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1777. Jahrgang
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Prinz Oskar von Preußen, der fünfte Sohn des
Kaiſerpaares, hat ſich in Briſtow bei Teterow in
Meck=
lenburg mit der Gräfin Ina Marie von
Baſffe=
witz verlobt.
Präſident Poincaré wird auf Einladung des
Zaren am 16. Juli nach Petersburg abreiſen und
auf der Rückreiſe den Beſuch des däniſchen
Königspaares in Kopenhagen erwidern.
Das engliſche Unterhaus vertagte ſich bis
zum 9. Juni.
Im Aetnagebiet wurden geſtern abermals Erd=
Theben wahrgenommen, die jedoch keinen weſentlichen
Schaden anrichteten,
Bei der Exploſion eines Dampfrohres auf dem
ruſ=
ſiſchen Torpedoboot „Pogranitſchnik” wurden
fünf Mann ſchwer verbrüht.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Die Ereigniſſe in Albanien.
*⁎* Die Alarmnachrichten aus Durazzo ſcheinen ſtark
übertrieben geweſen zu ſein, jedenfalls hat es ſich bei der
zeitweiligen Ueberſiedelung der fürſtlichen Familie auf
ein italieniſches Kriegsſchiff nicht um eine „Flucht”
ge=
handelt. Immerhin wird die kurze Abweſenheit des
Fürſten Wilhelm von ſeiner Reſidenz in einem Teile der
Finternationalen Preſſe ſcharf kritiſiert und als ein
unver=
zeihlicher Fehler bezeichnet. Mit dem Vorwurfe des
Man=
gels an Mannhaftigkeit tut man aber dem Fürſten unrecht,
und wenn es auch vielleicht für ſeine Stellung beſſer
ge=
weſen wäre, er hätte Durazzo keinen Augenblick verlaſſen
und die unter dem erſten Eindrucke der heranrückenden
Aufſtändiſchen beabſichtigte Ueberſiedelung ſeiner
Fa=
milie auf das Kriegsſchiff einem Vertrauten übertragen,
ſo muß man doch die beſonderen Umſtände in Rechnung
ziehen und bedenken, daß es leicht iſt, fern vom
Schau=
platze der Ereigniſſe Kritik zu üben. Daß im Palais zu
Durazzo eine gewiſſe Verwirrung herrſchte, darf nicht
ver=
wundern, denn bisher iſt der Fürſt noch nicht recht zur
Ruhe gekommen, ſeit er in Albanien einzog, und er wird
längſt erfahren haben, daß es etwas anderes iſt, ein Land,
noch dazu ein nur wenig von der Kultur belecktes Land
mit einer ſchwer zu lenkenden Bevölkerung zu regieren,
feſte Entſchließungen zu treffen, die Initiative nach allen
möglichen Richtungen hin zu ergreifen, als in Potsdam
eine Schwadron zu kommandieren. Fürſt Wilhelms
Auf=
gabe erweiſt ſich weit ſchwieriger, als diejenige der
Herr=
ſcher Rumäniens und Bulgariens, als dieſe zur Regierung
berufen wurden, denn ſo primitiv lagen in dieſen beiden
Ländern die Verhältniſſe doch nicht wie jetzt in Albanien,
wo es an allem mangelt, an geeigneten Perſönlichkeiten,
wie namentlich auch an ausreichenden Landeseinkünften.
Und dazu der monatelange Aufruhr im Süden, wo die
Epiroten ſich gegen die albaniſche Herrſchaft auflehnen,
und der neuerliche Aufſtand der Bauern Mittelalbaniens,
von denen man noch nicht recht weiß, was ſie eigentlich
wollen, und gegen wen ſie ausgezogen ſind! Möglich,
daß die Meldung, die Bewegung habe mehr religiöſen
Charakter, richtig iſt, aber daß ſie ſpontaner Natur iſt,
daran läßt ſich kaum zweifeln, und es gibt dem Fürſten
einen Vorgeſchmack deſſen, was er von ſeinem Volke zu
erwarten hat, welches ſeinen Wünſchen und Forderungen
gleich mit Pulver und Blei Nachdruck zu verleihen
ge=
wöhnt iſt.
Das entſchloſſene Vorgehen gegen Eſſad Paſcha findet
nachträglich gleichfalls Kritik, aber während die einen
meinen, der Fürſt hätte ganze Sache machen und den
Paſcha nicht nach Italien ſchicken, ſondern ihn hinter
Schloß und Riegel legen laſſen müſſen, bezeichnen die
an=
deren die Verbannung als eine Uebereilung, die ſich
rä=
chen werde, da die Schuld des angeblichen Verräters noch
nicht klar erwieſen ſei. Wir meinen, an dieſer Schuld iſt
nach der ganzen Vergangenheit Eſſad Paſchas nicht gut
zu zweifeln. Sollte der Fürſt einen Fehlgriff getan
ha=
ben, ſo darf ihm das nicht zu hoch angerechnet werden,
leider hat er noch immer nicht die Macht in Händen, die
ihm gebührt. Die Verhältniſſe wirken beengend auf ihn
ein, der mit den beſten Abſichten, mit frohem Mute und
freudiger Opferwilligkeit ins Land kam, um ein
Kultur=
werk zu vollbringen. Die Albaner haben ſich vielleicht zu
große Vorſtellungen gemacht von dem, was der Fürſt
ihnen bieten, womit er ſie gleich beglücken werde. Daß es
langjähriger, ausdauernder Arbeit bedarf, um das
ver=
nachläſſigte Land kulturell und wirtſchaftlich zu
erſchlie=
ßen, bedenkt das albaniſche Naturvolk nicht, es will ſofort
Erfolge ſeiner ſtaatlichen Selbſtändigkeit ſehen, ohne für
die Notwendigkeit der Laſten und Pflichten, die ihm
auf=
erlegt werden, genügendes Verſtändnis zu empfinden.
Im Auslande, namentlich in Frankreich, wird bereits
ernſtlich die Frage der Abdankung des Fürſten erörtert,
und nach einem Nachfolger Umſchau gehalten. Das iſt
jedenfalls ſehr voreilig, denn Fürſt Wilhelm wird kaum
ſchon jetzt die Flinte ins Korn werfen. Mit
Schwierig=
keiten aller Art hat er gerechnet und mußte er rechnen, daß
dieſe ſich ſo gehäuft haben, wird ſeinen Mut auch noch
nicht brechen, und deshalb ſtehen wir allen Meldungen
von Abdankungsabſichten ſkeptiſch gegenüber. Man darf
nicht vergeſſen, daß man an der Seine wenig begeiſtert
war von dem Gedanken, nun auch noch an der Spitze
eines dritten Balkanſtaates einen deutſchen Prinzen zu
ſehen. Wenn deſſen Miſſion ſcheitern ſollte, man würde
es in Frankreich nicht bedauern, aber hoffentlich kommen
die Franzoſen nicht dazu, ihre Schadenfreude zu betätigen.
Wie ein Berliner Telegramm der Köln. Ztg.
aus=
führt, hält man in dortigen diplomatiſchen Kreiſen bis
zur näheren Kenntnis der Einzelheiten der letzten
Vor=
gänge in Durazzo mit dem Urteil über die
Hand=
lungen des Fürſten zurück. Zweifellos iſt der
Fürſt bei ſeinen Schritten nicht außer Fühlung mit
diplo=
matiſchen Ratſchlägen geweſen. Es iſt dankenswert, daß
die Agenzia Stefani die Depeſche des italieniſchen
Ge=
ſandten in Durazzo, Aliotti, an den Marcheſe di San
Giuliano veröffentlicht hat. Aus dieſer Depeſche geht
un=
zweideutig hervor, daß es Aliotti war, der den Fürſten
gebeten hat, die Fürſtin und die kleinen Kinder in
Sicher=
heit zu bringen und dann die Landung des Detachements
zurückzuziehen. Angeſichts dieſer amtlichen italieniſchen
Darſtellung können die Ausfälle einzelner
italie=
niſcher Blätter gegen den Fürſten nicht recht ernſt
genommen werden. Nach dem Zeugnis Aliottis hat der
Fürſt das italieniſche Kriegsſchiff nicht als Flüchtling
auf=
geſucht, ſondern, um auf Bitten des italieniſchen
Vertre=
ters, ſeine Gattin und ſeine Kinder in Sicherheit zu
brin=
gen. Der Eindruck, als habe Fürſt Wilhelm
gewiſ=
ſermaßen den Kopf verloren, iſt falſch.
Jeden=
falls müßten dafür andere Beweiſe erbracht werden als
die einſeitig gefärbten Darſtellungen einer allzu raſch
mit ihrem Gegenſtande fertig werdenden
Geſchichtsſchrei=
bung, wie ſie von einigen italieniſchen Blättern beliebt
worden iſt. Soweit ein ſicheres Urteil über die Lage in
Durazzo möglich iſt, hat Fürſt Wilhelm keineswegs die
Abſicht, die Flinte ins Korn zu werfen, und die
italieni=
ſche wie die öſterreichiſche Diplomatie bleibt mit den
Ver=
tretungen anderer Länder um einen Ausgleich der
gegen=
wärtigen Schwierigkeiten bemüht, damit nach deren
Ueber=
windung die Arbeit zur Sicherung des Fortbeſtandes
eines unabhängigen albaniſchen Staates weitergeführt
werden kann.
Deutſches Reich.
Ein neues Reichstagspräſidium.
Der Präſident des Reichstages, Dr. Kaempf, gedenkt, wie
von ihm naheſtehenden Kreiſen mitgeteilt wird, ſich für
eine Wiederwahl als Reichstagspräſident nicht mehr zur
Verfügung zu ſtellen. Als beſtimmend für dieſen
Ent=
ſchluß werden nicht die Vorgänge vor und beim Schluß
des Reichstages bezeichnet, ſondern das Bedürfnis nach
Entlaſtung und Ruhe. Dr. Kaempf hat ſich ſeinerzeit nur
mit Widerſtreben zur Uebernahme des Amtes bereit
fin=
den laſſen, und dieſe Zuſage nur für die laufende Seſſion
gegeben. In der letzten Zeit iſt in Reichstagskreiſen
viel=
fach über die Neuwahl des Reichstagspräſidiums
ge=
ſprochen worden; im Zentrum fehlt es nicht an Stimmen,
die es für unzweckmäßig halten, daß ihre Fraktion im
Präſidium nicht vertreten iſt. Das Zentrum würde aber
kaum geneigt ſein, ſich mit einer Vizepräſidentenſtelle zu
begnügen. Man macht von dieſer Seite nun dafür
Stim=
mung, daß das Zentrum das Präſidium, die
National=
liberalen und die Fortſchrittliche Volkspartei den 1. und 2.
Vizepräſidenten ſtellen möchten.
Die Stichwahl in Stendal=Oſterburg.
Nach dem vorläufigen amtlichen Wahlergebnis erhielten
bei der Reichstagserſatzſtichwahl in Stendal=Oſterburg:
Hoeſch (konſ.) 12518, Wachhorſt de Wente (natlib.) 15027
Stimmen. Sieben kleine Wahlbezirke ſtehen noch aus, die
jedoch an dem Ergebnis nichts ändern werden.
— Gemeinderatswahlen in Elſaß=
Lothringen. Am Sonntag fanden in Elſaß=
Lothrin=
gen die Nachwahlen zu den Gemeinderäten ſtatt. In
Straßburg brachte das Ergebnis keine Ueberraſchung. Die
politiſchen Parteien hatten ſchon vor dem erſten
Wahl=
gang vereinbart, die Sitze nach dem Verhältnis der auf
die einzelnen Parteien des erſten Wahlganges
abgegebe=
nen Stimmen zu verteilen. Demgemäß ſtellten die
Par=
teien für den zweiten Wahlgang eine gemeinſame Liſte
auf, die natürlich glatt durchging. Eine wirtſchaftliche
Gruppe, die in letzter Stunde durch Aufſtellung einer
eigenen Liſte der Liſte der Parteien Abbruch zu tun ſuchte,
konnte an dem Ergebnis nichts ändern. Dem
Straßbur=
ger Gemeinderat gehören nunmehr 15 Sozialdemokraten,
10 Fortſchrittler, 8 Zentrumsmitglieder und 3
Mittelpar=
teiler an. — Im Mittelpunkt des Intereſſes ſtanden auch
diesmal die Kolmarer Wahlen. Der letzte Sonntag
voll=
endete den Sieg der Blockparteien bei den Hauptwahlen;
die klerikal=nationale Mehrheit im Kolmarer Gemeinderat
iſt vollſtändig beſeitigt worden. Von den 33 Sitzen ſind
nur 7 Sitze der Partei Blumenthal=Wetterlé zugefallen.
Von den übrigen Sitzen erhielten die Fortſchrittler im
ganzen 17, die Mittelpartei 5 und die Sozialdemokraten 4.
Der Rücktritt Blumenthals hat demnach die Niederlage
der alten Rathausmehrheit auch nicht aufhalten können.
Bei den Wahlen in Mülhauſen brachten die bürgerlichen
Parteien (Zentrum und Fortſchritt), die ſich im zweiten
Wahlgang zur Abwehr der drohenden ſozialdemokratiſchen
Gemeinderatsmehrheit vereinigt hatten, ihre ſämtlichen 18
Kandidaten durch. Die Sozialdemokraten, die im erſten
Wahlgang ſchon 18 Sitze erobert hatten, hatten bei der
Nachwahl keinen Erfolg mehr, obwohl ſie die
verzweifelt=
ſten Anſtrengungen gemacht, noch ein oder zwei Sitze zu
bekommen, um ſich dadurch die Vertretung Mülhauſens
in der Erſten Kammer zu ſichern. Nach dieſem Ausfall
iſt es aber mehr als fraglich, ob die Sozialdemokraten
Vertreter von Mülhauſen für die Erſte Kammer ſtellen
werden. Bemerkenswert iſt noch das Ergebnis in der
In=
duſtrieſtadt Thann, wo die Sozialdemokraten unterlagen,
und im neuen Gemeinderat nicht mehr erſcheinen. In
Zabern haben die Nachwahlen eine weſentliche Aenderung
der bisherigen Zuſammenſetzung des Gemeinderates nicht
ergeben.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die öſterreichiſch=ungariſche
Delega=
tion lehnte den Antrag des Sozialdemokraten
Ellen=
bogen, die Abſtimmung über das Budget des
Miniſteri=
ums des Aeußern zu vertagen, bis Graf Berchtold einen
eingehenden Bericht über die Ereigniſſe in Durazzo
vor=
gelegt habe, ab und nahm das Budget des Auswärtigen,
ſowie den Dispoſitionsfonds an.
Frankreich.
Beſuch des Präſidenten beim Zaren.
Einer offiziöſen Meldung zufolge, hat Kaiſer Nikolaus
den Präſidenten Poincaré eingeladen, gegen den 20. Juli
nach Petersburg zu kommen. Der Zar habe dem
Präſi=
denten gleichzeitig mitteilen laſſen, er würde ſich freuen,
wenn ſein Aufenthalt vier Tage dauern würde, anſtatt
der urſprünglich in Ausſicht genommenen drei Tage.
Präſident Poincaré, der die Reiſe nach Petersburg zur
See unternehmen werde, dürfte ſich am 16. Juli
einſchif=
fen. Auf der Rückfahrt werde ſich Präſident Poincaré
nach Kopenhagen begeben, um den ihm von dem
däni=
ſchen Königspaar abgeſtatteten Beſuch zu erwidern.
England.
Die Beteiligung Englands an der
Ausſtellung in San Franzisko. Im
Unter=
hauſe teilte bei der Erklärung, betreffend die Ausſtellung
in San Franzisko, Premierminiſter Asquith mit, das
Handelsamt habe ſich nach eingehender Prüfung der
Frage überzeugt, daß bei den britiſchen Fabrikanten der
Wunſch, in San Franzisko auszuſtellen, nicht weit geſeug
verbreitet ſei, um eine amtliche Beteiligung Englands in
angemeſſener Weiſe zu ermöglichen. Dagegen hat die
bri=
tiſche Regierung die Einladung der Vereinigten Staaten,
an der Eröffnungsfeier des Kanals teilzunehmen,
ange=
nommen. Sie beabſichtige, eine Anzahl Schiffe zu
entſen=
den, um ihre Meinung von der Bedeutung dieſes
Vor=
ganges und ihre freundliche Geſinnung auszudrücken. Das
Unterhaus vertagte ſich ſodann bis zum 9. Juni,
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 27. Mai 1914.
Nummer 144,
Portugal.
Ausbau der Flotte. In der Kammer legte
der Miniſter einen Geſetzentwurf vor, in welchem die
Er=
mächtigung zum Neubau eines Marinearſenals und zum
Ausbau der Flotte nachgeſucht wird.
Rußland.
Der Gebrauch der ruſſiſchen Sprache
ſin den polniſchen Gouvernements. Der
Reichsrat hat bei der Beratung über den Geſetzentwurf,
betreffend die Verwaltung der Gemeinden in den
pol=
niſchen Gouvernements, den Paſſus über den
ausſchließ=
lichen Gebrauch der ruſſiſchen Sprache in den
Gemeinde=
ſitzungen mit 87 gegen 71 Stimmen angenommen im
Ge=
genſatz zu der Faſſung der Duma, welche den Gebrauch
der polniſchen Sprache in der Debatte zuließ.
Infolge=
deſſen iſt das Geſetz geſcheitert, da eine Einigung der
bei=
den Kammern nicht zuſtande gekommen iſt. Die
Reichs=
ratsſitzung geſtaltete ſich zu einem großen Tage. In
Ge=
genwart faſt aller Miniſter hielt der Miniſterpräſident eine
lange Rede und verteidigte die Faſſung, welche die
Reichs=
duma dem Geſetzentwurf gegeben hat, indem er
hervor=
hob, daß das Scheitern des Geſetzentwurfs große
Schwie=
rigkeiten für eine normale Entwickelung der
Gemeinde=
verwaltung in einem beträchtlichen Teile des Reiches
hervorrufen könnte.
Serbien.
Rüſtungsforderungen. Die Regierung hat
in der Skupſchtina einen Geſetzentwurf eingebracht,
wo=
nach für Rüſtungsausgaben 122800 Francs gefordert
werden.
Türkei.
Verfaſſungsänderungen. Der Senat
ge=
nehmigte mit 48 gegen eine Stimme die
Verfaſſungsände=
rungen, die von der Regierung vorgeſchlagen waren und
von der Kammer bereits angenommen ſind. Die
Aende=
rungen beziehen ſich insbeſondere auf das Recht des
Sul=
tans, die Kammer ohne vorherige Befragung des Senats
aufzulöſen.
* Verlobung im Kaiſerhauſe. Der fünfte
Sohn des Kaiſerpaares, Prinz Oskar von
Preu=
ßen, hat ſich in Briſtow bei Teterow in Mecklenburg mit
der Gräfin Ina Marie von Baſſewitz
ver=
lobt. Die Grafen Baſſewitz gehören zum
mecklenburgi=
ſchen Uradel. Der Vater der Braut, Graf Karl von
Baſſe=
witz=Levetzow, war mecklenburgiſcher Staatsminiſter und
Miniſter der auswärtigen Angelegenheiten. Seine Frau
iſt eine geborene Gräfin von der Schulenburg. Die Braut,
Gräfin Ina Marie Helene Adele Eliſe v. Baſſewitz=
Levetzow, iſt 1888 geboren und war Ehrendame der
Kai=
ſerin. Prinz Oskar von Preußen iſt Hauptmann im
1. Garderegiment und wurde am 27. Juli 1888 geboren.
Die einzugehende Ehe kann nach den Hausgeſetzen nur
eine morganatiſche ſein.
* Berlin, 25. Mai. Zur Feier des
argen=
tiniſchen Unabhängigkeitstages veranſkaltete
heute der Deutſch=Argentiniſche Zentralverband zur
Förde=
rung wirtſchaftlicher Intereſſen ein Feſtmahl, an dem
ne=
ben dem Vorſitzenden, Konſul Waetge, der deutſche
Ge=
ſandte in Argentinien, Dr. Freiherr von dem Buſche=
Haddenhauſen, der hieſige argentiniſche Geſchäftsträger
Quintana, zahlreiche hervorragende Perſönlichkeiten, der
Diplomatie und aus Handelskreiſen, und argentiniſche
Offiziere teilnahmen. Nach einer Begrüßungsanſprache
des Vorſitzenden, die mit einem Kaiſerhoch ſchloß, ſprach
unter großem Beifall Geſandter von dem Buſche auf
Argentinien und den Zentralverband. Quintana pries
dankend das große Deutſchland und rühmte ſeinerſeits
das verdienſtvolle Wirken des Zentralverbandes.
Oberſt=
leutnant Pertins feierte die Kameradſchaft zwiſchen den
deutſchen und den argentiniſchen Offizieren.
* Sofia, 26. Mai. Der deutſche
Panzer=
kreuzer „Göben” iſt geſtern vor Dedeagatſch
angekommen und wurde von den Militär= und
Zivil=
behörden ſowie dem Publikum herzlich begrüßt. Eine
große Volksmenge erwartete im Hafen die Ankunft des
Kreuzers, der mit den Hafenbatterien einen Salut von
21 Schuß wechſelte. Konteradmiral Souchon, der mit
den höheren Offizieren der Beſatzung an Land ging,
wurde von dem Militärbezirkschef Generalleutnant
To=
ſchew und dem Diviſionskommandeur Generalmajor
De=
low, ſowie den Zivilbehörden empfangen. Eine
Kom=
pagnie Infanterie erwies die militäriſchen Ehrenbezeu=
gungen. Darauf folgte ein Vorbeimarſch der Garniſon
Bei dem Bankett von 40 Gedecken zu Ehren der deutſchen
Gäſte brachte Generalleutnant Toſchew einen Trinkſpruch
auf das Gedeihen der deutſchen Marine und die
Geſund=
heit des deutſchen Kaiſers aus. Konteradmiral Souchon
rankte für den herzlichen Empfang und trank auf das
Wohl des Zaren der Bulgaren. Die Toaſte wurden mit
donnernden Hurras aufgenommen. Der Kreuzer „Göben”
ankerte über Nacht vor Dedeagatſch.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 27. Mai.
* Vom Hofe. Die Großherzogin und die Fürſtin
zu Solms=Lich wohnten am Montag nachmittag 3 Uhr
nit Gefolge der Vorſtandsſitzung des Alice=Frauen=
Vereins für Krankenpflege im Städtiſchen Saalbau an.
Die Burggräfin und Gräfin zu Dohna=Schlobitten iſt
im 3 Uhr 56 Min. abgereiſt. (Darmſt. Ztg.)
Zur Ausübung konſulariſcher Verrichtungen im
Großherzogtum Heſſen iſt der Generalkonſul der
Republik Uruguay Dr. Oriol Solé Rodriguez zu
Hamburg, dem das Reichsexequatur erteilt wurde,
zuge=
laſſen worden.
Militärdienſtnachricht. v. Wurmb, Major
und Bats=Komm. im 4. Magdeb. Inf.=Regt. Nr. 67, mit
der geſetzl. Penſion zur Disp. geſtellt und zum Vorſt.
es Art.=Dep. in Darmſtadt ernannt.
g Kriegsgericht. Wegen einer ganzen Reihe von
ein=
zelnen Verfehlungen, die ſämtlich durch einen
unglück=
lichen Zufall ausgelöſt wurden, hatte ſich geſtern der ſeit
Herbſt vorigen Jahres dienende Gardiſt Hans Kratzer
von der 7. Kompagnie des Garde=Inſanterie=Regiments
Nr. 115 vor dem Gericht der 25. Diviſion zu verantworten.
Der Angeklagte hatte einen achttägigen Oſterurlaub nach
Bayreuth erhalten und wollte nach einem Beſuch in
Nürn=
berg die Militärfahrlarte für die Rückfahrt mit dem
Schnellzug benutzen, wie er es ſchon einmal getan hatte.
Als er im letzten Augenblick auf den Bahnhof kam, mußte
er erfahren, daß er den Schnellzug mit ſeiner Fahrkarte
nicht benutzen könne, da Feiertag war. Er holte ſich ſchnell
von Verwandten Geld, um ſich eine Schnellzugskarte löſen
zu können. Als er jedoch wieder auf den Bahnhof kam,
fuhr der Zug gerade ab. Er mußte nun einen
Perſonen=
zug benutzen und kam erſt morgens in Aſchaffenburg an.
Anſtatt nun ſogleich weiter zu fahren, wo er mit einer
minimalen Strafe davongekommen wäre, trieb er ſich in
Aſchaffenburg herum, verübte in vier Wirtſchaften
Zech=
prellereien, ließ in einer Wirtſchaft ſein Seitengewehr
zu=
rück und in einer anderen ſeinen Rock. Hierauf lieh er
ſich von einem Bekannten einen Zivilanzug und 50 Mark,
ſein Vater hatte ihm auch 20 Mark zur Rückfahrt gegeben.
Mit dem Gelde fuhr er nach Straßburg und wollte ſich zu
Fuß nach Frankreich begeben. In Mörchingen wurde er
feſtgehalten, wobei er einen gefälſchten Militärpaß
vor=
zeigte. Das Gericht zog die Umſtände, die den
Angeklag=
ten zu ſeinen Straftaten veranlaßten, mildernd in
Be=
tracht und erkannte wegen Fahnenflucht, Preisgabe von
Dienſtgegenſtänden, Zechprellerei uſw. auf 7 Monate
Gefängnis und Verſetzung in die zweite Klaſſe des
Soldatenſtandes. Die geſamte Unterſuchungshaft wurde
ihm angerechnet. — Der Dragoner Georg Lamm vom
Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23 hat einen Mantel, den
er zum Reinigen wegbringen ſollte, verkauft und das Geld
auf der Meſſe durchgebracht. Er wollte ſich dann das
Geld zur Beſeitigung des Schadens von ſeinem früheren
Dienſtherrn in Trebur leihen. Er wurde jedoch
feſtgenom=
men, als er ſich ohne Urlaub dahin entfernen wollte. Er
erhält wegen Unterſchlagung und unerlaubter Entfernung
3 Wochen ſtrengen Arreſt.
— Vom Hoftheater. Heute beginnt der
allge=
meine Vorverkauf zur 6. Feſtſpielaufführung „Arda”,
die unter Arthur Nikiſchs Leitung in völlig neuer
dekorativer und koſtümlicher Ausſtattung am
Pfingſtmon=
tag, den 1. Juni, in Szene geht. Das Intereſſe für dieſe
Vorſtellung, in der Dalmores und Frau Metzger=
Latter=
mann als gern geſehene Gäſte wieder vor dem
Darm=
ſtädter Publikum erſcheinen, iſt ebenſo wie für die morgen
unter Nikiſch ſtattfindende Aufführung Carmen”
außerordentlich ſtark, ſo daß ſich rechtzeitige Sicherung, des
Platzes empfiehlt. Das Vorbeſtellungsrecht der
Abonnen=
ten für die letzte Vorſtellung der Spielzeit, die
Urauf=
führung von Ottenheimers Operette „Hans im Glück”
mit Mizzi Guenther, Mimi Marlow, Hubert Mariſchka
und Max Pallenberg, läuft am Montag, den 1. Juni, ab;
der allgemeine Vorverkauf beginnt am Mittwoch, 3. Juni,
zu den üblichen Kaſſenſtunden.
* Ausſtellung der Künſtler=Kolonie. Der
Landes=
verband der Bürgermeiſter im Großherzogtum Heſſen
hat in der Stärke von etwa 150 Teilnehmern der
Aus=
ſtellung der Künſtler=Kolonie ſeinen Beſuch abgeſtattet.
Am Portal wurden die Herren von Wirkl. Geheimerat
Römheld begrüßt und in Kürze über die Ausſtellung
orientiert. Das Intereſſe der weiteſten Kreiſe des
Landes für unſere moderne Kunſtentwicklung, das in
dieſem Beſuch zum Ausdruck kommt, iſt höchſt erfreulich.
— In die Berichte über die Eröffnung der Künſtler=
Kolonie=Ausſtellung am 16. d. M. hat ſich inſofern ein
Fehler eingeſchlichen, als auswärtige Blätter meldeten,
Wirkl. Geheimerat Römheld habe in ſeiner bei dem
Feſt=
mahl gehaltenen Rede die Künſtler=Kolonie als einen
ſtaatlichen Organismus bezeichnet. In Wirklichkeit
prach der Redner von einem wohlgefeſtigten
ſtatt=
ichen Organismus. Wir möchten dies richtig ſtellen,
da es als eine weſentliche Eigenſchaft der Darmſtädter
Künſtler=Kolonie zu gelten hat, daß ſie eine private
Einrichtung des Großherzogs Ernſt Ludwig iſt, die zur
Erfüllung ihrer Aufgaben einer Bewegungsfreiheit
be=
darf, wie ſie ein ſtaatlicher Organismus nicht haben kann.
* 25jähriges Dienſtjubiläum. In dieſen Tagen
waren es 25 Jahre, daß Herr A. Purpus als
In=
ſpektor des hieſigen Botaniſchen Gartens tätig iſt. Nur
wenigen Einwohnern Darmſtadts iſt unſer Botaniſcher
Garten in ſeiner Bedeutung als wiſſenſchaftliches Inſtitut
und in ſeiner Stellung zu den gleichen Inſtituten
Deutſchlands und des Kontinents bekannt. Seine
welt=
abgeſchloſſene Lage im ſtillen Waldwinkel an der
Roß=
örfer Straße mag wohl mit dazu beitragen. Daß hier
aber in unermüdlicher Tätigkeit und aufopfernder
Hin=
abe für Kultur und Wiſſenſchaft gearbeitet wird, davon
zeugen die unendlichen Pflanzenſchätze, die, aus allen
Weltteilen zuſammengetragen, hier gepflegt, beobachtet
und dem Studium zugänglich gemacht worden ſind und
noch werden. Ein nicht geringes Verdienſt an der
Ent=
wicklung unſeres Botaniſchen Gartens gebührt ſeinem
rührigen und in aller Stille tätigen Leiter, der es in
den 25 Jahren erreicht hat, daß der Garten mit zu den
bedeutendſten Deutſchlands und des Kontinents gehört
und ſich bei Wiſſenſchaftlern, Pflanzenfreunden und
Gartenbeſitzern eines regen Beſuches aus allen Gegenden
erfreut. Möge der Garten in dieſer Bedeutung als
an=
regendes und allgemein bildendes Inſtitut immer noch
mehr Freunde gewinnen. Es würde dadurch ſeinem
Inſpektor die ſchönſte Anerkennung für ſeine
verdienſt=
volle Tätigkeit.
— Krankenkaſſe für Gewerbetreibende, Beamte und
Kaufleute zu Darmſtadt. In der Turnhalle hier fand die
diesjährige ordentliche Generalverſammlung
ſtatt, an welcher aus 17 auswärtigen Verwaltungsſtellen
30 Delegierte teilnahmen. Nach dem Jahresbericht geht
die im Jahre 1909 gegründete Kaſſe einer weiteren
ge=
ſunden Entwicklung entgegen. Das Kaſſenvermögen
be=
trug am 1. Januar d. J. 19662,38 Mark. Nach Rücklage
von 5508,57 Mark für den jetzt 18 466,83 Mark
betragen=
den Reſervefonds verblieb im vorigen Jahre noch ein
Reinüberſchuß von 2193,73 Mark. An
Unterſtützun=
gen für erkrankte Mitglieder wurden im vorigen Jahre
27903,04 Mark gezahlt. Die Mitgliederzahl iſt bis heute
auf 2600 geſtiegen, wovon 460 auf Darmſtadt entfallen.
In den Vorſtand wurden neu= bezw. wiedergewählt
die Herren; Karl Kaiſer, Geſchäftsführer, 1. Vorſitzender;
Hch. Weber, Architekt, 2. Vorſitzender; Wilh. Gorr,
Schnei=
dermeiſter, Schriftführer; Bruno Burghardt, Kaufmann,
Kontrolleur; Ad. Arheilger, Gaſtwirt, Emil Haecker,
Buch=
druckereibeſitzer, Peter Keil, Schuhmachermeiſter, Beiſitzer,
ſämtlich in Darmſtadt wohnhaft. Der nach den neuen
Satzungen neben dem Vorſtand noch vorgeſehene
Auf=
ſichtsrat beſteht aus den Herren: Privatier Jakol
Horn=Darmſtadt, Dentiſt Karl Drautz=Darmſtadt.
Han=
delslehrer Wilh. Krauß=Mannheim, Steinmetzmeiſter F.
Dengler=Mainz und Malermeiſter Hch. Heine=
Oberſtein=
a. d. Nahe.
— Der Brieftaubenklub „Gut Flug‟ Darmſtadts
Beſſungen hielt am Sonntag, den 24. d. M., ſeinen zweit
ten diesjährigen Preisflug ab. Die Tauben
wurden um ½6 Uhr vormittags in Bitterfeld (322
Kilo=
meter) aufgelaſſen. Leider kamen die Tiere unterwegs in
Gewitterſtürme und ſchlechte Fernſicht. Die erſte Taube
kam daher auch erſt nach 12 Uhr hier an. Die drei erſten
Preiſe waren bereits innerhalb 20 Minuten vergriffen,
ein Beweis für das ziemlich gleichwertige Material der
Mitglieder. Obwohl am Montag noch einige Tauben
nach=
kamen, ſo brachte der letzte Sonntag mit ſeinem
Wetter=
ſturz doch manchen Verluſt an guten Tieren. Aehnliches
wird auch aus allen Teilen Deutſchlands gemeldet. An
Preiſen erhielten die Herren Fr. Weigold den 1., W.
Witt=
mann den 2., H. Horſt den 3. und Fr. Stein den 4. Preis.
Ferner fiel auf die drei erſten Preiſe noch je ein
ge=
ſtifteter Ehrenpreis.
§ Aufgefundene Kindesleiche. Am Montag
nach=
mittag wurde in der Abortgrube einer Hofreite in der
Ludwigshöhſtraße die Leiche eines neugeborenen Kindes
aufgefunden.
§ Herzſchlag. Der Privatier, frühere Handelsgärtner
Johannes Hörſt erlitt am Montag vormittag kurz
nach 9 Uhr im Martinspfad einen Herzſchlag und
fiel tot zu Boden.
Der Schlangenpark von
Butantan.
** Rund 20—25000 Menſchen werden jährlich in
Oſt=
indien durch Schlangen getötet und auch in
Bra=
ſilien, gleichfalls eines der an Giftſchlangen reichſten
Länder der Erde, fällt ihnen alljährlich eine erſchreckende
Zahl zum Opfer, wenngleich die Verhältniſſe hier darin
günſtiger liegen, daß ſo ziemlich ſämtliche gefährlichen
Reptilienarten der Amazonaslandſchaften Nachttiere ſind.
Es iſt klar, daß man ſich unter ſolchen Verhältniſſen ſeit
langem um die Auffindung eines wirkſamen Gegenmittels
bemühte — bis in die letzten Jahre hinein leider
ver=
gebens, denn das Ausbrennen der Wunde und Einflößen
großer Quantitäten Alkohol (Branntwein) nützte auch nur
ſelten und die Hausmittel der Anſiedler und Eingeborenen
verſagten völlig. Erſt die Arbeiten, die nach Dr. Calmettes
Anregungen Dr. Brazil ſeit 1896 in Braſilien durchführte,
ergaben drei zuverläſſige Heilſera, das „Soro
anticro-
tallica” gegen das Gift der ſüdamerikaniſchen
Schauer=
klapperſchlange; das „Soro antibothropieo” gegen das
Gift der verſchiedenen Rothrops= oder Lacheſis=Arten, zu
denen der gefürchtete Buſchmeiſter gehört, und das aus
dieſen beiden Formen hergeſtellte „Soro antiophidico‟,
das gegen den Biß der entſetzlichen Schararaka
angewen=
det wird, die ebenſo gefährlich iſt wie die Lanzenſchlange,
ihre Verwandte von der Inſel Martinique.
Alle dieſe Heilſera werden in dem ſtaatlichen
Inſtitut zu Butantan gewonnen, wo ein ſtets
zahl=
reich beſetzter Schlangenpark unterhalten wird.
Die=
ſes in Europa ſo gut wie unbekannte Inſtitut liegt in
paradieſiſch ſchöner Landſchaft bei Rio de Janeiro unweit
des ehemaligen kaiſerlichen Luſtſchloſſes Petropolis, wohin
eine Zahnradbahn durch tropiſche Waldüppigkeit führt.
Die Giftſchlangen die ſämtlich nicht klettern und, wie
ge=
ſagt, mehr Nachttiere ſind, werden da zu Hunderten in
einzelnen „Farmen” gehegt, die völlig naturgetreu das
Milien ihres Freilebens wiedergeben, z. B. den
toten=
ſtillen Bergwald mit ſeinem ſchwarzen modernden
Humus=
grund, wo zwiſchen köſtlichen Orchideen die Schararaka
lauert, oder die trockenen, ſteinigen, rauhen Triften, die
die Klapperſchlange liebt, uſw. Soll nun Gift zur
Serum=
bereitung gewonnen werden, ſo begeben ſich zwei als
ge=
ſchickte Schlangenfänger bewährte indianiſche Beamte in
die Farm, wobei der eine mit einer breiten Zange das
giſtige Reptil fängt während der andere durch einen
ſchnellen Druck das Maul öffnet und das ſofort
heraustre=
tende Gift des zur äußerſten Wut gereizten Tieres in
einer Schale auffängt. Wenn auch die Leute durch weite
lederne Beinkleideg und dicke Ledergamaſchen bis zum
Knie völlig geſchützt ſcheinen, ſo iſt doch ihr Beginnen
kei=
neswegs gefahrlos — der Buſchmeiſter z. B., deſſen
Gift=
haken über 2,5 Zentimeter lang werden, iſt gewöhnlich in
ſtattlichen Exemplaren von 2.5 bis 3 Meter Länge
vertre=
ten, deren Ueberwältigung oft ſchwee genug hält — und
mehr als einmal im Jahre muß das Serum einem
ge=
biſſenen Schlangenfänger eingeſpritzt werden. Das meiſte
Gift bei einer Abzapfung liefert der eben genannte
Buſch=
meiſter, der gefürchtete Surukuku der Braſilier, nämlich
einen halben Kubikzentimeter; das wenigſte, nur 0,1
Kubik=
zentimeter, die gewöhnliche Schauerklapperſchlange deren
Gift aber für die Serumbereitung ſich am wirkſamſten
er=
weiſt. Natürlich iſt dieſe künſtliche Giftentziehung den
Schlangen nicht gerade zuträglich; die Tiere erſcheinen in
der nächſten Zeit ſichtlich geſchwächt, die Verdauung leidet,
und es dauert gut 14 Tage, ehe der Giftvorrat erſetzt iſt.
Da die Schlangen durchſchnittlich nach 6 Monaten an
dieſer Behandlung zugrunde gehen, muß der Beſtand des
Schlangenparks ſtets erneuert werden, was auch deshalb
notwendig wird, weil manche, und gewöhnlich gerade die
größten Exemplare, wie ſo viele Schlangen die ſonderbare
Angewohnheit haben, in der Gefangenſchaft nichts zu
freſſen und ſo langſam, in Wochen oder Monaten, zu Tode
hungern. Das entronnene friſche Schlangengift, eine
meiſt farb= und geruchloſe, gelegentlich auch milchige
Flüſſigkeit, wind filtriert und ſchnell eingetrocknet, wodurch
es ſehr haltbär wird. Hinter den Schlangenfarmen
be=
finden ſich am Ende einer prachtvollen Cykadeenallee die
lichterfüllten weiträumigen Marſtälle (anders kann man
dieſe mit allem hygieniſchen Raffinement ausgeſtatteten
Hallen nicht nennen), in denen die Pferde gehalten
wer=
den, die zur Serumgewinnung ihr Lebensblut laſſen
ſollen. Zu dieſem Behufe werden ihnen mit 0,05
Milli=
gramm beginnend, allmählich wachſende Doſen von
Schlangengift, in kochſalzhaltigem Waſſer gelöſt,
einge=
ſpritzt, worauf Fieber und lokale Entzündungen eintreten,
die aber bald wieder vergehen. Die letzten Einſpritzungen
ſind ſo ſtark, daß ſie hinreichen, um 2000—3000 nicht „
prä=
parierte” d. h. nicht durch allmählich ſteigende Doſen
immuniſierte Pferde zu töten. Den Pferden werden bis
zu 5 Liter Blut entnommen, aus denen man etwa 3 Liter
Serum herſtellt, eine verhältnismäßig große Quantität,
wobei man aber berückſichtigen muß, daß im Gegenſatze
z. B zum Diphtherieſerum enorme Mengen des
Schlan=
gengiftſerums zum Heilprozeß erforderlich ſind.
So iſt das Inſtitut zu Butantan eines der
ſegens=
reichſten der Erde. In ſeiner Nähe liegt übrigens das
nach dem Syſtem Paſteur eingerichtete Inſtitut zur
Wut=
ſchutzimpfung des Profeſſors Ferreira de Santos. Es iſt
ſchmucklos eingerichtet und für den Laien nicht gerade
er=
freulich, zu beſichtigen: ſein ganzer Hof iſt von Kaninchen
bevölkert, denen die Hirnſchale geöffnet und das Wutgift
zwiſchen die Rückenmarkshäute eingeſpritzt iſt. Die
Tier=
chen haben etwa eine Woche zu leiden ehe ſie eingehen
und ihr präpariertes Rückenmark zum Segen der
Menſch=
beit verwandt werden kann.
Nummer 144.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 27. Mai 1914.
Seite 3.
Alice=Frauenverein für Krankenpflege
im Großherzogtum Heſſen.
Sitzung des Landes=Ausſchuſſes.
D Unter dem Vorſitz Ihrer Königl. Hoheit der
Groß=
herzogin hielt der Landesausſchuß des Alice=
Frauen=
vereins für Krankenpflege im Großherzogtum Heſſen am
25. d. M. im Saalbau eine Sitzung ab, die ſich zahlreichen
Beſuches erfreute. Im Auftrage Ihrer Königl. Hoheit
der Großherzogin eröffnete der Generalſekretär, Herr
Miniſterialrat Dr. Kratz, die Sitzung, begrüßte die
Er=
iſchienenen und gab die Tagesordnung bekannt.
Ueber den 1. Punkt: Mitwirkung des Vereins bei der
TTuberkuloſenfürſorge, referierte Herr Geh. Regierungsrat
Dr. Dietz=Darmſtadt. Redner verbreitete ſich über die
verheerenden Wirkungen dieſer Volkskrankheit, wie ſie in
der Statiſtik ihren Ausdruck finden, beſpricht dann die
zum Kampfe gegen dieſe Volksſeuche ins Leben gerufenen
OOrganiſationen und gibt als Ziel der zu ergreifenden
Maßnahmen an: Tuberkulöſe zu heilen und Geſunde vor
der Anſteckung zu bewahren. Der Referent ſchildert dann
die Tuberkuloſe=Einrichtungen der Landesverſicherungs=
Anſtalt Großherzogtum Heſſen, wie die Heilſtätten in
Sandbach, Winterkaſten uſw. Die Erfolge dieſer Anſtalten
ſeien nicht zu beſtreiten; beſonders wichtig ſei die den
Pfleglingen vermittelte Belehrung über das Weſen
die=
ſer Krankheit und die dabei zu beobachtenden
Verhal=
tungsmaßregeln. Auch ſeien jetzt in verſchiedenen
Kran=
kenhäuſern des Großherzogtums Einrichtungen zur
Auf=
nahme Tuberkulöſer getroffen. Sehr wichtig ſei die von
Robert Koch betonte Forderung: das Haus eines jeden
Tuberkulöſen in eine kleine Heilſtätte umzuwandeln.
Aufgabe der Fürſorgeſtellen ſei es, die Bevölkerung
auf=
zuklaren und Kranke, die noch heilbar ſind, der Fürſorge
zu überweiſen. Dagegen dürften die Fürſorgeſtellen die
eigentliche Krankenbehandlung nicht übernehmen. Der
Vortragende führt dann des Näheren die von der
Landes=
verſicherungs=Anſtalt in der Gemeinde Heubach
eingelei=
teten Sanierungsbeſtrebungen und erzielten Erfolge vor.
Notwendig ſei vor allem die Mitwirkung der Frauen;
ihre Mithilfe ſei im Kampfe gegen die Tuberkuloſe ganz
unentbehrlich. Die Beteiligung des Alice=Frauenvereins
könne in folgenden Punkten erfolgen: Stellen von
Schweſtern für die Tuberkuloſe=Anſtalt, Stellen von
Ge=
meindeſchweſtern, Betätigung der Zweigvereine da, wo
Tuberkuloſe=Fürſorgeſtellen nicht vorhanden ſind. Die
erforderlichen Mittel werden von der
Landesverſiche=
rungs=Anſtalt, dem Tuberkuloſefonds Ihrer Königl.
Ho=
heit der Großherzogin, dem Heilſtättenverein und
ſchließ=
lich durch private Wohltätigkeit aufgebracht. Redner
be=
gründet noch die Notwendigkeit der Errichtung einer
Kinderheilſtätte und ſchließt mit der Hoffnung, daß es
dem Alice=Frauenverein mit ſeinen Zweigvereinen
ge=
lingen möge, im Kampfe gegen die Tuberkuloſe ſich
er=
folgreich mit zu betätigen.
Herr Miniſterialrat Dr. Kratz dankt dem Redner
für ſeine lichtvollen und ausgezeichneten Ausführungen.
Ein Erfolg des auf Anregung der Landesverſicherungs=
Anſtalt ergangenen Rundſchreibens ſei bis jetzt leider
nicht zu verzeichnen. Ueber die Urſache werden die
wei=
teren Verhandlungen wohl Aufklärung bringen. Die
Unterbringung der Kranken in Heilſtätten könne oft
da=
durch erleichtert oder ermöglicht werden, daß die
erforder=
lichen Mittel vom Kreis, von den Gemeinden und
Kran=
kenkaſſen uſw. gemeinſam getragen würden. Redner
be=
grüßt ebenfalls den Gedanken der Errichtung einer
Kinder=
heilſtätte und bittet die Anweſenden um eine Ausſprache
über den zur Beratung ſtehenden Gegenſtand.
In der ſich hieran anſchließenden Diskuſſion, an
der ſich u. a. die Herren Geh. Rat Dr. Dietz,
Miniſterial=
rat Dr. Kratz und Pfarrer Chriſtmann=Framersheim
be=
beiligten, wurde die Notwendigkeit der ſachgemäßen
Des=
infektion der Krankenbetten auf dem Lande und die Art
und Weiſe ihrer Durchführung des Näheren erörtert.
Herr Kommerzienrat Harth=Mainz berichtet, daß der
Verein in Mainz ſein Hauptaugenmerk auf die Ausbildung
der erforderlichen Zahl von Schweſtern gerichtet habe. Die
Schweſternfrage ſei immer ſchwierig, und hierfür ſei das
ganze Geld und die vorhandene Kraft erforderlich. Geh.
Rat Dr. Dietz weiſt noch darauf hin, daß gerade auf dem
Lande die Zweigvereine des Alice=Frauenvereins an die
Stelle der Fürſorgeſtellen treten könnten. Miniſterialrat
Dr. Kratz bemerkt, daß ſich die Aufforderung
hauptſäch=
lich an diejenigen Zweigvereine richte, die nicht die
Aus=
bildung von Krankenpflegerinnen betreiben, die alſo noch
Gelegenheit haben, ſich auf anderem Gebiete zu betätigen.
Herr Medizinalrat Dr. Rebentiſch=Offenbach berichtet
über ſeine Erfahrung. Die Zweigvereine würden aut tun,
ihre Schweſtern auf die Tuberkuloſebekämpfung beſonders
aufmerkſam zu machen. Beſonders wertvoll ſei die
prak=
tiſche Arbeit in den Krankenfamilien, Erziehung zur
Rein=
lichkeit und ähnliches. Die vielfach noch vorhandene Scheu,
in die Wohnung von Kranken hineinzugehen, müſſe
be=
kämpft werden. Die praktiſche Mitarbeit ſei auf Anleitung
und Schweſternhilfe zu beſchränken. In Offenbach ſei
man deshalb nicht vorgegangen, weil Einrichtungen ſchon
vorhanden ſeien und die Damen des Alice=Frauenvereins
ſich ſchon die Aufgabe geſteckt hatten, ihrerſeits alles zu
tun, um die Fürſorgebeſtrebungen möglichſt populär zu
machen. Herr Miniſterialrat Dr. Kratz teilt mit, daß die
Ergebniſſe der heutigen Beſprechung den Zweigvereinen
in einem Rundſchreiben mitgeteilt werden ſollen, damit
dieſe ſich an der Mitarbeit im Kampfe gegen die
Tuber=
kuloſe beteiligen können.
Ueber den 2. Punkt der Tagesordnung: Ausbildung
von Helferinnen vom Roten Kreuz, berichtet Herr
General=
arzt a. D. Dr. Lindemann=Darmſtadt. Redner
ver=
breitet ſich über die Gründe, die eine genügende Zahl gut
ausgebildeter Helferinnen für den Kriegsfall notwendig
erſcheinen laſſen. Es ſei ihm eine große Freude und
Ge=
nugtuung geweſen, die Luſt und Liebe, den Eifer und die
Hingebung zu beobachten, mit der der größte Teil der
Da=
men ſich der Ausbildung als Helferin vom Roten Kreuz
unterzogen habe. In dieſer Beziehung müſſe er den auf
dem vorjährigen Verbandstage des Roten Kreuzes
zu=
tage getretenen gegenteiligen Anſchauungen widerſprechen.
Die Ausbildung der Helferinnen erfolge nach beſtimmten
Vorſchriften. Als Mindeſtalter ſei das 20. Lebensjahr
vor=
geſchrieben. Die theoretiſche Ausbildung ſei dringend
not=
wendig; Hauptſache ſei aber die praktiſche Tätigkeit im
Krankenhauſe am Krankenbett. In den Kreiſen der ſich
meldenden Damen herrſche vielfach die Auffaſſung, daß
die Verwendung auf dem Kriegsſchauplatz erfolge.
Dem=
gegenüber ſei feſtzuſtellen, daß Helferinnen für das
Hei=
matgebiet in Betracht kommen können. Beſonders wichtig
ſei die Teilnahme an den Wiederholungskurſen. Man ſolle
ſich nicht ſcheuen, die für die Liſtenführung erforderlichen
Angaben über die Eignung der Helferinnen rückhaltlos zu
machen. Dies ſei notwendig, um die Gewähr zu haben,
im Falle des Bedarfs tüchtige Kräfte zu bekommen.
Mit=
den den Damen gehaltenen Vorträgen uſw. könne der
Nebenzweck verbunden werden, in ſanitärer und
hygieni=
ſcher Beziehung in der Bevölkerung aufklärend zu wirken,
da die Betreffenden über Desinfektion, Schutzmaßnahmen
uſw. ſich nützliche Kenntniſſe erworben haben.
Herr Miniſterialrat Dr. Kratz iſt ebenfalls der
An=
ſicht, daß den Helferinnen nicht nur im Kriegsfalle,
ſon=
dern im Frieden Aufgaben geſtellt ſind. Die Ausbildung
der Helferinnen müſſe eine geregelte ſein, und die
erlaſſe=
nen Beſtimmungen müßten beobachtet werden. Auch müſſe
ein gewiſſer Zuſammenſchluß unter den Pflegerinnen ſelbſt
erfolgen. Herr Kommerzienrat Harth=Mainz dankt für
die anerkennenden Worte, die der Referent den Helferinnen
gewidmet hat, und hofft, daß dieſes von autoritärer Seite
ausgeſprochene Lob dazu beitragen wird, der Sache neue
Sympathien zu erwerben. Redner empfiehlt weiter,
Leh=
rerinnen zu Helferinnen auszubilden. Zu der letzteren
Frage geben der Herr Referent und Herr Miniſterialrat
Dr. Kratz nähere Erläuterungen.
Frau Geheimerat Gebhardt=Gießen berichtet über
ihre Erfahrungen in der Ausbildung von Helferinnen und
redet auch der Unterweiſung in der Wirtſchaftsführung
das Wort.
Hierauf verbreitet ſich der Referent über den
beſon=
deren Dienſt der Helferinnen in Apotheken, im
Desinfek=
tionsbetrieb, auf der Röntgen=Abteilung und bei
bakterio=
logiſchen Laboratorien uſw. Herr Medizinalrat Dr.
Re=
bentiſch=Ofſenbach betont, die in den Vorſchriften
vor=
geſehene Zeit müſſe auf die Krankenpflege verwendet
wer=
den, da dieſe doch den Hauptpunkt bilde. Spezialausbil=
dung in einzelnen Fächern empfehle ſich in ſolchen Fällen,
wo ein beſonderes Intereſſe und Befähigung dafür
vor=
handen ſei. Er habe bei den Helferinnen großes Intereſſe
geſehen und deshalb regelmäßige Fortbildungskurſe
ein=
gerichtet. Frau Kreisrat Eckſtein=Bensheim berichtet
über die Helferinnenausbildung im Kreiſe Bensheim. Die
praktiſche Ausbildung der dortigen Heſferinnen ſei in
aus=
wärtigen Krankenhäuſern erfolgt.
Herr Miniſterialrat Dr. Kratz verlieſt zu dem Punkte:
Mitarbeit bei der Säuglingsfürſorge die von der
Zen=
trale für das Zuſammenwirken aufgeſtellten Geſichtspunkte.
Sehr wünſchenswert ſei es, wenn die Damen der
Zweig=
vereine ſich für die erforderlichen Badeeinrichtungen und
die ſonſtigen Maßnahmen, für die ſachgemäße Ernährung
und Pflege der Kinder intereſſieren würden. Er hofft, daß
auf dieſem Wege praktiſche Erfolge erzielt werden können.
Herr Geheimerat Dr. Dietz tritt lebhaft für ein
Handin=
handarbeiten aller Organiſationen ein, die die
Volkswohl=
fahrt im Auge haben.
Herr Geh. Legationsrat Dr. Neidhart=Darmſtadt
begrüßt es, daß heute bezüglich der Säuglingsfürſorge
be=
ſtimmte Vorſchläge gemacht worden und daß Bensheim ſich
auf dieſem Gebiete bereits betätigt hat. Redner empfiehlt,
nach weiterer Klärung der Frage mit eingehenden
Vor=
ſchlägen an die Zweigvereine heranzutreten. Nach
wei=
teren Erläuterungen der Damen Frau Kreisrat Eckſtein=
Bensheim, Frau Geheimerat Pfannenſtiel, Frau Schulrat
Dr. Zang=Bingen und des Herrn Geheimerat Dr. Dietz
ſtellt Herr Miniſterialrat Dr. Kratz Einverſtändnis
dar=
über feſt, daß die Beteiligung in der von der Großh.
Zen=
trale vorgeſchlagenen Weiſe erfolgen ſoll.
Zu dem Punkte Satzungsänderung bemerkt Herr
Mi=
niſterialrat Dr. Kratz, daß durch die Schaffung einer
gan=
zen Reihe neuer Organiſationen eine Aenderung
notwen=
dig ſei, daß aber die eigentliche Beſchlußfaſſung hierüber
erſt in der ordentlichen Mitgliederverſammlung des Alice=
Frauenvereins erfolge. Der Generalſekretär dankt hierauf
den Referenten im Namen Ihrer Königl. Hoheit und der
Anweſenden für ihre belehrenden und anregenden
Aus=
führungen und ſchließt die Sitzung um 7 Uhr, woran ſich
noch ein gemeinſamer Tee anſchloß.
21. Mitglieder=Verſammlung.
St. Darmſtadt, 27. Mat.
Der Alice=Frauenverein für Krankenpflege im
Groß=
herzogtum Heſſen (Heſſiſcher Landesverein vom Roten
Kreuz) hielt geſtern nachmitlag im Städtiſchen Saalbau
unter dem Präſidium der Frau Großherzogin ſeine
21. ordentliche Mitgliederverſammlung ab. Der
Verſamm=
lung wohnten u. a. bei: Frau Staatsminiſter Dr. von
Ewald Frau Staatsminiſter Rothe, Finanzminiſter
De. Braun Miniſter des Innern von Hombergk
zu Vach mit ihren Gemahlinnen, Wirkl. Geheimerat
Krug von Nidda mehrere Miniſterialräte, Kreis=
und Regierungsräte uſw.
Miniſterialrat Dr. Kratz eröffnete im Auftrage der
Frau Großherzogin die Verſammlung und begrüßte
herz=
lichſt die Erſchienenen im Namen der hohen Präſidenlin
und des Zentralvorſtandes Beſonders herzlich begrüßte
Redner die behördlichen Vertreter an deren Spitze den
Herrn Miniſter des Innern, ſowie die Vorſtandsmitglieder
des Heſſiſchen Landesvereins vom Roten Kreuz des Alice=
Frauenvereins für die Kolonien, die Vertreter der
Ver=
bände evangeliſch=kicchlicher Frauen=Vereine, der
Wohl=
tätigkeitsanſtalten und=Vereine, mit denen der Alice=
Frauenverein für Krankenpflege in Verbindung ſteht, die
Geiſtlichen und Aerzte endlich die Mitglieder und
Vor=
ſtände der Zweigvereine und der Abteilungen. Redner
verbreitete ſich dann in längerer Rede über die Ziele
und die Tätigkeit des Roten Kreuzes im allgemeinen und
des Alice=Frauenvereins im beſonderen. Er betonte, daß
die Notwendigkeit des Wirkens in allen Zweigen des
Roten Kreuzes im Krieg und Frieden ſtändig zunehme,
und daß der Verein alles daran ſetzen müßte, dieſen
ſtetig ſteigenden Anforderungen gerecht zu werden.
Not=
wendig iſt es dringend die Zahl der ausgebildeten
Schweſtern zu erhöhen. Auf dieſes Ziel müßle die
Tätig=
keit der Zweigvereine und Abteilungen in erſter Linie
ge=
richtet ſein. Eine weitere Notwendigkeit iſt die Beſchaf=
Feuilleton.
* Richard Wagners Vermächtnis an das deutſche
Volk. Anläßlich eines von der Tochter Bülows und Frau
Coſima Wagner, Frau Iſolde Beidler, wegen
abge=
wieſener Erbanſprüche und aus Rache heraufbeſchworenen
Skandals hat ſich Siegfried Wagner in einer Unterredung
mit einem Mitarbeiter der Münchener Abendzeitung mit
Recht gegen die Schmähungen gewendet, die in zahlreichen
Zeitungsartikeln in dieſen Tagen gegen das Haus Wagner
und beſonders gegen ſeine Perſon gerichtet worden ſeien.
Die Geſchichte werde indeſſen feſtſtellen müſſen, daß „
Wahn=
frieds Schild blank war und iſt” und als „Antwort
Wahn=
frieds auf die Beſchimpfungen” gab dann Siegfried
Wag=
ner folgende Erklärung ab:
„Alles, was in Bayreuth Richard Wagners Erben iſt,
alſo: Feſtſpielhaus mit den dazu gehörigen Grundſtücken,
alle Gegenſtände, die zum Feſtſpielhaus und
Wirtſchafts=
betrieb gehören, das Haus Wahnfried mit allen ſeinen
handſchriftlichen Schätzen, alle ſeine Andenken und
Er=
innerungen an Wagner und der ſehr beträchtliche
Feſtſpiel=
fonds, dieſes alles iſt von meiner Mutter und mir dem
deutſchen Volke als ewige Stiftung
gewid=
met. Wir werden, trotzdem uns jetzt die öffentliche
Mei=
nung, irregeführt durch entſtellte einſeitige Berichterſtattung
als giftige Bewohner einer Neidhöhle bezeichnet und auch
ſchon in Witzblättern verunglimpft hat, uns doch als Hüter
Wahnfrieds zeigen und unſern Stiftungsgedanken nicht
fallen laſſen. Das Bayreuth Richard Wagners,
ſo haben wir beſchloſſen, gehört nicht uns, es gehört dem
deutſchen Volke, ihm ſoll es von Wahnfrieds Erben
als „ewiges Richard Wagner=Heim” hergegeben werden.”
Zum Schluß erklärte Siegfried Wagner, mit der
Aus=
arbeitung der Stiftungsurkunde ſei bereits am 13. Juli
be=
gonnen worden, ſie hätte bis zum Beginn der diesjährigen
Bayreuther Feſtſpiele fertig werden ſollen. Daß dem nicht
ſo ſei, habe Frau Iſolde Beidler mit ihrem Wahnfried
aufgezwungenen Prozeß verſchuldet. Der Stiftungsgedanke
werde daher vorläufig ruhen und erſt ausgeführt werden,
wenn die Gerichte das letzte Wort im Prozeß Beidler gegen
Coſima Wagner geſprochen haben.
C.K. Ein Rezept für den Pariſer Schick. Der Krieg
gegen die Pariſer Mode, der jetzt von verſchiedenen Seiten
aus heftig geführt wird wird von den Geſchmacksrichtern
an der Seine mit der Miene der gekränkten Unſchuld
auf=
genommen. Wogegen man ankämpfe, erklären ſie das ſei
gar nicht der echte Pariſer Schick; das ſeien Auswüchſe und
Uebertreibungen, die fremde Damen auf den Boulevards
trügen und an denen die Pariſerin ſelbſt keinen Anteil
hätte. Die Toilette der eleganten Franzöſin ſei einfach
und unauffällig; aber in der Art, wie ſie ihre Kleider trüge,
darin läge ihre Originalität und ihr Reiz. Um die Ehre
des Pariſer Schicks zu retten, verrät uns eine franzöſiſche
Modezeitſchrift das große Ceheimnis der galliſchen
Gra=
zie: ſie gibt ein Rezept für den Pariſer Schick. Die
Grund=
lage dieſes Rezeptes iſt, daß die betreffende Dame jung,
ſchlank und anmutig iſt. Ihre Unterkleidung muß auf das
ſparſamſte bemeſſen ſein und ſich als enge Hülle um den
Körper ſchmiegen, damit jede Nüance der Figur zum
rech=
ten Ausdruck kommt. Die Dame, die dieſen Forderungen
entſpricht, trage nun ein ganz einfaches Kleid, das den
Modeſchnitt zwar ausprägt, ihm aber durch eine
perſön=
liche Note alles Gewagte und alles Banale nimmt; dazu
kommt ein kleiner Hut, der gut ſteht und zu der ganzen
Toiledte paßt, wobei er ruhig eine etwas kühne
Garnie=
rung haben kann. Dann gehört nur noch ein „gewiſſes
Etwas” dazu, eing pikante Haltung, eine unnachahmliche
Art, ſich zu tragen, um der Dame den richtigen Pariſer
Schick zu verleihen. Dieſe undefinierbare Stimmung, die
der Toilette erſt den rechten Duft gibt, iſt nun das
köſt=
liche Geſchenk das eine gütige Fee den mit Seinewaſſer
ge=
tauften Schönen in die Wiege gelegt hat, und nur wenige
Damen außerhalb Paris ſollen dieſe erleſene Eigenſchaft
beſitzen. Die armen deutſchen Frauen werden alſo mit dem
Rezept wohl wenig anzufangen wiſſen.
— Aus der Romantik der Derby=Gewinne. Das
Derby ſteht in England wieder nahe bevor und entfeſſelt
in zahlloſen kritiſchen Köpfen eine Aufregung, wie ſie bei
den doch gewiß auch wettluſtigen Deutſchen kein Rennen
hervorbringt. Fabelhafte Geſchichten von großen
Reich=
tümern die Glücklichen durch das Derby in den Schoß
ge=
fallen, betören Seele und Sinn und verleiten gar manchen
dazu, einen Schritt vom rechten Wege zu tun und mit
frem=
dem Geld dieſe einzigartige Gelegenheit auszunutzen. Ja
es ſcheint faſt, als ob ſolch auf unrechtmäßige Weiſe „
ge=
liehenes” Geld beim Derby bisweilen beſonderen Erfolg
gehabt hat. Jedenfalls erzählt eine engliſche Zeitſchrift
von einigen ſolchen Fällen. An jenem denkwürdigen Tage
da Henry Chaplin mit „Eremit” das Derby gewann und
damit der Sportswelt eine einzigartige Ueberraſchung
be=
reitete, hatte der Schreiber eines Londoner Rechtsanwaltes
8000 Mark der Kaſſe ſeines Herrn „entlehnt” und die ganze
Summe auf „Eremit” geſetzt. Da die Quote, die
ausge=
zahlt wurde 66:1 betrug, ſo war das Reſultat ſeines
leichtſinnigen Schrittes für den Schreiber der bare
Ge=
winn von 520000 Mark. Die 8000 Mark, die er noch mehr
gewonnen hatte, legte er ſtillſchweigend in die Kaſſe
zu=
rück, und ſo erfuhr niemand, auf welche Weiſe der arme
Bureaubeamte in den Beſitz eines großen Vermögens
ge=
kommen war. Noch ein anderer Wetter, dem das Derby
den Kopf verwirrt hatte, machte durch „Eremit” ſein Glück.
Es war ein Londoner Kaufmann, der das beſcheidene Ver=
mögen einer Waiſe von 4000 Mark verwaltete. Von dieſem
Gelde nahm er 3000 Mark und ſetzte ſie bei jenem
denk=
würdigen Rennen auf den Sieger, dem man doch vorher
ſo wenig Ausſichten zuſpräch. Er gewann damit 198000
Mark und konnte, ohne daß es jemand gewahr wurde, die
Summe wieder erſetzen; ja er erhöhte ſogar das ihm
an=
vertraute Geld der Waiſe auf 9000 Mark. Als 1892 „Sic
Hugo” das Derby gewann, erſchien vorher einem
Liver=
pooler Gaſtwirt dieſes Pferd als ein Gewinner im Traum.
Er hatte gerade 2000 Mark, mit denen er eigentlich
not=
wendige Schulden bezahlen mußte, wettete das ganze Geld
auf „Sir Hugo” und gewann damit 80000 Mack Er
kaufte ſich davon ein größeres Hotel, und ſo wurde dieſer
Traum die Grundlage ſeines bedeutenden Wohlſtandes.
Heute ſieht man den Bankkaſſierern ſo ſehr auf die Finger,
daß ſie wohl kaum noch einen unrechtmäßigen Gebrauch
von den ihnen anvertrauten Geldern machen können, ohne
daß es ſogleich bemerkt wird Früher ging das eher, und
ſo wettete einmal vor 16 Jahren ein Kaſſierer beim Derby
auf den ſchlechteſten Außenſeiter Jeddah” 2000 Mark.
wo=
bei er 200000 Mark gewann. Obgleich niemand von ſeiner
Verfehlung wußte, bereute er doch die Tat ſein ganzes
Leben lang, wie ja überhaupt dieſen wenigen
Glücks=
zufällen unzählige ſolcher Vergehen gegenüberſtehen, die
mit Schimpf und Schande für den Wettluſtigen endigten.
Stn. Muſik. In einem bayriſchen Dorf hat es der
Lehrer fertig gebracht, daß Belzgäſſers Mareile
Klavier=
ſtunden bei ihm bekommt. Nachdem ſich die erſte
Aufreg=
ung über das Erſcheinen eines Pianos im Dorf gelegt,
be=
ſchließen der Rats=Lorenz, der Bach=Eller und der
Wies=
bauer nicht hinter dem Belzgäſſer zurückſtehen zu wollen.
Mit der Zeit erwächſt dem Lehrer der ſich auch auf die
Fiddel, Zupfgeige und Laute verſteht, eine Rieſenpraxis,
bei dem im Dorf und Nachbardorf immer heftiger
er=
wachenden Muſikſinn. s Mareile bleibt aber die
talen=
tierteſte Schülerin und zeichnet ſich in hervorragender
Weiſe aus bei dem erſten „Konzert im Gaſtzimmer des
Burgbräu” Wer beſchreibt aber das Erſtaunen des
Leh=
rers als ihm am nächſten Tag nach der Schule s' Mareile
die Botſchaft ſeiner Eltern unter furchtbarem Heulen
über=
mittelt, daß es keine Klavierſtunden mehr nehmen dürfe.
Stehenden Fußes begibt ſich der Lehrer zu Belzgäſſers. Er
trifft nur die Belzgäſſerin zu Haus, die ihn ſehr ſteif
emp=
fängt. „Ihr Mann ſei ganz mit ihr einverſtanden, Recht
müſſe Recht bleiben. s' Mareile wäre die erſte Schülerin
vom Herr Lehrer geweſen. Alle Leute hätten geſagt der
Herr Lehrer ſelbſt, daß s Mareile am ſchönſten geſpielt
hätte. Erſt hinterher hätte es ſich herausgeſtellt daß dem
Rats=Lorenz ſein Lowieschen von dem Herrn Lehrer ein
Stück gekriegt hätt’ mit 3 Kreitzerl und ’s Mareile ein Stück
mit nur 2 Kreitzerl.”
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 27. Mai 1914.
Nummer 144.
fung der Geldmittel. Schließlich wandte ſich der Redner
an die Schweſtern mit Worten herzlichſter Anerkennung
und innigſten Dankes für ihre ſtets ſegensvolle Tätigkeit
Beſonderer Dank gebühre den beiden Schweſtern Haſter
und Knaf die, dem Rufe der Pflicht folgend, in den
griechiſch=türkiſchen Krieg gegangen ſind. Der Vorſitzende
gedachte weiter des Zurucktretens der hohen früheren
Präſidentin, Prinzeſſin Ludwig von Battenberg, an deren
Stelle die Frau Großherzogin das Präſidium über den
Verein übernommen hat. Der Frau Prinzeſſin Ludwig
wurde eine Dankadreſſe überreicht und ſie zur
Ehren=
präſidentin ernannt. Die Prinzeſſin hat dafür in einem
Schreiben an die Vizepräſidentin Frau Slaatsminiſter
Rothe herzlichſt gedankt. Der Frau Großherzogin wird
für Uebernahme des Präſidiums herzlichſter Dank
ausge=
ſprochen. Auch der Großherzog hat dem Verein und ſeinen
Beſtrebungen wiederum mehrfach Anerkennung angedeihen
laſſen, die durch Ordensverleihungen uſw. zum Ausdruck
kamen. Der Redner erwähnte ferner die Veränderungen in
dem Zentralkomitee und deſſen Vorſtand berichtete über
die Tätigkeit des Vereins zur Erledigung der inneren
An=
gelegenheiten uſw Neue Zweigvereine wurden gebilder
in Dieburg. Heppenheim, Hirſchhorn, Fürth.
Sprend=
lingen in Rheinh., Bingen, Lauterbach Vilbel. Neu=
Iſen=
burg und in Bensheim, wo bereits früher ein Verein
be=
ſtand. Dieſe Neugründungen haben dem Verein einen
Zuwachs von etwa 1000 Mitgliedern gebracht. In vielen
Zweigvereinen hat die Mitgliederzahl zugenommen. Die
Mitgliederzahl im ganzen iſt gegen 1910 um 2000 auf 7200
geſtiegen. Der Verein verfügt über 78 ausgebildete
Schweſtern und 23 in der Ausbildung begriffene
ſoge=
nannte Lehrſchweſtern, das ſind gegen 1911 mehr 9
Schweſtern. Erfreulich zugenommen hat die Zahl der
Helferinnen. Dankbar wird des Beſchluſſes der Frau
Großherzogin gedacht, den Schweſtern die gleiche
Dienſt=
tracht zu verleihen, wie ſie in Preußen für die Schweſtern
des Vaterländiſchen Frauenvereins beſteht. Die
Helferin=
nen haben ſich im ganzen Lande zu Vereinen
zuſammen=
geſchloſſen, die demnächſt in einen umfaſſenden Verband
der Helferinnen vereinigt werden ſollen. Durch die
evangeliſch=kirchlichen Frauenvereine werden eben=,
falls Nochelferinnen ausgebildet. Mit dieſen
Ver=
einen iſt ein beſonderes Abkommen vertraglich feſtgelegt
worden für Krieg und Frieden. Die Beziehungen zu den
Schweſter=Vereinen und =Verbänden ſind erfreulich gute.
Zum Schluſſe erörtert der Redner kurz die Tätigkeit des
Vereins im Frieden, beſonders auf dem Gebiete der
Tuberkuloſebekämpfung, zu der geſtern beſondere
Be=
ſchlüſſe gefaßt worden ſind.
Die Ehrenpräſidentin, Frau Prinzeſſin Ludwig von
Battenberg, hat in einem Schreiben an die Großherzogin
der Verſammlung herzlichſte Grüße entbieten und den
Verhandlungen ſegensvollen Erfolg wünſchen laſſen.
Den Rechenſchaftsbericht erſtattet Geh. Finanzrat
Lauer. Der Bericht betont die Notwendigkeit der
eo=
folgten Bildung eines beſonderen Penſionsfonds für
Schweſtern, und der erheblichen Stärkung dieſes Fonds.
Das Vereinsvermögen beträgt außer dieſem
Penſions=
ſonds 140370 Mark. Der Rechenſchaftsbericht wird
ge=
nehmigt und dem Schatzmeiſter mit dem Ausdruck des
Dankes Entlaſtung erteilt.
Den Bericht des Alicehoſpitals und der
Schweſtern=
ſchaft erledigt Geh. Legationsrat Dr. Neidhart. Es
wird u. a, darin erwähnt, daß den beiden Schweſtern
Haſter und Knaf außer den Auszeichnungen durch den
Großherzog von der Königin Olga von Griechenland die
griechiſche ſilberne Rote Kreuz=Medaille verliehen wurde.
Die Frau Großherzogin ſchenkte den beiden Schweſtern
Proſchen. Im Alicehoſpital wurden in den 3
Berichts=
jahren 1911. 1912 und 1913 durchſchnittlich 802, insgeſamd
24063 Kranke verpflegt an zuſammen 42 556 Pflegeragen.
Der Bericht ſagt allen, die das Hoſpital und die
Schweſteen=
ſchaft unterſtützt haben, herzlichſt Dank.
Ueberreichung der Diplome.
Danach überreichte die Frau Großherzogin den
nachbenannten Schweſtern die Diplome und Broſchen mit
folgenden Worten: „Liebe Schweſtern, was ich auf dem
Herzen habe, kann ich Ihnen nicht beſſer ausdrücken, als es
Ihre Kgl. Hoheit die Großherzogin Alice vor nunmehr
40 Jahren bei Ueberreichung der Diplome an die
Schwe=
ſtern getan hat. Ich bitte Herrn Miniſterialrat Katz, dies
zu verleſen:
„Es iſt mir eine Freude, Ihnen die Diplome zu
über=
reichen, beſonders da ich weiß, daß Sie ſich als
gewiſſen=
hafte und tüchtige Pflegerinnen bewährt, und ſchon
man=
chem Kranken ſein hartes Los erleichtert haben. Fahren
Sie nur ſo fort, lernen Sie ſtrebſam weiter, es bedarf
Jahre lange Arbeit, um das Ideal einer Krankenpflegerin
nur annähernd zu erreichen. Seien Sie aufopfernd,
ver=
träglich, und im höchſten Grade diskret — ſtets Ihrer
hohen ſchweren Aufgabe gedenkend, nicht Ihrer ſelbſt.
Stehen Sie immer für einander ein und vergeſſen Sie nie
die Treue und den Gehorſam, den Sie dem Komitee,
wel=
ches für Sie ſorgt und wirkt, ſchuldig ſind. Wie das
Komitee aus vollem Herzen ſtets für Sie ſorgen will und
wird, ſo rechnet es auf Ihr Vertrauen und Ihre
Will=
fährigkeit, es ihm zu erleichtern und zu ermöglichen. Wir
arbeiten gemeinſam an der Erreichung eines humanen
Zieles und können einander nicht entbehren.”
Dieſe, von der Großherzogin Alice ſchriftlich
nieder=
gelegte Rede iſt fakſimiliert und wurde den Schweſtern
mit dem Diplom überreicht.
Die Großherzogin fügte hinzu: „Bleiben Sie
treu Ihrer Arbeit, treu unſerem Hauſe und treu der
Vor=
ſteherin des Alice=Hoſpitals.”
Broſchen und Diplome erhielten die Schweſtern: Luiſe
Gambs. Marie Hartmann, Marie Milch, Marie Severin,
Katharine Bauer, Charlotte Eberle, Eliſabeth Schulmerich,
Anna Schroer, Marie Hildenbrand.
Berichte.
Herr Oberregierungsrat Gräf verlas ſodann die
Berichte der Abteilungen 1 und 2, Herr Bürgermeiſter
Mueller den der Abteilung 3. Der letztere Bericht
be=
tont beſonders die Notwendigkeit der Ausbildung weiterer
Helferinnen, an denen immer noch empfindlicher Mangel
herrſcht. Mit beſonderem Dank gedenkt der Bericht der
Tätigkeit des Herrn Juſtizrats Dr. Bender, der dem
Verein alljährlich aus Anlaß erledigter Rechtsſtreitigkeiten
Summen zuweiſt. Den Bericht des Zweigvereins Mainz
erſtattet Herr Medizinalrat Dr. Krug. Auch dieſer Bericht
bedauert den Rückgang an Mitgliedern und dadurch an
erforderlichen Mitteln. Das Vermögen des Vereins
be=
trägt 1912: 288627, 1913: 311740 Mark. Darin ſind
aller=
dings drei beſondere Fonds enthalten, deren Mittel nur zu
beſtimmten Zwecken verwendet werden dürfen. Den
Be=
richt des Zweigvereins Offenbach verlas Herr Geh.
Me=
dizinalrat Rebentiſch. Sämtliche Berichte erſcheinen
demnächſt im Druck als Beilagen zum Jahresbericht.
Es folgt ein Bericht der Schweſter Anna Knaf
über ihre Tätigkeit im griechiſch=türliſchen
Krieg. Der intereſſante Bericht, auf den wir noch
aus=
führlich zurückkommen, wurde mit lebhaftem Beifall
auf=
genommen.
Den Beſchluß der Tagesordnung bildete
Satzungs=
änderung, die ohne Debatte genehmigt wurde. — Darauf
wurde die Verſammlung im Namen der Großherzogin
geſchloſſen.
Xl. internationales Lawn=Tennis=Turnier
in Darmſtadt.
C Das XI. Internationale Lawn=Tennis=Turnier auf
den Spielplätzen am Böllenfalltor, das der
Schlitt=
ſchuhklub=Sportverein in den Tagen vom
20. Mai an veranſtaltete, iſt am Sonntag zu Ende
ge=
gangen. Infolge des plötzlich eintretenden Regenwetters
konnten einige Spiele nicht zum Austrag gebracht werden;
ſie ſollen in nächſter Zeit auf auswärtigen Spielplätzen
ihre Entſcheidung finden. Am Samstag, dem vorletzten
Turniertage, fanden ſich die Teilnehmer am Turnier zu
iner kleinen Feier im Hotel „Zur Traube” zuſammen.
Nach einem gemeinſamen Abendeſſen wurde eine kleine
Ballfeſtlichkeit arrangiert, die die Teilnehmer in recht
ani=
mierter Stimmung mehrere Stunden vereinte. Am
Sonn=
tag nach Schluß der Spiele fand die
Preisvertei=
lung ſtatt. Hierbei nahm Herr Geheimergt Profeſſor
Koch Gelegenheit, in Worten des Dankes und der
An=
erkennung der Spieler, beſonders der auswärtigen, zu
gedenken und dem Wunſche Ausdruck zu verleihen, daß
ſich die Turnierteilnehmer in Darmſtadt recht wohlgefühlt
haben mögen und daß die ſchönen Tage in Darmſtadt
ihnen Veranlaſſung geben mögen, im nächſten Jahre in
gleicher oder wenn möglich noch größerer Anzahl wieder
zum Turnier in Darmſtadt zu erſcheinen. — Die Spiele
hatten folgende Reſultate:
1. Herren=Einzelſpiel ohne Vorgabe um
den Pokal von Heſſen, Wanderpreis, geſtiftet von
S. K. Hoheit dem Großherzog von Heſſen, und 1
Ehren=
preis. 21 Meldungen. 1. Preis: Lindpaintner (
Frank=
furt) o. Spiel gegen v. Biſſina; 2. Preis: v. Biſſing;
je einen 3. Preis: Flimm, Schüler.
2. Herren=Einzelſpiel ohne Vorgabe um
die Meiſterſchaft von Darmſtadt. 22
Meldun=
gen. 1. Preis: v. Biſſing (Frankfurt) 8:6, 622,
zurückge=
zogen; 2. Preis: Schüler 7.5, 6:3; je einen 3. Preis:
Flimm, Hob.
3. Damen=Einzelſpiel ohne Vorgabe,
13 Meldungen. 1. Preis: Frl J. Weihermann (
Frank=
furt) 611. 611; 2. Preis: Frl. Weihermann 6:3, 5:7, 6:1.
4. Herren=Doppelſpiel ohne Vorgabe.
10 Meldungen. Je einen 1. Preis: v. Biſſing —
Lind=
paintner (Frankkurt) 62. 4:6, 7:5; je einen 2. Preis:
Fitting — Hob 6:4, 4:6, 6:1.
5. Gemiſchtes Doppelſpiel ohne
Vor=
gabe. 11 Meldungen. Je einen 1. Preis: Frl.
Flinſch-
v. Biſſing 6:4, 2:6, 6:1; je einen 2. Preis: Frl.
Weiher=
mann — Lindpaintner 613, 611.
6a. Herren=Einzelſpiel mit Vorgabe.
32 Meldungen. Das Spiel iſt noch nicht beendigt.
6b. Herren=Einzelſpiel mit Vorgabe.
21 Meldungen. 1. Preis: Marr (Karlsruhe) 6:4. 4:6, 612;
2. Preis: Eggersſ 6:3, 614; je einen 3. Preis: Walbe,
Gra=
dinger.
7. Damen=Einzelſpiel mit Vorgabe.
20 Meldungen. 1. Preis: Frl. Becker 611, 7:5; 2. Preis:
Frl. Lichtenſtein 6:4, 614; je einen 3. Preis: Frl.
Weiher=
mann, Frl. Becker.
8. Herren=Doppelſpiel mit Vorgabe.
20 Meldungen. Je einen 1. Preis: Sior — Eggersſ 514,
o. Spiel; je einen 2. Preis: Fitting — Hob.
9. Gemiſchtes Doppelſpiel mit Vorgabe.
17 Meldungen. Schlußrunde iſt noch zu ſpielen zwiſchen
Frau Wernher — Maxwell 611, 6:5 und Frl. Flinſch —
Fitting 6:4. 6:0.
10. Junioren=Einzelſpiel mit Vorgabe.
25 Meldungen. 1. Preis: Lichtenberger 633, 5:7, 7:5;
2. Preis: Eggersſ 611, o. Spiel; je einen 3. Preis: Köhler
Metzler.
Kunſtgotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* Reſidenz=Theater am weißen Turm. In
dieſer Woche hat das Reſidenz=Theater ſeinen
Programm=
wechſel anders eingeseilt, da auf vielſeitigen Wunſch, der
mit ſo großem Beifall aufgenommene Film Eva mit
Henny Porten noch bis geſtern vorgeführt wurde. Auch
das neue Programm ab heute ſteht dem vorhergehenden in
keiner Weiſe nach An erſter Stelle nennen wir den
her=
vorragenden Dreiak er „Weib gegen Weib” ein Liebes=
und Eiferſuchts=Drama, mit der bekannten guten
Photo=
graphie und Ausſtattung der Vitaskope. Der große
De=
tekliv=Roman in 3 Akten iſt wieder ein ganz anderes Sujet,
ſo daß jeder Beſucher auf ſeine Koſten kommt. Einige
Humoresken. Nakuraufnahmen und Wochenchkonik
vervoll=
ſtändigen den Spielplan. Wir machen jetzt ſchon darauf
aufmerkſam, daß der letzte Film der Aſta=Nielſen=Serie,
„Das Feuer” diesmal ab Dienstag, den 2. Juni. bis inkl.
Freitag, den 5. Juni, alſo nur 4 Tage, vorgeführt wird.
(Siehe Anzeige.)
Offenbach, 26. Mai. (Unbekannter Toter.)
Geſtern nachmittag wurde gegenüber der Speyerſtraße die
Leiche eines unbekannten, anſcheinend dem Arbeiterſtande
angehörenden Mannes aus dem Main geländet. Die Leiche
mag ſchon 10 bis 14 Tage im Waſſer gelegen haben.
Heppenheim a. d B., 26. Mai. (Das Ende eines
Dramas.) Der Bahnvorſteher Meixner auf Station
Laudenbach wurde vor 12 Jahren des Nachts von
Räu=
bern überfallen und ſo ſchwer verletzt, daß er nach zwe
Jahren ſtarb. Durch dieſes ſurchtbare Ereignis wurde
deſſen Frau geiſtesgeſtört, war viele Jahre in
Irren=
häuſern und wohnte zuletzt bei Verwandten in Ladenburg.
Der Trübſinn nahm aber immer mehr zu, und geſtern
ſuchte und fand die bedauernswerte Frau den Tod im
Neckar. Ein Schiffer entdeckte ihre Leiche.
Groß=Rohrheim, 26. Mai. (Wegen Diebſtahls
und Hehlerei) wurden ein bei den Rheiniſchen
Elek=
trizitätswerken beſchäftigter Monteur Anton Schüttler
der eine Lagerſtelle hier verwaltete, und der Gaſtwirt und
Autobeſitzer E. Friebis feſtgenommen. Schüttler hat
von dem Lager nahezu 600 Meter wertvollen
Kupferdraht entwendet, der in einer
Boden=
kammer des F. gefunden wurde.
Mainz, 25. Mai. (Verſchwundener
Wert=
brief.) Auf rätſelhafte und bis jetzt nicht aufgeklärte
Weiſe iſt in einem hieſigen Bankhaus ein verſiegelter
Wertbrief mit 2000 Mark, der mit der Poſt abgeſandt
wer=
den ſollte, ſpurlos verſchwunden. Trotz
ange=
ſtrengter Unterſuchung konnte bis jetzt (der Diebſtahl
ge=
ſchah vor einigen Tagen) der Täter nicht ermittelt werden
— (Sprenaungen im Rhein.) Unterhalb Amöne=
burg nehmen gegenwärtig die 25er Pioniere
Felsſprengun=
gen im Rhein vor, um für die Firma Kalle=Biebrich
e nen neuen Kanalzufluß für deren Fabrikabwäſſer in den
Rhein zu führen. — (Geſchäftsverkehr beim
Trachtenfeſt.) Der Feſtplatz wurde von weit über
100000 Menſchen beſucht, ſo daß bis jetzt ein Reingewinn
von etwa 20000 Mark erzielt wurde. Die Ankerbrauerei,
die den Bierausſchank hatte, lieferte während des Feſtes
415 Hektoliter Bier auf den Feſtplatz, am Hauptfeſttage
allein über 100 Hektoliter.
Mainz, 26. Mai. (Selbſtmord eines
Sol=
daten.) Am 24. Mai nachmittags iſt der Dragonen
Wolf der 1. Eskadron des Magdeburgiſchen Dragoner=
Regiments Nr. 6 ohne Urlaub nach Wallau (ſeinem
Hei=
matsorte) und Nordenſtadt gefahren. Als er am 25.
vor=
mittags nicht zurückgekehrt war, wurde er mittels
Krüm=
perwagens durch einen Sergeanten geholt. Auf der
Rhein=
brücke Mainz=Kaſtel riß Wolf plötzlich den Verſchlag des
im Trabe gefahrenen Wagens hoch, ſprang auf die Straße
und über das Geländer in den Rhein, wo er bald in den
Fluten verſank. Der Sergeant ſprang ihm nach, kam aber
zu Fall und konnte den Wolf an ſeinem Vorhaben nicht
hindern. Liebeskummer und Furcht vor Strafe ſcheinen
den Dragoner in den Tod getrieben zu haben.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 25. Mai. Der Kaiſee hat,
wie unlängſt berichtet, angeordnet daß in Kadinen ein
lediglich für Berliner Schutzleute beſtimmtes
Er=
holungsheim eingerichtet werde. Da die Vorarbeiten
und die Ausführung jedoch längere Zeit in Anſpruch
neh=
men, ſo ſind inzwiſchen auf Wunſch des Kaiſers für den
Aufenthalt erholungsbedürftiger Berliner Schutzleute
einige Räumlichkeiten in Kadinen proviſoriſch hergerichtet
worden. Als Gaſt des Kaiſers weilt bereits ſeit einigen
Tagen der erſte Berliner Schutzmann in Kadinen. — Als
die Beamten der katholiſchen Kirche zu
Ober=
ſchöneweide geſtern morgen zur Frühmeſſe das
Golteshaus betcaten, fanden ſie ein Bild ärgſter
Ver=
wüſtung vor. Der Hochaltar und der rechts von dieſem
ſtehende Marienaltar waren teilweiſe zertrümmert, die
Chriſtusfigur war vom Kreuz geriſſen. Außerdem waren
wer volle Kirchengeräte geraubt. Wie feſtgeſtellt wurde,
hatten die Diebe zuerſt verſucht, die maſſive Tür der Kirche
aufzubrechen. Da dieſe aber ihren Einbruchswerkzeugen
widerſtand, waren ſie durch ein Fenſter eingeſtiegen. Sie
zerſchlugen die Marmorplatte auf dem Hochaltar, riſſen
das Tabernakel auf, um die Monſtranz zu ſtehlen, die aber
an einer anderen Stelle ſicher aufbewahrt war, und
be=
ſchädigten ſchließlich das große Kruzifix Zwei Opferkaſten,
die auch geſtohlen wurden und in denen ſich Geld befand,
wurden im Laufe des Tages von Spaziergängern in der
Nähe des Königin=Eliſabeth=Hoſpitals aufgefunden. Sie
waren zerbrochen und ihres Inhalts beraubt. — 14 Tage
in der Wohnung eines Beſtohlenen
ge=
hauſt hat ein Einbrecher, der geſtern von der
Kriminal=
polizei ermit elt und feſtgenommen wurde Der Schmied
Richard Walet wurde von ſeinem Meiſter in der
Jo=
hannisſtraße vor einiger Zeit entlaſſen. Er wußte nung
daß der Meiſter am 4. Mai eine vierzehntägige
Erholungs=
reiſe antrat, und daß während dieſer Zeit ſeine Wohnung
ohne Aufſicht blieb. Schon am 5. Mai öffnete er die
Flur=
tür mit einem Dietrich und ſeitdem benutzte er nicht nur
ie Räume als Unterſchlupf, ſondern ſchaffte nach und nach
auch alles weg, was er unauffällig zu Geld machen konnte,
Kleidungsſtücke und dergleichen mehr. Bei ſeiner
Rück=
kehr fand der Meiſter zu ſeiner unangenehmen
Ueher=
raſchung, daß bei ihm gründlich aufgeräumt worden war,
Die Kriminalpolizei ermittelte die Käufer der geſtohlenen
Sachen und erhielt ſo eine Beſchreibung des Mannes, der
ie veräußert hatte. Hiernach erkannte der Meiſter ſeinen
entlaſſenen Geſellen. Walet war zunächſt nicht zu finden.
nach längerer Fahndung aber entdeckten ihn geſtern die
Kriminalbeamten und brachten ihn hinter Schloß und
Riegel.
26. Mai. In Gegenwart des Kaiſers und der Kaiſerin
fand heute vormittag die Einweihung des Turn=
und Spielplatzes der Berliner ſtaatlichen Hochſchulen
im Grunewald ſtatt. Kultusminiſter v. Tcott zu Solz
hielt eine Anſprache, ebenſo der Rektor der Untverſität,
Profeſſor Planck. Es folgten turneriſche und ſportliche
Vorführungen.
München, 26. Mai (Automobilunfall.) In
Wolfrathshauſen bei München ereignete ſich heute
vor=
mittag ein ſchwerer Automobilunfall, bei dem die 20jährige
Toch er eines Lehrers getötet und vier weitere Inſaſſen
zum Teil ſchwer verletzt wurden.
Köln, 26. Mai. (Prinz Heinrich von Preußen)
beſichtigte heute vormitlag die Deutſche
Werkbund=
ausſtellung und weilte über eine Stunde im
öſter=
reichiſchen Hauſe. An die Beſichligung ſchloß ſich ein
Früh=
ſtück, das vom Kölner Klub für Luftſchiffahrt zu Ehren
des Prinzen gegeben wurde.
Osnabrück, 26. Mai. (Zum Biſchof von
Osnabrück) wurde bei der heute vormittag erfolgten
Biſchofswahl der Religions= und Oberlehrer Dr. Wilhelm
Berning in Meppen gewählt. Der gewählte
Bi=
ſchof Hermann Wilhelm Berning iſt am 26. März 1877 als
Sohn des verſtorbenen Tiſchlers Bernhard Berning zu
Lingen geboren.
London, 25. Mai. (Das Publikum gegen die
Wahlweiber.) Das engliſche Publikum ſcheint die
Untaten der Wahlweiber jetzt nachgerade ſatt zu
haben. Wo immer die Wahlweiber
Verſamm=
lungen abgehalten haben, wurden ſie von den
Volksmaſſen geſtört, ſodaß in einigen Fällen
die=
mitleidige Polizei die Wahlweiber gegen die Wut der
Menge ſchützen mußte. In Hampſtead drohte man, die
Megären in einen Teich zu werfen, was die Schutzleute
nur mit großer Mühe verhindern konnten. Sylvia
Pank=
hurſt, die Tochter der berüchtigten Generalin, zog nach dem
Viktoriapark, um dort eine Verſammlung abzuhalten. Sie
hatte ſich mit 25 Anhängerinnen an einer eiſernen Kette
zuſammengeſchloſſen, um ſo ihre Verkaftung unmöglich
oder doch ſehr ſchwierig zu machen. Als der Zug ſich dem
Viktoriaperk näherte, wurde er plötzlich von einer großen
Zahl von Poliziſten aufgehalten, und es kam zu einer
allgemeinen Prügelei. Die Wahlweiber und ihre
männ=
lichen Anhänger ſchlugen mit Stöcken auf die Poliziſten,
die dann mit ihren Knüppeln erwiderten. Die eiſernen
Ketten wurden mit Hammerſchlägen zertrümmert und Miß
Pankhurſt in einem bereitſtehenden Automobil in das
Ge=
fängnis gebracht, aus dem ſie natürlich wieder freigelaſſen
wird.
London, 26. Mai. (Der Dampfer im
Eis=
feld.) Ein hieſiges Blatt meldet: Der
Cunard=
dampfer Andania” der am Sonntag in
Plymouth=
erwartet wurde, kam erſt geſtern nachmittag dort an. Er
war auf der Fahrt von Montreal und Quebeck in ein
Eisfeld geraten. Die Eisberge waren ſo zahlreich, daß
die Maſchinen 16 Stunden geſtovpt werden mußten.
Nummer 144.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 27. Mai 1914.
Seite 5.
London, 26. Mai. (Eine Feuersbrunſt)
zer=
ſtörte einen Teil der Werft der Clyde Engineering and
Shipbuilding Company im Hafen von Glasgow.
Konin (Rußland), 26. Mai. (Mord.) Heute morgen
wurde der Getreidehändler Hahn in ſeinem Bette mit
durch=
ſchnittenem Halſe ermordet aufgefunden. Neben dem
Bette lag beſinnungslos mit einer ſchweren Kopfwunde
der 17jährige Sohn des Ermordeten. Aus dem
erbroche=
nen Geldſchranke waren 6000 Rubel geſtohlen Die Tat
iſt von dem bei Hahn beſchäftigt geweſenen 22jährigen
Handlungsgehilfen Schwetz verübt, der flüchtete.
Charbin, 26. Mai (Ueberfall auf einen
Kaſſenboten.) Auf dem Wege vom Bahnhof zur
Bahnverwaltung wurde der Bahnkaſſenbote der 30000
Rubel bei ſich trug von Räubern in chineſiſcher
Klei=
dung überfallen und nebſt einem begleitenden Soldaten
getötet. Zwei weitere Begleiter wurden durch acht Schüſſe
lebensgefährlich verletzt.
Waſhington, 25. Mai. (Keine
Schaden=
erſatzpflicht für den Untergang der
Tita=
nic.) Ein Urteil, das der oberſte Gerichtshof gefällt hat,
hat praktiſch die Bedeutung, daß diejenigen, die durch den
Untergang der „Titanie” Verwandte oder
Eigen=
tum verloren haben, durch die amerikaniſchen Gerichte
kei=
nen Schadenerſatz erhalten können. Der Gerichtshof
entſchied daß die Haftbarkeit der Ozeanik=Navigation
Company gegenüber den Anſprüchen, die in einer
Geſamt=
höhe von 52 Millionen Mark eingeklagt waren,
durch das amerikaniſche Haftpflichtgeſetz von 1881 auf den
Wert der geborgenen Güter und auf die Beträge der
Fracht= und Fahrkarten beſchränkt wäre, die für die letzte
Reiſe der „Titanic” bezahlt waren, und dieſe beliefen
ſich auf 364000 Mark.
Bombay, 26. Mai. (Großfeuer.) In den
Baum=
wollagern wurden heute früh nahezu 16000 Ballen
Baumwolle durch Feuer zerſtört. Der Schaden
be=
trägt etwa 2 Millionen Rupien. Es war dies der
vier=
zigſte Brand ſeit 23. März dieſes Jahres. Die Urſache der
Brände iſt noch nicht aufgeklärt.
Gerichtszeitung.
* Kiel 26. Mai. Vor der Strafkammer I
be=
gann heute die Verhandlung gegen den früheren
Oberauf=
ſeher des Kieler Gefängniſſes Hiſtermann den
ehe=
maligen Gerichtsdiener Rolff und eine Reihe weiterer
Angeklagter wegen Beſtechung im Zuſammenhang mit
dem Kieler Werftprozeß im Jahre 1909.
Der Prinz=Heinrich=Flug 1914.
*Köln 25. Mai. Im Verlaufe des Feſtmahles
der Stadt Köln für die Teilnehmer am Prinz=
Heinrich=Flug brachte der erſte Preisträger Lt.
Frei=
herr v. Thüna das Hoch auf den Kaiſer aus. Hierauf
begrüßte Oberbürgermeiſter Wallraf namens der Stadt
Köln den Prinzen Heinrich, worauf Prinz Heinrich
ſich zu folgender Anſprache erhob: Wer heutzutage
Ge=
legenheit hat, in der Welt Umſchau zu halten, der kommt
zu dem Reſultat, daß der Deutſche hochgeachtet und im
Auslande gern geſehen iſt, und daß das Land, dem er
ent=
ſtammt hochgeachtet und von ſehr vielen viel beneidet
wird. Wüßte nur ein jeder, der ſich ein Deutſcher nennt
und den dieſes deutſche Vaterland geboren hat, was es
heißt, ein Deutſcher zu ſein. Mancher würde vielleicht die
Sprache nicht ſprechen, die er ſpricht. Man wird uns
viel=
leicht auch auf dieſem Gebiete das uns heute am nächſten
liegt, beneiden. In kurzer Zeit hat vermöge der
Opfer=
willigkeit des Volkes der Opferwilligkeit der
Städte, ſowie der einzelnen Bundesſtaaten das Flugweſen
eine Entwickelung genommen, die uns mit
berech=
tigtem Stolze erfüllen darf. Auf ein
freund=
liches Woct des Willkommens gehört ein freundliches Wort
der Erwiderung, und ſo iſt es mir am heutigen Abend eine
liebe teuere Pflicht, Ihnen, Herr Oberbürgermeiſter dafür
zu danken, daß ſie meinen braven Fliegern ein gaſtliches
Heim bereiteten. Auch muß ich Ihnen dafür danken, daß
ſie es vermocht haben, die Bürger dieſer gaſtlichen Stadt
dazu zu bringen, Opfer zu bringen, ſie gerne zu bringen
zum Ende und zum guten Ende des diesjährigen
Fluges. Durch die Lande ſind wir gekommen zu unſerm
braven alten deutſchen Rhein und wir ſind geendet in der
alten ſchönen geſchichtlichen Stadt Köln. Das Glas, das
ich nunmehr erhebe, gilt der Stadt Köln und der
Bürger=
ſchaft Kölns dem Bürgermeiſter dieſer gaſtlichen Stadt.
Die Stadt Köln und ihre Bürger Hurca, Hurra, Hurra!
Luftfahrt.
Ein italieniſches Luftſchiff zerſtört.
* Mailand. 25. Mai. Nach einer Meldung des
Blattes La Sera iſt das Militärluftſchiff „P. 4"
nach einer Uebungsfahrt am ſpäten Nachmittag durch Böen
und Regen zu einer Landung in der Umgegend von
Mai=
land veranlaßt, aber bevor es verankert war, von
einem Windſtoß entführt worden und in den
Wolken verſchwunden.
* Mailand, 26. Mai. Die Hülle des
lenk=
baren Luftſchiffes „Uſuelli” iſt geſtern bei
Van=
zaghello in der Nähe von Gallarate aufgefunden
worden.
Ein engliſcher Flieger ertrunken.
* London, 25. Mai. Bei Kingstown in der Nähe
von Deal (Kent) wurden Teile eines Flugzeuges
ans Land geſpült. Die Trümmer werden mit dem
Verſchwinden des Fliegers Hamel in Verbindung
gebracht. — Wie ſchon berichtet wurde, ſtieg der engliſche
Flieger Hamel vorgeſtern von Paris nach London auf und
wurde dann vermißt.
* London, 26. Mai. Wie das Seeamt erfährt,
handelt es ſich bei den in der Nähe von Kingstown an
Land geſchwemmten Flugzeugtrümmern
nicht um Teile des Apparates des Fliegers Hamel.
* London, 26. Mai. Die engliſchen Kriegsſchiffe
haben die Suche nach dem Flieger Hamel
nun=
mehr aufgegeben. Es ſcheint ohne Zweifel, daß er
im Aermelkanal ſeinen Tod gefunden hat.
Turnen, Spiele und Sport.
* Pferdeſport. Rennen zu Wiesbaden,
26. Mai. Preis von Johannisberg, 4000 Mark. 1. A. von
Schmieders Olifant (Slade), 2. Königsleutnant, 3.
Ora=
nier. 14:10. — Loreley=Rennen. 4000 Mark. 1. W.
Bi=
ſchoffs Corinth (Warne), 2. Kompaß, 3. Nerton. 29110
14, 15:10. — Preis von Königſtein, 6500 Mark. 1. Graf
J. Sierſtorpffs Sturmbraut (W. Plüſchke), 2. Tivoli,
3. Pompejus. 53:10; 20, 29110. — Wiesbadener
Früh=
jahrs=Handikap. 12000 Mark. 1. Paulſens Achilles (Mac
Farlan), 2. Scipio Africanus, 3. Calleoni. 68:10; 23.
24:10. — Preis vom Blauen Ländchen, 3800 Mark
1. Scheidhachers Räuber I (R. Francke), 2. Helmarich,
3. Trutchen. 37110; 17, 22:10.
Rennen zu Saint Quen, 26. Mai. Prix du
Prevent. 3000 Fres. 1. A. Chields Teſſin (Bourdalé),
2. Triemphateur. 27110. — Prix de la Savoie, 4000 Fres
1. Camille Blancs Sigismend (Wallen), 2. Albanais.
3. Porte Dorée. 29110; 12, 12:10. — Prix de la Flegere,
4000 Fres. 1. F. de Malherbes Orſance (Callot), 2.
Ulla=
poal, 3. Gay Boy. 97110; 21, 30, 18:10. — Prix Killar
ney. 10000 Fres. 1. L. de Paula=Machades Ramage
2. Beau Rivage II, 3. Ocyroé. 33:10; 16, 38, 55.10.
Sturm und Unwetter.
* Karlsruhe, 26. Mai. Die ſchweren
Ge=
witter der letzten Tage haben teilweiſe großen
Scha=
den angerichtet. In Eichſtätten äſcherte der
Blitz vier Gebäude ein; in Langenwinkel bei Lahr
fuhr der Blitz in das Haus eines Landwirts und verletzte
dieſen und ſeine Tochter ſchwer. In Haslach ſchlug der
Blitz in das Elektrizitätswerk und richtete dort große
Zer=
ſtörungen an.
* Samara, 26. Mai. Bei dem Sturm auf der
Wolga gingen acht mit Holz und Kalk
be=
ladene Kähne unter. In einem am Ufer liegenden
Dorf wurden 42 Häuſer zerſtört, zehn von den
Fluten mitgeriſſen. Es ſind Opfer an Menſchenleben zu
beklagen. Bei Rownoje (Gouv. Samara) ſind infolge des
Sturmes viele große und kleine Schiffe geſunken. Auch
dort ſind Menſchen umgekommen.
Erdbeben.
2. Jugenheim. Erdbebenwarte, 26. Mai, 6 Uhr
nachm. Heute nachmittag um 3,42 Uhr regiſtrierten die
Inſtrumente ein heftiges Fernbeben von über 2 Stunden
Dauer. Nach dem großen Erdbeben in den Dardanellen
vom 9. Auguſt 1912 wurde keines von gleicher Stärke
aufgezeichnet.
* Catania, 26. Mai. Das Erdbebenobſervatorium
von Catania hat heute morgen 9 Uhr 48 Min. ſtarke
Erdſtöße verzeichnet. In Zofferane und Viagrande
ſoll Schaden angerichtet worden ſein.
* Catania, 26. Mai. Die letzten Nachrichten aus
Zafferana und Viagrande verſichern, daß infolge des
Erdbebens heute morgen nur die Mauern einiger
Häuſer einſtürzten, die durch frühere Erdſtöße beſchädigt
waren. Menſchenverluſte ſind nicht zu
be=
klagen.
Das Kaiſerhoch
und die Sozialdemokraten.
* Berlin, 26. Mai. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung ſchreibt: In den letzten Rückblicken beſchäftigten
wir uns mit dem ſkandalöſen Verhalten der
Sozialdemokratie beim Schluß des
Reichs=
tags und ſprachen die Hoffnung aus, daß die
bürger=
lichen Parteien die Aufgabe, dem Kaiſer in dem Hauſe des
Reichstags gebührende Achtung zu ſichern, mit feſter Hand
in Angriff nehmen. Das Tageblatt will in dieſem
Hin=
weis eine Kompetenzüberſchreitung ſehen. Da vergriff ſich
das Blatt wohl in dem Ausdruck. Die Parteipreſſe würde
ſich mit Recht dagegen verwahren, wollte man ihr die Zu
ſtändigkeit zur Erörterung öffentlicher Vorgänge
ab=
ſprechen. Sie macht dabei nur von dem allgemein der
Preſſe zuſtehenden Recht Gebrauch, das auch wir für uns
beanſpruchen. So liegen doch die Dinge nicht, daß die
Kritik der Preſſe vor der Schwelle des Reichstags Halt
machen oder daß ein der Regierung naheſtehendes Blatt
über parlamentariſche Vorgänge ſich Schweigen auferlegen
müßte, oder will man in unſerem Hinweis auf das Ver
halten der ſozialdemokratiſchen Fraktion bei dem
Kaiſer=
hoch eine Einmiſchung der Regierung in eine innere
An=
gelegenheit der Volksvertretung erblicken? Hierzu wäre
zu bemerken, daß die Wirkung der antimonarchiſchen
De=
monſtration im Reichstag nicht an den Wänden des
Sitzungsſaales endigte und nach dem Willen der Urheber
da auch nicht endigen ſollte. Die
Sozialdemokra=
tie arbeitet vor der breiteſten Oeffentlich
keit und dort muß ihr auch
entgegengetre=
ten werden. Bei Wahrung des Anſehens unſerer
monarchiſchen Inſtitutionen gehören Regierung und
Reichstag zuſammen, ein Streit um die Kompetenz ſollte
es da nicht geben. Im übrigen ſprachen wir gerade die
Hoffnung aus daß die bürgerlichen Parteien ſich der Sache
annehmen. Ihre Erledigung als eine innere
Angelegen=
heit der Volksvertretung iſt ein möglicher und uns
will=
kommener Weg.
Die däniſche Agitation in Nord=
Schleswig.
* Berlin, 26. Mai. Im preußiſchen Herrenhaus
ergriff heute Miniſterpräſident v. Bethmann
Holl=
weg in Beantwortung der Interpellation des Grafen
Rantzau über die däniſche Agitation in Nord=
Schleswig das Wort zu folgenden Ausführungen:
Die Interpellation geht von der Vorausſetzung aus,
daß entgegen der im Optanten=Kindervertrag von 1867
übernommenen Verpflichtungen der Nationalitätenkampf
in Nord=Schleswig von Dänemark aus geſchürt worden ſei
und daß die von der preußiſchen Staatsregierung dagegen
im Inlande ergriffenen Maßnahmen zum größeren Teile
wirkungslos geblieben ſind. An der Hand eines
umfang=
reichen Materials haben die Herren Vorredner auf
zahl=
reiche Fälle hingewieſen, in denen diesſeits und jenſeits
der Grenze von Dänenfreunden antideutſche Propaganda
getrieben worden iſt. Meine Herren! Es iſt unverkennbar,
und ich muß es hier unumwunden zugeben, daß die
Ver=
hältniſſe in der Nordmark, wie das bereits vor einigen
Monaten im Abgeordnetenhauſe von dem damaligen
Herrn Miniſter des Innern zum Ausdruck gebracht worden
iſt, zum Teil infolge einer maßloſen Agitation gegen das
Deutſchtum zur Zeit unbefriedigende ſind. Aber mit der
gleichen Beſtimmtheit muß ich erklären, daß die königliche
Staatsregierung mit allen Mitteln beſtrebt iſt, dieſer
Agi=
tation entgegenzutreten, um das Deutſchtum nach Kräften zu
fördern. Inſonderheit hat die Staatsregierung die
Verſchär=
fung der nationalen Gegenſätze durch die ſüdjütiſche
Bewe=
gung in Dänemark und durch die Beteiligung offizieller
Perſönlichkeiten an dieſer Bewegung mit aller
Aufmerk=
ſamkeit verfolgt. Sie hat alle zu ihrer Kenntnis gelangten
Fälle bei der königlich däniſchen Regierung mit allem
Nachdruck zur Sprache gebracht. Die däniſche Regierung
ihrerſeits hat, wie dies im Verkehr gleichberechtigter
Na=
tionen ſelbſtverſtändlich iſt, in jedem Falle dafür geſorgt,
daß Remedur eingetreten iſt. In der gleichen Weiſe wird
auch weiterhin verfahren werden, auch bezüglich des
Materials, das mir Herr Graf Rantzau zur Verfügung
geſtellt hat und wie er geſagt hat, noch zur Verfügung
ſtellen wird.
Ich zweifle nicht daran, daß die königlich däniſche
Regierung auch in Zukunft nach Kräften beſtrebt ſein wird
Beſchwerden, die ich gezwungen ſein ſollte, bei ihr
anzu=
bringen, abzuhelfen. Der königlich däniſche Miniſter des
Auswärtigen hat in der Sitzung des Landsthings vom
23. Oktober vorigen Jahres unter Berufung auf eine
Er=
klärung des Herrn Konſeilpräſidenten ausdrücklich betont,
daß für Dänemark und Deutſchland als benachbarte
Staa=
ten freundliche Beziehungen notwendig ſind und daß er
hoffe, daß ſich dieſe Beziehungen ſtets beſſern mögen.
Dieſen Wunſch teile ich, aber an keiner verantwortlichen
Stelle beſteht ein Zweifel darüber, daß die Betätigung
hauviniſtiſcher Beſtrebungen die
freund=
fchaftlichen Beziehungen der beiden
be=
nachbarten Länder ſtört und daß die Duldung
derartiger Ausſchreitungen nicht nur von lokaler
Bedeu=
tung bleibt, ſondern auf die internationalen Beziehungen
ihre Wirkung ausüben müßte. Die Regierungen der
bei=
den Länder ſind ſich ihrer Verantwortung voll bewußt und
ich bitte das hohe Haus, ſich überzeugt halten zu wollen,
daß die Reſpektierung des Optanten=Kindervertrages voll
gewährleiſtet werden wird und daß die Regierung von
dem ihr in dieſem Vertrage hinſichtlich der Staatenloſen
gegebenen Rechte denjenigen Gebrauch machen wird, den
ihr die Wahrung des eigenen nationalen Intereſſes
vor=
ſchreibt. Wir ſtehen wegen der Regelung der
Staatenloſen=
frage mit der däniſchen Regierung in Verhandlungen.
Dabei wird von uns unbedingt an dem Standpunkt
feſt=
gehalten werden, daß wir irgendwelche Verpflichtungen,
die Staatenloſen ganz oder teilweis in den preußiſchen
Untertanenverband aufzunehmen, unter keinen Umſtänden
übernehmen wollen.
Auf die ausführlich behandelten Details der
inner=
politiſchen Verhältniſſe werde ich gegenwärtig im
einzel=
nen nicht eingehen, nicht, weil ich ihre Bedeutung in
irgend=
einer Weiſe verkenne — im Gegenteil, die uns mitgeteilten
Tatſachen werden die einzelnen beteiligten Reſſorts
ernſt=
haft beſchäftigen — ſondern weil es mir darauf
anzu=
kommen ſcheint, namentlich auch gegenüber der Stimmung,
die auf der Flensburger Verſammlung zu Tage getreten
iſt, die Grundlinien unſerer Nordmarkenpolitik
feſtzu=
halten. Dieſe Politik iſt in erſter Linie wie es in der
Verhandlung des Abgeordnetenhauſes vom 14. Februar
dieſes Jahres vom Regierungsitſch aus dargelegt wurde
darauf gerichtet, die Provinz wirtſchaftlich und kulturell zu
fördern. Der Herr Graf Rantzau hat die Güte gehabt, die
Worte, welche in dieſer Beziehung der damalige Miniſter
des Innern Herr von Dallwitz im Abgeordnetenhauſe
ge=
ſprochen hat, wörtlich hier zu verleſen und dabei darauf
hinzuweiſen, daß es ſich für die königliche Staatsregierung
um die Durchführung eines allgemeinen, alle Gebiete des
wirtſchaftlichen und kulturellen Lebens umfaſſenden
Pro=
grammes handelt.
Ich halte es nicht für richtig, die Bedeutung der
hier=
bei ergriffenen Maßnahmen zu unterſchätzen, weil ſich der
Erfolg infolge der nationalen Gegenſätze nicht ſo ſchnell
einſtellt, wie wir ſonſt es wünſchen. Jedenfalls aber
wer=
den wir entſchloſſen an der Ausführung
dieſes Programmes feſthalten und es, wo es
nottut und ſoweit möglich, unter Verwertung der heute
gegebenen Anregungen weiter ausbauen. In ſeiner
Be=
ziehung auf die Nordmark iſt das dem Abgeordnetenhauſe
vorliegende Grundteilungsgeſetz ein Schritt auf dem
ein=
geſchlagenen Wege. (Sehr richtig!) Als ferneres Zeugnis
für die Richtlinien unſerer Politik möchte ich hier mitteilen,
daß ſich die königliche Staatsregierung entſchloſſen hat,
den durchgehenden Zugverkehr von Flensburg nach dem
Norden, einem alten Wunſche der Provinz entſprechend,
über die Städte Apenrade und Hadersleben zu leiten, um
dieſe beiden Städte, die ein bedeutungsvoller Stützpunkt
des Deutſchtums ſind, enger und beſſer mit dem
Mutter=
lande zu verbinden. (Lebhafter Beifall.)
Selbſtverſtänd=
lich kann das wirtſchaftliche und kulturelle Programm,
deſſen Durchführung ſich die Staatsregierung zur Aufgabe
geſtellt hat, nur wirkſam ſein, wenn es gleichzeitig
ver=
bunden iſt mit einer ruhigen aber energiſchen Abwehr aller
wie immer gearteten gegen Deutſchland gerichteten
Agita=
tionen in der Nordmark. (Sehr richtig!) Und dieſe Abwehr
muß und wird geleiſtet werden. (Lebhafter Beifall.) Ich
hoffe beſtimmt, daß es der Bevölkerung der untrennbar
mit Preußen verbundenen Nordmark im Vertrauen
hier=
auf und unter dem Beiſtand der Regierung gelingen wird,
der Schwierigkeiten Herr zu werden, mit denen ſie
gegen=
wärtig einen ernſten Kampf zu kämpfen hat, aber einen
Kampf, der niemals mit Mutloſigkeit zum Siege führen
kann, ſondern nur mit feſtem Mut und der feſten
Ueber=
zeugung, daß — mögen ſie auch träumen von der
Wieder=
vereinigung Jütlands mit Dänemark — dies ein Traum
iſt, der nie Wirklichkeit wird, und ich möchte die
Zuverſicht meinerſeits ausſprechen, daß eine Politik, welche
auf dieſes Ziel gerichtet iſt, allezeit die Zuſtimmung des
hohen Hauſes finden wird. (Lebhafter Beifall.)
Italieniſche Kammer.
* Rom 26. Mai. Der Miniſter des Aeußern di
San Giuliano erklärte in der Kammer in der
Er=
widerung auf eine Interpellation, daß der engliſche
Staats=
ſekretär des Auswärtigen Grey am 14. Dezember v. J.
von der Erklärung Italiens Akt genommen habe, daß die
zwölf Inſeln unter den Bedingungen an die Türkei
zurückgegeben würden, welche Italien und die Türkei
feſt=
ſtellen würden. Die Note Greys habe anerkannt, daß die
Frage in erſter Linie Italien und die Türkei intereſſiere,
aber die aus der Beſetzung der zwölf Inſeln durch Italien
ſich ergebende Lage als anormal bezeichnet. Obwohl das
Wort anormal im Engliſchen eine ein wenig andere
Be=
deutung als im Italieniſchen und Franzöſiſchen hat,
ob=
gleich ich die freundſchaftlichen Abſichten der engliſchen
Re=
gerung kannte, ſo verhehlte ich, fuhr der Miniſter fort,
da ich wußte, daß die erſte Bedingung zur Erhaltung
herzlicher Beziehungen zu England größte
Offenheit und Freimut ſei, Grey gegenüber
mei=
nen Eindruck nicht und teilte ihm die Gründe mit, aus
denen heraus der bewußte Ausdruck eher die Wirkung
haben könnte, die Räumung der zwölf Inſeln aufzuhalten
als zu beſchleunigen, auch weil entgegen den Abſichten des
Staatsſekretärs Grey die Türkei hätte beſtimmen können,
unſeren gerechten Forderungen Widerſtand zu leiſten. Die
ſehr herzlichen und freundſchaftlichen Beſprechungen
zwi=
ſchen mir und dem engliſchen Botſchafter ſowie zwiſchen
unſerem Botſchafter in London und dem Staatsſekretär
Grey haben mich ſofort in der Ueberzeugung beſtärkt, daß
der bewußte Ausdruck keine wenig freundſchaftliche
Be=
deutung Italien gegenüber habe. Dieſen loyalen
freund=
ſchaftlichen Worten Greys entſprachen die Tatſachen.
Auf eine Anfrage des Abg. Federzoni, ob der
Ausdruck Greys zur vollſtändigen Erfüllung der
Seite 6.
Nummer 144.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 27. Mai 1914.
Beſtimmungen von Lauſanne und zur
Erlan=
gung von entſprechenden Kompenſationen
für die Ausgaben und Opfer, die Italien infolge der
Nicht=
erfüllueg der Lauſanner Beſtimmungen ſeitens der Türkei
gehabt habe, nützen könne, antwortete di San Giuliano
der erſte bemerkenswerte Schritt auf dem wahrſcheinlich
noch langen und mühevollen Wege ſei dank der
außer=
ordentlich freundſchaftlichen Haltung der britiſchen
Re=
gierung gegen Italien bereits in den erſten Tagen des
Februar getan worden. Grey habe geſagt, da es ſich um
Italien handle, mit welchem England die herzlichſten
Be=
ziehungen aufrecht zu erhalten wünſche, würde er ſich den
von den italieniſchen Kapitaliſten geforderten
Konzeſſio=
nen in einer den engliſchen Intereſſen ſo nahen Zone nicht
widerſetzen, natürlich unter dem Vorbehalt des Rechts
einer engliſchen Geſellſchaft für die Eiſenbahn Smyrna—
Aidin. Der Miniſter fuhr dann fort: Er freue ſich,
mit=
teilen zu können, daß das Hindernis, das aus dieſen
engliſchen Vorbehalten herrühre, beſeitigt ſei und daß das
italieniſche Syndikat ſowie die engliſche Geſellſchaft für
die Bahnlinie Smyrna-Aidin am 19. Mai ein
endgül=
tiges Abkommen über die italieniſchen und
engliſchen Eiſenbahnen in Kleinaſien
unterzeichnet hätten.
Nach einem hiſtoriſchen Ueberblick über
dieſe Frage ſagte San Giuliano weiter, man müſſe
natürlich noch von der ottomaniſchen Regierung die
Kon=
zeſſion für den Bau und den Betrieb der Bahn, die in
den Häfen von Makri und Adalia ende, und für den Bau
und den Betrieb dieſer Häfen haben, aber das Abkommen
zwiſchen dem italieniſchen Syndikat und der engliſchen
Geſellſchaft würde nützliche Wirkungen haben, denn beide
Geſellſchaften hätten ſich verpflichtet, der Türkei gegenüber
im gegenſeitigen Einverſtändnis zu handeln, und zwar das
italieniſche Syndikat, um die obengenannten Linien
ſüd=
lich von Smyrna und Aidin zu erhalten, die engliſche
Ge=
ſellſchaft, um die anderen entſprechenden Linien nördlich
von Smyrna und Aidin in der Richtung auf die deutſche
Bagdadbahn zu erlangen.
Die Lage in Albanien.
* Durazzo, 25. Mai. Während der
Verhand=
lungen der Mitglieder der internationalen
Kon=
trollkommiſſion mit den Inſurgenten
be=
mühte ſich der italieniſche Geſandte mit dem italieniſchen
Dragoman, die angeſehenſten Führer der Aufſtändiſchen
dazu zu bewegen, die Gefangenen, von denen eine große
Anzahl verwundet war, freizulaſſen. Die Gefangenen
glaubten bereits ihre letzte Stunde ſei gekommen. Die
holländiſchen Offiziere übergaben ſchon dem italieniſchen
Geſandten ihr Geld und übermittelten ihre letzten
Wün=
ſche. Die Unterhandlungen wurden beſonders dadurch
erleichtert, daß der italieniſche Dragoman ein guter Kenner
der albaniſchen Sprache und der Sitten der Albaner iſt.
Sie endigten mit der Freilaſſung der Gefangenen. Der
italieniſche Geſandte brachte in einem Automobil vier
Verwundete nach der Stadt, darunter den rumäniſchen
Prinzen Chika. Die Aufſtandsbewegung iſt jedoch noch
inicht erloſchen. Die Unzufriedenheit dehnt ſich auf ganz
Mittelalbanien aus.
* Durazzo, 26. Mai. Nach einer verſpätet
einge=
troffenen Meldung wurde der öſterreichiſche Konteradmiral
Seidenſacher ſofort vom Fürſten empfangen.
Das ſchnelle Eintreffen der Schiffe macht allgemeinen guten
Eindruck. — Der öſterreichiſche Kreuzer „Admiral Spaun”
iſt nach den heimiſchen Gewäſſern abgedampft. — Ein
öſterreichiſcher Schiffsarzt hat ſich mit Verbandszeug zu
den Aufſtändiſchen nach Schick begeben. — Das
öſter=
reichiſche Mitglied der Kontroll=Kommiſſion Kral iſt auf
dem Torpedoboot „Tarui” aus Valona hier eingetroffen
und hat ſich in Begleitung mehreren Kollegen zu den
Auf=
ſtändiſchen nach Schick begeben. — Die Forderungen
der Aufſtändiſchen betreffen lediglich den Schutz
der mohammedaniſchen Religion. Daneben
wird der Wunſch ausgedrückt, der Türkei gegen ihre
Feinde zu helfen. Bezüglich Eſſad Paſchas wurden
keiner=
lei Forderungen geſtellt. Es verlautet, daß Turkhan Paſche
ſich mit dem Gedanken der Umbildung des Kabinetts
ſtrage.
* Durazzo 26. Mai. Der geſtrige Tag
ver=
lief ruhig. Heute morgen wurden die letzten
Ver=
wundeten aus Schiak abgeholt. Die Aufſtändiſchen
ließen die Verwundeten an Ort und Stelle behandeln;
die Zahl der zurückgekehrten Gefangenen beträgt 160.
Die Kontrollkommiſſion iſt in der italieniſchen
Geſandt=
ſchaft zuſammengetreten. Sie begab ſich darauf in das
Palais des Fürſten. Das Ergebnis der Beſprechungen
wird geheim gehalten. Auch eine Kommiſſion der
Natio=
naliſten begab ſich in das Palais, um über die innere
Po=
litik und die Maßnahmen zu beraten, die für die
Aufrecht=
erhaltung der Ordnung in der Stadt notwendig ſind. In
Schiak wird die Ankunft Aufſtändiſcher aus Tirana
erwar=
tet, welche gleichfalls Wünſche der Kontrollkommiſſion
vor=
tragen wollen. Es heißt, ſie wollen die Wiederherſtellung
der türkiſchen Regierung verlangen.
* Rom, 26. Mai. Die „Agenzia Stefani” meldet aus
Durazzo vom 25. Mai: Die Nacht iſt ſehr ruhig
verlaufen. Auf Befehl des Fürſten wurden heute
vor=
mittag ſeine Kinder von der „Miſurata” ausgeſchifft. Der
öſterreichiſche Konteradmiral hat dem italieniſchen
Konter=
admiral perſönlich mitgeteilt, er habe beſchloſſen,
Matro=
ſen zu landen, um zuſammen mit den italieniſchen den
Sicherheitsdienſt für die Fürſtenfamilie aufzunehmen.
Etwa fünfzig albaneſiſche Gendarmen ſind an Bord eines
öſterreichiſchen Torpedoboots angekommen.
* Rom, 25. Mai. Die „Tribuna” meldet: Eſſad
Paſcha hatte heute eine längere Unterredung mit dem
Miniſter des Aeußern, Marcheſe di San Giuliano.
* Rom 26. Mai. Die Blättermeldungen, nach denen
geſtern der Miniſterpräſident di Giuliano Eſſad
Paſchä empfangen habe, ſind völlig aus der Luft
gegriffen. Eſſad Paſcha iſt geſtern nach Neapel
ab=
gereiſt.
* Rom 26. Mai Die Agenzia Stefani meldet aus
London: Die ruſſiſche Regierung teilte der franzöſiſchen
und der engliſchen Regierung mit, daß ſie mit der
Ent=
ſendung von internationalen
Truppen=
detachements nach Durazzo zum Schutze des
Fürſten Wilhelm und der Kontrollkommiſſion
einver=
ſtanden ſei. Die franzöſiſche Regierung ſei ebenfalls
geneigt, die italieniſche Regierung beſteht darauf und die
Regierung von Oeſterreich=Ungarn leiſtet keinen
Wider=
ſtand. Die Entſcheidung der deutſchen und der
eng=
liſchen Regierung iſt noch nicht bekannt.
Literariſches.
* Rembrandts Handzeichnungen.
Ge=
ſſamtausgabe. Herausg. von Kurt Freiſe, Karl
Lilien=
feld, Heinr. Wichmann. II. Band. Königl.
Kupferſtichkabi=
nett Berlin. (Hermann Freiſe, Verlag, Parchim i. M.)
M. 23. Die günſtige Aufuahme, die der erſte Dand ge
funden hat, iſt ein Anſporn geweſen, auf dem betretenen
Wege weiter zu gehen. Der jetzt vorliegende II. Band
enthält in 176 Abbildungen die reichen Schätze an
Rem=
brandtſchen Handzeichnungen des Königl.
Kupferſtichkabi=
netts in Berlin, worunter faſt 100 Stück zum erſten Male
veröffentlicht werden und deshalb in deutſchen
Kunſt=
kreiſen beſonderem Intereſſe begegnen dürften. Wie beim
erſten Bande (Amſterdam, Preis 8 M.) war es auch
dies=
mal das Beſtreben, wenn auch keine
Fakſimilierproduk=
tionen, ſo doch die Autotypien in verſchiedenen
Farben=
tönen zu geben, um dadurch nach Möglichkeit der farbigen
Wirkung der Originale nahe zu kommen. Der Band
ent=
hält 27 Seiten Einleitung und Erläuterungen. Jeder
Kunſtfreund iſt durch die Anſchaffung dieſer wohlfeilen
Geſamtausgabe in der Lage, ſich nicht nur eine Auswahl
von Abbildungen Rembrandtſcher Handzeichnungen,
deren Originale jetzt mit vielen Tauſenden bezahlt
wer=
den, anzuſchaffen, ſondern ſich in den Beſitz des geſamten
zeichneriſchen Nachlaſſes des Meiſters zu ſetzen, der auch
in bloßen Reproduktionen noch eine unerſchöpfliche Quelle
künſtleriſchen Genuſſes in ſich birgt. Möge auch dieſer
zweite Band den Weg zu den zahlreichen Freunden
Rem=
brandtſcher Zeichenkunſt finden!
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 26. Mai. Der Bundesrat überwies den
zuſtändigen Ausſchüſſen den Zuſatzvertrag zu dem
Vertrage mit den Niederlanden uber die
Unfallverſicherung, die Vorlage betreffend
Ver=
ſetzung von Orten in eine andere Ortsklaſſe des
Woh=
nungsgeldzuſchußtarifs. Den vom Reichstag
angenomme=
nen Entwürfen eines Geſetzes zur Aenderung der §§ 74, 75
u. 76 Abſ. 1 des Handelsgeſetzbuches, des Geſetzes gegen den
Verrat militäriſcher Geheimniſſe ſowie des Geſetzes
be=
treffend die Aenderung der Gebührenordnung für Zeugen
und Sachverſtändige wurde zugeſtimmt. Das
Erſatzpro=
tokoll zur revidierten Berner Uebereinkunft zum Schutze
von Werken der Literatur und Kunſt wurde angenommen.
* Berlin, 26. Mai. Die Norddeutſche Allgemeine
Zei=
tung ſchreibt: Der wirtſchaftliche Ausſchuß zur
Begutachtung und Vorbereitung
handels=
politiſcher Maßnahmen iſt heute unter dem
Vor=
ſitz des Staatsſekretärs Dr. Delbrück zu einer Sitzung
unter Zuziehung einer größeren Anzahl von
Sachverſtän=
digen des Handels, der Induſtrie und der Landwirtſchaft
zuſammengetreten. Der Zweck der Tagung iſt, eine
Aus=
ſprache herbeizuführen über die verſchiedenen in der Preſſe
und der Literatur im Laufe der letzten Jahre
hervorge=
tretenen mehr oder weniger ſachkundigen Erörterungen
über die Einrichtung eines ſogenannten wirtſchaftlichen
Generalſtabes und die damit in Zuſammenhang ſtehenden
Fragen. Wie die Norddeutſche Allgemeine Zeitung hört,
ſoll von der Bildung eines beſonderen Ausſchuſſes für die
Fragen der wirtſchaftlichen Mobilmachung Abſtand
ge=
nommen, die einſchlägigen Fragen ſollen vielmehr für den
Bedürfnisfall in dem für die Begutachtung wirtſchaftlicher
und handelspolitiſcher Fragen bereits ſeit dem Jahre 1897
beſtehenden wirtſchaftlichen Ausſchuß erörtert werden. Wie
alle Verhandlungen dieſes Ausſchuſſes werden auch die
gegenwärtigen vertraulich geführt.
* München, 26. Mai. Heute vormittag fand auf dem
Oberwieſemfeld die erſte Parade der geſamten
hieſigen Garniſon vor dem König Ludwig
ſtatt. Nach der Parade war in der königlichen Reſidenz
Militärtafel, bei der der König in einer Rede
aus=
führte, es ſei ihm eine Freude geweſen, die Offiziere und
Mannſchaften bei der Parade in einem vortrefflichen
Zu=
ſtande zu ſehen. Daß die bayeriſche Armee keinem
an=
deren Kontingente nachſtehe, wiſſe er. Er gehöre ihr ja
ſchon über 50 Jahre an und habe Gelegenheit gehabt, bei
dem idealen Wettbewerb in den verſchiedenen Manövern
ſich davon zu überzeugen. Wenn jede Armee, wenn jedes
der 25 deutſchen Armeekorps beſtrebt ſei, das beſte zu ſein,
habe Deutſchland nichts zu fürchten. Der König fuhr fort:
Sie wiſſen, daß ich ein großer Friedensfreund bin, und
ich hoffe, der Friede wird uns noch lange erhalten bleiben.
Aber die Aufgabe der Armee iſt: Sie muß ſich zum Kriege
vorbereiten. Die Armee und ſelbſtverſtändlich ich als
oberſter Kriegsherr fürchten den Krieg nicht. Sollte die
bayeriſche Armee noch einmal unter dem Oberbefehl des
oberſten Bundesfeldherrn, des deutſchen Kaiſers und
Kö=
nigs von Preußen, in den Krieg ziehen, dann wünſche ich
ihr neue Lorbeeren und Erfolge, getreu ihrer uralten
Ge=
ſchichte. Der König widmete ſein Glas ſeiner Armee.
* Kolmar, 26. Mai. Heute mittag kurz vor 12 Uhr
warf ſich ein aus dem Reichslande ſtammender Soldat
namens Leonhard Wirz in dem Augenblick, als er von
einem Gendarmen wegen Deſertion verhaftet werden
ſollte, vor den gerade einfahrenden
Per=
ſonenzug in Weier im Tal und wurde ſofort
ge=
tötet.
* Neuſtrelitz, 26. Mai. Der Krankheitsbericht über
das Befinden des Großherzogs beſagt: Die
Temperatur war geſtern abend 40, heute morgen 37,1,
Puls 88. Die Venenentzündung iſt nicht weiter
fortge=
ſchritten. Die Nahrungsaufnahme und der Kräftezuſtand
ſind verhältnismäßig ſehr gut.
* Prag, 26. Mai. Das jungtſchechiſche Organ
Harcani=
liſty, das Enthüllungen über den früheren
Abgeord=
neten Sviha brachte, beſchuldigt den nationalſozialen
Abgeordneten Vojnar, daß er in ſeiner Eigenſchaft als
Präſident des tſchechiſchen Eiſenbahnerverbandes für
Böh=
men in dem Streite der Eiſenbahner mit dem genannten
Verband Beſtechungsgelder angenommen
habe. Das Blatt belegt die Beſchuldigung mit einem
farſimilierten Brief und verlangt das Ausſcheiden Vojnars
fakſimilierten Brief und verlangt das Ausſcheiden Vojnars
aus dem Eiſenbahnerverband und die Niederlegung ſeines
* Madrid, 26. Mai. Der König unterzeichnete einen
Erlaß, nach dem alle ausländiſchen Wertpapiere, die in
Spanien zirkulieren und gehandelt werden ſollen, der
ſpaniſchen Steuer unterliegen und mit dem
ſpaniſchen Umlaufsſtempel verſehen ſein müſſen.
* Dedeagatſch, 26. Mai. An Bord des deutſchen
Pan=
zerkreuzers „Göben” fand ein Diner ſtatt, an dem
die Generäle Toſchew und Delow, ſowie alle höheren
Offiziere der Garniſon, der Unterpräfekt und der
Bürger=
meiſter der Stadt teilnahmen. Die „Göben” hat geſtern
den Hafen von Dedeagatſch verlaſſen.
* Petersburg, 26. Mai. In der Duma kam es bei
der Beſprechung des Budgets des Juſtizminiſteriums zwie
ſchen dem Redner der Oktobriſten Schubinski und dem
Ka=
detten Miljukow zu perſönlichen beleidigenden
Auseinanderſetzungen in welche ſich die
Abge=
ordneten Kerewsky von der Arbeiterpartei und
Puriſchke=
witſch von der äußerſten Rechten einmiſchten. Miljukow.,
Puriſchkewitſch und Kerewsky wurden für die Dauer einer
Sitzung ausgeſchloſſen. Der Antrag des Vizepräſidenten
Konowaloff, auch Schubinski auszuſchließen, wurde mit
111 gegen 108 Stimmen bei 8 Stimmenthaltungen
abge=
lehnt. Infolgedeſſen trat Konowaloff von ſeinem Poſten
zurück.
Exploſion auf einem ruſſiſchen Torpedoboot.
* Libau, 26. Mai. Auf dem im Hafen Alexander ul.
liegenden Torpedoboot „Pogranitſchnik”
explo=
dierte ein Dampfrohr, wodurch ein Ingenieur=Leutnant
und 4 Matroſen verbrüht wurden. Sie wurden in
das Hoſpital gebracht.
Preußiſch=Süddeutſche Klaſſenlotterie.
* Berlin, 26. Mai. In der heutigen Vormittagsziehung
der Preußiſch=Süddeutſchen Klaſſenlotterie fielen 15000
Mark auf Nr. 101059, 5000 Mark auf Nr. 23246 64601 86801
194452 216331, 3000 Mark auf Nr. 275356 12769 13702 27110
31978 33653 35260 44370 45453 49095 49924 50580 53010
61815 73702 78490 .79669 83706 87363 90801 102067 103589
118353 128776 129097 138932 140113 142911 149614 151233
160607 160871 164757 179709 185458 185671 188164 189245
190025 194302 202466 203195 211520 218478 226554 231044.
— In der Nachmittagsziehung fielen 60000 Mark auf Nr.
153767, 5000 Mark auf Nr. 92492, 3000 Mark auf Nr. 4038
4789 49360 49881 82512 88198 89493 94024 105548 106198
108816 116432 117950 120773 128198 137280 146564 154468
164303 164509 165479 167362 172647 179273 182531 183296
189074 190248 203841 209810 und 217498. (Ohne Gewähr.)
(Schluß des redaktionellen Teils.)
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und immer gleichmäßig ſein, darf keine unverdauliche
Stärke enthalten und der Zubereitung keine
Schwierig=
keiten bieten, ſie muß ausgiebig und billig, nahrhaft und
wohlſchmeckend ſein. Alle dieſe Bedingungen erfüllt
„Kufeke”, das ſowohl für geſunde als auch für kranke
Kinder eine ausgezeichnete, von Aerzten viel em=
(J,12831
pfohlene Nahrung iſt.
Nummer 144.
Geſchäftliches.
Jetzt im Frühjahr haben Weiß=, Wirſing= und
Rotkohl durch das lange Einkellern an Wohlgeſchmack
verloren. Dieſem Uebel kann man leicht abhelfen, indem
man das Gemüſe, nach dem üblichen Abbrühen, in
kräftiger Fleiſchbrühe aus Maggi’s
Bouillon=
würfeln weichkocht. Das gleiche gilt für Mohrrüben
(Gelbrüben) und Kohlrüben.
(IX,12874
Familiennachrichten.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 27. Mai 1914.
Seite 7.
Statt Karten!
Die glückliche Geburt eines gesunden
BUBEN zeigen hocherfreut an
Stadtamtmann Hugo Kröll,
und Frau Emmy, geb. Matthias.
Darmstadt, 25. Mai 1914.
Hoffmannstrasse 20, II.
(12825
Sososegoge
Dankſagung.
Anläßlich der Vermählung unſerer Kinder ſind
uns ſo viele Gratulationen, Glückwünſche und
Geſchenke zugegangen, daß es uns unmöglich iſt,
jedem Einzelnen zu danken, und ſprechen wir daher
auf dieſem Wege unſeren herzlichſten Dank aus.
Familie Ludwig Scholler, Nieder=Modau,
„ Subke,
(12868
,
Friedrich Müller.
Ssgsstssgssgsstsssisstgssssegsgotg
Statt beſonderer Anzeigt.
Heute mittag ½12 Uhr entſchlief ſanft nach
langem, ſchwerem Leiden unſere liebe Tante
Ida Vockerodt
im 77. Lebensjahre.
Darmſtadt, Gießen, Nieder=Ramſtadt
26. Mai 1914.
(1289a
Prof. G. Weimar u. Familie,
Prof. Dr. O. Weimar u. Familie,
Pfarrer Th. Weimar u. Familie.
Beerdigung: Donnerstag, 4¼ Uhr, vom
Fried=
hofsportal aus.
Blumenſpenden ſind nicht im Sinne der
Ent=
ſchlafenen.
Nachruf.
Am 24. ds. Mts. verſchied nach längerem
Leiden die Ehren=Vorſitzende des Damen=
Stenographen=Vereins Gabelsberger (12842
Fräulein Clara Eppert.
Wir verlieren in der Dahingeſchiedenen die
Gründerin unſeres Vereins, welche durch ihre
Tatkraft und Opferwilligkeit es verſtanden hat,
demſelben zu ſeiner jetzigen Blüte und Größe
zu verhelfen. Als treue Förderin unſerer
Kunſt war ſie jederzeit bereit, ihr reiches Wiſſen
und ihre großen Erfahrungen in den Dienſt
unſerer gemeinſamen Beſtrebungen zu ſtellen.
Ebenſo hat es die Verſtorbene verſtanden, uns
alle durch die hervorragende Gediegenheit
ihres Charakters, ſowie durch die Leutſeligkeit
ihres Weſens als treue Freunde zu gewinnen.
Ihr Heimgang bedeutet für uns einen
ſchmerzlichen Verluſt. Wir werden das
An=
denken der Verſtorbenen ſtets in höchſten Ehren
halten!
Damen=Stenographen=Verein
Gabelsberger.
Darmſtadt, den 26. Mai 1914.
Heute Nacht entſchlief ſanft nach kurzem Leiden unſere liebe, unvergeßliche
Mutter. Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter
(12841
Frau Lina Mahr, geb. Leuthner
im Alter von 70 Jahren.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Adam Hagenauer
Carl Mahr,
Darmſtadt, 26. Mai 1914.
Profeſſor Dr. Wilh. Büchner,
Frau Gretchen Wuth u. Kinder,
Familie Dr. Willo Mahr.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 28. Mai, 2 Uhr nachmittags, vom Trauerhauſe
Ernſt-Ludwigsplatz 2 aus ſtatt.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute vormittag entſchlief ſanft nach
kurzem, ſchwerem Leiden mein geliebter Gatte,
unſer guter Vater, Sohn, Bruder, Schwager
und Onkel
(12896
Herr Heinrich Klöß
Gastwirt
im 41. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen.
J. d. N.:
Frau Magdalene Klöß
und Kinder.
Darmſtadt, den 26. Mai 1914.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 28. Mai,
nachmittags 3½ Uhr, vom Trauerhaus
Kies=
ſtraße 45 aus auf dem Beſſunger Friedhof
ſtatt. Einſegnung ½ Stunde vorher.
Danksagung.
Für die freundliche Anteilnahme
und Kranzspenden, die uns von allen
Seiten zuteil geworden sind, erlauben
wir uns an dieser Stelle unseren
innig-
sten Dank hiermit auszusprechen.
Eberstadt, 25. Mai 1914.
Frau Helene Heydrich
und Sohn Hellmut.
(*14823
Dankſagung.
Für die wohltuenden Beweiſe herzlicher
Teil=
nahme bei dem Hinſcheiden meiner lieben Frau,
unſerer Mutter, Großmutter, Schwägerin, Schweſter
(12895
und Tante
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Ver=
treter: Adolf Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Amerika” 23. Mai 10 Uhr 30 Min. morg.
von Neu=York über Cherbourg und Southampton nach
Hamburg. „Etruria” 23. Mai 3 Uhr nachm. von
Neuorleans nach Hamburg. „Pennſylvania”. von Neu=
York kommend, 24. Mai 7 Uhr 10 Min. abends Lizard
paſſiert. „Pretoria” nach Neu=York, 24. Mai nachm.
Saint Catherines Point paſſiert. „Samland” nach
Montreal, 24. Mai 10 Uhr morgens in Quebec. „
Wille=
head”, von Kanada kommend, 25. Mai 12 Uhr 30 Min.
nachts in Hamburg. — Weſtindien, Mexiko: „Georgia”
nach Weſtindien, 24. Mai 12 Uhr 45 Min. mittags
Cuxhaven paſſiert. „Mecklenburg‟” 22. Mai in Havanna.
„Venetia”, von Weſtindien kommend, 24. Mai 9 Uhr
abends in Hapre. — Südamerika, Weſtküſte Amerikas:
„Hohenſtaufen” 22. Mai 4 Uhr nachm. von Rio de
Janeiro nach Bahia. „König Friedrich Auguſt”, von
dem La Plata kommend, 24. Mai 4 Uhr nachm. von
Liſſabon. „König Wilhelm II.” nach dem La Plata,
23. Mai 4 Uhr nachm. von Rio de Janeiro. „Sieglinde‟
23. Mai nachm. in Parnabyba. „Valencia” von
Nord=
braſilien kommend, 24. Mai 7 Uhr morgens in Hapre. —
Oſtaſien: „Emden” 23. Mai in Manila, ausgehend.
Fürſt Bülow‟ 23. Mai 5 Uhr nachm. von Kobe nach
Schanghai. Ninive‟ 24. Mai morgens in Wladiwoſtok,
ausgehend. „Sachſen” 24. Mai 2 Uhr nachm. in
Dün=
kirchen, heimkehrend. „Scandia”, von Oſtaſien
kom=
mend, 24. Mai 1 Uhr morgens in Hamburg.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Der hohe Druck, der Montag ganz Nordweſteuropa
bedeckte und ſich oſtwärts auszudehnen ſchien, hat an
Stärke und Ausdehnung beträchtlich abgenommen, tiefer
Druck bedeckt immer noch Süd= und Mitteleuropa, in
deſſen Bereich wir ſehr kühles Wetter mit Regenfällen,
in höheren Lagen auch leichten Schnefällen, hatten.
Wir haben heute keine Aenderung unſerer Witterung zu
erwarten.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 27. Mai:
Vorwiegend wolkig, Regenfälle, nördliche Winde,
Tem=
veratur nicht weſentlich geändert.
Tagestalender.
Mittwoch, 27. Mai.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr. Ende nach
9½ Uhr (Ab B): „Minna von Barnhelm”
Schüleraufführungen des Beethoven=
Konſer=
vatoriums für Muſik um 2 und 5 Uhr im Saale „Zur
Traube”.
Vortrag von Profeſſor Göckel um 8 Uhr in der
Eliſa=
bethenkirche.
Hauptverſammlung des Verbandes
evangeliſch=
kirchlicher Frauenvereine um 3 Uhr Kiesſtraße 17
Spielabend des Schachklubs um 8 Uhr im Reſtaurant
„Kaiſerſaal”.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr — Vereinigte
Ge=
ſellſchaft um 7½ Uhr. — „Perkeo” um 8 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 28. Mai.
Hofreite=Verſteigerung des Peter Trautmann
(Heinheimerſtraße 61) um 3 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr in der
Ludwigshalle‟
Klee=Verſteigerung um 10 Uhr Ecke Kirſchenallee
und Pallaswieſenſtraße.
geb. Kern
ſprechen wir Allen, beſonders Herrn Pfarrer
Lin=
denſtruth und der Vereinigung „Geſelligkeit”
un=
ſeren herzlichſten Dank aus.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 26. Mai 1914.
redaktionellen Teil Max Streeſe; für den Anzeigenteil,
Anzeigenbei agen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Jriedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen:
nachtrüäg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manufkripte
werden nicht zurückgeſandt.
Frau Elise Schwarz
Druck und Verlag. z. F. Pilüchiche Kaſachtrachernt
Verantwortlich für den poſitiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
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Versand ab Montag, den 25. Mai ds. Js. (12605ems
Vorzüglicher Feiertagstrunk.
Beſtellungen hierauf nehmen die bekannten Verkaufsſtellen, ſowie die Brauerei ſelbſt (Tel. 385) entgegen.
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 27. Mai 1914.
Nummer 144.
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5.20 ℳ, Mittelloge 5.20 ℳ,
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Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung; im Verkehrsbüro
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bis kurz vor Beginn der
Vor=
ſtellung. (Im Verkehrsbüro
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27. Mai, von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais ſtatt=
§findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Garde=Dragoner=
Regiments Nr. 23.
1. Florentiner Marſch von Fucick.
Ge e e e e e e e Sechee
2. Ouvertüre zur Oper „Maurer
vorzüglich geg Un=und Schloſſer” von Auber. 3. Un=
Tabakstaub
gezief. an Pflanzen. gariſcher Tanz Nr. 5 von Brahms.
Zu beziehen d. die Zigarrengſchäfte: 4. Steuermannslied und Matroſen=
Eliſabethenſtr. 26 (10972a chor aus „Der fliegende Holländer”
Große Ochſengaſſe 1
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Nummer 144.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 27. Mai 1914.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
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Inhalt. 1 Trauring, gez. A. B. 23. 8. 02. 1 goldener Damenring
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mit über 5 Mk. Inhalt.
(12815
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Schäferhund (zugelaufen). Die Hunde können von
den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(12853
Polizeiverordnung
über den Verkehr mit Laſtautomobilen in den Straßen an der
Hochſchule zu Darmſtadt.
Auf Grund des Artikels 129b der Städteordnung vom 8. Juli
1911 und des § 23 der Bekanntmachung des Bundesrats über die
Regelung des Verkehrs mit Kraftfahrzeugen vom 3. Februar 1910
wird nach Anhören der Stadtverordnetenverſammlung und mit
Ge=
nehmigung des Großh. Miniſteriums des Innern vom 11. Mai 1914
zu Nr. M. d. J. 8990 verordnet:
§ 1.
Für den durchgehenden Verkehr von Laſtautomobilen
werden geſperrt:
a) die Hochſchulſtraße in ihrer ganzen Länge,
b) die Schloßgartenſtraße von der Ruthsſtraße bis zur
Hoch=
ſchulſtraße,
c) die Arheilger Straße von der Ruthsſtraße bis zur
Schloß=
gartenſtraße,
d) die Pankratiusſtraße von der Ruthsſtraße bis zur
Schloß=
gartenſtraße.
§ 2.
Zuwiderhandlungen werden nach § 366 Ziffer 10 des
Reichs=
ſtrafgeſetzbuchs mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu
14 Tagen beſtraft.
§ 3.
Dieſe Polizeiverordnung tritt in Kraft mit dem Tage ihrer
erſtmaligen Verkündigung im Darmſtädter Tagblatt.
Darmſtadt, den 20. Mai 1914.
(12692gim
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Ausnahmetage vor Pfingſten.
Als Ausnahmetage im Sinne des § 139d Ziffer 3 der
Reichs=
gewerbeordnung (Ueberbeſchäftigung von Gehilfen ꝛc.), ſowie im Sinne
des § 139e Abſatz 2 Ziffer 2 der Reichsgewerbeordnung (
Verlänge=
rung der Feierabendſtunde für offene Verkaufsſtellen bis
10 Uhr abends) werden hiermit beſtimmt:
die zwei letzten Werktage vor Pfingſten.
Hiernach dürfen am 29. und 30. Mai lfd. Js. ſämtliche offene
Verkaufsſtellen in hieſiger Stadt bis 10 Uhr abends für den
geſchäft=
lichen Verkehr geöffnet ſein. An den gleichen Tagen finden die
Beſtimmungen über die Mindeſtruhezeit und Mittagspauſen der
Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in offenen Verkaufsſtellen keine
Anwendung.
Darmſtadt, den 16. Mai 1914.
(12707omf
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Verdingung von Erdarbeiten.
Die zur Herſtellung des Schwarzgrabens in Gemarkung
Bickenbach und Alsbach erforderlichen Erdarbeiten, und zwar:
Los 1: Gemarkung Bickenbach auf 670m Länge mit rund 500 cbm,
Los 2:
„ 300
Alsbach „ 1070 „
ſollen durch ſchriftliche Angebote nochmal vergeben werden. Pläne
und Bedingungen ſind bei uns einzuſehen. Angebotsvordrucke nebſt
Bedingungen ſind nur von uns, und zwar für jedes Los gegen
Bareinſendung von 1.50 Mark (nicht in Briefmarken) zu beziehen.
Angebote ſind verſchloſſen und mit entſprechender Aufſchrift verſehen,
aus der das Objekt und die Losnummer ſowie der Unternehmer zu
erſehen iſt, bis ſpäteſtens
Samstag, den 6. Juni 1914, vormittags 10 Uhr,
bei der unterzeichneten Behörde, Bleichſtraße 1, einzureichen, woſelbſt
auch die Eröffnung in Gegenwart der Bieter ſtattfindet. Es können
nur Angebote unter Benutzung der Vordrucke ohne Textänderungen
und Zuſätze berückſichtigt werden. Freie Auswahl bleibt ausdrücklich
vorbehalten. Zuſchlagsfriſt 2 Wochen.
Darmſtadt, den 25. Mai 1914.
(12819
Großh. Kulturinſpektion Darmſtadt.
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1 Nähmaſchine, 1 Partie Küchengeräte, Küchenmobel,
Vorhänge, Tiſchdecken, Teppiche, Frauenkleider und
ſonſtige Haushaltungsgegenſtände, 1 Büfett, 2 Vertikos,
3 Kleiderſchränke, 1 Tiſch, 1 Bücherſchrank, 1 Warenſchrank,
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1 Geige, 1 Pianino, 1 Streichinſtrument, 1 Schließkorb,
1 Koffer, 1 Schuhmachernähmaſchine, 1 Fahrrad, 1
Heft=
maſchine, 2 Ballen Federn, 4 Dutzend Badehandtücher u. a. m.
H. Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher
Darmſtadt, Bleichſtraße 28.
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bergſtraße Nr. 14 VI 402 36 Grasgarten
Weinbergſtraße, VI 403 42 Grasgarten da=
ſelbſt, VI 404 543 Grabgarten da=
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, wiederholt
zwangs=
weiſe verſteigert werden. (K95/13
Die Genehmigung der
Verſteige=
rung kann auch dann erfolgen,
falls kein der Schätzung
entſprechen=
des Gebot eingelegt wird und
andere rechtliche Hinderniſſe nich
entgegenſtehen.
Darmſtadt, 18. Mai 1914.
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Moller=
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Nr. 30, II., zwangsweiſe verſteigert
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Frühobst.
Auch kleine Aufträge werden ent=
(12657gmg
gegengenommen.
Anfr. unter Frühobſt R 83 an
die Exped. ds. Bl.
Geweih=Sammlung (30 Stck.),
div. Bilder, Krüge und Figuren
zu verk. Anzuſ. v. 6 Uhr abends
Alexanderſtr. 4, Stb. I. (*14770
Großherzogliches Hoftheater.
Die Einſendung aller noch rückſtändigen Koſtenrechnungen über
Leiſtungen und Lieferungen für das Großherzogliche Hoftheater und
die Hofmuſik wird wegen des bevorſtehenden Bücherſchluſſes bis zum
8. Juni erbeten. Für jede Rubrik ſind die in doppelter
Aus=
fertigung einzureichenden Koſtenrechnungen getreunt aufzuſtellen.
Die bezüglichen Beſtellſcheine müſſen beigefügt werden. Die nach
dem obigen Termin einlaufenden Rechnungen können erſt bei der
nächſten Abrechnung Berückſichtigung finden.
(12545sm
Darmſtadt, den 20. Mai 1914.
Die Generaldirektion
des Großh. Hoftheaters und der Hofmuſik.
Zingerichtet!!
ſind alle Augen auf mein Angebot.
Total=Ausverkauf
meines
(12820mg
Papier=, Schreibs und
Zeichenwaren=Geſchäfts
(Spezialgeſchäft für den Hochſchulbedarf)
zu ſtaunend billigen Preiſen wegen
Geſchäfts=Aufgabe.
Johannes Radtke
Lauteschlägerstr. 18.
Bin unter
Nammer 1904
an das Telephonnetz angeschlossen.
(*14849
Kolonialwaren,
Kiesstraße 34,
Obst u. Gemüse Adam Falter Ecke Hochstraße.
Privatklinik f. Frauenkrankheiten u. Geburtshilfe
von Dr. Machenhauer, Darmstadt
Telephon 288.
Lagerhausstrasse 24.
Besuchszeit: täglich von 2—4 Uhr nachmittags.
Aerztliche Sprechstunde nur in der Privatwohnung:
Riedeselstrasse 52.
Werktags von 2—4 Uhr nachm. Telephon 334.
Betr. Behandlung der Kassenmitglieder bestehen Verträge
mit sämtlichen Krankenkassen.
(12439a
weber sche Augenklinik Darmstadt.
Frankfurterstrasse 42 —
Aerztliche Sprechstunde: 10-12½ und 2—4 Uhr.
Augenarzt Dr. Ollendorff.
Betr. Behandlung von Kassenmitgliedern bestehen
Verträge mit sämtlichen Krankenkassen.
Orthopädisch-chirurgische Heilanstalt
Dr. med. Emil Wolf
Darmstadt, Rheinstrasse 31, Telephon 729.
Sprechstunden täglich (ausser Mittwoch) v. 2—5 Uhr.
Betr. Behandlung von Kassenmitgliedern bestehen Verträge
mit sämtlichen Krankenkassen.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 27. Mai 1914.
Nummer 144.
Tranktarter Kurssericht ven 13. Aar 191.
Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)
Staarspapiere.
100,20
Dt. Reichsschatzanw.
98,60
Dt. Reichsanleiho p. 1918
98,90
do. . . . . p. 1925
36,70
do. . . . . . ..
77,30
d0. . . . . . . . . . ..
4 100,20
Preußische Schatzanw.
19130
Statfelanleihe.
86,70
Consols . . .
7740
do. .. . .
Badische Staats-Anleihe:. 4 97,15
3½ 88,40
do,v. 92/94 .
d0- . . . . . . . . . . . . .
97,10
Bayerische Ablös.-Rente.
98,40
L.-B.-Anl. kdb. ab 1906
49840
do. unkdb. p. 1918
98,40
do. unkdb. p. 1920 . .
E.-B.- u. Allgem. Anl.
98,45
unkäb. p. 1930 .
3½ 85,15
do, Anleihe . .
75,90
do.
eee
4 98,00
Hamburger Staats-Anl.
do. v. 1897/94 ..
79,20
do. . .
97,10
Hessische Staats-Anleih
97,10
do. unkdb. p. 1921
85,10
G0. . . . . .
74,80
da..
77,50
Bächische Staats-Rente
Württembg. Staats-Anl.
98,55
(unkdb. p. 1921). .
87.80
do. v. 79/80 . . .
do. ..
77,80
. . . .,
Bulgarische Gld.-Anl.
56,50
Grioch. Anl. v. 1800 . .
do. v. 1887 Monopol
95.90
Italienische Rente.
Ostorr. Staats-R. v. 1913.
90,70
do. Silber-Rente ..
4½ 85,15
do. Papior-Rente . .
do, Gold-Rente . . .
85,05
do. einheitl. Rente . .
81,45
Portug. Tab-Anl. 1891
98,30
do, inn. amort. 1905
74,00
do. unif. Berie I
61,85
do. „
„ III.
do. Spezial Titel. .
-
Rumänen v. 1903 . .
(100,20
do. Gold v. 1913.
4½ 91,10
do. Schatzsch. v. 1913. 4½100,00
do. conv..
48450
do. v. 1890 .
4 93,90
do. v. 1891
4 87.00
do. v. 1905
84,90
do. v. 1308 .
85,20
do. v. 1910
85,00
Russische St-Anl. v. 19
97,70
do. kons. v. 1880 .
86,30
do. Gold v. 1890 .
. v. 1902 .
89,40
Schwoden v. 1880.
do. v. 1886 .
3½ 88,20
Schweden v. 1890.
87,50
Serben steuerfrei . . . . .
79,00
do. amort. v. 1895 .
Türk. Egypt. Tribut . .
do. kons. steuerfreie .
do. Admin. v. 1903. .
76,50
do. unif. v. 1903. .
do. v. 1905. . .
4 72,20
Ungarische Staats-Rente
4½ 89,40
1913 unkäb. bis 1023
Ungar. Staatsk.-Scheine
..4½ 98,60
v. 1913. . . . . . . .
48180
do. Gold-Rente.
80,10
do. Staats-Rente 1910.
. Kr. 4 1 87,00
do, „
Argent. innere Gold-Anl.
v. 1875
do. äußere v. 1890 . . . 5 I 99,60
do. innere v. 1888 . . . 4½
do. äußere v. 1888 . . .4½
do. v. 1897 . . . . . .
4* 79,70
5 93,40
Chile Gold-Anl. v. 1911.
do. v. 1889 .
4½
do. v. 1906
4½ 87,80
Chines. St.-Anl. v.
6
5 9050
do. v. 1896
5 87,50
do. Reorg. Anl
do, v. 1898
4½ 80,50
Japaner
90,35
Innere Mexikane
67,25
Aubere do.
85,00
Mexikan. Gold v. 19
4 67,30
do. cons.
3 43,00
do. Irrigat.-Anleihe
4½ 68,40
Buenos-Aires Prov.
3½ 63,50
Tamaulipas ..
5 68,50
Sao Paulo E.-B.
5 —
do. v. 1913
5 98,90
Siam v. 1907.
41
95,00
Prioritäts-
Obligationen.
Südd. Eisenb.-Gesellsch.
v. 1895/97
84,30
v. 19043½
Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
Oblig., gar. v. d. Stadt
Darmstadt.
98,85
Nordd. Lloyd-Obligat. . . 4½
Donau-Dampfschiff. v. 82 4 92,00
Elisabethbahn . .
t90,30
Franz-Josef-Bahn.
Kaschau-Oderberger v. 89
Prag-Duxer .
3 71,80
Osterreich. Staatsbahn . 5 1101,70
do. . . .
88.60
do. . . .
72,85
do. Südbahn (Lomb.).
97,55
do. do.
70.00
do. do,
50,55
Raab-Oedenburg
76,70
Kronprinz Rudolfbahn .
Russ. Südwest .
84,30
Moskau-Kasan .
do. . ..
85,20
Wladikawkas. .
Rjäsan-Koslow.
62,05
Portugies. Eisenb.
86,50
do.
90.10
Livorneser
60,50
Salonique Monastir.
77,40
Bagdadbahn .
90,20
Anstolische Eisenbahn.
4— 90 00
Missouri-Pacific I.
4 54,50
do. do. v. 1905 .
494,60
Northern-Pacific.
Southern-Pacific . . .
92,10
St. Louis & San Francisco
5 —
Tehuantepec . .
5 1 98,50
Ungar. Lokalbahn
Provinz-Anleihen.
97,00
Rheinprov. Obl. Em. 20
3½ 87,00
do. Em. 10 . .
3 84,50
do. „ 9. .
3½
Posen Prov. . . . . .
4 95,70
Westfalen Prov. V. . . .
Hess. Prov. Oberhessen . 4 95,50
do. Starkonburg. . . 13½
Städte-
Obligationen.
Darmstadt.
. . . 4 95,50
do. . . . .
. . . .3½
Frankfurt
.. . . . . 4? 97,00
do. . .
.. . .3½ 88,50
4½ 9450
Gießen
do. .:
31gl 8700
4 94,00
Heidelberg.
do. . .
3½
4
Karlsruhe
do. .
3½I 86,90
Magdeburg
471—
Mainz .
4 94,50
do.
3½ 87,20
Mannheim
4 96,00
do.
3½
München .
4 95,80
Nauheim.
3½
Nürnberg
495,00
do. .
3½ 86,10
Offenbach
4 95,50
do. v. 1914 .
4
do.
3½ 87,50
Wiesbaden.
4
do. . .
3½
Worms .
494,50
do. . .
3½
Lissabon v. 1888 .
4 73,20
Moskau v. 1912 .
...4½ 95,20
Stockholm v. 1880 . . . . .
92,00
Wien Komm. . . . . . . . .
Wiener Kassenscheine .4½ 98,95
Zürich v. 1889 .
. .3½
Buenos Stadt v. 1892 . . . 6 1102,00
Pfandbriefe.
100,00
Berliner Hyp.-Bk.-Pf.
93,60
do. unkdb. 1918. . .
98,75
1919. . . .
do.
94,74
1921. . ..
do.
95,75
do. „ 1922. .
3½ 84,30
do. . . . . . . . . .
do. Komm.-Obl. unk. 1918 4 95,00
950
Frankf. Hyp.-Bk. pr. 1910)
96,00
do. „ 1915
4 1 96,50
do. „ 1920 .
3½ 86,40
de. Ser. 12—19. . ..
Kommunal-Oblig. Ser. 1,
3½ 86,50
unkdb. 1910 .
Frankf. Hyp.-Krod.-Ver.
94,00
Scr. 15—42
94,90
45—40
do. . . .
9600
do. unk. 1922 „ 52
88,60
do. „ 1913. . .
3½ 86,50
do. Ser. 45 . .
Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
96,90
Scr. 12, 13, 16
96,90
14, 15, 17
do. . . . .
97,40
do. unkdb. 1920 . . . .
97,50
do. „ 1923 . . . .
84,70
do. Ser. 1, 2, 6—8 . . .
½ 84.50
do. „ 3—5 . . . . .
3½ 84,60
do. kündb. 1915.
96,90
do. Komm. unk. 1913
96,90
1914
do.
97,10
„ 1916
do.
37,40
„ 1920
do.
97,50
„ 1923
do.
do. verlosb. u. kündb. . 3½ 84,70
unkdb. 19151 3½ 84,60
do.
9460
Meininger Hyp.-Bk. Pfdb.
95,80
do. unkdb. 1922. .
.3½ 86,00
do. . . .
Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
94,00
uhkdb. 1917
94,00
1919
do. . . ..
94,00
1921
do. . . . . .
96,20
do. . . . . .
1924
3½l 84.,40
Go. . . . . . .
95,20
do. Komm. unk. 1923
96,00
1924
do.
97,50
Südd. Bod.-Kred.-Pfdbr.
3½ 88,20
do. ..... . . . . . .
Bank-Aktien.
Bank für elektr.
Unter-
nehmungen Zürich . . 10 1194,75
Berg.-Märkische Bank.
Berliner Handelsges.. . . 8½ 1151,25
Darmstädter Bank . . . . 6½ 116.25
Deutsche Bank. . . . . . .12½2395/
Deutsche Vereinsbank. 6 118,40
Dt. Effekt.- u. Wechs.-Bk. 6 112.00
Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 1187,00
Dresdner Bank . . . . . . . 8½ 149,20
5
Frankf. Hypothek.-Bank 10 214,75
do. do. Kred.-Ver. 8½ 1155, e.
Mitteldeutsche Kred.-Bk.6½ 1116.00
6 1110,00
Nation.-Bank f. Deutschl.
7 1122,75
Pfälzische Bank . . . . .
Reichsbank . . . . . . . 8,43 138.20
1127,00
Rheinische Kredit-Bank
A. Schaaffhaus. Bk.-Ver.. 3 (108.90
Wiener Bank-Verein . . . 8 1129,50
Aktien von
Trans-
port-Anstalten.
Hamb.-Amerika-Packetf. 10 127,80
Norddeutscher Lloyd. . . 8 (111,70
Frankfurt. Schleppschiff. 4 1116,00
Südd. Eisenb.-Gesellsch. . 6½ 130,00
Anatol. Eisenb. 60%-Akt. 5½ 1116.00
Baltimore . . .
6 915
10 (196½
Canada . . . . .
7½ 1137,50
Schantung. .
8 1156,00
Prinz Henry..
0 18,10
Lombarden . .
6 1111,00
Pennsylvania. . .
Industrie-Aktien.
Badische Anilin-Fabrik . 28 1597,50
Chem. Fabrik Griesheim 14 (249,75
Farbwerke Höchst . . . . 30 (580,50
Ver. chem. Fabr. Mannh.. 20
Zement Heidelberg .
10 147,00
Chemische Werke Albort 30
Holzverkohl. Konstanz 1 15 1306,00
6 1129,90
Lahmeyer . . . . . .
8 1145,00
Schuckert, Nürnberg.
Siemens & Halske. .
12 (212½
Bergmann Eloktr. .
117,00
Allg. Elektr.-Gesellsch. . 14 1243,50
Hagen Akkum. . . .
25 298,00
Deutsch. Übersee-Elektr. 11 175,50
Gummi Peter . . . . . . . . 0 79,00
Adler-Fahrradwerke . .
25 331,50
Maschinenfabr. Badenia 6 1123,00
Wittener Stohlröhren:.0
Motoren, Oberursel
.8½ 154,00
Gasmotoren, Deutz
g 1122,00
Siemens Glas-Industrio . 15 1220,00
Enzinger Filter
23 1286,00
Steaua Romana
10 1142,50
Zellstoff Waldhof
15 (17355
Bad. Zucker-Waghäusel .12,83/219,00
Neue Boden-Aktien-Ges..
8100
Süddeutsche Immobilien 0 60,90
Bergwerks-Aktien.
Aumetz-Friede . .
12 157,00
Bochum. Bergb. u. Gußst. 14 (220,50
Leonhard, Bräunkohlen . 9 115900
Konkordia Bergbau . . . 23 (357,75
Deutsch-Luxemb. Bergb. 10 (127.00
Eschweiler . . . . . . . .
10 226,80
fr
Gelsenkirchen Bergw. . . 11 181½
Harpen Bergbau. . . . . . 11 177,70
Kaliwerke Aschersleben . 10 1138,80
Kaliwerke Westeregeln . 13 203,50
Königin Marienhütte . . 6 81.00
§ 142,50
Laurahütte . .
Oberschles. Eisenbed. . . 4 83,00
Oberschl. Eisen-Industrie 3 67.40
Phönix Bergbau . .
18 233,75
Rheinische Braunkohlen 10 236.00
Riebeck Montan . . . . . . 12 1188,00
South West.-Afr. Shares . 5 114,60
Vorzinsliche
Anlehenslose.
Zt.
Badische .
. . TIr. 100 4 (184,40
Cöln-Mindener . TIr. 1003½1142,70
Holländ. Komm. . H. 100 3*115,50
Madrider . . . . . Frs. 100 3
Meininger Präm.-Pfdbr. . 4 1141,40
Osterreicher 1860or Lose . 4 180,70
Oldenburger . . . . TIr. 40 3 (128,20
Raab-Grazer . . . . H. 1502½112,00
Mk.
Unverzinsliche
ſp. St.
Anlehenslose.
35,50
Augsburger
.. A.7
TIr. 20 (202,50
Braunschweiger
Mailänder
Fs. 45
do.
Fs. 10
. N. 7 39,70
Meininger
Osterreicher v. 1864 . H. 100
v. 1858 . H. 100
do.
fl. 100 447,00
Ungar. Staats . .
Fs. 30
Venediger . . . . .
Türkische . . . . .. Fs. 400 166,00
Gold, Silber und
Banknoten.
20,45
Engl. Sovereigns. . . . .
16,27
20-Franks-Stücke . . . .
4.183
Amerikanische Noten .
20,51
Englische Noten . . .
81,40
Französische Noten.
Holländische Noten .
169,10
80,90
Italienische Noten
Osterr.-Ungarische Noten. . 84,90
Russische Noten . . . . . . . .
Schweizer Noten. . . . . . . . 81,35
Reichsbank-Diskont .
do. Lombard Zsf.. .
Tendenz:
Behauptet.
Handel und Verkehr.
— Frankfurt. a. M., 26. Mai. (Börſe.) Zu den
in unſerem geſtrigen Bericht erwähnten politiſchen
Nach=
richten aus Albanien kamen heute wieder Gerüchte über
Schwierigkeiten am Pariſer Markt. Der anhaltende
Rück=
gang der Ruſſiſchen Werte beeinflußt den letzteren ſchon
geraume Zeit in ungünſtigem Sinne. Die von dem
Pariſer Platze ausgehenden Poſitionslöſungen ziehen auch
die Londoner Börſe in Mitleidenſchaft. Als weiteres
Mo=
ment kommt hinzu, daß bei den Wirren in Mexiko immer
noch kein Ende abzuſehen iſt, und daß die amerikaniſchen
Wirtſchaftsverhältniſſe faſt täglich neue unliebſame
Ueber=
raſchungen bringen. Allen dieſen ungünſtigen Momenten
gegenüber bewahrte die heutige Börſe ihre
Widerſtands=
kraft. Die Kurſe, die auf ungefähr geſtrigem Niveau
ein=
ſetzten, konnten ſich im Verlauf der Börſe behaupten. Da
die Verpflichtungen der Spekulation zurzeit keinen großen
Umfang haben, konnte ſich die Ultimoliquidation leicht
abwickeln. Die auf die Sanierungsvorſchläge im Kurſe
geſtern ſtark gedrückten Lombarden konnten heute
ihren Kurs eine Kleinigkeit befeſtigen. Alle übeigen
Märkte zeigen faſt unveränderte Kurſe. Auf dem
Markt der Induſtriepapiere ſind heute hauptſächlich
Kursabſchläge zu verzeichnen. Es verlocen gegen geſtern
Höchſter Farbwerke 8½ Akkumulatoren 3 Prozeny,
Kleiyer und Badenia je 2 Prozent, auch Porzellanfabrik
Weſſel büßten ihre geſtrige Steigerung zum größten Teil
wieder ein. Tendenz behauptet.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
ber Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 19. bis 25. Mai.
Bei feſter Grundtendenz bewegten ſich die
Getreide=
preiſe in der Berichtswoche zunächſt in aufſteigender
Rich=
tung, um ſchließlich wieder leicht abzuſchwächen. Eine
ſehr wirkſame Anregung boten dem Weizenmarkte
Kla=
gen über Inſektenſchäden in einem Teile des
amerikani=
ſchen Anbaugebietes. Die damit zuſammenhängende
Er=
höhung der amerikaniſchen Preisanſprüche veranlaßte die
ruſſiſchen Exporteure, ihre Forderungen gleichfalls zu
ſtei=
gern, trotzdem dort inzwiſchen reichliche Niederſchläge
er=
folgt ſind, ſo daß die Ernteausſichten wieder günſtig
be=
urteilt werden. Dagegen wollen die Klagen über den
Felderſtand in Ungarn noch immer nicht verſtummen, und
da inländiſches Angebot faſt vollſtändig fehlt, ſo machte
die Aufwärtsbewegung in Peſt weitere Fortſchritte. Auch
Frankreich iſt andauernd auf Import angewieſen, ſo daß
günſtigere Witterungsverhältniſſe eine weitere
Preis=
anſpannung nicht zu verhindern vermochten. Gegen Ende
der Woche flaute die Stimmung allgemein etwas ab als
in Amerika eine ruhigere Beurteilung der Ernteſchäden
Platz griff und die Weltverſchifungen infolge ſtarker
Be=
teiligung Rußlands einen erheblichen Umfang aufwieſen.
In Deutſchland erweckte warmes, trockenes Wetter für
verſchiedene Gebiete, in denen es vorher an genügenden
Niederſchlägen gefehlt hatte, Beſorgniſſe bezüglich der
Saaten, doch ſind ſeit Samstag überall reichliche
Regen=
fälle vorgekommen, die zweifellos ſehr günſtig auf das
Wachstum ſämtlicher Pflanzen eingewirkt haben dürften.
Unter dem Einfluſſe der amerikaniſchen Hauſſe und der
erwähnten Saatenſtandsklagen erfuhren die
Lieferungs=
preiſe ſämtlicher Artikel am Berliner Markte eine weitere
Befeſtigung. Angeſichts der zuletzt eingetretenen
frucht=
baren Witterung vermochten ſich die letzten Preiſe zwar
nicht zu behaupten, doch iſt gegenüber der Vorwoche immer
noch eine Wertboſſerung feſtzuſtellen. Im Warengeſchäft
wurden für Weizen und Roggen bei ſchwachem Angebot
zum Teil weſentlich höhere Preiſe bewilligt. Auch Hafer
war bei geſteigerten Forderungen von Händlern und
Exporteuren geſucht. Ruſſiſche Gerſte hat weiter im
Preis angezogen, Mais blieb gleichfalls in feſter Haltung,
da Argentinien weitere Rückkäufe vornahm. Es ſtellten
ſich die Preiſe für inländiſches Getreide am letzten
Markt=
tage wie folgt:
Sept. 199,25 (*1,75), Peſt Mai 239,80 (* 4,75), Paris
Mai 235,25 (P 3,25), Liverpool Juli 165,55 (—), Chikago
Mai 149,60 (* 0,60), Roggen: Berlin Juli 172,25
(*0,75), Sept. 164 (*0,25), Hafer Berlin Juli 167,75
(*2,50), Sept. 162,75 (—2,75), Futtergerſte Südruſſ. frei
Hamburg unverzollt ſchwim. 117,50 (*2), Mai 115,75
(- 1,75), Mais: Argent. Mai/Juni 112 (*1), Donau
ſchwim. 116 (*4) Mark.
H. Frankfurt a. M., 26. Mai. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Der Wochenmarkt war wieder feſt geſtimmt,
beſonders für Landweizen in prompter Ware die weniger
reichlich offeriert wurde, während ſtärkere Nachfrage
be=
ſtand; auch Landroggen nur knapp angeboten und gut
be=
hauptet. Mais war ſehr feſt, ebenſo Hafer in guten
Sor=
ten ſchlank anzubringen bei beſſeren Preiſen.
Futter=
artikel infolge des ausgiebigen Regens wieder williger.
Die Forderungen für Mehl ſind unverändert.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt feſt.
An der Berliner Produktenbörſe war Getreide
nachgebend auf den reichlichen durchdringenden Regen, der
für die teilweiſe unter Dürre leidenden Saaten recht
ge=
legen kam. Erportfrage iſt nicht nennenswert, auch das
Inlandsangebot war geringfügig. Hafer ebenfalls auf
den Regen abgeſchwächt. Nach den letzten Kabelnachrichten
von den amerikaniſchen Getreidemärkten (Neu=York und
Chikago) waren Weizen und Mais ſchwankend teils feſt
auf unbefriedigende Erntemeldungen und größere
Ver=
ſchiffungen von den Seeplätzen, teils auch matter auf die
günſtiger lautenden Berichte aus dem Südweſten und
Kanſas und auf Abgaben Armoucs, wobei manche Termine
jedoch geſuchter blieben, während Juli=Ablieferungen
niedriger erhältlich waren. Die ſichtbaren Weizenvorräte
ſind dort in dieſer Woche von 35,27 Mill. Buſh. auf 33,53
Mill. Buſh. und die Maisvorräte von 5,49 Mill. Buſh. auf
4,09 Mill. Buſh. zurückgegangen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer 22—22,25. Nordd.
22—22,25, Kurheſſiſcher 22—22.25 Rumäniſcher 22,25 bis
23,25, Laplata 22,25—23,25, Ruſſiſcher 22,50—23,50, Kanſas
22,75—23,50, Manitoba 22,25—23,25, Redwinter 23—23,50,
Walla=Walla 22,25—23,50; Roggen, hieſiger 17,30 bis
18, Bayeriſcher 17,90—18, Ruſſiſcher 18—18,50, Rumäniſcher
18—1850; Gerſte Pfälzer, 17,25—17,75, hieſige und
Wetterauer 17—17,50, Fränkiſche 17—17,50, Riedgerſte
10,75—17,25; Hafer hieſiger 17,50—18,50, Bayeriſcher
18—18,75, Ruſſiſcher 18—19,50, Rumäniſcher 18,25—19,25,
Amerikaniſcher 16,75—17,75. Mais mixed 15—15,10,
Ruſſiſcher 15—15,25. Donaumais 14,75—15,25,
Rumä=
niſcher 15—15,25. Laplata 15—15,50, Weißer Mais 14,90
bis 15,20, Weizenſchalen 10,50—10,75, Weizenkleie 10,50 bis
10,75. Roggenkleie 10,50—10,75, Futtermehl 12,25—14,50,
Biertreber, getrocknet, 12—12,50. Futtergerſte 15—15,40.
Weizenmehl, hieſiges (Baſis ab Mannheim): Nr. 0 31,25
bis 31,75 feinere Macken 32—32,25. Nr. 1 29,75—30,
feinere Marken 30,25—30,50. Nr. 2 28,50—28,75 feinere
Marken 29—29,25. Nr. 3 26,75—27, feinere Marken 27,25
bis 27,50, Nr. 4 22,75—23, feinere Marken 23,25—23,50.
Roggenmehl, hieſiges. Nr. 0 26,25—26,50, Nr. 1 24,25 bis
24,50, Nr. 2 22—22,25.
— Prämiierung bäuerlicher
Wirtſchaf=
ten. Zur Förderung der Landwirtſchaft in den
bäuer=
lichen Betrieben des Großherzogtums veranlaßt die
Landwirtſchaftskammer die Prämiierung ganzer
bäuerlicher Wirtſchaften bei muſterhaften Leiſtungen. Zur
Teilnahme an dieſer Prämiierung ſind alle Landwirte
be=
rechtigt, deren landw. bewirtſchaftete Fläche nicht größer
wie 150 Morgen iſt. Für das Jahr 1914 iſt die Teilnahme
beſchränkt auf Landwirte in den nachfolgenden
Wahl=
bezirken: Provinz Starkenburg. 3. Wahlbezirk:
Griesheim=Gernsheim, 4. Wahlbezirk: Darmſtadt, 11.
Wahl=
bezirk: Höchſt=König=Michelſtadt. Provinz Oberheſſen.
2. Wahlbezirk: Großen=Buſeck, 6. Wahlbezirk: Lauterbach=
Schlitz, 13. Wahlbezirk: Vilbel. Provinz Rheinheſſen.
3. Wahlbezirk: Ingelheim, 5. Wahlbezirk: Ober=Olm=
Nie=
der=Saulheim. 11. Wahlbezirk: Worms. Zum Zweck der
Prämiierung werden die Wirtſchaften einer
Vorbeſichti=
gung und einer Hauptbeſichtigung unterzogen. Der
Beur=
teilung durch das Preisgericht unterliegt der geſamte
land=
wirtſchaftliche Betrieb. Die Höhe der Preiſe iſt wie
folgt feſtgeſetzt: 1. Preis 100 Mark, 2. Preis 75 Mark, 3.
Preis 50 Mark. Die Landwirte der betreffenden
Wahl=
bezirke ſind zur regen Beteiligung an dieſer Prämiierung
aufgefordert. Die Anmeldung hat bis ſpäteſtens 10. Juni
bei der Landwirtſchaftskammer auf Grund der von dieſer
zur Verfügung geſtellten Anmeldebogen zu erfolgen.
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Urſula Rasmuſſen griff ſein Ton an die Seele. Ach,
Jürgen, ſagte ſie, ganz weich werdend, und dicht zu ihm
herantretend, ſo mußt Du nicht reden. Mein Herz tut
im=
mer froheren Schlag, wenn ich Dich ſehe denn Du
biſt mir doch das einzige Liebſte auf der Welt. Aber das
Leben iſt ſo bitter, ſo unſagbar bitter, daß es einem das
letzte bißchen Licht auslöſcht und die Gedanken verkehrt
Man iſt wie ein Tier im Joch und verlernt das Freuen
ſchier.
Und als er ſeine Mutter ſo vor ſich ſtehen ſah, ſo
ſee=
liſch müde, ſo zermürbt und zerſorgt, das Geſicht welk
und grau und lange vor der Zeit faltig und verhutzelt,
die Hände verarbeitet, riſſig und rauh, da ſchwand alle
Bitternis. Ein heißes Mitleid quoll in ihm hoch, eine
große, tiefe Liebe. Er nahm die riſſigen, rauhen Hände
in die ſeinen, ſtreichelte ſie und ſagte: Sei mir nicht böſe,
Mutter! Ich vergaß, daß alle Deine Sorge, all das
Mühen und Placken bei euch meinetwegen geſchieht.
Sie biß die Zähne aufeinander, denn ſie fühlte ein
heißflutendes Begehren in ſich hochquellen . . . . Als ſie
wieder Herrin ihres Willens war, ſah ſie ihn eigen
lä=
ſchelnd an. Und erſt nach einer ganzen Weile ſagte ſie:
Man tut es ſchon gern um ſein Kind . . . . Und nun gehe
in die Stube. Ich will Dir etwas zu eſſen holen, und
ſorge Dich um einen trockenen Rock. Du mußt ja
durch=
geweicht ſein von Raſtenburg her, den weiten Weg.
Nein, Mutter, ich hatte Gelegenheit, im Trockenen zu
ſitzen. Fräulein von Lindſtedt hat mich mit genommen
So, ſo, ſtammelte Urſula Rasmuſſen wie abweſend
ſo, das gnädige Fräulein . . . . Nun, dann iſt es ja gut
Sie wandte ſich hart um und ging in die Küche.
Jürgen trat kopfſchüttelnd in die Stube. Eine dumpfe,
ſtickige Luft, die ſich ihm wie eine Laſt auf die Bruſt
legte und das Atmen erſchwerte, ſchlug ihm aus dem
nie=
drigen Gemache entgegen. Seine ſuchenden Augen fanden
niemand, aber aus dem nebenanliegenden Schlafzimmer
kam ein dumpſes Stöhnen und dazu das eintönige, lallende
Singen einer dünnen Stimme. Nun ein Fluch, ein
läſterlicher, grauſiger. Und ihm auf dem Fuße folgend,
wüſte Worte aus heiſerer Kehle: Warte, Du Hund, bei
meiner Seelen Seligkeit, ich erwürde Dich, ich reiße Dir
die Zunge aus Deinem Lügenmaul . . . . Du gemeiner
Hund.
Und die dünne Stimme ſang im monotonen
Gleich=
maß, immer in der gleichen Tonhöhe: De Mai is
bepom=
men, die Däume hagen ſaus . . . . De Mai is bepommen
.. . . immer wieder.
Jürgen packte ein wüſtes Grauſen an die Seele. Er
mußte ſich einen harten Zwang antun, um ſeine Füße
weiterzuſetzen und in die Kammer zu treten.
Das halbirre Lallen Poldis brach jäh ab. Er
flüch=
tete ſich ſcheu hinter das Bett und duckte ſich in einen
dunklen Winkel. Ehe Jürgen dazu kam, den Krüppel mit
freundlichem Zureden aus ſeinem Verſtecke zu locken, fuhr
der graue Kopf des Bauern in den rotbunt gewürfelten
Kiſſen hart herum. Zwei glühende Augen ſtarrten ihn an.
Ah, Du! Sieh einer! Was willſt Du? Zum
Leichen=
ſchmaus kommſt Du zu früh. Ich reiſe noch nicht hinab.
Aber einen anderen werde ich vorausſchicken, an dem ſoll
der Leibhaftige ſeine Freude haben. An zehn Spießen
ſoll er den Hund röſten. Und Timm Rasmuſſen knirſchte
mit den Zähnen, hatte ein wüſtes Flackern in den
tief=
liegenden Augen und wandte das Geſicht wieder ſtöhnend
zur Wand.
Jürgen kehrte ſich erſchauernd ab, ohne ſich noch um
Poldi zu kümmern.
Das war ja grauſig hier, namenlos grauſig. Des
Elendes und der Not übergenug. Wie ertrug die Mutter
das mit den beiden nur? War es zu verwundern, wenn
da das letzte bißchen Licht gloſtend erloſch?
Er wankte zum Tiſche, ließ ſich ſchwer an ihm nieder
und ſtützte den Kopf in die Hände. Von neuem, wie vor
Minuten bei ſeinem Eintritt ins Haus, kam ihm das
treibende Verlangen in den Sinn: Fort, wieder fort!
Denn eine Heimat war unter dieſem Dache nimmer, eher
das Haus fremder Irrer. Er fühlte ſich elender denn
je, deuchte ſich ein Menſch, der völlig allein ſteht in der
Welt.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 27. Mai 1914.
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Und dann ſprangen ſeine Gedanken aus der Qual und
dem zerriſſenen Elendſein dieſer Minuten, in Sehnſucht
nach Beſſerem, Schönem, Hellem auf die Suche gehend,
zu dem Zuſammenſein mit Erika Lindſtedt zurück, fanden
dort das Schöne, Helle und führten es an beiden
Hän=
den zu der wartenden, nähen Zukunft friſchblühendem
Garten. — Ja, er würde bleiben, er mußte bleiben. .
Die Bäuerin trug auf. Sie ſtellte im emſiger Haſt
beſcheidene Reſte des aufgewärmten Mittagsmahls auf
den Tiſch, brachte Brot, Butter und Wurſt, goß den
brau=
nen Haustrunk in ein Glas, ſchob alles noch näher zu ihm
heran, ſetzte ſich neben ihn und ſagte: Iß, Jürgen, trink,
greif zu, Du wirſt hungrig ſein. Und ſie freute ſich im
ſtillen auf ein beſcheidenes Glück, wie ſie Zeugin ſeines
friſchen Zulangens ſein würde, wie er dem Aufgetragenen
alle Ehre antun würde, um am Ende zu ſagen: Es hat gut
geſchmeckt, Mutter. Wie immer am beſten bei Dir. Das
war ihres beſcheidenen Glückes wartendes Vorfreuen.
Es wurde ihr nicht.
Jürgens Augen glitten wie abweſend über die
Spei=
ſen. Er ſchob ſie zurück und erhob ſich. Ich mag nichts
eſſen, Mutter, ich habe keinen Hunger, und ich will
hin=
auf in die Bodenkammer gehen.
Urſula Rasmuſſen war tief enttäuſcht. Sie ſagte es
nicht, ſie ſeufzte nur und räumte ſchweigend ab. Ja, das
letzte bißchen Licht erloſch! —
Bis an den Abend ſaß Jürgen in der kahlen Boden
kammer auf einem alten, gebrechlichen Schemel und war
in „Törris Manders Heimkehr” vertieft, auf jeder Seite
beſſernd, den Stil feilend. Es war ihm nichts gut genug
Erika Lindſtedts Ohr ſollte Wohllaut der Sprache
ver=
nehmen.
Ueber ſeiner Arbeit vergaß er alles. Er dachte deſſen
nicht mehr, was unter ſeinen Füßen in dieſem Hauſe an
Elend war, obwohl er eine Geſchichte des Elends las. Er
verſäumte es, wie er es ſonſt immer am erſten Tage
ſeines Aufenthaltes in Trebnitz getan, und mit welchem
Vorſatze er auch von Berlin abgereiſt war, zu Bachhuber
zu gehen, um den alten Freund zu begrüßen und Bettina
zu ſehen. Er ſah im Geiſte andere Augen, braune, mit
goldigem Glanz. Und er beachtete das langſame
Hinab=
fluten des Tageslichtes nicht. Denn in ſeiner Seele glühte
ein anderes Licht . . . .
Erſt als ſeine Augen von dem angeſtrengten Leſen
im Zwielicht zu brennen anfingen, ließ er von ſeinem
Tun ab und faltete das Manuſkript zuſammen. Er ſtand
auf und blickte durch das ſpinnewebenverhangene,
halb=
blinde Fenſter der Bodenkammer gen Weſten. Dort
brannte ein breiter, glühender Streifen gloſtenden
Abend=
rots am Horizont, ſcharf abgeſetzt gegen dunkles
Regen=
gewölk.
Er ſtarrte zu ihm hinüber, bis er erlöſchend
ver=
flammte . . . . Und war deſſen gewiß: Morgen wird ein
heller Tag.
Unter der mit betäubend duftenden Blütentrauben
überſchütteten Vogelkirſchen am grünbemooſten,
halbver=
morſchten Wildgatter trafen ſie ſich am nächſten Tage zur
verabredeten Stunde, reichten ſich die Hände zum Gruß
und empfanden beide etwus wie peinvolle Vexlegenheit.
Es war ihnen zu Sinne wie Menſchen, die ein zufälliges
Begegnen zuſammenführt und denen der erſte Augenblick
kein Wort auf die Lippen legt, das über ein
beklemmen=
des Schweigen hinweghilft. Und obwohl beide mit ihren
Gedanken bei dieſer Zuſammenkunft während des ganzen
Tages in Erwartung geweilt, waren ſie nun doch wie
er=
ſchrocken, daß ſie ſich jetzt gegenüberſtanden, ſich heimlich
fragend: Was ſoll das ſein und wohin ſoll das führen?
Der Tag ſang ihnen die Antwort. Der goldige Tag
mit ſeinem blütenduftenden Odem und dem ſtarken Schlag
ſeines lebensfrohen Herzens. Er ſang es klar und rein,
eindringlich und gewiß. Er lächelte ihnen zu aus blanken
Augen. Er nahm ſie an ſeine Hände und ſagte: Kommt!
Ich führe euch in einen Wundergarten, wo ewige Quellen
rinnen mit kriſtallenen Waſſern, wo eine rote Blume blüht
mit berauſchendem Duft. Die rote Blume, die es nur
ein=
mal auf der Welt gibt.
Sie vernahmen das Singen wie etwas Fernes,
Wei=
tes, Fremdes. So fremd, weit und fern, daß ſie es mehr
ahnten als hörten, mehr fühlten, denn als etwas Gewiſſes
empfanden. Und die erſten Worte, die ſie dann ſprachen,
übertönten das geheimnisvolle Ahnen, ließen es
ver=
klingen und verwehen.
Ich danke Ihnen, daß Sie gekommen ſind, gnädiges
Fräulein, ſagte Jürgen.
Dem Einlöſen eines gegebenen Wortes gebührt kein
Dank, wehrte ſie lächelnd ab. Ein Dank gehört ſich
höch=
ſtens an den ſonnigen Tag, der mir das Kommen
ermög=
lichte.
(Fortſetzung folat.!
Nummer 144.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 27, Mai 1914.
Seite 15.
Turnen, Spiele und Sport.
sr. Das Hannoverſche Turnier des Militär=Reit=
In=
fſtitut bedeutet für die deutſche Zucht einen glänzenden
Er=
ffolg, zu dem man dem Reichsverband für Deutſches
Halb=
lblut gratulieren kann. Während die große
Militärprü=
ffung vom Rittmeiſter Oeſterley auf der erſtklaſſigen
han=
moverſchen Stute gewonnen wurde, ſiegten in der leichten,
rwie in der ſchweren Springprüfung ausſchließlich deutſche
=Pferde. An der ſchweren Springprüfung nahmen 9 deut=
Iſche und 20 ausländiſche Pferde teil. Es ſiegten Lt. v.
Bülow (4. Kür.) auf ſeinem oſtpreußiſchen Charger
„Oertzen”, ſowie Oblt. Frhr. v. Bothmer (10. Art.) auf der
lhannoverſchen Stute Anmut. Auch den 4. und 6. Platz
abeſetzten deutſche Pferde, obwohl im ganzen 9 deutſche
gegen 20 ausländiſche Pferde ſtarteten. Im leichten
Jagd=
sſpringen ſiegte Oblt. Renner (25. Drag.) auf Lt.
Griepen=
kerls Mecklenburger Wallach „Rinaldo” Unter den 6
Pferden, welche vor dem Stechen fehlerkrei geſprungen
kwaren, befanden ſich 4 deutſche. Im ganzen hatten 18
Ausländer und 24 deutſche hieran teilgenommen, was
lbeweiſt, daß erfreulicherweiſe unter den in Vorbereitung
lbefindlichen Pferden die deutſchen ſchon auch an Zahl zu
rüberwiegen anfangen, was einen hohen nationalen
fort=
iſchrittlichen Wert bedeutet.
Luftfahrt.
Flugexpedition in Südweſt.
* Nun iſt der ſehnſüchtige Wunſch unſerer Landsleute
ein Südweſt in Erfüllung gegangen. Herr Bruno
Büch=
mer, einer unſerer älteſten Piloten, hat ſich am 11. April in
Hamburg nach Südweſt eingeſchifft, nachdem ſein Pfalz=
Doppeldecker bereits am 5. April Hamburg verlaſſen hatte
rund iſt am 5. Mai in Swakopmund eingetroffen. Nachdem
Herr Büchner ſeinen vollſtändig zerlegten Apparat in
we=
nigen Tagen montiert hatte, unternahm er am 14. Mai
die erſten Aufſtiege, die gut verliefen. Eine unzählige
Menſchenmenge fand ſich auf dem Schauplatze ein, um das
große Wunder zu ſchauen. Mit Begeiſterung verfolgten
unſere weißen und farbigen Landsleute den Aufſtieg. Nach
wenigen Metern Anlauf erhob ſich der Apparat in die
Lüfte und ſchwebte wie ein mächtiger Vogel über die
ſtau=
nenden Zuſchauer. Als nun Büchner nach längerem Fluge
landete, da kannte der Jubel keine Grenzen mehr. So
zeigte Herr Büchner unſeren Landsleuten, daß auch auf
dieſem Gebiete unſere deutſche Nation an der Spitze ſteht.
Das von Herrn Büchner benutzte Flugzeug iſt ein von
den Pfalz=Flugzeugwerken G. m. b. H. Speyer a. Rh.
ge=
bauter Doppeldecker Militärtyp. Die Spannweite beträgt
14,50 Meter, das Gewicht 750 Kilogramm. Die
Geſchwin=
digkeit beträgt 120 Kilometer pro Stunde mit 100 P.S.
Motor. Im Gegenſatz zu den meiſten Doppeldeckern andern
Fabrikates beſitzt dieſer Typ hintenliegenden Motor.
Ge=
währt dieſe Ausführung auch nicht den eleganten Anblick
des Rumpfdoppeldeckers, ſo ſind die Vorteile des
hinten=
liegenden Motors doch große. Vor den Tragdecken in
einem Boot ſitzen Führer und Beobachter in bequemen
Klubſeſſeln, frei von jeder Rauch= und Oelbeläſtigung des
Motors bei vollſtändig freier Ausſicht. Alle Inſtrumente
zur Kontrolle des Motors und des geſamten Apparates
wie Tourenzähler, Höhenmeſſer, Anlaſſer uſw. ſind in
über=
ſichtlicher Weiſe, direkt vor den Augen des Führers auf
gemeinſamer Schalttafel im Boote untergebracht. Wie
bereits oben erwähnt hat das Flugzeug auf ſeinem erſten
größeren Ueberlandflug von Swakopmund nach Karibib
eine Geſchwindigkeit von 120 Kilometer entwickelt. Nach
60 Meter Anlauf erhob ſich dasſelbe bereits vom Boden
und erreichte in ca. 8 Minuten 1000 Meter Höhe. Das
ganze Flugzeug iſt aus Stahl hergeſtellt, mit Ausnahme
der Spieren in den Tragdecken, deren Leimſtellen mit Stoff
umwickelt und verſchraubt ſind, um ein Aufplatzen unter
der kroßiſchen Hiße zu verhindern, Die geſamte
Beſpan=
nung iſt feuerſicher, waſſer= und luftdicht imprägniert,
ſo=
daß das Flugzeug, das mangels Schuppen ſtets Tag und
Nacht im Freien ſteht, wohl jeder Witterung ſtandhalten
dürfte.
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Mitwoch, 27. Maſ.
1914.
Kongreie undVerbandstage,
Verwälterkonferenz des
Mittel=
deutſchen Arbeitsnachweisverbandes.
Am 20. d. M. fand, wie uns jetzt erſt mitgeteilt wird,
mnter Teilnahme des Herrn Geh. Rats. Dr. Breidert in
Biebrich a. Rh., ferner Vertretern der
Provinzialdirek=
dionen Gießen und Mainz, der Landesverwaltung in
Kaſſel, einer Reihe von Kommunen, ſowie gewerblichen
Korporationen und gemeinnützigen Vereine die diesjährige
Verwalterkonferenz des Mitteldeutſchen
Arbeitsnachweisverbandes in Bad
Nau=
heim ſtatt, zu der faſt alle öffentlichen Arbeitsnachweiſe
äm Großherzogtum Heſſen, in der Provinz Heſſen=Naſſau,
Fürſtentum Waldeck, ſowie den Kreiſen Wetzlar und
Kreuznach, ferner die Wanderarbeitsſtätten, Arbeits= und
Herbergſtätten und Herbergen zur Heimat ihre
Geſchäfts=
führer und Verwalter entſandt hatten. Von
Arbeitsnach=
weisverbänden waren vertreten: der preußiſche
Arbeits=
machweisverband (Sitz Magdeburg), der Verband weſt=
Fäliſcher Arbeitsnachweiſe (Münſter) Niederſächſiſcher
Ar=
beitsnachweiſe (Hannover), Thüringiſcher
Arbeitsnach=
weiſe (Jena), Schleswig=Holſteiniſcher Arbeitsnachweiſe
(Schleswig), ſowie die Landeszentrale der
Württember=
giſchen Arbeitsämter (Stuttgart).
Den Vorſitz führte Herr Dr. Schlotter aus
Frank=
ffurt a. M. Die Konferenz wurde begrüßt von Herrn
Mreisrat Freiherrn von Schenck im Namen des Kreiſes
FFriedberg, von Herrn Bürgermeiſter Dr. Kayſer im
Namen der Stadt und des Arbeitsnachweiſes in Bad
Nau=
kheim. Herr Oberamtsrichter Dr. Fuhr wies auf die
wich=
ſtigen Beziehungen zwiſchen dem Vormundſchaftsgericht
rund den öffentlichen Arbeitsnachweiſen bezüglich der
Be=
eufsberatung und Lehrſtellenvermittelung hin. Als
Be=
rratungsgegenſtände kamen zur Verhandlung: 1. Der
Ar=
lbeitsnachweis und die Arbeitsloſenfürſorge. Referenten:
Geſchäftsführer Dreißigacker=Mainz. Geſchäftsführer
Bayerdorf=Offenbach, Hardt=Kreiswanderarbeitsſtätte
Lim=
bburg. 2. Ein Vergleich zwiſchen dem ſtaatlichen
Arbeits=
machweis in England und dem kommunalen
Arbeitsnach=
rweis in Deutſchland. Referent: Herr Dr. Schlotter.
B. Das neue Regiſtrierverfahren bei dem ſtädtiſchen
Ar=
lbeitsnachweis in Gießen. Referent: Geſchäftsführer
Müller=Arbeitsnachweis Gießen. 4. Fragen aus der Praxis.
Bei den beiden erſten Beratungsgegenſtänden kam
zzum Ausdruck, daß einer Regelung der
Arbeitsloſenfür=
fſorge eine Organiſation des Arbeitsnachweiſes über das
fganze Reich vorausgehen müſſe und daß eine geſetzliche
Regelung des Arbeitsnachweiſes hierzu unerläßlich ſei.
AAls Träger dieſer Arbeitsnachweisorganiſation im
gan=
zzen Reiche wurden die gemeindlichen und
Kreisarbeits=
nachweiſe bezeichnet; als Träger des zwiſchenörtlichen
Verkehrs ſeien die öffentlichen Arbeitsnachweisverbände
rweiter auszubilden. Unter den hauptſächlich der Praxis
ides Arbeitsnachweiſes dienenden Beratungsgegenſtänden
fiſt hervorzuheben die Vorführung und Erklärung eines
rneuen Regiſtrierverfahrens durch den Herrn
Geſchäfts=
führer Müller des Arbeitsnachweiſes Gießen. Der bei
dem Arbeitsnachweis in Gießen im Gebrauch befindliche,
ſehr praktiſch konſtruierte Kartenſchrank ermöglicht einen
ſofortigen Ueberblick von Meldungen der Arbeitgeber und
Arbeitnehmer in allen Berufen, wodurch der
Geſchäfts=
gang vereinfacht und beſchleunigt, das Schreibwerk
ver=
mindert und eine raſchere Lieferung der Statiſtik
gewähr=
leiſtet wird. Bemerkenswert iſt noch, daß die Schaffung
einer telephoniſchen Ausgleichzentrale für die raſchere
Verbindung der Arbeitsnachweiſe untereinander bei der
Geſchäftsſtelle des Verbandes angeregt wurde. Ferner
fand eine Ausſprache über die Inanſpruchnahme des
öffentlichen Arbeitsnachweiſes bei Ausführung und
Ver=
gebung öffentlicher Arbeiten durch Kreis=, Staats= und
Kommunalbehörden, über die Ausführung des
Stellen=
vermittlergeſetzes ſowie Erfahrungen über die
Gebüh=
renerhebung für die landwirtſchaftliche Vermittelung ſtatt,
Schließlich befaßte ſich die Konferenz mit der Frage det
weiblichen Stellenvermittelung, insbeſondere in den Land.
kreiſen. Gegen Abend fand eine ſehr intereſſante
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tigung der Badeanlagen ſtatt.
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Fried=
rich Selinger, Liebfrauenſtraße 53, ein S. Hermann.
Am 17.: dem Schreiner Adam Roßmann, Fuchsſtraße 14,
eine T. Gertrude Margarete. Am 14.: dem Buchhalter
Georg Ludwig Walther, Kaupſtraße 2, ein S. Heinrich.
Am 18.: dem Handarbeiter Heinrich Heid,
Eliſabethen=
ſtraße 49, eine T. Dem Bankkaſſier Fritz Sehl,
Land=
wehrſtraße 9, ein S. Fritz Otto Hugo Paul. Am 17.: dem
Kaufmann Ludwig Fuchs in Ladenburg ein S.
Lud=
wig Philipp Heinrich Paul, hier Lagerhausſtraße 24. Am
20.: dem Kaufmann Georg. Lang, Hoffmannſtraße 21.
eine T. Gertrude Katharina Barbara Gretchen. Am 19.;
dem Kellner Ludwig Coburger, Darmſtraße 41, eine T.
Dorothea Margarete. Am 21.: dem Eiſenbahnwerkſtätte=
Magazinarbeiter Franz Haßler, Pankratiusſtraße 52,
ein S. Hans Auguſt. Am 22.: dem Bahnſteigſchaffner.
Eduard Vogel, Obergaſſe 24, ein S. Guſtav. Am 16.:
dem Abonnentenchef Lorenz Fink, Wenckſtraße 2, eine
T. Margarete Thereſe. Am 17.: dem Kriminalſchutzmann
Ludwig Philipp eine T Maria.
Aufgebotene. Am 19. Mai: Telegraphen=Aſſiſtent
Jo=
hann Friedrich Hämmerling, Duisburg=Meiderich, mit
Katharina Scherle, Frankfurt a. M. Landwirt
Fried=
rich Krauß VII., Auerbach, mit Marie Röder,
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ſtraße 21. Fräſer Heinrich Eckert, Liebfrauenſtraße 86
mit Stütze der Hausfrau Magdalena Katharing Dubeck,
Wenckſtraße 41. Am 22.: Drogiſt Albert Krabbenhöft,
hier mit Elfriede Werckshagen, Düſſeldorf.
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lnecht Heinrich Rauſch, hier, mit Katharina Sommer,
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Stelzle, Grafenſtraße 17, mit Köchin Maria Kühn,
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Große Ochſengaſſe 31.
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Land=
wirt Johann Peter Schmitt III. in Mörlenbach mit
Maria Magdalena Halſe, hier. Am 20.: Poſtaſſiſtent
Bernhard Maykemper in Eberſtadt mit Eliſabethe
Krichbaum, hier. Am 22.: Kaufmann Albert Kehl in
Weſel mit Emilie Hainebach, hier. Am 23.:
Weißbin=
der Adolf Hofmann mit Eliſabeth Metz, geb.
Petitjean, beide hier. Fabrikaufſeher Karl Streicher,
hier, mit Roſina Kopp in Winzerhauſen. Maler Georg
Bienhaus mit Marie von der Au, beide hier.
Ma=
ſchinenſchloſſer Johann Heckwolf mit Anna Stripp,
beide hier. Mechaniker Georg Schwarz mit Katharina
Pfeifer, beide hier. Am 25.: Bureaudiener Friedrich
Funda, hier, mit Köchin Maria Hock in
Frank=
furt a. M. Hilfsarbeiter Wilhelm Friedrich mit
Katha=
ring Preis, beide hier.
Geſtorbene. Am 17. Mai: Georg Gerbig, Seiler,
64 J., ev., Wenckſtraße 12. Eleonore Reininger, geb.
Hauf, 51 J., ev.. Ehefrau des Karuſſellbeſitzers, aus
Geins=
heim, hier Erbacher Straße 25. Am 18.: Gertruda
Schmidt, geb. Stroloke, Ehefrau des Dieners, 39 J., ev.,
Kaupſtraße 5. Johann Bernhard Lautenſchläger,
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mann, 80 J. ev., Grafenſtraße 9. Paula Gerhardt,
Tochter des Tapeziers, 11 Mte ev., Bleichſtraße 25. Luiſe
Becker, Tochter des verſt. Poſtdirektors 4 Tge
Hein=
heimerſtraße 21. Heinrich Diem, Taglöhner, 57 J., ev.,
aus Arheilgen, hier Grafenſtraße 9. Am 19.: Mar
Fried=
rich Wilhelm Krüger, Sohn des Schmieds 2 J., kath.,
Grafenſtraße 9. Am 20.: Franz Jakob Rödler, Lakai,
27 J., kath., Grafenſtraße 9. Am 21.: Heinrich Karl
Lp=
renz, Sohn des Weißbinders, 1 J., ev., Ballonplatz 9.
Am 22.: Wilhelmine Schmidt. geb. Lang, Witwe des
Grundarbeiters, 60 J., ev., Große Kaplgneigaſſe 27. Am
21.: Joſeph Friedrich Kammerl, Packer, 74 J., ev.,
Lieb=
frauenſtraße 45. Am 23.: Marie Mathilde Karoline
Frie=
derike Emrich, geb. Müller, Ehefrau des
Schreiner=
meiſters, 49 J., ev., Dieburger Straße 18. Am 22.:
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roline Dämgen, geb. Schad, Witwe des
Zigarrenfabri=
kanten, 71 J., ev., Viktoriaſtraße 75. Am 23.: Karl
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Seite 22.
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meine Lauffrau verſicherungspflichtig?” „Müſſen
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rungsbeiträge für ſie entrichtet werden?” So einfach eine
ſolche Frage auch klingt, ſo ſchwer iſt es regelmäßig, ſie
zu beantworten. Um „Ja” oder „Nein” ſagen zu können,
dazu gehört eine ganz eingehende Kenntnis der ſozialen
Lebensſtellung der Lauffrau, des Umfangs der
Arbeits=
leiſtung und der Höhe des Arbeitsverdienſtes.
Wem ſo geantwortet wird, wird ſich wohl mit
Kopf=
ſchütteln über die Schwerfälligkeit der geſetzlichen
Beſtim=
mungen über einen augenſcheinlich ganz einfachen Fall
entfernen, allein, wer die in Betracht kommenden
Vor=
ſchriften verſtändnisvoll lieſt und Wort für Wort wägt,
dem wird klar, daß die Verſicherungspflicht nur unter
mehreren ganz beſtimmten Vorausſetzungen in
Aus=
nahmefällen zu vereinen iſt.
Grundſützlich muß ja jeder verſichert werden, der in
einem abhängigen Verhältniſſe Lohnarbeit verrichtet, mag
die Arbeitsleiſtung noch ſo geringfügig und der Lohn noch
ſo niedrig ſein; das Geſetz hat indeſſen
Ausnahmebeſtim=
mungen dem Lundesrat überlaſſen, der ganz wenige, eng
begrenzte Fälle von der Beitragspflicht befreite.
Nach deſſen Bekanntmachung ſollen vorübergehende,
zur gelegentlichen Aushilfe vorgenommene
Dienſtleiſtun=
gen und nebenhergehende, regelmäßig wiederkehrende,
aber geringfügig bezahlte Arbeiten dann
verſicherungs=
frei ſein, wenn ſie von ſolchen Perſonen verrichtet werden,
die nicht berufsmäßige Lohnarbeiter ſind. Demnach kann
die Beitragsentrichtung nur für ſolche Perſonen
unter=
laſſen werden, die nicht Berufsarbeiter ſind, und auch für
jene nur unter gewiſſen Umſtänden
Bei der Prüfung der Frage der Verſicherungspflicht
gilt es daher, vor allem feſtzuſtellen, ob die die Arbeit
verrichtende Perſon zu den berufsmäßigen Lohnarbeitern
zählt oder nicht.
Die Möglichkeit hierzu gibt die Anleitung des
Reichs=
verſicherungsamts, die den Begriff „berufsmäßige
Lohn=
arbeit” wie folgt erläutert:
„Berufsmäßig wird Lohnarbeit verrichtet, wenn
je=
mand damit, ſei es, daß er einzelne Tätigkeit, ſei es, daß
er deren mehrere ausübt, ſeinen Lebensunterhalt
über=
wiegend oder doch in ſolchem Umfang erwirbt, daß ſeine
wirtſchaftliche Stellung zu einem erheblichem Teile auf
Lohnarbeit beruht.”
Wer zu den Berufsarbeitern zählt, für den müſſen
un=
bedingt Marken verwendet werden, mag die
Arbeits=
leiſtung auch noch ſo geringfügig und noch ſo ſchlecht
be=
zahlt worden ſein.
Iſt dies aber nicht der Fall, handelt es ſich um eine
Perſon, die in günſtiger Lage und nicht darauf angewieſen
iſt, durch Lohnarbeit zu ihrem Lebensunterhalt
beizu=
tragen, ſo darf die Verſicherung auch nur dann
unter=
bleiben, wenn es ſich um eine gelegentliche
Aushilfedienſt=
leiſtung handelt, oder die Arbeitsleiſtung eine regelmäßig
wiederkehrende, aber nur eine nebenhergehende und
ge=
ringfügig bezahlte iſt.
Schwierigkeiten hereiten die Fälle nicht, bei welchen
jemand, der es nicht nötig hat, zur Friſtung ſeines
Da=
ſeins Lohnarbeit zu verrichten, bei ſich einmal bietender
Gelegenheit einen Nebenverdienſt findet. Dieſe Fälle
ſcheiden unbedingt von der Verſicherungspflicht aus.
Zwei=
fel entſtehen aber bei regelmäßig wiederkehrenden
Be=
ſchäftigungsverhältniſſen. Solche Arbeitsleiſtungen
dür=
fen, um verſicherungsfrei zu ſein, nur nebenher verrichtet
werden, und weiter muß der dafür gezahlte Lohn nur ein
geringfügiger ſein. Alſo wiederum zwei beſondere
Merk=
male, die zu beachten ſind.
Ebenfalls einfach wird die Frage zu beantworten
ſein, ob eine Arbeit nur nebenher verrichtet wird, das
heißt, ob der Aufwand von Zeit und Arbeitskraft nur
von nebenſächlicher wirtſchaftlicher Bedeutung iſt. Iſt
dies der Fall, dann iſt immerhin noch die weitere Frage
zu beantworten, ob der Arbeitslohn geringfügig iſt oder
nicht. Auch hierbei iſt der Schwerpunkt auf die
Perſön=
lichkeit des Arbeitenden zu legen, da ſich das nur unter
Vergleichung mit den übrigen Einkünften des
Beſchäftig=
ten unter Berückſichtigung ſeiner Lebenshaltung
beſtim=
men läßt. Dem einen wird ein gewiſſer Geldbetrag noch
nicht einmal als Taſchengeld genügen, der für einen
an=
deren, in weniger beneidenswerten Verhältniſſen
Leben=
den, zum Lebensunterhalt ausreichen muß.
Als „geringfügig” ſoll der Lohn gelten, wenn er für
den Lebensunterhalt während des Zeitraums, innerhalb
deſſen die Beſchäftigung in regelmäßiger Wiederkehr
aus=
geübt wird, nicht weſentlich iſt, und dabei ſoll nach der
Anſchauung des Reichsverſicherungsamts mehr einen
ge=
wiſſen Anhalt als eine feſte Abgrenzung der Umſtand
geben ob der Lohn ein Drittel des Ortslohnes, der für
Darmſtadt für über 21 Jahre alte weibliche Verſicherte
auf 2,50 Mark, für jüngere aber auf 1,90 Mark feſtgeſetzt
wurde, überſteigt.
Nach dem bisher Geſagten darf die
Markenverwen=
dung nur bei gleichzeitigem Vorliegen aller oben
hervor=
gehobenen Merkmale unterbleiben, keineswegs aber auch
dann, wenn nur eines derſelben fehlt.
Kurz wiederholt, es darf erſtens der Beſchäftigte kein
berufsmäßiger Lohnarbeiter, zweitens die Tätigkeit nur
eine nebenhergehende, und drittens der gezahlte
Arbeits=
lohn nur ein geringfügiger ſein. Trifft all dies zu, dann
kann die Beitragsentrichtung unterbleiben.
Beiſpielsweiſe iſt eine verheiratete Lauffrau, die
neben Führung des eigenen Haushalts eine Monatsſtelle
verſieht, welche ſie vormittags nur etwa zwei Stunden
in Anſpruch nimmt und für die ſie einen Arbeitsverdienſt
von 10 Mark monatlich erhält, von der
Verſicherungs=
pflicht befreit, und der Arbeitgeber braucht für dieſe Frau
Verſicherungsbeiträge nicht zu entrichten, während ein
anderer Arbeitgeber, der eine Lauffrau auch nicht länger
beſchäftigt, und auch nicht mehr Lohn zahlt, wie jener,
Ver=
ſicherungsbeiträge deshalb leiſten muß, weil die Frau,
die bei ihm arbeitet, auch noch anderweit gegen Lohn
tätig iſt. Wiederum tritt bei gleich geringfügigem
Ar=
beitslohn Verſicherungspflicht ſelbſt dann ein, wenn die
Frau anderweite Arbeit nicht verrichtet, ſofern die
Monatsſtelle die Hälfte der Tageszeit oder mehr in
An=
ſpruch nimmt, weil dann von einer nebenhergehenden
Dienſtleiſtung nicht mehr geſprochen werden kann.
Man ſieht alſo, daß von Fall zu Fall entſchieden
wer=
den muß und daß die Auslegung der geſetzlichen
Beſtim=
mung über die Befreiung vorübergehender
Dienſtleiſtun=
gen von der Verſicherungspflicht gar nicht ſo einfach iſt.
Im allgemeinen wird man aber ſagen können, daß in
Darmſtadt Lauffrauen, deren Geſamtjahresarbeitsverdienſt
den Betrag von 250 Mk. nicht überſteigt, der
Verſicherungs=
pflicht nicht unterliegen. Bei unter 21 Jahre alten
Per=
ſonen genügt aber ſchon ein jährlicher Arbeitsverdienſt
von 190 Mark, um ſie verſicherungspflichtig zu machen.
Jeder, der nur den geringſten Zweifel hat, wird gut
tun, die Entſcheidung der zuſtändigen Behörde (des
Ver=
ſicherungsamts) anzurufen. Man darf ſich aber nicht
etwa mit einem mündlichen Beſcheid begnügen, muß
viel=
mehr im eigenen Intereſſe auf Erlaß einer förmlichen
Entſcheidung drängen, da der Arbeitgeber ſich ſtrafbar
macht, wenn die Beitragsentrichtung unterbleibt.
Wenn hier im allgemeinen nur von Lauffrauen die
Rede war, ſo finden dieſe Ausführungen doch auch auf
alle gleichgearteten Arbeitsverhältniſſe Anwendung, in
denen Perſonen als Zeitungsträgerinnen,
Weckträgerin=
nen und dergleichen kurze Zeit des Tages vielleicht nur
ſtundenweiſe, beſchäftigt werden.
Literariſches.
Das Thüringer Verkehrsbuch mit 43
trefflichen Abbildungen, ein Ratgeber bei Auswahl von
Sommerfriſchen undStandquartieren in Thüringen, iſt
ſo=
eben in 7. Auflage (31. bis 35. Tauſend) erſchienen. Die
örtlichen Angaben von 175 Badeorten, Sommerfriſchen und
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Thüringen, Verzeichnis der Hotels, zum größten Teil mit
Preiſen, ſind in dem ſchmucken Buche gegeben, das gegen
Einſendung von 30 Pfg. für Expedition und Porto zu
be=
ziehen iſt durch die Hofbuchdruckerei Eiſenach, H. Kahle.
Gewinnauszug
der
4. Prenßiſch-Küddentſchen
(230. Königlich Preußiſchen) Klaſſenlotterie
5. Klaſſe 14. Ziehungstag. 25. Mai 1914
Auf jede gezogene Nummer ſind zwei gleich hohe Gewinne
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen 1 und II.
(Nachdruck verboten)
(Ohne Gewähr A. St.=A. f. Z.)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 15000 Mk. 232945
6 Gewinne zu 5000 Mk. 686 17721 132263
90 Gewinne zu 3000 Mk. 4746 4988 7296 7312
14814 14843 18422 19716 27542 29424 42354 42426
43971 44102 48305 63932 65741 69132 75305 80565
85548 101229 103416 103603 104088 107015 109181
113160 128280 135788 137643 139808 157702 161143
178521 190474 199232 207683 210124 213239 217133
220032 220464 229550 231657
118 Gewinne zu 1000 Mk. 72 4904 8405 12704
14641 20891 22836 24995 25424 29204 30242 33124
38031 42817 46946 47398 47932 50583 59312 61321
63838 73045 75837 76842 79041 (95983 101347 107039
112062 121290 121688 124826 132454 133434 136732
139553 143550 147220 156264 161033 170060 172496
175761 178486 181305 199108 202044 202157 202839
204601 206333 209250 212925 215588 216167 222366
222597 230548 233944
228 Gewinne zu 600 Mk. 587 2183 7017 7770
10201 12026 12985 13419 17348 17404 18416 19362)
19442 20734 20800 24650 26377 32099 32413 32751
33389 39148 42693 47141. 47252 47812 49071. 50020
50112 56653 58723 60498 62460 65572 66090 67772
66736 68950 70701. 75606 78813 80404 82538 82872
83227 86992 89009 94433 94633 96034 96966 97670
100621 102185 103561 104003 104114 106189 108357
111816 113532 113708 114133 115184 115400 118124
120530 120726 122803 123194 125430 126021 126478
127885 129530 134811 142963 144596 144886 145935
146996 147261 148694 148920 153047 155240 165712
168648 173944 179042 180133 181413 182001. 18469s
186516 188088 191563 198802 203269 204075 20534a
205389 208446 208532 209932 211350 212948 21457g
218580 223881 228608 229954 229973 231053
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 40000 Mk. 4229
2 Gewinne zu 10000 Mk. 226711
14 Gewinne zu 5000 Mk. 416 37831 94917 115342.
148290 150902 216827
68 Gewinne zu 3000 Mk. 11006 12521 27471 40704
47272 48224 66519 66933 81296 89278 101666 105011
109021 109509 116761 122287 124694 185132 146196
146743 155912 157165 158158 161582 171121 184008
184176 186160 187076 188235 200081 206081 219699
221709
170 Gewinne zu 1000 Mk. 950 4805 7759 14992
16913 22091. 22221. 30667 32608 35577 35729 41039
41084 42691. 45438 47126 47209 50072 50711 50795
52788 54994 57186 57672 57896 56436 59581 90363
96549 96997 106700 107470 110185 116925 118375
118507 120130 120551. 123561. 126097 126513 127186
131438 143069 151519 153979 159671 163670 164545
167066 169280 171992 173642 174073 175355 177014
178143 178398 178872 181144 181652 183222 185499
186002 188083 190888 192131 194406 194723 195977
196729 203663 210470 211119 212747 212829 213283
218596 218621 219589 220357 226627 23039g 230953
232140
192 Gewinne zu 600 Mk. 1694 2423 5076 6886
7471 8411. 10798 11127 13822 19672 22737 27106
31256 32856 34683 35074 36692 37056 39149 43245
44490 49665 55152 57104 60459 63515 65672 66967.
70196 72238 75143 79184 80724 81556 81934 82932
93223 94411 95575 97115 97371 99258 99379 102038
106526 107616 108969 109164 110262 112296 115037,
115423 116451 120209 120538 122655 126978 126275
131453 132526 136257 136300 136691. 140755 143958
147804 152521 159017 160588 161084 162178 163010
163046 164275 170831 1.70966 172294 176568 177283
184756 186364 188817 189513 191973 193097 198584
203232 204634 211480 211863 216672 216860 222761
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Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 27. Mai 1914.
Nummer 144.
Julius
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Frankfurt a. M.
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