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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Reichstag erledigte in ſeiner geſtrigen erſten
Sitzung Petikionen.
Im preußiſchen Abgeordnetenhauſe hielt der
Reichskanzler eine längere Rede über die Stellung
der Regierung zu den neuen Steuern im Reichstage.
Der Reichskanzler gab im preußiſchen
Abgeordneten=
hauſe im Namen des Herzogs von
Braun=
ſchweig eine Erklärung ab, daß dieſer die
Be=
ſtrebungen der deutſch=hannoverſchen
Partei mißbilligt.
In der elſaß=lothringiſchen Kammer gab der
Staatsſekretär Zorn von Bulach geſtern eine
Er=
klärung in Sachen der Zaberner Vorgänge ab.
Der franzöſiſche Kriegsminiſter Noulens teilte im
Miniſterrate mit, daß die neuen
Militäraus=
gaben 1208 Millionen betragen.
Der engliſche Miniſterpräſident Asquith iſt
nach Südfrankreich abgereiſt.
Die Lage im Ausſtandsgebiet von Südafrika,
beſonders auf der Kaphalbinſel, hat ſich
verſchlim=
mert.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
14. Januar 1814: Napoleon ſchlägt das ruſſiſch=preußiſche
Armeekorps bei Reims.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Die Wetter=Kataſtrophen.
*⁎* Einzelne Gebiete unſeres Vaterlandes ſind durch
verhängnisvolle elementare Kataſtrophen ſchwer
heimge=
ſucht. Insbeſondere iſt dieſen die Oſtſeeküſte infolge von
Sturmfluten zum Opfer gefallen, aber auch andere
Gegen=
den ſind, wenn auch nicht in gleich gefährlicher Weiſe,
durch die Waſſerfluten bedroht. Handelt es ſich ſchon bei
Anlagen zur Verhütung der durch Hochwaſſer drohenden
Ereigniſſe um techniſch ſehr ſchwierige Probleme, ſo ſteht
man der Wirkung von Sturmfluten, deren Folgen und
Umfang ganz unberechenbar ſind, völlig machtlos
gegen=
über, und von Vorbeugungsmaßregeln, die wirklich
Er=
folg verſprechen, kann nur in ſehr beſchränktem Sinne
die Rede ſein. Auch im Kampfe gegen die
Hochwaſſer=
gefahren kommen nur enorme Anlagen als dauernde
Hin=
derniſſe gegenüber den Naturgewalten in Betracht, aber
der Staat hat es in den letzten Jahren an Verſuchen auf
dieſem Gebiete nicht fehlen laſſen, die ſich insbeſondere
auch auf die Errichtung koſtſpieliger Talſperren
erſtreck=
ten. Die ins Werk geſetzte ſyſtematiſche Bekämpfung der
Hochwaſſergefahr unter Bereitſtellung erheblicher Mittel
verſpricht gute Erfolge, und eine weitere Ausdehnung
die=
ſer Maßnahmen auf alle in Frage kommenden Gebiete
wäre dringend zu wünſchen.
Gegen ſchwere Sturmfluten, wie ſie wieder über das
Küſtengebiet der Oſtſee hereingebrochen ſind, verſagt im
allgemeinen des Menſchen Macht. Noch iſt die ganze
Trag=
weite des angerichteten Unheils nicht zu überſehen, aber
ſchon jetzt läßt ſich erkennen, daß die Not furchtbar iſt.
Ganze Ortſchaften ſind vom Erdboden verſchwunden, die
raſende See hat ſie verſchlungen; unzählige Familien
ſtehen am Rande des wirtſchaftlichen Ruins, ihre
Wohn=
ſtätten ſind zerſtört, ihre bewegliche Habe iſt vernichtet,
von den Fluten fortgeſchwemmt, die Aecker ſind
ver=
ſchlammt und verwüſtet, und troſtlos blicken Tauſende in
die Zukunft. Da gilt es denn, ſchnell und ergiebig der
Not zu ſteuern. Es iſt zu begrüßen, daß die Nächſtenliebe
ihre Schwingen regt und daß die Parlamente die
Initia=
tive zu kräftiger ſtaatlicher Hilfe ergreifen. Möge dieſe
nicht lange auf ſich warten laſſen, möge man an amtlicher
Stelle einmal von den ſonſt beliebten vorherigen
Er=
hebungen und Ermittelungen abſehen und ſchleunigſt
geben, wo die Not es erfordert. Das ganze deutſche Volk
iſt von innigſtem Mitgefühl durchdrungen für die
Leiden=
den an der Küſte, es wird die Wunden zu lindern und zu
heilen ſuchen, fordert aber, daß auch der Staat ſeine
Pflicht erfüllt.
Der Geburtenüberſchuß
im Jahre 1912.
CD Wie im neueſten Vierteljahrsheft zur Statiſtik
des Deutſchen Reiches mitgeteilt wird, betrug im Jahre
1912 der Ueberſchuß der Geborenen über die
Geſtorbenen 839887 Köpfe, nachdem er ein Jahr zuvor
nur 739945 betragen hatte. Im Jahre 1912 ſtellte ſich
hiernach bei 1000 Einwohnern der Ueberſchuß der
Ge=
borenen über die Geſtorbenen auf 12,70 gegenüber 11,32
im Vorjahre. Dem wachſenden Geburtenüberſchuß
des Jahres 1912 ging eine Zunahme der
Ehe=
ſchließungen zur Seite. Es wurden nämlich in
jenem Jahre 523 491 Ehen geſchloſſen, während in den
Jahren 1909 bis 1911 die Zahl der Eheſchließungen ſich
auf 494 127 bezw. 496 396 und 512819 belaufen hatte. Auf
1000 Einwohner entfielen in der Zeit von 1908 bis 1912
an Eheſchließungen: 7,76 bezw. 7,69, 7,85, 7,91. Für den
Geburtenüberſchuß in den Jahren 1909 bis 1912 zeigt die
Verhältniszahl auf 1000 Einwohner erſt im Jahre 1912
eine günſtige Entwicklung; denn mit dem Jahre 1909
an=
gefangen lautet ſie: 13,87, 13,62, 11,32, 12,70. Auch mit
12,70 ſind die günſtigeren Verhältniszahlen früherer
Jahre, die z. B. in den Jahren 1901 und 1902 15,09 und
15,63 lauteten, noch nicht erreicht. Aber im Vergleich mit
dem Jahresdurchſchnitt früherer Zeiträume bedeutet die
Verhäſtniszahl des Jahres 1912 keinen unweſentlichen
Fortſchritt; denn auf 1000 Einwohner betrug der
Ueber=
ſchuß der Geborenen über die Geſtorbenen im
Jahres=
durchſchnitt der Zeit 1873—82: 12,63, im
Jahresdurch=
ſchnitt der Zeit 1883—92: 11,92, im Jahresdurchſchnitt der
Zeit 1893—1902: 14,43 und im Jahresdurchſchnitt der Zeit
1903—12: 13,59. Der Tiefpunkt des Jahres 1911 mit
11,32 (der übrigens in den Jahren 1883, 1884 und 1886
mit 10,73 bezw. 11,27 und 10,87 noch überſchritten wurde)
ſcheint alſo fürs erſte überwunden zu ſein. Ob die
Ver=
ſchlechterung der wirtſchaftlichen Geſamtlage allerdings
nicht einen neuen Rückſchlag herbeiführt, bleibt
abzuwar=
ten. Bei dem Vergleich mit der Verhältniszahl in den
Jahren 1872 bis 1893 darf auch nicht vergeſſen werden,
daß ſeitdem die Sterblichkeit günſtiger geworden äſt.
Die Inſelfrage.
* Zu der von einem öſterreichiſchen Blatte
veröffent=
lichten Nachricht, wonach man in engliſchen diplomatiſchen
Kreiſen wünſche, daß Italien ſofort die ägäiſchen
Inſeln räume und erſt nach der Räumung die Frage
der Kompenſationen aufwerfe, ſchreibt die Tribuna: Für
uns geht daraus nicht hervor, daß die britiſche Regierung
dieſen Wunſch ausgeſprochen hat oder die Abſicht habe, ihn
zu äußern. Ein ſolcher Wunſch würde dem geſunden
Menſchenverſtand und dem wohl bekannten engliſchen
Ge=
fühl für Billigkeit widerſprechen, wie der traditionellen
Freunndſchaft zwiſchen Italien und
Eng=
land. Wenn dieſer Vorſchlag aller Wahrſcheinlichkeit
zum Trotz gemacht werden ſollte, ſo würde er nur die
Wirkung haben, daß dieſe Freundſchaft nicht nur
zwi=
ſchen den Regierungen, ſondern auch zwiſchen den
Völ=
kern dauernd getrübt würde. Er würde kein anderes
prak=
tiſches Ergebnis zeitigen, da Italien von ſeinen
Verbün=
deten unterſtützt wird und dieſem Vorſchlage eine
uner=
ſchütterliche Weigerung entgegenſetzen werde. Die
Tri=
buna dementiert ferner vollſtändig die Mutmaßung
eini=
ger Blätter, daß dieſer Gedanke öſterreichiſchen Urſprungs
ſei, da Oeſterreich als erſte Macht Italien gegenüber
er=
klärte, daß es die italieniſche Anſicht in der Frage der
ägäiſchen Inſeln vollkommen unterſtützen würde.
Deutſch=
land hat eine gleichlautende Erklärung abgegeben. Somit
iſt der Dreibund mit der von Italien ſtets vertretenen
Anſicht einig, daß der Zeitpunkt und die Bedingungen
der Rückgabe der von Italien beſetzten Inſeln eine
An=
gelegenheit darſtellt, die ausſchließlich Italien und die
Türkei angeht. Infolgedeſſen entbehrt die Nachricht
fran=
zöſiſcher Blätter über angebliche Unſtimmigkeiten
über dieſe Frage zwiſchen Italien und
Deutſch=
land jeder Grundlage. Wir wiederholen, ſchreibt die
Tribuna, daß bis jetzt kein Grund zu dem Glauben
be=
rechtigt, daß die Anſchauungen der Tripel=Entente von
denjenigen Italiens abweichen. Europa weiß
anderer=
ſeits ſehr gut, daß die Haltung Italiens keinerlei
Hinter=
gedanken verbirgt und daß Italien ebenſo wie die
an=
deren Großmächte ſtreng den Grundſatz achten, daß keine
Großmacht die gegenwärtige Lage benutzen dürfe, um
territoriale Erwerbungen zu machen.
Deutſches Reich.
— Aerzte und Krankenkaſſen. Auf Anregung
des Dekans der mediziniſchen Fakultät der Univerſität
Berlin, Geh. Medizinalrats Profeſſor Dr. Paſſow, fand
am Montag abend im Reichsamt des Innern eine
Be=
ſprechung über die in Breslau zwiſchen den Aerzten und
den Krankenkaſſen hervorgetretenen Schwierigkeiten ſtatt.
An den Beſprechungen nahmen die Miniſterialdirektoren
Dr. Caſpar und Neuhaus, mehrere Vertreter der
zuſtän=
digen Zentralbehörden, ſowie Dr. Hartmann,
Sanitäts=
rat Dr. Dippe und Geheimrat Dr. Paſſow teil. Der Zweck
der Beſprechung war, die Streitpunkte genau feſtzuſtellen
und zu erwägen, wie für Breslau, ebenſo wie es faſt in
allen anderen Orten gelungen ſei, ein friedlicher Ausgleich
zwiſchen den Aerzten und Krankenkaſſen zu erreichen iſt.
Mit Rückſicht auf die in Breslau vorläufig getroffenen
Vereinbarungen, den Streit bis zum Mittwoch ruhen zu
laſſen, wurden Beſchlüſſe nicht gefaßt, vielmehr wurde in
Ausſicht genommen, zunächſt mit den Krankenkaſſen zu
verhandeln. — Die Vertrauensmänner des Leipziger
Ver=
bandes waren, wie ſchon gemeldet, am Sonntag
verſam=
melt, um den Bericht des Vorſtandes über die Lage
ent=
gegenzunehmen. Nach eingehender Ausſprache wurde
ein=
ſtimmig folgende Reſolution gefaßt:
Nachdem die deutſche Aerzteſchaft unverzüglich und
reſtlos dem Abkommen vom 23. Dezember 1913 gefolgt iſt.
haben die am 11. Januar 1914 in Leipzig verſammetsen
Vertrauensmänner nebſt Vorſtand, Aufſichtsrat und
Bei=
rat des Leipziger Verbandes mit großem Befremden
da=
von Kenntnis nehmen müſſen, daß bisher die Beendigung
des Kriegszuſtandes durch alsbaldige Entbindung der
ärztlichen Nothelfer von ihren Kaſſenarztverträgen gemäß
§ 11 des Abkommens in mehreren Orten, z. B. in
Braun=
ſchweig, Breslau und Elbing, noch nicht erfolgt iſt. Sie
erachten die Durchführung des § 11 als eine unbedingte
Vorausſetzung für den Fortbeſtand des Abkommens und
ſind der Anſicht, daß, wenn ſie nicht ſchleunigſt erfolgt, die
Gültigkeit aller bisher auf Grund des Ablommens
abge=
ſchloſſenen Verträge in Zweifel geſtellt iſt und ein
wich=
tiger Grund zu ihrer alsbaldigen Auflöſung vorliegt. Die
Vertrauensmännerverſammlung würde es aufs tiefſte
be=
dauern, wenn die Aerzte dadurch zur Wiederaufnahme
des Kampfes gezwungen würden.
— Rücktritt des Statthalters Grafen
Wedel. Der Wiesbadener Zeitung wird von angeblich
gut unterrichteter Stelle aus Berlin gemeldet: Der
Rück=
tritt des Statthalters Grafen Wedel ſteht in den nächſten
Tagen zu erwarten. Als ſein Nachfolger iſt der
komman=
dierende General des 14. Armeekorps, General Freiherr
von Hoiningen, in Ausſicht genommen. General von
Deimling ſoll das Kommando des elſäſſiſchen
Armee=
korps mit dem des badiſchen tauſchen und das Straßburger
Korpskommando ſoll der jetzige Diviſionskommändeur in
Trier, von Lindenau, erhalten. Die Nachricht bedarf der
Beſtätigung.
— Eine Poſtkonferenz. Zur Erörterung von
Fragen auf dem Gebiete des Poſt= und Telegraphenweſens
hat der Staatsſekretär des Reichspoſtamts für Samstag,
den 17. d. M., Vertreter von Handel, Induſtrie und
Land=
wirtſchaft in das Reichspoſtamt geladen. Als
Beratungs=
gegenſtände bezeichnet der Staatsſekretär folgende:
Poſt=
kreditbriefe, Wünſche für den Weltpoſtkongreß in Madrid,
Mitteilungen auf dem Gebiete der Funken= und
Kabel=
telegraphie.
— Anträge im preußiſchen
Abgeord=
netenhauſe. Die nationalliberale Fraktion des
preu=
ßiſchen Abgeordnetenhauſes hat eine Anzahl Anträge
ein=
gebracht, u. a. einen Antrag zum preußiſchen Wahlrecht in
derſelben Form, wie ſchon in der vorigen Seſſion. Eine
Interpellation über die ſogenannte Welfenfrage wird von
nationalliberaler Seite nicht eingebracht werden; dagegen
wird bei der Etatsberatung für die geſprochen werden.
Die Fortſchrittliche Volkspartei des Abgeordnetenhauſes
hat einen Antrag auf Vorlegung eines die
Verantwort=
lichkeit der Miniſter regelnden Geſetzentwurfes
einge=
bracht. Wieder aufgenommen wird der Antrag auf
Ein=
führung der geheimen Abſtimmung bei den
Gemeinde=
wahlen vom 1. Juli 1914. Ein dritter Antrag wünſcht
die Befreiung der Diſſidentenkinder vom
Religionsunter=
richt, ein vierter die Zulaſſung der Volksſchullehrer zu
akademiſchen Studien.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die Perſonalſteuer. Am Montag nachmittaß
trat die gemeinſame Konferenz beider Häuſer in der
An=
gelegenheit der Perſonalſteuernovelle zuſammen. Der
Be=
richterſtatter des Herrenhauſes, Graf Goeß, erklärte, die
Mitglieder des Herrenhauſes ſeien bereit, in allen
Diffe=
renzpunkten den Beſchlüſſen des Abgeordnetenhauſes
zu=
zuſtimmen, außer in der Frage der Steuerſkala. In
die=
ſer Beziehung ſtellte namens der Mitglieder des
Herren=
hauſes Graf Noſtiz den Antrag, das Exiſtenzminimum
von 1200 auf 1400 Kronen zu erhöhen und den hierdurch
eintretenden Steuerausfall durch die Erhöhung der
Steuerſkala von Einkommen über 10000 Kronen, und
zwar durch einen weiteren dreiprozentigen Zuſchlag zu
der bereits von beiden Häuſern beſchloſſenen Erhöhung,
zu decken, dagegen bezüglich der niedrigeren
Einkommen=
ſtufen es bei der bisher vom Herrenhauſe beſchloſſenen
Erhöhung bewenden zu laſſen. Die Sitzung wurde zwecks
interner Beratungen der Mitglieder beider Häuſer
wieder=
holt unterbrochen.
Frankreich.
Die neuen Militärausgaben. Der
Kriegs=
miniſter Noulens gab im Miniſterrat am Montag eine
eingehende Darlegung über das Programm der neuen
Militärausgaben, die 1208 Millionen betragen. Das
unter dem vorhergegangenen Miniſterium aufgeſtellte
Pro=
gramm hatte dieſe Ausgaben auf nur 900 Millionen Fres.
beziffert.
England und das franzöſiſche
Flotten=
programm. Dem Echo de Paris wird aus London
gemeldet, Winſton Churchill habe bei ſeinem jüngſten
Pa=
riſer Aufenthalt den Miniſterpräſidenten Doumergue und
den Marineminiſter eingehend über das Flottenprogramm
der franzöſiſchen Regierung befragt. Es liege auf der
Hand, daß die engliſche Regierung über dieſen Punkt
ge=
naue Mitteilungen brauche, um ihr Marinebudget
aufzu=
ſtellen, da ſie nicht daran denken könne, im Mittelmeer
eine Flotte zu errichten die allein imſtande wäre, das
Meer zu beherrſchen. Marineminiſter Monis ſoll in
ſei=
nen Angaben nicht ſehr beſtimmt geweſen ſein, da ſein
Flottenprogramm zum Teil von den noch nicht
fertig=
geſtellten Finanzplänen Caillaux abhänge. Asquith, der
nach Frankreich reiſe, werde aus Paris wahrſcheinlich
ge=
nauere Angaben mitbringen.
Die Angriffe gegen Caillaux. Der Figaro
hält trotz aller Dementis ſeine Behauptungen aufrecht, daß
der Direktor des Comptoire d’Escompte dem
Finanz=
miniſter Caillaux für Parteizwecke 400000 Francs
ange=
boten habe, und kündigt an, daß er die gegen Caillaux
unternommene Fehde fortſetzen werde. Der Vertreter der
Prieuſchen Erben, Schneider, überſandte dem Figaro durch
einen Gerichtsvollzieher eine Berichtigung, in der er
er=
klärt, daß er mit Caillaux niemals geſprochen habe. Ein
Herr von Fonvielle ſei am 8. d. M. zu ihm gekommen
und habe ihn nach der Redaktion des Figaro bringen
wol=
len mit der Verſicherung, daß er dort ſein Glück machen
könne, Als er dies abgelehnt habe, ſeien Drohungen
gegen ihn ausgeſtoßen worden.
Bulgarien.
Die Erklärung des neuen Kabinetts.
Dem Wunſche der oppoſitionellen Gruppe entſprechend,
verlas in der Sobranje der Miniſterpräſident
Radosla=
wow eine Erklärung des neuen Kabinetts. Dieſelbe
er=
innert an die tragiſchen Umſtände, unter denen die
gegen=
wärtige Regierung gebildet worden iſt, und konſtatiert,
daß keine Partei für ſich allein in der neuen auf Grund
des Syſtems der Proportionalwahlen gewählten
So=
branje die Mehrheit habe. Trotzdem weigere ſich jede,
an der Regierung teilzunehmen. Dadurch war der
Mi=
niſterpräſident gezwungen, nachdem er dem König ſeine
Demiſſion unterbreitet hatte, neuerlich vor den
Deputier=
ten der Sobranje mit ſeinen alten Mitarbeitern zu
er=
ſcheinen in der Hoffnung, daß er die notwendige
Unter=
ſtützung finden werde, um die dringenden
geſetzgeberi=
ſchen Maßnahmen und die Bewilligung der
Friedensver=
träge von Bukareſt und Konſtantinopel durchzuſetzen. Die
Regierung heißt es in der Erklärung, nahm den
Buka=
reſter Friedensvertrag mit den von zwei Großmächten
unterſtützten Vorbehalten an. Dieſe Vorbehalte gab die
Regierung nicht auf, aber ſie würde für die Reviſion
die=
ſes Friedens ausſchließlich auf diplomatiſchem Wege
ar=
beiten.
Amerika.
Die Unruhen in Nord=Eeuador haben
einen bedenklichen Umfang angenommen. Die ganze
Provinz Esmaralda iſt in den Händen der Revolutionäre
unter General Concha. Tauſend Mann
Regierungstrup=
pen wurden zurückgeſchlagen. Regierungs=Kriegsſchiffe
blockieren den wichtigen Ausfuhrhafen Esmeraldas, die
Seeſtreitkräfte der Regierung ſind aber nicht ſtark genug
zum Angriff, daher wurden ſämtliche Mannſchaften der
Provinz Manabi zum Angriff über Land mobil gemacht.
Der Handel in den Nordprovinzen iſt dadurch vollſtändig
lahmgelegt. In Quito und Guayaquil iſt ſoweit alles
ruhig. Präſident Plaza wird ſich wahrſcheinlich
behaup=
ten können.
Japan.
Die internationalen Truppen in Nord=
China. Die Aufforderung Chinas an die Großmächte,
ihre Garniſonen aus den nordchineſiſchen Provinzen
zu=
rückzuziehen, iſt in Japan auf heftigen Widerſtand
ge=
ſtoßen. Die japaniſche Regierung hat daher durch ihren
Botſchafter in Peking der chineſiſchen Regierung mitteilen
laſſen, daß es ihr bei der augenblicklichen Unſicherheit in
China unmöglich ſei, ihre Truppen aus den Provinzen
zurückzuziehen.
* Dem Oberſten von Reuter gehen tauſende
von Glückwunſchtelegrammen und=Briefen zu. Von einer
Seite werden allein die telegraphiſchen
Beglückwünſchun=
gen mit 15000 angegeben. Der Oberſt befindet ſich
zur=
zeit in Oberkirch in Baden bei Verwandten. Allein aus
dem Regierungsbezirk Kaſſel ſind ihm viele hunderte
Glückwunſchdrahtungen zugegangen. An Herrn Frhr. von
Heyl in Worms, der ihn ebenfalls beglückwünſchte, iſt ein
Antwortſchreiben eingetroffen, das Freiherr von Heyl auf
Wunſch des Oberſten öffentlich bekannt gibt. Das
Schrei=
ben hat folgenden Wortlaut: „Während der letzten Tage
habe ich über 1000 Glückwünſche aus allen Teilen Deutſch
lands und aus allen Bevölkerungsſchichten erhalten, ſo daß
ich tief beſchämt daſtehe, habe ich doch nur meine Pflicht
getan nach beſten Kräften, wie wir ſie alle tun, die wir
im Leben beſtehen wollen. Ich bitte, allen Herren, die ſo
freundlich waren, mir ihren Gruß und Glückwunſch zu
ſenden, meinen allerherzlichſten Dank auszuſprechen.”
* Bebels Erbſchaft. Durch die bürgerliche
Preſſe ſind kürzlich Meldungen über die Hinterlaſſenſchaft
Bebels verbreitet worden, nach denen der verſtorbene
Ka=
pitaliſtenfeind 995000 Mark hinterlaſſen haben ſoll. Die
Leipziger Volkszeitung erklärt dieſe Meldung als eine
Unwahrheit. Weder ſei von Bebels Erben bisher eine
Erbſchaftsſteuer gezahlt worden, noch werde eine ſolche in
Zukunft entrichtet werden. Nach den geſetzlichen
Beſtim=
mungen des Kantons Zürich ſeien nämlich ſowohl die
Ehegattin eines Verſtorbenen wie auch deſſen Kinder und
Eltern von der Zahlung der Erbſchaftsſteuer befreit. Die
ſrüher von der Parteipreſſe gebrachten Mitteilungen über
die Höhe der Hinterlaſſenſchaft Bebels entſprächen in jeder
Beziehung den Tatſachen. — Danach wäre die Schweiz
das Eldorado der Kapitaliſten. Wenn wir recht
unterrich=
tet ſind, ſollte mit obiger Meldung nur bewieſen werden
daß Bebel eben nur in der Theorie Gegner des
Kapitalis=
mus war, in der Praxis dagegen von dieſer ſchönen
Ein=
richtung recht gerne Gebrauch gemacht hat.
* Wien, 13. Jan. Der Kaiſer empfing heute
vormittag in Schönbrunn eine Abordnung des ſeit 1849
ſeinen Namen tragenden Königl. preüßiſchen Kaiſer=
Franz=Garde=Grenadier=Regiments Nr. 2
in beſonderer Audienz, um die Glückwünſche des
Regi=
ments zu ſeinem 65jährigen Inhaber=Jubiläum
entgegen=
zunehmen. Die Abordnung beſtand aus dem
Major von Brauchitſch, dem Kompagniechef von
Hagen, dem Regimentsadjutanten Leutnant von
Vieting=
hoff genannt Scheel. Oberſt Raitz brachte dem Kaiſer die
Huldigung des Regiments zu dem ſeltenen Jubiläum dar
und überreichte ihm als Huldigungsgabe eine Bronzeſtatue
eines Grenadiers des Regiments in Uniform vom Jahre
1814.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 14. Januar.
* Vom Hofe. Die Großherzoglichen
Herr=
ſchaften folgten am Samstag abend 8 Uhr einer
Ein=
ladung der Offiziere des Leibgarde=Infanterie=Regiments
zum Ball im Kaſino des Regiments. Prinz Waldemar
ſon Preußen iſt zum Beſuch im Neuen Palais
einge=
troffen. (Darmſt. Ztg.)
-g. Hofball. Geſtern abend wurde im Alten Palais
der zweite Hofball abgehalten, und zwar im
weſent=
lichen in dem gleichen Rahmen wie der vorhergehende. Die
verſchiedenen Säle waren wieder reizvoll mit Blumen
ge=
ſchmückt. Zu dem Feſt waren insgeſamt etwa 500
Ein=
ladungen ergangen. Der Ball wurde um 8 Uhr mit dem
feierlichen Einzug in den Ballſaal durch das
Großher=
zogspaar eröffnet. Um 10 Uhr 15 Minuten wurde in
den verſchiedenen Sälen das Souper eingenommen. Die
Tafel= und Ballmuſik ſtellte das Muſikkorps des Leib=
Barde=Infanterie=Regiments Nr. 115 unter Leitung des
Herrn Obermuſikmeiſters Hauske.
* Keine Audienzen. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog werden heute weder Audienzen erteilen, noch
Meldungen entgegennehmen. Die Vorträge der
Mini=
ſter können vormittags im Neuen Palais ſtattfinden.
* Pfarrperſonalien. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben den evangeliſchen Pfarrer Julius
Schönewolf zu Burg=Gräfenrod auf ſein
Nach=
ſuchen zwecks Uebernahme einer Pfarrſtelle an der
St. Michaeliskirche zu Hamburg, mit Wirkung vom 1.
Fe=
bruar 1914, aus dem Dienſte der heſſiſchen evangeliſchen
Landeskirche entlaſſen.
* Erledigt iſt die Stelle des Steuereinnehmers des
Großh. Steueramts Groß=Gerau (nicht Gernsheim,
wie in geſtriger Nummer irrtümlich angegeben).
g. Strafkammer I. In häßlicher gemeiner Weiſe
denunzierte der 37jährige Bahnwärter Lorenz Berg von
Heppenheim mehrere Heppenheimer Einwohner, mit
denen er in irgend einer Weiſe verfeindet war. Er richtete
im Mai, Juni und Juli vorigen Jahres an die hieſige
Staatsanwaltſchaft drei Briefe, in denen er die
Betref=
fenden eines Verbrechens beſchuldigte, wodurch dieſe in
eine Unterſuchung verwickelt wurden. In dem einen Fall
hatte ein Kollege des Angeklagten angeblich geäußert, er
wolle Berg um ſeine Stellung bringen. Um ſich hierfür
zu rächen, denunzierte er ihn fälſchlich. In einem zweiten
Brief denunzierte er eine Familie, bei der er früher
wohnte und mit der er in Zwiſtigkeiten geraten war.
An=
fänglich leugnete der Angeklagte hartnäckig, die Briefe, die
mit falſchen Namen unterzeichnet waren, geſchrieben zu
haben. Erſt nach eindringlichem Vorhalten wurde er
geſtändig und hielt dieſes Geſtändnis aufrecht. Das
Ge=
richt verurteilte ihn zu 6 Monaten Gefängnis. —
Der 39jährige Landwirt Ludwig Merſchroth IX. von
Hahn bei Pfungſtadt wurde vom Schöffengericht zu
6 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er ſeinem 68 Onkel Philipp Merſchroth X. einen Meſſerſtich
in den Unterleib verſetzt hatte. Er verfolgte gegen dieſes
Urteil Berufung und behauptet, in Notwehr gehandelt zu
haben. Der alte Onkel wohnt im Hauſe des Angeklagten,
der dem Alkohol mehr als ihm zuträglich, zuſpricht. Auch
am 1. September kam es zu einem Streit des Angeklagten
mit ſeiner Frau. In dieſem Streit verſuchte der Onkel
zu intervenieren. Der Angeklagte wandte ſich nun gegen
dieſen und warf ihn zu Boden. Wütend über dieſe
Be=
handlung ging der alte Herrn mit einem Rechen auf den
Angellagten los und fügte ihm mit dieſem eine
ſtark=
blutende Kopfwunde zu. Nun griff der Angeklagte zu dem
Meſſer und ſtach ihm in den Unterleib, der Stich war
nicht beſonders gefährlich. Das Gericht gab der Berufung
ſtatt und ermäßigte die Strafe auf 4 Monate
Ge=
fängnis. — Am 15. Auguſt wurde Michgel Joſeph
Müller von Eppertshauſen aus einer Wirtſchaft etwas
unſanft hinausgewieſen, nachdem er mit Bierunterſätzen
nach anderen Gäſten geworfen hatte. Als er ſich nach
einer halben Stunde ſeinem Hauſe näherte, ſprang
plötz=
lich der Heinrich Euler aus der Haustüre, der ſich
dort verborgen hatte und ſchlug ihn mit einem Prügel
zu Boden. Als er ſchon am Boden lag, verſetzte er ihm
noch einige Schläge mit dem Prügel, ſo daß ihm der Arm
gebrochen wurde. Das Schöffengericht Dieburg hatte
Müller zu 1 Monat und den Euler zu 3
Mona=
ten Gefängnis verurteilt. Müller legte ſowohl gegen
ſeine Verurteilung als auch gegen die des Euler als
Ne=
benkläger Berufung ein mit dem Erfolg, daß ſeine Strafe
auf 1 Woche heruntergeſetzt und die des Euler auf 7=
Monate Gefängnis heraufgeſetzt wird. Müller war
12 Wochen arbeitsunfähig infolge der Mißhandlungen.
— Vom Großherzoglichen Hoftheater. Morgen eröffnet
George Baklanoff ſein auf zwei Abende berechnetes
Gaſtſpiel als „Figaro” im „Barbier von Sevilla‟.
Ne=
ben dem berühmten Gaſt ſind beſchäftigt die Damen
Kal=
lenſee (Roſine), Anna Jacobs (Marzelline), ſowie die
Herren Globerger (Almaviva), Schützendorf (Doktor
Bar=
tolo), Stephani (Baſilio), Bernhardt (Fiorillo), Kräger,
Waygandt und Peterſen. Die Oper wird erſtmalig mit
dem Original=Secco=Rezitativen aufgeführt werden. Die
Leitung haben Herr Kapellmeiſter Lert und Herr Regiſſeur
Nowack. Im zweiten Akt ſingt Olga Kallenſee als
Ein=
lage eine von ihr entdeckte, verſchollene Mozart=Ariette
„Phyllis an das Klavier” Für dieſen erſten
Gaſtſpiel=
abend Baklanoffs iſt das Abonnement aufgehoben. Am
Freitag findet die Erſtaufführung, des Schwanks „Der
Feldherrnhügel” von Rößler’ und Roda ſtatt. Die
ſzeniſche Leitung der Neuheit hat Regiſſeur Harprecht. Die
Poſſe ſpielt im militäriſchen Milieu und hat wohl eine
der erfolgreichſten Bühnenlaufbahnen aufzuweiſen, die in
den letzten Jahren verzeichnet werden konnten. Die
Pre=
miere fällt der Serie D zu. Am Samstag gelangt als
Volksvorſtellung zu ermäßigten Preiſen Lortzings „
Waf=
fenſchmied” zum erſtenmal in dieſer Spielzeit zur
Aufführung. Der Vorverkauf findet bis Samstag im
Ver=
kehrsbureau ſtatt.
Sturmfluten der Oſtſee.
** Die alte Vineta=Sage, eben noch ein Märchen aus
fernen verklungenen Tagen der Vorzeit, greift plötzlich mit
grauſiger Realiſtik in unſer modernes Leben herein und
läßt uns erſchauern vor der dunklen Dämonie entfeſſelter
Naturgewalten. Wo vor wenigen Tagen blühendes Leben
herrſchte, und die traute Heimlichkeit menſchlicher
Anſied=
lungen die Dorfgenoſſen freundlich zuſammenband, da
wogt jetzt die See und deckt mit ihrem geheimnisvollen
Wellenſpiegel Straßen und Häuſer, ſo wie ſie einſt die
ſtolze Stadt am Oſtmeer verſchlungen von der die alten
Mären künden. Bei dem Ruf ungefährlicher Sanftheit
den die Oſtſee im Gegenſatz zu der „Nordſee=Mordſee‟
genießt, hat es häufig befremdet, daß die wichtigſte der
deutſchen Sturmflutſagen, die Geſchichte von der
Ver=
nichtung Vinetgs, gerade an ihren friedlichen Küſten
ſpielt. Nun erleben wir, welch eine tiefe Wahrheit dieſer
Mythos in ſich ſchließt, wie auch dieſes Meer wüten und
raſen kann, wenn die „Windrieſen” die ungefügen Geiſter
der Luſt, mit denen germaniſcher Glaube das Meer
bevöl=
kerte, ſie aufpeitſchen. Zweifellos iſt es eine gewaltige
Naturkataſtrophe geweſen, die die ſtolze Oſtſeekönigin des
frühen Mittelalters, die Slawenſtadt Jumne, völlig vom
Erddoden fortſpülte und damit die Grundlage für die
Vinetaſage bet. Saxo Grammatieus, der Chroniſt vom
Ende des 12. Jahrhunderts, bemerkt ausdrücklich: „
Nach=
dem der befeſtigte Ort, den die Slawen an der Mündung
der Swine gegründet hatten, in einer winterlichen
Sturm=
flut zugrunde gegangen war, gründeten ſie in derſelben
Gegend zwei andere Plätze.”
Von ähnlichen fürchterlichen Verheerungen, die
be=
reits in dieſer Zeit die Oſtſee heimſuchten, geben andere
Erzählungen von dem Verſchwinden ganzer Städte noch
undeutliche Kunde. Doch auch in der näheren
Vergangen=
heit fehlt es nicht an Beiſpielen, daß die ſtille Oſtſee, die
ſonſt nur mit ſanfter Welle an die Ufer ſchlägt, Entſetzen
und Vernichtung weithin verbreitet. So waren z. B. die
Jahre 1625, 1694 und 1784 ſolche Unglücksjahre, in denen
ganze blühende Gebiete der Oſtſee von den Waſſerfluten
verſchlungen und einer öden Wüſte gleichgemacht wurden.
Sturmfluten nennt man dieſe ſchrecklichen
Naturerſchei=
nungen, doch darf man ſich, wie Georg Wegener in ſeinem
ſchönen Buch über die deutſche Oſtſeeküſte bemerkt, dadurch
nicht irre führen laſſen und nun etwa an das Wirken der
Gezeitenflut glauben. Dieſe Sturmfluten ſind lediglich
Waſſeraufſtauungen, die durch den Wind herbeigefährt
werden. Können ſchon ſchwache Winde bei beſtändigem
Wehen die Waſſermengen von einer Stelle fort an die
andere verdrängen, und ſo den Waſſerſtand an den Küſten
merklich ändern, ſo bringen anhaltende Stürme
geradezu=
erſtaunliche Erhöhungen des Waſſerſpiegels
von 2 Meter und mehr über dem Normalſtand hervor.
Die größte Sturmflut an der Oſtſee in
jüngerer Zeit, die auch noch die jetzige Kataſtrophe durch
die Wut der Elemente und die Größe des angerichteten
Schadens übertraf, war die ſchreckliche Sturmflut vom
12. und 13. November 1872. Weſtliche Winde
hat=
ten damals mit lange Zeit anhaltender Kraft das Waſſer
aus der ſüdweſtlichen Oſtſee nach Oſten getrieben; die
Folge war, daß der Waſſerſtand an den deutſchen Küſten
außerordentlich niedrig wurde, und man ahnte wohl, daß
ſich daraus Ueberſchwemmungen ergeben würden. Wie
furchtbar das Meer wüten würde, konnte freilich niemand
vorausſehen. Ein unglücklicher Umſtand entfeſſelte die
volle Wut der Naturgewalten. Am 12. November ſchlug
nämlich der anhaltende Südweſtwind ganz plötzlich in
einen ſchrecklichen Nordoſtſturm um, und die auſgeſtauten
Waſſermaſſen wurden nun mit unwiderſtehlicher Macht
nach Südweſten zurückgetrieben. Wie die rieſigen
Ko=
lonnen eines erbarmungsloſen Geſpenſterheeres wälzten
ſich die Wogen über die Küſten Pommerns, Mecklenburgs
und Holſteins. Raſch waren die niedrigeren Ufer unter
Waſſer geſetzt. Aber das eigentliche Unheil brachte erſt
die Nacht vom 12. zum 13. November, in der der Sturm
immer noch fortdauerte. Am 13. war das wütende Meer
ſo hoch geſtiegen, daß es für zahlreiche Städte und Dörfer
keine Rettung mehr gab. Ganze Häuſerteile, entwurzelte
Bäume, Landungsſtege, zahlreiches Vieh, das entweder
ſchon tot dahintrieb oder noch verzweifelt mit dem Waſſer
kämpfte, peitſchten die ſchaumgekrönten Wogen vor ſich her.
Konnten ſich auch die meiſten Bewohner retten, ſo wurden
doch auch damals viele Menſchenleben von den Wellen
verſchlungen und fanden ein naſſes Grab. Der
Waſſer=
ſtand war ein ſo hoher geworden, daß er in Wismar
3 Meter in Lübeck 3,38 Meter über das normale Niveau
hinausging. Der über die Oſtſeeküſte heraufbeſchworene
Jammer fand damals ein allgemeines Echo im ganzen
Vaterlande; zu der heldenmütigen Aufopferung, die bei
der Rettung bewieſen wurde, geſellte ſich die hilfreiche
Unterſtützung weiter Kreiſe. Wie ſtark dieſes Ereignis,
dem ſich keine der ſpäteren kleineren Sturmfluten mehr
an Furchtbarkeit vergleichen ließ, die Phantaſie jener Zeit
beſchäftigte beweiſt am deutlichſten ein dichteriſches
Denk=
mal, das durch die Kataſtrophe hervorgerufen wurde:
Spielhagens großer Roman „Sturmflut‟. Das
verheerende Walten der Natur wird hier zu einem
gewal=
tigen Symbol, auf das die ganze Entwickelung des Buches
zuſtrebt. Die nicht minder verheerende Goldflut der
Grün=
derjahre reißt die Menſchen in den Strudel der
Leiden=
ſchaft, bis ſie ſchließlich in der mit breiten Farben
geſchil=
derten Sturmflut die Hand des Schickſals und die ewige
Größe der Natur erkennen. Aehnlich hat auch Hans
Hoff=
mann in einem ſeiner ſchönſten „Oſtſeemärchen” das jähe
Aufſteigen und Hereinbrechen der Oſtſeefluten als eine
neue „Sündflut” dargeſtellt, ſo daß auch aus den modernen
Geſtaltungen der Sturmflut wieder die alte Vinetaſage
hervorklingt.
Parſifal=Aufführung in Darmſtadt. Die
Erſt=
aufführung von Richard Wagners Weihefeſtſpiel „Parſifal”
wird am Großh. Hoftheater am 6. September 1914,
zur Eröffnung der neuen Spielzeit, ſtattfinden.
* Führungen im Landesmuſeum. Die 7. Führung
findet Sonntag, den 18. Januar 1914, vormittags von
84—9¾ Uhr ſtatt. Thema: Italieniſche und franzöſiſche
Malerei. Karten ſind im Verkehrsbureau von
Donners=
tag bis Samstag um 12 Uhr unentgeltlich zu haben.
* Die Städtiſche Sparkaſſe iſt von jetzt ab —
Sams=
tag nachmittag ausgenommen — auch nachmittags von 3
bis 5 Uhr geöffnet.
* Im Silberkranz. Am Montag feierten der
Direk=
tor des Städtiſchen Schlacht= und Viehhofes Herr
Veteri=
närrat Dr. Garth und ſeine Gemahlin das Feſt der
Silbernen Hochzeit. Der Städtiſche Beamtenverein
hatte dieſen willkommenen Anlaß benutzt, um ſeinen ver=,
dienten, langjährigen Vorſitzenden zu ehren. Am
Vor=
mittag überreichte eine Abordnung des
Vereinsvorſtan=
des dem Jubelpaar die herzlichſten Glückwünſche des
Ver=
eins und überreichte zugleich ein Angebinde zur
Erinne=
rung an den Tag. Am Abend bewegte ſich ein
Lampion=
zug zahlreicher Mitglieder vor die Wohnung des
Jubel=
paares, wo die Geſangsabteilung des Vereins einige der
Weihe des Tages entſprechende Chöre vortrug. Ein
fide=
ler Kommers vereinigte dann die Teilnehmer noch bis in
die Frühe des folgenden Tages.
— Konzert des Deſſoffſchen Frauenchors. Es
wird=
darauf aufmerkſam gemacht, daß an den Türen der
Stadtkirche keine Karten, ſondern nur Programme
verkauft werden. Sollten Mittwoch nachmittag noch
Karten vorhanden ſein, ſo würde der Verkauf von 2 Uhr
ab der Einhornapotheke Kirchſtraße 10½,
übertragen.
* Evngeliſcher Bund, Zweigverein Darmſtadt. Im
Mittelpunkte der Ernſt Moritz Arndt=Feier, die
der Evängeliſche Bund am nächſten Sonntag im großen
Saale des Städtiſchen Saalbaues veranſtaltet, ſteht die
Feſtrede des Herrn Pfarrers Becker aus Fürth i. O.
uber: „Ernſt Moritz Arndt — ein deutſcher Prophet”.
Fräulein Ilſe Berka, das unvergeſſene frühere
Mit=
glied unſeres Hofſchauſpiels, hat ſich in liebenswürdiger
Weiſe bereit erklärt, einige der ſchönſten Arndtſchen
Ge=
dichte zu deklamieren, und die Chorſchule der
Stadtkirche wird unter der Leitung von Herrn Lehrer
Samper die Chöre: „Der Go=, der Eiſen wachſen ließ”,
„Deutſches Herz, verzage nicht” „Wer iſt ein Mann
der beten kann” und „Der alte Gott, der lebet noch” zum
Vortrag bringen. Der Zutritt ſteht gegen
Einteitts=
geld von 15 Pfg. jedermann offen.
* Freie Vereinigung heſſiſcher Nationalliberaler. Man
ſchreibt uns: Nach erfolgreicher Beendigung ihrer Arbeiten
am Landtagswahlkreiſe Wald=Michelbach hat die
Geſchäfts=
ſſtelle der Freien Vereinigung heſſiſcher Nationalliberaler
ähre regelmäßige Agitations= und Organiſationstätigkeit
und zwar zunächſt im Reichstagswahlkreiſe Gießen-
Grünberg, wieder aufgenommen. Auf Veranlaſſung
des Nationalliberalen Vereins für das Seental ſprach der
Geſchäftsführer Dr. Otto Linſe=Mainz am Freitag, den
9. Januar, in Merlau, am Samstag, den 10. Januar,
iin Flenſungen am Sonntag nachmittag in
WWeickartshain über das Thema „Politiſche und
ſo=
ziale Fragen unſerer Zeit”. In ſeinen Ausführungen
be=
handelte der Redner unter dem Beifall ſeiner zahlreich
er=
ſchienenen Zuhörer die augenblicklich im Vordergrund des
Intereſſes ſtehenden, vor allem die ländliche Bevölkerung
intereſſierenden politiſchen Tagesfragen, wie die
Wehe=
vorlage und ihre Deckung, den Fall Zabern, Fragen der
Zoll= und Mittelſtandspolitik, die Stellung der
National=
liberalen Partei zur Landwirtſchaft u. a. m. Dasſelbe
Thema behandelte De. Linſe in einer auf Sonntag, den
111. Januar, abends, vom Nationalliberalen Verein in
Grünberg einberufenen öffentlichen Verſammlung, in
der als Mitglied des Wahlkreisvorſtandes Herr Prof. De.
Krausmüller=Gießen ſich eingehend äußerte über
die Ziele und Beſtrebungen der Freien Vereinigung.
Sämtliche Verſammlungen waren ſehr gut beſucht.
* Der Ortsgewerbeverein hat für kommenden Freitag
Herrn Profeſſor Dr. phil. u. jur. Kollmann, der an der
hieſigen Großh. Techniſchen Hochſchule Vorleſungen aus
den Grenzgebieten zwiſchen techniſcher Arbeit,
Wirtſchafts=
llehre und Rechtskunde hält, zu einem Vortrag über
„Handwerk und Maſchine” gewonnen. In
die=
ſem hochbedeutſamen Vortrage werden die allgemeinen
Vorzüge der Maſchinenarbeit auch für das Handwerk
ge=
ſchildert und im weiteren u. a. die wichtige, ſchon vielfach
umſtrittene Frage „Fabrik und Handwerk” eingehend
be=
handelt, ſowie die Notwendigkeit der Kalkulationen im
Handwerk und Großbetrieb erörtert. Die elektriſche
Be=
triebsart wird beſonders beſprochen. Die Ausführungen
des auf dieſem Gebiete hervorragenden Redners dürften
für weite Kreiſe des gewerblichen Lebens, der Induſtcie
und des Kleingewerbes von beſonderem Intereſſe ſein,
zumal es bisher noch nicht gelungen iſt, die Begriffe
Fa=
brik und Handwerk feſt zu umgrenzen. Der Vortrag
fin=
det im gelben Saal des Reſtaurants Sitte ſtatt und iſt
auch Nichtmitgliedern zugänglich.
* Turngemeinde. Man ſchreibt uns: Die erſte und
einzige große, glanzvolle Damen= und Herrenſitzung mit
Ball des Großen Rates der Turngemeinde findet nächſten
Sonntag, den 18. d. M., 7,11 Uhr, in dem aufs prächtigſte
geſchmückten großen Feſtſaale der Turngemeinde am
Woogsplatz ſtatt. Die treue Anhängerſchar der Sitzungen
der Turngemeinde, die von Jahr zu Jahr bei der Güte
des Gebotenen immer größer geworden iſt, wird diesmal
eine ganz beſondere Freude an der Vielſeitigkeit und
Trefflichkeit des Programms haben. Eröffnet wird die
Sitzung, wie bereits gemeldet, durch ein von dem
Präſi=
denten des Elfer=Rats, Karl Fillmann, verfaßtes
humor=
volles Eröffnungsſpiel, betitelt: Der verhängnisvolle
Dämmerſchoppe” mit geſanglichem Text und Ballett. Vor
allem aber ſei darauf hingewieſen, daß die beliebten
Mit=
glieder unſeres Hoftheaters, Opernſängerin Frau Belling=
Schäfer, ſowie Opernſänger Herr Oto Thomſen, ihre
Mitwirkung zugeſagt haben. Das übrige Programm
trägt heiterer Faſchingsluſt Rechnung. Eine Reihe
Lie=
der beſter hieſiger Liederdichter hat der Große Rat
vor=
geſehen. Humoriſtiſche Vorträge nur hieſiger Büttredner
werden mit glänzenden turneriſch=humoriſtiſchen
Vorfüh=
rungen abwechſeln. Die Muſik ſtellt die Kapelle der 115er
unter Meiſter Hauskes bewährter Leitung. Bemerkt ſei
noch, daß die Mitglieder der Turngemeinde Karten zu
er=
mäßigtem Preiſe beim Hausmeiſter erhalten. (Näheres
ſiehe Anzeige und Plakate.)
* Kaffeekonzert mit Tango=Réunion im Hotel „Heß”
Es wird noch einmal auf das heute Mittwoch nachmittag
von 5—7 Uhr im Hotel „Heß” ſtattfindende Kaffeekonzert
mit Tango=Réunion hingewieſen.
§ Feſtgenommen. Ein hier weilender junger Mann
aus der Schweiz iſt wegen verſchiedener in der hieſigen
Techniſchen Hochſchule verübter Diebſtähle heute
feſt=
genommen worden.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Crwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Auf das Konzert des Deſſoffſchen
Frauenchors, das heute abend 8 Uhr in der hieſigen
Stadtkirche zum Beſten der Erbauung einer
Reformations=
kirche in Darmſtadt veranſtaltet wird, ſei hierdurch
noch=
mals empfehlend aufmerkſam gemacht. Wir leſen über
den Chor im Mannheimer Tageblatt u. a.: „Es iſt heute
eine ſeltene Erſcheinung, daß ſich aus reinem Wollen
her=
aus in aller Stille ein Enſemble ohne Programmpoſaune
zuſammenfindet, ſich ohne Eitelkeit als Kunſtmaterial einer
Führerin hingibt, die gar nichts anderes als ihr Ziel
er=
klärt, wie begeiſtert zu begeiſtern, und im Schaffen ſelbſt
belohnt und erhlben, andere zu erheben — aller
äußer=
lichen Anſprüche bar. Es iſt geſchmacklos, wenn man das
Erſcheinen des Deſſoffſchen Chors als „Senſation” feiert.
Es iſt gerade das Gegenteil, Stilles, Schlichtes, das Beſte
geben wollen, und wenn das unſerer Zeit als „
Senſa=
tion” auffällt, dann können wir leicht merken, wohin wir
geraten ſind. So freuen wir uns der Deſſoffſchen Tat
ſchon als Gradmeſſer unſerer künſtleriſchen Geſundheit,
oder vielmehr als Heilanzeige gegen alle Ungeſundheit.
Allenthalben iſt Fieber, Flackern, Unruhe, hier iſt Ruhe,
reine, abgeklärte, ganz unmodiſche Hingabe und
Künſt=
lerſchaft einer kleinen Schar von Menſchen. Wir halten
Gretchen Deſſoffs Streben eben um des kulturellen
Wer=
tes willen für etwas Herrliches, Vorbildliches und faſſen
die Bedeutung ihres Chor auf als ein künſtleriſches
Er=
eignis, der allgemeinen Beachtung wohl wert, nicht allein
derer in muſikaliſchen Kreiſen. Die Deſſoffſche Tat mag
uns alle daran erinnern, daß Kunſt nichts mit Berechnung
irgend welcher Art zu tun hat, daß ſie reiner
Gottes=
dienſt iſt.”
— Richard Wagner=Verein. Der
unge=
wöhnliche Erfolg, den der Herr Kammerſänger Alfred
Stephani in dem vorjährigen Konzerte des
Darm=
ſtädter Vokalquartetts mit dem Vortrag
Löwe=
ſcher Balladen davontrug, hat den Vorſtand des
Richard Wagner=Vereins veranlaßt, am nächſten Montag,
19. Januar, einen Löwe=Schubert=Abend mit dem
ge=
nannten Künſtler zu veranſtalten, der außer einer
Abtei=
lung ſelten gehörter Schubertſcher Lieder acht der
ſchön=
ſten Balladen Karl Löwes: „Oluf” „Harald” „Die
ver=
fallene Mühle” „Kleiner Haushalt”, „Erlkönig”, „Odins
Meeresritt” „Das Erkennen” und „Graf Eberſtein”
brin=
gen wird. Bei der großen Beliebtheit des erſten Baſſiſten
unſerer Hofoper, der auch auswärts als Konzertſänger
ſich bereits einen bedeutenden Ruf verſchafft hat, dürfte
der Abend eine beſondere Anziehungskraft auf unſer
kunſt=
liebendes Publikum ausüben.
C) Konzert Anna Heſſe-Paul Schramm
Zu dem am 17. Januar im Muſikvereinsſaale
ſtattfinden=
den Konzert dieſes ſeltenen Künſtlerpaares iſt ein ebenſo
künſtleriſch bedeutſames wie intereſſantes Programm
vor=
geſehen. Die Oratorien= und Lieder=Sopraniſtin Anna
Heſſe wird alte engliſche und franzöſiſche Lieder
ſin=
gen, u. a.: My lovely Celia, A Paſtoral, Viens aurore,
Maman dites=moi. Dann Lieder von Hugo Wolf: Die
Bekehrte, Das verlaſſene Mägdelein, Zitronenfalter im
April, Heimweh, und ſchließlich von Rachmaninow:
Der Flieder, Tſchaikowski: Am offenen Fenſter und
Wie=
genlied. Auch die Solodarbietungen des Pianiſten
Paul Schramm ſind von beſonderer künſtleriſcher Be=
deutung. Er wird Kompoſitionen von Scarlatti, Mozart,
Chopin und Liſzt zum Vortrag bringen. Etwas
Wun=
derbares iſt’s um das Klavierſpiel Paul Schramms, ſchrieb
ein begeiſterter Berliner Kritiker. Das techniſche
Rüſt=
zeug beherrſcht dieſer jugendliche Künſtler wie nur irgend
einer der Größten ſeines Fachs; aber das iſt nicht das
Weſentliche ſeines Könnens; mit dieſer vollendeten Technik
verbindet ſich eine erſtaunlich plaſtiſche muſikaliſche
Ge=
ſtaltungskraft. Schumanns Faſchingsſchwank ſpielte er
mit hinreißendem Temperament, mit der verträumten
Grazie und der kecken Ausgelaſſenheit dieſes an
wechſeln=
den Stimmungen ſo reichen Werkes. Später ſpielte er
Brahms, die Händel=Variationen und Paganini=
Variatio=
nen mit ihren haarſträubenden Schwierigkeiten; mit einer
ſtupenden Bewältigung aller klaviriſtiſchen Künſte und
einem prachtvollen Schwung. In dieſer Darſtellung war
etwas Monumentales, etwas weit über den Alltag
Hinausreichendes. In Paul Schramm verkörpert ſich eine
der ganz großen Hoffnungen unter den jungen Pianiſten
unſerer Tage.
Mar Hofpauer der auf Einladung des
Darmſtädter Vortragsverbandes am 23.
Januar zum zweiten Male vor das Darmſtädter Publikum
treten wird, gibt der bekannte Schriftſteller Dr. Michael
Georg Conrad in München folgendes Geleitwort mit:
Nennt man die beſten Namen unſerer populärſten
Vor=
tragsmeiſter und Bühnenkünſtler, ſo erſcheint Max
Hof=
pauer mit in der erſten Reihe. Der Glanz echter
Volks=
tümlichkeit, der das Charakterbild unvergänglicher Zierden
edel=heiteren Spiels in den königlichen Muſentempeln an
der Iſar umwittert, iſt mit nicht geringer Kraft auch an
dem Namen Max Hofpauer haften geblieben. Es war
vor=
auszuſehen, daß ſeine prachtvolle Art des Einfühlens und
Nachſchaffens, verbunden mit einer hervorragenden
Sprech=
technik, ihn bald auch zu einem der geſuchteſten
Vortrags=
künſtler machen mußte. Wie er einſt im Volksſtück durch
ſeine Triumphzüge in Europa, Rußland, Holland und
Amerika dem deutſchen Namen Ruhm erwarb, ſo finden
wir ihn jetzt als Rezitator überall da, wo ein feinſinniges
Publikum den auserleſenſten Schöpfungen deutſcher Hoch=
und Dialektdichtung Sinn und Verſtändnis
entgegen=
bringt. Damit iſt Max Hofpauer einer der vorzüglichſten
Förderer deutſcher Sprache und Poeſie im In= und
Aus=
lande geworden, und es iſt nicht überraſchend, daß er von
den deutſchen Geſellſchaftskreiſen in Mailand, Genua,
Neapel, Rom, Brüſſel, Antwerpen, Lüttich, Amſterdam,
Rotterdam uſw. zahlreiche Einladungen zu neuen
Vor=
trägen erhält und ſeine Veranſtaltungen aller Orten eine
außerordentliche Anziehungskraft ausüben.
* Reſidenztheater am weißen Turm. „Die
blaue Maus” bis Freitag prolongiert! Die blaue
Maus iſt nach einem Stück von Horſt und Engel, das vor
ungefähr drei Jahren die Luſtſpieltheater der ganzen Welt
auf den Kopf ſtellte, bearbeitet. Die Lachſalven, die das
kleine Tier bei den Zuſchauern des Theaters auslöſt, über
deſſen Bühne es läuft, erſchallen auch im Reſidenztheater
und Madge Lening erwirbt ſich durch ihre liebenswürdige,
vollendete Kunſt die Herzen aller aufs neue. Die blaue
Maus wird nur noch bis Freitag gegeben. Man verſäume
nicht, ſich dieſes kleine Meiſterwerk anzuſehen. (S. Anz.)
Offenbach, 13. Jan. (Blutige
Eiferſuchts=
ſzene.) Die Franziska Grubert unterhielt mit dem 19 Gelegenheitsarbeiter Paul Möhler ein
Lie=
besverhältnis. In den letzten Tagen zeigte die Grubert
aber mehr Zuneigung zu dem 23 Jahre alten
Gelegenheits=
arbeiter Karl Krug. In verfloſſener Nacht befand ſich
Krug in der Wohnung ſeiner Geliebten. Möhler, der dies
bemerkte, drang ebenfalls dahinein. Zwiſchen den beiden
Rivalen kam es hier zu einer heftigen Eiferſuchtsſzene.
In deren Verlauf brachte Möhler dem Krug mittelſt
feſt=
ſtehenden Meſſers fünf Stiche in den Kopf, den
Hals und die Hände bei. Die Verletzungen des
Krug ſind lebensgefährlich. Möhler wurde
als=
bald feſtgenommen.
Mainz, 13. Jan. (Im Mainzer
Kremato=
rium) haben im vierten Quartal 1913 108
Einäſcherun=
gen ſtattgefunden. Von dieſen waren 17 aus Mainz, 22
aus Wiesbaden, je 6 aus Düſſeldorf und Köln, 5 aus
Bonn, 4 aus Darmſtadt, je 3 aus Saarbrücken und Eſſen,
je 2 aus Aachen, Krefeld, Elberfeld, Godesberg und
Kreuz=
nach, je eine aus Alzey, Beuel, Biebrich, Bloemendaal
i. Holl., Bingen, Barmen, Biebelsheim, Bochum,
Dieden=
hofen, Duisburg, Bad Ems, Engers, Flomborn, Haag
i. Holl., Göttingen. Großkönigsdorf, Nieder=Ingelheim,
Naſſau, Neuwied, Neukölln, Nieuport i. Belg., Nierſtein,
Oberweſel, Spa i. Belg., Sonnenberg bei Wiesbaden,
Singapore, Solingen, Troisdorf, Uerdingen, Utrecht,
Wahn und Weilburg. Unter den Eingeäſcherten waren
67 männliche und 41 weibliche Perſonen. Der Religion
nach waren 89 evangeliſch, 9 katholiſch, 1 altkatholiſch, 5
iſraelitiſch, 4 Diſſidenten. Die Geſamtzahl der
Einäſche=
rungen betrug 419 gegen 477 des Vorjahres. Der
Rück=
gang iſt zurückzuführen auf die Inbetriebnahme der
Kre=
matorien Hagen und Wiesbaden.
Mainz, 13. Jan. (Unfälle.) In die Transmiſſion.
geraten iſt in einer Schellackfabrik auf der Ingelheimer
Au der 42jährige Monteur Bruno Dannemann aus
Feuilleton.
* Die Arbeitskur des Kaiſers. Aus Potsdam
berich=
ken Berliner Blätter: Wer in der jüngſten Zeit bei klarem
Wetter den Park Sansſouci durchſtreifte, der konnte in dem
Parkteil unweit der Freitreppe unterhalb der
Maulbeer=
allee intereſſante Beobachtungen machen. Der Kaiſer, der
auf die Beweglichkeit und Widerſtandsfähigkeit des
Kör=
pers den größten Wert legt, hat in Uebereinſtimmung mit
ſeinen Leibärzten mehrere Wochen hindurch eine
Arbeits=
kur durchgemacht, die zwar große Anforderungen an ihn
ſtellte, aber auch die erwarteten Wirkungen zur Folge
hatte. Mitte Dezember begab ſich der Kaiſer, ſo oft er
ſich in Potsdam aufhielt, Tag für Tag um die Mittagszeit
in die Parkgegend bei den neuen Hofgärtnerhäuſern, um
hier mit einem von der Hofgartenverwaltung geſtellten
Arbeiter gemeinſam ſchwere Holzarbeiten zu verrichten.
Starke Holzſtücke wurden geſpalten, Stammſtücke und Aeſte
zerſägt, und ſchließlich trug der Kaiſer mit ſeinem Partner
das zerkleinerte Holz noch auf den Stapel. Manchmal
kam auch die Kaiſerin und ſah ihrem Gemahl zu, der es
mit ſeiner Kur ſehr ernſt nahm. Das tägliche Penſum
wurde genau kontrolliert, und der Mitarbeiter des Kaiſers
durfte am Abend das verarbeitete Quantum mit nach
Hauſe nehmen. Manchmal ſetzte auch der Kaiſer nach dem
Diner die Holzarbeit fort. In Potsdam erzählt man ſich
eine nette Anekdote darüber: Als einmal in der
Mittags=
ſtunde der Kaiſer die Axt beiſeite geſtellt und ſich entfernt
hatte, erſchien eiligſt ein Beamter aus dem Palais. Auf
ſeine Frage, ob der Kaiſer noch hier ſei, erhielt er von dem
einfachen Manne zur Antwort: „Majeſtät macht gerade
Mittag, aber nach dem Eſſen kommt er wieder.” — Ab und
zu wurde auch ein Adjutant eingeladen, mit Hand
anzu=
legen. Erſt in der letzten Zeit ſtellte der Kaiſer ſein
„Training” ein. Der alte Holzfäller im Park war
natür=
lich auf ſeinen Partner nicht wenig ſtolz.
C. K. Das Mauſoleum des Prinzen Lulu. Aus Paris
wird berichtet: Die Exkaiſerin Eugenie weilte dieſer Tage
in Malmaiſon um die kürzlich von ihr angekaufte
Liegenſchaft zu beſichtigen, auf der in der Avenue
Mar=
montel das zum Andenken an ihren Sohn, den „Prince
Imperial” errichtete Mauſoleum eine neue Stätte finden
ſoll. Die Ueberführug des Mauſoleums nach Malmaiſon
ſoll in nächſter Zeit erfolgen: und mit ſichtlichem Erſtaunen
erfahren die Pariſer bei dieſer Gelegenheit, daß ſie in ihrer
Stadt das Mauſoleum des Prinzen Lulu beherbergen.
Es bildet einen graziöſen kleinen Rundtempel, deſſen
Kup=
pel auf 12 korinthiſchen Säulen ruht, und ſteht zur Zeit
auf einem ſchmalen Grundſtück in der Avenue de le
Bour=
donnais Nr. 6, das der Exkaiſerin gehört. Neben dem
Mauſoleum ſteht ein kleines Haus, eigentlich eine Hütte, in
der ein Gärtner wohnt: und hier findet man eine etwas
über lebensgroße Büſte des unglücklichen Prinzen, der
be=
kanntlich 23jährig in engliſchen Dienſten im Kampfe gegen
die Zulus fiel. Die Büſte zeigt den Prinzen Lulu in
eng=
liſcher Offiziersuniform; auf dem Sockel ſieht man ein
eichenlaubumkränztes großes N. Die Büſte iſt von
D’Epi=
nay geſchaffen, das Mauſoleum iſt ein Werk des
Architek=
ten Deſtailleur, der es kurz nach dem Tode des Prinzen
im Auftrag der Kaiſerin Eugenie erbaute. Nun wird
das Bauwerk ſorgfältig abgetragen und aus dem
ſchnell=
lebigen und ſchnell vergeſſenden Paris nach Malmaiſon
üibergeführt werden.
* Die tapfere Poliziſtin. Während die meiſten der
neuen weiblichen Poliziſten in Chikago ſich damit
be=
gnügen, alte Mütterchen über die Straße zu führen oder
Fremden den Weg zu zeigen, hat eine unter ihnen, Mrs.
Mary Boyd, durch eine tapfere Tat das allgemeine
Auf=
ſehen erregt. Sie ſtand auf einem Straßenbahnwagen und
wurde Zeuge, wie ein Mann den Schaffner beleidigte und
ſich dann mit ihm herumſchlug. Der Schaffner drohte den
Kürzeren zu ziehen. Da ſprang die reſolute Jüngerin der
heiligen Hermandad dazwiſchen, packte den Rowdy am
Schlafittchen und führte den ſich heftig Wehrenden,
nach=
dem ſie ihm ihre Erkennungsmarke gezeigt hatte, unter
Aufwendung nicht geringer Muskelkraft ab. Der Mann
gab unter ihren kräftigen Püffen bald jeden Widerſtand
auf.
* Ein parlamentariſches Intermezzo. In der
Mon=
tagsſitzung der elſaß=lothringiſchen Kammer ſagte der
Staatsſekretär Zorn von Bulach: Ich ſchließe mich den
Worten des Herrn Vorredners an, und ſehe nicht ein,
warum eine Einigung zwiſchen Regierung und Volk nicht
ſtattfinden könne. Die Regierung hat ſtets die Intereſſen
des Volkes vertreten. Gegenüber dem Abg. Böhle, der von
einer militäriſchen Nebenregierung ſprach, betone ich: Es
gibt in Elſaß=Lothringen . . . . — Abg. Dr. Pfleger: Keine
Regierung! (Große Heiterkeit.) — Der Staatsſekretär:
Herr Dr. Pfleger, werden Sie doch nicht perſönlich! Es
hilft ja nichts! (Zuruf: Leider!) Damit wird der Gegner
nur verbittert! Es gibt alſo in Elſaß=Lothringen
eine Regierung (Schallende Heiterkeit) — keine
Nebenregierung!
Biebrich. Der Verunglückte erlitt eine Bruſtquetſchung. —
Der 17jährige Schloſſerlehrling Joh. Becker aus
Boden=
heim erlitt in der Eiſenbahnbetriebswerkſtätte eine
erheb=
liche Fußquetſchung.
Bodenheim, 13. Jan. (Vergebliche Wahl.) Bei
der in den letzten Tagen hier ſtattgehabten Wahl eines
Vertrauensmannes für die Landwirtſchaftskammer wurde
der Weingutsbeſitzer Major Liebrecht von hier mit 16
Stimmen Mehrheit gewählt. Die Wahl mußte indes
ſpä=
ter kaſſiert werden, da der Gewählte nicht in die
Wähler=
liſte eingetragen war. An Stelle des Majors wurde
ſo=
dann Gaſtwirt Nikolaus Kirch gewählt.
Worms, 13. Jan. (Milchfälſchung.) 75
Pro=
ent Waſſerzuſatz wurden feſtgeſtellt in einer ſog.
Milch, die dieſer Tage, nachdem ſie durch den Lieferanten
(einem Landwirte aus Mettenheim) ſeinem hieſigen
Ab=
nehmer übergeben worden war, durch das chemiſche
Unter=
ſuchungsamt geprüft wurde. Strafverfahren gegen den
Lieferanten iſt eingeleitet. Das beanſtandete Gemiſch
wurde beſchlagnahmt. — Zu einer großen
Winter=
übung wurde heute früh unſer Infanterie=Regiment mit
der Bahn nach Groß=Rohrheim gebracht, von wo aus die
eigentliche Uebung gegen das 115. Infanterie=
Re=
giment aus Darmſtadt erfolgt. Das Regiment iſt
in den neuen feldgrauen Uniformen ausgerückt und kehrt
im Laufe des Tages wieder in die Garniſon zurück.
Nierſtein, 13. Jan. (In der Todſchlags=), bei der am zweiten Weihnachtsfeiertage der 24 Ad. Würtz erſtochen wurde, weilte geſtern die
Staatsanwaltſchaft hier und nahm umfangreiche
Zeugen=
vernehmungen vor. Auch wurde eine Aufnahme des
Tat=
ortes angefertigt. — (Der Gemeinderat) faßte in
ſeiner letzten Sitzung den Beſchluß, daß von den
Ge=
meindebeamtenſtellen in Zukunft höchſtens noch zwei
Drit=
tel zur Beſetzung für Militäranwärter
freigehal=
ten werden ſollen. Die übrigen Stellen ſollen an andere
Kandidaten vergeben werden.
Abenheim, 13. Jan. (Zu dem Kirchenraub)
waren bis heute nachmittag die Nachforſchungen nach den
Tätern völlig ergebnislos. Schutzmann Würtz von Worms
kam mit ſeinem Hunde im Automobil hier an. Durch die
bereits angeſammelte große Menſchenmenge in und vor
der Kirche konnte der Polizeihund keine Witterung
neh=
men und die Einbrecherſpuren verfolgen. Der Wert der
geſtohlenen Monſtranz und des Kelches wird auf etwa
1000 Mark geſchätzt. Eine Anzahl Gegenſtände, auf denen
ſich Fingerabdrücke der Täter befinden, wurden ſeitens des
Gerichts beſchlagnahmt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 12. Jan. Das ſtädtiſche
Or=
donnanzhaus beherbergt gegenwärtig 156
Kriegs=
ſchüler, welche mit ihrem Kommandanten,
Oberſtleut=
nant von Kamecke, und dem Major Schröder von Thorn
hier eintrafen und am Freitag nach Neiße fahren. Sie
be=
ſuchen außer Berlin auch Nauen, Wiensdorf, Klausdorf
und noch mehrere Orte zur techniſchen Belehrung und
be=
ſichtigten auch das Luftſchifferweſen in Niederſchöneweide.
— Ueber das Vermögen der Weißenſeer Bank
iſt der Konkurs eröffnet worden. Es geſchah dies auf
Antrag eines Sparvereins, der eine Forderung von 7000
Mark an die Bank hat. Insgeſamt ſollen die Schulden
der Bank rund 2½ Mill. Mark betragen. — Als heute abend
ein Untergrundbahnzug ſich auf der Station
Kai=
ſerhof in der Richtung auf die Friedrichſtraße in
Bewe=
gung ſetzte, kam ein Soldat, der noch aus einem Abteil
zu ſpringen verſuchte, zwiſchen die Tunnelwand und einem
Bahnwagen. Er wurde buchſtäblich zerquetſcht.
Zwiſchen den Stationen Schönwald und Mühlenbeck der
Reinickendorf=Liebenwalder Bahn wurden geſtern abend
von einem Zug der etwa 20jährige Willi Paslack aus
Schöneberg und das Dienſtmädchen Ottilie Kunzig
über=
fahren. Das Mädchen erlitt nur geringe Verletzungen,
während Paslack inzwiſchen im Krankenhaus verſtorben
iſt. Es liegt Selbſtmordverſuch vor.
Kaſſel, 13. Jan. (Entdeckung von
Wandge=
mälden.) Bei der Renovierung des Domes von
Fritzlar wurden verſchiedene koſtbare
Wandge=
mälde entdeckt, die vermutlich aus dem 14.
Jahrhun=
dert ſtammen.
Schwarzach (Amt Bühl), 13. Jan. (Brand.) Heute
morgen 3 Uhr brach in der Wirtſchaft zum „Kloſterhof”
Feuer aus, das das Gebäude und den anſtoßenden
Ge=
meindeſchuppen, in dem ſich die Spritzen befanden,
voll=
ſtändig in Aſche legte. Die Schule und das
Gemeinde=
haus waren längere Zeit ſtark gefährdet, doch gelang es
ſchließlich, das Feuer auf ſeinen Herd zu beſchränken.
Dresden 13. Jan. (Bei dem Einbruch) in das
Juweliergeſchäft Scharfenberg wurden außer Waren im
Werte von 60000 bis 80000 Mark auch das Duplikat der
golden en Amtskette des Dresdener
Oberbürger=
meiſters geſtohlen.
Langendreer 13. Jan. (Exploſion.) Heute mittag
explodierte das Dynamitlager der Firma Grümer in
Quarenburg. Drei Perſonen wurden getötet. Die
Urſache der Exploſion iſt unbekannt. Unterſuchung iſt
ein=
geleitet.
Kottbus, 13. Jan. (Hinrichtung.) Heute früh
wurde auf dem Hofe des Zentralgefängniſſes die Witwe
Minna Koeckeritz aus Drebkau, die am 28. Juni v. J.
vom Landgerichte in Kottbus wegen Ermordung des mit
ihr in wilder Ehe lebenden Arbeiters Karl Froehlich zum
Tode verurteilt worden war, durch den Scharfrichter
Schwietz aus Breslau hingerichtet.
Bern, 12. Jan. (Run auf die Spar= und
Leih=
kaſſe.) Durch einen Unbekannten wurde heute in Bern
das Gerücht verbreitet daß ſich die Spar= und Leihkaſſe
in einer kritiſchen Situation befände. Das Publikum
be=
lagerte während des ganzen Tages die Schalter. Die
Bank konnte allen Forderungen gerecht werden und zahlte
mit Hilfe der Nationalbank mehrere Millionen
aus. Der Verwaltungsrat der Bank erließ ſofort an die
Bevölkerung eine beruhigende Kundgebung und erſtattete
gegen den unbekannten Urheber des Gerüchts Strafanzeige
da die Situation der Bank durchaus vorzüglich iſt und zu
keinen Befürchtungen Anlaß gibt.
Peſt, 12. Jan. (Raubmord.) Am letzten
Sams=
tag wurde am Donau=Kai in einem Reiſekorb die
Leiche einer Frauensperſon gefunden, welche als
die 34 Jahre alte, in der Halbwelt unter dem Namen
„Magnatenelſa” bekannte Emilie Turcſanyi agnoſziert
wurde, die über viel Geld und wertvollen Schmuck
ver=
fügte. Die Polizei verhaftete bereits als Mörder zwei
Arbeiter ſowie die Haushälterin der Ermordeten, welche
geſtanden, daß ſie die Tureſanyi im Schlafe überfallen und
erwürgt haben. Die geraubten Schmuckgegenſtände wurden
vorgefunden.
In dem ſpät in der Nacht beendeten Verhör
ge=
ſtand die Haushälterin Roſa Kobori, daß ſie den
Tiſch=
lergehilfen Lang fälſchlich beſchuldigt habe. Der Mord
ſei ausſchließlich von dem ſtellungsloſen Bäckergehilfen
Nick ausgeführt worden. Dieſer erdroſſelte die Halbwelt=
lerin Tureſanyi im Bette mit einem Handtuch, während
ſie — die Haushälterin Kobori — das elektriſche Licht
abdrehte. Beim Morgengrauen packten beide die Leiche
in einen Reiſekorb und ſchleppten ihn an den Donaukai.
Von nahenden Schritten verſcheucht, ließen ſie den Korb
auf dem Kai ſtehen. Geraubt wurden nur
Schmuckgegen=
ſtände, welche die Tureſanyi am Leibe trug, während die
Juwelen und das Bargeld im Geldſchrank unberührt
blie=
ben. Die Haushälterin wollte dadurch ihre Erzählung,
daß die Tureſanyi während einer Reiſe verſchwunden ſei,
glaubwürdig machen.
Genua, 13. Jan. (Streik der Rechtsanwälte.)
Nach dem Vorbilde der Turiuer und Mailänder haben die
Rechtsanwälte Genuas beſchloſſen, von heute ab
wegen der unwürdigen Verhältniſſe in den Gerichtslokalen
und wegen des Richtermangels in den Streik zu treten.
Paris, 13. Jan. (Das plötzliche
Verſchwin=
den des Direktors der Breſter
Schießbaum=
wollefabrik), Cadiou, geſtaltet ſich zu einer
ſenſa=
tionellen Affäre. Die Familie des Verſchwundenen
hält nach wie vor an der Verſion eines Unglücksfalles feſt.
Der ehemalige Bürgermeiſter des Ortes, an dem ſich die
Schießbaumwollefabrik befindet, Leblanc, gab dagegen
Journaliſten gegenüber eine intereſſante Erklärung ab.
Er gab ſeiner Vermutung Ausdruck, daß Cadiou infolge
ſchlechten Geſchäftsganges die Flucht ergriffen habe. Der
Bürgermeiſter erklärte weiter, daß er vor einigen Jahren
von dem damaligen Kriegsminiſter Berteaux die Konzeſ
ſion zur Gründung einer Schießbaumwollefabrik erhielt,
der jedoch Cadiou aufs dringendſte aufforderte, deutſche
Ingenieure zu engagieren, da dieſe auf dem Gebiet
bedeu=
tend bewanderter ſeien als die franzöſiſchen. Die
Geſell=
ſchaft wurde infolgedeſſen zu zwei Dritteln mit
deut=
ſchem Kapital gegründet und zwei deutſche Herren
varen die Hauptaktionäre, und zwar die Herren Thiemig
aus Bühl und Falkmann aus Mannheim. Ein preußiſcher
Reſerveoffizier namens Preiß wurde Direktor. Nach den
Unglücksfällen auf den Panzerſchiffen Jena” und „
Li=
berté” und dem Pulverſkandal wurde jedoch der Fabrik
von dem Nachfolger Berteaux die Konzeſſion entzogen
obwohl ſie keinerlei Lieferung für die von den
Kataſtro=
phen betroffenen Schiffe ausgeführt hatte. Die deutſchen
Teilnehmer ſchieden daher aus der Geſellſchaft aus und
ſeit der Zeit ging das Geſchäft ſo ſchlecht, daß der
Direk=
tor Cadiou unmittelbar vor dem Bankerott ſtand.
Paris, 13. Jan. (Gegen den Tango.) Die
fran=
zöſiſche Geiſtlichkeit ſetzt ihren Kampf gegen den
unmora=
liſchen Tango fort. Die Biſchöfe von Verſailles und
Nancy veröffentlichten heute in der Semaine religieuſe
abermals ein Dekret, in dem ſie den Gläubigen ihrer
Ge=
meinden aufs ſtrengſte den Tangotanz unterſagen.
Chriſtiania, 13. Jan. (Große Kälte.) Seit
ge=
ſtern iſt hier eine Kälte eingezogen, wie ſie ſeit vielen
Jahren nicht beobachtet wurde. Im Inneren von Süd.=
Norwegen wurden geſtern 50 Grad Celſius verzeichnet.
Der Eiſenbahnverkehr erleidet mannigfache Störungen.
Neu=York, 13. Jan. (Praktiſcher
Kommunis=
mus.) Die Foraſche Automobilfabrik wurde von
ihren Arbeitern geſtürmt. Die Arbeiter wollen mit
10 Millionen an dem Ertrag der Fabrik partizipieren. Die
Menge wurde durch eine Feuerſpritze
auseinanderge=
trieben.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 13. Jan. Präſident Dr. Kaempf
er=
öffnet die Sitzung um 2 Uhr 17 Minuten mit einigen
Worten der Begrüßung und einem herzlichen Glückwunſch
zum neuen Jahre. Abgeordneter Graf von Mielzynski
hat ſein Mandat niedergelegt. Damit haben zwei
Schrei=
en des Reichskanzlers, betreffend die Verhaftung dieſes
Abgeordneten, ihre Erledigung gefunden.
Auf der Tagesordnung ſtehen
Petitionen.
Die Handelskammer Nürnberg bittet um
Aufnahme der Bleiſtiftinduſtrie unter diejenigen Gewerbe,
denen auf Grund des Geſetzes für den in ihren Betrieben
verwendeten, unvollſtändig vergälligten Branntwein eine
Steuerrückvergütung von 20 Mark pro Hektoliter Alkohol
gewährt wird. Die Petitionskommiſſion beantragt
Ueber=
weiſung zur Erwägung. — Abg. Nehbel (konſ.): Wir
beantragen, die Petition der Regierung als Material zu
berweiſen. Einige Jahre der Ruhe ſind auch hinſichtlich
dieſer Geſetzgebung notwendig. — Abg. Dr. Südekum
(Soz.): Es liegt kein Grund vor, die Bleiſtiftfabrikation
anders zu behandeln, als die im Geſetz vorgeſehenen
In=
duſtriezweige. Die Abſtimmung ergibt die Annahme des
Kommiſſionsantrages.
Es folgt eine Petition, betr. Gewährung des
aktiven und paſſiven Wahlrechts für
Frauen. Die Kommiſſion beantragt Ueberweiſung
zur Kenntnisnahme. — Abg. Dr. Cohn=Nordhauſen
(Soz.): Wir wünſchen, daß dieſe Petition der Regierung
zur Berückſichtigung überwieſen werde. Auf Grund
un=
ſeres Parteiprogramms wollen wir ſogar noch weiter
gehen als die Petition. Wir wollen allen männlichen und
weiblichen Bürgern vom 20. Lebensjahre ab das
unum=
ſchränkte Wahlrecht einräumen. Die erwerbstätigen
Frauen dürfen nicht vom politiſchen Leben ausgeſchloſſen
werden. — Abg. Dr. Bell (Zentr.): Wir begrüßen, daß
die Frauen heute ein weſentlich größeres Intereſſe für die
öffentlichen Vorgänge zeigen. Eine andere Frage iſt aber,
ob es zweckmäßig iſt, dieſe an ſich geſunde Bewegung durch
Verleihung des Stimmrechts zu ſtärken. So rückſtändig
iſt Deutſchland in dieſer Hinſicht nicht, als es die
Sozial=
demokratie immer hinſtellt. Durch geſetzgeberiſche und
verfaſſungswidrige Gewaltakte darf man aber politiſche
Rechte nicht herbeizuführen ſuchen. Heute ſchon einem
An=
trag auf Frauenſtimmrecht zuzuſtimmen, iſt einfach
un=
möglich. Was ſich für die Männerwelt allmählich
ent=
wickelt hat, kann man nicht von heute auf morgen für die
Frauen einführen. Heute iſt die Frage noch nicht
ſpruch=
reif. Radikalen Strömungen treten wir entgegen.
Des=
halb lehnen wir den ſozialdemokratiſchen Antrag ab, gehen
aber in Hinſicht auf den vernünftigen Teil der
Frauen=
bewegung nicht zur Tagesordnung über. — Abg. Gräfe=
Güſtrow (deutſch=konſ.): Auch wir wünſchen und freuen
uns, wenn unſere Frauen politiſches Intereſſe zeigen und
Gelegenheit finden, ſich über die verlogene Hetze in
ge=
wiſſen Preßorganen über den Fleiſch= und Brotwucher ein
ſelbſtändiges Urteil zu bilden. Die Erfahrungen in
an=
deren Ländern ermutigen uns nicht, den Frauen das
Stimmrecht zu verleihen. Wir ſtimmen offen und ehrlich
dagegen und beantragen Uebergang zur Tagesordnung.
Abg. Dr. Haas (Fortſchr. Vp.): Ein Teil meiner
Freunde meint, daß die Zeit für das Frauenſtimmrecht
noch nicht gekommen iſt. Dieſer Teil ſtimmt für den
Kom=
miſſionsantrag, die anderen für den ſozialdemokratiſchen
Antrag. Ich ſelber trete dem Antrage der Kommiſſion
bei. — Abg. Dr. Arendt (Reichsp.): Die Umwälzung
im politiſchen Leben wäre zu groß, als daß die
beſtehen=
den Zuſtände in dieſer Hinſicht im Handumdrehen geän=
dert werden könnten. Wir ſchließen uns dem Antrage
auf Uebergang zur Tagesordnung an. Nach weiterer
kur=
zer Debatte wird die Petition nach dem
Kommiſſions=
antrag der Regierung zur Kenntnisnahme überwieſen.
Es folgt eine Petition des Verbandes der
Männer=
vereine zur Bekämpfung der öffentlichen
Un=
ſittlichkeit in Köln auf Aenderung der
Poſtord=
nung über die Aushändigung nicht voll adreſſierter
poſt=
lagernder Sendungen nur gegen Vorzeigung einer
Poſt=
ausweiskarte. Abg. Dr. Marcour (Zentr.): Die
Reichspoſt darf ſich nicht dazu hergeben, unſittliche
Sen=
dungen an Minderjährige zu befördern. Selbſt das
un=
ſaubere Gewerbe des Mädchenhandels wird mit Hilfe der
poſtlagernden Sendungen betrieben. Folgen Sie
unſe=
rem Antrage, die Petition der Regierung zur
Berückſich=
tigung zu überweiſen. Tauſende von Männern wiſſen
Ihnen Dank. — Die Petition wird zur Berückſichtigung
überwieſen.
Es folgt eine Petition, betreffend Verhängung
des Militärverbots über ein Lokal in Burg bei
Magdeburg. Da das Verbot inzwiſchen rückgängig
ge=
macht worden iſt, beantragt die Kommiſſion Uebergang
zur Tagesordnung. Abg. Thiele (Soz.) berichtet über
die Verhandlungen der Kommiſſion und geht dabei auf
eine allgemeine Erörterung der Frage der Militärboykotte
ein. Er wird vom Vizepräſidenten Dove wiederholt
er=
mahnt, zur vorliegenden Petition zu ſprechen, die übrigen
Fälle aber beim Militäretat zu beſprechen. —
General=
major Wild von Hohenborn: Die Vorgänge liegen
zwei Jahre zurück, als Soldaten wegen
diſziplinſchädi=
genden Einflüſſen in dem betreffenden Lokal dieſes Lokal
verboten worden iſt. Es iſt unzutreffend, daß den
Sol=
daten wegen der politiſchen Geſinnung des Wirtes das
Lokal verboten worden iſt. Der Vorredner hatte aber kein
Recht. von militäriſcher Ueberhebung, Anmaßung und
Brutalität zu ſprechen. Wir wollen nicht wirtſchaftliche
Schädigungen herbeiführen. Das überlaſſen wir anderen
Leuten. (Beifall rechts.) — Abg. Thiele (Soz.): Worin
liegt die Begründung, daß in dem betreffenden Lokal die
Soldaten diſziplinſchädigenden Einflüſſen ausgeſetzt
ge=
weſen ſeien? — Generalmajor Wild von
Hohen=
born: Das zu beurteilen, iſt Sache der Lokalbehörde und
dieſe hat derart an uns berichtet. — Ueber die Petition
wird Uebergang zur Tagesordnung beſchloſſen.
Es folgen Petitionen, betreffend den
Wanderge=
werbebetrieb. Die Petitionskommiſſion beantoagt,
dieſe ſich mehrfach widerſprechenden Petitionen der
Regie=
rung als Material zu überweiſen. Abg. König (Soz.):
Durch eine Verſchärfung der geſetzlichen Beſtimmungen
würde nicht nur das Hauſiergewerbe vollſtändig
unter=
bunden werden, es würde dadurch auch ein Teil der
In=
duſtrie ſchwer geſchädigt werden. — Die Petitionen
wer=
den der Regierung als Material überwieſen. Darauf wird
die Sitzung vertagt. Schluß nach ¾6 Uhr. Nächſte
Sitz=
ung Mittwoch: Petitionen.
Preußiſches Abgeordnetenhaus.
* Berlin, 13. Jan. Auf der Tagesordnung ſteht
die erſte Beratung des Etats. Abg. Winckler
(konſ.) hielt eine Etatsrede, in der er heftige Angriffe
ge=
gen die Regierung vorbrachte. Er ſagte u. a.: Mit den
Ausführungen des Finanzminiſters über den
Wehrbei=
trag ſind wir im allgemeinen einverſtanden. Wir bitten
aber dringend, die Friſt zur Abgabe der
Vermögenserklä=
ung zu verlängern. Ein entſprechender ſchleuniger
ntrag wird auch im Reichstag eingebracht werden. Mit
den Ausführungen des Finanzminiſters über die
Beſitz=
ſteuer im Reichstag ſind wir nicht einverſtanden. Wir
ſtehen da geſchloſſen hinter unſerer Reichstagsfraktion und
mit uns auch weitere Bevölkerungskreiſe, die nicht direkt
zu uns gehören. Man hat eine Bahn beſchritten, die zu
einem gefährlichen Ziele führen muß. Das iſt der erſte
Schritt auf einem Weg, der noch ſchwere Folgen nach ſich
ziehen muß. Bedauerlich iſt die Paſſivität der Regierung,
die ruhia zuſieht, wie im Reichstag gewiſſe Kreiſe an der
Arbeit ſind, um die Rechte des Reichstages zu erweitern
ruf Koſten der Regierung, der moraliſchen Autorität Wir
ſehen kein Gegenwirken der Regierung
ge=
gen die ſozialdemokratiſche Agitation,
ge=
gen die Verhetzung in den gefährdeten Grenzgebieten des
Reiches, ſo daß dort die Bevölkerung immer mehr
deutſch=
feindlich wird. Eine ſtarke Reg’erung kann ſolche
unlieb=
ſamen Zuſtände meiſtern und zu einer Quelle der Erfolge
eſtalten. Wir bedauern, daß die Regierung ſo wenig=
Feſtigkeit gezeigt hat.
Reichskanzler von Bethmann Hollweg:
Ich möchte zunächſt einiges auf die Ausführungen des
Abg. Winckler erwidern. Der Abg. Winckler hat ſeine und
ſeiner Freunde abfällige Meinung über die Erklärung des
Staatsſekretärs des Innern über die
Arbeitsloſen=
verſicherung ausgeſprochen. Daß der Staatsſekretär
des Innern die Arbeitsloſenverſicherung für eine
ver=
hältnismäßig nahe Zeit oder überhaupt in ſichere
Aus=
ſicht geſtellt habe, beruht auf einer Verkennung ſeiner
Worte. Selbſt wenn man die Frage der
Arbeitsloſenver=
ſicherung rein akademiſch betrachtet, iſt ſie nicht
ſpruch=
reif. Ihre praktiſche Durchführung durch das Reich gilt
auch für abſehbare Zeit für unmöglich. Der Herr Vor= hat mir an mehreren Stellen ſeiner Rede den
Vor=
wurf der Paſſivität gemacht gegenüber der
Sozial=
demokratie, gegenüber den Zuſtänden an den
Gren=
zen des Reiches, bezüglich meiner Haltung zum
Reichstag uſw. Ueber meine Haltung zum Reichstage habe
ich vorigen Samstag im Herrenhauſe geſprochen. Gegen
allgemein gehaltene Vorwürfe der Paſſivität lege ich
Ver=
wahrung ein. Solche Vorwürfe müſſen im einzelnen
egründet werden. Ich gehe deshalb nur auf diejen’gen
Ausführungen des Vorredners ein, in denen er den Bes
weis für dieſe Vorwürfe zu erbringen verſucht. Was
iſt meine Kritik an der Reichsſteuergeſetzgebung des
vori=
gen Jahres?
Daß die Vermögenszuwachsſteuer eine Laſt
iſt, die von einzelnen Staaten ſchwer, ſehr ſchwer zu tras
gen iſt, darüber beſteht wohl nirgends ein Zweifel. Die
Frage iſt nur die, daß das Reich auf andere Weiſe ſeinen
Bedarf decken kann. Die reinliche Scheidung zwiſchen den
Finanzen des Reiches und denen der Einzelſtaaten war
gewiß ein ſehr ſchwieriges Unternehmen. Die Grenzlinie
iſt verletzt worden, als 1906 die Reichserbſchaftsſteuer ins
Leben trat. Auf eine retroſpekt’ve Kritik dieſes
Beſchluſ=
ſes, auf eine Würdigung der Gründe, welche die verbüng
eten Regierungen damals zu dieſen Maßregeln bewogen
haben, gehe ich nicht ein. Es liegt mir nur daran. dies
jenigen Herren, welche ſo ſcharfe Kritik an den Vorgängen
des Jahres 1913 üben, auf die geſchichtliche Entwickelung
der Dinge aufmerkſam zu machen, die zu der Situation
von 1913 geführt haben. Dann kam das Jahre 1908/1909
Bei dem außergewöhnlich hohen Geldbedarf des Reiches
alaubten die verbündeten Regierungen die erforderlichen
Mittel nicht lediglich aus indirekten Steuern Grausholen
zu können, ſondern den Beſitz treffen zu müſſen, und zwal
auf demſelben Gebiet, das bereits 1906 angeſchnitten
wor=
den war.
Die von den verbündeten Regierungen vorliegende
Ausdehnung der Erbſchaftsſteuer auf
Deſzenden=
ten und Aſzendenten fand keine Annahme im Reichstage.
Ich habe immer dieſen Wendepunkt der Dinge für einen
verhängnisvollen gehalten. (Lebhaftes Sehr richtig!) Auch
hierüber, meine Herren, enthalte ich mich jeglicher Kritik.
Die Parteien mögen noch ſo verſchieden die Beſteuerung
des Kindeserbes verurteilen und man kann unzweifelhaft
einer verſchiedenen Anſicht in dieſer Beziehung ſein, an
der Tatſache kommen wir nicht vorbei, daß die Ablehnung
der Erbſchaftsſteuer den Antrag auf Reichsbeſitzſteuern
verſtärkt und leider ſogleich verbittert hat. Dieſem
An=
trage haben ſich doch auch die Konſervativen im Reichstage
angeſchloſſen. Bekanntlich war in dieſer Beziehung bei
der Beratung des Antrages Baſſermann=Erzberger die
Anſicht der Konſervativen von der des Zentrums und der
Nationalliberalen weit verſchieden. Alſo eine
Verſchieden=
heit beſtand. Aber nach der Lex=Baſſermann=Erzberger
ſollte eine Beſteuerung des Beſitzes durch das Reich
er=
folgen, auch wenn das Reich keines neuen Geldes bedurfte.
Bei dieſer Situation waren doch die verbündeten
Regie=
rungen, als die Wehrvorlage des Jahres 1913 mit ihrem
enormen Geldbedarf kam, abſolut gezwungen, in erſter
Linie den Beſitz mit anzugreifen, ganz abgeſehen von den
übrigen Erwägungen, die auf denſelben Weg hinwieſen.
Nun, meine Herren, daß eine
Reichsvermögens=
oder Reichseinkommenſteuer unmöglich war,
das ſtand von vornherein feſt. Ich und der Herr
Reichs=
ſchatzſekretär haben uns über die Gründe, die gegen dieſe
Steuer ſprechen, im Reichstage ausdrücklich ausgeſprochen.
Ich habe mir im Jahre 1912 und 1913 alle erdenkliche
Mühe gegeben, die Gegner, die prinzipiellen Gegner der
Erbſchaftsſteuer von ihrem Widerſpruch abzubringen in.
Hinblick auf die nationalen Notwendigkeiten einer
um=
faſſenden Erbſchaftsſteuer. Dieſe meine Verſuche ſind
lei=
der fehlgeſchlagen.
Ich wollte bei der Vorlage der
Heeresver=
ſtärkung nicht den letzten Kampf wieder erneuern, der
zum Unheil unſeres Vaterlandes führte und der unſer
ganzes Volksleben jahrelang vergiftete. Deshalb ſind die
verbündeten Regierungen gezwungen geweſen zu einem
Ausweg und dieſen Ausweg fanden ſie in der Vorlage
einer Landesbeſitzſteuer, ſekundär in der
Reichsvermögens=
zuwachsſteuer. Dieſe Vorlage war für eine ganze Reihe
von Bundesſtaaten, darunter in allererſter Linie für
Preu=
ßen, durchaus zweckmäßig. Die Einzelſtaaten und auch
das Reich hatten ein eigenes Intereſſe daran, daß die
Steuern, welche auf die Einzelſtaaten gelegt wurden, für
das Reich abſolut geſichert waren. So iſt das
Ver=
mögenszuwachsſteuergeſetz in die Regierungsvorlage
hin=
eingekommen.
Meine Herren! Sie von der Rechten machen den
verhündeten Regierungen den Vorwurf, daß ſie ihre
Re=
gierungsvorlage nicht durchgeſetzt habe. Darauf
konzen=
trierten ſich die Hauptangriffe des Vorredners. Nun,
meine= Herren, wie haben ſich denn die Parteien des
Reichstags zu dieſer Regierungsvorlage geſtellt? Ich habe
ſeinerzeit in der konſervativen Preſſe mehrfach geleſen:
Ja, die Regierung hätte zugreifen ſollen; denn die
Regie=
rungsvorlage hätte im Reichstage eine durchaus
freund=
liche Aufnahme gefunden. Ich habe die ganz
entgegenge=
ſetzte Meinung. Wenn die Herren die Güte haben wollen,
die Verhandlungen des Reichstages in erſter Leſung über
die Deckungsvorlage nachzuleſen, dann werden ſie finden,
daß ſowohl die Nationalliberalen wie auch das Zentrum
bei der erſten Leſung die allerſchwerſten Bedenken gegen
die Regierungsvorlage erhoben haben. Die
Fortſchritt=
liche Volkspartei und die Sozialdemokratie lehnten
natür=
lich die Regierungsvorlage von vornherein ſchlankweg ab.
Wie haben ſich nun die Konſervativen in erſter Leſung
zur Regierungsvorlage geſtellt? Graf Weſtarp, der
Wort=
führer der konſervativen Partei, erklärte, daß ſeine
Freunde nicht einſehen könnten, warum noch eine
Beſitz=
ſteuer eingebracht würde. Er meinte, die Verpflichtung
der verbündeten Regierungen, die ſie bei der Lex
Baſſer=
mann=Erzberger eingegangen waren, ſei durch den
Wehr=
beitrag ganz eingelöſt. Das iſt eine Anſicht geweſen, zu
der man ſich im Bundesrat nicht hat bekennen können.
Nun habe ich dargelegt, daß für eine große Reihe von
Bundesſtaaten dieſes Sicherungsgeſetz eine abſolute
Not=
wendigkeit war und daß es ganz unmöglich war, die
Stimmen im Bundesrat für die Regierungsvorlage
über=
haupt zu gewinnen, wenn wir dieſe Sicherung nicht
aus=
geſprochen hätten, und dieſe Beſtimmung wurde uns von
den Konſervativen des Reichstages gleich im erſten
Mo=
tment für unannehmbar erklärt. Das war doch keine
freundliche Aufnahme des Geſetzes! Es ſtellte ſich heraus,
ldaß, vielleicht abgeſehen von der deutſchen Reichspartei,
kdie ſämtlichen Parteien die ſchwerſten Bedenken hatten
rund die Konſervativen das Stück herausſchnitten, das wir
runbedingt brauchten. Dieſe ablehnende Haltung des
Reichstages hat ſich im Laufe der weiteren Verhandlungen
tverſchärft, und zwar ſo, daß die Konſervativen im
Reichs=
ſtag ihren Widerſpruch langſam abgeſchwächt haben. Die
Konſervativen haben aber dann immer noch die weitere
Bedingung geſtellt, daß aus dem Beſitzſteuergeſetz die
Be=
ſſteuerung des Kindeserbes unter allen Umſtänden
heraus=
gelaſſen werden muß. Wenn das der Fall war, war das
Sicherungsgeſetz für diejenigen Bundesſtaaten, die es
brauchten, inhaltlos. Das ſind die Fragen, die wir im
Bundesrat ſeinerzeit ſehr ausführlich erörtert haben. Ein
Sicherungsgeſetz mit Ausſchluß des Kindeserbes, das
bedeutet nichts. Alſo auch im letzten kritiſchen Moment
haben die Herren Konſervativen des Reichstages der
Re=
gierung nicht diejenige Unterſtützung zuteil werden laſſen,
wwelche es jetzt rechtfertigen könnte, zu ſagen: Regierung,
Ou hätteſt nur feſt zugreifen müſſen, dann hätteſt du alles
Hekommen. Jedenfalls iſt die preußiſche Regierung und
Der Bundesrat der Anſicht geweſen, daß die
Regierungs=
vorlage — leider — nicht durchzubringen war. Ich bitte
auch, zu bedenken, wie die allgemeine politiſche Situation
vamals war. Die Annahme der Wehrvorlage
rvar geſichert, wenn gleichzeitig eine Einigung über die
Deckung erfolgte. Die Durchführung der Wehrvorlage
konnte nicht hinausgeſchoben werden. Dafür hätte ich nun
und nimmer die Verantwortung tragen können. Deshalb
mußte, das iſt keine Kapitulation, es mußte eine
Eini=
gung über die Deckungsvorlage und ein Kompromiß
er=
ſolgen. Ich habe meine Pflicht getan. Hier ſollte ich mir
die Wehrvorlage nehmen laſſen, weil Sie ſich nicht über
deie Steuern einigen konnten? Sollte ich in der Situation,
in der ſich das Reich damals befand, und immer befinden
wird, daß es eine geſamte Wehrmacht zur Hand haben
muß, um ſich zu verteidigen, ſollte ich in dieſem Moment
ſagen: Ich nehme alle die Gefahren der Zukunft auf
mich, ich kann mich über die Deckungsvorlage nicht
eini=
gen! Es lag eine Zwangslage vor und nicht aus
Nach=
giebigkeit gegen das Parlament, nicht aus reiner Sucht,
zu kapitulieren, nicht aus Paſſivität haben ſich die
ver=
bündeten Regierungen damit einverſtanden erklärt, die
Vermögenszuwachsſteuer anzunehmen, ſondern lediglich
ſen Gefühl ihrer ſchweren und ernſten Verantwortung
ge=
genüber dem Reiche.
Es liegt ganz klar auf der Hand, im Intereſſe der
Einzelſtaaten beklage auch ich dieſe
Vermögenszuwachs=
ſteuer, aber ich habe es für ein nobile okfieium gehalten,
auch die ſchwerſten Opfer auf mich zu nehmen, wenn es
notwendig ſei, um die Stärke und Unabhängigkeit der
Na=
tion zu verbürgen.
Abg. Herold (Zentr.): Der Wehrbeitrag war durch
die außerordentlichen Umſtände notwendig, aber eine
Wie=
derholung darf nicht eintreten. Meine politiſchen Freunde
waren mit der Beſteuerung des Beſitzes einverſtanden, aber
über dem Wege der Einzelſtaaten. Da aber das
Kompromiß inzwiſchen fertig geworden war, ſo blieb uns
nichts anderes übrig, als ihm zuzuſtimmen — Abg.
Röchling (natl.) kommt auf den Zaberner Fall
zu ſprechen. In den Grenzlanden gilt es als Sport bei
Sonntagsvergnügen, den größten Staat geringſchätzig zu
behandeln. Es iſt ſehr bedenklich, daß ſchon das Singen
des Preußenliedes als Provokation bezeichnet wird. Die
Behörden erfaſſen das Uebel nicht an der Wurzel.
Die=
ſelbe Bevölkerung, dieſelben Beamten, die die Verhöhnung
der Soldaten als Kleinigkeit bezeichnen, nehmen es übel,
wenn das gereizte Militär die Wiederherſtellung der
Ord=
nung ſelbſt in die Hand nimmt. (Zurufe ſeitens der
So=
zialdemokraten.) Es handelt ſich hierbei um die
Verteidi=
gung des Rockes des Königs und des Offizierkorps. (
Zu=
ruf des Abg. Liebknecht: Das war aber ungeſetzlich!)
Vizepräſident Dr. Porſch: Ich bitte den Abg.
Lieb=
knecht, dieſe Zwiſchenrufe zu unterlaſſen. — Abg. Dr.
Liebknecht: Dann ſoll der Redner aber nicht ſo
pro=
vozieren. Große Heiterkeit.) — Abg. Röchling ſchließt:
Die Hauptſchuld liegt an der Zivilverwaltung. (Sehr
richtig!) Wir haben die Haltung des Reichskanzlers in
dieſer Frage im Reichstage bedauert und wir haben
des=
wegen dem Mißtrauensvotum zugeſtimmt. (Heiterkeit.)
Wir wollen das Anſehen der Armee im Deutſchen Reiche
gewahrt wiſſen.
Miniſterpräſident Dr. v. Bethmann=Hollweg:
Meine Herren! Der Vorredner hat am Schluſſe ſeiner
Ausführungen über Erſcheinungen geſprochen, welche im
Reichslande aufgetreten ſind, über die Vorgänge in
Zabern. Er hat ſeine Berechtigung, dieſe Angelegenheit in
dieſem Hauſe zu erörtern, daraus hergeleitet, daß es ſich um
das Reichsland handelt und daß infolgedeſſen jeder
Bun=
desſtaat ein Intereſſe daran hat, wie es dort ſteht. Ich
will nicht beſtreiten, daß unter dieſem Geſichtspunkt eine
Erörterung und Beſprechung von Mißſtänden einzelner
Art, wie es der Vorredner getan hat, hergenommen
wer=
den kann und ebenſo habe ich volles Verſtändnis dafür,
daß das Empfinden jedes Preußen ſehr ſcharf und
unan=
genehm berührt worden iſt durch manches, was dort
vor=
gefallen iſt. Aber, meine Herren, ich kann es nicht für
zu=
läſſig erachten, daß mein Verhalten im Reichstage bei der
Behandlung der Zaberner Angelegenheit hier zum
Gegen=
ſtand der Kritik gemacht wird. (Sehr richtig! rechts.) Ich
bin dort nicht als preußiſcher Miniſterpräſident, ſondern
als Reichskanzler aufgetreten und die Kritik gab ich als
Reichskanzler, nicht in meiner Eigenſchaft als
ſtimmführen=
der Bundesratsbevollmächtigter Preußens, nicht in meiner
Eigenſchaft als Miniſterpräſident. Eine Kritik über das,
was ich dort geſagt habe, kann nur im Reichstage geübt
werden, und die Kritik über dies mein Auftreten als
Reichskanzler kann ich in dieſem Hauſe nicht annehmen.
Meine Herren! Der Vorredner hat in dieſer Beziehung
ein paar Worte geſprochen, gegen die ich trotzdem
Verwah=
rung einlegen muß, weil ich ſie für unrichtig halte. Ich
habe im Reichstag geſagt, als ich die Zaberner
Angelegen=
heit dargeſtellt habe, ich ſtütze mich bezüglich der Vorgänge
am 28. November auf die Meldungen des Militärs. Ich
habe danach die Situation dargeſtellt und ich habe
ausge=
führt, wie das Militär zum Einſchreiten gekommen iſt,
weil es der Anſicht war, daß das Zivil verſagt habe. Ich
habe aber hinzugefügt, die Berichte der Zivilbehörde
wi=
derſprächen dieſer Auffaſſung des Militärs, und wer von
dieſen recht hat, wiſſe ich nicht und würde ich vielleicht auch
nie wiſſen können. Nun, meine Herren, ſagt der Vorredner,
das wäre eine Haltung, die der Stellung eines
Staats=
mannes unwürdig ſei. Meine Herren! Wiſſen Sie, haben
Sie gewußt, die Herren, die ſich beteiligt haben — nicht
der Vorredner, ſondern ſeine Freunde im Reichstag — die
ſich beteiligt haben an dieſem Votum (Heiterkeit), haben
denn dieſe Herren, die das Votum abgegeben haben,
ge=
wußt, ob das Militär oder das Zivil in ſeiner Auffaſſung
recht hat und recht behalten wird? Haben Sie denn nicht
die Verhandlungen jetzt in Straßburg geleſen? Haben
Sie nicht den Eindruck gehabt, daß die Herren, die damals
der Anſicht waren, daß das Zivil recht habe, und daß
die Soldateska herrſche, eines Beſſeren belehrt worden
ſind? (Sehr richtig! rechts.) Ich weiß ſchon, daß die
Freunde des Vorredners zum Teil eines Beſſeren belehrt
worden ſind. (Heiterkeit.) Aber wenn man meint, daß
mit dieſer Kritik ich nicht ſtaatsmänniſch gehandelt hätte,
als ich das ſagte, ſo nennen Sie mir doch den
Staats=
mann, der am 3. und 4. Dezember genau wiſſen konnte,
wie ſich die Dinge abgeſpielt haben, ob das Zivil verſagt
hat oder nicht. Es gibt keinen. (Bewegung.) Wenn Sie
aber aus dieſer Darſtellung der Situation Ihre
Begrün=
dung für das Votum herleiten wollen, dann, meine Herren,
wollen Sie es im Reichstage tun. (Heiterkeit rechts.)
Ebenſo bin ich der Anſicht, daß meine Haltung als
Reichs=
kanzler nicht der Kritik des Abgeordnetenhauſes
unter=
liegt. So unterliegt auch nicht die Haltung der
Ver=
waltungsbehörden von Elſaß=Lothringen derjenigen
Kri=
tik, die der Vorredner an die Tätigkeit der
Verwaltungs=
behörden angelegt hat. (Sehr richtig! rechts.) Auch dies
iſt ein Gegenſtand, über den ich nur im Reichstage ſpreche.
(Beifall rechts.) Ich bitte dringend, verſchieben Sie doch
die Kompetenzen nicht, zumal nicht in einer ſolchen Frage
ſo hochpolitiſcher Natur wie der Zaberner Fall.
Das eine will ich noch hinzufügen, um auch die
Kom=
petenzgrenze noch einmal feſtzuſtellen. Es iſt zuzugeben,
daß die Vorgänge in Elſaß=Lothringen eine
ſehr ernſte Sorge der Regierung bilden und daß es eine
ernſte Sorge iſt, um dieſen Vorgängen in Zukunft zu
ſteuern. (Lebhafter Beifall.)
Zu der braunſchweigiſchen Frage ſagte der
Reichskanzler: Ich bin von Seiner Königlichen
Hoheit dem regierenden Herzog von
Braunſchweig ermächtigt, vor dieſem Hauſe
und=
vor dem ganzen Lande feſtzuſtellen, daß jede Berufung
auf den Herzog zur Betätigung der Beſtrebungen der
deutſch=hannoverſchen Partei nicht nur dem Willen Seiner
Königlichen Hoheit nicht entſpricht, ſondern dieſem Willen
direkt widerſpricht. (Lebhafter Beifall auf allen
Seiten.) Dieſe Willensmeinung des regierenden Herzogs
iſt ſo bündig und ſo unmißverſtändlich, daß, wenn
Mit=
glieder der deutſch=hannoverſchen Partei fortfahren
woll=
ten, den Herzog für ſich in Anſpruch zu nehmen,
jeder=
mann wiſſen wird, was davon zu halten iſt. Für den
Her=
zog ſind derartige Verſuche, wenn ſie noch fortgeſetzt
wer=
den ſollten, mit ſeiner Erklärung ein= für
alle=
mal abgetan. (Lebhafter Beifall.) Weiter ſagte der
Reichskanzler: Neben den beſonnenen und ruhigen
Ele=
menten (in der deutſch=hannoverſchen Partei) gibt es auch
ſolche, die unbelehrbar ſind und mit ihrer Aaitationsluſt
unbelehrbar ſein wollen. (Sehr richtig! bei den
Natio=
alliberalen.) Mit dieſen Elementen haben wir zu
rech=
nen. Aber, meine Herren, ich glaube wirklich, daß ich die
Ticherheit des preußiſchen Staates nicht gefährde, wenn
ich der Anſicht Ausdruck gebe, daß man die Bedeutung
ieſer Elemente nicht höher einſchätzen ſoll, als ſie in
Wirklichkeit iſt. Das, meine Herren, iſt im Verlauf der
letzten Monate in einem Teil der Preſſe
unzwei=
felhaft geſchehen und ich habe den feſten Eindruck, daß
gerade durch dieſe Uebertreibungen der
Be=
deutung der welfiſchen Umtriebe das
Selbſtbewußtſein und die Agitationsluſt der
un=
verſöhnlichen Elemente geſteigert worden ſind. Meine
Herren! Wenn einzelne Mitglieder der Partei ſich
tatſäch=
lich in ſtaatsfeindlichem Sinne betätigen ſollten, ſo wird
ſelbſtverſtändlich die preußiſche Staatsregierung mit aller
Energie einſchreiten, wie wir es bisher getan haben
Die elſaß=Jothringiſche Kammer
und die Zaberner Vorgänge.
* Straßburg, 13. Jan. Bei dicht beſetzten
Tri=
bünen verhandelte die Zweite Kammer des
elſaß=
lothringiſchen Landtags über die von allen
Parteien eingebrachten Interpellationen, betr.
Zabern. Präſident Dr. Ricklin eröffnete die Sitzung
um 3,20 Uhr. Am Regierungstiſch hat die geſamte
Re=
gierung Platz genommen.
Abg. Knöpfler führte zur Begründung aus,
es beſtehe in Deutſchland eine allmächtige Militärpartei,
die mit allen Mitteln eine friedliche und ruhige
Ent=
wickelung in Elſaß=Lothringen zu verhindern ſuche. Dieſe
Militärpartei habe in Zabern ein Glanzſtück geleiſtet. Was
hat nun die Zaberner Bevölkerung getan? Sie hat dem
Leutnant, der das ganze elſaß=lothringiſche Volk
belei=
digte, deutlich zu verſtehen gegeben, daß er von der
Bild=
fläche verſchwinden ſoll. (Zuſtimmung.) Der Oberſt aber
ſagte nein, jetzt erſt recht nicht. In dieſer ſchweren Zeit
habe die Zaberner Bevölkerung eine würdige und ruhige
Haltung an den Tag gelegt, wie ſie unter ähnlichen
Um=
ſtänden keine andere deutſche Stadt gezeigt hätte. (
Bei=
fall.) Die Angriffe des Berliner Polizeipräſidenten gegen
das elſaß=lothringiſche Volk weiſen wir auf das
entſchie=
denſte zurück. (Lebhafter Beifall.) Die ganze Affäre
wurde durch Leutnant von Forſtner ins Rollen gebracht.
War es nicht da Pflicht des Militärs, ſeinerſeits Ruhe
zu ſchaffen, wo es doch die Mittel dazu in der Hand
hatte. Man hat aber nicht einmal in den Bereich der
Mög=
lichkeit gezogen, daß ſich der Leutnant für die den Elſaß=
Lothringern zugefügte Kränkung entſchuldigte. An dem
mangelnden Zuſammenwirken zwiſchen
dem Kreisdirektor und dem Oberſten war
der letztere ſchuld. Er hat die Zivilverwaltung
vollſtändig ignoriert. Und nun die
Gerichtsver=
handlung! Alle Begriffe von Recht und Geſetz ſind über
den Haufen geworfen worden. (Zuſtimmung.) Wie ganz
anders iſt die Verhandlung gegen die drei Rekruten
ver=
laufen. Der Sieg der Militärpartei bedeutet eine kaum
überſehbare Niederlage des deutſchen Vaterlandes. Wie
viel Kulturwerte ſind mit einmal zerſchlagen und
vernich=
tet worden! Neben dem deutſchen Volke muß uns ein
Kampfgenoſſe erſtehen in der elſaß=lothringiſchen
Regie=
rung. (Zurufe und Lachen.) Wir hoffen, daß die
Vor=
gänge in Zabern und die Urteilsfällung des Kriegsgerichts
Sie eines beſſeren belehrt und daß Sie erkannt haben, daß
Ihre Exiſtenz auf dem Spiele ſteht. Redner nimmt den
Kreisdirektor Mahl in Schutz, der ſeine Pflicht voll erfüllt
habe. Dieſer Beamte ſei vom Gericht in unglaublicher
Art und Weiſe behandelt worden. Es ſcheint, daß vor
einem Kriegsgericht elſaß=lothringiſche Beamte vogelfrei
ſind. Die Regierung würde unverantwortlich handeln,
würde ſie der Militärpartei nachgeben, die das ganze
deutſche Volk gegen ſich aufgebracht habe. Ich bin aber
andererſeits überzeugt, daß die Regierung der mächtigen
Militärvartei nicht gewachſen iſt. (Zurufe: Sehr richtig!)
Zum Schluß brachte der Redner einen Beſchluß des
Zaberner Gemeinderats zur Kenntnis des
In=
halts: Der Gemeinderat in außerordentlicher Sitzung vom
12. Januar 1914 ſpricht dem Kreisdirektor Mahl den
Dank der Bevölkeruna für ſein entſchloſſenes und
maß=
volles und den Verhältniſſen entſprechendes Verhalten
aus. Er ſtellt ausdrücklich feſt, daß die berechtigte
Er=
regung der Bevölkerung verurſacht wurde dadurch, daß
eine hinreichende raſche Sühne für die Beleidigung, wie
ſie Leutnant von Forſtner getan hat, nicht gegeben wurde.
Das Eingreifen des Militärs war ungerechtfertigt und
unberechtigt. Vor dem haben keine Aufläufe
ſtattgefun=
den. Nur der guten Haltung der Zivilbevölkerung iſt
es zu danken, daß nicht geſchoſſen wurde. (Lebhafter
Beifall.)
Aba. Weber (Elſaß=Lothringer): Das Militär wollte
unter keinen Umſtänden nachgeben. Wir ſind keine
Geg=
ner des Heeres, bekämpfen aber auf das entſchiedenſte den
verfaſſungsloſen weltfremden Militarismus, der in
Za=
bern in die Erſcheinung trat. Die Militärgerichte ſind
eine Inſtitution, die dem modernen Rechtsbewußtſein
nicht entſpricht. Nur der Kaiſer kann uns noch helfen,
vorausgeſetzt, daß er richtia informiert wird. — Abg.
Ims (Soz.): Geſetz und Moral wurden mit Füßen
ge=
treten, während Offiziere hohnlachend beleidigen durften.
Zabern iſt ein Merkmal der Schande und bedeutet den
Triumph einer kriegslüſternen Soldateska. Ich klage die
Regierung an, daß ſie ihre Pflicht und Schuldigkeit nicht
getan hat. Die Einmiſchung des Kronprinzen in die
tief=
einſchneidenden Bedürfniſſe des Volkes müſſen wir
zurück=
weiſen Dort im Lande überall liegen die Garantien
zerſchlagen. Dieſe Verhandlung iſt ein Fauſtſchlag in das
Rechtsempfinden, eine Prämie für ein zukünftiges Zabern.
— Aba. Burger (natl.) wendet ſich gegen den Verſuch,
der konſervativen Preſſe die Schuld an den Zaberner
Vor=
gängen zu unterſchieben. Eine ſchwere Beleidigung des
elſaß=lothringiſchen Volkes habe bis auf den heutigen Tag
eine Sühne nicht gefunden. Das ganze Land werde dem
Reichstag Dank dafür wiſſen, daß er ſich ſo warm ſeiner
Sache angenommen hat. Es wäre ſo leicht geweſen, die
Hand zur Verſöhnung zu bieten. Dem Kreisdirektor Mahl
ſei nicht das geringſte vorzuwerfen. Es ſeien in Zabern
ſeitens des Militärs eklatante Geſetzesverletzungen
vorge=
kommen. Gegenüber den reaktionären Machenſchaften
müſ=
ſen wir betonen, daß gerade aus den Zaberner Vorkällen
eine Erweiterung unſerer Verfaſſung, und eine Stärkung
der Rechte des Statthalters kommen müſſen Es
unter=
liegt keinem Zweifel, daß das Preſtige der Regierung
einen ſchweren Stoß erlitten hat. Weshalb hat dann nicht
der elſaß=lothringiſche Vertreter im Bundesrat und im
Reichstag geſprochen, wenn er etwa anderer Anſicht
ge=
weſen wäre? (Zuruf: Mandel durfte nicht ſprechen.)
Staatsſekretär Freiherr Zorn von Bulach
gab hierauf eine Erklärung ab. in der er zunächſt daran
er=
innerte, wie ſeinerzeit unbedachte Worte eines jungen
Offiziers, der ſich der Tragweite ſeiner nicht für die
Oeffentlichkeit beſtimmten Aeußerungen zunächſt wohl
kaum bewußt geweſen ſei, bei der Bevölkerung aber eine
ſtarke Erregung erzeugt hatte und die dieſe durch die
leidenſchaftliche Sprache eines Teils der Preſſe als eine
Beleidigung des ganzen Volksſtammes hinſtellte, noch
er=
höht wurde. Irrtümlicherweiſe habe die Bevölkerung
da=
mals angenommen, daß jene beleidigenden Aeußerungen
ohne Sühne bleiben werden. Der Staatsſekretär gibt dann
die Entwickelungsphaſen der bekannten Vorgänge in
Zabern in kurzen Worten wieder und konſtatierte, daß im
erſten Stadium, in den Tagen vom 8. bis 11. November,
tätliche Beleidigungen oder grobe Ausſchreitungen nicht zu
verzeichnen waren; daß damals nach Offizieren Steine
ge=
worfen wurden, ſei der Regierung nicht gemeldet geweſen
und erſt jetzt durch die kriegsgerichtliche Verhandlung
er=
wieſen worden. Die Zaberner Zivilbehörden
hätten damals ſeitens der Regierung die ſtrenge Weiſung
erhalten, unter allen Umſtänden mit den zur Verfügung
ſtehenden Polizeikräften für die Aufrechterhaltung von
Ruhe und Ordnung zu ſorgen, das Militär gegen
Beleidi=
gungen zu ſchützen und im Notfalle die bewaffnete Macht
zu requirieren, wie es geſetzlich vorgeſehen. Die
Regie=
rung ſei in dem erſten Stadium der bedauerlichen
Vor=
gänge einer Situation gegenübergeſtanden, die ein
direk=
tes Einſchreiten ihrerſeits, ſoweit es ſich nicht um die
Unterdrückung der Unruhen handelte, ausſchloß. Daß der
Leutnant von Forſtner die Bevölkerung Elſaß=
Lothrin=
gens habe beleidigen wollen, wurde von dem
General=
kommando durch öffentliche Erklärung in der Preſſe in
Abrede geſtellt. Im übrigen ſtand der Leutnant unter der
Diſziplinargewalt ſeiner Vorgeſetzten, bezw. unter der
Militärgerichtsbarkeit, und dieſer allein fiel die Ahndung
einer etwaigen Verfehlung des Offiziers zu. Jede
Ein=
miſchung der Regierung in dieſe Angelegenheit würde
da=
her auch als ein unberechtigtes Eingreifen in das
militä=
riſche Kompetenzgebiet zurückgewieſen worden ſein. Die
Regierung ſei damals der Behauptung entgegengetreten,
daß die Zivilbehörden verſagt hätten, daß tatſächlich die
denſelben zur Verfügung ſtehenden Polizeikräfte
ausge=
reicht hätten, Unruhen zu verhindern. Auch der
Anklage=
vertreter in dem kriegsgerichtlichen Verfahren gegen Oberſt
von Reuter habe die damaligen Maßnahmen des
Kreis=
direktors als genügend anerkannt, unter der
Voraus=
ſetzung freilich, daß eine Kontrolle über die
Polizei=
organe dahin auszuüben war, ob ſie auch ihre Pflicht
täten. Scharf verurteilte der
Staatsſekre=
tär, daß ein Teil der Bevölkerung Zaberns — auch wenn
ſie ſich heute beleidigt glaubte — ſich zu lärmenden
Straßenkundgebungen und unflätigen
Beſchimp=
fungen von Offizieren habe hinreißen laſſen. Dem
An=
ſehen und der Pflicht der Bevölkerung würde es
entſpro=
chen haben, wenn ſie den öffentlichen Aufforderungen des
Bürgermeiſters und des Kreisdirektors gefolgt wäre,
welche wiederholt vor Ruheſtörungen dringend gewarnt
haben. Die Frage, ob ein ſofortiges Eingreifen der
mili=
täriſchen Vorgeſetzten durch Beurlaubung oder Verſetzung
des Leutnants von Forſtner nicht am wirkſamſten zur
Be=
ruhigung geführt hätte, iſt durch die Zivilbehörden nicht
zu entſcheiden geweſen. Der Staatsſekretär ſtellt dann
feſt, daß die Durchführung weiterer Maßnahmen nach
den Vorgängen des 28. und 29. Novembers bis zum
Ab=
ſchluß des anhängigen kriegsgerichtlichen Verfahrens, dem
die Feſtſtellung der Verantwortlichkeit geſetzlich in erſter
Linie zufiel, hätten zurückgeſtellt werden müſſen. In
wei=
teren Beziehungen nähere Auskunft zu geben, ſei die
Re=
gierung nicht in der Lage. Inzwiſchen habe das
Kriegs=
gericht geſprochen, und dieſe Entſcheidung — auch wenn
ſie noch nicht rechtskräftig ſei — habe die Regierung wie
jeden Rechtsſpruch zu achten. Die Regierung halte es
in=
deſſen für ihre Pflicht, bei dieſem Anlaß
ausdrück=
lich zu konſtatieren, daß in Zabern Militär und
Bürger=
ſchaft ſtets in gutem Einvernehmen lebten, Militär= und
Zivilbehörden freundliche Beziehungen unterhielten und
daß die wörtlichen Beſchimpfungen ſich urſprünglich nur
gegen Leutnant von Forſtner richteten. Durch die
ein=
geleitete Unterſuchung würde feſtzuſtellen ſein, ob auf
ſeiten der lokalen Zivilorgane Unterlaſſungen oder
Ver=
fehlungen vorgekommen ſind.
Die Annahme, daß eine Abneigung gegen das
Militär ſelbſt die Triebfeder der Demonſtrationen
ge=
bildet habe, müſſe mit aller Entſchiedenheit
zurückge=
wieſen werden; ebenſo müſſe die Regierung — gewiß
im Sinne der großen Mehrheit der Bevölkerung — jeden
Verſuch, aus den bedauerlichen Vorfällen in Zabern
An=
griffspunkte gegen die Armee zu konſtatieren und dieſe
für die einzelnen Vorkommniſſe verantwortlich zu machen,
als irreleitend brandmarken. Die Armee, in der viele
Tauſende elſaß=lothringiſcher Landeskinder als tüchtige
Soldaten mit Stolz gedient haben und dienen, iſt kein
Fremdkörper, ſondern Fleiſch vom Fleiſche des Volkes,
und die Regierung iſt überzeugt, daß ſie dem ſtets
bewähr=
ten militäriſchen Empfinden der Söhne unſeres Volkes
richtigen Ausdruck gibt, wenn ſie ſagt, daß dieſelben eine
Beſchimpfung des Ehrenkleides, das ſie ſelbſt einſt
getra=
gen, weit von ſich weiſen, und deshalb können und dürfen
die aus beiderſeitiger momentaner Erregung
entſprunge=
nen bedauerlichen Vorfälle in Zabern die bisherigen
guten Beziehungen zwiſchen Militär= und
Zivilbevölke=
rung nicht trüben. Die Armee iſt der Fels, auf dem die
Macht und die Größe des Reiches ruht, und wer an ihr
rüttelt, vergeht ſich gegen das Vaterland und deſſen
Sicher=
heit.
Freiherr Zorn von Bulach ſchloß dann ſeine
Ausfüh=
rungen mit den Worten: Der Regierung ſind aus ihrem
anfänglichen Schweigen Vorwürfe gemacht worden, als
hätte ſie die ihr vom Kaiſer anvertraute und von ihr als
heilige Pflicht übernommene Wahrung der Intereſſen des
Landes außer Augen gelaſſen. Es erſcheint unzuläſſig, in
Kompetenzfragen, deren Entſcheidung nicht vor das eigene
Forum gehört, öffentlich Stellung zu nehmen. Mit dem
Generalkommando des 15. Armeekorps hat die Regierung
in dauernder Fühlung geſtanden. Sie hat ohne Verzug
die Schritte getan, die allein zur Feſtſtellung
vorgekom=
mener Verfehlungen und deren Sühne führen konnten. Im
übrigen würde die Regierung nicht einen Tag zögern,
ihren Platz zu räumen, wenn die volle Gewähr für die
ſtrenge Wahrung ihrer verfaſſungsmäßigen Zuſtändigkeit
nicht gegeben wäre.
Der Abg. Hauß beantragte die Beſprechung
der Interpellation, die auf morgen nachmittag
3 Uhr vertagt wurde. — Schluß 6½ Uhr.
Zuſammentritt des norwegiſchen
Storthings.
* Kriſtiania, 13. Jan. Der König eröffnete
die Storthingtagung mit einer Thronrede, in
der zunächſt auf die reichen Erinnerungen hingewieſen
wpird, die das Jahr 1914 für Norwegen bringt. Jetzt ſeien
hundert Jahre verfloſſen, ſeit das norwegiſche Volk ſeine
freie Verfaſſung erkämpft habe, in deren Gefolge es auf
al=
lein kulturellen und materiellen Gebieten größere
Fortſchritte zu verzeichnen hatte, als je vorher in
inem entſprechenden Zeitraum. Es hatte in dieſen hun=
dert Jahren ununterbrochen Frieden, und die Bezie
hungen des Landes zu den fremden
Mäch=
ten ſeien andauernd freundſchaftlich. Die
Ver=
hältniſſe auf Spitzbergen ſeien beſtändig Gegenſtand
von Erörterungen mit den übrigen intereſſierten Mächten.
Die neue Konferenz, die in dem 1912 unterzeichneten
Schlußprotokoll angekündigt worden ſei, habe noch nicht
abgehalten werden können. Die Thronrede kündigt dann
eine Reihe neuer Geſetzentwürfe an, darunter
ſolche, betreffend die Errichtung eines Anleihefonds für
Handwerker, und eines Handelsrats, Geſetze über die Re
gulierungen der Waſſerfälle, Abänderungen des
Konzeſ=
ſionsgeſetzes ein Geſetz über die Fürſorge für uneheliche
Kinder und über das Verhältnis zwiſchen Eltern und
Kin=
dern und die Reviſion des Arbeiterwohnungs=Geſetzes.
Die Kredite für Heer und Flotte ſollen
erhöht werden. Es wird vorgeſchlagen, die Dienſt
zeit der Wehrpflichtigen zur See von ſechs auf zwölf
Mo=
nate zu erhöhen, während die Frage der Verlängerung der
Uebungszeit der Armee zurückgeſtellt wird, damit ſie
zu=
nächſt mit anderen wichtigen Verteidigungsfragen von
einer zivilen Verteidigungskommiſſion erörtert werde
Die Beratungen über die Invaliden= und Altersverſiche
rung ſeien dem Abſchluß nahe.
Gerichtszeitung.
Prozeß Hopf.
* Frankfurt, 13. Jan. Zum Schluß der geſtrigen
Vernehmung rekapitulierte der Vorſitzende: Ihr Vater hat
Offenbacher Waſſer getrunken das arſenhaltig iſt, das
Kind Richter haben Sie als Leiche mit Arſen behander,
ebenſo die Leiche Ihres ehelichen Kindes. Die erſte Frau
hat Arſen als Schönheitsmittel gebraucht, die zweite Frau
hat eine Arſenkur durchgemacht, der dritten Frau haben
Sie Arſen zu Verſuchszwecken gegeben und Ihre Mutter
hatte Arſenik für ihren Hund zue Verfügung und aus
Verſehen davon getrunken. Iſt es denn überhaupt
mög=
lich, daß in einer Familie ſo viel Arſenik verbraucht wird?
Der Angeklagte ſchweigt.
Heute begannen die Zeugenvernehmungen.
Zuerſt wird das Sexualleben des Angeklagten unter
Aus=
ſchluß der Oeffentlichkeit beſprochen und einige Proſtituierte
werden vernommen. Nach Wiederherſtellung der
Oeffent=
lichkeit wird Polizeiinſpektor v. Salomon
ver=
nommen, der die Verhaftung Hopfs und deſſen erſte
Ver=
nehmung leitete. Damals habe der Angeklängte nach
an=
fänglichem Leugnen zugegeben daß er ſeiner Frau am
26. Februar Arſen in einem Glas Sekt gereicht habe. Hopf
habe ſogar einmal geſagt, daß er die Heirat eingegangen
ſei, weil er ſchon vorher den Plan hatte, die Frau hoch zu
verſichern und dann zu vergiften. Das habe Hopf dann
ber ſofort widerrufen. Von welcher Bedeutung dieſes
Geſtänndis für Hopf ſein könnte, habe der Angeklagte wohl
gewußt, denn er habe ſich nach der Höhe der Strafe
er=
kundigt. Aus den Ausſagen der beiden
Unterſuchungs=
richter iſt hervorzuheben, daß Hopf auf die Mitteilung, in
der Leiche ſeines Kindes ſei Arſen gefunden worden,
ge=
antwortet habe, das müſſe einer getan haben, um ihn
„hineinzulegen‟. Erſt viel ſpäter habe Hopf erklärt, daß
er den beiden Kinderleichen Arſeninjektionen gemacht habe,
um den Verweſungsprozeß aufzuhalten. Ebenſo habe
Hopf erſt nach Monaten, als er ſchon wiederholt der
Ver=
giftung ſeiner erſten Frau beſchuldigt wurde, die Ausrede
gebraucht, ſeine Frau habe immer Schönheitspillen
ein=
genommen, die Arſen enthalten hätten. Es wurden heute
noch die Aerzte vernommen, welche die beiden erſten
Frauen Hopfs behandelt haben, ſowie die nächſten
Ange=
hörigen dieſer beiden Frauen. Nach der Ausſage des
Arztes, der die erſte Frau bis zu ihrem Tode behandelte,
war das Krankheitsbild kein klares. Er habe deshalb
mit einem zweiten Arzt ein Conſilium abgehalten. Beide
Aerzte hätten aber keine einwandfreie Diagnoſe feſtſtellen
können. Nach dem Tode habe er die Leiche oberflächlich
ſeziert und ein aufgebrochenes Geſchwür im
Zwölf=
ingerdarm feſtgeſtellt, das wohl die Urſache des
Todes ſein konnte. An eine Vergiftung habe er
nicht gedacht. Der Vater der erſten Frau bezeugt, daß
er nach dem Tode ſeiner Tochter bei dem
Oberſtaats=
anwalt in Frankfurt eine Anzeige wegen Giftmordes gegen
Hopf eingereicht habe. Der Anzeige ſei aber keine
Folge gegeben worden. Die Eltern der zweiten Frau
ſagen aus, daß ihre Tochter bis zur Verheiratung
kern=
geſund geweſen ſei. Ebenſo war das von der Tochter
geborene Kind kräftig und geſund. Mit fünf Wochen ſtarb
dann das Kind. Die Leiche wies ſchwarze und rote Flecken
auf. Bald darauf erkrankte auch die
Mutter, Hopfs Frau, und ihre Eltern erhielten
da=
mals mehrere Briefe mit der Warnung vor
Hopf. daß dieſer ſeine erſte Frau vergiftet habe und das
gleiche Schickſal der zweiten Frau bevorſtehe. Als die
Briefe dem Hopf gegeben wurden, wollte er durchaus die
Namen der „Verleumder” wiſſen. Die Mutter der zweiten
Frau ſagt dann noch aus, daß ihre Tochter ihr nie etwas
davon geſagt habe, daß Hopf ſeinem toten Kinde
Arſen=
einſpritzungen gemacht habe. Dagegen habe ihre Tochter
ſelbſt geäußert, Hopf habe ſie vergiften wollen, und
vielleicht das Kind vergiftet. Bekanntlich ſtarb die zweite
Frau ein Jahr nach der Scheidung von Hopf, die wegen
Ehebruchs erfolgte, an Tuberkuloſe, und Hopf gibt zu,
ſchon damals Kulturen von Tuberkelbazillen beſeſſen zu
aben. Gegen 4 Uhr wird die Verhandlung auf
Mitt=
woch vertagt.
* Leipzig, 12. Jan. Wegen Vergehens gegen
§ 218 des St.=G.=B. war vom Landgericht Frankfurt a. M.
Karl Hopf zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt
worden. Seine Reviſion wurde heute vom Reichsgericht
als unbegründet verworfen.
Stilſtrömungen in der Kunſt des
13., 14. und 15. Jahrhunderts.
II.
Vom Stilcharakter des 14. Jahrhunderts.
Im zweiten Vortrag des Zyklus „Stilſtrömungen in
der Kunſt” der geſtern abend ſtattfand und gleich dem
er=
ſten Abend ſehr zahlreich beſucht war, behandelte Herr
Proſeſſor Dr. Pinder den Stilcharakter des 14.
Jahr=
hunderts. Zeigte das 13. Jahrhundert trotz merklicher
Erſcheinung einer gewiſſen Wandlung unter allen
Umſtän=
den doch eine einheitlich ſtarke charaktervolle Schönheit, ſo
daß man von einem Stilcharakter wohl ſprechen kann, ſo
tritt das 14. Jahrhundert als Ganzes genommen als ein
ſolches der Uebergangszeit, der Entwickelung in die
Er=
ſcheinung. Eine Tatſache, die vielfach Anlaß gab, das 14.
Jahrhundert das des Stillſtandes zu nennen. Das iſt
nicht richtig. Es iſt vielmehr ein ſolches der Umwertung,
das einer ungeheuren Umwälzung. Es brachte die Zeit
der Auflöſung der Werte des 13. und gleich damit
die der Vorbereitung der Werte des 15. Jahrhunderts.
Es iſt klar, daß die geſchichtliche Entwicklung, die große
Reformation, von maßgebendem Einfluß auch auf die
Kunſt ward. Die Zeit der großen Kathedralneuheiten iſt
zu Ende. Die Gemeinſchaft der Baukunſt mit der Plaſtik
lockert ſich. Das Kunſtſchaffen der Bauhütte hört auf,
an ihre Stelle tritt das Schaffen Einzelner. Hierzu waren
die Vorbedingungen gegeben in der Auflöſung der rein
kirchlich=ariſtokratiſchen Grundſtimmung, die wiederum
durch die Reformation bedingt war, in dem Beginn neuer
Angriffsbewegungen gegen die Kirche. Die Baukunſt hört
auf und die Kunſt der Altarſchreine beginnt, die im 15.
Jahrhundert dann zur Blüte gelangt. Zeigt der Dom zu
Reims noch eine große Reihe monumentaler Figuren, die
aber jede für ſich, der Antike gleich, lebensfähig ſind, das
beſtimmende Fundament der Kunſt des 13. Jahrhunderts,
ſo beginnt im 14. Jahrhundert die großartige Einſamkeit
der Figur zu ſchwinden und es tritt ein Zuſammenhang
von Figur zu Figur zutage, bis im 15. Jahrhundert nicht
mehr jede Figur für ſich das Recht hat zu leben, ſondern
ſich dem großen maleriſchen Einklang des Ganzen. der
Kompoſition einordnet. Das Gleichgewicht von
Architek=
tur und Plaſtik verſchiebt ſich, die Bauplaſtik verliert
ihren monumentalen Charakter, ſie wird dekorativ. Die
bewegliche Plaſtik erlangt die höhere Bedeutung, die
Kunſt der Schnitzeltür beginnt. Schimmernde Welten
erſtehen, in denen das Ganze viel wichtiger erſcheint, als
die Einzelfigur. Während wir uns im 13. Jahrhundert
mit den Figuren gewiſſermaßen im gleichen Raum
befin=
den, ſchaffen die Künſtler des 14. und 15. Jahrhunderts
ſolche, in deren Raumkompoſition man ſich erſt
hinein=
denken muß.
Das Ideal der körperlich formſchönen Darſtellung in
der Plaſtik ſchwindet, es gibt kein vollplaſtiſches Ideal
mehr. Das jugendlich Schöne wird verleugnet zugunſten
einer gewiſſermaßen aſketiſchen Ausdrucksform. Faſt
be=
ginnen in dieſer Uebergangszeit die Körper zu ſchwinden
unter der an ſich recht reichen und zeichenſchönen
Gewan=
dung mit ihren vielgeſtaltenen Faltenwürfen. Eine
flä=
chenhaftere Anſchauung führt zu mehr reliefartigen
Dar=
ſtellungen, zu einer wachſenden Betonung des Schlanken,
Geſchwungenen und Flachen in der Figur. Bis etwa
ge=
gen 1350 iſt dieſe Bewegung nachzuweiſen. Sie iſt
keines=
wegs begründet etwa in der Unfähigkeit der Künſtler,
volle Körperformen darzuſtellen. Es iſt den Künſtlern
vielmehr auf Grund der geänderten Kunſtanſchauung
darum zu tun, den Körper nur noch als Hülle der Seele
darzuſtellen. Bei einem Bamberger Reiter war dies noch
keineswegs der Fall (wie der Vortragende den
Ausfüh=
rungen des Profeſſors Dr. Bulle gegenüber feſtſtellt). Um
die Mitte des 14. Jahrhunderts tritt dann allmählich
wie=
der eine Wandlung ein, ein Umſchwung, der zu größerer
Fülle und Breite führt und zu neuen Naturbeobachtungen
in der Geſamtform. Eine Erſcheinung, die den Sieg des
Bürgertums in der Kunſt des 15. Jahrhunderts
vorbe=
reitet.
Der Vortrag wurde wieder durch zahlreiche Lichtbilder
trefflich illuſtriert. Das Publikum nahm ihn mit
dank=
barem Beifall auf.
St.
Vogelſchutz in Wald und Feld
der Stadt Darmſtadt.
g. Im Gartenſaal des Städtiſchen Saalbaues
veran=
ſtaltete geſtern abend der Odenwald=Klub,
Orts=
gruppe Darmſtadt, einen gut beſuchten
Vortrags=
abend. Herr Geh. Forſtrat Kullmann hielt einen
Lichtbildervortrag über das Thema „Der
Vogel=
ſchutz nach Freiherr von Berlepſch und ſeine Anwendung
in Wald und Feld der Stadt Darmſtadt‟. Einleitend
führte der Vortragende aus, daß man jetzt allgemein den
hohen Wert des Waldes anerkenne. Den Hauptreiz des
Waldes bildet der vielſtimmige Sang der Singvögel, die
beſonders unſere deutſchen Wälder beleben. Den Schutz
der heimiſchen Vogelwelt haben ſich fünf große
Vereini=
gungen zum Ziel geſetzt, darunter in Heſſen der
Vogel=
ſchutzverein für das Großherzogtum Heſſen. Dieſe
Ver=
eine treten alle zwei Jahre zu einem allgemeinen
Vogel=
ſchutztag zuſammen. Für den Vogelſchutztag 1917 iſt
Darmſtadt in ſichere Ausſicht genommen. Nachdem man
in der Art des Vogelſchutzes verſchiedene Mißgriffe
ge=
macht, kam Freiherr v. Berlepſch ſchon als
Fünfzehnjäh=
riger auf den richtigen Weg, indem er als Hauptbedingung
erkannte, daß man nur durch getreue Nachahmung der
Natur einen wirkſamen Vogelſchutz treiben könne. Das
ganze Berlepſche Syſtem beruht auf der Natur. Als die
Hauptbedingungen für einen zweckmäßigen Vogelſchutz
gelten die Schaffung von Niſtgelegenheiten für
Höhlen=
brüter und Freibrüter, Winterfütterung, Bekämpfung der
Vogelfeinde und eine zweckmäßige Tränkgelegenheit. Die
Niſthöhle müſſe mit dem Flugloch nach Oſten und vornüber
befeſtigt werden in zwei bis vier Meter Höhe.
Aufhänge=
zeit iſt Spätherbſt und Winter bis höchſtens März. Hohle
Bäume werden von den Vögeln durchaus nicht vor den
künſtlichen Niſthöhlen bevorzugt, im Gegenteil hat man
beobachtet daß Vögel ſogar während des Brutgeſchäfts
ihr altes Neſt im hohlen Baumſtamm verließen, als ihnen
Niſthöhlen geboten wurden.
Für die Freibrüter müſſen Vogelbrutgehölze
geſchaf=
fen werden, um ihnen Niſtgelegenheit zu bieten.
Vortra=
gender zeigte zunächſt an der Hand von Lichtbildern, wie
die Niſthöhlen beſchaffen ſein müſſen und alsdann die
An=
lage eines Brutgehölzes, wobei beſonders darauf zu
ach=
ten iſt, daß Neſtſtänder durch entſprechenden Schnitt zu
ſchaffen ſind. Beſonderer Wert iſt auf die
Winterfütte=
rung der Singvögel zu legen, um die Inſektenfreſſer, die
bei uns überwintern, vor dem Verhungern bei Schnee
und Froſt zu bewahren. Das gebotene Futter muß auf
trockenem und hellem Platze geboten werden.
Vortragen=
der erläuterte durch Lichtbilder die verſchiedenen
Vorrich=
tungen zum Darbieten des Futters, als Futterhaus,
Fut=
terglocke und Futterkrippe. Weiter haben die Vogel
gerade während der Brutzeit das Bedürfnis nach dem
Bade. Geh. Forſtrat Kullmann bat Vorrichtungen
anfer=
tigen laſſen, die den Vögeln ermöglichen, Waſſer zum
Trinken und Baden zu jeder Zeit leicht zu erreichen. Es
iſt ein rundes Baſſin, deſſen gewölbter Rand für die Vögel
beſtimmt iſt, während die in der Mitte befindliche Schüſfel
dem Tränken des Wildes dient. Was die Bekämpfung
der Vogelſchädlinge, der Neſt= und Vogelräuber angeht, ſo
iſt die einzige und beſte Bekämpfung das Abſchießen. Der
ſchlimmſte Räuber iſt die Katze, und ſo hängt denn auch
der ganze Vogelſchutz von der Regelung der Katzenfrage
ab. Die Vogelſchutzanlagen Darmſtadts ſind mit die
älteſten. Seit 1906 ſind ſie nach Berlepſchem Prinzip
an=
gelegt. Gegenwärtig ſind in den Waldungen Darmſtadts
9000 Niſthöhlen angebracht, außerdem noch verſchiedene
Futterhäuschen, =Glocken und 11 Vogeltränken. Es iſt eine
Beſtrebung, dieſen Vogelſchutz auch auf die
Feldgemar=
kungen auszudehnen und ſind zu dieſem Zweck bereits die
Friedhöfe, die Kraftsruhe uſw. mit Anlagen verſehen
worden.
Reicher Beifall dankte dem Vortragenden für ſeinen
intereſſanten Vortrag. Bürgermeiſter Mueller dankte
dem Redner im Namen des Vorſtandes und wünſchte,
daß die Hoffnung des Redners in Erfüllung gehen möge
und er durch ſeinen Vortrag der Vogelſchutzbewegung
viel neue Freunde und tatkräftige Unterſtützung
gewon=
nen haben möge. Darmſtadt könne ſtolz ſein, daß ſeine
Forſten einem ſo warmen Naturfreund anvertraut ſind.
Luftfahrt.
* Hamburg, 13. Jan. Das Luftſchiff
Sach=
ſen” unternahm heute vormittag 9 Uhr eine
militä=
riſche Uebungsfahrt unter Führung des
Pro=
feſſors Sticker nach der Nordſpitze der Inſel Fehmarn.
Später wurde das Luftſchiff über Kiel geſichtet und kehrte
gegen 3 Uhr wohlbehalten nach der Fuhlsbütteler
Flug=
halle zurück.
Die Sturmflut an der Oſtſee.
* Stettin, 13. Jan. Die Kaiſerin hat an das
Oberpräſidium folgendes Telegramm gerichtet:
Neues Palais. Tieſbewegt durch die Nachricht von dem
ſchweren Unglück, das die pommerſche Küſte heimgeſucht
hat, bitte ich Sie, den betreffenden Gemeinden meine
wärmſte Teilnahme zu übermitteln. Die bereits
eingelei=
tete Hilfsaktion werde ich nach Kräften zu fördern ſuchen
und hoffe, daß es dadurch gelingen wird, die entſtandene
Not zu lindern.
* Köslin, 13. Jan. Prinz Eitel Friedrich
ſpeiſte geſtern abend bei dem Landrat von Eiſenhart=Rothe
und fuhr um 10,37 Uhr nach Berlin zurück. Aus den
Stranddörfern liegen infolge des ſtärkeren Froſtes gute
Nachrichten vor. Der Wind iſt günſtiger und iſt nach
Süd=
weſt umgeſprungen. Die Feſtigkeit der Eisdecke des
Bucko=
wer Sees geſtattet wahrſcheinlich, der Einwohnerſchaft von
Damkerort heute Nahrungsmittel, Feuerung und
Viehfut=
ter herüberzubringen.
* Köslin, 13. Jan. Die Sturmflut an der
Oſtſee am 9. Januar richtete an den Küſten des
Regie=
rungsbezirks, wie die amtlichen Feſtſtellungen ergeben
haben, nicht ſo gewaltige Schäden an, wie nach
den erſten Nachrichten allſeitig befürchtet wurde. Es iſt
feſtgeſtellt, daß nirgends der Verluſt eines
Menſchenlebens beklagbar iſt, Verluſte an Vieh
ſind faſt nirgends zu verzeichnen. Viele Baulichkeiten
wurden infolge des Eindringens des Waſſers beſchädigt.
Zahlreich ſind die Beſchädigungen an den
Futtervor=
räten und Lebensmitteln, namentlich an den
Kartoffeln in den Kellern und Mieten. Wohl am meiſten
klitt der Schutzgürtel des Küſtenlandes. Auf weiten
Strecken ſind Abbrüche von 10 bis 20 Meter Breite zu
werzeichnen. Es koſtet viel Arbeit, Zeit und Geld, um den
Schaden wieder gut zu machen. Schwere Beſchädigungen
haben die Häfen Rügenwalde und Stolpmünde
erlitten. Von den kommunalen Einrichtungen am Strande
wurden insbeſondere die Strandpromenaden und Bader
anſtalten in Kolberg und Stolpmünde betroffen.
Mach Zeitungsnachrichten ſoll Damkerort am meiſten
gelitten haben und überflutet ſein. Es ſtellte ſich aber
her=
aus, daß die ſtarke Düne vor dem Ort faſt unverſehrt iſt
Mur das durch den Sturm aufgeſtaute Waſſer des
Bu=
kkower Sees iſt in einige Häuſer eingedrungen und hat
dort unerheblichen Schaden an den Kellervorräten
ange=
richtet.
* Berlin, 13. Jan. Das Ständige Komitee
Für die vom Hochwaſſer betroffenen
Hilfsbedürftigen bittet die deutſchen Zeitungen,
Sammlungen zugunſten der durch das Hochwaſſer
Geſchä=
digten zu veranſtalten und die Beträge an das Komitee
oder an ſeine Zahlſtellen abzuführen. Der Sitz des
Ko=
mmitees iſt Berlin. Alſenſtraße 10.
* Berlin, 13. Jan. Die Kaiſerin überwies dem
Hilfskomitee für die Ueberſchwemmten an
der Oſtſee 2000 Mark.
Der Eiſenbahnerausſtand in Südafrika.
* Kapſtadt 12. Jan. 10 Uhr 30 abends. Die
Lage hat ſich in den letzten 24 Stunden infolge der
Agi=
gation der Gewerkſchaften, beſonders im Norden, aber auch
n anderen Teilen der Union, ſpeziell auf der
Kaphalb=
unſel, verſchlimmert. 10 Uhr 45 abends. Die
Hafen=
arbeiter in Kapſtadt ſind jetzt offiziell von dem Verbande
der Eiſenbahnangeſtellten und der Hafenarbeiter zum
Streik aufgefordert worden. Zu den Stationen
werden Streikpoſten nicht zugelaſſen; auch dürfen ſie nicht
mit den Arbeitern ſprechen.
* Johannesburg, 12. Jan. 9 Uhr 45 abends.
Die Abſtimmung der hieſigen Ortsgruppe des
Buch=
gruckereiverbandes hat eine große Mehrheit für einen
allgemeinen Streik ergeben. Es wird erklärt,
waß am Rand jetzt 20000 Mann unter den Waffen ſtehen.
1.0 Uhr 05 abends. Die letzten Nachrichten vom Reef
lau=
nen beunruhigend. Die Abſtimmungen fallen größtenteils
ftür einen allgemeinen Streik aus, und es wird befürchtet,
daß die Bergleute ſich der Bewegung anſchließen werden.
11 Uhr 05 abends. Eine Anzahl
Abſtimmungsre=
ſultate unter den Bergleuten vom Reef ſind bereits
hier eingegangen. Sie ſind alle für den allgemeinen
Aus=
ſrand. Verſchiedene Gewerkſchaften, einſchließlich der
An=
geſtellten in den Läden und Lagerhäuſern, ſowie der
Bu=
neaubeamten in Johannesburg, haben ebenſo geſtimmt.
Oie Lage verſchlimmert ſich.
* Pretoria, 12. Jan. 5 Uhr abends. Heute
nachmittag iſt nur ein Zug abgegangen. Aus
Johannesburg iſt während des Tages kein Zug
einge=
troffen.
* Bloemfontein, 12. Jan. Die ganze
ak=
ive Miliz und die Bürgerreſerve halten das
ge=
ſamte Eiſenbahnnetz vom Oranjefluß bis zum Vaalfluß
Aunter Bewachung und die Bergleute von Jagersfontein
und Koffyfontein ſind unter ſtarker Bedeckung. Die
Hal=
ſtung der Streikenden iſt ruhig.
* Jagersfontein, 12. Jan. Große Grüppen von
Eingeborenen verſchiedener Stämme, die infolge des
Ausbruches des Streikes am Freitag heimzukehren
wünſchten, ſind in Abteilungen von 100 bis 200 Mann
lentlaſſen worden und werden von bewaffneten
Wei=
ßeen nach der Grenze geleitet.
* Durban 12. Jan. Die Beſitzer der
Koh=
lengruben haben den ſtreikenden Bergleuten noch
ein=
mal ihr früheres Angebot wiederholt, aber nur für den
Fall, daß ſie am Dienstag früh 10 Uhr die Arbeit wieder
aufnehmen, andernfalls ziehen ſie ihr Angebot endgültig
zurück. Die Bergleute haben das Angebot abgelehnt. Die
Lokomotivführer der Kohlengruben nahmen eine
Reſolu=
tion gegen den Streik an.
* Kapſtadt. 13. Jan. Hier und in Durban
be=
gannen die Arbeiter, die die Kräne auf den Docks bedie=
Anen, den Ausſtand. Die Schiffe müſſen die Ladungen und
AAusladungen mit eigenen Hilfsmaſchinen ausführen.
Vulkanausbruch in Japan.
* Tokio, 13. Jan. Durch den Ausbruch des
Sakuraſchima ſind das gleichnamige Dorf und andere
Dörfer zerſtört worden. Die Verbindungen ſind
unter=
brochen. Die Lage iſt ernſt. Zwei Marinegeſchwader
haben ſich in aller Eile dorthin begeben.
* Tokio, 13. Jan. Der vulkaniſche Ausbruch
auf der Inſel Sakuraſchima in der Kagoſchimabucht
eefolgte nach einem mehrtägigen Erdbeben. Der
Aſchen=
regen verhüllte die Inſel und fiel bis in die zwei Meilen
entfernte Stadt Kagoſchima. Das Schickſal von 20000
Bewohnern der Inſel und acht Dörfern iſt unbekannt, da
der Telegraph unterbrochen iſt.
Literariſches.
— Rangliſte der inaktiven Offiziere.
Unter der Bezeichnung „Liſte der verabſchieveten Generäle,
Stabsoffiziere und Hauptleute der Königlich Preußiſchen
Armee” iſt im Verlage des Invalidendank in Berlin
ſo=
eben ein Werk erſchienen, das in handlicher Form die
in=
aktiven Offiziere der preußiſchen Armee, armeekorpsweiſe
getrennt und innerhalb der Dienſtgrade alphabetiſch
ge=
ſordnet, in überſichtlicher Form zuſammenſtellt. Aus
dem Begleitwort geht hervor, daß dasſelbe im
Einver=
ſtändnis mit dem Königl. Preußiſchen Kriegsminiſterium
auf Grund amtlichen Materials bearbeitet und
heraus=
gegeben iſt. Es iſt zu ſehr mäßigem Preiſe durch jede
Buchhandlung, ſowie direkt vom Invalidendank,
Ber=
lin W. 8, Unter den Linden 24, zu beziehen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 13. Jan. Der Ausſchuß des
deut=
ſchen Arbeiterkongreſſes hielt heute im
Reichs=
tagsgebäude eine Sitzung ab. Beſchloſſen wurde die
Ausgeſtaltung des Ausſchuſſes. Für die Vorberatung
wichtiger Fragen der Sozialpolitik und Wirtſchaftspolitik
ſowie der ſozialen Wahlen zur Verſichertenvertretung
wur=
den ſtändige Ausſchüſſe gebildet. Zur Förderung der
letzten Kongreßbeſchlüſſe wurde ein Aufruf an die
Mit=
gliedſchaften feſtgeſtellt. Sodann nahm der Ausſchuß
Stellung zu der vom Reichskanzler angekündigten
Denk=
ſchrift über die Auswüchſe des Organiſationsweſens.
Schließlich wurde ein Unterausſchuß eingeſetzt, der ſich
mit der ſozialen Fürſorge für die Ab= und Zuwandernden
beſchäftigen ſoll.
* Leipzig, 13. Jan. Der Vorſitzende des
Deut=
ſchen Patriotenbundes, Geheimer Hofrat Clemens
Thieme, erhielt an Stelle des abgelehnten Roten
Adlerordens vierter Klaſſe den Roten Adlerorden
ritter Klaſſe mit Krone. Thieme nahm an.
* Paris. 13. Jan. In dem heute unter dem Vorſitz
Poincarés ſtattgehabten Miniſterrat legte Caillaux
den Entwurf einer Kapitalſteuer vor, der mit dem
im Senat eingebrachten Einkommenſteuergeſetzentwurf in
Verbindung ſteht.
* Paris, 13. Jan. Die Wahlen der
Vizepräſi=
denten der Kammer gaben zu einer bemerkenswerten
Kundgebung der radikalen Partei Anlaß.
Der katholiſch=demokratiſche Deputierte Abbé Lemire,
welcher gegenwärtig von dem Biſchof von Lille mit der
Exkommunikation bedroht wird, wurde trotz des lebhaften
Widerſpruchs der Konſervativen und Nationaliſten von
den Radikalen als Kandidat für das Amt eines der vier
Vizepräſidenten aufgeſtellt und nach zwei Wahlgängen
mit 275 Stimmen gewählt. Das Wahlreſultat
wurde von der Linken mit lebhaftem Beifall
aufgenom=
men. Auch die Wahl Augagneurs zum Vizepräſidenten,
der mit einer Mehrheit von 19 Stimmen gegen André
Lefevre durchdrang, wurde von den Radikalen mit
leb=
haftem Beifall begrüßt, da ſie in dem
Abſtimmungsreſul=
tat eine Schlappe der neu gegründeten Partei Briands
er=
blickten.
* Paris, 13. Jan. General Legrand wurde zum
Kommandeur des kürzlich geſchaffenen 21. Armeekorps
ernannt. Der Marineminiſter wurde ermächtigt, den
„Karfreitagserlaß” zu widerrufen.
* Paris, 13. Jan. Der Florentiner
Antiquitäten=
händler Geri, welchem der Zimmermaler Perugia die
„Gioconda” zum Verkauf angeboten hatte, hat gegen den
franzöſiſchen Staat eine Schadenerſatzklage
ange=
ſtrengt. Er verlangt die Bezahlung einer Belohnung von
10 Prozent des Wertes der „Gioconda‟ Das franzöſiſche
Unterſtaatsſekretariat der Schönen Künſte erklärt in einer
Note, man ſei erſtaunt, daß Geri, welcher 25000 Francs
von dem Verein der Louvrefreunde erhalten hätte und
zum Offiziere des Ordens des Unterrichts ernannt
wor=
den ſei, gegen die franzöſiſche Regierung, welche einen Akt
bloßer Redlichkeit ausgiebig belohnt habe, einen ſolchen
Prozeß anſtrenge.
* Paris, 13. Jan. Eine anſcheinend offiziöſe Note
erklärt, daß Premierminiſter Asquith, welcher heute
abend auf der Durchreiſe nach Südfrankreich hier eintrifft,
während ſeines kurzen Aufenthalts in
Pa=
ris keinerlei Begegnung mit franzöſiſchen politiſchen
Per=
ſönlichkeiten haben werde. Die Liberté meint, Asquith
werde wohl auf ſeiner Rückreiſe eine Unterredung mit dem
Miniſterpräſidenten Doumergue haben.
* Sofia, 13. Jan. Die von den Militärbehörden in
den neu erworbenen Gebieten vorgenommene Zählung
ergab für das bulgariſche Thrazien eine
Bevöl=
kerung von insgeſamt 494 190, davon ſind 225000
männ=
lich, für das bulgariſche Mazedonien von insgeſamt
175000, davon ſind 42 500 männlich. Im Bezirk Muſtafa
Paſcha beträgt die männliche Bevölkerung 4000 bei einer
Geſamtbevölkerung von 33 130.
* London, 13. Jan. (Reuter=Bureau.) Bei der
Prü=
fung haben die Botſchafter der Dreibundmächte
neuerdings einen Punkt in dem Entwurfe der Antwort
der Dreibundmächte auf die britiſchen
Vorſchläge als der Abänderung bedürftig feſtgeſtellt.
Die Frage iſt nicht bedeutend, doch wurde es notwendig,
daß in den drei Hauptſtädten telegraphiſche Auskunft
ein=
geholt werden muß. Die Antwort kann daher morgen
noch nicht überreicht werden.
* Petersburg, 13 Jan. Der finniſche Landtag
iſt auf den 2. Februar einberufen worden.
* Neu=York, 13. Jan. Nach einer Meldung aus
Mexiko, die für glaubwürdig angeſehen wird, iſt in
einem Kabinettsrat, der geſtern bis zum ſpäten Abend
dauerte, beſchloſſen worden, die dieſen Monat fälligen
Halbjahrszinſen auf die Bonds der inneren und
äußeren Schuld nicht zu bezahlen.
Geſtrandeter Dampfer.
* St. John (Neu=Braunſchweig), 13. Jan. Der
Damp=
fer „Cuboquid (?) der Royal Mail Company, mit
Paſſagieren und Ladung von Weſtindien kommend, iſt bei
Briar Island in der Fundy Bay geſtrandet.
Meh=
rere Schiffe ſind zur Hilfeleiſtung abgegangen.
Briefkaſten.
Eine Bismarckverehrerin. Das Eingeſandt war
na=
türlich ironiſch gemeint. Der Einſender war wohl ſelbſt
der mit Recht entrüſtete Herr.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
ei ſtarkem Durſtgefühl der Fieberkranken iſt als
Getränk beſonders eine Zubereitung aus „Kufeke‟
u empfehlen, die, mit Waſſer, Milch oder Limonade
gergeſtellt, erfriſchend wirkt und dem durch das Fieber
geſchwächten Körper leicht verdauliche Nährſtoffe
zu=
führt. Der gewöhnlich bei Fieber raſch eintretende
Kräfteverfall wird dadurch nach beſter Möglichkeit
erhindert.
(IV, 1834
otel zur Krone, Auerbach
empfiehlt seine Säle zur Abhaltung von
Fest-
lichkeiten, Familienfeiern, Konferenzen
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Broſchüren angeboten werden.
(IV,1810
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Bavaria” 7. Jan. 1 Uhr morgens in
Boſton. „Bosnia” 7. Jan. 9 Uhr 45 Min. morgens in
Baltimore. „Bulgaria” 7. Jan. 1 Uhr 330 Min. nachm.
von Baltimore nach Hamburg. „Frankenwald”, von
Galveſton kommend, 8. Jan. 7 Uhr morgens in
Ham=
burg. „Prinz Adalbert” 7. Jan. 5 Uhr nachm. in
Philadelphia. — Weſtindien, Mexiko: „Corcovado”
von Mexiko kommend, 6. Jan. nachm. von Havanna.
„Grunewald”, nach Weſtindien, 8. Jan. 1 Uhr 20 Min.
morgens Cuxhaven paſſiert. „Kronprinzeſſin Cecilie‟
von Mexiko und Havanna kommend, 7. Jan. 9 Uhr
abends von Bilbao. „Patagonia” nach Weſtindien
7. Jan. 11 Uhr morgens Dover paſſiert. „Odenwald”
6. Jan. in Colon. „Spreewald” nach Weſtindien, 8. Jan.
1 Uhr 20 Min morgens Cuxhaven paſſiert. „
Wasgen=
wald” von Mexiko und Havanna kommend, 7. Jan.
6 Uhr morgens von Antwerpen. — Oſtaſien: „Arabia‟
7. Jan. morgens Oitavos paſſiert, heimkehrend. „
Ara=
gonia” von Neu=York nach Oſtaſien, 6. Jan. nachm.
Perim paſſiert. „Bayern” von Antwerpen kommend,
8. Jan. 2 Uhr 45 Min. morgens in Hamburg. „
Ber=
muda” 7. Jan. in Manila, ausgehend. „Jeanara”
6. Jan. 12 Uhr mittags von Kobe nach Yokohama.
„Sachſen” 6. Jan. 9 Uhr abends Gibraltar paſſiert,
ausgehend. „Sileſia‟, 6. Jan. 5 Uhr nachm. von Kobe
nach Yokohama. Sithonia” 5. Jan. nachm. in Vaneouver,
ausgehend. „Südmarl”, von Oſtaſien kommend, 7. Jan.
8 Uhr 20 Min. abends in Hamburg.
Holland=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Aug. Cellarius in Darmſtadt, Bleichſtr. 53.
„Rotterdam” 7. Jan. 8 Uhr vorm. Lizard paſſſert.
„Nieuw. Amſterdam” 4. Jan. 1 Uhr nachm. Scilly
paſſiert. „Noordam” 26. Dez. nachm. in Rotterdam
ein=
getroffen. „Ryndam” 2. Jan. nachm. in Rotterdam
ein=
getr. „Potsdam” 6. Jan. vorm. von Neu=York eingetr.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Im Bereich des ausgedehnten Hochdruckgebietes
hatte unſer Bezirk geſtern bei nordöſtlichen, zum Teil
lebhaften Winden kaltes, aufheiterndes Froſtwetter. Das
Hochdruckgebiet hat ſich ſeit geſtern nach Weſten verlagert
und an Stärke abgenommen; heute liegt ein Maximum
über der Nordſee und eins über Nordrußland. Wir
werden morgen am Südrande des Hochdruckgebietes mit
kaltem, vorwiegend wolkigem Wetter und öſtlichen Winden
zu rechnen haben.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 14. Jan.:
Vorwiegend wolkig, einzelne Schneefälle, kalt, öſtliche
Winde.
Tageskalender.
Mittwoch, 14. Januar.
Großh. Hoftheater Anfang 7½ Uhr, Ende geget
10½ Uhr (Ab. B): „Filmzauber”
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
konzert des Deſſoffſchen Frauenchors um 8 Uhr i
der Stadtkirche.
Vortrag von Evangeliſt Dölken um 8½ Uhr,
Mauer=
ſtraße 17 (Bibelſtunde um 4 Uhr).
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heß um
5 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage in unſerer Expedition
Rheinſtr. 23): Sturmverheerungen an der Oſtſee:
Ueber=
ſchwemmung im Hafen von Flensburg, die zerſtörte
Badeanſtalt in Wolgaſt. — Oberſtleutnant von Winter
feldt auf dem Krankenbett. — Rangerhöhungen
baye=
riſcher Staatsmänner. — Im Flugapparat von
Frank=
reich nach dem Orient: der franzöſiſche Flieger Vedrines
zwiſchen den Pyramiden.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 15. Januar.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
eben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen;
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.
Sämtliche Waren sind einer Preisreduzierung, ohne Rücksicht auf früheren Wert,
unter-
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(*1003
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Darmſtadt. (1883ms
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geſucht. Wienersſtr. 52, II., l. (*1028
Angehende Weißnäherin
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geg. Vergütung per ſofort geſucht.
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Geſellſchaft Ludwigſtraße 6. (1326
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Hochſtraße 23, I.
(*970
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gegen ſofortige Vergütung. (B1364
Pavierhandl. Hipfel. Karlſtr. 67
zu Ostern gesucht.
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Kalastris-Spezialgese äft (Korſett=
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(IV,1836
Hermann Heinemann, Mainz.
Hausmädchen
kräftig und geſund, die auch etwas von der Küche
verſteht, für feines deutſches Haus (3 Perſonen) nadch
England geſucht. Reiſe wird vergütet. Näh.
Rhein=
ſtraße 7, 1. Stock.
(1858
Ein tücht. Hausmädchen
geſucht zu 2 Damen. Eintr. 1. Febr.
Nähen und Bügeln verlangt.
Zu erfr. in der Exp.
(1329a
geſucht, tüchtig
Lauffrau und zuverläſſig,
für morgens und nachmittags.
1722im) Martinſtraße 52, I.
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Restaurationsköchin
im Winter ſelbſtändig, im Sommer
neben Chef, zum ſofortig. Eintritt
geſucht. Vermittl. geg. Honorar
nicht ausgeſchloſſen.
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geſucht.
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mädch., ſelbſt. in Küche u. Hausarb.
Jetzig. Mädch. iſt 3 J. im Hauſe.
Gut. Lohn u. gut. Behandl. zugeſ.
Off. m. Zeugnisabſchr. u. W 90
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Tüchtge, ſaubere Monatsfrau
bis zum 15. ds. Mts. geſucht. Wo?
ſagt die Expedition.
(B1370
v. 8—11 Uhr
Jung. Mädchen vorm. geſucht.
Schwarting,
Kranichſteiner=
ſtraße 22, 1. Stock.
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Saub. Laufm. o. Frau für morg.
St. geſ. Kaſinoſtr. 19, I. r. (*967
Sauberes ehrl. Laufmädchen
norg. v. 8—10 Uhr geſ. (1800mdf
Hölgesſtraße 9, Hths.
Reinliche Mädchen
zwiſchen 14 u. 16 Jahren per ſofort
feſucht. Wehner & Fahr,
Schokoladen=Fabrtk,
Holzhofallee 1.
*m
Dienstmädchen
geſucht.
Heidelbergerſtr. 81, pt. (*972
Ein Mädchen zur Aushilfe für
Einige Stunden täglich geſucht. Zu
e—fr. Soderſtr. 4, pt., v. 11—1II. (*973
Haushalterin geſucht. Wo ſagt
ſie Expedition d. Bl. (*1006md
Jüngeres, ſaub. Mädchen
für vormittags in kleinen Haus
halt geſucht Seekatzſtraße 6,
1. Stock.
(1806a
Jungeres Mädchen
welches ſchon in Stellung war,
per ſofort oder 1. Februar in
Geſchäftshaus geſucht
Dieburger=
ſtraße 14.
(1804a
Sofort für gans od. tagsüber
perfektes
Mädchen
wegen Erkrankung des ſeitherig.
Mädch. geſ. für alle Hausarbeit.
Näh. in der Expedition. (1855
Ordentliches,
Laufmädchen
ſauberes
geſucht Kiesſtr. 47, part. (1865
2 ältere Mädch. geſucht
darunter eins, das kochen kann.
(*1026md) Alexanderſtr. 18.
Säubere Futztrau
für 3 Stunden am Mittwoch und
Samstag vormittag geſucht. (1890
Rheinſtraße 23, Stb., 2 Treppen.
Laufrau geſucht.
(*1032
Inſelſtraße 36, part.
Zuverläſſige Lauffrau
vormittags 3 Stunden, nachmitt.
1 Stunde per ſof. geſucht
Land=
graf Philipp=Anlage 52, II. (1870
wird ge=
Tüchtige Waſchfrau ſucht.
Adr. m. Angabe von Refer. unt.
A 69 a. die Exped. d. Bl. (*1047
Junge Frau oder Mädcher
für Hausarbeit einige Stunden
tagsüber geſucht Karlſtraße 34
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gleich welch. Berufes, z.
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hoh. Eink. p. ſof. geſ.
Nebenbe=
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(1795
Kurſe vom 13. Januar 1914.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
In Proz.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,70
½ Deutſche Reichsanl. 85,50
75,80
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99.70
85,40
3½ do. Conſols
75,70
do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . 97,40
92,10
do.
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 97,10
83,80
do.
74,90
do.
4 Hamburger Staatsanl. 97,30
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 97,75
4 do. do. (unk. 1918) 97,10
83,25
do.
3½
73,60
do.
76,30
3 Sächſiſche Rente
4 Württemb. (unk. 1921) 98,6
do. v. 1875 92,60
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 96,09
Griechen v. 1887
4 Italiener Rente . . . . 97,50
Oeſterr. Silberrente 86,90
do. Goldrente . . . 88,90
do. einheitl. Rente . 83,00
Portug. unif. Serie I 62,40
do. unif. Serie III 64,00
10,00
do. Spezial
Rumänier v. 1903 . . 99,80
do. v. 1890 . . 93,90
do. v. 1905
87,60
4 Ruſſen v. 1880
89,90
4 do. v. 1902
98,50
½½½ do. v. 1905 .
½ Schweden
Serbier amort v. 1895 78,70
4 Türk. Admin. v. 1903 77,80
Türk. unifiz. v. 1903 85,90
14 Ungar. Goldrente
84,40
da. Staatsrente
82,60
In Proz.
Zf.
99,60
5 Argentinier .
do.
4½ Chile Gold=Anleihe. 90,60
5 Chineſ. Staatsanleihe. 98,80
91,10
do.
4½
91,70
4½ Japaner . . . .
5 Innere Mexikaner . . . 70,10
48,00
3.
do.
4 Gold=Mexikaner v. 1904 74,20
5 Gold=Mexikaner
3½ Buenos Aires Prov. 67,50
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
8 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 136,00
3 Nordd. Lloyd . . . . . 118,20
6 Südd. Eiſenb.=Geſell. . 122,50
Aktien ausländiſcher
Trausportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 117,00
8 Baltimore und Ohio 90,60
6 Schantungbahn . . . . 128,00
6½ Luxemb. Prince Henri 157,00
0 Heſt. Südbahn (Lomb.) 22,25
6 Pennſylvania R. R. . 110,00
Letzte Indnſtrie=
Divid. Aktien.
3 Brauerei Werger. . . 67,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . 578,10
14 Chem. Fabrik Gries=
. 253,30
heim
27 Farbwerke Höchſt. . . 629,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 338,00
8 Cement Heidelberg . . 151,50
32 Chem. Werke Albert 450,00
12½ Holzverkohl.
Kon=
ſtanz
. 309,10
4 Lahmeyer . . . . . . . 121,50
Letzte
Zudw.
Divid.
7 Schuckert, Nürnberg 145,00
12 Siemens & Halske . 214,50
12 Bergmann Electr. . . 127,50
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 168,00
25 Gummi Peter . . . . 92,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . . 360,00
12 Maſchinenf. Badenia 131,00
16 Wittener Stahlröhren
8 Steana Romana Petr. 148,50
15 Zellſtoff Waldhof . . 222,75
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel . . . . . . . 212,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 91,00
3 Südd. Immobilien 58,00
Bergwerks=Aktien.
10 Aumetz=Friede . . . . 160,70
12 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 217,75
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb.
136,10
10 Gelſenkirchener
190½
7 Harpener .
177,30
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 238,40
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro
61,50
4 Laurahütte . . . . . . 155,50
10 Kaliwerke Aſchersleben
10
Weſteregeln 188,25
5 South Weſt Africa . 114½
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 84,20
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 88,80
4 Franz=Joſefs=Bahn . . 85,60
3 Prag=Duxer
5 Oeſterr. Staatsbahn .
4 Oeſterr. Staatsbahn . 87,90
do.
75,90
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 98,20
4 Oeſt. Südb. (Lrmb.). . 71,40
In Proz.
Bf.
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 52,00
76,40
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 85,30
4 Ruſſ. Südweſt . 86,20
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,00
86,60
do.
4 Wladichawchas . . . . 86,40
4 Rjäſan Koslow . . . .
3 Portugieſ. Eiſenb.. . . 68,60
83,50
do.
4½
71,75
24/10 Livorneſer . . .
3 Salonique=Monaſtir. . 62,80
79,20
4 Bagdadbahn . . . .
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 91,80
4 Miſſouri=Paciſic . . .
4 Northern=Paciſic . . . 93,50
90,25
4 Southern=Pacific
5 St. Louis und San
101,00
Francisco.
91,90
5 Tehuantepec . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 187,00
8½ Bergiſch= Märkiſche
Bank
143,50
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 157,20
6½ Darmſtädter Bank . 117,50
12½ Deutſche Bank . . . 250,304 Frankfurt.
6 Deutſche Vereinsbank . 119,75
5½ Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 113,50
10 Diskonto=Kommandit 187,20
8½ Dresdener Bank . . 1535
½ Frankf. Hypoth.=B. 212,00 14 Karlsruhe.
6½ Mitteld. Kreditbank 118,25
7 Nationalb. f. Deutſchl. 117,40
5½ Pfälziſche Bank. . . 122,25
6.48 Reichsbank . . . . . 138,50
7 Rhein. Kreditbank . . . 127,00 1 4 Mannheim
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 101,80
7½ Wiener Bankverein . 134,50
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 94,00 4 Offenbach
Se
18.
In Proz.
3½ Frankf. Hypoth.=Banl
. . 84,50
S. 19
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 93,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank 25,00
24,00
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,20
84,20
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
36,50
S. 12, 13, 16 .
S. 14, 15, 17, 24/26
96,50
18—23 .
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 84,20
S. 3—5
. 84,00
84,10
S. 9—11.
4 Meininger Hyp.=Bank 95,00
do.
84,00
3½
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 93,30
3½ do. (unk. 1914). . 83,20
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 96,90
do.
86,40
3½
Städte=
Obligationen.
. . 94,70
4 Darmſtadt.
86,75
3½ do.
95,70
97,30
3½ do.
4 Gießen
3½ do.
86,80
4 Heidelberg
93,20
3½ do.
84,50
94,00
3½ do.
85,30
4 Magdeburg
4 Mainz
95,00
3½ do.
85,50
94,10
3½ do.
86,80
München
96,25
3½ Nauheim
83,00
4 Nürnberg
95,60
do.
84,60
3t.
In Proz.
3½ Offenbach
-
4 Wiesbaden
95,40
3½ do.
86,00
-
4 Worms . .
3½ do.
4 Liſſabonner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 174,70
3½ Cöln=Mindner . 100 141,80
3 Holl. Komm. . fl. 100
3 Madrider . . Fs. 100 75,40
4 Meininger Pr.=Pfand=
140,50
briefe . .
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 177,00
128,00
3 Oldenburger . .
2½ Raab=Grazer fl. 150 111,00
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7 34,90
Braunſchweiger Tlr. 20 —
Fs. 15 —
Freiburger .
Mailänder
Fs. 45
do.
Fs. 10
Meininger . . . . . fl. 7 34,50
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100
do. v. 1858 fl. 100 560,20
Ungar. Staats . . fl. 100 440,00
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 170,40
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Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,45
20 Francs=Stücke . . . . 16,18
Amerikaniſche Noten . . . 4,19½
Engliſche Noten . . . . . 20,49
Franzöſiſche Noten . . . . 61,25
Holländiſche Noten. . . . 169,35
Italieniſche Noten . . . . 80,85
Oeſterr.=Ungariſche Noten 25,05
Ruſſiſche Noten . . . . . 215,00
Schweizer Noten . . . . . 31,15
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6 Akte.
6 Akte.
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Sensationelle Handlung.
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Der Börsenkönia
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sind wahllos, ohne Rücksicht auf Schwierigkeiten.
Der weitere Gang der Handlung reiht wunderbar
dramatische Szenen aneinander und die vollendeten
Charakterdarstellungen bieten dem Auge lebenswahre
Ausschnitte aus der Gegenwart, die zugleich fesselnd und
ergreifend wirken.
Der Weg des Todes
Akter
Erschütternder Liebesroman.
Akter
Mimronde Spiel und die vormehme Austintung werden
den Beschauer in vollstem Masse fesseln.
Aufopferung eines Indianers
Drama aus dem wilden Westen.
Ein sehr schönes Indianerbild.
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Grosses Drama in 5 Akten
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Damen=Glacéhandſchuh. 1 Paar graue Herren=Glacéhandſchuhe.
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braunes Kinder=Portemonnaie mit 60 Pfennigen. 1 groß. Schlüſſel.
hellrotes Portemonnaie mit 14 Pfennigen. 1 Handtaſche mit einem
Roſenkranz. 1 Paar alte Herren=Schnürſtiefel. 1 Feuerzeug. 1
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und 3 kleine Schlüſſel an einer Kette. 1 großes Taſchenmeſſer mit
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ſtock mit Silbergriff. — Im Hallenſchwimmbad liegen geblieben:
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ſeile. 1 ſilbernes Halskettchen mit eiförmigem bläulichem Anhänger.
Badetuch.
(1791
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
ſinden ſich: 1 Spitzhund. 1 Spitzhund. 2 Dobermänner (zugelaufen).
Die Hunde können vön den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde
fündet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(1828
Bekanntmachung.
Gemäß § 3 Abſ. 2 des Reichsgeſetzes vom 28. Mai 1894,
be=
treffend den Schutz der Brieftauben und den Brieftaubenverlehr im
Kriege, veröffentlichen wir unter Bezugnahme auf die nachſtehend
bgedruckten Beſtimmungen des erwähnten Reichsgeſetzes die Namen
der Briefte ube züchter, die Mitglieder des „Darmſtädter
Brieftauben=
lubs” und de Brieftaubenklubs „Gut Flug‟ Darmſtadt=Beſſungen
ſind. Beide Vereine gehören dem Verband Deutſcher
Brieftauben=
iebhaber=Vereine an und haben ſtatutengemäß ihre Brieftauben der
Militär= (Marine=) Verwaltung zur Verfügung geſtellt.
I. Darmſtädter Brieftaubenklub.
1. Achen, Ernſt, Grafenſtr. 22.
2. Beſt, Ludwig, Nieder=
Ram=
ſtädterſtr. 47.
3. Deutſch, Philipp, Neckarſtr. 11.
4. Heinzerling, Heinr., Emilſtr. 28.
5. Heß, Kar, Saalbauſtr. 41.
6. Prinz von Yſenburg,
Goethe=
ſtraße 44.
7. Kämmerer, Karl, Parcusſtr. 10
8. Kraft, Hermann, Frankfurter
Straße 90.
9. Link, Heinrich, Roquetteweg 2.
10. Nold, Auguſt, Landgraf=
Phi=
lipp=Anlage 52.
11. Nungeſſer, Wilhelm, Dieburger
Straße 10.
12. Schmuck, W., Kirchſtr. 6.
13. Schneider, Adolf, Nieder=
Ram=
ſtädter Straße 72.
14. Steinmetz, Karl, Neckarſtr. 24.
15. Stoll, Ludwig,
Heinheimer=
ſtraße 4.
16. Thierolf, Heinrich, Karlſtr. 23.
I. Brieftauben=Klub „Gut Flug‟ Darmſtadt=Beſſungen.
1. Aberle, Georg, Hochſtr. 4.
D. Beyer, Georg, Luiſenſtr. 38.
3. Demmel, Ludwig,
Ludwigs=
höhſtraße 53.
1. Erbes, Ludwig,
Bruchwieſen=
ſtraße 28.
5. Geyer, Heinrich,
Weinberg=
ſtraße 369
Z. Geyer Xll., Wilhelm,
Oran=
gerieſtraße 2.
F. Geiger, Philipp, Beſſunger
Straße 17.
B. Haas Karl, Felſingſtr. 2.
p. Haun, Philipp,
Herrngarten=
ſtraße 23.
10. Heil, Auguſt, Herrngartenſtr. 7.
II. Henkel, Heinrich,
Orangerie=
ſtraße 1.
12. Henn, Friedrich, Griesheimer
Truppen=Uebungsplatz.
3. Hering, Ludwig, Sandberg
ſtraße 18.
14. Horſt, Heinr., Wittmannſtr. 34.
15. Jäger, Wilhelm,
Ludwigshöh=
ſtraße 22.
16. Naumann, Karl, Beſſunger
Straße 26.
17. Schulz, Georg, Beſſunger
Straße 74.
18. Stegmeier, Hubert,
Schuchard=
ſtraße 10.
19. Stein, Friedrich,
Sandberg=
ſtraße 19.
20. Vollhard, Ludwig,
Schießhaus=
ſtraße 59.
21. Weigold, Friedrich, Beſſunger
Straße 44,
22. Wiemer, Heinr., Tannenſtr. 28
23. Wittmann, Wilhelm, Seekatz
ſtraße 16.
Darmſtadt, den 7. Januar 1914.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Auszug aus dem Geſetz
betreffend den Schutz der Brieftauben und den Brieftaubenverkehr
vom 28. Mai 1894.
§ 1. Die Vorſchriften der Landesgeſetze, nach welchen das
Recht, Tauben zu halten, beſchränkt iſt, und nach welchem im Freien
betroffene Tauben der freien Zueignung oder der Tötung unterliegen,
funden auf Militärbrieftauben keine Anwendung.
Dasſelbe gilt von landesgeſetzlichen Vorſchriften, nach welchen
Dauben, die in ein fremdes Taubenhaus übergehen, dem Eigentümer
dies letzteren gehören.
§ 2. Inſoweit auf Grund landesgeſetzlicher Beſtimmungen
Sperrzeiten für den Taubenflug beſtehen, finden dieſelben auf die
Reiſeflüge der Militärbrieftauben keine Anwendung. Die Sperrzeiten
dürfen für Militärbrieftauben nur einen zuſammenhängenden
Zeit=
raum von höchſtens je 10 Tagen im Frühjahr und Herbſt umfaſſen.
Eind längere als zehntägige Sperrzeiten eingeführt, ſo gelten für
Militärbrieftauben immer nur die erſten zehn Tage.
§ 3. Als Militärbrieftauben im Sinne dieſes Geſetzes gelten
Brieftauben, welche der Militär= (Marine=) Verwaltung gehören oder
derſelben gemäß den von ihr erlaſſenen Vorſchriften zur Berfügung
oſtellt und welche mit dem vorgeſchriebenen Stempel verſehen ſind.
Privatperſonen gehörige Militärbrieftauben genießen den Schutz
deeſes Geſetzes erſt dann, wenn in ortsüblicher Weiſe bekannt gemacht
worden iſt, daß der Züchter ſeine Tauben der Militärverwaltung
zur Verfügung geſtellt hat.
(1491sm
Verkauf von Faſelvieh.
Ein zur Zucht untauglicher ſchw rer Bulle aus dem Faſelſtall
Beeſſunger Straße Nr. 60 ſoll veräußert werden.
Angebote hierfür ſind bis längſtens Samstag, den 17. ds.
Ats., vormittags 10 Uhr, bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
i Zimmer Nr. 39 des Stadthauſes liegen die Verkaufsbedingungen
(1856md
nrährend der Dienſtſtunden zur Einſicht offen.
Darmſtadt, den 12. Januar 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jaeger.
Bekanntmachung.
Die ſtädtiſche Sparkaſſe iſt für die Folge — Samstag nach
ättag ausgenommen — auch nachmittags von 3—5 Uhr geöffnet.
Darmſtadt, den 13. Januar 1914.
Netz, Direktor.
Arbeitsvergebung für elektriſche Lichtanlagen.
Die Gemeinde Traiſa beabſichtigt, die Inſtallationsarbeiten
ür elektriſchen Lichtanlage in den Gemeindegebäuden im
Submiſſions=
vege zu vergeben. Koſtenvoranſchlag und Bedingungen können auf
Der Großh. Bürgermeiſterei daſelbſt eingeſehen werden. Die
Inter=
lſſenten haben ihre Angebote verſchloſſen bis zum 22. Januar d. Js.,
hormittags 11 Uhr, einzureichen, woſelbſt die Oeffnung in
An=
veſenheit der etwa erſchienenen Intereſſenten ſtattfindet.
(1793
Traiſa, den 12. Januar 1914.
Großh. Bürgermeiſterei Traiſa.
Walter.
Der Brieſtaubenklub Gräfenhauſen
at ſeine Brieftauben der Militärverwaltung zur Verfügung geſtellt.
(1885
Gräfenhauſen, 12. Januar 1914.
Großherzogliche Bürgermeiſterei.
Petri.
In unſer Handels=Regiſter,
Ab=
teilung A, wurde heute
einge=
tragen die Firma:
Lina Roth Nachf. Emilie
Nagel, Darmſtadt, und als
deren Inhaberin Emilie
Nagel, geb. Unſer, Ehefrau
des Werkmeiſters Adolf
Nagel in Darmſtadt.
Der Uebergang der in dem
Beiriebe des Geſchäfts der
Lina Roth begründeten
Ver=
bindlichkeiten und Forderungen iſt
bei dem Erwerbe des Geſchäfts
durch Frau Emilie Nagel
ausge=
ſchloſſen.
(1886
Darmſtadt, 9. Januar 1914.
Großh Amtsgericht Darmſtadt I.
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Gebände und Grundſtücke.
Die Einrichtung von Gas=Beleuchtungs=, Heiz= und Kraft=
Anlagen im Innern der Gebäude und Grundſtücke, welche an das
Rohrnetz des ſtädtiſchen Gaswerks angeſchloſſen werden ſollen, ſowie
die Vornahme von Erweiterungen, Veränderungen und Reparaturen
darf nur durch ſolche Inſtallateure erfolgen, die vom Herrn
Ober=
bürgermeiſter eine ſchriftliche Erlaubnis hierzu erhalten und ſich
ver=
pflichtet haben, alle dieſe Einrichtungen unter Zugrundelegung und
gewiſſenhafter Beobachtung der hierfür erlaſſenen Beſtimmungen und
Vorſchriften auszuführen.
Dieſe Erlaubnis iſt folgenden Firmen erteilt:
Gottfried Beck, Karlſtr. 39.
Gebr. Becker Nachf.,
Grafen=
ſtraße 27.
Heinrich Becker, Brandgaſſe 2.
Lud. Breitwieſer, Nieder=
Ram=
ſtädterſtr. 54.
Heinr. Brunner, Eliſabethenſtr. 33.
KarlDarmſtädter, Sandbergſtr. 66
W. Eberhardt, Nieder=
Ram=
ſtädterſtr. 11.
Fr. Ewald (Inh. Fr. Wenz)
Soderſtraße 49 und 54.
Theodor Fey, Kranichſteinerſtr. 8a.
Georg Aug. Fink, Rhönring 53.
Ludwig Fiſcher, Langgaſſe 21.
Bernhard Gans, Rheinſtr. 47.
Franz Geiger, Karlſtraße 36.
Wilh. Gelfius, Fuhrmannſtraße 6.
Jakob Glock, Langegaſſe 9.
Guſtav Göckel, Kartſtr. 12.
Alexander Guntrum, Stiftſtr. 52.
Philipp Handſchuch,
Schloß=
gartenſtraße 37.
Ludwig Heppenheimer,
Luiſen=
ſtraße 2.
Wilh. Heppenheimer, Kiesſtr. 80.
Kurt Hiſſerich, Bleichſtr. 28.
Karl Hoffmann, Wienersſtr. 44.
Balth. Ittmann, Liebfrauenſtr. 89.
Hermann Jung, Bleichſtr. 11.
Karl Jung, Kaplaneigaſſe 17.
Philipp Jung, Alexanderſtr. 9.
Karl Kämmerer, Parcusſtraße 10.
Gg. Kaiſer, Rheinſtr. 5.
Rob. Kaiſer, Landgraf Georgſtr. 8.
Georg Keil, Eliſabethenſtr. 36.
Auguſt Keller, Kaupſtr. 45.
Adolf Kling, Grafenſtr. 35.
Ludw. Kling & Co., Rheinſtr. 17.
Klink &Rettberg, Ludwigspl. 8½
Albert Klöpfer, Beſſungerſtr. 84
Phil. Kraus Nachf. (Inh. Adam
Bender), Karlſtraße 51.
Hugo Kötting, Liebfrauenſtr. 75.
Wilh. Krätzinger, Ludwigſtr. 11.
Chriſt. Landzettel, Kaupſtr. 7.
Ludwig Lautenſchläger,
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ſtraße 26.
Ernſt Lorey, Karlſtr. 56.
Ludw. Luck, Heidelbergerſtr. 59.
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ſtraße 37.
Phil. Maul, Heidelbergerſtr. 18.
Müller u. Dilling, Kaſinoſtr. 27.
Gg. Neumann, Heidelbergerſtr. 117
Aug. Neumeyer Wwe., Große
Ochſengaſſe 22.
Heinr. Ningler, Landwehrſtr. 47.
Jakob Nohl, Martinſtr. 24.
Heinrich Pauli, Orangerie=Allee7.
Ludwig Pohl, Heinheimerſtr. 15.
F. W. Preußner, Bleichſtr. 40.
Karl Rockel Nachf. (Inh. Georg
Momberger), Schützenſtr. 4.
G. W. Roth, Moosbergſtr. 97.
Philipp Roth, Mühlſtr. 17.
J. Rühl, Saalbauſtr. 24.
Phil. Schäfer, Landwehrſtr. 29.
Friedr. Schiller, Tannenſtraße 7.
Karl Schreiner, Soderſtr. 48.
Franz Schulz, Karlſtr. 104½.
Heinrich Schwarz, Kiesſtr. 36.
Leonh. Sommer, Roßdörferſtr. 3,
Wilh. Stauß, Inſelſtraße 21.
Karl Tänzer, Marktplatz 7.
Michael Vollrath, Nieder=
Ram=
ſtädterſtraße 51.
Hch. Waldſchmidt,
Ludwigshöh=
ſtraße 21.
Otto Wamboldt, Herdweg 2.
Joh. Waſſer, Alexanderſtr. 7.
Val. Wedel, Beckerſtraße 7.
Karl Wenz, Wendelſtadtſtr. 39.
Karl Zahrt, Hofſtallſtraße 8.
Darmſtadt, den 5. Januar 1914.
Städtiſche Gaswerks=Verwaltung.
Friedrich.
(1468sm
Brennholz=Verſteigerung Nr. 6.
(Stadtwald.)
Dienstag, den 20. Januar l. Js., vorm. 9 Uhr,
werden in der Turnhalle (Woogsplatz 5), hier, aus den Diſtrikten
Eichelacker (Abt. 56), Scheftheimerſchlag (Abt. 52) und
Langenwieſen=
teil (Abt. 50 und 51) der Forſtwartei Heiligkreuz (Forſtwart
Hof=
mann) verſteigert:
Scheiter: 377 rm Buchen, 10 rm Hainbuchen, 98 rm Eichen,
8 rm Birken, 12 rm Kiefern, 2 rm Eſchen;
Knüppel: 368 rm Buchen, 61 rm Hainbuchen, 117 rm Eichen,
5 rm Birken, 16 rm Kiefern, 23 rm Erlen;
Reiſigknüppel: 310 rm Buchen, 57 rm Eichen, 37 rm Erlen;
Stöcke (fein): 106 rm Buchen, 20 rm Eichen.
Das Holz ſitzt an gut fahrbaren Wegen und trägt die
laufen=
den Nummern 469—1065. Unterſtrichene Nummern kommen nicht
zum Ausgebot.
Darmſtadt, den 10. Januar 1914.
(1797ms
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Nutzholz=Verſteigerung Nr. 5.
(Stadtwald.)
Montag, den 19. Januar d. Js., vormittags 9 Uhr, werden
in der Turnhalle (Woogsplatz 5) hier aus Diſtrikt Nachtweide,
Abt. 44, der Forſtwartei Heiligkreuz (Forſtwart Hofmann) 192,03 fm
Nutzholz öffentlich meiſtbietend verſteigert, und zwar:
Stämme: Eichen: III. Kl. 2 Stück = 2,24fm
„ IV. „ 1 „ — 0,62 „
V. „ 1 „ — 0,64 „
Fichten: I. „. 1 „ — 3,26 „
II. „ 13 „ = 25,56 „
55 „ — 69,13 „
III.
— 61,30 „
IV. „ 58
— 29,28 „
V.
43
Das Holz lagert in unmittelbarer Nähe der Dieburger Straße.
Stammholzverzeichniſſe werden an größere Abnehmer durch den
obengenannten Forſtwart abgegeben.
Darmſtadt, den 8. Januar 1914.
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
1475sm)
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kurz geſchnitten, prima trocken, daher
in Schwarten od. Klötzchen, direkt zum Anfeuern verwendbar, liefert
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Landwirlichaftliches.
L. K. Die ungünſtigen Witterungsverhältniſſe des
letz=
ten Jahres hatten zur Folge, daß die Ernte der
Getreide=
arten nicht immer in vollkommen einwandfreier Weiſe
geſchehen konnte. Es wird daher in größerem Maße wie
ſonſt der Landwirt gezwungen ſein, ſich einwandfreies
Saatgut zu beſchaffen. Die größte Garantie in dieſer
Be=
ziehung hat der Landwirt, wenn er nur anerkanntes
Saat=
gut ſich beſchafft. Aber nicht nur bei Getreide, ſondern
beſonders auch bei den Kartoffeln iſt die Auswahl der
Bezugsquelle von großer Wichtigkeit. Gerade heute, wo
die Frage der Sortenechtheit und Sortenreinheit, ſowie
das Auftreten der verſchiedenſten Krankheiten bei den
Saatkartoffeln außerordentlich wichtig iſt und oft zu
un=
liebſamen Nachteilen für den Landwirt führt, iſt die
Ver=
wendung von anerkanntem Saatgut in erſter Linie in
Be=
tracht zu ziehen. Durch dieſes wird ihm die höchſte
Ga=
rantie gegeben, welche heute auf dieſem Gebiete geleiſtet
werben kann, da die Feldbeſtände einer Beſichtigung
unter=
worfen werden und ſo feſtzuſtellen iſt, ob die Beſtände
geſund und ſortenrein ſind. Wohl eine der älteſten
Orga=
niſation, die ſich mit der Saatanerkennung befaßte, iſt
die der Saatbauſtellen der Landwirtſchaftskammer für das
Großherzogtum Heſſen.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 6.—12. Januar 1914.
Auf dem Weltmarkte hat ſich die Situation ſeit der
Vorwoche nicht viel geändert. Argentinien zeigte kein
Entgegenkommen, auch Kanada hielt auf Preiſe, und von
Rußland war der dortigen Feiertage wegen überhaupt
wenig zu hören. Ueber Indien lagen ungünſtige Berichte
vor, was nicht ohne Einfluß auf die Tendenz der
engli=
ſchen Märkte blieb. Andererſeits hat Auſtralien ſeine
Ex=
porttätigkeit in größerem Umfange aufgenommen, und die
Folge davon war, daß die Weltverſchiffungen eine
beträcht=
liche Zunahme aufzuweiſen hatten. Immerhin war die
Tendenz im großen und ganzen als gut behauptet zu
be=
zeichnen. Was ſpeziell die deutſchen Märkte anlanzt, ſo
ſtand die feſtere Tendenz zum Teil mit der ſeit einigen
Tagen kälter gewordenen Witterung im Zuſammenhang,
denn das Fehlen einer Schneedecke erweckt Beſorgniſſe für
die Saaten. Das Angebot behielt auch in der
Berichts=
woche mäßigen Umfang, während ſich allgemein etwas
mehr Begehr nach Ware geltend machte. Namentlich vom
Export ging wieder manche Anregung für das
Weizen=
geſchäft aus. Die Nachfrage für deutſchen Weizen ſeitens
des Auslandes war ziemlich rege, und es kam faſt täglich
zu größeren Abſchlüſſen. Bei dem Mangel an Angebot
ſuchten die Exportgure vielfach im Lieferungsgeſchäft
Deck=
ung, und da die Abgeber vorſichtig waren, konnten ſich die
Preiſe gut behaupten. Roggen hatte bei ſchwachem
An=
gebot Abzug nach der Küſte und über die ruſſiſche Grenze,
doch waren meiſt nur die letzten Preiſe zu erzielen, und
auch im Lieferungsgeſchäft iſt ſeit der Vorwoche keine
nennenswerte Veränderung eingetreten. Auf dem
Hafer=
markte machte ſich im allgemeinen etwas mehr
Lebhaftig=
keit bemerkbar, zumal die Exporteure als Käufer
auftra=
ten. Bemerkenswert iſt, daß Rußland in der Berichtswoche
für die geringen ſchleſiſchen Qualitäten Intereſſe zeigte
und zu den gedrückten Preiſen größere Poſten aufnahm.
Für ruſſiſche Futergerſte beſtand wenig
Unternehmungs=
luſt, doch gaben die Preiſe trotz umfangreicher
Verſchiffun=
gen nur wenig nach. Mais lag zunächſt weiter matt, da
Argentinien infolge günſtiger Ernteausſichten ſeine
For=
derungen ermäßigte. Zu den gedrückten Preiſen entwickelte
ſich indes ein ziemlich lebhaftes Geſchäft, ſo daß zum
Schluß wieder eine feſtere Tendenz zum Durchbruch
kom=
men konnte. Es ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches
Getreide am letzten Markttage wie folgt:
Weizen
Roggen Hafer
153½ (—
162
Königsberg.
Danzig
162
154
Stettin
178
154 (*1%) 152
184 (*1 ) 149
Poſen
152
180
150
Breslau
144
Berlin
189 (4-1. ) 156½ (*
178
185
157
169
Magdeburg
185 (*2 ) 162
Halle .
)180
Leipzig
161
182
)164
Dresden:
187 (42 ) 157 (*2 ) 155
Roſtock
181 (*2 ) 154 (*1 ) 152 (*1
Hamburg
194 (*1 ) 157
169
Hannover
179
157
161
Düſſeldorf
192
160
177
Köln
191 (*2 ) 157
168
Frankfurt a. M. 192½
162½ (*1 ) 170
Mannheim . . 199 (*1½) 165
) 177½
21
Straßburg . . 202½(
170
175
München
198
165 (*
164
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 198.75 (*0,25)
Peſt April 197,40 (*4,10), Paris Jan. 216,50 (—1,20),
Liverpol März 161.50 (—0,25), Chikago Mai 141,15
(—0,80). Roggen: Berlin Mai 162,25 (—0,25), Hafer:
Berlin Mai156,75 (—0,50). Futtergerſte Südruſſ. frei
Hamburg unverzollt ſchwim. 113 (— 0,50), Januar 113
(—0,75), Mais Argent. ſchwim. 107 (—2), Donau Jan.
(Febr. 105½ (—2) Mark.
— Frankfurt a. M., 12. Jan. (
Schlachtvieh=
markt.) Amtlicher Bericht. Auftrieb: 1536 Stück
Rin=
der, darunter 486 Ochſen, 73 Bullen, 977 Färſen und Kühe.
343 Kälber, 133 Schafe, 2748 Schweine. Preis für 1
Zent=
ner Lebendgewicht (Schlachtgewicht) in Mark: 1.
Rin=
der: A) Ochſen: a) vollfleiſchige ausgemäſtete höchſten
Schlachtwertes im Alter von 4 bis 7 Jahren 50—54 (90
bis 93), b) junge fleiſchige, nicht ausgemäſtete und ältere
ausgemäſtete 46—49 (83—89), e) mäßig genährte junge,
gut genährte ältere 43—45 (79—83). B) Bullen: a)
voll=
fleiſchige, ausgewachſene höchſten Schlachtwertes 48—51
(80—85), b) vollfleiſchige jüngere 44—47 (76—81). C)
Fär=
ſen und Kühe: a) vollfleiſchige, ausgemäſtete Färſen
höch=
ſten Schlachtwertes 46—49 (83—88), b) vollfleiſchige,
aus=
gemäſtete Kühe höchſten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren
43—46 (80—83), c) 1. wenig gut entwickelte Färſen 41—45
(79—87), 2. ältere, ausgemäſtete Kühe und wenig gut
ent=
wickelte jüngere Kühe 39—42 (72—78), d) mäßig genährte
Kühe und Färſen 33—37 (66—74), e) gering genährte
Kühe und Färſen 25—30 (57—67). 2. Kälber:
a) mittlere Maſt= und beſte Saugkälber 64—68 (108—115),
b) geringere Maſt= und gute Saugkälber 58—62 (98—105),
c) geringe Saugkälber 53—56 (90—95). 3. Schafe:
Maſtlämmer und Maſthämmel 45 (94). 4.
Schweine=
a) vollfleiſchige Schweine von 80 bis 100 Kilogramm (160
bis 200 Pfund) Lebendgewicht 55—58 (70—72), b)
voll=
fleiſchige Schweine unter 80 Kilogramm (160 Pfund)
Lebendgewicht 54—56 (69—71), c) vollfleiſchige von 100
bis 120 Kilogramm (200 bis 240 Pfund) Lebendgewicht
55½—58 (70—72), d) vollfleiſchige von 120 bis 150
Kilo=
gramm (240 bis 300 Pfund) Lebendgewicht 55½—58 (70
Ze
bis 179). Martverlauft. Gebrücker Handelt bei Rindem
mäßiger, bei Schweinen bedeutender Ueberſtand.
H. Frankfurt a. M., 13. Jan. (
Fruchtmarkk=
bericht.) Am Wochenmarkt war ein nur ruhiger
Ver=
kehr, aber die Stimmung im ganzen zur Feſtigkeit geneigt.
Die Mühlen kauften wenig; dafür nahm der Konſum
etwas mehr auf. Landroggen ſchließt bei beſſerer Frage
etwas höher; auch Hafer reger geſucht. Mais und Gerſte
kaum verändert. Futtermittel, ſowie Mehl ſehr ſtill und
willig. Der Mannheimer Getreidemarkt iſt
bei ſchwacher Nachfrage. An der unbelebten Berliner
Produktenbörſe war die Haltung für Getreide
be=
hauptet. Eine Preisſteigerung wurde verhindert durch die
Meldung aus der Provinz, daß die Schneedecke für die
Saaten ausreichend ſei. Auslandsofferten blieben
unver=
ändert; nur ruſſiſcher Roggen billiger erhältlich. Hafer
bei ſchwachem Konſum behauptet. Nach den letzten
Kabel=
nachrichten von den amerikaniſchen
Getreide=
märkten (Neu=York und Chikago) waren Weizen und
Mais trotz der Meldungen von kaltem Wetter im
Süd=
weſten der Vereinigten Staaten kaum behauptet, da
ſpä=
ter günſtiger prognoſtiziert wurde die Viſible Supply=
Ziffern à la baisse lauteten und die Firma Armour, nach
anfänglichen Käufen, wieder zu Abgaben ſchritt. Die
ſicht=
baren Weizenvorräte ſind dort in dieſer Woche von 74,26
Mill. Buſh. auf 72.98 Mill. Buſh. zurückgegangen,
hin=
gegen die Maisvorräte von 12,13 Mill. Buſh. auf 14,21
Mill. Buſh. geſtiegen. In Kanada erhöhten ſich die
Wei=
zenvorräte in dieſer Woche von 23,80 Mill. Buſh. auf=
26,31 Mill. Buſh.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen hieſ. und Wetterauer, 19—19,25, Nordd. 19 bis
19,25, Kurheſſiſcher 19—19,25, Ruſſiſcher 22,50—23,50,
Kan=
ſas 22,25—23,25. Rumäniſcher 22,75—23,50, Redwinter
22,25—23, Manitoba 22,25—22,75, Laplata 22,25—22,75,
Walla Walla 22,25—23. Roggen, hieſ., 16—16,25,
Baye=
riſcher 16—16,25. Gerſte Pfälzer, 17.50—18, hieſ. und
Wetterauer 17—17,50, Riedgerſte 17,50—18, Fränkiſche
17,50—18. Hafer, hieſ., 15,75—17, Bayeriſcher 15,75—17,
Ruſſiſcher 17,50—19, Rumäniſcher 17,50—19 Amerikaniſcher
17,50—18. Mais mired 14,70—14,75, Ruſſiſcher 14,70 bis
14,80, Donaumais 14,75—14,85. Rumäniſcher 14,70—14,80,
Laplata 14,70—14.75, Weißer Mais 14,70—14,75,
Weizen=
ſchalen 9,75—10, Weizenkleie 9,25—9,50, Roggenkleie 10 bis
10,50, Futtermehl 12—14, Biertreber, getrocknet, 12,50—13,
Futtergerſte 13—13,75. Weizenmehl hieſ. (Baſis ab
Mannheim), Nr. 0 30.25—30,50, feinere Marken 30,75—3)
Nr. 1 29,50—29.75, feinere Marken 30—30,25. Nr. 2128 bis
28,25, feinere Marken 28.50—28,75, Nr. 3 26,50—26/75,
fei=
nere Marken 27—27,25, Nr. 4 22,50—22,75, feinere Marken
23—23,25. Roggenmehl, hieſ., Nr. 0 24,50—25, Nr. 1. 22,50
bis 23, Nr. 2 20—20,25.
Handel und Verkehr.
— Schiffsliſte für billige Briefe nach
den Vereinigten Staaten von Amerika (10.
Pfg. für je 20 Gramm). Die Portoermäßigung erſtreckt ſich
nur auf die Briefe, nicht auch auf Poſtkarten, Druckſachen
uſw. und gilt nur für Briefe nach den Vereinigten Staaten
von Amerika, nicht auch nach anderen Gebieten Amerikas,
z. B. Kanada. „George Waſhington” ab Bremen 17. Jan.,
„Preſident Grant” ab Hamburg 22. Jan., „Hamburg” ab=
Hamburg 24. Jan., „Kaiſerin Auguſte Victoria” ab
Ham=
burg 29. Jan., „Prinz Friedrich Wilhelm” ab Bremen
31. Jan., „Amerika” ab Hamburg 5. Febr., „
Kronprin=
zeſſin Cecilie” ab Bremen 10. Febr. „Moltke” ab
Ham=
burg 14. Febr. (Poſtſchluß nach Ankunft der Frühzüge.)
Alle dieſe Schiffe, ausgenommen „Preſident Grant”, ſind
Schnelldampfer oder ſolche, die für eine beſtimmte Zeit vor
dem Abgange die ſchnellſte Beförderungsgelegenheit bieten.
Es empfiehlt ſich, die Briefe mit einem Leitvermerk, wie
„direkter Weg” oder „über Bremen oder Hamburg”, zu
verſehen.
Städtiſches Muſeum (Schloßgraben 9). Geöffnet
Sonn= und Feiertags, ſowie Mittwochs und Freitags
von 11—1 und 2—4 Uhr, bei freiem Eintritt.
Dienstags, Donnerstags und Samstags von 10—1 Uhr
(Eintritt 30 Pfg.).
Kunſthalle am Rheintor, geöffnet Werktags von
11—4 und Sonntags von 10—4 Uhr.
Unſere Illuſtrierte Tiefdruck=Beilage
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Iſt denn der ſo tüchtig in ſeinem Fach? fragte ſie
lächelnd.
Der Kutſcher nickte. Der beſte Landwirt iſt er weit
unnd breit, und Schneid hat er für zehne, das iſt gewiß.
Was der anfaßt, das gelingt. Seit ſieben Jahren iſt er
fhier bei uns, und in der erſten Zeit ſoll es ganz ſchlimm
geweſen ſein. Der Herr General hat nämlich die
Herr=
ſchaft Hellborn erſt vor acht Jahren übernommen. Bis
pahin gehörte ſie ſeinem Onkel, einem eigenſinnigen
Son=
werling, der von Neuerungen nichts wiſſen wollte und
alles verkommen und verfallen ließ. Dabei wurde er
auch noch ſchrecklich betrogen. Der Herr General plagte
ſich eine Zeitlang vergeblich mit den alten Leuten ab, dann
kam der Herr Oberinſpektor und machte reinen Tiſch.
Seitdem hat alles erſt das rechte Anſehen bekommen, und
was er hineinſteckt, kommt doppelt und dreilach wieder
heraus. Freilich, ſtreng iſt er und hölliſch ſcharf kann er
ſein, aber auch gerecht und gut, und wer ſeine Pflicht
tut, hat bei ihm nichts auszuſtehen. Der weiß ſich ſeine
Leute zu ziehen. Auch die Unterbeamten hält er feſt an
der Strippe, und an Arbeitern fehlt es ihm nie.
Hier wurde die Unterhaltung durch ein lautes und
nwilliges Meckern unterbrochen. Gabis koſtbarer
ge=
wörnter Reiſegefährte erſchien. Zugleich drückte Johann.
ihr ohne weiteres die Zügel in die Hand und ſchwang ſich
eilig über die Lehne in das Innere des Wagens, um bei
dem Aufladen behilflich zu ſein Das Gehäuſe mit dem
leebenden Inhalt wurde vorſichtighinaufgeſchoben. Dann
ſenen uoch ein Sec Zuer und ein at Saiß, eir dar=
Bierkiſten und ein Korb mit Sauerbrunnen, und als
Jo=
hann wieder auf ſeinem Platz ſaß, zogen die Pferde
end=
lich an.
Die Fahrt war aber entſetzlich lang, die flache Gegend
ohne jeden Reiz. Des eigenſinnigen Ziegenbockes wegen,
der ſich durchaus nicht niederlegen wollte, mußte man
auf dem holprigen Wege Schritt fahren, und Gabi wäre
am liebſten zu Fuß gegangen. Aber dazu war die
Ent=
fernung doch zu groß. So nahm ſie die Unterhaltung mit
Johann zum Zeitvertreib wieder auf. Es widerſtrebte
ihr, ihn auszuhorchen, aber ſeine freiwilligen vertraulichen
Mitteilungen trugen doch zu ihrer Orientierung bei, und
als Fräulein Flotts Stellvertreterin konnten ſie ihr von
Nutzen ſein.
Wie hieß denn die letzte Schreibmamſell, fragte ſie,
Johanns Ausdruck gebrauchend, und wie lange war ſie hier?
Der Kutſcher lachte. Genau acht Tage, Fräulein. Ihr
Name war Meuſelmann. Komiſch, nicht? Sie hatte
auch eine Stimme wie ein Mann und trank täglich drei
Flaſchen Bier.
Und vorher?
Da war eine gewiſſe Blaſſe hier, die ſah zum
Er=
barmen aus. Ein feines Mädchen, aber ſo eingeſchüchtert
und überarbeitet, daß ſie zuſammenfuhr, wenn der Herr
Generat ſie nur anredete. Ihre Vorgängerin war um
ſo forſcher. Ein Mordsfrauenzimmer, ſage ich Ihnen,
und ihre Augen wußte die zu brauchen, Donner ja! Am
Kammertiſch ſprechen ſie heute noch von ihr.
Am Kammertiſch? wiederholte Gabi betroffen und
unaugenehm berührt. Nahm ſie denn dort ihre
Mahl=
zeiten ein?
eite dine. Felieg ſear u. Zuaſ äic ge
Tippfräuleins allein in ihrem Zimmer, aber das war
ihnen zu öde und langweilig und der Mamſell zu
um=
ſtändlich. Die Wirtſchafterin ißt ja ſelbſt am
Kammer=
tiſch, und da geht es oft ſehr luſtig zu. Seit die Frau
Gräfin mit ihren Gäſten hier iſt, ſind immer ein paar
fremde Kammerjungfern und Kammerdiener dabei, die
weit gereiſt ſind und viel erzählen können, und von den
guten Sachen, die für die Herrſchaft gekocht werden, fällt
für den Kammertiſch auch immer etwas ab. Es wird
Ihnen da gefallen, Fräulein. Sie kommen gleich in die
rechte Geſellſchaft und können ſich mit den fremden
Mäd=
chen anfreunden. Sie werden ihnen wohl fein genug
ſein. Gegen unſereinen ſind ſie hölliſch hochmütig, und
wenn man ſie grüßt, danken ſie kaum.
Gräfin Gabi richtete ſich unwillkürlich ſtrammer auf.
Der Gedanke, mit den Hellborner Dienſtboten an einem
Tiſch eſſen zu ſollen, erſchien ihr ganz unerträglich, und
ſie beſchloß, es von vornherein abzulehnen, mochte das
der Mamſell bequem ſein oder nicht.
Wo wohnten denn meine Kolleginnen? fragte ſie kurz.
Im Wirtſchaftsflügel des Schloſſes, Fräulein, zu
ebener Erde, dicht bei den Plättzimmern. Neben dem
Archiv, wo ſie zuerſt untergebracht wurden, mochten ſie
nicht bleiben. Da geht es nicht mit rechten Dingen zu.
Fräulein Flotts Stellvertreterin lächelte. Wieſo denn,
Johann?
Johann zögerte mit der Antwort.
Na, meinte er, in den alten Geſchichten findet man
ſich ſchwer zurecht. Man munkelt von einem unheimlichen
Bilde, das neben dem Archiv im gelben Zimmer hängt.
„Die ſchlimme Gräfin” nennen ſie’s. Vor dem fürchten
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ſich alle, und keiner ſpricht gern davon. In ſtürmiſchen,
mondhellen Nächten wird’s nämlich lebendig, raſſchelt mit
den ſchweren ſeidenen Kleidern und ſteigt aus dem
Rah=
men heraus. Darum wurde das Zimmer früher auch
verſchloſſen gehalten und nie benutzt. Prachtvolle Möbel
ſollen darin geweſen ſein. Der Herr General meint aber,
das alles ſei Unſinn, die Stube ſei genau ſo gut wie jede
andere, und weil die Tippmamſells immer im Archiv
ar=
beiten, ſollten ſie gleich nebenan im gelben Zimmer
woh=
nen. Der Verſuch wurde auch wiederholt gemacht, aber
geglückt iſt er nicht. Die armen Mädchen ängſtigten ſich
halbtot, und ſo räumte die Mamſell ihnen das kleine
Zimmer im Wirtſchaftsflügel ein, das lange nicht ſo hübſch
iſt, ihnen aber viel beſſer gefiel.
Gabi kannte keinen Aberglauben und keine Furcht.
Sie amüſierte ſich nur über die wundervolle Spukgeſchichte
und brannte darauf, das Bild zu ſehen.
Das betreffende Zimmer iſt wohl ſehr düſter und
un=
heimlich? fragte ſie ſcheinbar ernſthaft und neugierig.
Im Gegenteil, meinte Johann, es iſt freundlich und
ſchön, und am Nachmittag, wenn die Sonne hineinſcheint,
glänzen die hohen gelben Wände wie Gold. Aber was
hilft das alles? Das Bild leidet keine Mitbewohner. Es
grault jeden lebenden Menſchen hinaus.
Gabi lachte. Dann braucht man es doch nur zu
ent=
fernen .
Das kann man eben nicht, flüſterte Johann, und man
will es auch nicht. Einer alten Prophezeiung nach darf
im gelben Zimmer nichts verändert werden, ſonſt gibt’s
ein Unglück. Das Bild ſitzt feſt in der Wund. Man müßte
es gewaltſam herausreißen, um es fort zu bringen, und
das hat noch keiner von den Beſitzern gewagt.
Wie intereſſant! meinte Gabi. Gerade da möchte ich
wohnen.
Johann antwortete nicht. Durch eine Berührung
ge=
warnt, erinnerte er ſich ſeiner Pflichten, wandte ſich nach
dem Ziegenbock um, der dicht hinter ihm ſtand, und
er=
ſchrak nicht wenig, als er ſah, was geſchehen war.
Das Tier hatte ſeine ſchmale Schnauze zwiſchen den
hölzernen Traillen hindurchgeſteckt und mit Geſchick und
Ausdauer einen Aermel von Gabis Regenmantel, der vor
ihm über der Lehne des Kutſcherſitzes hing, zu ſich
heran=
gezogen, um daran zu knabbern. Dieſer Aermel war
halb aufgefreſſen und halb zerkaut und der Mantel
da=
durch ziemlich wertlos geworden. Das beunruhigte den
braven Roſſelenker aber viel weniger als die Sorge, daß
die ungewohnte Koſt dem teuren Bock ſchlecht bekommen
könne, und von dieſem Augenblick an hatte er keine rechte
Ruhe mehr. So fiel es ihm auch nicht als abſonderlich
auf, daß Fräulein Flotts Stellvertreterin den
unerwar=
teten Schaden nicht heftiger beklagte. Sie lachte nur über
die eigentümlichen Gelüſte ihres gehörnten Reiſegefährten,
der die Neugier und Naſchhaftigkeit ſeiner Raſſe nicht
ver=
leugnete, und ſagte gelaſſen: Da muß ich mir ſchleunigſt
einen anderen Mantel kommen laſſen. Dieſen ſchicke ich
auf eine landwirtſchaftliche Ausſtellung und laſſe ihn als
neueſtes Ziegenfutter prämiieren.
Allmählich wurde die Gegend ſchöner und weniger
eintönig. Schmale Wieſenflächen, mit prachtvollen alten
Eichen beſetzt, zogen ſich zwiſchen fruchtbaren Ackerſtücken
hin, am Wege ſtanden gutgepflegte Obſtbäume, und von
einer Bodenerhebung aus hatte man einen hübſchen
Fern=
blick. Der Horizont wurde von dunklen Waldungen
be=
grenzt. Endlich tauchte auch Hellborn auf, ein Dorf, das
ſich öſtlich an den herrſchaftlichen Gutshof ſchloß, während
im Weſten ein ungewöhnlich großer, wunderſchöner Park
ſich ausbreitete.
Zwiſchen Hof und Garten lag das Schloß, ein
mäch=
tiger, feudaler, zweiſtöckiger Bau, der ſeine beiden
efeu=
umſponnenen Flügel nach der Hofſeite hin einer
pracht=
vollen Platanenallee entgegenſtreckte und mit ihnen die
Auffahrt und die Rampe umſchloß. Dem impoſanten,
gelbgetönten Hauptgebäude war an der Gartenfront eine
breite Terraſſe vorgelagert, und von dem Türmchen, das
die Mitte des hohen dunklen Daches ſchmückte, wehte eine
Flagge mit den Haſſelmannſchen Farben herab.
Johann fuhr langſam an der Gartenmauer entlang,
über die man von dem hohen Wagen aus hinwegſehen
konnte, und ſo vermochte Gräfin Gabi gleich einen Blick
zu tun auf der Blumengruppen leuchtende Farbenpracht,
den Tennisplatz, auf dem gerade eifrig geſpielt wurde
und die ſchön gehaltenen Wege mit darauf luſtwandeluden
eleganten Geſtalten. Dann bog der Wagen um die Ecke,
fuhr durch die Pla”anenallee in den Wirtſchaftshof ein
und hielt vor einem langgeſtreckten maſſiven Stallgebäude
Fabelhaft ſauber und ordentlich ſah es hier aus. De=
Gang vor den Stalltüren war rein gefegt, Wagen,
Ma=
ſchinen und Ackergeräte ſtanden ſchnurgerade aufgefahrn
in Reih und Glied, und ſelbſt die Düngerſtätte bot keinen
unäſthetiſchen Anblick dar.
(Fortſetzung folgt.)
Vorträge.
* Die vereinigten evangeliſch
kirch=
lichen Frauenvereine der hieſigen Stadt
veran=
ſaalteten am Montag abend eine Wiederholung des am 15.
Lovember vorigen Jahres von Herrn Dr. Sell, dem
leitenden Arzt des „Eleonorenheims”, gehaltenen
Vortra=
kees. „Geſundheitsgemäße Frauenkleidung”
lnutete das intereſſante Thema, zu dem ſich wiederum eine
geußerordentlich zahlreiche Zuhörerſchaft, darunter viele
ſeeranwachſende Mädchen, im „Kaiſerſaal” eingefunden
laatte. Es iſt freudig und dankbar zu begrüßen, wenn
Männer aus ärztlichem Beruf, der ſo oft die Folgen
ver=
lehrter „Mode” heilen ſoll, mit ſolcher Sachkunde und
Erfahrung an die Wurzel des Uebels gehen und den
kampf da beginnen, wo ſeine Urſachen liegen. Hat doch
eine Fülle von früher ungeahnten Leiden und Krankheiten
ier heutigen Frauenwelt ihre weſentliche Urſache in der
terkehrten Kleidung und dem geradezu törichten
Einſchnü=
ten des Körpers in unnatürliche Formen — nur, um
ſſchön” zu erſcheinen. Wo aber ſo den wichtigſten Organen
tie volle Bewegungsfreiheit fehlt, zeigen ſich die Folgen
lald in Körperſchwäche und Blutarmut, und der darin
legründeten Veranlagung zu einer Menge von
Krankhei=
ten. Hier aufklärend zu wirken, iſt dem geſchätzten Redner
in einer geradezu glänzenden Weiſe gelungen. Sein
an=
ſchaulicher, von trefflichem Humor gewürzter Vortrag war
unterſtützt durch eine Reihe von Lichtbildern; ſie zeigten,
wie frei, ſchlank, natürlich und geſund ſich ein
Mädchenkör=
ſer ungeſchnürt entwickelt, gegenüber dem anderen, der
durch Einſchnürung ſichtlich verkümmert. So war es eine
beeſondere Freude, zu beobachten, wie die zahlreich
erſchie=
nenen Mütter und Mädchen den Unwert, ja direkten
Scha=
den erkannten, den eine törichte Mode angerichtet hat, ſehr
zutm Nachteil unſeres Volkes, das geſunde Frauen und
Mütter braucht. Es iſt doch ein merkwürdiger Widerſpruch:
Säuglingspflege, Kinderhort, Mädchenturnen und ſo viele
Maßregeln zum Gedeihen des Kindes; aber das
Eltern=
haus fördert ſein Gedeihen und ſeine „Schönheit” durch
tfieſe häßliche, unnatürliche und geſundheitsſchädliche
Ent=
ſtellung des Körpers. Hier müßte eine ernſte Pionierarbeit
tänſetzen, und wenn die evangeliſchen Frauenvereine
zu=
nächſt in den eigenen Reihen für dieſe Gedanken freie
Bahn und zahlreiche Anhänger gewinnen, ſo leiſten ſie ein
grut Stück ſozialer Arbeit zur Geſundung unſeres Volkes.
Da, ſoviel wir wiſſen, erſtmals die hieſigen Frauenvereine
iut einer derartigen Arbeit ſich vereinigt haben, möchten
wir wünſchen: einerſeits ein Umſetzen zur Tat in den
rägenen Reihen, ſodann aber auch ein Weiterarbeiten auf
dieſem Gebiet ſozialer Betätigung mit dem Ziel:
Körper=
liche und ſittliche Geſundung unſeres Volkes.
Sport, Spiel und Turnen.
sr. Winterſport. Die Rodelmeiſterſchaft von
Sachſen, die der Dresdener Rodelklub unter zahlreicher
Beteiligung in Geiſing bei Dresden auf einer 1750 Meter
langen Bahn veranſtaltete, wurde von dem Verteidiger
ltmann=Reichenau in 2 Min. 40,4 Sek. vor Dr. Oſterot=
Leipzig 2.53 gewonnen. Die Zweiſitzer=Meiſterſchaft ſah
die Leipziger Dr. Oſterot-v Steinmann in 2153,3 als
Sieger vor Altmann-Weigand. — Die
Rodelmeiſter=
ſchaft von Bayern gelangte in Oberaufdorf bei
guten Schneeverhältniſſen auf der bekannten 2500 Meter
angen Rodelbahn von Brunnſtein zur Entſcheidung.
Sie=
ger wurde Berger=Seebach in 5 Min. 41,5 Sek. vor dem
Münchener Pfetten. — Die Skilaufmeiſterſchaft
von Mitteldeutſchland um den Ehrenpreis des
Großherzogs von Sachſen=Weimar wurde bei dem
Winter=
portfeſt in Ilmenau entſchieden und von dem
Nor=
weger Wiſch=Wederſen mit der Note 1 für einen
geſtan=
denen Sprung von 20 Metern gegen Zuckſchwert Ilmenau
gewonnen. Der Norweger ſicherte ſich durch einen Sprung
von 19 Metern anch den Wanderpreis von Stilzerbach im
Springrennen. Der Langlauf fiel des ſchlechten Wetters
wegen aus. — Auf dem Semering bei Wien gelangte ein
Vierländerkampf im Skiſpringen zum erſten
Male zum Austrag. Es ſtanden ſich Norwegen,
Oeſter=
reich, die Schweiz und Deutſchland um den Ehrenpreis der
Stadt Wien gegenüber. Die bekannte Liechtenſtein=
Sprung=
ſchanze befand ſich in beſter Verfaſſung, ſo daß gute
Leiſt=
ungen erzielt wurden. Erwartungsgemäß errangen die
Norweger mit ihrer hervorragenden Mannſchaft
Hen=
rikſen, Rudi, Goegold, einen überlegenen Sieg über die
rſte öſterreichiſche Mannſchaft, beſtehend aus den
Gebrü=
dern Rucker und dem Meiſterſpringer Bildſtein. Die
Schweizer Attenhofer, Gruber und Maurer (ſämtlich
Da=
vos) belegten wider Erwarten nur den dritten Platz vor
en Deutſchen Clas, Luther und Satler. — Den Preis für
den weiteſten geſtandenen Sprung landete der Norweger
Olſtad mit einem ſchönen Sprung von 35 Metern.
Die Skimeiſterſchaft von Tirol gelangte
bei ſtarkem Schneetreiben in Reutte zum Austrag. Der
ſtarke Schneefall brachte für die Teilnehmer
Lawinenge=
fahr mit ſich, ſo daß die Strecke für den Langlauf in letzter
Minute um etwa 2,5 auf zirka 11 Kilometer verkürzt
wer=
den mußte. Die Meiſterſchaft gewann Luab (Deutſche
Eis=
hockey=Geſellſchaft Prag), der im Sprunglauf mit drei
geſtandenen Sprüngen die beſte Leiſtung vollbrachte. Sein
gefährlichſter Konkurrent, der Münchener Husler, der den
Seniorenlanglauf in 45 Minuten 47 Sekunden gegen Karl
Hannemann (48:38) und Luab (51115) gewonnen hatte,
kam bei einem der drei Sprünge zu Fall. Im Langlauſ
Klaſſe II ſiegte v. Roſetti=München in 49 Min. 25 Sek.,
ind in der Jugendklaſſe C. Abel=München in 51:26. — Die
Europa=Meiſterſchaft im Skeletonfahren
iſt, wie ſchon gemeldet, vom Internationalen
Schlitten=
ſportverband erſtmalig Davos überwieſen worden. Aus
der jetzt erfolgten Ausſchreibung geht hervor, daß das für
den 23. Januar angeſetzte Rennen auf der Schatzalp=
Bobbahn, die funf Tage vor dem Rennen zum
Trai=
ning freigegeben wird, zum Austrag gelangt. Das
Ren=
nen iſt offen für Mitglieder von Sportvereinen, die dem
Internationalen Schlittenſportverband angehören.
Meld=
ungen ſind gegen einen Einſatz von 5 Francs bis zum 21.
Januar an den Internationalen Schlittelklub Davos, z. H.
von Herrn Van Eyck, Davos=Dorf, zu richten.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 del
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Von intereſſierter Seite wird in den Blättern unter
Bezugnahme auf die bevorſtehende
Bürgermeiſter=
wahl in Eberſtadt darauf hingewieſen, daß dort
nunmehr ein Berufsbürgermeiſter gewählt werden müſſe,
damit die Bürgermeiſtergeſchäfte, „den Erforderniſſen der
Jetztzeit entſprechend” geführt werden könnten;
insbeſon=
dere ſei der gegenwärtig amtierende Bürgermeiſter
in=
folge ſeines hohen Alters nicht mehr imſtande, den an
ihn herantretenden Anforderungen in vollem Umfange zu
entſprechen. So ungefähr war der Sinn der betreffenden
Publikationen, wenn auch die Ausdrucksweiſe mitunter
der wünſchenswerten Klarheit ermangelte.
Auffallender=
weiſe hat man indeſſen nicht daran gedacht, auch
gleich=
zeitig die beſonderen Verdienſte zu erwähnen, die ſich der
jetzige Bürgermeiſter in ſeiner langen Dienſtzeit dadurch
erworben hat, daß er in uneigennütziger Weiſe ſeine Kräfte
dem Gemeindewohl gewidmet hat. Was dieſer Mann
in ſeiner beſcheidenen, ruhigen Art, ohne das heutzutage
beliebte, laute, marktſchreieriſche Gebaren, bisher geleiſtet
hat, iſt nur denen nicht bekannt, die nichts davon wiſſen
wollen. Da müſſen wir doch einmal die Frage aufwerfen:
Wer hat denn in Eberſtadt unabläſſig dafür geſorgt, daß
ſteuerkräftiges Publikum in die Gemeinde gebracht wurde,
daß ferner das Projekt der elektriſchen
Straßenbahnver=
bindung mit Darmſtadt durchgeführt wurde, daß endlich
das Villenviertel Ludwigshöhe geſchaffen wurde? Das
hauptſächlichſte Verdienſt an dem Zuſtandekommen dieſer
Dinge gebührt doch zweifellos dem jetzigen Bürgermeiſter.
Gerade bei der Schaffung des Waldvillenviertels hatte er
hartnäckigen Widerſtand zu überwinden, obgleich die in
das Villenviertel ziehenden Fremden doch von der
Ge=
meinde nicht das geringſte beanſpruchen und weder den
Gemeindeſchulen noch der Armenverwaltung zur Laſt
fallen, ſondern im Gegenteil durch Zahlung beträchtlicher
Kommunalſteuern die Gemeindefinanzen verbeſſern und
dadurch dem Geſamtwohl nützen.
Wie man hört, beabſichtigt der Bürgermeiſter von
Eberſtadt infolge hohen Alters nach Ablauf ſeiner
Dienſt=
zeit ſich in das Privatleben zurückzuziehen, ſo daß eine
Neuwahl notwendig wird. Hoffentlich fällt die Wahl auf
einen unabhängigen, ruhigen Mann, der ſich bei
Aus=
übung ſeines Amtes nicht von kleinlichen Geſichtspunkten
leiten läßt und jedem, der mit einer Bitte zu ihm kommt,
ein williges Ohr leiht, ſo wie das ſeither bei dem
Bür=
germeiſter in Eberſtadt glücklicherweiſe der Fall
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(Deutſche Arzte=Zeitung 1908, Nr. 47).
Zweite Kammer der Stände.
88. Sitzung.
St. Darmſtadt, 13. Januar.
Am Regierungstiſche: Staatsminiſter Dr. von
Ewald, Miniſter des Innern von Hombergk zu
Vach, Staatsräte Süffert, Lorbacher
Miniſte=
rialrat Schliephake, ſpäter Finanzminiſter Dr.
Braun und Oberregierungsrat Gxäf.
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 10,20 Uhr
und begrüßt herzlichſt die Abgeordneten zum erſten
Zu=
ſammentritt im neuen Jahre.
Der neugewählte Abg. Wün zer wird ſodann
auf die landſtandiſche Verfaſſung vereidigt.
Abg. Molthan bittet, die dringliche Anfrage der
Abg. Dr. Schmitt und Genoſſen, betreffend die
Müllabfuhr der Stadt Wiesbaden, da
ſie nicht, wie gebeten, auf die heutige
Ta=
gesordnung geſetzt worden iſt, auf die morgige
Tagesord=
nung als erſten Gegenſtand zu ſetzen. Da die Regierung
ſich zur Beantwortung bereit erklärt, ſagt Präſident
Köhler das zu. Desgleichen wird die Beſprechung der
dringlichen Anfrage des Abg. Dr. Winkler, betr. den
Großobſtmarkt zu Alsheim, auf Wunſch des
Interpellanten auf die morgige Tagesordnung geſetzt.
Reichsverſicherungsordnung und
Land=
krancenkaſſen.
Es folgt Beſprechung der Anfrage der Abg. Raab,
Adelung und Gen., betr. die
Reichsverſicherungsord=
nung und in Verbindung damit die Vorſtellung des
Vor=
ſtandes der Ortskrankenkaſſe Mainz, Errichtung
von Landkrankenkaſſen betr. die Vorſtellung des
Ver=
bandes heſſiſcher Frauenvereine in Mainz,
Nichterrichtung von Landkrankenkaſſen betreffend, und die
Vorſtellung des Zweigvereins Darmſtadt des
kaholi=
ſchen Frauenbundes Nichterrichung von
Land=
krankenkaſſen betreffend.
Abg. Buſold: Die Beſprechung dieſer Anfragen und
Vorſtellungen kommt heute natürlich zu ſpät und es iſt
bedauerlich, daß die Angelegenheit nicht vor der
Reichs=
verſicherung hier im Hauſe zur Beſprechung kam.
Red=
ner verbreitet ſich dann ſehr eingehend über die Gründe,
die für ſeine Partei gegen die Errichtung bzw. Zulaſſung
der Landkrankenkaſſen vorliegen. Es ſei im Reichstag
klipp und klar aus den Verhandlungen hervorgegangen,
daß die Landkrankenkaſſen ausſchließlich für Preußen
zu=
geſchnitten waren, während für die ſüddeutſchen Staaten
die Ortskrankenkaſſen entſchieden beſſer und
empfehlens=
werter ſind. An Hand des Ausſchußberichts legt Redner
dann in etwa einſtündiger Rede ſeinen Standpunkt zu
allen Einzelheiten dar. Die während ſeiner Rede
ein=
ſetzende Unruhe muß mehrfach durch die Glocke des
Präſi=
denten gedämpft werden. — Es fanden in der
Angele=
genheit mehrfach Beſprechungen mit der Regierung ſtatt,
die dabei wiederholt betonte, daß ſie nicht geſonnen ſei,
von der geſetzlichen Beſtimmung, die Errichtung von Land=
Frankenkaſſen auszuſchließen, Gebrauch zu machen. Heſſen
habe Kreiſe, die ſo ſehr landwirtſchaftlich ſeien, daß es
micht angängig ſei, ihnen die Errichtung von
Landkranken=
kaſſen unmöglich zu machen. Zudem werde die Regierung
umd ihre Organe alles tun, um einen weſentlichen
Un=
terſchied zwiſchen den Leiſtungen der Orts= und
Landkran=
kenkaſſen zu verhindern. Auf die bereits erteilte Weiſung,
daß in Heſſen erweiterte Krankenpflege nicht eingeführt
werde, wurde wiederholt hingewieſen. Die
Schwierigkei=
ken der Verwaltung bei Errichtung von zwei Kaſſenarten
ffeien nicht ſo groß, als es dargeſtellt werde; zudem ſei das
eeine Frage, welche in erſter Linie der Verantwortung der
Verwaltungsorgane unterliegen müſſe. Bei der
Koſten=
ffrage wies die Regierung noch auf das viel günſtigere
Ri=
ſſiko der Landkrankenkaſſepflichtigen gegenüber den gewerblich
Beſchäftigten hin. In der Schlußberatung des
Aus=
ſſchuſſes wurde von verſchiedenen Seiten, die den
An=
krag ablehnen, bedauert, daß der Reichstag zwei Arten
won Kaſſen zugelaſſen habe. Denn Gründe der
Verwal=
ttungspraxis ſprächen gegen die Errichtung von
Landkran=
kenkaſſen. Darum ſeien auch bereits in einigen
Landkrei=
ſen durch die Kreistage die Landkrankenkaſſen
ausgeſchloſ=
ſen worden. Von einem Mitgliede des Ausſchuſſes
wurde erklärt, daß ſeine politiſchen Freunde in den
Selbſt=
verwaltungsorganen gegen die Landkrankenkaſſe Stellung
nehmen würden. Indeſſen ſei die ländliche Bevölkerung
vielfach mißtrauiſch gegen die Ortskrankenkaſſe. Sie ſei
auch gerade in Heſſen mit ſeiner ausgedehnten
Gemeinde=
krankenverſicherung an die höheren Laſten infolge der
Reichsverſicherungsordnung leichter durch die verwandte
Form der Landkrankenkaſſe zu gewöhnen. Man ſolle die
Entwicklung nicht überſtürzen, es laſſe ſich erwarten, daß
im Laufe der Zeit, wenn ſich die Schwierigkeiten und
un=
nötigen Koſten einer doppelten Kaſſenverwaltung
heraus=
ſtellten, die Landkrankenkaſſen in Ortskrankenkaſſen
um=
gewandelt würden. Von anderer Seite wurde auf die
Schwierigkeiten der Umwandlung hingewieſen, wenn erſt
einmal eigenes Vermögen in den Kaſſen und eigenes
Perſonal vorhanden ſei. Die Mehrheit des Ausſchuſſes
verharrte bei ihrer Anſicht, daß den Bedürfniſſen rein
ländlicher Bezirke zunächſt mit Landkrankenkaſſen am beſten
gedient ſei und will darum die Errichtung von
Land=
krankenkaſſen jedenfalls nicht durch geſetzliche Beſtimmung
von vornherein unmöglich machen.
Der Ausſchuß beantragt mit 5 gegen 2
Stimmen: Der Antrag der Abg. Raab, Adelung und
Genoſſen iſt abzulehnen und die Vorſtellung des
Vorſtan=
des der Mainzer Ortskrankenkaſſe, des Verbandes heſſi=
ſcher Frauenvereine in Mainz und des Zweigvereins
Darmſtadt des katholiſchen Frauenbundes ſind als
erle=
digt zu erklären.
Miniſterialrat Schliephake: Die beiden Kaſſen,
m die es ſich hier handelt, ſind gleichberechtigt
neben=
einander getreten. Man wollte damit allen
Verſiche=
rungsnehmern gerecht werden. Die Regierung hat
ein=
gehend dargelegt, aus welchen Gründen ſie die
Land=
krankenkaſſen nicht ausſchließen kann. Es erſchien
zweck=
mäßig, die Selbſtverwaltungsſtellen, Gemeinderat und
Stadtverordnetenverſammlung, darüber entſcheiden zu
laſ=
ſen. In einer Reihe von Landkreiſen ſind die
Landkran=
kenkaſſen ausgeſchloſſen worden. Es geht doch daraus
hervor, daß die Regierung die Errichtung nicht etwa
überall gewünſcht oder propagiert hat. Redner tritt dann
Einzelheiten in den Ausführungen des Abg. Buſold
ent=
gegen. Die Landkrankenkaſſe hat ebenſo eine
Selbſtver=
waltung, wie die Ortskrankenkaſſe. Der § 185 regelt dies
und ſtellt feſt, daß alles, was der Ortskrankenkaſſe
mög=
lich iſt, auch in der Landkrankenkaſſe geleiſtet werden kann.
Eine eigene Krankenpflege iſt nicht ſtatthaft. Von der
Leiſtungsfähigkeit der einzelnen Kaſſen hängt es ab, ob
ſie Mehrleiſtungen übernehmen können oder nicht. Was die
Zugehörigkeit und Befreiung angeht für ſolche
Verſi=
cherte, die Erſatzkaſſen angehören, ſo iſt auch hier das ganz
gleichgültig, ob der Betreffende der Land= oder
Orts=
krankenkaſſe angehört, was aus § 434 hervorgeht. Eine
Statiſtik für den Kreis Friedberg kann nicht für das ganze
Land maßgebend ſein. Das Oberverſicherungsamt iſt
je=
derzeit in der Lage, wenn die Bedürfniſſe es erfordern,
die Landkrankenkaſſe mit der Ortskrankenkaſſe
zuſammen=
zulegen. Man ſollte alſo ruhig erſt einmal die
Entwick=
lung abwarten. Redner gibt dann eine Statiſtik über die
beſtehenden Kaſſen, aus der hervorgeht, daß eine
Zentra=
liſation in hohem Maße eingetreten iſt. Allen
Beteilig=
ten, die die Reichsverſicherung durchführen helfen, iſt
Aner=
kennung und herzlichſter Dank zu zollen. (Bravo!)
Abg. Korell=Ingelheim: Wenn die Beſprechung
heute durch die Tatſachen auch überholt iſt, ſo iſt ſie doch
wohl nicht überflüſſig. Das unglücklichſte an der
Ent=
wicklung ſcheint zu ſein, daß man in einzelnen Orten
Land= und Ortskrankenkaſſen nebeneinander zugelaſſen hat.
Es ſcheine, als ob man den Antrag Raab nicht ganz ſo
objektiv behandelt habe, als es wünſchenswert geweſen
wäre, weil der Antrag von den Sozialdemokraten komme.
Die Angelegenheit iſt aber keineswegs eine
ſozialdemo=
kratiſche, ſie wird in gleicher Weiſe auch von konſervativer
Seite behandelt und zu den Vorſtellungen uſw. gehören
auch ſolche von katholiſchen und evangeliſchen
Frauenver=
einen. Redner verbreitet ſich dann ebenfalls ſehr
einge=
hend über Einzelheiten. Sicher ſei, daß die
Verwal=
tungskoſten bedeutend erhöht werden. Beſſer wäre es
zweifellos geweſen, überhaupt nur eine Kaſſe
zuzulaſ=
ſen, die unteren Kaſſenorgane werden eine heilloſe
Ar=
beit bekommen, ſich aus dieſen Schwierigkeiten
herauszu=
winden. Die Landkrankenkaſſen liegen nicht im Intereſſe
der Landwirtſchaft.
Abg. Dorſch: So bedeutend die Krankenkaſſen
ſind, iſt die Invalidenverſicherung, die ſeit 1. Januar 1912
eingeführt wurde, für die Landwirtſchaft doch noch von
erheblicherer Bedeutung. Sehr zu bedauern iſt, daß die
Beitragspflichten durch die Neuordnung der Dinge eine
un=
erträgliche Höhe erreicht haben. Irgend etwas zu ändern,
dazu iſt es aber jetzt zu ſpät.
Abg. Adelung: Daß es zu ſpät ſei, iſt nur bedingt
richtig. Es iſt auch heute noch von Wert, feſtzuſtellen, daß
wir ſehr erhebliche Gründe gegen die Landkrankenkaſſen
haben. Man ſollte nicht den Ausſchußantrag annehmen,
ſondern die Regierung im Sinne der Vorſtellungen
erſu=
chen, anſtatt der Zerſplitterung eine einheitliche Kaſſe zu
ſchaffen.
Abg. Hauck: Nachdem die Kaſſen heute nun einmal
beſtehen, ſollte man doch ihre Entwicklung zuerſt
abwar=
ten. Die Landkrankenkaſſe habe doch in weiten Kreiſen
viele Sympathien.
Abg. Buſold: Es iſt auffallend, daß die Parteien
der Rechten ſich heute in Schweigen hüllen. Es kann das
doch nur ein Schweigen der Verlegenheit ſein. Die
Her=
ren ſcheinen einzuſehen, daß es nichts ſonderliches iſt, was
ſie hier geſchaffen haben. Dem Herrn Miniſterialrat
Schliephake entgegenzutreten, darauf will er heute
verzich=
ten, weil dieſer ja doch hier nur vertreten mußte, was
an=
dere eingebrockt haben.
Präſident Köhler: Der Abg. Buſold hat wiederholt
erklärt, daß dieſer Gegenſtand verſchleppt worden ſei.
So=
weit darin ein Vorwurf gegen das Präſidium liegen
ſollte, weiſe ich dieſen Vorwurf mit aller Entſchiedenheit
zurück. Die Angelegenheit konnte nach der
geſchäftsord=
nungsmäßigen Behandlung nicht ſchneller auf die
Tages=
ordnung geſetzt werden.
Abg. Eißnert tritt dem Abg. Hauck entgegen.
Abg. Stöpler: Was die Herrn da drüben heute
ge=
ſagt haben, gehörte in den Reichstag. Hier ſind es nur
Leichenreden. Wir haben uns im Ausſchuß ſehr einge:
hend mit der Sache beſchäftigt, und zwar auf ſachlicher
Grundlage. Sie (zu den Soz.) ſcheinen die Angelegenheit
allerdings politiſch aufzufaſſen. Es iſt auch durchaus nicht
alles richtig, was der Abg. Buſold geſagt hat. Es iſt auch
nicht richtig, daß die Ortskrankenkaſſe alle Leute
befrie=
dige. Erſt geſtern habe ich in Darmſtadt das Gegenteil
gehört. Auch von Fachkreiſen. Die vielen Worte, die
ge=
macht wurden, können an den Tatſachen nichts ändern.
Ich ſtimme Herrn Abg. Hauck zu, die Sache erſt einmal
laufen zu laſſen. Das Gute bricht ſich von ſelbſt Bahn.
Die Befürchtung, daß doppelte Koſten entſtehen, iſt auch
unbegründet.
Abg. Senßfelder: Ich würde es begrüßen, wenn
nur eine Kaſſe beſtünde, denn wir Bürgermeiſter haben die
Arbeit damit. In der Praxis kann man ſowohl
Melde=
ſtelle wie Zahlſtelle für beide Kaſſen vereinigen. Dadurch
wird die Verwaltung nicht zu ſehr verteuert. — Abg.
Wolf=Stadecken: Die Sozialgeſetzgebung muß beiden
Teilen, Arbeitgebern und Arbeitnehmern, gerecht werden.
Sie darf nicht zur Arbeitergeſetzgebung werden. Sicher
haben die Arbeiter keinen Schaden durch die beiden
Kaſ=
ſen. — Abg. Raab tritt dem entgegen. Die Arbeiter
ha=
ben ſehr wohl Nachteil von der Landkrankenkaſſe. Die
Arbeiter der Ortskrankenkaſſe haben durch die Wahl einen
Einfluß auf die Zuſammenſetzung des Vorſtandes uſw.,
bei der Landkrankenkaſſe iſt dies nicht der Fall. Redner
debattiert im weiteren gegen den Abg. Senßfelder, der
als Kreistagsabgeordneter einen ganz anderen
Stand=
punkt eingenommen habe, als wie als Bürgermeiſter. Im
Reichstag habe kein Menſch daran gedacht, daß auch nur ein
ſüddeutſcher Staat die Landkrankenkaſſe neben der
Orts=
krankenkaſſe beſtehen laſſen würde. Die heſſiſche
Regie=
rung habe ſich rein nach den oſtpreußiſchen Verhältniſſen
gerichtet. Was wir am meiſten bedauern, iſt, daß die
Ver=
ſicherten bei irgendwelcher Aenderung kein Wort
hinein=
zureden haben. — Abg. Dorſch ſpricht gegen den Abg.
Adelung, Abg. Korell=Ingelheim gegen den Abg.
Wolf=Stadecken, Abg. Hauck gegen den Abg. Eißnert.
Damit ſchließt die Beſprechung. Der
Ausſchuß=
antrag wird angenommen.
Nächſte Sitzung Mittwoch 9 Uhr. Schluß nach
1 Uhr.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene: Am 4. Jan.: Dem Fuhrmann Otto Ebner,
Neugaſſe 7, ein S. Friedrich. Am 8.: dem Kaufmann
Friedrich Roth, Hoffmannſtraße 21, eine T. Emmy
Hed=
wig. Am 5.: dem Chauffeur Martin Geißner
Laute=
ſchlägerſtraße 23, ein S. Th. Martin Chriſtian Alexander.
Dem Fabrikarbeiter Heinrich Fiſcher, Arheilgerſtraße 80,
ein S. Georg. Dem Dachdecker Heinrich Schütz, Große
Kaplaneigaſſe 15, eine T. Lina. Am 12.: dem Händler
Karl Böhm, Alexanderſtraße 17½, ein S. Karl. Am 8.:
dem Badewärter Leonhard Stimpfle, Karlſtraße 30, ein
S. Joſef. Am 10.: dem Dekorationsmaler Peter
Schnei=
der, Beckſtraße 83, ein S. Walter Georg. Am 9.: dem
Bierbrauer Johann Lummer, Erbacher Straße 12, eine
T. Lina. Dem Schreiner Joſeph Huſek, Feldbergſtr. 69,
ein S. Julius Walter Joſef. Am 7.: dem Bahnarbeiter
Jakob Seeger in Auerbach (Kreis Bensheim) hier
La=
gerhausſtraße 24, eine T. Emma Marie. Am 10.: dem
Kaufmann Johann Karg, Wendelſtadtſtraße 8, ein S.
Klaus Eberhard.
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Heinrich Lücker, Mauerſtraße 14, mit Köchin Anna Maria
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Schloßgartenſtraße 23. Am 10.: Hilfsſchaffner bei der
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in Gimbsheim. Lackierer Heinrich Lang in Hamburg
mit Tagmädchen Frieda Martha Trojahn in Hamburg.
Fabrikarbeiter Otto Wollrab, Neue Ireneſtraße 63, mit
Schneiderin Friederike Auguſte Weygand in Eberſtadt.
Eheſchließungen. Am 8. Jan.: Bäcker Franz
Baum=
gärtner in Frankenthal mit Anna Mohr hier. Am 10.:
Poſtaſſiſtent Philipp Degen in Frankfurt=Bockenheim
mit Anna Wedel hier.
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mann, 30 J., kath., Neue Ireneſtr. 7. Am 9.: Karoline
Hartmann geb. Gottmann, Ehefrau des Bureaugehilfen,
50 J., ev., Bismarckſtraße 78. Karl Peter Opper, Sohn
des Weißbinders und Krankenpflegers, 2 J., ev.,
Heinhei=
merſtraße 82. Friedrich Georg Hirtzinger, S. des
Ma=
gazinarbeiters, 2 J., ev., aus Griesheim, hier,
Grafen=
ſtraße 9. Johann Wohlfarth, Taglöhner, 39 J., ev.,
Grafenſtr. 9.
Gewinnanszug
der
4. Drenßiſch-Käddentſchen
(230. Königlich Preußiſchen) Klaſſenlotterte
1. Klaſſe 1. Ziehungstag 13. Januar 1914
Auf jede gezogene Nummer ſind zwei gleich hobe Gewinne
gefallen, und zwar ſe etner auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen 1 und u.
(Ohne Gewähr A. St.=A. f. Z.)
(Nachdruck verdoten
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
50 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 80000 Mk. 107030
4 Gewinne zu 400 Mk. 97996 111558
8 Gewinne zu 300 Mk. 35898 142853 201818
211055
20 Gewinne zu 200 Mk. 9264 19228 654327 67435
86439 101579 135833 166588 170063 172846
98 Gewinne zu 100 Mk. 7854 20642 24176 28166
84084 34390 36744 37346 37601 42272 48108 54698
58657 70227 70789 74501 76968 90601 91816 98720
101195 109974 113728 114198 122340 123385 124371
125594 128051 134709 140505 146077 150193 152833
157821 159786 160229 165169 165615 169855 171172
184559 184925 189994 192146 202908 203585 207407
211367
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne üher
50 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 60 000 Mk. 190935
2 Gewinne zu 5000 Mk. 121950
2 Gewinne zu 3000 Mk. 205120
2 Gewinne zu 1000 Mk. 11058
8 Gewinne zu 500 Mk. 122547 134278 147838
212208
2 Gewinne zu 400 Mk. 186924
12 Gewinne zu 800 Mk. 98472 137491 162077
160731 162881 199390
22 Gewinne zu 200 Mk. 45868 46513 66664 71588
87759 109682 156560 175942 189746 208434 211062
66 Gewinne zu 100 Mk. 1215 8118 9117 12728
19910 21192 26376 36529 37800 49899 75676 76702
80436 81688 86620 98659 102243 108021 110441
110778 112711 115207 129084 153916 154020 158165
164046 165790 174995 183019 207031 207179 207611
VII, 1843)
Achten Sie immer auf die Inschrift „Osrem‟! — Ueberall erhältlich. Auergesellschaft B
N. 17
Münchner Theater- und Konzertdirektion OEBRÜDER HlRscH, München.
Saalbau — Darmstadt
Donnerstag, den 22. Januar 1914, abends 8 Uhr
RonzEi
Kgl. Württ. Kammersängerin,
Hedy lracema-Brügelmann,
Stuttgart
und
Werner F. von Siemens, wünchen
unter gütiger Mitwirkung der
Grossherzoglichen Hofkapelle Darmstadt.
PROG RAMM:
1. Ouvertüre zu Coriolan, op. 62
. . . . L. van Beethoven
2. Acht Gesänge für eine hohe Stlmme u. Orchester Hermann W. von Waltershausen
3. Vierte Symphonie E-moll, op. 98 .
.Joh. Brahms.
Preise der Plätze: I. Parkett M. 4.40, II. Parkett M. 3.30, Saal M. 2.20, Vorsaal oder
Galerie M. 1.10, Estrade: I. Reihe M. 3.30, Estrade: II. u. III. Reihe M. 2.20, Galerie: I. Reihe
M. 3.30, Galerle: II. u. III. Reihe M. 2.20.
Kartenvorverkauf bei Musikalienhandlung LEOPoxD ScHUTTER,
Darm-
stadt, Elisabethenstr. 12, Tel. 815.
Abendkasse-Eröffnung 7½ Uhr.
(1799mgd
Der Damen=Friſeur= Verückenmacher=
Gehilfen=Verein
feiert am Sonntag, den 18. dieſes Monats
in den unteren Sälen des
Kaisersaal- Fürstensaal
ſein
IX. Stiftungsfest
verbunden mit
Grossem Mode-Schaufrisieren
und nachfolgendem
Kaſſeöffnung ½7 Uhr.
Eintritt 50 Pfg.
(1869mfg
Anfang 7 Uhr.
Hotel „Hess
Mittwoch, den 14. Januar
findet das
NachmirTAGS-KAFFEE-KONZERT
in den Festeälen von 5—7 Uhr statt.
Dis Salonkapelle Jakobs wird hierbei ein ganz
besonders gewähltes Programm zum Vortrag bringen,
unter anderem:
Walters Preislied aus „Die Meistersinger‟
und Ouverture zu „Egmont” eto.
sowie einige Solis.
Das Arrangement wird so getroffen werden,
dass dieses Kaffee-Konzert mit einer
TANGO-REUNION
verbunden ist.
Bei dieser Gelégenheit wird auch Herr
Tango-
meister A. Sohrimpff und Frau wieder einen Tango
wntanzen und geübte Tänzerinnen und Tänzer
finden somit Gelegenheit, in internem Kreise auch
Tango zu tanzen.
(1835
Nach
Urn
Heu
ab Rotterdam
via Boulogne-sur-Mer
mit der
Holland Amerika Linie.
Erstkl., bis 24170 Reg.-Tonnen große
Doppelschrauben-Dampfer. (1839a
Neuer Dreischraubendampfer „
Staten-
dam” v. 35000 Reg.-Tonnen — 45000
Tonnen Wasserverdrängung im Bau.
Kajüts-Billette und Auskunft durch
Aug. Gellarius, Darmstadt
Bll ichstr. 53 — Tel. 483.
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(1841
piegelglatte
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heute Konzert.
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für 3000 Mk. abzug. Näh. in der
(1871a
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ſowie Truhen mit Lehne,
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wert abzugeben. Anſchaff.=
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ſtraße 14. 2 Stock (*978
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Heinheimerſtr. 90, 1. St. links.
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bequem. Lederſeſſel, ſtühle,
gut erh., 1 faſt neuer gr.
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korb zu verkaufen. Anzuſehen
Donnerstag zwiſchen 10—11 Uhr.
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pro 100 Stück nur 4.75 Mk.
*982) Weißmantel, Karlſtr. 30.
Restaurant Türnhalle, Woogsplatz.
Heute Mittwoch, den 14. Januar:
*994
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Zum Frühſtück: Wellfleiſch mit Kraut.
Hierzu ladet freundl., ein M. Schnellbacher.
die große, die praktiſche Mode,
in tadelloſer Ausführung bei
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Eliſabethenſtr. 5, I. (1624a
Rüſchen=Bluſen, Armelpliſſee
werden unzertrennt pliſſiert.
Aufang 8 Uhr.
VernLUnze)
Gastspiel: Max
Walden-Ensemble.
Mittwoch,
Heute
14. Januar
und folgende Tage:
Nur wenige
Aufführungen?
armermädchen
Deutsch-amerikan. Operette
in 3 Akten
von Gg. Okonkowsky.
Musik von Gg. Jarno.
Gesangs-Schlager:
„Heimatslied‟, „Der schöne
Fredy‟, „Banjo-Ständchen‟,
„Büffelseptett‟, „Du bist das
blühende Leben” (
Walzer-
duett), „Beim Boston, da bin
ich auf dem Posten‟, „
Tele-
phon-Duett‟
Num. Park. bei Hugo de Waal,
Rheinstrasse 14. (1879
I
Vorverkauf und Preise wie bek.
Anfene 5 Uhr.
Im Märchenlande
Ecke Rhein=u. Grafenſtr. finden
an Wochentagen nachm. um 3 und
5 Uhr, Sonntags um 3, 4½ und
6 Uhr Märchen=Vorleſungen von
Heinz Weila mit wundervollen
Lichtbildern aus Künſtlerhand ſtatt.
Das vollſtändig neue Programm
b Samstag (10. Januar):
„Die ſieben Raben”, Bilder von
F. Staſſen.
„Heinz Sauſebraus” Bilder von
A. Schmidhammer (humoriſtiſch).
„Der Wolf u. die ſieben Geislein”
Bilder von E. Oßwald.
„Sonnenſcheinchens erſte Reiſe‟,
Bilder von H. Schroedter.
„Schneeweißchen und Roſenrot”,
Bilder von F. Müller, Münſter.
Muſikaliſche Einlagen.
Preiſe: I. Pl. 50 Pf., II. Pl. 30 Pf.,
III. Pl. 15 Pf.
Kaſſenöffnung ½ Stunde vor
Beginn.
Programme u. Karten im
Vor=
verkauf ſind in der Papierhandlung
von H. Lautz, Ecke Rhein= u.
Grafen=
ſtraße, zu haben.
(1587a
Durchaus tüchtiger
Dirigent
wird von einem älteren
Geſang=
verein (45 Sänger), der ſchon die
höchſten Preiſe errungen hat,
ge=
ſucht. (Geſangsſtunde womöglich
Samstags abends). Offerten ſind
einzureichen an den I. Vorſitzenden
des Vereins bis zum 17. ds. Mts.
Probeſtunden vorbehalten. Zu
er=
fragen in der Expedition. (*893im
Guter Privat=Mittagstiſch
1202a) Nied.=Ramſtädterſtr. 34, I.
Vorzügl.
Privatmittags=
tiſch für beſſ. Herren u.
Damen Hölgesſtr. 1, 1. St. (1053a
Sehr gut. Priv.=Mittagstiſch ſ. n.
Séos Karlſtr. 28½, III. (*1001ms
Programm
zu dem am Mittwoch, den
14. Jan., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
d. Großh. Heſſ. Train=Bat. Nr. 18.
1. Des Großen Kurfürſten
Reitermarſch 2. Ungariſche
Luſt=
ſpiel=Ouvertüre von Keler=Bela.
3. Selection From The Japanese
Musikal Comedy „The Geisha‟
von Sidney Jones. 4. „
Zigeuner=
liebe” Walzer nach Motiven der
romantiſchen Operette „
Zigeuner=
liebe” von Franz Lehär. 5. „
Wald=
teufeleien” Melodienkranz aus
Werken E. Waldteufels von A.
Reckling. 6. „Unter ſiegenden
Fahnen”, Marſch von Blankenburg
Großherz. Hoftheater.
Mittwoch, den 14. Januar 1914.
90. Abonnem.=Vorſtell. B 22.
Filmzauber.
Poſſe mit Geſang und Tanz in
4 Bildern von Rudolph Bernauen
und Rudolph Schanzer. Muſil
von Walter Kollo und Willy
Bredſchneider.
Spielleiter: Bruno Harprecht.
Muſikal. Leiter: Erich Kleiber.
Perſonen:
Erſtes Bild.
„Franz und Fränze‟.
Adalb. Muſenfett Br. Harprecht
Fränze Papendieck Käthe Gothe
Max Rademacher Frz. Schneider
Wanda
Hammer=
ſchmidt
. Hede Schaub
Eufemia Breit= Minna Müller
ſprecher .
Anaſtaſius
v. Klemczinski
Rudolph
. Paul Peterſen
Rich. Jürgas
Maria Geſticulata Charlotte Pils
Erſtes
Clement. Feiſtle
Zweites
Louiſe Kümmel
Drittes Tipp= Lydia Riethof
Viertes (fräulein Evelyn Moore
Fünftes
L. Sturmfels
Eva Unger
Sechſtes)
Zweites Bild.
„Napoleon
und die Müllerstochter”.
Friedrich Auguſt
Käſebier
Adolf Jordan
Cordula, ſ. Frau Sofie Doſtal
Adalbert
Muſen=
fett
. Br. Harprecht
Fränze Papendieck Käthe Gothe
Maz. Rademacher Frz. Schneider
Wanda Hammer=
Hede Schaub
ſchmidt
Maria Geſticulata Charlotte Pils
Eufemia Breit= Minna Müller
ſprecher .
Rudolph
. Paul Peterſen
Anaſtaſius .
Thomas Rind=
. Adolf Klotz
fleiſch . .
(In der Filmaufnahme: Die
Völ=
kerſchlacht bei Leipzig.)
Napoleon(
Muſen=
fett)
. Br. Harprecht
Müllerstochter
(Fränze)
. Käthe Gothe
Marketenderin 1 Minna Müller=
(Eufemia) . . 1 Rudolph
Der meldende
Offizier . . . . Heinrich Geyer
Der Spion.
. Fr. Jachtmann
Drittes Bild:
„Hab’n wir uns nicht ſchon.
mal kennen gelernt?”
Geheimrat
Papen=
dieck .
Heinrich Hacker
Fränze, ſ. Tocht. Käthe Gothe
Adalb. Muſenfett Br. Harprecht
Friedrich Auguſt
Käſebier . . . Adolf Jordan
Wanda
Hammer=
ſchmidt .
. Hede Schaub
Max Rademacher Frz. Schneider
v. Klemczinski . Richard Jürgas
Eufemia Breit= 1 Minna
Müller=
ſprecher . .
Rudolph
Viertes Bild:
„Otto der Faule”.
Adalb. Muſenfett Br. Harprecht
Fränze Papendieck Käthe Gothe
Friedrich Auguſt
Adolf Jordan
Käſebier
Cordula Käſebier Sofie Doſtal
Max Rademacher Frz. Schneider
Wanda
Hammer=
ſchmidt .
. Hede Schaub
v. Klemczinski Rich. Jürgas
Eufemia Breit=1 Minna Müller=
Rudolph
ſprecher
Thomas Rind=
. Adolf Klotz
fleiſch
Anna, Stuben=
Ellen Widmann
mädchen
Preiſe der Plätze (Gew.
Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. Reihe
4.20 ℳ, 14.—20. Reihe 3.40 ℳ,
Parterre: 1.—5. Reihe 290 ℳ,
6.—8. Reihe 2.35 ℳ,
Proſzeniums=
loge 6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ,
Balkonloge 5.20 ℳ, 1. Rang 4.70 ℳ,
2. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ, 7. u.
8. Reihe 2.15 ℳ, 1. Galerie 1.35 ℳ,
2. Galerie 0.75 ℳ.
Kartenverkauf: an der
Tages=
kaſſe im Hoftheater von 9½ —1½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung; im Verkehrsbüro
von 8—1 Uhr und von 2½ Uhr
bis kurz vor Beginn der
Vor=
ſtellung. (Im Verkehrsbüro
wer=
den auch telephoniſch
Kartenbe=
ſtellungen entgegengenommen. —
Telephon Nr. 1582.)
Anf. 7½ U. — Ende gegen 10½ U.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 15. Jan. Außer
Abonnem. Zu erhöhten Preiſen.
Erſtes Gaſtſpiel George Baklanoffs.
Neu einſtudiert: „Der Barbier
von Sevilla.” (Zum erſten
Male mit den Original=Secco=
Rezitativen). Figaro: George
Baklanoff. Anfang 7½ Uhr,
Freitag, 16. Jan. 91. Ab.=Vſt.=
D 24. Zum erſten Male: „Der
Feldherrnhügel.” Schnurre
in 3 Akten von Roda Roda und
Carl Rößler. Gewöhnl. Preiſe.
Anfang 7½ Uhr.
Samstag, 17. Jan. Außer Ab.
20. Volksvorſtellung zu
ermäßig=
ten Preiſen. „Der
Waffen=
ſchmied.” Anfang 7½ Uhr.
Vorverkauf bis einſchl. Samstag,
17. Jan., nur im Verkehrsbürg,
Ernſt=Ludwigsplatz. Verkauf der
etwa noch vorhandenen Karten am
Tage der Vorſtellung auch an der
Tageskaſſe im Hoftheater zu den
üblichen Kaſſeſtunden.
Die Erhebung der 3. Rate
des Abonnements=Geldes für
1913—14 findet Dienstag, den 13,
bis Donnerstag, den 15. Januar
1914, nachmittags von 3—5 Uhr
ſtatt. Zahlſtelle: Veſtibüle im
Hoftheater.
1 den hier abgebildeten Modellen ſind
dig Waltruf geniehenden-
Butterick’s Schnittmuſter,
nach denen jede Dame ohne Schwigigßeit
hie Garderobe ſelbſt anfertigen kckun,
hältlich: Alleinverkauf: (6591a
Bebr. Höslein, Hoflieferanten
Darmſtadt — Ludwigsplatz.
Frobzrr NSvUE
Bei Beſtellung iſt genaue Angabe der
Nummer, Taillenweite, Hüftweite und
Oberweite erforderlich. Bezugsquelle für
Butterick’s Schnittmuſter
ſind die überall beſtehenden Butterick’s=
Agenturen oder auch die Schnittmuſter=
Abteilung von Butterick’s Moden=Revue,
Berlin SW. 68, Charlottenſtraße 6 und
Berlin W 8, Leipziger Straße 102.
Das moderne Kinderkleid.
Mit Wintersanfang kam die Botſchaft auf, daß große Neuerungen bezüglich
der Kindermoden in Ausſicht ſtänden. Dieſe Nachricht hat ſich — wie im
übrigen anzunehmen wär — nicht bewahrheitet. Worin auch ſollten dergleichen
umſtürzleriſche Neuheiten beſtehen? Sie könnten kaum geſchmackvoll ſein. Schon
das was man tatſächlich „lancierte” iſt als ein Zuviel zu bezeichnen, ich meine
damit Kinderkleidchen die mit genau denſelben „Panieranklängen” ausgeſtattet
ſind, wie die Kleider der Großen. Was ſich hier ſehr reizvoll ausnehmen kann,
erinnert dort allzu ſehr an Koſtümkunde. Ein Eindruck der überdies durch die
Stoffwahl begünſtigt wurde, indem man dieſe kurioſen Modellchen aus Stoffen
herſtellte, die für Kinderkleider ganz ungewohnt ſind, alſo z. B. aus Tafft
„couleur puce” dekoriert mit nattierblauem Band, oder aus kupferfarbenem
Atlas — man nennt die Farbe auch „Tango” — mit weißen Revers und weißen
Armeln mit einem kühnen, im Direktoireſtil gehaltenen, geſchlitzten Röckchen.
Doch das ſind Abſonderlichkeiten, und nur der Kurioſität halber ſpreche ich
von ihnen, denn jene
Mütter die ſich nicht
damit begnügen ihre
Kinder gut, oder auch
elegant anzuziehen,
ſon=
dern ſie zu wandelnden
Modeſigürchen machen,
ſind ſelbſt in jenen
Kreiſen, denen großer
Lurus eine
Notwendig=
keit erſcheint,
Aus=
nahmen.
Im großen und
ganzen dreht ſich die
Mode immer wieder
um dasſelbe: das
Kleid=
chen mit dem ganz tief
liegenden Gürtel, jenes
das ihn knapp unter
die Bruſt verlegt, das
Kleidchen im
Matroſen=
ſtil, und endlich für
ganz kleine =Mädchen
das „Hängekleidchen”
Die wahre Eleganz
bekundet augenblicklich
Vorliebe für die
Kleid=
chen mit dem unter der
Bruſt liegenden Gürtel
denen man durch Farbe
wie= Garniturmaterial
eine amüſante
alter=
tümliche Note zu geben
weiß. Erwähnenswert
iſt die Vorliebe für
ſchwarze
Velvetkleid=
chen. Ein ſehr hübſches
Modellſah ich mit
elfen=
beinfarbenen Armeln
und dazu paſſenden
Kragen ausgeſtattet.
Auch die Kleidchen aus
„Cordſamten” — breit
gerippter Velvet — in
braun, beige und grauen
Tönen ſind modern
und hübſch, ausgeſtattet
mit ein wenig im
Stoff ſelber
ausgeführ=
ter, gleichfarbiger
Sei=
denſtickerei oder auch
mit bunter Wollſtickerei.
Dieſe Kleidchen ſind
praktiſch und dabei doch
elegant, und bieten eine
angenehme
Abwechſe=
lung vom lang
ge=
wohnten Einerlei der
einfarbigen Cheviotkleidchen, die freilich neben jenen aus ſchottiſch karrierten
Stoffen, was praktiſche Qualitäten anbelangt, über alle andern den Sieg davon
tragen. Speziell letztere ſollten trotz ihrer praktiſchen Qualitäten augenblicklich
nicht als Aſchenbrödelkleider in der Garderobe angeſehen werden, denn die
Schotten carteau gehen einer großen „Vogue” entgegen, was das Kleid der
Erwachſenen anbelangt, und zwar in Woll= wie Seidenſtoffen.
Für Luxus=Mäntelchen wird ebenfalls viel Velvet verarbeitet, ſowie Velours
de laine=Stöffe. Erſtere ſind praktiſcher als letztere — aber weniger „feſch”. So
z. B, ein Nattierblaues velours de laine=Mäntelchen mit tief ſitzendem breitem
ſchwärzen Samtgürtel, ſchwarzen Knöpfen., ſchwarzem Kragen und ſchwarzen
Armelaufſchlägen. Dazu dann ein kleines dunkles Pelzhütchen mit zwei winzigen
Merkurflügelchen oder ein weiches kleines Samthütchen, deſſen Kopf ein ganz
ſchmales Pelzſtreifchen umrandct, wie es von jeder einigermaßen geſchickten Frauen=
M. v. Suttner.
hand hergeſtellt werden kann.
Beſchreibung zu unſeren Abbildungen.
An dem brillant geſchnittenen Medell 67§22 fallt einem zunächſt die Cutawaylinie in der
Vorderpartie, der Effekt der Breite über den Schultern und der in moderner Weiſe damit kontra=
Manfel 65 522
Kleid 65666
Kleid 65355
Bluse 65455 Rock 65422
ſtierende Effekt der Schmalheit und Schlankheit über der Hüftenpartie auf. Das Muſter kann in
voller Länge oder kürzer gehalten ſein, und der Kragen kann auf zwei verſchiedene Arten umgeſchlagen
werden. Der zweinähtige Armel iſt in ein leicht vertieftes Armloch geſetzt. Die Taſchen ſowohl
wie der breite Gürtel ſind hübſche und neue Einzelheiten.
Muſter 65 522 iſt in 7 Größen, von 81—112 cm Oberweite, erhältlich.
Muſter 6? 43s ſtellt eine ſehr beliebte Bluſenart dar, die beſonders elegant wirkt, wenn ſie in
einem vom Rocke abſtechenden Stoffe ausgeführt wird. Wird der Bluſeneffekt nicht gewünſcht, dann
kann der Stoff auch glatt in den Gürtel geſpannt werden. Der Halsausſchnitt iſt höchſt kleidſam,
doch das angepaßte Futter kann eventuell auch hochgeſchloſſen und mit einem Stehkragen gearbeitet
werden. Die Bluſe iſt mit dem oberen Teil der in zwei Formen gegebenen langen oder der
kürzeren Armel aus einem Stück geſchnitten. Der Schoßanſatz iſt in leicht gehobener Gürtellinie an
die Figur gefügt und kann hinten ſpitz oder abgerundet gehalten ſein. Schoßanſatz und
Bluſen=
futter können auch fortgelaſſen werden.
Muſter 6§ 422 ſtellt einen vierteiligen Rock dar, der nach den neueſten Linien geſchnitten iſt.
Der ſchlanke Effekt dieſes Modells iſt bemerkenswert, trotzdem iſt der Rock keineswegs ertrem
eng und mißt in
Mit=
telgröße an der Unterkante
1.43 m. Er kann vorn oder
hinten geſchloſſen werden;
die faltenartig behandelten
Nähte laſſen ihn weniger
einfach und flach erſcheinen.
Der Rock iſt in runder Länge
gehalten und hat eine leicht
gehobene Gürtellinie.
Muſter e5455 iſt in
7 Größen, von 81—112 cm
Oberweite, erhältlich.
Muſter 65422 iſt in
8 Größen, von 76—91 cm
Taillenweite u. 94—134 cm
Hüftenmaß, erhältlich.
Muſter 6§ 66s ſtellt
ein gut geſchnittenes und
wirkungsvolles Kleidchen dar,
das dabei durchaus einfach
iſt, aus geſtreiftem Chambray
ausgeführt und mit Latz,
Kragen, Manſchetten und
Gürtel in abſtechender Farbe
verziert wird. Das Muſter
zeichnet ſich durch eine Fülle
praktiſcher Vorzüge aus. Der
Latz iſt auswechſelbar, das
Kleidchen kann hochgeſchloſſen
oder ausgeſchnitten gearbeitet
werden, und der hübſche
Kragen kann angewendet
werden oder fortfallen. Eins
der beiden im Muſter
ge=
gebenen langen Armelpaare
oder ein kürzerer Armel, iſt
zu verwenden und in ein
leicht vertieftes Armloch zu
ſetzen. Eine praktiſche
Einzel=
heit dieſes Muſters ſind
auch die Pumphöschen,
die aus demſelben Stoffe
wie das Kleid angefertigt
werden und einen Unterrock
erſetzen.
Für ein vierjähriges
Mädchen berechnet man
der Abbildung entſprechend
2.40 m Stoff 70 cm breit
und 4s cm abſtechenden
Stoff 70 cm breit.
Muſter 65666 iſt in
Größen, für 2—10 Jahre,
erhältlich.
Muſter 69488 ſtellt
ein niedliches franzöſiſches
Kleidchen dar, in einer Form, die ebenſo hübſch wie beliebt iſt und der Geſtalt des kleinen
Mädchens ganz vorzüglich ſteht. Der Bluſenteil kann loſe gehalten oder glatt niedergeſpannt
werden, und die eckige Paſſe kann hochgeſchloſſen gearbeitet oder franzöſiſch=rund oder eckig
aus=
geſchnitten werden. Zwei Formen von langen Armeln und ein kürzerer Armel ſind im Muſter
vorgeſehen. Das angefügte Röckchen iſt gerade geſchnitten. Das Modell läßt ſich beſonders
wirkungs=
voll in geſticktem Volantſtoff ausführen.
Für ein dreijähriges Mädchen berechnet man der Abbildung entſprechend 1.60 m Stoff 88 cm
breit, 30 cm Stoff 46 cm breit für die Paſſe, 3.73 m Einſatz und 1.80 m Spitze.
Muſſer 65 488 iſt in 7 Größen, fir 2—8 Jahre, erhältlich.
Muſter 6§3§s ſtellt ein apart modernes Kleid für junge Mädchen und Frauen von zarter
Figur dar. Die weich gebluſte Taille, die vorn im hübſchen Weſteneffekt gehalten iſt, hat lange
oder kürzere, einnähtige Armel, die in ein vertieftes Armloch zu ſetzen ſind. Der ſpitze Ausſchnitt,
der mit oder ohne den runden Zierkragen angefertigt werden kann, iſt kleidſam und anmutig. Die
Gürtellinie iſt leicht gehoben, und der angefügte dreiteilige Rock hat im Rücken an der Oberkante
eine leichte Stoffülle und mißt an der Unterkante in Mittelgröße 1.23 m. Lwei leicht abgerundet
geſchnittene Falien geben den modernen Stuſeneffekt, doch können ſie auf Wunſch auch fortgelaſſen
werden.
Muſter 65355 iſt in 6 Größen, fü
Jahre, erhältlich.
Nachdruc auch mit Quellenangabe verboten.
162
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Gebr. Höslein, Hofliefersnten Ludwigsplatz.
Handelsverein Darmstadt.
Wir laden hierdurch unſere Mitglieder zu einem am
Freitag, den 16. Januar 1914, abends 8½ Uhr
im „gelben Saale” der Reſtauration Hitte, Karlſtr. 15
ſtattfindenden
Vortrag
des Herrn Dr. phil. und jur. J. Kollmann
Profeſſor an der Großh. Techniſchen Hochſchule
über: „Handwerk und Maſchine‟
(1792
veranſtaltet vom Ortsgewerbverein Darmſtadt, ein.
Der Vorstand.
Grtgenerbrerein dermeſelt
Freitag, den 16. Januar 1914, abends 8½ Uhr
im „gelben Saal” des Reſtaurants Sitte (Karlſtr. 15)
des Herrn Dr. phil. und jur. J. Kollmann
Profeſſor an der Großh. Techniſchen Hochſchule
über:
„Handwerk und Maſchine.
Unſere Mitglieder laden wir zu zahlreichem Beſuche ergebenſt
(1859mf
ein. Gäſte freundlichſt willkommen.
Der Vorstand.
Gesanzverein Liederzweig
Protekt.: Ihre Königl. Fohest Großherzogin Eleanore von Heſſen
(60. Vereinsjahr)
General=Verſammlung
Sonntag, 25. Januar 1914, nachmittags 4 Uhr
im Kneipſaal der Turngemeinde (Woogsplatz)
wozu wir unſere Mitglieder zu recht zahlreichem und pünktlichem
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eingereicht ſein.
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Peiſen gekrönt: Mutter: Relly
v. Meerbach (nach Champion Ruſh
von Grafenſtaden, auf Ausſtellung
und bei Polizeiſunghundprüfung
prämiiert. Die Welpen ſind gut
entwickelt und bei Hern
Reſtau=
rateur Katzenbach, Kaſtanienallee
chinter der Ziegelei Karlshoß zu
(338a
beſichtigen.
Aquarienliebhaber.
Zirka 30 Arten exotiſche u. and.
Fiſche, weiße Axolotl, Laubfröſche,
Salamander, Schildkröten,
Daph=
nien, Futter, Glasaquarien,
Waſſer=
pflanzen. Irenner, größte
Zier=
fiſchhandlung, Karlſtr. 16. (213a
Grosseres Vereinslokal (Parterre)
für Samstags abends zu vergeben.
(796a
Näheres Expedition.
Zahn-Praxis
O. B. Weber, Dentist
bisheriger Assistent bei Zahnarzt Dr. Schlapp.
Wilhelminenstrasse 29. Telephon 1568
Sprechstunden: vorm. 9——1, nachm. 2—6, Sonntag: 10— 12 vorm.
Sanarienhahne 2n9 zu vertfn.
§6 Bismarckſtr. 28, I. Irufel. (6351
Kanarienhähne und =Weibchen
St stamm Seifert) billig zu verk.
130a) Schäfer, Hölgesſtr. 3, I.
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Langszargen-Tilsit.
Ware. 3—15 Pfg. ichr., u Perdl. 5 Pf.; Glettrotechuiſche
Zeitſchrift
Jahrgang 1912 u. 1913 zu kaufen
(*990
A. Kropat, (eflügelgrossmästerei, 1geſucht. Offert. unter A 56 an
Blattes. (*995