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177. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Das Kaiſerpaar iſt geſtern nachmittag in
Karls=
ruhe eingetroffen.
Der Reichstag nahm geſtern in erſter und zweiter
Leſung einen Initiativantrag auf
Nichtpfänd=
barkeit der Auſwandsentſchädigungen für dienende
Sohne an; das Beſoldungsgeſetz wurde in
zwei=
ter Leſung nach den Beſchlüſſen der
Kom=
miſſſion angenommen und hierauf die
Bera=
tung des Militäretats fortgeſetzt.
Mittwoch abend gegen ½8 Uhr ereignete ſich auf der
Chauſſee zwiſchen Eberſtadt und Malchen ein
ſchwerer Automobilunfall, bei dem der Beſitzer
des Autos, Herr Adolf Redwitz aus Baden=Baden,
getötet und der Chauffeur ſchwer verletzt wurde.
Das engliſche Oberhaus lehnte das
Parla=
mentswahlrecht für Frauen mit 140 gegen
60 Stimmen ab.
Das däniſche Königspaar begab ſich geſtern nach
London, um am engliſchen Hofe ſeinen
Antritts=
beſuch zu machen.
Siehe auch Letzte Nachrichten.
kuftfahrt und Staatsſicherheit.
Der Internationale Luftſchifferverband hat ſich
rruf ſeiner Pariſer Tagung für die Abſchaffung bezw.
Be=
ſehränkung der verbotenen Luftzonen ausgeſprochen, weil
fieſe Luſtſchiffer und Flugzeuge ſchwer behinderten und
fiir die Freiballons ein wahres Todesurteil bildeten.
Wom Standpunkte des Luftſchiffers ſind jene Wünſche
teurchaus verſtändlich, und man wird dem Grundſatz nach
gern bereit ſein, für die weiteſtgehende Freiheit der
Luft=
ſchiffahrt einzutreten. Allein es darf darüber kein
Zwei=
fel beſtehen, daß dieſe Freiheit an der Staatsſicherheit
eine unverrückbare Grenze finden muß. Erſcheint unter
vem Geſichtspunkt der Staatsſicherheit die Abſchaffung
der verbotenen Luftzonen angeſichts des herrſchenden
Spionageſyſtems von vornherein ausgeſchloſſen, ſo be=
Alwarf auch die Frage einer Beſchränkung der verbotenen
Luftzonen auf den „Umkreis” von Befeſtigungswerken
der peinlichſten Prüfung. Denn mit dem Verbot der
Mitnahme photographiſcher Apparate würde eine
Siche=
rung gegen gefährliche Spionage auch dann nicht gegeben
ſein, wenn ein derartiges Verbot von allen Beteiligten
loyal befolgt würde. Auf eine ſolche Befolgung iſt jedoch
um ſo weniger zu rechnen, als es eine wiederholt
feſt=
ſellbare Tatſache iſt, daß ausländiſche Flieger, die jenſeits
der heimatlichen Grenze landeten, das gebotene Verhalten
auch dann nicht beobachteten, wenn es ihnen durch einen
nölkerrechtlichen Vertrag, den ihr Heimatſtaat abgeſchloſſen
hatte, vorgeſchrieben war.
Angeſichts ſſo übler Erfahrungen darf die weitere
For=
derung des Internationalen Luftſchifferverbandes, daß
mit einem Ausweis verſehene Zivilführer eines
Frei=
kallons die verbotenen Zonen in jeder beliebigen Höhe
ſoollen überfliegen dürfen, gleichfalls nicht berückſichtigt
werden. Bei dem Wettbewerb, der gegenwärtig auf dem
Gebiete der internationalen Spionage beſteht, iſt nur zu
ſehr mit der Möglichkeit zu rechnen, daß ſich „Zivilführer”
im Menge finden werden, die ihr „Zivilverhältnis” als
Oeckmantel für Spionage benutzen. Sind wir auf der
einen Seite gezwungen worden, ſchärfere Beſtimmungen
gegen Spionage zu treffen, ſo wäre es auf der anderen
Seite ſträflichſter Leichtſinn, der Spionage durch eine Art
Freikarten für Freiballons Vorſchub zu leiſten. Die Be
hinderung, die das Luftfahrweſen infolgedeſſen erleidet,
iſt an ſich gewiß bedauerlich, jedoch das entſcheidende
Wort hat auch in dieſem Falle unbedingt die
Staats=
ſecherheit zu ſprechen.
Grey über Flottenfragen.
* Im engliſchen Unterhauſe brachte Morell
eine Reſolution ein, in welcher der Anſicht Ausdruck
ge=
geben wird, es ſei wünſchenswert, daß die britiſche
Regie=
nung mit den führenden Seemächten in Verhandlungen
ekintrete, um die Reviſion des Seekriegsrechts
da=
hin zu erzielen, daß die Unverletzlichkeit allen
Privateigen=
tums geſichert werde mit Ausnahme der Fälle, in denen
die Schiffe Kriegsmaterial führen oder Blockade brechen.
Staatsſekretär Grey entwarf die Bedingungen,
un=
ter denen die Regierung bereit ſei, die Vorſchläge der
AUnverletzlichkeit des Privateigentums zur See in
Erwä=
gung zu ziehen.
Er wies darauf hin, daß die Frage einer Blockade
voon der Reſolution Morell ausgeſchloſſen ſei. Die Regie=
rung würde keine Entſchließung in Erwägung ziehen oder
annehmen, der ſie die Abſchaffung des Rechts der
Blockade in Kriegszeiten ausliefern würde.
Dieſen Vorbehalt, fuhr Grey fort, wird die Regierung
ſicherlich machen. Aber ich glaube, eine Entſchließung
die=
ſer Art, welche die Frage der Blockade ausſchließt, können
wir in weit weniger nachgiebigem Geiſte erörtern.
Un=
ſere Haltung gegenüber dem in der Reſolution
ausge=
ſprochenen Grundſatze war niemals gänzlich
unverſöhn=
lich, wie dies in den Weiſungen zutage trat, welche die
engliſſchen Delegierten bei der Haager Konferenz
im Jahre 1907 erhielten Es pflegt angenommen zu
werden, daß die anderen Nationen des Kontinents nur
auf ein Wort von uns in dieſer Frage warten, um ihre
Flottenausgaben herabzuſetzen. Dies pflegt insbeſondere
mit Bezug auf Deutſchland angewendet zu werden.
Während die gegenwärtige Regierung im Amte iſt, hat ſie
niemals die geringſte Andentung von irgend einer
konti=
nentalen Macht, und ſicherlich nicht von der deutſchen
Re=
gierung, erhalten, daß ihre Flottenausgaben in
irgend einer Weiſe verknöpft ſeien mit der Frage der
Unverletzlichkeit des Privateigentums zur See. Kein
an=
deres Land iſt zu uns gekommen, um zu ſagen: Wenn ihr
dem zuſtimmt. wird es uns in die Lage verſetzen, die
Flottenausgaben zu verringern. Wenn dies Erfolg
ge=
habt hätte, hätten wir ohne Zweiſel Andeutungen
bekom=
men. Meine eigene Anſicht geht dahin, daß tatſächlich
nichts, was wir durch eine Aenderung der Geſetze oder der
diesbezüglichen Beſtimmungen tun können, einen wirklich
ſehr weſentlichen Erfolg haben wird, was die Ausſichten
des Krieges oder der Rüſtungsausgaben betrifft, eins
ausgenommen: das iſt der zunehmende Glauben bei den
großen Nationen, daß ſie von guten Abſichten
gegenein=
ander beſeelt ſind. Wenn wir bloß zu einem glücklichen
Stand der Dinge gelangen können, der von Zeit zu Zeit
ohne ein Bündnis oder bindende Verpflichtungen zwiſchen
den einzeinen Mächten mit den glücklichſten Ergebniſſen.
erreicht wird, würden wir, wie ich glaube, beſtrebt ſein,
nach einer raſchen Beſſerung in dem Aufwand der
Rüſtungen zu ſehen. Bevor ſie nicht zu irgend einer
Aenderung in dieſer Art gelangen, werden ſſie nach meiner
Anſicht es auch nicht erreichen, daß die Flottengeſetze der
fremden Mächte durch dieſes oder irgend ein anderes
ähnliches Abkommen verändert werden.
Grey fuhr fort: Wie überlegen auch immer
unſere Flotte gegenüber irgend einer anderen
kon=
tinentalen Flotte ſein mag, und welche Seeſiege wir auch
immer erringen mögen, es kann keine Rede ſein von einer
Invaſion oder Eroberung unſererſeits Keine Nation auf
dem Kontinent läuft daher dieſe Gefahr. Wenn wir aber
annehmen, daß unſere Flotte unterliegen ſollte und
ver=
nichtet werden würde, würden wir dieſe Gefahr laufen.
Wenn wir ſo die Operationen unſerer Flotte beſchränken,
ſo daß ſie auf ein anderes Land keinen Druck auszuüben
bermag, würde der Krieg lange Zeit fortgeſetzt werden.
Die ganze Kriegslaſt würde auf unſerer Flotte ruhen und
nicht auf der des Feindes. Dies hieße den Krieg zu einer
ſehr einſeitigen Sache machen und zugleich wäre ein
Stand der Dinge geſchaffen, der uns mit Gefahren
gewal=
tig belaſten und ein großes Land auf dem Kontinent
be=
günſtigen würde. Ich zweiſle, ob Sie etwas für die
Ver=
minderung der Kriegsausſichten oder Rüſtungsausgaben
getan haben würden. Das iſt der Grund, warum ich auf
dem Recht der Blockade beſtehe. Im Hinblick auf einen
Konflikt mit dem Eigentum auf hoher See glaube ich nicht,
daß es unſerem Intereſſe entſpricht, als Vorkämpfer für
die Erhaltung dieſes Rechtes aufzutreten. Ohne eine
Verſtändigung über die Blockade könnten wir der
Reſo=
lution nicht zuſtimmen. Sehr ſtrenge Bedingungen wären
hinſichtlich der Konterbande notwendig, ſo daß ſie nicht
als eine Ausrede verwendet werden könnte, um in
Kriegs=
zeiten die Unverletzlichkeit des Privateigentums
aufzu=
heben. Weiter iſt ein Abkommen notwendig, daß die
Kauffahrteiſchiffe nicht in bewaffnete Schiffe verwandelt
werden dürfen.
Grey ſchloß, er könne den Antrag Morells, dem
zu=
folge die Regierung die Verhandlungen mit den fremden
Ländern einleiten müßte, nicht annehmen. Die
Regie=
rung müſſe erſt Zeit haben, die Bedingungen auszuarbei
ten unter denen ſie zu einer Verhandlung bereit wäre Er
hoffe zuverſichtlich, daß dies in einem Jahre der Fall
ſein werde.
Ein engliſches Ultimatum
an Haiti.
* Der diplomatiſche Vertreter Englands in
Port=
au=Prince überreichte der Regierung von Haiti ein
Ultimatum, in dem die Zahlung einer
Ent=
ſchädigungsſumme von 62000 Dollars an
briti=
ſche Staatsangehörige für die Zerſtörung einer Sägemühle
während der Leconte=Revolution gefordert wird. Die in
dm Ultimatum geſtellte Zahlungsfriſt lief am Mittwoch,
abends 6 Uhr, ab.
Am Nachmittag ermächtigte der Kongreß die
Re=
gierung, mit dem Vertreter Englands zu verhandeln, und
eröffnete einen Kredit zur Bezahlung des geforderten
Be=
trags.
Die Nachrichten von dem britiſchen Ultimatum an
Haiti haben das Staatsdepartement, in
Waſhington veranlaßt, ſofort mit dem engliſchen
Botſchafter in Verbindung zu treten und mindeſtens um
einen zeitlichen Aufſchub zu bitten. Der
Bot=
ſchafter ſchlug dem engliſchen Auswärtigen Amt vor, durch
ein Kabeltelegramm eine Friſt zur Unterſuchung
des Falles zu bewilligen.
Deutſches Reich
— Der Konflikt über die
Reichsbeſol=
dungsvorlage. Wie ſchon aus einer kürzlich
ver=
öffentlichten halbamtlichen Erklärung geſchloſſen werden
konnte, beharrt die Regierung auf ihrer Weigerung, den
Anträgen des Reichstags zur Beſoldungsnovelle
entgegen=
zukommen. Wenn ſie geglaubt hatte, durch ihre feſte
ab=
lehnende Haltung den Reichstag beeinfluſſen zu können,
ſo zeigt die am Mittwoch vorgenommene Abſtimmung
in der zweiten Kommiſſionsleſung, daß ſie im Irrtum
war, denn einmütig hielten die Parteien von der
äußer=
ſten Linken bis zur äußerſten Rechten ihre Beſchlüſſe
auf=
recht, ſo daß alſo, wenn auch das Plenum daran feſthält,
die Beſoldungsvorlage als geſcheitert zu betrachten iſt.
Daß die Reichstagskommiſſion unter Beruſung auf die
Haltung der Regierung in der Beamtenbeſoldungsfrage
die Mehrforderung für das Stallſervis der Offiziere
ab=
lehnen würde, hat man an maßgebender Stelle wohl nicht
erwartet. Bei der prinzipiellen Bedeutung des Vorganges
iſt es verſtändlich, daß die definitive Entſcheidung im
Plenum des Reichstags möglichſt bald herbeigeführt
wer=
den ſoll, weshalb die zweite Leſung der
Beſoldungs=
novelle ſchon auf die Tagesordnung der geſtrigen Sitzung
geſetzt worden iſt.
— Erhöhung der Renten für
Hinter=
bliebene? Die zuſtändige Reichsbehörde wird eine
Unterſuchung über die Belaſtung aus der
Hinterbliebenen=
verſicherung vornehmen, da zur Gewinnung geeigneten
Materials die Erfahrungen der Jahre 1912 und 1913
Be=
rückſichtigung finden ſollen. Es handelt ſich um die
Ge=
winnung einer Unterlage, um neue Berechnungen über
die Belaſtung des Reiches und der Verſicherten aus der
Hinterbliebenenverſorgung zu gewinnen. Nach Eingang
des geſamten Materials wird dann geprüft werden, ob
aus der Summe, die bei Schaffung der Verſicherung als
Belaſtung des Reiches angenommen iſt, und den Erträgen,
die den Verſicherungsträgern durch Wegfall der
Beitrags=
erſtattung erſpart und aus der Erhöhung der Beiträge
für die Hinterbliebenenverſorgung zufließen, höhere
Ren=
ten gewährt werden können als in den §§ 1285, 1292, 1294
und 1296 der Reichsverſicherungsordnung vorgeſehen ſind.
Im Falle der Bejahlung würde dann in Frage kommen,
ob die Renten ſoweit erhöht werden, wie ſie aus den
verfügbaren Mitteln gezahlt werden können. Alsdann
würde die Ausarbeitung eines Geſetzentwurfs notwendig
werden.
— Der Wehrbeitrag und die Ausländer.
Im Gegenſatz zu der geſtrigen Meldung teilt die Köln.
Ztg. aus Berlin mit: Von verſchiedenen ausländiſchen
Rgierungen ſind wegen der Heranziehung ihrer in
Deutſchland anſäſſigen Staatsangehörigen zum
Wehrbei=
trag beim Auswärtigen Amt Vorſtellungen erhoben
wor=
den. Wie man erfährt, befindet ſich die Angelegenheit
zurzeit im Stadium der Prüfung. Nach der Haltung,
welche die Regierung in dieſer Frage bisher
eingenom=
men hat, iſt zu erwarten, daß die Beitragspflicht der
Ausländer bejaht werde.
— Die Sozialdemokraten gegen das
Einigungsamt. Die diesjährige Maifeier wird
allem Anſchein nach eine ſchwerwiegende Agitation gegen
das Einigungsamt zur Folge haben. Wie mitgeteilt,
haben die Unternehmerorganiſationen beſchloſſen, das
Fernbleiben der Arbeiter am 1. Mai als Vertragsbruch
auszulegen und dementſprechend das Einigungsamt als
Vermittler anzurufen. Die Sozialdemokraten ſind
hier=
mit aber nicht einverſtanden, ſondern vertreten die
An=
ſicht, daß dieſe Erklärung unzuläſſig und daher ungültig
ſei, denn das Einigungsamt habe erſt dann in Kraft zu
treten, wenn die Schlichtungskommiſſionen zu keinem
Re=
ſultat gelangen. In der Generalverſammlung des
Holz=
arbeiterverbandes verbreitete ſich hierüber der Reſerent
Glocke, deſſen Ausführungen ſchließlich in die Erklärung
ausliefen, daß die Gewerkſchaften das Einigungsamt
nicht mehr als oberſte Inſtanz bei Konſlikten mit den
Arbeitgebern anſehen würden, wenn dem Beſſchluſſe der
Arbeitgeber Rechnung getragen werden ſollte. Nach dem
jetzigen Stande der Dinge ſcheint der Konflikt zwiſchen
Arbeiterſchaft und Arbeitgebern reſp. Einigungsamt
un=
vermeidlich.
ſchloß der Vortragende unter dem Beifall der
Verſamm=
lung, ſei er ſich bei ſeinen Vorſchlägen bewußt geweſen.
In der Diskuſſion wurde von einer Seite der „
Idealis=
mus” des Vortrages beanſtandet, in Wirklichkeit werde
manches an der Unvollkommenheit der Gefängnis= und
Anſtaltsbeamten ſcheitern. Von einer anderen Seite wurde
hingewieſen auf den Schaden, den bisweilen ein
unge=
ſchickter Verteidiger bei Jugendlichen anrichte. Im
Er=
ziehungsheim in Stuttgart habe man bereits ein
ausge=
bildetes Helferſyſtem.
Im übrigen brachte die Beſprechung viel Zuſtimmung
zu den Vorſchlägen des Herrn Referenten. Den
aufrich=
tigen Dank der Verſammlung ſprach ihm Pfarrer
Zimmer=
mann in warmen Worten aus. An der ſehr angeregten
und ergiebigen Beſprechung nahmen teil: Direktor
Kiſ=
ſinger, Pfarrer Sell=Erbach, Profeſſor Luley=Worms,
Pfarraſſient Müller=Darmſtadt. Jugendpfleger Heller=
Darm=
ſtadt, Kreisrat Wolff=Oppenheim, Kreisamtmann Dr.
Meyer Edward=Offenbach. Pfarrer Gerhardt=Griesheim
und Oberamtsrichter Fiſcher=Lorſch.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
Inſtrumental=Verein. Wie alljährlich,
findet auch in dieſem Jahre wieder das vierte
Kon=
zert des Inſtrumental=Vereins als
Wohltätig=
keitskonzert zum Beſten des Diakoniſſenhauſes „
Eliſa=
bethenſtift” in der Stadtkirche ſtatt und zwar am
kommen=
den Mittwoch, den 13. Mai, abends 8¼ Uhr. In
den Dienſt der guten Sache haben ſich geſtellt: Frau
Pfarrer Fiſcher aus Goddelau (Geſang), Freiin
Eli=
ſabeth von Bellersheim und Fräulein Lilly
Hickler (Werke für 2 Violinen), Herr Stadtorganiſt
Borngäſſer (Orgel), ſowie der Kirchenchor der
Mar=
rinsgemeinde (Dirigent: Herr H. Colin). Das
Kon=
zert, das unter Leitung des Direktors Wilhelm
Schmitt ſteht, verſpricht einen großen künſtleriſchen
Ge=
nuß. Eine Reihe von Werken erleben dabei ihre
Erſt=
aufführung in Darmſtadt. Beſonderes Intereſſe erweckt
ein Werk für Streichorcheſter von Johann Friedrich Faſch
(1688—1758), ein Schüler von Graupner in Darmſtadt, eine
Sonate a 4. Faſch iſt einer der allerbeſten Komponiſten der
Zeit Bachs und wurde von dieſem hochgeſchätzt.
Jeden=
falls iſt es ein nicht zu unterſchätzendes Verdienſt des
Inſtrumental=Vereins, daß er dem Publikum die
Bekanni=
ſchaft mit dieſem genialen Meiſter vermittelt. Weiter
dürften noch intereſſieren: K. Ph. Em. Bach: 2 Chöre und
ſeine entzückende Sonate für 2 Violinen; J. S. Bach:
Largo und Adagio für 2 Violinen und Fantaſie und Fuge
für Orgel, Lieder von Mergner und nicht zuletzt Händels
Orgelkonzert mit Orcheſterbegleitung op. 4 Nr. 1. Der
Kartenverkauf findet in der Hofmuſikalienhandlung von
Heinrich Arnold, Wilhelminenſtr. 9 (Tel. 2560) und abends
vor dem Konzert in der Einhorn=Apotheke, gegenüber der
Stadtkirche, ſtatt.
Schweres Automobilunglück bei Eberſtadt.
* Mittwoch abend gegen ½8 Uhr ereignete ſich auf der
Chauſſee zwiſchen Eberſtadt und Malchen ein
ſchwerer Automobilunfall. Der Kraftwagen
eines Herrn Adolf Redwitz aus Baden=Baden fuhr, von
dem Chauffeur geſteuert, auf der bezeichneten Strecke, als
plötzlich ein Fuhrwerk ſeitlich aus dem Wald heraus auf
die Chauſſee fuhr. Um einen Zuſammenſtoß zu
vermei=
den, bremſte derChauffeur ſo ſtark, daß das Automobil
ſich überſchlug und die Böſchung hinabſtürzte. Der
Beſitzer Redwitz wurde in weitem Bogen
herausgeſchleu=
dert und war ſofort tot. Der Chauffeur erlitt
lebens=
gefährliche Verletzungen und wurde ins Krankenhaus nach
Darmſtadt gebracht. Geſtern vormittag begab ſich
Staats=
anwalt Bernhards mit dem Sachverſtändigen Fabrikant
Ober zur Unfallſtelle. Nachmittags begab ſich eine
Ge=
richtskommiſſion an die Unfallſtelle.
Der tödlich verunglückte Beſitzer des Automobils hat,
wie die Unterſuchung ergab, einen Schädelbruch erlitten
außerdem war der Bruſtkaſten eingedrückt. Er iſt kurze
Zeit nach dem Unfall ſeinen Verletzungen erlegen. Wie
die ſtaatsanwaltliche Unterſuchung ergeben hat, iſt der
Un=
fall lediglich auf das ſchnelle Fahren des Automobils
zu=
rückzuführen. Der Wagen, dem der Chauffeur ausweichen
wollte, hatte einen Anhängewagen, was er infolge des
regneriſchen Wetters nicht vorher ſehen konnte. Er fuhr
deshalb im ſchnellen Tempo, um einen Zuſammenſtoß zu
M
Geheimnis iſt durch die Anzeige ihrer Freundin Miß
Mamie White enthüllt worden: ſeit 1904 ſpielte „Ralph”
vor der Welt die Rolle von Mamie Whites Ehemann
Bei der Vernehmung verweigerte die nunmehr unfreiwillig
für ihr wirkliches Geſchlecht wiedergewonnene Spanierin
jede Ausſage, aber die Angaben ihrer früheren Freundin
haben die Gründe dieſer eigenartigen Maskerade
erſchöp=
fend klargeſtellt. Cora Kerwimeio und Mamie White
waren eng befreundet, arbeiteten und lebten zuſammen.
Aber Frauen verdienen weniger als Männer, und ſo kam
Cora eines Tages auf die phantaſtiſche Idee,
Männerklei=
dung anzulegen und als Mann zu arbeiten, um mehr zu
verdienen. „Cora wollte nicht mehr für Mädchenlohn
arbeiten; es ging uns ſchlecht, und als wir eines Tages
von unſerer traurigen Zukunft ſprachen, erklärte Cora
plötzlich, ſie ſei es müde, als Mädchen immer nur
gerin=
geren Lohn zu verdienen, ſie ſei entſchloſſen, Mann zu
werden. Anfangs amüſierten wir uns über den Einfall
und lachten, ſchließlich aber meinteCora: „Ich kann wie ein
Mann arbeiten und ausſehen, alſo auch ebenſo viel
ver=
dienen; die größeren Einnahmen werden uns aus unſerer
Not befreien.” Und ſo beſchafften wir uns eines Abends
Männerkleider, ich half Cora, ihr Haar ſchneiden, wir
zogen nach Milwaukee, wo niemand uns kannte, und ſie
hatte keine Mühe, eine Anſtellung zu finden. Da wir
zu=
ſammenbleiben wollten, mieteten wir uns ein Zimmer,
und niemals zweifelte jemand daran, daß wir Mann und
Frau ſeien.” Allein im Frühjahr 1914 verließ „Ralph”
ſeine Mamie und beſchloß, ſich nun einmal wirklich zu
verheiraten. Das Luſtigſte iſt, daß ſie unter dem neuen
eugeniſchen Geſetze eine ärztliche Unterſuchung abſolvierte
und von dem Arzt als „Mr. Ralph Kerwimeio” für
heiratsfähig erklärt iſt. Sie heiratete auch richtig im März
Dorothy Klenowski. Nun hat die Anzeige der „
verlaſ=
ſenen Ehefrau” der ſonderbaren Komödie ein Ende
ge=
macht, und Ralph Kerwimeio wird ſich wohl oder übel
wieder damit abfinden müſſen, fortan wie ehedem, Miß
Cora Kerwimeio zu ſein.
B.B. Eine Kellnexäyyen=Zeitung iſt die neueſte
Er=
ſcheinung im Zeitungswei. Die Zeitung betitelt ſich
Deutſche Rundſchau, Zeitungfür die weiblichen
Angeſtell=
ten im Gaſtwirtsgewerbe und will den Kampf um die
Kellnerinnenexiſtenz durch eifrige Vertretung der
Inter=
eſſen der Kellnerinnen unterſtützeſt. In Berlin gibt es
be=
kanntlich auch eine Zeitung für die Beſitzer reſp. Inhaber
der Animierkneipen,
vermeiden, in den Chauſſeegraben, wo ſich das Automobil
überſchlug.
— Weiterſtadt, 7. Mai. (Imm Silberkranz.)
Schuhmachermeiſter Georg Menzer feiert am 9. Mai
mit ſeiner Ehefrau Anna Katharina geborene Engel das
Feſt der Silbernen Hochzeit.
k. Weiterſtadt, 7. Mai. (Zur Beanſtandung
der Bürgermeiſterwahl) wird vom Großh.
Kreis=
amt morgen, Freitag, die Unterſuchung eingeleitet.
-h- Bensheim, 6. Mai. (Diebſtahlsaffäre.)
In einem hieſigen Geſchäfte wurden Warendiebſtähle im
Werte von einigen Tauſend Mark entdeckt. Mehrere
Familien ſind darin verwickelt und die Angelegenheit
bildet zurzeit ausſchließlich das Stadtgeſpräch. Da noch
keine Verhaftungen ſtattgefunden haben, ſo iſt jedenfalls
gerichtliche Anzeige noch nicht erfolgt. Auch in einem
zweiten kleineren Geſchäft ſoll man Unredlichkeiten auf
die Spur gekommen ſein.
-h- Von der Bergſtraße, 6. Mai. (Die
Nacht=
fröſte) haben bei uns nennenswerten Schaden nicht
verurſacht. Hoffentlich werden auch die Tage der ſo
ſehr gefürchteten Eisheiligen gut vorübergehen und uns
vor Schaden behüten. — (Die Nachtigallen) ſind
wieder in großer Anzahl bei uns eingetroffen und kann
man ſich des Abends, namentlich im Schönbergertal
und im Fürſtenlager bei Auerbach, an den reizenden
Geſängen dieſer Vögel ergötzen.
Hofheim, 7. Mai. (Bahnhofserweiterung.)
Mit den Vorarbeiten der Legung eines
Ueberholungs=
gleiſes im Bereiche des hieſigen Bahnhofs, das infolge des
ſtets wachſenden Verkehrs zur dringenden Notwendigkeit
geworden iſt, hat man bereits begonnen.
R. Heubach, 6. Mai. (Ein großes Trauerge
folge) gab heute dem am Sonntag abend verſchiedenen
Privatier Jakob Wilhelm Rödelſperger das Geleite zur
letzten Ruhe. Welch allgemeiner Beliebtheit ſich der
Ver=
blichene zu erfreuen hatte, bewieſen die ihm übertragenen
Ehrenämter. 21 Jahre widmete er mit regem Intereſſe
als Mitglied des Gemeinderats ſeine Kräfte dem Wohle
unſerer Gemeinde. Lange Jahre war er Vertreter der
re=
formierten Kirchengemeinde und Mitglied des
Auf=
ſichtsrates der Bezirksſparkaſſe Groß=Umſtadt. Voll
rei=
cher Kenntniſſe und Erfahrungen arbeitete er mit ſſeinen
Geſinnungsgenoſſen an der Förderung aller dem
öſſenr=
lichen Wohl beſtimmten Beſtrebungen. Die Feier am
Grabe leitete ein Schülerchor des Lehrers Darmſtädter
ein, dem eine würdige Anſprache des Pfarrers Renner
folgte. Hierauf trug der Männergeſangverein einen
Trauerchor vor. Unter Niederlegung eines prachtvollen
Kranzes widmete noch Herr Direktor Staab der
Bezirks=
ſparkaſſe Groß=Umſtadt einen kurzen Nachruf.
Mainz, 7. Mai. (Jugendliche Diebe und
Ausreißer.) In den letzten Tagen wurde in dem
zwiſchen Mombach und Budenheim im Felde allein
ge=
legenen Wohnhaus des Landwirts Müller ein Einbruch
von zwei Kindern im Alter von 9 und 13 Jahren verübt
und eine große Anzahl Schmuckgegenſtände und
Nahrungs=
mittel geſtohlen. Die beiden Kinder ſind ſeit der Tat
verſchwunden und ſind trotz aller Nachforſchungen
bis jetzt noch nicht gefunden.
Herrnsheim, 6. Mai. (Tödlich vierunglückt)
iſt geſtern nachmittag der Landwirt Hr. Gg. Weinmann VI.
In ſeiner Hofreite traf ihn die Deichſel des Fuhrwerks ſo
heftig auf den Kopf, daß der Tod ſofort eintrat. Dieſer
plötzliche Todesfall erregt tiefſtes Mitleid in unſerer
Gemeinde.
Nieder=Saulheim, 7. Mai. (Die
Aufräumungs=
arbeiten) ſind nunmehr vollendet, nachdem die
Trüm=
mer der zerſtörten Wagen verladen worden ſind und die
noch betriebsfähigen Wagen fortgebracht wurden. Der
Materialſchaden beläuft ſich nach einer Schätzung auf etwa
300000 Mark.,
* Gießen, 7. Mai. (Gewerbe=Ausſtellung
Gießen 1914.) Die Vorbereitungen für die
Gewerbe=
ausſtellung Gießen 1914 ſind nahezu beendet und die
Ge=
bäulichkeiten zeigen ſich in recht ſtattlicher und
eindrucks=
voller Wirkung. Beſonders der Eingang und das
Haupt=
reſtaurant heben ſich äußerſt vorteilhaft heraus und bilden
zuſammen mit dem mächtigen Hauptgebäude und den
Nebenhallen ein reizvolles und ſchönes architektoniſches
Bild. Weſentlich gehoben wird dieſer günſtigeEindruck noch
durch den herrlichen Schmuckhof, der von Frankfurter
Architekten entworfen worden iſt und als ein Muſter
neu=
zeitlicher Gartenbaukunſt angeſprochen werden kann. Auch
die gärtneriſchen Anlagen hinter dem Hauptgebäude
offenbaren einen erleſenen Geſchmack. So iſt für die
Aus=
ſtellung, an der ſich über 400 Firmen in 10 Häuſern
be=
teiligen, ein großangelegter und ſchöner Rahmen geſchaffen
worden. Am 16. Mai, 11 Uhr vormittags, geht die
feier=
liche Eröffnung in der Feſthalle vor ſich, woran ſich ein
Rundgang durch die Ausſtellung anſchließt. Um 1½ Uhr
wird ein Feſteſſen veranſtaltet und von 5—8 Uhr iſt ebenſo
wie von 11—1 Uhr Konzert.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 6. Mai. In dem
Kon=
flikt an der Handelshochſchule ſind die
Ael=
teſten der Kaufmannſchaft nicht gewillt, auch nur einen
Schritt von ihrem Standpunkt abzuweichen und den
Do=
zenten wird nichts übrig bleiben, wie verſchiedene
Mor=
genblätter meinen, als die Vermittelung der ſtaatlichen
Aufſichtsinſtanz anzurufen. — Eine Abordnung der nach
Berlin kommenden engliſchen Arbeiter und
Angeſtelllten dürfte am 20. ds. Mts. auch durch den
Reichskanzler empfangen werden. — Eine ganz
eigen=
artige Plakatausſtellung hatten die vereinigten
Plakatmaler Groß=Berlins im Engliſchen Garten etabliert.
Dieſer Vereinigung gehören alle die Plakatmaler an, die
weniger ausgeſprochen künſtleriſche Arbeit liefern,
viel=
mehr geſchmackvolle und zugkräftige Plakate für Reklame
und Ankündigung anzuſertigen haben. Ganz beſonders
krmmen hierbei die Plakatmaler für die großen Waren=
und Kaufhäuſer in Betracht. Die Ausſtellung umfaßte
ſchwarze und farbige Plakate und zeigte viel fleißige und
ideenreiche Arbeit. — Die erſte
Gläubigerver=
ſammlung der in Konkurs geratenen Firma W.
Wertheim, G. m. b. H., hat heute vor dem Amtsgericht
Berlin=Mitte ſtattgefunden. Der Konkursverwalter
be=
richtete, daß den Paſſiven in Höhe von etwa 23 Millionen
Marl nur wenig mehr als 1½ Millionen Mark an Aktiven
gegenüberſtänden. — Bei einem Streik in Charlottenburg
iſt es zu einem Konflikt mit der Polizei
ge=
kommen und letztere hat mehrere Perſonen, darunter den
ſozialdemokratiſchen Stadtverordneten Richter,
feſtgenom=
men. Die Sozialdemokraten brachten geſtern in der
Stadtverordneten=Verſammlung eine Interpellation ein,
wie der Magiſtrat die Bürger gegen ein derartiges
Vor=
gehen der Polizei zu ſchützen gedenkt. Eine Beſprechung
der Interpellation ſoll in der nächſten
Stadtverordneten=
ſitzung Fattfinden. Der verhaftete Modtverordnetsiſt in.
zwiſchen wieder freigelaſſen worden. — Ein ſtarke
Blitzſſchlag traf heute den Schornſtein einer Fabr!
chemiſcher Produkte. Das Mauerwerk des Schornſteinf
wurde in einer Höhe von 15 Meter heruntergeriſſen. Deig
Trümmer durchſchlugen das Dach des
Maſchinenhauſe=
wo ſie einen erheblichen Schaden anrichteten. Der
Wer=
meiſter wurde, wie der Berliner Lokal=Anzeiger melde
von den Trümmern getroffen und lebensgefährlich ven
letzt.
7. Mai. Die amerikaniſchen
Hotelbeſitze=
ſind heute vormittag nach Dresden weiter gefahren.
In einem Hauſe der Sächſiſchen Straße in Wilmersdor
wohnt der 55jährige Ingenieur Wilhelm Großgorten
haus mit einer 20jährigen Tochter und einem 13jährigen
Sohn. Die Ehefrau Großgortenhaus' iſt vor einem halben
Jahre geſtorben. Ihren Tod hate ſich Großgortenhaus ſt
zu Herzen genommen, daß er im Einverſtändnis mit
ſei=
nen Kindern beſchloß, mit dieſen zuſammen aus dem
Leben zu ſcheiden. Vorgeſtern abend hat ſich die Toch
ter, geſtern abend der Sohn und in der vergangenen Nacht
Großgortenhaus ſelbſt mit Zyankali vergiftet
— Der Mädchenmord auf der Jüterboget
Chauſſee führte geſtern zu der Verhaftung eines
Ziegeleiarbeiters, deſſen Alibibeweis zurzeit noch geprüß
wird. Ein zweiter Verdächtigter, der nach Rußlandges
reiſt iſt, wird augenblicklich geſucht.
— Wetzlar, 7. Mai. (B ürger meiſter wahll
Der Beigeordnete Dr. Kühn, Berlin=Oberſchöneweide
ein geborener Gießener wurde von 107 Bewerbem
zum Bürgermeiſter von Wetzlar gewählt.
Düſſeldorf, 7. Mai. (Proviſionsſchwindlen
Der Kaufmann Adolf Craus=Berlin und der Archite
Grünert=Hamburg beſtellten geſtern, als angeblich Beaufs
tragte der Hamburg=Amerika=Linie, bei einer hieſigen
Weinfirma für 50000 Mark Weine. Vor Zahlung
der geforderten Proviſion von 2000 Mark telephonierte
die Weinfirma an die Hamburg=Amerika=Linie, wobei ſich
die Beſtellung als ein Schwindel herausſtellte. Beide
Leute wurden verhaftet.
Braunſchweig, 7. Mai. (Todesfall.) Heute
vor=
mittag kurz vor 10½ Uhr ſtarb hier nach langem ſchweren
Leiden die Witwe des Schriftſtellers Wilhelm Raabe im
Alter von 79 Jahren.
Leipzig, 7. Mai. (Auf der Bugra) fand heute
nachmittag in Gegenwact des Ausſtellungsdirektoriums,
des Bürgermeiſters Dr. Roth und Vertreter
verſchiede=
ner Korporationen nach einer Anſprache des Präſidenten
des Niederländiſchen Komitees, Muton, die Eröffnung
der niederländiſchen Abteilung durch den
holländiſchen Geſandten Baron Gevers ſtatt.
Sielow bei Kottbus, 7. Mai. (Mord.) Geſtern abend
wurde der 77jährige Ausgedinger Stopper in ſeinen
Behauſung mit geſpaltenem Schädel tot aufgefunden. Von
dem Mörder, der in der Wohnung alles unberührt ließ,
fehlt bis jetzt jede Spur.
Neukölln, 7. Mai. (Revolverhelden.) In der
Donauſtraße wurden geſtern abend der Gürtler Theodor
van Boſch von den Arbeitern Wſilli Lehmann und Joſeph
Urban überfallen und mit einem Gummiſchlauch
miß=
handelt. Auf den zu Hilfe eilenden Gaſtwirt Opitz gab
Urban drei Revolverſchüſſe ab, die den Gaſtwirt in den
rechten Oberarm und in das linke Handgelenk trafen. Der
Täter wurde verhaftet.
Müncheberg, 7. Mai. (Vom Blitz erſchlagen.)
Während eines Patrouillenganges wurde geſtern der
Gen=
darmerie=Oberwachtweiſter Nüßlein vom Blitz erſchlagen
Prag, 6. Mai. (Schülerdemonſtrationen)
In Prag kam es heute zu großen
Schülerdemon=
ſtrationen, die ihre Urſache in dem Selbſtmord
eines tſchechiſchen Handelsſchülers hatten. Geſtern erſchoß
ſich nämlich vor den Augen ſeiner Kameraden der 17 Jahre
alte Handelsakademiker Louis Hajek. Die Mitſchüler
be=
zeichneten den Lehrer der Anſtalt, Prof. Dr. Liebenſcheid,
als Schuldtragenden an der Tat ihres Mitſchülers.En
habe den Hajek durch ſeine außerordentliche Strenge in
den Tod getrieben. Heute verſammelten ſich ungefähn
300 Schüler und Schülerinnen vor dem Anſtaltsgebäude
und umringten den Profeſſor, als er das Gebäude
ver=
laſſen wollte. Polizei mußte einſchreiten und die Schülen
zerſtreuen. Gegen abend wiederholten ſich dieſe
Demon=
ſtrationen in verſtärktem Umfange. Die Polizei ſchritt
wieder ein und verhaftete zwei Schüler wegen Widerſetz
lichkeit.
Eywanowitz (Mähren), 7. Mai. (Der König und
die Königin von Bayern) ſind heute vormittag
nach Ungarn abgereiſt.
Paris, 7. Mai. (Streikbewegung.) Die
Bäcker=
geſellen von Paris und Umgebung haben ſich heute vor
nittag grundſätzlich für den Streik ausges
ſprochen der von dem Syndikatsausſchuß bei der
erſten günſtigen Gelegenheit erklärt werden ſoll. Die
Bäckergeſellen fordern die vollkommene Durchführung eines
halbmonatlichen Ruhetages, und den Fortfall der
Ueben=
ſtunden.
Madrid, 7. Mai. (Infolge des
Seemanns=
ſtreiks) ſind 145 ſpaniſche Schiffe in ſpaniſchen und
aus=
ländiſchen Häfen außer Betrieb geſetzt. Die afrikaniſchen
Poſtdampfer ſind durch die Ausſtändigen nicht in den
Streik einbezogen worden. In Bilbao herrſcht völlige
Arbeitsruhe, Ausſtändige und Reeder beharren auf ihrem
Standpunkt. Die Regierung hat ihre Vermittelung an
geboten, aber die Reeder haben das Angebot
zurückge=
wieſen. Das ſeemänniſche Perſonal aller ſpaniſchen Häfen
auch der Compagnie Transatlantique Eſpagnole, hat
telegraphiſch ſeine Teilnahme am Streik erklärt.
London, 7. Mai. (Rooſevelts Expedition)
Einem Interviewer erzählte Rooſevelt Einzelheiten
über ſeine Expedition. Die Expedition ſammelte 2100
Vögel, Säugetiere, Reptilien und Fiſche. Zuletzt mußtel
die Expedition von halben Rationen leben. Ein Mann
ertrank. Rooſevelt entging mit knapper Not demſelben
Schickſal. Infolge der erlittenen Unbilden wurde ein
Mann wahnſinnig und ermordete einen Kameraden,
Rooſevelt ſelbſt hatte einen ſchweren Fieberanfall und
er=
litt beim Ueberfahren einer Stromſchnelle eine Fußver
letzung.
London. 7. Mai. (Eröffnungsfeier im Bi
tiſchen Muſeum.) In Anweſenheit des Königs,
der Königin und der Prinzeſſin Mary fand heute dier
feierliche Eröffnung des Erweiterungsbaues des
Britiſchen Muſeums ſtatt, der den Namen „König
Eduard VII.=Gallerie” trägt. Auf eine Anſprache des
Erz=
biſchofs von Canterbury, erwidernd, führte der König
aus, daß das Britiſche Muſeum nicht nur einen großen
Anteil am nationalen Leben habe, ſondern auch dem
fremden große Vorteile biete.
Bendzin, 7. Mai. (Durch eine Feuersbrunſt
wurden in dem Dorfe Loſin 100 Anweſen nebſt zahlreichem
Inventar vernichtet. Drei Kinder ſind in den Flammen
umgekommen, 800 Einwohner ſind obdachlos geworden.
Kiedjanys, 7. Mai. (Feuersbrunſt.) Hier ſind im
Judenviertel 150 Häuſer durch eine Feuersbrunſt zerſtört
worden.
Stadtverordnetenverſammlung.
St. Darmſtadt, 7. Mai.
3. Sitzung.
Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing eröffnet die
Eitzung um ¾4 Uhr und macht vor Eintritt in die
Tages=
olednung folgende
Mitteilungen:
Die Stadtverordnetenverſammlung hat ſeinerzeit einen
faredit von 3000 Mark für die Ausſtellung des
Vsandermuſeums für Städtebau,
Siedelungs=
weſen und Wohnweſen bewilligt und hierbei den Wunſch
antsgeſprochen, daß die Dauer der Ausſtellung nicht, wie
orgeſehen, auf 14 Tage, ſondern auf vier Wochen
er=
ſtaeckt werden möchte. Die Ausſtellung konnte in
Anbe=
tnacht dieſes Wunſches im Frühjahr nicht mehr
ſtattfin=
deen, da ſonſt die Ausſtellung der Künſtlerkolonie
behin=
dert worden wäre. Aus dem gleichen Grunde ſtehen die
Räume des Ausſtellungsgebäudes erſt von November ab
nf ieder zur Verfügung. Bei einer vierwöchigen Dauer der
Autsſtellung reicht der bewilligte Kredit nicht aus, zumal
fr das Ausſtellungsgebäude zur Winterzeit beträchtliche
keeiz= und Beleuchtungskoſten entſtehen. Die Verwaltung
ſſteht daher auf dem Standpunkt, daß von der
Heran=
zeehung der Ausſtellung ganz abgeſehen werden ſollte, da
de aufzuwenden Koſten in keinem Verhältnis zu dem
ſte=
hen, was durch die Ausſtellung erreicht und bezweckt
wer=
den kann.
Der im Voranſchlag eingeſtellte Zuſchußbetrag
ffir das Arbeitsamt iſt erſtmalig für 5
Viertel=
juhre zu zahlen, da das erſte Geſchäftsjahr am 1. Januar
1014 begonnen hat und bis 31. März 1915 läuft. Der
hnernach erforderliche Mehrbetrag wird für 1913 dem
Re=
ſarvefonds entnommen. Die Zuſtimmung wird, da eine
Aenderung des ſeitherigen Zuſtandes nicht in Frage ſteht,
en teilt.
Das Großh. Polizeiamt hat mitgeteilt, daß es
brabſichtigt, den Pferdedroſchkenbeſitzern wahlweiſe die
Eünführung von Taxametern zu geſtatten und
Zu=
ſſtrmmung zu dem vorgelegten Tarif erbeten, der dem
der=
zaitigen Tarif für die Zeitfahrer entſpricht.
Der Hauptausſchuß für die Sammlungen des Roten
Kreuzes hat für die Ueberlaſſung der Saalbauräume
gedankt.
Von der Heag.
Beig. Ekert teilt mit, daß die
Straßenarbei=
ten an der Dieburger Straße unterbrochen
wer=
den mußten, weil Verhandlungen mit dem Alicehoſpital
otwendig geworden waren wegen der Aufſtellung der
Maſten in den Anlagen des Hoſpitals. Dieſe
Verhandlun=
geen wurden geſtern abgebrochen und die Heag hat ſich
ent=
ſchloſſen, die Maſten jetzt doch auf dem Fußſteig an der
Mauer aufzuſtellen. Die Arbeiten werden jetzt wieder
auf=
genommen und ſollen unter allen Umſtänden bis zur
Ausſtellungseröffnung fertiggeſtellt werden. —
Ertadtv. Haury hält dieſe Entſchuldigung nicht für
ſtich=
haltig. Jedenfalls ſollte man in Zukunft die Anwohner
mindeſtens 8 Tage vorher benachrichtigen. — Stadv.
ammann rügt ebenfalls dieſe Zuſtände und beſpricht
dann die Gehaltsverhältniſſe der Beamten der Heag. Den
von der Stadt in die Geſellſchaft übergetretenen
Beam=
tm iſt ſeinerzeit zugeſagt worden, daß ſie die gleichen
Ge=
hülter erhalten ſollten wie bei der Stadt. Dieſe Zuſage
iſt aber nicht gehalten worden. Beſonders hat ſich die Heag
geweigert, die inzwiſchen den ſtädtiſchen Beamten
bewil=
liggte Gehaltserhöhung zu geben.
Der Oberbürgermeiſter meint, der Herr
Vor=
rädner iſt durchaus falſch unterrichtet. Die Geſellſchaft
ſtiellt ſich durchaus auf den Standpunkt des Vertrages und
handelt danach. Die Geſellſchaft ſtellt einen eigenen
Or=
ganismus dar, wie die Stadt auch. Sie hatte zunächſt
drei Kategorien von Beamten, und mußte natürlich danach
ſtreben, die Verhältniſſe dieſer Beamten (Stadt,
lerüddeutſche und eigene) einheitlich zu regeln. Die ganze
Frrage wird demnächſt noch den ſozialpolitiſchen Ausſchuß
beſchäftigen.
Stadtv. Dr. Oſann möchte der Heag doch einige
Vorte der Anerkennung ausſprechen über die Art, wie ſie
diee ſchwierige Aufgabe der Umwandlung des
Dampfbe=
träebs in den elektriſchen Betrieb gelöſt hat. Die Heag
hat ſich, dank der Umſicht ihres Direktors Möller, der
dien Betrieb ſelbſt geleitet hat, durchaus auf der Höhe
ge=
zligt. Auch dem techniſchen und Betriebsperſonal iſt dieſe
Anerkennung zu zollen. — Stadtv. Saeng kann ſich dem
Untur teilweiſe anſchließen. In ſozialer Beziehung iſt er
mit dem Herrn Direktor Möller nicht zufrieden. Es iſt
zu begrüßen, daß der ſozialpolitiſche Ausſchuß jetzt
noch=
mals Gelegenheit erhält, ſich mit dem Verhältnis zu
be=
füſſen. — Im gleichen Sinne ſpricht ſich Stadtv.
A ßmuth aus.
Erlogen.
Stadtv. Noellner führt aus in der Stadt ſei von
gewiſſer Seite das Gerücht verbreitet worden, er ſei an
dem Scheitern des Projekts des Umbaues der Sparkaſſe
ſchuld, mit dem ſich der Finanz= und Hochbauausſchuß
arn letzten Dienstag befaßt haben. Unklar ſei, wie aus
den vertraulichen Verhandlungen der Ausſchüſſe
über=
harupt etwas in die Oeffentlichkeit dringen konnte, die
Be=
hauptung ſelbſt aber ſei glatt erlogen. Der Herr
Oberbürgermeiſter hat lediglich aus ſachlichen Gründen die
Beeratung und Abſtimmung über die Angelegenheit
ver=
ſchoben. Der Oberbürgermeiſter beſtätigt das.
Danach wird in die Tagesordnung eingetreten.
Baudispensgeſuche.
Stadtv. Sames führt aus: Großh. Hochbauamt
be=
abſichtigt, auf dem Grundſtück Pankratiusſtraße Nr. 9
(Großh. Fouragemagazin) eine Einfriedigung in
Bruch=
ſteinmauerwerk — ohne Unterbrechungen — herzuſtellen.
Hierzu iſt Befreiung von § 34 der Baupolizeiordnung
er=
fo rderlich. Die Stadtverwaltung hat die Befreiung
bean=
tragt. Die Verſammlung ſtimmt zu.
Stadtv. Wagner: Für die Errichtung eines
Wohn=
gebäudes im Hohlen Weg wird um Befreiung von
Be=
ſtommungen in § 5 des Nachtrags zum Ortsbauſtatut für
die Gartenvorſtadt Dieburger Straße-Hohler Weg (
Ein=
haltung beſtimmter Grenz= und Gebäudeabſtände)
nachge=
ſticht. Das Geſuch wird befürwortet und genehmigt.
Zur Erbauung eines Wohnhauſes nächſt dem
Hein=
rochwingertsweg wird um Befreiung von den
Beſtim=
mungen des § 5 des Ortsbauſtatuts bzw. Art. 18 der Allg.
Bauordnung und der §§ 34 und 38 des O. B. St.
nach=
geſucht.
Da bereits für die übrigen dort zu errichtenden
Wohn=
häuſer eine Befreiung von den genannten
Beſtimmun=
geen erfolgt iſt, wird auch Befürwortung dieſes Geſuchs
beantragt. Die Verſammlung ſtimmt zu.
Stadtv. Werner: Zur Erbauung eines Stalles in
der Hofreite Ludwigshöhſtraße Nr. 23 wird um
Befrei=
lurig von den Beſtimmungen des § 32 des O. B. St. bzw.
§ 56 der Ausf.=Verordn. zu Art. 37 der Allg, B. O.
nach=
geſucht. Entſprechend dem Vorſchlage des Stadtbauamts
wird Befürwortung des Geſuchs beantragt.
Stadtv Haury: Bei Errichtung eines Wohnhauſes
am Roquetteweg wurde um Befreiung von den
Beſtim=
mungen des § 34 des O. B. St. nachgeſucht. Die
Stadt=
verwaltung erachtet eine ſolche nicht für erforderlich, da
die Ausführung der Mauerſtärken den Mindeſtmaßen des
O. B. St. gerecht wurde. Die bei Großh. Miniſterium des
Innern herbeigeführte Entſcheidung lautete aber, daß eine
Befreiung erforderlich ſei; ſie wurde, unter dem
Vorbe=
halt, daß die Stadtverordnetenverſammlung hiergegen
keine Bedenken geltend macht, erteilt.
Die nachträgliche Zuſtimmung der
Stadtverordneten=
verſammlung wird beantragt und bewilligt. Gleichzeitig
wird beſchloſſen, die fraglichen Beſtimmungen entſprechend
zu ändern.
Durchführung der Niederſtraße.
Beig. Jäger: Der Beſſunger Bezirksverein hat eine
Verſchiebung der Niederſtraße zwiſchen Hofgartenſtraße
und Heidelberger Straße in nördlicher Richtung
vorge=
ſchlagen. Die Stadtverwaltung beantragt die Ablehnung
des Geſuchs und Feſthalten an dem miniſteriell
genehmig=
ten Straßenprojekt. Bezüglich der Durchführung dier
Straßenſtrecke an ſich ſteht ſie noch auf dem gleichen
Stand=
punkt wie im Jahre 1912 — welchen Standpunkt die
Stadtverordnetenverſammlung damals auch teilte — daß
jene Straßendurchführung in naher Zeit nicht
vorzuneh=
men ſei. Die Verſammlung ſtimmt zu.
Einwendungen gegen die
Bebauungs=
pläne.
Stadtv Sames führt aus: Gegen den
Bebauungs=
plan für die Südſeite der Schießhausſtraße iſt eine
Ein=
wendung, gegen denjenigen für die Verlängerung der
In=
ſelſtraße über die Heinrichſtraße ſind zwei Einwendungen
eingegangen. Die Stadtverwaltung beantragt, teilweiſe
Berückſichtigung der erſteren, während ſie bei den beiden
letzten Abweiſung vorſchlägt, weil der eine Einſpruch
un=
begründet iſt und der andere nicht zur Sache gehört. Der
Antrag wird angenommen.
Umbau der Sparkaſſe.
Die Geſchäftsräume der Städt. Sparkaſſe bedürfen
dringend der Erweiterung. Das Stadtbauamt hat ein
Projekt ausgearbeitet, das, einſchließlich der
Gelände=
erwerbskoſten, einen Koſtenaufwand von 268000
Mark erfordert und von dem Verwaltungsrat der
Spar=
kaſſe und dem Oberbürgermeiſter der
Stadtverordnetenver=
ſammlung zur Genehmigung empfohlen wird.
Die Notwendigkeit der Erweiterung wird vom
Hoch=
bauausſchuß und vom Finanzausſchuß grundſätzlich
aner=
kannt. Doch ſoll die Stadtverwaltung nochmals prüfen,
ob ſich der Umbau nicht billiger herſtellen läßt. Die
An=
gelegenheit wird vertagt.
Die Städt. Leſe= und Bücherhalle
iſt dermalen in den Gebäuden der Heag in der
Luiſen=
ſtraße untergebracht. Die Heag benötigt aber, wie der
Stadtv. Dr. Lindt ausführt, jetzt die fraglichen Räume
zur Erweiterung ihrer Geſchäftszimmer und erſucht um
deren Ueberlaſſung. Zur Unterbringung der Leſe= uſw.
Halle beabſichtigt die Stadtverwaltung, die Turnhalle in
dem ſtädtiſchen Hauſe Grafenſtraße 30 zu den
notwendi=
gen Einzelräumen mit einem Koſtenaufwand von 5500 Mk.
einzurichten. — Dem wird zugeſtimmt.
Vom Armenhaus.
Stadtv. Delp führt aus: In dem Armenhaus ſoll
durch Herſtellung eines Fußbodenbelags in einer Halle
ein abgeſchloſſener Raum geſchaffen werden, der dazu
dient, das Mobiliar von Stadtarmen vorübergehend
auf=
zubewahren. Die Koſten betragen 500 Mark, deren
Be=
willigung beantragt wird. Der Referent bittet, eine
Des=
infektionseinrichtung für dieſe Halle zu ſchaffen. Der
Ausſchußantrag wird angenomen.
Aufhebung von Kanalverzinſung.
Die Hauseigentümer im Baublock 1 der
Gartenvor=
ſtadt Dieburger Straße-Hohler Weg ſuchen um
Aufhe=
bung der Verzinſung für den Vorflutkanal in der
verlän=
gerten Gutenbergſtraße nach. Der Kanal iſt zur
Ermög=
lichung der Weiterführung der Abwäſſer aus dieſem
Baugebiet geſchaffen worden.
Der Referent. Stadtv. Wagner, erklärt ſich namens
des Ausſchuſſes für das Geſuch. — Der
Oberbürger=
meiſter verbreitet ſich des näheren über die
Beſtim=
mungen der neuen Bauordnung und deren Auslegung und
ſtellt feſt, daß es ſich heute nicht um eine finanzielle,
ſon=
dern um eine prinzipielle Frage handelt. Die Verwaltung
muß ſich aber aus prinzipiellen Gründen gegen das
Ge=
ſuch ausſprechen. — Stadtv. Dr. Lindt: Die
Tiefbau=
deputation hat ſich aus Gründen der Billigkeit für die
Be=
willigung des Geſuchs ausgeſprochen, weil die Herſtellung
der Kanäle nicht allein im Intereſſe der Hausbeſitzer lag,
ſondern auch in dem der Stadt. — Stadtv. Sames tritt
der Auffäſſung des Oberbürgermeiſters entgegen.
Tatſäch=
lich werden ſchon jetzt durch die Kanaleinlaufgebühren die
Kanalbauten vollſtändig verzinſt und amortiſiert. Die
Kanaliſierung liegt faſt ſtets auch im Intereſſe der Stadt.
— Beigeordneter Ekert weiſt ebenfalls auf die
geſetz=
lichen Beſtimmungen hin. Den Hausbeſitzern iſt ſchon aus
Billigkeitsgründen die Vorlage der Baukoſten uſw.
erlaſ=
ſen worden. Das jetzige Geſuch ſollte man ablehnen.
Stadtv. v. Heſſert ſteht ganz auf dem Standpunkt der
Bürgermeiſterei. Nach weiteren Ausführungen der Stadtvv.
Herbert, Saeng, Dr. Noellner Wagner,
Sames wird das Geſuch abgelehnt.
Verwendung von Stiftungsmitteln.
Stadtv Lindt: Die der höheren Mädchenſchule
zuge=
wieſenen kleineren Stiftungen ſollen mit ihren,
Prämien=
zwecken dienenden Jahreserträgniſſen der älteren Anſtalt,
der Viktoriaſchule, belaſſen werden, wogegen der
Eleono=
renſchule eine entſprechender Kredit für den gleichen Zweck
aus der Stadtkaſſe zur Verfügung geſtellt werden ſoll. Es
handelt ſich hierbei um die Lichthammer=Ritſert= und
Wag=
ner=Stiftung. Der Antrag wird angenommen.
Außerhalb der Tagesordnung
berichtet Stadtv. Lindt noch über die Abſicht, am neuen
Friedhof eine Anzahl Verkaufshäuschen zu
er=
richten, in erſter Linie für Gärtner uſw. Dieſe Häuschen
ſollen im Eigentum der Stadt verbleiben und vermietet
werden. Die Bauſumme von 25000 Mark wird durch
die Vermietung verzinſt und amortiſiert. Der Antrag der
Stadt wird angenommen.
Bürgermeiſter Mueller referiert über die infolge
der in letzter Sitzung geäußerten Wünſche erfolgten
Ab=
änderungen der Friedhofsordnung, die meiſt redaktioneller
Natur ſind. Die nunmehrige Faſſung wird genehmigt.
Damit iſt die Tagesordnung erledigt,
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 7. Mai. Präſident Dr. Kaempf
eröffnet die Sitzung um 2.16 Uhr. — Auf der
Tages=
ordnung ſteht zunächſt die erſte Beratung eines von allen
Parteien unterſtützten
Initiativantrages
Speck (Zentr.) auf Nichtpfändbarkeit der an Familien
gewährten Aufwandsentſchädigungen für Söhne, die im
Reichsheer, in der Marine oder in der Schutztruppe
ein=
geſtellt ſind.
Abg. Speck (Zentr.): Die letzte Wehrvorlage hat
eine ſtarke Belaſtung auf dem Gebiete der perſönlichen
Dienſtableiſtung, wie auch in den Aufwendungen für
die=
nende Söhne mit ſich gebracht. Im Etat des Innern iſt
eine Dienſtaufwandsentſchädigung für ſolche Familien
in Höhe von 240 Mark pro Jahr vorgeſehen, in denen
drei Söhne ihrer geſetzlichen Wehrpflicht genügen oder
ge=
nügt haben. Gerade in denjenigen Familien, denen der
Reichstag die größte ſoziale Fürſorge zuwandte, verſagt
dieſe Hilfe, wenn ihnen nicht unſerem Antrage gemäß der
Schutz des § 850 der Zivilprozeßordnung zuteil wird,
wo=
durch dieſe Auszahlungen unpfändbar gemacht werden.
Ich bitte daher um Annahme des Antrages — Die
Dis=
kuſſion ſchließt. Das Geſetz iſt in erſter Leſung erledigt
und wird ſofort in zweiter Leſung angenommen. —
Es folgt die
zweite Leſung des Beſoldungsgeſetzes.
Abg. Beck=Heidelberg (natl.) berichtet unter großer
Unruhe im Hauſe über die Kommiſſionsverhandlungen
und beantragt namens der Kommiſſion unveränderte
Annahme der Kommiſſionsfaſſung. — Staatsſekretär
Kühn: Den Gang in den Verhandlungen der
Budget=
kommiſſion hat der Berichterſtatter dargelegt. Ich habe
nanens der verbündeten Regierungen die Erklärung zu
wiederholen, die ich bereits in der Kommiſſion abgegeben
habe dahin, daß, wenn der Reichstag den Entwurf in der
Form, wie er die Kommiſſion verlaſſen hat, zuſtimmen
ſollte, die verbündeten Regierungen ihrerſeits dem
Ge=
ſetzentwurf die Genehmigung verſagen müſſen. In der
Kommiſſion hat man erklärt, daß dies ein Scheitern der
Vorlage bedeuten würde, daß dies eine weitgehende
Ver=
ſtimmung im Lande verurſachen würde und daß die
Ver=
antwortung hierfür allein die verbündeten Regierungen
treffe. (Lebhaftes: Sehr richtig!) Ob dieſes „Sehr
rich=
tig!” draußen im Lande einen Widerhall finden wird,
iſt mir ſehr zweifelhaft. Dies iſt der Anlaß, weshalb ich
mich verpflichtet fühle, noch einige Bemerkungen folgen zu
laſſen. Im vorigen Jahre haben wir eine
Beſoldungs=
ordnung verabſchiedet, um einem langjährigen Wunſche
des Reichstages zu entſprechen. Trotzdem wir große
Be=
denken mit Rückſicht auf die feſtgefügte
Beſoldungsord=
nung hatten, haben wir uns zu einer Novelle
entſchloſ=
ſen, insbeſondere um die Bezüge der Deckoffiziere
aufzu=
beſſern. Eine Meinungsverſchiedenheit zwiſchen den
bei=
den geſetzgebenden Faktoren beſteht inſofern nicht, als wir
alle davon überzeugt ſind, daß den Beamten, die in der
Vorlage aufgeführt ſind, eine Aufbeſſerung zuteil werden
muß. Eine Meinungsverſchiedenheit, und zwar eine ſehr
tiefgehende, beſteht nur darin, was die Regierung nicht
für richtig hält. Jede Aenderung der
Beſoldungsord=
nung über die wohlbedachten Grenzen hinaus würde zu
weiteren Konſequenzen führen. Dieſe beſtehen nicht nur
für das Reich, ſondern auch für die Bundesſtaaten und
ſchließlich auch für die Kommunen. Ich verſtehe nun wohl
den Wunſch, noch weitere Beamtenklaſſen zu berückſichtigen.
Die Regierung läßt ſich aber in der Sorge für ihre
Be=
amten von niemandem übertreffen. (Lebhafte Unruhe.)
Wir verſtehen aber nicht, daß, weil nur einzelne
Beamten=
klaſſen in der Vorlage nicht berückſichtigt werden, auch die
anderen nichts erhalten ſollen. Dieſer Geſichtspunkt,
glaube ich, rechtfertigt die dringende Bitte, im Intereſſe
des Zuſtandekommens der Beſoldungsordnung Ihren
ab=
lehnenden Standpunkt auſzugeben und dem Entwurf der
Regierung zuzuſtimmen.
Abg. Ebert (Soz.): Das Schickſal der Vorlage
ſcheint beſiegelt zu ſein. Das Manko, das in der Taſche
der Beamten durch die Zollpolitik entſtanden iſt, ſollte
ausgeglichen werden. Es iſt mit einer dauernden
Lebens=
mittelteuerung zu rechnen. Es ſſollten die notwendigen
Konſequenzen gezogen werden für Beamtenkategorien,
die im vorigen Jahre nicht berückſichtigt werden konnten.
Wir ſind nur ſchwer auf den Boden der
Kommiſſionsbe=
ſchlüſſe getreten. Nur um eine einmütige Stellungnahme
des Reichstages zu erzielen, haben wir es getan. Ein
Zurückweichen iſt für uns völlig ausgeſchloſſen und
un=
möglich. Wenn der Bundesrat ſich ablehnend verhält, ſo
iſt dabei ſeine entſchiedene Stellung gegen dieſen Reichstag
maßgebend. Wenn Preußen nicht genügend für ſeine
Beamten tun will, dann darf das Reich ſich dadurch von
ſeinem Vorgehen nicht abhalten laſſen. (Präſident Dr.
Kaempf: Sie dürfen nicht von mangelhafter Fürſorge
Preußens für ſeine Beamten ſprechen. Ich rufe Sie zur
Ordnung. Große Unruhe links.) Hier gilt es, einem
tat=
ſächlich beſtehenden Notſtand abzuhelfen. Wenn es ſich
wie hier, um durchaus notwendige und gerechtfertigte
ſoziale Zwecke handelt, dann knöpft die Regierung die
Taſchen zu und weiſt den Unterbeamten die Tür. Wir
ſtimmen den Kommiſſionsbeſchlüſſen zu.
Abg. Nacken (Ztr.): Wir werden trotz der ſchönen
Worte des Staatsſekretärs an den Beſchlüſſen der
Kom=
miſſion feſthalten. Daß eine große Mißſtimmung unter
den Reichsbeamten entſteht, iſt ſelbſtverſtändlich. Alle
Par=
teien haben ſich geeinigt, und das iſt ein politiſches
Mo=
ment, an dem die Regierung nicht vorübergehen darf. Wir
hoffen zuverſichtlich trotz alledem, daß bereits im
kommen=
den Jahre die Regierung ſich doch veranlaßt ſehen wird,
die lsutigen Beſchlüſſe der Kommiſſion anzunehmen, weil
die durch den Bundesrat geſchaffene Lage unhaltbar iſt.
Der Bundesrat, der uns zumutet, daß wir umfallen ſollen,
mag dies ſeinerſeits tun. (Beifall.) — Abg.
Baſſer=
mann (natl.): Auch ich möchte feſtſtellen, daß wir an den
Beſchlüſſen der Kommiſſion feſthalten. Die Regierung kann
nicht ſagen, daß ſie einen unbequemen Reichstag hat. Ich
verſtehe nicht, wie die Regierung für einen ſo hoch
politi=
ſchen Vorgang, wie es die Einigung der Parteien iſt, kein
Verſtändnis hat. (Lebhaftes ſehr richtig.) Schwerlich wird
ſich aber jemand finden, der verſucht, die Parteien unter
ein Joch zu bringen. Wir müſſen unſeren Wählern
Re=
chenſchaft legen und werden ihnen ſagen, daß die
Verant=
wortung für das Scheitern der Vorlage auf die Regierung
fällt. (Lebhaftes ſehr richtig.) Gerade weil die Beſchlüſſe
der Kommiſſion ſo beſcheiden und maßvoll ſind, dürfen die
Beamten nicht enttäuſcht werden. (Lebhafter Beifall.)
Abg. Dr. Oertel (konſ.): Auch ich bitte, den Beſchlüſſen
der Kommiſſion einmütig zuzuſtimmen. Dieſe
Zuſtim=
mung iſt uns nicht beſonders leicht geworden. Sie wurde
uns aber durch die feſte Ueberzeugung erleichtert, daß das,
was wir fordern, maßvoll und begründet iſt. Scheitert
dieſe Vorlage, dann kommt eine gewaltige Hochflut von
Wünſchen. Es iſt beſſer, dieſer kleinen Vorlage
zuzuſtim=
men, als die Hochflut abzuwarten. Wir ſtimmen den heu=
tigen Anträgen und Beſchlüſſen rückhaltlos zu.
Hoffent=
lich kommt es bis zur dritten Leſung noch zu einer
Ver=
ſtändigung, die den berechtigten Wünſchen der Regierung
und des Reichstages gleichmäßig entſpricht.
Staatsſekretär Kühn: Es wurde gefragt, wie es
käme, daß die Regierung heute ſo feſt bleibt, während ſie
1913 bei den Deckungsvorlagen den Wünſchen des
Reichs=
tiages nachgegeben habe. Damals mußte die ganze große
Vorlage ſcheitern, wenn wir nicht nachgegeben hätten.
Aber muß die Vorlage ſcheitern, wenn der Reichstag es
nicht über ſich bringt, auf den Standpunkt der Regierung
ſich zu ſtellen? (Große Heiterkeit.) Prinzipiell haben wir
es nie abgelehnt, die gehobenen Unterbeamten
beſſerzu=
ſtellen. Es ſind ſachliche Erwägungen anzuſtellen, welche
Beamtenkategorien zu berückſichtigen wären. Das
erfor=
dert natürlich Zeit. Vorher iſt es nicht möglich, den jetzigen
Anträgen zuzuſtimmen. Auf dieſe Baſis könnten wir alle
treten.
Abg. Kopſch (Fortſchr. Vpt.): Wir wollen auch den
Unterbeamten eine Gehaltsſkala ſchaffen, damit ſie
unab=
hängig werden bei der Schaffung neuer Stellen.
Sicher=
lich könnte auch Preußen die nötigen Aufwendungen für
ſeine Beamten machen. Preußen ſpeichert ja in dem
Aus=
gleichfonds viele Millionen auf. Ihr Nein ſollte ſich die
Regierung dreimal überleggn. — Abg. Schultz=
Brom=
berg (Rpt.): Es kommt jetzt darauf an, ob nicht ein Weg
zur Verſtändigung gefunden werden kann. Die
Mißſtim=
mung vieler Tauſender von Beamten wird ſich nicht gegen
die Regierung richten, ſondern gegen den Reichstag., der
die Vorlage abgelehnt hat. Trotzdem ſtimmen wir für die
Kommiſſionsbeſchlüſſe und hoffen, daß bis zur dritten
Leſung eine Verſtändigung gefunden werden wird. — Abg.
Dr. Hägy (Elſäſſer): Wir ſchließen uns gleichfalls den
Beſchlüſſen der Kommiſſion an. Wir begrüßen es, daß
die Kommiſſion die Beſtimmung der Vorlage geſtrichen
hat, wonach für die Beamten der
Reichseiſenbahnverwal=
tung der nichtpenſionsfähige Zuſchuß inſoweit in Wegfall
kommen ſoll, als die durch dieſes Geſetz erhöhten
Gehalts=
ſätze die bisher geltenden Sätze in den einzelnen
Gehalts=
ſtufen überſteigen. — Abg. Werner=Hersfeld (Wirtſch.
Vgg.): Mit der Streichung der vom Vorredner erwähnten
Beſtimmung der Vorlage bin ich durchaus einverſtanden.
Redner will dann auf die Gehaltsverhältniſſe einzelner
Beamtenkategorien eingehen, wird aber vom
Vizepräſiden=
ten Dr.. Paaſche daran gehindert und bittet ſchließlich um
Annahme der Kommiſſionsbeſchlüſſe.
Nach weiteren kurzen Bemerkungen des Abg. Dr
Weill (Soz.) ſchließt die Diskuſſion. Die einzelnen
Teile der Vorlage werden in einfacher Abſtimmung nach
den Beſchlüſſen der Kommiſſion
angenom=
men. Es folgt die Fortſetzung der Beratung des
Militäretats.
Kriegsminiſter v. Falkenhayn: Ich habe
feſt=
zuſtellen, daß ich geſtern den Abg. Liebknecht mit keinem
Wort genannt habe. Auch meine neuerlichen
Informa=
tionen haben meine geſtrigen Ausführungen über die
anti=
militariſtiſche Jugendbewegung voll beſtätigt. Nur habe
ich im Protokoll nicht gefunden, was ich geſagt habe, daß
es Aufgabe der Bewegung ſei, die Leute mit Ekel und
Ab=
ſcheu gegen den Militarismus zu erfüllen. (Unruhe links.)
Aus Spitzelmaterial habe ich dieſe Nachricht nicht. Mit
derartigem Material befaßt ſich die Heeresverwaltung
nicht. Es handelt ſich um große Berliner Zeitungen, die
es gebracht haben und von ſozialdemokratiſcher Seite iſt
nicht der geringſte Einſpruch dagegen erhoben worden. Die
ganze Sache iſt ein Streit um Worte. (Große Unruhe.)
Mir kommt es aber auf die Sache an, wie ſie in dem
offi=
ziellen Protokoll charakteriſiert iſt. Dieſe Sache legt mir
die Pflicht auf, gegen Ihre (zu den Soz.) Bewegung mit
allen meinen Kräften zu kämpfen. (Lebhafter Beifall bei
der Mehrheit. Ziſchen bei den Soz.)
Abg. Stücklen (Soz.): Das Preſſebureau des
Kriegsminiſters hätte ihn beſſer informieren ſollen. Er
hat das Material aus der Preſſe des Reichsverbandes
gegen die Sozialdemokratie. Solange wir das heutige
Syſtem des Militarismus haben, wird von Sparſamkeit
keine Rede ſein könen, wenngleich der Kriegsminiſter ſie
verſprach. Die Erklärung des Kriegsminiſters, daß nach
38000 junge Leute nach der neuen vermehrten Aushebung
überſchüſſig ſeien, wird den Kriegshetzern den Anlaß zu
einer neuen Heeresvorlage bieten. Wenn der
Geſundheits=
zuſtand bei der Armee einmal ungünſtig wird, was ſoll
dann bei dem ungeheueren Mangel an Sanitätsoffizieren
geſchehen. Die Einjährigen=Aerzte ſind ein ſehr ſchwacher
Erſatz. Der Soldat muß unbedingt das Recht der Notwehr
bekommen. Die vier Heldentaten der mit der
Rettungs=
medaille dekorierten Offiziere erkennen wir an. Das kann
aber nicht gegen die Soldatenſchindereien aufwiegen. Ein
Fortſchritt iſt in der neuen Verordnung über den
Waffen=
gebrauch nicht zu erblicken. Vor allen Dingen muß dieſe
Materie geſetzlich geregelt werden. Was verabſchiedete
Offiziere in hohen kaufmänniſchen Stellen ſollen, iſt nicht
einzuſehen. Man ſollte mit der Penſionierung junger,
ge=
ſunder Offiziere nicht ſo ſehr bei der Hand ſein. Die
Offiziere, und insbeſondere die Generale, müſſen ſich von
politiſchen Kundgebungen fernhalten. Mit dem Wort von
der unmoraliſchen Betätigung der Sozialdemokratie hat
der Kriegsminiſter uns eine Beſchimpfung zuteil werden
laſſen, die wir uns entſchieden verbitten und die ihm nicht
vergeſſen werden wird. Iſt denn der ſchweizeriſche
Offi=
zier, der dem Kaiſer perſönlich zugeteilt und ein
Repu=
blikaner und Sozialdemokrat war, ein unmoraliſcher
Menſch geweſen? (Sehr gut! bei den Soz.) Es iſt hier die
Frage, ob in einem künftigen Krieg die Verpflegung
aus=
reicht. Unſer Patriotismus hat keinen moraliſchen
Bei=
geſchmack. Was der Kriegsminiſter uns gegenüber ſagte,
iſt uns gleichgültig. Die Sozialdemokratie ſteht zu hoch,
als daß es die berührt. (Vizepräſident Dr. Paaſche ruft
den Redner zur Ordnung.) Wir führen den Kampf gegen
den Kriegsminiſter weiter und werden den Sieg erreichen.
(Beifall bei den Soz.)
Kriegsminiſter v. Falkenhayn: Ich habe nicht die
Sozialdemokratie unmoraliſch genannt, ſondern nur das
Streben, das Heer, den Schutz des Vaterlandes, zu
des=
organiſieren. Das Militärkabinett hat nichts mit der
Heeresvorlage in ſeinem Arbeitsgebiet zu tun. Die 38000
überzähligen Tauglichen beziehen ſich auf das letzte Jahr,
nicht, wie der Abg. Stücklen meint, auf die letzten drei
Jahre. Wenn der Abg. Stücklen ſagte, ſeit 1870 ſeien
50000 Jahre Zuchthaus und Gefängnisſtrafen verhängt
worden, ſo iſt es ſchade, daß er nicht bis 1763
zurückge=
gangen iſt. Die Zahl wäre noch größer geworden. (Große
Heiterkeit.) Für die Höhe der einzelnen Strafen geben
die Kriminalſtatiſtiken keinen Aufſchluß. Der Abg.
Stück=
len hat darauf hingewieſen, daß die Selbſtmorde in der
Armee durch die Mißhandlungen geſteigert worden ſeien.
Die Selbſtmordziffer bei der Armee für die letzten 10
Jahre beträgt 0.34 pro Tauſend, in der Zivilbevölkerung
für das Lebensalter von 20 bis 25 Jahren 0,36 pro
Tau=
ſend. (Hört, hört.) Der Vorredner hat davon geſprochen,
ldaß ein Offizier zu unrecht verabſchiedet worden ſei, weil
fer zwar eine Zeitlang geiſteskrank, aber dann als geſund
erklärt worden ſei. Ich erwidere, eine einmal überſtandene
Geiſteskrankheit macht unfähig für Feld= und
Garniſon=
dienſt. Wenn der Vorredner Bezug nahm auf den Wunſch
nach neuen Kavallerie=Regimentern, ſo mache ich darauf
aufmerkſam, daß es ſich lediglich um Diviſionsſtäbe
han=
delt. Die Kavallerie=Regimenter ſind ſchon vorhanden.
(Große Heiterkeit.)
Abg. Aſter (Ztr.): Die Rede des Abg. Stücklen hat
auf den Reichstag keinen Eindruck gemacht. Sie (zu den
Soz.) werden es trotz aller Mühe nicht erreichen, daß ſich
das Volk die Freude an unſerer muſterhaften Armee
ver=
ekeln läßt. (Lebhaftes Bravo rechts und im Zentrum,
ironiſche Hurrarufe bei den Soz.) Auch wir ſind entſchieden
gegen die Soldatenmißhandlungen. Mögen die Väter und
Mütter weiter ihre Kinder in Vaterlandsliebe erziehen
(Hurrarufe bei den Soz.), dann können wir noch lange
ſingen: „Lieb’ Vaterland magſt ruhig ſein!” (Erneute
Hurrarufe.) Das Kriegervereinsweſen, dem ſich der
Kriegsminiſter annehmen möge, muß nicht von politiſchen
und konfeſſionellen Rückſichten geleitet werden. Es handelt
ſich um erprobte patriotiſche Männer. — Abg. Götting
(Nat.): Die Rede des Abg. Stücklen wird höchſtens auf
die franzöſiſche Preſſe Eindruck machen. Zabern iſt eine
vorübergehende Epiſode geweſen, deren Nachwehen auch
bald überwunden ſein werden. Für die verabſchiedeten
Hauptleute werden genügende Stellen in den
Bezirkskom=
mandos ſein. Unter den verabſchiedeten Offizieren
be=
ſtehen tatſächlich große Notſtände. Unſere Wünſche
bezüg=
lich der Sanitätsoffiziere wird der Kriegsminiſter, ſeinen
Worten zufolge, nach Möglichkeit erfüllen. Die
Organi=
ſation des Veterinärkorps bedarf noch der Ausbildung,
damit die großen Werte, die jetzt nach der neuen Vorlage
durch die vermehrte Zahl der Pferde, der
Heeresverwal=
tung unterſtellt ſind, genügend geſchützt werden.
Kriegsminiſter v. Falkenhayn: Die
Kriegerver=
eine unterſtehen nicht mir, ſondern dem Miniſterium des
Innern, dem ich von den Ausführungen des Abg. Aſter
Mitteilung machen werde. Die Anregungen des Abg.
Götting werden wir prüfen.
Darauf wird vertagt. In einer perſönlichen
Be=
merkung verſucht der Abg. Liebknecht (Soz.) unter
großer Unruhe im Hauſe und zahlreichen Unterbrechungen
durch den Präſidenten das vom Kriegsminiſter gegen ihn
vorgebrachte Material zu entkräften und wird, als er
die=
ſem Verſtändnisloſigkeit vorwirft, zur Ordnung gerufen.
Nächſte Sitzung Freitag 10 Uhr. Anfragen, dritte
Leſung des Initiativantrags Speck (Zentr.), Fortſetzung
des Militäretats. Schluß ¼8 Uhr.
* Berlin, 7. Mai. Die Budgetkommiſſion
des Reichstages hat den Geſetzentwurf, betreffend
die Poſtdampfſchiffslinie mit überſeeiſchen
Län=
dern und dazu einen Zentrumsantrag, angenommen, der
den Reichskanzler ermächtigt, die beſtehende regelmäßige
Poſtdampferverbindung nach Auſtralien bis zum 31. März
1917 aufrecht zu erhalten und zu ſubventionieren. — Der
Schatzſekretär erklärte, daß er auf die geſtrige
An=
frage, ob von den Vertretern auswärtiger
Staa=
ten Vorſtellungen gegen die Veranlagung
ihrer Staatsangehörigen zum
Wehrbei=
trag erhoben worden ſeien, wahrheitsgemäß erklärt
habe, daß ihm davon nichts bekannt ſei. Inzwiſchen ſtellte
er feſt, daß tatſächlich ſolche beim Auswärtigen Amt
ein=
gelaufen und jetzt auch in ſeinen Händen ſeien. Es ſei
ſelbſtverſtändlich, daß hier eine eingehende Prüſung
erfor=
gen werde. In der Sache ſelbſt verweiſe er auf die
Aus=
laſſungen in der Norddeutſchen Allgemeinen Zeitung.
* Berlin, 7. Mai. Die Wahlprüfung
skom=
miſſion des Reichstages hat bei der Prüfung der
Wahl des Abgeordneten Baſſermann
Beweis=
erhebungen beſchloſſen.
* Berlin, 7. Mai. Die Leuchtölkommiſſion
des Reichstages nahm heute bei Beginn der Sitzung
einen Vertagungsantrag einſtimmig an. Der Antrag
wurde damit begründet, daß ein großer Teil der
Kommiſ=
ſionsmitglieder in anderen Ausſchüſſen tätig ſein müſſe.
Gerichtszeitung.
Zwei Spionageprozeſſe.
* Metz, 7. Mai. Das Kriegsgericht der 34.
Diviſion verhandelte heute in öffentlicher Sitzung
ge=
gen den Musketier Stoffels vom hieſigen Königs=
In=
fanterieregiment Nr. 145 wegen verſuchter
Spio=
nage und verurteilte den Angeklagten unter Zubilligung
mildernder Umſtände wegen Verabredung zur Spionage
und Fahnenflucht im erſten Rückfalle zu fünf Jahren
Gefängnis und erneuter Verſetzung in die zweite
Klaſſe des Soldatenſtandes. Aus der Verhandlung, die
ein helles Licht verbreitete über den Betrieb des
franzö=
ſiſchen Spionagebureaus, ging hervor, daß Stoffels nach
Frankreich deſertierte, in einem Grenzorte, wo er ſich
auf=
hielt, von einem als Vertrauensmann mitwirkenden
Schreinermeiſter mit dem Spionagekommiſſar in
Con=
flans zuſammengebracht wurde und von dieſem gegen das
Verſprechen von 5000 Franken Belohnung den Auftrag
erhielt, ſich nach Metz zurückzubegeben, um dort ein
deut=
ſches Maſchinengewehr oder wenigſtens Teile davon zu
ſtehlen und dem franzöſiſchen Spionagebureau
auszulie=
fern. Der Spionagekommiſſar gab Stoffels zu dieſem
Zwecke beſondere Inſtrumente mit, die ihm bei der Tat
behilflich ſein ſollten und außerdem 20 Franken bar.
Stof=
fels war auch gewillt, den Auftrag auszuführen und
be=
gab ſich nach ſeiner Ankunft in Metz nach Montigny, um
in den dortigen Maſchinengewehrſchuppen einzubrechen.
Dabei überfiel ihn aber die Angſt, da er ſich die Sache
leichter vorgeſtellt hatte, und er ließ augenblicklich von dem
Vorhaben ab. Da ihm mittlerweile die Geldmittel
aus=
gegangen waren, wandte er ſich unter Deckadreſſe eines
Dienſtmannes in einem Brief an den franzöſiſchen
Spio=
nagekommiſſar und bat ihn um eine Geldſendung an die
Deckadreſſe. Der Dienſtmann ſchöpfte aber Verdacht und
benachrichtigte die Polizei, der gegenüber der Täter auch
nach einigem Leugnen ein umfaſſendes Geſtändnis
ab=
legte.
* Leipzig, 7. Mai. Heute vormittag 9 Uhr
be=
gann vor dem vereinigten zweiten und dritten Strafſenat
des Reichsgerichts der Spionageprozeß gegen
den früheren Volksſchullehrer Stroh, geboren am 1
Dezember 1880 zu Reichſtett, Kreis Straßburg, wegen
verſuchten Verrats militäriſcher
Geheim=
niſſe. Der Angeklagte, der ſeinerzeit wegen
Sittlich=
keitsverbrechens aus dem Schuldienſt entlaſſen und
be=
ſtraft worden iſt, iſt noch mehrfach wegen
Urkundenfäl=
ſchung, Betrug und verſuchter Erpreſſung vorbeſtraft.
Stroh wird beſchuldigt, im Jahre 1913 verſucht zu haben,
ſich Befeſtigungspläne von Straßburg zu verſchaffen in
der Abſicht, ſie einer fremden Macht zu verraten. Zu der
Verhandlung ſind 12 Zeugen, darunter ein Nervenarzt aus
Straßburg, geladen. Die Oeffentlichkeit iſt für die ganze
Dauer der Verhandlung ausgeſchloſſen.
* Leipzig, 7. Mai. Der
Reichsgerichtspro=
zeß gegen den Lehrer Stroh wegen Spionage wurde auf
morgen vertagt.
* Berlin, 7. Mai. Anläßlich des Erfurte
Kriegsgerichtsurteils, welches zu einer Milde
rung der Militärſtrafgeſetzgebung führte, erſchien im
Freien Volk, dem Organ der demokratiſchen Vereinigung
ein Artikel mit heftigen Angriffenauf di
Militärgerichte, infolgedeſſen der Kriegsminiſte
Strafantrag wegen Beleidigung der preußiſchen
Mi=
litärgerichte, insbeſondere des Erfurter Kriegsgerichts
gegen den Leiter des Blattes, Zahnarzt Heinrich Laſen=
Schöneberg, und den Verfaſſer des Artikels, Schriftſtellen
Karl von Oſſietzki, ſtellte. In der heutigen Verhandlung
vor dem Landgericht II in Berlin kam das Gericht zu der
Auffaſſung, daß der Artikel keine ſachliche Kritik darſtelle
ſondern perſönliche Angriffe beleidigender Art enthalte
Die Angeklagten wurden zu je 200 Mark
verur=
teilt und dem Kriegsminiſter die Beſugnis zugeſpro
chen, das Urteil im Freien Volk und in den Hamburgen
Nachrichten zu veröffentlichen.
* Frankfurt 6. Mai. Vor der Strafkammen
ſtanden heute fürf internationale Taſchendiebe, die
im Oktober vorigen Jahres in Frankfurt feſtgenommen
wurden, nachdem ſie jahrelang in den Hauptſtädten Eurog
pas ihr Gewerbe ausgeübt hatten. Ihre Spezialität bei
ſtand in der Beſtehlung von Perſonen, die auf einer Banſ
größere Beträge empfangen hatten. Die Angeklagten in
ſzenierten dann auf der Straße ein Gerdänge, wobeiſie
die betreffende Perſon, auf die ſie es abgeſehen hatten
beſtahlen. So entwendeten ſie am 29. Oktober 1913 einem
Bankbeamten beim Umſteigen aus der Straßenbahn die
Brieftaſche mit 1200 Mark. Die Angeklagten ſind der4
Jahre alte angebliche Kaufmann Matteo Roſenzo aus
Bordeaux, der in Italien der Polizei als Anarchiſt be
kannt iſt, der 42jährige Baudonnet aus Brüſſel, der
Frankreich bereits 12 Jahre Gefängnis verbüßt hat und
dann bei ſeiner Deportation nach Cayenne entſprungen
war der Pferdehändler Caſſon aus Reims, der Mechani
ker Berio aus Nizza und der Kaufmann Etchekoba aus
Paris. Alle 5 Angeklagte wurden zu drei Jahren
Zucht=
haus verurteilt.
* Frankfurt a. M., 7. Mai. Das Oberkrieg
gericht des 18. Armeekorps verurteilte heute den Unten
offizier Reis des 81. Infanterie=Regiments wegen Ver
leumdung eines Vorgeſetzten zu ſechs Monaten
Gefängnis und Degradation. Er hatte einem
Stabs=
offizier in völlig grundloſer Weiſe ſittliche Verfehlungen
nachgeſagt.
* Mannheim, 6. Mai. Vor der erſten
Zivilkam=
mer des Landgerichts fand heute die Verhandlung in der
Zivilklage Abreſch' gegen v. Harder ſtatt, nach der
Rechtsanwalt v. Harder zur Zahlung einer Summe von
18000 Mark nebſt Zinſen an das Bankkonto „Puerto
Blanquez” bei der Dresdener Bank gezwungen werden
ſoll. Der Angeklagte v. Harder ließ zunächſt geltend
ma=
chen, daß er keine Begründung für die Beſtreitung der
Forderungsberechtigung geben wolle, weil dadurch Abreſch
wichtige Fingerzeige für ſein Verhalten in dem gegen
ihn ſchwebenden Strafverfahren erhalten würde. Von ſeis
ten des Beklagten wurde deshalb Ausſetzung der Ver
handlung bis zur Erledigung des Strafverfahrens
bean=
tragt, dem jedoch die Vertreter des Klägers entſchieden wie
derſprachen. Das Gericht lehnte die Ausſetzung des
Ver=
fahrens ab. Der Beſchluß über das Ergebnis der
heuti=
en Verhandlung wird am 12. Mai verkündet
werden.
* München, 7. Mai. Zu dem Fall Abreſchwirl
der Korreſpondenz Hoffmann gemeldet: Am 6. Mai fand
vor der Zivilkammer des Großherzoglichen Landgerichts
Mannheim Verhandlung in der Zivilklageſache Abreſch
gegen von Harder ſtatt. Zu gleicher Zeit wurde von dem
Unterſuchungsrichter der Zeuge Harry von Böthe
lingk vernommen, dem derſelbe erklärte, daß ſeine
Ab=
reiſe nach Argentinien in den nächſten Tagen bevorſtehe
Rechtsanwält Kohn=München trat dieſer Vernehmung en
gegen und beſtritt die Zuſtändigkeit des Landgerichts
Mannheim in der Unterſuchungsſache. Der Unterſun
hungsrichter vernahm den genannten Zeugen und wird
die Akten dem Gericht vorlegen zu einer Entſcheidung dau
über, ob die Zuſtändigkeit des Landgerichtes Mannheim
gegeben iſt oder nicht. Das Großherzogliche Oberlandes
gericht Karlsruhe hat die Beſchwerde der Staatsanwalt
ſchaft in Mannheim gegen den Beſchluß der erſten
Straf=
kammer des Landgerichtes Mannheim, durch welchen den
gegen den Abgeordneten Abreſch erlaſſene Haftbefehl vom
20. März beſchloſſen worden iſt, zurückgewieſen. Damih
iſt die Verhaftung endgültig aufgehobem
* Brüſſel, 7. Mai. Der deutſche Spion Bol
linger der gegen Frankreich zugunſten Deutſchlands
Spionage getrieben hat, wurde geſtern von dem Brüſſeler
ericht zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, und
zwar, da in Belgien kein Spionagegeſetz beſteht, wegen
Führung eines Paſſes mit falſchem Namen.
Luftfahrt.
* Potsdam 6. Mai. Die Verlängerung
des Luftkreuzers „Sachſen” der bisher in Hamburg
ſtationiert war, iſt auf der Luftſchiffwerſt Potsdam volll
endet worden. Der Kreuzer führte heute ſeine erſte
Probefahrt aus.
* Hannover 7. Mai. Der militäriſche
Sternflug nach Döberitz, welcher auf Veranlaſe
ſung der Generalinſpektion für das Militär=
Kraftfahl=
weſen am Dienstag von ſämtlichen Militärfliegerſtationen
aus erfolgte, fand heute mit einem Geſchwaderflug
von Döberitz nach Hannover ſeinen Abe
ſchluß. Von den in Döberitz eingetroffenen Tlugzeugen
waren heute früh in der Zeit von 7½ bis 8 Uhr 22
ge=
ſtartet. Von dieſen ſind 20 bei ziemlich ſtarkem
Gegen=
winde nach einer Fahrt von durchſchnittlich drei Stung
den auf der Vahrenwalder Heide gelandet. Um 11½
Uhr ſtand noch die Ankunft von zwei Flugzeugen ausg
* Hannover 7. Mai. Ueber das Schickſalde
beiden letzten Flugzeuge des Gſchwaderfluges
Döberitz=Hannover, die bis auf die um 11 Uhr 30
Minuten vormittags feſtgeſetzte Zeit nicht eingetroffen
waren, iſt noch zu melden, daß das eine noch in der
feſt=
geſetzten Zeit hier gelandet iſt, während das andere bei
Plockkorſt im Kreiſe Peine eine Notlandung vornahm
und nach dem Wiederaufſtieg einen Propellerbruch erlitt
ſo daß es mit einem Automobil nach Hannover geſchafft
werden mußte.
* Köslin, 7. Mai. Durch den Bezirksausſchuß
erfolgte heute die Genehmigung der in der letzten
Stadt=
verordneten=Verſammlung beſchloſſenen Errichtung
eines Flugplatzes. Der Platz wird von der
Deut=
ſchen Luftverkehrs=Aktiengeſellſchaft betrieben, die Flieger
ſchule wird unter Leitung des Fliegers Laitſch
hier=
her verlegt werden. Zur Ausbildung werden jährlich60
00 Militär= und Zivilflieger kommen. Die
Luftver=
eggeſellſchaft wird gleichzeitig eine
Konſtruktionswerk=
errichten , die eine größere Anzahl von Arbeitern
be=
fügen ſoll.
Rabat, 6. Mai. Der Fliegerleutnant Saint
Varue iſt auf einem Erkundungsflug von Meines
ab=
ttürzt. Er erlitt einen Schädelbruch und war
ſo=
tot. Der ihn begleitende Pionier wurde leicht
Feist.
Das Kaiſerpaar in Karlsruhe.
Karlsruhe, 7. Mai. Der Kaiſer und die
ſifferin ſind mit Gefolge heute nachmittag 4.30 Uhr.
Sonderzuge von Süden kommend, hier eingetroffen.
Dem mit Fahnen und Blattpflanzen hübſch geſchmück=
Bahnſteig hatten ſich zum Empfang eingefunden: Das
Arßherzogspaar von Baden, das Prinzen=
Parr Marvon Baden, der kommandierende General
4. Armeekorps, v. Heininger genannt Hüne, der
preu=
hen Geſandte v. Eiſendecher, der Amtsvorſtand Geh.
nregierungsrat Dr. Seidenadel u. a. Nach herzlicher
Wüüßung fuhren die Herrſchaften trotz des herrſchenden
ſhims im offenen Wagen durch ein Spalier von Vereinen
Schulkindern, welche die Majeſtäten herzlich
begrüß=
riach dem Reſidenzſchloß. Im erſten Wagen ſaßen der
ilherzog mit dem Kaiſer, im zweiten die Großherzogin
Ihdm mit der Kaiſerin. Am Schloßportal des
Reſidenz=
ſſoſſes wurden die Herrſchaften von der Großherzogin
ſſ von Baden und dem Hofſtaat empfangen.
Mach dem Einzuge fand in der Reſidenz ein Tee
It an dem außer dem Großherzogspaar auch das
Prin=
puar Max von Baden und das Großherzogspaar von
ſſägenburg=Schwerin teilnahmen. Heute reiſen das
nzenpaar Max von Baden und das Großherzogspaar
Mecklenburg=Schwerin gemeinſam nach Braunſchweig
t Teilnahme an den Tauffeſtlichkeiten. Im Gefolge des
ſitachen Kaiſerpaares befinden ſich Hofmarſchall Graf
Plathen=Hallermund. Generaladjutant Generaloberſt
Alleſſen, Generaladjutant Generaloberſt v Keſſel, Gene=
Mi la suite Generalleutnant v. Chelius Flügeladjutant
ſſeſſt v. Mutius, Flügeladjutant Major v Hirſchfeld,
kburzt Oberſtabsarzt Dr. Niedner, der Chef des
Ge=
nen Zivilkabinetts Wirklicher Geheimer Rat v.
Valen=
der Chef des Militärkabinetts General der Infan=
* Freiherr v Lyncker, ſowie als Vertreter des
Aus=
brügen Amtes Wirkl. Geh. Rat v. Treutler. Im
Ge=
der Kaiſerin trafen ein: Hofdame Gräfin v. Rantzau,
kamdame Gräfin zu Eulenburg und Kammerherr von
Anserfeld
Das Großherzogspaar wohnte mit dem
deut=
ſin Kaiſerpaar heute abend im Großherzoglichen
Figeater der Vorſtellung von Richard Wagners „
Flie=
nier Holländer” bei. Die Titelrolle ſang der ſchwediſche
ſinmerſänger John Forſell. Um 8.30 Uhr, in der
ſure, ſpeiſten die allerhöchſten Herrſchaften im Theater.
ſieddas Gefolge hatte um 7 Uhr im Reſidenzſchloß
Mar=
ſlttafel ſtattgefunden.
ſe Erkrankung des Kaiſers Franz Joſef.
* Wien 6. Mai. Das heute abend über das Be=
Inoen des Kaiſers ausgegebene Bulletin beſagt:
ſſch heute hat ſich beim Kaiſer nichts nennenswertes
ge=
ert. Appetit, Kräftezuſtand und Allgemeinbefinden
Fortgeſetzt zufriedenſtellend. Der Kaiſer verweilte eine
fif de in der Kleinen Galerie.
Wien 7. Mai. Ueber das Befinden des
ſers wird amtlich gemeldet: Die Nachtruhe war
Hhetzten Teile durch Huſtenreiz geſtört. Der Katarrh
bts iſt noch vorhanden. Das Allgemeinbefinden iſt ganz
ſrieedenſtellend.
* Wien, 7. Mai. Ueber das Befinden des
ſers wird heute abend berichtet: Die Symptome
Pttrockenen Katarrhs der rechten Seite laſſen eine
be=
fſrhenswerte Aenderung nicht erkennen. Der Huſtenreiz
ſr heute tagsüber nicht ſtärker. Die Herztätigkeit und
s ſonſtige Befinden iſt befriedigend.
ſe Kataſtrophe des Schiffes Columbian.
* Neu=York, 6. Mai. In dem Telegramm aus
Ehle Island wird der Bericht des Kapitäns der „Co=
Inebian” über die Kataſtrophe des Schiffes mitgeteilt.
r Kapitän meldet: Das Feuer iſt am Sonntag
Mit=
nucht bei der Luke I ausgebrochen. Es wurde ſofort
ſurm gemacht und ein Schlauch gegen die brennende
lke gerichtet. Einige Minuten darauf ereignete ſich eine
ſſieetkliche Exploſion und zerſtörte den
Maſchinen=
ſſum und den Marconiapparat. Die Mannſchaft verließ
„CColumbian” um 12½ Uhr in drei kleinen Booten.. Das
Schiff war in Flammen gehüllt. Der fünfte Maſchiniſt
ſtarb im Boot der zweite wurde bei der erſten Exploſion
getötet. Ein Hilfsmaſchiniſt ertrank bei dem Verſuche, ein
Boot zu erreichen.
* Boſton, 6. Mai. Die Cunard=Geſellſchaft hat von
Kapitän Miller von der „Franconia” folgenden Bericht
erhalten: Die „Franconia” ſichtete das gefundene Boot am
Montag nachmittag. Die Inſaſſen waren in wenigen
Minuten an Bord gebracht. Das Boot enthielt 3 Mann
und eine Leiche. Sechs der Ueberlebenden haben
ſchwere Brandwunden erhalten und waren ſo erſchöpft,
daß ſie in das Hoſpital gebracht werden mußten. Der
Schiffszimmermann, der ſich unter den Ueberlebenden
be=
findet, erzählte, daß das Feuer am Sonntag um
Mitter=
nacht ausgebrochen ſei. Er begab ſich auf das
Alarm=
ſignal hin auf Deck, wurde jedoch durch eine Exploſion von
Bord geſchleudert. Er wurde von einem der Boote
ge=
rettet. Der Steuermannsmaat berichtet, daß drei Boote
flott gemacht wurden, als die Exploſion ſich ereignete. Er
wiſſe nicht, ob die Boote alle überhaupt abgefahren ſeien.
* Ottawa, 6. Mai. Nach einer
funkentelegraphi=
ſchen Meldung, die hier über Sable Island von dem
Dampfer „Manhattan” eingetroffen iſt, befanden ſich in
dem zweiten der von der „Manhattan” aufgefundenen
Boote der „Columbian” 14 Mann, darunter der
Kapitän, der erſte Ingenieur und zwei Offiziere der
Marconigeſellſchaft. Die „Manhattan” befindet ſich noch
auf der Suche nach dem dritten Boot.
* Boſton, 6. Mai. Nach einer Meldung des
Damp=
fers „Haverford” hat dieſer die Umgebung des Platzes, an
welchem die beiden Boote der „Columbian”
auf=
gefunden worden waren, ſowie der Stelle, an
welcher die Boote die „Columbian” verlaſſen hatten,
ab=
geſucht, ohne eine Spur von dem dritten Boote zu finden.
Mehrere Dampfer befinden ſich noch auf der Suche.
* Boſton, 7. Mai. Der Cunard=Dampfer „
Fran=
conia” iſt mit den Ueberlebenden des „
Colum=
bian” hier angekommen. Sie tragen alle Spuren ihrer
Irrfahrten. Viele ſind durch Brandwunden entſtellt.
Vom Balkan.
* Wien 6. Mai. Nach einer Meldung der Neuen
Freien Preſſe aus Tirana wurden die albaniſchen
Truppen bis ſüdöſtlich von Kritza
zurückgeſchla=
gen. In Tirana wurden 10000 Mann mobiliſiert, die
ſofort in den Kampf gingen.
* Durazzo, 7. Mai. Nach Telegrammen, die der
Regierung zugegangen ſind, dringen griechiſche
Banden mit Geſchützen und Maſchinengewehren
unauf=
haltſam über Ciaffa und Kicok vor und befinden ſich
nun=
mehr 5 Stunden von Berat entfernt. Von Süden dringt
ebenfalls eine Kolonne gegen Berat vor. Die albaniſche
Gendarmerie iſt nach Süden abgedrängt worden. Die
Bevölkerung flieht und iſt von einer Panik ergriffen
worden. Falls Berat beſetzt wird, ſtehen die Wege nach
Valona und Durazzo offen. Die ſtarken Banden
be=
ſtehen zum größten Teile aus organiſierten Beſtandteilen
der griechiſchen Armee und werden von griechiſchen
Offi=
zieren befehligt.
* Athen, 6. Mai. Die Kämpfe im Norden
von Argyrokaſtro dauerten fünf Tage und endeten
geſtern mit dem Siege der Aufſtändiſchen von Epirus.
Tſepos und mehrere andere Dörfer wurden von den
Trup=
pen der Aufſtändiſchen beſetzt. Die Verluſte der Albaneſen
waren beträchtlich. Die Kämpfe um Codra bei Tepelini
waren ſehr blutig. Wie verſichert wird, ſind 500
Alba=
neſen kampfunfähig geworden. Auch die Epiroten
er=
litten beträchtliche Verluſte.
* Athen, 7. Mai. Die Mitglieder der
internatio=
nalen Kontrollkommiſſion für Albanien ſandten an
Zo=
graphos eine dringende Depeſche, in welcher ſie
mit=
teilen, daß die internationale Kontrollkommiſſion auf
Er=
ſuchen der albaniſchen Regierung es übernahm,
Zogra=
phos den Wortlaut von den Konzeſſionen
mitzu=
teilen unter der unbedingten Vorausſetzung der
ſofor=
tigen Einſtellung aller Feindſeligkeiten
und des Vormarſches. Die Kommiſſion werde dann
ebenſo bezüglich der albaniſchen Streitkräfte vorgehen,
die ſich nach Santi Quaranta begeben, um Zographos
die Zugeſtändniſſe mitzuteilen, nach deren Annahme ſie
hre Durchführung unter Verbürgung ihrer
Aufrechterhal=
tung überwachen werde. Die Kommiſſion erwarte ein
dringendes Antworttelegramm. Zographos ſandte ein
dringendes Antworttelegramm, in dem er mitteilte, daß
nach dem Erhalt der Depeſche der Kontrollkommiſſion
ſei=
tens der Aufſtändiſchen Befehl ergangen ſei, die
Feind=
ſeligkeiten und den Vormarſch vom Mittag des 7 Mai
ab einzuſtellen, in der Erwartung, daß gleiche Befehle an
die albaniſchen Streitkräfte erteilt werden. Zographos
bitte, ihm den Zeitpunkt der Zuſammenkunft in Santi
Quaranta behufs der im Telegramm der
Kontrollkommif=
ſion bezeichneten Mitteilung bekanntzugeben.
* Sofia, 7. Mai. Die Regierung hat beſchloſſen,
in Durazzo eine Geſandtſchaft zu errichten.
Theodor Pavloff, der ſich gegenwärtig als
General=
konſul in Albanien befindet, wird bis zur Ernennung des
Geſandten Bulgarien als Geſchäftsträger bei der
albani=
ſchen Regierung vertreten.
* Konſtantinopel, 7. Mai. Aus griechiſcher
Quelle verlautet, daß der griechiſche Geſandte Panas
der Pforte neuerlich vorgeſchlagen hat, nach Mazedonien
und Thrazien die helleniſchen und ottomaniſchen
Dele=
gierten zu entſenden behufs Unt rſuchung
der Beſchwerden der Muſelmanen und Griechen.
Der=
ſelbe Antrag war von dem türkiſchen Geſandten in Athen
abgelehnt worden. — Das Flottenkomitee zahlte der
Firma Armſtrong als erſte Rate für den Dreadnought
„Fatih” 290 480 Pfund aus.
* Saloniki 7. Mai. Miniſterpräſident
Veni=
zelos empfing heute die Abordnung der
Kauf=
leute, die ihre Wünſche, betreffend die wirtſchaftliche
Zukunft Salonikis vortrug. Als die Abordnung auf den
Plan der Erhebung Salonikis zu einer freien Stadt
zu=
rückkam, erklärte Venizelos kategoriſch, daß der Plan
un=
durchführbar ſei, da die Regierung die Schaffung einer
freien Zone beſchloſſen habe.
Mexiko und die Vereinigten Staaten.
Schreckenstaten der Rebellen.
* London, 7. Mai. Daily Chronicle meldet aus
Neu=York vom 6. Mai: Amerikaniſche
Flücht=
linge welche aus Veracruz hier eintrafen, erzählen
ſchreckliche Dinge über Unmenſchlichkeiten, die ſie in Mexiko
erlebt haben. Ein Arzt erklärte, Villa und Carranza
könn=
ten nur dadurch auf die Treue der unter ihrem Befehl
ſtehenden wilden Horden rechnen, daß ſie ihnen alle
Ver=
brechen und Schandtaten nachſehen. In einem Falle
wurde das Haus eines Deutſchen
überfal=
len, Vater und Mutter gebunden und die Töchter vor den
Augen der Eltern ſchrecklich mißhandelt. Der Vater
wurde ſchließlich zu Tode gemartert und die Töchter
ohn=
mächtig weggeſchleppt.
* Waſhington 6. Mai. Nach einer Konſerenz
zwiſchen Bryan und den Vertretern der ABC=Staaten
wurde mitgeteilt, daß man ſich endgültig entſchloſſen
habe, ohne Carranza die Verhandlungen
fortzu=
führen. Augenſcheinlich wird der Wechſel in Carranzas
Verhalten als eine äußerſt zweifelhafte Erſcheinung
an=
geſehen.
* Waſhington 7. Mai. Im Senat
unter=
ſtützte Lippedt eine Reſolution, in der Präſident Wilſſon
aufgefordert wird, zu erklären, ob es ſeine Abſicht ſei,
dem General Villa dazu zu verhelfen, der zukünftige
Beherrſcher Mexikos zu werden. Er griff die mexikaniſche
Politik der Regierung heftig an und erklärte, der Zweck
der Einbringung der Reſolution wäre, Wilſon
Gelegen=
heit zu geben zur Abweiſung der Unterſtellung, daß die
Vereinigten Staaten dem verbrecheriſchen Villa verziehen
hätten. Der Senator Stone gab deutlich zu verſtehen,
daß die Regierung geneigt ſei, Carranza und Villa ihre
Kämpfe gegen Huerta ausfechten zu laſſen, und deutete
an, daß ſie, wenn ſie ſo fortführen und wie jetzt
vor=
gingen, von den Vereinigten Staaten nicht angegriffen
werden würden.
* Waſhington, 7. Mai. Das
Kriegsdepar=
tement in Waſhington erteilte dem
Oberkomman=
dierenden, General Funſton, in Veracruz Order, ſeine
Stellungen in Veracruz ſo weit auszudehnen, wie er nach
eigenem Ermeſſen für nötig hält. Wie verlautet, ſoll
die amerikaniſche Linie unverzüglich vorgerückt und durch
ſchwere Verſchanzungen verſtärkt werden, um ſo einem
mexikaniſchen Angriff auf die Waſſerwerke bei Eltejar
er=
folgreich begegnen zu können.
* Waſhington 7. Mai. Carranzas Ab
nſeigung, einen Waſfenſtillſtand
anzü=
nehmen, erklärt ſich durch die von ihm berichteten
Er=
folge gegen Huertas Truppen, die etwa folgendermaßen
zuſammengefaßt werden können: Niederlage von 3600
Mann Bundestruppen in Penazcos bei San Luis Potoſi,
wobei 1800 Mann gefangen genommen und eine Menge
Waffen und Munition erbeutet wurden, 1700 Gefangene
bei Acaponeta und Tepie mit weiteren Mengen von
Waf=
fen und Munition, Wegnahme von Feldgeſchützen und
Artillerie=Munition bei dem Angriff auf eine aus
Mon=
terey fliehende Kolonne. Die Vertreter der
Konſtitutio=
taliſten in Waſhington prophezeiten ganz beſtimmt die
Einſchließung der Stadt Mexiko binnen Monatsfriſt, wenn
die Erfolge in dieſer Art andauern.
Vermiſchtes.
Der Verband der deutſchen Reichs=
Poſt= und Telegraphenbeamtinnen wird
ſeinen diesjährigen dritten Verbandstag vom 10. bis
13. Mai in Leipzig abhalten. Dem jungen Verbande, der
vor zwei Jahren mit rund 6700 Mitgliedern gegründet
wurde, gehören heute ſchon nahezu 11000 Beamtinnen,
d. i. über ein Drittel der geſamten weiblichen
Poſtbeamten=
ſchaft, an. Die ſehr umfangreiche Tagesordnung enthält
auch einige die Allgemeinheit intereſſierenden Punkte. Wir
erwähnen die Beſprechungen über die Schaffung einer
Laufbahn für weibliche Poſtbeamte, Referate über
Auto=
matiſierung, Kontrollweſen und Nachtdienſt weiblicher
Be=
amten im Fernſprechbetriebe und über die im Reichstag
und Preſſe viel beſprochenen Gehilfinnen auf
Poſt=
imtern III. Auch die Errichtung eines Erholungsheims
n Bad Salzhauſen, zu dem die heſſiſche Regierung in
dankenswerter Weiſe den Bauplatz zur Verfügung geſtellt
hat, bildet einen wichtigen Punkt der Tagesordnung.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telege. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 7. Mai. Der Reichs=Anzeiger veröffentlicht
folgende Bekanntmachung: Auch in dieſem Jahre ſind dem
Kronprinzen zu ſeinem Geburtstage
wie=
der aus allen Teilen des Reiches und auch vielfach aus
dem Auslande ſo überaus zahlreiche Glückwünſche
zuge=
gangen, daß es höchſtdemſelben leider nicht möglich iſt,
jedem einzelnen zu antworten. Der Kronprinz hat
da=
her das unterzeichnete Hofmarſchallamt beauftragt, allen
denen, die ſeiner am 6. Mai ſo freundlich gedacht haben,
hierdurch höchſtſeinen beſten Dank zu übermitteln. Berlin,
6. Mai 1914. Hofmarſchallamt des Kronprinzen. Graf
von Bismarck=Bohlen.
* Berlin, 7 Mai. Der Bundesrat überwies den
Geſetzentwurf über die Haftpflicht der
Eiſenbah=
nen den zuſtändigen Ausſchüſſen; der Vorlage, betreffend
die Verlängerung des Handels= und Schiffahrtsvertrages
Irroßherzogliches Hoftheater.
Dienstag, den 7. Mai.
Zum erſten Male:
Hanneles Himmelfahrt
ſſtammdichtung in 2 Teilen von Gerh. Hauptmann.
W-l. Gerhart Hauptmanns hochpoetiſche und tieſ er=
Liſende Dichtung „Hanneles Himmelfahrt” die aus dem
Ehrre 1893 herrührt, gelangte heute hier zum erſten Male
Aufführung. Die Dichtung, die gleich nach den „
We=
n” und dem „Biberpelz” entſtanden iſt, iſt ein
merk=
ſiriges Gemiſch von Realem und Phantaſtiſchem, von
Ataralismus und Idealismus, ſie vereinigt bis zum
tterwärtigen geſteigerte Wirklichkeitsſchilderungen, wie
ſich uns in den gemeinen Zank= und Schimpfſzenen der
Amenhäusler darſtellen, mit dem höchſten Fluge idealer
Pdankendichtung, als welche die wundervolle
Traum=
hhrung Hanneles anzuſehen iſt. Bewundernswert bleibt
kwie der Dichter aus dieſem Armeleute=Milieu die
chtwolle und rührende Geſtalt der armen Hannele mit
ſern reinen Herzen, ihrem kindlich frommen Glauben, die
in Sehnſucht nach ihrem Erlöſer in die Seligkeiten
Himmels hinein= und hinüberträumt,
herausent=
ſckelt hat, ohne doch der Wahrſcheinlichkeit Gewalt
an=
ttum. Die Schilderung des Seelenlebens des armen,
Un einem trunkſüchtigen und verbrecheriſchen Stiefvater
Tode gepeinigten Mädchens, das ſich uns in dieſer
Lautmdichtung offenbart, iſt das eines echten Dichters, der
ſit ſeinem ganzen Denken und Fühlen im Volke
wur=
t und tiefes Mitleid mit dem ſozialen Elend ſittlich
Prikommener empfindet.
Die ſtarken Kontraſte in der realiſtiſchen Schilderung
r mit allen Laſtern behafteten Armenhäusler und den
etiſchen Verherrlichungen einer himmliſchen Seligkeit,
er dem der Hannele als Chriſtus und
Himmelsbräuti=
m im Traume erſcheinenden Lehrer Gottwald in
Mund legt, ſind zum Teil eine Eigenart des Dichters,
entſpringen andererſeits aber auch wohl dem dramatiſchen
Bedürfnis Der ganze Hintergrund, von dem ſich dieſes
Seelengemälde abhebt, ſoll doch in letzter Linie realiſtiſſch
bleiben.
Die Aufgabe, die der Regie bei der Aufführung des
Stückes geſtellt wird, iſt glänzend gelöſt worden. Es
kann der Stimmung nicht nur nicht entbehren, ſondern ſie
iſt geradezu eine Bedingung für ſeinen Erfolg, da eine
Durchbrechung der Stimmung das ganze Stück in Frage
ſtellen kann. Daß alles auf den rechten Ton geſtimmt war,
von dem Sprechen der einzelnen Perſonen an bis zu
dem herrlich abgetönten, wie aus himmliſchen Höhen
herniedertönenden Geſang Schlaf, Kindlein, ſchlaf”
und den einzelnen, dem Charakter der Szenen
angepaß=
ten Beleuchtungsnuancen war ein Hauptverdienſt der
Regie des Herrn Baumeiſter.
Rührend und ſchön war Frau Gothes Hannele.
Gerade in ihrer dem Charakter der Rolle entſprechenden
kindlichen Natürlichkeit, die allem Pathetiſchen und
Thea=
traliſchen abhold iſt. wirkte ſie um ſo überzeugender und
ergreifender. Die Doppelrolle des Lehrers Gottwald in
Wirklichkeit und als Traumerſcheinung in der Geſtalt des
Erlöſers, ſpielte Herr Ehrle mit der Schlichtheit und
dem würdigen Ernſte, die die Rolle erfordert. Die Heldin
am Krankenbette, die Schweſter Martha, war durch Frl.
Meißner beſtens vertreten. Mit nicht mehr zu
über=
reffender Realiſtik ſpielte Frl. Alſen die entſetzliche
Armenhäuslerin Hedwig. Auch bei Herrn Weſtermann
als Mattern wäre weniger diesmal mehr geweſen
Von den übrigen Rollen ſeiten noch die „Tulpe” der Frau
Mülller=Rudolph, der „Seidel” des Herrn
Jan=
nings, die „Mutter” der Frau Doſtal und die drei
Engelserſcheinungen der Damen Schaub, Widmann
nd Horn erwähnt.
Die Aufführung, die in zwei Akten, aber ohne Zwi
ſchenpauſe vor ſich ging, währte 1½ Stunden. Das
Publi=
um, das tief ergriffen war, während es von der erſten
Szene der Armenhäusler abgeſtoßen wurde, ſpendete erſt
nach dem Schluſſe begeiſterten Beifall.
mit der Türkei, wurde zugeſtimmt. Beſchluß gefaßt wurde
über die Vorlage, betreffend den Vollzug des
Paragra=
phen 63 des Verſicherungsegeſetzes für Angeſtellte, die
Vor=
llage, betreffend die Ausführung des Paragraphen 518
Ab=
ſatz 2 der Reichsverſicherungsordnung, die Vorlage,
be=
treffend die Verwendung von Ueberſchüſſen aus dem
Sondervermögen der Landesverſicherungsanſtalt in Poſen
gemäß Paragraph 1400 Abſatz 1 der
Reichsverſicherungs=
ordnung, ſowie über das deutſch=japaniſche Abkommen zum
gegenſeitigen Schutze des gewerblichen und geiſtigen
Eigen=
tums in China.
* Berlin, 7. Mai. Dem Staatsſekretär Dr. Delbrüch
iſt von dem Generaldirektor der Hamburg=Amerika=Linie,
Ballin, folgendes Telegramm zugegangen: „Euer
Exzellenz danke ich herzlich für die nach Beſichtigung der
„Vaterland” überſandten und übermittelten Grüße und
Wünſche, wie für die Worte hoher und ehrenvoller
Aner=
kennung für den Schiffbau und die Reederei. Ich bitte,
Guer Exzellenz und den Herren des Bundesrats nochmals
zum Ausdruck bringen zu dürfen, wie ſehr ich es beklagt
habe, daß ich den denkwürdigen Tag der Beſichtigung
der „Vaterland” durch den Bundesrat und den Reichstag
nicht miterlebt habe.
* Berlin, 7. Mai. Die Budgetkommiſſion des
Abgeordnetenhauſes beriet das Bahnprojekt
Al=
tona-Neumünſter, womit die Beſprechung der ſog.
Fehmarn=Linie verbunden war. Der
Berichterſtat=
ter befürwortete das Projekt einer Abkürzungsbahn. Für
das Fehmarn=Projekt würden große, noch keineswegs
feſtſtehende Koſten ſowohl für Preußen wie auch für
Dänemark erwachſen. Er wies auf die Schädigung der
übrigen ſkandinaviſchen Linien hin. Der Miniſter der
öffentlichen Arbeiten v. Breitenbach gab eingehende
Erläuterungen zu dem Projekt der neuen Linie Altona-
Neumünſter, und legte ihre großen Vorteile für die
Pro=
vinz Schleswig=Holſtein dar. Die Bahn Altona—
Neumünſter wurde bewillligt. Dann wurde
ein Antrag der Konſervativen, Freikonſervativen und des
Zentrums angenommen, über die Petition, betreffend die
Herſtellung einer Eiſenbahnverbindung Hamburg=Lübeck=
Fehmarn=Laaland=Kopenhagen, zur Tagesordnung
überzugehen. Die Petition, betreffend Verbeſſerung
der Verbindung von Weſten nach Norden, nicht über
Ham=
burg=Fehmarn=Kopenhagen, ſondern über Hamburg=Kiel=
Kopenhagen, wird als Material überwieſen.
* Karlsruhe, 7. Mai. In der Zweiten Kammer
erklärte heute am Schluß der Vol
ksſchul=
debatte Kultusminiſter Dr. Böhm: Ich habe mich
ge=
freut, daß eine Klärung der Schulpolitik eingetreten iſt.
Die überwiegende Mehrheit des Hauſes hat ſich für das
Volksſchulgeſetz und den obligatoriſchen
Religions=
unterricht ausgeſprochen. Sie haben der Regierung
ge=
zeigt, daß die Handhabung des Geſetzes eine liberale iſt.
Ich habe nun Kraft und Freude, weiter zu bauen. Jede
Einmiſchung von rechts oder links werde ich
zurückwei=
ſen. Ich will keine politiſche Bewegung aufheben, aber ich
will verhindern, daß die Politik Einzug in die Schule hält.
Und dafür werde ich meine Kraft einſetzen.
* Mannheim, 7. Mai. Der heute in Mannheim
ta=
gende Badiſche Handelstag nahm nach einem
Vor=
trage des Geheimen Oberbaurats Dr. Sympher=Berlin zu
dem Projekt der Schiffbarmachung des
Ober=
irheins eine Reſolution an, in der es u. a. heißt:
In dem Vertrag iſt ſowohl die techniſche Durchführbarkeit
des großzügigen Planes als auch ſeine Wirtſchaftlichkeit
einwandfrei nachgewieſen. Die Verſammlung
hefürwor=
tet einmütig die baldige Verwirklichung des Planes, den
wirtſchaftlich bedeutendſten Strom Europas bis zum
Bo=
denſee der Großſchiffahrt zu erſchließen. Sie erwartet
hier=
von und von der damit verbundenen Ausnutzung der
ge=
waltigen Waſſerkräfte eine mächtige Förderung der
wirt=
ſchaftlichen Entwickelung des geſamten Oberrheingebietes.
* Koburg, 7. Mai. Der Herzog hat folgende
Ver=
fügung an das Staatsminiſterium und die
Hofkammer erlaſſen: Ich wünſche in allen
Angelegen=
heiten, in welchen neben dem Intereſſe des Herzoglichen
Hauſes auch das Staatsintereſſe berührt wird, und bei
al=
len weſentlichen Meinungsverſchiedenheiten zwiſchen dem
Staatsminiſterium und der Hofkammer einen gemeinſamen
Vortrag des Vorſtandes der zuſtändigen
Miniſterialabtei=
lung und des Hofkammerpräſidenten zu hören, bevor ich
eine Entſchließung faſſe. Nahere Weiſungen behalte ich
mir vor.
* Peſt, 7. Mai. In dem Ausſchuß für
Aus=
wärtige Angelegenheiten der
öſterreichi=
ſchen Delegation beantwortet bei der Fortſetzung
der Verhandlung über das Budget des Miniſteriums des
Auswärtigen der Miniſter des Aeußern, Graf
Berch=
told eine Anfrage des Sozialdemokraten Ellenbogen
wegen der Streikunruhen in Colorado und
er=
klärte, daß der öſterreichiſch=ungariſche Konſul in Denver
in ſeinem Auftrage Schritte wegen eines wirkſamen
Schutzes der öſterreichiſch=ungariſchen Untertanen getan
habe. Leider ſtellte ſich aber heraus, daß zwei
öſterrei=
chiſch=ungariſche Staatsangehörige getötet worden ſeien
und größere Beſchädigungen von Vermögen vorgekommen
ſeien. Dieſe tiefbedauerlichen Tatſachen ſeien durch den
öſterreichiſch=ungariſchen Botſchafter zur Kenntnis des
amerikaniſchen Staatsdepartements gebracht worden. Die
öſterreichiſch=ungariſchen Vertreter würden mit allem
Nachdruck für die berechtigten Intereſſen ihrer Landsleute
eintreten.
* Genua, 7. Mai. Der deutſche Klub gab zu
Ehren des Kommandanten und der Offiziere der „
Hohen=
zollern” ein Feſtmahl. Nachmittags waren die Stäbe
der deutſchen Schiffe beim Generalkonſul v. Herff zum
Tee geladen. Abends findet zu Ehren der Offiziere im
Königin Marqueritatheater eine Feſtvorſtellung und für
die Mannſchaften eine Kinomatogcaphen=Vorſtellung ſtatt,
* Madrid, 7. Mai. Fabra verbreitet aus dem Palais
des Königs nachfolgende offiziöſe Mitteilung: Der
In=
fant Ferdinand von Spanien, Prinz von Bayern,
unterbreitete dem König den Wunſch, ſich mit Luiſa Silva
Fernandez Heneſtroſa zu vermählen; der König
hat ſeine Einwilligung erteilt. Die Hochzeit findet im
Oktober ſtatt. Fräulein Silva iſt eine Tochter des Grafen
v. Piodeconcha. (Der Prinz war in erſter Ehe mit der
am 23. September 1912 verſtorbenen Infantin Maria
Thereſia von Spanien vermählt.)
Liſſabon, 7. Mai. Andrade übernimmt das
Mi=
niſterium des Auswärtigen, das bisher
Ber=
nardino Machado interimiſtiſch verwaltete.
* London, 7. Mai. Fürſt Alexander von Teck
iſt zum Generalgouverneur von Kanada
er=
mannt worden.
* London, 7. Mai. Die Times melden, daß der
Pre=
mierminiſter Asquith geſtern mit Dr. Redmond
ſeine Beſprechung über die Möglichkeit einer Konferenz
der Parteiführer in der iriſchen Frage gehabt hat.
* London, 7. Mai. Der Unioniſt Aubry Herbett
fragte im Unterhauſe an, ob England bereits
ſeine Zuſtimmung zu dem Friedensvertrag von
Bukareſt erklärt habe und wenn dies der Fall iſt, wel=
ches die Bedingungen ſeien, unter denen die Zuſtimmung
gegeben wurde. Sir Edward Grey erwiderte daß über
die Angelegenheit Verhandlungen mit den Mächten im
Gange ſeien. Von den Mächten ſeien verſchiedene
An=
ſichten vertreten bezüglich ob eine ausdrückliche
Anerken=
nung dieſer territorialen Veränderungen nötig iſt, und
falls dies zutreffe, welche Form den Bedingungen gegeben
würde.
* London, 7. Mai. Das Kabinett hat ſich gegen
eine Herbſtſeſion des Parlaments entſchieden.
* London, 7. Mai. Die Baltiſche und Weiße
Meerkonferenz, die gegenwärtig hier tagt, nahm
ein=
ſtimmia Beſchlüſſe an, in denen die unheilvollen Folgen
der Wegnahme unbeteiligten Privateigentums auf See in
Kriegszeiten betont und die Regierungen aufgefordert
wer=
den, die Aufhebung dieſes Rechts, abgeſehen in Fällen von
Kontrebande, in Erwägung zu ziehen. Der Delegierte
Heinrich Arp aus Hamburg der für die Annahme der
Beſchlüſſe eintrat, erklärte, die Intereſſen der
Schiffseigen=
tümer müßten gewahrt werden und dasſelbe gelte für die
Ladung. Auch die ſkandinaviſchen Delegierten billigten die
Grundſätze der Beſchlüſſe. In der Konferenz ſind alle
ſeefahrenden Nationen nördlich von Spanien mit einem
Schiffsmaterial von 4399644 Tonnen vertreten.
* Petersburg, 7. Mai. Geſtern abend brach als
Aus=
druck der Sympathie für die aus der Reichsduma
ausgeſchloſſenen Abgeordneten ein Streik
aus. Heute vormittag umfaßte der Streik 78 Betriebe
mit etwa 50000 Arbeitern. Die Verſuche, in den
Arbeiter=
vierteln Kundgebungen zu veranſtalten, wurden von der
Polizei unterdrückt
* Täbris, 7. Mai. Das ruſſiſche Regiment in
Apſcheron hat den Rückmarſch nach Rußland
angetre=
ten. In Täbris bleibt nur das achte kaukaſiſche
Schützen=
regiment.
* Port au Prince, 6. Mai. Die Nationalbank
hat der Regierung 62000 Dollar vorgeſchoſſen,
um die engliſche Forderung zu begleichen.
Die Tauffeierlichkeiten in Braunſchweig.
* Braunſchweig, 7. Mai. Anläßlich der Taufe
des Erbprinzen ſieht die Stadt über 20
Fürſtlichkei=
ten und Vertreter der fürſtlichen Taufpaten zu Gaſt. Zur
Begrüßung der Gäſte hat die Stadt bereits heute reichen
Flaggenſchmuck angelegt Wappen und Embleme zieren
die Häuſer. Das Rathaus iſt würdig geſchmückt durch
lang an der Faſſade herabhängende Tannengewinde mit
eingeflochtenen Fahnenbändern. Viele Fremde ſind
be=
reits in der Stadt eingetroffen. Als erſter der fürſtlichen
Gäſte kam heute vormittag 11¼ Uhr Prinz Waldemar von
Dänemark auf dem hieſigen Bahnhof an.
* Braunſchweig, 7. Mai. Zur Teilnahme an den
be=
vorſtehenden Tauffeierlichkeiten ſind heute
nach=
mittag 2¼ Uhr die Herzogin Thyra von
Cumber=
and und die Prinzeſſin Olga hier eingetroffen. Das
Herzogspaar war zum Empfang auf dem Bahnhof
er=
ſchienen. Nach außerordentlich herzlicher Begrüßung der
höchſten Herrſchaften und Vorſtellung der beiderſeitigen
Gefolge und Begleitung beſtiegen den erſten Wagen,
Viererzug, der Herzog und die Herzogin=Mutter, den
zwei=
ten Wagen, gleichfalls Viererzug, die Herzogin und die
Prinzeſſin Olga. Den hohen Gäſten wurden vom
Pu=
blikum lebhafte Huldigungen dargebracht.
Keine Ausweiſung von Franzoſen aus den Reichslanden.
* Straßburg, 7. Mai. Bezüglich der vom Pariſer
Matin gebrachten Mitteilung, wonach angeblich gegen die
in Elſaß=Lothringen wohnhaften Franzoſen
ſei=
tens der Regierung die Ausweiſung in Ausſicht ſtehe,
iſt das W. T. B. nach Erkundigung an maßgebender Stelle
in der Lage zu konſtatieren, daß der Regierung von Elſaß=
Lothringen von dieſer Angelegenheit nichts bekannt iſt.
Erdbeben.
* Hohenheim, 7. Mai. Die hieſige Erdbebenwarte
verzeichnete heute morgen 5.40 Uhr ein Nahbeben.
Der Herd des Bebens liegt in einer Entfernung von 400
Kilometern.
Briefkaſten.
Peru=A. Sie können den Alimentationsbetrag vom
Einkommen nicht abziehen. Es empfiehlt ſich aber, auf
Grund des Art. 48 E. St. G. zu reklamieren und mit
Rück=
ſicht auf die Alimentationsverpflichtung Herabſetzung um
1bis 2 Steuerklaſſen zu beantragen.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
ächte Sodener Wineral-Pastillen sind seit fast
Fduls 3 Jahrzehnten bewährt bei Husten, Heiserkeit,
Katarrh der huftwege etc.
ächte Sodener Wineral-Pastlllen — und nur
Taus diesel — werden aus den bekannten, von alters
her zur Kur verordneten Gemeinde-Heilquellen
Do. 3 u. 18 des Bades Soden a. Taunus gewonnen.
ächte Sodener Mineral-Pastillen müssen Sie
Taus verlangen, wenn Sie die wirksamen Salze der
genannten Heilquellen haben wollen.
Ueberall zum Preise von 85 Pfg. pro Schachtel zu haben.
I,11517
Dr. Kuhns Nußdl, 1.20, 0.60.
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giftfrei. Franz Kuhn, Kron.=Parf., Nürnberg.
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in Kisten mit 50 Stück
No. 152 Escepcionales 100 St. M. 20.−
in Kisten mit 25 Stück
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Haupfpressliste grofis.
ScHEPELER
G Seae
IKoR-
MER
M11572
Unentgeltliche ärztliche Beratungsſtelll
für Säuglingspflege, Heinheimerſtraße
Sprechſtunden Montags und Donnerstags von ½5
Uhr, Dienstags und Freitags von ½5—6 Uhr. — Lud
wigshöhſtraße 4: Dienstags und Freitags von ½5—
Uhr. — Feldbergſtraße 69: Mittwochs von ½5—½6
Uhr. — Militärlazarett: Mittwochs von 4—5 Uhr.
Familiennachrichten.
Todes=Anzeige.
Gott, der Allmächtige, hat heute unſere
liebe, herzensgute Mutter, Schwiegermutter
und Großmutter
(11576
Frau Rechnungsrat
Marie Weygandt Wwe.
in Kaſſel durch einen ſanften Tod von ihren
langen, qualvollen Leiden erlöſt.
Mit der Bitte um ſtilles Beileid teilt dies
Verwandten, Freunden und Bekannten ſtatt
jeder beſonderen Anzeige mit
Kaſſel, Derby, Marburg und Darmſtadt
den 7. Mai 1914
Namens der tieftrauernden Angehörigen:
Karl Weygandt.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Mitteilung.)
Verwandten, Freunden und Bekannten
teilen wir ſchmerzerfüllt mit, daß mein lieber
Gatte, unſer guter Vater
Herr Philipp Daum
Steinmetz
heute mittag, nach kurzem Krankenlager, ſanft
verſchieden iſt.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Roßdorf, den 7. Mai 1914.
Die Beerdigung findet am Samstag
nach=
mittag um 3 Uhr ſtatt.
(11587
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
und die zahlreichen Blumenſpenden bei dem
Hin=
ſcheiden meines innigſtgeliebten, unvergeßlichen
Gatten, unſeres treubeſorgten, herzensguten Vaters,
Sohnes, Bruders, Schwiegerſohnes, Schwagers
(*12273
und Onkels
Horrn Radch Wannenmacher
ſprechen wir unſeren tiefgefühlten Dank aus.
Be=
ſonders danken wir den Schweſtern der
Martins=
gemeinde für ihre aufopfernde Pflege, Herrn
Pfarrer Lindenſtruth für ſeine troſtreichen Worte,
ſowie dem Bildhauerverein, ſeinen Mitarbeitern
und dem geſamten Perſonal bei der Firma
J. Glückert, dem ſozialdemokratiſchen Wahlverein
und dem Kaninchenzuchtverein Darmſtadt=Süd
für die ſchönen Kranzſpenden.
(*12273
Die tieſtrauernden Hinterbliebenen:
Helene Wannenmacher, geb. Rinn,
und 2 Kinder.
Darmſtadt, den 8. Mai 1914.
Todes= Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute vormittag entſchlief ſanft infolge
Altersſchwäche im 82. Lebensjahre unſere liebe
Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und
Schweſter
(11566
Frau Caroline Geilfus
geb. Wagemann.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Offenberg,
Reichsbankdirektor.
Darmſtadt u. Wiesbaden, den 7. Mai 1914.
Die Beiſetzung findet in Wiesbaden ſtatt.
Danksagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei der Beerdigung meines unvergeßlichen Gatten,
Vaters, Sohnes, Bruders, ſowie unſeres Schwagers
und Onkels
Herrn Gemeinde=Einnehmer
Daniel Dieter
ſprechen wir hiermit Allen unſeren tiefgefühlten
Dank aus.
Ganz beſonders danken wir dem Gauvertreter,
Herrn Lehrer C. Saum, ſowie den zahlreichen
Rednern der Vereine des Main=Rhein=Gaues der
Deutſchen Turnerſchaft, der Lokalvereine, der
Ge=
meindevertretung, der Schulkameraden, des
Kom=
munalvereins des Bezirks Darmſtadt und der
Firma Fr. Eichhorn, Frankfurt a. M., für ihre
troſt=
reichen Worte und die überaus zahlreichen Kranz=
und Blumenſpenden.
(11586
Arheilgen, den 7. Mai 1914.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Frau Eliſabethe Dieter und Tochter.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
meine innigſtgeliebte, gute Gattin, unſere gute
Mutter, Schweſter, Schwägerin und Tante
Frau Elisabeth Krauss
geb. Magsamen
nach langem, ſchwerem Leiden zu ſich zu rufen.
Die tieſtrauernden Hinterbliebenen:
Friedrich Krauß u. Kinder.
Darmſtadt, den 7. Mai 1914.
Die Beerdigung findet am Samstag, 9. Mai,
nachmittags 4 Uhr, vom ſtädtiſchen Friedhofe
aus ſtatt.
(*12254
Bäcker=Innung Darmſtadt.
Wir teilen den Kollegen mit, daß unſer
langjähriges Mitglied Herr Kollege (11575
Ph. Beck
aus dieſem Leben abberufen worden iſt.
Die Beerdigung findet am Freitag, den
8. Mai, nachmittags 3 Uhr, von der
Fried=
hofskapelle aus ſtatt und bitten wir, ihm die
letzte Ehre zu erweiſen.
Der Vorſtand.
Die Sänger werden erſucht, um ¾3 Uhr
am Portale des Friedhofes zu ſein.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das ozeaniſche Tiefdruckgebiet hat ſich weiter
oſtwärts ausgebreitet und bedeckt faſt ganz Europa;
unter ſeinem Einfluß ſetzt ſich das vorwiegend trübe,
regneriſche Wetter fort. Neue Tiefdruckausläufer ſind
von Weſten herangezogen; unter ihrem Einfluß haben
wir mit Fortdauer der beſtehenden Witterung zu rechnen.
Ausſichten in Heſſen für Freitag, den 8. Mai:
Fortdauer der beſtehenden Witterung, meiſt wolkig,
Regen=
fälle, Temperatur wenig geändert.
Todes=Anzeige.
Geſtern ſtarb plötzlich und unerwartet unſere
liebe Mutter, Schwiegermutter und Schweſter
Wilhelmine Schönemann
verwitwete Pfister
im 55. Lebensjahre.
(11574
Darmſtadt, den 7. Mai 1914.
Die trauernden Hinterbliebenen:
L. und E. Pfister, Karlſtr. 69.
Familie L. Keller.
Familie H. Sägle.
Die Beerdigung findet Freitag, nachm. um
3½ Uhr, von der Friedhofskapelle aus, ſtatt.
Gottesdienſt der israelitiſchen Religionsgemeinde
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Freitag, den 8. Mai:
Vorabendgottesdienſt 7 Uhr 30 Min.
Samstag, den 9. Mai:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min.
Nachmittags 4 Uhr Jugendgottesdienſt und Predtgt
Sabbatausgang 8 Uhr 50 Min.
Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen
Religions=
geſellſchaft.
Samstag, den 9. Mai:
Vorabend 7 Uhr 20 Min. Morgens 7 Uhr 30 Min.
Nachmittags 5 Uhr.
Sabbatausgang 8 Uhr 50 Min.
Wochengottesdienſt von Sonntag, den 10. Mai, an:
Morgens 6 Uhr. Nachmittags 7 Uhr
Abends 8 Uhr 50 Min.
NB. Montag, den 11. Mai: T. Scheni
Tageskalender.
Freitag, 8. Mai.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende 10½ Uhr
(Ab. D): „Der fliegende Holländer”
Religiöſer Vortrag von Karl Richter um 8½ Uhr
im „Fürſtenſaal”.
Bierabend des Vogelsberger Höhenklubs in der
Brauerei Fay.
Konzert um 8 Uhr im Perkeo.
Druk und Beragt z. 6. Pilihſihe Soſtuchuncherſt
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Max Streeſe; für den Anzeigenteil,
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen;
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.
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e
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
er Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
iden ſich: 1 Pinſcher (zugelaufen). Die Hunde können von den
hentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Ver=
ſicgerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
h. vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(11516
Bekanntmachung
ſtpeffend die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe in der Haupt=
und Reſidenzſtadt Darmſtadt.
Da aus Anlaß der Meſſe am Sonntag, den 10. Mai 1914,
leidie Stadt ein geſteigerter örtlicher Geſchäftsverkehr zu erwarten
wird hiermit auf Grund des § 105 b Abſatz 2 der
Reichsgewerbe=
dnrung und der §§ 143 und 145 der Ausführungsverordnung zur
Eroerbeordnung für dieſen Tag die Offenhaltung ſämtlicher offenen
rkaufsſtellen einſchließlich der Verkaufsſtände der Meſſe in der Zeit
in 11 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends zugelaſſen.
Während dieſer Stunden iſt die Beſchäftigung von Gehilfen,
ihlelingen und Arbeitern in allen offenen Verkaufsſtellen geſtattet.
Futterverſteigerung.
Die am 4. lfd. Mts. ſtattgehabte Verſteigerung der
Futter=
ſüitzung von einem Teil der ſtädtiſchen Pallaswieſe iſt genehmigt.
ſte Mähſcheine können bei der Stadtkaſſe in Empfang genommen
jroen.
Darmſtadt, den 5. Mai 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Jaeger.
(11542fs
Freunde der Ingend!
Habt Ihr nicht in Euren Bücherſchränken oder auf Euren
bizenkammern noch mancherlei gute Bücher ſtehen, die Ihr doch nicht
Utier leſt oder für eigene heranwachſende Kinder aufhebt? Ei, da
t uns einen großen Gefallen und ſchenkt ſie uns für die Bücherei
ſiſarer
Jugendvereinigung!
In hellen Scharen kommen jetzt die Neukonfirmierten
ange=
tzem und möchten neben manchem anderen auch guten Leſeſtoff bei
ts finden. Unſere Bücherei hat aber das Wachſen noch recht nötig,
ſtun ſie auf die Dauer vielen dienen will.
Drum helft uns bitte und ſchickt, was Ihr entbehren könnt
ſid bei Euch doch nur verſtaubt, dem Vorſitzenden der Jugendver=
Einung der Johannesgemeinde
(11541
Pfarrer Marx, Aliceſtraße 23, I.
Krinider und Tabrikanten.
Bevor Sie eine Erfindung zum Patent anmelden, lassen Sie
Eselbe prüfen und ziehen Sie Offerten über Anmeldekosten für
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ustraktions- und Patent-Büro Rud.v. Ameln
Telephon Nr. 2111. Darmstadt. Bleichstrasse 35.
ſüchtig für Frauen, Töchter u. Schneiderinnen.
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tzuführen, haben wir uns entſchloſſen, einen Zuſchneide=Freikurſus
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Aſpde neueſter Mode, auch für Damen ohne Vorkenntniſſe. (*12224fs
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Uin 2—4 und von 4—6 Uhr; jede Dame kann ſich die Stunden ſelbſt
ſihllen. — Gegen geringe Vergütung wird ſämtliches Material geſtellt.
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*12201fo)
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abzug. Beſſungerſtr. 76. (*12242
Bekanntmachung.
Freitag, den 29. Mai 1914,
vormittags 11 Uhr.
ſollen die dem Guſtav Ganßmann
und deſſen Ehefrau Anna, geb.
Knöll, dahier gehörigen
Liegen=
ſchaften:
Flur Nr. qm
VI 169 287 Hofreite
Sandberg=
ſtraße Nr. 49,
VI 170 50 Grasgarten
da=
ſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, wiederholt
zwangs=
weiſe verſteigert werden. (K2/14
Die Genehmigung der
Verſteige=
rung wird auch dann erfolgen
falls kein der Schätzung
entſprechen=
des Gebot eingelegt wird und andere
rechtliche Hinderniſſe nicht
ent=
gegenſtehen.
Darmſtadt, 22. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (IX,10483
Belanntnachung.
Freitag, den 12. Inni I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die den Johann Georg Jacob
Eheleuten dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
I 113. 50 Wohnhaus
Holzſtraße
Nr. 11,
in unſerem Bureau, Grafenſtraße
Nr. 30, II., zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K67/13
Darmſtadt, 2. Mai 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (VIII,11521
Bekanntmachung.
Freitag, den 12. Juni l. Js.,
vormittags 10½ Uhr,
ſoll die den Kaufmann Georg
Braun Eheleuten dahier
zugeſchrie=
bene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 581 344 Hofreite
Moller=
ſtraße 36,
in unſerem Bureau, Grafenſtraße
Nr. 30, II., zwangsweiſe verſteigert
(K47/14
werden.
Darmſtadt, 4. Mai 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (VIII,11522
Bekanntmachung.
Freitag, den 19. Juni I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Metzgermeiſter Philipp
Treſſer dahier, ſowie die der
bür=
gerlichen Gemeinde der Stadt
Darmſtadt zugeſchriebenen
Immo=
bilien:
Flur Nr. qm
III 351 372 Hofreite
Gar=
diſtenſtraße 4,
III 352 99 Grasgarten
da=
ſelbſt,
III 349¾/10 197 Bauplatz
Becker=
ſtraße,
III 353¾/10 394 Baupplatz
da=
ſelbſt,
in unſerem Bureau, Grafenſtraße
Nr. 30, II., zwangsweiſe verſteigert
(B46/14
werden.
Darmſtadt, 6. Mai 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (IIII,11523
Erbbegräbnisf. 4 Pers.
auf d. Friedh. i. d. N.=Ramſtädterſtr.
zu verkauf. Off. u. N15 Exp. (*12231
Neu aufsenommen!
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am Rathaus. (11553a
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Am Dienstag, den 12. Mai
ds. Js., vormittags 9 Uhr,
wer=
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auf Bahnhof Darmſtadt Hpt., am!
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verſteigert. Die Bedingungen
lie=
gen bei der Bahnmeiſterei 55 in
Darmſtadt zur Einſicht offen und
werden im Termin bekannt ge=
(711520
geben.
Großh. Eiſenbahn=
Betriebs=
amt 1.
Rettſt. m. Sprungr. u. Roßh.=Matr.,
Deiſ. Kinderb. m. Matr. u. Mahag.=
Spielt. z. verk. Darmſtr. 49, I. (*12258
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Dieburgerſtraße 5. Tel. 1646
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Kriſchmelkende, weiße Ziege zu
verk. Darmſtr. 49, I. (*12259
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Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)
5
21.
Gere
(27.
Frankf. Hypothok.-Bank 10 213,50 Gelsenkirchen Bergw. . 111785
Schweden v. 1890. . . . . .3½
Moskau-Kasan.
4½ 94,40
Pfandbriefe.
Staatspapiere.
do. 46. Kred.-Ver. 8½, 15,50 1Harpen Bergbau. . . . . 1 1I I15ga
Serben steuerfrei . . . . .
8740) do. . . . . . . .
485,50
100,00 Mitteldeutsche Kred.-Bk. 6½ 1116.75 Kaliwerke Aschersleben . 10 (1365oi
4 100,30
do. amort. v. 1895 .
Wladikawkas.
4 85,40 Berliner Hyp.-Bk.-Pf.
Dt. Reichsschatzanw.
93,60 Nation.-Bank f. Deutschl. 6 1112.50 Kaliwerke Westeregeln - 13 200500
do. unkäb. 1918. . .
Türk. Egppt. Tribut . .
Rhäsan-Koslow.
Dt. Reichsanloihe p. 1918
93.75 1Pfälzische Bank . . . . . . 7 1123,05 Königin Marienhütte
1919. .
9,10I. do. Kons. steuerkreie
3 63,70) do.
Portugies. Bisonb. v.
do. . . . . p. 1945
8100)
9475Reichsbank . . . . . . . . .8.43 135,50 Taurahütte
1921. .
86,80) do. Admin. v. 1903 . .
do.
77,60) do. . . . .
. . . . . 8 13050
4½
do. . . . . . . . . .
126,75 (Oberschles. Eisenbed.
95,75 1Rheinische Kredit-Bank.
17.90
Livorneser
do. unif. v. 1903..
2410 69,501 do. „ . 1922. ..
do. .. . . . . . . .
84,30 1A. Schaaffhaus. Bk.-Ver.
109 40 Oberschl. Eisen-Industrie 3 6128
100,30) do. v. 1905. . . . . . . .
3 60,70) do. . . . . . . . . . . . .
73,00 Salonique Monastir.
Preußische Schatzanw.
95.00 Wiener Bank-Verein. .
8 130½ Phönix Bergbau . . . . . . 18
4 77,60 do. Komm.-Obl. unk. 1918
91,10 1Ungarische Staats-Rente
Bagdadbahn
Staffelanleihe.
95,00
Rheinische Braunkohlen 10 (2260d
86,85 1913 unkdb. bis 1923 . . 4½ 90,00Anatolische Eisenbahn .4½ 90,40 Frankf. Hyp.-Bk. pr. 1910
Consols .
96,00
1915 .. .
4½ 90,20) do.
Riebeck Montan . . . . . . 12 19400
77.90Ungar. Staatsk.-Scheine
Missouri-Pacitic I.
do. . . . . . . .
Aktien von Trans-
South West.-Afr. Shares . 5 1155
4 58,90 do.
1920 .. ..
9680 1 v. 1913.—
do. do. v. 1905
.. . . . . .4½ 98,50
Badische Staats-Anleih
96,50 port-Anstalten.
3½ 88,00
dc. Ser. 12—19. . . . . . 3½ 86,40
82,70Northern-Pacifc.
4 95,20
do. Gold-Rente. . .
do. v. 92/94
Hamb.-Amerika-Packetf. 10 127.40
91,40Kommunal-Oblig. Ser. 1,
80,55 Southern-Pacihe... ..
do. Staats-Rente 1910.
do. . . .
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80,95 St. Louis & San Francisco 5 91,40
Bayerische Ablös.-Rente. 4 97,00
Kr.
do,
Anlehenslose. Zf.
Frankfurt. Schleppschiff. 4 116,00
— Frankf. Hyp.-Kred.-Ver.
E.-B.-Anl. kdb. ab 1906 4 97,60 Argent. innore Gold-Anl.
Tehuantepec . . . . . . .
5
Ser. 15—42) 4 94,00 1Südd. Eisenb.-Gesellsch. . 6½ 1132,00
97,60
Ungar, Lokalbahn . . . . 5 98,50
v. 1887 5
do. unkdb. p. 1918 .
.Tlr. 100 4
48—49) 4 94,90Anatol. Eisenb. 60%-Akt. 5½ 1115,00 Badische .
do. . . .
97,60
do. äußere v. 1890 . . . 5 99,80
do. unkdb. p. 1920
4 96,00 (Baltimore . . . . . . . . . . 6 91.251Cöin-Mindener . Tlr. 1003½145
do. unk. 1922 „ 52
do. innere v. 1888 . . .4½ — 1 Provinz-Anleihen.
E.-B.- u. Allgem. Anl.
.. . . . 10 1925/ Holländ. Komm. . A. 100 3 115
4 97.90
do. „ 1913.. . . . . . 3¾/ 88.601Ganads . . .
unkdb. p. 1930
do. äußere v. 1888 . . .4½
4 96,60
Rheinprov. Obl. Em. 20/21
... 7½ 139,50 IMadrider . . . . . Frs. 100 3
.. 3½ 86,50Schantung.
3½ 85,05
do. r. 1807
do. Anleihe
do. Ser. 45 . . . . .
3½ 86,80
8 15500Meininger Präm.-Pfdbr. . 4 140mm
3 76,00lchile Gold-Anl. v. 1911. . 5 93.50 do. Em. 10.
Prinz Honry.
3% 83,50 Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
do. „ .
20½ Osterreicher 1860er Lose . 4 (180a
do. „ 9. . .
97,80
Ser. 12, 13, 16
Hamburger Staats-Anl.
96,90Lombarden .
do. v. 1880
3½ —
.. .4½
Posen Prov . . .
6 111,60 1Oldenburger. . . . TIr. 40) 3. 12850
14, 15, 17
4 96,90 (Pennsylvanis. . . .
do. . . . .
do. v. 189794
do. v. 1906 .
495,90
. 4½
Raab-Grazer . . . . H. 1502½115m
Westfalen Prov. V.. . .
79,20Chines. St.-Anl. v. 1895.
4 95,80 do. unkdb. 1920 . . . . 4 97,40
Go. .. . . . . .
Hess. Prov. Oberhessen
1923 . . . . 4 97,50
97,80
Hessische Staats-Anleih
6
do.
do, v. 1896.
do. Starkenburg. . . .3½
do. Ser. 1, 2, 6—8 . . . . 3½ 84,90 Industrie-Aktien.
do. unkdb. p. 1921
4 9750
5 86,90
do. Reorg. Anl..
Unverzinsliche
Mk.
do. „ 3—5 . . . . . . . 3½ 84.75Badische Anilin-Fabrik . 28 612,00
3½ 85,00
4½ 90,20
(o. . . . . .
do. v. 1898 .
Städte-
Anlehenslose.
p. 8.
3½ 84,901Chem. Fabrik Griesheim 14 264,00
do. kündb. 1915.
60. . . . . . . . .
4½ 89,10
75,40 Japaner . . . . . . .
Obligationen.
Sächsische Staats-Rente
do. Komms unk. 1913) 4% 96,90Farbwerke Höchst . . . . 30 1630,50 Augsburger
63,80
77,80 (Innere Mexikaner.
. A. 7 3600
„ 1914 4 96,90Ver. chem. Fabr. Mannh.. 20 — Braunschweige
Württembg. Staats-Anl.
Außere do. v. 1800 5 8450 parmstadt.
do.
.4
TIr. 20 2020
„ 1916 4 97,10Zement Heidelberg . .
10 148,50Mailänder
(unkdb. p. 1921).
. .3½ 87,30 do.
97,90Mexikan. Gold v. 1904
4 68,00
do. . . .
Fs. 45
do. v. 79/80 ..
„ 1920 4 97,40Chemische Werke Albert 30 452,00‟ do.
342,00Frankfurt . . . . . .. . . . 4 97,00
Fs. 10
3½ 88.00 do. cons. . . . . .
do.
1923) 4 97,50Holzverkohl. Konstanz 15 304,25 Meininger
(0..
3 77.60
do.
do. Irrigat.-Anleihe .4½ 67,80
do. . . . . . . . . . . . . .3½ 89,00
.. A.7
Bulgarische Gld.-Anl.
do. verlosb. u. kündb.. 3½ 84,90 Lahmeyer . . . . . . . . . . 6
Osterreicher v 1864 . K. 100 50
. . . . . 4 94,50
3½ 64,00Gießen . .
5 95,40 Buenos-Aires Prov.
Grioch. Anl. v. 1890 .
unkdb. 1915 3½ 84,90 Schuckert, Nürnberg. .
8 1145,10
3½ 87,00
do.
do. v. 1858 . A. 100
1.,6) 55.60 Tamaulipas . .
566,501 do. . . . . .
d0. v. 1887 Monopol 19/ 51,50 Sao Paulo E.-B.
4 91,00Meininger Hyp. -Bk. Pfdb.
5
94,60 Siemens & Halske. . . . . 12 211,90Ungar. Staats .
A. 100
Heidelberg.
3½ 86,50
Italienische Rente.
do. unkäb. 192..
95,80 Bergmann Elektr. . . . . . 5 123,00Venediger
5 96,70
do. v. 1913
3½
do. ..
Fs. 30
Ostorr. Staats-R. v. 1913 . 4.
91,50Siam v. 1907. .
3½ 86,00 Allg. Elektr.-Geselisch. . 14 1240,50 Türkische .
4 94,70) do. . . . .
.. . . .4½ 95,00 Karleruhe .
Fs. 400 1650
do. Silber-Rehte . . . . 4½ 86,05
3½ 87,00 Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
Hagen Akkum. . . . . . . . 25 333,00
do. . . . . .
Prioritäts-
do. Papier-Rente . . . 4½
unkdb. 1917
4
94,00 Deutsch. Übersee-Elektr. 11 (173.80
Magdeburg
Gold, Silber und
Obligationen.
do. Gold-Rente . . . .
86,30
1919
93,75Gummi Peter . . . . . . . . 0 80,00
4 95,00
do. . . . ..
Mains . . . .
Banknoten.
do. einheitl. Reute . . 4 82,20Südd. Eisenb.-Gesellsch.
94,00Adler-Fahrradwerke . . . 25 334,75
3½ 86,60 do. . . . . .
1921
do. . . . . .
Portug. Tab-Anl. 1891
95,00
4½ 97.70
1924 4 96,20Maschinenfabr. Badenia 6 (130,00Engl. Sovereigns. ..
do. . . . . .
1805/0713½ 84,20 Mannheim:
do, inn. amort. 1905 . . 4½ 73,50
3½l 84,60 Wittener Stahlröhren . .0
3½ 86,15 do. . . . . . .
V, 19043½
20-Franks-Stücke . . . .
do. . . .
do, unif. Serie I
4 96,40 do. Komm. unk. 1923
95,20Motoren, Oberursel
61½ Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
8½ 1157,00 1Amerikanische Noten .
München .
„ III.
do. „
1924
96,00 1Gasmotoren, Deutz . .
do.
64,50
3½
9 (119,00Englische Noten . . ..
Nauheim.
Oblig., gar. v. d. Stadt
do. Spezial Titel. .
4 95,00 1Südd. Bod.-Kred.-Pfdbr.
96,50 Siemens Glas-Industrie . 15 236,50 Französische Noten..
93,85 Nürnberg
9,80
Darmstadt. . . . .
Rumänen v. 1903 . . .
3½ 85,80 do. . . . . . . . . .
23 288,00 Holländische Noten .
.. 3½ 88,20Enzinger Filter
5 99.90 Nordd. Lloyd-Obligat. . . 4½100,00 do. . . .
do. Gold v. 1913.
4
10 1143,20Italienische Noten . . . . .
92,00 Offenbach .
4½
91,40 1Donau-Dampfschitf. v. 82
Steaua Romana
do. Schatzsch. v. 191
15 1179,00Osterr.-Ungarische Noten.
do. v. 1914
4 91,20
4½100,00 Elisabethbahn . . .
Zellstoff Waldhof. . .
do. eonv.
14
4 87,00
Bad. Zucker-Waghäusel .12,83/222,90Russische Noten . . . . . .
4 8460 Franz-Josef-Bahn
Bank-Aktien.
do. . . . . .
do. v. 1890
4
4 93,70Kaschau-Oderberger
Wiesbaden.
Schweizer Noten. . . . . . . .8
Neue Boden-Aktien-Ges.
do. v. 1891
3½
Bank für elektr.
Unter-
do. . ...
87,00 Prag-Duxer
Süddeutsche Immobilien 0 60,75
3 71,40
do, v. 1905
85,00 lOsterreich. Staa
4% 94,50 nehmungen Zürich . . 10
5 1101.70Worms .
do. v. 1908
3½
48850
Berg.-Märkische Bank.
Reichsbank-Diskont . .
do. . . .
8450 do.
Bergwerks-Aktien.
do, v. 1910
Kleign
Berliner Handelsges.:
3 73,50Lissabon v. 1888
4 1 85,00
do. Lombard Zsf.
do.
Russische St. Anl. v
4½ 94,00 1Darmstädter Bank.
6½ 116,90Aumetz-Friede . . . . . .
5 98,50 IMoskau v. 1912
98,05
do. Südbal
12 153,80
do. Konz. v. 1850
4 92.50 Deutsche Bank. . . . . . .12½241,25 1Bochum. Bergb. u. Gußst. 14 219,50
4 71,00 Stockholm v. 1880 .
do.
de.
86,30
Tendenz:
do. Gold v. 1890
.26/10 50,80 Wien Komm. . .
118,30Leonhard, Braunkohlen . 9 1159,00
Deutsche Vereinsbank.
do, do.
Abgeschwächt.
do, v. 1902 .
76,60 Wiener Kassenscheine: .4½ 98,70Dt. Effekt.- u. Wechs.-Bk. 6 112,40Konkordia Bergbau
23 360,30
89,501 Raab-Oedenburg
Schwedon v. 1880.:
31
Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 (188,00 Deutsch-Luxemb. Bergb. 10 1123.00
Zürich v. 1880.
91,75 Kronprinz Rudolfbahn
Jo. v. 180 ₰
4 84,80 Buenos Stadt v. 1892 . . . 6 101,50 Dresdner Bank.
8½ 150,00 jEschweiler . . . . . . . .
10 228,75
Russ. Südwest :.
Handel und Verkehr.
— Frankfurt a. M., 7. Mai. (Börſe.) Die ſich
häufenden ſchlechten Nachrichten aus den Induſtriebezirken,
welche die mißliche Lage deutlich kennzeichnen und die
be=
fürchten laſſen, daß die Kurſe der Induſtriewerte immer
noch nicht auf ihrem Tiefſtande angelangt ſind, verſtimmen
andauernd die Börſe. Auch die noch unerledigte
mexi=
kaniſche Frage und die Hiobspoſten aus dem Epirus
hal=
len dieſelbe unter Druck. Trotzdem waren, obwohl heute
auch vom amerikaniſchen Eiſenmarkte neuerdings
ungün=
ſtige Nachrichten vorlagen, die Anfangskurſe nicht
erheb=
lich niedriger, wenn ſich dieſelben auch etwas unter den
geſtrigen Schluß ſtellten. Im Verlauf ſchwächten ſich
be=
ſonders Montanwerte weiter ab bis ſich gegen Schluß
die Geſamthaltung, wieder vom Montanmarkte ausgehend,
befeſtigen konnte, ſo daß die Schlußbörſe gegen den
An=
fang keine weſentliche Aenderung zeigt. Am Kaſſamarkt
war die Stimmung geteilt; höher notierten u. a.
Scheide=
anſtalt 5¾. Chemiſche Griesheim 2 Prozent, Weiler ter=mer
2 Prozent, Holzverkohlung 1¼ Prozent, Schlick u. Co.
3 Prozent. Weſſel Schuhfabrik 2½ Prozent; niedriger
notierten Moenus 3 Prozent, Ullrich Emaillierwerke 1½
Prozent, Wegelin 2 Prozent, abgeſchwächt.
Landwirtſchaftliches.
— Schlachtviehmarkt Darmſtadt.
Schweine=
markt am 6. Mai Auftrieb 204 Schweine. Preiſe 1. Qual.
(Schlachtgewicht 50 Kg.) 61 Mk., 2. Qual. 60 Mk 3. Qual.
59 Mk. Marktverlauf: mäßig; Ueberſtand. — Schweine=
nech an 7 Pat auſtich an Schwene Peite. Sut
(Schlachtgewicht 50 Kg.) 61 Mk., 2. Qual. 60 Mk., 3. Qual.
59 Mk. Marktverlauf: rege: Ueberſtand. —
Kälber=
markt am 7. Mai. Auftrieb 176 Kälber, 2 Schafe,
1 Ziege. Preiſe 1. Qual. (Lebendgewicht 50 Kg.) 58 Mk.,
2. Qual. 56 Mk., 3. Qual. 54 Mk. Marklverlauf: lebhaft.
F.C. Frankfurt a. M., 6. Mai. (
Kartoffel=
markt.) Man notierte: Kartoffel im Waggon 6,50 Mk.,
Kartoffel im Detail 7,50 Mk., alles per 100 Kilo.
— Frankfurt a. M., 6. Mai. (
Schlachtvieh=
markt.) Amtlicher Bericht.) Auftrieb: 1595 Schweine.
Preiſe für 1 Zentner Lebendgewicht (Schlachtgewicht):
a) Fettſchweine über 3 Ztr Lebendgewicht 46½—49 (61
bis 63), b) vollfleiſchige Schweine über 2½ Ztr.
Lebend=
gewicht 46—48 (60—62), c) vollfleiſchige Schweine über
2 Ztr. Lebendgewicht 46—49 (60—62), d) vollfleiſchige
Schweine bis zu 2 Ztr Lebendgewicht 46—49 (60—62).
Marktverlauf: mittelmäßig; Ueberſtand.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.!
Das Heſſiſche Landes=Kriegerdenkmal!
Bis jetzt iſt für das Heſſiſche Landes=
Kriegerdenk=
mal ein erlöſendes Wort nicht geſprochen. Woran liegt
das? Die große Mehrheit findet, daß das Denkmal an
einem Platz ſteht, wohin es nicht gehört, und daran
kön=
nen bekannt gewordene und etwa noch kommende
Einwen=
dungen nichts ändern. Der Muſeumsneubau mußte ſich
nach dem Denkmal richten. Ein ſolcher Plan war auch
wohl urſprünglich genehmigt. Als aber das Muſeumi
ſeinem Außenbau vollendet war, da fand ſich das Künſtlen
auge beleidigt und zur Verſöhnung desſelben wurde das
Denkmal in die Ecke geſchoben. Nun war aber nach einem
früheren Eingeſandt in der Preſſe das Denkmal gar nich
der Grund der Beleidigung des Künſtlerauges, vielmehr
das häßliche Eck am Muſeumsbau, zu deſſen Verdeckung
das Denkmal dienen mußte. Hierzu aber war dochs
Denkmal zu wert= und bedeutungsvoll. Man weiß nicht,
ob man ſich über die Tragweite und die Berechtigung
dieſer Handlung klar war Dem Künſtler hat man
Rich=
nung getragen, dem Volksempfinden nicht. Man=kankt
nicht verſtehen, wie dies geſchehen konnte, um ſo weniger,
als es in der Reſidenz des verewigten Fürſten geſchahl
unter deſſen perſönlicher glorreicher Führung die Heſſiſchen
Diviſion auf zahlreichen Schlachtfeldern für das Vaterland
und die Einigung Deutſchlands gekämpft und gebluten
hat. In der öffentlichen Meinung begegnet man der vie
fach ausgeſprochenen Auffaſſung, daß die Tatene
Kämpfer aus Deutſchlands größter Zeit ſowohl, als auch
ſeitens dieſer Kämpfer das von unſerem Heſſenlandin
hochherziger Weiſe geſtiftete Dankes= und
Erinnerunge=
zeichen die gebührende Würdigung nicht mehr fänden.as
letzteres betrifft, ſo dürfte genugſam bekannt ſein, e
wir uns ſchon eine Reihe von Jahren um die Verſetzung
des Denkmals bemühen. Wenn bisher der Erfolg aus
blieb, ſo geben wir uns jetzt der zuverſichtlichen Hoffnung
hin, daß die berufenen Organe die Sache baldigſt indi
Hand nehmen werden, um die ſchon vor Jahren in Aus
ſicht geſtellte und damit anerkannt notwendige Verſetzung
des Denkmals endlich zu verwirklichen.
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faſſoniert u. garn. eleg., ältere Zut.
w. verw. Modes, Ludwigspl. 8, V., III. (11331g
Der Sieg des Herzens.
Roman von Otto,Elſter.
Nachdruck verboten.)
Es iſt die höchſte Zeit, daß ich mich aus dem Staube
ſſthe, fluchte er ingrimmig bei ſich. Hier habe ich aus=
Apeelt — dieſer Menſch, dieſer Ballhauſen, wird mich
traten! Ah, könnte ich mich an ihm rächen! — Doch,
Ihuld! Auch andere Zeit wird kommen. Jetzt nur fort
Iſi hier! —— Frau Magnus muß mir helfen!
Er hatte ſein Hotel erreicht. Er blickte ſich ſorſchend
; von dem Kriminalkommiſſar war nichts zu ſehen.
Allulheim atmete auf. In einer halben Stunde ging ein
Emellzug nach Monte Carlo — den wollte er benutzen.
Raſch eilte er die Treppen hinauf und trat ungeſtüm
Ads Zimmer ſeiner Freundin, die ſich noch im Morgen=
Aug befand, während Edith im Hotelgarten weilte.
Mein Gott, Rautheim, wie Sie mich erſchreckt haben!
Frau Magnus, bei ſeinem ſtürmiſchen Eintritt aus
t bequemen Lage in einem Seſſel auffahrend. Was
denn geſchehen, daß Sie zu ſo ungewohnter Stunde
himen?
Ich muß fort — Sie müſſen mir helfen, ſtieß
Raut=
n erregt hervor.
Sie müſſen fort? Hat man Ihr Inkognito entdeckt?
Ja — ja! Noch bin ich ſicher — aber die nächſte
ude kann das Verhängnis bringen. Helfen Sir mir,
eiſſte Freundin! Ich bin faſt ganz ohne Mittel .
Wohin wollen Sie?
Mach Monako! Dort verſchwindet man leicht in der
Unge der Fremden.
Sie nehmen mich ſehr ſtark in Anſpruch, Rautheim.
Es iſt Ihr eigener Vorteil. Oder ſoll die intimſte
Aſchichte Ihrer Familie vor Gericht enthüllt werden?
lgte er drohend.
Frau Magnus erbleichte.
Ich habe Ihr Verſprechen, Rautheim . . . .
Ja — und ich werde es halten. Aber Sie müſſen mir
helfen! Oder alle Verſprechungen nützen nichts.
Frau Magnus trat an ihren Schreibtiſch und öffnete
eine Schublade.
Genügen Ihnen fünfhundert Francs?
Fürs erſte — ja. Geben Sie mir!
Sie händigte ihm die Scheine ein.
Ich danke Ihnen — in Monako werde ich mir ſſelbſt
helfen.
Er wollte fraſch gehen; da öffnete ſich die Tür, und
Edith trat ein. Erſtaunt blieb ſie ſtehen.
Rautheim — Sie hier?
Ich kam, um AAbſchied zu nehmen
Sie wollen fort?
Ja — ich reiſſe noch in dieſer Stunde.
Das iſt ein glücklicher Gedanke!
Sehr liebenswürdig von Ihnen, Fräulein (Edith,
ſagte er mit häßlichem Lachen. Wir werden uns aber
doch recht bald wiederſehen.
Ich hoffe nicht, entgegnete ſie kalt und wandte ſich ab.
Auf dem Korridor draußen ertönten laute Stimmen.
Dann ward an die Tür geklopft.
Laſſen Sie niemand eintreten, flüſterte Rautheim der
Frau Magnus zu. Ich fürchte, man ſucht mich .
Er lauſchte an der Tür. Plötzlich ſagte er, und ſſein
Geſſicht war aſchfahl geworden: Ich muß mich bei Ihnen
verbergen — es iſt die Polizei — verraten Sie mich nicht.
Und er eilte in das Schlafzimmer der Damen, ehe
dieſe ihn daran hindern konnten.
Mein Gott, was ſollen wir beginnen? fragte Frau
Magnus angſtvoll.
Ein Ende machen, ſprach Edith ſtolz. Dieſer
Zuſtand=
ſt unfer unwürdig.
Sie ging zur Tüx.
Edith — was tuſt Du?
Aber Edith hatte bereits geöffnet. Der
Zimmerkell=
ner, ein Herr in dunklem Zivilanzug und ein Poliziſt
ſtanden vor der Tür.
Verzeihen, gnädiges Fräulein, ſagte der Kellner.
Dieſe Herren ſuchen Miſter Smith . . . . und da ich ihn
vorhin hier eintreten ſſah . . .
Auch ich bitte um Entſchuldigung, gnädiges Fräulein,
nahm der Herr in Zivil das Wort. Ich möchte die
Da=
men nicht gern beläſtigen — aber meine Pflicht befiehlt
mir, mich dieſes ſogenannten Miſter Smith zu verſichern
— mein Name iſt Kerſten, Kriminalkommiſſar aus
Ber=
lin. Iſt Miſter Smith wirklich bei Ihnen, meine Damen?
Ja, entgegnete Edith ruhig. Miſter Smith oder Herr
von Rautheim, wie er eigentlich heißt, befindet ſich in
jenem Zimmer . . . . .
Edith?!
Frau Magnus ſank faſſungslos in einen Seſſel und
ſchlug die Hände vor das Geſicht.
Ihr Zeugnis, daß ich den rechten Mann gefunden
habe, iſt mir ſehr wertvoll, gnädiges Fräulein, ſagte der
Beamte lächelnd. Darf ich dort eintreten?
Bitte . . . .
Edith trat zurück. Der Beamte näherte ſich der Tür.
Da fuhr Frau Magnus auf.
Mein Herr — es iſt mein Schlafzimmerr
Verzeihung, gnädige Frau . . . aber . . .
In dieſem Augenblick erötnte in dem Nebenzimmer
bin ſcharfer, kurzer Knall.
Was iſt das? — Ein Schuß? rief der Kommiſſar.
Sollte ſich der Menſch erſchoſſen haben?
Er ſtürzte in das Nebengemacht. Mit entſetztem
Aus=
drück ſtarrte ihm Frau Magnus nach, während Edith
ſmarmorblaß, aber kalt und ruhig daſtand.
Nach einer kurzen Weile trat der Kommiſſar wieder
lein. Sein Geſicht war ernſt.
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Holen Sie einen Arzt, wandte er ſich an den Kellner.
Was iſt geſchehen?! fragte Frau Magnus mit
beben=
der Stimme.
Erſchrecken Sie nicht, gnädige Frau — Herr von
Rautheim hat ſich erſchoſſen .
Mit einem lauten Aufſchrei taumelte Frau Magnus
zurück, und wäre zu Boden geſtürzt, wenn Edith ſie nicht
aufgefangen hätte.
Mama, beruhige Dich
Frau Magnus ſtieß ihre Tochter fort.
Du — Du biſt ſchuld daran! ſchrie ſie. Du — Du
biſt ſſeine Mörderin . . . . laßt mich zu ihm.
Du bleibſt, Mama .
Gnädige Frau, es iſt kein Anblick für Sie, ſagte der
Beamte.
Oh, mein Gott — mein Gott — jammerte ſie auf und
ſank bewußtlos in die Arme Ediths.
Die Hochzeit von Eva und Hans wurde in aller Stille
gefeiert; dann verließ man San Remo, um in dem
ſüd=
lichen Italien Aufenthalt zu nehmen. Die Vorgänge im
Hotel de I'Italie, welche ein ſo tragiſches Ende
genom=
men hatten, verleideten dem jungen Ehepaare den
Auf=
enthalt in San Remo, ſie wollten in ihrem Gkück nicht
durch die Erinnerungen aus der Zeit ihrer Kämpfe, ihres
Irrens und Zweifelns geſtört werden, aus denen ſie ihre
Herzen ſiegreich herausgeführt hatten.
Der Graf machte Herrn Borchers, der mit ſeiner Frau
zur Hochzeit gekommen war, das Anerbieten, ihn
ungb=
hängig von dem Geſchäft zu ſtellen, und dieſer wäre auch
wohl gern darauf eingegangen, ſich als kleiner Rentier
irgendwo in einem hübſchen Vorort Berlins anzuſiedeln,
aber Frau Borchers lehnte das Anerbieten des Grafen mit
bbeſcheidener Feſtigkeit ab.
Wenn unſere Eva ihr Glück bei ihrem Manne ſindet,
ſo genügt uns das, ſagte ſie. Wir wollen für uns keine
Vorteile aus dieſer Verbindung ziehen. Wir haben
ge=
nug zum Leben, und für Carl Adolf iſt es ſehr gut, wenn
er etwas um die Hand hat. Der Mann könnte mir ſſonſt
noch allerlei Torheiten begehen. Ich kenne meinen Mann,
ch muß ihn noch ein bißchen ſcharf in den Zügeln halten.
Der Graf meinte gutmütig: Etwas bequemer können
Sie es ſich ſchon machen.
Ja, das wollen wir auch, entgegnete Frau Borchers
Wir wollen nicht mehr an junge Herren vermieten.
Und im Sommer müſſen Sie zu uns nach Ballhauſen
kommen.
Wenn Sie es erlauben, Herr Graf, kommen wir gern
einmal auf Beſuch.
Das iſt recht, Frau Borchers. Sie werden ſich da
ſchon gefallen.
Sie ſchieden als gute Freunde, und Carl Adolf kehrte
ſtolz über das Glück ſeiner Tochter nach Berlin zurück und
erzählte ſeinen guten Freunden am Stammtiſch im
Lö=
wenbräu Wunderdinge von der ſchönen Riviera und
ihrem blauen Meere.
Der Graf begleitete das junge Paar nach Süditalien.
Der Aufenthalt in dem milden Klima ſtärkte ſeine
Ge=
ſundheit zuſehends, wenn auch eine leichte Lähmung
zu=
rückblieb, die ihn zwang, ſſich beim Gehen zweier Stöcke
zu bedienen. Mit der Beſſerung ſeines Zuſtandes kehrte
aber auch die Sehnſucht nach den gewohnten Verhältniſſen
ſeiner nordiſchen Heimat zurück, und auch Hans ſehnte
ſich danach, ſeine junge Gattin in das Haus einzuführen,
in dem ſie fortan als Herrin ſchalten und walten ſollte.
Der Süden mit all ſeinen Wundern in der Natur und
in der Kunſt vermochte ihnen das trauliche Glück des
eigenen Heims nicht zu erſetzen. Man war doch in der
Fremde, während da oben im alten Grafenſchloß, unter
den rauſchenden Bäumen des Parkes, auf den Feldern und
Wieſen, in der Stille der Wälder die Heimat lockte und
rief, vor deren trautem Zauber die Schönheiten der
Fremde verblaßten, wie vor dem ſtillen Glück, das die
Liebe ihnen geſchaffen, die glänzenden, rauſchenden Feſte
der Welt in Nichts zuſammenſanken.
(So kehrte man beim Anbruch des Frühlings nach
Schloß Ballhauſen zurück.
Der Oberinſpektor hatte es ſſich nicht nehmen laſſen,
dem jungen Paare einen feſtlichen Empfang zu bereiten.
Die Diener und Angeſtellten der Wirtſchaft hatten auf dem
feſtlich geſchmückten Schloßhofe Aufſtellung genommen,
Schulkinder des Dorfes ſtreuten Blumen, mehrere ſchmuc
junge Mädchen überreichten mit einem ſinnigen Gedic
einen Blumenſtrauß, der Oberinſpektor hielt eine feierlie
Anrede, und als das junge Paar das Schloß betrat,
ſtand der greiſe Pfarrer des Dorfes unter dem Porta
ſtreckte ſegnend die Arme aus und ſprach: Der Hell
ſegne Euren Eingang.
Eva war tief bewegt. Als der feierliche Empfal
vorüber war, da eilte ſie in das Zimmer des alten
fen, wo dieſer in ſeinem bequemen Lehnſeſſel ruh
etwas ermüdet und abgeſpannt von der langen Reiſe
Sie ſank vor ihm nieder und küßte ſeine Hände. Liel
voll beugte er ſich zu ihr nieder.
Biſt Du zufrieden und glücklich, mein Kind? frag
er mit dem milden Lächeln, das jetzt ſo oft ſein Andl
verklärte.
Ich bin glücklich — und all mein Glück habe ich Ihn
zu verdanken, flüſterte ſie ergriffee.
Nicht mir, entgegnete der Greis und ſtreichelte zäfl
lich ihr blondes Haupt. Nur Dir allein, mein liebes
terchen, nur Deinem Herzen voll Liebe und Treue,
den Sieg über all das Böſe und Feindſelige dieſer
davongetragen hat. Der Sieg des Herzens iſt der ſchön
Sieg in des Menſchen Leben; er allein kann uns wahrha
glücklich machen. Das haſt Du mich gelehrt, meini
und deshalb bin ich es, der Dir danken muß.
Oh, mein Vater . .
Ja, nenne mich Vater! Ich will es ſein, denn
Deinem Glück habe auch ich mein Glück, meine Ruhe,
nen Frieden wieder gefunden . . .
Er ſchloß ſie innig in ſeine Arme, und ſie weinte
nen des riefſten Glückes an ſeinem Herzen.
Draußen riefen die Leute Hurra, ſangen die Sch
kinder, krachten die Böllerſchüſſe, klangen die Glocken.
Graf hatte ſeinen Leuten ein frohes Feſt veranſtaltet
aber innigere Freude, tieſeres Glück herrſchte in dem
Ziſ=
mer, wo ſſich Herzen zuſammengefunden hatten zu eint
ſtillen Feier der Liebe und der Treue.
Dieſe Feier konnte der laute, fröhliche Lärm da
draſ=
ßen nicht ſtören.
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abzug. Tannenſtr. 41, p. (*12218
aus der
hygi-
enisch
muster-
gültig
einge-
richteten
¼ Pfund
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geben, einen Versuch mit demselben zu machen, gewähren wir bei Rückgabe
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2 jüngere
Näherimnen
Weiblich
verfetimallnKon=
räulein torarbeiten, ſowie
Vareibmaſch. u. Stenogr., mehr.
jahre auf einem Platze tätig gew.,
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Bg. Frau ſucht Laufdienſt, auch½,
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2249) Schützenſtr 8 (Hinterhs.).
au ſucht Laufdienſt vorm. 2 Std.
Blumenthalſtr. 37 (Manſ.). (*1224s
Eaub. Waſchfrau hat n. Tage frei.
*12212) Pankratiusſtr. 39½.
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22209) Schuknechtſtr. 58, III.
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Haus=
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ſamdmädch. ſuch. i. Darmſt. Stellen.
an Berta Ueßling gewerbsmäßige
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ſinderfrl., jüng. Landmädch. für ſof.
der ſpäter. Frau Minna Dingeldein,
enzerbsmäßige Stellenvermittlerin
Uſabethenſtr. 5, Tel. 531. (*12265
Männlich
Junger
ſihher als Kontoriſt tätig,
Kennt=
ſe in Stenographie u.
Maſchinen=
h-eiben, ſucht p. 1. Juni anderw.
tellung. Offert. unt. N 29 an
ie Exped. d. Bl.
(*12238fgi
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Btellg. in kl. Hauſe in Darmſtadt
ſelbſtändig, bei beſcheiden.
Ge=
ſaltsanſpr. Eintritt per 1. Juni
lder früher. Offert. unter C. F.
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155
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Wo? ſagt die Exped. (*12243df
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bürger=
lich kochen kann; ebenſo
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M
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der Originalschddel--4
(I,1702)
Kongreſſe und Verbandstage.
— Eſſen, 6. Mai. Reiche muſikaliſche Genüſſe
er=
warteten die Teilnehmer des 25. Deutſch=
evange=
liſchen Kirchengeſangstags nach den
anſtren=
genden Verhandlungen des geſtrigen Vormittags.
Nach=
mittags 3 Uhr fanden in der Erlöſerkirche durch
verſchie=
dene Orgelkünſtler aus Dortmund, Eſſen, Weſel und
Elberfeld Orgelvorträge ſtatt, die das Choralſpiel bei und
nach J. S. Bach in einem Gang durchs Kirchenjahr
zeig=
ten. Die Vorträge führten von Bach bis zu Komponiſten
unſerer Zeit. Der Abend bildete wohl den muſikaliſchen
Glanzpunkt der Tagung. Er brachte die Aufführung der
„Deutſchen Meſſe” von Otto Taubmann in der
Kreuzeskirche durch den Evangeliſchen Kirchenchor Eſſen
unter Leitung ſeines vortrefflichen Dirigenten,
Muſik=
direktors Beckmann. Die meiſten Feſtbeſucher lernten
in dieſem in Eſſen zum zweiten Male aufgeführten Werke
eine Tonſchöpfung kennen, die an Schönheit und innerer
Kraft ſich neben die herrlichſten Kleinode der kirchlichen
Tonkunſt ſtellen kann. Der Komponiſt wohnte der
Auf=
führung perſönlich bei.
Heute Mittwoch vormittag fand unter der Leitung
des Herrn Prälaten D. Dr. Flöring=Darmſtadt die
Hauptverſammlung ſtatt. Hier bildete den Mittelpunkt
der Vortrag des Herrn Profeſſors Arno Werner aus
Bitterfeld: „Die Entwickelung des Volksgeſangs 1813 bis
1913 mit beſonderer Berückſichtigung des kirchlichen
Volks=
geſangs‟ Der Referent gab ein Bild der Entwickelung
des Schulgeſanges von der Zeit der Gründung des
Volks=
ſchullehrerſtandes und der Einführung des
obligatori=
ſchen Geſangsunterrichts an bis zur Gegenwart. Im
zweiten Teile behandelte der Redner die Kirchenmuſik im
beſonderen. Lebhafter Beifall und herzliche Dankesworte
ſeitens des Vorſitzenden belohnten die Ausführungen.
Die Ausſprache über den Vortrag geſtaltete ſich
außer=
ordentlich lebhaft. Es waren vor allem drei in engſtem
Zuſammenhang ſtehende Fragen, die die Gemüter
beweg=
ten. Die des rhythmiſchen (beſſer polyrhythmiſchen)
Cho=
rals wurde behandelt von den Herren Pfarrer Wilhelm
Herold=Memmingen (Bayern), Paſtor Glebe=Bochum,
De=
kan Pezold=Kirchheim u. Teck (Württemberg), Kirchenrat
D. Max Herold=Neuſtadt an der Aiſch und Organiſt Dreyer=
Berlin, die mit warmer Begeiſterung und aus reicher
eige=
ner Erfahrung für die bewegte Form des Chorals
ein=
traten, während Pfarrer Hoppe=Stettin und Geh.
Konſi=
ſtorialrat Nourney=Stettin ſich ihr kühler
gegenüberſtell=
ten. Die zweite Frage, die beſonders beſprochen wurde,
war die der Belebung des kirchlichen Volksgeſangs durch
neuere Lieder im Sinne der modernen Lyrik. Paſtor
Hoppe wünſchte, lebhaft von Paſtor Greulich=Poſen
unter=
ſtützt, Aufnahme der neuzeitlichen Sänger in die
Geſang=
bücher. Ihnen trat beſonders Generalſuperintendent D.
Gennrich=Magdeburg entgegen, der in dieſer Lyrik einen
pantheiſtiſchen, myſtiſchen Zug fand. Paſtor Wahl=Eſſen
hielt die Frage noch nicht genügend geklärt und bat um
eingehende, leidenſchaftsloſe Erörterung. Endlich wurde
die Frage der „Rechsliedert angeregl. Man ſuchte nach
den Gründen, aus denen ſie in den Gemeinſchaftskreiſen
ſo beliebt ſind. Mit beſonderem Beifall wurde die
Ver=
ſicherung des Vertreters des Chriſtlichen Sängerbundes,
Kaufmanns Giffey aus Düſſeldorf, begrüßt, daß ſein
Bund zum großen Teil die ſeichten engliſchen Lieder ſatt
habe. Im übrigen ſprachen zu dieſer Frage die Herren
W. Herold, D. Gennrich, D. Dr. Flöring, der beſonders
auch die Pflege des weltlichen Volksliedes neben den
geiſtlichen in den Kirchenchören empfahl, Paſtor
Alle=
weldt=Eſſen und Paſtor Gräber=Velbert. Bei aller
Ver=
ſchiedenheit der Meinungen trat die Einigkeit des
Gei=
ſtes um ſo ſchöner zutage.
Während der Ausſprache traf folgender
Draht=
gruß des Kaiſers ein: „Berlin, 6. Mai. Seine Majeſtät
der Kaiſer und König laſſen den zur 25. Tagung des
Evangeliſchen Kirchengeſangvereins für Deutſchland
ver=
ſammelten Vertretern der musica sacra für die
freund=
liche Begrüßung danken. Der Geh. Kabinettsrat. J. V.:
von Strempel.”
Auf die Verſammlung folgte ein durch mehrere Reden
gewürztes Feſtmahl im Saalbau. In den Räumen
des Saalbaues war außerdem noch eine von Paſtor
Plath=Eſſen veranſtaltete Ausſtellung von Muſikalien und
Kliſchees zu ſehen, die vielfache Beachtung und lebhafte
Anerkennung fand.
Um 5½ Uhr folgte ein mit trefflicher Muſik reich
aus=
geſtateter liturgiſcher Gottesdienſt in der
Er=
löſerkirche. Auch die Feſtverſammlung am Abend im
Städtiſchen Saalbau brachte ausgezeichnete Chöre und
Orcheſtermuſik, ſowie eine begeiſternde Feſtrede von
Ge=
neralſuperintendent D. Gennrich=Magdeburg. Damit
ſchloß die eigentliche Tagung. Ein Beſuch der Kruppſchen
Wohlfahrtsanſtalten, zu dem die Kruppſche Verwaltung in
dankenswerter Weiſe eingeladen hat, wird morgen die
Gäſte noch einmal zuſammenführen.
Turnen, Spiele und Sport.
* Schießſport. Die Schützengeſellſchaft „Tell”=
Frankfurt a. M.=Sachſenhauſen veranſtaltet in den Tagen
vom bis 14. Juni 1914 das erſte nationale Wettſchießen
der Kleingeſchoß=Schützen Deutſchlands auf 60 Meter
Ent=
fernung. Dieſes Schießen gilt als eines der erſten
größe=
ren Stils und als Vorläufer zu der im Jahre 1916 in
Berlin ſtattfindenden Olympiade, wo erſtmals das
Klein=
geſchoßſchießen mit im Programm aufgenommen wird,
und ſollen bis zu dieſem Termin weitere Kreiſe, die der
Sache ſeither fern ſtanden, als Intereſſenten zugeführt
werden. Alle Anfragen, betr. Schießprogramme uſw.,
be=
antwortet bereitwilligſt der erſte Schützenmeiſter, Philipp
Hilz, Frankfurt a. M.=Süd, Wallſtraße 5 II.
* Pferdeſport. Rennen zu Neuß, 6. Mai.
Wickrath=Flachrennen. 4000 M. 1. v. Bennigſens Matze
(Kühl). 2. Lockſpeiſe, 3. Malta II. 15:10; 12, 17, 14:10.−
Hammfeld=Jagdrennen. 2500 M. 1. Graf E. Bylands
Cockington (E. Franke), 2. Rax, 3. Bröſen. 19110; 11,
1:10. — Gilbach=Handikap. 4000 M. 1. E. v.
Bennig=
ſens Inigo (Davies), 2. Sideslip, 3. Fantaſie. 55:10; 21,
22, 52110. — Stadtgarten=Jagdrennen. 2500 M. 1.
By=
lands Paien (E. Franke), 2. Huetamo, 3. Proſpéro. 19110.
— Walburg=Handikap. 10000 M. 1. Arlls George (Kühl),
2. Reichsritter, 3. Bürgermeiſter. 20:10; 14, 16, 17110.
Rennen zu Treimblay, 6. Mai. Prix Bijou.
3000 Francs. 1. Jean Lieur’ Souk (Allemand), 2. Atocha,
3. Jskunder. 80110; 45, 47110. — Prix Verneuil. 4000
Francs. 1. L. Olry=Roderers Bellagio (M. Barat), 2.
Roxanna, 3. Home=Rule. 43:10; 21, 24, 29110. — Prix
Launay. 4000 Francs. 1. G Wattines Rendez Vous (T.
Robinſon), 2. Orapou, 3. IlEn=Veux. 20110; 14, 45, 21:10.
Prix Citronelle. 20000 Francs. 1. Duryeas Frizzle
(Mac Gee), 2. Amilcar, 3. Montgoger. 61:10; 20, 16a
18:10. — Prix Regalia. 4000 Francs. 1. J. E. Widenersſt
Regalia (Loftus), 2. Francisca, 3. Armada. 126:10; 25,
20, 14:10. — Prix Zut. 4000 Francs. 1. Dechamps
Vangoyen (Jennings), 2. Imagier, 3. Va Tout. 61:10s
26, 53, 36:10.
Der Cheſter Cup, die bekannte engliſche
Steher=
prüfung, kam am Mittwoch als Hauptkonkurrenz der
Ren=
nen zu Cheſter zur Entſcheidung. Das mit 50000 Mark
ausgeſtattete, über 3600 Meter führende Handikap ſah das
ſtarke Feld von 17 Pferden am Start. Der von Jockei
Foy geſteuerte Favorit Aleppo gewann gegen Annecy und
Gravelotte. Wetten 311, 100:6, 100:6. Der Beſitzer des
Siegers erhält kraditionsgemäß als Ehrenpreis einen
rieſigen Cheſterkäſe.
Luftfahrt.
— Aprilſtatiſtik des Flugplatzes
Johan=
nisthal. Es wurden an allen Tagen von 151 Fliegern
4558 Flüge mit zuſammen 591 Stdn. 48 Min. ausgeführ
Die größte Summe der Flugzeiten und die meiſten Aufs
ſtiege machte Ballod auf Jeanin=Taube mit 35 Stunden
34 Min. und 313 Flügen. Die Pilotenprüfung beſtanden
die Feldpilotenprüfung 9 Zivilflieger. 48 Ueberlandflüge
wurden vom Flugplatz unternommen. Es ereignete ſich
ſechs nenenswerte Flugzeugbeſchädigungen, ſo daß be
4548 Flügen der geringe Prozentſatz von 0,13 zu verzeich
nen iſt.
sr. Preisverteilung im Oeſterreichiſchen
Rundflug. Als Sieger auf dem Oeſterreichiſchen
Rundflug um den 100000 Kronen=Schichtpreis iſt den
Ingenieur Wittmann hervorgegangen, der mit einer es
ſamtflugzeit von 15 Stunden 51 Min. 19Sek. den erſten
Preis von 30000 Kronen erhielt. Zweiter wurde L. Baretſ
in 25:39:46, dem der zweite Preis von 20000 Kronen zu
fällt. Der dritte Preis von 10000 Kronen konnte nicht ver
teilt werden, da keiner der übrigen Teilnehmer die erſte
Etappe am erſten Tage abflog. An Kilometerpreiſen en
hielten Bareth 6948 Kronen, Wittmann 6552 Kronen,
Kon=
ſchel 6600 Kronen, Mumb 3253 Kronen, Stiploſchek 2400
Kronen.
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nachmittags.
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rüttwoch, den 13. Mai 1914, abends 8¼ Uhr in der Stadtkirche
Kirchen=Konzert
zmim Besten des Diakonissenhauses „Elisabethenstift‟
unter gütiger Mitwirkung von
au Pfarrer Fiſcher aus Goddelau (Geſang), Freiin
Plliſabeth von Bellersheim, Fräulein Lilly Hickler
Fioline), Hrn. Stadtorganiſt Borngäſſer (Orgel), ſowie dem
ſtärchenchor der Martinsgemeinde (Dir.: Hr. H. Colin).
itung: Wilhelm Schmitt, Direktor d. Akademie f. Tonkunſt.
PROGRAMM:
Faſch: Sonata a4 (Streich= 6. J. S. Bach: Adagio für
Orcheſter),
2 Violinen und Orgel,
Stradella: Kirchenarie für! 7. Mergner: 2 Lieder f. Sopran
Sopran, Violoncell u. Orgel und Orgel,
AVioloncell: Herr Referendar 8. K. Ph. Em. Bach: Sonate
D. Hallwachs),
für 2 Violinen und Orgel
J. S. Bach: Largo aus dem Satz I u. II,
Konzert für 2 Violinen,
9. Felix Mendelsſohn: Chor,
R. Ph. Em. Bach: 2 Chöre, 10. G. F. Händel: Konzert op. 4
. S. Bach: Phantaſie und Nr. 1 für Orgel und
Or=
cheſter.
Kruge G-moll für Orgel,
Mäntrittskarten: Numerierte Plätze (Empore u. Altarplätze):
hmk. 3.30 inkl. Steuer; alle übrigen Plätze Mk. 1.10 inkl.
Vetteuer in der Hofmuſikalienhandlung von Heinrich Arnold,
ilhelminenſtraße 9, und abends vor dem Konzert in der
Eänhorn=Apotheke, gegenüber der Stadtkirche.
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(Eingetragener Verein)
Einladung
zur
Haupt=Versammlung
Dienstag, den 19. Mai, abends 9 Uhr
im „Kaisersaal‟ (Grünes Zimmer)
Tages-Ordnung:
1. Erstattung des Jahresberichtes
2. Rechnungsablage
3. Vorstandswahl
4. Satzungsänderung
5. Anträge und Verschiedenes.
us wird um zahlreichen Besuch gebeten.
Der Vorstand:
W. Kalbfuss, Vorsitzender. Fr. Becker, Schriftführer
Vereinigung früherer Leibgardiſten.
Montag, den 11. Mai
Regiments=Abend
in der „Stadt Coburg”, Waldſtraße 2
Beginn 9 Uhr.
Neuanmeldungen können bei dieſer Gelegenheit geſchehen.
Der Vorstand.
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