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177. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 32 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Beim geſtrigen Schaufliegen iſt Leuſnant
Carga=
nico vom Fliegerbataillon Nr. 4 geſſtürzt. Er
er=
litt einen komplizierten Oberſchenkelbruch und
Ver=
letzungen am Knie.
Der Reichstag erledigte geſſtern in zweiter Leſung den
Etat des Auswärtigen Amtes, ebenſo den
Etat des Reichskanzlers und der Reichskanzlei.
Die Reichstagserſatzwahl in Stendal=
Oſterburg ergab Stichwahl zwiſchen dem
Kon=
ſervativen und dem Nationalliberalen.
Geſtern vormittag wurde in Beren die
ſchwelzeri=
ſche Landesausſtellung eröffnet.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Die auswärtige Politik
hat in der Donnerstagsſitzung des Reichstages den
In=
halt einer Rede gebildet, die anſtelle des Reichskanzlers
Staatsſekretär von Jagow hielt. Seine
Ausführun=
gen ſanden im allgemeinen die Zuſſtimmung der
bürger=
lichen Parteien, wurden aber am lebhafteſten inſoweit
begrüßt, als ſie eine entſchiedene Warnung an die
deutſch=
feindliche Preſſe Rußlands zum Ausdruck brachten.
Ohne Zweifel liegt in dieſer Warnung ein Hauptteil der
politiſchen Bedeutung deſſen, was der Staatsſekretär über
„die internationale Lage geſagt hat. Seine Kennzeichnung
der ruſſiſchen Preßtreibereien als eines Spiels mit dem
Feuer klärt nicht nur die beteiligte Preſſe Rußlands,
ſon=
dern auch die des übrigen Auslandes über die Tragweite
jener Treibereien auf, die auch in England eine auffallend
einſteitige Beurteilung zu unſeren Ungunſten erfahren
ha=
ben. Die Neigung der Preſſe des Dreiverbandes, jede
lebhaſte deutſche Aeußerung aufs höchſte aufzubauſchen,
dagegen deutſchfeindliche Hetzereien als etwas
Selbſtver=
ſtändliches hingehen zu laſſen, iſt vom Staatsſekretär mit
erfreulicher Deutlichkeit als Meſſen mit ungleichem Maß
zurückgewieſen worden. Trägt dieſe Zurückweiſung
hof=
fentlich zu einer mehr paritätiſchen Haltung der
ausländi=
ſchen Preſſe bei, ſo bezeugt die an die ruſſiſche Adreſſe
gerichtete Warnung, daß man ſich in Petersburg
verrech=
net, wenn man mit Hilfe eines deutſchfeindlichen
Preſſe=
feldzuges handelspolitiſche Erfolge zu erreichen hofft.
Staatsſekretär von Jagow hat naturgemäß die ruſſiſche
Regierung von der Kritik ausgenommen, die er an der
ruſſiſchen Preſſe üben mußte. Es wird ſich bald
heraus=
ſtellen, ob der wohlbegründete deutſche Hinweis auf die
Folgen einer Preſſehetze den Umſchwung hervorruft, der
im Intereſſe einer ungetrübten Fortdauer unſerer
Bezie=
hungen zu Rußland notwendig und bei dem Mangel an
realen Gegenſätzen ohne weiteres möglich iſt.
Konnte der Staatsſekretär betreffs unſerer
Beziehun=
gen zu Großbritannien ſich auf die Erwähnung
des „freundſchaftlichen Geiſtes” beſchränken, der in ihnen
herrſcht, ſo hat er mit Wärme des einheitlichen und
ge=
ſchloſſenen Auftretens der Dreibundmächte während
der Balkankriſis gedacht und die energiſche Fortführung
dieſer Politik angekündigt. Damit werden alberne
Aus=
ſtreuungen, die vor der letzten Wiener Kaiſerbegegnung
in die Welt geſetzt waren, endgültig beſeitigt. Im
Zu=
ſammenhange mit dieſem Bekenntnis zum Dreibunde gab
der Staatsſekretär der Zuverſicht Ausdruck, daß
Ru=
mänien dank der Weisheit ſeines Herrſchers und
ſei=
ner Regierung ſſich auch künftig an die alten Dreibund=
Freunde anlehnen werde. Hoffentlich unterbleiben in
Oeſterreich=Ungarn rollenwidrige Seitenſprünge, die
Ru=
mänien das Feſthalten an ſeiner bisherigen
Auslands=
politik erſchweren. Ueber die Ausſichten der Erhaltung
des Friedens am Balkan, der für die Sicherung des
europäiſchen Friedens von ausſchlaggebender Wichtigkeit
iſt, äußerte ſich der Staatsſekretär zwar ofllimiſtiſch, aber
ohne Ueberſchwang. Das gleiche gilt von ſeinen
Be=
merkungen über Albanien. Neuigkeiten hat er betreſfs
der albaniſch=epirotiſchen Auseinanderſetzungen ebenſo
wenig mitteilen können, wie in bezug auf die das
otto=
maniſche Reich betreffenden Verhandlungen, die noch
nicht mit allen beteiligten Staaten abgeſchloſſen ſind.
Auch die mexikaniſche Kriſis wurde vom
Staatsſekretär nur mit greiflicher Zurückhaltung erörter”.
Immerhin iſt es bedeutſam, daß er die Vermittelungs=
aktion der ſüdamerikaniſchen Republiken „freudig”
begrüßte und damit jene Aktion nochmals in
bemerkens=
werter Weiſe unterſtützte. Die ſtarke Betonung unſerer
von politiſchen Hintergedanken vollkommen freien, rein
wirtſchaftlichen Ziele in Südamerika wird dort im
jetzi=
gen Augenblick um ſo willigeres Gehör finden, je mehr
das Vorgehen Nordamerikas gegen Mexiko im lateiniſchen
Amerika die Beſorgnis vor politiſchen Zielen der Union
verſtärkt hat.
Die Thronrede zur Eröffnung
des fürtiſchen Parkaments=
* Am Donnerstag nachmittag fand, wie ſchon
mitge=
teilt, die feierliche Eröffnung des neugewählten
Parla=
ments ſtatt. Der Feierlichkeit wohnten bei der Sultan, der
Thronfolger Prinz Juſſuf Izzedin, die Prinzen Wahib
Eddin, Salah Eddin, ſowie das Zivil= und
Militärkabi=
nett des Sultans und ſämtliche Mitglieder des Kabinetts
einſchließlich Talaat Bei, der aus Livadia und Enver
Paſcha, der aus Anatolien zurückgekehrt war. Der Saal
und die Logen waren dicht gefüllt und das diplomatiſche
Korps war vollzählig erſchienen. Die von dem erſten
Sekretär des Sulſtans verleſene Thronrede ermnert
zunächſt an die am 4. Auguſt 1912 auf Beſchluß des
Se=
nats unter der Bedingung der Vornahme von Neuwahlen
verkündeten Schließung des Parlaments und fährt fort:
Die Veränderungen und Umwälzungen
im Innern, die der Schließung der Parlamente
folg=
ten, hatten eine Koalition der auf die Gelegenheit
lauern=
den nationalen Feinde und einen gleichzeitigen Einfall
in unſer Grenzgebiet zur Folge. Die Durchführung der
Wahlen wurde dadurch notwendigerweiſe verzögert. Die
Verwirklichung unſeres Wunſches, die Eröffnung der
Na=
tionalverſammlung vorzunehmen, wurde infolgedeſſen
bis zum heutigen Tage hinausgeſchoben. Ich preiſe den
Allerhöchſten, der uns die Möglichkeit gewährte. die
Na=
tionalverſammlung nach einer langen ſchmerzvollen
Zwi=
ſchenzeit wieder zu eröffnen. Ich heiße Sie alle
willkom=
men. Der Angriff der Feinde, der von allen Seiten auf
unſer Vaterland in dem Augenblick erfolgte, da das Reich
kaum den Krieg mit Italien und eine revolutionäre Kriſe
überſtanden hatte, brachte unſer Land in die ſchwieriſſte
Situation. Nach der Proklamierung der Verfaſſung hatte
man um den Preis großer, von unſeren Völker auf ſich
genommener Opfer mit Fleiß und Eifer daran gearbeitet,
nach Tunlichkeit die zerſtörenden Wirkungen der
Ver=
gangenheit zu beheben, in dem die Equipierung und
Aus=
rüſtung der Armee miſt Rückſicht auf einen möglichen
An=
griff vorbereitet, beziehungsweiſe ergänzt wurde. Zu
unſerer außerordentlich peinlichen Ueberraſchung mußten
wir wahrnehmen, daß trotz all dieſer patriotiſchen
An=
ſſtrengungen und Vorbereitungen unſere Armeen
unter=
lagen. Taufende von Soldaten, unſere Söhne, wurden vom
Schickſal erreicht, ſind in Gefangenſchaft des Feindes
ge=
raſten. Selbſt vor den Toren der Hauptſtadt lagerten
Hungernde und Entblöſte. Ich ordnete ſofort die Bildung
eines oberſten Militärgerichtshofes an, damit er nach den
Urſachen des Unglücks, die hierfür Verantwortlichen
fahnde und über die letzteren Strafen verhänge, die
ge=
eignet ſſind, eine wirkſame Lehre zu bilden. Ich hege die
feſte Hoffnung, daß der Gerichtshof die ihm übertragenen
wichtigen Aufgaben in den Grenzein ſdes Geſetzes und der
Gereſchtigkeit erfüllen wird.
Die Thronrede erwähnt dann den Krieg
zwi=
ſchen den Balkanverbündeten und fährt fort:
Unſere Truppen rückten vorwärts, vertrieben den Feind
von den Ufern des Marmarameeres und konnten
Adria=
nopel wieder erobern. Die moraliſchen Konſequenzen
die=
ſer Ereigniſſe übertrafen an Wichtigkeit die materiellen.
Das Innere unſeres Reiches fühlt ein
Wieder=
aufleben und iſt voller Hoffnung und Begeiſterung. Die
Ueberraſchung des Auslandes iſt einem vollſtändigen
Ver=
trauen gewichen. Die Thronrede widmet ſodann den im
Kriege geſallenen Soldaten ein ehrendes Geſdenken und
fährt fort: Durch das Londoner Protokoll iſt das
Schick=
fal der Inſeln des Archipels der Entſcheidung
der Großmächte gemäß ihrem Wunſche unter dem
Vorbe=
halte überlaſſen worden, daß der geſicherte friedliche Beſitz
Anatoliens berückſichtigt bleibt. Aber der Inhalt der
ſpä=
terhin von den Großmächten der Pforie überreichten Note
ließ uns mit Bedauern feſtſtellen, daß man Griechenland
die Infeln überließ, deren Beſitz uns am notwendigſten
iſt. um die Ruhe und Sicherheit zu genießen, deren wir zur
Entwickelung Anatoliens bedürfen. In Antwort auf
dieſe Note hat meine Regierung die Gründe
auseinander=
geſetzt, die es unmöglich machen, dieſe Entſcheidung
anzu=
nehmen. Sie hat bekanntgegeben, daß, obwohl ſie den
Wert der Aufrechterhaltung des Friedens für unſer
Reich anerkenne, ſie keinerlei Anſtrengungen unſterlaſſen
werde, um zu ihren Rechten zu gelangen. Ich hoffe, daß
es gelingen wird, die Frage in friedlicher Weiſe,
entſpre=
chend unſerem Standpunkt und unſeren weſentlichen
In=
tereſſen zu löſen. Es iſt nicht zu zweifeln, daß
Italien demnächſt die Inſeln zurückſtellen wird, deren
Räumung und Uebergabe an uns der Lauſanner Vertrag
ihm auferlegt.
Die Thronrede fährt dann fort: Es iſt notwendig,
in möglichſt kurzer Friſt die Verluſte gut zu ma=
chen, die unſere militäriſchen Kräfte durch die
Un=
glücksfälle des Krieges erkiten haben. Dieſer
Krieg hat auch gezeigt. von welcher Notwendigkeit und
Wichtigkeit für unſere Reich der Beſitz einer
mäch=
tigen Flotte iſt. Ich wünſche, daß die Nation die
Opferwilligkeit und die Bemühungen des Kriegs= und des
Marineminiſters unterſtützt. Um den Fortſchritt unſerer
Armee und unſerer Flotte zu ſichern, haben wir
fremdländiſche Offiziere berufen.
Fachmän=
ner, die wir für andere ſtaatlichen Zweige erbeten haben,
treffen nach und nach ein.
Die finanzielle Lage des Reiches iſt durch
die ſich über zwei Jahre erſtreckenden Feindſeligkeiten hart
in Mitleidenſchaft gezogen worden Nichts deſtoweniger
rechtfertigen die in den ſtaaſtlichen Einnahmen ſogar wäh.
rend der Kriegsperiode erzielten Ueberſchüſſe die beiſten
Hoffnungen für die Zukunſt. Mit der freundſchaftlichen
Unterſtützung der franzöſiſchen Regierung iſt eine
bedeu=
tende Aleihe in Paris abgsſchloſſen worden, um die
während des Krieges aufgenommene Schuld zu
liquidie=
ren. Damit das Reich die Eſnnahmequellen
ge=
nießen kann, die es bisher entbehren mußte, ſind
Ver=
handlungen mit einigen Großmächten
an=
geknüpft worden. Dieſe Verhandlungen, die mit
Frank=
reich zu eihem Abſchluß führten und mit England einem
befriedigenden Abſchluß nahe ſind, werden, wie man
hof=
fen darf, demnächſt mit Deutſchland und Rußland zum
Ziele führen. Infolge dieſes Abkommens wird es uns
möglich ſein, das Budget vom nächſten Jahre ab ins
Gleichgewicht zu bringen und es zu konſolddieren.
Unſere auswärtige Politik baſiert auf dem
Grundſatz der vollſtändigen Aufrechterhaltung unſerer
Rachte und der Beachtung der Rechſte anderer, ſie geſtattet
wie in der Vergangenheit herzliche Beziehungen mit den
befreundeten Mächten. Da ſich die gegenſeitigen Gefühle
der Eintracht und des Friedens auf allen Seiten
bemerk=
bar machen, ſo ſtellt ſich die Lage vom auswärtigen
Stand=
punkt friedlich und befrickdigend dar. Die Thronrede
ſchließt mit dem Wunſche, daß die Kammer vor allem die
Abänderung der Verſaſſung erledigen möge, um ein
oll=
kommenes Gleichgewicht zwiſchen ſder geſetzgebenden und
der erekutiven Gewalt zu ſichem, daß ſie das Budget
an=
nehme, daß ſie Verträge, proviſoriſche Geſetze und andere
ihr zur Unterbreitung gelangende Geſetzentwürfe
rati=
fiziere.
Deutſches Reich.
— Eine Aenderung der
Reichsverfaſ=
ſung. Die ſchon ſſeit Jahren ſchwebenden
Verhandlun=
gen zwiſchen Reich und Bundesſtaaten über eine neue
Grundlage für dle Verteilung der durch die Verwaltung
der Zölle und Verbrauchsabgaben entſtehenden Laſten
haben, wie die Tägl. Rundſchau erfährt, inſoweit zu einem
Ergebnis geführt, als jetzt den Bundesregierungen
be=
ſtimmte neue Vorſſchläge des Reiches vorgelegt worden
ſind. Die Beſchwerden der Bundesregierungen,
beſon=
ders der ſüddeutſchen und unter dieſen an erſter Stelle
der elſaß=lothringiſchen, ſtützen ſich auf die Behauptung,
daß die bisherigen Entſchädigungen des Reiches
unzu=
länglich ſeien und daß die Bundesſtaaten aus ihren
eige=
nen Mitteln für die Erhebung von Reichsabgaben
finan=
zielle Opfer bringen müßten. So behauptet Elſaß=
Loſthringen, daß es aus Sondermitteln drei Millionen
Mark jährlich für das Reich zuzahlen müſſe. Der
bis=
herige Verteilungsmodus iſt aufgebaut auf den
Beſtim=
mungen der Reichsverfaſſung und den Vorſchriſten
ün=
zwiſchen ergangener Sondergeſetze. Um eine neue
Grund=
lage zu ſchaffen, iſt alſo eine Aenderung der Verfaſſung
notwendig, zu der die Reichsleitung auch in ihren
Vor=
ſchlägen ihre Zuſtimmung gegeben hat. Es darf
ange=
nommen werden, daß die Verhandlungen unter den
ver=
bündeten Regierungen zu einer Einigung, führsn
wer=
den und dem Reichstag im Herbſt ein Geſetzentwurf
vor=
gelegt werden kann. Für das Reich iſt damit neuerlich
eine ſſnanzielle Mehrbelaſtung verbunden. Für das
Reichsland bedeutet dieſe Neuerung die Erfüllung eines
der finanziellen Wünſche, von denen wir vor Wochen
mel=
deten, daß ſie die nächſten Anliegen des Landes an ſeine
neue Regierung ſein würden.
— Die Ablehnung des Preſſſereferats
im Kriegsminiſterium bedeutet für dieggeſamte
Preſſe und ihre nach vielen Millionen zählende Leſerſchaft
eine empfindliche Beeinträchtigung, da es nach der im
Kriegsminiſterium vörhandenen knapp bemeſſenen Zahl
von Offizieren kaum möglich ſein wird, eine
Auskunfts=
ſtelle gewiſſermaßen im Nebenamt zu unterhalten. Die
exakte Erledigung der nach vielen Hunderten zählenden
Anfragen, die oft zaſtraubende Ermittelung erfordert,
kann nicht nebenher beſorgt werden. Das
Kriegsmini=
ſterium kann die Fühlung mit der Preſſe aber
ebenſo=
wenig entbehren wie umgekehrt die Preſſe die ſchnelle
und ſachgemäße Orientlerung durch eine maßgebende
Stelle der Heeresverwaltung. Ob es möglich ſein wird,
durch ein Proviſorium wenigſtens einen Teil des
bisheri=
rgen umfangrelchen Verkehrs mit der Preſſe aufrecht zu
erhalten, bedarf noch beſonderer Erwägung. Man wünſcht
aber in Reichstagskreiſen im Intereſſe der Oeffentlichkeit,
daß die Forderung einer Auskunftsſtelle für die Preſſe im
Kriegsminiſterium im nächſten Etat wiederkehrt, wenn es
nicht gelingen ſollte, bis zur dritten Leſung noch eine
Mehrheit für die abgelehnte Poſition zu gewinnen. Eine
Wahrſchelnlichkeit hierfür iſt allerdings nach dem
gegen=
wärtigen Sſtande der Sache nicht gegeben.
— Die Beſoldungsnovelle. Die
fortge=
ſetzten Verhandlungen über ein Kompromiß in der Frage
der Beſoldungsnovelle haben, wie die Voſſiſche Zeitung
erfährt, zu keinem Ergebnis geführt.
Ausland.
Schweiz.
Ablehnung der Verhälltniswahl. Der
parlamentariſche Ausſchuß, den der ſchweizeriſche
Natio=
nalrat zur Vorberatung des Volksbegehrens beſtimmte,
das die Einführung der Verhältniswahl für den
Natio=
nalrat fordert, hat mit 8 gegen 6 Stimmen beſchloſſen
es ſei die Ablehnung dieſes Volksbegehrens zu empfehlen.
Dieſer Beſchluß ſtimmt mit demjenigen überein, den die
Bundesregierung unlängſt mit allen gegen die Stimmen
des katholiſch=konſervativen Vertreters gefaßt hat. Auch
die ſtarke Mehrheit der ſchweizeriſchen freiſinnig=
demokra=
tiſchen Partei wird vorausſichtlich dieſen Beſchluß faſſen;
ebenſo iſt im Parlament eine das Volksbegehren
ableh=
nende Mehrheit ſicher.
Belgien.
Das Schulgeſſetz. Der Senat hat das
Schul=
geſetz mit 68 Stimmen angenommen. Die Liberalen und
Sozialiſten verlaſen vorher Proteſtkundgebungen und
ver=
ließen vor der Abſtimmung den Saal.
Spanien.
Die Marokkoffrage. In der Kammerſitzung
erklärte der Abgeordnete Rodes (Republikaner), Spanien
habe nicht die Macht, in Marokko vorzugehen, ſolle auf
ſeine Rechte verzichten und die internationalen Verträge
einer Reviſion unterziehen. Der Miniſter des Aeußern
antwortete darauf, es liege kein Grund vor, auf die
ſpa=
niſchen Rechte in Marokko zu verzichten. Spanien müſſe
ſich dort behaupten, ſei es auch nur ſeiner Würde willen.
Die Regierung hätte nicht zulaſſen können, daß Frankreich
ſich gegenüber der ſpaniſchen Küſte in Marokko feſtſetzte.
Die marokkaniſche Angelegenheit erfordere eine
uner=
ſchütterliche Geduld. Die Eiſenbahn von Tanger nach Fez
werde, ſoweit es ſich um die ſpaniſche Strecke handle,
er=
baut werden, ſobald die Cortes die Vorlage angenommen
ſhätten, welche von der Regierung zu einer ihr günſtig
er=
ſcheinenden Zeit vorgelegt werden würde.
Vereinigte Staaten.
Der Panamakanal. Gegenüber
anderslauten=
den Meldungen erklären die Beamten der Panamakanal=
Eiſenbahn=Geſellſchaft, ſie hätten Mitteilung erhalten, daß
der Dienſt von Schiffen kleinen Tonnengehalts auf dem
Panamakanal am 9. Mai begonnen habe und daß
Fluß=
ſchiffe jetzt regelmäßig den Kanal paſſieren. Die
vorzei=
tige Eröffnung des Kanalverkehrs iſt auf die durch die
Schließung der Tehuantepec=Eiſenbahn hervorgerufene
ſtarke Anhäufung von Handelsgütern zurückzuführen. Nach
der Inſtandſetzung des Kanals auf der Cucuracha=Strecke,
die Ende der Woche vollendet ſein wird, wird es möglich
ſein, Handelsdampfer durch den Kanal zu ſenden.
China.
Die Anleihle. Wie das Reuterſche Bureau
er=
fährt, übermittelte die Regierung eine Note, in der ſie der
Fünfmächtegruppe eine Anleihe von 7½ Millionen Pfund
Sterling zum Rückkauf kurzfriſſtiger Anleihen anträgt und
vorſchlägt, die Währungsanleihe auf ein Jahr
zurückzu=
ſtellen,
* Ein engliſches Lobder deutſchen
Fork=
bildungsſchule. Dr. Georg Kerſchenſteiners Buch
„Die Schulen und die Nation” in dem das deutſſche
Sy=
ſtem der Fortbildungsſchule behandelt wird, erſcheint
ſo=
eben in engliſcher Ueberſetzung bei Macmillan, und in
einer Vorrede, die Lord Haldane dazu geſchrieben
hat, lieſt man eine ernſte Warnung an das engliſche Volk
von dem hervorragenden Staatsmann, die eine hohe
An=
erkennung dieſer deutſchen Schulen bedeutet. Haldane
empſiehlt die deutſche Einrichtung, durch die die
Arbeit=
geber gezwungen werden, ihren jugendlichen Angeſtellten
bis zum 18. Lebensjahre den Beſuch der
Forlblldungs=
ſchule zu ermöglichen und ſie ſo in den Sſtand zu ſetzen,
für ihren Beruf wichtige Dinge zu lernen, nachdrücklich
zur Nachahmung. „Es iſt ein Syſtem, mit dem wir
rech=
nen müſſen,” ſchreibt er. „Wenn wir nicht gleichen Schritt
halten, ſo werden unſere Arbeiter im Verlaufe weniger
Jahre gegenüber ihren Arbeitsgenoſſen draußen erheblich
im Nachteil ſein. Dieſe genießen unter der neuen
Me=
thode eine Ausbildung und Vergünſtigungen, denen wir
nichts entgegenſetzen können. Einige Erziehungsbehörden
in Großbritannien, wie die in London und in drei oder
vier anderen großen Städten, ſind ſich darüber klar und
machen Anſtrengungen, in dieſem Wettkampf
mitzukon-
men. Aber die öfſentliche Meinung in unſerem Lande iſt
ſchwer aufzuwecken, und wenn dies nicht geſchieht und
den Ortsbehörden nicht ein beſtimmter Auſſtrag gegeben
wird, ſo werden dieſe letzteren wenig Macht haben,
hel=
fend einzugreifen.”
* Der Beſuch des däniſſchen
Königs=
paares in Parlis. Das Programm zur Feier der
Anweſenheit des däniſchen Könſigspaares in Paris iſt
nunmehr feſtgelegt. Zwei Panzerkreuzer ſind nach
Ca=
ais beordert worden. um die Gäſte Frankreichs bei ihrer
Ankunft am Samstag vormittag 10 Uhr zu begrüßen. Um
3 Uhr nachmittags wird dann der Sonderzug mit den
königlichen Herrſchaften in Parls eintreffen, wo die
Be=
grüßung durch den Präſidenten der Republik am
Bahn=
hof Bois de Boulogne erfolgt. Abends 8 Uhr findet ein
Feſtmahl im Elyſée=Palaſt ſtatt und am Sonnlag ein
Frükſtück in der däuſchen Geſandtſchaft. Am Nachmittag
wohnen die Herrſchaften dem Rennen in Longchamps bet.
Für den Montag iſt ene Vorſtellung im Opernhauſe
vor=
geſehen. Die Rückreiſe des Königspaares erfolgt am
Dienstag früh 9 Uhr 25 Mknuten. Während ſeines
Auf=
enthaltes in Paris wohnt das Königspaar im
Miniſte=
rium des Aeußern.
* Athen, 15. Mai. Der König und die
Königin von Griechenland ſind mit dem
Prin=
zen Alexander und der Prinzeſſin Hellene an Bond des
Küſtenpanzerſchiffes „Pſara” nach Salonilt abgereiſt. Der
Generalſtab der Armee hat ſich ebenfalls dorthin begeben.
Der König wird die Garniſonen in Mazedonien
inſpi=
zieren.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 16. Mai.
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog dem Kreisſchulinſpektor Schulrat Schrod in
Mainz anläßlich ſeines 50jährigen Dienſtjubiläums am
6. Mai d. Js. die Krone zum Ritterkreuz 1. Klaſſe des
Verdienſtordens Philipps des Großmütigen, dem
Re=
gierungs= und Baurat Heinrich Simon zu Worms,
Vorſtand des Eiſenbahnbetriebsamtes 1 in Worms, den
Charakter als „Geheimer Baurat” dem Weichenſteller
Peter Hofmann zu Nieder=Flörsheim und dem
Bahn=
wärter Peter Spengler zu Langſtadt, beide in der
Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft, aus Anlaß
ihrer am 1. Mai d. Js. erfolgten Verſetzung in den
Ruheſtand das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift
„Für treue Dienſte‟
In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog den Miniſterialreviſor Ernſt
Freundlieb bei der Buchhaltung der Miniſterien
des Innern und der Juſtiz auf ſein Nachſuchen mit
Wirkung vom 1. Juni 1914 an.
* Preußiſch=Heſſiſche Eiſenbahngemeinſchaft. Im
Namen der Großh. Regierung in der Heſſiſch=
Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft
voll=
zogene Ernennungen und Beförderungen
(1. April 1914 bis 1. Mai 1914): zum Betriebskontrolleur
der Oberbahnhofsvorſteher Müller zu Mainz, zum
Oberbahnhofsvorſteher der Bahnhofsvorſteher Wenner
zu Niederlahnſtein, zum Bahnhofsvorſteher der
Bahn=
hofsverwalter Becker zu Erbach (Rhg.), zu
Eiſenbahn=
aſſiſtenten die Unteraſſiſtenten Hochgeſand zu Mainz=
Kaſtel, Knobloch zu Nierſtein und Raiß zu Oſthofen,
der Telegraphiſt Dexheimer zu Mainz und die komm.
Eiſenbahnaſſiſtenten Müller zu Oſthofen und Zinn zu
Rüſſelsheim, zu Lokomotivführern die Lokomotivheizer
Aſtheimer zu Biſchofsheim und Schäfer zu Mainz, zum
Oberlademeiſter der Lademeiſter Diehl zu Kranichſtein,
zum Lademeiſter der Schaffner Gerlach zu Biſchofsheim,
zu Unteraſſiſtenten die Eiſenbahngehilfen Rauſch zu
Monsheim und Wammes zu Ingelheim, zu
Weichen=
ſtellern 1. Klaſſe die Weichenſteller Daum zu
Biſchofs=
heim und Schneider II. zu Maiuz, zu Weichenſtellern
die Bahnwärter Graf zu Mannheim=Waldhof und Koch
zu Kranichſtein, der Hilfsſtellwerksſchloſſer Haas zu
Mainz, der Schreibgehilfe Frey zu Mainz, der Aushelfer
Gebhard zu Mainz und der Hilfsweichenſteller Heß zu
Wolfskehlen, zu Schaffnern der Hilfsladeſchaffner
Zeltner zu Worms, der Schaffner i. P. Stumm zu
Bingen und der Aſpirant im Zug= und Ladedienſt
Buſch zu Worms, zu Bahnwärtern die Hilfsbahnwärter
Heiß zu Reinheim, Herberg und Müller zu Weiſenau,
zum Feuermann der Hilfsfeuermann Schmidt zu
Worms.
* Uebertragen wurde dem Lehrer Hugo Maurer
zu Nieder=Seemen, Kreis Schotten, eine Lehrerſtelle an
der Volksſchule zu Bingenheim, Kreis Büdingen; dem
Lehrer Johann Philipp Rögner zu Biblis, Kreis
Bens=
heim, eine Lehrerſtelle an der Volksſchule zu Dietesheim,
Kreis Offenbach.
*Ausübung konſulariſcher Verrichtungen. Der
zum Generalkonſul von Venezuela in Hamburg ernannte
Herr Dr. Eduardo J. Dagnino, dem das
Reichs=
exequatur erteilt wurde, iſt zur Ausübung konſulariſcher
Verrichtungen im Großherzogtum Heſſen zugelaſſen
worden.
g. Strafkammer II. Am preußliſchen Buß= und
Bet=
tag wurde der Wachtpoſten vor dem Hauſe des Oberſten
in Oſſenbach von zwei Frankfurter Ausflüglern beläſtigt,
indem ſie ſich an das Schilderhaus lehnten und das Lied
„Sſteh ich in finſterer Mitternacht” ſangen. Die
Aufforde=
rung des Wachtpoſtens, ſich ruhig zu verhalten,
beantwor=
ſteten ſſie mit Spottreden, wie, ſie ließen ſich von einem
Weißroten überhaupt nichts ſagen, u. a. Das
Schöffen=
gericht halte deshalb die beiden Angeklagten, die
Kauf=
ſleute Hans Schönhals und Anton Stein, zu 30
und 60 Mark Geldſtrafe verurteilt. Die Straflammer
ver=
warf geſtern die von der Staatsanwaltſchaft gegen dieſes
Urteil eingelegte Berufung. — Der 27jährige Hausburſche
Johann Fab an Dammer von Offenbach hat als
An=
geſtellter der Firma Haſſia=Schuhfabrik in Offenbach
ver=
ſchiedene Kleinigkeiten, wie Schuhlelſten und Raſpelnz
mit nach Hauſe genommen. Trotz des geringen Wertes
der geſtohlenen Sachen mußte die Strafkammer auf drei
Monate Gefängnis erkennen, da D. rückfällig iſt.
— Vom Hoftheater. Heute bleibt das Hoftheater
ge=
ſchloſſen; es finden die letzten Proben zu Weingartners
neuem Werk „Kain und Abel” ſtatt, das bei den ſeit
Donnerstag täglich ſtattfindenden vollſtändigen Proben
in Koſtüm und Maske auf die Anweſenden ſtets den
ſtärk=
ſten Eindruck machte. Zur Wiedergabe der von ſtarker
Eigenart und echt dramatiſchem Leben durchfloſſenen
groß=
zügigen Kompoſition vereinigen ſich unter des Komponiſten
Leitung Lueile Marcel, Auguſt Globerger, Anna Jacobs,
Robert Perkins und Hans Bertram, ſowie die Großh.
Hof=
kapelle. Die Regie führt Otto Nowack. Die Vorſtellung
beginnt pünktlich 6½ Uhr. — Am Montag geht als
ge=
ſchloſſene Sondervorſtellung „Alt=Heidelberg” in Szene,
Neue Wagner=Briefe aus den
Pariſer Tannhäuſer=Tagen.
** Durch die Vermittelung des Bibliothekars der
Pariſer Großen Oper iſt es J. G. Prod’Homme
ermög=
licht worden, in den Archiven der Oper Forſchungen
an=
zuſtellen, die zu einem ſehr glücklichen Erfolge geführt
haben: Prod’Homme ſtieß auf das vergilbte Aktenheft,
das die auf die Pariſer Uraufführung des
Tannhäuſer ſich beziehenden Dokumente enthält,
dar=
unter eine Reihe bisher unbekannter Briefe Richard
Wag=
ners aus jenen bewegten Tagen. Die ganze Unruhe und
Nervoſität des um die Geſtaltung ſeines Werkes beſorgten
Künſtlers ſpiegelt ſich in dieſen Briefen und
Briefentwür=
fen, von denen Prod’Homme die intereſſanteſten jetzt im
Temps veröffentlicht.
164 Proben und nur 3 Aufführungen — eine Unſumme
von Sorgen, Befürchtungen, Freuden und
Verſtimmun=
gen, Hoffnungen und Enttäuſchungen verbirgt ſich hinter
ihnen. In der Generalprobe vom 23. Februar — es
folg=
ten ihr noch viele „Generalproben” ehe es endlich zur
Premiere kam — äußert ſich zum erſtenmal die
Unzufrie=
denheit Wagners mit Dietſch, dem „unfähigen
Kapell=
meiſter”; am nächſten Tage ſchreibt der Meiſter an den
Direktor Royer einen bereits bekannt gewordenen Brief,
in dem er fordert, wenigſtens eine Generalprobe und die
drei erſten Aufführungen ſelbſt dirigieren zu dürfen, was
ihm nicht geſtattet wird: und zu gleicher Zeit beſchäftigt
ſich Wagner mit der Frage der Freibillets und der
Zulaß=
karten für Freunde und Bekannte. Zu einer Generalprobe
ſind ihm 100 Einlaßkarten zur Verfügung geſtellt; er kommt
damit nicht aus, braucht weitere 50 Karten, dann noch 4
Logen für die Angehörigen „verſchiedener Botſchaften, die
ſich beſonders für mein Werk intereſſieren”; und
ſchließ=
lich, als die Forderung bewilligt iſt, noch ein weiteres
Dutzend Eintrittskarten. Er hat den damaligen
Chef=
redakteur der Preſſe théatrale et muſicale, Herrn
Giaco=
melli damit beauftragt, ſowohl die Vergebung von
Frei=
ſkarten an geeignete Perſönlichkeiten wie auch die
Vertei=
lung der Billets an ſeiner ſtatt zu überwachen; der Brief,
durch den er Giacomelli bei dem Direktor Royer
bevoll=
mächtigt, befindet ſich in den Akten der Oper. Das
inter=
eſſante Dokument lautet: Verehrter Herr, von allen Seiten
wendet man ſich an mich, um Plätze zu den erſten
Auf=
fführungen des „Tannhäuſer” zu erhalten. Da dieſe
Ge=
ſſuche mir von Freunden aus allen Ländern zugehen, von
ldenen die meiſten zu dieſem Zwecke große Reiſen aus
Deutſchland, der Schweiz uſw. machen, fühle ich mich ſehr
verpflichtet, ihnen Plätze zu verſchaffen, ſtatt dieſe in den
Händen von Spekulanten zu laſſen, die ſie vielleicht an
meine ſchlimmſten Feinde verkaufen. Allein bei den vielen
Verpflichtungen und Beſchäftigungen dieſer Tage iſt es mir
unmöglich, mich im beſonderen mit der Frage der
Placie=
rung meiner Freunde zu beſchäftigen. So entſchließe ich
mich denn, Herrn Giacomelli, der mir ſchon bei einem
an=
deren Mal zu meiner vollen Zufriedenheit ſeine Hilfe lieh
und der Ihnen dieſen Brief übergibt, die unumſchränkte
Leitung aller dieſer Angelegenheiten zu übertragen. Wollen
Sie ihn bitte als meinen Bevollmächtigten anſehen, ſowohl
bei der Entgegennahme meiner Autoren=Billets für die
erſten 6 Vorſtellungen, wie auch in dem Vorrecht, in meinem
Namen im Voraus alle jene Plätze und Logen zu belegen,
deren ich bedürfen könnte . .
Je weiter die Proben fortſchreiten, deſto mehr ballt
ſich die von Wagner aufgeworfene
Kapellmeiſter=
frage zu einer Gewitterwolke zuſammen. Am 4. März
berät ſich Wagner, nachdem die Leitung der Oper ſeinen
Wunſch, die drei erſten Aufführungen ſelbſt zu dirigieren,
nicht erfüllen konnte, mit ſeinen Freunden; er will ſich
direkt an Napoleon wenden. Schließlich kommt ein Brief
an den Miniſter Grafen Walewski zuſtande. Der mehrfach
umgeänderte Entwurf dieſes Schreibens, bei deſſen
Ab=
faſſung in franzöſiſcher Sprache Nuitter, Wagners treuer
Mitarbeiter, eingriff, lautet: „Herr Graf, ein Befehl Seiner
Majeſtät hat dem „Tannhäuſer” die Bühne der Oper
er=
ſchloſſen. Ich brauche Ew. Exzellenz nicht der tiefen
Dank=
barkeit zu verſichern, die ich ewig bewahren werde. Aber,
ich muß ſagen, wie ſehr mich der Eifer und die Begabung
bewegt haben, mit denen die Direktion, die Beamten und
die Künſtler mich unermüdlich unterſtützten. Ich war bis
zum letzten Augenblick der Ueberzeugung, daß die
Aufführ=
ung vollkommen der hohen Gunſt würdig werden würde,
mit der Seine Majeſtät mich beehrt hatten. Nun bleibt
ein einziger Punkt, auf den ich glaube, die Aufmerkſamkeit
Ew. Exzellenz lenken zu müſſen. Es iſt die Leitung des
Orcheſters. — Als Herr Royer mich zum erſtenmal fragte,
ob ich einwilligen würde, einige Aufführungen zu
diri=
gieren, lehnte ich dieſe Ehre ab. Es erſchien mir ganz
ſelbſtverſtändlich, im Intereſſe des Werkes den Dirigenten
in alle meine Abſichten einzuweihen und eine gute
Aus=
führung zu ſichern, ganz abgeſehen von meiner Perſon. —
Zu dieſem Zwecke habe ich nichts verabſäumt, habe ich
keine Erklärungen unterlaſſen, und trotzdem bin ich zu der
Ueberzeugung gekommen, und ich bin bereit, ſie vor einer
Kommiſſion von Künſtlern zu beweiſen, daß der
Kapell=
meiſter, der mein Werk dirigieren ſoll, noch nicht die nötige
Erfahrung für dieſe ſchwierige Aufgabe beſitzt. Seitdem
ich ihm meine unmittelbare Unterſtützung entzog und die
Bühne verlaſſen habe, um im Zuſchauerraum einen Platz
einzunehmen, konnte ich jeden Augenblick die Unfähigkeit,
den Mangel an Gedächtnis und die Ohnmacht, die
vor=
geſchriebenen Tempi einzuhalten, feſtſtellen. Meine Sänger
ſind ſich ſelbſt überlaſſen, ſie fühlen ſich nicht unterſtützt.
Unter dieſen Umſtänden wird die Wirkung der Aufführung
mittelmäßig ſein und nicht entfernt den aufgewendeten
Mitteln entſprechen. Das iſt eine gewaltige Gefahr für ein
Werk, das dem gewöhnlichen Geſchmack keinerlei
Zu=
geſtändnis macht und das nur durch eine vollkommene
Auf=
führung zur Geltung kommen kann, wie ich ſie erlangen
könnte, wenn ich an der Spitze eines ſo mit Recht
ange=
ſehenen Orcheſters ſtände. — Dieſe Gunſt gilt überall als
ein Recht des Komponiſten. Ich lehnte ſie ab, als man ſie
mir anbot; den ich war weit entfernt davon, zu glauben,
daß ſie mir verſagt werden könnte, wenn im letzten
Augen=
blick die Tatſachen ſie notwendig machten. Auch wies ich
den Gedanken ab, den Gegenſtand irgendeiner (
unleſer=
liches Wort) abzugeben. Trotzdem befinde ich mich
gegen=
wärtig außerſtande, von Herrn Dietſch dieſes Zugeſtändnis
zu erlangen. Ich bin der erſte, die große Schwierigkeit
an=
zu erkennen, die Ew. Exzellenz die Regelung dieſer
An=
gelegenheit bietet. Befände ich mich in der gewöhnlichen
Stellung eines Autors gegenüber einem Theater, ſo zöge
ich mein Werk zurück. Aber es iſt mir vollkommen
unmög=
lich, durch ein derartiges Vorgehen die hohe Gunſt zu
er=
widern, deren Gegenſtand ich geworden bin. — Und
trotz=
dem ſtehe ich nun am Vorabend einer Aufführung, deren
Ausgang mir zweifelhaft erſcheint. Ich glaube nun, daß
das Einzige, was mir übrig bleibt, iſt, fortan davon
abzu=
ſehen, mich in irgendeiner Weiſe an einer Sache zu
be=
teiligen, deren Führung nicht mehr in meinen Händen
liegt. Und da es ſich ſchließlich um ein Werk handelt, das
mein iſt, glaubte ich vor Ew. Exzellenz Einſpruch erheben
und mir das Recht wahren zu müſſen, zumindeſt gegenüber
dem Publikum zu proteſtieren.”
Graf Walewski antwortete am nächſten Tage mit
einem längeren Schreiben, in dem er ausführlich darauf
hinwies, daß es dem franzöſiſchen Brauche widerſpräche,
einem Dirigenten das Recht zu nehmen, an der Spitze
ſeines Klangkörpers zu ſtehen. „Der Dirigent, der an
ſolchen feierlichen und entſcheidenden Tagen ſeinen Platz
räumt, würde als pflichtvergeſſen angeſehen werden, und
in Zukunft ſeinen ganzen Ruf und ſeine Autorität
ein=
büßen.‟ Nun zog ſich Wagner zurück. Fünf Tage ſpäter,
am 13. März 1861, ging die berühmte Uraufführung in
Szene.
der Dienstag bringt den A=Abonnenten eine Aufführung
der „Mignon” mit Gertrud Geyersbach in der
Titel=
partie, am Mittwoch wird der Hauptmann=Zyklus mit
einer Neueinſtudierung des „Bibervelz” fortgeführt.
Am Donnerstag, an dem dasTheater aus Anlaß des Feſtes
Chriſti Himmelfahrt geſchloſſen bleibt, läuft die Friſt für
das Vorbeſtellungsrecht der Abonnenten zur Feſtvorſtellung
„Carmen” ab. In dieſen Tagen gehen den Abonnenter.
auch die Einladungen zu der Uraufführung der
Otten=
heimerſchen Operette „Hans im Glück” zu, für die ihnen
abermals Vorzugsbedingungen eingeräumt werden.
Künſtler=Kolonie=Ausſtellung. Um mehrfachen
Anfragen zu begegnen, ſei mitgeteilt, daß die Konzerte
im Platanenhain von der ausgezeichneten Kapelle
unſeres Leibgarde=Regiments unter Leitung des Herrn
Obermuſikmeiſters Hauske ſtattfinden werden. Die
Kapelle konzertiert als Streichmuſik.
Ausſtellungs=
leitung und Dirigent ſtimmen darin überein, daß die
Konzerte nur künſtleriſch Gutes bieten ſollen, wobei
natürlich auch die heitere Muſik zu ihrem Recht
kommen muß.
— Mathildenhöh=Ausſtellung 1914. Die Anfahrt
zur „Ausſtellung der Darmſtädter Künſtlerkolonie” erfolgt
auf dem Nikolaiweg nach dem Tor vor der Ruſſiſchen
Kapelle. Die Abfahrt erfolgt auf dem
Mathildenhöh=
weg. Auf dem Nikolaiweg iſt ein öffentlicher Auto= und
Droſchken=Halteplatz errichtet. Privatautos und
Privat=
wagen warten im Alexandraweg.
* Komitee Darmſtadt im Blumen= und
Pflanzen=
ſchmuck. Wie aus dem Anzeigeteil erſichtlich iſt, hat
das Komitee Darmſtadt im Blumen= und
Pflanzen=
ſchmuck ſeine Tätigkeit wieder aufgenommen und hofft
auch diesmal wieder auf eine recht tatkräftige
Unter=
ſtützung ſeitens der hieſigen Einwohnerſchaft. Die
gärtneriſche Ausſchmückung ganzer Straßenzüge trägt
nicht nur zur Verſchönerung und Beledung des
Straßen=
bildes bei, ſondern in dem darin zum Ausdruck
ge=
brachten Sinn für die Natur zeigt ſich der Charakter
der Bewohner im ſchönſten Licht. Die ſchönen
Be=
ſtrebungen des Komitees ſind daher ſehr geeignet, den
Ruf der Stadt nach außen hin in nur günſtiger Weiſe
zu verbreiten. Die Anmeldungen zum Wettbewerb ſind
alsbald an den Vorſitzenden Stadtverordneten Th.
Stemmer, Eliſabethenſtraße 14, oder an das
Verkehrs=
bureau zu richten.
* Abſchiedsfeier. Geſtern vormittag verabſchiedete ſich
der zum Kreisſchulinſpektor ernannte Hauptlehrer Huff
der Mädchenmittelſchule I von den Klaſſen und dem
Lehrerkolleginm. Dasſelbe war vollzählig im
Konferenz=
ſaal erſchienen und hielt Herr Hof als älteſter eine warme
Anſprache an den Scheidenden und überreichte ein Bild
zum Andenken. Auch Fräulein Parendier ſprach im
Namen der Lehrerinnen. Herr Huff dankte in ſehr
be=
wegten Worten und gab dem ſchönen Verhältnis Ausdruck,
welches während ſeiner neunjährigen Leitung zwiſchen
ihm und dem Lehrerkollegium beſtand.
* Schneidergeſellin. Man ſchreibt uns: Fräulein
Mathilde Meyer von hier, Luiſenſtraße, die ihre Lehrzeit
bei der Damenſchneidermeiſterin Fräulein Marie Meyer in
Bleckede, jetzt in Lüneburg, beendete, hat am 12. d. Mts.
ihre Prüfung als Schneidergeſellin vor der
Handwerks=
kammer in Harburg a. d. E. ſowohl im Praktiſchen als im
Theoretiſchen mit Erfolg beſtanden.
* Alldeutſcher Verband. Am Mittwoch, den 13. d. Mts.,
fand die diesjährige Hauptverſammlung der hieſigen Orts=
Gruppe des Alldeutſchen Verbandes im Schlaraffia=Zimmer
des „Kaiſerſaales” ſtatt. Der geſchäftsführende Vorſitzende,
Herr Sekretariatsaſſiſtent Treßer erſtattete den
Jahres=
bericht. Danach fanden im abgelaufenen Vereinsjahr zwei
öffentliche Verſammlungen ſtatt. Auf der erſten ſprach Herr
Schriftſteller Dr. Ritter aus Mainz über das Thema: „Das
Deutſche Reich und der Iſlam” auf der zweiten der neue
Geſchäftsleiter des Verbandes, Herr v. Vietinghoff=Scheel
über: „Deutſchlands Zukunft, wenn es ſo weiter geht”
Beſonders die letztere der beiden Verſammlungen war
überaus zahlreich beſucht. Der Vorſtand erledigte die
laufenden Geſchäfte des Vereins in 4 beſonderen
Sitz=
ungen. Außerdem nahmen die Vorſtandsmitglieder an
2 Gautagen in Mainz teil, auf denen wichtige Fragen
des politiſchen Lebens, teils in vertraulichen
Verhand=
lungen, teils in öffentlichen Beſprechungen, erörtert
wur=
den. Die Zahl der Mitglieder weiſt im vergangenen
Ver=
einsjahr eine kleine Steigerung auf. — Darauf wurde der
ſeitherige Vorſtand wiedergewählt und durch Zuwahl
eines neuen Mitgliedes ergänzt. Zum Schluſſe teilte Herr
Treßer noch mit, daß das Verzeichnis der deutſchen und
deutſchfreundlichen Gaſtſtätten in Südtirol im
Verkehrs=
büro neu aufgelegt ſei. Alsdann hielt Herr E. Gorr aus
Griesheim einen Vortrag über das von dem Deutſchen
Turnerbunde zum Andenken an die Zeit der
Befreiungs=
triege errichtete Jahn=Denkmal bei Eger, das im
ver=
gangenen Sommer eingeweiht wurde. Der Vortrag wurde
mit reichem Beifall aufgenommen.
— Nationalliberale Verſammlung heute abend ½9
Uhr im „Kaiſerſaal” Wie dem Nationalliberalen Verein
von Berlin mitgeteilt wird, iſt Herr
Reichstagsabgeord=
neter Oberverwaltungsgerichtsrat Schiffer durch ſehr
vichtige Verhandlungen in dem Reichstag dort
feſt=
gehalten und kann zu ſeinem lebhafteſten Bedauern in
Darmſtadt an der Verſammlung nicht teilnehmen. Für ihn
kommt Herr Reichstagsabgeordneter Keinath. Auch
dieſem geht der Ruf eines ausgezeichneten Redners und
Parlamentariers voraus und es darf angenommen
wer=
den, daß er an Stelle Schiffers ein intereſſantes Referg:
über die jetzige politiſche Lage erſtatten wird da er mitten
in den Verhandlungen des Reichstages ſteht und
ins=
eſondere bei den letzten Kolonialdebatten der Wortführer
der Nationalliberalen Fraktion war.
* Mandolinenkranz. Am Sonntag findet das Früh
lingsfeſt des Mandolinenkranzes in
Arheil=
gen. Reſtauration „Zum weißen Schwanen” bei freiem
Eintritt ſtatt. Das Programm iſt ſehr reichhaltig und
ab=
wechſelungsreich zuſammengeſtellt, ſo daß es jeden Beſucher
zufrieden ſtellen und zur großen Freude gereichen wird.
Eine reichhaltige Tombola iſt vorhanden. Der erſte
Ge=
winn iſt eine Gitarre. (Näheres ſiehe Anzeige.)
Die Kaufmänniſche Stenographen=Geſellſchaft
„Gabelsberger” veranſtaltet am Sonntag, den 17. Mai,
in den Räumen des „Kaiſer= und Fürſtenſaales”
Grafenſtraße 18—20, eine Abendunterhaltung mit Tanz,
wozu ein vorteilhaftes Programm zuſammengeſtellt iſt. Für
die Veranſtaltung ergehen keine beſonderen Einladungen.
Den zahlreichen Freunden der genannten Geſellſchaft
ſtehen angenehme Stunden der Unterhaltung in
Aus=
ſicht und wird auf die Anzeige in dieſem Blatte
verwieſen.
§ Feſtgenommen. Am Donnerstag iſt ein 33 Jahre
alter Taglöhner von hier wegen Betrugs und
Urkunden=
fälſchung feſtgenommen.
— Ludwigshöhe=Konzert. Am morgigen Sonntag
konzertiert die Kapelle des Großh. Artillerie=Korps unter
Leitung des Herrn Obermuſikmeiſters Mickley. Im
Pro=
gramm unter anderem: „Einzug der Gäſte auf
Wart=
burg” „Gralsrittermarſch” aus Parſifal von Wagner, mit
Benützung der Original=Parſifal=Glocken. Ferner Fantaſie
aus „Troubadur” von Verdi, Szenen aus „Carmen” von
Bizet, ſowie eine reizende Kompoſition „Seemanns=Los”
von Marteli. Hieran anſchließend ein „Marſchpotpurri”
über die neueſten Wandervogellieder, bearbeitet von
Meiſter.
Man ſchreibt uns: Im Konzerthaus „
Metro=
pole” Alexanderſtraße 5, gaſtiert ſeit 1. Mai das berühmte
Damen=Streich= und Blasorcheſter „Erato‟ Der Inhaber,
Herr Paul Lynen, ſcheut keine Mühen und Auslagen, um
ſeine Gäſte auf das beſte zu unterhalten und mit nur
prima Speiſen und Getränken zu bewirten. Herr
Kapell=
meiſter Schröder verſteht es vorzüglich, dem Publikum mit
ſeinen neueſten Schlagern und Ouvertüren einen
genuß=
reichen und recht vergnügten Abend zu bereiten.
Beſon=
ders erfreuen die von Herrn Kapellmeiſter Schröder neu
einſtudierten Geſangs= und Tanzeinlagen, welche von vier
Damen der Kapelle mit dem größten Effekt zum Vortrag
gebracht werden. Für morgen Sonntag wurde der
be=
rühmte Salon=Humoriſt, Herr Willy Kühne, gewonnen
welcher mit ſeinem vollſtändig neuen Programm das
Publikum auf das Beſte zu amüſieren verſteht.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* Reſidenz=Theater am Weißen Turm. Ab
heute: „Die Schrecken und Opfer der Fremdenlegion” mit
Erklärungen des Herrn Schulze, welcher an Hand einer
großen Karte von Algier über ſeine Erlebnſſſe ſpricht. Der
Film veranſchaulicht eine Relhe von Diſziplinarſtrafen,
welche nach Berichten von Legionären dort zur
Tagesord=
nung gehören. Es ſoll dadurch bezweckt werden, jede
Abenteuerluſt und Wandertriebe nach dieſer Richtuna zu
tilgen; denn die wenigſten ſehen ihre Heimat wieder. Der
Film ſoll in ſeiner Haltung einen aufklärenden,
warnen=
den Mahnruf darſtellen. Der Deutſche Schutzverband
gegen die Fremdenlegion, München, Olgaſtraße 6, iſt gern
bereit, jeden als Milglied zur Bekämpfung gegen die
Fremdenlegion aufzunehmen.
— Traiſa, 15. Mki. (Der Bürgerverein) hat
nunmehr den Beſchluß gefaßt, bei der in allernächſter Zeit
ſtattſindenden Bürgermeiſterwahl geſchloſſen für einen
Kanddaten einzutreten. Er hat zu dieſem Zweck eine
Milgleederverſammlung auf Samstag anberaumt. In
dieſer Verſammlung ſoll als erſter Punkt zu genanntem
Thema Stellung genommen werden. Als zweiter Punkt
der Tagesordnung iſt eine Beſprechung über die Frage,
betr. den Bau der elektriſchen Straßenbahn nach Nieder=
Ramſtadt-Traiſa, vorgeſehen.
Gernsheim, 15. Mai. (Bürgermeiſterwahl.)
Herr Bürgermeiſter Nuß hat Urlaub genommen und
ver=
zichtet auf eine Wiederwahl. Herr Beigeordneter
Hoff=
mann hat bereits die Führung der Amtsgeſchäfte
über=
nommen. Vor zwei Jahren konnte Herr Bürgermeiſter
Nuß unter allgemeiner Teilnahme der Bevölkerung ſein
25jähriges Jubiläum als Bürgermeiſter der Stadt
Gerns=
heim feiern. Als Mitglied der Kreis=Schulkommiſſion,
des Kreis= und Provinzialtages und Ausſchuſſes wird
Herr Bürgermeiſter Nuß ſein reiches Wiſſen, ſeinen
uner=
müdlichen Arbeitseifer, ſein klares Urteil auch ferner in
den Dienſt der Allgemeinheit ſtellen. Als ſein Nachfolger
in dem ſchweren Amt dürfte ernſthaft nur Herr
Beigeord=
neter Hoffmann in Betracht kommen, der ſeither ſchon
Bürgermeiſter Nuß oft vertrat und Gelegenheit hatte, ſich
in die Verwaltung einzuarbeiten. — (Ueber das
Fortbeſtehen der Spar= und Darlehnskaſſe)
wird in wenigen Tagen die Entſcheidung fallen. Die Kaſſe
hält kommenden Mittwoch, den 20. Mai, ihre diesjährige
ordentliche Generalverſammlung ab.
Offenbach, 15. Mai. (Steuerfragen.) In der
geſtrigen Stadtverordnetenſitzung wurde der
Hauptvoran=
ſchlag verabſchiedet. Die zu dem Nebenvoranſchlag und
dem Hauptvoranſchlag beſchloſſenen Abänderungen
ver=
beſſern den Geſamtetat um 20000 Mark, ſo daß die zur
Ausbalanzierung vorgeſehene Entnahme aus dem
Aus=
gleichsfonds von 380000 Mark auf 360000 Mark
herab=
geſetzt werden kann. Die Stadtverordneten ſtimmten dieſer
Abänderung zu und beſchloſſen, die Kommunalſteuer mit
189 Prozent der ſtaatlichen Einkommenſteuer und 34,5
Prozent des für die Beſteuerung des Grundbeſitzes,
Ge=
werbebetriebes und Kapitalvermögens feſtgeſtellten
Wertes beizubehalten. Die Eingabe des Offenbacher
Haus= und Grundbeſitzervereins, die Realſteuern auf die
Hälfte herabzuſetzen, da die anderen heſſiſchen Städte
ent=
ſprechend niedrigere Sätze hätten, wurde abgelehnt, da die
Stadtverwaltung feſtſtellen ließ, daß das Verhältnis zu
den anderen heſſiſchen Städten faſt gleich iſt.
— Bensheim, 15. Mai. (Die Malerſchule)
er=
öffnet am Samstag, den 16. Mai, im Odenwaldmuſeum
eine ſtändige Ausſtellung von muſtergültigen
Schüler=
arbeiten. Dieſelbe zeigt die hohe Leiſtungsfähigkeit der
Schule. Die Ausſtellung iſt zu jeder Zeit und
unent=
geltlich geöffnet.
Heppenheim a. d. B., 15. Mai. (
Geburtstags=
feier des Hundertjährigen.) Die
Geburts=
tagsfeier des geſtern 100 Jahre alt gewordenen Herrn A.
Sundheimer geſtaltete ſich zu einer großen Ehrung des
Geburtstagskindes. Aus allen Richtungen liefen
Hun=
derte von Glückwunſchſchreiben ein. Die Spitzen der
Be=
hörden, die Herren Geheimerat Kreisrat von Hahn,
Geiſtlicher Rat Dekan Miſchler, Rechnungsrat
Bürger=
meiſter Wiegand in Begleitung der beiden
Beigeord=
neten Keil und Cuſtodis, u. a. m. ſprachen auch perſönlich
bei dem Geburtstagskind vor, um den Greis zu
beglück=
wünſchen. Herr Geheimerat von Hahn überreichte auch im
Namen Sr. Königlichen Hoheit ein
Glückwunſch=
ſchreiben nebſt Bild unſeres geliebten Landesvaters
mit deſſen eigenhändiger Unterſchrift.
sd Lorſch, 14. Mai. (Schlägerei im Zuge.)
Zwiſchen hier und Hofheim kam es dieſer Tage in einem
Eiſenbahnkupee unter einigen Lorſcher Einwohnern zu
Streitigkeiten und ſſolchen Schlägereien, daß einer der
Verletzten die Notbremſe zog und der Zug auf freiem
Felde halten mußte. Die Unholde müſſen 30 Mark
Geld=
ſtrafe zahlen, und die Sache wird auch noch ein
gericht=
liches Nachſpiel haben.
Wimpfen, 14. Mai. (Einbruch.) In letzter Nacht
oder heute früh wurde in dem katholiſchen Pfarrhauſe
hier eingebrochen. Der Einbrecher zerbrach in einem Zim=
Feuilleton.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
** Venus und Saturn in Konjunktion.
Am 16. Mai nähern ſich die Planeten Venus und Saturn
einander bis auf 2‟ 10; d. h. reichlich vier
Vollmondbrei=
ten. Dieſe Konjunktion findet ſchon um 3 Uhr nachmittags
ſtatt, die Stellung der beiden Planeten iſt aber bei Eintritt
der Dunkelheit für das bloße Auge noch dieſelbe.
Wäh=
rend jedoch Venus in der jetzt ſehr hellen und langen
Dämmerung vermöge ihrer großen Helligkeit noch
auffal=
lend hervortritt, wird der viel ſchwächere und dabei tiefer
ſtehende Saturn für das unbewaffnete Auge etwa um
Monatsmitte unſichtbar. Immerhin kann ihn ein gutes
Auge an klaren Abenden in den Tagen bis zum 17. Mai
noch ſüdlich (links unten) von der funkelnden Venus
wahrnehmen. Mit Hilfe eines Opernglaſes kann man den
Saturn leicht auffinden.
* Paris, 14. Mai. Heute abend fand in der
Gro=
ßen Oper die Uraufführung der „Joſef=
Le=
gende” von Richard Strauß ſtatt. Der Dirigent
wurde, als er am Pult erſchien, von den das Haus bis auf
den letzten Platz füllenden Zuhörern — darunter die
Groß=
fürſtinnen Pawlowna und Kyrill, der deutſche Botſchafter
Freiherr v. Schön und Gemahlin, Botſchaftsrat v.
Rado=
witz und Gemahlin und die übrigen Herren und Damen
der deutſchen Botſchaft, der bayeriſche Geſandte Freiherr
v. Ritter, der öſterreichiſch=ungariſche Botſchafter, der
Un=
terrichtsminiſter Viviani, zahlreiche Perſonen der ruſſiſchen
und franzöſiſchen Geſellſchaft, viele Vertreter der deutſchen
Muſikwelt und=Kritik — mit großem Beifall begrüßt.
Das Mimodram, welches die bibliſche Erzählung des
Joſef und der Frau des Potiphar zum Gegenſtand hat,
wurde von dem ruſſiſchen Ballett in meiſterhafter Weiſe
zur Darſtellung gebracht und fand eine überaus beifällige
Aufnahme. Die Muſik in welcher Richard Strauß ſeine
Eigenart zum Ausdruck bringt, entfeſſelte großen Beifall.
Zu dem Erfolg trugen die glänzende Dekoration und die
im Renaiſſanceſtil gehaltenen Koſtüme von Bakſt viel bei.
Richard Strauß hat das Offizierskreuz der Ehrenlegion
erhalten.
C. K. Die= Oberammergauer in England.
Aus London wird berichtet: Daß der Plan beſteht, die
Oberammergauer Paſſionsſpiele in England zur Auffüh=
rung zu bringen, erfährt man mit Ueberraſchung aus der
Tatſache, daß Lord Chamberlain das Unternehmen
ſoeben verboten hat! Da dieſe Entſcheidung die
Auf=
führung in jedem Theater unmöglich macht, ſo will George
Foſter, der im Auftrag einer deutſchen Agentur handelt,
ſie in einem Theater unter freiem Himmel in der Nähe
einer großen Stadt an der Südküſte zur Darſtellung
brin=
gen. Die Vorbereitungen ſind bereits im Gang. Eine
Bühne und Plätze für mehrere tauſend Zuſchauer werden
hergerichtet. „Wir beabſichtigen” erklärte der Unternehmer,
„die Spiele in der erſten Woche des Juli zu beginnen,
und wir werden jeden Nachmittag und Abend bei
günſti=
gem Wetter Aufführungen veranſtalten. Die Zahl der
Darſteller wird ſich auf 250 belaufen, von denen 25
Haupt=
darſteller aus Oberammergau kommen, während die
übri=
gen „Statiſten” in England engagiert werden. Geſprochen
und geſungen wird nur deutſch.”
C. K. Prämien für treue Dienſtboten. Wenn heute
o häufig über den Dienſtbotenwechſel geklagt wird, ſo
fehlt es doch auch nicht an Beiſpielen, in denen die alte
„Dienſtbotentreue” ſich auch in unſern Tagen noch vollauf
bewährt hat. Marie Heller, die der Dienſtbotenfrage in
der Frauenbeilage zum neueſten Heft der Gartenlaube eine
intereſſante Studie widmet, teilt darin ſehr
bemerkens=
werte Zahlen über die Verleihungen von Auszeichnungen
an treue Dienſtboten durch deutſche Fürſtinnen mit. So
hat die deutſche Kaiſerin in den letzten 10 Jahren an
nicht weniger als 2272 Dienſtboten für 40jährige
ununter=
rochene Dienſtzeit bei derſelben Herrſchaft das goldene
Dienſtbotenkreuz, nebſt einem von ihr ſelbſt
unter=
zeichneten Diplom, verliehen. Während desſelben
Zeit=
raumes hat die Königin von Württemberg
585 mal das Dienſtbotenehrenzeichen mit dem Reliefbild
der Stifterin dieſer Auszeichnung, der Königin Olga, und
einem Diplom, an treue Dienſtboten verteilt, und zwar
520mal für 25jähr. Dienſtzeit in derſelben Familie das
ſil=
berne Kreuz und 65 mal für 50jährige Dienſtzeit das
ſilber=
vergoldete Kreuz. Auch die Großherzogin von
Heſſen hat ſeit 1904 an 281 Dienſtboten für 25
Dienſt=
jahre das goldene Kreuz und an 65 für 40—50
Dienſt=
jahre das goldene Kreuz mit Brillanten verliehen. Einen
Rekord in der Länge der Dienſtzeit hat aber das
Groß=
herzogtum Baden aufgeſtellt; denn die
Großherzo=
gin Luiſe, die im Jahre 1876 eine Stiftung zur Ver=
leihung beſonderer Auszeichnungen für treue Dienſtboten
ins Leben rief und das Vorſchlagsrecht für dieſe
Auszeich=
nung dem von ihr gegründeten Badiſchen Frauenverein
übertrug, hat ſeitdem in 2015 Fällen für mehr als 25
bis zu 40 Dienſtjahren das ſilberne Kreuz, in 374 Fällen
für mehr als 40 bis zu 50 Dienſtjahren das
ſilbervergol=
dete Kreuz mit Kranz und in 6 Fällen für 60
Dienſt=
jahre und darüber das ſilbervergoldete Kreuz mit Kranz
und der Zahl 60 verliehen. Aber ſelbſt dieſe Zahl wird
durch einige Einzelfälle, die bekannt geworden ſind,
über=
troffen. So feierte beiſpielsweiſe am 8. Februar dieſes
Jahres die Haushälterin Gertrud Finkamp in der
Fa=
milie des Rentiers Franz Froitzheim in Bedburg bei
Düſſeldorf ihr 75jähriges Dienſtjubiläum. Und in
Wien beging am 19. Juli vorigen Jahres das
Dienſtmäd=
chen Anna Stiaßny, die 80 Jahre lang bei derſelben
Familie in Dienſt geſtanden hatte, ihren hundertſten
Geburtstag. Zu dieſer ſeltenen Feier überſandte ihr
der Papſt ſein Bild und ſeinen Segen, und der
Prinz=
regent von Bayern, der jetzige König Ludwig III., ließ ihr
die Medaille des Verdienſtordens vom heiligen Michael
in feierlicher Weiſe überreichen.
* Prinz Heinrich von Preußen als Film=Regiſſeur.
Unter dem Titel „Treue Liebe bis zum Schwimmbaſſin”
wird man demnächſt in den Kino=Theatern einen Film
ſehen, deſſen Handlung der Romanſchriftſteller Fedor v.
Zobelitz erdacht, während, wie der Confektionär mitteilt,
die dramatiſche Bearbeitung und Regie Prinz Heinrich von
Preußen ausgeführt hat. Der Film wurde gelegentlich der
letzten Südamerikareiſe vom Prinzen Heinrich an Bord
des „Cap Trafalgar” aufgenommen und zeigt in
wohlge=
lungenen Bildern humoriſtiſche Szenen aus dem
Schiffs=
leben. Der Film ſoll als beſondere Ueberraſchung dem
Kaiſer nach ſeiner Rückkehr nach Berlin vorgeführt werden.
B. „Europa in zwanzig Tagen” Vor dem Excelſior=
Hotel in Rom fährt eine lange Reihe von Droſchken vor
und ihr entſteigen abgehetzt, zerſchlagen und todmüde die
Teilnehmer an der Reiſegeſellſchaft „Europa in zwanzig
Tagen für 190 Mark” Mrs Brown iſt eine der letzten,
die ſich mühſam zuſammenrafft, um auszuſteigen. Ihre
Tochter aber iſt noch immer voll ungebrochener Energie.
Sie packt die Mutter am Arm: „Mutter, wo ſind wir hier?
Iſt das Rom” Müde antwortet die Mutter mit einer Ges
genfrage: „Welcher Wochentag iſt denn heute?” „Warte.
Ja: Dienstag.” „Dienstag? Zeig mal den Reiſeplan.
Wenn es Dienstag iſt, muß es natürlich Rom ſein.”
mer des 1. Stocks ein Fenſter, öffnete es, konnte aber
außer dem Zimmer ein anderes nicht erreichen, weil dieſe
vom Gange aus abgeſchloſſen waren. In dem Zimmer
fand das Dienſtmädchen, das in Begleitung eines anderen
um Mittag nach dem zerbrochenen Fenſter nachſchauen
wollte, einen jungen Mann von 22 Jahren, von hier, der
erſt kürzlich aus dem Gefängnis entlaſſen wurde. Er
er=
griff die Flucht, wurde aber bald eingeholt. Er ſtahl
nichts, weil er geſtört wurde.
* Mainz, 14. Mai. (Erſtes deutſches
Volks=
trachtenfeſt.) Da bei einem ſolchen Rieſenfeſt ein
reſichhaltiger Juxplatz zu den Freuden des Lebens gehört,
hat der Feſtausſchuß keine Mühe geſcheut, um ganz
bedeu=
tende Attraſtionen nach Malinz zu bringen. Etwas ganz
noch nie Dageweſenes bietet die Rieſen=Achterbahn der
Weltfirma Haaſſe=Hannover. Nicht weniger als 27
Eiſen=
bahnwaggons mit Material treffen hier ein, um die
Achterbahn aufzubauen. Die Achterbahn ſſtellt ſich als
Ge=
birgsſzeneriebahn dar und täuſcht den Beſuchern die
be=
rühmte Dalfahrt vom Pilatus vor. Eine Weltſchau bringt
die Firma Haaſe ferner mit „Johnstowns Untergang‟
ein Meiſterwerk der Technik und Optik. Für das
lebens=
luſtige Publikum ſind aber auch noch andere Genüſſe
vor=
handen. Ein Reithippodrom und verſchiedene
Beluſti=
gungsbuden, ſowie zwei Tanzplätze dienen zur
Unter=
haltung. Dazwiſchen verſtreut findet der Beſucher
Ver=
kaufszelte, Alpenhäuschen mit Enzian, Alpenbrot und
Roſtbratwürſtl, ſowie verſchiedene Schanktiſche und Küchen.
die für das leibliche Wohl ſorgen. Um aber den vielen
fremden Gäſten einen beſonderen Genuß zu gewähren,
hat ſich der Feſtausſchuß mit der Deutſchen Luftſchiffahrts=
Aktiengeſellſchaft (Delag) in Verbindung geſetzt und es
fertig gebracht, daß am Hauptfeſttage (Chriſti
Himmel=
fahrt) ein Zeppelinluftſchiff und mehrere Flieger über
Mainz und dem Feſtplatz kreuzen.
(*) Gießen, 14. Mai. Eine ſtark beſuchte
Verſamm=
lung von Gemeinderechnern tagte heute im
Felſenkeller unter dem Vorſitze des Gemeinderechners
Arnold=Grüningen und im Beiſein des
Regierungsver=
treters Regierungsrat Langermann. Schriftführer Bruckel
erſtattete Bericht über die letzte Hauptverſammlung zu
Nieder=Ingelheim. Der Landesverband der
Gemeinde=
rechner zählt jetzt 713 Mitglieder: in Starkenburg 227, in
Oberheſſen 324, in Rheinheſſen 162. Nach der
Rechnungs=
ablage des Verbandsrechners Franz=Gedern betrugen die
Einnahmen 1070 Mark die Ausgaben 1045 Mark, das
Ver=
bandsvermögen 2640 Mark. Den Gemeinderechnern wurde
die Verſicherung gegen Einbruch dringend empfohlen. Die
nächſte Hauptverſammlung findet Ende Auguſt oder
An=
fang September 1914 in Vilbel ſtatt. Der Vorſitzende ſtellt
feſt, daß die Fürſorge und unwiderrufliche Anſtellung der
Gemeinderechnuna geregelt iſt. Das Krankenkaſſenweſen
wurde durch Regierungsrat Langermann und die
Ge=
ſchäftsführer Bechtold und Schupp beſprochen und erläutert.
Zur Grundlegung der Dienſtanweiſung wurde ein
Aus=
ſchuß gewählt, beſtehend aus den Heeren Arnold=Grüningen,
Berlin=Londorf und Formhals=Allendorf. Die koſtenloſe
Stellung des Kreisblattes für die Rechner durch die
Ge=
meinde ſoll angeſtrebt werden. Der Entwurf des
Hilfs=
ſtagebuches nach dem neuen Voranſchlag wurde beraten und
gut geheißen
(*) Gießen, 14. Mai. Die Gewerbe=
Ausſtel=
lung für Oberheſſen wird nächſten Samstag
er=
öffnet Die Beteiligung an der Ausſtellung iſt ſehr ſtark.
Das Innere der alten Klinik iſt aufs glücklichſte
ausgeſtal=
tet. Zu der Eröffnungsfeier haben die Vertreter der
Re=
gierung, der Handwerkskammer, des Kreisamts, der
Ge=
werbevereine, der Stadt u. a. m. ihr Erſcheinen zugeſagt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 14. Mai. Uebereinſtimmend
wird in den Blättern gemeldet, daß die Verlegung
der Kriegsakademie aus ihrem jetzigen Hauſe in
der Dorotheenſtraße geplant ſei. In Architektenkreiſen
ver=
lautet, daß für einen Neubau auch Dahlem in Fragekomme.—
In einer von dem Schutzverband der Sparer geſtern
ein=
berufenen Verſammlung wurde die Lage des
Charlotten=
burger Kreditvereins beſprochen und mitgeteilt, daß die
Abwickelung des Konkurſes acht bis zehn Jahre dauern
dürfte. — Auf dem Fernſprechamt Tempelhof fuhr der
Blitz in eine Telephonleitung, wodurch zwei
Tele=
phoniſtinnen betäubt worden. Ein ſofort
herbei=
gerufener Arzt bemühte ſich um die Beſinnungsloſen und
ſtellte feſt, daß ſie unverletzt geblieben waren. Der Blitz
fuhr durch die Leitung in die Erde, ſo daß ein
Material=
ſchaden nicht entſtand.
15. Mai. Nach Verübung von raffinierten
Schwindeleien iſt der ehemalige Sekretär des
per=
ſiſchen Generalkonſulats Kaufmann Felix H. verhaftet
worden. Er brachte als Mitinhaber eines
Herrenbellei=
dungsgeſchäfts ſeine Sozien um die Einlagen. Auch als
Sekretar des Generalkonſulats ließ er ſich
Unregelmäßig=
keiten zuſchulden kommen. Er unterſchlug ferner als
Bu=
reauchef einer Krawattenfabrik 15000 Mark und brachte
ſchließlich als Teilhaber eines Kiſtengeſchäfts durch
Bücherfälſchungen 18000 Mark auf die Seite.
Wetzlar, 15. Mai. (Automobilunfall.)
Ge=
ſtern abend überfuhr der Automobilhändler
Kronen=
berger aus Gießen am Schützengarten zwei Schüler,
als er in ſcharfer Fahrt um eine Ecke biegen wollte. Der
eine der Schüler, ein 9jähriger Knabe, wurde ſo ſchwer
verletzt, daß er in die Klinik nach Gießen gebracht werden
mußte, während der andere, ein 7jähriger Knabe, mit
leichteren Verletzungen davonkam.
Heidelberg, 14. Mai. (Straßenbahn nach
Schwetzingen.) Wie die Neue Badiſche Landeszeitung
mitteilt, iſt in der heutigen Sitzung des
Bürgeraus=
ſchuſſes der Stadt Heidelberg beſchloſſen
wor=
den, die geplante Anleihe bis zu 10 Millionen Mark
aus=
zugeben. Ferner wurde beſchloſſen, eine elektriſche
Stra=
ßenbahn von Heidelberg nach Schwetzingen zu legen und
dafür 532000 Mark auszugeben.
Kolmar i. E., 14. Mai. (Eine ſtürmiſche
Ge=
meindewahlverſammlung) fand heute abend im
Katharinenſaal hier ſtatt. Bürgermeiſter Dr. Blumenthal
hatte eine Parteiverſammlung anberaumt, an die ſich eine
öffentliche Verſammlung anſchließen ſollte. Die Gegner
Blumenthals belagerten etwa eine Stunde lang unter
Pfuirufen und Pfeifen den Saal, bevor ſie Einlaß fanden
Als der Redner der vereinigten gegneriſchen Parteien, der
Sozialiſtenführer Grumbach, nicht das Wort zur
Geſchäfts=
ordnung erhielt, ſetzte ein Sturm ein, der über eine halbe
Stunde dauerte Der Saal wurde ſchließlich durch die
Po=
lizei geräumt, ohne daß Blumenthal oder einer ſeiner
An=
hänger hätten zu Wort kommen können.
Sonneberg, 15. Mai. (Feuer.) In der vergangenen
Nacht brach in dem Geſchäftshauſe der bekannten
Spiel=
warenexportfirma Kuno Otto Dreſſel Feuer aus, das
in kurzer Zeit den ganzen umfangreichen Gebäudekompler
ergriff und bis auf die Grundmauern einäſcherte. Es fielen
u. a. auch der bekannte hiſtoriſche Dreſſelhof und das
be=
deutende Spielwarenmuſterzimmer dem Feuer zum Opfer
Der Schaden iſt ſehr bedeutend. Das Feuer wird auf
Brandſtiftung zurückgeführt. In der Frühe war das
Feuer noch nicht gelöſcht. — Auf dem Brandplatz wurde
geſtern nacht der Wächter Emil Schulz unter dem
Ver=
dacht der Brandſtiftung verhaftet. Er geſtand ein,
den Brand im Packhauſe des Dreſſelſchen
Geſchäfts=
hauſes angelegt zu haben.
Schwientochlowitz. 15. Mai. (Ausſchreitungen
von Rowdies.) Geſtern abend fand zwiſchen
Poli=
zeibeamten und Rowdies ein Zuſammenſtoß ſtatt.
Ein Grubenarbeiter wurde durch einen Schuß getötet, ein
zweiter verwundet, zwei andere wurden verhaftet.
Poſen, 15. Mai. (Vom Bären zerfleiſcht.)
In einem Bärenzwinger auf der Vogelwieſe wollte ein
18 Jahre alter Angeſtellter entgegen dem ausdrücklichen
Verbot einen Bären dreſſieren. Der Bär griff ihn an und
richtete ihn ſo zu, daß er ſterbend ins Krankenhaus
ge=
bracht werden mußte.
Luxemburg, 15. Mai. (Der geheimnisvolle
Ballon.) Kürzlich entſtand nachts in dem
luxemburgi=
ſchen Dorfe Vichten an der belgiſchen Grenze ein ſtarkes
Gepolter in den Straßen und auf den Dächern der
Häuſer. Die erſchreckten Einwohner bemerkten ein dickes
Schleppſeil, das von einem Luftballon herabhing.
Die beiden Inſaſſen in der Gondel warfen, als ſie die
Lichter bemerkten, Ballaſt aus. Der Ballon verſchwand
alsdann in der Dunkelheit.
Brüſſel, 15. Mai. (Feuersbrunſt.) Geſtern
wurde das Kloſter Camille der Camilleſchen Väter
bei Braerde (Oſtflandern) durch eine Feuersbrunſt
zer=
ſtört. Drei Schüler erlitten lebensgefährliche
Verletz=
ungen. Der Schaden wird auf 300000 Francs geſchätzt.
Rom, 15. Mai. (Ausbruch des Aetna.)
Pro=
feſſor Ritzo hat richtig prophezeit: Seit der vergangenen
Nacht iſt der Aetna in voller Eruption und überſchüttet
die umliegenden Ortſchaften mit ſchneeweißer Aſche. Der
Ausbruch iſt von heftigen Erdſtößen mit unterirdiſchem
Getöſe begleitet. In Ville Beve iſt ein neuer Krater
ent=
ſtanden, der Geſtein in großen Maſſen auswirft.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 15. Mai. Präſident Dr. Kaempf
er=
öffnet die Sitzung um 11 Uhr 2 Minuten. Auf der
Tages=
ordnung ſteht zunächſt die folgende
Anfrage
des Abg. Trimborn (Ztr.): Die Arbeitgeber
derjeni=
gen Verſicherungspflichtigen, die Mitglieder einer
zuge=
laſſenen Erſatzkaſſe ſind, haben nach § 517 der
Reichsver=
ſicherungsordnung ihren Beitragsanteil weiter an die
Krankenkaſſe einzuzahlen. Der Bundesrat iſt aber nach
Maßgabe des § 518 ermächtigt, anzuordnen, daß die
Kran=
kenkaſſen dieſe bei ihnen eingehenden Beträge zu
Vier=
fünftel an die betreffenden Erſatzkaſſen abzuführen haben,
und verſchiedene Erſatzkaſſen haben bereits den
erforder=
lichen Antrag geſtellt. Iſt der Herr Reichskanzler in der
Lage, in Ergänzung auf die frühere Anfrage des Abg. Dr.
Blunck erteilte Antwort vor dem Auseinandergehen des
Reichstages noch eine weitere Auskunft darüber zu
er=
teilen, ob und welche Anordnungen gemäß § 518 der
Bundesrat bereits beſchloſſen hat oder zu erlaſſen
bead=
ſichtigt und bis wann ſolche Anordnungen zu erwarten
ſind?
Direktor im Reichsamt des Innern Dr. Caspar:
Der Bundesrat hat inzwiſchen auf Grund des § 518,
Ab=
ſatz 2 der Reichsverſicherungsordnung allgemeine
Beſtim=
mungen über eine einheitliche Durchführung des § 518
Abſatz 1 erlaſſen. Dieſe Beſtlmmungen dienen auch zur
Vermeidung von Streitigkeiten zwiſchen Krankenllaſſen
und ſolchen Erſatzkaſſen, zu deren Gunſten der Bundesrat
von der Befugnis des § 518, Abſatz 1 Gebrauch machen
wird. Die Bundesratsverordnung wird in den nächſten
Tagen im Zentralblatt für das Deulſche Reich
veröffent=
licht werden. Bezüglich der Anträge, welche die einzelnen
Erſatzkaſſen auf Grund des § 518, Abſatz 1 geſtellt haben,
ſind die erforderlichen Ermittelungen der oberſten
Ver=
waltungsbehörde noch nicht beendigt. Eine
Beſchluß=
faſſung des Bundesrats über ſolche Anträge konnte
da=
her bis jetzt noch nicht erfolgen. Die Angelegenheit wird
jedoch nach Mögllichkeit beſchleunigt werden.
Die Verlängerung des Handels= und
Schiff=
fahrtsvertrages mit der Türkei und das
Ab=
kommen mit Japan über den gegenſeitigen Schutz des
ge=
werblichen und geiſtigen Eigentums in China wurden
in dritter Beratung ohne Diskuſſion unverändert
end=
gültig genehmigt.
Darauf ſetzte das Haus die
zwrüte Leſung des Reichshaushaltsetats für 1914
und zunächſt die Spezialberatung des Etats für das
Auswärtige Amt fort. — Abg. Bernſtein (Soz.):
Gute Beziehungen ſind die beſte Politik, die getrieben
werden kann. Wir verlangen authentiſche Mitteilungen
über Verhandlungen, von denen wir jetzt nur durch die
Norddeutſche Allgemeine Zeitung erfahren. Wir
verlan=
gen erneut, daß uns darüber ein Weißbuch vorgelegt wird.
So roſig wie Dr. Oertel können wir die Erfolge des
Bu=
kareſter Friedens nicht anſehen. Rußland iſt bemüht, uns
unſere Stellung in Kleinaſien bezüglich der Bagdadbahn
und ſomit den Zugang zu Perſien zu erſchweren. In
Ar=
menien iſt durch unſere ſchwächſliche Haltung, in der wir
Abdul Hamld nachliefen, eine große Hoffnungsloſigkei:
entſtanden, ſo daß der ruſſiſche Einſluß zu unſeren
Un=
gunſten dort außerordentlich zugenommen hat. Der
Re=
ſolution auf beſſere Vorbildung und Beſoldung unſerer
Diplomaten und Generalkonſule ſtimmen wir zu. Wir
wären überhaupt geneigt, das ganze Konſulatsweſen zu
reformieren. Wir freuen uns darüber, daß ein beſſeres
Verhältnis zu England ſich anzubahnen ſcheint. Das
Kaper= und Priſenrecht bekämpfen wir. Wenn im
Aus=
land Mißſtimmung gegen uns beſteht, ſo ſind daran
die=
jenigen ſchuld, die immer noch mit dem Säbel raſſeln.
Auch vom Kronprinzen verlangen wir, daß er weiß, was
er ſeiner Stellung ſchuldig iſt. Weiß er es nicht, dann
muß der Staatsſekretär des Aeußern dagegen proteſtieren.
Alle Anregungen anderer Länder, die Rüſtungen zu
be=
ſchränken, ſind von Deutſchland abgelehnt worden.
Lei=
der will man die Steigerung der Rüſtungen beibehalten.
Auch die in dien Nord= und Oſtmarken geübte Politik
er=
weckt uns keine Sympathie im Auslande. Es iſt nicht
wahr, daß in Frankreich noch Chauvinismus und
Re=
vanchegelüſte beſtehen. Die beſte Friedenspolitik,
nament=
lich Frankreich gegenüber, beſteht darin, daß wir Elſaß=
Lothringen volle Selbſtverwaltung geben. Die Zahl
der=
jenigen, die mit uns für den Völkerfrieden kämpfen,
wird immer größer werden. Brüder ſind uns die
Na=
tionen und Feinde, wer ſie tyranniſiert
Präſident Dr. Kaempf ruft den Redner wegen
ſei=
ner Ausführungen über den Kronprinzen zur Ordnung
(Bravo! bei der Mehrheit, Lärm bei den Soz.)
Abg. Fürſt zu Löwenſtein=Wertheim=
Ro=
ſenberg (Ztr.): Wenn der Abg. Bernſtein über die
Rüſtungen ſprach, ſo frage ich ihn, wer denn mit dem
Bau der Dreadnoughts angefangen hat? Das war
End=
land, das den Anſtoß zu dem Bau der modernen Flatten=
bauten gegeben hat. Die Gründung von Geſellſchaften
zur Wahrung der deutſchen Intereſſen im Oſten begrüßen
wir. Bei den Unruhen in Mexiko müſſen die deutſchen
Intereſſen mit aller Kraft gewahrt werden. Wenn der
Beſuch des engliſchen Königspaares in Paris nicht die
Folge gehabt hat, aus dem bisher freundſchaftlichen
Ver=
hältnis ein Bündnis zu machen, ſo kann das nicht
über=
raſchen. Das beſſere Verhältnis zu England begrüßen
wir, von unſerem Flottenprogramm können wir aber
deshalb nicht zurückgehen. Frankreich haben wir ſo viele
Zeichen der Friedensliebe gegeben, daß niemand daran
zweifeln kann. Die Fremdenlegion geht uns an ſich nichts
an; deutſche Angelegenheit iſt es aber, alles zu tun, um
deutſche Staatsbürger vor dem Eintritt in die
Fremden=
legion zu bewahren. Mit Recht hat der Staatsſekretär
mit kräftigen Worten betont, daß nicht die deutſche,
ſon=
dern die ruſſiſche Preſſe mit den Treibereien angefangen
hat. Erfreut ſind wir von dem guten Verhältnis
Oeſter=
reichs zu Rußland, zumal gerade in der letzten Zeit
Ruß=
land wirtſchaftliche Spitzen gegen Deutſchland richtet. Die
deutſche Induſtrie und unſere Landwirtſchaft müſſen ſich
rüſten, um aus einem etwaigen Zollkriege als Sbeger
hervorzugehen. Das uns befreundete Rumänien möge ſich
nicht in einen Konflikt mit unſeren Verbündeten hetzen
laſſen. Wenn auch das Verhältnis zwiſchen Italien und
Oeſterreich manchmal an ſich nicht ganz erfreulich zu ſein
ſcheint, ſo iſt es doch ſchon viel beſſer geworden. Die
Erhaltung eines ſelbſtändigen Albaniens erſcheint uns
dringend geboten unter tatkräftiger Leitung eines
zielbe=
vußten Fürſten. Der Dreibund iſt nötig; wenn das
Bündnis auch für Oeſterreich wertvoller ſein mag als für
uns, ſo haben wir doch einen ſtrategſſchen Vorteil in
dem Bündnis zu erblicken. Ob eine andere Vereinigung
für uns vorteilhafter ſein mag, iſt zweifelhaft. Wir
müſſen eine zielbewußte Politik treiben.
Abg. Freiherr v. Richthofen (natlib.): Die geſtrige
Rede des Abg. Wendel bot mehrfach intereſſante
Zuge=
tändniſſe. Die logiſche Folge der Rede müßte ſein, daß
die Sozialdemokraten für ein ſtarkes Heer einträten. Wir
nüſſen uns ſo ſtark machen, wie wir es uns nur leiſten
können. Daß Reibungen auch für die Zukunft nicht
aus=
geſchloſſen ſind, ſehen wir an der gegenwärtigen Lage.
Die Reſolutionen, beſonders diejenige über ein Examen
für unſere Diplomatie, der ja der Siaatsſekreſtär in der
Kommiſſion zugeſtimmt hat. ſollten einſtimmig
angenom=
nen werden. Die bundesſtaatlichen Geſandtſchaften im
Auslande, z. B. der bayeriſche Geſandte in Petersburg und
Paris, ſollten verſchwinden. Dieſes Opfer ſollten die
Bundesſtaaten dem einheitlichen Charakter Deutſchlands
und ſeinem Anſehen bringen. (Lebhaſter Beifall.)
Staatsſekretär v. Jagow: Der Vorredner hat den
Fall des Konſuls in Belgrad berührt. Die Geſchichte iſt
mir erſt vor kurzem zur Kenntnis gekommen. Ich habe
ſofort Ermittelungen anſtellen laſſen, und ein Bericht iſt
auch bereits eingelaufen. Es bedarf noch weiterer
Feſt=
ſtellungen und Ergänzungen. Ehe wir dieſe nicht haben,
kann ich ein Urteil nicht fällen. Jedenfalls iſt es ſo, wie
es in den Blättern geſtanden hat, nicht geweſen. Der
Vorredner hat dann noch das Geſandtſchaftsweſen der
Einzelſtaaten berührt. Dies iſt ein Reſervatrecht der
Ein=
zelſtaaten, und Unzuträglichkeiten haben ſich bisher daraus
nicht ergeben. Es muß im Gegenteil konſtatiert werden.
daß die Vertretung der Einzelſtaaten im Auslande ſtets
eine Stütze der deutſchen Politik geweſen iſt.
Abg. Dr. Heckſcher (Fortſchr. Vpt.): Die
Reſolu=
tionen, die ganz allgemein gehalten ſind, befürworte ich.
Weshalb werden nicht auch die künſtigen Diplomaten
wie die künftigen Konſuln mit der deutſchen Induſtrie
per=
ſönlich bekannt gemacht? Das Auswärtige Amt muß
ſchneller und harmoniſcher arbeiten. Die Herren ſollten
von Zeit zu Zeit ins Ausland geſchickt werden, ſonſt
wer=
den ſie Bureaukraten und verknöchern. Im Vordergrunde
unſerer Debatte ſtehen die Beziehungen zu Rußland. Ein
gutes Verhältnis zwiſchen Deutſchland und England iſt
eine große Garantie des Friedens. Wenn jetzt zwiſchen
den beiden Länzern beſſere Beziehungen beſtehen, ſo darf
man nicht vergeſſen, daß ein großer Teil der engliſchen
Preſſe zu unſeren Gunſten umgelernt hat. In dem
Drei=
bund erbliſcken wir einen Hort des europäiſchen Friedens
und ein Mittel zur Erhaltung des Gleichgewichts in
Europa. Wollen wir mit den anderen Ländern in
Frke=
den leben, ſo müſſen wir das Vaterland der anderen
achten und das unſerige lieben.
Staatsſekretär v. Jagow: Dem Vorredner möchte
ich bezüglich der Ausbildungskurſe für
Konſulatsanwär=
ſter erwidern, daß dieſe in gleicher Weiſe für
Konſulats=
beamte wie für Diplomaten beſtimmt ſind. —Abg.
Blell (Ztr.): Wir müſſen beſtrebt ſein, in
wirtſchaft=
licher Beziehung uns den Platz an der Sonne zu wahren.
Für das Prüfungsamt für Diplomaten und
Konſular=
beamten haben wir in erſter Linie die Kölner
Handels=
hochſchule, die Vorbildliches gelelſtet hat, im Auge. Die
Intereſſen der deutſchen Induſtrie und des deutſchen
Han=
dels zu fördern, ſollte die hervorragendſte Aufgabe des
Auswärtigen Amtes ſein. — Staatsſekretär v. Jagow:
Ich pflichte dem Vorredner darin bei, daß es die wichtigſte
Aufgabe unſerer Regierung iſt, für die wirtſchaftlichen
Intereſſen von Handel und Induſtrie zu ſorgen. Das
haben wir bisher auch immer getan.
Damit ſchließt die Debatte. Die Reſolutionen der
Kommiſſion (Prüfungsamt) werden angenommen, ebenſo
die Reſolutionen, betreffend penſionsfähige Anſtellung
der Generalkonſuln an den wichtigen Plätzen, und
be=
treffend Ausbau der Auslandsſtudien im Intereſſe des
auswärtigen Dienſtes, des Kolonialdienſtes, des Handels
und der Induſtrie. In der Spezialberatung wird eine
diplomatiſche Agentur und Generalkonſulat für Albanien
in Durazzo auf Empfehlung des Kommiſſions=
Bericht=
erſtatters Abg. Baſſermann, ebenſo ein zweites Konſulat
für Serbien beſchloſſen.
Beim Titel „Botſchaft in St. Petersburg
be=
klagt ſich Abg. Liebknecht (Soz.) über die
Behand=
lung des Gnadengeſuches des in Rußland verhafteten und
im Gefängnis verſtorbenen Senna Hoj (alias Holzmann).
Das Auswärtige Amt hat dieſen Geiſteskranken einfach
im Stich gelaſſen.
Staatsſekretär v. Jagow: Das Auswärtige Amt
hat zweimal Gelegenheit gehabt, ſich mit der
Angellegen-
heit des Johannes Holzmann zu befaſſen. Das eine Mal
im Jahre 1912. als die Mutter des Holzmann durch ihren
Anwalt das Auswärtige Amt bilten ließ, ein Begnad= für ihren Sohn an Se. Majeſtät den Kaiſer
von Rußland zu vermitteln. Die Ermittelungen, die
da-
mals nach der Perſönlichleit des Holzmann angeſtellt
wurden, ergaben, daß derſelbe in der Verbreitung
anar=
chiſtiſcher Ideen tätig geweſen war, daß er mehrſach in
Deutſchland und der Schweißz wegen Preßvergehens.
ööffentlicher Beleidigung und Verbreitung unzüchtiger
Schriften (Hört! hört!) vorbeſtraft war. Dlie amtlichen
Nachfragen bei der ruſſiſchen Regierung ergaben, daß er
dort wegen anarchſſtiſcher Agitation und wegen Teilnahme
an den Räubereien der ſogenannten Expropriatoren zu
15 Jahren Zwangsarbeit verurte’lt war. Da es ſich hier
um ein politiſches, gegen den ruſſiſchen Staat gerichtetes
Verbrechen handelte, war eine amtliche Vermiltelung für
das Gnadengeſuch nicht angängig. Das zweite Mal ſind
vir mit der Angelegenheit beſchäftigt worden, als im
Herbſt 1912 der Herr Abg. Freiherr v. Richthofen uns
ſchrieb, die Familie Holzmann hätte Anhaltspuntte, zu
glauben, daß dieſer von der ruſſiſchen Regierung
befür=
vorteten Begnadigung des Holzmann das Auswärtige
Amt Bedenken entgegenzuſtellen hätte. Dieſe Annahms
war nicht richtig. Das Auswärtigle Amſt war mit der
Sache überhaupt nicht mehr beſchäftigt worden und hatte
keinerlei derartige Weiſungen an die Botſchaft in
Peters=
burg gegeben. Gleichwohl haben wir damals durch die
Botſchaft die ruſſiſche Regserung amtlich wiſſen llaſſen,
daß von unſerer Seite leinerlei Einwendungen gegen die
Begnadigung zu erheben wären. Die hierauf ſtattgehabte
Berichterſtattung der Botſchaft ergab, daß im Sommer
1913 etwas vorher ein Botſchaftsſekretär ſich auf ekne
pri=
valte Bitte hin an einen mit der Angelegenheit beſaßten
hohen ruſſiſchen Beamten gewandt hatte, um ſich unter
der Hand nach den Chancen eines Begnadigungsgeſuches
zu erkundigen. Nachher ſind dem Botſchaftsſekretär
Be=
ſorgniſſe gekommen, daß dieſer Schritt als ein amtlicher
aufgefaßt werden könnte, wozu er keinen Auftrag hatte
und der bei dem Vorleben des Holzmann auch bedenklich
war. Er hat daher den hohen ruſſiſchen Beamten gebeten.
ſeine Demarche als nicht geſchehen zu betrachten, ſich im
übrigen aber nicht zuungunſten des Holzmann beeinſluſſen
zu laſſen. Ich will zugeben, daß dieſer Schritt vielleicht
zu Mißverſtändniſſen hälte Anlaß geben können.
Fal=
tiſch konnte er aber dem Holzmann nicht ſchaden, denn
kurz nachher iſt der ruſſiſchen Regierung die amtliche
Mit=
teilung unſerer Botſchaft gemacht worden, daß wir gegen
dieſe Begnadigung nichts einzuwenden hätten, und es iſt
dabei ausdrücklich auf die ſſchwere Erkrankung des
Hollz=
mann hingewieſen worden. Ferner iſt dem Bruder des
Holzmann, als er in der Begnadigungsſache nach Moskau
kam, von unſerem Generalkonſulat ein
Empfehlungs=
ſſchreiben an die ruſſiſche Behörde mitgegeben worden
Von irgendwelcher unzuläſſigen Behandlung des
Holz=
mann in ruſſiſchen Gefängniſſen iſt uns nie etwas zur
Kenntnis gekommen. Ich kann daher die Vorwürfe gegen
das Auswärtige Amt nicht als berechtigt anerkennen
(Beifall rechts.)
Abg. Frhr. v. Richthofen (natlib.): Es ſceht ſeſt.
daß Holzmann ein Geſſteskranker war. Da er aber alls
politiſcher Verbrecher verhaſtet war, konnten amtlich kein:
Schritte zur Begnadigung getan werden. Das
Auswär=
tige Amt trifft keine Schuld. — Abg. Dr. Lieebknech:
(Soz.): Der Grundſatz des Auswärtigen Amtes, bei
einem politiſchen Verbrecher offiziell nichts zu tun, durfte
hier bei einem Geiſteskranken nicht Platz greifen.
Beim Titel „Botſchaft in Waſhington” fragt Abg.
Heckſcher (Fortſchr. Vpt.), wieweit der Neubau des
Waſhingtoner Botſchaftsgebäudes gediehen ſei. — Ein
Regierungsvertreter erwidert, daß die Vorarbeiten noch
nicht beendet ſeien. Nach Beſendigung dieſer werde
un=
verzüglich mit dem Bau begonnen werden.
Beim Titel „Generalkonſulat in Yokohama” bringt
Abg. Dr. Liebknecht (Soz.) die Beſtechungsaffäre
Siemens=Schuckert zur Sprache. — Minſſterialdirektor
Kriege: Im vorigen Jahre ging im Auswärtigen Amr
eine Depeſche dies Generalkonſuls in Yokohama ein,
worin mitgeteilt wurde, daß der Angeſtellte der Siemens=
Schuckert=Werke, Karl Richter, der Firma vertrauliche
Schriftſtücke entwendet und damß Erpreſſungsverſuche
gemacht habe. Gleichzeitig wurde mitgeteilt, daß er ſich
bereits auf dem Wege nach Deutſchland befinde. Wir
machten Anzeige bei der Staatsaiwaltſchaft, und als
Richter den deutſchen Boden betrat, wurde er verhaftet.
In einem ordnungsmäßigen Straſverfahren wurde
Rich=
ter zu zwei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren
Ehrver=
luſt wegen Diebſtahls im Rückfall und wegen verſuchter
Erpreſſung verurteilt. (Hört! hört!) Das Urteil iſt
rechtskräftig geworden. Das Juſtizverfahren iſt Sache
Japans. — Abg. Baſſermann (natlib.): Die
aus=
ländiſche Konkurrenz wird über dieſe Ausführungen Dr.
Liebknechts ſich wieder freuen. Die verſchiedenen
japa=
niſchen Behörden beſchäftigen ſich mit dieſer Frage. Zum
größten Teil ſind die Unterſuchungen ergebnislos
ver=
laufen, und da ſollte man doch, bevor man ein derartiges
angeſehenes deutſches Unternehmen verdächtigt,
min=
deſtens das Reſultat der Verhandlungen abwarten. (
All=
ſeitige Zuſtimmung bei den bürgerlichen Parteien.)
An=
klageſchriften ſind kein Beweismaterial. Auch in dieſem
Falle ſt zu bedenken, daß eine angeſehene deutſche Firma
mit den ſchwerſten Vorwürfen überhäuft worden iſt. (
Led=
hafte Zuſtimmung.) — Abg. Dr. Liebknecht (Soz.)
Auch in Berlin hat ein Verfahren geſchwebt. Es iſt
rechts=
kräftig geworden. Redner geht ſodann ausführlich auf
Einzelheiten des Verhaltens der Firma Siemens=Schuckert
ein, wird aber vom Vizepräſidenten Dove daran
gehin=
dert, der ſchließlich unter lebhaftem Beifall des Hauſes
droht, ihm das Wort zu entziehen.
Der Reſt des Etats des Auswärtiggen
Amtes wird bewilligt. — Es folgt der
Etat des Reichskanzlers.
Abg. Scheidemann (Soz.): Ich bedauere, daß
hier in Abweſenheit des Reichskanzlers über ſelnen Etat
verhandelt werden muß und noch dazu zu derartig
vor=
geſchrittener Jahreszeit. Der Reichskanzler kann auf die
Zeit, wo das Votum gegen hn abgeellben wurde, mit
Zufriedenheit zurückblicken. Der Reichsag iſt nicht
kon=
ſequent geblieben; die Parteien des Reichstags haben
ihre Anſichten geändert. Hoffentlich paßt ſich Herr von
Dallwitz der Bevölkerung Elſaß=Lothringens an und nich:
die Bevölkerung ihm. Das Vereinsrecht wird in
un=
glaublicher Weiſle gehandhabt. Die klaren Beſtimmungen
des Geſetzes werden mit Füßen getreten, namentlich,
wenn es ſich um unſere Jugendbewegung handelt. Wie
kommt der Staatsſekretär dazu, in amtlichen Schriftſtücken
eine ſolch neutrale, unpolitiſche Geſellſchaft wie die
Volks=
verſicherung als ſozialdemokratiſch zu bezeichnen. (Lachen
rechts; Hört! hört! bei den Soz.) Die Regierung iſſt in
dieſer Hinſicht völlig einſeitig und parteiiſch verfahren. Die
Konſervativen haben durch ihren Antrag auf Verbot des
Streikpoſtenſtehens bekundet, daß es heute eine geſſetzliche
Handhabe zum Verbot des Streiſkpoſtenſtehens nicht aibt.
Deshalb ſind alle Maßnahmen der Polizei in dieſer
Rich=
tung durchaus ungeſetzlich. Eine gerechte
Wahlkreisein=
teilung iſt nötig. — Abg. Dr. Spahn (Ztr.): In zwei
Fragen kann ich dem Vorredner nur zuſtimmen. Das iſt
die Frage des Vereinsgeſetzes und das Streikpoſtenſtehen.
Wir ſind Gegner des Reichsvereinsgeſetzes geweſen. Wir
meinen nicht, daß die Gewerkſchaſten dem Vereinsrech:
unterliegen. Wenn ſich dagegen ihre Betätigung auf
poli=
tiſche Einrichtungen bezieht, ſo müßte allerdinas § 3 des
Geſetzes in Kraft treten. — Abg. Schiffer=Magdeburg
(natlib.): Wir haben dadurch, daß wir gegen den
konſer=
vativen Anſtrag ſtimmten, nicht ſagen wollen, daß wir
Mißſtände in bezug auf Verhetzung der Maſſen beſtritten.
Staatsſekretär Delbrück:
Ich will dem Herrn Vorredner nich” in ſeinen
juriſti=
ſchen Betrachtungen folgen, die er zur Begründung ſeines
Antrages vorgebracht hat. Es war — namentlich der Vor=
redner hat es ja ſelbſt in ſeinen Ausführungen bemerkt
nicht ohne weiteres zu erſehen, in welcher Richtung der
Schutz des Wahlrechts geſchaffen werden ſoll. Wenn ich
den Herrn Vorredner recht verſtanden habe, ſo will er
die=
ſen Schutz nicht auf dem Gebiet des Strafrechts und des
Strafprozeſſes erreichen, daß demjenigen ein Schadenerſatz
gegeben werde, der durch Nachforſchungen über die Art
und Weiſe und der Ausübung ſeines Wahlrechts
wirt=
ſchaftlich oder perſönlich in ſeiner Ehre geſchädigt wird.
Es wird ſelbſtverſtändlich geprüft werden, wieweit dieſer
Weg gangbar iſt, und wie es angängig und zweckmäßig
iſt, einzelne Fragen, die im Zuſammenhang mit anderen
ſtehen, durch ein Spezialgeſetz zu regeln. Der Herr Abg.
Scheidemann hat geſprochen über die angebliche generelle
Unterſtellung der Gewerkſchaften unter die politiſchen
Ver=
eine. Ich habe insbeſondere in der Preſſe die Auffaſſung
gefunden, als wenn eine allgemeine Anordnung
ſämt=
licher Bundesregierungen ergangen wäre, dahin, daß die
Gewerkſchaften in Zukunft als politiſche Vereine zu be
handeln ſeien. Demgegenüber möchte ich ausdrücklich
feſt=
ſtellen, daß eine derartige allgemeine
Anord=
nung von den Bundesregierungen nicht
er=
gangen ſein kann weil ſeitens der Reichsleitung
über dieſe Frage mit den Bundesregierungen keinerlei
Ver=
handlungen ſtatgefunden haben. Auch die Mitteilung,
daß der preußiſche Miniſter des Innern eine allgemeine
Anweiſung an die Polizeibehörden hätte ergehen laſſen
wonach die Gewerkſchaften als politiſche Vereine behandelt
werden ſollen, iſt nicht richtig. Der Here Reichskanzler
nimmt mit mir heute noch den Standpunkt ein daß die
Er=
örterung wirtſchaftlicher Fragen und der Zuſammenſchluß
von Berufsgenoſſen zur Förderung ihrer wirtſchaftlichen
Intereſſen unvolitiſche Angelegenheiten ſind und den
Vor=
ſchriften des Vereinsgeſetzes für politiſche Bereine und
Verſammlungen nicht unterliegen. Die Sächlage ändert
ſich allerdings in einzelnen Fällen, wenn ſich die
Berufs=
vereine auch mit politiſchen Angelegenheiten befaſſen, wenn
ſie zur Verwirklichung ihrer Beſtrebungen in bezug auf die
Verfaſſung, Verwaltung, oder Geſetzgebung des Staates
auf die ſtaatlichen Rechte der Bürger oder auf die
inter=
nationale Beziehungen der Staaten untereinander
einzu=
wirken verſuchen. Ich kann nur wiederholen, ich bin der
Meinung, daß keine Gewerkſchaft unter die politiſchen
Vereine fällt, ſolange ſie ſich in den Grenzen hält, die in
den Paragraphen 152 und 153 der Gewerbeordnung
ge=
zogen ſind. Ich kann nur feſtſtellen, es liegt in Ihrer Hand
zu vermeiden, daß Ihre Gewerkſchaften als politiſche
Ver=
eine behandelt werden. Sie ſind vollſtändig in der Lage
Ihre Gewerkſchaften von politiſcher Betätigung
fern=
zuhalten, die ſie eventuell unter das Vereinsgeſetz beingt.
Es wird Ihnen eben zu ſchwer, Ihre Tätigkeit zu trennen
von Ihren politiſchen Zielen. Das iſt die Schwierigkeit,
die allenthalben eine zweckmäßige und nützliche
Durch=
führung der ſozialen Geſetzgebung direkt im Wege ſteht.
(Sehr richtig.)
Als der Plan,der Gründung der Volksfürſorge
bekannt wurde, hat man ſich ja in der Preſſe viel mit dieſer
Frage beſchäftigt, nicht ich, ſondern viele andere haben das
Unternehmen als ein ſozialdemokratiſches bezeichnet. Nicht
in dem Sinne, daß es eine reine Veranſtaltung der Partei
ſei, ſondern man hat es für ſozialdemokratiſch bezeichnet,
weil bekannt war, daß die ſozialdemokratiſchen
Konſum=
vereine einerſeits und Gewerkſchaften andererſeits, die
Aktien zu zeichnen bereit waren. Somit war die
Beſorg=
nis berechtigt daß auch dieſes an ſich — wie ich anerkenne
—mützliche und wohltätige Unternehmen gefährdet werden
würde dadurch, daß man auch dieſes Unternehmen in den
Dienſt der Sozialdemokratiſchen Partei ſtellte. (Sehr
wahr! Rechts.) Unter dieſem Geſichtspunkt iſt natürlich
auch die Frage aufgeworfen, geprüft und ſpeziell mir
vor=
gelegt worden, ob denn nicht das Geſetz über die Aufſicht
der Privatverſicherungsgeſellſchaften eine Handhabe biete,
eventuell die Genehmigung für dieſes Unternehmen zu
ver=
ſagen. Ich habe mir geſagt, daß es gewiß nicht erwünſcht
iſt, daß ein Unternehmen ſo eng mit der politiſchen Partei
der Sozialdemokratie und ihren ſonſtigen wirtſchaftlichen
Unternehmungen verknüpft iſt und eventuell die einzige
Zuflucht ſein könnte für nichtorganiſierte Arbeiter, wenn
ſie den Wunſch haben, ſich zu verſichern. Ich habe mich,
wie ich hiermit ausdrücklich verſichere, auch lebhaft um das
Zuſtandekommen der Volksverſicherung bemüht. (Beifall,
rechts.)
Auf die Beſchwerden über die Ausweiſungen von
däniſchen Untertanen in Nordſchleswig will ich nicht näher
eingehen, ich will nur betonen; daß auch dieſe
Angelegen=
heit nicht vor den Reichstag gehört. Die Fremdenpolizei
und die daraus reſultierende Ausweiſungsbefugnis gehört
unſtreitig zur Zuſtändigkeit der Einzelſtaaten. Die
Aus=
weiſungen richten ſich gegen die Machenſchaften einzelner
Dänen, welche in einem Teile der Provinz Schleswig eine
gegen das Deutſchtum gerichtete Propaganda treiben.
Dieſer entgegenzutreten iſt nicht mur das Recht, ſondern
auch die Pflicht des preußiſchen Staates. Preußen als die
Grenzwacht in den Nordmarken hat die Aufgabe, zu
ver=
hindern, daß dort eine den Beſtand Preußens und des
Reiches feindſelige Bewegung entſteht und wenn ſich
An=
gehörige fremder Staaten an einer ſolchen Bewegung
be=
teiligen, ſo haben ſie keinen Anſpruch auf unſer Gaſtrecht,
ſondern haben unſer Land zu meiden. Ich ſtelle feſt, indem
ich ausdrücklich hinzufüge, daß zwiſchen dem Deutſchen
Reiche und dem Däniſchen Königsreich darüber volles
Einverſtändnis beſteht, daß eine Beruhigung der
Verhält=
niſſe in unſerer Nordmark gleichmäßig im Intereſſe des
Deutſchen Reiches und des däniſchen Staates auch im
Intereſſe der internationalen Beziehungen beider Staaten
liegt. Wenn alle dieſe Ausführungen noch eines Beweiſes
bedürfen, ſo waren es die Schlagworte des Aba.
Scheide=
mann. Er hat uns Kampf angeſagt. Er hat Kampf
an=
geſagt den geſamten bürgerlichen Parteien, hat den Kampt
der Sozialdemokratiſchen Partei hier auf der Tribüne des
Reichstages leben laſſen. Ja, glauben Sie denn. Herr
Scheidemann, daß wir dagegen nicht auch kämpfen dürfen?
(Große Unruhe bei den Soz. Lebhafte Zuſtimmung rechts.)
Wir werden dagegen kämpfen, wenn uns das Geſetz die
Grundlage dazu bietet. (Lebhafter Beifall rechts.)
Abg. v. Veit (konſ.): Wenn gewerkſchaftliche oder an
dere Vereine der Sozialdemokratie als politiſche ange
ſehen werden, ſo iſt das ganz geſetzlich, wenn ſie ſich mit
politiſchen Dingen beſchäftigen. — Abg. Lic. Mumm
(Wirtſch. Verein.): Wir fordern in einer Reſolution eine
Reform des Kanzleiweſens im Geſchäftsgange der
Reichs=
behörden im Sinne der Vereinfachung und
Moderniſie=
rung. — Abg. Gradnauer (Soz.): Wir ſtimmen der
nationalliberalen Reſolution auf Schutz des
Wahlgeheim=
niſſes zu, dagegen haben wir gegen die Reſolution au
Namensänderung Bedenken.
Staatsſekretär Dr Delbrück: Ich muß feſtſtellen,
daß ich über den Gedankengang des Schlußteiles der Rede
des Abgeordneten Wendel nicht genau informiert war.
Andererſeits bleibt aber beſtehen, daß ein Mitglied des
Deutſchen Reichstages auf deſſen Tribüne eine Rede
ge=
ſchloſſen hat mit den Worten: Vive la France!” das
gewiß einen unbeabſichtigten Affekt und Unbehagen und
Aerger hervorgerufen hat. Inſofern habe ich von meinen
Ausführungen nichts wegzunehmen. — Abg.
Scheide=
mann (Soz.): Die Redewendung Wendels war ein
Gegengruß an Jaurés, der uns zugerufen hat: Es lebe
Deutſchland! Damit ſchließt die Debatte. Das Gehalt
des Reichskanzlers wird bewilligt, ebenſo der
Etat der Reichskanzlei. Die nationalliberale
Reſo=
lution, betreffend Schutz des Wahlgeheimniſſes, die
Reſo=
lukkion Mumm, betreffend Reform des Kanzleiweſens wird
angenommen, diejenige, betreffend Namensabänderung
aber abgelehnt. Darauf wird vertagt. Nächſte Sitzung
Samstag 10 Uhr. Kleine Etats, Spionagegeſetz, Novelle
zum Militärſtrafgeſetzbuch, Gebühren für Zeugen und
Sachverſtähdigen, überſeeiſche Poſtdampferverbindungen,
Kleinwohnungsweſen, Rücklage der Berufsgenoſſenſchaften
und Petitionen. — Schluß nach ¾8 Uhr.
* Berlin, 15. Mai. Zu der dritten Leſung der
Be=
oldungsnovelle im Reichstag brachten die
Nationalliberalen, die Freiſinnigen und die Konſervativen
einen Abänderungsantrag ein, der im weſentlichen
ver=
angt, die Regierungsvorlage wiederherzuſtellen und bis
zum Herbſt 1915 einen Geſetzentwurf vorzulegen, durch
welchen mit Wirkung vom 1. Januar 1915 die Bezüge der
Beamtenklaſſen 11a und 11b, gehobene Unterbeamten,
um mindeſtens 100 Mark in jeder Stufe aufgebeſſert
wer=
den. Ferner wurde die Annahme einer Reſolution
bean=
tragt, die Erledigung auch der durch das Geſetz nicht zur
Erfüllung gelangten Teile der Beſchlüſſe der zweiten
Be=
ratung mit Wirkung vom 1. Januar 1916 tunlichſt
herbei=
zuführen.
Der Kaiſer in Wiesbaden.
* Wiesbaden, 15. Mai. Der Kaiſer ſah geſtern
nach der Oper im Königlichen Schloß noch außer dem
Generalintendanten Grafen von Hülſen=Häſeler und dem
Intendanten Baron von Mutzenbecher auch den
Intendan=
ten Graf Bylandt=Rheyd aus Kaſſel und den Geſandten
von Dirckſen bei ſich. Heute hörte der Kaiſer den Vortrag
des Vertreters des Auswärtigen Amtes, Geſandten von
Treutler. Um 12 Uhr mittags traf Prinz Heinrich
aus Darmſtadt zu kurzem Beſuch hier ein. Der Kaiſer und
Prinz Heinrich ſpeiſen heute mittag bei dem
Regierungs=
präſidenten Dr. von Meiſter.
* Wiesbaden, 15. Mai. Der Kaiſer mit den
Herren ſeines Gefolges beſuchte heute den dritten Abend
er Feſtvorſtellungen. Gegeben wurde „Der
Rich=
ter von Zalamea” von Calderon de la Barca. Das
Stück wurde, derb im Ernſt und derb im Scherz, wie es der
ſpaniſche Dichter verlangt, ſehr flott geſpielt und fand
ſtarken Beifall.
Luftfahrt.
* Mannheim, 14. Mai. Für die Schauflüge, die
am Sonntag, den 17. Mai, anläßlich des Prinz Heinrich=
Fluges hier ſtattfinden, wurde, wie die N. B. Z. meldet,
der Sturzflieger Thorneli gewonnen, der am
kommen=
den Montag und Dienstag zu Sturzfliegen in Frankfurt
erpflichtet iſt.
* Neapel, 15 Mai. Der Flug eines
franzö=
ſiſchen Fluggeſchwaders, das aus ſechs
Doppel=
deckern beſtand und das ſeit dem 6. Mai unter der
Füh=
rung des Hauptmanns Voiſin bereits 6000 Kilometer
zu=
rückgelegt hatte, hat geſtern ein unerwartetes Ende
genommen. Die ſechs Flugzeuge flogen geſtern früh 8 Uhr
in Dünkirchen auf, um nach Le Havre zu fliegen. Als
weiteres Ziel kam ev. auch Engers in Betracht. Bei Dieppe
wollten drei Flugzeuge am Strande landen. Dabei kippte
einer der Apparate um und fiel ins Meer. Sein Führer
und der Paſſagier konnten zwar gerettet werden, doch iſt
der Apparat verloren. Bei Belville kippte ein zweiter
Apparat beim Landen um und wurde vollſtändig
vernich=
tet. Der Führer erlitt Verletzungen am Knie und mußte
ins Krankenhaus übergeführt werden, wo innere
Ver=
letzungen feſtgeſtellt wurden. Auf dem Flugfelde von Le
Havre wurden noch zwei weitere Flugzeuge vernichtet.
Eines fiel beim Landen in einen Waſſergraben und
zer=
rach, das andere wurde beim Landen ebenfalls nahezu
zertrümmert. Es iſt faſt ein Wunder zu nennen, daß die
meiſten Flieger lediglich mit dem Schrecken davonkamen.
* London, 15. Mai. Bei einem millitäriſchen
Geſchwadlerfluge von Schottland nach der Küſte
von Salisbury ſtürzte ein Flugzeug in der Nähe von
North=Albertons in der Grafſchaft Yorkſhire ab. Der
Flieger und ſein Mechaniker wurden gebötet.
* London. 15. Mai. Die beiden getöteten
Flieger gehörten zu dem Fluggeſchwader von zehn
Doppeldeckern. In der Nähe von Northalerton
ge=
riet das Geſchwader in dichten Nebel und wurde
ge=
zwungen, in ſchwierigem Gelände zu landen. Hierbei
wur=
dien fünf Flugzeuge ſchwer beſchädigt Der
verhängnis=
volle Unfall iſt dadurch herbeigeführt worden, daß das
Flugzeug der beiden Flieger gegen eine Hecke ſtieß; auch
zwei andere Flugzeuge rannten gegen Hecken. Die Leichen
ſind unkenntlich verſtümmelt.
Turnen, Spiele und Sport.
* Fußballklub „Olympia‟ Darmſtadt 1898. Zu den
morgen in Weiſenau ſtattfindenden leichtathletiſchen
Wett=
kämpfen entſendet der Fußballklub eine Reihe ſeiner
Leichtathleten. Durch die Gebrüder Schröck und Krichel,
ſowie Bäurle, Jütte und Jubitz werden ſich die Lauf= und
Wurfkonkurrenzen ſehr intereſſant geſtalten. Auch die
Stafettenläufe werden durch die gemachten Meldungen für
Olympias Mannſchaften eine Gelegenheit ſein, das durch
das in den letzten Wochen regelmäßig gepflegte Training
rlangte Können zu zeigen. Man darf alſo auf ein
Ab=
ſchneiden des Fußballklubs „Olympia” am morgigen Tage
ſehr geſpannt ſein, zumal es das erſte Sportfeſt iſt, welches
in dieſem Jahre beſchickt wird.
Streik in Rußland.
* Petersburg, 15. Mai. Der am 1. Maß
aus=
gebrochene Streik umſaßte auch die franzöſiſch=ruſſiſche
Waggonfabrik von Storokhod Aiwaz. Alle Angeſtellten
in den Bäckereien, in den Druckereien, Mechaniker und
Elektriber ſſtreiken. Nach amtlichen Feſtſtellungen beträgk
die Zahl der Streikenden 130000. Der Verſuch einer
Rie=
ſenkundgebung wurde von der Polizei unverzüglich
unter=
drückt. In Reval ſtreilen 5870 Arbeiter; aus
Niſchninow=
gorod wird gemeldet, daß die Arbeit in den Fabriken von
Sormovo ruht und daß 9000 Perſonen ſtreiken. In Kiew
hat in vielen Fabriken und Druckercien ein vollſtändigen
oder teilweiſer Streik ſtatlgefunden. Die Abendblätter
ſind nicht erſchienen. Die Mehrzahl der Morgenblätter
kann auch heute nicht erſcheinen. In Odeſſa wurde in vier
Zeitungsbetrieben geſtreikt. in Tillis ruhte die Arbeit in
mehreren Fabrken, es ſtreiften 3000 Perſonen. In
Mos=
kau wurde in 33 Fabriken und 27 Druckereien geſtreikt,
ſo=
wie in 12 anderen Betrieben. Der Ausſtand umfaßt
ins=
geſamt 22000 Perſonen. Die Ordnung iſt am 1. Mai im
Reiche nirgends geſtört worden.
Die Ausſtellungen Darmſtadt 1914.
Die Ausſtellung der Künſtlerkolonie.
M. St. Darmſtadt, 16. Mai.
Heute vormittag wird die Ausſtellung der Darmſtädter
Künſtlerkokonie nach einem Feſt= und Weiheſpiel
von Ernſt von Wolzogen, zu dem Arnold Mendelsſohn die
Muſik geſchrieben und in dem die Duncanſchule mitwirken
wird, durch Se. Kgl. Hoheit den Großherzog
feier=
lich eröffner werden. Bis geſtern tief in die Nacht hinein
iſt noch gearbeitet worden, es galt, noch überall die letzte
Hand anzulegen, und heute kann erſt geſagt werden daß
die zahlreichen Ehrengäſte die zur Eröffnung geladen
ſind, eine fertige Ausſtellung ſehen werden.
Es mag zur Einführung, und um zu zeigen, welche
Abſichten mil der diesjährigen Ausſtellung der
Künſtler=
kolonie verfolgt werden, hier kurz ein Teil deſſen
ange=
führt werden, was Geheimerat Römheld in ſeinem
Vor=
wort dem Katalog vorangeſetzt hat. Er führt nach einer
intereſſanken und erſchöpfenden Darſtellung der Geſchichte
der Kolonie von 1899—1914, aus: „Den öſtlichen Abſchluß
der Mathildenhöhe bildet der Olbrichweg, welcher den
von dem Städtiſchen Ausſtellungsgebäude gekeönten Hügel
im Bogen umzieht. Im Oſten und Norden dieſer Straße
traf der Blick früher auf die Rückſeite der nahe gelegenen
großen Brauereien. Um die Mathildenhöhe gegen dieſe
Ausſicht abzuſchließen, wollte Großherzog Ernſt Ludwig,
daß die Nordſeite des Olbrichwegs, welche faſt ganz in
ſeinem Eigentum ſtand, mit einer geſchloſſenen Linie
drei=
ſtöckiger Häuſer bebaut werde Dieſem Programm
ent=
ſprechend hatte Albin Müller in der Stille ein
Pro=
jekt ausgearbeitel, mit dem er 1910 hervortrat. Durch
ſeine großzügige Schönheit und die Art, wie der Künſtler
die vielen Häuſer der mächtigen Gruppe zu
individuali=
ſieren und doch zu einem harmoniſchen, monumentalen
Ganzen zuſammenzuſchließen gewußt hatte, fand der
Ent=
wurf die Billigung des hohen Schirmherrn der Kolonie
und die Anerkennung der Fachgenoſſen und Kunſtfreunde.
Als es dann 1911 gelang, ein Konſortium zu bilden, das
ſich die Aufgabe ſtellte, den wichtigſten Teil des Müllerſchen
Projektes auszuführen, war damit für den Plan einer
dritten Ausſtellung der Künſtler=Kolonie eine wichtige
Grundlage geſchaffen. Drei Häuſer der neuen
Müllerſchen Gebäudegruppe wurden für Ausſtellungszwecke
belegt. An die Rückſeite des mittleren Anweſens, welches
als Eigentum des Großherzogs erbaut iſt, ſchließt ſich ein
ſtattlicher, dreigeſchoſſiger Atelierneubau an, welcher
wäh=
rend der nunmehrigen Kunſtſchau der Kolonie
Atelieraus=
ſtellungen von ſechs Mitgliedern derſelben enthalten wird.
Sodann ſoll er einigen Künſtlern reichlichere Räume
bie=
ten, auch weitere Berufungen ermöglichen. Die Errichtung
dieſes neuen Atelierhauſes iſt ſonach ein wichtiger Schritt
in der Richtung des künftigen Ausbaues der Künſtler=
Kolonie.
Der Künſtlerkreis der Kolonie beſteht zurzeit aus drei
Architekten, welche auch die Flächen= und Kleinkunſt
be=
arbeiten, zwei Bildhauern, drei Malern, von denen einer
vorzugsweiſe die Buchkunſt pflegt, einem Goldſchmied, dem
Leiter der Ernſt=Ludwig=Preſſe und dem auswärtigen
Mit=
glied Ernſt Riegel. Gegenüber ihren Anfängen zeigt die
Kolonie nun eine ſtärkere Vertretung der freien Künſte,
deren Hauptaufgabe innerhalb der Kolonie bleiben wird,
in harmoniſchem Zuſammenwirken mit der Architektur
auf=
zutreten, ihre Werke zu ergänzen und zu erhöhen. Die
Ausſtellung wird dies in mehreren Beiſpielen dartun. An
die Stelle der ſtürmiſchen Kämpfe um eine neue Geſtaltung
unſerer Wohnungskultur, unſerer angewandten Kunſt, wie
ſie uns die Jahrhundertwende zeigte, iſt eine ruhige
Ent=
wicklung getreten. Die Forderung von Echtheit und Güte
in Material und Arbeit, von Sachlichkeit in der Form iſt
ſchon lange allgemein anerkannt. Nun gilt es, darüber
hinaus einer Schönheit nachzuſtreben, die unſer Leben
er=
höht. Dies ſcheint mir die Aufgabe zu ſein, welche die
Gegenwart der Künſtler=Kolonie ſtellt und deshalb bedarf
ſie der freien Kunſt, nicht als einer Dienerin, ſondern als
der gleichberechtigten Schweſter der Baukunſt. Der erſte
Schritt, den die Künſtler=Kolonie ins Leben tat, war die
Betonung des Rechtes der Gegenwart, ebenſo wie frühere
Jahrhunderte aus ihrem Weſen heraus Neues zu ſchaffen.
Dieſem Programm iſt die Künſtler=Kolonie treu geblieben
und ſie wird das auch fernerhin tun. Feſt auf dem Boden
der Gegenwart ſtehend wird ſie in ihrem Schaffen nie den
vorwärts gerichteten Blick, den Blick in die Zukunft
ent=
behren können.
Bei der Geſamtanlage der Künſtler=Kolonie=
Aus=
ſtellung wurde danach geſtrebt, dieſe im ganzen zu einem
harmoniſchen Kunſtwerk zu geſtalten. Freilich konnte dies
Ziel hauptſächlich infolge gewiſſer Eigentümlichkeiten des
Ausſtellungsgeländes nicht überall erreicht werden. Den
Architekten der Kolonie ſind beſtimmte Bezirke des
Aus=
ſtellungsgeländes, Räume und Geſchoſſe überwieſen,
inner=
halb deren ſie die volle künſtleriſche Verantwortung tragen.
Aber auch andere Koloniemitglieder haben ſolche Aufgaben
übernommen. So bearbeitet B. Hoetger die Peripherie
des größeren weſtlichen Teils des Platanenhains, welche
er mit einem eine einheitliche Idee ausdrückenden
plaſti=
ſchen Schmuck verſieht. Im ſtädtiſchen Ausſtellungsgebäude
ſchafft H. Jobſt die Halle für freie Kunſt und den
Roſen=
hof, während F. W. Kleukens einen repräſentativen Salon
und die Vorhalle des Hochzeitskurmes geſtaltet.”
Die kommende Kritik wird zeigen, inwieweit die
Aus=
ſtellung den Aufgaben der Kolonie Erfüllung bringt. —
Geſtern nachmittag war in einer Vorbeſichtigung den
Ver=
tretern der Preſſe — es hatten ſich ſehr zahlreiche Vertreter
auswärtiger Blätter eingefunden — Gelegenheit gegeben,
die Ausſtellung zu beſichligen. Die Herren Geheimerat
Römheld Profeſſoren Albin Müller Körner und
Kleukens hatten in liebenswürdiger Weiſe die
Füh=
rung übernommen. Wir wollen verſuchen, im
Nachſtehen=
den den erſten Eindruck des Geſehenen in großen Zügen
feſtzuhalten. Im Einzelnen wird die Ausſtellung
natür=
lich noch Gegenſtand eingehender Beſprechung ſein. Im
Platanenhain beginnen eben die zartgrünen Sproſſen der
Platanen zum Schatten ſpendenden Blätterdach ſich zu
einen. Darüber ragt imponierend Olbrichs
charakle=
riſtiſcher Hochzeitsturm, und ſeitlich erglänzen in immer
noch aufdringlichem Gold die Zwiebelkuppeln der
Ruſ=
ſiſchen Kapelle. Aber beide ſind nicht mehr herrſchend hier,
weder in Form noch in Farbe.
Profeſſor Albin Müller, das älteſte Mitglied der
Kolonie, dem ſchon 1908 die Hauptaufgabe zugefallen war,
iſt auch heuer herrſchend mit den Schöpfungen ſeiner
ſeinen, ſinnenden Baukunſt und mit Erzeugniſſen der
In=
nenarchitektur. Er hat das monumentale
Hauptpor=
tal errichtet, deſſen 6 Doppelſäulen auf ſchweren
Kapi=
tälen die rieſigen ſtiliſierten Löwenfiguren tragen, zu denen
die fein reliefierten Bronzetore von Bernhard Hoetger
einen ſo wirkſamen Gegenſatz bilden. Und gleich, wenn
man das Portal durchſchritten, ſteht man vor einem neuen
Erzeugnis ſeines vielſeitigen Schaffens, vor der Brun=
nenanlage, die das weite grüne Raſenrondell vor der
ruſſiſchen Kapelle erſetzt hat.
Dieſe Brunnenanlage war bereits Gegenſtand
einge=
hender Beſprechung an dieſer Stelle. Sie nimmt den
ganzen Platz des früheren Raſenrondells ein. Die Mitte des
Rondells nimmt das in der Achſe des, Portals der Ruſſiſchen
Kapelle liegende langgeſtreckte Waſſerbecken auf, das vom
oberen bis zum unteren Rande des Raſenrondells
ausge=
dehnt iſt und im Rechteck 28 zu 15 Meter mißt. Das
obere Drittel des Baſſins, als der höchſtgelegene Teil des
Baſſins, mußte naturgemäß beſonders tief gegraben
wer=
den und die ſtehenbleibenden Erdmaſſen mußten durch
Stützmauern ſowohl an der Stirnwand wie ſeitlich
gehal=
ten werden. Sie gaben dem Architekten Gelegenheit zur
Betonung ſeines künſtleriſchen Wollens. Er läßt dieſe
Mauern teils tragen, teils verkleiden durch einen
monumen=
tal und ernſt komponierten Säulengang. Schwer und
wuchtig, leicht nach oben verjüngt, wachſen die vor einen
dunkelbauen Hintergrund geſtellten Säulen aus dem
Waſ=
ſer ſelbſt empor, tragen ſeitlich die flache Bekrönung der
Stützmauern und in der oberen Schmalſeite eine reich
ornamentierte Brüſtung, die mit dem ſeitlichen
Figuren=
ſchmuck den künſtleriſchen Mittelpunkt der ganzen Anlage
bildet. Im übrigen iſt der Rand des Baſſins durch
nie=
drige, aber ebenfalls monumental geſtaltete Mauern
ge=
bildet, die nur wenig über das Erdreich, d. h. über die
gärtneriſchen Anlagen, zu beiden Seiten hinausragen und
ſo einen ungehinderten Blick über die ganze Anlage und
das Baſſin geſtatten. Durch die dunkelblaue Farbung
des aus reliefierter Keramik gebildeten Hintergrundes
wird dieſer hinter den 12 grauen 3—4 Meter hohen
Säu=
len, deren mittelſte die Brüſtung tragen, zurückgedrängt
und ſo eine geheimnisvolle Wirkung erzielt, die dadurch
erhöht wird, daß der Zufluß des Waſſers unſichtbar iſt,
es quillt gewiſſermaßen hinter den Säulen aus der Erde,
oder erweckt den ſymboliſierenden Eindruck, als quelle es
unter der Kirche hervor. Das religiöſe Moment wird
be=
tont durch zwei große Figuren, die die Brüſtung ſeitlich
bſchließen und die Krönung der ſeitlich herausgebauten
und in die Gartenanlage geſtellten Eckpfeiler des Baſſins
bilden.
Reicher Figurenſchmuck von Hoetger ſymboliſiert den
Abend und den werdenden Tag. Als Verbindung dieſer
Symboliſierung des beginnenden bis zum ſinkenden Leben
arf der Brunnen des Baſſins angeſehen werden, der in
Flieſen hergeſtellt wird und auf tiefblauem Grunde im
reichen Ornament einen ſtiliſierenden Lebensbaum zeigt,
der gewiſſermaßen zur Kirche emporwächſt und oben in der
Krone reicher gefärbte Blüten trägt. Das Ornament iſt
ſo ſtiliſiert, daß es von oben, von der Brüſtung aus
geſe=
hen, die leichte Wellenbewegung des vom Winde bewegten
Waſſers widerſpiegelt.
Die äußere Form der ganzen Anlage hat ihre ovale
Geſtaltung beibehalten. Die beiden Teile links und rechts
vom Baſſin bilden zwei Kreisſegmente, die mit
gärtneri=
ſchem Schmuck geziert werden, der natürlich der
architekto=
tiſchen Geſtaltung angepaßt iſt. Der Außenrand wird auf
beiden Seiten je zweimal unterbrochen durch Stützunkte,
wuchtige Säulenpoſtamente, in denen die Motive der
Säu=
len aus dem Baſſin wiederkehren, die rieſige Blumenſchalen
tragen, beſtimmt, überhängenden Schmuck aufzunehmen.
Sonſt werden in den ſeitlichen gärtneriſchen Anlagen ruhig
grüne Raſenflächen vorherrſchend ſein.
Die umfangreichſte Arbeit Müllers, und die größte der
Ausſtellung überhaupt, war die Errichtung eines ganzen
Straßenzuges von dreiſtöckigen Mie tshäuſern
hin=
ter dem Ausſtellungshaus am Olbrichweg. Die
Errichtung dieſer Häuſer, die in kraſſem Gegenſatz ſtehen
zu dem ſonſt ganz villenartigen Baucharakter der
Mathil=
denhöhe, entſprach einem Wunſche des Großherzogs. Der
Architekt war hier vor eine Aufgabe geſtellt, die gleich
be=
deutungsvoll wie ſchwierig, einem denkenden Künſtler aber
von außerordentlichem Intereſſe ſein mußte. Sehr
ſchwie=
rig war die Ueberwindung der Geländeunebenheiten, die
Bauten ſelbſt mußten eine geſchloſſene einheitliche
Archi=
tektur erhalten, die dabei dem ganz auf Kunſt geſtimmten
Charakter der Mathildenhähe entſpricht, und doch die
je=
dem Mietshauſe unbedingt notwendige Selbſtändigkeit in
räumlicher Beziehung, wie in der Architektur wahrt.
Schließlich erforderte es unerläßliche Pflicht der Kunſt und
der Pietät, die herrſchende Architektur Olbrichs in den
Ausſtellungsbauten in keiner Weiſe zu beeinträchtigen. Es
hat nicht an gewichtigen Stimmen gefehlt, die eine
ge=
ſchloſſene Bauweiſe auf der Mathildenhöhe überhaupt für
unzuläſſig hielten. Die Forderung der Baukunſt unſerer
Zeit geht aber doch dahin, nachdem jahrzehntelang das
Eigenhaus in allen möglichen Variationen künſtleriſch und
kulturell propagiert und in Erkenntnis der Tatſache, daß
der Mietbau doch nie verdrängt werden kann, nun auch
einmal dieſen in einer Form und Aufmachung zu zeigen,
die der Forderung der Zeit gerecht wird. Albin Müller
hat ſeine Aufgabe in einer Weiſe gelöſt, die ſicher die
Be=
achtung, wenn auch vielleicht nicht überall die
Anerken=
nung der geſamten Bauwelt finden dürfte. Er hat mit
ſei=
nen großzügigen Bauten Ausſtellungshaus und
Hochzeits=
turm nicht erdrückt, und dabei doch Häuſer von
monumen=
taler Wucht erſtellt, die, allerdings in der Architektur und
deren Details gelöſt, zu harmoniſcher, intim=künſtleriſcher
Wirkung gebracht wird. Ja, man darf ſich davon
über=
zeugen, daß von verſchiedenen Geſichtspunkten aus durch
die Ueberſchneidungen erſt die Olbrichſchen Bauten ein
ihrer Größe und Monumentalität entſprechendes Relief
erhalten. Im Innern der Häuſer frappiert geradezu die
durchaus ſelbſtverſtändliche Grundrißlöſung. Man
ge=
winnt in der Tat den Eindruck, als ſeien dieſe Häuſer von
innen nach außen gebaut, will ſagen, als habe der
Kunſt=
ler zuerſt die Räume komponiert, dann die
Außenarchitek=
tur geſchaffen — und vergißt, daß man vorher den
glei=
chen Eindruck von außen hatte, nur umgekehrt, als habe er
die Innenräume nach der Außenarchitektur komponiert
Das muß jeder rückhaltslos anerkennen, und es bedeutet
die Größe dieſer baukünſtleriſchen Aufgabe, daß der
Archi=
tekt in ſeltenem Maße es verſtanden hat, Außenarchitektur
und Grundriß, Kunſt und Zweckmäßigkeit zu inniger
Har=
monie zu einen, zu einem Ausdruck wahrer, neu
anmu=
tender Wohnkultur. Von dem Muſikſalon im
Palais des Großherzogs, der hier mit ausgeſtellt iſt, war
an dieſer Stelle vor kurzer Zeit ſehr ausführlich die Rede.
Er iſt zu einem Meiſterwerk prunkvoller Innenkunſt und
zu einem ſeltenen Kunſtwerk feinſter Harmonien von Farbe
und Form geworden. Weiter ſind von Albin Müller
vor=
handen eine mit Raffinement ausgeſtattete Badeanlage,
ein reizvoller Gartenpavillon, ein aus Holz errichtetes,
zer=
legbares Ferienhaus, eine Anzahl
Wohnungseinrichtun=
gen, Gärten und Vorgärten, eine umfangreiche
Atelieraus=
ſtellung uſw.
Um zunächſt bei der Architektur zu bleiben,, ſeien dann
die Ausſtellungsobjekte Prof. Eduard Körners
ge=
nannt, der hiermit zum erſtenmal Arbeiten als Mitglied der
Künſtlerkolonie ausſtellt. Im Gegenſatz zu der
Monumenta=
lität der Eſſener Synagoge, die ihn zuerſt in weiteren Kreiſen
bekannt gemacht, iſt er hier mit außerordentlich fein empe
fundenen, faſt zarten, vor allem aber durch und durch
deko=
rativen Arbeiten vertreten. Vor allem darf der ſehr
re=
präſentative Ehrenſaal genannt werden, der erſte Raum
im Ausſtellungshauſe. Dieſer Saal, der früher rechteckig
war, iſt rund geſtaltet, hat eine ganz wunderbare
Lichtver=
teilung erhalten, die Decke iſt hängend, in mehreren
Abſtu=
fungen nach oben enger werdend, und läßt das Tageslicht
gedämpft durch weiße Seidenbeſpannungen
hindurchdrin=
gen. Noch reizvoller iſt die künſtleriſche Beleuchtung, die
verdeckte Lichtquellen und hohe Kandelaber ſpenden.
Wände und Decken mit ſchweren, geſchnitzten
Eichenholz=
vertäfelungen ſind dunkel gebeizt und geben dem Raume
eine wunderſame, farbige Stimmung. Hier hängen die
Meiſtergemälde von Pellar, Porträts des
Großherzogs=
paares uſw. Körner iſt weiter mit Wohnungseinrichtungen,
Erzeugniſſen einer ungemein geſchmackvollen Wohnkultur,
ferner mit einem ganz entzückend abgeſtimmten
Winter=
garten und mit einer Anzahl Zweckgebäuden — wie
Mode=
pavillon, der die neueſten Erzeugniſſe der Damenmode
enthält, Zigarrettenpavillon, Sekthalle uſw. — vertraten.
Durchweg charaktervolle, feindurchdachte, ſtilvolle
Ar=
beiten.
Von Em. Joſ. Margold ſtammen als die
um=
fangreichſten Arbeiten ſeines Rayons die
Reſtaurations=
gebäude im Platanenhain. Im Grundriß des
Haupt=
reſtaurants iſt der Hauptwert, wie es die
Zweckbe=
ſtimmung des Reſtaurationsbaues erfordert, auf die
prak=
tiſche Gruppierung der Wirtſchaftsräume gelegt. Küchen,
warme und kalte Küche getrennt, Spülraum,
Anrichte=
raum uſw. ſind meiſt nebeneinander ſo gruppiert, daß die
Bedienung von den Schaltern unmittelbar und auf
ſchnellſte und bequemſte Weiſe zu den Gäſten und in den
Platanenhain gelangt, ſo daß eine flotte Bedienung
ge=
währleiſtet iſt. An dieſe Wirtſchaftsräume ſchließt ſich
unmittelbar die Reſtauration, die aus einem einzigen
gro=
ßen Raum, einem Reſtaurationsſaal beſteht. Für dieſen
iſt eine beſonders reiche künſtleriſche Ausſtattung mit
Aus=
malungen der Wände und Decke uſw. vorgeſehen. Alles,
was dieſer Reſtaurationsſaal an Mobiliar und ſonſtigen
Einrichtungs= und Ausſtattungsgegenſtänden aufzunehmen
beſtimmt iſt, iſt nach beſonderen künſtleriſchen Entwürfen
Em. Margolds angefertigt worden, mit Einſchluß
ſämt=
licher Weingläſer, Karaffen, Beſtecke, Kaffee= und
Speiſe=
ſervicen uſw. Gerade für dieſe Beſtecke und Service hat
Herr Margald ebenſo reizvolle und eigenartige wie
prak=
tiſche Entwürfe gefertigt, die gelegentlich der Ausſtellung
zum erſtenmal herauskommen und dann in den Handel
übergehen ſollen, alſo gewiſſermaßen ſelbſt
Ausſtellungs=
objekte ſind. Beſtimmend für die Entwürfe war nicht
die Sucht nach durchaus neuen Formen, ſondern das
Stre=
ben nach Vereinigung von gefälligem künſtleriſchem
Aus=
ſehen mit der praktiſchen Verwendbarkeit nach dem
Grund=
ſatze von der ſelbſtverſtändlichen Schönheit des
Zweck=
mäßigen. Daß die Entwürfe deſſen ungeachtet eine ſtarke
perſönliche Note tragen, iſt Beweis für die vielſeitige
künſt=
leriſche Geſtaltungskraft des Künſtlers. Das
Ausſtel=
lungsreſtaurant iſt in der Höhe von etwa 1½ Stockwerken
gehalten. Die Innenräume ſind 5 Meter hoch. Bis zu
etwa zwei Dritteln der Geſamthöhe iſt dem Reſtaurant
ein terraſſenartiger Rundbogengang vorgelagert, der die
ganze Faſſade beſtimmt und dem Architekten Gelegenheit
bot, dieſe mit verhältnismäßig geringen Mitteln intereſſant
und reich auszugeſtalten. Dieſer Rundbogengang iſt 2½
Meter breit und 36 Meter leng. Er wird durch etwa ein
Dutzend gleichmäßig geſtaltete, auf ornamentierten Pfeilern.
ruhende Rundbogen gebildet, denen auch in gleicher
Ge=
ſtaltung, aber in reicherer Ausführung, die beiden
Haupt=
türen angeordnet ſind, die den Verkehr von und zum
Re=
ſtaurant in erwünſchter Weiſe zirkulieren laſſen. Bis zu
etwa Tiſchhöhe ſind die Rundbogen mit Brüſtungen
ver=
ſehen, auf denen Blumenſchmuck Platz finden ſoll. Farbige
Lampen in Verbindung mit dieſem ſowie ſonſtigem
dekora=
tiven Schmuck werden hier die Niſchen mit den
Sitzgelegen=
heiten reizend und ſtimmungsvoll geſtalten und
gleichzei=
tig einen freien Ueberblick über das Getriebe im
Plata=
nenhain geſtatten. Neben jedem Bogen iſt ein oval
liegen=
des Fenſter angebracht, das in ebenſo reichem Maße der
praktiſchen Beſtimmung der Luftregulierung für das
Re=
ſtaurant dient, als es der Faſſade ornamental wirkenden
Schmuck verleiht. Die ganze Architektur des Gebäudes
zeigt eine ſehr ſympathiſche Verbindung von ruhigem Ernſt
in den Hauptformen mit freundlich=gefälliger Geſtaltung
der Details und des ornamentalen und tektoniſchen
Schmuckes. Ein in gefälligen Formen gehaltener Bau
nimmt die Keller und Lagerräume auf und bildet
gleich=
zeitig den Abſchluß nach dem Lukasweg zu.
Dem Reſtaurant gegenüber iſt das Ausſtellungs=
Café errichtet; ein langgeſtreckter Holzbau in Form einer
großen Halle, etwa 30 Meler lang und 7 Meter tief Die
Faſſade dieſes Baues iſt durch Pſeiler aufgeteilt. Sie iſt
etwas weniger ernſt, doch ebenſo ruhig, geſchmackvoll und
gefällig gehalten. Auch hier erſtrecken ſich die Entwürfe
des Künſtlers bis auf die Kaffee= und Teeſervice. Von
Margold iſt ferner ein Muſikpavillon, ein Blumenpavillon,
reizvolle Gartenanlagen, und ebenfalls eine umfangreiche
Atelierausſtellung vorhanden, die alle die ſchillernde
Bunt=
heit in Form und Farbe widerſpiegeln, die das
künſt=
leriſche Schaffen des Künſtlers charakberiſiert
Die freie Kunſt wird mehr, wie die Architektur zur
Kritik Veranlaſſung geben. Am meiſten umſtritten werden
zweifellos die zahlreichen Plaſtiken von Profeſſor
Bern=
hard Hoetger werden, der ſeine bildhaueriſche Aufgabe
neuerdings ganz ſtiliſtiſch auffaßt, und außer verſchiedenen
Plaſtiken, die in den Räumen verſtreut Aufſtellung
ge=
funden haben, den Platanenhain mit plaſtiſchem Schmuck
und zweifellos hohem künſtleriſchem Wert verſehen hat.
Es ſind das vier große Reliefs und eine Anzahl Gruppen=
und Einzelfiguren, die in der neugeſchaffenen hohen
Epheu=Uurahmung des Haines, in halbrunden Niſchen
aufgeſtellt ſind.
In der Quantität geringer, in Qualität aber mit
Wer=
ken von unbeſtritten hoher künſtleriſcher Potenz iſt
Pro=
feſſor H. Jobſt vertreten. Ganz entzückend in den
Kom=
poſitionen, wie in den formalen Details iſt der Brunnen
im Roſenhof. monumental in Auffaſſung und
bildhaue=
riſcher Durchführung die Hermesfigur, und der für Bad=
Nauheim beſtimmte Löwe. Von feinſter Charakteriſtik ſind
ſeine Porträtbüſten. Profeſſor F. W. Kleukens hat
als ſeine größte Arbeit den Vorraum zum Hochzeitsturm
mit wunderbaren Moſaikgemälden ausgeſtattet, die die
beiden Stirnwände des Raumes ganz einnehmen und
durch eine reichvergoldete gewölbte Decke verbunden
wer=
den. Kleukens, den wir bisher vorzugsweiſe als den
Be=
herrſcher der feinen Linie bewunderten, zeige hier, daß er
ein gleich fein empfindender Farbenkünſtler und
Kom=
poniſt iſt. Er bringt weiter einen entzückenden in blau und
weiß gehaltenen Salon, der ſelbſt wie ein Gemälde wirkt,
und weitere Schätze in ſeiner Atelierausſtellung. Von Chr.
H. Kleukens, dem Leiter der Ernſt=Ludwigspreſſe, ſind
muſterhafte Druckerzeugniſſe uſw. ausgeſtellt.
Hanns Pellar ſtellt eine große Anzahl ſeiner
Porträts, darunter mehrere der Großherzoglichen Familie
und die ſchon im Kunſthandel erſchienenen „Köpferl” aus,
und auch Fritz Oßwald iſt mit zahlreichen Gemälden,
meiſt Landſchaften, aber auch ſehr charakteriſtiſchen
Por=
träts vertreten.
Blieben noch zu nennen die Meiſtererzeugniſſe der
bei=
den Goldſchmiede der Kolonie, Profeſſor Ernſt Riegel,
und Th. Wende die einen ganzen Raum einnehmen.
Eines der künſtleriſch wertvollſten Stücke dieſer unmöglich
in ein paar Sätzen genügend zu würdigenden
umfang=
reichen Sammlung iſt ein großes Altarkreuz, das der
Großherzog von Heſſen in Auftrag gegeben, und das für
das neue Mauſoleum auf der Roſenhöhe beſtimmt iſt.
Den Koloniemitgliedern war geſtattet worden, ſo weit
ſie deſſen zur Ausſchmückung ihrer Innenräume oder aus
anderen Gründen bedurften, Künſtler heranzuziehen, die
nicht der Kolonie angehören. Unter dieſen ſind vertreten
ie Maler: Adolf Beyer=Darmſtadt und ſeine Gattin Anna
Beyer, Max Clarenbach=Düſſeldorf, Fritz von Heider=
Nagdeburg, Hans von Heider=Stuttgart, Richard Hölſcher=
Darmſtadt, Walter Illner=Darmſtadt, Walter Klemm=
Weimar, Karl Schwalbach=München, Karl
Thiemann=
dachau, Fritz Weſtendorf=Düſſeldorf, und die Bildhauer
Robert Korn, und Albrecht Lörcher=Berlin. Außerdem
viele Kunſtfreunde und Gewerbetreibende.
Nach der Beſichtigung der Ausſtellung gab die
Aus=
tellungsleitung den Vertretern der Preſſe ein Abendeſſen
in der Ausſtellungswirtſchaft. Hierbei hielt Geheimerat
Römheld im Namen der Leitung der Ausſtellung und
der Künſtler eine Rede, für die Gäſte dankie Herr
Os=
orne=Berlin. Im Laufe des Abends wurde dann die
Beleuchtung des Teiches vor der ruſſiſchen Kapelle gezeigt.
Ruhmvoll mögt Ihr das Werk vollenden,
Nach welchem Millionen die Blicke wenden.
Und einerlei, wer in dem Wettſtreit ſiegt
Ind wer — vielleicht ſterbend gar — unterliegt.
Wir hoffen, daß Ihr der Welt beweiſt,
Wie Euch beſeelt der germaniſche Geiſt,
Der deutſche Mut und die deutſche Ehr’
Dem Frieden zum Hort und dem Feinde zur Wehr!
Auch dieſer Vortrag wurde mit rauſchendem Beifall
aufgenommen. Prinz Heinrich ſprach Herrn Ober ſſeine
beſondere Freude über den ſchönen Vortrag aus.
Zum Schluß hielt der Afrikareiſende und Jäger
Ro=
ert Schumann einen Teil ſeines Vortrages „Aus
meinem Jagdtagebuche” mit Vorführung
hochintereſſan=
ter Filmaufnahmen. — Die Muſikkapelle ſtellte die Kapelle
Weber (Feldart.=Regt. Nr. 61).
Mexiko und die Vereinigten Staaten.
Die Einnahme von Tampico.
* Brownsville (Texas), 14. Mai. Ueber den
Fall von Tampico am Mittwoch abend werden
durch einen offiziellen Bericht des konſtitutionaliſtiſchen
kommandeurs in Matamoros Einzelheiten bekannt. Am
Montag abend wurden zehn Kanonen und 14
Maſchinen=
gewehre im Norden von Tampico aufgeſtellt und am
Dienstag das Feuer eröffnet. Das Geſchützfeuer der
Bun=
destruppen war unwirkſam und zwei Schiffe konnten
wäh=
ren des Kampfes den Panucofluß hinauffahren. Der
letzte Angriff auf Tampico erfolgte unter General
Caval=
liero. Die Bundestruppen ergriffen die Flucht und
wur=
den von Cavalliero und Gonzales verfolgt. Nach dem
Bericht aus Matamoros kämpften auf konſtitutionaliſtiſcher
Seite 7000 Mann. Eine große Anzahl von Leuten, die
in den Oelländereien beſchäftigt ſind, wollen ſofort nach
Tampico aufbrechen.
* Brownsville, 15. Mai. Die hier befindlichen
Angeſtellten von den Oelfeldern bei Tampico haben
er=
klärt, ſie würden ſofort dorthin zurückkehren. Nach
Mel=
dungen aus Tampico ſind in der Stadt ſelbſt keine
Ge=
bäude beſchädigt worden. Die Erdölanlagen ſind
gleich=
falls unverſehr geblieben. Die Ausländer werden
aufge=
fordert, nach Tampico zurückzukehren, da General
Gon=
zales ihnen vollen Schutz verbürgt. Die Zahl der bei den
Kämpfen bei Tampico Gefallenen wird auf 300 angegeben.
* Neu=York, 15. Mai. Nach dem Fall von
Tampico befindet ſich Präſident Wilſon in einer
ſchwie=
rigen Lage, da Huerta über die eroberte Stadt Waffen
und Munition einführen will. Wilſon hatte mit dem
Se=
nator Stone, dem Vorſitzenden des Senatskomitees für
auswärtige Angelegenheiten, eine eineinhalb Stunden
lange Unterredung über die neue Situation.
* Waſhington, 15. Mai. Die Eröffnung
der Friedensvermittelungs=Konferenz iſt
nit Rückſicht auf den mexikaniſchen Vertreter auf den
20. Mai verſchoben worden.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 15. Mai. Im Abgeordnetenhauſe wurde
zur Frage des Neubaues des kgl.
Opern=
hauſes in Berlin ein Antrag der Nationalliberalen
Fritſch und Genoſſen angenommen, in dem die Regierung
erſucht wird, den Hoffmannſchen Entwurf der Akademie
des Bauweſens zur Abgabe ihres Urteils zu unterbreizen
und im Falle eines Plazets der Akademie im Wege eines
Nachkredits die erſte Rate für den Neubau anzufordern.
Mit dieſem Beſchluß iſt der Antrag der
Budget=
kommiſſion abgelehnt, nach der unter gewiſſen
kautelen mit der Ausführung des
Hoffmann=
ſchen Entwurfes begonnen werden ſollte.
* Paris, 14. Mai. Das Journal des Débats erklärt
mit dem Hinweis darauf, daß ſeinem Berliner
Kor=
reſpondenten in einem für die franzöſiſche Preſſe
ſehr abfälligen Schrelben eine Karte für die Großee
Berliner Kunſtausſtellung verweigerr
wurde: Falls man die Berichterſtatter der franzöſiſchen
Blätter in Berlin boykottiert, ſo wird eine gleiche
Be=
handlung der Pariſer Korreſpondenten der deutſchen
Blätter unabweislich ſein.
* Southampton, 15. Mai. Der Dampfer „
Vater=
land” iſt heute auf ſeiner Ausreiſe nach Neu=York bei
heiterem und euhigem Wetter hier eingetroffen. Die
als Gäſte der Hamburg=Amerika=Linie an Bord
befind=
lichen Journaliſten und Schriftſteller ſandten an den
Kaiſer Huldigungstelegramme.
* Petersburg, 15. Mai. Der Miniſterpräſident
Go=
remykin iſt nach Livadia) abgereiſt.
* Tokat (Anatolien), 15. Mai. Hier ſind 40 Häuſer
und 90 Läden abgebrannt; dabei ſind zwei
Perſonen umgekommen und acht verletzt worden.
Auch die Moſchee und drei große Gebäude ſind ein Raub
der Flammen geworden.
Reichstagserſatzwahl.
* Stendal, 15. Mai. Bei der heutigen
Reichstags=
erſatzwahl im Wahlkreiſe Magdeburg 2 (Stendal=
Oſterburg) erhielten Hoeſch (konſ.) 11877, Wachhorſt
de Wente (natlib.) 6965 und Beins (Soz.) 6943
Stimmen. Es findet Stichwahl zwiſchen Hoeſch und
Wachhorſt de Wente ſtatt.
Preußiſch=Süddeutſche Klaſſenlotterie.
* Berlin, 15. Mai. In der heutigen
Vormittags=
ziehung der Preußiſch=Süddeutſchen
Klaſſen=
lotterie fielen 500000 Mark auf die Nr. 197309, 15000
Mark auf die Nr. 49786, 10000 Mark auf die Nr. 48 930
194824, 5000 Mark auf die Nr. 51 304 73 154 101 417 118872
184 543 193988 222 628. 3000 Mark auf die Nr. 3110 30146
34392 45 854 47434 49 429 51 717 54 392 61 495 61 642 67569
72321 92873 93 780 96 171 97032 106 108 118863 127540
132355 138 535 146 697 150 164 152823 152831 154723
156 021 157788 165 109 171910 189312 195666 201307
215 294 219330 und 233 799. In der heutigen
Nachmittags=
ziehung fielen 30000 Mark auf die Nr. 187571, 10000 Mk.
auf die Nr. 113171, 3000 Mark auf die Nr. 15150 19455
20 532 28392 43627 48023 50012 59096 59947 72433
86 085 86 125 89 531 91089 93 398 93 978 100014 105023
116 600 124882 129942 130 177 143090 157370 158711
170 757 183626 183 939 187466 189 214 191 289 198970
201 218 202953 212606 und 230 445. (Ohne Gewähr.)
Deutsche Bank Darmstadt
Aufbewahrung und Verwaltung
von Wertpapieren.
Die Darmſtädter Flugtage.
Prinz=Heinrich=Flug 1914.
g. Der Prinz Heinrich=Flug hat bereits zweimal die
Flieger nach unſerer Reſidenz geführt, aber immer nur
war das intereſſante Schauſpiel auf wenige Stunden
be=
ſchränkt. Dieſes Jahr bildet Darmſtadt denAusgangspunkt
dieſer größten luſtſportlichen Veranſtaltung in Deutſchland
und jetzt bietet ſich auch die Gelegenheit, hier eine lokale
Veranſtaltung größeren Stils zu arrangieren. Der Verein
für Luftſchiffahrt in Darmſtadt (Heſſiſche
Flugſtudiengeſell=
ſchaft), deſſen Bemühungen es zu verdanken iſt, daß
Darm=
ſtadt bei der großen Konkurrenz der Städte, die ſich
gleich=
falls um den Beginn des Fluges beworben haben, den
Vorzug erhielt, hat auch die umfangreiche Organiſation der
örtlichen Veranſtaltung übernommen. Der Verlauf des
geſtrigen Schaufliegens zeigte, daß die Organiſation
muſtergültig iſt und für alle Fälle Vorſorge getroffen iſt.
Bereits am Vormittag unternahmen einige Flieger
Probeflüge. Der Flieger Schlegel, der mit ſeiner
Taube von Gotha kam, fuhr beim Landen gegen einen
Sandhügel, wobei der Apparak ſich überſchlug und
be=
ſchädigt wurde. Schlegel ſelbſt blieb unverletzt.
Das Wetter hatte ſich gegen Mittag aufgeklärt,
und obwohl wiederholt ſchwarze Wollen
regen=
drohend das bunte Bild des Flugplatzes verdunkelten,
die Sonne brach endlich ſiegreich durch und behauptete ſich
für den Reſt des Tages, ſo daß das Wetter die günſtigſte
Vorbedingung für einen Maſſenbeſuch bot, der denn auch
Wirklichkeit wurde. Bereits die erſten Extrazüge der
Dampfſtraßenbahn waren überfüllt und in den ſpäteren
Zügen herrſchte drangvoll fürchterliche Enge.
Mitgekom=
men ſind wohl alle, die ſich das Ziel „Truppenübungsplatz”
geſteckt hatten, wenn auch die Geduld oftmals durch
viertel=
bis halbſtündige Verſpätungen ſehr in Anſpruch genommen
wurde.
Auf der Querſtraße, die allein zu dem Flugplatz führt,
ſchiebt ſich eine unaufhörliche Menſchenmenge vorwärts,
die alle dem gleichen Ziele zuſtreben. Ununterbrochen raſen
Autos und Wagen vorbei. Rechts und links ſtehen Kaſſen,
in weiſer Vorausſicht, in genügender Anzahl, wohl 14
Stück. Etwas weiter wird der Fahrverkehr abgelenkt. Ein
dafür beſtimmter Platz nimmt die Autos und Wagen, ein
anderer die ſchier unüberſehbare Schar der Stahlroſſe auf
Am Rand des Truppenübungsplatzes, beginnend bei den
Fliegerhallen, ſind umfangreiche Plätze eingefriedigt, die
wohl für den größten Maſſenbeſuch ausreichen. Auf allen
Plätzen befinden ſich Reſtaurationszelte. Eine feſtlich
ge=
ſchmückte Tribüne iſt für den Aufenthalt der hohen
Herr=
ſchaften beſtimmt. Für alles iſt geſorgt, für die Hungrigen
und die Durſtigen, ja ſogar die Poſt hat eine Filiale
er=
richtet, mit Markenverkauf und Fernſprechappargt. Auf
allen Plätzen iſt Militärkonzert.
Ueber der tauſendköpfigen Menge liegt eine gewiſſe
Spannung. Aus den großen Fliegerhallen und den
da=
hinter errichteten proviſoriſchen Flugzelten werden einige
Maſchinen gebracht, große ungelenke Apparate ſcheinen es
zu ſein, die ſich nur widerwillig von den
Bedienungs=
mannſchaften vorwärtsbewegen laſſen. Man ſieht es ihnen
an, die Erde iſt nicht ihr heimiſches Element. Man ſieht
alle Formen, Ein= und Zweidecker, der verſchiedenſten
Syſteme. Jetzt, es iſt mittlerweile ½4 Uhr geworden.
hört man das erſte Propellerſurren, der Motor muß ſich
einlaufen, bevor der kühne Flieger ſich ſeinem Apparat
zum Wandeln in den Lüften anvertraut. Es kommt die
zweite, die dritte Flugmaſchine, und läßt ihr Geſurre
er=
tönen, es gibt ein fröhliches Konzert. Doch noch beginnt
der Flug nicht, wohl werden noch einmal ſämtliche Teile
eingehend auf ihre Intaktheit unterſucht, dann geht’s los.
Der erſte Apparat bewegt ſich, es iſt der Doppeldecker
(Luftverkehrsgeſellſchaft) mit Herrn Oberleutnant von
Begulieu. Doch die Freude muß noch etwas in die
Länge gezogen werden. Der Apparat wird jetzt auch den
Gäſten des zweiten und dritten Platzes vorgeführt. Es
geht zum Start, der gegen den Wind genommen wird.
Laut donnert der Motor, der Propeller peitſcht die Luft,
leicht über den Raſen hin rollt der Apparat dreißig, vierzig
Meter weit, da erhebt er ſich, und wie von unſichtbarer
Gewalt in die Höhe gehoben, ſchwebt er dahin, ein
viel=
ſtimmiges „Ah!” ertönt, denn noch wenigen war die
Ge=
legenheit geboten, den Start eines Flugapparates aus
ſolcher Nähe zu beobachten. Ein leicht im Aether
dahin=
ziehender Flugapparat iſt eine Erſcheinung von
wunder=
barer Wirkung, menn auch hier in Darmſtadt oft genug
geſchaut, das Erhabenſte jedoch und das Ueberwältigende
dieſer Erfindung kommt einem nur dann ſo recht zum
Be=
wußtſein, wenn man beobachtet, wie der Apparat, in ſeiner
Derbheit eher ein Bild des Beharrens, ſich langſam in die
Lüfte erhebt und ſtetig höher und höher ſteigt.
Kaum iſt der erſte Flieger aufgeſtiegen, folgt der
nächſte, Freiherr von Thüna iſt’s mit Doppeldecker
„Mercedes‟ Er führt ſehr gewagte Kurvenflüge aus,
wo=
bei aus weiblichem Munde das „Ach!” des Entſetzens
er=
tönte. Es ſieht auch ſehr gefährlich aus, wenn man nicht
durch die modern gewordenen Sturzflüge verwöhnt wurde.
— Inzwiſchen iſt das Leben auf dem Flugplatze immer
lebhafter geworden, das Großherzogspaar mit den
beiden Prinzen iſt im Automobil erſchienen, auch Prinz
Heinrich von Preußen iſt von Wiesbaden, wo er
am Vormittag einen Beſuch beim Kaiſer abſtattete,
ein=
getroffen.
Ein ſchwerer Unfall.
Da, es ziehen gegen 5 Uhr gerade zwei Flieger ihre
Kreiſe über dem Flugplatz, Hauptmann von Detfen
mit Beobachter auf der eleganten Albatros=Taube und
Leutnant Carganico mit Mercedes=Doppeldecker.
Letz=
terer rüſtet ſich anſcheinend zum Niedergehen. Der Apparat
beſchreibt eine Kurve, er ſenkt den Kopf nach unten, immer
tiefer, bis der Apparat vollſtändig auf dem Kopf ſteht.
Man begreift die Kühnheit des Fliegers nicht. Der Apparat
geht fortwährend von rechts nach links, jetzt hat er bald
den Boden erreicht, nun wird ſich doch gleich die Maſchine
wvieder aufrichten. Doch, ach, es iſt kein Spiel mehr
blutiger Ernſt iſt geworden, verſchwunden iſt die Maſchine.
Eine Sekunde lähmt das Entſetzen die Ueberlegung. Der
Flieger iſt geſtürzt. Man kann es noch immer
nicht begreifen. Doch ſchon eilen von allen Seiten
Sanitäts=
mannſchaften herbei, Automobile jagen dahin. Ein Bild
des Schreckens zeigt ſich, ein formloſer Klumpen die ſtolze
Maſchine, doch gottlob, der Flieger iſt nicht von ihr im
Sturz begraben. Er iſt wie durch ein Wunder gerettet,
wenn er auch ſchwere Verletzungen davongetragen hat.
Sofort wird dem Verletzten Linderung verſchafft und der
Krankenwagen verbringt ihn nach der Sanitätsſtation. Es
wird ein komplizierter Bruch des linken Oberſchenkels, eine
Kontuſion des rechten Knies und Schnittwunden im Geſicht
feſtgeſtellt. Nach Anlegung eines Notverbandes überführte
man ihn ins Garniſonslazarett.
Der Verunglückte befand ſich bei vollem Bewußtſein.
Seine erſte Bitte war, man ſolle ihm das Bein befreien.
Wie das Unglück gekommen, wiſſe er nicht zu ſagen.
Jedenfalls ſind beim Aufſchlagen der Maſchine, die wohl
aus 60 bis 80 Meter Höhe abſtürzte, die Riemen, mit denen
die Flieger ſich anſchnallen, zerriſſen und dieſem Umſtande
iſt es zu verdanken, daß er zur Seite flog und nicht vom
Apparat erſchlagen wurde. Lediglich das eine Bein wurde
ihm eingeklemmt. Ein Glück war es auch, daß der Fall
in tiefem Sande erfolgte, dadurch wurde wohl der Sturz
gemildert, auch wurde die Gewalt des Abſturzes durch
das Hin= und Herflackern des Apparates verringert. Neben
dem vorzüglichen Funktionieren des Sanitätsdienſtes muß
auch anerkannt werden, daß das Publikum bei dem Unfall
vollſtändig die Ruhe bewahrt hat.
Unſere Flieger laſſen ſich durch ſolche Unfälle, die
glück=
licher Weiſe im Vergleich zu früher nicht allzu häufig
vor=
lommen, nicht abſchrecken, und ſo dauerte es denn auch
nicht lange, bis der Flugbetrieb wieder einſetzte. Gegen
Abend wurde es faſt windſtill, was den Flügen ſehr zu
ſtatten kam. Die Flieger ſtiegen nun in immer kürzeren
Zwiſchenräumen auf und faſt durchweg waren drei bis
vier Flieger in den Lüften. Es ſind wohl im Laufe des
Nachmittags 17 oder 18 Apparate zum Teil auch mehrmals
aufgeſtiegen. Nach 7 Uhr fanden die Flüge ihr Ende.
Die Veranſtaltungen am heutigen Samstag dürften
viel=
leicht noch intereſſanteren Sport geben, da inzwiſchen noch
einige Apparate eingetroffen ſind. Die Flüge beginnen um
3 Uhr.
Der Abflug am Sonntag
zum Prinz Heinrich=Flug beginnt vorausſichtlich ſchon um
½5 Uhr, alſo eine halbe Stunde früher als urſprünglich
vorgeſehen war.
Um den Prinz Heinrich=Flug auch der ärztlichen
Wiſſen=
ſchaft zugängig zu machen, wird Herr Oberarzt Jung=
Marchand, vom Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23,
ſämtliche Flieger vor Beginn und während der
verſchie=
denen Etappen des Fluges, auf Herztätigkeit, Nervoſität
uſw. unterſuchen.
Begrüßungsabend.
Der Verein für Luftfahrt gab zur Begrüßung der
Teilnehmer am Prinz=Heinrich=Flug geſtern im
Städti=
ſchen Saalbau einen Herrenabend, der ſehr zahlreich
be=
ſucht war. Der Großherzog und Prinz
Hein=
rich von Preußen, ſowie die Herren Staatsminiſter
Dr. v. Ewald, Finanzminiſter Dr. Braun, Minſſter
des Innern v. Hombergk zu Vach, ferner die Herren
von der Oberleitung, vom Organiſationsausſchuß und
die Flieger und Beobachter waren erſchienen. Offizielle
Reden wurden nicht gehalten, doch lwurde der Abend
durch vielerlei Darbietungen ernſter und heiterer Art
ver=
ſchönt, die von Künſtlerinnen und Künſtlern des Großh
Hoftheaters beſtritten wurden. U. a. boten muſikaliſche,
geſangliche und deklamatoriſche Vorträge die Herren
Hof=
muſiker Andreae, Hoſſchauſpieler Jürgas,
Kapell=
meiſter Kleiber und Ottenheim, ſowie Rober
Schneider, ferner die Damen Vicki Baum (
Harfe=
niſtin). Becker=Herder und Eveline Moore. Herr
Hoflieferank Ober entbot den Fliegern einen poetiſchen
Willkommensgruß und pries ihnen zum Schluß die
Schön=
heiten Darmſtadts und dies Fliegens wie folgt:
So nützet nun eifrig die kurze Zeit,
Dieweil Ihr bei uns zu Galſte ſeid,
Beſchhet Euch unſere Heimat genau
Von unten und aus der Vogelſchau.
Und wenn Ihr dort in den Wolken ſchwebt,
Wo ſich die Mathildenhöh’ ierheblt,
Prägt gut Euch das Bild ein durch Aether und Dunſt:
Dort iſt der Urſprung der Darmſtädter Kunſt!
Von dorten aus leuchtet als ſunkelnder Stern
Weithin der Ruhm unſeres Landesherrn.
Was dort er geſchaffen mit kundiger Hand,
Trägt Darmſtadts Namen von Lande zu Land,
Und alle Welt heute zu ſchätzen weiß:
Darmſtädter Kunſt und Gewerbeflleiß.
Voll Danlbarkeit werden einſt Kindeskinder
Ihn preiſen als Darmſtadts Neubegründer.
Und wollet Ihr weiter die Kreiſe ziehen,
Rings unter Euch fruchtbare Lande blühen.
Der Odenwaldberge liebliche Höh’n
Könnt Ihr das Gemälde umrahmen ſeh’n.
Die herrlichſten Wälder, die lachende Flur
Iſt auch unſer Stolz, iſt Darmſtadts Natur;
Schöner ſind ſſelten wohl, wie mir ſcheint,
Kunſt und Natur ſo harmoniſch vereint.
Harmoniſch mög’ auch dies Feſt verklingen.
Und wenn Ihr dahinſchwebt auf Adlerſchwingen,
Mit Hörnerklang und mit wehendem Tuch,
Wünſchen wir alle Euch glücklichen Flug.
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Geſchäftliches.
Die Jugend unſerer Stadt hat es in dieſen Tagen
wieder einmal eilig. Sie folgt in ganzen Trupps dem in
der letzten Zeit hier verkehrenden Erdal=Froſch=
Kugelwagen der durch ſeine ganz außergewöhnliche
Form ſowohl wie durch ſeine lebhaften Farben alle Blicke
auf ſich zieht. Oben drauf ſitzt majeſtätiſch der Froſchkönig,
das Wahrzeichen der bekannten und überall beliebten
Erdal=Schuheréme! Jedenfalls eine originelle Idee in
einer Form, die man ſo leicht nicht vergißt! (E,12173
Tür den Pein=Heinich glug 1914 ſind weiter ein=
2 gegangen: Landsmannſchaft „Haſſo=Boruſſia” 12 ℳ.
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Ernſt=Ludwigspl. 1, 10 ℳ. Hofopernſängerin Fräulein
Olga Kallenſee 5 ℳ. Geh. Oberrechnungsrat Dr. Frank
10 ℳ. Wilh. Kunze vorm. Fr. Pfersdorff 10 ℳ.
Kirchen=
rat Köhler 1 ℳ. Med.=Rat Dr. E. A. Merck 50 ℳ. Frau
Geh. Rat Dr. Louis Merck 25 ℳ. Einige Beamten der
Bank für Handel und Induſtrie 13 ℳ. Präſident
Kull=
mann 10 ℳ. Frau Pahnke 5 ℳ. Emil Schenck 20 ℳ.
Frau Dr. Simon 5 ℳ. Baurat Keller 5 ℳ. Privatier
Ed. Färber, Beckſtraße 91, 10 ℳ. Zuſammen 191 ℳ. Mit
den bereits veröffentlichten 1486.50 ℳ Summa 1677.50 ℳ.
Weitere Gaben nehmen wir gerne entgegen.
„Darmſtädter Tagblatt‟
Die Geſchäftsſtelle.
Mote=Kreuz=Sammlungen. Weitere namhafte Spenden
R haben überwieſen: Herr A. Fricke, Inhaber des
Re=
ſidenztheaters; Herr Brand, Inhaber des
Olympia=
theaters; Fräulein Merck; Fräulein Henning; Frau Dr.
Simon; Herr Conrad Appel. Der Ortsausſchuß quittiert
hierfür mit verbindlichſtem Dank. Da die Sammlungen
in der nächſten Woche abgeſchloſſen werden ſollen, werden
diejenigen, welche noch Beiträge geben wollen, gebeten,
dies alsbald zu tun.
Nach schwerem Leiden ist mein lieber Gatte, unser guter Vater, Sohn,
Schwiegersohn, Bruder und Schwager
Raximian V. Flochhfes
Major z. D., Vorstand des Artillerie-Depots Darmstadt
sanft entschlafen.
Darmstadt, den 15. Mai 1914.
(12195
Familie v. Ploennies.
Familie Frhr. Schenck zu Schweinsberg.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 17. ds. Mts., um ¾/12 Uhr vom
Elisabethen-
stift aus, statt.
Dankſagung.
Für die ſo liebevolle Teilnahme und
Blumen=
ſpenden, die uns bei dem Hinſcheiden unſerer
unvergeßlichen Mutter und Schwiegermutter
Frau Kath. Kühn
geb. Vogel
erwieſen wurden, allerherzlichſten Dank.
Darmſtadt, den 15. Mai 1914. (*14051
Im Namen der Hinterbliebenen:
Familie Gg. Kühn, Grafenſtraße 4,
W. Nehmzow, New=York,
„ H. Horneff, Stockſtadt a. Rh.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Unſerm Bezirk brachten am Donnerstag Ausläufer
tiefen Druckes kühles, wolkig Wetter mit Regenſchauern.
Das nordweſttliche Hochdruckgebiet hat ſich weiter nach
Oſten ausgedehnt und lagert über England, Nord= und
Oſtſee und Norddeutſchland. Unter ſeinem Einfluß dürften
wir bei wechſelnder Bewölkung meiſt trockenes, bei Tage
wärmeres Wetter zu erwarten haben.
Ausſichten in Heſſen für Samstag: Meiſt heiter
und trocken, wärmer, Winde aus weſtlichen Richtungen.
Tageskalender.
Samstag, 16. Mai.
Abnahme der Flugzeuge und
Ausſcheidungs=
flüge zum Prinz Heinrich=Flug um 3 Uhr.
Danksagung.
Für die überaus zahlreiche und herzliche
Teil=
nahme bei dem Hinſcheiden meines lieben Mannes,
unſeres Vaters, Sohnes, Bruders, Schwagers und
(12106
Onkels, des
Herrn Josef Kämmerer
Postsekretär 1. P.
ſagen innigen Dank
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 14. Mai 1914.
Vortrag des Afrikareiſenden Schumann um 5 und 8½
Uhr im Saalbau.
Verſammlung der Nationalliberalen Partei um 8½
Uhr im „Kaiſerſaal”
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Perkeo um 8
Uhr. — Café „Metropole” um 8 Uhr. — Reſt. Roth auff
dem Truppen=Uebungsplatz um 3 und ½7 Uhr.
Druck und Brlage z. 6. Wilichſche Haſtuchtrucherit
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Max Streeſe; für den Anzeigenteil,
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen;
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.
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Komitee Darmſtadt im Blumen= und Pflanzenſchmuck.
Das Komitee „Darmſtadt im Blumen= und Pflanzenſchmuck”
hat gleichwie in früheren Jahren ſeine Tätigkeit wieder aufgenommen
und nimmt wiederum eine Prämiierung derjenigen Fenſter, Balkone
und Vorgärten vor, die ſich durch ſchönen gärtneriſchen Schmuck mit
Blumen und Pflanzen derartig auszeichnen, daß ſie weſentlich zur
Verſchönerung des Straßenbildes beitragen. Anmeldungen zu dieſer
Prämiierung ſind alsbald an den Vorſitzenden, Stadtverordneten
Th. Stemmer, Eliſabethenſtr. 14, oder an das Verkehrsbüro zu richten.
Das Komitee.
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Bekanntmachung.
Die nachſtehende Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem
Truppenübungs=
platz Darmſtadt bringen wir hierdurch zur allgemeinen Kenntnis.
(12084sis
Darmſtadt, den 7. Mai 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppen=Uebungsplatz Darmſtadt
für die Zeit vom 19. bis 25. Mai 1914.
Die
Dauer der
Datum
Tag
Truppenteil 1. Abſperrung 1 Abſperrung.) Bemerkungen
erſtreckt ſich
von bis
(Maſch.=Gew.=
Komp. 118 und
19. Mai 1 Dienstag
Reſerve=Inf: 1120 M. 6
20. Mai Mittwoch
Regt. XVIII. 6 V.120 M. Bis zum
Land:
Armeekorps
graben
Reſerve=Inf.=120 M.
22. Mai Freitag
Regt. XVIII.
23. Mai 1 Samstag
70 N.
25. Mai Montag
Armeekorps 120 M. 60 N.
Bekanntmachung.
Die Kreisſtraße von Eberſtadt nach Bickenbach, und zwar vom Ende des
Ortspflaſters in Eberſtadt bis zur Kreisgrenze Bensheim (km 7,00—11,2) iſt wegen
Ausführung von Kleinpflaſter von Donnerstag, den 30. d. Mts. ab auf ca.
8 Wochen für ſämtliches Fuhrwerk (Geſpanne, Kraftfahrzeuge uſw.) geſperrt.
Der Durchgangsverkehr hat während der Dauer der Kleinpflaſterherſtellung
den aufgeſtellten Tafeln entſprechend zu erfolgen.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Anordnungen ſind nach § 2 der
Polizei=
verordnung vom 12. Februar 1908 ſtrafbar.
Darmſtadt, den 20. April 1914.
(10523a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
An die Ortspolizeibehörden und die Feldpolizeibehörden
des Kreiſes Darmſtadt.
Es kommt leider immer noch ſehr häufig vor, daß Haushaltungs=Abfälle,
Scherben, altes Papier u. dergl., namentlich auch alte Blech= und Emailgefäße,
in Feld und Wald, auf Wege und Plätze oder auf fremde Grundſtücke in
unzuläſſiger Weiſe gebracht oder weggeworfen werden. Art. 112 und 379 des
Polizeiſtrafgeſetzbuchs geben die Möglichkeit, gegen ſolche Verunreinigungen von
öffentlichen Straßen, Pläten und Anlagen einzuſchreiten. Sofern auf
Privatgrund=
ſtücken an öffentlichen Wegen ſolcher Unrat unverdeckt lagert, kann mit
Polizei=
verfügung im einzelnen Falle auf Grund des Art. 66 der Kreis= und
Provinzial=
ordnung durch uns, oder auf Grund des Art. 129b der Städteordnung durch den
zuſtändigen Polizeibeamten vorgegangen werden. Nach Art. 38 des Feldſtrafgeſetzes
iſt ſtrafbar, wer unbefugt Steine, Scherben, Schutt oder Unrat auf fremde Felder wirft.
Ferner bildet es einen bedauerlichen Mißſtand, daß das Waſſer der Bäche
und Gräben durch Einleitung und Einwerfen fremder Stoffe immer mehr
Ver=
unreinigungen ausgeſetzt wird. Es iſt deshalb erforderlich, daß die Ortspolizeibehörden
auf den Zuſtand der Bäche und der in dieſelben mündenden Gräben ein beſonderes
Augenmerk richten und alljährlich Beſichtigungen derſelben vornehmen laſſen. Direkte
Zuleitungen verunreinigender Stoffe müſſen abgeſtell werden. Oit kommt es wör,
daß Schutt und Unrat an den Ufern der Bäche abgeſchüttet wird, damit er vom
Waſſer weggeſchwemmt werde, und daß Abfälle aus Haushaltungen (alte Blechgeräte,
Scherben uſw.) in Gräben und Bäche geworfen werden. Bei dem allgemeinen
Intereſſe, welches an der Erhaltung eines möglichſt reinen Bachwaſſers beſteht, erſcheint
es unbegreiflich, daß die Einwohnerſchaft mancher Orte an der Bekämpfung dieſer
bedauerlichen Mitzſtande ſeibſt ſo wenig Anteil nimmt. Nach Art. 120 des
Polizei=
ſtrafgeſetzes iſt das unbefugte Einlegen oder Einwerfen von Steinen, Sand, Erde,
Bäumen, Schutt, Unrat und anderen feſten Körpern, in die Bäche oder Gräben oder
Triebwerkskanäle bei erheblicher Geldſtrafe unterſagt.
Die erwähnten Mißſtände werden nicht ſelten auch dadurch begünſtigt, daß von
der Gemeinde nicht in ausreichender Weiſe für Plätze geſorgt iſt, wo Schutt,
Haus=
haltungsabfälle uſw. abgeladen werden können, oder daß dieſe Plätze bei der
Ein=
wohnerſchaft nicht genügend bekannt ſind.
Wir beauſtragen Sie daher:
1. das Polizei= und Feldſchutzperſonal zu genauer Aufmerkſamkeit auf die
be=
regten Mißſtände und deren Verhütung anzuweiſen;
2. für Abladeplätze für Schutt, Haushaltungsabfälle u. dergl., ſoweit
erforder=
lich, zu ſorgen und bekannt zu machen, wo dieſe Abladeplätze liegen;
3. aus den Bächen und Gräben, ſowie von öffentlichen Wegen und Plätzen
den Unrat, wie Scherben, Blechgefäße uſw. entfernen zu laſſen und, ſofern
auf Privatgrundſticken in der Nähe von öffentlichen Wegen ſolcher Unrat
in mißſtändiger Weiſe lagert, den Eigentümer zur Beſeitigung desſelben
aufzufordern, wenn dieſer Aufforderung aber nicht entſprochen wird, das
Weitere, wie oben bemerkt, zu veranlaſſen;
4. durch öffentliche Bekanntmachung vor den oben bemerkten Verunreinigungen
zu warnen.
Darmſtadt, den 6. Mai 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
An die Großh. Gendarmerieſtationen des Kreiſes Darmſtadt.
Wir verweiſen auf vorſtehende Verfügung an die Ortspolizeibehörden und die
Feldpolizeibehörden des Kreiſes und beauſtragen Sie, in den Landgemeinden bei
Verhütung der oben bemerkten Mißſtände mitzuwirken, ſowie ſtrafbare Verunreinigungen
zur Anzeige zu bringen. Insbeſondere wollen Sie, wenn Sie eine Verunreinigung
von Waſſerläufen durch Einleiten fremder Stoffe wahrnehmen, nötigenfalls ſofort
deren Urſache zu ermitteln ſuchen und darüber an uns berichten.
Darmſtadt, den 6. Mai 1914.
(11961ds
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Wegen der Gleislegungsarbeiten für den Ausbau der elektriſchen Straßenbahn
in Eberſtadt iſt das Stück der Heidelbergerſtraße von der Obergaſſe bis Pfunge
ſtädterſtraße für jeden Fuhrwerksverkehr vom 14. bis 17. ds. Mts. polizeilich
geſperrt. Vom 18. ds. Mts. erfolgt die Sperrung der Heidelbergerſtraße von der
Pfungſtädterſtraße bis zur Kirche für den durchgehenden Fuhrwerksverkehr auf die
Dauer von etwa 5 Wochen.
Es wird beſonders darauf aufmerklam gemacht, daß vom 14. bis 17. ds. Mts.
ein Wagenverkehr von und nach dem Bahnhof Eberſtadt infolge der Sperrung nicht
erfolgen kann.
* Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Anordnungen ſind nach § 2 der
Polizei=
verordnung vom 12. Februar 1908 ſtrafbar.
(11983a
Darmſtadt, den 12. Mai 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Reinhart.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 17. Mai,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apotheken geöffnet: Hof=Apotheke, Ballonplatz, und Adler=Apotheke,
Wilhelminenplatz. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab
geſchloſſen.
Oktroi für Brennholz.
Die Schießhausſtraße, der Heinrichswingertsweg, die
Lands=
kron=, Moosberg= und Ludwigshöhſtraße ſind für oktroipflichtige
Gegenſtände geſperrt.
Zur Erleichterung der Holzabfuhr wird hiermit den Bewohnern
des ſüdlichen Stadtteils geſtattet, dieſe Straßen zu benutzen, wenn
ſie den Oktroi beim Hinausfahren in den Wald an der Erhebſtelle
in der Klappacher Straße auf Grund des Abfuhrſcheins entrichten,
ſo daß beim Einfahren in die Stadt die Fuhrleute im Beſitz der
Quittung ſind, die den ſtädtiſchen Aufſichtsbeamten auf Verlangen
vorzuzeigen iſt.
Der Oktroi für das durch die Eſchollbrücker und Beſſunger
Straße in die Stadt einzuführende Holz iſt vorher an die
Oktroi=
erhebſtelle Heidelberger Straße 17 bezw. 112 zu entrichten.
Für das Holz, das nicht in die Stadt eingebracht, ſondern auf
die in der Gemarkung Darmſtadt liegenden Grundſtücke geſetzt wird,
iſt ebenfalls der Oktrot beim Hinausfahren in den Wald zuentrichten.
Gegen Zuwiderhandelnde wird auf Grund des Oktroi=
Regle=
ments Anzeige erhoben.
Darmſtadt, den 2. Mai 1914.
(11589sss
Der Oberbürgermeiſter:
I. V.: Schmitt.
De Metunge von Meſtngegenſtundet fün
das ſtädtiſche Gas= und Waſſerwerk
für das Geſchäftsjahr 1914 ſoll vergeben werden. Angebote ſind
bis zum 15. Mai lfd. Js., vormittags 10 Uhr, bei
unterzeich=
neter Verwaltung, Frankfurterſtraße 29, I Zimmer Nr. 6, verſchloſſen
und mit entſprechender Aufſchrift verſehen, einzureichen. Daſelbſt
cönnen auch die Lieferungs=Bedingungen eingeſehen und die Ange=
Dotsſcheine in Empfang genommen werden. Nach auswärts werden
die Bedingungen und Angebotsſcheine nur gegen vorherige
Einſen=
dung von 50 Pfg. abgegeben.
(11714gms
Darmſtadt, den 7. Mai 1914.
Städtiſche Gas= und Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.
Beugrasverſteigerung.
Dienstag, den 19. lfd. Mts., nachmittags 3 Uhr
beginnend, wird die Futternutzung von der früher Böttinger’ſchen
Wieſe am Darmbach, ſodann das Heugras von der ſtädtiſchen
Pallas=
wieſe an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend verſteigert.
Zuſammenkunft an den genannten Stellen.
Darmſtadt, den 15. Mai 1914.
(12177sg
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Jaeger.
Faſelochs-Verkauf.
Ein der Gemeinde Eſchollbrücken gehöriger, gutgenährter
Faſel=
ochſe ſoll im Submiſſionswege veräußert werden. Angebote per
Zentner Lebendgewicht ſind bis Montag, den 18. Mai,
nachmit=
tags 1 Uhr, bei unterzeichneter Stelle einzureichen, woſelbſt auch die
näheren Bedingungen zur gefl. Einſicht offen liegen. (1964ds
Eſcholbrücken, den 7. Mai 1914.
Großh. Bürgermeiſterei Eſchollbrücken.
Götz.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 20. Mai 1914,
vormittags 9 Uhr,
ſollen die zum Nachlaß der
Katha=
rina Fiſcher von Ober=Ramſtadt
gehörigen Immobilien, Gemarkung
Darmſtadt:
Flur I Nr. 201 — 88 qm
Hof=
reite Geiſtberg Nr. 2,
von Flur I Nr. 202 = 1170 qm
Hofreitegrund daſelbſt, die
Hälfte,
auf Antrag des Nachlaßpflegers
öffentlich meiſtbietend verſteigert
werden. Bei annehmbarem
Ge=
bot kann Zuſchlag ſofort erfolgen.
Darmſtadt, 29. April 1914,
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (VIII, 1096
En unſer Handels=Regiſter,
Ab=
teilung B, wurde heute
ein=
getragen hinſichtlich der Firma:
Heſſiſche Landes=
Hypo=
thekenbank,
Aktiengeſell=
ſchaft, Darmſtadt
Die Prokura des Direktions=
Aſſiſtenten Otto Seipp in
Darm=
ſtadt iſt erloſchen. (12128
Darmſtadt, 13. Mai 1914.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
In unſer Handels=Regiſter,
Ab=
teilung B, wurde heute
ein=
getragen hinſichtlich der Firma:
Heedt & Ganß,
Geſell=
ſchaft mit beſchränkter
Haftung, Darmſtadt.
Die Prokura des Kaufmanns
Emil Metz in Darmſtadt iſt er=
(12127
loſchen.
Darmſtadt, 12. Mai 1914.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Fohlen=Verkauf.
Am Mittwoch, den 20. Mai
ds. Js., um 11 Uhr vormittags,
wird im Hofe der Artilleriekaſerne
(312134
am Beſſungerweg
ein Fohlen
10 Wochen alt, öffentlich
meiſt=
bietend gegen Barzahlung
ver=
ſteigert.
Darmſtadt, im Mai 1914.
1. Abt. 2. Großh. Heſſ. Feld=
Art.=Regts. Nr. 61.
Gelesenhenskauf!
Prachtvoller
Brillaut=Schlangenring
mit 6 Brillanten beſetzt
270 Mk. (*13906fs
bei A. Kurtz, Pädagogſtraße 2.
Fenig gebr., ſehr guter eiſener
Füllofen billig zu verkaufen.
Beckſtraße 67.
*13956)
Bekanntmachung.
Die zur Zeit der Eintragung des Verſteigerungsvermerks im
Grundbuch für Darmſtadt, Band V, Blatt 417, auf den Namen
a) Sutter, Konrad, Profeſſor, zu ½
b) Sutter Walburga, geb. Philips, zu ½
eingetragenen Grundſtücke:
Flur II Nr. 121 260 qm Grasgarten Olbrichweg,
„ II „ 1219/10 369 „ Hofreite Olbrichweg Nr. 19,
ſollen
Dienstag, den 9. Juni I. Js., nachmittags 3 Uhr,
durch das Großh. Amtsgericht Darmſtadt I im Saal Nr. 219 im
Wege der Zwangsvollſtreckung verſteigert werden.
(VII19955
Darmſtadt, den 9. April 1914.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
Die Fleiſchverdingung
für den Standort und den Truppenübungsplatz Darmſtadt für die
Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 1914 findet am 3. Juni 1914,
9 Uhr vormittags, im Geſchäftszimmer des Proviantamts —
Eſcholl=
brückerſtraße 25 — ſtatt.
Die Lieferungsbedingungen liegen in der Garniſon=
Fleiſch=
ausgabeſtelle — Blumenthalſtraße 111— aus, können auch gegen
Bezahlung der Selbſtkoſten von 50 Pfg. bezogen werden. Verſiegelte
Angebote mit der Aufſchrift: „Angebote auf Fleiſchlieferung” ſind
im Geſchäftszimmer des Proviantamts vor Beginn des Termins
(8,12092
abzugeben.
Proviantamt Darmſtadt.
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Inhaber Ernst Scherrer, Bildhauer
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Manktürter Karsberieht Vom 13. Aar 1914.
Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)
2
121.
Frankf. Hypothek.-Bank 10 1214,00Gelsenkirchen Bergw. . . I1 182,50
Schweden v. 1890. . . . . .3½
4½ 94,30
Moskau-Kasan .
Pfandbriefe.
do. do. Kred.-Ver. 8½ 1156,00 Harpen Bergbau. . . . . . 11 (176,80
Serben steuerfrei . . . . . 4½
37,30 do. . . . . . . . . . . . .7 4
Staatspapiere.
4½ 100,00 Mitteldeutsche Kred.-Bk. 6½ (116,50 Kaliwerke Aschersleben- 10 1139,00
do. amort. v. 1895 .
78.90) Wladikawkas. . .
4 1 85,20Borliner Hyp.-Bk.-Pf. .
4 (100,20
110,75 1Kaliwerke Westeregeln . 13 (205,30
* 93,60 Nation.-Bank f. Deutschl.
Dt. Reichsschatzanw.
4
98,30 Türk. Egypt. Tribut . . .
Rjüsan-Koslow . .
do, unkäb. 1918. . . . .
93,75 Pfälzische Bank . . . . . . 7 123,00Königin Marienhütte . . 6 81,00
Dt. Reichsanleihe p. 1918
do. kons. steuerfreie .
3 63,40) do.
Portugies. Eisenb. v. 188
98,70
1919. . . . .
. . .8,43 136,50Laurahütte . . . . . . . . . 8 141,50
94,75Reichsbank . .
do. . . . . p. 1925
4½ 86,50
do. Admin. v. 1903 . . .
76,70) do. ..
1 86,95
do. „ 1921. . . . .
95,75 Rheinische Kredit-Bank. 7 1127,00 lOberschles. Eisenbed. . . 6 83,50
do. . . .
do. unif. v. 1903. .
Livorneser . .
24/10 69,20 do. „ 1922. . . . .
77,55
3 109,40 (Oberschl. Eisen-Industrie 3 68,50
84,30 A. Schaaffhaus. Bk.-Ver.
do. . . . ..
do. v. 1905. ..
472,501Salonique Monastir.
60,50 do. . . . . . . . . . . .
4 1100,30
95.00 Wiener Bank-Verein . . . 8 1130,00 1Phönix Bergbau . . . . . . 18 (232,00
Preußische Schatzanw.
9120Ungarische Staats-Rente
Bagdadbahn . . . . . . . . 4 77,30 do. Komm.-Obl., unk. 1918
Rheinische Braunkohlen! 10 (232,40
Staffelanloihe.
95,00
3½ 86.751 1913 unkdb. bis 1923 . .4½ 89,80Anatolische Eisenbahn .4½
Frankt. Hyp.-Bk. pr. 1910
Riebeck Montan . . . . . . 12 191.70
Consols
Missouri-Pacifie I.
4½ 90,20
3 77,50 Ungar. Staatsk.-Scheine
1915 .. . . 4 96,00 Aktien von
Trans-
do.
South West.-Afr. Shares
5 1116½
do. . . .
96,50
do. do, v. 1905 . . 4 54,90
v. 1913 . . . . . . . . . . . . 4½ 98,70
4 —
do.
1920 . . .
Badische Staats-Anle
de. Ser. 12—19. . . . . . 3½ 86,40 vort-
Anstalten-
do. Gold-Rente. .
81.50Northern-Pacific. . . . . . 4 94,60
3½ 88,00
do, V. 92/94
Hamb.-Amerika-Packetf.! 10 128,10
do. Staats-Rente 1910. 4 80,25 1Jouthern-Pacific . . . . . .
4 91,80 Kommunal-Oblig. Ser. 1,
3 83,00
Verzinsliche
—
do.- . . . . .
unkdb. 1910 . . . . . . . 3½ 86,50Norddeutscher Lloyd. . . 8 1111,00
Kr. 4 80,701St. Louis & San Franeisco 5
do. „
Anlchenslose.
Baverische Ablös.-Rente. 4 97,10
zt.
116,00
Frankfurt. Schleppschiff.
Tehuantepec . . . . . . . . 5
Frankt. Hyp.-Krod.-Ver.
E.-B.-Anl. kdb. ab 1906 4 98,201Argent. innere Gold-Anl.
94,00Südd. Eisenb.-Gesellsch. . 6½ 131,00 Badische . . . . . TIr. 100 4
v. 1887 5
Ungar. Lokalbahn . . . . 5 98,50
Ser. 15—42
do. unkdb. p. 1918 . . . 4 98,20
48—49) 4 94,90 Anatol. Eisenb. 60%-Akt. 5½ 108,00 Göin-Mindener . TIr. 100 3½143,30
do, äußere v. 1890 . . . 5 99,70
do. . . . . . .
do. unkdb. p. 1920 . . . 4 98,20
4 06,00 Baltimore
6 1 91½ Holländ. Komm. . H. 100 3'115,55
Provinz-Anleihen.
do. innere v. 1888 . . .4½
do. unk. 1922 „ 52
E.-B.- u. Allgem. Anl.
10 1193% Madrider . . . . . Frs. 100 3
do. „ 1913. . . . . . . 3¼ 88,60ACanada . . .
do. äußere v. 1888 . . . 4½
unkdb. p. 1980 . . . . 4 89,40
Rheinprov. Obl. Em. 20/21 4 96,70
3½ 86,50 Schantung . .
7½ 138,75 1Meininger Prüm.-Pfdbr. . 4 141,60
do. v. 1897
3½ 87,00
do. Ser. 45 . . . .
do, Anleihe . . . . . . . 13½ 85,05
Prinz Henry.
8 156.00 Osterreicher 1860er Loso . 4 181,00
3 76,00Chile Gold-Anl. v. 1911. . 5 93.60) do. Em. 10 . . .
3 83,50 Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
..
do. „ 9. .
do.
Ser. 12, 13, 161 4 96,90 Lombarden
20% TOldenburger. . . . TIr. 40 3 1127,50
3½ 20
4½
Hamburger Staats-Anl. . 4 98,001 do. v. 1889 .
Posen Prov..
96,90 1 Pennsylvania.
6 1111,00 1Raab-Grazer . . . . H. 1502½
do. v. 1906 .
14, 15, 17
4 96,00 do. . . . .
4½ 8800Westialen Pror. V.:::
do. v. 1887/94 . . . . . . 3½
do. unkdb. 1920 . . . . 4 97,40
do. . . . . . . . . . . . . . 3 79,20 1Chines. St.-Anl. v. 16
— Hess. Prov. Oberhessen . 4 95,80
do. v. 1896 . .
1923 . . . . 4 97.50
Industrie-Aktien.
do.
5 99,30
do. Starkenburg. . . .3½ 85,25
Hossische Staats-Anleihe 4 97,25
Mk.
do. Reorg. Anl.:
do. Ser. 1, 2, 6—8 . . . . 3½ 84,30
5 87,50
Unverzinsliche
do. unkdb. p. 1921 . . . 4 I 97,50
84.30Badische Anilin-Fabrik . 28 1654,00
ſp. St.
do. v. 1898 .
Anlehenslose.
do. „ 3—5 . . . .. .
4½ 89,70
Städte-
do. . . . . . . . . . . . . .3½) 84,70
3½ 84,50 Ichem. Fabrik Griesheim 14 251,00
do. kündb. 1915 . . .
4½ 89,35 obligationen.
do. . . . . . . . . . . . . 3½ 75,45Japaner . . . . . .
96.90 Farbwerke Höchst . . . . 30 (598,25Augsburger
.A.7
do. Komm. unk. 1913
5 64,20
Sächsische Staats-Rente 3 77,60Innere Mexikanor.
96,90Ver. chem. Fabr. Mannh.. 20
.. TIr. 20 (202,70
Braunschweiger
v. 1899 5 83,50 Darmstadt.
Außere do.
do.
.. . . . . . 4
„ 1914
Württembg. Staats-Anl.
Fo. 45
97,10Zement Heidelberg . . . . 10 1148,40 Mailänder . .
4 66,90 do. . . . . . . . . . . . . .3½ 87,20
„ 1916
(unkdb. p. 1921). . . . 4 98,50 Mexikan. Gold v. 1904
do.
Fs. 10 40,00
97,40 Chemische Werke Albort 30 446,00 do,
Frankfurt . . . . . . . . . . 4‟ 96,501 do.
„ 1920
3
de. v. 79/80 . . . . . . . 3½ 88,00 do. cons. . . .
.. A.7 1 37,75
97.50 Holzverkohl. Konstanz 15 1308,00 Meininger . .
do. . . . . . . . . . . . . . 3½ 88,80
do. Irrigat.-Anleihe .4½ 67,20
do.
„ 192.
3% 77,70
(o. . . . . . . . . . . .
H. 100 591,00
do. verlosb. u. kündb. . 3½ 84,30Lahmeyer . . . . . . . . . . 6 1125,00 Osterreicher v. 186
.. . . . . . 4 94,50
3½ 63.50Gießen .
Bulgarische Gid.-Anl. . . 5 95,70 Buenos-Aires Prov.
H. 100 1532,00
do. r. 1858
unkdb. 1915 3½ 84,30 1Schuckert, Nürnberg. . . 8 145,75
do. . . . . . . . . . . . . .3½ 37,00). do.
5 67,00
Griech. Anl. v. 1890 . . . . 1,61 55,80 Tamaulipas . .
A. 100
94,60Siemens & Halske. . . . . 12 210,75 AUngar. Staats
Heidelberg . . . . . . . . . . 4 94,00Meininger Hyp.-Bk. Pfdb.
5
do. v. 1887 Monopol 11¾/ 51,001Sao Paulo E.-B.
Fs. 30 74,00
4 95,80 1 Bergmann Elektr. . . . . . 5 1122,00Venediger
do. v. 1913
do. . . . . . . . . . . . . .3½.
do. unkdb. 1922. . . .
5 97,00
Italienische Rente. . .
3½ —
Fs. 400 166,40
3½ 86,00 Allg. Elektr.-Gesellsch. . 14 (242,40Türkische
. . . . . . 4 94,90
4½ 95,00Karlsruhe
do. .
Osterr. Staats-R. v. 1913 . 4½ 91,50 Siam v. 1907.
25 1330,25
Hagen Akkum. . .
do. . . . . . . . . . . . . .3½ 86,60Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
do. Silber-Rente . . . . 4½/ 85,00
Prioritäts-
94,00Deutsch. Übersee-Elektr. 11 (176,50
.. 4*20
Magdeburg
unkdb. 1917
Gold, Silber und
do. Papier-Rente .
4½ 86,00) Obligationen.
do. . . . . . „ 19191 4 1 93,75 1Gummi Peter . . . . . . . . 0
Mainz
. . . . 4 94,95
Banknoten.
do. Gold-Rente . . . . . 4 85,50
„ 1921 4 94/001Adler-Fahrradwerke . . . 25 1330,50
do.
.. . .3½ 86,701 do. . . . ..
do. einheitl. Rente . . I 4 81.751 Südd. Eisenb.-Gesellsch.
20,44
96,20Maschinenfabr. Badenia. 6 (129,00Engl. Sovereigns. . . . . .
v. 1895/97z½ 84,30Mannheim
4½ 95,30) do. . . . .
„ 1924
Portug. Tab-Anl. 1891 . . 4½ 97,70
16,28
3½ 84,60 1 Wittener Stahlröhren . . 0
20-Franke-Stücko . . . . . .
do. .
v. 19043½
.3½ 86,40) do. . . . . . .
do. inn. amort. 1905 . . 4½ 74,10
4,185
95,20Motoren, Oberursol . . . 8½ 155,00Amerikanische Noton .
München .
do. unif. Serie I . . . . 3 61.50 Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
4 96,001 do. Komm. unk. 1923
20,5t
„ 1924 . 4 96,00 1Gasmotoron, Deutz . . . . 9 119,00Englische Noten . .
Oblig., gar. v. d. Stadt
Nauheim
3½
do.
do. „ 7 „ III. . 3 65,00
81,35
4 96,80 Siemens Glas-Industrie . 15 220,00 Französische Noten.
Darmstadt . . . . . . . . 4 I 93,85 Nürnberg
4 95,00 Südd. Bod.-Kred.-Pfdbr.
do. Spezial Titel. . . .
169, 10
23 1285,00 Holländische Noten .
10,00 Nordd. Lloyd-Obligat. . . 4½
do. . . . . . . . . . . . . . 3½ 88,10 Enzinger Filter . . .
do. . . .
3½ 85,80
Zumänen v. 1903 . . . . .
30
5 99,90
81,10
Steaua Romana
10 143,50 italienische Roten .. . .
Donau-Dampfschiff. v. 82
91,80 Offenbach
49550
do. Gold v. 1913. „
Zeilstoff Waldhof . . . . . 15 1178,00 lösterr.-Ungarische Noton. . 85,10
4½ 91,40Elisabethbahn . . . . . . . 4 90,60 do. v. 1914
4
do. Schatzsch. v. 1913. 4½100,00 Franz-Josef-Bahn. . . .
Bad. Zucker-Waghäusel .112,83/220,25 1Russische Noten . . . . . . .
do. . . .
do. conv. . . .
3½
Fank-Aktien.
4 85,00
Neue Boden-Aktien-Gos.
82.50 (Schweizer Noton. . . . . . . . 81,30
Wiesbaden. .
4—
4 93.80 Kaschau-Oderberger v. 89
do. v. 1890 .
Süddoutsche Immobilien 0
62,50
4 87001 Prag-Duxer . . . .
do. v. 1891 .
3½ — Bank für elektr. Unter-
3 71,40 do. ..
do. v. 1905 .
4 85,00 Osterreich. Staatsbahn
5 1101,90 Warms
4 95,10 nehmungen Zürich . . 10 (193,00
Reichsbank-Diskont . .
do. . . .
do. v. 1908 .
Bergwerks-Aktien.
3½ 86,50 Berg.-Märkische Bank. . 71
4 88,65. do. . .
4 85,00
do. Lombard Zsf.. . 5
4
3 73.00 Lissabon v. 1888
do, v. 1910
Berliner Handelsges.. . . 8½ 151,50
4184,50 do. . . . . . .
do. Südbahn (Lor
12 (157,00
4½ 93.55 Darmstädter Bank . . . . 6½ 116,601 Aumetz-Friede
97,90 Moskau v. 1912
Russische St--Anl.
4½ 98,00
do. do.
70,70 Stockholm v. 1880
4% 52.00 Deutsche Bank. . . . . . .12½240,201 Bochum. Bergb. u. Gußst. 14 1220,75
Tendenz:
do. kons, v. 1880
4 —
6 118,40 Leonhard, Braunkohlen . 9 1159,00
do. d0.
Edo. Gold v. 1890
50,80Wien Komm. . .
5 1Deutsche Vereinsbank.
Fest.
4 —
76,50Wiener Kassenscheine . 4½ 98,60 1Dt. Effekt.- u. Wechs.-Bk. 6 112,40 Konkordia Bergbau . . . 23 358.50
Raab-Oedenburg .. . . .
do. v. 1902
Zürich v. 1889 . .
4 89,55 Kronprinz Rudolfbahn .
Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 187,50 1Deutsch-Luxemb. Bergb. 10 126.40
Schweden v. 1880
3½
3½
10 1227,90
do. v. 1886
Buenos Stadt v. 1892 . . . 6 101,60 Dresdner Bank, . . . . . .8½ 149,30 Eschweiler . . ..
Russ. Südwest .
4
3½
bandel und Verkehr.
— Frankfurt a. M., 15. Mai. (Börſe.) Bei
Er=
öffnung zeigte die heutige Börſe ein noch freundlicheres
Bild wie in den letzten Tagen. Feſtere Neu=Yorker Kurſe,
ſowie die Hoffnung, auf beſſere Ausſichten des heimiſchen
Eiſenmarktes bewirkten, daß die Kurſe der Montanwerte
zirka 1—1½ Prozent über dem geſtrigen Schlußkurſe
ein=
ſetzten. Die geſtern ſtark geworfenen Ruſſiſchen Naphtha=
Aktien konnten ſich heute kräftig erholen, da die
Speku=
lation betreffend der geſtern beſprochenenKapitalserhöhung
zur Tagesordnung überging, als ſie hörte, daß dieſe erſt
für nächſtes Jahr geplant ſei. Im weiteren Verlaufe der
Börſe konnte ſich die feſte Stimmung behaupten, zumal
auch Deckungskäufe, beſonders in den ſtärker gewichenen
Werten, dem Markt eine weitere Stütze und Anregung
boten. Am Kaſſamarkt überwogen ebenfalls die
Kurs=
beſſerungen, ohne daß dieſelben jedoch größeren Umfang
annahmen. U. a. konnten Daimler Motoren=Aktien 3
Pro=
zent, Chemiſche Griesheim 1½ Prozent im Kurſe anziehen,
wogegen Ediſon 2¾ Prozent und Scheideanſtalt 3 Prozent
nachgeben mußten. Der heimiſche Fondsmarkt zeigte unter
Führung von 3 Prozent Reichsanleihe ebenfalls gute
Er=
holung. Tendenz feſt.
H. Frankfurt a. M., 15. Mai. (
Börſenwochen=
bericht.) Die Ausſichten über die Verbandsarbeiten im
Stabeiſen= und Drahtgewerbe ſind günſtiger geworden.
Wenn auch bisher keine greifbaren Ergebniſſe in der Frage
der Syndizierung der Stabeiſenproduktion erzielt werden
konnten, und die Verhandlungen auf den 26. dieſes Monats
vertagt wurden, ſo hofft man nach wie vor, daß die
Be=
mühungen diesmal erfolgreicher ſind. Im
Walzdrahtver=
band ſind bei den ſtattgehabten Beratungen ganz
weſent=
liche Fortſchritte zugunſten der Erneuerung des
Walzdraht=
verbandes auf erweiterter Grundlage erzielt worden. In
der ſchwierigen Quotenfrage wurde eine völlige Einigung
herbeigeführt. Ein Quotenzuwachs wird nur den beiden
Werken Deutſch=Luxemburgiſche Bergwecks= und Hütten=
A.=G., Abteilung St. Ingbert, und dem Eiſen= und
Stahl=
werk Hoeſch in Dortmund, die große
Drahtverfeinerungs=
anlagen geſchaffen, zugebilligt. Sonſt erhebt kein altes
Verbandswerk Anſpruch auf Erhöhung der Quote. Die
neugegründete Intereſſengemeinſchaft von 6 Werken des
Verbandes (Röchling. Rombacher Hütte, de Wendel u. Co.,
Burbach-Aich-Düdelingen, Eiſenwerke Kraft und
Guß=
ſtahlwerke Witten) mit 35 Werken der Drahtverfeinerung
wird auf den neuzubildenden Drahtverband übertragen
bezw. ſchon jetzt von dem Walzdrahtverband übernommen.
Das Proviſorium des Verbandes iſt nach einer neuerlichen
Beſtimmung bis zum 31. Oktober 1914 ausgedehnt worden,
jedoch mit der Bedingung daß die Werke vom 1. Oktober
dieſes Jahres ab freihändig verkaufen können, wenn bis
dahin der Verband nicht definitiv verlängert wurde. Die
Mehrzahl der Werke einigte ſich indeſſen dahin, bis auf
weiteres in Verfeinerungsprodukten zur Lieferung bis über
den 31. Dezember dieſes Jahres hinaus nicht zu verkaufen.
Weiter erfreulich iſt die Nachricht, daß die preußiſche
Staatsbahnverwaltung mit den Verbandslokomotiv=
Fabriken wegen Lieferung von 600 Lokomotiven im Werte
von 50 Millionen Mack in Unterhandlung tritt. Schließlich
hat auch der Bericht des „Iron Age” vom amerikaniſchen
Eiſen= und Stahlmarkt einen zuverſichtlicheren Ton. Auch
über die in den letzten Tagen aus London gemeldeten
Schwierigkeiten beginnt man ſich zu beruhigen, da die
Li=
quidation reſp. das Arrangement der Millionen=
Engage=
ments, die Artur Grenfell, der vor einigen Jahren
Teil=
haber der Firma Chaplin=Grenſell and Company geweſen,
laufen hatte, geordnet ſein ſoll. Die Stimmung konnte ſich
daher im allgemeinen befeſtigen und namentlich bei
beleb=
terem Geſchäft auf dem Montanmarkt zum Ausdruck
kom=
men Doch brachte der Donnerstag wieder eine kleinere
Abſchwächung, beeinflußt durch den Rückgang der Naphtha=
Aktien um etwa 17 Prozent auf die Nachrich”, daß die
Ver=
waltung eine Erhöhung des Aktienkapitals um 15
Millio=
nen Rubel plane. Ob dieſe Transaktion zur Ablöſung der
Gründer — oder Tantiémerechte dienen ſoll, muß erſt noch
beſtätigt werden. Dieſe Nachricht wachte um ſo mehr
ver=
ſtimmenden Eindruck, als auch in den letzten Tagen die
verſchiedenen ruſſiſchen Bankaktien ſtärkere Einbußen
er=
litten haben. Die Geldbedürfniſſe bleiben zwar in engen
Grenzen, aber der Zinsſatz iſt etwas geſtiegen, ebenſo der
Privatdiskont auf 2¾ Prozent. Man glaubt jedoch, daß
ſich der Satz in der nächſten Zeit wieder erleichtern wird.
Zunächſt fließen dem Markt 50 Millionen Mark zu. die aus
den fälligen Preußiſchen Schatzanweiſungen ſtammen,
ferner erhält der Markt aus Pacis ebenfalls über 50
Mil=
lionen Mark zurück, welche die deutſchen Banken der Türkei
ſeinerzeit als Vorſchuß gewährt haben und die nunmehr
aus der neuen türkiſchen Anleihe von Frankreich aus
hier=
her überwieſen werden müſſen. Auch die Verpflichtungen
dies Reiches ſind nicht in dem Maße eingetrelen, als
man glaubte, und ſie dürften noch in der allernächſten Zeit
verringert werden, da ja die erſte Rate der Wehrſteuer
ſchon bald fällig wird. Dagegen werden die dauernden
ruſſiſchen Geldbezüge, für die zwar der Ausweis der
ruſſiſchen Staatsbank keine Erklärung gibt, ſodaß die
ruſſiſche Staatskanzlei vielleicht den größten Teil erhält,
mit größerem Intereſſe beobachtet.
Zu den Einzelheiten des Verkehrs übergehend, haben
Deutſche Renten größere Abſchwächungen erlitten, zum
Teil auf Glatſſtellungen, dann aber auch auf Gerüchte,
wo=
nach die Emiſſion neuer inländiſcher Anleihen geplant ſei.
Tatſächlich beſteht aber eine derartige Abſicht weder auf
Seiten des Deutſchen Reiches noch auf Seiten Preußens.
Trotz der augenblicklich weniger günſtigen Marktlage für
Anlagepapiere mit normaler Verzinſung war der Erfolg
bei der Zeichnung auf die neue 4prozentige Frankfurter
Stadtanleihe befriedigend. Es wurde der größte Teil in
Sperrſtücken gezeichnet, ſo daß auf freie Stücke nur 10
Pro=
zent zugeteilt werden. Ausländiſche Staatsfonds waren
ruhiger, aber gut behauptet und Oeſterreichiſch=Ungariſche
Renten bei regerer Nachfrage wieder anziehend.
Mexi=
kaner ohne nennenswerte Variation, obgleich in Neu=York
eine beſſere Stimmung dafür neuerdings nicht zu
ver=
kennen iſt.
Transportwerte ſchließen jetzt zu den Kurſen der
Vor=
woche, nur Schantung auf eine größere Verkaufsorder,
mangels geeigneter Aſſiſtenz der Konſortialleitung
nied=
riger gehandelt. Das recht befriedigende Jahresergebnis
dieſer Geſellſchafd dürfte wieder eine Dividende von 7½
Prozent geſtatten. Banken bekundeten gute Haltung, mit
Ausnahme von Petersburger Internationale Bank, die
bis 177¼ zurückgegangen ſind, nachdem ſchon 175½
be=
zahlt wurde.
Montanaktien notieren faſt durgängig über den
vor=
wöchigen Preiſen, nachdem mit einer endlichen Löſung
der Verbandsfragen zu rechnen iſt Vom Bau= und
Hypo=
thekenmarkt hört man, daß ſich die
Beleihungsbeding=
ungen bisher nicht geändert haben, aber der Zufluß von
Privatkapital zum Baumarkt anhält. Sehr viel erhofft
man von der Sicherung der Hypothekarrechte durch das
jetzt dem Bundesrat zugegangene Geſetz zur Einſchränkung
der Zedierungen von Mieten.
Am Kaſſainduſtriegebiet entwickelte ſich regerer
Ver=
kehr, bei jedoch uneinheitlicher Tendenz. Für
Elektrizitäts=
aktien beſtand wieder ſtärkeres Intereſſe, ebenſo waren
Chemiſche Aktien gut behauptet und ferner Daimler
zeit=
weiſe lebhafter bei höheren Kurſen, hingegen Kleyer
ſo=
wie Faber u. Schleicher matter. Weſteregeln ſind
anſehn=
lich geſtiegen, nachdem in der Kaliinduſtrie eine beſſere
Verſtändigung zuſtande gekommen iſt. Die Süddeutſche
Immobilien=Geſellſchaft wird ihr Grundkapital um 1,51
Millionen Mark durch freihändigen Rückkauf von Aktien
auf 10,2 Millionen Mark herabſetzen. Bei dem großen
Beſitz, den Deutſchland immer noch in Gold= und
Diamantaktien hat, intereſſieren die Aeußerungen in
der Generalverſammlung der Central Minning Company.
Danach deuten die Ausſichlen in der Goldinduſtrie für 1914
auf eine Erholung hin. Das Diamantgeſchäft ſei zwar
ruhiger, aber die Verkäufe befriedigend. Es beſtehe
Aus=
ſicht auf eine baldige Beſſerung in der Nachfrage. Angeregt
durch die höheren Neu=Yorker Notierungen, die Feſtigkeit
am Kupfermarkt und die ſich günſtig geſtaltenden
Syndi=
katsbeſtrebungen, war die Börſe bei Wochenſchluß in recht
freundlicher Tendenz, die überwiegend auf dem
Montan=
gebiel zum Ausdruck kam aber auch ſonſt Kursbeſſerungen
brachte, ebenſo etwas lebhafteren Verkehr. Der Privatſatz
war wieder bis 2¼ Prozent ermäßigt.
Es ſchließen: 4proz. verkosb. Preußiſche Schatzſcheine
99,10 G., 4proz. Reichs 98,80 G., 4proz. Reichs (rückzahlbar
1918) 98,50. 3½proz. Reichs 86,70, 3proz. Reichs 77,55,
4proz. Heſſen von 1899 97,30 B., 4proz. Heſſen von 1906
97,50 B., 4proz. Heſſen von 1908/09 97,50 B., 4proz. Heſſen
(rückzahlbar 1921) 97,80. 3½proz. Heſſen 84,70, 3proz.
Heſſen 75,20 G,, 4proz. Darmſtädter néue 95 G., 4proz.
Darmſtädler 95, 3½proz. Darmſtädter 87,50, 4proz. Heſſ.
Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 23—26) 97,40 G., 4proz. Heſſ. Land.=
Hyp.=Pfdbr. (S. 27) 97,50 G., 3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=
Pfdbr. (S. 3—5) 84,20 G., 3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=
Pfdbr. (S. 9—11) 84,20 G., 4proz Heſſ. Kommunal=Pfdbr.
(S. 13—14) 97,40 G., 4proz. Heſſ. Kommunal=Pfdbr. (S. 15)
97,50 G., 3½proz. Heſſ. Kommunal=Pfdbr (S. 1—3)
84,20 G., 3½proz. Heſſ. Kommunal=Pfdbr. (S. 4) 84 20 G.,
4proz. Naſſ. Landsbk.=Pfdbr. 99. 3½proz. Naſſ. Landsbſ=
Pfdbr. 91,50 3proz. Naſſ. Landsbk.=Pfdbr. 88 G., Genuä=
Loſe 216, Türkiſche Loſe 166,70, Raab=Grazer Anrechts=
Scheine 32,30. Donau=Regulierung 155. Gothaer Prämie III.
125,50, Darmſtädter Bank 116½, Südd. Eiſenbahn=
Geſell=
ſchaft 131. Bagdadtürken S. I 77,30 G., Bagdadtürken S. II
75,80. South=Weſtafrika 117½. Otavi=Antelle 117. Otavi=
Genußſcheine 97½, Aluminium 256,50 exkl., Adlerwerke
Kleyer 330,50 Deutſche Gold= und Silberſcheide=Anſtalt
628½. Chemiſche Mühlheim a. M. 67 G. Lack= und
Farben=
fabriken Schramm. Offenbach a. M. 268 G., Rütgerswerke
190. Voigt u. Hoeffner 199,50.G., Brown Boveri u. Co.
146,50, Lederwerke vorm. Spicharz, Offenbach a. M. 82,50,
Reiniger Gebhardt u. Schall 194 B Ludwigshafener
Walzmühle 1626 Benz=Motoren zirka 181½. Daimler=
Moloren 398, Bielefelder Maſchinen Dürkopp 312‟ Faber
und Schleicher A.=G., Offenbach a. M. 91. Mannesmann
Röhrenwerke 206,60 Moenus Maſchinenfabrik 165.
Naph=
tha 381—383. Deutſche Verlags=Anſtalt 170. Waggonfabrik
Fuchs, Heidelbera 137,50 B., Zuckerfabrik Frankenthal
418½ Chemiſche Weiler 220,50 Chemiſche Goldenberg
231. Maſchinenfabrik Gritzner 263 G., Chemiſche Th.
Gold=
ſchmidt 204.
* Bukareſt, 14. Mai. Die Nationalbank hat
den Wechſeldiskont auf 5½ und den Lombardzinsfuß auf
6 Prozent herabgeſetzt.
Landwirtſchaftliches.
— Frankfurt a. M., 14. Mai. (
Schlachtvieh=
markt.) Amtlicher Bericht. Aultrieb: 132 Rinder,
dar=
unter 25 Ochſen, 6 Bullen, 101 Färſen und Kühe, 1022
Kälber, 44 Schafe, 961 Schwelne. Marktverlauf: Kälber
und Schafe ruhig; Schweine mäßig; ausverkauft.
Feinſte Maſt= (Vollm.=Maſt) und beſte Saugkälber (
Le=
bendgewicht) 64—68 M. der Zentner, Schlachtgewicht 107
bis 113 M. der Zentner, mittlere Maſt= und gute
Saug=
kälber 55—60 (95—102), geringere 50—55 (83—91). —
Maſt=
lämmer und jüngere Maſthammel 42 (92) ältere
Maſt=
hammel und gut genährte Schafe 36—37 (86—88).
Fettſchweine über 3 Zentner Lebendgewicht 45—48 (60
bis 61), vollfleiſchige Schweine über 2½ Zenhner
Lebend=
gewicht 44—46 (57—59), volbleſſchige Schwelne über 2
Zentner Lebendgewicht 44—48 (55—60), vollſleiſchigs
Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewichb 44—48 (58—60).
Literariſches.
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landwirtſchaftlichem Betriebe Beſteſofort für dauernd geſ. (*13789fs
Zeugn. u. Empfehl. — Gefl. Off. unt.
O. 88 an die Exped. ds. Bl. (*13925 Schulentl. Mädch. ſ. St. zu einem
Kinde. Döngesborngaſſe 5. (*14014 bürg. Köchin u. mehr. Landmädch.
mit gut. Zeugn. d. Johannette Weih=
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Karlſtr. 30. Teleph. 1900. (*14001 Frl. inall. Zw. d. Haush. erf., ſehr
kinderl., ſ. morg. irg. w. Beſchäft. Off.
unt. P13 an die Exp. erb. (*14007 Jg. Mädch., ſch. ged., ſ. Stellg. i.
g. Hauſe. Karolina Beck, gewerbs=
mäßige Stellenvermittlerin, Eliſa=
bethenſtraße 22, II.
*1423 Aelt. geb. Frl. übern. Vertretung
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Schreibm. u. Stenographie, m. ſehr guten Zeugn., ſucht ſof. Stelle, evtl.
a. Bur. Off. O. 62 Exp. (*13806dso Junger Mann
ſeither als Kontoriſt tätig, Kennt= niſſe in Stenographie u. Maſchinen=
ſchreiben, ſucht p. 1. Juni anderw. Stellung. Offert. unt. N 29 an
die Exped. d. Bl.
(*13668dsm
geſetzten Alters, mit la Zeugniſſen,
ſucht per 1. Juli dauernde Poſition. 13942) Grafenſtr. 29, Stb.Gefl. Anfr. unter O. 16 an die
Expedition.
(*13643ms Tücht. Buchhalter
Adreſſe in der Exv. d. Bl. (*13941ſucht für vormitt Beſchäft. Gefl. Offert. erb. u. P 12 Exp. (*13993so
Junger Kaufmann
Werch
Weiblich
ſlucht v.1. Zum
verkauferin Stellung in
einer Schweinemetzgerei. Offerten Stellen ſuchen
unter N 91 an d. Exped. (*13512is
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ſucht per ſofort oder ſpäter Stelle
(auch in Aenderungsatelier). Off.
unt. P 14 an die Exp. (*14006so
Weißzeugnäherin
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Ausſtattung und neue Wäſche Off. u. P 17 a. d. Exped. (*14019
außer dem Hauſe an. Off. unter
(*13988ss
P 7 an die Exp.
in Fräulein, welches ſchon
Elängere Zeit ſchneidert, nimmt
noch einige Kunden an in und
außer dem Hauſe. (*13810ds
Näheres Dieburgerſtr. 54, III.
Tücht. Weißſtickerin n. noch
Kund. an. Wo 2 ſagt d. Exv. (*10g
Tücht. Büglerin empfiehlt ſich.
Viktoriaſtraße 26. (*1379dfsg
empfiehlt per 1. Juni
Haus=
mädchen, evt. Kinderfräul. (12109
Schulentlaſſ. Mädchen ſucht leichte
Beſchäftig. Müllerſtr. 19, II. (*13947
Ein 14jähr Mädchen w.morg. ein
Kind auszufahr, nimmt auch 2 Std. Selbſtändiger,
Laufdienſt. Kiesſtr. 28, II. (*13944! zuverläſſiger Buchhalter
Frau ſucht Beſchäft. in Reſtaur. z.
Spülen, nimmt auch Waſchen an.
15jähr., kräftiges Mädchen ſucht
Beſchäft. d. gz.Tag am liebſt.zu Kind.
Mehrere jg. Mädchen ſuch. Stell.
auch für tagsüb., ſowie Aushilfen,
welche kochen können, auch zum
Waſchen u. Putzen. Suche mehrere
Mädchen, welche kochen können, in
ſehr gute Stellen. Katharina lägor,
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Luiſenſtraße 34.
(*13975
Selbſtändige Köchin ſucht
Aus=
hilfsſtelle, nette Landmädchen
ſuchen in Darmſtadt Stellen.
Frau Berta Nessling
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Ludwigſtraße. (*139732s
Reinliche Frau ſucht Laufdienſt.
*13979sa) Lauteſchlägerſtr. 42, I. Vdh.
Seesesesesogesessesoee),
Zuverläſſſges, junges
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3. Kaufhaus M. Schneider. 3.
31 Jahre alt, verheiratet, tüchtig im Büro und
auf der Reiſe, 3. Zt. in einer Großhandlung tätig,
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Engros=Geſchäft, am liebſten da, wo ihm
Gelegen=
heit geboten, ſich ſpäter mit größerem Kapital zu
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3 Atelier ſuche ich zum ſo=
* fortigen Eintritt mehrere 3
3 Schneiderinnenz
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Cgarerten. Juhr (k. 8
Lendzehneseürugeudachsen
Frasttfer.
A12140
Kongreſſe und Verbandstage.
2. Kongreß des Allgemein Poſitiven
Verbandes.
* Heidelberg, 14. Mai. Den Mittwoch beſchloß
ein geſelliges Zuſammenſein in der Harmonie.
Inſpek=
tor Paſtor Haarbeck aus Barmen behandelt die „
Auf=
gaben der Gemeinſchaft gegen die Kirche‟. Pfarrer Laible
verlieſt folgende Reſolution, die einſtimmig
ange=
nommen wird: Der gegenwärtig in Heidelberg tagende
Kongreß des Allgemein Poſitiven Verbandes beauftragt
den Vorſtand, der Deutſchen Evangel. Kirchenkonferenz
(Eiſenach) die beſtehende große Abendmahlsnot
inner=
halb der Gemeinſchaften in aller Ehrerbietigkeit
vorzutra=
gen, da es ſich um eine Gewiſſensnot tiefſter Art handelt
und die ernſte Gefahr vorhanden iſt, daß, indem die
Ge=
meinſchaften außerhalb der Kirche ihr
Abendmahlsbedürf=
nis zu befriedigen ſuchen, oder zum Laienabendmahl
grei=
fen, die Einigkeit der Landeskirche dauernd geſtört wird.
— Der Vorſitzende des Allgemein Poſitiven Verbandes,
Pfarrer Bernbeck, wirft in ſeinem Schlußwort einen
Rück=
blick auf die Tagung, die einen äußerlich glänzenden und
innerlich erhebenden Verlauf genommen habe. Nach
ge=
nauer Feſtſtellung haben 2200 Perſonen an der
Verſamm=
lung in der Stadthalle teilgenommen. Der Kongreß iſt
auch in allen ſeinen Teilen völlig harmoniſch verlaufen,
Er ſpricht allen Referenten und Rednern, ſowie dem
Hei=
delberger Lokalkomitee und deſſen Vorſitzenden für die
großzügige und bis ins einzelnſte treffliche Vorbereitung
des Kongreſſes herzlichen Dank aus. Mit einem
Schluß=
gebet wurde der Kongreß um 2 Uhr geſchloſſen.
Turnen, Spiele und Sport.
* Darmſtädter Sportklub 1905, e. V. Den
Darmſtäd=
ter Sportanhängern wird am kommenden Sonntag ein
hochintereſſantes Wettſpiel geboten. Auf dem Sportplatz
am alten Schießhaus treffen ſich namittags um 3½ Uhr
die erſten Mannſchafften des F.=Kl. Germania=Pfungſtadt
und des D Sp.=Kl. 1905 in einem Privatſpiel. Die
Leichtathleſtilabteilung des D. Sp.=Kl. entſendet die
Mit=
glieder Fr. Chriſt u. H. Hoffmann nach Weiſenau be!
Mainz. Chriſt wird im 1500 Meter=Laufen und Hoffmann
im 400=Meter=Laufen ſtarten.
sr. Das Wiesbadener Lawn Tennis=Turnier iſt mit
den Spielen um den Wiesbadener Pokal bereits bis zur
Schlußrunde gediehen, in der ſich Froitzheim und R.
Klein=
ſchroth gegenüberſtehen werden. Froitzheim beſiegte Krasna
leicht 6:0. 64, und dann H. Kleinſchroth nach ſehr
inter=
eſſantem Kampfe 622, 2.6. 611, der vorher Otto nach
ſchar=
fem Kampfe 6:4. 12:10 abgefertigt hatte. In der
Meiſter=
ſchaft von Wiesbaden ſchlug Froitzheim mit 60, 4:6. 6:4
N. Kleinſchroth und 6.2. 62 Bergmann=Dresden. H.
Klein=
ſchroth hatte in dem Franzoſen Gault einen ſchweren
Geg=
ner, den er mit 614, 64 ſchlug, und hat ſich durch dieſen
ee e e e
heernr v. Viſing zuſanmentrifft, der Haußmann 640, 63
beſiegt hatte. Die Kämpfe um die Damenmeiſterſchaft von
Wiesbaden ſind ebenfalls bis zur Schlußrunde gefördert,
wo Miß Ryan und die vorjährige Siegerin Frl
Bam=
berger um den Meiſtertitel ſtreiten werden. Miß Ryan
beſiegte Miß Tripp 715. 611 und Frl. Weihermann 6:0,
6:2; Frl. Bamberger ſchlug Frl. Herrmanns 610. 672 und
dann Frl. Flinſch 6:0 5.7, 6:1.
sr Pferderennen. Der Kaiſerpreis von
Karls=
horſt. Goldlack=Jagdrennen; 3000 Mark, Diſtanz 3200
Meter: 1.— Hrn. C. Dorndorfs Fälſcher (Edler), 1.— Hrn.
W. Thiedes Neſſy (Drewanz), 3. Quart (A. Reith). Tot.
52 (Fälſcher). 47 (Neſſy) :10. Pl. 33, 30, 38.10. Unpl.:
Fabius (4). Eviva Niobe II, Atlanta, Harriet, Baiſſe
(ausgebr.). Tot. Rennen—1½—2½ Lg. — Preis von
Lilienhof; Ehrenpreis und 5000 Mack, Diſtanz 3400 Meter:
1. Hrn. G. Nettes Senſible Symons (Hr. W. Dodel), 2. Mr.
Girdle (Lt. Frhr. v Wangenheim) 3 Hernani (Lt.
Gut=
ſted). Tok. 13:10. Drei liefen. Nach Gefallen 15 Lg.—
Weile — Poſeidon=Hürdenrennen; 4500 Mack. Diſtanz
3000 Meter: 1. Hrn. K. Hartmanns Tapage (Kiß), 2.
Hebron ſerkl. (Jentzſch), 3. Voie Lackee (Martin). Tot.
270110, Pl. 54. 19, 26:10. Unpl.: Lincolnſhire (4), Orlov
(5). Acolian Collar Grünrück, Simſon, Kentucky, Jack
Iriſh Mike, Reichsritter, Macte (gef.) Halbrenette, Light
as Air. Frieda. Leicht 3—½ Lg.—Hals. — Kaiſerpreis;
Ehrenpreis und 15000 Mack Diſtanz 5200 Meter: 1. Lo.
H. Priegers Flying Hawk (Beſ.), 2. Sweet Roß (Lt. von
Raven), 3. Judelle II (Lt. v. Platen) Tot. 137110. Pl.
37. 53, 23:10. Unpl.: Anonymus (4), Kilmallock (5). Mark
Gamp, Paſſing Fair Pariſienne, Stribo, Oriſſa, Siſter
Phoebe. Leicht 7—54—1 Lg. — Tempelhofer Jagd=
Rennen; 8000 Mark, Diſtanz 4200 Meter: 1. Hrn. E von
Buddenbrocks Daimia (E. Weber), 2. Ladina (Theilen),
3 Samhara (H. Brown). Tot. 26110. Pl. 12 12. 12110.
Unpl.: Dandalo (4), Sprühfeuer, Mariel, Moſel. Leich!
3—4 Lg. — Preußen=Preis; Ehrenpreis und 10000 Mark,
Diſtanz 4400 Meter: 1. Hrn. W. Dodels Erberich (Beſ.),
2. Delaware (Lt. Frhr. v. Berchem) 3. Gerolſtein (Hr.
Purgold). Tot. 18:10 Pl. 15, 19, 22:10. Unpl.: Magiſter
(4). Magslieb, Thu’s lieber, Samum. Leicht 2—/—
Lg. — Preis von Schöneiche; 3300 Mark, Diſtanz 1400
Meter: 1. Geſtüt Romolkwitz Principal (Hc. Purgold),
2. Raute (Lt. v Guſtedt) 3 Lyſander (Lt. Prinz Bentheim).
Tot. 29.10. Pl. 16. 20 31:10. Unpl.: Jasmin (4), Ottawa,
Scylla, Jubilans. Cavour, Norda, Megas, Drachenkopf.
Leicht 2—/—½ Lg.
* Gaupreisfahrtentag im Gau 9 D. R.=B. Sonntag,
24. Mai, findet der diesjährige Gaupreisfahrten:
tag über 50 Kilometer im Gau 9 des Deutſchen
Radfahrerbundes ſtatt. Der Start erfolgt paarweiſe in
Abſtänden von ½ Minute und wird ausgeloſt. Die
Start=
punkte ſind wie bisher vor Mörfelden, vor Darmſtadt,
vor Biſchofsheim, bei Klein=Auheim und bei
Aſchaffen=
burg laut Angaben des Gauhandbuches.
Jugendwanderfahrt im Gau 9 D. R.=B.
Für die Jugendmitglieder des Gau 9 des Deutſchen
Rad=
fahrerbundes findet Sonntag, 17. Mai, die erſte
Wander=
fahrt nach Oppenheim=Nierſtein ſtatt. Allgemeiner
Treff=
punkt iſt 9 Uhr am Rathauſe in Groß=Gerau. Unterwegs
wird abgekocht. Die Wertung erfolgt in Nierſtein,
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
ſeinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſenher verantwortlich.)
— Die Firma Schade u. Füllgrabe ſchreibt uns: Wir
finden in Nummer 131 Ihres geſchätzten Blattes unter der
Rubrik Stimmen aus dem Publikum ein Eingeſandt,
wel=
ches ſich mit den Brotpreiſen am dortigen Platz befaßt,
ſoweit dieſelben aus den „Mitteilungen der
Großherzog=
lich Heſſiſchen Zentralſtelle für Landesſtatiſtik” erſichtlich
ſein ſollen. Vorausgeſetzt, daß dieſe Statiſtik richtig
wie=
dergegeben iſt, muß angenommen werden, daß dieſelbe die
in unſeren dortigen Verkaufsſtellen angeſetzten Brotpreiſe
nicht in Betracht gezogen hat. Unſere Firma verkauft ſchon
ſeit langer Zeit die 1. Sorte gemiſchtes Brot mit 54 Pfg.
per 4 Pfund=Laib, die 2. Sorte gemiſchtes Brot mit 50 Pfg.
per 4 Pfund=Laib, das heißt alſo 13½ bezw. 12½ Pfg.
per Pfund, während in dem Eingeſandt als ſtatiſtiſch
erfaßter Preis für den dortigen Platz 15 Pfg. per Pfund
angegeben iſt.
Vermiſchtes.
— Ein bemerkenswertes Zugeſtändnis über den
Alkohol von wiſſenſchaftlicher Seite enthält ein anläßlich
der in Berlin dieſer Tage ſtattgehabten ſechſten Konferenz
für Trinkerfürſorge in der Mediziniſchen Rundſchau des
Berl. Tagebl. veröffentlichter Artikel von Prof. Dr. med.
P. v. Grützner=Tübingen, betitelt: „Gefahren des
Alkoholismus‟ Der Verfaſſer, der als Vorſtand des
Lan=
desverbandes Württemberg des Deutſchen Vereins gegen
den Mißbrauch geiſtiger Getränke, natürlich dem Alkohol
ſehr kritiſch gegenüber ſteht und, wie es ja auch im Zwecke
ſeines Artikels liegen ſollte, die Gefahren des
Alkoholis=
mus beſonders hervorhebt, kann als Mann der Wiſſenſchaft
ee enten e en eche
ſtellungen zu warnen, die beſonders auf alkoholgegneriſcher
Seite über die phyſiologiſche Natur des Alkohols beſtehen
und ſyſtematiſch verbreitet werden. Dieſe „Ehrenrettung”
des Alkohols von einem ſo hervorragenden Vertreter der
ärztlichen Wiſſenſchaft, iſt um ſo bemerkenswerter, als der
Verfaſſer, wie geſagt, zugleich dem Deutſchen Verein gegen
den Mißbrauch geiſtiger Getränke an leitender Stelle
an=
gehört, einem Verein, der immer mehr im Fahrwaſſer der
reinen Abſtinenzfanatiker ſegelt.
Der Verfaſſer hebt hervor, daß, wenn man gemeinhin
von Alkohol ſpricht, ſtreng genommen dies nicht richtig ſei,
„denn kein Menſch trinkt reinen Alkohol. Nur in England
und Amerika” fährt er fort, „ſoll hin und wieder Kölniſches
Waſſer, das iſt ein etwas parfümierter, ſonſt nahezu reiner
Alkohol, von den Vertreterinnen des ſchönen Geſchlechts
genoſſen werden. Wir trinken durchweg verdünnten
Al=
kohol, und zwar in der Hauptſache mit Waſſer verdünnten
Alkohol. Wir genießen Bier mit einem ungefähren
Pro=
zentgehalt von 3—5 Prozent Wein mit einem von 8—15
Prozent und Branntwein mit einem von 30—50 Prozent
Alkohol, und dieſe Tatſache iſt ſehr wichtig. Denn manche
Leute bilden ſich ein, daß, was vom reinen Alkohol gilt,
auch von dem mit Waſſer verſetzten gültig iſt. Das iſt
aber grundfalſch. Man lieſt oft, Alkohol iſt ein Gift,
welches ſcharf ſchmeckt, das Waſſer anzieht, dieſe und jene
Giftwirkung hat und deshalb nicht genoſſen werden darf.
Man kann leicht zeigen, daß nahezu ganz dasſelbe auch
von dem Kochſalz gilt. Schlucken wir einen Eßlöffel
Koch=
ſalz mit wenig Waſſer verſetzt hinunter ſo wird uns das
ſehr ſchlecht bekommen. Mund, Speiſeröhre und vor allem
der Magen wird ſtark geſchädigt; es kann zu Blutbrechen
kommen und zu ſchwerer Verletzung des Magens. Eſſen
wir aber dieſelbe Menge Kochſalz mit Waſſer oder
wäſſe=
rigen Speiſen verdünnt, ſo tut ſie uns auch nicht das
Ge=
ringſte, im Gegenteil, das Eſſen würde ohne Salz fade
ſchmecken. Ja, wir bedürfen des Kochſalzes ſogar; denn
völlige Enthaltung von, Kochſalz macht den Menſchen
ſchwer krank, ja tötet ihn ſicher nach längerer Zeit. Alſo,
Kochſalz in einer entſprechenden Menge Waſſer gelöſt, iſt
vollſtändig harmlos; Alkohol in einer entſprechenden
Menge Waſſer gelöſt, iſt es auch. Indem ich dieſe
Behaup=
tung niederſchreibe weiß ich, daß viele, die ſie leſen, ein
geheimes Grauen überfällt. Wie, werden ſie ſagen, das
Giſt Alkohol ſoll unſchädlich ſein? Das iſt doch nicht
mög=
lich. — Es iſt aber doch möglich. Denn jedes Gift hat eine
untere Grenze, unter welcher es genoſſen, vollkommen
un=
ſchädlich iſt. Ich kann hier nicht näher auf dieſe wichtige
Frage eingehen, möchte aber nur bemerken, daß derartig
ſchwache, infolge ihres Alkohols ſicher nicht ſchädliche
Ge=
tränke unter 2 Prozent Alkohol in England nicht als
al=
koholiſch beſteuert werden, und daß Leute, die in Schweden
ſolch leichte Biere trinken, als Abſtinenten bezeichnet
wer=
den und ſich ſelbſt ſo bezeichnen.”
In Konſequenz dieſer bemerkenswerten
Ausführun=
gen, führt der Verfaſſer die verhängnisvollen Folgen des
Alkoholismus auf die einfache Tatſache zurück, daß eben
alkoholiſche Getränke mitunter in zu großen Mengen
ge=
noſſen werden. Von den Schädigungen des Alkoholismus
entwirſt der Verfaſſer ein, wie nicht anders zu erwarten,
ziemlich düſteres Bild. Wenn er gleich im Anfang den
„Alkoholismus” — wohlverſtanden nicht den Alkohol — als
einen „Menſchenfreſſert hinſtelte und darauf hinweiſt, daß
an direktem Genuß von Alkohol in Deutſchland durch
Un=
glücksfälle, Selbſtmord uſw. wohl gegen 40 000 Menſchen
jährlich ſterben, alſo etwa ſoviel, wie im deutſch=
franzö=
ſiſchen Kriege 1870/71 auf unſerer Seite gefallen ſind ſo
dürfte es dem Verfaſſer doch ſchwer fallen, dieſe Zahl
ſtatiſtiſch exakt zu begründen. Es iſt dabei auch zu
berück=
ſichtigen, daß die Bevölkerungszahl ſeit 1870 in
Deutſch=
land ſich mehr als verdoppelt hat und daß, ſelbſt die Zahl
von 40000 durch den Alkoholismus Geſchädigter als
zu=
treffend angenommen, dieſes einem Prozentſatz von 0,057
der Bevölkerung Deutſchlands entſprechen würde, ein
Pro=
zentſatz, der, ohne damit die bedauerlichen Wirkungen des
Alkoholismus zu unterſchätzen. im Vergleich zur geſamten
Polksmenge doch nicht als ſo außerordentlich hoch
be=
zeichnet werden kann, wie dies oft geſchieht. Dies um ſo
weniger, als bekanntlich nach der Statiſtik die Produktion
geiſtiger Getränke, auf den Kopf der Bevölkerung gerechnet,
ſich tatſächlich nur im Rahmen der Mäßigkeit hält. Die
geſamte in Deutſchland hergeſtellte Biermenge
beiſpiels=
weiſe entſpricht einem Konſum auf den Kopf der
Bevölke=
rung von kaum 1 Hektoliter Bier jährlich und nur auf den
Kopf der erwachſenen Männer gerechnet von etwa 0,8
Liter täglich, alſo etwa dem Inhalt von zwei Flaſchen
Bier, ein Konſumquantum, das ſelbſt von einem ſo ſtreng
mäßigen Mann wie Geheimerat Fraenkel=Halle als
durchaus einwandfrei bezeichnet wurde.
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Roman von Fritz Gantzer.
(Nachdruck verbot
Timm Rasmuſſen ſah den Sprecher mit
weitgeöff=
neten Augen an. Ein Geſchäft? Er llachte mißtönend
auf, erhob ſich und griff nach ſeiner Mütze. Du biſt
ver=
rückt, Ehrenberg.
Nu, ſo bleib’ doch und hör’ erſt zu! rief der Krugwirt
in halber Beſtürzung über das unzugängliche Gebaren
ſeines Gaſtes und drückte ihn auf den Stuhl zurück.
Nach=
her kannſte ja machen, was De willſt, un mir
meinet=
wegn hundertmal für verrückt erklär’n.
Na, da red’ ſchon. Rasmuſſen blieb gleichmütig ſitzen
und ſtarrte angelegentlich durch das Fenſter, Plötzlich
fuhr er herum und muſterte Ehrenberg, der langſam und
mit Nachdruck ſprach, als ſtände ein Irrer vor ihm. . . .
Wie? Für ſeinen Sandberg hart am Dorfe, mit den
paar Knüppelkiefern darauf, der zu nichts nütze war,
höch=
ſtens einmal ein paar Fuhren Sand lieferte, wenn es galt,
den Hof aufzuhöhen, für dieſen elenden Sandberg bot
ihm der Krugwirt ſechshundert Mark bar Geld? Ja, der
war tatſächlich . . .
Und nun ſtand Timm Rasmuſſen abermals auf und
wollte zur Tür.
Ehrenberg vertrat ihm den Weg. Du, das is keine
Antwort nich, Timm, verſtehſte! Alſo ſechshundert Mark.
Willſte oder willſte nich?
Nee, zum Donnerwetter nich noch mal! ſchrie
Ras=
muſſen. Ich bin kein Betrüger, Ehrenberg.
Ich auch nich, Rasmuſſen. Ums Betrügen geht es
hier auch nich. Hier dreht ſich alles umn reelles Geſchäft.
Alſo ich kriege den Berg? Na, ſo red’ doch, Timm!
Der Bauer ſah an dem Hageren hinauf und hinab.
Was haſt Du vor mit meinem Berg? Sagk! forſchte er
mißtrauiſch.
Juſtus Ehrenberg ſpreizte und reckte ſich, lächelte
ge=
heimnisvoll und legte den Kopf mit einem pfiffigen
Augenaufſchlag zur Seite. Ja, ſiehſte, das möchſte auch
wiſſen! Nicht wahr? Na, wenn Du reinen Mund
hal=
ten kannſt! Es braucht nämlich noch nich jeder ’s Maul
drüber zu ſperr’n. Er kroch ganz dicht an den geſpannt
Auſhorchenden heran und fuhr flüſternd fort: Bauen will
ich da; ’n „Satorium”, will ich Dir ſagen.
Was?
in Satorium. So’n Ding für die, die ſich die kranken
Geiſtesſtrippen draußen aufs Land geſund machen woll’n.
Er lächelte breit. Siehſte, Rasmuſſen, dazu brauch’ ich
Dein’n Berg.
Bei Dir ſtimmt’s nicht, zweifelte der Bauer und
dachte ſich eine grobe Bezeichnung für den Bauluſtigen
hinzu.
’s kann ſein, meinte Ehrenberg grinſend, während
er zwiſchen den Münzen in den Hoſentaſchen wühlte, daß
es lockend klang.
Un nu komm, Timm, ich zahl’ Dir dreihundert Mark
an, den Reſt hriegſte, wenn wir die Auflaſſung hab’n.
Un morgen früh fahrn wir gleich nach Raſtenburg, wo
wir’s bein Notar ſeſtmachen woll’n.
Timm Rasmuſſen ſtand noch immer zögernd und
wußte weder ein noch aus. Er konnte die dunkle
Empfin=
dung, daß etwas bei dieſem Geſchäft nicht ſeine
Richtig=
keit hatte, nicht bannen. Als aber Ehrenberg dann
be=
gann, aus einem Blechkaſten eine Reihe ffunkelnder
Gold=
ſtücke auf einen der Tiſche zu zählen, trat er näher und
ſtarrte das blanke Metall begehrlich an,
Na, ſſo mach', Timm, klang es ermunternd an ſein
Ohr. Biſt Du noch nich mit Dir einig? Na, aber ſo was,
Menſch. So’n Geſchäft! Er ſchluckte ein paarmal heftig
und griff ſich nach dem Halſe, als würde ihm dort etwas
zu enge. Dann ſtieß er heiſer heraus: Wenn De nu aufm
Fleck ohne lange Sperenzchen ja ſagſt, lege ich bei den
letzten dreihundert noch zweihundert zu. Schlag’ ein,
Timm! Achthundert Mark! Er hielt ihm ſchon die
knochige Hand hin.
Timm Rasmuſſen überkam es wie ein Taumeln.
Ab=
gemacht, Ehrenberg! lallte er mit ſchwerer Zunge. Aber
daß es Dich nicht gereut!
Wir haben’s ja nu durch Handſchlag feſtgemacht, ſagte
der Krugwirt gewichtig und preßte Rasmuſſens Finger,
daß ſie wie in einem Schraubſtock ſaßen. Nu gibt’s kein
Gereuen nich mehr. Un der Notar ſagt morgen Ja un
Amen zu unſerm Geſchäft. Un nu trinken wir einen
drauf.
Timm Rasmuſſen ſagte kein Wort. Er nickte nur
ſchwerfällig, zählte das Geld nach und ſtrich es mechaniſch
zuſammen. Es lag ihm wie Blei in der Hand.
Ehrenberg ſtand ſchon hinter dem Schenktiſch und
ließ ein paar Gläſer Bier einlaufen. Seine Augen hingen
mit einem grinſenden Lächeln an der hageren, geduckten
Geſtalt des Bauern, der rein zum Erbarmen ausſah, ſo
erſorgt und zermürbt. Des Grinſenden Lippen
beweg=
ten ſich leiſe und formten unhörbar für den Bauer drei
Worte: So’n dummes Luder!
Die linden Lüfte ſind erwacht,
Sie ſäuſeln und weben Tag und Nacht,
Sie ſchaffen an allen Enden,
:: Sie ſchaffen an allen Enden. ,8
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Rücksichten verzichten muss, dem fällt heute
nicht mehr schwer, einen vollwertigen Ersatz
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überraschend kaffeeähnlich; er ist absoluf
rein und appetitlich, er ist gesund und
jeder-
mann bekömmlich, und dabei ist er viel
billiger als der Bohnenkaffee. Sinddiese Gründe
nicht triftig genug, auch Sie zu bestimmen,
sofort mit Kornfranck einen Versuch zu machen?
P&
(I,12089
Halt! Ein kraftvolles, lautes Organ gebot dies Halt.
Und der jubilierende Geſang aus friſchen, reinen
Kinder=
kehlen, der durch die geöffneten Fenſter des Schulzimmers
drang, ſich wie ein frühlingsſeliger Gruß zu dem
grauen, ſonnenlichtüberworfenen Turm hinüberſchmiegte
und gleich Lerchenjauchzen in die blaue Luft
emporklet=
terte, daß man hätte ſeiner Seele Flügel wünſchen mögen,
um mit den Tönen des Liedes aufſteigen zu können zu
leichter, froher Fahrt, brach jäh ab.
Mehr Duft, meine vielgeliebte, edle Sängerſchar!
Man muß merken, wie es duſtet. Noch einmal!
O, ſüßer Duft, o . . .
Haalt! Nee, das iſt kein Duft. Das iſt ganz was
anderes. Hört doch mal! So!
Nun ſang’s die kraftvolle Männerſtimme vor. Wie
weich und zart das klang! Wie es ſich gleich einem ſüßen
Beigenton in das Ohr ſchmiegte und in die Seele
hinab=
floß, um es ihr wirklich zu ſagen: Merk’ auf, Du ſchier
Verſtaubte, es iſt ein einziger Duft da draußen in der
Welt, ein Duft, in dem Du Dich wieder jung und froh
und ffrei baden ſollſt von all der grauen Not des toten
Winters.
So! Habt Ihr’s gehört, Ihr Jüngferlein und
Jung=
herrlein? Alſo, noch einmal!
O, ſüßer Duft
Schon duftiger! Aber noch beſſer! Ihr ſtöpſelt den
Duft gleich wieder ab. Aushalten, aushalten das „Duſt”:
Die volle, weiche Stimme her!
. So, ſehr ſchön! Weiter!
o, neuer Klang!
Nun, armes Herze, ſei nicht be
Nun muß ſich alles, alles wenden!
Und nun die zweite Strophe. Dann noch
Weile Lied um Lied. Und etwa nach einer Viertelſtunde
eine in den hellen Apriltag hinausſtürmende,
heimwärts=
eillende Kinderſchar, mit Singen und Jauchzen auf den
Lippen, dem Nachhall dieſer letzten Schulſtunde heute, der
einzig ſchönen Geſangſtunde mit all ihren Liedern von
Frühling, Duft, Licht, Farbe und reinem Glück.
Ludwig Bachhuber lehnte im Fenſter und ſah den
blonden und braunen Köpfen nach.
Seht Ihr, Euch habe ich heute gefaßt, flog es ihm
zu=
frieden durch den Sinn. Ihr ſeht den Frühling jetzt mit
richtigen Augen. Ihr riecht, ſchmeckt, fühlt, hört ihn mit
Euren jungen Seelen. Kein Kunſtſtück allerdings das,
mit ſolchen Wachsſeelen, in denen jedes leiſe Berühren
ſeine Spuren zurück läßt. Aber die alten Griesgrame
müßte man auch mal ſo harpunieren können, ihre Seelen
auſſpießen und ans Licht ziehen, heraus aus dem
wun=
derlichen Miſchmaſch grauer Allerweltsſorgen. Ja, das
wäre! Ach, Leute, Leute, wenn Ihr doch mal wollter
könntet! Ach, ſo ſingt doch mal wenigſtens, Leutchen!
Ja, ſingt! Es müßte viel mehr geſungen werden in der
Welt!
Das letzte ſagte Bachhuber leiſe vor ſich hin, beugte
ſich zum Fenſter hinaus und freute ſich über ſein
Vor=
gärtchen am Hauſe. Und als er nach links hinüberſah,
wo Fliederhecken mit prallen Knoſpen ſtanden und ein
Bänkchen und ein Tiſch darunter ihren neuen, hellgrünen
Anſtrich der lichten Sonnenmutter zum Trocknen anboten,
lächelte er leiſe. Dort ſaß der Frühling zwiefach in den
Hecken. Eine feine, ſchlanke Mädchengeſtalt beugte ſich
über eine Siedlung duftender Veilchen, ſammelte die
ſchönſten in ihre zarte Rechte und ſummte mit, leiſer
Stimme ein herziges Lied vom Lenz.
Bettina! rief Ludwig Bachhuber zärtlich. Da richtete
ſie ſich ſchnell hoch und ſah ſich lächelnd um. Sieh nur,
nkel, die ſchönen Veilchen!
Mußt Du denn gleich wieder plündern, Mädel? Du
biſt eine unverbeſſerliche Räuberhauptmännin.
In unſer Haus muß der Duft auch, ſagte ſie froh und
ſtrich ſich einige loſe Strähnen ihres nußbraunen Haares
aus der Stirn, das zu den dunkelblauen Augen, die der
Farbe der Blüten in ihrer Hand glichen, einen
wunder=
ſamen Kontraſt bildete. Ein ſchlichtes Hauskleid aus
lichtem Stoff umſchloß die vollendet geformte Geſtalt der
etwa Achtzehnjährigen.
Ludwig Bachhuber lachte. Die alte Bude! Sie glaubt
ja nicht mehr an den Frühling. . . . Du meinſt, doch,
meine Trauteſte? Scherze nicht, Bettina! Und wenn Du
der Weisheit meiner ſechs Jahrzehnte nicht glaubſt, ſo
frage den Jüngling, der da eben um die Turmecke biegt
und geradeswegs zu uns herüberſteuert. Der wird Dir’s
auch ſagen, daß wir uns auf unſere Burg nichts
einzu=
bilden brauchen. Sieh mal, wie höhniſch der Herrliche
die Lippen zuſammenkneift und die edle Naſe rümpft.
Der Herr Geradegucker!
Bettina Bachhuber blickte dem ihr auf dieſe Weiſe
aviſierten Ankömmling entgegen und erkannte in ihm den
Geometer. Denn wer in einer ſo vielfach erörterten
Sache, wie es eine projektierte Bahn iſt, als erſter reeller
Faktor auf der Bildſläche erſcheint, der iſt in den Engen
dörflicher Verhältniſſe ſchon nach vierundzwanzig
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Der Fremdenlegichär
Ein Mahnruf an unſere Jugend!
Niemand verſäume den äußerſt ſpannenden Film zu ſehen.
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Das neue Großstadt-Programm
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Das erträumte Glück
Großes, ergreifendes Drama in 2 Akten
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Großvaters entfliehen und in der Welt ſtatt des erträumten
Glücks nur bittere Enttäuſchungen erleben.
Nur 3 Tage die große Filmtragödie
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Aus dem Spielplan.
Mittwoch, 20. Mai. 169. Ab.
Vorſtell. B 42. Gerhart Haupt
mann=Zyklus. Dritter Abend
„Der Biberpelz.” Kl. Preiſe
Anfang 7½ Uhr.
Nantbnadtserate Warter
Darmſtabt.
am Samstag, den 16. Mai, abends 8½ Uhr,
im Kaisersaal, Grafenstrasse.
Redner:
Oberverwaltungsgerichtsrat Schiffer,
Mitglied der Reichstags und des
Preußiſchen Abgeordnetenhauſes
über:
(11928mf.
DiepolitiſcheLage
Freie Ausſprache.
Es ladet freundlichſt ein
Der Vorstand.
H
Slädtischer Saulbau.
Samstag, den 16. Mai, 5 Uhr und 8¼ Uhr,
Sonntag, den 17. Mai, 5 Uhr und 8¼ Uhr,
Was I Gle Whlahs Gae
Filmvortrag des Afrikareisenden
Robert Schumann.
U. a.: Gnujagd, Nashornjagd, Elefantenjagd
Nashornfang.
(11850a
Dem Deutschen Kaiserpaare unter Allerhöchster
Anerkennung vorgeführt.
Billettvorverkauf im Verkehrsbüro.
Preise der Plätze 1—4 Mk. Kinder die Hälfte.
Fastenbreizeir.
3
Meiner werten Kundſchaft zur
Kennt=
nis, daß die ſeit Jahren bei mir tätigen
Bretzelträger Flauaus, ſowie deſſen Söhne
nicht mehr in meinen Dienſten ſtehen,
und da die Adreſſen meiner Hauskundſchaft
mir leider nicht bekannt ſind, bitte ich gefl.
Aufträge und Adreſſen durch Poſtkarte mir
zukommen zu laſſen. Hochachtungsvoll
Georg Delp, Bäckerei
nur Schlossgasse 22.
NB.: Bretzelträger werden unter günſtigen
Bedingungen ſofort eingeſtellt. (12080
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Traiſa bei Darmſtadt. (*14009sg
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EEnnHnazEnbREIEETEEMHEIEEEGEGDEEHETIHTETHEEHSEKHEETHEREEHHIEIEEGFuHwEnHHausfnanhgannnnunuhannunnansausung
Bad Mergentheim. Begünſtigt vom herrlichſten
Früh=
lingswetter entfaltet ſich in unſerm württembergiſchen
Karlsbade ſchon ein reges Kurleben. Der wohlgepflegte
alte Kurpark prangt im ſchönſten Grün und laſſen neben
den anderen kleinen gefiederten Sängern die Nachtigallen
in lauer Frühjahrsnacht ihr Lied erſchallen. Unſere alte
Deutſch=Ordens=Reſidenz iſt gerüſtet, die an unſerer Quelle
Heilung ſuchenden Gäſte würdig zu empfangen und hat es
ſich unſere Kurverwaltung angelegen ſein laſſen, durch
weitere großzugige Verbeſſerungen und Neugnlagen
den Kurgäſten Neues und Schönes zu bieten. Das
bedeutend verſtärkte Kurorcheſter findet bei den
Anfang Mai wieder beginnenden regelmäßigen
Kur=
konzerten ein neues Heim — einen neu erbauten
modernen Muſikpavillon — vor Die Frequenz
Mergentheims hat ſich dank der außerordentlichen
Heil=
erfolge unſerer Quellen bei Zuckerkrankheit, Gallenſteinen,
Fettſucht, chroniſchſer Verſtopfung, Leberleiden, Mackeri=
und Darmerkrankungen, Gicht ꝛc. in den letzten Jahren
verfünffacht. Nach den vorliegenden Anzeichen iſt eine
weitere bedeutende Steigerung des Beſuchs in dieſer
Sai=
ſon zu erwarten, und werden neben den alten auch die
neuen Freunde Mergentheims nach Wiederherſtellung und
Stählung ihrer Geſundheit dankbaren Herzens den Ruhm
unſeres Bades verkünden.
Seelisberg (800 Mtr. u. M.) Schweiz. Aus den
blauen Fluten des Vierwaldſtätterſees ſteigt der Berg jäh
empor, dort, wo der Uebergang aus der lieblichen Hügel=
72
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und Voralpenlandſchaft zur Hochgebirgsnatur ſich
voll=
zieht. Eine ſtolze Felſenburg und ein Auslug nach Oſten
und Weſten über den See. Die geünen Hügel die
frucht=
baren Geſtade und Täler, der himmelblaue See und die
glitzernden Alpen treten auf dieſer Ausſichtswarte herrlich
in die Erſcheinung. Mit ſeinen blühenden Matten
rau=
ſchenden Wäldern, ſtillen, ſtaubfreien Wegen iſt
Seelis=
berg geſchaffen zum Ruhen und die Schönheiten einer
großen Natur auf ſich wirken zu laſſen. Hotel= und
Pen=
ſion Bellevue erfreut ſich durch ſeine bevorzugte Lage und
gute Führung einer ſtets ſich mehrenden Klientel. Die
prachtvolle Parkterraſſe mit 300 Meter Seefront gibt
lücken=
los alle Schönheiten des Landſchaftsbildes von
Seelis=
berg wieder.
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gelegenes Hotel an der Pragel= und
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Wildbad (Württ.), wegen ſeiner altbewährten
Heil=
quellen gegen Gicht, Rheumatismus, Ischias uſw
hoch=
geſchätzt und weithin bekannt, liegt 430 Mtr. ü. M. im
nördlichen Schwarzwald in einem der reizendſten
Schwarz=
waldtäler, dem Enztale, umgeben von ſteilen, prächtig
be=
waldeten, bis 800 Mtr. u. M. hohen, gegen rauhe Winde
Schutz bietenden Bergen. Das ſchmucke Städtchen, 4067
Einwohner zählend, iſt Endſtation der 23 Kilometer
lan=
gen Enztalbahn, welche in Pforzheim von der großen
in=
ternationalen Reiſeroute Wien-Paris abzweigt,
Aus=
gangspunkt der Autoverbindungen ins Alb=, Murg,= und
Oostal (Herrenalb-Gernsbach-Baden=Baden) ſowie
Teinach= und Nagoldtal (Teinach-Calw-Liebenzell).
Durch eine Drahtſeilbahn auf den Sommerberg (750 Mtr.
u. M.) iſt das weitausgedehnte, mit herrlichem
Tannen=
wald bedeckte Hochplateau weſtlich des Enztals, das gegen
1000 Meter Höhe erreicht, erſchloſſen und bequem
zugäng=
lich gemacht.
Engelberg (Schweiz). Am Fuße des Titlis 1019 Mtr.
u. M., unſchloſſen von einem wundervollen Vergkrangze,
liegt Engelberg. ein Juwel der Alpenwelt. Eine Fülle
von Licht ſchwebt in und über dem Tale. Auf dem ebenen,
grünen Wieſenplan ſteht das Dorf, mit der Eleganz und
dem Komſort moderner Kultur, neben altbäteriſcher Ori=
ginalität. Die berühmke, im 12. Jahrhundert gegründete
Abtei birgt wertvolle Kunſt= und Altertumsſchätze. Das
Geößte aber bietet die Natur. Die auf über 3000 Meter
emporragenden Gletſcherberge leuchten, wie Speer an
Sper ragen die glänzenden Zimen und Zaken zum
Him=
mel empor. Die Gletſcherbäche rieſeln in weißen Schleiern
über die Felſen und die Wälder und Alpenmatten duſten
in ihrer Pracht. Den Beſuchern dieſes ſchönen Fleckens
wird die Hotel=Penſion Müller u. Hoheneck ſehr
empfoh=
len. Es iſt ein altrenommiertes, komfortables Haus in
welchem ſich die Gäſte wohl und heimiſch fühlen. Die
Preiſe ſind mäßig.
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am Wild-Park b. Darmstadt
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vorzügl. Pens. v. Mk. 4.50 ab
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Fuhrwerk zu Diensten.
Nächste Bahnstation: Messel (20 Min.)
rärtien Frische hausbackene
Kuchen, Torten, Kranz etc.
Menü für Sonntag
den 17. Mai.
Legierte Blumenkohl-Juppe
Heilbuttfilet mit Krebssauce
Gedämpfte Ochsenrippe (garn.)
Salat
Kompott
Gemischies Eis (11os
Preis Mk. 2.−
Mahdennon-Kanz Darmstadt
Gegründet 1911
Grösster Mandolinenverein Mitteldeutschlands
Mitglied des Verbandes südd. Mandolin- u. Guitarre-Vereine
Sitz Karlsruhe.
Sonntag, 17. Mai 1914.
im Saale u. Garten der Restauration „Zum
weißen Schwanen‟ (Erzgräber), Arheilgen
bestehend aus
Konzerts Ensemble-Vorträge des Mandolin- u. Guitarre-
Orchesters des Vereins. Ferner Gesangs- u. humoristische
Vorträge, Violinsolo, Lieder zur Laute, Solo für Tylophon etc.
Tanz: Gutbesetzte Tanzmusik.
Kombola: 1. Preis eine Guitarre.
Zu dieser Veranstaltung gestatten wir uns Freunde und
Gönner unseres Vereins höflichst einzuladen.
*13999)
Anfang 4 Uhr
Mit „Gut Klang‟
Der Vorstand.
Eintritt frei
Aus Anlass des Stenographentagest
Sonntag, den 17. Mai, pünktlich abends 8 Uhr,
in ſämtlichen Räumen des
Kaiser= und Fürstensaales
Abend-Unterhaltung mit Janz
wozu wir unſere Mitglieder ſowie Freunde und Gönner unſerer
Sache freundlichſt einladen. Beſondere Einladungen ergehen nicht.
Eintritt 50 Pfg.
(1977ms
Kaufmänn. Stenographen=Geſellſchaft „Gabelsberger”
Abteilung Geſelligkeit.
Ludwigshöhe
Sonntag den 17. Mai 1914
Grosses
Militur Konzert
ausgeführt von der
(B12191
Kapelle des Großh. Artillerie=Korps.
Leitung Herr Obermuſikmeiſter Mickley.
Im Programm: „Gralsritter” aus Parſifal von
Wagner, mit Benützung der von Richard Wagner
an=
gegebenen Original=Parſifalglocken.
In Darmſtadt zum erſtenmal in Anwendung.
Andaug 4 Uhr.
Varlele-Thenter „Perke0
Alexanderſtraße 12 und 14
2. Hälfte Mai
täglich abends 8 Uhr:
das große Programmder W.
Schragl’s Münchner Sterne.
Beſtreiſendes Enſemble in dieſem
Genre.
Allabendlich außer dem
vorzüg=
lichen Varieté=Programm
2 tolle Burlesken.
NB. Monat Juni Hahnemanns
Burlesken.
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Württ.
seit Jahrhunderten bewährt gegen Rheumatismus,
Schwarzwald. Gicht u. dergl. Dampf-, Heißluft- und kohlensaure Bäder,
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Neues Kurhaus. Bergbahn zum Sommerberg (730 m) mit
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herrlichen Tannenwäldern, Kurkapelle, Theater Fiacherei
Pforzheim-
Prosp. d. die Kgl. Badverwaltung.
Wildbad.
Heute Samstag
Metzel=
luppe
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Hierzu ladet ergebenſt ein (*1403
Georo Diehl
„Zur Burgschenke‟
Mathildenplatz 18 — Hofſtallſtraße.
„Fürſtenaner Hof‟
Heute Samstag
Schlacht=
tag.
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Leicht anwendbar. (7676aß
Gelbbraun, eichen,
mahagoni, nussbaum.
Friedrich Schaefer.
Fregramn
zu dem am Samstag, den
16. Mai, von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Art.=Regts. Nr. 61.
1. „Frühlingsboten” (O bitte
euch, liebe Vögelein”), Marſch von
Janovius. 2. Ouvertüre zur Oper
„Martha” von Fried. v. Flotow.
3. Zwei Stücke von Fr. Schubert:
a) Ständchen („,Leiſe flehen meine
Lieder‟): b) „Moment musical‟.
4. „O ſchöner Mai”, Walzer aus
der Operette „Prinz Methuſalem‟
von Joh. Strauß. 5. „Das Herz
am Rhein‟ („Es liegt eine Krone‟),
Lied von Hill. 6. „Hurra,
Zeppe=
lin!”, Marſch von S. May; „An
die Geſchütze‟, Marſch von P.
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Abgemagerte
kommen zu Kräften
durch gute, leicht verdauliche Nahrung.
Wenn sie dabei täglich morgens und
abends das altbewährte tausendfach
ärztlich empfohlene Kräftigungsmittel
Kasseler Hafer-Kakao
geniessen, werden sie alsbald eine
Zu-
nahme der Körperkräfte zu verzeichnen
haben. (Nur in blauen Kartons zu 1 M.)
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Richtige Ausſtellungen und andere. — Man muß hier
vor=
lieb nehmen. — Berlin als Ausſtellung an ſich — Blüten
und Blumen. — Zur Kritik! — Ein merkwürdiges
Ruhe=
plätzchen. — Vom lieben Fiskus. — Geduldproben. — Das
Wörtchen „ſoll‟ — Die mitleidigen Berliner. — Zum
Hinſcheiden Frau von Bethmann Hollwegs. — Aus dem
Reichskanzlerpalais. — Ein Brief Johanna von Bismarcks.
Es gibt ſo’ne und ſone Sachen, ſagt häufig der
Ber=
liner und blinzelt dabei vielſagend mit den Augen. Und
ſo kann man diesmal von Berlin ſagen, daß es bei uns
in dieſem Frühling ſo’ne und ſone
Ausſtel=
lungen gibt! Ausſtellungen, die man beſichtigen kann,
und Ausſtellungen, die man kritiſch ausübt, indem man
dies und das bald an dieſem, bald an jenem höchſt
miß=
vergnügt auszuſtellen hat. Die großen Ausſtellungen
zwar ſind uns — wir rechnen hier die gewohnheitsmäßige
Kunſtausſtellung nicht mit — von anderen Städten
weg=
geſchnappt worden, wie wir’s ſchon längſt gewöhnt ſind
von Leipzig, Köln, Darmſtadt uſw. Wir müſſen uns mit
den kleineren Dingen begnügen, mit einer Kochkunſt=
und einer Varieté=Ausſtellung, die beide
nicht allzu aufregend ſind. Denn auf der einen kann man
ſich weder ſatteſſen, noch auf der anderen ſatiſehen, aber
beide ſind an ſich ganz hübſch und finden ja auch ihr
Pu=
blikum, die erſtere noch mehr wie die letztere. Denn wo
es was zu „präpeln” gibt, da iſt der Berliner und noch
mehr die Berlinerin ſtets dabei. Und in dieſer
merkwür=
digen Kochkunſt=Ausſtellung gibt’s ſogar allerlei leckere
Dinge umſonſt, wenn man den richtigen Zeitpunkt und
die rechte Gelegenheit erhaſcht. Bei der „Eva” dagegen,
wie man nach beliebtem Abkürzungsverfahren die Varieté=
Ausſtellung nennt, kann man ganz intereſſante Vergleiche
zwiſchen dem Einſt und Jetzt anſtellen zwiſchen den auf
armſeligen Karren einherziehenden Seiltänzern und den
modernſten Tricks der Jongleure und Athleten, die an
einem Abend ſoviel Honorar einſtreichen, wie ihre
Kol=
legen vor einem Jahrhundert nicht im Laufe von zwölf
langen und bangen Monden.
Aber müſſen wir denn überhaupt einzelne
Ausſtel=
lungen haben, bietet nicht Berlin eine fortwährende
Ausſtellung von echt weltſtädtiſcher Art, mit
mancher=
lei Einzelabteilungen? Seht Euch doch jetzt mal bei uns
um, durchwandert die Straßen, ſchreitet über die Plätze,
nehmt als Ziel die Angliederungen, die man als Groß=
Berlin bezeichnet. Da werdet Ihr gegenwärtig eine
un=
geheure Blumen=Ausſtellung finden, wie ſie
tat=
ſächlich keine andere Stadt der Erde in dieſem Umfang
und in dieſer Schönheit aufzuweiſen hat. Es hat
ordent=
lich etwas rührendes, zu beobachten, wie die einzelnen
ſtädtiſchen Verwaltungen in rühmenswerten Wettkampf
treten, um jedes geeignete freie Stückchen inmitten der
langen Häuſerreihen in einen Blumengarten zu
verwan=
deln. Hunderttauſende von knoſpenden Pflänzchen, von
ſchüchternen Blüten ſind im Laufe des April und Mai
eingepflanzt worden, wurden ſorgſam gehegt und gepflegt
und erwieſen ſich unendlich dankbar durch ein friſches
Ge=
deihen und Blühen. Daneben duftet es aus dichten
Ge=
büſchen von Flieder uud Goldregen und die weißen
Schneebälle leuchten hell aus vollem Grün hervor
wäh=
rend an anderen Stellen ſüdliche Pflanzen und Palmen
ihre Blätker ausbreiten, als ob von jeher der märkiſche
Boden ſo ſeltſame Kinder ſüdlicher Flora beherbergt. Es
iſt freilich ein koſtſpieliges Vergnügen, welches Mutter
Berolina ihren Kindern bereitet, denn allein Berlin ſelbſt
bezahlt jährlich faſt 2¾ Millionen Mark für dieſen Schmuck
ſeiner Parks und Straßenanlagen, und ſicherlich geben die
ſogenannten Nachbarſtädte wie Charlottenburg,
Schöne=
berg, Wilmersdorf, Neukölln uſw nicht weniger aus. Na,
und wenn wir ſonſt unſere Straßen entlang wandern, da
ſehen wir allein ſchon in den Schaufenſtern eine ganz
in=
ternationale Ausſtellung der mannigfachſten Art, die
im=
mer wieder und wieder die Schritte hemmen läßt. Und
im Gegenſatz zu den Pariſer und Londoner Geſchäften,
deren Mehrzahl ſich als äußerſt konſervativ erweiſt,
nament=
lich was das Kunſtgewerbe anbelangt, trifft man hier ſtets
auf Neuheiten, denn das gehört ja auch zur Berliner
Eigenart, daß hier nur der Wechſel beſtändig iſt.
Noch beſtändiger freilich ſind die Ausſtellungen, die
nicht in, ſondern an Berlin gemacht werden, bald von
fremder, bald von einheimiſcher Seite, bald mit Recht,
bald mit Unrecht. Mit Recht jedenfalls, wenn man einen
ganzen See von Spott über den Vorplatz am
Pots=
damer Bahnhof ausgießt. Schade nur, daß dieſer
See nicht ganz echter und rechter, naturgewaltiger Art iſt
um die niedrigen Mauern eines winzigen Kirchhöfleins,
das ſeit mehr denn fünf Dezennien ſeine eigene
Beſtim=
nung völlig vergeſſen hat, niederzureißen. Was, höre ich
fragen, einen Kirchhof vor dem Potsdamer Bahnhof, den
haben wir ja noch nie bemerkt, und ſind doch ſchon ſo oft
ntlang gegangen! Gewiß, ſelbſt an die umhegende
Back=
ſteinmauer, den Stützpunkt nicht gerade allzu anmutiger
Blumenverkäuferinnen und betriebſamer
Zeitungsaus=
rufer, hat man ſich ſchon gewöhnt und ſchimpft höchſtens
über den engen Bürgerdamm, auf welchem ſich zu den
be=
lebten Stunden die Fußgänger gegenſeitig drängeln,
drücken und treten. Solch mit ängſtlicher Sorgſamkeit
be=
hüteter, aus längſt vergangener Zeit ſtammender,
verkehrs=
hemmender Reſt, der auch nicht die geringſte Bedeutung in
rgend welcher geſchichtlichen oder künſtleriſchen Beziehung
hat, wäre tatſächlich in einer anderen Weltſtadt undenkbar.
Hier aber wird er liebevoll gehütet, weil der verehrte
Fiskus eine merkwürdige Liebe für ihn hat, die allerdings
mit ſeinem ſehr dehnbaren Geldbeutel in verdächtiger
Ver=
bindung ſteht. Ja. um dieſes Plätzchen möglichſt hoch
aus=
zunutzen, wollte beſagter Fiskus hier ein Café erreichten
laſſen, weil deſſen Beſitzer natürlich eine ganz gewaltige
Pacht jährlich bezahlt hätte. Von dieſer Kateridee iſt man
glücklich abgekommen, wahrſcheinlich fanden ſich doch einige
vernünftige Stimmen, die warnten, die berühmte Berliner
Geduld nicht auf eine gar zu harte Probe zu ſtellen
O wir haben ja gelernt, geduldig zu ſein, wenigſtens
innerhalb unſerer eigenen ſteinernen Grenzen. Und dann
wundern ſich die da „draußen” wenn bei ihnen die
Ber=
liner mal ein bischen ungeduldig werden, falls alles nicht
gleich im Eilzugtempo klappt! Irgendwo muß der Menſch
doch mal ſeinen Gefühlen Luft machen können! Wozu iſt
denn ſonſt das „draußen” da! Welche=Geduldprobe wird
uns beiſpielsweiſe mit unſerem neuen Opernhaus
auferlegt! Immer wieder und wieder hört und lieſt man,
daß die ganze Geſchichte noch nicht ſpruchreif wäre, heute
werden jene Einwendungen gemacht, morgen treten
Ver=
eine mit ellenlangen Beſchlüſſen dagegen auf, übermorgen
empfiehlt man den betreffenden Behörden aufs
drin=
gendſte, nicht unnötig allerhand Grundſtücke im Tiergarten
zu erwerben, da ja der Bau an eine ganz andere Stelle
kommen würde und man aus reinſter
Menſchenfreundlich=
keit den Staat vor einem materiellen Opfer bewahren
möchte. Während all dieſer Zänkereien und — man
ver=
zeih’ das ehrliche Wort — Stänkereien lag der Budget=
Kommiſſion des Abgeordnetenhauſes bereits eine
Verein=
barung zwiſchen dem Staat und der Stadt Berlin wegen
des neuen Opernhausplanes vor. Hierbei handelt ſich’s
beſonders um die finanzielle Beihilfe der Stadt und um
Abtretung eines ihr gehörenden Geländes. Damit Frau
Berolina „ihr Geſicht behält”, wie man ſich ſo hübſch in
China ausdrückt, wenn man eine beſſere Mogelei
beabſich=
tigt, ſoll die Stadt ihr Wörtchen mitzuſprechen haben bei
der Ausſchreibung eines Wettbewerbs zur Verſchönerung
des Königsplatzes. An der weſtlichen Seite desſelben ſoll
ja bekanntlich das neue Opernhaus ſeine Stätte finden
ſoll, ja, das iſt auch ſolch Wort, das im Wörterbuche
Berlins leider gar zu häufig Verwendung erhalten hat.
In dieſem Lexikon findet das Wort „Mitleid”
be=
ſondere Berückſichtigung. Ja, der Berliner iſt mitleidig,
wenn es auch in ſeinem Weſen liegt, daß er’s nicht wahr
haben will. Er verbirgt ſein Mitleid unter irgend einer
raſchen, wohl auch ſchnoddrigen Bemerkung, genau wie
ſeine Rührung, die er häufig mit einem Scherz verhüllt.
Jenes Mitleid konnte man ſo recht wieder beobachten
ge=
legentlich des Hinſcheidens der Gattin Herrn
von Bethmann Hollwegs. Unſer Reichskanzler
iſt durchaus nicht, was man „volkstümlich” nennen kann,
er hat auch nie danach geſtrebt und hat gar nicht das
Weſen dazu, ſich die Beachtung weiteſter Volkskreiſe zu
er=
ringen, was ſeine Perſönlichkeit, ſein Tun und Handeln
als Menſch anbelangt. Aber das Hinſcheiden ſeiner
Ge=
mahlin hat ihn vielen menſchlich näher gebracht und ihm
manch herzliches Wort ehrlichen Mitempfindens auch von
jenen Seiten eingetragen, die ſich ſonſt wenig um ihn ſelbſt
gekümmert. Gerade ein Staatsmann in ſolch leitender,
verantwortlicher und aufreibender Stellung, wie es die
des Reichskanzlers iſt, muß ſo recht den innigen Frieden
der Häuslichkeit, den ja doch nur eine liebe, feinſinnige
mitempfindende Frau gewähren kann, haben, ſoll er auf
ie Dauer ſeinen ſchweren Aufgaben gerecht werden. Frau
von Bethmann Hollweg, der rechte Typus der blonden,
ſtattlichen, märkiſchen Landedelfrau, wirkte mehr im
Stillen. So gut ſie, ſchon durch ihre gewinnende
äußer=
liche Erſcheinung, zu repräſentieren verſtand lag ihr doch
eigentlich nicht allzu viel daran, und war ſie gewiß ſtets
froh, wenn es aus der Wilhelmſtraße nach dem ſtillen
Hohenfinow ging. Denn in Berlin waren die Stunden
recht karg bemeſſen, die ſie mit ihrem Gatten verlebte,
Ar=
beit und Arbeit, Pflichten und Pflichten, Beſuche über
Be=
ſuche, dazu Aufregungen und Aerger in Hülle und Fülle,
das gehört ja leider zum Tageslaufe des erſten
Staats=
beamten unſeres Reiches. Genau wie einſt Johanna
von Bismarck aus der Wilhelmſtraße in einem Briefe
geſchrieben: „Dieſen Schwirr von früh bis ſpät jeden und
jeden Tag vertrage ich kaum. Ich werde allgemach
un=
ausſtehlich dabei und die Sorge um Bismarck ſeufzt
un=
unterbrochen in den kläglichſten Mollauten durch mein
Herz man ſieht ihn nie und nie. Morgens beim
Früh=
ſtück fünf Minuten während Zeitungsdurchfliegens — alſo
ganz ſtumme Szene. Darauf verſchwindet er in ſeinem
Kabinett, nachher zum König, Miniſterrat,
Kammer=
ſcheuſal — bis gegen 5 Uhr, wo er gewöhnlich bei irgend
einem Diplomaten ſpeiſt, bis 8 Uhr, wo er nur en passant
guten Abend ſagt, ſich wieder in ſeine gräßlichen
Schreibe=
reien vertieft, bis er um ½10 Uhr zu irgend einer Soiree
gerufen wird, nach welcher er wieder arbeitet bis gegen
1 Uhr und dann natürlich ſchlecht ſchläft. Und ſo geht’s
Tag für Tag — ſoll man dabei nicht elend werden vor
Angſt und Sorge um ſeine armen Nerven? — Und dieſe
Schreiberin hat ausgehalten in dem ſchlichten Palais der
Wilhelmſtraße bis zum letzten Augenblick und hat alles
Schwere geduldig und beruhigend mitertragen helfen.
Zum erſten Male nun verläßt ein Trauerzug jenes
Pa=
lais, auf das ehrlichſte wird man mitempfinden mit
ſei=
nem vereinſamten Bewohner.
Gewinnausing
der
4. Preußiſch-Füddeutſchen
(230. Königlich Preußiſchen) Klaſſenlottekie
5. Klaſſe 6. Ziehungstag 14. Mai 1914
Auf jede gezogene Nummer ſind zwei gleich hohe Gewinne
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen 1 und I.
(Ohne Gewähr A. St.=A. f. B.)
(Nachdruck verboten)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
4 Gewinne zu 30000 Mk. 70132 196948
4 Gewinne zu 10000 Mk. 56709 207648
4 Gewinne zu 5000 Mk. 106902 158240
108 Gewinne zu 3000 Mk. 3218 6334 5608 6880
11567 2857) 31464 35252 46104 54430 65530 59789
67898 70097 70467 73283 74222 79011 90455 94506
106365 112404 115439 117148 117487 123543 124086
131162 140877 141809 150326 154637 3156065 158946
159974 164982. 170350 171888 175720 177993 179508
190162 199442 203840 209391 209921 210159 211306
212030 221751 226003 228468 230804 232131
148 Gewinne zu 1000 Mk. 3307 5034 7387 9777
10676 1251.6 18217 14049 17671 19062 20695 27482
81477 34647 37492 42660 48216 54221 58669 65930
66296 70572 71.763 72434 82197 84135 86339 88067
90021 94685 100062 101377 101979 104506 104529
106079 108212 110267 111384 115053 115442 119595
119863 121722 522048 123407 123822 127182 131995
132678 133226 135359 138011 138966 145762 150306
150721 151440 154596 168253 164749 165601. 166390
172197 192055 196579 207515 214797 216968 222276
222730 225026 230466 231358
202 Gewinne zu 600 Mk. 1827 3401 3825
6754 6856 10760 10992 12929 14959 20760
20975 26183 27969 32496 35685 42277 46152 48605
50155 50451. 53349 64467 54544 55047 56931
60883 64071 64107 65257 65936 66555 69415
71503 76339 78582 81495 84712 88547 90195 96082
96295 87012 104943 107243 111633 112019 114698
117805 117995 118653 119271 120375 121261. 122718
124756 124931 126878 133205 136228 141874 144033
146143 147133 149560 150532 150822 151266 154094
154156 154488 155665 158189 163004 166776 167728
169544 169692 171218 174786 175964 176226 177652
1.79310 179331 184917 188136 194580 197749 200538
201348 204062 205205 211708 213720 213784 213874
215419 216431 218776 220851 232762
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 15000 Mk. 101219
10 Gewinne zu 5000 Mk. 63891 95402 108412
129553 204321
76 Gewinne zu 3000 Mk. 3044 3726 6032 9201
26096 29704 30290 31453 33568 41237 44968 53207
63327 54003 55949 70270 87037 92287 99424 102709
107824 109233 110385 115740 118325 121720 125021
169006 169396 170994 176713 191452 193590 202929
204352 213052 215824 233040
172 Gewinne zu 1000 Mk. 14164 15109 17981
19578 24658 26342 27281 28767 30601 33693 33767
84819 37052 37166 37226 40342 41005 46986 49094
53043 53962 57014 58358 58556 62923 64918 66118
66409 6649a 69021 81112 83499 89076 90107 91011
92160 92836 93592 96958 98635 99312 101442 102763
116939 121793 122406 128814 129027 129955 130516
136032 136641 142690 146258 150554 152199 155853
156974 157639 157916 160946 164142 165412 170187
172164 174639 180733 185063 187546 189179 192552
194493 196139 203615 207015 207148 207372 211926
214036 217765 221641 221664 223270 231904 232449
233425
194 Gewinne zu 500 Mk. 1017 2265 5247 7851
10768 10891 24106 27559 32041 33680 34163 34696
37914 39591 43810 47453 47538 48207 49927 50304
66745 62656 62892 62925 72285 73524 73600 73949
75891 76931 77447 81659 87726 97229 97810 98540
99657 100078 100761 101590 102973 105372 107239
110082 110576 111443 114820 121654 123427 125620
126897 127285 128142. 131986 132254 134720 136885
141393 141901 143662 143905 146335 148337 150647
158326 158549 164430 164962 165287 170409 171033
174581. 175948 178686 184437 191270 194114 194813
200990 204866 206845 207074 209868 211298 216176
216522 217017 217496 218683 222038 222315 222676
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Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
8—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 7. Mait dem Handungsgehilfen Georg
Falkenſtein, Schloßgartenſtr. 21, ein S. Lorenz Georg.
Am 11.: dem Fabrikarbeiter Heinrich Saul,
Liebfrauen=
ſtraße 44, eine T. Am 10.: dem Mobeltransporteur Peter
Winkel, Obergaſſe 44, ein S. Albert. Am 12.: dem
Kauf=
mann Salomon Lichtenſtein, Ludwigſtr. 12, ein SS.
Ro=
land Max. Am 11.: dem Chemiker Dr. phil. Benno Eger,
Eliſabethenſtr. 41, eine T. Marie Lieſelotte. Am 9.: dem
Oberlehrer Karl Kohlbacher, Bismarckſtr. 42, ein S.
Am 8.: dem Tapezier Adolf Krug, Mauerſtr. 10, ein S.
Friedrich Jakob. Am 10.: dem Oberlehrer Jakob Kabel,
Inſelſtr. 24, ein S. Werner Philipp Georg. Am 8.: dem
Fabrikanten Ludwig Böhringer in Lindenfels, eine T.
Annemarie Margarete Emmy hier. Lagerhausſtr. 24.
Am 12.: dem Schreiner Albert Wilhelm Hohweiler,
Die=
burgerſtr. 11, ein S Albert Emil.
Aufgebotene. Am 12. Mai: Fremdenpenſioninhaber
Wilh. Bolz in Schönberg und Luiſe Johanna
Fried=
rich in Frankfurt a. M. Weißbinder Philipp Dehmer
und Eliſabethe Zickler, Dienſtmädchen, in Eberſtadt.
Landwirt Richard Fleiſchhauer, hier, und Hermine
Edelmann in Geiß=Nidda. Landwirt Leonhard
An=
tony in Bechtheim und Haushälterin Maria Benedikte
Trand, hier. Gürtler Friedrich Johann Starck,
Frank=
furterſtr. 5 und Büglerin Katharina Emilie
Stein=
brenner, Liebfrauenſtr. 35. Eiſenbahngehilfe Karl Friedr.
Dürr in Plochingen und Luiſe Juliane Kilian,
Land=
wehrſtr. 21½. Bäcker Phil. Peter Krauß,
Pallaswieſen=
ſtraße 33, und Wilhelmine Mennel in Auerbach.
Fa=
brikarbeiter Friedr. Karl Weidner in Rüſſelsheim und
Dienſtbote Sophie Anna Völk, hier.
Buchhandlungs=
gehilfe Oskar Johannes Neubert, Gartenſtr. 13, und
Franziska Stauner in Landshut. Garde=Sergeant bei
der Garde=Unterroffizier=Kompagnie, Hermann
Hachen=
berger, und Köchin Eva Barbara Helmſtetter in
Frank=
furt a. M.
Geſtorbene. Am 11. Mai: Georg Karl Hofmann,
S. des Kaufmanns, 6 Mte., ev Nieder=Ramſtädterſtr. 16.
Am 10.: Ernſt Jaxt S. des Maurers, 1 J., ev.,
Alexan=
derſtraße 4. Am 11.: Ohne Vorname, Saul, T. des
Fabrikarbeiters, 1 Min., kath., Liebfrauenſtr. 44. Am 12.:
Anna Hecker, geb. Kumpf. Witwe des Drehers, 44 J.,
kath., Frankfurterſtr. 35. Barbara Fuhrmann, T. des
Flaſchenbierhändlers. 14 J., kath., Gervinusſtr. 30. Am
13.: Katharine Kühn, geb. Vogel. Witwe des
Stein=
hauermeiſters, 72 J., ev Grafenſtr. 4. Kathacine
Mül=
ler, geb. Neuhäuſel, Witwe des Zieglers, 69 J., kath., aus
Eppertshauſen, hier, Grafenſtr 9. Ferdinand Köhler,
S. des Taglöhners. 1 J., ev., Sackgaſſe 10. Karl Friedrich
Oſterrath, Privatier, 75 J., kath., Stiftſtr. 77.
Gottesdienſtliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden
Sonntag Rogate, den 17. Mai 1914
Hofkirche: Samstag, den 16. Mai, abends um 6 Uhr:
Beichte. — Sonntag, den 17. Mai, vorm. um 10 Uhr:
Konfirmation. Hauptgottesdienſt mit Feier des heil.
Abendmahls. — Nachm. um 3 Uhr: Andacht. —
Mitt=
woch, den 20. Mai, abends um 6 Uhr: Andacht.
ctadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Velte.
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Zimmermann.
Stadtkapelle: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Beringer.
Abends um 6 Uhr: Pfarrer Zimmermann.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8 Uhr. —
Vormittags um 10½ Uhr: Kindergottesdienſt (
Stein=
ſtraße 24, Muſikſaal).
Johanneskirche: Kollekte für die Evangeliſchen im
Aus=
land. — Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Marx. — Vorm.
um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Vorm. um 9 Uhr:
Chriſtenlehre für den Nordbezirk im Gemeindehaus.
Pfarrer Marx.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Hickel.
— Vorm. um 11 Uhr: Kindergottesdienſt für den
Oſt=
bezirk. Pfarraſſiſtent Lindenſtruth. — Nachmittags
um 4 Uhr: Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Herberge zur Heimat: Vormittags um 8 Uhr: Pfarrer
Memmert.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Lenz. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Vormittags um
8½ Uhr: Chriſtenlehre für die 2. Gruppe der
Konfir=
mierten. Pfarrer Wagner. — Vorm. um 10 Uhr:
Pfarrer Wagner. — Um 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt. Pfarrer Wagner.
Pauluskirche: Vorm. um 8½ Uhr: Chriſtenlehre.
Pfarrer Rückert. — Vormittags um 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Sann. — Vormittags um
111¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Sann.
Lutheriſcher Gottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am Sonntag Rogate, den 17. Mai,
nachmit=
tags um 5 Uhr, im „Feierabend”, Stiftſtr. 51: Pfarrer
Anthes.
Evang. Gemeinde in Eberſtadt: Sonntag, den 17. Mai,
vormittags um ½10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarraſſiſtent
Eckhardt. — Um ½11 Uhr: Chriſtenlehre der Knaben.
— Abends um 8 Uhr: Bibelerklärung. Pfarrer Paul.
Evang. Gemeinde in Nieder=Ramſtadt: Sonntag, den
17. Mai, vorm. um ½10 Uhr: Gottesdienſt.
Pfarrver=
lwalter Weik.
Evang. Gottesdienſt in Fraiſa: Sonntag, den 17. Mai,
nachmittags um 2 Uhr: Gottesdienſt im Rathausſaal.
Pfarrverwalter Weik.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 17. Mai,
vormittags um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nach=
mittags um 4 Uhr: Bibelſtunde. — Abends um 8½ Uhr:
Bibliſcher Vortrag von Prediger Lohe=Frankfurt. —
Mon=
tag, den 18. Mai, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde für
Frauen. — Dienstag, den 19. Mai, abends um 8½ Uhr:
Jungfrauen= und Blaukreuz=Bibelſtunde. — Mittwoch,
den 20. Mai, nachm. um 2 Uhr: Bibelſtunde für
Mäd=
chen. — Um 4 Uhr: Bibelſtunde für Knaben. — Zweig
der Stadtmiſſion (Beſſungerſtr. 88, Hth.). Sonntag,
den 17. Mai, vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
— Nachmittags um 3 Uhr: Bibelſtunde für Jünglinge.
— Um 4½ Uhr: Bibelſtunde für Jungfrauen. — Freitag,
den 22. Mai, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Griesheim bei D.: Sonntag, den 17. Mai, abends
m 8½ Uhr: Religiöſer Vortrag im Kleinkinderſchulſaal.
Evangeliſche Gemeinſchaft (Kiesſtr. 43): Sonntag,
den 17. Mai, nachm. um 2½ Uhr: Feier des Kinder=
Miſſionstages mit der Sonntagsſchule. — Abends um
8¼ Uhr: Predigt. Pred. A. Berner aus Frankfurt a. M.
— Dienstag, den 19. Mai, abends um 8½ Uhr:
Bibel=
ſtunde. Prediger A. Berner=Frankfurt a. M.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (
Lagerhaus=
ſtraße 4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig getaufter Chrißten (Waptiſten),
Maner=
ſtraße 17: Sonntag, den 17. Mai, vorm. um 9½ Uhr:
Predigt. Prediger Winhold. — Um 10½ Uhr:
Sonn=
tagsſchule. — Nachm. um 4 Uhr: Predigt. Prediger
Winhold. — Mittwoch, den 20. Mai, abends um
½ Uhr: Bibel= und Gebetſtunde. Pred. Winhold.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 17. Mai, nachm. um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule. —
Um 4 Uhr: Predigt. — Donnerstag (Chriſti Himmelfahrt),
den 21. Mai, abends um ½ 9 Uhr: Predigt.
Katholiſche Gemeinden
5. Sonntag nach Oſtern, den 17. Mai 1914
Kollekte für die Armen des St. Eliſabethenvereins
St. Ludwigskirche: Samstag, den 16. Mai, nachm.
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. — Abends um 8 Uhr: Maiandacht.
Sonntag, vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur
heif Beichte. — Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um
7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr:
Militärgottesdienſt mit Predigt. — Um ½10 Uhr:
Levi=
tiertes Hochamt mit Predigt zur Feier des goldenen
Jubiläums des St. Eliſabethenvereins. — Um 11 Uhr:
Akademiſcher Gottesdienſt. — Nachmittags um 3 Uhr:
Sakramentaliſche Bruderſchaftsandacht. — Von Montag
bis Mittwoch, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Abends um 8 Uhr: Majandacht.
Kapelle der Warmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachm. um 5 Uhr:
Ver=
ſammlung des 3. Ordens. — Um 6 Uhr: Maiandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Kapelle zu Ober=Ramſtadt: Sonntag, vorm. um 9 Uhr:
heil. Meſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 16. Mai,
nach=
mittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil Beichte. — Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr:
heil. Meſſe mit Predigt. — Um ½ 10 Uhr: Hochamt und
Predigt. — Nachm. um 2 Uhr: Andacht; darauf
Ver=
ſammlung der Sodalität.
Kapelle zu Arheilgen: Sonntag, vorm. um ½10 Uhr:
Amt und Predigt.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
16. Mai, nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. um 6 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte.— Um ½7 Uhr: heil. Meſſe. — Um ½9 Uhr:
Amt mit Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr:
Sakramen=
taliſche Bruderſchaftsandacht. — Mittwoch, abends um
6 Uhr: Maiandacht.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 16. Mai, nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, vormittags um ½ 6 Uhr: Beichte. — Um
½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um
¼10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachmittags um
½5 Uhr: Maipredigt eines fremden Geiſtlichen und
An=
dacht. — Werktags um ¼7 Uhr: Singmeſſe.
Kapelle zu Pſungſtadt: Sonntag, vorm. um 7 Uhr:
Beichte. — Um ½8 Uhr: Amt und Predigt. — Nachm.
um ½2 Uhr: Andacht. — Montag, um ½5 Uhr:
Mai=
andacht.
The Church of England Services in the
Hofkirche
5th Sunday after Easter, 17th May 1914
Matins and Celebration of the Holy Communion
12 O’clock.
Evensong and Sermon 6 p. m.
The Rev. G. H. Butler, British Chaplain, will officiate.
The Church of England Service in the Hofkirche on
Ascension Day, will be the Celebration of the Holy
Communion, with an Address at 11,30 a. m.
The Rev. G. H. Butler, British Chaplain, will officiate.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden=
Reformationsgemeinde: 21. April: Uneheliche
T. Helene Margarete, geb. 24. März. 3. Mai: Dem Schreiner
Matthäus Müller T. Suſanna Anna Maria, geb. 12. April.
Lukasgemeinde: 10. Mai: Dem Schuhmacher
Leonhard Straub T. Lina, geb. 5. April.
Schloßgemeinde: 28. April: Dem Hofoptiker
Arthur Melcher S. Fritz Arthur, geb. 28. Jan. 10. Mai:
Dem Taglöhner Johannes Spieß S. Johann Friedel,
geb. 25. April. Dem Fabrikarbeiter J. Weininger T.
Wilhelmine, geb. 30. April.
Johannesgemeinde: 10. Mai. DemFabrikarbeiter
Heinrich Nees T. Anna Thekla, geb. 3. Mai. Dem
Maſchinenarbeiter Tobias Göttmann S. Karl, geb. 26. März.
Martinsgemeinde: 10. Mai: Dem Kolporteur
Adam Darmſtädter T. Anna Lina, geb. 18. März. Dem
Bauführer Chriſtian Sames T. Margarete, geb. 29. März.
Dem Meſſerſchmied Karl Adolph T. Gertrud Marie, geb.
27. April.
Petrusgemeinde: 4. Mai: Dem Zuſchneider Emil
Geppert S. Otto, geb. 21. Sept. 10. Mai: Dem
Architek=
ten Auguſt Philipp Stroh T. Katharina Elſe, geb. 7. April.
Dem Schneider Leonhard Steiger T. Marie, geb. 21. Febr.
Dem Bahnſchaffner Philipp Hill S. Alfred Philipp, geb.
18. April.
Paulusgemeinde: 7. Mai: Dem Hoteldirektor
Rudolf Dierker T. Marguerite Lucete, geb. 5. Juni.
10. Mai: Dem Bürovorſteher Heinrich Grimme T.
Jo=
hannette Marie, geb. 2. Febr. Dem Weißbindermeiſter
Philipp Erbes III T. Eliſabeth Eleonore, geb. 3. April.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Reformationsgemeinde: 18. April: Poſtbote
Heinrich Gehriſch und Maria Eliſabetha Bünan. 19. April:
Kutſcher Karl Friedrich Victor Hofmann und Eliſabetha
Lien. 23. April: Hotelportier Chriſtian Friedrich Rebmann
und Hedwig Bremer. 1. Mai: Kutſcher Chriſtian Valentin
Volberg und Katharine Hornung. 4. Mai:
Handlungs=
gehilfe Johann Georg Auth und Frieda Luiſe Emma
Kempf. 10. Mai: Gärter Wilhelm Seehaus und
Karo=
line Herzog.
Markusgemeinde: 9. Mai: Telegraphen=
Vor=
arbeiter Johannes Chriſt und Chriſtine Stabel.
Hilfs=
ſchaffner Johann Georg Bonin und Emma Möller.
12. Mai: Rehnungsrat Heinrich Joſeph Rühl und Maria
Wilhelmina Kilſch.
Lukasgemeinde: 9. Mai: Magazinarbeiter Georg
Wolf und Margarete Lang. 10. Mai: Kaufmann
Lud=
wig Kichler und Wilhelmine Armbruſt.
Schloßgemeinde: 18. April: Fabrikarbeiter
Leon=
hardt Weber und Katharine Barbara Schließmann.
25. April: Kaufmann Johannes Hening und Magdalene
Eliſabeth Breuer. 30. April: Maſchinenbautechniker
Lud=
wig Vetter und Caroline Margarethe Johannette Meyer.
2. Mai: Hilfspoſtillon Georg Schüler, hier und Anna
Karg, Witwe, zu Erbach i. O. Redakteur und
Oberkor=
rektor Konrad Popp zu Darmſtadt und Philippine Welter
aus Sprendlingen i. Rh.
Johannesgemeinde: 11. Mai: Kaiſerlicher
Bank=
buchhalter Paul Schnur und Mathilde Wolf, von hier.
Martinsgemeinde: 10. Mai: Wagner Heinrich
Koch, Witwer, in Mannheim und Margarethe
Klein=
ſchmidt, geb. Koch, Witwe, hier.
Paulusgemeinde: 9. Mai: Kellner Valentin
Kartſcher und Eliſabeth Barbara Merz, zu Nieder=
Ram=
ſtadt: Rudolf Triſtan Kranich zu Monaco und Marg.
Hedwig Lerch.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Reformationsgemeinde: 7. Mai: Privatin
Eliſabeth Kolb, 78 J., ſtarb 5. Mai. Rentner
Hein=
rich Kichler, 68 J., ſtarb 10. Mai. 13. Mai: Margarete
Baumann, geb. Bauer, Ehefrau des Kutſchers
Jo=
hann Karl Baumann, 45 J., ſtarb 11. Mai.
Markusgemeinde: 10. Mai: Schloſſer Philipp
Kredel, 27 J., 9 Mon., ſtarb 8. Mai. 12. Mai:
Vereins=
diener Karl Bott, 58 J., ſtarb 10. Mai. Witwe Marie
Weygandt, geb. Klotz, 78 J., 5 Mon., ſtarb 7. Mai zu
Kaſſel.
Schloßgemeinde: 21. April: Charlotte
Blumen=
ſchein, Ehefrau des Taglöhners Jakob Blumenſchein,
54 J., ſtarb 18. April. 2. Mai: Heinrich Schleuning, S.
des Fuhrmanns Heinrich Scheuning, 2 J., ſtarb 30. April.
5. Mai: Katharine Eliſe Jacobi, geb. Poth, Ehefrau des
Taglöhners Leonhard Jacobi, 30 J., ſtarb 2. Mai.
Johannesgemeinde: 15. Mai: Katharine Kühn,
geb. Vogel, Witwe des Steinhauers Johannes Kühn,
72 J., ſtarb 13. Mai.
Martinsgemeinde: 10. Mai: Marie Mergott,
geb. Heckwolf, Ehefrau des Handarbeiters Karl Mergott,
67 J., ſtarb 8. Mai. 7. Mai: Adolf Jakob Knell, 4 Mon.,
ſtarb 5. Mai. 8. Mai: Ferdinand Karl Wesp, 7 Mon.,
ſtarb 6. Mai. 9. Mai: Eliſabeth Krauß, Ehefrau des
Weinwirts Friedrich Krauß, 56 J., ſtarb 7. Mai. 12. Mai:
Anna Eliſabeth Törge, Witwe des Schneidermeiſters
Johann Nikolaus Karl Törge, 76 J., ſtarb 10. Mai.
Paulusgemeinde: 9. Mai: Karoline Nagel, geb.
Rühl, Ehefrau des Weichenſtellers i. P. Johannes Nagel,
82 J., ſtarb 7. Mai. 13. Mai: Privatier Karl Löw,
79 J., ſtarb 10. Mai.
Trauungen auswärt. Paare: Pfarrer Vogel.
Beerdigungen auswärts Verſtorbener: Pfarrer
Kleberger.
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Selbstbinder von 68 ₰ an
Regattes für Stehkragen
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Regattes für Umlegekragen
von 48 ₰ an
Sport-Artikel
Herren-Strohhüte 125 140 170 280 380 440
Herren-Strohbüte Panama-Hüte 1250, Kinder-Strohhüte v. 45 ₰ an
Sport-Mützen von 75 ₰ an
Touren=Hemden für Herren . von 1— an
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Couren-Hemden für Jungens . von 1— an
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Robespierre-Hemden
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Sportgamaschen
20
. von 325 an
Sportstrümpfe
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Rucksäcke für Jungens
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Rucksäcke für Herren
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Sportgürtel.
35
.von 1— an
Westengürtel
95
Herren-Socken
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Diverses
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Herren- Sommer- Normal-
Hemden von 1.25 an
Herren- Sommer- Normal-
Hosen von 1.25 an
Herren-Schirme
von
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