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177. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Kaiſer iſt geſtern abend nach Wiesbaden
ab=
gereiſt.
Der Reichstag beendete geſtern die zweite
Le=
ſung des Militäretats und begann ſodann die
zweite Leſung des Etats für Kamerun.
Der ſächſiſche Kriegsminiſter, Generaloberſt
Freiherr v. Hauſen, tritt nach Landtagsſchluß von
ſeiner Stiellung zurück.
Einer der bekannteſten katholiſchen Geiſtlichen Berlins, der
Kanzelvedner des Doninikanerordens Pater
Bona=
ventura, iſt geſtern im Alter von 51 Jahren geſtorben.
Siehe auch Letzte Nachrichten.
Herr von Bethmann Hollweg.
— Wie bereits gemeldet, iſt dem Reichskanzler nach
längerer Krankheit ſeine Gemahlin entriſſen worden, und
Herrn von Bethmann Hollweg wird man angeſichts dieſes
Verluſtes allenthalben aufrichtiges Mitgefühl
entgegen=
bringen, denn er hat in ihr eine Gefährtin verloren, die
es verſtanden hat, ihm manche ſchwere Stunde ſeines
hohen und verantwortungsvollen Amtes zu erleichtern
und ihm geholfen, ſeine Bürde zu tragen. Es läge ſomit
keineswegs außerhalb des Bereiches der Möglichkeit, daß
dieſes Ereignis in abſehbarer Zeit Herrn von Bethmann
Hollweg veranlaßt, ſich in die beſchauliche Muße von
Hohenfinow zurückzuziehen, wenn ihn die Laſt der
Ge=
ſchäfte gar zu ſehr bedrückt oder die politiſchen
Verhält=
niſſe eine weitere Zuſpitzung erfahren.
Herr von Bethmann Hollweg iſt eine Perſönlichkeit,
die die Dinge ungemein ernſt nimmt und der nichts von
der leichteren Art des Fürſten Bülow hat. Das ſoll für
den letzteren nicht etwa ein Tadel ſein, denn niemand wird
dem vorletzten Reichskanzler nachſagen können, daß er
nicht in hohem Maße pflichteifrig geweſen wäre. Herr
von Bethmann Hollweg galt von je als der „Philoſoph
im Miniſterfrack” und ſeine Reden im Parlamente
unter=
ſcheiden ſich in ihrer ganzen Geſtaltung weſentlich von
denen ſeines Vorgängers. Dieſer verſtand es auch durch
ſeine perſönlichen Vorzüge, gewinnend zu wirken und
da=
durch auch den Gang der Verhandlungen und
Entſchei=
dungen zu beeinfluſſen. Und doch iſt es Herrn von
Beth=
mann Hollweg gelungen, unter recht ſchwierigen
Verhält=
niſſen wichtige Vorlagen durchzubringen, wobei nur an
die Durchführung der Koſtendeckung für die große
Mili=
tärvorlage erinnert ſei. Noch kein Reichskanzler hat mit
einer derartigen Zuſammenſetzung des Reichstages zu
rechnen gehabt, wie Herr von Bethmann Hollweg, und
doch hat ihm dieſer faſt alles, wenn vielleicht teilweiſe
auch in abgeänderter Form, bewilligt, was er haben
wollte. Mögen auch manche taktiſche Fehler zu
verzeich=
nen ſein und muß auch zugeſtanden werden, daß in der
Leitung der auswärtigen Angelegenheiten, denen der
jetzige Reichskanzler allerdings verhältnismäßig
fern=
ſteht, nicht alles zum beſten ſei, ſo wird auch der
Geg=
ner zugeben müſſen, daß Herr von Bethmann Hollweg
in ernſtem Streben unter den obwaltenden Verhältniſſen
das möglichſte erreicht hat. Mögen auch die Erfolge der
Bethmannſchen Politik nach außen weniger in Erſcheinung
itreten, und mag auch ſeine Stellungnahme zuweilen
Oppoſition hervorrufen, ſo wird man doch der Perſon
des jetzigen Reichskanzlers ſelbſt allezeit höchſte Achtung
entgegenbringen, als einem aufrechten Manne, der auch
unter widrigen Verhältniſſen treu auf ſeinem Poſten
aus=
harrt.
Die Kammerwahlen in Franks
reich
haben die Geeinigten Sozialiſten ſo ſtark vermehrt und
die Geeinigten Republikaner in ihrer parlamentariſchen
Machtſtellung ſo befeſtigt, daß die Verſtärkung des Blocks
der Linken von dem gegneriſchen Figaro unumwunden
zugeſtanden wird. Da hiermit eine Schwächung der
chau=
viniſtiſchen Beſtandteile der franzöſiſchen Volksvertretung
verbunden iſt, haben wir keinen Anlaß, uns den Klagen
des Figaro über den Wahlausfall anzuſchließen. Wenn
aber die Humanité des „Genoſſen” Jaurés bereits die
Rückkehr zur zweijährigen Dienſtzeit als bevorſtehend
an=
kündigt, ſo muß hierzu ein recht dickes Fragezeichen
ge=
macht werden. Denn, ganz abgeſehen davon, daß die
ſozialiſtiſchen Feinde der dreijährigen Dienſtzeit unter den
übrigen Parteien nur wenige, ebenſo radikale
Geſinnungs=
genoſſen haben, können zum jetzigen Zeitpunkt ſehr leicht
techniſche Gründe gegen die Rückkehr zur zweijährigen
Dienſtzeit geltend gemacht werden. Man darf ſich alſo in
der angegebenen Richtung keinen übertriebenen
Erwar=
tungen hingeben.
Die Pariſer Blätter erörtern weiter eifrig die
Wahl=
ergebniſſe und ihre Rückwirkung auf die
Par=
teigruppierung der Kammer. In der konſervativen
und gemäßigten Preſſe gelangt mehrfach die Ueberzeugung
zum Ausdruck, daß die Furcht vor der „ſozialiſtiſchen
Dir=
tatur” die Bildung einer Kammermehrheit herbeiführen
werde, die genötigt ſein werde, im weſentlichen das
Pro=
gramm des briandiſtiſchen Verbandes der Linken zu
ver=
teidigen.
So ſchreibt Graf d’Hauſſonville im Figaro: Darf
man nicht hoffen, daß ſich in der neuen Volksvertretung
eine Mehrheit zugunſten einer friedlichen, aber ſtolzen
äußeren Politik, ſowie zugunſten einer zwar
opferwilli=
gen, aber jeder Beunruhigung abholden Finanzpolitik
findet? — Die Libre Parole ſchreibt: Doumergue oder
wer immer es ſein mag, wird nur dann am Ruder bleiben
können, wenn er in einer Regierungserklärung die
Auf=
rechterhaltung des Dreijahrgeſetzes, die Ablehnung der
Steuerinquiſition, die Freiheit des Unterrichts und das
Verhältniswahlſhſtem verſpricht, alſo genau das
Gegen=
teil des Programms von Pau. — Die Republique
Fran=
caiſe hofft, daß ſich ein Staatsmann finden werde, welcher
der neuen Kammer ſagen werde, angeſichts der Bildung
des kollektiviſtiſchen und antimilitariſtiſchen Blocks wird
ein anderer Block unabweisbar ſein, der Block jener
Fran=
zoſen, der die militäriſche und finanzielle Kraft des
Lan=
des nicht der revolutionären äußerſten Linken opfern will.
Für ein ſolches Werk nehmen wir den Beiſtand aller an
und verlangen nur guten Willen und Redlichkeit,
Einzelne radikale Blätter ſind nicht ganz ohne
Be=
fürchtung wegen der künſtigen Stellung ihrer Partei. Die
Lanterne meint: Der Erfolg der Sozialiſten, der
zweifellos alle Erwartungen ihrer Führer übertroffen
hat, iſt zum großen Teil der Zerfahrenheit zuzuſchreiben,
mit der die Radikalen in den Wahlkampf eintraten.
Elemeneeau ſchreibt im Lhomme Libre: Es iſt vorläufig
unmöglich, die parlamentariſche Lage der Radikalen genau
zu beſtimmen. Sie ſchreiben ſich, mindeſtens den Ziſſern
nach, einen Sieg zu den ich nicht beſtreiten will. Dieſen
Sieg kann ein wahrer ſein und ich würde mich dazu nur
beglückwünſchen. Es iſt aber auch möglich, daß ſchon die
erſten Tage der neuen Kammer ihnen Enttäuſchungen
brin=
gen. — Jaurés ſchreibt: Die Rückſchrittler und
Gemäßig=
ten verfolgen jetzt die Taktik, den Sieg der Sozialiſten
aufzubauſchen und deſſen Folgen zu übertreiben, um eine
parlamentariſche Panik herbeizuführen. Es iſt vielleicht
eine Unllugheit, wenn unſere Gegner vor Frankreich und
Europa die Frage in dieſer Form aufwerfen. Vielleicht
erhöhen ſie dadurch unſer Anſehen und unſeren Kredit
noch mehr als ſie eigentlich wollen.
Deutſches Reich.
— Vertretung des Reichskanzlers im
Reichstage. Die Arbeiten des Reichstags werden
durch den Tod der Frau von Bethmann Hollweg keine
Störung erleiden. Selbſtverſtändlich bleibt der
Reichs=
kanzler in den nächſten Tagen den Verhandlungen fern.
Er wird beim Etat des Auswärtigen Amtes durch den
Staatsſekretär von Jagow ſich vertreten laſſen und
per=
ſönlich erſt an der dritten Leſung teilnehmen, die Anfang
der nächſten Woche beginnen dürfte.
— Die Ausländer und der Wehrbeitrag.
Berliner Blätter ſchreiben: In den zuſtändigen
Reichs=
ſtellen werden die über die Heranziehung von Ausländern
zum Wehrbeitrag eingegangenen Vorſtellungen weiter
er=
örtert. Nach der formal juriſtiſchen Seite befinden ſich
alle beteiligten Reſſorts in völliger Uebereinſtimmung
darüber, daß die Erhebung der Wehrſteuer von denjenigen
Ausländern, die ſich dauernd bei uns aufhalten, nicht den
geringſten Bedenken unterliegt. Auch der Wortlaut der
Handelsverträge biete zu Zweifeln in dieſer Richtung
keinen Anlaß. Insbeſondere ſei es verfehlt, zum Beweiſe
des Gegenteils auf Artikel 3 des deutſch=ruſſiſchen
Ver=
trages zu verweiſen, der Steuerfreiheit für die
beiderſei=
tigen Staatsangehörigen vorſieht bei Leiſtungen, welche
im Kriegsfall oder „infolge von außergewöhnlichen
Um=
ſtänden” auferlegt werden. Denn der Wehrbeitrag ſtellt
ſich dar als eine rein finanzpolitiſche Maßnahme zur
Deckung der einmaligen Ausgaben gelegentlich der letzten
Wehrvorlage, die ihrerſeits, da ſie bereits mehrere
Vor=
gängerinnen gehabt hat, auch nicht als ein
außergewöhn=
liches Ereignis anzuſehen iſt. Aber auch in materieller
Beziehung liegt kein Anlaß vor, mit einer großmütigen
Geſte ohne weiteres auf die Beiträge der im Deutſchen
Reich anſäſſigen Ausländer zu verzichten. Nach einer
Schätzung, die im gegenwärtigen Augenblick, vor Abſchluß
der amtlichen Erhebungen, naturgemäß keinen Anſpruch
auf völlige Zuverläſſigkeit machen kann, der aber
immer=
hin offizielles Material zugrunde liegt, dürfte das von
Ausländern aufkommende Steuerſoll nicht unter 40
Mil=
lionen Mark betragen. Andererſeits wird, und gerade
in den letzten Tagen, anerkannt, daß die juriſtiſchen und
fiskaliſchen Geſichtspunkte in dieſer Angelegenheit letzten
Endes nicht allein entſcheidend ſein dürfen. Es gilt hier,
auch dem nationalen Empfinden im Auslande Rechnung
zu tragen und es wird deshalb zurzeit erwogen, ob das
nicht am beſten in der Weiſe geſchähe, wenn das Deutſche
Reich darauf verzichtete, in dieſem Falle gewiſſermaßen
Richter in eigener Sache ſein zu wollen. Es iſt daher
nicht ausgeſchloſſen, daß die ganze Angelegenheit dem
Haager Schiedsgericht unterbreitet wird.
— Die Beſoldungsnovelle. In der Frage
der Verſtändigung wegen der Beſoldungsnovelle hängt
die Entſcheidung vom Zentrum ab, das über die
end=
gültige Stellungnahme erſt in einer Fraktionsſitzung
be=
ſchließen wird.
— Der Entwurf eines
Reichstheater=
geſetzes iſt fertiggeſtellt. Es ſteht demnach der
Ein=
bringung der Vorlage in den Bundesrat in der nächſten
Zeit nichts mehr im Wege, und man kann erwarten, daß
der Geſetzentwurf dem Parlament als eine der erſten
Vor=
lagen in der nächſten Tagung zur Durchberatung zugehen
wird.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Im Heeresausſchuß der
öſterreichi=
ſchen Delegation ergriff der Miniſter des Aeußern,
Graf v. Berchtold, das Wort, um die Anfrage wegen der
Kundgebungen in Italien zu beantworten. Er verwies
auf die vormittags im Einvernehmen mit ihm abgegebene
Erklärung des Kriegsminiſters, wonach alle notwendigen
Schritte zur Klarſtellung der in mehreren Städten
Ita=
liens vorgekommenen, ſehr bedauerlichen Kundgebungen
eingeleitet ſeien, ſowie zur Beurteilung deſſen, ob
völker=
rechtswidrige Verunglimpfungen der öſterreichiſchen
Embleme und Angriffe gegen den Vertreter Oeſterreichs
erfolgten. Der Miniſter fuhr fort: Ich freue mich,
be=
reits jetzt erklären zu können, daß die Nachricht über die
angebliche Verbrennung der öſterreichiſchen Fahne in
Ve=
nedig unrichtig iſt. Einen ſtärkeren Charakter ſcheinen die
Kundgebungen in Turin, Mailand und Neapel
angenom=
men zu haben. Je nach dem Tatbeſtande werden wir die
Kundgebungen bei der italieniſchen Regierung zur Sprache
bringen, und ich zweifle nicht, daß dieſe Ausſprache in
dem Geiſte geführt wird, der unſerem Bundesverhältnis
zwiſchen den beiden Ländern entſpricht.
England.
Die Einkommenſteuererhöhung. Im
Verlaufe der Budgetdebatte des Unterhauſes erklärte
Miniſter Lloyd George, er gebe zu, daß die vorgeſchlagene
Erhöhung der Einkommenſteuer auf nicht ſelbſt verdiente
Einkommen bei kleinen Einkommen eine Härte bedeuten
könne. Die Regierung ſchlage daher vor, daß für das
un=
verdiente Einkommen zwiſchen 300 und 500 Pfund
Ster=
ling der alte Satz von 1 Schilling 2 Pence für das Pfund
zu bezahlen ſein ſollten, während für das unverdiente
Ein=
kommen unter 300 Pfund Sterling 1 Schilling für je
1 Pfund zu zahlen ſein ſollten. Dieſe Aenderung würde
den Staatsfinanzen jährlich 370000 Pfund koſten. Der
Miniſter verteidigte das Budget gegen den Vorwurf der
Verſchwendung und wies die Beſchuldigung zurück, daß
er in die Finanzpolitik Gefühlspolitik menge. Millionen
im Lande erheben ſich in Empörung gegen ihre Lage,
wenn die Reichen und Vermögenden ſich nicht rechtzeitig
anſchickten, für ihre weniger begüterten Mitbürger Opfer
zu bringen. So komme bald der Tag, wo ſie erſtaunt und
bedauernd darauf zurückblicken würden, daß ſie gegen die
Einkommenſteuer von 1 Schilling 4 Pence als
Verſiche=
rung gegen die Revolution proteſtierten.
Die Ausſperrungen im Londoner
Bau=
gewerbe. Die elf Gewerkſchaften der ausgeſperrten
Angeſtellten im Londoner Baugewerbe haben ſich an den
Londoner Verband der Arbeitgeber mit der Bitte um eine
neue Konferenz gewandt. Der ausführende Ausſchuß
des Nationalverbandes der Arbeitgeber im Baugewerbe
hat in einer einſtimmig angenommenen Reſolution dem
Londoner Verband geraten, dieſe Bitte zu erfüllen.
Zu=
gleich hat der Ausſchuß eine allgemeine Ausſperrung
vor=
geſchlagen, wenn die Arbeiter innerhalb zehn Tagen
nach der Konſerenz die Bedingungen nicht annehmen
ſoll=
ten, die ſich im Rahmen der Vorſchläge des nationalen
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. Mai 1914.
Nummer 131.
Verſöhnungsamtes bewegen. Kürzlich hatten die
Lon=
doner Arbeiter mit überwältigender Mehrheit gegen die
Annahme dieſer Vorſchläge geſtimmt.
Däncmark.
Die Reiſe des Königspaares. Die
amt=
liche Rundreiſe, die das däniſche Königspaar nach den
weſteuropäiſchen Hauptſtädten, Paris, London, Brüſſer
und Amſterdam, angetreten hat, iſt, obwohl das
Königs=
paar ſich vom Miniſter des Aeußern, Scavenins,
beglei=
ten läßt, doch ohne jedes politiſche Intereſſe. Das
däni=
ſche Regierungsorgan Politiken bemerkte in einem
leiten=
den Auſſatz anläßlich dieſer Reiſe, daß Dänemark keine
andere außenpolitiſche Aufgabe habe als die, dasſelbe
freundſchaftliche Verhältnis zu allen fremden Mächten zu
unterhalten, und daß es ganz unmöglich ſei, die
Höflich=
keitsbeſuche des däniſchen Königspaares irgendwie zum
Gegenſtand politiſcher Spekulationen irgendwelcher Art
zu machen. Schwerwiegende und ernſte Betrachtungen
ſeien, wenn das däniſche Königspaar fremde Länder, und
ſei es auch in noch ſo offizieller Form, beſuche, ganz und
gar nicht am Platze. Die Hauptbedeutung der Reiſe iſt,
wie die Politlken weiter ausführt, die, daß das kleine
Dänemark auf dieſe Weiſe überhaupt eine Gelegenheit
be=
komme, ſich gegenüber der Umwelt tzu zeigen, ſich in
freundliche Erinnerung zu bringen und zu beweiſen, daſ
es lebe und arbeite. Es ſei nicht ohne Bedeutung für
Dänemark, daß die alte nationale Flagge Danebrog
meh=
rere Tage über Paris und London wehe, und daß die
weſteuropäiſchen Preßorgane Artikel und Bilder von
Dänemark brächten. Unter keinem anderen Geſichtspunkte
ſei aber die Reiſe zu betrachten.
Rußland.
Informationsreiſe des Zaren. Der Zar
wird von der Krim aus eine Automobilreiſe nach dem
Gouvernement Cherſon unternehmen, wo er die
Ergeb=
niſſe der Agrarreform kennen lernen will und die
neuge=
bildeten Bauerneinzelhöfe beſichtigen will. Auf dieſer
Fahrt wird ihm der Ackerbauminiſter ſein politiſches
Programm entwickeln.
Türkef.
Eröffnung des Parlaments. Das Jrade,
betreffend die Gröffnung des Parlaments am 14. Mai
iſt am Montag abend kundgemacht worden.
Balkanſtadten.
Die internationale
Kontrollkommiſ=
ſion. Nach in Athen eingetroſſenen Meldungen aus
Korfu, hat die internationale Kontrollkommiſſion einen
Gegenvorſchlag gemacht, nach dem ſie den Epiroten eine
Art Union mit Albanien anbietet. Epirus ſoll ein
Ver=
hältnis zu Albanien einnehmen, wie Ungarn zu
Oeſter=
reich.
Zivil= und Militärbehörden in
Ser=
bien. Infolge des bei der Verſammlung des
Offizier=
vereins in Belgrad bekundeten ſolidarlſchen Auftretens
des Offizierkorps wird, wie einzelne Blätter melden, die
Regierung eine Verordnung über die Priorität der
Zivil=
behörden dahin abändern, daß für die neuen Gebiete
be=
ſondere Verfügungen getroſſen werden. Hierdurch ſoll
der Konflikt, welcher zwiſchen den Zivil= und
Militärbe=
hörden entſtanden iſt und der ſich außerordentlich
ver=
ſchärfte, einer freundlichen Löſung zugeführt werden. In
der Sitzung der Skupſchtina richten der Jungradikale
Draskovie und Genoſſen, ſowie der Nationaliſt Ribargc
und Genoſſen an den Miniſterpräſidenten
Interpellatio=
nen über die im Offizierskorps beſtehende
Unzufrieden=
heit.
* Zum Tode der Frau von Bethmann
Hollweg ſchreibt die Nordd. Allg. Ztg.: Frau v.
Beth=
mann Hollwog war nach ihrer ganzen Weſensart eine echte
deutſche Frau. In ihrer wahrhaft edlen Erſcheinung
paarten ſich anmutige Würde und einſache Freundlichkeit
in ſeltener Harmonie. Als tapfere getreue
Lebensgeſähr=
tin ſtand ſie ihrem Gemahl zur Seite, mit dem ſie in dem
nächſten Monat 25 Jahre vereint geweſen wäre. Wenn
ihre Neigung ſie mehr zu ſtillem Wirken im engeren Kreiſe
gezogen haben mag, ſo erfüllte ſie in gleicher Hingabe die
hohen Pflichten, die an die Gattin des erſten Beamten
des Reiches herantraten. Mit unermüdlicher Sorge und
nie verſagender Güte des Herzens widmete ſie ſich
Wer=
ken chriſtlicher Nächſtenliebe und ſozialer Hilfstätigkeit.
So wird ihr Hinſchelden weit über den Kreis der Familic
hinaus als ein ſchwerer Verluſt empfunden werden. In
demſelben Blatte ſchreibt Proſeſſor Dr. Ernſt Francke
Auch wir Sozialpolitiker haben wahrlich Grund, beim
Hinſchelden der Frau von Bethmann Hollweg zu trauern.
Sie war nicht nur von regem Mitgefühl und innigem
Verſtändnis für die Not und das Ringen der Schwachen
und Bedürſtigen erfüllt, ſondern hat auch mit ihrer
Per=
ſönlichkeit ſich in den Dienſt ſozialpolitiſcher Arbeit ge
ſtellt. So hat Frau von Bethmann Hollweg der deutſchen
Heimarbeitsausſtellung 1906 in Berlin ihre aufrichtige
Teilnahme zugewendet. Als aus dieſer Ausſtellung dann
als eine ihrer Folgen der deutſche Käuferbund im Jahre
1907 entſtand, ſibernahm Frau von Bethmann Hollweg,
deren Gemahl damals Miniſter des Innern war, das Amt
der erſten Vorſitzenden, das ſie auch beibehlelt, als ſie
kurz darauf in die Wilhelmſtraße (Reichsamt des Innern)
überſiedelte. Auch als Gattin des Reichskanzlers hat ſie
dieſen und verwandten Beſtrebungen die wärmſte
Teil=
nahme ſtets bewahrt, immer mit Rat und Tat zur Hilfe
bereit. Wer, wie der Unterzeichnete, einige Jahre mit
dieſer edlen, warmherzigen Frau in gemeinſamer Arbeit
der ſozialpolitiſchen Fürſorge geſtanden iſt, weiß, wie ernſt
und treu ſie ihre Aufgaben und Pflichten in der Führung
der Geſchäfte genommen hat. Es war ihr gar nicht um
die äußere Repräſentation zu tun, ſondern nur um die
Förderung der Sache, um die Milderung von Mißſtänden,
um die Hilfe der Bedrängten. Das Andenken an dieſe
edle Frau wird auch von uns Sozialreformern in
Dank=
barkeit hochgehalten werden.
* Die Bevölkerungszunahme in den
Vereinigten Staaten. Aus Waſhington wird
berichtet: Am 1. Juli dieſes Jahres wird nach einer
Schätzung des Geographen des Cenſus=Bureaus Sloane
die Bevölkerung der Vereinſgten Staalen, und zwar nur
des Feſtlandes, 98 781324 Köpſe betragen. Das bedeutet
eine Zunghme von etwa 7 Millionen in vier Jahren, da
die Bevölkerungstziffer am 15. April 1910 91 972266
be=
trug. Mit den überſeeiſchen Beſitzungen zuſammen wird
die Bevölkerung der Vereinigten Staaten über 109
Mil=
lionen Köpfe zählen. Die Stadt Neu=York wird zu
der=
ſelben Zeit die Zahl 5333 537, der Staat Neu=York
9 899 761 erreicht haben.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 13. Mal.
Pfarrperſonalie. Der Großherzog hat dem
Pfarrverwalter Jullus Happel zu Herbſtein die
evan=
geliſche Pfarrſtelle daſelbſt übertragen.
* Ernannt wurde der Finanzreferendar Rudolf
Wenzel aus Gießen zum Finanzaſſeſſor.
Militärdienſtnachricht. v. Riedeſel, Lt. im
Drag.=Regt. Nr. 24, zum Lehrgang der Militär=
Turn=
anſtalt kommandiert.
* Strafkammer I. Der kürzlich wegen Diebſtahls
und Betrugs zu 8 Monaten Gefängnis verurteilte
Tapezierer Georg Gerhardt von hier hatte ſich geſtern
noch wegen eines weiteren Betruges zu verantworten. Er
orbeſitete mit einem Kollegen auf dem Forſthaus Einſiedel.
Dabel war dem Kollegen angeblich ein Hammer im Werte
von 2,50 Mark abhanden gekommen. Die Würtin erklärte
ſich bereitwilligſt dazu bereit, den Hammer zu erſetzen
wenn er ſich nicht ſinden ſollte. Gerhardt ging nun,
nach=
dem er aus der Stellung entlaſſen war, hin und ließ ſich
angeblich im Namen des Kollegen die 2,50 Mark geben.
Er wurde in eine Geſamtſtrafe von 9 Monaten
ge=
nommen. — Das Verlangen nach Schießwaffen
veran=
laßte drei Lampertheimer Bürſchchen dazu, einen
Schau=
lſten einzuſchlagen und daraus Revolver, Teſchings und
Patronen zu entwenden. Der 14jährige Anſt’ſter wird
wegen dieſer Tat und eines anderen Diebſtahls zu 22
Tagen Gefängnis verurteilt, der Zweite wird
ſrei=
geſprochen und der Dritte kam nicht unten Anklage, da
er noch nicht 12 Jahre alt iſt.
— Vom Hoftheater. In der heutigen Wiederholung
von Puceinis „Madame Butterfly” ſingt Gertrud
Geyersbach zum letztenmal die Titelpartie, und auch die
„Fidelio”=Vorſtellung am Donnerstag trägt den
Cha=
rakter eines Abſchieds= und Ehrenabends, indem Geheime
Hofrat de Haan das Wierk zum letztenmal vor ſeinem
Rück=
tritt leitet. Geſtern hat der allgemeine Vorverkauf zu der
Weingartner Uraufführung am Sonntag, den
17. Mat, begonnen; die von den Abonnenten vorbeſtellten
Karten ſindheute Mittwoch nachmittag von 3½—5 Uhr an
der Tageskaſſe abzuholen.
* Rote Kreuz=Sammlungen. Ueber das Ergebnis der
ſeitherigen Sammlung kann heute noch nichts geſagt
wer=
den, doch iſt zu hoſſen, daß es erfreulich ſein wird Die
Hausſammlungen, die in der vorigen Woche in Beſſungen
ſtattgefunden haben und dort in der Hauptſache
abgeſchloſ=
ſen worden ſind, ſollen jetzt für den übrigen Teil der Stadt
fortgeſetzt und baldmöglichſt beendet werden. Es wird
dabei namentlich denjenigen, die am Samstag und
Sonn=
tag weniger Gelegenheit gehabt haben, ihr Scherflein bei=
utragen, die gewiß erwünſchte Möglichkeit gegeben ſein,
auch ihrerſeits mit Beiträgen zu dem vollstümlichen Werk
licht zurückzuſtehen. Es ſei dabei nochmals ausdrücklich
darauf hingewieſen, daß die geſammelten Gelder im Lande
bleiben und nicht etwa nach Berlin abgeführt werden, daß
ſie alſo den Angehörigen unſeres Heſſenlandes und unſerer
Vaterſtadt ſelbſt direkt zugute kommen.
Der Ausſchuß des III. Bezirks für die
Samm=
lungen vom Roten Kreuz, der die Veranſtaltung im
Beſ=
ſunger Orangeriegarten durchführte verfehlt nicht, hiermit
all denen zu danken, die durch Stiftungen und Leiſtungen
in hochherziger Weiſe zu dem Gelingen und, was die
Hauptſache iſt, zu dem finanziellen Erfolg derVeranſtaltung
beigetragen haben. Es ſind dies die Firmen: Holländiſche
Kalaogeſellſchaft „Fosko” Theodor Stemmer, Hoflieferant,
Brauerei Diſchinger, Papierhandlung Leuthner, Ernſt=
Lud=
wigsplatz, Kaffee Haag=Geſellſchaft, Eis= und
Kohlenhand=
lung Ludwig Fiſcher, Spedition Paul Wolf u. Co.,
Hof=
gartenverwaltung, Stadtgärtnerei, Saalbau=Reſtaurateur
Smets. Die Veranſtaltung im Orangeriegarten dürfte
einen Reinertrag von rund 1200 Mark ergeben.
* Der Inhalt der Sammelbüchſen vom Roten Kreuz=
Tag beträgt 6700 Mark.
E) Ausſtellung der Künſtler=Kolonie. Der
Vor=
verkauf des Abonnements iſt außerordentlich
günſtig ausgefallen, indem bereits gegen 3000 Karten
verkauft ſind. Es iſt höchſt erfreulich, daß ſich in unſerer
Reſidenz ein ſolch reges Intereſſe für dieſe
hochbedeut=
ſame künſtleriſche Unternehmung zeigt. Während der
letzten Tage des Vorverkaufs war es dem
Verkehrs=
bureau des großen Andrangs wegen kaum möglich, den
Wünſchen aller Abonnenten nachzukommen. Man darf
alſo, wenn der Wettergott günſtig iſt, wieder auf das
in Darmſtadt ſo beliebte lebhaſte und fröhliche Treiben
in dem mit herrlichem plaſtiſchen und architektoniſchen
Schmuck verſehenen Platanenhain rechnen. Das
Ver=
kehrsbureau hat die Freundlichkeit gehabt, vom heutigen
Mittwoch an wieder den Abonnementsverkauf, nun zum
normalen Preis, zu übernehmen.
* Invalidenprüfungsgeſchäft. Die
Nachunter=
ſuchung der bis Ende September 1914 anerkannten
Militärinvaliden und Rentenempfänger des Kreiſes
Darmſtadt findet vom 22. Mai bis 29. Mai 1914 im
Geſchäftszimmer des Bezirkskommandos I Darmſtadt,
Neue Niederſtraße 18 part., ſtatt.
Arbeitsjubiläum. Morgen Donnerstag feiert Herr
Schriftſetzer Jean Schwarz ſein 25jähriges
Arbeits=
jubiläum. Am 14. Mai 1889 trat er in der C. F.
Winter=
ſchen Buchdruckerei hier, in die Lehre und iſt
feit=
dem ununterbrochen daſelbſt tätig. Ihm ſind bereits manche
Jubilare vorausgegangen, die ihre 25= bzw. 40jährige
un=
unterbrochene Tätigkeit bei dieſer Firma feiern konnten.
Gwiß ſind dies in unſerer raſchlebigen und verdrängenden
Zeit im Arbeitsverhältnis Gedenktage, die ſowohl
Arbeit=
geber wie Arbeitnehmer zur vollen Ehre gereichen. Möge
s dem Jubilar vergönnt ſein, daſelbſt auch ſein 50jähriges
Arbeitsjubiläum feiern zu können.
Batikarbeiten. Im Erker der Firma H. Bringer
n der Wilhelminenſtraße iſt zurzeit eine Kollektion
inter=
eſſanter künſtleriſcher Handarbeiten ausgeſtellt. Es ſind
Kiſſen, Täſchchen, Decken und ein Häubchen, ganz reizende
Dinge, die nach eigenen Entwürfen von Frl. Ilſe
Landwich hierſelbſt angefertigt worden ſind. Frl.
zandwich war Schülerin von Herrn Enders und dieſe erſten
Proben ihrer kunſtgewerblichen Tätigkeit ſind durchaus
lobenswert für Lehrer und Schülerin. Aus den
Ent=
würfen ſpricht Originalität und bemerkenswerter
künſt=
leriſcher Geſchmack, der ſich beſonders in der
Farbenzuſam=
menſtellung und in den reizvollen Ornamenken ausprägt.
* Vereinigung früherer 115er. Der letzte
Regiments=
abend im Lokale der „Stadt Koburg” erfreute ſich wieder
ſehr guten Beſuches und nahm einen anregenden Verlauf.
Der Vorſitzende, Herr Hauptmann d. L. Müller=Hickler,
konnte in ſeiner Begrüßungsanſprache ein weiteres
erfreu=
liches Wachſen der Vereinigung feſtſtellen. Er übergab
dann der Vereinigung als Grundſtock einer Stiftung eine
Sammlung von Erinnerungsgegenſtänden aus den
gro=
ßen Kriegen, Geſchoſſe aus allen großen Schlachten von
1666, 1870/71, Ausrüſtungsgegenſtände, Wafſen uſw. Die
Stiftung ſoll den Anſang einer Sammlung bilden, an der
jeder Soldat ſeine Freude haben muß, da hierdurch die
Taten unſerer Vorfahren uns immer wieder in das
Ge=
dächtnis zurückgeruſen werden. Jeder möge nach Kräften
beiſteuern, damit die Zeugen jener großen Zeiten nicht
verloren gehen. Nach weiteren intereſſanten
Mitteilun=
gen ging man zum gemütlichen Teil über, der ſehr bald
eine recht fröhliche Stimmung hervorbrachte. Vor allem
waren es wieder unſere Kameraden Robert Schneider,
unſer humoriſtiſcher, unverwüſtlicher Lokalpoet, ſowie
Konrad Wörner, der in bekannter, begeiſternder Weiſe in
Würdigung der Feier des Rote Kreuz=Jubiläums ein
er=
hebendes Gedicht zum Vortrag bringend, die Kameraden
zu lebhafteſtem Beifall hinriß. Auch Herr Fay machte
ſich, wie immer, durch ſeine Vorträge verdient, ebenſo
Herr Frank durch ſeine Muſilbegleitung. Der ganze
Abend nahm einen echt kameradſchaftlichen Verlauf und
konnte der Vorſitzende in ſeinen Dankesworten an die
Vor=
tragenden dem herzlichen Wunſche Ausdruck geben, daß
Im zerſtörten Linera.
** Ueber die ſtaubige Straße, zu deren Seiten der
Hecken üppige Blüte von der ſongloſen Schönheit ſüdlicher
Natur erzählt, ſegt das Automobil durch Sonne und
Blü=
tenduſt ſurrend dahln. Aeireale bleibt zurück, die erſten
weißen Häuſer von Zaceanaſſo leuchten auf. Der
Wagen=
führer bremſt, aus dem Dahinraſen wird ein
Vorwärts=
rollent und die Blicke fallen auf geborſtene Mauern.
ſchwarze, klaſſende Riſſe und Häuſer, die der Dächer bar
ſind. Der Schauplatz der
Erdbebenkata=
ſtrophe, deren Folgen ungleich ſchwerer ſind, als man
bei den erſten Nachrichten annahm, iſt erreicht. Und ſchon
ſchiebt ſich eine lange Reihe von Karren und Wagen über
die Straßenfläche und hindert das Fortkonemen. Ans
Linera kommen dieſe Gefährte, aus dem unglücklichen
Linerg, das noch vor dnet Tagen ein ſchmückes, ſongloſes
Dörſlein war und beute nur noch dem Namen nach eriſtiert.
Langſam ziehen die Karren vorüber: Kiſſen, Matraten,
Käſten und wahllos erraffte Möbel bilden ihre Laſt; und
hinter ihnen drein ſchreitet ein ſtummer Zug von Frauen
und Männern, von Mädchen und barfüßigen Kindern.
Sſeltſam ſtarr und leer iſt der Blick dieſer Meuſchen, in
ihren Angen ſcheinen noch die Erinnerungen durchlebter
Schrecken zu wohnen; ſie weinen nicht, ſie haben keine
Träuen mehr. Schweigend blicken wir, ſo berichtet der
Korreſpondent des Corriere della Sera, auf dieſe troſtloſe
Prozeſſion der Heimatloſen. Und wie ſie da vorüiber
ſchretten, hören wir ein leiſes, dumpfes Gemurmel, das
mechauiſch von den Lippen der Frauen kommt. „ Madnt
nuzza! Mabunnngza!” Alles, was ſie ihr eigen nannten,
iör Heim und die karge Frucht ihrer Arbeit, iſt verloren;
aber den Glauben zu ihrer Madonna haben ſie gerettet,
dieſe armen ſizilianiſchen Bäuerinnen; und wie ſie im
Straßenſtaube fortziehen, in die Fremde, flüſtern ſie
immer wieder ihr banges und demütiges „Madunnuzza,
Madununzza‟
Jeder Kilometer, den das Automobil zurücklegt, häuft
und verſtärkt die Zeichen erbarmungsloſer Zerſtörung.
In Santa Maria Vergine hängen noch, zwiſchen
klaſfen=
den Mauerſpalten, die bunten kleinen Blumen, mit denen
die Bauern ihr Heim ſchmückten. Auf Schutt und Ruinen
arbeiten, den Spaten in den Händen, Soldaten. Ein
Ser=
geant nürt uns ernſt zu. „Viele Tote in Linera?” fragen
wir. Und er nickt wieder, langſam. „Ja, viele.” „Und
Verwundete?” „Ja. weit über 150.‟ Und dann erreichen
vir die erſten Häuſer von Linerg — nein, nicht die Häuſer,
ſondern nur die Trümmer deſſen, was einſt Heimſtätten
waren. Das Nutomobil kann nicht weiter, Ruinen
ver=
ſperren ihm den Weg. In kleinerem Maße erſteht hier
has glleiche grauenvolle Bild wie damals in dem zerſtörten
Meſſina, aber geringer iſt der Jammer darum nicht. Vom
heiteren blauen Maihimmel ſtrablt die Sonne auf ein
Lager, das auf dem Platze vor der Kirche erſtanden iſt.
Matten und Matratzen ſind auf die Erde geworſen, und
uf ihnen hocken Bauern und Bäuerinnen. Sie ſtützen
das Kinn auf die Knie und ſtarren leeren Blickes wortlos
geradeaus; das Leid hat ſie betroffen. Notdürftig
ge=
kleidete Mädchen blicken uns an und ſehen uns doch nicht.
Als wir ein paar Schritte weiter gehen, begegnet uns die
erſte Bahre. Soldaten tragen ſie. Unmittelbar folgt ihr
eine zweite, eine dritte. Auf jeder ruht ein Leichnam
Sie alle kommen von der Ruine eines Hauſes dort au
der Ecke; vier Tote hat man hier ausgegraben. Nur mit
Vorſicht kann man weitm; zablloſe Spalte durcziehen
den Erdboden. Da wir weiterſchreiten ertönt aus den
Ruinen ein gellender Schrei, ſteigt ſchrill empor und
er=
ſtickt in einem ſtöhnenden Schluchzen. Um eine Bahre
drängt ſich die Menge. Vier Carabinieri heben die
trau=
rige Laſt empor. Es iſt eine junge Frau, die nackten
Füße ſind verſtümmelt, das Geſicht gräßlich entſtellt und
von Blut bedeckt. Mühſam und keuchend geht der Atem
der Aermſten; ſchwer iſt ſie verwundet, wer weiß, ob ſie
wird leben können. Ihre kleinen Kinder drängen ſich an
die Bahre und wollen ſie nicht loslaſſen, wollen nicht, daß
man die Mutter fortſchleppe, weit fort, weiß Gott wohin.
Und ſo weinen denn die Kleinen und ſchluchzen: „
Ma=
truzzg, bedda! Matruzza bedda!” Auf eine Gruppe
Sol=
daten eilt ein junger Burſche zu. „Hier iſt Ignazia Sciuto
geſtürzt, hier blieb ſie unter dem Mauerwerk.” Und die
Soldaten beginnen zu graben, ſtoßen auf einen
Roſen=
kranz aus Perlmutt; bald wird man die Leiche finden.
Ein paar Schritte weiter drängt ſich die Menge um einen
Greis, der beſinnungslos am Boden liegt. Aus den
Trümmern hatte man die Leiche der Großmutter Gaetana
geborgen und in ihren Armen feſtumſchlungen hielt die
Alte die irdiſchen Ueberreſte ihrer geliebten kleinen beiden
Enkelkinder. Als der alte Großvater die Leichen ſah,
ſtockto er ſtumm die Arme empor, bewegte die Lippen,
ohne einen Ton hervorzubringen und ſank dann, vom
Schmerz erdroſſelt, zu Boden wie ein gefällter
Baum=
ſtamm. Als dann die Abenddämmerung über den Ruinen
Linergs leuchtet, ſieht man die Straße herauf einen
end=
loſen Zug von Maultieren heranziehen. Eine düſtere Laſt
ſchleppen die Tiere: ſchwarze Särge, viele, viele ſchwarze
Särge . . .
Nummer 131.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. Mai 1914.
Seite 3.
ſich auch in Zukunft die Kameraden recht zahlreich an den
gebotenen Genüſſen erfreuen möchten.
(Erdbeeren. Trotz des tühlen Wetters blühen
die Walderdbeeren in der Tanne zurzeit ſehr ſtark, daß
eine ſehr gute Ernte zu erwarten iſt. An manchen
Stellen leuchten die weißen Blütenſternchen in ſolcher
Menge aus dem Grün heraus, daß der flüchtig
Hin=
ſchauende ſie für Waldanemonen halten kann.
Durchgehende Pferde. Am Montag abend kurz
nach 6 Uhr wurden die Pferde eines in der Kleinen
Kaplaneigaſſe haltenden Bierwagens durch einen
herab=
fallenden Fenſterladen erſchreckt und gingen durch. Der
zufällig dem Fuhrwerk entgegenkommende
Feuerwehr=
mann Gries brachte die in Galopp übergehenden Pferde
zum Stillſtand. Es wurde dadurch ein größeres Unglück
verhütet.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* DasReſidenztheater am weißen Turm bringt,
wie ſchon bekannt, ab Samstag, den 16. d. Mts.,
den hochintereſſanten Film „Die Opfer und der Schrecken
der Fremdenlegion” ein Mahnruf an unſere Jugend. Das
Reſidenztheater hat das alleinige Aufführungsrecht für
Darmſtadt. Gleichzeitig wird der Film demonſtriert durch
einen alten Fremdenlegionär. Herr Max Schulze, der auf
ſeiner Wanderſchaft ſchon mit 17½ Jahren den Werbern
der Fremdenlegion zum Opfer fiel und nach 2½ Jahren
dank des Auswärtigen Amtes wieder entlaſſen wurde, wird
in feſſelnder Weiſe über ſeine Erlebniſſe einen Vortrag
halten.
Gräfenhauſen, 12. Mai. (Ein trauriges
Fa=
miliendrama) ſpielte ſich am Sonntag abend hier ab.
Der 40jährige Former J. B., der mit ſeiner Ehefrau in
folge Steuerangelegenheiten in Streit geraten war, hat ſich
erhängt. Seine Frau, die hinzukam, ſchnitt ihn ſchnell ab.
Dabei fiel B. zur Erde und biß ſich die Zunge ab. Er
wurde mittels Krankenwagen in das Städtiſche
Kranken=
haus nach Darmſtadt gebracht, wo er Dienstag abend,
ohne das Bewußtſein wieder erlangt zu haben,
ver=
ſchied. Er war ein fleißiger und ehrlicher Arbeiter und
hinterläßt noch fünf kleine Kinder.
Offenbach, 12. Mai. (Im Elend.) Auf der
Offen=
bach-Heuſenſtammer Kreisſtraße wurde ein junger Menſch
aufgegriffen, der vollſtändig heruntergekommen war. Er
gab an, daß er Hermann Kaiſer heiße und aus Göppingen
ſtamme. Der junge Menſch war ſeit vier Tagen ohne Koſt
und hatte vier Nächte im Walde zugebracht. Er war
er=
ſtarrt und konnte weder gehen noch ſtehen. Der
Bedauerns=
werte wurde nach dem Seligenſtädter Landkrankenhauſe
übergeführt.
Hering, 12. Mai. (Am Himmelfahrtstage)
wird hier ein chriſtliches Volksfeſt gehalten werden. Um
2 Uhr ſind Feſtgottesdienſte in denen Pfarrer Schneider=
Babenhauſen und Pfarer Schuſter=Mainz predigen
wer=
den. Um 4 Uhr wird unter Mitwirkung eines
Poſaunen=
chors und Kirchenchors im Burghof auf dem Otzberg eine
Nachfeier ſtattfinden, deren Thema „Die Heimat” iſt.
Schulrat Gunderloch=Dieburg wird ſprechen über „Die
Gemütswerte der Heimat” Profeſſor D. Dr. Diehl=
Fried=
berg, der bekannte Kenner der Geſchichte unſeres heſſiſchen
Vaterlandes, wird aus der Geſchichte der Heimat erzählen.
Das Feſt findet bei jeder Witterung ſtatt.
Neckarſteinach, 12. Mai. (Totgefahren.) Ein
ſchwerer Eiſenbahnunfall hat ſich geſtern abend in der
Nähe von Neckargemünd ereignet. Der 62jährige
Bahn=
wart Anton Wipper wollte hinter einem abfahrenden
Zug das Gleis überſchreiten, als aus entgegengeſetzter
Richtung ein anderer Zug heranbrauſte und ihn erfaßte.
Wipper war ſofort tot. Fünf Kinder ſtehen trauernd an
ſeiner Bahre.
Mainz, 12. Mai. (Der hiſtoriſche Preisfeſt
zug des Deutſchen Volkstrachtenfeſtes.)
Durch die Tatkraft eines bisher noch wenig an die
Oeffent=
lichkeit getretenen Vereins, des Bayernvereins Mainz
feiert Mainz das erſte Deutſche Volkstrachtenfeſt (ein ſich
jedes Jahr wiederholendes Feſt) in ſeinen Mauern. Mit
bewundernswerter Arbeitsluſt und Energie ſind die
ein=
zelnen Ausſchüſſe bereits ſeit Monaten an der Arbeit und
ſind die Vorarbeiten zu dieſem großangelegten Feſt, das
ein nationales Volksfeſt im idealſten Sinne des Wortes
werden wird, nahezu beendet. Unter dieſer Empfindung
und da man allſeitig den wirtſchaftlichen Wert und
Frem=
denverkehr fördernden Einfluß des Feſtes richtig erkannt,
hat die Stadtverwaltung ſich entſchloſſen, einen Ehrenpreis
und eine finanzielle Unterſtützung dem Bayernverein zu
ſtiften. Als Hauptfeſttag iſt der 21. Mai (Chriſti
Himmel=
fahrt) beſtimmt. An dieſem Tage, vormittags, wird der
impoſante Preisfeſtzug, an dem ſich über 6000 Perſonen
beteiligen, die farbenprächtigſten, lebensfriſcheſten Bilder,
die Mainz jemals geſehen hat, den Feſtbeſuchern vor
Augen führen. Heller Jubel wird alle Herzen erfüllen
beim Vorüberziehen der farbenprangenden, noch nie in
ſolcher Anzahl und Mannigfaltigkeit geſehenen deutſchen
Volkstrachten. Der Feſtzug wird zeigen, was die
Volkstrachten=Erhaltungsvereine durch ihre unermüdliche
Tätigleit und Heimatliebe dem deutſchen Volkstum nicht
nur erhalten, ſondern vielfach erſt wieder zurückerobert
haben. Und während des Feſtzuges wird man ſich ſo recht
hineinverſetzt fühlen in eine Schaumbergerſche
Roman=
welt, aus der die Figuren Schülzle und Bärbele, der
Laub=
ſchneider und der Schreinerslorenz in die Erinnerung
tre=
ten. Alles in allem wird der Feſtzug glänzend gelingen
und hoffen wir, daß das erſte Deutſche Volkstrachtenfeſt
mit einem Gefühl der Befriedigung auf ſein erſtes Debüt
zurückblicken kann.
Mainz, 12. Mai. (Den Steuermann an Land
geworfen.) Geſtern nachmittag fuhr das Schiff
„Käthe” von Mainz nach Frankfurt. Gelenkt wurde es von
dem Steuermann Lorenz Wagner. Dieſer geriet während
der Fahrt mit dem Schiffer ſelbſt in einen heftigen Streit,
wobei der Schiffer ſchließlich oberhalb Koſtheim den
Steuerman ans Land warf und allein weiterfuhr. Ein
anderes Schiff fuhr darauf im Auftrag des
Schleuſen=
meiſters hinterher, um die ſteuermannsloſe „Käthe” an der
Weiterfahrt zu verhindern.
Worms, 12. Mai. (Anerkennung für eine
mutige Tat.) Der 13jährige Jakob Müller von
Leiſel=
keim hatte den 13jährigen Heinrich Lott, der in
Leiſel=
heim auf dem Eiſe der Pfrim eingebrochen war, mit
eige=
ner Lebensgefahr gerettet und dabei Mut Unerſchrockenheit
und Selbſtloſigkeit bewieſen. Der Großherzog hat dem
jugendlichen Lebensoetter zum Zeichen ſeiner allerhöchſten
Anerkennung eine Taſchenuhr verliehen, die Herr
Kreis=
amtmann Emmerling dem braven Jungen heute vormittag
auf dem Kreisamte mit Worten der Anerkennung
über=
reichte.
Gimbsheim, 12. Mai. (Ein eigenartiges
Mißgeſchick) paſſierte mit einer Leiche, die von dem
Fährmann Willius hier geländet wurde. Der Kaufmann
Egner aus Mannheim erkannte die Leiche als diejenige
ſeines Bruders an, der vor kurzem beim Rudern im Rheine
ertrunken iſt. Als die Ueberführung der Leiche nach
Mann=
heim erfolgen ſollte, ſtellte ſich heraus, daß Egner ſich
ge=
irrt hatte und der Geländete gar nicht ſein verunglückter
Bruder war. Die Perſönlichkeit des Geländeten iſt nun
endlich zweifelsfrei feſtgeſtellt worden. Es iſt der 17
jäh=
rige Matroſe Willi Ritter aus Ludwigshafen, der von
ſeinem Schiffe über Bord ſtürzte und im Rheine ertrunken
iſt. Der Verunglückte wurde auf dem hieſigen Friedhof
beerdigt.
Büdesheim, 12. Mai (Die Wilddiebbereien)
mehren ſich im hieſigen Walde und in den angrenzenden
Gemarkungen in bedenklicher Weiſe. Mit Schlingen, die
man zu Dutzenden findet, und mit Gewehren obliegen die
Wilderer ihrem Handwerk. In Schlingen gefangene
Haſen und Rehe werden häufig von den Jagdhütern
auf=
gefunden; auch ein mit Schrot geſchoſſener Rehbock wurde
am letzten Freitag aufgefunden. Für die Ermittelung der
Wilddiebe ſind 100 Mark Belohnung ausgeworfen worden.
Friedberg. 12. Mai. (Neue Garnifon.) Die
hieſige Garniſon wird am 1. April 1915 verſtärkt werden.
Es wird von dieſem Zeitpunkte an ein Scheinwerferzug,
70 Mann ſtark, ſeither in Mainz, dem 3. Bataillon 168er
zugeteilt und vorläufig in der Bergkaſerne untergebracht
werden.
52. Verbandstag heſſiſcher Vorſchuß= und
Kreditvereine.
(*) Butzbach, 12. Mai. Unter dem Vorſitze des
Ver=
bandsdirektors Juſtizrat De. Harnier=Kaſſel begannen
im „Heſſiſchen Hof” die Verhandlungen des 52. Ver
bandstags heſſiſcher Vorſchuß= und
Kredit=
vereine. Kreisrat Frhr. v Schenck übergab dem
Direktor des hieſigen Vorſchußvereins, Gemeinderat Heil,
das Silberne Kreuz des Verdienſtordens Philipps des
Großmütigen und überbrachte dem Verein zu ſeinem
50jährigen Jubiläum die Glückwünſche der heſſiſchen
Re=
gierung. Als 2. Vorſitzender wurde Stadtcat W. Heil=
Butzbach, zum Schriftführer Eldracher, als
Rechnungs=
prüfer Bürgermeiſter Radke=Wildungen und Stoll=Bad=
Nauheim gewählt. Es folgten nun die Mitteilungen der
einzelnen Vereine. Verbandsdirektor Dr. Harnier
er=
ſtattete Bericht über das abgelaufene Geſchäftsjahr 1913.
Die Zahl der Vereine beträgt 24; der Geſamtumſatz der
Einnahmen und Ausgaben belief ſich auf 677072884 Mark
gegen 676053 184 Mark in 1912. Die gewährten Kredite
betrugen 113 928090 Mark gegen 116 701 428 Mark in 1912.
Das eigene Vermögen e rug an Reſervefonds 4716695
Mark, an Geſchäftsguthuben 7816 486 Mack. Die
Ein=
nahmen an Zinſen und Proviſionen betrugen 3315059
Mark, die Ausgaben an Zinſen 1897442 Mark, die
Ver=
waltungskoſten 509123 Mark, der Reingewinn 889734
Mark, die Verluſte 6337 Mark. Im Anſchluß an den
Jahresbericht wurden die für die Vereine beſonders
ein=
ſchneidenden Fragen: Kreditgewährung, Effektenbeſtand,
Kaſſenführung, Vorſicht in der Bewertung von Hypotheken
uſw eingehend behandelt. Direktor Dr. Harnier
ſprach dann über: Grundſätze für die Ausführung der
Reviſion des Aufſichtsrates. Bei einem gut geleiteten
Ver=
ein müſſe der Aufſichtsrat unabhängig von jeder
perſön=
lichen Rückſichtsnahme handeln. Mindeſtens einmal im
Jahre müſſen die Sicherheiten auf ihren materiellen Wert
geprüft werden. Die Einnahmen der Verbandskaſſe
be=
trugen 4942 Mark, die Ausgaben 4566 Mark, ſo daß ein
Kaſſenbeſtand von 376 Mack bleibt. Der Voranſchlag für
1914/15 beläuft ſich auf 2685 Mark in Einnahme und
1792 Mark in Ausgabe. Bei der Vorſtandswahl wurde
durch Zuruf wiedergewählt: 1. Direktor Dr. Harnier=
Kaſſel. Bei Punkt: Wahl der Abgeordneten zum
Genoſſen=
ſchaftstag in Mainz wurden gewählt die Vereine Gießen,
Bad=Nauheim, Korbach Biedenkopf, Lauterbach. Als Ort
für den nächſten Verbandstag 1915 wurde Bad
Wil=
dungen beſtimmt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 11. Mai. Das
Kron=
prinzenpaar hat ſeine Ueberſiedelung nach Potsdam
verſchoben und wird Mitte dieſes Monats zu kurzem
Auf=
enthalte nach dem Jagdſchloß Klein=Ellguth reiſen. — Die
erſte Betriebswoche der Hochbahn=Autoomnibuſſe
auf der neuen Linie Neukölln=Prenzlauer Allee hat eine
großeFrequenz ergeben. Es wurden täglich rund 16500
Per=
ſonen befördert. — Nach dreiwöchiger Abweſenheit vom
elterlichen Hauſe wurde geſtern ein Unterſekundaner,
der in der Schule keine Fortſchritte machte, in einer
frem=
den Wohnung mit einer Schußwunde bewußtlos
aufge=
funden. Er wurde in lebensgefährlichem Zuſtande in das
Krankenhaus gebracht. — Zu der Verhaftung der
Char=
lottenburger Denkmalſchänder wird noch
ge=
meldet, daß auch der zuletzt verhaftete Arbeiter Paul
Roſenberg der Mittäterſchaft an der Denkmalſchändung
überführt und dem Charlottenburger Amtsgericht
einge=
liefert worden iſt. Er iſt gleichfalls Mitglied der
ſozial=
demokratiſchen Partei. Mit den jetzt in Haft befindlichen
echs Perſonen iſt der Kreis der Verdächtigen geſchloſſen.
Feuilleton.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
** Humperdincks neue Oper. Aus Köln
wird uns geſchrieben: Als eine deutſche
Spiel=
oper bezeichnen Robert Miſch der Textdichter, und
Engelbert Humperdinck ihre Bühnenſchöpfung
„Die Marketenderin” die ſoeben im Kölner
Opernhauſe ihre erfolgreiche Uraufführung erlebte. Das
geſprochene und geſungene Wort löſen einander ab, wie
bei Lortzing, und die Muſik bewegt ſich durchweg in
ge=
ſchloſſener Form, den „Nummern” der alten Oper gemäß
ſie iſt melodiös entbehrt auch des Humors und des
ſen=
imentaliſchen Einſchlags nicht, ſchlägt dem Texte
gemäß=
auch patriotiſche, militäriſche Töne an, durch Benutzung
von Soldatenliedern uſw. Der Text iſt recht unterhaltend
behaglich ſtimmt ſchon das Erſcheinen Blüchers auf de
Fühne, der natürlich kein Couplet ſingt, ſondern als
Sprachrolle behandelt iſt. In ſein Hauptquartier in Höchſt
und dann nach Kaub Silveſter 1813 verſetzt uns die Hand
lung, in deren Mittelpunkt eine Markelenderin der
fran=
zöſiſchen Armee ſteht, ein liebes, mutiges Geſchöpf, das
plötzlich im deutſchen Lager verkleidet auftaucht und für
eine Spionin gehalten wird. Roſe ſucht aber nur ihren
gefangenen Schatz, den ſie für ſterbenskrank hält. Sie ge
winnt bald die Sympathien Blüchers und ſeiner Truppen,
ſpioniert, als Elſäſſerin deutſch geſinnt, für ihn jenſeits
des Rheins und erwirbt ſich große Verdienſte. Ihr Schatz
freilich erweiſt ſich ihrer Liebe nicht wert, dafür aber ein
anderer, der Koch Blüchers, um ſo mehr, und dem
Rhein=
übergang geht die Verlobung unmittelbar voraus. Die
ſehr gute Kölner Aufführung unter Hofrat Rémonds
zeniſcher und Brechers muſikaliſcher Leitung trug den
anweſenden Autoren viele Ehren ein. Ein Klavieraus
zug der Oper iſt im Muſikverlag von Adolph Fürſtner,
Berlin W. 10, erſchienen.
* Lilian Nordica Eine berühmte
Sän=
gerin, die ſich ſowohl in der alten wie in der neuen
Welt=
eines großen künſtleriſchen Rufes erfreute, iſt, wie ge
meldet, in Batavia nach längerer Krankheit geſtorben.
Die Künſtlerin, die in den letzten Jahren vorzugsweiſe
in Amerika auftrat, war die erſte Bayreuther Elſa in
Wagners „Lohengrin” Am 12. Mai 1859 zu Farmington
(Neu=York) geboren, wurde ſie ſpäter Schülerin
verſchie=
dener amerikaniſcher Geſanglehrer. Zur Vollendung ihres
Studiums ging ſie dann nach Mailand, wo ſie San
Gio=
vanni ausbildete. Nachdem fie in Bescig als Violetta
in „Traviata” erfolgreich debütiert hatte, unternahm ſie
bald Gaſtſpiel= und Konzertreiſen, die ſie durch die ganze
muſikaliſche Welt führten. Zu wiederholten Malen wirkte
de in den Wagner=Feſtſpielen in Bayreuth mit.
** Die Extravaganz des Strumpfes. Der nahende
Sommer beſchert den Modedamen eine neue Gabe: den
Strumpflurus. Schon im vergangenen Winter ſetzte das
ein: aber was die neuen Pariſer Strumpfmoden für
Sommer und Herbſt bringen, läßt an Extravaganz alles
hinter ſich, was bisher erſonnen wurde. Die fußfreien,
kurzen Röcke und die neue Mode des leichten
tiefausge=
ſchnittenen Schuhes wurden den Modeſchöpfern zum
An=
laß, ſich der Neugeſtaltung des Damenſtrumpfes mit ganz
beſonderer Liebe zuzuwenden. Die zarten und duftigen
Früchte dieſer Bemühungen liegen nun vor. Da ſieht man
in Paris ganz feine, zarte, ſchwarze Seidenſtrümpfe, auf
denen in anmutiger und graziler Gold= und Silberſtickerei
Getreideähren auftauchen; oder bunte Perlen, die faſt wie
glitzernde Juwelen wirken, ja ſelbſt flimmernde Pailletten
ſchmücken den Strumpf. In leuchtenden Stickereien
er=
ſcheinen alle Blumen= und Blütenarten, zarte, weiße
Mai=
glöckchen oder phantaſtiſche Orchideen; allein die
Pflanzen=
welt genügte nicht, ſelbſt die Tierwelt lieh bereitwillig ihre
Formen um den modernen Damenſtrumpf zu ſchmücken.
Man ſieht Strümpfe, auf denen, von japaniſchen
Sticke=
reien beeinflußt, zwiſchen lauſchigen Büſchen oder auf
dünnem Eichenzweige bunte Vögel zwitſchern oder die
Flügel breiten; ja ſelbſt Krabben und Krebſe tauchen auf
vermutlich eine diskrete Anſpielung auf den ſchwierigen
Gang gewiſſer Damen, die allzu hohe Abſätze tragen. Der
Strümpfe hat ſich eine entſchiedene Freude an der
Bunt=
heit bemächtigt, wenngleich in der Regel ſtarke
Farbenkon=
traſte vermieden werden; man ſieht mattblaue Strümpfe
mit goldenen Stickereien, Smaragdgrün mit Violett,
Tür=
kisblau mit Dunkelblau. Andere „Kreationen” tragen
Einſätze oder Medaillons aus duftigen Chantillyſpitzen
Sehr beliebt iſt auch der zweifarbig geſtreifte Damenſtrumpf.
Als große Mode gilt der weiße Strumpf mit gold= oder
ſilbergeſtickter Aehre. Um pikante Farbenwirkungen zu
er=
zielen legen manche Damen auch zwei Paar Strümpfe
an, einen Unterſtrumpf von ſtarker leuchtender Farbe und
darüber einen dünnen, durchſichtigen Strumpf, der
gleich=
ſam als Schleier die Farbe abdämpft und ſo ein diskretes
Farbenduett hervorruft.
* „Die Löſung der „Welträtſel‟. Ein Wiesbadener
Herr teilt durch Zirkular mit, „daß es ihm gelungen iſt,
für die „Welträtſel” eine ebenſo große wie ſchöne
übrigens wiſſenſchaftlich durchaus unanfechtbare Löſung
zu finden.‟ Er ſagt nämlich: „Für heute nur die
Andeu=
tung, daß nach meiner Anſchauung das Weſen der Welt
nichts anderes ſein kann, als die allmähliche Erlöſung
eines urmännlich=egoiſtiſch=zweckvoll=reinen, Perſönlichen
Gottes (das Pſychiſche, ſEnergie, Kraft. Geiſt)) und einer
urweiblich=altruiſtiſch=zwecklos=reinen, Unperſönlichen Welt
(das Phyſiſche, Materie, Stoff, Seele)), als ſolche aber
gleichbedeutend ſein muß mit der ſchließlichen Weſens=
Scheidung von reinem Geiſt, konzentrierte Qualität
der dezentrierten pſychiſchen Quantität der geſamten
Welt=Energie und reiner Seele dezentrierte
Quanti=
tät der konzentrierten phyſiſchen Qualität der geſamten
Welt=Materie und zwar durch die, in Raum und Zeit
ge=
waltige, nach einem, von mir entdeckten,
Entwicklungs=
prinzip („Welt=Schlüſſel”), in zwei Hälften erfolgende
Kosmos=Entwicklung, ein Prinzip, das ſich übrigens in
der Entwickelung aller Einzelteile und wieder deren
Einzelteile und deren Einzelteile uff. des Kosmos
(z. B. Erde. Menſchheit. Menſch, Zelle uſw.)
wieder=
holt.” — Wers nun nicht weiß, dem iſt nicht zu helfen!
O.K. Ein Wolkenkratzer aus Glas. Während auf der
Werkbund=Ausſtellung in Köln in den nächſten Tagen das
erſte Glashaus in immerhin beſcheidenen
Größenverhält=
niſſen die Aufmerkſamkeit der Beſucher feſſeln wird, planen
die Neu=Yorker als neueſtes Wunder ihrer kühnen
Archi=
tektur einen Wolkenkratzer aus Glas. Das Gebäudſe von
zwölf Stock Höhe wird ganz aus Glaswänden in einem
Stahlrahmen errichtet; nach ſeiner Fertigſtellung werden
etwa 78 Prozent der Bauſtoffe Glas ſein. Eine weitere
Beſonderheit dieſes Glasgebäudes wird es ſein, daß es
keine Fenſter erhält, die ſich öffnen laſſen; die Ventilation
wird nach einem neuen Syſtem geregelt das den
Bewoh=
nern friſche und gute Luft in reichem Maße zuführen ſoll.
Die Luft wird durch eine beſondere Leitung in der Höhe
des zweiten Stockes eingeſaugt, weil man gefunden hat,
daß ſie in dieſer Höhe reiner iſt als weiter oben. Nach
ihrem Eintritt wird die Luft durch „Regenkammern”
ge=
leitet, in denen alle Unreinheiten wie bei einem
Regen=
ſchauer ausgewaſchen werden. Erſt dann ſtrömt die Luft
durch Leitungen, die das ganze Haus durchziehen, in die
verſchiedenen Stockwerke und in die einzelnen Räume,
während die verbrauchte Luft durch unter der Decke
lie=
gende Oeffnungen wieder herausgezogen wird. Bei
kal=
tem Wetter wird die friſche Luft nach ihrem Eintritt in
das Haus zunächſt auch erwärmt, bei ſtarker Hitze dagegen
gekühlt. So glaubt man, das ganze Jahr hindurch eine
von allen Krankheitskeimen gereinigte Luft den
Bewoh=
nern dieſes Glashauſes zuführen zu können, ohne daß ſie
unter dem Lärm der Straße, der durch die geöffneten
Fenſter heraufdringen würde, zu leiden haben.
Unab=
hängig von der Luftleitung erhält das Haus eine
Warm=
waſſerheizung, die an den kälteſten Wintertagen eine
gleich=
mäßige warme Temperatur ſichert. Das luftige
Luxus=
gebäude ſoll 6 Millionen Mark koſten; es wird auch ſonſt
alle möglichen Bequemlichkeiten bieten und in einem
Dachgarten werden die Bewohner Gelegenheit zur
Er=
holung unter freiem Himmel finden.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. Mai 1914.
Nummer 131.
Weitere Perſonen kommen nach dem Stande der
Ermitte=
lungen für die Tat nicht mehr in Frage.
12. Mai. Profeſſor Jaſtrow wurde heute früh in
ſeinem erſtenKolleg nachBeendigung desStreiks von ſeinen
Hörern mit ſtürmiſchen Beifallskundgebungen empfangen,
worauf er mit einer Anſprache erwäderte. — Der
Inter=
nationale Varietétheater=Direktoren=Verband iſt anläßlich
der erſten Varieté=Ausſtellung heute vormittag im
Admi=
ralitäts=Theater zu einem Internationalen
Va=
rieté=Kongreß zuſammengekreten. Es wird
beab=
ſichtigt, einen großen Bund der Intereſſenten des
Vergnü=
gungsgewerbes ins Leben zu rufen.
Frankfurt, 12. Mai. (Die geſtohlene
Smaragd=
broſche.) Als in der vorigen Woche hier die Tagung
deutſcher Standesherren ſtattfand, vermißte, wie
die Frankf. Nachrichten mitteilen, eine Fürſtin einen höchſt
wertvollen Brillantſchmuck. Es handelt ſich um
eine viereckige, mit vielen Brillanten beſetzte Broſche, in
deren Mitte ein großer viereckiger Smaragd ſich befand
Der Schmuck wird auf 20000 Mark geſchätzt. Die Fürſtin
vermochte nicht anzugeben, ob ihr die Broſche geſtohlen
worden war oder ob ſie ſie verloren hatte. Am Montag
vormittag bot ein Unbekannter das wertvolle Schmuckſtück
zum Kauf an, und es fiel ſofort auf, daß ein ſo
ein=
facher Mann eine ſolche Koſtbarkeit beſaß. Man
benach=
richtigte die Kriminalpolizei und dieſe ſtellte feſt, daß
der Beſitzer der Broſche der 1875 in Trier geborene
Fer=
dinand Wilhelm Kißling war, der als Aushilfskellner
bei der Veranſtaltung in dem Hotel tätig geweſen war
und bei dem Ausfegen des Ballſaales die Broſche
gefun=
den hatte. Kißling, der die Broſche nicht ablieferte, wurde
verhaftet, wobei ſich herausſtellte, daß man einen alten
Be=
kannten vor ſich hatte. Kißling iſt nämlich ein
berüchtig=
ter Einbrecher, der zu den internationalen Gaunern zählt.
Köln, 11. Mai. (Hinrichtung.) Heute morgen
wurde durch den Scharfrichter Gröpler aus Breslau der
Gattenmörder Reuter aus Mülheim a. Rh.
hinge=
richtet. Reuter hatte ſeine von ihm getrennt lebende
Ehefrau nach Mülheim gelockt, angeblich um ſich mit ihr zu
verſöhnen, hatte ſie dann aber auf die Eiſenbahnſchienen
gelegt, ſo daß ſie von einem Zug überfahren wurde.
Hamm (Weſtfalen), 12. Mai. (Vom Blitz
ge=
troffen.) In der Kolonie der Zeche „Sachſen” ſchlug
der Blitz in eine Zementbude, in der drei Arbeiter
be=
ſchäftigt waren. Von dieſen wurde der eine, ein
Oeſter=
reicher, getötet, der zweite wurde ſchwer und der dritte
leichter verletzt.
Celle (Hannover) 12. Mai. (
Maſſenvergif=
tung.) Nach dem Eſſen erkrankten plötzlich vier Mädchen
eines Hotels ſowie ein regelmäßig dort verkehrender
In=
genieur. Der letztere iſt heute mittag geſtocben. Dem
Vernehmen nach ſind auch noch andere Perſonen in der
Stadt erkrankt.
Neukölln, 12. Mai. (Verbrannt.) Heute morgen
wurde die 71 Jahre alte Witwe Auguſte Fröhlich in
ihrer Stube verbrannt aufgefunden. Ob ein Unglücksfall
vorliegt oder die Greiſin Selbſtmord begangen hat, ſtehr
noch nicht feſt.
Tarnowitz, 12. Mai. (Schwarze Pocken.) In
das hieſige Kreiskrankenhaus wurde die Witwe Prudlo
aus Laurahütte, die an den ſchwarzen Pocken erkrankt iſt,
eingeliefert. Die mit ihr in Berührung gekommenen
Per=
ſonen wurden unter Beobachtung geſtellt. Es handelt ſich
um 10 Perſonen.
Wien, 12. Mai. (Die Stradivariusgeige als
Trinkgeld.) In Szent Gotthard in Ungarn ſchenkte ein
Fremder einem Bürger, der ihm den Weg zur Grenze
ge=
wieſen hatte, als Entgelt eine Geige. Wie ſich ſpäter
herausſtellte, trug das Inſtrument die Inſchrift: Antonius
Stradivarius Cremonenſis faciebat 1716. Man hält den
Fremden für ein Mitglied der Räuberbande, die jüngſt bei
einem Berliner Bankier eine Stradivariusgeige raubte.
Innsbruck, 12. Mai. (Vermißter Bergſteiger.)
Die alpine Rettungsſtation teilt mit: Der 25 Jahre alte
Juweliersſohn Joſef Dieſelt aus Düſſeldorf wird ſeit
Samstag, wo er einen Ausflug ins Hochgebirge
unter=
nahm, vermißt. Es werden Nachforſchungen
ange=
ſtellt.
Paris, 11. Mai. (Für eine halbe Million
ge=
fälſchte Poſtanweiſungen.) Die Pariſer
Poſtver=
waltung iſt im letzten Monat, auf eine unerhört raffinierte
und geſchickte Art um über 500000 Francs
ge=
ſchädigt worden. Die Unterſuchung darüber wird
zwar ganz geheim geführt, doch war der Matin geſtern
früh in der Lage, einige ſehr intereſſante Einzelheiten
dar=
über zu bringen. Danach iſt es in den letzten drei Wochen
einer Bande internationaler Hochſtapler, in der
Haupt=
ſache allem Anſchein nach Belgiern, gelungen, in die
Poſt=
ſäcke über 2000 gefälſchtePoſtanweiſungen einzuſchmuggeln.
Dieſe lauteten auf je 200 bis 300 Francs, überſtiegen jedoch
niemals den letztenBetrag, da die Betrüger offenbar wußten,
daß die Anweiſungen in dieſem Falle von einem
beſonde=
ren Benachrichtigungsformular begleitet werden. Die
Fälſchungen ſind mit unglaublicher Vollendung
ausge=
führt. Die Anweiſungen ſtimmen bis in die kleinſten
Klei=
nigkeiten mit den echten überein, ſo daß auch nicht ein
einziges Mal der Verdacht der Poſtbeamten wach wurde.
Die Fälſcher hätten ihr Werk noch unbegrenzt lange
fort=
ſetzen können, wenn nicht alle 14 Tage eine allgemeine
Kaſſenreviſion ſtattfinden würde. Bei der letzten Reviſion
entdeckte man nun, daß eine ganze Anzahl Anweiſungen
dieſelben Nummern trugen, und daß ſich überhaupt in den
Kaſſenberichten der einzelnen Poſtämter unerklärliche
Un=
regelmäßigkeiten fanden. Auf dieſe Weiſe kam man den
Fälſchungen auf die Spur. Offenbar wußten die
Ver=
brecher genau von dieſer Reviſion, denn ſeitdem iſt keine
einzige verdächtige Poſtanweiſung mehr eingelaufen. Die
Hoffnung, die Diebe zu faſſen, iſt daher ſehr gering.
Madrid 12. Mai (Erdrutſch.) Nach einer
Mel=
dung aus Jaen in Andaluſien hat ein Erdeutſch bei
Bezmor ſtatgefunden. Eine Anzahl Arbeiter wurde dabei
verſchüttet, vier von dieſen ſind tot.
Barcelona, 12. Mai. (Die Ausſtändigen)
be=
ſchloſſen die Compania transatlantico zu boykottieren.
Liſſabon, 12. Mai. (Gelynchter Mörder.) In
Covilla erſtach der Antimilitariſt Fecreira den Major der
Infanterie Correia. Der verhaftete Mörder wurde von
der Volksmenge aus dem Gefängnis herausgeholt und
gelyncht.
Petersburg, 11. Mai. (Geſtohlene Glocken.)
In der Narvſchen Vorſtadt wurden aus der Seraphin=
Kirche drei Glocken aus dem Turm geſtohlen,
ohne daß es jemand gemerkt hatte. Erſt nachdem die
Po=
lizei Nachforſchungen angeſtellt hatte, ertappte man einen
Arbeitsloſen bei dem Fortſchaffen von zwei Glocken, die
er zu einem Trödler bringen wollte. Ueber den Verbleib
der dritten Glocke verweigert der Dieb jede Auskunft.
Tunis, 12. Mai. (Feſtgenommener Mörder.)
Als geſtern abend ein Polizeibeamter in einem Kaffeehauſe
in Suk Harkas zwei verdächtig erſcheinende junge Leute
feſtnehmen wollte, feuerte einer derſelben vier
Revolver=
ſchüſſe auf den Beamten ab. Dieſer blieb jedoch unverletzt.
Ein zweiter Beamter ſchoß darauf den Angreifer nieder
und verletzte ihn ſo ſchwer, daß er bald danach im
Kranken=
haus verſtarb. Der Genoſſe des Erſchoſſenen ließ ſich ohne
Widerſtand verhaften. Es handelt ſich, wie man annimmt,
um die Mörder des auf der Strecke Tindſcha-Moteur
er=
mordet aufgefundenen norwegiſchen Konſuls Bott.
Norfolk (Virginia), 12. Mai. (Folgenſchwere
Exploſion.) Im Maſchinenraume des Dampfers
„Jefferſon” der Old Dominion Company fand eine
Ex=
ploſion ſtatt. Sieben Mann der Beſatzung
wur=
den getötet einige verletzt.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 12. Mai. Präſident Dr. Kaempf
er=
öffnet die Sitzung um 11,16 Uhr vormittags. Vom
Reichskanzler iſt folgendes Danktelegramm
eingegangen: „Die warme Teilnahme des Reichstages, die
Euer Hochwohlgeboren mir in ſo gütigen Worten bekundet
haben, hat mich in meiner Trauer tief gerührt. Ich bitte
Sie, hochverehrter HerrPräſident, dem hohenHauſe meinen
aufrichtigſten Dank übermitteln zu wollen. Reichskanzler
v. Bethmann Hollweg.”
Die zweite Beratung des
Militäretats
wird bei den in der Diskuſſion verbundenen Kapiteln „
Ar=
tillerie, Waffenweſen und Techniſche Inſtitute” unter
Aus=
ſchluß der Rüſtungsangelegenheiten fortgeſetzt. — Abg.
Büchner (Soz.): Von ſeiten der Militärverwaltung wird
bei Einſtellung von Arbeitern in die öffentlichen
Staats=
betriebe der ſchärfſte Terrorismus ausgeübt, indem ihnen
das freie Koalitionsrecht beſchränkt wird. Die
Gewerk=
ſchaften haben ein großes Stück Kulturarbeit geleiſtet. Wie
lange noch läßt die neue Arbeitsordnung auf ſich warten?
Vor zwei Jahren ſchon ſollte ihre Einführung
unmittel=
bar bevorſtehen. Wir fordern für die Staatsarbeiter
Be=
ſeitigung der Schikanen und gerechte Behandlung.
Generalmajor Wild von Hohenborn: Bei der
Größe unſeres Inſtituts iſt es ſelbſtverſtändlich, daß alle
möglichen Wünſche und Klagen vorgebracht werden. Die
berechtigten Ausſtellungen werden genau unterſucht
wer=
den. Die meiſten Fälle ſtellen ſich als übertrieben oder
entſtellt dar. Bei der Einſtellung von Arbeitern
entſchei=
den nicht andere Organe, kein Meiſter nimmt Arbeiter an.
Nach § 4 der Arbeitsordnung dürfen Perſonen, die
ſozial=
demokratiſchen oder ſonſtigen ſtaatsfeindlichen
Beſtrebun=
gen Vorſchub leiſten oder von denen vorauszuſetzen iſt,
daß ſie den Frieden mit den Behörden oder unter den
Arbeitern ſtören werden, nicht eingeſtellt werden. Falls
ſich während der Beſchäftigung herausſtellt, daß Arbeiter
dieſen Vorbedingungen nicht entſprechen, dann wird ihnen
gekündigt. An dieſem Standpunkt werden wir feſthalten.
(Bravo rechts.) Geldſtrafen beſtehen und werden bei
Ver=
ſtößen vom Vorſtand verhängt. Fälle hier vorzuführen,
die wir nicht kennen können, iſt eine Art, die nicht dazu
dient, eine wirkliche Verbeſſerung der Verhältniſſe
herbei=
zuführen. Ich bin deshalb auf den Weg verfallen,
die=
jenigen Ausführungen, die der Vorredner im Jahre 1913
gemacht hat, unter die Lupe zu nehmen, und bin zu dem
Reſultate gekommen, daß die vorgebrachten Fälle entweder
unrichtig oder übertrieben ſind. Es iſt zu beklagen, wenn
von der Tribüne des Hauſes ſolche Sachen vorgebracht
werden (Unruhe bei den Soz.), die ich momentan nicht
widerlegen kann. Daß die Verhältniſſe in den
Staats=
betrieben nicht ſo ſchlecht ſind, wie ſie der Vorredner
hin=
geſtellt hat, beweiſt der rege Zudrang zu dieſen Betrieben.
Der Bedarf an Arbeitskräften iſt auf Jahre hinaus
ge=
deckt. Die Löhne ſind genügend und entſprechend der
pri=
vaten Induſtrie geregelt. Die Dienſtanweiſung iſt in
die=
ſem Jahre neu herausgegeben worden und trägt allen
be=
rachtigten Wünſchen Rechnung. Auch eine möglichſt
ein=
heitliche Arbeitsordnung iſt fertiggeſtellt worden. Der Bau
von Arbeiterwohnungen wird beſchleunigt. Für
Wohl=
fahrtseinrichtungen und Schutzmaßnahmen ſind ſchon viele
Millionen ausgegeben worden, ſo daß von ſozialer
Rück=
ſtändigkeit keine Rede ſein kann. Die Unfallziffern ſind
durchaus günſtig. Auch ſonſt ſind viele Verbeſſerungen
eingetreten. Die fünfte Lohnklaſſe in Spandau iſt be
ſeitigt worden und die Zeit= und Stücklöhne ſind erheblich
erhöht worden. Man kann wohl ſagen, daß die techniſchen
Inſtitute in ihrer Entwicklung nicht ſtehen geblieben ſind.
Wir werden auf dem Wege der ſozialen Fürſorge
fort=
ſchreiten. (Beifall.)
Abg. Trimborn (Ztr.): Der Kriegsminiſter iſt neben
dem Eiſenbahnminiſter der größte deutſche Arbeitgeber
Die Arbeiterausſchüſſe beklagen ſich darüber, daß ſie noch
nicht genügend gehört werden. Die Arbeiter, welche eine
gefährliche Arbeit auszuführen haben, müſſen eine
beſon=
dere Lohnzulage erhalten. Auf Grund der zahlreichen
Wünſche der Arbeiter ſollte die Heeresverwaltung nochmals
prüfen, ob ſich für die Erichtung einer Penſionskaſſe
gün=
ſtigere Bedingungen finden laſſen. Auch dem Bau von
Arbeiterwohnungen muß die Heeresverwaltung ihr
beſon=
deres Augenmerk zuwenden. Hoffentlich kommt das Geſetz
betr. den Bau von kleinen Wohnungen bald zuſtande.
Abg. Weinhauſen (Fortſchr. Vpt.): Die techniſchen
Inſtitute müſſen mehr als bisher zu den
Rüſtungsliefe=
rungen herangezogen werden und ihre Betriebe
wirtſchaft=
licher geſtaltet werden. Die Techniker in den
Militärbetrie=
ben müſſen mit den Werktechnikern der Werften
gleichge=
ſtellt werden. Beſonders klagen die Techniker darüber
daß ſie bei der Beſoldungsnovelle übergangen worden
ſind. Die Schreiber, beſonders die Zivilſchreiber, bitten um
Aufbeſſerung ihres Einkommens. Auch hinſichtlich der Titel
bitten dieſe Beamtenkategorien um wohlwollende
Berück=
ſichtigung. Für die unteren Beamten, das fordern wir in
einer Reſolution, muß eine Regelung der Dienſtſtunden
eingeführt werden. Stundenpläne müſſen eingeführt und
für geregelte Sonntagsruhe und für einen ausreichenden
Erholungsurlaub muß Sorge getragen werden. — Abg.
v. Gräfe (Konſ.): Die Mehrzahl der Wünſche, die ich
hier vorbringen wollte, haben bereits meine beiden
Vor=
redner hier erörtert, ſo daß mir nur eine Ergänzung übrig
bleibt. Auch wir erkennen an, daß die Heeresverwaltung
bemüht iſt, den hier vorgebrachten Wünſchen Gerechtigkeit
widerfahren zu laſſen. Das Vorgehen der
ſozialdemo=
kratiſchen Gewerkſchaften gegen die übrigen
Arbeiter=
organiſationen iſt ungerecht, vor allen Dingen der
Vor=
wurf der Korruption. Die Arbeiter werden ſchon merken
wo ihr wirklicher Freund ſitzt und daß die
Sozialdemo=
kraten nur Haß und Zwietracht ſäen. — Abg. Dr.
Erd=
mann (Soz.): Die Arbeiter in der Siegburger
Geſchoß=
fabrik, in der keineswegs Phantaſielöhne gezahlt werden
müſſen aufgebeſſert werden. Darauf wird ein Antrag auf
Schluß der Debatte angenommen. (Lebhaftes Bravo.)
Mehrere Titel dieſes Kapitels werden bewilligt.
Beim Titel „Depots für Feld= und andere
Artillerie=
geräte” fordert Abg. Haberland (Soz.) Verbeſſerung
der Lage der bei dieſen Depots beſchäftigten Arbeiter.
— Abg. Dr. Müller=Meiningen (Fortſchr. Vpt.):
be=
antragt, über Kapitel 5 Titel 32a des Ergänzungsetats
(Militärkabinett Viktoriaſtraße 34, Berlin) namentlich
ab=
zuſtimmen. Dieſer Antrag findet bei dem ſchwach beſetzten
Hauſe nicht die genügende Unterſtützung. Die Debatte
wird fortgeſetzt beim Titel „Beſchaffung von Munition”
Der Reſt des Kapitels wird bewilligt und die Reſolution
der Freiſinnigen angenommen. Kapitel „Feſtungen,
In=
genieur= Pionier= und Verkehrsweſen”. Abg. Duffner
(Ztr.): Um ſo bedauerliche Unglücksfälle, wie ſie bei den
Pionierübungen vorgekommen ſind, zu vermeiden, ſollten
Motorboote eingeführt werden. — General Wild von
Hohenborn: Die Motorboote ſind durch ihre ſchlechte
Transportfähigkeit über Land weniger geeignet für
Pionierübungen als die bisherigen Fahrzeuge. — Abg.
Kuckhoff (Ztr.): Durch ſeinen Charakter als Feſtung iſt
Köln beſonders benachteiligt. Der Ausbau der
Vorgebirgs=
bahn Köln-Bonn iſt, trotzdem die Bahn ſchon lange nicht
mehr dem Verkehrsbedürfnis entſpricht, nicht möglich, da
ſie an Feſtungsanlagen hingeht und bei der Elektriſierung
neue Bauanlagen notwendig würden. — Generalmajor
Wild von Hohenborn: Es handelt ſich bei dem
Bahnausbau namentlich um die Entſchädigungsanſprüche
der Anlieger. Eine Entſcheidung hat noch nicht getroffen
werden können. — Inzwiſchen iſt abermals ein Antrag
Dr. Müller=Meiningen auf namentliche Abſtimmung
über das Gebäude des Militärkabinetts
ein=
gegangen. Der Antrag iſt diesmal genügend unterſtützt.
Die Abſtimmung findet morgen ſtatt. — Abg.
Trim=
born (Ztr.) bittet um Aufbeſſerung und Etatiſierung der
Zivilſchreiber in den Feſtungsbaubureaus. — Abg.
Behrens (Wirtſch. Verein.): Die bei den
Feſtungswer=
ken beſchäftigten Arbeiter, Kutſcher uſw. müſſen reichlicher
entſchädigt werden. — Generalmajor Wild v.
Hohen=
born: Die Zivilarbeiter ſind Hilfsarbeiter. Ihre Zahl
wird nach Möglichkeit eingeſchränkt. Die Etatiſterung muß
von Fall zu Fall entſchieden werden. Den Anregungen
des Abg. Behrens ſtehen wir wohlwollend gegenüber.
Das Kapitel wird bewillgt. Mehrere Kapitel paſſieren
ohne Debatte.
Beim Kapitel „Unterſtützung an das nicht
penſions=
berechtigte Betriebs= und Arbeitsperſonal” fordert Abg.
Schirmer (Ztr.): Dieſem Perſonal ſollte ein
Rechtsan=
ſpruch bewilligt werden, zum mindeſten in Form einer
Penſionskaſſe. — General Wild v. Hohenborn: Die
Vorbereitungen für die Errichtung einer Penſionskaſſe ſind
ſchon getroffen. Aber es ſind noch weitere ſtatiſtiſche
Er=
hebungen notwendig. Uebrigens möchte ich bemerken, daß
mit einer Penſionskaſſe die Lage der Arbeiter auch nicht
verbeſſert würde. Gegen einen Rechtsanſpruch auf
Pen=
ſionen habe ich doch Bedenken. Es würde leicht zu einer
Be=
ſeitigung der aus der Reichsverſicherung entſtehenden
Rechte führen. Die Diskuſſion ſchließt. Der Reſt der
fortdauernden Ausgaben wird nach den
Kom=
miſſionsbeſchlüſſen angenomen, ſo daß auch die
außer=
ordentlichen unwiderruflichen Zulagen für die mittleren
Kanzlei= und Unterbeamten geſtrichen werden.
Bei den einmaligen Ausgaben erklärt beim
Titel „Erwerb des Grundſtücks Viktoriaſtraße 34, Berlin,
zum Zwecke des Neubaues des
Militär=
kabinetts” Kriegsminiſter v. Falkenhayn: Ich
habe bereits die Gründe dargelegt, die es mir zur Pflicht
machen, dieſe Vorlage vor das hohe Haus zu bringen. Bei
der überwiegenden Mehrheit der Budgetkommiſſion iſt mir
nicht beſtritten worden, daß die Heeresverwaltung, die nur
das dienſtliche Intereſſe im Auge hat, mit dieſer Vorlage
kommen mußte. Ich darf es der Abſtimmung des Hauſes
überlaſſen, die Konſequenzen aus dieſerSachlage zu ziehen.
— Vizepräſident Dr. Paaſche: Die Abſtimmung über
dieſen Titel iſt eine namentliche. Sie wird morgen
ſtatt=
finden. Beim Titel „Neubau und Ausſtattung einer
evan=
geliſchen Garniſonskirche in Münſter” bittet Abg. Frhr.
v. Kerckerinck zu Borg (Ztr.) auch die katholiſche
Garniſonskirche in Münſter umzubauen. Beim Titel
„Neubau eines Generalkommandogebäudes in Frankfurt
a. M.” bemängelt Abg. Dr. Quarck=Frankfurt a. M.
(Soz.) die Art und Weiſe, mit der die Militärverwaltung
gegen die Stadt Frankfurt vorgegangen ſei, um den
Neu=
bau dieſes Gebäudes zu erlangen. Die Militärverwaltung
habe ſogar gedroht, das Generalkommando nach
Wies=
baden zu verlegen. — Generalleutnant v. Schöler:
Der kommandierende General mußte eine Wohnung haben
mit genügenden Repräſentationsräumen. Bisher mußte
der kommandierende General ſeine Geſellſchaften im Hotel
geben, wodurch erhebliche Unkoſten entſtanden. Die
Schwie=
rigkeiten mit der Stadt kamen durch den hohen Preis für
den Bauplatz. — Abg. Erzberger (Ztr.) als
Bericht=
erſtatter: Die Stadtvertretung in Frankfurt a. M. hat ſich
mit einer großen Mehrheit für den Neubau ausgeſprochen,
weil die Stadt immer noch ein großes Geſchäft damit
macht. Da auch das Reich gut damit fährt, können wir
wohl zuſtimmen. — Abg. Dr. Quarck=Frankfurt (Soz.):
Ein Neubau ſollte lediglich wegen der
Repräſentations=
bedürfniſſe eines Generals nicht bewilligt werden. Der
Titel wird bewilligt. Beim Titel „Truppenübungsplatz
bei Heuberg” bittet Abg. Dr. Belzer (Ztr.) die
Inter=
eſſen der Anlieger zu berückſichtigen, insbeſondere die
Haferankäufe direkt bei den Bauern zu beſorgen. —
Gene=
ralleutnant v. Schöler ſagt wohlwollende
Berückſichtig=
ung zu.
Bei einem ſpäteren Titel ſtellt Abg. Erzberger
(Ztr.) als Berichterſtatter feſt, daß der Staatsanwalt es
zweimal abgelehnt habe, gegen die Firma Görz
irgend=
wie vorzugehen. Die geſtrigen Anklagen des Abg.
Lieb=
knecht gegen dieſe angeſehene deutſche Firma ſtützen ſich
auf keinerlei Tatſachen.
Der Reſt der Ausgaben wird bewilligt, die
Ein=
nahmen werden ebenfalls bewilligt. Die Petitionen
wer=
den dem Antrag der Kommiſſion entſprechend erledigt.
Ueber einige Petitionen wird in dritter Leſung abgeſtimmt
werden. Damit iſt die zweite Leſung des
Mili=
täretats erledigt. Es folgt die zweite Leſung des
Etats für Kamerun.
(Dualaangelegenheit.)
Abg. Dr. Braband berichtet über die
Kommiſſions=
verhandlungen. — Abg. Wels (Soz.): Die Schuld an
den Vorkommniſſen in Duala liegt ausſchließlich bei der
Regierung und an der Unzulänglichkeit der deutſchen
Bureaukratie. Die Weſtafrikaniſche Handelsgeſellſchaft
be=
nachteiligt die Eingeborenen auf das ſchlimmſte. Gegen
dieſe Geſellſchaft müßte in ſchärfſter Weiſe vorgegangen
werden. Gegen die Eingeborenen muß man human
vor=
gehen, insbeſondere, wenn es ſich um Enteignungen
han=
delt. An ſich haben wir nichts gegen die Enteignung
ein=
zuwenden, da eine Sanierung Dualas unbedingt nötig iſt.
Viele Dualas ſollen ſchon über die Grenze gegangen ſein.
Dieſe Tatſache iſt charakteriſtiſch für die dort herrſchende
Stimmung unter den Eingeborenen. Die Regierung ſollte
beſtrebt ſein, die Dualas mit der deutſchen Schutzherrſchaft
auszuſöhnen. Die Eingeborenen müſſen ſich entſchieden
verbitten, daß die Regierung einen direkten Verkehr mit
den Mitgliedern des Reichstages verhindert. Warum
wurde dem Reichstag die Gegendenkſchrift des
Rechtsan=
walts Dr. Halpert nicht zugeſtellt. Wir müſſen im
Inter=
eſſe des Anſehens des deutſchen Volkes die Eingeborenen
human und nicht brutal behandeln.
Nummer 131.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. Mai 1914.
Seite 5
Staatsſekretär Dr. Solf: Der Abg. Wels hat
be=
hauptet, daß das Telegramm des Gouverneurs eine
be=
ſtellte Sache geweſen ſei. Ich lege gegen dieſe durch nichts
bewieſene Behauptung Verwahrung ein und erkläre, ebenſo
überraſcht geweſen zu ſein, wie dieBudgetkommiſſion. Auch
meine Mitarbeiter haben nichts von der Depeſche gewußt.
Wäre es anders geweſen, ſo hätte ich nicht ſagen können,
der Inhalt des Telegramms ſei nicht ſo ſchlimm
aufzu=
faſſen. (Bravo!) — Zur Geſchäftsordnung bemerkt Abg.
Paaſche (Natl.): Die Denkſchrift des Rechtsanwalts Dr.
Halpert iſt den Abgeordneten nicht geſchickt worden, weil
ſie eine nichtamtliche Denkſchrift war. Sie enthält
außer=
dem ſchwere Beleidigungen für die Regierung und den
Reichstag. Eine Petition war die Sendung Dr. Halperts
nicht. Wir ſind nach den alten, bei uns üblichen
Grund=
ſätzen verfahren. — Abg. Ledebour (Soz.): Auch die
Denkſchrift der Regierung iſt eine Beleidigung für den
Reichstag. Dr. Paaſche hätte ſich genau über die
beſon=
deren Umſtände der Gegendenkſchrift des Rechtsanwalts
Halpert informieren, ſie jedenfalls verteilen laſſen müſſen.
Abg. Dr. Paaſche (Natl.): Ich brauchte keine
Be=
denken gegn die Verteilung der Denkſchrift zu haben; da ſie
nichtamtlich war, konnte ich ſie auch nicht mit dem
amt=
lichen Stempel verſehen. — Abg. Dr. Frank=
Mann=
heim (Soz.) ſchließt ſich den Ausführungen Ledebours an.
— Abg. Dr. Oertel (Konſ.): Das Verhalten des Vize=
Präſidenten Dr. Paaſche war durchaus korrekt und
ent=
ſpricht der bisher geübten Praxis im Reichstag. — Nach
weiteren Bemerkungen der Abg. Ledebour (Soz.) und Dr.
Frank=Mannheim (Soz.) erklärt Abg. Dr. Paaſche: Ich
habe nicht die Abſicht gehabt, dem Hauſe eine Information
vorzuenthalten, aber unter dieſe Gegendenkſchrift konnte
ich den amtlichen Stempel des Reichstages unmöglich
ſetzen. — Abg. Spahn (Ztr.): Es iſt immer ſo
gehand=
habt worden, wie es Dr. Paaſche darſtellt. Schriftſtücke
beleidigenden Inhalts mußte er inhibieren. Das war er
dem Hauſe ſchuldig. (Sehr richtig!) — Abg. Dr. Oertel
(Konſ.): Rechtsanwalt Halpert hat auch jetzt noch die
Mög=
lichkeit, bis zur morgigen Verhandlung allen Mitgliedern
durch die Poſt die Denkſchrift zugehen zu laſſen. — Abg.
Schultz=Bromberg (Rp.): Wir müſſen hier an
Grund=
ſätzen feſthalten. Auch die Poſt befördert keine Karten mit
beleidigendem Inhalt, wir müſſen ebenſo handeln. — Abg.
Ledebour (Soz.): Gerade durch den Stempel „
Nicht=
amtlich” wäre die Druckſache genügend gekennzeichnet
wor=
den. — Abg. Kainath (Natl.): Wir billigen die Haltung
unſeres Vize=Präſidenten durchaus. (Heiterkeit.) — Abg.
Dr. Naumann=Hofer (Fortſchr.. Vp.): Als Vize=
Prä=
ſident konnte Dr. Paaſche nicht anders handeln, als wie er
gehandelt hat.
Darauf wird vertagt. Nächſte Sitzung
Mitt=
woch, 2 Uhr. Fortſetzung. Etatsrede. Namentliche
Abſtimmungen zum Militäretat.
Reichsſchatz=
amt. Schluß ½8 Uhr.
Der Kaiſer in Metz.
Militäriſche Uebung.
* Metz 12. Mai. Heute vormittag wurde im Oſten
von Metz eine große militäriſche Uebung abgehalten. Es
handelte ſich um einen Angriff der verſtärkten 34. Diviſion
(Blau) aus der Gegend von Ponge in der Richtung auf
Colombey gegen die 33 Diviſion (Rot), alſo auf einem
Gelände, das ſchon von den Auguſttagen des Jahres 1870
berühmt iſt. Beteiligt waren die Truppen der Standorte
Metz, einſchließlich der 8. bayeriſchen Infanteriebrigade,
ſowie der Truppen der Standorte Saarlouis, Diedenhofen,
St. Avold und Mörchingen. Beiden Parteien waren
Truppen aller Waffengattungen und Flugzeuge zugeteilt.
Der Kaiſer war um 6.12 Uhr vormittags im Automobil
vom Generalkommando in Metz aus auf der Straße Metz-
Borny-Colombey bis zu dem Punkte gefahren, wo die
Totenallee einmündet, und dort zu Pferde geſtiegen.
Zu=
gegen waren bei der Uebung der Kommandierende
Gene=
ral des 16. Armeekorps, General der Infanterie v. Mudra,
der Gouverneur von Metz, Generalleutnant v.
Winter=
feldt, und der Generalinſpekteur der Feſtungen, General
der Infanterie v. Claer. Es hatte die Nacht über ſtark
ge=
regnet. Gegen 7 Uhr morgens klärte ſich das Wetter auf:
doch war es ſehr kühl. Die blaue Partei entwickelte ſich
langſam. Die rote Partei lag in feſten Stellungen in
einer Linie von Montoy=Ars-Laquenexy mit
vorgeſchobe=
nen markierten Schützenlinien.
* Metz, 12. Mai. Die Uebung, bei welcher beide
Parteien nur Teile von größeren Verbänden darſtellten
Großherzogliches Hoftheater.
Dienstag, 12. Mai.
Die verſunkene Glocke.
W-l. Als erſtes Stück im Gerhart=Hauptmann=Zyklus
wurde heute abend das poetiſche Märchendrama „Die
ver=
ſunkene Glocke” wieder aufgeführt. Von den Hauptrollen
waren nur zwei neu beſetzt worden. Bei der letzten
Auf=
führung hatte Frl. Hacker die Rolle des Rautendelein
ge=
ſpielt und war daraufhin für jugendlich=ſentimentale
Rollen engagiert worden, für die es unſerem Enſemble
gegenwärtig an einer geeigneten Kraſt fehlt. Daß Frau
Meißner in ihrem Charakter ſo grundverſchiedene und
durch dieſelbe Künſtlerin nicht zu erſchöpfende Rollen wie
das Rautendelein und die Prinzeſſin Eboli ſpielen muß
macht dieſe Lücke in dem weiblichen Enſemble, die
hoffent=
lich in der nächſten Saiſon durch das Engagement
geeig=
neter Kräſte ausgefüllt werden wird, fühlbar. Die Rolle
des Rautendelein erfordert nicht nur Perſönlichkeit und
ſchauſpieleriſche Routine, ſondern auch jene nicht zu
er=
lernende, ſondern angeborene Gabe, im Sprechen „die
Herzen aller Hörer zu zwingen” Mag man auch heute
die Unterſchiede der ſog, alten Schule nicht mehr gelten
laſſen wollen, man kommt niemals darüber hinweg, daß
das Organ — dieſes Hauptwerkzeug und höchſtes Gut aller
Künſtler — die eine Schauſpielerin für naive und die
andere für ſentimentale, andere wieder für hochpathetiſche
Rollen prädeſtiniert.
Frau Meißner ſpielte die Rolle des Rautendelein
mit der ihr eigenen ſchauſpieleriſchen Intelligenz und
Ueberlegenheit und Feinheit darſtelleriſcher Nüancen. Als
Nickelmann hatte Herr Hacker das Erbe Wagners
an=
getreten und ſprach die Rolle mit ſchönem und klangvollem
Organ, vertiefter Auffaſſung und den den wechſelnden
Regungen im Herzen des tauſendjährigen Liebhabers
ent=
ſprechenden köſtlichen Gefühlsſchattierungen.
Die Beſetzung der übrigen Rollen war die frühere
geblieben. Herr Weſtermann entwickelte als
bocks=
beiniger Schrat eine erſtaunliche körperliche
Geſchmeidig=
keit und Lebeendigkeit im Spiel und führte die Rolle
virtuos durch. Herr Baumeiſter ſpielte die Rolle des
Meiſters Heinrich im Stile des Fauſt mit künſtleriſcher
Hingabe und vieler Wärme. Herr Heinz als Pfarrer,
Frau Müller=Rudolph als Frau Wittichen und
Frl. Alſen als Magda wurden ihren Aufgaben in
lobenswerter Weiſe gerecht,
und bei der die Forts als im Bau begriffen angenommen
waren, wurde um 10 Uhr abgebrochen. Ein zahlreiches
Publikum zu Wagen und zu Fuß ſah dem militäriſchen
Schauſpiel zu. Ein vorgeſehener Vorbeimarſch der
be=
teiligten Truppen bei Bellecroix fiel wegen des
aufgeweich=
ten Bodens aus. Nach einer mehr als einſtündigen
Be=
ſprechung nahm der Kaiſer militäriſche Meldungen
ent=
gegen und fuhr um 11.45 Uhr von Bellecroix im Automobil
nach Metz zurück, wo er nach 12 Uhr vor dem
Hauptbahn=
hofe eintraf. Das Frühſtück, zu dem Bezirkspräſident
Freiherr v. Gemmingen geladen war, wurde im
Sonder=
zuge eingenommen. Der Kaiſer begab ſich ſodann im
Sonderzuge nach Diedenhofen. Dort ſchloß ſich eine
Auto=
mobilfahrt zur Beſichtigung der Forts Königsmachern und
Genttringen an.
* Metz 12. Mai. Heute vormittag 9 Uhr fuhren der
Kaiſerliche Statthalter v. Dallwitz und Staatsſekretär
Graf v. Roedern ſowie der Chef des Zivilkabinetts
v Valentini und der Geſandte v. Treutler auf die
Schlachtfelder von Gravelotte und St Privat hinaus in
Begleitung des Hauptmanns v. Strobe, der auf den
Schlachtfeldern den Herren einen Vortrag über die
Ge=
fechtslagen von 1870 halten wird. Nachmittags werden
die Herren der Rombacher Hütte einen Beſuch abſtatten,
anſchließend nach Großmoyeuvre weiterfahren und über die
Schlachtfelder nach Metz wieder zurückkehren.
* Metz, 12. Mai. Der Kaiſer ſpeiſte heute abend
bei dem Kommandierenden General. Bei der Tafel ſaßen
rechts vom Kaiſer Frau v. Mudra, Genexaloberſt v. Pleſſen,
links der Statthalter v. Dallwitz und der General der
Infanterie v. Claer gegenüber dem Kaiſer der General
der Infanterie v. Mudra. Unter den Geladenen befand
ſich auch der Staatsſekretär Graf v. Roedern und
Bezirks=
präſident Freiherc v. Gemmingen.
* Metz, 12. Mai. Der Kaiſer iſt heute abend 11
Uhr nach Wiesbaden abgereiſt. Zur
Verab=
ſchiedung waren am Bahnhof anweſend der Statthalter
v. Dallwitz. Staatsſekretär v. Roedern, der
Bezirks=
präſident, Kommandierender General v. Mudrau und der
Polizeipräſident.
Heer und Flotte.
* Lehrgänge an Kriegsſchulen. Als vierte
der Kriegsſchulen eröffnete die zu Engers am Rhein, unter
ihrem neuen Kommandeur Major Frhrn. v. Preuſchen,
bisher Bataillons=Kommandeur im Infanterie=
Leib=
regiment Großherzogin Nr. 117, deſſen Uniform er
bei=
behält, am 30. April d. J. ihren diesjährigen (56.)
Lehr=
gang. Es wurden dazu einberufen 58 Fähnriche
bezw. dazu heranſtehende Fahnenjunker der Infanterie
und Jäger, 14 von der Kavallerie, 11 von der Feld=,
9 von der Fuß=Artillerie, 6 von den Pionieren, darunter
Kolb vom Pionier=Bataillon Nr. 25 in Mainz, 4 von
den Verkehrstruppen und 3 vom Train, darunter Henn
von der Train=Abteilung Nr. 18, im ganzen alſo 105
Kriegsſchüler, davon 5 aus ſächſiſchen und 3 aus
württembergiſchen Truppenteilen: Der Lehrgang endigt
am 14. Januar 1915. — Am 9. Mai begann der neue
Lehrgang an der Kriegsſchule in Neiße (Kommandeur
Major v. Kameke), der Schluß erfolgt am 23. Januar
1915. Einberufen ſind dazu von Infanterie und
Jägern 79, von Kavallerie 21, von Feld= 22, von
Fuß=Artillerie 12, von Pionieren 11, von
Verkehrs=
truppen 8 und vom Train 5, im ganzen alſo 158
Fähn=
riche uſw. (einſchließlich 10 aus Sachſen und 2 aus
Württemberg). Von der Großherzoglich Heſſiſchen
(25.) Diviſion wurde nur Fähnrich Schmidt vom
In=
fanterie=Regiment Nr. 168 zu dieſer Kriegsſchule
kom=
mandiert.
Die große Darmſtädter Flugwoche.
Prinz Heinrich=Flug 1914.
* Heute treffen ſchon zahlreiche Flugapparate in
Darmſtadt ein, teils mit der Bahn, meiſt auf dem
Luft=
weg. Geſtern morgen 7.30 Uhr ſtarteten Leutnant
Car=
ganico mit Leutnant Friedberg als Beobachter und um
8.20 Uhr Leutnant Walz mit Leutnant Müller als
Be=
obachter mit Luftverkehrsdoppeldecker zu dem
Fern=
fluge nach Darmſtadt. Der Flugbetrieb wird alſo
heute ſchon ſehr lebhaft einſetzen. Das Programm für
die Darmſtädter Flugwoche iſt ſoeben im Druck
erſchienen, und kann, gleichwie ein Situationsplan
vom Flugplatz von der Geſchäftsſtelle Darmſtadt (
Bahn=
hofshotel) bezogen werden. Protektor für den heſſiſchen
Teil der Flugſtrecke iſt Seine Königl. Hoheit der
Groß=
herzog Ernſt Ludwig. Die Veranſtaltung leitet,
wie bekannt, der Verein für Luftfahrt in Darmſtadt E. V.
Beginn der Veranſtaltung in Darmſtadt am 15. und 16.
Mai, namittags 3 Uhr. Am 17. Mai vorausſichtlich
mor=
gens 5 Uhr Start zum Prinz Heinrich=Flug. Am 15.
und 16. Mai iſt die Abnahme der Flugzeuge, Ableiſtung
der vorgeſchriebenen Prüfung, ſoweit ſolche nicht
vorge=
ſchehen. Am 15. nachmittags bis 5 Uhr, findet
Beſichtig=
ung der Flugzeuge für Inhaber 1. Platzkarten unter
Füh=
rung ſachkundiger Herren ſtatt. (Preis 50 Pfg. pro
Perſon.)
Der Verkehr von und zum Flugplatz iſt
be=
hördlicherſeits genau geregelt und es empfiehlt ſich
drin=
gend, folgendes zu beachten: Alle auf den
Truppen=
übungsplatz fahrenden Wagen, Automobile und
Motor=
räder haben von der Straße Darmſtadt-
Gries=
heim aus die an der Halteſtelle der Dampfſtraßenbahn
abzweigende Querſtraße einzuſchlagen und auf dieſer bis
zur Einmündung der Hauptlagerſtraße zu fahren. An
die=
ſer durch eine Tafel mit der Aufſchrift „Hauptlagerſtraße,
Fahrzeuge halten” kenntlich gemachten Stelle hat das
Publikum die Fahrzeuge zu verlaſſen und ſich auf den
durch Taheln kenntlich gemachten Wegen auf die
Zuſchauer=
plätze zu begeben. Die leeren Automobile haben ſodann
durch die Hauptlager= und Waldſtraße nach der nördlichen
Lagerſtraße abzufahren und an dem für ſie vorgeſehenen
Halteplatz Aufſtellung zu nehmen. Die leeren Fuhewerke
haben die Hauptlagerſtraße weiter zu fahren und ſich an
dem für ſie beſtimmten Halteplatz aufzuſtellen. Die
Auto=
mobile ſind zur Rückfahrt an ihrem Halteplatz (
nörd=
liche Lagerſtraße) zu beſteigen. Die Abfahrt hat von hier
aus zu erfolgen und zwar nur über die weſtliche
Lager=
traße nach der Straße Griesheim-Darmſtadt Die
Fuhr=
werke ſind zur Rückfahrt an ihrem Halteplatz (an der
Hauptlagerſtraße) zu beſteigen.
Auf der Straßenſtrecke Darmſtadt (Rheintor)-
Gries=
heim iſt Automobilen auf der Hin= und Rückfahrt das
Ueberholen anderer Automobile unterſagt. Auf der von
der Straße Darmſtadt-Griesheim nach dem
Truppen=
übungsplatz abzweigenden Querſtraße und den Straßen
innerhalb des Lagers ſowie auf der weſtlichen Lagerſtraße
dürfen Automobile und Motorräder mit einer
Stunden=
geſchwindigkeit von höchſtens 15 Kilometern fahren. Auch
auf dieſen Straßen iſt Automobilen das Ueberholen
ande=
rer Automobile unterſagt.
Für die Automobile der Oberleitung (kenntlich durch
gelbe Flaggen mit der Aufſchrift: „Prinz Heinrich=Flug
1914‟) und die Automobile der hieſigen Etappenleitung
(kenntlich durch geüne Flaggen mit der Aufſchrift „Prinz
Heinrich=Flug 1914”) ſowie für Krankenaukomobile gelten
die Vorſchriften nicht. Die Zuſchauer dürfen ſich unter
keinen Umſtänden auf dem Flugplatze außerhalb der
abge=
ſperrten Zuſchauerplätze aufhalten. Das Betreten der
Ge=
bäude im Barackenlager iſt unterſagt.
Für den Sieger im Prinz Heinrich=Flug hat der
Kaiſer als Ehrenpreis einen goldenen Schild geſtiftet,
mit deſſen Entwurf Profeſſor Otto Rohloff beauftragt
war.
Luftfahrt.
* Leipzig. 12. Mai. Das Luftſchiff
„Schütte=Lanz 2” iſt heute früh 5.03 Uhr zur Fahrt
nach Liegnitz aufgeſtiegen. Um 5½ Uhr traf es über
Bautzen ein. Gleichzeitia kam von Liegnitz das
Militär=
luftſchiff „Z. 6‟, das ſich auf der Fahrt nach Leipzig
befindet, in Sicht. Beide Luftſchiffe begrüßten ſich,
mach=
ten eine gemeinſame Rundfahrt über der Stadt und
fuh=
ren dann weiter.
* Mannheim, 12. Mai. Das Luftſchiff „Schütte=
Lanz 2” iſt, wie die Schütte=Lanzwerft mitteilt, heute
morgen 9.10 Uhr, glatt vor der Luftſchiffhalle in Liegnitz
gelandet.
* Liegnitz, 12. Mai. Das Luftſchiff „Z. 50
überflog, von Poſen kommend, heute früh Liegnitz und
landete glatt in Halle. Um 8 Uhr iſt es wieder zur
Weiter=
fahrt nach Göclitz und Potsdam aufgeſtiegen, wo es einige
Zeit verbleiben ſoll.
* Alderſhot 12. Mai. Heute abend ſind zwei
Militär=Doppeldecker in ziemlicher Höhe
zu=
ſammen geſtoßen. Kapitän Anderſon und der
Mechaniker, die in dem einen Flugzeuge ſaßen, wurden
getötet Leutnant Wilſon, der das andere Flugzeug
teuerte, wurde ſchwer verletzt.
Turnen, Spiele und Sporf.
F.C. Pferdeſport. Rennen zu Wiesbaden
12. Mai. Kurpark=Flachrennen. Ehrenpreis, 2000
Mark, Herrenreiten, 1600 Meter: 1. A. v. Schildgens Cerelo
(Beſ.), 2. Saint Denis III., 3. Union Hall. 10 liefen. 24:10,
15, 50, 30. — Frühjahrs=Hürdenrennen. 4000
Mark, 3200 Meter: 1. Lt. Mayers Fatum (Gerteis), 2.
Me=
lilla, 3. Bouy and Gull, 6 liefen. 35:10, 20, 30. — Preis
von Schierſtein. Ehrenpreis, 3000 Mk., Jagdrennen,
3600 Meter: 1. Cl. Oppenheimers Cypris II., (Lt. v.
Her=
der), 2. Wiſe Tom, 3. Abſage. 5 liefen. 41:10, 17, 21. —
Mai=Jagdrennen. 3000 Mark, 3200 Meter: 1.
Ge=
ſtüts Ludwigsfelds Waldmeiſter (Unterholzner) 2.
Denaiſ=
ſance, 3. Thermometer. 7 liefen. 33:10, 13, 16, 14. —
Niederwald=Jagdrennen. Ehrenpreis, 5500 Mk.,
3600 Meter: 1. Lt. Frhr. v. Bonnets In Dubio (Beſ.),
2. Räppe. 4 liefen. 41:10, 15, 13. — Preis von
Elt=
ville. 3000 Mark, Jagdrennen, 3200 Metet: 1. M. Ekhet
Hacklers Beauty (Torcke), 2. Chateau vers. 2 liefen. 14:10.
— Preis von Hanau. Ehrenpreis, 2500 Mark, Jagd=
Herrenreiten, 3000 Meter: 1. Emanuel Müllers Yucca (Lt.
v. Herder), 2. Veira. 5 liefen. 2 blieben ſtehen, 1 fiel.
30:10, 12, 12. — Zum erſten Male ſind bei dieſen Rennen
Extra=D=Züge von Köln und Frankfurt nach der
Renn=
bahn gefahren worden. Erſterer kam mit 78, letzterer mit
110 Paſſagieren. Der Verkehr mit der Eiſenbahn zum
Rennplatz ſelbſt war mittelmäßig, der Umſatz am
Totali=
ſator belief ſich auf 183000 Mark.
Die Erkrankung des Kaiſers Franz Joſef.
* Wien, 12. Mai. Das Morgenbulletin
be=
ſagt: Der Kaiſer hat eine gute Nacht verbracht. Die
katarrhaliſchen Erſcheinungen ſind die gleichen. Das
All=
gemeinbefinden iſt gut.
* Wien 12. Mai. Das Abendbulletin über
das Befinden des Kaiſers beſagt: Das allgemeine
Befinden iſt ſtationär geblieben, nur das Sputum iſt
reich=
licher. Der Kaiſer hielt ſich wieder eine Stunde auf der
kleinen Galerie auf.
Aus den Delegationen.
* Peſt 12. Mai. Der Ausſchuß für
Aus=
wärtige Angelegenheiten der Ungariſchen
Delegation ſetzte heute die Verhandlung über das
Expoſé des Grafen Berchtold fort. Graf Michael
Karolyi erklärte, von der Berchtoldſchen Politik habe nur
Deutſchland Nutzen. Oeſterreich=Ungarn habe ſich alle
Balkanſtaaten zu Gegnern gemacht und keine Gelegenheit
verſäumt, ſich Rußland unangenehm zu machen. Dagegen
ſprach der Redner von der wirklich freundſchaftlichen
Hal=
tung Frankreichs gegenüber der Monarchie und fragte den
Miniſter, wie er die wirtſchaftlichen Intereſſen der
Mo=
narchie nach dem Scheitern des vitaliſchen Projektes
be=
treffend die Orientbahnen ſichern wolle falls Serbien die
Orientbahngeſellſchaft expropriierte. Graf Majlath
er=
kannte Berchtolds Erfolge an und erklärte ſich für einen
Anhänger des Dreibundes, verlangte jedoch Schutz für die
Landwirtſchaft gegen die aggreſſive Wirtſchaftspolitik
Deutſchlands. Darauf ergriff Graf Berchtold das Wort
und erklärte bezüglich der Lückenhaftigkeit und
Unvoll=
ſtändigkeit des Rotbuches, daß dieſes ein internationales
Gebrechen derartiger Publikationen ſei, infolge der
not=
wendigen internaltionalen Rückſichtnahme, weshalb ſich
der Miniſter auch bei der Beantwortung der Anfragen
eine gewiſſe Reſerve auferlegen müſſe Auf eine Anfrage
des Grafen Andraſſy, betr. der epirotiſchen Frage, betonte
dr Miniſter, daß er bereits in ſeinen Beſprechungen mit
dem griechiſchen Miniſterpräſidenten während deſſen
Wiener Aufenthalt ſich in dem Gedankengang begegnete,
daß freundliche Beziehungen zwiſchen Albanien und
Griechenland in beiderſeitigem Intereſſe wünſchenswert
ſeien. Unſere Politik war darauf gerichtet, daß die
epi=
rotiſche Bewegung auf dem Boden der Londoner
Be=
ſchlüſſe tunlichſt eine freundliche Löſung finde, damit eine
Stabilität in dem Verhältnis zwiſchen Albanien und
Griechenland eintrete.
Ich begrüße daher auch mit Freude die von der
al=
baniſchen Regierung abgegebenen Zuſicherungen betreffend
die epirotiſchen Wünſche. Der in der letzten Zeit
abge=
ſchloſſene Waffenſtillſtand, ſowie die von der griechiſchen
tegierung abgegebene Erklärung, die albaniſchen Gebiete
endgültig zu räumen, beſtärken uns in der Hoffnung, daß,
trotzdem die Lage in jenem Gebiet noch durchaus nicht
ge=
klärt iſt, ein Weg zur gütlichen Löſung gefunden werden
kann, in welchem Sinne die Regierung auch weiterhin im
Einvernehmen mit Italien wirken wird. Mit Bezug auf
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. Mai 1914.
Nummer 131.
eine Anfrage des Delegierten Grafen Apponyi, ob in
Abbazia beſondere Vereinbarungen über Albanien und
Kleinaſien getroffen worden ſeien, erklärte der Miniſter,
er könne nur negativ antworten. Hinſichtlich Vorderaſiens,
ſtehen wir mit Italien auf demſelben Standpunkt, daß
nämlich unſere beiderſeitigen Intereſſen die Erhaltung
und Konſolidierung des dortigen türkiſchen Beſitzſtandes
erfordern und hierin vollkommen parallel laufen. Wenn
er am Schluſſe ſeines Expoſes von wirtſchaftlichen
Ex=
panſionen auf den neu erſchloſſenen Gebieten geſprochen
habe, ſo dachle er auch in erſter Linie an Vorderaſien, weil
dort durch die ökonomiſche Erſchließung ſich den
öſter=
reichiſchen Unternehmern eine neue Gelegenheit biete, ſich
zu betätigen. Es ſei jedoch gewagt, weitgehende
politiſche Konjunkturen daran zu knüpfen. In Betreff auf
eine Anfrage des Delegierten Rakowski über die
Demon=
ſtrationen in Italien, wiederholte der Miniſter ſeine geſtern
in der öſterreichiſchen Delegation abgegebene Erklärung,
wobei er hinzufügte, daß in dieſer Angelegenheit die mit
der italieniſchen Regierung bereits begonnene Ausſprache,
wie er hoffe, zu einem befriedigenden Reſultate führe. Was
die Frage des Geafen Andraſſy über das Problem der
ägäiſchen Inſeln betrefſe ſo ſei dieſes vorläufig nur
theo=
retiſch gelöſt, die Entſcheidung der Mächte aber nicht ganz
durchgeführt; man müſſe weiterhin mit einem latenten
Gegenſatz zwiſchen Athen und Konſtantinopel rechnen.
Gegenüber den Ausführungen des Graſen Karolyk
betonte der Miniſter, daß Oeſterreich=Ungarn in der ver,
gangenen Kriſe Rußland gegenüber keineswegs ein
feindliches Auftreten gezeigt oder
beab=
ſichtigt habe. Die auftauchenden
Meinungsverſchie=
denheiten ſind immer in vertrauensvoller Weiſe
beſpro=
chen worden. Jedenfalls möchte ich betonen, daß derzeit
kein Grund für eine unfreundliche Haltung Rußlands zu
beſorgen iſt. Die ruſſiſchen Rüſtungen gingen parallel
mit den Rüſtungen aller Mächte, die eine Ausgeſtaltung
der Wehrmacht bezweckten. Was die Orientbahnfrage
an=
belangt, ſo wurde von ſerbiſcher Seite gewünſcht, die
An=
gelegenheit mit Oeſterreich=Ungarn im Einvernehmen zu
regeln. Schließlich betonte der Miniſter, daß das
Vor=
gehen der franzöſiſchen Regierung und der franzöſiſchen
Gruppe in dieſer Angelegenheit vollkommen loyal
ge=
weſen ſei.
Hierauf ergriff der Miniſterpräſident das
Wort. Er erklärte, abgeſehen von einzelnen Politikern,
welche jetzt mit der dreibundſeindlichen Hallung
demon=
ſtrietten, ſtehe das Gros der Nation hinter
dem Dreibund. Er widerlegte die Behauptung
Ka=
rolhis, der in der Leitung des Auswärtigen Amtes die
Richtſchnur verfolge, das Gegenteil deſſen zu tun, was
Rußland mache. Die Regierung und die öffentliche
Mei=
nung Ungarns wünſchten ein gutes Einvernehmen mit
Rußland. Dagegen beſtänden in Rußland gewiſſe
panſla=
wiſtiſche Tendenzen, welche eine Spannung hervorrufen
könnten, wenn ſie in der Politik richtunggebend würden.
Die verſchiedenen angekündigten Reiſen von Politikern
wären, wenn es ſich dabei lediglich darum handelte,
ge=
ſellſchaftliche Beziehungen anzuknüpfen, nicht zu
bean=
ſtanden, obwohl der Augenblick nicht ganz glücklich gewählt
iſt; was aber zu beanſtanden ſei, da es ſich u. a. um
einen demonſtrativen Beſuch bei den politiſſchen Faktoren
einer Macht handle, welche einer anderen internationalen
Intereſſengruppe angehöre, und daß durch den Beſuch
gegen das Syſtem proteſtiert werden ſoll, in dem ſich die
Monarchie befinde.
Das Budget des Miniſteriums des Aeußern wurde
hierauf angenommen.
* Peſt 12. Mai. Der Ausſchuß für Auswärtiges
ſprach gleichzeitig mit der Annahme des Budgets
Berchtold das Vertrauen für die bei der Leitung
der auswärtigen Angelegenheiten entfaltete Tätigkeit aus.
* Peſt 12. Mai. Der Heeresausſchuß der
Oeſterreichiſchen Delegation hat die Marinekredite
angenvmmen.
Engliſches Unterhaus.
* London, 12. Mai. Im Unterhauſe brachte
Premierminiſter Asquith eine ſogenannte
Guillo=
tine=Reſolution ein, welche die Diskuſſion
über die den Grundſatz von Homerule für Irland
ſeſt=
legenden Paragraphen der Bill, die jetzt zum dritten Male
ſeit Geltung der Parlamentsakte dem Unterhauſe vorliegt,
ausſchließen ſoll. Er erklärte, wenn eine Einigung
über die Homerule überhaupt möglich wäre, ſo wäre der
einzige Weg, ſie ins Werk zu ſetzen, eine Zuſatzbill. Wenn,
wie ich hoffe, ja wie ich glaube, wir unſere
auseinander=
gehenden Anſichten in Einklang bringen können, ſo muß
eine ſolche Einigung die Form einer Zuſatz= oder
Er=
gänzungsbill einnehmen. Ich gehe noch einen Schrltt
weiter, als ich bisher gegangen bin, daß ich im Namen der
Regierung erkläre, daß wir in dem Wunſche, daß das
Unterhaus die dritte Leſung der Homerulebill vor
Pfing=
ſten beendige, ſelbſt die Verpflichtung übernehmen werden
eine ſolche Zuſatzbill einzubringen in der Hoffnung, daß
eine Einigung über die Gegenſtände von unmittelbarer
und beſonderer Wichtigkeit erreicht wird. In dieſem Falle
würde die Homerulebill und die Zuſatzbill tatſächlich zur
ſelben Zeit Geſetz werden, das heißt: Die Homerulebill
wird zwar vom Oberhauſe abgelehnt, aber kraft der
Par=
lamentsakte gleichwohl Geſetz werden, während die
Zu=
ſatzbill wahrſcheinlich von beiden Häuſſern in der
gewöhn=
lichen Weiſe angenommen wird. Bonar Law erklärte,
es wäre weſentlich, daß das Haus, bevor es ſich zum
dritten Male mit der Homerulebill beſaßt habe, die
Vor=
ſchläge der Regierung betreffend Ulſter kennen lernte und
ſie zu beraten Gelegenheit hätte.
Vom Balkan.
* Paris, 12. Mai. Der König von
Griechen=
land gewährte dem Athener Berichterſtatter des Temps
eine Audienz, in deren Verlauf er u. a. folgendes ſagte:
Die Blätter haben behauptet, daß ich mich mit meinem
Miniſterpräſidenten nicht vertrage. Das iſt nicht wahr.
Die Beſſerung der Zuſtände in Thrazien läßt vermuten
baſ die Ereigniſſe nunmehr einen Verlauf nehmen werden,
welcher die wſnſchenswerten guten Beziehungen zwiſchen
Griechenland und der Türkei nicht ſchädigen wird. Was
die Inſelfrage anbelangt, ſo wird die griechiſche
Re=
gierung ſich nicht weigern, etwaige Beſtimmungen und
an=
nehmbare Vorſchläge der Türkei zu prüſen, wenn ſie auch
die beſten Grundlagen nicht vorlegen kann, welche die
Entſcheidung der Großmächte für Griechenland billigt.
Was den Epirus anbetrifft, ſo beweiſe die letzte Nachricht,
das dank dem Zugeſtändnts, zu welchem die albaniſche
Regierung bereit zu ſein ſcheint, auch in dieſem ſo hart
geprüften Gebiete bald wieder Ruhe eintreten wird. Dieſe
Zugeſtändniſſe, welche für die Epiroten ebenſo notwendig
ſind wie für Albanien, dürſten dazu beitragen, jede
Reibung zwiſchen den beiden Staaten zu
beſeiti=
gen, in deren Intereſſe es liegt, gute nachbarliche
Be=
ätebungen zu unterhalten.
Mexiko und die Vereinigten Staaten.
Eine Rede Wilſons.
* Neu=York, 11. Mai. Die Leichen der bei
Veracruz getöteten Matroſen ſind heute von
dem Schlachtſchiff „Montana” gelandet und in feierlichem
Zuge durch die Stadt geführt worden. Im letzten
Augen=
blick entſchied ſich Wilſon, an der Feier teilzunehmen.
17 Särge wurden auf Lafetten transportiert. Als der Zug
das Rathaus erreichte, legte Bürgermeiſter Mitchel
Or=
chideenkränze auf die Särge, während 800 Schulkinder
das Lied „Näher, mein Gott, zu dir” ſangen. Auf der
Marinewerft empfing der Präſident den Zug unbedeckten
Hauptes und hielt mit leiſer Stimme und unter großer
Be=
wegung eine Rede, in der er ſchilderte, mit welch
ge=
miſchten Gefühlen er die Särge erblicke. Gefühle des
Kummers, daß dieſe jungen Leute in den Tod gegangen,
ſtritten mit dem Gefühle des Stolzes und des Neides,
daß es ihnen erlaubt geweſen ſei, ihre Pflicht in ſo edler
Weiſe zu erfüllen. Wir ſind, ſagte Wilſon, nach Mexiko
gegangen, um der Menſchheit zu dienen. Wenn wir einen
Ausweg finden, wünſchen wir nicht, mit den Mexikanern
zu kämpfen, ſondern wir wünſchen, ihnen zu dienen. In
einem Angriffskrieg zu ſterben, iſt nichts, worauf man
ſtolz ſein könnte, aber in einem Kriege, der ein Dienſt iſt,
zu ſterben, iſt etwas, auf das man ſtolz ſein darf. Zum
Schluſſe ſeiner Rede erwähnte der Präſident, daß die
Opfer verſchiedenen Nationalitäten angehörten, und er
erklärte, ſie ſeien nicht Iren und Deutſche, ſondern ſie ſeien
als ſie nach Veracruz gingen, Amerikaner geworden.
Die Ausländer in Mexiko.
* Waſhington, 11. Mai. Das Staatsdepartement
hat die hieſigen auswärtigen Diplomaten, deren Länder
in Mexiko City vertreten ſind, erſucht, die beunruhigenden
Gerüchte zu unterſuchen, wonach Zapato in Mexiko
City die dort anſäſſigen Ausländer bedrohe.
* Meriko, 12. Mai. Von den beiden auf der Grube
al Favor Ermordeten iſt einer ein Amerikaner,
der andere ein Engländer. Mehrere andere Ausländer
wurden verletzt. Deutſche befinden ſich nicht darunter.
In San Mareos wurde ein zweiter Engländer
von dem Pöbel ermordet.
* Mexiko City, 12. Mai. Der Kommandant
von Tampico, General Zaragoza, meldet: Die
Re=
bellen haben Tampico am Samstag angegriffen, wurden
aber mit ernſten Verluſten geſchlagen.
* Veracruz, 12. Mai. Der Dampfer „
Kronprinzeſ=
ſin Cecilie” iſt mit den Friedensvermittlern
Huertas an Bord in See gegangen. Der Dampfer nahm
für Huerta beſtimmte Munition zurück.
* Waſhington, 12. Mai. Konteradmiral Mayo
gibt in einer Depeſche die erſten amtlichen Nachrichten über
die Landung auf Lobos Island und erklärt, die
merikaniſchen Leuchtturmwärter hätten die Leuchtſeuer im
Stiche gelaſſen. Die Beſatzung der Dixie” unterhielte
das Feuer zugunſten der Schiffahrt. Die Inſel hätten die
Amerikaner nicht beſetzt.
* Waſhington, 12. Mai. Der braſilianiſche
Geſandte in Mexiko hat dem Staatsdepartement
mit=
geteilt, daß die mexikaniſche Regierung die ſofortige
Freilaſſung des amerikaniſchen
Vizekon=
ſuls Sulliman in Saltillo angeordnet habe.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 12. Mat. Die Nordd. Allg. Zig. ſchreibt:
Der Reichskanzler erhält von allen Seiten Beweiſe
der herzlichſten Teilnahme. Der Kaiſer ſandte ein in
den wärmſten Worten gehaltenes Telegramm. Die
Kaiſerin ſprach im Reichskanzlerpalais vor und
ver=
weilte längere Zeit im Sterbezimmer. Eine große
An=
zahl von Telegrammen traf von auswärts ein, darunter
von Kaiſer Franz Joſef, dem Erzherzog Thronfolger
Franz Ferdinand. dem König und der Königin
von Belgien, den Königen von Bulgarien, Dänemark, dem
Königspaar von England den Königen von Italien,
Bayern, Sachſen und Württemberg, dem Großherzogspaar
von Baden, der Großherzogin Luiſe von Baden, den
Großherzögen von Heſſen, Mecklenburg=Schwerin,
Mecklen=
burg=Strelitz und Oldenburg, dem Kronprinzenpaare,
den Prinzen des Königlichen Hauſes, den Herzogen von
Anhalt, Braunſchweig, der Herzogin von Braußſchweig,
den Herzögen von Schleswig=Holſtein, Sachſen=Meiningen,
Sachſen= Altenburg und Sachſen=Koburg=Gotha den
Fürſten zu Lippe, von Reuß, dem Fürſten von Monaco,
der Erbprinzeſſin von Sachſen=Meiningen, dem
Kronprinzen von Bayern. Prinz Franz. Prinz
Lud=
wig Ferdinand. Prinz Heinrich. Prinzeſſin Giſela von
Bayern. Prinz Max von Baden, Prinz Heinrich XXXIII.
von Reuß. Prinzeſſin Viktoria Margareta, Prinz und
Prinzeſſin Friedrich Kacl von Heſſen, von dem Fürſten zu
Fürſtenberg und von den Senaten von Hamburg und
Bre=
men; ferner von den Miniſtern Graf Berchtold Marquis
di San Giuliano und Doumerque, dem Grafen Kokowtzow
und dem Kardinal Merry del Val. Die Zahl der Herren
und Damen, die im Reichskanzlerpalais vorſprachen, um
ihr Beileid zu bekunden, zählt viele Hunderte.
* Metz, 12. Mai. Prinz Eitel Friedrich
wurde mit der Vertretung des Kaiſers bei der
Trauer=
feier der Frau v. Bethmann Hollweg beauftragt.
* Köln. 12. Mai. Die Köln. Zeitung meldet: Der Neu=
York Herald verbreitete eine Nachricht zwiſchen
Deutſch=
land und Haiti ſchwebten Verhandlungen,
die darauf abzielten, daß Deutſchland in San Nikola eine
Kohlenſtation gewährt werde und eine Auſſicht über
ſämtliche Häfen Haitis. Die Nachricht iſt durchaus
un=
begründet. Deutſchland beabſichtigt nicht im
mittel=
amerikaniſchen Gebiet Kohlenſtationen zu errichten. Dieſe
Nachrichten tauchen immer wieder in gewiſſen
Zwiſchen=
räumen auf.
* Hannover, 12. Mai. Geſtern wurden einem
Deutſch=Amerikaner der ſich in Hannover
nieder=
laſſen wollte 75000 Mark eutwendet. Nach ſeinen
Angaben wurde ihm auf dem Wege vom Bahnhof von
einem gutgekleideten Herrn, mit dem er ins Geſpräch
ge=
kommen war, eine gelbe lederne Brieftaſche, in welcher
37 Stück engliſche Hundertpfundnoten und eine fünfzig
Pfundnote der Standardbank befanden, entwendet.
* Rom, 12. Mai. Der Aetna befindet ſich noch
an=
dauernd in Eruption. Er ſtößt ungeheure
Aſchen=
mengen aus und hohe Rauchſäulen ſteigen in die Luft. Es
wurden vier Erdſtöße wahrgenommen, von denen einer
ſo ſtark war, daß die Bevölkerung wiederum von einer
Panik erfaßt wurde.
* Liſſabon, 12. Mai. Blättermeldungen zufolge
fin=
den die allgemeinen Wahlen für beide
Kam=
mern in der zweiten Hälfte des Monats Auguſt ſtatt.
Das Parlament wird nötigenfalls bis zum 30. Juni
fort=
arbeiten,
* London, 12. Mai. In der Königl. Akademie
brachte heute nachmittag eine Frau mit einem
Hand=
beil dem Bildnis des Herzogsvon
Welling=
ton von Herkomer drei Riſſe bei. Sie wurde
ver=
haftet.
* Livadia, 12. Mai. Geſtern abend wurde der
tür=
kiſche Miniſter des Innern Talaat Bey vom
Kaiſer in feierlicher Audienz empfangen. Nach der
Audienz ſtellte er dem Kaiſer die Mitglieder der Miſſion
vor. Anſchließend daran ſand ein Galadiner ſtatt. Dabei
ſaß zur Rechten des Kaiſers Talaat Bey, zu ſeiner Linken
Izzet Paſcha; an derſelben Tafel ſaßen noch die übrigen
Mitglieder der Miſſion, der Miniſter des Aeußern
Sa=
ſonow, der ruſſiſche Botſchafter in Konſtantinopel von
Giers, der Kanzleidirektor Baron Schilling, der
Sektions=
chef Fürſt Trubetzkoi und andere. Der Kaiſer trank auf
das Wohl des Sultans und das Gedeihen des
ottomani=
ſchen Reiches. Nach dem Diner unterhielt ſich der Kaiſer
huldvoll mit den Mitgliedern der Miſſion.
* Rio de Janeiro, 11. Mai. Nach einer
Blättermel=
dung hat die Admiralität beſchloſſen, bei der Firma
Arm=
ſtrong einen Dreadnought in Auftrag zu geben, der
den an die Türkei verkauften Dreadnought „Rio de
Ja=
neiro” erſetzen ſoll.
Eine geheimnisvolle Mordtat.
* Kolmar, 12. Mai. Eine geheimnisvolle
Mordtat iſt am Montag auf der deutſchen Seite der
Schlucht verübt worden. Zwei junge, gut gekleidete
Fran=
zoſen im Alter von 20 bis 24 Jahren, die ſich als Gebrüder
Dupuis aus Pacis ausgaben, beſtellten bei einem
Kol=
marer Automobilgeſchäft ein Automobil, um über die
Schlucht nach Gerardmeer zu fahren. Der Wagen wurde
von dem 22 Jahre alten Chauffeur Kohler geführt. Auf
der Rückfahrt von Geracdmeer ſechs Kilometer diesſeits
der Schlucht, erſchlugen ſie den Chauffeur und
warſen ihn den ſteilen Abhang hinunter. Das Automobil
brachten die Verbrecher bis an den Kirchhof von Kolmar,
wo ihnen das Oel ausging, ſie ließen es daher auf freiem
Felde ſtehen und verſchwanden. Bis jetzt hat man noch
keine Spur von ihnen. Die Leiche des Chauffeurs wurde
erſt 24 Stunden ſpäter aufgefunden.
Rücktritt des ſächſiſchen Kriegsminiſters.
* Dresden. 12. Mai. Der Sächſiſche Landesdienſt
er=
fährt, Generaloberſt Freiherr von Hauſen tritt nach
Landtagsſchluß auf ſeinen Wunſch von ſeiner Stellung als
Kriegsminiſter zurück Als Nachfolger iſt der
General=
adjutant des Königs. Generalleutnant v. Carlowitz,
in Ausſicht genommen.
Zum Fehmarnbahnprojekt.
* Kopenhagen, 12. Mai. Zu der Frage des
Feh=
marnbahnprojekts ſchreibt das Kopenhagener
Regierungs=
blatt Politiken u. a.: Als Argument gegen die Vogelflug=
Linie” ſtellte man früher deutſcherſeits die Behauptung
auf, daß hier im Lande in Wirklichkeit kein Intereſſe für
das Fehmarnprojekt beſtehe und daß daher nicht erwartet
werden könne, daß der däniſche Staat den Anteil an den
Ausgaben bei der Durchführung des Planes übernehme,
der auf ihn entfallen würde. Dieſe Behauptung läßt ſich
nicht mehr aufrecht erhalten. Man darf im Gegenteil
hoffen, daß gerade das Intereſſe für dieſe wichtige
Ange=
legenheit, das in Dänemark zutage getreten iſt, und die
Bereitwilligkeit zur Tragung der Koſten, die unzweifelhaft
vorhanden iſt, einen gewiſſen Einſluß auf die Kreiſe in
Deutſchland ausüben werden, die bisher ſich gleichgültig
oder ſogar abweiſend dem Plane gegenüber verhielten.
Wie wir ſchon früher hervorhoben, hat man däniſcherſeits
kein größeres Intereſſe an der Verbeſſerung der
Kiel=Korſör=Linie. Sollte der Fehmarnplan ſcheitern,
würden wir natürlich alle Kräfte für die weitere
Entwick=
lung der Gjedſer=Warnemünde=Route einſetzen. Es iſt
hieraus klar zu erſehen, daß, während Dänemark willig
iſt, ſich bedeutende Koſten für die Verwirklichung der
Fehmarnlinie aufzuerlegen, die Ausgaben bei der
Ver=
beſſerung der Kiel=Korſör=Linke ausſchließlich auf den
preußiſchen Staat entfallen müſſen. Für dieſe Linie will
Dänemark kein Opfer bringen. Sie hat ſich niemals
be=
zahlt gemacht und wird ſich niemals bezahlt machen. Wir
dürſen daher beſtändig hoffen, daß das Fehmarnprojekt
unterſucht und Stellung dazu genommen wird unter
Be=
rückſichtigung aller Intereſſen.
Aufſtände in Marokko.
* Paris, 12. Mai. Nach einem Telegramm des
Gene=
rals Gouraud leiſteten die Zuls am 10. Mai, nachdem
ſie den erſten Bergrücken geräumt hatten, lebhaften
Widerſtand. Die Riatas griffen die Franzoſen auf
dem rechten Flügel an, und die Zuls unterſtützten ſie von
Norden. Die Franzoſen ſchlugen jedoch den Angriff ab
und erreichten Ued Amelel, wo ſie ſich noch befinden.
* Madrid, 12. Mai. Eine amtliche Depeſche aus
Ma=
rokko meldet, daß eine ſpaniſche Abteilung ein
feind=
liches Lager zerſtörte. Vierzehn Aufſtändiſche
ſelen getötet worden. Das Zaumzeug eines
aufgefunde=
nen Pferdekadavers ſei als Eigentum Raiſulis erkannt
worden. Auf ſpaniſcher Seite wurden fünf europäiſche
Soldaten getötet und zehn Askaris verwundet.
* Madrid, 12. Mai. Nach einer amtlichen Depeſche
hat der Kampf, bei dem die ſpaniſchen Truppen
die Aufſtändiſchen ſchlugen und zerſtreuten, bei
Kudiaſila in der Umgebung von Larache ſtattgefunden.
Preußiſch=Süddeutſche Klaſſenlotterie.
* Berlin, 12. Mai. In der heutigen
Vormittags=
zieihung der Preußiſch=Süddeutſchen
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130584 146577 159299 177719 179641 188158 179493 205477
210313 212870 216556 220166 220578 228159 228301 231059
und 231 417. In der Nachmittagsziehung ſielen 15000
Mark auf Nr. 30644 80310, 10000 Mark auf Nr. 65258
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63176 65396 67049 69281 69295 69932 91843 93898 106333
113901 113916 118028 120414 138449 141959 160056 165855
169854 169900 187877 192916 195308 197134 197908 200656
204900 206590 212391 214235 224038 232551. (Ohne
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Nummer 131.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. Mai 1914
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überläßt. In unſerer heutigen Nummer verbreiten wir
einen Proſpekt, welcher eine Karte zur Probebeſtellung
enthält.
(VII,11918
Geſchäftliches.
Man nehme — ſo man hat — ſagt das
Kochbuch, dieſe alte Binſenwabrheit fällt noch mancher
am Küchenherd ſchaffenden Hausfrau ein, wenn ſie
be=
abſichtigt, zum Sonntagsbraten eine beſonders feine
Sauce zu bereiten, zu der aber die vielen kleinen und
doch ſo wichtigen Zutaten nicht mehr zu beſchaffen ſind.
Und doch gibt es eine ſo überaus einfache und billige
Abhilfe, die es ſelbſt der kleinſten Börſe geſtattet, große
Abwechelune in beſten Sauen zu bieten. Ein Nottit=
Saucen=Würfel (nicht zu verwechſeln mit den
alt=
bekannten Rotti=Suppen und Bouillonwürfeln) wird
nur mit Waſſer, ohne jede weitere Zutat aufgekocht und
die beſte Sauce (Kapern, Sardellen, Tomaten, Gulaſch,
Braten ꝛc.) ſteht fir und fertig auf dem Tiſch. Alſo:
man nehme — einfach den Rotti=Saucen=Würfel und
jede Schwierigkeit iſt behoben
(II,11893
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Phil. Röder 50 ℳ. Darmſtädter Volksbank 20 ℳ.
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leutnant Freiherr von Hepl 20 ℳ. Miniſter von
Hom=
bergk zu Vach 10 ℳ. Freiin von Rabenau 5 ℳ. Reg.=
Baumeiſter W. Haas 3 ℳ. K. Gerſter, Fliegerkantine
2. Komp. Hannover 3 ℳ. Vizewachtmeiſter Kluska 2 ℳ.
C. Boſſelmann 50 ℳ. Profeſſor Müller, Rektor der
Hoch=
ſchule 10 ℳ. Finanzrat Dr. Becker 20 ℳ.
Generalleut=
nant z. D. Chales de Beaulieu 10 ℳ. Rittmeiſter H.
Rogalla von Bieberſtein 10 ℳ. Kommerzienrat Gießen
40 ℳ. Bäckermeiſter Ewald 2 ℳ. W. Kümmel 20 ℳ.
Georg Engelhardt 20 ℳ. Dr. Willy Merck 50 ℳ. W.
Stoeſſer 5 ℳ. Profeſſor J. Zimmermann 5 ℳ. C. A.
Schenck 10 ℳ. Dr. phil. A. Koch 50 ℳ. Polyt. Arbeits=
Inſtitut J. Schröder A.=G. 10 ℳ. Zuſammen 458 ℳ,
mit den bereits veröffentlichten 905.50 ℳ zuſammen
1363.50 ℳ. Weitere Gaben nehmen wir gerne entgegen.
„Darmſtädter Tagblatt‟
Die Geſchäftsſtelle.
Namhafte Spenden für die Rote Kreuzſammlungen
N haben überwieſen: Her Th. Heine, Hermannſtr. 17
Herr Beigeordnete Schmitt; Herr Baron von Oetinger;
Herr Otto Stockhauſen; Herr Stadtbibliothekar Karl
Noack; Frau Staatsminiſter Rothe, Exzellenz; Herr
C. Merck, Ohlyſtr. 50; Herr Ferdinand Jordis: Herr
Wilhelm Moeſer, Steinſtr. 37; Herr Dr. Otto Röhm;
Herr C. Boſſelmann, in Firma Friedrich Schaefer,
Dro=
genhaus, hier; Frau Auguſte Freifrau von Nordeck zur
Rabenau; Motorenfabrik. A.=G. hier; Herr Fabrikdirektor
Friedrich May; Herr Sanitätsrat Dr. Hüffell; Herr
Profeſſor Dr. Geiſt; Fräulein Marie Eimer; der
Lan=
desverband „Heſſen” des deutſchen Frauenvereins vom
Roten Kreuz für die Kolonien; Herr Hofrat Edward;
Firma Gebrüder Rothſchild; Herr W. Kümmel; Herr
Geh. Finanzrat Dr. Lauer: Herr A. R. Weſt; Frau
Suter: Herr Graf Zech; Firma D. Rehfeld & Co.;
Herr Kommerzienrat Gießen, ſowie eine Anzahl Sammler
von Jung=Deutſchland. — Der Ortsausſchuß quittiert
darüber mit verbindlichſtem Dank und bittet um weitere
Zuweiſungen an das Konto „Rote Kreuz=Sammlung
Darmſtadt 1914” bei der Bank für Handel und Induſtrie
(Darmſtädter Bank).
Statt Karten!
Die glückliche Geburt eines
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zeigen hocherfreut an
Sally Lichtenstein u. Frau
Ludwigstraße 12.
(11937
zur Vorführung.
Statt Karten!
Die glückliche Geburt einer gesunden
TOCHTER zeigen hocherfreut an
Dr. Herrmann Alefeld und Frau
Charlotte, geb. Markel.
Offenbach, 10. Mai 1914.
(*13664
Für die uns in ſo reichem Maße erwieſene
herzliche Teilnahme bei dem Hinſcheiden unſerer
innigſtgeliebten Mutter
(*13668
Frau Marie Mergott
geb. Heckwolf
ſprechen wir hiermit unſeren herzlichen Dank aus.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 12. Mai 1914.
Wetter.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 13. Mai:
Noch meiſt wolkig, vereinzelt Regenſchauer, kühl,
nord=
weſtliche Winde, ſpäter allmählich Abnahme der
Be=
wölkung.
Tageslalender.
Mittwoch, 13. Mai.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende 10 Uhr
(Ab. B): „Madame Butterfly”
Konzert des Inſtrumentalvereins um 8¼ Uhr in der
Stadtkicche.
Spielabend des Schachklubs um 8 Uhr im Reſtaurant
„Kaiſerſaal”.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag 14. Mai.
Hofreite=Verſteigerungen des Ludwig Wolff
auf dem Ortsgericht II (Donnersbergring 34 um 10½
Uhr. Ahaſtraße 24 um 11 Uhr), Donnersbergring 36 um
11¼ Uhr Aetillerieſtraße 6 um 11½ Uhr, Niederſtraße 21
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von 11—1 Uhr; bei Sonderausſtellungen auch werktags
nachmittags von 3—5 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Mar Streeſe; für den Anzeigenteil,
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen;
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.
Niederlagen: C. Steinnäuser, Mühlstrasse, Georg Hübner, Karlstrasse 56, Paul März, Landwehrstr. 19½, Anton Fischer, Frankfurterstr. 12 und in allen durch Plakate
gekennzeichneten Geschäften.
(II2393
Nummer 131.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. Mai 1914.
Seite 2.
Die eklatante Heilwirkund
des
aizschi
gegen
Gient
und
11
Marmsaufe
geht aus einer grossen Anzahl ärztlicher Zuschriften
her-
vor, von denen wir einige im Auszuge hier foigen lässen:
Kreisarzt Dr. med. R. in L. Unaufgefordert gebe ich Ihnen
die Erklärung ab, dass meine Erfahrungen am eigenen Körper, wie
bei meinen Patienten, mir seit 12 Jahren gezeigt haben, dass der
Bonifaciusbrunnen bei Gicht alle anderen Heilwässer weit an
Wirk-
samkeit übertrifft, Ich wende als Brunnen nur Bonifacius an.
Dr. med. R. in H. Der Brunnen macht nicht nur den Körper
frei und elastisch, sondern er übt auch auf das Gemüt und die
Stimmung einen günstigen Einfluss aus.
Dr. med. M. in E. Die Wirkung des Bonifaciusbrunnens gegen
die Gallensteine ist so ausgezeichnet, dass die Kolikanfälle nunmehr
ganz beseitigt sind. jedoch gehen seit dem Gebrauch des Brunnens
noch öfter Steine und deren Trümmer mit dem Stuhlgang ab.
Stadtarzt Dr. med. B. in N. Ich bin durch den vorjährigen
Gebrauch des Brunnens vollständig von meinem gichtisch
rheu-
matischen Leiden befreit worden.
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*13613) Holzſtr. 14, Htrhs.
Elink., ſaub. Mädchen geht Brödch.=
7 tragen u. v. 8Uhr bis nach d. Sp. in
Laufſt. Liebfrauenſtr. 97. (*13609
C
Dg. Fraugeht½, Tg. Waſch. u. Putz.
*13637) Gr. Ochſengaſſe 3, II.
Aelt. beſſ. Frau ſucht Führ. des
Haush. bei beſſ. Herrn. Off. unt.
O. 15 an die Exp. (*13647
Kinderloſe Witwe, Anf. 40, ſucht
per 1. Juni oder ſpäter Stellung
als Haushälterin. Dieſelbe iſt
in allen Hausarbeiten ſelbſtändig
und beſitzt prima Zeugn. Off. unt.
O. 48 an die Exp. (11876
Sb. Frau geht halbe u. ganze Tage
putzen Schuknechtſtr. 58, III. (*13699
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morgens und mittags Laufſtelle
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waltsbüro od. dgl. geg. gering. Verg
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Subaltern-Beamter a. D.
beſte Zeugniſſe, ſucht ſofort
Ver=
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2
Schulungen ſuch Beſchäftigung.
*13612) Emilſtr. 4, Manſarde.
a
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Infolge Eintritts eines Verwandten wird der Poſten meines
derzeitigen Buchhalters anderweitig beſetzt. Da ich dieſen Herrn als
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Nummer 131.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. Mai 1914.
Seite 11.
Zur Aufklärung und Vermeidung von lertümern
Als Entgegnung auf das Inserat der Vereinigung Darmstädter Banken und Bankiers im „Darmstädter
Tagblatt” vom jo. Mai d. Js. erkläre ich hiermit ausdrücklich, dass ich berechtigt war, Zeichnungen auf die
zur Subskription aufgelegten
M. 12,000,000.-4% Frankfurter Stadt-Anleihe von 1913
entgegenzunehmen und zugeteilte Beträge provisions- und spesenfrei erlasse.
Gleichzeitig mache ich darauf aufmerksam, dass ich auch auf sämtliche künftig zur öffentlichen Zeichnung
aufliegenden in- und ausländischen Staats-, Kommunal- und Städteanleihen, Industrie- und Eisenbahn-
Obligationen, sowie Aktien zu Original-Bedingungen Anmeldungen entgegennehme, zugeteilte Beträge
provisions- und spesenfrei erlasse und bemüht sein werde, für beste Zuteilung Sorge zu tragen.
Ich weise darauf hin, dass ich alle bankgeschäftlichen Transaktionen unter billigster Berechnung
und streng reeller Bedienung erledige.
Meine Bureauräume sind täglich von morgens 8½ bis 7 Uhr abends (Samstags von 8½ bis 5 Uhr)
un-
rochen für den Verkehr mit dem Publikum geöffnet.
Hermann Wertheim, Filiale Darmstadt
Bankgeschäft, Rheinstrasse 33.
11925)
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Gefunden: 1 Anzahl Schlüſſel. 1 ſilbernes Halskettchen mit
2 Anhängern. 1 Buch (Lehrſtoff grammatiſcher und orthographiſcher
Unterricht). 1 ſchwarzes Handtäſchchen mit Taſchentuch. 1.
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auf den Namen Jakob Raab lautend. 1 braunes Portemonnaie mit
nahezu 1 Mk. Inhalt. 1 älteres Zigarrenetuf. 1 kleines braunes
Vortemonnaie mit 1 Pfennig. 1 eiſerner Gartenſtuhl. 1 ſchwarzer
Damenhut mit grünem Band. 1 filberne Herrenuhr mit Nickelkette.
— Im Monat April im Großh. Hoftheater liegen geblieben
und bei der dortigen Verwaltung in Verwahr: 1 Klavierauszug
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Zugeflogen: 1 Kanarienvogel.
(11867
Die Lieferung von Meſſinggegenſtänden für
das ſtädtiſche Gas= und Waſſerwerk
für das Geſchäftsjahr 1914 ſoll vergeben werden. Angebote ſind
bis zum 15. Mai lfd. Js., vormittags 10 Uhr, bei
unterzeich=
neter Verwaltung, Frankfurterſtraße 29, I. Zimmer Nr. 6, verſchloſſen
und mit entſprechender Aufſchrift verſehen, einzureichen. Daſelbſt
können auch die Lieferungs=Bedingungen eingeſehen und die
Ange=
botsſcheine in Empfang genommen werden. Nach auswärts werden
die Bedingungen und Angebotsſcheine nur gegen vorherige
Einſen=
dung von 50 Pfg. abgegeben.
(11714gms
Darmſtadt, den 7. Mai 1914.
Städtiſche Gas= und Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.
Bekanntmachung.
Die Zuſchuß= und Sterbekaſſe Hahn, früher eingeſchriebene
Hilfskaſſe Nr. 27, hat ſich am 8. März 1914 aufgelöſt, beſtätigt durch
Senatsbeſchluß des Kaiſerlichen Aufſichtsamts für Privatverſicherung
in Berlin. vom 22. April 1914. Dieſelbe iſt in L quidation getreten
und iſt der ſeitherige Vorſtand zu Liquidatoren beſtellt worden.
Es werden nun alle Gläubiger, welche noch Forderungen an die
Kaſſe zu machen haben, aufgefordert, dieſelben bis längſtens zum
1. Juni 1914 bei dem Unterzeichneten einzureichen, ſpäter einlaufende
Forderungen bleiben unberückſichtigt.
(11840imd
Hahn, den 10. Mai 1914.
Der Vorſtand der Zuſchuß= und Sterbekaſſe Hahn.
3. A.: Pühler, I. Vorſitzender,
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Auskunft kostenlos.
Mässiges Honorar.
I
Bekanntmachung.
Die zur Zeit der Eintragung des
Verſteigerungsvermerks im
Grund=
buche für Darmſtadt. Band VIII,
Blatt 606 auf den Namen
a) Wolff, Ludwig,
Metzger=
meiſter,
b) Wolff, Margarete, geb. Wolff,
deſſen Ehefrau,
beide in Darmſtadt, eingetragenen
Grundſtücke:
Flur Nr. qm
II 400 42
GrasgartenGuten=
bergſtraße,
II 400%/10 167 Hofreite
Guten=
bergſtraße 28,
II 400%0 33 Grasgarten (
Vor=
garten) daſelbſt,
ſollen:
Montagg den 6. Juli I. Js.,
nachmittags 3 Uhr.
durch das Großh. Amtsgericht
Darmſtadt I im Saal Nr. 219 im
Wege der Zwangsvollſtreckung
ver=
ſteigert werden.
(K79/13
Darmſtadt, 4. Mai 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
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chen, 1 Spiegel, 1 Bücherſchrank 2 Ballen Federn, 4 Dutzend
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H. Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher
Darmſtadt, Bleichſtraße 28.
Große Nachlaß=Verſteigerung
zu Frankfurt a. M., im Hauſe Taunusſtr. 13, 1.
Im Auftrage des Herrn Rechtsanwalts Dr. Schmidt=Knatz
werde ich
Donnerstag, den 14. Mai 1914, von 9 Uhr vorm. ab,
die am 29. April 1914 begonnene Verſteigerung des Hofſchneider
Riſting’ſchen Nachlaſſes fortſetzen.
Es kommen zum Ausgebot:
Ausrüſtungsgegenſtände aller Art, als:
Ein großer Poſten: Heifiſche Helme, Helmſchachteln, Säbel,
Feldbinden, Handſchuhe in Leder und Tuch (ca. 200 Paar), Knöpfe,
Nummern, Sterne, Beſatzteile, Koppel, Sporen Haarbſiſche, Kragen,
Achſelſtücke, Revolver, Troddeln, Namenszüge, Kronen, Ordensbänder,
Treſſen, Litzen, Helmbezüge, Halsbinden, Kokarden, Epaulettes,
Waffenröcke u. a. m. — Hierzu kommen noch verſchiedene Möbel,
welche bei der letzten Verſteigerung zurückgeſtellt worden ſind.
Besichtigung von 8½ Uhr vormittags ab.
Günſtige Kaufgelegenheit für Militär= und Regimentsſchneider,
namentlich auch der heſſiſchen Truppen.
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. Mai 1914.
Nummer 131.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Die Brotpreiſe in Darmſtadt.
Die kürzlich erſchienene Nummer 957 der „
Mitteilun=
gen der Großherzoglich Heſſiſchen Zentralſtelle für die
Landesſtatiſtik” (Beilage zur Darmſtädter Zeitung) enthält
die Jahres=Durchſchnittspreiſe wichtigerer Lebensmittel
und Verbrauchsgegenſtände in den 17 Kreisſtädten im
Jahre 1913. Aus dieſer Tabelle ergibt ſich die Tatſache,
daß die Reſidenz hinſichtlich der Brotpreiſe für die zweite,
alſo die gebräuchlichſte Sorte, an erſter Stelle ſteht. Das
Pfund Brot dieſer Sorte koſtete im Vorjahre
durchſchnitt=
lich in Darmſtadt 15 Pfg., alſo 3 Pfg. mehr als in
Die=
burg, Heppenheim, Gießen und Alsfeld. Selbſt in
Offen=
bach koſtete das Pfund nur 13,8 und auch in Mainz und
Worms nur 14 Pfg. Hinſichtlich der erſten Brotſorte war
Lauterbach mit 17 Pfg. per Pfund der teuerſte Platz, jedoch
ſteht Darmſtadt gleich wieder an zweiter Stelle mit 16 Pfg.
(neben Schotten), während ſich in Bensheim, Dieburg,
Groß=Gerau, Heppenheim und Oppenheim der Preis nur
auf 13 Pfg. ſtellte. Selbſt in Offenbach brauchte für ein
Pfund dieſer Sorte nur 15 Pfg. angelegt zu werden. Es
wäre wünſchenswert, von fachmänniſcher Seite zu
erfah=
ren, wie dieſe Preisunterſchiede benachbarter Städte, die
bis zu 25 Prozent betragen und am meiſten das Publikum
der Reſidenz in Mitleidenſchaft ziehen, zu erklären ſind.
C.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt f.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
8—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
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Ferd. Fleiſchhacker, Heinheimerſtr. 9, ein S. Ferdinand.
Am 7.: dem Großh. Maſchiniſt Franziskus Reul,
Wald=
ſtraße 39 eine T. Maria Magdalena Anna. Am 1. Mai:
dem Milchkutſcher Joſeph Ganch, Erbacherſtr. 138, ein
S. Wilhelm. Am 6.: dem Kaufmann Leopold Meyer II
in Griesheim bei Darmſtadt, eine T. Elſe Roſine, hier,
Lagerhausſtr. 24. Dem Magazinarbeiter Jakob Heip,
Lauteſchlägerſtr. 14, eine T. Anna Luiſe. Am 9.: dem
Schloſſer Johannes Bönſel, Lindenhofſtr. 5, eine T.
Johanna Eliſabeth. Am 6.: dem Metzgermeiſter Wilhelm
Wagner, Mathildenplatz 3, eine T. Suſanna Frieda.
Aufgebotene. Am 7. Mai: Finanzaſpirant Adam
Friedr. Wilh. Schäfer, Annaſtr. 10, mit Macia
Katha=
ring Lippert, Kranichſteinerſtr. 60½. Am 8.: Laborant
Johannes Bormann in Gernsheim, mit Roſalie Gries
in Heidelberg-Handſchuhsheim. Hilfsſchaffner Karl
Petri mit Joſefine Franziska Schröder, beide in
Aſchaffenburg. Landwirt Jakob Wiegand in
Mörlen=
bach, mit Dienſtmädchen Margareta Wagner in
Krum=
bach. Schreiner Chriſtian Maximilian Weigel, Große
Ochſengaſſe 5, mit Strickerin Eliſabethe Platte, Große
Ochſengaſſe 5. Gartenarbeiter Joſ. Joh. Gg.
Schnell=
bacher, Ballonplatz 7, mit Anna Eliſabethe
Hart=
mann, Löffelgaſſe 22. Regierungsbauführer Dipl.=Ing.
Walter Balduin Wilhelm Phil. Eduard von der Leyen,
Soderſtr. 16, mit Pauline Dorothea Anna Lina Johanna
Emma Noack, Grünerweg 17. Am 9.:
Verſicherungs=
beamter Joh. Herm. Ehrenreich Fech mit Anna Luiſe
Hermine Dröll, hier. Am 11.: Bahnarbeiter Ludwig
Strauch mit Alwine Henriette Wilhelmine Koch, beide
in Hahn.
Eheſchließungen. Am 9. Mai: Kaufmann Friedrich
Hoppe und Magdalena Künſtler, beide in Groß=
Gerau. Hilfsſchaffner Georg Bonin und Emma
Möl=
ler, beide hier. Wagner Heinrich Koch in Mannheim
und Margarete Kleinſchmidt, geb Koch, hier.
Bezirks=
monteur Hermann Flamm in Oſthofen und Apollonia
Hofmann, hier. Oberpoſtaſſiſtent Georg Roth und
Katharina Roth, beide hier. Gärtner Wilhelm
See=
haus und Karoline Herzog, beide hier. Magazinarbeiter
Georg Wolf und Margareta Lang, beide hier.
Tele=
graphen=Vorarbeiter Johannes Chriſt und Chriſtine
Stabel, beide hier. Redakteur und Oberkorrektor
Kon=
rad Popp und Philippine Welter, beide hier. Am 11.:
Kaiſerl. Bankbuchhalter Paul Schnur und Mathilde
Wolf, beide hier.
Geſtorbene. Am 7. Mai: Philipp Daum,
Stein=
hauer, 44 J., ev., aus Roßdorf, hier, Grafenſtr. 9. Am 8.:
Julius Marx, Kontoriſt, 26 J., iſr., Karlſtr. 36. Eva
Maria Mergott, geb. Heckwolf, 67 J., kath., Ehefrau
des Handarbeiters, Schwanenſtr. 4. Philipp Kredel,
Schloſſer, 27 J., ev., Darmſtc. 39. Am 9.: Roſine
Hof=
mann, geb Meyer, Ehefrau des Wollwarenkrämers, 25J.,
v., aus Gadernheim, hier, Dieburgerſtr. 21. Johann
Peter Baumgärtner, Handacbeiter, 60 J., kath.,
Wen=
velſtadtſtr. 47. Am 10.: Anna Eliſabetha Törge, geb.
Dequis, Witwe des Schneidermeiſters, 76 J., ev.,
Müller=
ſtraße 16. Heinrich Kichler, Rentner, 68 J., ev.,
Eliſa=
bethenſtr. 60. Am 11.: Joſeph Kämmerer, Poſtſekretär
i. P., 49 J., kath., Gutenbergſtr. 40. Am 10.: Karl Ludwig
Bott, Schuhmacher, 57 J., ev., Soderſtr. 25. Katharine
Marie Göbel, geb. Kurz, Witwe des Taglöhners, 45J.,
ath., Waldſtr. 32. Margarete Kühn, ohne Beruf, 21 J.,
ev., aus Zeilhard, hier, Dieburgerſtr 21. Am 11.:
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fühlte ich mich als ganz anderer
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wurde lebhaft und ſchmerzlos und
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nie ſo wohl und geſund gefühlt
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Roman von Fritz Gantzer.
Augenſcheinlich beſtürmten fünf andere Trebnitzer den
Geometer. Allen voran der Gemeindevorſteher Johann
Balthaſar unter Aſſiſtenz Nickel Bröskens und Thomas
Starnriegels. Otto Behring war es ganz wirr im Kopf,
und er hatte Not, allen Erkundigungen mit ſachgemäßer
Auskunft gerecht zu werden.
Gebaut wird die Bahn, das iſt ſicher. Ob’s natürlich
nun ſchon gleich im Frühjahr losgeht oder ob die Sache
noch bis zum Herbſt verſchoben wird, kann ich auch nicht
wiſſen. Das wird davon abhängen, wie die
Vermeſſungs=
arbeiten vorwärtsſchreiten und die Verhandlungen der
nötigen Ländereiankäufe wegen ſich abwickeln.
Nu, verſchenk’n wer’n wir nich’n Spaten Sand, warf
Nickel Brösken breitſpurig ein, ſpie unter den Tiſch und
trank ſein Achtel leer.
Das verlangt auch niemand, beruhigte der Geometer.
Allerdings müſſen Forderung und Objekt ſich decken. Ins
Blaue rein bezahlt der Fiskus nicht.
Wo der Staat das Geld haufenweiſe zzu liegen har,
vermerkte Thomas Starnriegel biſſig und ſah den
Geo=
meter herausfordernd an.
Es läßt ſich ſchon ertragen mit den „Haufen”, lieber
Herr, belehrte Otto Behring den Nörgler zu ſeiner Lin
ken. Natürlich, wie geſagt, bezahlt wird, wie’s ſich ge=
hört, aber zum Wegwerfen hat der Staat keinen Pfennig
brig.
Der arme Staat! höhnte einer von der langen Wand.
bank her, der Kätner Lorenz Baas. Gleich nach ſeinem
Ausruf duckte er ſich ſcheu, als fürchte er einen Hieb auf
ſeinen eckigen Schädel.
Ein paar lachten. Die gemäßigte Partei murrte und
wartete auf eine gebührende Abfertigung durch den
Geo=
meter.
Der aber zuckte nur die Schultern, lächelte leiſe und
trank ſein Bier aus. Erſt nach einer ganzen Weile ſagte
er, mehr zu dem neben ihm ſtehenden Krüger ſprechend:
Es iſt ja zwecklos, ſich ſchon vorher den Kopf zu
zerbre=
chen. Jedenfalls wird niemand übervorteilt. Er erhob
ſich, gähnte leiſe und reckte ſich. Ich bin müde, und morgen
muß ich bei guter Zeit aus den Federn. Alſo die drei
Mann, die ich beim Vermeſſen brauche, beſtellen Sie mir,
Herr Gemeindevorſteher, nicht wahr? Zuverläſſige Leute,
bitte.
Johann Balthaſar nickte gönnerhaft. Nu ja, freilich,
Herr Geometer, das wird beſtens beſorgt.
Ich verlaſſe mich darauf. Gute Nacht!
Ede ſprang dienſtbefliſſen aus der Dämmerung des
Schankraumes in das tabaksqualmdurchſchwängerte
Gaſt=
zimmer, um Behring nach der Putzſtube, die ihm generös
als Schlafraum eingeräumt war, hinüberzuleuchten.
Als die Tür ſich hinter beiden kaum geſchloſſen hatte,
erhob ſich ein krauſes Stimmengewirr . . . Jetzt wußte
jeder etwas, und jeder glaubte das Beſte zu wiſſen. Erſt
nach geraumer Zeit ebbte der Tumult ab. Zuletzt
ſchwirr=
ten nur noch ein paar Stimmen auf, von denen ſich Nickel
Bröskens Organ mit verroſtetem Knarren am längſten
behauptete.
Nu ja, der Geometer hat einigermaßen paſſable Worte
gered’t, verkündete er den aufhorchenden Trebnitzern.
Aber, wie das ſo is: wenn’s nachher heißt: Taxe! ſo
ſchrauben die Brüder verdammt runter. Nu, ihr habt’s
gehört, was ich geſagt habe: verſchenk’n wern wir nichn
Spaten Sand, hab’ ich geſagt. Un dadran muß jeder
feſt=
halt’n, Du auch, Ehrenberg, Du vor allen Dingen. Du
machſt gern von hinten rum und verderbſt die Preiſe.
Der Angegriffene verwahrte ſich alles Ernſtes gegen
dieſe Beſchuldigung. Laß Dir nich auslachen, Gevatter,
eher laſſ ich mir beide Ohren abſchneiden, als daß ich die
Preiſe verderbe.
Sei man ſtille, Gevatter, Du verderbſt ſie doch, freilich
bloß immer zu dein’m Vorteil. Du biſt’n ganz Geriſſener.
Der abermals Beſchuldigte kam nicht dazu, eine
wü=
tende Entgegnung herauszupoltern. Von verſchiedenen
Seiten wurden Getränke neubeſtellt. Die Freude darüber
dämpfte ſeinen Grimm. Mit einem dumpfen Grunzen
wandte er ſich ab. Mochte man doch von ihm denken und
ſagen, was man wollte! Er würde ſchon ſehen, wo er
blieb.
Die Wogen der Luſt hatten zur Mitternacht hin ihren
Höhepunkt erreicht. Man ſtieß immer wieder auf das zu
erwartende „viele Geld” an und übte ſich im
Luftſchlöſſer=
bau.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. Mai 1914.
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Nickel Brösken, Thomas Starnriegel und einige
an=
dere mehr — Lorenz Baas gehörte auch zu dieſer Sippe
— waren allerdings längſt nicht mehr fähig, ſich an dem
Bau zu beteiligen. Sie hatten ſich im Glücksrauſch den
weit unter ſeinem vornehmen Bruder ſtehenden plebejiſchen
vulgären Rauſch angetrunken. Der ließ ſie blödes
Zeug=
ſchwatzen oder hatte ihren Mund zum Glück bereits ganz
ſtumm gemacht und den wüſten Schädel auf die
Tiſch=
platte gezwungen.
Juſtus Ehrenberg hatte ſchließlich weit nach zwei Uhr
Mühe, die zäheſten Feſtſitzer unter Aſſiſtenz Edes an die
Luft zu befördern. Nickel Bröslen zeigte ſich — wie
ge=
wöhnlich — am widerhaarigſten und mußte ſich einen
unſanften, nachhelfenden Schub gefallen laſſen. Darüber
erhob er draußen ein wüſtes Geſchimpfe, das die
ſchlum=
mernde Nacht aus ihren Träumen riß und auch Otto
Beh=
rings geſunden Schlaf jäh unterbrach.
Aergerlich warf er ſich auf die andere Seite. Erſt
nach einer ganzen Weile war er wieder ſo weit, daß er
im halbwachen Zuſtande das ſich immer weiter
entfer=
nende bierheiſere Johlen „Nich n Spaten Sand! Nich
n Spaten Sand!” des heimwärts ſtrauchelnden Nicker
Bröskens vernahm. Endlich verrann es, zerflatterte, wie
von einem Windſtoß auseinandergeriſſen. Und nun ſchlief
der Aufgeſcheuchte wieder.
Juſtus Ehrenberg war erſt eine Stunde ſpäter ſo
weit, das eheliche Schlafgemach aufſuchen zu können. Er
hatte zunächſt gewiſſenhaft Kaſſe gemacht und ſich dann
einem nachdenklichen Ueberlegen hingegeben. Es mußte
wohl zu einem befriedigenden Abſchluß gekommen ſein
Wenigſtens kraute er ſich zum Ende ſeines Grübelns hin
den Kopf immer haſtiger. Und dieſe liebliche, ungemein
äſthetiſch anmutende Tätigkeit war ſtets der Beweis dafür,
daß er einen gewinnbringenden Plan ausgeheckt hatte
Das märkiſche Land lag noch vom dampfenden Dunſt
der Frühnebel überſponnen, als Otto Behring am nächſten
Morgen ſeine Tätigkeit begann. Friſch und elaſtiſch ſchritt
er durch den jungen Tag, hellen Auges grüßte er die
wie=
der jung werdende Ebene. Wie er ſie liebte, dieſe
mär=
kiſche Erde, deren Sohn er war, und wie glücklich er ſich
fühlte, wieder ihren Atem zu ſpüren! Der lange Winter
hatte ihn an den Arbeitstiſch im Bureau gebannt, mitten
in der grauen, toten Steinwüſte Berlins, wo es ihm
manchmal geweſen, als müſſe er erſticken vor Druck und
Engigkeit ringsum. Mächtig war ſein Sehnen geweſen,
hinauszukommen, vor Tau und Tag durch welkes
Ried=
gras zu ſtreifen, um dem glücksfrohen Schrei des
heim=
gekehrten Wandervogels zu lauſchen und im letzten
Ver=
flimmern des Morgenſterns auf das Hochbrennen der
Frühröte zu achten, die das neue Leben lockte, in der
gla=
ſenden Mittagsſonne des Märztages dann das würzhafte
Duften eines blaugrünen Kiefernwaldes zu atmen und
froh, ſo froh, leicht und jung zu ſein, daß die engen
Mauern dahinten lagen wie ein böſer Traum.
Er hatte der heimiſchen Ebene über ein Jahr
ent=
behrt. Während des vergangenen Frühlings und
Som=
mers, bis weit in den Herbſt hinein, war er in den
Ber=
gen Oberbayerns in ſeinem Berufe tätig geweſen. Gar
manches ihn Feſſelnde hatte er dort in ſich aufgenommen.
Aber die Sehnſucht nach der Ebene war immer neben ihm
geſchritten wie die Erinnerung an die erſte Liebe, deren
man nie wieder vergeſſen kann.
Und nun hatte er es alles wieder: Feld und Wieſe,
Ried und Buſch, Wald und Heide, alles mit der herben,
wehen Schönheit, dem ſtillen, beſcheidenen Glück in den
frohen Augen der Landſchaft, dem blaßblauen nordiſchen
Himmel darüber und dem ſtarken Schlag des heimatlichen
Herzens: ſeine Mark.
Er genoß die Gemeinſchaft mit ihr in dem
Bewußt=
ſein, eines reinen Glückes, war zufrieden, in den friſchen
Märzmorgen hineinwandern zu können, und glaubte zu
empfinden, daß ſeine Seele frei ward wie von einem
Staube, den die große Stadt geſtreut.
Es wurde ein klarer, warmer Tag. Der erſte rechte
Frühlingstag des Jahres. Die Arbeit ging ihm leicht
und friſch von der Hand. Es war eine Luſt hier draußen!
Ade, ade, du graues, ödes Bureau für eine lange, lange
Zeit!
Gegen Mittag ging er nach Trebnitz zurück. Die
un=
gewohnte Tätigkeit und die Frühjahrsluft hatten ihn
müde gemacht. Er ſchlenderte gemächlich einen Ackerrain
hinab und empfand es als etwas ungemein Wohltuendes,
dies prickelnde Gefühl der Müdigkeit in den Gliedern zu
haben. So geſundmüde war er ſeit Monaten nicht
ge=
weſen. In Berlin hatte er Müdigkeit immer
gleichbedeu=
tend mit Zerſchlagenſein gefunden. Dort war es nervöſe
Erſchlaffung, körperliches Mißbehagen geweſen. Hier
be=
deutete es Geſundung, Wohlbefinden. Auch ein
herzhaf=
ter Hunger ſtellte ſich ein, der ihn an Ehrenbergs
Mittags=
tiſch denken ließ. Hoffentlich enttäuſchte er nicht. Es war
ihm ſchon häufiger ſo gegangen, daß er in dörflichen
Gaſt=
höfen hinſichtlich der Verpflegung wenig angenehme
Er=
fahrungen gemacht. Nun, wenn es nur ſauber ſein würde.
Dann war es ſchon gut. Ein wähleriſcher Mäkler war
er nicht. Und das mit der Sauberkeit würde ſchon gehen.
Emilie Ehrenberg, glatt, rund und friſch, mit tadelloſer
Schürze und glatt friſiertem Haar, wie er ſie heute
mor=
gen geſehen, hatte einen durchaus vertrauenerweckenden
Eindruck auf ihn gemacht. Ihr Herr und Gebieter ſah ja
zwar etwas ſchmuddelig aus, und Ede trug auch eine
ſchmierige Jacke. Aber die beiden kochten ja nicht.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 151
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. Mai 1914
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97,80
do. unkdb. p. 1920 .
E.-B.- u. Allgem. Anl.
98,00
unkdb. p. 1930 .
3½ 85,5
do. Anleihe . .
3 1 1600
do.
Hamburger Staats-Anl. . 4 98,10
3½
do. v. 189794
79,20
do. . . . . . .
Hessische Staats-Anleihe 4 97.20
4 97,40
do. unkdb. p. 1921 .
. 3½ 84,90
do. . . . . .
3 1 75,35
do. . . . . . . .
Süchsische Staats-Rente 3 77,60
Württembg. Staats-Anl-
4 97,90
(unkdb. p. 1921).
. 3½ 87,80
do. v. 79/80 ..
37 77,70
do. . . .
Bulgarische Gid.-Anl. . . 5 96,20
Griech. Anl. v. 1890 . . . . 1.6) —
do. v. 1887 Monopol 19/ 51,50
talienische Rente . . .. . 3½/) —
Gsterr. Stasts-R. v. 1913 . 41
91,40
do. Sülber-Rente . .
4½ 85,35
do. Papier-Rente ... 4½ 3.35
do. Gold-Rente . . .
85,80
do. einheitl. Rente . . 4 81,10
Portug. Tab-Anl. 1891 . . 4½ 97.60
do. inn. amort. 1905 . . 4½ 74,00
do. unif. Serie I .
61,70
do. ,
III.
do. Spezial Titel. .
9,90
Zumänen v. 1903 . . . .
99,90
do. Gold v. 1913.
4½ 91,40
do. Schatzsch. v. 1913.
100,00
do. conv..
85,00
do. v. 1890
35.70
do. v. 1891
87,00
do. v. 1905 -
85,00
do. v. 1905
85,00
do, v. 1910
85,00
Russische St--AnI. v. 1905
97.70
do. Kons. v. 1850
87,40
do. Gold v. 1800
do. v. 1902 .
89,40
Schweden v. 1680. . .
4o. v. 1835
Schweden v. 1890. . .
Serben steuerfrei.
87,50
do. amort. v. 1895
*7900
Türk. Bgypt. Tribut
do, Kons. steuerfreis
do. Admin. v. 1903 . .
76,50
do. unif. v. 1903. .
do. v. 1905. .
e
Ungarische Staats-Rente
1913 unkdb. bis 1923 . . 4½ 89,80
Ungar. Staatsk.-Scheine
v. 1913. . . . . . . . . . . . 4½ 98,50
do. Gold-Rente.
4½ 82,00
do. Staats-Rente 1910.
80,50
do.
Kr. 4 80,90
Argent. innere Gold-Anl.
v. 1857
do. äußere v. 1890 . . . 5 99,80
do. innere v. 1888 . . .4½
do. äußere v. 1888 .
4½ 94,20
do. v. 1897
. „
Chile Gold-Anl. v. 1911.
93,10
do. v. 1880
,2. v. 1906 .
88,00
Chines. St.-Anl. v. 1895
do. v. 1896 . .
99,60
do. Reorg. Anl.:
87,50
do. v. 1898 . .
Japaner . . . . . . .
89,50
Innere Mexikaner . .
64,50
Außere do. v. 189
83.,60
Mexikan. Gold v. 1904 .
4 68,50
do. eons. . . . . . . . .
ver
do. Irrigat.-Anleihe
68,00
Buenos-Aires Prov..
6575
Tamaulipas . . . . .
67,00
Sao Paulo E.-B.
do. v. 1913 . . . .
97,00
Sam v. 1907 . . . . . . . . .14½g 95,00
Prioritäts-
Obligationen.
Südd. Eisenb.-Gesellsch.
v. 1895/973½ 84,30
.v. 1904 3½g
Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
Oblig., gar. v. d. Stadkt
Darmstadt. . . . . . .
93,85
Nordd. Lloyd-Obligat.
4ſ,
Donau-Dampfschlfk. v. 82
91,20
Elisabethbahn . . .
91,20
Franz-Josef-Bahn. . .
87,50
Kaschau-Oderberger v. 89
Prag-Duzer
7105
Osterreich. Staatsbahn
1101,70
do.
do. .
73,20
do. Südbahn (Lomb.)
65,55
do. (0.
71,00
do, do.
50 60
Raab-Oedenburg .
7640
Kronprinz Rudolfbahn .
8905=
Russ. Südwest
8t,0
(2
4½ 94,30
Moskau-Kasan . .
do. . . . . . .
wladikawkas. .
Rjäsan-Koslow.
Portugies. Eisenb. v. 1886
do. .
2½ 65,25
Livorneser:
3 60,50
Salonique Monastir.
4 77,50
Bagdadbahn
Anstolische Eisenbahn .4½ 90.20
4 9020
Missouri-Pacitio I.
4 55,75
do. do. v. 1905₰
Northern-Pacific.
4 91.50
Jouthern-Pacife.
St. Louis & San Franci
Lchuantepee
5 9850
Ungar. Lokalbahn .
Provinz-Anleihen.
4 96,70
Rheinprov. Obl. Em. 20/21
87,00
do. Em. 10 ..
§ 83,50
do. . 9.
3½
Posen Prov..
95,90
Westfalen Prov. V. . .
95,50
Hese. Pror. Oborhessen
do. Starkenburg.
Städte-
Obligationen.
Darmstadt. .
3½ 87,20
do. :
4½ 97,00
Frankfurt
5tig 88.00
do. . .
4*1 94,50
Gießen
do. . . . .
... .3½ 370
Heidelberg. . . . . . . . . . 4½ 91,00
do. .. . . . . . . . . . . . 51g
Karlsruhe . . . . . . . . . . 4 94,90
do. . . . . . . . . . . . . .3½/ 86,90
Magdeburg . . . . . . . . . 4
Mainz . . . . . . . . . . . . . 4 94,00
(o. . . . . . . . . . . . . . 3½
Mannheim . . . . . . . . . . 4 95,20
do. . . . . . . . . . . . . .3½
München . .
4 96,40
Nauheim .
3½
Fürnberg
do.
3½ 85,80
IOffenbach
495,30
do. v. 1914.
4
do.
3½ 87,80
Wiesbaden.
4
do.
3½
Worms:
495,10
do. .
3½
Lissabon v. 1888
IMoskau w. 1912 .
..4½, 94,00
Stockholm v. 1880 . . . . . 4 92,45
Wien Komm. . . . . . . . . 5
Wiener Kassenscheine .4½, 98,70
Zürich v. 1880
Buenos Stadt v. 1892 . . . 6
Pfandbriefe.
½100,00
Berliner Hyp.-Bk.-Pf..
8360z
do. unkäb. 1918. . .
9375
68,60 do.
1910::
1921..
do.
11 95.75
do.
1922.
31, 84.30
do.
.
do. Komm.-Obl. unk. 1918 4 95,00
95,00
Frankt. Hyp.-Bk. pr. 1910
96,00
do. „ 1915 .. . .
9650
1920 ...
do. „
3½ 86,40
4 95,00) d. Ser. 12—19.
Kommunal-Oblig. Ser. 1,
3½ 86,50
unkdb. 1910
Frankt. Hyp.-Krod.-Ver.
94,00
Ser. 15—42
94,.90
„ 48—49
do. . . . .
96,00
do. unk. 1922 „ 52
8,00
do. „ 1915..
3½ 8650
do. Ser. 45 .
Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
96,.90
Scr. 12, 13, 16
9690
14, 15, 17
do. . . . .
1 97.40
do. unkdb. 1920 . . .
97.50
1923 .. ..
do.
„84,20
do. Ser. 1, 2, 6—8 . . . .
84.20
3—5 . . ..
do.
34.20
do. kündb. 1915.
do. Komm. unk. 1913 4 96,90
1914 4 56,90t
do.
„ 1916 4 97,10
do.
4 9740
1920
do.
. 1925 4 1 9750
do.
do. verlosb. u. kündb.. 3½ 84,20
unkdb. 19151 3½ 84,20
4o.
Meininger Hyp.-Bk. Pfdb. 4 94,60 (Siemens & Halske.
4 1 95,80
do. unkdb. 1922.
3½ 86,00
do. .
Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
94,00
unkäb. 1917
93,75
1910
do. . . . ..
1921 4 94,00
do.::..
19241 4 96.20
do.:..
3½ 84,50
do. ... . . .
do. Komm. unk. 1923 . 4 95,20
4 1 96,00
1924
do.
4 9690
4‟ 95,00Südd. Bod.-Krod.-Ptdbr.
B½ 8,40
do.
.. . . . . .
Bank-Aktien.
1Bank für elektr.
Unter-
nehmungen Zürich . . 10 1192,00
Berg.-Märkische Bank.
Berüiner Handelsges.. . . 8½ 152,50
6½ 116,60
Darmstädter Bank . .
Doutsche Bank. . . . . . .12½240,50
Deutsche Vereinsbank. . 6 (118.25
Dt. EMekt.- u. Wechs.-Bk. 6 (12,0
Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 187,30 1Deutsch-Luxemb. Bergb. 10 (124.23
Dresdner Bank.
.. . 8½ 140601
Sesäih
Frankf. Hypothek.-Bankl 10 213.50
do. d0. Kred.-Ver. 8½ (155,60
Mitteldeutsche Kred.-Bk. 6½ 116.501f
Nation.-Bank f. Deutschl. 6 1111,50
7 (12.50
Pfälzische Bank . . . . .
94,75 Reichsbank.
. . . . . . 8.43 /136.00
Rheinische Kredit-Bank: 7 (127.00
109,30
A. Schaaffhaus. Bk.-Ver.
Wiener Bank-Verein . . . 8 1130,00
Aktien von
Trans-
port-Anstalten.
Hamb.-Amerika-Packetf. 10 (128,00
§ (110,10
Forddeutscher Lioyd.
Frankfurt. Schleppschiff. 4 (116,00
Sücd. Eisenb.-Gesellsch.:6½ 131,00
Anatol. Eisenb. 60%-Akt. 5½ 1115,00
Baltimore .
.. . . . . 6 91½F
Ganads...
. . . . 10 1193,25)
Schantung.
. . . 7½ 139,65z
: 8 115500
Prinz Henry.
..0 20½
Lombarden . . . .
Pennsylvanis. . . . . . . . 6 1111,60
Industrie-Aktien.
28 1655,50
Badische Anilin-Fabrik
Chem. Fabrik Griesheim 14 (247,00
Farbwerke Höchst . . . . 30 (603.00
Ver, chem. Fabr. Mannh.: 20
10 (14550
Zement Heidelberg
Chemische Werke Albort 30 1446,00
Holzverkohl. Konstanz 15 307,00s
6
Lahmeyer
8 (146,20
Schuckert, Mürnberg.
12 1211,55
Bergmann Elektr. .
5 1121,25
Allg. Elektr.-Gesellsch
14 (242,00
25 354,00
Hagen Akkum.:
Deutsch. Übersee-Elek
1I (175,40
0 8000
Gummi Peter
25 336,00
Adler-Fahrradwerke .
Maschinenfabr. Badenia 6 1130,00
Wittener Stahlröhren . . 0
Motoren, Oberursel
..8½ 1155,00
Gasmotoren, Deutz.
3 12050
Sicmens Glas-Industr.
15 (2000
Enzinger Filter
23 (28500
Stoaus Romgna
10 (143,25
Zellstoff Waldhof
15 1178,50
Bad. Zucker-Waghäusel.12,83/220,50
Neue Boden-Aktien-Ges..
82,50
Süddeutsche Immobilion
60,50
1Bergwerks-Aktien.
Aumetz-Friede .
2 (155,00
Bochum. Bergb. u. Gußst. 14 220,25
Leonhard, Braunkohlen.
0 (15607
Konkordia Bergbau .
23 (35900
Eschweiler . . . . . . .
500
10
foe
Gelsenkirchen Bergw. . . 11 179,75
Harpen Bergbau. . . . . .11 176.50
Kaliwerke Aschersleben . 10 (136,80
Kaliwerke Westeregeln . 13 201,75
Königin Marienhütre
6 81.,00
Laurahütte
§ 1143,00
Oberschles. Eisenbed.
6 1 82,80
Oberschl. Eisen-Industrie
3 68,25
Phönis Bergbau :
18 (23055
Rheinische Braunkohlen 10 225,00
Riebeck Montan:
12 (192,50
South West.-Afr. Shares . 5 1116,00
Vorzinsliche
Anichenslose.
2t.
Badische
TIr. 100 4 —
Cöln-Mindener . Tlr. 100 3½142,40
Holländ. Komm. . A. 100 3 115,55
Madrider
. Frs. 100 3
Meininger Präm.-Pfdbr. . 4 141,00
Osterreicher 1860er Lose.
Oidenburger. . . . TIr. 40 3 127,50
Raab-Grazer . . . . H. 1502½112,50
Mk.
Unverzinsliche
ſp. St.
Anlehenslose.
H. 7 35,00
Augsburger . .
TIr. 20 1201,70
Braunschweiger
Mailänder
Fs. 45
Fs. 10 41,00
do.
. A. 7 37,50
Meininger
H. 100 594,00
Osterreicher v. 1864
v. 1858 . Hl. 100 (534,00
do.
u. 100
Ungar. Staats .
. Fs. 30 75,00
Venediger
Türkische . . . . .. Fs. 400
Gold, Silber und
Bänfenoten.
20,44
Engl. Sovereigns. . . . .
16,25
20-Franks-Stücke . . . . . .
415
Amerikanische Noton .
20,51
Lnglische Noten. . . . . ..
81,40
Französische Noten. . . . .
. (169,20
Holländische Noten .
81,15
Italienische Noten . . . . .
Osterr.-Ungarische Noten. . 85,10
Rusische Soten. . . .. . . .
Schweizer Noten.. . . . . . 31,40
Reichsbank-Diskont .
do. Lombard Zsf.
Tendenz:
Ziemlich fest.
Bandel und verkehr.
— Frankfurt a. M., 12. Mai. (Börſe.) Zu
Be=
ginn der heutigen Börſe war die Stimmung gegenüber der
geſtrigen luſtloſen Haltung kaum verändert. Im weiteren
Verlauf konnten ſich die Kurſe jedoch, ausgehend vom
Montanmarkte, weſentlich erholen. Die geſtern ſchon
be=
kannt gewordene Meldung, daß auf dem Stabeiſenmarkt
größere Nachfrage herrſche, ſowie die Hoffnungen, daß die
in den nächſten Tagen ſtattfindenden Verhandlungen das
Zuſtandekomnen des Röhrenſyndikats bringen werden,
waren von günſtigerem Einfluß auf die Kurſe. Neben
Montanwerten waren Elektrizitätsaktien in Nachfrage auf
günſtiger lautende Mitteilungen aus dieſem
Induſtrie=
zweige. Transportwerte waren vernachläſſigt. Schantung=
Bahn=Aktien ſchwach. Die gebeſſerte Stimmung hielt bis
zum Schluſſe an und iſt die Tendenz als ziemlich feſt zu
bezeichnen. Die Kurſe des Kaſſamarktes zeigten im
allge=
meinen keine weſentlichen Veränderungen gegen geſtern.
Höher notierk ſind Scheideanſtalt mit 2 Prozent, wogegen
Chemiſche Werke Albert=Aktien und Faber u. Schleicher
je 4 Prozent, Maſchinenfabrik Eßlingen 5 Prozent,
Naphtha. Nobel 3 Prozent im Kurſe nachgeben mußten.
* Frankfurt a. M., 12. Mai. Durch verſchiedene
Blätter gehen ſenſationelle Meldungen über einen
Preis=
ſturz am Perlenmarkt. Es beſteht zwar eine
ge=
wiſſe Geſchäftsſtille, die mit der allgemeinen Konjunktur
zuſammenhängt: die Lage am Perlenmarkt iſt aber
durch=
aus normal, und ein Preisrückgang hat nicht ſtattgefunden.
W. Berlin, 11. Mai. In der Sitzung des
Auf=
ſichtsrates der Deutſch=Ueberſeeiſchen
Elek=
trizitätsgeſellſchaft wurde die Bilanz für 1913
vorgelegt. Die Bruttoeinnahmen betragen 31356920 Mk.
(im Vorjahre 29 499 607 Mk.). Nach Deckung der
Un=
koſten Zinſen und Pachten verbleiben 21607568 Mk.
(20 911852 Mk.), wovon 6 674585 Mk. (6 162 474 Mk.) für
Abſchreibungen und Reſerven, ſowie 180000 Mk. für
Rück=
ſtellung und Talonſteuer verwendet werden ſollen. Der
Vortrag erhöht ſich auf 586 102 Mk., woraus der
Wehr=
beitrag zu entnehmen iſt. Der Generalverſammlung wird
eine Dividende von 11 Prozent, wie im Vorjahre, auf das
geſamte, 120 000 000 Mark betragende Aktienkapital
vorge=
ſchlagen, wovon im Vorjahre 20000000 Mark nur halb
dividendenberechtigt waren.
Landwirtſchaftliches.
* Die Maul= und Klauenſeuche iſt feſtgeſtellt
in Nieder=Ingelheim, Kreis Bingen, in dem
Viehſtand eines Metzgers und Händlers. Der ganze
Be=
ſtand iſt abgeſchlachtet. — Die Seuche iſt ferner
ausge=
brochen im Gehöft eines Viehhändlers in Hersbruck
in Bayeriſch=Mittelfranken; ferner in dien Bezirken
Memmingen und Donauwörth in Bayeriſch=
Schwaben.
H Frankfurt a. M., 12. Mai. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Am Wochenmarkt trat größere Kaufluſt auf,
dabei war aber das Angebot ſehr mäßig; insbeſondere
feinere Qualitäten Landweizen nur vereinzelt vorhanden
und recht feſt; ebenſo ausländiſcher Weizen und
Land=
roggen ſtärker gefragt bei anziehenden Preiſen. Hafer
höher bezahlt bei kleinem Vorrat, ſo daß auch mindere
Sorten ſtark abgeſetzt wurden. Mais und Gerſte waren
ruhig, aber ſtetig, Futtermittel preishaltend. Die
For=
derungen für Mehl ſind erhöht.
Der Mannheimer Getreidemarkt war feſt.
— An der Berliner Produktenbörſe war
Ge=
treide ſchließlich abgeſchwächt. beſonders Roggen auf
Mai=
andienungen. Abgaben der Provinz und den Mangel an
Käufer in Nordrußland. Auch Hafer auf Lieferungen
Medriger. Lokoware blieb noch gut behauptet. Nach den
letzten Kabelnachrichten von den amerikaniſchen
Getreidemärkten (Neu=York und Chilago) waren
Weizen und Mais bei Eröffnung williger auf den baiſſe=
lautenden Ausweis der Weltverſchiffungen, dann aber
wurde die Stimmung angeregter und feſter auf
hauſſe=
lautende Berichte aus Buenos Aires, umfangreiche
Ver=
ſchiffungen von den Seeplätzen und Käufe der Firma
Ar=
mou: (für Weizen per September und für Mais Juliware)
Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in dieſer Woche von
45,53 Mill. Buſh. auf 40,05 Mill. Buſh. und die
Maisvor=
räte von 9,38 Mill. Buſh. auf 7.27 Mill Buſh
zurückge=
gangen. Die Anbaufläche für Winterweizen umfaßt nach
dem Bericht des Ackerbaubureaus der Unionſtgaten nach
Abzug der aufgegebenen Flächen 35 387000 Aeres gegen
30 938 000 Acres im Vorjahre Der Ertrag per Aere wird
mit 17,8 Buſh. gegen 16,6 Buſh. im Vorjahre angegeben.
Der Ertrag von Roggen wird auf 44 Mill. Buſh. geſchätzt.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer 21,85—22,
Norddeut=
ſcher 21,90—22. Kurheſſiſcher 21.85—22, Rumäniſcher 22.50
bis 23,25. Laplata 23—23,50. Ruſſiſcher 22.50—23,50,
Red=
winter 22.50— 23,25. Manitoba 22,25—23,25, Kanſas 22 bis
23, Walla=Walla 22—23; Roggen, hieſiger 17,50—17,75,
Bayeriſcher 17,50—17,75; Gerſte. Pfälzer 17,25—17,75,
hieſige und Wetterauer 17—17,50, Riedgerſte 16,75—17,25,
Fränkiſche 16.50—17,50; Hafer, hieſiger 17,50—18,50,
Bayeriſcher 17,75—18,75, Ruſſiſcher 18—19, Amerikaniſcher
17,25—17,75. Rumäniſcher 18—18,75; Mais. mired 14.80
bis 15, Ruſſiſcher 15—15,25, Donaumais 14,75—15.25,
Ru=
mäniſcher 15—15,25. Laplata 15—15,25, Weißer Mais 15
bis 15,20; Weizenſchalen 10,75—11; Weizenkleie 10,50 bis
10,75; Roggenkleie 11—11.50; Futtermehl 13—14;
Bier=
treber, getrocknet 12,75—13; Futtergerſte 13,25—13,75;
Weizenmehl hieſiges (Baſis ab Mannheim) Nr. 0 31
bis 31,25. feinere Marken 31.50—31,75. Nr. 1 29,25—29,50,
feinere Marken 29,75—30. Nr. 2 28.50—28.75, feinere
Mar=
ken 29—29,25, Nr. 3 26,50— 26.75, ſeinere Marken 27—27,25,
Nr. 4 22.50—22,75, feinere Marken 23—23,25;
Roggen=
mehl, hieſiges Nr. 0 25—25,25, Nr. 1 22,25—22,75, Nr. 2.
20—20.25.
FC Frankfurt a. M., 12. Mai. (Heu= und
Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3,00—3,20: Stroh
ſehlte. Alles per 50 Kilo. Geſchäft: Schleppend Die
Zu=
fuhren waren aus den Kreiſen Friedberg, Dieburg und
Hanau.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 5. bis 11. Mai.
Die Berichtswoche hat endlich die erſehnten
Nieder=
ſchläge gebracht, die, wenn auch nicht überall ausreichend,
ſo doch von großem Nutzen für die Felder waren. Die
amtlichen Berichte von Anfang Mai konſtatieren in
Ueber=
einſtimmung mit den wöchentlichen Beobachtungen der
Preisberichtſtelle einen Rückgana des Roggenſtandes um
2 Punkte; Wieizen und Futterpflanzen erfuhren ungefähr
die gleiche Begutachtung wie vor einem Monat. In
Ame=
rika haben die Felder ihren guten Stand beibehalten, ſo
daß bei der bedeutend vergrößerten Anbaufläche eine
Rekordernte in Ausſicht ſteht. Ueber Rußland liegt ein
günſtiger amtlicher Bericht vor, während nach privaten
Mitteilungen im Süden Beſorgniſſe wegen andauernder
Trockenheit beſtehen. Auch in Rumänien klagt man über
Regenmangel. In Ungarn hat die andauernde
Trocken=
heit die Ausſichten weiter verſchlechtert was in
Verbin=
dung mit dem empfindlich fühlbaren Mangel an Ware
eine neuerliche Preisanſpannung zur Folge hatte. Auch
in Deutſchland hat ſich die Situation in der letzten Woche
noch mehr zugeſpitzt, und bei ſehr ſpärlichem Angebot und
dringender Nachfrage der Mühlen, ſowie der Exporteure
nahm die Aufwärtsbewegung einen ſprunghaften
Charak=
ter an. Trotz Beendigung der Feldarbeiten blieben die
Zufuhren ſchwach, und man erkennt allmählich, daß die
Ernte weniger ergiebig war, als man nach den hohen
Er=
tragsſchätzungen bisher angenommen hat. Zweifellos
beſtand ein erheblicher Prozentſatz der Ernte aus nicht
marktfähigem Getreide, das in der eigenen Wirtſchaft ver=
wendet werden mihſe nd and derüunſand deßs
dies=
mal weſentlich mehr Rohſtoff zur Erzeugung des gleichen
Mehlquantums als ſonſt erforderlich war dürfte bei
Be=
urteilung der Lage in Rechnung zu ſtellen ſein. Dazu
kommt, daß viel Material vom Export abgelenkt wurde,
da die Preiſe ſtets erheblich niedriger waren, als auf dem
Weltmarkte. Beſonders ſcharf war die Preisſteigerung in
der Berichtswoche wieder für Roggen aber auch für
Weizen und Hafer mußten weſentlich höhere Forderungen
bewilligt werden. Im Lieferungsgeſchäft erfolgten
um=
fangreiche Deckungs= und Meinungskäufe, und erſt zum
Schluß trat auf die Nachricht, daß der ruſſiſche Reichsrat
die Zollvorlage angenommen habe, eine Abſchwächung
ein. Futtergerſte war von Rußland höher gehalten; auch
Mais war auf ungünſtige Wetterberichte vom La Plata
feſt und teurer. Es ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches
Getreide am letzten Markttage wie folgt:
Weizen
Roggen Hafer
Königsberg.
173 (**11) 170 (*5
Danzig
170 (*8 ) 172
Poſen
200 (*6 ) 165 (47 ) 159
Breslau.
. 197 (46 ) 162 (*1) 157
5
205 (45 ) 172 (47 ) 182
Berlin
Magdeburg . 200
168 (75 ) 169 (*2
Halle .
. 203 (*6 ) 172 (49 ) 178 (*4
Leipzig
.200 (47 ) 175 (*11) 175 (*6
Dresden
210 (*6 ) 172 (*7) 174 (*5
190 (4-4 ) 165 (*9 ) 164 (*9
Roſtock
. 208 (*6 ) 174 (*8 ) 176
Hamburg
Hannover
. 198 (45 ) 170 (46 ) 174 (*6
Düſſeldorf
. 207 (*2 1 172 (*3 ) 186 (41
Köln
207 (*4 ) 170 (*2.) 177
Frankfurta. M. 216 (*6 1 177½ (47½) 185 (45
180 (*10) 187½ (5
Mannheim . . 212½(
172½
Straßburg . . 205
180 (45
München . . 214
170 (*3 ) 170
Weltmarttpreiſe: Weizen: Berlin Mai 208 (T 81,
Peſt Mai 231,90 (* 6,10), Paris Mai 231,60 (*6,15),
Liverpool Juli 164,70 (* 1,85), Chikago Mai 144,30
(F1,55), Roggen: Berlin Mai 173 (*-0.25), Hafer Berlin
Mai 165 (43,50), Futtergerſte Südruſſ. frei Hamburg
unverzollt ſchwim. 114 (—3), Mai 113,25 (* 3,50), Mais:
Argent. Mai/ Juni 108,50 ( 4,50), Donau ſchwim. 109,50
(*4.050 Mark.
* Amtliche Veröffentlichung der Ergebniſſe der großen
landwirtſchaftlichen Zählungen im Großherzogtum Heſſen.
Die Ergebniſſe der landwirtſchaftlichen Zählungen (des
landwirtſchaftlichen Anbaues, der Vieh= und
Obſtbaum=
zählungen uſw.) werden von der Großherzoglichen
Zen=
tralſtelle für die Landesſtatiſtik regelmäßig in den von ihr
herausgegebenen „Mitteilungen” veröffentlicht. Es kann
dies jedoch, des großen Umfangs wegen, in der Regel nur
für die 18 Kreiſe und nicht für die rund 1000 Gemeinden
des Großherzogtums geſchehen. Nunmehr ſoll jedoch, auch
auf Anregung der Landwirtſchaftskammer, eine große
Ver=
öffentlichung in den von der Großh Zentralſtelle ebenfalls
herausgegebenen „Beiträgen zur Statiſtik des
Großher=
zogtums Heſſen”, alſo nicht in den Mitteilungen”
vorge=
nommen werden. Aus dieſer Veröffentlichung wird man
für jede Gemarkung erſehen können, wie ſich die
Geſamt=
fläche auf die einzelnen Kulturarten (Acker, Wieſe,
Wein=
berg. Wald uſw.) und auf den Anbau der verſchiedenen
Feldfrüchte verteilt. Sie wird ferner für jede Gemeinde
die Größe des Viehbeſtandes nach Viehgattungen und
auch die Zahl der Obſtbäume nach Obſtbaumarten
nach=
weiſen. Eine ſolche Veröffentlichung iſt in dieſer
Aus=
führlichkeit früher noch nicht erſchienen und wird ſicher das
Intereſſe weiter Kreiſe finden. Um die Höhe der Auflage
bemeſſen zu können, werden diejenigen, welche ſich ein
Exemplar der Arbeit ſichern wollen, gebeten, dies der
Großh. Zentralſtelle für die Landesſtatiſtik zu Darmſtadt
möglichſt bald mitzuteilen und gegebenenfalls auch den
ſehr niedrigen Vorzugspreis von 60 Pfg. durch
Poſtanwei=
ſung einzuſenden.
Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. Mai 1914.
Nummer 131.
5 2
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. Mai 1914.
Nummer 131.
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* Fußballklub Olympia Darmſtadt. Es wird
noch=
mals auf die am 14. und 15. Mai dieſes Jahres auf dem
Sportplatze des Fußballklubs Olympia an der
Heidel=
berger Straße unter Leitung des Sportlehrers Herrn W.
Dörc, ſtattfindenden Uebungskurſe für Leichtathletik
hin=
gewieſen. Es ſollte niemand, der Intereſſe für genannten
Sport hat, die Gelegenheit verſäumen, ſich die Grundlage
für die mannigfaltigen Uebungen anzueignen. Auf dieſe
Weiſe iſt es jedem, der ſeinem Körper die ſo überaus
not=
wendige Kräftigung geben will, leicht gemacht, es jetzt
nachzuholen. Nur bei zahlreicher Beteiligung iſt es
mög=
lich, die Uebungskurſe in Zukunft wiederholen zu können.
Es wird noch bemerkt, daß ein jeder ohne Ausnahme an
denſelben teilnehmen kann, gleichviel, ob er einem Verein
angehört oder nicht. Es ſoll eben für jedermann Gelegenheit
geboten ſein, an den Kurſen teilzunehmen.
Anläßlich des am letzten Sonntag auf dem
Sport=
platz an der Heidelberger Straße ſtattgefundenen Fußball=
Wettkampfes wurden während der Pauſe leichtathletiſche
Uebungen vorgeführt. Es wurde Diskus= und
Speer=
werfen, Kugelſtoßen, Hammerwerfen geübt, Ferner kurze
und lange Strecken gelaufen. Der Fußballklub Olympia
verbindet mit dieſen Uebungen, die jetzt bei jedem hier
auszutragenden Fußballſpiel vor ſich gehen ſollen, die
Ab=
ſicht, das Publikum für den Leichtathletikſport zu
inter=
eſſieren, und jetzt ſchon auf das im Juli ſtattfindende
Sportfeſt aufmerkſam zu machen. Letzteres findet im
Gegenſatz zu den früheren Jahren dieſes Mal an zwei
Tagen ſtatt. Es beginnt bereits Samstag mittags mit
den Konkurrenzen für Akademiker und Schüler. Die
Unter=
handlungen mit auswärtigen in der Sportwelt bekannten
Vereinen ſind zum Teil ſchon mit ſehr guten Erfolgen
beendet worden, ſo daß man auf das Sportfeſt in bezug
auf Beſetzung der einzelnen Konkurrenzen berechtigte
Hoffnungen ſetzen kann.
* Lawn Tennis. Die Lawn Tennis=Meiſterſchaft
von Süddeutſchland im Herrendoppel wird vom 25. Mai
ab in Frankfurt entſchieden. Gleichzeitig finden die
Meiſterſchaften von Frankfurt im Damen= und
Herren=
einzel ſtatt. Weitere Städtemeiſterſchaften haben
ausge=
ſchrieben: 21 Mai Hamburg und Darmſtadt
Herren=
einzel, 30. Mai Würzburg Herren= und Dameneinzel, 7.
Juni Karlsruhe Herreneinzel. — Die deutſchen
Hochſchul=
meiſterſchaften kommen in Würzburg vom 30. Mai bis 2.
Juni zum Austrag. — Auch in dieſem Jahre findet ein
Klubkampf zwiſchen dem Tennis=Club de Paris und dem
Berliner Lawn Tennis=Turnierkluh ſtatt, und zwar
dies=
mal in Berlin. Die Kämpfe beginnen am 21. Mai. Bei
der erſten Begegnung im vergangenen Jahr in Paris
hatten die Pariſer leicht geſiegt.
* Die Taunushöhenfahrt über 308 Kilometer mit
Höhendifferenzen von über 700 Meter auf durchweichten
Straßen, bei Regen und Hagelwetter, wurde unter 25
Konkurrenten auf Opel gewonnen. Die zirka 80
gehei=
men und Hauptkontrollen wurden von den drei ſiegreichen
Opelwagen auf Sekunden genau nach vorberechneter Zeit
paſſiert. Größere Regelmäßigkeit und Zuverläſſigkeit von
drei Wagen einer Marke wurden noch nie erreicht. Opel
erhielt 44 Preiſe, davon Göbel=Wiesbaden den erſten,
Heinrich Opel den zweiten und Karl Henkell=
Wies=
baden den fünften Preis.
sr. Radrennen. Revanchematch Kramer=
Rütt. Die kleine Holzbahn in Newark bei Neu=York
brachte am Sonntag die zweite Begegnung der beiden
Flieger=Weltmeiſter Kramer und Rütt. Nicht weniger als
15000 Zuſchauer wohnten demKampfe bei, der einen
ſenſa=
itionellen Ausgang nahm, da alle drei Läufe ein ſehr
knap=
pes Reſultat brachten. Im erſten Lauf ging Kramer mit
Reifenſtärke vor Rütt über das Band. Der zweite Lauf
brachte nach dem Urteil des Zielrichters ein noch
knappe=
res Reſultat und endete in einem toten Rennen. Gegen
dieſe Entſcheidung proteſtierte das Publikum ſtürmiſch,
das Rütt als Sieger geſehen hatte. Der Einſpruch blieb
aaber ohne Erfola und es kam zu erregten Szenen. Erſt
als die beiden Akteure zum dritten Lauf antraten, legte
ſich der Lärm. Dieſer Lauf brachte das gleiche Ergebnis,
wie der erſte und endete wiederum mit einem Siege um
Reifenſtärke vor Kramer.
sr. Pferderennen. Hoppegarten. Preis von
öpenick; 5000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Geſtüt
Myd=
linhovens Cervis (Shurgold), 2. Meſſalina (Schläfke)
Corinth (Warne). Tot. 217110, Pl. 34, 18, 17:10. Unpl.:
Freimut (4), Orpheus, Schlauberger, Wunderlampe,
Omen. Sicher 2—¾—¾ Lg. — Jetfoot=Handikap; 5000
Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Herrn E. F. Guetſchows
Mondſtein (Olejnik), 2. Baltimore (F. Lane), 3. Ortrecht
(H. Blume). Tot. 26:10, Pl. 13, 15, 16:10. Unpl.:
Verbre=
cher (4), Eau de Cologne, Mispel, Varus, Magdalena,
Waſſerroſe, Querulo, Maſſai. Leicht Kopf-2—¾/ Lg. —
Strausberg=Rennen; 5000 Mark. Diſtanz 1400 Meter:
1. Herrn A. v. Schmieders Olifant (Slade), 2. Marathon
(Oleinik, 3. Lepidus (Zehmiſch). Tot. 59110, Pl. 17, 13,
37110. Unpl.: Staccionata (4), Patrick, Eichel, Alteſſe,
Wenn ſchon, Marius, Seeadler, Tivoli. Sicher 1 Lg. bis
Kopf—¾4 Lg. — Hammerfeſt=Rennen; 3600 Mark, Diſtanz
1600 Meter: 1. Freiherrn B. v. Cramms Villa (W.
Plüſchke), 2. Salvator (Blume), 3. Naide (Shatwell). Tot.
31:10, Pl. 19. 30.10. Unpl.: Garibaldi (4), Palaſtdame,
Ladoga. Ueberlegen 1—3—2 Lg. — Chamant=Rennen:
13000 Mark, Diſtanz 2000 Meter: 1. Herren A. und C. von
Weinbergs Emperador (Shaw), 2. Colleoni (Slade),
3. Kröſus (Schläfke). Tot. 87110, Pl. 26, 20, 59110. Unpl.:
Orchidee II (4), Blumenſegen, Cairo, Livadia, Nabob,
Auſterlitz. Sehr leicht ¾—½—2 Lg. — Mahlsdorfer
Han=
dikap; 3800 Mark. Diſtanz 1400 Meter: 1. Dr. J. Meyers
Ruth (Scheffer), 2. Marotte (W. Plüſchke), 3. Oranier
(Davies). Tot. 38:10, Pl. 12, 11, 11:10. Unpl.:
Königs=
leutnant, Julius Cäſar, Poſeidon, Lyſander, Riga,
Quagga. Leicht ¾—¾—1 Lg. — Preis von
Friedrichs=
felde; 6200 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Herrn J. Kühnes
Liſtig (Shurgold), 2. Logarithmus (Winter). 3. Noteleß
(W. Plüſchke). Tot. 107110, Pl. 24, 20:10. Unpl.: Grazie,
Trianon. Kampf, ½ Lg.-Kopf.
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diers Roſette (G. Stern), 2. Upſala (Bottequin), 3.
Briſe=
roche (Doumen). Tot. 47110, Pl. 36, 62110. Unpl.:
Cice=
rone (4), Ravaude, Imperieuſe. 1½—1½—2 Lg. — Prix
des Greſſets: 5000 Francs. Diſtanz 1400 Meter: 1. Monſ.
Jam. Henneſſys Gobelin (Jennings), 2. Mont d’Or (
Lof=
tus), 3. Holly Hill (M. Barat). Tot. 77110, Pl. 41. 23110.
Unpl.: Beaute du Diable (4), Gilles de Rais, Chlephte,
Calvados III. 8—2—4 Lg. — Prix des Rochers; 5000
Francs, Diſtanz 1600 Meter: 1. Monſ. Rutgers Le Roys
Goldina (O'Neill), 2. Lord Godolphin (Mac Gee), 3.
Ora=
pou (M. Barat). Tot. 38:10, Pl. 15, 17, 19110. Unpl.:
Petit Suiſſe (4), Pandataria, Pie de Ger, Terminus,
Mignon Bro. Galliard, Ski, Coronium, Monſieur
Ro=
dolphe. 2½ Lg.-Hals-Hals. Prir des Rocailles; 3000
Francs, Diſtanz 900 Meter: 1. Monſ. L. Denaints
Najade IV (Garner), 2. Chiffe (Doumen), 3. Courtiſan
O'Neill). Tot. 41:10, Pl. 14. 16. 15:10. Unpl.:
Pamp=
lona (4), Soudine, Folle Careſſe, Chantemerle,
Mem=
bakut. 2—1 Lg.-Hals. — Prix de la Cite; 5000 Francs,
Diſtanz 2200 Meter: 1. Monſ. Jam. Henneſſys
L’Impe=
tueux (Jennings), 2. Tattoo (Marſh), 3. Legende Doree
(Lemmel). Tot. 72:10. Pl. 27, 132, 25:10. Unpl.: Patrick,
Plaiſir de Amour, Montagagne. Samara, Don Ceſar,
Lucknow, Fidelia, Captal de Buch, Snow Storm, Oryure.
1½—1—1 Lg. — Prix de Chapet; 5000 Francs, Diſtanz
2000 Meter: 1. Monſ. J. de Bethmanns Morbihan (J.
Reiff), 2. Charing Croß III (Bellhouſe), 3. Bon Voiſin
(Mac Gee). Tot. 28:10, Pl. 16, 16110. Unpl.: Chouchoute,
Limon, Alerte VI. 34—2— Lg.
Literariſches.
„Ein Pyrrhusſieg” Roman von L. Perenna.
(Reflektor=Verlag, Berlin=Hallenſee). Der Verfaſſer perſteht
es, mit ſeiner in friſchem, lebendigen Tone geſchriebenen
und von feinem äſthetiſchen Empfinden getragenen,
lebens=
wahren Darſtellung des Lebens= und Leidensweges der
Heldin ſeines Romans, einer armen Waiſe, das Intereſſe
bis zuletzt wach zu erhalten. Der nach ſchweren, äußeren
und innerenKämpfen errungene Zuſtand derSeelenruhe und
Abgeklärtheit, in den Perenna das tragiſche Geſchick einer
modern veranlagten, edlen Frauenſeele, die in der Liebe
die Verklärung des Lebens ſieht, ausklingen läßt, zeugt von
eingehendem Studium des Frauenherzens und von dem
hohen Ernſt, mit dem er ſich ſeiner Aufgabe unterzogen
hat. Dabei verfügt Perenna über ein nicht gewöhnliches
Maß ſcharfer Lebensbeobachtung und ſeine — den
ſpannenden Gang der Handlung begleitenden,
inter=
eſſanten Milieuſchilderungen und ſtimmungsvollen
Natur=
beobachtungen — ſind wertvolle Beigaben eines
liebens=
würdigen Erzählertalentes, das dem vorliegenden Romane
einen zahlreichen, dankbaren Leſerkreis ſichern dürfte.
Gewinnauszug
der
4. Prenßiſch-Füddentſchen
(230. Königlich Preußiſchen) Klaſſenlotterie
5. Klaſſe 3. Ziehungstag 11. Mai 1914
Auf jede gezogene Nummer ſind zwei gleich hohe Gewinne
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen 1 und II.
(Ehne Gewähr u. St.=A. .3.)
(Rachdruk verdoten)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
4 Gewinne zu 15000 Mk. 186093 204132
4 Gewinne zu 10000 Mk. 140047 153445
6 Gewinne zu 5000 Mk. 86299 188929 210418
88 Gewinne zu 3000 Mk. 89 2762 3179 8890
14122 16258 24515 27535 32883 34519 40758 45154
52639 54797 65308 66871 59464 72498 77839 86798
88717 100918 102479 111783 145199 154628 162704
167246 168109 170275 179280 181476 165672 188484
188827 197291 199246 210157 212246 225481 226606
227661 229333 229952
180 Gewinne zu 1000 Mk. 1434 4365 5518 5735
5896 9635 9955 10030 14542 14634 15770 17882
17905 23165 32230 35170 36631 37305 40223 44045
46490 53806 54265 58355 70068 75186 77570 78284
81085 82727 87794 88284 88732 90657 96238 98134
99610 104772 106357 107443 111537 113878 116735
118413 119691 120493 122014 122509 128320 129767
131780 133862 135088 139124 141170 152871 153253
156045 157946 161391 161596 161820 163281 164941
166092 170548 174100 174232 174249 178155 178294
179366 180610 191271. 192713 198870 200045 206074
207896 210636 216690 220737 222102 222103 223667
223748 224216 227433 227979 229860
206 Gewinne zu 500 Mk. 1452 4949 11382 12224
14152 15214 16807 20205 23487 26338 26828 27353
28153 30121 31609 35539 38026 49856 52637 52991
65917 55974 69452 59897 63766 64549 67213 67248
67406 67573 67862. 70157 72681. 72774 73249 75855
76984 79073 79468 82836 85355 86058 86138 86350
88418 90499 92248 95994 97342 101300 101335 103967
104334 109070 111220 111950 117048 120384 134571
136956 137324 137617 141577 142125 143075 143247
146727 151312 151590 157150 157806 158692 162176
165607 166258 166830 169621 171744 177074 177832
178093 181520 183086 183262 184267 187265 188024
189065 190160 193390 194556 201919 206989 211102
215123 218385 219063 226272 226877 226058 226609
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28532 40206 41888 56067 56509 71061 76776 78985
86209 100880 114998 124743 125681 138387 147678
156777 2169227 170041 172571 180974 182177 188475
190860 198389 200666 207635 208039 220157 222789
188 Gewinne zu 1000 Mk. 6264 6808 16174 20850
29412 34529 37616 38749 42899 44608 46735 53688
53876 59313 60442 60718 61738 62084 63010 63347
64960 68936 70358 77364 77637 80794 83204 87260
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162626 163696 184626 185353 186752 188790 190433
191408 192456 193680 193901 195756 197236 198938
202205 212221 212704 213001 213187 218081 219820
221249 221859 227567
230 Gewinne zu 500 Mk. 2369 6552 6774 7839
9971 12137 14076 23560 26247 26679 32266 32599
32615 33285 38772 40002 40688 40989 45085 47036
49723 52862 61243 61595 62458 62859 63334 64348
71431 76214 77249 81879 83972 86049 86894 88246
88701 91774 95725 97441 98527 101321 108253 109358
113894 114897 117254 117830 117929 118887 121478
121594 121761 123166 123949 126530 126760 127656
127760 128601 128671 137576 139275 139688 140661
140863 141631 143992 153698 154911 155273 156384
157881 159300 163610 165891 166149 168901 169747
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186739 188295 188732 190435 190833 191278 191593
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Nummer 131.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 13. Mai 1914.
Seite 23.
Naribhaniberare Partet
Sormſrabt.
Oeffentliche Verſammlung
am Samstag, den 16. Mai, abends 8½ Uhr,
im Kaisersaal, Grafenstrasse.
Redner:
Oberverwaltungsgerichtsrat Schiffer,
Mitglied der Reichstags und des
Preußiſchen Abgeordnetenhauſes
über:
(11928mfs
DiepolitiſcheLag=
Freie Ausſprache.
Es ladet freundlichſt ein
Der Vorstand.
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Dr. med. Oberdörffer von Schloss Rheinburg
hält
am Mittwoch, den 13. Mai, Sprechstunden ab
vormittags von 10—12 Uhr, nachmittags von 4—6 Uhr
in dem von ihm geleiteten Institut
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Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung; im Verkehrsbüro
von 8—1 Uhr und von 2½ Uhr
bis kurz vor Beginn der
Vor=
ſtellung. (Im Verkehrsbüro
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den auch telephoniſch
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viederholt: „Hanneles
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Vor=
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Sonntag, 17. Mai. Außer Ab.
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Köpkes Irrtum
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Vom Tode umklammert
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von Franz v. Blon. 2. „
Mozar-
tiana‟, Fantaſie über W. A.
Mo=
zartſche Opern von H. Kling.
3. Intermezzo und Barkarole aus
der Oper „Hoffmanns
Erzählun=
gen” von J. Offenbach. 4. „Wiener
Bürger”, Walzer von M. Ziehrer.
5. Angereihte Stücke aus G. Verdis
Oper „Der Troubadour”, arrang.
von O. Engel. 6. Zwei Märſche:
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den Türen, zuverlässigen, nahezu
geräuschlos arbeitenden Motor
neuester Konstruktion, Regulier-
Vorrichtung sowie beliebig
ver-
stellbare Türen, sodaß man laut
oder leise spielen kann.
Die-
ser herrliche Apparat kostet
einschließlich der echten
Konzert-Aluminium-Pathé-
Schall-
dose, deren Original-Fabrik-
Bar-
preis allein 20 Mark beträgt,
nur 60 Mark.
Bial & Freund
BRESLAUI
Postiaen iu 27.