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177. Jahrgang
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Reichstag verwies geſtern die Novelle zum
Militärſtrafgeſetzbuch nach kurzer Beratung an
eine beſondere Kommiſſion. Sodann wurde der Reſt
des Marineetats erledigt.
Auf der Germaniawerft in Kiel fand geſtern der
Sta=
pellauf des Linienſchiffes „Kronprinz”
ſtatt. Die Taufe wurde von der Kronprinzeſſin
vollzogen. Prinz Heinrich hielt eine kurze Anſprache.
Die albaniſche Deputation traf geſtern zur
Ueberreichung der albaniſchen Krone an den Prinzen
zu Wied in Neuwied ein. Der Prinz nahm nach
einer kurzen Anſprache Eſſad Paſchas die albaniſche
Krone an.
Im Prozeß Mielzynski wurde der Angeklagte
freigeſprochen.
Das ruſſiſche Miniſterium veröffentlicht eine
Sammlung diplomatiſcher Dokumente über
die Balkankriſe.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
Politiſche Wochenſchau.
** Mit einem heiteren, einem naſſen Auge blickt das
Zentrum auf die abgelaufene Woche Denn einerſeits
ſind die beiden Reichstagserſatzwahlen in Offenburg-Kehl
und in Koln=Land vollſtändig nach ſeinen Wünſchen
ver=
laufen, da dieſer Kreis behauptet, jener zurückerobert
wurde. Andererſeits aber hat der Kampf zwiſchen den
„Berlinern” und den „Kölnern” eine Enthüllung
gebracht, die für die Zukunft ſehr viel zu denken gibt
Muß doch die öffentliche Erklärung des Kaplans Grafen
Strachwitz, daß Kardinal Kopp ſeine Zuſtimmung zur
biſchöflichen Interpretation der Gewerkſchafts=Enzyllika
im Einvernehmen mit der Kurie zurückgezogen habe, neue
Verwirrung ſtiften. Und außerdem beweiſt die
Kund=
gebung der Berliner” gegen die „Kölner” eine
Kampf=
anſage in aller Form, daß der vermittelnde Schritt der
am 14. d. M. in Köln verſammelt geweſonen Biſchöfe die
Integralen” nicht im geringſten beruhigt hat. Da die
„Kölner” mit dem weitaus größten Teil der
Zentrums=
partei als Rückhalt, inzwiſchen die Schlacht, gegen die
Berliner” auf der ganzen Linie aufgenommen haben,
ſteht die weitere Entwickelung dieſer inneren katholiſchen
Hauptfrage vorläufig unter dem Zeichen des erbitterten
Streites.
Daß dieſer in den Parlamenten noch keinen
Niederſchlag findet, erſcheint beinahe wunderbar, da die
Ausſpinnung der Etatsberatungen ſowohl im
Reichstage wie im preußiſchen Abgeordnetenhauſe vor
der Erörterung der entlegenſten Themata nicht
zurück=
ſchreckt. Die Bewilligung der für die Olympiſchen
Spiele geforderten Summe durch den Reichstag machte
einen Mißgriff des Haushaltungsausſchuſſes wieder gut.
Der Anfang der Beratung des Marineetats war
des=
halb beſonders wichtig, weil Staatsſekretär von Tirpitz
feſtſtellte, daß die Regierung über den Rahmen des
Flot=
tengeſetzes nicht hinausgehen, insbeſondere auch keine
weiteren Panzerkreuzer verlangen werde. Unter den
raſt=
los arbeitenden Ausſchüſſen des Reichstages hat jetzt auch
die Zabern=Kommiſſion” ihre Tätigkeit
begon=
nen. Die Regierung aber betrachtet dieſe Tätigkeit als
außerhalb der Befugniſſe des Reichstages liegend und
beteiligt ſich an ihr nur dadurch, daß ſie Auskunft über
die für den Waffengebrauch des Militäcs in den
Einzel=
ſtaaten beſtehende Rechtslage erteilt.
Die ſogenannte Landwirtſchaftliche Woche,
die ſich längſt zu einem landwirtſchaftlichen Monat
aus=
gewachſſen hat, dauert noch fort. Eine Fülle
techniſch=
landwietſchaftlicher Fragen, denen die Verhandlungen des
Deutſchen Vereins für ländliche Wohlfahrts= und
Heimat=
pflege zur Seite gehen, wird hier von berufenen
Sach=
kennern behandelt. Die größte politiſche Aufmerkſamkeit
aber erregt nach wie vor die Generalverſammlung des
Bundes der Landwirte Er hat ſich auch dieſes
Mal als Bannerträger konſervativer Anſchauungen
ge=
zeigt, indem er den Kampf gegen die Demokratie für das
dringendſte Ecfordernis der Zeit erklärte und gegen die
neuen Reichsbeſitzſteuern nicht minder einſeitig vom Leder
zog, als Graf Mirbach bei den Steuer= und
Wirtſchafts=
reformern. Auch dem Reichskanzler blieben in dieſem
Zuſammenhange die heftigſten Angriffe nicht erſpart. Am
gleichen Tage jedoch ſchien der Kaiſer, als Gaſt im
Kanz=
lerhauſg, nach dem Zirkus Buſch einen deutlichen Wink
geben zu wollen, daß Heer von Bethmann Hollweg der
Mann ſeines Vertrauens ſei.
Die ſeit Monaten zwiſchen deutſchen
undfran=
zöſiſchen Finanzgruppen geführten
Verhand=
lungen über vorderaſiatiſche Eiſenbahnkonzeſſionen
haben nunmehr endlich zu einem greifbaren Reſultat
ge=
führt, die betreffenden Verträge ſind im Laufe dieſer
Woche in Berlin paraphiert worden. Danach verzichtet
Frankreich, wie ſchon früher bekannt geworden iſt. auf
ſeine geſamte finanzielle Beteiligung an der Bagdadbahn,
dafür erhält es aber freie Hand in Syrien unter
Zuſiche=
rung des Anſchluſſes des dort zu bauenden Eiſenbahn=
netzes an die Bagdadbahn ebenſo dürfen ſich die
Fran=
zoſen Bahnkonzeſſionen am Schwarzen Meer=Becken von
der Türkei geben laſſen. Zweifellos macht Frankreich
da=
mit ein ganz gutes Geſchäft, indeſſen genügt das den
Herrſchaften an der Seine nicht, man ſchreit und tobt und
nennt die leitenden Stellen Dummköpfe die ſich hätten
über=
tölpeln laſſen; man nennt es den größten Fehler, auf die
Bagdadbahn zu verzichten, weil dann Deutſchland und
mit ihm England ins Vordertreffen geraten.
Wahrſchein=
lich ſoll der Lärm bezwecken, den definitiven Abſchluß der
Geſamtverhandlungen zu hintertreiben. Es liegt den
Herr=
ſchaften jenſeits der Vogefen begreiflicherweiſe herzlich
wenig daran, wenn wir mit England zu einer Einigung
kommen, und darum wird alles in Szene geſetzt, in der
Hoffnung, bei den Engländern Mißtrauen gegen
Deutſch=
land zu erwecken. Ob man damit viel Glück haben wird.
ſteht dahin, jedenfalls aber iſt dieſer Entrüſtungsrummel
bezeichnend für die Stimmung in Frankreich.
Als Vertrauensmann der Großmächte und des
alba=
niſchen Volkes hat der Prinz zu Wied dem die
Pa=
riſer Blätter den Beinamen „Wilhelm der Eilige” gegeben
haben, jetzt in aller Form den Ruf erhalten, die Herrſchaft
im jüngſten Balkanſtaate zu übernehmen. Er iſt vorher
noch in London und in Paaris geweſen und ſcheint wie
ſeine Auszeichnung mit einem hohen engliſchen Orden,
ſowie Neußerungen Sir E. Greys belunden, des britiſchen
Beiſtandes ſicher zu ſein. Es bedarf keiner Hervorhebung,
daß ihm ſeine ſchwierige Aufgabe dadurch ſehr weſentlich
erleichtert wird. Die volle Bewilligung der für Albanien
nötigen Anleihe bürſte hiernach nur eine Frage der Zeit
ſein. Die andere noch ſchwebende Balkanangelegenheit,
die Inſelfrage, iſt inſoweit einen Schritt vorwärts
gerückt, als die Großmächte der Türkei die Abtretung von
Chios und Mytilene an Griechenland ohne Androhung
von Zwangsmaßregeln nahe gelegt haben. Die türkiſche
Antwort iſt ſo dunkel gehalten, daß man nicht erkennen
kann, ob die Pforte ihrem Anſpruch auf jene Inſeln mit
bewaffneter Hand Nachdruck goben will. Die finanzielle
Abhängigkeit von Frankreich, das die Türkei auf den
for=
malen Abſchluß der großen Anleihe immer noch warten
läßt, während es den Griechen 350 Millionen Franken
be=
reits zuſicherte ſcheint der Tückei Nachgiebigkeit in der
Inſelfrage aufzuerlegen. Vielleicht kommt es jedoch auf
dem Wege unmittelbarer Verhandlungen mit Griechenland
zu einem Tauſchgeſchäft, bei dem die jetzt von Italien
be=
ſetzten Inſeln das Hauptobjekt darſtellen.
Allzu optimiſtiſch darf man freilich nicht in die
Zu=
kunſt blicken. Es iſt wohl nicht von ungefähr, daß der
Zweibund jetzt erneut mit großen Verſtärkungen ſeiner
Rüſtung beginnt. In Frankreich will man daran
gehen. Artillerie und Kavallerie beträchtlich zu
vermeh=
ren und jetzt kommt die Kunde aus Petersburg, daß die
Militärverwaltung beabſichtigt an der weſtlichen Grenze
drei neue Armekorps zu bilden, Allerdings wird die
ruſſiſche Regierung mit ihren Plänen keine ganz
leichte Arbeit haben; in der Duma beſteht bei einem großen
Teil der Abgeordneten lebhafte Abneigung gegen
weit=
tragende Pläne und der neue Miniſterpräſident
Gore=
mykin iſt emſig bemüht, für die Regierungsabſichten eine
Majorität zu erlangen, nachdem dies ſeinem Vorgänger
Kokowtzow nicht gelungen war. Auch in Frankreich dürfte
es über die neuen Forderungen lebhafte Debatten geben,
nachdem man ſehen muß, daß die jüngſte
Heeresvermeh=
rung recht unangenehme Begleiterſcheinungen im Gefolge
hat, namentlich ſoweit die geſundheitsmäßige
Unterbring=
ung der Truppen in Frage kommt. In vielen Garniſonen
ſind Epidemien ausgebrochen, die zahlreiche Opfer
for=
dern und die öffentliche Meinung in Frankreich recht
be=
unruhigen.
Rüſtungsfragen ſind es auch, die in Schweden die
öffentliche Meinung auf das lebhafteſte beſchäftigen. Die
durch die Differenzen mit dem König hervorgerufene
Miniſterkriſis hat jetzt endlich ihre Erledigung gefunden,
indem der Gemäßigte Hammerſeiöld die Leitung der
Ge=
ſchäfte übernommen hat. Durch den Kabinetswechſel hat
indeſſen die Erledigung der Wehrvorlage eine
Verzöge=
rung erfahren, indem der Entwurf das Parlament in
ſeiner jetzigen Zuſammenſetzung nicht mehr beſchäftigen
ſoll, ſondern erſt nach Auflöſung der Kammer einer neuen
Volksvertretung vorgelegt werden ſoll. Bei der in einem
ſehr großen Teil der Bevölkerung herrſchenden Stimmung
iſt mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, daß die
viel=
leicht etwas modifizierten Pläne des Königs im Parlament
eine Mehrheit finden werden.
Rußlands Haltung im
Bakantriege,
* Das ruſſiſche Miniſterium veröffentlicht
eine Sammlung diplomatiſcher Dokumente
über die Balkankriſe. In der Veröffentlichung
heißt es:
Aus der Sammlung geht der unparteiiſche Charakter
und das Desintereſſement der ruſiſchen Aktion hervor
und beweiſt ferner unwiderleglich Rußlands
freund=
ſchaftliche Haltung gegen alle
Balkan=
ſtaaten ſowie gegen Rumänien. Von Anfang der
Kriſe an richtete Rußland ſeine Aktion darauf, die
Re=
formen in der europäiſchen Türkei durchzuſetzen. Als der
Bruch unvermeidlich war, arbeitete die ruſſiſche
Diplo=
matie auf die Aufrechterhaltung des Einvernehmens
zwi=
ſchen den Großmächten hin auf der Baſis des territoria=
len Desintereſſements und des Ausſchluſſes jedes
Einzel=
vorgehens mit dem ausſchließlichen Zweck den
Verbün=
deten ihre durch ihre Anſtrengungen erworbenen Vorteile
zu ſichern. Rußland bezeugte darin ſeinen feſten
Ent=
ſchluß, ſich jedem geſonderten Vorgehen zu widerſetzen
ſowie jedem etwaigen Verſuch ſeitens einer Macht, ſich
auf dem Balkan eine Vorzugsſtellung zu ſichern. Die
ent=
ſcheidenden Siege von Anfang des Krieges an geſtatteten
der kaiſerlichen Regierung, den Grundſatz der Teilung der
erworbenen Gebiete unter den Verbündeten aufzuſtellen.
Die ruſſiſche Regierung machte in gleicher Weiſe ihren
Einfluß geltend, um die Abtretung Adrianopels
an Bulgarien zu erreichen. Nach dem Falle der
Stadt unterſtützte Rußland die Schaffung einer
türkiſch=
bulgariſchen Grenze in der geraden Linie von Enos nach
Midig. Rußlands Programm hinſichtlich Albaniens
zielte darauf hin, dort für alle Großmächte die gleiche
Lage herzuſtellen und gleichzeitig die wirtſchaftliche und
politiſche Unabhängigkeit Serbiens zu ſichern indem es
dieſem Staate einen Zugang zum Adriatiſchen Meere
durch einen neutralen Hafen vorbehielt. Das Ziel wurde
erreicht. Infolge der zwiſchen den Großmächten über die
albaneſiſche Grenzfrage gepflogenen
Verhand=
lungen erreichte Rußland, daß die Städte Prizrend, Ipek,
Dibra und Dſchakowa Serbien und Montenegro
zuer=
kannt wurden.
Der zweite Teil der Sammlung iſt den
Verhand=
lungen der Verbündeten über die
Grenz=
ſtreitigkeiten hinſichtlich der eroberten
Ge=
biete gewidmet. Dieſe Dokumente laſſen die ſtändigen
Bemühungen der ruſſiſchen Diplomatie für eine
fried=
liche Regelung der Streitfragen und die
Feſtigkeit des Balkanbundes erkennen, ſowie
die Mahnung an Bulgarien, ſich mit ſeinen Verbündeten
zu verſtändigen. Die kaiſerliche Regierung ließ nicht nach,
den Kabinetten in Belgrad und Athen zur Mäßigung zu
raten. Seit April 1913 ſprach ſich die ruſſiſche Diplomatie
für den Plan einer Zuſammenkunft zwiſchen den
Mi=
niſterpräſidenten der verbündeten Staaten aus, ebenſo
für den Vorſchlag der Demobiliſierung. Am 6. bis 19. Mai
willigte die ruſſiſche Regierung ein, die Rolle des
Schiedsrichters in dem ſerbiſch=
bulgari=
ſchen Streit zu übernehmen, und beſtand auf der
gleichzeitigen ſchiedsrichterlichen Löſung der griechiſch=
bul=
gariſchen Differenzen. Am 31. Mai richtete die ruſſiſche
Regierung infolge eines Telegrammwechſels zwiſchen dem
Kaiſer von Rußland und den Königen von Serbien und
Bulgarien an die Miniſterpräſidenten der verbündeten
Staaten eine Einladung, in Petersburg zuſammen zu
kommen. Rußland bemühte ſich, einen Kollektivſchritt der
Mächte über die Frage der Demobiliſierung
her=
beizuführen. Die ruſſiſche Diplomatie verwandte ſich bis
zum Augenblick des endgültigen Bruches tatkräftig für
die Erreichung der bedingungsloſen Zuſtimmung
Ser=
biens zu Rußlands ſchiedsrichterlichen Funktionen und
gab ſich Mühe, die bulgariſche Forderung, betr. die
Be=
ſetzung der ſtrittigen Gebiete in Gemeinſchaft mit
Ser=
bien und Griechenland zu bekämpfen. Gleichzeitig fuhr
Rußland fort, auf einer ſchiedsrichterlichen Löſung dek
griechiſch=bulgariſchen Differenzen zu
be=
ſtehen. Die Sammlung enthält zahlreiche Dokumente, die
die freundſchaftlichen Mahnungen der ruſſiſchen
Diplo=
matie erkennen laſſen und beſtimmt waren. Bulgarien
vor den Gefahren eines Bruches mit ſeinen
Verbündeten und vor dem drohenden Eingreifen der
rumäniſchen und der türkiſchen Armee zu warnen. Am
16. bis 29. Januar. am Vorabend der Eröffnung der
Feindſeligkeiten, erklärte der Miniſter des Aeußern dem
bulgariſchen Geſandten in Petersburg, daß der Entſchluß
Rumäniens, im Falle eines Bruches zwiſchen den
Ver=
bündeten zu intervenieren, ein Pfand für die Erhaltung
des Friedens ſei und daß, wenn Bulgarien die Initiative
zum Kriege ergreife, es nicht auf die Unterſtützung der
kaiſerlichen Regierung rechnen dürfe.
Die letzte Seite des zweiten Teiles der Sammlung
enthält Erklärungen über die Bemühungen der
ruſſiſchen Diplomatie, dem
rumäniſch=
bulgariſchen Konflikt ein Ende zu ſetzen und eine
Beſetzung bulgariſchen Gebietes zu verhindern,
ſowie=
einer Beſetzung von Sofia vorzubeugen.
Der dritte Teil der Sammlung iſt den
rumäniſch=
bulgariſchen Beſprechungen zum Zwecke einer
Konſerenz in Petersburg gewidmet. Auf
Auf=
forderung Rumäniens übernahm Rußland Ende Oktober
die Vermittlerrolle zwiſchen Rumänien und Bulgarien.
Auf Grund dieſes Mandats bemühte ſich die ruſiſche
Di=
blomatie, Bulgarien dazu zu bringen. konkrete Vorſchläge,
die als Grundlage für die Verhandlungen dienen
könn=
ten, zu formulieren. Ende Dezember überreichte die
ruſ=
ſiſche Diplomatie in Bukareſt die in vier Punkten
formu=
lierten Vorſchläge Bulgariens. Dieſer Schritt führte zu
einer Entſpannung der Lage, die infolge der Neigung
Rumäniens, einen Teil des bulgariſchen Gebietes zu
be=
ſetzen, ſich verſchärfte. Im Verlaufe der weiteren
Ver=
handlungen im Januar 1913, alſo fünf Monate vor dem
Kriege zwiſchen den Verbündeten, wies Rußland bei der
bulgariſchen Regierung auf die Notwendigkeit hin, jeden
weiteren Aufſchub zu verhindern und gab gleichzeitig
Rumänien neue Ratſchläge zur Mäßigung. Am. 18. bis
31. Januar 1913 erklärte die kaiſerliche Regierung, ſie
könne die gewaltſame Erwerbung eines Teiles des
bul=
gariſchen Gebietes nicht zulaſſen. Von dem Wunſche
be=
ſeelt, für beide Teile ein gerechtes Kompromiß
herbeizu=
führen, empfahl die ruſiſche Regierung Bularien, die
Grenzlinie Siliſtria-Chabla anzunehmen und bemühte
ſich gleichzeitig, das Bukareſter Kabinett zu veranlaſſen,
ſich mit der Linie Medſchidie=Tabia-Ehabla zufrieden
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 22. Februar 1914.
Nummer 39.
zu geben. Da die Beziehungen zwiſchen Rumänien und
Bulgarien ſich trotz aller angewandten Mühen zu trüben
drohten, ſchlug die ruſſiſche Regierung den Großmächten
eine energiſche Aktion bei beiden Parteien vor, um ihnen
zu raten, eine Löſung ihrer Meinungsverſchiedenheiten
der Entſcheidung der Mächte zu überlaſſen. Rumänien
und Bulgarien nahmen die Vermittelung an und
wähl=
ten als Ort der Zuſammenkunft Petersburg. Der Text
des endgültigen Protokolls der Petersburger Konferenz
befindet ſich unter der Zahl der veröffentlichten
Doku=
mente.
Deutſches Reich.
* Bei der Reichstagsſtichwahl in
Je=
richow wurden nach dem vorläufigen amtlichen
Ergeb=
nis noch 220 Stimmen mehr als bei der Hauptwahl
abge=
geben. Im Vergleich zu der Stichwahl im Jahre 1912
erhielt der ſozialdemokratiſche Kandidat einige Stimmen
weniger (15259 gegen 15 263), obwohl er in der
Haupt=
wahl am 10. Februar ca. 600 Stimmen mehr erhalten
hatte, als 1912; die Zahl der fortſchrittlichen Wähler, die
für den Sozialdemokraten geſtimmt haben, iſt alſo geringer
geworden. Der Ausgang der Wahl iſt ein Beweis dafür,
daß die Leitung der Fortſchrittlichen Volkspartei gar keine
Fühlung mit ihren Wählern hat, die ihr einfach die
Ge=
folgſchaft verweigert haben. Die Wahl iſt für die
Mehr=
heitsverhältniſſe des Reichstages von Wichtigkeit, der
ziffernmäßige Nachweis für eine Mehrheit der Linken iſt
gegenwärtig ſchwer zu erbringen.
Der Berliner Lokal=Anzeiger ſchreibt: Mit dem neuen
Abgeordneten Schiele erhalten nun die Parteien der
Rech=
ten genau ſo viele Stimmen wie die der Linken,
wenn wir der Rechten ſchon die bisher von ihr
inne=
gehabten, zurzeit erledigten Mandate in Schwetz,
Braunsberg und Samter=Birnbaum dem ſicheren
Beſitz=
ſtand hinzurechnen. Dieſes Gleichgewicht der Stimmen im
Reichstage wird ſich erſt wieder verſchieben, wenn die auf
den 17. März anberaumte Reichstagserſatzwahl in Pegau
über das Mandat des früheren Reichsparteilers Liebert
entſchieden hat. — Die Voſſiſche Zeitung ſagt: Für die
Linke bedeutet dieſer Sieg eine Schwächung. Nachdem
ſie Kehl=Offenburg an das Zentrum verloren hat und
fer=
ner der bisherige nationalliberale Abgeordnete
Heſter=
mann zur Rechten übergegangen iſt, hat die Linke drei
Mandate verloren, denen vier Gewinne gegenüberſtehen,
nämlich Hagenow=Grevesmühlen, Waldeck, Zauch=Belzig
und Salzwedel=Gardelegen. Sie iſt alſo noch immer um
ein Mandat ſtärker als bei der Präſidentenwahl und eine,
wenn auch nur ſchwache, Mehrheit der Linken iſt erhalten
geblieben. Von einer Beſeitigung dieſer Mehrheit kann
auch jetzt noch keine Rede ſein. — Die Deutſche
Tages=
zeitung äußert ſich im übrigen zu der Wahl: Die
konſer=
vative Partei, die ſowohl geſtern wie bei der
Hauptwahl=
eine Stimmenzahl erreicht hat wie nie zuvor ein
Kan=
didat in dieſem Wahlkreis, können wir zu ihrem
Wahl=
ſieg von Herzen beglückwünſchen. Sie hat den Beweis
erbracht, daß ſie die ernſten Kämpfe der vergangenen
Wochen und Monate in innigem Kontakt mit dem
geſun=
den Volksempfinden durchfochten hat. Bismärckiſcher
Geiſt hat ſie in dieſem Wahlkampf geleitet und
bismärcki=
ſcher Geiſt hat in der nationalen Bevölkerung des Kreiſes
Ferichow wie einſt ſo auch geſtern den Sieg davongetragen.
*. Die deutſche Militärmiſſion in
der Türkei. Von unterrichteter Seite wird uns
ge=
ſchrieben: Die Ausſtreuung ruſſiſcher und franzöſiſcher
Blätter, daß die deutſche Militärmiſſion in der Türkei
nach Deutſchland zurückkehren werde, und daß ein Teil
davon bereits in die Heimat abgereiſt ſei, entbehrt jeder
Begründung. In Wirklichkeit hat ſich nur Oberſt von
Strempel aus Geſundheitsrückſichten mit dreimonatigem
Urlaub nach Deutſchland begeben, während einige früher
nach der Türkei gegangene deutſche Inſtruktionsoffiziere
wegen des Ablaufs ihrer Kontrakte in die Heimat
zurück=
gekehrt ſind. Auch die weitere Behauptung, daß General
Liman von Sanders ſich mit dem Kriegsminiſter Enver
Paſcha überworfen habe, gehört in das Reich der
Erfin=
dungen. Endlich entbehrt der Verſuch eines Pariſer
Blat=
tes, einen Zuſammenhang zwiſchen dem ruſſiſchen
Wider=
ſpruch gegen die deutſche Militärmiſſion und den
deutſch=
franzöſiſchen Abmachungen über die die aſiatiſche Türkei
betreffenden Angelegenheiten herzuſtellen, der Begründung.
— Die Korfureiſe des Kaiſers. Die
Kai=
ſerjacht „Hohenzollern” wird, wie ſchon gemeldet,
Sonn=
tag die Ausreiſe nach Venedig antreten, um für die
Ueber=
fahrt des Kaiſers nach Korfu zur Verfügung zu ſtehen.
Die „Göben” wird ſpäter als Wach= und Begleitſchiff
ebenfalls in Venedig eintreffen. Der Kaiſer wird nach
dem vorläufigen Programm die Reiſe am 22. März
an=
treten und die Kaiſerin hofft, ebenfalls an der Reiſe
teil=
nehmen zu können. Auf der Hinfahrt iſt der übliche
Be=
ſuch beim Kaiſer Franz Joſef in Schönbrunn geplant,
und da die Ueberfahrt erſt in den letzten Tagen des März
beabſichtigt iſt, wird der Kaiſer ſich auch einige Tage in
Venedig aufhalten. Die Rückfahrt von Korfu dürfte in
den erſten Tagen des Mai erfolgen, und zwar diesmal
über Genua, weil der Kaiſer dem Botſchafter Freiherrn
Mumm v. Schwarzenſtein ſeinen Beſuch in Ausſicht
ge=
ſtellt hat. Nur ganz beſondere Umſtände des Anfang
März in Braunſchweig zu erwartenden Ereigniſſes
könn=
ten das Programm noch umſtoßen. Einige Hofbeamte
haben die Reiſe nach Korfu bereits angetreten.
— Aus Elſaß=Lothringen. Die Ernennung
des neuen Statthalters in Straßburg ſoll nach der Poſt
in der allernächſten Zeit ſchon erfolgen. Wie neuerdings
nach dem Berliner Lokal=Anzeiger in Straßburg verlautet,
ſoll die Militärverwaltung nunmehr beabſichtigen, das
99. Infanterie=Regiment wieder nach Zabern zu verlegen
Die Stadtverwaltung von Zabern ſoll jedoch, wie dem
ge=
nannten Blatt ein Drahtbericht meldet, dagegen Bedenken
geltend gemacht haben und den Wunſch ausgeſprochen
ha=
ben, das 99. Infanterie=Regiment durch ein anderes
Re=
giment zu erſetzen, da nur dadurch die nötige Garantie
für ein gedeihliches Verhältnis zwiſchen Militär= und
Zi=
vilverwaltung gegeben wäre.
— Segen des Wehrbeitrages.
Darange=
nommen werden kann, daß das Ergebnis des
Wehrbei=
trages außerordentlich günſtig ſein wird, und daß
infolge=
deſſen auch für die Zukunft die Erträge aus der
Ver=
mögensſteuer ſich in aufſteigender Linie bewegen werden,
ſo ſoll durch die Fraktionen des preußiſchen
Abgeordneten=
hauſes dem Finanzminiſter nahegelegt werden, in
Er=
wägung darüber einzutreten, ob es nicht möglich ſein
wird, vom 1. April 1914 ab oder von einem ſpäteren
Zeit=
punkt die Steuerzuſchläge in Preußen in Fortfall zu
bringen, vorausgeſetzt, daß die Erträge der
Ergänzungs=
ſteuer eine ſolche Maßnahme rechtfertigen laſſen. Die
Steuerzuſchläge bringen zurzeit eine Einnahme von 60
Millionen Mark. Es wird zu unterſuchen ſein, ob durch
die Veranlagung zum Wehrbeitrag das
Ergänzungsſteuer=
ſoll ſich in der gleichen Höhe vermehren wird.
Ausland.
Frankreich.
Die Aufrechterhaltung des
Dreijahr=
geſetzes. Die Erklärungen des Unterſtaatsſekretärs
Maginot über die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung
des Dreijahrgeſetzes werden in der Preſſe eifrig
er=
örtert. Die konſervativen und gemäßigten Blätter äußern
ihre lebhafteſte Genugtuung.
Der Figaro ſchreibt: Wir haben endlich Gelegenheit,
um das Miniſterium zu beglückwünſchen und ihm im
Ver=
ein mit allen Freunden der Armee Beifall zu ſpenden. —
Die Republique Francaiſe ſchreibt: Die Erklärung
Ma=
ginots zeigt, daß das Miniſterium, um ſich am Ruder zu
erhalten, genötigt iſt, das Programm des radikalen
Kon=
reſſes von Pau zu begraben. — Die Petite Republique,
das Hauptorgan der Partei Briands, ſagt: Wenn Jaurés
und ſeine Freunde nicht als Hampelmänner gelten wollen,
dann können ſie die vom Miniſterium in der Frage der
Steuerreform dem Senate gemachten Zugeſtändniſſe und
deſſen wiederholte und feierliche Zuſtimmung zum Drei= unmöglich verzeihen. — Der Radical, das
Or=
gan der geeinigten radikalen Partei, tadelt den
Unter=
ſtaatsſekretär in der ſchärfſten Weiſe: Herr Maginot hat,
indem er gegen die Linke eine aggreſſive Haltung annahm,
ſeine Befugniſſe ſowohl wie auch den Anſtand verletzt. Er
habe übrigens in dem ironiſchen Beifall des Zentrums
und der Rechten und in der Entrüſtung der Linken die
ver=
diente Belohnung gefunden. — Die Lanterne ſchreibt:
Schon der Kriegsminiſter Noulens hat durch ſeine jüngſte
Erklärung über die dreijährige Dienſtzeit einen Fehler
begangen. Nun hat auch ſein Mitarbeiter Maginot eine
Schwenkung nach rechts unternommen. Wir wollen die
Bedeutung dieſes Ereigniſſes nicht übertreiben. Einige
republikaniſche Worte des Miniſterpräſidenten werden die
Jache wieder in Ordnung bringen; aber Doumergue darf
nicht allzulange damit warten.
Portugal.
Annahme des Amneſtiegeſetzes. Die
De=
putiertenkammer hat mit 102 gegen 24 Stimmen das
Amneſtiegeſetz für Verſchwörer, ausgenommen die
Haupt=
verſchwörer, angenommen. Der Senat hat beſchloſſen, an
dem Geſetzesvorſchlag über die Amneſtie Aenderungen
vorzunehmen.
Ehlann.
Der neue Kurs in der Politik. Die
offi=
ziöſe Roſſija weiſt, indem ſie auf verſchiedene Kommentare
und Gerüchte in der Preſſe über den neuen Kurs in der
olitik eingeht, darauf hin, daß die geſamte ruſſiſche
Re=
gierung ein Ausfluß des kaiſerlichen Willens ſei und über
en Parteien ſtehe. Die friedliche Entwickelung
Ruß=
ands, ſo ſchreibt das Blatt, beruht auf dem
Zuſammen=
arbeiten der Volksvertretung und der Regierung. Beide
ſind Emanationen desſelben kaiſerlichen Willens. Dieſer
Geſichtspunkt enthält ein formelles Dementi gegenüber
den Gerüchten über eine angeblich beabſichtigte
Verände=
rung in der Stellung der geſetzgebenden Kammern
zuein=
ander. Die in ſieben Jahren geleiſtete Arbeit dieſer
Kam=
mern beweiſt zum Ueberfluß, daß die regelmäßige
Ent=
vickelung der ruſſiſchen Geſetzgebung ebenſo wie die
ſchöpferiſchen Kräfte des Volkes nur möglich iſt, wenn
zwiſchen der nationalen Vertretung und der Regierung
ein Einvernehmen beſteht. Dieſes Einvernehmen iſt die
Hauptbedingung für eine produktive Arbeit unſerer
ge=
ſetzgebenden Verſammlungen. Nicht anderswo, ſondern
vielmehr in ihrem eigenen Schoße müſſen dieſe
Verſämm=
lungen die Widerſtände ſuchen, die ihrer geregelten
Tätig=
keit im Wege ſtehen.
Vereinigte Staaten.
Die Eröffnung des Panamakanals.
Oberſt Goethals, der Gouverneur der Panamakanalzone,
der von dort in Waſhington eintraf, hat in
Aus=
ſicht geſtellt, daß die Handelsſchiffe bereits am 1. Juli
den Kanal durchfahren würden. Um ſeine Meinung über
Spaziergänge in Albaniens
Hauptſtadt.
*⁎* Am Fuße eines Vorgebirges, an deſſen Hängen.
die Ruinen alter Mauern emporklettern, liegen am Meere
ein paar Häuſer, vom Hafen aus ſieht man ihrer kaum 20:
das iſt Durazzo, Albaniens neue Hauptſtadt, kaum mehr
als ein großes Dorf. So ſchildert der gegenwärtig in
Albanien weilende Mitarbeiter des Gaulois, Le Marchand,
ſeinen erſten Eindruck der künftigen Reſidenz des
Prinzen Wied. Eine einzige Straße, auf die kleine
Läden münden, ein Platz, der aber ſchon außerhalb der
Stadt liegt, ein paar verſtreute Häuſer, die in die
Land=
ſchaft hinausſtreben, das iſt alles. 6000 Menſchen lebten
hier früher, heute, da die Flüchtlinge vor den Serben dazu
gekommen ſind, mögen es ihrer 8000 ſein. Kein
eigent=
licher Hafen, kein Hafenkai, Sandbänke und die
halbverſun=
kenen Ueberreſte einer alten Mole und in der Nähe
ver=
ankert ein paar Segelſchiffe, die nach Ablauf des Winters
wieder ihre Fahrten aufnehmen. Der Dampfer aus Trieſt
iſt gerade beſchäftigt, Möbel zu landen, die für das Schloß
des Fürſten beſtimmt ſind, hochgewachſene, buntgekleidete
Albanier ſchleppen die Kiſten zum Lande empor.
Unter=
nehmen wir einen Spaziergang zum „Schloſſe‟.
Ueber dem Strande, dicht neben dem Zollboot, liegen
zwei Häuſer, die die Stadt gleichſam maskieren. Das
größere, vor dem ein bis zu dem Meere hinabreichender
Garten liegt, iſt der alte Konak, an dem die Arbeiter am
Werke ſind. Architekten und Werkführer geben
Anweiſun=
gen. Ein nebenan in einer Holzhütte untergebrachter
elek=
triſcher Motor liefert der Bauſtelle Licht, denn jetzt arbeitet
man auch die Nächte hindurch. Trotzdem kommt man nur
langſam vorwärts, die albaniſchen Arbeiter ſind gar
in=
dolent und träge; „hier ſehe ich einen, der eine Stunde
braucht, um etwas Zement zu miſchen; dort trägt einer mit
der Hand ein bißchen Schutt fort, ladet ihn auf einen
Schubkarren und zieht mit der lächerlich geringen Laſt
gemächlich davon. Wenn es ſo weiter geht, wird der Fürſt,
wenn er in ſeiner neuen Hauptſtadt landet, einige der
letzten Arbeiten noch ſelbſt leiten können. Was man auch
vollbringen mag, das Ausſehen dieſes Hauſes wird man
ſchwer verändern. Ein mittleres Hotel. Die Faſſade
wen=
det ihre zwei Stockwerke von neun kleinen Fenſtern dem
Meere zu. Drei Fenſter in der erſten Etage und eins in
der zweiten münden auf beſcheidene Eiſenbalkone.
Dar=
über ein kleiner Aufbau mit drei Fenſtern und Balkon. Die
Seitengebäude ſtoßen an eine Mauer, die ein Nachbarhaus
umgibt, und an eine Halle, durch die man auf die Straße
tritt‟
Je länger man durch Durazzo wandelt, deſto häufiger
fragt man ſich, wo in dieſer Stadt die Geſandten, die
Be=
amten uſw. unterkommen ſollen. Denn größere Häuſer
ſind eine Seltenheit. Die Hausbeſitzer aber lachen, und
ſchon haben ſie die Mietspreiſe verdoppelt und vervierfacht,
ja ſie zögern nicht, für ein Häuschen von 4 oder 5 Zimmern
5—6000 Francs Miete zu fordern. Die Spekulation iſt
eifrig am Werke, ſo eifrig, daß die Kontrollkommiſſion ihr
mit Sonderſteuern bereits Zügel anlegen muß. Oeſterreich
hat ſchon ein Haus gemietet, einen verhältnismäßig
ſtatt=
lichen Bau, für 14000 Francs Miete, und der
Verpflich=
tung, die großen Koſten der Inſtandſetzung ſelbſt zu tragen.
Die Kontrollkommiſſion hat mangels Unterkunft darauf
verzichtet, in Durazzo zu bleiben; die Delegierten denken
daran, in Pirana zu wohnen. Die 40 Kilometer bis
Du=
razzo wären im Automobil ja keine Schwierigkeit, wenn
nur die Straße gut wäre. Die läßt Eſſad Paſcha jetzt
von 400 Arbeitern — ausbeſſern; aber die Leute begnügen
ſich damit, die allerſchlimmſten Stellen ein wenig
inſtand=
zu ſetzen, und eine baufällige alte Holzbrücke durch eine
neue Brücke zu erſetzen.
Feuilleton.
C. K. Ein unbekannter Brief der Marie Antoinette aus
der Revolutionszeit. Das Muſeum des Collége Saint=
Raymond in Toulouſe hat durch Schenkung einen
koſt=
baren Schatz erhalten, einen bisher unbekannten Brief
Marie Antoinettes aus der Zeit der Revolution, den Emile
Cartailhac im Journal des Debats veröffentlicht. Das
Schreiben, das den edlen Charakter der unglücklichen
Köni=
gin in ein neues Licht rückt, iſt vom 31. Juli 1791 datiert
und an ihre intimſte Freundin, die Prinzeſſin von
Lam=
balle, gerichtet. Die Prinzeſſin, die ja bekanntlich ſpäter
die Gefangenſchaft der Königin teilte und in ſo entſetzlicher
Weiſe hingerichtet wurde, war damals nach England
ge=
gangen, um ſich zu retten. Die Königin ſchreibt ihr nun
kurz nach dem ſo unglücklich verlaufenen Fluchtverſuch vom
20. Juni und bittet ſie, nur an ihr eigenes Heil zu denken:
Dein Brief, meine teure Lamballe, hat mir ein ſehr
leb=
haftes Vergnügen bereitet; er war liebenswürdig, wie
Du, mein Herz, und meine zärtliche Freundſchäft antwortet
darauf, glaube es mir, wie Du es verdienſt. Aber komme
ja noch nicht zurück; es iſt Gefahr und die Wege ſind noch
nicht ſehr ſicher. Der Entſchluß, den Du gefaßt haſt, iſt der
klügſte; jeder andere wäre unnütz und gefährlich. Ich habe
ſchon zu viel mit meinen eigenen Gefahren zu tun, als daß
ich noch die meiner Freundinnen hinzufügen möchte. Ich
kann Dir nur immer wiederholen, daß ich gern ruhig ſein
will über alles, was mir naheſteht. Ich bin alſo Herrn
de Penthievre dankbar für den Rat, den er Dir gegeben
hat. Sei verſichert, daß mein Herz bei Dir iſt. Meinem
Mann geht es gut, er iſt ſehr ruhig, ſein Mut kommt von
Gott; auch meinen Kindern geht es gut. Lebe wohl, ich
umarme Dich mit meiner ganzen Liebe.‟ Das Schreiben
gelangte nicht in die Hände der Adreſſatin, ſondern blieb
im Beſitze des Chevalier de Rabaudy, dem es zur
Beſorg=
ing anvertraut war; deſſen Nachkommen haben den Brief
nun der Stadt Toulouſe geſchenkt.
ml. Das Dienſtbotenſchiff. In dieſen Tagen hat ein
roßer von England kommender Dampfer den Suezkanal
paſſiert, der eine ganz eigenartige Paſſagierfracht an Bord
hat. Die Reiſegeſellſchaft beſteht nämlich ausſchließlich
aus Dienſtperſonal beiderlei Geſchlechts, das ſich auf dem
Wege nach Auſtralien und Neuſeeland befindet. Dort hat
die Dienſtbotennot eine ſolche Höhe erreicht, daß man ſich
genötigt geſehen hat, in dem Vereinigten Königreich
Bri=
tannien die Werbetrommel zu rühren. Die engliſche
Re=
gierung hat auf das Erſuchen der auſtraliſchen und
neuſee=
ändiſchen Behörden, auch angeſichts des Notſtandes, die
Werbung von Dienſtperſonal aus Irland, Schottland und
England geſtattet. Dank dieſem Entgegenkommen haben
bis jetzt bereits rund 1000 Perſonen beiderlei Geſchlechts
die Reiſe angetreten. Man erwartet ihre Ankunft dort
unten mit Ungeduld und wird es ſich angelegen ſein laſſen,
den Willkommenen Arbeitsbedingungen zu ſchaffen, wie ſie
ihnen die Heimat nicht zu bieten vermag. Sie erhalten
nicht nur hohen Lohn und dieſelbe Beköſtigung wie die
Herrſchaft, ſondern man will ihnen auch alle möglichen
An=
nehmlichkeiten ſchaffen, in der Erwartung, daß man damit
einen Stamm brauchbarer Dienſtboten heranzieht.
* Wie der ſteuerfeindliche Rockefeller überliſtet wurde:
Zwiſchen dem Milliardär Rockefeller und den amerikani”
ſchen Steuerbehörden beſteht momentan ein offener Krieg.
Der Finanzmann weigert ſich ſeit langer Zeit, die
geſetz=
liche Vermögensſteuer zu entrichten. Trotz größter
Be=
mühungen und ſchärfſter Strafandrohung iſt es den
Steuer=
behörden nicht einmal gelungen, ſeine Wohnung ſelbſt zu
betreten. Um zum Ziele zu kommen, bediente man ſich
einer Liſt. Am Donnerstag abend hatte die Nichte
Rocke=
fellers einen Ball beſucht. Ein junger eleganter Mann,
der ſich ihr genähert und mit ihr den ganzen Abend getanzt
hatte, erhielt die Erlaubnis, ihr am anderen Tage ſeine
Aufwartung machen zu dürfen. Kaum war dieſer in die
Wohnung gelaſſen, zog er unter der Erklärung,
Steuer=
beamter zu ſein, ein Aktenbündel aus der Taſche und
prä=
ſentierte ein Pfändungsprotokoll über 62 Millionen. Wohl
oder übel ſah ſich Rockefeller gezwungen, dieſe Summe zu
bezahlen, um einer Pfändung aus dem Wege zu gehen.
Erſt jetzt haben die Behörden feſtgeſtellt, daß ſie noch über
175 Millionen an rückſtändigen Steuern aus den letzten
Jahren von ihm zu bekommen haben. Sie zerbrechen ſich
nun den Kopf darüber, wie ſie es anfangen ſollen, um die
175 Millionen einzutreiben.
Nummer 53.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 22. Februar 1914.
Seite 3.
den Gebührenſtreik befragt, erklärte er, er ſei ſchon immer
fgegen die Befreiung der amerikaniſchen Küſtenſchiffe von
den Kanalgebühren geweſen, weil dies die
Kanaleinnah=
men verringern und nicht zum Schutze der Konſumenten
ausſchlagen, ſondern nur den Nutzen der Schiffseigner
ver=
mmehren werde.
Schiedsgerichtsverträge. Der Senat
be=
kriet über den Schiedsgerichtsvertrag mit Spanien. In
ſeinem Amendement ſollten die Fragen, die die
Panama=
lanalgebühren, die Einwanderung und die Zulaſſung von
Kindern in den einzelnen Staaten betreffen, und alle
Fragen, die die Monroedoktrin berühren, von dem
Schiedsgerichtsverfahren ausgeſchloſſen werden. Das
Amendement wurde mit 40 gegen 13 Stimmen abgelehnt.
Nan nimmt an, daß es eingebracht worden iſt, um die
Stimmung des Senats zu ſondieren. Die Abſtimmung
lergab eine entſchiedene Mehrheit für das Programm des
räſidenten Wilſon in bezug auf Schiedsgerichtsverträge.
* Ein neuer Spionagefall. Aus Brüſſel
lwird gemeldet: Im November verhaftete die Brüſſeler
Polizei eine Falſchmünzerbande, deren Mitglieder, acht
Perſonen, ſämtlich Ausländer waren. Im Verlaufe der
AUnterſuchung endeckte die Polizei einen deutſchen Falſch=
Amünzer, der aus Metz ſtammte und nach den in ſeiner
Pohnung gefundenen Papieren drei verſchiedene Namen
führte: Ballinger, Kort und Lieſen. Bei der Hausſuchung
fand man außer photographiſchen Apparaten franzöſiſche
und belgiſche Generalſtabskarten, ſowie eine Reihe von
Photographien von belgiſchen Feſtungen. Der Verhaftete
lerklärte, im Dienſte einer auswärtigen Regierung zu
lſtehen und Spionage gegen ein Monatsgehalt von 300
Francs getrieben zu haben. Die belgiſche Regierung kann
keinen Strafantrag gegen Ballinger ſtellen, weil es ein
Spionagegeſetz in Belgien nicht gibt. Sie wird ihn nach
Deutſchland ausliefern.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 22. Februar.
Oeffentliche Autos und private Miet=Autos.
D Das Polizeiamt ſchreibt uns: Die Unkenntnis des
Publikums über die Unterſchiede zwiſchen öffentlichen
Autos und privaten Miet=Autos hat ſchon wiederholt zu
un=
liebſamen Vorkommniſſen geführt. Nur die öffentlichen
Autos dürfen auf den öffentlichen Halteplätzen ſtehen;
ſie fahren nach polizeilich feſtgelegten Gebühren,
unter=
ſtehen der polizeilichen Aufſicht und ſind äußerlich
kennt=
lich an den zu beiden Seiten des Wagens angebrachten
Nummern und den grau uniformierten Fahrern, die die
Wagennummer an der Stirnſeite der Mütze tragen. Die
Beſitzer privater Miet=Autos dürfen ihre Dienſte
nicht öffentlich anbieten; ſie unterſtehen nicht der
polizei=
lichen Aufſicht, ſie fahren trotz Taxameter nicht nach
poli=
zeilich feſtgelegten Sätzen; mit ihnen muß man daher ſtets
vor der Fahrt Vereinbarungen über den Fahrpreis
treffen; ſie ſind nicht uniformiert, haben weder am Wagen
noch an der Kopfbedeckung Nummern.
Die Konzeſſion für öffentliche Autos beſitzen
hier: 1. Bochtler, Johs., 2. Ehrenreich, Emil, 3. Fiſcher,
Mathias, 4. Horſt, Walther 5. Kimmel, Michael, 6.
Korn=
mann, Hrch., 7. Meiſinger, Karl, 8. Mohr, Jakob. 9.
Wag=
ner, Auguſt.
* Empfänge. Der Großherzog empfing am
Samstag den Generalmajor z. D. von der Schulenburg
von Demmin, den Großh. Oekonomierat Weſternacher,
Oberamtmann in Lindheim, den Bankbeamten Silz, den
Hofſchreinermeiſter Schorlemmer, den Pfarrer Mickel von
Hahnheim, den Profeſſor Dr. Friedrich von Köln, den
Schloßhauptmann Baur de Betaz von Lindenfels zum
Vortrag den Staatsminiſter v. Ewald, den
Finanz=
miniſter Braun, den Miniſter des Innern v. Hombergk
zu Vach, den Vorſtand des Kabinetts Geheimerat
Röm=
held, den Kammerherrn Major a. D. Freiherrn v. Starck.
Ordensverleihung. Der Großherzog hat dem
Forſtwart der Kommunalforſtwartei Niederwald, Förſter
Kratz zu Fehlheimer Forſthaus aus Anlaß ſeiner
Ver=
etzung in den Ruheſtand das Allgemeine Ehrenzeichen
mit der Inſchrift „Für treue Dienſte” verliehen.
* Eiſenbahnperſonalien. Der Großherzog hat den
techniſchen Eiſenbahnſekretären Karl Eck und Georg Wolf,
beide zu Mainz, Felix Kreß zu Erfurt, dem
Bahnhofsvor=
ſteher Hermann Künnemann zu Heudeber=Danſtedt, den
Gütervorſtehern Joſeph Leiſt zu Worms und Reinhard
Weingärtner zu Lage, dem Bahnmeiſter Philipp Illium
u Weinheim, den Oberbahnaſſiſtenten Martin Morr zu
Darmſtadt, Heinrich Köhler zu Rüſſelsheim, Otto Georg
zu Braubach, Robert Mokros zu Oppenheim, Chriſtian
Schmidt zu Arheilgen und Friedrich Buxmann zu
Seligen=
ſtadt, den Eiſenbahnaſſiſtenten Philipp Dick zu Budenheim,
Allbert Hahn zu Bad Münſter a. St., Friedrich Hartz zu
ellzey, Karl Arnold zu Lorch (Rhein), Heinrich Dippell zu
Nierſtein, Hermann Schneider zu Monsheim, Johannes
Zindner zu Darmſtadt, Ludwig Dietz zu Kreuznach, Karl
Vetter und Rudolf Schäfer zu Mainz und Michael Röſel
u Wiesbaden, dem Bahnhofsverwalter Heinrich Laun zu
Raunheim, den Lokomotivführern Hermann Breitwieſer
und Georg Wolf zu Kranichſtein, Michael Baumann und
Friedrich Zündorf zu Darmſtadt, Auguſt Holzſchuh, Peter
Bangert, Georg Roß und Georg Kleiſinger zu Frankfurt
am Main, Jakob Fiſcher, Peter Fiſcher, Jakob Petri,
Hein=
ich Diehl, Philipp Steingötter und Ludwig Engert zu
Biſchofsheim, Nikolaus Hubel zu Boppard, Anton Schmitt
u Bingerbrück, Karl Keller zu Mainz, Friedrich Kaiſer
Heinrich Schmitt, Heinrich Theis, Theodor Herrmann und
Johannes Berres zu Worms, den Zugführern Heinrich
Koch, Adam Amann, Adam Schweitzer und Heinrich Keth
zu Darmſtadt, Ferdinand Niebling zu Frankfurt a. M.,
Adam Fengel und Daniel Gehrig zu Mannheim, den
Wagenmeiſtern Adam Heger zu Biſchofsheim, Johann
Kahlenberg und Karl Weinandt zu Worms, dem
Rangier=
meiſter Johannes Körber zu Darmſtadt, den Lademeiſtern
Karl Menges zu Mainz, Chriſtian Kirch zu Alzey und
Ernſt Kallenbach zu Bingerbrück, den
Eiſenbahnunteraſſi=
ſtenten Karl Göllner zu Gau=Algesheim, Anton Metzler zu
Laubenheim, Georg Weidmann und Jakob Recktenwald
zu Mainz, Philipp Schellhaas und Heinrich Kolb zu
Biſchofsheim, Ludwig Knapp zu Fürth i. O., und
Leon=
hard Vogel zu Mörlenbach, dem Maſchinenwärter bei
elek=
triſchen Anlagen Karl Ritzheim zu Mainz, ſowie den
Wei=
chenſtellern 1. Klaſſe Guſtav Schmitt zu Gau=Algesheim,
Peter Schwab, Philipp Schäfer, Gottfried Dauer und Jak.
Schad zu Mainz, Karl Heß zu Mainz=Mombach, Friedrich
Frank zu Biſchofsheim und Adam Sahler zu Dornberg=
Groß=Gerau, ſämtlich in der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſen=
bahngemeinſchaft, die unkündbare Anſtellung verliehen.
* Erledigt iſt eine mit einem evangeliſchen Lehrer
zu beſetzende Lehrerſtelle an der Volksſchule zu
Rüſſelsheim.
* Militärdienſtnachrichten. Im Beurlaubtenſtande. Zu
Oberleutnants befördert: die Leutnants der Reſerve:
Wittich des Inf.=Leib=Regts. Großherzogin (3. Großh.
Heſſ.) Nr. 117 (III Berlin), Kraus (Jüterbog), des Inf.=
Leib=Regts. Großherzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117. Zum
Leutnant der Reſerve befördert: Vizefeldwebel Schäfer
(Samter), des Inf.=Regts. Kaiſer Wilhelm (2. Großh.
Heſſ.) Nr. 116. Zum Oberleutnant befördert: Leutnant
der Reſerve Steinkopf des Großh. Artilleriekorps, 1.
Großh. Heſſ. Feldartillerie=Regts. Nr. 25 (Deutz). Zum
Leutnant der Reſerve befördert: Vizefeldwebel Morell
(Aachen), des Leibgarde=Inf.=Regts. (1. Großh. Heſſ.)
Nr. 115; Vizewachtmeiſter Gerdes (I Bremen), des
Großh. Artilleriekorps, 1. Großh. Heſſ. Feldartillerie=Regt.
Nr. 25. Zu Oberleutnants befördert: die Leutnants der
Reſerve: Andrege des Leib=Drag.=Regts. (2. Großh.
Heſſ.) Nr. 24 (II Frankfurt a. M.), Blumers des Großh.
Artilleriekorps, 1. Großh. Heſſ. Feldartillerie=Regts. Nr. 25
(Gießen), Lancelle des Kleveſchen Feldartillerie=Regts.
Nr. 43 (Worms). Zu Leutnants der Reſerve befördert:
die Vizefeldwebel bezw. Vizewachtmeiſter: Hellwig
(Mainz), des Gren.=Regts. König Friedrich I. (4. Oſtpr.)
Nr. 5, Meinecke (I Frankfurt a. M.), Kellner (I
Darmſtadt), des Leibgarde=Inf.=Regts. (1. Großh. Heſſ.)
Nr. 115, Kempf (Mainz), des Inf.=Leib=Regts.
Großher=
zogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117, Moufang (I
Darm=
ſtadt), des 5. Großh. Heſſ. Inf.=Regts. Nr. 168, Dahlem
(Georg) (Worms), des 3. Lothr. Feldartillerie=Regts.
Nr. 69, Dahlem (Friedrich) (Worms), des Lothr.
Trainbataillons Nr. 16. Zum Leutnant der Landwehr=
Infanterie 1. Aufgebots befördert: Olbert, Vizefeldwebel
(I Darmſtadt). Verſetzt: die Leutnants der Reſerve:
Torau des Inf.=Regts. Prinz Karl (4. Großh. Heſſ.) Nr.
118 (I Frankfurt a. M.), zu den Reſerveoffizieren des
Kraft=
fahr=Batls., Liebl des 8. Weſtpr. Inf.=Regts. Nr. 175
(I Frankfurt a. M.), zu den Reſerveoffizieren des Großh.
Heſſ. Train=Batls. Nr. 18. Der Abſchied bewilligt:
Laute=
ſchläger, Hauptmann der Landwehr=Feldartillerie 1.
Aufgebots (Worms), Krenzien, Leutnant der Landw.=
Pion. 2. Aufgebots (Gießen), Scholz, Oberleutnant der
Reſerve der Feldartillerie=Schießſchule (Mainz).
-g. Strafkammer I. Die Strafkammer beſchäftigte ſich
geſtern zum zweiten Male mit der Anklage gegen den
bisher noch unbeſtraften Kaufmann H. wegen Betrugs.
H. hatte im Herbſt 1912 die von ihm geführte
Buchhand=
lung verkauft und als Jahresumſatz etwa 26000 Mark
angegeben. Wie ſich ſpäter herausſtellte, betrug der
Um=
ſatz nur etwa 16000 Mark. Ferner hat er dem Käufer
in argliſtiger Weiſe die Höhe der Remittenten falſch
an=
gegeben, die verkauften, aber vom Verleger auf
Kom=
miſſion gegebenen, noch nicht bezahlten Bücher. Beim
Vergleich des Lagerverzeichniſſes hatte er die bereits
ver=
kauften Bücher, die er ſich vorher angemerkt hatte, nicht
mit vorgeleſen, ſo daß der Käufer kein klares Bild
er=
hielt. Es ſtellte ſich dann heraus, daß die Remittenden
etwa 4000 Mark ſtatt 1700 Mark betrugen. Dieſe Summe
brauchte ja der Käufer nach dem Kaufvertrage nicht zu
bezahlen, doch blieb ihm wohl oder übel nichts anderes
übrig, wenn er ſeine Verbindung zum Engros=Buchhandel
nicht einbüßen wollte. Die Strafkammer hatte auf drei
Monate Gefängnis erkannt. Wegen eines rechtlichen
Mangels im Urteil hatte das Reichsgericht die Sache zur
nochmaligen Verhandlung an die Strafkammer
zurückge=
wieſen. Dieſe erkannte geſtern gegen H. auf zwei
Monate Gefängnis.
Neue Eilzüge. Die Landwirtſchaftskammer für das
Großherzogtum Heſſen hatte ſich in einer ausführlichen
Eingabe an die Eiſenbahndirektion Mainz gewandt, in
welcher um die Einlegung je eines Eilzugs für die Strecke
Eberbach-Wiebelsbach und Darmſtadt gebeten wurde.
Nach einem bei der Landwirtſchaftskammer eingegangenen
Schreiben werden dieſe Züge vom 1. Mai ab eingelegt, und
zwar ſind folgende Abfahrtzeiten vorgeſehen: Eberbach ab
7 Uhr 30 Min. vormittags, Darmſtadt an 9 Uhr 18 Min.
vormittags; Rückfahrt Darmſtadt ab 7 Uhr 5 Min. nachm.,
Eberbach an 9 Uhr abends. Da die Beibehaltung dieſer
Züge von einer ausreichenden Beſetzung abhängig gemacht
wird, liegt es nunmehr im Intereſſe der Anwohner dieſer
Strecke, für eine ſolche auch Sorge zu tragen.
nn. Schlußprüfung der Kandidaten des inneren
Ver=
waltungsdienſtes. An der Schlußprüfung der
Kreisamts=
gehilfen nahmen acht Kandidaten teil. Von dieſen haben
echs die Prüfung beſtanden. Als Prüfungskommiſſare
leiteten die Prüfungen die Herren Kreisrat Dr. Wagner=
Dieburg, Kreisrat v. Hahn=Heppenheim und Herr
Provin=
zialdirektor Geheimerat Fey. In der ſchriftlichen
Herbſt=
prüfung waren von den elf Kandidaten bereits drei
durch=
gefallen.
— Vom Hoftheater. Die heutige Vorſtellung
„Fledermaus” mit Gertrud Geyersbach als „
Roſa=
linde” und Georg Weber als „Eiſenſtein” findet im
D=Abonnement ſtatt und beginnt um 7½ Uhr. Die
Kin=
dervorſtellung „Der geſtiefelte Kater” zu welcher
die ermäßigten Volksvorſtellungspreiſe gelten, beginnt am
Montag, nachmittags um 5 Uhr, und dürfte nach 7 Uhr
beendet ſein. Der „Heitere Faſchingsabend” am
Roſenmontag, deſſen Anfang auf 8½ Uhr angeſetzt
iſt, beſſchäftigt erſte Soliſten der Oper und des Schauſpiels
in komiſchen Darbietungen. Von beſonderem Intereſſe
wird bei dieſer Veranſtaltung der Umſtand ſein, daß alle
Künſtler ſich dem Publikum bei dieſer Gelegenheit auf
von ihnen ſonſt unbetretenen Gebieten vorſtellen werden.
So erſcheint Gertrud Geyersbach als ſächſiſche
Dialekt=
humoriſtin, Mr. Perkins und Miß Moore ſingen und
tanzen einen engliſchen „Ragtime” Clema Feiſtle ſingt
bayeriſche Volkslieder zur Gitarre, Adolf Jordan und
Minna Müller=Rudolph warten mit einem neuen Tanz=
und Geſangsduett auf, die Herren Globerger, Thomſen,
Weber, Bertram und Schützendorſ produzieren ein
komiſches Geſangsquintett, in welchem das überaus
ſchwierige Tenorſolo von Herrn Globerger geſungen
wird. Den Abend beſchließt die Uraufführung des
Luſt=
ſpiels Venedig” von de Flers und Caillavet, in
wel=
chem Käthe Meißner, Kurt Ehrle, Bruno Harprecht und
Paul Peterſen beſchäftigt ſind. Die Leitung des „Heiteren
Faſchingsabends” haben die Herren Regiſſeur Eiſner,
Kapellmeiſter Lert und Kapellmeiſter Kleiber. Es gelten
die ermäßigten Volksvorſtellungspreiſe. Der Abend dürfte
vor halb 11 Uhr beendet ſein. Am Dienstag gelangt
als Schlußvorſtellung des Faſtnachtsrepertoires Millöckers
eliebte Operette „Der Bettelſtudent” unter Leitung von
kapellmeiſter Kleiber und Regiſſeur Jordan im A=
Abon=
ement zur Aufführung. Es gelten die kleinen Preiſe.
* Silberne Hochzeit. Am Montag, den 23. Februar,
feiern Heinrich Heidt und Frau geb. Treuner,
Grafen=
ſtraße 33 I, das Feſt der Silbernen Hochzeit.
* Bezirksgruppe Darmſtadt des Hanſabundes. Man
ſchreibt uns: Am Freitag abend hat die ordentliche
Mit=
gliederverſammlung der Bezirksgruppe Darmſtadt des
Hänſabundes ſtattgefunden, wobei zunächſt der
Geſchäfts=
bericht über das Jahr 1913 erſtattet wurde. Die
verſchie=
denen Ausſchüſſe, welche eine Anzahl von Sitzungen
abge=
halten haben, ſowie der Mitgliederbeſtand haben keine
nennenswerten Veränderungen erfahren. Neben der
ge=
meinſamen Tätigkeit mit der Zentrale des Hanſabundes
in Berlin, welche ſich auf die Fragen des Schutzes der
Ar=
beitswilligen, ſowie des Submiſſionsweſens erſtreckte, iſt
in erſter Linie der Tätigkeit der Darmſtädter Bezirksgruppe
bezüglich der Vorbereitung von Stadtverordneten= bezw.
Gemeinderatswahlen zu gedenken, gelegentlich welcher recht
zufriedenſtellende Ergebniſſe erzielt wurden. Weiter hat
das Streben nach Schaffung einer geeigneten
kaufmänni=
ſchen Buchführung für den Handwerkerſtand zu dem
Er=
gebnis geführt, daß an Hand des Zweibücherſyſtems des
Herrn Paul Lehmann aus Oſthofen a. Rh. ein Kurſus
ſtatt=
gefunden hat, an welchem 25 Angehörige des
Handwerker=
ſtandes teilgenommen haben. Vorausſichtlich werden
wei=
ere Kurſe auf der Grundlage des genannten Buchfühe
rungsſyſtems in nächſter Zeit veranſtaltet werden können.
Beſonders erwähnt ſei noch, daß die Darmſtädter
Bezirks=
gruppe des Hanſabundes für die Gewährung von
Sommer=
urlaub an Angeſtellte eingetreten iſt, und daß in den
ver=
ſchiedenſten Orten der Bezirksgruppe Vorträge über die
eweilig intereſſierenden Tages= und Fachfragen
ſtattge=
funden haben. Für den Monat April wurde die
Veran=
ſtaltung einer öffentlichen Verſammlung in Darmſtadt, mit
dem Herrn Reichstagsabgeordneten Legationsrat v.
Richt=
hofen, Geſchäftsführer des Hanſabundes, als Redner, in
Ausſicht genommen.
§ Zimmerbrand. Am Freitag nachmittag gegen 6 Uhr
hat im Hauſe Felſingſtraße Nr. 2 ein Zimmerbrand
ſtatt=
gefunden, welcher durch die herbeigerufene
Feuerwehr=
wache alsbald gelöſcht wurde.
* Bilder vom Tage. In der Auslage unſerer
Expe=
dition (Rheinſtr. 23) ſind von heute ab folgende Bilder
neu ausgeſtellt: Der Abſchied des Prinzen zu Wied von
den 3. Garde=Ulanen in Potsdam. — Im Flugapparat
über den Mont=Blanc. — Die Generalverſammlung des
Bundes der Landwirte im Zirkus Buſch in Berlin. —
Vom Karneval in Nizza: Der Wagen der modernen Muſik.
Verwaltungsgerichtshof.
g. Als vor Jahren in der Wetterau der Plan von
der Errichtung eines Waſſerwerkes in
In=
heiden bekannt wurde, wandten ſich die Mühlenbeſitzer
an der Nidder, der Nidda und der Horloff an die
Pro=
vinzialdirektion Gießen, da ſie fürchteten, die große
Waſſerentnahme könnte nachteilig auf den Waſſerreichtum
der ihre Mühlen treibenden Flüſſe einwirken. Wohl unter
dem Einfluß dieſer auch anderwärts Widerhall findenden
Beſorgniſſe wurde die neue Novelle zum heſſiſchen
Bach=
geſetz erlaſſen, durch die den Anſprüchen nach größter
Billigkeit Genüge werden ſollte. Als nun durch die
Pro=
vinzialdirektion Gießen der Bau des Waſſerwerkes zur
Veröffentlichung kam, ſtellten innerhalb der geſetzlichen Friſt
von 14 Tagen u. a. fünf Mühlenbeſitzer an der Horloff
Entſchädigungsforderungen in einer Geſamthöhe von
529000 Mark.
Es fand am 22. Mai 1912 im Kreisamt Gießen der
vorgeſchriebene Sühnetermin ſtatt, doch erklärte auf dieſem
der Vertreter der Provinz mit Rückſicht auf die Höhe der
Forderungen eine Verhandlung über die Entſchädigung
für ausgeſchloſſen. Vier von den fünf Mühlenbeſitzern
reichten darauf in der geſetzlichen Friſt von drei Monaten
die ordentliche Klage beim Kreisausſchuß ein. Die Klage
ſchwebt jetzt noch, und es dürfte noch geraume Zeit bis
zur Entſcheidung vergehen, da erſt ein neues Gutachten
abgewartet werden ſoll. Der Mühlenbeſitzer, Louis
Bopp in Reichelsheim in der Wetterau, der Beſitzer der
Erbleihmühle an der Horloff iſt, verſäumte durch
Krank=
heit, die Klage ebenfalls einzureichen. Erſt als ſeinem
Bruder Mitteilung von dem Stand der Angelegenheit
ge=
macht wurde, reichte dieſer im Auftrage ſeines Bruders
am 5. Oktober 1912 ordentliche Klage ein.
Der Kreisausſchuß wies die Klage als unzuläſſig ab,
da die dreimonatige Friſt nicht gewahrt ſei. Der
Pro=
vinzialausſchuß der Provinz Starkenburg, dem die Sacha
vom Verwaltungsgerichtshof zur Entſcheidung überwieſen
worden war, gab der Berufung des Bopp ſtatt und wies
die Sache zur weiteren materiellen Entſcheidung an die
Vorinſtanz zurück. Gegen dieſes Urteil verfolgte nun die
Provinz Reviſion beim Verwaltungsgerichtshof.
In der geſtrigen Verhandlung vor dem
Verwaltungs=
gerichtshof, die ſich nur um die formelle Frage der
Friſt=
verſäumnis drehte, äußerte der Vertreter des
Staatsinter=
eſſes die Anſchauung, daß es ſich hier nicht um Beteiligte
in dem Sinne handelt, daß durch die Klage der vier
übrigen Mühlenbeſitzer die Friſt für Mühlenbeſitzer Bopp
mit gewahrt blieb. Wohl aber müſſe er für eine
Ver=
werfung der Reviſion eintreten aus dem Geſichtspunkte,
daß nach der Novelle zum Bachgeſetze eine
ordent=
liche Klage nicht direkt vorgeſchrieben iſt. Bopp hat
be=
reits vor dem 22. Mai 1912 und auch ſelbſt im Termin
die Forderung einer Entſchädigung aufgeſtellt, und zwar
mit einer eingehenden Begründung. Ein Antrag ſei alſo
ordnungsgemäß geſtellt, wenn auch der erſte Antrag bei
der Provinzialdirektion eingereicht worden ſei, denn
die=
ſer ſei ja dem Kreisamt bei dem Sühnetermin bekannt
geworden. — Der Verwaltungsgerichtshof erkannte
da=
hin: Die Reviſion der Provinz Oberheſſen
wird zurückgewieſen unter Verurteilung der
Be=
klagten in die Koſten des Verfahrens.
Provinzialausſchuß.
g. Am 19. Mai 1911 bewilligte der Gemeinderat von
Groß=Steinheim zur Ausbeſſerung des
Kirch=
turms der katholiſchen Kirche in Groß=Steinheim 256,73
Mark. Gegen dieſen Beſchluß erhob am 30. Mai 1911 der
evangeliſche Kirchenvorſtand von Groß=Steinheim
Be=
ſchwerde, da er es nicht für recht hielt, daß die geſamten
Steuerzahler mit den Reparaturkoſten für ein Bauwerk
einer beſtimmten Gemeinſchaft belaſtet würden. Dieſe
Be=
ſchwerde wurde vom Kreisausſchuß Offenbach als
unzu=
läſſig abgelehnt, da zur Beanſtandung lediglich das
Kreisamt zuſtändig ſei. Der Kirchenvorſtand verfolgte
Rekurs gegen dieſen Entſcheid und im Herbſt 1913 ſchloſſen
ſich der Beſchwerde des Kirchenvorſtandes noch 4 Bürger
ls Steuerzahler an. Der Provinzialausſchuß beſchloß
die Abweiſung der Klage und verurteilte die
Re=
kurrenten in die Koſten des Verfahrens einſchließlich der
Koſten der anwaltlichen Vertretung der politiſchen
Ge=
meinde Groß=Steinheim und des katholiſchen
Kirchenvor=
ſtandes, ſowie zur Zahlung eines Averſionalbetrages von
20 Mark an die Provinzialkaſſe.
In der Klage des Ortsarmenverbandes
Frank=
furt a. M. gegen den Landarmenverband
Darmſtadt wegen Erſtattung von
Krankenhauspflege=
koſten für den Artiſten Karl Dimter aus Neurode (des
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 22. Februar 1914.
Nummer 53.
Eiſenſchluckers), über welchen Streitfall bereits eingehend
genau berichtet wurde, erkannte der Provinzialausſchuß
dahin, die Klage des Ortsarmenverbandes Frankfurt
wird abgewieſen unter Verurteilung in die Koſten
des Verfahrens. Der Artiſt, der wegen ſeiner
ſonder=
baren Manipulationen mit dem Eiſenſchlucken von einem
Krankenhaus ins andere wanderte, ſollte nach dem Beſchluß
in letzter Sitzung darüber vernommen werden, warum er
das Krankenhaus Worms verlaſſen hatte und im
Kran=
kenhaus in Darmſtadt Aufnahme fand. Sein Aufenthalt
konnte jedoch nicht ermittelt werden.
Darmſtädter Wochenmarkt.
Marktpreiſe am 21. Februar 1914.
Butter, ½ kg1,35—1,40 M
in Part., ½ kg1,20-1,30 M
Eier, Stück . . 11—12 Pf.
Schmierkäſe, ½ Lit. 20-22 Pf.
Handkäſe, Stück . 4—10 Pf.
Kartoffeln, Ztr. 2,75-3,00 M
Kumpf (10 Liter)50—55 Pf.
Mäuschen, Pfd. 12—14 Pf
Obſt u. dergl.:
Aepfel, ½ kg . 12—25 P
Zitronen, Stück 4—5 Pf.
Apfelſinen, Stück 5—6 Pf
Birnen, ½ kg . 20—30 Pf
Salat, Gemüſe uſw.:
Kopfſalat, Stück 14—16 Pf.
Endivien, ½ kg 6—10 Pf.
Feldſalat, Körbchen 10 Pf.
Radieschen, Bündel 00 Pf.
Rettiche, Stück . . 5Pf.
Meerrettich, Stück 10—25 Pf.
Roterüben, ½ kg . 10 P
Zwiebeln ½ kg 14—16 P
Tomaten, ½ kg . 50 Pf.
Spinat, ½ kg . 30—35 P
Weißkraut, Stück 8—30 Pf.
Rotkraut, Stück 10—30 Pf.
Blumenkohl, Stück 20—60 Pf
Wirſing, Stück . 5—20 P
Grünkohl, Stück 4—5 Pf.
Roſenkohl, ½ kg 30—35 Pf
Gelberüben, ½ kg 5—6 Pf.
Schwarzwurz, ½kg 20-30 Pf
Weißerüben, Stück . 3 Pf.
Kohlrabi, Stück 10—15 Pf.
Topfſchnittlauch, St. 20- 25 Pf.
Geflügel, Wildbret:
Gänſe, ½ kg . . . 90 Pf.
Enten, Stück 3,00—4,00 M.
Hahnen, Stück 2,50—3,50 M.
Hühner, Stück 2,00—3,00 M.
Tauben, Stück . . 70 Pf.
Haſen, Stück 3,50—4,50 M.
Lapins, Stück 1,00—1,20 M.
Zicklein . . . . 3—4 M.
Fiſche:
Hecht, ½ kg . 0,90—1 M.
Aal, ½ kg . . . 1 M.
Karpfen, ½ kg . . 70 Pf.
Andere Rheinfiſche,
½ kg . . . . 35—60 Pf.
Rotzungen, ½ kg . 60 Pf
Schollen, ½ kg . . 50 Pf
Kabeljau ½ kg. 30—40 Pf
Schellfiſche ½ kg 30—40 Pf.
kl. ½ kg 25 Pf.
In den Fleiſchſtänden
Rindfleiſch, ½ kg . 66
Hackfleiſch, ½ kg . 70
Rindsfett, ½ kg . 56 Pf.
Ziegenfleiſch, ½ kg 60 Pf.
Rindswürſtchen, Stück 15 Pf.
Schweinefleiſch, ½ kg 80 Pf.
Geſalzenes und Koteletts,
. 86 Pf.
½ kg
Schwartemagen u.
Fleiſch=
wurſt, ½ kg . 80 Pf.
Leber= und Blutwurſt,
½ kg . . . . . 70 Pf.
Karnevalveranſtaltungen.
* Karnevalgeſellſchaft Narrhalla. Wie
immer, wird den Abſchluß des Karnevals das große
allgemeine Maskenfeſt in ſämtlichen Räumen
des Städtiſchen Saalbaues am
Faſtnachts=
dienstag bilden. Das Feſt beginnt um 6 Uhr 11
Mi=
nuten und iſt bekannt als eines der fröhlichſten und
aus=
gelaſſenſten des ganzen Karnevals. Die feenhafte
Deko=
ration vom großen Maskenball bleibt beſtehen, ebenſo
die Sektlauben, Chambresſeparées uſw. Ueberall wird
für Betrieb geſorgt, überall kann getanzt werden. Es wird
ein echt volkstümliches ſideles Maskenfeſt, das keiner
ver=
ſäumen darf, der gewohnt iſt, den Becher der
Karnevals=
freuden bis zur Neige zu leeren. (S. Anzeige.)
* Der Muſikverein veranſtaltet für ſeine
ak=
tiven und inaktiven Mitglieder am Faſtnachtsſonntag
einen Kreppelkaffee mit Tanz im großen Saale des
Ver=
einshauſes. Der Veranſtaltung entſprechend iſt der Saal
reizvoll geſchmückt. In den Tanzpauſen werden geſchätzte
Kräfte des Vereins mit heiteren Vorträgen aufwarten
Es iſt daher mit Sicherheit anzunehmen, daß bei
zahl=
reicher Beteiligung der Vereinsmitglieder — möglichſt im
Koſtüm — auch dieſe Feſtlichkeit beſtens gelingen wird.
* Turngemeinde. Der heute abend vom
Elfer=
rat der Turngemeinde Darmſtadt in der Turnhalle
ſtatt=
findende Kabarettabend wird einen beſonderen
Kunſtgenuß darſtellen, und zwar in theatraliſcher wie
ge=
ſanglicher Hinſicht. Neben der Mitwirkung verſchiedener
erſter Kräfte wird das bekannte Eröffnungsfeſtſpiel des
Herrn Fillmann als Präſident des Elferkomitees
beſon=
ders anziehen, und es ſei auch an dieſer Stelle zum
Aus=
druck gebracht, daß die Mitglieder der Turngemeindg
Karten zum Vorzugspreiſe beim Hausmeiſter erhalten.
Der Tanz beginnt auf vielfache Wünſche um 11 Uhr. —
Am Faſtnachtsdienstag ſchließt ſich als letzte
Veranſtal=
tung der diesjährigen Karnevalſaiſon ein großes
Fa=
ſchingstreiben an, das um 6 Uhr nachmittags
be=
ginnt. Auch dabei ſchäumen nochmals in heiterſter
Fa=
ſchingsluſt die närriſchen Wogen hoch bei Sang und
Becherklang, bei Luftſchlangenſchlacht und flutendem
Maskentreiben. Mehrere Kapellen ſorgen für luſtige
Unterhaltungsmuſik, und für den Tanz iſt weiter
Spiel=
raum gelaſſen. (Siehe Anzeige.)
* Närriſches Volksfeſt. Die Vorbereitungen
für das am Faſtnachtsſonntag und =dienstag in den
Räu=
men des Kaiſer= und Fürſtenſaales ſtattfindende närriſche
Volksfeſt ſind ſoweit getroffen, und es ſteht nach alledem
zu erwarten, daß den Beſuchern angenehme Stunden
der Unterhaltung geboten werden. Wir verweiſen
noch=
mals auf die Anzeigen in unſerem Blatte.
* Velozipedklub Darmſtadt. Man ſchreibt
uns: Der Roſenmontags=Maskenball des Velozipedklubs
dürfte ſich beſonders in dieſem Jahre eines
außerordent=
lichen Zuſpruchs erfreuen. Die Veranſtaltungen des
Velo=
zipedklubs ſowohl auf ſportlichem als auch auf
geſellſchaft=
lichem Gebiete ſind von jeher ein eigenartiges Ereignis,
und in der Karnevalszeit iſt es der alljährliche
Roſen=
montags=Maskenball, der alle karnevaliſtiſch geſinnten
An=
hänger des Klubs zu fröhlichem Mummenſchanz
zuſam=
menführt. Die Veranſtaltung hat einen beſonders
vor=
nehmen und intimen Charakter, da der Zutritt nur
Mit=
gliedern und eingeladenen Gäſten geſtattet iſt. Das
Ko=
mitee der Karnevalgeſellſchaft Narrhalla wird offiziell
ſeinen Einzug halten und während des Balles reſidieren.
Die ſämtlichen Räume des Städtiſchen Saalbaues ſind
der Veranſtaltung entſprechend hervorragend geſchmückt
durch die beſtbekannte Firma D. Wenz, Inh. E. Hellmuth.
* Ludwigshöhe. Wer dem lärmenden
Karne=
valstreiben der Stadt entfliehen will und dennoch eine
gute, aufheiternde Muſik liebt, dem ſei der Beſuch des
Faſchingskonzertes auf der Ludwigshöhe beſonders
empfohlen. Ausgeführt wird dasſelbe von Mitgliedern
der Kapelle des Leibgarde=Regiments. (Siehe Anzeige.)
* Schloßcafé. Eigenartig repräſentiert ſich das
Schloßcafé in ſeiner Karnevalsdekoration. Die mit ſo
geſundem Humor und vornehmem Karnevalsſinn
gemal=
ten Epiſoden von Maler Komnik ſind mehr als die
ſonſt übliche Dekoration, ſie ſind ſo recht dem Charakter
des Lokals als vornehmes Familiencafé
ange=
paßt. Eine geſchmackvolle Blumendekoration
vervollſtän=
digt das ſchöne Bild. Auch der geräumige Billardſaal
iſt während der Karnevalstage an den Caféhausbetrieb
angeſchloſſen, ſo daß hierdurch weitere luſtige Räume
ge=
ſchaffen ſind.
* Rummelbräu. Heuse findet wie in der
gan=
zen Karnevalſaiſon großes humoriſtiſches
Kon=
zert mit Tanz ſtatt. Der Feſtſaal, welcher feſtlich
ge=
chmückt iſt, bildet eine Sehenswürdigkeit, und niemand
dürfte einen Beſuch verſäumen. Herr Mickley, welcher
einen beſonders großen Zuſpruch bisher zu verzeichnen
hatte, wird heute in höchſter Vollendung ſein Beſtes
bie=
en. Faſtnachtsdienstag wird, wie noch näher bekannt
gegeben wird, in ſämtlichen Räumen des Rummelbräu
von 4 Uhr ab großer Faſtnachtsrummel ſtattfinden.
* Schützenhof. In den Kellerlokalen finden
am Faſtnachtsſonntag und =dienstag große
Karneval=
konzerte bei verſtärkter Kapelle ſtatt. Anfang 5 Uhr 11
Minuten. (Siehe Anzeige.)
* Hanauer Hof, Heute gibts Faſtnacht im
Schla=
raffenland im Brauereiausſchank zum Hanauer Hof,
wo=
bei das Bläſerkorps des Großh. Artillerie=Regiments
ſr. 25 (Obermuſikmeiſter Mickley) den muſikaliſchen Teil
übernommen hat. — Eine Neuheit für Darmſtadt iſt für
Montag nachmittag in Ausſicht genommen. Ab 4½ Uhr
nachmittags findet großes Kindermaskenfeſt
ſtatt, wie ſie in den Rheinlanden ſchon ſeit Jahren
be=
ſtehen. (Näheres Anzeige.)
— Pfungſtadt, 21. Febr. (Neue Fabrik.) Die
hieſige Stadtverwaltung iſt beſtrebt, unſere blühende
In=
duſtrie noch mehr zu fördern, indem ſie die Errichtung
neuer Fabrikanlagen durch Ueberlaſſung billigen
Ge=
meindegeländes begünſtigt. Sie ſteht auch gegenwärtig
vieder in Unterhandlung mit einem Unternehmer aus
Biſſchweiler (Elſaß) wegen Errichtung einer Pulverfabrik.
Der Stadtvorſtand hat ſich bereit erklärt, dem Geſuchſteller
10 Hektar Waldgelände zur Erbauung der Fabrik und
der erforderlichen Beamten= und Arbeiterwohnungen
un=
entgeltlich zur Verfügung zu ſtellen. Ebenſo ſoll ihm das
Vorkaufsrecht über eine größere angrenzende Fläche für
6 Pfennig pro Quadratmeter auf 10 Jahre zugeſichert
werden. Auch ſoll der Unternehmer drei Jahre von der
Zahlung der Gemeindeſteuer befreit ſein, da ſich das
An=
lagekapital auf über ½ Million Mark belaufen wied.
Da=
gegen ſoll der Fabrikunternehmer gehalten werden, die
ieſigen Bau= und Geſchäftsleute in erſter Linie zu
be=
rückſichtigen. Die Fabrik wird vorausſichtlich zirka 200
Arbeiter beſchäftigen.
Offenbach, 21. Febr. (Der Eiſenbahnverkehr
Offenbach- Darmſtadt.) Um eine direkte
Zug=
verbindung zwiſchen Offenbach, Frankfurt=Süd, Neu=
Iſenburg und Langen herzuſtellen, ſowie Anſchlüſſe der
Triebwagen an Eil= und Schnellzüge nach Darmſtadt oder
ihre Durchführung bis Darmſtadt vorzunehmen, hatte die
Offenbacher Handelskammer bei der Frankfurter
Eiſen=
bahndirektion beantragt, dem auf der Main=Neckar=Bahn
zwiſchen Frankfurt=Süd und Neu=Iſenburg und Langen
eingerichteten Triebwagenverkehr auf der Station
Offen=
bach ſeinen Anfang und ſein Ende zu geben. Die
Eiſen=
bahndirektion hat ſich jedoch ablehnend verhalten
und ihren Standpunkt damit begründet, daß bei der
gro=
ßen Zahl der jetzt zwiſchen Offenbach und Darmſtadt
be=
ſtehenden Zugverbindungen eine weitere Verbeſſerung
nicht mehr erzielt werden könnte.
* Lindenfels, 20. Febr. (Auf die hieſige
Jagd), die dem Fabrikanten L. Böhninger zum Preiſe
von 250 Mark zugeſchlagen worden war, wurden 50 Mark
nachgeboten, ſo daß die Jagd nochmals zur Verſteigerung
gelangt. Seither koſtete ſie 160 Mark.
Worms, 21. Febr. (Jugendlicher Mörder.)
In Worms=Hochheim ereignete ſich geſtern eine Bluttat,
die die Gemüter ſehr erregt hat. Der 13jährige Hermann
Metzger war mit einem gleichaltrigen Spielgefährten
n Streit geraten und hatte dieſem, dem Adam
Heck=
mann, mit ſeinem Meſſer derartig tiefe
Stichwun=
den in die linke Bruſtſeite beigebracht, daß der
arme Bub vergangene Nacht ſtarb. Der Polizeibericht
beſagt über den Vorfall folgendes: Im Stadtteil Worms=
Hochheim gerieten geſtern nachmittag zwiſchen 5 und
6 Uhr auf der Straße Ecke Tafelgaſſe und Binger Straße
zwei 13jährige Volksſchüler während des Spielens in
Streitigkeiten, weil der Fußball abhanden gekommen war.
Hierbei zog der eine, Hermann Metzger, ſein
Taſchen=
meſſer und brachte ſeinem Gegner, dem Adam Heckmann,
Sohn des in der Dreihornmühlgaſſe wohnenden
Schrei=
ners Adam Heckmann, einen Stich in die linke Bruſtſeite
bei. Der Verletzte wurde alsbald in das ſtädtiſche
Kran=
kenhaus gebracht, wo er heute nacht ſeinen Verletzungen
erlag. Unterſuchung iſt eingeleitet.
Gimbsheim, 21. Febr. (Ein Automobil=
Un=
fall), der eines humoriſtiſchen Beigeſchmacks nicht
ent=
behrt, ereignete ſich auf der Landſtraße nach
Gunters=
blum. Bei einem von Ludwigshafen kommenden
Auto=
mobil verſagte die Steuerung, und das Auto fuhr in den
Straßengraben, der an dieſer Stelle ziemlich tief und
ab=
ſchüſſig iſt. Die Inſaſſen — ein Herr mit ſeinem
zehn=
jährigen Töchterchen — ſtürzten heraus, kamen aber zum
Glück mit leichten Hautabſchürfungen davon. Das Auto
wurde nun mit zwei Pferden zurück auf die Landſtraße
gebracht und ſollte, da der Motor nicht funktionierte,
hierhergefahren werden. Plötzlich beſann ſich der Motor
eines beſſeren. Mit einem reichlichen Trinkgeld und mit
dem freudigen Rufe: „Er brummt wieder!” verabſchiedete
ſich der Autofahrer von dem hilfsbereiten Landmann.
Spiesheim, 21. Febr. (Gründlich
heimge=
leuchtet.) Auf dem Heimwege von Eichbach nach
Spiesheim wurden des Nachts zwei junge Mädchen von
hier von einem unbekannten Manne überfallen und ſchwer
bedroht. Die tapferen Mädchen bearbeiteten indeſſen den
Wegelagerer derart mit ihren Schirmen, daß er ſeitwärts
über die Felder flüchtete. Die Gendarmerie fahndete bis
jetzt vergeblich nach dem Strolche.
(*) Gießen, 20. Febr. (Flottenverein.) Eine
Anzahl von Vertretern der Ortsgruppen des
Flotten=
vereins im Kreiſe Gießen hatte ſich heute im Hotel
Groß=
herzog” zu einer Beſprechung vereinigt, um über die
Werbearbeit des Flottenvereins und über die Gründung
einer Kreisgruppe zu beraten. Der Schatzmeiſter des
Flottenvereins in Heſſen, Hauptmann Vollmar=
Darm=
ſtadt, war zu der Beſprechung erſchienen und machte eine
Anzahl wichtiger geſchäftlicher Mitteilungen. Die
Werbe=
arbeit ſoll durch die Gründung einer Kreisgruppe, welche
die Ortsgruppen und ſogenannten kleinen Stellen
zuſam=
mnenfaſſen ſoll, erleichtert werden. Vor allem hofft man
auch die Tagespreſſe weiterhin für die Sache des
Flotten=
vereins zu gewinnen. Hauptmann Vollmar zeigte an
Hand einer ſelbſt entworfenen Karte vom Kreiſe Gießen,
daß der Flottenverein in 56 Wohnorten und Gehöften des
Kreiſes noch keine Mitglieder hat, 16 davon haben unter
100 Einwohner, 24 100 bis 500, 14 500 bis 1000 und 2
ſogar über 1000 Einwohner. Im kommenden Jahre ſind
vom Landesverband eine Lehrerfahrt an die Waſſerkante,
eine allgemeine Fahrt und eine Schülerfahrt für höhere
Lehranſtalten an die Waſſerkante beabſichtigt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 20. Febr. Der Statthalter
von Elſaß=Lothringen Graf Wedel hat ſeinen
Aufent=
halt in Berlin dazu benützt, um im Blücherſchen Palais
am Pariſer Platz eine Wohnung zu mieten. — Dem Zug, dem der Kaiſer von Berlin nach Karlsruhe fuhr,
hätte leicht ein Unglück zuſtoßen können. In Genthin
mußte der Zug einen unfreiwilligen Aufenthalt nehmen.
Der Weichenſteller an der Königsſtraße hatte das Signal
anſtatt auf „Durchfahrt” auf „Halt” geſtellt. Ein Verſehen
kommt ſelten allein, ſo auch hier; der Hofzug überfuhr das
Halteſignal um zirka 80—100 Meter. Bevor das
Block=
ignal wieder gelöſt war, vergingen 10—12 Minuten.
Da=
die Strecke vollkommen frei war, iſt glücklicherweiſe kein
Unglück geſchehen. — Die Grundſätze für die Verteilung
von Darlehen an Arbeitsloſe ſind jetzt vom
Magiſtrat feſtgeſtellt worden. Bedingung für die Gewäh= von Darlehen iſt, daß der vorliegende Notſtand
in=
der gegenwärtigen ungünſtigen Wirtſchaftslage und dem
ſich daraus ergebenden Mangel an Beſchäftigung ſeine
Ur=
ſache hat. Das Darlehen kann in Raten oder im Ganzen
bis zur Geſamthöhe von 40 Mark gewährt werden.
Die Berliner „Liedertafel” wird am Sonntag von
dort aus eine Orientfahrt antreten. Sie verläßt
nach=
mittags um 3 Uhr vom Anhalter Bahnhof aus Berlin und
begibt ſich zunächſt nach Baſel. Von da aus geht die Fahrt
nach Genua, wo die Mitglieder der „Liedertafel” einen
Dampfer beſteigen, der ſie nach Neapel und Alexandrien
bringt. Nach einigen Konzerten beſuchen die Sänger Kairo,
um dort vor dem Khedive zu konzertieren. Auf der
Rück=
reiſe nach Berlin iſt ein mehrtägiger Auſenthalt in Mün= vorgeſehen.
21. Febr. Im Hotel Briſtol begann heute vormittag
die Sitzung des 33. ordentlichen Adelstages der
Deutſchen Adelsgenoſſenſchaft.
Wiesbaden, 21. Febr. (Im Alter von 103
Jah=
cen verſtarb) hier heute die älteſte Einwohnerin von
Wiesbaden, Frau Emilie Wahl geb. Hartenſtein. Die
Verſtorbene war am 14. Juli 1811 in Saarbrücken geboren
und die Witwe des vor 12 Jahren im Alten von 97
Jah=
ren verſtorbenen Rentners Anton Wahl, der im öffentlichen
Leben der Stadt verſchiedene Ehrenämter bekleidet hatte,
Frau Wahl erfreute ſich bis zuletzt ſeltener Rüſtigkeit.
Straßburg i. E., 21. Febr. (Tödlicher Unfall
eines Forſchers.) Bei der Erforſchung einer Höhle,
bei Bendorf verunglückte der durch ſeine Höhlenforſchungen
bekannte Arzt Dr. Herrings dadurch, daß ein
herab=
fallender Stein ihm den Schädel zertrümmerte, was ſeinen
ſofortigen Tod zur Folge hatte.
München, 21. Febr. (Selbſtmord.) Die Frau des
or kurzem wegen Mordanſchlages gegen ſeine Frau, die
er mit Zyankali zu vergiften verſuchte, verurteilten
Dro=
giſten Gillitzer hat ſich nunmehr mit Zyankali vergiftet.
Sie benutzte dabei dasſelbe Fläſchchen, das Gillitzer hatte
für den geplanten Mord verwenden wollen.
Sedletz, 21. Febr. (Großfeuer.) Heute nacht iſt
die Zuckerfabrik Michael Teller abgebrannt. Ein Teil der
Raffinerie und die Diffuſionsräume ſind zerſtört. Der
Schaden, der auf 3 Millionen Mark veranſchlagt wird, iſt
durch Verſicherung gedeckt.
Troppau, 21. Febr. (Kardinal Dr. von Kopp)
verbrachte die Nacht verhältnismäßig gut und hatte einige
Stunden Schlaf, oftmals von Huſtenreiz unterbrochen. Er
iſt faſt fieberfrei, doch beeinträchtigt die ſchmerzhafte
Re=
genbogenhautentzündung das objektive Befinden.
Groſieto, 21. Febr. (Eiſenbahnunfall.) Der
von Piſa kommende Schnellzug iſt auf dem Bahnhof
von Riſpescia mit einem mit Lebensmitteln befrachteten
Zuge, der von Rom kam, zuſammengeſtoßen. Zwei
Per=
ſonen wurden getötet, ſechs verletzt.
Paris, 21. Febr. (Internationale
Diebes=
bande.) Die Polizei verhaftete den Tapezierer
Nicolas, den Antiquitätenhändler Raimann und eine Frau
Renier als Mitſchuldige des vorgeſtern auf dem
Nordbahn=
hof feſtgenommenen Belgiers. Dieſelben gehören einer
nternationalen Diebesbande an, die in
Eng=
and, Belgien und Frankreich zahlreiche
Einbruchsdieb=
ſtähle verübt hat. Mehrere auf dem Nordbahnhof von
dieſer Diebesbande aufgegebene Frachtſtücke wurden
be=
ſchlagnahmt. Sie enthielten eine Anzahl aus Galerien
belgiſcher Sammler herrührender Bilder.
Haag, 21. Febr. (Die Königin) beſucht am
Mon=
tag den Prinzgemahl in Königſtein.
Gent, 21. Febr. (Unfall oder Selbſtmorde
erſuch?) In der Nähe des Bahnhofes von Fleurville
wurde auf dem Gleiſe der Bahn ein Deutſcher ſchwer vert
letzt aufgefunden, der zunächſt jede Auskunft über ſeind
Perſon verweigerte, aber ſpäter erklärte, Glaſer zu heißen
und aus Berlin zu ſtammen.
Wexford, 21. Febr. (Schffsunfall.) Wie
Lloyds mitteilen, iſt der norwegiſche Schoner „Mexicao”
bei den Saltee=Inſeln geſcheitert. Das Schiff befindet
ich in einer ſehr ſchlechten Lage, da das Meer ſtark bewegt
iſt. Zwei Mann der Beſatzung ſind in einem Boote der
„Mexicao” an Land gegangen. Auf den Inſeln befinden
ſich einige Leute. Ein Rettungsboot iſt verloren. Man
befürchtet, daß dabei mehrere Perſonen
ertrun=
en ſind. Zwei andere Rettungsboote ſind in Eile nach
der Unfallſtelle unterwegs.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin 21. Febr Präſident Dr. Kaempf
er=
öffnet um 10 Uhr 15 Min. die Sitzung. — Auf der
Tagesordnung ſteht zunächſt die
Novelle zum Militärſtrafgeſetzbuch.
Kriegsminiſter von Falkenhayn: Auf
einſtim=
migen Beſchluß des Reichstages iſt das Militärſtrafgeſetz
hinſichtlich der Herabſetzung der Mindeſtſtrafen gemildert
vorden und auch der Begriff „mildernde Umſtände” iſt in
dem Militärſtrafgeſetzbuch eingefügt worden. Die ſofortige
uriſtiſche Nachprüfung hat ergeben, daß gewiſſe
Un=
ſtimmigkeiten möglich wären, inſofern als der damalige
Entwurf die Mindeſtſtrafe für die ſchwerſten Verbrechen
gegen die militäriſche Unterordnung niedriger ließ als es
iejenige gegen gleichartige aber leichtere Vergehen war,
an die der Entwurf nicht gerührt hatte. Der Entwurf iſt
im vorigen Jahre im Bundesrat mit möglichſter
Beſchleu=
tigung behandelt worden und konnte ſchon am 1. Auguſt
als Geſetz verkündet werden. Unzuträglichkeiten ſollten
uf dem Gnadenwege beſeitigt werden. Die
Heeresver=
waltung hat ſich nicht leichten Herzens entſchloſſen, jetzt
noch eine weitere Strafbeſtimmung für Vergehen gegen
die militäriſche Unterordnung zu mildern. Experimente
ind beſonders gefährlich und würden in unſerer
gegen=
wärtigen Lage doppelt gefährlich ſein. Unſere Strafbe=
Nummer 53.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 22. Februar 1914.
Seite 5.
ſtimmungen ſind im übrigen weit milder als in anderen
großen Heeren, die eine längere Dienſtzeit haben und
ſo=
mit auch eine größere Diſziplinierungsmöglichkeit bieten.
Eine ſo erhebliche Gründlichkeit iſt alſo bei uns eigentlich
nicht gegeben. Die Straſe für Diſziplinvergehen iſt
un=
entbehrlich. Grobe Verſtöße müſſen ihre Ahndung finden.
Andererſeits iſt es angenehm, wenn der Richter die
Mög=
lichkeit hat, in wirklich minderſchweren Fällen eine
Milde=
rung eintreten laſſen zu können. Unter ein gewiſſes
Mindeſtmaß können wir dabei aber nicht gehen. Der Richter
darf ſich nicht von Sentimentalität leiten laſſen. Mit
Sentimentalität läßt ſich kein großes Heer in Ordnung
halten. (Sehr richtig!) Hierzu iſt eine unbeugſame
Ge=
rechtigkeit notwendig. Zu den ſchweren Vergehen gehört
die unerlaubte Entfernung, die Fahnenflucht, die
An=
leitung dazu, Gehorſamsverweigerung und
kamerad=
ſchaftlicher Diebſtahl. Minder ſchwere Fälle gerade in
dieſen Delikten ſind nicht ſelten. Die gegenwärtigen
ge=
ſetzlichen Beſtimmungen reichen nicht aus, um den
je=
weiligen Umſtänden genügend Rechnung zu tragen. Nun
hat man verſucht, auf dem Gnadenwege Härten
auszu=
gleichen. Es genügt nicht, denn die Geſetze als ſolche
werden als Härten empfunden. Dieſe Delikte beziehen ſich
nindeſtens auf Sünder aus dem Mannſchaftsſtande und
dieſe werden in erſter Linie Erleichterung finden. Die
Militärverwaltung iſt an den Reichstagsbeſchluß ohne
jedes Vorurteil herangetreten und hat ſich nicht geſcheut,
noch weitere Erleichterungen in das Geſetz einzutragen,
ſoweit dies ohne Gefährdung der Manneszucht irgend
möglich iſt. Wir glauben aber an der zuläſſigen Grenze
angekommen zu ſein. Auch andere Umſtände verhindern
zurzeit eine völlige Neubearbeitung des
Militärſtraf=
geſetzbuches. Ich bitte Sie, weitere Schritte nicht zu
unternehmen, bevor nicht die endgültige Faſſung des
neuen Zivilſtrafgeſetzbuches feſtſteht. Um ſo dankbarer
würde ich es empfinden, wenn der Reichstag ſich
ent=
ſchließen könnte, alle weitergehenden Forderungen und
Wünſche zurückzuſtellen (Sehr richtig!) und dem
Regie=
rungsentwurf zuzuſtimmen, damit er demjenigen, die
deſſen würdig ſind, recht bald zu Gute kommen könnte.
(Beifall.)
Abg. Dr. Frank=Mannheim (Soz.): Die vorjährige
Aenderung des Militärſtrafgeſetzbuches iſt infolge des
Er=
furter Urteils der Regierung vom Reichstag aufgezwungen
worden. Der ſtrenge Arreſt ſollte überhaupt aus dem
Strafgeſetzbuch verſchwinden. Das beweiſt der geſtern
vorgebrachte Fall von der Marine, wo ein Arreſtant
täg=
lich zwei Stunden angebunden wurde. Mit der
Mindeſt=
ſtrafe muß man möglichſt bis auf einen Tag zurückgehen.
Mildernde Umſtände liegen unzweifelhaft vor, wenn ein
Mann durch Quälereien und Mißhandlungen zu ſeiner
Tat veranlaßt worden iſt. Die paar Milderungen, die
hier der Entwurf enthält, bilden tatſächlich nur die
Ku=
liſſe, hinter der ſich eine rückwärtige Bewegung des Rechts
vollzieht. Dieſe Vorlage iſt eine Verſchlechterung des
Ge=
ſetzes vom 8. Auguſt 1913. Die Milderungen ſollen
wie=
der verſchärft werden. Bei mildernden Umſtänden ſollte
eine Verſetzung in die zweite Klaſſe unmöglich ſein. Die
Strafe, die den Soldaten durch die Verſetzung in die
zweite Klaſſe trifft, iſt ungeheuer. Der Mann verliert den
Anſpruch auf eine eventuelle ſpätere Verſorgung, er
ver=
liert, das Recht, die Kokarde zu tragen, und das wird
ge=
radezu zu einer dauernden Quälerei. Sie ſchämen ſich,
auf die Straße zu gehen, und werden ſchon von weitem
als Ausgeſtoßene gekennzeichnet. Bei ſchweren Vergehen
wird der Mann mit Zuchthaus beſtraft und aus dem
Heere entfernt, das iſt aber leichter als die Verſetzung in
die zweite Klaſſe. Wir ſchlagen Ihnen vor, die Vorlage
an eine Kommiſſion von 21 Mitgliedern zu verweiſen.
Zunächſt dachten wir an die Zabern=Kommiſſion, aber da
rvill ja die Regierung (Zuruf: ſtreiken!) nur beſchränkte
Redner. Es muß eine große Umgeſtaltung des Geſetzes
eintreten, wenn wir überhaupt zuſtimmen ſollen. Der
Kriegsminiſter wird ſein Kind wohl nicht wiedererkennen.
Abg. Dr. Spahn (Ztr.) beantragt, ohne weitere De=
Hatte die Vorlage an die Zabern=Kommiſſion
zu verweiſen. Abgg. Graf Weſtarp (konſ.) und Dr.
Müller=Meiningen (Fortſchr. Vpt.) widerſprechen dem. —
Abg. van Calker (natl.): Wir begrüßen die Tendenz
des Geſetzes. Ich bin kein Freund der
Novellengeſetz=
gebung. Eine prinzipielle Reform wäre beſſer geweſen,
aber es iſt jetzt nicht angängig, an eine grundſätzliche
Re=
form heranzutreten. Was uns hier geboten wird, müſſen
wir annehmen. Im Prinzip ſtimmen wir zu. Wir dürfen
den Entwurf nicht benützen, um eine Reform des Geſamt=
Militärſtrafgeſetzbuches herbeizuführen. (Beifall.)
Abg. Dr. Müller=Meiningen (Fortſchr. Vpt.): Die
zweite Klaſſe des Soldatenſtandes müßte vollſtändig
be=
ſeitigt werden. Die Vorlage iſt eine glänzende
Recht=
fertigung der Stellungnahme des Reichstags im vorigen
Jahre. (Sehr richtig!) Wir können nicht noch 10 oder 15
Jahre warten, bis eine glückliche Reform kommt. Der
ſtrenge Arreſt iſt die Diſziplin der Entnervung. Ich war
erſchrocken, daß der Staatsſekretär der modernen
Marine=
verwaltung von der ſtrengen Strafe des Anbindens als
von einer Selbſtverſtändlichkeit ſprechen konnte. Ich würde
dringend wünſchen, im Intereſſe des Anſehens der
deut=
ſchen Marine, auf die wir alle ſtolz ſind, daß ein derartiges
mittelalterliches Strafmittel, das eine Art Kreuzigung
darſtellt, verſchwindet. Es paßt nicht als
Diſziplinar=
ſtrafe. (Sehr richtig!) Die Zabern=Kommiſſion halten
wir nicht für zweckmäßig. Wir betrachten dieſe Novelle
als eine willkommene Abſchlagszahlung, ſagen aber
„vivat sequens!”, damit wir zu einem guten
Militär=
ſſtrafrecht kommen, das würdig iſt unſerer ausgezeichneten
Armee. — Abg. Graf von Weſtarp (konſ.): Eine
glänzende Rechtfertigung des Reichstagsbeſchluſſes können
wir nicht in dieſer Vorlage erkennen. Sie hat unſere
da=
maligen Bedenken vollſtändig gerechtfertigt. Der
Kriegs=
miniſter hat es klar ausgeſprochen, daß die geſetzgebenden
Faktoren in ein ſchwebendes Verfahren eingegriffen
haben, da das Geſetz derartig beſchleunigt wurde, daß das
Erfurter Urteil noch geändert werden konnte. In noch
micht 48 Stunden wurde die Lex Erfurt eingebracht,
be=
ſchloſſen und durchgeführt. Wie die Dinge nun liegen,
können und wollen wir den Regierungen keinen
Vor=
wurf machen. Wir würden uns auch an dieſer Beratung
beteiligen. Die Sozialdemokratie will die Diſziplin
untergraben. Sie predigt den Ungehorſam gegen die
Vorgeſetzten. Das hat der Prozeß gegen die Frau Roſa
Luxemburg klar bewieſen, und dieſe Tendenz iſt die der
ganzen Sozialdemokratie. Das Militär iſt eine
In=
ſtitution, die die Hingabe der einzelnen Perſönlichkeit an
das große Ganze am klarſten und deutlichſten zutage treten
läßt. Dafür aber iſt die Sozialdemokratie nicht zu haben.
Wir werden alle Verſuche, die Diſziplin zu lockern,
be=
kämpfen. Hoffentlich wird die Regierung daran feſthalten,
daß eine weitere Aenderung der Geſetzes=Novelle für
ſie unannehmbar machen wird. Dieſe meine Ausführungen
habe ich auch namens der Reichspartei gemacht.
Abg. Fehrenbach (Ztr.): Davon zu ſprechen, daß
die Lex Erfurt der Regierung aufgezwungen worden ſei,
Begt nicht im Intereſſe der Sache und auch nicht im Inter=
eſſe dieſer Vorlage. Dieſe Behauptung iſt auch nicht
ein=
mal richtig. Die Regierung hat ſich an der Arbeit damals
beteiligt und ſich der Arbeit aller Parteien angeſchloſſen.
Wir wollen dieſe Novelle nicht zu einer radikalen
Umge=
ſtaltung des Militärſtrafgeſetzbuches benutzen. Dieſe Arbeit
muß noch verſchoben werden bis zur Reform des
Zivil=
rechts. Der ſtrenge Arreſt darf, wenn die Geſundheit
ge=
fährdet iſt, nicht angewandt werden. Weiter wird die
Frage der Kontrollverſammlung in der Kommiſſion zu
er=
ortern ſein. Eine neue Kommiſſion halten wir nicht für
angebracht. Wir haben davon ſchon eine hübſche Anzahl.
Warum nicht die Zabern=Kommiſſion? Der Name wird
doch nicht den Kriegsminiſter abſchrecken? (Heiterkeit und
Beifall.) — Abg. Noske (Soz.): Leider begrüßen die
Bürgerlichen dieſe minimalen Zugeſtändniſſe als
Fort=
ſchritt. Herr van Calker treibt die Politik der Entſagung.
Die Regierung mußte bei der Lex=Erfurt lediglich dem
Reichstag nachgeben wegen ſeiner Bockbeinigkeit. (Glocke.
Präſident Dr. Kaempf ruft den Redner zur Ordnung.)
Eine ſolche Politik der Reſignation macht den Gegnern
jeden Fortſchritts Mut, wie es Graf Weſtarp beweiſt. Seine
Behauptung, die Sozialdemokratie predige den
Ungehor=
ſam, iſt eine Unwahrheit und jeden, der außerhalb des
Hauſes dies ausſprechen würde, würde ich einen Lügner
nennen. (Glocke. Präſident Dr. Kaempf ruft den
Red=
ner abermals zur Ordnung.) Die Auswüchſe des
Kada=
vergehorſams müſſen abgeſchafft werden. Jede Spur von
Menſchenwürde in den Söhnen des Volkes wird
nieder=
getrampelt. (Lärm rechts. Sehr gut! bei den Soz.) Wir
wenden uns gegen die ſkandalöſen Mißhandlungen. Graf
Weſtarp hat ſelbſt in ein ſchwebendes Verfahren
eingegrif=
fen. Das Urteil gegen Frau Roſa Luxemburg iſt noch nicht
rechtskräftig. Man ſollte ihren Mut anerkennen, daß ſie
nicht, wie die Konſervativen ſo oft, gekniffen hat. (Zuruf
des Abg. Ledebour: Der Kriegsminiſter kneift auch!) Gegen
uns geht man mit der Vaterlandsloſigkeit krebſen. (Unruhe
und Zuruf: Jerichow!) Auf die Liberalen iſt kein
Ver=
laß. Die Arbeiter müſſen auf ihre eigene Kraft vertrauen.
Wir müſſen zu einer wirklichen Verbeſſerung des
Militär=
ſtrafgeſetzbuches kommen. (Beifall bei den Soz.)
Präſident Dr. Kaempf ruft nachträglich den Abg.
Ledebour wegen ſeines Zwiſchenrufes, der Kriegsminiſter
habe auch gekniffen, zur Ordnung. (Abg. Ledebour
ruft: Werde es noch beweiſen!) Präſident Dr. Kaempf:
Das ändert nichts an dem Ordnungsruf.
Kriegsminiſter v. Falkenhayn: Auf Einzelheiten
gehe ich nicht ein. Ich möchte nur der Behauptung
ent=
gegentreten, das Reichsjuſtizamt ſei hier nicht vertreten.
Zwei Herren leiſten mir Beiſtand in meinem ſchweren
Kampf. Ich würde aber auch nicht davon zurückſchrecken,
ihn allein zu führen. (Bravo!) Im übrigen noch meinen
warmen Dank für die bürgerlichen Parteien, die mit
ſol=
cher Einmütigkeit unter Wahrung des oberſten
Geſichts=
punktes, der Aufrechterhaltung der Diſziplin, mit der
Hee=
resverwaltung zuſammenarbeiten wollen, um die
Erleich=
terung, die wir unter dieſem Geſichtspunkte im Strafrecht
für möglich halten, bald in die Wirklichkeit treten zu laſſen.
(Lebhafter Beifall.)
Die Vorlage geht an eine beſondere
Kommiſ=
ſion von 21 Mitgliedern. — Darauf wird die
Be=
ratung des
Marineetats
fortgeſetzt, und zwar beim Kapitel „Werften”.
Abg. Brandes=Halberſtadt (Soz.): Auf den
kaiſer=
lichen Werften iſt die Ausnützung der Arbeiter noch größer,
als bei den Privatwerften. Die Ueberſtunden werden
über=
mäßig zugelaſſen. Die Lohnverhältniſſe ſind nicht
genü=
gend, ebenſo die Arbeitsverhältniſſe in den einzelnen
Reſ=
ſorts. Beim Verkauf des Altmaterials ſcheinen ſich wieder
Mißſtände zu entwickeln. Da muß rechtzeitig vorgebeugt
werden. Die Mißſtände müſſen baldmöglichſt beſeitigt
werden. Der Geſundheitszuſtand auf den Werften iſt nicht
zufriedenſtellend. — Abg. Weinhauſen (Fortſchr.
Vpt.): Ich habe der Marineverwaltung den Dank darüber
abzuſtatten, daß letzthin die Danziger Werft mehr
Be=
ſchäftigung findet. Redner trägt im weiteren Verlauf
ſei=
ner Ausführungen zahlreiche Wünſche für die Werftbeamten
und=Arbeiter vor, insbeſondere bezüglich des Titels= und
Gehaltsweſens. — Abg. Hoff (Fortſchr. Vpt.): Die von
der Kommiſſion vorgenommene Streichung von 19
Werk=
meiſtern iſt unberechtigt und gefährlich. Wird dieſe
Be=
amtenkategorie überlaſtet, ſo ſind Unglücksfälle in der
Ma=
rine leicht die Folge der falſchen Sparſamkeit. Wir
bean=
tragen Wiederherſtellung der Etatspoſition.
Geheimer Admiralitätsrat Harms: Die Ausdehnung
des kaufmänniſchen Betriebes werden wir in Erwägung
ziehen. Das Geſundheitsweſen iſt bei uns nicht ſchlechter,
als in irgend welchen Krankenkaſſen. Man darf nicht die
Zahl der Krankheitsfälle in Vergleich ziehen, ſondern die
Krankentage, und dabei ſchneiden wir gut ab. Die vielen
Ueberſtunden ſind auch uns unbequem; wir können aber,
namentlich bei eiligen Reparaturen, nicht darauf verzichten.
Die Werften ſind eben militäriſche Betriebe. Die hier
vor=
gebrachten Wünſche werden wir prüfen. Die auf den
Werf=
ten gezahlten Löhne ſind um 30 Prozent in den Jahren
1905 bis 1912 geſtiegen, die Lebensmittelpreiſe aber nicht
ganz um 20 Prozent. Ich bitte um Wiederherſtellung der
Etatspoſition. — Abg. Dr. Struve (Fortſchr. Vpt.):
Unſere Marinebetriebe bedürfen dringend der
Verein=
fachung im Beamtenweſen. Der Etat der
Marineverwal=
tung iſt bis auf die Einnahmen ein Muſter der Klarheit.
Nach einer weiteren Bemerkung des Abg. Brandes=
Halberſtadt (Soz.) wird das Kapitel bewilligt, und zwar
unter Annahme des Antrages der Fortſchrittler, betr. die
Werkmeiſter.
Zum Kapitel 61: „Waffenweſen und Befeſtigungen”
führt Abg. Ahlhorn (Fortſchr. Vpt.) aus: Durch die
neuen Waſſerbauten wird die Ausbeſſerung des
Wilhelms=
havener Hafens erſchwert und die Verſchlickung des
Jade=
buſens verurſacht. — Staatsſekretär v. Tirpitz: Die
Be=
fürchtung, daß durch die Waſſerbauten an der Jade eine
Verſandung eintritt, iſt unzutreffend. Es iſt nicht zu
leug=
nen, daß das Großherzogtum Oldenburg durch die
Wil=
helmshavener Anlagen ebenfalls große Vorteile hat. Unſere
Hafenbauten haben nur den Zweck, die Fahrtrinne
feſtzu=
egen. — Das Kapitel wird bewilligt.
Bei den einmaligen Ausgaben beantragt die
Kommiſ=
ſion Streichung von 10000 Mark für Bauentwurfsarbeiten
zum Bau einer Offizierſpeiſeanſtalt in Kiel. —
Staats=
ſekretär v. Tirpitz: Die Erbauung eines Kaſinos
ent=
ſpricht einem dringenden Bedürfnis, das wir ſeither aus
Erſparnisrückſichten zurückgeſtellt haben. Es ſpielen nicht
nur außerdienſtliche Intereſſen mit, ſondern wir haben
auch keine Räume für Kriegsſpiele uſw. Ich bitte um
Be=
willigung der Summe. Die Einrichtung will das
Offizier=
korps ſelber ſchaffen. — Abg. Dr. Struve (Ftſchr. Vpt.):
Soil es nur ein Seeoffizierkaſino werden, oder für alle
Offi=
ziere? — Staatsſekretär v. Tirpitz: Jedes Regiment hat
ſein Kaſino für ſich. So ſoll dieſes Kaſino nur für
See=
offiziere ſein. — Abg. Erzberger (Ztr.): Heute
dar=
über abzuſtimmen, entſpricht bei der gegenwärtigen
Beſetz=
ung des Hauſes, die geringer iſt, als die der 28gliederigen
Budaetkommiſſion, nicht der Würde des Hauſes. Ich würde
die Beſchlußfaſſung des Hauſes bezweifeln. — Die
Ab=
ſtimmung wird ausgeſetzt; im übrigen der Reſt des
Etats ohne Debatte nach den Beſchlüſſen der Kommiſſion
bewill igt.
Sodann wird vertagt. Nächſte Sitzung Mittwoch
2 Uhr: Etat des Reichsarchivs (Etat des Innern).
Reichseiſenbahnamt und Reichseiſenbahnen. — Schluß
4 Uhr.
Stapellauf des Linienſchiffes Kronprinz.
* Kiel, 21. Febr. Auf der in feſtlichem Schmucke
prangenden Germaniawerft erfolgte heute vormittag in
Anweſenheit der Admiräle, der dienſtfreien Offiziere der
Garniſon und der Marine, der Spitzen der Militär= und
Zivilbehörden, ſowie unter Teilnahme von verſchiedenen
Abordnungen der Stapellauf des Linienſchiffes
„Erſatz Brandenburg”. Um 10¾ Uhr trafen
Prinz und Prinzeſſin Heinrich von Preußen
mit dem Prinzen Sigismund auf der Werft ein, gleich
darauf auch die Kronprinzeſſin, deren Standarte
von der Flotte ſalutiert wurde. Die höchſten Herrſchaften
wurden vom Vertreter des Staatsſekretärs des
Reichs=
marineamts, Vizeadmiral v. Kroſigk, Herrn Krupp von
Bohlen und Halbach und den Mitgliedern der Direktion
der Germaniawerft empfangen und dann zur Taufkanzel
geleitet. Die Ehrenwache und Muſik ſtellte das erſte
See=
bataillon. Unter Führung des Vertreters des
Staats=
ſekretärs des Reichsmarineamts und in Begleitung, des
Herrn Krupp von Bohlen und Halbach und der
Schiffbau=
direktion der Werft betraten darauf die Frau
Kronprin=
zeſſin und Prinz Heinrich die Taufkanzel, während die
übrigen höchſten Herrſchaften nebſt Gefolge in dem neben
der Taufkanzel errichteten Pavillon Platz nahmen. Prinz
Heinrich von Preußen hielt folgende Taufrede:
Am 6. Mai 1867 lief in Gegenwart des preußiſchen
Geſandten Grafen v. Bernſtorff eine für Rechnung der
da=
maligen preußiſchen Marine auf der engliſchen Werft
So=
muda in London im Jahre 1866 in Bau gegebene
Panzer=
fregatte vom Stapel, welche ihre erſte Indienſtſtellung am
1. Oktober 1867 unter der Flagge des Norddeutſchen
Bun=
des erlebte, um am 4. Oktober 1892 nach einer Reihe von
Indienſthaltungen als Gefechtseinheit der Kaiſerlich
deut=
ſchen Marine endgültig außer Dienſt geſtellt zu werden.
Der Name, den dieſe Panzerfregatte trug und den Du auf
Befehl unſeres Kaiſers wieder erhalten ſollſt, verkörpert
jene Lichtgeſtalt deutſch=männlicher Ritterlichkeit, die durch
ihre alle Herzen gewinnende Leutſeligkeit in Kriegs= und
Friedenszeiten ſich in Nord und Süd feſt in die Seele des
Volkes eingrub. Mögen Deine kommenden Beſatzungen
ſich deſſen bewußt ſein, daß ein Kaiſer Friedrich einſt Dein
Namensträger war; er, der bis zum letzten Atemzuge,
ſei=
ner Herrſcherpflichten eingedenk, ſich treu blieb. So
emp=
ange denn von zarter Frauenhand, von der Gattin Deines
heutigen Namensträgers, dem Deine Beſatzungen in
künf=
tigen Zeiten die Treue zu halten haben werden, Deine
Weihe. Zuvor aber gedenken wir in Liebe und Treue
Dei=
nes oberſten Kriegsherrn: Seine Majeſtät der deutſche
Kaiſer und König von Preußen hurra! hurra! hurra! —
Die Kronprinzeſſin gab darauf dem Schiff den
Namen „Kronprinz”.
Hierauf gab die Schiffsbaudirektion den Befehl zum
Ablauf des rieſigen Schiffskörpers, der ſich unter den
Klängen der Nationalhymne und den Hochrufen der
An=
weſenden glatt und ſicher vollzog. An dem Stapellauf des
Schiffes nahm auch eine Abordnung des
Grenadierregi=
ments Kronprinz Nr. 1 in Königsberg, beſtehend aus dem
Kommandeur Oberſt Paſchen, dem Hauptmann v.
Prond=
zynski und dem Oberleutnant Rittweger, teil.
Gerichtszeitung.
* Meſeritz, 21. Febr. Die Geſellſchafterin
Koſzorowska gab als Zeugin im Prozeß
Miel=
zynski folgende Schilderung von der Tat: Als
Graf Miaczynski an jenem Abend nach dem
gemeinſchaft=
lichen Diner an die Tür des Schlafzimmers der Gräfin
klopfte, wurde ihm trotz des Proteſtes der Geſellſchafterin
von der Gräfin geöffnet. Miaczynski war betrunken und
blieb etwa eine Stunde im Zimmer der Gräfin. Auch
die Zeugin blieb in dem Zimmer. Miaczynski rauchte
fortwährend Zigaretten. Nach langem Drängen wandte
er ſich endlich zum Gehen. In dieſem Augenblick ging
das elektriſche Licht aus, und die Geſellſchafterin zündete
eine Kerze an. Als ſich dann der junge Graf zur Tür
wandte, fiel der erſte Schuß, der die Gräfin traf. Durch
den zweiten Schuß wurde Miaczynski angeblich getroffen..
* Meſeritz, 21. Febr. Im Prozeß.
Miel=
zyns ki wurde heute um 7 Uhr abends das Urteil
ge=
fällt. Der Angeklagte wurde nach halbſtündiger
Berat=
ung der Geſchworenen freigeſprochen. Er wurde
ſofort aus der Haft entlaſſen.
* Frankfurt 20. Febr. (Prozeß gegen Roſa
Luxemburg.) Der Antrag des Staatsanwalts auf
Erlaß eines Haftbefehls wurde abgelehnt. Die
Urteils=
gründe lauten: Die Angeklagte hat zwei
Verſamm=
lungen abgehalten, die öffentlich bekannt gemacht und von
mehreren Tauſend Perſonen beſucht waren. In der
Ver=
ſammlung in Fechenheim hat ſie, wie Zeugen bekunden
und die Angeklagte nicht in Abrede ſtellt, geäußert, bei
einem Kriege ſollten ſie ſich beſinnen, ob ſie es mit ihrem
Gewiſſen vereinbaren könnten, auf ihre Brüder zu
ſchie=
ßen, und betont: „Nein, auf unſere Brüder ſchießen wir
nicht!” Sie hat dann von der Einführung des
Miliz=
heeres geſprochen und dabei geäußert, daß jeder Reſerviſt
die Waffen nach Hauſe mitnehmen ſollte und daß die
Waffen in einer Richtung losgehen könnten, die die
Herr=
ſchenden nicht wollten. Ungefähr dieſelben Aeußerungen
hat ſie in der Frankfurter Verſammlung getan. Eine
Auf=
forderung zum Vorgeſetztenmord ſcheidet das Gericht aus.
Strafbar dagegen iſt die Aeußerung: „Wenn die
Mord=
waffe erhoben werden ſoll, ſo ſagen wir: Auf unſere
Brüder ſchießen wir nicht!‟ Die Angeklagte ſagt nun.
ſie habe damit nicht die Soldaten, ſondern das
Volk, das hinter ihnen ſteht, gemeint. Dieſer
Behaup=
tung konnte das Gericht nicht beitreten. Das Volk,
das hinter den Soldaten ſteht, ſoll nicht ſchießen. Sie
kann nur die Soldaten gemeint haben, die im Felde ſtehen.
Der Gehorſam der Soldaten iſt durch ſtrenge
Strafan=
drohungen im Militärſtrafgeſetzbuch geſchützt, und wenn
zum Ungehorſam gegen einen derartigen Befehl
aufge=
fordert wird, ſo wird aufgefordert zu einem Ungehorſam
gegen ein Geſetz. Verfehlurgen gegen § 111 und § 112
des Strafgeſetzbuches liegen nicht vor. Wohl aber hat
die Angeklagte zum Ungehorſam gegen das Geſetz im
all=
gemeinen nach § 110 des Strafgeſetzbuches aufgefordert.
Ihre Worte können nicht anders verſtanden werden als
eine Aufforderung vor öffentlicher Menſchenmenge zum
Ungehorſam gegen das Geſetz. Bei der
Strafbe=
meſſung hielt man ſich an die Bedeutung des Geſetzes,
gegen welches zum Ungehorſam aufgefordert wurde. Das
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 22. Februar 1914.
Nummer 53.
mindeſte, wozu die Angeklagte aufforderte, wäre, daß ein
Soldat ſich vor dem Feind gegen Befehl des Vorgeſetzten
zu ſchießen weigert. Eine ſolche Weigerung hätte eine
ſchwere Freiheitsſtrafe, eventuell den Tod zur Folge. Das
Geſetz iſt daher ein ſehr wichtiges, ſo wichtig, daß die
Nichtbefolgung unter ſchwere Strafe geſtellt iſt. Es hat
dem Gericht nahe gelegen, an die höchſte Strafe (zwei
Jahre Gefängnis) heranzugehen. Wenn dies nicht
ge=
ſchah, ſo war es deswegen, weil die Angeklagte ſeit einer
Reihe von Jahren nicht mit dem Geſetz in Konflikt
ge=
kommen iſt und weil es ſich um eine Frau handelt, deren
Geſundheit durch eine längere Freiheitsſtrafe empfindlich
betroffen würde. Für jeden Fall des Vergehens nach
§ 110 wurde auf neun Monate Gefängnis erkannt, was
zu einer Geſamtſtrafe von einem Jahre
Ge=
fängnis zuſammengezogen wurde.
Luftfahrt.
* Berlin, 21. Febr. Der Militärattaché der hieſigen
türkiſchen Botſchaft, Oberſtleutnant Djemil Bey, ſtattete
heute den Rumplerwerken in Johannisthal
einen längeren Beſuch ab. Hierbei äußerte er ſich ſehr
befriedigt über die Werke, die deutſchen Apparate und
deren Konſtruktion, die ſo vorzüglich ſei, daß die Flugzeuge
mit den franzöſiſchen ohne weiteres konkurrieren könnten.
Djemil Bey beteiligte ſich auch an einem Sturmflug von
15 Minuten Dauer, wobei der Flieger, um die Stabilität
des Apparates auch bei heftigem Winde zu beweiſen, mit
hochgehobenen Händen, ohne das Steuer zu berühren,
flog.
Der Fürſt von Albanien.
* Neuwied, 21. Febr. Die albaniſche
Depu=
tation traf um halb 1 Uhr hier ein. Sie wurde am
Bahnhof durch den Kammerdirektor v. Hepke empfangen
und in Automobilen zum Schloß gebracht. Im großen
Empfangsſaale ging in Anweſenheit der geſamten
fürſt=
lichen Familie der feierliche Akt der Annahme der
Krone vor ſich. Prinz zu Wied trug dabei die Uniform
des 3. Ulanen=Regiments.
* Neuwied, 21. Febr. Aus Anlaß der
An=
weſenheit des Prinzenpaares Wilhelm zu
Wied und der Annahme der Krone ſind die
Stra=
ßen feſtlich geſchmückt. Am Bahnhofe iſt eine Ehrenpforte
errichtet. Die albaniſche Abordnung, beſtehend
aus 17 Herren, traf mit halbſtündiger Verſpätung auf dem
hieſigen Bahnhofe ein, wo ſie von dem Kammernherrn
General v. Hepke empfangen wurde. Im offenen Wagen
erfolgte ſodann die Fahrt nach dem Schloſſe. In den
Straßen, durch die die Wagen fuhren, hatte ſich ein
zahl=
reiches Publikum eingefunden. Um 1 Uhr 15 Minuten
trafen die Herren im Schloß ein und wurden dort in den
unteren Empfangsſaal geführt, wo Eſſad Paſcha jedes
Mitglied der Delegation dem Hofmarſchall Freiherrn von
Malchus vorſtellte. Sämtliche albaniſchen Herren waren
im Frack und Zylinder. Nach der Vorſtellung traten
hin=
tereinander Prinz und Prinzeſſin Wilhelm, der Fürſt
und die Fürſtin zu Wied, Prinz und Prinzeſſin Viktor,
ſo=
wie die Prinzeſſinnen Eliſabeth und Luiſe in den Saal
ein. Der Prinz ging auf Eſſad Paſcha zu und ſagte ihm
einige Worte der Begrüßung. — Darauf hielt Eſſad
Paſcha in albaniſcher Sprache folgende Anſprache:
„Alteſſe! Die Delegation, als deren Präſident ich mich
vorzuſtellen die hohe Ehre habe, die gekommen iſt, um Sie
zu bitten, die Krone und den Thron des freien und
unab=
hängigen Albaniens anzunehmen, hält ſich für überaus
glücklich, dieſe ihre Miſſion erfüllen zu können, mit der ſie
von ganz Albanien beauftragt worden iſt. Durchlaucht!
Unſere Nation, welche bei anderen Gelegenheiten für ihre
Unabhängigkeit ſo hartnäckig gekämpft hat, mußte ſpäter
durch unglückliche Zeiten gehen; aber nie hat ſie dabei
ver=
geſſen ihre glorreiche Vergangenheit, nicht ihr
Albaner=
tum; und ſie hat es verſtanden, den nationalen Geiſt und
die Sprache ihrer Väter ſich zu bewahren. Die politiſchen
Veränderungen, die ſich in letzter Zeit auf dem Balkan
er=
eignet haben, die Sorge und die Hilfe europäiſcher
Groß=
mächte haben es Albanien erlaubt, ſich zu einem freien und
unabhängigen Staate zu konſtituieren, und die Albaner
ſind auch überaus glücklich und erfreut, daß Eure
Durch=
laucht, der Sohn einer auf dem Gebiete der Wiſſenſchaft,
der Kultur und des Ruhmes ſo großen Nation, es
ange=
nommen haben, unſer Souverän zu ſein. Möge der
All=
mächtige Eurer Durchlaucht hohes Haus zum Heil
Alba=
niens bewahren und beſchützen! Die Albaner werden ohne
Ausnahme ſtets treue Untertanen Eurer Durchlaucht und
ſtets bereit ſein, Eurer Durchlaucht in Ihren
Anſtrengun=
gen zu helfen und das albaniſche Volk zu einer glücklichen
und glorreichen Zukunft zu führen. Es lebe Seine Majeſtät
der König von Albanien!”
Auf die Anſprache Eſſad Paſchas erwiderte Prinz
Wilhelm zuu Wied in deutſcher Sprache:
„Exzellenz! Als Abordnung aus ganz Albanien ſind
Sie hierher gekommen, um mir den Thron Ihres Landes,
das nach vielerlei Kämpfen und Schwierigkeiten nun
end=
lich ſeine Freiheit wiedererlangt hat, anzubieten. Ich
be=
grüße Sie herzlichſt hier in Neuwied, meiner Vaterſtadt
und dem Schloſſe meiner Ahnen. Hier wollte ich Sie gern
empfangen, damit Sie meine Heimat kennen lernen. Es
war mein beſonderer Wunſch, daß eine Deputation aus
Albanien zu mir kam, um mir die Bitte des Volkes zur
Annahme des Thrones Ihres Landes zu übermitteln.
Nachdem die Großmächte, deren gütigen Hilfe und
Unter=
ſtützung das Land ſeine Entſtehung als unabhängiger
Staat verdankt, mich zum Herrſcher Ihres Landes
deſig=
niert haben, möchte ich Ihnen ſagen, daß ich den Thron
Ihres Landes annehme und daß wir Ihnen in Ihr Land.
als unfere neue Heimat folgen werden. Nicht leichten
Herzens habe ich dieſen Entſchluß gefaßt. Nach
monate=
langer Ueberlegung habe ich mich dazu bereit erklärt. Die
Größe und Schwierigkeit der Verantwortung ſchreckte mich,
Nun ich mich dazu entſchloſſen habe, werde ich aber mit
ganzem Herzen und ganzer Kraft dieſem meinem neuen
Lande angehören. Ich hoffe und erwarte, in allen
Alba=
niern eifrige und freudige Mitarbeiter zu finden, um
die=
ſen Staat zu begründen und weiter auszubauen. Bringen
Sie mir das gleiche Vertrauen entgegen ſo wie ich Ihnen,
dann wird die gemeinſame Arbeit mit Hilfe des
Allmäch=
tigen von Erfolg gekrönt ſein. Gern und dankbar
ver=
nehme ich von Ihnen die Verſicherung Ihrer Treue, dieſer
Treue, die in Albanien von jeher gültig und in der ganzen
Welt berühmt iſt. Im Vertrauen auf die Unterſtützung
aller Albanier und in gemeinſamer treuer Arbeit wird es
uns hoffentlich gelingen, Albanien einer glücklichen und
glorreichen Zukunft entgegenzuführen. Hoch Albanien!”
Nachdem der Prinz geendet hatte, ſtellte Eſſad Paſcha
den Fürſtlichkeiten die Herren der Delegation vor. Einige
Worte wechſelten noch der Fürſt zu Wied und Prinz Viktor
mit Eſſad Paſcha und dann begaben ſich die Herrſchaften
zum Diner nach dem Rokokoſaale des Fürſtlichen
Schloſſes. Während des Diners brachte Eſſad Paſcha ein
Hoch auf das Fürſtenhaus zu Wied aus. Fürſt Friedrich
zu Wied antwortete mit einem Hoch auf Albanien.
Nach dem Diner begab ſich die albaniſche Geſandtſchaft nach
Schloß Monrepos. Abends um 8 Uhr erfolgt die Abfahrt
nach Waldenburg.
* Waldenburg (Sachſen), 21. Febr. Das
Prin=
zenpaar zu Wied trifft am Sonntag mittels
Auto=
mobils hier ein. Die Ankunft der albaniſchen
De=
putation iſt auf Montag nachmittag 3 Uhr feſtgeſetzt.
* Wiesbaden, 21. Febr. Wie ein nach Neuwied
geſandter Sonderberichterſtatter der Wiesbadener Zeitung
aus dortiger zuverläſſiger Quelle erfährt, wird, entgegen
änderweitiger Meldung, Prinz Wilhelm zu Wied
doch nach Petersburg reiſen. Nach dieſer
Informa=
tion wird der Prinz, ehe er nach Durazzo reiſt, am 24.
Fe=
bruar ſich nach Petersburg begeben, um dem Zaren ſeine
Aufwartung zu machen.
* Malta, 20. Febr. Der engliſche Kreuzer
„Glouceſter” wird morgen nach Trieſt abgehen. Er
wird von dort den Prinzenzu Wied nach Durazzo
begleiten.
Unfälle durch Exploſionen.
* Frankfurt a. M., 21. Febr. Von den vier bei
der geſtrigen Exploſion im Städtiſchen
Elek=
trizitätswerk Verunglückten ſind im Laufe
des geſtrigen Abends der Obermaſchiniſt Karl
Schnei=
dar aus Niederrad und der Maſchinenmeiſter Henne
geſtorben. Dem Ingenieur Keller von der Firma
Brown, Boveri u. Co.=Mannheim iſt ein Bein bis zum
Oberſchenkel ampuhiert worden, außerdem hat er
ſchwere Schädelderletzungen davongetragen. Die
Kopf=
verletzungen des Obermaſchiniſten Korte ſind
erheb=
licher, als angenommen war. Für beide beſteht vorerſt
keine Lebensgefahr.
* London, 21. Febr. Eine amtliche Darſtellung der
Exploſion auf den Nobelwerken in Ardeer
lautet: Kurz nach 10 Uhr flog ein Gebäude in dem
Ex=
ploſivſtoffe gemiſcht wurden, in die Luft. Die Exploſion
ſprang faſt unmittelbar auf ein kleines Magazin über, wo
aber keine Arbeiter waren. Die Gebäude wurden
voll=
ſtändig zerſtört und auch an den anderen Gebäuden im
Werke wurde viel Schaden angerichtet. Gegenwärtig läßt
ſich nichts beſtimmtes über die Urſache des Unglücks
an=
geben. Man glaubt, daß ſich mindeſtens 6000 Pfund
Sprengſtoff in dem Miſchhauſe befanden. Bisher hat ſich
nie eine Melenitenexploſion ereignet. Namentlich unter
den jungen Mädchen und Frauen, die in dem Werke als
Packerinnen beſchäftigt waren, war die Panik ſehr groß.
Viele von den Packerinnen, die an das Meer flohen,
wur=
den von herabfallenden Trümmern getroffen und erlitten
Schnittwunden. Viele Frauen wurden ohnmächtig und
mußten auf Tragbahren fortgetragen werden. Die
Leichen der Umgekommenen ſind ſchrecklich verſtümmelt
und man glaubt, daß ein Sarg genügen wird, um alle
auf=
gefundenen Leichenteile aufzunehmen.
Ein engliſcher Farmer in Mexiko
ſtandrechtlich erſchoſſen.
* El Paſo (Texas), 20. Febr. Der engliſche
Farmer Benton iſt nach Mitteilungen, die ſeiner
Witwe von dem amerikaniſchen Konſul in Juarez
zuge=
gangen ſind, am Mittwoch abend ſtandrechtlich
er=
ſchoſſen worden. Das Kriegsgericht habe ihn für
ſchuldig befunden, an einer Verſchwörung gegen das
Leben des mexikaniſchen Inſurgentenführers Villa
betei=
ligt geweſen zu ſein.
* El Paſo, 20. Febr. Das Kriegsgericht,
von dem der engliſche Farmer Benton abgeurteilt
wurde, erklärte ihn für ſchuldig, ſich verſchworen und
den General Villa gereizt zu haben. Benton wurde
noch an demſelben Abend erſchoſſen. Am Vormittag
hatte Benton erklärt, daß er General Villa aufſuchen und
ihm ſagen wolle, was er von ihm und ſeinen Truppen
dächte, die ſeine Farm geplündert hatten.
* El Paſo, 20. Febr. Man nimmt an, daß
Gene=
ral Villa zur Verteidigung der Hinrichtung des
Eng=
länders Benton erklären wird dieſer habe einen
Revolver gezogen. Ein Vetter von Benton erklärt aber,
daß Benton nicht bewaffnet war, als er nach Juarez
ging. Benton lebte ſeit 27 Jahren in Mexiko. Er hatte
General Villa kennen gelernt, als dieſer ſich auf der Flucht
befand. Der Vorfall hat hier große Erregung
hervorge=
rufen, und das allgemeine Urteil iſt, daß in Mexiko kein
Ausländer mehr ſicher iſt. General Villa iſt plötzlich nach
Chihuahua aufgebrochen.
* El Paſo, 21. Febr. Die ſtandrechtliche
Er=
ſchießung des engliſchen Farmers Benton durch die
Inſurgenten in Mexiko hat einen Sturm der Entrüſtung
an der Grenze hervorgerufen. In einer
Maſſenverſamm=
lung, die geſtern hier abgehalten wurde, wurden
Reſolu=
tionen angenommen, in denen das Staatsdepartement in
Waſhington ſcharf kritiſiert wird, weil es den
Konſulats=
bericht über die Erſchießung Bentons unterdrückt habe.
Weiterhin wird der Kongreß erſucht, eine erſchöpfende
Auskunft über die verbrecheriſchen und geſetzwidrigen
Handlungen zu verlangen, die angeblich gegen Ausländer
in Mexiko begangen worden ſind. Die
Maſſenverſamm=
lungen bilden den Abſchluß eines Tages großer
Auf=
regung. Der Bürgermeiſter hatte die Abhaltung der
Ver=
ſammlung im Freien unterſagt, da darin eine große
Ge=
fahr liege. Nach Mitteilungen der Witwe Bentons hatte
der Streit ihres Gatten mit dem Inſurgentenführer Villa
ſeinen Urſprung darin, daß Benton von Villa die
Erlaub=
nis erbat, 400 Stück Vieh von hier nach den Vereinigten
Staaten bringen zu dürfen. Villa habe dieſes Geſuch mit
der Erklärung abgelehnt, er könne das Vieh ſelber
gebrauchen.
* El Paſo 21. Febr. Ein Engländer namens
Stewart erklärte, daß man die beiden Engländer
Lau=
rence und Stuart, die am Mittwoch nach Juarez
gingen, um Benton aufzuſuchen, nicht auffinden könne.
Stewart war begleitet von einem Mitgliede des
General=
ſtabes des Generals Villa. Er ſoll geſtern Laurence und
Stuart in den Gefängniſſen von Juarez geſucht, aber keine
Spur von ihnen gefunden haben.
* Mexiko, 21. Febr. Der Fall Benton hat hier
große Erregung hervorgerufen. Die Führer der
engliſchen Kolonie bereiten eine Verſammlung vor, um
auf einen beſſeren Schutz der Engländer im
Aufſtandsgebiet zu dringen. Die Zeitung
Eve=
ning Poſt meldet, daß es in Waſhington für
unwahr=
ſcheinlich gilt, daß der Fall Benton die Haltung Englands
irgendwie ändern könnte.
* Waſhington, 20. Febr. Staatsſekretär Bryan
bat nach den heutigen Kabinettsberatungen eine ſofor=
tige Unterſuchung über die Tötung des Engländers
Brenton angeordnet.
* Waſhington, 21. Febr. Nach amtlichen
De=
peſchen der amerikaniſchen konſulariſchen Vertretungen gab=
General Villa über die Erſchießung des
eng=
liſchen Farmers Benton folgende Erklärungt
Benton kam bewaffnet in das Lager der Revolutionäre.
Es entſtand ein Wortwechſel, in deſſen Verlauf Benton
den Revolver hervorzog und auf Villa zum Schuß
anlegte. Er wurde entwaffnet. Bei ſeiner Vernehmung
vor dem Kriegsgericht nahm General Villa den
Stand=
punkt ein, daß Benton als Ausländer einen Offizier
be=
droht habe und deshalb nicht länger als Nichtkombattant
das Recht in Anſpruch zu nehmen geignet war.
Großherzogliches Hoftheater.
Samstag, 21. Februar.
Fidelio.
W-l. In der heutigen Aufführung von Beethovens
„Fidelio”, die als Volksvorſtellung vor ausverkauftem
Hauſe ſtattfand, ſetzten die beiden Gäſte vom Mittwoch ihr
Gaſtſpiel fort. Die Marzelline ſang Frau May=Favre.
Sie bewies, daß ſie geſanglich und darſtelleriſch routiniert
und eine Sängerin iſt, die nichts verdirbt: Ihre Stimme
iſt für eine Soubrette reichlich maſſig und entbehrt, wie
ihre Erſcheinung, des Charmes; an Stelle der
perſön=
lichen Note, die die Künſtler intereſſant macht, tritt die
Routine. Verſchweigen können wir dies nicht, wenn wir
ein Urteil über ihre Qualifikation für das Soubrettenfach
abgeben ſollen. In der Partie des Floreſtan entfaltete
Herr Waſchmann mehr tonliche Energie als am erſten
Abend. Aber das Vibrieren der Stimme und eine
un=
gleichmäßige, oft unedle Tongebung beeinträchtigten ſtark
den Eindruck der Kerkerarie, die überdies höhere
Anfor=
derungen an den Vertreter der Floreſtan=Partie ſtellt:
Nach dem Geſagten tragen wir Bedenken, das
Engage=
ment der Gäſte zu empfehlen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 21. Febr. Dem Ständigen Komitee
für die vom Hochwaſſer betroffenen Hilfs=,
bedürftigen ſind u. a. überwieſen worden: von der
Stadt Hamburg 5000 Mark, von der Stadt Breslau 3000
Mark, von der Allgemeinen Deutſchen Kreditanſtalt in
Leipzig 1000 Mark, von der Baronin Mathilde Rothſchild=
Frankfurt a. M. 2000 Mark, von der Continental=
Kaut=
ſchuck= und Guttapercha=Kompagnie in Hannover 1000
Mark. Kleidungsſtücke ſind an den Landrat des Kreiſes
Heydekrug, Peters in Heydekrug (Oſtpreußen), zu ſenden.
Die Eiſenbahndirektionen befördern ſolche unentgeltlich,
Weitere Geldſpenden ſind dringend erforderlich und
wer=
den entgegengenommen von den Provinzialkomitees den
bekannten Zahlſtellen und vom Bureau, Berlin,
Alſen=
ſtraße 10.
* Berlin, 21. Febr. Der Beſuch unſerer
atlan=
tiſchen Diviſion in Rio de Janeiro wurde
nach telegraphiſchen Meldungen von dort durch den Tod
des Marineſtabsingenieurs Schädle vom Flaggſchiff
„Kaiſer” getrübt. Wenn auch amtliche Nachrichten bei den
hieſigen zuſtändigen Stellen noch nicht eingsgangen ſind,
ſo ſcheint doch feſtzuſtehen, daß Schädle, als er vor
einigen Tagen einen geiſteskrank gewordenen Matroſen
an einem Selbſtmordverſuch hindern wollte,
durch eine Kugel in den Unterleib getroffen
wurde. Infolge der erhaltenen Verletzung iſt der
all=
gemein beliebte und verdiente Stabsingenieur heute
ge=
ſtorben.
* München, 21. Febr. Die Berliner Korreſpondenz
weiß zu melden, daß der König von Bayern den
Plan einer Amerikareiſe ins Auge gefaßt habe und
wolle, falls nicht andere Dispoſitionen den Plan
durch=
kreuzten, einer Einladung des Generaldirektors Ballin
folgend, im Juni 1914 mit dem neuen Dampfer der
Ham=
burg-Amerika=Linie Vaterland” die Reiſe nach Amerika
antreten. Die Rückkehr ſei mit demſelben Schiffe
vorge=
ſehen, an dem der König als Taufpate ein beſonderes
In=
tereſſe nähme. Auf Erkundigung an zuſtändiger Stelle
wird den Münchener Neueſten Nachrichten dazu mitgeteilt,
daß dem König tatſächlich der Vorſchlag einer
Amerika=
reiſe mit dem Dampfer „Vaterland” gemacht wurde, der
König ſich jedoch entſchloſſen habe, die Reiſe nicht zu
unter=
nehmen.
* Konſtanz. 21. Febr. Die für die Wahl des
Oberbürgermeiſters eingeſetzte Kommiſſion wird
nach einer Vereinbarung der Nationalliberalen,
Fort=
ſchrittler und Sozialdemokraten den Bürgermeiſter und
Landtagsabgeordneten Dietrich in Kehl als einzigen
Kandidaten dem Gemeindekollegiam in Vorſchlag
brin=
gen. Das Zentrum verhält ſich ablehnend.
* Dresden, 21. Febr. In dem Prozeß, den der
frühere Direktor der Albert=Theater=Aktiengeſellſchaft,
Maxim René, gegen die Geſellſchaft wegen angeblich
ver=
tragswidriger Entlaſſung angeſtrengt hatte,
wurde heute das Urteil gefällt. Danach wird René
mit der Klage abgewieſen, und es werden ihm die Koſten
des Rechtsſtreites auferlegt. Irgendwelche Entſchädigung
hat die Albert=Theater=Aktiengeſellſchaft an René nicht
zu zahlen.
* Hamburg, 21. Febr. Der Senat beantragte bei
der Bürgerſchaft die Schaffung von drei neuen
Profeſſuren für Sprache und Kultur Japans, für
die Kultur und Geſchichte Indiens und für die Geſchichte
Rußlands, ſowie die Errichtung einer
kolonialgeſchicht=
lichen Abteilung am Hiſtoriſchen Seminar.
* Hamburg, 21. Febr. Als ſich heute morgen fünf
Perſonen des Kieler Dampfers „Normal” in einem Boot
an Bord begeben wollten, kentertedasBoot im
Zoll=
kanal und die Inſaſſen fielen ins Waſſer. Zwei
er=
tranken, die anderen ſchwammen an Land.
* Paris, 21. Febr. Das Unterſtaatsſekretariat der
Handelsmarine erklärt, für morgen, Sonntag, ſei die
Ab=
fahrt eines transatlantiſchen Dampfers, der den
Poſt=
dienſt nach China beſorgt, geſichert.
* Wexford, 21. Febr. 14 Mannn, die dem Schoner=
„Mexicao” Hilfe bringen wollten, ſind
ertrun=
ken. Sechs Leichen wurden an Land geſchwemmt. Die
geſamte Beſatzung des „Mexicao” iſt gerettet.
* Wexford, 21. Febr. Nach den letzten Nachrichten
von heute nachmittag ſind nur drei Mann von der
Rettungsmannſchaft umgekommen. Die gerettete Be= der „Mexiko” beſindet ſich in erſchöpftem Zuſtande
auf den Klippen. Das Schiffſelbſt iſt
vollſtän=
dig verloren.
* Wezford, 21. Febr. Drei Leichen, anſcheinend
diejenigen Leute, die ſich in dem verlorenen Rettungsboote
Nummer 53.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 22. Februar 1914.
Seite
bfanden, wurden vom Meere ans Land
ge=
ſchwemmt.
* London, 21. Febr. Durch eine
Ueberſchwem=
jung in den Grafſchaften Leitrim und
Roscom=
ſon in Irland ſind weite Landſtrecken unter
Paſſer geſetzt worden. Die Straßen ſind
unpaſſier=
hr. Die Bevölkerung zahlreicher Stellen iſt von den
Städten abgeſchnitten. In der Umgebung der Stadt
garrick on Shannon machen ſich die Bewohner bereit,
n die höher gelegene Villengegend zu fliehen. Die
ſebensmittelverſorgung erfolgt durch Boote. In Carrich
m Shannon ſtehen die Straßen vollſtändig unter Waſſer.
ſie Flut ſteigt noch, Bäume ſind entwurzelt, Hafer, Mais,
feu und andere landwirtſchaftliche Produkte litten
gro=
ſen Schaden.
Belgrad, 21. Febr. In der Skupſchtina
er=
ſiderte der Kriegsminiſter auf eine Anfrage, daß die
linberufenen Reſerviſten erſten Aufgebots nach
r Rekrutenausbildung, das iſt längſtens am 1. April,
ſjeder beurlaubt werden.
* Valona, 21. Febr. Die
Kontrollkommiſ=
ſion hat im Einvernehmen mit den holländiſchen
Gen=
farmerieoffizieren den Belagerungszuſtand
auf=
ehoben.
* Waſhington, 21. Febr. Der Senatratifizierte.
ſe Schiedsgerichtsverträge mit
Großbritan=
ſien, Japan, Italien, Spanien, Norwegen, Schweden,
Por=
ſgal und der Schweiz.
— Berlin, 21. Febr. In der Berchtesgadener Straße
ſchoß heute nacht die Putzmacherin Charlotte Liefeld auf
ihren Geliebten, den Reiſenden Kurt Gleſinger,
meh=
ſere Revolverſchüſſe ab und verletzte ihn ſchwer.
Der Grund iſt vermutlich Eiferſucht.
— Charlottenburg, 21. Febr. Vor dem Bahnhof
Char=
bttenburg am Stuttgarter Platz wurde der ruſſiſche
Kauf=
nann Karl Ronn von einer Automobildroſchke
berfahren. Er wurde ſterbend in das Krankenhaus
Weſtend gebracht.
— Brandenburg a. d. Havel, 21. Febr. Großfeuer
erſtörte die Schuhwarenfabrik Adolf Fuchs
n den Annenſtraße. Etwa 120 Arbeiter ſind brotlos. Der
Schaden beträgt über 100000 Mark.
Von der deutſchen Militärmiſſion in Konſtantinopel.
* Straßburg, 21. Febr. Der Standort Straßburg wird,
wie aus beſter Quelle verlautet, zu der deutſch=türkiſchen
Militärmiſſion einen weiteren Teilnehmer ſtellen.
Hauptmann Hunger, Kompagniechef im Infanterie=
Regiment Nr. 132, tritt als Oberſt zu der osmaniſchen
Armee über. Der noch junge Offizier hat den Feldzug in
Deutſch=Südweſtafrika mitgemacht.
Schreckenstaten chineſiſcher Banden.
* Peking, 21. Febr. Bei der Plünderung
Liu=
hntſchaus am 29. Januar durch Räuber unter
Füh=
frung des Weißen Wolf wurden von ihnen 1300
Män=
ner, Frauen und Kinder niedergemacht.
25000 Mann ſtarke Truppen nähern ſich jetzt dem
be=
feſtigten Platze des Weißen Wolf bei Tſchangyong in
Kwantung, wo 2000 Räuber weilen, von denen die Hälfte
mit modernen Gewehren bewaffnet ſind. Man meint,
daß die zur Bande des Weißen Wolf gehörenden Räuber
den Mittelpunkt für einen neuen Aufſtand bilden werden,
wenn nicht die Gelegenheit benutzt wird ſie auszurotten;
ldie Truppen zeigen jedoch eine ſtarke Abneigung gegen
ſeinen ſolchen Angriff.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Wie magere Leute volle Körperformen
erlangen können.
Den zahlloſen Präparaten und Behandlungen nach zu
ſchließen, welche fortwährend gegen Magerkeit, zur
Ent=
wicklung der Büſte, ſowie im allgemeinen zur
Umwand=
lung hagerer, eckiger Formen in die normale Fülle
blühen=
der Geſundheit und Schönheit annonciert werden,
exiſtie=
ren augenſcheinlich eine Menge Leute beiderlei Geſchlechts,
denen ihr mageres, überſchlankes Ausſehen ſehr
nahe=
geht. Für dieſe dürfte die nachſtehende Vorſchrift für ein
fleiſchbildendes Nähr= und Kräftigungsmittel zweifellos
von Intereſſe ſein, mit dem in ſolchen Fällen Abhilfe
ge=
ſchaffen werden kann. Bei einigermaßen regelmäßiger
Anwendung erzielt man nämlich meiſt ſchon in kurzer
Zeit eine ganz erfreuliche Gewichtszunahme. Mit dieſer
geht eine Hebung des Allgemeinbefindens Hand in Hand,
und das Auftreten von großer Schwäche, Nervoſität und
anderer läſtiger Begleiterſcheinungen übergroßer
Mager=
keit wird verhindert; trübe Augen werden hell, und friſche,
roſige Wangen zeugen von guter Geſundheit.
Das abſolut harmloſe Mittel kann man ſich in jeder
Apotheke nach folgendem Rezept zuſammenſtellen laſſen:
15 gr Cardamommtinktur, 90 gr einfacher Zuckerstrup,
60 gr Salrado comp. Man miſche die Beſtandteile in einer
Flaſche von 250 gr Inhalt gut durcheinander und fülle
dann mit deſt. Waſſer vollſtändig auf. Man nehme davon
1—2 Eßlöffel etwa 20 Minuten vor jeder Mahlzeit und
vergeſſe beim Eſſen nicht, alles tüchtig zu kauen.
Zur Beachtung! Obwohl das obige Rezept ſich
auch bei körperlicher Entkräftung uſw. vorzüglich bewährt
hat, ſollte es wegen ſeiner fleiſchbildenden Eigenſchaften
doch nur von ſolchen angewandt werden, welche an
Körpergewicht zunehmen möchten.
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wenn Deinem Kinde etwas fehlt.
Wenn Dein Kind unwohl iſt, dann dürfte in den
n eiſten Fällen eine gelinde Reinigung der
Verdauungs=
organe und Regelung des Stuhlganges als erſtes am
Platze ſein.
Sieh Dir die Zunge an, Mutter! Iſt dieſe weiß
oder gelblich belegt, dann hapert es ſicher in der
Ver=
dauung. Ein Teelöffel voll des beliebten Californiſchen
Feigen=Syrups „Califig” tut da die beſten Dienſte. Seine
abführende Wirkung iſt milde, unſchädlich und bei
alle=
dem ſo prompt und gründlich, daß Appetit, geſunder
Schlaf und frohe Laune bald wiederkehren. „Califig”
wird aus reinen Frucht= und Pflanzenſäften bereitet,
hne chemiſche Zuſätze. Seiner vorzüglichen Eigenſchaften
wegen — Woblgeſchmack, zuverläſſige Wirkung —
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wenden ihn viele Aerzte in der eigenen Familie und
bezeichnen ihn als das beſte Hausmittel gegen Verſtopfung
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Dampfernachrichten.
Nordd. Lloyd, Bremen. Mitgeteilt von dem
Ver=
treter: Anton Fiſcher in Darmſtadt, Frankfurterſtr. 12/14.
„Kronprinzeſſin Cecilie‟ 19. Febr. 8 Uhr vorm. in Neapel
angekommen. „Berlin” 19. Febr. 11 Uhr vorm. von
Genua nach Neu=York abgegangen. „Chemnitz” 19. Febr.
1 Uhr nachm. in Baltimore angekommen. „
Branden=
burg‟ 19. Febr. 11 Uhr 45 Min. vorm. in Bremen
an=
gekommen. „York” 19. Febr. 2 Uhr nachm. von Genua
abgegangen. „Prinzeß Alice” 20. Febr. 9 Uhr vorm.
in Antwerpen angekommen.. „Mark” 20. Febr. 11 Uhr
vorm. in Yokohama angekommen. — Auſtralien=Linie:
„Alrich” 13. Febr 11 Uhr nachm. in Suez angekommen.
„Elſaß” 19. Febr. 3 Uhr nachm. von Brisbane abgeg.
„Ganelon” 19. Febr. 1 Uhr nachm. von Bremerhaven
abgegangen. „Gießen” 19. Febr. in Antwerpen angek.
— Alexandrien=Linie: „Schleswig‟ 19. Febr. 7 Uhr vorm.
in Alexandrien angekom. — Singapore=Linie: „Manila”
20. Febr. von Eitape nach Kaewtang abgegangen.
„Kleiſt” 18. Febr. 8 Uhr nachm. in Hongkong angek.
Familiennachrichten.
222enggeegeecgeeeeee.
Da es uns nicht möglich ist, für die vielen
Glückwünsche und Geschenke, die uns
an-
läßlich der Feier unserer goldenen Hochzeit
von allen Seiten zuteil geworden sind, jedem
einzelnen zu danken, so sprechen wir auf
diesem Weg unseren herzlichsten Dank aus.
Bürgermeister Benz u. Frau
Arheilgen.
(5041
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Hierdurch die ſchmerzliche Mitteilung, daß
meine liebe Tochter, unſere teure Schweſter
und Couſine
(5044
Mariechen
im Alter von 27 Jahren nach langem, ſchwerem
Leiden heute nachmittag ſanft verſchieden iſt.
Um ſtille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen:
Bäckermeister August Breitwieser Wwe.
Ober=Ramſtadt, 21. Februar 1914.
Die Beerdigung findet am Montag,
nachmit=
tags 2 Uhr, vom Sterbehaus
Darmſtädter=
ſtraße 8 aus, ſtatt.
Dankſagung.
Für die überaus zahlreichen Beweiſe
herz=
lichſter Teilnahme bei dem allzufrühen Hinſcheiden
unſerer geliebten, unvergeßlichen Tochter, Schweſter,
Schwägerin und Tante
(5042.
Marie Hotz
ſagt aufrichtigen Dank
Familie Ph. Hotz,
Riegerplatz 7.
Darmſtadt, den 21. Februar 1914.
Dankſagung.
Für die bewieſene herzliche
Teil=
nahme bei dem uns betroffenen
ſchweren Verluſt ſagen wir hiermit
unſeren innigſten Dank.
Familie Keßler.
Darmſtadt, Düſſeldorf, Leipzig,
den 20. Februar 1914. (*4632
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die über der Oſtſee lagernde Depreſſion iſt oſtwärts
abgezogen. Auf ihrer Rückſeite verſtärkte ſich der Druck
und brachte uns geſtern vorübergehende Aufheiterung.
Von Weſten naht eine neue ſtarke Depreſſion mit ihrem
Kern über England. Wir dürften unter ihrem Einfluß
mit wolkigem, regneriſchem Wetter zu rechnen haben.
Ausſichten in Heſſen für Sonntag, den 22. Febr.:
Meiſt trüb und wolkig, Regenfälle, ſüdweſtliche Winde.
Tageskalender.
Sonntag, 22. Februar.
Großh. Hoftheater Anfang 3½ Uhr, Ende 5½
Uhr (Volksvorſtellung): „Die ſpaniſche Fliege‟
Abendvorſtellung: Anfang 7½ Uhr, Ende 10½ Uhr
(Ab. D): „Die Fledermaus”
Maskenbälle uſw.: Kath. Geſellenverein um 8.11
Uhr im Geſellenhaus. — Geſangverein „Einigkeit” um
7.11 Uhr im „Chauſſeehaus”. — Stammtiſch=Geſellſchaft
„Die Eiskalten” um 4.11 Uhr im Reſtaurant „
Roſen=
höhe‟. — „Stadt Pfungſtadt” um 4 Uhr. — Gaſthaus
„Zum Schwanen” zu Eberſtadt um 4 Uhr. — „
Darm=
ſtädter Hof” zu Traiſa um 4 Uhr.
Närriſches Volksfeſt der Kaufm. Stenographen=
Geſellſchaft „Gabelsberger” um 7.11 Uhr im „
Kaiſer=
ſaal”.
Kabarett=Abend der Turngemeinde Darmſtadt um
8.11 Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz.
Karnevaliſtiſche Konzerte uſw.: Ludwigshöhe
um 4 Uhr. — Hotel Heß um 4 Uhr. — Bürgerkeller um
4 Uhr. — Schloß=Café um 2 Uhr. — Café Union um
4 Uhr. — Café Metropole um 4 Uhr. — Perkeo um
4 Uhr. — Hanauer Hof von 11 Uhr ab. — Hotel
Darm=
ſtädter Hof. — Café zur Oper. — Café Ernſt
Lud=
wig. — Palais=Reſtaurant. — Schützenhof um 5.11
Uhr. — Rummelbräu um 4 Uhr. — Reſtaurant Maul.
Verſteigerungskalender.
Montag 23. Februar.
Hofreite=Verſteigerung des Joh. Georg Wolf
(Soderſtraße 101) um 11 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 9½ Uhr
Saalbauſtraße 73.
Holzverſteigerung um 9 Uhr in der Güntherſchen
Gaſtwirtſchaft zu Roßdorf.
Holzverſteigerung um 9 Uhr im Gaſthaus „Zur
Sonne” zu Weiterſtadt.
Stammholz=Verſteigerung um 9½ Uhr im
Eberſtädter Gemeindewald (Zuſammenkunft auf dem
Bäckerweg am Eingang des Waldes).
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Max Streeſe; für den Anzeigenteil,
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
ben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
in die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen;
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
verden nicht zurückgeſandt.
Unſere Illuſtrierte Tiefdruck=Beilage
kann jetzt auch von unſeren auswärtigen Abonnenten bei unſeren Agenturen und bei ſämtlichen
Poſtanſtalten abonniert werden, bei letzteren unter der Bezeichnung:
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 22. Februar 1914.
Nummer 58.
Naturliche Muneralwasser.
Bilin, Sauerbrunnen; Brückenau, Wernazquelle; Carlsbad,
Mühl-
brunnen; Dürkheimer Maxquelle; Ems, Kränchen; Friedrichshall
Bitterswasser; Giesshübl, Sauerbrunnen; Levico‟ Marienbad
Kreuzbrunnen; Mergentheim, Karlsquelle; Neuenahr, Sprudel;
Offenbach, Kaiser-Friedrich-Quelle Ober-Salzbrunn, Kronenquelle
und Oberbrunnen; Ofen Hunyjadi Janos; dto. Apenta; Salzschlirk,
Bonifaciusbrunnen Kgl. Selters; Vichy, Celestins u. Grande Grille;
Wildungen, Helenen- und Viktoriaquelle und andere.
Preisliste und Brunnenschriften bitte zu verlangen.
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Nußschalen-Extrakt anschen zu geben. Garantiert unschädlich.
kl. 80 Pfg., gr. Mk. 1.40, zugleich feines Haaröl,
Haärfärbe-Nußol vorzüglich zur Stärkung des Wachstums der Haare.
Miffel unschädlich. Das Beste und Eintachste was es gibt.
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Röte des Gesichts, Haarausfall etc. Vielfach von Aetzten empfohlon.
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ein ungemein wirksames und
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Versäumen Sie nicht
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Dienstag, den 3. März 1914, pünktl. 8¼ Uhr
im großen phyſikal. Hörſaal (Ende 10 Uhr)
III. Vortrag: Prof. Dr. Fr. Limmer
Bilder von der Insel Bornholm
(unter beſonderer Betonung der photogr. Geſichtspunkte).
Montag, den 9. März 1914, pünktl. 8¼ Uhr
im großen phyſikal. Hörſaal (Ende 10¼ Uhr)
IV. Vortrag: Prof. Dr. Fr. Limmer
Kinematographie I. Teil
(mit Demonſtrationen und Filmvorführungen). (4663a
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Samstag, den 28. Februar, abends 71 Uhr:
„Hänsel und Gretel‟
Sonntag, den 1. März, nachmittags 3 Uhr:
„Die fünf Frankfurter‟.
Vorausbeſtellungen für dieſe Vorſtellungen können bei dem
Verkehrsbüro und den betreffenden Vereinsſtellen von Sonntag
vormittag bis Dienstag 12 Uhr gemacht werden. Der allgemeine
Kartenverkauf beginnt Mittwoch vormittags.
Verkehrsverein.
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Alois Wimmer,
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Mathilde, ſ. Frau Sophie Doſtal
Heinrich, d. Sohn Frz. Schneider
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Krank: Annemarie Liſchke.
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ſitz: 1.—13. Reihe 1.65 ℳ, 14.—20.
Reihe 1.15 ℳ, Parterre 1.15 ℳ,
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loge 2.15 ℳ, Balkonloge 2.15 ℳ,
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Georg Weber
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Prinz Orlofsky . Anna Jacobs
Alfred, ſein
Ge=
ſangslehrer . . Otto Thomſen
Dr. Falke, Notar Paul Peterſen
Dr. Blind, Advok. L. Schützendorf
Adele, Roſalind.
Stubenmädchen: Marg. Beling=
Froſch, Gerichts=
„(Schäfer
diener
. Adolf Jordan
Murray, Amerik. Auguſt Kräger
Ramuſin,
Geſandt=
ſchafts=Attaché . Frz. Herrmann
MarquisCariconi,
Spanier
. Emil Kroczak
Aly=Bey, Egypter Heinrich Geyer
Ida
Käthe Gothe
Sidi
. Ellen Widmann
Minni
. Luiſe Sturmfels
Fauſtine:
. Luiſe Kümmel
Felicitas.
.Lydia Riethof
Silvia
. Emmy Schulz
Sabine .
. Frieda Herbach
Hermine.
Agnes Kräger
.V. Ungibauer
Natalie
Jvan, Kammerd.
des Prinzen . . Adolf Klotz
Chöre: Robert Preuß.
Nach d. 1. u. 2. Aufz. läng. Pauſen.
Preiſe der Plätze (Gewöhnl.
Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. Reihe
4.20 ℳ, 14.—20. Reihe 3.40 ℳ,
Parterre: 1.—5. Reihe 2.90 ℳ,
6.—8. Reihe 2.35 ℳ,
Proſzeniums=
loge 6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ,
Balkonloge 5.20 ℳ, 1. Rang 4.70 ℳ,
2. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ, 7. u.
8. Reihe 2.15 ℳ, 1. Galerie 1.35 ℳ,
2. Galerie 0.75 ℳ.
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Anfang 7½ Uhr. — Ende 10½ Uhr.
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Montag 23. Febr. Nachmitt.
5 Uhr. Außer Abon.
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ſtellung zu Volks=Vorſtellungspr.
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felte Kater” (Vergl. beſond.
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Volks=Vorſtellungspr. Heiterer
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Mittwoch, 25. Febr. 118. Ab.=Vſt.
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Montag, Dienstag, Nachm. und Abend Konzerte der Kapelle Weber (Orer,
Ball und Luftschlangenschlacht. — Confetti verboten.
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Elferrat der Karneval-Gesellschaft Narrhalla.
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Eintritt pr. Tag 50 Pfg.
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Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 22. Februar 1914.
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Sonntag, den 22. Februar 1914
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Kapelle des Leibgarde-Regiments.
Eintritt 30 Pfg.
Anfang 4 Uhr. (B4996
NB. Für Nichtkonzertbesucher die oberen Räume.ASplelwer
Schützenhof-„Rellerlokale
ff. Süssr.-Margarine
per Pfund 65, 70, 80 Pfg.
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Bouilion-Würfel
p. St. 2₰, im Hundert billiger.
„ Fleisch-Extrakt
per Pfd. 1 Mk., ½ Pfd.55 Pfg.
Fastnachts-Sonntag, 22. Februar
Fastnachts-Dienstag, 24. Februar
Große karneval. Konzerte
bei verstärktem Orchester
Anfang 5.11 Uhr nachm.
Ende wann Schluß iſt.
Eintritt 10 Pfennig (*4488
in den oberen Räumen ünden große karneval. Veranstaltungen
statt, wobei auch Tanzgelegenheit geboten ist. uns
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Kommen! Sehen! Staunen!
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Roſenmontag, ab ½5 Uhr:
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zug der Kläppergarde, der Ratſchenbuben,
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Kinder mitwirken. Eintrirt für Kinder wie
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Elektrolyſe auf dauernd entfernt.
Behandl. nur für Damen. (2237a
Knaup, Karlſtr. 45, 2. St.
Nummer 53.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 22. Februar 1914.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
liſer Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be
iſiden ſich: 1 deutſcher Schäferhund (zugelaufen). Die Hunde können
im den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden.
N Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Arktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(4977
Straßenſperre. Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten wird
Pankratinsſtraße zwiſchen der Schloßgarten= und der
Müller=
ſtuße vom 23. bis zum 26. Februar ds. Js. für den Fuhrwerks= und
Adfahrverkehr geſperrt.
(5019
Ausſchreiben.
Die Stelle eines Aushauers bei der Freibank in Darmſtädt iſt
Avergeben.
Dienſtbezüge: eine Gebühr von 4 Pfg, für das Kilogramm
verkauften Fleiſches.
Vorausſetzungen: gelernter Metzger, Gewandtheit im
Rech=
nungsſtellen, Kaution von 500 Mark.
Bewerbungen mit ſelbſtgeſchriebenem Lebenslauf und Zeug
lſſen bis 1. März ds. Js. an Großh. Polizeiamt Darmſtadt,
Hügel=
ſtaße 31/33. Nähere Auskunft daſelbſt.
(4350smg
Darmſtadt, den 11. Februar 1914.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
ſenderung des § 9 des Brtsbauſtatuts für
ſe Stadt Darmſtadt, vom 29. April 1910.
Auf Beſchluß der Stadtverordneten=Verſammlung vom 11.
Sep=
ſinber 1913, nach Begutachtung durch den Kreisausſchuß, und mi
Enehmigung Großh. Miniſteriums des Innern vom 31. Januar
hlt zu Nr. M. d. J. 1751 werden die in § 9 des Ortsbauſtatuts für
de Stadt Darmſtadt vom 29. April 1910 unter Satz 1 und deſſen
Ldnungs=Nummer 1 erlaſſenen Beſtimmungen hiermit aufgehoben
nd durch folgende Vorſchrift erſetzt, die ſofort in Kraft tritt.
§ 9.
Die Anlieger haben nach Maßgabe der Vorſchriften der Artikel 21
dr Allgemeinen Bauordnung und 197 IIa der Städteordnung zu
tugen:
1. den Aufwand für den Erwerb des für die Straßen,
einſchließ=
lich der Straßenkreuzungen, erforderlichen Geländes, und zwar
in zweiſeitig bebaubaren Straßen je die Hälfte bis zu einer
Breite von je 10 Meter, in einſeitig bebaubaren Straßen und
in Straßen an Plätzen bis zu einer Breite von 12 Meter.
Darmſtadt, den 12. Februar 1914.
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Jaeger.
(4490gg
Oeffentliche Impfung.
Mittwoch, den 25. Februar und die vier folgenden
Mitt=
ſoche, nachmittags von 2—4 Uhr unentgeltliche Impftermine im
ſchulhaus in der Rundeturmſtraße für im Vorjahr impfpflichtige,
s jetzt noch nicht geimpfte Kinder.
Angeordnete Wiederimpfungen werden in dieſen Terminen
denfalls vorgenommen.
Nachſchau jeweils acht Tage ſpäter, bei Meidung der
ge=
ſtzlichen Strafe.
Nachſtehende Verhaltungs=Vorſchriften werden zur Beachtung
bkannt gegeben:
Aus einem Hauſe, in welchem anſteckende Krankheiten, wie
ſcharlach, Maſern, Diphtherie, Krup, Keuchhuſten, Flecktyphus,
roſen=
itige Entzündungen oder die natürlichen Pocken herrſchen, dürfen die
fmpflinge zum allgemeinen Termine nicht gebracht werden.
Die Eltern des Impflings oder deren Vertreter haben dem
Impfarzte vor der Ausführung der Impfung über frühere oder noch
kſtehende Krankheiten des Kindes Mitteilung zu machen.
Die Kinder müſſen zum Impftermin mit rein gewaſchenem
förper und mit reinen Kleidern gebracht werden.
Darmſtadt, den 20. Februar 1914.
(4992a
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Schmitt.
Liwa 150 Dtr. gelve Auben zu nefert
an verſchiedene Parkfütterungen.
Angebote, gemäß hier erhältlichen Bedingungen, nebſt Probe,
ſirimt bis 26. Februar entgegen
Großherzogliches Hofjagdamt
Paradeplatz 4.
1D057)
Vergebung
ſom Inſtallationsarbeiten für das Umformergebände und
die Wagenhalle in Eberſtadt.
Angebote ſind bis Samstag, den 28. ds. Mts., vormittags
10 Uhr, bei der unterzeichneten Stelle einzureichen. Daſelbſt können
Zeſichnungen eingeſehen und Angebotsformulare abgeholt werden.
(4953
Darmſtadt, den 20. Februar 1914
Luiſenſtraße 22.
Heſſiſche Eiſenbahn=Aktien=Geſellſchaft.
Stamm=, Stangen= und Brennholz=
Verſteigerung.
Im Gemeindewald Ober=Ramſtadt im Diſtrikt Eichelberg
vierden an Ort und Stelle verſteigert:
Mittwoch, den 25. Februar I. Js.,
8 Kiefern=Stämme Kl. III, 10 desgl. Kl. IV, 5 Lärchen=Stämme
Rl. V, 12 rm Buchen=, 18 Eichen=, 197 Kiefern=Scheiter; 14 rm Birken=,
38 Kiefern=Knüppel; 630 Stück Fichten=Wellen; 30 rm Buchen=
Eichen= und 48 Kiefern= und 38 Fichten=Stöcke.
Kreitag, den 27. und Samstag, den 28. Februar
m Lg.
15 Lärchen=Stämme von 14—20 cm mittl. Durchm., 6—
5—2
383 Fichten= „ „ 12—28
8—10
80 Weißtannen=„ „ 13—16 „
13—19
194 Fichten=Derbſtang. 10—12 „
Bemerkt wird, daß ſich die geringen Fichten=Stämmchen, ſowie
die Derbſtangen vorzüglich zu Gerüſtholz eignen.
Die Kiefern=und Lärchen=Stämme am erſten Tag (Mittwoch)
nerden beim Brennholz im Gang mitverſteigert.
Am zweiten Tag (Freitag) werden die Nrn., von 806—1033 der
Sttämme, ſowie Derbſtangen verſteigert, am dritten Tag (Samstag)
kommen die Nrn., 1034—1201 der Stämme, ſowie Derbſtangen zum
Ausgebot.
Zuſammenkunft an den drei Tagen jedesmal vormittags 9 Uhr
im Diſtrikt Eichelberg, und zwar am erſten Tag auf dem
Franken=
hauſerweg am Eingang des Waldes beim Wegweiſer. Am zweiten
und dritten Tag auf dem Frankenhäuſerweg am Pflanzgarten unter=
(4790fgi
halb dem Breitenſtein.
Ober=Ramſtadt, den 18. Februar. 1914.
Großh. Bürgermeiſterei Ober=Ramſtadt.
Rückert.
Kanalbauarbeit.
Die Ausführung eines 120 m
langen Rohrkanals in der
ver=
längerten Roßdörfer Straße ſoll
vergeben werden.
Arbeitsbeſchreibungen und
Be=
dingungen liegen bei dem
Tiefbau=
amt, Zimmer Nr. 4, zur Einſicht
offen. Auch werden dort die
Ange=
botſcheine abgegeben.
Angebote ſind bis
Freitag, 27. Februar I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle
einzu=
reichen.
(4956go
Darmſtadt, 20. Februar 1914.
Tiefbauamt.
Geiegenheits
kauf.
urch grossen, günstigen
P Abschluss ist es mir
möglich,
Fahrräder
Starkenburge (Fabrikat
ei-
ner ersten Fahrradfabrik)
mit Torpedofreilauf, reeller
einjähr. Garantie, schon von.
45 Iik. Gn
abzugeben.
(4487a
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kenräder wie: Dürkopp.
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billigen Preisen.
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Inh.: L. Waldschmitt
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einer Herrſchaft wegen habe zur Zeit
nur erſtklaſſige Möbel abzugeben,
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250 M., für 110 M., 1 rund. eich.
Geſellſchaftstiſch, gek. 200 M., für
65 M., 2 nußb. pol. Bettſtellen,
gek. 400 M., für 125 M., einzelne
Bettſtellen, hochelegant, 1
Salon=
garnitur, gek. 800 M.,
Roßhaar=
volſterung, hochmod., in
Gobelin=
bezug, für 350 M., 1
Salonein=
richtung, gek. 670 M., für 385 M.,
einzelne Möbel, als: Diwan
Ruhebett, Vertiko, billig.
Antiker eich., gekehlter
Kleider=
ſchrank, 1 Truhe, kirſchb.
Kom=
mode, großer Goldſpiegel uſw.
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Dieburgerstrasse 10.
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2 Zentner 5.50 Mk. empfiehlt
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chöner Gehrock=Anzug f.
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Hölgesſtraße 7, parterre.
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Alleinverkauf:
Müller & Ober
Karlstr. 30. (3913a
Reparaturen aller Systeme.
Gester. Ungarischestauts
Eisenbann- Gesenschart.
Wir sind beauftragt, die am 1. März
d. J. fälligen Coupons, sowie die verlosten
Stücke vom Verfalltage ab einzulösen.
Darmstadt, im Februar 1914. (4954
Dank rar Handerala Maustrie
Bekanntmachung.
Lieferung von Betriebsmaterialien.
Die Lieferung der für das Etatsjahr 1914 erforderlichen
Betriebs=
materialien ſoll in öffentlicher Verdingung in folgenden Loſen
ver=
geben werden:
Bindfaden,
16 500 kg Packkordel,
Siſal,
600 kg Plombenſchnur,
Los I
20000 Stück Bindeſtricke für Wagendecken,
700 kg Hanf,
200 kg Hanfgarn, 7—8fach, 10—12 mm
ſtark=
ſog. Schiemannsgarn.
Los II 16500 Stück Dauerbrand=(Harz) Fackeln.
LosIII 100000kg gewöhnliche Holzkohlen.
Los IV 199500 Stück Lampenzylinder.
Die Verdingungsunterlagen können bei unſerem Zentralbureau
(Zimmer 51 unſeres Verwaltungsgebäudes) eingeſehen oder gegen
gebührenfreie Einſendung von 50 Pfennig in bar (nicht Briefmarken)
für jedes einzelne Los bezogen werden.
Die Eröffnung der Angebote findet am Donnerstag, den 12. März
1914, 10½ Uhr vormittags im Zimmer 72 unſeres
Verwaltungs=
gebäudes ſtatt.
Die Angebote ſind bis zu dieſer Zeit verſiegelt und mit der
Aufſchrift: „Angebot auf die Lieferung von Betriebsmaterialien,
Los=Nr..
* perſehen, gebührenfrei an uns einzuſenden.
Die Zuſchlagsfriſt endet am 1. April 1914.
Mainz, den 18. Februar 1914.
Königlich Preuß. und Großherzlich Heſſiſche
(J,4983
Eiſenbahndirektion.
Bekanntmachung.
Die Mobiliarverſteigerung in der Parterrewohnung.
des Hauſes Saalbaustrasse 73 wird
Montag, den 23. Februar, vorm. 9½ Uhr
fortgeſetzt.
Außer Kleidungsſtücken, Wäſche u. Weißzeug
kommt 1 Schlafzimmer, ferner 2 vollſt. Betten,
1 Kinderbett, 2 polierte Kleiderſchränke, ſowie
eine Anzahl Einzelmöbel, 1 Cello (altes gutes
Inſtrument), 1 franzöſ. Geſellſchafts=Eßſervice
und 1 Glaslüſter u. a. M. zum Ausgebot.
4958)
Kapp,
Gerichtsvollzieher zu Darmſtadt.
Fröbel=Seminar zu Darmſtadt
Saalbauſtraße 8.
Mittwoch, den 22. April, beginnt ein neuer Kurſus zur
Ausbildung von Fröbel’ſchen Erzieherinnen und Kindergärtnerinnen.
Anmeldungen werden jeden Montag und Donnerstag, zwiſchen 10
und 12 Uhr, von der unterzeichneten Vorſteherin entgegengenommen.
Th. Schultz-Gora,
Bismarckſtraße 18.
(4936sgs
Hormamnsches Istitat
10klaſſige höhere Mädchenſchule
verbunden mit Sprachſeminar.
Die Anmeldung neuer Schülerinnen für Oſtern 1914 nimmt
wochentäglich zwiſchen 12—1 Uhr entgegen
die Vorſteherin:
Anne-Marie Tube
3526a)
Neckarſtraße 5.
Städtische Polptechnische Lehranstalt
Friedberg bei Frankfurt a. M.
zur vollständigen akademischen Ausbildung als Ingenieur
und Architekt mit besonderer Berücksichtigung der tech-
(5022a
nisch-kaufmännischen Seite.
Vorlesungsverzeichnis und Studienbedingungen durch das
Sekretariat.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 22. Februar 1914.
Nummer 53.
Franktürter Karsberlent Vom 2. Februar 1914.
Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)
(27
Staatspapiere.
100,00
Dt. Reichsschatzanw.
Dt. Reichsanleihe p. 1918. 4 9860
4 9880
do. . . . . p. 1925
3½, 270
do. ...
3 1800
do. . . . .
4 99,80
Preußische Schatzanw
4 1 90,70
Staffelanleihe.
87,00
Oonsols :
7800
do. .....
4. 96,90
Badische Staats-Anlei
*13½,
do. v. 92/94
3 —
do. . . . . . . . .
Baverische Ablös.-Rente. 4 1 97,00
E.-B.-Anl. kdb. ab1906) 4 97.00
do. unkäb. p. 1918 . . . 4 97,10
do. unkdb. p. 1920 . . . 4 97,00
E.-B.- u. Allgem. Anl.
unkdb. p. 1930 . . . . 4 97,10
3½ 85,40
do. Anleihe .
3 75.60
*
do.
Hamburger Staats-Anl. . 4 I 96.70
3½ 88,70
do. v. 188794 .
do. ....
3 79,70
Hessische Staats-Anleihel 4 97.00
do. unkdb. p. 1921 ..
97,00
3½ 85,25
do. . .
74,40
do. . . . .
::
Sächsische Staats-Rente
77,60
Wärttembg. Staats-Anl.
97,75
(unkäb. v. 192)...
do. v. 79/80 . . . . . . .3½ 87,90
do. . . . . . . . . . . . . . 3 77,60
5 98,00
Bulgarische Gld.-Anl. .
Griech. Anl. v. 1890 . . . . 1.61 —
do. v. 1887 Monepolli½ 58,50
97,40
Italienische Rente. .
Osterr. Staats-R. v. 1913 .4½ 92,90
do. Sülber-Rente . . . .41
do. Papier-Rente . . .4½
90,70
do. Gold-Rente . . . .
83,60
do, einheitl. Rente ..
Portug. Tab-Anl. 1891 . .
97,00
do. inn. amort. 1905 . .
7500
do. unif. Serie I .
61,80
do. „
65,00
III,
do. Spezial Titel..
9,70
Rumänen v. 1903 . . .
100,00
do. Gold v. 1913.
91,50
do, Schatzsch. w. 1913
a100,25
do. vonv.:
85,20
5400
do. V. 1890 . .
800
do. v. 1891
do. v. 1905
4 85,20
do. v. 1908
do. v. 1910
86,40
98,90
Russische St.-Anl.
do. kons. v. 1880
88,40
do. Gold v. 1890
do. v. 1902
91,20
Schweden v. 1880. .
do. v. 1856 .
21.
Schweden v. 1890. . .
.
87,80
Sorben steuerfrei
790
do. amort. v. 1895 .
Türk. Egypt. Pribut
85,00
do. kons. steuerfreie .
77,00
do. Admin. v. 1903 . . .
86,50
do. unif. v. 1903. . . . .
73,40
do. v. 1905. . . . . . .
Ungarische Staats-Rente
1913 unkdb. bis 1923 . . 4½ 91,00
Ungar. Staatsk.-Scheine
I. 1913. . . . . . . . . . . . 4½ 100,00
do. Gold-Rente.
84,25
. .
8260
do. Staats-Rente 1910
„ Kr 4 83,25
do. „
Argent. innere Gold-Anl.
v. 1887 5
do. äußere v. 1890 . . . 5 1100,55
do. innere v. 1888 . . .4½
do. äußere v. 1888
4½
8500
do, v. 1897 . . . . . .
Chile Gold-Anl. v. 1911. . 5 95,30
do. v. 1889 . . . .
4½
do. v. 106
4½ 91,50
Chines. St.-Anl. v. 1895 . . 6
5 99,00
do, v. 1896 . . .
5 88,95
do. Reorg. Anl..
do. v. 1898 .
4½ 91,95
91,40
Japaner . . . .
62.90
Innere Mexikane.
80,00
Aubere do.
69,00
Mexikan. Gold v.
do. oons.:
69,00
do. Irrigat.-Anleihe
(500
Buenos-Aires Prov
65,00
Tamaulipas .
65,00
Sao Paulo E.-B.
98,40
do. v. 1913 .
Siam v. 1907 . . .
4½ 96,20
Prioritäts-
Obligationen.
Südd. Eisenb.-Gesellsch.
v. 1895/973½ 85,00
v. 19043½
Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
Oblig., gar. v. d. Stadt
94,25
Darmstadt . . . . . . .
Nordd. Lloyd-Obligat. . .4½ 99,50
90,60
Elisabethbahn . . . . . . .
Franz-Josef-Bahn . . . .
73,40
Prag-Duxer . . . . . . . .
Osterreich. Staatsbahn 5 (105,60
89,90
do. .. .
76,40
do.
99,00
do. Südbahn (Lomb.)
7366
do.
do.
52,40
do. do.
78,30
Raab-Oedenburg .
Kronprinz Rudolfbahn .
Russ. Südwest . . . . . . . 4 86,50
fer
4½
Moskau-Kasan . .
do. . . . . ..
87,60
Wladikawkas.
Rjäsan-Koslow:
70,30
Portugies. Eisenb. v. 1886
85,70
do. .. . . .
20g 7000
Livorneser
62,70
Salonique Monastir.
78,70
Bagdadbahn . .
Anätolische Eisenbahn .4½ 91.80
4 94,00
Missouri-Pacifie
494,90
Forthern-Paeiie:
Southern-Pacihe.
92,10
—
St. Louis & San Franeisco
Tehuantepec . . . . .
Ungar. Lokalbahn . . ..
Provinz-Anleihen.
96,20
Rheinprov. Obl. Em. 20/21
.. . 3½I 8650
do. Em. 10 . .
3% 83,30
do. „ 9.
8½,I —
Posen Prov. . .
4 96,00
Westfalen Prov. V. . . .
Hess. Prov. Oberhessen . 4 95,50
3½ 86,30
do. Starkenburg . .
Städte-
Obligationen.
95,30
Darmstadt.
3½, 8750
do.
4½ 96,00
Frankfurt
3½ 89,75
do.
4 94.50
Gießen .
3½ 86,30
do. .
4 94,90
Heidelberg
13½ —
do.
495,40
Karlsruhe
3½ 87,50
do. . . . .
4 1 —
Magdeburg
4 —
Mainz . . . .
3½ —
do. . . . .
96,00
Mannheim .
.3½ 86,50
do. ...
4½ 9730
München . .
Nauheim
3½
4½95,40
Fürnberg.
3½ 86,30
do.
4
Offenbach.
do. v. 1914₰
4
do. . . .
.3½
4½
Wiesbaden. .
do. . .
3½
Worms . .
495,00
do. . .
3½
Lissabon v. 1888 .
4-
Moskau v. 1912
4½ 93,50
Stockholm v. 1880 . .
Wien Komm. . .
98,90
Wiener Kassenscheine
Zürich v. 1889 ..
.. 3½g 92,00
Buenos Stadt v. 1852 . . . 6 1101,50
Pfandbriefe.
100,20
Berliner Hyp.-Bk.-Pf. .
9825
do. unkäb. 1918. . ..
5460
do.
1915. . . . .
9450
do.
1921..
96,00
do.
1922. . . .
83,50
do. ...
.. . ..
94,75
do. Komm.-Obl. unk. 1918
9450
Frankf. Hyp.-Bk. S. . . . .
do. unkäb. 1910 . . . . 4 94,80
96,00
do.
1915 . . . .
96,50
do. „ 1920 . ...
do. Ser. 12—19. . . . . . 3½ 86,40
Kommunal-Oblig. Ser. 1,
..3½ 86,50
unkdb. 1910
Frankf. Hyp.-Kred.-Ver.
94,00
Ser, 15—42
95,00
„ 48—49
do. . . .
do. unk. 1922 „ 51—52 4 95,50
..3¾/ 88,50
1913. . .
do.
3½ 86,00
do. Ser. 45 . . .
dess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
96,70
Ser. 12, 13, 16
9670
14, 15, 17
do. . . .
97,30
do. unkdb. 1920 . . . .
4 97,40
1923 ...
do.
3½ 84,80
do. Ser. 1, 2, 6—8 . .
3½I 84,80
do. „ 3—5 .
3½ 8450
do. kündb. 1915
do. Komm. unk. 1913) 4 96,70
1914 4 96,70
do.
96.0
1910
do.
1920) 4 97,30
do.
97,40
1920
do.
8480
do. verlosb. u. kündb. 31
unkäb. 1915 3½ 85.50
do.
94,50
Meininger Hyp.-Bk. Pfdb.
95,60
do. unkdb. 1922.
. 3½ 86,00
do.
Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
94,10
unkdb. 1917
1919
94,10
do. . . . . .
9430
1921
do. . . . . .
96,00
1924
do. . . . . .
3½ 85,90
do. . . . . .
do. Komm. unk. 1923 4 95.90
4 1 960
1924 .
do.
96,40
Südd. Bod.-Kred.-Pfdbr.
85.00
do. . . . . . .
Bank-Aktien.
Bank für elektr.
Unter-
nehmungen Zürich . . 10 195,50
7½152,40
Berg.-Märkische Bank.
Berliner Handelsges. . . . 9½ 165,.80
Darmstädter Bank . . . . 6½122,75
Deutsche Bank . . . . . . .12½259,75
Deutsche Vereinsbank: . 6 (122.60
Dt. Effekt.- u. Wechs.-Bk.l 6 118.90
Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 197,30
8½ 158,00
Dresdner Bank . .
Frankf. Hypothek.-Bank 10 (217.50
Mitteldeutsche Kred.-Bkr. 1 6½ 121.75
(11760
Nation.-Bank t. Deutschl.
Pfälzische Bank . . . . . . 7 129,00
.. . . . . 6.95 14150
Reichsbank . .
Rheinische Kredit-Bank
(13500
A. Schaaffhaus. Bk.-Ver. I 5 1104,30
Wiener Bank-Verein . . 7½ 130,75
Aktien von
Trans-
vort-Anstalten.
Hamb.-Amerika-Packetf. 10 143,55
7 (125,25
Norddeutscher Lloyd. .
Frankfurt. Schleppschiff. 4 116.00
Südd. Eisenb.-Gesellsch. -6½ 1130,80
Anatol. Eisenb. 60%-Akt. 5½ 11175/
6 95,15
Baltimore . .
10 215,75
Canada . .
7½ 1139,40
Schantung.
§ 1163,50
Prins Henry=
0 22,25
Lombarden
6
Pennsylvania.
Industrie-Aktien.
Badische Anilin-Fabrik . 28 1634,00
Chem. Fabrik Griesheim 14 265,25
30 ſ(5550
Farbwerke Höchst . . .
Ver. chem. Fabr. Mannh.. 20 341,00
Zement Heidelberg . . . . 10 (151.20
Chemische Werke Albertl 30 1450,50
Holzverkohl. Konstanz . 15 319,00
Lahmeyer . . . . . . . . . . 6 1126,00
Schuckert, Fürnberg . . . 8 (152.40
Siemens & Halske. . . . . 12 220,25
Bergmann Elektr. . . . . . 5 (126,50
Allg. Elektr.-Gesellsch. . 14 (249.10
Hagen Abkum. . . . . . . . 25 342.75
Deutsch. Übersee-Elektr. 11 (178,20
Gummi Peter . . . . . . . . O (*8000
Adler-Fahrradwerke . . . 30 373,75
Maschinenfabr. Badenia . 9 (136,00
Wittener Stahlröhren . . 0
Gasmotoren, Oberursel .8½ 1159,75
Gasmotoren, Deutz . . . .
125,00
Siemens Glas-Industrie . 15
Enzinger Filter . . . . . . 23 322,50
Steaus Romana . . . . . . 10 (150.40
Zellstoff Waldhof . . . . . 15 227,50
Bad. Zucker-Waghäusel.12,83/212,00
92,50
Neue Boden-Aktien-Ges.
Süddeutsche Immobilien 0 61,00
Bergwerks-Aktien.
12 (167,10
Aumetz-Friede .
Bochum. Bergb. u. Gußst. 14 2255/
Leonhard, Braunkohlen . 9 (159,.00
23 349,00
Konkordia Bergbau ..
Deutsch-Luxemb. Bergb.) 10 143,50
Eschweiler. . .
10 221,50
ſhen
Gelsenkirchen Bergw. . . 10 1194,00
Harpen Bergbau . . . . . .11 187,30
Kaliwerke Aschersleben . 10 1156,00
Kaliwerke Westeregeln . 13 1198,00
Königin Marienhütte . . 6 86,00
Laurahütte . . . . . . . . . 8 165,00
Oberschles. Eisenbed.
6 92,50
Oberschl. Eisen-Industrie 3 7060
Phönix Bergbau
18 243,10
Rheinische Braunkohlen 10 206,50
Riebeck Montan .
12 201,50
South West.-Afr. Shares. 5 (119½
Verzinsliche
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. . TIr. 100 4 (177,00
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Meininger Präm.-Pfdbr. . 4 (14100
Osterreicher 1860er Lose . 4 (18100
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Raab-Grazer . . . . H. 1502½
Unverzinsliche
Mk.
Anlehenslose.
ſp. St.
Augsburger . .
.A.7
Braunschweiger
TIr. 20
Pa. 45
Mailänder .
Fs. 10 42,00
do.
. A. 7 34,10
Meininger .
Osterreicher v. 1864 . H. 100
do. v. 1858 . A. 100
Ungar. Staats
A. 100 439,20
Venediger . . . . . . . Fs. 30 74,90
Türkische . . . . . . Fs. 400 168d0
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Engl. Sovereigns. . . . . . .
20,41
20-Franks-Stücke . . . . . . . 1625
Amerikanische Noten .
4,19½
Englische Noten . . .
20,45
Französische Noten..
81,25
169,45
Holländische Noten . ..
5105
Iallenische Noten . . . . .
Osterr.-Ungarische Noten. . 85,05
Russische Noten . . . . . . . . —
Schweizer Noten . . . . . . . . 81,15
Reichsbank-Diskont
do. Lombard 2sf..
Tendenz:
Behauptet.
Handel und Verkehr.
— Frankfurt a. M., 21. Febr. Die Börſe iſt
luſtlos und die Kurſe ſetzten allenthalben zu ungefähren
geſtrigen Schlußkurſen ein. Die Spekulation fährt
einer=
ſeits mit ihren Glattſtellungen vor dem Ultimo fort,
ande=
rerſeits fehlen heute anregende Momente aus der
In=
duſtrie und von den Auslandsbörſen. Auch ſpäterhin
konnte ſich das Geſchäft nicht beleben, wenngleich eine
etwas feſtere Stimmung unverkennbar war. Am Kaſſa=
Markt geteilte Tendenz mit teilweiſen
Wochenſchluß=
realiſationen. Kleyer gut behauptet 373¾ Prozent.
Privatdiskont 3½ Prozent.
* Frankfurt a. M., 21. Febr. In der heute hier
ſtattgehabten Sitzung des Aufſichtsrates der
Mittel=
deutſchen Kreditbank legte der Vorſtand den
Ab=
ſchluß für das abgelaufene Geſchäftsjahr vor.
Ausſchließ=
lich des Vortrags ergibt ſich ein Reingewinn von 4 672 680
Mark (im Vorjahr 4866 687 Mark). Der Aufſichtsrat
be=
ſchloß, der auf den 18. März dieſes Jahres
einzuberufen=
den Generalverſammlung eine Dividende von 6½ Prozent
(wie im Vorjahre) in Vorſchlag zu bringen.
* Berlin, 21. Febr. Die Zeichnung auf die
königlich ungariſche ſteuerfreie 4½prozentige
amor=
tiſable Staatsrenten=Anleihe von 1914
iſt wegen ſtarker Ueberzeichnung alsbald nach Eröffnung
geſchloſſen worden.
* Fernſprechverbindung Deutſchland=
England. Die Intereſſenten in Berlin, Hamburg,
Rheinland=Weſtfalen und anderswo vermiſſen ſchon ſeit
Jahren eine direkte Fernſprechverbindung
mit England und insbeſondere mit London. Nach
einem in dieſer Angelegenheit nunmehr der Düſſeldorfer
Handelskammer zugegangenen Beſcheid will das
Reichs=
poſtamt verſuchen, das Kabel, das zwiſchen England und
den Niederlanden gelegt werden ſoll, auch dem deutſche
engliſchen Sprechverkehr dienſtbar zu machen. Daneben
ſoll die Frage der Auslegung eines unmittelbaren
Fern=
ſprechkabels zwiſchen Deutſchland und England weiter
verfolgt werden, nachdem ſich ergeben hat, daß der Weg
über Belgien für den deutſch=engliſchen Sprechverkehr nicht
in Betracht kommt, weil die die beiden Länder
verbinden=
den Leitungen durch den engliſch=belgiſchen Verkehr voll
in Anſpruch genommen ſind.
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13
Als die Geſellſchaft vom Nachtmahl aufſtand und ſich
wie eine breite, bunte Welle über die Terraſſe in den
Warten ergoß, ſchlug die Uhr gerade Zwölf.
Die Muſik war verſtummt, und unwillkürlich horchten
aalle auf.
In dieſem Augenblick erſchien, hinter einem Boskett
hervortretend, eine neue weibliche Geſtalt im Rokokokoſtüm
aauf der Bildfläche und näherte ſich mit anmutiger
Gran=
dezza der Dame des Hauſes, welche den anderen
voran=
geeilt war, nun am Fuße der Terraſſe ſtand und erſtaunt
dem ſpäten Gaſt entgegenſah.
Die Fremde war die eienzige Perſon, welche eine
Halbmaske trug, und dieſe Maske war ſchwarz, in einer
breiten Spitze endigend. Auch das Koſtüm überraſchte
durch ſeine ſeltene und gediegene Pracht. Schwerer
wei=
ßer Seidenbrokat fiel bauſchig über einen weiten Reifrock
herab, und blaßblaue Schleifen ſowie duftige Spitzen
zierten den viereckigen Ausſchnitt und die halblangen
Aer=
mel der ſpitz zulaufenden ſteifen Korſage. Ein offener
Domino von lichtblauem Atlas war loſe darübergeworfen,
und der Capuchon desſelben hing noch wie ein Hauch über
der hnſbolte, bohen beſehlberten uiſtr. Reſdene
Ringe ſchmückten die Finger, und ein breites
Perlenhals=
band mit blitzendem Brillantſchloß lag eng um den
ſchö=
nen, ſchlanken Hals.
Die ſchlimme Gräfin! flüſterte die Hausfrau betroffen,
und: Die ſchlimme Gräfin klang es bald wie ein Echo
er=
ſtaunt in der Runde. Man ſah es wohl, es war ein
jun=
ges, entzückendes Weſen aus Fleiſch und Blut, das da in
der Mitternachtsſtunde einſam einhergewandelt kam, aber
diejenigen Schloßbewohner, welche mit der Geſchichte des
Hauſes vertraut waren, beſchlich doch ein leiſes Grauen,
als ſie die getreue Kopie des berüchtigten Bildes ſo
plötz=
lich vor ſich ſahen. Nur die Gräfin Treſſenſtein erholte
ſich ſehr ſchnell von ihrem Staunen.
Der Zufall wollte es nämlich, daß eine Dame der
Breslauer Geſellſchaft, eine ſehe reiche und reizende Frau,
wenige Stunden vor Beginn des Feſtes telegraphiſch
ab=
geſagt, und nichts erſchien natürlicher, als daß ſie ſich
einen Scherz gemacht und nun als ſchlimme Gräfin erſt
ſpäter erſchienen war. Auch die Stimme erſchien der
Hausfrau bekannt, und dieſe Stimme ſagte nun mit einer
gewiſſen Feierlichkeit:
Meine Herrſchaften, ich bin die Baronin Ulrike von
Haſſelmann, geborene Gräfin Dueten, und ich freue mich,
daß eine aus meinem Geſchlecht die gute Ideg gehabt hat,
in der nüchternen Zeit der Gegenwart die Zeit des
vor=
nehmen und graziöſen Rokokos wieder aufleben zu laſſen.
Ich gehöre in dieſe Zeit, und zum Dank will ich Ihnen
zeigen, wo der lang vermißte und vergeblich geſuchte
koſt=
bare Majoratsſchmuck liegt. Ich kann erſt Ruhe
finden, wenn er in die rechten Hände gelangt iſt. Folgen
Sie mir in das Archiv, meine Herrſchaften, und laſſen ſie
den Hausherrn mit ſeiner Tochter vorangehen. Dieſen
beiden geziemt es vor allem, den Schatz zu heben.”
Die Gräfin Treſſenſtein lachte, denn ſie glaubte, der
Scherz ſollte nun weiter durchgeführt und iegendeine
wertloſe Imitation vorgezeigt werden, und dieſes Lachen
wirkte befreiend auf die ganze Geſellſchaft. Man
ver=
ſtändigte den General, der etwas im Hintergrund
geblie=
ben war, nun aber ſchnell herbeikam, und beobachtete
ge=
ſpannt die weiteren Vorgänge.
Leichtfüßig ſcheitt die ſchlimme Gräfin die Stufen zur
Terraſſe empor und allen anderen voran, durch das Schloß.
Man ſah, ſie war hier vollkommen zu Hauſe. Und das
beſtärkte wiederum die Gräfin Treſſenſtein in ihrer
An=
nahme, denn die junge Frau, welche ſie unter der Maske
vermutete, war ſchon öfter in Hellborn geweſen und hatte
immer viel Intereſſe für die Familientradition der
Haſſel=
manns gezeigt. Nun trat die Ahnfrau, von einem großen
Teil der Gäſte gefolgt, in das Archiv, wo, wie überall an
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die große Truhe und gab kurz und klar ihre Anweiſungen.
Viele Hände griffen zu. Die Karten und Dokumente
wurden herausgenommen, der Einſatz wurde ſodann
herausgehoben und beiſeite geſtellt. Alles drängte in die
Nähe, um hineinzuſehen, und ein vielſtimmiges „Ah” und
„Oh” ſtaunender Bewunderung wurde laut.
Da lag er wieder, der herrliche neunteilige
Rokoko=
ſchmuck, gleißend und ſchimmernd in geheimnisvollem
Glanz und bunter Farbenpracht, und wenn ſich das
blaue Samtkiſſen, auf dem er lag, bei jeder Berührung
auch als zermürbt erwies, er ſelbſt befand ſich in einem
tadelloſen Zuſtande, und jeder Kenner konnte ſich von
ſeiner Echtheit überzeugen. Der General gab ſeiner
Ge=
nungtuung in einfachen draſtiſchen und derben Worten
Ausdruck, und die Gräfin Treſſenſtein, von der viele
glaubten, ſie ſelbſt habe die Ueberraſchung als eine
wei=
tere Nummer des Feſtprogramms inſzeniert, war
über=
glücklich über den Fund. Sie hätte das Geſchmeide am
liebſten gleich angelegt und nahm ſtrahlend die
Glück=
wünſche der Umſtehenden entgegen, aber ſtaunend und
fragend blieben die Blicke derzelben immer wieder an der
eheinmereten Gaſeit der ſchimner Sroſtr hünge,
und die Hausfrau flüſterte ihr eilig zu:
Ich bitte Sie, wie kommen Sie zu dieſer
wunder=
baren Entdeckung? Wer hat Ihnen den Weg gezeigt, wer
Ihnen verraten, daß der Schmuck in dieſer alten Truhe
verborgen war,”
Verraten? wiederholte die Ahnfrau kühl. Niemand,
ich ſchwöre es Ihnen, aber wie ſollte ich nicht wiſſen, was
ich ſelbſt einſtens tat? War es doch von jeher meine
Ge=
wohnheit, alle Koſtbarkeiten in der Brauttruhe meiner
Mutter zu verwahren. Leider kam niemand von meinen
Nachkommen auf dieſe Idee. Ich ſelbſt mußte aus meinem
Rahmen herabſteigen, um ihnen den Weg zu weiſen. Und
noch etwas anderes blieb unentdeckt. Ich ließ in dieges
Schloß einen geheimen Gang einbauen, um unbemerkt
von einem Stockwerk ins andere zu gelangen und bei
Feuersgefahr mich retten zu können. Eine genaue
Be=
ſchreibung dieſgs Ganges und die Art, wie man denſelben
betreten und verlaſſen kann, befindet ſich als ein
wohl=
zubewahrendes Geheimnis in dieſem Brief, und ſie
reichte der Gräfin Treſſenſtein ein altmodiſch
zurechtge=
ſchnittenes Kuvert, auf deſſen Verſchluß das
Haſſelman=
ſche Wappen in rotem Siegellack rieſengroß prangte.
See ir Serienen er ſat.
ſame Schriftſtück. Die Sache wurde ihr immer
rätſel=
hafter und mit einem ſcheuen Blick ſtreifte ſie die ſchwarze
Maske, welche derjenigen auf dem berüchtigten Bilde zum
Verwechſeln glich.
Inzwiſchen wurde die Erregung der Zuſchauer immer
größer, und eine übermütige jugendliche Stimme rief laut
und keck:
Wenn die ſchlimme Gräfin uns heute alle ihre
Ge=
heimniſſe preisgibt, muß ſie uns auch noch das letzte
ſagen. Die Wardenburgs warten noch immer auf das
Haſſelmannſche Vermächtnis. Wo befinden ſich die
Er=
ſparniſſe, welche dem Oberjäger und ſeinen Kindern
zu=
gedacht waren?
Die Ahnfrau neigte traurig das ſchöne Haupt. Sie
ſind verſchwunden, ſagte ſie, ich ſelbſt vermag ſie nicht
mehr herbeizuſchaffen, aber Werner von Wardenburg, der
letzte direkte Nachkomme des Mannes, den ich ſo heiß
ge=
liebt und ſo bitter gehaßt habe, ſoll darum nicht leer
aus=
gehen. Ich will ihn entſchädigen für alles, was ſein
Ge=
ſchlecht durch mich und die Meinen gelitten hat, und ihn
zu einem glücklichen Menſchen machen.
(Schluß folgt.)
Nummer 53.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 22. Februar 1914.
Seite 15.
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Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 22. Februar 1914.
Nummer 53.
Zur Entfernung läſtiger Haare
auf Lippen, Kinn, Armen uſw. ſei zum Beſten etwa mit
dieſem entſtellenden Schönheitsmakel behafteter Leſerinnen
nachſtehend ein Rezept veröffentlicht, das den Vorteil hat,
einfach in der Anwendung, von vorzüglicher, ſonſt
un=
ſchädlicher Wirkung und dabei nicht zu teuer zu ſein.
Schon der einmalige Gebrauch bringt ſämtliche Haare auf
der behandelten Stelle zum Abſterben und ein etwaiger
Nachwuchs wird ſo beeinträchtigt, daß die wiederholte
Anwendung ſeinem ſtärkeren Auftreten ein wirkſames
Paroli bietet. Laſſen Sie ſich in der Apotheke 8 gr
konzen=
triertes Salkavan mit 4,5 gr Zinkoxyd und 1,8 gr
gepul=
verter Veilchenwurzel gut vermiſchen und in einer
weit=
halſigen 30 gr Flaſche geben, die gut zu verkorken iſt.
Dann verfährt man wie folgt: Man miſcht ein wenig
Puder mit ein paar Tropfen Waſſer zu einem flüſſigen
Creme, trägt dieſen vermittels eines kleinen Meſſers auf,
beläßt ihn je nach der Stärke des Haares 1—3 Minuten
und nimmt ihn dann mit dem ſtumpfen Meſſerrücken ab:
die geſtorbenen Haare gehen mit herunter. Dann wäſcht
man mit etwas warmem Waſſer nach, trocknet die Stelle
ohne zu reiben und benutzt zum Schluß einen guten
fett=
freien Creme.
(VIII, 5001
Kongreſſe und Verbandstage.
— Die erſte diesjährige Bundesverſammlung
des Deutſchen Fechterbundes am vergangenen
Sonntag in Kaſſel war aus allen Teilen des Reiches gut
beſucht. Der Darmſtädter Fechtklub war durch
Meß und Steffan vertreten. Aus dem vom
Bundesvor=
ſitzenden, Erckrath=de Bary=Offenbach, erſtatteten
Jahresbericht iſt zu entnehmen, daß der Bund beſonders
durch die lebhafte Teilnahme der Militär=Turnanſtalt zu
Berlin weitere Fortſchritte gemacht hat. Im
abgelaufe=
nen Jahre ſind neu aufgenommen worden: die
Fechtabtei=
lung der freien Studentenſchaft zu Stuttgart, der
Fecht=
klub Köln, der Hamburger Fechtklub, der Offizier=
Fecht=
verein Hamburg und der Fechtklub „Ravenna” zu Berlin.
Der ſtärkſte Klub iſt der Offenbacher mit 167 Mitgliedern,
ihm folgen Darmſtadt mit 105 und der deutſch=italieniſche
Fechtklub Berlin mit 101 Mitgliedern. Zu Ende des
ab=
gelaufenen Jahres wurde ein internationaler Fechterbund
nach vorausgegangenen Verhandlungen zu Antwerpen
und ſpäter in Paris gegründet, dem neben dem Deutſchen
Bund bis jetzt Belgien, England, Frankreich, Holland,
Ita=
lien, Oeſterreich, Norwegen und Ungarn angehören. Auch
die Kaſſenverhältniſſe, über die Steffan=Darmſtadt
berichtete, ſind günſtig. Trotz größerer einmaliger
Aus=
gaben ſchließt die Jahresrechnung mit rund 200 Mark
Ueberſchuß ab. Der geſchäftsführende Bundesvorſtand,
darunter Erckrath=de Bary=Offenbach als Vorſitzender und
Meß=Darmſtadt als Schriftführer, wurde wiedergewählt.
Das diesjährige Bundesturnier wurde dem Fechtklub und
dem Offizier=Fechtverein zu Hamburg gemeinſchaftlich
übertragen und wird an Oſtern ſtattfinden. Das Fechten
bei den „Baltiſchen Spielen zu Malmö” iſt auf den 12.
Juli feſtgeſetzt. Die angeſchnittene Regelung der
Fecht=
meiſterfrage und Schaffung einer Ausbildungsſtelle für
Berufsfechtlehrer wurde für die nächſte
Bundesverſamm=
lung zurückgeſtellt. Mit dem Akademiſchen Sportbund
wurde die Veranſtaltung akademiſcher Fechtturniere und
Austragung der Hochſchulmeiſterſchaften vertraglich
gere=
gelt. Das diesjährige Turnier wird die neue
Univer=
ſität Frankfurt übernehmen. Schließlich fand noch eine
kurze Ausſprache über den neugegründeten elſaß=
lothrin=
giſchen Landesverband, der im franzöſiſchen Fahrwaſſer
ſegle, ſtatt. Nach dem Beſchluſſe des D. R.=A. wird das
Fechten bei den Olympiſchen Spielen Berlin 1916 in der
Spielwoche vom 29. Mai bis 4. Juni ſtattfinden.
Vermiſchtes.
CK Der Pariſer Zoo als Viehmarkt, Bei der
Durch=
forſchung der Akten aus der Zeit der Belagerung
von Paris iſt eine Reihe von Dokumenten an das
Tageslicht gezogen worden, die zum erſten Male einen
Einblick in die Rolle geſtatten, die der Zoologiſche
Gar=
ten, der Jardin d’Acclimatation, in jenen Tagen der Not
und des Hungers ſpielte. Der Direktor des Zoo,
Geof=
froy Saint=Hilaire, führte mit den Schlächtern ſehr
ge=
ſchickt die Verhandlungen über den Verkauf einzelner
Tiere des Gartens. Das erſte Dokument, das davon
er=
zählt, iſt eine Quittung vom 24. Oktober 1870 in der der
Direktor beſtätigt, 2650 Francs für ſechs Grunzochſen,
drei Zebus und einen Büffel empfangen zu haben. Der
Preis war damals, wie man ſieht, verhältnismäßig billig.
Bald aber „ſteigen die Notierungen”. Im November
werden für zwei Bären und zwei junge Schweine 1200
Francs gefordert und auch von dem Schlächtermeiſter
Deboos bezahlt; für ein Renntier entrichtet der Meiſter
400 Francs. Am 13. November bietet der Direktor
ſei=
nem Schlächter folgende Offerte: „Zwei kleine
Wild=
ſchweine und zwei kleine Schweine für 1200 Francs, drei
ruſſiſche Renntiere 1200 Francs, ein Kaſuar 200 Francs.”
Für Faſanen fordert der Zoologiſche Garten 50 Francs
für das Stück und erhält ſie. Bei dem nächſten Beſuche
auf dieſem ſonderbaren „Viehmarkt im Zoo” erſteht der
Schlächtermeiſter für 100 Francs ein Känguruh. Dann
wird es das Schickſal der ſchlanken Antilopen, den
Hun=
ger der belagerten Pariſer zu ſtillen; Geoffroy verlangt
und erhält von dem Schlächter 500 Francs für die
Anti=
lope. Am 24. November kauſt er eine Antilope, drei
gambiſche Gänſe und einen alten ſchwarzen Schwan für
1000 Francs. Schon am nächſten Tage erhält der
Schläch=
ter einen neuen Brief des Direktors des Zoo: „Herr
De=
boos, man bietet mir 2500 Francs für meine beiden
gro=
ßen Hirſche. Meinem Verſprechen gemäß unterrichte ich
Sie davon. Entſcheiden Sie ſich bis morgen mittag, ob
Sie die Tiere übernehmen wollen oder nicht.” Am 26.
ſchickt der Direktor einem Angeſtellten des Gartens
fol=
genden Brief: „Plet, verkaufen Sie Herrn Deboos recht
keuer etwas ſchlechtes Geflügel — aber ſehr teuer! Geben
Sie ihm keine Enten, aber Gänſe, wenn noch welche da
ſind. Heben Sie einige Hühner für uns auf für den
Not=
fall.” Im Dezember erzielt Direktor Geoffroy noch beſſere
Preiſe: für drei Kapantilopen 4000 Francs, für eine
kleine Antilope 650 Francs. Immer bunter wird die
Liſte: Pelikane, Rehe, ſiameſiſche Schweine, und am 20.
Dezember kauft Deboos zwei aſiatiſche Kamele für 5000
Francs, ein Dromedar für 2500 Francs. Am 29.
Dezem=
ber ereilt Kaſtor und Pollux, die beiden Elefanten, ihr
Schickſal. Die Quittung lautet: „Empfangen von Herrn
Deboos die Summe von 27000 Francs als Preis der
beiden afrikaniſchen Elefanten, die ich ihm verkauft und
abgeliefert habe.” Am 5. Januar werden für einen
Kaſuar ſogar 600 Francs bezahlt, für zwei kleine
Stachel=
ſchweine 100 Francs, für ein Känguruh 350 Francs.
Im=
mer ſchneller wird mit den Beſtänden des Zoologiſchen
Gartens aufgeräumt, bis endlich Ende Januar der
Vieh=
markt im Zoo ausgeſpielt hat: die letzte Rechnung trägt
das Datum des 22. Januar 1871.
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leben, Nervenſyſtem und Sinnesorgane. Dh 118. Bartſch.
Das Schwammerl. b 222. Briegleb, Wieder die
Sprach=
verderbnis. S 339. Brelaur, Methodik des
Klavierunter=
richts. Kt. 106. Grantz, Ebne Trigonometrie. Dm. 71. Ellis,
Im Spinnenland. Dz 224. Fraſer, Der Panamakanal und
ſeine Bedeutung. Em 137. Gareis, Geſetz über den
ein=
maligen Wehrbeitrag. Fr. 129. Geyer, Das Aquarium.
D 202. Greif, Nachgelaſſene Schriften. Ad 276/2. Helmut,
Parſifal und Religionskraft der Zukunft. Kt 173. Jahrbuch der
Motorluftſchiff=Studiengeſellſchaft 1911—1912. Ev 022/5a
Jünger, Das Heſſiſche Gemeindeſteuergeſetz. H 651/2.
Jünger, Das Wehrſteuergeſetz. Fr134. Janke, Die
Umge=
ſtaltung der Welt als Zweck des Lebens. P 214.
Kallen=
berg, Muſikaliſche Kompoſitionsform. Kt 170. Keim, Fr.,
Geſammelte Werke. Ad 183. Prokop, Der Untergang der
Oſtgoten. Bd 569. Keller, Otto, Geſchichte der Muſik.
Kt 189. Kellermann, Der Tunnel. k 142. Koch=Grünberg,
Zwei Jahre unter den Indianern. Cm 012. Leberecht,
Auf, über, unter Waſſer. Augenblicksbilder von der
deut=
ſchen Flotte der Gegenwart. Bk 311. Leonhard,
Teſta=
mentserrichtung und Erbrecht. Fr 100. Lux, Das moderne
Beleuchtungsweſen. Eg 138. Mecklenburg, Herzog Adolf
Friedrich, Vom Kongo zum Niger und Nil. Ef 223.
Mei=
ſel, Wandlungen des Weltbildes und des Wiſſens von der
Erde. D 203. Ommerborn, Genoſſe Menſch. P 213.
Pahnke, Blätter der Erinnerung. Lp 50. Painlevé, Theorie
und Praxis der Flugtechnik. Ev 86. Pines, Die Geſchichte
der jüdiſch=deutſchen Literatur. Kl 274. Prelinger, Die
Photographie, ihre wiſſenſchaftliche Grundlage und ihre
Anwendung. Ea 233. Preuß, Die geiſtige Kultur der
Naturvölker. C 251. Reitter, Die Käfer des Deutſchen
Reiches. Dz 224/5. Ritter, Das Nibelungenjahr. r 235.
Schaffen und Schauen, Ein Führer ins Leben. Bd 1. Von
deutſcher Art und Arbeit. Bd 2. Des Menſchen Sein
und Werden. M 60. Schebeſt, Rede und Gebärde. Kt 183.
Schulze=Berghof, Die Kultur der Miſſion unſerer
Dicht=
kunſt. kl 272. Seiling, Muſikaliſch=hiſtoriſches
Anekdoten=
büchlein von Bach-Richard Strauß. Kt 186/1—3. Storck,
Muſik und Muſiker in der Karikatur. Kt. 010. Trine, Was
lle Welt ſucht. P 121. Trine, Auf dem Wege zur
Wahr=
heit. P 122. Vogl, Ueber Triſtan und Iſolde. Kt 196.
Volbach, Die Inſtrumente des Orcheſters. Kt 171. Weber,
Der Weg zur Zeichenkunſt. K 7/5. Wiemann,
Jugend=
pflege. Pa 620. Wolf, Die ſchöne deutſche Stadt.
Mittel=
deutſchland. K 180. Zart, Bauſteine des Weltalls. De 60,
Zetzſche, An der Indianergrenze. Em 144.
* Heſſiſche Erfinder. (Mitgeteilt von Dipl.=Ing.
Kle=
mens Herszberg u. Co., Patent= und Ingenieur=Bureau,
Darmſtadt. Rheinſtr. 19.) Patent=Erteilungen:
12o. 271434. Verfahren zur Herſtellung des Phenyl=
aß=
dibrompropion=ſäureäthyleſters in haltbarer Form. Fa.
E. Merck, Darmſtadt. 8. 12. 12. M. 49774. 51 a. 271 224.
Elektriſch=pneumatiſches Ventil für Orgeln. Hans Sauer,
Darmſtadt, Schloßgartenſtr. 53. 18. 6. 13. S. 39311. —
Gebrauchsmuſter=Erteilungen: 3c. 588774.
Rockſchloß vereinigt mit Rockhalter für Damenröcke. Georg
Klöter, Worms, Wallſtraße 4, 14. 1. 14. K. 61 584. 4g.
588 755. Federnder Regulierring für Düſen aller Art.
Eliſe Wolff, geb. Domgörgen, Griesheim bei Darmſtadt.
9. 12. 13. W. 42376. 34g. 589308. Zerlegbarer
Tou=
riſtenſtuhl. Conrad Stahl, Kailbach im Odenwald. 5. 12.
13. St. 18709. 45a. 588 921. Blattbegeſtigung für
Hacken, Spaten und dergleichen. Georg Lien, König im
Odenwald. 23. 1. 14. L. 34024. 47f. 589 166. Armierte
Schutzhülle für in den Boden zu verlegende Stahl= oder
Schmiedeeiſen=Rohre, bei welcher der aſphaltgetränkte
Juteſtreifen um ein Blechband gewickelt und dann dieſes
armierte Band ſpiralförmig um das Rohr gelegt wird.
Anton Ritter, Darmſtadt, Schießhausſtr. 33. 24. 1. 14.
R. 38 387. 54 b. 588323. Sicherheitsvorrichtung an
Brief=
umſchlägen, Kartenbriefen und dergleichen gegen
unbe=
fugtes Oeffnen. Carl Bolitſch, Hähnlein bei Darmſtadt.
22. 1. 14. B. 67666.
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genau beachtet werden. Dann werden Ihnen Maggi’s Suppen vortrefflich ſchmecken
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