Variété. Aber unbedingt hörenswert.
Durch=
aus nicht bloß Spaßes halber. Der Spaß iſt für das Publikum.
Aber Literaten, Schauſpieler, Muſikauten können hier unendlich
viel lernen. Es geht für ein Kolleg. Man kann hier lernen:
Farbe, Klang, Wert, Kraft des Wortes und des Buchſtabens.
Unter den als Gäſte Eingeladenen ſteht Editha Kanold Man denke: Schwitters trägt Dichtungen vor, die, wie die
Mohrenſprache der Kinder, nur aus Buchſtaben beſtehen oder gar
aus Zahlen. Und bringt damit fabelhafte Klangwirkungen
her=
aus. Manchmal wird man an die Probleme der Farblichtmuſik
paart mit vertiefender, hingebender Arbeit, verleihen dieſen Bil= erinnert. Solche Dinge ſind ſehr intereſſant. Man gewinnt
Körpergefühl für das Weſen der Zahl, des Buchſtabens, des
Worts. Eigentlich ein recht wiſſenſ haftliches Thema. Aber es
hat auch wieder ſeine Annehmlichkeit, daß Schwitters es ſatiriſch
einkleidet, daß es den Witz, der in der Sache ſteckt, als Thema
nach vorn zieht und manchmal iriſierend offen läßt, wo es
ernſt=
haft, wo es witzig wird. So geſtaltet ſich ein Schitters=Abend zu
U. R.
Seite 4
Sonntag, den 27. März 1927
Nummer 86
Wahlkämpfe in England.
Die Schlacht von Leith. — Die Richtung der
neuen Pendelſchwingung.
Von unſerem (O=Korreſpondenten.
London, 26. März.
In dieſen Tagen ſind drei große Wahlkämpfe im Gange, von
denen einer, der in Leith, am Donnersuag abend entſchieden
wurde. Wie haben ſich die Parteien ſeit der letzten allgemeinen
Wahl im Herbſt 1924, als Macdonald über den roten Brief
ſtürzte, entwickelt? — Die Tradition hat in den weitaus meiſten
Fällen das Sprichwort von der Umkehr der Pendelſchwingung
beſtätigt. Sowie eine Partei in White Hall eingezogen iſt, iſt
meiſt ſchon in den Erſatzwahlen des erſten Amtsjahres infolge
des natürlichen Einſetzens einer Reaktion ein Schwingen des
Pendels nach der entgegengeſetzten Richtung bemertbar, zuerſt
nur langſam, dann aber immer ſchärfer, bis es im letzten,
nor=
mal dem vierten Jahre am ausgeſprochenſten zutage tritt. Früher,
als es ſich nur um zwei Parteien handelte, war kein Zweifel, in
welcher Richtung die Wendung eintrat. Heute, da deren drei
mit=
einander konkurrieren, iſt ſie in keiner Weiſe gewiß. — Bei der
ungeheuren Zahl der unioniſtiſchen Stimmen, 415, iſt es die
große Frage, ob die Umkehr der Pendelſchwingung überhaupt
eine derartige ſein wird, daß ſie eine der beiden
Oppoſitionspar=
teien im Herbſt. 1928 zum Siege bringt. — Wie ſteht die Sache
jetzt, nachdem die Hälfte des dritten Amtsjahres der Unioniſten
erreicht iſt? —
Seit der letzten allgemeinen Wahl haben im ganzen 26
Er=
ſatzwahlen ſtattgefunden. — (Abgeſehen, von den drei jetzigen
Kämpfen.) In ihnen ſind 14 Unioniſten, 11 Sozialiſten und ein
Liberaler gewählt worden. Die Unioniſten haben einen Sitz von
den Liberalen erobert und fünf an die Sozialiſten verloren, die
ebenfalls von den Liberalen einen Sitz gewonnen haben. Wenn
ein Kandidat in einem Bezirk weniger als ein Achtel der
Geſamt=
zahl der abgegebenen Stimmen erhält, muß er den üblichen
Ein=
ſatz verloren geben. Das iſt nicht weniger als 7 liberalen und
2 ſozialiſtiſchen Kandidaten paſſiert, aber keinem unioniſtiſchen. —
Die für die einzelnen Parteien abgegebenen Stimmen zu
addie=
ren und in Vergleich zu ſtellen, hat hier eigentlich nur einen
be=
ſchränkten Wert, da die Wählerzahlen in den einzelnen
Wahl=
bezirken beträchtliche Verſchiedenheiten zeigen. Immerhin iſt es
charakteriſtiſch. Es ſind im ganzen abgegeben worden, für die
Unioniſten 263 840 Stimmen, für die Sozialiſten 260 127, für die
Liberalen 179117. — Es muß aber ferner bemerkt werden, daß
von den fünf an die Sozialiſten verlorenen unioniſtiſchen Sitzen
nicht weniger als vier nicht durch eine abſolute Mehrheit der
Sozialiſten erobert wurden, ſondern dadurch, daß die Liberalen
nur für ſich kämpfende Kandidaten in den Kampf ſchickten, alſo
nicht, wie ſo oft bei den allgemeinen Wahlen, ſich mit den
Unio=
niſten Schulter an Schulter gegen die Sozialiften ſtellten. — Dazu
kommt noch ein neues Moment: der Uebertritt verſchiedener
Kan=
didaten von einer zur anderen Partei. Hierhin gehört der
Ueber=
tritt der beiden prominenten Liberalen, Sir Alfred Mond und
Commander Hilton Young, zur Regierungspartei, der an ſich
mehr wert iſt als ſechs Wahlſiege. Tatſächlich ſteht jedoch bei den
Unioniſten dem Verluſt von 5 Sitzen an die Sozialiſten ein
Ge=
winn von einem Sitz von den Liberalen und ein Uebertritt der
beiden ſcharfen Lanzen gegenüber. Bleibt Geſamtverluſt von
zwei Sitzen, von einer Stärke von 415 in 2½= Jahren.
Nun kommen die drei jetzigen Kämpfe. Der erſte in Leith
in Schottland, iſt ſchon entſchieden, und die Liberalen ſchreien
ihren Triumph über das ganze Vereinigte Königreich. — Iſt es
überhaupt ein ſolcher? — Leith hat mit einem kurzen
Zwiſchen=
raum ſeit 150 Jahren liberal gewählt. Die Vakanz entſtand
durch den Uebertritt des bekannten Parlamentariers,
vortreff=
lichen Debattierers und populären Schriftſtellers, Captain
Wedgwood Benn, zur ſozialiſtiſchen Arbeiterpartei, was einen
emfindlichen Verluſt für die Partei bedeutete. Der Captoin hatte
bei den allgemeinen Wahlen den Sitz mit 16559 Stimmen gegen
11 250 ſozialiſtiſche, alſo mit einer abſoluten Mehrheit von 5319
Stimmen gewonnen. Jetzt hat ſein Nachfolger Brown rund
4300 Stimmen weniger erhalten, ſein ſozialiſtiſcher
Wett=
bewerber 1100 Stimmen mehr, und außerdem ſind die
Konſer=
pativen wieder auf dem Plan erſchienen und haben rund 4600
Stimmen zuſammengebracht. Die liberale Mehrheit betrug
111 Stimmen ſtatt 5 3 19. Iſt das ein Triumph? — Die zweite
Wahl findet am Montag ſtatt, und zwar in Nord=Southwark. Dort
kämpft Dr. 2. Haden Gueſt, der bei der letzten Wahl als Sozia=
Tiſt mit 1100 Stimmen Mehrheit den liberalen Strauß geſchlan
hatte, diesmal als Konſervativer, wenn ſchon er 74
unabhängig konſerwativ nennt, gegen ſeinen vorigen Gegin”
Strauß und den Sozialiſten Iſaars. Ein intereſſanter, ſeltens=
Fall. Als Sozialiſt hatte er beim letzten Male 8115 für ſich
wonnen, der damalige konſervative Kandidat nur 3300. Mn
kann begierig ſein, zu welchem Ergebnis der Rollentauſch füß=
Dr. Haden Gueſt hatte ſich empört von den Sozialiſten losgeſo
weil ſie gegen die Expedition nach China und für die chineſicht,
Sozialiſten oder Nationaliſten gearbeitet hatten. — Wenn er
ag=
nicht den Sitz gewinnt, ſo iſt er doch ſelber für die
Regierunn=
portei ein großer Gewinn. — Bei der dritten Wahl handelt 1/
ſich um die für die vier ſchottiſchen Univerſitäten St. Andretzu
Glasgow, Aberdeen und Edinburgh, die zuſammen drei Abgeond
nete zu wählen haben. Bei der Wahl 1918 wie bei der 1924 wmu
den zwei Unioniſten und ein Liberaler gewählt. 1918 ſtand
Sozialiſt weit zurück. 1924 mußte er ſeinen Einſatz einbüßen,
Abeſſinien und der Fascismus
Ein italieniſcher Proteſt an die abefſiniiche Regierum
EP. Rom, 26. Märzz
Der italieniſche Geſandte in Abeſſinien hat bei der abefſiüſſ
ſchen Regierung gegen die Wiedergabe eines Artikels der Zeitun=
„Prolétaire” über den Fascismus und die angeblich imbern
liſtiſche Politik Italiens gegenüber Abeſſinien formellen Prora)
eingelegt. Ras Tafari entſchuldigte ſich mit lebhaftem Bedaugln
und ergriff folgende Maßnahmen: Der Direktor der Zeitmg
wurde abgeſetzt und zu einem Monat Gefängnis verurteilt. By
Verfaſſer des Artikels wurde verhaftet und zu einer Geldſtrni
verurteilt. Die jüdiſche Schule, die er leitet, wurde geſchloſſil
Die Auflage der Zeitung wurde beſchlagnahmt und die im u.9.
lauf befindlichen Exemplare zurückgezogen. Die Zeitung munte
den Vorfall in einem Artikel bedauern und die Strafmaßnahmmt
bekanntgeben. Die italieniſche Regierung erklärte ſich befriednth
und betrachtet den Zwiſchenfall damit als erledigt.
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Darmstadt
Ladwigstr. 15
Rummer 86
Aus der Landeshauptſiadt.
Darmſtadt, 27. März.
Das Landesmuſeum macht darauf aufmerkſam, daß die
Aus=
ſallung der Reichsdrucke und Albertinadrucke nur noch dieſe Woche bis
emſchließlich Sonntag, den 3. April dauert. Der rege Beſuch dieſer
Ausſtellung, hat bewieſen, welch großes Intereſſe das Publikum dieſen
gnerkannt vorzüglichen und preiswerten Blättern entgegenbringt, und
* iſt erfreulich, daß das Landesmuſeum und die Buchhandlung Heinrich
schroth die Möglichkeit ſchufen, einen Geſamtüberblick über dieſe beiden
äammlungen zu erhalten.
Die Juſtizverwaltung des Memelgebietes ſucht für möglichſt
ſt fort zwei Aſſeſſoren als Hilfsrichter für die Dauer von etwa zwei
Jahren. Heſſiſche Gerichtsaſſeſſoren, die für dieſe Verwendung ſich zur
Verfügung ſtellen wollen, werden erſucht, ſich bei dem Miniſterium
ar Juſtiz (Sekretariat) zu melden, wo ſie die für ihre Entſchließung
e forderliche nähere Auskunft erhalten.
— Hefſiſches Landestheater. Aus Anlaß von Beethovens
Todestag findet, wie bereits mitgeteilt, heute, vormittags 11 Uhr,
im Großen Haus ein Morgenkonzert ſtatt, dem ein beſonderes
Jeitereſſe durch die Mitwirkung des hier bereits vorteilhaft bekannten,
as außerordentliche Begabung geſchätzten Frankfurter Pianiſten Alfred
Koehn geſichert erſcheint.
„Abends 7½ Uhr wird „Fidelio” in der Inſzenierung Ernſt
L=gals und unter muſikaliſcher Leitung von Joſeph Roſenſtock mit
Gharlotte Maſſenburg, Margarete Albrecht, Gotthelf Piſtor, Heinrich
Hölzlin, Johannes Biſchoff, Eugen Vogt und Alfred Karen m den
nagenden Partien gegeben.
Des außerordentlich großen Erfolges wegen, hat die Generaldirektion
ds Landestheaters den großen Kulturfilm „Wege zu Kraft und
Schönheit” zu weiteren Vorführungen am Dienstag, den 29.,
Don=
verstag, den 31. März, und Samstag, den 2. April, abends 6 und
8 Uhr erworben. Für dieſe Vorführungen gelten die Einheitspreiſe
70 Pf. ud 1 Mk.
— Heute ſingt Deutſchlands gefeiertſter Sänger im ſtädtiſchen
Saal=
hau. In einem Sonder=Konzert ſingt heute abend 8 Uhr, im großen
Saale des ſtädt. Saalbaues der berühmte 1. Baritoniſt der Berliner
Sraatsoper, Kammerſänger Heinrich Schlusnus. Strahlend in der
Erimme, leuchtend in der Geſangskunſt ſteht Heinrich Schlusnus unter den
großen Sängern unſerer Zeit. Er iſt heute der Künſtler, dem man weit
über die Grenzen Deutſchland hinaus die ſchönſte Stimme nachſagt.
Schlusnus wird von Profeſſor Max Saal (Berlin) am Flügel begleitet.
Ein ausgewähltes Programm vermittelt ausgewählte Lieder und Arten.
Kinlaßkarten an der Abendkaſſe im Saalbau ab 7 Uhr. (äheres in
Frutiger Anzeige).
— Bismarck=Komers. Eine Anzeige in unſerer heutigen Ausgabe
gwt Einzelheiten über den für den 2. April geplanten Bismarck=Kommers
kannt. Wie uns mitgeteilt wird, iſt eine ſehr ſtarke Teilnahme Alter
Herren und junger Studenten zu enwarten. Die Verbände werden gut
drran tun, Meldungen über die Beteiligung ihrer Mitglieder raſcheſtens
ennzureichen, da die Platzfrage ſonſt Schwierigkeiten macht.
Erfahrungs=
grmäß werden alle dieſe Kommerſe nicht nur von Darmſtädtern und
berren aus der näheren Umgebung beſucht, ſondern ſogar von
Heidel=
herg, Frankfurt, Mainz, Mannheim, Offenbach, Aſchaffenburg und
anderen Städten bevorzugt.
— Orpheum. Heute Sonntag, erſte Wiederholung die an
der Liebe ſterben! ein Spiel des Lebens in 4 Akten von Thilo
Schmidt, dem erfolgreichen Verfaſſer von „Es war einmal in
Heidelberg‟. Der Sonntagskartenverkauf findet ſtatt:
Verkehrs=
häro von 9 bis 12 Uhr, Zeitungskiosk Ernſt=Ludwigplatz, von
10 Uhr vorm bis 6 Uhr nachm., ſowie Kaffe des Orpheums
1ab 3 Uhr. (Siehe heutige Anzeige.)
— Um jedes Mißverſtändnis zu vermeiden, ſei nochmals feſtgeſtellt,
daß der von der Firma Hackebeil am 30. März veranſtaltete
Haus=
fauenMachmittag mit Ausſtellung in gar keiner Verbindung mit dem
Hausfrauenbund Darmſtadt ſteht.
Fortbildungskurſe für Apotheker.
Die Einführung der ſechſten Auflage des Deutſchen Arzneibuches
cdingt eine erhebliche Umſtellung der Unterſuchungsmethoden für die
dutſche Apothekerſchaft. Infolgedeſſen hat der heſſiſche Apothekerverein
arf Veranlaſſung ſeines Vorſitzenden, des Herrn Apothekers Seriba,
Reinheim, Fortbildungskurſe an der Techniſchen Hochſchule zu
Darm=
ſtrdt eingerichtet, von denen der erſte in der Woche vom 14.—19. März
mit einer Teilnehmerzahl von 30 Herren ſtattfand und der zweite mit
eiter Teilnehmerzahl von 40. Herren mit dem heutigen Tage zu Ende
aiht. Es wurden Experimentalvorträge gehalten, denen ſich Uebungen
anſchloſſen, ſowohl im chewiſchen als im pharmakognoſtiſchen Inſtitut;
ſo wurde Theorie mit der Praxis verbunden.
Die Herren Miniſterialrat Prof. Dr. Heyl, Profeſſor Dr.
Eber=
hard, Prof. Dr. Moldenhauer und Privatdozent Dr. Heil
helten die Vorträge und leiteten die Uebungen, aufs beſte unterſtützt
von den Aſſiſtenten der Inſtitute.
Am Freitag, den 18. März, und am geſtrigen Tage vereinigten
ſich die Teilnehmer jeweils zu einem kleinen Feſteſſen, das durch die
Anweſenheit des Herrn Miniſterialdivektors Spamer ausgezeichnet
uurde (Herr Miniſter von Brentano hatte leider wegen Erkrankung
abſagen müſſen). Den Veranſtaltern wurde dabei in mancher Rede
leb=
hrfteſter Dank gezollt.
Am Schluß des erſten Kurſes wurde unter Führung des Herrn
mit ſeinen wohlgepflegten Pflanzenſammlungen großes. Intereſſe
er=
regte. — Der zweite Kurſus wurde abgeſchloſſen durch einen Ausflug
nach Kranichſtein, freundlicher Einladung des ehemaligen Großherzogs
Folge leiſtend. Die Beſichtigung der einzigartigen Sammlung fand
mter der liebenswürdigen Führung des Herrn =Grafen von Harden= lich um 8 Uhr im Feſtſaal des Realgymnaſiums. Karten zu 50 Pf.
berg ſtatt.
Alle Teilnehmer ſcheiden aus den Mauern der heſſiſchen Hauptſtadt —
es hatten auch einige Herven aus HeſſenMaſſau, der Pfalz und Baden
teilgenommen — voll Dankes für die wohl vorbereitete Veranſtaltung,
die durchaus geeignet war, das Wiſſen der Teilnehmer zu vertiefen
und ſie auf die Höhe heutiger pharmazeutiſcher Wiſſenſchaft zu bringen.
Auch in Gießen fand ein ähnlicher Kurſus unter Leitung des Herrn
Profeſſors Dr. Brand, under Mitwiukung von Dr. Heiligenfeld
vom hygieniſchen Inſtitut und Profeſſor Küſter vom botaniſchen
In=
ſtitut ſtatt.
Sonntag, den 27. März 1927
Seite 5
— Abende für neue Mufk. Gs ſei hiermit nochmals auf den
morgen, Montag, den 28. März, abends 8 Uhr, im Saal der Städtiſchen
Akademie ſtattfindenden Wilhelm=Peterſen=Abend aufmerkſam gemacht.
Die Städtiſche Akademie hat diefe Abende für neue Muſik eingerichtet,
um dem muſikliebenden Publikum und den Schülern der Akademie
Ge=
legenheit zu geben, ſich auch mit der Entwicklung der Modernen
aus=
einanderzuſetzen. Karten zu 1.50 Mark im Sekretariat der Akademie,
Eliſabethenſtraße 36.
Aufwertung von Sparguthaben
Zum Beiſchreiben der 20%igen
Aufwertungs=
beträge sind bereits aufgerufen die
Sparbücher Nr. 1 — 32000
Für die Woche von Montag, den 28. März,
bis Samstag, den 2. April, werden hiermit
neu aufgerufen die
Sparbücher Nr. 32 001—100 000
Kaſſeſiunden: Vormittags von 8½/, bis 1 Uhr
Nachmittags von 3 bis 4½½, Uhr. Samstags
(St. 5231
nachmittags geſchloſſen
— Annahmeſtelle im 1. Stock.
Städtische Sparkasse Darmstadt
— Abſchiedsabend Profefſor Adolf Buſch. Für das 9. Akademie=
Konzert, welches das Buſch=Quartett als Abſchiedsabend Prof. Adolf
Buſch’s beſtreitet, macht ſich ein lebhaftes Intereſſe geltend. Haben doch
alle Verehrer der großen Kunſt Adolf Buſch’s das dringende Bedürfnis,
ſich von dem Meiſter an dieſem Abend zu verabſchieden. Der
Karten=
verkauf (von 2 bis 6 Mk.) findet im Sekretariat der Städt. Akademie,
Eliſabethenſtraße 36, ſtatt. Telephon Stadtamt.
— Die Dieſterwegſchule veranſtaltet am 31. März (Donnerstag),
abends 8½ Uhr, im Städtiſchen Saalbau eine Schülerentlaſſungsfeier.
Im Mittelpunkt derſelben ſteht die Aufführung eines
Frühlingsfeſt=
ſpiels. Eintrittskarten ſind beim Hausmeiſter der Schule,
Lagerhaus=
ſtraße 9 und ſoweit noch vorrätig, an der Abendkaſſe zu erhalten. Der
Konzertflügel wurde von der Rirma Karl Arnold und Sohn (Klavier=
Arnold), Eliſabethenſtraße 28, gütigſt zur Verſügung geſtellt.
(5230
Achtuns
Spareinleger!
Die Darmstädter Volkshank e. G.m. h. H.
wertet ihre Vorkriegs-Spareinlagen
freiwillig, ohne gesetzlichen Zwang,
ohne Vorhandensein einer 25%igen
* Aufwertungsmasse ausHypotheken,
durch Rückstellungen aus ihren
Ge-
winnerträgnissen bisz. Jahrel1932mit
12!l- Prozent
auf. Deshalb sind die grünen
Sparbücher gut aufzubewahren.
— Volkshochſchule. Am Montag, den 28 März, finder der letzte
Vortragsabend des Herm Profeſſors Dr. Zeller: ,Bau= und
Kulturgeſchichte des Mittelrheins” ſtatt. Der
Vor=
tragende behandelt das Zeitalter des Abſolutismus (18. Jahrhundert)
bis zum Beginn der modernen Staatenbildung. Alſo Mainz, das
Boll=
werk deutſcher Kunſt gegen den Weſten. Aufblühen der Stadt unter
Tbergarteninſpektors Purpus der botaniſche Garten beſichtigt, der den Kurfürſten. Der Kurſtaat in Verwaltung, Kunſt und Unterricht.
Die freie Stadt Frankfurt a. M. Das Goethehaus. Die letzten
Jahr=
zehnte von Mainz. Die Wirren der Nevolution. Goethe als
Kriegs=
berichterſtatter 1792. Das Heſſendenkmal in Frankfurt a M. Eine große
Neihe von Lichtbildern wird den Vortrag ergänzen. Er beginnt
pünkt=
für Mitglieder und 75 Pf. für Nichtmitglieder in unſerer Geſchäftsſtelle,
Mathildenplatz 17, und am Saaleingang.
Wochenſpielplan des Heſſiſchen Landestheaters
Großes Haus.
Sonntag, 27. März. Vorm. 11 Uhr: Zum Gedächtnis des 100.
Todestages Beethovens: Sinfoniekonzert des
Lan=
destheaterorcheſters. Coriolan=Ouvertüre, Klavier=
Konzert C=Dur, Sinfonie Nr. 3 (Eroica). Solift: Alfred
Hoehn, Klavier. Preiſe: 50 Pf. bis 2.50 M.
— Abends 7½ Uhr, Ende 10½ Uhr: H 9 (Bühnen=Volksbund):
„Fidelio”. Oper von Beethoven. Preiſe: 1 bis 10 M.
Montag, 28. März. Keine Vorſtellung.
Dienstag, 29. März. A 15. Anfang 7 Uhr, Ende nach 10 Uhr:
„Die Gezeichneten”. Oper von Franz Schreker. Preiſe:
1 bis 10 M.
Mittwoch, 30. März. E 17. Anfang 7 Uhr, Ende gegen 10 Uhr:
„Macbeth”. Tragödie von Shakeſpeare. Preiſe: 80 Pf.
bis 8 M.
Donnerstag, 31. März. L. 16, dazu F 8 (Darmſtädter
Volks=
bühne). Anfang 7½ Uhr, Ende 10½ Uhr: „Haus
Her=
zenstod‟. Eine zornige Komödie von Shaw. Preiſe:
1 bis 10 M.
Freitag, 1. April. Anfang 8 Uhr: Neuntes Konzert der
Städt. Akademie für Tonkunſt.
Kammermuſik=
abend des Buſch=Quartetts. Preiſe: 2, 4, 6 Mk.
Samstag, 2. April. G 12 (Darmſtädter Volksbühne),
Schüler=
miete braun 10. Anfaug 7½ Uhr, Ende 10 Uhr: „Hänſel
und Gretel”. Märchenoper von Humperdinck. Hierauf:
„Die Puppenfee”. Pantomime von Joſ. Bayer. Preiſe:
80 Pf. bis 8 M.
Sonntag, 3. April. Sonntags=Fremdenmiete 9. Vorſtellung.
An=
fang 7½ Uhr, Ende 10 Uhr: „Wilhelm Tell”.
Schau=
ſpiel von Schiller. Preiſe: 1 bis 10 M.
Kleines Haus.
Sonntag, 27. März. Sonntags=Fremdenmiete 11. Vorſtellung
(weiße Mietkarten). Anfang 7½ Uhr, Ende 10 Uhr: „Die
Geſchwiſter”, „Die Mitſchuldigen”. Zwei
Schau=
ſpiele von Goethe. Preiſe: 1 bis 6 M.
Montag, 28. März. Anfang 8 Uhr: Feſtkundgebung der
Deutſchen Volkspartei (Sechzigjahrfeier der
Natio=
nalliberalen Partei und Gedächtnis des 112. Geburtstages
Bismarcks).
Dienstag, 29. März. Abends 6 und 8 Uhr: Film „Wege zu
Kraft und Schönheit”. Einheitspreiſe: 70 Pf. und
1 Mark.
Mittwoch, 30. März. Anfang 8 Uhr: Konzert der
Ver=
einigung Darmſtädter Soliſtinnen.
Urauffüh=
rung von Frauenchören. Preiſe: 1, 2 und 3 M.
Donnerstag, 31. März. Abends 6 und 8 Uhr: Film Wege
zu Kraft und Schönheit”. Einheitspreiſe: 70 Pf. und
1 Mk.
Freitag: 1. April. K 11 (Bühnen=Volksbund; für diejenigen
K=Mieter, die Zuſatzmiete XI haben), Schülermiete rot 10.
Anfang 7½ Uhr, Ende 10 Uhr: „Königfüreinen Tag”.
Spiel=Oper von Adam. Preiſe: 1 bis 6 M.
Samstag, 2. April. Abends 6 und 8 Uhr: Film Wege zu
Kraft und Schönheit”, Einheitspreiſe: 70 Pf. u. 1 Mk.
Sonntag, 3. April. K 11 (Bühnen=Volksbund; für diejenigen
K=Mieter, die Zuſatzmiete XII haben). Anfang 7 Uhr,
Ende 10 Uhr: „Cosi kan tutte‟. Oper von Mozart.
Preiſe: 1 bis 6 M.
— Der Verein der Freunde des Heſſiſchen Landestheaters
veran=
ſtaltet für ſeine Mitglieder am Donnerstag, den 31. März, abends um
8 Uhr, in der Freimaurerloge (Sandſtraße 10) einen
Vortrags=
abend. Herr Oberregiſſeur Mutzenbecher, hat ſich hierzu in
liebenswürdiger Weiſe zur Verfügung geſtellt. Er wird über das Thema
„Aus der Werkſtatt der Regie” ſprechen. Die Mitglieder des
Vereins werden zu dieſem Vortrag eingeladen werden. Gäſte, welche
Intereſſe für die Beſtrebungen des Vereins haben, können durch
Mit=
glieder eingeführt werden. Ferner hat der Verein für den 23. April
im Kleinen Haus des Heſſiſchen Landestheaters einen Goetheabend
im Ausſicht genommen, für welchen die Generalintendanz ein
außer=
ordentlich intereſſantes und hinſtleriſch wertvolles Programm aufgeſtellt
hat. Es ſollen im erſten Teil Goetheſche Dichtungen zum Vortrag
ge=
langen, welche in Beziehungen zu Darmſtadt ſtehen, ſodann ſoll ein
wenig bekannter Einakter von Goethe zur Aufführung gelangen. Den
Schluß bildet ein Konzert im Hauſe Goethes wobei nur Goetheſche
Dichtungen in der jeweiligen Vertonung zum Vortrag gelangen. Dieſe
Veranſtaltung iſt nur für die Mitglieder des Vereins beſtimmt. Der
Verein vichtet deshalb wiederholt nochmals das Erſuchen an alle
theater=
freundlichen Kreiſe unſerer Stadt, ſeine Beſtrebungen durch Beitritt zu
unterſtützen. Anmeldungen nimmt die Geſchäftsſtelle, W. Kalbfuß,
Marktplatz 10, jederzeit gerne entgegen.
— Volksbühne. Am Dienstag, den 29. März, findet im Bürgerhof,
Eliſabethenſtraße 2, wieder einer der unter den Volksbühnenmitgliedern
ſo beliebten und immer ſehr gut beſuchten Einführungsvorträge ſtatt.
Herr Jakob Geis. Dramaturg am Heſſiſchen Landestheater, wird über
die zornige Komödie „Haus Herzenstod” von Bernard Shaw, im
be=
ſonderen und im allgemeinen über das Weſen der Bernard Shawſchen
Dichtungen ſprechen. Ferner wird Herr Schriftſteller Wilhelm Michel
das Thema „Ernſte und heitere Bühnenwerke” behandeln. Der
Vor=
tragsabend beginnt abends 8 Uhr. Der Eintritt iſt frei. Gäſte ſind
willkommen.
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Seite 6
Sonntag, den 27. März 1927
Nummer 86
Ausflugs=Sonderzug nach Miltenberg
und Amorbach.
Am Sonntag, den 3. April ds. Js., wird für dieſes Jahr von der
Reichsbahndirektion Mainz der erſte der ſo ſehr beliebten Ausflugs=
Sonderzuge gefahren werden. Durch das an den Bahnhöfen angeſchlagene
ſtimmungsvolle Bild des Kirchplatzes von Miltenberg am Main wird
zur Sonderfahrt nach Miltenberg und Amorbach eingeladen. Eingebettet
an die im rechten Winkel das Maintal umſchließenden Kämme birgt
Miltenberg ein Stück Mittelalter, das ſich mit Rothenburg, mit
Bacha=
rach und Oberweſel wohl vergleichen läßt. Stadtmauern und
Stadt=
hürme ſchmiegen ſich in die Odenwald= und Speſſartlandſchaft ein,
reiz=
volle Winkel, lauſchige Durchblicke, plätſchernde Brunnen atmen den
Geiſt beſter Vergangenheit. In der Fürſtenherberge „Zum Rieſen”,
dem älteſten erhaltenen deutſchen Gaſthaus, übernachtete einſt Martin
Luther. Hoch oben auf der Höhe der Stadt zeigt der Ringwall älteſtes
Germanentum, das den Römern Platz machen mußte, die unter der
Benutzung der den Main entlang ziehenden reichen Sandſteinlager ihren
Grenzwall bauten. Die Hünenſäulen und der rieſige 5 Meter lange
und 0,50 Meter dicke Teutonenſtein deuten auf die gewaltigen Aus=
„naße hin, in denen der Römer zu ſchaffen gewohnt war. Der
Vor=
mittag dient der Beſichtigung der Stadt. Um 2.45 Uhr fährt der
Sonder=
zuig das Mudbachtal aufwärts nach Amorbach. Hier kommt Balthafar
Neumann zu Wort. Deutſches Rokoko, deutſches Barock in ungehemmter
Entfaltung ſprechen aus der Abteikirche, in deren weiten Hallen die
berühmteſte deutſche Orgel ihre Klänge wird ertönen laſſen. Hinauf
geht ein kurzer Weg zu den ausgedehnten Ruinen Miltenburg hinüber
zuu alten Benediktinerabtei mit dem Amorsbrunnen. Ein reizendes
Fleckchen Erde.
Bieten ſo Landſchaft und Kultur den Mitgliedern der
Sonderzugs=
gemeinde ungetrübten Genuß, ſo kommt der Körper voll zu ſeinem
Necht. Der Naturfreund kann ſchon in Klein=Heubach ausſteigen, in
einer ſehr bequemen halben Stunde Schloß und Schloßvark des Fürſten
zu Löwenſtein=Wertheim durchwandern, um nach Miltenberg zu kommen,
oder wer einen weiteren Marſch zu machen geneigt iſt, geht hinunter
zur Mainfähre, ſetzt nach Groß=Heubach über und ſteigt auf faſt 300
Stufen hinauf zum Kloſter Engelberg, wo dereBruder Pförtner gern
bereit ſein wird, in der Gaſtſtube einen friſchen Trunk aus der
Kloſter=
brauerei zu kredenzen. Zurück gehts über die Brücke nach Miltenberg.
Das Ganze nimmt 3 Stunden in Anſpruch einſchließlich des
Aufent=
haltes. Wer nicht wit dem Zug am Nachmittag nach Amorbach fahren
will, benutzt gern die Zeit zu einer Fußwanderung das Mudbachtal
aufwärts in prächtigem Wald, knappe 1½ Stunden. Mittageſſen wird
in Miltenberg eingenommen, Kaffee und nötigenfalls Abendeſſen in
Amorbach. Der Liebhaber eines guten Trunks vergißt nicht, daß
Miltenberg in ſeiner Umgebung guten Wein baut, aber auch ein
aus=
gezeichnetes Bier braut. So kann der der Ausſpannung bedürftige
Großſtadtmenſch jeder Geſchmacksrichtung einen genußreichen Tag
ver=
leben, ohne daß ſein Geldbeutel weſentlich in Anſpruch genommen wird.
Alles Nähere iſt aus der amtlichen Mitteilung und den beſonderen
Aushängen zu erſehen.
CAufwertung von Sparguthaben. Wie aus der Anzeige der Städt.
Sparkaſſe in Darmſtadt in der heutigen Nummer erſichtlich, werden von
Montag, den 28. März, ab die Sparkaſſenbücher mit den Nummern
32 001— 100 000 zur Beiſchreibung der Wprozentigen
Aufwertungs=
beträge neu aufgerufen. Da von den bis jetzt aufgerufenen Nummern
(1—32000) noch eine größere Anzahl Bücher nicht vorgelegt worden iſt,
werden die Einleger an dieſer Stelle gebeten, ſich genau an die
Reihen=
folge der aufgerufenen Nummern zu halten, um ein unerwünſchtes
Zuſammendrängen bei dem Aufruf weiterer Nummern zu verhindern.
Die bis jetzt möglich geweſene glatte Abwicklung des
Eintragungs=
geſchäftes wüirde ſonſt zum Nachteil des Publikums erheblich erſchwert.
Die Annahmeſtelle befindet ſich im 1. Stock, Eingang Hügelſtraße.
— Aſtrologiſche Geſellſchaft in Deutſchland, Sitz Leipzig. Vortrag
Donnerstag, den 31. März, Siehe Anzeige am Dienstag.
— Alt=Darmſtadt. Vereinigung für Ortsgeſchichte und Heimatkunde.
Nächſter Vortragsabend Donnerstag, abends 8½ Uhr, im
Eintracht=
ſaal, Eliſabethenſtraße 12. Es ſpricht Herr Prälat D. Dr. Diehl
über das Thema: „Aus dem Leben des Vaters der Heſſiſchen Volksſchule,
des Darmſtädter Superintendenten Angelus”.
(5283a
Kunſinotizen.
deber Werte, Künffier oder künſtieriſche Veranſtaltungen, deren im Nachffehenden Grwähnung
geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor
— Union=Theater. „Alle, die dieſen Film ſahen, werden ihn
lange im Gedächtnis behalten, denn er iſt köſtlich — ein Epos — ein
Film, den man geſehen haben muß.‟ Das ſind die Urteile der Weltpreſſe
über den neuen Fox=Film, der zurzeit im Union=Theater läuft. Bald
iſt der Weſten Amerikas ebenſo bevölkert und induſtrialiſiert wie der
Oſten und niemand wird die Landſchaften und Szenewen kennen lernen
können, in denen die Helden unſerer Kindheit: Winnetou, Old
Shatter=
hand u. a. lebten. Noch einmal iſt es möglich, dieſe weiten intereſſanten
Landſtrecken zu ſehen in dem neuen Fox=Film „Drei ehrliche Banditen”
Auch auf das zweite Programm „Die Feuertänzerin” mit Alfred Abel,
Ruth Weyher, Erich Kaiſer=Tietz u. a. ſei an dieſer Stelle hingewieſen.
— Reſidenz=Theater am Weißen Turm. Einen neuen
Hundedarſteller lernen wir in dem neuen Fox=Film „Der Hund von
Huxville”, der ab heute im Reſidenz=Theater läuft, kennen. Er ſtammt
aus einer alten Familie und kann ſeine Ahnen durch 52 Generationen
hindurch nachweiſen. Er hört auf den feudalen Namen Benevo Tillo
v. Riedeckenberg und ſtammt aus Stuttgart. Sein Künſtlername iſt
Rolf. Natürlich iſt dieſer prominente Darſteller aktives Mitglied
führender amerikaniſcher Hundeklubs. Rolf iſt ein ausgewachſener
Deutſcher Schäferhund und einer der prominenteſten Stars in der Fox=
Tierkolonie. Das Ueberwältigende bei alledem iſt, daß man in keiner
Szene die Dreſſur oder den Zwang empfindet, im Gegenteil, alle Szenen
haben den Reiz des Urſprünglichen, des Nichtangelerntſeins. Nicht nur
ſüir Tierfreunde, ſondern für jeden iſt dieſer Film überaus ſehenswert.
— Palaſt=Lichtſpiele. „Die Erbin des Holzkönigs”.
Ein Senſationsfilm in ſieben Akten. Es entrollen ſich Bilder, die
hin=
reißend ſind. Herrliche Naturaufnahmen aus Canadiens vielbeſungenen
Wäldern rollen auf. Prächtige Landſchaftsaufnahmen und Bilder aus
dem Holzfällerleben feſſeln ſofort das Intereſſe des Publikums. Gut
gelungen ſind beſonders die Aufnahmen in den kanadiſchen Bergen,
Fluß= und Waldbilder. Die Senſationen eines nächtlichen Sturmes, der
einen Baum auf zwei Zelte ſchmettert, der Sprengung eines
Stau=
dammes, des Treibens der Holzſtämme, der Verſtopfung und
Wieder=
öffnung des Flußbettes ſind ſehenswert. — „Die Großfürſtin
und ihr Kellner”. Sieben Akte. Adolphe Menfou, der große
Filmſtar, finder hier noch einmal Gelegenheit, ſein erſtes Metier zu
betreiben und ſich als Kellner zu zeigen. Er tur das mit einer
be=
zaubernden, überzeugenden Eleganz: einer Sicherheit, einer Naivität, die
großartig wirken; kaum, daß man ihm einige Ungeſchicklichkeiten glaubt.
Wie er ſich betulich bewegt und hinter dem Schnurrbart das leichte
Lächeln aufleuchtet, wie er die Augen ſchließt aus Zurückhaltung, oder
wie er im Fonds des Autos ruht, bewegt, ſouverän, einfach, das kann
nicht nachgemacht werden, das ſind einzigartige Momente, weil ſie
intuitiv aus dem Körper kommen, mit ihm verwachſen ſind und niemals
ins Bodenloſe oder ins Uebertriebene ausgleiten. Ein großartiger
Filmſchauſpieler. Die Regie führt Malcolm St. Claire, wundervoll in
klarer Ausarbeitung der Einzelheiten, die oft luſtig, nic komiſch wirken
und daher zwingend in den Rahmen paſſen.
Lokale Veranſtaltungen.
Die blerunter erſcheinenden Notizen ſind ansſchiieklich als Hinwelſe auf Anzeigen m betrachien.
in keinem Faſſe irgendwie als Beſprechung oder Kritik.
— Graefes bekannter, überall mit großem Beifall aufgenommener
privater Tiſchdeck= und Servierkurſus beginnt Donnerstag,
den 31. März. Alles Nähere ſiehe heutiges, ausführliches Inſerat.
— Im Hotel Prinz Heinrich, Bleichſtraße, findet heute
Sonntag abend Familienkonzert ſtatt. Der Beſuch wird ſehr empfohlen.
Siehe Anzeige.
Tageskalender für Sonntag, den 27. März 1927.
Heſſ. Landestheater, Großes Haus, vorm. 11 Uhr: Sinfonie=
Konzert. — Abends 7½ Uhr, Ende 10½ Uhr, H 9: „Fidelio.”
Kleines Haus, abends 7½ Uhr, Ende 10 Uhr, Sonntagsfremdenmiete
(11) weiß: „Die Geſchwiſter”: „Die Mitſchuldigen”. — Orpheum,
abends 8 Uhr: „Die an der Liebe ſterben!“ — Konzert
Schlusnus, abends 8 Uhr im Städtiſchen Saalbau. —
Ster=
bekaſſeverein „Einigkeit !”, nachm. 3½ Uhr, bei Gaſtwirt
Nagel: Generalverſammlung. — Konzerte uſw: Schloßkaffee,
Perkeo, Café Rheingold, Ludwigshöhe, Reichskrone, Frankfurter Hof,
Sportkaffee, Haferkaſten, Zur Waldkolonie, Rummel, Zentralhotel. —
Kinoborſtellungen: Union=, Reſidenztheater, Palaſtlichtſp.
Verſteigerungskalender für Montag, den 28. März 1927.
Heſſ. Bürgermeiſterei Meſſel, vorm. 10 Uhr, Gaſtw.
Lau=
mann II. Nutzholzverſteigerung. Heſſ. Türgermeiſterei
Pfungſtadt, vorm. 10 Uhr, Bahnw. Malcher Weg: 5.
Stamm=
holzverſteigerung. — Heſſ. Bürgermeiſterei Steinau,
nachm. 2 Uhr, Wirtſchaft Kaffenberger: Stamm= und
Brennholzver=
ſteigerung.
* Die Getränkeſieuer der Siadt Gießen vor
dem Verwaltungsgerichtshof.
1. Vorentſcheidung gegen den Baupraktikanten Ohl i Groß=
Zimmern. Die Sache iſt erledigt und fällt daher aus.
2. Klagen gegen die Stadt Gießen wegen Rückerſtattung von
Getränkeſteuern.
Es handelt ſich um die Klagen der Firmen: 1. Ihring=Meſchior,
Brauerei in Lich und 2. Gießener Brauhaus und Spiritusfabrik A. u. W
Denninghoff in Gießen gegen die Stadt Gießen wegen Erhebung der
Getränkeſteuer. Die Stadt Gießen iſt vertreten durch Rechtsanwalt
Men=
delſohn, die beiden Brauereien durch Rechtsanwalt Engiſch, beide im
Gießen. Der Provinzialausſchuß hat Ende November 1926 noch faß
dreiſtündiger Verhandlung, die Klagen für nicht zuläſſig erklärt.
Der Gerichtshof iſt wie folgt beſetzt: Den Vorſitz führt Geh. Rat
Süffert, Beiſitzer ſind: Kreisdirektor Gebhardt=Friedberg, die
Oberlandes=
gerichtsräte Simon, Dr. Schneider und Conradi. Die Klagen der
Brauereien wegen Rückerſtattung der Getränkeſteuern gegen die Stadt
Gießen hat das Landgericht der Provinz Oberheſſen wegen Unzuläſſigkeit
des Rechtsweges abgewieſen und das Oberlandesgericht als
Berufungs=
inſtanz hat dieſes Urteil beſtätigt.
Nun erhoben die Kläger beim Verwaltungsgericht — Provinzialausſchuß
Oberheſſen — die Klage auf Rückerſtattung. Dieſer Klage gegenüber
wandte die Stadt Gießen ein, nach Art. 192 der Städteordnung ſei die
Friſt zur Erhebung der Klage eine zweimonatige, die mit Zuſtellung der
Anforderung beginne. Der Provinzialausſchuß Oberheſſen hat am 2.
November 1926 die Klage als unzuläſſig abgewieſen. Er nahm an, daß
Art. 192 der Städteordnung in vollem Umfange anzuwenden ſei.
Hier=
gegen richtet ſich die Berufung, in der ausgeführt wird, daß das Verfahren
auf eine materielle Rechtsverweigerung hinauslaufe. Die Stadtverwaltung
verwahrt ſich gegen jede Klageänderung und verweiſt auf die
kata=
ſtrophalen Folgen, wenn ſo hohe Beträge noch jetzt herausverlangt
würden. Die auf Art. 192 der Städteordnung ſich gründende Ortsſatzung
der Stadt Gießen betr. die Getränkeſteuer habe nur ein Scheindaſein
geführt. Der Vertreter der Kläger führt aus, daß gegen das Urteil des
Oberlandesgerichts Darmſtadt Reviſion ans Reichsgeriht verfolgt fei,
wo am 15. Mai 1927 Termin anſtehe. — Vor dem ordentlichen Gericht
waren nur die für 2 Monate erhobenen Steuern klagend geltend gemacht.
Nun iſt aber mit der beim Provinzialausſchuß erhobenen Klage,
nach=
dem inzwiſchen der Verwaltungsgerichtshof die ganze
Abgabenverord=
nung der Stadt Gießen aus formellen Gründen für nicht rechtswirkſam
erklärt hat, die Klage auf alle nach dieſer Steuerordnung erhobenen
Beträge ausgedehnt wonden. Der Vertreter der Kläger führt, nicht Art.
192 der Städteordnung komme in dieſem Verwaltungsſtreitverfahren zur
Amwendung, vielmehr komme Art. 200 der Städteordnung hier in
Be=
tracht, der der Friſt des Art. 192 nicht unterſtehe. Was auf Grund einer
ungültigen Rechtsregel geleiſtet ſei, könne nach den Grundſätzen der
un=
gerechtfertigten Bereicherung (§§ 812 u. ff. BGB.) zurückverlangt
wer=
den. Beigefügt ſei noch, daß es ſich um einen Streigegenſtand von über
100 000 Mark handelt. Der Vertreter der Stadt Gießen ſtellt ſich auf
den Boden des angefochtenen Provinzialausſchußurteils, Art. 192 der
Städteordnung müſſe in der Friſtverwahrung beobachtet werden; es wird
auf die Entſcheidung des Verwaltungsgerichtshofes in Sachen der
Offen=
bacher Getränkeſteuerverordnung und die Abweiſung der Klage Geibel
verwieſen, die wegen Verſäumnis der Friſt des Art. 192 der
Städte=
ordnung erfolgt ſei.
Der Vertreter des Staatsintereſſes bevont, nach Abſicht des
Geſetz=
gebers. ſollte baldmöglichſt Klarheit geſchaffen werden, deshalb ſeien die
kurzen Friſten geſetzt, um die Budgetwirtſchaft von Einzelanſprüchen
unabhängig zu machen. Auch im Falle des Art. 200 ſei die Friſt des
Art. 192 einzuhalten, deshalb möge die Berufung verworfen werden.
Das Urteil verwirft die Berufung als
unbe=
gründet.
Aus den Parieien.
— Deutſche Volkspartei, Ortsgruppe Darmſtadt.
Am heutigen Sonntag findet der Kartenverkauf für die Feſtveranſtaltung
am Montag, den 28. März, abends 8 Uhr, im Kleinen Haus des
Landestheaters, nur im Verkehrsbüro, am Schloß, und zwar in den
Stunden von 9—1 Uhr vormittags ſtatt.
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ſanjesheim, B. März. Dieſer Tage kam vor der Endſtation der
„icahn in der Neuzen Darmſtädterſtraße auf dem Fußſteig eine
„u8 Darmſtadt infolge eines Schwindelanfalles zu Fall und zog
” ſchmerzhafte Verletzung der Arme zu. Man glaubt, daß ein
„ch vorliegt. — Beim Zuſchneiden von Holz geriet am Montag
uſier Schreinermeiſter mit der rechten Hand in die Kreisſäge, die
Zeigefinger und Mittelfinger der Hand glatt abſchnitt. Der
wurde in das Stadtkrankenhaus Darmſtadt aufgenommen.
Fgriesheim, 25. März. Der Turnerin Helfmann von der hieſigen
Feinde wurde vom Reichsausſchuß für Leibesübungen das Turn=
„tortabzeichen verliehen. — Auf Grund Verfügung des Herrn
is für Arbeit und Wirtſchaft vom 14. März ds. Js. bleibt die
ſtyeg der Betriebsruhe in den Bäckereien von 9 Uhr abends bis
ſaorgens auch für das Sommerhalbjahr beſtehen. — Auf dem
Truppenübungsplatz finden in der kommenden Woche folgende
treßübungen ſtatt: Montag, 28. März, und Mittwoch, 30. März,
wags von 7—11 Uhr und nachmittags von 1—5 Uhr, Freitag,
vormittags von 7—11 Uhr.
Wixhaufen, 25. März. Theaterabend. Der vom hieſigen
uin im Monat Februar, dieſes Jahres aufgeführte Schwank
ger ſch= Lebemann” wird am nächſten Sonntag nochmals aufge=
Genannter Verein hat in ſeiner am letzten Sonntag abgehaltenen
terſammlung die Errichtung einer Turnhalle beſchloſſen.
Die=
uird auf dem Turnplatz des Vereins errichtet. Mit den
Vor=
zen iſt ſchon begonnen worden.
Eberſtadt, 25. März. Beerdigung. Geheimer Poſtrat
s wurde, unter großer Beteiligung am Donnerstag nachmittag
abe getragen. Unter Worten ehrenden Gedenkens legten ein
e der Oberpoſtdirektion Frankfurt, der Vovſitzende des
Oden=
bs (Ortsgruppe Eberſtadt) Fabrikant Fritz Bickelhaupt, Herr
Saal=Pfungſtadt für die Bienenzüchtervereinigung und Vor=
Fien für den Radioklub Eberſtadt, deſſen 2. Vorfitzender der
hene war, Kränze nieder. — Steuertermine. Das 5.
u / Zieb Gemeindeſteuer ſowie das 4. Ziel des
Handwerkskammer=
bei a3 ſind bis Ende dieſes Monats an die Gemeindekaſſe zu ent=
— Genehmigte Brennholzverſteigerung. Die
ze hrſeigerung vom 21. März iſt genehmigt worden. Abfuhrſcheine
m on jetzt ab bei der Gemeindekaſſe in Empfang genommen
Prungſtadt, 25. März. Holzverſteigerung. Die vierte
maholzverſteigerung, bei der über 100 Feſtmeter Holz zum
Aus=
zie angten, erbrachte einen Geſamterlös von über 5250 Mk.
Durch=
uich wurden für einen Feſtmeter Holz 52 Mk. gezahlt. — Box=
Bei den in Dieburg zur Austragung gelangenden
Einzel=
wu um die Gaumeiſterſchaft des Odenwaldgaues errang im
Mittel=
z Martin Drott von hier den Titel eines Gaumeiſters für 1927.
mirrangen Philipp Liebig im Weltergewicht, Ludwig Crößmann
ßehengewicht und Georg Hillgärtner im Federgewicht einen zweiten
w — Stammholzverſteigerung. Die 5. und letzte
timbolzverſteigerung aus dem Pfungſtädter Wald, Diſtrikt
Malcher=
tarſin bei der es ſich um Holz aus einem 142jähr. Beſtand handelt, findet
um laurenden Montag vormittag ſtatt. Insgeſamt werden, nach vier
eliſtfe netrennt, über 100 Kiefernſtämme verſteigert. —
Arbeits=
veſnebung. Die Bürgermeiſterei ſchreibt gegenwärtig im Wege
des Geitlichen Wettbewerbs mehrere Weißbinder=, Schloſſer=, Schreiner=,
G0 ze uund Pflaſterarbeiten ſowie die Lieferung von Hausanſchlüſſen,
Ge= ind Oefen, Särgen uſw. aus. Die Angebote haben bis zum
lor mmt en Dienstag einzugehen.
Prungſtadt, 23. März. Militärverein. Die hieſige Orts=
1 für Kriegsbeſckhädigte und „Hinterbliebene im Krieger= und
MMlerein hält am Mittwoch, den 30. März, im Vereinslokal einen
ugsabend ab, in deſſen Verlauf Herr Krömmelbein aus
imaot einen Vortrag über die „Verſorgung der Kriegsopfer” halten
vy Genehmigte Verſteigerung. Der Gemeinderat hat
ſte Stammholz=Verſteigerung genehmigt, ſo daß von jetzt ab die
An zufcheine auf dem Rathaus in Empfang genommen werden können.
Efchollbrücken, 26. März. Sängerauszeichnung.
An=
lälzt les 80jährigen Beſtehens des Männergeſangvereins Eſchollbrücken
wan die Sänger Georg Hechler 5. Juſtus Hechler, Ludwig Hechler
ur Aubwig Noth für ihre 40ihrige Mitgliedſchaft durch den heſſiſchen
Shrſund mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet.
Zwingenberg, 26. März. Neues Gemeinderatsmit=
. An Stelle des infolge eines Autounfalls verſtorbenen
Ge=
maülatsmitgliedes Schreinermeiſter Ludwig Nickels, wurde als Erſatz
er lyrſteuerſekretär W. Schmidt ernannt und in der letzten Ge=
Me tsſitzung von Bürgermeiſter Gerhard verpflichtet und in ſein
Wtugeführt.
Meder=Ramſtadt, 26. März. Die Generalverſammlung des Obſt=
(c tenbauvereins dahier findet am Samstag, den 2. April I. Js.,
im Sagle des Gaſthauſes „Zum Löwen” (Beſ. Frd. Bender)
Aeben der allgemein üblichen Tagesordnung wird Herr Nektor
40 aus. Darmſtadt einen Vortrag halten über das Thema: „Die
Auf=
al und Verarbeitung der Nährſtoffe‟. Am Schluſſe findet für die
unk ind en Mitglieder eine Gratisverloſung in Roſen= und
Blumen=
ſtöng ſowie in Blumenzwiebeln ſtatt. Gleichzeitig wird ſchon jetzt
dang hingewieſen, daß im Mai dieſes Jahres noch ein
Lichtbildervor=
nan/s Herrn Lehrer Grimm aus Darmſtadt über die Dresdener
Gar=
teimrl Sſtellung ſtattfindet.
Eber=Ramſtadt, 26. März. Gemeinderatſitzung. Die
ſi Feuerwehr bittet um Bereitſtellung der Mittel für Beſchaffung
mel 3nuerſtoff=Rettungsapparates. Der Gemeinderat ſteht wohl der
Anlggenheit nicht gerade ablehnend gegenüber, doch ſollen vorher
iüe Erkundigungen eingezogen werden. Solange wird die
Beſchluß=
ſum Ausgeſetzt. — Die Freiw. Sanitätskolonne vom Roten Kreuz
ver=
guſchet am 27. März, nachmittags, in der Schießbergſchule eine
Ab=
ufrü fung, und gibt der Bürgermeiſter dem Gemeinderat die hierzu
wene Einladung bekannt. Auf ihren Antrag wird der Kolonne eine
Beliſie aus der Gemeindekaſſe in Höhe von 50 Mk. bewilligt. — Die
Velsſturig der Jahresarbeiten und Lieferungen ſowie der Fuhrleiſtungen
weich gemäß dem Verſteigerungsergebnis vom 24 März genehmigt,
eherſ die am gleichen Tage vorgenommene Verpachtung einiger
Ge=
mangrundſtücke. Die Schreinerarbeiten für 1927 werden dem Heinrich
Wad Hofmann, die Inſtallationsarbeiten dem Georg Breitwieſer 9.
um” ſe elektriſchen Inſtallationsarbeiten dem Philipp Bauer 2.
über=
t2P Wegen Vergebung der Schloſſerarbeiten ſollen mit Rohrmeiſter
Rücr zunächſt noch Verhandlungen gepflogen werden. — Die
Bezirks=
ſbe rſte Reinheim iſt mit dem Anſinnen an die Gemeinde herangetreten,
aulh rerſeits Bauſparverträge bei der betreffenden Kaſſe abzuſchließen
um ) mit zur Behebung der Wohnungsnot durch Errichtung von
Neu=
baut beizutragen. Herr Rechner Eckſtein=Reinheim legte nun in
län=
gerHAusführungen Zweck und Ziel eines Bauſparvertrages dar und
hoch ½ Vorteile des Abſchluſſes ſolcher Verträge hervor, die für die
Ge=
mou im weſentlichen darin beſtehen, daß ſie entweder die ihr als Bau=
Gnchter zufallenden Kapitalien ſelbſt verwerte, d. h. ſelbſt baue, oder
Abee/ Brivatbguluſtige in die von ihr getätigten Vertragsabſchlüſſe
ein=
tre chlaſſe und damit dieſen die Möglichkeit eines früheren Baubeginns
biet Redner wies beſonders darauf hin, daß gerade die Gemeinden, bei
deutn heute noch Wohnungsnot beſtehe, hier unterſtützend eingreifen
ſohlekz und beſonders Privatbauten auf geſunder Grundlage zu
finan=
zieen. Nach den ſehr intereſſanten Ausführungen des Herrn Eckſtein
ihes lieſe Fragen wurde beſchloſſen, die Angelegenheit der Finanzkom=
Michſie zur nochmaligen Beratung zu überweiſen und hierauf alsbald
Eiuge Zeichlußfaſſung durch den Gemeinderat herbeizuführen.
Roßdorf, 26. März. Das Salonorcheſter der Kapelle Kreiſel
ver=
diſtet Sonntag, den 27. März, im Saale zum Darmſtädter Hof ſeinen
zuthet: Konzertabend. Allen Beſuchern des letzten Konzerts wird damit
einic lange gehegten Wunſche Rechnung getragen. Aber auch die noch
Fcwehenden ſollten kommen und hören, was unſere Einheimiſchen zu
biat vermögen. Ein vollſtändig neues Programm wird jeden
Be=
ſuſtk vollauf befriedigen.
Babenhaufen, 25. März. Ein Artilleriegeſchoß entdeckte
anAich einer Radtour von Mosbach nach Groß=Umſtadt der Schreiner
2AYiller aus Mosbach. Mit Erde zugeſchwemmt lag es unmittelbar
ſplßege in der Nähe des Grünheckerhofes. Ein Kommando der
hie=
ſgaSchutzpolizei, die von dem Funde benachrichtigt worden war, be=
999ch dorthin zur Sprengung und Abſperrung. Bei genauem Nach=
ANwurde ein zweites Geſchoß vorgefunden. Die Sprengung wurde
ſafü vorgenommen, ſie erzeugte eine ſtarke Detonation, die weithin
00 E wurde. Man vermutet, daß die Geſchoſſe bei dem Durchzug der
Aaben nach Kriegsende dort abgeworfen wurden. Bei etwaiger Be=
RAng dieſer Geſchoſſe dunch Fuhrwerke und dergleichen hätte das
Au6 Unglück entſtehen könnnen.
Groß=Umſtadt, 2. März. Abgangsprüfung. Am
ver=
i Mer Mittwoch fand an der Höheren Landwirtſchaftsſchule, die mit
9 Aſieſigen Oberrealſchule organiſch verbunden iſt, unter dem Vor=
Aes Herrn Oberſtudiendirektors Pfersdorff die diesjährige Abgangs=
Mäing ſtatt. Von 12 Schülern, die ſich der Prüfung unterzogen, wur=
9A1 für beſtanden erklärt. Sieben Schüler konnten auf Grund ihrer
2Angen vom mündlichen Examen befreit werden. — Auch die
übirtſchaftliche (Winter=/Schule am Donnerstag geſchloſſen, nach=
A ca dem gleichen Tage die öffentliche Prüfung des oberſten Jahr=
Aim Gaſthaus „Zum weißen Roß” ſtattgefunden hatte,
Sonntag, den 2Z. März 1927
Fräukiſch Grumbach, B. März. Der Jungdeutſche Orden, Gefolg.
ſchaft Fränkiſch=Crumbach, veranſtaltet Sonntag, den N. März, abends,
einen Theaterabend. Zur Aufführung gelangt das äußerſt ſpannende
Schauſpiel: „Die Liebe höret nimmer auf.”
* Heppenheim a. d. B., 24. März. Oeffentliche Verdin,
gung. Die Bau= und Unterhaltungsarbeiten für die Stadt
Heppen=
heim im Jahre 1927 als: Maurer=, Kanalanſchluße, Zimmerer=,
Dach=
decker=, Schreiner=, Glaſer=, Schloſſer=, Tüncher=, Spengler=, Tapezierer=,
Inſtallations=, Pflaſterer=, Wagner, Schmicde=, Steinſetzer=
Stein=
ſchläger=, Fuhr= und Straßenreinigungsarbeiten ſowie die Arbeiten
für die elektriſchen Lichtanlagen, ferner das Fahren des Gießfaſſes,
die Anlieferung von Eiſenteilen, T=Eiſen, Grubenſand, Lorſchor Sand,
Felſenkies, Mauerſteinen, Bachſteinen, feuerfeſten Steinen, Ziegeln,
Kalk, Tonröhren Zementröhren, Zement und ſtaubbindendem
Fuß=
bodenöl ſollen öffentlich vergeben werden. Voranſchläge und
Bedin=
gungen liegen zur Einſicht der Intereſſenten auf dem Stadtbauamt
offen, wo auch die näheren Bedingungen zu erfahren ſind. Angebote
ſind bis zum 29. März auf dem Rathaus, Zimmer 6, zu machen.
Straßenſperre. Wegen Ausführung von Kanalarbeiten iſt die
Friedhofſtraße vom Krankenhauſe bis zum alten Kirchhof für jeglichen
Fuhrwerksverkehr bis auf weiteres geſperrt. — Orcheſterverein
Heppenheim. Der Oncheſterverein veranſtaltet am kommenden
Sonntag für ſeine zahlreichen inaktiven Mitglieder ſowie füir deren
Familienangehörige und Freunde im Saale „Zum goldenen Anber”
einen muſikaliſchen Familienabend, bei dem neben einigen wohl
aus=
gewählten Muſikſtücken des Orcheſters, Solovorträge für Klavier,
Violine und Geſang zu Gehör gebracht werden.
* Von der Bergſtraße, 26. März. Verurteilt. Der
Natur=
heilkundige Pet. Helfrich in Weinheim, der ſchon längere Jahre in ſeinem
Fache „arbeitete”, wurde vom Großen Schöffengericht in Mannheim zu vier
Monaten Gefängnis verurteilt. Auf ſeine Angabe wurde ein Kind über
eine Waſchſchüſſel voll kochenden Waſſers wagrecht gelegt. Das Kind ſchrie
fürchterlich, und als man es nach 15 Minuten wegnahm, war der Leib
des Kindes ſo verbrüht, daß ſich ganze Fetzen vom Fleiſch loslöſten.
Ins Krankenhaus gebracht, ſtarb alsbald das Kind. Der
ſachverſtän=
dige Arzt erklärte, daß der Tod des Kindes überwiegend auf die
Wir=
kung des Dampfbades zurückzuführen iſt; guch ſei das Kind nicht
wider=
ſtandsfähig geweſen.
* Gernsheim, 25. März. Generalverſammlung. Im
kleinen Saale des Gaſthauſes „Zum deutſchen Haus” tagte am
Mitt=
woch abend die Generalverſammlung des hieſigen Beamtenkartells. Der
erſte Vorſitzende, Herr Eiſenbahnoberſekretär Papzien, hieß die
Erſchie=
nenen herzlich willkommen. Herr Lehrer Meher, Traiſa, übermittelte
Grüße des erſten Vorſitzenden des Heſſiſchen Beamtenbundes, Herrn
Dr. Claß. In kurzen und ſcharfen Umriſſen entwickelte alsdann der
Referent über das Thema, Beamte, Staat und Wirtſchaft” ein klares
und leicht verſtändliches Bild. Mit den Worten des Dankes für die
hübſchen Ausführungen ſeitens des Verſammlungsleiters gab Herr
Hausmeiſter Wolf bekannt, daß im Laufe dieſes Jahres noch weitere
ſehr intereſſierende Vorträge ſtattfinden. Den Geſchäftsbericht erledigte
der erſte Vorſitzende Papzien. Ueber die Lage der Beſoldungspeform
ſprach eingehend der mit dieſer Materie betraute zweite Vorſitzende
Wolf. Die Beiträge für das Jahr 1927 ſowie der vorgelegte Entwurf
über die Satzungen fanden einſtimmige Annahme. Durch das
Inkraft=
treten der nunmehr genehmigten Satzungen mußte folgerichtig der
Vorſtand zurücktreten. Die Neuwahl des Vorſtandes ergab Wiederwahl
des erſten Vorſitzenden Herrn Papzien und des zweiten Vorſitzenden
Herrn Wolf. Die übrigen Mitglieder blieben. Neu hinzu traten die
Herren M. Meiſter ſür die Gemeindebeamten und J. Beckerle für die
Staatsbeamten.
— Gernsheim, 26. März. Waſſerſtand des Rheins am
26. März, vorm. 6 Uhr: 49 Zentimeter.
* Lampertheim, 26. März. Großflugtag auf der Bonau.
Aehnlich wie im vorigen Jahre wird heute, Sonntag, der Verein der
„Heſſenflieger Darmſtadt einen großen Flugtag veranſtalten. Das
Schauſpiel im vorigen Jahre zog tauſende von Zuſchauern aus der
näheren und auch weiteren Umgebung hierher, und war man allgemein
von den glänzenden Leiſtungen hochbefriedigt. Auch diesmal weiſt das
Programm äußerſt ſchwierige und beachtenswerte Leiſtungen auf. So
werden unter anderem intereſſante Kunſt= und Sturzflüge ausgeführt.
Beſonderes Intereſſe verdient der Verſuch, den von Amerika
aufgeſtell=
ten Fallſchirmrekord zu brechen. Aus einer Höhe von 5000 Metern wird
der Fallſchirmpilot den Sprung wagen. Weitere Abſprünge aus 1000
und 2000 Meter Höhe, von verſchiedenen Herren, ſowie von Frau
Lan=
ger, Darmſtadt, werden vorgeführt. Man kann deshalb auch bei dieſer
Veranſtaltung wieder mit einem ſchönen Schauſpiel rechnen und wird
ſicherlich auch diesmal wieder jeder Beſucher auf ſeine Rechnung
kommen.
* Crumſtadt, 26. März, Liedertag. Der Geſangverein
„Germania” hält am kommenden Sonntag einen Liedertag ab.
* Aus dem Nieb, 26. März. Walbrände. Noch nicht lange hat
die wärmere Witterung angehalten und ſchon mehren ſich die
Mel=
dungen über Waldbrände aus verſchiedenen Gegenden in erſchreckendem
Maße. Gerade im Ried, das verſchiedene größere Waldungen
aufzu=
weiſen hat, liegt Feuersgefahr ſehr nahe. Es beſteht hier nämlich die
Unſitte, die aus dem vorigen Jahre noch ſtehenden, bereits verdorrten
Wieſen, in Brand zu ſtecken. Dies mag zwar für den Landwirt von
gewiſſem Nutzen ſein, iſt aber auch bei Wieſen, die an Wälder grenzen,
ſehr gefährlich.
Geite 7
Der Gießener Fememordprozeſ.
Beendigung der Zeugenvernehmung.
Lpd. Gießen, 26. März. In dem Nauheimer Prozeß wurde am
Samstag vormittag die Zeugenvernehmung fortgeſetzt. Der Frankfurter
Kriminalſekretär Sieger erklärte, daß ihm von Gewalttätigkeiten des
Wikingbundes während der Führerſchaft des Geinz nichts bekannt ſei.
Oberwachtmeiſter Leisner=Frankfurt ſollte ein Aufnahmeformular für
den oberſchleſiſchen Grenzſchutz (für die angebliche Nationalarmee)
unter=
ſchreiben. Er lehnte dieſes jedoch wegen ſeines Dienſteides ab.
Kriminal=
kommiſſar Klinke benennt Zeugen dafür, daß Heinz ſich in einer
Stahl=
helmverſammlung nach der Amneſtierung gerühmt habe, bei der
Be=
freiung Dittmars beteiligt geweſen zu ſein. Dem folgenden Zeugen,
Kriminchkkommiſſar Maslack vom Berliner Polizeipräſidium, hat Schmidt
ſein „Expoſé” über die Nationalarmee übergeben. Zeuge hat nicht den
Eindruck, daß Schmidt ſich durch ſeine Ausſagen Geldmittel verſchaffen
wollte. Entgegen der Auffaſſung des Oberreichsanwalts Ebermaher ſei
die Berliner politiſche Polizei der Meinung, daß es eine Organiſation
Conſul doch gegeben habe. Schmidt ſollte wohl für das Material, das
er dem preußiſchen Kommiſſar für die öffentliche Ordnung durch einen
Mittelsmann gegeben hat, eine Bezahlung bekommen. Der betreffende
Agent entſchädigte ihn jedoch hierfür nicht. Zeuge konnte nicht feſtſtellen,
ob Schmidt von der Hergabe ſeines Materials und von der Weitergabe
an die Preſſe leben konnte.
Darauf wurde der Zeuge Reinhard Weiſer aus Gießen vernommen,
der 90 Prozent aller Erzählungen des Schmidt für Phantaſtereien hielt.
Kapitänleutnant Ehrhardt Kauter ſagte als Zeuge aus, nach der
Auf=
löſung der Marinebrigade hätte nur ein loſer Zuſammenhalt beſtanden,
um bei neuen Unruhen zur Stelle ſein zu können. Bezüglich der
Para=
graphen über die Feme, die auch vor dem Reichsgerichtshof verhandelt
wurden, ſei feſtzuſtellen, daß nie ein Wort darüber geſagt wurde, daß
die Feme mehr als zur Einſchüchterung dienen ſollte. Unbedingter
Ge=
horſam ſollte nur für den Fall des Aufrufes des Regimentes für
Ober=
ſchleſien in Frage kommen.
Damit war die Zeugenvernehmung beendet.
Gießen, 24. März. Zwecks Feſtlegung der Linienführung der
Automobilſtraße Hamburg—Baſel bereiſten mehrere
Be=
amte der Hafraba und der heſſiſchen Regierung dieſer Tage unſere
Um=
gebung. Das Profekt ſieht von der Landesgrenze bei Ruttershauſen und
Lollar vor, daß die Linie, die 110 Kilometer durch heſſiſches Staatsgebiet
führt, zwiſchen Staufenberg, Kirchberg und Lollar hindurch geht, dann
das Lumdatal zwiſchen Daubringen und Lollar kreuzt, die Anhöhe nach
dem Wieſecktal überführt und bei Wieſeck vorbei über die Wieſeck läuft.
Dann geht die Linie zwiſchen Gießen und Almenrod durch mit der
Nich=
tug Grüningen, an Leihgeſtern und Steinberg vorbei, von Grüningen
ſoll die Richtung Gambach-Griedel zum Wettertal eingeſchlagen
wer=
den. Große Geländeſchwierigkeiten müſſen an der Landesarenze bei
Lollar überwunden werden, wo ſchon das eingeengte Lahntal und die
Mainweſerbahn in heſſiſches Gebiet treten. Hier gilt es, bedeutende
Steigungen und Kurven zu überwinden, Brücken über Lahn und
Main=
weſerbahn zu bauen und einen mächtigen Damm im ſumpfigen Lahntal
zu errichten.
* Büdingen, 24. März. Unter dem Vorſitz von Kreisdirektor Dr.
Geßner tagte der Kreisausſchuß. Das
Verwaltungsſtreit=
verfahren zwiſchen der Gemeinde Lindheim und dem dortigen
Gemeinderechner zwecks unwiderruflicher Anſtellung wurde vom
Kreis=
ausſchuß dahin entſchieden, daß der Gemeinderechner unwiderruflich
an=
geſtellt wurde. Im Jahre 1913 hatte der Gemeinderat mit dem jetzigen
Rechner einen Vertrag abgeſchloſſen, wonach ſich letzterer nach ſechs
Jahren bei guter Führung als unwiderruflich angeſtellt zu betrachtem
habe. Da der Rechner noch die Poſtagentur beſitzt und ein gutgehendes
Kaufmannsgeſchäft betreibt, wollte die Gemeinde das Amt einem
be=
dürftigen Einwohner übertragen. — Auch die Angelegenheit zwiſchen der=
Gemeinde Bobenhauſen und dem dortigen Gemeinderechner wurde
auf unwiderrufliche Anſtellung des Letzteren entſchieden. — Dem Antrag
des Landwirts Vonhof aus Lißberg auf Entſchädigung für eln
durch die Maul= und Klauenſeuche gefallenes Nind wurde ſtattgegeben.
— Der Kreisausſchuß beſchloß den Beitritt des Kreiſes zur
Obſtverwſer=
tungsgeſellſchaft.
* Büdingen, 25. März. Ueber eine grundſätzliche Frage entſchied
der Kreisausſchuß unter dem Vorſitz der Kreisdirektors Dr. Gaßuer,
Dem Landwirt Friedrich Vonhof aus Lißberg war ein Tier plötzlich
yer=
endet. Der Kreistierarzt ſtellte Maul= und Klauenſeuche feſt. Da uach
dem Geſetz die Anmeldepflicht bei Maul= und Klauenſeuche beſteht, ſo
lehnte das Miniſterium die Entſchädigung ab. Da Kreistierarzt Dr.
Spamer zugab, daß in manchen Fällen Tiere an der Seuche plötlich
ohne äußere Zeichen verenden können, ſo entſchied der Kreisausſcmß,
daß das gefallene Rind entſchädigt wird. — Der Kreisausſchuß ſprach
ſich über die Gyündung der geplanten Obſtverwertungs
Ge=
ſellſchaft für den Kreis Büdingen ſympathiſch aus und beſchloß,
daß der Kreis als Mitglied beitritt. — Die Gemeinden Lindheim und
Bobenhauſen I wollten ihren Gemeinderechnern die durch Vertrag
be=
willigte Unwiderruflichkeit der Anſtellung entziehen. Die beiden
Ge=
meinderechner wandten ſich an den Kreisausſchuß, der die Beſchlüſſe
der Gemeinderäte für ungültig erklärte. Sie bleiben alſo
unwider=
ruflich angeſtellt.
1— er Ue Poreſewertächte
täglich in ihren berühmten,
hängenden Gärten über dem
Jigris mit der Mürde und.
der Bedeutung, die ſich hier
W wohl geziemen, denn die—
Afabelhaften, gärtneriſchen-
Aetnlagen wurcen au demo
ſieben Weltwundern gerech.
gnet. Aber ihre Paune wurde
K
trotzdem immer ſchlechter;
Zauiletzt ganz miſerabel, alles
Zregte die Galle der babylont,
R
ſchen Rönigin auf, tief un,
glüchblich und unbefriedigte
fühlte ſie ſich, und alles, weil
ſie in ihren paradieſiſchen-e
Gefilden keine ſoaromatiſche
Olarke wie
reiling Auwel st. 6.A dc
Sclie glücklich können wir dagegen in unſeren ſchönen europäiſchen Weltwundernie
von Gärten und Oarks ſein, in Muskau, in Wérlitz, im Judepark in Degli amPPincig,
da wir die Gartenfreude, ob mit oder ohne einer Semiramis, mit dem Genuß einer
ſo koſtbaren Zigarette wie der milden und erguichend duſtenden Greilina-Juwel
78
G0
verbinden können.
Generalvertreter für Mainz und Darmstadt:
Paul Hille, Fabriklager: Frankfurt/Main, Niddastr. 64, Mittelbau, Tel, Hansa 6963.
V 4333
[ ← ][ ][ → ]Seite 8
Sonntag, den 27. März 1927
Nummer 86
Statt Karten.
Anna Werker
Adem Darmstädter
Verlobte
Darmstadt
leidelbergerstr. 86 Sandbergsr. 57
27. März 1927. ( 8208
Gusti Landwich
Reinhard Fuhrmenn
Verlobte
Darmstadt Schnepfenthal
März 1927.
(*8037
Nach langem, ſchwerem
Teiden ſiarb am 21. März
in der Klinik Tübingen unſere
liebe Mutter und Schweſter
Frau
Sntd anug
geb. Weber
Witwe des Hauptmanns
Robert Alius.
Dr. Hans Joachim Alius
Dr. Liſel Alius
Anguſte Weber,
57 Eeeleston Saue.,
London
(5215
Todes=Anzeige.
Allen Verwandten und
Bekann=
ten die traurige Nachricht, daß
meine liebe Frau, unſere liebe
Mutter, Tochter. Schweſter,
Schwä=
gerin und Tante
Frau
Margarete Bögel
geb. Horn
nach langem, ſchwerem Leiden im
Ater von 46 Jahren ſanft
ent=
ſchlafen iſt.
Im Namendertrauernd. Hinterbliebenen:
Friedrich Bögel
nebſt Kindern.
Darmſtadt, den 26. März 1927
Die Beerdigung findet Dienstag
arhmittag 3 Uhr auf dem
Walo=
friedhof ſtatt 8310
Todes=Anzeige.
Heute vormittag um 11 Uhr
verſchied plötzlich und unerwartet
infolge Herzſchlags mein lieber,
guſter Mann, unſer treuſorgender
Vater, Schwiegervater u.
Groß=
vauer
Peter Roß
Stellwerksmeiſter i R.
im 65. Lebensjahr.
(5266
Die trauernd. Hinterbliebenen.
Eberffadt, den 26. März 1927.
Die Beerdigung findet Dienstag,
den 29. Mär, 1927, nachmittags
3½ Uhr, vom Sterbehauſe,
Eber=
ſtadt, Hü elſtraße 43 aus, ſtatt
Todes=Anzeige.
Heute morgen 5 Uhr iſt meine
liebe Frau, unſere gute Mutter
und Großmutter
Frau Marie Lange
geb Ehnis
nach langjährigem, ſchweren Leiden
ſanfh im Herrn entſchlafen,
Um ſtilles Beileid bitten:
Die trauern en Hinterbliebenen:
Ernſt Lange, Kiesſtr. 65
Frieor Lange und Fran
u 1Enkelkind Viktoriaſtr. 5
Die Beerdigung findet Montag,
den 28. März, nachmittags 4 Uhr
vom Portale des Waldfriedhof
aus ſtatt.
Todes=Anzeige.
Allen Verwandten, Freunden und Bekannten
die traurige Nachricht, daß mein innigſigeliebter
Gatte und treuſorgender Vater ſeines Kindes, unſer
lieber Sohn und treuer Bruder, Schwiegerſohn,
Schwager, Onkel und Neffe
Herr
Dnheinn Bfelfſer
heute nachmittag um 3 Uhr im Alter von 33 Jahren
von ſeinem langen, ſchweren, mit der größten
Ge=
duld ertragenem, ſich im Felde zugezogenem Leiden
erlöſt wurde,
(5300
In tiefem Schmerz:
Marie pfeiffer Wwe., geb. Roth
nebſt Kind Hans, Heidelbergerſtraße 112
Johanna Pfeiffer Wwe., Lichtenbergſtraße 73
Familie Roth, Heidelbergerſtraße 112.
Die Beerdigung findet am Dienstag, den 29. März,
nachmittags um 2½ Uhr, auf dem Waldfriedhof ſtatt.
Am 23. ds. Mts. verſchied im 86. Lebensjahr
unſere herzensgute, treubeſorgte Mutter,
Schwieger=
mutter, Großmutter und Urgroßmutter
Hau sufe Aodemel
geb. Geismar
(*8236
Pfarrerswitwe.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Anna Schottler, geb. Rodemer
Bergrat Dr. W. Schoitler
Enkel und Arenkel.
Die Beerdigung fand in der Stille ſtatt.
Statt beſonderer Anzeige.
Nach Gottes heiligem Willen verſchied heute
nach kurzem ſchweren Leiden meine liebe Frau,
unſere treuſorgende Mutter, Schweſter,
Schwieger=
mutter, Schwägerin, Tante, Großmutter und
Ur=
großmutter
Anna Eba Andel, geb. Hering
Hebamme
wohlverſehen mit den Tröſtungen unſerer hl. Kirche,
nach einem arbeitsreichen Leben im 72. Lebensjahre.
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Nikolaus Andel.
Darmſtadt, den 26. März 1927. (B.5302
Sandbergſtr. 8.
Die Beerdigung findet am Dienstag, den 29. März
1927, nachmit. 3 Uhr, auf dem Beſunger Friedhof ſtatt.
Die Seelenämter für die Entſchlafene ſind am Montag,
Dienstag und Mittwoch, vormittags ½7 Uhr, in der
Liebfrauenkirche, Klappacherſtraße.
Dankſagung.
Für die beim Tode unfrer lieben, guten
Tochter in jo außerordentlich reichem Maße
uns erwieſene Anteilnahme ſagen wir
herz=
lichen Dank. Es iſt uns leider nicht möglich,
jedem noch beſonders zu danken.
Geh Schulrat Dr. Derſch und Frau.
Darmſiadt, den 26. März 1927. ( 8217
Für alle Beweiſe von Anhänglichkeit
und Teilnahme bei dem Tode unſeres lieben
Gatten und Vaters ſagen wir herzlichſien
Dank.
Anna Scharmann, geb. Fries
Dr. Carl Scharmann.
Darmſiadt, im März 1927
(5249
Und schaftet weiser
im häuslichen Kreise ...
Dazu gchört auch, daß man sich Blusen, Kleider, Strümpfe
und dergl. im Hause seibst färbt. Mit Meitmann’s
Farben geht dos mühelos, ohne Kochen und
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Nummer 86
Der Ritt in die Sonne.
Sonntag, den 27. März 1927
Seite 9
Rowan von Paul Roſenhayn.
(Nachdruck verboten.)
Vandergult und d’Orſay ſtiegen in die Gondel. Jonny
uste froh ſein, daß man ihn nicht geſehen hatte.
Wie hatte doch der Marquis geſagt: Morgen früh, bei
hem offiziellen Beſuch, wird Ihnen meine Tochter ſelbſt ihren
unt ſagen".
Morgen früh
Morgen früh war das Spiel zu Ende. Eine Nacht noch, eine
ſadenfriſt von einer einzigen Nacht. Dann war der Traum
sgeträumt; Dina war verloren; es gab keinen vernünftigen
fund in der Welt, zu hoffen, daß bis morgen früh ein Wunder
ſchehen würde.
Ein Wunder .
Wenn dieſem Vandergult nun etwa ein Unglück zuſtoßen
ſiwe? Tauſend Gefahren winkten in den dunklen Waſſern der
ſnäle. Verwegene Geſtalten lungerten in den Ecken, über
men ſchon die beginnende Dämmerung ihre Schleier wob
ſit tauſend Lire war in dieſer Stadt manches zu haben.
Um Gottes willen. Jonny riß den Hut ab und fuhr ſich über
heiße Stirn; die ewigen Grübeleien hatten ihn völlig
ver=
urrt. Wie konnte ein geſunder, ehrlicher Menſch nur an ſo
was denken!
Und dann wußte er es: nie in ſeinem Leben hätte er einen
iichen Gedanken gefaßt, wenn es ſich um ſein eigenes Glück,
aſeine eigene Zukunft gehandelt hätte. Dem Freund zu dienen,
ut ihm kein Mittel zu gefährlich. Dem Freund zuliebe ſpielte
mit dem Gedanken an ein Verbrechen.
Wo war Fritz? Warum erſchien er nicht auf dem Plan?
erließ er ſich ſo blindlings auf, den Freund, daß er glaubte,
ſaier den Kuliſſen der Dinge bleiben zu können? Er war in
ſuedig — er hatte ihn geſehen, der Marquis hatte ihn geſehen.
ſar um nahm er ſein Schickſal nicht ſelbſt in ſeine beiden Hände?
ſar er zu vorſichtig? Zu ängſtlich? Zu feige?
Ach nein. Feige war Fritz nicht. Er war ein unverſchämter
tuſche, ein verwegener Hallunke, dem keine Traube ſchmeckte.
nicht hoch hing — aber ſeiner lachenden Keckheit war feiges
ſrbergen fremd und verächtlich. Wenn Fritz nicht kam wenn
richt zur Stelle war, dann lag es entweder in ſeinem Plan —
oder: irgend etwas hinderte ihn, zu kommen. Es war
unfrucht=
bar, ſich über das Warum den Kopf zu zerbrechen; mit der
Tat=
ſache, daß er allein war, mußte Jonny ſich abfinden. Wenn Fritz
ihn allein auf dem Kampfplatz ließ, ſo bedeutete das: er rechnete
darauf, daß der Freund ſeinen Mann ſtehen würde — daß er
vertrauensvoll ſein Schickſal in die Hände Jonny Reimers’
ge=
legt hatte.
Was ſollte er tun, um Gottes willen?
Er mußte verſuchen, dieſen Vandergult zu ſprechen.
Er fuhr zum Grand=Hotel. Nein, Mr. Vandergult war noch
nicht von der Sitzung zurückgekehrt.
Wo konnte er ſein? Venedig war nicht groß: einen
beſtimm=
ten Menſchen, noch dazu von prominenter Stellung, den man
ernſtlich ſuchte, mußte man finden können.
Jonny ging auf die Suche. Er rief im Hotel Danieli an;
es gelang ihm, Donata zu ſprechen. Der Marquis war
heim=
gekehrt; Vandergult war nicht bei ihm.
Alſo mußte er irgendwo im Gewimmel dieſer Stadt zu
finden ſein.
Jonny fuhr nach dem Markusplatz. Er durchkreuzte mit
den Vaporetti die Kanäle, er fuhr hinüber nach der Lagune,
Nach dem Lido. Zwiſchendurch rief er im Grand=Hotel an.
Nirgends Vandergult.
Er kehrte müde und beſtaubt und verzweifelt nach Venedig
zurück. Wieder begann das Suchen über Treppen, über dunkle
Kanäle. Am Ufer, in den Straßen der inneren Stadt, in den
Hotels,
Nirgends.
Eine Hoffnung blieb, ihm: daß Vandergult in irgendein
Theater gegangen ſein könnte.
Er ſtellte ſich vor dem Grand=Hotel auf, um die Zeit des
Theaterſchluſſes, und wartete.
Vergeblich.
Die Nacht kam. Die Straßen wurden finſter. Die
Menſchen=
fkut zerrann.
Vandergult kam nicht.
Jonny ſtand mit fiebrigen Augen, übermüdet, mit
ſchmer=
zenden Gliedern auf ſeinem Poſten. Keine Hoffnung, keine
Lö=
ſung — und morgen war alles vorbei.
In ſeine müden und wirren Gedanken hin=in drängte ſich
immer wieder ein ſeltſam abwegiger Begriff: der Polizeipräfekt.
Was ſollte der hier? Was konnte er ihm nützen? Der
Prä=
fekt war ſein Feind. Fritz Jacobſens Feind.
Und dennoch — aus dem Unterbewußtſein heraus begriff er
es: der Präſekt konnte vielleicht helfen. Wenn auch nur in die=
ſem einen Punkt; ihm würde es vielleicht gelingen, Vandergult
ausfindig zu machen. Er fühlte ſich verantwortlich für ſeine
Sicherheit, das hatte er ſelbſt geſagt.
Hier war ein Weg ...
Er fuhr zur Präfektur. Er begriff, daß er ſich verdächtig
machen würde, wenn er ein Wort zuviel ſagte. Dem
berufs=
mäßigen Argwöhner mochte jeder Blick, jede Geſte ein
willkom=
mener Verräter ſein.
So war er äußerlich gefaßt, als er in das Zimmer des
Allerheiligſten trat. Der Präfekt ſaß am Schreibtiſch und
mar=
kierte trotz der tiefen Nachtſtunde den Arbeitüberbürdeten.
„Was gibt es?"
Jonuy hatte ſich eine Motivierung zurechtgelegt: er ſei aus
Rom gekommen: Frau Vandergult, in deren Dienſten er ſtehe,
habe ihn mit einer Botſchaft zu ihrem Sohn geſchickt: zu
Cor=
nelius Vandergult, Grand Hotel am Canale Grande.
Der Präfekt nickte und horchte auf.
Nun habe er ſeit ſechs Stunden vergeblich verſucht, Herrn
Vandergult zu erreichen.
Der Beamte lachte: „Er wird bei ſeiner Braut ſein!“
Jonny ſchüttelte den Kopf. „Ich war natürlich im Hotel.
Bei Herrn Marquis dOrſay.”
Der Präfekt nickte abermals zuſtimmend. Dieſer junge
Mann war orientiert; das legitimierte ihn.
„Er iſt weder bei ſeinem Schwiegervauer geweſen noch bei
irgendeiner anderen Adreſſe, die uns bekannt iſt. „Ich habe auf
den Schluß der Theater gehofft: vergeblich. Ich fürchte, Herr
Präfekt, daß Herrn Vandergult etwas zugeſtoßen iſt.”
(Fortſetzung folgt.)
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Sonntag, den 27. März 1927
Reich und Ausland.
Die Frankfurter Frühjahrsmeſſe.
je Frühjahrsmeſſe ſtark beſchickt. — Sonder=
Ausſtellungen. — Feſtwagenumzug in Frankfurt.
Tagungen.
Frankfurt a. M. In einer Beſprechung mit
Axeſſevertretern gab geſtern nachmittag die
Meſſe=
ſirtung ein eingehendes Bild über die vorausſichtliche
gsſchickung der Frankfurter Frühjahrsmeſſe. Soweit
zc feſtſtellen läßt, wird die Beſchickung beträchtlich
ſtarker ſein, als im Herbſt. Ohne die Nachzügler kann
ſestgeſtellt werden, daß rund 25 Prozent Ausſteller
mehr vorhanden ſein werden als im vorigen Herbſt.
Zm Gegenſatz zur letzten Meſſe iſt auch in Frankfurt
ſebſt das Intereſſe an der Meſſe viel ſtärker.
Be=
ſornders der Verband der Detailliſten hat die
Meſſe=
ſertung mit Rat und Tat unterſtützt. An den
Meſſe=
ſagen werden die Geſchäfte in den
Hauptverkehrs=
ſraßen ihre Geſchäftslokale entſprechend dekorieren
und bis Mitternacht beleuchten. Am erſten Meſſetag
ſindet ein Feſtwagenumzug (insgeſamt etwa
zwei=
hundert Wagen) durch die Hauptſtraßen der Stadt
bis zum Stadion ſtatt. Auch die feſtlichen
Veran=
ſaltungen während der Meſſezeit ſind ſehr großzügig.
so finden an den Hauptplätzen große öffentliche
Konzerte, darunter ein ſolches des Großbundes
Frankfurter Sängervereinigungen unter Beteiligung
vim rund 1000 Sängern, eine große Modenſchau im
„Frankfurter Hof” uſw. ſtatt. Im Anſchluß an die
Beſprechung wurden verſchiedene faſt fertige, zum
iytenmale auf einer Meſſe gezeigte
Spezialausſtel=
ſurigen gezeigt und eingehend beſichtigt. Beſonders
großes Intereſſe fand die in der Feſthalle
unterge=
brachte Ausſtellung „Die neue Wohnung und ihr
Fnanenausbau”, in der mehrere genormte Ein= und
Zweifamilienhäuſer, in 14 Tagen nach dem bekannten
Bauplattenſyſtem erbaut, ein Wochenendhaus,
Wohn=
aaben, Sonderausſtellungen ſtaatlicher und ſtädtiſcher
Behörden und bekannter Firmen und Architekten
utergebracht ſind. Ebenfalls in der Feſthalle
unter=
ſchracht iſt die Ausſtellung „Der neuzeitliche
Haus=
halt”, in der in zuſammenfaſſender Weiſe alle
Er=
unigenſchaften von Technik und Induſtrie, die der
hrusfrau die tägliche Arbeit erleichtern ſollen,
ge=
ſeigt werden. Auch die ſehr reichhaltig beſchickte
Ausſtellung „Moderne Bürotechnik” im Haus
Werk=
uund zeigt viel neues. Hier iſt beſonders
erwähnens=
urt eine Sonderausſtellung der Reichspoſt, in der
i. a. die Tätigkeit der Poſtkriminalſtelle gezeigt
vrd. Wie auch ſonſt üblich, finden während der
Ueſſetage größere Tagungen ſtatt, ſo der
ſüddeut=
chen Hausfrauenvereine, techniſcher und
bauindu=
trieller Verbände.
Frankfurter Chronik.
WSN. Einer, der nicht arbeiten will.
drs Erweiterte Schöffengericht verurteilte den
Kauf=
nann Richard Anfänger wegen ſchwerer
Urkunden=
äſchung und Betrugs zu ſechs Wochen Gefängnis.
dr Angeklagte hatte während ſeiner Arbeitsloſigkeit
erſchiedentlich vom Wohlfahrtsamt Unterſtützungen
ſtogen, und als er zu Notſtandsarbeiten
herange=
ſagen wurde, machte er nur einige Tage mit. Um
ſher weiter Unterſtützungen vom Wohlfahrtsamt zu
Arhalten, ſtellte er ſich eine Anſtellungsbeſcheinigung
us, die für das Wohlfahrtsamt zur Hergabe von
darlehen beſtimmend war. Bei der Strafzumeſſung
erückſichtigte das Gericht mildernd den geringen
Be=
rug (es handelte ſich um 27 Mark, die unrechtmäßig
wworben wurden). Erſchwerend hätte dem
Ange=
ſlagten angerechnet werden müſſen, daß er die
Mani=
ulationen vornahm, um dem läſtigen Arbeiten zu
n gehen. — Die widerſpenſtige
Jung=
rau. Klein, hager, unſcheinbar und ſchnippiſch iſt
as wegen Urkundenfälſchung und Unterſchlagung
an=
ellagte alternde Mädchen, das auf der Anklagebank
or dem Kleinen Schöffengericht ſetzt. Sie erklärte:
Ich ſage überhaupt nichts, ich geſtehe nichts ein und
eugne nichts! Mir iſt wurſt, was Sie mit mir
rachen! Nein, ich ſage nichts, fertig!“ — Der
Vor=
tende wendet alle Diplomatie an. Sie will einfach
icht! Und immer wieder verſucht der Vorſitzende,
zr klarzumachen, daß es ihr Vorteil iſt, wenn ſie
ch verteidigt. Und ſchließlich, nach langem Zögern,
bicht ſie doch. Man erfährt, daß ſie in der
Infla=
onszeit bei einer Exportfirma war und ſehr gut mit
drem Chef harmonierte. Als eine Million
Papier=
tark noch ziemliche Kaufkraft beſaß, fälſchte ſie
ſchecks, machte falſche Buchungen und eignete ſich ſo
rei Millionen Papiermark an. Mit einem gewiſſen
ſtolz behauptete ſie von ſich, daß ſie in der Lage ſei,
ſe Unterſchrift eines jeden täuſchend nachzuahmen.
das Gericht verurteilte die Angeklagte wegen
fort=
eſetzter Unterſchlagung und Urkundenfälſchung zu
eben Monaten Gefängnis.
Lebendig verbrannt.
Bamberg. In Hallſtadt iſt das vierjährige
ſöchterchen eines Taglöhners, das in der
Woh=
ung eingeſchloſſen war, beim Spielen mit
Zünd=
ſölzern bei lebendigem Leibe verbrannt.
Einbruchsverſuch im Ansbacher
Regierungs=
gebäude.
Ansbach. In der Nacht zum Samstag drangen
ſinbrecher, vermutlich aus Berlin, in das
Regie=
ungsgebäude in Ansbach ein und verſuchten mit
mem Schweißapparat vergeblich, den großen
Kaſſen=
hrank anzubohren. Die Einbrecher entflohen in
mem Auto, in dem ſie in vier großen Koffern die
ſchwveißapparate mitführten, nach Nürnberg.
Ein Zigeuner wegen zweifachen Mordes
verhaftet.
Landsberg a. d. W. Bei der Reviſion eines
ſigeunerwagens in der Neumark wurde ein Zigeuner
erhaftet, der in dem Verdacht ſteht, im Jahre 1922
men Oberlandjäger und einen Polizeiaſſiſtenten in
er hannoverſchen Gegend ermordet zu haben,
und der von der Staatsanwaltſchaft Verden geſucht
ſrd.
Die deutſche Luftſchiffahrt.
London. Major Martin Wronſky, ein
Direk=
r der Deutſchen Lufthanſa, hielt vor der Londoner
ſeronautiſchen Geſellſchaft einen Vortrag über die
utſche Luftſchiffahrt. Er widerlegte die Behauptung,
e von engliſchen Zeitungen mehrfach verbreitet
urde, daß Deutſchland nach der Oberherrſchaft über
m europäiſchen Luftverkehr trachte und begründete
e Entwicklung der Luftſchiffahrt aus der
geogra=
ſiſchen Lage. Es wurde ein Film über den deutſchen
ſug Berlin-Peking gezeigt. Lord Haldane dankte
m Redner für ſeinen Vortrag, während Lord
Ymſon ſeine Bewunderung über die deutſchen Fort=
Ritte trotz der noch beſtehenden Einſchränkungen
gsſprach.
Meſſung der Geſchwindigkeit durch Lichtſingnale.
Der Erfinder mit ſeinem Apparat.
Dem Berliner Ingenieur B. Sborowitz, der ſich durch eine ganze Reihe praktiſcher Erfindungen
bekannt gemacht hat, iſt die Konſtruktion eines neuartigen Schnelligkeitsmeſſers gelungen, bei dem
die Höhe der Schnelligkeit durch Lichtſignale angezeigt wird. Der Apparat beſteht aus einem
Syſtem farbiger Lampen, die automatiſch aufleuchten, je nachdem die mit ihnen verbundene
Ma=
ſchine eine beſtimmte Umdrehungszahl erreicht hat. So läßt ſich mit einem Blick ſchon von weitem
feſtſtellen, ob eine beſtimmte Schnelligkeitsgrenze erreicht oder überſchritten iſt. Die neue
Erfin=
dung wird beſonders für den Straßenverkehr der Großſtadt von beſonderer Bedeutung ſein.
Zur Autokataſtrophe bei Bad Kudowa.
Das abgeſtürzte Auto.
In der Nähe des bekannten ſchleſiſchen Kurorts Kudowa ereignete ſich am Mittwoch ein ſchweres
Automobilunglück. Ein mit 68 Perſonen beſetzter Laſtkraftwagen, deſſen Antriebskette geriſſen
war, kam in raſendem Tempo rückwärts die ſteile Chauſſee herab, durchſchlug das Geländer einer
Brücke und ſtürzte, einen Teil der Inſaſſen unter ſich begrabend, etwa 3 Meter hinab in den
Dorf=
bach. Dabei fanden 8 Perſonen den Tod, während 18 ſchwer und die übrigen leicht verletzt wurden.
Aus dem Erdbebengebiet Japans.
Ein Bild von den Verwüſtungen des letzten Erdbebens
(erſte hier eingetroffene Aufnahme),
das, wie erinnerlich, vor einigen Wochen mehrere tauſend Todesopfer forderte und einen
Sach=
ſchaden verurſachte, der in die Millionen geht.
Zwie Knaben verſchüttet.
Magdeburg. Wie die „Magdeburgiſche
Zei=
tung” meldet, ſind in dem nicht mehr in Betrieb
be=
findlichen Tagebau der Grube Neuglück bei
Rehms=
dorf zwei Knaben, die ſich eine Höhle gebaut
hatten, verſchüttet worden. Es gelang zwar bei
den Rettungsarbeiten verhältnismäßig ſchnell die
beiden verſchütteten Knaben zu bergen, doch blieben
die Wiederbelebungsverſuche ohne Erfolg.
Major Segraves erſter Rekord.
Der bekannte engliſche Automobilrennfahrer
Major Segrave unternahm an der Küſte von
Florida mit ſeinem 1000=PS=Rennwagen ſeinen erſten
Rekordverſuch, der eigentlich erſt als ein Probeverſuch
gedacht war. Tatſächlich gelang es dem Engländer,
die bisherige Stundenhöchſtgeſchwindigkeit von 156
Meilen auf 166½ Meilen — rund 270 Kilometer zu
verbeſſern. Die weiteren Verſuche Segraves laſſen
lſo die berechtigſten Hoffnungen zu.
Geite 11
Das Urteil im Wilmsprozeß
Fuhrmann, Klapproth, Umhofer und
Schulz zum Tode verurteilt.
Berlin. Die Angeklagten Fuhrmann,
Klapproth und Umhofer werden wegen
ge=
meinſchaftlichen Mordes zum Tode, der
Ange=
klagte Schnlz wegen Anſtiftung zum Mord zum
Tode verurteilt. Die Angeklagten von Poſer,
Stantien und Budzinfki werden freigefprochen. Der
Haftbefehl gegen den Angeklagten von Poſer iſt
auf=
gehoben.
Die Arteilsbegründung.
In der Urteilsbegründung im Wilmsprozeß
ſchilderte der Vorſitzende zunächſt den Aufbau der
Arbeitskommandos durch Major v. Buchrucker. Sein
ausführendes Organ ſei der Angeklagte Schulz
ge=
weſen, der tatkräftigſte, der in Küſtrin das
Arbeits=
kommando in vorbildlicher Weiſe geleitet habe. Die
einheitliche Leitung habe beim Wehrkreiskommando
gelegen. Zweck und Art des Arbeitskommandos
hätten die Geheimhaltung bedingt. Es durfte
nie=
mals an die Oeffentlichkeit gelangen, daß dieſe
Arbeitskommandos beſtanden, denn ſonſt wären dem
Staate die größten Schwierigkeiten entſtanden. So
ſei die Geheimhaltung das A und O der ganzen
Ein=
richtung geweſen. Die Geheimhaltung ſei erzwungen
worden und ſollte erzwungen werden durch Terror
in der ſchärfſten Form, der auch nicht zurückſchreckte
vor der Tötung der Verräter oder der als Verräter
in Verdacht Kommenden. Der Vorſitzende ſchilderte
dann das Vorleben und die Verfehlungen des Wilm,
ſowie die Unterſuchung, in der er ſich ſelbſt
ſchul=
dig bekannt habe. Bei ihm ſeien auch Schriften
auf=
gefunden worden, die auf eine Verbindung mit
links=
ſtehenden Verbänden hindeuteten. Er hätte ſich alſo
verdächtig gemacht. Auf der Zitadelle in Spandau
ſei er bewacht worden. Fuhrmann, Klapproth und
Umhofer ſeien völlig überführt. Ein gemeinſamer
Wille habe hinter ihnen ſtehen müſſen. Das Gericht
ſei der Meinung, daß tatſächlich eine
Femeorgani=
ſation hier eingerichtet geweſen ſei. Obwohl
Ange=
klagter v. Poſer ſchwer verdächtig ſei, habe man
ent=
ſchieden, daß er freigeſprochen werden müſſe. Die
bürgerlichen Ehrenrechte ſeien den Angeklagten nicht
aberkannt worden, da ſie nicht aus Eigennutz,
ſon=
dern um, ihrer Meinung nach, eine gute Sache
aus=
zuführen, gehandelt hätten. Den guten Glauben
könne man ihnen nicht abſprechen. Die Reichswehr
habe ſich bewußt ſein müſſen, daß ſie mit den
Arbeitskommandos eine Organiſation geſchaffen habe,
die geheim zu halten geweſen ſei. Wenn ſie nichts
weiter getan habe, als die Löſung des ſchwierigen
Problems den Arbeitskommandos ſelbſt zu
über=
laſſen, dann habe ſie damit eine große
Verantwor=
tung auf ſich geladen. Es ſei nicht ausgeſchloſſen
ge=
weſen, daß ſolche Taten dadurch gezeitigt worden
ſeien. Zum Schluß teilte der Vorſitzende mit, daß
das Gericht beſchloſſen habe, ein Gnadengeſuch
für die Verurteilten einzulegen. Die freigeſprochenen
Angeklagten werden ſofort auf freien Fuß geſetzt.
— Von den Angeklagten erklärte nur Fuhrmann,
Reviſion einlegen zu wollen. Die übrigen
Ange=
klagten verzichteten auf eine Erklärung.
Unglücksfälle durch Verſchüttung in Italien.
Rom. Der „Tribuna” zufolge verſuchte ein vor
3½ Jahren in contumaciam verurteilter Kaufmann
heimlich über einen Bergpaß an der Grenze nach
Frankreich zu flüchten. Der Kaufmann und ſeine
zwei Begleiter wurden von einer Lawine
ver=
ſchüttet. — In Aoſtatal verſchüttete eine Lawine
vier Arbeiter. Erſt nach längeren
Bergungs=
arbeiten konnten die Leute geborgen werden. Zwei
Arbeiter ſind tot, während die anderen beiden in
Lebensgefahr ſchweben. — Bei Preſcia wurden zwei
Arbeiter in einer Sandgrube verſchüttet und
getötet.
Eine verheerende Feuersbrunft.
200 000 Pfund Schaden.
EP. London. Durch eine Feuersbrunſt
wur=
den die Motorradwerke Douglas in Briſtol
zer=
ſtört. 4000 Motorräder ſind durch das Feuer
ver=
nichtet. Der Schaden beläuft ſich auf 200 000 Pfund.
* Die Prager Beethovenfeier ohne deutſche
Teilnahme.
b. Aus Prag wird uns geſchrieben: Die
un=
glaubliche chauviniſtiſche Verbohrtheit maßgebender
Prager Kreiſe hat einen neuen „Erfolg” aufzuweiſen,
über den die tſchechiſche Straße in nicht geringes
Ent=
zücken geraten iſt: die Enthüllung einer
Beethoven=
tafel am Todestag des Meiſters an dem Hauſe
Prag III NC 284—285, in welchem der Komponiſt
während ſeines Prager Aufenthalts gewohnt hat,
ſollte zum Anlaß einer feierlichen Ehrung des großen
Toten genommen werden, an welcher alle
Bevölke=
rungskreiſe Prags in gleicher Weiſe Anteil haben
ſollten. Der Antrag auf Anbringung der Tafel und
ihre Enthüllung am Todestag Beethovens war im
Prager Gemeinderat von den deutſchen
Gemeinde=
vertretern geſtellt und von der Mehrheit angenommen
worden, und man hätte annehmen können, daß bei
der Feſtſetzung des Programms der Feier auch die
Vertreter der 30000 Prager deutſchen Einwohner
beigezogen worden wären, die inſoweit Vorſorge für
eine entſprechende Teilnahme an der Feſtlichkeit
ge=
troffen hatten, als ſie bei der Enthüllung der Tafel
eine deutſche Anſprache hätten halten und einen Chor
abſingen laſſen. Dazu iſt es nicht gekommen, denn der
Bürgermeiſter von Prag, Dr. Baxa, hat beſtimmt,
daß bei der Feierlichkeit nur tſchechiſche Anſprachen
gehalten werden dürfen, ebenſo wie die Muſik durch
ein Orcheſter des tſchechiſchen Konſervatoriums
be=
ſorgt würde. Daraufhin hat der Klub der deutſchen
Gemeindevertreter in Prag beſchloſſen, mit Rückſicht
auf das herausfordernde Verhalten des Dr. Baxa der
Enthüllung der Beethovengedenktafel demonſtrativ
fernzubleiben. — Die Brüskierung der 30000 Prager
Deutſchen durch den Bürgermeiſter der
Landeshaupt=
ſtadt und die Anwendung der immer lächerlicher
an=
mutenden chauviniſtiſchen Mätzchen bei einer
Feierlich=
keit, die denn doch über dieſe tſchechiſch=nationaliſtiſche
Politikaſterei erhaben iſt, verdient niedriger gehängt
und auch im Auslande vermerkt zu werden, in
welchem den anderen nationalen Bevölkerungsſchichten
jede kulturelle Bewegungsfreiheit ſtillſchweigend
zuge=
billigt wird.
Geite 12
Sonntag, den 27. März 1927
Nummer 86
Der Stapellauf der „Königsberg.”
Von
Polizeioberleutnant Fr. Götzinger, Darmſtadt.
Grau und düſter der Himmel; feiner Regen trieb vom Winde
dahin, alles näſſend, auch die Menſchen, die haſtig dahineilen.
Von See her weht es erſchauernd. Dumpf hallt und verworren
zugleich das Werkgetriebe der Werft. Ernſt und breit, ganz dem
niederdeutſchen Weſen entſprechend, treibt die Jade dahin;
vor=
bei an hochragenden Dämmen und Deichen, hinter denen hartes
Geeſtland oder fruchtbarer Marſchboden.
So habe ich Wilhelmshaven vor 20 Jahren zum
erſten=
mal erſchaut, — ſo fand ich es wieder. Nur die Menſchen ſchienen
anders geworden zu ſein. Allzu ſichtbar drücken die Sorgen des
Alltages; ſichtbarer als in der Zeit von vor dem großen Ringen,
Wieder einmal nach langer Zeit habe ich deutſcher Träumer,
weit aus dem Binnenlande kommend, eines der Tore erreicht, das
hinausführt aus der engen, heute allzu engen Heimat und
ver=
ſinke beim Anblick der plätſchernden graugrünen Wellen, die im
Sande zerſtieben, in tiefes Nachdenken; meine Seele trank die
herbe Schönheit der niederdeutſchen Lande. Allzu bewegt war
mein Herz, wogten meine Gedanken; allzu widerſprechend war
auch wohl das, was ich empfand:
Der Drang hinaus in die Weite! — Die Pflicht, die mich
eiſern kettete an die arme deutſche Heimat! — —
Wie ſo ganz anders mutete damals die Stunde des Tages an
am 28. Februar 1914. Schmetternde, jubilierende Weiſen der
Kapelle der 2. Werftdiviſion. „Wem Gott will rechte Gunſt
er=
weiſen”, hallt’s an den Molen wider. Hunderte von Menſchen
zwinken Abſchied, — manch Tränlein hing an roſiger Wang.
Be=
klomenen Herzens, aber doch erwartungsvoll die Jüngeren;
be=
dächtig ernſt die Reiferen; aber alle doch innerlich bewegt und
voll Freude, ſo zogen wir auf unſerem ſchmucken Kreuzer die
Jade abwärts.
Als Seewacht für Deutſch=Oſtafrika, ja für die ganze Oftküſte
Afrikas und den weiten Indiſchen Ozean, waren wir, die erſte
„Königsberg”, vorgeſehen. Der alte Geiſt der Wikinger und
Hanſabrüder war wohl in anderer Form in uns, als wir für des
Reiches Ehr und des Vaterlandes Schutz die Heimat verließen.
Noch heute kingen mir die markigen Worte unſeres Kapitäns
in den Ohren, wie er bei der Ausfahrt von Mannen und
Pflicht=
treue ſprach. Stets war mir ſein edles Vorbild ein Beiſpiel, an
denen ſich meine Gedanken anrankten.
Noch während das Deutſchlandlied weihevoll erklang, wäh=
rend alles innerlich gepackt ſang, voll von ehrlichem Drange, etwas
zu tun, was dem Vaterlande nützt, — da wallte in uns alten
Wanderern, die wir Meere, Steppen und Urwälder durchmeſſen,
eine wunderliche Unraſt durchs Blut. Alte, nie erſtorbene
Sehn=
ſucht flattert auf und ſuchte verlangend verlorenes Land. — Eines
aber bleibt uns gewiß: dieſe Sehnſucht wird werben, dieſe
Sehn=
ſucht wird ſiegen, triumphieren über kleinlichen Alltagsgeiſt.
Möge dereinſt, wenn Deutſchland in großen Kolonien wieder
ein weites Feld ſeiner Betätigung findet, die neue „Kö”
Kultur=
pioniere hinausführen zu neuem Land, und mögen ſie bereichert
von Wiſſen und Erfahrungen heimkehren, um auf den
erworbe=
nen Kenntniſſen aufzubauen für das neuere Deutſchland. — —
Als die Flaſche edlen Weines an dem ſcharfen Bug des
Kreuzers zerſchellte, als die Engelsſtimme den Namen „
Königs=
berg” ausſprach, da zerriß der Oſtwind die graue Wolkendecke
und jagte ſie hinaus auf das deutſche Meer; des Himmles Bläue,
bislang verborgen, lächelte anmutig; ſogar das Tagesgeftirn
ſchien zu fühlen, daß ein Ereignis vor ſich gegangen.
Sonnen=
aufgang, Symbol einer neuen Zukunft, in der die Menſchen ihre
Parteigegenſätze überbrücken, um das Gewaltige und Wertvolle
zu fördern — alle Deutſchen zu einen; denn wo ein einig Volk
einig ſein will, da gibt es einen Weg! —
Was ſoll noch weiter geſagt werden? Soll man die Vertreter
des Reiches und der Behörden erwähnen, die bei dem
nachfolgen=
den Imbiß Reden wechſelten, die alle ausklangen in den
Gedan=
ken des Aufbaues unſerer Heimat? Oder ſoll man erwähnen,
daß Kameradentreue erſt bei vielen der Weithergereiſten die
Mög=
lichkeit des Kommens ſchuf?
Oder ſoll man die frohen Geſichter regiſtrieren, die ein
Er=
lebnis für Kind und Kindeskinder mitnahmen?
Nein — Name iſt Klang im Winde, — Gefühl nur iſt echtes
Erinnern. Was wir erleben durften, wollen wir nicht geizig in
uns ſelbſt verſchließen, ſondern davon weitergeben, an unſere
Volksgenoſſen.
Wenn wir dazu kommen, auch zu anderen Kreiſen als denen,
die unſere ſonſtigen Anſchauungen teilen, zu ſprechen, von ihnen
gehört zu werden, wenn wir dabei nicht ſowohl den Blick auf
die hinter uns liegende, uns vielfach trennende Vergangenheit,
ſondern auf die uns ehrlichen Gliedern eines Volkes am Herzen
liegende Zukunft und den Wiederaufſtieg lenken und hier das
Kleine dem Großen, das Große dem Größten unterordnen, haben
wir einer Tatſache Rechnung getragen, die einen großen Schritt
zur Heilung des Volkskörpers darſtellt.
Nicht das macht uns frei, daß wir nichts über uns
anerken=
nen wollen, ſondern eben das, daß wir etwas ausſprechen, was
über uns ſein kann und will. Denn indem wir erkennen, heben
wir uns zu ihm hinauf und legen durch unſere Anerkennung zur
Schau, daß wir ſelber das Höhere in uns fühlen und tragen und
auch wert ſind, mitzuhelfen in dem großen Staatsganzen.
„Verſäumt nicht, zu üben die Kräfte des Guten!“
„Wir heißen euch hoffen!“
Zwiefache Gründe führten zur Benennung des Kreuzerz
mit dem Namen „Königsberg”,
Wir Deutſchen von heute haben einmal Veranlaſſung, daran
zu denken, daß unſere Oſtmark und ihre Hauptſtadt Königsberg
untrennbar verbunden mit uns bleiben muß, wwenn ſie auch noch
ſo ſehr von uns abgetrennt ift und wird.
Dann ſoll aber auch der neue Kreuzer wachhalten die
Erinne=
rung an die Taten der „Kö” im Weltkriege, die als Stationär im
fernen Deutſch=Oſtafrika ganz auf ſich ſelbſt geſtellt war und deren
Name in jener Zeit von Freund und auch von Feind mit hoher
Achtung genannt wurde.
Die feinklingenden Worte, mit denen das Oberhaupt der
Stadt Königsberg die aus allen deutſchen Gauen, von Oſtpreußen
und den Hanſeſtädten, von Süddeutſchland und dem Rheinlande.
herbeigeeilten Getreuen willkommen hieß, und jene Worte, die in
froher Zuverſicht und heißer Liebe die unverwüſtliche Kraft
unſe=
res Volkes prieſen, ſollten zu Nutz und Frommen den Weg zu
Zehntauſenden finden.
Wilhelmshaven, 26. März.
Der neue Kreuzer, der zweite Kreuzerneubau der
Reichs=
marine, deſſen Stapellauf heute morgen ſtattfand, ſtellt den
ver=
beſſerten Typ des Kreuzers „Emden” dar. Die Taufrede hielt der
Oberbürgermeiſter der Stadt Königsberg, Dr. Lohmeyer. Das
Schiff wurde anſchließend von Frau Loof, der Gemahlin des
Vizeadmirals Loof, des Kommandanten des aus dem Kriege
bekannten Kreuzers „Königsberg”, auf den Namen „Königsbeng”
getauft. Der Chef der Marineleitung, Admiral Zenker, dankte in
einer Anſprache bei einem anſchließenden Frühſtück im
Offiziers=
heim im Namen der Marine allen, die an dem Schiff
mitgearbei=
tet haben, den Konſtrukteuren, den Werftbeamten, den
Werft=
arbeitern und der Induſtrie. Er führte aus der neue Kreuzer
ſolle das ſichtbare Zeichen des Treubekenntniſſes des Reiches zu
der Provinz ſein, die ein grauſames Geſchick vom Reich
abge=
trennt habe. Wenn kein Weg durch deutſches Land mehr nach
Oſtpreußen führe, ſo werde die Marine auf See die Brücke
hier=
über ſchlagen. Dieſe Brücke zu bewachen, ſie, wenn es nottut, bis
zum äußerſten zu beſchützen und zu verteidigen, das iſt, ſo ſchloß
der Redner, die große Aufgabe, zu der ſich die Reichsmarine am
heutigen Tage Oſtpreußen gegenüber feierlich bekennt.
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Nummer 86
Sonntag, den 27. März 1927
Seite 15
Sport, Spiel und Turnen.
Leichtathletik.
Waldlaufmeiſterſchaften der D.T.
Nachdem am vergangenen Sonntag die Gauwaldläufe ausgetragen
purden, werden am kommenden Sonntag die Kreismeiſterſchaſten
be=
gonnen. Zunächſt erledigt am Sonntag der Kreis Mittelrhein in Bad=
Tauheim ſeine Meiſterſchaft, anſchließend folgen am 3. April die des
4reiſes Bahern in Pappenheim, des Kreiſes Pfalz in Waldfiſchbach des
ereiſes Württemberg in Stuttgart und des Kreiſes Baden in Mannheim.
Die deutſche Waldlaufmeiſterſchaft der D. T. gelangt am 94. April in
(hemnitz zur Entſcheidung.
Die Leichtathleten (98) verteidigen zum 7ten Male die Meiſterſchaft
im Waldlauf.
Die Liſte der Meiſter im Waldlauf des Frankfurter Landesverbands
fir Leichtathletik zeigt ſeit 1921 den gleichen Namen. Sportverein 98
Darmſtadt hat ſeit dieſer Zeit ohne Unterbrechung ſich alljährlich
be=
haupten können. Am heutigen Sonntag wird die Meiſterſchaft für 1927
ertſchieden, die aller Vorausſicht nach wiederum nach Darmſtadt fallen
düirfte. In der Mannſchaft haben bei den vergangenen Meiſterſchaften
bs jetzt gelaufen: Kriſchbaum, Meier, Werner Pfeil, Engelhard II.
Gellweiler, Habicht, Lindner. Die Namen der Läufer, die 1927 den
Titel verteidigen, heißen: Engelhard II., Gellweiler, Habicht, Lindner. —
Außerdem ſtartet noch eine Mannſchaft in der Jugendklaſſe.
Schwimmen.
Wettkampfabend des „Rot=Weiß 1012‟.
Am Donnerstag, den 31. März ds. Js. rufen die Rot=Weißen wieder
einmal ihre Schwimmer auf die Bahn zu einem Wettkampfabend.
Der=
ſelbe hat den Zweck, der Wettkampfmannſchaft Betätigung zu bringen
und ihre Stärke zu prüfen. Leider mußte der für Mitte März
vorge=
ſehene Klubzweikampf gegen den bekannten Schwimmverein Mannheim
nusfallen, da die finanziellen Bedingungen für den Gaſtgeber nicht
trag=
bar waren. So hat ſich die Vereinsleltung entſchloſſen, als Erſatz hierfür
ein Prüfungsſchwimmen abzuhalten.
Während die vor kurzem ſtattgefundenen vereinsinternen Wettkämpfe
den Zweck hatten, auf allgemeiner Grundlage, möglichſt alle Schwimmer
om den Start zu bringen, ſo iſt ein Prüfungsſchwimmen nur der
Wett=
kampfmannſchaft vorbehalten. Durch das Zuſammentreffen
gleichwer=
tiger Gegner wird jeder Wettkämpfer angeſpornt werden, ſeine ganzen
Kräfte zu verausgaben, ſodaß mit guten Leiſtungen zu rechnen iſt. Das
gleiche gilt auch von den eingelegten Staffeln, die durch geſchickte
Ver=
teilung der Kräfte harte Kämpfe geben werden.. —
Der deutſche Schwimmverband hat für die Zeit vom 15. März bis
15. Mai eine zweimonatige Ruhepauſe angeordnet, in der keinerlei
Schwimmfeſte ſtattfinden dürfen. Dieſe Zwangspauſe iſt äußerſt
wert=
voll, gibt ſie doch die Möglichkeit, das Training auf lange Sicht
einzu=
ſellen. Gerade vor dem diesjährigen Sommer iſt dies unbedingt not=
Bendig, da derſelbe einer der betätigungsreichſten werden wird.
Der Wettkampfabend am kommenden Donnerstag foll nun die
Stärke, aber auch die Fehler und Schwächen zeigen, die noch in der jungen
Mannſchaft vorhanden ſind und Sache der Sportleitung iſt es, dieſen
Mängeln durch eifriges Training während der Ruhepauſe Abhilfe zu
ſchaffen.
Die Wettkämpfe werden i erſter Linie das Jugendmaterial an den
Start bringen. Von den Herrenwettkämpfen iſt beſonders das
Bruſt=
ſchwimmen und das Seiteſchwimmen beachtenswert, kommen doch hier
die beſten Kräfte zur Geltung. Beſonders Späth wird Gelegenheit
aben, ſeine bisherigen Zeiten noch zu verbeſſern. Die
Sport=
leitung hat ihn, in Anbetracht ſeiner guten Leiſtungen, zu dem am
ſ. April in Frankfurt unter Leitung des Verbandstrainers Behrens, dem
bekannten Trainer Rademachers, ſtattfindenden Olympiakurſes gemeldet,
zuſammen mit den vielverſprechenden Damen Schellhags und Frickel.
Kuch H. Petry wird ſich wohl anſtrengen, eine gute Zeit zu erreichen. —
Alles in allem werden intereſſante Wettkämpfe zu erwarten ſein, die
mit einem flotten Waſſerballſpiel abſchließen. Um den Werbegedanken
hamit zu verbinden, wird der Wettkampfabend für alle Zuſchauer offen
gehalten. Es iſt zu hoffen, daß hiervon recht zahlreich Gebrauch gemacht
wird. Auf die einzelnen Wettkämpfe kommen wir noch genauer zurück.
Darmſtädter Sporikaſender.
Fußball.
10.30: Eintracht — Sportverein 98, Liggerſatz (Finanzamt).
3.00: Sportverein 98 — Ludwigshafen 03 (Stadion).
4,00: V.f. R. — Sportverein Michelſtadt (Rheinallee).
Handball.
1.00: Polizeiſportverein — Union (Schupo=Sportplatz).
3.00: Tade. Beſſungen — Turnverein Offenbach (Rennbahn).
3.30: Rot=Weiß — Königſtätten (Rheinallee).
Schießſport.
2.00: Frühjahrs=Preis= und Werbeſchießen (Konkordiaſaal,
Waldſtraße 33).
Fußball.
Schießſport.
Frühjahrs=Preis= und Werbeſchießen.
Sonntag, den 27. März, nachmittags von 2 Uhr ab, findet im
Kon=
tordiaſaal, Waldſtraße 33, der letzte Schießtag des von der
drivileg. Schützengeſellſchaft Darmſtadt veranſtalteten
Breis= und Werbeſchießens ſtatt mit anſchließender Preisverteilung. Um
Krrtümern vorzubeugen, wird bemerkt, daß jedermann, einerlei ob er
einem Schießverein angehört oder nicht, ſich an dem Preisſchießen
betei=
ſegen kann. Die Wahl der Preisſcheibe, bei der er mitkonkurrieren will,
ſſt ſelbſtredend jedem Schützen überlaſſen. Die Errichtung eines
Probier=
ſtandes ermöglicht es, ſich für die anderen Stände einzuſchießen. Sollte
einem Schützen das Glück auf den Scheiben für die hohen Preiſe mal
nicht ſo günſtig geweſen ſein, ſo kann er ſich ſtets auf dem
Punktſcheiben=
ſtand einen Troſtpreis in Geſtalt einer ſilbernen Medaille erſchießen.
Für diejenigen, die nicht im Beſitze eines Kleinkalibergewehrs ſind und
ſch gerne an dem Preisſchießen beteiligen möchten, werden Gewehre
un=
entgeltlich zur Verfügung geſtellt. Wie eingangs erwähnt, findet nach
Beendigung des Schießens die Verteilung der Preiſe ſtatt, die ſeinerzeit
im Schaufenſter der Hof=Buchhandlung Schlapp ausgeſtellt waren und
deren überaus reichliche Anzahl ſowie gediegene Art und Qualität — im
Einzelwert bis zu 250 Mark — allgemeine Bewunderung erregten,
Drum auf zum letzten Schießtag, „jetzt gilts”.
Sportvereinigung 04 Arbeilgen-Pfalz Ludwigshafen.
Pfalz Ludwigshafen teilt uns ſoeben mit, in welcher
Auf=
ſtellung die Mannſchaft heute am Arheilger Mühlchen antritt. Wir geben
hier die Aufſtellung wieder:
Urban
Stäudle. Knoch
Rillig
Trumpfheller Lelling
Beſt Dolland. Schmid Keller Froſch
Arheilgens Farben vertreten:
Bohl Rückerich Murmann Bauer Barnewald I
Krug
Becker Uebelacker
Benz Barneivald II
Völger.
Die Hauptſtärke der Ludwigshafener Mannſchaft liegt im Sturm;
hier iſt Dolland die treibende Kraft. In den Spielen um die
Kreis=
meiſterſchaft hat dieſe Fünferreihe über 80 Tore geſchoſſen. Ein
ſchla=
gender Beweis ihrer eminenten Durchſchlagskraft. Läuferreihe,
Vertei=
digung und Tormann ſind verläßlich und ſtabil. Die Arheilger
Mann=
ſchaft ſpielt, abgeſehen von einer kleinen Umſtellung in der Läuferreihe,
in der bekannten Aufſtellung. — Vor dieſem Spiel tritt die
Liggerſatz=
mannſchaft der Vereinigten gegen den 4=Meiſter des
Bergſträ=
ßer Gaues, den Pol.=Spv. Darmſtadt, an. Die Darmſtädter
Poliziſten ſind im ganzen Umkreis als äußerſt ſpielſtarke Mannſchaft
bekannt. Arheilgen verfügt in ſeiner Liggerſatzmannſchaft über ſehr gute
Kräfte, die den Darmſtädter Poliziſten einen ſchönen Kampf liefern
werden.
Jiu Jitſu.
Was es iſt und bezweckt — wie es gelehrt wird.
FRlu=Jitſu (Dſchiu=Dſchitfu) iſt der japaniſche Name für eine ſeit
Jahrhunderten von vielen Völkern unter verſchiedenen Namen geübte
Kunſt der Selbſtwehr und des Kampfes. Jiu=itſu iſt der Sieg der
Intelligenz über die rohe Kraft. Es iſt eine unvergleichliche
Körper=
kultur und Selbſtverteidigungsart. Sein Urſprung wird meiſt von
Japan hergeleitet. Die Jin=Jitſu=Selbſtwehr ermöglicht ſelbſt einem
verhältnismäßig ſchwächlichen Menſchen, ſich eines bedeutend ſtärkeren
bewaffneten Geguers erfolgreich zu erwehren. Das unerträgliche
Schmerz=
gefühl, oder die Lähmung eines Körperteils, welche die Jiu=Fitſu=Griffe
auslöſen, macht den Stärkſten völlig widerſtandslos. „Wozu foll ich
Jiu=Jitſu lernen?. Ich bin noch nie überfallen worden und gehe jedem
Streit aus dem Weg!‟ Dieſe Frage hört man ebenſo oft wie: „Ich bin
noch nie ins Waſſer gefallen, wozu ſoll ich ſchwimmen lernen?” Träte
dieſer Fall aber wirklich mal ein, dann möchten ſie ſehr gern ſchwimmen
können, um ſich das Leben zu retten! Genau ſo iſt es mit dem Jiu=Jitſu.
Wenn man nur einmal im Leben ſich durch Kenntnis wirkſamer Griffe
eines Ueberfalls erwehrt und ſich daburch Geſundheit, vielleicht das
Leben, ſchützt, oder aber einem Mitmenſchen in ſolcher Bedrängnis
helfen kann, ſo lohnt ſich die Erlernung voll und ganz. Schon das
be=
friedigende Gefühl, ſich in der Not helfen zu können, iſt wertvoll. Wer
Jiu=Jitſu erlernen will, muß es als ernſten Sport auffaſſen und nur
in wirklicher Gefahr darf er von ſeinen Kenntniſſen ernſten Gebrauch
machen.
Zur richtigen Beherrſchung der Jiu=Jitſu=Kampfesweiſe gehört eine
genaue Kenntnis des menſchlichen Körpers, um zu wiſſen, auf welche
Muskeln oder Sehnen Druck oder Schlag beſonders wirkt. Grundſtein
bei Ausübung iſt auch eine richtige Körperkultur. Wenige
Körper=
übungen ſind ſo durchgreifend, wie Jiu=Jitſu; ſie beziehen ſich nicht auf
einige Muskeln, ſondern arbeiten den ganzen Körper durch, ſie erfordern
Selbſtzucht und Beherrſchung, neben planvoller Körpererziehung
be=
ſonders Schulung der Geiſtesgegenwart. Die vorbereitenden Uebungen
umfaſſen richtige Atemgymnaſtik und Uebungen, die den Körper kräftigen,
abhärten und gelenk machen, Freiübungen, Sprung= und Fallübungen;
dann folgen die leichteren und einfachen Griffe und zuletzt die
ſchwie=
rigeren Kunſtgriffe und Jiu=Jitſu=Ringen und Entwaffnen.
In Deutſchland iſt Jiu=Jitſu ſowohl als reiner Sport, wie beſonders
zur Ausbildung der Polizei, ſeit etwa 2. Jahrzehnten aufgenommen
worden und hat in faſt allen größeren Städten begeiſterte Anhänger
gefunden. Seit einigen Jahren verauſtaltet der Darmſtädter Fechtklub
jährlich mehrere Lehrgänge für Anfänger und Fortgeſchrittene unter
Leitung eines bewährten Lehrers und gibt auch neben ſeinem
Fechrſport=
betrieb in einer Jiu=Fitſu=Abteilung Gelegenheit zur weiteren ſportlichen
Uebung. (Siehe Anzeige im Samstagblatt.)
De
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Ropfſchmerzen,
Ischias,
Grippe,
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Sonntag, 27. März. 8.30: Morgenfeier. O. 10: Uebertr. a. d.
Frankf. Opernhaus: Beethoven=Feier. Eleg. Geſang für gem. Chor
und Streichorch. — Gedächtnisrede. — Sinfonie Nr. 3 (Eroica).
— Die Ehre Gottes in der Natur.” O 12: Elternſtunde: „Die
Verſetzungsfrage”, voſt P. Hartkorn O 12.30: Stunde der Jügend.
Rundfunkzwergleins Abenteuer. Wunſchmärchen. — Für Künder
vom 4. Jahre ab. O 2.30: Von Karlsruhe: Fußball=Wettipiel
des Karlsruher Fußball
erei
Der fliegende Holländer”. — Mozart: „Don Juan”. Ouo. 6 6:
Rhein=Mainiſcher Verband für Volksbildung. O. 7: Bücherſtunde.
(5 8: Bunte: Abend. Mitw. u. a.: A. Reſti (Geſatig), das Wellos=
Duo. Anſchl. bis 12.30: von Berlin: Tanzmuſik.
Stuttgart.
Sonntag, 27. März. 11.30: Morgeufeier. Beethovent: Sontate
Frdur. Elſe Herold (Klavier), Pkof, Seitz (Cello). — Beethoven:
Septett op. 20. O 1.30: Konzert. O 2.30: Uebertr. aus
Karls=
ruhe: Fußballſpiel des Karlsruher Fußball=Verein gegen 1860
Mün=
chen. O 4.15: Die muſikaliſche Familie. Ein luſt.
Nachmittags=
beſuch von C. Struve. Perſ.: Der Vater: G. Ott. Die Mutter:
M. Th. Deintann. Hannchen: Hilde Binder. Bärbel: Maria
Fiechtl. Schorchel: E. Baudiſtel. Lorle, die Freundin: Thea Struve.
Emil der Freund; H. Hanus. Der Beſuch: C. Struve. 6 6.15:
H. Neuberger: Aus den Facetien des Schwaben Heinrich Bebel.
G. 6.45: Hans Brandenburg lieſt auls eiſtem unverdffentlichten
Roman. O 7.30: Uebertragung aus der Liederhalle: Volkstüml.
Sinfonie=Konzert. Leit Kapelln. Kaht. Sol.: Prof. Rehberg
(Klavier). Beethoven: Ouverture Leonore 3. Klavierkonzert Es=dur.
5. Sinfonie C=moll. G 9.30: Heiterer Abend. Leit.: M. Heye.
Mitw.: Gerda Haufi, Käte Mann, Hilde Binder, H. Hanus, K.
Köſtlin, Fred Höger, E. Stockinger Theo Thalau. Funkorch. 22
Darbietungen u. a.: „Der Ueberfall” Sketſch von Max Heye. Perſ.:
Sie: Gerda Hanſi; der Schwarze: M. Heye” der Rote: E. Stocklinger;
der Kellner: Fr. Höger: Stubenmädchen: Hilde Binder; ein
Schupo=
wachtmeiſter: Theo Thalau. — Was man aus Liebe tut”, luſtiges
Hörſpiel in einem Akt von Max Heye. Perſ.: Dr. Reißer, ahnarzt:
K. Köſtlin; Lenchen, ſeine Tochter: Gerda Hauſi; Aſſeſſor Dornbuſch=
M. Heye” Huber, eint Bauter: E. Stockinger; Rieke, Dienſtmädchen
bei Dr. Reißer: Käte Mann.
Berlin.
Sonntag 27. März. 9: Moryenfeier. Nicht verſtoßen”.
Philipps: Otgelvo,ipiel. — Jol). Schülzke: Bibeire). — Charlotte
Hoppe, Alt. — Anſpr.: Pfarrer vont Burgen. O 11.30: Platzmuſik.
Sinf. Blas=Orch. Meyerbeer: Krönungsmarſch aus Prophet. —
Auber: Ouv. Fra Diavolo. — Jeſſel: Walzer auls
Schwarzwald=
mäbel. — Suppe: Hab” ich hur beite Liebe, Lied aus Boccaccio.
— Hüons Zauberhorn, Faut. Oberon. — Mehi: Jur Maienzeit=
— Verdi. Potp. Troubadour — Heinecke: Titanen=Marſch. O 1.10:
Stunde der Lebendelt. Fciedrich Koffia — Hermnannt Ungar.
Eini. Worte: H. Kaſack. ( 2.30: Herbert Roſen: Geſchichte der
Luftpoſtmarte. O. 3. Baurat Kohlſchütter: Künſtlicher Regen.
O 3.30: Funkheinzelmann. O. 4: Di. Bolz: Wie entſteht ein
Drehbuch? O 4.30: Ette=Kammer=Orch, Ohlſen: Lotosblumen.
— Schübert: Ouv. Roſamunde. — Böhnerk: Eexentade aus demm
18. Jahrh. — Fant. Waffenſchmied. — Strauß: O ſchöner Mai.
— Schreiner: Dur und Moll, Potp. — Armandola: Suite ballet.
— Hyſſon: Singapore. O 7.05: Dr. Graack: Die Bedeutung der
Berliner öffentlichen Arbeitsnachweiſe. G 7.30: G. Freund:
Journaliſtenerlebniſſe aus zwei Jahrzelnten (1.). 0 8: Lola
Kreutz=
berg: Die Wunderinſel Bali. O 8.30: Orcheſterkonzert. Cherubiſti=
Ouv. Waſſerträger. — Verdi: Teurer Nauie, aus Rigdletto.
Alexandrine Alexandrowa, Soprau). — Roſſini: Oup. Barbier
von Sevilla. — Frag” ich mein beklomm’nes Herz, aus Barbier
von Sevilla (Alexandrowa). — Boieidiel: Ouv. Weiße Danie.
— Gounod: Walzer aus Romeo und Julia (Alexandrowa).
Strauß: Ouv. Fledermaus. — Lanner; Romantifer. — Strauß:
Frühlingsſtimmen (Alexandrowa). Geſchichten aus dem Wiener Wald.
Künſtlerleben. S 10.30: Tanzkapelle Gaden.
Hauptſchriftleitung: Rudolt Mauve
Verantwortlich für Pollikt und Wirtſchaſt: Rudolf Mauve; für Feutllelop Reich und
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; ſür Gpoct: Dr. Eugen Buhim ann
für den Handel: Dr. C. H. Queiſch, für den Schlußdſenſt: Andreaé Bauer” füt den
Juſeratenteli: Witiy Kuble; Druck uid Verlag: C. C. Wiſtich — ſämtlich in Darmſtadi
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Sonntag, den 27. März
Das deutſch=franzöſiſche
Proviſorium perfekt.
Das Communigué der deutſchen Oelegation.
In den letzten Tagen, beſonders in der Nachtſitzung vom Freitag
zum Samstag, iſt es den beiden Wirtchaftsdelegationen gelungen, den
Entwurf eines Proviſoriums aufzuſtellen. Der Führer der deutſchen
Delegation, Miniſterialdirektor Poſſe, iſt im Laufe des Samstag von
Paris nach Berlin abgefahren und wird am Montag das Reichskabinett
von dem Verhandlungsergebnis in Kenntnis ſetzen, das dann Stellung
zu nehmen hätte, ob das Proviſorium in dieſer Form endgültig
unter=
zeichnet werden ſoll oder nicht. Die jüngſten Verhandlungen drehten
ſich vornehmlich um das Kontingent der chemiſchen Produkte. Nach den
letzten Pariſer Meld ungen ſollen ſich die franzöſiſchen Unterhändler
be=
reit gefunden haben, ei beſtimmtes Quantum hereinzulaſſen. Den
freien Markt haben ſie nach dieſen Meldungen noch nicht geöffnet,
ſon=
dern verlangt, daß die Chemikalien über Reparationskonto laufen ſollen.
Da die deutſche Delegation bisher den gegenteiligen Standpunkk
ein=
nahm, und ſtets in den Vordergrund ſchob, daß ſie billigere Zollſätze
für franzöſiſche Weine nucht zugeſtehen könne, wenn die berechtigten
deut=
ſchen Wünſche nicht erfüllt würden, iſt anzunehmen, daß die Franzoſen
mit ihrem Vorſchlag durchgedrungen ſind. Am Montag wird man ja
erfahren, welche Geſtalt das Proviſorium hat und für welchen Zeitraum
es gelten ſoll. Gleichzeitig wird man auch hören, wie die Ausſichten für
den endgültigen Handelsvertrag ſind.
Ueber die geſtern getroffenen Abmachungen der
Wirtſchaftsdelegatio=
nen iſt von der deutſchen Delegation folgendes ausführliche
Commu=
niqué ausgegeben worden: Das am 5. März unterzeichnete Protokoll
über die Feſtſetzung der Grundlagen eines endgültigen Handelsvertrages
zwiſchen Deutſchland und Frankreich war nur die erſte Etappe einer
Unterhaltung, die ſeither in erſprießlicher Weiſe fortgeſetzt worden iſt.
Die beiden Delegationen haben außerdem beſchloſſen, ihre Regierungen
die Verlängerung aller Abkommen, die gegenwärtig die
Handelsbeziehun=
gen zwiſchen den beiden Ländern regeln, bis zum 30. Juni vorzuſchlagen.
Sie hoffen, daß bis zu dieſem Tage der neue franzöſiſche Zolltarif
an=
genommen ſein wird, und daß an Stelle der bis heute getroffenen
provi=
ſoriſchen und teilweiſen Abmachungen ein endgültiger Vertrag treten
kann. Auf Grund dieſer Beſchlüfſe haben die beiden Delegationen einen
Abkommensentwurf ausgearbeitet, demzufolge die franzöſiſchen Weine
vom 1. April bis 30. Juni einſchließlich in Deutſchland in einem
beſtinm=
ten Kontingent zu den gleichen Tarifbedingungen eingeführt werden
können, wie die italieniſchen und ſpaniſchen Weine. Im Austauſch gegen
dieſe Konzeſſion ſind den hauptſächlichſten deutſchen Induſtrien ziemlich
bedeutende Vorteile gewährt worden. Um die Geſamtheit dieſer
Ab=
nachungen der deutſchen Regierung zu unterbreiten, iſt der Führer der
deutſchen Delegation, Herr Poſſe, geſtern nach Berlin abgereiſt. Mau
hegt die Hoffnung, daß die ausgearbeiteten Entwürfe noch vor Ende
dieſes Monats endgültig unterzeichnet werden.
Der Ausweis der Reichsbank.
Wie der Ausweis der Reichsbank vom 23. d. M. zeigt, iſt eine
wei=
tere Entlaſtung der Bank eingetreten. Die geſamte Kapitalanlage in
Wechſeln und Schecks, Lombards und Effekten hat um 61,0 Millionen
auf 1560,2 Mill. RM. zugenommen. Im einzelnen ſind zurückgegangen
die Beſtände an Wechſeln und Schecks um 54.4 Mill. RM. auf 1454,5
Mill. RM. und die an Lombards um 6,8 Mill. auf 12,8 Mill. RM.;
die Anlage an Effekten hat um 0,2 Mi. auf 92,9 Mill. RM.
zuge=
nommen.
An Reichsbanknoten und Reutenbankſcheinen zuſammen ſind 167,3
Mill. RM. aus dem Verkehr zurückg=floſſen, und zwar hat ſich der
Um=
lauf an Reichsbanknoten um 140,4 Mill. auf 3003,4 Mill. RM.
verrin=
gert und der an Rentenbankſcheinen um 26,9 Mill. auf 1022,0 Mill. RM.
Dementſprechend haben ſich die Beſtände der Reichsbank an ſolchen
Schei=
nen auf 113,0 Mill. RM. erhöht. Die fremden Gelder zeigen wit 740,3
Mill. RM. eine Zunahme um 111,5 Mill. RM.
Die Beſtände an Gold und deckungsfähigen Deviſen insgeſamt ſind
um 7,8 Mill. RM. auf 275,9 Mill. RM. geſtiegen, und zwar haben ſic)
die Goldbeſtände um 8,2 Mill. RM. auf 1852,2 Mill. RM. erhöht,
wäh=
vend die Beſtände an deckungsfähigen Deviſen um 0,4 Mill. RMM. auf
223,7 Mill. RM. zurüickgegangen ſind.
Die Deckung der Noten durch Gold allein beſſerte ſich von 58,7
Pro=
zent in der Vorwoche auf 61,7 Prozent, die durch Gold und
deckungs=
fähige Deviſen von 65,8 Prozent anf 69,1 Prozent.
Frankfurter Effekienbörſe.
Frankfurt a. M., 26. März.
Trotz des Wochenſchluſſes verkehrte die Börſe heute in ſehr feſter
und lebhafter Stimmung. Beſonders J. G. Farbeninduſtrie und
Har=
pener Bergbau erfreuten ſich großer Nachfrage, teilweiſe auf Deckungen,
in der Hauptſache aber fetzt auf neue ſpekulative Käufe. Auch lagen zum
erſten Kurs von Publikumsſeite einige Kaufaufträge vor. Die Banken
wurden von der feſten Haltung kaum berührt und waren ſogar
über=
wiegend etwas ſchwächer. Schiffahrtswerte gewannen 1 Prozent.
Leb=
haft war die Umſatztätigkeit für die Montanwerte, ſpeziell für die
Eiſen=
werte. Gelſenkirchen, Harpener, Mannesmann, Phönix und
Stahl=
verein gewannen durchweg 2—3 Prozent. Die Motorenwerte konnten
ihre geſtrigen Kursgewinne nur knapp behaupten. Von den
Chemiewer=
ten waren nur J. G. Farbeninduſtrie ſtark verlangt und 3 Prozent
höher. In Elektrowerten blieb im Gegenſatz zur allgemeinen
Geſchäfts=
belebung die Umſatztätigkeit äußerſt gering und die Kurſe faſt unver=
ändert. Deutſche Anleihen weiter feſt, Ausländer gehalten. In der
zweiten Börſenſtunde konzentrierte das Intereſſe immer mehr auf die
reinen Eiſenwerte und auf J. G. Farbeninduſtrie. Harpener ſtiegen um
weitere 4 Prozent, Stahlverein erreichten 152, Phömix überſchritten den
Kurs von 140. Die anderen Marktgebiete wurden ſpäter ſtark
vernach=
läſſigt, konnten ſich aber behaupten. Tägliches Geld 4½ Prozent.
Berliner Effektenbörſe.
Berlin, 26. März.
Die Eröffnungstendenz der Samstagsbörſe war nicht ſo feſt, wie
man nach dem inoffiziellen Vormittagsgeſchäft erwarten konnte. Immer
hin waren die erſten Kurſe überwiegend weiter um 1—3 Prozent
er=
höht, wofür das bisher nicht beendete Deckungsbedürfnis der Spekulation
maßgebend geweſen ſein dürfte. Das Publikum war für Termin= und
Kaſſawerte in beſcheidenen Beträgen Käufer. Während der erſten Stunde
entwickelte ſich nach dem ruhigen Beginn in Spezialwerten ein
außer=
ordentlich lebhaftes und zeitweiſe ſtürmiſches Geſchäft. Im Mittelpunkt
ſtanden dabei Harpener, die ſtark manipuliert wurden und plötzlich von
232 auf 238,5 ſtiegen. Mannesmann=Aktien fanden gleichfalls beſonders
lebhafte Beachtung. Der Montanmarkt hatte unter Auswirkung dieſer
Spezialbewegungen eine beſonders günſtige Verfaſſung. Daneben hatten
J. G. Farbenaktien einen größeren Markt bei etwa 6 Prozent
Kurs=
gewinn. Man erwartet einen ziffernmäßig glänzenden Abſchluß. Die
übrigen Terminmärkte traten gegenüber dieſen Werten mehr in den
Hin=
tergrund, fanden aber durch die zuverſichtliche Anſchauung über die
be=
vorſtehende Ultimoabwicklung einen Rückhalt. Vorübergehende
Baiſſe=
angriffe konnten ſich daher kursmäßig nicht auswirken. Termingeld
wurde mit 7—8 Prozent genannt, ſoll aber ausreichend angeboten
ge=
eſen ſein. Tagesgeld war aus den bekannten Gründen unverändert
flüſſig, mit 3—5 Prozent. Warenwechſel mit Großbankgiro ca. 47/,
Pro=
zent. Am Deviſenmarkt lagen einige intereſſante Veränderungen vor
So erregte eine ſcharfe Hauſſe der ſpaniſchen Peſeta Aufmerkſamkeit,
London ſtellte ſich gegen Madrid auf N,16 gegen 27,20 am Vortag. Die
ſpaniſche Währung greift dabei bereits die Goldparität. Man ſchenkte
daher den aus Spanien kommenden Nachrichten Glauben, daß die
ſpa=
niſche Regierung die Wiedereinführung der Goldwährung beabſichtige.
In Berlin zog der Dollarkurs ſtärker an und notierte während der
Mit=
tagsſtunde bereits 4,2175, das engliſche Pfund lag mit 4,8572 nach wie
vor feſt.
Im weiteren Verlauf der Börſe nahren die Kursſteigerungen ihren
Fortgang, waren aber hauptſächlich auf Spezialgebiete konzentriert,
Bedeutende Umſätze bei erheblichen neuen Kursgewinnen beobachtete
man in ſämtlichen Montanwerten unter Führung von Harpener (240)
in Textilaktien, an deren Spitze Vereinigte Glanzſtoff (575) nach (558)
und Bemberg ſtanden. Schultheiß, Deſſauer Gas, Banken und
Schiff=
fahrtswerte hatten auch ſpäter verhältnismäßig ruhiges Geſchäft.
Pri=
vatdiskont k. S. 4½, lange Sicht 4½. Die Börſe ſchloß auf
Gewinn=
mitnahmen unter den höchſten Kurſen und lag auch nachbörslich noch um
Bruchteile eines Prozents niedriger. Es kamen zum Schluß wieder
politiſche Beſorgniſſe auf, die insbeſondere durch die Nachrichten vom
Balkan veranlaßt waren. Man hörte im Spätverkehr Hapag 154,
Ham=
burg=Süd 217½, Hanſa 232, Nordd. Lloyd 146½ Danatbank 279,
Mitteld. Kredit 215, Schultheiß 418, Oſtwerke 386½, Phönix 139, Rh.
Braunkohlen 305, dtſch. Lux. 188, Höſch 25½, Harpener 239½, Köln=
Neueſſen 216, Mannesmann 212, Drſch. Erdöl 193, J. G. Farben 315½,
Salz=Detfurth 273, Siemens 270, A. E. G. 162¾ bis 163.
Neubeſitz=
anleihe 24,50.
Die Frankfurter Frühjahrsmeſſe.
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Augsb.=Nürnb. Maſch
Bamag=Meguin.
Bank el W....
Berlin. KarlsruheInd
Braunkohl.=Briketts.
Bremer Vulkan
Bremer Wolle.
Deutſch.=Atlant. Tel
Deutſche Maſchinen.
Deutſch.=Nied. Tel..
Deutſche Erdöl ...."
Deutſche Petroleum.
Dt. Kaliwerke
Donnersmarckhüte . .
Dynamit Nobel. . ..
Elektr. Lieferung.
J. G. Farben
R. Friſter.
Gaggenau Vorz..
Gelſenk Gußſtahl..
G. f. elektr. Untern.
Halle Maſchinen. . .
Han Maſch. Egeſt.. .
Hanſa Dampfſchf.. .
178.— 26. 3.
181. Hemoor Zement. . . . 25. 3.
235.— 26. 3. 143.— 148.75 löirſch Kupfer 113.— 114.5 62.75 Höſch Eiſen.
203.75 1205.— Hohenlohe Wer 30.— 30. 100.— 102.25 Kahla Vorzellan 130.— 130 25 221.— 223. Lindes Eismaſch 187.— 187 5 137.— 137. Lingel Schuh 83.5 1229.— 190.25 192.5 Linke u. Hofmat 87.75 1 89.— 124 127. 12. Loewe u. Co.. 331.5 (335.— 125.125 126.5 S. Lorenz 144.— 144. — 13.25 Niederlauſitzer Kohl 215. — r. 191.875 193.— Nordd. Gummi. 78.5 78.— Orenſtein. 135.— 138.— 153 — 155.— Rathgeber Waggon 135.5 136.— Romba her Hütten. 10.5 11. 125 148.5 153.75 Roſitzer Zucker. . .. 102. 145.25 200.5 209. — Rütgerswerke .. . . . 143.25 143.875 308. 316.25 Sachſenverk ... .. 129.— 131 25 103.875 103.7 Sächſ. Gußſtahl ... 152.5 162.5 53.— 53. Siemens Glas.. 190.— 18.875 18.— Ver. Lauſitzer Glas 156.— 251.75 252.— VVolkſtedter Porzell. 62.5 191.— 193.— Weſtf. E. Langendreer
131.— Wittener Gußſtahl.. H5.— 55.5 131.— 59.— 59.5 234.— Wanderer=Werke. .. 225.— 228.—
Oeviſenmarkt.
Amſterdam=R
Buenos-Aires
Brüſſel=Antw
Kslo
Kopenhagen
Stockholm
Kelſingſors
Italien ....
London.
Ner=York. .
Paris.
Echreiz
Spanien
.
Brief
9.38
12.507
73.65
2.076
1.5005
3.052
7.419
2.141
21.575
81.98
5.49
4.221
4.245
Es iſt immer mißlich, einer Meſſe eine Prognoſe zu ſtellen, und
ge=
rade die Frankfurter ſind in dieſer Beziehung durch die Erfahrung
vor=
ſichtig geworden. Immerhin berechtigt die Tatſache, daß der offizielle
Katalog zirka 25 Prozent mehr Ausſteller anzeigt, als der der vorigen
Meſſe, zu einem gewiſſen Optimismus und läßt die Hoffnung zu, daß
nicht nur die Beſſerung der Wirtſchaftslage, ſondern auch die Beliebtheit
der Frankfurter Meſſe der Grund dieſer aufſteigenden Tendenz ſind.
Ge=
ſchickterweiſe hat die Meſſeleitung dieſe Frühjahrsmeſſe mit einigen
Son=
derausſtellungen zu verbinden gewußt, die ſich in den Rahmen der Meſſe
gut einfügen und ſchon in Rückſicht auf die damit verbundenen
Tagun=
gen eine Menge Leute auf die Meſſe führen, die ſonſt wahrſcheinlich nicht
kommen würden. Dies trifft vor allem auf die in der Feſthalle ſehr
geſchmackvoll aufgemachte Ausſtellung
„Die neue Wohnung und ihr Junenausbau”.
zu, die vom 27. März bis 10. April geöffnet bleibt und in der Zeit der
rationellen Bauweiſe und der Wohnungsnot des Intereſſes weiter
Kreiſe, auch über das der eigentlichen Bauſachverſtändigen hinaus, ſicher
iſt. Jeder kann ſich dort davon überzeugen, wie er am ſchnellſten und
billigſten zu einem ſchützenden Dach kommt.
Die Sonderausſtellung des Frankfurter Hausfrauenvereins „Der
nenzeitliche Haushalt” zeigt die Rationaliſierung des Haushalts ud
wie in Verbindung mit Induſtrie und Technik die Hausfrau leichter —
beiten kann.
Im Haus Werkbund ſehen wir die Ausſtellung
„Moderne Bureautechnik”,
die ausgezeichnet beſchickt iſt und einen Ueberblick über eie
Entwiche=
lung gibt, von der der Fernſtehende keine Ahnung hat. Die
Verwal=
tungsakademie in Frankfurt und das Deutſche Iniſtitut
für wirtſchaftliche Arbeit in Berlin haben dieſe Schau aus
eigener Kraft geſchaffen. Daß die Behörden ihre Betriebe auch in
bureautechniſcher Hinſicht neuzeitlich eimſtellen, zeigen die Stände der
Reichsbahn und der Reichspoſt.
Vom ſüddeutſchen Produktenmarkt.
Die internationalen Terminbörſen verkehrten zu Anfang und zu
Nitte der Woche weiterhin in ſchwacher Haltung. Das Wochenende jedoch
zeigte eine kleine Erholung. Die Offerten aus den Ueberſeeländern
varen jedoch nicht in dem Maße ermäßigt, wie die entſprechenden Kurfs
es erwarten ließen. Namentlich nahe Ware, beſonders Kraftweizet
ſind nur unweſentlich billiger. Das kontinentale Geſchäft im großen
und ganzen, ſowie die Umſatztätigkeit an den ſüddeutſchen Märkten war
ſehr geringfügig, ſowvohl in Brotgetreide wie auch in Mehl. Man
beob=
achtete allſeits große Zurückhaltung. Verlangt wurden für Manitoba 1
Anfang April 16,30—16,35 holl. Gulden, Manitoba II 15,95 holl.
Gul=
den, Manitoba III 15,13½ holl. Gulden, Nedwinter I Anfang April
13,88 holl. Gulden, Baruſſo 79 Kilo Anfang April 13,50 holl. Gulden,
Mosfé 79 Kilo Anfang April 13,88½ holl. Gulden, alles cif. Rotterdam.
Waggonfrei Mannheim ſtellten ſich die Preiſe für ausländiſchen Weizen
auf 30,25—32,75, inl. Weizen auf 29,50—30,50, Plata=Weizen März=April=
Mai 29,50—29,75, Weizenmehl Spezial 0 März=Mai 39,50, ſüdd.
Weizen=
brotmehl 31,50, pfälziſcher Roggen 26,25—27,25, ausl. Roggen 27—R,50,
Roggenmehl 37—38,25. In Gerſte und Hafer hat ſich die Lage wenie
rerändert und die Preiſe ſind gleich geblieben. Größeres Geſchäft iſt
hier nicht zu verzeichnen. Chilehafer Ende März=Anfang April war
21,75—22,50, badiſcher Hafer 91,50—22,00. In Gerſte waren angeboten
pfälziſche Waren prompt 26,00—30,00, nordbadiſche 25,50—27,00. Mais
blieb ruhig bei kleinem Geſchäft. Für Plata=Mais disp. wurde 18,50 mit
Sack verlangt, für Virginia=Saatmais 32,00—32,75. Auf dem Markt der
Futtermittel ſind Veränderungen nicht zu verzeichnen. Nahe Ware,
be=
ſonders. in Mühlenprodukten, iſt immer noch geſucht bei kleinem
An=
gebot. Weizenkleie fein prompt 14,75, per ſpäter 13,75, Roggenkleie
14,25—14,50, Weizenfuttermehl März=April 15,00—16,00, Weizenmachmehl
prompt 23,00—23,50, ſpäter 21,50—22,50, Erdnußkuchen 21,00—2,25,
Rapskuchen 16,75—17,25, Malzkeime 16,50—17,00, Biertreber 16,25 bi3
17,25, Trockenſchnitzel 11,75—12,00.
Wirtſchaftliche Rundſchau.
Die amtliche Großhandelsindexziffer vom 23. März 1927. Die auf
den Stichtag des 23. März 1927 berechnete Großhandelsindexziffer des
Statiſtiſchen Reichsamtes hat mit 135,0 gegenüber der Vorwoche keine=
Veränderung erfahren. Unter den Agrarſtoffen wurde die rückläufige
Bewegung der Indexziffer für pflanzliche Nahrungsmittel,
Vieherzeug=
niſſe und Futtermittel durch eine Erhöhung der Viehpreife ausgeglichen
Die Indexziffer der induſtriellen Rohſtoffe und Halbwaren iſt um 0,2
v. H. auf 130,5 zurückgegangen, während diejenigen der induſtriellen
Fertigwaren um 0,1 v. H. auf 142,3 angezogen hat.
Stand der Erwerbsloſen am 15. März 1927. Die Zahl der
Arbeits=
loſen (Hauptunterſtützungsempfänger in der Erwerbsloſenfürſorge und
in der Kriſenfürſorge) iſt von rund 1954 000 am 15. Februar 1927 auf
1661 000 am 15. März 1927 zurückgegangen. Der Rückgang beträgt alſo
im letzten Monat 15 Prozent.
Herabſetzung des Zinsſatzes für Wirtſchaftsvorſchüfſe. Wie von
amt=
licher preußiſcher Seite mitgetilt wivd, hat der Preußiſche
Landwirt=
ſchaftsminiſter mit Zuſtimmung des Finanzminiſters den Zinsſatz für
die Verzinſung der Wirtſchaftsvorſchüiſſe und der Darlehen zur
Er=
leichterung der Wirtſchaftsführung der Landwirtſchaft treibenden
Be=
amten mit Wirkung vom 1. Februar d. J. ab von 5 auf 4 Prozent
herabgeſetzt. Der Zinsſatz für die Verzinſung der Vorſchüſſe zum
An=
kauf von Dienſtgeſpannen bleibt in der bisherigen Höhe (6 Proz.)
beſtehen.
Wixhauſener Sparkaſſe. Der Geſchäftsgang im letzten Jahre war
ſehr rege. An Spareinlagen gingen über 30000 Mark ein.
begen Giel
Nurhaus:
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Beuachſtehend
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Staatspapiere
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D. Reichsanl. Ablöſ=
Schuld einſchl
Ausloſ.=Sch. I. Teil
D. Reichsanl. Ablöſ=
Schuld ohne
Aus=
loſungsſcheine ..
6‟ („% Reichsp. Sch.
p. 1. 10. 30 ...
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Sch. p. 1. 4. 29
6‟.% H. V. Sch.
p. 1. 4. 29
6‟.%0 Pr. St.=Sch
p. 1. 3. 29
6‟,% Pr. St.=Sch.
p. 1. 10. 30 ...
70 Sächſ. Freiſtaat
Schatz. p. 1. 7. 29
7% Sächſ. Freiſtaat
Schatz. p. 1. 7. 30
6½% Württ. Freiſt.
Schatz. v. 1. 3. 2.
Aa
II. Teil/322.5
R4r.
DKf H
„ (Bagd.) I
4% „ (Bagb.)III
4% Türk. unif. 1903
420 „ 1911 Boll.
4½% Ung. St. 1913
4½% „St. 1914
96
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b) Ausländiſche
5%Bos. E. B. 1914
5%. L. Inv. 1914
½% 1898 ...
4½% „ 1902...
4% „ ...
5½ Bulg. Taba102
%0 Oſt. Staatsr.
1913, Kbb. 1918
25 Oſt. Schatz. 14
Oſt. Silberr.
„ Goldr..
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4.4
7.5
„ Goldr.. 429 „ St. 10 4% „ Kronr. %o „ Eiſ. Tor, Außereuro= päiſche
5% Mex am. in abg
5% „äuß. 99
40 „ Gold04ſtf.,
30 „ konſ. inn.
4½% „ Irrigat.,
5%Tamaulipas I,
2.275
8% Port, (Spz.) I 11
40 Rum.am. R.03,
4½% Gold. 13
4% „ am.konv..
4½ am 05..
Sachwert=
Schnld=
verſchreibungen
Mit
Zinsberech=
nung
10%Berl. H.=Bk. G.
8o7 Berl. St.=Gold
8½ Darmſt. St.=G.
8% D. Hyp.=Bank
Meining., Goldpf. /102.5
8% Frk.=Hhp.=B.,
Goldpfdbr.
7% Frkſ. H.=B. Gld.
8% Frkſ. Pfbr.=B
Goldpfdbr.
7% Pfbr. Bk.=Gld
5% Frkf. Pfdbr.=Bk.
Goldpfdbr.
8% H.Lds.-Bk. Gld.
10% R. Elektr. Mar
(Hagen) Goldobl
8% K. Landesban!
Darmſt. Reihe 1
Reihe II
7 %M.=Krft. Höchſt
95.5
102.75
zor
103
aR
91
103.5
103.5
%0 Mannh. St.=G.,
30 Naſſ. Ldb. Gold
80 Nbg. St.=Gldal.
80 Pfälz. Hyp.=Bk.
Gold=Pfdbr. .
80 Pforzh. St.=G.
8% Pr. Centr.=Bd.=
Cr.-Bk. Gldpfbr.
80 Pr. Centr.=St.
ſchaft=Goldpfbr.
100.5
8% Rh. Hhp.=Bank
Gold=Pfdbr.
7½%Rh. St.=W.25
10% Rh.=Weſtf.=B.
Cr.=Bk. Goldpf.
8% Südd. B. Cr.=B.
Goldpfdbr.
70 V. Stahlw.
Düſ=
ſeldorfHhp.=Gld.. mit Option
7 % V. Stahlw.
Düſ=
ſeldorfHyp.=Gld.. ohne Optior
8% Boigt &Häffner
Goldobl. . . . . . ..
8% Württba. Hyp.=
Bank Goldpfbr.
165.5
109.5
98.75
M.5
104.25
96.5
Ohne
Zins=
berechnung
5% Bdw. Kohl 23
6% Großkr. Mannh.
Kohl. 23
6% beſ. Brk.-Rg. 23
5% Roggen 231
5% Pr. Kaliw.
5% Pr. Roggenw.
5% Südd. Feſt=B. G
Borkriegs=dyp.=B.
Pfandbriefe
Bahr. Vereinsb..
Bayr. Handelsb..
—.2.
Bahr. Hyp.u. Wechſ
Berliner Hyp.=Bk.)
Frrf. Cyp.=Bk.
Frtf. Plondbr.=Bk.
Hamh. Hyp.=Bk.
Mecklb Hyp. u. Wb.
Meining. Shp.Sf.
Nordd. Gr.=Tr..V
Pfälz. Hyp.=Bk.
Preuß. Bod.=Cr.=B.
Pr. Cent.=B.=Cr.=B
Preuß. Pfdbr.=Bk.
Rhein. Hyp.=B...
Rh. Wſtf.=B.=Cr.=B.
Südd. Bodenkr.
Württ. Hyp.=Bk..
16.75
17.5
14.75
13.25
16.8
Staatl. od. prov.
garantiert
Heſſ. L.=Hyp.=B..
Landeskr. Caſſel".
kaſſau. Ldsb. . ..
Obligationen v.
Transportanſt.
% Eliſ.=Bahn ſtfr.
42 Galiz. Carl=
Lud.=B.
abg.
5% O.Sb./Lb.)ſtfr.
2,6% Alte
2.6% Neue„
5% Oſt.=Ung. 73/74
4¾Oſt. Staatsb. 83
3%Oſt. . 1.b.8.E.
3%Oſt. . 9. E.
3% Oſt. „ 1885
3%Oſt. „ Erg. Netz
38 Raab Oedbg. 8:
91
9
42 Rud. Silber
4 Rud. Salzkg.)
4½% Anat. S.I
4½%Anat S II
4½% Anat. S. III
3‟ Salon. Monaſt.
5% Tebuantepec..
4½%
6.6
14.5
14.5
12.6
29
Bank=Aktien
Allg. D.=Kredit.. .
Bad. Bk. ......"
Bk. ſ. Brauind. . . . 235.75
Barmer Bankv. . 176.25
Bay. Hyp.=Wchſ. 1200
Berl. Handelsgef. 250.5
Lomm. u. Privatb. 1208.5
Darmſt. u. Nat.=B1. 1280.25
Deutſche Bant .. . 1194
D. Eff. u. Wchſ.=Bk. 158.5
D. Hyp.=Bk. Mein. /168
D. Vereins=Bk. . . 122
Ddisk.-Geſellſch
Dresdener Bk.
Frankf. Br.
152
Frlf. Hyp.=Bk.
209.5
Frkf. Pfdbr.=Bk. . . 1190
Gotha. Grundkr. Bk. /240
Lux Intern. Bankl 12‟
Metallbank.
161.75
250
Mitteld. Credit
Pfälz. Hyp.=Bk. 265
Pr. Bd.=Creditbanr 162
Hyp.=Al
1187.75
Reichsbank=An
Rhein. Creditbk. 150.5
1184.75
186.75
Oberbedarf......!.
Otavi=Min.=Ant..
Phönix=Bergb. .. .
Rhein. Braunk. ..
Rhein. Stahlw.. . .
A. Riebeck Montan
Rombach. Hütte
Salzwerk Heilbr.
Tellus Bgb..
Ver. Laurahütte
Ver. Stahlwerke ..
Induſtrie=Akt.
Brauereien
Eichbaum (Mannh
Henninger.
Hereules Heſſiſche.
Löwenbr.=München
Mainz. Aktienbr.
Schöfferhof(Bind,
Schwarz Storchen=
Tucher, Nürnberg
Berger
K
139.5
306
228.75
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4
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332
254.5
355
172
181
76.5
Rhein=Hyp.=B
Südd. B.= Creditbk.
Südd. Disc.=Geſ.
Oſterr. Creditanſt.
Wiener Bankverei
Bergwerks=Akt.
Bochum. Bergb.
Buderus.
Dt. Luxemburg
33.5 Eſchw Bergw..
Gelſenkirch. Bgw
28.5 Harp. Bergb.
12.3 Ilſe Bergb. St.
Genußſchein
Kali=Aſchersleb.
26.75 Kalt. Salzdetfurt.
Kali. Weſterregln
Klöcknerwerke.
Mannesm.=Röhr.
Mansfelder ...
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187.25
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210
183
223
152
Akkum. Berlin.
Abler & Oppenh..
Adlerw. (v. Kleher)
6%A. E. G. Vzg.A.
5% A. E. G. Vzg. B.
A. E. G. Stamm .. ."
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Bad. Maſch Durl.
Bad. Uhren. Furtw.
Bamag=Meguin . .
Baſt Nürnberg
Bahr. Spiegel
Beck & Henkel
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Bing Metall.
Brem.=Beſigh=Ol.
Bürſtenfbr Erlang.
Cement=Heidelb.
Cement Karlſtad 1
Cement. Lothr.
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Chem. Milch ..
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Daimler=Benz A.6.
Dt. Eiſenhandel
Deutſche Erdöl
D. G u. Silb. Scheid.
Dingler. Zweibrück.
Dresd Schnellpr.
Dürkopp
Dürr. Rattingen ..
Dyckerhoff & W.
Eiſenw. Kaiſersl.
El. Licht= u. Kraft
El. Lieferung
Elſ. Bad. Wolle.
Email. Ulrich ....
Enzinger Werte ..
Eßlinger. Maſch. .
Ettlinger Spinn.
Faber Bleiſtift ...
Faber & Schleicher
Fahr Pirmaſens
Farbenind. J. G.
Felten & Guilleau.
Feinmech. (Jetter)
Feiſt. Sekt
Frankfurter Gas
Frankfurter Hof .."
Frkf.=M. Pok. u. W.
Geiling & Cie
Germania Linol.
Gelſent. Gußſt.
Goldſchmidt Th.
Gotha Waggon
Gritzner Maſch.
Grün & Bilfinger
Hafenmühle Frkft.
Hammerſen
Hanfw. Füſſen ...
Hanſa=Lloyd. Br.
Hartm & Braun
Heyligenſtaedt..
Hilvert. Armatur.
Hindrichs=Aufferm.
Hirſch. Kupfer
Hoch=Tief Eſſen
Holzmann
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Holzverk. Ind..
Hydrom. Breslau
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193.25
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K 6e
Kammg. Kaiſersl. 1201
Karlsruher Maſch.
Karſtadt. R.
Klein Sch. & Becker/138
Knorr, Heilbronn 1189
Konſerv. Braun
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Krauß Lokom
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Lech. Augsburg . . ./140
Lederw Rothe
Spicharz.
Linge Schuhw..
Löhnberg Mühle
Ludwigsh. Walzm.
Lüdenſcheid Metall
Lux Induſtrie
Mainkraft Höchſt
Mars=W. Nürnberg
Metallgef. Frkf
Miag. Mühlenb.
Moenus. Stamm
Motoren! Deutz
Motorenf. Oberurſ. 67
Münch. Lichtſpielk.
Neckar). Fahrz.
Neckarw. Eßlingen
Beters Union
Philipps
Porzellan Weſſel
RheinGlelt.
hütgerswerke.
Schneid & Hanau
Schnellpr Frank
Schramm Lackf
Schrift Stemp.
Schuckert. Elektr
Schuhf. Weſſe:
Schuhf. Herz
Schultz Grünlack
Seilind Wolff
Siemens Glas
Siemens & Halske
Ultramarin Zellſtoff Berl. Vogtl Maſch. Voigt & Haeffner Volthom. Eei Wayß, & Freytag Wegelin Rußfbr. 136 Zellſt. Aſchaffenbe 142 Zellſt. Waldhof Zuckerf Rheingau. 164.5 74 Transporu und Berſicherungs=Akt. Dt. Reichsb.=Vorzg. A. Dr. Eiſenbahn A. Lokalb. u. Kraftn 124 Dt. Eiſenb.=Geſ. 64 Schantung E.B. 68.5 Südd. Eiſenb.=Geſ. 66 Hapag 130.5 Nordd. Llohzd. .... 177 1944.9 Frrft. Allg. Ber). 70 Frankona Rückv. 111.75 114
133 Darmſt Werie 83.25 Bahnbedar, Dampft Rodberg Helvetia Konſ. 60.5 Gebr Lutz 1 88.4 Motorf. Darmſt Gebr. Roeder". AR. 3 Venuleth & Ellenb.
134
36.5
116
122.75
95.7
117
119.5
115
149
68
196.75
144
180
274
110
97
203
22.75
12
Re
148.5
160
114
ſmmmer 86
annnn V e 1
KannesmannMöhrenwerke gelangten der Rechnungsabſchluß und
föswinn= und Verluſtrechnung für das Zwiſchengeſchäftsjahr vom
ut bis 31. Dezember 19236 zur Vorlage. Der Rohgewinn ſtellt ſich
u 455 724 RM. Von dem einſchließlich des Vortrages aus dem
ſaare verbleibenden Reingewinn von 8155 R1 MM., wird vorgeſchla=
726 737 RM. an den geſetzlichen Reſervefonds zu überweiſen, die
ſamiſch feſtgelegte Verzinſung der Vorzugsaktien mit 3 Prozent von
op RM. vorzunehmen und 4 Prozent Diwidende auf 155 20 000
gzrmark Stammaktien zu verteilen. Der Reſt von 3 116 103 RM.
zuf neue Rechnung vorgetragen werden. Der Auftragsbeſtand in
ſer iſt zurzeit noch befriedigend. Indeſſen zeigt ſich ſeit Anfang des
ges eine Abſchwächung im Auftragseingang.
Bpilipps A.=G., Frankfurt a. M. Die im Bankhaus J. Dreyfuß u.
gbgehaltene Generalverſammlung obiger Geſellſchaft, bei der fünf
Nuäre über 50 Prozent des Aktienkapitals vertraten, genehmigte
ammig alle Punkte der Tagesordnung, darunter auch den bekannten
Norabſchluß. Zur Deckug der Unterbilanz wurde beſchloſſen, den
ünendigen Betrag den Reſerven zu entnehmen, wodurch ſich dieſe auf
uyg Mark ermäßigen. Das Geſchäftsjahr wird in Zukunft am
yumi ſtatt am 30. September endigen. Im neuen Geſchäftsjahr ſei
u eine gewiſſe Belebung eingetreten, aber irgendwelche
Dividenden=
ſchurgen ſeien durchaus noch nicht am Platze.
Produktenberichte.
galiner Produktenbericht vom 26. März. Der Produktenmankt hatte
g nur ſehr ſtilles Geſchäft. Die Roggenofferten waren vom
Aus=
ſa wiederum ſtärker erhöht, was ein erneutes Anziehen der
Noggen=
üſthargspreiſe zur Folge hatte. Vom Inlande kamen nur ganz
ver=
u0t Partien von Mitteldeutſchland ſowohl in Noggen als auch in
her nach hier. Die polniſche Nachfrage nach Roggen hält weiter an.
ger iſt in den Cifforderungen gleichfalls etwas feſter gehalten, ohne
unitz jedoch zu größeren Abſchlüſſen gekommen wäre. Mehl hat nach
1ndar ruhiges Geſchäft. Hafer konnte ſich weiter befeſtigen, doch
Algt der Konſum nur zögernd die von der Provinz geſtellten
peumgen. Polen iſt weiter Käufer für Weißhafer in geringen
Gitäten. Gerſte iſt unter Bevorzugung guter Sorten gut behauptet.
Sonntag, den 27. März 1927
Seite 12
Viehmärkte.
Auf bem Schweinemarkt in Weinheim an der Bergſtraße am 26. ds
Mts, waren zugeführt 410 Schweine. Verkauft wurden 321 Stück.
Milchſchweine wurden verkauft das Stück von 14 bis 23 Mark; Läufer
das Srück von B bis 39 Mark.
Amerikaniſche Kabelnachrichten.
* New York, 25. März. (Priv.=Tel.
Weizen: Anfangs war die Haltung abgeſchwächt auf günſtige
Wit=
terungsberichte aus dem Winterweizengürtel. Später wurden
Deckungs=
käufe beobachtet, die mit höheren Kabelmeldungen eine Befeſtigung
herbeiführten. Die Termine gewannen bis 7/. C.
Mais: Der Markt begann in ſtetiger Haltung in Sympathie mit
Weizen. Dann wurde die Haltung ſchwach auf ſchleppende heimiſche
Lokonachfrage und in Erwartung der Wochenſtatiſtik. Die Termine
ge=
wannen ½ C.
Hafer: Der Markt nahm einen ſtetigen Verlauf mit unweſentlichen
Kursveränderungen.
Baumwolle: Die Eröffnung war etwas ſchwächer auf ermäßigte
Liverpooler Kabel. Dann konnte eine Befeſtigung eintreten auf
Mel=
dungen vom Auftreten des Baumwollwurmes in den atlantiſchen
Staaten, auf für die Pflanzarbeiten ungüinſtige Wetterberichte und
ge=
beſſerte Exportnachfrage. Die Termine zeigen leichte Aufbeſſerungen.
Kaffee: Infolge der Kaufreſerve des hieſigen Handels begann der
Markt in abgeſchwächter Haltung. Dann trat eine mäßige Erholung
ein auf Glattſtellungen zum Wochenende, höhere ausländiſche Kabel und
zurückhaltenderes Angebot der braſiligniſchen Eigner.
Zucker: Der heutige Markt nahm einen abgeſchwächten Verlauf auf
billigeves kubaniſches Angebot, Liquidationen und Kaufreſeave der
Naffinerien. Die Termine zeigen Rückgänge bis zu 3 Pkt.
Kakao; Kaufpeſerve der Fabriken, Verkäufe des Auslandes hatten
einen ſchwachen Beginn zur Folge. Später konnte dann eine Befeſtigung
eintreten auf Deckungsläufe und die Feſtigkeit der Lokopreiſe. Die
Termine ſchließen noch 10—15 Pkt. niedriger.
Kleine Wirtſchaftsnachrichte n.
In einer in Hamburg abgehaltenen Konferenz des Beirates im
Deutſchen Baugewerbebund (Arbeitnehmer) ſprach ſich dieſer nach
mehr=
ſtündiger Verhandlung einſtimmig dafür aus, daß der Bundesvorſtand
ermächtigt werde, den Reichstarifvertrag abzuſchließen
Die Hamburg=Amerika=Linie, diel größte und führende deutſche
Schiffahrtslinie iſt Mitglied des Vereins Hafraba geworden und
Gene=
raldirektor Geh. Nat Dr. Cuno als Mitglied dem Verwaltungsrat des
Hafraba beigetreten.
Geſandter Rauſcher begab ſich geſtern nach Berlin. Er wird weitere
Inſtruktionen für die diplomatiſchen Verhandlungen über den
deutſch=
polniſchen Handelsvertrag einholen.
Die Firma Gebr. Tietz, Berlin, Kurzwaren=, Knopf= und
Poſamen=
tierwarengroßhandlung und die Firma Ferdinand Drehfuß u. Moritz,
Frankfurt a. M., Strumpf=, Handſchuh= und Wirkwarengroßhandlung,
haben ſich zu einer Intereſſengemeinſchaft zuſammengeſchloſſen.
Behufs Verſtändigung in den Fragen des Abſatzes der hochwertigen
Aeetat=Kunſtſeide in Deutſchland haben zwiſchen der Tubize=Buüſſel und
der deutſchen Aceta=G.mb. H. Verhandlungen ſtattgefunden. Der
Ab=
ſchluß einer Vereinbarung ſteht bevor.
In allernächſter Zeit wird, da die Vorarbeiten in den betreffenden
Neſſorts beendet ſind, in Polen auf dem Wege des Regierungsdekretes
ein neues Aktiengeſetz erlaſſen werden, das einen neuen Aktienſtempel
für Induſtriewerte vorſieht. Davon dürften gerade oſtoberſchleſiſche
Werte betroffen werden.
Eine Verſammlung von Vertretern verſchiedener polniſcher
Pro=
vinzen in Kattowitz beſchäftigte ſich mit dem Bau eines Knnals für den
Transport ſchleſiſcher Kohle nach der Oſtſee. Der projektierte Kanal
wüirde 24 Meilen kürzer als die Weichfel=Verbindung ſein und in acht
Jahren fertiggeſtellt werden können.
Der Exportpreis für Gaſolin US. Motor in Kiſten wurde weiter
um ½. Cent per Gallone auf 24,40 Cents per Gallone herabgeſetzt. Die
letzte Preisermäßigung fand am 21. März ſtatt und betrug einen Cent.
Die American Smelting and Refining Co, nahm eine weitere
Preis=
ermäßigung für Blei um zehn Punkte auf 7,45 Cents per Pfund vor,
Erſt vorgeſtern war eine Preisermäßigung in gleicher Höhe erfolgt.
TV 4318
Segen Gicht, Stein- und Stoffwechselleiden! — Ermäßigte Pauschalkuren (mindestens) 3 Wochen: Pauschalpreis Mk, 189.—,
ink urhaus: Wochenpauschalpreis Mk. 80.50, im Badehof: Wochenpauschale Mk. 195.—. — Auskunft auch über Hauskuren durch die Badeverwaltung.
Zwangsverſteigerung.
Re nachſtehend bezeichneten Grundſtücke, die zur Zeit der
fragung des Verſteigerungsvermerks auf den Namen des
1 tufmanns. Chriſtian Büttel in Darmſtadt, 2. ſeiner
0hrau Eliſabeth, geb. Baumann, im Grundbuch ein=
Aſigen war, ſoll
(2277a
dimstag, den 5. April 1927, nachmittags 31, Uhr,
Am das unterzeichnete Gericht an Gerichtsſtelle Zimmer
An.u9 verſteigert werden.
Ne Verſteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvoll=
der Verſteigerungsvermerk iſt am 18. Januar 1927 in das
aſndbuch eingetragen worden.
Frſoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des
Verſteige=
unvermerks aus dem Grundbuche nicht erſichtlich waren,
üße ſpäteſtens im Verſteigerungstermin vor der
Auf=
mrung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten
eht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerſpricht.
ſolaft zu machen, widrigenfalls ſie bei der Feſtſtellung
Geringſten Gebots nicht berückſichtigt und bei der Ver=
4Ung des Verſteigerungserlöſes dem Anſpruche des Gläubi=
9 Bund den übrigen Rechten nachgeſetzt werden.
diejenigen, welche ein der Verſteigerung
entgegenſtehen=
di ſecht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des
Afllegs die Aufhebung oder einſtweilige Einſtellung des
Rührens herbeizuführen, widrigenfalls, für das Recht der
Riteigerungserlös an die Stelle des verſteigerten
Gegen=
ſtiues tritt.
Darmſtadt, den 26. Januar 1927.
Heſſiſches Amtsgericht I.
Bezeichnung der Grundſtücke:
(mdbuch für Darmſtadt, Bezirk III, Band II, Blatt 75.
Betrag der
16 Flur, Nr. Kulturart u. Gewann Am Schätzung
III 876 Hofreite Nr. 32 Pallas=
8000 RM.
89
wieſenſtraße
Werſeigerang
lenn
ſienstag, den 29. März 1927/
wan. 9), Uhr beginnend, werden
audem Gemeindewald zu Eberſtadt,
Raort Klingsackertanne (Abt. 1. 18 u.
6 lie, nachverzeichneten Holzſortimente
3frlich meiſtbietend an Ort und Stelle
vſtigert:
üchen: 35 rm Scheiter,
gnüppel,
1080 St. Wellen,
14 rm Stöcke,
Knüppel,
ſchen:
ſefern: 141,2, Stöcke,
20 St. Wellen.
uſammenkunft der Steigerer auf
dabäckerweg am Eingang des Waldes.
Nüre Auskunft eiteilt Herr Förſter
Kſchner, Eberſtadt, Müllerſtraße 11.
Cien ſichere Bürgerſchaft wird kredi=
1Khis 11. November 1927. (5270
berſtadt, den 25. März 1927.
ſſſ. Bürgermeiſterei Eberſtadt.
Schäfer.
„Letzte
ehakz Derie gerng.
U0m. 91, Uhr beginnend, ſollen
4u dem Eberſtädter Gemeindewald,
7Mort Klingsackertanne (Abt. 1, 18 u.
4Adie nachverzeichneten Holzſortimente
ſſtlich meiſtbietend verſteigert werden:
Kiefern=Stämme:
1 Stück I. Kl. — 134 fm
18 „ II. „ — 21,41
134 III. „ — 10401
24 II. 12,45
ſuſammenkunft der Steigeren auf
Rbäckerweg am Eingang des Waldes.
Are Auskunft erteilt Herr Förſter
hAſchner, Eberſtadt, Müllerſtraße 11.
Yerkt wird, daß das Holz auf einem
Mieb lagert. Gegen ſichere Bürgſchaft
17 kreditiert bis 11. November 1927.
Gberſtadt, den 25. März 1927. (5269g!
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einſchließlich 16. April ds. Js.
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ſperrt gehalten werden müſſen.
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Darmſtadt, den 24. März 1927.
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Burückn.
Obſtplau=
tage und Konigverſ.
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Lehrer a. D. E. Fiſcher,
Werder a. d. Havel81
Hochſtämme
Apfel
Birnen
Zwetſchen
Kirſchen
Mirabellen
Reineelauden
Nuß
(4378a
Stück Mark 3.00
Zohannisbeer= und
Stachelbeer=
Hochſtämme
Stck. ℳ/ 2 bis 2.50
Apfel= u. Birnbuſch
Stück Mk. 2,50
Roſen=Hochſtämme
Stck. v. Mk. 2.50 an
Buſchroſen 80 Pfg.
Gecherelt
„Friedhofs=Allee 82.
Passiva
510 5 108860 71
Geschäftsguthaben.
a) der verbleibenden Mitglieder ..
b) der ansscheidenden Mitglieder ...
Reservefonds I..
Beserrekonds II
Beserrefonds III.
Spareinlagen und anf kestellermine gegebene
Gelder
a) auf 30 Tage.
b) über 30 Tage bis zu 6 Monaten
Kontokorrentschulden .. .."
Verbindliehkelten bei Banken ...
Verbiodlichkeiten bel unseren
Lentral-
instituten ...
........
a) in lanfender Rechnung ..."
b) gegen Darlehngneehgel ....."
Akzeptationen . . . . . . . . .
Porderungen aus übernommen, Bürgschaftev
Unterotützungskonds ...
Reivgeninn 1928 ...........
Die Mitgliederzahl betrag am 31. Dezember 1925 .
Nen eingetreten . . . . . .."
2 377
246
Ausgeschieden.
2623
222
2401
Mithin Mitgliederzabl am Schlusse des Geschäftsjahres . . . . . . . . . . ."
Die Haftsummen erhöhten sich in der Zeit vom 31. Dezember 1925 bis 31. Dezember 1926 um 70500 — ℳ. Sie betrugen am Jahresschluß
1299 000 ℳ. Die Geschäftsanteilgnthaben erhöhten sich in der Zeit vom 31. Dezember 1925 bis 31. Dezember 1926 um 256 087.43 ℳ, Sie
be=
trugen am Jahresschlnß 546 474.35 ℳ Anf die Geschäftsanteilgnthaben werden 10%, Diridende zur Anssohüttang gebracht.
Darmstädter Volksbank eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht
6257
L. Habicht
Weiler
Seite 18
Sonntag, den 27. März 1927
Nummer 86
Balastelichtspiele
Palast-Lichtspiele
Mur noch heute!
Das abwechslungsreiche interescante Doppelprogramm:
Ein Drama von Habgier, Haß u. Liebe, 7 Akte packend, fesselnd u. hinreißend
In der Hauptrolle: TACK HOLT
Adolphe Henjou in dem zwerchfellerschütternden Meister-Lustspiel
Die Erbin des Holzkönigs
Bie urohafviln und I Kellner
7 prickelnde Akte fein und witzig.
Residenz-
4e
Ber Hund
von Huxville
Sensationelle Erlebnisse eines Waldhäters aus
den kanadischen Urwäldern in 5 Akten.
Die Sensationen, die der deutsche Schäferhund
Rolk in diesem neuen Fox-Film ausführt, sind
den Leistungen Rin-Tin-Tins ebenbürtig
Die närrische Menagerie
Groteske in 2 Akten
Städt. Akademie für Tonkunſt
Großes Haus des Heſſ. Landestheaters
Freitag, den 1. April 1927, abends 8 Uhr
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der Städt. Akademie für Tonkunſt
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Lieder- und Arien-Abend
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Kammersänger Heinrich
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in der Turnhalle Heidelbergerſtraße 131
OOR
unter der Leitung von
Kapellmeiſter Friedel Fiſcher
Lehrer an der ſtädt. Akademie für Tonkunſt
Soliſten: Konzertmeiſter Paul Schnurrbuſch, Violine
Kammermuſiker Konr. Klammer, Violoncello
Karten zu 1.— und 1.50 bei Konzert=Arnold,
Wilhelminen=
ſtraße und G L. Künzel, P.pierhandlung, Beſſungerſtraße,
ſowie bei den Sängern.
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Sädt. Hademie füir Lontundt
Abende für neue Muſik
Monlag, den 28, März. abends 8 Uhr
im Saal der Akademie
Kompoſitionsabend
Pelengen
Soliſten: Grete Nies (Alt)
Göſta Andreaſſon (Violine,
Joſef Herrmann /Bariton)
Am Flügel der Komponiſt.
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81)
Heſſiſches Landestheater
Großes Haus
Sonntag, den 27. März 1927
vormittags 11 Uhr
Zum Gedächtnis des 100. Todestages
Beethovens
Sinfonie=Konzert
Muſikaliſche Leitung: Joſeph Roſenſtock.
Soliſt: Alfred Hoehn.
Vortragsfolge:
1. Duvertüre zu „Eoriolan”, Op. 62.
2. Viertes Konzert für Klavier mit
Orcheſter, G=dur Op. 58.
3 Sinfonie Nr. 3 Es=dur /(Eroica). Op, 55.
Preiſe der Plätze: 0.50 bis 2.50 Mk.
Abends 7½ Uhr
H 9 (Bühnen=Volksbund)
Fidelio
Große Oper in 2 Akten. Text frei nach
dem Franzöſiſchen des J. N. Bouilly von
Joſef Sonnleithner und Frdr. Treitſchke.
Muſik von L. van Beethoven.
Muſikaliſcher Leiter: Joſeph Roſenſtock
In Szene geſetzt von Ernſt Legal
Bühnenbild nach Entwürfen v. Paul Theſin
Perſonen:
Don Fernando, Miniſter. Alfred Karen
Don Pizarro, Gouverneur
eines Staatsgefängniſſes Joh. Biſchoff
Floreſtan, Gefangener. Gotthelf Piſtor
Leonore, ſeine Gattin,
un=
ter dem Namen Fidelio Ch. Maſſenburg
Rocco, Kerkermeiſter . Heinrich Hölzlin
Marcelline, ſeine Tochter Margar. Albrecht
Jaguino, Pförtner . . . Eugen Vogt
Erſter Gefangener . . . Rudolf StrzeletzA
Zweiter Gefangener . . . Karl Ebert
Offiziere. Wachen. Staatsgefangene. Volle
Die Handlung geht in einem
Staats=
gefängniſſe unweit von Sevilla vor,
Chöre: Berthold Sander
Spielwart: Fritz Wilde
Nach der Gefängnisſzene wird Beethovenin
Leonoren=Duvertüre Nr. 3 geſpielt
Preiſe der Plätze: 1 bis 10 Mk.
Eintritt der Mieter in den Zuſchauerraund
nur geg. Vorzeigung der Mietkarte zuläſſi!
Längere Pauſe nach dem 1. Akt
Anfang 7½ Uhr Ende 104 Uhrr
104c
Brachte auch Ur
chen vom vol
nommen wi
und Kunſt
gründ
Tat
von 2—
Montag, 28. März. Keine Vorſtellung,
Dienstag, 29. ärz. A 15 Die Gezeichneten
Anfang 7 Uhr. Preiſe 1—10 Mk.
Mittwoch, 30. März. E 17. Maebeth. Amn
fang 7 Uhr. Preiſe 0.80—8 Mk.
Kleines Haus
Sonntag, den 27. März 1927
abends 7½ Uhr
Sonntags=Fremdenmiete (11. Vorſt.4
(Weiße Mietkarte)
Die Geſchwiſter
Schauſpiel in einem Akt von Goethe
In Szene geſetzt von Ernſt Lege)
Perſonen:
Wilhelm, ein Kaufmann . JoachimBütne
Marianne ſeine Schweſter Käte Foerder
Fabrice . . . . . . . . . Robert KlupP.
Richard Jürgas8
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 86
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Nummer 86
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27. März 1927
Illuſtrierte Wochenbeilage
Nummer 1
Ein Jubiläum des Kaffees.
Von Ernſt Edgar Neimérdes.
Im Sommer dieſes Jahres begeht
man in Braſilien das 200jährige
Ju=
biläum der Errichtung der erſten
Kaffeeplantage. Im Mittelpunkt der
von der Negierung geplanten
Seſtlich=
keiten wird ein großer Kaffeekongreß
ſtehen, an dem Vertreter ſämtlicher
Nationen teilnehmen ſollen, denen man
u. a. Muſterplantagen im
braſiliani=
ſchen Hinterlande zeigen will. —
Ob=
wohl der Kaffee Braſiliens durchaus
nicht der beſte iſt und an Güte von den
Erzeugniſſen Ceulons, Javas,
Guate=
malas und Coſtaricas wenigſtens in
vielen Fällen übertroffen wird, bezieht
Deutſchland von dort ſeinen
Haupt=
bedarf. Swei Drittel der
Welterzeu=
gung geht über den braſilianiſchen
Hafen Santos und kommt unter dem
Namen Santoskaffee in den Handel.
Faſt ein Drittel der geſamten
Kaffee=
ausfuhr Braſiliens (jährlich etwa 12
Pad.
Millionen Ballen von je 120 Pfund)
wird im Hamburger Hafen
umge=
ſchlagen. Die Kaffeeplantagen
Bra=
liliens ſind jedoch keineswegs die
älteſten der Welt. Schon lange bevor
der Kaffee dort eingeführt wurde, war
er in anderen Ländern Kulturpflänze.
Als ſeine Urheimat gelten die
Cer=
raſſenländer des oberen Nil, wo er
heute noch wild vorkommt. Die
Gal=
las, ein Näubervolk, ſollen zuerſt den
Nutzen der Früchte des Kaffeebaums
erkannt haben. Vom Nil aus gelangte
der Kaffee zunächſt nach Arabien, von
dort verbreitete ſich ſeine Kultur wie
die Sitte des Kaffeetrinkens im 15.
Jahrhundert verhältnismäßig ſchnell.
Anderer Behauptung nach ſtammt der
Kaffee aus Arabien und kam erſt von
Bsc
dort nach Aegypten. Die Araber
be=
haupten, der Derwiſch Kemal Eddin,
Mufti von Aden, ſei durch Siegen
auf die Kaffeepflanze aufmerkſam
ge=
drabiochee Caf”
worden. Er beobachtete, daß dieſe
Ciere nach dem Genuß von
Kaffee=
blättern aufgeregt und luſtig wurden
und wie toll herumſprangen. Kemal zerkaute daraufhin
ein Kaffeeblatt und empfand ein Gefühl der Anregung und
Erfriſchung. Im Anfang des 16. Jahrhunderts kam der
Kaffee nach Kairo und Konſtantinopel. Unter den
Moham=
medanern entſtand ſchließlich der Glaube, Allah ſelbſt habe
für ſeine Anhänger, als Erſatz für den verbotenen Wein,
den Kaffee geſchaffen. Es traten aber auch Leute auf, welche
ihn aus religiöſen Gründen bekämpften, weil er angeblich
berauſcht mache, und der Koran den Genuß berauſchender
Getränke verbietet. 1525 wurden in Kairo die
Kaffee-
häuſer von aufgeregten Volksmaſſen geſtürmt, und Sultan
Selim war gezwungen, ein Verbot gegen das Kaffeetrinken
zu erlaſſen. Crotzdem trank man im geheimen weiter, zu-
mal die Polizei nicht allzu ſtreng vorging. — Nach
Er=
oberung des Orients gelangte der Kaffee auch nach Europa,
wo man durch Reiſende ſchon viel von ihm gehört hatte.
Der Augsburger Arzt Nauwolff, der den Kaffee von einem
Aufenthalt in Aleppo her kannte, erzählte 1582 ſeinen
Landsleuten Wunderdinge vom ſchwarzen Crank der
Le=
vante. 10 Jahre ſpäter kam durch den Arzt Proſpero
Alpino die erſte Nachricht über den Kaffee nach Italien.
1645 wurde in Venedig das erſte Kaffeehaus des
Abend=
landes eröffnet. — In Frankreich kam das neue Getränk
unter Ludwig XTV. in Aufnahme; 1644 brachte Merville
den erſten Kaffee aus dem Orient nach Marſeille, wo er
jedoch erſt 16 Jahre ſpäter Handelsartikel wurde. Das
größte Verdienſt um die Verbreitung des Kaffees in
Frank=
reich gebührt dem türkiſchen Geſandten Soliman Aga, der
1669 nach Paris kam und jedem Beſucher eine Caſſe des
braunen Crankes ſeiner Heimat anbot. In der vornehmen
Welt wurde das Kaffeetrinken ſchnell zu einer Sache der
Mode, die das Volk allerdings nicht mitmachen konnte,
weil ein Pfund Kaffee 40 Caler koſtete. Das erſte
öffent=
liche Pariſer Kaffeehaus begründete 1672 der Armenier
Pascal. Ein Sizilianer Procopio bot
den Crank auf der Straße aus, bis er
1682 ein zweites Kaffeehaus eröffnete,
das als Café Procope lange beſtanden
hat. Im Anfang konnten nur reiche
Leute die Kaffeehäuſer beſuchen.
Damen der höchſten Ariſtokratie
kamen in ihren Equipagen
vorge=
fahren, um eine Caſſe „
Geiſtesge=
tränk”, wie man den Kaffee damals
in Frankreich nannte, zu genießen. In
England öffneten 1650 in Oxford,
2 Jahre ſpäter in London die erſten
Kaffeehäuſer ihre Pforten. Der
Kauf=
mann Edward hatte zuerſt aus
Smyrna Kaffee mitgebracht und
be=
wirtete ſeine Gäſte mit dem neuen
Getränk, das eine griechiſche Sklavin
ſervierte. Da ſich aber zuletzt ſo viele
Gäſte einſtellten, daß es ihm läſtig
wurde, verheiratete Edward die
Skla=
vin mit ſeinem Kutſcher und gab ihnen
Geld zur Begründung einer
Kaffee=
ſtube, aus der das berühmte Virginian
Coffehouſe entſtand. — In
Deutſch=
land wurde der Kaffee zur Seit des
Großen Kurfürſten bekannt, den ſein
holländiſcher Leibarzt Bontakoe auf
die wohltuende Wirkung des neuen
Getränks aufmerkſam gemacht hatte.
Seit 1675 trank man bei Hofe Kaffee,
der jedoch bis zum Siebenjährigen
Kriege ein Luxusgetränk blieb. Die
in Deutſchland einrückenden Franzoſen
machten ihn zur Modeſache. —an
entſtanden auch bei uns Kaffeehäuſer,
und zwar 1686 in Nürnberg und
Negensburg, 1687 in Hamburg, 1700
in Danzig, 1712 in Stuttgart, 1713 in
Augsburg, 1720 in Leipzig und 1721
in Berlin. In Oſterreich hatie die
Niederlage der Cürken vor Tie
be=
reits 1683 Veranlaſſung zur
Errich=
tung eines Kaffeehauſes in der
Haupt=
ſtadt gegeben. — Wie im Orient iſt
auch in europäiſchen Ländern der
Kaffee im Anfang angefeindet worden.
Die Arzte erklärten ihn für Gift, und
die Geiſtlichen behaupteten, er gefährde das Seelenheil.
In=
folgedeſſen haben die Regierungen verſchiedentlich Verbote
gegen ihn erlaſſen. Friedrich der Große machte ihn zum
Staatsmonopol und belegte ihn mit hohen Abgaben.
Crotz=
dem wurden damals in Preußen jährlich 5½ Millionen
Pfund Kaffee verbraucht. Nur Adel und Geiſtlichkeit
durf-
ten Kaffee brennen. Der König ſtellte „Kaffeeriecher” an,
die in den Straßen umhergingen und auf Übertreter des
Verbots fahndeten. Wegen ſeier Maßnahmen gegen den
Kaffee iſt Friedrich der Große in Gedichten und Karrikaturen
viel verſpottet worden. — Auch Kurfürſt Georg III. war
ein Feind des Kaffees. Er unterſagte 1731 den Verkauf auf
dem Lande gänzlich.
Bette 42.
Anan
nnnnznnnnnann
nnnnnnn
Woran erkennt man
die fremdländiſche Srau?
Ein kleiner Führer von Gertrud Köbner.
(Mit vier Originalzeichnungen von Nemuſat.)
Wer viel in der Welt herumgereiſt iſt, wer mit offenen
Augen nicht nur Städte und Landſchaften, ſondern auch
Men=
ſchen ſah, dem wird es nicht ſchwer fallen, die ſoziale und die
nationale Kategorie zu beſtimmen, der ihm begegnende Menſchen
angehören. Aeußert ſich doch die Nationalität eines Menſchen
nicht nur in ſeiner Sprache und ſeinem Geſicht, ſondern auch in
der Art, ſich zu kleiden und ſich zu benehmen. Die
Gleichförmig-
keit der Männerkleidung in der ganzen ziviliſierten Welt hat es
allerdings mit ſich gebracht, daß ein Franzoſe ſich nicht anders
anzieht, als ein Deutſcher oder ein Amerikaner. Anders bei den
Frauen. Hier läßt die wechſelnde Mode dem perſönlichen und
nationalen Geſchmack weit mehr Spielraum; hier zeigen ſich viel
mehr charakteriſtiſche Merkmale, die bei einiger Erfahrung die
Beſtimmung des Heimatlandes ermöglichen.
Die Franzöſinnen ſehen ſich alle ähnlich. Man ſagt,
daß ſie ſchöne Beine und Füße haben, was wohl die Mode des
kniefreien Nocks erklärt, der in Paris erfunden wurde.
Außer=
halb ihrer eleganten Vaterſtadt tragen reiſende Franzöſinnen im
allgemeinen ſchicke Sportkoſtüme; Koſtüme, die für den Gebrauch
ſolcher Damen angefertigt wurden, die nie den geringſten Sport
Die Franzöſin unterſcheidet ſich wenig vom Durchſchnittstyp.
treiben. Sie haben für jede Stunde des Cages Cennis= und
Laufkleider und im Golfkleid tanzen bedeutet für die Crägerin
den Gipfel der Eleganz. Im Kampf um die Wahl eines Mannes
legt die Sranzöſin größere Begeiſterung an den Cag als in dem
um die Wahl ihres Stimmrechtes, das ſie immer noch nicht beſitzt.
Um der Wahrheit jedoch die Ehre zu geben, muß betont werden,
daß die Franzöſin viel beſſer iſt als ihr Ruf, der ihr
Oberfläch=
lichkeit, Leichtſinn und Extravaganzen nachſagt, während ſie in
Wirklichkeit, beſonders die in der Provinz lebende, ſparſam,
fleißig und eine vorzügliche Mutter iſt.
Die Amerikanerin hat denſelben Schneider wie die
Franzöſin, aber ſie iſt trotzdem in ihrem Aeußeren von ihr
grund-
verſchieden. Sie iſt viel eleganter und hübſcher als die
Eng=
länderin aus derſelben ſozialen und mondänen Klaſſe. Beim
„Dancing” bildet ſie einen Cyp für ſich: runder Hut mit leichter
Beule, lockige Haare, freie hohe Stirn, ſchöner nackter Hals,
kindlicher Aund, harter Blick, eigenſinniges Kinn.
Cennis-
jerſey, klirrendes Armband, pliſſierter Nock, ſehr ſchöne runde
Waden über biegſamen ſchmalen Knöcheln, feine Handgelenke,
ſpitze Schuhe, ungezwungenes Weſen ... das iſt die reinraſſige
(Amerikanerin.
Die Engländerin trägt Schuhgröße 41—42. Mager,
groß, ſchlakſig, wiegt ſie ſich in den Hüften, und wenn ſie in der
Oeffentlichkeit raucht, tut ſie es ihren amerikaniſchen
Freund=
innen zur Geſellſchaft. Sie tanzt in würdiger, reſervierter Art.
Weniger geſchminkt als ohnehin kupferrot, riecht ſie mehr nach
Lavendel als nach Ambra. Ihre ungeheuer großen Füße, für die
ſie nicht verantwortlich iſt, ſtecken in außergewöhnlich breiten,
flachen Schuhen. Mit Nieſenſchritten marſchiert ſie einher,
während die Amerikanerin ihre ſchlanke Grazie auf hohen Hacken
Der Mann ohne Knochen.
Von S. Suchodolſki.
Deutſch von Leo Koſzela.
Die Seit floß ununterbrochen dahin. Der Uhrzeiger ſchien
ſich zu beeilen, um die Näder anzuhalten und Johnſohn endlich
die Unglücksziffer zu zeigen, wo es keine Hoffnung mehr geben
wird. Und Johnſohn zerbrach ſich indeſſen den Kopf, konnte aber
auf keine Art und Weiſe Geld zuſammenkombinieren.
In der Neſtauration war es voll. In dem dumpfen,
ver=
qualtten Saale lärmte es wie im Bienenſtock. Geſchirre
klirr-
ten, Kellner beeilten ſich und ſtießen ſich gegenſeitig. Leute, die
s eilig hatten, beglichen die Nechnung und verließen kauend das
Lokal. Und Johnſohn ſaß über ſeinem Bierglas, während ihn
die Kellner mißtrauiſch muſterten.
Geſtatten Sie, daß ich mich an Ihren Ciſch ſetze?
Bitte — ſtimmte Johnſohn mechaniſch ein.
Ein langer, hagerer Herr, mit blaſſem Antlitz, einer, wie bei
einem Verſtorbenen, ſcharfen Naſe und dunklen Ningen unter
den Augen nahm neben Johnſohn auf einem Stuhle Platz.
„Als hätte er einen Stock verſchluckt” — dachte Johnſohn.
Der Ankömmling forderte Notwein, den er langſam ſchluckte,
immer wieder an der Sigarre ziehend.
Geſtatten Sie — wandte ſich jener Lange und Hagere an
Johnſohn —, ſehen Sie, ich beſchäftige mich mit der Erforſchung
von Erſcheinungen auf dem Gebiete der Philoſophie, und noch
mehr der Pſycho=hyſik. Es intereſſiert mich vor allem ein
beſtimmtes Problem: wie ſich namentlich ſeeliſche Erlebniſſe auf
dem Antlitz des Menſchen widerſpiegeln? Sie verzeihen mir
die Aufdringlichkeit, aber ich habe den Eindruck, daß Sie ein
hartnäckiger Gedanke quält, das, was man „idée kixe” nennt.
Johnſohn war ſchon an jenem Punkte angelangt, wo alles
gleichgültig iſt, ob man nit einem Bekannten ſpricht, oder dem
erſten beſten Menſchen von der Straße.
ſchaukelt. Klug, anſtändig, gut erzogen, weniger exzentriſch als
ihre kühne Nivalin von jenſeits des großen Waſſers, iſt das
english girl in vielen Dingen um dreißig Jahre hinter jener
Die Engländerin verrät ſich leicht durch ihr ebenmäßiges, aber
ſtrenges Geſicht.
zurück. Schon von weitem zeichnet ſich die junge Miß durch ihr
Geſicht, ihre Füße und ihre Vorliebe für ſüße Speiſen aus, die
ſie in ganz ungewöhnlichen Mengen vertilgen kann.
Die Spanierinnen haben die träge Läſſigkeit
ge=
ſchmeidiger Naubtiere, den matten Ceint einer Argentina oder
Naquel Meller. In tiefem Schwarz, auf dem Kopf den zarten,
ſchwarzen Schleier, der über ihre Wangen herabfällt, ſchreitet
die vornehme ſpaniſche Frau langſam, mit weichen Bewegungen
dahin. Noch heute darf die Spanierin ſich frei und ungehemmt
uur im Hauſe bewegen, ſie nimmt kaum am öffentlichen Leben
teil. Die Begüterten verbringen einen großen Ceil des Cages
in ihren prachtvollen Automobilen, die anderen leben in ihren
Gemächern, die ſie nur ſelten verlaſſen. Ceils durch das Klima,
teils durch angeborene Crägheit bedingt, vermeiden ſie jede
An=
ſtrengung. Sport treiben ſie kaum, es würde ſie zu ſehr
er=
müden. Die Spanierin vergöttert ihre Kinder, die ſie aber
der=
maßen unhugieniſch aufwachſen läßt, daß ſie ſie nur allzu oft
und allzu ſchnell der Madonna zurückgeben muß, der ſie, ihr
holdes Ebenbild, zu Süßen liegt.
Die Spankerin trägt ihren charakteriſtiſchen Kopfputz.
Nuſſinnen haben die weite Unendlichkeit ihrer
heimat=
lichen Steppen im Blick. Die ruſſiſche Frau iſt vital, intelligent,
lebhaft, großzügig, ſchrankenlos. Die große Linie iſt ſchon
Ja, Sie haben recht.
Und er erzählte ihm von ſeinen Mißerfolgen, von der
kriti=
ſchen Lage der Samilie und von der fruchtloſen Jagd nach
Ver=
dienſt.
Morgen iſt Feiertag, und zu Haus kein Pfennig. Wenn ich
bis um fünf Uhr kein Geld bekomme, töte ich mich.
Der Lange und Hagere lächelte ſeltſam wie ein die Sähne
bleckender Cotenkopf.
Und dennoch werden Sie heut nicht durch Selbſtmord enden.
Weshalb behaupten Sie dies mit ſolcher Entſchiedenheit?
Ein Menſch, der bald ſterben ſoll, hat in ſeinem Antlitz
be=
ſondere Merkmale. Sie zu erkennen, brachte mir ein Gelehrter
bei, der längere Seit in Indien zugebracht hatte.
Ich verſtehe nichts! Ich bin vollkommen geſund, und ein
nahes Ende könnte höchſtens ein Arzt auf Grund ganz beſtimmter
Krankheitsſumptome feſtſtellen. Dagegen hängt der Selbſtmord
nur von mir ab, von meiner Stimmung, und noch mehr von
äußeren Umſtänden. Sehen Sie, jetzt eben ſandte ich einen Brief
an einen meiner Bekannten ab, mit der Bitte, mir Geld zu
ſenden. Wenn die Antwort günſtig ausfällt, werde ich mich gern
dem Leben verſöhnen. Ich will ja leben.
Der Lange und Hagere bleckte nochmals die Cotenkopfzähne.
Sie ſprechen, ohne die Sache zu begreifen. Die Ankündigung
des Codes prägen nicht Krankheit, Stimmung — auch nicht
Um-
ſtände, wie Sie meinen, im Antlitz aus, ſondern etwas anderes,
etwas Mächtigeres: das Stigma des Codes
Dem durch ſeine Mißerfolge verbitterten Johnſohn wurde es
übel. Der überaus ſeltſame Unbekannte rief in ihm eine
un=
bewußte, abergläubiſche Surcht wach. Er erinnerte ſich an den
Glauben der Hexerei, Sauberei und Ceufel.
In dieſem Augenblick tauchte der Bote mit dem Briefe auf.
Johnſohn ſah es dem Umſchlag bereits an und konſtatierte, daß
kein Geld in ihm war, ſondern nur eine Viſitenkarte. Eine
Ab=
ſage, natürlich in der höflichſten Form.
Was fange ich nun an? — entriß es ſich Johnſohns Bruſt.
Auch die letzte Hoffnung enttäuſchte!
äußerlich in ihrer läſſigen Eleganz ausgedrückt. Bei der Rumah
machen nicht „Kleider Leute”, ſondern da iſt es, weit mehr glut
bei den Frauen anderer Nationen, die Crägerin ſelbſt, die ele,c
gant iſt, gleichgültig, was ſie trägt. Die Nuſſin kleidet ſich nacht
Pariſer Muſter, doch herrſcht bei ihr die Cendenz vor, Spielen
riſches zu vermeiden. Sie liebt Schmuck, der auf ihrer mattem
Haut wunderbar wirkt. Einen ganz ſeltſamen Kontraſt bildet di.t
beinahe übertriebene Verwendung von Schminke und Puder us
ihrem Geſicht, das Unendlichkeiten ahnen läßt.
Die Italienerinnen bringen die ihrer Naſſe eigentüm
liche Lebhaftigkeit und Freude an allem Bunten und Bewegters
auch in ihrer äußeren Erſcheinung zum Ausdruck. Crotz grelſ.0
bunter Kleidung und Shawls, koketter Schuhe und Fächer iſt di‟
italieniſche Frau jedoch weit beſcheidener gekleidet als die vom
pöſere Franzöſin, denn der Codex der Geſellſchaft behandelt die
Frau in Italien viel ſtrenger als in den anderen weſteuropälſcher
Ländern. Geſchminkt und ſchläfrig fahren die eleganten Vömeren
innen in Prachtlimouſinen dahin. Sie haben den Luxus und diit
Schönheit der Welt erwählt, während ihre ärmeren Schweſtern
in den bevölkerten Vierteln der Städte vor den Wirtshäuſerm
ſtehen, aus deren geöffneten Cüren ein Geruch von gebratenon
Siſchen dringt . . .
Und die deutſche Frau? Sie wird im Ausland oft fürü
eine Engländerin gehalten. Das abgeſchmackte Verſpotten ihrern
äußeren Erſcheinung hat ſeinen Sinn verloren, weil ſie deng
Frauen anderer Nationen in Nichts nachſteht, weder in ders
Kleidung, noch ſonſt in irgendeiner Beziehung. Es ſei denn, daſu
ſie ſchärfer und energiſcher denkt als die meiſten ihrer Alters=”
genoſſinnen.
Die Schwedin ſpielt im geſamten Wirtſchaftsleben ihre:s
Landes eine bedeutende Nolle. In keinem anderen Land wird diſt
Frau ſo ſehr dazu erzogen, einmal ſelbſtändig im Leben zu ſtehem
wie in Schweden. In allen Sportarten ausgebildet, hochgewachſemn
helläugig, ſpielt ihr durchtrainierter Körper in anmutiger Natür-”
lichkeit. Das Weſen der ſchwediſchen Frau iſt eng mit des
Natur verbunden. Außerlich iſt dies dokumentiert durch den wein
geringeren Gebrauch von Schminke und Puder, von kosmetiſchern
Vevſchönerungsmitteln. Die Schwedin kleidet ſich einfach, zweck=”
mäßig und geſchmackvoll. Sie iſt weniger Salondame als eini
ſumpathiſcher Nepräſentaut der „neuen Sachlichkeit”, die für ſin
nicht mehr ſo neu iſt wie für uns. Im übrigen iſt die weit
ver-
breitete Meinung, daß es nur blonde Schwedinnen gäbe, irrigg
Es gibt, wenn auch nicht ebenſoviele, ſo doch einen großern
Prozentſatz, der dunkelhaarig und belläugig iſt.
Auß
mun der Curbine
Dus war in frül
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Knlung bis zum
Hiſt gerad
Atum an Form
us iſt jetzt
Die Türkinnen wirken dure
den geheimnisvollen, Reiz ihrer
1gen.
Orientaliſche Frauen, die wir im weſtlichen Europau
treffen, gleichen ſchönen Blumen, die in ein anderes, ihnen nicht?
zuſagendes Erdreich verpflanzt wurden. Sur Korpulenz neigend.
nit ſchönen Augen und lieblicher Stimme, fallen ſie durch ihren 1
ſchweren, etwas wiegenden Gang auf, der von dem flotten1
Dahinſchreiten der weſtlichen Frau ſo grundverſchieden iſt. „De ?
lieber ich einen Mann habe, umſomehr quäle ich ihn”, iſt ein
be=
kanntes Cürkinnenwort, aus dem zu erſehen iſt, daß ein Mann,
er eine Cürkin liebt und von ihr wiedergeliebt wird, ſeinen
Erfolg mit einem großen Aufwand an Nervenkraft bezahlen
nuß!
Frauen erkennen! Wie ſagt Sauſt zu Wagner?... „00
was man ſo erkennen heißtl. . ."
Und er bedeckte das Geſicht mit den Händen.
Sehen Sie — entgegnete der Unbekannte mit trockener, höl”
zerner Stimme — ich habe Geld, borge aber aus Prinzip
nie=
mand einen Pfennig. Jeder muß ſelbſt ſeinen Aufenthalt
ver=
dienen. Auch Sie.
Aber wie? Aber wie? Naten Sie mir! Die SZeit entflieht.
Haben Sie nichts mehr zum Vexpfänden oder zum Verkaufen”
Nichts ..
In ſolchem Falle verkaufen Sie ſich ſelbſt.
Johnſohn erzitterte plötzlich, und nach einer Weile empörte
er ſich.
Ich begreife nicht . .."
Der Hagere bleckte zum drittenmal die Skelettzähne.
Fürchten Sie ſich nicht und erblaſſen Sie nicht. Ich ſchlage
Ihnen nichts Furchtbares vor und keine unerhörte Cat. Im
Ge=
genteil, etwas ausgeſprochen Einfaches. Sie hörten bereits, 909
das Inſtitut für militäriſche Arzneiwiſſenſchaft Skelette aul”
kauft, natürlich unter der Bedingung, es nach dem Code dei
betreffenden Perſon zu wiſſenſchaftlichen Swecken benutzen !!
dürfen. In den Paß drückt man einen Stempel: „Skelett vei”
kauft” und man benachrichtigt die Polizei von dem abgeſchlo)."
nen Vertrage. Das iſt die ganze Cransaktion. Gehen Oie
dorthin.
Man zahlt Ihnen 25 Dollar.
Was? Nur 25 Dollar?
Und dachten Sie, daß Ihr Skelett eine Million wert iſt:
Die Uhr wies auf vier.
Beeilen Sie ſich. Um fünf Uhr wird geſchloſſen.
Johnſohn erhob ſich gewaltſam.
II.
Die Gattin freute ſich beim Anblick des Geldes, liebkoſte P
legte es von einer Hand in die andere, und in ihren geiſtvol."
Augen blitzte ſtrahlende Freude.
Es iſt doch nichts geſchehen, das iſt doch nur ein Vervelk””
— redete ſich Johnſohn ein. Aber er konnte ſich des Geſü9”
nicht erwehren, daß er etwas verloren hatte.
ſumſchließende Metallmantel nur der notwendige Schutz dafür
Irgendwie erinnern dieſe Chronometer trotz des oft koſtbaren
Ate rials ihres Außeren und trotz ihrer Kleinheit an die
Sweck=
huen der Curbinen. Die haben etwas Maſchinenmäßiges.
Das war in früheren Jahrhunderten freilich anders.
Wir wiſſen alle zur Not etwas von den dicken, ſchweren
Arnberger Eiern”, weil wir davon auf der Schulbank lernten,
uſeder von uns hat ſchon die mit Emaillemalerei verſehenen
Acokouhren geſehen, wie ſie ſich noch aus Urväterbeſitz in man=
M Patrizierfamilie finden oder wie ſie zu Dutzenden in Muſeen
M bei Antiquaren in Glaskäſten liegen; jene Uhren, auf
den Deckel heitere Schäfer und Schäferinnen in zierlicher
Gijie 4 la Watteau tanzen oder das Porträt eines würdigen
Hra uns in ſtolzer Surückhaltung anblickt — aber von den
ſeneren Exemplaren der dazwiſchenliegenden Zeiten, von der
Eindung bis zum Nokoko, wiſſen doch die wenigſten etwas, und
dy iſt gerade dieſe Epoche von einem geradezu erſtaunlichen
Achtum an Formen und Material.
Es iſt jetzt ein Jahr her, da war in Berlin eine Verſteigerung
mUhren aus ſüddeutſchem Adelsbeſitz, eine Sammlung, wie ſie
Aeu, zu ſehen iſt, zuſammengetragen von der hingebenden Liebe
ſites echten Sammlergeiſtes. Die ganze Vielfältigkeit der Uhren
Im Geiſte ſah er die düſtere Szene, wo er, d. h. nicht er,
ſon-
ru ſeine Knochen auf Draht aufgezogen werden, wo der
Coten=
ſpf ſein unverändert knöchernes Lachen zeigen und die
Wirbel=
ule an ein eiſernes Stativ angelehnt ſein wird. Es werden
okeſſoren kommen, und Studenten mit jungen, aber ernſten
ſichtern, werden ſich verſammeln.
Der blaſſe Finger des Profeſſors mit der runzligen, greiſen
ſut, wird ſchamlos die nackten Knochen berühren, ſeine,
John=
ſyns, Knochen, und die trockene profeſſorale Stimme wird
einiſche Benennungen verkünden.
Und er, das tote Skelett, wird die Zähne dem lebendigen
Eelett der Wiſſenſchaft und den wiſſensdurſtigen, jungen und
faitvollen Körpern entgegenblecken.
Dann erwachte in ihm ein anderes Gefühl — gewiſſermaßen
Gefühl der Verantwortlichkeit. Das Skelett gehört nicht
r, alſo bin ich verpflichtet, es zu behüten und zu beſchützen.”
Johnſohn hörte nicht auf, daran zu denken, daß er nicht unter
Straßenbahn käme, ſich vor den Autos in Acht nehme, alle
fälle . . . Und als er ſich einmal die Hand brach, ertappte er
9 lelbſt bei einem unſinnigen Gedanken: — Ich habe das mir
vvertraute Skelett beſchädigt.
Die Situation wurde immer unerträglicher, und Johnſohn
be-
ann zu trinken. Er betrank ſich weiterhin, und der Crinkerwahn
kzündete die ohnehin ſchon gemarterte, krankhafte
Phantaſie=
dung ſeines Hirns.
Eines Cages gelangte er torkelnd in eine oft beſuchte
Ne=
turation, wo er zwei bekannte Neporter traf, die traurig über
m. geleerten Whisky=Glas ſaßen. Schwer fiel er auf den
ſtuhl.
Warum laßt ihr die Naſen hängen? Habt Ihr kein Geld?
Und was denken Sie? — ſagte der Brünette.
Statt dumme Fragen zu ſtellen, borgen Sie uns lieber zwei
Allar — ſagte düſter der Blonde.
Oeld kaun ich nicht borgen, aber mit einem guten Nate wil
gern Lienen.
Naten Sie!
Der
im Wandel ſener dreier Jahrhunderte tat ſich vor dem
bewun=
dernden Beſchauer auf, und man war verſucht, zu glauben, jene
Allenſchen hätte die Seit überhaupt nicht intereſſiert, ſondern ſie
hatten das Uhrwerk nur als Vorwand genommen, ein recht
köſt-
liches Gehäuſe dafür zu ſchaffen.
Da gab es doſenförmige, muſchelförmige, palmettförmige,
kreuzförmige, ovale, achteckige und zehneckige Uhren; da
waren Uhrwerke, für unſere nüchterne Seit in geradezu
phantaſtiſche, groteske Formen verſteckt: in den Leib einer
Laube, in die Attrappe eines Buches und in Cotenſchädel.
Von dieſer letzten Art waren zwei ſehr originelle Exemplare
vorhanden, das eine ſpöttiſch grinſend, als ſei es ein
auf=
peitſchendes „Carpe diem" , das andere mit dem naturaliſtiſch
ausgebrochenen Gebiß und den ſchaurig großen Augenhöhlen
wie ein frommes Memento.
Als Material war vergoldetes Meſſing, Bronze, Silber, Gold
oder Bergkriſtall, Noſenachat und Onux verwandt. Es führte
zu weit, auf die Verſchwendung der vielgeſtaltigen Ornamentik
in Gravierung, Siſelierung, Filigran, Guß und Glasſchnitt
ein=
zugehen. Es iſt klar, daß jene tüchtigen Handwerksmeiſter, die
an dieſen kleinen Köſtlichkeiten mitarbeiteten, ihrer ganzen
Sor=
men-Fabulierluſt freien Lauf ließen.
Man muß nun wiſſen, daß viele dieſer Uhren nicht ein
dunk=
les Daſein in der Ciefe einer Weſtentaſche führten,
ſon=
dern als Uhr und Schmuckſtück zugleich, am Bande um den Hals
getragen, ein luſtiges Doppelleben am hellen Cage führten.
Srei=
lich mußten ſie dann als Schmuckſtück recht koſtbar ſein, denn ſie
hingen auf den prächtigen Gewändern jener Seiten oft in der
Nachbarſchaft von Edelſteinen, die die Reichen aufgenäht auf
ihren Staatskleidern trugen. Bis zu welchem Grade die Uhr
als Schmuckſtück diente, zeigt der Umſtand, daß der phänomenale
Miniſtergauner Brühl unter ſeinen Schmuckſtücken nicht weniger
als 102 Caſchenuhren aufhäufte und der Herzog von Artois einſt
die Knöpfe an ſeinem Anzug durch ebenſoviel Uhren erſetzte.
Eine verſunkene Welt mit all ihrer Lebensluſt ſtieg vor dem
Betrachter dieſer Sammlung auf. Und dennoch war etwas
Weh=
mütiges um dieſe prunkenden, jetzt nicht mehr gebrauchten Uhren,
deren zu Stillſtand verurteilten Seiger wie erſtarrte Cotenhände
nach den Stundenzahlen langten und ein Memento mir ins
Ge=
dächtnis riefen, das ich einmal auf einer Standuhr fand: „Una
erit ultima‟ — Eine wird die letzte ſein.
Verkaufen Sie Ihre Skelette an das Inſtitut für militäriſche
Arzneiwiſſenſchaft. Man zahlt 25 Dollar. Ich kann Ihnen die
Celephonnummer geben.
Die Neporter ernüchterten.
Iſt das Ihr Ernſt? Komiſch, daß wir davon nichts wußten?
Das Skelett verkaufen? Wozu zum Teufel ſoll mir das
Ske=
lett! Bitte ſehr — nehmt es!
Und habt ihr keine Angſt vor dieſer Cransaktion?
Was habe ich zu befürchten! Es handelt ſich doch um einen
toten Körper, einen Leichnam. Und welche Vorteile! Bedenken
Siel Befruchtung der Selderl Wiſſenſchaft! Margarine, mit
der tüchtige Leute.
Es handelt ſich nicht darum. Aber bedenken Sie, was
ge=
ſchehen wird, wenn es alle erfahren. New York hat 6 Millionen
Einwohner. Von dieſen würde mindeſtens die Hälfte gern ihre
Skelette verkaufen. Das würde eine ſo ungeheure Summe
aus=
machen, daß ihre Begleichung das Parlament beſtätigen müßte.
Sie kommt im Parlament nicht durch, ich wette meinen
Kopf.."
Johnſohn war beſtürzt ob des Ausbruches dieſes Fröhlichkeit,
über eine ſo furchtbare Sache wie der Verkauf des Skeletts.
Er kehrte betrunken und mit ſchwerem Kopfe heim und
ſchleppte ſich mit Mühe ins fünfte Stockwerk. Ohne ſich
aus=
zuziehen, warf er ſich auf das Sofa und ſchlief ein.
In der Nacht erwachte er. Es brannte ihn immer, alſo
trank er Waſſer und ſchlief wiederum ein. Eine ſeltſame
Emp=
findung weckte ihn auf, die unmöglich mit Worten wiedergegeben
werden kann.
Er lag auf dem Sofa und fühlte ſich ratlos wie ein Kind.
Im ganzen Körper empfand er eine unnatürliche Ermüdung,
es geſchah mit ihm etwas Ungewöhnliches. Es quälte ihn ein
dumpfer Schmerz, es riß und zog ihn etwas — als wenn es nach
außen gelangen wollte.
Schließlich klärie ſich alles auf. Im Morgendämmer erblickte
Johnſohn vor ſich ein ſchimmerndes, weißes Skelett, das ihn
unverſchämt anlachte und ihm Kußhände zuwarf.
Neubau in New York.
Von Dan Bergman.
Deutſch von Age Aveſtrup und Eliſabeth Creitel.
Als ich vorigen Herbſt in New York war, ſuchte ich mir
eine kleine Wohnung. Ich las in einer Annonce im „New York
Herald”, daß im 25. Stock eines ruhigen kleinen, neuen und
be=
quemen 58ſtöckigen Hauſes in der Nähe vom Broadwag eine
Wohnung zu vermieten wäre. Ich machte mich ſofort auf, um
die Wohnung zu beſichtigen. Vergebens aber ſuchte ich die
Hausnummer.
„Wo iſt Nummer 1593?” fragte ich ſchließlich den
wacht=
habenden Policeman.
„Dieſe Nummer haben ſie noch nicht errichtet,” antwortete
der Policeman, „aber hier iſt das Grundſtück.”
Er wies auf ein Loch in der Häuſerreihe und eine Grube in
der Erde. Neugierig guckte ich in die Grube. Sie war
ziem=
lich tief.
„Hallo, da unten!” rief ich.
Ein Mann ſteckte den Kopf aus der Grube. Er ſagte, daß
er der Baumeiſter ſei.
„Bauen Sie jetzt in den U.S. A. nach unten?” fragte ich.
„Im „Herald” ſteht eine Annonce über eine Wohnung im
25. Stock hier. Liegt ſie vielleicht da unten? Ich reflektiere
eventuell auf ſie, aber es war nicht meine Abſicht, halb nach
Europa zurückzugelangen, auch wenn es der kürzeſte Weg iſt.*
„Ach ſo. Sie ſind aus Europa,” ſagte der Baumeiſter, „das
hätte ich mir gleich denken können. Europeans ſchwatzen immer
ſo viel. Alſo, wollen Sie die Wohnung im 25. Stock haben?”
„Nach oben oder nach unten?” orientierte ich mich.
„Nach oben,” ſagte der Baumeiſter. „Wir ſind noch beim
Ausſchachten. Aber ſo ein kleines, 38ſtöckiges Haus ſchmieren
wir bald zuſammen. Sie können übermorgen vormittag einziehen.
Wollen Sie oder nicht? Es iſt die einzige freie Wohnung. Sie
müſſen ſich gleich entſchließen.”
Mein träges, europäiſches Intereſſe war geweckt.
„Ich werde ſie nehmen,” ſagte ich. „Ich komme übermorgen
früh. Nun machen Sie aber fin!”
Swei Cage ſpäter kam ich mit einem kleinen Handwagen bei
Nummer 1593 vorgeſchoben. In den U. S. A. tut man alles ſelbſt.
Ein Dienſtmann iſt nur mit Gold aufzubringen. Wenn er alſo.
ſehr dick iſt, dann kann der Auftraggeber ruiniert werden.
Darum iſt man ſelber der beſte Dienſtmann.
Ich ſtarrte erſt erſtaunt nach oben. Das war ja faſt wie
Aladins Palaſt. Nummer 1593 erhob ſich hoch in die Luft. Ich
zählte die Stockwerke und verlor wiederholt den Faden, und mir
wurde ſchwindlig im Kopf, aber das Reſultat waren jedenfalls
nur fünfzehn oder ſechzehn oder höchſtens achtzehn.
Da kam der Baumeiſter. Ich lachte ſpöttiſch, auch wenn der
Spott ein bißchen gezwungen war, denn die Sache imponierte
mir immerhin.
„Der 25. Stock war es!” ſagte ich.
„Well,” ſagte der Baumeiſter und kratzte ſich den Kopf, „wir
hatten geſtern einen zweiſtündigen, kleinen Streik, dadurch iſt
die Arbeit etwas verzögert worden. Aber gehen Sie in den
Salon da drüben und eſſen Sie Ihr Lunch, und kommen Sie dann
wieder, dann wollen wir ſehen.”
Ich ging und aß mein Lunch.
Als ich wieder hinauskam, erhob ſich Nummer 1593
himmel=
hoch in die Luft. Ich mußte mich auf den Nücken legen, um die
Stockwerke zu zählen. Aber ich konnte höchſtens dreiundzwanzig
zählen.
„Der Lift iſt noch nicht in Betrieb,” ſagte der Baumeiſter,
„Aber wenn Sie die fünfzig halben Creppen ſteigen wollen, dann
denke ich, daß Sie gerade zur rechten Seit kommen.”
Ich ſtieg die fünfzig halben Creppen. Als ich den 25. Stock
erreichte, war er ſchon längſt fertig. Ich glaube, ſie waren beim
S2ſten.
Im übrigen wurde der erſte Stock bereits wieder renoviert.
Auf Wiederſehen! Ich gehe ins Inſtitut. Ich will ehrlich
reden, mir wurde die Nachbarſchaft ihres vom Alkohol
durch=
drungenen Körpers unangenehm.
Und was wird mit mir geſchehen? — ſtöhnte Johnſohn
traurig.
Wie es Ihnen beliebt, Ceuerſter. Meine Miſſion iſt bei
weitem erhabener als Ihre armſelige Exiſtenz . Good by!
Und das Skelett ſetzte den Sylinder auf den Kopf, drehte
den Spazierſtock in der Hand und ging mit forſchem Schritt auf
die Cür zu.
Johnſohn fiel vom Sofa herab, wortwörtlich, da er, von den
Knochen nicht mehr gehalten, einer großen Schnecke mit ihrem
gallertartigen Körper glich.
Mit Mühe ſchleppte er ſich zum Fenſter.
Die Straße bot einen ſeltſamen Anblick. Uber ſie hin ſchritten
Skelette, kleine und größere, marſchierten willig und ſangen
luſtige Lieder . . . Einträchtig gingen ſie in das Inſtitut . .."
Johnſohn lebt noch heut. Er weilt in der Anſtalt, wo er am
Boden hinkriecht und ſich beklagt, daß ihn das Skelett
fort=
warf, und jetzt kann der Armſte weder ſtehen noch gehen.
Marztag.
Wolkenſchatten fliehen über Selder,
Blau umdunſtet ſtehen ferne Wälder.
Kraniche, die hoch die Luft durchpflügen,
Kommen ſchreiend an in Wanderzügen.
Lerchen ſteigen ſchon in lauten Schwärmen,
Ueberall ein erſtes Srühlingslärmen.
Luſtig flattern, Mädchen, deine Bänder,
Kurzes Glück träumt durch die weiten Länder.
Kurzes Glück ſchwamm mit den Wolkenmaſſen,
Wollt es halten, mußt es ſchwimmen laſſen. Lilleneron.
Fan —F — „Ader die ſaben Sie eben ſchlecht weggeſtellt, m
hätten Sie Ordnung in ihrer Garderobe, hätten Sie ſie natürligd
auch gleich gefunden.‟ Doch die Antwort darauf iſt ernſt um
voll Ehrfurcht: „Sie ſprechen ſo, weil Sie den Sirkus ſchleckte
kennen. Es iſt oft beſſer, wenn man betet, als wenn man
vern=
ſucht, etwas zu verſtehen.”
So ſind ſie als Menſchen Kinder des Lebens, in dar
Manege aber warfen ſie ſich auf zu ſeinem Meiſter: ſie karf”
kieren es! Denn das iſt die höchſte Kunſt des Clowns, lebendigt
Karikatur des Lebens zu ſein. Dann zwingt er es, gerade wer
es ſonſt ihn zwingt, denn er muß genug gelitten haben, um übar
den Schmerz zu lachen, und genug gelacht haben, um zu weinern
wann er will.
So ſieht er Städte und Länder und lernt — ihre Seele kennenu
die Seele ſeines Publikums. Er weiß, wie er ſie in Nußland, wie
in England und wie er ſie in Spanien rühren kann. Feinfühl7
wird er und ſtimmt beim Auftritt ſchnell und ſicher auf die
Atmoſphäre ab, die ihm von den Sitzterraſſen entgegenwebg.
zwingt durch die oder jene Nüance ſein Volk in Bann, iſt eim
Stunde König des Volks. Für dieſe Stunde lebt er.
Heute reißt auch die Cradition des echten Clowns ab, genam
wie der Sirkus ein Induſtrieunternehmen wird. Das „Fahrendch
Volk” hat die Gemächlichkeit ſeines Namens verloren, es mur
raſchlebig ſein, frühreif und nüchtern. Die dekadente Kunſt der
Varietekomikers erſetzt die urwüchſige Kraft des Clowns. O5
Erinnerungen der Fratellini bannen noch einmal die ganze Voo
mantik des Sirkus unmittelbar, nicht zum Noman verkitſcht, unn
weiſen auch zerſtreut ſo viel pſychologiſche Feinheiten auf, dag
auch der unromantiſche Leſer Anregung und Genuß findet.
Min 9
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Kaul — „Hochſch!
Fau mer nichtsah
ſen, daß aam mit
nödern Römer f!.
di Beiwer de Au=
Das Leben dreier Clowns.
Von Karl Menninger.
Erinnerungen der Fratellini! In den Manegen aller
Länder haben ſie „gearbeitet”, haben mit ihren Auftritten und
(Pantomimen überall „Nieſenerfolg” gehabt und ſind mit ihren
gefahrloſen Grotesken ſo umjubelt worden wie die großen
Domp=
teure und Artiſten, die im Swinger oder auf dem Crapez lächelnd
mit dem Cod zu ſpielen haben. Seltſame Welt des Sirkus! Nun
hat ſich Einer gefunden, der die Fratellini jeden Abend in ihrer
Garderobe in Paris, wo ſie jetzt ſeßhaft geworden ſind,
auf=
ſuchte und die Bruchſtücke ihres Lebens aufzeichnete, ſo wie ſie
ſie zwiſchen Schminken und Ankleiden hinwarfen. Ein andrer
zeichnete ſie, und daraus entſtand das Buch mit dem obigen
Citel, deſſen etwas ſchwerfällige Ueberſetzung Erich Neiß in
Berlin verlegt hat. Kein Kunſtwerk eines Dichters, weil ihm
die geſtaltende Form fehlt, dafür aber oft ſo unmittelbar und
be-
laden mit einer Fülle wahrer Einzelzüge, daß daraus echter und
lebendiger wie aus einer Monographie die „Seele” des Girkus
hervorleuchtet.
Der Vater der Fratellini ſtammt von gutbürgerlichen Eltern
aus Florenz. Glänzend begabt, freiheitsdurſtig und
abenteurer=
luſtig miſcht er ſich unter die Scharen Garibaldis. Er wird
ge=
fangen und in’s Lager nach Gaeta gebracht. Dort vertreibt er
die Langweile ſeiner Kameraden durch Kunſtſtücke und Späße:
und das iſt die Geburtsſtunde des Clowngeſchlechts der Fratellini.
Nach der Gefangenſchaft ſchließt der Vater den Vertrag mit
dem Zirkus. Auf drei Generationen, wie die Geſchichte lehrt.
Seine vier Söhne gehören alle dem Sirkus, der älteſte ſtarb mit
jungen Jahren, die drei übrigen ſind die „Drei Fratellini”.
Von früh an arbeiten ſie: ſpringen, reiten, voltigieren,
muſi=
zieren, denn ein guter Clown iſt die Suntheſe aller übrigen
Ar=
tiſten der Manege. Dann packt ſie das Leben und wirft ſie „wie
ein Ball von Land zu Land und von Erlebnis zu Erlebnis, der
hier über den Weg ſpringt, dort zurückgeſtoßen wird, der hier
froh iſt, dort weint, der allen empfänglichen Menſchen der ganzen
WWelt Fröhlichkeit ſchenkt”. So ſind ſie dem rollenden Leben mit
Leib und Seele verhaftet, das ſie rüttelt und ſchüttelt, das ſie
hungern läßt und ihnen „Erfolg” ſchenkt. Sie beklagen ſich nicht,
ſie denken nicht über es nach, ſie denken nur an den „Auftritt”,
an den „Nächſten Cag”: „Der nächſte Cag iſt unſer Gott, auf
ihn ſetzen wir unſere ganze Hoffnung. Der nächſte Cag?
Viel=
leicht der Nuhm, vielleicht das Krankenhaus? Auf jeden Sall
iſt er anders wie jeder verfloſſene!”
So liebt der Clown das Leben wie ſeine Mutter, die ihn
ſchlägt und ſtreichelt, und er ehrt ſie mit ſeinem Glauben und
ſeinem Aberglauben. Glücklich iſt er, wenn er beim Auftritt die
„Daumen halten” kann oder wenn es ihm gelingt, beim
Ueber=
ſchreiten der Barriere das Kreuz zu machen. Einmal arbeiteten
zwei Brüder ſchon in der Manege, der dritte ſollte in fünf
Minuten mit einer großen Kiſte nachkommen. Dieſer ſucht, ſucht,
kann ſie nicht finden, wirft die ganze Garderobe durcheinander,
gerät in Naſerei — endlich: hinter einem Koffer ſteht ſie! In
der Manege waren die zwei ſchon ungeduldig geworden, hatten
ihre Szene wiederholt — na, endlich kommt die Kiſtel Nach
der Szene kehren ſie ſchweigſam und ernſt in die Garderobe
zu=
uück und murmeln, als ſie die Kiſte an ihren Platz ſtellen, Gebete.
„Aber was iſt Ihnen denn?”, fragt einer. „Verſtehen Sie denn
nicht? Dieſe große Kiſte, die ganz allein von ihrem Platz fort=
Nummer 200.
Aufgabe 800.
Rudolf Sprenger in Darmſtadt.
Urdruck.
Weiß zieht und ſetzt in vier Zügen matt.
Prüfſtellung: Weiß: Kh7 Tg3 La4 b6 Sf8 Bc3 d2 f4 (8);
Schwarz: Kd5 Bc4 c6 d6 d7 f5 (6); 4
Aufgabe 301.
Heinz Flander m Darmſtadt.
Urdruck.
Weiß zieht und ſetzt in drei Zügen mat.
Prüfſtellung: Weiß: Ka8 Ta5 f6 Le8gl SabBc4d5h6 (0);
Schwarz: Kb6 Td4 h7 Sh2 Bd7 e6 (6); 3.+.
Wir freuen uns, zum Jubiläum der 200. Nummer mit zwei ge
fälligen Stücken aus dem hieſigen Schachkreiſe aufwarten zu können.
Auflöſung der Rätſel aus Nr. 12.
Leiterrätſel.
Röffelſprung=Aufgabe
1. Färberei, 2. Republik, 8. Arabeske,
4. unſinnig, 5. Maikäfer, 6. Ottomane,
7. Draperie, 8. Einfahrt.
„Fran Mode — Bubikopf””
Magiſches Quadrat
Druck u. Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei. Rheinſtr.
vortlich f. d Redaktion: Dr. H. Nette. Fernſpr 1. 2389—2392 Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck verb. — Kliſchees F. Haußmann,alle in Darmſtade.
Aubeichen
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Snmebräg
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Ean achen auf
Rain Sihts
auit 10 Min
Li Eg
leine e‟ Zucker
imkl
9a
Bimmlich kalennermeeßich is diß Johr de Friehling
aus=
moche un keiner kann ſagen, wie es geſchah, awwer er is da,
Senz. — No, unner uns geſagt, ich drau dem Nixnutz nor
ſcher, dann warum, mer hott ſo ſei Erfahrung un waaß, däß
End kimmt allemol hinnenooch; s is nor die Edde gebeetzt.
mefehr wie’s die Metzjer aach mache, die wo die vorich Woch
„z unvermiddelt un haamdickich, eh mer nor an was Beeſes
zenkt hott, mit=em Schweineflaaſch abgeſchlage ſin. Un warum?
hß damit ſe mit=eme einichermaße gude Gewiſſe korz vor de
i odder wann die Kummfermatzione losgeh, widder
uff=
nure kenne, die Brieder, die ſchei heiliche.
Zwwrichens hette die Bäcker, die Daig=Aſchidäckte, die
miß=
ſtiche, däßhalb net gleich mit=em Brot uffzuſchlage brauche.
fdr halte die däß in ihre kindliche Unſchuld for=en Akt
aus=
ſchender Gerechtigkeit, daß mit=em Brot uffgeſchlage muß
min, wann es Flaaſch abſchlehkt. Zuzudraue weer=ſen, dann
zhawwe jedenfalls Angſt, es mecht uns am End zu wohl wärrn.
Wie geſagt, ich drau dem Friehling nor halwer; mer brauch
uemol en Blick an de bollidiſche Horizont zu dhu, do hott mer
z Nas ſchun voll. Nemlich allemol, wann=ſe ſo härzerweichend
z Velkerverſehnung redde un vun Abriſtung un ſo, un winke
zäächeſeidich mit Palmwedel, do kann mer feſt druff geh, daß
tärchend was Schlimmes im Schild fiehrn un daß mer kaan
hment vor=eme Dunnerſchlag ſicher is.
Awwer nixdeſtowenicherdrotz, noochdem=mer nu beinoh rund
ur Monat lang November hatte, dhun aam ſo e paar ſchei heiliche
gehlingsdääch doch gut. Wie hott der alte Rechnungsrat Jäger
vol gedicht:
Wann’s Friehling wärd, do is am ſo,
Mer kann’s net ſage wie;
Die Bruſt ſo leicht, des Härz ſo froh
Un beidem ſchwer die Knie ....
un bei de erſte Friehlingsſunneſtrahle do mache ſich gleich
verhand lenzliche Gefiehle bemerkbar; bei Alt un Jung. Die
zwe ſpiele „Bickelches”, un de ganze Dag geht’s: „Läck an de
hur!“ — „Hochſchuß” — „Häckerches” — „Nixerumgornix”; un
unn mer nichtsahnend iwwer die Gaß geht, kann’s aam
baſ=
ſirn, daß aam mit zimmlicher Fehemenz en Hand= odder Fußball
pdder’n Römer fliggt. — Die Mädcher ſchwinge 18 Hibbſaal,
d Weiwer de Ausklobber un die Menner des Bierglas mit=em
obbelbock”.
Ach un dann die Lüwe . . .
Däß is zwar zu jeder Jahreszeit en gangbare Addickel, mn
ſosz der große Noochfrag geht der nie aus, märkwärdicherweis,
ſndern er is jederzeit vorrädich un ſozuſage ſofort greifbar.
wwer wann’s ſo affengt zu lenze, do hott’s grad de Deiwel
ge=
ſhe, do is im Dier= un Menſchereich kaans ſicher vor=er. Un ſie
kmmt iwwer aam, haamlich, ſtill un leiſe, wie=en Faſſadekletterer
de Nacht, un eh mer ſich’s verſieht, is des Unglick ferdich un
ter hott en Gäächenſtand for’s Härz, der wo gam aſch zu
haffe macht.
Däß haaßt mer alſo: die Lübee . . . .
Un die Lübee is, wo mer allmitnanner nix degääche mache
inne, Mannsleit net un Weibsleit net. Sie is wie die Gribbe,
nwann mer ſe hott, kann aam kaa Dockter mehr helfe. Sie
ſgt ſozuſage in de Luft wie e aſteckend Krankheit, un es is kaa
fraitche degääche gewaxe. Sie fliggt an aam, mer waaß net wie,
n do hilft kaa Aßbierien, kaan Brißnitz, kaan Kammilletee, kaa
(bbedälldock un kaa Glauwerſalz; mer kann ſich aach net degääche
imbfe loſſe, un groß un klaa, alt un jung kann ſich net defor rette.
Korzum: die Lübee iſt, wann mer aafach net annerſter kann —
Wer’s die Lübee hat erfunden,
Hat an’s Scheiden nicht gedacht,
Sonſt bätt er’s die ſcheenſten Stu=hunden
Seiner Lübee dargebracht.
(Der Ooſe=Bertramm im Orfeum, der ſingt allerdings: „Wer’s die
Arbeit hat erfunden, hat an’s Stembeln nicht gedacht” —
noja, ich ſag bloß Bertramm, do is alles geſagt.)
Nadierlich, die Lübee muß vor alle Dinge aach en moraliſche
Hoſeboddem hawwe mit de Ausſicht uff’s Standesamt odder ſo
Awwer do liggt heitzedag de Hund im Haſepeffer begrawe.
Nem=
lich ſoviel ich geläſe hab, weern die Heiratsausſichte for’s
weib=
liche Geſchlächt in Heſſe ſozuſage unnerm Kaſärneſääkbock. Uff
fuffzeh bis achtzeh Mädcher keemt aan aanziche Mann! — Alſo
wann’s dißmol kaan Druck= odder Rächenfehler is, dann kann ich
bloß ſage: — Scheene Ausſichte, däß!
Mei Zwangsmiedern, wie ich däre die Neiichkeit ſchonend
beigebrocht hab, un hab geſagt, ich dhet’s unner de obwaldende
Umſtende for’s Kliechſte halte, wann=ſe ſich uff Abbruch
ver=
ſteichern dhet loſſe, dann ich hielt’s for gänzlich ausgeſchloſſe, daß
grad ſie die fuffzehnt odder achtzehnt weer, die wo im Ernſtfall
in Frog keemt; alſo meine Zwangsmiedern däre es es im erſte
Aageblick ganz blaublimmerantviolättblau for de Aage worrn,
un ſie hott ſofort Aſtalte gedroffe, for um in Ohmacht zu falle;
awwer weil ich ſo beilaifich geſagt hab, 18 weer kaan Drobbe
Schnabbs im Haus, do hott=ſe ſich’s annerſt iwwerleecht un hott
uff die Räbublick geſcholle, die wo an dene jammerbare Zuſtend
ſchuld weer, indem’s däß doch unnerm alte Reſchiem net gäwwe
hett, ſundern do weer defor geſorgt gewäſe, daß jed Dibbche ſei
baſſend Deckelche krickt hett. — Noja, ich ſag’s jo, die Räbublick,
an was is däß Oos eichendlich net ſchuld ..
No, ich hab mei Zwangsmiedern gedreeſt, ſo gut’s gange is,
un hab=er geſagt, daß ſe ſich driwwer enausſetze ſoll, dann meiner
Vermüdung nooch hett ſie kaan krickt, un wann=ſe ſchließlich
aach net ausſähe dhet wie e Vogelſcheich uff Urlaab, bei däre
kaa Menſch wißt, was hinne un vorne weer; jedenfalls, hab ich
geſagt, hett ſie aach im Middelalter, falls mer ſe domals net
aafach gleich als Hex verbrennt hett, leddich in die Grub fahrn
miſſe, drotzdem ſeit erzeit en kolloſahle Mannsleitiwwerſchuß
ge=
härrſcht hawwe mißt, ſunſt hett doch s Gretche, wie’s aus de
Kärch kumme weer, dem Fauſt gäächeniwwer net ſo erſtaunt zu
froge brauche: „Ich gäb was drum, wenn ich nur wüßt, wer
heut der Herr geweſen iſt
Dodruff hott ſe ganz bickiert erwiedert, ich braicht mich aach
net an Lade zu leeche, dann außer meim Schorſch — Sie wiſſe,
der Kabbedendarm bei de Fättſtiwwel —, außer meim Schorſch
hett doch aach kaaner bei mer a gebiſſe. — No, ich hab=er
er=
kleert, daß ich aach kaan gewollt hett, dann ich weer mir
mei=
ner „Sendung” als Darmſtädter Jungfraa von Orleang bewußt
gewäſe, un wann mer ſich de geſamte Bärjerſchaft zor Verviechung
ſtelle mißt, do därft mer net eichenitzich bloß an ſich denke, ſundern
mer hett aach kaa Zeit, for um ſo=eme ei gebilde Wannsbild
irdene Roſe in’s himmliſche Läwe zu flechte, heekele, flicke, ſtobbe
un ſtricke.
Iwwrichens, hab ich geſagt, wann ich mer vorſtell, ich hett
des Bäch hawwe kenne wie die Beſſie Hoffart, die wo als
Schoſſä=
fiene vun de Heilsarmee ſo=en „unruhliche” Pandoffelheld in
Kannoneſtiwwel zum Ehegeſpunſt krickt, ſo e großſchnautzich
Bonnabärtche, der wo ſich fimf Minude vor daß er zum Kaiſer
ſähe hett, in dem grauße Schauer=Luſtſpiel=Drama, wo de Robert
Klubb ſpaßhalwer 8 Läwe drinn loſſe mißt — alſo, hab ich
ge=
ſagt, liewer dann net gekreent un leddich gebliwwe, als wie
ſoen Knotterich, ſo=en langweiliche, zum Mann hawwe. —
Däß Dumme vun däre Stadiſtick, un was mich am meiſte
ärchern dhet, ſagt ich, däß weer awwer däß, daß wann die
Manns=
leit erauskrieje, was ſie for=en rare un geſuchte Addickel ſin, daß
dene nu’ ganz de Hochmutsdeifel in de Kobb ſteiht. Un es ſollt
mich gor net wunnern, ſagt ich, wann die ganz Geſchicht net uff
e Verfaſſungsennerung enauslaafe dhet, indem die jetzt des
Paſchaſiſteem eifiehrn wollte un die Vielweiwerei, un wollte ſich
vielleicht als Därke uffſpiele. Awwer in dem Fall, hab ich geſagt,
mißte mir Frauen zuſammeſteh wie aan Mann un mißte de
Adrag ſtelle, daß for alle Dinge eiſt emol die
Junggeſelle=
ſteier eigefiehrt mißt wärrn, damit dene Simbel, dene a
därme=
liche, dene Bäſemſtielpilode, dene windſchiefe, die wo in ihrm
Eichenutz nor an ihr Anehmlichkeite denke dhete, ſtatts ſich ihre
Flichte gääche’s Vaderland bewußt zu wärrn, damit dene emol
de Brotkorb e bißche heecher gehenkt dhet wärrn. Wann’s mir
nooch gingt, ſagt ich, do mißte die Hageſtolze, wie ſe ſich ſo gärn
nenne heern, die Feichling, wie mer richdicher ſage dhet, die mißte
mir uff’s Standesamt, odder ſie mißte Steier bezahle, daß ſe
ſchwazz wärn. Punkdumm.
No un däß hott dann aach meine Zwangsmiedern ei geleicht.
Un wann Se demnächſt ärchendwas vun=eme derardiche Adrag
leide heern, do wiſſe Se, wer am Strang zieht.
Bienche Bimmbernell.
Poſtſchkribbdumm. Alſo, die Köllner
Stadtverwal=
tung die wärd ſich emol net wenich gebauchbinſelt fiehle, wann
ſe lieſt, daß=er grad ſo dreckich geht wie de Darmſtädter . . .
Freilich, ich bin do wie immer e bißche annerer Wſicht,
un wie ich unſerm Owwerowwer ſei Vorwort geläſe hab, däß
wo er em neunzeh hunnerdſiwwenunzwanzicher Gemeinde=
Vor=
aſchleegelche ehrforchtsvoll gewidmet hott, un hott do ſo
bei=
laifich druff hiegewieſe, daß=es annern Städt, aach net beſſer
gingt, do hab ich mir doch geſagt: „Was is mer däß for=en Droſt,
wann noch aaner mit aam gehenkt wärd.”
Ich glaab drum aach, wie unſer Owowerhaibtling däß
Vor=
wort zum Gemeinde=Vora’ſchleechelche hott dichte miſſe, ich glaab,
daß do als emol ſei Sorjeſtiehlche elend gekracht, hott. 8 is
wärklich kaa Eſſig, de Bärjerſchaft ſo e Meddezien ſchmackhaft zu
mache. Nadierlich, ihm de Vorworf zu mache, daß mer iwwer
unſer Verhältniſſe gelebt hette, däß geht nadierlich aach net.
Awwer drotzdem: hett=er mehr uff mich gehorcht un net ſoviel
uff die annern, die wo in ihre Großmannsſucht als nor bewilliche
un bea drage, ganz wie’s ihre Indräſſe in de Kram baßt, ohne
ſich aach im geringſte Kobbweh driwwer zu mache, wo’s Geld
her=
kimmt, un die wo dauernd nor mit=em große Leffel ſchebbe un
immer mit de große Hunde — iwwerhaubt un ſo. Ja, ich meecht
nor wiſſe, wo ſe ſe her hawwe, die Großdhunerei. Gott, mer
waaß doch aach, wer ſe ſin un wo ſe herſtamme. — Alſo, hett
unſer Owwer mehr uff mich gehorcht, do dhet=em manch grau
Hoor erſpart bleiwe. Awwer naa, er hott mei gutgemaante
Rat=
ſchleech in de Wind geſchlage un hott dene annern vielerzuviel
noochgäwwe; däß is äwe däß. Jetzt kimmt es dicke End
hinne=
nooch.
Nadierlich, do hott=er jo aach widder recht, unſer Owwer,
wann=er ſeecht, daß der Staat, der Allmei” un es Reich, däß
hab=
gieriche, alles, was ei geht, gern for ſich behalte dhete, un die
Ge=
meinde dhet mer mit e paar Drumbel gbſpeiſe un dhet=en dodefor
duſchuhr neie Laſte uffdeixele. Awwer offe geſtanne, mit däre
Wiſſenſchaft is uns gewehnliche Steierzahler net gedient, do
kenne mir uns kaa Subb devo ſchmelze. Wo es Geld hiekimmt,
do wärrn mir ſowieſo net denooch gefrogt, bei uns hannelt ſich’s
bloß drum, wo’s herkimmt.
Um nu dem Deffezitt uff de Leib zu ricke, will mer vor alle
Dinge die Wohlfahrtslaſte ei’ſchrenke. Gut ſo; die Klaarentner
un ſo hawwe jo ihrn Spaß am Härrngadde, am Trauwe un am
Rothaus.
Un dann will mer aus Dreck — Gold mache, indem mer die
Millabfuhr, Stroßereinichung un Kanalbenutzung e bißche
hoch=
nimmt un ſo.
Un im iwwriche hofft mer weiter, daß es ſchließlich doch emol
vun ſälbſt beſſer wärrn mißt. No, in Stadtverwaltungs= un
Stadtratskreiſe war mer ſchun immer groß im Hoffe . .."
Es reden un dräumen die Menſchen viel
Von beſſeren kimfdichen Dagen,
Nach einem glicklichen, goldernen Ziel
Sieht man ſie rennen un jagen.
Die Wäld wird alt un wird wieder jung,
Doch der Menſch hofft immer auf Beſſerung!
Un ſo hoff aach ich, daß ich’s noch erläb, wann=em
Niewer=
gall ſei Denkmal ei gewiht wärd. Dißmol durft ich in die
Spar=
bix wärfe: B. B. 10 Mack; H. L. V. 100 Mack. — Danke ſchee!
Das Neueſte der Damenmode im Frühjahr?!!
Feine Sauerampferſuppe. Von 50 Gramm Fett
md 50 Gramm Weizenmehl bereitet man eine lichte Einbrenne,
er man 200 Gramm ſauber verleſene, gewaſchene junge
Sauer=
mpferblätter, die man grob gewiegt hat, beifügt. Mit 34—1
iter heißem Waſſer aufgefüllt, läßt man die Suppe eine halbe
Stunde kochen, legiert ſie mit einem Ei und ſchmeckt ſie mit Salz,
venig Pfeffer und friſcher Butter ab. Man reicht ſie mit
geröſte=
en Semmelbröckchen.
Süße Rhabarberſuppe mit Vanille=
Schaum=
lößchen. Ein Pfund ungeſchälten rotſtengligen Rhabarber
hneidet man in kleine Stücke, die man mit einem Liter Waſſer
um Kochen aufſetzt, dann durch ein Haarſieb ſtreicht, worauf
nan die Suppe mit einem Ei und einem Eßlöffel Mehl
ver=
zuirlt, 10 Minuten langſam ziehen läßt. Nun ſchmeckt man ſie
nit Salz, Zucker und friſcher Butter äb und läßt auf der Suppe
leine Schaumklößchen garziehen, die man von dem
ſteifgeſchla=
enen und mit Vanillezucker gewürztem Eiweiß mit einem
Tee=
iffel auf die heiße Suppe aufſetzte.
Miſchgerichte von Kartoffeln und
Büchſen=
leiſch. Zwei Pfund geriebene gekochte Kartoffeln vom Tage
uvor werden mit einem halben Pfund würflig geſchnittenem
ſüchſenfleiſch und einer halben Taſſe Zwiebelwürfeln,
lagen=
veiſe mit Pfeffer und Salz in eine Auflaufform geſchichtet,
Kar=
ſoffeln oben und unten. Dann in zwei Taſſen Milch drei
Tee=
fffel Appels Hühnervollei verquirlt, darüber gegoſſen,
Butter=
der Fettflöckchen darauf verteilt und die Speiſe im Waſſerbad
eine Stunde gekocht.
Speiſezettel.
Sonntag: Sellerieſuppe. Rinderſchmorbraten mit
Büchſen=
gemüſe. Mokkacreme.
ontag: Gefüllte Eier mit Kräuterſoße. Apfelſinenſalat.
dienstag: Milchreis mit Zucker, Zimt und Braiwurſt.
ittwoch: Nudelſuppe. Porreegemüſe mit Hammelfleiſch.
Lonnerstag: Teltower Rübchen mit Butterſoße und
ge=
backenem Kalbsgehirn.
Freitag: Möhrenſuppe. Gekochter Schellfiſch mit Senfſoße.
amstag: Kartoffelpuffer mit Apfelmus.
Der Hoſenrock,
der in einer Modenrevue im Hotel Eſplanade in Berlin als die
neueſte Frühjahrsmode gezeigt wurde. Die etwas kühne
Neue=
rung fand bei den anweſenden Prominenten der Geſellſchaft und
Mode eine durchaus geteilte Aufnahme.
Humor
GARMEREI
„Iſt doch merkwürdig bei dieſem Frühlingswetter, es ſcheint hier richtig
gefroren zu haben.”
Er weiß Beſcheid. Die Lehrerin ſucht den Kindern die
Sündhaftig=
keit des Stehlens klarzumachen und gibt ihnen ein Beiſpiel: „Nun denkt
mal, ich ſteckte die Hand in jemandes Taſche und nähme ihm das Geld
heraus. Was wäre ich dann wohl?‟ Die Kinder denken angeſtrengt
nach. Schließlich meldet ſich der kleine Karl: „Fräulein, dann wären Sie
ſeine Frau.
Beim Fiſchhändler. „Es iſt Ihre eigene Schuld, wenn der Fiſch
nicht mehr friſch iſt. Sie hätten ihn ja vor acht Tagen kaufen können!“
Das
bunte Complet.
Die Mode iſt heuer ſo einfach, ſo
dezent und beſcheiden, daß ſie in dieſer
Hinſicht vielleicht ſogar etwas zu weit
geht. Die Stoff= und Seidenkleider, die
Mäntel und Koſtüme haben mehr oder
weniger die ungezwungene, gerade
Linie, unterbrochen nur durch ein paar
Pliſſeepartien, Säumcheneffekte oder
Knopfgarnierungen. Im Grunde
ge=
nommen aber ſind es immer die
gleich=
artigen Typen, die man zu ſehen
be=
kommt.
Darum erwartet man von der Mode
der kommenden wärmeren Tage, daß
ſie doch einige bunte Effekte bringt, die
zwar ſehr dezent ſind, aber dennoch den
Modellen eine beſchwingtere Note geben.
Die vorherrſchenden dunkelblauen,
ſchwarzen und beigefarbenen
Materia=
lien, die an ſich ja nicht ſehr
wirkungs=
voll ſind, laſſen eine Kombination mit
bunter Seide ſehr gut zu und werden
an Effekt dadurch unbedingt gewinnen.
Wenn man die kommenden Modelle
der großen Modeſalons zu ſehen
be=
kommt, ſo vermag man ſchon jetzt
ge=
nau feſtzuſtellen, inwiefern ſich die
bun=
ten Seiden auf die zu erwartende Mode
auswirken werden. Es wird ſich hier
um voneinander durchaus verſchiedene
Modelltypen handeln, deren Art auch
vor allen Dingen von dem zur
Ver=
wendung gelangenden Materiale
ab=
hängig iſt.
Gegenüber dem letzten Sommer, der
uns ja auch vielfach buntbedruckte
Sei=
den brachte, iſt inſofern ein
grundlegen=
der Unterſchied zu verzeichnen, als
da=
mals das gemuſterte Seidenkleid als
ganz beſonders elegant galt, im
allge=
meinen auch ziemlich koſtſpielig und
kompliziert in der Form war, und faſt
ausſchließlich für beſonders elegante
nachmittägliche und für abendliche
Zwecke herangezogen wurde. Heuer
hin=
gegen iſt dies ganz anders. Man will
das bedruckte Seidenkleid möglichſt
häufig verwenden und es demnach mehr oder weniger als
Ge=
brauchskleid benützen, und wird darum dieſen Modellen an
ſon=
nigen Tagen ſehr häufig im Straßenbilde begegnen.
Die bunten Seiden werden auch billiger ſein als im
Vor=
jahre, ſoweit es ſich nicht um beſonders originelle Spezialmuſter
in China= und Marokkokrepp handeln wird, die natürlich
nie=
mals wohlfeil ſein können. An ihrer Stelle wird man aber gerne
bunten Foulard oder deſſinierten Pongis, wie auch farbig
be=
druckte Rohſeide verarbeiten, die den neuen daraus verfertigten
Kleidern eine flotte Note geben wird.
Nun bringt uns aber die Mode außer dieſen einfachen bunten
Kleidern auch ſehr originelle Complets, deren Beſtandteil
zwar dieſe Kleider bilden, ſie aber noch mit einem kurzen Jäck=
Die neuen Bluſen.
Jahrelang ſchon war die Bluſe nicht ſo ſehr in
den Vordergrund des Intereſſes gerückt, wie eben
jetzt. Denn abgeſehen davon, daß faſt alle Modelle,
ob es ſich nun um Mäntel, Kleider oder Koſtüme
handelt, eine leicht geſchoppte Form haben, wird
die Bluſe ſelbſt zu einer Reihe von Kombinationen
herangezogen. Ein einfaches Frühjahrskoſtüm kann
durch ſie leicht zu einem aparten Jacken=Complet
ergänzt werden, während ein gerader Stoff= oder
Seidenrock mit einer entſprechenden Kaſak=Bluſe
ein ausgezeichnetes Kleid ergeben muß.
Man wird ſich bei den neuen Bluſen ſowohl
mit den Formen als auch mit den Farben ganz
nach den Modellen halten, zu denen ſie
Verwen=
dung finden ſollen, um ſo mehr, als die heurige
Mode eine möglichſte Farbenübereinſtimmung
vor=
ſchreibt und kraſſe Effekte unbedingt verwirft.
Darum dürfte man neben den weißen Bluſen
vornehmlich graue und beigefarbene Modelle
be=
merken, dann aber auch ein helles Aprikos und
endlich jenes matte Roſa, das als „Ibis” ſeinen
Siegeszug um die Welt angetreten hat.
Oft werden die neuen Bluſen mit einer
ab=
ſtechensen Farbe garniert, und zwar in der Regel
Ton=in=Ton, häufig aber auch in einer ganz
ver=
ſchiedenen, unbedingt, aber ſehr maßvollen
Kon=
traſttönung. So beſetzt man die blaßroſa Bluſen
gerne mit einem feinen Lavendel, die
aprikosfarbe=
nen Modelle mit einer zarten Türkis, beigefarbene
Seidenbluſen aber meiſt Ton=in=Ton, alſo mit
dunklerem Braun, bisweilen auch mit Schwarz
(Schwarz zu Beige gilt als beſonders neuartig und
flott!), graue Modelle mit einem dunkleren Grau
oder ebenfalls mit Schwarz.
Die Formen der neuen Bluſen ſind
voneinan=
der ſchon darum grundverſchieden, weil ja die
Faſ=
ſons mehr oder weniger von dem jeweiligen
Ver=
wendungszweck abhängig gemacht werden. Für
ſportliche Gelegenheiten kann nur die ſchlichte,
herrenhemdartige Form allen Anforderungen
ge=
recht werden, da dieſe Bluſen natürlich häufig
ge=
reinigt werden müſſen, ohne in der Wäſche zu
lei=
den. In der Regel wird man ſie darum aus Rohſeide
verfer=
tigen, die eine neutrale Farbe hat und ſich faſt jedem Stoff ſehr
gut anpaßt. Sie hat zudem noch den Vorteil, daß ſie ſehr leicht
zu reinigen iſt.
chen, mit einem Stoffmantel oder mit einem raglanartigen
Pale=
tot in Verbindung bringen. Solche Complets dürften der große
Erfolg der kommenden Saiſon ſein, weil ſie originell wirken
und unbedingt anmutig, dabei nicht allzu teuer ſind, alſo dem
Geſchmacke und den Wünſchen des Publikums in jeder Weiſe
entgegenkommen. Im übrigen wird ein derartiges Complet nicht
nur für die Stadt, ſondern auch für die Sommerfriſche und die
Urlaubstage ſehr gut verwendbar ſein und bei jeder Gelegenheit
vortreffliche Dienſte leiſten.
Die betreffenden Umhüllen ſind natürlich keineswegs
aus=
ſchließlich zu den dazugehörigen Kleidern, ſondern auch zu jedem
anderen Frühjahrs= und Sommermodelle verwendbar, da das
bunte Futter (weil es mehr oder weniger von vornherein ſchon
Links oben zeigen wir ein derartiges Modell in typiſcher
Hemdform mit Herrenmianſchetten und umgelegtem Bubenkragen
ſowie langer Seidenbinde, die auch für abſolut ſportliche Zwecke
durch eine geſtrickte Krawatte erſetzt werden kann.
alle Farben in ſich vereinigt) derart
in=
different iſt, daß es eigentlich zu jeder
Schattierung paßt.
Wie verſchiedenartig die neuen
Com=
plets, denen die Idee der bunten
Sei=
den zugrunde liegt, ſein können, zeigen
die in unſerer Gruppe feſtgehaltenen
Skizzen:
Eine angenehme Abwechſlung und
ins Auge fallende Neuheit bringt vor
allen Dingen die kurze Jacke zu einem
bunten Seidenkleide, wie wir ſie in
Bild 1 und 2 zeigen. Man kombiniert
in einem ſolchen Falle das Kleid mit
einer lüſterartigen Seide (die heuer
unter dem Namen „Mohair” große
Er=
folge hat) und arbeitet das Jäckchen
aus dem gleichen Materiale, womit ein
ganz reizendes Complet geſchaffen iſt,
das ſich ganz beſonders jugendlich und
anmutig präſentiert. Das Jäckchen iſt
auch zum Tennis oder in der
Sommer=
friſche zu jedwedem hellen Pliſſeerock
zu tragen, womit man eine neue
Kom=
bination gewinnt, die natürlich von
der früher beſchriebenen ganz
unab=
hängig iſt.
Flott wirkt ein ſchürzenartiges
Sei=
denkleid aus bunter Seide (Bild 3),
das in ſeinem Oberteile etwas gebluſt
iſt, während die Rockpartie halbrunde,
dreifach abgeſtufte Volants zeigt. Der
raglanartige Mantel (aus Kaſha oder
Fresko, auch weichem Sommertuch oder
Rips) iſt mit dem bunten Material,
aus dem das Kleid gearbeitet iſt,
ein=
gefüttert.
Sehr einfach und darum für jede
Figur geeignet, iſt das als fünftes Bild
gezeichnete Kleid. Es iſt wie alle
ande=
ren aus bedruckter Seide verfertigt (für
dieſes Modell würde ſich beſonders
Schwarz=weiß oder Blau=weiß gut
aus=
nehmen) und mit der betreffenden
ein=
farbig=dunklen Schattierung längs des
mit Knöpfen beſetzten Plaſtrons und
entlang den beiden vorderen und zwei
rückwärtigen Schürzenteilen gerandet,
unter denen man ſich ein einfarbiges,
helles Unterkleid zu denken hat, das mit
dem Plaſtron zu harmonieren hat. Aus
Ge
der dunklen zur Garnierung
verwen=
deten Seide beſteht auch noch der
ein=
fache Bubenkragen und die Nandung der Aermel, ſowie ein
ge=
rader, ſchmuckloſer, mit einer ſchlichten Schnalle
zuſammengehal=
tener Gürtel. — Zu der ungeſuchten Vornehmheit dieſes Kleides
iſt natürlich nur ein durchaus ſchlichter Mantel zu wählen, und
man wird nicht ſchlecht daran tun, ſich an ein mit Säumchen
ge=
ziertes, gerades Modell zu halten, wie wir es in der letzten Skizze
veranſchaulichen. Die Säumchen=Effekte wiederholen ſich auch auf
den Aermeln. Auch dieſer Umhang iſt mit der bunten Seide
ein=
gefüttert, die als Aufſchlag des geraden Schalkragens ſichtbar wird.
Zu dieſen Complets trägt man vorzugsweiſe leichte Hüte aus
originellem, in der Farbe gut abgeſtimmtem Phantaſieſtroh, das
bisweilen als eigenartiger Kontraſt einen dunkleren Innenrand
bringt.
Zum Koſtüm aber wird man ſicherlich ein etwas
komplizierteres Bluſenmodell wählen, das über
irgend eine aparte Garnierung in Form eines
Waſſerfalles oder dergleichen verfügt, um im
Aus=
ſchnitt des Koſtüms (oder Mantels) ſeine Wirkung
nicht zu verfehlen. Einen derartigen Entwurf
zeigen wir als zweite Skizze im Rahmen rechts
oben. Auch dieſe Bluſe iſt zwar in ihrem
Grund=
ſchnitt ganz einfach, verfügt aber über
Pliſſee=
volants an den Aermeln und über einen pliſſierten
und mittels einer Knopfleiſte niedergehaltenen
Waſſerfall, der immer ſchick ausſieht. Wir zeigen
dieſe Bluſe ein zweites Mal in dem darunter
ſkiz=
zierten Rahmen, wo ſie in ihrer oberen Partie im
Ausſchnitt des Koſtüms ſichtbar wird.
Der obere Rahmen bringt links eine andere ſehr
ſchicke Bluſe, die aber keineswegs den jugendlichen
Charakter der vorher beſprochenen hat, ſondern
vornehmlich für ältere Damen in Frage kommt
und in Dunkelblau, Grau oder Schwarz gut
aus=
ſehen wird. Sie iſt leicht geſchoppt, mit einem
ſchma=
len Gürtel aus gleichem Material
zuſammengehal=
ten und bringt unterhalb des Gürtels zwei
Hohl=
ſäume, die die richtige Verbindung mit dem Rock
darſtellen und ihn (falls er die gleiche Farbe hat
leicht zu einem ganzen Kleide zu ergänzen
vermö=
gen. Der bauſchige, bauernhemdartige Aermel ſiehl
immer gut aus.
Daß die effektvolle Säumchenmode auch auf das
Gebiet der Bluſe übergreift, iſt wohl nicht zu
ver=
wundern. Das Modell links unten verwendet die
Säumchen=Wirkungen in äußerſt reizvoller Art,
in=
dem die ganze breite Hüftpaſſe vollkommen mit
zarten Haarſäumchen garniert erſcheint und auch
die enganliegenden Manſchetten des bauſchigen
Aermels die gleiche Wirkung bringen. An dieſer
Bluſe iſt der breite Fiſchü=Kragen bemerkenswerk,
der in Georgette immer ſehr gut gefällt. Dieſe
Bluſe wird man, wenn möglich, in Grau oder
Aer4
Beige arbeiten und kann ſie mit einem gleichſarde
Poch
gen Rocke zu einem ausgezeichneten Frühjährs
oder Sommerkleide kombinieren.
Daneben iſt eine ebenſo reizvolle, wenn auch
einfachere Bluſe, die etwa für den Tennisſport 9
u=
verwendbar ſein wird, zu ſehen. Sie iſt in der
Mitte durchgeknöpft und hat darum weſtenartigen Charakter, wi.”
mit einem ſchmalen Lederriemchen zuſammengehalten und brins:
ſeitlich eingearbeitete Pliſſees, die immer jugendlich und Apn.
wirken. Auch der Aermel iſt in ähnlicher Weiſe garnielt.
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