Darmstädter Tagblatt 1926


05. Dezember 1926

[  ][ ]

Einzelnummer 15 Pfennige

Bezugspreis:

Bei wöchentlick 7 maligem Erſcheinen vom 1. Dezember
bis 34 Dezember 2.18 Reſchemark und 22 Pfennig
Abrragegebüht abgeholt 225 Reichsmart durch die
Agenturen 2.40 Reichsmarl frei Haus. Poſibezugspreis
im Dezember ohne Beſſellgeld monall. 2 25 Reichemalk,
Veranwortlichtelt ür Aufnahme von Anzeigen an
beſtimmten Tagen wird gicht übernommen. Nicht=
erſoeinen
einzelner Nummern imntolge köherer Gewalt
berechtig den Beziehel nicht zut Kürzung des
Bezugspreiſes. Beſtellungen und Abbeſtellungen durch
Fernruf obue Verbindlichtelt für uns. Poſtiſcheckonio
Franffurt a. M. 1304.

Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: Die Gegenwart, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck lämtlicher mit z verſehenen Original=Auftätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe Darmſi. Tagbl. geſiattet.
Nummer 337
Sonntag, den 5. Dezember 1926.
189. Jahrgang

Anzeigenpreis:
27 mm breite Zeile im Kreiſe Darmſtadt 25 Reichspfg.
Finanz=Anzeigen 40 Reſchspfg. Relamezele (92 mm
breitt 2 Reichsmarl. Anzeigen von auswärts 40 Reichpfe
Finanz=Anzeigen 60 Reichspfg. 92 mm breite Rellams=
zelle
300 Reichsmart. Alle preiſe m Reichsmaek
(4 Dollat 420 Markl. Im Falle höherer
Gewalt, wie Krieg, Aufruhr. Streit uſw erliſcht
jede Verpſichtung auf Erfüllung der Anzeigen=
aufträge
und Teiſtung von Schadenerſatz. Bei
Konturs oder gerichtlicher Beitreibung fällt jeder
Rabatl weg. Banfkonio. Deutſche Banl und Darme
ſtädter und Nationalbani.

Die ſanlenden Manhier i Genf!

Streſemann
Chamberlain
Briand. Staatsſekretär Schubert
Vandervelde. Untergeneralſekretär
Zaleſki,
Belgien
Dufour=Feronce
Polen

Muffolini

Am Montag beginnt die Konferenz des Völkerbundsrates in Genf, an der die Außenminiſter der beteiligten Staaten perſönlich
teilnehmen werden. Unſer Bild zeigt die diplomatiſchen Vertreter Englands. Deutſchlands, Belgiens, Frankreichs, Polens und
Italiens. Muſſolinis Erſcheinen in Genf iſt nach den bis jetzt vorliegenden Meldungen noch ungewiß, jedoch dürfte er beſtimmt
an einer Vier= oder Fünf=Länder=Konferenz teilnehmen, falls eine ſolche wirklich ſtattfindet.

Die Genfer Verhandlungen.
Chamberlains Polttik auf lange Sicht.
EP. London, 4. Dezember.
Chamberlain machte nach den letzten Beſprechungen in Paris
den engliſchen Preſſevertretern Mitteilungen über das Ergebnis
der Verhanolungen, die in den engliſchen Zeitungen ausführlich
wiedergegeben werden. Er drückte ſich zwar ſehr vorſichtig, jedoch
optimiſtiſch über die kommende Völtervundsralsſitzung aus. Er
ſieht nichts, was ein Abkommen in der deutſchen Entwaffnungs=
frage
mit Streſemann unmöglich mache. Das ganze Eyſtem der
Zuſammenarbeit in Europa, das in Locarno geſchaf=
fen
ſei, baſiere auf der Freundſchaft zwiſchen Englano und
Frantreich, die die Annäherung an Deutſchland unter der Teil=
nahme
Italiens möglich gemacht habe. Wie gewöhnlich, warnt
er jedoch davor, große Erfolge dieſer Politik ſo=
fort
zu erwarten, denn ſie ſei auf lange Sicht ein=
geſtellt
.
In der chineſiſchen Frage ſei man dahin übereinge=
kommen
, daß vorläufig keine gemeinſame Aktion der
Mächte ſtartfinde. Es wird darauf hingewieſen, daß die Frage
der Einrichtung eines Unterſuchungsrechtes ſeitens des Völker=
bundes
zum erſten Male unter der unmittelbaren Anteilnahme
Streſemanns beſprochen werden wird. Die Times ſtellt ſich
hierbei auf den Standpunkt, als ob eine Völkerbundskontroll=
kommiſſion
ſchon ſo gut wie beſchloſſen ſei. Sie we ſt auf die
Möglichkeiten hin, die noch beſtehen, und daß die Völkerbunds=
kommiſſion
nur einſchreiten wird, wenn ihr beſondere Fragen
zugehen, oder daß ſie dauernde Rechte erhalten ſoll. Hierbei
erinnert die Times daran, daß Chamberlain dieſes Mal nicht
nur mit Briand, ſondern auch mit Poincaré zu rechnen habe.
Die Frage der deutſchen Abrüſtung ſei nunmehr ſo
gut wie erfüllt, insbeſondere, ſoweit es ſich um die ſoge=
nannten
halbmilitäriſchen Organiſationen, die Stellung des
Chefs der Heeresleitung und die Frage der Befeſtigung der deut=
ſchen
Oſtgrenze handelt. Es ſtehe eigentlich nur noch das Pro=
blem
des Exportes von Munition zur Diskuſſion. Die Er=
ledigung
der deutſchen Abrüſtung würde das Sig=
nal
für die Einrichtung der neuen Völkerbunds=
kontrolle
ſein. Ob dieſes Problem ſchon in aller Oeffent=
lichkeit
in Genf diskutiert werden könne, hänge von dem Ergeb=
nis
der Beſprechungen in Paris ab.
Panderbelde in Paris. Ausſprache mit Briand.
EP. Paris, 4. Dezember.
Der belgiſche Außenminiſter Vandervelde, traf heute nach=
mittag
in Par’s ein und wurde von Briand zu einer Ausſprache
über das Programm der Völkerbundsratsſitzung, in der Vander=
velde
den Vorſitz führen wird, empfangen. Heute abend kurz vor
9 Uhr werden Briand, Chamberlain, Vandervelde und Zaleſki
im gleichen Zuge nach Genf abreiſen, wo ſie morgen früh ein=
treffen
werden.
In der engliſchen Botſchaft fand heute ein Frühſtück zu
Ehren Sir Auſten Chamberlains und ſeiner Gemahlin ſtatt, zu
dem der italien ſche Botſchafter Avezana, der deutſche Botſchafter
v. Hoeſch, der Generalſekretär am Quai d’Orſay, Berthelot, und
der Kabinettschef Chamberlains, Selby, geladen waren.
(rklärungen Vanderveldes.
Nach Beendigung der über eine Stunde dauernden Be=
ſprechung
mit Briand erklärte der belgiſche Außenminiſter Van=
dervelde
er habe die völlige Uebereinſtimmung in den Anſichten
der franzöſiſchen, engliſchen und belgiſchen Regierung in der
Frage der Abrüſtung feſtſtellen können. Er gehe in der Hoff=
nung
nach Genf, daß die nächſte Sitzung des Völkerbundsrats
einen ernſtlichen Fortſchritt in dieſer Richtung ergeben werde.
Wie geſtern Chamberlain und Briand, erwiderte auch Vander=

belde auf eine Frage, von einer Zuſammenkunft zwiſchen den
vier Miniſterpräſidenten ſei keine Rede mehr. Bei Erörterung
anderer außenpolitiſcher Fragen ſei auch die Entwicklung in
Ehina berührt worden, wo Belgien den erſten Anſturm aushalten
müſſe, da die Pekinger Regierung den chineſiſch=belgiſchen Ver=
trag
gekündigt habe. Briand ſtimme mit ihm darin überein, daß
die Intereſſen der Staatsangehörigen beider Länder gewahrt
werden müßten.
Der Temps hat aus den Erklärungen Chamberlains und
Briands einen optimiſtiſchen Eindruck gewonnen. Er hebt be=
ſonders
Chamberlains Ausſpruch hervor, daß das ganze Syſtem
der internationälen Zuſammenarbeit ſich auf die enge und ver=
trauensvolle
Freundſchaft zwiſchen Frankreich und England
gründe. Ohne vorherige und einheitliche diplomatiſche Aktion,
ſo kommentiert das Blatt, könne es keine wirklich fruchtbare Frie=
denspolitik
geben.
Zwiſchen Paris und Genf.
General Pawels Pariſer Miſſion.
Chamberlain und Briand haben in Paris eine Vorkonferenz
für Genf veranſtaltet mit dem ausgeſprochenen Zweck, eine ge=
meinſame
Marſchroute zu ſinden, nach weliher ſie bei der Tagung
des Rates öperieren wollten. Nach den verſchiedenen Preſſe=
meldungen
iſt das auch gelungen. Wer aber zwiſchen den Zeilen
zu leſen verſteht, wird bemerken, daß tatſächlich die Meinun=
gen
der beiden Außenminiſter ſich nicht decken,
daß ſie ſich praktiſch vielleicht noch nicht einmal
näher gekommen ſind. Das einzige Ergebnis bleibt alſo
der unverkennbare Verſnch, über den Kopf Deutſch=
lands
hinweg vorher eine Entſcheidung herbei=
zuführen
, was auf die deutſche Delegation nicht gerade einen
guten Eindruck ausüben dürfte.
Wie die Dinge in Genf laufen werden, iſt bis zum Augen=
blick
noch nicht zu überſehen. Die Militärkontrolle ge=
hört
an ſich gar nicht zur Zuſtändigkeit des Rates.
Dieſe für uns wichtige Frage muß alſo hinter den Kuliſ=
ſen
verhandelt werden, wobei Fraukreich immer noch daran feſt=
hält
, daß ſie mit dem Juveſtigationsprotokoll verkoppelt werden
ſoll. Wir hören nun, wie verſchiedene Termine genannt werden,
innerhalb deren die Tätigkeit der Kontrollkommiſſion beendet
ſein ſoll. England ſtimmt für den Januar, die franzöſiſche Preſſe
nennt den 1. März, die Agentur Havas ſpricht ſogar vom 1. April.
Das ſind Friſten, über die wir nicht mehr mit uns reden laſſen,
zumal, da auch die ſachlichen Einwände der Entente im weſent=
lichen
beglichen ſind.
Der Verbindungsoffizier der deutſchen Regierung zur Bot=
ſchafterkonferenz
in allen Entwaffnungsfragen, General von
Pawels, hat ſich übrigens ſelbſt nach Paris begeben, um auch
die letzten Unebenheiten noch auszugleichen. Das war von An=
fang
an vorgeſehen. Es braucht auch keineswegs darauf zurück=
zuführen
ſein, daß der Petit Pariſien jetzt von Fochs eben ent=
deckten
neuen Verſäumniſſen Deutſchlands ſpricht. Gemeint ſind
vielleicht die Beanſtandungen, die wegen der Vorpatentierung
von Seeckts Nachfolger General Heye erfolgt ſind. Offiziell geht
jedenfalls auch die deutſche Lesart dahin, daß im Intereſſe eines
beſchleunigten Abſchluſſes der Verhandlungen jetzt ein Schrift=
wechſel
vermieden werden ſolle. General von Pawels hofft, ſeine
Pariſer Beſprechungen in wenigen Tagen zum Abſchluß bringen
zu können und wird dann ſofort nach Berlin zurückkehren, um
dem Reichskabinett Bericht zu erſtatten. Jedenfalls hält die
deutſche Regierung daran feſt, daß vor dem Ende der Ratstagung
Klarheit geſchaffen werden muß. Die Sitzungen in Genf werden
vermutlich bis in den Anfang der übernächſten Woche hinein
dauern. Sollte Briand dann verſuchen; auch diesmal wieder
uns mit Verſprechungen abzuſpeiſen, dann ſind die Richtlinien,
die ſich daraus für uns ergeben, in den letzten Beſprechungen
des Kabinetts bereits vorgezeichnet.

Volksentſcheid und Beamtenſchaft.
Wenn auch der Steuerdruck, der auf Heſſen laſtet, und die
finanzielle Notlage des Landes der Ausgangspunkt und das
Kernſtück der Volksbewegung ſind, die zu dem heutigen Volks=
entſcheid
geführt haben, ſo wird doch in der Volksabſtimmung
am 5. Dezember zugleich über das ganze Syſtem der Staats=
verwaltung
entſchieden, das von den derzeitigen Regierungs=
parteien
verfolgt wird. Denn es iſt anzunehmen, daß, wenn ſich
eine Mehrheit für die Auflöſung des derzeitigen Landtags er=
gibt
, dadurch auch eine ſolche Veränderung in der Zuſammen=
ſetzung
des neu zu wählenden Landtags die Folge ſein wird, daß
die Veränderung in der Regierung des Landes von einſchnei=
dendſter
Wirkung auch für die geſamten Verhältniſſe der Beam=
tenſchaft
werden wird. Die Beamten ſind alſo bei dem Volks=
entſcheid
mit berufen, durch den Stimmzettel ihr Urteil darüber
abzugeben, ob ſie mit der bisherigen Beamtenpolitik ihrer oberſten
Vorgeſetzten einverſtanden ſind oder nicht.
Wir wollen nur auf die Hauptpunkte hinweiſen, in denen ſich
die Beamtenpolitik der derzeitigen Regierungskoalition von der
in früherer Zeit maßgeblichen unterſcheidet. Was zunächſt An=
ſtellung
und Beförderung angeht, ſo wurde zwar in den erſten
Jahren der Nachkriegszeit der Grundſatz Freie Bahn dem
Tüchtigen unausgeſetzt von den Linksparteien verkündet; dieſes
Schlagwort iſt aber allmählich in Vergeſſenheit geraten und es
wird jetzt faſt nur noch in ironiſcher Form gebraucht, wenn man
bezeichnen will, welcher Art die Tüchtigen ſind, denen freie
Bahn in unſerem öffentlichen Leben, namentlich auch in der
Beamtenlaufbahn geſchaffen wird. Es iſt richtig, daß auch in der
Vorkriegszeit Bevorzugungen bei der Vergebung öffentlicher
Stellen vorkamen, die nicht damit begründet werden konnten, daß
der Bevorzugte gegenüber anderen Mitbewerbern beſonders her=
vorragend
befähigt war, wie denn ein gewiſſer Nepotismus unter
keiner Verwaltung vollſtändig auszuſchalten möglich iſt. Daß
aber die Parteizugehörigkeit für die Berückſichtigung
bei der Beſetzung öffentlicher Stellen von beſonderer, zum Teil
ausſchlaggebender Bedeutung geworden iſt, iſt eine Errungen=
ſchaft
der neueſten Zeit in Deutſchland. In ganz ähnlicher
Weiſe, wie die Parteien, die ſich zu einer Regierungskoalition
zuſammentun, ſich über die Verteilung der oberſten Aemter der
Staatsverwaltung nach der Fraktionsſtärke einigen, werden auch
auf dem Wege jeweiliger Kompromißverhandlungen die wich=
tigſten
Amtsſtellen der Zentral= und Lokalverwaltungen im
Falle von Erledigungen neu beſetzt. Es iſt bekannt, daß dieſe
Kompromißverhandlungen ſich oft recht ſchwierig geſtalten, weil
jede Partei beſonders bedacht iſt, ihre Angehörigen nicht zu kurz
kommen zu laſſen. Man mag derartige Kuhhändel über wicht ge
Staatsſtellen, bei deren Beſetzung im Intereſſe des Volksganzen
nur wirkliche Fähigkeit und Tüchtigkeit berückſichtigt werden
dürfte, bedauernswert und beſchämend finden, ſo ſcheint es doch,
daß ſie bei der demokratiſch=parlamentariſchen Verwaltung, wie
ſie die neue Staatsform erfordert, unvermeidbar ſind. Wenn man
dieſes Syſtem jedoch auch auf die untergeordneten Stellen aus=
dehnt
, ſo muß das mit der Zeit dazu führen, daß es unparteiiſche
Beamte überhaupt nicht mehr gibt und dadurch das Vertrauen
der Geſamtbevölkerung zu der Beamtenſchaft völlig verloren geht.
Der demokratiſche Landtagsabgeordnete Schreiber hat
wiederholt, und zuletzt bei den Etatsberatungen im vergangenen
Frühjahr, gefordert, daß alle leitenden Stellen in der Staats=
verwaltung
mit unbedingt zuverläſſigen Republikanern beſetzt
werden müßten, und hat darüber Klagen geführt, daß die Hal=
tung
der Beamtenſchaft zu der republikaniſchen Staatsform viel
zu wünſchen übrig laſſe. Er hat damit die von der Soz aldemo=
kratie
erhobene Forderung der ſogenannten Demokratiſierung der
Verwaltung vertreten, die darauf hinausläuft, daß bei der Be=
ſetzung
der Beamtenſtellen, und namentlich der höheren Stellen,
nur Angehörige der Linksparteien berückſichtigt werden ſollen, daß
alſo ein noch ſo befähigter Beamter, der ſeiner politiſchen Ge=
ſinnung
nach rechts eingeſtellt iſt, zur Beförderung in eine leitende
Stelle nicht geeignet erſcheint. Solche leitenden Stellen gibt es
aber nicht nur bei den höheren, ſondern auch bei den mittleren
Beamten, und der Begriff iſt noch weiterer Ausdehnung fähig.
Man verſetze ſich nun in die Lage derjenigen Beamten, die unter
einem nach ſeiner Parteizugehörigkeit ausgewählten Vorgeſetzten
arbeiten müſſen. Wird da nicht die freie politiſche Ueberzeugung
jedes Untergebenen unterdrückt, der nicht zu der Partei ſeines
Vorgeſetzten gehört, und muß nicht eine politiſche Schnüffelei die
Folge ſein, die an die Stelle der Veurteilung nach Befähigung
und Leiſtungen eine ſolche nach politiſcher Geſinnungstüchtigkeit
treten läßt? Die geſamte Beamtenſchaft ſollte einheitlich gegen
dieſe Forderung der Demokratiſierung der Verwaltung auftreten,
weil durch ſie die perſönliche Freiheit des Beamten in der Bil=
dung
ſeiner politiſchen Ueberzeugung beeinträchtigt und weil
überdies eine gerechte und unparteiiſche Erledigung der Amts=
geſchäfte
gefährdet wird.
Eine beſonders wichtige Forderung der Beamtenſchaft, von
deren Erfüllung das Wohl und Wehe jedes Beamten und ſeiner
Familie abhängig iſt, geht auf die Erhaltung des Berufs=
beamtentums
mit ſeinen Vorzügen gegenüber Privatangeſtellten.
Alle Beamten ſind in gleicher Weiſe daran intereſſiert, daß ihnen
die Rechte auf lebenslängliche unkündbare Stellung und auf
Ruhegehalt für ſich und ihre Familie gewahrt bleiben. Dieſe
Vorzugsrechte machen den Beamten erſt zu dem, was er iſt;
ſie ſind die Pfeiler ſeiner Exiſtenz. Nun iſt es bekannt, daß die
Sozialdemokratie von jeher die Sonderſtellung, deren ſich die
Beamtenſchaft erfreut, ungern ſieht, und daß ſie beſtrebt iſt, eine
Angleichung der Beamtenrechte an die Stellung der Arbeiter und
Angeſtellten herbeizuführen. So iſt es zu verſtehen, wenn bei der
diesjährigen Bundestagung des Deutſchen Beamtenbundes,
auf dem der neue Einheitsverband zuſtande kam, der preußiſche
Miniſterpräſident Braun vom Arbeitnehmertum der Be=
amten
ſprach. Der ſozialdemokratiſche Miniſterpräſident ſuchte
die Unterſchiede zwiſchen Beamten, Angeſtellten und Arbeitern
zu verwiſchen und will alſo Vorrechte des Beamtentums gegen=
über
den anderen Arbeitnehmern nicht anerkennen. Dieſelbe
Auffſaſſung ſpricht aus den Worten des ſozialdemokratiſchen
Landtagsabgeordneten Widmann, daß das Verufsbeamten=
tum
nicht der We sheit letzter Schluß ſei, und aus der Haltung
des ſozialdemokratiſchen Fraktionsvorſitzenden Kaul bei ſeiner
diesjährigen Etatsrede, als er auf Erſparnismaßnahmen bei dem
Beamtenetat zu ſprechrn kam. Wenn wir den Beamten= und

[ ][  ][ ]

Seite 2

Sonntag, den 3. Dezember 1926

Nummer 337

Penſionsetat entlaſten wollen, ſagte er wörtlich, ſo werden
wir nach unſerer Ueberzeugung dazu übergehen müſſen das
ſoll durchaus offen ausgeſprochen werden , die Arbeitskräfte,
die ſich dem Staat zur Verfügung ſtellen, für die Zubunft in
größerem Umfange nicht in ein Beamten=, ſondern in ein Ange=
ſtelltenverhältnis
, in ein freies Verhältnis hineinzubringen.
Dieſe Aeußerungen ſollte das Beamtentum nicht vergeſſen. Es
ſollte ſich immer trotz aller Loclungen, wie ſie in Wahlzeiten
üblich ſind, bewußt bleiben, daß die Sozialdemokratie die Grund=
rechte
der Beamtenſchaft nicht anerkennt, ſondern darauf hin=
arbeitet
, ein von ihr abhängiges Arbeitnehmertum in der Staats=
verwaltung
zu ſchaffen, das keine Sonderrechte beſitzen ſoll.
Demgegenüber vertreten die heſſiſchen Oppoſitionsparteien
den Standpunkt, daß die frühere Auffaſſung, wonach der Beamte
in einem perſönlichen Treuverhältnis zu dem Staate nicht
aber zu einer Partei oder zu einer Koalition von Parteien
ſteht und dieſe eigenartige Stellung nur durch ein Berufsbeam=
tentum
mit beſonderen Rechten und Pflichten ausgefüllt werden
kann, aufrecht erhalten und vertieft werden muß. Für die Unan=
taſtbarkeit
der Stellung des Berufsbeamtentums haben ſich die
Rechtsparteien gegenüber ſozialiſtiſchen Unterhöhlungsverſuchen
immer eingeſetzt, zuletzt wieder mit beſonderer Wärme der Abge=
ordnete
Dingeldey gelegentlich der obenerwähnten Aeuße=
rung
des ſozialdemokratiſchen Fraktionsführers.
Wenn man den neuerdings in Heſſen durch die finanzielle
Notlage erforderlich gewordenen Stellenabbau den Parteien der
Rechten zur Laſt ſetzen will, ſo iſt das völlig unberechtigt. Aller=
dings
war der Abbau einiger Hundert Volksſchulklaſſen bei dem
feſtgeſtellten Schülerrückgang ganz unvermedlich, und was die
Regierungsparteien in dieſer Beziehung beſchloſſen haben, bleibt
in ſeiner endgültigen Wirkung nicht hinter dem zurück, was die
Deutſche Vollspartei beantragte. Bedauerlich bleibt, daß nicht
früher mit dieſem Abbau begonnen wurde; es hätten dann große
Härten, wie ſie jetzt die Junglehrer unerwartet trafen, erſpart
werden können. Dafür iſt aber das Landesamt für das Bildungs=
weſen
verantwortlich zu wachen. Die heſſiſche Oppoſition wird
im Falle ihres Eintritts in die Regiewng ihr Augenmerk in erſter
Linie auf eine Verkleinerung der Zentralbehörden durch Auf=
gabenabbau
richten und dadurch die Grundlage für eine Verein=
fachung
des Geſchäftsganges in der geſamten Staatsverwaltung
legen. Ein Perſonalabbau, wie er im Jahre 1924 erfolgte, iſt
ausgeſchloſſen, weil er ſich als ungerecht und nutzlos erwieſen hat.
An eine Herabſetzung der Gehälter aus Erſparnisgründen kann
natürlich nicht gedacht werden. Vielmehr muß es die Aufgabe
der kommenden Regierung ſein, die Gehälter der unteren Be=
amtengruppen
zu heben, ſobald die Staatsfinanzen es zulaſſen.
Speotator.
Das albaniſche Problem.
Jtaliens Vordringen auf dem Balkan. Die
Beunruhigung Südſlawiens dauert an.
EP. Mailand, 4. Dezember.
Der Secolo meldet aus Belgrad: In politiſchen Kreiſen
nimmt das Gerücht immer beſtimmtere Formen an, daß
Nintſchitſch wegen ſeiner Mißerfolge in der
Außenpolitik und beſonders wegen der in Albanien erlittenen
Schlappe zur Demiſſion gezwungen werde. Der ſüd=
ſlawiſche
Außenminiſter ſei ſowohl von Achmed Zoghu wie auch
von dem früheren albaniſchen Geſandten, in Belgrad getäuſcht
worden, die ihm ſtets verſichert hätten, die Politik Albaniens
gegenüber Südſlawien bleibe unverändert. Die Oppoſition be=
reitet
für die nächſte Sitzung der Shupſchtina einen Angriff gegen
Nintſchitſch vor, indem ſie vor allem ein erſchöpfendes Expoſé
über die albaniſche Politik verlangt. Nintſchitſch hat den ſüd=
ſlawiſchen
Vertreter in Tirang, Peſtie, heimberufen. In poli=
tiſchen
Kreiſen Südſlawiens wird die Anſicht vertreten, der Ar=
tikel
II des italieniſch albaniſchen Freund=
ſchaftspaktes
, worin die beiden Parteien ſich verpflichten,
keine das Intereſſe der anderen Partei hintergehende Abkommen
abzuſchließen, unterſtelle die albaniſche Außenpoli=
tik
der Kontrolle Italiens, das ſo gegen jede Verein=
barung
Albaniens mit anderen Ländern Einſpruch erheben könne.
Auf jeden Fall bilde der Pakt eine neue Etappe des
friedlichen Vordringens Italiens auf dem
Balkan.
Die römiſchen Blätter ſind der Anſicht, die Beunruhi=
gung
Südſlawiens über den italieniſch=albaniſchen
Freundſchaftspakt ſei nicht am Platze, da in dieſem Vertrage
nur eine Gewähr geboten werde für die politiſche Unabhängig=
keit
Albaniens und die Unverletzlichkeit ſeines Gebietes, womit
Südſlawien einverſtanden ſein ſollte, wenn es friedliche Abſichten
auf dem Balkan hege.

*Oeutſches Theater in Polen.
Von Carl Meißner.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!)
Als Junge fragte ich einſt in meiner weſtpreußiſchen Heimat
unſere brave Näherin: Was liegt weiter entfernt: Berlin oder
Warſchau? Und bekam die überzeugte Antwort: Warſchau!
Ich ſehe noch ihr Erſtaunen, als ich ihr ſchulweisheitsvoll nach=
wies
, daß Berlin doppelt ſo weit entfernt ſei als Warſchau. Und
doch hatte ſie eigentlich recht. Das Fremde iſt das Ferne. Die
Grenze rückt auseinander. Der Grenzſtrich iſt fürs Gefühl fünfzig
Meilen breit.
Das gilt ſeien wir ehrlich ziemlich bald auch von neuen
Grenzen und auch gegenüber unſeren Stammesgenoſſen, die nun
dahinter ſitzen. Die Phantaſie verſagt bald. Der Reichsdeutſche
kann ſich z. B. beſten Willens vom Zuſtande der ſchätzungsweiſe
etwa noch 350 000 im abgetretenen Poſen und Weſwreußen ver=
bliebenen
Deutſchen keine runde Vorſtellung mehr machen. Schil=
derungen
ihrer politiſchen Lage helfen dabei nicht ſehr viel. Mehr
vielleicht ſchon Nachrichten darüber, wie ſie ſich ſeeliſch deutſch und
in Verbindung mit deutſcher Kultur erhalten.
Bromberg war im abgetretenen Gebiet Poſens und Weſt=
preußens
die am ſtärkſten deutſche Stadt und iſt das, wenn auch
nur mit einem Brrchteil der einſt 80 000 Deutſchen, noch heute.
Von hier alſo mußte die Kulturelle Nothilfe ausgehen,
Der Pole hatte nach der Uebergabe Januar 1920 das, was er in
der Stadt Poſen ſchon früher getan hatte, auch in Bromberg,
Thorn und Graudenz getan. Er hatte die deutſchen Theater=
gebäude
anektiert und ließ polniſche Truppen darin ſpielen. Das
ganze neubeſetzte Gebiet war ohne deutſches Theater. Nur das
Bretterhaus eines Sommertheaters im Garten des Deutſchen
Hauſes war in deutſcher Hand geblieben. Alſo ein Raum, in
dem ſich Oefen einbauen und die Scheiben heil machen ließen, war
da. Woher aber die Spieler nehmen? Nur die Heimatberechtig=
ten
hatten die Gewißheit, dauernd bleiben zu können. In Poſen
und Weſtpreußen geborene Berufsſchauſpieler ins Land ziehen?
Wer gab ihnen Zukunftsſicherheit! Es mußte mit einer Lieb=
habertruppe
gewagt werden. Das war ein Sprung ins
Dunkle. Aber die junge Gründung hatte Glück. Denn an ihrer
Spitze ſtand von vornherein ein ſtarkes Regietalent. Dr. Hans

Vom Tage.
Die deutſche Delegation iſt geſtern abend in Genf ein=
getroffen
und hat im Hotel Metropol Wohnung genommen.
Die Verhandlungen der Parteien über eine Winterbeihilfe
für die Beamten ſind noch nicht zum Abſchluß gelangt.
Wie aus Rio de Janeiro gemeldet wird, hat der fnühere Reichs=
kanzler
Dr. Luther von dort aus die Rückreiſe nach Deutſch=
land
angetreten.
Der Danziger Senat hat über das Sanierungsprogramm des
Völkerbundes eine Denkſchrift ausgearbeitet, in der er Vorſchläge
zur Abdeckung der Danziger Schulden macht.
Vor dem Unterſuchungsausſchuß in der Poſtſparkaſſen=
affäre
erklärte geſtern der öſterreichiſche Bundeskanzler a. D.
Nameck, daß der ehemalige Finanzminiſter Ahrer gegen den Beſchluß
der Regierung die Poſtſparkaſſe zum Abſchluß des Ver=
trages
mit Boſel, der einen Verluſt von ca. 65 Millionen Goldmark
brachte veranlaßte. Ahrer befindet ſich zurzeit auf Kuba und ſoll
der Ladung vor den Unterſuchungsrichter nicht Folge leiſten wollen.
Aus Bozen verlautet, daß den Führern der Deutſchen in
Südtirol, Reutt und Nikoluſi, von den fasciſtiſchen Kreisbehörden
Zwangsinternierung angedroht worden iſt.
Im Veronger Prozeß (Oberland) wurde nach Entgegennahme der
Plädoyers der zwei deutſchen und der drei Mailänder Nechtsanwälte das
Urteil verkündet. Es erkennt die Angeklagten Verhauz und Litz=
mann
d=s Verbr=chens nach Artikel 184 unter Zubilligung mildernder
Umſtände für ſchuldig und verhängt über ſie eine Gefängnisſtrafe
von1 Fahr4 Monaten und 2 Tagen. Alle anderen Angeklag=
ten
werden freigeſprochen.
Aus Athen wird gemeldet, daß die Verhandlungen über
einen griechiſch=deutſchen Handelsvertrag begon=
nen
haben. Deutſchland bealſichtigt nicht, der Einfuhr griechiſcher
Waren irgendwelche Hinderniſſe in den Weg zu legen.
Das franzöſiſche Beamtenkartell veröffentlicht eine
Note, in der gegen die Gehaltspolitik Poineares der
die notwendigen Kredite für eine Aufwertung und die bewegliche Lohn=
fkala
verweigere, poteſtiert wird.
Das Büro desfranzöſiſchen Gewerkſchaftsbundes
hat eine Tagesordnung angenommen, in der gegen die Abtretung
des Zündholzmonopols an die Privatinduſtrie pro=
teſtiert
wird.
Der Uſine zufolge hat Frankreichim Monat November
etwa 150 000 Tonnen Koks auf Reparationskonto erhalten.
Der engliſche Botſchafter in Paris, Lord Crcwe, wird am Montag
ein Fyühſtück geben, an dem Schatzkanzler Churchill und Poin=
caré
, in ſeiner Eigenſchaft als Finanzminſſter, teilnehmen werden.
Daily News verſichern, die Nachricht entbehre jeder Grundlage,
daß Chamberlain die Abtretung der Kolonie Kenia an
Italien in Ausſicht genommen habe.
Ein offizielles Communigué teilt mit, daß aus allen Teilen
Mexikos Kundgebungen eingelaufen ſeien, in denen die
Politik des Präſidenten Calles gegenüber den Vereinigten
Staaten gebilligt werde.

Deutſch=polniſcher Notenwechſel
Die richtige Antwwort.
Berlin, 4. Dezember.
Auf die dem Auswärtigen Amt vom polniſchen Geſandten
vor einigen Tagen überreichte Note, in der gegen die Ertlärung
der Regierungsparteien des Reichstages vom 23. November 1926
zu den Gemeindewahlen in Polniſch=Oberſchleſien Proteſt ein=
gelegt
wurde, hat die deutſche Regierung geſtern dem polniſchen
Geſandten eine Antwortnote zugehen laſſen, in der dieſer Proleſt
als nicht berechtigt bezeichnet und weiter erklärt wird: Die bean=
ſtandete
Erklärung der deutſchen Regierungsparteien hatte das
Verhalten der deutſchen Minderheiten in jenen Gebieten bei den
Gemeindewahlen zum Gegenſtand. Es liegt auf der Hand, daß
dieſe Wahl für das Schicklſal der deutſchen Minderheiten von
größter Bedeutung iſt. Es handelt ſich ſomit um eine Ange=
legenheit
, an der Deutſchland alſo ausſchließlich ein berechtigtes
Intereſſe hat. Das ergibt ſich ſchon aus der Tatſache, daß die
Rechte der Minderheiten in Oberſchleſien Gegenſtand eines
deutſch=polniſchen Vertrages ſind, nämlich des Genfer Abkom=
mens
über Oberſchleſien vom 15. Mai 1922. Unter dieſen Um=
ſtänden
kann nach Anſicht der deutſchen Regierung nicht die Rede
davon ſein, daß die Erklärung des Reichstagsabgeordneten Em=
minger
eine unzuläſſige Einmiſchung in innerpolitiſche Ange=
legenheiten
darſtelle. Die Erklärung überſchreitet auch in ihren
Einzelheiten keineswegs den Rahmen, in dem außenpolitiſche
Angelegenheiten dieſer Art in den Parlamenten aller Länder be=
handelt
zu werden pflegen. Wenn Sie in Ihrem Schreiben
ſchließlich noch hervorheben, daß derartige Erklärungen die Be=
ziehungen
zwiſchen Deutſchland und Polen zu ſtören geeignet
ſeien, ſo möchte ich demgegenüber doch betonen, daß die Geſtal=
tung
dieſer Beziehungen, ſoweit Oberſchleſien dabei in Betracht
kommt, in erſter Linie von der genauen Innehaltung des er=
wähnten
Genfer Abkommens abhängt. Ich darf in dieſem Zu=
ſammenhang
auf die vielfachen Klagen der deutſchen Minderheit
in Polniſch=Oberſchleſien hinweiſen und Ihre Aufmerkſamkeit
insbeſondere auf die deutſch=feinliche Kundgebung in Kattowitz
vom 28. November lenken, an der ſich ſogar der polniſche Innen=
miniſter
und der polniſche Wojewode beteiligt haben.

Titzen, der die Deutſche Bühne Brombergs noch heute
leitet, bewies ſogleich mit ſeiner Einſtudierung von Schillers
Räubern November 1920, daß er mehr ſei als ein Jugend=
bildner
. Die Leidenſchaft für die Bühnenkunſt wuchs in ihm mit
einem geklärten kritiſchen Bewußtſein zuſammen, aus dem ein
lebendiges Nacherſchaffen, das zugleich ein Vorſchauen eines ſtil=
harmoniſchen
Ganzen iſt. Die junge Bühne und er hatten Glück.
Denn ſtarke Talente, die allmählich zu Prominenten wurden,
fanden und entwickelten ſich. In Willi Damaſchke und Adalbert
Behnke waren Charakterſpieler ſehr verſchiedener Weſensart da. aller Schwierigkeiten in Konitz, Thorn, Graudenz, Poſen, das
Kurt Haſenwinkel, der im Laufe der Jahre nicht weniger als
402mal geſpielt hat, war zugleich ein jugendlicher Komiker und
Held von manchen Graden. Charlotte Damaſchke und Lu Behnke nachgewirkt und Mut gemacht. In manchen Städten hat man
ſtellten wandlungsfähig die Heldinnen und weiblichen Charakter=
rollen
dar, und in Erna Becker und Erich Uthke beſitzt die Bühne
zwei ſtaike komiſche Talente. Für ſie alle und manchen hier nicht
Genannten durſte Willi Damaſchke in der Feſtſchrift zum ſechſten
Jahrestag der Bühne, der Schillers Don Carlos brachte, das
bitte, nicht Dilettant! ſchreiben und die Bezeichnung Laien=
ſpieler
fordern. Denn in jeder Kunſt iſt Berufung wichtiger
als Beruf!
Die Leiſtung entſcheidet, und die war ich ſpreche aus eige=
ner
Anſchauung von vornherein ſo, daß die Frage berechtigt ter der Bühne die langen Wartezeiten verſchönt und der Menſch
ſchien, ob das ehemalige Bromberger Berufstheater ſeine Sache
auch ſo gut gemacht habe. Aber auch wenn man die 595 Auffüh= des Kuliſſenteufels überwindet, zeigen uns ihren Gemeinſchafts=
rungen
dieſer ſechs Jahre nicht auf ihren ſchauſpieleriſchen Wert, geiſt. Und die Entſchuldigung eines ſtets im letzten Augenblick
ſondern auf die literariſche Geſtaltung des Spielplanes mittels
einer reichsdeutſchen Berufsbühne einer mittleren Provinzſtadt
kaum erreicht werden wird. 136 Abende gehörten der Oper, Ope= Humor. Aber die ſchlichte Tatſache, daß die Generalprobe zum
rette oder muſikaliſchen Veranſtaltungen, 34 waren von Weih= Don Carlos bis zum ½4 Uhr früh gedauert hat und daß nach der
nachtsmärchen und anderen Märchenſpielen beanſprucht, 18 waren
Danziger Gaſtſpiele durchaus von literariſchem Wert. Von den
357 Abenden, die bleiben, gehötten faſt die Hälſte, nämlich 173
Vorſtellungen, klaſſiſchen Stücken und der modernen Bühnen=
dichtung
. Nur die andere Hälfte war der leichter geſchürzten
Muſe gewidmet, die immer noch von !Arronge bis Meyer=Förſter
Niveau hielt. Innerhalb der 63 Abende, die unſeren Klaſſikern ſchafft ſie mit. Dieſe Hörergemeinde iſt im Lande durch Abwan=
g
hörten, ſtieg die Linie vom Leichteren zu dem für eine ſo kleine dernng allmählig keiner geworden und das ſchafft Nöte. So
bühne bezwingen ließ. Auf die Räuber und Grillparzers Des
Meeres und der Liebe Wellen, auf. Kabale und Liebe‟, Minng

Ein induſirielles Locarno?
Die deutſch=engliſchen Induſtrie=Beſprechungen
Von unſerem O=Korreſpondenten.
London, 4. Dezember.
Ein Beamter der Föderation der Britiſchen Induſtrien hat
einem Vertreter des Daily Chronicle mitgeteilt: Der Haupt=
zlweck
der Konferenz war ein gegenſeitiges Klarlegen und Er=
forſchen
. Man darf von den Beſprechungen allerdings nicht zu
viel erwarten. Es iſt auch keine Entſcheidung bindend, ſolange
ſie nicht durch die Föderation auf britiſcher Seite und die deutſche
Vereinigung der Induſtrien auf der anderen Seite ratifiziert
worden iſt. Was erhofft wurde, war feſtzuſtellen, inwieweit die
beiden Nationen auf induſtriellem Gebiet. Schritte ergreifen
könnten, die geeignet wären, einander zu helfen. Es war eine
Art von induſtriellem Locarno. Es bedarf der Erwähnung, daß
dieſe Konferenz vereinbart wurde, bevor die nichtformellen
Unterhaltungen in Broadlands, dem Landſitz des Transport=
miniſters
Oberſt Aſhley, im Oktober ſtattfanden. Für die Kon=
ferenz
waren 70 Dokumente vorbereitet worden. Sie betrafen
den Ackerbau, die Bevölkerung, die Handelsſchranken, Währung
und Finanz, Produktion, Kooperation und Vertrieb. Die Kon=
ferenz
hat zunächſt natürlich den Stand der Weltinduſtrie im
allgemeinen betrachtet, dann aber auch im ſpeziellen die Verhält=
niſſe
in folgenden vitalen Zweigen: Kohle, Baumolle, Seide,
Eiſen, Schiffsbau, Chemikalien, Zucker und Oel. Die Deutſchen
hatten ein beſonderes Memorandum aufgeſetzt, in dem die Auf=
merkſamkeit
auf die Behandlung der Fremden in allen Ländern,
einſchließlich ſolcher Fragen wie der Zulaſſung, der Päſſe und
der Niederlaſſung, gelenkt wurde.
Die deutſch=engliſche Induſtriellen=Konferenz hat am Sams=
tag
ihre Arbeiten beendet und wird ſie erſt ſpäter wieder auf=
nehmen
. Nach Kenntnisnahme der aufgeſtellten Berichte über
die Doppelbeſteuerung und die Organiſierung von Handelsmeſſen
prüfte die Konferenz neuerdings die derzeitige allgemeine wirt=
ſchaftliche
Lage in Europa.
Ein offizielles Communiqué klärt die in einem Teil der eng=
liſchen
Preſſe veröffentlichten Nachrichten, daß die Konferenz die
Bildung eines internationalen Kartells bezwecke, für völlig un=
begründet
. Ferner wird die Behauptung dementiert, daß die
gegenwärtigen Bemühungen der engliſchen und deutſchen Indu=
ſtriellen
gegen die Induſtrie irgend eines anderen Landes ge=
richtet
ſeien. Eine derartige Handlung wäre nicht nur unange=
bracht
, ſondern auch unſinnig.
Ein Communigué über die deutſch=engliſche
Induſiriellen=Konferenz.
Ueber die geſtrige Beſprechung zwiſchen Vertwotern der deutſchen
und engliſchen Induſtrie wird folgendes Communigus veröffentlicht:
Der Vorſitzende Sir Mac Mupratt hieß in einer kurzen Anſprache
die deutſchen Gäſte willkommen, wobei er hervorhob, daß dies das erſte
Zuſammentreffen der Vertreter zweier Verbände ſei, von den n jeder
die Induſtrie ſeines Landes in ihrem ganzen Umfange repräſentiere,
Nachdem Geheimrat Dr. Durisberg im Namen der deutſchen Vertreter
einige Worte erwidert hatte, begannen die ſachlichen Verhandlungen mit
einer Beſprechung der Frage der Wirkung der Doppel=
beſteuerung
auf die Induſtrie. Es wurde die Möglichkeit
eingehend erörtert, die Schaffung einer Vereinfachung zu erreihen, durch
die ſolche Verluſte und Reibungen beſeitigt werden könnten, die dadurch
entſtehen, daß die Steuerbehörden des einen Landes die Staatsangehöri=
gen
des anderen Landes einer erneuten Beſteuerung unterwerfen. Man
kam überein, daß der Verband britiſcher Induſtrieller den diesbezüglichen
Vorſchlägen eingehende Aufmerkſamkeit widmen werde, die der Reichs=
verband
ihm zugehen laſſen werde. Die Vorſchläge würden eine Ab=
machung
zwiſchen beiden Verbänden zum Ziel haben, auf Grund deren
ſie dann ihren beiden Regierungen die Anregungen ſür ein in der Frage
der Doppelbeſteuerung zu ſchließendes Abkommen unterbreiter, werden.
Die Beſprechungen erſtreckten ſich dann noch auf die Möglichkeit
weiterer Zuſammenarbeit beider Verbände in an=
deren
Steuerfragen. Man kam überein, daß Sachverſtändige
aus beiden Verbänden zuſammentreten ſollten, um über Richtlinien für
ein gemeinſames Vorgehen zu beraten, die dann den Verbandsleitungen
zur Billigung vorgelegt werden ſollen. Die deutſchen Vertreter ſtellten
damn das Thema der allgemeinen europäiſchen Wirtſchafts=
politik
zur Diskuſſion, insbeſonbere die Schwierigkeiten, die dem
internationalen Handelsverkehr durch die von verſchiedenen Ländern er=
richteten
Zollmauern erwachſen. Es wurden verſchiedene Vorſchläge für
Behebung dieſer Schwierigkeiten eingehend erörtert, jedoch war man
darüber einig, daß eine ins einzelne gehende Erörterung der Zolltarife
unter den gegenwärtigen Umſtänden nicht empfehlenswert und ver=
früht
ſein nrirde, daß aber eine Fülle vorbereitender Arbeiten zu leiſten
ſei, die ohne weiteres ſchon jetzt ins Auge gefaßt werden könnten. So
beſtand Einigkeit darüber, daß es von weittragender Bedeutung ſei, eine
übereinſtimmende Klaſſifizierung der Waren aufzuſtellen und ebenſo
eine gemeinſchaftliche Baſis für amtliche ſtatiſtiſche Erhebungen. Es
wurde beſchloſſen, auch hier ins einzelne gehende Vorſchläge auszu=
arbeiten
, um ſpäter gleichzeitig an die Negierungen beider Länder her=
anzutreten
. Auch die Frage der Gewährung von Regierungshilfsgeldern
an die Induſtrie wurde angeſchnitten. Es beſtand Einmütigkeit darüber,
daß grundſätzlich die Gewährung ſolcher Hilfsgelder als ſchädlich für die
internationale Wirtſchaft betrachtet werden müſſe.

von Barnhelm Egmont und Wilhelm Tell folgte Hamlet
und Fauſt Und unter den 110 Vorſtellungen moderner
Bühnenkunſt iſt mehrmals Hauptmann, iſt Halbe, Sudermann,
Wildgans, Schmidtbonn, aber auch Strindberg, Andrejew und
Shaw!
Das wäre Bromberg u nd ſeine deutſche Bühne. Aber
Thalia und das iſt nicht weniger wichtig iſt immerhin
60 Mal von dort aus auf die Landſtraße gegangen. Eine
kleine Spielgemeinſchaft von berufstätigen Laienſpielern hat trotz
ſchon früher ſelbſtändig mit Laienſpielern begonnen hatte, in
Lodz und vielen kleineren Städten gaſticrt. Die Abende haben
das Spielen ſelber angefangen und leiht ſich nur die Haupt=
ſpieler
aus Bromberg aus. Auf dieſen Fahrten iſt eine Geſell=
ſchaft
Deutſcher, die mit Waffen aus dem Bromberger Zug ſtieg
wie uns Profeſſor Schnura heiter erzählt es wurde ein
als Requiſit notwendiger Polizeiſäbel mitgeführt zwar ein=
mal
, faſt verhaftet worden, hat aber gerade dadurch die rechte
Spiellaune bekummen.
Viele hübſche Geſchichten, wie ſich die Spielgemeinſchaft hin=
darf
dumm ſein, eber er muß ſich zu helfen wiſſen, die Tücken
kommenden Hauptſpielers, der dadurch die ihm zugedachte Ab=
einer
kleinen Statiſtik prüft, ergibt ſich ein Reſultat, das von reibung abwendet: Eutſchutdigen Sie, meiue Herren! Aber
ſpäter konnte ich wirklich nicht kommen! zeigen uns ihren guten
Berufsarbeit des Tages am Abend darauf die Erſtaufführung
geſchah was zeigt uns die? Spielfreudigkeit gewiß, aber doch
doch viel mehr. Dies iſt mehr als Berufsſchauſpiel, dies iſt der
beuiſche Mann und die deutſche Frau, die Opfer bringen für
eine Sache, dies iſt herzerwärmender idealer Gemeinſchaftsſinn,
Zur Gemeinſchaft gehört die Gemeinde. Indem ſie ſchätzt.
Bühne faſt Unmöglichen, das ſich nur mit den Mitteln der Stil= müſſen wir im Reich die ideale Gemeinde bilßen, die dies nötige
und tapfere Werk deutſcher Lebenskraft und deutſchen Kultur=
willens
wert hält und ehrt.

[ ][  ][ ]

Nummer 337

Das Rheinland und Genf.
Uneingelöſte Verſprechen der Alliierten. Enttäuſchung
am Rhein. Was das beſetzte Gebiet bon Genf erwertet.
* Koblenz, 4. Dezember. (Priv.=Tel.)
Mit beſonderer Aufmerkſamkeit und Sorge ſieht man im be=
ſetzten
Gebiet den bevorſtehenden Genfer Verhandlungen des
Völkerbundsrats entgegen. Iſt doch gerade das beſetzte Gebiet
am ſtärkſten an der endlichen Auswirkung der ihm ſeit langem
zugeſagten Erleichterungen intereſſiert. Mehr als 3,5 Millionen
der deutſchen Bevölkerung leben in den noch von alliierten
Truppen okkupierten weſtlichen deutſchen Gebieten. Jahrelang
ſtehen dieſe Gebietsteile unter dem auch nach Locarno und Thoiry
ſchier unerträglichen Druck der Beſatzungsbehörden. Das übrige
Deutſchland iſt zu leicht geneigt, alle die mit der Beſatzungsfrage
zuſammenhängenden Dinge rein politiſch zu werten. Man ſpricht
ſo oft von dem Rheinlandabkommen, den Rheinlandordonnanzen,
ohne ſich die ganze Tragweite dieſer Begriffe für die Bevölkerung
des beſetzten Gebietes klarzumachen. Man wird immer wieder
betonen müſſen, daß es ſich für die beſetzten rheiniſchen Lande
nicht um politiſche, ſondern um wichtigſte Lebensfragen handelt.
Man vergißt zu leicht im unbeſetzten Deutſchland, daß das Rhein=
landabkommen
der Rheinlandkommiſſion Rechte gibt, die ſehr oft
in ſchärfſter Weiſe in die unmittelbarſten Rechte jedes Staats=
bürgers
eingreifen. Es iſt leider immer noch zu wenig bekannt,
daß nach dem Rheinlandabkommen die Rheinlandkommiſſion das
Recht hat, von der Reichsregierung die Auslieferung von deut=
ſchen
Staatsangehörigen zu verlangen, die in den Verdacht kom=
men
ob begründet oder unbegründet ſei dahingeſtellt , ſich
irgendwelcher Vergehen ſchuldig gemacht zu haben. Man muß
daran erinnern, daß unmittelbar nach Locarno im November 1925
ein ſogenanntes Reform=Programm der Botſchafter=Konferen;
veröffentlicht wurde, zu dem von deutſcher Seite ein offiziöſer
Kommentar bekannt wurde, der die wichtigſten Punkte, in denen
Deutſchland auf Grund der Beſprechungen in Locarno Rückwir=
kungen
erwarten mußte, angezeigt wurden. In erſter Linie kam
hierfür das Beſatzungsregime und die Beſatzungsfrage in
Betracht.
In der Note der Botſchafterkonferenz vom 14. November
1925, in der die ſogenannten Rückwirkungen feſtgelegt werden,
heißt es am Anfang: Der Abſchluß der Abkommen von Locarno
hat den Wunſch der daran beteiligten, in gleicher Weiſe von fried=
lichen
Abſichten geleiteten Regierungen bewieſen, ihre Be=
ziehungen
mit dem Geiſte guten Willens und gegenſeitigen Ver=
trauens
zu erfüllen.
Hierzu wurde ein amtliches Communigué herausgegeben, das
zur Erläuterung der Note dienen ſollte. In dem Communiqué
werden die Maßnahmen aufgezählt, die die Beſatzungsmächte auf
Grund der Verhandlungen und der Note der Botſchafterkonferen;
treffen werden. Dazu gehört: 1. die Stärke der Be=
ſatzungstruppen
ſoll auf ein Maß herabgeſetzt werden,
daß ſie künftig ungefähr dem normalen Stand, d. h. ungefähr
der Stärke der deutſchen Truppen entſpricht, die dort im Jahre
1914 vor Ausbruch des Krieges in Garniſon ſtanden. 2. Die
OQuartierlaſten der Bevölkerung ſollen u. a. dadurch ver=
mindert
werden, daß die zurzeit beſchlagnahmten Schulen und
Sportplätze und ebenſo auch alle diejenigen Privatwohnungen
freigegeben werden, die für die Beſatzungstruppen nicht unbedingt
nötig werden. 3. Das Syſtem der Delegation wird reſt=
los
beſeitigt. 4. Das geſamte Ordonnanzſyſtem wird
einer radikalen Reviſion unterzogen. Die Ordonnanzen werden
größtenteils aufgehoben oder gemildert. Jede Einmiſchung
in die deutſche Verwaltung wird fortfallen.
5. Der Abbau der Ordonnanzen wird automatiſch zu
einer ſtarken Einſchränkung der Militärgerichts=
harkeit
führen.
Man hoffte im beſetzten Gebiet, daß die Rheinlandkommiſſion
und ebenſo die im Beſatzungsgebiet weilende alliierte Generalität
von ihren Regierungen entſprechende Anweiſungen erhalten wür=
den
, die eine grundſätzliche neue Einſtellung dieſer alliierten In=
ſtanzen
zu dieſen wichtigen Fragen ergeben würde. Leider ſind
die Hoffnungen des beſetzten Gebiets bisher in gar keiner Weiſe
erſüllt worden. Wenn man hört, daß noch immer im beſetzten
Gebiet 80000 Mann alliierter Truppen, darunter 1600 Mann
farbige Soldaten ſtehen, den Troß der Nichtkombattanten von
zirka 20000 Mann gar nicht gerechnet, ſo wird man die Enttäu=
ſchung
der Bevölkerung des beſetzten Gebiets verſtehen, zumal ja
auch die verſprochene Reviſion der Nheinland=
ordonnanzen
im Sinne des Geiſtes von Locarno ein un=
erfülltes
Verſprechen geblieben iſt. Die Nachrichten,
die aus Koblenz über den von der Rheinlandkommiſſion aufge=
ſtellten
neuen Entwurf der Umgeſtaltung der Rheinlandordon=
nanzen
kommen, ſind geradezu niederſchmetternd. Die Rhein=
landkommiſſion
hat ihre Aufgabe gar nicht darin geſehen, die
Ordonnnanzen dem Geiſte von Locarno anzupaſſen, ſondern ſie
hat aus rein taktiſchen Maßnahmen, borzugsweiſe wohl mit Rück=
ſicht
auf eine erhoffte Propagandawirkung, lediglich die zahlen=
mäßige
Verminderung der gegenwärtigen mehr als 300 Ordon=
nanzen
in ungefähr acht bis zehn vorgenommen. Die Rheinland=
kommiſſion
hat die günſtige Gelegenheit benutzt, eine ſorgſame
juriſtiſche Nachfeilung der früheren oft unklaren Formulierung
der Ordonnanzen vorzunehmen. Dies muß ausdrücklich hervor=

Sonntag, den 3. Dezember 1926
Füs den Volksentſcheid
Vom Heſſiſchen Wirtſchafts= und Ordnungsblock wird uns
geſchrieben:
Heute
haben die heſſiſchen Wähler und Wählerinnen
ohne Unterſchied der Partei
vielleicht zum letzten Male
die Gelegenheit, durch ihre Stimmabgabe
ſich ſelbſt und dem Staate zu helfen.
Keine Stimmeden Steuerſchrauben=Politikern!
Alle Steuerzakler
ſiimmen
mit
Jg‟

gehoben werden, da ſich aus dieſer neuen Bearbeitung außer=
ordentliche
Gefahren für die deutſche Bevölkerung bei der be=
kannten
Praxis der alliierten Kriegsgerichte ergeben können. Die
Itede des Miniſters Bell hat ja außerdem ein grelles Schlaglicht
auf die zunehmende, durch die Beſatzungstruppen in letzter Zeit
verurſachte Kriminalität im beſetzten Gebiet geworfen.
Die franzöſiſche Preſſe führt bei jeder Gelegenheit den Namen
Locarno und Thoiry im Munde, um Deutſchlands Pflicht zum
Wohlverhalten unterſtreichen zu können. Wie reimen ſich damit
die lärmenden Feiern der Beſatzungstruppen, z. B. in Trier, mit
der von franzöſiſcher Seite immer wieder behaupteten, leider aber
nicht durchgeführten Rückſichtnahme auf die Empſindlichkeit der
deutſchen Bevölkerung zuſammen? Aus all dieſen Gründen er=
wartet
das beſetzte Gebiet, daß die Genſer Tagung nun einen
energifchen Schritt nach vorwärts bedeuten wird. Nun heißt es
ernſt machen mit den in Locarno von Frankreich, England und
Italien verſprochenen Rückwirkungen für das beſetzte Gebiet. Vor
allem erhofft die Bevölkerung des beſetzten rheiniſchen Gebietes
dringend von der Reichsregierung, daß ſie die Verewigung der
Militärkontrolle, wie ſie im Inveſtigationsprotokoll des Völker=
bundes
und in den von franzöſiſcher Seite immer wieder vorge=
brachten
Plänen hervortritt, unter keinen Umſtänden anerkennt
und die Einführung der Slements stables unter allen Umſtänden
ablehnt. Deutſchlands Rechtslage iſt ſo günſtig, daß irgendwelche
Zugeſtändniſſe von deutſcher Seite an den Völkerbund in dieſer
Frage im beſetzten rheiniſchen Gebiet nicht verſtanden werden
würdent.
Um das Schundgeſetz.
Erhebi Preußen Einſpruch?
Die Sozialdemokraten haben in ihrem Kampf gegen das
Schund= und Schmutzgeſetz ihre ganze Hoffnung auf die preu=
ßiſche
Regierung geſetzt, daß dieſe im Reichsrat gegen das Geſetz
Einſpruch erheben wird und die Mehrheit für ſich gewinnt, denn
dann müßte die Vorlage noch einmal an den Reichstag zurück
und würde nur gültig, wenn ſie eine Zweidrittelmehrheit be=
käme
, was nach der Abſtimmung vom Freitag ſehr unwahrſchein=
lich
iſt. Allerdings ſind die Ausſichten, daß die preußiſche Regie=
rung
Einſpruch erheben wird, nicht allzu groß. Die Zentrums=
miniſter
werden ſich mit Händen und Füßen dagegen wehren,
und man kann ſchließlich auch dahin interpretieren, daß die in
der dritten Leſung gefaßten Beſchlüſſe den Forderungen entſpre=
chen
, wie ſie von der preußiſchen Regierung von der zweiten
Leſung erhoben wurden. Es iſt daher, wenn auch bereits der
kommende Einſpruch des Reichsrates in großer Aufmachung an=
gekündigt
wird, kaum anzunehmen, daß von der Seite her die
Vorlage noch einmal an den Reichstag zurückgeſchickt wird.
Oas Zolſproviſorium.
* Berlin, 4. Dez. (Priv.=Tel.)
Die Geltungsdauer für die landwirtſchaftlichen Zölle iſt durch
das Mantelgeſetz zum ſchwediſchen Handelsvertrag auf den
1. Januar begrenzt. Bis dahin muß eine Verlängerung erfolgt
ſein. Der Reichstag wird ſich alſo damit noch zu beſchäftigen
haben. Die Regierung und die Regierungsparteien ſchlagen vor
eine Verlängerung des Proviſoriums um drei Monate bis zum
1. April. Bis dahin wird ſich dann auch zeigen müſſen, was mit
dem franzöſiſchen Handelsvertrag wird. Am 21. Februar läuft
das dritte Proviſorium mit Frankreich ab. Die Verhandlungen
über die Neugeſtaltung werden im Januar in Paris aufgenom=
men
. Die Franzoſen möchten dabei wieder ein neues Proviſo=
rium
, die Neigung auf deutſcher Seite zu einer ſolchen Politik
kurzfriſtiger Verlängerungen iſt nicht groß, jedenfalls nicht, ſo=
lange
Frankreich nicht beſtimmte grundſätzliche Zugeſtändniſſe
für den endgültigen Handelsvertrag wachen wird.

Geite 3

Die britiſche Landesverteidigung.

Die Rolſe des britiſchen Imperiums bei der
kommenden Auseinanderſetzung im Pazifik.

Von unſerem 0=Korreſpondenten.
London, 4. Dezember.
Dieſer Tage ſind die Texte der Reken, welche die Vertreter der Do=
minions
bei Gelegenheit der Disbuſſion über die Landesverteidigung
gehalten haben, veröffentlieht und von Publikum wie Preſſe mit größtemr
Intereſſe aufgenommen worden. Baldwin hatte ſchon in einer früheren
Sitzung am 26. Oktober ſpeziell auf die außerordeatliche Wichtigkeit hin=
gewieſen
, die der Ausbau der Flottenbaſis in Singapore für
die Sicherung der Gebiete und des Handelsverkehrs des Reiches in den
öſtlichen Gewäſſern haße. Er wies auf die Lohalität der Föderierten
Malayen=Staaten hin, die zwei Millioncn Pfund in fünf Jahresraten
bewilligt hätten, und auf die Bewilligung einer Viertelmillion durch
Hongkong. Die Entwickelung der Baſis iſt zur jetzigen Zeit vom
Standpunkte der Reichsverteidigung aus höchſt dringend not=
wendig
. Wer könnte die verblüffende Wahrheit dieſer Bemerkung
beſtreiten? Wo iſt denn heutzutage die nächſte britiſche
Flottenbaſis, die einen 10 000=Tonnen=Kreuzer
oder ein modernes Schlachtſchiff in ihre Docks auf=
nehmen
könnte? Wie der Premierminiſter von Auſtralien in ſei=
ner
Rede ausführte, will die Regierung von Neu=Südwales ein
Schwimmdock bauen. Was iſt ein Schwimmdock? Wie die Sachen augen=
blicklich
liegen, kann Groß=Britannien nicht ein Schlachtſchiffgeſchwa=
der
nach dem Fernen Oſten bringen. Die modernen Reparatur= Hochſee=
ſchiffe
, die ein Schlachtſchiffgeſchwader begleiten können, ſind nach einer
Aktion den vorhandenen Anforderungen gegenüber nur eine Chimäre.
Alſo iſt die Baſis in Singapore höelſſt dringend notwendig‟. Nur daß
die Sicherung und der Bau hinreichender Docks vielleicht fünf Jahre
Bauzeit erfordert. Wie wird es in fünf Jahren im Fer=
nen
Oſten ausſehen?
Nur Auſtralien kann auf ein wirklich energiſches Rüſten zu Lande,
zu Waſſer und in der Luft hinweiſen. Bruce ertlärte jedoch, daß ſein
Rüſtungsprogramm für die nächſten fünf Jahre mit 36 250 000 X feſt=
gelegt
ſei. Er wies beiläufig darauf hin, daß Auſtralien, abgeſehen
vom Mutterlande, die ſtärkſte Belaſtung zu Rüſtungszwecken pro Kopf
der Bevölkerung nachweiſen könne. Die Sätze betragen nämlich: für das
Mutterland 51 shr 1 d, für Auſtralien 27 sh 2 d, Neu=Seeland 12 sh 11 d,
Kanada 5 sh 10 d, Süidafrika 2 sh 6 d. Er würde aber gewiß Singa=
pore
vor ſein Parlament bringen. Neu=Sceland hat einen Beitrag
ſchon angekündigt, aber es iſt ein Tropfen auf einen heißen Stein. Süd=
afrika
hat das ſchöne Geſetz, daß kein Bürger gezwungen werden kann,
außerhalb des Gebietes der Union zu kämpfen. Der Pvemierminiſter
King von Kanada ſetzte auseinander, wie dieſe größte aller Dominions
ihre Streitkräfte jeder Art fördere. Von Singapore oder irgendwelchen
anderen Reichsverteidigungsbedürfniſſen kein Wort.
Die Reichsverteidigungskonferenz war für jeden Briten eine er=
hebende
Sache, z. B. die großzügige Stellung der Reichsglieder gegen=
über
dem Auslande. Es ſcheint auch ganz zweifelsohne, daß im Falle
einer kriegeriſchen Verwickelung des Mutterlandes, welches die Inter=
eſſen
des Imperiums oder der betreffenden Reichsglieder be=
rührt
, ein ähnlicher Kräftezuſtrom erfolgt, wie 1914. Aber wenn je,
was im Intereſſe des Weltfriedens der Himmel verhüten wolle, im Pa=
zifik
die Geſpenſter der drei apokalyptiſchen Reiter am Himmel auf=
ſteigen
ſollten, kann das Mutterland nur mit Kreuzern auftreten, weil
die Reichsmitglieder und Weſtminſter nicht erkennen, daß die britiſche
Flotte dort keine Baſis hat. Man mag mit Noten arbeiten und einen
Kreuzerkrieg führen, vorausgeſetzt, daß keiner der neuzeitlichen Kreuzer
eine Dockungsgelegenheit braucht. In einem wirklich großen Spiel kann
das britiſche Reich nur den Zuſchauer ſpielen.

Die Hausſuchungen bei den
Wirtſchaftsführern.
Eine ſpäte Entſchuldigung der preußiſchen Regierung.
Von unſerer Berliner Redaktion.
Im preußiſchen Landtag, der ſich am Samstag mit dem
Schulſtreik in Dortmund beſchäftigte, gab es zu Beginn der
Sitzung eine Ueberraſchung. Innenminiſter Grzſinſki kam vor
Eintritt in die Tagesordnung auf die Hausſuchungen
bei den Wirtſchaftsführern zu ſprechen. Er hielt
zwar formal das Verfahren der Beamten für durchaus berech=
tigt
, tat aber doch das, was ſchon vor Monaten geſchehen mußte:
er ſprach den Männern, die keinerlei ſtaatsgefährliche Pläne ver=
folgt
haben, ausdrücklich ſein Bedauern aus. Wenn dieſe Er=
klärung
vor Monaten abgegeben worden wäre, wenn der Innen=
miniſter
ſie anfangs November gegeben hätte, dann hätte ſie als
Akt der Loyalität begrüßt werden können; heute macht es den
Eindruck, als ob ſie ſtark veranlaßt wäre durch die Erwägung,
daß in der kommenden Woche die erſte Leſung des preußiſchen
Etats beginnt und die Regierung bei den Oppoſitionsparteien
um gutes Wetter bitten möchte. Vor allem aber auch gibt die
Erklärung in dieſer gewundenen Form tatſächlich die ganze
Aktion mit den Hausſuchungen preis und erkennt damit an, wie
ungeſchickt die Berliner Polizei damals in ihrer Uebereile ge=
handelt
hat.

*Zubiläumskonzert des Sängerbereins Offenbach
im Saalbau in Frankfurt a. M.
Hundert Jahre ſind ſeit dem Beſtehen des Sängervereins
Offenbach verfloſſen. Das iſt ein Anlaß zu einer würdigen
Feier, in deren Mittelpunkt das Jubiläumskonzert ſtand, das
im großen Saal des Saalbaues in Frankfurt a. M. abgehalten
wurde. Der Dirigent des Vereins iſt Herr Dr. Temesvary,
der den Frankfurtern als früherer Dirigent des Cäcilienvereins
bekannt iſt. Das Programm des Abends legte ein beredtes
Zeugnis von den ernſthaften muſikaliſchen Beſtrebungen der Ver=
anſtalter
ab, offenbar ganz im Sinne der Begründer des Vereins
und derer, die die niedergelegte muſikaliſche Einſtellung liebevoll
und treu zur Tradition ausreifen ließen. Die Ausführung der
einzelnen Werke ließ ein ausgeprägtes chortechniſches Können
ffeſtſtellen, das insbeſondere bei den Frauenſtimmen das Maß des
AAlltäglichen um ein Erhebliches überſchritt. Mit ſicherem, durch
gute muſikaliſche Erziehung geleitetem Inſtinkt wurde man dem
Weſen der Kunſtwerke in objektiver und überzeugender Weiſe ge=
rrecht
. Die Herrenſtimmen haben den Nachwuchs wie die Frauen=
Itimmen nicht; ſie fielen deshalb der Klangfülle nach dagegen ab,
aber ohne irgendwie dem Geſamteindruck Abbruch zu tun. Es
äſt ja erſt kürzlich anläßlich des Konzertes des Frankfurter Cäci=
lienvereins
und des Rühlſchen Vereins darauf hingewieſen wor=
Den, wie ſchwer es aus in der Zeit liegenden Gründen iſt, bei
Derartigen Vereinen mit ernſten muſikaliſchen Zielen für inter=
eſſierten
Nachwuchs zu ſorgen.
Das Programm begann mit den Feſt= und Gedenkſprüchen
won Brahms, brachte das ſelten gehörte Wanderers Sturmlied
von R. Strauß und führte über das Stabat mater von Verdi
Fu dem Brucknerſchen Te deum. Ueberaus ſchwierige Anſprüche
tellt keines dieſer Chorwerke, aber den geſtellten Anſprüchen
purde der Chor durchaus gerecht. Es bliebe lediglich eine nicht
emmer ſinngemäße Verwendung und Betonung der lateiniſchen
Sprache zu bemängeln, deren Sinn im einzelnen zu erklären nicht
allzu ſchwer ſein dürfte. Als Einlagen ſang Herr Hermann
Schey aus Berlin (Bariton) An den Mond und Klage von
Pfitzuer und das Meſſobrunner Gebet von dem hier durch die
Heiden Konzerte von Hermann Scherchen nicht unbekannten H.
Kaminſki. Von den Pfitznerſchen Liedern iſt das wirkungsvollſte

das zweite der Text ſtammt von Eichendorff , das muſikaliſch
wertvollere offenbar das erſte. Die Kompoſition von Kaminſki
hinterließ denſelben Eindruck wie weiland ſein Magnificat. Er
will nicht mehr, wie er kann; er iſt ein ſolider, durchaus nicht
moderner Muſiker, der ergreifen kann und das will heutzutage
ſchon etwas heißen. Der Dirigent Dr. Temesvary brachte eine
eigene Schöpfung, Morgenhymne benannt, zu Gehör für Orgel,
Sopran und Alt typiſch für den Schöpfer, der eine ausge=
ſprochene
Kammermuſiknatur iſt und der in dieſem Rahmen auch
Wertvolles zu ſagen weiß. Schließlich ſang Herr Schey noch den
von Klemperer, dem Wiesbadener Generalmuſikdirektor, kompo=
nierten
43. Pſalm für Bariton und Orgel, der eine über das
Formale hinausgehende Begabung verriet, im übrigen aber ein
abſchließendes Urteil über die kompoſitoriſche Begabung des be=
deutenden
Dirigenten nicht zuließ. Unter den Soliſten ragte der
erwähnte Bariton des Herrn Schey durch außerordentliches tech=
niſches
Können und den anziehenden Timbra des Organs her=
vor
; zu den Eroßen im Reiche der Kunſt iſt er ſchwerlich zu
zählen, dazu fehlt ihm der überſpringende Funke. Es iſt eigen=
tümlich
, wie ſehr er an Geiſſe=Winkel vom Wiesbadener Staats=
theater
erinnert beides beſonders ſchöne und gepflegte Stim=
men
, aber man kann ſie nicht lange hören, weil eben der von
innen kommende, eigentlich künſtleriſche Ausdruck und Eindruck
fehlt. Schade! Wenn ihrs nicht fühlt . ." Von den Damen=
ſtimmen
überragte der Sopran Ria Ginſters an erlebnisvoller
Darſtellung und an techniſchem Können die Altiſtin Schoembs=
Schneider. Warum man als Tenor Herrn von Tulder
aus Haag verpflichtet hat, vermag ich nicht einzuſehen. Gegen
ihn als Künſtler ſoll nichts geſagt ſein, aber dem Klang des
Organs nach wird er auch der Behandlung der Mittel nach in
Deutſchland einige Gleichwertige finden.
Wie dem auch ſei, alles in allem kann der Offenbacher Sänger=
verein
auf ſein Jubiläumskonzert ſtelz ſein; möge das Gelingen
es Abends einen Anreiz und eine Gewähr für weitere derartige
Leiſtungen im Sinne einer geſunden Tradition bieten.
Dr. W. Kn.

Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
Hk. Zwei unbekannte Zeitungen. Das Deutſche
Inſtitut für Zeitungskunde in Berlin konnte ſeine hiſtoriſch=

topographiſche Sammlung um ein wertvolles Stück bereichern.
Es beſitzt ſeit einiger Zeit eine im Jahre 1919 zu Mexiko er=
ſchienene
deutſche Zeitung. Als Herausgeber zeichnet W. Hans=
berg
. Sie erſchien vom 17. Mai bis 7. Auguſt 1919 mit 12 Num=
mern
in der proviſoriſchen Schriftleitung Apartado 3013, Mexiko.
Ave Iſabell la Catolica Nr. 43 zu 15 Centavos, umfaßte 7 Sei=
ten
zu 3 Spalten und trug auf ihrem 7,7 Zentimeter hohen Kopf=
ſtreifen
die Worte. Neu=Deutſchland Politiſch ſtand ſie in Ab=
hängigkeit
vom Berliner Tageblatt, Frankfurter Zeitung
und Neue Zürcher Zeitung. Nirgendwo in der deutſchen Preſſe
zeigt ſich wohl die politiſch=demokratiſch=republikaniſche Idee in
ſteriliſierterer Form, als, in dieſem Kampf und Niederlage der
Gegenwart fremden, dem Mutterlande fernen Blatt. Neben dem
rein politiſchen Inhalt ſind die 4 bis 5 Anzeigen kaum erwäh=
nenswert
. An einer Stelle aber finden wir unter dem humor=
vollen
Geplauder, den Bericht von der ſchwierigen Herſtellung
einer Gefangenen=Zeitung. Es handelt ſich um den Orgelsdorfer
Eulenſpiegel herausgegeben von Erich Poſſelt, eine Zeitung
aus dem Gefangenenlager Fort Oglet Horpe; ein deutſcher Zeit=
ſchriftenherausgeber
, ein Funkentelegraph, ein Zeitungsbeſitzer
aus Florida, ein Schiffsdrucker von Georg Waſhington, ein
Stift aus einer Schnapsfabrik und eine 3X5=zollige Viſitenkar=
tenpreſſe
, umgebaut zur Druckfähigkeit eines 34zeiligen Satzes,
das war Verlag, Redaktion und Druckerei des Orgelsdorfer
Enlenſpiegels‟. Der Winkelhaken war aus einer alten Sardinen=
büchſe
geſchnitten, die Druckerſchwärze glich einem vertrockneten
Stück kalten Pechs, und die Schreiber mußten ſich nach dem In=
halt
des Setzkaſtens richten, der nur über ein halbes Dutzend
S und K verfügte. Moderne kurze Gedichte gab es nicht, da die
Quadrate und Ausſchlußſtücke fehlten die die Buchſtaben an den
leeren Stellen der Zeile hätten erſetzen müſſen. Wie manche an=
dere
Gefangenen= und Feldzeitung mag unter gleichen Schwie=
Dr. Hans Traub.
rigkeiten erſchienen ſein!
Die Tragödie der Philoſophie heißt das
ſoeben bei Reichl in Darmſtadt erſchienene revolutionäre
Buch von Sergius Bulgakow. Der Verfaſſer will den
Zuſammenhang zwiſchen den philoſophiſchen Konſtruktionen
und den religiös=ſittlichen Grundlagen jeglichen Philoſophierens
aufdecken, die Unmöglichkeit einer vorausſetzungsloſen Philo=
ſophie
dartun und überhaupt die abſtrakte oder reine Philo=
ſophie
überwinden.

[ ][  ][ ]

Seite 4

Sonntag, den 5. Dezember 1926

Nummer 337

Statt Karten.

Elfriede Dörr
Fritz Grund
Verlobte

Darmstadt
Rossdörterstr. 64

( 31983)

Pfungstadt
Kirchstr. 67

Todes=Anzeige.
Am 3. Dezember verſchied ſanft nach kurzer Krank=
heit
unſere liehs Mutter, Großmutter, Tante und Ur=
großmutter

Frau
Heinrich Falter Wwe.
geb. Hering
im Alter von 80 Jahren.
(31953
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Ste nmetz
Gutenbergſiraße 54.
Die Feuerbeſtattung ſindet Montag, den 6. Dezember,
nachmittags 3½ Uhr ſtatt.
Blumenſpenden ſind nicht im Sinne der Entſchlafenen.

Gott dem Allmächtigen hat
es gefallen, unſere liebe Tochter,
Schweſter und Schwägerin

nach ſchwerem Krankenlager, ver=
ſehen
mit dem heiligen Sterbe=
ſakrament
, im blühenden Alter
von 23 Jahren zu ſich in die
(17950
Ewigkeit abzurufen.
Im Namen
der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Nikolaus Heiligenthal
Schneiderieiſter, Liebfrauenſir. 91
Darmſtadt, den 4. Dez. 1926.
Die Beerdigung findet Dienstaa,
den 7. Dez. 1926, nachm. 3 Uhr,
vom Portal des alten Friedhofs
(Nieder=Rimſtädterſtr) aus, ſiatt

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herz=
lichſter
Teilnahme bei dem Heim=
gange
unſeres lieben Vaters
Herrn
Michgel Bickel
ſagen wir Allen unſeren innigſten
Dank. Insbeſondere danken wir
Herrn Pfarrer Goethe für die tröſten=
den
Worte am Grabe, dem Fahr=
beamtenve
ein, Ortsgruppe Darm=
ſtadt
und Kranichſtein, dem Krieger=
verein
Graf v. Haeſeler und allen,
die unſerem teuren Verſtorbenen
die letzte Ehre erwieſen haben.

Die trauernden H.nterbliebenen.

aller Art

Reichhaltiges fertiges Lager
Auswahlsendungen franko gegen franko
ohne Kautzwang
Kataloge gratis! Zahlungserleichterung!
Neubezüge, Modernislerung, auch nicht
von mir gekaufter Pelze, schnell und billig
M. BODEN. BRESLAU 100
Fillale: München, Theatiner Straße 50
Deutschlands größtes Pelzwaren-Versandhaus

Dankſagung.
Statt Karten.
Für die herzlichen Beweiſe inniger Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meines lieben Vaters
Auguſt Kreß
Eiſenbahn=Ingenieur i. R.
ſage ich meinen innigſten Dank.
Thereſe Kreß.
(17903
Darmſtadt, den 4. Dezember 1926.

Todes=Anzeige.
Heute entſchlief nach ſchwerem
Leiben mein braver Sohn, unſer
guter Bruder

im 25. Lebensjahr
Im Namen
9 der trauernden Hinterbliebenen:
Georg Göttmann und Kinder
Fuhrmannſtraße 8.
Darmſtadt, 4. Dezember 1926,
Die Beerdigung findet Montag,
den 6. Dezember, nachm. 8 Uhr,
auf dem Friedhof an der Nieder=
Namſtädterſtr. ſtatt. (*32000
Seelenamt Montag, 8. Dez. St Etiſabeih.

Offenbacher
Zederwaren
Prima Oualitäten ernorm billig
Ludwigs-
Lambert Gelee platz3

Todes=Anzeige.
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Heute früh 6 Uhr verſiarb nach kurzem, aber ſchwerem Leiden unſert
liebe, gute Mutter, Großmutter, Schweſter Schwägerin und Tante

Frau Suſette Rodemer, geb. Keil
Witwe des verſtorbenen Telegraphenſekretärs Heinrich Rodemer.
In tiefer Trauer:
Hermann Rodemer, Architekt u. Gewerbelehrer, Darmſtadt,
Röhnring 54
Marie Rodemer, geb. Gilberg, und 3 Enkel
Hermann Keil, Kaufmann, Würzburg
Betty Keil, geb. Löſch
Dr. ſur. Heinrich Keil und Frau
Dr med. Ottmar Kees, Aſchaffenburg
Lisbet Kees, geb. Keil.
Darmſtadt, den 4. Dezember 1926.
(17952

(17841
vegen
Geschäftsaufgabe

Montag, den 6. Dez., 8½ Uhr, in der
Städt. Akad f. Tonkunſt, Eliſabethenſtr.
Der Prophet Elias
ind ſeine Chriſtus=Erkenntnis
Oeffentlicher Vortrag
von Dr. Alfted Heidenreich=Frankfurt a. M.
Unkoſtenbeitrag erbeten.
31927) Die Chriſtengemeinſchaft.

Heute mittag um 4½Uhr ſpricht Her: O.Kunze,
Lehrer a D., aus Darmſtadt, über
Das völlige Heil
in Chriſto‟
im Saale W.ldſtraße 18, Hinterhaus 1. Siock.
Jedermann iſt herzlichſt eingeladen. (:31924

r. Schreiner
Frauenarzt
verreist. (*32013
Vertreter:
Dr. Kl. Hoffmann
Dr. Müffel.

0gs SCHOMSTEwrinnacurssescnenk

Dſe Beerdigung findet Montag, den 6. ds. Mts., nachmittags 2½ Uhr, auf dem alten
Friedhof an der Nieder=Ramſtädterſtraße ſiatt.

Dankſagung.

Für die vielen Beweiſe herzl. Teilnahme bei dem Heim=
gang
meines lieben Gatten, unſeres guten Vaters, Sohnes,
Schwagers und Onkels danken wir, insbeſondere Herrn Pfarrer
Grein für die troſtreichen Worte am Grabe, ſowie den Ge=
ſangvereinen
Eintracht, Liederzweig, Sängerluſi und Frohſinn,
den Gaſiwirten Arheilgens, dem Ortsgewerbeverein, dem
Sportverein 1904, dem Motorradklub, dem Verein für Hunde=
freunde
, den Schulkameraden und der Kapelle Anthes.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Katharina Erzgräber
Gaſthaus zum weißen Schwanen.
Arheilgen, den 2. Dezember 1926.
(17986

Akten=Mappen
Muſik=Mappen
Schüler=Mappen
liefert in jed. Menge
an Wiederverkäufer
(Ladengeſchäfte)
Karl Möſer, Darmſt.,
Lederwaren fabrikat,
Nd.=Ramſtädterſtraße 27
(*319841

Künstl. Augen


fertigen nach der Natur und
paſſen ein
(II. 632
F. Ad. Müller, Söhne
Wiesbaden.
In Frankfurt a M., Labo=
ratorium
der Un erſitäts=
Augenklinik beim Städtiſchen
Krankenhaus, Frankfurt a. M.
Sachſenhauſen. Eſchenbachſtr 14,
am 18. u 17. Dezember 1926.

Muffnge
Behandlung bei Rheumatismus,
Iſchtas, Neuralgie, Bewegungs=
ſtörungen
, Korpulenz uſw.
Komme auf Wunſh nach aus=
wärts
, zu ſprechen tgl. v. 1-3 Uhr
Frau Erna Ebert, Darmſtadt
Hügelſtr. 75 (17224a), Tel. 1117
(gründl. ärztl; gnatom, Ausbild.)

Billige ſchöne
Lampengeſtelle

25 cm Durchm. 0.50
30
1.00
1 45
1.95
2.50
z0
Ludwig Kllng
Inſtallautonsgeſchäft
Luiſenſtraße 2
am Mathil denplatz
319821

rür Die HAuFFRAU IsT EIN NEuEs srück
zU HREM SCRMUCKEN

GASGERAT

FRAGEN SlF. 0AS GASWERRI
*
Weihnachts-Verkau
aller Gasverbrauchsapparate im Verkaufslokal
des Städt. Gaswerks Grafenstraße 30, sowie in
den hiesigen Installateu r-Ladengeschäften!
Sie erhalten fachmännischen, unverbindlichen Rat und jede
gewünschte Ausknnft bereitwilligst.
(St. 17944

Direlrtion


der städtischen Wetriebe.
Gelegenheſtskauf
Anbiete
Ia gek. Schinken in Doſen, 10 15 Pfund/Pelzhüte u. Mützen
ſchwer, ohne Knochen, ſehr zart u mager, / (Seal) per Stück von
3 Monate gar Haltbarkeit, für nur Pfund 9 Mk. an.
18) Rm. b f. n. ab Station geg. Nachn. Anzuſehen Sonntag
Alfred Nöhter, Lebensmittel= Großhaud= und Montag (:31906
lung, Hamburg, Grindelberg 77 (V 14806
Uhlſtraße 8, part

Korpulenz
(Fettleibigkeit; wird beseitigt durch

Tonnola-Zehrkur‟
Kein starker Leib keine starken Hüften
mehr, sondern jugendliche,schlanke,elegante
Figur Kein Heilmittel, kein Geheimmitel.
Garantiert unschädlich, ärztlich empfohlen.
Viele Dankschreiben. Keine Diät. Seit
28 Jahren bewährt Preis Paket Mk. 3.,
Depot für Darmstadt: Medizinaldrogerie
Friedr. Beckenhaub, Ecke Schul- und
Kirchstrasse.
(TV 2408
(Na. S, Ra. Ligu., Na bic, fol. Sen.,
Fe. 0. Na. C/)
Magerkeit-E
Schöne volle Körperform durch Steiners
Orlental, Kraft-Pillen
in kurzer Zeit erhebliche Gewichtszunahme
und blähentles Aussehen (für Damen pracht-
volle
Büste). Garant unschäd ich, ärztl.
empfohlen. Viele Dankschreiben -8J.
welthek unnt Preisgekrönt mit gold. Medaille
und Ehrendiplom. Preis p Pack /100 Stuck)
2 75 dk. Depot für Darmstadt:
Medizinaldrogerle Friedrich Beckenhaub,
Ecke Schul- und Kirchstraße. TV 2314
(1570 41 b1 N 5276 Nir. Extr 53761

Briefmarten
50000 verſch., verſende
Prachtauswahlen an
Sammler mit 5070
Proz. Rabatte, unter
allen Katalogen geg.
Neferenzen 300 Bal=
kan
, alle verſch., 7.
Mk. 300 Amerika
Auſtralien 5. Mk.
Weiß, Wien IX.,
Grüne Torgaſſe 24.
(L.Bln. 17882)

Der gehnlichste
Weihnachtswunsoh
Elektr. Staubsauger
120.50 Mk.
Haartrockenapparat 30.00
Zimmersonne
28.00
45.00
Kafkeemaschine
Helzkissen (30X40)
13.80
7 Ltr. Kocher (fein vern) 13.80
Bügelelsen 3kgkompl.) 9.50
Zigarrenanzünder . 12.50
Taschenlamp. (best Ausf.) 3.50

Wlir langjähr, Krante-H
Empfehle mein Heilſyſtem für akute
ſowiechroniſche Krankheiten, ſelbſt ganz
alte Fälle Behandlung von Beinleiden
(Geſchwürſo ne Bettruhe. Viele Dank=
ſchr
. v. munch Hoffnungsloſen vorhand.
Naturheilinſti ut Schießlinger
Darmſtadt. Bismarckſtr 53 - Tel. 3622
Sprechſtunden:
v. 912, 26 Uhr, Sonntags 911 Uhr
C u00.

Trader- uote
Kleidung
Größte Auswahl im
Spezialhause

Fernspr. 399

(17918)

Schulstr. 6

[ ][  ][ ]

Nummer 337

Sonntag, den 5. Dezember 1926

Seite 5

Aus der Landeshauptſtadt.
Darmſtadt, 5. Dezember.
Die Reſultate der Volksabſtimmung werden durch den
Nachrichtendienſt des Darmſtädter Tagblatts bekannt gegeben
im Reſtaurant Zur Oper, Schloßcafé und Cafs
Ernſt Ludwig.
Ernannt wurden: am 27. November 1826: der Rektor Heinrich
Güldner zu Leeheim, Kreis Groß=Gerau, zum Lehrer an der Volks=
ſchule
zu Wolfskehlen, Kreis Groß=Gerau; am 29. November 1926: der
Lehrer Friedrich Wilh. Meher zu Auerbach, Kreis Bensheim, mit
Wirkung vom 1. Dezember 1926 ab zum Rektor an der Volksſchule da=
ſelbſt
; am 1. Dezember 1926: der Werkmeiſter Wilhelm Tilly aus
Oldenburg vom 1. April 1926 an zum Betriebsführer beim Kraft=
werk
Wölfersheim.
Heſſiſches Landestheater. Als Termin der Uraufführung von Höl=
derlins
Tragödie. Der Tod des Empedökles in der Bear=
beitung
von Wilhelm Michel wurde Freitag, 7. Dezember, beſtimmt.
Wilhelm Michel, dem die Hölderlinforſchung viel verdankt und der in
ſeinem Buche Friedrich Hölderlin und Hölderlin und der deutſche
Geiſt ſich mit Erfolg für den bisher nur wenig gekannten Dichter ein=
geſetzt
hat, hat dieſes in vielen Partien hinreißende dramatiſche Gedicht
einer textlichen Durcharbeitung unterzogen. Die Aufführung des Lan=
destheaters
wird von Generalintendant Ernſt Legal inſzeniert; die Ent=
würfe
des Bühnenbildes ſtammen von Paul Theſing, dem Schöpfer der
Fidelio=Ausſtattung. Die beiden ſinfoniſchen Einleitungsmuſiken zu
dem Werk ſchrieb der Darmſtädter Komponiſt Wilhelm Peterſen.
Selten wird ein Weihnachtsmärchen den Kindern ſo viel ungetrübte
Freude und ſonnige Heiterkeit bringen, als das in dieſem Jahre zur
Aufführung gelangende Märchenſpiel Brumm der Bär das der
Empfindungswelt der Kleinen in ganz beſondever Weiſe entgegenkommt.
Gleich zu Anfang machen wir die Bekanntſchaft Brumms, dieſes knur=
rigen
, zottigen Geſellen, der aber ſo treu und brav iſt, daß wir ihn
bald liebgewinnen. Wie ein guter Geiſt beſchützt er den Heinen Jungen,
der in das Märchenland ausgezogen iſt, ſeinen kleinen Freund zu ſuchen,
den der alte Knecht Rupprecht aus Zorn über ſeinen Ungehorſam in
ſeinem Weihnachtsſack mitgenommen hat. Immer iſt der gute Brumm
an ſeiner Seite und hilft ihm Not und Angſt überſtehen. Aber da iſt
ja auch die böſe, böſe Waſſerhexe, die in ihren ſchrecklichen, ſchlammigen
Sumpfſee alles verſchlingt, was in die Nähe ihres Reiches dringt. Hu,
wie wimmelt es da von Krebſen, Fröſchen und Larven! Mit wieviel
Hinterliſt und Tücke weiß die alte Hexe unſeren kleinen, braven Aus=
wanderer
mit ihren Lockungen zu umgarnen! Aber weil er ein braver
und guter Junge iſt, bekommt ſie den von ihr begehrten Schlüſſel zum
Märchentor doch nicht, denn er bleibt ſtandhaft und tapfer und erlöſt
dadurch die armen Knaben, die die falſche Hexe in ihrer Bosheit ver=

machtsmann für die braven Kinder bereit hat und die an den entzückten,
vor Freude glänzenden Kinderaugen vorbeitanzen, und ſind am Ende
gar nicht böſe, wenn wir merken, daß alles nur ein Traum war.
Profeſſor Arthur Schnabel wird in dem morgen, Montag, ſtatt=
findenden
III. Sinfoniekonzert des Landestheaterorcheſters auf Wunſch
der Konzertleitung das herrliche, hier lange nicht gehörte Klavierkonzert
von Brahms zum Vortrag bringen. Es gehört zu ſeinen Lieblings=
werken
und wird von ihm mit beſonderer Vorliebe geſpielt. Eine
öffentliche Hauptprobe zu dem Konzert findet, wie bereits mitgeteilt,
nicht ſtatt.
Heute vormittag um 11 und nachmittags um 3 und 5 Uhr läuft
zum letzten Male der Scherenſchnittfilm Die Abenteuer des
Prinzen Achmed der ſo großen Anklang fand bei Preſſe und
Publikum. Mit dem Märchenfilm läuft noch ein kleinerer Film Die
Stadt im Meer Venedig, die uns nach dem ſonnigen Suden führt,
nach dem wir alle Sehnſucht haben, beſonders jetzt zur Winterszeit.
Wer den Schwarz=Weiß=Kunſt=Film vom Prinzen Achmed noch nicht ge=
ſehen
hat, ſollte es wirklich nicht verſäumen, die letzte Gelegenheit zu
benützen und ſich das kleine Wunderwerk zu Gemüte führen; er wird es
nicht zu bereuen haben.
Heſſiſches Künſtlertheater. Die am Montag, den 6. Dezember,
abends 7½ Uhr, im Volksbildungsheim ſtattfindende Aufführung des
neuen Schauſpiels von Herbert Kranz Der Berg durch das Heſſiſche
Künſtlertheater, iſt die einzige Vorſtellung der Bühne in Frankfurt a. M.
vor Antritt der dritten Spielreiſe des Theaters.
Volkshochſchule. Der erſte Beethoven=Vortrag des
Herrn Studienaſſeſſors Henk wird am Sonntag, den 5. Dezember,
11.15 Uhr, in dem Feſtſaal des Realgymnaſiums als Morgenfeier ge=
halten
. Am Montag abend ſchließt die Wirtſchafts= und
Sozialpolitiſche Vortragsreihe des Heimatdienſtes mit
einem Vortrage des Herrn Prof. Raab im Saal 140 der Techniſchen
Hochſchule. Der Vortrag mit dem Thema: Die Reparations=
frage
, Tatſachen und Aufgaben iſt in ſich abgeſchloſſen
und deshalb für ſich verſtändlich. Es dürfte allgemein begrüßt werden,
von ſo berufener Seite mit dieſen Fragen vertraut gemacht zu werden.
Einzelkarten zu 50 Pf. werden noch am Saaleingang abgegeben.
Eine kirchenmuſikaliſche Abendfeier in der Martinskirche findet
am 3. Advent, abends 6 Uhr, ſtatt. Herr Konzertſänger Peter Schäfer,
Schüler des Herrn Dr. Noack, hat güitigſt ſeine Mitwirkung zugeſagt.
Der Eintritt iſt frei.
Bund der techniſchen Angeſtellten und Beamten. Ford, ſeine
Rieſenbetriebe und ſeine Arbeitsweiſe lautet das Thema, über das
Herr Ingenieur Bote, Stuttgart, in einer überfüllten Verſammlung
des Bundes der dechniſchen Angeſtellten und Beamten im Hörſaal
Nr. 326 der Techniſchen Hochſchule ſprach. Eine große Anzahl der Be=
ſucher
konnte nicht mehr eingelaſſen werden. Die Rieſenanlagen, die
gewaltigen, hellen und luftigen Fabrikräume, als Beiſpiel für die Ar=
beitsweiſe
die Bearbeitung eines Zylinderblocks, die in 43 Arbeits=
ſtufen
erfolgt, und die Endmontagen wurden in zahlreichen Lichtbildern
vorgeführt und erläutert. Dieſe 43 Arbeitsſtufen des Zylinderblockes,
einſchließlich aller Zwiſchentransporte und Kontrollen beanſpruchen eine
Bearbeitungszeit von 55 Minuten, eine Stunde ſpäter läuft der fertige
Motor auf dem Probierſtand ½ Srunde Probe, nach einer weiteren
Stunde treibt er das fertige Auto auf der erſten Probefahrt. Dieſer
überaus ſchnelle Materialdurchgang durch die Fabrikation ſowie der
Grundſatz, kein Kapital in irgendwelchen Zwiſchenlagen einfrieren zu
laſſen, ermöglicht es, wit einem viel geringeren Betriebskapital zu
arbeiten, als das bei uns der Fall iſt. An Hand von Zahlen wurde
nachgewieſen, daß Ford durch ſeine raſche Arbeitsweiſe, wodurch nur
ein kleines Kapital feſtgelegt war, jährlich pro Arbeiter 1776 Mank an
Zinſen einſpart, was den Apbeitern wieder durch erhöhten Lohn zugute
kommt. Ford hat in kühnem Entſchluß viele unſeren deutſchen Unter=
nehmern
als geheiligt geltende Grundſätze über Vord geworfen. Ueber
alle Schranken von Kartell= und Preiskonventionen hinweg hat er den
Preis ſeines Volksautomobils von 950 Dollar im Jahre 1908 auf 250
Dollar im Jahre 1925 herabgeſetzt. Auch gibt es bei Ford keine eng=
herzige
Geheimniskrämerei. Der Vortragende konnte berichten, daß
er in Berlin nach telephoniſchem Anruf ſofort eingeladen wurde, die
im Weſthafen in Berlin eingerichtete Montageanlage für den Ford=
wagen
zu beſichtigen. Daß Ford ſeinen Angeſtellten Löhne zahlt, die
ihnen eine weſentlich höhere Lebenshaltung als bei uns geſtatten, zeigte
das Bild eines der vielen Abſtellplätze für Arbeiterautomobile wäh=
rend
der Arbeitszeit, auf dem wohl über 1000 Automobile ſtanden. Auch
in Berlin zahlt Ford ſeinen Arbeitern einen hohen Lohn von 300 bis
600 Mark. Am Schluß betonte der Redner, alle, insbeſondere aber die
Techniker, müſſen helfen, die deutſche Wirtſchaft mit den techniſch vollen=
deſten
Einrichtungen zu verſehen. Aber die damit verbundene ge=
waltige
Steigerung der Produktionsfähigkeit der Wirtſchaft bedingt
einen ſtarken inneren Markt, eine weſentliche Erhöhung der Kaufkraft
durch Steigerung der Löhne und Gehälter der breiten Maſſe des Vol=
kes
. Da die deutſchen Unternehmer nicht wie Ford von ſich aus ſtei=
gende
Löhne bei ſinkenden Preiſen zugeſtehen, iſt der gewerkſchaftliche
Zuſammenſchluß der geſamten Arbeitnehmerſchaft notwendig, wenn
nicht Deutſchland durch den Segen der Technik an der Maſſe ſeiner
konſumunfähigen Arbeitsloſen zugrunde gehen ſoll.
Zum Volksentſcheid. Geſtern abend ſprach in einer öffent=
lichen
Verſammlung im Orpheum der Reichstagsabgeordnete
Reichskanzler a. D. Dr. Wirth über Reichspolitik und heſſiſche
Finanzverhältniſſe. Wir kommen auf die Ausführungen des
Herrn Wirth noch zurück.

Oeffentlicher Vortrag Dr. Heibenreich=Frankfurt. Montag, den
6. Dezember, abends 8½ Uhr, in der Städtiſchen Akademie für Ton=
kunſt
, Eliſabethenſtraße, Der Prophet Elias und ſeine Chriſtus=
Grkenntnis‟. Die Zuſammenhänge, die beſtehen zwiſchen dem alten jüdi=
ſchen
Volk und dem Chriſtentum, werden beſonders deutlich am Weſen
des Propheten Elias. In der nächſten Woche findet kein Vortrag der
Chriſtengemeinſchaft ſtatt, es wird aber am Sonntag, den 12. Dez.,
nachmittags 4 Uhr, und abends 8 Uhr, im Feſtſaal des Gymnaſiums
der Zyklus der Oberuferer mittelalterlichen Weihnachtsſpiele aufgefihrt.
(Vergl. heutige Anzeige.)
Muſikverein. Das erſte Konzert dieſes Vereinsjahres findet am
Dienstag, den 14. Dezember, abends 8 Uhr, im Großen Haus des Heſſ.
Landestheaters unter Leitung von J. Roſenſtock ſtatt. Der Abend iſt
ausſchließlich Werken von Mozart gewidmet. Es kommen zur Auf=
führung
die Chorwerke Kyrie in D=Moll, Ave verum Tedeum
in C=Dur und Offertorium de tempore, ſowie drei Konzert=Arien für
Sopran mit Orcheſterbegleitung. Als Soliſtin iſt Margarethe Bäumer
aus Stuttgart gewonnen, welche ſich durch ihr hieſiges Gaſtſpiel in
Don Juan als ganz beſonders berufene Mozart=Sängerin bewährt
und kürzlich in Aida das Entzücken des Darmſtädter Publikums erregt
hat. Die öffentliche Hauptprobe iſt am Montag, den 13. Dezember,
abends 8 Uhr. (Näheres ſiehe in der heutigen Anzeige.)
Ludwigshöhe=Konzerte. Für das heutige Konzert des Städtiſchen
Orcheſters iſt wieder ein beſonders gewähltes Programm vorbereitet,
welches mehrere Neuheiten enthält. Die Orientaliſche Suite v. F.
Popy und die Intermezzo=Szene Auf dem Markt in Perſien von
etelbey, werden für Orcheſter zum erſtenmal öffentlich geſpielt. Des
ferneren ſeien genannt: Szenen aus Tiefland v. A. d’Albert; Spani=
ſche
Tänze von M. Moſzkowſky; Finale aus Mignon v. A. Thomas.
Die Leitung hat Herr H. Hauske.

Unser
Weihnachts=
Angebot
Leder- und Polster-Möbel
Rauch-, Näh- und Teetische
Einzel-Möbel aller Art
Stand-, und Kamin-Uhren
(Fabrik, der Uhrgehäus-Abteilung der Ludwig Alter A. G.)
bietet
von einfachster bis zur reichsten Ausführung
Große Auswahl und
ausnahmsweis niedrige Preise.
Unsere sehenswerte, ständig wechselnde Schaufenster-
Auslage ist nur ein kleiner Teil unseres Vorzugs-Angebots.
Besichtigen Sie unser Lager unverbindlich.
Sonntags von 16 Uhr geöffnet.

Alter’s

Möbel- und Kunstgewerbehaus G. m. b. H.
Elisabethenstraße 34.
Zimmerstraße 24.
(17930

Ein hundertjähriges Geſchäftsjubiläum begeht am 6. Dezember
die beſtens bekannte Firma Heinrich Weiler. Dackdeckermeiſter,
hier. Im Jahre 1826, am 6. Dezember, hatte der Großdater des jetzigen
Inhabers, das damals Dachdeckermeiſter Seim’ſche Geſchäft als deſſen
Schwiegerſohn auf eigene Rechnung übernommen, und dieſe Ueber=
nahme
, ſo wie dies auch heute noch üblich iſt, in dem zu jener Zeit
einmal wöchentlich erſcheinenden Darmſtädter Frage= und Anzeigeblatt
(heutiges Tagblatt) bekanntgegeben, mit der Bitte, das ſeinem Schwieger=
vater
geſchenkte Vertrauen auch auf ihn übertragen zu wollen. Daß
dies in reichem Maße geſchehen, bezeugt das heute in weiteſten Kreiſen
auf das vorteilhafteſte bekannte Geſchäft, deſſen jetziger Inhaber es ver=
ſtand
, der alten Firma nicht nur den guten Ruf zu erhalten, ſondern
das Seine dazu tat, denſelben zu mehren und zu feſtigen. Möge es ihm
dergönnt ſein, noch viele Jahre im Kreiſe ſeiner Familie und mit ſeiner
langjährigen tveuen Arbeiterſchaft zu wirken und den heranwachſenden
biingeren Kräften ſeine reiche Erfahrung in dem gefahrvollen Berufe
zugute kommen zu laſſen.

ist anerkannt die vollkommenste
GeTkAPMOM Sprechmaschine d.r Neuzeit.
Keine Nebengeräusche. Zwanglose Vortührung. Bequeme
Zahlungsweise nur beim Alleinvertreter (17835

Heinrich Arnold,

Wilhelminenstraße 9.

Orpheum. Heute Sonntag zwei Vorſtellungen. Nachmittags
4 Uhr Bruder Luſtig, Märchen=Kinder=Vorſtellung des Münchener
Kaſperltheaters. Kleinſte Eintrittspreiſe von 40 Pf. bis 1 Mk. Nach
der Vorſtellung Verteilung von Trumpf=Schokolade‟. Abends 8 Uhr:
Einmaliges Gaſtſpiel des Frankfurter Theaters mit dem luſtigen,
modernen Schwank Das goldene Kalb von O. Schwarz und E.
Mathern. Es gelten kleine Eintrittspreiſe von 80 Pf. bis 2,50 Mk.
Der Sonntagskartenverkauf findet ſtatt: Verkehrsbüro von 9 bis 12 Uhr,
Zeitungskiosk gegenüber dem Verkehrsbüro von 10 Uhr vormittags
bis 6 Uhr nachmittags, ſowie an der Kaſſe des Orpheums ununterbrochen
ab 3 Uhr. Telephoniſche Kartenbeſtellungen unter Nr. 389. (S. Anz.)
Der Heffiſche Fechtverein Waiſenſchutz (Zweigſtelle Darmſtadt)
veranſtaltet am Montag, den 13. Dezember, abends 8 Uhr, in der Stadt=
kirche
ein Kirchenkonzert unter Mitwirkung einheimiſcher Küinſtler, des
Quartettvereins Darmſtadt und des Städtiſchen Orcheſters. Der Ertrag
des Konzertes iſt für Wohltätigkeitszwecke beſtimmt.

Saalpau-Restaurant
Bekannt für gute und preiswerte Küche 17900
Abendeſſen von 1.20 an
Mittagstiſch von 1 an
Säle und GHeſellſchaftszimmer, bei beſter Reſtauration, ohne Miete

Die Straßenüberquerung durch Hochantennen iſt anmelde= und
genehmigungspflichtig. Unterlaſſung der Anmeldung zieht Entfernung
der Anlage auf Koſten des Beſitzers, eine Strafgebühr von 25 Mk. und
gerichtliche Anzeige nach ſich. Um Unannehmlichkeiten aus dem Wege
zu gehen, verneiſen wir die betreffenden Intereſſenten auf die heutige
Bekanntmachung der ſtädtiſchen Betriebe.
Klein= und Sozialrentner und Reichsbund der Kriegsbeſchädigten.
Zu dem um 5 Uhr beginnenden 5. Akademie=Konzert am Donnerstag,
den 9. Dezember, im Großen Haus des Heſſiſchen Landestheaters können
Karten zu 50 Pf. gegen Vorzeigen des Ausweiſes im Sekretariat der
Akademie, Eliſabethenſtraße 36, in Empfang genommen werden. Für
das 8=Uhr=Konzert ſind infolge außerordentlich großer Nachfrage nur
noch wenige Karten zur Verfügung.

Einen Weihnachtsverkauf veranſtaltet vom 6. Dezember ab dig
Direktion der ſtädtiſchen Betriebe in Gemeinſchaft mit den Ladeninhaberm
der Freien Vereinigung der Spenglermeiſter und Inſtallateure. Die
vielſeitige Verwendbarkeit der Gasverbrauchsapparate, ihr gefäuliges
Ausſehen, das jeder Küche zur Zierde und zur Verſchönerung gereicht,
ſowie das raſche, ſaubere und billige Arbeiten machen ſie hervorragend
geeignet, der Hausfrau oder der heranwachſenden Tochter eine Weih=
nachtsfreude
zu bereiken. In der Verkaufsſtelle des Städtiſchen Gas=
weuks
, Grafenſtraße 30, ſowie in den Läden der Inſtallateure iſt eine
reichhaltige Auswahl von Gasverbrauchsnpparaten aller Art ausgeſtellt,
außerdem aber, und darauf iſt bei dem Weihnachtsverkauf beſonderer
Wert gelegt, ſind dort eine Reihe von Ergänzungsapparaten zu finden,
die beſonders ſparſames Kochen, Braten und Backen ermöglichen. Als
Neuheit für Darmſtadt wird der praktiſche und im Gebrauch außer=
ordentlich
billige Gas=Kaffee=Perkulator verkauft; eine in verſchiedenen
Größen und gediegener Ausführung hergeſtellte Kaffekanne mit einſetz=
barem
Perkulasionsfilter, die auf jeder Gasflamme in kürzeſter Zeit ein
ganz hervorragendes Getränk liefert. Alle Apparate werden während
des Weihnachtsverkaufes von fachmäuniſchen Kräften in der Verkaufs=
ſtelle
, Grafenſtraße 30, und in den Läden der Inſtallateure praktiſch vor=
geführt
, und jede Auskunft wird gerne und unverbindlich erteilt. Ein
Gasverbrauchsapparat für den Haushalt iſt ein Weihnachtsgeſchent, das
man täglich braucht und das täglich dem Spender wie auch dem Be=
ſchenkten
neue Freude macht. Die Verwendungsmöglichkeiten des Gaſes
mehren ſich dauernd. Ein Beſuch in der Weihnachtsausſtellung des
Städtiſchen Gaswerks oder bei den Inſtallateurgeſchäften kann daher
nur aufs beſte empfohlen werden. Sie finden dort beſtimmt ein ſchönes
und zugleich zweckmäßiges Weihnachtsgeſchenk. (Siche Anzeige.)
Weihnachtsverkauf. Wie im Vorjahre, ſo veranſtalten auch heuer
die ev. Jugendküinde der Petrusgemeinde in der Zeit vom 2. bis
4. Advent im Gemeindehaus Eichwieſenſtraße 8 einen Weihnachtsgaben=
tiſch
. Es gelangen zur Ausſtellung und zum Verkauf bei günſtigen
Preiſen: gute Bücher aller Art, Kunſtmappen, Bilder, Kalender, kunſt=
gewerbliche
Gegenſtände, Reformſchuhe u. a. m. Die Glieder der Ge=
meinde
ſowie alle Jugendgruppen ſind herzlichſt zum Beſuche dieſer
Veranſtaltung eingeladen, die heute um 11 Uhr ihren Anfang nimmt.
Der Weihnachtsgabentiſch iſt geöffnet an den Sonntagen von 11 Uhr
vormittags bis 5½ Uhr nachmittags und an den Wochentagen von 5
bis 9 Uhr nachmittags.
Der Reichsbund der Kinderreichen Ortsgruppe Darmſtadt, ſchreibt
uns: Durch freundliche Spenden aus allen Kreiſen unſerer Bürgerſchaft
iſt es uns ermöglicht, unſeren Mitgliedern als Weihnachtsgabe zunächſt
6 Pfund Mehl und 2 Pfund Zucker zu überreichen, und zwar ſollen die
Mitglieder, die darauf Anſpruch machen wollen, ſich dieſe Gabe von
Montag, den 6. Dezember, an bei Herrn Fr. W. Dietz, Grafenſtr. 27,
abholen und den Empfang durch Unterſchrift beſcheinigen. Unſere
Weihnachtsfeier mit Beſcherung ſoll Sonntag, den 9. Januar 1927,
nachmittags 4½ Uhr, im Städt. Saalbau ſtattfinden. Eintrittskarten
für Mitglieder und ihre über 14 Jahre alten Kinder koſten im Vor=
verkauf
bei Herrn Adolf Schaffner, Luiſenplatz 1, je 20 Pfg. Kinder
unter 14 Jahren ſind frei. (Bei Löſung dieſer Karten iſt die Mitglieds=
karte
vorzuzeigen.) Für das 5. Akademie=Konzert am 9. Dezember,
abends 8 Uhr, im Großen Hauſe, ſind Karten zu 50 Pfg. bei Herrn
A. Schaffner, Luiſenplatz 1, zu haben.
Turn= und Sport=Werbeabend. Geſtern abend fand im
Landestheater der vom Ausſchuß für Leibesübuungen veranſtaltete
Turn= und Sport=Werbeabend ſtatt. Wir kommen auf die Ver=
anſtaltung
zurück.
Religionswiſſenſchaftlicher Vortrag. Der Vortrag des Privat=
dozenten
Lic. Wünſch, Marburg, der Montag, abends 8 Uhr, im Feſt=
ſaal
des Gymnaſiums, Karlſtraße 2, ſtattfindet, wird in beſondere Er=
innerung
gebracht. Der Gelehrte wird nachweiſen, welche Bedeutung
die proteſtantiſche Frömmigkeit für den wirtſchaftlichen Wohlſtand der
Völker hat.
Kunſtnotizen.
Ueber Werte, Rünſtler oder fünftleriſche Veranſtaltungen, deren im Nachſtehenden Erwähnung
geſchieht, bebält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
Palaſt=Lichtſpiele. Die geſchiedene Frau. Um ſeinen
noch immer unvergeſſenen Oskar Aigner zu ſehen und zu höven, beſucht
das Publikum Die geſchiedene Frau, den Mady=Chriſtians=Film nach
Leons Operette. Aigner iſt noch immer der joviale Bonvivant und
meiſterhafte Charakterdarſteller beliebter Operettenfiguren. Die Hand=
lung
iſt von Lantz und Beß ganz geſchickt in Filmgemäßes umgeſetzt
worden. Auch hier wirben die Harmloſigkeiten der Operette, beſonders
die Gerichtsverhandlung des dritten Aktes, bei dem guten Spiel des
Enſembles. Schevenigen iſt der Schauplatz. Hier flitterwöchnert das
junge Staatsſekretärehepaar. Aus nicht recht erſichtlichem Grunde, da
ſie doch zweckmäßiger ſich mit dem noch unbeweibten ſtattlichen Gerichts=
präſidenten
beſchäftigen müßte, iſt die junge Gonda darauf verſeſſen,
Verwirrung unter den Eheleuten zu ſtiften. Natürlich geht der Krug
ſo lange zu Waſſer, bis eine Scheidung daraus wird. Das verflixte
Schlafkupee und ſein wahnſinnig gewordenes Schloß ſpielen bei der
Gerichtsverhandlung die Hauptrolle. Da ſpielen Paul Morgan und
Wilh. Bendow ſowie Viktor Janſen als Zeuge und ein Ungenannter
als Rechtsbeiſtand erſchitternd komiſche Szenen, während Marcella
Albani ihr nationales Temperament und Bruno Kaſtner ſeine Helden=
bruſt
gebührend ins Licht zu ſetzen wiſſen. Mady Chriſtians aber gibt
das Enfant terrible launig und ſchlemiſch, ohne allzuſehr in Heiterkeit
zu erſtarren. Eine Redoute ſpielt zum Schluß die Schutzpatronin der
beiden Paare und beſorgt glücklichen Ausgang der Wirren.
Union=Theater. Jagd auf Menſchen. Wir ſind jetzt auch
in Deutſchland ſo weit, einen wirklich guten ſenſationellen Film her=
ſtellen
zu können, der in nichts den amerikaniſchen Bildern nachſteht.
Hier iſt es geſchaffen, auf dem Gebiete Senſationsfilm, das wirklich an=
erkannt
werden muß. Gut durchgeführtes ſpannendes Manuſkript Kurt
J. Braun, und vorzügliche Regie Nunzio Malaſomma, entſprechende
Bauten von H. Schreiber. Carlo Aldini, ein ganz verteufelt fixer, allen
ſympathifcher Detektiv, nicht nur Kraftmenſch, ſondern auch große ſchau=
ſpieleriſche
Begabung. Die Senſationen ſind wirklich vorzüglich erdacht
und vielleicht noch beſſer ausgeführt. Die tollſten Senſationen, aus=
geführt
auf einer Drahtſeilbahn ſind für den Zuſchauer atemberaubend.
In den weiteren Hauptrollen dürften Maly Delſchaft und Margarete
Kupfer erwähnt werden. Der Film iſt einige Tage auf dem Spielplan
des Union=Theaters.
Lokale Veranſtaltungen.
Familienkonzerr findet im Hotel=Reſtaurant Prinz Hein=
rich
, Bleichſtraße, heute abend 8 Uhr, ſtatt. Der Beſuch iſt zu empfehlen.
(Siehe Anzeige.)

Stsdänssr i Rantg

(ideg 17562)

Tageskalender für Sonntag, den 5. Dezember 1926.
Landestheater, Großes Haus, Sonntags=Fremdenmiete, 3. Vorſt.,
Anf. 7½ Uhr, Ende 10 Uhr: Der Ring des Nibelungen‟: Das
Rheingold. Kleines Haus, vorm. 11 Uhr und nachm. 3 und 5 Uhr:
Scherenſchnittfilm Die Abenteuer des Prinzen Achmed. Abends
7½ Uhr, Ende 10 Uhr, Außer Miete: E geplagter Familievadder.
Orpheum, nachm. 4 Uhr: Bruder Luſtig; abends 8 Uhr:
Das goldene Kalb. Ludwigshöhe; Konzert. Hotel
Prinz Heinrich; Konzert. Schloßkaffee: Konzert.
Hotel Schmitz; Unterhaltungsmuſik. Spaniſche Bodega:
Konzert. Café Rheingold: Konzert. Weinhaus
Weißer Turm: Konzert. Haferkaſten: Konzert.
Frankfurter Hof: Konzert. Alte Poſt: Konzert.
Kaffee Egenrieder: Konzert. Kaffee=Reſt. Ben=
der
: 5=Uhr=Kaffee Reſt. Germania: Konzert. Zum
Heſſ. Haus;, Konzert. Zentralhotel: Konzert.
Theaterſaal Perkeo: Singſpiel= und Burlesken=Enſemble.
Arb.=Radf.=Verein Waldesgrün: Winter= Saalſport=
feſt
, nachm. 3 Uhr Beſſunger Turnhalle. Loge, Sandſtr. 40: Vor=
trag
: Die Bedeutung ſinngemäßer Frauenkleidung, nachm. 4 Uhr.
Kinovorſtellungen: Union=, Reſidenz=Theater, Palaſt= Licht=
ſpiele
. Frankfurt a. M., Feſthalle, nachm. 3 Uhr, abends 7.30 Uhr:
Sarraſanis Zirkus=Feſtſpiele
Verſteigerungskalender für Dienstag, den 7. Dezember 1926.
Hauptzollamt, Ahaſtraße 7, vorm. 10 Uhr: Verſteigerung von
Kognak.

[ ][  ][ ]

Seite 0

Sonntag, den 5. Dezember 1926

Nummer 337

Der heſſiſche Anglerbund hielt in Worms ſeime HerbſtAbgeord=
netenVerſammlung
ab. Von 13 angeſchloſſenen Vereinen waren 10 mit
24 Delegierten vertreten, außerdem hatten ſich zahlreiche Gäſte einge=
funden
. Der Bundespräſident, Herr Laim=Mainz, leitete die Ver=
ſammlung
. Der Tätigkeitsbericht des Schriſtfühvers, Herrn Schmidt,
gelgte, daß der Vorſtand eine ſehr umfangreiche Arbeit zu bewältigen
hatte, der Kaſſenbericht des Kaſſenführers, Herrn Knußmann, ergab,
daß der Bund finanziell gut gewirtſchaftet hat. Gin ſehr feſſelnder
½ſtündiger wiſſenſchaftlicher Vortrag Fortpſlanzungsbiologie der
Fiſche des Herrn Lehrer Balz aus Ginsheim wurde mit veichem Bei=

fal

Mfe Heſche Heenet e i e egentun euſtche
heſſiſcher Fiſchwaſſer, die Ausgabe von Ermächtigungsſcheinen für ein=
fache
Handangeln in den Altrheinen, bequemeren, einfacheren Bezug

Uud end D. Shr Luae efe eir
lichen Fiſchwaſſern zur Verfügung ſtellen, wurde ſehr ſympatiſch auf=
genommen
und die weitere Regelung dem Vorſtand überwieſen. Den
auf dem letzten Bundestage ernannten Ehrenmitgliedern Herrn Jean
WeberMainz und Herrn Franz Bauer=Darmſtadt wunden ſehr ſchön
ausgeführte Ehrenurkunden überreicht. Mit Dankesworten für das
rührige treue Mitwirken konnte der Bundespräſident um 6 Uhr die
ergebnisreiche Tngung beſchließen.
Vorträge über den Elektro=Oekonom finden am Montag, den
6. Dezember, abends 8 Uhr, in Fränkiſch=Crumbach, und am
Dienstag, den 7. Dezember, abends 8 Uhr, in Pfaffen= Beer=
furth
ſtatt. Näheres ſiehe heutige Anzeige.
Ein gutes Buch ſollte unter den Weihnachtsgaben nicht fehlen.
Man kaufe am Platze, dann kann man in Ruhe überlegen und ſich die
Bücher erſt anſehen. Die hieſigen Buchhandlungen haben reiche Aus=
wahl
und ſind ſehr entgegenkommend. Wir verweiſen auf das heutige
Inſerat.
Polizeibericht. Der Hilfsförſter Heinrich Kalbfleiſch aus Romrod
wurde wegen Beiwigereien feſtgenommen. Seit Ende September 1926
hat er ſeine Dienſtſtelle. Forſtamt Euldorf in Alsfeld heimlich ver=
laſſen
und ſich in Förſterkleidung umhergetrieben. Bei mehreren Waffen=
handlungen
hier und in Gießen hat ſich Kalbfleiſch durch Vorſpiegelung
falſcher Tatſachen Waffen erſchwindelt, dieſe dann verſetzt und von dem
Erlöz ſeinen Unterhalt beſtritten. Er kam in Unterſuchungshaft.
Weiter wurden feſtgenommen der Fuhrmann Peter Schumacher aus
Mainz=Mombach und der Kellner Wilhelm Müller aus Bierſtadt wegen
Unterſchlagung, beide ausgeſchrieben von der Staatsanwaltſchaft Mainz,
der Gelegenheitsarbciter Martin Chriſt aus Babenhauſen, ausgeſchrieben
von dem Herrn Amtsanwalt I Darmſtadt und der Arbeiter Jean Fiſzer
aus Kalinowſka, Ukraine, wegen Paßvergehens. Eine ältere Frau
kam geſtern abend am Hauptbahnhof hier an, nahm ſich eine Auto=
droſchke
und ließ ſich nach dem Woog fahren. Das ſonderbare Be=
nehmen
des Fahrgaſtes fiel dem Kraftwagenführer auf, der ſeine Wahr=
nehmungen
ſofort dem 6. Polizeibezirk mitteilte. Ein ſogleich nach dem
Woog entſandter Beamter traf die Frau noch auf dem Woogsdamm an.
Nach den Feſtſtellungen iſt ſie aus der Anſtalt Philippshoſpital ent=
wichen
mit der Abſicht, im Woog Selbſtmord zu begehen. Sie wurde
in das Stadtkrankenhaus eingeliefert. Aus einem Büroraum wurde
eine Kappel=Schreibmaſchine ohne Wagen mit der Fabriknummer 41 585
geſtohlen.
Aus den Parteien.
Heſſiſcher Wirtſchafts= und Ordnungsblock,
Ortsgruppe Darmſtadt. Das hieſige Hauptwahlbüro
befindet ſich in der Turnhalle am Woogsplatz (Kneipzimmer) Fern=
ruf
4088. Weitere Wahlbüros: 1. in der Gaſtwirtſchaft J.
Schnellbächer, Pallaswieſenſtraße 19, Eche Frankfurter Straße, 2. in der
Gaſtwirtſchaft V. Nagel, Mauerſtraße 34. Fernruf Br1, 3. im Kaffe
Canz, Heidelberger Straße 89, Fernruf 1366. Wir weiſen wiederholt
darauf hin, daß kranke oder im Gehen behinderte Per=
ſonen
, auf Grund einer diesbezüglichen Mitteilung bei einem unſerer
Wahlbüros mit Auto zum Wahllokal ud wieder zunickgefahren
werden. Zur Entgegennahme der Wahlreſultate treffen ſich die Mit=
glieder
und Freunde des Heſſ. Wirtſchafts= und Ordnungsblocks am
Sonntag abend in der Turnhalle am Woogsplatz (Konzert,
freier Eintritt).

*Verwaltungsgerichtshof.
Als einzige und zeitraubende Verwaltungsſtreitſache ſteht an:
Antrag der Stadt Darmſtadt auf Enteignung des in den Weber=
weg
fallenden Geländes aus dem Grundſtück Dieburger Straße Nr. 150,
Dr. Spiegel hier gehörig.
Erſchienen ſind; für die Stadt Rechtsanwalt Dr. Oppenheimer und
Dr. Adolf Spiegel.
Wir haben über die Vorgeſchichte dieſer Enteignungsſache in den
Verhandlungen über die Enteignung vor der Lokalkommiſſion und dem
Provinzialausſchuſſe eingehend berichtet.
Der Provinzialausſchuuß hat die Entſchädigung für die beiden zu
enteignenden Grundſtücke auf 7,50 Mark je Quadratmeter feſtgeſetzt, die
Dr. Spiegel hinſichtlich des Bauplatzes von 115 Quadratmetern als viel
zu niedrig bezeichmet. Gegen die Höhe der Entſchädigung iſt der Nechts=
weg
vor den ordentlichen Gerichten gegeben, ſo daß der zu Enteignende
innerhalb der laufenden ſechsmonatigen Friſt Klage erheben muß.
Das von Dr. Spiegel mit Berufung angefochteno Urteil des Pro=
vinzialausſchuſſes
ſoll nach den geſtellten Anträgen vom Gericht zweiſter
Inſtanz aufgehoben oder doch ſo umgeſtaltet werden, daß ein Enteig=
nungsausſpruich
ermöglicht werde, der der Enteignevin völlig freie Ver=
fügung
über beide Grundſtücke einräumt, daß das enteignete Grund=
ſtück
Flur 11 Nr. 43 yoo frei von der privatrechtlichken Laſt der Dul=
dung
des Birnbaumes, wenn überhaupt, übergeht; daß eine Kaution
für die erwartete Beſchädigung des Birnbaumes in Höhe von 800 Mark
feſtgeſetzt und die alljährliche Ueberprüfug ſeines Zuſtandes angeordnet
wird
Aus der Vorgeſchichte der Sache inteyeſſiert, daß Dr. Spiegel
am 25. März 1925 bei dem Amtsgericht I hier eine Klage gegen die
Stadt Darmſtadt wegen Beſitzſtörung einreichte, die eigen=
mächtigen
und verbotenen Eingriff in das Privateigentum behaupteke.
Am 26. Juni 1925 beantragte Dr. Spiegel bei dem Prozeßgericht
den Erlaß einer einſtweiligen Verfügung, damit der Stadt die Fort=
ſetzung
der erneut betätigten eigenmächtigen Eingriffe unterſagt werde.
Am 8. September 1925 verkündete das Landgericht Darmſtadt
als Berufungsinſtanz ein nachtskräftig gewordenes Urteil, das der Stadt
bei Vermeidung einer Strafe von 150 Mark für jeden Fall der Zuwider=
handlung
unterſagte, das Grmdſtück Flur 11 Nr. 482 voo Bauplatz Die=
burger
Straße 150, Gemarkung Darmſtadt, zu betreten oder in anderer
Weiſe das Eigentum der Dr. Spiegel Eheleute oder deren Beſitz zu
ſtören.
Am 14. September 1925 reichte die Stadt den vom 10. Sep=
tember
datierten Antrag auf Enteignung beim Provinzial=
ausſchuſſe
ein.
Nach dem Urteil des Amtsgerichts I vom 7. Januar 1926 ſtellen
ſich die im ApriſMai 1924 geſchehenen Eingriffe der Stadt als ver=
botene
Eigenmacht dar. Die Stadt hat gegen dieſes Ur=
teil
Berufung eingelegt, die noch beim Landgericht ſchwebt.
Der Berfungskläger will damit dartu, daß die Stadt keine ernſt=
haften
Verhandlungen bezüglich der Entſchädigung mit ihm geführt
habe.
Dr. Spiegel wendet ſich in der Rechtfertigung der Berufung in
ſachlichen Worten gegen die von der Stadt beliebte Eigenmacht, gegen=
über
welcher die ordentlichen Gerichte hätten angerufen werden miſſen.
Zur Sache ſelbſt betont Dr. Spiegel, daß dunch eine Tieferlegung
des Weberwegs die Fundamente ſeines Hauſes unterhöylt würden.
Der Vertreter der Stadt erſtrebt Verwerfung der Berufung. Er
beſtreitet, daß ſich die ſtädtiſchen Organe einer verbotenen Eigenmacht
ſchuldig gemacht hätten, Dr. Spiegel habe ſich ſeinerzeit damit einver=
ſtanden
erklärt gehabt, daß die Stadt mit Arbeiten auf dem zu enteig=
nenden
Teil beginne. Hierhandele es ſichnur um dasord=
nungsmäßig
eingeleitete Enteignungsverfahren.
Der Zwilprozeß habe mit dem Enteignungsverfahren nichts zu tun, beide
Verfahren könnten nicht miteinander vermengt werden.
Der Vertreter des Staatsmtereſſes hält die Entſcheidung des Pro=
vinzialausſchuſſes
und ihre Begründung für richtig. Das Urteik
verwirft die Berufung koſtenfällig als unbe=
gründet
.

Pittigt=
Ra

Aus Heſſen.

* Griesheim, 3. Dez. Gemeinderatsbericht. Die Arbeiten
für die Herſtellung der Waſſerleitung in hieſiger Gemeinde wurden
mittels ſchriftlicher Abſtimmung der Firma Frankewerke in Bremen
zum Angebotspreis von 244 243,20 Mark übertragen. Die Angelegen=
heit
betr. Vertrag über die Waſſerlieferung mit der Stadt Darmſtadt
wurde zur Einholung weiterer Informationen zurückgeſtellt. Den
nachbenannten hieſigen Firmen wurde die Genehmigung zur Herſtellung
von Hausanſchlüſſen für die Waſſerleitung erteilt: Wilh. Hofmann 1.,
Peter Haſſinger 1. Georg Poſeiner 2. Ferdinand Kirſtein, Heinrich
Werker 1. Witwe. Wilholm Kraft 1., Peter Diefenbach 6. Phil. Noth=
nagel
17. Balthaſar Heſſemer. Die Büirgermeiſterei wurde ermächtigt,
weitere Genehmigungen an ſolche Firmen bzw. Perſonen zu erteilen,
die den Nachweis erbringen, daß ſie als Fachbetriebe gelten. Für die
Herſtellung der Waſſerleitung wurde die Aufnahme eines Kapitals von
240 000 M. bei der Kommunalen Landesbank in Darmſtadt beſchloſſen.
Für die Landwirtſchaftliche Schule in Darmſtadt wurde ein einmali=
ger
Beitrag von 25 Mark bewilligt. Der Ankauf des Baugeländes
rechts der Hofmannſtraße zum Preiſe von 150 Mark pro Qundrat=
meter
wunde beſchloſſen. Für die über den Bahnkörper der Staatsbahn
hinausziehenden Grundſtücksteile werden nur 30 Pfg. pro Quadratmeter
vergütet. Die Geldbeſchaffung ſoll im Anleihewege erfolgen. Den
Erwerksloſen, Sozialrentnern, Kleinnentnern ſowie ſonſtigen Hilfs=
bebürftigen
wurde eine Winterbeihilfe nach den von dem Kreiswohl=
fahrtsamt
Darmſtadt aufgeſtellten Richtlinien bzw. den vorjährigen
Negeln bewilligt. Die Auszahlung foll in vier Raten erfolgen. Ein
Viertel der erforderlichen Beträge wurde auf die Gemeindekaſſe über=
nommen
. Für beſonders bedürftige Perſonen ſoll eine beſondere Bei=
hilfe
zu Laſten der Gemeinde zur Auszahlung kommen.
Pfungſtadt, 3. Dez. Der vom Ortsgewerbeverein und der Hand=
werkerbereinigung
veranſtaltete Vortnag über Einheitsbewertung und
Vermögensveranlagung war gut beſucht. Der Vorſitzende. Herr J.
Haſſenzahl, eröffnete die Verſammlung mit einem Hinweis auf die Wich=
tigkeit
des Vortvages. Herr Ph. Jünger, wiſſenſchaftlicher Steuer=
berater
aus Darmſtadt, nahm hierauf das Wort zu ſeinem Vortrag.
Für das Handwerk ſowohl, als auch die Landwirte, waren die Ausfüh=
rungen
von großem Intereſſe. Vielen der Anweſenden wird nun der
neue Steuerbeſcheid verſtändlich ſein. Nach dem Vortrag wurden ſeitens
der Zuhörer einige Fragen an Herrn Jünger gerichtet, die eingehend
beſprochen und beantwortet wurden. Gegen 11 Uhr fand die Veranſtal=
tung
ihr Ende. Der Vorſitzende dankte, im Namen der Anweſenden
Herrn Jünger für ſeine lehrreichen Ausführungen.
* Hahn bei Pfungſtadt, 3. Dez. Hohes Schlachtgewicht.
Hier konnte ein Landwirt ein Schwein ſchlachten, das ein Lebendgewicht
von nahezu 650 Pfund und ein Schlachtgewicht von über 530 Pfund
hatte. Das Schwvein lieferte 55 Pfund Schmalz.
* Aus dem Kreiſe Heppenheim, 4. Dez. Straßenſperre.
Wegen Verlegung eines Kanals der Kreisſtraße Neckarſteinach-Schönau
wird dieſe Straße vom 6. ds. Mts. auf etwa 14 Tage halbſeitig geſperrt.
Leichte Fuhrwerke können die Straße auf der einen Hälfte benützen.
* Ober=Ramſtadt, 3. Dez. Das hieſige Standesamt hatte im Monat
November 6 Geburts=, 4 Ebeſchließungs= und 2 Sterbfallseinträge zu
verzeichnen.
* Groß=Umſtadt, 4. Dez. Die Maul= und Klauenſeuche
iſt amtlich in dem hieſigen Faſelſtalle feſtgeſtellt worden. Orts= ud
Gemarkungsſperre iſt angeordnet worden. Die Ausfuhr von Schlacht=,
Zucht= und Nutzvieh kann nur mit Genehmigung des Kreis= und des
Kreisveterinäramtes erfolgen. Die Einfuhr, ſowie der Durchtrieb von
Klauenvieh iſt uterſagt. Der Faſelſtall bis auf weiteres geſperrt.
Schlachtvieh kann von Veterinärarzt Dr. Maſer beſehen werden. Die
Schlachtung bedarf jedoch der Genehmigung der Bürgermeiſterei.
girchenkonzert. Am Sonntag, den 12. Dezember, nachmittags
4 Uhr, veranſtaltet der gemiſchte Chor Liederkranz in Gemeinſchaft
mit der Vereinigung Darmſtädter Soliſtinnen in der evangeliſchen
Stadtkirche ein Kirchenkonzert. Chorleiter iſt Herr Bernd Zeh aus
Darmſtadt. Die umrahmenden Orgelvorträge hat die Organiſſin Frl.
A. Maſer übernommen. Ein Teil des Reinertrages wird dem Fonds
zur Beſchaffung neuer Glocken zugeführt werden. Das reichhaltige
Programm weiſt u. a. die Namen: J. S Bach, Hauptmann, Paleſtrina,
Brahms und Schubert auf, ſodaß den Beſuchern jetzt ſchon einige ge=
nußreiche
und weihevolle Stunden verbürgt ſind.

DMeOOTSe
Uo D
Uo Doie
*9.
Skunks, der edle, dauerhafte, immer moderne, kleidsame Pelz!

In dieser Woche Angebot besonders ausgesuchter Stücke
Spezialislerung daher
Fatſonalslerung große
Bareinkauf
Barverkauf
Leistungsfähigkeit

Preise für:
Kragen: 95. 120. 150. 165. 185.-
Tierform: 140. 150., 185.
Muffer 130. 140.
185. echt, völlig einwandfrei.
17888
Gegen Anzahlung gekaufte Stücke werden bis Weihnachten zurückgelegt! / Bitte meine Schaufensterauslage zu beachten!
Mlaltadb MISOMäd

Ludwigstraße 7

Reparaturwerkstätte

Gegründet 1864

[ ][  ][ ]

Nummer 337

* Michelſtadt, 2. Dez. Stiftung. Der am 24. Oktober 1926 in
Chikago geſtorbene Herr Georg C. Glenz, ein geborener Michel=
ſtädter
, hat in ſeinem Teſtament der Stadt Michelſtadt die Summe von
5000 Dollar für wohltätige Zwecke vermacht. In den letzten Jahren
hat Herr Glenz wiederholt unſerer Stadt Kleiderſammlungen und an=
dere
Liebesgaben überwieſen. Das Teſtament überläßt es den gewähl=
ten
Vertretern der Stadt, das Geld da zu verwenden, wo es am nötig=
ſten
erſcheint. Kleinkinderberatungsſtunde. Im Monat
Dezember finden die unentgeltlichen und jadermann zugänglichen Klein=
kinder
= und Säuglingsberatungsſtunden folgendermaßen ſtatt: In
Michelſtadt am 1. und 3. Montag, nachmittags von 34 Uhr, in
der alten Schle; in Erbach am 2. und 4. Dienstag, nachmittags
von 2.303.30 Uhr, im Kreiskrankenhaus.
* Mich=lſtadt, 4. Dez. Ausſtellung. Anläßlich der Beendigung
des erſten Halbjahreskurſes der hier befindlichen Haushaltungsſchule der
Landwirtſchaftskammer wurde in den Räumen der Schule eine Aus=
ſtellung
von den, von den Schülerinnen gefertigten Gegenſtänden eröff=
net
. Die Ausſtellung umfaßt Backwerke, moderne Stickereien, Hand=
arbeiten
aller Art, ebenſo Mäntel, Kleider, Wäſche ſowie Flick und
Stopfarbeiten. Bis fetzt iſt die in zwei Sälen untergebrachte Ausſtel=
lung
von nah und fern ſehr zahlreich beſucht worden. Kleinkali=
berſchützenverein
. Am kommenden Montag hält der hieſige
Kleinkaliberſchützenverein zuſammen mit der Schützenabteilung des Krie=
gervereins
eine Verſammlung ab, in der wichtige, den Schießſport be=
treffende
Fragen erörtert werden ſollen. Die Verſammlung beginnt um
7½ Uhr im Gaſthaus Zum Adler. Kriegerverein. Im Mo=
nat
Dezember fällt die übliche Monatsverſammlung aus. Dafür findet
eine Vorſtandsſitzung und eine außerordentliche Hauptverſammlung ſtatt.
Der Termin der beiden Veranſtaltungen wird noch bekannt gegeben.
In einer Bekanntmachung über die Dauer der Volksabſtimmung am
5. Dezember war deren Schluß auf 5 Uhr feſtgeſetzt worden. Es hat ſich
jetzt herausgeſtellt, daß dieſe Zeitangabe auf einem Druckfehler beruhte.
Das Ende der Abſtimmung iſt auf 6 Uhr feſtgeſetzt.
* Erbach i. O., 4. Dez. Am Sonntag, den 5. Dez., veranſtaltet
der Frauen= und Jungfrauenverein Erbach nachm. 3 Uhr im Gemeinde=
haus
, hier, eine Wohltätigkeits=Vevanſtaltung mit Verloſung und
Theaterſpiel. Auf den Volksliederabend des Geſangvereins Lieder=
kranz
, der am Sonntag, den 5. ds. Mts., abends 8 Uhr, im großen
Saale des Hotels Schützenhof, hier unter Mitwirkung von Frl. Schultz,
Frl. Krenkel, H. Fricdrich, Chorleitung Herr Muſiklehrer Krenkel, ſtatt=
findet
, wird nochmals hingewieſen.
r. Vom Odenwald, 4. Dez. Eine ſehr begrüßenswerte Neuerung
hat die Landwirtſchaftskammer in der Haushaltungsſchule in Michelſtadt
eingeführt durch Einrichtung einer allen neuzeitlichen Forderungen ent=
ſprechende
Molkereianlage, verſehen mit den neueſten Apparaten.
Dabei wird von der Tatſache ausgegangen, daß eine große Anzahl von
Landwirten ihre Milcherzeugung geſteigert hat. Nun iſt für jeden land=
wirtſchaftlichen
Betrieb die Verarbeitung eines Teils der Milch zur Her=
ſtellung
von Butter und Käſe für den eigenen Haushalt ſowie auch für
den Verkauf von großer Bedeutung, desgleichen die Gewinnung von
Abfällen für die Viehaufzucht.
Hirſchhorn, 4. Dez. Waſſerſtand des Neckars am
3. Dezember 0,73 Meter, am 4. Dezember 0,75 Meter.
* Aus dem Neckartal, 1. Dez. Bahnbau. In der vorigen
Woche wurde mit dem Bahnbau NeckarſteinachSchönau begonnen. Die
Strecke war ſchon vor dem Kriege zum Bau genehmigt und waren ſchon
verſchiedene Vorarbeiten in Angriff genommen, durch den Ausbruch
des Krieges kam aber das ganze Projekt zum Stillſtande. Im letzten
Sommer wurde der Bahnbau wieder von neuem genehmigt und wird
nun hoffentlich zum Austrage kommen. Nun iſt vielen Arbeitsloſen
wieder Arbeitsgelegenheit gegeben, was von dieſen bei Anbruch des
Winters freudig begrüßt wird.
* Wimpfen, 3. Dez Im Auftrage des Wirtſchafts= und Ovdnungs=
blocks
ſprachen vorgeſtern abend in von Freund und Feind gut beſuchter
Verſammlung die Herren Abg. Dr. Müller vom Landbund und Ober=
ſtudiendirektor
Dr. Keller von der Deutſchen Volkspartei. Beide Herren
verſtanden es trefflich, an Hand von reichem und vielſagendem Zahlen=
material
die Zuhörer derart zu feſſeln, daß es den Sozialdemokraten
nicht gelingen konnte, die Verſammlung zu ſprengen. Der von Heil=
bronn
herbeigeholte Diskuſſionsredner wurde ebenſo fein abgewieſen wie
ein hieſiger Demokrat. Die Wirkung der Verſammlung war gut, ſpricht
doch heute ſchon mancher Hausbeſitzer und Handwerker, der ſeither gut
demokratiſch eingeſtellt war, offen aus, daß dem Mißſtand nur dadurch
abgeholfen werden kann, daß man am Sonntag mit Ja ſtimmt.
* Bensheim, 4. Dez. Die milde Witterung an der Berg=
ſtraße
zeigt dieſes Jahr ganz merkwürdige Naturſeltenheiten. So
iſt in dem Weinberge von Gaſtwirt Schader in Bensheim ein Apfelbaum
zu ſehen, der eine zweite Ernte gezeitigt; die Früchte ſind allerdings
nur kaſtaniengroß und ungenießbar.

Sonntag, der 5. Dezember 1926

Seite 7

* Auerbach, 4. Dez. Der heſſiſchelWirtſchafts= und
Ordnungsblock, Ortsgruppe Bensheim=Auerbach,
hielt im großen Weigoldſchen Saale hierſelbſt eine öffentliche Wähler=
verſammlung
ab, die namentlich von den Gegenparteien recht zahlreich
beſucht war. Herr Major a. D. Söding eröffnete gegen ½9 Uhr die
Verſammlung, betonte den Zweck derſelben und erteilte das Wort dem
Herrn Landtagsabgeordneten Kindt, Darmſtadt. Dieſer ſchilderte in
ausführlicher Weiſe, die ſchon ſeit Kriegsende beſtehenden Verhältniſſe
der heſſiſchen Staatsverwaltung und bezeichnete dieſelben nach jeder
Richtung hin als kataſtrophal. Hauptſächlich wandte er ſich gegen die
von dem heſſiſchen Finanzminiſter Henrich betriebene Finanzpolitik, die
von den Parteien des Wirtſchafts= und Ordnungsblocks ſchon immer be=
kämpft
worden ſei. An Hand eines reichen Zahlenmaterials wies er die
Verſchuldung des Landes und die damit bedingte außerordentlich hohe
Steuerbelaſtung nach. Als Grund des Defizits führte er die Koſt=
ſpieligkeit
der ganzen Verwaltung an, dor allen Dingen ſeien es jedoch
die vielen überf.ſüſſigen Miniſter, auch eine große Anzahl ſonſtiger hoher
Beamten ſci vollſtändig überflüſſig. Die Ausgaben hierfür ſeien für das
kleine Land viel zu groß. Weiterhin machte der Redner auch Aus=
führungen
üüber das Polizei= und das Schulweſen und betonte zum
Schluß, daß es aus den dargelegten Gründen allein richtig ſei, am 5.
Dezember mit Ja zu ſtimmen und den derzeitigen Landtag heimzu=
ſchicken
. Nachdem noch der zweite Redner, Herr Mahr, Eberſtadt, als
Vertreter des Landbundes auf die zahlreichn im letzten Jahre ſtatt=
gefundenen
Steuerproteſtverſammlungen hingewieſen hatte, ſprach er
auf Grund derſelben ſeine Ueberzeugung dahin aus, daß die geſamten
Landwirte ihre Pflicht am 5. Dezember erfüllen und mit Ja für die
Auflöſung des Landtages ſtimmen würden. An der anſchließenden
Diskuſſion beteiligten ſich mehvere Redner der verſchiedenſten Parteien,
darunter auch Frau Landtagsabgeordnete Balzer und ein Wanderredner
aus Frankfurt a. M. Die Verſammlung wurde gegen ½2 Uhr nachts
geſchloſſen.
* Biblis, 4. Dez. Verſteigerung. Für den zur Verſteigerung
gebrachten gemeindlichen Faſelochſen wurde die Summe von 860 Mark
eingenommen. Er gelangte in den Beſitz des Händlers Morgentau
aus Crumſtadt. Holzhauerei. Am Montag, den 6. Dez. wird
in unſerer Gemeinde mit der Holzhauerei begonnen. Der Lohn iſt
nach dem ſtaatlichen Tarif feſtgeſetzt und beläuft ſich auf 2.20 Mark
pro Meter für Langholz, 2.40 Mark für Nutzholz und Stammholz und
2,60 Mk. pro Meter für Stockholz. Die Holzmach=rei, die immerhin
einige Wochen andauert, gibt manchem Erwerbsloſen Gelegenheit, für
ſich und die Seinen wieder das Notwendigſte anzuſchaffen.
* Aus Oberheſſen. Einer der älteſten Einwohner Gießens, der
Altveteran von 1866 und 1870/71, Friedrich Kompter, feierte bei guter
Geſundheit ſeinen 90. Geburtstag. Die Eiſenbahnbrücke
an der Ederſtraße zu Gießen konnte dem Verkehr übergeben werden.
Die Brücke vermittelt den Verkehr nach Wißmar. Sie wurde auf
12 Meter erweitert, ſo daß jetzt ſchwere Laſtautos hindurch können.
In Schotten wurde eine Autoſpritze und eine Motorſpritze
vorgeführt. Die Autoſpritze warf in der Minute 1400 Liter, die Motor=
ſpritze
über 600 Liter Waſſer in die Höhe. Die Spritze hat eine Fahr=
geſchwindigkeit
von 55 Kilometer. Es beſteht die Abſicht, den Kreis
Schotten in 4 Bezirke zu teilen und in jedem eine Motorſpritze aufzu=
ſtellen
. Goldene Hochzeiten, feierten in Nieder=Kleen
das Ehepaar Johannes Knorz und in Ober=Erlenbach das Ehe=
paar
Werner. Der heſſiſche Staatspräſident überreichte dem Ehepaar
Werner ein Ehrengeſchenk. In Ober=Erlenbach drangen Hüh=
nerdiebe
nachts in die Ställe einiger Einwohner und ſtahlen mehrere
Hühner. In Bad=Nauheim beabſichtigt der Tierſchutzverein die
Errichtung eines Tierheims mit Tierpenſion. Er ſucht die Stadt und
das Bad für den Gedanken zu intereſſieren. Die kleine Gemeinde
Reichlos weihte ihr Krieger=Ehrenmal im Beiſein des
Kreisdirektors Dr. Michel und Regierungsbaurat Pfeiffer aus Lauter=
bach
ein. Pfarrer Bönnig aus Freienſteinau hielt die Weiherede.
In Crainfeld feierten die Eheleute Jakob Wacker Goldene
Hochzeit. Lehrer Ereb, der 32 Jahre in Heblos, vorher in Meiches
und Vaitshain wirkte, t*2 in den Ruheſtand und ſiedelte nach Gießen
über.

hervorragend bewährt bei:
Sicht,
Rheuma,
Ischias,

Grippe,
Kerven= und
Ropfſchmerzen,

Erkältungskrankheiten.

Togal ftillt die Schmerzen und ſcheidet die Harnſäure aus. Keine
wirbungen. Fragen Sie Ihren Arzt! In allen Apothe
in 74.3Acid. ncei. sal. ad 105 Amp
1,KLith 0.4

Rund=Funk=Programme.
Frankfurt
Sonntag, 5. Drz. 8.30: von Caſſel: Morgenfeier der evangel.
Landestirche. O 11.30: Elternſtunde. O 12: Hausorch. Mozart.
Maureriſche Trauermuſik . Recordare a. d. Requiem für
Vokalquartett und Orch. Andante cantabile a. d. Jupiterſinſo=
nie‟
Ouv. Zauberflöte‟. Motette. Mitw.: Hanna Ringen=
wald
(Sopran), Lieſel Richartz=Scholl (Alt), L. Schmitt (Tenor),
O. Fluck (Baß). O 1.45: von München: Fußball=Länderſpiel Deutſch=
land
Schweiz. O 3.45: Stunde der Jugend. Nikolausſtück, verjaßt
von der Märchentante Amalie Schatt. O 4.30: von Caſſel: R. J.
von Körber, das Stimmenphänomen (Tenor, Bariton, Baß)..
O 5.30: Lilerariſches Preisausſchreiben. O 6: Rhein=Mainiſcher Ver=
band
für Volksbildung. O 7.30: Aus dem Saalbau: Konzert,
Bach: Suite für Flöte und Streichorcheſter in H.=Moll. Beet=
hoven
: Violinkonzert. Brahms: Sinfonie in C=Moll. Soliſt:
A. Witek (Violine). Anſchl. bis 12.30: Von Berlin: Tanzmuſik.
Stuttgart.
Sonntag, 5. Dez. 11.30: Morgenfeier. Leit.: Stadtpfarrer
Kopp. Mitw.: Elſe Kleemann, Sopran; Prof. Keller (Klav, und
Harm.). O 2: Konzert. O 3: Helene von Senff: Reiſe des Freih.
von Herbertſtein nach Moskau im 16. Jahrhundert. O 3.30:
Funkheinzelmann von der Funkſtunde Berlin, anſchl.: Konzert.
Mitwirkende: Gerda Hanfi, Käte Maun, Hans Hanus, Sängerklub
Hechingen, Rundfunkorcheſter. Blankenburg: Feſtjubel=Marſch.
Waldteufel: Sirenenzauber. Gluck: Oup. Alceſte‟. Sängerklub
Hechingen: Vier Geſänge. d’Albert: Fant. Tiefland Schu=
bert
: Haidenröslein (Gerda Hanſi). Stolz: Nichts als der Duft
von Roen blieb (H. Hanus). Meyer=Helmund: Ballgeflüſter
(Käte Mann). Jeſſel: Im Spielwarenladen, Suite. Hägele:
Liebeserklärung. Blankenburg: Abſchied der Gladiatoren. O 6.15:
Martin Lang: Die Frühgeſtorbenen der deutſchen Dichtung: Guſtov
Sack. O 6.45: Joſ. Ponten lieſt aus eig. Werken. O 8: Funb=
brettl
. Mitw.: Hilde Binder, Käte Mann, Kitty Rolfen. Thea
Struve, H. Hanus, Max Marx (vom Württ Landesth.), Carl
Struve, E. Stockinger, Funkorcheſter. 21 Darbietungen, u. a.: Sie
hat nichts anzuziehen. Schwank in einem Akt von A. Laufs. Perſ.*
Bernhard Cruſius, Kaufmann: M. Marx. Agwine, ſeine Frau=
Käte Mann. Elly, beider Tochter: Thea Struve=Jöhnßen. Paul
Wegmann, Geſchäftsführer bei Cruſius: C. Struve. Cäſar Schmetting.
Kaufmann: E. Stockinger.
Berlin.
Sonntag, 5. Dez. 9: Adventsfeier. Mitw.: Dominikuskirchen=
chor
St. Paulus, Gertrud Baumann (Geſang), Eduard Nowowieiski
(Flügel), P. Franziskus Stratmann (O.=Pr.), Anſprache. O 11.30:
Muſikkorps 9. In.=Regts. (Potsdam). O 12.20: Max und Paul,
ein Opti= und ein Peſſimiſt, O 1.10: Konzert. Dir.: Selmar
Menrowitz v. d. Staatsoper. Einl. Worte (Prof. Weißmann).
Vittorio Rieti: Konzert für Blasinſtrumente. Graener: 6 Löns=
lieder
. (Nora Pisling=Boas, Spran). Hindemith: Kammermuſik.
O 2.30: P. Lindenberg: Die Briefmarke in der Volkswirtſchaft,
O 3: Dr. Weichlein: Die wichtigſten Geflügelſeuchen und ihre Be=
kämpfung
. O 3.30: Funkheinzelmanns Weihnachtsreiſe von Hans
Bodenſtedt. O 4: Dr. Grohmann: Der Kampf um den Fiſch
im Nördlichen Eismeer. O 4.30: Konzert der Jugendarbeitskreiſe
Hilfe, Mitw.: Hans Baer (Klavier), Felix Rob. Mendelsſohn
(Cello), W. C. Meißner (Flügel). O 5.30: Ette=Kammer=Orcheſter.
7.05: Karl Figdor: Kreuz und quer durch Aſien. O 7.30:
Dr. Anton Mayer: Freude an der Kunſt (2. Teil). O 7.55: Theodor
Kappſtein: Die Weltanſchauung der Völker (Griechen und Römer).
O 8.30: Wiener Abend. Dir.: Georg Szell v. d. Staatsoper,
Strauß: Ouv. und Lied des Zuupan aus Der Zigeunerbaron.
(Rud. Hofbauer, Bariton). Geſchichten aus dem Wiener Wald
(Angela Sax, Sopran). Auftrittslied des Barinkay a. Der Zigeuner=
baron
(Kammerſänger Kutzner). Dorfſchwalben=Walzer. Mil=
löcker
: Aus Der Bettelſtudent (Hofbauer), Duett aus Gaſparone.
Strauß: Duett aus Wiener Blut. (Angela Sax und A. Kutzner).
Tritſch=Tratſch=Polka. O 10.30: Kapelle Kermbach.
Stettin. 9: Morgenfeier. Ueber den Choral Wie ſoll ich
dich empfangen. Spitta: Du haſt Worte des ewigen Lebens
(Eliſabeth Jahnke (Rezit.). Tochter Zion, freue dich (nach Händel).
(Marta Zimmermann, Sopran). Aus Matthäus 24 und Mar=
kus
13 (Elifabeth Jahnke). Anſprache des Paſtors Heyden.
Schumann: Gebet (Marta Zimmermann). Rudin: Ack ſaliga
dag (Aus dem Schwed. überſetzt). (Eliſabeth Jahnke). Herrmann:
Wir ſingen dir, Immanuel (Marta Zimmermann). Wie herrlich
iſt die neue Welt, Choral.

Jamalea=Rum=Verſchnick
Runt ſellen Sie ſich am vor=
keilhafteſten
ſelbf
der nach bolgenden Piezehr.
1/ Liter Wetngeiſt (Spiritus Vinl 2600)
Waſſer gut vermiſchen mit
1 G. Reichel’s Jamaica=Rum=Verſchnitkt=
Eſſenz Marke Dreikron-
DDer Extraqualitäf Füntkron bochprozentig.
und vergleichen Sie
Probieren Sie Preie und Qualitdt.
Der Kenner prüſt Echtbeit und Duſt des Rum=
Aromas, weiches bei der Tee= u. Grogbereitung
in voller Stärhe hervortritt. Auch laſſen ſich
mit den berühmten Reichel-Essenzen alle Lis5re
und Branntweine fin dalben Preis herſfeilen.
Erhälflich in Drog. und Apotb. aber echt nur mit
Marke Lichtberz‟, Dr. Reichel’s Rezepf=
blichlein
daſelbſt umſonſt oder koftenfrei durch
Oto Relchel, Ber In 50. 33, Eisenbahnstr. 4

L 1151L1

Ke

Ket

Ferdinend CarlWinter
Elis abethenstr. 10

1B
Mualitäfs-
alzkaffee

Taauer toc- mnfwbaer

Ja, warum
denn nicht ...
Auch Sie lönnen viel
Geld ſparen, wennSie
Bauer’s Qualitäts=
Malzkaffee trinken.
Er iſt ſehr gut und
krotzdem billig. Das
Pfund koſiet nur
40 Pfg.
(14483a

Haben Sie Bauer’s Qualitäts= Malz=
kaffee
ſchonprobiert? Sie werden
ihn immer wieder verlangen!

Ein billiges, praktisches und
schönes Weihnachts-Geschenk
sind meine
Mantelkragen und
Manschetten
au.
Klendyke
(isländ. Schat)
in der beliebten bläulich-silbergrauen, sowie in weißer Farbe
Eine Freude für jedes junge Mädchen!
Preise:
für Kragen:
6.00 6.50 7.00
für Manschetten: 5.50 6.00 6.50
G Bitte meine Sehaufenster-Auslage zu beachten!
PelzhausFriedr.Hau
Ludwigstr. 7 Reparaturwerkstätte Gegründet 1864
1791bgm
Iu

Neue billige Preisel
bekannt
rieſige
Alott
Farbenauswahl
Fuldania=Sportwolle, Geb. 14 Pfg.
Stickwolle, Zephir, Strang 6
W Zephir, 4 A-Qual. Lage 20
S Grazienwolle . . . . Geb. 18
* Deckenwolle, Geb. 22
Heidenwolle , 50 Gr. 1.20
Lenawolle, Babywolle, Straußenwolle
die beliebten
Strumpfwolte Sternmarßen
Gebind von 8J an
Stopfwolle 9 Pfg., Lamawolle 10 Pfg.
Twiſt . 8 Pfg., Glanztwiſt. 10 Pfg.
nur gute Qual.
Aue Kurzwaren enorm biaig
Gd. Schupkegel

uur gegenüber der Hauptpoſt.

17726fd

17923

Eine WeihnachtsnGs

die stets
erfreut

ist eine gute
Caaanaen au
In allen Preislagen und
in reichster Auswahl

das ideale

Heian kigeo
Die neuesten Filme in großer
Auswahl. Verkaut u. Verleih

Photo-U.
Kinohaus

Cartharias /Ludwisspl.6

Zwanglose Besichtigung

Zahlungs-Erleichterung

Habe mich bemüht, meiner werten
Kundſchaft etwas
außergewöhnliches in
Damen= und
Beſuchstaſchen
zu bieten
Beſichtigen Sie bitte ohne Kauf=
zwang
, damit Sie unterſcheiden kön=
nen
, Qualität und die billig. Preiſe.
Offenbacher Lederwaren=Zentrale
117e66
Darmſtadt
Ecke Schuchard= und Luiſenſtraße.

Seſcafigienle
Zur Führung der Bücher, Bücherab=
ſchluß
und Buchführungen ſowie zur
Aufſtellung von Bilanzen und Ge=
ſchäftsberatung
empfiehlt, ſich Bilauz=
buchhalter
Anfragen unter F 158 an
((31779
die Eeſchäftsſtelle.

[ ][  ][ ]

Seite 8

Sonntag, den 5. Dezember 1926

Nummer 337

SartSdtar Maftle bo!

Ausserondentlich vorteilkaftes
Doerſauttdr biſtheodr dntef bautkrakek.

Tanz-kleider 19.50 29.50 . 39.50
in allen Stoftarten
usw. Wollene Kleider 19.75 23.50 35.00
in hübschen, mo lernen Schoften
usw. WolleneKleider 29,75 39.00 45.00
in modernen Rips-Stoffen
usw. Winter-Mäntel 29.50 39.50 45.00usn
moderne, schicke Fassons, in unseren bewährten Oualitäten Nachm.-Kleider 45.00 59.00 69.00
in enormer Auswahl und neuesten Fassons
usw. Desante
Nachmittags- und Abend-Kleider
in allen Preislagen Pelz-Jacken 98.00 139.00 165.00
usW.
gute Schnttte und gute Austührung Pelz-Mäntel 195.00 225.00 265.00
in enormer Auswahl
usw.
Strickkleider 19.75 25.00 32.50
in enormer Auswahl
usw. No
Pullover u. Westen 8.75 9.75 10.75
in allen neuen Farben
usw. Morgenröcke 4.75 6.75 8.50
in jedem Genre
Wrch Breite
Fransentücher
Stück 5.50
in allen Farben
(17868)

Praktiſche
Weihnachisgeſchenke
elektr. Zuglampen, Herren= und
Speiſezimmer Kronen, Echlaf=
zimmer
=Schalen, Tiſch=, Klavier=
n
. Nachttiſchlampen, Heizkiſſen,
Bügeleiſen Heiz u.Kochapparate,
Protos Staubſanger
Iſelin & Munk
H. Bruner Nachf. ( 31985
ſanitäre und elektriſche Anlagen
Telephon 2651
Eliſabethenftr. 33

ROSTN
(17025o
Salduge
1 Stück bis 1 Mtr. hoch 230 Mk.
1,50
1


Buſchroſen 1 Stück
Größ. Poſten billig. In nur neuen Sorten u. Farben
L. Weicker, Friedhof=Allee 82
Auf ſämtliche
Damen=Hüte
25% Rabatt.
ModehausTreser
Kirchſtiraße 19, 1. Stock. (1793
Sonntags geöffnet von 1 bis 6 Uhr.
R
Weihnachtsbäckerei

empfiehlt ſämtliche Artikel in beſten
Qualitäten und billigſten Preiſen
Werne

riſthaumichn
Merkur Drogerle

Adolf Zachmann
Telephon 188.
Blei yſtraße

Lauffrau geſucht für
zwei Stunden vor=
mittgs
. Herrngarten=
ſtraße
31. (3t763

Gardinen=Fabrik
konfekt. Gardinen)
ſucht für den dortig.
Bezirk. branchekun=
digen
, eingeführten
Vertreter
Es wollen ſich nur
Herr, meld, die ſchon
läng. Zeit die einſchl.
Kundſch beſ. Angeb.
mit Ref an Schließ=
fach
17. Elkefelb
(Vogtland), (rlun7s5

a
Kontoriſt (in)
ehrlich u ſolid, mög=
lichſt
in der Eiſen=
branche
tätig geweſen,
per ſofort geſucht.
Angeb. unter P. 163
an die Geſchäftsſtelle
d3 Bl erbet (17782gg

Alleinvertreter
für Starkenburg,
Rhein= u. Oberheſſen,
mögl. mit guten Be=
zieh
. zu Behörd, geſ.
Nur ſolche Perſ. woll.
ſich meld., d. d. betr.
Bezirk energiſchſt be=
arb
. woll. Angeb. u.
P 2o8 Gsſch. (*3igs5

Heizungs=
Monteur
erſte Kraft, geſucht

Angebote u. M 777
Geſchäftsſt 17236ss

S
größere Arbet
für Schreibmaſchinee
Ang, mit Preis unt.
R 200 Geſch. (31947

Aatan

.. . auch warme
Strümpfchen und Schlupf-
Höschen, Haverl-Socken,
Sport-Strümpie von
Elite‟
Weißt Du, da in der Wil-
helminenstraße
11, wo Du
Dir letzten Samstag s0
schöne wollene Strumpfe
kauftest, und Dein häb-
sches
Pullover-Kostüm ist
ja auch von Elite‟.

17912

Für hieſiges beſſeres
Feinkostgeschäft
wird eine tüchtige
Verkäuferin
die auch im Aufſchnit ver=
feit
iſt, für ſofort zu
engagieren geſucht.
Angebote mit Gehalisan=
ſprüchen
unter P195 a. d.
Geſchäftsſtelle erbeten.
31919

Von großem
Induſtrie Kunzern
werden ſeriöſe
Damen und Sünglinge
für vornehme Tätigkeit
gegen feſtes Gehalt und
Proviſion zum inöglichſt
ſofortigen
Eintritt geſucht. Ang u.
B.197ad Geſchſt. (17871

Stellengeſucheß Geſucht ſofort
an allen Orten fleißige, ſtreb=
ſame
Perionen zur Uebernahme
einer TV 77781
Trikotagen= u. Strumpfſtrickerei
auf unſererFeminaſtrickmaſchine
Leichter und hoder Verdienſt.
Günſtige Bedingungen Vor=
kenntniſſe
nicht erforderlich
Proſpekt gratis und franko.
Trikotagen= und Strumpffabrik
Neher & Fohlen, Haarbrücken 3. Weiblich Ehrliche fI. Fran
gute Empf, hat noch
Tage frei i. w. u. p.
Stunde 40 Pfennig.
Ang. u. F 210 Geſch.
(*3195)
Jg. Frau ſucht morg.
oder mittags Arbeit.
Liebigſtraße 55, II.
(*31938)
Frau geht Waſchen.
Schuchardtſtraße 6.
Stb., I. (au8ö Tücht. Schneiderin n.
n. Kund. an in und
außer Haus. Angeb.
unt. P 189 a. d. G.
Kacte
Nehme Kunden im
Nähen u. Flicken an,
in und außer dem
Hauſe. Barckhaus=
ſtraße
4 I. Glsc
Alt eingeführter
Fachzeitungsverlag in Berlin
ucht tüchtigen (V7787
Anzeigenvertreter
Angebote unter F 164 an die Geſchättsſielle. Männlich OTwiiNK
Namen mit opkautswprsie, mit
Kmsatsenfolgon bei Maschinon-
mdustmie
, Gisenbahn, Kutopepa-
patunwenkstätten
usw. als
SncheBertrauensſtelle
als Kaſſierer uſw.
Bin 37 Jahre ledig.
Hohe Sicherheit k.
geſtellt w. Nur ausf.
Angeb. u. B 214 an
die Geſchſt. (*31g85 Provisionsvertreter

gesucht. Nönnon u. Neferonzon
bastimmen die Kuswahl. Ange-
botauntanobigan
Manſondeseieh-
9 0.dOl.
Föm Vertrauenspoſten
ſucht früh. Heizungs=
monteur
, Anf. 50 er
Jahre. Kaut k geſt.
werd Ang. u. R 221 l‟ Geſchäftsſt. :31996 Spezialhaus
derSargausſtattungs=Branche
ſucht
für den Freiſtaat Heſſen tüchtige, bei
Sargmagazinen uſw. e ingeführte
Verkaufskraft
g gen hohe Proviſion. Bewerbungen
mit Angabe bisheriger Täktigkeit, Alter äufeK 1.:3 Seſſel
gebraucht, auch Bank,
mögl, ohne Bezug, zu
kauf. geſ. Ang. unt.
B 2ie Geſch. (31c5
Nähmaſchine
zu kauf. gef. Angeb.
mit Preis u. P 203
an die Geſch. (augs uſw. unter F 208 an die Geſchäftsſtelle
dieſes Blattes erbeten.
(17881) Schlafzimmer (Eiche)
und Küche gegen bar
zu kaufen geſ. Angeb.
Bais Geſcht. G3ig8t

Offene Stellen g
Mieich

Reiſedamen
gute Verkäuferinen,
ſofort geſucht.
Vorzuſtell. Sonnta
n Montag von 11-1
und 2-4 Uhr (s1911
Roeder.
Kiesſtraße 127. E

Jungere Stenotypiſtin
möglichſt ſof, geſucht
Beher ſchung d. Ein=
heitskurzſchrift
. Be=
dingung
. (zigs
Kaufm. Lehrling
für Oſtern 1927, evtl.
auch ſof geſ. Angeb
m. Zeugnis= Abſchrif=
ten
u. F 220 Geſchſt

Alleinnäochen, das
etwas kochen kann,
mit gut Zengniſſen
für bald geſ. Hoher
Lohn, keine Wäſche.
Angeb. u. P 179 an t
die eſchſt (31745ss

Alleinmädchen
per 15. d. Mts. für
Haushalt i. Paulus=
viertel
geſucht. Zu er=
fragen
in d. Geſchſt.
Kse
Junges anſtändiges
Mädchen von 10 bis
121 Uhr zu zwei Kin=
dern
gef. Saalbau=
ſtr
. 35. bt. (ruae
Zunges Mädchen
nltigl. von 8 Uhr vor=
mittags
bis nah dem
Spülen geſ. Verzu=
ſtellen
ab 3 Uhr nach=
mittags
, Schteßhaus=
ſtraße
40, 1. (B178 2
Allein im Kochen!
bew. Fran z Mith. i.
k. Haush tagsüb geſ
Geßner, Heinrich=
ſtraße
68. (:31939
Zuverl Mädchen für
tagküber ſofort geſ.
Etwas Kochkenntn er=
wünſcht
. Karn, Wil=
helminenplatz
15, III.
731998)

Reiſedamen und Herren
Wir bieten auch in der jetzi en Zet leicht
verkäufliche dringend benötigte Spezial
artike, für den Verkauf ab unerer Fabrik
direkta Private; daherenormer Preisvorteil
Reflektiert wird auf tüchtige Einzelkräfte,
bevorzugt ſolche, die befähigt ſind eine
Kolonne zu leiten. Tatkräft Unte ſt. wird
gewährt. Vorzuſtellen Ackermann & Co
Bweigbüro R. Mohr Alieeſtr. 43 (32015

17920

Schwer versilberte WMF-Patent-Bestecke
Versilberte Tatel- und Zier-Geräte /
Galvanoplastische Kunsterzeugnisse //
Messing-, Altmessing- und Nickel-Waren

Guterh. Kauflaben,
ſowie Puppenwohnz.
od. Schlafzimmer zu
kaufen geſ. Angeb. m.
Preis unt. P 213 an
d. Geſchſt. Fauigko

Brillanten
Gold
Silber
Gegenſtände
perſer=Teppiche
kauft
Kurtz-Wult
pädagogſtr. 2.
71. 59

D
Guitare oder Laut=
zu
kaufen geſucht.
Ang. unt. P 130 a. d.
Beſcht.
Ceisi

Kinder-
Klapp tuhlchen
Laufſtällchen
. Beitchen
z. kaufen geſ. (231956
Angeb. m. Preis u.
F 201 Geſchäftsſt.

Zu kauſ. geſucht:
1 gute Geige
Grlt. Aunaunt
Angebote u. B 202
Geſchäftsſt. (17878

1 erſtlaſſige, tadell.
Stunks=Garnit. (Pelz
u. Muff prelsw z kf.
geſ. Angeb. u. 226
Geſchäftsſt. (e32os3

[ ][  ][ ]

Nummer 337

Sonntag, den 5. Dezember 1926

Geite 9

Praktische

Weihnachts-
Geschenke

Violinen
Lauten
Gitarren
Mandolinen
Zithern
Pistons
Trompeten
Flöten
Zieh-
harmonikas

Musikalien
Geschenk-
Bände
Musikbücher
Notenetageren
Notenständer
Klavier- und
Fügellampen

Spreohmasohinen
mit Zugteder und elektr. Artrieb
Husikplatten
sämtlicher Fabrikate
Auf Wunsch bedueme
Zahlungsweise

einriel
AAiutunu AAFROId
Wilhefminenstraße 9
Flügel und Pianos zu billizen Preisen
auf bequeme Abzahlung (17876

RUR
eigene Herstellung!
Der vornehme Schirm
Der elegante Stock
Die richtlgen Weihnachtsgeschenke!
F W. Schlüter, Sohirmfabrik
Kirchstraße 27, Ecke Schulstraße

Unsere
allseitig bekannten
Semauni
Sotder
AnstHote

für

Jeck=Tautenſchläger
Feine Damenſchneiderei
jetzt

Gervinus=Straße 28
barterre (1943

Konkufsmasse - Austerkäu
Alink & Rettberg
Ludwigsplatz 8
Eingang Schulstraße
Beleuchtungskörper
aiier Art
Der Konkursverwalter:
Raab

Deutsche Teppiche
Verbindungs=
stücke

Vorlagen
Felle
Reisedecken
Schlafdecken
Tischdecken
Diwandecken
Stepp- und
Daunendecken
Bofakzissen
Vorhänge
bieten Ihnen
A
Voftete

Besichtigen Sie unsere
Auslagen in der
Elisabethen-u. Zimmerstr.

17092a)

Amtsgerichtstaxator.

AILKA
Möbel- und
Kunstgewerbehaußs
G. m. b. H.
Sonntags von 1-6 Uhr geöffnel

K

Die beste II. Nob. 164650

Gesundheitspfeife
SuscemsPFfeiße

Die
Darmstädter
Buchhandlungen:
A. Bergsträßer
Bücherstube Rlfred Bodenheimer
Carl heß Nachſ. (Rlfr. Roefer)
Carl Köhler (Otto Carius)
Müller & Rühle
Ludwig Saeng
h. 1. Schlapp
heinrich Schroth
Süddeutscher Buchversand
(B. Lange)
1. Vogelsberger
1. Waitz
gtreod
Banderer=Wager
2 Sitze hintereinander, m. elektr. Anlage,
gebraucht, jed. einwandfrei, preiswert zu
verkaufen. Daſelbſt Motorrad ſowie
ompl. Auto=Mafam=Lichtanlage neu
unter Fabrikpreis.

Von ärztlichen Autoritäten empfohlen.
We dlese Pfeife beurtellt vird:
An mnir selbst und auch durch
analytische Feststellungen habe ich
die ganz vorzüelichen Eigensctaf-
ten
Ihrer Systempfeife Dr. Perl,
D. R. P a erprobt, frülter konnte
ich die enalischen und amerikan.
Kurzpfeifentabake nicht vertragen,
jetzt rauche ich oit eine anze
Kette dieser Sliags aller Sorten
hintereinander ohne Besc werde.
Professor Dr. P. H. in K
In allen einschlägige n Geschäften zu haben.

Spielwaren
kauft man preiswert nur im
Spezialgeschäft
Otto Günther
Karlstraße 26 -32021

Meine werte Kundſchaft bitte ich,
ihre Weihnachts=Beſtellung von
Patenloffeln
jetzt ſchon aufgeben zu wollen, um jeden
Auftragrechtzeitigliefern zu können.
Zugl. empfehle ich mein reichſortiertes
Weihnachtslager
ſpeziell meine eigene Anfertigung in
Brillant=, Phantaſie= u. Trauringen

Fr. Rinner & Co.
Gottlieb Storck

Rheinſtraße 30.

(17927

Fernſpr. 2302 Zuweller Schulſtr. 12
(16616a

tiſe

Re
(18545g
Zwiebackbeutel platz 3.

Heinmüller s

Gummiwaren- u.
Sanitätshaus
Schulstrasse 1
Teleton Nr. 2508

Elektriſche
Beleuchtungskörper,
Heiz=u. Kochapparate
jeder Art, bei billigſien Preiſen
u. günſtigſten Zahlungsbedingungen.
Friedrich Schneider
Dieburgerſtr. 19 Telephon 3530
(*32012

Kafosserien
für Personen-, Liefer- und Lastwagen,
Omnibusse, Kranken- u. Leichenwagen
Eimousinen-Aufsätze
Verdecke, Motsitze, Kotflügel Wlisass
Anhänger für Lastkraftwagen
Karosseriefabrik Eberstadt

H. Brandt

Heidelbergerstr. 156

Fernspr. Eberstadt 41

Für den Weinnachtstisch des Rauchers

empfeble Geschenkpackungen in Zigarren, Zigaretten und Tabak
in bekannt bester Qualität.
Bevor Sie Ihren Bedarf decken,
beachten Sie meine Husstellung / Es ist Ihr Vorkell.
Bel mir kaufen Sle Zigarren in 10 Stück- und 25 Stück-
Packungen, in schöner Husstattung, ohne Mehrkosten und
ohne Gualllätsverminderung. Die Mehrkosten für Pak-
kung
, Husstattung usw, trage ich seibsl um meine Kundschatt
reell und preiswert zu bedienen. Beachten Sie diesen Punkt
ganz besonders, denn darin liegt ihr Vorteil.
Zigarren in 10 Stck.-Packg. vorrätig zu 1., 1.40, 1.50, 1.80, 2., 2.50 Dk.
2., 2.50, 3. 3.75, 4.50, 5.
25
usw. Zigaretten, sämtl. füihrende Fabrik., in teinster Weihnachtsaufmachg.
Der Weg zu mir lohnt sich, günstiger kaufen Sle nirgends.
Mein Geschäft ist an den Hdvent-Sonntagen geöftnet.
17929
Ladwis Mischlich
Zigarren-Spezial-Geschätt
Telepbon 1557. Bismarckstr. 123, (Hm Güterbabnhof).

17870

[ ][  ][ ]

Geite 10

Sonntag, den S. Dezember 1926

Nummer 337

TEPPICHE

NOLEUM
17940
LAUFER
60, 67, 90, 100, 110 cm breit
UCKHARDT
HEINR.

150X 200 cm
200 X 225 cm
200 X 250 cm
200 X 300 om
250 X350 cm

7 SCHULSTR. 7

AUF WUNSCH TELLZAHLUNG

Lampenſchiren=Beſtelle (17467a
für Nachttiſchl. 0.35 Mk
30 cm Durchm. 1.10 Mk
2.00 Mk
50
2 60 Mk
60
3 40 Mr
22:,
4
alle Formen gl. Pr. laJap=Seide 4.30 Mr.
Ia Seid=Batiſt 1.60 Mk. Fern. ſämtl. Zubeh
zur Seide paſſ., wie Seidenfrani, Schnüre,
Rüſchen, Wickelband uſw.
Na ttiſchlamp. m. Seidenſchirm 6.80 Mk
8.50 Mk
Holztiſ hlamp.
50. De1
Speiſez=Krove
ſow fertige Schirme, in groß. Ausw., hilti)
Spezial=Ge chäft für Lampenſchirmbedarf
A. Metz, Teiſunge ſtr. 9. Linie 3, Hermannftr

Hausbesitzer!
Zämtliche Dachdecker Arbeiten werden nar
ſelb tändig, eiſterhaft und fachmä niſch
bei billigſter Berechnun, ausgeführt
Koſtenloſe Voranichläge.
Karl Becker, Dagdeckergeſchäft
Darmſtadt
Folz iraße 21.
Gradewagen
gebraltht, billig zu verkaufen. (1779
Wo ſa t die Geſchäftst des Bluttes

7 SCHULSTR. 7

AOTTR

17942
VELOUR
BOVcLE
KOKOS etc.

UCKHARDT

AUr WUNSCH TELLZAHLUNG

Heute
von 1 bis 6 Uhr
haben Sie Gelegenheit ſich von
meinem vorteilhaften Angebot in
Ka
Taren
zu überzeugen.
Große Auswahl
in Herren=Pelzkcagen,
Beſatzfelle, Füchſe, Wölfe.
Beſonders vorteilhaftes Angebot in

KLISCHEE FRAHNERT

Rergrentlittheit:.
Raur Dnichren Grmontt 8
Maittsttrnätaann

munn Maden
Dorasttas
Dhistr. 33a
Mafenr 3078

Nakmeichine
gebraucht, ſehr billig
abzugeben. (177241gi
Müller & Ober
Rheinſtr. 39.

N
Sie Ihre
Reparaturen
Aan Damentaſchen
und Lederwaren
direkt z Fachmann
N Möſer, Satt=
lermeiſter
und
Portefeui’ler,
Nd.= Ramſtädter=
ſtraße
Nr 27

AuwonenSteſcenten!

Jeder Stärkekragen
nur 10 Pfennige
Dampf-
vaschanstalt
Reingeld
(15591a
Marktpaſſage
Elifabethenſtr. 28 Kranichſteinerſtr. 28.

AufWunſch
Teilzahlung
Kiesſtr. 34 1, Ecke Hochſtr.

U.Neudecker
Schirmfabrikation
empfiehlt zu Weihnachten
ihre schönen preiswerten
Schirme
jetzt Ernst-Ludwigstraße 12

Wir gewähren auf unsere
erstklassigen
ähmas chinen
und
Opel-Räder
bis Weihnachten einen
Sondernachlass

Doch nurQualitätsware, an der die Beſchenkten auch dauernd Freude haben.
Können Ihnen Zeitungspreiſe viel ſagen? Nein! Kommen Sie deskalb
und beſichtigen Sie meine Weihnachtswaren ohne Kaufverpflichtung.
Zur Erleichterung Ihrer Wahl finden Sie hier einige
Angebote von beſonderer Güte und Preiswürdigkeit!

417899

Kleiderſioſfe
Popeline, moderne
Farben
Mtr. 2.50, 3.25, 4.50 pullob.=Stoffe
neue aparte Muſter
Mtr. 1 45, 1.75,
1.95, 2.50 Waſchſamt
echtfarbig. Beſie
Lindner Qualität
Mtr. 3.75 Helbetia=Seide
gute Oualität in
vielen Farben
Mtr. 4.50 Helbetia=Seide
bedruckt,
prachtvolle, mod. Muſt.
Mtr. 5.50 Hauskleider
abgepaßt
d. Kl. 3.25, 4.50, 3.75 Künſilerdecken
Rein Leinen
Hausarbeit
von 3. an Kaffeedecken
waſchecht
von 2.95 an Koltern
baumwolle
ſchwere Ware
St. 6.75, 8.50 Bieberbetüch.
weiß groß
ſchwer
St. 2.50, 3.50, 4.30 Kolen
Halbwolle
grau und bunt
St. 8.25.10.75,13.70 Koltern
Reinwolle-Jacquard
Stück
38. , 45., 60. Steppdecken
vorzügl. verarbeitet
Stück
25., 29., 35. Damenhemden
mit Träger
gute Qualität
St. 1.50, 2.40, 295 Damenhemden
Achſelſchluß
reich verarbeitet
St. 2,75, 2.93, 3.50 O.=Beinkleider
aus beſten Stoffen
St, 2.25, 2.75, 3.25 Kiſſenbezüge
gebogt od. Hohlſaum
St. 2.40, 2.50, 2.75 Aberſchlagtüch.
in beſter Verarbeitung
St. 8.25,9.95, 10.50 Wäſchetuch
Marke Edelweiß=
vorzügliche
Ware
Mtr. 1. 10.1.25. 1.40.1.50 Wäſchetuch
Marke Treffer
ohne Appreiur
Mtr. 1., 1.20 Normalwäſche
für Herren, Damen und Kinder
Einfatzhemden, Beinkleider, Jacken.
Schlupfhoſen in Bwolle, Wolle u. Seide,
Benger’s Ribana=Unterwäſche. Strümpfe
in nur guten Qualität.
Flor: 1.35, 1.60
Wolle: 3.25. 4.
Wſeide: 295, 3.95
Kinderſtrümpfe:
0.80, 0.90, 1. Taſchentücher
in baumwolle, halbleinen u. Leinen
Kindertücher, weiß und bundrandig,
Batiſitücher, Herren und Damentaſchen-
tücher
bis zu den feinſten Qualitäten, Durchgehende Verkaufszeit 9.7 Uhr
Sonntags von 16 Uhr Bitte beachten S
in meinen Se

Haas & Bernhard
Rheinstraße 19/21.
(17869 2

Markiplatz
Shrovor Kaiofaß
am Rathaus

Stemmer
Elisabethenstr. 14. Fernspr. 76

Das ſchönſte Weihnachtsgeſchenk iſt ein
Oelikateßkorb
in allen Größen, von 7. Mk. an.
Rechtzeitige Beſtellung erwünſcht!

Nürnberger Lebkuchen
von Hgeberlein=Metzger.
Große Sendung friſch eingetroffen!
Pakete von 20 Pfg. an.

PreiswerteWeine
Frankweiler Letten . . Fl. 1.00 Mk.
Bechtheimer Berg. .. . 1.25
1.30
Dhroner Roterd. .
Winkeler Steinacker .. .. 1.50
Chat. La Zuillerie (Rot) 1.40
Tarragona (Süßwein).
1.30
(alles ohne Flaſche.) 17842
Reiner Weinbrand ½/, Fl. 3.60 Mk.

kaufen Sie am vorteilhafteſten und
billigſten (da Zwiſchenhandel ausſchaltet)
direkt ab Fabrik.
Reichhaltiges Lager in Qualitätsmöbel
Ratenzahlung geſtattet! Hoher Barzahlungsrabatt!

Landwehrſtraße 31. 115055a

Mue

TMTAZd
an das Fernſprechnetz angeſchloſſen.
Gleichzeitig empfehle ich meine Perſ.=Aufos (auch Klein,
auto) zu allen Gelegenheiten bei Tag= und Nachtzeit
bei billigſter Berechnung.
Autovermietung Philipp Heldmann jr.
(31941
Eichbergſir. 18
Darmſiadt

Korbmöbel
Korbwaren
kaufen Sie am beſten beim
Fachmann
Neuanfertigung, ſowie alle Reparaturen in
eigener Werkſtatt
WEINSCHENK
Schuſtergaſſe 10 ( 32009

Wilh. Heckmann
Papierhandlung
Bürobedarf/ Buchbinderei
Mühlſtraße 72 / Fernruf 1552
Briefpapiere / Füllfederbalter
Amateuralben / Geſchenkartikel
in allen Preislagen 17717a

17941

Stor TEPPlCHE
VERBINDER
VORLAGEN
u
In großer AUSWAHL zu billigen PRElSEN
HEINR. LUCKHARDT

7 SCHULSTK. 7

AUF WUNSCH TEILZAHLUNG

Gelegenhettskauf
zufolge Aufgabe unſeres Ladenlokales verkaufen
wir unter Einkaufspreis alle Arten elektriſche
Beleuchtungskörper
ſowie elektr. Heiz= u. Kochapparate u. bewahren
Weihnachtsgeschenke
unentgeltlich bis zu den Feſitagen auf. Verkauf
auch an den Adventſonntagen
Fr. Rinner & Co.
Rheinstraße 30, part. (17926
OM

Don fleißigen Bienen
(ohne Zuck. rfütte-
rung
geſammelter
Ia Schleuder=
Honie
allerf Qualität
10Pfd.=Büchſe.k10,80,
halbe 6,30 fr Nach=
nahme
, heller Klee=
honig
1. mehr.
Probepäckchen Klee=
honig
2 1½ Pfd. netto
1,80 franko gegen
Voreinſendung. Gar.
Zurücknahme. (1V leuse
Obſtplantage und
Honigverſand
Werder. Werder
a d. Havel 81

Brennholz
Buche u. Eiche, ofen=
fertig
, lief. ſtets frei
Keller pr. Ztr. 1,60,
rein Buche 1,80 pr.
Ztr. (Poſtk. genügt).
Marienpl. 1. Kraus.
(*31921)

TIScH
DIUAN
REISE

TONEIN
HA
Große Auswahl

HEINR.LUCKHARDT

7 SCHULSTR. 7

AUF WUNSCH TELLZAHLUNG

[ ][  ][ ]

Nummer 337

Sonntag, den 3. Dezember 1926

Geite 11

Die tolle Herzogin.
Roman von E. Klein
(Nachdruck verboten.)
Ja ja das iſt ſie, mei lieber James flötete
der Levantiner weiter. Sie können ſich denken, daß ſie in
unſerem Geſchäft gelernt hat, Menſchen richtig einzuſchätzen.
Sie will Sie feſthalten. Sie entſinnen ſich, ſie ſagte Ihnen
geſtern, wir brauchten einen ſolchen Mann wie Sie, und die
zweitauſend Pfund, die wir Ihnen für Ihre kleine Entdeckung
zahlten, ſollten uns Zinſen tragen.
Himmelherrgott! Daran hatte er total vergeſſen! Hatte er
nicht ſo etwas, wie eine halbe Zuſage gemacht?
Nun, und?
Wenn Sie mir die Ehre geben wollen, lieber James, mich
zu begleiten, ſo wird Ihnen Madame Léonie ſofort die Frage
ſelbſt beantworten. Sie erwartet Sie bereits in unſerem Büro.
James Wood zuckie die Achſeln und ging mit. Wie groß
war aber ſein Erſtaunen, als Sperazzi nicht das goldvergitterte
Tor Nr. 26 öffnete, ſondern bis zum nächſten Hauſe weiterſchritt.
Hier prangte eine großes Meſſingſchild am Eingang:
International Ageney
Sperarzi & Co.
Ein ernſtes, ſehr ſolid und ſehr vertrauenswürdig ausſehen=
des
Schild. Wood blickte halb über die Schulter ſeinen Begleiter
ſpöttiſch an Der aber hob die buſchigen Augenbrauen, als wollte
er ſagen: Ja, mein Lieber, der Schein trügt mitunter!
Sie traten ins Haus. Dieſes, wie das Schild, ernſt, geſchäfts=
mäßig
, ſolid. Ein großes Kontor empſing ſie, in dem etwa
zwanzig bis dreißig junge Leute emſig arbeiteten. Landkarten
bedeckten die Wände, Eiſenbahnfahrpläne und Schiffsrouten ver=
vollſtändigten
die Ausſtattung. Schreibmaſchinen klapperten
ſo früh die Stunde war, drängten ſich bereits Kunden an den
Schaltern. Geld wurde gewechſelt. Fahrkarten beſtellt, Aus=
künſte
erteilt. James Wood fiel von einem Erſtaunen ins
andere. Hier wurde ja regelrecht gearbeitet. Sperazi führte ihn,
ohne ſich lange aufzuhalten, durch das große Kontor und ſtieg
mit ihm in den erſten Stock empor. Auch hier reges Geſchäfts=
leben
und alle möglichen vielverſprechenden Aufſchriften an den
Tünen. Verſicherungsbüro, Tarifbüro und ſo weiter und ſo

weiter. James Wood wurde unheimlich zumute. Er bekam
regelrecht Angſt. Sperazzi, der höflich an ſeiner linken Seite
ging, kam ihm auf einmal ganz anders vor. So ernſt, ſo ge=
ſchäftsmäßig
wie das ganze Kontor. Er ſah beinahe ſolide
aus
Eme Glastür ſchloß den Korridor ab; an ihr ſtand in ein=
fachen
, ſchwarzen Lettern: Privarkontor. Sie traten ein. Ein
kleiner Vorraum öffnete ſich, einfach und geſchmackvoll mit alten
Stichen Alexandriens und Kairos geſchmückt, ganz ſo, wie es
ſich für ein ehrbares Kaufmannshaus ſchickt. Ein ſchwarzgeklei=
deter
Fellache nahm den Herren die Hüte ab. Sperazzi öffnete
eine der beiden großen Doppeltüren und ließ James Wood ein=
treten
.
In einem großen, hellen Zimmer ſaß an einem vierdimen=
ſionalen
ameritaniſchen Rollſchreibtiſch Madame Léonie.
Uff James Wood, der ſich bei Gott nicht leicht verblüffen
ließ, blieb beinahe der Atem ſtehen. Sie trug ein eleggutes, aber
ſehr einſaches Tailorkleid, bis an den Hals geſchloſſen. Keine
Brillanten, keine Perlen. Nüchternſte, ſeriöſeſte Geſchäftsfrau.
Sah aber geradezu entzückend und bezaubernd aus, wie geſtern
abend, als ſie den vergeblichen Verſuch unternommen hatte,
Herrn James Wood den Kopf zu verdrehen. Jetzt glückte es ihr
beinahe. Er ſtand jetzt da und ſtarrte ſie an, Faſſungslos, über=
wältigt

Sie erhob ſich und kam auf ihn zu. Himmelherrgott noch ein=
mal
ſelbſt ihr Gang war heute anders! Kein Wiegen. Kein
Gleiten. Kein ſchreitendes Tanzen. Der Chef einer großen
Firma erhebt ſich und geht ſeinem Beſucher entgegen. Sie reichte
ihm die Hand; er küßte ſie, wie er die einer Herzogin geküßt hätte.
Vergeblich ſuchte er ihren Blick. Höflich war der, liebenswürdig
aber nicht eines der Lichter in ihm, die geſtern abend geflim=
mert
und gelockt hatten. Wenn ſie von ihm verlangt hätte, ſich
vorzuſtellen bei Gott, James Wood hätte ſich nicht gewundert.
War ſie ihm ja ſelbſt wie eine Fremde, wie eine Frau, der er zum
erſtenmal gegenübertrat.
Man ſetzte ſich. Madame Léonie an ihrem Mammut von
Schreibtiſch. Jumes Wood auf dem harten Lederfauteuil daneben,
während ſich Sperazzi einen Seſſel heranſchob und ſich darauf
niederließ, vergnügt die Hände reibend.
Madame eröffnete die Konverſation.
Herr Wood, wir hatten geſtern die Ehre und, wie ich nicht
verheimliche, das Vergnügen, Ihre Bekanntſchaft zu machen. Ich
habe mir erlaubt, während das Geſpräches mit Ihnen anzudeu=

ten, daß ich von Ihrer Bekanntſchaft ſogar mehr erwarte als das
bloße Vergnügen, das der geſellſchaftliche Verkehr mit einer ſo
auziehenden Perſönlichkeit, wie Sie es ſind, bieten kann. Wie
Sie ſehen, ſind mein Bruder und ich
Vor dem Worte Bruder machte ſie eine Pauſe. Eine Pauſe
ſo dünn wie Seidenpapier. Aber doch eine Pauſe! James Wood
war beruhigt. Indeſſen er verzog keine Miene, er läüchelte nicht,
er blieb ſo ernſt wie ſie ſelbſt.
ernſte Geſchäftsleute. Auch das Haus nebenan iſt
nichts anderes als ein Ceſchäft, das wir beide ſehr ernſt nehmen.
Trotz der Maske, die wir dazu anlegen müſſen. Jedes Geſchäft
verlangt ſeine Aufmachung, nicht wahr? Ich kann eine inter=
nationale
Agentur, deren Verbindungen, wie ich mit Stolz ſagen
kann, nach San Franzisko, nach Kopſtadt, nach Buenos=Aires rei=
chen
, nicht in einer dekolletierten Abendroilette führen. Und ich
kann mich zur Leitung eines Spielhauſes nicht an einen Roll=
ſchreibtiſch
ſetzen, nicht wahr, das ſehen Sie doch ein, Herr Wood?
James Wood ſah das ein. James Wood verbeugte ſich in
voller Zuſtimmung und Anerkennung. James Wood machte ſo=
gar
ein todernſtes Geſicht.
Madame ſprach weiter:
Wir haben nun ſofort erkannt, Herr Wood, daß Sie für
einen Zweig unſeres Unternehmens ganz beſonders in Frage
kommen. Gerade der Mangel an geeigneten Perſönlichkeiten hat
es uns bis jetzt unmöglich gemacht, dieſen Zweig beſonders aus=
zudehnen
obtvohl er vielleicht der lukrativſte von allen ſein
könnte. Wir betreiben, wie Sie geſehen haben werden, eine regel=
rechte
Agentur. Aber eine Hafenſtadt wie Aexandrien hat andere
Bedürfniſſe, andere Verhältniſſe wie etwa London oder New
York. An ein Unternehmen wie das unſrige treten vielfach An=
forderungen
herau, die ſich nicht auf rein kaufmänniſcher oder
handelsmäßiger Baſis abwickeln laſſen. Anforderungen, die ein
gewiſſes Vertrauen ſeitens des Klienten in unſere Firma vor=
ausſetzen
. Man würde drüben in Europa dieſen Zweig, den wir
bis jetzt leider noch nicht genügend verfolgen konnten, als Detek=
tivarbeit
bezeichnen. Bei uns fällt alles mögliche darunter. Zum
Teil haben wir die an uns herangekommenen Angelegenheiten er=
ledigt
, ſo gut wir konnten, zum Teil mußten wir ſie ablehnen=
Eben aus Mangel an geeigneten Perſönlichkeiten.
(Fortſetzung folgt.)

Ein Mantel
aus gutem molligem Flausch, mit
KrimmerKragen und -Besatz am
Sanm, seitlicher kleidsamer Falten-
und Knoptverzierung, Kurz gesagt
ein Hotter, hübscher Mantel für
den billigen Preis von nur ...
Ie
Ein Kleid
aus gutem Ripspopelin, in schönen
Mittelfarben. Das Vorderteil reich
plissiert, mit Crépe de chine Ver-
zierung
. Dieses Hotte chike Kleid
kostet uur . . ."
A4

Mäntel

Ottomane
Velour de laine
18.50 24.- 32.- 29.- 36.- 45.

Wolle
7.50 9.- 12.-

Kleider
aus
Orépe de chine
12.50 15. 22.

Seal-Plüsch
45.- 54.- 63.-

Taffet
15.80 19.- 22.-

Kinder-Mäntel alle Größen, niedrige Preise
Mankelstoffe
Kleiderstoffe

Ein Pulloven
aus guter Zephirwolle, in wunderschöner
75
Farben-Zusammenstellung für nur .
ist eine Leistung.

Flausch, 140 cm breit, dunkel- und
hellfarbig, für Eindermäntel : 5.80, 2.80
Velour de lalne, ca. 150 om breit,
reine Wolle, vorzüsl. Onalität 980, 6.50
Ottomane, 140 cm breit, erstklassige
Onalitäten, in vielen Tarben 13.30, 12.80

Poppeline, doppelbreit, reine Wolle,
großes Parbensortiment .
.320, 2.60

lps. 130 cm breit, reine Wolle, in allen
Modefarben ...
6.40,
mt, gute Köperware, 70, 80 u. 90 cm br.
tielschnz, n i. viel. Farb, 1.70em br. 6.70

Reste riesig Billig?

*) Diese 3 müssen Sie sich unbedingt von uns zeigen lassen, Ihre Erwartungen werden Sie übertroffen finden.

Sdtabtt

(17889

Darmstadt, Ludwigsplate

[ ][  ][ ]

Gg. Heckmann=Schmidt
Friedrich Kau
Warenhaus Geſchwiſter Knopf
Putz, Herren=Artikel, Strumpf= u. Wollwaren
Pelze in großer Auswahl, Hüte und Mützen
Geſchäftshaus J. Rehfeld
Warenhaus Wronker
Ernſt Krämer
Wäſche und Ausſteuer
Haushaltungs= Artikel
Speier’s Schuhwarenhaus
Bober’s Schuhhaus

Herren= und Damen=Stieſel, Hausſchuhe, Pantoffeln

Gebrüder Anger

Manufaktur, Trikotagen, Wollwaren

Ferd. Mann
Nietſchmann Nachf.
Moderne Herren= und Knabenkleidung
Haushaltungswaren, Geſchenk=Artikel
Carl Gräf
Darmſtädter Kaufhaus
Pelze, Hüte, Müten in großer Auswahl
Textil=Waren
O. Rehfeld & Co.
Schuhhaus Soeder
Größtes Spezialhaus für Damen Konfektion
Herz= und Salamanderſchuhe
Hehl & John
Seidenhaus E. Polz
Qualitätshaus für Textilwaren
Seide, Samt, Modewaren

das Haus der guten Schuhe
Geiger & Günther
Herrenartikel, Spez. Krawatten, Handſchuhe,
Wäſche
Georg Karp
Uhren, Gold= und Silberwaren
Hermann Roſenthal
Geſchenk=Artikel aller Art
Adolf Geiger
Kurz=, Putz, Woll= und Weißwaren (17856

[ ][  ][ ]

Deuiſcher Schmuck und unſere Zeit
Deutſcher Schmuck hat in der Welt eine Bedeutung, von der
man in der übrigen Welt leider faſt mehr, weiß, als bei uns.
Beſonders die feine Goldſchmiedearbeit hat Entwicklungen ge=
nommen
, die alte Techniken wieder zur Blüte brachten und die
Tatſache ſchufen, daß wir auf der großen Pariſer Ausſtellung im
Beginn dieſes Jahres deutſche Arbeit auf dieſem Gebiete als
allem anderen weit überlegen feſtſtellen koniten. Goldarbeit und
Halbedelſteine ſchaffen jene wunderbaren Schmuckſtücke aus der
Hand eines neuerſtehenden Künſtlerſtandes, die an die beſten
Zeiten mittelalterkicher deutſcher Handwverkskunſt erinnern. Daß
daneben die Faßarbeit für Brillanten und Perlen der der Aus=
länder
nicht nachſteht, dafür haben die Ateliers in den Schmuck=
und Juwelenſtädten Pforzheim, Hanau und Schwäb. Gmünd
ausreichend geſorgt. Dort arbeitet oft ſeit Jahrhunderten Ge=
ſchlecht
um Geſchlecht in dieſen Dingen, ausgebildet eine Arbei=
terſchaft
, die zu den erſten Qualitätsarbeitern Deutſchlands zählt
und auch beim einfachſten Arbeiter eine perſönliche Einſtellung
in Fragen guten Geſchmackes und ſchöner Formen geſchaffen
hat, die auf jeden überraſchend wirkt.

Neu erſteht im deutſchen Volk der Sinn für die Verwen=
dung
von Silber im Haushalt. Nicht nur der Sinn für den
feinen Glanz des Silbers, für ſeine eigenen leuchtenden großen
Flächen an Schalen und Schüſſeln ſpricht hier mit, ſondern auch
die Dauerhaftigkeit unzerbrechlicher Metallgegenſtände und vor
allem das Beſtreben, ſich in Gebrauchswerten einen kleinen
Hausſchatz hinzulegen, der eine letzte Reſerve für Zeiten der Not
und des Zuſammenbruches iſt. Man iſt erſtaunt, wenn man
ſieht, wie ausgeſprochen hier die Erfahrungen der Inflation ſich
heute noch auswirken. Die Tatiache, daß man Silbergerät
Stück um Srück mit kleinen Mitteln kaufen und ſo langſam
einen Beſtand anſammeln und anſparen kann, hat dazu geführt,
daß dieſe Hausſchatzbeſtrebungen bis tief in die Schichten des
kleinen Mittelſtandes ſich ausgebreitet haben, ſodaß heute Silber
oder gute Verſilberungen eigentlich in jedem Haus zu finden
ſind, wo man Wert auf Geſchmack und freudige Geſtaltung des
Lebens in eigenem Heim legt, ſo wächſt auch allmählich das
Verſtändnis für Formen, Material und Bearbeitung von
Schmuck und Ziergerät und mit den daraus erſtehenden höheren
Anforderungen ſteigt ganz von ſelbſt die Qualität.
Neben dieſen rein praktiſchen Erwägungen ſorgen noch
andere Gründe für ein ſtärkeres Intereſſe unſerer Tage an
Schmuck. Die größere Selbſtändigkeit der Frau führt dazu, daß
ſie den Schmuck heute nicht mehr als eine Zufälligkeit oder ein
Zugeſtändnis an die Mode anſieht, ſondern als Mittel zur Unter=
ſtreichung
der Eigenart ihrer Perion. Somit hängt es auch zu=
ſammen
, daß man heute nicht ein Schmuckſtück für alle Gelegen=
heiten
trägt, ſondern verſchiedene im Beſitz hat, die man je nach
Gelegenheit, Kleid, Ort des Aufenthaltes und Stimmung der=
wendet
und ſo der Perſon ſtets eine ganz beſondere geſchloſſene
Note verleiht. Damit iſt ohne weiteres erwieſen, daß die augen=
blicklich
beſtehende Neigung für Schmuck nicht einer Modelgune
entſpringt, ſondern aus einem geſteigerten Verſtändnis für
Schmuck und ſeine Bedeutung für den Einzelnen entſtanden iſt.
Zeiten der Vorliebe für Schmuck und ſteigenden Verſtändniſſes
für ihn, ſind itets Zeichen eines aufpruchsvollen, werdenden
guten Geſchmackes und damit Zeichen aufwärts ſtrebender Kul=
tur
überhaupt. Im Rahmen der ſonſt alles beherrſchenden Mode
ſind derartig feſtumriſſene kultnrelle Entwicklungslinien ſicher
nicht ohne ſpichtige Bedeutung

* Advent
Von Karl Bötiger.
Nebel hängt um Straßenlichter
Wie ein Schleier. Teiſe ſingt
Wohl ein Kinderſtimmchen, ſingt
Wie zum Feſt ſchon . . . . Helle Lichter
Scheinen, und viel Angeſichter
Staunen in die ausgebreitten
Bunten Fenſierherrlichkeiten.
Feſilich glühn die vielen Lichter.
Dämmerung iſi ſüß und leiſe,
Kinder ſiehn und ſchaun im Herzen
Eine Wunder=Weihnachtsweiſe,
Glanz der Feſi= und Tannenkerzen

K

Klage
Von Emmy Bekker.
(Nachdruck verboten.)
Warum haſt du mich verlaſſen? Siehſt du, wie allein ich
bin?
Ich ſchlafe und träume der Ewigkeit zu.
Du träumſt? Du ſiehſt nicht, wie ich leide? Oed hallt mein
Schritt. Mein Wort verhallt im Nichts. Ich bin allein.
Wecke mich nicht. Süß iſt der Traum. Beſchwere nicht mein
Herz.
Ach, du fühlſt nicht mehr, nicht mit mir meinen Schmerz, der
mir das Herz zerreißt. Du biſt nicht mehr.
Und doch, ich bin noch. Ich lebe. Fühlſt du mich nicht?
Ich lebe.
Oh Tod, wie grauſam biſt du! Stirb, ſprichſt du und
zerreißt ein Leben.
Du lebſt! Und ich kann dich nicht ſehen! Ich fühle dich nicht,
kann deine Hand nicht küſſen. Du biſt nicht mehr.
Klage nicht. Sieh, du machſt mir Schmerz. Einmal wirſt
du mich verſtehen. Du biſt nicht allein. Ich bin bei dir.
Lebensweisheiten
Das Leben iſt halb Schwertertanz, halb Eiertanz.
Kleine Mißverſtändniſſe berichtigt man, große läßt man laufen.
Suchet, und Ihr werdet noch ganz etwas anderes finden.
Auch die frömmſten Pferde ſcheuen die Dampfwalzen, die ihnen
den Weg bereiten.
Müßiggang hat Gold im Munde, aber die kleinen Zeitverzette=
lungen
ſind die ſchlimmſten.

Advents=Plauderei
Von Klariſſima.
Horch Mutti, wie es klopft! ſagte mein kleines Töchter=
chen
mit halb erſchrockenen, halb erwartungsvollen Augen, Das
iſt gewiß der Nikolaus!
Uind wer ſollte es auch anders ſein in dieſen, dem trauten
Weihnachtsfeſt ſo unheimlich eilig zuwandernden Addentstagen?
Das heißt: eilig nur für die großen Leute, denen der Weih=
nachtsmann
vertrauensvoll ſeine Aufgabe übergeben hat. Und
wenn auch der Lichtzähler bedrohlich in die Zehnerzahlen klet=
tert
, ſo wird doch noch manche Stunde geſtichelt, gehämmert, ge=
ſtopft
und geleimt, um die lieben, ſehnlichſt erhofften Kinder=
tvünſche
in Erfüllung zu bringen, wenn der Weihnachtsmann
die Wundernacht durchleuchtet. Ach, der Weihnachtsbaum der
Kindheit, der nie verlöſchen kann, und wenn man 100 Jahre alt
würde!
Aber vorher noch kommt Knecht Rupprecht oder der heilige
Nikolaus. Muß doch das Chriſtkind wiſſen, wer brav und flei=
ßig
war! Und einen Briefträger braucht’s obendrein für die
vielen, vielen Wunſchzettel, die mit heißen Wangen in den
mölligen Kinderſtuben, in wunderbarer Sorgfalt geſchrieben
werden. Sie koſken viel Papier, dieſe Chriſtkindbriefe; denn
jeder Klex macht die Abfendung einfach unmöglich. Und die
Tinte iſt halt ein heimtückiſcher Saft!
Knecht Rupprecht und St. Nikolaus traben ruhig neben=
einander
her. Um jede Straßenecke ſieht man dieſe Himmels=
boten
wandern, von der Jugend, die ſchon ein bißchen der mit=
terlichen
Obhut entwachſen iſt, unter lautem Halloh geleitet. Ein
richtiger Faſtnachtsfrohſinn flackert für die paar Stunden auf!
Die beiden Himmelsabgeordneten ſtören ſich gegenſeitig die
Kreiſe nicht. Und die kleinen Leutchen haben Verſtändnis genug,
um einzuſehen, daß das Chriſtkind allerhand Packträger nötig
hat. Nur die Meinungen gehen auseinander, wer von Beiden
der Schönere iſt: Kuecht Rupprecht mit ſeinem eisgrauen Bart
und in Pelzen vermummt oder der Nikolaus mit ſeinem weißen,
langen Vart, dem weißen Himmelsmantel und dem Biſchofshut.
Knecht Rupprecht raſſelt mit ſeinen Ketten, ſchnauft wie ein
Brummbär und brülit wie ein Löwe, ſodaß die böſen Jungen
allen Grund haben, ſich vor dem ſchwarzen Kerl zu fürchten.
Lieber, guter Nikolaus,
Kehr’ auch ein in unſer Haus,
Laß dein Säckel vor der Tür,
Es ſind nur brave Kinder hier!
ſo beien die zaghaften Kleinen, und ſind doch herzlich froh, wenn
der liebe, gute Nikolaus glücklich wieder draußen iſt. Natür=
lich
muß er vorher ſein Säckel freigebig über den Tiſch geleert
haben!
Und was da nicht alles herauskommt; ein Paar warme
Hausſchuhe, die unbedingt noch vor dem Chriſtfeſte nötig waren.
Und ſiehe!, auch die Puppe iſt wieder da, die vor einigen Tagene
auf ſo rätſelhafte Weiſe verſchwand. Und richtig: auch das feh=
lende
Beinchen hat man wunderbar in den himmliſchen Werk=
ſtätten
angeleimt. Vor allen Dingen aber gibt’s die erſten Leb=
kuchen
mit den Mandeln darauf, als wären ſie vom Knuſper=
hexenhäuschen
eben abgebrochen, und die Aepfel und Nüſſe kol=
lern
luſtig herum. O, wie macht das Aufleſen auf allen Vieren
einen Heidenſpaßz!
Zu meiner Kleinen kamen beide Himmelsboten. Knecht
Rupprecht legte die Rute mitten unter die Gaben ſeines Kolle=
gen
: St. Nikolaus. Doch etwas Liebe haben die Engelein iur
Himmel den böfen Haſelreiſern doch mitgegeben: Pavierrös=
chen
in läſtigen Farben nicken aus ihrem Gewirr und ſiehe doch,
ganz oben baumelt ſogar ein Schokoladenkringel!
Klärchens Jubel erfüllt das ganze Haus. Muttel, ich
glaube, der ſchwarze Mann iſt im Himmel on Weihnachtsbaum
vorbeigeſtreift!
Nichtig! Nur ſo kann es geweſen ſein!

Gmn

Der ſchlechte Ruf
Von Lili A. von Baumgarten.
Damit haben wir ſchließlich immer gerechnet, daß der Jo=
hann
einmal heiratet, meinte der alte Freiherr gemütlich
Iu der Kutſcherwohnung iſt Platz genug. Alſo reg’ dich nicht
auf, gute Betty, und gib mir noch etwas Kaffee."
Goit weiß, wen wir da auf den Hof bekommen ſollen.
Baronin Betty ſeufzte ſorgenvoll, und die Taſſe in ihrer Linken
klirrte leiſe, während ſie aus der hohen Zinnkanne eingoß. Jch
habe dem Johann jedenfalls gefagt, wir hätten im Prinzip
nichts dagegen, wollten aber erſt Erkundigungen einziehen
Haſt du ſchon von dem Mädchen gehört, Kurt?"
Nein. Aber der Pfarrer in Neuenrod kann dir ſicher genan
Auskunſt über das Käthchen Schildträger geben.
Das Käthchen Schildträger, aus Neuenrod? fragte der
junge Freiherr, der auf Ferienbeſuch daheim war, und lachte
dabei übers ganze Geſicht. Das iſt ein reizendes Ding, da kann
man dem Johann nur gratulieren."
Du kennſt ſie, Ferdis
Und ob, Mamachen! Ich hab’ letzten Herbſt auf der Kirmes
in Neuenrod mit ihr getanzt, daß ihre acht Röcke nur ſo flogen.
Soviel ich weitz, ſind die Schildträgers arme, aber ordentliche
Leute.
Armer Leute Kind und acht Röcke, fagte die Baronin miß=
billigend
. Den Pfarrer frag ich beſtimmt, aber ich würde gern
noch jemand anders aus Neuenrod hören."
Baronin Betty war in der Familie dafür bekannt, daß ihr
Menſchen, die ſie zu ſprechen wünſchte, in den Weg liefen. Auch
jetzt vergingen keine zehn Minuten, da ſprang Chriſta herein
und meldete: Mama, die Sannin iſt draußen."
Die Sannin war ein altes Weiblein aus Neuenrod, das den
Herrſchäften aus Wieſeneck ſeit Jahren Wachholderbeeren zum
Räuchern verkaufte. Baronin Betty ließ von Chriſta eine Taſſe
Kaffee holen und benutzte die Wartezeit zu der Frage, ob die
Sannin das Käthchen Scnzſdträger kenne.
Ja, das kenne ſie. Die Antwort klang nicht ſehr begeiſtert.
Es ſolle ſo ein hübſches Mädchen ſein, ſagte Baronin
Betty.
Das ſchon. Ein hübſches Mädchen ſei das Käthchen ſchon,
aber
Aber!
Die Sannin druckſte und ſchluckſte, ein wenig. Mit dem
Käthchen, das ſei ſo eine Sach‟. Die Frau Baronin hätte ſicher
ſchon davon gehört no ja es habe halt keinen guten Ruf.
Keinen guten Ruf! Oh, Baronin Betty hatte es geahnt.
Deshalb war ihr die ganze Angelegenbeit gleich ſo unſympathifch
geweſen.

Chriſta kam mit dem Kaffee, und in ihrer Gegenwart ver=
bot
ſich weiteres Fragen. Der alten Sannin war dies ſichtlich
willkommen, ſie erſchöpfte ſich in Lobpreiſungen des Wieſenecker
Kaffees und der Wieſenecker Herrſchaften, trank ihre Taſfe aus,
ſteckie das Butterbrot ein und machte ſich eiliger davon, als es
ſonſt ihre Art war.
Der arme Johann, der gute Burſche, war da ja ſchwer
hineingefallen. Aber ſo iſt’s im Leben: Die Anſtändigen ge=
raten
gerade an die Allerſchlechteſten. Leicht würde es nicht ſein,
ihm das Mädchen auszureden. Keinesfalls ſprach ſie mit ihm,
ehe ſie alles wußte. Baronin Betty ſchrieb ein paar Zeilen an
den Neuenroder Pfarrer und lud ihn zwecks vertraulicher Be=
richterſtattung
auf einen der nächſten Tage, wann es ihm
am beſten paſſe, zum Eſſen ein. Der Gärtnerburſche fuhr mit
dem Rad nach Neuenrod und brachte die Antwort noch vor dem
Tee. Der Pfarrer, der erſt ſeit kurzem in der Gegend beamtet
war, ſchrieb, er werde genaue Erkundigungen einziehen und ſich
erlauben, der liebenswürdigen Einladung der gnädigen Frau
Baronin übermorgen. Donnerstag, Folge zu leiſten.
Nach dem Tee ging Baronin Betty mit Chriſta in den Wald,
um Steinpilze zu ſammeln. Die Baronin war noch immer mit
ihren voreingenommenen Gefühlen beſchäftigt, und dieſem Um=
ſtand
war es wahrſcheinlich zuzuſchreiben, daß ſie nicht bemerkte,
wie ihre goldne Armbanduhr ihr dom Handgelenk glitt. Sie
vermißte ſie erſt beim Nachhauſegehen. Sie kehrten noch einmal
um und ſuchten alles ab. Es war vergeblich, und ſie gaben die
Mühe ſchließlich auf, als es anfing, dunkel zu werden.
Heut hat’s keinen Sinn mehr, aber morgen, ſuchen wir
wieder, ſagte die Baronin, während ſie, die Blicke immer noch
am Boden, auf der Landſtraße dahinſchritten. Da kam jemand
hinter ihnen hergelaufen; ſie wandten ſich um und ſahen ein
Mädchen, das ihnen winkte.
Ganz außer Atem, langte es bei, ihnen an: in der Linken
hielt es eine Sichel, in der Rechten Baronin Bettys Armband=
uhr
. Ich wollt’s eben dem Poliziſten bringen, aber wie ich die
Frau Baronin auf der Chauſſee ſah, dacht’ ich, es gehört ſicher
der Frau Baronin.
Ja, es gehört mir. Vielen, vielen Dank, ſagte Baronin
Betty und blickte mit Wohlgefallen auf das ſchlanke, ſonn=
gebräunte
Ding mit den freundlichen Braunaugen und dem
krauſen Blondhaar, das unter dem roten, gelbſchwarz bedruck=
ten
Kopftuch hervorſchimmerte. Wie ſchreiben Sie ſich denn?
Das Mädchen knixte. Ich bin das Käthchen Schildträger
aus Neuenrod."
Das Käthchen Schildträger! Herrgott, wie peinlich! Das
erwartete jetzt ſicherlich, auf den Johann hin augeredet zu wer=
den
Zu beinlich! Haſtig zog Baronin Betty ihr Portemonnaie
und drückte dem plötzlich furchtbar verlegenen Mädchen einen
Zehnmarkſchein in die Hand. Alſo nochmals vielen Dank und

guten Abend. Komm, Chriſta! Sie warten gewiß ſchon mit
dem Nachteſſen auf uns. Sprach’s und ſchritt bedenklich rafcher
davon, als es der Situation angemeſſen war.
Chriſta ſah ihre Mutter erſtaunt an; was hatte ſie gegen
das Mädchen? Der Armen waren ja die dicken Tränen in die
Augen geſchoſſen ob der brüsken Verabſchiedung. Baronin Betty
aber dachte unterdes: da ſieht man’s wieder, aufs Aeußere iſ=
kein
Verlaß. Wenn ich nicht wüßte, daß dies Käthchen Schild=
träger
einen ſchlechten Ruf hat, ſo wäre ich unbedingt auf ſein
ehrliches Geſicht und ſeine verarbeiteten Hände hereingefallen.
Am nächſten Tage ging Baronin Beity ihrem Kutſcher ge=
fliſſentlich
aus dem Weg; ſie wollte ſich nichi zu voreiligen
Aeußerungen hinreißen laſſen, ſich überhaupt nicht iehr mit der
Angelegenheit befaſſen, ehe ſie den Pfarrer gehört hatte.
Als ſie jedoch an der Mühle vorüberkam und die dicke, aus
Neuenrod gebürtige Müllerin, auf der Freitreppe, ſtehen ſah,
konnte ſie’s doch nicht unterlaſſen, ſich nach dem Käthchen Schikd=
träger
zu erkundigen.
Mein Willy dürft’s mir nicht ins Hausbringen erklärte
ürde.
die Müllerin ſtreng im Gefühl durf
Der Willy war ihr Einziger, der bekam einmal die Mühle,
Aufs Geld braucht mein Willy nicht zu ſehen, aber ſonſt
Weiter äußerte ſie ſich nicht.
Baronin Betty war immer ungehaltener auf ihren Johaun.
War der ſo dumm, daß er von dem ſchlechten Ruf des Mädchens
überhaupt nichts wußte, oder ſo leichtſinnig, daß ihm die Sache
gleichgültig war? Die ſchlaue Perſon hatte ihn eingefangen, das
war klar; womöglich hatte, ſie ein Kind, das er adoptieren
ſollte. Ein Glück nur, daß mergen ſchon der Pfarrer kam!
Der junge Pfarrer errötete bis unter ſeine blonden Haare.
als ihn die Baronin, noch bevor man zu Tiſch ging, nach dem
Käthchen Schildträger fragte.
Ja gnädigſte Frau Baronin, dieſer Fall war mir wieder
einmal ein lehrreiches Beiſpiel, ein Fingerzeig des Herrn, wie=
viel
ich noch zu arbeiten habe, um mich mit der Denkweiſe meiner
kleinen Gemeinde vertraut zu machen. Nachdem ich von fünf,
ſechs Leuten unzweideutig vernommen hatte, das Kätchen Schild=
träger
habe keinen auten Ruf, war ich des Glaubens, hier gelte
es, einem rechten Aergernis, auf den Leil zu rücken, und
ſuchte zwecks ernſter Ausſprache den Bürgermeiſte: auf. Fran
Baronin kennen gewiß den langen Bounmichel mit dem roten
Schopf. Na, jetzt verdient’s doch etwas beim Grasſchneiden
und ſpäter bei der Ernte meinte der, als ich vom Käthchen an=
fing
. Ja, ſo geht’s halt wenn ſo ein armes Ding Unglück hat,
nachher will’s keines mehr auf den Hof nehmen. Mit wem
hat’s ſich denn eingelaſſen? fragte ich. Der Bornmichel ſah mich
verſtändnislos an. Hat’s ein Kind? fragte ich weiter. Dem
Bornmichel ſchien’s zu dämmern. Ach nein’, ſagte er, das wär
ſchließlich nicht ſo fchlimm. Darum täten’s mauche doch nehmen.

[ ][  ][ ]

No ſo wolle mer widder mal, wolle mer widder mal,
heiraſſaſa, denn es kann ja nicht immer ſo bla=hiben, hier
unter dem wäxelnden Mond . . . . ."
Ja alſo, heit ſolle mer widder mol an die Wahlurn genäxt
wärrn un ſolle allen Ernſtens driwwer eniſcheide, obs en Wert
hott, daß mern uffleeſt, odder obs net. Ich verſeenlich ſteh
däre ganze Ageläächenheit zimmlich kiehl gaächeniwwer, kiehl
bis ans Härz hinan, odder vielmehr, bis an Halz hinan, indem
daß ich derart erkelt bin, daß ich uff alles huſte kennt, was mer
in de Wähk kimmt
Während mei Zwangsmiedern, die Schloofdenzern, die
nimmt die Sach ungeheier ernſt un dragiſch, un geht dehaam
erum, wie die Medea, bloß daß ſe anſtatts en richdiche Zauwer=
drank
, e Kaffeekobbche voll Kammilletee barad holt, mit=eme
Schuß Balldrian drinn, weil ſe ſeecht, ſie kennt nachts net mehr
ſchloofe, for lauder Uffreechung, un der forchtbare Wahlackt dhet=
er
uff de Bruſt lieje, wie e beeſer Albch, un ſie kemt ſich als emol
vor, wie e Geſchworener, der wo de Staab bräche ſollt, iwwer
Dod un Läwe. Un es weer=rer ſo hundsmiſſerawel blagadfailich
zu Mut, wo ſe nausgingt, dhets=er for lauter Ja un Naa
for de Aage flimmern,

Noja, die hott aach den ſchwere Fehler gemacht, un hott all
däß Zeias geläſe, wo iwwer die Uffleeſerei verzabbt is worrn
do muß’s jo aam ſchwindelich wärrn. Kaa Wunner alſo,
daß ſe jetzt dermaße kommfuß is, daß ſe net mehr waaß, ob ſe
ja oder naa ſage ſoll. No un was dhut eine ehrbare
Jungfrau in dem Fall? Sie befreecht es Oragel. Alſo hott
mei Zwangsmiedern, obgleich ſichs bloß um en Landdag gedreht
hott, wo ſe doch laaner devo heirat alſo hott’ſe ihr Zuflucht
widder mol zum Oragel genumme, wies all die geiſtiſch Minder=
bemiddelte
mache, wann ſe in Schwulidhäde kumme un wiſſe net
mehr ei noch aus. Schließlich, for was hoit mer dann aach ſo
e Orogel. ...
Nu muß ich allerdings ſage, die Mannsbilder, die hawwes
nadierlich dodrinn widder bekwehmer, wie mir Weibsleit, indem
daß wann die in de Eil s Oragel befroge wolle, do brauche
ſe’s bloß an ihre Knebb abzuzehle un do hawwe ſe’s. Freilich,
es ſtimmt meiſtens net, dann warum, weil meiſtens de aane
odder de annere vun dene Knebb fehlt, un weil ſe däßhalb net
wiſſe, ob ſe die aach mitzehle ſolle.
Bei uns Weibsleit ſin die dällfieniſche Fiſſemadende e bischer
umſtendlicher, mir miſſe uns im Nodfall mit=eme Maggriddche
behelfe. Dofor ſtimmts awwer aach noochher. Weuichſtens manch=
mal
. No un was ſoll ich ſage, wie ich neilich haumkumm, ſteht
mei Zwangsmiedern midde in de Stubb, hoit mei ſchee Mag=
gadd
=Bugädd 8 war de Afang vun meine Ausſtattung un
ſeiner Zeit des erſte Geburtstagsgeſchenk vun meim Schorſch.
Sie wiſſe, der Kabendedarm bei de Fäddſtiwwel, alſo mei
ſchee Maggadbugädd am Bennel un zoddelt aa Blumm nooch
de annern raus un brummelt dezu: er liebt mich von Härzen
mit Schmärzen, über alle Maßen kanns garnicht la=ßen, ein
wenich odder gar nicht ja nein ja nein .. . .
Alſo daß mer bei=eme Oragel, wo ſich’s diräckt um en
konmmblädde Landdag dreht, net mit=eme ſimble Genſeblimmche
kumme kann, Gott, däß ſäh ich ſchließlich ei. Awper daß mer
dodewääche gleich en ganze Maggadd=Strauß aus gedruckende
un geleimte Blumme obfert, ich maan, däß weer die Oragelerei
dann doch e bische uff die Spitz gedriwwe. Als wanns net aach
e alt Blärees gedhc hett. Do hett ſich die Raachſchwalb ſtunde=
lang
mit ammeſiern kenne, vun wääche: er liebt mich un ſo.
Awwer en ächte Maggad=Strauß zu vermorkſe, wo gewiſſermaße
aach noch e Rellebwie war, aus meine golderne Jugendzeit, un
wo ich bereits em ſtädtiſche Muſeum als ewiches Adenke an mich
vermacht hatt, alſo däß is mer die Landdagsuffleeſerei dann
doch net wärt, offe geſagt. Dann ich ſag mir, ob meri’n uffleeſe
voder net, wanns net vun ſelbſt beſſer wärd, do hab ich
wenich Hoffnung, dann uff ſo=en Landdag is kaan große Ver=
laß
mehr, ſo odder ſo, däß bleibt ſich gehubbt wie gedubbt. Wie
geſagt, ich gäb do net viel druff un ſäh dorchaus net ei, daß ich
owwedrei aach noch mein Maggadd=Strauß obfern ſoll. Un ich
hab däſſentwääche mei Zwangsmiedern aach elend grad geſtellt,
däß Mondkalb, däß iwwverrickſe un hab ſe gefrogt, weer mir jetzt

mei Jugendrellekwie erſetze dhet, ob do jetzt der Foh vun de Ja=
Sager odder vun de Naa=Sager defor uffkemt. Un do ſeecht
die noch fräch, ich ſoll mich net ſo briſte, vun wääche meine
Jugendrellelwie, ſo=en ſtaawiche Blumeſtrauß, ſo=en verhuzzelte
vun anno Duwack, den dhet mer bei jedem Kremmbler uff=em
Miſthaufe finne, un im iwwrige ſeegt ſe, kemt ſe ſor nix uff, ich
heit ſe ärr gemacht, un jetzt ſollt ich aach ſähe wies wärrn dhet,
ſie dhet ſich jetzt ihres Mezzoſobrans enthalte, vun ihr aus
mechts jetzt geh wies wollt. Punkt dumm, ſtreih Sand drum
erum. Und domit is=ſe de Dier enaus geſchoſſe.
No alſo däß Geſchäft is richſdich: erſt verujuniert ſe mir mei
Maggad=Bugädd, un hinnenooch gehts doch wies will, un der
ganze Ufſwand war for nix un widder nix. O Sanita Lutzia
Simmblizidumm! Awwer ich ſag jo immer: mei Zwangs=
miedern
! un do is alles mit geſagt.
Iwwrichens, je mehr ich mer die Sach iwwerleech, je mehr
merk ich, daß däß for uns vum ſchwächere Geſchlecht, en großer
Neifall war, wie ſe uns ſeiner Zeit das Wahlrecht uffgenedicht
hawwe, die Mannsbilder. Däß hanwe mir in de erſte Eil gor
net ſo ſchnell bedabbelt, wie ſe uns mit ſich gleichberechdicht ge=
macht
hawwe, was die damit im Schild fiehrn. Wers noch net
gemärkt hott, der ſoll nor amol uff de Elektriſch fohrn, do kann
er däß ſofort zu ſeim Laadwäſe konnſtadiern, indem daß ſich do
beiſpielsmeßich die Mannsbilder ſage, die Fraue ſin jetzt mit
uns uff gleich un gleich, alſo brauche mer aach kaa Rickſicht mehr
uff ſe zu nemme, un ſie blooſe aam de Zigarettedamb ins Ge=
ſicht
, odder ſtumbe aam beim Eiſteiche wäck, un drengele ſich vor,
daß ſe de=erſt in=en Wage neikumme un en Sitzblatz verwiſche,
un unſeraans kann zugucke, wie s ſich in de Wage neiſchlengelt,
un kann ſtundelang fahrn, eh daß s ſo=eme Gawalür eifellt, aam
nooch altmodiſcher Kurdoſie ſein Blatz azubiede Un dhuts doch
emol aaner, dann gucke’n die annern for=en Abdrinniche a', for=
en
Simbel un ſtoße ’n aus, aus ihre Gemeinſchaft. Un je griener
ſe ſin, däßdo ſchärfer nemme ſe däß,
No, uff die Art Gleichberechdichung peif ich, däß muß ich
ſchui ſage. Awwer net nor wääche dem howwe ſe ſich mit uns
uff gleich un gleich eigeloſſe, ſundern haubtſächlich, daß ſe hinne=
nooch
, wanns ſchief geht, daß ſe dann ſage kenne: Noja, die
Weiwer, die ſin dra Schuld, die hawwe ſridder en ſcheene Stiw=
wel
zuſammegewehlt!"
Dodebei verſtehe mir Weibsleit pun de Bolledick im Grund
genumme viel mehr, wie die Mannsbilder, die wo ſälte iwwer
ihrn Kärchtorm enausgucke un wo meiſtens ihr Bolledick mit
Brinziebie mache un mit Logick un ſo, un dhun ſich vun vornerei
uff ihrn Standpunkt feſtleeche un verſteife. Un wann mer ir=
chendwo
mit Brinziebie un mit de Logick nix ausrichte kann, ſo
is däß, meine Aſicht nooch, in de Bolledick. Wenichſtens beweiſe
uns däß unſer Herrn bollidiſche Mannsbilder äwe widder mol,
klar un deitlich, wann gach bielleicht unfreiwillich. Awwer ſie
brauche nor zu redde azufange, do hott mer die Nas ſchun voll.
Härngääche mir Weibsbilder, mir ſage uns, daß die Brinzibibie
in de Haubtſach dozu da ſin, daß mer ſe brinzibinell net eihalte
dhut. Un was die Logick bedrifft, ſo behaubte die eigebilde
Mannsbilder, mir hette kaa. Awer die ageblich net vorhan=
dene
Frauenlogick, die hott noch immer un zu jeder Zeit, den
Mann eneigeleecht, un jede Frau is vun Haus aus die geborene
Bolledickerin, däß kennt ſo e Mann, wann er net blind weer, des
Dags iwwer e Stickers ſuffzichmol in ſeim eichene Haushalt
feſtſtelle. Dann ſo e verheirater Kindskobb glaabt ſo immer, er
weer de Herr im Haus, un dodebei is ers doch bloß ſoweit, als
mir=ſen ſei loſſe, er is alſo nur des Iuſtrument ſeiner Frau
un meiſts

Wann ſe mir folche dhete, mei Geſchlächtsgenoſſinne, dann
dhete mir Fraue zuſammeſteh wie aan Mann, un geben däß
Danneckergeſchenk widder zurick, da habt=ers, ſtimmt ab un
wehlt ſo oft un ſo lang als=derr wollt. Mir loſſe uns dadezu
net mehr lenger mißbrauche, dann mir Fraue ſin pum Himmel
dezu berufe, irdene Noſe ins himmliche Läwe eneizuflechte. Aw=
wer
däß is unner dene Umſtend e Ding der Unmeeglichkeit; ir=
dene
Roſe jedenfalls net, heechſtens blächerne. No un
blächerne Roſe ins bollidiſche Läwe zu flechte, deß wolle mir
Weibsleit doch dem ſtärleren Geſchlächt iwwerloſſe, dann däß
verſtehn die aus em Fundament. Un was im letzte Wahlkambf
for=en Bläch (gelind geſagt!) verzabbt is worrn, in de verſchie=
dene
Lager, innerhalb un außerhalb der Mauern Illeons, däß
geht ſchun uff kaa Kuhhaut. Es Waſſer hott bekannilich lag
Balke die Bolledick zum Goddesglick aach net; dann warum?
No mer wärds ſchun wiſſe. Daß däß die Buchdruckmaſchine
nor ſo aushalte
Bienche Bimmbernell.
Poſtſchkribbdumm: Aans hott mich allerdings ſau=
meeßich
gefuxt, nemlich daß mer den Wahlkambf mit all ſeine
unſcheene un unerfreiliche Variatzione ausgerächent in die
Adventszeit eneigeleecht hott alſo däß vergäß ich’n netl
No nixdeſtowenicherdrotz, mir, die wo mir uns de Kobb noch
einichermaße frei gehalte hawwe, un lengſt wiſſe, daß aus all
däre Uffgeregtheit un aus all dem Klaumauck nie was Geſchei=
des
eraustumme kann, mir wolle alſo net vergäſſe, daß es ſtack
uff Weihnachte zugeht. Uff’s Feſt der Liewe! Un daß
es alſo heechſte Zeit is, daß mer ſichs iwwerleecht, ob, un nad er=
lich
was mer ſeine Liewe laafe un ſchenke kann. Un gekaaft
un geſchenkt muß doch wärrn un weers aach nor e Klaanichkeit.
Alſo wer hott un kann ſoll losziehe, wie ſchnell ſin die drei
Woche erum un wers uffhebt bis zuletzt, ziggt allemal de Ker=
zere
, dann er kann dann net mehr ſo uffmerkſam bedient wärrn
wie jetzt. Däßhalb haaßts ſchleunichſt los un gekaaft. Nadier=
lich
in Darmſtadt! Un die Darmſtädter Geſchäf sleit
hawwe ſich diß Johr miteme Obbdimißmuß ei gedeckt, daß mer
eifach blatt is, un net waaß, was mer mehr bewunnern ſoll,
den Mut odder die Auswahl. Ganz beſunners amwer mecht ich
ſage: die Beamteſchaft un die Geſchäftsleit, die ſolle ſich net
gäächeſeidich uffhetze loſſe: wann de Beamte zu läwe hott, hott
der Geſchäftsmann zu dhu; un wann der Geſchäftsmann zu dhu
hott, hott der Beamte zu läwe. Un wanns Gäld rollt, kimmts
widder de Wärtſchaft un damit de Arweiterſchaft zugut. Un nor
uff die Art kumme mer widder hinne hoch. Aules annere is
ſchläächt Geſchwätz. Wer alſo e paar Kreede uff de hoche Kant
hott, ſoll die Geſchäftswelt ins Brot ſetze, domit nitzt er dem
allgemeine Ganze mehr, als all die bollidiſche Kannegießer.
Un wie geſagt: ſoviel Lolahlpaddriodißmuß mißt jeder im
Bauch hawwe, daß er ſich ſeecht, was ich in Darmſtadt krieje
kann, kaaf ich net vun Auswärts. Un mir kenne heit mit Stolz
behaubte: in Darmſtadt kann mer alles krieje, ſo ſchee un ſo
billich wie nor ärchendwo. Vergeſſe mer aach net, de Kunſt=
hall
am Rheidor en Beſuch abzuſtatte, de Ei tritt is frei un es is
jedem Geſchmack Rächnung gedrage. E ſchee Bild is aach e
ſchee Chriſtkindche. Alſo: Lolahlpaddriodißmuß, meine
Härrſchafte!
Weil ich grad vum Lokahlpaddriodißmuß geredd hab, nem=
lich
do is dieſer Dag e Bichelche erſchiene: Jugenderinnerunge
vun=eme alte Heiner, vum Max von Preuſchen. Wer ſich noch an
die ſcheene Aodickel erinnert, die wo als de alte Major Beck als
ins Dagblatt geſchriwwe holt, un wo vun Al==Darmſtadt aus de
fufſziger un ſechziger Johr erzehlt is worrn, der ward ſei Freid
hawwe an dene Erinnerunge vun=eme alte Heiner aus de ſibb=
zicher
un achtzicher Johr. Grad in däre Kallobbſchuſterei, die
wo ſich äwe Läwe nennt, do is es gut, wann mer gach de Blick
for die Vergangenheit net verliert, un do wärd mer mit Er=
ſchrecke
feſtſtelle kenne, wie mers in de Ziffelifatzion doch ſo
herrlich weit gebracht hawwe. So en Spaziergang fuffzich Johr
rickwärts zu mache is ſehr geſund un beſunners unſere heidiche
Jugend zu empfehle, damit die ſieht, daß mer frieher aach ge=
lebt
un es zu was gebracht hott, ohne daß mit ſoviel verlogene
Schlagwörter obberiert is worrn.
Wann uns alſo de Max vun Preuſchen in ſeim Bichelche e
Bild entrollt aus de ſibbzicher un achtzicher Johr, ſo zeicht uns
de Schorſch Büchner heit awend im klaane Haus e Stick
Darmſtadt aus de neunzicher Johr E geplogter
Familljevadder haaßts un die Spielgemeinſchaft gibts.
Allerdings, wer im Theater hochdeitſch ſchwätze lärne will,
der bleibt am beſte haus, dann in dem ſcheene Stick wärd, wie
im Datterich en härzerfriſchende Stiwwel geredd, un es wärn
aach kaa ſäxuelle Frage behannelt, kaa Eh odder ſunſt was ge=
broche
, ſundern es geht urgemietlich drinn her. Wer mich alſo
tvidder mol recht härzlich lache will ſähe, der ſoll nor kumme, ich
ſitz uff meim a geſtammte Blatz: Juchee, dritte Reihe, Midde.
Vun=ere Niewergalleſteinern hab ich for die Sparbix fimf
Mack krickt; ich muß ſage, ich bin orndlich verſchrocke, dann ich
hatt net druff gerächent. No alſo: danke ſchee! Un im Iww=
riche
: vor Weihnachte nemm ich jetzt kaa Geld mehr a, im Ernſt,
Ihr brauchts jetzt needicher. Awwer wann derrs abſelud net
annerſter dhut Wann ich zufellich net dehaam bin, leechts
unner die Strohdeck, ich finds un bick mich gärn .. . ."

Aber es hat ein Schwein totgefüttert bei Kleinſchmids,
wo’s im Dienſt ſtand. Ein Prachttier, Herr Pfarrer, drei Zenr=
ner
wär’s geworden. Der Tierarzt hat geſagt, ſie hat’s
falſch gefüttert. So’n Leichtſinniges! Meine Frau wollt’s
auch nicht haben nach der Geſchichte! Und ſonſt fragte ich,
als ich meine Faſſung wieder erlangt hatte, wie iſt es ſonſt?
Sonſt’, ſagte der Bornmichel, kann keiner was gegen das
Mädel ſagen. Es hat ſich das Schwein auch ſehr zu Herzen
genommen, und ich glaub’ jetzt tät’s ihm nicht mehr paſſieren.
Aber von ſo inem Unglück bleibt doch immer was an einem
hängen ." Ich hab’ mir dann das Käthchen Schildträger
noch ſelber vorgenommen, gnädigſte Frau Baronin, und kann
nur ſagen, es macht mir den beſten Eindruck.
Mir auch, ſagte Baronin Beity mit Ueberzeugung. Was
gibt’s da zu lachen, Ferdi? . . . Kurt, bitte, ſei ſo freundlich
und ſchell dem Johann. Wir wollen es ihm noch vor dem Eſſen
ſagen, daß wir nichts dagegen haben, wenn er zu
Herbſt Hochzeit macht.

Praktiſche Winke
Zartfarbige Ball= und Geſellſchaftskleider
modegerecht kräftiger zu tönen. Wenn es ſich um
vorjährige Ball= und Geſellſchaftskleider handelt, die vor ihrer
Umarbeitung und Moderniſierung ſtehen, und in den Farben
zu zart ſind, oder aber ein Stoff, gleichviel, ob es weiche Seide,
Eolienne. Crepe de Chine uſw. iſt, ſich bei näherer Betrachtung
als nicht gut zu Geſicht=ſtehend erweiſt, dann kann die Haus=
frau
dieſe blaſſen Farben raſch kräftiger tönen. Das geſürchtete
ſtundenlange Kochen im Farbbad fällt weg, wenn ſie ſich ein
lauwarmes Spülbad bereitet, in dem ſie Wilbrafix im Waſſer
ſo lange ſchwenkt, bis dieſes den gewünſchten Farbton erhalten
hat. In dieſem Farbwaſſer wird dann das von jeder Garnitur
befreite, zuvor in Waſſer ausgewundene Kleid oder Stoffſtuck
auf= und niedergeſtaucht, nochmals in klarem Waſſer geſpült und

ohne auszuwinden, auf Stange glatt zum Tropfen aufgehängt.
Man darf nicht vergeſſen, datz die Farbe etwa um die Hälfte
heller im Ton aufgetrocknet und alle dieſe umgefärbten Stofſe
noch halbfeucht gebügelt werden müſſen.
Billiger, ſelbſtbereiteter Kitt für Glas=
waren
. Dazu bereite man ſich eine Miſchung von gleichen
Teilen aufgelöſter weißer Gelatine, Spiritus und
Eſſig, die man auf die Bruchflächen der zerbrochenen Gegen=
ſtände
ſtreicht, um ſie dann noch mit einer Schnur umwunden,
in ihrer Lage feſtzuhalten. Uebrigen Kitt bewahre man am
beſten in verkorktem Fläſchchen auf. Bei weiterem Bedarf erhitze
man ihn langſam in heißem Waſſerbade.
I.
Kleine Schlummerrollen mit füßem Inhalt ent=
ſtehen
aus leeren Garnrollen, die man in Seidenpapier hüllt,
mit einer Schnur durchzieht, mit Beeren füllt und rechts und
links zu kleiner Roſette abbindet. Willkommene Poſtpakete
mit Adreſſe, Verſchnürung und Siegel aus Puddingpulverver=
packungen
. Aus ſogenannter Schneewatte. Schneebälle, Schnee=
männer
, denen man Perlaugen und =mund gibt, Schäfchen, Kätz=
chen
, Hunde, Sternblumen mit gefülltem grünen Kelch uſw.
Wenn man erſt einmal mit dieſer reizvollen Arbeit im Kreiſe
der Kinder beginnt, dann ſind dieſe meiſt unerſchöpflich an
Ideen und fördern immer Neues zutage, um dem Weihnachts=
mann
eine Extrafreude zu bereiten.
T. A.
Ueber das Plätten ſpröder Stoffe, zu denen
Cheviot, Lüſter, Wolle, Kammgarn uſw. gehören, ſind die wenig=
ſten
Hausfrauen unterrichtet. Namentlich noch junge Haus=
frauen
klagen über das Nichtglatt=werden=wollen dieſer Stoffe,
wenn ſie Röcke oder Kleider uſw. nach dem Waſchen plätten
wollen.
Hauptbedingung iſt bei dieſen Stoffen, daß ſie noch
halbfeucht, und zwar von links, mit heißem Eiſen gebügelt
werden. Wollte man ſie erſt völlig austrocknen laſſen, um ſie
dann eingeſprengt zu plätten, ſo würden die Stoffe immer
ein krauſes Ausſehen erhalten.
F.

Der zeitgemäße Haushalt=
Ausgezeichnete falſche Makronen. 200 Gramm
Butter (Margarine), ½ Pfund Kunſthonig und 3 Eßlöffel Süß=
ſtofflöſung
oder 1 Pfund Farinzucker, 10 geriebene bittere Man=
deln
, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Teelöfſel Salz und 3 Eigelb
rühre man gleichmäßig glatt, füge den Schnee der Eier und
1 Pfund Haferflocken bei, ſetze kleine Häufchen auf ein leicht ge=
fettetes
Blech und backe die Makronen bei Mittelhitze leicht
hellbraun.
V.
Ente auf Jäger=Art. Eine gerupfte, ausgenommene
und geſengte‟ Ente zerteilt man in Portionsſtücke und ſetzt ſie
mit Suppengrün, Salz, 34 Pfefferkörnern und mit heißem
Waſſer knapp bedeckt zum Dämpfen auf. In die Kochbrühe, zu=
vor
abgegoſſen, gibt man geſchälte Maronen und eine halbe
Taſſe Selleriewürfel, worauf man die Kaſtanien, wenn beides
gar, in Butter, in heißer Pfanne ſchwenkt. Die Soße verdickt
man mit einer Butterſchwitze und ſchmeckt ſie mit Zitronen=
ſaft
, Salz und 1 Eßlöffel Weißwein pikant ab. Die Kaſtanien
gibt man als Kranz um die auf heißer Platte angerichtete Ente.
Ausgezeichneter Apfelſalat. Von gleichgroßen,
ſüßſäuerlichen Aepfeln ſchneidet man am Stilende ein Drittel ab,
ſticht das Kernbaus und noch etwas Apfelmark heraus, dreht
das Mark mit einer kleinen Zwiebel recht fein durch die Fleiſch=
hackmaſchine
, vermiſcht alles mit dicker Mayonaiſe, füllt die
Aepfel damit und läßt ſie vor dem Genuß 23 Stunden damit
durchziehen.
Speiſe=Zettel.
Sonntag: Apfelweinſuppe, Ente auf Jäger=Art, Grieß=
flammerie
mit Obſtſaft. Montag: Iriſch=Stew.
Dienstag: Spinatgemüſe mit Bratkartoffeln und verhüll=
ten
Eiern. Mittwoch: Schwarzwurzelgemüſe mit Butter=
ſoße
und gebr. Herz. Donnerstag: Möhren mit grünen
Erbſen und Abſtechflößchen. Freitag: Seelachs= Mayo=
naiſe
mit Bratkartofeln, Krautſalat. Samstag: Quark=
ſpitzen
mit Apfelmus.

[ ][  ][ ]

Nummer 337

Sonntag, den 5. Dezember 1926

Geite 15

Das ewige Wunder
Roman von Guido Kreutzer.
37)
(Nachdruck verboten)
Vielleicht, daß das Erleben dieſer letzten Tage ihr Daſein
fortan ein wenig mit Schwermut überdunkelte. Vielleicht auch,
daß ihre ſogenannte Kunſt und das ganze Getriebe im Ram=
penlicht
ſie künftighin ein wenig ſchal und abgeſchmackt und
widerwärtig dünkte. Das wohl. Denn wenn oft Stunden ge=
nügen
, um einen Menſchen zu wandeln, ſo hatte die junge Hedda
Yellin jetzt viele dieſer Stunden erlebt und konnte den erwachten
Widerwillen gegen das, was ſie bisher als ihre naturgegebene
künſtleriſche Berufung angeſehen, wohl nie mehr ganz über=
winden
. Doch was halfs?! Man mußte ja ſeinem Leben
irgend einen Juhalt geben mochte er auch nur Selbſtbetrug
und Spiegelfechterei werden. Es würde ſchon nicht ſchwerer
ſein, als ſich’s tragen ließ .
Und als ſie ſoweit war, da fühlte ſie, wie der Fürſt ihre
ſchlaff über die Seſſellehne hängende Linke ergriff, ſie ſekunden=
lang
wie prüfend in ſeiner breiten Tatze wog und dann behut=
ſam
küßte.
Sie öffnete die Augen, fah ihn aufmerkſam an und fagte
mit einem kraftloſen Lächeln, das lange Gedankenketten abſchloß:
Vielleicht iſt es doch ganz gut, Edward Egon, daß wir
beide du und ich zueinander gehören!
Er ſtutzte.
Wie kommſt du zu dieſer ebenſo liebenswürdigen wie un=
wahrſcheinlichen
Ueberzeugung?"
Ob ſie liebenswürdig iſt, weiß ich nicht. Und als unwahr=
ſcheinlich
betrachteſt du ſie nur deshalb, weil du wohl nicht
weißt, was die letzten fünf Tage vorgegangen iſt.
Ah ſie ritz die Initiative an ſich! Statt auf verlorenem
Poſten ſich zu verteidigen, griff ſie an! Im Moment empfand er
ihren Mut faſt als Herausforderung.
Vielleicht doch, verſetzte er lakoniſch. Vielleicht weiß ich
es doch!
Ihre Brauen zuckten.
Dann aber wohl nur in Umriſſen. Tas vermutete ich ſo=
wieſo
. Da du heute vormittag bei uns im Theater warſt und
den Direktor ſprachſt, haſt du natürlich durch ihn erfahren, daß
ich bei Herrn von Reeg in Adlig=Zarchlin war. Hiermit enden
deine Informationen.
Immer noch nicht ganz. Vorausgefetzt allerdings: die Ar=
tikel
der heutigen Morgenblätter ſind autheutiſch.
Das ſind ſie.
Ah du haſt ſie auch ſchon geleſen?"
Ja; und fand es ziemlich überflüſſig, meine privateſten An=
gelegenheiten
in die Oeffentlichkeit zu zerren.
Der hohe Herr wollte in den neben ihm ſtehenden Zigaret=
tenkaſten
greifen, doch auf halbem Wege zuckte die Hand zurück.
Privateſte Angelegenheiten iſt ein eh recht aparter
Ausdruck. Bis zu meiner Abreiſe Anfang voriger Woche hatte
ich nämlich keine Ahnung, daß dich mit dem Legationsrat von
Neeg privateſte Angelegenheiten verbinden.
Bis dahin hatte ich ſie ſelbſt nicht. Das ergab ſich erſt in
der Zwiſchenzeit. Denn du wußteſt ja, daß Herr von Neeg vor=
her
lediglich zu den zahlloſen Leuten gehörte, die ich ganz flich=
tig
und nur geſellſchaftlich kannte.
Dennoch haben eure Beziehungen erſt während dieſer letz=
ten
beiden Wochen ſolche immerhin bemerkenswerte Vertiefung
erfahren?! konſtatierte er und nahm nun doch eine der köſt=
lichen
Simon Arzt=Zigaretten.

Erſt während dieſer letzten beiden Wochen, beſtätigte ſie.
Ich bin geſpannt. Denn du wirſt jetzt ſicherlich brennende
Sehnſucht danach haben, mir eine Fülle von tiefgrindigen philo=
ſophiſchen
Erklärungen zu geben.
Doch ſein Sarkasmus berührte ſie nicht: weil ſie wußte, daß
er ebenſo erzwungen war wie ihre äußerliche Gelaſſenheit.
Ich habe keineswegs ſolche Abſicht, verſetzte ſie ruhig.
Ja geſtatte mal ...
Ich geſtatte dir alles, lieber Eduard Egon, ſoweit es aich
mit meinen perſönlichen Wünſchen harmoniert. Denen aber
entſpricht es nicht, heute zu erörtern, was mich zu dieſem Ve=
ſuch
in Adlig=Zarchlin veranlaßte. Vielleicht werde ich ſolchen
Wunſch niemals haben, vielleicht doch irgendwann zu einem
ſpäteren Zeitpunkt. Auf jeden Fall erachte ich dieſe Angelegen=
heit
im Moment noch als kein Geſprächsthema.
S02!4
Aber womöglich kann ich deinen ausgeſprochenen Gedanken
und Vermutungen auf halbem Wege entgegenkommen.
Und in welcher Form würdeſt du das tun?
Um ihre Lippen lief ein jähes Zittern.
Indem ich dir erkläre, daß zwiſchen Kerrn von Reeg und
mir keinerlei Beziehung im hergebracht erotiſchen Sinne beſteht,
noch daß ich daran denke, ſie zu ſchaffen. Jede derartige Er=
wägung
würde wohl auch von ſeiner Seite ausſchalten.
Trotzdem aber bemerkte der Fürſt; und ſeine Augen
ſuchten, über das angezündete Streichholz hinweg, ſcharf ſpähend
die ihrigen . . . trotzdem biſt du Hals über Kopf zu ihm ge=
fahren
und haſt ihm ſozuſagen das Leben gerettet und ihn ge=
pflegt
und vier Tage in ſeinem Hauſe an ſeinem Bett zu=
gebracht
!!
Ja trotzdem! . . . beſtätigte, ſie herausfordernd
Und ich verlange von dir, daß du mir glaubſt. Wenigſtens
ſofern du nicht wünſchſt, daß unſete Wege ſich heute für immer
trennen.
Mit unwillkürlich heftiger Bewegung, ſchleuderte er das
Streichholz in die Aſchenſchale
Soviel alſo liegt dir daran, nicht für die Geliebte dieſes
Mannes zu gelten?!
Allerdings ſoviel liegt mir daran!

sicher wirkend bei Verstopfunn

Alle 2oder 5 Jage ein Laxin-Konfekt nach der*
Abendmahlzeit reguliert die Verdauung

Und weshalb?."
Jch bedaure, dir darauf die Antwort ſchuldig bleiben zu
müſſen.
Das kanuſt du getroſt tun; denn ich kenne ſie auch ſo: Weil
du ihn liebſt!!
Hedda Yellin hob tief erblaſſend das Geſicht zu ſtummer
Frage.
Er wiederholte mit ſchwer verhaltener Erregung:
Gerade weil du ihn liebſt, wehrſt du dich mit Häuden
und Füßen dagegen, als ſeine Geliebte zu gelten. Denn du
haſt das Empfinden: ſolche Vermutung müſſe deine Neigung
profanieren und ihr den idealen Schimmer uehmen. Iſt es nicht
fo? Widerlege mir doch, daß es ſich ſo verhält! Beweiſe mir
doch, daß ich mich irre!
Als jie ſtumm blieb, lachte er ſchroff auf.
Ich könnte dir ſardoniſch autworten: Alſo gut ich
glaube an deine Treue, trotzdem du mir deine Unſchuld be=
teuerſt
! Doch das wäre Torheit. Weil ich überzeugt davon
bin, daß du mich, im primitiven Sinne des Wortes, mit dem
Legationsrat von Nieeg nicht betrogen haſt, noch je betrügen
wirſt. Mit jedem andern Manne eher mit dieſem nie! Weil
du ihn liebſt!. Eben weil du ihn liebſt!
Du biſt ſehr klug! ... ſagte ſie mit einer Bitterkeit,
deren Uriprung dunkel blieb.
Zwiſchen den Zähnen, die die Zigarette hielten, verſetzte er
ablehnend:
Wohl kaum. Denn zu ſolcher Schlußfolgerung gehört recht
wenig Klugheit. Ich halte es zwar nicht mit Voltaire, der be=
hauptete
: Die Frau iſt ein menſchliches Weſen, das ſich an=
zieht
, ſchwatzt und ſich auszieht! Immerhin ſeid ihr kein un=
lösbures
Rätſel, wofür ja auch die beiden geiſtigen Divergenzen
Jean=Jacques Rouſſeaut und Oskar Wilde klaſſiſche Kronzeugen
ſind. Und was insbeſondere dich anbelangt, ſo hatte ich Zeit
und Gelegenheit genug, mich in deinen Charakter einzufühlen.
Ich vermute jogat, daß es mir bis zu einem gewiſſen Grade
gelungen iſt. Oder willſt du beſtreiten, daß der Herr von Reeg
wirklich der erſte Mann iſt, um deſſentwillen ich mir Sorge zu
machen brauchte?"
Jch verſtehe dich nicht.
Verzeih, liebe Hedda, aber du verſtehſt mich ganz ausge=
zeichnet
! ., verſetzte er mit allgemach wiederkehrender Be=
herrſchung
. . Viele Mänuer haben in dieſer Zeit unſerer
Gemeinſchaft deinen Weg gekreuzt und verlangend die Augen
zu dir gehoben. Nicht einen einzigen zogſt du je ernſtlich in
Betracht, ſondern lächelteſt über ſie und ihre Wünſche.
Weshalb lächeli du diesmal nicht? Weshalb haſt du einen Zug
tödlicher Abfpaunung im Geſicht; und dunkel umſchattete
Augen; und ſolch ungewohnt reſigniertes Lippenzucken? Nicht,
weil ſich gewiſſermaßen, vor deinen Augen dieſe Wilddiebs=
tragödie
abfpielte; und auch nicht, weil du ein paar Tage Sa=
mariterdienſt
am Kraukenbett und womöglich ſogar ein paar
Nachtwachen hinter dir haft. Sondern weil
Veil?
Ich ſagte es bereits.
Wie ſeltſam das war: Auf dem Wege hierher, hatte ſich
Hedda Yellin mit all ihrem aufſäſſigen Trotz gewappnet, um
Siegerin jener ſcharfen Eiferfuchtsſzene zu bleiben, die ſelbſt=
verſtändlich
kommen mußte. Und nun war das alles ſo ganz
anders. Nur für einen Moment, hatte der Fürſt, ſeine welt=
männiſche
Selbſtbeherrſchung verloren. Nun beobachtete er ſchon
wieder die alte unbeirrbare Gelaſſenheit des Kavaliers in
Stimme und Haltung und nahm ihr mit jener liebenswürdigen
Sicherheit, die ihm eigen war und gegen die es keine Auflehnung
gab, alle Waffen aus der Hand.
(Fortſetzung folgt.)


Un-Kukm maure Schaufensler, aun sehm ir meme Kaumr und lie todien ver MtMMer Tausendken Undteel Miülkommane seschanke!
Es würde zu weit führen, alle Artikel hier anzuführen. Bitte besuchen Sie mich u. Sie werden staunen über die billigen Preise.
Besichtigen Sie bitte im eignen Interesse meine grosse Wäsche- und Weisswaren-Abteilung.

Damendäsche
Weißwaren

Kleiderstoffe

Wollwaren

Damen-Hemden
aus wirklich guten Stoffen, schön
verarbeitet . . Stück 1.45, 1.23, 0.95, 0.
Damen-Hemden
feinste Aussteuer-Sachen, hochfeine
Sachen .. . . Stück 3.50, 2,95, 2.45, 1.00
Damen-Groisé-Wäsche
nur wirklich gute Qualitäten, in allen
Fagsons ..
295, 2.50, 1.95,
Damen-Naoktbenden
vur hochf, Sachen. aus nur gut. Stoffen,
schön verarbeit, Stück 493, 395, 2.95, 1.10

1.00

Betluch-Haustuch
150 cm breit, in nur ganz schweren
Gnalitäten .Uleter 1,75, 1.55, 1.35, 0.
Beituch-Halbleinen
150 cm breit, nur gute Aussteuer-
Oualitäten . . Ueter 2,75, 225, 1.95, 1.40
Beit-Damast

130 cm breit, nur gute u. beste Fabrik.
größtes Sortiment, Utr, 2,45, 1.95, 1.65, 1.10

Betl-Damast

160 cm breit, in nur ganz schweren
Onalitäten enorm billig, Meter 2,95, 2.45, 1.00

groge Bosten Biber-Bettücher
anz hervorragende Gualitäten, mit Rand ...
Stück 4.95, 3.95, 2.95, 2.50,

1.85

Reinwollene Popeline
in nur guten Onalitäten in allen modern
Rute
Meter 1.95
Pnllover-Stoffe
herrliche Nenheiten, allergrößte Sor-
timente
. . Atr. 2.45, 1.95, 1.45, 0.95,
Seidenstoff-Faconné
Kunst-Seide, in den allernenesten Farb.
herrliche Neuheiten, Utr. 1.90, 1.,65, 1.45
Eleider-Kamt
Original Lindener- u Menger-Onalitäten,
in sehnarz n. jarb, Utr. 8.50, 6.95, 4.95,

1.00

1.R0

Damen-Schlupfhosen
ganz schwere Winterware, in allen mod.
Farben, gute Onalität
Kinder-Soklupfhosen
schwere Winterware, in allen modernen
Farben
Paar 0.95, 0.75,
Herr.-Jacken u. Hosen
gute wolgemischte Onalitäten, in allen
Größen .
Stück 2,95, 2.45 1.95, 1.60
Große
Post. Kein moll. Kinder-Strämpfe
in schwarz und farbig, nur vegulär ge-
striokte
Oualität. Paar 1.25, 0.95, 0.75, 0.

Paar 4.00

Groge Posten Bett-Koltern

nur gans schnere Jacauardkoltern, größte Sortimente, bes. billig 9.50, 7.50, 5.90, 4.50,

2.95

Bett-Voriagen
munderbare Sachen, außergewöhnlich billig
6.75, 5.25, 3.50, 1.95,

v.10

Halb-Stores
hochteine Sachen, größte Sortimente, nur gute
Fabrikate . . . . 7.50, 6.50, 4.95, 3.95, 2.95, 1.95,

Große

Bosten Stepp-Decken
doppelsettig, mit Wollfüllung, besonders preis-
28.50, 22.50,
nert

Geschäftsn
Hads

SoläädtdTeu

Barmstadt
Ludwisstr. 15

17859

Praktische Geschenk- und AussteuerrArtikel.

[ ][  ][ ]

Seite 16

Sonntag, den 5. Dezember 1926

Nummer 332

* Die ſchiefe Schlachtordnung
Der Schlachtenſieg wurde ſeit Menſchengedenken durch zwei
Hauptmomente bedingt: durch den Geiſt, der die Truppe beſeelt.
und durch die Ueberlegenheit des Feldherrn, die ſich wiederum
auf die kämpfende Truppe überträgt. In der Angriffsſchlacht
wurde von vorgeſchichtlicher Zeit bis zur Gegenwart der
Sieg ſtets im Nahkampf errungen; hieran haben auch die modern=
ſten
Kampfmittel, wie ſchwerſte Artillerie, Gas, Flieger, Tanks
nicht viel geändert. Aufgabe des Genies des Feldherrn iſt es.
ſeine Truppen ſo zu führen, daß für ſie die Bedingungen dieſes
Nahkampfes möglichſt günſtig ſind. Strategie und Taktik haben
in allen Kriegen eine große Rolle geſpielt, aber auch die Fechtart
oder Fechtweiſe, ſowohl der einzelnen Völker als auch der ver=
ſchiedenen
Truppengattungen, die einen weſentlichen Teil der
Taktik bilden, haben oft die Entſcheidung der Schlacht erbracht.
Die Grundform der griechiſchen Schlechtordnung war die
Phalanx. Zahlreiche griechiſche Siege ſind mit der Phalanx er=
ſtritten
worden, von denen der Sieg der Athener unter des Mil=
tiades
Führung bei Marathon über das 100000 Mann ſtarke
Heer der Perſer am 12. September 490 v. Chr. hier genannt ſei.
Eine weſentliche Verbeſſerung der griechiſchen Phalanx war die
ſchiefe Schlachtordnung, die, von Epameinondas erfunden und
von ihm als Führer der Thebaner im Kampfe um die Hegemonie
in Griechenland angewandt, den vollſtändigen Sieg der The=
baner
über die Spartaner in der Schlacht bei Leuktra im Jahre
371 v. Chr. herbeiführte.
Dieſe ſchiefe Schlachtordnung, ein Meiſterwerk der Kriegs=
kunſt
, beruhte auf dem Grundſatz, durch Vortäuſchung der An=
griffsrichtung
einen großen Teil der feindlichen Truppen in Un=
tätigkeit
zu halten, den Feind in Verlegenheit zu ſetzen und auf
den Hauptpunkt des Angriffs mehr Soldaten zu werfen, als der
Feind dort zur Verfügung hatte; außerdem ſollte der Sieg noch
dadurch erzwungen werden, daß von den Angriffstruppen nur
ein Flügel zum Angriff vorgeführt wurde, den die übrigen
Truppen, zunächſt zurückgehalten, durch halb rechts oder halb
links ſchieben, unterſtützten und verſtärkten.
Epameinondas teilte bei Leuktra ſein Heer in einen Defenſiv=
und einen Offenſivflügel; mit dieſem letzteren, dem linken Flügel,
dem er eine Tiefe von fünfzig Metern gab, warf er ſich auf den
rechten Flügel der Spartaner, deren Stellung er aufrollte.
In gleicher Weiſe, die ſchiefe Schlachtordnung anwendend
aber den linken Flügel als Defenſivflügel und den rechten
Flügel als Offenſiv=, d. h. Angriffsflügel verwendend , erfocht
der große Friedrich am 5. Dezember 1757 ſeinen glänzenden Sieg
über die faſt dreifache Uebermacht der Oeſterreicher bei Leuthen.
Iſt es nicht ein Wortſpiel der Weltgeſchichte, daß die beiden
Triunphtage der ſchiefen Schlachtordnung, nämlich Leuktra
und Leuthen, einen ſo ähnlich, faſt gleich Aingenden Namen
haben?
Auf dem Schlachtfelde bei Leuktra gemahnt ein Tumulus,
ein mächtiger Erdhügel, das Heldengrab des Königs Kleom=
brotos
I. von Sparta und der 1400 gefallenen Spartaner und
Lakedomier, auf dem Schlachtfelde bei Leuthen eine zwölf Meter
hohe Säule mit der Viktoria an den Sieg der ſchiefen Schlacht=
ordnung
.
Das Jahr 1757 war für Friedrich den Großen ſehr bedeu=
tungsvoll
. Hatte doch nach dem Siege bei Prag die Niederlage
von Kolin den Glauben an die bis dahin ſprichwörtliche Unbe=
ſiegbarkeit
Friedrichs zerſtört; nach Kolin erſchien ſeine Lage
verzweifelt, das preußiſche Heer bis hinauf zu ſeinen Generalen
war mutlos geworden. Aber der große Friedrich erſcheint dann
immer am größten, wenn ungünſtige Verhältniſſe ihn zu der
vollen, ungebundenen Entwickelung ſeines Genies antreiben.
Immer mehr machte Friedrich der Große ſich von dem erſtarrten
Syſtem der Kriegführung frei und ergriff mit klarem Blick die=
jenigen
Mittel, welche ſeine Lage erheiſchte. War ſchon der
Marſch zu dem Siegesfelde von Roßbach bewunderungswürdig,
ſo war es der Marſch von Roßbach nach Leuthen in noch erhöh=
tem
Maße. Auf dieſem Marſche ließ König Friedrich durch einige
abgeſeſſene Eskadrons Huſaren die Stadt Neumarkt ſtürmen, wo=
durch
eine öſterreichiſche Bäckerei mit einem Vorrat von 80 000
Brotportionen in ſeine Hände fiel. Auch die Nachricht von dem
Falle Breslaus beugte Friedrich nicht nieder, ſie beſtärkte ihn
vielmehr in ſeinem Entſchluß, die Oeſterreicher aus Schleſien zu
vertreiben.

Die ungeheuren Sorgen und Aufregungen des Jahres 1757
waren nicht ſpurlos an Friedrich dem Großen vorübergegangen,
ſie waren äußerlich gerade in den letzten Wochen vor Leuthen in
Erſcheinung getreten; als der große Friedrich am 3. Dezember
1757 ſeine Generale und Stabsoffiziere um ſich verſammelt hatte,
waren dieſe zuerſt erſchreckt: aus dem bis dahin noch immer
jugendlich=elaſtiſchen König mit dem ſelten ſchönen Antlitz war
erſt 45 Jahre alt der gebeugte, abgemagerte König mit dem
gramdurchfurchten Geſicht, der alte Fritz geworden; der blaue
Uniſormrock hing, viel zu weit geworden, an ſeinem Körper;
aber die auf den Krückſtock gebeugte Geſtalt ſtraffte ſich, und die
ſtahlblauen Königsaugen hatten ihren alten Glanz und durch=
dringenden
Blick, als ter große König ſeine denkwürdige An=
ſprache
hielt, in der er ſagte, daß er gegen alle Regeln der Kunſt
die beinahe dreimal ſtärkere Armee des Prinzen Carl angreifen
werde, wo er ſie finde, denn er müſſe dieſen Schritt wagen, ſonſt
ſei alles verloren; wer ſich fürchte, die Gefahren mit ihm zu
teilen, könne noch heute ſeinen Abſchied erhalten.
Friedrich der Große beſaß die ſeltene Kunſt, gleichzeitig Zu=
trauen
zu erwecken und Gehorſam einzuprägen; in Ausdruck und
Ton lag etwas Hinreißendes.
Die an die Truppen weitergegebene Anſprache des Königs
hatte die Wirkung, daß ſie in der ganzen Armee einen tiefen
Eindruck auf die Gemüter machte, die Zuverſicht hob und im
Lager lauten Jubel in Erwartung des Sieges in der bevor=
ſtehenden
Schlacht erſchallen ließ; mit Ungeduld wurde der Befehl
zum Angriff erwartet.
Uebermut und die Erwartung auf einen leichten, glänzenden
Sieg über die Berliner Wachtparade hatte den Prinzen Carl
von Lothringen dazu veranlaßt, die gute Stellung bei Breslau
zu verlaſſen und ſeine 90000 Mann ſtarke öſterreichiſche Armee
auf den Höhen weſtlich der Weiſtritz in einer über eine Meile
langen Schlachtordnung aufzuſtellen.
In vier Kolonnen rückte am 5. Dezember 1757 das nur 33 000
Mann ſtarke preußiſche Heer auf und neben der Straße Neu=
markt
-Liſſa vor. Entſchloſſen, die Oeſterreicher anzugreifen, wo
er ſie auch finde, und ſollte es auf dem Zobtenberge ſein, war
König Friedrich höchſt angenehm überraſcht, das öſterreichiſche
Heer ſchon diesſeits der Weiſtritz anzutreffen. Der Fuchs iſt
aus ſeinem Loche gekrochen, nun will ich auch ſeinen Uebermut
beſtrafen, war der Ausdruck des Entſchluſſes des großen Königs.
Sein Feldherrnblick erkannte, als er zur Erkundung vorge=
ritten
war, ſofort, daß der feindliche linke Flügel bei Sagſchütz,
der höchſte Punkt, der Schlüſſel der öſterreichiſchen Stellung war.
König Friedrich faßte den Entſchluß, dieſen feindlichen linken
Flügel, unter Anwendung der ſchiefen Schlachtordnung, anzu=
greifen
. Bei dem Dorfe Borna, welches an der Marſchſtraße
fünf Kilometer vor der öſterreichiſchen Stellung lag, ließ der
König die Freibataillons und die Fußjäger zurück; die Teten
der vier Kolonnen ließ der König eine Rechtsſchwenkung machen,
wodurch der Flügelabmarſch in einen Treffenabmarſch verwandelt
wurde. So führte König Friedrich ſeine Armee in fünf Kilo=
meter
Entfernung parallel der öſterreichiſchen Stellung, dieſer
zu Anfang durch eine Hügelreihe verdeckt, bis über den linken
öſterreichiſchen Flügel hinaus; der König ſelbſt ritt zwiſchen den
beiden Armeen, ſo den Marſch der eigenen leitend, die feindliche
gleichzeitig beobachtend. Die Oeſterreicher, durch die bei Borna
zurückgebliebenen Freibataillone und Fußjäger in der Erwar=
tung
eines Angriffs auf ihren rechten Flügel beſtärkt, hatten
dieſen durch Truppen ihres Zentrums und ihres linken Flügels
verſtärkt. Als ſie ſpäter das zuerſt verdeckte Marſchmanöver der
Preußen ſahen, konnten ſie ſich dieſes gar nicht erllären. Die
öſterreichiſchen Generale glaubten zunächſt, Friedrich würde an
dieſem Tage nicht mehr angreifen, ſondern ein Lager beziehen
oder den Rückzug antreten. Der Feldmarſchall Graf Daun, der
Führer des öſterreichiſchen Zentrums, äußerte zum Oberbefehls=
haber
, dem Prinzen Carl von Lothringen: Die Leute gehen,
man ſtöre ſie nicht.
Um 1 Uhr mittags begann die Schlacht. Zehn preußiſche
Bataillone erſtürmten im erſten Anlauf den linken Flügel der
öſterreichiſchen Stellung auf den Höhen bei Sagſchütz. Durch
den preußiſchen Angriff überraſcht, hatten die Oeſterreicher viel
zu ſpät Truppen ihres rechten Flügelé zur Verſtärkung ihres
Zentrums herangeführt. Der Beſitz des im Zentrum der öſter=
reichiſchen
Stellung liegenden Dorfes Leuthen war nun der
Brennpunkt der Schlacht. Die preußiſchen Armee hatte ſich in=
zwiſchen
immer weiter rechts geſchoben, ſo daß ihr linker Flügel
bei dem Dorfe Lobetinz ſtand, welches in Höhe von Sagſchütz

vor der urſprünglichen öſterreichiſchen Front, alſo vor dem öſter=
reichiſchen
linken Flügel, lag. Auf König Friedrichs Befehl
avancierte das erſte Treffen in Echelons nunmehr gegen das
Dorf Leuthen, die Bataillone mit fünfzig Schritt Diſtanz hinter=
einander
dergeſtalt, daß, als die ganze Linie in Bewegung war,
der rechte Flügel ſich 1000 Schritte vor dem linken befand. In=
folge
dieſer Anordnung konnte der linke Flügel ſich ohne Befehl
in kein Gefecht einlaſſen. Nach ſchwerem Kampfe wurde Leuthen
den Oeſterreichern entriſſen. Es war 4 Uhr nachmittags. Da
brachte ein Reiterkampf die volle Entſcheidung zugunſten König
Friedrichs. Der Führer des öſterreichiſchen rechten Flügels,
General Licheſi, ritt mit aller ihm zur Verfügung ſtehenden
Kavallerie eine Attacke gegen die linke Flanke der preußiſchen
Infanterie, aber der preußiſche Reitergeneral von Drieſen, dem
der König 50 Eskadrons zugeteilt hatte, mit dem Auftrage, den
linken Flügel der Infanterie zu decken, erkannte die Gefahr,
warf ſich mit 30 Schwadronen der öſterreichiſchen Kavallerie ent=
gegen
und ſchickte gleichzeitig die Bayreuth=Dragoner in ihre
Flanke und die Puttkamer=Huſaren in ihren Rücken. Der feind=
liche
Kavallerie=Angriff war gänzlich mißlungen, General Lucheſi
gefallen. Die Flucht der öſterreichiſchen Reiterei bewirkte große
Verwirrung in der Kampffront der öſterreichiſchen Infanterie.
Beſtürzt warfen nun viele Oeſterreicher, auch noch nicht einge=
ſetzte
Truppenteile, die Gewehre weg und flohen; von dieſen
Flüchtlingen ſowie auch von noch ſtandhaltenden kleineren
Truppenabteilungen wurden viele Gefangene durch die preußiſche
Kavallerie gemacht. Die öſterreichiſche Armee löſte ſich in grenzen=
loſer
Unordnung auf; nur der umſichtige Führer des öſterreichi=
ſchen
linken, zuerſt angegriffenen und geworfenen Flügels, der
General Graf von Nadasdy, der als Einziger König Friedrichs
Schlachtplan erkannt hatte, deſſen Vorſtellungen aber nicht erhört
worden waren, leitete den Rückzug ſeiner Truppen mit Umſicht.
Als König Friedrich den Befehl zur Verfolgung des Feindes
gab, hatten einige Truppenteile dieſe ſchon ſelbſtändig aufge=
nommen
. Die Armee des Königs rückte bis Gückerwitz und Liſſa
vor. Friedrich ſelbſt rückte in Liſſa ein, ließ die Häuſer von
Flüchtlingen und Verſprengten ſäubern und die Brücke über die
Weiſtritz beſetzen.
Das bekannte Bild, welches Friedrich den Großen darſtellt,
wie er am Abend nach der Schlacht bei Leuthen das Schloß in
Liſſa allein betritt und geiſtesgegenwärtig die erſtaunten öſter=
reichtſchen
Generale mit: Guten Abend, meine Herren! be=
grüßt
, ſoll nach den Forſchungen der neueren Geſchichtsſchreiber
nicht der hiſtoriſchen Wahrheit entſprechen; dieſes Bild vergegen=
wärtigt
uns aber, welcher Nimbus ſchon damals Friedrich den
Großen umwob.
Der große König hatte eine große Schlacht gewonnen, die
größte Schlacht des Jahrhunderts!
Die ſchiefe Schlachtordnung hatte zu einem glänzenden
Siege über faſt dreifache Uebermacht geführt. Das Wort Leuthen
leuchtet, hell ſeit dem 5. Dezember 1757 und erinnert an die
thebaniſchen Helden von Leuktra. Hatte bei Leuktra Epa=
meinondas
, der Erfinder der ſchiefen Schlachtordnung geſiegt,
ſo triumphierte durch ihre Anwendung bei Leuthen das Feld=
herrngenie
des großen Königs Friedrich!
Der Sieg der ſchiefen Schlachtordnung bei Leuthen war
von gewaltiger Bedeutung für König Friedrich und ſein Preußen.
Schleſien wurde von den Oeſterreichern geräumt; am 21. Dezem=
ber
ſtreckte auch die öſterreichiſche Beſatzung von Breslau die
Gewehre, wie zum Weihnachtsgeſchenk für König Friedrich.
Der Sieg von Leuthen hatte aber nicht nur alle errungenen
Vorteile Oeſterreichs zunichte gemacht, ſondern fand auch ſeinen
Widerhall in England: Friedrich der Große wurde der Abgott
der Engländer, die feinen Geburtstag ebenſo feierten wie die
Geburtstage ihrer eigenen beliebteſten Könige, und der große
Pitt, der berühmte engliſche Staatsminiſter, bewog ſeinen König
Georg II., die Konvention von Kloſter Zeven nicht zu genehmigen,
ſondern mit Preußen, ein Bündnis zu ſchließen, demzufolge
Preußen jährlich vier und eine halbe Million Taler Hilfsgelder
erhalten ſollte und England ein neues, verbündetes Heer in
Hannover aufſtellte.
Friedrichs des Großen bedeutungsvoller Sieg bei Leuthen
über die Oeſterreicher hat des Epameinondas Sieg bei Leuktra
ber die Spartaner aus dem Strom der Vergeſſenheit hervor=
geholt
: beide Siege ſind Ehren= und Triumphtage der ſchiefen
Schlachtordnung, die mit ehernen Lettern für ewige Zeiten in
das Buch der Geſchichte eingemeißelt ſind.
Ei.

Muſikapparate
der führenden Marken in allen Preislagen!
Unſer Weihnachtsſchlager, ein
Ia Hauberapparat für Mk. 50
Größtes Lager an Schallplatten.
Zahlungserleichterung!
Gebr. Moll. Inh. Chriſt. Moll
Darmſtadt, Beſſungerſtraße 1
Ecke Hermannſtr. 417947) Telefon 2685


MIe!
V
wie Füchſe=, Marder=, Iltis, Ziegen=, Haſen=
felle
, uſw. kauft beſtzahlenb (*31678gm
Schwanenſtr. 12
Zwickler Zelepton 1760.

Z4

PELZWAREN
kaufen Sie vorteilhaft auch auf Teil=
zahlung
ohne Aufſchlag im (31974
Pelzetagengeschäft
Alte Niederſtraße 25I
Heute geöffnet!
D5

Uauere 1mal primterre lerteluste Molteral=
Butken
Nr. 1 versenden wir in Postvaketen von
9 Pfand, das Pinnd postfrei Nachnabme
M. 2. 05. Probe führt zu dauerndem Bezug
Bilger A.-G., UIm a. D. 2
Allgäuer Molkereierreueni se. (1 St 17285

Bruno Rügemer
Geigenbaumeiſter
Hügelftr. 29 Hügelſtr. 29
Werlſtätte für den Bau teiner
Streichinſtrumente
Lager von alten und neuen
Geigen, Bratſchen, Cellis ſowie
ſämtlichen Zupfinſtrumenten und
Zubehörteilen. (16994a
ff. quintenreine Saſten.
Bequeme Zahlungsbedingung.

VerkäufeK

2 wunderbare
Pelze (Wolf)
mehr. Herren= Ueber=
zieher
ſür jüngere u
ältere Kerren), 2türk.
Long=Schals, 1 ver=
ſilb
. Obſtkorb (neu),
1 Opernglas, 2 Kunſt=
decken
, 2 wunderbare
Schlummervil. (neu),
Nickel=Kaffeeſervice,
1Kaffeemaſchineineu",
2 Ziertſche trund), 3
Deifter Wandbilder,
5 längl. Marmortiſche
(1 m), 2 rd. Marmor=
tiſche
(60cm), 9Stühle,
2 Spiegel, für eine
Konditorei paſſend,
1 Puppenküche, Pup=
penwagen
, 1 große
Puppenwiege, Pup=
ſtube
, gr Teddybär
(neu). groß. Gobelin=
bild
(1,50/0,40), zwei
Neceſſaire=Koffer,
tadell. Zinn=Geſchirr
(einzelne Teile) mit
Plaiten, alles fehr
preisw. zu vk. (*32024
Auch Sonntags Berk.
Herdweg 95
Gartenhaus.

Guter). gr. diinder=
wagen
für 30 zu
verk. Anzuſehen nur
vor nittags. ( 3e014
Hohenſchuh, Ahaſtr. 14

Möbel.
eich. u. lack. Schlaf=
zimm
., eich. Bücher=
ſchränke
, hell laſierte
Küche Waſchkom=
mode
, Nachtſchränkch.,
Tiſch, Stühle, Rauch=
tiſch
, Kleiderſch=ank,
1=, 2= und Ztür., eich.
Speiſezimmer zu vk.
Anfertigung von be=
ſonders
gut. Möbeln
werden entgegengen.
nach eigenen und ge=
gebenen
Entwürfen.
(Zahlungserl.) An d.
Adventſonntagen ge=
öffnet
. Schreinerei
Möbel=Flamm,
Grafenſtraße 4
Hiterbau. (31786

Weihnachts-Verkauf
Wir sind durch außerordentlich günstigen
Einkauf in der Lage, zu besonders
vorteilhaften Preisen
Mäntel, darunt. teinste Modellstücke, Scid.
u. wollene Nachmiltags- und Abendkleider,
Kostüme. Morgenröcke, Kostüm-Röcke,
Jumpers, Pullowers ctc. anzubicten,
Die Hauptpreislagen sind
19.- 29.- 39.- 48.- 59.- 65.- 18.- 89.-
Wagener0 Schlötel
Goethestraße 911

1V 17890

Pianino
faſt neu, umſtändeh
billig abzug. Maar
Waldſtraße 40, pt. I.
(*3196)

Nußb. vol. Regulator,
Schlag= u. Gehwerk.
30 Mk., Zarm. elektr.
Lüſter, 10 Mk, zu
verk. Näheres Geſchſt.
(*31913)

Warme Wintermäntel
14-18 jähr., 58 ,
3 P. Schlittſch. 3 ,
Gasherd mit Tiſch
15 Erbacherſtr 8, pt.,
vormittags. (*3202=

Papageikäfig,
groß, vernickelt, gut
erhalt., auch für kl
Aeffchen paſſend, zu
verkaufen. Bismard
tr. 20, 1. St. (*31909

Bella Katzmann, Harstallstrasse 6

Seitenbau

Fabrik handgearb. Stores und Decken

Bekannt für gut und staunend billig
Sonntag geöffnet!

32010

Schlafzimmer
Speiſezimmer
Herrenzimmer
ſchöne
Küchen, Formen
Wohnzimmer ( Maha=
ont
), herſchränke
in eich. u. nußb. Di=
plomat
= und Damen
ſchreibtiſch, Vitrine
pol. u. lack. Kleider=
ſchränke
, Ou. D Aus=
zugtiſche
, Herrenzim=
mer
=, Rauch=, Näh=,
runde, Küchen= u. Ser
viertiſche, Leder= und
Rohrſtühle, Schreib
ſeſſel. Seſſel, Waſch=
kommod
. m. Marmor
1. Spiegel, Pfeiler-
ſchrank
mit Spiegel,
Flurgarderoben. Di=
wan
, Chaiſelongue,
Klubſeſſel, pol, lack.
Metall= u. Meſſing=
betten
, Woll= u Spi=
almatratzen
, Kinder=
ſchreibpult
, Rollwand,
WZeinſchrank, mittler
Kaſſenſchrank, Wand=
u
. Standuhren, Gag=
t
. elektr. Lüſter und
Heizöfen, Grudeherd
O Tiſch u. 6 Bie=
dermeier
=Stühle, Ni=
niaturen
, Zinn= und
Aufſtellſachen, 1 Par=
tie
Oel= u. and. Bil=
er
ſowie Möbel all.
Art kaufen Sie am
billigſten im (17887
Möbel= und
Auklions haus
Nr. 1 Bleich r. Nr 1
Sonntags geöfinet

Spielſachen
ſtaunend billig
Puppenwagen
Schaukelpferde
Möbel=Vertrieb
Rob. Heerwagen
Kr Ochſeng 10 2314gc-

Nur
einige Preiſe
Tahrräder 65.
Kinderfahrräd 27.50.
Näbmaſchinen
Kindernähmaſch 2.90.4
Kinderwagen 44
Puppenwagen 11.50.
Holländer 19.53.,6
Elektr Beleucht. 2.50,
Taſcheulampen 0.80ℳℳ
Batterien . 0.40.K
Karbidlampen 2.90ℳℳ
Fahrraddechen 2.90 K
und ſonſt. Zubehör
äußerſt billig (17752
Fr. Gütting
Schuckardſtraße 10

Pianid
wunderbarer Ton
ſehr billig zu verkauf.
Heidelbergerſtr. 88, p.
(8. 17924)

2 Bankſofas
mit Sitz und Rücken=
polſter
, je 2,50 m Ig.,
geeign. für Reſtaur.
oder Kaffee, preisw.
abz. Friedr. Weber,
Tapeziermſtr., Land=
wehrſtr
. 35. (*31948

epeliezimmer
eiche, ſchwerſte Qua=
litätsarbeit
, wunder=
volles
Modell, reiche
Bilohnuerarbeit.
Büfett 2 Mtr. brt.)
Kredenz, Auszugtiſch,
6 echte Lederſtühle,
Nur Mk. 920.
Sonntags geöffnet:
Ludwig Müller
Karlſtr 47-49 31.97

ue
faſt neu, als Weih=
nachtsgeſchenk
geeig=
net
, gibt reiswert ab
Viktoriaſtr. 47. pt
(31708fg.

Gut erhalt, großer,

weißemaill. (17855go
Küchenherd
40X0,80, mit Eas=
ofen
preismert abzu=
geben
Bleichſtraße 7.

Praktische
Weihnachts-
geschenke

Stehlampen
Kipplampen
Bügeleisen
Haartrockner
Wintersonnen
Kaffeemaschinen
Helzkissen
alle Arten Lüster

1 vol. runder Tiſch,
4 Polſterſtühle ( kirſch=
baum
) z. verkaufen.
Hölzel
Waldſtr. 50 II. (*31910

Sallwey & Co.
Gcafenstraße 26
Telefon 2556
1.

[ ][  ][ ]

Nummer 337

Sonntag, den 5. Dezember 1926

Seite 17

Reich und Ausland.

Die Ausftellung des Bundes für deutſche Schrift.
In der Preußiſchen Staatsbibliothek, Berlin, Unter
den Linden, iſt am 1. November die Ausſtellung Deutſche Schrift er=
öffnet
worden. Sie iſt vom Bund für deutſche Schrift im
Zuſammenwirken mit der Preußiſchen Staatsbibliothek und hervorragen=
den
Vertretern der Schriftkunſt veranſtaltet und wurde von Rudolf
Blanckertz, dem Schöpfer des Berliner Schriftmuſeums, durchgeführt. Die
Ausſtellung fand die lebhafteſte Unterſtützung der Reichs= und anderer
Behörden, z. B. des Reichspoſtminiſteriums, der Reichspoſtreklame, der
Reichsbahngeſellſchaft, der Reichsdruckerei uſw. Die Heſſiſche Mi=
miſterialabteilung
für Baaweſen hat als künſtleriſche
Beratungsſtelle der Landesregierung eine reiche Sammlung künſtle=
riſcher
amtlicher Urkunden, Siegel, Stempel, Dekrete, Diplome uſw.
ausgeſtellt. Der künſtleriſche Wert der deutſchen Schrift, das Bild=
hafte
ihrer Formen, tritt dem Beſchauer in den ausgeſtellten koſtbaren
Handſchriften ebenſo eindringlich entgegen, wie in den bewunderswerten
gedruckten Büchern ſeit Erfindung der Buchdruckerkunſt. Die Entwick=
lung
der deutſchen Schrift von der Gotiſchen zur Fraktur, der eigent=
lichen
deutſchen Schrift, mit allen Stufen und Formen wird in Hand=
ſchriften
und Druchſchriften aufgezeigt. Die neue Blüte der Schrift=
kunſt
iſt in wunderbaren Arbeiten zu ſchauen. Es ſeien nur genannt:
Atudolf Koch, Offenbach, Otto Reichert, Lehrer für Schrift
an der Techniſchen Hochſchule Darmſtadt, Prof. Kleukens, Darm=
ſtadt
. Anna Simons, Prof. H. Wieynck, Prof. Hermann Delitſch, Guſtaf
Tiſcher uſw. Ferner die Kunſtgewerbe=Akadewien und =Schulen zu
Berlin, Bremen, Breslau, Dortmund, Dresden, Elberfeld und Leipzig,
Schriftgießereien, Buchdruckerſchulen, Verlage, Druckereien in großer
Anzahl, die einzel zu nennen nicht möglich iſt. Der praktiſche Wert
der deutſchen Schrift im Kunſtgewerbe, der Architektur, der Plakatkunſt
und der Schildermalerei wird nebſt der hiſtoriſchen Entwicklung dieſer
Zweige in beſonderen Ausſtellungen gezeigt. Rudolf Koch, Offenbach,
bietet z. B. meiſterhafte Bahnhofsſchilder, Wegweiſer und Straßentafeln,
denen gegenüber die Rückſtändigkeit und plumpe Undeutlichkeit der ſeit=
her
gebrauchten lateiniſchen Blockſchrift ſehr in die Augen fällt.
Ueber den ausgedehnten Gebrauch der deutſchen Schrift im fremd=
ſprachigen
Ausland geben verſchiedene Abteilungen Kunde. Das
Deutſche Inſtitut für Zeitungskunde und der Verein für das Deutſch=
tum
im Auslande haben eine Fülle von Zeitungen, Büchern und an=
deren
Druckſachen ausgelegt, die teilweiſe oder ganz mit deurſcher Schrift
gedruckt ſind. Eine andere Abteilung zeigt die deutſche Schrift im Kin=
derbuche
aller Zeiten. Eine andere dieſelbe auf ausländiſchem Papier=
geld
. All dies iſt ein treffendes Beiſpiel von Weltgeltung der
deutſchen Schrift und der Lächerlichkeit der Behauptung, die Aus=
länder
könnten deutſche Schrift nicht leſen, und man müſſe wiſſenſchaft=
liche
Bücher lateiniſch drucken. Die ganze Ausſtellung gibt einen ſchlagen=
den
Beweis von der Schönheit und Bildhaftigkeit unſerer natio=
nalen
deutſchen Schrift ihrer künſtleriſchen Eigenart und
ihrer Kraft. Sie iſt ein Spiegelbild echten deutſchen Weſens, eine
Offenbarung deutſchen Gemüts wie Goethe in Dich=
tung
und Wahrheit ſagte. Wiſſenſchaftliche Vorträge von
berufenen Fachleuten ergänzten die Ausſtellung und geſtalteten ſie zu
einem vollen Erfolg für den Bund für deutſche Schrift.
(Die Geſchäftsſtelle des Bundes iſt: Berlin W 30, Motzſtraße 22.
Der Beitrag beträgt jährlich 3 Mark.)

Gründung eines Verbandes ſüd= und weſtdeutſcher jagdlicher
Vereinigungen.
* Frankfurt a. M. Am 1. Dezember fand dahier im Klubheim
des Jagdklubs St. Hubertus eine von Delegierten ſüd= und weſtdeutſcher
Jagdvereine und =Verbänden außerovdentlich zahlreich beſuchte Ver=
ſammlung
ſtatt, zwecks Beratung über einen evtl. Zuſammenſchluß zur
Bearbeitung gemeinſamer Intereſſen. Das Referat hierzu hatte über=
mommen
der Ehrenvorſitzende und geſchäftsführende Vorſitzende des Heſſ.
Jagdklubs, Herr Prof. Zimmer=Darmſtadt. Die mehrſtündigen Bera=
rungen
, die unter der Leitung des Herrn Oberlandesgerichtsrat Conradi
ſtanden, führten zur Gründung eines Verbandes ſüd= und weſtdeutſcher
jagdlicher Vereinigungen. Zweck dieſes Zuſammenſchluſſes wird in
erſter Linie ſein, eine Angleichung der Hegevorſchriften der einzelnen
Lander, ſoweit dies in geographiſcher und klimatiſcher Beziehung not=
wendig
iſt; ferner: Beſeitigung der Mißſtände, die eben noch herrſchen
hinſichtlich des Jagdpaß= und Jagdſteuerweſens für Jagdpächter in den
einzelnen Ländern, deren Wohnſitz außerhalb des Landes liegt, in dem
je eine Jagd gepachtet haben, außerdem: Zuſammenwirken in allen
Fragen des Jagdſchutzes gegenüber Wilderern und zur Ausübung der
Jagd nicht geeigneter Perſonen u. a. m. Der Zuſammenſchluß iſt völlig
neutral und hält ſich gefliſſentlich fern von jeder Einmiſchung in den
Streit zwiſchen Deutſcher Jagdkammer und dem Allgemeinen Deutſchen
Jagdſchutzverein. Angeſchloſſen ſind bis jetzt ſchon 32 Verbände und
Vereine. Die Spitze der neuen Vereinigung übernahm auf einſtimmigen
Wunſch der Verſammlung zunächſt für ein Jahr der Heſſiſche Jagdklub,
Darmſtadt. Als Vorſtandsmitglieder ſind ihm beigegeben die Vorſitzen=
den
der einzelnen in Frankfurt zuſammengetretenen Vereine und
Verbände.
Zuchthaus für Eiſenbahnräuber.
Im. Ludwigshafen. Unter der Anklage des Eiſenbahndieb=
ſtahls
ſtanden der 21jährige Taglöhner Ernſt Heil und der 20jährige
Fabrikarbeiter Moos von hier vor dem Amtsgericht. Beide hatten im
Sommer d. J. im Güterbahnhof Ludwigshafen einen Güterwagen auf=
gebrochen
und Leder, Tuch und Seife im Werte von 200 RM. geſtohlen.
Heil erhielt ein Jahr vier Monate, Moos ein Jahr, ein Monat Zucht=
haus
, beide je fünf Jahre Ehrverluſt.
Ein Hereinfall.

Neuſtadt a. d. H. Eine angebliche Krankenſchweſter hat die Frau
eines Polizeibeamten um 300 Mark geprellt, indem ſie erklärte, im Auf=
trage
des Mannes zu handeln. Als der Schwindel herauskam, war die
Schwindlerin ſchon über alle Berge. Es handelt ſich um eine aus dem
rechtsrheiniſchen Bayern ſteckbrieflich geſuchte Perſon, die unter fal=
ſchem
Namen reiſte.
Großfeuer in Magdeburg.
Madeburg. Freitag mittag entſtand in einem dreiſtöckigen
Fachwerkbau auf dem Breiten Weg, in dem ſich die Lagerräume eines
großen Spielwarengeſchäfts ſowie einer Metallwarengroßhandlung und
die Lagerräume eines Gemüſegroßhändlers befinden, aus bisher noch
unaufgeklärter Urſache ein Großfeuer.

Der deutſche Dampfer Totila verloren.
Der franzöſiſche Dampfer Pro Patria berichtet, daß der deutſche
Dampfer Totila, der am Donnerstag durch Funkſpruch meldete, daß er
in dichtem Nebel geſtrandet ſei, an der Südküſte von Langlade ( Neu=
fundland
) auf den Klöppen ſitze und vollſtändig verloren ſei. Die
Pro Patria hat keinerlei Menſchenſpuren auf der Totila mehr ent=
deckt
. Auch Boote ſind bisher nicht aufgefunden worden. Trotzdem
herrſcht die Meinung vor, daß die Mannſchaft gerettet iſt. Lotſen=
boote
und Schlepper ſind bereits ausgefahren, um die Mannſchaft zu
ſuchen.
Auch die Seminolen beinahe Bürger Amerikas.
EP. Nachdem die Ueberreſte des Seminolenſtammes in Florida mehr
als ein Jahrhundert hindurch ihre Unabhängigkeit behauptet haben,
wollen ſie nunmehr ihren Frieden mit der amerikaniſchen Regierung
machen und deren Oberhoheit anerkennen. Als Vertreter von 300
Stammesmitgliedern hat der Häuptling Tommy an Präſident Coolidge
geſchrieben und ihm angeboten, den Waffenſtillſtand, den ſein Stamm
ſeinerzeit mit dem Präſidenten Andrew Jackſon im Jahre 1837 ge=
ſchloſſen
hat, nunmehr in einen dauernden Frieden zu verwandeln.
Die Seminolen waren damals heftig erbittert über die Gefangennahme
ihres Häuptlings, der unter dem Schutz der weißen Flagge das ame=
rikaniſche
Lager betreten hatte. Infolgedeſſen hatten ſie offiziell nie=
mals
einen Krieg beendet, der die Vereinigten Staaten zirka 40 Mil=
lionen
Dollar und viele Menſchenleben gekoſtet hat. Nunmehr wollen
ſie nicht nur die Streitaxt begraben, ſondern auch das amerikaniſche
Bürgerrecht erwerben, allerdings unter der Bedingung, daß ihnen er=
labt
wird, weiter in Florida zu bleiben, und daß alle geſetzlichen Be=
ſchränkungen
für ſie aufgehoben werden, die bisher ihren wirtſchaftlichen
und finanziellen Fortſchritt hemmten.

Der Entdecker des Typhusbazillus geſtorben.

in Halle,

Profeſſor Dr. Carl Joſeph Eberth,
er ehemalige. Direktor des Pathologiſchen Inſtitut
iſt im Alter von 92 Jahren geſtorben.
Neues deutſches Silbergeld.

Oben: der mit dem erſten Preis gekrönte Entwurf von Franz
Kolbrand, Eichſtädt in Bayern. Mitte: Entwürfe der Träger
des geteilten zweiten Preiſes, links von Paul Gruſon, Berlin,
rechts von Profeſſor Alfred Fock, Kaſſel. Unten: eine intereſſante
Arbeit von Hochſchullehrer Tobias Caſſel, Charlottenburg, die
die Wappen ſämtlicher deutſcher Länder zeigt.
Das Ergebnis des für die Schaffung neuer Silbermünzen
ausgeſchriebenen. Wettbewerbes iſt ſoeben der Oeffentlichkeit
bekanntgegeben worden. Träger des erſten Preiſes iſt Franz
Kolbrand, Eichſtädt in Bayern. Die neuen 5=Mark=Stücke wer=
den
Anfang nächſten Jahres in Verkehr geſetzt werden.

Geſchäftliches.
In den Schaufenſtern der Firma Fr. Gütting, Schuchard=
ſtraße
10, iſt eine Nähmaſchine und ein Herrenfahrrad im Querſchnitt
usgeſtellt, welche elektriſch betrieben werden und die erſtklaſſige Präzi=
ſionsarbeit
dieſer hervorragenden Fabrikate veranſchaulichen.

Einem Teil unſever Stadtauflage liegt ein Proſpekt des Orpheums
über die Kinder=Vorſtellung am Sonntagnachmittag bei,
worauf wir unſere Leſer aufmerkſam machen.

Wetterbericht.
Wettervorherſage für Montag, den 6. Dezember 1926.
(Nach der Wetterlage vom 4. Dezember 1926.)
Das nördliche Tiefdruckgebiet, das in öſtlicher Richtung weiterzieht,
hat beim Vorüberziehen unſerem Gebiet Temperaturanſtieg und Nieder=
ſchläge
gebracht. Erneuter Druckanſtieg macht ſich von Weſten her be=
nerkbar
, ſo daß bei abnehmender Bewölkung mit kälterem, ſowie
Heſſ. Wetterdienſtſtelle.
trochenem Wetter zu rechnen iſt.

Wer mill guten Kaffee machen.
Der braucht keine sieben Sachen.
Farbe, Wirze, Dutt und Kraft
Webers Carlsbader ihm ſchafft.

Sport, Spielund Turnen.
Darmſtädter Sportkalender.
Fußball.
2.30 Uhr: V. f. R., Darmſtadt Polizei=Sp.=V., Darmſtadt,
2.30 Uhr: Union, Darmſtadt Sp.=V. Münſter. (Rennbahn.)
10.30 Uhr: Eintracht, Darmſtadt, I. Boruſſia, Dornheim, I.
(Finanzamt.)
Handball.
3.00 Uhr: P.=Sp.=V., Darmſtadt Sp.=Vgg. 06, Mainz=Kaſtel
(Liga); Rhein=Allee.
Schwimmen.
3.00 Uhr: D. S. C. Jung=Deutſchland (Klubmeiſterſchaften).

Fußball.
FC. Union 1918 e. V. Darmſtadt Sp.=V. Münſter.
Der heutige Sonntag gibt den Darmſtädtern Sportanhängern
wieder einmal Gelegenheit, nach mehrwöchentlicher Pauſe einem Spiel
zweier Kreisligamannſchaften beizuwohnen. Es iſt koin geringever als
der Tabellenführer des Odenwaldkreiſes, der Sp.=V. Münſter, welcher
der Ligaelf des FC. Union auf dem Platze an der Heidelberger Straße
gegenübertritt. Ueber die Spielſtärke der Mümſterer ſprechen deven
Reſultate ſowie der Tabellenſtand für ſich. Das hieſige Sportpublikum
wird ſich vielleicht von der 9:1=Niederlage gegen den Sp.=V. 98 irritieren
laſſen, jedoch iſt hierbei der ungewohnte Raſen ſowie die damals durch
Regen verurſachte Glätte des Stadions zu berückſichtigen, mußte doch
ſchon mit Hilfe dieſer beiden Faktoren wanche Klaſſenmannſchaft hier
Federn laſſen. Aber noch andeve Momente laſſen einen intereſſanten
Verlauf erwarten. Ein Sieg bringt den Beſſungern Punktgleichheit
mit Münſter was letztere wohl mit aller Kraft zu verhütten ſuchen
werden. Dieſe Vorausſetzungen laſſen den Einſatz des ganzen Könnens
der beiden Mannſchaften erwarten, ſo daß bei einem allen Lagen ge=
wachſenen
Schiedsrichter ein Spiel bevorſteht, das zum Ereignis der
diesjährigen Kreisligaſpiele werden dürfte. Da die Gäſtemannſchaft mit
einem großen Anhang hier erſcheinen wird, wird auch von den hieſigen
Sportlern erwartet, daß ſie reſtlos auf der Rennhahn erſcheinen. Das
Spiel beginnt um 2.30 Uhr. Vor dieſem Treffen kämpft die Erſatz=
mamſchaft
der Umion gegen Sp.=V. 98, ebenfalls um die Punkte. Auch
dieſes Spiel wird ſeine Anziehungskraft nicht verfehlen. Das Spiel
beginnt um 1 Uhr.
FC. Eintracht, Darmſtadt.
Das Programm ſür den kommenden Sonntag umfaßt folgende
Spfele: vormittags 10.30 Uhr auf dem Platze am Finanzamt Eintracht I
gegen Boruſſia Dornheim I: nachmittags 2.30 Uhr in Dornheim
Boruſſia II gegen Eintracht II; nachmittags 1 Uhr in Arheilgen Ein=
tracht
III gegen Sp.=Vergg. Arheilgen 04 III. Das Spiel der erſten
Mannſchaft dürfte ein harter Kampf um die Punkte werden. Die
Boruſſen ſcheinen zurzeit ein nicht leicht zu nehmender Gegner zu ſein.
Denn der ſehr ſpielſtarken Haſſia Dieburg einen Punkt zu entreißen,
bedeutet immerhin eine Leiſtung. Eintracht dagegen hat bis jetzt gegen
ſeinen ſchwerſten Gegner ohne Punktgewinn gekämpft und hat Ausſicht,
am Sonntag durch einen Sieg über Dornheim die erſten Punkte auf ihr
Konto zu verbuchen. Die 2. Mannſchaft wird ſich in Dornheim die
Punkte wicht nehmen laſſen.
Kraftſport.
Aus dem 2. Kreis des D.A.S.V. 1891. Die Kreisliaakämpfe
im Ringen.
Mit Ausnahme von Hanau, das am vergangenen Sonntag kampf=
frei
war, abſolvierten ſämtliche Vereine des 2. Bezirks die fälligen Ver=
bandskämpfe
. Frankfurt, das urſprünglich in Klein=Oſtheim anzu=
treten
hatte, konnte in der Allerheiligenſchule in Klein=Oſtheim 10:4 be=
ſiegen
. Die Mannſchaft iſt wirklich nicht ſo ſchlecht, wie das Ergebnis
beſagt, und man bekam wirklich ſchöne Kämpfe zu ſehen. Schade, daß
es den Frankfurtern nicht mehr möglich war, für den in letzter Stunde
infolge Platzſperre in Klein=Oſtheim nach Frankfurt verlegten Kampf
Propaganda zu machen. Der gebotene Sport hätte mehr Zuſchauer ver=
dient
. Deſto beſſer beſucht war die Veranſtaltung der Dreikönigsſchule,
wo Sachſenhauſen mit demſelben Reſultat, alſo 10:4, über die
Mannen der Turngemeinde Damm triumphieren konnte. Nach all dieſen
guten Reſultaten, die die Sachſenhäuſer in letzter Zeit erzielten, darf
man wirklich auf das Zuſammentreffen mit den beiden Spitzenreitern
Frankfurt und Groß=Zimmern geſpannt ſein, und es erſcheint wirklich
fraglich, ob Frankfurt ſowohl wie Groß=Zimmern das Reſultat des Vor=
kampfes
, welches für beide 10:4 lautete, wiederholen kann. Groß=
Zimmern weilte in Dieburg zum Ringkampf, den die Gäſte, an aller
Siegestradition feſthaltend, 8:6 für ſich entſcheiden konnten. 600 Zu=
ſchauer
verfolgten mit leidenſchaftlicher Anteilnahme die harten, mehere=
male
die Grenzen des Erlaubten ſtreifenden Kämpfe, die jedoch das
Kampfgericht jederzeit in der Hand hatte. Nächſten Sonntag treffen ſich
HanauSachſenhauſen, Groß Zimmern-Damm und DieburgKlein=
Oſtheim. Die beiden letzten Kämpfe dürften die Platzbeſitzer in Front
ſehen, während HanauSachſenhauſen unbeſtimmt iſt.
Im 1. Bezirk holte ſich Kreuznach in Bingen die zwei Punkte und
ſiegte 10:4. Auch dort iſt jetzt die Vorrunde beendet und Kreuznach
führt, gefolgt von Mainz, Büdesheim und Bingem.

Die Tabelle des 2. Kreiſes hat jetzt folgendes Ausſehen:

Vereine Kämpfe gew. verl. Sieges=
verhältn
. Punkte Frankfurt 8244 16 Groß=Zimmern 7834 14 Sachſenhauſen 6256 Dieburg 5854 Hanau 4652 Klein=Oſtheim 3888 Damm 4284 Schwimmen.

Klubmeiſterſchaften des D. S. C. Jung=Deutſchland.

Wie wir bereits mitteilten, finden am heutigen Sonntag, nachmit=
tags
3 Uhr, im Städtiſchen Hallenſchwimmbad die Klubmeiſterſchaften
des D. S. C. Jung=Deutſchland ſtatt. Ausgehend von dem Gedanken,
daß die Vorführung von nur Trockenſchwimmübungen nicht den ge=
wünſchten
werbenden Erfolg für die Schwimmerei zeitigen, ſah der Klub
von einer Vorführung anläßlich des Turn= und Sportwerbeabends ab
und will dafür der Bevölkerung Darmſtadts ſämtliche Zweige des
Schwimmſports praktiſch vorführen. Die Veranſtaltung iſt alſo als
eine Erweiterung des Turn= und Sportwerbeabends zu begrüßen.
Werden in den Kämpfen um die Klubmeiſterſchaften von den Damen
ſowie den Herren alle Schwimmarten, als auch Tellertauchen, Strecken=
tauchen
und Kunſtſpringen gezeigt, ſo wird das Bild durch die großen
Staffeln, die für Darmſtadt etwas ganz neuartiges ſind, äußerſt ab=
wechſelungsreich
werden und Teilnehmer wie Zuſchauer mit Begeiſterung
für dieſe Art von Wettkämpfen erfüllen. Ueber den Ausgang der
Kämpfe Vorausſagungen zu machen, iſt unmöglich, da in den meiſten
Rennen die Gegner vollkommen gleichwertig ſind, ſo daß bis zum Ziel
mit äußerſter Erbitterung gekämpft werden wird. Die Vorführung eines
guten Waſſerballſpieles wird die Veranſtaltung beenden. Da in An=
betracht
des werbenden Zweckes der Eintrittspreis ſehr niedrig gehalten
iſt, wird die Schwimmhalle ſicherlich das Ziel vieler Sportfreunde
fein.
Bg.

Hauptſchriftleitung: Rudolf Mauve
Verantwortlich für Pelitik und Wirtſchaft: Rudolf Maupe; für Feuilleton, Reſch und
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport: Dr. Eugen Buhlmann;
für den Schlußdienſt: Andreas Bauer; für den Iuſeratenteil: Willy Kuhle;
Druck und Verlag: 2. C. Wittich ſämtlich in Darmſtadt.

Die heutige Nummer hat 24 Geiten.

[ ][  ][ ]

Geite 18

Sonntag, den 5. Dezember 1926

Nummer 332

Berfotge Ben geilto

und Oeine Familie durch Abſchluß
einer Lebensverſicherung. Dieſe
bietet billig und ſicher die größte
kontinentale Gegenſeitigkeitsanſtalt
Anſtalts=Vermögen
275 Millionen
Schweizer Franken

Schweizeriſche
Lebensverſicherungs=u.
Rentenanſtalt in Zürich

1 Moh 17007
Bezirksdirektion für Heſſen:
Frankfurt a. M., Kaiſerſtraße 19, Tel. Taunus 551

Heute extra billiger
Taschentücher-Tag
H. Bauer jun.
Ludwigstraße 1
17848

2 Freundinnen
wünſchen d. Bekannt=
ſchaft
zweier Herren
über 25 Jahre zwecks
freundſchaftl. Verkehr
Ang. u. P 211 Geſch.
(:31968)

Reelle Feiraten
bieten ſich Damen u.
Herren f. Stand. u.
Berufs vertrauensv.
durch Büro Schuch=
mann
in Darmſtadt.
Stiftsſtr. 46 Einhei=
vaten
vorh. Verbind.
n. ausw. lIa Referenz.
31986)

Witwer, 52 J. alt
ohne Anhang, m. ſchö=
ner
3 Zim.=Wohng.
wünſchtſihwieder zu
verh iraten. (*319 0
Angebote u. F 194
an die Geſchäftsſt

Wunſch!
Geb. Mädel, 22 J., m.
ernſt, doch bejahend.
Lebensauffg. (hübſch,
groß vollſchl.) erſehnt
ſich als Lebensgefähr=
ten
innerl. wertvoll.
u. gereift. Menſchen.
Zuſchr. unt. F 186
Geſchſt.
(3189

Fräulein
26 J., chriſtl. Rel.
häussl. erz., hübſche
Erſch., tadell. Verg.,
Mitgift II. Landgut,
Haus, Bargeld 40000
Mk., w. ſich zu verh.
Beruf u. Vermögen
Nebenſache, Charakter
Hauptbed. Kann auch
Witwer ſein, da gr.
Kinderfreund. Briefe
unt. Vollwaiſe a. d.
Exp. d. Bl. (TV/17786

Bücher (Geſch.), Bil
der, Rahmen zu verk.
Wittmannſtr. 25, II.
(*31945)

verkaufen
12, Stb.

Gr. Puppenwag. u. Zu verk. guterh. Pup=
Bett mit Inhalt zu penwagen, puppenküche
Kiesſtraße u puppenſtube /31894
(*31922 Viktoriaſtr 92, part

Pelze
Ia Qualität, ſelten
gülnſtige Gelegenheit,
paſſend für Weihnachts=
geſchenke
. ( 81907
Echter nat Kreuz=
fuchs
1254,
echter nat Blau=
fuchs
90 ℳK,
echter nat. Wolf
75
echter Skunks=
ſchuppenkragen
120.½,
alaskafarbige Füchſe
ilberfarbige
zobelfarbige
von 4580.
Große Schulterkragen f.
ältere Damenpaſſend,
von 1485
Beſatzfelle in großer
Auswahl
Mantelkragen
von 5 an
Mühlſtr. 8
Pelzwerkſtätte
Sonntags geöffnet.

Damen=
Taſchen
Konkurrenzloſe
Preiſe. (inda
Engelbert Maier
Heidelbergerſtr. 2, II.,
Ecke Riedeſelſtr.

Kinder=Sport=
Liegewagen
mit Verdeck. gut erh,
billig zu verk (17847
Soderſtraß: 39, pt

Sie können sich eine Freude bereiten
Sle KOnnen für sich oder Ihre Angebörigen
eine moderne goldene Uhr
mit massiv geerbe tetem 14 karat, goldenen Gehäuse
und prima Schweizer Werk
auf bequeme Teilzahlung
zu Originalpreisen kaufen Eine 14 karat goldene Damen-
ermbanduhr
liefere
ich Ihnen für nur RM. 15.
Anzahlung. Rest in sechs Monatsraten von je RM. 5.
Silb. Damenarmbanduhren und Herren- Taschen-
uhren
zum Preise von RM 25 . Bei einer Anzahlung
von nur RM. 10.. Rest in vier Monatsraten von je
RM. 8.75. lch sende Ihnen unverbindlich jede Uhr auf
3 Tage zur Ansicht zu. Diskretion zu esichert Herren-
sprungdeckeluhr
massiv Gold 14 karat mit erstki.
Schweizer Ankerwerk, 15 rubis, zum Rekiamepreis von
RM. 180 zahlbar in 6 Monatsraten. Sie haben auf
jede Uhr 2 JJahre Garantie, Schreiben Sie noch heute
und verlangen Sie portofreie Zusendung des reich
illustrierten Katalogs mit genauen Abbildungen.
J. Korngold, Uhrenversand, Kehl a. Rh., Kasernenstr. 17

Ser, Vertret. m. groß

Bekanntenkr. gesucht

Ausschneiden
und einsentien

Ausschneiden
und einsenden

Bitte um Gratiszusendung Ihres Kataloges für
goldene und silberne Herren- und Damenuhren.
Beruf,,.
Vor- u. Zuname, .
Genaue Adresse

Unserer werten Kundschaft zur Mitteilung
daß wir ab heute unsere Geschäfts- und Ausstellungs-Räume nach der

Telephon 556

ELEKTROTECHNIK
Vertrieb der Protos Hausgeräte
CSlemens-Schuckert Erzeugnisse)

Alle
Protos Hausgeräte
Protas mit dem
des Reichsverhandes

Hauskrauenvereine

den Advent-Sonntagen

Bequeme
Monats-Zahlungen
Präfzeichen
Deutscher

in gute
Piano Händez.
vermieten. Kunkel,
Wienerſtr. 83. (*32018

Paſſ. Weihn.=Geſchenk!
Damen=Fayrrad
billig zu verkaufen.
Rheinſtr. 75. (53198

1 Deckbett,
1 Kiſſen,
2 Wollſteppdecken
zu verkaufen. Zu er=
frag
. i. Gſchſt. (31967

loder 10 Minn
2 Skunden
BoDe KBdRigen TMufk

Warnung!
Sadeilbier Pelz Warne hiermit jocher=
(Naturfuchs) zu verk. mann, meiner Frau
Näh. Geſchſt. (*31898 Margarethe Heidelbach
geb. Müller, Gries=
E

heim bei Darmſtadt,
wohnhaft in Darm=
tadt
, auf meinen Na=
men
etwas zu borgen
oder zu leihen, da ich
nichts hafte. /*31978
Friedrich Heidelbach.

Wir wissen alle, daß solche Körperübungen täg-
lich
nötig sind, um sich gesund, frisch und schlank
zu erhalten Ein gesunder, kräftiger Körper ist
die Grundbedingung eines trohen tatkrättigen Lebens.
Ein Mensch, dessen Muskein schlaff und mit über-
Küssigem Fett bedeckt sind, ist nur ein balber Mensch;
er wird nie zum vollen Genuß des Lebens kommen.
WWer aber hat heute noch die Zeit, täglich zwei
Stunden Sport oder Körperübungen zu treiben?
Viemand! Aber 10 Minuten des Morgens oder
abends hat auch der Beschäftigte für die Gesund-
erhaltung
seines Körpers übrig. Und diese 10 Minuten
linde Massage mit dem natürlich wirkenden Punkt-
voller
ersetzen vollkommen zwei Stunden Sport oder
Körperübunz
Der Facharzt Dr. med. Wielter, der die Wir-
kung
des Punkt-Rollers bei zahlreichen Patienten
erprobt het, echreibt: Der Punkt-Roller mit seinen
zahlreichen Kautschuk-Saugnäpichen rest den träge
gewordenen Blutkreislauf zu neuer, vermehrter Tätig-
keit
an. Das ab elagerte Fett wird resorbiert Die
Patienten verlieren in verhältnismäßig kür-
zester
Zeit ihre unerwünschten Fettdepots.
Es wird also des Auftreten unangenehmer, ja ge-
fährlicher
Komplikationen verhindert: Fettherz,
allgemeine Herzschwäche usw. Bei Patienten.
die aus Bequemlichkeit, Scham Gelegenheitsmangel
oder sonstigen Grunden gymnastische Uebungen oder
Sport nicht treiben können, ist der Punkt-Roller
um so mehr zu empfehlen,
alle 10 Minuten Selbstmassage mit dem

Apparat 2 Stunden sportllche Betäti-
gung
voll und ganz ersetzen.
Dadurch spart der Vielbeschäftigte Zeit und gibt doch
seinem Körper, was dieser mit gutem Recht bean-
spruchen
kann Mens sana in corporeseno. Dr med. W.
Der Punkt-Roller belebt den ermüdeten
Blut kreislauf und den so überaus wichtigen
Stoffwechsel. In jedes Körperwinkelchen wird das
Blut gesaugt und sclwemmt so Kraukheitskeime,
Zerfallsprodukte und Fett, die ein träger Blutkreis-
Jauf nicht mehr mit sich fortnehmen kann, aus dem
Körper durch Niere und Darm hinaus Und das
alles durch nur 10 Minuten tägliche Massage mit
dem Punkt-Roller‟. Diese 10 Minuten haben Sie
sicher übrig wenn es eilt, Ihren Körper mit neuer
Lebenskraft und Energie zu erfüllen, und die ein-
malige
Ausgabe von Mk. 12.50 oder Mk. 17.50 wird
gegenüber dem Zuwachs an Lebensfreude auch kein
Hindernis für Sie sein.
Besorgen Sie sich deshalb den Punkt-Roller
sofort, aber nur den echten.
Der Punkt-Roller ist in allen einschlägiger
Geschäften zu haben. Wo solche nicht am Platze,
ist derselbe zu beziehen durch die
(TV 14347
Fabrik orthopädischer Apparate
L. M. Baginskl, Berlin-Pankow 259
Hiddenseestraße 10
Fernsprecher: Pankow 1705, 1706, 1707
Postscbeck-Konto/ Berlin 11083.

1 Smaukeipsert
zu verk. Heidelberger=
ſtraße
68, pt. (8.1795

Arps
Pepsin
Bittern
appetitanregend, ver=
dauungfördernd
,ſollie
als tägl. Genußmittel
zur Behebung u Ver=
hütung
von Magen=
beſchwerdenmkeinem

Haushalt fehlen. Ber=
kaufsſtelle
bei Georg
Chriſt jr., Katſer=
ſaal
. (I.Hbg. 16418

Eine große moderne
Waſchkommode, eiche,
mit Marmorpl. und
Facettſpieg., 2 antike
geſchn. Stühle, 1 Pa=
ravent
, dreiteil., Ldw.
XV., mit Facettgl.,
1 Detzektorapparat m.
Spule und Detektor,
wie neu. 1 Photogr.=
Apparat (Comt. Net=
tel
) 9X12, m. St.,
Diang=Luftgewehr,
Schlittſchuhe, Gr. 38
b. 39, billig zu verk.
Schießhausſtraße 108
KGſrnt g

Zwangsverſteigerung.
Das nachſtehend bezeichnete Grundſtück, das zur Zeit
der Eintragung des Verſteigerungsvermerks auf den Namen
der Friedrich Karl Schlamp Ehefrau, Luiſe, geb. Köhl
n Lorſch, im Grundbuch eingetragen war, ſoll
Dienstag, den 11. Januar 1927, nachm. 31, Uhr,
durch das unterzeichnete Gericht, Zimmer 219, verſteigert
werden.
(16360a
Die Verſteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvoll=
ſtreckung
.
Der Verſteigerungsvermerk iſt am 8. September 1926 in
das Grundbuch eingetragen worden.
Inſoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Verſteige=
rungsvermerks
aus dem Grundbuche nicht erſichtlich waren,
ſind ſie ſpäteſtens im Verſteigerungstermin vor der Auf=
forderung
zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten
Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerſpricht,
laubhaft zu machen, widrigenfalls ſie bei der Feſtſtellung
des geringſten Gebots nicht berückſichtigt und bei der Ver=
eilung
des Verſteigerungserlöſes dem Anſpruche des Gläu=
bigers
und den übrigen Rechten nachgeſetzt werden.
Diejenigen, welche ein der Verſteigerung entgegenſtehen=
des
Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des
Zuſchlags die Aufhebung oder einſtweilige Einſtellung des
Zerfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der
Verſteigerungserlös an die Stelle des verſteigerten Gegen=
ſtandes
tritt.
Darmſtadt, den 28. Oktober 1926.
Heſſiſches Amtsgericht I.
Bezeichnung des Grundſtücks:
Grundbuch für Darmſtadt, Bezirk I, Band XII, Blatt 616
Betrag der
Nr. Flur Nr. Kulturart u. Gewann am Schätzung
1. T 233 Hofreite Nr. 20 Große
48 2500 RM.
Ochſengaſſe

Am Mittwoch, den 8. Dezember,
vormittags 8, Uhr und nachmit=
tags
2 Uhr, werden im Hotel Traube
15 Kleiderſchränke, 8 Waſchtiſche mit
Holz= und Marmorplatten, 17 Nacht=
tiſche
, 24 verſchiedene Tiſche, 18 Kom=
moden
, 3 Sofas mit und ohne Seſſel,
2 Chaiſelongues, 6 Polſterſeſſel, fünf
Polſterſtühle, 1 Klavierſtuhl, 3 Kleider=
ſtänder
, 1 Garderobe, 2 Bauernſtühle,
verſchiedene andere Stühle, Handtuch=
halter
, Wandbretter, 2 Tiſche mit Mar=
morplatten
, 1 Spiegel, 1 Serviertiſch,
verſchiedene Kinderbettſtellen mit Ma=
tratzen
ſowie 1 Partie kompl. Betten
meiſtbietend gegen Barzahlung verſteigert.
Beſichtigung am Dienstag, den 7. De=
zember
1926, nachm. v. 35 Uhr. (st17909
Der Oberbürgermeiſter.

Straßenüberquerung
durch Hochantennen
iſt anmelde= und genehmigungspflichtig.
Die Anmeldung iſt perſönlich bei der
Direktion der ſtädt. Betriebe, Frankfurter=
ſtraße
169, Zimmer 13, vorzunehmen.
Die zufolge Stadverordneten=Beſchluß
vom 12. Februar 1925 feſtgeſetzte Prü=
fungsgebühr
von 5 Reichsmark muß hier=
bei
entrichtet werden. Die Genehmigung
der Straßenüberquerung erfolgt durch
Ausſtellung eines Erlaubnisſcheins, vor
deſſen Zuſtellung mit dem Bau nicht be=
gonnen
werden darf.
Die widerrechtliche Straßenüberque=
rung
zieht Entfernung der Anlage auf
Koſten des Beſitzers, eine Strafgebühr
von 25 Mk. und gegebenenfalls gericht=
liche
Anzeige nach ſich.
(17951
Direktion der ſtädtiſchen Betriebe.

Einträge in das Handelsregiſter: Ab=
teilung
4: Am 2. Dezember 1926 Neu=
eintrag
: Firma: Julius Pfaff, Darm=
ſtadt
. Inhaber: Julius Pfaff, Kaufmann
in Darmſtadt. Angegebener Geſchäfts=
zweig
: Vertrieb von Liniier= und Gra=
viermaſchinen
für Lithographen und Xylo=
graphen
, Syſtem Karl Traiſer, Darm=
ſtadt
. Abteilung B: Am 29. Novem=
ber
1926 hinſichtlich der Firma: Deutſche
Bank, Filtale Darmſtadt: Bankdirek=
tor
Dr. Paul Bonn zu Berlin, Bank=
direktor
Dr. Peter Brunſwig zu Berlin=
Steglitz, Bankdirektor Dr. Werner Kehl
zu Berlin=Dahlem und Bankdirektor Jo=
hannes
Kiehl zu Berlin=Schöneberg ſind
zu ſtellvertretenden Vorſtandsmitgliedern
beſtellt Am 30. November 1926 hin=
ſichtlich
der Firma: Immobilien= Kom=
miſſion
, Geſellſchaft mit beſchränk=
ter
Haftung, Darmſtadt: Durch Ge=
ſellſchafterbeſchluß
vom 19. Oktober 1926
iſt die Geſellſchaft aufgelöſt. Der ſeit=
herige
Geſchäftsführer Benny Baer, Kauf=
mann
in Darmſtadt, iſt zum Liquidator
beſtellt. Am 2. Dezember 1926 hinſicht=
lich
der Firma: Dampfkeſſelfabrik
vorm. Arthur Rodberg, A.=G.,
Darmſtadt: Die Prokura des Ober=
ingenieurs
Albrecht Weihl in Darmſtadt
(17908
iſt erloſchen.
Darmſtadt, den 3. Dez. 1926.
Amtsgericht I.

Bekanntmachung.
Der Voranſchlag der iſraeltiſchen
Religionsgemeinde Darmſtadt für
1927 Ri. liegt vom 6. ds. Mts. ab
ſieben Tage lang auf unſerem Gemeinde=
büro
, Friedrichſtraße 2, während der
Amtsſtunden vormittags von 912 Uhr
zur Einſicht, für die Gemeindemitglieder
offen.
Etwaige Einwendungen ſind inner=
halb
der Offenlegungsfriſt ſchriftlich
bei dem unterzeichneten Vorſtande ein=
(17860
zureichen.
Darmſtadt, den 3. Dez. 1926.
Der Vorſtand
der iſraelit. Religionsgemeinde.

*

Am Dienstag, den 7. Dezember,
vormittags 10 Uhr; verſteigere ich
Luiſenſtraße 32 zwangsweiſe gegen ſo=
(17948
fort ge Zahlung:
einen großen Poſten
Spielwaren
Puppen, Baukaſten, Spiele aller Art,
Zelluloid=Spielſachen, Kinderpeitſchen u.
Spazierſtöcke, Rechenmaſchinen, Burgen,
Puppenſtuben, Dampfmaſchinen, Kino=
matographen
, Mundharmonikas, Kreiſel,
Flugmaſchinen, Feuerwerkskörper uſw.
Darmſtadt, den 5. Dez. 1926.
Weinheimer,
Gerichtsvollzieher in Darmſtadt.

Frankfurt a. M.
Pferde=Markt A
6. Dezember
Durchſchnittl Auftrieb 1000 Pferde all.
Raſſen, auch Schlachtpferde; größte
Auswahl u beſte Gelegenheir f Ka f
od Tauſch. Ein Beſuch dieſer Märkte
iſt zu empfehlen IV175-7

[ ][  ][ ]

hübſche und dauerhafte Tafelbeſtecke zu beſitzen, erfüllen wir. (17946
Wir bringen
eine Anzahl geſchmackvoller Muſter in ſchwerer Verſilberung und Alpacca

Schwer verſilbert
1 Paar Tiſchbeſtecke.
1 Stück Eßlöffel
1 Paur Oeſſertbeſiecke
1 Stück Kaffeelöffel".
1 Stück Vorleger.
1 Paar Kuchenbeſiecke

6.30
3 00
5.90
1.*0
12.00
5.00

Alpacca
1 Paar Tiſchbeſiecke
Mk. 2.30
0.80
1 Stück Eßlöffel .."

1 Paar Deſſeribeſiecke
1 Stück Kaffeelöffel
1 Stück Vorleger .
1 Paar Kuchenbeſiecke

Mtlit. Anſere Auslagen zeigen Ihnen geeignete Geſchenkartikel!
Stahlwaren
M. Kattſer

2.00
0.50
5.50
2.20

Rheinſtraße 3

Für die

Beleuchtungs-
Körper
aller Art in jeder Preislage.
Spezialit.: Holzbeleuchtungskörper
den Wohnräumen in Stil- u. Holzart
angepasst.
EIGENE FABRIKATION.
Radio-Anlagen
und Bestandteile zu billigst. Preisen
bei fachmännischer Bedienung.
Ratenzahlung gestattet
HANS SCHMIDT
Dieburgerstr. 97 (17026a
Advent-Sonntage geölfnet

Weihnachts=

Am Dienstag fährt mein
EANTZUS
nach Mainz
und können Güter jeder Art hin und
zurück mitbefördert werden.
(17934
Albert Vogt
Abteilung Spedition
Gutenbergſtr. 37
Telephon 2050

bäckerei
Mandeln
handverleſen,
Pfd 2.40, 2.60
Mandeln
extra groß,
Pfd. 3
Haſelnußkerne
Pfd. 2.20
Cocosnuß
geraſp It
Pfd. 75 9
Blütenmehl
feinſtes, 10 Pfd.
8 10, 2.90, 2 70.4
Sultaninen
Pfd. 1 15
Korinthen
Pfd. 75 H

Bo kauft man bilig?
bei der
Erſten Pfungſtädter
Rohrgewebe= und
Gärtnereidecken=Fabrik
Telephon 226
Ich liefere prompt und billig
1a Weißbindet=Rohr in Metergebund
und kleinen Ge inden.
1. und 2. Sorie Weißbinder=Rohr,
Rohrgewebe, einfaches, doppeltes,
ſtabiles, geſchältes und unge chältes,
ſowie alle Sorten Gärtnerei=Decken
in allen Größen. Hand= und
Maſchinenarbeit (17332a


gibt gelocktes Haar
Haben Sie ſchon darüber
nachgedacht, wie gelocktes
Haar Sie verſchönern
Hwide? Wavcurl
gibt dem Huar hübſche,
bleibende Locken. Ein Pa=
ket
genügt, wenn auch
Ihre Haare noch ſowider=
ſpenſtig
ſind Jemand,
derdas Mittel benutzt hat,
ſagt: Meine Haare bil=
4
deten bald eine Maſſe
vonondulierten Locken‟. Das Er eugnis hat
bei Damen, Herren und Kindern die gleiche
Wirkun i. Es iſt das, was Sie ſeit Jahren
ſuchen. Garantiert unſchädlich PreisℳK 3
portofrei. Spezialrabatt während einigerWo=
chen
jevermann, der dieſe Anzeige einſendet
Senden Sie daher bitte ofort ℳℳ 1.30 ein und
Sie erhalten dafür ein großes Paket im Werte
von 3.- 2 Pakete für 3.-) Diskretet
Veiſand gegen Voreinſendung des Betrages
(aun Brie marken/ oder Nachnahme
New Wavcurl & Co., London.
Alleinverk ufsrecht:
V.14157
Ernst Schichtmeyer G. m. b. H.,
Berlin-Charlottenburg, Windscheidstraße 19

Beinnäcts ungeoot
1 Poſten la Sonntagshoſen nur Mk. 9.50
1 Poſten 1a Arbeitshoſen nur Mk. 5.50
ſowie Anzüge. Mäntel. Leib=,
Bett= und Tiſchwäſche (31855
ſehr preiswert.
ZwicRlen
Schwanenſiraße 12 (Eing. Schloßgartenplatz)
(Kein Laden).

Pfd. 42 9.
Sirup
Pfo. 30.5
10 Pb 2 80
Blockſchokclade
Pfd 1.10
ſowie ſämtliche
Gewürze.
Lebensmittel=
haus

J.

Karlſraße 50.
Tel. 1697. 117848

ehrere piima
Moquette=
Diwane
ſowie Chaiſelongues
zu Ausnahmspreiſen
abzugeb (1757mfs
Möbelhaus
L. Renger
Bleichſtr 17.

Papier=
Servietten
Tiſchtuch=
Krepp
Toilette=
Papier
liefert billigſt (17450a
Jakob Siurnik
Bleichſtraße 46.
Te ephon 1791.

Puppen-
wagen

in gr. Auswahl
preiwert. (17194a
H. Pullmann
27 Saalbauſtraße 27.

Das ſchönſte
Weihnachts=
geſchenk

iſt der neue Sprech=
Apparat

Euphonie"
Größte Lautſtärke,
herrliche Tonfülle
Liſch=Apparate
55 und höher
Schrank=Apparate
120 , 110., 200.
Luxus=Truhen
200
Schrank=Apparate
mit elektr. Antrieb
2-0
Bequeme Teilzahlg.
Bertreter:
W. Bläsing
Schulſtraße 9.
Fernruf 735. ( 32007

Salabra
die lichtechten, waſchba=
ren
Wandbekleidungen
für alle Räume.
Zu beziehen durch
Btätzer
Tapeten . Linoleum
Schützenſtr. 5. Tel 936

Nähmaſchinen= Repa=
ratur
, all. Fabrikate.
Vorz. Stoewer=
Nähmaſchinen empf.
Fr. Lepper, Grafen=
ſtraße
31, Tel. 3975
(*31932)

Praktische
Weihnachts
Geschenke

2u

äußerst billigen
Preisen

in

Damenwäsche

Kinderwäsche

Schürzen

Korsetts

Tasclentüchern

Woliwaren

Strümpfen

Handschuken

Nachenbunger

Pheinsbaßei.

17882


Herren=Rak
für 30 Mk. zu verk.
Fuhrmannſtraße 10.
öth., I. lks. (*31955

aHe
bahn u. 1 Federeiſen=
bahn
m. viel. Zubh.
vkf. Heidelberger=


wit elektr. Antrieb
u. Platten billig ab=
zugeben
. Zu erfragen

ſtraße 4, I. (31664sg Geſchäftsſt, (31914

6
aen gestachk!
Die ſchönſten Träume werden lebendig! Könnte nicht der Onkel aus Ame=
rika
2 Hand aufs Herz! Niemals wurde etwas daraus. Erben werden
heute ſo ſelten geſucht, meiſtens ſin!. zuviel da.
Gut! Sind Sie ſchor il glücklicher Erbe, Beelzebub haben Sie im Haus.
Der liebe Verwandte vel. agt Sie. Alles werden Sie wieder los, Koſten zahlen
Sie obendrauf!
Es ſei denn, Sie hielten es frei nach Otto Kalauer: Was Du ererbt von
Deinem Onkel haſt, ergreif es, um davon zu flitzen. Iſt das ein Leben?
Hat jeder ſo ein Glück wie Nachbar Meier, der ſein Erbteil in Ruhe ver=
zehren
kann und einen rieſigen Brillanten im Schlips trägt, weil von den
reſtlichen 3000 Mark ein ſchöner Stein angeſchafft werden ſoll 2 Aber
wir ſind abgeſchweift.
Auch wir zählen zu den Glücklichen, allein ein Teſtament nach beſten Kräften
nutzen zu können: die hinterlaſſenen Rezepte unſeres verſtorbenen Gründers
Zuban.
Sie ſtammen von ſeinem Jugendfreunde Dr. Ali Nabi, dem Letzten eines
ſich ſchon ſeit Urzeiten mit der Tabakexpertiſe beſchäftigenden Türkengeſchlechts.
Er beſitzt ganz beſondere, vom Vater auf den Sohn vererbte Geheimniſſe und
Erfahrungen.
Seinem Können verdanken unſere Erzeugniſſe ihren Weltruf.
Unſer Münchener Kindl, das Wahrzeichen der alten weltbekannten Zuban=
Zigarettenfabrik, hat jetzt erneut das Teſtament des alten Zuban ſtudiert.
Erinnerungen an Dr. Ali Nabi ſteigen auf, der Entſchluß ſteht feſt: auch das
Kindl wird nach dem Beiſpiel unſeres Gründers den Tabakdoktor im Orient
einmal beſuchen.
Auch unſer Kindl wird, wie früher unſer Gründer, an Erfahrungen reich
und mit glückhaftem Gewinn heimkehren. Mit ſeiner Hilfe werden wir neue
Kunſtwerke ſchaffen.
Noch heute werden wir ob des Beſuchs des Kindls beim Dr. Ali Nabi an=
fragen
.
Übermorgen hören Sie mehr!
Die Geſchmacksrichtungen der Raucher ſind wandelbar wie die Zeiten. Wir
geben mit! Die leichten ſüffig ſüßen Miſchungen unſerer Zigaretten ſind Glanz=
ſtücke
der heutigen Zigaretten=Herſtellungsart. Drum ſeien Sie nicht nur
Lebenskünſtler, ſondern

werden Sie Künstler des Geschmacks!
Rauchen Sie; Lucy Doraine,
die Zuban-Fünfer!

chnelldlenst kar
Pausagtere und Fracht

naer WESTINDIEN
TRINIDAD •VENEZUIELA GÜIRACA0
COLLMBIEN und ZENTRALAMERIKA

D..GALICIA RUGIA TEUTONIA-

Auskünfte und Drucksachen durch
HAMBURG-AMERIKA LINIE
Hamburg, Alsterdamm 25, und deren Vertreter an allen größeren Plätzen
In Pfungstadt: Jakob Zimbrich, Eberstädterstrasse 15.
In Michelstadt I. O.: Otto Reichbardt.
In Darmstadt: Hdolph Rady, Zimmerstrassel. w9se

Sämtliche neuen Platten ſowie das ganze reiche Repertoir
der Deutſchen Grammophon=A.=G. zu haben bei:
Rheinſtraße 31. un878
ALNOLO Teiepbon 2437 und 978.

Teppiche

Weihnachts-Angebot!

Zurückgesetzte Perserkepplche von 750 an
Echte Brücken: 70.-90.- 120.-190.- 250.-etc.

2X3 Mtr 75.- 90.- 120.-
2½ X3½ Mtr. 135.- 165.-) 210.-
8X4 Mir 100.- 235.- z70.-

Bllllge Vorlagen
Tepplchhans
Lberhard
Frankfurt a. M., Neue Mainzer Str. 22
Ecke Friedensstrasse

Wigug

[ ][  ][ ]

Der Ausweis der Reichsbank.
Nach dem Ausweis der Roichshank vom 30. Nobember hak die ge=
famte
Kapitalaulage der Bank in Wechſeln und Schecks, Lombards und
Effekten in der Ultimowoche arm 369 Mill. auf 1698,7 Mill. Reichsmart
zugenommen. Die Zunahme betrifft zum weitaus größten Teil die Lom=
bardbeſtände
, die um 295,4 Mill. auf 321,3 Mill. Neuhsmark anwuchſen;
von der Inanſpruchnahme des Lombardkontos entfallen rund 85 Mill.
Reichsmark auf Anforderungen der Golddiskontbank. Die Beſtände an
Wechſeln und Schecks ſind demgegenüher nur um 73,8 Mill. auf 1286,3
Mill. Reichsmark geſtiegen, die Anlage in Effekten hat mit 91,1 Mill.
Reichsmart um ein Geringes abgenommen.
Der Zahlungsmitteſumlauf hat eine beträchtliche Grweiterung er=
fahren
. An Reichsbanknoten und Reutenbaukſcheinen zuſammen ſind
575,3 Mill. Reichsmark in den Verkehr abacflvſſen, und zwar hat ſich der
Umlauf an Reichsbanknoten um 511,8 Mill. auf 3374,5 Mill. Reichs=
mark
erhöht und der an Rentenbanfſcheinen um 63,5 Mill. auf 1199 Mill.
Reichsmark. Den geſetzlichen Beſtimmungen entſprechend ſind zweiks
Abdeckung des zweiten Drittels der Reutenbantkredite rund 293,5 Mill.
Reichlsmark dem ſogenannten Rentenmarktilgungsfonds zugefloſſen. Von
der Summe ſind in der Berichtswoche bereits 183,1 Mill. Reichsmark
zur Vernichtung von Rentenbantſcheinen verwvendet worden. Die Be=
ſtände
der Reichsbank an Rentenbaukſcheinen haben demgemäß auf 86,3
Mill. Reichsmark abgenomen. Im Zuſamenhang mit den Zahlungs=
mittelanforderungen
haben ſich die fremden Gelder um 505,5 Mill. auf
598,3 Mill. Reichsmak verring rt.
Die Beſtände an Gold und deckungsfähigen Deviſen zeigen eine Zu=
nahme
um 40 Mill. auf 2173,4 Mill. Reichsmark. Im einzelnen er=
höhten
ſich die Beſtände an deckungsfähigen Dediſen um 39,9 Mill. auf
418,4 Mill. Reichsnark, die an Goid um 35 000 Reichsmark auf 1755 Mil=
lionen
Reichsmark.
Die Deckung der Not=n durch Gold allein betrug 52 Prozent gegen
61.3 Prozent in der Vorwpche, die durch Gold und deckungfähige De=
viſen
64,4 gegen 74,5 Prozent.

Konkursnachrichten aus dem Oberlandesgerichtsbezirk Darmſtadt.
Bingen a. Rh.: Kfm. Guſtav Guth. Schlußtermin 22. 12. Gießen: Fa.
Jof. Strauß u. Co. KVerf. aufgehoben
Buchheim u. Heiſter A.G., Frankfurt a. M. Die o. G.V. dieſer
Geſellſchaſt, in der von insgeſamt 320 000 RM. 284 760 RM. Aktien=
kapital
vertreten waren, erledigte die Regularien. Da die Bilanz einen
Verluſt von 157 497 RM. auſweiſt, alſo mehr als die Hälfte des Aktien=
kapitals
, wurde von der Verwaltung Mitteilung gemacht gemäß 5 240
des HG.B. Erſt einer demnächſt einzuberufenden a.o. G.V. könnten
Vorſchläge über eine dunch den Verluſt bedingte Aenderung des Aktien=
kapitals
unterbreitet werden. Der Sitz der Firma wurde von Frank=
furt
a. M. nach Ulm a. D. verlegt, wo die Geſellſchaft bisher eine
Zweigſtelle unterhielt. In den von 9 auf 5 Mitglieder reduzierten
Aufſichtsrat wurden neugewählt die Herren Fr. A. Koch=Heidelberg und
Direktor Fritz Branz.
Auslandsanleihen werden in Zukunft nicht mehr ſteuerlich begünſtigt.
Der Reichsminiſter der Finanzn iſt ermächtigt, mit Zuſtimmung des
Neichsrats und eines Ausfchuſſes des Reichstages Anleihen, die im Aus=
land
zahlbar und zum Handel an deutſchen Börſen nicht zugelaſſen
ſind, durch Erlaß des Steuerabzuges vom Kapitalortrag und durch
Ermäßigung der Wertpapierſteuer zu begünſtigen. Die Gründe ſür dieſe
Ermächtigung treffen jetzt nicht mehr zu. Der Reichsminiſter der Finan=
zen
ſieht ſich daher, wie das Reichsfinanzminiſterium mitteilt, bis auf
weiteres nicht in der Lage, ſteuerliche Begünſtigungen von Auslands=
anleihen
beim Reichsrat und Reichstag zu befürworter. Die bereits
früher eingelaufenen und noch nicht erledigten An=küße werden darauf=
hin
geprüft werden, ob die ſteuerliche Begüinſiigung unter Berückſichti=
gung
der allgemeinen Intereſſen, insbeſondeve unter Berückſichtigung
der Anleihebedingungen, gerechtfer igt erſcheint.
Produktenberichte.
Berliner Produktenbericht vom 4. Dezember. Die Tendenz war im
heutigen Mittagsverkehr für Weizen wie auch Roggen wickt behauptet.
Auch im Lieferungsgeſchäft ſtand der Wochenſchluß im Zeichen größter
Geſchäftzruhe bei ſchwächerer Tendenz. Lediglich der Dezember=Weizen
eröffnetze unverändert auf Deckungen, während März und Mai 1 bzw.
½ Mk. nachgaben. Roggen konnte per Dezember ſeinen geſtrigen Stand
aht behaupten, März unverändert. Gerſte in guten Sorten gefragr
und feſter. Sonſt ruhig. Die Geſchäftslage in Hafer hat ſich wenig ge=
ändert
. Offertenmaterial bleibt klein. Von Hilfsfutteyſtoffen Kleie
ziemlich feſt.
Vom ſüddeutſchen Tabakmarkt wird berichtet, daß das Einkaufsge=
ſchäft
in 1926er Tabaten lebhaften Fortgang nahm. Viernheim erzielte
für dachreifen Tabak 7275 RM., Friedrichsfeld ſogar 83 RM. je
Zentner. Preiſe von dieſer Höhe waren vor dem Kriege unbekannt,
und man führt ſie di=smal mit auf die ſtarke direkt. Beteiligung großer
Fabriken am Einkauf zurück. In den Schneidegutdiſtvikten iſt der bis=
jährige
Tabak ſo ziemlich ausverkauft. Für Rippen erhielt ſich weiter
gute Nachfrage.
Vichmärkte.
Berliner Viehmarkt vom 4. Dezember. Angetrieben waren 2145
Rinder, darunter 431 Ochſen, 463 Bullen, 1260 Kühe und Färſen, ſerner
1563 Kälber, 4750 Schafe 9115 Schweine. Preiſe: Ochſen a1) 5860,
b1) 5356, c) 4649, d) 4043. Bullen a) 5456 b) 5053, c) 4648,
0) 4244. Kühe a) 4750, b) 3642, c) 2532. d) 1822. Färſen
2) 5658, b) 4752, c) 4043. Freſſer 3642, Kälber b) 7587, e) 55
bis 73, d) 4252. Schafe a2) 5054, b) 4148, c) 3640, d) 3333.
Schafe b) 75, c) 7375, d) 7072, e) 6870, Sauen 6566. Markt=
verlauf
: Bei Rindern in guter Wave glatt, ſonſt ruhig. Bei Kälbern,
Schafen und Schweinen ruhig.

Frankfurier Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 4. Dezember.
Zum Wochenſchluß nahm die Börſe einen weiter feſten Verlauf, (7
aber nach wie vor ziemlich gering, weil Publikumsaufträge immer noch zu machen. Von Argentinien und Auſtralien erwartet man in dieſem
ſchnittlichen Kursbeſſerungen von 1 bis 3 Prozent. Chemieſverte begeg=
neten
ebenfalls größerem Intereſſe, J. G. Farbeninduſtrie gewannen bis
zur erſten Notiz beinahe 2 Prozent. Auch Elektrizitätsaktien konnten
waren dagegen vernachläſſigt, die Kursgewinne auf dieſem Gebiete be=
trugen
nur Bruchteile eines Prozentes, ebenſo Schiffahrtswerte, die ſo=
gar
etiuas nachgeben mußten. Auf allen übrigen Gebieten überwogen
die kleinen Kursbeſſerungen.
Auf dem Rentenmarkt blieb die Stimmung weiter luſtlos bei kaum
veränderten Kurſen ſowohl für deutſche als auch ausländiſche Anleihen.
Für Vorkriegspfandbriefe, dagegen hält das Intereſſe weiter an bei
neuen Steigerungen.
Im weiteren Verlaufe erhielt ſich die feſte Stimmung einigermaßen,
die Umſatztätigkeit blieb aber klein.
Tägliches Geld 6½ Prozent. Die Erholung des franzöſiſchen Fran= 14,50; Februar Fl. 14,10; März Fl. 1405; Inland=Weizen ging im
ken macht weitere Fortſchritte. LondonParis 121.

Berliner Effektenbörſe.
Berlin, 4. Dezember.

Die heutige, Börſe nahm einen ruhigen, aber feſten Verlauf, das
Privatpublikum trat mit kleineren Kauforders hervor, denen ſich die
Spekulation anſchloß. Die am Geldmarkt noch anhaltende Verſteifung
komte auf die Tendenz keinen Einfluß ausüben, da man es nach Auſicht
der Börſe hiermit mit der Auswirkung der heutigen Differenzzahlun=
gen
zu tun haben dürfte, die eine erheblich: Nachfrage nach Tagesgeld
veranlaſſen. Beſorgniſſe über die weitere Geldentwickelung waren trotz
der angekündigten Golddiskontbankaktien kaum feſtzuſtellen, zumal der
Reichslankausweis einen befriedigenden Eindruck machte. Aus der ver=
hältmismäßig
geringen Zunahme des Wechſelbeſtandes folgert man, daß
der größte Teil der Ultinowechſel von den Banken infolge ihrer Flüſſig=
beit
im eigenen Portefeuille gehalten werden konnte. Jufoige der Hal=
tung
am Geldmarkt konnten die Monatsberichte der Handelskammern,
die ſich über die Wirtſchaftsentwickelung mit einigen Vorbehalten zu=
verſichtlich
auslaſſen, die Stimmrung freundlich beeinfluſſen. Das Inter=
eſſe
erſtreckte ſich vor allem auf Bankaktien, von denen die Bayeriſchen
Staatswerte um 34 Prozent anzogen. Montanaktien, einzelne Ma=
ſchinenwerte
(Augsburg=Nürnberger, Schubert und Salzer), Metall=
werte
unter Führung der Metallbankaktien und mehrerer Einzelpaviere.
Auch für reine Kaſſawerte überwogen die Kauforders. Am Renten=
markt
nahm die Hauſſe in Vorkriegspfandbriefen ihren Fortgang. Am
Doviſenmarkt ſtand die Aufwärtsbewegung des franzöſiſchen Franken=
kurſes
im Vordergrund. Der Wechſelkurs London=Paris, der geſtern
auf 124 anziehen konnte, ſtieg weiter bis 121½. Im Zuſammenhang
mit dieſer Befeſtigung Mailand 111. Die Reichsmark und das Pfund
notierten gegen New York etwas ſchwächer. Spanien erholte ſich gegen
London auf 31,85, dagegen neigte Oslo mit 19,05 zur Schwäche. Am
Geldmarkt war Tagesgeld nicht unter 78 Prozent erhältlich. Monats=
geld
wurde mit 6¼ bis 7¾ Prozent nur wenig angeboten.
Im weiteren Verlauſe der Börſe war die Tendenz mehrfachen
Schwvankungen unterworfen. Das Geſchäft blieb im ganzen ruhig und
daher die Kursentwickelung auch in den führenden Terminwerten un=
einheitlich
.

Aſchaffb. Zel’ſtoff...
Augsb.=Nürnb. Maſch
Bamag=Meguin ...
Berl. E. W. Stamm.
Berlin. KarlsruheInd
Braunkohl.=Briketts.
Dremer Bulkan
Bremer B
Teutſch.
Teutſc
Teutſch.
Teutſche
Teutſche Pet
Tt. Ka iwerke
Tonnersnarckhüte
Tynamit Nobel.
Elektr. Lieferung.
J. G. Farben.
R. Friſter.
Caggenau Vorz.
Eelſenk. Gu ſtahl.
G. f. elektr. Untern..
Halle Maſchinen.
Han. Maſch.Ereſt..
Hanſa Tampfſchf.

. 12. 3. 12. 148.5 149 25 Hemoor Zement 209. 121. 124.5 Hirſch Kupfer. 116. 52.25 3.875 Höſch Eiſen 181.75 152 75 154.8751 Hohenlohe Wer= 24 375 1os.* 1 4 Kahla. Porzellar 99. 1165. 167,2; Lindes Eismaſch 62. 1114.75 114.75 Lingel Schuh 8r.875 155. 157.5 Linke u. Hofmar 81.5 83.75 83.3781 L. Loewe u. C 12225 115.25 116.75 C. Loren; i18. 10.5 10.5 Rol. Kohle 1176.5 176.25 173. Nordd. G 8. 78. Orenſtein. 137. 119.75 121. Nathgeber W. 3.25 127. 125. Rombacher Hütt 14.: 158. 160. Roſitzer Zucker. 82.5 453. 154 75 Rütgerswerke 33. 322.5 I: 325 75 Sachſenwerk 412.5 94.75 94. Sächſ. Gußſtahl 58. Siemens Glas. 1s7. 3. Ver. Lauſitzer Glas 1130.5 174 25 1755 Volkſtedter Porzell. 184.75 165.25 Beſtf. E. Langendreer 66. 109 115. Wittener Gußſtahl. 62.75 257.25 58 75 Wanderer=Werke. . . 1191.

4.12.
218.
110.25
161.75
24.,625
99.
163
80
82.5
119.5
176.
137.25

14.75
84.
134.
114.75
168.
132.5
52.25
65 325
195.

Deviſenmarkt.

Amſterdam=R.
Buenos=Aires
Brüſſel=Antw.
Tslo ..
Kopenhagen
Stocholm
Helſingſors..
Italien ..
London
New=York.
Varis
Echreiz
Spanien .

12 4. 12. z. 12 Geld Brief Geld Brief Geld Brief 1S7.94166.38 167.94 168.33/Wien D.=Oſt.abg 59.25/ 59.39 1.7081.712 1.709 1.713 Prag.. . 12.434 12.474 58.41 5s.55 58.48 58.62 Budapeſt . 5.372) 5.892 Bo7.37 107.631 106.97 107.23 Japan. 2.962 2.066 Hüsttie ! 11.89 112.17 Rio de Janeiro. 0.516 0.51e 112.01112.2 12.09 112.37 Sofia 3.032 3. 042 10.58 10.60 10.58 10.60 1 Jugoflavien. 7.40 7.42 17.98 19.09 18.32 18.36 Konſtantinopel 2.097 N 2.107 120.3670. 41 20.37 20.42 Liſſabon. 21.545 e1.595/ 2 4.199 4.20 4.301 4.211 anzig 21.50 81.70 15 1315.97 18.70 16.74 Ather 5.49/ 5.5e Ft.o25el. 25 1.08 ſ81.23 Kanada. .... 4.3021 4.2319 63 8764.03 63.32 S4.oslüruguah. . 4175 4.185

4. 12.
Geld. / Brief

59.26
12.44
5.88
2.064
0.510
3.037
7.402

3159.40
12.48
5.30
2.067
0.512
8.047
7.422

2.097 2. 107
21.54521.595
21.57 81.-77
5.46 5.50
4 202/ 4. 212
4.775/ 4 1o5

Am ſüddeutſchen Produktenmaukt wirkten ſich in dieſer Woche die
von der Spekulation wiederum Deckungen vorgenommen wurden, zum billigeren Offerten der La Plata=Verlader aus, die ſich angeſichts der
Teil fanden auch neue Anlagen ſtatt. Der Umfang des Geſchäftes iſt großen Ueberſee Ernten bemühen, Abſchlüſſe auf längere Zeit hinaus
fehlen. Montanwerte waren beſonders lebhaft im Handel bei durch= Jahre einen Ausfuhrüberſchuß von 31 Millionen ars. gegen 18 Millionen
im Vorjahr; auch die Vereinigten Staaten verfügen noch über einen
Ucberſchuß von rund 10 Millionen ars. d h. die doppelte Menge als
letztes Jahr. Da England bereits eine Kohlenpreisermäßigung vorge=
um
einige Prozent anziehen, nur Schuckert blieben underändert. Banken nommen hat und ſchon ziemlich viele Dampfer für Januar, Februar und
März=Frachten zu 30 ſh. (gegen jetzt, 45 fh.) angenommen haben, wirkt
ſich dies in einem Preisunterſchied zwiſchen Dezember= und März=Weizei
von Fl. 1,30 für die 100 Kg. aus. ( Fl. 1 holl. Gulden 1,6839).
Soweit die Mühlen den niedrigeren Plata=Offerten nähertraten, be=
ſchränkte
ſich dieſes Intereſſe auf nahe Ware, in der ſich mäßige Umſätze
vollzogen. Die Forderungen auf fracht= und verſicherungsfreie Liefs=
rung
lauteten zuletzt für Manitoba I, Dezember, Fl. 15,8516; II Fl.
12,50; III Fl. 1515,10; TV Fl. 13,40; Manitoba II, tough, Fl. 14,80;
III Fl. 14,25; für Plataweizen, Baruſo, 79 Kg., Januar Fl. 14.40;
Februar Fl. 14,05; März Fl. 1402½; Roſa , 79 Kg., Januar Fl.
Waggongeſchäft um RM. 2,505 auf Reichsmark 300 die Tonne, wag=
gonfrei
Mannheim zurück; Auslandsweizen um RM. 57,50 auf RM.
312,50332,50 die Tonne. Das Roggenangebot blieb klein, der Preis
ziemlich unverändert. Auch Gerſte wurde bei größer gewordenem
Angebot zu letztwöchigen Preiſen gehandelt. Futtergerſte er=
mäßigte
ihren Preis um RM. 10 auf RM. 200220 (Vorwoche RM.
210220). Hafer bei einiger Auslandsnachfrage unverändert: Mais
leicht rückgängig. Der Markt iſt den Meldungen über die Witterungs=
einflüſſe
in den Produktionsgebieten unterworfen. Für Mehl trat
einige Konſumnachfrage auf. Gefordert werden für die 100 Kg. Weizeu=
mehl
, mit Sack, Spezial Null. RM. 41,2541,50 (Vorwoche RM. 41.50
bis 41,75); Roggenmehl RM. 34,2536,50 (Vorwoche RM. 3537);
Futtermittel nur gefragt, zumal die Mühlen mit der Ablieferung von
Futtermehlen im Rückſtand ſind, Weizenfuttermehl RM. 145015,50;
Noggenfuttermehl von den Mühlen nicht angeboten, vom Handel mit
RM. 15 5016 umgeſetzt, prompte Kleie RM. 1111,15; Januar=
März=Lieferung RM. 12.25 die 100 Kg. Ferner koſteten Malzkeime
RM. 16; Biertreber RM. 16,50; Erdnußkuchen RM. 21: Mohnkuchen
RM. 16: Palmkuchen RM. 15,50; Kokoskuchen RM. 20 die 100 Kg. ab
ſüddeutſche Station.
Amerikaniſche Kabelnachrichten.
* New York, 4. Dezember. (Priv.=Tel.)
Weizen: Nach ſchwächerem Beginn ſetzte ſich eine Befeſtigung durch
auf ſtarke Nachfrage für Export und widerſprechende Ernteberichte aus
Argentinien. Die Terwine zeigen Avancen bis 1½ C.
Mais: Nach ſchwächerem Beginn trat auch hier eine feſte Tendenz
ein auf kleine Ankünfte und die Feſtigkeit des Kaſſamarktes. Die Ter=
mine
konnten bis 1 C. anziehen.
Hafer: Der Markt nahm einen ziemlich feſten Verlauf bei kleinen
Kursſteigerungen.
Baumwolle: Das andauernd günſtige Pflückwetter rief anfangs eine
Abſchwächung hervor. Dann konnte jedoch eine Befeſtigung eintreten,
da amerikaniſche Spinnereien als Käufer auſtraten und Deckungskäufe
durch die Baiſſe vorgenommen wurden. Die Termine gewannen bis
12 Punkte.
Kaffee: Niedrigere ausländiſche Notierungen und ermäßigte braſi=
lianiſche
Forderungen hatten einen ſchwächeren Beginn zur Folge. Dann
konnte eine Befeſtigung eimtreten auf die Meldung, daß Braſilien beah=
ſichtige
, die Goldwährung einzuführen. Die Termine ſchloſſen nabezu
unverändert.
Zucker: Der Markt verlief in ſchwächerer Haltung auf Liquidationen
der Spekulation, ſo daß die Termine einige Punkte einbüßten.
Kakao: Nach ſchwachem Anfangsverkehr ſetzte ſich eine kräftige Er=
223. holung durch auf Deckungskäufe der Kommiſſionsfirmen und der Fabri=
ken
. Die Termine konnten bis 30 Punkte anziehen.

Kleine Wirtſchaftsnachrichten.
In Hamburg wird am 6. Dezember, vormittags, zum erſten Mal
eine Schuhbörſe ſtattfinden, die künftig regelmäßig jeden Montag ab=
gehalten
werden ſoll. Der Beſuch iſt nur Intereſſenten der Schuh=
branche
geſtattet.
Auf Grund des 8 40 des Börſengeſetzes ſind von Montag, den
6. Dezember 1926 ab 10 000 000 GM. mit 8 Prozent verzinsliche auf
Inhaber lautende Goldhypothekenpfandbriefe der Pfälz. Hypothekenbank
in Ludwigshafen zum Handel und zur Notierung an der Frankfurter
Börſe zugelaſſen.
Die Zündholzinduſtrie hat den Erlaß eines Geſetzes beantragt, das
die Errichtung neuer Fabriken von der Genehmigung des Reichswirt=
ſchaftsminiſters
abhängig machen ſoll.
Im Intereſſe rationeller Wirtſchaft ſind neuerdings Maßnahmen
vorbereitet worden, die eine einheitliche Regelung der deutſchen Glek=
trizitätswirtſchaft
bezwecken. Das Reich hat hier die Führung über=
nommen
.
Die Pepperell Manufacturing Co. in Biddeford hat mit den Maſ=
ſachuſetts
Cotton Mills in Lowell fuſioniert. Der neue Truſt bildet
damit die drittgrößte Spinnerei der U. S. A. mit annähernd 600 000
Spindeln.
Dillon Read and Co begaben 5 Millionen Dollar 4½proz. Deben=
tures
der Standard Oil Co. of New York zu 9734 Prozent. Die Bonds
wurden erheblich überzeichnet.

Frankfurter Kursbericht vom 4. Orzem her 1926

Staatspapiere
z) Deutiche
6=P%Reichsp.=Sch.
p. 1. 10 30
70 Baher. Staats=
Sch. p. 1 4. 291
6,% H. V.=Sch.
p.1 4. 29
6(,20 Pr St.=Sch.
p. 1 3. 29
6(.76 Pr. St.=Sch.
b. 1. 10. 30
72 Sächſ Fr.=Sch.
p. 1.7 33
796 Säch). Fr.=Sch.)
p. 1. 7. 30
6.%Württ. F. Sch.
v. 1 T 29
Dt. Ablöſungs=Anl.
einſchließlich
Ausloſungsſcheinen

Vorkriegsanleihen
5% D Reichsan!
4% D Reichsan!
4½ D. Schutzgb.
6811 u. 13
426 D. Schutzg. v. 14
420 Preuß. Konſ.
48 Baden. .....
4½Bayern ......"
420 Heſſen ..."
4% Württemberger!

0.79
16.85
16.8-
0.7
0.71

b) Ausländiſche
6%Bos. E.B 1914/
5% L.Inv. 1914
4½% 1898
63
½% 1902
.

6%0 Bulg. Taba102
4½% Oſt. Staarsr.
4v. 1813, Kdb= 1918
4½%Oſt. Schatz. 14

½%Oſt. Silberr.
Goldr.
42 einh. R.(kon)

6.8
27

3% Port./Spz. UI

5%0 Rum am. R.03 4½2 g Gold 13. am.konv. am 05 4% Türk. Adm.)08 4½ Türk. Bagd. I 49, (Bagd.) III 1911 Zoll. 4½ 7 Ung. St. 1913 4½ 2o St. 1914 Goldr. St. 10 Kronr. Eiſ. Tor.(

Außereuro.
päiſche
5% Mex am.inn.
äuß 99
5
Gold 04,ſtf.
kon) inn.
25 Frigat.
5% Tamaulivas I
Sachwert= Schuld=
verſchreibungen

Mit Zinsberech=
nung

10% Berl. H.=Bt. G.
Berl. St.=Gold.
8% Darmſt St..G. 97.5
8%0 D. Hyp.=Bank
Meining., Goldpf.
3% Frif.=Hyp.=V.
Goldpfdbr. 100.5
%o Frlf. Pfbr.=Bk.
Golopfdbr.. . 1102
5% Frif. Pfbr.=Br.
Goldpfdbr.. ..

5.75
11.75
22 25
8.75

23
15.65

23.5
3.25
29½g

ais

102

8% Komm.Odb. D.) Breuß. Pfdhr.=Bk. 13.05 Barmer Banw. 144.5 Salzwerk Heilbr 70ee Goldſchuldver Rhein, Hyp.=B.. 13.5 Bay. Hyp.=Wchſ. Tellus Bgb. .... 80.5 880 Heſſ Ldb. Goid. Rh.Wſtf. B.Cr.=B. 12.275 Berl. Handelsgeſ. Ver. Laurahütte 145 10% Komm: Elektr uos
198.5
100 Südd. Bodenkr. 15.9 Comm.u. Privatb. 125 Ber. Stahlwerke. Mark (Hag.) Gold.
Mannh St.=G.)
2 Mainz St.G
Naſſ. Odb. Gold.
8 Pfälzer 5. B Württ Hyp.=Bk.
Staatl. od. prov.
garantiert.
Heſſ. L.=Hyp.=B. 15 Darmſt.u.Nat.=Bl.
Deutſche Ban....
D. Eff.u. Wchſ.=Bk.
D. Hyp.=Bl. Mein.
D. Vereins=Bk. 258.5
184.75
132 Induſtrie=Akt.
Frauereien
Eichbaum(Mannh.) Goldpfandbr.. 101 Landeskr. Caſſel" Disk.=Geſellſch.
12 112s Genninger ....... 159 82 Pforzh. St.=G 97.75 Naſſau. Ldsb. . 8.25 Dresdener Bk. ... 162 Hereules. Heſſiſche 110 82Pr.C. B. Gr.=B
Goſdpfandbr.. 102. 25 Obligationen v. Frankf. Bi.
Frrf. Hyp.=Bk.. 124.5
157 Löwenbr.=Münch. 270
Mainz. Aktienbr. % Rh. Hyp =B. G. 99.35 Transportanſt. Frrf. Pfdbr.=Bk. . . 153 Schöfferhof(Bind.) 1276 7I.%Rh. St.=W. 25 137 4SDux. Bdb Em.81 Gotha. Grundkr. Bk. Schwarz=Storchen 142 10% Rh.=Weſtf. B.= 931 Lur. Intern. Banl 13.5 Tucher, Nürnberg Fr.=Bk., Goldpf. 42 Eliſ.=Bahn ſtfr. 7.8 Metallbank. 177.75 Verger ........." 139 88o
B2gSüdd. B.,Fr.=B. 425 Galiz. Carl=
Lud.=B./ 111, Mitteld. Crebitb.
Pfälz. Hyp.=Bk. 146.5 Aitum. Berlin. Goldpfandbr. . . . 101 abg.
4½ Kaſchau=Oderb. Reichsbank=Ant. . . 159.5 Adler & Oppenh.. Rhein.Creditbk. . 137 Adierw. (v. Kleher 109.5 Ohne Bins= abg.
15% Oſt. Nwſtb. 74 Rhein=Hyp.=Bk. 6% E. A. G. Vza. A. 90¾, berechnung Südd Disc.=Geſ. 157 52 A. E. G. Bzg.B. 86.5 5% Bdw. Kohl. 23 13.7 5% Oſt. Südb. (2). Oſterr Creditanſt. .8 A. E. G. Stamm.. 162 6%Großkr. Mannh. 2,6% Alte 4.25 Wiener Bantverein 5.55 Anglo=Cont. Guano Kohl. 25
6% Heſſ. Brk.=Rog. 6.325 2,6% Neue,
5% Oſt.=Ung. 13/74
4% Oſt. Staatsb. 83 14.25
15.7 Bergwerks=Akt.
Bochum Bergb. . . /173 Aſchaff. Zellſtoff .
Badenia (Weinh.)
Bad. Maſch. Durl. 149.75
6.5
120. 5% Roggen 23 8. 3%Oſt. 1.b.8.E. Buderus. 112.5 Bad. Uhren, Furtw. 28.9 5% Pr. Kaliw. 5.7 3%Oſt. 9. E. Dt. Luxemburg: .. 1173 Bamag=Meguin. 53 5% Pr. Roggenw. 3%Oſt. 1885 .. Eſchw. Bergw.. . . . 176 Baſt Nürnberg ... 5 % Südd. Feſt=B. 6 2.28 13%Oſt. Erg. Retz Gelſenkirch. Bow. 1175 Bayr. Spiegel ... Vorkriegs-Hyp.=B. 2 Raab Oedbg. 83 33.75 Harp. Bergb. Bea & Hentel .... 78 Pfandbriefe 91 30.5 Jlſe Bergb. St.. /259 Bergmann El. ... 158 Bay Vereinsb. 97
425 Rud. Silber 26.75
7.70 Genußſchein.
Kali=Aſchersleb. 147
144.5 Bing. Metall.
Brem.=Beſigh=Sl. 46.5 Bayr Handelsb. 22 4 Rud. Salzig.) 7.75 Kali. Salzdetfurt. Bürſtenfbr Erlang. Bayr. Hyp.u. Wechſ 4½% Anat., S.! Kali. Weſterregln. 155 Sement=Heidelb. /132.5 Berliner Hyp. Bk. 4½%Angt, S. 11/ 337, Klöcknerwerte. 152 Cement, Karlſtadt Frrf. Hyp.=Bk. 15.4 4½% Anat. S. 111 Mannesm.=Röhr. 1190 FCement, Lothr.. . . Frif. Pfandbr.B.
Hamb. Hyp.=B. 18.4 3% Salon. Monaſt. 25.71 Mansfelder ...... 137 lShem. Albert. ... 12.4 15% Tehuantepee. Oberbedarf ....." 1111 Chem. Brockh. Mecklb Hyp.=u. Wb. 8.3751 4½% Ltavi=Min.=Ant.. 39s. Chem. Milch. Meining. Hyp.Bi. 12.4 Vank=Aktien Phönir=Bergb. ... 129.75 Daimler=Benz A. G. 1104 Nordd Gr.Cr.=Bk.
Pfälz. Hyp.=Bk. ... 16.25 Allg. D.=Kredit:.. Rhein. Braunk. . ..
Rhein. Stahlw... . 246.
199.5 Dt. Eiſenhandel.
Deutſche Erdöl ... 87
179.5 Preuß. Bod.Gr.=B 12.4 Bad. Bk. ... . .. 160 A. Riebeck Montan 81.75 D. G. u. Silb. Scheid./1 173 Pr. Cent.=B. Cr.=B. 13.6 Bk. f. Brauind. . 169.5 Rombach. Hütte. 14.5 Dingler, Zweibrück.

Dresd. Schnellpr.
Dürrkopp.
Dürr. Ratingen
Lyckerhoff & W.
Eiſenw. Kaiſersl.
El Licht= u. Kraft 1
El. Lieferung ....
Eli Bad. Wolle .
Email. U rich .
Enzinger Werke
Eßlinger. Maſch.
Ettlinger Spinn. .
Faber Bleiſtiſt. ...
Faber & Schleicher
Fahr, Birmaſens.
Farbenind. J. G.
Felten & Guilleau.
Feinmech. (Zetter)
Feiſt, Sekt. Frrf.
Frankfurter Gas
Frankfurter Hof
Frkf.=M. Pok. u. W.
Fuch Waggon St.
Geiling & Cie..
Germania Linol.
Gelſenk. Gußſt.
Goldſchmidt, Th. .
Gotha Waggon ... 22
Gritzner, Maſch.. . /121
Grün & Bilſinger 1141.5
Hafenmühle Frkft.
Hammerſen
Haniw. Füſſen ..
Hanſa Lloyd, Br.
Hartm. & Braun..
Heyligenſtgedt . . . / 39
Hilpert, Armatur.
Hindrichs-Aufferm.
Girich, Kupfer
Hoch=Tiei Eſſen . 1
Hoizmann
Holzvert. In
Hydrom. Breslau
Fnag ..."
Junghan: St....
Kammg. Naiſersl. 142
Karlsruher Mach.

Aa c
77.75
E9
154
153

2o5
103
96.5
44
326
88.5
118
84.75
78
0.58
102
196
25.5
139.75

113
115
63
99
111
104.5
164
72
73
43

Karſtadt. R 160 Alein Sch. & Becker 98.s enorr, Heilbronn. 153.5 gonſerv. Braun .. 55.25 grauß, Lokom. ... 69* Lahmeyer 134 Lech. Augsburg 115.5 56 Lederw. Rothe 42.5 Spicharz. Lingel Schuhw. Löhnberg. Mühle 52 Ludwigsh. Walzm. 108.75 Lüdenſcheid Metal! Lux, Induſtrie 38 Mainkraft Höchſt 107.5 Mars=W. Nürnber, 1.36.2: Metallge), Frif. 177 Miag. Mühlenb. 126 Moenus, Stamm. 56 Motoreni. Deutz Motoreni. Oberurſ. Münch. Lichtſpielk. Reckarſ. Fahrz. ... 105.75 Neckarw. Eßlingen 121 Beters Union". 118 Pſätz. Näh Kahzſer 66 Philipps.. 45 Porzellan Weſſel Lrometh. Frrf. ... Rein. Gebb. & Schal 110.5 Rhein.Elektr. 14.. Rhenania, Aachen Rütgerswerte ... 134.4 Schleußner ......" Schneib. E Hanau. 63 Schnellpr. Frank. 81 Schramm Lackf. 7s.25 Schrift, Stemp.. 120 Schuckert, Elettr. 1 159.75 Schuhf. Weſſel...! 69I. Schuhi Herz.. Schultz. Grünjack 51.5 Seilind. Wolff... 69.5 Siemens Glas ...!! 169 Siemens & Halske 198.5 Südd. Immob. .. n8 Thüring. Lief.-Geſ. 191 UnhrenFurtwäng! Beithwerke Ver f. Chem.Ind. Ver.b. Olfbr. Mann 72.7 Ver. Faßf. Caſie! 74.5 Gummi. Bin.=Frki. 815 Pinſel=Nürnberg. ültramari 160 Zelſtoff Berl. ... 1116.75 Bogtl. Maſch. Voig:& Haeffner 117.5 Volthom Seil ... 61 Banß, & Frehta 144 Begelin Rußfbr. 105 Zellſt. Waldhof ... Zucker). Waghäuſel 131 Zuckerf. Frankenth 104 Zuckerf. Heilbronn 130 Zucker. Ofſſtein 168 Zuckerf. Rheingau Zuckerf. Stuttgart 131 Transporte und
Berſicherungs-Akt. A. Dt. Etſenbahn Dt Eiſenb.=Geſ 103.5 El. bochbahn=Berl. Schantung E.B.. 15.75 Südd. Eiſenb.=Geſ. Hapag ..." 175 Nordd Lloyd. 168.5 Frrſt. Allg. Ber). 1111.5 Frankona Rückv. 80 Darmſt. Berte Bahnbedarf.. Dampft. Rodber/ 15 oelvet ia Konſ... Gebr. Lutz ....... 39.5 Motor /. Darmſt. Gebr. Roeder". Venulety & Ellenb. [ ][  ][ ]

Nummer 337

Sonntag, den 5. Dezember 1926

Geite 21

Boſſende Weihnachtsgeſchenke
Stand= und Wanduhren, Wecher
Taſchen= und Armbanduhren
Trauringe in 8 und 14 Karaten
zu billigſten Tagespreiſen.
Jacob Eckstein
Uhrmachermeiſter 17945a
1 Große Ochſengaſſe 1
Eigene Reparatur=Werkſtätte.

Selten ſcöne (731960
Chriſtbäume
Fichten und Edeltaunen in jeder Größe.
Karlſtraße 61
(zwiſchen Heinrich= und Annaſtraße),
Au geſuchte Bäume werden auf Wunſch
bis Weihna yten aufbew ihrt.
Kr
Pack= und Ein K

ſchagpapiet
in Bogen und Rollen
liefert billigſt (17819
Jatob Skurnit
Bleichſtra e 46
Telephon 1791.

Brennhol
Guche und Eiche
geſchnuten
1 80
ofenfertig
1.80
per Zentner (14814 frei Haus
Heinrich Kämmerer!
Ww., Pfungſtadt,
Evernädter r. 46.

Ca. 3u Rmir.
Buchen=
u
. Glwgeaſcheit
gällung 25/-5
zu veikufen. (* 31905
Naheres Geſchäftsſt

Unterricht

Matgematik, ceine u
angewdt.,d akad. geb
Lehr Vorber. a. alle
Ziele. Nachh. itt=
mannſtr
30, (B829

Lan jährig. Bühuen=
ſänger
ert. Unterr
Vorzütgl. Tonbuldg
Atemtechnik. Std 2
Angeb. u. F 219 ar
die Geſchſt. (* 32003

Reſt. Kratſch.
Mittagstiſch 80 3
Abendtiſch 65 J
und höher (160 42
Magd lenenſtraße,
gegenüb d Hochſchule.

Immobilien

Haus
mit Wirtshaus i. gu=
ter
Lage Darmſtadts
zu verkaufen. Näher.
an Selbſtreflektanten
durch F 199 an die
beſchäftsſt. (*31950
Gutes Haus
direkt vom Verk. zu
kauf. geſ. Barzahlung
15-18 000 Mk. Angeb.
unt. F 191 a. d. G.
*31901)
500 Quadratmeter
Gartenanteil
ganz oder geteilt zu
verpachten. Näheres
Pankratiusſtr. 49 pt.
31989)

Erstklassige
Referenzen

Streng korr.
Arbeiten

mit großer Torein=
fahrt
und Hofteite
(ca. 5 0 qm Arbeits=
räume
) mit Dampf=
heizung
, Licht= und

Anfr. unt. B
ie Geſchſt.

(12933

Kleine Fabrik
mit Dampfheizung, Kraft= und Licht
(ca. 380 qm Arbeitsräume und
Bodenräume) preiswert zu verl
Anfcagen unter F 223 Geſ bäftsſt

3R4

ETAGENRAUS

Liebfrauenſtraße zu verkanfen.
Preis 20000 D,k. (* 3.
Immobilien=Reitz
Luiſenſtr. 6, Voh. II.
Telefon;

Zimmer, Wintergarten, entſprech. Ne
räume, Garten, Hochherrſchaftl
jeglicher Komfort, Zentralheizung
Preis Rmt. 85000. Anzahlung
Uebereinkunft.

Eliſabethenſtraße 5

Hermittlungen
Villen- / Einfamilienhäuser
Geschäfts u. Etagenhäuser
Stets
Angebot
Nachfrage
Telephonische Auskünfte können wir auf
Grund der strengen Vertraulichkeit
unserer Unterhandlungen nicht erteilen.
Bei schriftlichem Ersuchen erfolgt
persönlicher Besuch
Friedr. Dungeldei & C0.
Elisabethenstraße 511 (17907
Geschäftszeit von 8 bis 12 Uhr und von 2 bis 6 Uhr
(Sonntags geschlossen)

DNIA
18 Zimmer, Nebenräume ete., äußerſt) Näheres Geſchäftsſt.
maſſiv gebaut, Herrſchaftlich, ca 3000 am
Paick=Garten, Edelobſt. Gartenhaus, Ga= KLugeräumeß
rage, Stallungen etc., vortrefflich geeignet
für Sanatorium, Klinik, odgl. (vornehmer
Ruheſitz). Preis Nmk. 110000., An=
zahlung
nach Uebereinkunft.

Eliſabethenſtraße 5 17904
(Telefoniſche Auskunft wird nicht erteilt)

DIEIA;
Stadiinneren gelegen, 8 Zimmer uſw. Auto=/Zentralheizung u. be
garage, ringsum von Garten eingeſchloſſen, im 1. Stock meiner
bei R.=Mk. 36 000 , mit R.=Mk. 40000.
Anzahlung ſofort zu verkaufen.
Friedrich Dingeldein & Co.
Elisabethenstraße 5 (17906
(Telephoniſche Auskunft wird nicht erteilt.

Im Zentr. gr., helle
Büroräume
1 Treppe hoch, für
nur ſaub., vornehm
Betrieb zu vermiet
Angebote u R 213
Geſchäftsſt vze0-ogi I.
Wohwngstauſch Wohnungs-
täusch
.
ge/Geſucht: Sch. 6 B.,
n! Wohnung mit Bad
u. Bubehör. (17477
Geboten: Eleg 93
2 vyn. m. Bad u.
Zubeh., in Hügel
ſtraße 9, I.
Angeb. an Oberforſt=
1meiſter Block, Offen=
bach
a M, Körnerſtr Wohnangstauſch.
Weboten: Schöne 3=
Ziimerwohn. mi
Küche in gut. Lage
in Traiſa. (1793e
Geſucht: 34 Zim.=
4ohng. in Darm ſtadt.
Alters Tauſchbüro Mathildenſtr. 10, I.:
2 gut möbl. Zimmer Eliſabethenſtr 94.

*
3 Zimmer
3 große
und 1 21. leeres Zim=
mer
mit Küche z.
vermieten. (1793 zu verm. (31468mg
Soderſtraße 59, part.
möbl. Zimmer mit
elektr. Licht zu verm.
(*31977) Im Geiſenſee 9 ( Tin=
tenviertel
): möbl. Z.
in beſt. Lage zu vm. Alters Tanſchbüro
Eliſabethenſtr. 34.
Fanswärt Bohn.
In Gr.=Zimmern
ſchöne 3 Zim.= Wohnung 1. Stock, m. Küche u.
Manſardenzim, neu=
zeit
ich eingerichtet.
Speiſekammer, Bal=
kon
u. Glasabſchluß
zu vermieten. (*17865 Manſarde
z. Unterſt v. Möbeln
uſw. geeign. z. verm Ang u. B. 147 a. d
eſchäftsſt. (*31710fg
Geſchäftsräume

Büroräume
im Zentr., p. 1. April
od. früher zu vern
Augebote u. F 190
Geſchäftsſt. (*319/8
Beſchlagn 3 Zimmer
mit Diele, Küche, 2
Darmſtadt zu vermie ziehen. Jahresmiete
Philipp Feldmann, Baug
Telephon 1168
3 gr. und 1 II mit Küche zu vert Fa. J. Glückert, 1 Zleichſtr. 29. (*32008

F. neuer Gendepfen
billig z. vk. Biumen=
hein
. Nieder= Ram=
ſtädterſtr
67 (31411eg

Vooo4

S

ist U. bleibt das beste
ei Stte
Wenn Sie es bisher
nicht wussten, so ma-
chen
Sie einmal die
Frobe.
Kur ſarbige Sachen
gehügt eine einfd-
che
bailte -Ouge.
Die wunderbare
Keingungskraft
dieses Waschmittels
bewirkt auch so
schon die sorgsam-
Ste Sauberung.

Tafel-Gedecke
Tischtücher und Servietten
in jeder Größe
Einfachste bis allerfeinste
Qualitäten
Tee-Gedecke
mit 6 und 12 Servietten

Sichbargs
Markfolgenr
KSithofmlnenftn !
17864

Eiſenbahn

Lodenanzüge (44.
3) zu veik. ( 3200
hönring 46, II. ls

Faltboot
Damenrad
Ski

ab. Ub

(17919)

ſel 9.N0d,
ergeſt., neu be=
nicht
gefahren,
do, mit elekr.
u. Gepäckträger,
z vk. 117880
Imſtraße 30 E.

Eine ¾ Lerngeige
m. Kaſten, 1 Mo=
torſchiff
, 55 cm
lang, 1 maß. Luft=
druckgewehr
für
Bolzen u Schrot,
1 Geſellich.=Spiel
(Windmühle),
auch für Erwachſ.,
all.fn ,alsWZeihn.=
Geſch. b. zu verk.
Zu erfrag, in der
Geſchſt. (31991

verk. Wenig geſpielt.
Opern, Militärſtücke
Weihn.= u. ſonſtige
Lieder. Vorm. 103

Faſt neues
Piano
gr. Ton, ſchw. pol.,
ſehr preisw. z. vk.
Kuntel
Möbelgeſch ( 32019
Wiener raße 83.

Lüfenntädte
wundervol es Inſtru=
ment
, für Vereine
beſ. geeignet, preis
wert abzugeb. Näh.
Geſchäftsſt ( 3199

chön. Modet
Dampfmaſchine
mit Kupfeckeſſ.
billig zu verk.
Liebigſtr 10, Man=
ſarde
. Anzuſ v.
5 Uhr ab ( 32011si

Suche 3 bis 4 Zimmer
mit Küche oder Küchenbenutzung, möbl od
unmb l Ana u F128a. d Geſchſt. (17693uig

Achtung!
Beſchlagnahmefreie Wohnungen
auch teilweiſe möbliert, ſofort geſucht
Wohnungsnachweis Reitz
Luiſenſtr 6, Vorderh,il. Tel. 3982. (*31963

OnTaren
in guter Geſchäftslage mit od. ohne Woh=
nung
zu mieten geſucht. Angebote mit
Preisangabe unter F 218 an die Geſchäfts=
31971
ſtelle erbeien.

Willa
zu mieten geſucht.
Angebote unter F 114
an die Geſchüftsſtelle.
E316B5dsg)

Selbſtändig. Elektro=
meiſter
ſucht
=Zimmer=Wohnung,
a. Manſarde (beſchl.). Angeb.1
212 Gſchſt (31970

für Kleinauto,
nög ichſt alleine, zu
mieten. Angebote
erbeten an Müller,
Darmſtadt. Moſer=
ſtraße
15. (17878

Befchlagnahmefreie
2 Zimmer
mit Küche von Heiz.
Monteur (welch. evtl.
Heiz. im Hauſe verſ.
aldigſt geſ. Angeb.
inter F 192 a. d. G.
(*31915)

Praktiſches
Weihnachts=Geſchen!
Anzugſtoffe
(ie 3,25 m) braun

Staatsbeamter
ſucht in ruhig. Hauſe
möbl. Zimmer zu
mieten. Zentrum der
blau, grau, ſowie gut Stadt Bed. Preisan=

erhalt Gehrockmantel gabe erbet. u. N 205
aus Privathand bill, an die Geſch. (*31934
bzug. Stalf. Pankra=
tiusſtr
. 48, II. (*31968 Möbliertes od. leeres
Manſ.=Zim. m. Küche
Zumieten geſucht) im ſütdl. Stadtteil zu
miet. geſ. Ang. unt.
P 169 Geſchſt. (*31816
Artet Maau, Höh. Beamter
geſ. (50100 Perſ) ſucht Nähe Hauptpoſt
für chriſtl. Verſamm=/ 1 oder 2 gut möbl.
lungszwecke. (* 1925 Zimmer. Ausf. Ang.
Angebote u. F 193 erb u. F 198 an die
an die Geſchäftst Geſchäftsſt. (*31962

Darlehen
gibt Bank durch
Georg Ebert, Darmſt
Hügelſtraße 75.
Teleph. 1117.
Beſte Referenzen!
Sprechzeit: 111 u
37 Uhr (e31760i ds

200 Mk. von Selbſtg.
kurz gef. Sehr gute
Sicherh. Angeb. unt
P 209 Geſch. (*31929

150 Mark
von Selbſtgeber au
½ Jahr zu leih. geſ
Bedingungen u. An
gebote unter F 201
a. d. Geſchſt. (*3195

150200 Mark
Selbſtgeb. zu leih.
geſucht gegen pünktl.
mon. Ruckz. u. hohe
Zinſen. Angeb. F 204
a. d. Geſchſt. (*31936

I,Hypotheken
von ca. Mk 10000. an in jeder
Höhe auf APohn= und Geſchäfts=
häuſer
und Güter beſchafft provi=
ſiensfrei
zu Original=Bankbedin",
ungen bet hoher Auszahlung und
Beleihung innerh 14 Tagen (B 9118
Hans Heldmann
Schießhausstraße 53

vermittelt (für Geldgeber toſtenlos) Bank=
geſchäft
Friedrich Zaun, Darmſtadt,
Luiſenplatz 1 Fernſpre ver 13.89. 96 4a

1. Aypotkeken
ca. 100% Auszahlung, 89 Zins
erledigt innerhalb 10 Tagen (15956a
Georg Ebert
Darmstadt, Hügelstraße 75
Telelon 1117.

it

Trundſchuldbriefe kauft und beleiht laufd.
Induſtriekredite zu günſtigen Bedingungen
Schade & Riewe, Berlin, Markgrafenſr. 1.
(TV 17894)
1 Stamm
Sermarif
Bronc.=Puten
1925er Brut, zu verk.
Kangrienhägne
zu ver auf. (*3200/ Sberſtadt, Franken=
ſteinerſtr
. 100. (*31949
Heß, Eliſabethenſtr 62

Für Liebyuvee
Stück Angora=
Kaninchen, lang=
haarig
, preiswert zu
verkaufen. (1793
Willi Fey.
Pankratiusſtr 26½,

6 Legehühner
1925er Frühbrut, zu
verkauf. oder zu ver=
tauſchen
. Erbacherſtr.
15, Stb. pt. (*31765

Paſſendes
Weitnach s schenk
Einige raſſereine
Cooker=Spaniels
3 Monate alt, billig
abzugeb. Alexandra=
weg
17. (31937

Rottweiler
(prima) billig zu ver=
kaufen
. Kehres, Alte=
Niederſtr. 7 I. Stock.
(*31908)

Weser=Zeitung
BREMEN
Täglich 2 Auegaben
Pührende, im 80. Jahrgange erscheinende polltlsche
Tageszeitung Nordwestddeutschlands.
Handels-, Industrie- u. Schiffahrts-Blatt.

Werbemittel ersten Ranges
durch seine weite Verbreitung in den vornehwen und
kaufkräftigen Kreisen ganz Nordwestdeurschlanda.

[ ][  ][ ]

Arnold Rode
Schulstraße 3 (15965a
Spielkarten Gese lschafts-Spiele
Darmſtädter Leſezirkel
Neichhaltig! Billig! Frei Haus!
8 Zeitſchriften wöchentl. von 0 25 Mk. an.
Valentin Roeder, Saalbauſtr. 69.
Proſpeite koſtenlos. (15594a

Preise 0.70, 1.-, Kinder die Hälfte
Die Presse schreibt u. a.:
Tagblatt: Dieser Scherenschnittfilm ist eine geniale Leistung.
Volksfreund: Man mnß den Film sehen. Er ist hinreißend.
(17913
Landeszeitung: Der Film ist ein Wunderwerk.

7 Akte nach der beliebten Operette
Hauptdarsteller:
Mady Christians, Walter Rilla, Marcella
Albani, Bruno Kastner, Viktor lanson,
Paul Morgan, Wilh. Bendow u. a. m.

6 Akte!
In den Hauptrollen:
6 Akte!
Imogene Robertson, Werner Fuekterer,
Maly Delschaft, Agnes Müller.
Wochenschau Einlage Lustsplel
Die Schmiede des Hasses
Sensations-Roman in 6 Akten. (*32028
Von 24 Uhr haben Jugendliche Zutritt!

Leizte Abendvorstellung 8 Uhr

Allee-Restaurant Rumne bräu

Rheinſtr. 101

Jnh N. Geidenreich

Telephon 2519

Die Befrelung aus dem Serall
lustige Akte mit Monty Banks. 417845

Laswigshohe i9t
Heute nachmittag 4 Uhr 17874

Städtiſches Orcheſter
Leitung: Obermuſikmeiſter Hauske
10er=Karten haben Gültigkeit.
Für Nichtkonzertbeſucher oberer Saal

Hotel-Restaurant
Prinz Heinrich‟
Heute
Sonntag abend 8 Uhr:
Familien-Konzert!

Anerkannt beste Küche
und Keller. (* 31938

Ja, 75 5, 0556

Muſikverein.
Dienstag, den 14. Dezember, abends 8 Uhr,
im Großen Hauſe des Landes=Theaters
Erſtes Konzert:
Mozart
Chorwerke und Konzertarien.
Soliſtin: (17861
Margarethe Bäumer aus Stuttgart.
Hauptprobe:
Montag, den 13. Dezember, abends 8 Uhr.
Kartenverkauf
bei Nonzert=Arnold, Wilhelminenſtraße,
Religionswiſfenſchaftliche Vorträge
des Epangel. Bundes.
Der Vortrag
des Privatdozent. Lic. G. Wünſch, Marburg
(17843
über
Proteſtantismus
und wirtſchaftliches Leben
findet =ontag, den 6. Dezem er, abends
8 Uhr, im Feſtſaa’ des Gymnaſiums
Karlsſtraße 2, ſtatt.
I. Platz 1. Mk., II. Platz 0.50 Mk.
Für Studierende u. Schüler halbe Preiſe:

Secker,Nachf.
Linſen, große Pfd. 55 S audwigshöhſtr.1.

(B16749)

Abonnement, Großes
Haus: C IRang=Loge
(2 Vorderſitze) für d.
keſt d. Spielz. abzg.
Zu erfragen in der
Geſchäftsſt. 7 31958

Grammophon=
Platten
elektriſche Aufnah=
men
in großer Aus
wahl. Apparate geg.
bequemeTeilzahlung.
Reparaturen prompt
und billig. (15667a
Muſikhaus Bund
nur Schu hardſtr. 9.

Billige
Regenſchirme
(113598
ſolid).
Fohanna Techel
Schillerpl. 3, i Uhren=
haus
. Kein Laden.
Reparaturwerkſt.

ſofort
Piano Mk 4.50
Flügel Mk. 5.50
durch (17070a
erſtklaſſigen
Konzertſtimmer
Alarier-Arnole
Eliſabethenſtr. 28
Tel 2457, 975

w prompt
Strümpſe an defert.
u angeſtrickt Grafen=
ſtr
. 27, Bh.,I ,1./17682a

Paßbilder
n einer Stunse
billig und gut.
Thiele Nachf.
rur Rieiaſtr.9, Td1912,

Empfehle für heute
Mittagstisch in vorzügl. Zubereitung
Mk. 0.90 Königin=Suppe, Sächſiſche Krautwickel, Kümmel=
tunke
, Salzkartoffeln.
Mk. 1.30 Königin=Suppe, Gepökelte Ochſenbruſt mit
Meerrett, Salzkartoffeln, Torte od. Bohnenkaffee.
Mk. 1 60 Königin=Suppe, Shweineſchnitzel umlegt mit
Gemüſen, Torte oder Bohnenkaffee.
Mk 2.00 Königin=Zuppe,Gepökelt. Ochſenbruſt, Meerrettich,
Kartoffeln, Schweine=Schnitzel, Möſtkartoffeln,
Endivien=Salat, Torte oder Bohnenkaffee.
11
uhr Künstler-Konzert uhr
Eintritt frei.
(* 31926

Die Dezember=Nate
iſt fällig. Zahlungen
an die Geſchäftsſtelle
bei Chriſtian Arnold nur
vornaittags bis zum
10 Dezember (17910
Samstags geſchloſſen
Aobierſimer
Emil Schuitze
Kammermuſiker i. R
Schießhausſtr. 29.
Auskunft auch bei
Thies Nachfolger
Eliſabethethenſtr. 12
Piano 4 50 Mk
Flügel 5.50 Mk.
(*31531mfg!
Golumbia= u.
Odeon=Platten
elektr. Aufnahmen in
groß. Auswahl /15668a
Muſikhaus Bund
nur Schucharoſtr. 9
Fachm Repar.=Werkſt.
Purven und Babis
in allen Größen zu
den niedrigſten Prei=
ſen
. Klappacherſtr.
Nr. 80, I 31900

Union-Theater
Der größte Sensationstilm der Saison:
Jagd auF Henschen‟

6 Akte, mit Carlo Aldini in der Hauptrolle.
Die übrigen Hauptdarsteller: Maly Delschaft, Vivian
Gibson, Margarete Kupfer, Hans Albers, Ellen Plessow,
Erich Kaiser-Titz.
Billy gelt unter die Schwerennöter
Lustspiel in 2 Akten.
Die neueste Wochenschau.
Ingendliche haben Zutritt! 32025
Letzte Abendvorstellung 8 Uhr.
Anfang 2 Uhr.

Schutzm.
Elektrische Aufnahmen
in höchster Vollendung
Weihnachts-Plaften
Chöre X Orgel-Aufnahmen
Uberaus reiche Platten-Auswahl
Nene Hünstler-Anfnahmen
Ouvertüren, Dirigent: Leo Blech
Schlusnus / Scheidl / Leisner / Ada
Sari / de Paolis / Walter Fischer
Josef Wolfsthal / H. Solloway, Violine
Original
Amerikanische Jazz-Kapcllen
Sam Wooding-Band
Dave Caplan’s Toronto-Band
Schmissige neue Tanz-Schlager mit Gesang
Tanzplatten von:
Efm Schachmeister / MarekWeber
Paul Godwin
2 Tänze zuf der 25- Em- Platte 3.50 M.
Verlangen Sie überall die Monatsschrift
DIE STIHHE SEINESHERRN"
Vollständige Plartenverzeichnisse
Unterhaltender Inhalt / Preisausschreiben

Ein Munder
an Hlangtäue.
u. plastischer
Ton-
wieder
.

Heute Sonntag, 2 Vorstellg.
nachmittags 4 Uhr

Märchen Kinder-Vorstellung des
Münchener Kasperltheaters
Kleine Preise: 0.40, 0.60, 0.80, u. 1.
Abends 8 Uhr
Einmaliges Gastspiel des
Frankfurter Theaters
(17916
Das
Uchte Karu

zeitgemäß. Schwank in 3 Akten von
O. Schwarz und E. Mathern

Götter

Freia Göttinnen . . . Hedwig Werle

Faſner
Alberich) Nibelungen Heinrich Kuhn
Mime 1

Eintrittspreise: 0.80 bis 2.50 Mk.
Sonntagskarten s. lokaler Teil.

gabe

Electrigrammophon
das vollkommenste Musik-Instrument
Beaueme Ratenzahlungen
Fragen Sie nach diesen Apparaten u. Platten
in den ofüziellen Verkaufsstellen der
Deutschen Grammopkon-Akt.-Ges.
Georg Karp
Darmstadt, Ludwigstr. 20

1)

F77EEETTTETTTTTTTTTTTTTTT IIm
Apparate und Platten
bei

Karp

Ludwig-
str
. 20

Alleiniger Spezialvertreter
für Grammophon
(17439a

K
Großes Haus
Sonntag, den 5 Dezember 1926
avends 7½ Uhr (pünitlich)
Sonntags=Fremdenmiete (3. Vorſt.)
Der Ring des Nibe ungen
Ein Bürnenfeſtſpiel für drei Tage und
einen Vorabend, von Richaro Wagner
Borabend
Das Rheingold
Muſikaliſher Leiter: Max Hüsgen
In Szene geſetztv Hans=Esdras Nutzenbechei
Bühnenarchitektur: Arthur Pohl

Perſonen:
Wotan
Joh. Biſchoff
Donner
... Imre Aldori
Froh
Guſtav Deharde
Gotthelf Piſtor
Loge
Anna Jacobs
Fricka
Erda
Martſa Liebel
Faſolt / Rieſen . . . . . Heinrich Hölzlin
Alfred Karen
Eugen Vogt
Paula Kapper
Woglinde
Wellgunde /Rheintöchter Annelies Roerig
Grete Penſe
Floßhilde
Nibelungen
Schauplatz der Handlung: 1. In der Tiefe
des Rheines. 2. und 4 Freie Gegend auf
Bergeshöhen am Rhein gelegen. 3. Die
unterirdiſchen Klüfte Nibelheims.
Spiellvart Fritz Wilde
Preiſe der Plätze 1 bis 10 Mk.
Eintritt der Mieter in den Zuſchauerraum
nur gegen Vorzeigung der Mietkarte zuläſſig
Die Eingänge in den Juſchauerraum
werden bei Beginn der Korſtellung
geſhloſſen. Zu ſpät kommende
Beſucher können nicht wiehr eingelaſſen
werden Keine Pauſe,
Eufang 7½ Uhr ſpünktlich) Ende 10 Uhr
Kleines Haus
Sonntag, den 5. Dezember 1926
vorm 11 und nachm. 3 und 5 Uhr
Die letzten 3 Borfü rungen
des Ufg=Scherenſchnitt ilms
Die Abenteuer des Prinzen Achmed
von Lotte Reiniger
Preiſe der Plätze: 0.70 und 1.00 Mk.
(Kinder 35 und 50 Pfg.)

Abends 7½ Uhr

Außer Miete

E geplagder Fmiljevadder
Darmſtädter Lokalpoſſe in 4 Bildern
von Dr. Georg Büchner
In Szene geſetzt von Eduard Göbel
Bühnenbild: Georg Pfeiffer
Spielwart: Ernſt Langédorf
Aufgeführt durch die Heſſiſche Spielgemeinſchaft
Perſonen!
Knotterich, Rentner . . . Julius Harres
Taroline, ſeine Frau . . Elſe Arnold
Marie, deren Tohter . . Elſe Schopp
Eduard, ihr Sohn (Sekundaner Hans Wolff
Faß, Bierbrauer.
Gg Rodenhäuſer
Heinrich, ſein Sohn . . Ernſt Ld. Stay
Edinund Roſenro h, Primaner . H. Harres
Dr Spiehrer, Gymnaſial=
lehrer

Ernſt Ld. Göbel
Katrine. Magd beiKnotterich Auguſte Alt

Heim, Shutzinann
Kohlmann, Schreiner Willy Hermes
Jakob, Schloſſer . . . . . Auguſt ( roß
Kaufmann, chneider . . Ernſt Stößel
Emerantia Wunderhold . Elie Lauahardt
Lenchen Bimbelbach . . . Aenne Törſam
Kätchen Kleinſhmidt . . Erna Alt
Minna, Keilnerin . . . . Aenne Dörſam
Zeit der Handlung; 1890
Preiſe der Plätze: 1 bis 3 Mk.
Pauſe nach dem 2. Bild
Anfang 7½2 Uhr
Ende 10 Uuhr

Georg Delp

OffenbacherLederwaren
kaufen Se ſehr billig und auf Teilzahlung als
Weihnachts=Geſchenk

1334mgm
E. Böckner Hermann
Lauteſchlägerſtraße 17, Hinterhaus
vur 1. Stock.

[ ][  ][ ]

und der billige Preis macht den
echten
Liekkromopnon

zum Liebling aller Musikfreunde
Alleinvertrieb
Christian Arneld

nur am weißen Turm, nur Ernst-Ladwigstraße 5
(17857)

ooo-oobos
UURTRAIZ
über den
ELEKTRO-OEKONOR
finden statt:
In Fränkisch-Crumbach
Gasthaus zur Linde am Montag, den 6 Dezbr., abds, 8 Uhrl
in Pfaffen-Beerfurth
5 Gasthaus L- Höng. am Dienstag den 7 Dezbr. abds. 8Unrl
Die Vorträge sind mit einem Probekochen verbunden
Der Elektro-Oekonom gestattet, wie sich jeder über-
zeugen
möge, die billige und praktische Anwendung der
Elektrizität im Haushaltzum Kochen, Braten und Backen!
Der Eintritt ist trei!
Die verehrlichen Einwohner von Fränkisch-Crumbach sowie
Pfaffen-Beerturth und Umgebung, insbesondere die verehrlichen
Haustrauen, sind zu diesen Vorträgen höfl. eingeladen.

Berufskundliche Vorträge
Hörſaal 326
Techn. Hochſchule
Montag,
6. Dezember 1926, abends 7.30 Uhr
Land= und Forſtwirtſchaft. (8t 17714
Gärtnerei, Obſf= und Beinbau.
Metallgewerbe, Holzgewerbe, Baugewerbe.

Hess.

R

A.-G.

(17884

Eine Besichtigung
wird Sie von meinem
16925a
vortellhaften Angebot in
daren
überzeugen. Auf Wunsch
Teilzahlung in beuemen Raten.
Kein Laden, daber billige Preise!
Kiesstr. 34, 1. Etage, Ecke Hochstr.
Reparaturen Umänderungen werden schnellstens erledigt.

Ein
Weihnachtsgeschenk
für Allel
Als Beweis unserer
Leistungslähigkeit:
hochwertge, komplette
Detektor-Station
nur Mk. 16.
(inkl. Apparat. Detektor
Hörer, Antevnenmaterial)
Kemplette Röhren- Stationen
Sämtl hochwertigeEinzelteile
Lautsprecher tunßena f
ebenfalls sehr billig
C. Bossler & Co.5
Telet. 2/40 Darmstadt Kirchstr. 17
Unverbindliche Vorführung,
kostenlose, lachmännische Beratung
Adventsonntag geöftnet!

O
Stol. 80 3 Auftr. u. R172
an die Geſchſt. zi825

Soollegblle Cagltät

e
Zalewstks Deutſche
Lebertranct. 1.80
Emulfion s. 1.40
3
oooeeooeseocesee
Abgelagerte handgemachte
Wachs=Chriſtbaumkerzen garten 0.90
ooeoneeoeeseseseeee 7B5de

Ballonpl s Hubertug=Orogerie Zel.

1451

1D

Michels Weinstabe Pälzer Hof
4 Mathildenplatz 4

WEU AUFGENOMMEN:
Auf vielseitigen Wunsch meiner verehrten Kundschaft
von heute ab in offenem Ausschank
Alle Arten Süß- u. Dessertweine
zu konkurrenzios billigen Preisen
Tarragona, Malaga dunkel und gold, Insel-S amos-Muskat,
Douro-Port, Vino Verinouth usw. in vorzüglichen abge-
lagerien
Oualitäten.
Außerdem wie seither in großer Auswahl
Unverschnitt. Origin.-Winzerweine
im Ausschank und in Flaschen. U a. der beliebte
25er Dexheimer Döktor
aus der Kellerei des Winzervereins.
Bekannt erstklassige Küche bis nach Theaterschluß.
Reiner Bohnenkaffee /Filter) un 1 Kuchen. (17883

Geſchäfts=Eröffnung
Am Samstag den 4. Dezember, nachm. 2 Uhr
eröffnete ich im
(17853
gelben Laden Nr. 1
ſtädt. Kollonade (alter Schlachthausplatz) ein
Eier=, Butter=, Käſe= und Feinkoſtgeſchäft
Mein eifrigſtes Beſtreben iſt, meine werte Kund=
ſchaft
prompt und reell zu bedienen.
Hochachtungsvoll
Käte Heymann

Ohne (i6ge6a
Anzahlung!
Kinderwagen
Puppenwagen
Nähmaſchinen
Fahrräder
Fr. Gütting
10 Schuchardſtraße 10

1 Ehmphonion
mit Platte und ein
Reißzeug billig z. vk.
Schwanenſtraße 1, II.
(*31988)

Nachweis von Bezugsauellen
durch die
Vox-Schallplatten- und Sprechmaschinen A.-G.
Berlin W.9.
W17811

Ke
Enten, geſtoch., trock.
gerupft, 4 Pfd. 1.10
Mk. ab hier. Verſand
ver Nachnahme.
Hanz Meyer
Geflügelhandlung
Arnstorf‟ Ndb.)
(7835)

Lampen fa irme
und Kiſſen
werden apart u. bill.
angefertigt. (*3199
Kuniſch,
Mathildenſtr. 58, I.,
Eck.N.=Namſtädterſtr.

Mehrere
geſpielte (16921a
Pianos
preiswert zu ver=
kaufen

Eliſabethenſtr. 28.

waſkaſie
One

Was iſt Bergfreund?
Bergfreund=Emmentaler vollfeit ohne Rinde und
Bergireund=Romadur vollfeit ohne Rinde iſt die
Marke des Feinſchmeckers.
(178514
Zu haben in allen beſſeren Lebensmittelgeſchäften.

Lassen Sie sioh nicht beirren!

Hauptgeschäft: Frank furt a. M., Neue Mainzerstr. 22,
am Schauspielhaus Filiale: Bergerstraße 66.
Malnz; Frauenlobstraße 5.

Was nützt Sie der
schönste Sprech-Apparat
wenn Sie nicht
die richtigen Platten
haben und was nützen Ihnen
die schönsten Platten
wenn Sie nicht den
richtigen Musik-Apparat
haben.
Lassen Sie sich Dressola mit den hoch-
wertlgsten
Platten der Well vorjähren
ohne Kaufzwang in
DARASTAPT
Dressola-Verkaufsstelle R. Hinz
Ecke Riedlinger- und Nieder-Ramstädterstraße.
Sonntags geölfnet! (17868)

Nummer 337

Sonntag, den 5. Dezember 1926

Geite 23

Klarer Blick,
Unvoreingenommenes Urteil
und die wirtſchaftliche Lage
zwingen heute jeden Heſſenwähler zur Stimmabgabe mit

[ ][  ]

Seite 24

Sonntag, den 5. Dezember 1926

Nummer 337

Tafel- und Kaffeeservice
Waschgarnituren 178962
Silber- und Hlpaccabestecke
Bowlen, Tortenplatten usw.

ErnstOlitzsck
Telephon
Markt 3
Barmstadt
1373

Teilzahlung gestattet. Für Weihnachten gekaufte
Waren werden aut Wunsch bis zum Feste zurüickgelegt.

Bleikristall, Römer-u. Trink=
glasgarnituren
in reicher Auswahl
Nickel- und Messingwaren
Haus= und Küchengeräte

(Rücken

Keulen
Hirſch= Schulter

Pfd

(Ragout
Rücken .
Keulen..
Bug.
Nagout

1.401.69
1.401.650
1.201.30
0.90
2.402 60
2.492 60
160
1.10

Prachtvolle Haſen
ganz Pfd. 1.20-1.,45, getelt Pfd. 1 60-1.30
Bildkanin u. Bild=Enten Stck. 2.20
Mast-Geflügel:
Jg. Wetterauer Hafer=Maſtgänſe . Pfd. 160
Jg. hieſige Hafer=Maſtgänſe Pfd. 1 201.40
0 901 20
üeltere
Junge Enten und Hahnen 1501.80
1 201.40
Koch=Hühner
Franz, Poularden, Steier=Welſch
Stopf=Gänſe. Gänſeleber u. Gänfeſchmalz
Wernharel Heldl
Karlſtr. 24 (47827) Tel. 478
NB. Beſtellungen auf Weihnachts-
gänge
nehme bis auf Weiteres
zu obigem Prelsen an.

A 6067665

MaffdeSnſtant
Nerking & Wilhelm
Tel. 3927
Luiſenſtraße 8, II.
Einz v Forder jegl. Art, Hypoth., Verſicher.,
ſowie j. Art Vermittlungen bei billigſter
15378a
Berechnung.

Die unterzeichnete Organiſation geſiattet ſich darauf hinzuweiſen, daß die
Läger ihrer Mitglieder ſowohl bezüglich Qualitäten als auch Auswahl mit
den beſten Erzeugniſſen der deutſchen Tabakinduſtrie ausgerüſiet ſind und es
durchaus nicht in dem Intereſſe des kaufenden Publikums liegt, den verlockenden
Anpreiſungen von auswärtigen Verſandgeſchäften ſiattzugeben Das
Beſtreben der hieſigen Zigarren=Laden=Inhaber geht darauf hinaus, die
verehrlichen Raucherſorgfältig und individuellzubedienen. Die Preitekönnen
abſolut mit auswärtigen Angeboten konkurrieren, da die hieſige Händlerſchaft
von denſelben Zigarrenherſtellern und zu denſelben Preiſen beliefert wird
und infolgedeſſen in der Lage iſt, das kaufende Publikum durch geringere
Speſen billiger bedienen zu können, als dies von auswärts der Fall jein kann.
Für Weihnachten machen wir beſonders auf
Geſchenbackungen aler Art und in alen preißslagen
aufmerkſam.
(17897a

Selbſigekelterten, glanzhellen
Apfelwein
Johannisbeerwein (ſüß) Fl. 80
Heidelbeerwein 80 9
Obſtſchaumwein
Pfälzer, Rheinheſſ. u. Rheingauer
Weiß=u. Rotweine
von 90 9 die Flaſche an
Deutſch Weinbrand :/, Fl. 6 3.

Aebach Weinbrod I.

2

und andere Marten
Zweiſchenwaſſer, Kirſchwaſſer,
Arrac, Rum, Liköre uſw.
in Flaſchen und ausgemel en
Natürliche Mineralwäſſer
aller gebräuchlichen Brunnen
VilbelerElifabethbrunn. ,Fl 203
Kaſer=Friedrich Quelle 1l. +409
Martin Jahn
Pallaswieſenſtraße 30, Telef. 305
( 7451a)

Vom

(17203dms)

Volks-Begehren
ohne Prüfungsausschuß, ohne Parlament und
ohne Wahl zum Volksentscheid
weilalle Parteien sich diesmal einig sind darüber,
daßt beim Einkauf von Anstrichmaterialien nur das Gute
wirklich das Billige ist. Zum Bezug von Farben,
Lacken, Oellack- und Oel-Farben, Eirnissen,
Spezial-Bernstein- und Spltitus-Fußboden-
Lacken, allen So ten von Pinseln, geruchfreien
hellgelben Fußboden-Oelen, Emalllacken,
Broncen, Holzbeizen, Bohnwachsbelzen als
Büffel-, Loba- u. Erka-Beizen, Bohnermasse,
Fugboden-Wachsöl, Toniol-Parkettrelniger
usM, USMl. wende man sich vertrauensvoll an uns. Seit
6SJahren fachm-geleiteteSpezial-Farben-Abelg.
Gebrüder Vierheller
Schustergasss 14 Darmstadt Telephon2oo

Firmenſchild (Holz).
kl. Holztreppe, Regale.
Säulenofen m. Koch=
gelegenheit
. Näheves
Geſchäftsſt. (Ezicht

Kfff

Gutſpielender
Kofferapparat
billig z. verkauf. evtl.
Teilzahlg. Lindenhof=
ſtr
. 7, Stb. pt. (*31830

Knecht
Raprecht
Spricht:
In einer Auswah!
sondersleichen.
Wird man nur gute
Marc neigen
Im Preise billig und
gut im Ton
Dabei die neueste
Konstruktion.
Fol.t deshalb dieser
Einiadung
Mein hochverehrtes
Publikz um.
Muſikapparate
u. Schallplatten
Unverbindliche Besichtigung
des großen Lager jederzeit gern gestattet.
Musikhaus
ChristianArneld
K

Prozent Rapatt
geben wir wegen Umzug auf alle Möbelgeg. bar 46)
bei Kauf auf Ziel wobei die Anzahlung nach
Uebereinkunft, die Teilzahlungen dem Ein=
kommen
des Käufers entſprechend auf Jahre
verteilt werden. Großes Lager in
Schlafzimmern, Speiſezimm., Herren=
zimmern
, Küchen ſowie alle Einzel=
Möbel und Betten. Die Sachen werden koſienlos aufbewahrt. Adam Karns Co.,Darmſtadt
Grafenſtraße 12, Ecke Rheinſtraße. Sonntags von 16 Uhr geöffnet. 17862

Kaufen Sie beim Fachmann Ihre
Stand=,Wand=,Küchen=,Taſchen=
und Armbanduhren.
Beſichtigen Sie mein großes und gut ſor=
tiertes
Lager Stand= und Wanduhren mit
wundervollen Schlagarten.
Für meine Gehäuſe ſowie Werke übernehme
volle Garantie.
Silber= und Goldwaren, wie Trauringe,
Ringe, Collier, Etui ete. zu äußerſt niedrig
kalkulierten Preiſen.
Beachten Sie meine beiden Schaufenſter.
Richard Macholdt
gepr. Uhrmachermeiſter (17914
Alexanderſtr. 18 Alexanderſtr. 18

Selbſiſpanner=
Ooppelflinte.
Mod. Habicht
Jagdgewehre
die vollkommenſte
Seriendoppelſlinte, der deutſchen Induſtrie, B.-M. 180.
Büchsen-
Robert Hübner machermelst.
Telephon 2194
41 Ernſt=Ludwigſtr. 11 17428a

Heute

Im Wahltag!

Ia Mast-Ochsenfleisch
Telefon 1910 HEEB Hügelstr. 29

Puppenklinik.
V. Beipp
giesſtraße 41.
Reparaturen u. neue
Puppen billig.
Pafümerie u. Seife,
Geſchenkpackungen
Chriſtbaumſchmuck.
An allen Adventſonn=
tagen
geöffn. (*31987
Bringen Sie Ihren
zerriſſenen
Gummf-
Mantel
ſofort zum Repa=
rieren
nach Zigl=
Wendelſtadtſtr. 51, I.

Mt

Ppiamas
Kragen =Krawatten
Weſien: Sportſirümpfe
Socken Anterzeuge
Große Auswahl in
Damenſtrümpfen
Wolle, Selde u. Flor in vielen
Farben empfiehlt als paſſende
Weihnachtsgeſchenke.

zum weißen Turm
Spezial=Handſchuh= und Herren=Artikel=Geſchäft
Heinrich Schmidt
Ernſi=Ludwigs=Platz 2. Telephon 2227
Handſchuh=Reparatur= und Waſchanſialt 16998a

Reichsverband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede
Anläßlich der Werbetage vom 3. bis 6. Dezember
machen die Juweliere, Gold= und Silberſchmiede auf die Auslagen und Erzeugniſſe ihrer Fachgeſchäfte aufmerkſam
G. Armbruſt, Ernſt= Ludwigsplatz 1 S. Hartoch Nachfg., Ernſt=Ludwigſtr. 24 Hermann Macholdt, Schulſiraße 4
Gottlieb Stork, Schulſtiraße 12
J. Bümmler, Schützenſtraße 8½½ J. Haſſenzahl, Pfungſtadt
Robert Müller, Luiſenplatz 4, Ecke Wilhelminenſtr. Hans Willer, Inh K. Sibig, Hölgesſtr. 7
F. Frank, Ludwigſtraße 15
Guſiav Jung. Wilhelminenſtraße 19
Ludwig Schmidt, Wilhelminenſtraße 7
Ph. Wondra G. m. b. H., Wilhelminenſtr. 33
TRAGT SCHMUCK!
KAUFT SILBERGERAT!
Auch der Schönheitsſinn ſoll wieder zu ſeinem Recht kommen
Ihr bereichert den Familienſchatz
(17681fg)