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177. Jahrgang
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Prgan für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 28 Seiten.
Die nächſte Ausgabe des Darmſtädter
Tagblatts erfolgt am Samstag.
Das Wichtigſte vom Tage.
Die Taufe des Erbprinzen von
Braun=
ſchweig findet am 9. Mai ſtatt.
Der Reichskanzler mußte die Abreiſe nach
Korfu wegen der Erkrankung ſeiner Gemahlin
zu=
nächſt verſchieben.
Der elſaß=lothringiſche Landtag wurde bis
zum 17. November vertagt.
Die Operation des Königs von Schweden
findet heute in dem Krankenhauſe Sophienheim zu
Stock=
holm ſtatt.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 5 und 6.
ſchon hohen Beamten zuteil wurde, die kurze Zeit ſpäter
aus irgendwelcher Veranlaſſung den Dienſt quittieren
mußten. Nun ſpricht augenblicklich kaum etwas dafür, daß
der jetzige Reichskanzler in abſehbarer Zeit ſein
verant=
wortungsreiches Amt aufgeben werde, er hat die Stürme
der Parlamentskampagne überſtanden, und die damalige
Erregung hat ſich allmählich gelegt. Herr v. Bethmann
Hollweg wird nicht umſonſt der Philoſoph im
Miniſter=
frack genannt, er zeigt dieſe philoſophiſchen
Entſcheidun=
gen nicht nur in ſeinen Reden, ſondern auch in ſeiner
Betätigung, vor allem verfügt er über eine ſeltene Ruhe
und Fähigkeit, ſich in das Unabänderliche zu ſchicken. So
großen Reſpekt man vor dem Fleiße und der Arbeitsluſt
des jetzigen Reichskanzlers haben muß, niemand wird
aber behaupten wollen, daß er ein Mann der Initiative
ſei. Er ſieht ſeine vornehmſte Aufgabe darin, der
Aus=
führende zu ſein, und das erleichtert ihm zum Teil ſeine
Aufgaben und ermöglicht ihm, Konflikte zu vermeiden
Er iſt der Mann des Kompromiſſes, und ſo ſehr
zu=
weilen Halbheiten zu bedauern ſind, ſo hat doch der
Reichskanzler auf dieſem Wege während ſeiner
Amtstätig=
leit manches erreicht, woran ein Draufgänger geſcheitert
wäre.
Jetzt gilt es in Korfu wichtige Entſcheidungen zu
treffen; einmal harrt die Statthalterfrage noch immer der
Löſung, dann aber ſpitzt ſich die Lage auf dem Balkan
erneut ſo zu, daß ein Eingreifen der Mächte
möglicher=
weiſe notwendig werden wird. Die albaniſche Frage tritt
mehr denn je in den Vordergrund, und wenn es auch gut
ſein mag, daß Kaiſer Wilhelm ſeinen Einfluß auf den
bei ihm weilenden König von Griechenland ausüben
kann, damit Griechenland nachgibt, ſo kann andererſeits
der Aufenthalt auf der griechiſchen Inſel gerade im
jetzi=
gen Moment leicht zu Mißdeutungen Anlaß geben,
wenn=
gleich der Kaiſer vorher mit ſeinen beiden Bundesgenoſſen
zuſammengetroffen war. Mögen die in Korfu vor ſich
gehenden Beſprechungen des Kaiſers und des Kanzlers
für unſere innere wie äußere Politik von Segen
be=
gleitet ſein.
Franzöſiſches Lob der deutſchen
Danzerkreuzer.
Die neueſte Ausgabe der Revue des Deux Mondes
enthält eine ausführliche Unterſuchung über die deutſchen
Panzerkreuzer. Der mit Namen nicht genannte
Fach=
mann, der dieſe Unterſuchung verfaßt hat, gelangt zu
einem für die deutſchen Panzerkreuzer überaus günſtigen
Ergebnis, indem er ſchreibt:
„Dieſe Panzerkreuzer ſind ausgezeichnete Inſtrumente
des Seekrieges und löſen, ſoweit es möglich iſt, das
ſchwie=
rige Problem, ein Kriegsſchiff ſehr verſchiedenen Zwecken
anzupaſſen: ſowohl ſtrategiſchen wie taktiſchen
Operatio=
nen, ſowohl dem Kampf auf hoher See wie dem Kampf
an der Küſte. Wenn England auf dem Wege des Baues
ſolcher Einheiten in dem Augenblick anhält, wo ſein
Nebenbuhler ihn mit größtem Eifer aufnimmt, wird es
einen Fehler begehen, der auf den Kriegsvorgängen ſchwer
laſtet, weil er innerhalb ganz kurzer Zeit Englands ganzen
ſozialen Körper in einen Zuſtand der größten
wirtſchaft=
lichen Kriſis verſetzt. Indem Frankreich ſeiner neuen
Flotte einen ſo vortrefflichen Schiffstyp hartnäckig
ver=
weigert, läuft Frankreich nicht weniger Gefahr als
Groß=
britannien, denn es wird raſch der Augenblick kommen,
wo es für ihn unerläßlich iſt, zu Waren ſeine Zuflucht zu
nehmen, die auf dem Seewege eintreffen, und wo dieſe
Verbindungen vollſtändig abgeſchnitten ſein werden. Wir
haben gewarnt; an den Beteiligten iſt es, ſich danach zu
richten.”
Natürlich ſtellt der Gewährsmann der Revue des
Deux Mondes für Frankreichs engliſchen Freund die
Ver=
hältniſſe inſofern abſichtlich ungünſtiger dar, als er nicht
die Tatſache zu ihrem vollen Rechte gelangen läßt, daß
Großbritannien vor Deutſchland einen gewaltigen
Vor=
ſprung im Bau von Panzerkreuzern hat. Denn England
beſaß nach dem Stande, den der neueſte Nauticus
berück=
ſichtigt, 42 fertige Panzerkreuzer und hatte 2 im Bau,
wäh=
rend Deutſchland zu dem gleichen Zeitpunkt über 13 fertige
Panzerkreuzer verfügte und 3 im Bau hatte.
Deutſches Reich.
Das Poſtſcheckgeſetz iſt am 4. April im
Reichsgeſetzblatt veröffentlicht worden. Danach wird die
Stammeinlage auf 50 Mark herabgeſetzt. Die Gebühren
für eine Einzahlung mittels Zahlkarte betragen künftig
Zum Karfreitag.
C Es ſind ernſte und heilige Erinnerungen,
die der Karfreitag weckt. Das Haupt voll Blut und
Wunden, das Kreuz mit den ſich darum abſpielenden
Er=
tigniſſen wird immer eine der eindrucksvollſten
Erinne=
rungen der Menſchheit bleiben. Dennoch wird der
Kar=
freitag nur ſo lange ſegensvoll in der Menſchheitsgeſchichte
pachwirken, als er Kräfte offenbart, die nicht nur
Erin=
ferungen, ſondern Lebensmäſchte auch für die
Gegenwart in ſich tragen. Der Gekreuzigte ſelbſt hat
von allen ſentimentalen, weil kraftloſen Erregungen ſehr
gering gedacht. Das zeigt auch ſein Wort an die ihn
be=
gleitenden Frauen auf dem Kreuzweg: „Weinet nicht über
Umich, ſondern über euch und eure Kinder”.
Das iſt die Frage: Welche Kräfte gehen vom Kreuze
Jeſu noch heute in die uns umgebende Gegenwartswelt
aus? Wie paßt das Kreuz hinein in unſere Zeit=
Fragen und Kämpfe, in die großen Gedanken, die
unſer Volk bewegen? Was fangen wir mit ihm an in
den nationalen und internationalen Fragen, in den
ſozia=
len und wirtſchaftlichen Kämpfen unſerer Zeit? Denn nur
was „lebendig kraftvoll ſich verkündigt”, wird gelten, nur
was Gegenwartskraft hat, kann auf Gegenwartsgeltung
frechnen.
Der politiſche und ſoziale Kampf unſerer Zeit fordert
Männer und Frauen, die bereit ſind, in ihrem Kreiſe ganz
lihr Leben einzuſetzen. Mit Worten iſt nicht geholfen,
Taten und Opfer verlangt unſere Zeit, und nur ſoweit als
eines Menſchen Opferwilligkeit und perſönliche Hingabe
reicht, ſo weit reicht ſeine Wirkungskraft. Reine
Selbſt=
loſigkeit, opferfreudige Geſinnung ſind die Mächte, die
unſere, wie jede Zeit am nötigſten braucht im Kleinen und
im Großen. Das Leben für die Brüder einſetzen, das iſt
das Notwendige, wie es auch Goethe ausſpricht in ſeinem
bekannten Worte: „Und ſo lang du dies nicht haſt, dieſes
„ſtirb und werde”, biſt du nur ein trüber Gaſt auf dieſer
Erde‟. Das bleibt die Gegenwartskraft des Kreuzes Jeſu,
daß es ein lebendiger Beweis dieſer Geſinnung iſt, daß
es dieſe Geſinnung in klarer, unverfälſchter Lauterkeit und
Reinheit, herausgeboren aus ſelbſtloſer Liebe, offenbart.
So wahr die Liebe nimmer aufhört, ſo wahr wird auch
die Kraft dieſer ſelbſtlos dienenden, ſich ſelbſtopfernden
Liebe für alle Zeit Kraft und Wirkung behalten; ſie wird
immer modern ſein. Sie iſt das einzige Mittel, an den
Menſchen wirklich innerlich heranzukommen. Sie erſt
er=
ſchließt auch in praktiſcher Betätigung all die tieferen
Wahrheiten der Erlöſung und Verſöhnung, die im Kreuze
Chriſti liegen.
Korfu.
— Nach den Anſtrengungen der letzten Wochen darf
Herr v. Bethmann Hollweg jetzt ſeine Koffer packen, um
auf einige Zeit Erholung auf der ſchönen Inſel Korfu zu
ſuchen, wohin ihn der Kaiſer eingeladen hat. Allerdings
wird ihm auch hier manche Arbeit erwachſen; die Nähe
des Monarchen bedingt gleichfalls eine gewiſſe
Anſpan=
nung, und der Depeſchen= und Briefwechſel mit der fernen
Zentrale hat mancherlei Erſchwerungen im Gefolge.
Gewiß iſt es eine Auszeichnung, wenn der Kaiſer
ſeinen erſten Rätgeber auffordert, auf ſeinem Schloſſe im
Süden die Oſterfexien zu verbringen, und man will hierin
vielfach einen beſoßderen Beweis des Vertrauens erblicken,
das der Kaiſer Herrn v. Bethmann Hollweg
entgegen=
bringt, aber man weiß, daß derartige Auszeichnungen
5 Pfg. bei Beträgen bis 25 Mark und 10 Pfg. für alle
höheren Beträge. Die Ueberweiſungs= und die
Baraus=
zahlungsgebühr ſind unverändert geblieben. Dagegen iſt
die Zuſchlaggebühr von 7 Pfennig weggefallen. Sämtliche
Neuerungen treten am 1. Juli in Kraft. Der
Poſtſcheck=
verkehr wird hierdurch ſehr verbilligt. Es empfiehlt ſich
deshalb für jeden, der einen irgendwie nennenswerten
Zahlungsverkehr hat, ſich ein Poſtſcheckkonto eröffnen zu
läſſen. Je größer die Zahl der Kontoinhaber, deſto mehr
wächſt für den einzelnen die Möglichkeit, Zahlungen von
Ort zu Ort ohne Rückſicht auf Entfernung und Betrag für
nur 3 Pfg. auszuführen.
— Die Bezüge der Altpenſionäre. Der
dem Reichstag vorgelegte Geſetzentwurf über Aufbeſſerung
der Bezüge der Altpenſionäre hat im Text des Geſetzes
Perſonen der Unterklaſſen des Soldatenſtandes nicht
er=
wähnt. Man darf hieraus aber nicht den Schluß ziehen,
daß für ſie keine Aufbeſſerungen geſchaffen werden ſollen.
Aus der Begründung zum Geſetz geht hervor, daß für
die=
jenigen Perſonen der Unterklaſſen des Soldatenſtandes,
welche nach den Grundſätzen des Reichsbeamtengeſetzes
ab=
zufinden ſind, oder welche — als verſorgungsberechtigt
anerkannt — die Wohltaten des
Mannſchaftsverſorgungs=
geſetzes von 1906 noch nicht genießen, ihrem Bedürfnis
entſprechend unter gewiſſen Bedingungen Beihilfen im
Unterſtützungswege vorgeſehen ſind.
— Zur Biſchofswahl in Breslau. Ueber
die durch das Domkapitel vorzunehmende
Repräſentanten=
wahl für den Breslauer Fürſtbiſchofspoſten wird von
in=
formierter Seite folgendes mitgeteilt: Unter den
Dom=
herren haben bereits ſeit einiger Zeit Vorbeſprechungen
ſtattgefunden, die dazu geführt haben, daß nur ſolche
Kan=
didaten aufgeſtellt werden ſollen, die das Vertrauen der
Regierung wie des Vatikans im gleichen Maße beſitzen.
Für die aufzuſtellende Liſte kommen etwa 8 bis 10
Per=
ſonen in Frage, darunter die Biſchöfe Dr. Bertram=
Hildes=
heim und Schmitz=Fulda, ſowie der Breslauer Domherr
Dr. Johannes Steinmann. Wenn nicht alle Anzeichen
trü=
gen, wird die engere Wahl zwiſchen den Biſchöfen von
Hildesheim und Fulda entſcheiden, von denen der letztere
erſt vor kurzer Zeit in Rom weilte.
— Dem Generalmajor von Glaſenapp,
dem langjährigen Kommandeur der Schutztruppen, deſſen
Abſicht, aus dem Dienſt zu ſcheiden, ſchon ſeit längerer
Zeit bekannt war, iſt nunmehr der erbetene Abſchied unter
Stellung zur Dispoſition bewilligt worden. Gleichzeitig
wurde der General durch Verleihung des Charakters als
Generalleutnant ausgezeichnet. Durch dieſelbe
Kabinetts=
order iſt an ſeiner Stelle Oberſt von Below, der bisherige
Kommandeur des Infanterie=Regiments Nr. 153 in
Alten=
burg, zum Kommandeur der Schutztruppen ernannt
worden.
Ausland.
Stalien.
Die Gründung einer neuen Partei.
Gegenüber dem Gerücht von der Bildung einer neuen
parlamentariſchen Partei der Chriſtlich=Sozialen hebt der
Oſſervatore Romano hervor, daß dieſe Gründung ſich offen
gegen die Anſichten der höchſten Autorität richten würde,
die niemals in Italien die Gründung einer
parlamentari=
ſchen katholiſchen Partei wünſche, welcher Richtung ſie
auch ſei.
Schweden.
Bei den Wahlen zur Zweiten Kammer
in Malmö wurden zwei Sozialdemokraten und ein
Libe=
raler gewählt. Die Parteiſtellung bleibt ſomit
unver=
ändert.
Portugal.
Verlängerung der Parlamentsſeſſion.
Der Kongreß hat die Verlängerung der gegenwärtigen
Parlamentsſeſſion bis zum 16. Mai beſchloſſen.
Balkanſtaaten.
Die Antwort der Mächte auf die
griechi=
ſche Note. Wie das Reuterſche. Bureau aus
diplomati=
ſcher Quelle erfährt, haben die Mächte des Dreiverhandes
in Berlin, Wien und Rom den Entwurf zur Antwort auf
die griechiſche Note, betr. Albanien und die Aegäiſchen
Inſeln, mitgeteilt. Wie verſichert wird, werden in dem
umfangreichen Schriftſtück alle Punkte der griechiſchen
Note vom 22. Februar, betr. die Zukunft der Aegäiſchen
Inſeln, das Schickſal der griechiſchen Bewohner von
Im=
bros, Tenedos und Kaſtelloritzo, betr. die Berichtigung der
Grenze bei Argyrocgſtro, und im übrigen die Vorſchläge
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. April 1914.
Nummer 99.
zur Abſteckung der Grenze behandelt. Es iſt falſch, daß
der Standpunkt Rußlands von denen Frankreichs und
Englands abweicht, obwohl Rußland zuerſt einige Zuſätze
anregte, die es nicht mehr aufrecht erhält. Kurz, Rußland,
Frankreich und England befinden ſich in völligem
Einver=
nehmen.
Vereinigte Staaten.
Die Frage der Panamakanalgebühren.
Mit 35 gegen 27 Stimmen wurde im Senat der erſte
An=
trag über die Frage der Panamakanalgebühren
angenom=
men, der von Poindexter geſtellt worden war. In dieſem
wird Präſident Wilſon um Auskunft erſucht, auf welche
äußerſt heiklen und höchſt folgenſchweren Dinge ſich ſeine
Botſchaft an den Kongreß bezöge, in der er für die
Auf=
hebung der Ausnahmeklauſel eintrat. Der Antrag wurde
der Kommiſſion für auswärtige Angelegenheiten
überwie=
ſen. Das wird als ein Zeichen dafür angeſehen, daß die
Regierung vollkommen Herr der Lage iſt. Der Senat
nahm ferner einen Antrag Brandeges an, in dem das
Staatsdepartement aufgefordert wird, alle Informationen,
Korreſpondenzen und Urkunden vorzulegen, die ſich auf
die Verhandlungen, die zu dem Hay=Pauncefote=Vertrag
führten und auf die Auslegung dieſes Vertrages
be=
ziehen.
* Der Tuckerbrief — eine Reminiſzenz.
Anläßlich der Rehabilitierung Dr. Peters’ erinnert die
ſchon erwähnte Stuttgarter Süddeutſche Zeitung an jene
Zeit, als unter dem Anſturm der Sozialdemokratie Peters
zu Fall gebracht wurde. Ein alter Kolonialpolitiker
ſchreibt dort über die Tuckerbrief=Affäre: „Auguſt Bebel
kriegte es mit dem Moralfanatismus und warf dem
ehe=
maligen Reichskommiſſar für Oſtafrika die ſchmutzige
Ge=
ſchichte mit dem ſchwarzen „Pfandweib” vor, das er aus
Eiferſucht habe hängen laſſen. Vergeblich verpfändete der
plötzlich Ueberfallene ſein Wort dafür, daß das
Nigger=
mädel ſpioniert habe, um die Handvoll Weißen, die ein
Weltreich für Deutſchland erobert hatten, den ſchwarzen
Brüdern ans Meſſer zu liefern. Sie ſei kriegsgerichtlich
verurteilt worden, die ſchwarze Schöne. Etwas unformal
ſei das Kriegsgericht ja geweſen, aber — à la guerre
comme à la guerre! Die Begleiter des Dr. Karl Peters
beſtätigten Wort für Wort ſeine Darſtellung. Aber es
half nichts. Und Auguſt Bebel hatte ein
niederſchmettern=
des Zeugnis in der Taſche, den angeblichen Anklagebrief
eines alten Afrikaners, des engliſchen Biſchofs Tucker, der
einfach „vernichtend” war. Hätte der Kolonialdirektor da‟
mals im Reichstage nur eine Anwandlunng von
Ritter=
lichkeit verſpürt, ſo wäre er aufgeſprungen und hätte
wahr=
heitsgemäß geſagt: „Meine Herren, den Biſchof Tucker
habe ich erſt vor wenigen Wochen hier in Berlin
geſpro=
chen, und er hat von einem ſolchen Briefe nichts gewußt!“
Aber Kayſer ſchwieg und überließ unſeren erſten
Kolonial=
helden denen um Bebel zum Zerfetzen ſeines ehrlichen
Namens; erſt zehn Jahre ſpäter konnte in Beleidigungs=
und Meineidsprozeſſen die Wahrheit feſtgeſtellt werden,
und noch eine ganze Weile ſpäter erſt bekannte Bebek
bei=
läufig und gleichmütig, daß er mit dem Tuckerbrief
ge=
täuſcht worden ſei
Peters hatte übrigens den Abg. Bebel vergeblich
wegen der unter dem Schutze der Immunität gegen ihn
vorgebrachten Verleumdungen zur Rechenſchaft zu ziehen
geſucht. Aber Bebel wich ihm aus. Der Schurke, der den
Brief gefälſcht hatte, konnte nicht belangt werden, da Bebel
ſich weigerte, ſeinen Gewährsmann zu nennen.
* Stockholm, 7. April. Wie Profeſſor Edgren
einer Zeitung mitteilt, wird die Operation des
Kö=
nigs in den allernächſten Tagen wahrſcheinlich im
So=
phienheim ſtattfinden. Die Operation führt Profeſſor
John Werg aus. Der zur Konſultation aus Heidelberg
berufene Profeſſor Fleiner verbleibt bis auf weiteres hier.
* Petersburg, 8. April. Die am Tage der
Ab=
reiſe der Zarenfamilie nach Livadig erwartete
Bekanntgabe der Verlobung der Zarentochter
Groß=
fürſtin Olga mit dem Prinzen Carol von Rumänien iſt
nicht erfolgt. Die Verlobung ſoll erſt in Livadia bekannt
gegeben werden, wohin ſich das Prinzenpaar nach einem
Aufenthalt in Berlin begibt.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 9. April.
Charakter=Erteilung. Der Großherzog hat
dem Archivar der Zweiten Kammer der Stände Joſeph
Köhler in Darmſtadt den Charakter als „
Rechnungs=
rat” erteilt.
Verſetzung in den Ruheſtand. Der
Groß=
herzog hat den evangeliſchen Pfarrer Eduard
Dannenberger zu Schwarz auf ſein Nachſuchen,
mit Wirkung vom 1. Mai 1914, in den Ruheſtand verſetzt.
* Erledigt ſind Eine mit einem katholiſchen
Lehrer zu beſetzende Lehrerſtelle an der Volksſchule zu
Münſter, Kreis Dieburg. — Eine mit einem
katho=
liſchen Lehrer zu beſetzende Stelle an der Volksſchule zu
Radheim, Kreis Dieburg.
g. Strafkammer II. Als am Anfang Februar der
24jährige Vermittler Huck von Offenbach nach Verbüßung
einer Gefängnisſtrafe zu ſeinen Genoſſen zurückkehrte,
wurde beſchloſſen, um ſich Geld zu Faſtnacht zu
ver=
ſchaffen, Säcke aus dem Lager des Jſaak Bierbaum in
Offenbach zu holen und dieſe zu Geld zu machen. Zur
Nachtzeit und mit falſchen Schlüſſeln drangen die
Ange=
klagten Huck, der 21jährige Arbeiter Friedrich Paul
Becker, der 26jährige Fuhrmann Wilhelm Peter
Ada=
mira und der 19jährige Kettenſchmied Johann
Fried=
rich Appelmann, ſämtlich aus Offenbach, in das
ver=
ſchloſſene Sacklager, und Becker verkaufte dann die Säcke.
Die Diebſtähle wurden zunächſt nicht entdeckt, da
ſchlauer=
weiſe von jedem Ballen nur etwa 60 bis 70 genommen
wurden. Erſt als Becker zum vierten Male Säcke
verkau=
fen wollte, wurde er feſtgenommen und nach der Herkunft
der Säcke geforſcht. Er hatte im ganzen ziemlich 200
Mark erhalten, aber ſeine Genoſſen noch um einen
erheb=
lichen Teil des Geldes betrogen, wie ſich in der
Verhand=
lung herausſtellte. Das Gericht verurteilte Becker zu
1 Jahr 5 Monaten, Huck zu 1 Jahr und
Ada=
mira ebenfalls zu 1 Jahr Gefängnis, da dieſe
drei rückfällig ſind; ihnen wird 1 Monat der
Unter=
ſuchungshaft in Anrechnung gebracht. Appelmann
erhält 5 Monate Gefängnis, abzüglich 3 Wochen.
— Vom Hoftheater. Zurzeit wird im Hoftheater
die ſchon ſeit langem notwendige Vergrößerung
des Orcheſterraums vorgenommen, die bereits
den diesjährigen Feſtſpiel=Aufführungen zugute kommen
wird. Durch dieſe Verbreiterung des Orcheſterraums
iſt das ganze Geſtühl der Sperrſitze etwas zurück verlegt
worden, ohne daß jedoch dadurch die Platzordnung für
die Abonnenten uſw. eine Aenderung erfahren hat.
Heute beginnt der Vorverkauf für die „Carmen”.
Aufführung am Oſtermontag, ſowie für die Operetten=
Novität „Ein Walzertraum” die am Oſterdienstag zum
erſten Mal im Hoftheater aufgeführt wird. Die
Aus=
gabe der Sonder=Abonnements für den Shakeſpeare=
Zyklus, der eine Gedenkfeier zu des Dichters 350.
Ge=
burtstag darſtellt und die Werke „Hamlet” König
Lear”, „Romeo und Julia” und ½Kaufmann von
Venedig” umfaßt, beginnt heute Donnerstag zu den
bekannt gegebenen Preiſen ohne Erhebung einer
Vor=
verkaufsgebühr.
* Die diesjährigen Frühlingsfeſtſpiele am Hoftheater
werden, wie wir erfahren, wiederum der Oper gewidmet
ſein, und zwar werden ſie in erſter Linie
Dirigentengaſt=
ſpiele, dann aber auch ſolcher berühmter Sangesgrößen
bringen. Auch eine Uraufführung wird in den
Rahmen der Feſtſpiele mit einbezogen werden, und zwar
Weingartners neue Oper „Kain und Abel” die am
17. Mai unter der Leitung ihres Schöpfers ſelbſt ihre
künſtleriſche Auferſtehung feiern wird. Von berühmten
Dirigenten ſind weiter zu Gaſtſpielen verpflichtet die
Herren Profeſſor Arthur Nikiſch=Leipzig,
General=
muſikdirektor Leo Blech=Berlin. Generalmuſikdirektor
Max v. Schillings=Stuttgart und, wie bemerkt, Felix
v. Weingartner. Als Feſtſpielopern gelangen in
vollſtändiger Neuinſzenierung, und in den führenden
Par=
tien ausſchließlich von allererſten Künſtlern beſetzt, zur
Aufführung am 19. April „Die Meiſterſinger von
Nürnberg” (Sachs: Walter Soomer Stolzing: Walter
Kirchhof=Berlin. David: Hermann Schramm=Frankfurt,
Dirigent Leo Blech); am 26 April „Don Juan”, am
10. Mai als Geſamtgaſtſpiel der Stuttgarter
Hofoper mit den geſamten Dekorationen. Koſtümen uſw.
dieſes Inſtituts, „Die Entführung aus dem
Serail”, am 17. Mai Uraufführung von Weingartners
Kain und Abel” am 25. Mai „Carmen” und am
1. Juni „Aida”. Außer den genannten Dirigenten ſind
16 Soliſten zu Gaſtſpielen verpflichtet.
In der Sitzung des Hauptausſchuſſes des
Deutſchen Vereins für Wohnungsreform in
Frank=
furt a. M. wurde Herr Geh. Regierungsrat Dr. Dr
Dietz=Darmſtadt zum Vorſitzenden des Vorſtandes
gewählt.
* Ueber die Tätigkeit des Arbeitsamts Darmſtadt
im ſtädtiſchen Hauſe Waldſtraße 6 und Grafenſtraße 30
(Telephon 371) werden für den Monat März folgende=
Zahlen mitgereilt: 941 offene Stellen, 1063
Arbeit=
ſuchende, 415 Vermittelungen, darunter 160 Dienſtboten=
Im Sitberkranz. Herr Hermann Jehmlich,
Schreiner hier, Karlſtraße 63, und ſeine Ehefrau
Chriſtine=
geborene Hippel feiern am zweiten Oſterfeiertag das
Feſt der Silbernen Hochzeit.
** Im Süß=Konſervatorium für Muſik, Mühlſtr. 70,
fanden in der Zeit vom 19. März bis 7. April die
dies=
jährigen Hauptprüfungen unter reger
Teilnahme=
des Publikums ſtatt. Sie boten, wie immer, ein
Bild=
fleißiger und tüchtiger, in ihren großen Leiſtungen
gerade=
zu künſtleriſcher Arbeit dar, der wir unſere rückhaltloſe
Anerkennung ausſprechen. Unter der großen Schülerzahl
begegneten wir vielen bemerkenswerten Talenten mit zus
verläſſiger Technik, feinem rhythmiſchen Empfinden und
muſikaliſcher Auffaſſung. Sie auzuzählen, würde zu weit
führen, dürfte pädagogiſch auch nicht einwandfrei ſein,
Wir beſchränken uns darauf, dieſe erfreuliche Sache
beſon=
ders zu unterſtreichen. Das geſchickt zuſammengeſtellte
Programm enthielt über 200 Einzelnummern, verteilt auf
12 Vorſpieltage, darunter 4 Konzerte, von denen die
bei=
den klaſſiſch zugeſchnittenen letzten am meiſten intereſſiers
ten. Sie brachten Werke der zwei= vier= und achthändigen
Klavier=, der Violin= und Cello=Literatur und der
Kam=
mermuſik: Klavierkonzerte von Beethoven, Mozart und
Saint=Saéns; Trios von Mozart und Beethoven, des
letz=
teren Kreutzerſonate, Schumanns Klavierquintett. Mozarts
zweiklavierige Sonate und anderes mehr. In dieſen
Werken bewieſen die Schülerinnen bereits einen hohen
Grad pianiſtiſcher Entwickelung, ſo Frl. Hüllen und Frl
Engmann. Was aber Frl. Rodenbach in der
Kreutzer=
ſonate im Schumannſchen Klavierquintett und dem
Gmoll=Konzert von Saint=Saéns brachte, war faſt
ſchlacken=
loſe Kunſt. Sie beſitzt das Temperament und Rüſtzeug
zu einer Pianiſtin großen Stils. Unſer hieſiges Kunſt= darf auch diesmal wieder mit Genugtuung auf
ſeine Jahresarbeit zurückſchauen, und es kann die gläns
zend verlaufenen Prüfungen mit beſonderem Stolz in
ſeine Annalen einzeichnen.
Verein für Vogel= und Geflügelzucht (ält. Verein)
Die von 45 Mitgliedern beſuchte Aprilverſammlung wurde
durch den 1. Vorſitzenden eröffnet. Er gab die
ver=
ſchiedenen Einläufe, ſowie die Aufnahme neuer Mitglieder
bekannt. Hierauf wurde das Protokoll der letzten
Ver=
ſammlung verleſen und genehmigt. Im Anſchluß
be=
richtete der 1. Vorſitzende über einen Aufſatz in der
Südd. Tierbörſe betr. Geflügelkrankheiten und deren
Bekämpfung, an welchen ſich eine längere Ausſprache
ſchloß. Zum nächſten Punkt, die Beſchaffung von
Fuß=
ringen, werden alle Mitglieder gebeten, bei der nächſten
Monatsverſammlung die gewünſchten Ringe (für Hühner
und Tauben) dem Vorſtand anzugeben. Mit der
Ver=
loſung von 1,2 Plymouth=Rocks, ſowie der üblichen
Frei=
verloſung von 150 Eiern konnte die Verſammlung ge= werden.
Der St. Eliſabethenverein feiert dieſes Jahr
ſein goldenes Jubiläum. Die Großherzogin
hat für die Jubiläumsfeier das Protektorat
über=
nommen. Im Städtiſchen Saalbau wird am 2. und
3. Mai das geiſtliche Feſtſpiel „Die hl. Eliſabeth” von
H. F. Müller gegeben, das bereits vor 20 Jahren ſchon
einmal hier mit beſtem Erfolg aufgeführt wurde. Der
akademiſche Maler Horſtmann aus Düſſeldorf ſtellt die
lebenden Bilder und wird die nötigen Dekorationen
mitbringen, die aus dem Düſſeldorfer Malkaſten
ſtammen und von erſten Künſtlern wie Achenbachg
Deiters, von Wille u. a. angefertigt ſind. Die Koſtüme
werden von dem Atelier für hiſtoriſche Koſtüme von
C. Janſen, München=Gladbach, geliefert.
Martinskirche. Der Kirchengeſangverein der
Martinskirche veranſtaltet ſeine diesjährige Paſſionsfeier
am Karfreitag, abends ½ 6 Uhr. Zur Aufführung
ge=
langt eine Paſſionskantate von Karl Hirſch für Chor,
Soloſtimmen, Streichinſtrumente und Orgel. Den ind
aktiven Mitgliedern ſind die beiden Emporen
vor=
behalten.
Karfreitag und der Gral.
** Das diesjährige Oſterfeſt erhält dadurch eine
be=
ſondere Weihe, daß das größte dem Karfreitag gewidmete
Kunſtwerk, Wagners „Parſifal” zum erſten Male aller
Welt ſeine Schönheit offenbaren durfte. Unſere
Oſter=
gedanken kreiſen daher um jene erhabenen Ideen der
mit=
telalterlichen Sage, die das Erlöſungswerk des Heilandes
mit dem Rittergeiſt ſo innig verſchmolzen und die in dem
Symbol des heiligen Grals gipfeln. Durch dieſe
geheim=
nisvolle Reliquie iſt ja überhaupt erſt der Zuſammenhang
gegeben, der die Paſſions= und Oſterſtimmung mit der
Geſchichte vom „reinen Toren” dem anmutigſten „
Dümm=
lingsmärchen” das wir kennen, in der Parzivalſage
ver=
bindet.
Es iſt eine alte Karfreitagslegende, die von
den Schickſalen der Abendmahlsſchüſſel des Herrn, die
alt=
franzöſiſch Gral genannt und von Wolfram von
Eſchen=
bach unter dieſem Namen übernommen wurde, erzählt.
Urſprünglich iſt der Gral die Schüſſel, deren ſich Chriſtus
beim letzten Abendmahl bediente, um den Verräter Judas
zu kennzeichnen; in ſie tauchte er den Biſſen hinein, den er
dem Judas Jſchariot gab, nächdem er den, dem er den
Biſſen geben würde, als den Verräter bezeichnet hatte. Als
der Herr gefangen fortgeſchleppt worden war, nahm ein
Jude die Schüſſel und brachte ſie dem Pilatus; dieſer aber
ſchenkte ſie dem Joſeph von Arimathia, und als Joſeph
dann die Wunden des Gekreuzigten wuſch, ſammelte er
das hervorſtrömende Blut in dieſem Gefäße und bewahrte
es in ſeinem Hauſe. Nach Chriſti Auferſtehung
beſchuldig=
ten die Juden den Joſeph, er habe den Leichnam beiſeite
gebracht, riſſen ihn nachts aus dem Bette und warfen ihn
in einen unterirdiſchen Kerker. Da erſchien ihm der Herr
in blendendem Glanze, zeigte ihm die mit Blut gefüllte
Schüſſel und tröſtete ihn durch deren Anblick. Lange Jahre
lag Joſeph lebendig begraben in ſeinem Gefängnis; aber
der Gral verſah ihn mit himmliſcher Speiſe und
himm=
liſchem Trank, und unter Veſpaſian wurde er befreit.
Dar=
auf verſammelte er eine Gemeinde um ſich, deren
Heilig=
tum die Schüſſel des Herrn wurde. Dadurch, daß Chriſtus
den Judas mit ihrer Hilfe erkannt hatte, haftete nach der
Legende an der Schüſſel die Macht, die Böſen von den
Guten auszuſcheiden; ihre höchſte Heiligkeit aber hatte ſie
erſt durch die Aufnahme des Blutes empfangen, das für
die Sünden der Welt auf Golgatha vergoſſen worden.
Deshalb wird der Gral zum Abendmahlskelch, und ihn
umweben die erhabenſten Myſterien der mittelalterlichen
Kirche.
In ihrer tiefſten Bedeutung iſt die Reliquie das
Sinnbild des heiligen Grabes, von Gott dem
frommen Mann überantwortet, der in ſeinem eigenen Grab
den Heiland beſtattete; daher iſt ſie die höchſte
Verſinn=
bildlichung des „Karfreitagszaubers‟ Die rege Phantaſie
des Mittelalters hat nun dieſes Paſſionsſymbol mit einer
Fülle übernatürlicher Eigenſchaften begabt. Der Gral iſt
— und als ſolcher erſcheint er bei Wolfram — ein
Zau=
berſtein, ein Talisman, der alles gewährt, was man von
ihm erbittet, der Fülle des Lebens und Unſterblichkeit
ver=
leiht. Er iſt ein märchenhaftes Wunſchkleinod, das durch
die höchſte Gnade Gottes, die vom Himmel gebrachte
Hoſtie, geheiligt wird. In anderen Gralserzählungen
ver=
breitet die Schüſſel wunderbaren Glanz und Wohlgeruch;
ſie ſchützt vor Wunden und Niederlagen und gewährt
Hei=
lung; ſie ſchwebt frei in der Luft; wer ſie geſehen, kann
an demſelben Tage kein Verbrechen begehen; ſie verleiht
den Helden den Sieg und begnadet die, die ſie reinen
Herzens ſchauen, mit unausſprechlicher Beſeligung. Der
Gral war neben der blutigen Lanze, bei Wolfram der
vergifteten Waffe, durch die Amfortas verwundet wird,
die koſtbarſte Karfreitagsreliquie. Obwohl die Dichtungen
melden, daß er nach Parzivals Tode auf geheimnisvolle
Wieiſe verſchwunden ſei, ſtritten doch im Mittelalter viele
Orte um den Ruhm, das heilige Gefäß zu beſitzen. Nach
dem Gedicht von Karl des Großen Pilgerfahrt wurden
dem Kaiſer vom Patriarchen von Jeruſalem der Kelch
und das Meſſer übergeben, deſſen ſich der Herr bei dem
Abendmahl bedient hatte. Im wirklichen Beſitz des Grals
zu ſein, rühmten ſich im ſpäteren Mittelalter vor allem
zwei Städte, Konſtantinopel und Genua. Die heilige
Schüſſel von Genua war im Jahre 1101 dem Kreuzheer
Balduins I. in der Moſchee von Cäſarea, dem alten
Tem=
pel des Herodes, in die Hände gefallen; es war eine grüne,
ſechseckige Schale, von der man glaubte, ſie ſei aus einem
einzigen großen Smaragd geformt. Sie wurde in der
Kathedrale des heiligen Lorenz, in der Kapelle des
Täufers Johannes ſorgfältig verſchloſſen aufbewahrt,
ward von einer Ehrenwache aus den vornehmſten
Ge=
ſchlechtern behütet und galt lange für den höchſten Schatz
der reichen Republik, ja, für das köſtlichſte Kleinod der
Welt.
Feuilleton.
Zwei Millionen Mark für religiöſe Bilder von
Guſtave Doré. Nach einer Meldung aus Neu=York iſt
dort=
die berühmte Sammlung religiöſer Bilder von dem ſonſt
mehr als Zeichner bekannten genialen Guſtave Doré für
zwei Millionen Mark verkauft worden. Der unermüdliche
Illuſtrator der Meiſterwerke der Weltliteratur war auch
als Maler tätig geweſen, und vor 40 Jahren erregten22
Oelgemälde von ihm, die in verſchiedenen Großſtädten
ausgeſtellt wurden, allgemeines Aufſehen. Beſonderes
Intereſſe fanden die religiöſen Bilder, die Szenen aus der
Paſſion und ſymboliſche Motive, wie den Triumph des
Chriſtentums über das Heidentum, darſtellten.
Abbil=
dungen der umfangreichen Werke wurden viel verbreitet
und waren ſehr beliebt. Das berühmteſte dieſer Bilder
war wohl: „Chriſtus verläßt das Praetorium” dies Bild
wurde von Doré während des deutſch=franzöſiſchen
Krie=
ges geſchaffen und bei der Belagerung von Paris nur mit
großer Mühe vor einer Verletzung durch Granaten und
Schüſſe bewahrt. Dieſe religiöſen Bilder gingen dann
nach Amerika, wo ſie in verſchiedenen Teilen der neuen
Welt ausgeſtellt wurden, und haben nun für einen
ſtatt=
lichen Preis den Beſitzer gewechſelt.
CK. Hochzeiten im Ramſch. Nachdem die „
Begräb=
tiſſe zu Ausnahmepreiſen” die die Heilsarmee in
Wäs=
ſhington eingerichtet hatte, einen ungeheueren Erfolg ge= haben, kündet die Heilsarmee nunmehr in großen
Anzeigen auch „Hochzeiten im Ramſch” an. Für die runde
Summe von 100 Dollar werden dem jungen Paar folgende
Leiſtungen garantiert: Heiratserlaubnis; kirchliche
Trau=
ung; eine zweiwöchentliche Hochzeitsreiſe; Einrichtung der
Wohnung und Bezahlung der Miete für den erſten Monat;
Flitterwochen=Zigarren für den Bräutigam und ein Riech= für die Braut. Die Heilsarmee verfolgt mit dieſen
„noch nie dageweſenen billigen Preiſen für Hochzeiten”
zwei gemeinnützige Zwecke. Einmal will ſie die Heirats= ſteigern, denn viele Leute fürchten ſich jetzt vor dem
Heiraten, weil die Hochzeit ſo furchtbar teuer geworden iſt;
ſodann aber will ſie ſelbſt bei dieſem Ramſchgeſchäft noch
verdienen. Wie der Leiter der „Hochzeitsfiliale” der
Heils=
armee in Waſhington mitteilte, hofft man, bei genügende
großer Beteiligung bei jeder Hochzeit 10 Dollar zu ver
dienen, und für den Ertrag ſoll dann ein Sanatorium ge=
Nummer 99.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. April 1914.
Seite 3.
— Rabatt=Spar=Verein Darmſtadt, E. V. Dieſer
wurden die geſamten Geſchäftseinrichtungen des
öatt=Spar=Vereins Darmſtadt, E. V., von dem
Ver=
isreviſor W. Nürnberger=Hannover vom
Ver=
ſchde der Rabatt=Spar=Vereine Deutſchlands, der größten
ilkaufmänniſchen Vereinigung im Reiche mit über
10 Mitgliedern, einer eingehenden Reviſion
unter=
ſert. Dieſe Prüfung durch einen unabhängigen
Revi=
geſchieht durch die dem Verbande angeſchloſſenen
Ver=
auf eigenen Antrag, damit für weitgehende Kontrolle
Exe getragen wird. Hierbei konnte der
Verbandsrevi=
beſtätigen, daß für die kurſierenden Marken volle
Mlung vorhanden iſt und jederzeit zur Verfügung der
Emmler ſteht. Im letzten Jahre zahlten die dem
Ver=
nde angehörenden Rabatt=Spar=Vereine über 36
Mil=
hien Mark in bar an das ſparende Publikum aus.
*Der Nachtrag zum Adreßbuch, der die
Berich=
lungen enthält, die während und nach Schluß des
Puckes bis 31. Januar durch Wohnungsveränderungen ꝛc.
ſtanden ſind, iſt erſchienen.
— Städtiſche Leſe= und Bücherhalle. Während des
ſſhuats März wurde die Leſehalle im ganzen von 3924
Pſonen beſucht (im März 1913: 3734), durchſchnittlich
jedem Tage 126 Beſucher. Aus der Bücherhalle nach
ſite entliehen wurden im ganzen 11841 Bände (1913:
15), darunter 4508 wiſſenſchaftliche und belehrende
rke. Die Zahl der ſeit dem 1. April d. J. neu
einge=
ſtiebenen Leſer ſtieg auf 4746. Während des abgelaufe=
I Verwaltungsjahres (1. April 1913 bis 31. März 1914)
ſſrde die Leſehalle insgeſamt von 44307 Perſonen be=
Iſht (41386 im Vorjahre). Aus der Bücherhalle nach
ufe entliehen wurden zuſammen 116502 Bände (im
Wijahre 115112), darunter 45632 wiſſenſchaftliche und
hehrende Werke. Die Geſamtzahl der eingeſchriebenen
Wer betrug 4746 (im Vorjahre 4670). An
Büchergeſchen=
gingen in dieſem Monat weiter ein: Von Frl. L.
cerle 1 Bd., von Frl. M. Buchner 1 Bd., von der
Ver=
ſsbuchhandlung G. D. Bädeker in Eſſen ein Werk ihres
rlags, von Herrn Profeſſor Dippel 2 Jahrg. Zeitſchrif=
, von Frl. M. Engel und O. Keil 25 Bde., von Herrn
ſchhändler Saeng 13 Bde., von Herrn Dr. Schwalm 50
Ihrg. Zeitſchriften, von Herrn Hauslehrer Siefert 5 Bde.,
im Frl. Sohl 2 Bde und 9 Jahrg. Zeitſchriften, von
ern Miniſterialreviſor E. Schneider eine von ihm
ver=
ſte Schrift, von Herrn Kaufmann A. Trier 1 Bd., von
Fl. M. Vonderſchmidt 3 Jahrg. Zeitſchriften, von Herrn
Aufmann J. Wenz 2 Bde. Allen Gebern herzlichen
Unk! Weitere Schenkungen von Büchern, ſoweit ſolche
ſſht veraltet, ſind jederzeit willkommen.
* Illuſtrierte Wochen=Chronik. Die Oſternummer 15
llſtrer illuſtrierten Tiefdruckbeilage bringt als Titelbild
nie hübſche Szene vom Oſteraufenthalt des Kaiſers in
üru und zeigt den Kaiſer an Bord der feſtlich mit grünen
ſbeigen geſchmückten „Hohenzollern” beim Verſtecken von
ſſtrreiern für die Mannſchaften. Zwei mit zahlreichen,
ſit intereſſanten Aufnahmen illuſtrierte Artikel führen
Im Leſer nach dem „Heiligen Lande” und zeigen die
ur=
lſte „Via Doloroſa” in Jeruſalem zur Zeit der Oſtern
ild andere aus der Bibel jedem bekannte Stätten,
teil=
ſſtne in ihrem durch Jahrhunderte faſt gleich gebliebenen
Rſtande, teilweiſe der modernen Kultur erſchloſſen Einen
ſht eigenartigen Kontraſt bieten die Bilder von Jericho,
its heute ein wüſter, elender verkommener
Trümmer=
luren iſt, und von den deutſchen Kolonien in Jeruſalem
ud Jaffa mit ihren ſauberen, exakt gebauten Häuſern.
i neue Heft bringt außerdem eine Anzahl aktueller
ſAlder, u. a. Paul v. Heyſe, Hubert v. Herkomer, Diemil
lliſcha, den in Deutſchland zum Studium kommunaler
Enrichtungen weilenden Präfekten von Konſtantinopel,
ſarles Richet, den bekannten franzöſiſchen Gelehrten und
Pbelpreisträger, der in Berlin einige intereſſante
Frie=
linsvorträge hielt, den neuen amerikaniſchen Austauſch=
(ſoleſſor Hency W Farnan und eine Aufnahme von dem
ferlichen Begräbnis des berühmten provencaliſchen
Eceters Miſtral. Wie Rußland auch für einen eventl.
ſfekrieg gerüſtet zu ſein verſucht, zeigt die Abbildung
Unes gepanzerten und mit geſchloſſener Kabine für
Rhrere Perſonen verſehenen neuen ruſſiſchen
Aeroplan=
lhrs. Einen intereſſanten Beitrag zur
Entwickelungs=
ſſſchichte des Kaiſerreichs Abeſſinien bedeutet eine
Grup=
fnaufnahme aus Wien) die eine abeſſiniſche
Militär=
lnſſion zum Studium des öſterreichiſchen Heeres darſtellt
d beweiſt, wie zielbewußt die Regierung jenes
eigen=
litigen Reiches an der Sicherung ſeines Beſtehens ar=
Eiiet.
* Orpheum. Man ſchreibt uns: Das Enſemble „
Pa=
ſſſiana=Kammerſpiele und Künſtler=Cabaret” das am
Uſtermontag ſein Gaſtſpiel eröffnet, bringt gleich im erſten
Wrogramm zwei neue Schlager: den eleganten Sketch
Ein geheimnisvoller Anbeter” und den tollen Schwank
Ein Polterabend‟ Der Sketch „Ein geheimnisvoller
ünbeter” wurde in der vergangenen Winterſaiſon am
In=
lmen Theater in Frankfurt a. M. mit Margot Béru und
llichard Manz in den Hauptrollen einen ganzen Monat
lhit größtem Erfolg gegeben. Eine beſondere Senſation
Ur unſere Damenwelt dürfte die große Abendtoilette,
ieſtes Pariſer Original=Modell, ſein, die Margot Béru
ſagen wird. (Siehe Anzeige.)
k. Erzhauſen, 8. April. (Die Kreiswander
kochſchule) hat hier mit 25 Mädchen einen ſechswöchigen
Kurſus abgehalten. Geſtern nachmittag fand im hieſigen
Rathausſaale, bei zahlreich geladenen Gäſten, eine kleine
Prüfung ſtatt. Die ſchönen und prompten Antworten
der Mädchen zeigten, daß in dieſer kurzen Zeit recht fleißig
und tüchtig gearbeitet worden war. Herr Profeſſor Dr.
Frenzel=Darmſtadt, der die Prüfung abnahm, ſagte
der Lehrerin, Fräulein Meyer, herzlichen Dank und lobte
ganz beſonders den Fleiß und Gehorſam der Mädchen und
ermahnte ſie, das hier Gelernte in das Leben zu
über=
tragen. Hierauf begaben ſich die Teilnehmer in den ſchön
dekorierten Saal des Gaſthauſes „Zur Krone”, in dem die
Schülerarbeiten ausgelegt waren. Alle waren erſtaunt
von den vielen, einfachen, aber ſchönen Näh=, Flick= und
Bügelarbeiten. Die Gäſte wurden nun bewirtet mit Kaffee
und mit verſchiedenen Kuchen und Torten, die Zeugnis
von der Backkunſt der Mädchen ablegten. Herr Pfarrer
Schäfer von hier ſprach dem Herrn Profeſſor Dr.
Fren=
zel den Dank dafür aus, daß er dieſen Kurſus in hieſige
Gemeinde gebracht, bedauerte aber das Scheiden des Herrn
Profeſſors aus dem Kreiſe Darmſtadt, da er ſich in der
kurzen Zeit ſeines Wirkens im Kreiſe das Vertrauen der
Lehrer, der Geiſtlichen und der Gemeindebehörden
erwor=
ben hätte. Herr Wilh. Bender von hier brachte in ſchöner
poetiſcher Form den Dank an Lehrerin und Mädchen zum
Ausdruck.
Jugenheim a. d. B., 8 April. (Feuer.) Geſtern
vormittag entſtand in dem Anweſen des Gärtners
Speng=
ler Feuer, welches durch das Eingreifen der freiwilligen
Feuerwehr auf ſeinen Herd beſchränkt werden konnte, ſo
daß nur der Schuppen und die Stallungen ein Raub der
Flammen wurden. Als der Brandſtiftung
verdäch=
tig, wurde der Eigentümer ſogleich verhaftet.
Staats=
anwalt Gauff von Darmſtadt hatte ſich alsbald an
Ort und Stelle begeben, um die erforderlichen Schritte zu
tun und ließ den Eigentümer des Anweſens, Heinrich
Spengler, verhaften. Durch verſchiedene Umſtände iſt
die=
ſer trotz ſeines Leugnens der vorſätzlichen Brandſtiftung
verdächtig, während er ſelbſt nur die Möglichkeit einer
Fahrläſſigkeit zugibt. Er iſt dem Trunke ergeben, lebt mit
ſeiner Frau öfters in Unfrieden und hatte ihr anläßlich
eines ſolchen Streits geſtern gedroht, er werde ihr
ein=
mal ausräuchern” oder dergleichen. Als die Frau dann
weg war, brach das Feuer in einem Holzſchuppen aus,
legte ihn in Aſche und ergriff noch teilweiſe das
Wohn=
haus, konnte aber dann unterdrückt werden. Wie
Speng=
ler angibs, wollte er ſich eine Zigarre anzünden und warf
das noch brennende Streichholz weg. Dieſes ſei wohl in
das Stroh des Schuppens gefallen.
Offenbach, 8. April. (Der Ueberfall auf den
Militärpoſten.) Ein Frankfurter Kaufmann und
ein Beamter hatten am preußiſchen Buß= und Bettag
ordentlich gekneipt und waren ſchließlich in ſehr
animier=
ter Stimmung, Als ſie an dem Militärpoſten vor der
Wohnung des Oberſten von Eſch vorüberkamen, kam es
zu einem Renkontre mit dem Poſten. Der Poſten wurde
zunächſt dadurch beläſtigt, daß der eine von beiden an das
Schilderhaus ſich lehnte und „Steh’ ich in fikſtrer
Mitter=
nacht” zu ſingen begann. Als ſich dies der Poſten verbat,
kam der andere hinzu und tat die Aeußerung: „Es iſt
trau=
rig, wenn ein Preuße von einem Rot=Weißen ſich etwas
gefallen laſſen muß” und ſpie ihm ins Geſicht. Beide
ſoll=
ten bis zur Ablöſung am Schilderhaus bleiben. Einer
der beiden ſchob nunmehr den Poſten zur Seite, worin
ein Widerſtand erblickt wird. Schließlich kam die Polizei
hinzu und ſtellte die Attentäter feſt. Das Nachſpiel
be=
ſchäftigte geſtern das Offenbacher Schöffengericht, deſſen
Verhandlung kein klares Bild der Vorgänge bringen
konnte, da die Zeugen ſich nicht mehr genau entſinnen
konnten und der Poſten die beiden Angeklagten nicht mit
Beſtimmtheit wiedererkannte. Das Gericht kam zu einer
Verurteilung und erkannte gegen den Beleidiger auf 60
Mark Geldſtrafe und Publikationsbefugnis und den
an=
deren auf 80 Mark wegen Widerſtandes nach § 131.
Außer=
dem erhielten ſie Geldſtrafen von je 6 Mark wegen
Ruhe=
ſtörung.
Bad Nauheim, 8. April. (Saiſoneröffnung.) Mit
dem April iſt nun der Frühling eingezogen und hell
ſtrahlt die ſo lang entbehrte Sonne auf unſere freundliche
Badeſtadt herab. Ueberall erweckt ſie neues Leben. Die
Häuſer, die den Winter über geſchloſſen waren, öffnen die
Fenſter weit, es wird geputzt und geklopft und gerüſtet
zum Empfang der Gäſte. Nur noch wenige Tage trennen
uns vom 15. April, dem Tage der offiziellen
Saiſoneröff=
nung. Während des Winters iſt eifrig an der
Kanali=
ſation gearbeitet worden, jetzt ſind die Straßen wieder in
ihren alten tadelloſen Zuſtand zurückverſetzt und bieten
mit ihren von Gärten umgebenen Hotels und Villen den
Gäſten ein freundliches Willkommen. Schon iſt eine recht
ſtattliche Anzahl von Kurgäſten hier und täglich treffen
neue ein. Immer mehr bricht ſich die Erkenntnis Bahn,
daß Frühjahrskuren ganz beſonders wirkſam ſind. Der
neue friſche Lebensſtrom in der ganzen Natur, die von
Tag zu Tag ſich merklich ſteigernde Sonnenwärme, das
Blühen und Knoſpen ringsum wirken günſtig auf das
Gemüt des Leidenden und geben ihm größere Zuverſicht
auf Erfolg ſeiner Kur. Die Badehäuſer ſind noch nicht
überfüllt, Wartezeiten gibt es noch nicht und in dem
wei=
ten Park findet noch ein jeder ſein ſtilles Plätzchen und
hat noch weiteſte Bewegungsfreiheit. Es iſt köſtlich, hier
im Park oder in den angrenzenden Taunuswäldern dem
Erwachen der Natur zu lauſchen. Der Park umfaßt jetzt
750 Morgen und iſt damit der größte Kurpark
Deutſch=
lands. Er iſt in den letzten Jahren nochmals um 100
Morgen vergrößert worden und auch jenſeits der Bahn
iſt Gelände angekauft, um auch dort ſchöne, ſchattige
Pro=
menadenwege für die Kurgäſte zu ſchaffen und die Stadt
auch auf jener Seite mit Waldesgrün zu umgeben. Die
neue Trinkkuranlage iſt vollſtändig fertiggeſtellt und beſitzt
Ausläufe ſämtlicher Quellen. Der hohe Wert der Bad
Nauheimer Trinkheilwäſſer wird immer mehr erkannt und
ſie werden von den Aerzten auch neben der Badekur gern
und häufig verordnet. Seit vorigem Jahr werden aus
den nicht zu Trinkzwecken benutzten Trinkheilwäſſern des
Bades ebenfalls Bäder, die neuen „Brunnenbäder”
verab=
reicht. Bei ſehr geringem Salzgehalt (1 Prozent) beſitzen
ſie nahezu ebenſo viel freie Kohlenſäure, wie die
berühm=
ten Sprudelbäder, und geſtatten, jetzt auch in Bad
Nau=
heim die mildeſte Form von kohlenſäurereichen, ſalzarmen
Bädern zu bereiten, ſo daß das Bad nun eine
Vielſeitig=
keit in den Bäderformen beſitzt, die unübertroffen iſt.
(*) Groß=Felda, 7. April. (Vergiftet) wurde
durch Verabreichung von Bier und Branntwein ein
ſechs=
jähriger Knabe; er ſtarb nach großen Qualen. Die
Uebel=
täter ſind halbwüchſige Burſchen einer
Spinnſtuben=
geſellſchaft.
ſurt werden. Manches läßt ſich freilich auch im Ramſch
ſſicht billig geſtalten. Die Heiratserlaubnis, obgleich ſie
Alleger iſt als die Erlaubnis zum Halten eines Hundes,
lſtet nun einmal einen Dollar. Die erſte Monatsmiete
r eine Wohnung von vier Zimmern und Bad muß mit
Dollar angeſetzt werden, und die Hochzeitsreiſe, die die
leuvermählten nach dem Gut der Heilsarmee in Mary=
und antreten müſſen, fordert allein für die Fahrt 25 Dol=
Ur. Aber die Einrichtung wird dafür ſehr billig
her=
lſſtellt, denn ſie wird in den Werkſtätten der Heilsarmee
farbeitet, und ſo bleiben doch noch 10 Dollar Gewinn.
** Die Wahlreiſe mit der Flugmaſchine. Einer der
lſten Militärflieger Frankreichs, M. de Montjou, beab=
Ahhrigt, bei den kommenden Wahlen im Wahlkreis der
Narthe zu kandidieren. Der junge, 26jährige Politiker
ſird nun ſeine Wahlreiſe in einer Weiſe geſtalten, wie ſie
sher noch nie vor ſich gegangen iſt. Statt durch Staub
ünd Dunſt im Auto oder Eiſenbahn von Ort zu Ort zu
Ugen, fliegt er in luftiger Höhe mit ſeinem Apparat, läßt
lch mit elegantem Schwung hernieder und bereitet ſo
hon durch ſein Erſcheinen ſeinen Wählern ein
intereſſan=
s Schauſpiel. Vielleicht wird ſein Schauſpiel Nach=
Ihnung finden, und es werden auch noch andere
Kandi=
ten, unter denen ſich ſo manche Jünger der Flugkunſt
finden, den Weg zum Herzen ihrer Wähler durch die
ſuft nehmen.
* Die Stadt der 60000 Schulzes. Wer nach ſeinem
ſannen gefragt wird, aber nicht angeben möchte, wie er
irklich heißt, nennt ſicherlich den Namen Schulze, Müller,
lichmidt oder Meier, denn dieſe Namen ſind nach allge=
meiner Anſchauung die häufigſten. Am häufigſten aber
ſcheint der Name Schulze zu ſein. Ein Mitarbeiter des
Konfektionärs hat dies wenigſtens an der Hand des Groß=
Berliner Adreßbuches feſtgeſtellt. Das Blatt berichtet in
einer hübſchen Plauderei, daß das Großberliner
Adreß=
buch den Namen Schulze 15400mal enthält. Rechnet man
jede Familie nur mit vier Perſonen, ſo heißt das, daß
in Großberlin rund 60000 Schulzes wohnen, alſo genug,
um eine recht anſehnliche Mittelſtadt damit zu bevölkern.
Namen, die ſich über tauſendmal im Großberliner
Adreß=
buche finden, gibt es 37. Nach Schulze (mit 15 400) kommt
in bedeutendem Abſtande Müller mit 10880 und hierauf
faſt ebenſo zahlreich der Name Schmidt (10 180). Dann
kommt ein erheblicher Sprung abwärts: der Name Meier
(in verſchiedenen Schreibweiſen) iſt mit der Zahl 6400
vertreten; hierauf kommen Krüger (5760), Hoffmann
(5240), Neumann (5170) und Lehmann (5090). Damit
iſt die Liſte der Namen, die über 5000mal vorkommen,
erſchöpft. Ueber 4000mal kommen noch die Namen
Schrö=
der, Krauſe und Wolf vor, über 3000mal Fiſcher, Lange
und Schneider, und dann zwiſchen 2= und 3000mal in
ab=
ſteigender Reihenfolge: Hermann, Kühn, Franke, Werner
Voigt, Koch und Scholz. Der Name Meier, der nach
weitverbreiteter Anſicht der häufigſte iſt, hält alſo in
Ber=
lin nicht die Spitze, ſondern wird von Schulze weit
über=
boten. In Bremen und Hamburg dagegen ſoll dies
Ver=
hältnis anders ſein. In anderen Ländern findet ſich
übri=
gens ähnliches, und es ſei auf Dänemark verwieſen, wo
beinahe jeder dritte Menſch den Namen Hanſen führen
ſoll.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 7. April. Zur
Auffin=
dung der Leiche des Schülers Gladow, des
un=
glücklichen Turners, der auf ſo betrübende Weiſe den Tod
fand, wird noch folgendes mitgeteilt: Gladow hatte ſich
den linken Stiefel ausgezogen, weil der Fuß anſcheinend
gebrochen war; der gleichfalls geöffnete rechte Stiefel lag
unter einem umgeknickten Wacholderſtrauch, über den der
Schüler aller Wahrſcheinlichkeit nach geſtürzt war. Durch
den Schmerz der Fußverletzung hat er offenbar die
Be=
ſinnung verloren und iſt dann zweifellos erfroren, da er
nur leichte Kleidung trug. Ohne Fußverletzung hätte er
das nahe Eggersdorf beſtimmt erreicht. — Die
Kriminal=
polizei hat eine internationale
Einbrecher=
bande feſtgenommen, der eine große Zahl der in der
letzten Zeit in Berlin und anderen Städten verübten
Ju=
welendiebſtähle zur Laſt gelegt wird. Bei den im letzten
halben Jahre verübten Einbrüchen ſind der Bande
Ju=
welen im Wierte von mindeſtens 150000 Mark in die
Hände gefallen. Das Haupt der Bande iſt ein Ungar
namens Howard aus Peſt, während ein Helfershelfer noch
geſucht wird. Dagegen ſind 8 in Berlin wohnende
Per=
ſonen unter dem Verdacht des Diebſtahls, der Beihilfe
und der Hehlerei verhaftet worden. — Auf der
Bieſen=
dorfer Chauſſee in Friedrichsfelde wurde heute abend der
36jährige Kutſcher Friedrich Hübner von einem
Unbekann=
ten, der ihn bat, ein Stück mitfahren zu dürfen,
über=
fallen. Auf der Fahrt zog der Unbekannte einen
Re=
volver, ſchoß dem Kutſcher eine Kugel in die rechte
Kopf=
ſeite, warf ihm dann eine Schlinge um den Hals und zog
ſie ſo feſt zu, daß die rechte Halsader bis auf die
Schlag=
ader zerſchnitten wurde. Noch ehe er den Raubmord
vollenden konnte, wurde er durch ein vorüberfahrendes
Automobil geſtört. Im Krankenhaus zu Oberſchönweide
erlangte Hübner die Beſinnung wieder. Er gab eine
Be=
ſchreibung von dem Täter, von dem man bisher nicht die
geringſte Spur hat. — Ein ſeltenes
Jagdver=
gnügen gab es auf dem Wpchenmarkt an der
Born=
ſtraße in Steglitz. Auf dem dortigen Schaubudenplatz
ſteht gegenwärtig das Affentheater des Beſitzers
Can=
draſſy. Durch die verlockenden ſchönen Aepfel und
an=
dere Früchte die auf dem Wochenmarkt feilgeboten
wur=
den, angelockt, ließ ſich ein großer Affe dazu verleiten, aus
ſeinem Käfig zu entfliehen. Die Marktfrauen
beobachte=
ten nun zu ihrem Schreck, wie plötzlich ein Affe auf ſie
zugeeilt kam und zwiſchen den Buden hindurch den Weg
nach der Schloſſerſtraße zu nahm. Man jagte dem Tier
nach, das ſchließlich in dem Kellergeſchoß des Hauſes
Schloſſerſtraße 124, verſchwand. Es wagte aber niemand,
dorthin zu folgen. Man wollte ſchon die Feuerwehr
alar=
mieren, als der Affe plötzlich aus dem Kellerfenſter
heraus=
geſchoſſen kam und wieder nach dem Markt zurückjagte:
Er flüchtete dann in den Schlafwagen eines
Schaubuden=
beſitzers und konnte dort ergriffen werden.
8. April. Im Alter von 73 Jahren iſt heute morgen
die Gattin des Staatsminiſters und langjährigen
Staatsſekretärs des Innern, ſowie Mitglieds des
Herren=
hauſes, Grafen v. Poſadowsky=Wehner,
ge=
ſtorben.
Frankfurt, 8. April. (Die Beſtechungsaffäre
bei der Sittenpolizei) ſcheint einen größeren
Umfang anzunehmen, da auch mehrere Unterbeamte in
die Affäre des geſtern verhafteten Polizeikommiſſars
Schmitt verwickelt ſein ſollen. Heute wurde eine Frau
Bohnert in derſelben Angelegenheit verhaftet. Die vom
Unterſuchungsrichter angeordnete und geſtern erfolgte
Verhaftung des Polizeikommiſſars Schmitt wurde mit
Fluchtverdacht begründet. Die Hausſuchung in ſeiner
Wohnung ſoll ſehr viel belaſtendes Material ergeben
haben.
Weinheim a. d. B., 8. April. (
Eiſenbahn=
unfall.) Beim Ausfahren aus dem Maſchinenhauſe
entgleiſte heute vormittag 11 Uhr eine Lokomotive,
wodurch ein Gleis der Strecke Frankfurt-Heidelberg
ge=
ſperrt iſt. Der Verkehr wird eingleiſig aufrecht erhalten.
Die Urſache des Unfalles ſteht noch nicht feſt.
München, 8. April. (100000 Mark=
Preisaus=
ſchreiben.) Die Jury für das 100000 Mark=
Ausſchrei=
ben von der „Zeit im Bild” hat ihr Urteil gefällt. Den
erſten Preis mit 50000 Mark erhielt der Münchener=
Schriftſteller Joſeph Kaisler, den zweiten Dr. Otto
Pietſch=Heidelberg, den dritten Frau Celany Pietſch=
Heidelberg, den vierten Dr. Wolff=München, den fünften
Landgerichtsrat Dr. Gütermann=München, den ſechſten
Lehrer C. Wilt=München.
München, 8. April. (Selbſtmord.) Der Maler
Alfred Schlagbauer hat ſich am Grabe ſeiner Eltern
erſchoſſen.
Dresden, 8. April. (Todesfall.) An den Folgen
einer Lungenentzündung iſt der Profeſſor Henri Petri,
Hofkonzertmeiſter der Königlichen Kapelle, verſtorben.
Eiſenach, 8. April. (Doppelſelbſtmord.) Im
Stadtpark ſind heute früh ein Mann und eine Frau
er=
ſchoſſen aufgefunden worden. Aus den Papieren ging
hervor, daß es ſich um einen Karl Rabe aus Ruhla und
eine Maria Schleicher aus Jena handelt.
Breslau, 8. April. (Verhaftung eines
Mör=
ders.) Der Bureauvorſteher Müller, der die fünfzehn
jährige Maſchinenſchreiberin Rupprecht in dem Bureav
des Rechtsanwalts Dr. Czaya erſchoſſen hat, iſt, wie aus
Trebnitz gemeldet wird, geſtern in einem dortigen
Reſtau=
rant verhaftet worden.
Innsbruck, 8. April. (Die Affäre Dittmann.)
Die Verletzung einiger Perſonen, die durch den
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. April 1914.
Nummer 99.
Hauptmann v. Dittmann verhaftet worden ſind, ſtellt
ſich als nicht unbedeutend heraus. Einer iſt von 10 bis
15 Soldaten gröblich mißhandelt worden, wurde zu Boden
geſchlagen und erlitt mehrere Verletzungen. Als ein
Ziviliſt einen Stoß des Hauptmanns erwiderte und dieſen
zu Boden ſtreckte, ſtürzten ſich die Soldaten auf den
Zivi=
liſten, traten ihn zu Boden und verprügelten ihn. Der
Abg. Erler gedenkt die Angelegenheit zum Gegenſtand
einer parlamentariſchen Aktion zu machen.
Peſt, 8. April. (Das Debrecziner Attentat.)
Die Nachricht aus Uesküb, wonach der Urheber des
Debrecziner Bombenanſchlages. Catarau,
ver=
haftet worden ſei, erweiſt ſich nach eingetroffenen
Mel=
dungen als unrichtig. Peſter Detektive und
Jour=
naliſten erfuhren in Niſch auf eine Anfrage von der
Ues=
küber Polizei, daß Catarau vor Jahresfriſt dort geweſen
ſei. Diesmal führte aber der Irrtum zweier Gendarmen
die Behörden irre, welche dann die Nachricht voreilig
ver=
breiteten.
Paris. 8. April. (Verhaftung.) Hier iſt der
Bankier Rouſſeau, der Schwager des Finanzminie
ſters Renould, verhaflet worden. Er ſoll anvertraute
Gelder in Höhe von 250000 Francs zu Privatſpekulationen
ſehr bedenklicher Art verwendet haben.
Portsmouth, 8. April. (Ein
Munitionsdieb=
ſtahl) iſt hier entdeckt worden. Ungefähr ein Dutzend mit
Platzpatronen gefüllte Zwölfzündergranaten, ſowie eine
große Anzahl leerer Granaten und Patronenhülſen ſind
von den dortigen Strandbatterien verſchwunden. Eine
amtliche Unterſuchung des Vorfalles iſt eingeleitet.
Darlamentariſches.
Kommiſſion zur Vereinfachung der
Staatsverwaltung.
O Am Dienstag fand, wie ſchon mitgeteilt, unter dem
Vorſitz des Staatsminiſters Dr. v. Ewald eine Sitzung
der Kommiſſion zur Beratung über die Vereinfachung der
Staatsverwaltung ſtatt. Zunächſt wurde die
Verein=
fachung des ſtaatlichen Kaſſenweſens beſprochen. Der von
Mitgliedern der Erſten Kammer ausgehende Vorſchlag,
die Erhebung der Staatsſteuern und anderen ſtaatlichen
Gefällen den Gemeinden zu übertragen, war inzwiſchen
in einer Subkommiſſion beraten worden. Nach dieſem
Vorſchlag ſollte die Erhebung der Staatsſteuern
unent=
geltlich geſchehen, während für Erhebung der ſonſtigen
Gefälle den Gemeinden 1 Prozent vergütet werden ſollte.
Gleichzeitig ſollte den Gemeinden freigeſtellt werden, ſich
zu großeren Hebebezirken zuſammenzuſchließen.
Dem=
gegenüber wurde regierungsſeitig darauf hingewieſen, daß
es fraglich ſei, ob die Gemeinden gegen eine ſo geringe
Vergütung dieſe Aufgabe übernehmen können. Die
Ver=
größerung der Hebebezirke werde unter allen Umſtänden
dem gegenwärtigen Zuſtand gegenüber eine
Verſchlechte=
rung für das Publikum bedeuten. Jedenfalls ließen ſich
auf dieſem Wege nur dann Erſparniſſe für den Staat
er=
zielen, wenn die Gemeinden gleichzeitig mehr belaſtet
würden. Die Regierung hält die jetzige Art der
Rege=
lung für zweckmäßig und glaubt überdies nicht, daß die
beiden Kammern der Landſtände einer Mehrbelaſtung der
Gemeinden zur Entlaſtung des Staates zuſtimmen
wür=
den. — Alsdann wurden die Vorſchläge von Mitgliedern
der Erſten Kammer über die Vereinfachung der
Steuer=
veranlagung beſprochen. Hier beſtanden noch
Meinungs=
verſchiedenheiten darüber, 1. ob die gegenwärtige Anzahl
der Finanzämter von 37 auf 23 verringert werden könnte:
2, ob in größerem Maße akademiſche Beamte durch
mittlere Beamte erſetzt werden könnten, und 3. ob auch
hier gewiſſe Arbeiten ohne Entſchädigung auf die
Ge=
meinden übertragen werden könnten. Die Regierung hält
den gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verminderung der
Finanzämter für den denkbar ungünſtigſten angeſichts der
vermehrten Aufgaben, die ihnen durch die Ausführung
des Gemeindeumlagengeſetzes und die
Reichsſteuergeſetz=
gebung zugefallen ſind. Durch vermehrte Heranziehung
von mittleren Beamten als Hilfskräfte laſſen ſich größere
Erſparniſſe nicht erzielen. In dieſen beiden Beziehungen
wird die Regierung indeſſen Erſparniſſe eintreten laſſen,
ſoweit irgend möglich. Den Gemeinden das Schreiben
der Steuerzettel oder andere Arbeiten zu übertragen, bietet
techniſch große Schwierigkeiten und kann Erſparniſſe für
den Staat nur herbeiführen, wenn Ausgaben von dieſem
auf die Gemeinden abgewälzt werden. Aus der Mitte
der Kommiſſion wurden weitere Ausführungen zu dieſen
Darlegungen nicht gemacht. — Bei der Beſprechung der
Vereinfachung der Bauverwaltung herrſchte
Uebereinſtim=
mung darüber, daß bei der Neuordnung die Trennung
nach Fachrichtungen ſtreng durchzuführen ſei. Es ſollten
hiernach auf der einen Seite unter Zuſammenziehung der
ſeitherigen ſtaatlichen Hochbauämter mit den Dienſtſtellen
der Kreisbauinſpektoren ſtaatliche Hochbauämter, auf der
anderen unter Einbeziehung des kulturtechniſchen Dienſtes
ſtaatliche Tiefbauämter errichtet werden. Den letzteren
ſoll entgegen der in der Denkſchrift der Regierung für
ein=
zelne Kreiſe vorgeſehenen Regelung die
Straßenunterhal=
tung in allen Fällen überwieſen werden. Die Wichtigkeit
und Bedeutung gerade dieſes Dienſtzweiges der
Tiefbau=
ämter wurde namentlich mit Rückſicht auf den ſtets
wach=
ſenden Automobilverkehr und die bevorſtehenden
Auto=
mobillinien beſonders hervorgehoben. Wenn ſo
grund=
ſätzlich eine Organiſation auf dieſer Grundlage
gutge=
heißen wurde, ſoll es der Regierung überlaſſen bleiben,
die Zahl der für den Hoch= und Tiefbau erforderlichen
Aemter und Baubeamten demnächſt vorzuſchlagen. Es
beſteht ferner Einvernehmen darüber, daß die Stellung
der Bauämter, ſoweit möglich, ſelbſtändig zu geſtalten
iſt und daß auch in den Beziehungen, in denen ein
Zu=
ſammenwirken zwiſchen Bauämtern einerſeits und den
Verwaltungsbehörden und Selbſtverwaltungskörpern
an=
dererſeits unerläßlich iſt, unter Abänderung der
beſtehen=
den geſetzlichen Beſtimmungen, namentlich des Art. 35
Abſ. 1 des Kunſtſtraßengeſetzes, den Baubeamten eine
ihrer Vorbildung entſprechende Stellung gewährleiſtet
werden ſoll. Die in der Denkſchrift der Regierung
be=
tonte Notwendigkeit, auch das mittlere Bauperſonal zu
verſtaatlichen, wurde allgemein anerkannt. Ferner wurde
erörtert, daß es an einer Zentralinſtanz für den Tiefbau,
insbeſondere für die Straßenunterhaltung, fehle und daß
ein Ausbau der Miniſterialabteilung für Bauweſen in
dieſer Richtung unerläßlich ſei. Dieſe Abteilung, ſowie
das ſämtliche ihr zu unterſtellende Baubeamtenperſonal ſoll
dem Miniſterium des Innern zugewieſen werden. Am
Schluſſe der Verhandlung erklärte die Regierung, daß ſie
nunmehr auf Grund der vorſtehenden Leitſätze in die für
eine Neuordnung erforderlichen näheren Feſtſtellungen und
Verhandlungen mit den beteiligten Faktoren eintreten
werde; ſie hoffe alsdann, in dem nächſtjährigen
Vor=
anſchlag bereits beſtimmte Vorſchläge für die Neuordnung
der Bauverwaltung machen zu können.
Der Prinz Heinrich=Flug 1914.
Darmſtadt als Ausgangspunkt.
St. An dem ungeahnten Aufſchwung, den die deutſche
Luftſchiffahrt und Fliegekunſt genommen und die
Deutſch=
land nun auch in letzterer an der Spitze der Nationen der
Welt marſchieren läßt, nachdem ſeine Lenkluftſchiffe dank
der Vollendung unſerer Zeppeline noch nie von einer
an=
deren Nation erreicht waren, hat Darmſtadt, die ſchöne
Re=
ſidenz unſeres Heſſenlandes, ſtets erheblichen Anteil
ge=
nommen und iſt neuerdings mit in den Mittelpunkt der
geſamten Luftfahrt gerückt. Seine Lage von
ſtrategi=
ſcher Bedeutung bedingte es, daß die Heeresverwaltung
Darmſtadt zum Stützpunkt für Lenkballone und Aeroplane
machte und in abſehbarer Zeit wird der Luftſchiffhafen
Darmſtadt mit ſeiner großen drehbaren Doppelballonhalle
für Zeppelinluftſchiffe, ſeinem Luſtſchiffer= und
Flieger=
bataillon und als Standort eines großen
Fliegergeſchwa=
ders in die Reihe der deutſchen Städte eintreten, die der
jüngſten Kriegswaffe eine Zufluchts= und Rüſtungsſtätte,
und dem geſamten Flugſport einen Stützpunkt bieten, Noch
erhöht wird das Intereſſe Darmſtadts am Flugſport durch
unſeren Landesherrn und ſeinen hohen Schwager, den
Bruder des Kaiſers, die beſonders lebhaftes Intereſſe den
Fliegern als Sport und als Kriegswaſfe entgegenbringen.
Prinz Heinrich von Preußen hat ſelbſt auf dem
Darm=
ſtädter Flugplatz ſein erſtes Flugzeug geſteuert und
mehr=
ſach ſind die fürſtlichen Herrſchaften mit Zeppelin= und
Parſeval=Lenkballonen in Darmſtadt gelandet und von hier
aus zu Luftreiſen aufgeſtiegen. Prinz Heinrich von
Preu=
ßen war es auch, der den erſten Prinz Heinrich=Flug nach
Darmſtadt leiten ließ und der ſurrend, fauchend und
rat=
ternd ſich ankündigende Beſuch der Flieger und Luftſchiffe
iſt ſeitdem ſaſt zur täglichen, aber immer wieder ſtolz und
freudig begrüßten Erſcheinung für Darmſtadt geworden.
Wie die Fürſten, die berufenen Faktoren und die
Sportfreunde, hat aber auch die Bevölkerung Darmſtadts
ſtets der Luftfahrt in all ihren Zweigen das größte
Inter=
eſſe entgegengebracht, das ſich in dankens= und
anerken=
nenswerter Weiſe auch durch die Tat, durch materielle Op.
ferfreudigkeit ſtets äußerte. Als das Unglück in
Echterdin=
gen den erſten Zeppelin zerſtörte, den Darmſtadt kurz
vor=
her jubelnd begrüßen durfte, brachten ſeine Einwohner in
kurzer Zeit eine Summe für die Nationalſpende auf, wie
ſie von wenigen deutſchen Städten erreicht wurde, und
als es galt, die Zuverläſſigkeits= und Prinz Heinrich=Flüge
durchzuführen und für Darmſtadt zu organiſieren, half
die Operfreudigkeit ſeiner Einwohner auch hier die
erheb=
lichen finanziellen Schwierigkeiten überwinden. Das
darf jeden Darmſtädter mit Freude und
Stolz erfüllen. Jeder, der ſein Scherflein geopfert,
darf das Bewußtſein in ſich tragen, zu ſeinem Teil mit
zu dem gewaltigen Kampf und Sieg um die Eroberung
der Luft, dieſer größten Errungenſchaft menſchlichen
Kön=
nens aller Zeiten, mit beigetragen zu haben.
Nun iſt die Bedeutung Darmſtadts für die Luftfahrt
noch erheblich geſteigert worden. Es iſt zum
Ausgangs=
punkt gewählt für die größte deutſche Flugveranſtaltung,
für die maßgebendſte Prüfung für Militär= und
Zivil=
ſlieger.
Der Prinz Heinrich=Flug 1914.
Dieſer Flug, veranſtaltet von der Südweſtgruppe des
Deutſchen Luftfahrer=Verbandes, unter Mitwirkung der
Nordweſtgruppe und des Kölner Klubs für Luftfahrt, wird
die impoſanſteſte Flugverſanſtaltung
wer=
den, die Deutſchland je geſehen. Er wird ſich
ſehr weſentlich von allen vorangegangenen Wett= und
Zu=
verläſſigkeitsflügen unterſcheiden, vor allem durch ſeine
militäriſche Bedeutung. Den Offiziersfliegern
werden ausnahmslos Aufgaben geſtellt, die ſie im
Ernſt=
falle zu erledigen haben werden und ganz wie im Kriege
werden ſie dieſe Aufgabe zu löſen haben. Auch für die
aufblühende deutſche Flugzeuginduſtrie wird der Flug von
größter Bedeutung ſein. Die Flugzeuge müſſen ſämtlich
in Deutſchland hergeſtellt ſein.
Der Prinz Heinrich=Flug 1914, der in Darmſtadt
am 17. Maibeginnt und in Köln am 25. Mai endet,
hat ſoviel Nennungen erfahren, wie noch keine andere
Flugveranſtaltung zuvor. Es wurden insgeſamt 77
Flugzeuge zur Teilnahme gemeldet. Und zwar
wur=
den 54 Nennungen für den ganzen Flug, und zwar 20 für
Offiziersflieger und 34 für Zivilflieger, ſowie 23
Nennun=
gen nur für die Aufklärungsübungen, dieſe ſämtlich für
Offiziersflieger, abgegeben. Alle deutſchen Flugzeugfirmen
von Ruf haben für den Flug genannt. Die größeren, wie
Albatros, Luftverkehrsgeſellſchaft. Aviatik, Gotha=Werke,
Otto=Werke, Rumpler, Kondor, Ago — ſogar 2 und 3
Flug=
zeuge. Die Heeresverwaltung nannte vorwiegend
Alba=
tros, Luftverkehrsgeſellſchaft, Aviatik und Rumpler=
Flug=
zeuge. Von den 77 gemeldeten Fliegern muß natürlich
eine ganze Anzahl ausſcheiden, aber 40 Flieger, 20
Offiziers= und 20 Zivilflieger, die Apparate der
verſchie=
denſten Konſtruktion fliegen, werden am 15., 16. und 17.
Mai in Darmſtadt bereit ſein, um den Flug zu
unterneh=
men. An den Vortagen des Flugbeginns werden hier große
Schau= und Ausſcheidungsflüge ſtattfinden, ſo daß wir in
Darmſtadt ein Flugſchauſpiel erleben, wie es nie zuvor
irgendwo geboten.
Zur Vorbereitung des Prinz Heinrich=Fluges in
Darmſtadt haben ſich — wie ſchon kurz mitgeteilt — die
Ausſchüſſe gebildet. Den Ehren=Ausſchuß und das
Ehrenpräſidium bilden: Staatsminiſter Dr. von
Ewald, Exzellenz; Provinzialdirektor Fey;
Oberbürger=
meiſter Dr. Gläſſing; Generalleutnant Frhr. von Lüttwitz,
Exzellenz; Geheimer Hofrat Profeſſor Dr. Müller, Rektor
der Hochſchule; Oberſtallmeiſter Freiherr von Riedeſel,
Ex=
zellenz. Dem Vorſtand des Organiſations=
Aus=
ſchuſſes (Etappenleitung) gehören an: Kammerherr
Freiherr von Oetinger. Vorſitzender: Direktor Ludwig
Baier, ſtellvertretender Vorſitzender: Geheimrat Profeſſor
Dr Erasmus Kittler: Generalmajor Viktor von Randow:
Geheimerat Guſtav Römheld. Der Organiſationsausſchuß
hat ein eigenes Geſchäftszimmer im Bahnhofhotel
errichtet, das unter Nr. 2408 an das Fernſprechnetz
ange=
ſchloſſen wurde. Die ſchwierigen, umfangreichen und
ver=
antwortungsvollen Organiſationsarbeiten ſind im Gange.
Sie liegen in bewährten Händen und gewährleiſten die
notwendige ſachkundige und großzügige Vorbereitung der
Flugveranſtaltung, die für ihre Durchführung unerläßlich
iſt. Wir werden unſere Leſer über den Stand der
Ar=
beiten im Laufenden halten.
Luftfahrt.
* Friedrichshafen, 8. April. Das neueſte
Zep=
pelinluftſchiff „L. Z. 24” das künftige
Marineluft=
ſchiff „L. 3‟, iſt im Gerippe vollſtändig montiert. In
den letzten Tagen weilte die Marineabnahmekommiſſion
hier.
* Paris 7. April. Man iſt hier über das
Schick=
ſal eines Offizierfliegers und ſeines Maſchiniſten,
die bei einem Aufklärungsflug in Weſtmarokko zu einer
Landung inmitten feindlicher Stämme gezwungen war,
ſehr beunruhigt. Man befürchtet, daß die beiden, ein
Hauptmann und ein Korporal, von Marokkanern
getötet worden ſind
* Monte Carlo 8. April. Brindejoneiſt
heute nachmittag 3.37 Uhr nach Wien aufgeſtiegen,
Nach einer Zwiſchenlandung bei Antibes mißlang der
Auf=
ſtieg. Das Flugzeug wurde zertrümmert.
Brinde=
jonc blieb unverletzt.
* London 8. April. Der Militärflieger Deane
iſt auf dem Flugfeld Brookland bei London abgeſtürzt
und getötet worden.
Gerichtszeitung.
* Zabern, 7. April. Heute hatte ſich das
Land=
gericht Zabern mit der Klage der anläßlich der
Zaber=
ner Vorfälle im Pandurenkeller
eingeſperr=
ten Bürger zu befaſſen. Es kamen hierbei annähernd 25
Vergleiche zwiſchen dem Militärfiskus und
Feſtge=
nommenen zuſtande, da ſich die Betreffenden mit der
vor=
geſchlagenen Entſchädigung von 50 Mark einverſtanden
er=
klärten. Vier weitere Klagen wurden auf den 21. Aprill
vertagt, darunter auch die des Schuhmachers Bland
aus Dettweiler, der 250 Mark verlangt. Die bisher
ent=
ſtandenen Gerichts= und Polizeikoſten trägt in allen Fäl= der Fiskus.
* Göttingen, 8. April. Das Schwurgericht
verurteilte den Zigarrenmacher Fuhrmann, der am
Weihnachtsheiligabend den Förſter Knoche im Nonnenholz
erſchoſſen hatte, wegen Mordes zum Tode, wes
gen des Verſuches, am 30. Dezember in Trubenhauſen dier
beiden ihn verfolgenden Gendarmen zu erſchießen, zu fünf
Jahren Zuchthaus und wegen unberechtigten Jagens zu
einer Woche Haft.
* Prag. 8. April. Der Prager Generalvertreter des
Norddeutſchen Lloyd, Anton Staſtny, iſt nach achttägiger
Verhandlung wegen Vergehens gegen das
Auswanderer=
geſetz zu dre: Monaten ſtrengen Arreſtes und
wegen Uebertretung der Auswanderervorſchriften zu 500
Kronen Geldſtrafe verurteilt worden. Staſtny verhalf 70
geſtellungspflichtigen Perſonen zur Auswanderung nach
Amerika und verſuchte auch, aktive Soldaten bei der
Deſer=
tion zu unterſtützen.
Der Waffengebrauch des Militärs.
* Berlin 8. April. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung ſchreibt: Die neue bearbeitete Vorſchrift über
den Waffengebrauch des Militärs und ſeine
Mitwirkung zur Unterdrückung innerer Unruhen hat dier
allerhöchſte Genehmigung erhalten und wird demnächſt an
die Truppen zur Ausgabe gelangen. Dieſe vom
preußi=
ſchen Kriegsminiſterium aufgeſtellte Vorſchrift hat für die
unter preußiſcher Heeresverwaltung ſtehenden Truppen
nach Prüfung der in den einzelnen Bundesſtaaten
be=
ſtehenden geſetzlichen Unterlagen die Zuſtimmung der
be=
teiligten Bundesſtaaten und des Statthalters von Elſaß=
Lothringen erhalten, ebenſo haben Bayern, Sachſen und
Württemberg ihr Einverſtändnis damit erklärt, daß dieſe
Vorſchrift auf ihre in den Reichslanden ſtehenden Truppen=
Anwendung findet. Wie wir hören, erſcheint die neue
Militärdienſtvorſchrift auch im Buchhandel bei Mittler
und Sohn. Bei ihrer Abfaſſung handelte es ſich lediglich
um eine überſichtliche Zuſammenſtellung der den
einzel=
geſetzlichen Anordnungen des Reichs und der
Bundesſtaa=
ten entſprechenden Rechte und Pflichten des Militärs, um
den Truppen und dem einzelnen eine einwandfreie
Grund=
lage zu geben. Soweit in den einzelnen Bundesſtagten
auf Grund landesherrlicher Verordnungen oder Geſetze
übrigens nur ſehr geringfügige Ergänzungen erforderlich
waren, ſind dieſe nicht in die allgemeinen Vorſchriften
aufgenommen worden, vielmehr werden im
Einverſtänd=
nis mit den beteiligten Regierungen die
Generalkomman=
dos und Truppenteile entſprechende Anweiſung erhalten.,
Bei der Faſſung der Vorſchrift iſt zunächſt vermieden,
auf=
den Wortlaut einzelner Geſetze und Verordnungen Bezug
zu nehmen, die ſich in den einzelnen Bundesſtagten nicht.
decken.
Der erſte Abſchnitt behandelt den Waffengebrauch des
Militärs „aus eigenem Recht”, der zweite die Verwendung
des Militärs zur Unterdrückung innerer Unruhen und zur
Ausführung der Geſetze, der dritte Abſchnitt handelt von
der Verhängung des Belagerungszuſtandes. Im erſten
Abſchnitt werden unter 1) die Beſtimmungen des
preußi=
ſchen Geſetzes vom 20. März 1837 über den Waffengebrauch
des Militärs bei Wachen, Poſten, Patrouillen und allen
anderen Kommandos wiedergegeben. Dieſes Geſetz iſt in
allen in Frage kommenden Bundesſtaaten und in Elſaße
Lothringen eingeführt. Unter Ziffer 2 iſt das Recht und
die Verpflichtung des Militärs zum Waffengebrauch nur
aufgenommen, ſoweit es erforderlich iſt zur Beſeitigung
einer Störung ſeiner dienſtlichen Tätigkeit oder um einen
Angriff auf Militär und militäriſches Eigentum
abzu=
wehren. Es iſt dies die allgemein anerkannte Forderung
aus dem militäriſchen Hoheitsrechte, das die Befugniſſe
und zwangsweiſe Durchführung der militäriſchen
Auf=
gaben und der Abwehr von Angriffen in ſich ſchließt. In
Ziffer 3 iſt die Ausübung der Notwehr aufgenommen,
um in der Vorſchrift alle Fälle zuſammen zu faſſen,
in=
denen Soldaten erforderlichenfalls von der Waffe
Ge=
brauch machen dürfen. Die Notwehr iſt im Anſchluß an
den § 53 des R.=Str.=G. und in den Motiven hierzu,
ſo=
wie an die Rechtſprechung des Reichsgerichts kurz dahin
erläutert, daß ſie bei jedem Angriff auf Leib, Leben, Ehre
und Eigentum der eigenen oder einer anderen Perſon
geſtattet iſt, das gebotene Maß nicht überſchreitet und nicht
in Vergeltung ausarten darf. Aus dem gleichen
Grunde=
hat nach § 127 der Strafprozeß=Ordnung die vorläufige
Feſtnahme Aufnahme gefunden.
Im Abſchnitt 2 iſt der Grundſatz an die Spitze geſtellt,
daß es zunächſt Pflicht der Zivilbehörde iſt, mit den ihr
zuſtehenden Polizeikräften innere Unruhen im Entſtehen
zu unterdrücken und die Ruhe aufrecht zu erhalten, und
daß das Militär hierbei nicht mitzuwirken hat und nicht
zur bloßen Verſtärkung der Polizei gebraucht werden
darf, da in dieſen Fällen die Leitung ſtets eine
einheit=
liche ſein muß. Aus dieſem Grunde iſt weiterhin
be=
ſtimmt, daß, wenn das Militär auf Erſuchen der
Zivil=
behörde Hilfe gewährt, die Anordnung und Leitung der
zu ergreifenden Maßregeln allein auf die
Militärbefehls=
haber übergeht, bis die Ruhe wieder hergeſtellt iſt, eine
Beſtimmung, die der Militärkonvention entſpricht. Ein
ſelbſtändiges Eingreifen des Militärs iſt im Falle des
Kriegs= und Belagerungszuſtandes, ſowie in Fällen eines
ſtaatlichen Notſtandes vorgeſehen. Die Beſtimmungen
über den Kriegs= und Belagerungszuſtand, die in
Ab=
ſchnitt 3 ausführlicher behandelt werden, gründen ſich
auf Artikel 68 der Reichsverfaſſung und das nach diefem
Artikel für das Deutſche Reich, mit Ausnahme Bayerns,
gültige preußiſche Geſetz über den Belagerungszuſtand
vom 4. Juni 1851. Beim „ſtaatlichen Notſtande” iſt das
Militär auch ohne Aufforderung der Zivilbehörde
ſelbſtäu=
dig einzuſchreiten befugt und verpflichtet, wenn in Fällen
Nummer 99.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. April 1914.
Seite 5.
ſingender Gefahr für die öffentliche Sicherheit die Zivil=
Mhörde infolge äußerer Umſtände außerſtande iſt, eine
Worderung zu erlaſſen. Für dieſe Beſtimmung war die
ſwägung maßgebend, daß auch in den Bundesſtaaten
denen geſetzlich das Einſchreiten des Militärs zur
ünrerdrückung innerer Unruhen von dem Erſuchen der
ilbehörde abhängig iſt, das Vorhandenſein der
Zivil=
ſhörde und die Möglichkeit für ſie, ein Erſuchen zu ſtellen.
Erfüllung dieſer geſetzlichen Bedingung notwendig iſt,
ß aber, wo dieſe Vorausſetzung nicht erfüllt werden
Unn, weil die Zivilbehörde infolge äußerer Umſtände
ſüßerſtande iſt, eine Anforderung zu erlaſſen, ein
geſetz=
hes Hindernis für das ſelbſtändige Einſchreiten des
Pilitärs nicht beſteht, ſofern dies in Fällen dringender
efahr für die öffentliche Sicherheit erforderlich iſt. Die
otwendigkeit eines ſolchen Eingreifens des Militärs
auch in der Staatsrechtslehre grundſätzlich anerkinnt.
s iſt daran feſtgehalten worden, daß zum
Waffen=
brauch erſt geſchritten werden ſoll, wenn andere Mittel
ſr Erreichung dieſes Zweckes nicht ausreichen. Für den
chtigen Waffengebrauch ſind die Militärbefehlshaber
Frantwortlich. Durch die neue Vorſchrift ſind dem
Mili=
ür zur Durchführung ſeiner Aufgaben und die Wahrung
ſines Anſehens völlig ausreichende Handhaben gegeben,
ndererſeits iſt die Möglichkeit eines Konfliktes zwiſchen
ken Zivil= und Militärbehörden bei einem Einſchreiten
s Militärs vermieden worden.
Der Prozeß Caillaux.
Das Verhör Caillaux”.
* Paris, 8. April. Ueber das Verhör des
frühe=
ſen Finanzminiſters Caillaux, das nicht weniger als
Stunden dauerte und ſich zu einer wahren
Verteidig=
ingsrede Caillaux’ geſtaltete, wird noch gemeldet:
Cail=
ſux ſchilderte eingehend die vom Figaro gegen ihn
unter=
ſommenen Kämpfe Er führte aus, daß Calmette deſſen
Tod er und ſeine Frau rief beklagten, keinerlei perſönlichen
Broll gegen ihn haben konnte. Unter dem Miniſterium
Waldeck=Rouſſeau, deſſen Mitarbeiter er geweſen ſei, habe
r zu Calmette, der die Politik Waldeck=Rouſſeaus treu
Interſtützt hatte, ſogar in freundſchaftlichen Beziehungen
heſtanden. Vor einigen Monaten, als der Figaro die
Ungriffe gegen ihn begann, habe man ihm Schriftſtücke
ingeboten, damit er eine Kampagne gegen Calmette
unter=
kehme, doch habe er dieſe Papiere abgelehnt, denn er
ſämpfe nicht mit ſolchen Waffen. Die Hetze des Figaro
ſei immer leidenſchaftlicher geworden. Calmette habe
berſucht, ihn in der Erbſchaftsengelegenheit Prieu
bloß=
ßuſtellen, und als ſich dieſer Angriff als haltlos erwies,
ſo=
har verſchiedene Leute zu falſchen Zeugenausſagen durch
Beldverſprechungen gegen ihn anſtiften wollen. Er
be=
halte ſich vor, den Urſprung dieſer Gelder genau zu
kenn=
eichnen. Calmette beabſichtigte auch, gewiſſe Schriftſtücke
ſüber die äußere Politik Frankreichs zu veröffentlichen, um
ihn zu kompromittieren, und nur infolge eines auf
Er=
ſſuchen der berufenſten Perſönlichkeiten von Barthou
lunternommenen Schrittes hätte Calmette im letzten
Augenblick auf die Veröffentlichung dieſer Briefe
verzich=
ſſt, welche die ſchwerſten äußeren Verwicklungen hätten
verurſachen können. Er perſönlich habe dieſe
Veröffent=
llichungen nicht nur nicht gefürchtet, ſondern geradezu
her=
beigeſehnt. An dem Tage, wo er wieder frei werde
ſſprechen können, wo das auf amtlichen Dokumenten
be=
rühende Werk erſcheinen werde, das er über Agadir
ge=
ſchrieben habe, würden alle Franzoſen nicht bloß ſeinem
ſeinem Patriotismus, ſondern auch ſeiner politiſchen
Vor=
ſausſicht Gerechtigkeit widerfahren laſſen. Die Tatſache
aß Calmette an die Veröffentlichung derartiger Papiere
dachte, beweiſe jedenfalls, daß dieſer vor nichts
zurück=
chreckte, um ſeinen politiſchen Gegner niederzuwerfen.
Deshalb habe er es auch für ſehr möglich gehalten, daß
der Figaro ſeine intimen Briefe veröffentlichen könnte.
Seine Gattin habe übrigens von Barthou ſelbſt gehört,
aß dieſer auf der Straße unter einer Gaslaterne eine
nterredung mit Frau Guaydon (der geſchiedenen Frau
Caillaur”) hatte wobei ihm dieſe die intimen Briefe
vor=
geleſen hätte. Man habe gefragt, welchen Zweck man mit
der Veröffentlichung dieſer Briefe verbinden könnte:
Zweifellos, weil in dieſen Briefen auch politiſche
Ange=
legenheiten behandelt worden ſeien und weil man gehofft
habe, ihm durch die Enthüllung ſeiner Liebesgeſchichte zu
ſchaden. Für ihn ſelbſt hätte dies nur nebenſächliche
Be=
deutung gehabt, aber ſeine Frau konnte dies in ihren
heiligen Gefühlen, in ihrer Würde als Gattin und Mutter
einer erwachſenen Tochter verletzen. Er habe mit ſeiner
Frau ſtets in innigſter Harmonie gelebt. Man habe das
böswillige Gerücht über ſeine angeblichen
Ehezwiſtig=
keiten verbreitet, aber das gehörte eben zu der vom Figaro
unternommenen Kampagne. Man habe ſogar behauptet,
daß er der Nebenbuhler Calmettes bei einer Dame ſei.
Caillaux ſchilderte dann eingehend die bereits bekannten
Vorgänge am Tage des von ſeiner Frau unternommenen
Anſchlages. Er beſtätigte, daß er zu ſeiner Frau als ſie
ihm von der Unterredung mit dem Gerichtspräſidenten
Mitteilung machte, geſagt habe: Wenn die Sache ſo liegt,
dann werde ich Calmette den Schädel entzwei hauen. Auf
die erſchreckte Frage ſeiner Frau, ob er dies heute tun
werde, habe er geantwortet: Nicht heute, ich werde mir
den Tag und die Stunde ausſuchen, aber es wird nicht
lange dauern.
* Paris, 8. April. Vor der
Gegenüberſtel=
lung Caillaur’ und Barthous die heute
ſtatt=
finden ſoll, vernahm der Unterſuchungsrichter nochmals
Caillaun der ihm beweiſen wollte, daß ſeine Gattin nicht
die Veröffentlichung des Berichts Fabres verhindern
wollte, als ſie in die Redaktion des Figaro ging. Erſtens
— ſagte Caillaur — glaube er nicht an das Vorhandenſein
eines Dokuments Fabres, deſſen Exiſtenz Fabre ſelbſt ihm
gegenüber ſtets geleugnet habe. Zweitens ſeien er und
ſeine Frau der Meinung geweſen, daß, wenn irgend eine
Note veröffentlicht würde, dies in einem Abendblatt
ge=
ſchehen werde. Deittens glaubte und glaube er, daß eine
Veröffentlichung über ſeine Rolle in der Rochette=
Ange=
legenheit nur auf ſeine Gegner zurückfallen könne. Er
halte ſeine Intervention bei Monis für durchaus
geſetz=
mäßig und er habe keinen Mißbrauch mit ſeinem Einfluß
getrieben, ſondern einfach eine Regierungshandlung
aus=
geführt. — Die Gegenüberſtellung Caillaux’ und Barthous
zielte allein auf die Feſtſtellung ab, ob Frau Gueydon
unter einer Straßenlaterne Barthou die beiden intimen
Briefe vorgeleſen habe. Ohne Caillaux förmlich zu
demen=
tieren, gab Barthou die Verſicherung, daß er bis vor
kurzem nichts von dem Vochandenſein dieſer beiden Briefe
gewußt habe. Wahrſcheinlich habe Caillaur, hypnotiſiert
durch die Furcht vor der Veröffentlichung der intimen
Briefe, geglaubt, Frau Gueydon habe ſie ihm mitgeteilt,
aber er täuſche ſich.
Unwetter.
* Stuttgart, 8. April. In Württemberg, Baden
und dem Elſaß haben Gewitter und Regengüſſe
vielſach erheblichen Schaden angerichtet. Ein Landwirt
wurde auf dem Felde vom Blitz erſchlagen, ſeine Frau
wurde betäubt. Die Birkenzeller Kapelle iſt durch einen
Blitzſchlag größtenteils zerſtört worden. In Leonberg hat
der Sturm einen größeren Neubau umgeriſſen. Auf den
Bergkämmen des Schwarzwaldes liegt ein Meter
Neu=
ſchnee.
Vom Balkan.
* Wien 8. April. Die Neue Freie Preſſe meldet
aus Bukareſt: Die albaniſche Regierung
er=
bat die Entſendung einer rumäniſchen Militärmiſſion nach
Albanien zwecks Reformierung des albaneſiſchen Heeres.
— Zwiſchen Albanien und Rumänien finden
Verhand=
lungen wegen einer Intervention Rumäniens anläßlich
der Epirusfrage in Athen ſtatt. Die rumäniſche
Regie=
rung hat bereits diskrete Schritte in Athen unternommen.
* Belgrad 8. April. Die Skupſchtina hat das
Budget im einzelnen angenommen. Die zweite Leſung
findet am 14. April ſtatt. Der Miniſter für
Volkswirt=
ſchaft entwickelte ſein volkswirtſchaftliches Programm und
kündigte die Teilung des Reſſorts in ein Handels= und
Ackerbauminiſterium an.
* Cetinje, 8. April. Die Vertreter der Großmächte
haben der montenegriniſchen Regierung eine
Kollek=
tivnote überreicht, in der die verſprochene
inter=
nationale Anleihe grundſätzlich genehmigt wird.
* Cetinje, 8. April. Der griechiſche Geſandte
über=
reichte heute dem König ein Handſchreiben des
Königs Konſtantin, ſowie die griechiſche
Kriegs=
medaille für den König und den Erbprinzen.
Wahlen in den Vereinigten Staaten.
* Paterſon (Neu=Jerſey), 7. April. Die bisher
be=
kannt gewordenen Stimmabgaben bei den hieſigen
Staatswahlen laſſen auf einen vollſtändigen Sieg
der Republikaner bei den nächſten Kongreßwahlen
ſchlie=
ßen Man legt den hieſigen Staatswahlen deshalb
beſon=
dere Bedeutung bei, weil Präſident Wilſon früher
Gou=
verneur von Neu=Jerſey war und weil er perſönlich für
die Wahl des demokratiſchen Kandidaten eingetreten iſt.
* Neu=York, 7. April. An den
Staatswah=
len in Illinsis nehmen zum erſten Male die
Frauen teil. In Chikago ſtehen 217000 Frauen in den
Wahlliſten neben 455000 Männern. Beide Parteien
laſ=
ſen es ſich viel koſten, Wagen und Automobile zu ſtellen,
um die Frauen zu den Wahllokalen zu befördern. Bei dem
Wahlkampf handelt es ſich weſentlich um die Beſchränkung
oder das Verbot des Handels mit geiſtigen Getränken.
Aus Mexiko.
* Veracruz, 8. April. Die Aufſtändiſchen
haben Doncecilia und anſcheinend auch eine andere
Klein=
ſtadt eingenommen. Die amerikaniſchen Frauen und
Kin=
der ſind nach Tampico gebracht worden. Der
amerika=
niſche Admiral Mayo erwartet nicht, daß die Rebellen
jetzt Tampico angreifen werden, da ſie ohne Artillerie
ſind. Das Kanonenboot „Veracruz” beſchießt die
Rebel=
len vom Tameſi=Fluß aus. Der ſpaniſche Kreuzer „
Car=
los V.” iſt im Begriff, von Veracruz nach Tampico zu
gehen.
Vermiſchtes.
— Der Evangeliſche Gemeindetag, der
ſich die Förderung wichtiger Fragen des kirchlichen Lebens,
insbeſondere die Gewinnung des Laienelements für eine
regere kirchliche Betätigung zur Aufgabe gemacht hat, wird
am 20. bis 22. April ſeine 5. Tagung in Hannover
abhal=
ten. Das Programm ſieht u. a. folgende Vorträge vor:
„Kirchenregiment und Einzelgemeinde” (Profeſſor D. Eger=
Halle) — „Der Mann und die Kirche” (Pfarrer Heilmann=
Hamburg) — „Der Mann und die Kirchengemeinde‟
(Pfarrer Brandt=Hildesheim) — „Die Frau und die
Kirche” (Fräulein Sprockhoff=Hannover) — „Die Frau
und die Gemeinde” (Pfarrer D. Wagener=Paris). Am
Vormittag des 22. April referieren Profeſſor D. Mahling=
Berlin und Profeſſor Liz. Matthes=Darmſtadt über
das Thema: „Lokal= oder Perſonalgemeinde” und
außer=
dem werden in Spezialkonferenzen behandelt: „Die
Ge=
winnung der Induſtriearbeiter auf dem Lande für die
Kirche” und über: „Die Einordnung der Gemeindehelfer
in den Gemeindeorganismus”.
Der Verein für Handlungskommis
von 1858 (Kaufmänniſcher Verein) in Hamburg,
erſtattet ſeinen 55. Jahresbericht über das Jahr 1913. Der
Stellenvermittelung, die ſich über die ganze Welt erſtreckt
und an der Spitze aller derartigen Einrichtungen ſteht,
wurden 26309 offene Stellen gemeldet, während 31091
Mitglieder als Bewerber auftraten. Vermittelt wurden
11 446 Stellen, 506 mehr als im Jahre 1912. Die Zahl der
Bezirksvereine belief ſich auf 548 in Deutſchland, 84 im
Auslande und 80 in überſeeiſchen Ländern. Die
Rechts=
ſchutzabteilung verzeichnete 17247 ſchriftliche und
münd=
liche Auskünfte. Rechtsſchutz wurde in 352 Fällen
ge=
währt. Bei 103 Prozeſſen wurden für die Mitglieder
18 791,13 Mark und 15 Zeugniſſe erſtritten. 115 Fälle
wurden gütlich beigelegt, wodurch die Mitglieder 93
Zeug=
niſſe und 5050,29 Mark erlangten. Die Handelsſchule hatte
2102 Kursteilnehmer gegen 1877 im vorigen Jahre. Die
Rentenkaſſe für ſtellenloſe Mitglieder zahlte an 1485
Ren=
tenempfänger 123 261 Mark aus. Das Erholungsheim in
Walsrode verzeichnete 14141 Verpflegungstage. Die
Ge=
winn= und Verluſtrechnung ſchließt mit 1307900,12 Mark
in Einnahme und Ausgabe ab. Das Geſamtvermögen des
Vereins betrug am Schluſſe des Jahres 1913 991 597,14 Mk.,
bei einem Vermögenszuwachs von 83089,36 Mark. Die
Zahl der Mitglieder belief ſich Ende 1913 auf 127030; es
war mit 9446 Perſonen der größte Mitgliederzuwachs ſeit
der Gründung des Vereins zu verzeichnen. Einen
weſent=
lichen Teil des umfangreichen Jahresberichts bilden die
Berichte über die ſozialpolitiſche Tätigkeit des Vereins im
abgelaufenen Jahre.
Korallenkettlin.
Vorleſung durch Mitglieder des Großh. Hoftheaters.
Die Freie Literariſch=Künſtleriſche Geſellſchaft
ver=
mittelte geſtern abend mit Hilfe von Mitgliedern des
Darmſtädter Hoftheaters die Bekanntſchaft mit dem
viel=
genannten Drama „Korallenkettlin” von Franz Dülberg,
für das die Berliner Zenſur, wie ſchon für viel
Schlech=
teres, die wirkſame Reklame des Verbotes gemacht hat.
Ein Drama iſt es wohl nicht, wenigſtens nicht in rein
techniſcher Zergliederung des Wortes. Ein Märchen eher,
ein Märchen von der Verlorenen, der Dirne, die der
Prinz, ein leibhaftiger Prinz, von Henkershand errettet,
da er ſie ſich vermählt. Ein Märchen aber, des Inhalt
Sinnlichkeit und Sünde iſt, des poetiſche Schönheit nur
eine Verklärung des erbarmungsloſen Realismus, und
das auch ein Verſuch gelten kann, die herrſchende Anſicht
von Sitte und Moral umzuformen nach eigenen
Anſchau=
ungen, nach freieren, die aber beileibe nicht immer die
rechteren und gerechteren ſein können.
War ein Dirnlein in blühender Jugendſchöne, in
des Adern mit dem roten heißen Blut der Mutter Sünde
als Erbteil ſchlummerte unbewußt. Und das wie die
korallenroten Lippen brünſtig zum Manne drängte, zu
ſinnlichen Lebensfreuden, ohne zu ahnen, welcher Art dieſe
Freuden ſind. Und das, dieſe Freuden ſich zu erzwingen,
Dirne werden wollte, da der Vater es ins Kloſter ſtecken
wollte; und — mit einem Mord ſeine Unſchuld
vertei=
digte, als es das Dirnenhandwerk auszuüben
gezwun=
gen werden ſollte, das es frei erwählt. Dann wards
natürlich ins Gefängnis geworfen und zum ehrloſen Tode
verurteilt. Der von Kampf und Sieg heimkehrende Prinz
aber, der das Bild der ſchönen Sünderin ſah, von
Künſt=
lers Hand gemalt, den das blühende Leben begeiſtert, der
achtete nicht althergebrachten Geſetzes und Rechtes. Der
wollte das Dirnlein, das ſo ſeine Unſchuld verteidigt, für
ſich. Die greiſen Ratsherren wollten davon nichts wiſſen.
Doch als der Prinz verſprach, die Stadt zu ſeiner
Haupt=
ſtadt zu machen, da ſtimmten ſie zu. Das Dirnlein aber
wird des Prinzen ehelich Gemahl. Doch das Volk wollte
keine Dirne zu ſeiner Königin, auch nicht eine, die
un=
ſchuldig war. Und nach acht Tagen zwang man den
Prinzen, der Dirne Wunſch zu erfüllen, den ſie zur
Be=
dingung gemacht, bevor den Prinzen ſie erhörte. Er
ſelbſt ſollte ſie töten. Und der Prinz willfahrte dem
Drän=
agen des Rates. Wenn jedoch die Prinzeſſin auch auf dem
Blutgerüſt ſich als Königin erzeige, ſollte ſie bleiben, zu
was ſeine Liebe ſie erhoben, die Königin. Mit dem Prior
kämpft der Prinz um die Prinzeſſin, die jener dem
Him=
mel vermählen will, während das empörte Volk ihren
Tod will. Sie ſelbſt aber, die den Prinzen liebt und ihm
ſich würdig zeigen will in ihrer letzten Stunde, ſie beſiegt
ſchließlich alle, das Volk, das ihr zujubelt, als ſie auf dem
Blutgerüſt ihrer Mordtat Urſachen ſchildert, den
Prin=
zen und den Prior, weil beide ein falſches Spiel mit ihr
getrieben und ſie jetzt erſt zur Dirne gemacht. Sie tötet
ſich, als man ihr die Krone in die blonden Locken gedrückt,
ſelbſt mit dem Dolche, der dem den Tod gab, der ihr die
Unſchuld abkaufen zu können glaubte mit ſeinem Golde.
Etwas verworren, die Tendenz des Dramas, ſo
ver=
worren, daß es zu ihrer Definition mehr Raum bedürfte,
als es ſelbſt einnimmt. Aber doch offenſichtlich die ſtarke
Arbeit eines, der ſich mit mehr Recht Dichter nennt, als
mancher, den die Gunſt der Mitwelt billig dazu macht. Die
Sprache hat poetiſche Schönheiten, die mit dem grauſamen
Vorwurf ausſöhnen. Der erſte Akt iſt von einer reifen,
tiefen und überzeugenden Pſychologie. Vielleicht, wenn
der Dichter ſich darauf beſchränkt hätte, pſychologiſch zu
begründen, wie ein Mädchen Dirne werden kann, ohne
dazu geboren oder — verführt zu werden, wie eine, die
ihr heißes Blut trieb, Dirne zu werden, ihre Ehre mit dem
Dolche in der Hand verteidigt, vielleicht, wenn er ſich
dar=
auf und noch auf einiges Beiwerk beſchränkt hätte und
eine Erzählung daraus gemacht, anſtatt ein vieraktiges
Drama, vielleicht, daß dann daraus etwas Vollendetes
geworden wäre. So wurde es das nicht. Man wird
verworren hin= und hergeworfen in ſeinen Gefühlen und
mit ſeinen Vermutungen (man ſtellt doch nun einmal
Ver=
mutungen an über das Schickſal der Helden des Dramas)
und kommt dabei zu keinem reinen Genießen, auch dann
nicht, wenn man in hartem Realismus vielleicht der
mil=
dernden künſtleriſchen Form wegen überhaupt von
Ge=
nießen ſprechen kann. Die üblichen dramatiſchen Formen
von Schuld und Sühne ſcheinen unklar und ungelöſt.
Aber das ſtarke dichteriſche Talent des Autors iſt
unver=
kennbar, das muß auch der anerkennen, der aus äußeren
Gründen zu einer Ablehnung des Dramas kommt.
Die geleſene Wiedergabe durch bewährte Mitglieder
unſerer Hofbühne konnte nicht befriedigen. Es ſchien, als
hätten die Künſtler nicht genügend Zeit gehabt, ſich in den
Gehalt des Dramas zu vertiefen. Vor allem wurde faſt
durchweg zu leiſe geſprochen, was ganz unmotiviert war.
Einzig Frau Meißner zeigte ſich in jeder Beziehung
ihrer Aufgabe gewachſen, ſie hatte ſie ganz erfaßt und gab
den komplizierten Charakter der jungfräulichen Dirne in
einer ſcharfen und lebenswahren Charakterzeichnung. Im
übrigen laſen die Rollen die Damen Schneider=Gothe,
Müller=Rudolph und die Herren Weſtermann, Ehrle,
Heinz, Schneider und Peterſen. Das Publikum nahm die
intereſſante Neuheit mit gemiſchten Gefühlen auf.
M. St.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telege. Korreſp.=Bureau.)
* Haag, 8. April. Heute tagte zum erſten Male der
Gemiſchte Ausſchuß zum Studium der
preußi=
ſchen Projekte für die Entwäſſerung der
Ländereien zwiſchen dem Rheine und der
Maas. Der allgemeine Vorſitzende des Ausſchuſſes iſt
der Generalinſpekteur des Waterſtaates Romater,
Vor=
ſitzender der preußiſchen Abteilung iſt Wirkl. Geh. Ober=
Regierungsrat Peters. Die preußiſchen Mitglieder ſind:
Geh. Ober=Regierungsrat Kirſchſtein, Geh. Oberbaurat
Roeder, Geh. Oberbergrat Bornhardt und Geh. Baurat
Thoholte.
* Paris, 7. April. Die angekündigte Ernennung des
früheren Oberſtaatsanwalts Fabre zum Rat des
Ober=
ſten Gerichtshofes und des Kaſſationshofes iſt
keines=
wegs als eine endgültige anzuſehen. Es heißt, daß
der Juſtizminiſter daran denkt, Fabre zum Präſidenten
eines Appellgerichtshofes in der Provinz zu ernennen.
* Paris, 7. April. Der Oberkriegsrat hat ſich
heute nachmittag nach dem Feldlager von Mailly begeben,
um Schießverſuchen mit neuartigen
Mili=
nitgranaten beizuwohnen.
* London, 8. April. Das Unterhaus iſt heute bis
zum 14. April vertagt worden.
* Petersburg, 8. April. Prinz und Prinzeſſin
Ferdinand von Rumänien ſind heute mittag
nach dem Auslande abgereiſt. Am Bahnhofe waren alle
Großfürſten und Großfürſtinnen, die kaiſerliche Suite, der
Miniſter des Aeußern, der Kriegsminiſter, Stellvertreter
des Hofminiſters und andere hohe Würdenträger. Prinz
Carol reiſt heute abend nach Berlin.
* Riga, 8. April. Der Streik der am 6. April in
den hieſigen Fabriken ausgebrochen iſt, iſt beendet.
* Bombay, 8. April. Zu den
Baumwollbrän=
den in Bombay wird gemeldet, daß ſeit dem 23. März
heute der 16. Brand ausgebrochen iſt. Der Schaden
be=
läuft ſich auf 150000 Rupien.
* Kalkutta, 8. April. In letzter Zeit haben ſich
ver=
ſchiedene große Brände ereignet, deren
Entſtehungs=
urſache unbekannt iſt. So brannten zwei wertvolle, den
Hafenbehörden gehörige Schuppen, die mit Exportgütern
angefüllt waren, nieder. Auch ein großer Teil des neuen
Marktes wurde heute durch eine Feuersbrunſt zerſtört.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. April 1914.
Nummer 99.
* Kalkutta, 8. April. Der eingeborene Student Roy,
der bereits zweimal von der Anklage mit der Ermordung
des Polizei=Inſpektors Ghoſe in Verbindung geſtanden zu
haben, freigeſprochen wurde, wurde heute zum dritten
Male freigeſprochen. Auf Veranlaſſung der Krone
wurde er freigeſprochen. Die Angelegenheit ruft große
Erregung unter ſeinen Landsleuten hervor.
Nochmals der Kaiſerbrief an die Landgräfin von Heſſen.
* Berlin, 8. April. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung ſchreibt: Zu dem unüberlegten Vorwurf einiger
Blätter, unſere Mitteilung über den gefälſchten
Kai=
ſerbrief hätte acht Tage früher erſcheinen müſſen,
möchten wir bemerken, daß es gar nicht in der Macht der
amtlichen Stellen lag, eine ſchnellere Aufklärung zu
ſchaffen. Zunächſt war nicht bekannt, ob das Original
des Briefes an die Frau Landgräfin von Heſſen
über=
haupt noch exiſtierte und wo es ſich befand. Erſt nachdem
der Brief aus dem Nachlaſſe des Kardinals Kopp an die
Adreſſatin zurückgelangte, beſtand die Möglichkeit, die
über ſeinen Inhalt umlaufenden Angaben als freie
Er=
findung einwandfrei feſtzuſtellen und zu kennzeichnen. Das
geſchah noch an demſelben Tage, an dem der
Reichskanz=
ler eine beglaubigte Abſchrift des Originals erhielt.
Vertagung des elſaß=lothringiſchen Landtags.
* Straßburg, 8. April. Heute nachmittag wurde der
elſaß=lothringiſche Landtag durch kaiſerliche
Verordnung, die der Staatsſekretär zur Verleſung brachte
bis zum 17. November 1914 vertagt. Die von der
Re=
gierung außer dem Reichshaushaltsetat vorgelegten
wich=
tigen Geſetzentwürfe ſind in den letzten Sitzungen der
bei=
den Kammern durchberaten und ohne weſentliche
Aende=
rungen verbaſchiedet worden. Zu nennen ſind
insbeſon=
dere: Das Geſetz betreffend den Nachtragsetat, das die
Aufbeſſerung der Bezüge der nicht etatsmäßigen
Staats=
angeſtellten vorſieht, und das Landeszuwachsſteuergeſetz,
das die erforderlichen Mittel in Höhe von rund 220000
Mark für dieſe Aufbeſſerungen bereitſtellt; ferner einige
kleine Geſetze. Das Geſetz über die Schulpflicht der
taub=
ſtummen und blinden Kinder, ſowie das Geſetz betreffend
die Reviſion der Notariate ſind an die Kommiſſionen
zurückverwieſen worden.
Die Reiſe des Prinzenpaares Heinrich von Preußen.
* Buenos Aires, 8. April. Prinz und
Prinzeſ=
ſin Heinrich von Preußen ſind hier eingetroffen
und wurden am Bahnhof von Vertretern des Präſidenten
und vom Miniſter des Aeußern, den chileniſchen Geſandten,
ſowie hervorragenden Perſönlichkeiten begrüßt.
Preußiſch=ſüddeutſche Klaſſenlotterie.
* Berlin, 8. April. In der heutigen
Vormittags=
ziehung der Preußiſch=ſüdd. Klaſſenlotterie
fielen 40000 Mark auf die Nr. 107578, 10000 Mark auf die
Nr. 6043, je 5000 Mark auf die Nr. 63996. 182720, je 3000
Mark auf die Nr. 49638 147960 151069 225041. In der
Nachmittagsziehung fielen 15000 Mark auf die Nr. 228368,
10000 Mark auf die Nr. 47577, je 3000 Mack auf die Nr.
187883 und 196382. (Ohne Gewähr.)
Briefkaſten.
B. H. Nach der heſſiſchen Gebührenordnung für
Aerzte ſteht dem Arzt hier eine Gebühr von 1—10 Mark zu.
H. G. St. Richten Sie Ihre Beſchwerde an das
Großh. Polizeiamt und die Wirtſchafts=Deputation der
Stadtverordnetenverſammlung (Stadthaus).
(Schluß des redaktionellen Teils.)
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verbrauchte, hat mir zweifellos eine ſichtbare Erhöhung
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treter: Adolf Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Amerika” von Neu=York kommend,
3. April 9 Uhr abends Dover paſſiert. „Belgia‟ 3. April
von Norfolk nach Boca Grande. „Dortmund” 3. April
6 Uhr morgens von Norfolk nach Boſton. „Imperator”
nach Neu=York, 3. April 7 Uhr 20 Min. abends von
Cherbourg. „Pallanza” 3. April 3 Uhr nachm. von
Neuport News nach Philadelphia. Preſident Lincoln”
3. April 4 Uhr nachm. in Neu= York. — Weſtindien,
Mexiko: „Frankenwald” von Mexiko und Havanna
kommend, 4. April 1 Uhr morgens Dover paſſiert. „Fürſt
Bismarck” nach Mexiko, 2. April in Havanna. „Parthia‟
nach Mexiko, 3. April in Havanna. „Steigerwald‟
3. April von Veracruz. „Ypiranga” nach Havanna und
Mexiko, 3. April 3 Uhr nachm. von Santander. —
Oſt=
aſien: „Aleſia” 3. April 6 Uhr morgens von Wladiwoſtok
nach Tiutoho. „Ambria” nach Boſton und Neu=York,
2. April morgens in Singapore. „Andaluſia” 4. April
1 Uhr morgens in Hapre, heimkehrend. „Braſilia‟
3. April von Sabang nach Manila, ausgehend. „Hoerde‟
3. April 3 Uhr nachm. von Kobe nach Yokohama,
aus=
gehend. „Iſtria” nach Sibirien, 3. April von Algier nach
Port Said. „Ninive” nach Sibirien, 3. April 12 Uhr
40 Min. mittags von Cuxhaven nach Algier. „River
Clyde” nach Sibirien, 3. April 3 Uhr 30 Min. nachm.
von Antwerpen. „Senegambia” 1. April 9 Uhr abends
von Singapore nach Penang, heimkehrend. Sithonig”
3. April 5 Uhr nachm. von Mangalore nach Suez,
heim=
kehrend. „Suevia” 2. April von Port Sudan nach
Suez, heimkehrend. — Verſchiedene Fahrten: „Duala”
2. April von Duala. Vergnügungsdampfer „Meteor”,
dritte Mittelmeerfahrt, 3. April 6 Uhr abends von
Girgenti. „Nordmark” nach Indien, 3. April von Suez
nach Colombo. „Perſepolis” 3. April von Buſhire,
aus=
gehend. „Rhenania” 2. April in Durban. „
Swakop=
mund”, von Weſtafrika kommend, 3. April, 8 Uhr
45 Min. abends in Hamburg. „Windhuk”, von Afrika
kommend, 2. April von Liſſabon.
Todes=Anzeige.
Verwandten und Bekannten die ſchmerzliche
Nachricht, daß heute mittag unſere liebe Mutter,
Schweſter, Schwägerin und Tante
Frau Christine Noldt Wwe.
nach längerem, ſchwerem Leiden ſanft verſchieden
iſt.
Um ſtille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 8. April 1914.
Die Beerdigung findet Freitag, 10. April,
nachm. ½ 3 Uhr, vom Sterbehauſe,
Weinberg=
ſtraße 25 aus, auf dem Beſſunger Friedhofe
(9423.
ſtatt.
Dankſagung
Für die anläßlich des Hinſcheidens meines
geliebten Mannes bewieſene Anteilnahme ſage ich
Allen, die dem Verſtorbenen die letzte Ehre
er=
wieſen haben, meinen tiefgefühlteſten Dank.
Be=
ſonders danke ich ſeinen Vorgeſetzten und Kollegen
für die zahlreichen Kranzſpenden und dem Herrn
Kaplan für ſeinen tröſtlichen Zuſpruch. (9351
Frau Weber Witwe,
Frankfurterſtraße 6.
Darmſtadt, den 8. April 1914.
Gottesdienſtliche Anzeigen.
Karfreitag, den 10. April 1914
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Nachm. um 2 Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Wagner.
Evang. Gemeinde in Eberſtadt: Freitag, den 10. April,
vormittags um ½ 10 Uhr: Beichte. — Um 10 Uhr:
Gottes=
dienſt mit heil. Abendmahl. Pfarraſſiſtent Köppler. —
Abends um 5½ Uhr: Gottesdienſt. Pfarrer Paul.
Altkatholiſche Gemeinde: Karfreitag, den 10. April,
vor=
mittags um 10 Uhr, im evang. Gemeindehauſe,
Kahlert=
ſtraße 26: Deutſche Meſſe mit Predigt und Gelegenheit
zum Empfang des heil. Abendmahls. Pfarrverwalter
Johnen von Heßloch.
Goltesdienſt der israelitiſchen Religionsgemeinde
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Passahfest.
Freitag, den 10. April:
Vorabendgottesdienſt 7 Uhr
Samstag, den 11. April:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min.
Predigt 9 Uhr 15 Min. Abendgottesdienſt 7 Uhr 55 Min.
Sonntag, den 12. April:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min. Feſtesausgang 8 Uhr.
Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen
Religions=
geſellſchaft:
Pessachfest
Samstag, den 11. April:
Vorabend 6 Uhr 35 Min. Morgens 7 Uhr 45 Min,
Nachmittags 5 Uhr Abends 7 Uhr 55 Min.
Sountag, den 12. April:
Morgens 7 Uhr 45 Min. Nachmittags 5 Uhr.
Feſtesausgang 7 Uhr 55 Min.
Wochengottesdienſt von Montag, den 13. April, an.
Morgens 6 Uhr 15 Min. Nachmittags 6 Uhr 30 Min.
Abends 8 Uhr.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das ozeaniſche Tiefdruckgebiet hat ſeinen Kern
nord=
oſtwärts verlagert, doch bringt es uns mit ſeinen
Rand=
wirbeln immer noch veränderliches Wetter und
Nieder=
ſchläge. Wir werden heute auf ſeine Rückſeite kommen
und veränderliches, zeitweiſe aufheiterndes Wetter, aber
noch mit einzelnen Regenſchauern zu erwarten haben.
Ausſichten in Heſſen für Donnerstag, 9. April:
Veränderlich, noch einzelne Regenſchauer, zeitweiſe
auf=
heiternd, etwas kühler, weſtliche bis nordweſtliche Winde.
Tageskalender.
Donnerstag, 9. April.
Hauptprobe zum Konzert des Muſikvereins um 7½
Uhr in der Stadtkirche.
Freitag, 10. April.
Konzert des Muſikvereins um 7½ Uhr in der
Stadt=
kirche.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Max Streeſe; für den Anzeigenteil,
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen;
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.
Damenkonfe
Mlot
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überhaupt keine Haarwurzeln vorhanden sind, Haare zu
erzenden- (denn ein Joſches Mitel gibe es nicht,
wennschon dies von manchen auderen Tineturen in den
Zeitungen-fälschlich behauptet wird)- wohl aber stärkt
es die Kopfhaut und die Haarwurzeln derartid, dass das
Austallen des Hlaares in kurzer Zeit aufhört und sich
aus den Wurzeln, so lange diese eben noch nicht
abge-
storben sind, neues Mlaar entwickelt, wie dies bereits
durch zahlreiche pralitische Versuche festgestellt ſat:
Auf die Farbe des Haares hat dleses Mittel keinen
Einfluss, auch enthält es Keinerlei der Gesundheit
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Donnerstag, 9. April.
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Bekanntmachung.
Die Kreisſtraße von Eberſtadt nach Nieder=Ramſtadt, und zwar vom Ortst)
eaſterende bis zu zum Ortsende gegen den Kühlen Grund zu, km von 6,8—7,5 iſt
u gen Ausführung von Kleinpflaſter von Mittwoch, den 15. ds. Mts. ab auf
a 2½ Wochen für ſämtliches Fuhrwerk (Geſpanne, Automobile, Motorräder uſw.)
eperrt.
Der Durchgangsverkehr hat während der Dauer der Kleinpflaſterherſtellung
er aufgeſtellten Tafeln entſprechend zu erfolgen.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Anordnungen ſind nach § 2 der
Polizei=
trordnung vom 12. Fedruar 1908 ſtrafbar.
Darmſtadt, den 6. April 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: von Starck.
(9397a
Bekanntmachung.
Wir weiſen anläßlich der bevorſtehenden Frühjahrsausräumung der offenen
iewäſſer, insbeſondere der Mühl= und Wieſengrähen, erneut auf die Beſtimmungen
der Artikel 55 und 56 des Geſetzes die Ausübung und den Schutz der
züiſcherei betreffend, vom 27. April 1881 (Reg.=Bl. S. 43 ff.) hin, wonach
1 dem Fiſchereiberechtigten ſo rechtzeitig vor dem Beginne der Arbeiten Nachricht zu
uben iſt, daß er ſein Intereſſe wahren kann (Art. 55), 2. öffentliche Fiſchwaſſer
ſcht ſo ſtark abgeſchlagen werden dürfen, daß die Fiſche und Krebſe hierdurch
zu=
grunde gehen (Art. 56).
Nichtbeachtung dieſer Beſtimmungen zieht gemäß Artikel 63, 64 des Geſetzes
Geldſtrafen bis zu 150 Mk., bezw. Haft, nach ſich.
Darmſtadt, den 3. April 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
An die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Wir nehmen auf vorſtehende Bekanntmachung Bezug und beauftragen Sie,
ftr ihre genaue Durchführung Sorge zu tragen. Insbekondere machen wir Sie noch
lauf die Beſtimmung des Artikel55 Abſatz 2 des Geſetzes, betreffend die Ausübung
llund den Schutz der Fiſcherei, vom 27. April 1881 (Reg.=Bl. S. 43 ff.) aufmerkſam
Darmſtadt, den 3. April 1914.
(9337
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Die bei Berechnung der Lieferungen für die Armee zugrunde zu legenden
Durch=
ſchnittsmarktpreiſe im Kreiſe Darmſtadt haben im Monat März 1914 für Hafer 18 Mk.,
für Heu 7 Mk., für Stroh 5 Mk. pro 100 Kilo betragen.
(9340
Bekanntmachung.
Gemäß Artikel 15 IV der Landgemeindeordnung vom 8. Juli 1911 bringen wir
nachſtehend die Friedhofsordnung für die Gemeinde Braunshardt zur
iffentlichen Kenntnis. Des weiteren wird die Polizeiverordnung für den
Fried=
tof der Gemeinde Braunshardt nachſtehend veröffentlicht.
Darmſtadt, den 28. März 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
(9341
Friedhofsordnung für die Gemeinde Braunshardt.
Gemäß Artikel 15 des Geſeßzes, die Landgemeindeordnung betr., vom 8. Juli 1911
ſowie Artikel 5 des Geſetzes, das Beerdigungsweſen betr., vom 22. Juli 1905 und §§ 23
und 24 der Bekanntmachung zur Ausfi hrung dieſes Geſetzes vom 1. März 1906 wird
auf Beſchluß des Gemeinderats nach Anhörung des Groß erzoglichen Bürgermeiſters
und des Kreisausſchuſſes mit Genehmigung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern
zu Nr. M. d. J. II. 1564 vom 17. März 1914 für die Gemeinde Braunshardt
nach=
ſtehende Friedhofsordnung erlaſſen.
§ 1. Für den Friedhof iſt ein Lageplan im Maßſtabe von 1 250 anzulegen, auf
welchem außer den Haupt= und Nebenwegen die einzelnen Begräbnisſtellen durch in
den Abteilungen fortlaufende Nummern kenntlich gemacht ſind.
§ 2. Auf dem Gelände des Friedhofs ſind beſtimmte Abteilungen für
Einzel=
gräber (Reihengräber), und zwar getrennt für Erwachſene und für Kinder unter 10 Jahren
Horzuſehen. Der Gemeinderat beſchließt, welcher Teil zur Beerdigung Erwachſener und
welcher zur Berdigung von Kindern unter 10 Jahren benutzt werden ſoll.
§ 3. Menſchliche Früchte die nach dem Urteil eines Arztes oder einer Hebamme
den 6. Fruchtmonat noch nicht überſchritten haben, ſind auf den Friedhof zu verbringen
und auf einer beſonderen dafür beſtimmten Stelle in einer 0,80 m tiefen Grube alsbald
orgfältig zu begraben.
§ 4. Kein Grab darf mehr als eine Leiche aufnehmen. Von dieſer Beſtimmung
kann mit Genehmigung der Bürgermeiſterei nur abgeſehen werden: bei Beerdigung
verſtorbener Mütter mit ihren neugeborenen oder nicht 1 Jahr alten gleichzeitig
ver=
ſtorbenen Kindern, oder bei Beerdigung nicht über 5 Jahre alter, gleichzeitig verſtorbener
Geſchwiſter, wenn die Berdigung in einem gemeinſchaftlichen Sarge erfolgt.
§ 5. Die Gräber für Erwachſene ſollen in einer Länge von 2,00 m, einer Breite
von 0,80 m und einer Tiefe von 1,80 m, die Gräber für Kinder unter 10 Jahren in
einer Länge von 1,50 m, einer Breite von 0,50 m und einer Tiefe von 1,50 m angelegt
werden. Die Entfernung der Gräber voneinander ſoll an der Längsſeite 0.30 m., bei
Kindergräbern 0,25 m betragen, während zwiſchen Kopf= und Fußende der einzelnen
Gräber möglichſt ein Abſtand von 050 m vorzuſehen iſt.
Sämtliche Gräber ſind unter ſorgfältigſter Schonung der Nachbargräber,
An=
pflanzungen uſw. herzuſtellen.
§ 6. Hauptverbindungswege ſind in einer Breite von 3 m anzulegen und
ſollen ſich im rechten Winkel kreuzen.
§ 7. Zur Beſtattung eines jeden in der Gemarkung Verſtorbenen muß auf
Verlangen ein Reihenbegräbnisplatz von der Gemeinde unentgeltlich überlaſſen werden.
§ 8. Die ordnungsmäßige Herſtellung und Unterhaltung der Grabſtätte liegt
denjenigen ob, die auf Grund Geſetzes oder durch Verfügung von Todeswegen Erben
des in dem Re hengrab Beerdigten ſind. Sie können hiermit Dritte, auch ſolche Perſonen,
weiche ein Gewerbe daraus machen, beauſtragen. Wer mit der Unterhaltung einer
Grabſtätte beauftragt iſt, hat dies dem Friedhofsaufſeher anzuzeigen.
Kommen die Erben ihrer Herſtellungs= und Unterhaltungspflicht nicht nach, ſol
kann die Bürgermeiſterei nach vorausgegangener fruchtſoſer Aufforderung zur Erfüllung
ihrer Verbindlichkeiten binnen einer von ihr beſtimmten Friſt die Ausführung der
erforder=
lichen Maßnahmen auf Koſten der Säumigen veranlaſſen.
§ 9. Die Gräber dürfen von den Erben mit Denkmälern (Grabſteinen), Blumen
und niedrigen Gegenſtänden geziert werden, vorausgeſetzt, daß ſie nicht über den
Grabes=
rand hinausragen.
M
werden und dürfen nicht über den Grabesrand hinausgehen. Hochſtämmige
Zier=
pflanzen und Bäume dürfen auf den Reihengräbern nur in Ausnähmefällen gepflanzt
werden. Die Erlaubnis dazu erteilt der Gemeinderat. Machen die Erben von der ihnen
im vorſtehenden eingeräumten Beſugnis Gebrauch ſo ſind ſie zur Unterhaltung der
Anlagen verpflichtet. Die Beſtimmungen des § 8 ſinden entſprechende Anwendung.
§ 10. Wenn durch überragende Baumäſte oder Geſträucher oder in anderer
Weiſe die Denkmäler oder Anlagen einer Nachbargrabſtätte beeinträchtigt werden, ſo
kann auf erhobene Beſchwerde derjenige, der die ſchädigende Anlage veranlaßt hat,
oder derlenige, der ſie unterhält, von der Bürgermeiſterei zur Beſeitigung binnen
be=
ſtimmter Friſt angehalten werden. Nach fruchtloſem Ablauf der Friſt veranlaßt die
Bürgermeiſterei die Beſeitigung des Mißſtandes auf Koſten des Säumigen.
§ 11. Das Ausmauern und Ueberwölben von Einzelgräbern iſt verboten.
§ 12. Für Reihenbegräbniſſe dürfen nur Särge aus weichem Holz verwendet
werden. Die Benutzung von Metallſärgen, vergipſten Särgen und Zementſärgen iſt
verboten. Die Vorſchriften des § 11 der Bekanntmachung vom 1. März 1906, die
Aus=
führung des Geſetzes über das Beerdigungsweſen vom 22. Juli 1905 betr., bleiben
unberührt.
§ 13. Die Grabſtätten können in der Regel erſt nach Ablauf von 30 Jahren
aufs neue zur Beerdigung benutzt werden. In Ausnahmefällen iſt die Genehmigung
des Großherzoglichn Kreisamtes einzuholen.
Die bei der Aushebung neuer Gräber bei der Wiederbenutzung eines
Friedhof=
teils gefundenen Knochen, Sargteile, Kleiderreſte und dergleichen ſind ſofort unter der
Sohle des Grabes zu vergraben. Werden außerdem hierbei nicht völlig verweſte
Leichenreſte geſunden, ſo iſt das Grab ſofort wieder zuzuwerfen.
§ 14. Ueber alle Beerdigungen iſt von der Bürgermeiſterei ein genaues
Begräbnis=
regiſter zu führen. Es hat zu enthalten:
1. die mit dem Lageplan übereinſtimmende Nummer des Grabes,
2. Vor= und Zuname, ſowie Alter des Berdigten,
3. die Stunde und den Tag der Beerdigung.
§ 15. In der Leichenhalle können nach Maßgabe des vorhandenen Raumes
die auf dem Friedhofzur Beiſetzung gelangenden Leichen unentgeltlich Aufnahme finden.
Zur Aufnahme bedarf es der Anmeldung bei der Bürgermeiſſerei. Auch kann ſeitens
der Bürgermeiſterei die Verbringung einer Leiche in die Leichenhalle angeordnet werden,
wenn auf Grund eines ärztlichen Gutachtens die ſofortige Entfernung der Beiche aus
dem Sterbehauſe aus geſundheitlichen Rückſichten geboten iſt, oder aus ſonſtigen
Gründen erforderlich erſcheint.
Die Aufnahme einer Leiche in die Leichenhalle darf nur dann erfolgen, wenn
durch einen approbierten Arzt der Eintritt des Todes beſcheinigt iſt.
Das Betreten der Leichenhalle iſt nur mit beſonderer Erlaubnis des
Friedhof=
aufſehers geſtattet.
§ 16. Die Verwaltung der Friedhofsangelegenheiten liegt dem Gemeinderat ob.
Er kann ſie einer beſonderen nach Artikel 133 der Landgemeindeordnung gebildeten
Kom=
miſſion übertragen.
Die Handhabung der Polizei auf dem Friedhof liegt der Bürgermeiſterei und
unter deren Aufſicht dem Friedhofsaufſeher ob.
§ 17. Der Friedhofsaufſeher, dem zugleich das Amt eines Totengräbers
über=
tragen werden kann, wird vom Gemeinderat ernannt und auf den Polizeiſchutz
verpflichtet. Er iſt für die vorſchriftsmäßige Anfertigung der Gräber verantwortlich.
Er hat bei Unterbringung einer Leiche in dem Leichenhauſe (§ 15) mehrmals täglich
nach dieſer zu ſehen und für Ordnung, Reinlichkeit, Lüſtung und regelmäßigen Verſchluß
des Leichenhauſes zu ſorgen, außerdem hat er die ſämtlichen Wege des Friedhofs
regel=
recht in Ordnung zu halten und den Schlüſſel des Friedhofs in Verwahr zu nehmen.
§ 18. Außer dem Friedhofsaufſeher können von dem Gemeinderat noch ein oder
mehrere Totengräber angeſtellt werden. Dieſe haben bei der Anlage der Gräber ſtreng
darauf zu ſehen, daß Beſchädigungen der Nachbargräber vermieden werden.
§ 19. Der Friedhof wird in der Regel geſchloſſen gehalten, jedoch eine Stunde
vor ieder Beerdigung und in der außerdem von dem Gemeinderat beſtimmten Zeit
geöffnet.
Wünſcht jemand den Friedhof außer dieſer Zeit zu beſuchen, ſo hat er ſich den
Schlüſſel bei dem Friedhofsaufſeher zu holen und bleibt für ſeine Rückgabe, ſowie für
allen Schaden, den er innerhalb des Friedhofes verurſacht, oder der durch ſein Verſchulden
herbeigeführt wird, haftbar.
§ 20. Jeder Beſucher des Friedhofs iſt verpflichtet, den dienſtlichen
Aufforde=
rungen und Anweiſungen des Friedhofsaufſehers Folge zu leiſten.
§ 21. Kinder unter 12 Jahren dürfen nur unter Aufſicht Erwachſener den Friedhof
betreten.
§ 22. Das Mitbringen von Hunden und das Rauchen in dem Friedhof iſt
ver=
boten. Mit Zugtieren beſpannte Fuhrwerke werden nur mit Erlaubnis der
Bürger=
meiſterei in den Friedhof eingelaſſen. Handkarren und Handwagen dürfen nur dann
auf den Friedhof verbracht werden, wenn dies für zuläſſige Arbeiten, die ſofort
vor=
genommen werden milſen, erforderlich iſt.
§ 23. Die auf den Begräbnisplätzen ſich ergebenden Abfälle, alte Kreuze und
dergleichen ſind unmittelbar in die dafür beſtimmte Grube zu verbringen.
§ 24. Die Pfade und Wege dürfen durch keinerlei Gegenſtände verſperrt werden.
§ 25. Alle Beſchwerden hinſichtlich der Friedhofsordnung entſcheidet unter
Aus=
ſchluß des Rechtswegs der Gemeinderat.
Bei Beſchwerden gegen Beſchlüſſe des Gemeinderats behält es bei den dieſerhalb
beſtehenden Beſtimmungen ſein Bewenden.
§ 26. Dieſe Beſtimmungen treten am 15. April 1914 in Kraft.
Braunshardt, den 25. März 1914.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Braunshardt.
Schmidt.
Polizeiverordnung
für den Friedhof der Gemeinde Braunshardt.
Auf Grund des Artikel 64 des Geſetzes, betr. die innere Verwaltung und die
Ver=
tretung der Kreiſe und Provinzen, vom 8. Juli 1911 wird nach Anhörung der
Lokal=
polizeibehörde und Gemeindevertretung mit Genehmigung Großherzoglichen Miniſteriums
des Innern vom 17. März 1914 zu Nr. M. d. J. II. 1564 für den Friedhof der Gemeinde
Braunshardt verordnet:
§ 1. Verfehlungen gegen die Vorſchriften der Friedhofsordnung der Gemeinde
Braunshardt werden, ſoweit nicht nach Geſetzen höhere Strafen in Anwendung kommen,
mit Geldſtrafe bis zu 30 Mark beſtraft.
§ 2. Dieſe Beſtimmung tritt am 15. April 1914 in Kraft.
Darmſtadt, 28. März 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Antliche Racheichten des Groſth. Polzeiants Dermnſiadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher, 1 Dobermann. Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Ver=
ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
(9352
tag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Karfreitag, den
10. April, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends
folgende Apotheken geöffnet: Einhorn=Apotheke, Kirchſtraße, und
Beſſunger Apotheke, Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind von
1 Uhr ab geſchloſſen.
Bekanntmachung.
Betr.: Polizeiliche Schutzmaßregeln in den bei Darmſtadt
ge=
legenen Waldungen.
Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß mit Wirkung
vom 11. April l. J. der Sicherheitsdienſt in der Waldumgebung der
Stadt, gleichwie in den Vorjahren, wiederum in Kraft tritt. Der
Aufſichtsdienſt wird von 7 Forſtaufſehern ausgeübt, welche die
Uni=
form der ſtaatlichen Forſtwarte tragen und mit Gewehr ausgerüſtet
ſind. Ihre Aufgabe iſt die ſtändige Beaufſichtigung der die Stadt
umgebenden Waldungen unter beſonderer Berückſichtigung der von
dem Publikum begangenen Spazierwege.
Da den Forſtaufſehern die polizeiliche Ueberwachung der
Wald=
umgebung obliegt, ſind ſie von dem Großh. Kreisamt eidlich als
Z e e ge
von dem unterzeichneten Polizeiamt ausgeſtellten Ausweiskarte.
In der Ueberzeugung, daß durch die ſtändige polizeiliche
Ueber=
wachung der Waldungen eine erhöhte Gewähr für die Sicherheit de=
Spaziergänger gegeben iſt, richten wir hiermit an die
Einwohner=
ſchaft die Bitte, von etwaigen verdächtigen Wahrnehmungen in den
Wäldern die Forſtaufſeher oder das unterzeichnete Polizeiamt in
Kenntnis ſetzen zu wollen.
(9239mdf
Darmſtadt, den 6. April 1914.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Die Verſteigerungen im ſtädtiſchen Leihamt.
Nach Ausſchreibung der Pfänderverſteigerung laufen
erfahrungs=
gemäß ſtets mündliche oder ſchriftliche Geſuche von Leihamtsſchuldnern
ein, teils auf Verſchiebung der Verſteigerung ihrer Pfänder, teils auf
gänzliche Ausnahme derſelben von der Verſteigerung gerichtet. Um
den Schuldnern zweckloſe Gänge und Mühe zu erſparen, geben wir
hiermit bekannt, daß alle derartige Geſuche abgewieſen werden müſſen,
da die Leihamtsordnung die Verſteigerung aller verfallenden Pfänder,
deren Einlöſung oder Verlängerung innerhalb des hierfür beſtimmten
Zeitraums vor dem Verſteigerungstermin nicht erfolgt, ausdrücklich
vorſchreibt und Ausnahmen von dieſer Vorſchrift nicht zuläſig ſind.
(9176md
Darmſtadt, den 4. April 1914.
Der Oberbürgermeiſter:
I. V.: Schmitt.
Kanalbauarbeit.
Die Herſtellung von etwa 400m
Rohrkanälen im Baugebiet am
Heinrichwingertsweg ſoll vergeben
werden.
Arbeitsbeſchreibungen und
Be=
dingungen liegen bei dem
Tiefbau=
amt, Zimmer Nr. 4, zur Einſicht
offen. Auch werden dort die
Ange=
botſcheine abgegeben.
Angebote ſind bis
Dienstag, 14. April I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle
einzu=
reichen.
(9145im
Darmſtadt, 6. April 1914.
Tiefbauamt.
Keller.
Mationat-Registrier-
Kasse
ein halbes Jahr im Gebrauch,
mit Selbſtaddition, preiswert
ab=
zugeben. Anzuſehen
(*9591
Schuknechtſtr. 60, part.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. April 1914.
Nummer 99,
Bekanntmachung.
Am Nordende der Hauptzufahrtsſtraße zum neuen Friedhof
ſollen zu beiden Seiten kleine Läden für Steinhauer, Grabmalhändler
Friedhofsgärtner und Blumenhändler errichtet und mit zugehörigen
kleinen Höfen bezw. Gärten vermietet werden. Die Pläne und
Ver=
tragsentwürfe liegen auf dem Stadtbauamt in der Zeit vom 14. bis
25. April d. Js. zur Einſicht offen. Das Stadtbauamt iſt
beauf=
tragt, alle Wünſche etwaiger Intereſſenten bis zu dem genannten
Termin entgegenzunehmen und entſprechende Erklärungen vorzulegen.
Ausdrücklich wird bemerkt, daß das Gelände in der Umgebung
des neuen Friedhofs im übrigen, namentlich auch an der Breiten
Allee, durch Beſchluß der Stadtverordneten=Verſammlung vom
(9364ds
8. Januar 1914 für unbebaubar erklärt worden iſt.
Darmſtadt, den 8. April 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Mueller.
Bekanntmachung.
Betreffend: Sonntagsruhe im Handelsgewerbe und im
Gewerbe=
betrieb der Bäcker, Friſeure und Photographen.
Um Zweifeln zu begegnen, ſehen wir uns unter Bezugnahme
auf die Bekanntmachung des Großh. Kreisamts Darmſtadt vom
27. Dezember 1907 veranlaßt, die für die kommenden Feſttage auf
Grund des § 105e der Reichsgewerbeordnung für die nachſtehend
aufgeführten Gewerbszweige erlaſſenen Vorſchriften über die
Sonn=
tagsruhe zur allgemeinen Kenntnis zu bringen:
I. Am Karfreitag und an den beiden Oſterfeiertagen darf
im Handelsgewerbe auf Grund der Beſtimmungen des Ortsſtatuts
vom 6. September 1907 weder eine Beſchäftigung von Gehilfen,
Lehrlingen und Arbeitern, noch ein Gewerbebetrieb in offenen
Ver=
kaufsſtellen ſtattfinden.
Ausnahmen auf Grund des § 105e der Reichsgewerbeordnung
ſind nur zugelaſſen:
A. Für den erſten Oſterfeiertag:
1. für Bäcker und Konditoren in der Zeit von vormittags 5 bis
9 Uhr und 11 bis 12 Uhr;
2. für Milchhändler und Molkereien in der Zeit von
vormit=
tags 5 Uhr bis nachmittags 1 Uhr und nachmittags von
6 bis 8 Uhr;
3. für Blumenhändler in der Zeit von vormittags 5 bis 9 Uhr
und von 11 bis 12 Uhr mittags;
4. für Verkäufer von Roheis von vormittags 6 Uhr bis
nach=
mittags 1 Uhr;
5. für Zeitungsſpediteure von vormittags 6 bis 9½ Uhr. (
Zei=
tungs= und Druckſchriftenverkauf an den Hauptbahnhöfen
ohne Zeitbeſchränkung.)
B. Für den Karfreitag und den zweiten Oſterfeiertag:
1. für Bäcker in der Zeit von vormittags 5 bis nachmittags
1 Uhr;
2. für Konditoren in der Zeit von vormittags 5 Uhr bis
nachmittags 3 Uhr;
3. für Metzger und Fleiſchwarenhändler in der Zeit von
vor=
mittags 6 Uhr bis 11 Uhr;
4. für Milchhändler und Molkereien in der Zeit von
vormit=
tags 5 Uhr bis 1 Uhr nachmittags und von 6 bis 8 Uhr
nachmittags;
5. für Blumenhändler in der Zeit von vormittags 7 Uhr bis
9 Uhr und von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags,
6. für Verkäufer von Roheis von vormittags 6 Uhr bis
nach=
mittags 1 Uhr;
7. für Zeitungsſpediteure in der Zeit von vormittags 6 Uhr
bis 9½ Uhr. (Zeitungs= und Druckſchriftenverkauf an den
Hauptbahnhöfen ohne Zeitbeſchränkung.)
II. In den Bäckereien darf an dem Karfreitag eine
Arbeits=
ſchicht wie an den Werktagen eingelegt werden, jedoch mit der
Ein=
ſchränkung, daß die Schicht ſpäteſtens um 2 Uhr nachmittags beendigt
iſt, und unter der Bedingung, daß den Gehilfen und Lehrlingen vom
2. Feiertag abends 10 Uhr bis zum nächſten Tage abends 7 Uhr
eine ununterbrochene Ruhezeit gewährt wird.
III. Der Gewerbebetrieb der Friſeure und die Beſchäftigung
von Gehilfen und Lehrlingen im Friſeurgewerbe iſt am Karfreitag
und am erſten Oſterfeiertag geſtattet:
a) außerhalb der Werkſtätte bis 12 Uhr mittags;
b) innerhalb der Werkſtätte von 9 Uhr vormittags bis 12 Uhr
mittags.
Am zweiten Oſterfeiertag iſt jeglicher Gewerbebetrieb
ein=
ſchließlich desjenigen der Friſeuſen unterſagt.
An ſämtlichen drei vorgenannten Feſttagen iſt, wie an allen
Sonn= und Feſttagen, ein Gewerbebetrieb der Friſeure und die
Be=
ſchäftigung von Gehilfen und Lehrlingen innerhalb und außerhalb
der Werkſtätte in der Zeit von 6 bis 9 Uhr nachmittags bei der
Vorbereitung von öffentlichen Theatervorſtellungen und
Schauſtel=
lungen geſtattet.
IV. In den Werkſtätten der Photographen iſt am erſten
Oſterfeiertag jeglicher Gewerbebetrieb unterſagt. Am Karfreitag
und am zweiten Oſterfeiertag iſt die Ausübung des
Gewerbe=
betriebes und die Beſchäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und
Ar=
beitern in den photographiſchen Werkſtätten geſtattet ausſchließlich
zum Zweck der Aufnahme von 11 Uhr vormittags bis 4 Uhr
nach=
mittags.
V. Wenn die Sonn= und Feiertagsarbeiten länger als 3
Stun=
den dauern, ſo ſind die Arbeiter entweder an jedem dritten Sonntag
für volle 36 Stunden oder an jedem zweiten Sonntag mindeſtens in
der Zeit von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends oder in jeder Woche
während der zweiten Hälfte eines Arbeitstages, und zwar ſpäteſtens
von 1 Uhr nachmittags ab von jeder Arbeit frei zu laſſen. Wenn
die Arbeiter durch die Sonntagsarbeit an dem Beſuche des
Gottes=
dienſtes verhindert werden, ſo iſt ihnen an jedem dritten Sonntag
die zum Beſuche des Gottesdienſtes erforderliche Zeit frei zu geben.
Wir haben die Schutzmannſchaft beauftragt, die richtige
Ein=
haltung der vorſtehend bekanntgegebenen Beſchäftigungs= und
Ver=
kaufszeiten ſtreng zu überwachen und Uebertretungen unnachſichtlich
zur Anzeige zu bringen.
(9073id
Darmſtadt, den 1. April 1914.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Bekanntmachung.
Donnerstag, 14. Mai 1914,
vormittags 11½ Uhr,
ſollen die dem Gaſtwirt Ludwig
Wolff und deſſen Ehefrau
Mar=
garethe, geb. Wolff, dahier
ge=
hörigen Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
XVIII 19 123 Grasgarten
Artillerieſtr.,
XVIII 20 475 Hofreite
Artil=
lerieſtr. Nr. 6,
XVIII 20%0 50 Grasgarten
(Vorgarten)
daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
verſtei=
ert werden.
(K35/14
Darmſtadt, 4. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen.)
Frantz. (IX,9368
Jocheleg. ſchw. Straussteder (Pleu=
Treuſe) bill. z. vk. Liebfrauonstr. 68, II. (*
Vekanntmachung.
Donnerstag, 14. Mai 1914,
vormittags 11 Uhr,
ſollen die dem Gaſtwirt Ludwig
Wolff und deſſen Ehefrau
Mar=
garethe, geb. Wolff, dahier
ge=
hörigen Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
XVIII 1737/10 375 Hofreite
Aha=
ſtraße Nr. 24,
XVIII 173%0 93 Grasgarten
(Vorgarten)
daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe ver=
(K32/14
ſteigert werden.
Darmſtadt, 4. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frant. (IX,9367
(13022180),
Großer Eisschrauf wie neu,
billig zu verkaufen.
(*6669
Soderſtraße 53.
Preiſe für Fleiſch
in der Stadt Darmſtadt
am 5. April 1914.
(Mitgeteilt von der Großh.
Zentral=
ſtelle für die Landesſtatiſtik.)
Häufigſter Preis in 4 pro Pfund
Ochſenfleiſch mit Beilage . . 96
80—90
Rindfleiſch
81‟)
Kuhfleiſch
100
Kalbfleiſch
100
Hammelfleiſch „
84
Schweinefleiſch,,
70
Leberwurſt gewöhnliche
Blutwurſt,
70
110
Geräucherter Speck
Schweineſchmalz, inländiſches 80
*) Durchſchnittspreis.
Die Erhebung erſtreckte ſich auf
45 Metzgereien, und zwar auf 25,
in denen Ochſen=, Rind= od.
Kuh=
fleiſch, auf 16, in denen Kalbfleiſch,
uf 8, in denen Hammelfleiſch und
17, in denen Schweinefleiſch
ver=
auft wurde.
Konkursverfahren.
Ueber das Vermögen der Firma
Guſtav Rüger in Ober=
Ram=
ſtadt wird heute, am 7. April
1914, vormittags 11½ Uhr, das
Konkursverfahren eröffnet.
Der Rechtsanwalt Dr. Brücher
zu Darmſtadt wird zum
Konkurs=
verwalter ernannt.
Konkursforderungen ſind bis zum
1. Mai 1914 bei dem Gerichte
anzumelden.
Es wird zur Beſchlußfaſſung
über die Beibehaltung des
er=
nannten oder die Wahl eines
ande=
ren Verwalters, ſowie über die
Beſtellung eines
Gläubigeraus=
ſchuſſes und eintretenden Falls
über die in § 132 der
Konkurs=
ordnung bezeichneten Gegenſtände
und zur Prüfung der
angemel=
deten Forderungen auf (9372
Montag, den 18. Mai 1914,
vormittags 10 Uhr,
vor dem unterzeichneten Gerichte,
neues Gerichtsgebäude, Zimmer
Nr. 106, Termin anberaumt.
Allen Perſonen, welche eine zur
Konkursmaſſe gehörige Sache in
Beſitz haben oder zur Konkursmaſſe
etwas ſchuldig ſind, wird
aufgege=
ben, nichts an den
Gemeinſchuld=
ner zu verabfolgen oder zu leiſten,
auch die Verpflichtung auferlegt,
von dem Beſitze der Sache und von
den Forderungen, für welche ſie aus
der Sache abgeſonderte
Befriedig=
ung in Anſpruch nehmen, dem
Kon=
kursverwalter bis zum 1. Mai
1914 Anzeige zu machen.
Großherzogliches Amtsgericht
Darmſtadt II.
Bekanntmachung.
Donnerstag, 14 Mai 1914,
vormittags 11¼ Uhr,
ſoll die dem Gaſtwirt Ludwig
Wolff und deſſen Ehefrau Mar
garethe, geb. Wolff, dahier
ge=
hörige Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
XVIII 172¾/10 194 Hofreite
Don=
nersbergring
Nr. 36,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe ver=
(K33/14
ſteigert werden.
Darmſtadt, 6. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (IX.9370
Bekanntmachung.
Donnerstag, 14. Mai 1914,
vormittags 12 Uhr,
ſoll die dem Gaſtwirt Ludwig
Wolff und deſſen Ehefrau
Mar=
garethe, geb. Wolff, dahier
ge=
hörige Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
XVIII 172 178 Hofreite Neue
Niederſtraße
Nr. 21,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
verſtei=
gert werden.
(K34/14
Darmſtadt, 4. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (IX,9369
Bekanntmachung.
Donnerstag, 16. April 1914,
vormittags 11 Uhr,
ſollen die der Frau Konrad Wie
nold Witwe, Margarethe, geb. May,
dahier gehörigen Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
VI 532 123 Hofreite
Tannen=
ſtraße Nr. 41,
VI 533 122 Hofreite
Tannen=
ſtraße Nr. 39,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße Nr. 1, zwangsweiſe
ver=
ſteigert werden.
(K18/14
Darmſtadt, 10. März 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (IX,6564
Bekanntmachung.
Das ſtädtiſche
Hallenſchwimm=
bad bleibt am Karfreitag und
den beiden Oſtertagen geſchloſſen.
Die Badeverwaltung.
Klein. (9334
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Vekanntmachung.
Donnerstag, 14. Mai 1914,
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bergſtraße,
XIX 4½0 182 Hofreite
Sand=
bergſtr. Nr. 69,
XIX 4710 96 Grasgarten
da=
ſelbſt,
XIX 4¾/10 314 Grabgarten
da=
ſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe ver=
(K37/14
ſteigert werden.
Darmſtadt, 7. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
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Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. April 1914.
Nummer 99.
Einfuhr Argentiniſcher Pferde in
Deutſchland.
— Der argentiniſche Konſul in Frankfurt a. M., Herr
F. Panizza, ſchreibt uns: Während meines Aufenthalts
in Argentinien hatte ich öfters Gelegenheit, die
Lei=
ſtungsfähigkeit argentiniſcher Pferde ſowohl
unter dem Reiter als auch vor dem Wagen zu prüfen.
Ich war ſtets erſtaunt über die enorme Ausdauer,
Wider=
ſtandsfähigkeit gegen Temperaturunterſchiede und
An=
ſpruchsloſigkeit der Tiere. Ich habe u. a. auf einer
Eſtanzia in Arenales bei Jagdexkurſionen auf einem
argen=
tiniſchen Pferd an mehreren Tagen hintereinander Strecken
von 50—60 Kilometer geritten, ohne eine Ermüdung des
Tieres zu bemerken. Dabei iſt zu berückſichtigen, daß die
Pferde auf dem ganzen Weg, außer kurzen Intervallen
Schritt, nur Galopp gehen. Sehr ſelten findet man ein
argentiniſches Naturpferd, das auf Trab zugeritten iſt.
Das Thermometer zeigte um die Zeit meines Aufenthaltes
in Arenales Nachttemperaturen von ca. 5 Grad Celſius
minus. Trotz der beſonderen Anſtrengungen, denen die
Pferde auf dem langen Weg ausgeſetzt waren, wurden
nach ihrer Rückkehr beſondere Vorſichtsmaßregeln nicht
angewandt. Sie wurden nur, wie dies auch bei uns
ge=
ſchieht, in der Sattellage mit einem Strohwiſch
abgerie=
ben und übernachteten, ohne Schaden zu nehmen, bei der
niedrigen Temperatur ohne Decke oder ſonſtigen Schutz
auf der freien Pampa, wo ſie ihre Nahrung finden. Am
Morgen waren die Tiere, wie ich dies öfters auch bei
großen Viehherden beobachten konnte, gleich ihrer
Um=
gebung mit dickem Reif bedeckt.
Mein Kollege, Herr Konſul J. Liſta in Emden, gibt
jetzt neue Anregung zum Import argentiniſcher Pferde in
Deutſchland und führt folgendes aus: In einer
argen=
tiniſchen Zeitung wurde kürzlich empfohlen, die Ausfuhr
von Pferden nach Deutſchland zu fördern und
zwar mit dem Einfuhrhafen Emden. Den
argen=
tiniſchen Pferden ſagt man nach, daß ſie tüchtige
Zucht=
pferde ſind, denen eine ſolche Reiſe und ein Klimawechſel
nicht ſchaden würde. Die Einfuhr argentiniſcher Pferde iſt
um ſo brennender geworden, weil Rußland ſeine
Grenzen für Pferdeausfuhr geſperrt hat und nicht
nur allein dies es kauft auch noch in anderen Ländern
Pferde auf, um ſeine Rüſtungen zu vervollſtändigen. Eine
Nachfrage nach Pferden iſt ſomit vorhanden. In den
un=
geheuren Flächen der Pampas Argentiniens tummeln ſich
große Herden Pferde, die dort Tag und Nacht im Freien
leben und daher jeder Witterung ausgeſetzt ſind. Die
mittlere Temperatur des ſüdlicheren Landes iſt nicht viel
höher als die unſerige. Es kommen jedoch häufig
Ge=
wilter vor die einen Temperaturwechſel oft von 20 Grad
an einem Tage hervorrufen. Es iſt daher klar, daß dieſe
Pferde eine ſtarke Natur und Widerſtandsfähigkeit beſitzen
müſſen. In Argentinien werden verſchiedene Raſſen
ge=
züchtet, vorherrſchend ſind aber die Kreuzungen.
Der Pferdebeſtand wird auf etwa 8
Millio=
nen Stück geſchätzt. Mit dem Import argentiniſcher
Pferde hat man bereits ſeit längerer Zeit gute
Erfahrun=
gen gemacht. Auch die Schweiz und Belgien haben bereits
Pferde für das Heer bezogen und das Reſultat iſt günſtig
ausgefällen. Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß nach einer
lan=
gen Seefahrt die Pferde ſich erſt wieder erholen müſſen,
um zu Kräſten zu kommen. Sie ſind aber bald, was Aus=
dauer und Arbeitsfähigkeit anbetrifft, den europäiſchen
Pferden gleichwertig. Die Pferde von 2½ bis 3½ Jahren
alklimatiſieren ſich am leichteſten. Die Tiere haben
wäh=
rend der Seereiſe nicht ſchwer zu leiden, weil ſie erſtmals
die Unbill des Klimas vertragen, und zweitens, weil der
Atlantiſche Ozean herauf bis nach Europa ziemlich ruhig
iſt. Es iſt natürlich, daß die Pferde während der etwa
25tägigen Reiſe, auf welcher ſie keine Bewegung haben
und auf dem Dampfer ſtill liegen, geſchwächt werden.
Die argentiniſche Regierung ſorgt dafür, daß die
Vor=
ſchriften für den Export und die Verpflegung uſw. den
ge=
ſetzlichen Beſtimmungen entſprechen und ſtreng
durchge=
führt werden. Was nun den Import über Emden
anbetrifft, ſo ſprechen viele Gründe für dieſen Hafen.
Emden iſt erſtens der nächſte deutſche Hafen, und durch
ſeine Kanäle und Bahnverbindungen iſt ein Verſand nach
anderen Teilen Deutſchlands und nach dem Auslande
leicht durchzuführen. Ein nicht unweſentlicher Punkt iſt
aber auch, daß Emden von großen Wieſen
um=
geben iſt, welche denjenigen Argentiniens ähnlich ſein
ſollen. Die Tiere könnten zunächſt in der Umgegend etwa
5—6 Wochen ſich erholen und an das hieſige Klima
ge=
wöhnen. Was die Koſten des Transportes
be=
treſſen, ſo ſtellen ſie ſich insgsſamt auf etwa 200—225 Mark
pro Pferd. Hierin iſt jedoch der Transport von den
Fel=
dern Argentiniens nach dem Hafen ſowohl wie die
Un=
koſten für Knechte, Futter, Fracht uſw. einbegriffen.
Die in Betracht kommenden Pferde koſten etwa
400—450 Mark pro Stück. Für einen guten Erfolg
iſt es Bedingung, daß die Tiere vor dem Weiterverkauf
ausruhen müſſen. Alsdann können ſie in kleinerer Anzahl
verkauft werden und ein guter Erfolg wird nicht
aus=
bleiben. In der Schweiz iſt man bereits in ähnlicher
Weiſe verfahren und es werden in gewiſſen Zeitabſtänden
jeweils 100 Pferde eingeführt und nach und nach
weiter=
verkauft, Für den Emdener Handel zeigt ſich hier ein neues
Feld zur Betätigung, es gilt, die günſtige Konjunktur zu
nutzen.
Turnen, Spiele und Sport.
Startverbot gegen den Diſtanzmarſch in Homburg.
Am 12. April findet in Homburg v. d. H. ein
Wett=
gehen um einen Manolipreis ſtatt, an dem ſich
neben Berufsgehern auch Amateure beteiligen ſollen. Da
nach den in Deutſchland gültigen Beſtimmungen jeder
Amateur, der ſich an ſolchen Veranſtaltungen beteiligt, für
immer vom Amateurſport ausgeſchloſſen iſt, warnt die
Deutſche Sportbehörde alle Mitglieder von Sport= und
Turnvereinen vor einer Beteiligung und wird gegen
Zu=
widerhandelnde mit aller Strenge vorgehen.
* Das internationale Automobil=Bergrennen
König=
ſaal=Iilkwiſcht geſtaltete ſich bei außergewöhnlich ſtarker
Beteiligung der beſten deutſchen und ausländiſchen
Auto=
mobilmarken zu einem großen Doppelerfolg der
Opel=
wagen, wie er keiner anderen Marke beſchieden war.
Richard Göbel, Brüſſel, ſteuerte ſeinen 28/70 Ps Opel=
Touren=Wagen in Klaſſe 5 zum Sieg und erzielte mit 4
Minuten 3 Sekunden, die nur 19 Sekunden dem
bisheri=
gen Rekord der großen Rennwagen nachſteht, die ſchnellſte
Zeit aller Tourenwagen. Den zweiten Sieg brachte Jörus
auf dem kleinen Zweiliter=Opel=Rennwagen auf ſein
Konto. Seine Zeit war ſo ſchnell, daß ſie nur 34½
Se=
kunden hinter dem 200pferdigen Rennwagen der großen
Kategorie zurückbleibt. Die beiden Opel erregten
unge=
teilte Bewunderung.
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Be=
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Ruhige, glückliche Tage folgten. Der häßliche Traum
der mit Rautheim verlebten Stunden verſchwand mehr
und mehr aus der Seele von Hans, der ſich ganz dem
Glück ſeiner jungen Liebe hingab. Jetzt erſt merkte er,
welchen Schatz er an der Liebe Evas gewonnen hatte;
jetzt erſt erkannte er den wahren Wert des Mädchens, das,
ſo jung es war und aus ſo einfachen Verhältniſſen es
ent=
ſtammte, eine Bildung des Herzens und des Geiſtes beſaß,
die ihn ſtets von neuem in Erſtaunen verſetzte. Eva paßte
nicht mehr in die einfache Umgebung des elterlichen
Hau=
ſes; ſie war darüber hinausgewachſen, in ihrem Wiſſen
ſowohl wie in ihrer ganzen Anſchauung des Lebens. Um
ſo bewundernswerter war es, wie ſie ſich ſtill und
be=
ſcheiden in den engen Rahmen ihres Daſeins einzufügen
wußte. Niemals war ſie mißmutig oder mürriſch; die
komiſche Art ihres Vaters nahm ſie mit gutem Humor hin,
und die kleinbürgerliche, oft recht beſchränkte Weiſe ihrer
Mutter ertrug ſie mit Geduld. Das Gute und Brave in
dem Weſen ihrer Eltern erkannte ſie bereitwillig an und
war ihnen dankbar, daß ſie ihrem Leben Schutz und Schirm
verliehen. Selbſt mit ihrem Bruder und deſſen Frau, die
ganz in ihrem Geſchäft aufgingen, vertrug ſie ſich gut.
Klug und praktiſch, wie ſie war, konnte ſie ſogar
Hans=
bei ſeinen Arbeiten helfen. Und er arbeitete mit noch
einmal ſo viel Luſt und Liebe, wenn er ſeine Arbeiten mit
Eva beſprechen konnte. Zutraulich und zärtlich, klug und
zurückhaltend, ſchenkte ſie ihm doch volles Vertrauen,
ver=
plauderte manche Stunde mit ihm, entwarf mit ihm Zu=
kunftspläne, tröſtete ihn, wenn er ungeduldig werden
wollte, kurz, war ſeine Helferin und Beraterin in jeder
Beziehung.
Einige Male gingen ſie abends zuſammen aus und
be=
ſuchten ein Konzert oder ein Theater. Das waren dann
glückliche Stunden für beide, die ſie ſich auch durch das
Brummen der Mutter nicht verkümmern ließen. Eva
hatte ſich durch ihre Arbeit eine gewiſſe Selbſtändigkeit
ihren Eltern gegenüber erworben, und in aller
Beſcheiden=
heit beſtand ſie darauf, über ſich ſelbſt und ihre freie Zeit
verfügen zu können.
Daß ich keinen Unſinn treibe und kein Unrecht begehe,
weißt Du, Mutter, ſagte ſie lächelnd. Alſo laß mich nur
meinen Weg ſelbſt wählen. Ich weiß, was ich zu tun
habe.
Der Vater ſtand ganz auf ihrer Seite, und ſo gab ſich
auch die Mutter zufrieden. Im geheimen dache ſie auch
wohl daran, daß aus dieſem Umgang mit Hans eine feſte
Verbindung entſtehen könnte. Man hatte das ja ſchon
öfter erlebt.
Hans ſollte aus ſeinem glücklichen Traum aber
bald=
emporgeſchreckt werden.
Wohlgemut ſaß er eines Vormittags bei ſeiner
Ar=
beit, als Baron Rautheim bei ihm eintrat.
Sie ſcheinen mich ganz vergeſſen zu haben, mein
Lie=
ber, ſagte er mit einem ſpöttiſchen Lächeln, das hundert
Fältchen auf ſeinem hageren Raubvogelgeſicht hervorrief
Ich muß in der Tat um Entſchuldigung bitten,
ent=
gegnete Hans in einiger Verlegenheit. Aber ich war ſo
ſehr beſchäftigt .
Ja, ja — man kennt das, lachte Rautheim. Die Liebe
verdrängt die Freundſchaft.
Herr Baron.
Na, tun Sie nur nicht ſo, lieber Freund! Ich gönne
Ihnen ja das Vergnügen von ganzem Herzen. Und
Fräu=
lein Eva iſt wirklich ein reizendes Mädchen und iſt ſchön
einer Sünde wert.
Hans errötete vor Unmut.
Ich muß doch ernſtlich bitten, Herr Baron, von
Fräu=
lein Eva in einem anderen Ton zu ſprechen, ſagte er
ent=
ſchieden.
Rautheim ſah ihn groß an. Dann lachte er auf.
Sie ſind doch noch recht jung, mein Lieber, neckte
er. Wenn Sie übrigens Ihr Verhältnis zu Fräulein Eva
geheim halten wollen, ſo dürfen Sie nicht Arm in Arm
mit ihr gehen und ſich abends im Dunkeln auf der Treppe
küſſen.
Nun, da Sie uns bemerkt haben, ſo mögen Sie es
denn wiſſen — Fräulein Eva iſt meine Braut — ich rechne
dabei auf Ihre Diskretion
Meiner Diskretion können Sie ſicher ſein, lieber Herr.
Aber wenn ich Ihnen als älterer, erfahrener Freund
ra=
ten darf, ſo nehmen Sie die Sache nicht ſo ernſthaft. Ihre
Braut — ſagen Sie! Wiſſen Sie, was das für Sie
be=
deutet?
Das Glück, Herr Baron!
Nein, das Unglück, lieber Freund. Not und Elend
ein armes, verpfuſchtes Leben — ein Leben voll Arbeit
und Sorge, Enttäuſchung und Demütigung nach jeder
Rich=
tun hin. — Wollen Sie wirklich Eva Borchers heiraten?
Ja — das iſt allerdings meine Abſicht.
Sie ſtürzen ſich ins Verderben.
Hans lachte beluſtigt über den erſchreckten Ausdruck
in dem Geſicht des Barons auf.
Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. April 1914.
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lachend. Ich hoffe im Gegenteil, ſehr glücklich zu
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den. Große Anſprüche kann ich ja an das Leben nicht
mehr ſtellen. Ein verabſchiedeter Leutnant ohne Vermögen
— da muß ich froh ſein, in einer anſtändigen bürgerlichen
Stellung unterkriechen zu können.
Und Ihr Name?
Mein Name wirft mir keine Rente ab.
Das kommt darauf an, entgegnete Rautheim. Ihr
Name öffnet Ihnen alle Kreiſe der Geſellſchaft, wenn Sie
es nur richtig anfangen.
Ich verzichte darauf, ſagte Hans mit einer
verächt=
lichen Handbewegung, mich in ſolche Kreiſe einzudrängen,
in die ich nicht mehr hineinpaſſe.
Sie ſcheinen in der Tat vollſtändig aus der Bahn
ge=
worfen zu ſein, mein Lieber. Das ſind ja ganz plebejiſche
Anſichten! Deshalb ließen Sie wohl auch nichts wieder
von ſich hören und ſehen, obgleich Sie doch wohl die Pflicht
gehabt hätten, ſich mit mir zu arrangieren.
Ich verſtehe Sie nicht.
Aus Ihrem früheren Leben erinnern Sie ſich
viel=
leicht noch der Verpflichtung eines Kavaliers,
Spielſchul=
den ſo raſch wie möglich zu erledigen.
Spielſchulden?
Allerdings — Spielſchulden. Oder wiſſen Sie nicht
mehr, daß Sie mir dreitauſend Mark ſchulden, die ich
Ihnen im Spiel abgewann? Hier iſt Ihre Unterſchrift
unter dem Schuldſchein, den Sie mir ausſtellten.
Er griff in die Bruſttaſche und holte ein Papier
her=
vor, daß er Hans mit ſpöttiſchem Lächeln zeigte.
Wie wenn der Blitz vor Hans eingeſchlagen, ſo fuhr
er zurück. Mit einem Male ſtand die Szene jener böſen
Nacht wieder vor ſeinen Augen, wo er dem Baron
gegen=
über am Spieltiſch geſeſſen, wo er zuerſt gewonnen und
gewonnen, um dann alles wieder zu verlieren, ſo daß er
den Baron um ein Darlehen gebeten hatte. Welch ein
Wahnſinn hatte ſeinen Geiſt umnachtet!
Entſchuldigen Sie mich, ſtammelte er. Das war
meinem Gedächtnis vollkommen entſchwunden. . . .
Sch bachte es zir, ſrach wanhein uchig und ſiehle
den verhängnisvollen Schein wieder ein. Deshalb
er=
laubte ich mir, Sie daran zu erinnern. Ich hoffe, Sie
werden die Kleinigkeit bald berichtigen.
Ich bin ganz dazu außerſtande, ſagte Hans tonlos.
Hm — ich konnte mir das faſt denken, fuhr der
Ba=
ron in trockenem Ton fort. Ich würde Sie mit der
An=
gelegenheit auch kaum beläſtigt haben — aber da Sie ſich
jetzt aus unſerer Geſellſchaft ganz zurückzuziehen
beab=
ſichtigen, muß ich wohl oder übel auf Regulierung
be=
ſtehen.
Aber, was ſoll ich machen? rief Hans, verzweifelnd
auf= und abrennend.
Der Baron ſah ihm eine Weile mit kaum merklichem
ſpöttiſchem Lächeln nach, indem er mit ſeinem Spazierſtock
ſpielte.
Dann meinte er: Nun, Sie haben ja Ihre
Verbin=
dungen. Wenden Sie ſich an Ihren Onkel, den alten
Grafen. Schreiben Sie ihm, daß Sie ſich zu verheiraten
gedenken, vorher aber noch einige alte Schulden abſtoßen
müßten.
Ich denke, Ihr Herr Oheim wird ſehr erfreut über
Ihre Heirat mit Fräulein Eva Borchers ſein.
Herr Baron — wollen Sie mich verſpotten?
Durchaus nicht, verſetzte Rautheim mit einem
mali=
ziöſen Grinſen. Es ſcheint mir nur der einzige Weg zu
ſein, wie Sie aus dieſer Schwierigkeit herauskommen
können. Oder wollen Sie ſich auf den Standpunkt
zurück=
ziehen, daß Spielſchulden nicht einklagbar ſind. . .
Sie beleidigen mich, Herr von Rautheim! drohte
Hans.
Jener lachte.
Ihr Aerger iſt verzeihlich, lieber Freund. Aber wir
wollen uns doch nicht um dieſer Geſchichte willen die
Hälſe brechen, ſondern uns lieber verſtändigen. Kommen
Sie heute abend zu mir — ich habe einige Herren
einge=
laden — vielleicht wird ein kleines Spielchen gemacht,
und ich werde Ihnen mit Vergnügen Revanche geben.
Ich hoffe, daß wir dann ins Reine kommen werden. Sind
Sie einverſtanden? Darf ich Sie erwarten?
En e ſißh Han heuder
Ich danke Ihnen. Und nun laſſen Sie uns einmal
vernünftig miteinander ſprechen. Ich will Ihr Beſtes,
mein Lieber, und möchte Sie gern von einem Schritt
zu=
rückhalten, den Sie ſpäter bitter bereuen werden.
Ich bereue nur, Ihre Bekanntſchaft gemacht zu haben,
Sehr freundlich . . . . in der Tat. Aber ich will das
Wort Ihrer Erregung zugute halten. Ich will Ihnen
ſo=
gar behilflich ſein, aus der Patſche wieder
herauszukom=
men, in die Sie da hineingeraten ſind, dank Ihrer
Naivi=
tät . . . Sie verzeihen das Wort. — Sie ſehen ziemlich
verzweifelt drein, mein Beſter. Aber ein Kavalier wie
Sie braucht die Flinte nicht gleich in das Korn zu werfen
— hundert Wege öffnen ſich Ihnen, um wieder obenauf zu
kommen.
Ich kenne nur einen — Arbeit . . . .
Rautheim lächelte.
Kennen Sie das Sprichwort: Wer die Arbeit kennt
und ſich nicht drückt . . . . . na und ſo weiter. Ich weiß
beſſere, angenehmere und leichtere Wege — z. B. eine reiche
Heirat . . .
Sie wiſſen, daß ich verlobt bin.
Pah — dieſe Verlobung zählt nicht. Nun, nun, brau=,
ſen Sie nur nicht gleich wieder auf. Laſſen wir alſo die
reiche Heirat aus dem Spiele, obgleich das die angenehmſte
Art iſt, ſich zu rangieren.
Wie ſollte ich wohl zu einer reichen Heirat kommen?
Ich verkehre doch nicht in der Geſellſchaft . . . .
Das laſſen Sie meine Sorge ſein. Aber in der Tat,
manchmal iſt es gar nicht ſo leicht. Ich zum Beiſpiel bin
nicht dazu gekommen. Na, das ſteht auf einem andern
Blatt. Ich war leider auch zu feſt engagiert — ſonſt hätte
ich mein Ziel wohl erreicht, denn Sie glauben nicht,
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Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. April 1914.
Nummer 99,
Die Geſundheits= u. Sterblichkeits=Verhältniſſe
im Kreiſe Darmſtadt im Jahre 1913.
1. Die Zahl der Geſtorbenen nach dem Lebensalter.
1913 1 1912 1 1911
Es ſtarben
2
G
Ss
von einer Einwohner=
18900053180188000152660ls754751287
zahl von .
im Alter von
126 105 168. 124) 217! 212
0— 1 Jahren.
106 641 139) 791 121 97
1—15
98 451 119) 441 104 33
15—30
275 1161 332 1171 294! 119
30—60
193 1001 205 104 190 111
60—70
257 1711 2621 170 271 168
über 70
Im ganzen 1055 60111225 638111971 740
Die Sterblichkeitsziffer,
berechnet pro Tauſend
11,85 11,30 13,85) 12,1913,36 14,43
der Bevölkerung
2. Die Todesfälle in den einzelnen Monaten.
1912 1 1911
1913
Es ſtarben
813
100 53 100 63 110 61
im Januar
96 44 1 106 55 100 67
Februar .
102 65 103 53 97 53
März .
103 58 109 54 1 85 54
April
106 56 1 102 52 92 58
Mai
72 49 1100 55 86 66
Juni
77 40 103 53 135 63
Juli
54 130 98
68 53
Auguſt
85 83
41
September
4
95 58
Oktober
86 43
November
99 58 1 123 55 96 36
Dezember
3. Die durch Magen= und Darmerkrankungen
ver=
urſachten Todesfälle in den einzelnen Monaten.
1911
1913 1912
Es ſtarben an Magen=
und Darmkrankheiten
im Januar
Februar
März
3
1
April
2 3
Mai
8
Juni
21 12
Juli
43 42
Auguſt
15 1. 25
September
5
Oktober
November
Dezember
3
44 40
Summa
II 105
4. Die Todesurſachen.
1913 1 1912 1 1911
Es ſtarben
45 29 1 391 43
an angebor. Lebensſchwäche . 47
66
78 58 53 64
„ Altersſchwäche
„ Kindbettfieber od. anderen
Folgen der Geburt
„ akuten anſteck. Krankheiten I 29) 201 66 33 36 27
und zwar an
Scharlach
Maſern
16 11
20 11 14 17
Diphtherie.
Keuchhuſten
12
Unterleibstyphus
Roſe .
12
Wundkrankheiten
15
101 60115 59 11141 48
„ Lungentuberkuloſe
„ Tuberkuloſe and. Organe I 21 181 23 20 4 23) 21
„ Miliartuberkuloſe
„ akuten entzündlichen
Er=
krank. der Atmungsorgane 1135 781156 94 1150 124
14
15
„ Influenza
„ Krankheiten der Kreislauf=
178 701203
organe
184 71
„ Gehirnſchlag
61 34 87 34
„anderen Krankheiten des
37 491 40 46 50 51
Nervenſyſtems
„ Magen= u. Darmkrankh. . 1 39) 331 44 40 1111 102
„ anderen Krankheiten des
45 10
Verdauungsapparates
131 63
15
„ Blinddarm=Entzündung . 17
10
„ Krankheiten der Harn= u.
Geſchlechtsorgane
53 131 46 19 371 21
„ Neubildungen, meiſt
kreb=
ſiger Natur .
110 53114 60 97 45
„ Selbſtmord.
301 16) 23 17) 31 15
„tötlicher Körperverletzung
4
„ Verunglückung oder and.
gewaltſamer Einwirkung
241 10 14
„ anderen benannt. Krankh.
43 20 69 34
„ unbenannten Krankheiten
19
5. Bevölkerungszuwachs der Stadt Darmſtadt
durch Geburten.
1913 1912 1911 1910 1909
Im Jahre
wurden bei einer Be=
89000 l 88344875478675785964
völkerung von .
1674 1736 1694 I 1927 i 1966
Lebend geboren
Mit Tod gingen ab 1055 1225 1197 1110 1306
Bevölkerungszuwachs
durch Geburten . . 619 511 497 817 660
Geburtsziffer
18,80 19,65 19,35 22,15 22/18
pro Tauſend
6. Bevölkerungszuwachs des Landkreiſes
durch Geburten.
1913 1912 1911 1910 1909
Im Jahre
wurden bei einer Be=
53180 52660 51287 50684 49800
völkerung von .
1432. 1445 1552 1545 1608
Lebend geboren .
Mit Tod gingen ab 601 638 740 710 763
Bevölkerungszuwachs
durch Geburten . 1 861 807 1 312 835 f 545
Geburtsziffer
pro Tauſend . . . 1 26,81 27,44 1 30,25 30,04 32,28
7. Ueberſicht über die im Jahre 1913 gemeldeten
Fälle von anzeigepflichtigen Infektionskrankheiten.
Es wurden gemeldet
Fälle von
58 222
aus Darmſtadt
20
Arheilgen.
12 57
Eberſtadt .
Eich
Eſchollbrücken
Gräfenhauſen .
Griesheim . .
42
2
Hahn . .
Malchen
6
Meſſel
Nieder=Beerbach .
Nieder=Ramſtadt . 26 15
Ober=Ramſtadt
11
1
Pfungſtadt . .
Roßdorf
Schneppenhauſen
Traiſa .
Weiterſtadt . .
Wixhauſen . .
1
Summa 132 396
12
Die Sterblichkeit, der wichtigſte bevölkerungsſtatiſtiſche
Faktor für die Beurteilung des Geſundheitszuſtandes,
ge=
ſtaltete ſich im verfloſſenen Jahre im Kreiſe Darmſtadt
außerordentlich günſtig. Die regiſtrierten allgemeinen
Sterbeziffern — 11,57%/0 für den Kreis, 11,85%o für die
Stadt Darmſtadt, unter Einfluß der in den
Krankenhäu=
ſern verſtorbenen Ortsfremden, und 11,30% für den
Land=
kreis — ſind die niedrigſten, die im Verwaltungsbezirke,
ſoweit die ſtatiſtiſchen Aufzeichnungen zurückreichen,
beob=
achtet worden ſind.
Der nicht unerhebliche Rückgang der Mortalität in
der Stadt Dramſtadt erklärt den gegenüber den beiden
Vocjahren erhöhten Bevölkerungszuwachs durch Geburten,
obwohl die ſeit Jahren im Sinken begriffene
Geburts=
ziffer im Berichtsjahre ihre abwärtsgehende Bewegung
fortgeſetzt und den niedrigen Betrag von 18,8% erreicht
hat. Im Landbezirk weicht der Ueberſchuß der Geburten
über die Sterbefälle nicht weſentlich von den Vorjahren
ab iſt aber infolge der höheren Geburtsziffer (26,81%/c)
erheblich höher wie in der Stadt.
Am geringſten war in Stadt und Land die
Lebens=
bedrohung der Kinderwelt vorwiegend infolge der
Ab=
nahme und gutartigen Verlaufsweiſe einiger anſteckenden
Krankheiten, wie Scharlach und Diphtherie, und einer
ge=
ringeren Verbreitung der hauptſächlich dem
Säuglings=
alter verderblichen Verdauungsſtörungen.
Die Säuglingsſterblichkeit bemißt ſich in Darmſtadt
auf 7,5%, im Landkreis auf 7,3%, gegen 9,8% und 8,870
in 1912. 12,7% und 14,16 in 1911. 13,7% reſp. 14,6% im
Durchſchnitt des Jahrfünftes 1906/10.
Die Sterblichkeit in dieſer Altersperiode geht in der
Regel parallel der Sommertemperatur wegen des
Ein=
fluſſes, den die heiße Witterung, namentlich die
Ueber=
hitzung der Wohnungen auf die Entſtehung der
Ver=
dauungskrankheiten ausüben. Daraus erklärt ſich in erſter
Linie die verhältnismäßig hohe Todesbedrohung) der
Säuglinge während der langen Hitzeperiode in 1911 und
die geringe Mortalität in dem kühlen Sommer des
Be=
richtsjahres und des Vorjahres. Man darf annehmen,
daß zu dem Rückgang der Säuglingsſterblichkeit gegen
frühere Jahre die Beſſerung der hygieniſchen Vechältniſſe,
die größere Wohlhabenheit der Bevölkerung und die
Be=
ſtrebungen der Fürſorgetätigkeit beigetragen haben.
Auch die Sterbezahlen der Erwachſenen Darmſtadts
im kräftigſten Alter von 15—60 Jahren weichen zu ihren
Gunſten von dem abſoluten Jahresdurchſchnitt der
Vor=
jahre ab, während die Zahlen des Landkreiſes ebenſo wie
die Mortalität der Perſonen des Greiſenalters im ganzen
Kreiſe keinen weſentlichen Unterſchied im Vergleich mit
den vorausgegangenen Jahren aufweiſen.
Die meiſten Opfer forderten die entzündlichen
Affek=
tionen der Atmungsorgane, denen 213 Perſonen erlegen
ſind, darunter 43 Säuglinge und 97 Perſonen über 60
Jahre. Das Maximum der Häufigkeit dieſer Krankheiten,
die erfahrungsgemäß beſonders dem zarten Kindesalter
und dem Greiſenalter gefährlich ſind, fällt in die
Früh=
jahrsmonate.
Faſt ebenſo groß iſt die Gefährdung durch
Tuber=
kuloſe (206 — 9,6% ſämtlicher Todesfälle) mit dem
Unter=
ſchied daß ihre häufigſte Form, die Lungenſchwindſucht,
ihre Opfer vorwiegend unter den Perſonen des kräftigſten
Alters ſucht. In 161 Fällen waren die Lungen, in 45
andere Organe Sitz der Erkrankung. Ein Unterſchied in
der Verbreitung der Lungenſchwindſucht beſteht zwiſchen
Stadt= und Landbezirk nicht. In beiden erlagen von je
10000 Einwohnern 11 der Seuche ein niedriger Betrag
der für das Berichtsjahr den erfreulichen Beleg liefert,
daß der ſchon früher konſtatierte Rückgang der
Schwind=
ſuchtſterblichkeit im Kreiſe Darmſtadt ſich weiter
fort=
geſetzt hat.
Die Mortalität durch Erkrankungen des Herzens
akuten und chroniſchen Verlaufes, namentlich durch
Ent=
artung der Herzmuskulatur und Verkalkung der Schlag=,
adern, hält ſich im Landbezirk auf gleicher Höhe, während
ſie in Darmſtadt nach der ſtetigen Zunahme während der
Vocjahre etwas zurückgegangen iſt. Erheblicher iſt hier
die Zahl der Todesfälle durch Gehirnſchlag geſunken.
In der Gruppe der Infektionskrankheiten wurden 65
Sterbefälle gezählt (gegen 109 im Vorjahre). Davon
ent=
fallen auf Maſern, die in epidemiſcher Verbreitung in
Darmſtadt, Arheilgen. Nieder=Beerbach, Griesheim
ge=
herrſcht haben, 8, auf Keuchhuſten, der in Darmſtadt, Ar
heilgen, Eberſtadt, Gräfenhauſen, Meſſel. Nieder=Ramſtadt
und Pfungſtadt vorgekommen iſt, 11, auf Influenza 10=
und Diphtherie 14 Todesfälle. Zur amtlichen Kenntnis
kamen insgeſamt 132 Scharlacherkrankungen (gegen 212 im
Vorjahr), davon 58 (124) aus Darmſtadt. Sämtliche Fälle
endigten mit Geneſung. Von 396 Diphtheriefällen (525)
treffen 222 (238) auf Darmſtadt. In Eberſtadt ereigneten
ſich im Berichtsjahre 52, in 1912: 169. 1911: 320
diphthe=
riſche Erkrankungen, die auch in Arheilgen (20),
Gries=
heim (42) und Nieder=Ramſtadt (15) in gehäuften Fällen
beobachtet wurden.
Typhus und typhusähnliche Erkrankungen kamen im
ganzen in 7 ſporadiſchen Fällen vor, einer davon mit
tödlichem Ausgang.
An Wochenbettfieber erkrankten insgeſamt 11 Frauen,
von denen eine der Krankheit erlag.
Zehn Fälle von Trachom (ägyptiſcher
Augenentzün=
dung) wurden ermittelt.
Die zweifellos ebenfalls als Infektionskrankheit zu
betrachtende ſpinale Kinderlähmung, die vorwiegend
Kin=
der in den erſten Lebensjahren befällt, aber auch ältere
Individuen nicht verſchont und ſelbſt, wenn auch ſelten,
bei Erwachſenen auftreten kann, wurde im Frühjahr aus
Baden in die Provinz Starkenburg eingeſchleppt und in
den Sommermonaten in den Kreis Darmſtadt übertragen,
wo ſie übrigens ſchon in früheren Jahren vorgekommen
iſt. Im ganzen verurſachte ſie 12 Erkrankungen, davon
8 in Darmſtadt, 3 in Arheilgen, 1 in Wixhauſen.
Be=
troffen waren 8 Kinder unter 4 Jahren und 4 Schüler
im Alter von 7—9 Jahren. Uebertragungsart und
Ein=
trittspforte des Erregers hat man beim Menſchen noch
nicht mit Sicherheit feſtgeſtellt.
Waſſerblattern traten epidemiſch in Roßdorf, Mumps
in Darmſtadt und Eſchollbrücken auf.
Darmſtadt, 25. März 1914.
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Auf jede gezogene Nummer ſind zwei gleich hohe Gewinne
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen 1 und II.
(Ohne Gewähr A. St.=A. f. Z.)
(Nachdruck verboten)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
192 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 60000 Mk. 83460
2 Gewinne zu 5000 Mk. 158169
2 Gewinne zu 3000 Mk. 56478
14 Gewinne zu 1000 Mk. 11054 50359 65170 66979
121494 132041 215170
16 Gewinne zu 500 Mk. 21852 38633 75776 110779
172506 188916 218820 225475
68 Gewinne zu 400 Mk. 1137 9657 10700 17922
18519 22592 30932 48856 49909 62423 62640 70810
76573 88165 91781 95090 98600 99226 111339
112596 113155 114341 125357 128161 136282 144118
159037 167548 175676 196899 197603 203377 213790
218955
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
192 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 100000 Mk. 15538
2 Gewinne zu 20000 Mk. 29888
4 Gewinne zu 5000 Mk. 54831 167548
6 Gewinne zu 3000 Mk. 13906 191431 228238
8 Gewinne zu 1000 Mk. 1130 147831 158090 193835
24 Gewinne zu 500 Mk. 25340 40677 96231
106185 129783 142387 160318 161824 180151 196645
197640 217680
66 Gewinne zu 400 Mk. 1296 7342 8486 19822
21694 31550 34752 46187 64082 65872 56752 57528
79043 85179 103428 104541 108708 111135 117796
118623 129584 150177 152690 163379 165225 171591
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Verein Braunshardter Heim, Darmſtadt, E. p.
Einladung zur Mitgliederverſammlung
am Freitag, den 17. April 1914, nachm. 4½ Uhr,
im Neuen Gerichtsgebäude zu Darmſtadt, Saal Nr. 303,
2 Treppen.
Tagesordnung:
1. Bericht des Vorſtandes über die Tätigkeit des Vereins im
Jahre 1913.
2. Feſtſtellung des Voranſchlags für 1914.
3. Wahl des Ausſchuſſes.
4. Antrag auf Ermächtigung des Vorſtandes zur ev.
Auf=
nahme eines Darlehens.
Die Vorſitzende:
9358)
Marie, Fürstin zu Erbach=Schönberg.
Ballonplatz 6
habe ich ein
Zigarren=Spezial=Geſchäft
eröffnet. Die durch meine langjährige Tätigkeit in dem
be=
kannten Zigarren=Import=Hauſe D. Numrich, hier, erworbenen
Kenntniſſe ſetzen mich in den Stand, Ihnen in jeder Weiſe
nur erſtklaſſige Ware zu bieten, ſowie allen Wünſchen und
Anforderungen, auch des verwöhnteſten Rauchers, gerecht
werden zu können. Außer einem wohlſortierten Lager, in
allen Preislagen, beſonders auch in beſſeren Hamburger und
Bremer Zigarren, ſowie Importen, führe ich alle gangbaren
Zigaretten und Tabakfabrikate des In= und Auslandes. Es
ſind ferner die ſämtlichen Spezialmarken der Firma D. Numrich
in beſten Qualitäten und zu Originalpreiſen erhältlich. Ich
bitte um gefl. Unterſtützung meines Unternehmens und wird
Sie ein Verſuch von der Reellität und Preiswürdigkeit meiner
Marken überzeugen.
(9407
Darmſtadt, im April 1914.
Hochachtungsvoll
Carl Wamſer.
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Furlana, Boston double et triple)
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Humorist
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Chanson. am Flüg.
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Vortragskünstler
Am II. Oster-Feiertag:
Fest-
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Zu zahlreichem Besuche ladet höflichst ein
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Otto Robold, langj. Küchenchef.
Ausik verein.
Karfreitag, den 10. April 1914, abends 7½ Uhr,
(9357
in der Stadtkirche:
Johannes-Passion
Mk. 2.— (3 Perſonen Mk. 5.—) u. Mk. 1.—
Eintritiskarfen: bis 9. April bei A. Bergſtraeßer,
Rhein=
ſtraße 6 und in der Einhorn=Apotheke, gegenüber der
Stadt=
kirche; am Karfreitag nur in der Einhorn=Apotheke.
Hauptprobe:
Gründonnerstag, 9. April, abends 7½ Uhr, Mk. 1.50.
Hedes Schiebhaus.
Hierdurch die höfl. Mitteilung, daß ich ab heute die
Bewirtschaftung des obigen Restaurants übernommen habe.
Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, meine werten Gäste
aufs Beste zu bedienen.
Gleichzeitig bringe ich für Festlichkeiten meinen Saal
in höfl. Erinnerung.
Um geneigten Zuspruch bittet
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gut empfohlen. — Man verlange Prospekt.
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(9346
Näheres Pankratiusſtr. 54.
ſummer 99.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. April 1914.
Seite 27.
Prankturter Karsverfen. Von &. Tbrir 1914.
Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)
(27
ſtaatspapiere.
100,20
Weichsschatzanw.
98,70
Mleichsanleihe v. 1918
4. . . . . p. 1925 .
3½ 87,10
P.. . . . . . . . . . .
78,30
.......
4 1100.20
Haißische Schatzanw.
Saffelanleihe.
491,10
3½ 86,10
ſonsols . . .
78,30
P. . . . . .
Eaüsche Staats-Anleihe: 4 96,75
-3½
p. v. 92/94
3 1 82,60
p. . .
eare
97,00
Babrische Ablös.-Rente
j-B.-Anl. kdb. ab1906) 4 97,25
97,25
p. unkdb. p. 1918 . . .
P. unkdb. p. 1920 . . . 4 97,25
1-B.- u. Allgem. Anl.
Tunkdb. p. 1930
97,40
.. 3½7 84,80
do. Anleihe .
6o.
76,00
„
Madurger Staats-Anl. . 4 97,00
o. v. 1887/94 . .
.3½ 89, 00
ſo. . . . . . . . . . . . . . 3 79,20
Mäsische Staats-Anleihe 4 97.40
Jo. unkdb. p. 1921 . . . 4 97,50
Jo. . . . . . . . . . . . . . 3½ 84,50
Jo. . . . . . . . . . . . . . 3 74,65
Säheische Staats-Rentel 3 77.75
rttembg. Staats-Anl.
(unkdb. p. 1921). .
98,00
lo. v. 79/80 . .
3½ 88,25
10. . . . . . . . . . . .
76,30
Bugarische Gld.-Anl.
5 —
Ech. Anl. v. 1890 .
1,6) 55,50
Jo. v. 1887 Monopoll 13/ 52.00
Millenische Rente.
crr. Staats-R. v. 1913
92,00
No. Silber-Rente . .
4f 850
No. Papier-Rente . . .4½ —
No. Gold-Rente..
86,55
Ko. einheitl. Rente .
82,30
Pstug. Tab-Anl. 1891
4½ 97,50
No. inn. amort. 1905 . .4½ 74.00
No. unif. Serie I
61,40
ſo.
III. . 3 64,00
Ho. Spezial Titel. .
9,50
Rmnänen v. 1903
5 100,00
ſo. Gold v. 1913.
4½ 91,10
do. Schatzsch.
4½100,00
lo. conv..
4 85,40
do. v. 1890
4
ldo. v. 1891
4 87,80
ldo. v. 1905
4 85,80
Jdo. v. 1908
läo. w. 1910
85,10
Rsische St.-Anl. v.
4½ 98,00
Ido. kons. v. 1880
Ido. Gold v. 1890
IIdo. v. 1902 . . .
89,90
Rweden v. 1880.
äd. r. 1886 .
86,00
Schweden v. 1890.
Serben steuerfrei
87,30
do. amort. v. 1895 .
78.80
Türk. Egypt. Tribut
do. kons. steuerfreie .
do. Admin, v. 1903. .
76,55
do. unif. v. 1903. . .
do. v. 1905. . . . . . . .
2e
Ungarische Staats-Rente
1913 unkdb. bis 19239
90,30
Ungar. Staatsk.-Scheine
99,10
v. 1913 . . . . . . . . .
do. Gold-Rente.
83,30
do. Staats-Rente 1910.
81,50
do.
Kr. 4 81,75
Argent. innere Gold-Anl.
v. 1887
97,25
do. äußere v. 1890 .
100,00
do. innere v. 1888
4½ 95,20
do. äußere v. 1888 .
4½ 95,20
do. v. 1897
4 81,00
5 93,20
Chile Gold-Anl. v. 1911
do. v. 1889 . .
4½
do. v. 1906
4½ 89,00
6
Chines. St.-Anl. v. 14
do. v. 1806 .
do. Reorg. Anl.
5 88,20
do. v. 1808
4½ 90,50
Japaner . . . . . .
4½ 89,70
63,65
Innere Mexikaner.
Aubere do.
83,50
Mexikan, Gold v. 1904
68,00
3 1 43,00
do. cons.
do. Irrigat.-Anleihe . 4½
Buenos-Aires Prov.
3½ 65,60
Tamaulipas . . .
5=
Sao Paulo E.-B.
5 92,30
do. v. 1913
5 96,70
Siam v. 1907 . . . . . . .
4½ 95,60
Prioritäts-
Obligationen.
Südd. Eisenb.-Gesellsch.
v. 1895/9713½ 84,10
v. 1904 3½ 81,50
Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
Oblig., gar. v. d. Stadt
Darmstadt.
93,95
Nordd. Lloyd-Obligat.
4½ 99,00
Donau-Dampfschiff. v. 82
92,40
4 91,50
Elisabethbahn . . .
4
Franz-Josef-Bahn . .
Kaschau-Oderberger v. 89) 4 1 83,80
3 72,10
Prag-Duxer
Osterreich. Staatsbalmn . 5 (102.90
4 89,55
do.
3 74,30
do. . . . . . ..
do. Südbahn (Lomb.) . 5 98,00
do. do.
do. do.
.29/10 51,10
*77,50
Raab-Oedenburg
Kronprinz Rudolfbahn
Russ. Südwest . .
85,30
Moskau-Kasan .
do. . . . . ..
86,00
Wladikawkas.
86,00
Rjäsan-Koslow.
Portugies. Eisenb. v
65,75
do.
4½ 86,75
Livorneser .
.2½) 69,65
Salonique Monastir.
62,30
Bagdadbahn. . . . .
. 4. 78,10
Anatolische Eisenbahn 14½ 90.30
Missouri-Pacife I.
*4
do. do. v. 1905 .
4 61,50
Northern-Pacific . . . . . . 4 95.90
1Southern-Pacitic . . . . . . 4 92,90
St. Louis & San Francisco) 5
Tehuantepec . . . . . . .
Ungar. Lokalbahn . . .
5 98,50
Provinz-Anleihen.
96,20
Rheinprov. Obl. Em. 20/213½ 86,30
do. Em. 10 ..
3 83,10
do. „ 9. . .
3½ —
Posen Prov. . . .
95,80
Westfalen Prov. V.: . .
95,50
Hess. Prov. Oberhessen
85,80
do. Starkenburg . .
Städte-
Obligationen.
Darmstadt.
4
3½ 87,00
do. .
4% 96,10
Frankfurt
3½ 88,30
6o.
Gießen .
4
do. . . „
94,50
Heidelberg.
do. ..
94,80
Karlsruhe .
87,00
do. . . .
Magdeburg
Mainz . .
87,00
do. . . .
94.95
Mannheim .
3½ 85,95
do. . . .
München. . . . . . . . . . . 4 96,20
Nauheim . . . . . . . . . . . 3½
.. . . . . . . 4 94,80
Nürnberg
. . . . .3½ 86,50
do. . . . .
. . . . . 4 95,20
Offenbach
. . . . 4 1 94,00
do. v. 1914
do. . . . .
. . . .3½
wiesbaden.
. 4
3½
do. .
Worms .
494,50
3½
do. . . .
Lissabon v. 1888
74,00
93,60
Moskau v. 1912
Stockholm v. 1880 .
Wien Komm. . . .
Wiener Kassenscheine
98,70
Zürich v. 1889.
Buenos Stadt v. 1892 . . . 6 —
Pfandbriefe.
Berliner Hyp.-Bk.-Pf.
½1100,00
do. unkdb. 1918. . . .
2800
do.
1919. .
2500
do.
1921.
94,25
do. „ 1922. ...
95.50
do. . . .
83,50
. . „
do. Komm.-Obl. unk. 1918
95,00
Frankf. Hyp.-Bk. pr. 1910
95.00
do.
1915
96,00
do.
1920 . . . . 4 96,50
de. Ser. 12—19. . . . .
86,40
Kommunal-Oblig. Ser. 1,
unkab. 1910
86,50
Frankf. Hyp.-Kred.-Ver.
Scr. 15—42
94,00
94.50
„ 48—49
do. . .
do. unk. 1922 „ 52
96,00
do. „ 1913. . .
88,60
do. Ser. 45 . . . .
86,50
Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
96,90
Scr. 12, 13, 16
14, 15, 17 4 96,90
do. . . .
do. unkdb. 1920 . . . . 4 9740
do.
1925 . . . . 4 97.50
do. Ser. 1, 2, 6—8 . . . . 34
84,25
do.
3—5 . . . . . . .
84.00
do. kündb. 1915 . . . . . 3½ 84,25
do. Komm. unk. 1913) 4 96,90
1914 4 96,90
do.
do.
1916) 4 97,10
do.
1920) 4 97,40
1923) 4 97,50
do.
84,30
do, verlosb. u. kündb.
do.
unkdb. 1915 3½ 84,30
Meininger Hyp.-Bk. Pfdb.
94,50
95,80
do. unkdb. 1922.
3½ 86,00
do.
Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
unkab. 1917
94,00
94,00
do. . . . . .
1919
do. .. ...
19211 4 94,10
1924) 4 96,20
do. . . . ..
3½ 84,60
do. . . . . . . . .
do. Komm. unk. 1923 . 4 1 95,20
do.,
1924
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Südd. Bod.-Kred.-Pfäbr.
96,40
34
88,00
do. . . . . . . . . . . .
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nehmungen Zürich . . 10
151,00
Berg.-Märkische Bank.
a15560
Berliner Handelsges.. .
6½ 1117,00
Darmstädter Bank . .
Deutsche Bank. . . . . . . 12½248,30
Deutsche Vereinsbank. . 6 117,50
Dt. Effekt.- u. Wechs.-Bk.l 6 1118.00
Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 1186,00
Dresdner Bank . . . . . . .8½ 151,00
Pir
Frankf. Hypothek.-Bank) 10 211,80
do. do. Kred.-Ver.8½ 1154,70
Mitteldeutsche Kred.-Bk. 6½ 1116,90
Nation.-Bank f. Deutschl.
111,50
Pfälzische Bank . . .
123.00
Reichsbank .
.. . . . . 8.42 /135,75
(127.50
Rheinische Kredit-Bank
A. Schaaffhaus. Bk.-Ver.
1103,50
Wiener Bank-Verein . .
8 131,80
Aktien von
Trans-
port-Anstalten.
Hamb.-Amerika-Packetf. 10 1131,75
115,00
Forddeutscher Llosd
Frankturt. Schleppschiff. 4 1116,00
Südd. Eisenb.-Gesellsch.. 6½ 1129,00
Anatol. Eisenb. 60%-Akt. 5½ 115,25
Baltimore
6 90½
Canada ..
10 204½
7½ 1142,50
Schantung.
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0 21,25
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Badische Anilin-Fabrik . 28 644,75
Chem. Fabrik Griesheim 14 (267,50
Farbwerke Höchst . . . . 30 (642.80
Ver. chem. Fabr. Mannh., 20 339,00
10 (148,00
Zement Heidelberg . . .
Chemische Werke Albert! 30 416,00
Holzverkohl. Konstanz . 15 1313,25
6 1129,20
Lahmeyer . . . . . . . . .
8 149.60
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Siemens & Halske. .
12 217½
5
Bergmann Elektr. . . .
Allg. Elektr.-Gesellsch. . 14 (2479/
25 342,90
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Gummi Peter . . . . . . . . 0 1 82,00
Adler-Fahrradwerke . . . 25 338,00
Maschinenfabr. Badenia . 6 1125,00
Wittener Stahlröhren . . 0 500
Gasmotoren, Oberursel .8½ 1159,00
9 121,50
Gasmotoren, Deutz . . .
Siemens Glas-Industrie . 15 236,50
Enzinger Filter . . . . . . 23 31540
Steaua Romana . . . . . . 10 145,50
Zellstoff Waldhof . . . . . 15 1198.75
Bad. Zucker-Waghäusel .12,83/222,00
Neue Boden-Aktien-Ges. O 83,50
Süddeutsche Immobilien 0 57,50
Bergwerks-Aktien.
Aumetz-Friede . . . . . . . 12 1160,50
Bochum. Bergb. u. Gußst. 14 225.75
Leonhard, Braunkohlen . 9 1162,00
Konkordia Bergbau
23 (366,50
Deutsch-Luxemb. Bergb. 10 1132,25
Eschweiler. . . . . . . .
10 221.50
9e
Gelsenkirchen Bergw. . . 11 183,25
Harpen Bergbau. . . . . . 11 (184½
Kaliwerke Aschersleben - 10 146,50
Kaliwerke Westeregeln . 13 (202,50
Königin Marienhütte . . 6 8100
Laurahütte
§ 152,00
Oberschles. Eisenbed. . . 6 1 84,50
Oberschl. Eisen-Industrie
67,25
Phönix Bergbau . .
18 (239,25
Rheinische Braunkohlen 10 223,00
Riebeck Montan . . . . . . 12 196,50
South West.-Afr. Shares . 5 1118½
Verzinsliche
Anlehenslose. (2f.
Badische
. TIr. 100) 4 —
Cöln-Mindener . TIr. 1003½
Holländ. Komm. . H. 100 3'116,00
Madrider . . . . . Prs. 100 3 7600
Meininger Präm.-Pfdbr. . 4 1140,20
Osterreicher 1860er Lose . 4 179,50
Oldenburger . . . . TIr. 40 3 123,50
Raab-Grazer . . . . H. 15012½
Unverzinsliche
Mk.
Anlehenslose.
ſp. St.
Augsburger . .
.A. 7 35,90
Braunschweiger
TIr. 20 203,00
Fs. 45 —
Mailänder
do.
Fs. 10 —
Meininger
.. H. 7 36,00
sterreicher v. 1864 . A. 100 —
do. v. 1858 . A. 100 —
Ungar. Staats
A. 100 1440,00
Fs. 30
Venediger
Türkische
Fs. 400 167,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns.
20/42
20-Franks-Stücke ...
16,31
4,20½
Amerikanische Noten
20,46
Englische Noten . . .
Französische Noten..
81,40
Holländische Noten
169,22
Ktallenische Soten
81,10
Osterr.-Ungarische Noten. . 85,10
Russische Noten . . .
Schweizer Noten. . . . . .
81,30
Reichsbank-Diskont
do. Lombard Zsf..
Tendenz:
Ruhig.
Handel und Verkehr.
— Frankfurt a. M., 8. April. (Börſe.) Bei
ge=
lügem Geſchäft verkehrte die heutige Börſe in ruhigerer
Emmung bei ziemlich behaupteten Kurſen. Die
Nach=
ſchlen vom Balkan, die heute nichts Neues boten, konnten
Stimmung der Börſe weſentlich nicht beeinfluſſen.
Areinzelt wollte man heute Deckungen der Baiſſiers
be=
hrlen, die ſich angeſichts der herannahenden Feiertage
cheinend vor Ueberraſchungen ſichern wollen. Auf
ſrhtratenermäßigungen im weſtlichen Kanada verkehr=
4 Kanadaſhares in matter Haltung, konnten ſich jedoch
uſhen Schluß wieder erholen. Montanwerte konnten ſich
Verlauf befeſtigen was auch auf die übrigen Märkte
Unulierend wirkte. Die Börſe ſchließt ruhig bei ziemlich
bhaupteten Kurſen. Am Kaſſamarkt waren chemiſche
Prte höher, u. a. Anilin 2¼ Prozent, Höchſter Farbwerke
Prozent, Scheideanſtalt 1½ Prozent, von anderen
Ptten Daimler 4½ Prozent, Neue Boden 2½ Prozent,
Antpapier 2 Prozent. Zellſtoff Waldhof 4 Prozent.
Nied=
der waren u. a. Enzinger Filter 3 Prozent. Norddeutſche
lte Vorzug 3 Prozent, Feinmechanik Jetter 3 Prozent.
kiter gebeſſert waren heimiſche Fonds im
Zuſammen=
unge mit dem fortgeſetzt flüſſigen Geldmarkt. Tendenz
chig.
W. B. Köln, 7. April. Der in der heutigen
Aufſichts=
csſitzung der Aktiengeſellſchaft für Rheiniſch=Weſt=
Mlliſche Induſtrie in Köln vorgelegte Abſchluß per
9 Dezember 1913 zeigt eine Reineinnahme aus dem
Efekten= und Immobilienbeſitz, abzüglich Kursverluſte aus
Ueſterem, im Betrag von 54316,35 Mark gegen 50090,61
Aark. Nach Verrechnung der Handlungsunkoſten und der
euern ſtehen unter Einbeziehung eines Betrages aus
dm Spezialreſervefonds von 25000 Mark (i. V. 25000
hark) einſchließlich des Vortrages ein Ueberſchuß von
6 214,58 Mark zur Verfügung. Der Generalverſammlung
Ail vorgeſchlagen werden, daraus 4 Prozent Dividende
it 60 000 Mark zu verteilen und den Reſt von 521458
hark (i. V. 8562,34 Mark) auf neue Rechnung vorzutragen.
W. B. Berlin, 7. April. Die Subſkription auf
he neuen 4½prozentigen, ſteuerfreien amortiſablen
öſter=
richiſchen Schatzanweiſungen im
Nenn=
ßtrage von 396 000000 Kronen gleich 337110000 Mark iſt
legen ſtarker Ueberzeichnung heute vormittag geſchloſſen
horden.
* Planmäßige Herſtellung
unterirdi=
ſher Fernſprechkabel. Die Deutſche Parl. Korr.
ſhreibt: Der bedeutende Fortſchritt im Fernſprechverkehr,
dn die Reichstelegraphenverwaltung durch die Herſtellung
mterirdiſcher Fernſprechverbindungen auf größere
Reich=
heiten zunächſt mit dem Kabel Berlin=
Magdeburg-
fannover-rheiniſch=weſtfäliſcher Induſtriebezirk in An=
Eiff genommen hat wird nunmehr dazu führen,
allmäh=
ſſch weitere große Verbindungen unterirdiſch zu ſchaffen,
uchdem die volle Gewähr beſteht, daß dieſe Führung eine
bllkommene Verſtändigung bietet. Mit dieſer
Ausgeſtal=
ung des Fernſprechnetzes wird der Fernverkehr
unab=
lingiger von den Witterungseinflüſſen, die wie Sturm
ind Schneefall nicht ſelten ganz bedeutende Störungen
hrvorrufen. Auch verkehrswirtſchaftlich erweiſt ſich die
terkabelung als zweckmäßig, da zeitweiſe für Beſeitigung
von Störungen bedeutende Summen, 1909 z. B. nicht
weniger als 2½ Millionen Mark, aufgewendet werden
mußten. Bei den Kabellinien ſoll ſo vorgegangen werden,
daß dabei alsbald eine größere Zahl von
Verbindungs=
wegen zwiſchen den einzelnen Orten angelegt wird. Da
der Bau unterirdiſcher Linien bedeutende Koſten
ver=
urſacht, kann damit nur langſam und nach Maßgabe der
vorhandenen Geldmittel vorgegangen werden und es
können in erſter Linie nur beſonders ſtark in Anſpruch
ge=
nommene Strecken in Frage kommen. In Handels= und
Induſtriekreiſen wünſcht man, daß im Hinblick auf die
raſche Entwicklung unſerer wirtſchaftlichen Verhältniſſe
planmäßig mit der Verkabelung vorgegangen wird. Im
Reichspoſtamt iſt bereits eine Zuſammenſtellung der für die
Kabellegung wichtigen Linien gemacht worden und es iſt
für den geſamten Verkehr von Belang, daß nicht erſt die
Fertigſtellung des ganzen Kabels nach dem Weſten
abge=
wartet wird, um den weiteren Ausbau in Angriff zu
neh=
men. Es werden deshalb Vertretungen von Handel und
Induſtrie beim Reichspoſtamt beantragen, ſchon im
nächſt=
jährigen Reichsetat erhöhte Mittel für die Legung weiterer
Telephonkabellinien anzufordern.
— Im Reichspoſtgebiet iſt die Zahl der
Konto=
inhaber im Poſtſcheckverkehr Ende März 1914 auf
89673 geſtiegen (Zugang im Monat März 1140) Auf
dieſen Poſtſcheckkonten wurden im März gebucht 1585
Millionen Mark Gutſchriften und 1594 Millionen Mark
Laſtſchriften Das Geſamtguthaben der Kontoinhaber
betrug im März durchſchnittlich 217,2 Millionen Mark. Im
Verkehr der Reichspoſtſcheckämter mit dem
Poſtſparkaſſen=
amt in Wien, der Poſtſparkaſſe in Budapeſt, der belgiſchen
und luxemburgiſchen Poſtverwaltung ſowie den
ſchweize=
riſchen Poſtſcheckbureaus wurden 8,3 Millionen Mack
um=
geſetzt, und zwar auf 3470 Uebertragungen in der Richtung
nach und auf 17530 Uebertragungen in der Richtung aus
dem Auslande.
Landwirtſchaftliches.
* Groß=Gerau, 7. April. Am letzten Ferkelmarkt
waren 1059 Tiere aufgetrieben. Obſchon eine etwas
zu=
rückgehaltene Nachfrage herrſchte, war ein weſentlicher
Rückgang der Preiſe nicht eingetreten und wurde nahezu
alles verkauft. Die Preiſe beliefen ſich für Ferkel auf 14
bis 20 Mark für Springer auf 25—30 Mark, für Einleger
auf 48—50 Mark pro Stück. Mit dem nächſten Ferkelmackt
am Dienstag, den 14. ds. Mts., iſt eine Prämiierung
ver=
bunden.
— Frankfurt a. M., 8. April. (
Schlachtvieh=
markt.) Amtlicher Bericht. Auftrieb: 1500 Schweine.
Preiſe für 1 Zentner Lebendgewicht (Schlachtgewicht) in
Mark: a) Fettſchweine über 3 Zentner Lebendgewicht
48—50 (62—63), b) vollfleiſchige Schweine über 2½
Zent=
ner Lebendgewicht 46—48 (59—61), c) vollfleiſchige
Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 47—50 (61—63),
d) vollfleiſchige Schweine bis zu 2 Zentnern Lebendgewicht
47—50 (61—63). Marktverlauf: ziemlich rege,
Ueber=
ſtand.
F.C. Frankfurt a. M., 8. April. (
Kartoffel=
markt.) Man notierte: Kartoffeln im Waggon 4,00—4,50
Mark, im Detail 5,00—5,50 Mk.
W.B. Berlin, 7. April. In den Bemerkungen des
Statiſtiſchen Amtes über den Stand der
Herbſt=
ſaaten im Deutſchen Reiche heißt es: Die
Witte=
rung war in den einzelnen Landesteilen recht verſchieden.
Während der Schnee nicht überall zum Saatenſchutz
ge=
nügte,, teilweiſe auch nicht lange Beſtand hatte, blieb er
beiſpielsweiſe in Württemberg lange liegen. Wo dann
Kahlfroſt eintrat, namentlich in Weſtdeutſchland richtete
dieſer beträchtlichen Schaden an, wovon die nordöſtlichen
preußiſchen Provinzen und das Küſtengebiet faſt ganz
ver=
ſchont blieben. Die vielen Niederſchläge der letzten Woche
erſchweren und verzögern die Frühjahrsbeſtellung
erheb=
lich. In den überſchwemmten Niederungen und ſchweren
Böden iſt ſie zurzeit unmöglich; warme und trockene
Witte=
rung iſt notwendig. Von tieriſchen Schädlingen wird
be=
ſonders über Mäuſe und Ackerſchnecken geklagt auch über
Schäden durch Saatkrähen und Wild. Die Winterſaaten
konnten im Herbſt bei andauernd günſtiger Witterung gut
eingebracht werden und überſtanden im allgemeinen den
Winter gut. Auch der durch Kahlfroſt verurſachte Schaden,
der hauptſächlich die engliſchen Weizenſorten betraf, ſcheint
ſich bei der ſpäteren milden und feuchten Witterung
teil=
weiſe wieder ausgeglichen zu haben. Die Durchwinterung
und Beſtockung im Ganzen werden als zufriedenſtellend
bezeichnet.
* Bodenmüdigkeit. In einer mittelgroßen
Ort=
ſchaft in der Nähe von Bonn wurden ſeit
Menſchengeden=
ken „grüne Erbſen” als Spezialität gezogen. Bei offenem
Wetter wurden die erſten Erbſen ſchon Ende Februar
aus=
gelegt und konnte Ende Mai ſchon mit der Ernte begonnen
werden. Der Boden und die Lage ſind gerade für dieſe
Kultur ganz beſonders geeignet, und deshalb waren die
Erträge reichlich, ſo daß man in der ganzen Umgegend
zuletzt nur noch Früherbſen pflanzte. Heute ſteht die Sache
weſentlich anders: Der Boden iſt „erbſenmüde”
gewor=
den. Gerade die Seite des Dorfes welche ſtets als die
bevorzugte galt, weil ſie gegen ſchroffe Winde geſchützt iſt,
und ausgezeichneten Boden hat, ging ſtetig mit der
Erbſen=
kultur zurück. Die Frühſorten gingen nur kümmerlich und
lückenhaft auf, wuchſen langſam und wurden kaum ½
Me=
ter hoch. Sie lieferten von Jahr zu Jahr ſpärlichere
Er=
träge, nach dem erſten Durchpflücken bildete ſich keine neue
Frucht mehr. An dieſer beſſeren Seite der Feldflur lohnt
ſich jetzt der Anbau von Erbſen nicht mehr. Weil ſich die
Erbſenzucht ſeit vielen Jahren an der von der Natur
be=
vorzugten Dorfſeite ſo gut lohnte, wurden die Felder
min=
deſtens alle zwei bis drei Jahre für dieſe Kultur in
An=
ſpruch genommen, und wiewohl die kleinen Ackersleute —
denn nur dieſe kommen hier in Frage — es an
gutgemein=
ter Stalldüngung nicht mangeln ließen, trat mit der Zeit
ein vollſtändiger Mangel an Nährſtoffen mineraliſcher
Her=
kunft ein. Eine derartige Bodenerſchöpfung wäre
vermie=
den worden durch einen vernünftigen Fruchtwechſel und
eine zeitweilige Düngung mit Kalk. Um aber der jetzt
vorherrſchenden Erbſenmüdigkeit des Bodens wieder
ab=
zuhelfen, ſollten ſich die Züchter dazu verſtehen, dort in
den erſten fünf Jahren überhaupt keine Hülſenfrüchte
an=
zubauen und darauf in der Fruchtfolge mit Kohl, Spinat,
Zwiebeln, Kartoffeln und Möhren zu wechſeln. — Aus dem
praktiſchen Ratgeber im Obſt= und Gartenbau in Frankfurt
a. O.
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(1381a
. Pfund.-Patet 15 Pfenig überaſ zu haben. 220
[ ← ][ ]Seite 272.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. April 1914.
Nummer 99.
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