Darmstädter Tagblatt 1914


Nr. 138., Mittwoch, den 20. Mai.

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177. Jahrgang
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Konkurs od. gerichtl. Beitreib. fällt jed.Rabatt weg=
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 32 Seiten.

Das Wichtigſte vom Tage.

Geſtern vormittag wurde in Gegenwart des Großher=
zogspaares
und des Prinzen Auguſt Wil=
helm
von Preußen die Jahrhundertaus=
ſtellung
deutſcher Kunſt im Reſidenzſchloß er=
öffnet
.
Der Reichstag nahm geſtern das Konkurrenz=
klauſelgeſetz
, das Spionagegeſetz, das
Duellgeſetz und die Gebührenordnung für
Zeugen und Sachverſtändige in dritter Leſung an. Dar=
auf
erfolgte die dritte Leſung des Etats.

Der ſchwediſche Reichstag wurde geſtern vom
Rönig mit einer Thronrede eröffnet.
Eſſad Paſcha wurde auf Befehl des Fürſten Wil=
helm
von Albanien gefangen geſetzt.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.

Die nächſte Ausgabe des Darmſtädter
Tagblatts erfolgt am Freitag.

üas preußiſche Wahlrecht.

** Herrn von Loebells Antrittsrede hat
die Gewißheit gebracht, daß von dem neuen Miniſter des
Innern eine Reform des preußiſchen Wahlrechts
nicht zu erwarten iſt. Denn Herr von Loebell lehnt
nicht nur eine Demokratiſierung des preußiſchen Wahl=
rechts
ab, ſondern ſtellt ſich auch ausdrücklich auf den
Standpunkt ſeines Amtsvorgängers, daß die Wahlrechts=
aktion
der preußiſchen Regierung am mangelnden Ent=
gegenkommen
des Abgeordnetenhauſes ſcheiterte und daß
es daher ihrem Ermeſſen überlaſſen bleiben müſſe, wann
ſie die Wiederaufnahme der Wahlrechtsfrage für angezeigt
halte. Herr von Loebell hat ſeinerſeits die Frage der
Einbringung einer Wahlreform zu den Aufgaben ſeines
Amtsbereiches gerechnet, über die er in der kurzen Zeit
ſeiner miniſteriellen Wirkſamkeit ſich noch kein Urteil habe
bilden können. Dieſer Umſtand hat Herrn von Loebell
jedoch nicht abgehalten, mit ſtarker Betonung keinen
Zweifel und gar keine Mißdeutung darin auſkommen
zu laſſen, daß er das geheime und direkte Wahlrecht
nicht vorſchlagen werde. Darin liegt eine programma=
tiſche
Erklärung. Die Wahlrechtsvorlage der preußiſchen
Regierung vom Februar 1910 enthielt die direkte Wahl;
für die geheime Wahl aber haben ſich mit Ausnahme der
Konſervativen und der Freikonſervativen alle Parteien
des Abgeordnetenhauſes ausgeſprochen, namentlich die
Nationalliberalen, die eine Demokratiſierung des preu=
ßiſchen
Wahlrechts nach dem Muſter des Reichstagswahl=
rechts
gleichfalls ablehnen. Erinnert man ſich an die Hal=
tung
der Parteien in der Frage der geheimen Wahl und
an den Inhalt der Regierungsvorlage in der Frage der
direkten Wahl, dann darf man der programmatiſchen Er=
klärung
des Herrn von Loebell gegen die direkte und gegen
die geheime Wahl eine große Bedeutung beimeſſen.
Herr von Loebell ſtellte die Wahlreform als eine Sache
von geringer Dringlichkeit hin. Er findet, daß das Worr
Wahlreform eine gewiſſe Hypnoſe ausübe und will die
Reſormfrage ihrer Myſtik durch den Hinweis auf Fürſt
Bülows Rede vom 10. Januar 1908 entkleiden. Herr von
Loebell hat aber nicht nur im allgemeinen die Wahlreform
als eine keineswegs dringliche Aufgabe behandelt, ſowie
im beſonderen das geheime und direkte Wahlrecht abge=
lehnt
, ſondern ſich auch dagegen verwahrt, ein Miniſter
für Wahlreform zu ſein. In Preußen würden Mil=
niſter
zur Erledigung beſonderer geſetzgeberiſcher Vor=
lagen
nicht berufen, und die Richtung der Politik werde
in Preußen von der Staatsregierung, dem Miniſterpräſi=
zenten
und dem Staatsminiſterium, beſtimmt ſagte
Herr von Loebell. Die Schlüſſigkeit dieſer Angaben iſt
jedoch keineswegs zwingend. Denn abgeſehen davon, daß
hierbei im Sinne von Artikel 62 der preußiſchen Ver=
ſaſſung
der Einfluß des Königs nicht genügend berück=
ſichtigt
erſcheint, iſt doch wohl Roon zur Durchführung
der Heeresreform, Miquel zur Durchführung der
Steuerreform ins Miniſterium berufen worden. Herr
ron Loebell will für die preußiſche Wahlrechtsreform kein
Roon und kein Miquel werden!

Jaurés als Diplomat.

O Man ſchreibt uns: Wenn unſere Sozialdemo=
kraten
den guten Willen hätten, zwiſchen den Zeilen zu
leſen, die Genoſſe‟ Jaurés im Vorwärts veröffentlicht,
dann müßten ſie den maßlos aufgebauſchten Fabeleien
von einer durch die letzten franzöſiſchen Kammerwahlen
herbeigeführten deutſch=franzöſiſchen Annäherung ſchleu=
nigſt
ein Ende machen. Denn Genoſſe‟ Jaurés bereitet
ſeine deutſchen Freunde zwar in diplomatiſcher Form,
aber doch deutlich genug auf die Notwendigkeit einer ganz
gehörigen Herabſtimmung ihrer Erwartungen vor. Na=
türlich
vermeidet Jaurés eine genaue Aufzeichnung des
parlamentariſchen Aktionsplanes ſeiner Partei. Auf wel=
chen
Grundton jedoch letzterer geſtimmt ſein wird, deutet
er recht klar in folgenden Worten an:
Mehr als einmal werden wir Schattenzonen
zu durchqueren haben, wo die wahren Motive unſerer
Aktion nicht immer ohne weiteres ſichtbar ſein werden.
und es wird nötig ſein, daß unſere Genoſſen von
der Internationale uns Kredit gewähren.
Dieſe Bitte um politiſche Kreditgewährung, gerichtet
an die Genoſſen von der Internationale, kann nur die
Ankündigung bedeuten, daß die franzöſiſche Sozialdemo=
kratie
in der Kammer von Sozialismus und Internatio=
nalismus
nicht den Gebrauch machen wird, den die
Internationale berechtigterweiſe erwarten darf. Jaures
läßt auch durchblicken, aus welchem Grunde ſeine Parte:
die fragliche Taktik anwenden will: einerſeits wegen des
Bedürfniſſes, der demokratiſchen Mehrheit zu helfen, an=
dererſeits
wegen der Rückſicht auf die Bauern, die ſich bei
der letzten Kammerwahl dem Sozialismus genäherr
haben. Zwar behauptet Jaurés von ihnen, daß ſie die
Kriegspolitik verabſcheuen und über die militäriſchen
Laſten entrüſtet ſind; gleichzeitig jedoch ſagt er von den
Bauern:
Sie werden . .. auch immer mehr überzeugt, daß die
nationale Unabhängigkeit, die ihnen ſehr
am Herzen liegt, ihre beſte Bürgſchaft in der Or=
ganiſation
der Nation in Waffen und im allgemeinen
Fortſchritt der europäiſgen Demokratie finde.
Hier liegt der Schwerpunkt offenbar in den Worten,
die ſich auf die Stellung der franzöſiſchen Bauern zur
Frage der nationalen Unabhängigkeit beziehen alles
andere iſt ſchmückendes Beiwerk. Da Jaurés gleichzeitig
der langen geduldigen Bemühungen gedenkt, die not=
wendig
ſeien, um die Maſſe der Bauern mit den ſozia=
liſtiſchen
Induſtriearbeitern zu vereinigen, kann es als
ſicher gelten, daß die franzöſiſche Sozialdemokratie die
Bauern in nichts vor den Kopf ſtoßen wird, was die
Sicherung der nationalen Unabhängigkeit Frankreichs an=
belangt
. Die Rückſchlüſſe auf die parlamentariſche Taktik
des Genoſſen Jaurés und ſeiner Partei ergeben ſich
hieraus ganz von ſelbſt. Die franzöſiſche Sozialdemo=
kratie
wird in der Kammer weder gegen die bis=
herige
Rüſtungspolitik noch gegen die bis=
herige
Auslandspolitik Frankreichs et=
was
Ernſtliches unternehmen. Bürgerlichen
Politikern Deutſchlands brauchte man das nicht erſt zu
ſagen; daß aber Genoſſe‟ Jaurés ſeine deutſchen Partei=
freunde
in diplomatiſcher Form darauf vorbereitete, war
angeſichts der Verbrüderungs=Phantaſtereien keineswegs
überflüſſig.

Deutſches Reich.

Der Reichshaushalt für 1914 iſt durch
die Beſchlüſſe des Reichstags in zweiter Leſung um
842655 Mark gekürzt worden. Er balanciert mit
3 497930 350 Mark ſtatt 3 498 773005 Mark der Vorlage.
Durch Anleihe follen 17747160 Mark (ſtatt 17697160 Mk.)
gedeckt werden. Im Heeresetat ſind 11½ Millionen Mark
abgeſtrichen worden.
Zu dem engliſchen Arbeiterbeſuch in
Berlin erinnert in der Voſſiſchen Zeitung Arbeiterſekre=
tär
Erkelenz daran, daß die Organiſation, die jetzt ihre
Vertreter nach Berlin ſchickt, mehr zur Verſtändigung zwi=
ſchen
England und Deutſchland mitwirkte, als irgend je=
mand
. Daß ſich Berufsvereine mit 80000 Berliner Mit=
gliedern
für die Vorbereitungen des Empfanges zuſam=
mengefunden
haben, daß ſich Männer aus der Bürger=
ſchaft
, wie Staatsſekretär Dernburg und Geheimrat Dr.
Förſter, freudig in den Dienſt derſelben Idee ſtellten, da=
durch
ſei hoffentlich die Gewähr gegeben, daß auch die
Bevölkerung Groß=Berlins die engliſchen Gäſte würdig
empfangen werde. Der Empfang der Engländer durch
den Reichskanzler beweiſe, daß man die politiſche Bedeu=
tung
des Beſuches wohl zu ſchätzen wiſſe.

Zum Scheitern der Beſoldungsvor=
lage
äußern die Berl. Neueſten Nachr.: Das Zentrum
wollte in dieſer Frage mit vollem Bewußtſein und aus
Gründen, deren Tiefe noch nicht aufgedeckt iſt, es auf eine
Machtprobe ankommen laſſen. Es mag jetzt glauben,
einen Sieg erfochten zu haben. Vermutlich werden ſchon
die nächſten Wochen zeigen, ob hierzu Anlaß iſt. Die
Frankfurter Zeitung meldet aus Berlin: Nach einer Mit=
teilung
des Vorwärts beabſichtigt die ſozialdemokratiſche
Fraktion im Reichstag nicht, wie es hieß, die ganze
Beſoldungsvorlage in der Faſſung der Kommiſſion
in den Etat hineinzuarbeiten, ſondern nur die Gehalts=
erhöhung
der Landbriefträger in der Form von Stellen=
zulagen
. Ob dieſer Antrag, deſſen ſtaatsrechtliche Zu=
läſſigkeit
nicht nur von der Regierung beſtritten wird,
Ausſicht auf Annahme im Reichstag hat, läßt ſich im
Augenblick noch nicht feſtſtellen, auch nicht, ob die Regie=
rung
es, wie ſie zuverläſſigen Nachrichten zufolge Mon=
tag
abend entſchloſſen war, darüber zu einem Konflikt mit
den letzten Konſequenzen kommen laſſen würde. Nach
einer weiteren Meldung der Frkf. Ztg. aus Berlin iſt der
Konflikt und die Reichstagsauflöſung nicht wahrſcheinlich,
wenn auch bei einer dritten Leſung Ueberraſchungen nie
ausgeſchloſſen ſind.
Der Wehrbeitrag des Herrn Krupp
von Bohlen und Halbach beträgt 6,9 Millionen
Mark, der der Firma Krupp 840000 und der der Frau
Geheimrat Krupp 860000 Mark.

Ausland.

Frankreich.
Angriffe gegen Poincaré. Unter dem
Titel Der Marſch nach dem Elyſeé ſchreibt der Figaro:
Man nimmt bereits den Hauptgedanken der nächſten Ge=
ſetzgebungsperiode
wahr. Es iſt der Angriff gegen den
Präſidenten der Republik, der ſeit einigen Tagen ſowohl
auf Seiten der vereinigten Sozialiſten wie auf Seiten
der ſozialiſtiſchen Radikalen in allen Tonarten, bald dro=
hend
, bald ironiſch begonnen hat. Hohe politiſche Perſön=
lichkeiten
fordern Poincaré, wie ſeinerzeit Mac Mahon,
auf, ſich entweder zu unterwerfen, oder zurückzutreten.
Wem ſoll Präſident Poincaré ſich unterwerfen? Es= iſt
unmöglich, die Verfaſſung mehr zu reſpektieren, als er es
tut. Das, was man ihm in den Kreiſen der äußerſten
Linken nicht verzeihen kann, iſt die Tatſache, daß der Ver=
ſailler
Kongreß, der ihn gewählt hat, einen Augenblick
von franzöſiſchem und nicht von Parteigeiſt beſeelt war.
Man will keinen ſolchen Präſidenten. Man ſucht einen
Mann, der die revolutionäre Arbeit unterſtützen ſoll. Des=
wegen
greift man Poincaré unaufhörlich an. Träumt
man vielleicht von einer Präſidentſchaftskriſe? Das
würde im ganzen Lande eine ſolche Verblüffung hervor=
ruſen
, daß man ſich das wohl überlegen wird, denn eine
Präſidentenkriſe würde ſich bald zu einer Kriſe des Re=
gimes
ſelbſt geſtalten und die ungeheuere Mehrheit der
Bourgeoiſie dürfte ſich von dieſem Regime losſagen.
Frankreich beſitzt gegenwärtig im Elyſée eine ſeiner beſten
Hoffnungen und man wird es nicht dazu bringen, auf
dieſe Hoffnung leicht zu verzichten.
Die militäriſche Aktion in Marokko.
Wie offiziös gemeldet wird, hat der Kriegsminiſter in=
folge
der fortſchreitenden militäriſchen Aktion in Marokko
beſchloſſen, den Kavallerietruppen in Tunis und Algier
die erforderlichen Mannſchaften zu entnehmen, um ſie für
eine neue erſte Spahiſchwadron für Marokko verwenden zu
können.
Spanien.
Der Dienſt in der Marine. Der Senat
ſtimmte dem Geſetzentwurf zu, der die Befreiung vom
Dienſte in der Marine gegen eine beſtimmte Geldſumme
aufheben ſoll. Der Entwurf tritt ab 1915 in Kraft.
England.
Der öſterreichiſche Flottenbeſuch in
Malta. Der Daily Telegraph meldet aus Malta: Man
betrachtet hier den Beſuch des öſterreichiſch=ungariſchen
Geſchwaders in Malta als ein politiſches Ereignis von
allergrößter Tragweite und Bedeutung. Die Freund=
ſchaft
, die Oeſterreich=Ungarn mit England verknüpfe,
könne nichts beſſer an den Tag legen als dieſer Beſuch.
Es ſind ganz beſondere Vorbereitungen getroffen worden,
um dem Geſchwader einen herzlichen Empfang zu be=
reiten
. Die Offiziere werden einem Mahl und einem
Ball im Hauſe des kommandierenden engliſchen Admirals
beiwohnen und auch ferner vom Gouverneur empfangen
werden.

[ ][  ][ ]

Die Beziehungen zu Deutſchland. Die
Times begrüßt in einem Leitartikel Kontinentale Preß=
kampagne
überſchrieben, die halbamtliche Feſtſtellung des
Wortlautes der Rede des Staatsſekretärs des Auswär=
tigen
Jagow, nach dem er niemals an dem guten Willen
der Times gezweifelt habe, und ſagt: Wir ſind Jagow für
ſeine gute Meinung verbunden und können ihm unſerer=
ſeits
verſichern, daß die verantwortlichen Publiziſten
Englands aufrichtig die vollſte Entwickelung herzlicher
Beziehungen zwiſchen Deutſchland und England wünſchen,
die ſich mit den beſtehenden Bündniſſen und Freundſchaf=
ten
der beiden Staaten verträgt. Man ſcheint in Berlin
beſorgt zu haben, daß die etwas heftige Sprache Jagows
über die ruſſiſch=deutſche Preßkampagne als ein Verſuch
der Einmiſchung in die Politik der Tripel=Entente gedeutet
werden könnte. Wir bemerken mit Genugtuung, daß dieſe
Auffaſſung desavouiert worden iſt, denn nichts hätte mehr
dazu geeignet ſein können, eine Spannung in Europa her=
vorzurufen
, als ein derartiger Verſuch. Das Blatt fährt
fort, daß es ſich zu der deutſchen Auffaſſung, daß die ruf=
ſiſche
Preſſe den Streit begonnen habe, mangels vollſtän=
digen
Materials nicht ausſprechen könne.
Balkanſtadten.
Verſtändigung zwiſchen den Epiroten
und Albaneſen. Am Montag iſt das Protokoll über
die Verſtändigung zwiſchen den Epiroten und den Albag
neſen unterzeichnet worden. Es enthält folgende Privi=
legien
:
Die lokale Gendarmerie darf nicht außerhalb Epirus
verlegt werden, außer, wenn dies durch höhere Gewalt
erfördert wird, die durch die internationale Kontrollkom=
miſſion
gerechtfertigt wird. Die griechiſche und die al=
baniſche
Sprache werden in den drei unterſten Klaſſen
gelehrt. Die griechiſche Sprache wird als Verwaltungs=
und Gerichtsſprache in Epirus gebraucht. Der ſchriftliche
Verkehr mit der Zentralregierung in Durazzo erfolgt in
albaneſiſcher Sprache. Die beiden Verwaltungen in Ko=
ritza
und Argyrokaſtro werden durch chriſtliche Gouver=
neure
geleitet, die von der albaneſiſchen Regierung er=
nannt
werden. Es werden zwei Verwaltungsbeiräte durch
eine allgemeine Volksabſtimmung geſchaffen, denen die
Gouverneure wahrſcheinlich verantwortlich ſein werden.
Die Beſchwerden der Chimarioten werden den Mächten
unterbreitet. Die albaneſiſche Regierung wird den Ein=
geborenen
in Epirus eine allgemeine Amneſtie gewähren,
die unter den Waffen bleiben werden, um mit den Offi=
zieren
eine neue Grundlage für eine neue Gendarmerie
zu bilden. Die fremden Freiwilligen werden das Land
verlaſſen. Dieſe Neuordnung wird eingerichtet und über=
wacht
von der internationalen Kontrollkommiſſion, welche
ſich nach Chimara begibt. Die Ausführung und Beobach=
tung
der genannten Zugeſtändniſſe wird von den Mächten
garantiert.
Der Zweck des Balkanbundes. Im Laufe
der Debatte über die parlamentariſche Unterſuchung in
der Sobranje ſetzte der frühere Miniſterpräſident Dr.
Danew in einer langen Rede den Zweck des Balkanbun=
des
auseinander. Der ſerbiſch=bulgariſche Vertrag habe
keine Spitze gegen Oeſterreich gehabt. Die Klauſel über
das Zuſammenwirken der Heere in der Militärkonvention
habe nur den Zweck gehabt, die Solidarität der Intereſſen
Serbiens und Bulgariens zum Ausdruck zu bringen. Nie=
mals
aber habe jemand die Möglichkeit eines Krieges
gegen eine der Großmächte ins Auge gefaßt, vor allem
nach dem Kriege mit der Türkei. Danew ließ darauf die
kriegeriſchen Ereigniſſe nacheinander vorüberziehen und
erwähnte ſeine Reiſe nach Peſt, wo er die ſerbiſchen An=
ſprüche
zu vertreten geſucht habe, Serbien einen Zugang
zum Adriatiſchen Meere zu verſchaffen. Danew hob die
Unzuverläſſigkeit der ſerbiſchen Regierung hervor, die bei=
nahe
in der Frage des ruſſiſchen Schiedsſpruches nachge=
geben
hätte. Ferner hob er die Zweideutigkeit Griechen=
lands
hervor, das niemals ſeine Haltung genau angegeben
habe. Hinſichtlich der Eröffnung der Feindſeligkeiten er=
klärte
Dr. Danew, er habe weder direkt noch indirekt um

den Angriffsbefehl gewußt. Zum Schluß ſprach ſich Da=
new
für eine umfangreiche Unterſuchung aus.
* London, 19. Mai. Auf die Depeſche der Jour=
naliſten
, die die erſte Fahrt auf der Vater=
land
mitgemacht haben, iſt von dem Geſandten von
Treutler an den hieſigen Vertreter der Hamburg=Amerika=
Linie. Graf Wengersly, folgendes Telegramm eingetrof=
fen
: Ich bin von dem Kaiſer beauftragt, den britiſchen,
amerikaniſchen und deutſchen Journaliſten, die an Bord
der Vaterland vereint waren, den allerbeſten Dank Sr.
Majeſtät anzuſprechen für die huldigenden Grüße in dem
Telegramm an Seine Majeſtät. Majeſtät verfolgen mit
dem größten Intereſſe die Erſtlingsreiſe dieſes großen
Schiffes und hoffen, daß es ein Freundſchaftsglied in der
Kette bilden möge, die die verſchiedenen Länder verknüpft.
* Konſtantinopel, 18. Mai. Der Kommandant
der Mittelmeerdiviſion, Konteradmiral Sou=
chon
, und der Kommandant des Panzerkreuzers Goeben
beſuchten heute nachmittag den Thronfolger und beſichtig=
ten
die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Abends gab der
deutſche Botſchafter von Wangenheim ein Diner, dem
der Großweſir, ſämtliche Miniſter und Hofwürdenträger
beiwohnten. An dieſes ſchloß ſich ein großer Empfang
für die deutſche Kolonie an.

Stadt und Land.

Darmſtadt, 20. Mai.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde die Lehrerin
an der höheren Bürger= (Mädchen=) Schule zu Büdingen
Johanna Göckel auf ihr Nachſuchen, unter Anerkennung
ihrer langjährigen treuen Dienſte, vom 16. Mai 1914 an.
* Erledigt iſt die mit einem evangeliſchen Lehrer zu
beſetzende Schulſtelle zu Ober=Schönmattenwag,
Kreis Heppenheim.
* Militärdienſtnachrichten. Hoffmann, Pfarr=
aſſiſtent
in Mainz, als Mil.=Hilfsgeiſtlicher der Großb.
Heſſ. (25.) Div. in Darmſtadt angeſtellt. Wagner,
Großh. Heſſ. Gerichtsaſſeſſor, unter Ueberweiſung zu der
Int. des XIV. Armeekorps zum Mil.=Int.=Aſſeſſor ernannt.
Stamm, Hauptm. im Inf=Regt. Nr. 117, zum zweiten
Lehrkurſus der Infanterie=Schießſchule kommandiert.
Mersmann, Lt. im Inf.=Regt. Nr. 117, zum erſten
Maſchinengewehr=Uebungskurſus der Infanterie= Schieß=
ſchule
kommandiert.
Vom Hoftheater. Heute wird der Gerhart Haupt=
mann
=Zyklus mit einer von Regiſſeur Hacker beſorgten
Neueinſtudierung der Diebskomödief Der Biber=
pelz
fortgeführt. Am Freitag iſt zum Gedächtnis Ri=
chard
Wagners (geboren am 22. Mai 1813) die 25. Auf=
führung
von Triſtan und Iſolde angeſetzt; dieſe
Vorſtellung beginnt um 6½ Uhr. Am Samstag findet die
Vorſtellung zum Beſten des Hoftheater= und Hofmuſik=
Penſionsfonds ſtatt, für die eine Neueinſtudierung von
Kreutzers Nachtlager in Granada und die
Erſtaufführung der Ballettpantomime Les petits
riens (Liebesplänkelei) von E. Grondona, Muſik von
W. A. Mozart, gewählt wurde. Am Donnerstag läuft die
Friſt für das Vorbeſtellungsrecht der Abonnenten zur Feſt=
ſpielaufführung
Carmen am Montag, den 25., das
zur Alda ab. Da die Nachfrage nach Karten zu dieſen
von Artur Nikiſch dirigierten Abenden ganz außerordent=
lich
ſtark iſt und die Zuteilung der Plätze in der Reihen=
folge
der Anmeldungen erfolgt, empfiehlt ſich möglichſt
frühzeitige Einſendung der Vorbeſtellkarten.
D Sonderzüge. Zur Bewältigung des geſteigerten
Verkehrs am Chriſti=Himmelfahrtstag anläßlich des erſten
deutſchen Volkstrachtenfeſtes in Mainz und des hiſtoriſchen
Preisfeſtzugs ſind am 21. Mai zahlreiche Sonderzüge ein=
gelegt
. U. a. verkehren auf der Strecke Darmſtadt=
Mainz folgende Züge: Darmſtadt, Hauptbahnhof, ab
9,14 Uhr vormittags, Weiterſtadt ab 9,25, Klein=Gerau ab
9,33, Groß=Gerau ab 9,39, Nauheim bei Groß=Gerau ad
9,46, Biſchofsheim ab 9,58, Guſtavsburg=Koſtheim ab 10,04,
Mainz=Süd an 10,09, Mainz, Hauptbahnhof, an 10.14. Die
Sonderzüge führen ſämtlich die 2 bis 4. Wagenklaſſe.
* Allgemeiner deutſcher Schulverein. In der Hoch=
ſchule
fand die Vertreterſitzung der Darmſtädter Akademi=
ſchen
Ortsgruppe des Vereins für das Deutſchtum im
Ausland (Allgemeiner deutſcher Schulverein) ſtatt. Unter
Leitung des 1. Vorſitzenden, Herrn ſtud. Heinz Wigand,
fand die Ergänzungswahl des Vorſtandes ſtatt. Außerdem
beſchloß die Ortsgruppe, die Gemeinde Uhersko in Gali=
zien
als Schutzgemeinde zu wählen und ihr für das Jahr

1914 aus ihrem Fonds von ungefähr 550 Mk. eine Summe
von 400 Mk zukommen zu laſſen. Der Akad. Ortsgruppe
gehören zurzeit außer Einzelmitgliedern 18 ſtudentiſche
Verbindungen an, ſie hat ſomit eine Mitgliederzahl von
ungefähr 180 Mitgliedern. Mitglied kann jeder Deutſche
werden, der in Darmſtadt ſtudiert. (Semeſterbeitrag 1 Mk.)
* Holzſchnitzereien. Man teilt uns mit: Das Haus
Holzſtraße Nr. 7 ſoll mit einem neuen Kleid verſehen
werden und wird jetzt der alte Verputz desſelben entfernt.
Durch das Entfernen dieſes Verputzes wurde auf der
Vorderſeite das Gebälk des Hauſes bloßgelegt. Zur gro=
ßen
Ueberraſchung entdeckte man hier an den Holzteilen
ſehr gut erhaltene Holzſchnitzereien, welche
etwa 150 bis 200 Jahre alt ſein dürften. Es iſt wirklich
zu empfehlen, die Eigentümerin zu beſtimmen, daß ſie
dieſe prachtvollen Schnitzereien nicht wieder übertünchen
läßt. Wenn eine würdige Reparatur der Vorderſeite des
Hauſes durchgeführt iſt, dann dürfte die Stellung des
Hauſes unter den Denkmalſchutz in Erwägung zu ziehen
ſein.
* Die Abteilung Darmſtadt der Deutſchen Kolonial=
geſellſchaft
hielt ihre ſehr gut beſuchte 30. Jahres=
hauptverſammlung
im oberen Lokal des Darm=
ſtädter
Hofes ab. Dem vom Vorſitzenden, Geh. Juſtizrat
Grünewald, zunächſt erſtatteten Jahresbericht iſt zu ent=
nehmen
, daß im verfloſſenen Winter zwei außerordent=
lich
beſuchte Lichtbildervorträge veranſtaltet wurden, näm=
lich
von Oberleutnant Dr. Schultze in Berlin über ſeine
Reiſe mit Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg vom
Kongo durch Neu=Kamerun zum Tſchadſee und von Pro=
feſſor
Dr. Uhlig von Tübingen über das Kilimandſcharo=
und Merugebirge in Oſtafrika und Gletſchertouren auf dem
Kibogipfel. An dem erſteren Vortrag beteiligte ſich die
Kreisgruppe Darmſtadt des Flottenvereins, an letzterem
der Odenwaldklub. Ferner wurde im Januar das 30.
Stiftungsfeſt der Abteilung abgehalten. Vorſtandsſitzun=
gen
, verbunden mit Vereinsabenden, fanden im verfloſſe=
nen
Winter vier ſtatt. Auf der vorjährigen Tagung der
Deutſchen Kolonialgeſellſchaft in Breslau war die Ab=
teilung
durch den Vorſitzenden und Generalleutnant
de Beaulieu vertreten. Ebenſo nahm ſie teil an der
Gauverbandsſitzung zu Worms im November. Schließ=
lich
hob der Vorſitzende noch die verſchiedenen Angelegen=
heiten
hervor, in denen man ſpeziell tätig war. Die Ab=
teilung
zählt zurzeit 162 Mitglieder. Hierauf erfolgte
die Rechnungsablage durch den Schatzmeiſter, Rentner
Gottwald, wonach eine Aenderung des § 4 der Satzungen
beſchloſſen wurde, die ſich als notwendig erwieſen hatte.
Sodann fand die nach denſelben alle zwei Jahre vorzu=
nehmende
Neuwahl des Vorſtandes ſtatt. Es wurde der=
ſelbe
wiedergewählt, beſtehend aus den Herren Geh.
Juſtizrat Grünewald (Vorſitzender), Generalleutnant z. D.
Ch. de Beaulieu, Geh. Oberforſtrat i. P. Frey, Geh. Bau=
rat
Profeſſor Koch. Generalmajor z. D. von Lyncker,
Major z. D. Maaß, Generalleutnant z. D. Nöll, Wirk=
licher
Geheimerat Römheld Exz., Marineſtabszahl=
meiſter
a. D. Schad, Oberbürgermeiſter i. P. Schäfer und
Spezialarzt Dr. Vix. Der Vorſtand wählte ſich alsbald
gemäß jener Satzungsänderung Herrn Rentner Gottwald
zu. Sodann wurde die am 4., 5. und 6. Juni in Danzig
zur Abhaltung gelangende Tagung der Deutſchen Kolo=
nialgeſellſchaft
beſprochen und auf die zur Verhandlung
kommenden wichtigeren Gegenſtände vom Vorſitzenden
hingewieſen. Außer ihm wird Herr Generalmajor von
Lyncker als Vertreter der Abteilung ſich zur Tagung ein=
finden
. Nach Erledigung dieſer geſchäftlichen Angelegen=
heiten
hielt Herr Hauptmann Pabſt von Ohain einen läns
geren Vortrag über Argentinien, beſonders Buenos
Aires, woſelbſt er ſich in den letzten Jahren in dienſtlicher
Stellung befunden hatte. Der flotte Vortrag bot höchſt)
Intereſſantes und viel Neues, ſo daß ihm wohlverdien=
ter
Beifall und wärmſter Dank zuteil wurden. Damit fand
die Generalverſammlung ihren befriedigenden Abſchluß.
* Die Jugendvereinigung der Johannesgemeinde ver=
anſtaltete
zuſammen mit der Vereinigung junger Mädchen
des Nordbezirks im Gemeindehaus einen Werbeabend.
Eine große Schar Jugendlicher war der Einladung gefolgt,
um ſich das Treiben der Vereinigungen anzuſehen, und
viele der Neukonfirmierten haben ihren Eintritt in dieſel=
ben
angemeldet. Erfreulicherweiſe hatten ſich auch die El=
tern
der ſeitherigen Mitglieder zum Teil eingefunden. um
den Darbietungen ihrer Söhne und Töchter beizuwohnen.
Dieſe beſtanden in Turn= und Reigenvorführungen und in
der Aufführung zweier Einakter, eines ernſten: Luther in
Oppenheim von Nithak=Stahn, und eines heiteren in
Darmſtädter Mundart: Die Kumideeſitzung von Schaff=
nit
. Der ſtarke Beſuch des Abends und der lebhafte Bei=

Die Wiesbadener Kaiſertage.

18. Mai.
II.
Die Wiesbadener Kaiſertage ſtanden unter einem
guten Stern. Der Monarch will, wie er ſelbſt einmal
ſagte hier Ferientage verleben, und das war ihm
die Wiesbadener Maiwoche in der Tat. Die politiſchen
Konferenzen, die er in früheren Jahren hier mit dem
Reichskanzler und den Miniſtern abhielt, fielen aus, in
Frankfurt gab es keinen Geſangswettſtreit, der ſehr zum
Verdruß der Wiesbadener immer gerade in die Kaiſertage
verlegt, den Monarchen tagsüber in der Mainſtadt feſt=
hielt
. Der Saalburg und Homburg wurde auch nur ein
kurzer Beſuch abgeſtattet und politiſche Sorgen aus dem
Ausland warfen nicht ihre Schatten in die ſonnigen Mai=
tage
hinein. So hatten ſie für den Herrſcher diesmal ihre
rechte Bedeutung und für die Wiesbadener den hohen
Wert von Erntetagen. Denn der Kaiſer iſt im Laufe der
Jahre Wiesbadens koſtbarſter Kurgaſt geworden, die
Fremden, die zu Tauſenden nur des Kaiſers wegen her=
kommen
, und dann doch die Kureinrichtungen benutzen,
laſſen goldene Berge hier, und man kann es in jedem
Jahre von neuem beobachten, wie gleich nach der Abreiſe
des Kaiſers die Sonderzüge erſter und zweiter Klaſſe be=
ſonders
lang und beſonders ſtark beſetzt, die Bäderſtadt
verlaſſen. Doch der Umſtand, daß die Kaiſertage ſo ſehr
zum wirtſchaftlichen Faktor für die Stadt geworden ſind,
raubt ihnen nichts von dem feſtlichen Glanz, der ſie um=
gibt
juſt zu der Zeit, da unſere Bädermekropole im Taunus
ihr üppigſtes Blumen= und Blütenkleid angelegt hat. Es
ſteckt viel Poeſie in dieſen Kaiſertagen, denen der inter=
nationale
Einſchlag einen beſonderen Reiz gibt, und die
die jährliche Wiederkehr ſchon mit vielen lieben hiſtoriſchen
Erinnerungen umkleidet hat. Man denkt immer wieder
gern der prunkvollen Kaiſerzuſammenkünfte hier, man hat
die Kaiſerin ſo oft mit dem Prinzeßchen zur Seite um=
jubelt
und weiß ſich Hiſtörchen und Anekdoten zu erzählen.
Nur ein Bedauern iſt allemal dabei, die Kaiſerin meidet
Wiesbaden und ſein Schloß, ſeitdem ſie auf der Treppe
ausgeglitten iſt und ſich leicht verletzte. Sie nimmt es als
ein böſes Vorzeichen, und ſo ſieht man nun den Kaiſer
bei den Feſtvorſtellungen einſam in der Loge ſitzen, falls

ticht einmal ſeine Lieblingsſchweſter, die Prinzeſſin Fried=
rich
Karl von Heſſen, von Kronberg herüber kommt.
Im künſtleriſchen und geſellſchaftlichen Mittelpunkt der
Kaiſertage ſtanden wieder die Feſtſpiele im Hoftheater,
das mit ſeinem Roſenſchmuck, mit ſeiner in ſtrahlender
Beleuchtung ſchimmernden Goldpracht und ſeinem Luxus
ſo recht den würdigen Rahmen für dieſe erleſen elegante
Feſtgeſellſchaft bildet, die das Haus allabendlich füllt. Das
Programm der Feſtſpiele will nicht mehr neuen Ruhm
zu dem alten Weltruf erobern, es iſt ſtiller geworden hier,
man hat die kühnen Gedanken, hier ein Bayreuth des
Schauſpiels zu ſchaffen, einen neuen großen ſpeziell Wies=
badener
Opernſtil in Bearbeitung und Inſzenierung zu
propagieren fallen gelaſſen, man hat den heißen Eifer
und die heilige Begeiſterung, die ſelbſt vom Kaiſer bekun=
det
wurde, durch ſeine ſtundenlange Anweſenheit bei den
Generalproben, aufgegeben, man ſpielt dieſe Vorſtellungen
auf allerhöchſten Befehl wie ſie jetzt offiziell auch nur
heißen, natürlich noch mit dem edlen Aufwand echter Kunſt,
aber mehr zur leichten Unterhaltung und zum behaglichen
Genießen. Früher ſtand des Kaiſers Temperament hinter
den Intendanten und Regiſſeuren heute iſt er nicht mehr
aktiv an der Einſtudierung beteiligt, heute iſt aus dem
oberſten Regiſſeur der beſchauliche Zuſchauer geworden,
der nur noch ſeinen maßgeblichen Einfluß bei der Zu=
ſammenſtellung
des Repertoirs geltend macht.
In dem Programm ſtanden die Opern Lohengrin
Don Juan und der ſeit vierzehn Jahren in jeden Mai=
feſtſpielen
wiederkehrende Oberon in der Wiesbadener
Prachtbearbeitung, und damit auch der Humor nicht fehle,
hatte ſich der Kaiſer diesmal nicht, wie allgemein auffiel,
Konrad Dreher, ſeinen Hofſpaßmacher kommen laſſen,
ſondern die uralte Poſſe Robert und Bertram gewünſcht,
die durch Einlagen von Ballet’s pomphaft aufgeputzt war.
Beſonders intereſſiert hat den Monarchen auch das gewaltige
ſoziale Drama von der Ehre Der Richter von Zalamea,
das er jetzt nach dreißig Jahren wieder erſtmalig ſah und
zwar in einer Aufführung, die in der Tat muſtergültig
war. Eine Anzahl Gäſte war für die großen Opernpar=
tien
geladen, ſo Kammerſänger Forſe, der ja zurzeit der
genialſte Don Juan iſt, der auch hier der Charakteriſtik
Mozarts geſanglich und darſtelleriſch in allen Teilen reſt=
los
gerecht wurde; für dieſen Don Juan iſt kein Wort des
Lobes zu viel. Im Lohengrin gaſtierten Kammerſänger

Kirchhoff und Herr Biſchoff aus Berlin und Frau Cahier
aus Wien als gewaltig dämoniſche Ortrud. In den Jour=
naliſten
ſpielte Herr Clewing den Bolz, den Zeitungs=
mann
, der in allen Sätteln feſt iſt, wohl mit ſtarkem Tem=
perament
und gutem Humor, aber doch meiſtens ein wenig
zu forciert, ſo daß er leider aus dem reizenden Bieder=
meierrahmen
etwas herausfiel. Die ſechs Abende waren
das iſt das erfreuliche Fazit Ehrenabende in der Ge=
ſchichte
der Wiesbadener Feſtſpiele dank dem großen künſt=
leriſchen
Zuge, der ſie belebte dank auch des vornehmen
Geſchmacks und der Wahrheitsliebe, die bei der Inſzenie=
rung
trotz aller Vorherrſchaft der hier nun einmal unver=
meidlichen
Neigung zum Pomphaften und Prunkvollen
Geltung fanden. Der Kaiſer folgte mit ſtarkem Intereſſe
den Aufführungen und unterhielt ſich auffallend lange mit
dem Intendanten und den Darſtellern am Schluß des
Spiels.
Der Kaiſerbeſuch, der Wiesbaden wieder für glanzvolle
Tage zur Reſidenz gemacht hatte, brachte als willkommenes
Schauſpiel für die Ausländer, die maſſenhaft hier ſind,
eine Kaiſerparade in dem gärtneriſch ſo wundervollen
Rahmen des Kurhausplatzes am Tage der Kinder=
hilfe
, der ganz im Zeichen der naſſauiſchen Farben, der
Kornblumen und der gelben Margueriten, ſtand. Es war
ein wahres Volksfeſt, deſſen Jubel ausklang in die Sere=
nade
der 1500 Volksſchüler die vor dem Kaiſer
auf dem Schloßplatz liebe alte Volkslieder ſangen. Ein
Blumenkorſo vor dem Kurhaus und ein Frühe
lingsfeſt im Kurgarten mit dem Triumphzug der Früh=
lingsgöttin
bei einem Gefolge von tauſend Kindern in
blütenweißen Kleidern beſchloſſen den Feſttag, der ganz
der Caritas gewidmet war, der auch der Kaiſer willig
ſpendete indem er ſein Auto mit Kornblumen ſchmücken
ließ und für blanke Goldſtücke Kindern auf den Straßen
die Blumenkörbe leer kaufte.
Und als der Monarch am letzten Feſtſpielabend ſein
Hoftheater verließ, durch die im Flaggen= und Tannen=
girlandenſchmuck
ſtolz prangende Feſtſtraße zum Bahnklof
fuhr, durch ein Spalier von Fackelträgern, da wurden die
Rufe Auf Wiederſehen die der Kaiſer mit herzlichem
Winken erwiderte, zu einer ſpontanen brauſenden Ovation
als Ausdruck des Dankes und der Verehrung.
Walther Müller=Waldenburg,

[ ][  ][ ]

fall, den die Vorführungen fanden, veranlaßten den Be=
ſchluß
, das Programm am nächſten Sonntag, den 24. Mai,
abends 8 Uhr, zu wiederholen. Der mancherlei Unkoſten
wegen muß ein kleines Eintrittsgeld von 19 Pf. ( reſer=
vierte
Plätze zu 55 Pf.) erhoben werden. Auf Wunſch
wird noch mitgeteilt, daß die ſchönen Koſtüme zu dem hi=
ſtoriſchen
Schauſpiel Luther in Oppenheim von der Ver=
leihanſtalt
Getroſt, Rheinſtr. 5, hier, entliehen ſind.
Odenwaldklub. Di Ortsaruppe Frank=
furt
veranſtaltet am 7. Juni einen Tagesausflug nach
Eiſenach. Es iſt Beſichtigung der Wartburg und eine
Wanderung durch das Annatal, die Drachenſchlucht, auf
die Hohe Sonne, durch die Landgrafenſchlucht und das
Mariental vorgeſehen (Marſchzeit: 4¾ Stunden). Die
Beförderung der Teilnehmer nach Eiſenach erfolgt mit
Sonderzug (ab Frankfurt 6,2 Uhr vormittags, Rückkehr
nach Frankfurt 11,16 Uhr nachts). Die Mitglieder der
Ortsgruppe Darmſtadt und ihre Angehörigen
ſind zur Teilnahme eingeladen. Nähere Auskunft über
die Koſten uſw. erteilt der Schriftführer der hieſigen
Ortsgruppe, Sekretär Schrauth, Eliſabethenſtraße 23, III.
Die Beſtellung von Teilnehmerkarten müßte recht bald
erfolgen. Es ſei darauf hingewieſen, daß am gleichen
Tage auch eine Wanderung der Ortsgruppe Darm=
ſtadt
(von Ober=Ramſtadt nach Fränkiſch=Crumbach)
ſtattfindet.
Verband evangeliſcher kirchlicher Frauenver=
eine
im Großherzogtum Heſſen. Mittwoch vor
Pfingſten, am 27. Mai, nachmittags 3 Uhr, findet die
Hauptverſammlung im Gemeindehaus, Kies=
ſtraße
17, ſtatt. Nach Erledigung der Tagesordnung
wird Herr Profeſſor D. Dr. Schian=Gießen ſprechen
über: Die Erziehung unſerer weiblichen Jugend zu
evangeliſch=kirchlichem Bewußtſein und zur Beteiligung
am kirchlichen Gemeindeleben‟. Dieſes Thema iſt gewiß
für unſere Zeit von großer Bedeutung. Der Redner,
der früher ſelbſt Pfarrer in einer Gemeinde war und
Vertreter der praktiſchen Theologie iſt, wird den Teil=
nehmern
aus dem Schatze ſeiner reichen Erfahrungen
viel Anregendes und Beherzigenswertes übermitteln.
* Muſik=Verein. Auf vielſeitige Anfragen ſei darauf
hingewieſen, daß an dem Feſtkonzert des Muſik=Vereins in
Bad=Nauheim am 7. Juni d. Js. durch beſonderes Entge=
genkommen
der Kurverwaltung auch die Familienangehö=
rigen
der aktiven Mitglieder ſowie die inaktiven Mitglie=
der
des Muſik=Vereins und des Sängerchors des Lehrer=
vereins
teilnehmen können.
* Turngemeinde Darmſtadt. Die Deutſche Turner=
ſchaft
rüſtet ſich für den Himmelfahrtstag, an welchem Tage
ihre angeſchloſſenen Turnvereine Wanderungen, als
Dankesbeweis für die Geneſung und als Ehrung des am
21. d. M. ſtattfindenden 88. Geburtstages des greiſen Vor=
ſitzenden
der Deutſchen Turnerſchaft, Herrn Geh. Sanitäts=
rats
Dr. med. Götz, überall veranſtalten werden. Die
Turngemeinde Darmſtadt lädt heute durch eine Anzeige
ihre Mitglieder nebſt Angehörigen zu einer ſolchen Wan=
derung
ein, welche nachmittags 2 Uhr vom Turnhauſe aus=
geht
und über den Ludwigsweg, Burgwald, Waſchenbach
nach Nieder=Ramſtadt führt. In Nieder=Ramſtadt iſt Ein=
kehr
im Gaſthaus Zum Schwanen (Reſtaurant Krug)
vorgeſehen. Es wäre zu wünſchen, wenn die Begeiſterung
für den greiſen Führer auch bei der Turngemeinde Darm=
ſtadt
durch recht zahlreiche Beteiligung an dieſer ſchönen
Wanderung zum Ausdruck gebracht würde. Kommenden
Sonntag, den 24. d. M., findet in Dieburg das diesjährige
volkstümliche Wetturnen des Main=Rhein=Gaues ſtatt.
Abfahrt iſt morgens 7 Uhr vom Hauptbahnhof. Auch hier=
Zu werden die Mitglieder zur Beteiligung eingeladen.
* Turngeſellſchaft. Der alljährliche Familien=
ſpaziergang
der Turngeſellſchaft am Himmelfahrttag
führt dieſes Jahr auf kleinen Umwegen nach der Moltke=
Eiche. Dortſelbſt finden Muſik= und Geſangsvorträge,
Kinder= und Turnſpiele uſw. ſtatt. Die ſchon ſeit vielen
Jahren eingeführten Spaziergänge mit Muſik an dieſem
Tag erfreuen ſich ſowohl bei Mitgliedern und Freunden
des Vereins, ſowie auch bei Fremden ſtets größter Be=
liebtheit
. Hoffentlich macht auch der Himmel endlich
wieder ein freundliches Geſicht, damit die Schönheit des
herrlichen Frühlingswaldes auch zur richtigen Geltung
römmt. Bei Ankunft der Spaziergänger auf dem
Platze iſt für Speiſen und Getränke ebenfalls beſtens
geſorgt.
* Der Geſangverein Sängerluſt veranſtaltet am Him=
melfahrtstage
einen Familienſpaziergang nach Roßdorf.
Abmarſch ½2 Uhr vom Kapelplatz. (Näh. ſiehe Anz.)
* Der Brieftaubenklub Gut Flug‟ Darmſtadt= Beſſun=
gen
hielt am Sonntag ſeinen erſten diesjährigen Preis=
flug
mit nur vorjährigen Tauben ab. Dieſelben flogen
die Tour Göttingen=Darmſtadt (205 Kilometer) und wur=
den
um 8¾ Uhr vormittags von dort aufgelaſſen. Die
erſten Tauben trafen bereits kurz nach 11 Uhr in ihrem
heimatlichen Schlage ein. Es erhielten Preiſe die Herren

H. Horſt den 1. und Ehrenpreis, Fr. Weigold den 2. und
Ehrenpreis, H. Wiemer den 3., Fr. Stein den 4., W. Witt=
nann
den 5. und W. Jäger den 6. Preis.
* Revolverheld. Zu unſerer geſtrigen diesbezüglichen
Notiz teilen wir auf beſonderen Wunſch intereſſierter
Seite mit, daß der Täter nicht Straßenbahnſchaffner iſt,
ſondern als Wagenputzer bei der Straßenbahn, und
zwar erſt ſeit zirka einem Jahr, tätig iſt. . (Im Adreßbuch
ſteht der Mann als Straßenbahnſchaffner verzeichnet; un=
ſeren
Gewährsmann trifft alſo keine Schuld.)
* Konzerte etc. Ludwigshöhe. Wie alljährlich,
ſo findet auch heuer am Himmelfahrtstage um 5 Uhr ein
Frühkonzert ſtatt. Die Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts.
Nr. 61 unter Herrn Obermuſikmeiſter Webers Leitung
leitet das Konzert vom Turme herab mit dem Choral:
Wie ſchön leuchtet der Morgenſtern ein. Nachmittags
4 Uhr findet großes Feſtkonzert obiger Kapelle ſtatt.
(Näheres ſiehe Anzeige.)
Hotel- Penſion Waldfriede. Am Don=
nerstag
iſt von 4 bis 11 Uhr Konzert einer großen Ab=
teilung
des Artillerie=Korps mit Kinderfeſt. (Siehe
Anzeige.)

Aus der höchſten Inſtanz.
Die Frage der Konſervenfärbung vor dem
Reichsgericht.
druc verboten.)
sk. Die für die Konſerveninduſtrie und das geſamte
Nahrungsmittelgewerbe höchſt wichtige Frage, inwieweit
eine Färbung von Konſerven zu geſtatten iſt, beſchäftigte
jetzt am 18. Mai 1914 das Reichsgericht. Es handelte ſich
hier um ein durch ſtaatsanwaltſchaftliche Reviſion ange=
fochtenes
Urteil der Strafkammer Darmſtadt vom 26.
November 1913, durch welches der Direktor der Helvetia=
Konſervenfabrik A.=G. zu Groß=Gerau, der Kaufmann
Wilhelm Zarges, von der Anklage der Nahrungsmittel=
fälſchung
in zwei Fällen (§ 10 des Nahrungsmittelge=
ſetzes
) freigeſprochen worden war, auf Grund folgender
Feſtſtellungen: Die Helvetia ſtellt unter Zarges’ Leitung
Gemüſe= und Fruchtkonſerven her. Um den Konſerven eine
ſchöne, der natürlichen möglichſt gleichartige Färbung zu
geben, wurden bis 1913 nach der in Frankreich allgemein
üblichen Methode und nach den in Süddeutſchland nahe=
zu
allgemein und auch in Norddeutſchland teilweiſe ſchon
gebräuchlichen Rezepten Farbſtofflöſungen verwendet. Bei
Gemüſekonſerven, wie Erbſen, Bohnen und Spinat, nahm
Z. die ſogenannte Kupferung vor, ließ alſo eine Kup=
ferſulphatlöſung
mit in die Büchſen einfüllen und ſterili=
ſieren
, und zwar in ſo geringer Menge, daß im Durch=
ſchnitt
auf 1 Kilogramm Konſerven 0,055 Gramm Kupfer=
ſalz
kam. Dadurch, daß ſich das Kupfer mit dem Chlor=
ophyll
(Blattgrün) und dem Eiweiß des Gemüſes feſt
verband, entſtand ein neuer, grüner Farbſtoff, der dem ech=
ten
Blattgrün, welches durch den Konſervierungsprozeß
ſonſt ſehr ſtark geſchwächt wird, ſehr ähnlich war und dem
konſervierten Gemüſe ein angenehmes Ausſehen verlieh.
Zu den Früchten hingegen, wie Kirſchen, Johannis= und
Erdbeeren, welche durch den Steriliſierungsvorgang ſich
verfärben und unanſehnlich werden, wurde durch Auffär=
bung
eine ganz ſchwache Löſung des bekanntlich höchſt in=
tenſiv
färbenden Teerfarbſtoffes Fuchſin genommen. Ein
Hinweis, daß die Konſerven künſtlich gefärbt ſeien, wurde
jedoch auf den Büchſen nicht angebracht.
Im Jahre 1912 und 1913 wurden die Fabrikate der
Helvetig wegen ihrer künſtlichen Färbung mehrfach vom
Publikum beanſtandet, ſo die Erdbeeren in Leipzig, die
Johannisbeeren in Hannover, die Kirſchen in Mettmann,
der Spinat in Stuttgart, Potsdam und Berlin und die
Erbſen in Cannſtatt. Das Chemiſche Unterſuchungsamt
zu Darmſtadt entnahm daher am 9. Juli 1913 bei der
Fabrik ſelbſt einige Proben, worauf das Verfahren gegen
Direktor Z. eingeleitet wurde. Seine Freiſprechung ſtützt
ſich auf nachſtehende Erwägungen: Die benutzten Rezepte
werden allgemein gebraucht. Daß bei einigen Konſerven
ein den Durchſchnitt beträchtlich überſteigender Kupferge=
halt
gefunden wurde, erklärt ſich aus Unterſuchungsfeh=
ern
und aus ungenügender Auflöſung des Kupferſalzes
bei den geprüften Quantitäten. Die Kupfer= und Teer=
farbſtoffzuſätze
ſind nicht zur Verdeckung minderwertiger
Qualität beſtimmt, ſondern ſollen nur einen Erſatz ſchaffen
für die beim Steriliſieren verlorengehende angenehme Natur=
farbe
; geſundheitsſchädlich ſindfie nicht. Die Unterlaſſung der
Deklaration des Zuſatzes ſtellt deshalb keine Verfälſchung
dar, weil die durch den Zuſatz bewirkte Veränderung des
Nahrungsmittels nicht nachteilig iſt, der Geſundheits=
pflege
und dem Intereſſe des Konſumenten nicht wider=
ſtrebt
, als allgemeiner Handelsgebrauch der anſtändigen
Geſchäftsauffaſſung nicht widerſpricht und keiner Quali=
tätsverſchleierung
gedient hat, da die Helvetia nur beſtes
Rohmaterial verwendete. Nach dem Gutachten von vier
Sachverſtändigen entſpricht die künſtliche Färbung der herr=
ſchenden
Meinung des Publikums, das hierin etwas durch=

aus Erlaubtes ſieht und durch das Fehlen der Deklara=
tion
nicht getäuſcht werden kann, da die Färbung leicht zu
erkennen iſt. Z. hat auch nicht in Täuſchungsabſicht ge=
handelt
, da er annahm, daß die Färbung dem Publikum
allgemein bekannt oder gleichgültig ſei, und da er zur
Unterſcheidung in ſeiner Preisliſte auch ausdrücklich na=
turelle
nicht gefärbte Konſerven aufführte. Ebenſowenig
wie Nahrungsmittelfälſchung iſt auch ein Vergehen gegen
§ 1 des Farbſtoffgeſetzes von 1887 gegeben, wonach der
Zuſatz von Kupfer zu Nahrungsmitteln verboten iſt; denn
im vorliegenden Fall iſt der Kupferzuſatz ſo gering, daß
er in Verbindung mit dem Blattgrün nicht ſchädlich wir=
ken
kann.
Auf die Reviſion der Staatsanwaltſchaft hin hat jetzt
das Reichsgericht auf Antrag des Reichsanwalts be=
züglich
des Kupferzuſatzes das Urteil aufgehoben, die
Sache inſoweit an die Vorinſtanz zurückverwieſen und
dies wie folgt begründet: Verkannt iſt, daß gegenüber
dem allgemeinen Kupferzuſatzverbot in § 1 des Farbſtoff=
geſetzes
eine Nachprüfung der Geſundheitsſchädlichkeit im
Einzelfall bedeutungslos iſt. Daher liegt wegen des ver=
botenen
Kupferzuſatzes beim Gemüſe ganz ſicher eine Nah=
rungsmittelfälſchung
vor, da der Konſument getäuſcht
wird, wenn er ſtatt einer einwandfreien eine nach einem
Handelsmißbrauch verbotswidrig hergeſtellte, zu= bean=
ſtandende
Ware erhält. Zu Unrecht hat die Strafkammer
nur das Urteil des Teils des Publikums berückſichtigt,
welcher geringe Anſprüche ſtellt. Ferner liegt nur dann
keine Fälſchung vor, wenn der Zuſatz lediglich der Ver=
deckung
eines für den Wert bedeutungsloſen Schönheits=
fehlers
oder der Erhaltung der Naturfarbe dient, wäh=
rend
die Folge der Geſundheitsſchädlichkeit nicht erforder=
lich
iſt. In dieſer Beziehung prüft das Urteil nicht, ob
hier nicht etwa durch die Zuſätze ein ganz neuer Farbſtoff
entſtanden iſt, welcher eine unzuläſſige Veränderung dar=
ſtellt
. Bezüglich des Teerfarbſtoffes hingegen wurde die
Reviſion als unbegründet verworfen und die Freiſpre=
chung
beſtätigt, da der Teerfarbſtoffzuſatz nirgends verbo=
ten
und keine Verfälſchung iſt.
Unzuläſſiger Verſand ſächſiſcher Staats=
lotterieloſe
nach Heſſen.
Nachdruck verboten).
sk. Wegen Vergehens im Rückfall gegen Art. 2, 3. 4
und 6 des heſſiſchen Lotteriegeſetzes vom 14. Februar 1906
hat die Strafkammer Darmſtadt am 23. Januar 1914
den Lotteriekollekteur Paul Lippold in Leipzig zu 1000
Mark Geldſtrafe verurteilt, weil aus ſeiner Kollektion am
14. Mai 1913 dem Spenglermeiſter P. in Seligenſtadt
(Großherzogtum Heſſen) zwei Zehntelloſe der ſächſiſchen
Staatslotterie zugeſchickt worden waren, die bekanntlich in
den Ländern der ſeit 1906 beſtehenden Preußiſch=Heſſiſch=
Thüringiſchen Lotteriegemeinſchaft als verbotene Lotterie
gilt. Nach dem oben genannten heſſiſchen Landesgeſetz,
welches mit den preußiſchen und den thüringiſchen Lotterie=
geſetzen
nahezu wörtlich übereinſtimmt wird beſtraft, wer
im Großherzogtum Heſſen andere Loſe als ſolche der Lot=
teriegemeinſchaft
vertreibt. Ob der Vertrieb von einem
Orte innerhalb der Länder der Lotteriegemeinſchaft aus
oder von einem an derſelben nicht beteiligten Bundesſtaate
aus geſchieht, iſt für die Schuldfrage ohne Belang, da ja
der ſtrafbare Tatbeſtand des Vertreibens erſt dort zur
Vollendung kommt, wo das überſendete Los in die Hände
des Adreſſaten gelangt. Lippold gab zu ſeiner Verteidi=
gung
an, er habe von dem Losverſand nach Heſſen weder
etwas gewußt noch ihn gewollt. Es liege lediglich ein Ver=
ſehen
ſeines Adreſſenſchreibers vor, der den Namen aus
einer alten Liſte abgeſchrieben habe, welche noch von ſeiner
früheren Tätigkeit als Lotterieeinnehmer in Offenbach a.
M. herrühre. Das Landgericht hat ihm dies Verſehen
auch geglaubt, ihn aber trotzdem aus folgenden Gründen
beſtraft: Lippold ſei bereits 53 mal wegen Lotte= vorbeſtraft, darunter bereits einmal wegen
Verletzung des heſſiſchen Lotteriegeſetzes. Dies hätte ihn
zu beſonderer Vorſicht veranlaſſen müſſen. Seine drin=
gende
Pflicht wäre es daher geweſen, entweder ſeine Liſten
genau auf heſſiſche Namen hin zu revidieren und dieſel=
ben
auszumerzen, oder andernfalls überhaupt keine Liſten
verwenden zu laſſen, in welchen ſich noch heſſiſche Adreſſen
befinden lonnten. Jedenfalls habe er ſtets mit einer un=
zuläſſigen
Verſendung ſächſiſcher Staatslotterieloſe nach
Heſſen rechnen müſſen. Dadurch nun, daß er nichts getan
habe, um derartige Ungeſetzlichkeiten zu verhindern, habe
er gezeigt, daß ihm ſolche Vorkommniſſe, die ja bisweilen
ſehr gewinnbringend ſein konnten, recht geweſen ſeien.
Die Unterlaſſung der erforderlichen Verhütungsmaßregeln
ergänze daher durch Eventualdolus den Tatbeſtand hin=
ſichtlich
der Vorſätzlichkeit. Da Lippolds Reviſion Ver=
letzung
eines Reichsgeſetzes, nämlich der Beſtimmungen der
St. P. O. über die Verleſung kommiſſariſcher Verneh=
mungsprotokolle
rügte, gelangte ſie nicht vor das Ober=
landesgericht
, ſondern unmittelbar ans Reichsgericht. Der
Reichsanwalt hielt die Prozeßrüge, die geltend machte,

Feuilleton.

Neue Erfolge der drahtloſen Fernzündung. Der
von dem jungen Florentiner Ingenieur Giulio Ulivi
erſonnene Apparat zur drahtloſen Entzündung
entfernter Pulverlager und verſenkter See=
minen
hat am Freitag in Florenz in Gegenwart des Ad=
mirals
Fornari neue Erfolge gezeitigt, die das größte Auf=
ſehen
erregen und in der Tat geeignet erſcheinen die der
Erfindung Ulivis entgegengebrachte Skepſis zu erſchüttern.
Man wird ſich entſinnen, daß Ulivi bereits vor einiger Zeit
den britiſchen Marinebehörden ſeine Erfindung vorführte;
damals gelang es ihm durch die von ſeinem Apparat aus=
geſandten
elektriſchen ultravioletten Strahlen entſernte
Minen zu entzünden, die mit gewöhnlichen Iſolatoren wie
(Blas und Ebonit geſchützt waren. Inzwiſchen hat der
unge Erfinder ſeinen Apparat vervollkommnet und zugleich
eine Anzahl von Schwimminen konſtruiert, die mit Iſola=
oren
von ungleich ſtärkerer Wirkungskraft als gewöhnlich
üblich ausgerüſtet wurden. Mit dieſen Minen wurden nun
in Florenz die entſcheidenden Verſuche vorgenommen. Ad=
niral
Fornari verſenkte vier dieſer Minen in den Arno;
der Exploſivſtoff war in Kautſchukſäcken geborgen, dieſe
Kautſchukſäcke durch ein Faſergewebe umſponnen und das
Ganze von einem Porzellankaſten umſchloſſen. Den Por=
ellankaſten
umgab man wiederum mit einem Aſbeſt=
gehäuſe
, deſſen Wandungen durch eine beſondere Einlage
von Aſbeſtpapier noch verſtärkt worden waren: und das
Ganze verſchloß man ſchließlich in einer geſchmiedeten
Eiſenkiſte. Ulivi war nun die Aufgabe geſtellt, dieſe Mi=
nen
im Arno aus einer Entfernung von 15 Kilometer zur
Exploſion zu bringen. Er erſchwerte ſich die Aufgabe noch
dadurch, daß er ſeinen Apparat auf dem Senario=Berge
aufſtellte, alſo hinter Fieſole, ſo daß die Stadt und der
Hügelrücken von Fieſole noch zwiſchen ihm und dem Arno=
Fluſſe lagen. Als alles bereit war erhielt der Erfinder
ein Signal und machte ſich nun an die Arbeit, die vier
Minen zu entdecken und zu entzünden. Im Verlaufe von

einer halben Stunde war das Werk vollbracht: alle vier
Minen waren explodiert. Nun ſchritt Admiral Fornari
zu einem zweiten Erperiment: er verſenkte an verſchie=
denen
Punkten des Fluſſes eine Anzahl umſchnürter Me=
tallbomben
, die verſchiedene Exploſivſtoffe enthielten, deren
Zuſammenſetzung nur dem Admiral bekannt war. Ob=
gleich
die Auffindung dieſer Bomben infolge der Formen
des Arno=Flußbettes außergewöhnlich große Schwierig=
keiten
bot, gelang es Ulivi, mit ſeinem Apparate von dem
entfernten Berge aus in jedem Falle im Laufe von nur
¼ Stunde das Flußbett durch die ultravioletten Strahlen
abzuſuchen und die Bombe zur Entladung zu bringen
Mit Verblüffung wurde die zu den Verſuchen herbeige=
ſtrömte
Menſchenmenge Zeuge, wie dann plötzlich aus dem
Flußbett des friedlichen Arno gewaltige Waſſerſäulen zum
Himmel emporſchoſſen. Der Erfinder wird in der nächſten
Zeit weitere Verſuche mit einem neuen Apparat vorführen
C.K. Eine neue Handſchrift des Theokrit entdeckt. Aus
London wird berichlet: Dem bekannten engliſchen Archäolo=
gen
Monins Johnſon, der im Auftrag der griechiſch= römi=
ſchen
Abteilung des Egypt Erploration Fund in An=
tinoé
im oberen Aegypten Ausgrabungen leitet, iſt ein
wertvoller Fund geglückt. Unter den zahlreichen Papyri
und anderen Dokumenten, die bei den Grabungen zutage
gefördert werden konnten, entdeckte er eine Anzahl Papyri=
blätter
, ſowie zahlreiche weitere kleinere Papyri= Frag=
mente
, in denen die Idyllen des Theokrit aufgezeichnet
waren. Der Papyrus entſtammte dem Ende des 5. oder
dem Anfang des 6. Jahrhunderts. Die wohlerhaltenen
Blätter ſind ziemlich groß, einzelne von ihnen enthalten
mehr als 500 Zeilen. Man ſieht, daß an dem Original=
texte
von anderer Hand nachträglich Aenderungen und
Randbemerkungen eingefügt worden ſind. Bisher war
Theokrit unter den ägyptiſchen Papyei kaum vertreten; die
einzigen Ausnahmen bilden ein kleines Fragment der 13.
Ode aus Oryrhynchus, ein Bruchſtück in Berlin und einige
größere Pergamentblätter in Paris und Wien. Da die
mittelalierlichen Handſchriften Theokritſcher Dichtungen

nicht weiter als bis zum 13. Jahrhundert zurückreichen,
wird der neuentdeckten Handſchrift ganz ungewöhnlich
hoher Wert beizumeſſen ſein, wiewohl die Arbeit der Zu=
ſammenſetzung
und Enizifferung der Fragmente erſt jetzt
beginnen wird. Der Fund wird gemeinſam mit einer An=
zahl
anderer Papyri aus Antinoé vorausſichtlich noch im
Laufe des kommenden Jahres veröffentlicht werden.
B. Die verkannte Königliche Hoheit. Die Ernennung
des Prinzen Alexander von Teck zum britiſchen General=
gouverneur
von Konada erweckt die Erinnerung an eine
amüſante kleine Geſchichte, die ſich vor Jahren in einem
der größten Vergnügungsetabliſſements der britiſchen
Hauptſtadt abſpielte. Der Direktor des Unternehmens
geizte als kluger Geſchäftsmann bereits ſeit langem nach
der Ehre, Königliche Hoheiten in ſeinem Theater empfan=
gen
zu dürfen, denn erfahrungsgemäß machen ſich der=
artige
Ehren ſehr bezahlt und ſteigern die Kaſſeneinnah=
men
. Wie groß war daher die Freude des Direktors, als
er Nachmittag benachrichtigt wurde der Prinz und die
Prinzeſſin Alexander von Teck beabſichtigten, die Abend=
vorſtellung
zu beſuchen. Der Direktor war nicht wenig
aufgeregt, und ſeine freudige Nervoſität wuchs, je näher
die Stunde des Vorſtellungsanfanges heranrückte. Er be=
ſchloß
, das Hauptportal des Theaters für die erlauchten
Gäſte freizuhalten, damit ſie auf dem Wege von der Hof=
equipage
bis zu ihrer Loge nicht in die Verlegenheit
kämen, ſich durch einen Haufen gewöhnlicher Sterblicher
zu drängen und womöglich gar Ellenbogenſtöße zu
empfangen. Der Herr Direktor überwachte ſelbſt die
Räumung des Mittelportals. Nur ein junger Mann
weigerte ſich energiſch, ſeinen Platz zu verlaſſen, er er=
klärte
, er habe ſich mit ſeiner Frau hier verabredet, er
müſſe ſie erwarten. Aber Mann! ſchrie der Direktor, Sie
müſſen fort, ich erwarte Königliche Hoheiten. Der junge
Mann grinſte und ſchüttelte den Kopf. Ach, ich gehöre auch
zu jener Gattung. Es war Prinz Alexander ſelbſt, der
hier am Theaterportal ſeine Frau erwartete, die nach=
kommen
wollte.

[ ][  ][ ]

daß nicht feſtgeſtellt ſei, ob Lippolds vor dem Amtsgericht
Leipzig in kommiſſariſcher Vernehmung gemachte Ausſage
vollſtändig vor dem Prozeßgericht verleſen worden ſei, für
begründet. Das Reichsgericht erkannte jedoch auf Ver=
werfung
der Reviſion, da bei näherer Nachprüfung die Be=
ſchwerde
für unbegründet befunden wurde,

Strafkammer 1.
g. Ekn Schwindler, der im vorigen Jahre hier in
Darmſtadt mehrere Geſchäftsleute um bedeutende Beträge
ſchädigte, hatte ſich geſtern vor der hieſigen Strafkammer
zu verantworten. Der 28jährige Kaufmann Georg
Ehrengruber aus Nürnberg verſtand es in raffinier=
ter
Weiſe, ſich ein angenehmes Leben auf Koſten ſeiner
Mitmenſchen zu verſchaffen. Ende 1912 hat er in Nürn=
berg
eine Witwe zur Hergabe von 300 M. veranlaßt durch
das Verſprechen, ſie heiraten zu wollen. In Magdeburg
trat er Anfang Februar 1913 als Teilhaber an einer che=
miſchen
Fabrikk auf, weil er Stiefelwichſe ſabrizierte.
Hier ſchädigte er einen Geſchäftsführer um 15 M. Um dieſe
Zeit verlegte Ehrengruber ſeine Tätigkeit nach Darmſtadt,
und zwar gründete er hier ſeine Exiſtenz auf eine Reklame=
ſache
. Auf einer Fahrt von Frankfurt nach Darmſtadt
machte er eine romantiſche Bekanntſchaft. Eine in Alsbach
wohnende ruſſiſche Gräfin fand Gefallen an dem ge=
wandten
Auftreten des jungen Mannes. Sie erzählte ihm,
daß ſie die Erbin eines reichen Berliner Onkels ſei, von
dem ſie 2½ Millionen Rubel zu erwarten habe. Die
Freundſchaft zwiſchen den beiden wurde ſchließlich ſo in=
tim
, daß Ehrengruber nach Alsbach überſiedelte.
Es tat der Freundſchaft auch keinen Abbruch, als
Ehrengruber erfuhr, daß die romantiſche Erzählung der
ruſſiſchen Gräfin erfunden war und daß ſie die Frau
eines Lehrers Feldmann in Frankfurt ſei, der ab und zu
nach Alsbach kam. Er ließ ſich von der Frau Feld=
mann
zur Hergabe größerer Geldſummen veranlaſſen,
als unerwartet die Apanage ausblieb und die Gräfin
in Geldnot ſich befand. Er wußte, daß ſein Vater ſich
eines Stichwortes bediente, wenn er ſich auf Reiſen be=
End, und ſich Geld von der Bank ſenden ließ. Nach und
nach erhielt er daraufhin von der Nürnberger Filiale der
Bayeriſchen Vereinsbank in 40 Fällen insgeſamt 4542 M.,
bis das väterliche Konto erſchöpft war. Geſchädigt iſt in
dieſem Falle die Bank, denn der Vater hatte das Stich=
wort
gewechſelt, was von der Bank nicht beachtet worden
war.
Im Auguſt 1913 erſtattete Frau Feldmann Anzeige
bei der Staatsanwaltſchaft, der Angeklagte Ehrengruber
ſei mit ihren Schmuckſachen verſchwunden. Dieſer wurde
dann in Saarbrücken verhaftet. Später fanden ſich die
Juwelen der falſchen ruſſiſchen Gräfin wieder, aber Ehren=
gruber
wurde wegen anderer bekannt gewordener Schwin=
deleien
in Haft behalten. Die Frau Feldmann hatte die
Anzeige nur erſtattet, um den Angeklagten abzuſchütteln,
nachdem ſie erkannt hatte, daß von ihm nichts mehr zu
holen ſei. In den letzten ſünf Tagen vor ſeiner Abreiſe
von Darmſtadt verübte E, eine ganze Anzahl von Kredit=
ſchwindeleien
, wobei er auch mit wertloſen Wechſeln ar=
beitete
. Ein Papiergeſchäft, bei dem er Waren kaufte,
ſchädigte er um 14,70 M., in einem Hutgeſchäft verſuchte er
ohne Erfolg zwei Hüte im Werte von 42 M. ſich zu er=
ſchwindeln
. Bei einem Sattlermeiſter ſuchte er ſich drei
Reiſekoffer im Werte von 118,80 M. aus. Er erzählte da=
bei
, er wolle ins Seebad reiſen, und telephonierte ſpäter,
man ſolle die Koffer an den Bahnhof ſenden. Dem Ge=
ſchäftsmann
kam es merkwürdig vor, daß der Angeklagte
mit leeren Koffern ins Seebad reiſen wolle und unterließ
die Ausführung der Beſtellung. Einen Schuhwarenhänd=
ler
ſchädigte er um 45 M. Er kaufte hier zwei Paar
Schuhe für 45 Mark und gab einen wertloſen Wechſel über
80 Mark in Zahlung. Um 200 Mark wurde der Inhaber
eines Herrenartikelgeſchäfts geſchädigt. Zunächſt kaufte
Ehrengruber auf Pump ein Hemd für 9,70 Mark. Hierbei
erfuhr er, daß der Geſchäftsinhaber nicht anweſend ſei. Er
begab ſich am nächſten Tage wieder in das Geſchäft und
ſuchte ſich 5 Hemden für 35 Mark aus und gab einen
Wechſel über 60 Mark in Zahlung. Die ahnungsloſe Frau
gab dem Angeklagten darauf noch 18 Mark heraus. Nach=
dem
dieſes Geſchäft ſo gut gelungen war, begab ſich E. am
nächſten Tage wieder in das Geſchäft und kaufte für 103
Mark Wäſche. Auf einen Wechſel über 140 Mark bekam
er 37 Mark heraus. Ein nochmaliger Schwindelverſuch
im ſelben Geſchäft hatte keinen Erfolg. Insgeſamt
hat ſich Ehrengruber durch ſeine Schwindeleien 5391 M.
verſchafft.
Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten
2½ Jahre Gefängnis. Das Gericht kam in 5 Fällen des
Betrugs zur Freiſprechung, dagegen erachtet es ihn des
vollendeten Betrugs in 7 Fällen und des Verſuchs in
3 Fällen für überführt und ſetzt für den Betrug der Ver=
einsbank
als den ſchwerſten, 1½ Jahre Gefängnis
an und eine Geſamtſtrafe von 2 Jahren Gefängnis.
Da er ſich ſeit 30. Auguſt 1913 in Unterſuchungshaft be=
findet
, wurden ihm auch 8 Monate der Unterſuchungshaft
angerechnet.
Verein Heilſtätte Haus Burgwald‟.
* Unter dem Vorſitz des Herrn Geh. Regierungsrats
D.. Dietz fand geſtern in der Heilſtätte die Mitglieder=
verſammlung
des Vereins Heilſtärte für alko=
holkranke
Männer Haus Burgwald ſtatt.
Dem Jahresbericht entnehmen wir folgendes: Die Zahl
der ſchriftlichen Anfragen um Aufnahme einſchließlich
der für weibliche Kranke beträgt ſeit dem Beſtehen der
Heilſtätte in Burgwald gerade 200, von denen 90 auch zur
Aufnahme geführt haben. Nicht mitgerechnet ſind hierbei
die Kranken, die ohne vorherige Verhandlungen aufgenom=
men
wurden. Im ganzen betrug die Zahl der Aufnahmen
in den vier Jahren 123. Die Heilerfolge ſind in dieſem
Jahre noch günſtiger wie im vorhergegangenen. Belrug
doch die Zahl der Geheilten und Gebeſſerten zwei Drittel
und die der Ungebeſſerten ein Drittel, wobei zu berück=
ſichtigen
iſt, daß letztere nur 5 Tage bis höchſtens 2 Monate
in der Heilſtätte waren. Eine in das Leben der Heilſtätte
einſchneidende Veränderung trat Mitte September ein
durch die Abberufung der Hauseltern. Am 13. September
wurde in Burgwald eine kleine Abſchiedsfeier für die ſchei=
denden
Hauseltern und zugleich eine Feier zum Dienſt=
antritt
der neuen Hauseltern Engelbrecht veranſtaltet, bei
der ſeitens der Leitung des Hauſes den Hauseltern Bröker
der Dank für ihre erſprießliche Tätigkeit während der faſt
vierjährigen hieſigen Wirkſamkeit ausgedrückt wurde.
Der ärztlich=ſtatiſtiſche Bericht gibt an: Zu dem Kran=
kenbeſtand
vom 1. Januar 1913 mit 9 kamen im Laufe des
Berichtsjahres 33 Neuaufnahmen.Entlaſſen wurden in
dieſer Zeit 21, ſo daß ſich am 1. Januar 1914 21 Kranke
in der Heilſtätte befanden; außerdem noch 2 Herren, die
nach ihrer Entlaſſung Haus Burgwald als vorläufige
(Heimat gewählt haben. 1 Kranker kam zum zweitenmal
in die Heilſtätte. Von den 33 Neuaufgenommenen waren
fihrem Beruf nach: Taglöhner 2, Fabrilarbeiter 9, Schrei=
ner
2. Schloſſer und Schmied 3, Schuhmacher 2. Stein=

hauer 1, Weber 1, Former 1, Metzger 1, Gaſtwirt 1, Land=
wirt
1, Kaufmann 4, Techniker 2, Rentner 1, Beamte 2.
Ledig war 1, verheiratet waren 32; heimatberechtigt im
Großherzogtum Heſſen 18, in Heſſen=Naſſau 11, in Thü=
ingen
4. Bei der Aufnahme hatten ein Alter von 2130
jahren 4, 3140: 13, 4150: 13, 5160: 3 Kranke. Der
Alkoholgenuß begann von früher Jugend an bei 5 Kranken
im Alter von 613 Jahren bei 10, von 1420 Jahren bei
8 Kranken. Von den im Berichtsjahr entlaſſenen 21
Kranken waren in der Heilſtätte: unter 1 Monat 2. 1 Mo=
nat
3, 2 Monate 1, 3 Monate 3, 4 Monate 0, 5 Monale 1,
6 Monate 6, 7 Monate 1, 8 Monate 1, 9 Monate 1, über
12 Monate 2. Es wurden entlaſſen als vorausſichtlich ge=
heilt
10 47,62 Prozent, als vorausſichtlich gebeſſert
5 23,81 Prozent, als vorausſichtlich ungebeſſert 6 28,57
Prozent. Im ganzen wurden ſeit Beſtehen der Heilſtätte
entlaſſen 102. Darunter als geheilt oder gebeſſert 65 63,7
Prozent, geheilt geblieben ſind bis jetzt 34 33,3 Prozent.
Der Erfolg war unbekannt bei 9 8,8 Prozent; rückfällig
waren 2120,5 Prozent und geſtorben 1 0,99 Prozent.
Oder: von den 65 geheilt oder gebeſſert Entlaſſenen zeigten
bis heute einen Dauererfolg 52 Prozent, unbekannten Er=
folg
13,8 Prozent; negativen Erfolg 32,3 Prozent, während
1,5 Prozent mit Tod abgingen.
Die von Herrn Rechnungsrat Röthermel vorge=
tragene
Jahresrechnung ſchloß in Einnahmen mit 19 643,82
Mark, in Ausgabe mit 18827,71 Mark ab. Dem Rechner
wurde unter dem Ausdruck wärmſten Dankes Entlaſtung
erteilt im übrigen die ſatzungsgemäßen Verhandlungs=
gegenſtände
erledigt.
Die den Mitgliedern im vorigen Jahre überreichten
Werbeformulare haben keinen Erfolg gehabt; da aber der
Mitgliederſtand infolge von Todesfällen, Wegzug uſw.
zwar nur langſam aber ſtändig zurückgeht, bittet der Vor=
ſtand
nochmals herzlichſt für Gewinnung neuer Mitglieder
und für Zuwendung von beſonderen Gaben freundlichſt
mitbeſorgt ſein zu wollen.

Frühobſt= und Gemüſe=Ausſtellung
in Darmſtadt.
* Der Gedanke, eine umfangreiche und ſachlich vor=
bereitete
und geleitete Ausſtellung von Frühobſt und Ge=
müſe
zu veranſtalten, eine Ausſtellung, die den wichtigen
Endzweck der Klärung und damit eines wirtſchaftlichen
Fortſchritts hat, iſt in allen beteiliglen Kreiſen ſowohl der
Intereſſenten wie des Publikums auf fruchtbaren Boden
gefallen. Das beweiſt das große Intereſſe, das dem Un=
ternehmen
ſchon jetzt entgegengebracht wird. Sicher kann
der Obſt= und Gartenbauverband für den
Kreis Darmſtadt ſein Jubiläum nicht würdiger und
ſachdienlicher begehen, als durch dieſe Ausſtellung, die vom
27. Juni, 10 Uhr vormittags, bis 29. Juni, abends, im
Städtiſchen Saalbau zu Darmſtadt ſtattfindet.
Die Ausſtellung wird im Wettbewerb fünf Haupt=
abteilungen
umfaſſen, nämlich Frühobſt aus dem freien
Land, Frühgemüſe aus dem freien Land Freiobſt und
=gemüſe, Obſt= und Gemüſeverwertung, Obſt= und Gemüſe,
verpackung und Bienen=Honig. Ferner außer Wett=
bewerb
: Lehrmittel. Geräte und Maſchinen. Dünge=
mittel
, Sämereien. Zu den erſtgenannten fünf Abteilungen
ſind alle Einwohner des Kreiſes Darmſtadt zugelaſſen
(Mitglieder des Verbandes genießen beſondere Vergün=
ſtigungen
). Die Beſchickung der Ableilungen außer Wett=
bewerb
iſt örtlich unbeſchränkt. Die Ausſtellung wird alſo
ſehr reichhaltig und umfaſſend werden; daß ſie auch in
Qualität nur Muſterhaftes bringen wird dafür bürgt
die Leitung. Zahlreiche Ehrenpreiſe, Geldpreiſe und
Diplome ſind für den Wettbewerb in allen Abteilungen
vorgeſehen.
Um den Beſuchern der Ausſtellung Gelegenheit zu
geben, die zurzeit reifen Kirſchen= und Beerenſorten zu
verſuchen und nach dieſen Proben Beſtellungen zu
machen, wird eine Koſthalle und Verkaufshalle ein=
gerichtet
, die unzer Aufſicht der Ausſtellungsleitung ſteht.
Anfragen und Anmeldungen können bei der
Geſchäftsſtelle des Obſt= und Gartenbauverbandes für den
Kreis Darmſtadt, Neckarſtraße 3, Zimmer 13, erfolgen.
Ebenſo erteilen die Vorſitzenden der Lokalvereine Aus=
kunft
in Ausſtellungsfragen. Das Sammeln der Anmel=
dungen
kann in den Lokalvereinen erfolgen.

* Griesheim, 19. Mai. (Einen glänzenden
Erfolg) errang der Geſang=Verein Sängerbund Gries=
heim
bei Darmſtadt auf dem Geſangs=Wettſtreit in Bür=
ſtadt
. Er errang unter Leitung ſeines tüchtigen Dirigen=
ten
, Herrn Richard Etzold=Darmſtadt, bei ſehr ſtarker Kon=
kurrenz
in der 2. Landklaſſe den 1. Preis mit 273 Punkten
und in derſelben Klaſſe den Ehrenpreis mit 129 Punkten.
Bei dem höchſten Ehrenſingen, an dem ſich 21 Vereine be=
teiligten
, errang der Verein mit 272 Punkten den 4. Haupt=
ehrenpreis
. Der Geſang=Verein Sängerbund hat bis jetzt
18 Preiſe errungen, darunter 6 erſte und 9 Ehrenpreiſe.
* Ober=Klingen, 19. Mai. (Selbſtmord.) Am
Montag nacht ließ ſich der Landwirt Lohnes von hier
zirka 150 Meter vor dem Haltepunkt Werſau vom Zuge
überfahren. Der Kopf iſt vom Rumpfe getrennt, wie mit
einem Raſiermeſſer abgeſchnitten. Lohnes iſt ein Mann
in gutſituierten Verhältniſſen, im Alter von zirka 45 Jah=
ren
. Jedenfalls hat er die ſchreckliche Tat im Zuſtande
geiſtiger Verwirrung verübt.
sd. Bürſtadt. 19. Mai. (Unfall.) Geſtern nachmittag
ereignete ſich hier ein bedauerlicher Vorfall. Das neun=
jährige
Söhnchen des Milchhändlers Georg von Dungen
geriet unter die Räder eines vollbeladenen Heuwagens,
wobei ihm beide Füße zerquetſcht wurden. Das Kind lief
unvorſichtigerweiſe ſo dicht neben dem Fuhrwerk her, daß
ihm, als es ausglitt und hinfiel, die Wagenräder direkt
über die Fußgelenke gingen; folglich trifft niemand die
Schuld an dem Unglück.
H. Viernheim, 19. Mai. (Raub oder Mord?)
Seit Freitag mittag ½12 Uhr iſt ein 3½ Jahre altes Mäd=
chen
von hier verſchwnuden. Das Kind ſpielte in der
Nähe der Wohnung der Eltern in der Lampertheimer
Straße und verſchwand plötzlich. Seit Freitag wird von
den Bewohnern und einem ſtarken Polizeiaufgebot in
der ganzen Gegend vergeblich geſucht. Die Polizei glaubt
jetzt an ein Verbrechen. Ein älterer Mann wurde bereits
verhaftet, mußte jedoch wieder freigelaſſen werden.
Zu dem Verſchwinden des Mädchens erfährt das
Mainzer Journal: Seit vorigen Freitag fehlt das 4jährige
Töchterchen des Arbeiters Leonhard Martin. Alles
Suchen nach dem Kinde war vergeblich, bis ſich ein gewiſ=
ſer
O. durch Reden im Wirtshaus verdächtig machte. Man
nahm ihn feſt und hielt ſofort Hausſuchung. Man fand
in ſeinem Bett die Leiche des Kindes. Der Täter,
der geiſtesſchwach iſt, hatte das arme Kind erwürgt. Der
Jammer der unglücklichen Eltern iſt groß. Heute morgen
weilte das Gericht am Tatort, um den genauen Sachver=
halt
feſtzuſtellen.
Worms, 19. Mai. (Unglücksfall.) Am Sonntag
unternahm der 45 Jahre alte Vorarbeiter Adam Kiefer

eine Radfahrt nach Nordheim. Am Abend kehrte der Sohn
allein zurück, während der Vater noch in einem dortigen
Lokal blieb. Als er jedoch in der folgenden Nacht bei
ſeiner Familie nicht eintraf, machte man ſich auf die Suche
nach ihm und fand auch ſein Rad in einem Straßengraben
vor. Die Nachforſchungen ergaben, daß der Mann die
Wirtſchaft um 9 Uhr abends verlaſſen hatte. Heute früh
wurde das 2 Meter hohe Wafſer abgelaſſen und man fand
die Leiche des Vermißten vor.
Nieder=Florſtadt, 19. Mai. (Schwierige Bal=
lonlandung
.) Der Freiballon Hollmann, der geſtern
in Bitterfeld aufgeſtiegen war, wurde über Nieder= Flor=
ſtadt
durch eine Böe ſo tief aus der Höhe niedergedrückt,
daß das Schlepptau von einem Hauſe zahlreiche
Ziegelabriß und ſich ſchließlich in den Hochſpannungs=
rähten
der Ueberlandzentrale verfing. Es gelang jedoch,
das Seil zu befreien. Der Ballon ſtürzte dann aus etwa
10 Meter Höhe ab. Die vier Inſaſſen erlitten tüchtige
Verſtauchungen.
(*) Alsfeld, 19. Mai (Das Kind.) Hier wurde
die heſſiſche Wanderausſtellung Das Kind‟
durch Bürgermeiſter Völſing und die Vertreterin der Zen=
trale
für Mutter= und Säuglingsfürſorge, Fräulein Schu=
bert
=Darmſtadt, eröffnet. Namens der Behörde nahm
Kreisrat Dr. Heinrichs teil. In den Reden wurde auf
das hohe Ziel der Ausſtellung hingewieſen. Die Aus=
ſtellung
erfreut ſich eines guten Beſuches.
(*) Hartmannshain, 18. Mai. (Einen grauen=
haften
Fund) machten Wanderer im Oberwald ſie
ntdeckten die Leiche eines bäuerlich gekleideten Mannes,
deſſen Geſicht vom Raubzeug vollſtändig weggefreſſen
war. Die Leiche wurde als die des vor einem Monar
ſpurlos verſchwundenen, 72 Jahre alten Greb aus Ober=
Moos erkannt. Man nimmt einen Unfall des alten Man=
nes
an.
(*) Lauterbach, 18. Mai. (Bürgermeiſterwahl.)
Landtagsabgeordneter Alexander Stöpler wurde heute
auf weitere 9 Jahre zum Bürgermeiſter unſerer Kreis=
ſtadt
gewählt. Er ſteht bereits 27 Jahre als Bürger=
meiſter
an der Spitze der Gemeindeverwaltung und die
Stadt hat ſich ſeit ſeiner Dienſtzeit ſehr gut entwickelt.
Lauterbach, 19 Mai. (Braunkohlenlager im
Vogelsberg.) Bei Kanaliſationsarbeiten wurden bei
einer Tiefe von vier Metern Braunkohlen zutage gefördert,
die zum Teil in vollſtändig reiner Form, zum Teil mit an=
derem
Geſtein und Ton vermiſcht waren. Die Beſchaffen=
heit
des Bodens läßt vermuten, daß ſich hier in größerer
Tiefe Braunkohlenlager befinden.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 18. Mai. Die Profeſſoren
Beſtelmeyer=Dresden, Bonatz=Stuttgart, Erlwein=Dresden,
Högg=Dresden, Hofmann=Darmſtadt, Bruno Paul=Berlin,
Schultze=Marburg, von Seidl=München und Dr. Waldow=
Dresden haben zu gunſten des Hoffmannſchen
Opernhausentwurfs ein Gutachten abgegeben, das
Miniſter von Breitenbach dem Abgeordnetenhaus unter=
breitet
hat. Polizeiarzt Dreuw, der letzthin durch ſei=
nen
Kampf gegen die Salvarſanbehandlung mehrfach in
der Oeffentlichkeit hervorgetreten iſt, wird demnächſt ſeine
Tätigkeit bei der Sittenpolizei einſtellen.
19. Mai. Der Kaiſer traf um 10,40 Uhr auf der
Fürſtenſtation Wildpark ein. Zum Empfange hatte ſich
die Kaiſerin eingeſunden. Die Majeſtäten begaben ſich im=
Automobil zum Neuen Palais. In der Oberlandſt ſg
in Tempelhof ſtürzte der Arbeiter Weber=Rummelte‟
burg in den Lichtſchacht eines Neubaues. Er erlitt
inen Schädelbruch und war ſofort tot. In ſeiner geſt=
igen
Sitzung erklärte ſich das Kgl. Staatsmini=
ſterium
grundſätzlich bereit, die Forderungen des
Zweckverbandes in der Frage des Wald=
ankaufes
anzunehmen. Ueber einzelne Fragen
bleibt eine Verſtändigung noch vorbehalten, außerdem iſt
die Einholung der Kgl. Genehmigung noch notwendig.
Der wegen Mordverſuches in der Weberſtraße ver=
haftete
Arbeiter iſt heute mittag wieder freige=
laſſen
worden. In der Wohnung der ermordeten Witwe
Mahler iſt der Griff zu dem Schraubenzieher gefunden
worden, den der Täter bei dem Mord benutzt hat. Der
Soldat Lüden, der kürzlich im Dresdener Feſtungsge=
fängnis
erklärt hatte, im Grunewald ein Mädchen ermor=
det
und die Leiche verſcharrt zu haben, iſt heute nach
Grunewald gebracht worden. Die Ermittelungen hatten
einen völlig negativen Erfolg. Schließlich geſtand Lüder,
alle Angaben erfunden zu haben in der Hoff=
nung
, einmal aus dem Gefängnis herauszukommen.
Potsdam, 19. Mai. (Der älteſte hieſige Bür=
ger
,) der 101 Jahre alte Hoftiſchlermeiſter Ferſe, der
viederholt vom Kaiſer ausgezeichnet worden iſt, iſt geſtern
abend in ſeiner hieſigen Wohnung geſtorben.
C) Weinheim a. d. B., 18. Mai. (Goetzfeier auf
der Wachenburg.) Anläßlich des am 24. d. M. be=
vorſtehenden
88. Geburtstages des Vorſitzenden der Deut=
ſchen
Turnerſchaft, Geh. Sanitätsrates Dr. Ferdinand=
Goetz in Leipzig, veranſtaltete der Turnverein Wein=
heim
1862 auch diesmal wieder eine Goetzfeier, beſtehend
in einem nächtlichen Kellerfeſt in der W. S.=C. Wachen=
burg
. Nachts 1 Uhr fand die Huldigung von 200 Tur=
nern
vor der Goetz=Eiche ſtatt, wobei nach der Feſtrede
des Turners Philipp Trautmann der Choral Nun danket=
alle
Gott angeſtimmt wurde. Romantiſch geſtaltete ſich
der Lampionzug der Turnerſchaft in den Burghof, wo bei
der Parade das Erwachen des Burggeiſtes allegoriſch ver=
anſchaulicht
wurde. Im Burgkeller intonierte die Muſik
das Echo im Walde‟. Dann nahm der eigentliche Kom=
mers
ſeinen feucht=fröhlichen Verlauf, bis der dämmernde
Morgen die Turner zum Aufbruch mahnte.
Stuttgart, 19. Mai. (Mordverſuch und Selbſt=
mord
.) Ein angeblicher Ingenieur hat heute nachmittag
auf eine Kellnerin in deren Wohnung einen Revolverſchuß=
abgegeben
, der ſie ſchwer verletzte. Er brachte ſich dann
ſelbſt einen tödlichen Schuß bei.
Düſſeldorf, 19. Mai. (Automobilunglück.) Auf
der Lintorfer Chauſſee bei Angermund ereignete ſich ein
ſchwerer Automobilunfall. Zwei Landſtreicher
ſprangen einem aus Duisburg kommenden Auto plötzlich
über den Weg, ſo daß ſich der Wagen infolge des ſtarken
Bremſens überſchlug und in den Chauſſeegraben ſtürzte,
Sämtliche 5 Inſaſſen wurden ſchwer verletzt, das Auto
vollſtändig zertrümmert.
Duisburg, 18. Mai. (Große Eiſenbahndieb=
ſtähle
.) Hier iſt die Polizei einer größeren Bande von
Eiſenbahndieben auf die Spur gekommen. Im Laufe des
geſtrigen und heutigen Tages wurden 10 Rangierer und
Rangiermeiſter der Staatseiſenbahn verhaftet. In den
Wohnungen der Feſtgenommenen entdeckte man Waren in
großer Menge, die aus verſchloſſenen Güterwagen geraubt
und dann verkauft worden waren. Hauptſächlich wurden
Tabak und Garn auf dieſe Weiſe gehandelt. Die Dieb=
ſtähle
ſind viele Jahre hindurch verübt worden, ehe man
die Täter ermitteln konnte.

[ ][  ][ ]

Wien, 19. Mai. (Der bekannte Volkslieder=
komponiſt
Thomas Koſchat) iſt geſtorben.
Krakau, 19. Mai. (Rieſenunterſchlagungen.)
Der Poſtbeamte Joſeph Wilczek hat neun Geldbriefe mit
192620 Kronen unterſchlagen und iſt dann geflohen. Er
wird ſteckbrieflich verfolgt.
Paris, 19. Mai. (Blitzſchlag.) Wie aus Orleans
gemeldet wird, ſchlug der Blitz in eine Gruppe von Kran=
kenwärterinnen
und Kranken des Irrenhauſes zu Fleury
ein, die ſich während eines Gewitters unter einen Baum
geflüchtet hatten. Eine Wärterin wurde getötet, drei an=
dere
und eine Kranke ſchwer verletzt.
Rotterdam, 19. Mai. (Verhaftung eines Deut=
ſchen
.) Hier wurde ein 29jähriger Deutſcher verhaftet,
der vorgab, Bureauchef eines Wiesbadener Bankhauſes zu
ſein und bei einem Rotterdamer Induſtriellen eine An=
zahl
Obligationen der Gewerkſchaft Berliner Kohlenwerke
im Werte von 20000 Mark zu verkaufen ſuchte. Man fand
bei ihm Obligationen im Geſamtwerte von 180000 Mk.
Die Wiesbadener Staatsanwaltſchaft hatte gegen ihn
einen Steckbrief erlaſſen. Die Schritte für ſeine Auslie=
ferung
ſind bereits unternommen.
Kiew, 18. Mai. (Sturm.) Heute nachmittag tobte
hier ein heftiger Sturm, der Drahtleitungen unter=
brach
, Bäume umriß und entwurzelte, Fenſterſcheiben zer=
ſchmetterte
, Dächer abdeckte und in den Gärten Schaden
anrichtete. Mehrere Perſonen wurden verletzt, eine ge=
tötet
.
Neu=York, 19. Mai. (Diebe) erbeuteten in einem
Kinematographentheater am Broadway gegen
40000 Mark. Der Schließbeamte und drei andere im
Lokal befindliche Beamte wurden überwältigt und erſterer
mit vorgehaltenem Revolver gezwungen, die Runden ab=
zuſchreiten
und die Steckuhren zu bedienen, die ſtündlich
einer benachbarten Detektiv=Agentur das Signal Alles in
Ordnung übermitteln. Dann verſetzte man den Beam=
ten
einen Schlag auf den Kopf, ſo daß ſie das Bewußt=
lein
verloren. Von den Dieben fehlt jede Spur.

Parlamentariſches.
* Der Geſetzgebungsausſchuß der Zweiten
Kammer trat geſtern zuſammen zur Beratung verſchie=
dener
Regierungsvorlagen. Die Verhandlungen konnten
indeſſen nur den Charakter von Vorbeſprechungen tragen,
da der Vertreter der nationalliberalen Fraktion durch ein
Verſehen nicht eingeladen worden war. Gegen die Regie=
rungsvorlage
über die religiöſen Orden und Ordenskon=
gregationen
wurden weſentliche Anſtände nicht erhoben.
Weiter wurde verhandelt über die Regierungsvorlage
betr. Abänderung des Feldſtrafgeſetzes vom 13. Juli 1904.
Eine eingehende Debatte entſtand über die Regierungs=
vorlage
betr. Loſegeſellſchaften. Die drei Vorlagen wer=
den
heute gemeinſam mit der Regierung beraten werden.

Die Ausſtellungen Darmſtadt
1914.

II.
Die Jahrhundert=Ausſtellung.
St. Die Jahrhundertausſtellung Deut=
ſcher
Kunſt 16501800 im Großh. Reſidenz=
ſſchloſſe
wurde geſtern vormittag in Gegenwart des
Großherzogspaares, des Prinzen Auguſt Wil=
Chelm von Preußen, der Fürſtin=Mutter, ſowie des
Fürſten und der Fürſtin Erbach=Schönberg, des
Prinzen Viktor Erbach=Schönberg eröffnet. Un=
ter
den 500 geladenen Ehrengäſten befanden ſich ferner
die Herren Staatsminiſter Dr. v. Ewald, Finanzminiſter
Dr. Braun, Miniſter des Innern v. Hombergk zu
Vach mit ihren Gemahlinnen, weiter Spitzen der Staats=
und ſtädtiſchen Behörden, das Ofſizierkorps, Künſtler
und Kunſtgelehrte aus ganz Deutſchland und Oeſterreich
uſw.
Vor der Eröffnung der Ausſtellung hielt Herr Pro=
feſſor
Dr. Biermann eine längere Rede, in der er auf
die Grundgedanken der Ausſtellung, ihren Zweck und ihre
Bedeutung hinwies, die auch im Vorwort des Katalogs
niedergelegt ſind:
Die Darmſtädter Jahrhundertausſtellung beabſichtigt,
einem allgemeinen Kreiſe von einer bisher wenig be=
kannten
Epoche der deutſchen Kunſt einen möglichſt aus=
gedehnten
Ueberblick zu gewähren. Nachdem im Laufe der
Jahre, welche auf die deutſche Jahrhundertausſtellung von
1906 in Berlin folgten, Ausſtellungen von Meiſterwerken
der engliſchen und franzöſiſchen Kunſt in Deutſchland
außerordentliche Erfolge davongetragen haben, erſchien
es als Ehrenpflicht, auch der gleichzeitigen deutſchen Kunſt
die Geltung zu verſchaffen, die ihr, ohne ſie überſchätzen
zu wollen, gebührt. Die Grenzen für dieſe deu’ſche Aus=
ſtellung
wurden mit Abſicht weiter gezogen als ſie ſich bei
der engeren hiſtoriſchen Betrachtung des Barock darſtellen.
Denn, es ſollen hier die Werke des Barock und des Rokoko
in ihren geſamten Anfängen und Ausklängen vom Ende
der Renaiſſance bis zur Höhe des Klaſſizismus vorgeführt
werden.
Die Ausſtellungsleitung war ſich der Hinderniſſe ſehr
wohl bewußt, die ſich von vornherein den Abſichten auf
lückenloſe Abrundung entgegenſtellten. Denn die wichtig=
ſten
Schöpfungen des deutſchen Barock und Rokoko ſind
die großen Kirchen, die Schlöſſer und die Dokumente eines
bürgerlichen, architektoniſchen Geſtaltens. Von dieſem
eminenten Wollen kann die Ausſtellung keinen Begriff
geben. Auch was ſie an Entwürfen zu Plafond= und
Wandmalereien zeigt, iſt nur als ein notdürſtiger Erſatz
für den Eindruck jener imponierenden Raumkunſt zu be=
trachten
. Infolgedeſſen mußte auch verzichtet werden auf
das Mobiliar und was mit ihm zuſammenhängt. Von
einer erſchöpfenden Ueberſicht über das Porzellan ließ ſich
um ſo eher abſehen, als es oftmals in Sonderausſtellun=
gen
zu ſeinem Rechte gekommen iſt, und weil der hohe
Veranſtalter der Jahrhundertausſtellung eine vortreffliche,
öffentlich zugängliche Sammlung beſitzt. In der Aus=
ſtellung
ſoll demnach die Linie der Entwickelung vor allem
der deutſchen Malerei vom Dreißigjährigen Kriege bis
zum Ende des 18. Jahrhunderts gezeigt werden. Es iſt
das Beſtreben der Ausſtellungsleitung geweſen, den Nach=
weis
zu führen, daß neben der bisher faſt ausſchließlich
geſchätzten deutſchen Baukunſt des 17. und 18. Jahrhun=
derts
auch eine ſelbſtändige deutſche Malerei beſtanden hat.
Als Ergänzung treten zu den Werken der Malerei eine aus
der Unmenge des vorhandenen Materials gewählte kleine
Anzahl von Handzeichnungen, deren Wert für die Charak=
teriſierung
der wichtigſten Meiſter von beſonderer Bedeu=
tung
iſt, dann einige Beiſpiele der Plaſtik, ſowie erleſene
Proben der gerade damals ganz hervorragenden Gold=
lſchmiedekunſt
. Der enge Zuſammenhang aller künſtleri=
ſſchen
und geiſtigen Intereſſen der deutſchen Kultur von
Leibniz bis Goethe veranlaßte weiterhin die Aufnahme
einer Porträtgalerie der führenden Perſönlichkeiten in den
Jahren 16501800. Die Kunſt der Silhouette, in literari=
ſchen
und höfiſchen Kreiſen raſch aufgenommen und gerne

gepflegt, will endlich das geſellſchaftliche Leben im Zeit=
alter
Friedrichs des Großen in reizvoll künſtleriſcher Weiſe
veranſchaulichen.
Zum Schluſſe ſprach Redner allen Förderern des Un=
ternehmens
den herzlichſten Dank der Ausſtellungsleitung
aus, inſonderheit S. M. dem deutſchen Kaiſer, S. M. dem
Kaiſer Franz Joſef, allen Fürſten, Hofmarſchällen, Mini=
ſtern
, Behörden und Muſeumsdirektoren. Die Rede klang
aus in ein Hoch auf S. K. H. den Großherzog. An die
Anſprache ſchloß ſich ein Rundgang.
Die Ausſtellung umfaßt in 7 Hauptabteilungen an=
nähernd
2000 Ausſtellungsobjekte, nämlich Gemälde und
Paſtelle, Aquarelle und Handzeichnungen, Plaſtik, Minia=
turen
, Porträtgalerie des geiſtigen und künſtleriſchen
Deutſchlands. Gold, Silber, Elfenbein uſw., und Sil=
houetten
. Patrone der Ausſtellung ſind: Kron=
prinz
Rupprecht von Bayern, Prinz Auguſt Wilhelm von
Preußen, Prinz Johann Georg. Herzog zu Sachſen. Die
Liſte der Ausſteller zählt folgende Fürſtlichkeiten auf:
der deutſche Kaiſer, der Kaiſer von Oeſterreich, der König
von Bayern, der König von Sachſen, der König von Würt=
temberg
, der Großherzog von Baden, Großherzog von
Heſſen und bei Rhein, Großherzog von Sachſen=Weimar=
Eiſenach, Großherzog von Oldenburg, Großherzog von
Mecklenburg=Schwerin, Großherzog von Mecklenburg=
Strelitz, Herzog von Cumberland, Herzog zu Braun=
ſchweig
und Lüneburg, Prinz Johann Georg
von Sachſen, Prinzeſſin Mathilde von Sachſen
Fürſt von Hohenzollern, Herzog Ludwig Wilhelm in
Bayern, Herzog zu Braunſchweig und Lüneburg, Herzog
von Sachſen=Meiningen und Hildburghauſen, Herzog von
Sachſen=Altenburg, Herzog von Sachſen=Koburg und
Gotha. Herzog von Anhalt. Prinz Mag von Baden, Fürſt
zu Waldeck und Pyrmont, Fürſt von und zu Liechtenſtein,
Fürſt zu Schwarzburg, Fürſt zur Lippe, Fürſt Reuß ä. L.,
Fürſt Reuß j. L., Fürſt zu Schaumburg=Lippe, Prinzeſ=
ſin
zu Schaumburg=Lippe, Wiesbaden, Fürſt Hugo von
Dietrichſtein zu Nickolsburg, Fürſt zu Fürſtenberg, Fürſt
Adolf Joſeph zu Schwarzenberg, Fürſt Geora zu Solms=
Braunfels, Fürſt zu Solms=Hohenſolms=Lich. Prinz Biron
von Kurland, Fürſtin Marie zu Erbach=Schönberg, Frau
Gräfin zu Erbach=Fürſtenau, Graf zu Erbach=Erbach, Graſ
zu Erbach=Fürſtenau, Graf von Neipperg, Schloß Schwai=
gern
.
Um das Zuſtandekommen und um die Sichtung des
Materials haben ſich beſonders verdient gemacht: Mu=
ſeumedirektor
Dr. A. Brinckmann=Hannover, Dr.
Adolf Feulner=München, Profeſſor Dr. Anton Kip=
penberg
=Leipzig, Geheimrat Profeſſor Dr. Marc
Roſenberg=Karlsruhe, Dr. H. Uhde=Bernays,
Starnberg bei München, Dr. Karl Weſtendorp= Darm=
ſtadt
.

Deutſcher Reichstag.

* Berlin, 19. Mai. Präſident Dr. Kaem pf er=
öffnet
die Sitzung um 10 Uhr 16 Minuten. Zunächſt wird
eine Reihe von Petitionen ohne Debatte erledigt.
Die zum Poſtſcheck=Geſetz eingegangenen Petitionen wer=
den
für erledigt erklärt. Eine Reihe Rechnungsſachen
wird ſodann ohne Debatte erledigt. Es folgt die
dritte Leſung des Konkurrenzklauſel=Geſetzes.
Abg. Marquart (natlb.): Da ich die Konkurrenz=
klauſel
ſchon von jeher für eine ſchwere Schädigung un=
ſeres
Wirtſchaftslebens gehalten habe, bin ich ſtets für
eine völlige Beſeitigung der Konkurrenzklauſel eingetre=
ten
. Der Leipziger Verband der Handlungsgehilfen hat
ſich in ſeiner letzten Verſammlung im gleichen Sinne aus=
geſprochen
. Jetzt entſteht die Gefahr, daß die geheime
Konkurrenzklauſel Anwendung findet. Abg. Giebel
(Soz.): Wir halten daran feſt, daß auf völlige Beſeitigung
der Konkurrenzklauſel gedrungen werden muß. Abg.
Weinhauſen (Fortſchr. Vpt.): Ich bitte, das Geſetz
ſo zu verabſchieden, wie es in der zweiten Leſung geſtaltet
worden iſt. Damit ſchließt die Debatte. Das Geſetz wird
in der Faſſung der zweiten Leſung gegen die Stimmen
der Sozialdemokraten angenommen. Das Geſetz
tritt am 1. Januar 1915 in Kraft.
In dritter Leſung wird ſodann das Spionage=
geſetz
ohne Debatte angenommen. In dritter Leſung
paſſiert hierauf ebenfalls ohne Debatte, und zwar ein=
ſtimmig
, das Duellgeſetz, ebenſo in dritter Leſung
die Gebührenordnung für Zeugen und Sach=
verſtändige
. Es folgen
Wahlprüfungen.
Bei der Prüfung der Wahl des Abg. Alpers
(Welfe, 7 Hannover) empfiehlt Abg. Stadthagen
(Soz.) als Berichterſtatter Gültigkeit der Wahl; in ſeiner
Eigenſchaft als Abgeordneter tritt er jedoch unter größter
Heiterkeit des Hauſes für Beweiserhebung bezw. für Un=
gültigkeitserklärung
ein. Die Kriegervereine hätten bei
dieſer Wahl eine völlig unzuläſſige Haltung eingenom=
men
. Abg. Neumann=Hofer (Fortſchr. Vpt.) be=
fürwortet
Zurückverweiſung an die Kommiſſion. Die
Wahl wird an die Kommiſſion zurückverwieſen. Es
folgt die Wahl des Abg. v. Maſſow (konſ, 2. Königs=
berg
). Die Kommiſſion beantragt Beweiserhebung Abg.
Neumann=Hofer (Fortſchr. Vpt.) beantragt, die Be=
weiserhebung
noch auf weitere Punkte auszudehnen. Das
Haus beſchließt entſprechend dieſen Anträgen. Die Wah=
len
der Abg. Rogalla v. Bieberſtein (konſ.) und
Dr. Pachnicke (Forſchr. Vpt., Mecklenburg=Schwerin),
ſowie des Grafen v. Weſtarp (konſ., 3. Poſen) und
Schmitt (Rpt. 1. Marienwerder) werden für gültig
erklärt, ebenſo die des Grafen v. Carmer= Zieſer=
witz
(konſ., 8. Breslau). Ueber die Wahl des Abg.
Baſſermann (natlb., 5. Trier) beantragt die Kom=
miſſion
Beweiserhebung. Abg. Liſt=Eßlingen (naAb.)
tritt für Gültigkeit der Wahl ein. Es werden Beweis=
erhebungen
beſchloſſen. Als letzte Wahlprüfung erfolgt
die des Grafen Schwerin=Löwitz (konſ., 1. Stettin).
Die Kommiſſion beantragt Beweiserhebung. Abg. From=
mer
(konſ.) beantragt auch hier Erweiterung der Beweis=
erhebungen
. Dieſes wird beſchloſſen. Es folgt die
dritte Leſung des Etats.
Abg. Ledebour (Soz.): Es entſpricht nicht der
Würde des Hauſes, daß niemand weiß, ob die Regierung
beabſichtigt, den Reichstag zu vertagen oder zu ſchließen.
Die Scheuerfrauen werden es wohl wiſſen. (Heiterkeit.)
Dieſe Art und Weiſe, wie die Regierung ſich erlaubt, mit
dem Reichstag umzuſpringen, kann nicht mehr länger er=
tragen
werden. Geradezu unerhört iſt es daß die Re=
gierung
verſucht, den Reichstag mit Freifahrtkarten für
die Beſoldungsordnug zu ködern. Wenn der Staatsſekre=
tär
ſagte, es werde an der Sozialpolitik weiter gearbei=
tet
, ſo ſtimmt das, aber hinter den Kuliſſen in entgegen=
geſetzter
Richtung. Tatſächlich iſt Herr Delbrück kein
Staatsſekretär für, ſondern gegen Sozialreform. Es iſt
charakieriſtiſch, wie bei uns Miniſter ernannt werden.
Einzige Bedingung iſt Schneid, eine Meinung iſt nicht
nötig Der Miniſter muß nur ein Amt haben und dieſes

auf Kommando ausüben. Das trifft aber nicht nur bei
dem Kriegsminiſter, ſondern bei allen Miniſtern zu. ( Hei=
terkeit
links, Lachen rechts.) Wir haben eine Parteiregie=
rung
ſchlimmſter Art, eine Parteiregierung der konſervati=
ven
Minderheit. Herr v. Heydebrand hat ſich zum Erz=
engel
Michael mit dem rieſigen Schwert, mit dem er die
Sozialdemokraten niederſchlagen will, etabliert. So etwas
ſieht man nicht alle Tage. (Heiterkeit.) Das Stichwahl=
ſyſtem
muß aufhören. Wir wären mit dem Proporzſyſtem
durchaus einverſtanden. Wir ſind eine Partei der Re=
volution
, aber nicht der Putſcherei. Die Nationallibera=
len
und das Zentrum träumen von einem antiſozialdemo=
kratiſchen
Block. Dieſer iſt aber nur möglich auf reaktio=
närer
Grundlage, weil ſonſt die Konſervativen nicht mit=
machen
würden. Wir haben als erſte dagegen Stellung
genommen, daß kapitaliſtiſche Unternehmungen, wie un=
ſere
großen Reedereien, mit Mitteln ſubventioniert werden
zu einer Zeit, in der man keine Mittel hat, um ganz ge=
ringfügige
Verbeſſerungen der Bezüge unſerer Beamten
oder unſerer Veteranen vorzunehmen. Wir wollen unſer
Volk zu einer Weltmacht machen, wir wollen aber ver=
hindern
, daß unſere Macht ausgenützt wird zu imperiali=
ſtiſchen
Machterweiterungen im Auslande und zur Nie=
derhaltung
der Volksbewegung im Innern. Wir ſind die
wahren Vaterlandsfreunde, die nicht Feindſchaft, ſondern
Freundſchaft zwiſchen den Völkern wünſchen. (Beifall bei
den Sozialdemokraten.) Damit ſchließt die General=
diskuſſion
.
Der Etat des Reichstags, des Reichskanzlers und der
Reichskanzlei werden ohne Debatte erledigt.
Es folgt der Etat des Auswärtigen Amtes.
Abg. Baſſermann (natlb.): Die durch die Preſſe ge=
gangene
Mitteilung, daß der Schutz der Deutſchen in Ma=
rokko
aufgehoben worden iſt, hat weite Kreiſe, nament=
lich
die des Handels, mit großer Beſorgnis erfüllt. Wei=
ter
ſoll in Marokko eine Verletzung der Madrider Abma=
chungen
vorgekotimen ſein, inſofern, als Vergebungen er=
folgt
ſind, ohne öffentliche Ausſchreibungen vorzunehmen.
Hat die deutſche Regierung gegen dieſe Vertragsverletz=
ungen
proteſtiert? Unterſtaatsſekretär Zimmer=
mann
: Die Zeitungsnachricht, daß zwiſchen der deut=
ſchen
und der franzöſiſchen Regierung Verhandungen
wegen der Aufhebung der Beſtimmungen über die Schutz=
genoſſen
gepflogen ſind, iſt unrichtig. Die deutſche Regie=
rung
iſt ſich ihrer Aufgabe in bezug auf die Schutzgenoſſen
voll und ganz bewußt. Wir können der Regelung dieſer
Frage erſt dann nähertreten, wenn wir eine wirkliche
Aenderung dieſes Syſtems in Erwägung ziehen werden.
Im übrigen iſt die deutſche Regierung mit der franzöſi=
ſchen
Regierung darin einig, daß künftighin bei der Er=
teilung
der Aufnahmegenehmigung für neue Schutz=
genoſſen
die Beſtimmungen der Madrider Konvention be=
achtet
werden. Wenn geſagt worden iſt, daß bei Ver=
gebungen
die Vorſchriften der Madrider Konvention nicht
beobachtet worden ſind, ſo iſt das inſofern vielleicht nicht
ganz unrichtig, als die franzöſiſche Regierung die Abſicht
hat, dieſe Beſtimmungen nicht zu beobachten in Fällen,
wo es ſich um Vergebungen von Anlagen ſeitens der ſtädti=
ſchen
Körperſchaften handelt. Die Frage iſt zuerſt an uns
herangetreten, als die Nachricht in der Preſſe auftauchte,
daß in Fez eine Elektrizitätsanlage vergeben worden ſei,
ohne daß ſie öffentlich ausgeſchrieben wurde. Wir haben
dieſe Nachricht zum Anlaß genommen, bei der franzöſi=
ſchen
Regierung vorſtellig zu werden, und dabei zu beto=
nen
, daß nach unſerer Auffaſſung die von ſtädtiſchen Be=
hörden
zu vergebenden Anlagen den Beſtimmungen der
Madrider Konvention unterliegen. Die franzöſiſche Re=
gierung
hat dieſen Standpunkt beſtritten. Sie glaubt,
daß nach den Beſtimmungen der Madrider Konvention
überhaupt nur ſolche Anlagen den Charakter öffentlicher
Anlagen tragen, die von der Regierung zu vergeben ſind,
nicht von den ſtädtiſchen Behörden. Die Verhandlungen
über dieſe Frage ſchweben noch zwiſchen beiden. Kabi=
netten
. Sollten ſie zu keiner Einigung führen, ſo ſind
wir entſchloſſen, die Sache zur ſchiedsgerichtlichen Ent=
ſcheidung
zu bringen.
Der Etat des Auswärtigen Amtes wird bewilligt. Es
folgt der Etat des Reichsamts des Innern. Abg.
Bauer=Breslau (Soz.): Die Beſtimmungen der Reichs=
verſicherungsordnung
, betr. die Krankenverſicherungspflicht
der Hausgewerbetreibenden, werden dem Krankenkaſſen=
geſetz
auch für die Verſicherten Schwierigkeiten bereiten.
Die ſchleunige Ausgabe von Muſterſatzungen iſt dringend
nötig. Abg. Schiffer=Borken (Zentr.): Wir for=
dern
in einer Reſolution den Ausſchluß des Verbots des
Koalitionsrechts der Arbeiter insbeſondere dahin, daß
Vereinbarungen oder Maßnahmen zur Verhinderung des
Gebrauchs des Koalitionsrechts unter Strafe geſtellt wer=
den
, daß die Tarifverträge zwiſchen Arbeitgebern und
Arbeitnehmern geſichert und nicht ausgeſchaltet werden
und daß die privatrechtlichen und öffentlich=rechtlichen
Verhältniſſe der Berufsvereine aller Art auf freiheitlicher
Grundlage aufgebaut werden. Im Reichsamt des Innern
muß eine Zentralſtelle zur Förderung der Tarifverträge
errichtet und dieſe zu einem Reichseinigungsamt aus=
gebaut
werden. In der Regelung der Krankenverſiche=
rungspflicht
der ſelbſtändigen Hausgewerbetreibenden
muß endlich Ordnung geſchaffen werden, wie die Reſolu=
tion
Dr. Pfeiffer und Dr. Quarck verlangt. Schließlich
treten wir, wie alle bürgerlichen Parteien, der Reſolution
des Grafen Poſadowsky=Wehner bei. Im Intereſſe der
Arbeiter muß auf eine beſchleunigtere und allgemeinere
Durchführung des Hausarbeitsgeſetzes hingewirkt werden.
Dr. Caſpar: Es iſt nicht zu beſtreiten, daß in der
Verſicherungspflicht der Hausgewerbetreibenden große
Schwierigkeiten hervorgetreten ſind. Dieſe liegen nament=
lich
darin, daß in den verſchiedenen Teilen des Reiches
die Verhältniſſe zu verſchieden liegen. Muſterſatzungen
ſind vorhanden. Es iſt zweckmäßig, die bisherigen Be=
ſtimmungen
beizubehalten Die Verwaltungsbehörden
haben nur eine vorbereitende Tätigkeit, die Entſcheidung in
den einzelnen Fällen liegt den Gerichten ob. Vize=
präſident
Dr. Dove teilt mit, daß über einen inzwiſchen
eingegangenen Antrag auf Wiederherſtellung der Oſtmar=
kenzulage
namentlich abgeſtimmt werden ſoll. Abg.
Schiffer=Magdeburg (natlb.): Der in der Reſolution
des Zentrums verlangte Ausbau des Koalitionsrechts=
ſchutzes
würde lediglich den praktiſchen Erfolg haben, daß
die Denunziationen gefördert werden. Der Schutz des
Koalitionsrechtes geht gar zu leicht über in einen Miß=
brauch
des Koalitionsrechtes. Abg. Dr. Pfeiffer
(Zentr.): Ich ſtelle mit Genugtnung feſt, daß die Regie=
rung
prinzipiell bereit iſt, hinſichtlich der Krankenverſiche=
ungspflicht
der Hausgewerbetreibenden eine Klärung
eintreten zu laſſen. Zu den diesbezüglichen Beratungen
müßten aber auch die Beteiligten linzugezogen werden.
Abg. v. Grabski (Pole) bringt einzelne Klagen
vor über die Schwierigkeiten bei der Privatbeamtenver=
icherung
. Miniſterialdirektor Dr. Caſpar ſagt Prü=
ſung
zu. Ueber die einzelnen Fälle hat das Direktorium
er Reichsverſicherungsanſtalt in Verbindung mit dem
Aufſichtsrat zu entſcheiden. Abg. Liſt=Eßlingen
(natlb.): Die Zuſage hinſichtlich der Krankenverſicherungs=
pflicht
der Hausgewerbetreibenden iſt zu begrüßen.

[ ][  ][ ]

Damit ſchließt die Debatte. Die Reſolutionen werden
angenommen. Eine bisher nicht penſionsfähige Zulage
für einige Burcaubeamte im Reichsamt des Innern wird
in eine penſionsfähige Zulage gemäß einem Antrag Beck=
Heidelberg umgewandelt.
Bei dem Allgemeinen Fonds tritt Abg. Trentel
(Ztr.) dafür ein, daß die Aufwandsentſchädigung an ſolche
Familien, von denen mehrere Söhne der Dienſtpflicht ge=
nügen
, auch auf Geſchwiſter ausgedehnt werde, ſoweit El=
tern
und Großeltern nicht mehr am Leben ſind. Beim
Titel Reichskommiſſariate empfiehlt Abg. Schiffer=
Magdeburg (natl.) eine Kompromißreſolution, in den
nächſtjährigen Elat angemeſſene Beträge zur Gewährung
von Beihilfen an das preußiſche Zentralinſtitut für Er=
ziehung
und Unterricht einzuſtellen. Die Kompromißreſo=
lution
wird angenommen und der Etat des Innern be=
willigt
.
Es folgt der Militäretat. Abg. Schöpflin
(Soz.): Auf meine Anfrage, betreſfend den Erlaß an die
Korpskommandanten bezüglich der Dienſtleiſtungen in
Strafabteilungen für Vorbeſtrafte, iſt mir der Kriegsmini=
ſter
die Antwort ſchuldig geblieben. Neuerdings iſt wieder
ein Selbſtmord eines Unteroffiziers wegen ſchlechter Be=
handlung
durch den Kommandeur vorgekommen. Ge=
neralmator
Freiherr Langermann von Erlen=
kamp
: Es ſind wiederholt Klagen an uns gelangt, daß
bei den Truppen Mannſchaften ihren Dienſt ableiſten, die
einen ſchädlichen Einfluß auf die Gemüter ihrer jungen
Kameraden ausüben und ſo geradezu entſittlicht werden.
Um feſtzuſtellen, ob dieſe Klagen berechtigt ſind und ob
Abhilfe geboten iſt, ſind die Generalkommandos zum Be=
richt
aufgefordert worden. Die Entſcheidung ſteht noch
aus. Ueber den Fall des Unteroffiziers, der ſich erſchoſſen
hat, ſind die Akten eingefordert worden. Abg. Dr.
Pfeiffer (Ztr.): Die Konkurrenz der Militärmuſiker
wird von den Zivilmuſikern ſchwer empfunden. Abg.
Held (natl.) kommt auf den Vorfall bei der Beerdigung
eines welfiſchen Kriegervereinsmitgliedes zurück, bei dem
der Herzog von Cumberland einen Kranz mit den eum=
berländiſchen
Farben geſtiftet hatte. Abg. Dr. Mül=
ler
=Meiningen (Fortſchr. Volkspt.): Die von mir in
zweiter Leſung zitierte Kabinettsorder Friedrich Wil=
helm
III. über die Beziehungen zwiſchen Bürgerlichen
und Adligen in der Armee beſteht tatſächlich doch.
Kriegsminiſter v. Falkenhayn: Was in dieſer
angeblichen Kabinettsorder ſteht, iſt jedem Offizier ohne
weiteres bekannt. Ich ſtehe dabei in völliger Ueberein=
ſtimmung
mit meinen Amtsvorgängern. In dem Steno=
gramm
ſteht allerdings zunächſt das Wort iſt das ich ſo=
fort
ſinngemäß in ſcheint umgewandelt habe. Jeden=
falls
wollte ich es ſo verſtanden haben. Das geht aus den
nachfolgenden Worten hervor. Für die Bemühungen, mich
zu belehren, ſpreche ich dem Abg. Müller=Meiningen mei=
nen
verbindlichſten Dank aus. Ich habe aber ſeinen Rax
nicht gern. Wenn er mir Weiſung gibt, wie ich mich be=
lehren
laſſen ſoll in diplomatiſcher Betätigung, ſo möchte
ich ihm empfehlen, ſich mit den betreffenden Herren ſelber
in Verbindung zu ſetzen, dann werde ich ihn fragen, was
er geſagt hat, und ob er ſeinen Rat noch an mich aufrecht=
erhält
. (Schallende Heiterkeit.) Abg. Erzberger
(Zentr.) Leider iſt in Sachen der Sanitätsoffiziere im=
mer
noch nichts geſchehen. Der Reichstag ſolle ſich nicht
nochmals nutzlos damit beſchäftigen müſſen. Kriegs=
miniſter
v. Falkenhayn: In der Kürze der Zeit war
es mir nicht möglich, etwas zu veranlaſſen. Die Frage
wird aber weiter verfolgt und der Reichstag wird nicht
noch einmal Stellung dazu zu nehmen haben. (Beifall.)
Abg. Baſſermann (natl.) empfiehlt einen Antrag
auf Wiederherſtellung der Forderung des Nachrichten=
amts
in der Faſſung der Regierungsvorlage. Abg. Frei=
herr
v. Scheele (Welfe): Der Abgeordnete von Verden
(Held) iſt wirklich der letzte, an den Herzog von Cumber=
land
hinſichtlich der Kranzſpende Wünſche zu richten
(Heiterkeit. Lachen links.) Abg. Ledebour (Soz.):
Ich habe immer noch zu viel Vertrauen an den Kriegs=
miniſter
. Er ſcheint Blut in ſeinen Adern zu haben, wel=
ches
das Talmudiſche in ſeinen Reden erklären läßt. ( Hei=
terkeit
.) Abg. Lieſching (Fortſchr. Volkspt.) emp=
fiehlt
Bewilligung des Nachrichtenamtes mit einem pen=
ſionierten
Stabsoffizier. Kriegsminiſter v. Falken=
hayn
: Nunmehr liegt mir das Aktenſtück über den Erlaß
Friedrich Wilhelm III. vor. Bereits 1895 iſt im Reichs.
Anzeiger die Fälſchung nachgewieſen worden. Es gibt
Seeſchlangen, die ſehr ſchwer zu töten ſind. In Zukunft=
werde
ich aber für meine Erklärungen nicht wieder doku=
mentariſche
Belege beibringen. Abg. Dr. Spahn
(Zentr.): Der Kriegsminiſter mag einmal überlegen, wie
ſich ein Nachrichtenamt billiger einrichten läßt. Nach
nochmaligen Bemerkungen des Abg. Dr. Müller= Mei=
ningen
(Fortſchr. Volkspt.) ſchließt die Diskuſſion. Der
Antrag Baſſermann, betreffend Preßdezernat
mit einem Stabsoffizier, wird abgelehnt. Ebenſo der
Fortſchrittliche Antrag (penſionierter Stabsoffizier). Ber
der letzteren Abſtimmung iſt Hammelſprung notwendig.
Dafür ſind 140, dagegen 173 Abgeordnete. Der Mili=
täretat
wird bewilligt. Ebenſo ohne Debatte
der Etat für das Reichsmilitärgericht. Es folgt der Ma=
rineetat
. Dieſer Etat wird ohne Debatte bewilligt.
Es folgt der Etat der Reichsjuſtizverwal=
tung
. Abg. Thiele (Soz.): Ich bedauere, daß ich
Fälle haarſträubender Rechtsbeugung vorbringen muß,
Fälle, die man in einem Rechtsſtaate für unmöglich halten
ſollte. In erſter Linie trifft das zu auf die Irrenfrage,
die einer reichsgeſetzlichen Regelung unbedingt unterwor=
fen
werden muß. Redner führt eine Reihe von Einzel=
fällen
an. Ein Antrag des Abg. Spahn (Zentr.) will
einen Reichsanwalt ſtreichen. Staatsſekretär Dr. Lisco
bittet um Ablehnung dieſes Antrages. Die Abſtimmung
über dieſen Antrag Spahn bleibt zweifelhaft. Es muß
ausgezählt werden. Der Hammelſprung ergibt, daß 161
Abgeordnete für und 136 gegen die Streichung ſtimmen.
Der ſechſte Reichsanwalt iſt damit abgelehnt. Abg.
Schultz=Bromberg (Rp.) macht darauf aufmerkſam, daß,
da der Antrag nur handſchriftlich vorliegt, die Abſtim=
mung
in der nächſten Sitzung wiederholt werden müſſe
und daher ſei der Beſchluß wirkungslos. Der Etat der
Reichsjuſtizverwaltung wird bewilligt, ebenſo der Etat
des Reichsſchatzamts und der Schutzgebiete. Es wird hierzu
ein Antrag Waldſtein (Fortſchr. Vpt.) angenommen,
der beſagt, daß mit dem Bau der Ovambobahn erſt dann
begonnen werden dürfe, wenn ſichergeſtellt iſt, daß die
Grundeigentümer und Beſitzer von Bergwerksgerechtſamen
und Abgabenſonderechten im Wirtſchaftsbereich der Bahn=
zu
einer ihren Intereſſen an der Bahn entſprechenden Lei=
ſtung
zugunſten des Schutzgebietes herangezogen wer=
den
. Ebenſo wird bewilligt der Etat der Schutzgebiets=
ſchuld
und auch das Etatsgeſetz für die Schutzgebiete.
Es folgt der Etat des Reichskolonialamts.
Abg. Dr. Frank=Mannheim (Soz.): Die Rechte des
Reichstages ſind durch die Art und Weiſe, wie die Duala=
Angelegenheit lehandelt und erledigt worden iſt, ange=
griffen
worden. Kräfte ſind am Werke, die planmäßig
jede Information abſchneiden wollen. Staatsſekretär
Dr. Solf: Die Kolonialverwaltung will auch Recht für

den Neger, wir kennen aber den Neger beſſer als Sie.
Wollte ich auf Ihren Grundſätzen Maßnahmen für die
Behandlung der Eingeborenen treffen, ſo müßte ich die
Kolonialverwaltung aufgeben. Die Verhaftung Dinz’
iſt lediglich die Konſequenz des Verfahrens wegen Hoch=
verrats
, das gegen einzelne Neger ſchwebt. Es war bis=
her
Gebrauch im Reichstag, ſich in ſchwebende Prozeſſe
richt einzumiſchen. Abg. Dove (Fortſchr. Vpt.): Zu
einem Eingreifen in dieſes Verfahren fehlt uns die Mög=
lichkeit
. Der einzige Grund zum Mißtrauen iſt, daß Ver=
waltung
und Juſtiz in den Kolonien nicht getrennt ſind.
Abg. Erzberger (Zentr.): Nach den beſtehenden
Geſetzen iſt gegen dieſes Verfahren nichts einzuwenden.
Abg. Davidſohn (Soz.): Intereſſant war die An=
ſicht
des Staatsſekretärs zu hören, wie er ſich die Gleich=
berechtigung
der Neger denkt. Abg. Frhr. v. Rechen=
berg
(Zentr.): Die ganze Angelegenheit iſt durchaus
korrekt vor ſich gegangen. Abg. Arendt (Rpt.): Frei=
herr
von Schleinitz hat außerordentliche Verdienſte um
Oſtafrika.
Staatsſekretär Dr Solf: Eine weitere Verwendung
des Oberſtleutnants von Schleinitz in der Schutztruppe
hätte nicht im Intereſſe der Kolonie gelegen, und zwar
aus ſachlichen Erwägungen heraus. Politiſche Momente
ſpielen nicht mit. Es iſt nicht wünſchenswert, daß Offi=
ziere
länger als ſieben Jahre bei der Schutztruppe ſind.
Einen Uebertritt in die Armee hat er nicht gewünſcht. Er
hat freiwillig den Abſchied genommen. Seine großen
Verdienſte ſind dadurch anerkannt worden, daß er als
Oberſt den Abſchied bekommen hat. Nach weiterer un=
weſentlicher
Debatte wird der Etat des Kolonialamts in
der Faſſung der zweiten Leſung bewilligt. Der Etat des
Reichseiſenbahnamts wird ohne Debatte bewil=
ligt
, ebenſo derjenige der Reichsſchulden, des Rech=
nungshofes
und des allgemeinen Penſions=
fonds
.
Es folgt der Poſtetat. Hierzu liegt ein Antrag der
Rechten vor, die Oſtmarkenzulage wiederherzuſtellen, fer=
ner
ein Antrag der Sozialdemokraten, als außerordent=
liche
Ausgaben für Unterbeamten der Landbriefträger=
klaſſe
2560000 Mark (je 100 Mark) einzuſtellen. Abg.
Zubeil (Soz.): Ich beantrage, das Gehalt des Staats=
ſekretärs
zu ſtreichen. (Schallende Heiterkeit.) Staats=
ſekretär
Krätke: Den Antrag auf Streichung meines
Gehaltes will ich nicht ſo bedauern als die Tatſache, daß
die Vorwürfe des Abg. Zubeil nicht zutreffen. (Große
Heiterkeit.) Das Gehalt des Staatsſekretärs wird ent=
gegen
dem Antrag des Abg. Zubeil bewilligt. Abg.
Haaſe=Königsberg (Soz.): Nach dem Scheitern der
Beſoldungsvorlage müſſen wir auch durch einen Antrag
dafür ſorgen, den Landbriefträgern die ihnen zugedachte
Gehaltsaufbeſſerung zuteil werden zu laſſen. Reichs=
ſchatzſekretär
Kühn: Der geſtrige Kompromißantrag war
ſehr viel weitgehender, als die jetzt eingebrachte Vorlage
beantragt. Die Bedeutung dieſes Antrages iſt uns viel
weniger materiell, als nach der ſtaatsrechtlichen Seite hin
bedenklich. Die verbündeten Regierungen ſtehen auf dem
entgegengeſetzten Standpunkt, wie der Vorredner. Es
wird hier der Verſuch gemacht, die konſtitutionelle Gleich=
berechtigung
zwiſchen Bundesrat und Reichstag zu durch=
brechen
. Dagegen müſſen wir energiſch Stellung nehmen.
Wir können uns nicht fügen. Dieſe Zulage würde eine Ge=
haltsaufbeſſerung
bedeuten und ſomit gegen das Beſol=
dungsgeſetz
verſtoßen. Die Regierungen können ſich eines
derartigen Verſtoßes nicht ſchuldig machen. Ich bitte Sie,
den Antrag abzulehnen. (Lebh. Bravo!) Abg. Dr.
Spahn (Zentr.): Meine politiſchen Freunde können dem
Antrag nicht zuſtimmen. Abg. Fiſchbeck (Fortſchr.
Vpt.): Wir müſſen die ablehnende Haltung der Regierung
gegenüber unſeren Beſchlüſſen beklagen, wir müſſen aber
damit rechnen. Abg. Graf Poſadowsky (b k. Fr.):
Gerade auf dem Gebiete der Beamtenbeſoldung halte ich
es für höchſt bedenklich, über die Forderung der Regie=
rung
hinauszugehen. Nach weiterer Debatte wird der
ſozialdemokratiſche Antrag, für den nur die Sozialdemo=
kraten
ſtimmen, abgelehnt. Abg. Schulz= Brom=
berg
(Rpt.) empfiehlt den Antrag auf Wiederherſtellung
der Oſtmarkenzulage als alten guten Bekannten.
Staatsſekretär Krätke bittet um Annahme des An=
trages
. Die namentliche Abſtimmung ergibt, daß von
den 334 Abgeordneten 131 dafür und 201 dagegen
ſtimmen, 2. Abgeordnete enthalten ſich. Der Reſt des
Poſtetats wird bewilligt.
Es folgt der Etat der Reichseiſenbahnen. Der
Etat wird bewilligt. Es folgt der Etat der allgemei=
nen
Finanzververwaltung. Nach einer kurzen
Bemerkung des Abg. Dr. Spahn (Zentr.) wird dieſer
Etat, wie der Hauptetat und auch das Etatsgeſetz, be=
willigt
.
Darauf wird vertagt. Nächſte Sitzung Mitt=
woch
10 Uhr: Militärſtrafgeſetznovelle, Rücklagen der
Berufsgenoſſenſchaften, zollwidrige Behandlung der
Gerſte, Abſtimmungen zum Etat. Schluß nach ½9 Uhr.

Badiſcher Landtag.

* Karlsruhe 19. Mai. In der heutigen Sitzung
der Erſten Kammer erklärte Finanzminiſter Dr.
Rheinboldt, daß der Wehrbeitrag in Baden
nach den neueſten Feſtſtellungen nur den Betrag von 31½
Millionen Mark erreichen wird.
* Karlsruhe 19. Mai. Die Zweite Kam=
mer
des Landtags beriet heute über die Anträge
der Nationalliberalen und der Fortſchrittler, betreffend
Einführung der Verhältniswahl. Staats=
miniſter
Frhr. v. Duſch erklärte, die Regierung verkenne
ticht, daß der Verhältniswahl ein Ideal zu Grunde liege,
allein ſie ſtehe auf dem Standpunkte, daß ein wirklich er=
probtes
Syſtem in größerem Stil noch nicht vorhanden
ſei. Die Regierung ſei zu dem Ergebnis gekommen, daß
ein zwingender Grund zur Aenderung der Verfaſſung nicht
vorliege, und daß in der Tat die parlamentariſche Ver=
tretung
den Willen des Volkes wiedergebe. Das Zen=
trum
, das 20 Jahre lang für den Proporz eingetreten
war, hat ſich in der heutigen Sitzung des Landtages
gegen die allgemeine Verhältniswahl
zum Landtag erklärt. Die Anträge, betreffend Einführung
der Verhältniswahl wurden ſchließlich mit 35 gegen 29
Stimmen angenommen.

Sächſiſcher Landtag.

* Dresden, 19. Mai. In beiden Kammern
es Landtages ſanden heute die Schlußſitzun=
gen
ſtatt. Der Etat des Staatshaushalts und das Fi=
tanzgeſetz
wurden bei der Schlußabſtimmung in der
Zweiten Kammer gegen die Stimmen der Sozialdemokra=
ten
angenommen. Auf Grund des verabſchiedeten Etats
werden die Geſamteinnahmen und Geſamtausgaben des
ordentlichen Etats für jedes der beiden Jahre 1914 und
1915 auf 492485 443 Mark feſtgeſetzt. Im außerordent=
lichen
Etat werden für die beiden Jahre zuſammen
75 322000 Mark ausgeſetzt.

Tröffnung des ſchwediſchen Reichstags.

* Stockholm, 19. Mai. Der Reichstag wurde
heute vom König mit folgender Thronrede eröffnet:
Gute Herren, ſchwediſche Männer! Die Sorge für die
Sicherheit des Reiches, die meine Königliche Pflicht iſt,
hal mich veranlaßt, dem Volke Gelegenheit zu geben, durch
Neuwahlen zur Zweiten Kammer ſeine Anſicht über
die Verteidigungsfrage auszudrücken. Nachdem
Ihr nun nach ſtatgehabter Wahl zum ordentlichen Reichs=
tag
verſammelt ſeid, entbiete ich Euch mein Willkommen
zu Eurer wichtigen Aufgabe. Unſer Verhältnis zu den
fremden Mächten iſt andauernd freundſchaftlich. Wahrend
neiner kürzlich durchgemachten Krankheit erhielt ich aus
allen Landesteilen zahlreiche, meinem Herzen teure Be=
weiſe
der Ergebenheit und Teilnahme. Hierfür ſpreche ich
meinen wärmſten Dank aus. Der Ernſt der Zeit erfordert
es, daß die Mängel im Verleidigungsweſen des Reiches
baldigſt behoben werden. Eure vornehmſte Aufgabe in
dieſer Reichstagsſeſſion iſt es, eine wirkliche und dauernde
Löſung der wichtigen Frage zu geben, die nicht gefahrlos
aufgeſchoben werden kann. Die Vorlagen, die Euch jetzt
nach ſorgfältiger Prüfung vorgelegt werden, bezwecken, un=
ſerem
Lande eine planmäßig geordnete, hinreichende Sicher=
heit
zu ſchaffen. Ich hoffe zuverſichtlich, daß Ihr bei Euren
Beratungen die Vorſchläge wohlerwogen finden werdet,
ſowohl hinſichtlich der Notwendigkeit der Verteidigung
als hinſichtlich der Opferfähigkeit des Landes. Ich möchte
auch die warme Aufforderung an Euch alle richten, bei den
bevorſtehenden Berarungen und Beſchlüſſen den Frieden,
die Sicherheit und die Unabhängigkeit des Reiches an die
erſte Stelle zu ſetzen und alle anderen Rückſichten dieſem
großen, hohen Ziele unterzuordnen. Die Opfer, die ich
von Euch fordere, ſind keineswegs gering, aber nicht zu
groß, da ſie dem Wohle des Vaterlandes gelten.
Verſchiedene mit der Verteidigungsfrage zuſammen=
hängende
Vorlagen werden Euch vorgelegt. So unterbreite
ich Euch eine Vorlage über Reformen zum Militär=
ſtrafgeſetz
. Wenn die Urſachen des lähmenden Ge=
fühls
mangelnder Sicherheit für das Vaterland entfernt
ſein werden, dann wird das iſt meine Ueberzeugung
das ganze Volk mit umſo größerer Zuverſicht andere große
Fragen, die der Löſung harren, in Angriff nehmen. Ich
ſchlage Aenderungen der Verfaſſung vor, die
eine anderweitige Einleilung der Staatsdepartements er=
möglichen
. Im Zuſammenhang mit dem Finanzplan, der
Euch unterbreitet werden wird, ſchlage ich zur Deckung
gewiſſer höchſt bedeutungsvoller Aufgaben für verſchiedene
Zwecke eine einmalige Verteidigungsabgabe
vor, eine Verteidigungsſteuer ausſchließlich auf größere
Vermögen und größere Einkommen. Im übrigen beab=
ſichtige
ich nicht vor 1915 neue oder erhöhre Steuern, außer
der Tabakſteuer, die bereits durch die im Januar erlaſſenen
Finanzgeſetzvorlagen in Ausſicht geſtellt worden iſt. Um
die Seſſion nicht ohne zwingenden Grund zu verlängern,
will ich keine anderen Vorlagen unterbreiten, als ſolche,
die nicht aufgeſchoben werden können oder verhältnismäßig
geringe Zeit beanſpruchen. Indem ich Gottes Segen auf
Euch und Eure Arbeit herabflehe, erkläre ich die Seſſion
für eröffnet. Ich verbleibe Euch, Ihr guten Herren und
ſchwediſchen Männer, mit aller Königlichen Gnade und
Huld ſtets wohlgewogen.

Gerichtszeitung.

* Gießen, 18. Mai. In dem Beleidigungs=
prozeß
zwiſchen den heſſiſchen Landtagsabgeordneten
Grünewald und Winkler fällt das Gericht heute
abend um 10½ Uhr nach mehrtägigen Verhandlungen das
Urteil, das den Abgeordneten Winkler wegen Beleidi=
gung
in zwei Fällen zu Geldſtrafen von 300 Mark und 500
Mark, bzw. 30 Tagen und 50 Tagen Haft verurteilt. Dem
Privatkläger wird die Befugnis zugeſprochen, in den Zei=
tungen
, die die Beleidigungen Winklers gebracht haben,
das Urteil zu veröffentlichen. Die Koſten der Verhand=
lungen
beider Inſtanzen fallen dem Abgeordneten Wink=
ler
zur Laſt. Der Abg. Grünewald wurde freigeſprochen.
* Straßburg, 19. Mai. Die Verhandlung in dem
Schadenerſatzprozeß der Straßburger Neuen
Zeitung gegen die Deutſche Tageszeitung mußte abermals
vertagt werden. Der Vertreter der Beklagten Rechts=
anwalt
Hertzer hat gegen die abſchlägige Haltung des
Landgerichts Straßburg hinſichtlich des Ablehnungsantra=
ges
gegen Aſſeſſor Müller wegen Befangenheit Beſchwerde
beim Oberlandesgericht in Colmar eingelegt.
* Königsberg, 19. Mai. Das Kriegsge=
richt
verurteilte den Vizewachtmeiſter Emil De=
binsky
vom 3. Küraſſier=Regiment wegen Verbrechens
gegen § 1 und 2 des Spionagegeſetzes, ſowie wegen
paſſiver militäriſcher Beſtechung zu fünfzehn Jah=
ren
Zuchthaus, zehn Jahren Ehrverluſt und Aus=
ſtoßung
aus dem Heere, Ferner wurde auf Stellung unter
Polizeiaufſicht erkannt, und eine Geldſtrafe von 30000 M.
oder weitere acht Monate Zuchthaus, ſchließlich auf Erſatz
des durch ihn herbeigeführten Schadens. Die Begrün=
dung
des Urteils wurde unter Ausſchluß der Oeffentlich=
keit
gegeben.

Kongreſſe und Verbandstage.

* Köln 19. Mai. Der Verein Deutſcher Zei=
tungsverleger
, der vom 17. bis 20. Mai hier tagt,
hielt heute unter dem Vorſitz von Dr. Faber=Magdeburg
ſeine eigentliche Hauptverſammlung ab, an der als
Ehrengäſte teilnahmen der Gouverneur Generalleutnant
v. Wandel, Regierungspräſident Steinmeiſter,
Polizeipräſident v. Glaſenapp u. a. Nach Begrüs
ßungsanſprachen des Regierungspräſidenten und des Bei=
geordneten
des Handelskammerpräſidenten hielt der
Syndikus des Städtetages, Dr. Luther, einen über=
aus
intereſſanten und lehrreichen Vortrag über die Be=
deutung
des kommunalen Lebens für die Oeffentlichkeit,
Sodann hielten Krumbhaar=Liegnitz und Knittel=
Karlsruhe Vorträge über Fachfragen. Entſprechend der
Tagesordnung folgten eingehende Verhandlungen über
interne Fragen des Zeitungsweſens. Die aus dem Vor=
ſtande
ausſcheidenden Mitglieder Bachem=Köln. Faber=
Magdeburg, Ullſtein=Berlin und Wyneken=Königsberg
wurden durch Zuruf wiedergewählt. Als Ort für
die Hauptverſammlung 1915 wurde Karlsruhe ge=
wählt
. Abends findet ein Feſteſſen mit Beteiligung der
Behörden, morgen auf Einladung des rheiniſch= weſtfäli=
ſchen
Kreisvereins eine Rheinfahrt ſtatt.

Vermiſchtes.

Ernennung. Man erſucht uns um Aufnahme
folgender Mitteilung: Der Nr. 6 der in München erſcheis
nenden Hochſchul=Nachrichten entnehmen wir, daß Aka=
demieprofeſſor
Dr. K. L. Barthels in Aſchaffenburg,
früher in Gießen, aus Anlaß der Vollendung ſeines 50
Lebensjahres zum päpſtlichen Ehrenkammerheren ernannd=

[ ][  ][ ]

wurde und das Voreiotrenz 1. Klaſſ erhielt. Prof. 2. iſt
bekannt als wiſſenſchaftlicher Schriftſteller (Mathematik und
Naturwiſſenſchaft) Mitarbeiter am Kathol Univerſiläts=
blatt
und als eifriger Förderer des Kathol. Univerſitäts=
vereins
.

Der Prinz=Heinrich=Flug 1914.

* Hamburg, 18. Mai. Leutnant Böder, der mit
Leutnant Bernhardt als Beobachter heute morgen
8 Uhr in Poſen aufgeſtiegen war, iſt hier nach einer Zwi=
ſchenlandung
in Johannisthal um 7.45 Uhr abends ein=
getroffen
, um an der Aufklärungsübung des
Prinz Heinrich=Fluges teilzunehmen.
* Frankfurt a. M., 19. Mai. Apparat 36, Führer
Schröder, iſt um 5.04 Uhr geſtartet. Er fliegt außer
Konkurrenz. Um 5 Uhr 49 Min. wurde der Apparat über
Mannheim geſichtet. Apparat 28, Führer Paſchen, iſt
um 5 Uhr 49 Min. hier geſtartet. Um 6 Uhr 38 Min.
wurde der Apparat über Koblenz geſichtet. Um 6 Uhr
40 Min. hat Leutnant Serno einen Probeflug von 10 Mi=
nuten
unternommen, der glatt verlief; ferner unternahm
jApparat 18 um 6 Uhr 50 Min, einen Probeflug von 10
Minuten.
* Frankfurt a. M., 19. Mai. Paſchen (28), der
zum 5.49 Uhr hier nach Köln ſtartete, iſt um 9.24 Uhr, von
Köln kommend, hier glatt gelander. Schröder (36) hat
ſeine Zwiſchenlandung in Baden=Baden vorgenommen.
* Frankfurt a. M., 19. Mai. Oberleutnant Em=
frich
(14) hat um 9 Uhr 7 Min. Worms paſſiert und iſt
zum 9 Uhr 50 Min. hier glatt gelandet. Er hat die Etappe
nicht voll erfüllt und fliegt nicht weiter.
* Frankfurt a. M., 19. Mai. Leutnant Pfei=
ifer
(8) iſt heute abend 7.15 Uhr glatt auf dem hieſigen
Flugplatze gelandet. Schröder (36) ſtartete um
6.38 Uhr in Baden=Oos und flog über Speyer, Worms,
Mannheim nach Frankfurt, wo er 8.45 Uhr landete.
* Marburg a. d. Lahn, 19. Mai. Peinz Hein=
rich
iſt heute früh hier eingetroffen und hat das Flug=
gelände
beſichtigt
* Braunſchweig, 19. Mai. Prinz Heinrich
von Preußen iſt heute abend nach 7 Uhr im Automobil
eingetroffen und hat im Schloß Wohnung genommen.

Vom Balkan.

Eſſad Paſcha gefangen geſetzt.
* Durazzo, 19. Mai. Eſſad Paſcha iſt ge=
fangen
geſetzt und an Bord des öſterreichiſchen
Kriegsſchiffes Szigetvar gebracht worden, wo er vor=
läufig
zur Verfügung des Fürſten verbleibt.
* Durazzo, 19. Mai. Der italieniſche Kreuzer
Vettor Piſani und eine Anzahl italieniſcher Tor=
pedoboote
ſind hier eingetroffen. Die Aufſtändiſchen,
die ſich Durazzo genähert haben, ſtellen die Forde=
rung
, vom Militärdienſt befreit zu werden, und verlangen
Einführung der türkiſchen Sprache anſtatt der albaneſiſchen
in den Schulen. Sie beſchuldigen Eſſad Paſcha, die ihnen
gegebenen Verſprechungen nicht gehalten zu haben. Wie
Es heißt, iſt Abdi Bey geſtern auf dem Wege nach Tirana
getötet worden.
* Durazzo, 19. Mai. Heute früh entwickelte ſich
ein Kampf zwiſchen der holländiſchen Gen=
Darmerie und der Leibwache Eſſad Paſchas.
as Haus Eſſad Paſchas wurde beſchoſſen. Das Gefecht
endete mit der Gefangennahme Eſſad Paſchas, er befin=
det
lich auf dem öſterreichiſch=ungariſchen Kriegsſchiff
½Sciggedvar in Gewahrſam.

Mexiko und die Vereinigten Staaten.

* Waſhington, 18. Mai. Nach einer Meldung
des Admirals Mayo hat der Führer der Aufſtändi=
ſchen
in Tampico, General Caballero, durch die
Handelskammer in Tampico an alle mexikaniſchen und
ſpaniſchen Geſchäftshäuſer das Erſuchen gerichtet, ſich frei=
willig
zu einem Beitrag für die Sache der Konſtitutiona=
liſten
zu verpflichten. Bisher iſt keine Forderung an an=
dere
fremde Handelshäuſer gerichtet worden. Es ſcheint,
daß dieſer Auftrag nicht in Form einer regelmäßigen
Kriegsſteuer, noch auch in Form einer Vorſchußzahlung
hon irgend welchen Steuern für eine beſtimmte Periode
gedacht iſt, für welche Quittungen ausgegeben werden.
Nach einer Meldung an das Marinedepartement hat Ad=
miral
Howard aus zuverläſſiger Quelle erfahren, daß Te=
pic
geſtern von den Konſtitutionaliſten erobert worden iſt
unter Führung des Generals Blanco Buelno; ebenſo ſei
San Blaz von den Konſtitutionaliſten beſetzt worden.
* Waſhington 18. Mai. Auguſto Rodriguez,
leiner der Vertreter Mexikos bei der Friedensvermittlungs=
kenferenz
, ſtellt entſchieden in Abrede, daß Huerta ſich
zum Rücktritt bereit erklärt habe. (?)
* Veracruz, 19. Mai. Senor Urratia, ein frü=
beres
Mitglied des mexikaniſchen Kabinetts unter General
erta, iſt hier in Begleitung ſeiner Familie in einem Zuge=
r
Flüchtlinge angekommen. Er erklärte in einem
ſiterview, es ſei abſurd, zu denken, daß der Präſident
zu rückzutreten beabſichtige.
* Waſhington, 19. Mai. Präſident Wilſon
hat den amerikaniſchen Vertretern der Niagara=
ſanferenz
mitgeteilt, daß die Regierung die endgül=
ge
Beilegung der Streitigkeiten in Me=
ko
als Bedingung für die Zurückziehung der amerika=
ſtiſchen
Truppen aus Veracruz anſehe. Der Präſident
ſab den Delegierten keine beſonderen Inſtruktionen mit,
lpndern erſuchte ſie ,ſich abwartend zu verhalten und Vor=
chläge
entgegenzunehmen, wobei er hinzufügte, daß der
Frieden ihm von der Entfernung Huertas und der Auf=
ichtung
einer ſtrengen und gerechten Regierung abhängig
ſcheine, einer Regierung, die bereit ſei, unbeeinflußte
ahlen vorzunehmen. Die Abgeſandten Huertas erklärten
ich bereit, den Rücktritt Huertas zu empfehlen unter der
Sdingung, daß zuvor eine endgültige Entſcheidung über
ſie Art der Regierung getroffen werde, die folgen ſolle.
die militäriſche Lage in Mexiko bereitet der amerika=
ſſiſchen
Regierung Sorge, da ein plötzlicher Ausbruch von

Feindſeligkeiten gegen die amerilaniſchen Tupen oder
Verwickelungen in Tampico befürchtet werden, die die
ganze Lage ändern könnten.
* Mexiko, 19. Mai. Der Miniſter des Verkehrs=
weſens
und der öffentlichen Arbeiten, Lojano, hat ſeine
Demi ſ. ſi5 m. eingereicht.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telege. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 19. Mai. Das Hoffmannſche Opern=
haus
=Projekt wurde vom Abgeordnetenhaus mit
218 gegen 145 Stimmen angenommen.
* Berlin, 19. Mai. In der heutigen Sitzung des
Seniorenkonvents des Abgeordnetenhau=
ſes
wurde mitgeteilt, daß die Staatsregierung damit ein=
verſtanden
ſei, den Landtag erſt nach Pfingſten zu ver=
tagen
und zwar iſt als letzter Termin der 13. Juni in
Ausſicht genommen, während als der früheſte Termin für
den Beginn der Herbſttagung der 10. November gelten ſoll.
Die Sitzungen nach der Pfingſtpauſe ſollen am 9. Juni
wieder beginnen.
* Berlin, 19. Mai. Auf dem Lehrter Bahnhof trafen
heute abend über 100 engliſche Arbeiter, meiſt
Mitglieder der Trade=Unions, hier im Auftrage der eng=
liſchen
Arbeiter als Friedensdeputation ein.
* Potsdam, 19. Mai. Anläßlich des Geburts=
tages
des Zaren fand heute mittag um 1 Uhr bei
den Majeſtäten im Neuen Palais Frühſtücks=
tafel
ſtatt, zu der geladen waren der ruſſiſche Botſchafter
und die Mitglieder der ruſſiſchen Botſchaft, Staatsſekretär
v. Jagow, Generaloberſt v. Moltke u. a., ferner der Mi=
niſter
des Königlichen Hauſes Graf zu Eulenburg, die Ka=
binettschefs
; von den Mitgliedern des Königlichen Hau=
ſes
nahmen teil die Prinzeſſinnen Eitel Friedrich und
Auguſt Wilhelm, ſowie Prinz Oskar von Preußen mit Ge=
folge
. Die Majeſtäten ſaßen einander gegenüber, rechts
vom Kaiſer der ruſſiſche Botſchafter v. Swerbejew, links
Staatsſekretär v. Jagow: rechts von der Kaiſerin Prinz
Oskar, Prinzeſſin Eitel Friedrich und Generaloberſt von
Moltke, links von Ihrer Majeſtät Fürſt zu Solms=Baruth,
Prinzeſſin Auguſt Wilhelm und Graf Eulenburg. Im
Verlaufe der Taſel trank der Kaiſer auf das Wohl
des Zaren.
* Paris, 19. Mai. Der König und die Königin
von Dänemark ſind heute vormittag nach Brüſſel
abgereiſt.
* Sofia, 19. Mai. Der deutſcher Kreuzer Goeben
der ſich in Konſtantinopel befindet, trifft am 25. Mai in
Dedeagatſch ein. Man bereitet ihm einen freund=
lichen
Empfang in den bulgariſchen Gewäſſern vor.
* London, 19. Mai. Der Gouverneur von Hongkong
berichtet, daß in der letzten Woche 241 Erkrankungen
an Peſt vorgekommen ſind, davon ſeien 185 tödlich ver=
laufen
.
* Petersburg, 19. Mai. Der Kaiſer beſtätigte das
von der Duma und dem Reichsrat angenommene Re=
krutenkontingent
von 585000 Mann. Der Ver=
weſer
des Finanzminiſteriums Bark iſt zum Finanz=
miniſter
ernannt worden.
Das Duell Tisza=Rakosky.
* Peſt, 19. Mai. Um 3 Uhr nachmittags fand im Fecht=
ſaale
von Rakoſy ein Säbelduell zwiſchen dem Mi=
niſterpräſidenten
Grafen Tisza und dem Abgeordneten
Stephan Rakosky unter den ſchwerſten Be=
dingungen
ſtatt. Das Duell wurde mit ſchweren Ka=
vallerieſäbeln
ohne Bandagen ausgefochten, wobei Hieb
und Stich erlaubt war. Es dauerte 20 Minuten und es
fanden fünf Gänge ſtatt. Beim erſten Gang erhielt der
Miniſterpräſident auf dem rechten Arme eine Rißwunde
infolge Ueberbiegens des Säbels ſeines Gegners. Beim
fünften Gange erhielt der Abgeordnete Rakosky eine 15
Zentimeter lange, aber nicht tiefgehende Schnittwunde am
Unterleib. Die Gegner ſchieden unverſöhnt.
Das däniſche Königspaar in Brüſſel.
* Brüſſel, 19. Mai. Das däniſche Königspaar
iſt heute nachmittag von Paris hier eingetroffen.
Auf dem Bahnhof war großer Empfang. Das belgiſche
Königspaar begrüßte die Gäſte und geleitete ſie zum
Schloß, wo ein Empfang des diplomatiſchen Korps ſtatt=
fand
. Zu Ehren des däniſchen Königspaares
fand heute abend 7 Uhr im Stadtſchloß ein Galadiner
ſtatt, zu dem außer dem Gefolge König Chriſtians die
Kammer= und Senatspräſidenten und viele hervorragende
Perſönlichkeiten geladen waren.

Preußiſch=Süddeutſche Klaſſenlotterie.
* Berlin, 19. Mai. In der heutigen Vormittagszieh=
ung
der Preußiſch=Süddeutſchen Klaſſen=
lotterie
fielen 10000 Mark auf Nr. 225744, 5000 Mark
auf Nr. 203805, je 3000 Mark auf Nr. 8215 8725 10411
11293 13449 13908 14157 15659 44626 53153 68576 70011
7(4257 75618 76109 78830 79534 83575 89296 89992 91073
99390 110585 115081 120452 123173 123631 131449 134639
135945 139638 153867 156089 158400 165249 184037 195217
203328 211645 218486 220116 222289 226746. (Ohne Ge=
währ
.)

Erieſtalten.

G. 100. Da zur damaligen Zeit die Krankenkaſſen
noch nicht beſtanden, war keine Meldepflicht der Arbeit=
geber
hinſichtlich ihrer Arbeiter gegeben. Das einzige,
was hier geſchehen könnte, wäre daß Sie durch Hilfe des
Polizeiamtes (alter Adreßbücher) die Wohnungen des Be=
reffenden
ermittelten und die in Betracht kommenden
Hauseigentümer nach den Arbeitsſtellen befragten.

J. Lenmann, Bankgeschäft,
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An- und Verkauf von Wertpapieren. Solide deutsche
Anlagewerte stets vorrätig. Entgegennahme von
Zeichnungen auf sämtliche Neu-Emissionen ohne
Provisionsberechnung.
(10128a

Eine reizende Neuheit, welche die Kinder ſpielend
Geſchicklichkeit erlangen läßt und gleichzeitig An=
regung
verſchafft, erhält auf Wunſch jeder Leſer dieſer
Zeilen koſtenfrei von Neſtle’s Kindermehl= Geſell=
ſchaft
, Berlin W 57. Es iſt dies eine Ausſchneide=
puppe
mit drei verſchiedenen, allerliebſten Gewändern,
womit die Kinder ſehr gern und lange ſpielen. Auf
Wunſch wird auch eine Probedoſe des berühmten Kinder=
mehls
umſonſt beigefügt.
(I.12387
Gaß man Wohlraten nicht aufdrängen ſoll, das iſt
eine uralte Weisheit. In unſerer ſchnelllebigen Zeit
aber muß man das Gute, das für die Welt eine Wohl=
Ttat bedeutet, immer wieder in Erinnerung bringen.
Darum darf man auch immer wieder daranf hin=
weiſen
, daß Fays ächte Sodener, die in ihren wirk=
Tſamen Beſtandteilen ein reines Produkt der zu Kur=
zwecken
ärztlich verordneten Bad Sodener Gemeinde=
Heilquellen 3 und 18 ſind, fich bei allen Katarrhen der
L Armungsorgane, bei Huſten, Heiſerkeit, Verſchleimung ꝛc.
glänzend bewährt haben. Die Schachtel koſtet 85 Pfg.
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Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem Ver=
treter
: Adolf Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: Antonina 16. Mai 5 Uhr morgens in
Neuorleans. Bosnia 15. Mai 2 Uhr nachm. von
Baltimore nach Boſton. Frankfurt 15. Mai 4 Uhr
morgens von Montreal über Rotterdam nach Hamburg.
Graf Walderſee nach Neu=York, 17. Mai 2 Uhr nachm.
Dover paſſiert. Imperator 16. Mai 12 Uhr mittags
von Neu=York über Cherbourg und Southampton nach
Hamburg. Kaiſerin Auguſte Victoria, von Neu=York
kommend, 17. Mai 10 Uhr morgens in Hamburg.
Piſa 16. Mai nachm. von Neu=York nach der Levante.
Preſident Grant von Neu=York kommend, meldet
rahtlos, am 19. Mai 2 Uhr morgens in Plymouth zu
ſein.

ist es schwer, einer anderen
Bouillon Geschmack abzuge-
winnen
nichts gleicht dem
eigenartig feinen, belebenden
Genuß einer Tasse

1 Würfel 5 Pfg., 5 Würfel 20 Pfg. Wo nötis, Verkaufsstellen-Nachweis durch die Rotti-G. m. b. H., München.
Vertreter: Ferdinand Joos, Agenturen und Kommissionen, Darmstadt.

[ ][  ][ ]

eber 1000 Mikionen Doſen Globu=Putz=Estratt
ſind bisher verſandt worden. Kann die Güte und
Beliebtheit eines ſeit Jahrzehnten bekannten Haus=
mittels
beſſer bewieſen werden? Sagt Ihnen die
Ziffer von 1000 Millionen nicht beſſer als alles andere,
das Globus=Putz=Extrakt unübertroffen daſteht? Kein
anderes Metallputzmittel kann eine ſolche hohe Verſandziffer
aufweiſen. Die klugen Hausfrauen haben erkannt, daß
ſie mit Globus=Putz=Extrakt am beſten fahren
ſie haben die Richtigkeit des alten Erfahrungsſatzes
Globus=Putz=Extrakt Der Glanz hält am längſten
ſchon dutzendfach herausgefunden. Verlangen auch Sie
daher den ſparſamen Metallputz, den König der Metall=
(12468
putzmittel: Globus=Putz=Extrakt.

(5766a
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Dr. Oetker’s Hellkopf iſt die Schutzmarke
für das echte Backin=Backpulver und die
übrigen Fabrikate Dr. Oetker’s, die wohl in jeder
Küche Verwendung finden. Unſerer heutigen Nummer
liegt eine Beilage mit Back= und Einmacherezepten bei,
auf deren erſter Seite unten auch zwei helle Köpfe ab=
gebildet
ſind, deren Namen oft genannt werden. Wer
die Namen dieſer beiden hellen Köpfe auf einer Poſt=
karte
der Firma Dr. A. Oetker in Bielefeld mitteilt, er=
hält
poſtfrei Dr. Oetker’s Schulkochbuch ein praktiſches
bürgerl. Kochbuch mit über 200 Rezepten zugeſandt. (12451

Familiennachrichten.

Statt Karten!
Ludwig Schmidt
Clara Schmidt, geb. Rabe
VERMAHLTE
Dortmund
Darmstadt
20. Mai 1914.

38

Statt beſonderer Anzeige.
Allen Freunden und Bekannten die er=
ſchütternde
Nachricht, daß mein geliebter Mann,
unſer treuſorgender Vater, der Herr (*14332
Privatier und Privatgelehrte
Wolfgang Heydrich
in voller Friſche und Geſundheit im 38. Lebens=
jahre
plötzlich durch einen ſchrecklichen Unglücks=
fall
aus dem Leben geſchieden iſt.
Um ſtille Teilnahme bitten
die tieftrauernde Gattin Helene Heydrich
und Sohn Hellmut.
Eberſtadt, den 18. Mai 1914.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den
21. Mai, in Eberſtadt um 2 Uhr nachmittags
von der Leichenhalle aus ſtatt.

Todes=Anzeige.

Verwandten, Freunden und Bekannten
die traurige Nachricht, daß unſer lieber Sohn,
Bruder, Schwager und Onkel
(12474
Konrad Hellermann
heute vormittag nach kurzem, ſchwerem Leiden
ſanft verſchieden iſt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Adam Hellermann,
Wienersſtraße 48.
Darmſtadt, den 19. Mai 1914.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den
21. Mai, vormittags 11 Uhr, vom Portale
des Beſſunger Friedhofes aus ſtatt.

Tür den Prinz=Heinrich=Flug 1914 ſind weiter ein=
gegangen
: Zahnarzt Nachtigall 10 . C. Diefenthäler
10 . Geheimer Rat Dr. Preetorius 10 . Geheimer
Oberkonſiſtorialrat D. Peterſen 10 . Zuſammen 40 .
Mit den bereits veröffentlichten 1924.50 zuſammen
1964.50 . Weitere Gaben nehmen wir gerne entgegen.
Darmſtädter Tagblatt‟
Die Geſchäftsſtelle.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Immer noch bedeckt hoher Druck, der ſeit Montag
Ausdehnung und Stärke nicht weſentlich geändert hat,
Weſt= und Mitteleuropa, während ſich das nördliche
Tiefdruckgebiet oſtwärts ausgebreitet hat. Da der Druck
im Weſten ſteigt, haben wir heute keine Aenderung
unſerer Witterung zu erwarten.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 20. Mai:
Vielfach heiter, trocken, warm, öſtliche Winde.

Tageskalender.

Mittwoch, 20. Mai.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende gegen
10 Uhr (Ab. B): Der Biberpelz.
Spielabend des Schachklubs um 8 Uhr im Reſtaurant
Kaiſerſaal
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. Perkeo um
8 Uhr.
Donnerstag, 21. Mai.
11. Internationales Tennis=Turnier auf
dem Sportplatz am Böllenfalltor.
Spaziergänge uſw.: Turngemeinde Darmſtadt nach
Nieder=Ramſtadt (Abmarſch um 2 Uhr vom Turnhauſe.)
Turngeſellſchaft nach der Moltke=Eiche (Abmarſch um
7 Uhr vom Turnhauſe) Stammtiſch=Geſellſchaft
Klopper nach der Tilly=Eiche (Abmarſch um 6 Uhr vom
Vereinslokal) Geſangverein Sängerluſt nach Roß=
dorf
(Abmarſch um ½2 Uhr vom Kapellplatz).
Tanzkränzchen: Stadt Pfungſtadt um 4 Uhr.
Reſt. Roſenhöhe um 4 Uhr.
Konzerte: Ludwigshöhe morgens 5 Uhr und nachmit=
tags
4 Uhr. Perkeo um 4 und 8 Uhr. Waldfriede
um 4 Uhr. Reſt. Schweizerhaus zu Eberſtadt um
4 Uhr.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Max Streeſe; für den Anzeigenteil,
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem Geſchäfts=
leben
: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträg=
liche
werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.

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wo selbst sich die Natur im frischen Blütenschmuck zeigt u. allenthalben
neues Leben spriesst, wird auch zweifellos bei den meisten Menschen
das Gefühl erweckt werden, die Kleidung der wärmeren Jahreszeit
anzupassen, mithin dem Frühling gemäss, auch den äusseren
Menschen zu verjüngen.
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Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

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und Gravierung. 1 goldenes Kettenarmband. 1 Doublé= Reifarm=
band
mit Anhänger. Einige Pfennige in bar. 1 Lederetui mit
2 Kaſſen= und 3 kleinen Schlüſſeln. 1 kleines Seehundlederporte=
monnaie
mit 10 Pfennigen. 1 weißer Knabenſtrohhut mit blauem
Band. 1 blauer Kinderſtoffhut. 1 runde Doublébroſche (verſchlungen).
(12360
1 grünl. Frühſtückskörbchen. 1 ſchwarze Lederſchürze.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 deutſcher Schäferhund (zugelaufen). Die Hunde können
von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden.
Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
(12408
Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Donnerstag, den
21. Mai, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends
folgende Apotheken geöffnet: Einhorn=Apotheke, Kirchſtraße, und
Beſſunger Apotheke, Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind von
1 Uhr ab geſchloſſen.

Fluchtlinienplan=Feſtlegung.

Der auf Grund Genehmigungsverfügung Großh. Miniſteriums
des Innern vom 1. ds. Mts. zu Nr. M. d. J. 6340 feſtgeſtellte Flucht=
linienplan
für die Heidelberger Straße zwiſchen Waldanfang
und Gemarkungsgrenze Eberſtadt liegt auf dem Stadtbauamt,
(12409
Grafenſtraße 30, zur Einſicht offen.
Darmſtadt, den 16. Mai 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Jaeger.

Nachlaß=Verſteigerung.

Montag, den 25. Mai 1914, nachmittags 3 Uhr, werden
im Hauſe Beſſunger Straße 34, Seitenbau, verſchiedene zu einem
Nachlaß gehörige Mobilien und Kleidungsſtücke freiwillig gegen bar
(12368ms
verſteigert.
Darmſtadt, den 12. Mai 1914.
Städtiſches Armen= und Fürſorgeamt.
Krapp.

Nächſter Zuchtviehmarkt in Darmſtadt
Dienstag, den 26. Mai 1914.

Darmſtadt, den 16. Mai 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.

(12369ms

Privatklinik f. Frauenkrankheiten u. Geburtshilfe
von Dr. Machenhauer, Darmstadt
Telephon 288.
Lagerhausstrasse 24.
Besuchszeit: täglich von 24 Uhr nachmittags.
Aerztliche Sprechstunde nur in der Privatwohnung:
Riedeselstrasse 52.
Werktags von 24 Uhr nachm. Telephon 334.
Betr. Behandlung der Kassenmitglieder bestehen Verträge
mit sämtlichen Krankenkassen.
(12439a

Weber’sche Augenklinik Darmstadt.
Frankfurterstrasse 42
Aerztliche Sprechstunde: 1012½ und 24 Uhr.
Augenarzt Dr. Ollendorff.
Betr. Behandlung von Kassenmitgliedern bestehen
Verträge mit sämtlichen Krankenkassen.

Orthopädisch-chirurgische Heilanstalt
Dr. med. Emil Wolf
Darmstadt, Rheinstrasse 31, Telephon 729.
Sprechstunden täglich (ausser Mittwoch) v. 25 Uhr.
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mit sämtlichen Krankenkassen.

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der Durchſchnittspreiſe von folgen=
den
Früchten und Verbrauchsgegen=
ſtänden
in der Zeit
vom 1. bis 15. Mai 1914:
per Sack à 100 Kilo
Weizen von Mk. 21.50 bis 26.25
17.
Korn
18.25
19.
17.
Gerſte
Hafer
18.50 19.50
Butter ½ Kilo Mk. 1.35
Butter in Partien Mk. 1.25
Eier per Stück 9 Pfg.
Eier in Partien per 25 Stück
Mk. 2.
Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 8.
Kartoffeln per 25 Kilo Mk. 2.50
Kornſtroh per 50 Kilo Mk. 2.75
Heu per 50 Kilo Mk. 3.75
Darmſtadt, 19. Mai 1914.
Großh. Polizeiamt Darmſtadt.

Bekanntmachung.

Mittwoch, den 17. Juni 1914,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Valentin Ganß=
mann
und deſſen Ehefrau Marie,
geb. Nöller, dahier gehörigen Lie=
genſchaften
:

Flur Nr. qm
VI 400 44 Grasgarten
Weinbergſtr.,
VI 401 607 Hofreite Wein=
bergſtraße
Nr. 14
VI 402 36 Grasgarten
Weinbergſtraße,
VI 403 42 Grasgarten da=
ſelbſt
,
VI 404 543 Grabgarten da=
ſelbſt
,

in unſerem Geſchäftszimmer, Witt=
mannſtraße
1, wiederholt zwangs=
weiſe
verſteigert werden. (K95/13
Die Genehmigung der Verſteige=
rung
kann auch dann erfolgen,
falls kein der Schätzung entſprechen=
des
Gebot eingelegt wird und
andere rechtliche Hinderniſſe nich
entgegenſtehen.
Darmſtadt, 18. Mai 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (IX,12420

Betr. . Lohnbewegung im Dachdeckergewerbe.

In der Sitzung des Einigungsamts beim Gewerbegericht Darm=
tadt
vom 15. Mai 1914 iſt in Sachen der Lohnbewegung im Dach=
deckergewerbe
außer den allgemeinen Arbeitsbedingungen bezüglich
des Arbeitslohnes und der Kündigung folgende Vereinbarung ge=
troffen
worden:
1. Der Stundenlohn beträgt für einen Dachdeckergehilfen vom
18. Mai 1914 ab 65 Pfennig und vom 1. April 1915 ab
67 Pfennig.
Die Löhne aller übrigen Arbeiter, welche bis zur Arbeits=
einſtellung
arbeiteten, werden vom 18. Mai 1914 ab um
5 Pfennig und vom 1. April 1915 ab um weitere 2 Pfennig
für die Stunde erhöht.
Für Junggeſellen und Hilfsarbeiter, welche Geſellen=
arbeit
verrichten, verſteht ſich der Lohn nach gegenſeitiger
Vereinbarung, jedoch nicht unter 50 Pfennig.
Der Mindeſtlohn für Hilfsarbeiter beträgt 40 Pfennig.
Bei Arbeiten an Türmen ohne Rüſtung wird ein Lohn von
90 Pfennig für die Stunde gewährt.
2. Kündigung findet nicht ſtatt, das Arbeitsverhältnis kann
aber nur mit Ende des Arbeitstags gelöſt werden.
Darmſtadt, den 15. Mai 1914.
(12359

Das Einigungsamt des Gewerbegerichts Darmſtadt.

Die Vertrauensmänner:
Konrad Haury. Phil. Schleydt. Georg Raab. Joſeph Hütſch.
Die Vertreter der Arbeitgeber:
Jean Keller. Hch. Müller. Hch. Weiler.
Die Vertreter der Arbeitnehmer:
Gg. Diehl. Wilh. Herbert. Hch. Löffel.
Zur Beglaubigung:
Dr. Stein, Vorſitzender. Darmſtädter, Oberſtadtſekretär.

Möbelieſerung,.

Die Anfertigung und Anliefe=
rung
von Möbelſtücken für die
Ludwigs=Oberrealſchule ſoll ver=
geben
werden.
Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Angebote ſind bis
Mittwoch, den 27. Mai 1914,
vormittags 10 Uhr,
(12304im
einzureichen.
Darmſtadt, 18. Mai 1914.
Stadtbauamt.

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Am Donnerstag, den 21.
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* Athletik. Bei dem nationalen Wettſtreit in Fulda
gelang es den Mitgliedern des Athletenvereins Darmſtadt,
folgende Preiſe zu erringen: 2. Preis im Steinſtoßen,
2. Preis im Kugelſtoßen, 3. Preis im Hammerwerfen und
3. Preis im Gewichtswerfen errang Edmund Otto= Darm=
ſtadt
, 2. Preis im Mittelgewichtsringen, ferner 2. Preis
im Mittelgewichtsſtemmen, 4. Preis im Kugelſtoßen und
zuletzt 5. Preis im Gewichtswerfen errang Hermann
Groß, 3. Preis Mittelgewichtsringen Karl Bertſch,
11. Preis im Leichtgewichtsſtemmen Ludwig Eiberger.
Auch werden unſer Weltmeiſter Joſeph Otto und unſer
Europameiſterſchafts=Stemmer Georg Schleidt auf dem
am 25. und 26. Inli d. J. ſtattfindenden nationalen
Wettſtreit um die deutſchen Meiſterſchaften in Schwer=
und Leichtathletik in Fürth (Bayern) unſere Farbe erfolg=
reich
, wie immer, vertreten, da ſie ſich im beſten Training
befinden.
* Karlsruher Fußballverein in Darmſtadt. Man
ſchreibt uns: Mit Freuden wird es in den Darmſtädter
Sportkreiſen begrüßt, daß es dem Darmſtädter Sportklub
1905, e. V gelungen iſt, die Ligamannſchaft des Karls=
ruher
Fußballvereins, ehemaliger deutſcher Meiſter, zu
verpflichten. Mit dieſem Verein lernen wir einen der äl=
teſten
deutſchen Fußballklubs kennen. Er wurde 1891 von
einer Anzahl Gymnaſiaſten gegründet, die ſich das Fuß=
ballſpiel
von dem damals in Karlsruhe ſchon beſtehenden
Engliſchen Fußballklub abgeſehen hatten. Auf ein raſches
Aufblühen erfolgte im Jahre 1893 eine Kriſis, die erſt im
Jahre 1898 durch Zuwachs neuer Spieler wieder vollſtän=
dig
behoben wurde. In dieſe Zeit fällt auch die Gründung
des Verbandes ſüddeutſcher Fußballvereine und konnte
ſich der K. F.=V. mit großem Erfolg an den ſtattfindenden
Meiſterſchaftsſpielen beteiligen. In der folgenden Zeit
ſehen wir den ſtrebſamen Verein zu hoher Blüte gelangen.
Weit über Deutſchlands Grenzen iſt der Name des tüch=
tigen
K. F.=V. bekannt und noch heute, im Zeitabſchnitt
der Kriſis, iſt er das Vorbild deutſcher Fußballkunſt. Die
Kriſis dürfte aber durch die Rückkehr einiger älterer

Spieler und durch eiſriges Training der jungen Kräſte
wieder behoben ſein, wie uns das an Oſtern gegen den
diesjährigen ſüddeutſchen Meiſter, Spielvereinigung
Fürth, erzielte Reſultat von 1:0 Toren für K. F.=V. zeigt.
Vereine wie Sportvereine Wiesbaden, Kickers=Offenbach,
Raſenſpieler=Mannheim uſw. mußten ſich der aufſtreben=
den
Mannſchaft an den vergangenen Sonntagen meiſt
mit ziemlich hohen Niederlagen beugen.
* Erſtes alademiſches Meiſterſchaftsfechten von
Deutſchland am 16. und 17. Mai. Das Ergebnis der
Säbelkämpfe iſt: a) Für Studierende: 1. Hederich=
Dresden (Deutſcher Hochſchulmeiſter für Säbel 1914);
2. Nagel=Darmſtadt; 3. Schöndube=Kiel; 4. Grimm= Leip=
zig
; b) fürehemalige Studierende: 1. Dr. Wirtz=
Frankſurt (Akademiſcher Meiſter in Säbel für Deutſch=
land
1914); 2. Dipl.=Ing. Klinzner=Hannover; 3. Dipl.=
Ing. Meienreis=Berlin; 4. Oberlehrer Haas=Frankfurt
Herr cand. arch. Nagel=Darmſtadt (Chattia und Darmſt.
Fechtklub) erzielte mit dem Hochſchulmeiſter in Säbel 1914
eine gleichhohe Trefferzahl, und erſt ein weiterer Stich=
kampf
entſchied zu ſeinen Ungunſten.
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Mai=Preis; 2800 Mark Diſtanz 2500 Meter: 1. Herrn G.
Seegers F.=St. (C. Mills), 2. Pelargonium (Wiltſhire),
3. Oreade (Weiß). Tot. 16110, Pl. 11, 17110. Verkaufs=
Preis; 2000 Mark. Diſtanz 2400 Meter: 1. Herrn L.
Jacobis Anina (Wiltſhire), 2 Brownie (Fitzen), 3. Artus
Tochter (Ringius). Tot. 43:10, Pl. 19, 32, 28:10. Preis
der Internationalen; 3500 Mark, Diſtanz 2600 Meter: 1.
Herrn R. Herrmanns Impalpable (Weiß), 2. Sieg=
mund
(Lautenberger), 3. Fuchsmajor (Schleußner). Tor.
30:10, Pl. 13. 13, 16:10. Preis von Bindow; 2000 Mark,
Diſtanz 2200 Meter: 1. Herrn L. Rösners Bowa (Ch.
Mills), 2. Czar (Knöpnadel), 3. Regina (Wiltſhire). Tot.
33:10, Pl. 29, 17, 40:10. Beſitzer=Preis; 1500 Mark, Di=
ſtanz
2400 Meter: 1. Geſt Germanias Recke (F. Brandt),
2. Hans Medium (Preusler), 3. Quote (Brümmer). Tot.

12710, Pf. 12. 1620. Iinländer=Preis: 20 Mart,
Diſtanz 2300 Meter: 1. Geſt. Kreuzbuchs Morgana (Weiß),
2. Mea (Lautenberger), 3. Sage (Helmus). Tot. 47110,
Pl. 22, 32, 127110.

Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
ſeinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)

Auerbach, 19. Mai. Trotzdem wir bereits im
Herbſte eine Eingabe mit mehr denn 400 Stimmen an
das Kreisamt um Beibehaltung einer Zahlſtelle der Allg.
Krankenkaſſe, Sektion Bensheim, machten, iſt immer noch
nichts erfolgt. Es herrſchen eben direkt unhaltbare Zu=
ſtände
, und man iſt förmlich gezwungen, ſich extra einen
Dienſtboten zu halten, der die Gänge nach Bensheim zur
Krankenkaſſe macht. Eine große Anzahl beſſe=
rer
hieſiger Einwohner die der Ge=
meinde
Auerbach hohe Steuern zahlen,
überlegen ob ſie nicht, wenn dieſe Zu=
ſtände
weiter herrſchen, vorziehen, nach
einem anderen Platze zu verziehen. Wir
hoffen alle, daß der Ausſchuß, der in den nächſten Tagen
in Bensheim zuſammentritt, dieſen Mißſtänden Abhilfe
ſchafft, eine Zahlſtelle errichtet und dafür ſorgt, daß die
Kranken gehörig kontrolliert werden.
Einer für viele,

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Eiſen=Mangan=Kochſalzquelle) hat
mir bei einem alten
Frauenleiden
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und Schärfen völlig genommen und
eine wunderbare Kräftigung der
leidenden Teile bewirkt. Ich hätte
einen ſolchen Erfolg nie für möglich
gehalten, habe mich nie ſo wohl und
geſund gefühlt, wie jetzt nach der Kur
mit Ihrer Wunderquelle. Dieſelbe
wirkt vor allem glänzend auf die
Tätigkeit der Nieren, reinigt das
Blut und die Säfte. Seit ich Ihren
Markſprudel trinke bin ich auch
völlig von meinen Menſtruations=
beſchwerden
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Backin=Kuchen.
Zukaten: 100 g Butter, 100 g Zucker, 4 Eier,
250g Weizenmehl, 1 Päckchen von Dr. Oetker’s Backin,
4 Eßlöffel voll Milch, 1/2 Zitrone.
Zubereitung: Butter, Zucker, Eigelb rührt man
ſchaumig und fügt nach und nach das mit dem Backin ge=
miſchte
und durchgeſiebte Mehl und die Milch hinzu, zuletzt
rührt man das zu Schnee geſchlagene Eiweiß und das
abgeriebene Gelbe einer halben Zitrone unter die Maſſe,
füllt dieſe in eine mit Butter ausgeſtrichene Form und
bäckt den Kuchen rund 3/4 Stunde. Dieſes Gebäck iſt ſehr
leicht verdaulich für Kinder und Kranke. Alle für den
Körper notwendigen Nährſtoffe ſind in ihm enthalten. Läßt
man ſolch ein Stück Kuchen in warmer Milch zergehen, ſo
ergibt dies eine vorzügliche Speiſe für kleine Kinder.
Der Backin=Kuchen kann auch ſofort, nachdem er aus
dem Ofen genommen iſt, geſtürzt und als Warmer
Puddingmit einer Weinſchaumſauce aufgetragen werden.
Schokoladen=Kuchen.
Zutaten: 250 g Butter, 500 g Zucker, 6 Eier,
das Weiße zu Schnee geſchlagen, 500 g Mehl, 1 Päckchen
von Dr. Oetker’s Vanillin=Zucker, 1 Päckchen von
Dr. Oetker’s Backin, 3 Eßlöffel voll Kakao, 1 kleine
Taſſe voll Milch oder Rahm.
Zubereitung: Die Butter rühre zu Sahne, gib
Zucker, Eigelb, Vanillin=Zucker, Mehl, dieſes mit dem
Backin gemiſcht, Milch daran und zuletzt den Schnee der
6 Eiweiß.
Teile die Maſſe, menge unter die eine Hälfte den
Kakao, fülle den Teig abwechſelnd in die gefettete
Form und backe den Kuchen 1 bis 1½ Stunden.
Biskuit=Kuchen.
Zutaten: 8 Eier, 400 g Zucker
½ Päckchen von Dr. Oetker’s Vanil=
lin
=Zucker, 300 g Mehl, ½ Päckchen von
Dr. Oetker’s Backin, 6 Eßlöffel voll Waſſer.
Zubereitung: Eigelb, Zucker, Vanillin=Zucker
und Waſſer werden ſchaumig gerührt, dann nach und
nach das mit dem Backin gemiſchte Mehl und zuletzt der
Eierſchnee hinzugetan. Der fertige Teig wird in eine
mit Butter ausgeſtrichene Form gefüllt und bei mäßiger
Hitze etwa 3/4 Stunde gebacken.
Käſe=Kuchen.
Zutaten zum Teig: 65 g Butter, 1 Ei, 50 g Zucker
150 g Mehl, 2 Teelöffel voll von Dr. Oetker’s Backin
Zutaten zum Belag: 200 g Quark, 1/8 Liter
ſauren Rahm, 50 g Zucker, 1 Teelöffel voll von Dr.
Oetker’s Vanillin=Zucker, 2 Eier, 1 Eßlöffel voll von
Dr. Oetker’s Guſtin oder feinſtes Stärkemehl, 80 g
Korinthen.
Zubereitung: Zuerſt bereitet man den Mürbe=
teig
. Eier und Zucker werden mit einem Teil des mit
dem Backin gemiſchten Mehles verrührt. Dann arbeitet
man die kalt geſtellte und in Stückchen zerpflückte Butter
mit dem Reſt des Mehles unter die Maſſe und fügt
nötigenfalls ſoviel Mehl hinzu, daß ſich der Teig aus=
rollen
läßt. Mit dem fertigen Teig belegt man den
Boden einer Springform. Dann wird der Quark durch
ein Sieb gerieben, mit dem Rahm, Zucker, Vanillin=
Zucker, Eidottern, Korinthen und Guſtin glatt gerührt,
zuletzt mit dem Eierſchnee vermiſcht, auf den Teig gegoſſen
und im heißen Ofen ſchnell gebacken.

Topf=Kuchen.
Zutaten: 250 g Butter, 200 g Zucker, 7 Eier,
das Weiße zu Schnee geſchlagen, 500 g Weizenmehl,
1 Päckchen von Dr. Oetker’s Backin 100 g Korin=
then
, 100 g Roſinen, 50 g Sukkade (Zitronat), das abge=
riebene
Gelbe einer halben Zitrone, 1/8 bis 1/4 Liter Milch.
Zubereitung: Die Butter rühre ſchaumig, gib
Zucker, Eigelb, Mehl, dieſes mit dem Backin gemiſcht,
Milch hinzu und zuletzt die Korinthen und Roſinen, die
Sukkade, das Zitronengelb und den Eierſchnee. Fülle
die Maſſe in die gefettete und mit Mandeln ausgeſtreute
Form und backe den Kuchen in rund 1½ Stunden.
Anmerkung: Man gibt zu dem Teig ſo viel Milch,
daß er dick vom Löffel fließt.
Gewürz=Kuchen.
Zutaten: 250 g Butter, 375g (3/4 Pfd.) Zucker,
6 Eier, das Weiße zu Schnee geſchlagen, 500 g Weizen=
mehl
, 1 Päckchen von Dr. Oetker’s Backin, 1 Tee=
löffel
voll Zimt, 1 Meſſerſpitze voll gemahlene Nelken,
50 g Sukkade (Zitronat), 125 g Korinthen, 3 Eßlöffel
voll (50 g) Kakao, 1/8 bis 1/4 Liter Milch.
Zubereitung: Die Butter rühre ſchaumig, gib Zucker,
Eigelb, Mehl, dieſes mit dem Backin gemiſcht, Milch hinzu
und zuletzt den Kakao, die Korinthen, Sukkade, Zimt,
Nelken und den Eierſchnee. Fülle die Maſſe in die gefettete
Form und backe den Kuchen in rund 11 Stunden.
Anmerkung: Man gibt zu dem Teig ſoviel Milch, daß
er dick vom Löffel fließt.
Mürbeteig für Obſt=Kuchen.
Zutaten: 125g Butter, 2 Eier, 100 g
Zucker, ½2 Päckchen von Dr. Oetker’s Backin,
300 g Mehl.
Zubereitung: Eier und Zucker werden
II.
mit einem Teil des mit dem Backin
gemiſchten Mehles verrührt. Dann
arbeitet man die kalt geſtellte und in
Stückchen zerpflückte Butter mit dem
Reſt des Mehles unter die Maſſe und fügt nötigenfalls
ſoviel Mehl hinzu, daß ſich der Teig ausrollen läßt.
Man bäckt den zwei meſſerrückendicken Teig in einer
butterbeſtrichenen und mit Reibebrot ausgeſtreuten Spring=
form
bei mäßiger Hitze in etwa ½/2 Stunde hellbraun.
Dieſe Anweiſung gibt 2 bis 3 Kuchen. Die Torten=
böden
belegt man mit beliebigem gekochtem Obſt, wie
Stachelbeeren, Erdbeeren, Kirſchen, Zwetſchen uſw. Den
Obſtſaft verdickt man mit Stärkemehl und gibt ihn heiß
über die Früchte. Die Tortenböden kann man einige
Tage aufbewahren, belegt ſie jedoch erſt am Tage des
Gebrauchs mit dem Obſt.
Sandtorte.
Zutaten: 250 g Butter, ungeſalzen oder ge=
waſchen
, 250 g Zucker, 250 g Weizen= oder Maispuder,
4 Eier, 1 Teelöffel voll von Dr. Oetker’s Vanillin=
Zucker, 1 Teelöffel voll von Dr. Oetker’s Backin.
Zubereitung: Die Butter wird etwas er=
wärmt
und ſchaumig gerührt. Dann gibt man all=
mählich
Zucker und Vanillin=Zucker hinzu. Hierauf ein
Ei und etwas Puder, der vorher mit dem Backin ge=
miſcht
wurde. Iſt dieſes gut verrührt, wieder ein Ei
und etwas Puder, bis die Eier und der Puder ver=
braucht
ſind. Die Maſſe wird in eine mit Butter aus=
geſtrichene
Form gegeben und bei mittlerer Hitze rund
1 Stunde gebacken. Sandtorte hält ſich lange Zeit
friſch und iſt ein beliebtes Gebäck für Tee und Wein,

[ ][  ][ ]

jeder ſeine Schritte, ſie zu durchmeſſen

er
abgeſt
ichtige
ſorgſam vorher erforſcht. Aber
es gehört w
cklich das
und
Freie zu Be=
ſtammende

Entdeckungstalent eines Columbus und der Spürſinn eines

Blitz=Kuchen.
Zutaten: 250 g Butter, 500 g Zucker, 8 Eier,
500 g Mehl, 1 Päckchen von Dr. Oetker’s Backin,
1 geſtrichenen Teelöffel voll Salz, 125 g abgezogene
und in Stifte geſchnittene Mandeln, 11/2 Teelöffel voll
Zimt, 1 Zitrone.
Zubereitung: Butter, Zucker und Eier rührt
man ſchaumig, fügt das Salz, das mit dem Backin ge=
miſchte
Mehl und die abgeriebene Schale einer Zitrone
hinzu. Der fertige Teig wird auf ein gut eingefettetes
Blech etwa 23 mm dick aufgeſtrichen, mit den Mandel=
ſtiften
, etwas Zucker und dem Zimt beſtreut und etwa
1 Stunde gebacken. Man ſchneidet den Kuchen heiß
vom Blech. In einer Blechdoſe aufbewahrt, hält er ſich
längere Zeit.
Teebrezeln.
Zutaten: 500 g Mehl, 1 Päckchen von Dr.
Oetker’s Backin, 175g Butter, 325 g Zucker, 3 Eier,
5 g Zimt.

Zubereitung: Butter, Zucker, Eier, werden
verrührt, dann gibt man das mit dem Backin gemiſchte
Mehl und den Zimt hinzu. Von dem Teige rollt man
kleine Stückchen dünn mit der Hand aus, formt Brezeln
davon, beſtreicht dieſe mit zerſchlagenem Eigelb und bäckt
auf gefettetem Backblech bei Mittelhitze goldgelb.

Vanille=Zwieback.
Zutaten: 250 g Zucker, 8 Eigelb, 1 Päckchen
von Dr. Oetker’s Vanillin=Zucker, ½ Päckchen von
Dr. Oetker’s Backin, 300 g Mehl.
Zubereitung: Zucker, Eigelb und Vanillin=
Zucker rührt man ſchaumig und fügt nach und nach das
mit dem Backin gemiſchte Mehl hinzu. Von dem fertigen
Teig formt man kleine Kugeln, die auf gefettetem Back=
blech
gebacken werden. Am nächſten Tage ſchneidet man
das Backwerk in zwei gleiche Teile und röſtet dieſe bei
mäßiger Hitze.

Dr. Oetker’s Backin nnß jehe Hausfrat ausbeitlich bein Entanf

fordern, um ſicher zu ſein, das echte Dr. Oetker’s Backpulver zu erhalten. Der Name Backin iſt geſetzlich
geſchützt und darf nicht nachgemacht werden.

Dr. Oetker’s Puddingpulver geben mit Zuter, Mich und
etwas Butter eine Speiſe, wie ſie nahrhafter, billiger und wohlſchmeckender wohl kaum hergeſtellt werden kann.
Es iſt ein Vergnügen zu ſehen, wie gern Kinder jeden Alters ſolch einen Oetker=Pudding bis auf
den letzten Reſt verzehren.

Dr. Oetker’s Uanillin-Zucker in das beie und binate
Gewürz für Kuchen, Puddings, Cremes, Schlagſahne, Kakao, Tee und Süßſpeiſen aller Art. 1 Päckchen
entſpricht 23 Stangen guter Vanille.
Dr. Oetker’s Einmache-Hülfe bient zun Halbernahen
von Früchten und Fruchtſäften aller Art. Ein Päckchen zu 10 Pfg. genügt für 10 Pfund eingemachte Früchte,
Gelee, Marmelade, Fruchtſaft, Gurken uſw. Dies iſt ein einfaches, billiges und doch vorzügliches Verfahren!
Dr. Oetker’s Saucenpulver, Banile=Geſchwack, dient zu
Herſtellung einer köſtlichen Vanille=Sauce als Beigabe zu Puddings, Cremes, Gelees, Rote Grütze ꝛc.
Leicht und ſchnell herzuſtellen. Vorzüglich!

Da vielfach minderwertige Nachahmungen angeboten werden, achte
man beim Einkauf auf den Namen Oetker und die Schutzmarke

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etker’s Hellkopf‟.

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[ ][  ][ ]

Rezepte zum Einmachen mit
Dr.Oerker Ennmacherfaffe

Himbeerſaft auf kaltem Wege mit Zitronenſäure und
Dr. Oetker’s Einmache=Hülfe herzuſtellen.
2½/2 kg (5 Pfund) reife Himbeeren, frei von Blättern und unge=
waſchen
, gibt man in eine irdene Schüſſel, ſtreut 50 g Zitronenſäure
(in jeder Apotheke oder Drogenhandlung zu haben) darüber und fügt
1½ Liter kaltes Waſſer hinzu. Man bedeckt die Schüſſel mit einem
Deckel und laſſe ſie einen Tag ſtehen; während dieſer Zeit rührt man
einigemal vorſichtig mit einem Holzlöffel um.
Dann gießt man den Saft durch ein wollenes oder leinenes,
vorher ausgewaſchenes, noch feuchtes Tuch in eine irdene Schüſſel,
ohne jedoch die Früchte zu drücken.
Man erhält ungefähr 5 Pfund Saft und löſt hierin durch öfteres
Umrühren mit einem Holzlöffel 5 Pfund ungebläuten, gemahlenen
Zucker und 1 Päckchen von Dr. Oetker’s Einmache=Hülfe zu 10 Pfg.
Hat ſich der Zucker vollſtändig gelöſt, ſo wird der fertige Himbeer=
ſaft
noch durch ein angefeuchtetes, wollenes oder leinenes Tuch
gegoſſen und dann ſofort in ſaubere und trockene Flaſchen gefüllt
und mit abgebrühten Korken verſchloſſen.
Dieſer ſo hergeſtellte Himbeerſaft hat ein wundervolles Aroma,
prächtige Farbe und iſt von großer Haltbarkeit. Er eignet ſich für
den Küchengebrauch ausgezeichnet und gibt mit Waſſer verdünnt
ein ſehr erquickendes, durſtlöſchendes Getränk.
Kirſchſaft.
Zutaten: 5 kg Kirſchen, 2½/ kg Zucker, 1 Päckchen von
Dr. Oetker’s Einmache=Hülfe.
Zubereitung: Von den Stielen befreite, ſüße und ſaure
Kirſchen werden in einem Steinmörſer zerſtoßen und einige Tage
kühl fortgeſtellt. Dann preßt man den Saft aus, läßt ihn bis zum
nächſten Tage ruhig ſtehen, gießt ihn dann vom Bodenſatz klar ab
und gibt zu 1 Liter Saft 1 kg Zucker. (5 kg Kirſchen geben
ca. 21 kg Saft.) Man bringt die Miſchung zum Kochen, nimmt
vom Feuer, ſchäumt nach 10 Minuten ab und löſt unter Umrühren
ein Päckchen Einmache=Hülfe in dem Saft auf. Den heißen Saft
füllt man in ſaubere, trockene Flaſchen und verſchließt dieſe mit
abgebrühten Korken.
Heidelbeeren (Bickbeeren) mit Dr. Oetker’s Einmache=Hülfe
* Flaſchen einzumachen.
10 Pfund gut verleſene und gewaſchene Heidelbeeren werden
nach dem Ablaufen in einem blanken kupfernen Keſſel oder in einem
Emailletopf zum Kochen gebracht. Nachdem ſie unter vorſichtigem
Rühren einigemal aufgewallt ſind, nimmt man ſie vom Feuer, miſcht
1 Päckchen von Dr. Oetker’s Einmache=Hülfe darunter und füllt ſie
ſofort mit Hilfe eines Trichters in weithalſige, ſaubere und trockene
Flaſchen, welche man mit abgebrühten Korken gut verſchließt. Die
Flaſchen werden aufrecht ſtehend im Keller aufbewahrt. Die Heidel=
beeren
werden zum Gebrauch nur mit fein geſtoßenem Zucker nach
Geſchmack vermiſcht und geben ein vorzügliches erfriſchendes Kompott
beſonders zu Eierpfannkuchen.
Preißelbeeren oder Kronsbeeren.
7 Pfund ſauber verleſene und gewaſchene Preißelbeeren gibt
man in einen Durchſchlag und übergießt ſie zweimal mit kochendem
Waſſer. Nachdem ſie abgetropft ſind, gibt man ſie in einen blanken
kupfernen Keſſel, fügt 3½ Pfund Zucker hinzu und läßt beides zu=
ſammen
unter ſtetem Rühren zum Kochen kommen. Man erhält die
Maſſe noch 15 Minuten in langſamem Kochen, wobei man immer
weiter rührt, nimmt dann vom Feuer und ſchüttet die ganze Menge
in eine Steingutſchale.
Nachdem die Preißelbeeren etwas abgekühlt ſind, rührt man ein
Päckchen von Dr. Oetkers Einmache=Hülfe zu 10 Pfg. darunter und
füllt ſie ſofort in ſaubere und trockene Gläſer. Nach dem Erkalten
legt man ein Stück reines Papier auf die Preißelbeeren, befeuchtet
mit Rum, Arrak oder reinem Spiritus und ſtreut etwas Einmache=
Hülfe darauf, dann überbindet man ſie noch mit Pergamentpapier.
Auf dieſe Weiſe eingemacht, behalten die Preißelbeeren ihre
ſchöne rote Farbe und geben ein vorzügliches, ſehr erfriſchendes
und haltbares Kompott.
Himnbeer= oder Brombeer=Marmelade.
5 Pfund Himbeeren oder Brombeeren werden in einem blanken
kupfernen Keſſel oder Emailletopf bei kleiner Flamme unter vor=
ſichtigem
Rühren ſolange erwärmt, bis ſie zerfallen ſind. Hierauf

gibt man 5 Pfund Zucker hinzu, läßt die Maſſe wieder zum Kochen
kommen und unter fortwährendem Rühren ¼/4 Stunde lang kochen,
dann gibt man 1 Päckchen von Dr. Oetker’s Einmache=Hülfe hinzu
und füllt ſofort in ſaubere, trockene Gläſer. Nach dem Erkalten legt
man ein mit Rum, Arrak oder reinem Spiritus angefeuchtetes Stück
Papier darauf, ſtreut etwas Einmache=Hülfe darüber und überbindet
die Gläſer noch mit Pergamentpapier.
Apfel=Gelee.
Zutaten: 212 Liter eingedickten Apfelſaft, 2½/ kg gemahlenen
Zucker, 1 Päckchen von Dr. Oetker’s Einmache=Hülfe, ½ Päckchen
von Dr. Oetker’s Vanillin=Zucker.
Zubereitung: Jede Apfelſorte, auch unreife Früchte und
Fallobſt, kann dazu benutzt werden, und man kann Gelee kochen, ſolange
es Aepfel gibt; je feiner und vielfältiger das Obſt, deſto aromatiſcher
das Gelee. Das Obſt wird ſauber gewaſchen, von Blüte, Stiel und
ſchlechten Stellen befreit, mit Schale und Kernhaus klein geſchnitten
und, mit Waſſer bedeckt weich gekocht. Den heißen Brei ſchüttet man
in einen Seihbeutel und läßt den Saft über Nacht in einen irdenen
Topf laufen. Nicht drücken, da dann das Gelee trübe
wird! Am nächſten Tage kocht man den Saft bis gut zur Hälfte ein
und mißt ihn mit einem Litermaß. Auf je 1 Liter eingedickten
Saft kommt 1 kg Zucker. Man miſcht nun den Saft mit Zucker und
läßt die Maſſe zum Kochen kommen; ſobald dieſe kocht, nimmt man P
vom Feuer und ſchäumt nach 10 Minuten gut ab. Dann rührt mc
Einmache=Hülfe und Vanillin=Zucker darunter und füllt ſofort in ſaubd
und trockene Gläſer. Nach dem Erkalten legt man ein Stück ſauber
Papier auf das Gelee, befeuchtet mit Rum, Arrak oder reinem Spiritis i ker
und ſtreut etwas Einmache=Hülfe darauf, dann überbindet man die
Gläſer mit Pergamentpapier. 16 Pfund Aepfel geben etwa 10 PfundGelee
Eſſig=Gurken.
5kg (10 Pfund) feſte, gerade gewachſene, gut fingerlange friſche
Gurken werden ſorgfältig gewaſchen, gebürſtet und in Waſſer gelegt
Nach 24 Stunden trocknet man ſie mit einem Tuche ab, entfernt alle
ſchlechten Stellen und ſchichtet die Gurken in Steintöpfe mit dazwiſchen
geſtreutem Gewürz. Als Gewürz verwendet man auf etwa 10 Pfund
Gurken, 500g Perlzwiebeln, 100 g feinwürflig geſchnittenen Meerrettich
15 g Pfefferkörner, etwas Nelkenpfeffer, Lorbeerblätter, Dill undel tetes
Esdragonblätter.
12 Liter Waſſer und 2 Liter guten Einmache=Eſſig kocht man
auf nimmt vom Feuer, gibt 1 Päckchen von Dr. Oetker’s Einmache=an
Hülfe zu 10 Pfg. hinzu, und je nach Geſchmack Salz und einige
Stückchen Zucker, läßt die Flüſſigkeit erkalten und gießt ſie über dier
Gurken. Die Gurken müſſen mit dem Eſſig bedeckt ſein. Auf die
lr
Gurken legt man ein Säckchen mit gelben Senfkörnern. Ein weiteres
nochmaliges Aufkochen des Eſſigs iſt unnötig, weil die hinzugefügte
Einmache=Hülfe ein Verderben des Eſſigs verhindert.
Gut zugebunden halten ſich die Gurken unbegrenzt, ſind ſehl

aromatiſch und ausgezeichnet im Geſchmack.


Kürbis.

Zutaten: 3 kg Kürbis, 1½ kg Zucker, 3/ Liter Waſſen

1 Zitrone, einige Stückchen Ingwer etwas Zimt und Eſſig
1 Päckchen von Dr. Oetker’s Einmache=Hülfe.
Zubereitung: Man nimmt einen mittelgroßen, reifen, abe
noch feſten Kürbis, ſchält ihn bis auf das Fleiſch ab ſchneidet ihnl
auseinander, ſchabt das Kerngehäuſe mit einem Eßlöffel heraus und
zerteilt den Kürbis in fingerlange, zwei Finger breite Stücke und
wiegt ihn. Die Kürbisſtücke werden nun in eine irdene Schüſſel geleghl
mit Eſſig übergoſſen und 12 Stunden ſtehen gelaſſen, dann ſchüttel
man ſie auf ein Sieb zum Ablaufen. Den Zucker kocht man mi
dem Waſſer klar, gibt die Kürbisſtückchen mit dem Zimt, Ingwer und
der in Scheiben geſchnittenen und von den Kernen befreiten Zitrone
hinein und läßt ſie darin ſo lange kochen bis ſie klar geworden ſind
ohne daß ſie dabei zu weich werden dürfen; etwa ½ Stunde.De
Kürbis wird dann vom Feuer genommen und unter die etwas
abgekühlte Maſſe die Einmache=Hülfe gerührt und dann ſofort
Gläſer gefüllt.
Nach dom Erkalten legt man ein Stück reines Papier auf del
Kürbis befeuchtet mit Rum Arrak oder reinem Spiritus und ſtreil
etwas Einmache=Hülfe darauf, dann überbindet man die Gläſer nochmil
Pergamentpapier und bewahrt ſie an einem kühlen, luftigen Orte auf
Wer den Ingwergeſchmack nicht mag, kann den Ingwer fortlaſſen

jede
lan
Sch
voll,
viel
gele
eign
rung
läßt
und
vert
hr
ich
her
He
An
der
von
an 90
ſeinen
ſchei=
zum


ſch
trat
kleit
weſer
II
h=
g
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ſchit
hinat
mehr.
te
pie

K. 10000 M. 14.

[ ][  ][ ]

an Bord der Vaterland‟‟.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)

Trüb und regenfeucht war der Maiabend, durch den
der Sonderzug von Hamburg nach Cuxhaven haſtete. Die
Stimmung draußen in der norddeutſchen Flachebene war
gerad’ keine ſehr erfreuliche, aber ſie hatte nicht den gering=
ſten
Einfluß auf uns, die literariſchen Gäſte der erſten
Fahrt der Vaierland die wir jenen Zug füllten. Zu
groß war die Spannung, zu allgemein die Erwartung, zu=
mal
für jene, die, wie der Schreiber dieſes, den Impe=
rator
nicht kennen gelernt.
Nun hatten wir unſer Ziel erreicht, die langgeſtreckte
Bahnhofhalle nahm uns auf, unwillkürlich beſchleunigte
jeder ſeine Schritte, ſie zu durchmeſſen und ins Freie zu Be=
langen
. Und da türmte ſich plötzlich, wenige hundert
Schritte entfernt, das ungeheure Schiff vor uns auf, macht=
voll
, rieſengroß, mit ungeahnter Wucht trotzdem man ſo=
viel
bereits von ſeiner Größe und all dem, was es birgt,
geleſen! Dieſer erſte Anblick wirkte tatſächlich wie ein Er=
eignis
, wie ein ſolches, das ſich unauslöſchlich der Erinne=
rung
einprägt, und das von ſelbſt jedes Wort verſtummen
läßt nur einen ſtaunenden Ausruf hörte man hier
und da. Mit dem Gigantiſchen aber, das uns hier ſo un=
vermittelt
entgegentrat, vermiſchte ſich das Gefühl des
Stolzes, daß die heimiſchen Wellen ein deutſches Werk
trugen wie dieſes ein Werk, das einen vollen Triumph
deutſcher Tüchtigkeit und Arbeitſamkeit, deutſchen Strebens
und Könnens in eindringlichſter Weiſe verkörpert, das
größte Schiff der Welt, das wie der Direktor der Ham=
burg
=Amerika=Linie, Herr W. Huldermann, in einer kur=
zen
, markigen Begrüßungsanſprache hervorhob, ausſchließ=
lich
aus deutſchem Material und von deutſchen Händen
hergeſtellt wurde und zwar auf deutſchen, den größten
Helgen des Erdballs!
Unwillkürlich mußte ich der unterwegs geleſenen
Amerikaniſchen Reiſebemerkungen von Dickens gedenken,
der Anfangs Januar 1842 das Dampfboot Britannia
von 1200 Tonnen beſtiegen, das zur Verwunderung Vieler
an 90 Fahrgäſte beherbergte und nur über 20 Tage zu
ſeiner Reiſe gebrauchte. Der liebenswürdige Spötter be=
ſchrieb
auf den erſten Seiten ſeine Verwunderung, als er
zum erſten Male ſein Staatszimmer betrat, das beſte des
Schiffes in welchem zwei Hängematten übereinander=
ſchaukelten
und ein roßhaarbedecktes Brett das Sofa ver=
trat
, das in zwei Schemeln ſeine Ergänzung fand; zwei
kleine Koffer, unterzubringen, ware ebenſo möglich ge=
weſen
, als wie eine Giraffe in einen Blumentopf zu zwän=
gen
. Guter Dickens, du lieber Humoriſt, der du dich nicht
leicht aus deinem Gleichgewicht bringen ließeſt, du hätteſt
diesmal doch wohl recht erſtaunte Blicke gemacht, wenn du
mich hätteſt begleiten können, nachdem ich den ſchwimmen=
den
Koloß betreten.
Meine Kabinennummer um noch den gewohnten
Ausdruck beizubehalten trug die Zahl 421 und die Be=
zeichnung
des E=Deckes. Auf meine Frage wo ich dies
finden könpte hieß es: Bitte, benutzen Ste doch hier
links den nächſten Aufzug‟. Der ſchmucke, jugendliche Füh=
rer
desſelben hatte, ſeine Mütze lüftend, bereits die Tür
geöffnet, ich trat in einen kleinen behaglichen, poliſander=
getäfelten
und elektriſch beleuchteten Raum, der zehn Per=
ſonen
Platz bot, und im Nu ging’s empor drei Stockwerke
hinauf. Die Tür ward geöffnet, ich befand mich auf einem
großen Vorplatz, auf deſſen koſtbaren echten Teppichen ge=
polſterte
und korbgeflochtene Seſſel ſtanden und von dem
breite Gänge abzweigten, während ſtattliche mit farben=
ſchimmernden
orientaliſchen Läufern belegte Treppen
hinauf= und hinuntergingen. Das war doch kein Schiff
mehr, das war doch ein großartiges, glänzend eingerich=
tetes
Holel! Und zu dieſem fügte ſich die bezeichnete Ka=
bine
die ein großer Salon vertrat, die Wände mit mat=
tem
Nußbaum getäfelt, der Boden völlig mit weichem Tep=
pich
beſpannt, die beiden weißlackierten Betten frei ſtehend,
an der einen Schmalwand ein großer weißleuchtender
Waſchtiſch, in deſſen weite Becken auf einen leiſen Druck
kaltes oder warmes Waſſer ſtrömt darüber ein breiter
Kryſtallſpiegel mit Glasplatten für die Toilettengeräte, an
der gegenüberliegenden Wand ein weißer Schreibtiſch mit
großem Schrank, der einigd Dutzend Fächer enthält und der
leuch von Damen als Toilettentiſch benutzt werden kann,
lan der der Tür gegenüber gelegenen Wand unter den bei=
lden
zur See gehenden Fenſtern ein weiches Sofa mit einem
großen Tiſch und mehreren Fauteuils davor, an den Sei=
ten
rechts und links zwei Kleider= und Wäſcheſchränke,
deren Inneres von oben elektriſch erhellt wird und deren
Innentüren Spiegel aufweiſen. Dazu acht elektriſche Be=
leuchtungen
, zum Teil an der weißen, goldverzierten Decke
langebracht, teils als hängende oder freiſtehende Lampen

e een
die Bedienung, ſogar einige zierliche Aquarelle als
Schmuck. Etwas Hübſcheres und Anmutenderes, zum Blei=
ben
Verlockenderes läßt ſich garnicht denken. Und dieſes
Zimmer bildete nicht etwa eine Ausnahme, das Schiff
birgt deren eine reiche Zahl, mit Abſtufungen nach oben
und unten, ergänzt durch ganz reizende Wohnungen mit
vier zuſammenhängenden Gemächern, die blumenge=
ſchmückte
Erker, blinkende Badezimmer und mollige An=
kleideräume
enthalten. Na, mein guter Dickens, was hätteſt
du dazu geſagt!
Und wie hätteſt du erſt deine luſtigen Augen aufge=
riſſen
, wenn du mich hätteſt auf meinem erſten Streifzuge
begleiten können. Zielbewußt konnte er nicht ausgeführt
werden, trotz des quadratmetergroßen Planes, den ich
ſorgſam vorher erforſcht. Aber es gehört wirklich das
Entdeckungstalent eines Columbus und der Spürſinn eines
Apachen dazu, um ſich in dieſem ungeheuren Ganzen zu=
recht
zu finden, in dieſem Ganzen, das, obwohl es über
5200 Menſchen darunter 1200 zur Beſatzung gehörende
birgt, doch niemals in uns das Gefühl der Unruhe, des
Haſtens am wenigſten des Zuſammengedrängtſeins ſo
vieler Lebeweſen erweckt. Eine gute Viertelſtunde verging,
ehe ich das Poſtamt fand und dort meine Briefe in Emp=
fang
nahm ſowie Telegramme aufgab, dieſelbe Zeit um
zum Auskunftsbureau zu gelangen und mich nach den
Wohnungen befreundeter Kollegen zu erkundigen. Bitte,
bedienen Sie ſich dort rechts des Aufzuges, meinte der
Auskunfterteilende Nein, es gewährt einen eigenartigen
Genuß, ſo herumzuſchlendern, und auf immer neue Ueber=
raſchungen
zu ſtoßen.
Schwimmbad leuchtet’s mir auf einem der Gänge
plötzlich entgegen. Durch eine gläſerne Drehtür tritt man
in einen pompejaniſch ausgeſtatteten, künſtleriſch geſchmück=
ten
halbkreisförmigen Raum, von welchem marmorne
Treppen hinabführen in den gleichfalls in pompejaniſchem
Stil mit Moſaiken und glänzenden Flieſen verſehenen
Badeſaal, in deſſen großes, für Schwimmer und Nicht=
ſchwimmer
eingerichtetes Baſſin das auf 20 bis 25 Grad
Celſius erwärmte grünliche Meerwaſſer plätſchernd hinein=
rauſcht
kaskadenartig hervorſprudelnd unterhalb eines
marmornen Sockels, der die große Bronzefigur eines
Eros trägt. Zwanzig Niſchen zum An= und Auskleiden
umgeben das taghell beleuchtete Becken, über dem ſich
dben eine Glasdecke wölbt und an das ein herrlicher,
ſchummeriger Ruheraum mit ſchwellenden Diwans ſtößt,
der wiederum begrenzt wird durch das Gemach für Licht=
und ſonſtige Bäder, für Maſſage uſw.
Nach dem Umhertummeln im Waſſer ſtellt ſich in der
Magengegend ſo ein Verlangen nach einem kräftigen Im=
biß
ein, die Stunde für die gemeinſame Mahlzeit iſt jedoch
noch nicht gekommen. Ihrer braucht man jedoch nicht
ſehnend zu harren, man frägt ſich nach dem im B=Deck, dem
zweiten von oben gerechnet acht Decks gibts im ganzen
gelegenen Ritz=Carlton=Reſtaurant durch und wandert
die vier Treppenhäuſer empor, deren mächtige Wand=
flächen
teils mit Bildern moderner Maler, teils mit wert=
vollen
Gemälden altitalieniſcher Meiſter geſchmückt ſind.
Durch den herrlichen Wintergarten mit ſeinen hochragenden
Palmen und blühenden Gebüſchen, mit ſeinen lauſchigen
Ecken und behaglichen Plätzchen gelangt man mehrere
Stufen hinauf in jenes Reſtaurant deſſen lichtumſäumte
Decke von Säulen geſtützt wird und in welchem befrackte
Kellner das Leckerſte von Küche und Keller anbieten. Nun
verlangt’s einen nach der leiblichen Stärkung, nach Be=
wegung
. Jetzt brauchen wir nicht mehr hinauf= und hinab=
zuklettern
oder den Fahrſtuhl in Bewegung ſetzen zu laſ=
ſen
, denn um dieſes Deck zieht ſich ja die Promenade, die
nach der Seeſeite zu durch eine hölzerne Baluſtrade und
darüber durch gläſerne Schiebefenſter, die ſich ſofort öffnen
und ſchließen laſſen, gegen Wind und Wetter geſchützt
iſt. Ein dreimaliger Umgang bedeutet einen Marſch von
einem Kilometer, man kann alſo mit der Seefahrt auch
ganz hübſche Dauermärſche verbinden, ganz abgeſehen
von ſportlichen Leiſtungen in der auf dem oberſten Deck
gelegenen großen Turnhalle, in der man die verſchieden=
ſten
Reitübungen anſtellen und ſeine Muskeln ſtärken, wie
ſeine Körperkräfte meſſen kann.
Aber nun ertappe ich mich wirklich beim Aufzählen
von Einzelheiten, was ich vermeiden wollte, da ja in den
letzten Tagen ſchon genugſam von ihnen erzählt ward. Wo
ſollte man auch anfangen, wo ſollte man aufhören! Ein
ganzes Buch genügt kaum zu näheren Schilderungen, und
mag es noch ſo hübſch geſchrieben, mag es noch ſo an=
ſchaulich
illuſtriert ſein, es kann ja doch nicht erſchövfend
die Wirklichkeit wiedergeben. Das wurde unter uns Ge=
fährten
von der Feder des näheren behandelt, wenn wir
an kleinen Tiſchen in dem gewaltigen Speiſeſaal zuſam=
menſaßen
, in welchem 700 Gedecke aufgelegt ſind. Auch
hier erinnert durchaus nichts an ein Schiff! Nichts mehr

von den ſeſgeſchrandten hölzenen Seſein, nichts meht
von den langen und langweiligen Tafeln, nichts von den
kleinen runden Fenſtern, an die bei früheren Fahrten ge=
legentlich
der alte Neptun vornehmlich klopfte. Hier reicht
ſein Dreizack nicht heran, ſo hoch weilen wir noch immer
über dem Waſſerſpiegel, und die hunderte, in feſtlicher
Kleidung befindlichen, angeregt plaudernden Damen und
Herren denken gewiß nicht daran, daß ſie ſich innerhalb
des feuchten Reiches des dreizackſchwingenden Meer=
beherrſchers
befinden. Und noch weniger kommt einem
dieſe Vorſtellung, wenn man ſich nach dem Diner in den
großen Feſtſaal vereint, zu dem uns nun, um nicht die
vier Treppen zu ſteigen, der Aufzug hinanführt. Alch in
dieſem mächtigen Raum mit ſeiner Bühne, auf der jetzt eine
Künſtlerkapelle ihre Weiſen erſchallen läßt, iſt alles vornehm
abgeſtimmt; vier prächtige, aus der Zeit Ludwig XV.
ſtammende franzöſiſche Gemälde unterbrechen die ſeiden=
beſpannten
Wände, in ſattem Rot ſind die Polſtermöbel
und iſt der den geſamten Fußboden bedeckende, echte
Smyrnateppich gehalten. Aber ſieh’ da, die flinken Hände
der Stewards rollen den mittleren Teil desſelben zuſam=
men
, ein glänzendes Parkett kommt zum Vorſchein, die
erſten Walzerklänge ſchwirren herab, ein paar Minuten
des Zögerns, nun folgen einige Paare der Lockung: der
Ball iſt im beſten Gange und währt bis Mitternacht.
Wir aber haben nach kurzem Verweilen im geſellig=
feſtlichen
Getriebe in dem noch höher gelegenen flämiſchen
Rauchzimmer Platz genommen, in Klubſeſſeln, die zwang=
los
um die Tiſche gruppiert ſind. Seit acht Stunden
gehen wir ſchon wie der ſeemänniſche Ausdruck lautet;
aber man merkt nicht das geringſte davon, auch nichts von
jenem Zittern und Ruttern, das ſonſt durch die Maſchinen
ſelbſt im größten Schiffskörper hervorgebracht wird. Einer
der früheren Kapitäne der Hapag, der jetzt andere Pflich=
ten
zu erfüllen hat, ſitzt unter uns. Sagen Sie, Kapitän,
mußte Ihre Geſellſchaft ſo gewaltige Schiffe bauen, wie
dieſes Vaterland, das einen Brutto=Tonnengehalt von
58 000 Tons und eine Kraftentwicklung von 65000 Pferde=
kräften
hat und welches die Kleinigkeit von fünfunddreißig
Millionen Mark koſtete? Ja, ſie mußte es! Seitdem
die Engländer uns mit ihren gewaltigen Schiffen, mit der
Titanic, der Mauretania, der Luſitania, an die Seite
zu drücken drohten, wie ſie es uns klipp und klar ange=
kündigt
, ſeitdem wir merkten, daß jene Schiffe bevorzugt
wurden, da mußten wir ihnen folgen. Und wir folgten
ihnen nicht nur, wir übertrafen ſie. Es handelte ſich da=
bei
um eine Lebensfrage, nicht nur für uns ſelbſt, ſondern
für die deutſche Schiffahrt überhaupt; es handelt ſich um
wichtigſte nationale Werke! Wir hoffen, wir ſind Sieger
geblieben und werden es auch fernerhin bleiben. Hinter
dieſem Vaterland ſteht ja unſer großes, unſer deutſches
Vaterland, das wiederum kraftvoll, und machtvoll dieſes
Schiff vertritt! Da wurden die Gläſer mit dem
ſchäumenden Trank gehoben und ſtießen fröhlich zuſam=
men
: Ein Hoch dieſem Vaterland und dem anderen!
Möchte beiden gute Fahrt beſchieden fein, ſtets und im=
merdar
! Das gab einen guten Klang!

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das wendet man für seine Gesundheit und Schönheit auf. Die Richtigkeit dieses Satzes wird durch
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natürliche Reinheit der Haut zur Folge hat. ‟Lecina-Seife greift selbst die empfindlichste Haut nicht
im geringsten an. Sie ist eine ideale Bade- und Kinder-Seife, von Aerzten empfohlen.
Die Hauptsache ist freilich, dass man dauernd bei der Lecina-Haut-Pflege bleibt. Lecina-Seife ist in allen
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Verſchloſſene Gärten.
Roman von Fritz Gantzer.

Am nächſten Tage ging man etwas gnädiger mit ihm
um. Juſtus Ehrenberg würdigte ihn ſeiner teilweiſen
Alten Liebenswürdigkeit, die in demſelben Maße wuchs,
wie der Tag abnahm, und gegen den Abend hin, als Otto
um ſeine Rechnung bat, eine Höhe erreichte, wie nie zuvor.
ſimilie Ehrenberg verſprach ihm zum Abſchied noch einmal
F ührei mit Schinken und verſicherte ihm immer wieder,
daß er der angenehmſte Tiſchgaſt geweſen, den ſie ſeit
fünfundzwanzig Jahren gehabt. Es war alles eitel
Wonne und ſah eher aus, als wenn er beabſichtige, noch
wochenlang hindurch ſein teures Geld in. Juſtus Ehren=
bergs
unergründliche Taſchen wandern zu laſſen, als ſchon
morgen ſein Bündel zu ſchnüren.
Schließlich taperte auch noch Ede in die Stube. Sein
Erzeuger ſtrich gerade die ſtattliche Reihe blanker Silber
ſtücke und den Fürſten des Aufmarſches, ein funkelndes
vanzigmarkſtück, in ſeine Rieſenhand und, redete vom
Wiederkommen und Guthaben bei ihm
Da fragn Sie mein’n Ede, ob wir’s nich immer ge=
ſagt
hab’n, daß Sie ein ſtaatſcher Herr ſein tun.
Das hab’n wir geſagt, Herr Geometer, janz jewiß,
verſicherte Ede gönnerhaft. . . . Un wenn ſſoll ich morgen
ſrüh anſpann’n?
Otto lächelte vergnügt, ſagte, daß ihn die Anerkennung
ſreue und bat, den Wagen um ſieben Uhr fertig zu halten
Er hatte für den Abend nichts mehr zu erledigem

und war unentſchloſſen, ob er ihn benutzen ſollte, um zu
Bachhuber zu gehen. Schließlich blieb er doch und lang=
weilte
ſich in der Einſamkeit der Ehrenbergſchen Putz
ſtube. Denn dem Geſchwätz des Krugwirts und dem
wüſten, halsbrecheriſchen Philoſophieren einiger ſchnaps=
trinkender
Trebnitzer war er ſchon beizeiten entronnen.
Der vorläufig letzte Abend in Trebnitz ging trüber aus.
Aber der Morgen des Reiſetages meinte es gut mit
dem Scheidenden. Als er am Schulhauſe vorüberfuhr,
ſah er Bettina und Ludwig Bachhuber im Vorgarten über
ein Sorgenkind des Roſenbeetes gebeugt. Er ließ ſofort
halten und ſprang vom Wagen. Der kurze Abſchied war
auf beiden Seiten herzlich. Und das Auf Wiederſehen!
aus dem Munde Bettinas nahm Otto Behring wie eine
liebe Blume zum Scheiden mit auf die Reiſe.
Die übrigens nicht programmäßig verlief. Ede
Ehrenbergs, ſeines Kutſchers, neu emporgeloderte Wu
ließ ihn aus Niedertracht den Zug verſäumen, ſo raffiniert
verſäumen, daß der Kaleſchwagen aus Trebnitz gerade in
dem Augenblick vor dem Stationsgebäude in Raſtenburg
hielt, als jenſeits auf dem glitzernden Schienenſtrange der
Perſonenzug nach Berlin unter fauchendem Stöhnen ab=
uhr
.
Und Ede kletterte mit heimlichem Hohnlächeln vom
Wagen, ſträngte den rechten Gaul ab und ſagte: Die ver=
fluchten
Uhren, Herr Geometer! Sie ſind wie die un=
treuen
Weiber Aber man kann ſie ſich ja belde re=
gulier’n
. Un dann halten ſie Takt, wie wir’s woll’n.
Welche tiefſinnige Philoſophie der ob des Zuſpät=
kommens
wütende Nebenbuhler Edes nichſt verſtand.

An einem der erſten Maitage wies die gewöhnlich
nur mäßig bedachte ſchwarze Ledertaſche des Trebnitz be=
ſtellenden
Poſtboten eine ziemlich bedeutende Fülle auf.
Eine ganze Anzahl amtlicher Schreiben umſchloß ihr ſonſt
an magere Leere gewöhnter Bauch, daß ſie ſich brüſtend
blähte, als berge ſie alle Geheimniſſe der Welt von
Trebnitz an bis weit da hinten in der Türkei.
Und Fritz Bärbe, der Poſtbote, war ſich ſeines wich=
tigen
Amtes heute doppelt und dreifach bewußt. Er
ſchritt durch Trebnitz, als ſei er der Kurier des Kaiſers,
hatte heute zehnmal weniger Zeit denn ſonſt und ſuchte
keine verſchwiegene Ecke, um in neugieriger Luſt die Poſt=
arten
zu leſen.
Auch auf Timm Rasmuſſens Hof trat er. Als er den
Bauer im Geräteſchuppen neben der Scheune erblickte, wo
er an einem Wagenrade herumflickte, ſtakte er mit durch=
gedrückten
Knien und vornüber geneigtem Oberkörper zu
ihm.
Timm Rasmuſſen ſah ihm, ohne ſeine Arbeit zu unter=
brechen
, mit halbem Blick entgegen. Er war dem Manne
mit der ſchwarzen Taſche wenig gewogen. Eigentlich
haßte er ihn denn viel Gutes brachte er nie. Und was
wollte er nun heute ſchon wieder, da er ihm erſt geſtern
das Auflaſſungsſchreiben, betreffs des Sandbergverkaufs
ausgehändigt hatte? Sollte etwa der in Berlin einen
neuen Bettelbrief auf die Reiſe geſchickt haben?
Nun ſtapfte Fritz Bärbe die letzten Schritte heran und
kramte ſchon mit ſtark hervorgekehrter Wichtigkeit in Hal=
tung
und Mienen zwiſchen den Poſtſachen herum. Endlich,
gerade, als er vor dem mit doppelter Gewalt auf den
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er einen Brief hoch, daß es ſchien, als ſchwirre ein auf
geſcheuchter weißer Vogel durch die Luſt, lächelte, wie
Glück und Freude verheißend, und ſagte: Da hab’n Sie nen
Brief, Herr Rasmuſſen. Schönn gut’n Morjen! Un das
Rad is woll kaput? Hm, hm, hm! Na, woll doch, S
Flickwerk is ooch’n Werk, wenn ooch kein poſſierliches un
manierliches. Aber ’s muß ooch ſin. Ooch, ooch, Herr
Rasmuſſen! Na freilich.
Ein letzter dröhnender Hammerſchlag ließ den Red=
ſeligen
jäh verſtummen. Legen Sie den Dreck dahin
nee, dahin, auf die Hobelbank! Dann wieder ein Ham=
merſchlag
, der das trotz aller unfreundlichen Behandlung
devot angebrachte Abſchiedsgutenmorgen Fritze Bärbes
übertönte. Und nun eine lange Reihe immer wilderer
und wütenderer Schläge, bis der weit über den Ellbogen
entblößte, gebräunte, ſehnige Arm des Bauern ermattet
ſank.
Verfl . .. . . . Dreck! Galt das dem Rade oder dem
Briefe? Anſcheinend letzterem. Denn ein jäh aufflam=
mendes
Blitzen der Augen nach dem Schreiben hin be=
gleitete
die zwiſchen den Zähnen hervorgeſtoßenen draſti=
ſchen
Worte.
Eine ganze Weile noch baſtelte der Bauer an ſeinem
Rade herum, obwohl es an ihm nichts mehr auszubeſſern
gab. Er rüttelte an jeder Felge, prüfte jeden Nagel. Dazu
pfiff er leiſe durch die Zähne, was wie ein Gemiſch
kkochenden Grimms und nagender Neugier klang. Plötz=
lich
ſtieß er das Rad mit einem ärgerlichen Ruck von ſich
Es lief bis in den äußerſten Winkel des Schuppens, wo

es polternd gegen einen Haufen aufgeſtapelter Bretter fiel.
Und Timm Rasmuſſen hielt den Brief ſchon in den
Händen und drehte ihn von vorn nach hinten. . . . Na,
wenigſtens etwas Gutes: von dem da in Berlin kam
er nicht.
Aber ſcheinbar ſchickte ihn das Gericht oder ſonſt eine
ehrbarlöbliche Behörde. Denn er trug den Aufdruck
Portopflichtige Dienſtſache und war mit einem Oblaten=
ſiegel
geſchloſſen.
Teufel eins! Mit den Behörden allen, mochten ſie
heißen, wie ſie wollten, hatte der Bauer Timm Rasmuſſen
nichts im Sinn. Denn das war deren Metier: ſie ſchröpf=
ten
, zwackten und ſchraubten nur, zogen einem das letzte
bißchen Fell über die Ohren aber gaben nie etwas.
Endlich machte ſich der Bauer, nachdem er die Auf=
ſchriſt
an ein dutzendmal und mehr ſchwerfällig durch=
ſtudiert
hatte, mit einem halb ärgerlichen, halb energiſchen
Ruck von ſeinem ängſtlichen Zaudern frei und öffnete. Der
Bogen knirſchte leiſe, als ihn die zitternden Hände aus=
einanderſchlugen
.
Sie werden hiermit aufgefordert, ſich am Samstag,
den 15. Mai, vormittags 11 Uhr, zwecks Verhandlung
mit Ihnen in Sachen des projektierten Bahnbaues im
Ehrenbergſchen Gaſthofe dortſelbſt einzufinden. Ihr
Erſcheinen iſt dringend erforderlich.
Und unter dieſem knappen Inhalt eine verzwickte,
verſchnörkelte Maſſe, wie eine ſich windende, im Sterben
liegende Schlange anmutend, unter Verſchwendung von
Tinte und Papier zur Welt gebracht: die unmöglich zu
eutziffernde Unterſchrift,

Timm Rasmuſſen gab ſich übrigens nicht die geringſte
Mühe, dieſen Wuſt von Haken, Strichen, Kritzeln und
Kleckſen zu enträtſeln. Er dachte längſt über das Worl
Verhandlung nach. Was wollte man denn mit ihm
verhandeln?
Es war durchaus nicht verwunderlich, daß er mit
dieſem Begriff nicht ſofort einige andere verband, die
etwa Landankauf oder Geld heißen mochten. Denn
das, was ganz Trebnitz ſeit Wochen bewegte, kümmerte
Timm Rasmuſſen nicht im entſernteſten. Zu Ehrenberg
ging er nicht, nachbarlichen Geſprächen wich er aus, den
ganze Bahnbau intereſſierte ihn nicht. Wer ſich ſo mit ſei=
nem
Elend durchs Leben ſchleppt, dem iſt alles in der Well
egal. So mochten ſie doch ſeinetwegen eine Bahn von
Marokko nach den Chineſen bauen. Nur ihn ſollteneſie
in Ruhe laſſen. Er hatte von dieſer Bahn ſo wenig
etwas wie von irgendeiner anderen. Eine Weile grüs
belte er noch vor ſich hin. Dann faltete er den Brief zu
ſammen und ſtopfte ihn überzwerch in die Hoſentaſche
atmete tief und rollte das Rad auf den Hof. Es wal
nur gut, daß der Brief nicht . . . Ja, es war wirklich gutl
Eine Schar Enten lief, vom rollenden Rad ausder
beſchaulichen Mittagsſieſta in der warmen Maiſonne aufs
geſcheucht, flügelſchlagend und ſchreiend vor ihm her
He, ha, ho! Bieſterzeug! Es klang wie ein befreiendes
Lachen. . . . Und eine Stunde ſpäter dachte er kaum noch
an den Brief.
(Fortſetzung folgt.)

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Kongreſſe und Verbandstage.

Der 29. ordentlichen Hauptverſamm=
lung
des Verbandes Deutſcher Handlungs=
gehilfen
zu Leipzig, die am Sonntag, den 17.
Mai, im Zentraltheater zu Leipzig ſtattgefunden hat,
ging die feierliche Grundſteinlegung zu dem neuen großen
Verwaltungsgebäude voraus. Der Verbandsvorſteher
Reif begrüßte die aus allen Gauen des Reiches erſchienenen
Abgeordneten und entwarf dann in kurzen Zügen ein Bild
von der allgemeinen Lage der Verbandsarbeit und von der
lebhaften Standespolitik des Verbandes. Im Anſchluß
an ſeine Ausführungen wurde folgende Entſchließ=
ung
einſtimmig angenommen:
Die 29. Hauptverſammlung des Verbandes Deutſcher
Handlungsgehilfen zu Leipzig erhebt Einſpruch gegen die
antiſozialen Kundgebungen verſchiedener Arbeitgeberver=
bände
, die aus einzelnen ungünſtigen Begleiterſchein=
ungen
der ſozialpolitiſchen Geſetzgebung durch unzuläſſige
Verallgemeinerung einen Mißerfolg der Sozialpolitik
überhaupt ableiten und demzufolge in der Weiterführung
der ſozialen Fürſorge eine wirtſchaftliche und nationale
Gefahr ſehen wollen. Die glänzende wirtſchaftliche Ent=
wickelung
Deutſchlands in den letzten Jahrzehnten, die
Bevölkerungszunahme, der Rückgang der Sterblichkeits=
ziffer
und die Steigerung der Wehrfähigkeit beweiſen im
Gegenteil, daß die für die ſozialpolitiſche Fürſorge aufge=
wendeten
Summen ſowohl vom volkswirtſchaftlichen als
auch vom nationalen Standpunkt aus werbendes Kapital
ſind. Deshalb kann von einem Stillſtand oder Abſchluß
der Sozialpolitik ebenſowenig die Rede ſein, wie von einem
willkürlichen Abſchluſſe der wiriſchaftlichen Entwickelung.
Die ſozialpolitiſchen Fragen ſind für alle in abhängiger
Stellung befindlichen Menſchen von derſelben Bedeutung,
wie die wirtſchaftspolitiſchen Fragen für die Arbeitgeber
wobei anerkannt wird, daß die Förderung einer handels=
und induſtriefreundlichen Wirtſchaftspolitik unter Vermei=
dung
aller Maßnahmen die zu einer Verſchärfung der von
den Angeſtellten bitter empfundenen Teuerung der not=
wendigſten
Lebensmittel führen, die beſte Grundlage für
die Aufrechterhaltung und Weiterführung der Sozialpolitik
bildet. Die Hauptverſammlung kann daher die im Reichs=
tage
abgegebene Erklärung des Staatsſekretärs des Reichs=
amts
des Innern, Dr. Delbrück, vom 20. Januar 1914, wo=
nach
in der ſozialpolitiſchen Geſetzgebung eine Ruhepauſe
einkreten müſſe, nicht als eine Abkehr von der Sozial=
politik
überhaupt auffaſſen; ſie erblickt darin lediglich eine
Mahnung, vor Schaffung neuer Verſicherungsgeſetze erſt
die Anpaſſung an die Reichsverſicherungsordnung und die
Angeſtelltenverſicherung abzuwarten. Dagegen fordert die
Hauptverſammlung die ungeſtörte Weiterführung der
Schutzgeſetzgebung, und für die kaufmänniſchen Angeſtellten
insbeſondere die Schaffung eines Sonntagsruhegeſetzes, in
dem der Grundſatz der völligen Sonntagsruhe mit Aus=
nahmen
für die Bedürfnisgewerbe anerkannt wird.
Aus der Verſammlung heraus beſprach dann der Abge=
olonete
Moog=Weimar die Haltung des Verbandes in der
Frage der Konkurrenzklauſel. Gleichfalls einſtimmig an=
genommen
wurde folgende Entſchließung, in der es heißt:
Die 29 Hauptverſammlung des Verbandes Deutſcher
Handlungsgehilfen zu Leipzig billigt die feſte Haltung des
Verbandsvorſtandes gegenüber der zu weitgehenden Nach=
giebigkeit
des Reichstags anläßlich der Beratungen des Ge=
ſetzentwurfs
über die Konkurrenzklauſel und weiſt den von
einzelnen Reichstagsabgeordneten gegen den Verband er=
hobenen
Vorwurf der Agitationspolitik mit Entſchieden=
heit
zurück. Gegen dieſen Vorwurf ſchützt den Verband ſein
bisheriges grundſätzliches Verhalten bei allen Standes=
fragen
. Die Verſammlung iſt ſich darüber einig, daß der
Verbandsvorſtand, nachdem er den guten Willen zur Ver=
ſtändigung
durch weitgehende Nachgiebigkeit bei der Feſt=
ſetzung
der Gehaltsgrenze, Bezahlung der Karenzdauer
und Einſchränkung der geheimen Konkurrenzklauſel gezeigt

hatte, mit Recht ein weiteres Entgegenkommen hinſichtlich
der Erfüllungsklage ablehnte, weil die Verbeſſerungen des
Geſetzentwurfs zu mäßig ſind um eine Verſchlechterung
des beſtehenden, ſozialeren Rechtes in Kauf nehmen zu
können.
Der Vorſitzende bringt darauf zur Kenntnis, daß Vor=
ſtand
und Aufſichtsrat gemäß §§ 74 und 75 der Verbands=
ſatzung
die Erweiterung der Stellenvermittelung auf Nicht=
mitglieder
und die Gründung einer Sparkaſſe und einer
Volksverſicherung beſchloſſen haben. Die Genehmigung
der Hauptverſammlung wird einſtimmig erteilt. Für den
Verbandstag 1915 lagen Einladungen von Düſſeldorf und
Hannover vor. Mit großer Mehrheit wurde Hannover
gewählt. Ueber die großartige Entwickelung des Ver=
bandes
gibt der Jahresbericht Aufſchluß.
Heſſiſche Erfinder. (Mitgeteilt von Dipl=Ing.
Klemens Herszberg u. Co Patent= und Ingenieur=
Bureau, Darmſtadt, Rheinſtr. 19.) Patent= Anmel=
dungen
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gendem
Tiegel. Eduard Gaertner, Joſephſtraße 14, und
Alexander Reich, Kirchſtraße 1, Mainz. 12. 9. 13.
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ſcheiben
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eckiger
Verſchlußbriefbogen mit ſchmalen Verſchlußklappen.
Friedrich Klug, Offenbach a. M., Domſtr 39. 30. 6. 13.
Patent=Eirteilungen: 21d. 274969. Anordnung
zur funkenloſen Stromwendung bei Gleichſtrommaſchinen,
deren Bürſten ſämtlich oder teilweiſe verſchiebbar ſind.
A. Sengel, Darmſtadt. 12. 9. 13. S. 40014. Ge=
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4. Prenßiſch-Füddentſchen
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5. Klaſſe 9. Ziehungstag 18. Mai 1914

Auf jede gezogene Nummer ſind zwei gleich hohe Gewinne
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen I und H.

(Ohne Gewähr A. St.=A. f. Z.)
(Nachdruck verboten)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 30000 Mk. 140364.
2 Gewinne zu 15000 Mk. 203509
4 Gewinne zu 10000 Mk. 63039 119775
4 Gewinne zu 5000 Mk. 67022 85842
74 Gewinne zu 3000 Mk. 2336 8549 9930 16467
25224 27431 82113 32238 43647 66665 67367 70002i
733444 78472 88330 92413 96179 100494 107040
115557 121048 124547 125801 128930 131916 134173
160662 157755 163218 184827 167599 188239 2114ga
217543 229026 230008 232872
142 Gewinne zu 1000 Mk. 5200 6267 12502 14968
16220 20230 22533 25688 38473 39101. 39431 42042)
43565 45487 47463 50080 50202 51787 64325 68592i
70663 70723 71189 79949 93714 95864 98503 99347
104279 109700 109813 110700 112335 116497 126284
125800 127925 127974 130945 134624 138191 143460
146640 146848 147362 148353 149162 150280 169069i
159072 163385 170580 174231. 175847 177809 160620
163329 183866 184000 186715 188135 190230 194622i
196587 206669 213727 215492 219367. 226379 229322
232039
222 Gewinne zu 500 Mk. 1619 1781 4580 5165
5632 5739 7906 11929 13082 18160 21315 22564
26649 34731 35845 36664 37135 37330, 37892 41115
41140 41199 41264 41701. 42434. 44895 45888 47590
50898 52372 52552 52951 53077 53411 53515 59171.
64017 65103 66035 67887 72418 72783 173214 76154
76627 77706 78811 79465 83224 84557 91002 92919)
94377 95600 100090 101029 102028 102526 102682
103225 106627111973 114418 117091 117243 119033
121368 121699 1122940 F124947 7 132663 134029 136558
137900 140961 1439114 144753 145646 146062 149017
149646 152015 154944 f 155898 156972 157559 158054
162709 163640 171657à 171807g 172573 178387 160030
181649 183665 187187 195939 197271 200198 201160
203986 204914 205018 208486 210040 212706 218714
230798 232211 233066
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 10000 Mk. 206427
4 Gewinne zu 5000 Mk. 119591 161857
70 Gewinne zu 3000 Mk. 9846 12914 19415 2020?
25549 82082 37954 42226 54277 69240 62512 70916
76936 86149 95654 98108 114718 115102 118476
119056 127009 136036 141178½ 178967, 181280 188374
192047 196313 198763 199933 206974 211489 224584
224824 227826
174 Gewinne zu 1000 Mk. 6324 6515 10388 10618
11686 12708 13139 21613 22009 24344 25308 31611.
32299 34800 35460 36689 42344 48525 55211 55261
55840 56417 57099 57841 57841 58238 59039 62313)
63395 70280 71166 71182 75631. 78913 79604 87913)
91345 95063 95910 97346 99011 102164 103631
106823 108258 117013 118300 120210 122603 160585f
135047 144952 146098 146720 156987 157731 159762i
161318 161947 162647 1172776 172868 178549 177569
179716 180643 181283 167191§ 187407 187591 167641
189125 202545 202716 205459 1 206905 207584 216104
216460 221342 223651 223906 225294 226285 226443i
230344 232236
198 Gewinne zu 500 Mk. 3394 5893 13834 14030
17576 24915 25065 27893 29105 29969 132366. 33849
33933 39789 40401 48029 49718 51909 52690 58068f
68375 61394 61813 67260 69998 70422 71564 72931.)
74342 74905 77375 78191 79065 83414 90197 91622f
92283 95691 97103 99130 100637 103072 104016 105383
106354 106885 115279 117523 118516 120743 121107f
125477 127014 128247 134452 142386 150264 150335
154622 158257 159348 160773 162092 162648 162792
163676 169768 170700 170873 176277 177228 177873
178300 182658 188597 190536 191152 194803 196330
201145 201419 203128 205196 211313 211370 212016
215925 216500 217515 221466 221738 225912//226041
226235 227881 228290 229105 231557 232841.

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sehenswürdig
ſchauer von Anfang bis Ende in Nur 3 Tage
ſpannungsvollſter Erregung hält.

II. Hauptstück
Sieg der Liebe

* Akter Realiſtiſche Schilderungen aus ruſſi= 3 Akter
ſchen Finanzkreiſen.
In der Hauptrolle der ruſſiſche Hofſchauſpieler Jurt Jurieff

III. Hauptstück

Akter Eine erſtklaſſige Photographie, 2 Akter
ſpannende und außerordentlich
tragiſche Handlg. machen dieſen Film zu einem Schlag. 3. Saiſon
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unbedingt dekatieren
zu laſſen. Dekatieren ſchützt vor
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nügen
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A. Schindler, Wurstfabrik, Chemnitz i. Sa. 32.

[ ][  ][ ]

Turngemeinde Darmstadt
Schutzherr Se. Kgl. Hohleit der Grossherzog von Hessen.
Anläßlich der Geneſung und zur Feier des
88. Geburtstages des Vorſitzenden der Deutſchen
Turnerſchaft, Herrn Geh. San.=Rat Dr. med.
Ferd. Götz, findet am Himmelfahrtstag eine
Familienwanderung
ſtatt. Der Weg führt über d. Ludwigsweg, Burg=
wald
, Waſchenbach nach Nieder=Ramſtadt
Fundé
(Einkehr im Gaſthaus Zum Schwanen).
Abmarſch nachm. 2 Uhr vom Turnhaus.
Hierzu werden unſere Mitglieder nebſt Angehörigen freundlichſt
eingeladen mit der Bitte um recht zahlreiche Beteiligung.
12433)
Der Vorſtand.
Gesungverein ysungerlast
Inhaber der Medaille für Kunst und Wissenschaft
Gegründet 1849
Dirigent: Karl Grim
Am Himmelfahrttage
Familien=Spaziergang nach Roßdorf.
Einkehr bei Mitglied Günther.
Abmarſch ½2 Uhr vom Kapellplatz. Bei ſchlechtem Wetter
Abfahrt 3 Oſtbahnhof.
(12364
Der Vorstand.
Stammtisch-Gesellschaft
Kohlen- u.Weihnachts-Sparverein Kloper‟.
Am Himmelfahrttag (Donnerstag, den 21. Mai):
Familien=Spaziergang mit Musik
nach der Tilly=Eiche bei der Klippſteins=Eiche.
Abmarſch 6 Uhr früh vom Vereinslokal Niederhof
(Neue Niederſtraße 11.)
Für Speiſen und Getränke ſowie Unterhaltung
iſt beſtens Sorge getragen.
Um recht zahlreiche Beteiligung bittet
(B12457
Der Vorstand.

Zur Rosenhöhe‟
Rundeturmſtraße 16
Donnerstag, den 21. Mai (Himmelfahrttag)
Grosses Tanzkranzenen

wozu freundlichſt einladet
*14288)
Eirtritt frei!

Gg. Hansel.
Anfang 4 Uhr.

Hess. Artillerie-

Morgens 5 Uhr FrühkonzertKapele des Grosh
Machm. & Chr rest-nonzert Reuts. Nr. 61
Leitung: Obermusikmeister M. Weber.
Morgens punkt 5 Uhr
Choral auf dem Turm:
Wie schön leuchtet der Morgenstern‟
Besonders gewähltes Programm.
Eintritt 30 Pfg. einschliessl. Billettsteuer.
NB. Tischbestellungen für Diners erwünscht.
Telephon 591.
(B12458

Tanzbeldstigung I Traist
findet am
Himmelfahrttag
bei dem Unterzeichneten ſtatt, wozu höflichſt einladet
(*14306
Walter, Hessischer Hof.

Hotel-Pension, Restaurant
am Wild-Park b. Darmstadt
Mod. Neubau, Zimmer mit
vorzügl. Pens. v. Mk. 4.50 ab
Telephon Nr. 44
Familien-Arrangementse
weitgeh. Entgegenkommen.
Restaur. A. Bärenfänger.

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Fuhrwerk zu Diensten.
Nächste Bahnstation: Messel (20 Min.)

toter FensterWaldktede
Donnerstag, den 21. Mai 4 bis 11 Uhr:
Konzer!
imer grossen Abteilung des Artill.-Korps
Kinderfest

Eintritt frei.

(*14310)

Eintritt frei.

moderne Muſter, w.
von 3 Mk. an gef.
rlſtraße 41, Seitenb. (1162a

Spannerei
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Lemdelſtadtſtr. 34 IV. (*14234mfi

egantes Tüllkleid, für ſchlanke
Figur, zu verkauſen. (*14279ms
Kirchſtraße 5, II.

Varieté-Theater Perkeo
Alexanderſtraße 12 und 14
2. Hälfte Mai
täglich abends 8 Uhr:
das große Programmder W.
Schragl’s Münchner Sterne.
Beſtreiſendes Enſemble in dieſem
Genre.
Allabendlich außer dem vorzüg=
lichen
Varieté=Programm
2 tolle Burlesken.
NB. Monat Juni Hahnemanns
Burlesken.
(12124a

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Für ein ſchönes hieſiges Lokal
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(12410a
Eliſabethenſtraße 7.

Großherz. Hoftheater.
Mittwoch, den 20. Mai 1914.
169. Abonnem.=Vorſtellung. B 42
Gerhart Hauptmann=Zyklus.
Dritter Abend:
Neu einſtudiert:
Der Biberpelz.
Eine Diebskomödie in 4 Akten
von Gerhart Hauptmann.
Spielleiter: Heinrich Hacker.
Perſonen:
von Wehrhahn,
Amtsvorſteher Br. Harprecht
Krüger, Rentier Adolf Jordan
Doktor Fleiſcher Hs. Baumeiſter
Deſſen Junge . . ErnaJungkurth
Motes.
Heinrich Hacker
Frau Motes . . Sophie Doſtal
Fr. Wolff, Waſch=
frau

. Minna Müller=
Julius Wolff, ihr
(Rudolph
Mann
Johs. Heinz
Leontine) ihre Ellen Widmann
Adelheid Töchter Käthe Gothe
Wulkow, Schiffer K. Weſtermann
Glaſenapp, Amts=
ſchreiber

. . Paul Peterſen
Mitteldorf, Amts=
diener

Richard Jürgas
Nach dem 2. Akte längere Pauſe.
Krank: Sybille Huber.
Preiſe der Plätze (Kleine
Preiſe): Sperrſitz: 1.13. Reihe
13.70 , 14.19. Reihe 3.20 , Par=
terre
: 1.5. Reihe 2.35 , 6.8.
Reihe 1.95 , Proſzeniumsloge
5.20 , Mittelloge 5.20 , Bal=
konloge
4.70 , I. Rang 4.20 ,
II. Rang: 1.6. Reihe 2.15 ,
7. u. 8. Reihe 1.75 , I. Galerie
1.15 , II. Galerie 65 .
Kartenverkauf: an der Tages=
kaſſe
im Hoftheater von 9½ 1½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung; im Verkehrsbüro
von 81 Uhr und von 2½ Uhr
bis kurz vor Beginn der Vor=
ſtellung
. (Im Verkehrsbüro wer=
den
auch telephoniſch Kartenbe=
ſtellungen
entgegengenommen.
Telephon Nr. 1582.)
Anf. 7½ U. Ende gegen 10 U.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 21. Mai. (Keine
Vorſtellung.)
Freitag, 22. Mai. 170. Ab.=Vſt.
D 43. Zu Richard Wagners Ge=
burtstag
. Zum 25. Male: Tri=
ſtan
und Iſolde‟ Gewöhnl.
Preiſe. Anfang 6½ Uhr.
Samstag, 23. Mai. Außer Ab.
40. Volksvorſtellung zu ermäßigt.
Preiſen. Zum Beſten des Hof=
theater
= und Hofmuſik= Penſions=
fonds
. Neu einſtudiert: Das
Nachtlager in Granada.
Hierauf, zum erſten Male:
Les petit Riens ( Liebes=
plänkelei
). Ballettpantomime in
1 Akt von E. Grondona. Muſik
von Mozart. Anf. 7½ Uhr.
Sonntag, 24. Mai. 171. Ab.=Vſt.
D 44. Königskinder. Ge=
wöhnliche
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Am Himmelfahrttag bleibt
die Tageskaſſe geſchloſſen.
Programm
zu dem am Mittwoch, den
20. Mai, von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle
des Leibgarde=Infanterie=Regts.
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 115.
1. Der Eroberer Marſch von
J. Schneider. 2. Ouvertüre zur
Operette Das Spitzentuch der
Königin v. Joh. Strauß. 3. Ton=
bilder
aus La Tosca von G.
Puccini. 4. Aufforderunß zum
Tanz, Walzerrondo von C. M.
v. Weber. 5. Solveigs Lied aus
Peer Gynt von E. Grieg.
6. Steieriſcher Marſch von E.
Wagnes.

Täglich frische B
ackene
Kuchen, Torten, Kranz etc.

Menü für Himmelfahrt
den 21. Mai.
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Ragout àla Touluse
Roastbeef
Pommes-Chateau Salat
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und ſonſt noch reichhaltige Speiſekarte.

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gelegen. Großer, ſchattiger Garten mit gedeckten Terraſſen
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und Vereinen beſtens empfohlen.
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Vorzüglichen Kaffee und Kuchen.
Donnerstag, den 21. Mai:
Militär-Konzert

Anfang 4 Uhr.

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Eintritt frei.

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Schöne Lage
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Kaſtnoſtr. 14, I. (*18259

Fahrrader
1 gebranchtes Fahrrad,
1 Touren=Rad,

1 Straßen=Renner
(12417a
Inl verkauſen.
A. Hahn, Fahrradhalg., Gutenbergstr. 64.
Heyl & John, Manufaktarwaren. (551fs

[ ][  ][ ]

Mankfarter Kursbericht vom 19. Aar 19rz.
Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)

(27.
e
(15
150
Schweden v. 1890
3½ 87,85Moskau-Kasan . . . . . . . 4½ 94,30
Frankf. Hypothek.-Bank 10 214,00Gelsenkirchen Bergw. . 11 (182½
Staatspapiere.
Pfandbriefe.
Serben steuerfrei .. . . .4½ 87,101 do. . . . . . . . . . . . . .
do. d0. Kred.-Ver. 8½ 1156,10 Harpon Bergbau. . . . . . 11 (178,75
100,15
do. amort. v. 1895 . .
Dt. Reichsschatzanw.
79,00 Wladikawkas. . . . . . . . 4 85,301 Berliner Hyp.-Bk.-Pf. . . 4½ 100,00 Mitteldeutsche Kred.-Bk. 6½ 1116,25 Kaliwerke Aschersleben . 10
98,80 Türk. Egypt. Tribut
Dt. Réiohsanleihe v. 1918:
Rjäsan-Koslow . . .
93,60 Nation.-Bank f. Deutschl. 6 (110,75Kaliworke Westeregeln . 13 203,40
do. unkdb. 1918. . . . .
98,70
do. kons. steuerfreie
do. . . . . p. 1925
Portugies. Eisenb. v. 1886 3 . 68,20 do.
93,75Pfälzische Bank . . . . . . 7 122,75 Königin Marienhütte . . 6 81,00
1919. . . . .
86,80
do. Admin. v. 1903
do.eT!
76,50) do. . . . . . . . . .
14½ 86,500 do.
94,75 Reichsbank . . . . . . . . . 8,43 136,20Laurahütte
§ 1144,75
1921 . . . . .
77,65
do. unif. v. 1903. .
4
do. . . . . . . . ..
Livornoser . . . . . . .
126,80 Oberschles. Eisenbed.
95,75 1 Rheinische Kredit-Bank.
.2‟/1 69,20) do. 1922. . . .
4 182,00
100,30
do. v. 1905. . . . .
Preußische Schatzanw.
72,701Salonique Monastir. ..
84,30 A. Schaaffhaus. Bk.-Ver..
109.40 lOberschl. Eisen-Industrie 3 69.00
60,60) do. . . . . . . . . . . . .
4 91,40 Ungarische Staats-Rente
Staffelanleihe.
Bagdadbahn . . . . . . . . 4 1 77,401 do. Komm.-Obl. unk. 1918 4 95,00 Wiener Bank-Verein . . . 8 129½ Phönix Bergbau . . . . .. 18 1235,00
Consols . .
.3½ 86,80 1913 unkdb. bis 1923 . . 4½ 89,40Anatolische Eisenbahn .4½ 90,25 Frankf. Hyp.-Bk. pr. 1910
95,00
1Rheinische Braunkohlen 10 233,00
3 77,40 Ungar. Staatsk.-Scheine
do. . . . . . .
Missouri-Pacifie I.
96,00
4 90,20 do. 1915 .. .
Riebeck Montan . . . . . . 12 1188,00
Aktien von Trans-
Badische Staats-Anleihe. 4 1 97,10
V. 1913. . . . . . . . . . . .4½ 98,75) do. do. v. 1905 .
54,80
96,50
South West.-Afr. Shares . 5 115,50
do.
1920 . . . .
3½ 88,40 do. Gold-Rente.
do,W. 92/94
4 82,00 Northern-Pacific. . . . . . 4 94,60 de. Scr. 1219. . . . . . 3½ 86,401 port-Anstalten.
dos. . . . . . . . . . . . . . 3 83,10
do. Staats-Rente 1910. 4 80,10 Southern-Pacific . . . . . .
Hamb.-Amerika-Packetf. 10 129,10
4 92,30 Kommungl-Oblig. Ser. 1.
60.
Baverische Ablös.-Rente. 4 97,10
-
Kr. 4 80,50 St. Louis & San Francisco
Verzinsliche
unkdb. 1910 . . . . . . . 3½ 86,50Norddeutscher Lloyd. . . 8 112,50
98,40 1 Argent. innere Gold-Anl.
E.-B.-Anl. kdb. ab 1906
Tehuantepec . . . . . . .
Anlehenslose. (26.
Frankfurt. Schleppschiff. 4 1116,00
Frankf. Hyp.-Krod.-Ver.
98,50
v. 1887 5
do. unkdb. p. 1918 . .
Ungar. Lokalbahn . . . . 5 98,50
94,00Südd. Eisenb.-Gesellsch. .16½ 1130,00Badische . .
Sor. 1542
do. unkdb. p. 1920 . . . 4 98,30
TIr. 1001 4. (184,50
do, äußere v. 1890 . . . 5 99,70
4849)
do. . . . . .
94,90 Anatol. Eisenb. 60%-Akt. 5½ 1114,70 Cöin-Mindener . Tlr. 1003½143,10
do. innere v. 1888 . . . 4½
E.-B.- u. Allgem. Anl.
Provinz-Anleihen.
96,00 Baltimore .
do. unk. 1922 52
. . . . 6 91½ Holländ. Komm. . H. 100 3
do. äußere v. 1888 . . . 4½
unkdb. p. 1930 ¼. . . . 4 98,50
97,00
do. 1913. . . . . . . 3¾/ 88,60Canada .
Rheinprov. Obl. Em. 20/21
10 19545)Madrider . . . . . Prs. 100 3 77.50
13½ 85,10
do. v. 1897 . . . ..
do. Anleihe
4
3½ 86,50Schantung.
do. Ser. 45 . .
87,00
do. Em. 10 . . . . . . .
7½ 1397 Meininger Präm.-Pfdbr. . 4 141,20
3 76,00 Chile Gold-Anl. v. 1911. . 5 93,50
do.
Prinz Henr
83,50 Hess. Land.-Hpp.-Bk. Pf.
do. 9. .
8 1156,00 Osterreicher 1860er Lose . 4 (180,60
do. v. 1889 .
Hamburger Staats-Anl. . 4 98,00
4½
3½
96,90 Lombarden
Ser. 12, 13, 16
Posen Prov. . . .
20½ Joldenburger. . . . TIr. 40 3 128,40
do. v. 1906
do. v. 1887/94 . . . . . . 3½) -
96,90 Pennsylvania
14, 15, 17
4 96,00
..4½ 8800Westfalen Prov. V.::
do. . .
6 111,00Raab-Grazer . . . . H. 1502½
3 79,20 Chines. St.-Anl. v. 1895. . 6
(0. . . . . . . . . . .
97,40
do. unkdb. 1920 . . .
Hoss. Prov. Oberhesson . 4 95,80
do. v. 1896 . .
Hessische Staats-Anleihe 4 97,45
5 99,60
97,50
3½
1923 . . . .
do.
do. Starkenburg.
Industrie-Aktien.
do. Reorg. Anl.
do, unkdb. p. 1921 . . . 4 97,20
5470
5 1 87,75
do. Ser. 1, 2, 68 . . .
Mk.
do. v. 1898 . .
Unverzinsliche
do. . . . . . . . . . . . . . 3½) 84,85
4½ 89,90
Städte-
do
. 35 . . . . . . . 3½ 84,50Badische Anilin-Fabrik . 28 1657,50
Anlehenslose.
p. St.
do. . . . . . . . . . . . . . 3 75,251Japaner . . . . . . .
.4½ 90,25
3½ 84,70 ſChem. Fabrik Griesheim 14 250,75
do. kündb. 1915.
Obligationen.
Lächsische Staats-Rente 3 77,60 AInnere Mexikaner .
5 66,25
do.½ Komm. unk. 1913
96,90Farbwerke Höchst30 1598,50MAugsburger ..
.A.7
Außere do.
Württembg. Staats-Anl.
5 84,50 1Darmstadt.
. . 4.
96,90 Ver. chem. Fabr. Mannh., 20
do.
1914
Braunschweiger
TIr. 20 (202,50
(unkdb. p. 1021). . . . 4 98,701 Mexikan. Gold v. 1904
d0. . . .
3½ 87,20
4 67,10
97.10Zement Heldelberg . ..
1916
-
10 (148,00Mailänder
do.
Pa. 45
do. v. 79/80 . . . . . . . 3½ 88,00) do. cons. . . .
3 42,00Frankfurt
.. 4½ 97,00
97,40 ſchemische Werke Albert 30 403,75
1920
do.
Fs. 10 44,40
do.
do. . . . . . . . . . . . . . 3 77.801 do. Irrigat.-Anleihe *4½ 68,40
do.
-3½ 88,90 do.
1923 4 97,50 Holzverkohl. Konstanz II 15 306,50Meininger .
*A.7 37,90
Bulgarische Gld.-Anl. . . 5 Buenos-Aires Prov.
3½ 63.65 Gießen
4 95,00
do. verlosb. u. kündb..
84,80 Lahmeyor . . . . . . . . . . 6 127.60 jösterreicher v. 186
H. 100
Griech, Anl. v. 1890 . . . . 1,6) 1Tamaulipas . . .
do. .
..3½ 87,00
5% 67,00
unkdb. 1915 3½ 84,701Schuckert, Mürnberg. . . 8 146½
6o.
v. 185
A. 100
(d0.
do. v. 1887 Monopol 18/1 51,301Sao Paulo E.-B.
5 91.50 Heidelberg:
4 94,00Meininger Hyp.-Bk. Pfdb.
94,60Sicmens & Halske. . . . . 12 213,50 lUngar. Staats
H. 100
do, v. 1913 . .
Italienische Rente. . . . . 3½ 96.00
(10. . . .
95,80 1 Bergmann Elektr. . . . .
5 98,00
3½
de. nnkdb. 1922. . . . .
5 122,00 Venediger
.Fs. 30
Osterr, Staabs-R. v. 1913 . 4½ 91.101Siam v. 1907.

4½ 95.00Karlsruhe
4 95,00
½ 86,00 Allg. Elektr.-Gesellsch. . 14 (244,50Türkische ....
do. . .
Fs. 400 1166,00
do,'Bilber-Rente . . . . 14½ 85,10
do. . . .
Hagen Akkum. . . .
86,90Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
25 312,00
Prioritäts-
do
, Papier-Rente . . . 14½
Magdeburg
4
94,00 1Deutsch. Übersee-Elektr. 11
unkdb. 1917
Obligationen.
Gold, Silber und
do. Gold-Rente . . . . . 4 85,00
Mainz . . .
494,60
94,00 1Gummi Peter . . . . . . . . 0 80,00
do. . . ...
Banknoten.
do. einheitl. Rente .
4 81,30 1 Südd. Eisenb.-Gesellsch.
do. . . . .
3½ 86,90
94,00 Adler-Fahrradwerke . . . 25 336,50
do. . . ...
Porbug. Tab-Anl. 1891
v. 1895/97) 3½ 84,30Mannheim.
98,10
4 95,40
96,20Maschinenfabr. Badenia. 6 (129,00Engl. Sovereigns..
Go. . . . . .
20,45
do. inn. amort. 1905. 4½ 74,10
do. . . .
v. 1904/3½ 84,00
3½ 86,40
84,60 Wittener Stahlröhren . . 0
do. . . . .
16,26
120-Franks-Stücke . . . .
do. unif. Serie I
61,301 Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
München .
4½ 96,20
95,20Motoren, Oberursel . . . 8½
do. Komm. unk. 1923
Amerikanische Noten .
4,185
do,
III,
64,60 Oblig., gar. v. d. Stadti
Nauheim .
3½
96,00 Gasmotoren, Deutz . . . . 9 1120,00Englische Noten . . . . .
1924
do.
20,50
do. Spezial Titel.
Darmstadt. . . . . . . 5
93,85Nürnberg
9,90
4 95,00 Südd. Bod.-Kred.-Pfdbr. .
97.00 Siemens Glas-Industrie . 15 1220,00Französische Noten. .
81,45
Rumänen v. 1903 . . . . .
5 100,00 Nordd. Lloyd-Obligat. . 4½
do. . .
8500Enzinger Pilter
3½ 86,10 do.

23 285,001Holländische Noten .
169,20
do. Gold v. 1913,
Donau-Dampfschiff. v. 82. 4% 92.00 Offenbach
Steaua Romana
4 95,30
. . . 10 143,00 Italienische Noten
81,10
4½ 91,25 Elisabethbahn . . . . . . . 4 90,30
do. Schatzsch. v. 1913 . 14½100,00
do. v. 1914
4 93,80
Zellstoff Waldhof . . . . . 15 1173,50 Osterr.-Ungarische Noten.
84,95
do. conv..
4 85.00 Franz-Josef-Bahn. . . .
do. . . . .
3½
O2,0
Bad. Zucker-Waghäusel.12,83/22c.75Russische Noten . . . . . . .
Bank-Aktien.
do. v. 1890
4 94.00 Kaschau-Oderberger v. 89.
Wiesbaden.
Neue Boden-Aktien-Ges. .
-
4
82,50 1Schweizer Noten. . . . . . . . 81,40
do. v. 1891
do. . . .
4 86.501 Prag-Duxer . . . . . . .
3 1130
Süddeutsche Immobilien 0 63,00
3½
Bank für elektr. Unter-
do
, v. 1905 .
4 84.50 Osterreich. Staatsbahn .
5 1101,50Worms . .
4% 95,10 nehmungen Zürich . . 10 193,00
do. v. 1908.
do. . .
do. ...
4
4
3½
Berg.-Märkische Bank. . 7½ 150,00 Bergwerks-Aktien,
Reichsbank-Diskont
do, v. 1910
do. ....
73,00 Lissabon v. 1888
73,00 )Berliner Handelsges.. . . 8½ 151.00
85,10
N., do. Lombard Zsf.,
Russische St.-AnI. v. 1
do. Südbahn (Lomb.)
98,00 Moskau v. 1912
4½) 93.50 Darmstädter Bank . . . . 6½ 116,90 Aumetz-Friede .
. . 12 158.50
do. kons. v. 1880
do. d0,
70,65 1Stockholm v. 1880.
92.00 Deutsche Bank. . . . . . .12½241,40 Bochum. Bergb. u. Gußst. 14 1221,00
Tendenz:
L.do. Gold v. 1890
do. do.
Wien Komm. . . . . . . . .
Deutsche Vereinsbank. . 6 1118,10 Leonhard, Braunkohlen. 9 1159,00
do. v. 1902
50,70Wiener Kassenscheine .
Abgeschwächt.
Raab-Oedenburg .. . .
Dt. Effekt.- u. Wechs.-Bk.! 6 (112.00 Konkordia Bergbau . . . 23 358,00
1650
Schweden v. 1880.
Zürich v. 1889 .
89,50 Kronprinz Rudolfbahn .
Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 187,401 Deutsch-Luxemb. Bergb. 10 128.50
do, r. 1886
Russ. Südwest
84,40 Buenos Stadt v. 1892 . .
Dresdner Bank. .
. . .8½ 149,90 Eschweiler . . . . . . . . . . 10 228,8
86,10

Handel und Verkehr.

Frankfurt a. M., 19. Mai. (Börſe.) Die
Börſentendenz charakteriſierte ſich heute als weſentlich
ſtiller, wie in den letzten Tagen. Zwar konnten ſich zu
Beginn der Börſe die Kurſe behaupten, bröckelten aber
infölge der Zurückhaltung der Spekulation bald ab, ohne
daß es jedoch auf irgend einem Gebiete zu größeren Ab=
ſchlägen
kam. Das von Berlin aus kolportierte Gerücht
einer eventuellen Reichstagsauflöſung wegen des Kon=
fliktes
in der Beamtenbeſoldungsfrage trug ebenfalls zur
Zurückhaltung bei. Die ſtille Tendenz hielt bis zum
Schluſſe des offiziellen Verkehrs an und ſchwächte ſich
nachbörslich noch weiter ab. Etwas lebhafteres Geſchäft,
wie in den Ultimomärkten, herrſchte heute auf dem Kaſſa=
markte
der Induſtriepapiere. Aluminiumaktien, für die
ſich ſchon in den letzten Tagen einiges Intereſſe gezeigt
hatte konnten abermals ihren Kursſtand um 2 Prozent
erhöhen. Dagegen mußten ſich Scheideanſtalt einen
Kursrückgang von 9 Prozent gefallen laſſen, da die Spe=
kulation
die Abſchlußziffern wohl günſtiger erwartet
hatte. Als höher ſind noch zu erwähnen Kleyer mit 2
Proz. Steigerung, wogegen Chemiſche Werke Albert=Aktien
6¼, Badiſche Anilin 4½, Naphtha Nobel 4 und Holzver=
kohlung
3 Prozent im Kurſe nachgeben mußten. Tendenz
etwas ſchwächer.
ns. Berlin, 18. Mai. In der Sitzung des Konſor=
tiums
für die türkiſche Zollanleihe 1911 wurde
mitgeteilt, daß der Vorſchuß des Konſortiums von rund
52 Millionen Mark von der türkiſchen Regierung in dieſen
Tagen zurückgezahlt werden wird. Das Konſortium be=
ſpeht
weiter, behufs Realiſierung ſeines Stückebeſtandes.
Stuttgarter Lebensverſicherungs=
b
ank a. G. (Alte Stuttgarter). Am 12. Mai d. J.
fand im Bankgehäude in Stuttgart unter dem Vorſitz des
Präſidenten des Aufſichtsrats, Kommerzienrat Dr. jur.
G. von Doertenbach, die 59. Generalverſammlung ſtatt.
der Präſident gedachte des 60jährigen Beſtehens der
Wank. Aus den vom Vorſtand der Bank, Generaldirektor
ar. jur. Leibbrand, gegebenen Erläuterungen zum Ge=
ſchäftsbericht
und zum Rechnungsabſchluß ſei hervorge=
hoben
, daß im Jahre 1913 neue Verſicherungsanträge
über 113,1 Millionen Mark geſtellt wurden, der Geſamt=
varſicherungsbeſtand
Ende 1913 die Höhe von 1 Milliarde
und 138 Millionen Mark erreicht hat und der Ueberſchuß
Aſith auf 15,2 Millionen Mark beläuft. Die Vorſchläge zur
AVeerwendung des Ueberſchuſſes, 14,6 Millionen Mark an
diee Dividendenreſerve der Verſicherten, 80 000 Mark an
dan Penſionsfonds der Innen= und Außenbeamten und
500 000 Mark an den Neubaufonds zu überweiſen, wur=
Adm von der Generalverſammlung einſtimmig genehmigt.
der Generaldirektor teilte ſodann noch mit, daß voraus=
ſchtlich
für 1915 eine Erhöhung der A II (gleichmäßigen)
Dvidende von 46 auf 47 Prozent und der B (ſteigenden)
vidende von 2,75 auf 2,80 Prozent vorgenommen wer=
er
könne. Die ausgeſchiedenen 6 Aufſichtsratsmitglieder
vurden auf 4 Jahre wiedergewählt.

Landwirtſchaftliches.

H. Frankfurt a. M., 19. Mai. ( Fruchtmarkt=
ſericht
.) Der Wochenmarkt zeigte nur ruhigen Ver=
ehr
bei durchweg feſter Stimmung. Landweizen in
lut en Qualitäten war nur mäßig angeboten und gut be=
lauptet
, während geringere Sorten weſentlich unter Notiz
rhäiltlich waren. Landroggen wenig offeriert und ruhig.
laffer preishaltend, aber ſtill. Gerſte, Mais, ſowie
Auttermittel feſt. Die Forderungen für Mehl lauten un=
fräindert
gegenüber der Vorwoche.

Der Mannheimer Getreidemarkt iſt feſt.
An der Berliner Produktenbörſe war Getreide
nur ſchwach behauptet, da das ſchöne, den Saaten gün=
ſtige
Wetter die Käufer zurückhält. Das Inlands=
angebot
blieb klein und die Auslandsofferten unverän=
dert
; auch die Exportnachfrage iſt zurzeit unbedeutend.
Nach den letzten Kabelnachrichten von den amerika=
niſchen
Getreidemärkten (Neu=York und Chi=
kago
) war Weizen und Mais in ſchwankender, aber
ſchließlich willigerer Haltung. Das trockene Wetter in
Illinois und Miſſouri ſtimulierte; ebenſo beeinflußten
die Käufe der Firma Armour den Markt, während gün=
ſtige
Wetterberichte aus den Anbaugebieten, recht befrie=
digende
Ernteausſichten in Argentinien ſpäter wieder
drückten und in Verbindung mit dem Angebot größerer
Warenmengen der Farmer Preisſchwächungen herbei=
führten
. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in dieſer
Wioche von 40,05 Millionen Buſhels auf 35,27 Millio=
nen
Buſhels und die Maisvorräte von 7,27 Millionen
Buſhels auf 5,49 Millionen Buſhels zurückgegangen. In
Kanada reduzierten ſich die Weizenvorräte in dieſer
Woche von 17,40 Millionen Buſhels auf 16,19 Millionen
Buſhels.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer 2222.25, Norddeut=
ſcher
2222.25, Kurheſſiſcher 2222.25, Rumäniſcher 22,25
bis 23.25, La Plata 22.2522.75, Ruſſiſcher 22.5023.50,
Kanſas 22.7523.50, Manitoba 22.5023, Redwinter
22.5023.50, Walla Walla 22.5023; Roggen, hieſiger
17.6017.75, Bayeriſcher 17.7017.80, Ruſſiſcher 1818.50,
Amerikaniſcher 17.5018, Rumäniſcher 1818.50; Gerſte,
Pfälzer 17.2517.75, hieſige und Wetterauer 1717.50,
Riedgerſte 16.7517.25, Ungariſche , Fränkiſche 16.50
bis 17.50; Hafer, hieſiger 17.5018.50, Bayeriſcher 17.50
bis 18.50. Ruſſiſcher 1819.50, Amerikaniſcher 16.7517.25.
Rumäniſcher 18.2519.50; Mais mixed 1515.20, Ruſ=
ſiſcher
1515.25, Donaumais 14.7515.25. Rumäniſcher
15.1015.25, La Plata 1515.25, weißer Mais 14.90 bis
15.20, Weizenſchalen 10.5010.75, Weizenkleie 10.50 bis
10.75, Roggenkleie 11.5012, Futtermehl 1214, Bier=
treber
, getrocknet, 1212.50, Futtergerſte 13.2513.75;
Weizenmehl, hieſiges (Baſis ab Mannheim) Nr. 0:
30.5031, feinere Marken 31.2531.50, Nr. 1: 29.7530,
feinere Marken 30.2530.50, Nr. 2: 2828.25, feinere
Marken 28.5028.75, Nr. 3: 26.7527, feinere Marken
27.2527.50, Nr. 4: 22.7523, feinere Marken 23.2523.50;
Roggenmehl, hieſiges, Nr. 0: 26.2526.50, Nr. 1:
24.2524.50, Nr. 2: 22.2522.50.

Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 12. bis 18. Mai 1914.
Auf die Nachricht, daß der ruſſiſche Reichsrat
die Zollvorlage angenommen habe, erfolgten am Berliner
Lieferungsmarkte zu Beginn der Berichtswoche vielfach
Gewinn=Sicherungen, die einen empfindlichen Preisrück=
ſchlag
verurſachten. Die ſchwächere Tendenz hielt aber
nicht lange an, denn das Angebot im Inlande behielt nur
geringen Umfang, während die Exportländer angeſichts der
am Weltmarkte hervortretenden lebhaften Kaufluſt für
greifbare Ware ihre Forderungen von Tag zu Tag ſteiger=
ten
. In Amerika haben die Vorräte in der letzten Woche
erheblich abgenommen, und einen weiteren Anlaß zur Be=
feſtigung
boten Berichte über eine Verſpätung der Früh=
jahrsausſaat
, ſowie über eine teilweiſe Verſchlechterung
des Standes der Winterweizenſaaten. Aus Rußland lagen
neben befriedigenden amtlichen Aeußerungen wieder viel=
fach
Klagen über Trockenheit vor; die inzwiſchen vorge=
kommenen
Niederſchläge waren ungenügend, teilweiſe be=

ginnen die Saaten bereits ernſtlich zu leiden. In Ungarn
ſind endlich die erwünſchten Niederſchläge eingetreten,
aber die Berichte über den Saatenſtand lauten trotzdem
ſehr ungünſtig, und die Folge davon war, daß die Auf=
wärtsbewegung
am Budapeſter Markte weitere ſcharfe
Fortſchritte gemacht hat. Inzwiſchen ſetzt die Donau=
monarchie
ihre Anſchaffungen im Auslande fort. Nach
Anſicht maßgebender Fachleute ſoll Oeſterreich=Ungarn bis
zur neuen Ernte annähernd 3 Millionen Doppelzentner
Weizen zu importieren haben, ſo daß auch weiterhin auf
Abzug nach dieſer Richtung zu rechnen iſt. Die rege Kauf=
luſt
Frankreichs, ſowie das Eingreifen der engliſchen Im=
porteure
, trugen des weiteren zur Befeſtigung bei. In
Deutſchland fand das ſchwache Weizenangebot zu weiter
geſteigerten Preiſen ſchlank Aufnahme auch für Roggen
zeigte ſich bei den ſchwach verſorgten Mühlen, ſowie zum
Export gute Verwendung für herauskommendes Material.
Hafer wurde vorübergehend etwas mehr angeboten aber
er war trotzdem nicht billiger einzukaufen, ſo daß von
neuem Expörtgeſchäft wenig zu hören war. Ruſſiſthe
Gerſte hat trotz umfangreicher Verſchiffungen weiter im
Preis angezogen; ankommende Ware geht ſchlank in den
Konſum über. Mais war weiter ſehr feſt, da die argenti=
niſchen
Exporteure andauernd frühere Verkäufe rückgängig
machen. Es ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches Ge=
treide
am letzten Markttage wie folgt:

Weizen
Roggen Hafer
(43
Königsberg.
174
170
. 209 (*
Danzig
172 (*2 ) 173
Stettin
197 (*2 ) 170
163 (*
182
Poſen
. 200
161 (*2
Breslau.
200 (*3 ) 163
157
*
. 207 (*2 ) 171 (
Berlin
183 (*1
170 (*2 ) 173 (*4
Magdeburg . 204 (44
Halle .
209 (*3 ) 174 (*2 ) 188 (*2
175
174
200
Leipzig
172
176
Dresden
. 210
192 (*2 ) 170 (*5 ) 170 (46
Roſtock
. 208
175 (*1 ) 176
Hamburg
Hannover
.200 (*2 ) 172 (*2 ) 176 (*2 )
Düſſeldorf . . 215 (48 ) 178 (*6
. 210 (43 ) 172 (
178 (*1
Köln
177½
Frankfurt a. M. 220 (*4
186 (4
Mannheim . . 217½ (45 ) 182½ (*-2½) 187½
Straßburg . . 215 (*10) 175 (42½) 180 (*10)
München . . 219 (*5 ) 175 (*5 ) 175 (*5 )

Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 207,25 (0,75)
Peſt Mai 235 (*3,25), Paris Mai 232 (*0,40), Liver=
pool
Juli 165,40 (*0,70), Chikago Mai 140 (* 4,80),
Roggen: Berlin Mai 173,75 (0,75), Hafer Berlin Mai
165,25 (*0,25), Futtergerſte Südruſſ. frei Hamburg un=
verzollt
ſchwim. 115,30 (* 1.50), Mai 114 (*0,75), Mais:
Argent. MailJuni 111 (*2,50), Donau ſchwim. 112
(*-2,50) Mark.

Literariſches.

Die deutſche Drohung. Von Georges
Dejean. Autoriſierte deutſche Ueberſetzung. Verlag:
Gerhard Stalling, Oldenburg i. Gr. Mit farbigem Um=
ſchlagbild
. 1 Mark. Die Schrift Dejeans iſt ein wich=
tiges
Dokument dafür, wie in immer ſteigendem Maße
unter Aufwendung glühendſter Beredſamkeit an der Ver=
hetzung
des franzöſiſchen Volkes gearbeitet wird. Für uns
Deutſche iſt es zweifellos von größter Wichtigkeit, über die
im franzöſiſchen Volke gegen uns beſtehenden wahren Ab=
ſichten
gut orientiert zu ſein, in dieſer Hinſicht bietet gerade
die Dejeanſche Schrift tiefe Einblicke.

nafürliche Mineralwaller
jür Gelunde und Kranke

[ ][  ][ ]

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ſind die überall beſtehenden Butterick’s=
Agenturen oder auch die Schnittmuſter=
Abteilung von Butterick’s Moden=Revue,
Berlin 8W. 68, Charlottenſtraße 6 und
Berlin W8, Leipziger Straße 102.

Sportmäßige Kleidung.
Wenngleich es heute erwieſenermaßen auch eine Mode des Sport=
anzugs
gibt, ſo iſt doch der Wechſel, der ſich von einer Saiſon zur anderen
an dieſen Kleidungsſtücken vollzieht, ein ſehr geringer, und ſpeziell die
Stoffe anbelangend, muß ſich die Mode gegenüber anderen Gebieten mit
einem ſehr geringen Einfluß begnügen. Man geſtattet ihr hier nicht all=
zubiel
dreinzureden, denn wenn man es tut, dann kommt man ſelber und
auch der Anzug zu kurz. Mit anderen Worten, man iſt dann weder
wirklich zweckentſprechend noch wirklich gut angezogen, zwei Momente, die
ſich beim ſportmäßigen Anzug mehr oder minder decken.
Auch gibt es betreffs des Sportanzuges gewiſſe Traditionen und
Aleußerlichkeiten, die ebenſowenig mißachtet ſein wollen wie andere
Aeußerlichkeiten auch. So gilt es nun einmal als höchſt unelegant, im
Weichbilde der Großſtadt im Sattel eine Bluſe zu tragen, während man
es auf dem Lande während der Sommermonate allgemein tut; es gibt zu
dieſem Zweck ein beſonderes Genre von
Hemdbluſen- aus ſchwerer Waſchſeide,
Oxford= kanevasähnlichen Stoffen, zu
denen man ebenſo wie zur Reitjacke
die weiche Herrenkrawatte trägt und den
cgnotier oder gar den Panamahut.
Ganz allgemein iſt heute die Mode,
den dunklen Rock und die helle Farbe
zu tragen,ſei es aus Covertcoat oder
engliſchem, halbwollenem Stoff, der
weniger warm iſt als reiner Wollſtoff
und eleganter im Tragen als Leinen.
Die Jacke aus Baſtſeide findet immer
noch Anhängerinnen elegant iſt ſie
nicht und auch nicht modern. Covert=
coat
wird in gelbbraunen und auch mehr
nochngrün ſchattierenden Tönen ſowie
grau verarbeitet in der Hauptſache
iſt erſteres der Fall. Dieſes Material
in ſeiner unverwüſtlichen Zähigkeit wird
auch mit Vorliebe für den langen Reit=
paletot
verarbeitet, der zu gleichfarbigen
breeches zum Ritt im Herrenſattel ge=
tragen
und dem geteilten Rock vor=
gezogen
wird. Man ſieht zu dieſem
Zweck auch ſehr dicht gewebte Kamm=
garncheviots
in Kaffeebraun und Maus=
grau
verwendet. Das beliebteſte Ma=
terial
aber, das im Sommer von der
im Herrenſattel reitenden Frau getragen
wird, bleibt der orthodoxe engliſche
Covertcoat, im Winter engliſcher= grau=
ſchwarzer
Melton.
Neben dem Reitſport iſt der Segel=
ſport
jener, der uns die ſtrengſten Gebote
bezüglich der Tracht auferlegt. Zum
Segelſport, ſofern dieſer wiſſenſchaftlich
auf der Privatjacht betrieben wird,
kommen nur dunkelblaue und weiße
Kleider, Jacken und Bluſen in Betracht,
und zwar weicht man nicht von Serge
und rauhem Cheviot ab. Segelt man
als Sonntagsſegler, dann wird jedes
Koſtüm von leicht ſportlichen Allüren
eine gute Figur abgeben, alſo z. B.
einer der beſagten Röcke aus Gabardine,
Covertcoat, Tweed, oder Cheviot, ſchlicht
und ſchneidermäßig ausgeführt, mit?
Taſchen, Knöpfen und breiten Stepp=
Kleid 68700
nähten als einzigen Aufputz, und zu dem=
ſelben
eine Jacke aus demſelben Stoff in der modernen Gürtelform, oder für
ganz junge Mädchen eine ausgeſprochene Sackjacke, oder endlich einer der
modernen Sportpaletots, die in dieſem Sommer unſere Badeorte wahrhaft
zu überſchwemmen drohen, die aber ich möchte das nebenbei einflechten
nicht beſtimmt ſind, in der Stadt getragen zu werden.
Ganz neu und ſehr hübſch zu dieſem Zweck ſind rauhe, cheviotartige
Stoffe, auf denen man breite, ſenffarbene und außerordentliche matt ge=
ſtellte
ſchottiſche Streifen abwechſeln ſieht. Neu was neu iſt, iſt be=
kanntlich
nicht immer hübſchl ſind ſchwere weißgrundige Cheviots von
gewaltigen bunten Karos durchſetzt, neu ſind Karos faſt von Schachbrett=
größe
in Schwarz=, Braun= und Wlauweiß, neu ſind zu dieſem Zweck die
diverſen Waffelſtoffe, und endlich Golfine, ein ganz reizendes Material,
dem Mancheſterſamt ſehr ähnlich, nur leichter, geſchmeidiger, ausdrücklich
für den Sommer beſtimmt, in Weiß ſowie allen erdenklichen bunten Farben
vorrätig.
Neben dieſen bunten Sportpaletots, die auch aus Ratiné ſowie velours=
de
=laine=artigen Stoffen hergeſtellt werden und ſich vielleicht als eine
Eintagsfliege auf dem Gebiet des Sportanzuges erweiſen werden, beſteht
der orthodoxe weiße Sportpaletot fort, ſei es ganz lang, ſei es halblang,
in Phantaſie oder klaſſiſcher Form, aus Flauſchſtoff, Ratiné oder Cheviot,
oder endlich aus weißem Mancheſterſamt. Auch ſeine Beſtimmung iſt es,
nicht, in der Stadt. getzgagn, zu werden.
M. v. Suttner.

Beſchreibung zu unſeren Abbildungen.
Schottiſcher und glatter Ratin ſind in anmutiger Kontraſtverbindung zur Aus=
führung
des reizenden Kleidmodells 68700 verwendet. Für mittelgroße Figuren be=
rechnet
man zur Herſtellung der kleinen Toilette 3,85m Stoff 100 cm breit und 60 cm
abſtechenden Stoff 70 cm breit für Kragen und Manſchetten. Die Bluſentaille iſt mit
den in zwei Formen gegebenen langen oder mit den abgebildeten kürzeren Armeln aus
einem Stück geſchnitten. Der hinten abſtehende Kragen iſt ein effektvoller Abſchluß für
die halsfreie Bluſe, doch kann das Bluſenfutter auch hochgeſchloſſen und mit einem
Stehkragen mit gerader oder abgeſchweifter Anterkante getragen werden. Der Rock,
der in leicht gehobener Gürtellinie an die Bluſe gefügt iſt, wird im oberen Teile weiter
geſchnitten als an der Anterkante, die in einer der beiden gegebenen Linienführungen
gehalten ſein kann und die in mittelgroßer Ausführung in runder Länge etwa 1,10m mißt.
Muſter 68700 iſt in 7 Größen, von 81112 cm Oberweite, erhältlich.
Fackett 62911 und Rock 62511 ergeben zuſammen ein hübſches Koſtüm, das be=
ſonders
für praktiſche oder ſportliche Zwecke geeignet iſt. Die beiden Muſter können auf
verſchiedene Art ausgeführt werden. Bei einer Jackettlänge von 84 cm braucht man
bei 91 cm Oherweite von 100 cm breitem Stoff 3,10 cm. Von abſtechendem 52 cm breiten
Stoff für den eingeſchnittenen Kragen 35 cm. Für den
Rock braucht man bei einer Taillenweite von 61 cm
von 100 cm breitem Stoff 2,35m.

62499. Mantel. Die obige Abbildung zeigt das
Modell an einem vierjährigen Mädchen. In dieſer
Größe ſind zur Herſtellung des reizenden kleinen Mantels
2,20 m Stoff 110 cm breit erforderlich. Das Stickerei=

Kleid 66700

Mlantel, 52499)

Jackett62917.
Rock 6251t!

deſſin kann nach Burterick’s Plätlmüſter 16027.
angefertigt werden. Der ruſſiſche Stil kommt in,
dem Modell gut zur Geltung. Der Schnitt iſt in
13 Größen, für 214 Jahre, erhältlich.

Auſter 66100 gehört zu jenen Toiletten, bei denen man nicht weiß, was man
mehr bewundern ſoll: die Schönheit oder die Einfachheit. Beide Eigenſchaften beſitzt
dieſes Kleid in vollem Maße, das durch ſeine gerade geſchnittenen Kanten ſich vor
allem zu einer Ausführung in Volant= und Bordürenſtoffen und Spitzen aller Art
eignet. Werden dieſe Stoffe verwendet, dann iſt faſt jeder andere Aufputz überflüſſig=
Das Kleid wirkt dank ſeiner vorzüglichen Zeichnung bei aller Einfachheit vornehm und
elegant. Die Stolabluſe iſt mit dem oberen Teil der einnähtigen, in zwei Formen ge=
gebenen
, langen oder kürzeren Armel aus einem Stück geſchnitten und kann ſpitz
ausgeſchnitten oder mit einem tieferen eckigen Ausſchnitt getragen werden. Jeder
dieſer Ausſchnitte iſt modern und kleidſam, doch auf Wunſch kann die Bluſe auch hoch=
geſchloſſen
gearbeitet werden. Der Bluſe iſt in leicht gehobener Gürtellinie ein drei=
teiliger
Rock angefügt, der in runder Länge an der Anterkante 1,40 m mißt. Die
beiden ſeitlich vorn aufgerafften Volants ſind ungemein anmutig.
Iuſter 66400 iſt in 7 Größen, von 81112 cm Oberweite, erhältlich.

verboten.
Nachdruck auch mit Qu

LKKKX

[ ][  ][ ]

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I:

Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
65 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 10. Mai: dem Schreiner Heinrich
Meiſter, Lichtenbergſtraße 23, ein S. Ernſt Alexander.
Am 13.: dem Poſtboten Johannes Dietz, Soder=
ſtraße
48, ein S. Hermann Friedrich. Am 7.: dem Ritt=
meiſter
und Adjutanten bei der 25. Kavalleriebrigade
Heinrich Wätjen ein Sohn. Am 14.: dem Polſterer und
Dekorateur Max Fillſack, Große Kaplaneigaſſe 20, ein S.
Paul. Am 11.: dem Bäcker Joſeph Krug, Viktoria=
ſtraße
25, eine T. Irmengard. Am 15.: dem Schuhmacher
und Schuhwarenhändler Heinrich Schönbesger, Mauer=
ſtraße
32, ein S. Walter Ernſt. Am 16.: dem Schuhmacher
Benjamin Henning, Wienersſtraße 52, ein S. Hans
Martin. Am 12.: dem Uhrmacher Otto Wurz, Nieder=
Ramſtädterſtraße 37, eine T. Theodore Martha. Am 17.:
dem Diplom=Ingenieur Otto Wegeleben, Gutenberg=
ſtraße
57, ein Sohn.
Aufggbotene. Am 16. Mai: Schneider Johann Mi=
chael
Schmitt, Rundeturmſtraße 14, mit Katharina
Altendorf, Wendelſtadtſtraße 56. Glaſer Emil Max
Schott, Teichhausſtraße 55, mit Karolina Joſepha ( ge=
rufen
Katharina) Weber, Döngesborngaſſe 7.
Eheſchließungen. Am 12. Mai: Kutſcher Emil En=
derle
mit Anna Maria Böſen, beide in Freudenburg.
Am 14.: Chemiker Diplom=Ingenieur Otto Friedrich Kurt
Freiherr von Glenck mit Eliſab. Hildegard Merck,
beide hier. Finanzaſpirant Ludwig Jung mit Klara
Hilger, beide hier. Am 16.: Hausdiener Karl Rehm
mit Helene Wettengl, beide hier. Lithograph Peter
Reinheimer mit Eliſabethe Becker, beide hier. Fa=
brikarbeiter
Philipp Hamm, hier, mit Margar. Grä=
ſer
in Dreieichenhain. Hofkutſcher Heinrich Maurer,
hier, mit Marie Schauring in Brensbach. Am 18.:
Leutnant und Bataillonsadjutant im Leibgarde= Infan=
terie
=Regiment Nr. 115 Albrecht von Wachter mit
Marie Weber, hier. Großh. Regierungsbaumeiſter
Adolf Heiß in Worms mit Maria Baum, hier.
Geſtorbene. Am 14. Mai: Eliſe Schwarz, geb.
Müller, Witwe des Kaufmanns, 60 J., ev., Roßdörfer
Straße 34. Am 15.: Maximilian von Plönnies, Major,
50 J., ev., Erbacher Straße 25. Am 16.: Arno Guſtav
Adolf Handtke, Sohn des Hofmuſikers, 3 J., ev., Lich=
tenbergſtraße
80. Anna Margareta Sutter, Tochter des
Schloſſers, 1 J., ev., Ballonplatz 9. Am 15.: Rudolf

Pauly, Metzgermeiſter, 60 J., iſr., Obergaſſe 40. Am
16.: Emilie Zulauf, ohne Beruf, 77 J., ev., ledig, Gra=
fenſtraße
9. Johann Lautner, Bergmann, 31 J., ev.,
Louiſenſtraße 34. Katharina Maria Louiſe Becker, geb.
Foucar, 37 J., ev., Witwe des Poſtdirektors, Lagerhaus=
ſtraße
24. Marianne Karoline Joſepha Lebrecht, geb.
Diehl, Ehefrau des Landgerichtsrats, 38 J., ev., Heinrich=
ſtraße
68. Am 17.: Eliſabeth Göller, geb. Brüchmann,
Ehefrau des Steindruckers, 63 J., ev., Karlſtraße 19. Am
16.: Ernſt Gottlob Widmann, Pfarrer und Kirchenrat
61 J., ev., Heinheimerſtraße 41. Am 18.: Anna Marie
Below, geb. Fitting, Witwe des Kaſerneninſpektors,
66 J., ev., aus Neu=Iſenburg, hier Dieburger Straße 21.

Gottesdienſtliche Anzeigen.

Evangeliſche Gemeinden
Donnerstag, den 21. Mai 1914
Chriſti Himmelfahrt
Hofkirche: Vormittags um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Nachm. um 3 Uhr: Veſper.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Kleberger.
Stadtkapelle: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Zimmer=
mann
.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8 Uhr.
Johanneskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Dingeldey.
Martiuskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lindenſtruth.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Hickel.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Lie. Adolph. Um 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Pfarraſſiſtent Lic. Adolph.
Panlnskirche: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Rückert.
Evang. Gemeinde in Eberſtadt: Donnerstag, den
21. Mai, vorm. um ½ 10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrer
Paul. Um ½11 Uhr: Chriſtenlehre der Mädchen.
Evang. Gemeinde in Nieder=Ramſtadt: Donnerstag, den
21. Mai, vorm. um ½10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrver=
walter
Weik.

Katholiſche Gemeinden
Donnerstag, den 21. Mai 1914
Chriſti Himmelfahrt
St. Ludwigskirche: Mittwoch, den 20. Mai, nachm.
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Zeichte. Abends um 8 Uhr: Maiandacht.

Donnerstag, vorm. von 3.6 Uhr an: Gelegenheit
zur heil. Beichte. Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe.
Um 7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. Um
8 Uhr: Militärgottesdienſt mit Predigt. Um ½10 Uhr:
Hochamt mit Predigt. Um 11 Uhr: letzte heil. Meſſe.
Nachmittags um 3 Uhr: Veſper.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Donnerstag,
vorm. um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. Nachm. um 6 Uhr:
Maiandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Donnerstag, vormit=
tags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Kapelle zu Nieder=Ramſtadt: Donnerstag, vorm. um
9 Uhr: Amt mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Mittwoch, den 20. Mai, nach=
mittags
um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte.
Donnerstag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr:
heil. Meſſe mit Predigt. Um ½10 Uhr: Hochamt und
Kinder=Kommunion. Nachm. um 2 Uhr: Andacht.
Freitag, nachm. um ½ 6 Uhr: Maiandacht.
Kapelle zu Arheilgen: Donnerstag, vormittags um
½10 Uhr: Amt und Predigt.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Mittwoch, den
20. Mai, nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Ge=
legenheit
zur heil. Beichte.
Schluß der hl. öſterlichen Zeit
Donnerstag, vorm. um 6 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. Um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. Um ½9 Uhr:
Amt mit Predigt. Nachm. um ½3 Uhr: Feierliche
Veſper.
Kirche zu Eberſtadt: Mittwoch, den 20. Mai, nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Donnerstag, vormittags um ½6 Uhr: Beichte.
Um ½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. Um
¼10 Uhr: Hochamt und Predigt. Nachmittags um
½5 Uhr: Maipredigt eines fremden Geiſtlichen und An=
dacht
. Werktags um ¼7 Uhr: Singmeſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: Donnerstag, vorm. um 7 Uhr:
Beichte. Um ½8 Uhr: Amt und Predigt. Nachm.
um ½2 Uhr: Andacht. Montag, um ½ 5 Uhr: Mai=
andacht
.

The Church of England Services in the
Hofkirche
on Ascension Day, will be the Celebration of the Holy
Communion, with an Address at 11,30 a. m.
The Rev. G. H. Butler, British Chaplain, will officiate.

Was Dichtenbesmgen.
und Maler mit duftigem Schmelz edler Farbentöne malen: .. das herrliche
Haar von Appigkeit und Glanz.., das verlieren Sie, wenn Sie ſeine Pflege
vernachläſſigen. Mit Recht ſind Sie betrübt, wenn Sie daran denken. Aber
wenn Sie klug ſind, ziehen Sie die einzig logiſche Folgerung und beginnen
mit einer energiſch durchgeführten Haarpflege. Verwenden Sie
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Sie werden überraſcht ſein über die wunderbare Wirkung, die Einreibungen
mit dieſem aus edelſten Grundſtoffen hergeſtellten Haarwaſſer erzeugen. Sie
fühlen ſich verjüngt und ſpüren förmlich, daß Ihr Haar erquickt und lebens=
fähiger
geworden iſt. Erweiſen Sie Ihrem Haar regelmäßig dieſe Wohltat,
tun Sie es im Intereſſe Ihres Wohlbefindens und Ihres guten Ausſehens.
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