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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Die Erſte Kammer trat geſtern zur Beratung der
Be=
ſoldungsvorlage zuſammen. Staatsminiſter Dr. von
Ewald teilte mit, daß ſich die Regierung der von der
Zweiten Kammer beſchloſſenen Beſeitigung des
beſon=
deren Wohnungsgeldes nicht mehr entgegenſetzen werde,
wenn beide Kammern einen dahingehenden Beſchluß
faſſen würden. Von der Einſicht der Lehrerſchaft hoffe
er, daß ſie, wie die übrigen Beamten, unerfüllbare
Wünſche zurückſtellen werde Die Erſte Kammer nahm
ſämtliche Anträge des Ausſchuſſes an und vertagte ſich
darauf bis Ende dieſes Monats.
Der Reichstag ſetzte geſtern die zweite Leſung
des Etats des Reichsamts des Innern
fort.
In Gegenwart des deutſchen Kronprinzen wurde
geſtern vormittag die 42. Plenarverſammlung
des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
er=
öffnet.
Der Prinz zu Wied iſt. von Berlin kommend, geſtern
nacht in Rom eingetroffen.
Auf dem Flugplatz Johannisthal ſtießen
geſtern vormitag ein Eindecker und ein Doppeldecker
in der Luſt zuſammen. Der Fluaſchüler
Degner fand den Tod, der Führer des
Doppel=
deckers, Sedlmayr, und ſein Begleiter wurden
ſchwer verletzt.
Das engliſche Parlament wurde geſtern vom
Könige mit einer Thronrede eröffnet.
Das ſchwediſche Miniſterium Staaff hat
demiſſioniert. Der König beauftragte den
ge=
mäßigtliberalen Senator und Gouverneur von
Kriſtian=
ſtad, Freiherrn von der Geer, mit der Bildung des
neuen Kabinetts.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Deutſchland und Rußland.
Die handelspolitiſchen Erörterungen, die im
Haushaltsausſchuß der ruſſiſchen Duma
ſtattgefun=
den haben, müſſen Aufſehen erregen, weil ſie die
ge=
ſamten deutſch=ruſſiſchen Beziehungen
be=
rühren. Daß Duma und Regierung in dem Wunſche
über=
einſtimmen, alle Vorkehrungen zu treffen, die den Abſchluß
eines für Rußland möglichſt günſtigen Handelsvertrages
geſtatten, wird ihnen niemand verübeln. Wenn aber zu
den Vorbereitungen auch verdächtigende
An=
griffe auf die Haltung Deutſchlands
ge=
hören, dann muß dieſe Art des Vorgehens feſtgeſtellt und
zurückgewieſen werden. Der Abg. Schingarew iſt vor
ſol=
chen Angriffen nicht zurückgeſchreckt, als er der Befürchtung
Ausdruck gab, Deutſchland könne Rußland bis zum Jahre
1917 äußere Verwicklungen wie im Jahre 1904 bereiten,
um ſich beſonders günſtige Handelsvertragsbedingungen
zu ſichern.
Mutet ſchon ein derartiger Ausblick in die Zukunft bei
der notoriſchen Friedfertigkeit der deutſchen Politik
eigen=
tümlich an, ſo bedeutet die Anſpielung auf die
Vergangen=
heit eine ebenſo grobe wie leere Verdächtigung der
Ber=
liner Politik während des ruſſiſch=japaniſchen Krieges.
Auch im Munde eines Mitglieds der ruſſiſchen Duma muß
dieſe kaum zu überbietende Verdrehung der Taiſachen
auffallen. Daß aber, wie es den Anſchein hat, der
ruſſi=
ſche Miniſter des Auswärtigen Saſonow nicht nur
nicht die Verdächtigung der deutſchen Politik
zurück=
wies, ſondern ſogar die Befürchtung des Abg. Schingarew
rals der Begründung nicht entbehrend bezeichnete und
ent=
ſprechende Erwägungen des Kabinetts für notwendig
er=
klärte, läßt vermuten, wie ſehr die deutſch=
ruſſi=
ſſchen Beziehungen gegenwärtig erkaltet ſind.
Der ruſſiſche Erſolg in Sachen der deutſchen
Militär=
imiſſion in Konſtantinopel, deſſen Saſonow ſich rühmte,
hat alſo keineswegs zur Folge gehabt, in St. Petersburg
rdie Stimmung gegenüber Deutſchland zu verbeſſern.
Unter ſolchen Umſtänden kann die Nachricht, daß im
Laufe des Jahres die ruſſiſchen Landwehrmänner erſten
Auſgebots mit Ausnahme der Gouvernements des
Weichſelgebietes zu vierwöchigen Waffenübungen
einbe=
rrufen werden ſollen, in Deutſchland keinen beſonderen
Eindruck machen. Vielmehr wird es bei uns ein
allge=
meiner Wunſch ſein, daß die berufenen Beobachter der
beteiligten Dienſtſtellen ihre Wachſamkeit
gegen=
über Rußland verdoppeln.
Die Abreiſe des Fürſten
von Albanien.
* Der Prinz zu Wied iſt von Berlin kommend
Dienstag nacht im ſtrengſten Inkognito in Rom
ein=
getroffen und auf dem Bahnhof von dem
Oberzere=
monienmeiſter Borea d’Olmo, dem Unterſtaatsſekretär im
Miniſterium des Aeußern, Fürſt di Scalea, dem
Gene=
ralſekretär im ſelben Miniſterium de Martino, dem Chef
des Kabinetts des Miniſteriums Garbaſſo und dem
ita=
lieniſchen Hauptmann Morena, der zum perſönlichen
Dienſt bei dem Prinzen während ſeines Aufenthalies in
Rom kommandiert iſt, empfangen worden. Am
Bahn=
hofe hatte ſich ein zahlreiches Publikum eingefunden, das
den Prinzen mit dem Rufe: „Es lebe Albanien!”
be=
grüßte. Nach der Begrüßung der Anweſenden durchſchritt
der Prinz das Fürſtenzimmer und beſtieg den Wagen,
der ihn in ein Hotel führte.
Die italieniſche Preſſe widmet dem Prinzen zu Wied,
der nunmehr als Wilhelm, Fürſt von Albanien,
bezeich=
net wird, ſympathiſche Worte. Der Prinz zu Wied wird
ſich drei bis vier Tage in Rom aufhalten und natürlich
mit dem italieniſchen Miniſter des Aeußeren San
Giu=
liano konferieren. Ueber die Frage eines Empfanges
beim König Viktor Emanuel und über das
Zere=
moniell dieſes Empfanges wird noch zwiſchen Rom und
Wien verhandelt. Wird der König dem Prinzen eine
Audienz gewähren, ſo wird auch Kaiſer Franz
Jo=
ſef ihn in den gleichen Formen empfangen. Die
alba=
niſche Deputation, die dem Prinzen die Krone offiziell
antragen wird, ſoll, wie verlautet, nur aus drei Perſonen
beſtehen. Die Annahme des albaniſchen Thrones durch
den Prinzen zu Wied wird den ſechs Botſchaftern der
Londoner Konferenz und von dieſen ihren Regierungen
mitgeteilt werden. Die Londoner Konferenz wird darauf
den Prinzen zum Fürſten von Albanien proklamieren.
Wegen eines Empfanges des Prinzen beim
Papſt wird zurzeit durch den öſterreichiſchen Botſchafter
in Rom verhandelt. In vatikaniſchen Kreiſen wird
ein Beſuch des Prinzen zu Wied beſtimmt erwartet, da
der zukünftige Fürſt das größte Intereſſe habe, die einen
erheblichen Bruchteil der Bevölkerung bildenden
katholi=
ſchen Albaneſen für ſich zu gewinnen.
Wie die Voſſiſche Zeitung aus Wien meldet, wird
der Prinz die Fahrt Trieſt=Durazzo auf einem
öſter=
reichiſchen Kriegsſchiff, das ein italieniſches begleiten
wird, zurücklegen.
Zahlungsverhältniſſe
in Mexiko.
** Wenn man ſich ein richtiges Bild darüber machen
will, wie es mit den Forderungen der Ausländer in
Mexiko ſteht, ſo muß man ſich zunächſt darüber klar ſein,
daß die Verpflichtungen des Staates und die der
mexi=
kaniſchen Banken und Firmen getrennt zu behandeln ſind.
Was den Staat anbelangt, ſo iſt es nur eine Frage der
Zeit, wann er ſeinen Verpflichtungen nicht nachkommen
wird. Das erklärt ſich durch die Revolution, zu deren
Be=
kämpſung der Präſident Huerta alles irgendwie nur
ver=
fügbare Geld verwendet. Aber dieſe Zeit wird auch
vor=
übergehen, und da Mexiko ein reiches Land iſt, ſo kann
kaum ein Zweifel darüber herrſchen, daß es nach
wieder=
hergeſtellter Ruhe ſeinen Verpflichtungen nicht nur
nach=
kommen, ſondern auch die Rückſtände zu bezahlen in der
Lage ſich befinden werde.
Wann freilich dieſer Zeitpunkt eintritt, kann bei den
jetzigen Verwicklungen gar nicht geſagt werden. Die
Zah=
lungsfähigkeit der privaten Schuldner an das Ausland
ſteht aber in ganz engen Beziehungen zu der Solvenz der
mexikaniſchen Banken, die wenigſtens von der Preſſe der
Vereinigten Staaten bereits Mitte Dezember ſtark
ange=
zweifelt wurde. In Mexiko ſelbſt weigerte ſich die
Be=
völkerung daraufhin, Noten dieſer Inſtitute anzunehmen,
und die Zentralbank, welche gleichzeitig als Kaſſenverein
für ſie dient, wurde förmlich von Leuten belagert, die dieſe
Noten gegen ſolche der Nationalbank von Mexiko und die
der Bank von London und Mexiko eintauſchen wollten.
Schon nach 24 Stunden tat dies die Zentralbank nur in
Höhe von 25 Prozent und ließ bekannt machen, daß ſie die
Noten aller Staatsbanken zu ihrem vollen Werte einlöſen
würde — ſowie letztere ihr Guthaben entſprechend erhöht
hätten!! In der dritten Dezemberwoche war es
allge=
mein bekannt, daß die Bank von London und Mexiko ſich
in Schwierigkeiten befinde. Sie mußte auch am 22. De=
zember eine Zeitlang ihre Kaſſen ſchließen und zeigte
dann an, daß ſie keine Abhebungen über 200 Dollar pro
Gläubiger reſpektieren würde. Am gleichen Tage erließ
dann die Regierung ein Moratorium bis zum 2. Januar,
aber die anderen Banken machten ſich dies nicht zunutze,
ſondern lediglich die London= und Mexikobank. Das
Mo=
ratorium wurde bis zum 15. verlängert, jedoch allein von
der genannten Bank benutzt, und am 7. Januar erſchien
eine Verordnung, wonach die Noten der Staatsbanken
als geſetzmäßige Zahlungsmittel überall angenommen
werden mußten. Dabei wurde allerdings eine Anzahl
Vorbedingungen veröffentlicht, die dieſe Noten vollſtändig
ſicherſtellten, wenn ſie eingehalten werden können, was
man ja noch nicht weiß. Zu gleicher Zeit wurde aber auch
den Banken erlaubt, den Notenumlauf um ein Drittel ohne
Vergrößerung der Reſerven zu erhöhen. Es wurde auch
ſogleich angenommen, daß das Moratorium bei Ablauf
auf mindeſtens drei Monate verlängert werden würde.
Dadurch ſollte es der London= und Mexikobank ermöglicht
werden, ſich Hilfe in England zu beſchaffen. Obgleich
dieſe Bank ebenſo wie die anderen reichlich Werte beſitzt,
ſo iſt es doch im Augenblick gar nicht möglich, dieſe Werte
zu Geld zu machen, und die Bevölkerung iſt ſcheu
gewor=
den und behält ihre Kapitalien in eigener Verwahrung.
Natürlich wird eine Zeit kommen, wo dieſe
Verwer=
tung geſchehen kann, und es fragt ſich nur, ob die Banken
bis dahin auszuhalten in der Lage ſind. Außer der
Lon=
don= und Mexikobank gibt es 22 Staatsbanken, die alle
ſchwer gelitten haben, da die Revolution doch nur mit
ge=
ringen Unterbrechungen ſeit 1910 herrſcht, aber doch nicht
erſchüttert ſind und ihren Verpflichtungen bisher
prompt nachkommen. Ja, man nimmt an, daß es zu
Zah=
lungseinſtellungen bei ihnen nicht kommen wird. Wenn
dies nicht der Fall wäre, ſo würden die Privatfirmen
natürlich in große Schwierigkeiten geraten, und es ſähe
mit der Begleichung ihrer Schulden an das Ausland trübe
aus. Wie die Dinge aber jetzt liegen, ſo darf man wohl
mit ziemlicher Sicherheit darauf rechnen, daß die
Geldver=
hältniſſe ſich hier günſtiger geſtalten werden als
umge=
kehrt.
Deutſches Reich.
Zur reichsländiſchen Statthalter=,
frage. Man ſchreibt uns: Das Gerücht, daß der frühere
Reichstagsabgeordnete und Kolonialſekretär Fürſt von
Hohenlohe=Langenburg zum Statthalter der Reichslande
auserfehen ſei, wird in unterrickteten Kreiſen
erfreu=
licherweiſe für unglaubwürdig gehalten.
Erfreulicher=
weiſe, weil Fürſt Hohenlohe wohl in den einfachen
Ver=
hältniſſen des Herzogtums Koburg=Gotha als Regent
Er=
folge gehabt hat, aber von Natur zu weich iſt, als daß ihm
in Elſaß=Lothringen ein erfolgreiches Wirken
prognoſti=
ziert werden könnte.
Zur Schaffung von kleinen und
mitt=
leren bäuerlichen Betrieben beantragt die
Nationalliberale Fraktion des preußiſchen
Abgeordneten=
hauſes, der Staatsregierung einen Fonds von 100
Mil=
lionen zur Verfügung zu ſtellen, um Staatsdarlehen zu
gewähren zur Einrichtung von kleinen und mittleren
bäuerlichen Betrieben in den Landkreiſen. Das
Staats=
darlehen beträgt bei einem Stellenwert bis zu 10000 Mk.
neun Zehntel dieſes Stellenwertes; überſteigt letzterer
10000 Mk., ſo beträgt das Staatsdarlehen ſechs Zehntel
des Pachtbetrages. Der Antragſteller muß zur
ſelbſtän=
digen Führung eines landwirtſchaftlichen Betriebes
ge=
eignet und im Beſitze eines ausreichenden Barvermögens
ſein.
Badiſche Landtagswahlen. Die Zweite
Kammer des badiſchen Landtages erklärte die Wahlen von
Martin (Zentr., Meßkirch=Stockach) und Dr. Wagner
(natlib., Donaueſchingen=Engen) mit großer Mehrheit für
gültig. Dagegen wurde die Wahl des Abg. Hauſer=
Offen=
burg (Zentr.) mit 35 gegen 31 Stimmen für ungültig
erklärt.
Zwiſchenfall in der ſächſiſchen
Zwei=
ten Kammer. Während der Sitzung der Zweiten
ſächſiſchen Kammer am Montag kam es zu einem
Zwi=
ſchenfall, der zu lebhaften Erörterungen unter den
Abge=
ordneten Anlaß gab. Der Miniſter des Innern, Graf
Vitzthum, hatte die Worte des nationalliberalen
Abge=
ordneten Clauß, daß die Bezirkstierärzte die Apoſtel des
Bundes der Landwirte ſeien, als ſchamlos bezeichnet.
Darauf erklärte Präſident Dr. Vogel, er habe nicht das
Recht, Aeußerungen der Miniſter zu kritiſieren. Hätte
aber ein Mitglied des Hauſes dieſen Ausdruck gegen ein
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Februar 1914.
Nummer 42.
anderes Mitglied des Hauſes gerichtet, ſo würde er ihn
für unparlamentariſch erklärt haben. Der Miniſter
er=
widerte darauf, daß er den Ausdruck nicht gebraucht hätte,
wenn er geglaubt hätte, der Präſident würde ihn für
un=
parlamentariſch halten. Er ſei aber gefallen in
Zurück=
weiſung einer Beleidigung, die ſachlich viel ſchwerer
wiege, als der Ausdruck, den er gebraucht habe. Den
Ausdruck bezeichnete Dr. Vogel als Kritik ſeiner
Ge=
ſchäftsführung, denn er hätte eine Beleidigung nicht
zuge=
laſſen. Da der Abgeordnete Clauß aber nicht von einem
Mitgliede des Hauſes geſprochen habe, ſo liege keine
Be=
leidigung vor. Er ſelbſt habe nur über die Ordnung im
Hauſe zu wachen.
Aus den Kolonien.
Das Peters=Denkmal in Daresſalam.
Dank der Opferwilligkeit weiter Kreiſe iſt es gelungen,
in kurzer Zeit eine ſo anſehnliche Summe zu ſammeln,
daß der Arbeitsausſchuß in ſeiner letzten Sitzung
beſchloſ=
ſen hat, mit dem Bau des Denkmals ſofort zu beginnen.
Mit der Ausführung iſt der allein ſchon durch ſeinen „
ſüd=
weſtafrikaniſchen Patrouillenreiter” durch die beiden „
Do=
minikdenkmäler” für Kamerun rühmlich bekannte
Bild=
hauer Karl Möbius, Berlin=Friedenau, betraut worden.
In der Zuverſicht, daß nunmehr die zur Vollendung des
Werkes erforderlichen Beiträge von den zahlreichen
Freunden von Dr. Karl Peters um ſo freudiger zur
Ver=
fügung geſtellt werden, iſt der Künſtler ſofort an die
Ar=
beit gegangen, um es zu ermöglichen, daß das Denkmal des
Begründers der deutſch=oſtafrikaniſchen Kolonie im Auguſt
diefes Jahres gleichzeitig mit der Landesausſtellung
ent=
hüllt werden kann. Das Denkmal beſteht aus einem
etwa 5 Meter hohen obeliskartigen Sockel, auf dem die
8 Meter hohe Porträtsſtatue von Dr. Karl Peters
errich=
tet wird. Es ſoll in ſeinem monumentalen Charakter am
Hafeneingang von Daresſalam zwiſchen der Fährſtelle
und der Johannesſtraße — unweit der evangeliſchen
Miſ=
ſion — jedem Ankömmling als Wahrzeichen dienen und
ihm ſagen: Hier ehrte das deutſche Volk Karl Peters, dem
es Deutſch=Oſtafrika verdankt!
Ausland.
Frankreich.
Die epidemiſchen Erkrankungen im
Haer. In der Humanité wendet ſich Jaurés in ſehr
ſcharfen Worten gegen die offiziöſe Behauptung, daß die
unter den Truppen ausgebrochenen epidemiſchen
Erkran=
kungen durch die vom Neujahrsurlaub zurückgekehrten
Soldaten eingeſchleppt worden ſeien und ſchreibt u. a.:
„Wenn es Garniſonen gibt, wo ſich 30 von 100 Mann
krank melden, wo die Krankenhäuſer überfüllt ſind und die
verſchiedenen Epidemien in manchen Garniſonen
beun=
ruhigenden Umfang annehmen, dann liegt die Schuld
daran, daß in feuchten und gegen die Kälte ungenügend
geſchützten Kaſernen die Soldaten ohne jede
Vorſichts=
maßnähmen zuſammengepfercht wurden, weil die
Lager=
ſtätten, die Ernährung und die Heizung unzureichend, das
Schuhzeug ſchlecht war, weil alle dieſe Krankheitsurſachen
bei den maſſenhaft in gewiſſenloſer und unvernünftiger
Weiſe eingeſtellten jungen Leuten unheilvoll einwirken
mußten. Die Urheber des Dreijahrsgeſetzes haben
den=
ſelben Zynismus und die Nachläſſigkeit, welche ſie bei der
Herſtellung des Geſetzes an den Tag gelegt und auch bei
deſſen Anwendung bewieſen.” Man darf dieſen
gehäſſi=
gen Ausführungen des militärfeindlichen ſozialiſtiſchen
Deputierten nicht allzuviel Glauben beimeſſen.
Portugal.
Das neue Miniſterium. Der Juſtizminiſter,
der Finanzminiſter und der Arbeitsminiſter gehören der
Partei des bisherigen Miniſterpräſidenten Affonſo Coſta
an; die übrigen Miniſter ſind unabhängig. Das
Mini=
ſterium hat die Geſchäfte übernommen. Coſta, der neue
Miniſter, und der neue Miniſterpräſident Bernardino
Machalo hielten Anſprachen. Am Dienstag wollte ſich
das Kabinett dem Parlament vorſtellen:
Schweden.
Die innere Kriſis. Entweder wird eine
Kabi=
nettskriſe oder die Auflöſung des Reichstags erwartet.
Als Nachfolger des Miniſterpräſidenten werden
Re=
gierungspräſident de Geer, der frühere Unterrichtsminiſter
Hellner und der frühere Finanzminiſter Swartz genannt.
Gefragt worden iſt aber noch keiner von ihnen.
Amerika.
Das Einwanderungsgeſetz der
Ver=
einigten Staaten. Präſident Wilſon hat ſich mit
dem Vorſitzenden der Senatskommiſſion für das
Einwan=
derungsweſen dagegen ausgeſprochen, daß in die
Ein=
wanderungsbill die Forderung des Nachweiſes von
Schulbildung zur Einſchränkung der Einwanderung
auf=
genommen werde.
Aus Mexiko. Nach einem Telegramm aus
Mexiko bereitet der engliſche Geſandte ſeine unverzügliche
Abreiſe nach London vor. Der frühere Geſchäftsträger
Hohler trifft am 15. Februar wieder in Mexiko ein und
übernimmt die Leitung der Geſchäfte. Der Geſandte geht
nach England über die Unionſtaaten, wo er den engliſchen
Botſchafter beſucht. Man erwartet, daß er auch mit dem
Präſidenten Wilſon eine Beſprechung hat.
Demiſſion des Miniſteriums in
Ar=
gentinien. Das Miniſterium hat demiſſioniert. Die
Kammer hat den Staatspräſidenten Penna auf
unbe=
ſchränkte Zeit beurlaubt.
Japan.
Der Flottenſkandal. Eine von ungefähr
25000 Perſonen beſuchte Verſammlung im Amphitheater
zu Tokio nahm mehrere Anträge an, in denen gegen die
Regierung wegen des Flottenſkandals Anklage erhoben
und jedermann dringend aufgefordert wird, eine noch
größere Verſammlung, die im Hibayapark abgehalten
werden ſoll, zu beſuchen. Dieſer Verſammlung wird mit
einiger Sorge entgegengeſehen. Es beſteht Grund zu der
Annahme, daß die Volksſtimmung gegen die Regierung
und die Flotte hauptſächlich nicht durch den Flottenſkandal
veranlaßt worden iſt, ſondern durch die fortgeſetzten hohen
Flottenausgaben und die Aufrechterhaltung der
unpopu=
lären Steuern. Der Marineminiſter erklärte in der
Budgetkommiſſion des Landtages, die Unterſuchung des
Flottenſkandals ſchreite fort und er hoffe bald in der Lage
zu ſein, die gegenwärtige Ungewißheit aufzuklären.
* Berlin 10. Febr. Die Reiſe des Prinzen
und der Prinzeſſin Heinrich von Preußen
nach Buenos Aires wird etwa zwei Monate in Anſpruch
nehmen. Sie ſoll vor allem der Kräftigung der
Geſund=
heit der Prinzeſſin dienen.
* Brüſſel, 10. Febr. Ueber poſtlagernde
Briefſendungen hat das belgiſche
Amts=
blatt eine bemerkenswerte Verfügung veröffentlicht:
Danach dürfen poſtlagernde Sendungen an junge Männer
unter ſiebzehn Jahren und junge Mädchen unter achtzehn
Jahren nur ausgehändigt werden, wenn ſie eine
ſchrift=
liche Bewilligung des Vaters oder Stellvertreters, deſſen
Unterſchrift amtlich beglaubigt ſein muß, vorweiſen
kön=
nen. Dieſe Maßregel iſt auf Antrag vieler Eltern und
Lehrer getroffen worden, um dem Uebelſtande zu ſteuern,
daß verfrühte Liebesverhältniſſe, unſittlicher Verkehr,
Be=
ſchaffung ſchlechter Lektüre und derartiges mehr ſich
vor=
zugsweiſe auf dem Wege des Poſtverkehrs vollziehen
oder anbahnen können.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 11. Februar.
Dienſtbotenlehrſtellen.
— Die dem Arbeitsamt angegliederte
Auskunfts=
ſtelle für Frauenberufe hat ſich bei
Vermitte=
lung von Stellen für ſchulentlaſſene Mädchen eingehend
mit der Frage beſchäftigt, auf welche Urſachen die viel
beklagte Dienſtbotennot zurückzuführen ſei und iſt
uf Grund ihrer Tätigkeit zu dem Ergebnis gekommen,
daß die Unzufriedenheit der Dienſtherrſchaften über die
Dienſtboten und umgekehrt die Abneigung junger
Mäd=
chen, ſich einem hauswirtſchaftlichen Beruf zuzuwenden,
weſentlich dadurch entſteht, daß es in dieſem Berufszweig
faſt ganz an einer ſachlichen Ausbildung
fehlt. Während die jungen Leute aller Berufsſtände
faſt ausnahmslos nach der Schulentlaſſung beſtimmte
Lehrjahre durchmachen müſſen, in denen es weniger auf
den Erwerb als auf eine gründliche Vorbereitung für
ihren Lebensberuf ankommt, hängt es für junge Mädchen,
die in häusliche Dienſte treten, eigentlich nur vom
Zu=
fall ab, ob ſie in die richtigen Hände zu ihrer Belehrung
geraten. Es iſt kein Wunder, daß häufig die Anſprüche
der Dienſtherrſchaften nicht befriedigt werden und daß
ſich daraus für beide Teile unerwünſchte Zuſtände ergeben.
Es iſt daher dringend erwünſcht, Mittel und Wege zu
finden, die dieſem für beide Teile beſtehenden Uebelſtande
abhelfen, und es wird in Erwägung gezogen, ob nicht
der Verſuch gemacht werden kann, auch für den
Dienſtbotenſtand eine Lehrzeit
einzu=
führen. Dies erſcheint wohl möglich, wenn man
be=
denkt, daß ſowohl die Dienſtherrſchaften wie die
Dienſt=
boten wirklichen Vorteil aus einer ſolchen Einrichtung
ziehen könnten.
Es gibt viele Haushaltungen, in denen die Hausfrau
nach ihren wirtſchaftlichen Verhältniſſen nicht in der Lage
iſt, ſich durch bewährte und gut bezahlte Dienſtboten in
der Hausarbeit zu entlaſten, ſondern ſich gezwungen ſieht,
die Arbeit in der Hauptſache ſelbſt zu verrichten, häufig
mit Unterſtützung einer weiblichen Hilfskraft, die auch
vielfach die Kinder ohne beſondere Gegenleiſtung mit
be=
aufſichtigt. Hausfrauen in dieſen Verhältniſſen wären
in der Lage, junge Mädchen im Haushalt anzuleiten und
ihnen eine Ausbildung zu geben, die beſonders in dem
erſten Jahr eine nur geringe Barentſchädigung
recht=
fertigen würde. Es käme ſolchen Hausfrauen zugute, daß
ſie bei ernſter und gewiſſenhafter Anleitung der jungen
Mädchen im Laufe einer etwa dreijährigen Lehrzeit auch
eigenen Vorteil für ihren Haushalt, beſonders im letzten
Jahre, haben würden.
Das Aushalten in der Lehre müßte durch
Lehrver=
trag gewährleiſtet werden. Die große Bedeutung dieſer
Einrichtung für die Mädchen liegt auf der Hand. Das
Beſtreben, von vornherein einen Verdienſt zu erzielen,
ohne die nötigen Gegenleiſtungen zu gewähren, führt zu
den Schäden der modernen Dienſtbotennot, insbeſondere
zu dem mit Recht beklagten beſtändigen Mädchenwechſel.
Eine gründliche Unterweiſung in allen häuslichen
Ar=
beiten wird das Intereſſe des Mädchens an dem
Haus=
halt mehr feſſeln als eine fortdauernde, einſeitige,
mecha=
niſche Tätigkeit. Es wird ſich mit mehr Liebe den
häus=
lichen Arbeiten unterziehen, wenn es hierbei nicht
aus=
ſchließlich eine mechaniſche Ausnutzung ſeiner Kräfte,
ſon=
dern einen Vorteil für ſeine Ausbildung und ſein
Fort=
kommen erblickt.
Es iſt ohne weiteres klar, daß die Erreichung dieſes
Zieles nur erhofft werden kann, wenn die Hausfrauen
in dieſer Einrichtung nicht ausſchließlich ihren eigenen
Vorteil ſuchen, ſondern auch von einem perſönlich
war=
men Empfinden für die Aus= und Fortbildung der ihnen
anvertrauten jungen Mädchen geleitet werden. Die
Aus=
kunftsſtelle für Frauenberufe iſt nicht im Zweifel darüber,
daß alle dieſe Erwägungen zwar theoretiſch richtig, in
der Praxis aber nicht leicht zur Durchführung zu bringen
ſind. Um daher nicht von vornherein durch Mißgriffe
dieſe Einrichtung zu gefährden, bedarf es einer
eingehen=
den Prüfung der mit dem Nachweis der Lehrſtellen
be=
trauten Frauen, welche Haushaltungen nach ihrer ganzen
wirtſchaftlichen Lage und ihren perſönlichen Beziehungen
zu dieſer wichtigen ſozialen Arbeit geeignet ſind. Man
hofft bei umſichtigen Hausfrauen Verſtändnis und
Un=
terſtützung für dieſe Beſtrebungen zu finden und bittet
Frauen, die bereit ſind, Lehrmädchen aufzunehmen, ſich
in der Sprechſtunde der Auskunftsſtelle
für Frauenberufe zu erkundigen. (Die
Sprech=
ſtunden ſind in den Tageszeitungen unter den
Bekannt=
machungen des Arbeitsamtes zu erſehen; ſie finden bis
auf weiteres Hochſchulſtraße Nr. 1 (altes Theater) ſtatt,
Dort wird eingehend Auskunft erteilt, welche Pflichten
und Rechte beide Teile übernehmen und welche
Bürg=
ſchaften für die Durchführung des Vertrages von den
ehrenamtlich tätigen Frauen geboten werden.
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Oberfeuerwehrmann Konrad
von der Schmitt in Darmſtadt das Allgemeine
Ehrenzeichen mit der Inſchrift „Für Verdienſte” am
Bande des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen
verliehen.
Se. Maj. der König von Preußen haben dem
Hauptmann Haniel im 2. Großh. Heſſ. Feld=Artillerie=
Regiment Nr. 61, kommandiert zur Geſandtſchaft in
Santiago, die Erlaubnis zur Anlegung des ihm
ver=
liehenen Chileniſchen Verdienſtordens 2. Klaſſe erteilt.
* Verlobung im Gräflichen Hauſe Solms=Laubach.
Die Darmſt. Ztg. meldet: Am Samstag, den 7. Februar
d. Js., erfolgte zu Schloß Arnsburg die Verlobung
Ihrer Erlaucht der Gräfin Luitgarde zu Solms=
Laubach mit Seiner Exzellenz dem Staatsſekretär des
Auswärtigen Herrn von Jagow zu Berlin.
Die Gräfin Luitgarde iſt die jüngſte Tochter des im
Jahre 1900 verſtorbenen Grafen Friedrich zu Solms=
Laubach und ſeiner im Jahre 1910 verſtorbenen Gemahlin,
geb. Gräfin zu Stolberg=Wernigerode. Sie iſt am 17.
De=
zember 1873 geboren, ſteht alſo im 41. Lebensjahre.
Staatsſekretär von Jagow ſteht im 51. Lebensjahre.
g. Strafkammer I. In der geſtrigen Verhandlung
der Strafkammer wurde der wegen Betrugs angeklagte
Pferdehändler W. M. aus Ober=Ramſtadt von der
An=
klage freigeſprochen. Er hatte im Auguſt 1912 in
Arheilgen ein Pferd verkauft. Aus der hieraus
entſtan=
denen Wechſelverpflichtung wurde nun dem Angeklagten
der Vorwurf des Betruges gemacht; da jedoch der
Sach=
verhalt durch die Beweisaufnahme zu ſeinen Gunſten
aufgeklärt wurde, erfolgte Freiſprechung. — Die Ehefrau
des Bruno Schiller in Nieder=Ramſtadt war vom
Schöffengericht wegen Diebſtahls zu 3 Wochen
Ge=
fängnis verurteilt worden. Einem neben ihr wohnen=
Die Heinzelmännchen
der Sonne.
C) Seit ungezählten Aeonen ſtrahlt die Himmelsleuchte
hernieder und entzündet alle Lebensflammen auf unſerer
Erde zu fruchtbarer Wärme. Brennt ſie allein dort am
Firmamente, wie das Ofenfeuer des Märchens, neben dem
ſich der Bäcker ſchlafen gelegt hat und das nun ausbrennt,
bis der Ofen kalt iſt, oder walten auch an dem rieſigen
Sonnenofen geheime Heinzelmännchen, wie in Kopiſchs
Kölner Sage, die Holz zulegen die ganze Nacht? Die Frage
nach ſolch kosmiſchen „Heinzelmännchen der Sonne” wirft
Wilhelm Bölſche in einer naturwiſſenſchaftlichen Plauderei
auf, die er in der bei der Deutſchen Verlags=Anſtalt
erſchei=
nenden Zeitſchrift Ueber Land und Meer veröffentlicht.
Mit der Schreckensmär, daß die Sonne ſolch' ein
ein=
fach ausbrennender Ofen ſei, der über kurz oder lang
wirk=
lich ausgeht, hat man lange die Menſchheit in Schauder
verſetzt. Die modernſte Sonnenphyſik hat aber doch
weſent=
lich zu unſerer Beruhigung beigetragen. Sie hat nämlich
mit Recht gefragt, warum denn dann die Sonne nicht vor
unſeren Augen unaufhaltſam zur eiskalten Schlacke
her=
unterbrenne. Wenn man nämlich nach den noch heute
viel=
fach verbreiteten naturwiſſenſchaftlichen Anſchauungen
an=
nimmt, daß die Hitze der wärmeſpendenden
Sonnenober=
fläche rund 6000 Grad betrage und daß dieſe Hitze im
kal=
ten Raum jährlich um ungefähr 2 Grad heruntergehen
müſſe, dann wäre es notwendig, daß wir von dieſem
Her=
abbrennen des Sonnenofens ſchon in verhältnismäßig
kurzer hiſtoriſcher Zeit die unheimlichſten Anzeichen
ge=
wahren müßten. Um die Unmöglichkeit dieſer Annahme
nachzuweiſen, hat man den Stand der Dinge
aus=
gerechnet, wie er ſich bei ſolchen Verhältniſſen vor etwa
1500 Jahren darſtellen müßte. Die Sonne müßte
da=
mals nämlich, wenn die jährliche Abnahme der
Sonnen=
heizung 2 Grad betragen ſoll, zu der geſchichtlich durchaus
hellen Zeit, da man den Gotenkönig Alarich in das Grab
am Buſento ſenkte, genau doppelt ſo heiß geweſen ſein,
wie heute. Strahlt ſie uns in der Gegenwart etwa 88 Grad
Wärme zu, die gerade genügen, um unſere an ſich ſchon
recht kalte Erde bis auf etwa 15 Grad im Durchſchnitt zu
erhitzen, dann müßten damals die Goten das 16fache jener
88 Grad Wärme erhalten haben, alſo rund 1400 Grad, eine
Hitze, die ſelbſt ihre kräftigen Schädel gewiß nicht
aus=
gehalten hätten. Steigt man noch weiter hinab in die
Ver=
gangenheit, ſo läßt ſich auch ſchon aus dem Pflanzenwuchs
der Steinkohlenepoche nachweiſen, daß die irdiſchen
Tem=
peratur= und Lichtverhältniſſe damals nicht ſehr viel anders
geweſen ſein können, als heute. Die Behauptung, daß die
Sonnenhitze abnehme, iſt alſo offenbarer
Un=
ſinn.
Wenn aber die Temperatur der Sonne nicht merklich
abnimmt, dann muß eine geheime Macht den Rieſenofen
fort und fort heizen, dann müſſen rätſelhafte
Heinzelmänn=
chen tätig ſein, die die Sonnenräder zu ewiger Reibung
drehen. Solche Heinzelmännchen hat man denn auch ſeit
langem geſucht, und der Altmeiſter der modernen
Wärme=
lehre Robert Mayer glaubte ſie in den Meteorſteinen
gefunden zu haben, die in gewaltigen Mengen beſtändig
auf der Sonne niederfallen und durch das Aufprallen eine
gewaltige Hitze erzeugen. Um auf dieſe Weiſe die Sonne
aber imer wieder heiß zu ſchmieden, wären ganz ungeheure
Meteoritenmaſſen nötig; die Sonne müßte durch ſie
unaus=
geſetzt vergrößert werden, und das hätte man dann auch
in geſchichtlicher Zeit ſchon längſt gemerkt. Nicht in einer
ungeheueren Anſchwellung des Sonnenkörpers wollte
da=
her Mayers genialer Nachfolger Helmholtz die Urſache der
Sonnenwärme ſehen, ſondern in einer allmählichen
Ver=
kleinerung. Der Sonnenball verdichtete ſich beſtändig,
ſchrumpfte äußerlich zuſammen, und durch dieſe innerliche
Konzentration entſtand Wärme und entſteht ſie noch heute=
Aber auch dieſer Hypotheſe ſteht die Tatſache entgegen, daß
die Sonne dann Veränderungen erlitten haben müßte, die in
den uns bekannten Vorgängen des irdiſchen Lebens
irgend=
wie zum Ausdruck kämen; davon iſt aber nichts der Fall=
So hat man denn zuletzt in dem
Allerweltsheinzelmänn=
chen, dem Radium, den eigentlichen Sonnenheizer
ge=
ſucht. Da Radium bekanntlich ſelber Wärme ausſträmt
ſo könnte ein in jedem Kilogramm Sonnenſubſtanz enthals
tener Prozentſatz Radium geradezu eine Heizung für die
Ewigkeit ergeben. In ähnlicher Weiſe erklärt Arrhenius
die Sonnenwärme, indem er annimmt, daß, wenn nicht
gerade Radium, ſo doch gewiſſe merkwürdige chemiſche
Verbindungen im Sonnenball aufgeſpeichert wären, die
ſich bei ungeheuerer Hitze und ungeheuerem Druck gebildet
und dabei gewaltige Mengen Wärme verſchluckt hätten=
Dieſe uralte Sparwärme wird nun ganz langſam wieder
an die bedürftige Erde ausgezahlt und dürfte noch
Jahr=
billionen vorhalten.
Nummer 42.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Februar 1914.
Seite 3.
den Wirt waren bei der Kirchweihe Meſſer, Gabeln und
Löffel abhanden gekommen und eine Hausſuchung
för=
derte bei der Angeklagten genau ſolche Gegenſtände
zu=
tage. Auch ein dem Wirt gehöriges Tiſchtuch wurde bei
ihr gefunden. Sie hatte zugegeben, dieſes aus dem
Straßenſchmutz als herrenlos an ſich genommen zu
ha=
ben, doch beſtreitet ſie den Diebſtahl der anderen Sachen.
Die Strafkammer verwarf ihre Berufung. — Der
Tag=
löhner Johannes Nees VII. von Radheim hatte
einem von ihm verehrten Mädchen einen nächtlichen,
un=
erbetenen Beſuch abgeſtattet und iſt deshalb vom
Schöf=
fengericht wegen Beleidigung zu 2 Monaten
Ge=
fängnis verurteilt worden. Die Strafkammer
beſtä=
tigte geſtern die ihm zuerkannte Strafe, indem auch
Haus=
friedensbruch angenommen wurde.
— Vom Hoftheater. Mit „Madame Bonivard”
nimmt das Hoftheater einen der herrſchenden
Faſchings=
ſtimmung Rechnung tragenden wirkſamen Schwank
wie=
der in das Repertoire auf, der der jüngeren Generation
der Theaterbeſucher kaum mehr bekannt iſt und der ſich
doch immer noch neben den neueren Erſcheinungen auf
rdieſem Gebiete recht wohl ſehen laſſen kann. An
Situations= und Wortkomik hält das heitere Werk von
Biſſon und Mars jeden Vergleich aus, durch die
Sicher=
heit der Technik und die einwandfreiere Wahl der Mittel
iſt es den meiſten ſeiner Nachfolger weſentlich überlegen.
Dazu enthält es in den Geſtalten der Titelheldin, des
Prototyps der böſen Schwiegermutter, und des ſtändig
von ihr verfolgten Komponiſten Henri Duval gern
ge=
ſſpielte „Bombenrollen”, die auch heute in der Verkörperung
durch Minna Müller=Rudolph und Bruno Harprecht (der
Zugleich die Regie führt) ihre Wirkung nicht verfehlen
dürften. Die um 7½ Uhr beginnende Vorſtellung findet
im B=Abonnement bei kleinen Preiſen ſtatt. Am
Don=
merstag wird „Filmzauber” am Freitag „Der
Freiſchütz” wiederholt; zu beiden Vorſtellungen gelten
wie gewöhnlichen Preiſe.
— Darmſtädter Künſtler auf Gaſtſpielreiſen. Man
ſchreibt uns: Wie viele Kopf= und Handarbeiter hinter den
Kuliſſen, in den Werkſtätten und den Bureaus eines
gro=
ßen Theaters unausgeſetzt tätig ſind, um die glatte
Ab=
rvickelung des Spielplans zu ermöglichen, davon hat der
Theaterbeſucher ſelten eine richtige Vorſtellung. Aber auch
üiber die Zahl der darſtellenden Künſtler, die ihm im Laufe
Der Spielzeit in den verſchiedenſten Rollen begegnen, gibt
er ſich im allgemeinen nicht oft Rechenſchaft. Ein ganz
anſchauliches Bild davon gibt die Tätigkeit, die die
Mit=
glieder unſeres Hoftheaters am Sonntag, den 15. Februar,
entfalten. An dieſem Tage wird hier der „Lohengrin”
aufgeführt, der 6 Opernſoliſten in großen und 8 in
kleine=
den Partien beſchäftigt. Ferner gaſtiert das Schauſpiel
in Worms mit Grillparzers „Jüdin von Toledo” die 14
Sprechrollen aufweiſt, und gleichzeitig führen Mitglieder
des Enſembles in Landau die „Spaniſche Fliege” in der
bieſigen Originalbeſetzung (12 Darſteller) auf. Schließlich
ſolgen drei Solomitglieder der Oper und zwei
Inſtrumen=
aalſoliſten einer Einladung zu einem geiſtlichen Konzert
nach Michelſtadt, wobei immer noch genug Perſonal übrig
1 liebe, um ſelbſt eine ſo anſpruchsvolle Oper, wie etwa
„Carmen” ſoliſtiſch zu beſetzen.
* Goldenes Dienſtjubiläum. Herr J. B. Silz
be=
geht am heutigen Tage ſein 50jähriges
Dienſt=
nubiläum in körperlicher und geiſtiger Friſche als
Beamter der Bank für Handel und Induſtrie, hier.
Gleich=
zeitig ſind es 26 Jahre, daß der Jubilar der Freiwilligen
Sanitätskolonne, hier, angehört, und wurde
dem=
ſelben voriges Jahr aus Anlaß ſeines 25jährigen
Jubi=
läums die goldene Rote Kreuz=Medaille von Sr. Majeſtät
dem deutſchen Kaiſer verliehen. Der Jubilar genießt durch
ſrine Arbeitsfreudigkeit bei ſeinen Vorgeſetzten, ſowie
durch ſein nettes und liebenswürdiges Weſen bei ſeinen
§ ollegen und Bekannten großes Anſehen und wird es ihm
an ſeinem Ehrentage nicht an Ehrungen fehlen.
* Der Frauenverein der evangeliſchen
Kaplanei=
gemeinde, welcher mit demjenigen der Schloßgemeinde die
Fürſorge für die in der Alexanderſtraße gelegene und von
vielen Kindern, namentlich aus der Altſtadt, beſuchte
Kin=
derſchule übernommen hat, wird am nächſten Sonntag
lasend, beginnend um 7½ Uhr, ſeinen diesjährigen
Fa=
neilienabend (Teeabend) im Gemeindehaus,
Kies=
ſtraße 17, abhalten. Im Mittelpunkt des Abends ſteht ein
nortrag des Vereinsgeiſtlichen für Innere Miſſion,
Afarrer Memmert, hier, über das Thema: „Die
llch riſtliche Frau als Glied der Familie, der
Ié emeinde und des Volkes‟ Das religiöſe und
nationale Erwachen des deutſchen Volkes vor 100
Jah=
lran, an dem auch die Frauenwelt hervorragenden Anteil
ſhatte, wird durch zwei Aufführungen von Schülerinnen
des Hofmänniſchen Inſtituts, „Königin Luiſe und Bona=
Aparte” und „Deutſche Frauen und Mädchen zur Zeit der
Abefreiungskriege” dargeſtellt werden. Außerdem kom=
Umen einige Geſangs= und muſikaliſche Darbietungen zum
Vortrag. Weiteres beſagt die Anzeige im heutigen
An=
zeügenteil.
* Vorträge über Volksgeſundheitspflege wird im
Auftrag der Zentrale für Mutter= und
Säuglingsfür=
lſorrge auch in dieſem Jahre wieder Herr Sanitätsrat
Dr. Noellner den Teilnehmerinnen der Abendkurſe
in der hauswirtſchaftlichen Fortbildungsſchule halten.
Der erſte Vortrag findet heute Mittwoch, 11. d. M., abends
8¼ Uhr, in der Turnhalle, Rundeturmſtraße 9, (Eingang
auch Landgraf=Georgs=Straße 40) ſtatt. Der Eintritt iſt
ſelbſtverſtändlich frei und auch Intereſſenten, die nicht
die Näh= und Kochkurſe der Fortbildungsſchule beſuchen,
können an den Vorträgen teilnehmen.
* Lichtbildervortrag in der Aula der Landes=
Bau=
gewerkſchule. Man ſchreibt uns: Auf Veranlaſſung der
Direktion der Großh. Landes=Baugewerkſchule hält Herr
Gartenarchitekt Hans Gerlach am kommenden
Donners=
tag abend in der Aula der oben genannten Schule einen
Lichtbilder=Vortrag über „Gartenkunſt einſt und jetzt” In
dieſem Vortrag wird ausgeführt werden, daß der Garten
nur dann mit dem Hauſe ein harmoniſches Ganze bilden
kann, wenn er der Architektur des Hauſes angepaßt wird,
und dienen die Lichtbilder dazu, zu zeigen, mit welch
ein=
fachen Mitteln dies möglich iſt. Da ja gerade in unſerer
Stadt eine große Anzahl Häuſer von Gärten umgeben
iſt und jetzt die Zeit kommt, in der ſich der
Hauseigen=
tümer mit der Anlage ſeines Gartens beſchäftigt, ſo
dürfte dieſer Vortrag einer Reihe von Intereſſenten ſehr
willkommen ſein. Im Anſchluß an dieſen Vortrag hält
derſelbe Redner im gleichen Saale im Monat
März einen Lichtbilder=Vortrag über „Haus= und
Balkon=
ſchmuck”. Der Zutritt zu dieſen Vorträgen iſt für
jeder=
mann frei.
* Damen=Vorträge. Zu den am Freitag, den 13.
Fe=
bruar, nachmittags und abends im Fürſtenſaal
ſtattfin=
den Vorträgen der Frau Rode=Hohenfels
wird uns geſchrieben: Viele Fragen im Leben, welche die
Geſundheitspflege, Schönheitspflege und das Eheleben
betreffen, verſchließt die Frau in ihrem Herzen. Sie quält
ſich mit ihren Gedanken und leidet oft ſchwer darunter. Ein
Vortrag der Rednerin bringt vielen Frauen einen
Licht=
ſtrahl in ihr Leben, denn mit Eifer und Ausdauer geht die
Rednerin auf alle Fragen ein und belehrt in
einwand=
freier Weiſe in der Diskuſſion. Der Beſuch ſei daher allen
Damen beſtens empfohlen. (Siehe Anz.)
* Milchkränzchen. Man ſchreibt uns: Intereſſenten
diene hiermit zur Nachricht, daß das unter dem Namen
Milchkränzchen bekannte Wohltätigkeitskonzert am 7. März
in ſämtlichen Räumen des Chauſſeehauſes ſtattfindet. Nach
allen Vorbereitungen zu ſchließen, dürfte den Beſuchern
ein äußerſt genußreicher Abend geboten werden, umſo
mehr, als dies die 25. Wiederholung des Konzerts iſt. In
Anbetracht des wohltätigen Zweckes dieſer Veranſtaltung
dürfte ein zahlreicher Beſuch ſehr zu wünſchen ſein.
* Verein ehemaliger Leibgardiſten. Der zweite
Re=
gimentsabend der Vereinigung ehemaliger Leibgardiſten
im Saale der „Stadt Koburg” erfreute ſich eines guten
Be=
ſuches und konnte der Vorſitzende, Herr Müller=
Hick=
ler, in ſeiner Begrüßung mitteilen, daß die Vereinigung,
die mit 62 Mitgliedern begonnen, innerhalb der wenigen
Wochen ſchon jetzt auf etwa 150 geſtiegen und weiteres
Wachstum zu erwarten ſei. Durch Vorträge und hübſche
Lieder, deren Begleitung in liebenswürdiger Weiſe Kam.
Groh übernommen hatte, geſtaltete ſich der Abend zu einem
ſehr unterhaltenden und genußreichen. Der Vorſitzende
machte noch bekannt, daß mit dem nächſten
Regiments=
abend, am 11. März, der Gründungstag des Regiments
feſtlich begangen werden ſoll und daß ſchon eine Anzahl
hervorragender Künſtler hierzu ihre Mitwirkung zugeſagt
hat, ſo daß den Kameraden eine Reihe gemütlicher
kame=
radſchaftlicher Stunden in Ausſicht ſteht.
* Der Heſſiſche Fechtverein Waiſenſchutz hielt am
Sonntag, ſo ſchreibt man uns, eine große
karnevali=
ſtiſche Damen= und Herrenſitzung ab.
Nach=
dem unter den Klängen des Narrhallamarſches der
Elfer=
rat ſeinen Einzug gehalten, begrüßte Herr Julius
Si=
mon, welcher die Leitung übernommen hatte, in ſeiner
mit Witz und Humor gewürzten Begrüßungsrede die
anweſenden Närrinnen und Narren. Sodann beſtieg Herr
Ernſt Thomas die Bütt als Protokoller. Die
Proto=
kollführung iſt wohl keine leichte Arbeit, beſonders bei
einem Wohltätigkeitsverein; jedoch hatte Herr Thomas, um
allen wohl und niemand wehe zu tun, ſein
vielverſpre=
chendes Buch gut bearbeitet, und wurde ihm als Dank
reicher Beifall zuteil. Als Mitwirkende, die nur
durch=
aus Gutes geleiſtet haben, ſeien hier nur die Namen ges
nannt. Drei der Stimmung angepaßte Lieder, von
Fräu=
lein Erbes mit herrlicher Stimme vorgetragen, wurden
als Extraüberraſchung mit rauſchendem Beifall
aufgenom=
men. Der bekannte Humoriſt Herr Ph. Mechler leiſtete
mit ſeinen Vorträgen wie immer Vorzügliches, ebenſo
Herr Brück mit ſeinem Vortrag „Als wege de Leut”;
die Herren Hauf, Helfmann und Rieſinger als „
Straßen=
kehrer”, das Zwiegeſpräch der Herren Georg und Fritz
Jacobi, ſowie das Auftreten des Heern W. Ruppert als
„Ladenfräulein” ernteten reichen Beifall. Herr J. Simon
erfreute noch mit einem ſchönen Melodram. Immer mehr
hob ſich die Stimmung durch das Singen der weiteren
Lieder, von den Herren Reeg, Koch, Ruppert und
Hart=
mann verfaßt. Dieſen wurde der wohlverdiente Orden
überreicht; ebenſo den Mitwirkenden Corté, Zimbrich,
Schart, Unger, Wiemer. Bevor der Präſident die Sitzung
ſchloß, dankte er allen herzlich und wies beſonders darauf
hin, daß die fröhlich verlebten Stunden dazu beitragen
möchten, den wahren Zweck des Vereins in reichem Maße
zu fördern. Nachdem der 1. Vorſitzende, Herr
Burg=
graf, mit herzlichen Worten Herrn Simon für ſeine
großartige Leitung, ſowie dem Elferkomitee für ſeine
Mit=
hilfe gedankt, wurde die Sitzung mit dreifachem Fecht=Heil
geſchloſſen. Bei dem darauffolgenden Tanz blieb man
noch längere Zeit in fröhlicher Stimmung beiſammen.
Alle können mit Befriedigung auf die wohlgelungene
Sitzung zurückblicken.
* Karnevalgeſellſchaft Narrhalla. Eine ebenſo
eigen=
artige wie künſtleriſch vornehme und reizvolle
Veranſtal=
tung wird der „karnevaliſtiſche Künſtler=
Abend” werden, den die Karnevalgeſellſchaft Narrhalla
am Sonntag, den 15. Februar, den Freunden fröhlicher
Kunſt und der Narretei bietet. Wenn je, ſo iſt hier die
Feſtſtellung am Platze, daß eine ſolche Veranſtaltung,
ſo=
wohl ihrem Rahmen und der Aufmachung nach, als auch
in bezug auf Zahl und Art der mitwirkenden Kunſtkräfte,
noch nie in Darmſtadt geboten wurde, und daß ſie zu den
karnevaliſtiſchen Abenden zählt, die unübertrefflich ſein
werden. Wohl wirkten auch ſonſt ſchon einzelne
Kunſt=
kräfte in den Veranſtaltungen mit, aber daß das geſamte
umfangreiche Programm des Abends ausſchließlich
von Sternen unſerer Hofbühne beſtritten wird,
iſt eine Neuheit im karnevaliſtiſchen Leben unſerer Stadt.
Namen wie Frau Schneider=Gothe, Bruno
Har=
precht, Frau Minna Müller=Rudolph, Jordan,
Franz Schneider, vor allem Schützendorf,
Pe=
terſen, Sautier uſw, ſagen genug. Alle werden
ihr Beſtes bringen, um dem Abend ein Gelingen zu
ſichern, das ihn zur hervorragendſten und glänzendſten
Veranſtaltung der Karnevalſaiſon 1914 ſtempelt.
Beſon=
ders aufmerkſam gemacht ſei wieder auf die auch bei
die=
ſem karnevaliſtiſchen Künſtlerabend zur Ausgabe
gelan=
genden Gutſcheine, die zum Bezug der Eintrittskarten
zum großen Gala=Maskenball am Samstag
vor Faſtnacht zu bedeutend ermäßigtem Preiſe berechtigen.
* Konzerte. Im Reſtaurant „Zur Oper”
fin=
det das Konzert in dieſer Woche anſtatt Donnerstags
am Mittwoch ſtatt. (Näheres ſiehe Anzeige.)
Rummelbräu. Bei dem heute Mittwoch im
Feſt=
ſaal, Allee 61, ſtattfindenden Kaffee=Konzert wird
Herr A. Schrimpff die Tango=Réunion um 5
Uhr eröffnen und unter Hinweis auf die Bedeutung und
Entwickelung des modernen Geſellſchaftstanzes die
geplan=
ten Veranſtaltungen bis zu Faſtnacht 1914 in dem gleichen
Feſtſaal bekannt geben. Es ſei an dieſer Stelle nochmals
darauf hingewieſen, daß für den nächſten Mittwoch alle
Vorbereitungen getroffen werden, um dem Publikum den
Aufenthalt in genanntem Lokal ſo angenehm und
unter=
haltend wie möglich zu geſtalten, und wird dazu auch die
Vorführung der bisher noch nicht geſehenen modernen
Tänze, wie ſie von Herrn A. Schrimpff nebſt Gattin
tanz=
künſtleriſch vollendet interpretiert werden, ebenfalls
bei=
tragen. (Siehe Anz.)
* Eisbahn am Oberwaldhaus. Die Eisbahn am
Oberwaldhaus iſt wieder eröffnet vormittags bis 12
Uhr und nachmittags bis nach Sonnenuntergang.
X. Bubenſtreiche. Am Sonntag hantierten
meh=
rere Knaben auf dem Schilffelde hinter dem Woog
mit Pulver, um das trockene Schilf in Brand
zu ſetzen. Einem unbeteiligten Knaben, der mit
zu=
ſah, verbrannte das explodierende Pulver die rechte
Geſichtsſeite und verletzte das untere Augenlid.
§ Selbſtmordverſuch. Am Montag abend kurz nach
7 Uhr hat ein Student aus Rußland in einem hieſigen
Hotel, woſelbſt er ſich einlogiert hatte, in ſelbſtmörderiſcher
Abſicht ſich einen Schuß in die linke Kinngegend
beigebracht. Er wurde durch die Sanitätswache mittelſt
Krankenautomobils ſofort in das Städtiſche Krankenhaus
verbracht.
§ Hundefang. Während des Monats Januar ſind
durch den hieſigen Polizeihundeaufſeher 33 Hunde
einge=
fangen worden. Hiervon wurden 15 Hunde durch ihre
Eigentümer wieder ausgelöſt, 6 Hunde ſind verkauft
wor=
den und 12 Hunde mußten getötet werden.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* Union=Theater (Rheinſtraße 6). Albert
Baſſermann, dieſer geniale Bühnenkünſtler, hat als einer
der erſten der hervorragendſten Verireter der
Schauſpiel=
kunſt ſeine Scheu vor dem Kino überwunden und in
einer kleineren Zahl von Kinodramen als Darſteller
mit=
gewirkt. Eines der beſten Werke iſt das große Drama
„Der letzte Tag” in dem der gefeierte Künſtler die
Haupt=
rolle kreiert. Die Leitung des Uniontheaters hat das
Werk erworben und wird es in den nächſten Tagen zur
Vorführung bringen. Sicher iſt, daß dieſe Erwerbung
dem Unternehmen wieder viele Freunde zuführen wird.
Auch das Meiſterwerk „Rita Sacchetto” wird noch drei
Tage vorgeführt. Außer einer Anzahl kleinerer Dramen
Feuilleton.
C.K. Iſt die „Mona Liſa” wirklich die Mona Liſa?
daß das unter ſo aufregenden Umſtänden verlorene und
nuen glücklich wieder im Louvre hängende Meiſterwerk des
Lnonardo die Gattin des Francesco del Gioconda, die
lchöne Mona Liſa, darſtellte, galt bisher als eine
feſt=
tehhende Tatſache. Niemand hat an den Angaben
Vaſa=
leits, der die Geſchichte dieſes Bildes in ſeinen berühmten
Bnographien erzählt, gezweifelt. Nun aber tritt ein
ſiinnſthiſtoriker, Charles Coppier, auf und will in einem
iusführlichen, ein reiches Material verarbeitenden Aufſatz
Der Zeitſchrift Les Arts beweiſen, daß „die Gioconda gar
ltichht das Porträt der Mona Liſa iſt”. Nach ſeiner
An=
ichet iſt die „Mona Liſa” ein Idealporträt, das keine
be=
ſtimnmte Frau, ſondern den Idealtypus des von Leonardo
ha Vinci geſchaffenen Menſchen in ſeiner höchſten
weib=
ſſichgen Vollendung darſtellt. Es erſcheint Coppier
merk=
pilrdig, daß die dargeſtellte Dame den Figuren auf
an=
ſeiren Werken Leonardos ſo überaus ähnlich iſt, daß ſie
Laniz dieſelben Züge trägt, wie der Johannes auf dem
bendmahl in Mailand und die heilige Anna auf dem
Ce=
na lde des Louvre, zwiſchen deren Entſtehung ein
Zeit=
amm von 20 Jahren liegt. Die Mitteilungen Vaſaris
ürfen auf unbedingte Glaubwürdigkeit keinen Anſpruch
nachen, denn das Gemälde, das wahrſcheinlich mit dem
om Giuliano de Midici beſtellten weiblichen Porträt
iden=
iſch iſt, kann nicht vor früheſtens 1512 vollendet ſein;
Va=
rä hatte alſo das Bild gar nicht geſehen, als er es mit
ſen bekannten Einzelheiten beſchrieb. Der Verfaſſer weiſt
ann nach, daß das Bild bis zum Jahre 1620 niemals
Güoconda” genannt wird, ſondern ſtets unter der
Bezeich=
ſumg erſcheint „Eine Kurtiſane mit einem Gazeſchleier”.
die Geſchichte von der ſchönen Mona Liſa wurde alſo erſt
verhältnismäßig ſpät auf das Bild übertragen. „Das
Bild, das ſeit 300 Jahren mit dem Namen der Gioconda
bezeichnet wird” ſo ſchließt Coppier ſeine Beweisführung,
„hat alſo auf dieſe Benennung ebenſo wenig Anſpruch,
wie die „Nachtwache” die eigentlich der Aufbruch der
Schützenmannſchaft des Banning Cocg heißen müßte. Es
iſt alſo nicht „Mona Liſa” die in das Louvre=Muſeum
zurückgekehrt iſt, ſondern die ideale Frauendarſtellung des
größten Meiſters der Renaiſſance, die Schweſter der
heili=
gen Anna und der beiden Johannes=Bilder, die moderne
Diana mit den bleichen Augenbrauen, die ein
herabgekom=
mener moderner Heroſtrat beinahe vernichtet hätte, indem
er ſie 25 Monate lang in ſchmutzigen Spelunken ſpazieren
führte.”
* Geſchichtliches vom neueſten Modetanz. Das „
Gegen=
mittel gegen den Tango” die venezianiſche Furlana,
hat ihren Siegeszug durch die Welt des Ballſaales
ange=
treten. Nachdem ſie der Direktor der römiſchen
Tanz=
akademie Pichetti in die Salons der italieniſchen
Ariſto=
kratie eingeführt hat, haben in Rom die erſten Furlana=
Tees ſtattgefunden, und auch in Paris iſt der reizende
Volkstanz vielfach aufgetaucht. Er wurde in den letzten
Tagen in verſchiedenen Theatern und Ballokalen und in
verſchiedenen Formen getanzt und fand allgemeinen
Bei=
fall. Freilich iſt in der Einrichtung des römiſchen
Tanz=
profeſſors von der alten Furlana nicht allzu viel übrig
ge=
blieben. Er iſt eine Miſchung von Menuettſchritten,
Sprungſchritten in der Art der Tarantella, Kniebeugen in
ſehr graziöſen Formen, und man miſcht wohl auch etwas
vom Maxixe hinein. Immerhin bleibt doch die anmutige
Rhythmik und die lebendige Friſche jenes „Tanzes von
Friaul” gewahrt, von dem die Furlana, die urſprünglich
„Friulana” hieß, ihren Namen hat. Dieſer alte Reigen
des Volkes iſt für immer mit den goldenen Tagen des
Karnevals von Venedig verknüpft. Die Gondo=
liers lernten ihn von den Bauern der Terra ferma und
brachten ihn nach Venedig, wo ihn bald die luſtigen
Mas=
ken auf der Piazetta tanzten, mit Blumen geſchmückt, in
ärmelloſen knappen Jäckchen. In den bunt ausſtaffierten
Buden des Markusplatzes, wo der Malvaſier verſchenkt
wurde, wirbelte man zum Klange eines Spinetts und
einer Geige im ausgelaſſenen Reigen, und am Abend
tanzten nach dem Bericht Molmentis unter den an
Blu=
mengirlanden hängenden Lampions die Mädchen die
Fur=
lana ſogar auf den ſchmalen Brücken über den Kanälen,
führten beim Raſſeln des Tambourins und leiſem Geſang
die graziöſen Figuren auf und bogen die ſchlanken
Kör=
per im Vor= und Zurückneigen. Da die Zeit der alten
würdigen Tänze, der Gavotten, Pavanen und Menuette
längſt vorbei war, nahm man auch in den vornehmen
Krei=
ſen dieſen Volkstanz auf, und ſo iſt die Furlana aufs
engſte mit dem letzten tollſten Faſchingsjubel der
Lagu=
nenſtadt verknüpft, ſo eng, daß ſie zum eigentlichen
vene=
zianiſchen Nationaltanz wurde.
— Das Beinkleid in der neueſten Damenmode. Die
neueſten Pariſer Modelle ſuchen das Beinkleid wieder in
der Damenmode zu beleben, doch haftet dieſer jüngſten
Schöpfung nichts von jener Extravaganz an, die man
ſei=
nerzeit dem Hoſenrock vorwerfen durfte. Die jüngſten
Beinkleider ſollen vielmehr den Blicken allerlei entziehen,
mas die geſchlitzten Röcke zu indiskret enthüllten. Die
„Beinfutterale”, die man jetzt von Paris aus lancieren
will, ſind höchſt unauffällig aus demſelben Stoff wie der
Rock gemacht und eng anſchließend. Da ſie bis zu den
Knö=
cheln herabgehen, halten ſie warm, und verhüllen
außer=
dem das Bein, was beim geſchlitzten Rock recht notwendig
iſt. Außerdem bieten ſie bei den reich drapierten Röcken,
die manchmal recht kurz ſind, einen paſſenden Abſchluß,
wenn ſie beſcheiden um die Knöchel unter den breit
gelager=
ten Falten hervorlugen.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Februar 1914.
Nummer 42.
kommen aber eine Menge wundervoller Naturaufnahmen
und reizender Humoresken zur Vorführung, die das
Publi=
kum in der beſten Laune erhalten werden.
* Reſidenztheater am Weißen Turm.
Unſtreitig trifft die Direktion des Theaters
im=
mer den Geſchmack der Beſucher, ſpeziell mit
dem heutigen Programm hat ſie den Vogel
abgeſchoſſen. Das entzückende Luſtſpiel „Hoheit
Inkognito”, wovon der Titel durch das
Preisausſchrei=
ben ſchon bekannt wurde, iſt wohl einzig in ſeiner Art
und ſollten Freunde eines geſunden Humors es nicht
ver=
ſäumen, ſich dieſes nordiſche Kunſtwerk anzuſehen. Das
große Senſationsdrama „Wenn die Elemente haſſen”
be=
handelt die Tragödie der Erfindung des Fernſehtelephons
und wird wirkſam von ausgezeichneten Schauſpielern,
unter ihnen Eva Speyer=Stöckel vom Leſſingtheater in
Berlin, dargeſtellt. Am Freitag nachmittag 2 Uhr findet
vor geladenen Gäſten die Vorführung des neuen
Erne=
mann=Kinox ſtatt. Es iſt ein kleiner Kinematograph,
durch ſeine Billigkeit und einfache Handhabung äußerſt
ge=
eignet für Projektionen in Schulen und Familien.
— Roßdorf, 10. Febr. (Der Geſangverein
„Konkordia”) hielt am Sonntag ſeine diesjährige
Generalverſammlung im Gaſthaus „Zum
Darm=
ſtädter Hof” ab. Es wurde beſchloſſen wie in früheren
Jahren, ſſo auch dieſes Jahr einen
Geſangswett=
ſtreit zu beſuchen. Ferner wurde faſt einſtimmig
be=
ſchloſſen, das 25jährige Beſtehen, auf das
genann=
ter Verein im nächſten Jahre zurückblickt, durch einen
Ge=
ſangswettſtreit feſtlich zu begehen. Durch die
Erfahrun=
gen, die der Verein bei dem Beſuch vieler Wettſtreite
ge=
ſammelt hat, iſt derſelbe in der Lage, den Sängern mit
den bewährteſten und günſtigſten Bedingungen
entgegen=
zukommen. Da auch in hieſiger Bevölkerung das Intereſſe
am Geſang ein ſehr reges iſt, ſo wird der Verein auch
wohl von dieſer Seite auf eine gute finanzielle
Unter=
ſtützung hoffen dürfen, um durch Ausſetzung hoher
Geld=
preiſe eine große Zahl deutſcher Sänger in unſeren
Mauern begrüßen zu können.
r. Jugenheim, 9. Febr. (Der hieſige
Volks=
bildungsverein) veranſtaltete geſtern ſeinen, ſehr
gut beſuchten, 4. Vortragsabend. Herr Franz
Har=
res aus Darmſtadt hielt einen Vortrag über Franz
Schubert und ſang dazu Schubert=Lieder. Als einen
herr=
lichen Sänger, der ſofort Fühlung mit ſeinem Publikum
hat, kannten wir ihn ſchon, nun erwies er ſich auch als
ein ausgezeichneter Vorleſer. Die ganze Art, wie er uns
Leben und Perſönlichkeit des Komponiſten ſo blutwarm
und ergreifend nahe brachte, war neu. Er las ſehr
ge=
ſchickt ausgewählte Stücke aus einem Schubert=Romam,
humoriſtiſche und ernſte, ſodaß den Zuhörern ein
leben=
diges, unvergeßliches Bild vom Weſen des Künſtlers vor
Augen geführt wurde. Die Lieder, die er ſang, z. B. „Ich
komme vom Gebirge her” „Winterreiſe”. „Greiſenlied‟
und viele andere, trug er mit ſicherer Meiſterſchaft und tief
künſtleriſchem Empfinden vor. Sie wurden von Frau
Eliſabeth Nelſon, die auch einige Schuberttänze ſpielte,
gut und ſicher begleitet. Reicher Beifall dankte dem
Künſtler.
-h- Auerbach, 8. Febr. (Gabelsberger=
Denk=
mal.) Der hieſige Stenographenverein hat zur
Erinnerung an den 125. Geburtstag Gabelsbergers
beſchloſſen, dieſem ein Denkmal in unſerer Gemeinde zu
errichten. Als Grundſtock ſind einige hundert Mark
be=
reits vorhanden.
* Michelſtadt, 9. Febr. (Jagdverpachtung.)
Bei der heute ſtattgehabten Jagdverpachtung der
Ge=
meinde Michelſtadt wurden anſtatt wie ſeither 1100 Mark
bei der Neuverpachtung 1611 Mark erlöſt. Gleichzeitig
wurde die Jagd der Gemeinde Stockheim mitverpachtet
zum ſeitherigen Preiſe von 225 Mark.
A Beerfelden, 9. Febr. (
Volksbildungsver=
ein.) Der hieſige Volksbildungsverein bot geſtern im
Mohrenſaal ſeinen Mitgliedern den erſten
Unterhal=
tungsabend. Herr Oberpfarrer Wahl begrüßte die
zahlreich Erſchienenen und entwarf in kurzen Zügen ein
Bild von der Tätigkeit des Vereins, dabei Herrn Lehrer
Schäfer für ſein aufopferndes Wirken als
Büchereiver=
walter dankend; ſpäter fügte Redner dem Programm einen
humorvollen Zwiſchenakt ein durch „Poeſie und Proſa”;
die Proſa kam in Geſtalt rechneriſcher Mitteilungen zu
ihrem Recht, die Poeſie erregte in einem Gedicht in
ober=
heſſiſcher Mundart einen allgemeinen Heiterkeitserfolg.
Nun wechſelten in bunter Folge die übrigen Nummern
des Programms: Violin= Geſang= und Piſton=Soli,
Duette für Piſton und Geſang, Orcheſterſtücke. An den
muſikaliſchen Darbietungen beteiligten ſich die
Lehrerin=
nen Frl. Blaul und Frl. Wagner im Geſang, ebenſo Heer
Bahnverwalter Fortmüller und Herr Lehrer Göbel; Herr
Pfarrer Deggau und Herr Lehrer Schäfer als
Piſton=
bläſer, Herr Bezirkskaſſier Wamſer in Violin=Solo, im
Orcheſter die Herren Lehrer Göbel, Herber, Kaul, Lang
und Schäfer. Herr Göbel ſpielte die Klavierbegleitung
zu ſämtlichen Muſikſtücken. Etwa die Mitte der
Darbie=
tungen bildete ein Vortrag des Herrn Pfarrers Deggau
über Feldmarſchall Blücher, in den an paſſenden Stellen
Deklamationen durch Schüler und Schülerinnen der
bei=
den Oberklaſſen eingeflochten wurden. Redner wußte ein
packendes Lebensbild Blüchers zu zeichnen. Im
Schluß=
wort betonte Herr Lehrer Schwartz die Bedeutung des
Volksbildungsvereins; in humoriſtiſcher Weiſe ſtattete er
den Mitwirkenden den Dank ab und ließ ſeine
Ausfüh=
rungen in ein Hoch auf dieſe ausklingen.
Offenbach, 10. Febr. (Arbeitsloſenzählung.)
Die diesmalige Arbeitsloſenzählung hat ein weſentlich
ungünſtigeres Reſultat gezeitigt, als die
Zäh=
lung vom 8. Februar 1913. Es wurden bis Montag 730
Arbeitsloſe ermittelt oder 290 mehr als im Vorjahre. Der
Stand der Arbeitsloſigkeit dürfte damit nahezu den der
Zählung vom 28. Februar 1909 erreichen, bei der 906
Ar=
beitsloſe ermittelt wurden.
Egelsbach, 10. Febr. (Ermittelter Hehler.)
Im Zuſammenhang mit der Diebes= und
Einbrecher=
bande, die in Langen verhaftet wurde, iſt durch die
Poli=
zei auch bei einem Einwohner in Egelsbach eine
Haus=
ſuchung veranſtaltet worden, bei dem außer einem großen
Warenlager, das zum Teil aus den Einbrüchen in
Frank=
furt herrührt, auch 800 M. an Bargeld gefunden wurden.
Was die Polizei nicht fand, lieferte der Hehler
nachträg=
lich ab, darunter geladene Revolver, Meſſer,
Kleidungs=
ſtücke uſw.
Frei=Weinheim, 10. Febr. (Ertrunken.) Als der
Kapitän, ein Kranenführer und ein Matroſe eines hier
feſtgefahrenen Schiffes vom Land mittelſt eines Nachens
an Bord fahren wollten, hatte ſich der Nebel bereits ſo
verdichtet, daß ſie die Richtung verfehlten. Dabei ſtieß
das kleine Fahrzeug gegen ein Hindernis und ſchlug
um. Während ſich der Kapitän und der Kranenführer
am Nachen feſtklammern konnten, ertrank der Matroſe.
Frei=Laubersheim, 10. Febr. (Ein Opfer de
Fremdenlegion.) Ein Fabrikarbeiter von hier iſt
ſeit acht Tagen ſpurlos verſchwunden. Er war zuletzt in
Forbach beſchäftigt. Man glaubt hier allgemein, daß der
junge Menſch Werbern für die Fremdenlegion in die
Hände gefallen ſei.
Gießen, 10. Febr. (Aus 16 Meter Höhe
ab=
geſtürzt.) Der 25 Jahre alte Karl Georg Richter aus
Gablenz i. S. war ſeit Anfang Januar ds. Js. mit dem
Ausäſten von älteren Eichbäumen im Grünberger
Stadt=
walde beſchäftigt. Bei dieſer Tätigkeit, die er auch am
Montag vormittag ausübte, brach ein Aſt, an welchem ſich
Richter angeſeilt hatte ſo daß er aus 16 Meter Höhe
ab=
ſtürzte. Dabei brach Richter beide Beine und verletzte ſich
ſchwer am Kopfe. Der Verletzte hatte noch die Kraft,
einige tauſend Meter weit auf den Händen aus dem
Walde und übers Feld zu kriechen, bis er von Leuten
be=
merkt wurde, die einen Wagen holten und ihn zum Arzte
nach Grünberg brachten. Dort wurde eine ſofortige
Ueberführung in die Klinik nach Gießen angeordnet.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 9. Febr. Der D=Zug
Berlin- Frankfurt-Baſel, der früh 8 Uhr
Ber=
lin verläßt, ſchwebte geſtern, etwa einen Kilometer von der
Station Halle a. S. entfernt, in großer Gefahr. Bei einer
Kurve ſprang der Speiſewagen aus den Schienen
und der hinter dem Wagen laufende Teil des Zuges fuhr
auf den Speiſewagen auf. Der Kellnerlehrling des
Speiſewagens zog ſofort die Notbremſe. Der dem
Speiſe=
wagen folgende Wagen hatte ſich bereits ein Stück in
die=
ſen hineingebohrt, als der Zug zum Stehen kam. Durch
dieſe Geiſtesgegenwart des Piecolo wurde ein
unabſeh=
bares Unglück verhütet. Der Vorfall führte eine
halbſtün=
dige Verſpätung herbei. Unter den Paſſagieren wurde
zum Dank für das abgewendete Unheil eine
Geldſamm=
lung veranſtaltet, die dem Kellnerlehrling eingehändigt
wurde. Da der Speiſewagen infolge der erlittenen
Be=
ſchädigungen ausrangiert werden mußte, wurde der
Pack=
wagen für den Reſtaurationsbetrieb hergerichtet. — Eine
ſchwere Bluttat, die ein junges Menſchenleben
ge=
fordert, hat ſich in der vergangenen Nacht im Norden der
Stadt abgeſpielt. In dem Tanzlokal Gerichtſtraße 31
er=
ſchoß der 33 Jahre alte Arbeiter Theodor Schmidt,
Plan=
tagenſtraße 13, den 19jährigen Arbeiter Bruno Rothbeuler
im Verlaufe einer Auseinanderſetzung. Die beiden hatten
gemeinſam ein junges Mädchen kennen gelernt und jeder
von ihnen verſuchte, ſich die Gunſt der Schönen zu
erwer=
ben. Als ſie in der Nacht in dem Café zuſammentrafen,
kam es zwiſchen ihnen zu Auseinanderſetzungen. Plötzlich
holte Schmidt einen ſcharf geladenen Revolver hervor und
feuerte einen Schuß auf ſeinen Rivalen ab. Das
Ge=
ſchoß drang dem jungen Menſchen in den Kopf und tötete
ihn auf der Stelle. Schmidt wurde zunächſt zur
Polizei=
wache in der Uferſtraße und dann nach dem
Polizeipräſi=
dium gebracht. Er gibt an, in der Erregung nicht gewußt
zu haben, was er tat. Vermutlich wird gegen ihn nicht
die Anklage wegen Mordes, ſondern nur wegen Totſchlags
erhoben werden.
München, 10. Febr. (
Arbeitsloſenunterſtütz=
ung.) König Ludwig hat aus Stiftungsmitteln
10000 Mark für die von der Münchener
Stadtver=
waltung eingeleitete Sammlung zugunſten der
Arbeitsloſen geſpendet.
Trier, 10. Febr. (Schwere Straſfe.) Das
Kriegsgericht verurteilte den Musketier Piſtor
aus Frankfurt a. M., der bei dem Infanterie=Regiment
Nr. 69 diente zu fünf Jahren Zuchthaus, weil er
zum dritten Male fahnenflüchtig geworden war. Piſtor
iſt verheiratet und Vater von ſechs Kindern. Da ſeine
Familie bitter Not leiden muß, deſertierte er, um für ſie
zu ſchaffen. Er mußte das im Ausland tun und fiel dabei
Werbern der Fremdenlegion in die Hände. In der
Frem=
denlegion hat er dann fünf Jahre gedient. Piſtor iſt bei
der erſten Fahnenflucht zu 7 Monaten Gefängnis und
das zweite Mal zu einem Jahr verurteilt worden. Bei
der dritten Fahnenflucht war die Mindeſtſtrafe fünf Jahre
Zuchthaus, auf die erkannt wurde. Seine Frau und ſeine
Kinder leben in großem Elend.
Saarunion, 10. Febr. (Eine ſchreckliche
Blut=
tat) trug ſich geſtern mittag hier zu. Der Schreiber Weiß,
der in einer hieſigen Kanzlei beſchäftigt war, erſchoß in
der Wohnung ſeiner Schwiegermutter ſeine Frau, ſein
dreijähriges Kind, ſeine Schwiegermutter und dann ſich
ſelbſt. Der Grund der furchtbaren Tat dürfte in
Familien=
zwiſtigkeiten zu ſuchen ſein. Die beiden Eheleute lagen in
Scheidungsklage.
Hannover, 10. Febr. (Vom
Windmühlen=
flügel verletzt.) In Horſt (Kreis Neuſtadt am
Rü=
benberge) ſind drei Kinder beim Spielen von einem
Wind=
mühlenflügel erfaßt worden. Sie wurden mit ſchweren
Schädelbrüchen dem hieſigen ſtädtiſchen Krankenhauſe
zu=
geführt. Das jüngſte, dreijährige Kind erlag ſeinen
Ver=
letzungen, der Zuſtand der beiden Geſchwiſter iſt ſehr
be=
denklich.
Braunſchweig, 10. Febr. (Todesurteil.) Der
Braunlager Mörder Adolf Plog wurde heute
nach mehrtägiger Verhandlung vom Schwurgericht wegen
Mordes und ſchweren Raubes zum Tode und
dauern=
den Verluſt der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt.
Geeſtemünde, 10. Febr. (Stapellauf eines
Paſſagierdampfers.) Auf der Schiffswerft und
Maſchinenfabrik von Joh. C. Tecklenborg, A.=G., in
Geeſte=
münde lief heute mittag im Beiſein zahlreicher Gäſte der
für die Hamburg-Amerika=Linie erbaute
Dreiſchrau=
ben=Paſſagierdampfer „Johann Friedrich
Burchard” ein Schiff von 21000 Brutto=Regiſter=Tons,
vom Stapel. Die Taufrede hielt der regierende
Bür=
germeiſter von Hamburg, Dr Predöhl, der in warmen
Worten ſeines verſtorbenen Kollegen gedachte und auf die
bedeutenden Leiſtungen des deutſchen Schiffbaues
hin=
wies, die in dem von Tecklenborg erbauten Dampfer ihr
beredtes Zeugnis finden. Die Rede klang in einem
Kai=
ſerhoch aus. Die Werft machte im feſtlichen
Flaggen=
ſchmuck einen impoſanten Eindeuck. Sämtliche Helgen ſind
beſetzt. Es befinden ſich 13 Dampfer mit einer
Geſamt=
tonnage von 108200 Brutto=Regiſter=Tons und 60 100
ind. P. S.=Leiſtung zur Zeit im Bau. Der
Geſamt=
wert dieſer Objekte repräſentiert 40 Millionen Mark.
Nach dem Stapellauf vereinigten ſich die Gäſte zu einem
Frühſtück im Verwaltungsgebäude der Werft.
Lauenburg i. Pommern, 9. Febr. (Im
Lauenbur=
ger Bankprozeß) wurde heute abend 9 Uhr nach
ſiebentägiger Verhandlung das Urteil verkündet. Der
Bankbeamte Milpitz, der Hauptangeklagte, echielt wegen
Untreue in fortgeſetzter Handlung, Urkundenfälſchung und
Konkursvergehens vier Jahre ſechs Monate Gefängnis,
der Bankprokuriſt Frank wegen Untreue in fortgeſetzter
Handlung zwei Jahre zwei Monate Gefängnis, der
Bank=
beamte Hinz neun Monate Gefängnis die unverehelichte
Frieda Schmolinski, die Braut des Angeklagten Milpitz,
zwei Monate Gefängnis, der Landmeſſer Spettſtößer und
der Banklehrling Hackbarth wurden freigeſprochen. Den
Angeklagten Milpitz, Frank und Hinz wurden je ſechs
Monate auf die erlittene Unterſuchungshaft angerechnet.
Hinz wurde auf freien Fuß geſetzt. Bei der Angeklagten
Schmolinski ſoll die Einreichung eines Gnadengeſuches
empfohlen werden.
Wien, 10. Febr. (Der „Bauernſchreck”
er=
legt?) Nach hierher gelangten Nachrichten erlegte ein
Jäger des Kloſters Admont den ſogenannten „
Bauern=
ſchreck”, der die Gegend der Koralp ſeit zwei Jahren
unſicher machte. Es ſoll ſich um einen Puma handeln.
Luxemburg, 10. Febr. (Vergiftung bei einer
Leichenfeier.) Der Ort Munshauſen iſt durch
einen Vergiftungsfall in große Aufregung verſetzt worden.
Am Donnerstag war die Frau des Bauern Köpp zu
Grabe getragen worden. Nach der Leichenfeier fand, wie
üblich, ein großes Eſſen im Hauſe Köpps ſtatt. Abends
und tags darauf wurden viele Teilnehmer von heftigen
Schmerzen gequält und am Samstag ſtarb die Tochter
Köpps unter großen Qualen. Zwei andere Perſonen
ſchweben in Lebensgefahr, weitere ſind ſchwer erkrankt.
Die Aerzte haben einſtimmig Vergiftung feſtgeſtellt.
Neu=York, 9. Febr. (Diebſtählle im großen.)
Daily Chronicle meldet: In der Interſtate Commerce
Commiſſion ſind Aufſehen erregende Enthüllungen über
Diebſtähle im großen bei der New=Haven and
Hartfordbahn gemacht worden. Ein früherer Vorſitzender
der Kommiſſion erklärte, daß eine Summe von 28
Mil=
lionen Mark verſchwunden ſei. Senator Noris
erklärte, die Geſellſchaft ſei ausgeraubt worden und er
hoffe zuverſichtlich, daß die Schuldigen entdeckt und zur
Verantwortung gezogen würden. Senator Hitchcoch
er=
klärte, die Männer, welche die Geſellſchaft ruiniert und
die Aktionäre beſtohlen hätten, hätten ſich zu gleicher Zeit
als gemeinnützige Puritaner aufgeſpielt.
Neu=York, 10. Febr. (Zugentgleiſung.) Laut
Berliner Lokalanzeiger entgleiſte der Schnellzug
von St. Paul nach Omaha, weil durch die Kälte eine
Schiene geſprungen war. Der ganze Zug ſtürzte um. Es
gab zahlreiche Tote und Verletzte.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 10. Febr. Vizepräſident Paaſche er
öffnet die Sitzung um 1,19 Uhr. Eingegangen iſt die
No=
velle zum Geſetz, betreffend den Abſatz von
Kaliſalzen. Die
zweite Beratung des Etats des Reichsamts des Innern
wird fortgeſetzt, und zwar werden zunächſt die
zurückge=
ſtellten Abſtimmungen über die Ausgaben, „
Ausfüh=
rung des Kaligeſetzes”, und Einnahmen, „Abſatz vön
Kaliſalzen” mit der dazu vorliegenden Reſolution
vor=
genommen. Die Reſolution wird angenommen und mit
einer Aenderung die Ausgaben und Einnahmen nach den
Beſchlüſſen der Kommiſſion bewilligt. Sodann wird die
geſtern abgebrochene Debatte über das
Reichsgeſund=
heitsamt fortgeſetzt.
Abg. Meyer=Celle (natlb.): Der Abg. Spiegel hat
nur Behauptungen aufgeſtellt, die nicht bewieſen ſind. Es
iſt nicht leicht, ein vollſtändig klares Bild über die
be=
ſtehenden Zuſtände im Hüttenweſen ſich zu verſchaffen, und
weil insbeſondere von ſozialdemokratiſcher Seite immer
wieder Verkürzung der Arbeitszeit gefordert wird, muß
das Reichsgeſundheitsamt eine zuverläſſige Statiſtik
auf=
ſtellen. Wir beantragen in unſerer Reſolution eine ſolche
Erhebung. Ergeben ſich ſo ungünſtige Verhältniſſe, wie
behauptet wird, dann muß dafür Sorge getragen werdeng
daß das koſtbare nationale Gut der Arbeitskraft geſchütztſ
und erhalten wird. Nachgewieſen iſt, daß die
Verhält=
niſſe hinſichtlich des Lebensalters der Hüttenarbeiter ſich
in der letzten Zeit gebeſſert haben. Keineswegs trifft es
zu, daß die Arbeiter mit 40 Jahren verbraucht ſind.
Un=
fälle laſſen ſich leider nicht vermeiden, die Zahl iſt aber
keineswegs übermäßig hoch. Zur Klarlegung dieſer
Ver=
hältniſſe muß die Statiſtik eingreifen. Die Forderung
nach Sicherheitsmännern im Hüttenweſen, wie ſie im
Bergbau beſtehen, iſt nach Erklärungen des
Staatsſekre=
tärs und des Handelsminiſters augenblicklich nicht
disku=
tabel. Die Unfallverhütungsvorſchriften müſſen von
Ar=
beitgebern und Arbeitnehmern ſtreng beachtet werden,
Wenn auch die Ueberſtunden als ein Mißſtand zu
betrach=
ten ſind, ſo würde doch mancher ſtrebſame Arbeiter es
ſchwer empfinden, wenn ihm die Möglichkeit zum
Mehr=
verdienſt genommen würde. Die Ueberſtunden auf dreißig
Arbeitsſtunden auszudehnen, iſt natürlich ein Unfug, dem
vorgebeugt werden muß. Die Behauptung der
Sozial=
demokraten, daß Arbeiter nach 17jähriger Arbeitszeit von
den Arbeitgebern als unbrauchbar angeſehen werden, iſt
falſch und nicht erwieſen. Das Penſionskaſſenweſen legt
den Arbeitgebern große Laſten auf. Dennoch werden
viel=
fach freiwillige Beiträge in erheblichen Summen dieſen
Kaſſen zugewieſen. Daß die Arbeitgeber grundſätzlich
allen ſozialpolitiſchen Geſetzen entgegenarbeiten, iſt ein
ſchwerer Vorwurf, der durch nichts bewieſen iſt und den
ich entſchieden zurückweiſen muß. (Beifall bei den
Natio=
nalliberalen).
Vizepräſident Dr. Paaſche: Es ſind noch 15
Red=
ner zu dieſem Kapitel gemeldet. Wenn alle ſo lange
reden wollen, wie der Vorredner, würden wir morgen
noch nicht mit dem Kapitel fertig. (Hört, hört!).
Abg. Büchner (Soz.): Während wir fortgeſetzt einen
größeren Säuglingsſchutz, einen größeren Schutz der
Wöchnerinnen und des Hebammenweſens verlangen,
for=
dern die Agrarier eine weitere Verteuerung der Milch=
Das iſt nicht für, ſondern gegen die Kultur, das iſt die
Politik der Satten gegen die Hungrigen. Die Regierung
muß endlich für den Stand der Hebammen etwas tun, um
dadurch auch der Nation zu helfen. (Beifall bei den Soz.)
— Abg. Krings (Ztr.): Die Staubbeläſtigung auf den
Landſtraßen durch Automobile iſt immer noch im Wachſen.
Die öffentliche Geſundheit iſt ſchwer durch dieſe Raſerei
gefährdet, nicht nur durch die Gefahr, überfahren zu
wer=
den, ſondern auch durch die Staubentwickelung, die
ſchlim=
mer wirkt, je ſchöner und geſuchter die Gegenden ſind
(Vizepräſident Dr. Dove bittet den Redner wiederholt,
ſich mehr an die Sache zu halten.) Krings fortfahrend: Für
Beſprengung der Straßen bei trockenem Wetter muß
jedenfalls mehr geſorgt werden.
Miniſterialdirektor Dr. Lewald: Die ſtarke
Ent=
wickelung des Automobilverkehrs hat bei uns eine
erheb=
liche Zunahme der Staubplage mit ſich gebracht. In
Eng=
land iſt man ſo weit im Straßenbau, daß man
ſtunden=
lang Automobilfahrten unternehmen kann, ohne unter der
Staubentwickelung zu leiden oder andere darunter leiden
zu laſſen. Ich hoffe, daß wir bald dahin gelangen
wer=
den, daß die Staubplage durch den Automobilverkehr
völlig verſchwindet.
Abg. Dr. van Calker (natlb.): Wir wünſchen die
Aufſtellung einheitlicher Grundſätze zur Regelung der
Ar=
beits= und Rechtsverhältniſſe des Krankenpflegeperſonals,
ſoweit eine reichsgeſetzliche Regelung nicht geſchehen kann.
Die ſozialdemokratiſche Reſolution geht mir nicht weit
genug. Unſere Reſolution iſt eine Anerkennung für die
ſelbſtloſe, aufopfernde Tätigkeit der Krankenpfleger und
Nummer 42.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Februar 1914.
Seite 5.
epflegerinnen (Beifall), die dazu beitragen wird, die
Be=
rufsfreudigkeit des Pflegeperſonals zum Segen der
Na=
tion zu ſteigern. (Beifall.) — Abg. Leube (Fortſchr.
Vpt.): Die Quarantänevorſchriften für einzuführendes
Vieh, namentlich aus Dänemark, zu erleichtern, iſt
drin=
gend zu wünſchen im Intereſſe der Fleiſchverbilligung.
So=
dann muß das Fleiſchbeſchaugeſetz geändert werden, wie
es im Ausland ſchon geſchehen iſt. Schließlich fordern
wir die Erleichterung der Einfuhr geſchlachteter Tiere. —
Abg. Frommer (konſ.): Für die wiſſenſchaftliche
Er=
forſchung der Maul= und Klauenſeuche müſſen mehr Mittel
bewilligt werden. Der Grenzſchutz muß ſchärfer
gehand=
habt werden. Die Abſchlachtung muß vorſichtig und nicht
zu reichlich angeordnet werden. Zu leugnen iſt nicht, daß
die bisherigen Schlachtungen gut gewirkt haben. Die dem
Profeſſor Löffler zur Verfügung geſtellte Summe für die
Seuchenforſchung genügt nicht, der Beitrag muß erhöht
werden im Intereſſe der Landwirtſchaft und einer
ein=
wandfreien Fleiſchverſorgung des Volkes. (Beifall.) —
Abg. Dombek (Pole) tritt für größeren Arbeiterſchutz
in den Hüttenwerken ein und wendet ſich gegen die
Aus=
führungen des Abg. Meyer=Celle. — Abg. Liz. Mumm
(Wirtſch. Vgg.): Eine Schabloniſierung der Krankenpflege
iſt nicht möglich. Dazu ſind die Verhältniſſe in den
Kran=
kenhäuſern zu verſchieden. Das Hebammenweſen iſt
reformbedürftig. Die Darſtellung der Sozialdemokraten
über die ſittliche Not der in der Landwirtſchaft
beſchäf=
tigten Kinder iſt übertrieben. Notwendig iſt ein Verbot
der Nachtarbeit für Jugendliche unter 18 Jahren. Für
die Binnenſchiffahrt fordern wir Sonntags= und
Nacht=
ruhe. Auch für das Gaſtwirtsgewerbe darf es keinen
ſozialpolitiſchen Stillſtand geben.
Präſident des Reichsgeſundheitsamts Dr. Bumm:
Die Grundſätze, die der Reichsgeſundheitsrat befürwortete
zur einheitlichen Regelung des Hebammenweſens ſind der
preußiſchen Regierung überwieſen worden. Es iſt nicht
zu leugnen, daß die Verſorgung des platten Landes mit
Hebammenhilfe noch ſchwierig iſt, es kann aber nicht
ge=
leugnet werden, daß unſere ſozialpolitiſche Geſetzgebung
auf dieſem Gebiete viel gebeſſert hat. Endlich wäre es
undankbar von uns, wenn wir die vielfachen
Beſtrebun=
gen der privaten Wohltätigkeit und Humanität für
Säug=
linge und Wöchnerinnen verkennen würden.
Wöchnerin=
nenheime und Entbindungsanſtalten ſind erbaut worden
in einer Zahl, die den Vorwurf unberechtigt macht, daß
nichts geſchehen ſei. (Sehr wahr!) Der Wunſch, daß bei
eingeführtem Fleiſch auch diejenigen Teile mit eingeführt
werden ſollen, die jetzt vernichtet werden, läßt ſich nicht
erfüllen, da dieſe Teile ungenießbar ſind und außerdem
noch verzollt werden müßten. Der Abg. Leube hat
fer=
ner angeregt, die Quarantäneſtationen aufzuheben für
Schlachtvieh, das von überſeeiſchen Ländern eingeführt
wird. Das wäre ein Rückſchritt und würde viel krankes
Fleiſch aus dem Auslande einſchleppen. Andere Länder,
wie England, laſſen derartige lebende Tiere auch nicht
her=
ein. (Abg. Gothein ruft: Das behaupten Sie!) Bumm
fortfahrend: Schlachtvieh jedenfalls nicht, um das es ſich
vielfach handelt. Der Anregung, unſere Truppen mit
Ge=
frierfleiſch zu ernähren, läßt ſich nicht Folge geben. Ich
glaube, es iſt beſſer, wenn die Angehörigen des Heeres mit
friſchem Fleiſch verſorgt werden. Bezüglich der Klagen
über die Maul= und Klauenſeuche verweiſe ich auf die
letz=
rten Verhandlungen des preußiſchen Landtages. Wenn der
Abg. Fromm eine ſchärfere Grenzſperre gegen Rußland
twünſcht, ſo muß ich ihn an den preußiſchen
Landwirt=
ſſchaftsminiſter verweiſen. Betreffend der Sperrbezirke
rund Beobachtungsgürtel bei Maul= und Klauenſeuche iſt
ſim Reichsgeſetz freie Hand gelaſſen worden. Wenn ge=
Fehlt worden iſt, ſo ſind die Lokalbehörden darauf
aufmerk=
ſam zu machen. Abſchlachtungen ſind tief einſchneidende
und ſchmerzliche Maßregeln für den Betroffenen, aber bei
einer großen Gefahr kann auf den Einzelnen keine
Rück=
ſicht genommen werden, ſondern auf die Geſamtheit der
Beſitzer, und da muß dieſe Maßregel Platz greifen.
Daß Abſchlachtungen nicht in übertriebenem Maße
zur Anwendung kommen, dafür ſorgen die geſetzlichen
Be=
ſſtimmungen. Die Unterſuchungen im
Reichsgeſundheits=
amt über den Erreger der Maul= und Klauenſeuche ſind
bisher leider ergebnislos verlaufen. Die wiſſenſchaftlichen
Forſchungen werden aber mit allem Nachdruck fortgeſetzt
rverden. (Beifall.)
Abg. Thumann (Elſäſſer): Die Apotheker gehören
zu dem Teil des Mittelſtandes, für den eine weitere
Für=
ſorge dringend nötig iſt. Die Einbringung eines
Malz=
rveingeſetzes iſt dringend erforderlich. —
Miniſterialdirek=
kor v. Jonquiéres: Ein Geſetzentwurf zur
Be=
ſämpfung der Verfälſchungen bei Malzwein iſt heute dem
Bundesrat zugegangen. — Abg. Jäckel (Soz.): Die
Heimarbeit in der Spitzenweberei iſt beſonders
gefähr=
fich. Die Geſundheitsverhältniſſe laſſen viel zu wünſchen
übrig. Wir verlangen wöchentlich einen Ruhetag für die
aarbeitenden Frauen und Mädchen, ferner Freigabe des
Samstag=Nachmittag. — Abg. Liſt=Eßlingen (natlb.):
Der Abg. Jäckel hat viel übertrieben. Nicht nur die
Ar=
leeit iſt gewachſen, auch die Arbeitsgelegenheit iſt
geſtie=
tzen und damit die Lebenshaltung der Arbeiterkreiſe.
Abg. Poppe (Ztr.): Ich bitte, darauf hinzuwirken, daß
ie Reichsregierung in dem Viehſeuchengeſetz eine
Aende=
nung dahin eintreten läßt, daß den durch Seuchen
Betroffe=
nen eine Entſchädigung aus Reichsmitteln bezahlt wird.
— Abg. Vogt=Crailsheim (konſ.): Wir verlangen, daß
eiin feſter Schutz gegen die Einſchleppung von Seuchen aus
den Nachbarländern aufrecht erhalten wird.
Miniſterialdirektor v. Jonquiéres: Das
Reichs=
geſundheitsamt hat auf Grund einer Petition bereits
Nor=
mativbeſtimmungen für das Nahrungsmittelweſen
ausgear=
heitet. — Abg. Dove (Forſchr. Vpt.): Den Medizin=Prak=
Ukanten müßte es geſtattet werden, einen Teil ihres
prak=
ſchen Jahres bei einem praktiſchen Arzt durchzumachen.
Nach weiteren Bemerkungen der Abgg. Jäckel (Soz.)
und Kerſchbaum (Hoſp. der Natlb.), der der
Regie=
rung für die Verſuche dankte, den Erreger der Maul= und
Kelauenſeuche zu finden, wird ein Antrag auf Schluß der
Toebatte angenommen. Das Kapitel wird bewilligt und
die dazu geſtellten Reſolutionen angenommen, mit
Aus=
nahme der ſozialdemokratiſchen Reſolution, betreffend
daas Krankenpflegeperſonal, an deren Stelle die denſelben
Gegenſtand betreffende Reſolution van Calker
einſtim=
n. igangenommenwird. — Darauf wird die
Wei=
terberatung auf Mittwoch 1 Uhr vertagt.
Außer=
dem Denkſchrift über die Rücklage bei den
Berufsgenoſſen=
ſchaften. Schluß 7¼ Uhr.
Deutſcher Landwirtſchaftsrat.
* Berlin, 10. Febr. Heute vormittag 10 Uhr be
gann im Plenarſitzungsſaal des Herrenhauſes die 42.
APlenarverſammlung des Deutſchen Land=
Apirtſchaftsrats. Unter den anweſenden Vertretern
Ader Regierung bemerkte man Staatsſekretär Delbrück, die
Miniſter v. Falkenhayn, Sydow und Dr. Lentze und den
Abayeriſchen Geſandten Grafen von Lerchenfeld. In=
Vertretung des Kaiſers erſchien der Kronprinz in der
Uniform der Danziger Leibhuſaren. Er wurde von dem
Vorſitzenden, Grafen von Schwerin=Löwitz, dem
Präſi=
denten des Herrenhauſes, Grafen Wedel=Piesdorf, und
dem Miniſter Freiherr von Schorlemer, ſowie dem
Staats=
ſekretär Dr. Delbrück in den Saal geleitet. Auch Herzog
Johann Albrecht von Mecklenburg war erſchienen. Graf
von Schwerin=Löwitz eröffnete die Sitzung und
erklärte, in dem Umſtande, daß der Kronprinz zum
zwei=
ten Male an den Arbeiten des Deutſchen
Landwirtſchafts=
rats teilnehme, erblicke dieſer einen neuen Beweis für das
wachſende Intereſſe, das der Kronprinz ebenſo wie der
Kaiſer der Förderung des landwirtſchtftlichen Gewerbes
entgegenbrächten. Staatsſekretär Dr. Delbrück hieß
den Deutſchen Landwirtſchaftsrat namens des
Reichs=
kanzlers willkommen und erklärte, das ihm anvertraute
Reſſort verfolge ſeine Arbeiten ſtets mit beſonderem
Intereſſe. Von vornehmlicher Bedeutung für ihn ſeien
die Themen: „Die landwirtſchaftliche Vorbereitung auf
den Ablauf der Handelsverträge” und die Zentraliſation
des landwirtſchaftlichen und gewerblichen
Arbeitsnach=
weiſes zum gegenſeitigen Ausgleich der Arbeitskräfte‟
Wenn es gelänge, hier ein einheitliches, wiſſenſchaftliches
Material zu ſchaffen und auf dem laufenden zu halten,
würden damit wichtige Unterlagen für die uns
unmittel=
bar bevorſtehenden wirtſchaftspolitiſchen Aufgaben
ge=
ſchaffen und auch bleibende Werte für die wiſſenſchaftliche
Erkenntnis unſeres Wirtſchaftslebens gewonnen werden.
Hierauf wurde in die Tagesordnung eingetreten. 1. Punkt:
Allmählich Abſtoßung der ausländiſchen Wanderarbeiter
a) durch Vermehrung der einheimiſchen
Landarbeiter=
ſchaft; hierüber referierten Profeſſor Gerlach=Königsberg
i. Pr. und Reichsrat Freiherr von Thuengen=Thuengen;
b) durch Verbreitung des maſchinellen
Wirtſchaftsbetrie=
bes; hierüber referierten Profeſſor Fiſcher=Dahlem und
Schurig=Stedten. Nach 12¼ Uhr verabſchiedete ſich der
Kronprinz von dem Vorſitzenden Graf Schwerin=Löwitz
mit dankendem Händedruck und verließ unter Hochrufen
der Anweſenden den Saal. — Der gemeinſame Antrag
der Referenten lautet: 1. Die zunehmende Abhängigkeit
der deutſchen Landwirtſchaft von den ausländiſchen
Wan=
derarbeitern muß wegen der mit ihr verbundenen
natio=
nalen und wirtſchaftlichen Gefahren herabgemindert und
allmählich beſeitigt werden. 2. Die Handelspolitik hat die
Landwirtſchaft und die Induſtrie gleichmäßig zu
berück=
ſichtigen; die Landwirtſchaft muß auf dem Arbeitsmarkt
konkurrenzfähig bleiben. 3. Es iſt eine den Bedürfniſſen
der Landwirtſchaft auf den einzelnen Gebieten
entſpre=
chende Grundbeſitzverteilung zu erſtreben 4. Die ländliche
Wohlfahrtspflege im weiteſten Sinne des Wortes iſt
aus=
zubauen; insbeſondere iſt der Bau geſunder
Arbeiter=
wohnungen (Inſthäuſer. Mietwohnungen, Eigenhäfſer)
durch Kredithilfe zu fördern. Es ſind in den Gegenden,
in denen es für kleine Parzellen an Pacht= und
Kaufge=
legenheit fehlt, die Gemeinden mit Land auszuſtatten,
welches zu mäßiger Pacht an die in ihnen zur Miete
woh=
nenden Perſonen zu vergeben iſt. 5. Die elterliche
Autori=
tät iſt zu ſtärken, beſonders auch gegenüber der
miß=
bräuchlichen Ausdehnung der Freizügigkeit auf jugendliche
Perſonen. 6. Der Geburtenrückgang iſt zu bekämpfen.
7. Für die wiſſenſchaftliche Erforſchung der Landarbeit
und der wirtſchaftlichen Verhältniſſe der Landarbeiter
und Kleinſtellenbeſitzer ſind Mittel bereitzuſtellen. Ein
weiterer Antrag geht dahin, für die Bodenſtändiakeit der
Landlehrer zu ſorgen. Die Anträge wurden
einſtim=
mig angenommen.
Elſaß=Lothringiſcher Landtag.
* Straßburg, 10. Febr. In der Zweiten
Kam=
mer des Landtags ergriff ſofort zum erſten Punkt
der Tagesordnung der neuberufene
Staats=
ſekretär Graf von Rödern das Wort, indem er
zunächſt betonte, daß es ſich bei Einführung der Vorlage
— Beſoldungsreform bezüglich der außeretatsmäßigen
An=
geſtellten aller Reſſorts — um die Erörterung allgemein
politiſcher Fragen oder um die programmatiſche
Beſprech=
ung von Fragen der inneren Verwaltung heute nicht
han=
deln könne, um ſo wenigar, als er mit den perſonellen
Verhältniſſen und den Beſonderheiten der Organiſation
noch mehr vertraut werden möchte. Auf dem
Ge=
biete der allgemeinen Politik, erklärte der
Staatsſekretär, könne er heute ein Programm
nicht vorlegen. Es liege zur Entwickelung
eines neuen Programms überhaupt kein
Anlaß vor „Die allgemeinen Richtlinien der Politil
beſtimmt der Herr Statthalter. Und ich betrachte es als eine
beſonders glückliche Fügung für mich, daß mir dieſe
Richt=
linien vorgezeichnet ſind und vorgezeichnet werden von
Sr. Exzellenz dem Herrn Statthalter Grafen v. Wedel.
Seine Intentionen ſind Ihnen allen bekannt. Nach
die=
ſen habe ich mich zu richten und werde es freudigen
Her=
zens tun.” Im weiteren Verlaufe ſeiner
Einführungs=
anſprache äußerte Graf v. Rödern den Wunſch, es möge
der künftige Kampf der Meinungen, wo er zur
gegenſei=
tigen Klärung wichtiger prinzipieller Fragen zu führen
hein würde, ſtets getragen ſein von der Ueberzeugung, daß
er wie auch der andere nur das Beſte des Reiches und
des Landes — wenn auch vielleicht auf verſchiedenen
Wegen — erſtrebten.
Zur Tagesordnung übergehend, empfahl der
Staats=
ſekretär die Annahme der Etatsſumme von 164600 Mark
für die Aufbeſſerung der Bezüge der außeretatsmäßig
an=
geſtellten Beamten, entſprechend den im Vorjahre gefaßten
Reſolutionen beider Kammern. Bei der Deckung des
Ge=
ſamtbedarfes von 213 450 Mark biete ſich keine andere
Möglichkeit, als die Einſetzung eines weiteren Zuſchlages
von 1 vom Hundert zu den direkten Steuern. Bezüglich
des Koſtenbedarfs für den außerordentlichen Etat ſprach
der Staatsſekretär ſchließlich die Hoffnung aus, daß
der=
artig wichtige Verwaltungsausgaben an der Hand des
bereits vorliegenden Finanzprogramms in Zukunft in den
ordentlichen Etat verwieſen werden könnten. Graf von
Rödern ſchloß, indem er mit warmen Worten den
Beſol=
dungsbedarf einer ſo großen Anzahl gering beſoldeter
Angeſtellter der wohlwollenden Prüfung des Hauſes
empfahl.
Im weiteren Verlaufe führte Abg. Emmel (Soz.)
aus, der Herr Staatsſekretär habe es ſo dargeſtellt, als
ob es ſich eigentlich um die alte Regierung handle, da er
ja ſeine Intentionen vom Statthalter Grafen v. Wedel
erhalte. Dieſe Aeußerung widerſpreche dem, was in der
Oeffentlichkeit bekannt geworden ſei. Der Statthalter
habe ſich nur bereit erkläct, die neuen Herren in die
Ge=
ſchäfte einzuführen. Ich kann daher die Auffaſſung des
Staatsſekretärs daß von der Notwendigkeit eines neuen
Programmes nicht die Rede ſein kann, nicht teilen. Es
iſt nicht richtig daß alles beim alten geblieben iſt. Wir
wollen wiſſen, welcher Unterſchied zwiſchen der alten und
der neuen Regierung beſteht. Die Regierung habe
ent=
weder nichts zu ſagen oder treibe Verſteckenſpiel. Als er
den Fall Zabern berührt, wird er vom Präſidenten
dar=
auf verwieſen, daß dies mit der Tagesordnung nicht
zu=
ſammenhänge. Redner fuhr dann fort: Es wäre inter=
eſſant, zu erfahren, wie ſich die Regierung in einem
ähn=
lichen Falle wie Zabern verhalten würde. Erfolgt keine
Antwort, ſo könne man annehmen, daß die Regierung
von vornherein zugunſten des Militärs kapituliert hat.
Hierauf ergriff der Staatsſekretär Graf v. Rödern
das Wort, um folgendes zu erklären: Auf Grund der
Ge=
ſchäftsordnung kann ich nicht auf alle Fragen eingehen,
welche der Herr Vorredner aufgeworfen hat, aber auf das
entſchiedenſte muß ich die Behauptung zurückweiſen, daß
die Politik des Statthalters Grafen v. Wedel in Berlin
Schiffbruch gelitten habe.
Abg. Emmel (Soz.) bleibt auf ſeinen Darlegungen
beſtehen und meint, daß ſich der Staatsſekretär mit ſeiner
Feſtſtellung irrte. Die neue Regierung ſollte ihr
Pro=
gramm nicht in der Taſche tragen, ſondern auf den Tiſch
des Hauſes legen. — Abg. Weber (Lothr.) führte aus:
Der Herr Staatsſekretär beſtreitet daß die Politik des
Statthalters Grafen v. Wedel Schiffbruch gelitten habe.
Wie ſiſt es denn nur zu erklären, daß ſeine Mitarbeiter
ins Waſſer gefallen ſind? (Große Heiterkeit.) — Das
Haus beſchloß ſodann, den Nachtragsetat an die
Budget=
kommiſſion zu verweiſen.
Abänderung des
Militärſtrafgeſetz=
buches.
* Berlin, 10. Febr. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung veröffentlicht den Entwurf des Geſetzes,
betreffend die Aenderung verſchiedener
Paragraphen des
Militärſtrafgeſetz=
buches. Danach kann in minderſchweren Fällen einer
unerlaubten Entfernung, für welche nach Paragraph 66
des Militärſtrafgeſetzbuches bisher Gefängnis oder
Feſtungshaft bis zu zwei Jahren eintrat, die Strafe, wenn
die Tat nicht im Felde begangen worden iſt, bis auf
vier=
zehn Tage mittleren oder ſtrengen Arreſt ermäßigt
wer=
den. In minderſchweren Fällen der Fahnenflucht, für
die nach Paragraph 70 Abſatz 1 bisher Gefängnis von
ſechs Monaten bis zu zwei Jahren vorgeſehen war, kann,
wenn kein Rückfall vorliegt, die Gefängnisſtrafe bis auf
3 Monate ermäßigt werden Bei minderſchweren Fällen
einer vorſätzlichen Verleitung zur Fahnenflucht oder einer
vorſätzlichen Beförderung derſelben, die bisher nach § 78
mit Gefängnis von ſechs Monaten bis zu zwei Jahren
beſtraft worden ſind, kann die Gefängnisſtrafe, wenn die
Tat nicht im Felde begangen worden iſt, bis auf drei
Mo=
nate ermäßigt werden. Dem Abſatz zu § 95, betreffend
Gehorſamsverweigerung vor verſammelter Mannſchaft
uſw. (vorgeſehene Strafen Gefängnis oder Feſtungshaft
bis fünf Jahren), wird folgender Satz angefügt: In
min=
derſchweren Fällen kann die Strafe bis auf vierzehn Tage
ſtrengen Arreſt ermäßigt werden. Im § 96 (Verſuch,
einen Vorgeſetzten mittels Gewalt oder Drohung an der
Ausführung eines Dienſtbefehls zu hindern uſw.), wofür
bisher eine Freiheitsſtrafe von 6 Monaten bis 10 Jahren
vorgeſehen war, wird eingefügt: In minderſchweren
Fällen eine Freiheitsſtrafe nicht unter drei Monaten. Die
Strafe für minderſchwere Fälle bei tätlichem Vergreifen
an einem Vorgeſetzten oder tätlichem Angriff gegen
den=
ſelben (nach § 97 bisher vorgeſehene Strafe nicht unter
einem Jahre) kann auf ſechs Monate herabgeſetzt werden
und auf ein Jahr, falls die Tat unter Gewehr oder ſonſt
im Dienſt uſw. ausgeführt worden iſt (bisherige Strafe
bei minderſchweren Fällen nicht unter zwei Jahren). Dem
Abſatz 2 des § 97, der Zuchthausſtrafe vorſah, falls ein
Angriff auf einen Vorgeſetzten ſchwere Körperverletzung
oder den Tod desſelben verurſachte, wird der Zuſatz
an=
gefügt, daß in minderſchweren Fällen eine
Zuchthaus=
oder Freiheitsſtrafe nicht unter einem Jahre eintritt. In
den Fällen der Paragraphen 106, 107 und 110 (
militäri=
ſcher Aufruhr, Anſtiftung hierzu uſw.) iſt neben der
er=
kannten Gefängnisſtrafe Verſetzung in die zweite Klaſſe
des Soldatenſtandes zuläſſig. Im Paragraphen 138
(Diebſtahl bei Ausübung eines Dienſtes uſw.), wofür
bisher mittlerer oder ſtrenger Arreſt nicht unter 14 Tagen
oder Gefängnisſtrafe bis zu 5 Jahren vorgeſehen war,
wurden die Worte „nicht unter 14 Tagen” geſtrichen. In
Paragraph 164 wird folgender Satz geſtrichen: „Als im
Kriegszuſtande befindlich iſt jedes Schiff der Marine zu
betrachten, welches außerhalb der heimiſchen Gewäſſer
allein fährt. — Der Entwurf iſt heute dem
Reichs=
tag zugegangen.
Eröffnung des engliſchen Parlaments.
* London, 10. Febr. Das Parlament wurde
heute vom König mit einer Thronrede
er=
öffnet, in der er ſagte, meine Beziehungen zu den
frem=
den Mächten ſind andauernd freundſchaftlich. Es gereicht
mir zu großem Vergnügen, in naher Zukunft im Stande
zu ſein, mit der Königin den Präſidenten Frankreichs zu
beſuchen und auf dieſe Weiſe Gelegenheit zu erhalten, für
die hertzlichen Beziehungen, die zwiſchen beiden Ländern
beſtehen, Zeugnis abzulegen. Die Thronrede kündigte
ſo=
dann ein Geſetz an, das auf Grund von Beratſchlagungen
mit den Regierungen und den ſich ſelbſt regierenden
Do=
minions entworfen iſt, ſich auf die britiſche
Staats=
angehörigkeit bezieht und eine
Reichsnatu=
raliſierung vorſieht. Das Geſetz wird die Wirkung
haben, daß die Naturaliſierung in irgend einem Teile des
Reiches im ganzen Reiche gültig iſt.
Der König erklärte weiterhin: Meine Regierung
be=
ratſchlagte ſich mit den anderen Mächten bezüglich der
Verſtändigung über Albanien und die
Aegäiſchen Inſeln mit der Abſicht, die Beſchlüſſe
in die Tat umzuſetzen, welche 1913 von den Mächten
wäh=
rend der Botſchafterkonſerenz angenommen wurden. Ich
hoffe daß die Beratungen zur Erhaltung des Friedens
im Südoſten Europas beitragen. Von der internationalen
Kontrollkommiſſion für Albanien ſind Maßnahmen
ge=
troffen, um die Ordnung und Sicherheit herzuſtellen, Ich
hege das Vertrauen, daß nach der Ankunft des neuen
Herr=
ſchers ein Fortſchritt zur Errichtung einer wirkfamen und
feſten Regierung jenes Landes gemacht wird. Ich freue
mich, ſagen zu können, daß meine Verhandlungen mit
der deutſchen und der türkiſchen Regierung über die
An=
gelegenheiten in Meſopotamien, welche für die
kommerziellen und induſtriellen Intereſſen unſeres Landes
von Wichtigkeit ſind, ſich ſchnell einem befriedigenden Abſchluß
nähern, während die Regierung in der Frage bezüglich
der an den Perſiſchen Golf grenzenden Gegenden, die
be=
reits lange mit der Türkei ſchwebt, ſich auf einem guten
Wege in der Richtung einer freundſchaftlichen
Verſtän=
digung befindet.
Der König drückte ſeine große Befriedigung darüber
aus, daß die internationale Konferenz für die
Sicherheit des Lebens auf dem Meere, die
in London tagte, zur Unterzeichnung einer wichtigen
Kon=
vention führte, von der er glaube daß ſie zum Schutze
des Lebens, beſonders auf den Ozeanpaſſagierdampfern,
weſentlich beitragen werde. Eine Bill, welche die in der
Konvention übernommenen Verpflichtungen zur Ausfüh=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Februar 1914.
Nummer 42.
rung bringe, werde dem Parlament zugehen. Er bedauere,
daß in Indien das frühzeitige Aufhören der Regenzeit
im Herbſt die Ausſichten für den Ackerbau auf dem Areal
in erheblichem Umfange verſchlechtert habe; die Trockenheit
ſei glücklicherweiſe begrenzt. Es ſeien rechtzeitig
Maß=
nahmen getroffen, um die notleidende Bevölkerung zu
unterſtützen. Sodann kündigte der König an, daß die
Ge=
ſetzentwürfe, über welche in der letzten Seſſion zwiſchen
beiden Häuſern des Parlaments
Meinungsverſchieden=
heiten beſtanden hätten, von neuem eingebracht würden,
Der König bedauerte, daß die Beſtrebungen, für die mit
der Regierung Irlands zuſammenhängenden Probleme
eine Löſung durch ein Uebereinkommen zu erreichen,
bis=
her erfolglos geweſen ſeien.
Die Thronrede kündigt ſodann eine Vorlage an,
welche zu Anleihen autoriſiert, welche den Regierungen
der oſtafrikaniſchen Protektorate für gewiſſe dringende
öffentliche Arbeiten gewährt werden ſollen, ferner
Vor=
lagen über die Wohnungsbeſchaffung für die induſtrielle
und die landwirtſchaftliche Bevölkerung, über die
Ent=
wicklung der nationalen Unterrichtsſyſteme und über die
Behandlung und Beſtrafung jugendlicher Miſſetäter.
Der König fuhr vom Buckinghampalaſt zum
Par=
lament in Begleitung der Königin bei prächtigem Wetter.
Er eröffnete die Parlamentsſeſſion unter den üblichen
ein=
svollen Zeremonien und verlas die Thronrede mit
und feſter Stimme.
Luftfahrt.
Zuſammenſtoß zweier Flugapparate.
* Flugplatz Johannisthal, 10. Febr. Heute
morgen ¾9 Uhr ſtieß auf dem Flugplatz Johannisthal
ein Luftverkehrsdoppeldecker, der mit dem Flieger
Ger=
hard Sedlmayr als Führer und Oberleutnant
Leon=
hardy als Begleiter beſetzt war, mit einer Etrichtaube
des Flugſchülers Degner, der die erſten ſelbſtändigen
Flüge machte, in einer Höhe von 30 Metern zuſammen.
Beide Flugzeuge wurden ſehr ſtark beſchädigt. Degner
war ſofort tot. Sedlmayr und Leonhardy wurden
ſchwer verletzt unter den Trümmern hervorgezogen und
in das Krankenhaus in Britz geſchafft. Die erſte ärztliche
Hilfe leiſtete das Sanitätsperſonal des Flugplatzes. Zu
dem Unglück wird noch gemeldet: Der Doppeldecker wollte
die Taube überholen und flog ſeitlich unter dieſer vorbei.
In dieſem Augenblick wollte Degner landen. Da er den
unter ihm fliegenden Doppeldecker nicht ſehen konnte,
ſtießen beide Flugzeuge zuſammen und ſtürzten ab. Die
Taube hatte den Doppeldecker unmittelbar hinter den
Tragflächen getroffen, ſo daß er auseinanderbrach.
Deg=
ner hat einen Schädelbruch erlitten, Sedlmayr einen
komplizierten Bruch des linken Oberſchenkels, ſein
Beglei=
ter Leonhardy erlitt eine Gehirnerſchütterung, ſowie einen
Bruch des Naſenbeines.
San Siego (Kalifornien), 9. Febr. Leutnant
Poſt von der Militärfliegerabteilung iſt heute mit einem
Flugzeug tödlich verunglückt. Er ſtürzte aus
einer Höhe von 500 Fuß aus ſeinem Apparat, während
er über die Bucht dahinflog. Nach Berichten von
Augen=
zeugen explodierte die Maſchine und ſchleuderte den
Flieger hinaus.
Vom Balkan.
Der Fürſt von Albanien in Rom.
* Rom, 10. Febr. Der Prinz zu Wied hatte
heute mittag in der Conſulta mit San Giuliano eine
zweite längere Unterredung, an welcher auch
der Generalſekretär des Miniſteriums des Aeußern,
de Martino und Baron Aliotti, der für den Poſten
des italieniſchen Geſandten in Albanien in Ausſicht
ge=
nommen iſt, teilnahmen. Von der Conſulta begab ſich
der Prinz in das Palazzo Braſchi zum Beſuche des
Mini=
ſterpräſidenten Giolitti. — Der König hat dem
Prin=
zen das Großhreuz des Ordens vom Heiligen Mauritius
Lazarus verliehen.
* Durazzo, 10. Febr. Die Deputation der
albaniſchen Delegierten, welche mit Eſſad
Paſcha an der Spitze dem Prinzen zu Wied
ent=
gegenfährt, verläßt vorausſichtlich am 12. Februar
Du=
razzo und begibt ſich über Bari und Rom nach Berlin, wo
ein zweitägiger Aufenthalt vorgeſehen iſt. Dann erfolgt
die Weiterreiſe nach Neuwied, wo ſie zwiſchen dem
18. und 20. Februar von dem Prinzen empfangen wird.
Dabei wird dem Prinzen formell der Thron von Albanien
angeboten. Die Deputation dürfte dem Prinzen bei ſeiner
Reiſe nach Albanien das Geleit geben, wo der Prinz etwa
am 26. landet.
* London, 10. Febr. Zu der Antwort des
Dreibundes auf die letzte Note Sir Edward
Greys erfährt das Reuterſche Bureau, daß neben der
Feſt=
ſetzung, daß die Räumung Südalbaniens durch
Griechenland am 1. März beginnen ſolle und am 31. März
beendet ſein müſſe, die drei Mächte ihre Bereitwilligkeit
erklärt hätten, eine leichte Aenderung der albaniſchen
Grenze, die vom griechiſchen Miniſterpräſidenten
Venize=
los vorgeſchlagen worden ſei, in wohlwollende Erwägung
zu ziehen. Was die Notifizierung an die Türkei betreffe,
ſo hätten die Mächte den britiſchen Vorſchlag in den
all=
gemeinen Wendungen angenommen. Bezüglich eventueller
Maßnahmen zur gewaltſamen Durchſetzung der
Entſchei=
dungen der Mächte ſeien ſie der Anſicht, daß zuvor die
Antworten Griechenlands an die Türkei abzuwarten
ſeien.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Gießen, 10. Febr. Der ordentliche Profeſſor an der
Univerſität Baſel. Dr. Rudolf Herzog, hat einen Ruf
an unſere Univerſität als Nachfolger des
Altphi=
lologen Profeſſor Dr. Körte erhalten. Ferner
er=
hielt der außerordentliche Profeſſor der Photochemie, Dr.
Karl Schaum in Leipzig, einen Ruf als ordentlicher
Profeſſor der Chemie. — In der Sitzung des
Provin=
ziallandtages der Provinz Oberheſſen
wurde mitgeteilt,, daß der Voranſchlag für die
Ueber=
landzentrale der Provinz um 1265000 Mark
über=
ſchritten worden iſt. Die Nachforderung wurde nach
längerer Verhandlung bewilligt.
* Berlin. 10. Febr. Der „Reichsanzeiger” meldet:
Durch eine Verordnung des kaiſerlichen Statthalters von
Elſaß=Lothringen wurden Staatsſekretär Graf v.
Rö=
dern und Unterſtaatsſekretär Freiherr v. Stein zu
Bevollmächtigten zum Bundesrat ernannt.
Dem großherzoglich heſſiſchen Geheimen Oberfinanzrat
Dr. Rohde=Darmſtadt wurde der Kronenorden zweiter
Klaſſe verliehen.
* Kaſſel, 10. Febr. Generalmuſikdirektor Reger von
der Meininger Hofkapelle erklärt, daß die von
verſchiede=
nen Tageszeitungen gebrachte Meldung, daß er ſich mit
Rücktrittsgedanken trage, ohne ſein
Wiſ=
ſen und ſeine Genehmigung erſchienen ſeien. Er
denke nicht an einen Rücktritt.
* München, 10. Febr. Die Bayeriſche Staatszeitung
meldet: Die Nachrichten von der bevorſtehenden
Ernennung des Erzbiſchofs von München
zum Kardinal und die daran angeknüpften
Erörte=
rungen beruhen auf müßiger Erfindung.
* Cherbourg, 10. Febr. Ein engliſches
Ge=
ſchwader iſt auf der hieſigen Reede
eingetrof=
fen. Der Kommandant machte auf dem Lande die
üb=
lichen Beſuche.
* Petersburg, 10. Febr. Die Petersburger
Tele=
graphenagentur erklärt: Die Worte, mit denen der
Mi=
tiſter des Aeußern in der
Budgetkommiſ=
ſion der Reichsduma bei der Erörterung des
Etats des Auswärtigen die Bemerkung des
Dumamit=
gliedes Schingarew über den neuen deutſch=
ruſ=
ſiſchen Handelsvertrag beantwortete, ſind in der
Preſſe unrichtig wiedergegeben. In Wirklichkeit ſagte
der Miniſter, er teile die Anſicht Schingarews über die
große Bedeutung der bevorſtehenden Verhandlungen über
über die Frage der Erneuerung des Handelsvertrages
mit Deutſchland. Der Miniſter erklärte, die Regierung
werde alle Maßregeln treffen, damit die Verhandlungen
unter Rußland günſtigen Bedingungen vor ſich gingen
und zu dem Abſchluß eines Vertrages führten, welcher
die Intereſſen der ruſſiſchen Induſtrie und des Handels
wahre.
* Petersburg, 10. Febr. Der ſerbiſche
Kron=
prinz iſt von hier abgereiſt.
* Waſhington, 10. Febr. Im Weißen Hauſe
wer=
den Beſprechungen zwiſchen dem hier weilenden
engliſchen Geſandten in Mexiko und dem
Präſidenten Wilſon ſtattfinden, in denen
mexi=
kaniſche Angelegenheiten beſprochen werden.
Die Demonſtrationen gegen die Regierung in Japan.
* Tokio, 10. Febr. Das von der Oppoſition der
Kammer eingebrachte Mißtrauensvotum wurde
mit 205 gegen 163 Stimmen abgelehnt. Während der
Debatte kam es zwiſchen Mitgliedern der die Regierung
unterſtützenden Seiyukwaipartei und den Mitgliedern der
nat naliſtiſchen Kokumintopartei zu einem
Handge=
menge. Der der Kokumintopartei angehörende
Abge=
ordnete Ito wurde bewußtlos
hinausgetra=
gen. Im Hibiyapark wurde heute morgen eine
ge=
gen die Regierung gerichtete Maſſenverſammlung
abgehalten. In der Nähe des Parlaments und des
Ma=
rineminiſteriums hatten ſich große Menſchenmengen
ange=
ſammelt.
* Tokio, 10. Febr. Heute nachmittag drang die vor
dem Parlament verſammelte Menge, als ihr die
Ab=
lehnung des Mißtrauensvotums mitgeteilt wurde, in die
Höfe des Parlaments ein und verſuchte die Türen zu
ſprengen. Gegen Abend ſteigerten ſich die Tumulte.
3000 Polizeimannſchaften in Zivil ſind mobiliſiert und
bemüht, die Gefahr nächtlicher Unruhen abzuwenden.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Deutsche Bank Darmstadt
Entgegennahme von Zeichnungen
auf alle Emissionen.
(X,4051
Unſere
Illuſtrierte
Wochen=Chronik
wird von jetzt ab
— jeden Freitag
beigelegt werden. Die Nummer 7
erſcheint alſo nächſten Freitag, den
(4003imd
13. Februar.
Darmſtädter Tagblatt.
Für Trauer
stets vorrätig:
Jackenkleider
Mäntel
Taillenkleider
Blousen
Hüte
Jupons
Schirme und Handschuhe
(3234a
Carl Schürmann & Co.
Elisabethenstr. und Wilhelminenstr. Ecke.
Tageskalender.
Mittwoch, 11. Februar.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende 10 Uhr
(Ab B): „Madame Bonivard”.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Bach=Reger=Abend des Inſtrumental=Vereins um
8¼ Uhr im Saalbau.
Gaſtſpiel von Michael Denggs Bauerntheater um 8.10
Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz („Medaille”,
hier=
auf „I. Klaſſe‟).
Spielabend des Schachklubs um 8 Uhr im
Reſtau=
rant „Kaiſerſaal”
Generalverſammlung der Innungskrankenkaſſe
der Gaſtwirte um 2 Uhr in der „Stadt Coburg”.
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Ludwigshöhe um
4 Uhr. — Rummelbräu um 5 Uhr. — Perkeo um 8 Uhr.
Café „Zur Oper” um 8 Uhr,
Allen Denjenigen, die uns zu unſerer Sil=
*
bernen Hochzeit beglückwünſchten, ſagen wir
unſeren herzlichſten Dank.
Adam Petri IV. und Frau,
Weiterſtadt.
(4108
Statt beſonderer Anzeige.
Heute abend 10½ Uhr verſchied ſanft unſere
liebe, gute Mutter und Schweſter
(4138
Bertha Fresenius
geb. Dornseiff,
Witwe des Großh. Oberamtsrichters Fresenius
im 74. Lebensjahre.
Regierungsrat Karl Freſenius und
Familie, Büdingen,
Medizinalrat Dr. Otto Freſenius
und Familie, Büdingen,
Dr. med. Karl Hofmann und
Fa=
milie, Heuchelheim,
Pfarrer Wilhelm Freſenius und
Fa=
milie, Rodenbach,
Bankdirektor Dr. Fritz Freſenäus
und Familie, Windhuk,
Marie Freſenius, Groß=Umſtadt,
Thekla Klingelhöffer, geb. Dornſeiff,
Darmſtadt,
Geheimer Oberfinanzrat Wilhelm
Dornſeiff, Darmſtadt.
Groß=Umſtadt, den 9.=Februar 1914.
Die Uelerführung nach der Bahn findet am
Mittwoch, den 11. Februar, um ¾3 Uhr
näch=
mittags, die Beerdigung Donnerstag, den
12. Februar, um 2 Uhr nachmittags, auf dem
neuen Friedhof in Gießen ſtatt.
Statt beſonderer Anzeige.
Am 5. Februar verſtarb zu Agram nach
langem, ſchwerem Leiden meine innigſtgeliebte
Frau, unſere gute Tochter und Schweſter
Frau
Margarethe von Lichy
geb. Weyrauch.
In tiefſter Trauer:
Karl von Tichy,
Familie Weyrauch.
Agram, Darmſtadt, Frankfurt a. M.,
Buenos=Aires.
(*3490
Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
hiermit die traurige Nachricht, daß meine liebe
Frau, unſere gute Mutter, Schwiegermutter,
Großmutter, Schweſter, Schwägerin u. Tante
Frau Gertrude Haaa
geb. Müllmann
heute nacht nach langem, ſchwerem Leiden im
Alter von 64 Jahren ſanft entſchlafen iſt.
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
N. Haag, Ziegeleiverwalter.
Darmſtadt, den 10. Februar 1914.
Die Beerdigung findet am Donnerstag,
nach=
mittags 3 Uhr, vom Portale des Friedhofes
(*3560
aus, ſtatt.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 12. Februar.
Jagdverpachtung um 9½ Uhr im Rathausſaal
(Marktplatz).
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz.
Stamm= und Brennholz Verſteigerung um
10 Uhr im Rathausſaal zu Arheilgen.
Holzverſteigerung um 9 Uhr im Domanialwald
Frankenſtein (Zuſammenkunft auf der Straße
Eber=
ſtadt-Nieder=Beerbach, gegenüber Haus Burgwald).
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren,
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen;
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.
Nummer 42.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Februar 1914.
Seite 7.
(III
Bei klarem
Aimmel
ſollen mit den größten Fernrohren
ſchätzungsweiſe 100 Millionen Sterne
ſichtbar ſein. Mit Hilfe des Mikroſkops
findet man dagegen in fünf Gramm
Reichardt=Kakao, alſo in der zu einer
Taſſe Getränk verwendeten Menge,
etwa 1000malmehrTeilchen, alſo100000
Millionen. Eine ſo feine Verarbeitung
ergibt eine Trinknahrung, die ſchon
beim Genuſſe Behagen bewirkt,
leichtbekömmlich iſt und ihre
ſtär=
kende Wirkung alsbald entfaltet.
Lickervet.
=Kakao erſchließt dem modernen
Da=
ſeinskämpfer neue Möglichkeiten der
Energie= und Krafterhaltung. Die
Nichtbeachtung dieſer Tatſache iſt eine
jener Unbedachtſamkeiten, die zum
wirtſchaftlichen Nachteil des Einzelnen
wie der Geſamtheit nur allzu oft
begangen werden. Die
Reichardt=
marken ſind in den eigenen
Verkaufs=
ſtellen zu den gleichen Einzelpreiſen
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Kurſe vom 10. Februar 1914.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
In Proz.
Staatspapiere.
Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
7-½ Deutſche Reichsanl. 87,75
78,00
do.
Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
7½ do. Conſols 87,60
77,90
do. do.
Bad. Staatsanleihe 98,00
91,90
do.
do.
Bayr. Eiſenbahnanleihe 97,25
85,80
do.
77,00
do.
4 Hamburger Staatsanl. 96,90
4 Heſſ. Staatsanleihe 97,80
4 do. do. (unk. 1918) 97,10
85,75
do.
75,60
do.
3 Sächſiſche Rente
78,00
4 Württemb. (unk. 1921)
3r½
do. v. 1875 93,90
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 98,00
1¾ Griechen v. 1887
4 Italiener Rente . . . . 101,00
s Oeſterr. Silberrente 89,20
do. Goldrente . . . 91,20
do. einheitl. Rente . 84,70
Portug. unif. Serie I 62,20
do. unif. Serie III 64,90
9,80
do. Spezial .
5 Rumänier v. 1903
do. v. 1890 . . 94,00
v. 1905 . . 86,50
do.
88,40
4 Ruſſen v. 1880
91,50
4 do. v. 1902
99,75
4½ do. v. 1905
1½ Schweden .
85,50
4 Serbier amort v. 1895 79,50
4 Türk. Admin. v. 1903 77,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 85,80
86,20
4 Ungar. Goldrente .
4 do. Staatsrente . . 83,20
Zf.
In Proz.
5 Argentinier
. 99,70
do.
83,00
½ Chile Gold=Anleihe. 92,20
5 Chineſ. Staatsanleihe. 99,50
do.
91,90
4½ Japaner . . . . . . . 91,60
5 Innere Mexikaner . . . 67,25
do.
44,90
4 Gold=Mexikanerv. 1904 70,25
5 Gold=Mexikaner . . . . 83,80
3½ Buenos Aires Prov. 68,40
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
10 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt
.143,30
7 Nordd. Lloyd. . . . . 124,00
6½ Südd. Eiſenb.=Geſell. 128,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5½ Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . 116,0
6 Baltimore und Ohio 96½
7½ Schantungbahn . . . 135,60
8 Luxemb. Prince Henri 162,50
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 22,75
6 Pennſylvania R. R. .
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger. . . 67,00
28 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik
. . . . 629,00
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim . . . . . . . 267,50
30 Farbwerke Höchſt. . . 654,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 347,50
10 Cement Heidelberg . . 150,10
30 Chem. Werke Albert 455,00
15 Holzverkohl.
Kon=
ſtanz
. . . . 317,10
6 Lahmeyer . . . . . . . 126,00
Letzte
In Proz
Divid.
8 Schuckert, Nürnberg 153,90
12 Siemens & Halske 219,00
5 Bergmann Electr. . . 127,50
11 Deutſch. Ueberſee Electr. 178½
0 Gummi Peter . . . . 88,75
30 Adler=Fahrradwerke
390,75
Kleyer . .
9 Maſchinenf. Badenia 135,00
0 Wittener Stahlröhren
10 Steana Romana Petr. 151,80
15 Zellſtoff Waldhof . . 229,75
12.83 Bad. Zucker=Wag=
203,80
häuſel . .
0 Neue Boden=A. A.=Geſ. 96,50
0 Südd. Immobilien 64,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 168,25
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 226,75
10 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 145,90
10 Gelſenkirchener
195½
11 Harpener . . . . . . . 190,00
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 245,00
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro . . . . . . . 74,00
8 Laurahütte . . . . . . 164,50
10 Kaliwerke Aſchersleben 157,50
Weſteregeln 198,55
13
5 South Weſt Africa . 121,00
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 85,00
4½ Nordd. Lloyd=Obl. —
4 Eliſabethbahn, freie . . 90,90
4 Franz=Joſefs=Bahn . . 88,50
3 Prag=Duxer . . . . . . 73,50
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 90,40
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,00
4 Oeſt. Südb. (Lomb.). . 73,40
In Proz
29/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 52,73
3 Raab=Oedenburg
77,10
4 Kronprinz Rudolfbahn 88,20
4 Ruſſ. Südweſt.
. 87,25
4½ Moskau=Kaſan . . . 95,00
do.
87,30
4 Wladichawchas
88,00
4 Rjäſan Koslow .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . . 68,30
do.
4½
84,50
2¼/10 Livorneſer . . . . 71,00
3 Salonique=Monaſtir. . 62,80
4 Bagdadbahn . . . . . . 79,00
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 91,60
4 Miſſouri=Pacific . . . 94,50
96,00
4 Northern=Pacific
4 Southern=Pacific . . . 92,90
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 101,00
15 Tehuantepec
90,00
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 192,50
7½ Bergiſch=Märkiſche
Bank . . . . . . . 147,80
9½ Berlin. Handelsgeſ..
6½ Darmſtädter Bank . 123,50
12½ Deutſche Bank . . . 259,00
6 Deutſche Vereinsbank . 122,20
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,75
10 Diskonto=Kommandit 193,80
8½ Dresdener Bank . . 158,50
10 Frankf. Hypoth.=B. 216,80
6½ Mitteld. Kreditbank 121,00
7 Nationalb. f. Deutſchl. 119½
7 Pfälziſche Bank . . . 129,00
6.95 Reichsbank .
139,60
7 Rhein. Kreditbank . . . 133,00
5 A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 105,00
Wiener Bankverein . 140,70
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 94,80
1 Zf.
In Proz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
85,80
S. 19
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 94,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank 96,50
do.
85,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,40
85,50
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
96,70
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23 .
96,70
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 85,50
S. 3—5
84,70
S. 9—11.
85,50
4 Meininger Hyp.=Bank 95,60
do.
85,80
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 94,00 Anlehensloſe.
3½ do. (unk. 1914) . . 85,50
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 96,90
do.
88,00
3½
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . . . 95,50
3½ do.
4 Frankfurt.
96,50
3½ do.
96,50
4 Gießen
94,80
3½ do.
85,50
4 Heidelberg
94,50
3½ do.
86,00
4 Karlsruhe.
95,50
3½ do.
4 Magdeburg
4 Mainz
95,20
3½ do.
87,50
4 Mannheim
95,60
3½ do.
4 München
97,30
3½ Nauheim
84,60
4 Nürnberg
95,40
3½ do.
86,00
4 Offenbach
Zf.
Srden
3½ Offenbach
88,10
4 Wiesbaden
-
3½ do.
4 Worms
3½ do.
86,30
4 Liſſabonner v. 1888 . 74,60
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . Tlr. 100 176,10
3½ Cöln=Mindner „ 100 142,50
3 Holl. Komm. . fl. 100
3 Madrider . . Fs. 100 77,75
4 Meininger Pr.=Pfand=
142,00
briefe .
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 180,75
129,60
3 Oldenburger . .
2½ Raab=Grazer fl. 150 112,00
Unverzinsliche
Augsburger . . . . fl. 7 —
Braunſchweiger Tlr. 20 —
Fs. 15 —
Freiburger .
.Fs. 45 —
Mailänder
do.
Fs. 10 44,90
fl. 7 34,70
Meininger
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100
do. v. 1858 fl. 100
Ungar. Staats . . fl. 100 439,80
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 170,20
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
20,42
20 Francs=Stücke .
16,24
86,75 Amerikaniſche Noten . . . 4,19¾
Engliſche Noten . .
20,40
Franzöſiſche Noten
81,35
Holländiſche Noten . . . . 169,50
Italieniſche Noten
81,10
87,70 Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,10
Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,20
Reichsbank=Diskonto . . . 40
Reichsbank=Lomhard 34f. 5%
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Februar 1914.
Nummer 42.
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(einzelne Nummer 10 Pfg.) nehmen unſere Expedition, unſere Trägerinnen, ſowie unſere Agenturen
und ſämtliche Poſtanſtalten entgegen, die letzteren jedoch unter der Bezeichnung Darmſtädter Tagblatt
Ausgabe B. Die Chronik wird 8ſeitig mit reichem Bilderſchmuck in Tiefdruck und in tadelloſer
Ausführung erſcheinen, ſo daß ſie fortlaufend eine Illuſtrierung der hervorragenden Ereigniſſe der letzten Woche
bietet und eine Ergänzung des mehr feuilletoniſtiſch gehaltenen Illuſtrierten Unterhaltungsblattes darſtellt.
(26918
[ ← ][ ][ → ]
Nummer 42.
Darmſtädter Taghlatt, Mittwoch, den 11. Februar 1914.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 weiße geſtickte Handtaſche. 1 gelber Rohrſtock
mit Metallbeſchlag (wurde vertauſcht). 1 ſilbernes Halskettchen mit
Anhänger. 1 kleines Damenportemonnaie mit Inhalt. 1
Samthand=
täſchchen. 5 kleine Schlüſſel an einem Ring. 1 dunkelgelber
Damen=
glacéhandſchuh. 1 ſchwarzer Damengürtel mit Perlen beſetzt. 1 gold.
Ohrring mit farbigen Steinchen. 1 Damenzwicker in Futteral. 1 ält.
Portemonnaie mit über 2 Mk. Inhalt. 1 Perlenkollier mit blauen
Perlen. 1 goldener Ring mit Siegelplättchen und den Buchſtaben
J. H. (früher Trauring). 1 Paar ſchwarze Handſchuhe. —
Zuge=
laufen: 1 graue junge Ulmer Dogge. 1 Rehpinſcher. — Im Monat
Januar im Großh. Hoftheater liegen geblieben und bei der
dorti=
gen Verwaltung in Verwahr: 1 Haarpfeil. 1 Kämmchen. 1 ſilbernes
Armband. 1 Opernglas. 1 Broſche. 1 Rocknadel. 1 Zwicker mit
Futteral. 10 einzelne und 12 Paar Handſchuhe. 17 Taſchentucher,
gez. J., M., M. S., L. Z., M. F., G. S., F., 10 ohne Zeichen. (4076
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher. Die Hunde können von den Eigentümern
bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der
nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags
10 Uhr, ſtatt.
(4075
Nachſtehende Verkehrsbeſtimmungen des
Stadt=
krankenhauſes Darmſtadt werden hiermit zur
allgemeinen Kenntnis gebracht.
1. Aufnahmezeiten für Kranke ſind: Vormittags von 9 bis 11 Uhr
und nachmittags von 3 bis 5 Uhr. Kaſſennachweis oder
Ein=
weiſungsſchein iſt mitzubringen. Außerhalb dieſer Zeit, beſonders
aber abends nach 5 Uhr, erfolgt die Aufnahme nur, wenn ſie
von der Direktion nach ärztlichem Urteil für dringend gehalten
wird. Krätzekranke werden zur Kur Samstag mittags und am
Sonntag nicht aufgenommen.
2. Aerztliche Sprechſtunden, die unentgeltlich nur für die
Stadt=
armen ſind: wochentags nachmittags von 4 bis 4½ Uhr. In
wirk=
lichen Not= und Unglücksfällen findet jederzeit Behandlung ſtatt.
(Kaſſennachweis iſt mitzubringen). Während der
Sprechſtunden=
zeit wird von den Aerzten Auskunft über die im Krankenhaus
aufgenommenen Kranken gegeben; im übrigen erfolgen Auskünfte
nur bei Schwerkranken und in dringenden Fällen.
3. Telephoniſche Anfragen über den Zuſtand eines Kranken
wer=
den nicht beantwortet.
4. Kaſſenſtunden: Wochentags, vormittags von 9 bis 12 Uhr. Bei
der Aufnahme ſoll, ſofern nicht die Dauer des vorausſichtlichen
Aufenthaltes eine geringere Sicherheit zuläßt, der
Verpflegungs=
koſtenbeitrag für 15 Tage im voraus bezahlt und von 15 zu 15
Tagen weitere Vorlagen geleiſtet werden.
5. Beſuchszeiten:
a) Die Kranken der I. Verpflegungsklaſſe können täglich
Be=
ſuche empfangen, und zwar vormittags von 11 bis 12 Uhr,
nachmittags von 3 bis 6 Uhr.
b) Die der II. Verpflegungsklaſſe täglich nachmittags von 3 bis
5 Uhr.
c) Die der III. Verpflegungsklaſſe Mittwochs nachmittags von
3 bis 4 Uhr und Sonntags vormittags von 11 bis 12 Uhr.
Kindern unter 6 Jahren iſt der Beſuch überhaupt nicht
ge=
ſtattet. Bei den im Ueberwachungsgebäude untergebrachten
Kranken iſt der Beſuch nur mit ausdrücklicher Genehmigung
des Arztes erlaubt. Der Beſuch auf der Kinderabteilung
iſt nur den Eltern oder deren Stellvertreter geſtattet. Es
werden immer nur 2 Perſonen zu einem Kinde zugelaſſen.
Perſonen unter 14 Jahren iſt der Beſuch auf der
Kinderabteilung nicht geſtattet.
Herrſcht eine Epidemie, ſo kann die Beſuchserlaubnis
überhaupt aufgehoben werden.
6. Geſuche um Ueberführung von Kranken ins Krankenhaus ſind
an die Sanitätskolonne — Wachgebäude Bismarſtraße 28 — zu
richten. Sie führt alle Transporte von Erkrankten ohne
Unter=
ſchted aus.
7. Anträge auf Wohnungsdesinfektionen, desgleichen auf Abholen
zu desinfizierender Gegenſtände ſind an das Polizeirevier zu
rich=
ten, in deſſen Bezirk der Antragſteller wohnt — nicht an das
Krankenhaus.
Darmſtadt, den 6. Februar 1914.
Die Direktion des Stadtkrankenhauſes.
Dr. Fiſcher.
(4071a
ſter Zuchtviehmarkt in Darmſtadt
Dienstag, den 17. Februar 1914.
Darmſtadt, den 7. Februar 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.
(4115ms
Verding.
Die Lieferung von:
1048 cbm Hartholz und
684 ebm Kiefernholz
ffür die Rhein= und Nahebrücke der Neubauſtrecke Rüdesheim-
Sarmsheim ſoll öffentlich vergeben werden. Lieferzeit: Juli=Oktober
11914. Die Verdingungsunterlagen nebſt Angebotbogen können von
runſerem Zentralbureau gegen poſt= und beſtellgeldfreie Einſendung
uvon 80 Pfg. (nicht in Briefmarken) bezogen werden.
Angebote ſind unter Verwendung des Verdingungsheftes
poſt=
ffrei mit der Aufſchrift: „Angebot auf Lieferung von Holz für
ie Rheinbrücke bei Rüdesheim ꝛc.” bis zur Eröffnungszeit
Frei=
ſtag, den 27. Februar 1914, mittags 12 Uhr, hierher ein=
Zureichen.
Die Oeffnung der Angebote findet um dieſe Zeit im Saal 72
des Direktionsgebäudes im Beiſein der etwa erſchienenen Bewerber
der deren Vertreter ſtatt.
(IV,4127
Zuſchlagsfriſt: 18. März 1914.
Mainz, den 1. Februar 1914.
Königl. Preußiſche und Großh. Heſſiſche Eiſenbahndirektion.
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Brennholz=Verſteigerung Nr. 9.
(Stadtwald.)
Dienstag, den 17. Februar I. Js., vorm. 9 Uhr,
ſollen in der Turnhalle (Woogsplatz 5) hier aus den Diſtrikten
Franzoſenberg, Abt. 12, 14, 15 und 16, Ständige Weide, Abt. 19, und
aus verſchiedenen Abteilungen der Forſtwartei Beſſunger Laubwald
(Förſter Lehr) verſteigert werden:
Scheiter: 60 rm Buchen, 45 rm Eichen, 53 rm Kiefern;
Knüppel: 655 rm Buchen, 116 rm Eichen, 70 rm Kiefern:
Reiſigknüppel: 28 rm Buchen, 16 rm Eichen, 7 rm Kiefern;
Reiſig=Wellen: 41,5 Hdt. Buchen;
Slöcke (fein): 14 rm Eichen;
Stöcke (grob): 30 rm Buchen, 2 rm Eichen, 20 rm Fichten.
Das Holz trägt die laufenden Nummern 318—897 und iſt
ſämtlich gut abzufahren.
Unterſtrichene Nummern kommen nicht zum Ausgebot.
Darmſtadt, den 9. Februar 1914.
(4044ms
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Autz= und Brennholz=Verſteigerung.
Freitag, den 13. Februar ds. Js., vormittags
9 Uhr anfangend,
werden in dem Nieder=Ramſtädter Gemeindewald, Diſtrikt Gickels=
und Wachholderberg, nachverzeichnete Holzſorten verſteigert:
25 Eichen=Stämme 12—31 cm Durchm. u. 4— 8 m Länge
2 Buchen=Stämme 32—42
2 Kiefern=Stämme 29—35
5 Lärchen=Stämme 14—18
4 Fichten=Stämme 14—2
61 Lärchen=Derbſtangen 7—15
3—1
42 Fichten=Derbſtangen 5—16
62 rm Buchen=Scheiter, 6 rm Eichen=Scheiter,
88 rm Buchen=, 15 rm Eichen=, 46 rm Kiefern= und 5 rm
Fichten=Knüppel,
48 rm Buchen=Stöcke,
1100 Buchen=Wellen und 1000 Kiefern=Wellen.
Die Zuſammenkunft iſt am Klosberg am Eingang des Waldes.
Nieder=Ramſtadt, den 9. Februar 1914.
(4046md
Großherzogliche Bürgermeiſterei.
Appel.
Großh. Reaigymnaſtum zu Darmſtadt.
Die Anmeldungen neuer Schüler für das Schuljahr 1914/15
werden im Realgymnaſialgebäude auf dem Direktorzimmer (Eingang
durch das Portal vom Kapellplatz aus)
Mittwoch, den 18. und Donnerstag, den 19.
dieſes Monats
vormittags von 10—1 Uhr, entgegengenommen. Geburts= und
Impf=
ſchein ſind dabei vorzulegen.
(4069a
Großh. Direktion des Realgymnaſiums.
Münch, Geh. Schulrat.
Dierker’s Privat-Handelsschule
Schulstrasse 1.
Das Sommer-Semester beginnt am 15. April.
a) Handelskurse mit vollem Tagesunterricht für
junge und erwachsene Damen und Herren.
b) Spezialkurse für Fortbildungsschüler.
Der Unterricht befreit von dem Besuche
der obligatorischen Fortbildungsschule.
Einzelfächer in Schönschreiben, Buchführung,
Stenographie und Maschinenschreiben.
Tages- u. Abend-Unterricht. Anmeldungen erbeten.
Kohlen, Holz, Briketts,
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Ableſen vom Munde, hierdurch der Menschheit wiedergegeben.
Wohltat für Angehörige. Defekt nicht mehr bemerkbar.
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Ecke Hügelſtr. (2977a
Kein unnützer Apparat zur Selbſtheilung, wovor in Zeitungen
gewarnt wird; empfohlen durch die oberſte Schulbehörde.
Hierdurch mache ich bekannt, dass ich am
15. Februar eine
Zuschneideschule
für Damen- und Kinder-Garderobe
Grafenstrasse 27, III., rechts
eröffnen werde. Durch hinreichende Vorbildung
und Kenntnisse, erweitert in langjähriger praktischer
Tätigkeit, glaube ich in der Lage zu sein, alle in
der Branche gestellten Anforderungen erfüllen und
den mich beehrenden Schülerinnen eine vorzügliche
Ausbildung garantieren zu können.
Anmeldungen können jetzt schon erfolgen.
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Februar 1914.
Nummer 42.
E
Kc
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Zur Kranken-
Pflegerin
ſtaatl. gepr., mit vielſ. prakt.
Er=
fahrg. u. beſt. Zeugn., zuverl. u.
gemütvoll, wird Dauerpflege in
Familie od. bei leid. Dame (evtl.
auch in Klinik) auf 1. III. 14. od.
früher in Darmſtadt od. d. näher.
Umgebung geſucht. Selbige iſt
auch befähigt und eventl. bereit,
Pflichten d. Hausfrau
mitzuüber=
nehmen. Gefl. Anerb. unter J 4
an die Exped. ds. Bl. (*3458
Mädchen, welche kochen u. alle
Hausarbeit könn., Landmädchen,
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werbsmäßige Stellenvermittlerin,
Ludwigſtraße 8. (*3527mdf
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Off. u. J 32 an die Exv. (*3543
Männlich
Junger, lüchtiger Kaufmamn
ſucht Beſchäftigung für vormittags.
Gefl Offerten unter H 99 an die
Expedition erbeten. (*3422
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Ende März ſeinen Wohnſitz nach
Langen verlegt und über ſeine
Zeit vollſtändig verfügt, ſucht,
event auch für halbe Tage,
kauf=
männiſche Beſchäftigung oder
Uebernahme einer Vertretung für
Frankfurt und Umgebung.
Offerten unter H70 an die
Expedition d. Bl.
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Tüchtiger Hofenſchneider ſucht
Arbeit. Offerten unter J 34 an
die Expedition d. Bl. (*3549
Stellung ſof. geſucht a. Kasslerer.
Kaution k. geſt. werd. Wilh. Horn,
Nieder=Ramſtadt.
(*3499
Kontoristin
mit hübſcher Handſchr., im Rechnen
gew., alsbald geſucht. Off. mit
ſeith. Tätigkeit und Gehaltsanſpr.
unter J 14 an die Exp. (4083ms
Tüchtige
eine Frau, die mir Beib.
Sllihe leiſtet, 2 bis 3mal täglich.
Balles, Luiſenſtr. 36, Hths. (*3475
Lauffrau oder Mädchen
für 1 Stunde vormittags geſucht.
Dieburgerſtr. 28, I. St. (*3494
Jg. ſaub. Frau od. Mädchen
für Hausarb. vorm. geſucht
Eck=
hardtſtraße 19, 1. St. (*3447md
Junges Mädchen
kath., aus guker Familie, im Näh.
bewandert, für ein vornehmes
Haus nach Belgien zu einem 111.
Knaben geſucht. Reiſegeld wird
verg. Gefl. Off., mögl. m. Bild,
unter J 10 a. d. Exped. (*3450
Schulentlaſſenes Mädchen, vom
Lande bevorzugt, für kleinen
Haushalt ſofort od. ſpäter geſucht
Stoesser, Eliſabethenſtr. 52. (*3438
Reinl. Lauffrau f. morg. 1 St.
und mittags zum Spülen geſucht.
Roßdörferſtraße 5, part. (*3454
Saubere Person
zum Wecktragen 1 Stunde geſucht.
Bäckerei Weber,
Schwanenſtr. 23. (*3455ms
Per ſofort eventl. 1. März ſuche
Putz=ein zuverläſſiges, ſauberes
Mädchen
geſuchtdas kochen kann, oder Lauffrau
3533msm) Adolf Geiger, zur Aushilfe, 2 Stunden vormitt.
Gewandte Packerin ſofort geſ. und 2 Stunden nachmitt. (*3460
Mazzenfabrik, Bleichſtr. 13 (*3517) Friedrich Horn, Kirchſtr. 14, I.
Waſchfrau geſucht.
Heidel=
aus geübte Einlegerin U. bergerſtr. 38, Krüger. (*3526
für groß= Braves fleißig. Mädchen aufs
Bogenfängerin formatig. Land geſucht. Zu erfragen in
Steindruck geſucht. — Heedt &der Expedition ds. Bl. (4110mds
ſofort für Nachmittag=
Unabh., zuverl. Lauffrau oder Suche ſtunden ein ſauberes
(*3533
Einlegerin
geſucht.
L. C. Wittich ſche Hofbuchdruckerei
Rheinſtraße 23. (3978im
Eine erſte ſowie
an=
gehende
per 1. März
arbeiterin
Nur durch=
Ganss, G. m. b. H. (4112md
Mädchen vorm. 3, nachm. 2 Std.ſolides Mädchen zum Platz
an=
geſucht Taunusſtr. 1, I. (*3326im weiſen.
Peſſ. Mädchen zu leidend. Dame Näh. Ernſt=Ludwigſtr. 23, III.
geſucht, das einfach kocht
u. Hausarbeit übernimmt. Offert.
Reſtaur.=Bei=u. Kaffeeköchin
unter H 75 an die Exp. (*3335im
Hotel=, Zimmermädchen, Servier=
Unabh., durchaus zuverl.
Lauf=
frau od. Mädchen v. 8 Uhr vorm.
bis nach dem Spülen geſucht.
Vorzuſprechen vormitt.
Erbacher=
ſtraße 67, part. (*3403im
Tagsüber ſauberes, zuverläſſiges
Mädchen ſofort geſucht (*3488
Luiſenplatz 1, 2. St. links.
Fleißiges Mädchen geſucht
*3368mf) Schloßgartenplatz 6.
Junges kinderliebes Mädchen
für tagsüber geſucht. Näheres
*3411) Roßdörferſtr. 73, III.
Ein junges braves Mädchen
tagsüber zu leichten häusl. Arbeiten
geſucht Hügelſtraße 20. (4129md
Einfache ſaubere Frau für
Lauf=
dienſt ſofort geſucht.
(*3536
Näheres Expedition.
Laufmädchen für ſofort geſucht
Korsetten-Geschäft
Wilhelminenſtr. 7. (*3513
fräulein, Büfettfräulein, Haus= u.
Küchenmädchen geſ., ſofort u. für
Saiſon. Frau Minna Dingeldein,
ge=
werbsmäßige Stellenvermittlerin,
Eliſabethenſtr. 5, II., Tel. 531. (*3514
Männlich
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Beiköchin, beſſ. Hausmädchen und
Alleinmädchen Johanette
Weiss-
mantel, gewerbsmäßige
Stellenver=
mittlerin, Karlſtr. 30, Tel. 1909 (*3545
Zum Eintritt per 1. April
ſuchen
tüchtigen
Verkaufer
für unſere Gardinen u. Teppich=
Abteilung. Offerten mit
Zeug=
nisabſchriften und
Gehaltsan=
ſprüchen erbitten
Markt. (3839sm
Mk. Belohnung, wer tücht.
10
ſolid. Mann Stellung als
Packer od. Lagerarb. verſch. Off.
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Familie, welcher zu Oſtern mit
dem Einjährigen das
Realgym=
naſium verläßt, ſuche
kaufmänniſche Lehrſtelle
auf kaufmänniſchem Bureau. Off.
unter H 62 an die Expedition
dieſes Blattes.
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perf. u. bürg. Köch., Hausm.,
Suchr Alleinmädch., welch. kochen
kann, zu einz. Dame, und
Allein=
mädch. (koch. nicht erford.) für eine
Herrſch., wo letzt. Mädch. 8 Jahre
iſt. Gertrude Hartmann,
ge=
werbsmäßige Stellenvermittlerin,
Nieder=Ramſtädterſtr. 31. (4132
Unpartelischer Arbeitsnachweis Darmstadt.
Grafenſtraße 30, part. (Tele=
1. Gewerbliche Abtellung, phon Nr. 371). —
Geſchäfts=
ſtunden von 8—12½ Uhr und von 2½—6 Uhr.
Allgemeiner unentgeltlicher Nachweis für Arbeitgeber
und Arbeitnehmer.
Waldſtraße 6, Zimmer Nr. 6
2. Dienſtboten=Abteilung, (Telephon Nr. 371).-
Geſchäfts=
ſtunden von 9—12 Uhr und von 3—6 Uhr.
(2431a
Von den Herrſchaften wird eine Einſchreibgebühr von
20 Pfg. und eine Vermittlungsgebühr von 1 Mk. erhoben.
Für Dienſtboten iſt die Benutzung der Abteilung koſtenlos.
Zentralanſtalt für Arbeits= und Wohnungsnachweis.
Der
Allein-
vertrieb (I,4058
eines ſelbſttätigen Waſch= u.
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nigungspulvers (20 Pfg.=Packung)
iſt orts= oder bezirksweiſe zu
ver=
geben. Der Vertrieb dieſes
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Haus=
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Schanhes Hein
Alexanderstr. 4, I.
(Sendungen auch Proben frei Haus=
Nummer 42
Seite 11.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Februar 1914.
Echt isf nüf
mitnatürlichem Wiesbadener
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Weltbek. sind d. Heilerfolge
d. Wiesbadener
Kochbrun-
nen-Quellen. — Die aus
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Erſte Kammer der Stände.
18. Sitzung.
St. Darmſtadt, 10. Februar.
Am Regierungstiſch: Staatsminiſter Dr. von
Ewald, Finanzminiſter Dr. Braun, Miniſter
des Innern von Hombergk zu Vach,
Staats=
räte Dr. Becker, Dr. Beſt, Süffert, Geh.
Oberfinanzräte Dr. Rohde, Seip,
Oberfinanz=
rat Balſer, Geh. Legationsrat Dr. Neidhart.
Der zweite Präſident Fürſt Karl zu Solms=
Hohenſolms=Lich eröffnet die Sitzung um 10¼ Uhr
und teilt mit, daß 44 Einläufe zu verzeichnen ſind.
U. a. teilt die Zweite Kammer mit, daß in den Ausſchuß
zur Vereinfachung der Staatsverwaltung an Stelle des
Abg. Dr. Heidenreich der Abg. Bach gewählt worden
iſt. Die Zentralkaſſe der heſſiſchen landwirtſchaftlichen
Genoſſenſchaften dankt für die den Genoſſenſchaften
ge=
währte Hilfe.
Graf zu Yſenburg=Büdingen=Meecholz hat eine
Voll=
macht für den Grafen Leopold zu Yſenburg
einge=
reicht, die geprüft und nicht beanſtandet wurde. Graf
Leopold zu Yſenburg wird darauf in das Hohe Haus
ein=
geführt und auf die Verfaſſung vereidigt.
Darauf wird in die Tagesordnung eingetreten. Graf
zu Erbach=Fürſtenau beantragt zur
Geſchäftsord=
nung, die letzte Poſition der Tagesordnung, betr. die
Be=
ſchränkung der Zuſtändigkeit der Notare in den
Provinzen Starkenburg und Oberheſſen, zu vertagen,
weil die Regierung dieſerhalb noch mit dem
Aus=
ſchuß in Verbindung zu treten wünſcht. Der Antrag wird
angenommen.
Das Haus ght dann zur Beratung der
Regierungs=
vorlage, betr. die Dienſtbezüge der
Staats=
beamten und Volksſchullehrer und deren
Hinterbliebenen ſowie die Deckungsmittel
nebſt den Anträgen hierzu, über. Zur Generaldebatte
über das ganze Geſetz führt
Staatsminiſter Dr. v. Ewald
aus:
Namens der Großherzoglichen Regierung erfülle ich
zunächſt die angenehme Pflicht, Ihrem Erſten Ausſchuß
für ſeine außerordentlich ſorgfältige, gründliche und vom
Geiſte des Entgegenkommens getragene Bearbeitung der
Reglerungsvorlagen zur Aufbeſſerung ihr Bezüge di:
Staatsbeamten Volksſchullehrer und ihrer
Hinter=
bliebenen, ſowie der Hofbedienſteten, ebenſo wie der
da=
mit verbundenen Deckungsvorlagen aufrichtigen Dank
auszuſprechen. Die vorliegenden
ausführ=
lichen Auszſchußbarüchte laſſen erfreulicherweiſe
erkennen, wie ſehr auch der Finanzausſchuß dieſes Hohen
Hauſes von der Ueberzeugung durchdrungen iſt, daß eine
angemeſſene Aufbeſſerung und eine organiſche
Neuord=
nung dieſer Bezüge nicht länger aufgeſchoben werden
kann. Die Großherzogliche Regierung kann
nurbitten, daß auch das Hohe Haus ſich dieſer
Auf=
faſſung anſchließt und durch entſprechende Beſchlüſſe einer
endgültigen Verabſchiedung der wichtigen Vorlagen die
Wege ebnet.
Zu den Vorſchlägen Ihres Ausſchuſſes
im einzelnen habe ich, ſoweit dieſe Vorſchläge nicht
öhne weiteres Beitritt zu den Beſchlüſſen der verehrlichen
Zweiten Kammer empfehlen und deshalb auch von uns
trotz mancher Bedenken gebilligt werden, folgendes zu
er=
klären:
1. Die verehrliche Zweite Kammer hat ſich mit dem
Gedanken, den Beamten neben dem Gehalt ein
abge=
ſtuftes Wohnungsgeld zu gewähren, nicht
be=
freunden können; ſie hat ein ſolches beſonderes
Wohnungs=
geld vielmehr abgelehnt und eine Entſchädigung für
Wohnungsaufwand in die Gehaltsſätze eingearbeitet.
Wir haben dieſen Weg in der Zweiten Kammer aus
ſach=
lichen Gründen und aus finanziellen Befürchtungen für
bedenklich erklärt, aber gleichzeitig in Ausſicht geſtellt, wir
würden dieſe unſere Bedenken dann zurücktreten laſſen
können, wenn es in den weiteren Verhandlungen ſich
er=
möglichen laſſe, noch ſchärfer klarzuſtellen, daß die Bezüge
der Beamten, wie ſie in einer Geſamtſumme ausgeworfen
werden, Gehalt und Wohnungsgeld enthalten. Der
AAusſchuß dieſes Hohen Hauſes teilt zwar
jene Bedenken der Regierung, empfiehlt aber
trotz=
dem, um dem anderen verehrlichen Hauſe entgegen zu
kommen, deſſen Beſchlüſſen beizutreten. Hiernach und
da überdies an verſchiedenen Stellen im
Beſoldſngs geſetz wie in der Beſoldungsordnung
hausdrücklich hervorgehoben wird, daß die jetzt
ausgewor=
fenen Gehalte zugleich die Entſchädigung für den
Woh=
unungsaufwand enthalten, werden wir bei Annahme dieſer
Vorſchläge durch beide Kammern der Landſtände der
Be=
ſſſeitigung des beſonderen Wohnungsgeldes nicht
wider=
ſſprechen. Wir ſetzen dabei allerdings voraus, daß die
ge=
ſamten Vorlagen noch auf dieſem Landtag
ver=
nabſchiedet werden.
2. Den Vorſchlägen die Ihr Ausſchuß
zum Geſetz über die Beſoldungen, Ruhegehalte und
Hinterbliebenenverſorgung der Staatsbeamten und
zur Beſoldungsordnung macht, kann die Großh.
Regierung durchweg zuſtimmen. Wenn an dieſe
Vor=
ſchläge mehrere Erſuchen und Erwartungen geknüpft und
insbeſondere ein Erſuchen dahin empfohlen wird,
Be=
ſtimmungen zu treffen, wonach die entgeltlichen
Neben=
beſchäftigungen der Staatsbeamten beſchränkt werden, ſo
werden wir die darin gegebenen Anregungen ſorgfältig
prüfen und je nach dem Ergebnis dieſer Prüfung die
ge=
eigneten Entſchließungen herbeiführen.
3. Zu dem Geſetzentwurf über die
Ge=
halte der Volksſchullehrer empfiehlt Ihr
Aus=
ſchuß, den Beſchlüſſen der verehrlichen Zweiten Kammer
nicht beizutreten, vielmehr die Regierungsvorlage
wieder=
herzuſtellen. Die Großh. Regierung ſieht in dieſen
Vor=
ſchlägen die Richtigkeit der Haltung beſtätigſt, die ſie
ſelbſt aus ſachlichen und finanziellen Gründen wie auch
aus Rückſicht auf die übrige Beamtenſchaft einnehmen
mußte.
4. Soweit der Mehraufwand, der durch die
vorgeſchlagenen Aufbeſſerungen entſtehen wird, nicht
aus vorhandenen laufenden Mitteln und
aus der Neuregelung der Beitragspflicht der Gemeinden
zu den Koſten der höheren Schulen gedeckt werden kann,
ſollte er nach dem von der verehrlichen Zweiten Kammer
gebilligten Vorſchlag der Großh. Regierung durch
Ent=
nahme aus dem Reſtefonds I beſtritten werden. Der
Finanzausſchuß dieſes Hohen Hauſes möchte
den Reſtefonds I in ſeinem Beſtande möglichſt lange
erhalten und ſchlägt deshalb vor, in erſter Linie den
Reſtefonds II mit alljährlich ſteigenden Beträgen für
jenen Bedarf in Anſpruch zu nehmen und erſt dann, wenn
dieſer die danach nötigen Mittel nicht aufzubringen
ver=
mag, auf den Reſtefonds I zurückzugreißen. Wir hätten
es lieber geſehen, wenn man die nach Artikel 9.
Abſ. 3 des Geſetzes über die Tilgung der Staatsſchuld
vom 17. Juli 1912 notwendige Entſchließung über den
Reſtefonds II noch ſo lange verſchoben hätte, bis man
über Dauerhaftigkeit und Stärke der Aufwärtsbewegung
der Eiſenbahnüberſchüſſe und damit über die Möglichkeit,
dauernde Staatsausgaben noch mehr auf ſie zu gründen,
zuverläſſige zahlenmäßige Grundlagen gehabt hätte.
Wenn hiernach die endgültige
Stellung=
nahme zu dieſem Deckungsvorſchlag Ihres Hohen
Aus=
ſchuſſes zunächſt noch vorbehalten bleiben muß, ſo
darf doch anerkannt werden, daß dieſer Vorſchlag im
Ver=
laufe der ſeitherigen Verhandlungen mit der Regierung
eine vertretbarere Geſtalt inſofern angenommen hat, als
danach die Entnahmen aus dem Reſtefonds II auf feſte
Beträge begrenzt werden ſollen.
Wenn zur Deckung der dann noch verbleibenden
laufenden Ausgaben Ihr Hoher Ausſchuß auch
Vorſchläge wegen anderer Ordnung des Notariatsweſens
macht, ſo werde ich mir nachher bei der Beratung des
dar=
über vorliegenden Geſetzentwurfs geſtatten, auf die
ſchweren ſachlichen Bedenken, die gegen dieſe
Vor=
ſchläge ſprechen, eingehend zurückzukommen. Die
Erreg=
ung, welche der Antrag, betreffend die Beſchränkung des
rechtsrheiniſchen Notariats in ſeiner Zuſtändigkeit, nicht
nur in den Kreiſen der Notare hervorgerufen hat, nötigt
mich, doch auch einige Bedenken ſachlicher Art gegen
den Antrag heute ſchon hervorzuheben. Der Antrag ſoll
die Einheitlichkeit der Organiſation der
Behörden der freiwilligen
Gerichtsbar=
keit, die im Jahre 1900 mühevoll errungen
worden iſt, wieder zerſtören. Die politiſche
Ver=
ſchmelzung des linksrheiniſchen und des rechtsrheiniſchen
Heſſens iſt durch die Geſetzgebung des Jahres 1900
weſent=
lich gefördert worden. Es wäre tief zu beklagen, wenn
dieſe Entwicklung wieder teilweiſe rückgängig gemacht
würde. Es würde aber auch eine bedenkliche Schädigung
der Intereſſen von Handel und Verkehr bedeuten. Der
Richter kann nicht täglich und wie der Notar ſozuſagen
ſtündlich dem Publikum zur Verfügung ſtehen, weil der
Richter auch den Pflichten zu genügen hat, die ihm nach
anderen Richtungen als dem Beurkundungsweſen
oblie=
gen. Die Bedürfniſſe in Handel und Verkehr laſſen aber
eine Beſchränkung auf einige Dienſtſtunden an einzelnen
Tagen der Woche nicht zu. Würde der Antrag Geſetz, ſo
würde dies eine hohe Mehrbelaſtung des rechtſuchenden
Publikums zur Folge haben, da die Kreiſe, die ſeither
den Notar in Anſpruch genommen haben, ſich künftig an
den Rechtsanwalt wenden werden und demgemäß die
Koſten des Rechtsanwalts und den Stempel des Artikel 41
des Stempelgeſetzes (die Notariatsgebühr) neben dem
Grundſtempel zu bezahlen haben werden. Endlich würde
der Antrag einen ſchweren Eingriff in die wirtſchaftliche
Lage der Notare in den rechtsrheiniſchen Provinzen
ent=
halten, da dieſe im Durchſchnitt mehr als die Hälfte,
manche drei Vierteile ihres Einkommens einbüßen. Man
wird ſich nicht dem Vorwurf der Sentimentalität
aus=
ſetzen, wenn man eine derartige Maßnahme als höchſt
un=
billig ablehnt. Ein Beamter, der ſeine Lebenshaltung
auf den Stand ſeiner Einnahmen eingerichtet hat, z. B.
im Wohnungsaufwand, in den Ausgaben für
Kinder=
erziehung oder Ausſtattung, würde durch ſie dem
wirt=
ſchaftlichen Ruin ausgeſetzt werden. Ich will nur hier
ſchon darauf hinweiſen, daß aus der Verwirklichung
die=
ſer Anregungen nach den inzwiſchen von uns angeſtellten
Ermittelungen keineswegs auf eine Mehreinnahme für
die Staatskaſſe von erheblicherem Umfange zu rechnen ſein
würde. Nach unſeren Erhebungen würde zwar dabei für
den Staat eine Einnahme an Gebühren in Höhe von etwa
67500 Mark zu erwarten ſein, die dabei notwendige
Ver=
mehrung des Perſonals bei den Amtsgerichten und die
ſonſt entſtehenden Ausgaben würden indes bereits nach
den uns in den letzten Tagen zugegangenen
Bedarfs=
anmeldungen der Gerichte mehr als die Hälfte dieſer
Ein=
nahmen verſchlingen, ſo daß für die Staatskaſſe auch bei
ſparſamſter Berechnung der Ausgaben und hoher
Veran=
ſchlagung der Einnahmen höchſtens auf eine
Reinein=
nahme von etwa 30000 Mark zu rechnen wäre, die ſich
ber durch Ausgaben für Penſionen uſw. noch vermindern
würde.
Die Meinungsverſchiedenheiten, die
hier=
nach zwiſchen den drei geſetzgebenden Faktoren beſtehen,
ſind zum größten Teil gewiß von mehr unter=
geordneter Bedeutung und werden ſich auf dem
Wege weiterer Verhandlungen unſchwer ausgleichen laſſen.
Das große Werk, an dem alle geſetzgebenden
Fak=
toren ſich ſeit Jahren in ſchwerer Arbeit abgemüht haben,
darf aber nicht in letzter Stunde noch ſcheitern allein
daran, daß ein einzelner für Kultur und
Volksent=
wicklung gewiß höchſt wertvoller Berufsſtand nicht
alles das an Gehaltsaufbeſſerung erreicht, was er zu
er=
reichen ſich vorgeſetzt hat. Die Großherzogliche
Regierung hegt zu der Lehrerſchaft ſelbſt das
zuverſichtliche Vertrauen, daß ein ſolcher den
Inter=
eſſen der Beamten und Lehrer gleich abträglicher Ausgang
ihrer jahrelangen Bemühungen um Beſſerſtellung auch
dem Volksſchullehrerſtand in höchſtem Maße unerwünſcht
ſeien muß, dies um ſo mehr, als auch die Beamtenſchaft
ſo manchen Wunſch zurückzuſtellen genötigt iſt. In
die=
ſer Zuverſicht tritt die Großherzogliche
Regierung in die weiteren Verhandluns
gen mit der Hoffnung ein, daß es in dieſen
gelingen wird, das große Werk noch auf
die=
ſem Landtag in einer Weiſe zum Abſchluß
zu bringen, die den berechtigten Intereſſen
von Beamten und Lehrern gerecht wird und
den Finanzen des Landes keine über ein
noch zu ertragendes Maß hinausgehende
Belaſtung zumutet.
Fürſt zu Iſenburg=Birſtein ſpricht als
Be=
richterſtatter des Ausſchuſſes zunächſt dem Herrn
Staats=
miniſter Dank für ſeine anerkennenden Worte gegenüber
dem Ausſchuß aus und dankt dann auch namens des Hohen
Hauſes dem Ausſchuß für ſeine eingehende Bearbeitung
der Vorlage. Der Redner verbreitet ſich dann ſehr
einge=
hend über die geſchichtliche Entwicklung der
Beſoldungs=
vorlage im allgemeinen und über die Deckungsfrage im
be=
ſonderen. Er hält ſich dabei im weſentlichen an den von
uns bereits im Auszuge wiedergegebenen gedruckten
Aus=
ſchußbericht. Mit Entſchiedenheit wendet ſich der Redner
wiederholt gegen eine Erhöhung der Steuer zu Zwecken
der Beſoldungserhöhung und erkennt den gleichen
Stand=
punkt der Mehrheit der Zweiten Kammer in dieſer Frage
an. Unſer Land ſteht mit der Beſteuerung des
Einkom=
mens und des Vermögens mit an der Spitze der deutſchen
Bundesſtaaten und eine weitere Anſpannung der
Steuer=
kraft des Landes würde zweifellos als eine unerträgliche
Belaſtung empfunden werden müſſen. Die
finanzkräfti=
gen Steuerzahler die nicht an das Land gebunden ſind
und über mobiles Kapital verfügen, werden aus dem=
Lande herausgetrieben, wie dies in letzter Zeit
verſchie=
dentlich beobachtet werden konnte. Zu Zwecken der
Er=
zielung von Erſparungen, bzw. Neueinnahmen in
Verbin=
dung mit der Vereinfachung im Staatshaushalt verweiſt
Redner wiederholt auf den mitgeteilten Antrag, betr.
Beſchränkung der Zuläſſigkeit der Notare in Starkenburg
und Oberheſſen hin, ohne aber näher darauf einzugehen,
weil dieſer Gegenſtand ja von der Tagesordnung abgeſetzt
ſei. Dann beſpricht Redner die Reſtefonds, die
Eiſen=
bahneinnahmen, und kommt zu dem Schluß, daß nur dann,
wenn dauernde Ausgaben aus dauernden Einnahmen
ge=
deckt werden, eine geſunde Finanzpolitik zu erzielen iſt.
Schließlich beſpricht Redner die Beſoldung der
Volks=
ſchullehrer und bezeichnet es als ungerechtfertigt
gegen=
über den Beamten, dieſe mit 95 Prozent zu erhöhen. Die
Herausrechnung der 20 Millionen Mark Ueberſchuß durch
den Ausſchuß der Zweiten Kammer ſei rein theoretiſch.
Die Erhöhung der Lehrergehalte müſſe konſequenterweiſe
weitere Verbeſſerungen der Gehalte zur Folge haben, die
jedoch nicht möglich ſeien, da eine ſolche Belaſtung des
Staates ohne Erhöhung der Steuern nicht durchzuführen
iſt, und eine ſolche Steuererhöhung ein Unglück für unſer
Land bedeuten würde.
Geheimerat Dr. Strecker weiſt eingangs ſeiner
Aus=
führungen auf die vielen Petitionen uſw. hin, und meint,
die Volksſchullehrer und die unteren Beamten müßten doch
auch bedenken, daß ſie durch ihr feſtes und geſichertes
Ein=
kommen und die Hinterbliebenenverſorgung viel beſſer
da=
ſtehen, als andere Berufe gleicher Geſellſchaftsklaſſe. Der
Redner erörtert dann eingehend die Diſſenſe, die unter den
Beſchlüſſen der Ausſchüſſe der beiden Kammern beſtehen
und die Nachgaben, zu denen ſich der Ausſchuß der Hohen
Hauſes bereits verſtanden hat. Redner beantragt
ſchließ=
lich, die Beſoldungsordnung en bloc anzunehmen.
Geheimerat Dr. Koch hat vier große Tafeln mit
gra=
phiſchen Darſtellungen ausgearbeitet, in denen Vergleiche
gegeben werden über die Bezüge der Beamten und Lehrer,
über das Anſteigen der Gehälter der verſchiedenen
Grup=
pen, über die Verteilung der Laſten zwiſchen Staat und
Kommune uſw., die der Redner ausführlich erörtert.
Finanzminiſter Dr. Braun: Aus den Darlegungen
des Fürſten zu Iſenburg=Birſtein gibt mir ein Punkt
Ver=
anlaſſung zur Erwiderung. Der Fürſt hat davon
geſpro=
chen, daß die Höhe der Steuern eine Abwanderung des
Kapitals aus Heſſen zur Folge hat und ſchon gehabt hat.
Eine derartige Behauptung kann nicht unwiderſprochen
bleiben, wenn ſie nicht innerhalb und außerhalb des
Lan=
des Glauben finden ſoll. Für die Richtigkeit ſeiner
An=
nahme hat Fürſt zu Iſenburg Tatſächliches nicht
angege=
ben. Es war dies aber wohl um ſo notwendiger, als
nach den Feſtſtellungen der Regierung in dieſer Hinſieet
ein irgendwie zuverläſſiges und brauchbares Material nicht
vorhanden iſt. Ließe ſich ein ſolches Material beibringen,
ſo könnte es aber nur davor warnen, auf dem Gebiete
des ſogenannten Steuerabbaues bezüglich der Höhe, wie
auch der Art der Beſteuerung mit Vorſchlägen
hervorzu=
treten, die natürlich am praktiſchen Ende Ausfälle zur
Folge haben müſſen. Solche Vorſchläge ſollten nicht
ge=
macht werden, wenn man nicht gleichzeitig
Deckungsvor=
ſchläge zu bringen in der Lage iſt. Sonſt würde man doch
dem Vorwurf verfallen, daß man in finanzpolitiſcher
Hin=
ſicht es an der entſprechenden Vorſicht fehlen ließe. Ich
beſchränke mich auf dieſe kurzen Feſtſtellungen, damit nicht
unwiderſprochen etwas ins Land hinaus geht, für das
ein Beweis nicht zu erbringen iſt.
Fürſt zu Iſenburg=Birſtein: Den Wunſch des
Herrn Finanzminiſters, Beweiſe für meine Feſtſtellungen
zu erbringen, erfülle ich ſehr gern. Es iſt feſtgeſtellt
wor=
den, daß 600 Perſonen aus Heſſen abgewandert ſind, und
daß das Kapitaliſten waren, iſt mir von maßgebenden
reinstes Gemüse und edle
Gewürze — auf einzigartige
Ser
ce
Weise in Würfelform gepreßt
— das ist die echte Münchener
Der Rotti-Boulllon-Würfel
Wo nötig, Verkaufsstellen-
(erste und älteste Marke) 1 Würfel 5 Pfg., 5 Würfel 20 Pfg.
Nachweis durch die
etzt das Suppenfleisch!
Rotti-G. m. b. H., München.
mmissionen, Darmstadt.
Vertreter: Ferdinand Joos. Agenturgn u
Seite 12.
Nummer 42
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Februar 1914.
Perſonen beſtätigt worden. Mit Namen kann ich
aller=
dings im Moment nicht dienen, doch weiß ich, daß zum
Beiſpiel ein großer Sektfabrikant dabei iſt.
Finanzminiſter Dr. Braun: Die Zunahme des
ſteuerlichen Vermögens beweiſt aber das Gegenteil.
Ein neuer Antrag!
Graf zu Solms=Laubach ſtellt hierauf folgenden
Antrag, dem er eine kurze Begründung voraufſchickt:
Hohe Erſte Kammer wolle beſchließen: Nachdem im
Reichswehrbeitragsgeſetz vom 3. Juli 1913 (§ 17) und im
Reichsbeſitzſteuergeſetz vom gleichen Tage (§ 31) bezüglich
der Veranlagung der Grundſtücke, die dauernd land= oder
forſtwirtſchaftlichen oder gärtneriſchen Zwecken, ſowie
bei bebauten Grundſtücken, die Wohnzwecken oder
gewerb=
lichen Zwecken zu dienen beſtimmt ſind, das Prinzip der,
Beſteuerung nach dem Ertragswert
aner=
kannt iſt, erſuchen wir Großh. Regierung um Vorlage von
Geſetzentwürfen, wonach auch in das heſſiſche
Vermö=
gens= und das Gemeindeſteuergeſetz, die
Be=
ſteuerung dieſer Grundſtücke nach dem
Ertrags=
wert eingeführt wird.
Fürſt zu Leiningen möchte der Hoffnung Ausdruck
geben, daß der Antrag, der allerdings für das Hohe Haus
gehr überraſchend komme, die allgemeine Zuſtimmung
fin=
den möge. Redner beantragt. den Antrag dem
Finanzaus=
ſchuß zur weiteren Behandlung zu überweiſen.
Dieſer Antrag wird angenommen. Der Präſident
unterbricht darauf die Sitzung, um dem Finanzausſchuß
Gelegenheit zur Beratung und Stellungnahme zu dem
An=
trag zu geben.
Nach etwa einer Stunde werden die Verhandlungen
fortgeſetzt. Graf Kuno zu Stolberg=Roßla
berich=
tet über die Beſchlußfaſſung des Ausſchuſſes:
Der Ausſchuß hat den Antrag Seiner Erlaucht des
Grafen Wilhelm zu Solms=Laubach beraten und iſt zu
dem Schluſſe gekommen, daß man nach der früheren
Stel=
lungnahme der Erſten Kammer ihn grundſätzlich dem
Plenum zur Annahme empfehlen könnte; aber der
Aus=
ſchuß glaubte bei der Tragweite des Antrags, heute mit
einem Antrag auf Annahme des Erſuchens an die Großh.
Regierung nicht kommen zu ſollen, vielmehr empfiehlt er,
die Beratung und die Abſtimmung über dieſen Antrag bis
zur nächſten Sitzung zu vertagen. In dieſer ſeiner
Stel=
lung wird er auch geleitet von der Erwägung, daß dieſer
Antrag für viele Mitglieder des Hohen Hauſes eine neue
Materie iſt, ſo daß eine genauere Kenntnis der
einſchlägi=
gen Verhältniſſe vielleicht für viele Mitglieder
wünſchens=
wert erſcheinen dürfte.
Der Antrag des Ausſchuſſes wird angenommen.
Das Haus ſetzt dann die Generaldebatte über die
Beſoldungsvorlage fort. Prälat D. Dr. Flöring
er=
klärt, dem Antrag des Ausſchuſſes bezüglich der
Lehrerge=
halte nicht zuſtimmen zu können. Redner verweiſt
hier=
zu auf die verſchiedenen Veröffentlichungen in der Preſſe
und ſtellt feſt, daß das Argument, die unteren und die
mittleren Klaſſen ſeien mehr aufgebeſſert worden als die
oberen, nicht nur für die Lehrer zutreffe, ſondern auch für
andere Beamte gleicher Kategorie. Anzuerkennen ſei, daß
die Zweite Kammer noch eine Gehaltsſtufe für die Lehrer
aufgeſetzt habe, doch ſei dabei zu bedenken, daß das
Höchſt=
gehalt erſt mit 35 Dienſtjahren erreicht wird. Zu wider=
ſprechen iſt im Ausſchußbericht der Behauptung, daß in
der Bezahlung der Lehrer Heſſen an der Spitze aller
deut=
ſchen Staaten marſchiere. Man dürfe das nicht nach den
Höchſtgehalten berechnen. Nach den unteren und
mittle=
ren Stufen berechnet, ergibt ſich hier ein ganz anderes
Bild. In Preußen iſt zurzeit eine andere Regelung der
Lehrergehälter im Gange, die ihnen erhebliche Erhöhungen
bringt, obwohl Preußen eine ganze Reihe von
Landſtri=
chen hat, die bedeutend billiger ſind als Heſſen. Der
Red=
ner gibt dann andere Vergleiche zwiſchen den Bezügen der
Lehrer in den mittleren Jahren in Heſſen und in anderen
Staaten und beweiſt damit, daß die Lehrer Heſſens z. B.
hinter denen in Lippe weit zurückſtehen. Bei Oldenburg
hat der Ausſchuß des Hohen Hauſes wohl aus Verſehen
das alte Geſetz ſeinen Vergleichen zugrunde gelegt. Das
jetzt dort gültige Geſetz weiſt ganz andere Zahlen auf.
Schließlich, meint der Redner, handelt es ſich bei der
gan=
zen Frage um einen ſtrittigen Betrag von 180000 Mk
Wenn mit einem ſolchen Betrag einem großen Teil der
heſſiſchen Lehrerſchaft Ruhe und Zufriedenheit geſchaffen
werden könne, dann ſei dieſer Betrag ſicher nicht zu hoch.
Man ſolle doch gerade den Lehrer nicht ſtändig unter dem
Gefühl leiden laſſen, daß er dauernd nicht gerecht behandelt
werde. — Damit ſchließt die Generaldebatte.
Zu dem Tarif ſtellt Geheimerat Dr. Hangen zwei
Anträge; der erſte geht dahin, den Oberamtsrichtern den
gleichen Gehalt zu gewähren, wie den Realſchuldirektoren,
und dafür die Zulage in Wegfall kommen zu laſſen. Der
zweite geht dahin, daß die Oberſtaatsanwälte,
Oberlan=
desgerichtsräte uſw. eben ſo früh als die Beamten gleicher
Kategorie in der Verwaltung zu ihren Höchſtgehalten
kommen.
Beide Anträge werden von Staatsrat Dr. Becker
aus ſachlichen Gründen und in Rückſicht auf die ſich ſicher
ergebenden Konſequenzen für andere Beamte, bei denen
die gleichen Vorausſetzungen vorliegen, bekämpft, obwohl
die Regierung im Prinzip durchaus damit ſympathiſiert.
Die beiden Anträge werden darauf
ge=
gen die Stimme des Antragſtellers
abge=
lehnt.
Ohne Debatte werden dann die
ſämt=
lichen Geſetzentwürfe angenommen, bis
auf den Geſetzentwurf über die Gehalte der
Volksſchullehrer.
Hierzu führt Domkapitular Dr. Bendix aus, er
fühle ſich veranlaßt, für die Beſchlüſſe des Ausſchuſſes zu
ſtimmen, weil er großen Wert darauf legt, daß in dieſer
wichtigen Frage die Erſte Kammer einheitlich daſtehe. Ich
weiß, daß ich damit in vielen Kreiſen Anſtoß erregen
werde, aber mir ſcheinen die höheren Geſichtspunkte doch
größer und wichtiger zu ſein, ſo daß ich in dieſem Fall
lieber etwas auf mich nehmen möchte, als dieſe großen
Geſichtspunkte zu verkennen. Es iſt zu bedauern, daß
durch Parteieinflüſſe ſolche großen Werke beeinträchtigt
werden durch Dinge, die ſich ſpäter als unannehmbar
her=
ausſtellen. Vor allen Dingen möchte ich betonen, daß die
heutige Abſtimmung der Erſten Kammer nicht bedeutet
eine Sympathie für die Beamten im Gegenſatz zu den
Lehrern, und auch nicht eine Antivathie gegen die
Lehrer=
ſchaft gegenüber den Beamten. (Sehr richtig!) Wir ſtehen
bei der Verabſchiedung dieſes Entwurfs wohl allen, die
hier in Betracht kommen, mit der gleichen Geneigtheit ge=
genüber. Der unterſte Beamte, wie der höchſte
Staats=
beamte und der Volksſchullehrer müſſen uns hier völlig
gleich ſein. Als Vertreter der kirchlichen Stellen glaube
ich nicht beſonders betonen zu ſollen, daß ich eine
außer=
ordentliche Hochachtung vor dem Lehrerſtand habe, und
auch genau weiß, welche Bedeutung dem Lehrerſtand
zu=
kommt. Wenn ich etwas beklage, iſt es nur das, daß von
einem großen Teil der Lehrerſchaft leider dieſe Bewertung,
was die Kirche und Religion betrifft, nicht, verſtanden
wird. Ich ſchätze den Stand ſo hoch als ich nur kann und
wünſche, daß alle Schwierigkeiten, die früher ſeiner
Beſol=
dung entgegenſtanden, beſeitigt und ihm ein Einkommen
gegeben wird, mit dem er zufrieden ſein kann; allein in
der Durchführung dieſer Anſprüche des Lehrerſtandes muß
doch eine gewiſſe Rückſichtnahme ſtattfinden, die ich aber in
der Agitation dieſer letzten Jahre vermißt habe. Bei der
Gehaltsfeſtſetzung iſt darauf Rückſicht zu nehmen, daß der
Beamte immer noch gegenüber den anderen Ständen der
gleichen Geſellſchaftsklaſſe bedeutende Vorteile genießt, auf
die ja mehrfach hingewieſen wurde. Noch eins botimmt
mich, an den Beſchlüſſen der Erſten Kammer
feſt=
zuhalten. Es iſt vielfach überſehen worden, daß die
Aktion gerade für die höhere Bemeſſung des
Staatsge=
haltes für die Lehrer einen eminent politiſchen
Hinter=
grund hat. Wir wiſſen, daß in weiten Kreiſen der Lehrer
Unzufriedenheit darüber herrſcht, daß ſie Gemeindebeamte
ſind. Ich habe die feſte Ueberzeugung, daß wenigſtens
bei einem Teil der Lehrerſchaft, und ich glaube, bei einem
großen. die Aktion für die Erhöhung des Staatsgehaltes
zweifellos darauf hinausgeht, daß die Einführung des
vollen Staatscharakters der Lehrer durchgeführt wird.
Dagegen aber muß ich mich als Vertreter der kirchlichen
Inſtanzen ganz und gar erklären. Es wäre ein ſchwerer
Schaden, wollte der Lehrer nur als Beamter des Staates
dem Volke gegenübertreten. Ich glaube, daß der Lehrer
keine beſſere Begründung ſeiner Würde hat, als daß er
ſagen kann, er ſteht als Vertreter der Eltern in der
Ge=
meinde. Ich ſchließe mit dem Wunſche, daß die
Beſol=
dungsvorlage auch in der Zweiten Kammer ſo zur
An=
nahme gelangt, wie ſie der Ausſchuß des Hohen Hauſes
vorſchlägt.
Es wird dann auch dieſer Geſetzentwurf angenommen
Damit iſt die Tagesordnung erledigt. Der Präſident
vertagt das Haus mit dem Bemerken, daß die nächſte
Sitzung vorausſichtlich am 27. Februar ſtattfinden und ſich
auch mit der landſtändiſchen Geſchäftsordnung befaſſen
wird.
Literariſches.
— Richard Wagners Geſammelte
Dich=
tungen. Herausgegeben von Dr. Julius Kapp.
Drei Teile in einem Bande. Leipzig, Heſſe u. Becker
Ver=
lag. 244, 288 und 231 S. Geb. 2,— Mark. Die vorlies
gende, vortrefflich ausgeſtattete Ausgabe bietet ſämtliche
Texte zu Wagners Opern in korrekter Wiedergabe, alſo
auch den des „Parſifal”. Wo abweichende Faſſungen
vor=
liegen, werden auch dieſe mitgeteilt. Seinen beſonderen
Wert erhält der ſchmucke Band durch die ausgezeichneten
Einleitungen des beſtens bekannten Wagnerforſchers Dr.
Julius Kapp.
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Herren-Stoffe (1749a) Schulstrasse 3
Sonnenfalten-,
Hoch- und Flachplisse
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Begründet von Dr. Hermann Bräuning=Oktavio
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Nummer 42.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Februar 1914.
Seite 13.
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Das Tippfräulein.
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Hans Hermann markierte eine leichte Ungeduld. Ganz
trecht, dagegen läßt ſich nichts einwenden. Nach allem, was
rman hört, iſt Treſſenſtein eine durchaus paſſende Partie
ffür Dich, und als Schwager wird er uns hoch willkommen
ſein. Aber gerade ſeinetwegen kannſt Du nicht länger
ſhier bleiben. Daß er um Dich wirbt, iſt gut, aber wie
ter es unter dem eigentümlichen Zwang der Verhältniſſe
nut, iſt Deiner vollkommen unwürdig. Unſere einzige
Schweſter kann nicht wie ein beliebiges Kammerkätzchen
Uhrem Verehrer heimliche Stelldichein geben, und wenn
Du wieder bei uns biſt, kommt die Sache erſt ins rechte
Gleiſe. Der Graf folgt Dir natürlich ſofort nach Berlin,
und unter dem Schutze Deiner Brüder kannſt Du Dich mit
ihm verloben.
Gabi ſchüttelte den Kopf. Das mag ſpäter kommen,
vorläufig muß ich vorſichtig ſein. Graf Dietrich hat es
ſich in den Kopf geſetzt, ein ſchlichtes, armes
Bürgermäd=
chen zu heiraten, und nur als ſolches erſcheine ich ihm
vorläufig begehrenswert. Erſt nach der Liebeserklärung,
wenn ſeine Gefühle ſich gefeſtigt haben und ihn ganz
be=
herrſchen, wird er mir verzeihen, daß ich eine Gräfin bin,
und die Perſon vielleicht den Sieg davontragen über die
Theorie.
Aber ſeine Familie iſt der Sache in ihrem jetzigen
Sta=
dium völlig abgeneigt, meinte Heinz. Man beobachtet und
befehdet Dich neuerdings.
Gabi lachte. Für mich nur ein Grund mehr, das Spiel
fortzuſetzen. Die geheime Oppoſition reizt mich. Ich will
der Gräfin zeigen, wer von uns beiden die Stärkere iſt
und ihr zugleich einen Dienſt erweiſen, indem ich ihn vor
einer unpaſſenden Heirat bewahre. Außerdem würde die
ſofortige Verpflanzung unſeres Romans nach Berlin eine
vorzeitige Enthüllung bedingen, und das iſt es doch, was
Ihr um jeden Preis vermeiden wollt.
Vorläufig wenigſtens, war die Erwiderung,
Treſſen=
ſteins Diskretion, dem man ſich anvertrauen muß,
voraus=
geſetzt. Später, wenn Du Dich verlobſt, wird es allerdings
nicht mehr möglich ſein, die peinliche Wahrheit ganz zu
verſchweigen. Die Folgen der Offenbarung laſſen ſich dann
aber eher ertragen. Um den Preis, eine ſolche
Schwieger=
tochter zu bekommen, dürfte die Gräfin Dir ſchließlich
Deine Sünden verzeihen und auch die Welt alles milder
beurteilen, wenn eine glänzende und intereſſante
Ver=
lobung ihr verſöhnendes Licht auf die Hellborner
Ange=
legenheit wirft. Dieſe unglückſelige Stellvertretung muß
nun ein Ende nehmen. Daß Treſſenſtein Dich aufgibt,
wenn er die Rückwandlung des kleinen Tippfräuleins in
die Gräfin Gabi Gartenhauſen jetzt ſchon erlebt, glaube ich
nicht. Seine Neigung müßte dann auf ſehr ſchwachen
Füßen ſtehen, und Du ſagſt doch ſelbſt, daß er Dich liebt
und verehrt.
Ja, meinte ſie, aber wie ich ſchon erklärte, nur unter
gewiſſen Vorausſetzungen. Dieſer wunderliche Heilige
muß vorſichtig angefaßt werden, mit einer vorzeitigen
Eröffnung kann man alles verderben. Es iſt aber nicht
nur meine Herzensangelegenheit, welche mich hier noch
feſſelt. Ich habe auch noch andere Gründe. Einem
Fa=
miliengeheimnis, an dem ſchon Generationen vergeblich
herumgetaſtet haben, bin ich ſeit kurzem auf der Spur,
und ich würde keine Ruhe finden, wenn ich freiwillig auf
die Löſung des Rätſels verzichtete.
Hans Hermann ſah wieder ſtark beunruhigt aus. Das
ſind Kindereien, ſagte er ſchnell. Was gehen Dich die
Haſſelmannſchen Geheimniſſe an? Laß ſie ruhen! Wenn
man in alten Schlöſſern und Dokumenten herumſtöbert,
kommt ſelten etwas Gutes dabei heraus, und
wahrſchein=
lich, wo Du in Gefahr biſt, Dich zu kompromittieren.
Natürlich, meinte Heinz, aber den Hauptgrund
un=
ſerer Sorge, das, was uns am allerpeinlichſten und
unbe=
greiflichſten erſcheint, haben wir noch gar nicht erwähnt.
Ich bitte Dich, Gabi, wie kannſt Du an einem Ort bleiben,
an dem Werner von Wardenburg lebt, und zwar in einer
untergeordneten, abhängigen Stellung? Sein Anblick, ſeine
Nähe allein muß Dir doch unerträglich ſein, und wenn er
in Dir ſeine einſtige Braut erkennt, was dann, liebes
Kind?
Gabi ſah ihren Bruder mit einem eigentümlichen
Lächeln an. Er hat mich ſchon erkannt, erwiderte ſie ruhig,
wir haben uns über vieles ausgeſprochen, und ich freue
mich, immer wieder zu ſehen, welch ein kluger, tüchtiger
und fleißiger Menſch er iſt. Wir haben uns alle gründlich
in ihm geirrt, nicht zuerſt, ſondern zuletzt, und ſeine
hie=
ſige Stellung iſt nur ſcheinbar eine untergeordnete, in
Wahrheit iſt er der eigentliche Herr von Hellborn.
Die Brüder ſahen ſehr ſpöttiſch drein. Dieſe Anſicht
dürften nur wenige teilen, meinte Hans Hermann hoch=
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Februar 1914.
Nummer 42.
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der einſtige Verlobte unſerer Schweſter ſich nicht ſcheut,
hier im Lande als Wirtſchaftsbeamter ſein Brot zu
ver=
dienen. Es wäre entſetzlich, wenn jemand Eure
Be=
ziehungen ahnte. Wenn er Dich erkannt hat, wer weiß,
was geſchieht! Vielleicht wäre es ihm eine Genugtuung,
Dich bloß zu ſtellen.
Seid unbeſorgt, meinte ſie kühl. Wardenburg wird
mich niemals verraten, weder aus Rache noch aus ſonſt
einem häßlichen Grunde. Eigenwillig und tyranniſch
er=
ſcheint er mitunter noch, aber einer niedrigen Handlung
iſt er nicht fähig, und ſeine Nähe beunruhigt mich nicht.
Sie gibt mir eher ein Gefühl der Sicherheit. Außerdem
ſehe ich ihn ſelten. Er wohnt in Degenfeld, einem
Neben=
gut, und ich bedaure nur, daß Baron Pechtold von ſeiner
Anweſenheit ſprach. In meinen Briefen habe ich
abſicht=
lich darüber geſchwiegen.
Wieder tauſchten die Brüder einen Blick, und diesmal
war er unſicher und ſorgenvoll.
Du willſt alſo Deinem Unverſtand noch immer kein
Ziel etzen, fragte Heinz, obgleich Du weißt, wie peinlich
uns die ganze Sache iſt? Und Hans Hermann fügte
hin=
zu: Ich kann Dir ſagen, Gabi, ich vermochte Pechtold
kaum ins Geſicht zu ſehen, als er von der Aehnlichkeit
zwiſchen Dir und dem Hellborner Tippfräulein ſprach. Ich
ſchämte mich geradezu bodenlos.
Weil Du im Grunde Deines Herzens ein hochmütiger
Philiſter biſt, Hermi, ſagte ſie lächelnd, und die Segnungen
der Korrektheit überſchätzeſt. Das Recht der Perſönlichkeit
iſt in Deinen Augen gering, zumal bei einer Frau, und
am liebſten täteſt Du mich in eine Blechbüchſe mit
herme=
tiſchem Verſchluß.
Ei nee de ichin. Die Bübder denten gengt ſo
wie ich, wie Du weißt, und Herbert und Helmut freuen
ſich ſchon auf die Reiſe als auf den Zeitpunkt, wo unſere
Liebe und Sorge Dich wieder in ſicherem Gewahrſam hat.
Sie nickte. Helmut hat es mir neulich bei ſeinem
Ueberfall ſchon geſagt, und nun macht Euch keine unnötigen
Sorgen. In vierzehn Tagen ſpäteſtens bin ich in Berlin
und, wenn Treſſenſtein uns keinen Strich durch die
Rech=
nung macht, zur Reiſe bereit. Ich werde ſchon alles richtig
durchführen, und hoffentlich heißt es am Schluß meines
hieſigen Aufenthalts: Ende gut, alles gut!
Wenn wenigſtens dieſer gräßliche Wardenburg nicht
hier wäre, murmelte Heinz, und ſein Bruder fügte hinzu:
Ja, ſo ein Pech, daß Gabi bei ihrem gefährlichen
Experi=
ment gerade mit dieſem Kerl zuſammentreffen muß. Ich
wollte, er wäre, wo der Pfeffer wächſt.
Gleich darauf mußten die Herren im Auto aufbrechen,
denn ſie hatten nur den üblichen Sonntagsurlaub, und
Gabi blickte ihnen mit einem Seufzer der Erleichterung
nach. Im Grunde fühlte ſie ſich gar nicht ſicher, ihr Ziel
zu erreichen und alles zu einem guten Ende
hinauszu=
führen. In ihrer Berechnung gab es einige unbequeme
Faktoren, welche ſie den Brüdern verſchwiegen hatte, und
während jene auf der Fahrt noch einmal alles durchdachten,
bemerkte ihre reizende, widerſpenſtige Schweſter, daß ſie
ſich in ein wahres Wirrſal widerſprechender Möglichkeiten
und Vorausſetzungen begeben hatte. Eine andere in ihrer
Lage hätte vielleicht den Mut verloren, Gräfin Gabi
ver=
lor ihn nicht. Sie dachte nur: Zeit gewonnen, alles
ge=
wonnen, und mit der Elaſtizität ihres glücklichen Naturells
ſetzte ſie ſich über alle Sorgen und Zweifel hinweg.
1
Die Jugend iſt immer voller Hoffnungen und
Zuver=
ſicht und glaubt an die eigene Macht und Kraft. Die
ſchlimme Gräfin aber war dem vorwitzigen Tippfräulein
durchaus nicht hold und verargte es ihr daß ſie ihren
Ge=
heimniſſen ſo hartnäckig nachſpürte. Ein ſchadenfrohes,
böſes Lächeln lauerte unter der ſchwarzen Maske, und eine
Ueberraſchung der peinlichſten Art harrte der armen Gabi,
die in ihrem Forſchungseifer gar nicht daran dachte, daß
mit ihrer Entdeckung eine Gefahr verbunden ſein könne
Mit bewundernswerter Vorſicht und Ausdauer hatte
ſie immer wieder an der Beweglichkeit des Bildes geg
beitet. Zoll für Zoll war es immer weiter zurückgewichen
und nun, an einem hellen Spätnachmittag, als manſie
auf einem langen Spaziergang wähnte, ließ ſich diegen
heime Tür nach links ſchieben, ſo daß Gabi durch die Oeffe
nung hindurchſchlüpfen konnte. Kaum hatte ſie jedoch den
verborgenen Raum betreten, als die Tür ſich ſelbſttätig
mit leiſem Rollen wieder in Bewegung ſetzte und, ehe
Gabi es verhindern konnte, den breiten Spalt vollſtändig
ſchloß.
Zuerſt bekümmerte ſie das nicht. Sie freute ſich, daß
der Mechanismus wieder ſo gut funktionierte, und glaubte
das Bild ließe ſich von innen ebenſo bewegen wie von
außen. Das war aber ein Irrtum. Jede Handhabe fehlte
und wie viel ſie auch an der Fläche und den Rändern
herumleuchtete, die geheime Tür rückte und rührte ſich
nicht. Schließlich begriff ſie die Nutzloſigkeit aller weiteren
Bemühungen. Sie war einfach in eine Falle geraten und
in dem Verlies gefangen.
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Nummer 42.
Seite 15.
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neu: Schnakenvertilgung in Kellern.
115far
[ ← ][ ][ → ]Nummer 42.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Februar 1914.
Seite 21.
die
„Meine hochbetagte untutter, ſchwer
erkrankt war, iſt durch den Genuß von Rotuſin — Roths
Nährmalz=Kakao — wieder ſichtbar zu Kräften gekommen.
Rotuſin war das einzige Nahrungsmittel, das ſie bei völliger
Appetitloſigkeit gern zu ſich nahm. In vollſter Anerkennung
ꝛc.‟ So ſchreibt eine Dame der gebildeten Stände. —
In allen Apotheken das Pfd. zu Mk. 1.60 zu haben.
Jedes Paket enthält ärztliche Gutachten. (II,3995
Sport, Spiel und eurnen.
sr. Radſport. Stol=Vanhouwaert Sieger
im dritten Brüſſeler Sechstagerennen. Das
dritte Brüſſeler Sechstagerennen hat mit dem Siege der
Favoritenmannſchaft Stol=Vanhouwaert geendet, die erſt
im Spurt das lange Rennen entſcheiden konnten. Die
letz=
ten Stunden des Rennens brachten keine Veränderung
mehr im Felde. Von der 138. bis 144. Stunde wurden
die alten Rekordzeiten überboten. Beim
Stunden=
ſchluß der 144. Stunde hatte die ſechsköpfige
Spitzengruppe mit 4502,200 Kilometern einen
neuen Sechstage=Weltrekord aufgeſtellt. (Früher
Goullet=Fogler, Paris 1913, mit 4467,580 Kilometer.) Nach
Abbruch des Rennens traten Stol, Lapize, Oliveri, L.
Buyſſe Vanlerberghe und Mac Namara zum Endkampf
über 10 Kilometer (40 Runden) an. In der letzten Runde
zog Stol an dem in der Mitte der Bahn den Spurt
an=
ziehenden Amerikaner Mac Namara innen vorbei und
ge=
wann mit einer Viertellänge gegen den Franzoſen Lapize,
Mac Namara und den Italiener Oliveri. Das genaue
Re=
ſultat iſt: 1. Stol=Vanhouwaert 4502,200 Klm., 2. Miquel=
Lapize ½ Länge, 3. Mac Namara=Moran ½ Länge, 4.
Oliveri=Crupelandt 1 Lg., 5. L. Buyſſe=Depauw 2 Lg.,
16. Vanlerberghe=M. Buyſſe 1 Länge, 7. Trouſſelier=
Levien=
nois 1 Runde, 8. Walthour=Cameron 3 Runden, 9.
De=
baets=Perſyn 5 Runden, 10. Dethier=D’Awans 15 Runden
zurück. — Durch dieſen Sieg hat Stol ſein ſechſtes
Sechs=
tagerennen gewonnen. Er ſiegte 1907 mit Rütt als
Part=
ner in Neu=York, ſowie ebenfalls mit Rütt zuſammen 1911,
ſowohl in Berlin wie in Frankfurt a. M., und im nächſten
„Jahre gewann er beide Berliner Sechstagerennen.
Van=
lhouwaert zeichnet ſich mit dieſem Siege zum erſten Male
fin die Liſte der erfolgreichen Sechstagefahrer ein.
* Fußballſport. Norddeutſchland ſchlägt im
„Kronprinzen=Pokalſpiel Berlin 3.2. Das
verſt nach Ueberwindung verſchiedener Hinderniſſe zuſtande
gekommene Zwiſchenrundſpiel um den Kronprinzen=Pokal
gelangte am Sonntag in Hannover zur Entſcheidung. Das
Spiel begann mit ſchönem Vorſtoß des Berliner
Stur=
rmes, die aber vorerſt keinen zählbaren Erfolg brachten.
2Das erſte Tor reſultierte aus einem Elfmeterball, den
„Jäger=Atona in der 15. Minute unhaltbar verwandelte.
Gleich darauf glich Berlin durch ihren Mittelſtürmer aus.
2Durch einen ſcharfen Schuß von Queck=Braunſchweig
über=
mahmen die Norddeutſchen abermals die Führung, doch
glich Berlin noch vor der Pauſe durch Herbſt aus. Mt
ddieſem Stande wurden die Seiten gewechſelt. Nach
Wie=
iderbeginn zeigte ſich die Norddeutſche Mannſchaft glatt
üüberlegen, umſo mehr, als der Berliner Mittelläufer
aus=
ffiel, da er das Tempo nicht durchhalten konnte. Den
ſieg=
bringenden Treffer ſchoß Jäger=Altona in der 24. Minute
nach prachtvollem Lauf. Weitere Tore wurden nicht mehr
erzielt, ſo daß Norddeutſchland durch dieſen Sieg ſich für
die Endrunde qualifiziert hat, die am 22. Februar im
Deutſchen Stadion zwiſchen dem Norddeutſchen und
Mitteldeutſchen Verbande vor ſich geht.
sr. Fußballſpiele im Reiche. Die
Meiſter=
chaftsſpiele im Reiche hatten folgendes Reſultat: In
Leipzig: Leipziger Ballſpiel=Klub gegen Fortuna 312;
in Magdeburg: Viktoria 96 gegen Germania 311,
Sport=Klub 1900 gegen Weitſtoß 3:2; in Dresden:
Ming gegen Dresdenſia 110. Guts=Muts gegen Sportluſt
211, V. f. B. gegen 93 2:1, Sport=Klub gegen Sachſen 111,
Brandenburg gegen Habsburg 411: in Halle:
Hohen=
zollern gegen Britannia 911; in Breslau: Schleſien
gegen Breslauer Sportfreunde 611, V. f. B. gegen
Ger=
nnania 7:2, Preußen gegen Fußball=Vereinigung 3:0; in
Düſſeldorf: Union gegen 99 3.0; in München=
Bladbach: Fußball=Klub gegen Düſſeldorfer Sport=
Werein 4:2; in Köln: Ballſpiel=Klub gegen Boruſſia
7:2, 99 gegen Mülheimer Sport=Verein 2:2; in Bonn:
Jußball=Verein gegen Solinger Fußball=Klub 4:1; in
Muhrort: Spiel= und Sport=Schalke gegen V. f. B. 0:4;
un Pforzheim: 1. F.=K. gegen Mühlburger F.=Kl. 5.2;
un Karlsruhe: Phönix gegen Freiberger F.=K. 4:0; in
Stuttgart: Kickers gegen V. f. B. 310; in
Mann=
geim: Phönix gegen Union=Stuttgart 3:6; in
Ham=
ourg: Eimsbütteler Turnerbund gegen Werder=
Bre=
men 3:2.
sr. Berliner Fußball=
Meiſterſchafts=
ſpiele. Triton ſchlug mit 422 (2:0) Sportverein des
Weſtens, während Rapide gegen Union=Charlottenburg
mur das unentſchiedene Reſultat von 0:0 erzwang. Union=
OOberſchöneweide hatte gegen Helgoland einen leichten
Stand und gewann mit 611 (240).
sr. Der Amateur=Fußballänderkampf
uwiſchen England und Wales, der in Plymouth
ausgetra=
gen wurde, brachte den Engländern mit 911 einen
über=
legenen Sieg.
sr. Die engliſchen Liga=Fußballſpiele
hatten folgende Reſultate: 1. Liga: Sheffield United gegen
Sunderland 1:0, Sheffield Wednesday gegen Liverpool
*. :1; Newcaſtle United gegen Bolton Wanderer 4:3,
Tot=
tenham Hotſpurs gegen Mancheſter United 211,
Burn=
liey gegen Oldham Athletics 2:0, Aſton Villa gegen
Weſt=
lnromwich Albion 2:0, Preſton Northend gegen Chelſea
3. 3, Blackburn Rovers gegen Derby County 3:2,
Middles=
brrough gegen Everton 210, Mancheſter City gegen
Brad=
ſord City 110. — 2 Liga: Fulham gegen Stockport
County 2:0, Notts County gegen Clapton Orient 3:0,
Warnsley gegen Grimsby 311, Blackpool gegen Lincoln
Eity 211, Bradford gegen Gloſſop 211, Hull City gegen
Wirmingham 010, Leiceſter Foſſe gegen Leeds City 5.1,
Friſtol City gegen Wolves 210, Huddersfield gegen Notts
woreſt 1:1; Bory gegen Woolwich Arſenal 111.
Der Fußballkampf der beiden
engli=
ſochen Berufsſpieler=Mannſchaften, der
Gerſten Liga mit der Südliga, fand am Montag in Neu=
Grroß ſtatt. Die Elf der erſten Liga entſchied den
intereſ=
ſtanten Kampf mit 311 zu ihren Gunſten.
Winterſport. Europameiſterſchaft im
Eis=
ſchnellaufen. Am Sonntag nahm auf dem Halenſee
bei Berlin das zweitägige Schnellaufmeeting des
Ber=
liner Eislauf=Vereins von 1886 ſeinen Anfang, dem von
der Internationalen Eislauf=Vereinigung der Austrag
der Europameiſterſchaften im
Eisſchnell=
laufen übertragen worden war. Es war beabſichtigt,
am Sonntag die 500= und 5000=Meterſtrecke und am Tage
darauf die 1500= und 10000=Meterſtrecke zur Entſcheidung
zu bringen, aber die ungünſtigen Eisausſichten veranlaßten
die Vereinsleitung, auch noch die 1500=Meterſtrecke am
erſten Tage auslaufen zu laſſen. In den
Meiſterſchafts=
ſtrecken beherrſchte der Weltrekordläufer Mathiſen=
Chri=
ſtiania überlegen die Situation, da er in ſämtlichen drei
Strecken ſiegreich blieb. Der Ruſſe Ippolitow=Moskau, der
die Meiſterſchaft im Vorjahre in Chriſtiania knapp gegen
Mathiſen gewonnen hatte, vermochte über 500 und 1500
Meter nur den dritten Platz hinter Frang=Chriſtiania zu
erringen, während er im 5000=Meterlauf an zweiter Stelle
endete. Mathiſen erledigte in hervorragendem Stile ſein
Programm. Die Reſultate ſind: Europameiſterſchaft im
Schnellaufen, 500=Meter=Laufen. 1. Lauf: 1. K. Ström=
Horten 49,6 Sekunden 2. Molander=Berlin 54,2 Sek. —
2. Lauf: 1. M. Kniel=Davos 54 Sek. Danska=Berlin nicht
geſtartet. — 3. Lauf: 1. Mathiſen=Chriſtiania 45,6 Sek.,
2. Kretzer=Berlin 50,8 Sek. — 4. Lauf: 1. Frang=
Chri=
ſtiania 46,2 Sek., 2. Ippolitow 48 Sek.. — 1. Mathiſen.
2. Frang, 3. Ippolitow. — 5000 Meter. 1. Lauf: 1.
Ippo=
litow 9 Min 33,3 Sek., 2. Ström 9 Min. 44,1 Sek. —
2. Lauf: 1. Mathiſen 9118, 2. Frang 9:58,4. — 3. Lauf:
1. Kretzer 10:29,6, Kniel aufgegeben. — 1500=Meter=Lauf.
1. Lauf: 1. Ippolitow 2:40, 2. Ström 2144,8. — 2. Lauf:
1. Kretzer 2157,8, 2. Kniel 3.03,7. — 3. Lauf 1. Mathiſen
2:31,8, 2. Frang 2:37,8. — Internationales
Juniorſchnell=
laufen; 1500 Meter: 1. Müller (Berl. Schlittſchuh=Klub
2149,4, 2. Danska (B. S. C.) 2:49,6, 3. Zilly (B. S. C.)
2:50. — Verbandsſchnellaufen; 1500 Meter: 1. O. Schulze
(Hamburg) 2:56,5, 2. Grell (Berl. Schlittſchuh=Klub) 3:04,6,
3. Feytag (Eisl.=Ver. Berlin) 3116. — Internationales
Juniorſchnellaufen; 1000 Meter: 1. Johanſen=Hamar 1:44,6,
2. Danska 1146, 3. Müller=Berlin 1:50,7.
sr. Große Ski=Sprung=Konkurrenz in
Krummhübel. Am Schlußtage der Krummhübeler
Sportwoche wurde am Sonntag die Große Sprung=
Kon=
kurrenz abgehalten. Adolf Berger=Winterberg gewann
überlegen vor Oliver Perry Smith=Dresden. In der
Juniorenklaſſe ſiegte der Böhme Turek.
sr. Ein neuer Skiſprung=Rekord wurde
bei den nationalen Sprungkonkurrenzen bei Chriſtiania
aufgeſtellt. Die beiden Norweger Henrikſon und Friedolf
Aas erzielten beide geſtandene Sprünge von 48,5 Meter.
Henrikſon brachte es bei einem weiteren Verſuch auf 52
Meter, fiel jedoch dabei.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 3.—9. Februar.
Argentinien brachte auch in der letzten Woche nur
ge=
ringe Weizenmengen zum Export, und man gewinnt immer
mehr den Eindruck, daß die La Plata=Ernte nur wenig für
den Weltmarkt übrig laſſen dürfte. Aber auch die
Ab=
ladungen Auſtraliens zeigen, daß man die Ernte überſchätzt
hat. Jedenfalls hält Amerika angeſichts dieſer
Verhält=
niſſe feſt auf Preiſe, auch Nordrußland ſtellte wieder höhere
Forderungen, während Südrußland überhaupt wenig im
Markt war, zumal das eingetretene Tauwetter die
Zu=
fuhren behindert. In Deutſchland herrſchte während der
Berichtswoche meiſt mildes Wetter, aber die Nächte
brach=
ten mehrfach empfindlichen Froſt, und dieſer Umſtand trug
im Verlaufe wohl mit dazu bei, die Tendenz wieder feſter
werden zu laſſen. Das Angebot, das in der Vorwoche
größeren Umfang angenommen hatte, zog ſich diesmal
wie=
der mehr zurück, als die Käufer die Preiſe zurück zu ſetzen
verſuchten. Das Exportgeſchäft hatte zwar ruhigen
Cha=
rakter indeß bietet die Erledigung früherer Abſchlüſſe dem
Angebot von gutem Weizen genügend Verwendung. Im
Lieferungsgeſchäft waren Abgeber vorſichtig und die Preiſe
zogen um 1,50—1,75 Mark an. In Roggen war das
An=
gebot keineswegs dringlich, trotzdem der Abzug über die
ruſſiſche Grenze nachgelaſſen hat. Einerſeits zeigt ſich die
Küſte andauernd aufnahmefähig, andererſeits beſteht
Nach=
frage ſeitens der Mühlen. Jedenfalls vermochten ſich die
Preiſe infolgedeſſen ziemlich gut zu behaupten. Lieferung
war durch Deckungen geſtützt und ſchließt 0,75—1,25
Mark höher, als vor acht Tagen. In Hafer blieben beſſere
Qualitäten knapp und zum Export geſucht, auch geringere
Ware findet Beachtung, zumal Argentinien enttäuſcht und
Rußland frühere Abſchlüſſe rückgängig zu machen ſucht.
Braugerſte hat in den wenig vorhandenen guten
Qualitä=
ten beſſeren Abſatz. In ruſſiſcher Gerſte ſtockt der Konſum;
die Forderungen waren zeitweiſe etwas ermäßigt, zum
Schluß wieder feſter. Dagegen zeigte ſich für Mais etwas
mehr Begehr und feſtere Tendenz, da die Witterung für die
La Plata=Ernte zuletzt weniger günſtig war und die
Ver=
käufe infolgedeſſen vorſichtiger offerierten. Es ſtellten ſich
die Preiſe am letzten Markttage für inländiſches Getreide
wie folat:
Roggen
Weizen
Hafer
158
150½ (—
Königsberg.
153
161
Danzig
150
180
152
Stettin
Poſen
147
183
150
144
181
148
Breslau.
178
192 (4-2
154½
Berlin
187
170
155
Magdeburg
175
157
Halle .
183 (*1
183
158
166 (*1
Leipzig
154
Dresden.
161
186
180
Roſtock
153
152
195 (28
157
170
Hamburg
162
Braunſchweig . 184 (*2 ) 157
Hannover
185
164
157
185
150
Münſter
163
173
191
158
Düſſeldorf
Köln
190
155
166
)172½—
Frankfurt a. M. 197½ (*1
165
182½
Mannheim . . 205 (*5
165
205
175
Straßburg.
172½ (—
166
München . . 199 (—
165 (—
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 199,25 (- 1,25),
Peſt April 202,80 (P 1,20), Paris Febr. 215,05 (—1,60),
Liverpool März 163,50 (P 1,60), Chikago Mai 144,05
(0,60). Roggen Berlin Mai 160,75 (*0,75), Hafer:
Berlin Mai 156,25 (—0,50). Futtergerſte Südruſſ. frei
Hamburg unverzollt ſchwim. 110,50 (—0,50), Febr.
109,50 (—), Mais Argent. ſchwim. 108 (—0,25), Donau
Jan./Febr. 105,50 (—1) Mark.
— Frankfurt a. M., 9. Febr. (
Kartoffel=
markt.) Man notierte: Kartoffel in Waggon 4¾—5 M.,
Kartoffel im Detail 6 M. Alles per 100 Kilo.
— Frankfurt a. M., 9. Febr. (
Schlachtvieh=
markt.) (Amtlicher Bericht.) Rinder: Ochſen:
1. vollfleiſchige ausgemäſtete höchſten Schlachtwertes im
Alter von 4 bis 7 Jahren Lebendgewicht 50—54,
Schlacht=
gewicht 90—93 Mark für 1 Zentner; 2. junge fleiſchige
nicht ausgemäſtete und ältere ausgemäſtete 46—49 (83
bis 89); 3. mäßig genährte junge, gut genährte ältere
43—45 (79—83). Bullen: 1. vollfleiſchige, ausgewachſene
höchſten Schlachtwertes 48—51 (80—85) 2. vollfleiſchige,
jüngere 44—47 (77—81). Färſen und Kühe: 1.
vollflei=
ſchige, ausgemäſtete Färſen höchſten Schlachtwertes 47 bis
50 (84—90), 2. vollfleiſchige, ausgemäſtete Kühe höchſten
Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 43—47 (80—84), 3. a)
we=
nig gut entwickelte Färſen 43—46 (83—88), b) ältere,
aus=
gemäſtete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe
38—42 (70—78), 3. mäßig genährte Kühe und Färſen 32
bis 36 (64—72), 5. gering genährte Kühe und Färſen 25
bis 30 (57—67). Kälber: 1. mittlere Maſt= und beſte
Saugkälber 60—64 (102—108), 2. geringere Maſt= und gute
Saugkälber 54—58 (92—98) 3. geringe Saugkälber 50 bis
52 (85—88). Schafe: Maſtlämmer und Maſthammel
43—44 (94—96). Schweine: 1. vollfleiſchige Schweine
von 80 bis 100 Kg. (160 bis 200 Pfund) Lebendgewicht
52.50—55 (68), 2. vollfleiſchige Schweine unter 80 Kg. (160
Pfund) Lebendgewicht 51,50—55,50 (66—67), 3.
voll=
fleiſchige von 100 bis 120 Kg. (200 bis 240 Pfund)
Le=
bendgewicht 52,50—55 (67—68), 4. vollfleiſchige von 120
bis 150 Kg. (240 bis 300 Pfund) Lebendgewicht 52,50 bis
55 (67—68). Auftrieb: Rinder 1193 Stück, darunter:
Ochſen 358. Bullen 64, Färſen und Kühe 771. Kälber 241,
Schafe 202, Schweine 2453. Marktverlauf: Am
Rindermarkt in Ochſen reger, ſonſt langſamer Handel; es
wird nahezu ausverkauft. Kälber, Schafe und Schweine
werden ruhig gehandelt; Schweine hinterlaſſen etwas
Ueberſtand. Von Montag, den 2. März cr. ab finden
die Märkte, abgeſehen von den Donnerstags=Groß= und
Klein=Viehmärkten, wieder von 8 bis 12 Uhr vormittags
ſtatt.
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Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
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Agnes. Dem Oberpoſtaſſiſtent Otto Pabſt,
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ſtraße 15, eine T. Lieſelotte. Am 5.: dem Taglöhner
Jo=
ſeph Twardowsky, Neugaſſe 7, eine T. Hedwig.
Am 1.: dem Kaufmann Arno Schwieder, Roßdörferſtr.
29, ein S. Arno Hans. Am 4.: dem Sergeant im
Leib=
garde=Inf.=Regt. Nr. 115. Heinrich Dietrich,
Hein=
heimerſtr. 79, ein S. Karl Martin. Am 6.: dem Maſchiniſt
Karl Gumbel, Fuhrmannſtr. 4½, ein S. Richard Am
7.: dem Großh. Eichmeiſter Friedrich Wilhelm,
Schwa=
nenſtr. 77, eine T. Anna Maria Katharina. Am 9.: dem
Hilfsarbeiter Jakob Nieder, Landwehrſtr. 43, eine T.
Margarete. Am 8.: dem Magazinier Karl Aßfalg,
Kiesſtr. 18, ein S. Franz. Am 9.: dem Eiſenbahnunter,
aſſiſtent Michael Kern, Grafenſtr. 33, ein S. Karl. Am 6.:
dem Großh. Hauptſtaatskaſſebuchhalter Wilhelm
Mar=
kolf, Wienerſtr. 95, ein S. Wilhelm Karl. Am 8.: dem
Schloſſer Martin Schäfer Arheilgerſtr. 77, eine T. Anng
Kätha. Dem Metzger Robert Katzenſtein,
Schuchard=
ſtraße 4, ein S. Hans Joſeph.
Aufgebotene. Am 6. Februar: Schloſſer Wilhelm
Schneider zu Mainz, mit Agneſia Theobald zu
Sei=
bersbach. Bauſchloſſer Friedrich Eberhardt,
Tannen=
ſtraße 8, mit Katharina Margareta Serba zu Arheilgen.
Maurer Georg Schneider, mit Marie Scherer, beide zu
Soſſenheim. Bahnarbeiter Phil. Heinr. Zorn zu Mainz=
Kaſtel, mit Magdalena Weppler zu Jugenheim (Kreis
Bingen.) Bahnarbeiter Johannes Fiſcher, mit
Mar=
garethe Wagner beide Lagerhausſtr. 32. Am 9.:
Mau=
rer Kacl Heinrich Gonter, mit Köchin Margarethe
Schäfer, beide zu Nieder=Gemünden. Fabrikarbeiter
Phil. Kilian IX., mit Fabrikarbeiterin Anna Maria
Drachert I. beide zu Bürſtadt. Finanzamtsgehilfe
Jo=
hannes Brunnengräber hier, mit Margarete
Roß=
mann zu Lützelbach. Schloſſer Peter Paul Andel,
Sand=
bergſtr. 8, mit Schneiderin Eliſabetha Johanna Körber,
Langgaſſe 17.
Eheſchließungen. Am 3. Februar: Zuſchneider Georg
Magſam zu Herford mit Verkäuferin Katharina
Rind=
fuß, hier. Am 4.: Geometer Otto Blöcher, mit
Jo=
hanna Schmidt, beide hier. Am 6.: Betonarbeiter
Peter Weigel mit Maria Theiß, beide hier. Am 7.:
Spengler und Inſtallateur Heinrich Lücker, mit Köchin
Anna Riebel, beide hier. Schneider Abraham Weiß,
mit Mathilde Klös, beide hier.
Geſtorbene. Am 5. Februar: Margaretha Ettling,
geb. Blank, Ehefrau des Wirts, 47 J., kath.,
Liebfrauen=
ſtraße 37. Am 6.: Sophie Jordan, geb. Lind, Ehefrau
des Schirmfabrikanten, 63 J. ev. Mühlſtr. 60. Johann
Hoffmann, Rentner, 75 J., kath., Emilſtr. 21, Eva
Maria Schmidt, geb. Röder, Witwe des Lehrers, 62 J.,
ev., Dieburgerſtraße 17. Adam Jochim, ohne Beruf,
70 J., ev., Grafenſtr. 9. Am 8.: Friedrich Ludwig
Horn, Sohn des Lokomotivführers, 1 J., ev.,
Viktoria=
ſtraße 93. Am 7.: Anton Ahl, Invalide, 68 J., ev., aus
Georgenhauſen, hier, Erbacherſtr. 25. Am 9.: Dorothea
Dörr, geb. Knauf, 53 J. ev Ehefrau des
Amts=
gerichtsdieners i. P., Hügelſtr. 75. Am 8.: Henriette
Ihrig Tochter des Kellners, 3 J., ev., Pankratiusſtr. 7.
Anna Freitag, geb. Friedrich, Ehefrau des Schneider,
meiſters, 58 J., ev., aus Eſchollbrücken, hier
Dieburger=
ſtraße 21. Am 9.: Hermann Franz Kaufmann,
Unter=
offizier, Inf. Regt. Nr. 115, 19 J., ev., Alexanderſtr. 27.
Erhäſtlich bei H. Brunner, Ludwig Kling & Co.. Hofl., Klink & Rettberg, Ph. Kraus Nachf., Adolf Bender, Jacob Nohl, Franz Schulz, Heinrich Schwarz, Darmstadt.
(VII,226
Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Februar 1914.
Nummer 42.
Allee 61
HestodfablanelblouTelephon 2519
Heute Mittwoch, den 11. Februar, anfang 4 Uhr nachmittags:
Kaffee-Konzert mit Tango-Reunion. A. Schrimpff & Frau.
(4082
H. Berlioz.
R. Schumann.
. J. Brahms.
F. Liszt.
Montag, den 16. Februar 1914, abends 7 Uhr
Funttes Korfzere
(mit verstärktem Orchester)
im Grossherzoglichen Hoftheater
zum Besten des Witwen- und Waisenfonds der
Grossherzoglichen Hofmusik
unter Leitung des
Hofkapellmeisters Herrn Paul Ottenheimer
und unter Mitwirkung des
1
Ehepaares Kammersänger Felix und
Kännerüngerin Allente en kraus
aus München.
PROGR A MM.
Erste Abtellung:
1. Fantastische Sinfonie.
Zwelte Abtellung:
2. Drei Lieder für Bariton .
3. Drei Duette für Alt und Bariton . R. Schumann.
4. Rondino für acht Blasinstrumente . L.v. Beethoven.
5. Drei Lieder für Alt
6. Mazeppa, Sinfonische Dichtung
Der Ibach-Transponierflügel ist aus dem Lager der Firma
Heinrich Arnold, hier.
Vormittags 10½ Uhr. Karten zur Haupt-
Hauptprobe: probe à Mk. 1.50 sind an der Hoftheater-
Tageskasse, sowie in der Musikalienhandlung von Leopold
Schutter, Elisabethenstrasse 12, und im Verkehrsbureau zu
haben.
NB. In dieser Hauptprobe werden alle Nummern des Pro-
(4100ms
gramms zu Gehör gebracht.
Sauatienagend (Teeabend)
des Frauenvereins der evang. Kaplaneigemeinde
Sonntag, 15. Februar, abends ½8 bis 10 Uhr,
im Gemeindehaus, Kiesſtr. 17.
Vortrag von Herrn Pfarrer Memmert: „Die christliche
Frau als Glied der Familie, der Gemeinde und des Volkes.‟
Geſangs= und Inſtrumentalvorträge.
Aufführungen
von Schülerinnen des Hofmänniſchen Inſtituts:
1. Königin Luiſe und Bonaparte.
2. Deutſche Frauen und Mädchen zur Zeit der Befreiungskriege.
Teekarten zum Preiſe von 19 Pfg. ſind bei Hausverwalter
Göriſch ſowie an der Kaſſe von 7 Uhr ab zu haben. (4087
Saur Hotel zur Täube, Luisonstr.
Heute Mittwoch
Künstler-Konzert!
(3626a)
Eintritt frei.
Sonntag, den 15. Februar 1914, nachm. 5 Uhr
Kirchenkonzertinder Johanneskirche
zum Besten der Kinderanstalten der Gemeinde
unter gütiger Mitwirkung von Fräulein Elſe
Diefen=
thäler (Alt), Konzertſängerin von hier, Fräulein
Gertrud Schäfer (Violine) aus Frankfurt a. M.,
Herrn Hoforganiſt Reallehrer H. Müller (Orgel) von
hier u. dem Kirchengeſangverein d. Johannesgemeinde
unter Leitung des Herrn Hofmuſiker Guſtav Adam.
Eintrittskarten zu 3,30 Mk., 2,20 Mk., 1,65 Mk., 1,10 Mk. die
numerierten und 55 Pfg. die unnumerierten Plätze ſind im
Ge=
meindehaus, im Verkehrsbüro, in der Muſikalienhandlung
von H. Arnold (Wilhelminenſtraße) und im Laden von P. März
(4125ms
Ecke Landwehrſtraße zu haben.
ſ. e anechne et.
Frau Rode-Hohenfels, die beſte Rednerin für
Geſund=
heits= und Schönheitspflege, hält ihre letzten
Damen-Vorträge
Freitag, 13. Febr., nachm. 4 Uhr u. abds. 8½ Uhr
Darmſtadt, Etabl. Fürſtenſaal
über:
„Was Frauenwiſſenmüßten?
Die Geheimniſſe der glücklichen Ehen.
Wodurch werden Frauen häßlich,
ver=
bittert, hyſteriſch und lebensunluſtig?
Die unverſtandene Frau. Gibt es ein
gefährliches Alter? Welche Charaktere
paſſen zuſammen und weiche ſtoßen ſich
ab? Die Kur für Ungeheilte. Neue
Wege zur Krankenheilung ohne Arzneien
Aund ohne Operationen. Was Männer
über die Leiden unſerer Frauen und Töchter wiſſen
müſſen. Organ=Veränderungen. Die Todfeinde der
Menſchheit: Geheimkrankheiten. Frauenleiden, Nervenleiden,
Arterienentartung. Vorzeitiges Verblühen und Ergrauen.
Die praktiſchen Methoden und Hilfsmittel bei allen
Schönheitsfehlern. Unentgeltliche Fragenbeantwortung.
Preiſe: Mk. 1.—, —.75, —50.
(4128md
Aur bis 15. Lehruar.
ORr HLUrr389
leiste 5 Tagel.
Das von allen Seiten
glän-
zend beurteilte, von
An-
fang bis Ende brillante
Februar-Programm.
Die italien. Tanz-Schönheit
Inein Haforano
8 Germanias
Das eleg. Dam.-Ensembl.
Die alte und die neue Zeit.
Die Margueriten-Mädchen,
Das Zukunfts-Militär. (4133
3 Sellon’s 3, Sensationell.
Gymnastikakt. Max Lampl,
Bayr. Bauern- Komiker.
Ralph Bradley,
Handschat-
ten-Silhouetten. Miss
Claire u. Gust. Bleckwenn,
Kunstradfahrer. Clovn
Peppös kom. Dressur-Akt.
I
Vorverkauf u. Preise wie bek.
Bogin ügl. 8½. Ubr.
-OEinn lag!
Donnerstag, 12. Februar 1914, abends 8 Uhr (Großer Saui mh Bunle
berr
1
Ie
am Faſtnachtsſonntag, 22. Februar, noch frei.
(3522a
Konkordiaſaal, Waldſtraße 33.
Alte deutſche Volkslieder aus 4 Jahrhunderten:
Was aber fangt ihr Meiſter an, Geſellenlied aus dem 17.
Jahr=
hundert — Es wollte ſich einſchleichen, Pfälz. Volkslied. — Hätt ich
ſieben Wünſche Volkslied aus dem 18. Jahrhundert. — Trauergeſang
von der Not Ehriſti am Delberg, 17. Jahrhundert. — Ich wollte mich
zur lieben Maria vermieten, Fränk. Marienlied. — Burlala,
Nieder=
deutſches Volkslied. — Du mein einzig Licht, 18. Jahrhundert. —
Bühle wir wolle auße gehe. — Sonne und Regen, Livl. Wiegenlied ꝛc.
Völlig neues Programm.
(4074
Karten zu Mk. 3.30, 2.20, 1.10, Schülerkarten 55 Pfg. in der
Hof=
muſikalien= u. Pianofortehandlung Heinrich Arnold, Wilhelminenſtr. 9.
Perkeo-Saal.
Täglich abends 8 Uhr: Grosse humoristische (3030a
Ensemble-Konzerte mit Gesang und Tanzeinlagen.
Overwaldhaus.
Die Esbamn 1sr erertner
vormittags bis 12 Uhr,
(4055
nachmittags nach Sonnen=Untergang.
Auf dem Woog
heute Mittwoch
(*3466
Nachtlaufen
mit großem Militär-Konzert. — Spiegelglatte Eisbahn.
Anfang 8 Uhr. — Ende 11 Uhr. — Eintritt 30 Pfg.
Turnhalle Woogsplatz
Ensemble-Gastspiel!
30 Personen
Michael Denggs
Bauerntheater a. Tegernsee.
Direktion Anna Dengg Wwe.
Mittwoch, den 11. Pebr., abds. 8. 10
V. Gastspiel
Thoma-Abend Filser Seppi
Medaille hierauf I. Klasse
Jeden Abend Auftreten des
bekannten Künstlerterzetts.
Kassa-Eröffnung 7 Uhr.
Anfang 8.10 Uhr
Ende nach ½ 11 Uhr.
Billett-Vorverkauf nur im
Verkehrsbureau, Ernst:
Ludwigsplatz.
preise einschl. d. städt. Billettst
Spersitz num. 2.20. I. Pl. num.
1.65, Galerie numer. 1.10 Saal-
Entre III. Platz 0.55 Mk.
Billette gelten nur für den
Tag, für dessen Datum sie
gelöst sind.
Hotel
Hess‟
Mlittwoch, den II. Februar
Grosses
Kaffee-
Konzert
mit
Morg. Donnerstag, abds. 8.10
Der Bruder Martin
olksstück mit Tanzin 4 Akten
von Garl Gosta. (4057
Es ladet ergebenſt ein
J. Gunder.
Tango-
Reunion.
Dem allgemeinen Wunsch
unserer verehrl. Gäste
entsprechend werden zu
dieser Tango-Reunion
Miss Day
und
Mr. Knight
das preisgekrönte Tango-
Kunsttänzer-Paar, zum
zweiten Mal mitwirken.
4015
orz. Privat=Mittags u.
Abend=
tiſch Landwehrſtr. 5, III. (4085a
¼ Theaterplatz, Sperrsitz
6. Reihe, Ab. C trauerh. abzugeben.
*3190sm) Viktoriaſtr. 46, ptr.
orzügl. Privat=Mittagstiſch
3424ms) Erbacherſtr. 15, part.
Großherz. Hoftheater.
Mittwoch, den 11. Februar 1914
108. Abonnem.=Vorſtellung. B
Neu einſtudiert:
Madame Bonivard.
Schwank in 3 Akten von
Alexan=
der Biſſon und Antony Marsg
deutſch von Emil Neumann.
Spielleiter: Bruno Harprecht.
Perſonen:
Henri Duval,
Komponiſt . . Br. Harprecht
Diane, ſeine Frau Eliſabeth Horn
Madame
Boni=
vard, d. Mutter Minna Müller=
Champeaur, Du=
(Rudolph
val’s Freund . Frz. Schneider
Corbulon,
Schiffs=
kapitän, Duval’s
Paul Peterſen
Onkel .
Bourganeuf,
Ren=
tier, ehemals
. Adolf Jordan
Droguiſt
Gabriele, deſſen
. Käthe Gothe
Tochter.
Mariette, in
Du=
val’s Dienſt . . Luiſe Kümmel
Vietoire, in
Bour=
ganeuf’s Dienſt Ellen Widmann
Ein Landmann . Frz. Herrmann
Preiſe der Plätze (Kleine
Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. Reihe
3.70 ℳ, 14.—20. Reihe 3.20 ℳ,
Par=
terre: 1.—5. Reihe 2.35 ℳ, 6.—
Reihe 1.95 ℳ, Proſzeniumsloge
5.20 ℳ, Mittelloge 5.20 ℳ, Bal)
konloge 4.70 ℳ, I. Rang 4.20
II. Rang: 1.—6. Reihe 2.15
7. u. 8. Reihe 1.75 ℳ, I. Galer
1.15 ℳ, II. Galerie 65 ₰.
Kartenverkauf: an der Tages
kaſſe im Hoftheater von 9½—1
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung; im Verkehrsbürg
von 8—1 Uhr und von 2½,
Uhr=
bis kurz vor Beginn der Vor)
ſtellung. (Im Verkehrsbüro wer
den auch telephoniſch Kartenbe
ſtellungen entgegengenommen.
Telephon Nr. 1582.)
Anf. 7½ Uhr. — Ende 10 Uhn
Vorverkauf f. die Vorſtellungen
Donnerstag, 12. Febr. 109. Abll
Vorſt. C 27. „Filmzauber
Gew. Preiſe. Anfang 7½ Uhr=
Freitag, 13. Febr. 110. Ab.=Vſt
D 28. „Der Freiſchütz.‟ Gew
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Samstag, 14. Febr. Außer=Ab
27. Volksvorſtellung zu ermäßigten
Preiſen. „Wilhelm Tella
Anfang 7½ Uhr. Vorverkauf bis
einſchl. Samstag, 14. Febr., im
Verkehrsbüro, Ernſt=Ludwigsplatzt
Verkauf der etwa noch vorhand=
Karten am Tage der Vorſtellung
auch an der Tageskaſſe im Hoft
theater zu den übl. Kaſſeſtunden,
Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Februar 1914.
Nummer 42.
Ailiien=Ohedfer
Rheinstr. 6. — Telephon 143.
Ausser dem auserlesenen neuen Programm wird von heute
nur 3 Tage
letzte
Sdc
Her
von Dr. Paul Lindau in Szene gesetzt von Max Mack,
Drama, in 4 Akten, in der Hauptrolle
Deutschlands grösster Künstler
nverr Bassermann
vorgeführt, ferner:
4 Humoresken, 2 Dramen, Naturaufnahmen
und Wochenbericht.
Nur einmalige tägliche Vorführung um 5½ Uhr:
Der schwarze Tod oder Die Launen einer schönen Frau
mit Rita Sacchetto.
(4036
Me emeeeee e
Die Sensationen
des neuen Programms!
Schwarzen Muske
ein zu Herzen gehendes Drama in 3 Akten.
Ein grossartig gelungener Film, dessen Aufmachung u.
Hand-
lung die emporgeschraubten Ansprüche des Publikums in
jeder Weise befriedigt.
Als II. Hauptstück
Die Rache isr meit
grosser Sensationsfilm aus dem Leben, in 3 Akten.
Ein Bild von seltener Wucht und Spannung, grosszügig in der
Idee, verblüffend in Spiel und Regie.
Als III. Hauptstück
Nordischer Kunstfilm
Das Rätsel der Bäckerstrasse
humoristischer Kunstfilm in 2 Akten.
Dargestellt von Schauspielern Kopenhagener Bühnen.
Wohl selten enthielt ein Film „eine solche Fülle von Humor
und überwältigende Komik ohne anstössig zu sein”, wie das
Rätsel der Bäckerstrasse. Und mit Recht wird des Bild als
komischer Schlager ersten Ranges bezeichnet.
4 glänzende Humoresken 4
herrliche Naturaufnahmen
ergänzen mit der Illustrierten Wochenschau das
RIESEN-PROGRAMM.
esldenz
Theater
am weißen Turm.
350
richtige Löſungen unſeres
Preisrätſels ſind
einge=
gangen. Die Liſte der
Gewinner iſt an der Kaſſe
des Theaters angeſchlagen.
Man lacht
über
Honen
Inkogatts
Man weint
über
Wenn die
Ele-
mente hassen
Nur noch 3 Tage.
Erstkl. künstler. Musikbegleitung auf einem Bechsteinflügel
von Georg v. Harscher.
(4111
ſch. Maskenk. (Harlekin u. Polin)
z. verl. Kranichsteinerstr. 8, p. (*3257gm
Plegante Dame-Masken billig
(3015s
zu verleihen.
Gervinusſtraße 30, I.
Clown=Anz., weiß, Matrofen=
Anz., blau=weiß, zu verl. od. zu
verk. Hochſtraße 12, III. (3551a
ochf. Maskenanzug (Zigeuner=
Baron) billig zu verleihen
Stiftſtraße 95.
(*3166sms
5 ſchöne Damen=Maskenanzüge
(Pierrette u. Spanie rin)bill. z. verl.
Langgaſſe 17, part. od. Laden. (*3544
Kinder-Klown-Masken für 4=, 7=
5 u. 10=jähr. Kind billig zu verk.
*3539)
Kaupſtraße 46, III.
Sch. Mask Soubr., Chanſon. zu
perl. Grafenſtr. 4, I. (4028a
Damen Fasten neu)
(1ast
alle
Waſſerroſe, Pierretten, Soubrette,
Mohn, Veilchen, Maiblume,
Zigeu=
nerin, Margarethe, Rumänin,
Türkin, Polin, Spanierin, Winter,
Tirolerin, Bub und viele andere
bill. zu verleih., Dominos 1—2 Mk.
Geöffnet bis 10 Uhr abends. (3298a
Ballonplatz 10, part.
D
2
omino zu verleihen. (3862a
Gutenbergſtr. 3, I. I.
Deleg. D.=Masten(Teuftin,
Mert=
kanerin ) zu verl. od. zu verk.
*3096sm) Kiesbergſtr. 56, p.
Damenmaske, Japan. (neu), bill.
zu verl. Soderſtr. 34, II. I. (*8587ms
Paskenk. Phant.=Pierrette, eleg.,
Mzu verl. Roßdörferſtr. 32, I. (2885
Everl. Liebfranenstr. 68, II. . (*3535 askenkoſtüme zu verleihen
Moder zu verkaufen. (*3542 Gutenbergſtr. 61, III.
Verein für Verbreitung von Volksbildung.
Donnerstag, 12. Februar 1914, abends 8¼ Uhr im Kaiſerſaal
Oeffentlicher Vortrag mit 70 farbigen Lichtbildern
von Dozent F. Fürstenberg, Berlin:
„Der Panamakanal, ſeine Geſchichte, ſeine Herſtellung und ſeine
Bedeutung für Handel und Verkehr‟ (3877gm
Eintrittskarten zu 40 Pfg., für Mitglieder und angeſchloſſene Vereine
zu 25 Pfg. am Verkehrsbüro und bei J. Mylius, Herdweg 2.
Stammtiſch=Geſellſchaft
„Hleungewien
(*3556
Darmſtadt, gegründet 1903.
Samstag, 14. Februar, abends 8 Uhr 11 Min.,
im „Konkordiaſaal”, Waldſtraße 33:
Maskenkranscnen
Wir laden unſere Mitglieder, Freunde u. Gönner
freundlichſt ein.
Der Vorſtand.
rohſeien Mahnrndan
am
Samstag, den 14. Februar, abends
8 Uhr 11 Minuten
im Schützenhof
(Hügelstrasse.)
Hierzu ſind Freunde und Gönner des Vereins freundlichſt
(*3457
eingeladen.
Maskenkarten im Vorverkauf à 55 Pfg. bei F. Boy,
Zigar=
rengeſchäft, Arheilgerſtraße 58, Herrn J. H. Möſer, Ecke Ruths=und
Pankratiusſtraße, ſowie abends an der Kaſſe.
vom Einfachſten bis zum
Eleganteſten. Herren= u.
Damen=Dominos i. größt.
Haskenkestame
Auswahl bill. zu verleihen.
Hervorragende Neuheiten wie Tango= u. Puppchen=Koſtüme ꝛc.
Maßanfertigung, auch leihweiſe. (4134a
1 n.d. Turnh.,
Maskengard. u. Konfektion Mühlſtr. 40, 1. Woogspl.
Hasken-Rostumd
für Herren und Damen
in großer Auswahl, von den einfachſten bis
eleganteſten Neuheiten. (3221a
Dominos in großer Auswahl
empfiehlt die Verleihanſtalt von
A. Getrost, Rheinstr. 5.
Gehrock, Frack u. Smoking zu verleihen.
Maskenkoſtüme
in ſehr großer Auswahl!
darunter neue, elegante, n. n.
ge=
tragen, Schulſtraße 6, 2. Stock.
Nach Torſchl. ſchellen. (*3301im
Einige neue, hochaparte
ſeid. Damenmasken
auch einf., ſ. ſchicke Koſt. bill. zu verl.
3453a) N.=Ramſtädterſtr. 49, I.
D.=Masten, H.=Domino zu verl.
od. zu verk. Kiesſtr. 32. (3001a
faſt neu, billig zu verleihen oder
zu verkaufen.
(*3405imdf
Kranichſteinerſtr. 35, I.
god. Damen=Maske (Kaſtanie)
billig zu verl. Nieder=
Ram=
ſtädtetſtraße 16, Hth., I. r. (3523a
Kleg. Damenmask. (Spanierin u.
Pierrette), Hrn.=Maske(Pierrott)
neu, zu vl. Tannenſtr. 42, pt. (4105a
iger! (Maske, neu, bill. zu vl.
3456) Soderſtr. 40, 1. St.
ſchicke Pierretten (Mask.) für
3 Mk. u. 2,50 Mk. zu verl. (2mal
getr.) Weinbergſtr. 26, part. (*3305
ſchöne ſaubere Damenmasken
4 für 2—5 Mark zu verleihen.
*3558) Schwanenſtraße 71, III
Gleg. Domino zu verleihen. Näh.
Alexanderſtraße 23, 2. Stock,
vormittags anzuſehen. (3643
Schöne Damenmasken zu verl.
Liebigſtr. 67, I. (*3509mdf
2 D.=Domino, kl. Figur, zu ver=
2 leihen, ebenſo ſeidene Kinder=
Pierette zu verkaufen. (*3062sm
Mauerſtraße 28, 1. St.
chwarz. Domino billig zu verl.
S) Kranichſteinerſtr. 41, Hth., I. r.
ſaskenkoſt. (Carmen) u. H.=Dom.
zu vl. Viktoriaſtr. 87, II. (*2425mf
erren= und Damenmaske
(muſikal. Klown) bill. zu verl.
*3417) Pallaswieſenſtr. 42, III., r.
2 hocheleg. Maskenkoſtüme
(Carmen u. Tirolerin) u. ſeid. eleg.
Domino. Luiſenpl. 1, II. (*3412md.
paskenanzüge: 3 Spanierinnen,
M 2 Pierretten, 3 Zigeunerinnen
zu verl. Bleichſtr. 38, II. (*3510
Damenmasken zu verleihen od. zu
verkaufen. Mühlſtr. 8, I. (4119a
Für ig. Mädchen Maskenkoſtüm
& Carmen, auf Seide gearbeitet,
zu verleihen, auch zu verk. (*3479
Wendelſtadtſtr. 45½, I., r.
Namen=Pierette, (Maske) Cremſ. m.
lila Bomben u. Hut, bill. zu vk.
od. zu verl. Stiftſtr. 83, part. (*3482
Elegante Damen=Maske (
Helgo=
länderin) billig zu verl. (*3480md
Dieburgerſtraße 20, II.
mlegant. Damen=Maskenkoſtüm
(*3467
billig zu verleihen.
Grafenſtraße 8, I.
Sm C (05
Theater- und Masken-Garderobe-Verleih-Institut. Grösstes Kostümlageram Platze.
Hervorrag. Neuheiten
für Damen, Herren 1
und Kinder
Dominos —
Atelierf. Neuanfertigung
und Verleih-Institut. I. Gu. Schiegel
Luisenstrasse 10.
Tel. 2173.
(3926a Girlanden von 35 ₰ an
10) Tanz-Kontroll. 1.70
500 Num. Eintrittsblock
35 ₰
1000 Tombola-Lose
2.50 ℳ
Cerevismützen, Konfetti,
Luftschlangen,
Nebelhörner, Pritschen,
Karnevalsorden.
Alle Arten v. Vereins-Artikein, Kostüme, Kulissen, Fahnen, Zeite.