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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 32 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
In der Spandauer Stadtverordneten=Verſammlung machte
Oberbürgermeiſter Höltze die Mitteilung, daß
Span=
dau mit dem 8. d. M. in die Reihe der
Groß=
ſtädte eingetreten ſei. Dem hunderttauſendſten
Einwohner wird ein Sparkaſſenbuch mit 300 Mark
über=
wieſen werden.
Der braunſchweigiſche Staatsminiſter v.
Hart=
wieg iſt in der Nacht zum Freitag geſtorben.
Der engliſche Marineminiſter Winſton Churchill, der
einige Tage in Paris geweilt hatte, iſt am
Donners=
tag nachmittag nach London zurückgekehrt.
Der griechiſche Miniſterpräſident Venizelos iſt am
Donnerstag abend in Rom eingetroffen.
Zwiſchen Bulgarien und der Türkei finden,
wie die Agence Havas meldet, fortgeſetzt rege
Unter=
handlungen ſtatt, die die Unterzeichnung eines
Offenſiv= und Defenſiv=Bündniſſes zum
Gegenſtand haben. Die Verhandlungen werden
gleich=
zeitig von Feth Bei in Sofia und von Toſchew in
Konſtantinopel geführt.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7 und 8.
Die Stellung der
National=
liberalen zur Zabernaffäre.
** Die in der Preſſe ſeinerzeit viel erörterte
Zuſtim=
mung der Nationalliberalen Fraktion des
Reichstages zu dem Mißtrauensvotum gegen
den Reichskanzler, die innerhalb der Partei ſelbſt vielfach
zu Bedenken Anlaß gegben hat, fand eine Erörterung in
einer nationalliberalen Verſammlung, in welcher einer der
Führer der Partei, Oberverwaltungsgerichtsrat Schiffer,
der die ausgezeichnete Rede über die Krupp=Affäre im
Dezember v. J. im Reichstag hielt, die Haltung der
Frak=
tion verteidigte.
Er ging davon aus, daß man die ganze
Angelegen=
cheit verſchoben habe. In der Sitzung des Reichstages,
in welcher dem Kanzler das Mißtrauensvotum erteilt
wurde, habe es ſich nur um die Frage gehandelt, ob die
Ausführungen des Kanzlers genügten. Dieſe Frage war
laber zu verneinen. Die Fraktion hatte nicht darüber zu
entſcheiden, ob Oberſt v. Reuter und Leutnant v. Forſtner
im Unrecht waren oder nicht. Es handelte ſich auch nicht
darum, zu entſcheiden, ob die Schuld bei der
Militärver=
waltung oder bei der Zivilverwaltung lag. Durchaus
falſch ſei es auch, zu behaupten, die Fraktion hätte mit
ihrer Stellungnahme ſich für die Französlinge und gegen
das Heer ausgeſprochen. Jetzt, nachdem der Reichskanzler
ſeine zweite Rede gehalten habe, könne man leicht
kriti=
ſieren. Der Reichskanzler habe aber ſelbſt anerkannt, daß
ſeine erſten Ausführungen ungenügend waren. Mit aller
Entſchiedenheit müſſe daher der Vorwurf
zurückge=
wiefen werden, daß die Nationalliberale Fraktion ſich
mit den Sozialdemokraten und dem Zentrum gegen das
Heererklärthabe. Auch vom Reichskanzler ſeien die
Motive der bürgerlichen Parteien anerkannt worden,
näm=
llich die Sorge für Recht und Ordnung in Elſaß=
Lothrin=
gen. Der Reichskanzler hat auch zugegeben, daß nur die
Sozialdemokratie durch ihr Auftreten eine Sonderſtellung
bei dieſer Angelegenheit eingenommen hat.
Mißtrauens=
votum ſei übrigens ein unglückliches Wort. Von der
Lin=
ken iſt unſere Stellung ſo ausgenutzt worden, als ob wir
bereits unſer Urteil über die Vorfälle in
Zabern ſelbſt abgegeben hätten. Das ſei abſolut
nicht der Fall. Immerhin ſei es aber ein Zeichen
da=
für, in welcher Weiſe bei uns der politiſche Kampf geführt
wird indem man uns Abſichten unterſchiebt die wir nie
gehabt haben. Unſere Stellung zur Armee iſt ſeit langem
bekannt. Wir haben die Hauptarbeit bei der letzten
Heeres=
vorlage geleiſtet und uns iſt es zu verdanken, daß die ſechs
geſtrichenen Kavallerie=Regimenter wieder herausgehauen
wurden. Bei einem ſolchen Verhalten könne man wirtlich
nicht gegen die Nationalliberale Partei den Vorwurf
er=
heben, ſie ſei gegen das Heer. Gewiß hätte die Rede des
Abgeordneten v. Calker noch mehr enthalten können.
Aber als Herr v. Calker ſeine Rede hielt, da geſchah dies
als Antwort auf die Ausführungen des Reichskanzlers
und des Kriegsminiſters. Aus dieſem Milieu heraus ſeien
ſeine Worte zu verſtehen. Alle Vorwürſe, die man gegen
uns erhoben hat, fallen in ſich zuſammen. Vor allen
Dingen iſt unſere Geſinnung und unſer Gewiſſen völlig
rein. Unſere Stellungnahme in jener Sitzung war diktiert
von nationalen Gründen. Die Frage war einmal
auf=
geworfen und ſie mußte beantwortet werden. Hätten wir
uns der Stimme enthalten, dann hätten wir uns vor dem
ganzen Reichstag blamiert. man hätte uns dann wieder
einmal mit Recht ſagen dürfen, wir könnten zu keinem
Ent=
ſchluſſe kommen. Ganz abſurd iſt auch der Vorwurf, daß
wir mit der Sozialdemokratie zuſammengegangen ſeien.
Gerade die Seite, von welcher dieſer Vorwurf kommt,
die Konſervativen, haben oft mit den Sozialdemokraten
geſtimmt, wenn es gegen die Nationalliberalen ging. Der
Redner refümierte, daß die Haltung der Fraktion bedinat
war aus nationaler Beſorgnis, denn der Reichskanzler
batte nichts getan, um dieſe Beſorgnis zu zerſtreuen.
Die Inſelfrage.
* Die Tribuna ſchreibt, daß die Antwort des
Dreibundes in der Frage der Aegäiſchen
In=
ſeln nahe bevorſtehe. Zwiſchen den Mächten des
Drei=
bundes herrſche in den wichtigſten Punkten vollſtändiges
Einvernehmen. Es bleibe nur noch feſtzuſetzen, wem
Lem=
nos und Samothrake zuerkannt werden ſollen. Der
Hand=
ſtreich der Anhänger Izzet Paſchas ſei geſcheitert. Falls
das Dementi Izzet Paſchas aufrichtig ſei, müſſe man
hoffen, daß dieſe Bewegung keinerlei unangenehme
Fol=
gen haben werde. Die Tribung hält es für ſicher, daß
der Beſuch des Miniſterpräſidenten Venizelos die
Mei=
nungsverſchiedenheiten, zu denen die Erörterung der
Grenzen von Epirus Anlaß gab, klären werde. Die
Tri=
bung glaubt zu wiſſen, daß der Miniſter des Aeußern
San Giuliano in den erſten Apriltagen nach Wien
rei=
ſen wird.
Wie der Wiener Politiſchen Korreſpondenz von
unterrichteter Seite aus Konſtantinopel gemeldet wird,
iſt die Türkei ſchlechterdings nicht in der Lage, auf
den Beſitz von Chios und Mytilene zu
verzich=
ten. Der Großweſir habe vor einigen Tagen dem
engli=
ſchen Botſchafter neuerlich die Gründe dargelegt, welche
die Pforte zwängen, jedem Kompromiß in dieſer Frage
unzugänglich zu bleiben. Alle politiſchen Kreiſe ſowie
die Armee betrachteten die Ueberlaſſung von Chios und
Mytilene an Griechenland als völlig unzuläſſig. Es dürfe
hierbei nicht unterſchätzt werden, daß Enver Paſcha das
Kriegsminiſterium übernommen habe; wenn man ihm
auch nicht gerade zumuten dürfe, daß er nach einem
Waf=
ſengange mit Griechenland ſtrebe, ſo unterliege es bei der
Rolle, die er im zweiten Balkankriege geſpielt habe,
kei=
nem Zweifel, daß jedes Verlangen eines derartigen
Ver=
zichtes auf den vollen Widerſtand ſeiner außerordentlichen
Willenskraft ſtoßen werde.
Deutſches Reich.
— Der Kaiſer, der Kronprinz und die
Kommandierenden. Die Tägl. Rundſchau ſchreibt:
Eine von verſchiedenen Blättern gebrachte, an ſich
be=
langloſe, im Zuſammenhang mit den jüngſten Ereigniſſen
aber zu einer gewiſſen ſymptomatiſchen Bedeutſamkeit
em=
porgedeutete Nachricht, daß der Kronprinz nicht bei dem
Eſſen zugegen geweſen ſei, das der Kaiſer, wie alljährlich,
ſo auch diesmal, zu Neujahr den kommandierenden
Gene=
ralen gab, iſt zutreffend, doch iſt dies nichts
Außerge=
wöhnliches, denn die Prinzen werden zu dem Eſſen nie
hinzugezogen, wohl aber immer zu der ſich anſchließenden
Beſprechung über militäriſche Angelegenheiten, bei der
natürlich auch diesmal mit den anderen Prinzen der
Kron=
prinz zugegen war. Alle an die erſtere Tatſache
geknüpf=
ten Schlußfolgerungen ſind völlig grundlos.
— Die Dispoſitionen des Reichstags
für die erſten Tage nach den Weihnachtsferien dürften ſich
folgendermaßen geſtalten: Für den Dienstag ſtehen
Peti=
tionen auf der Tagesordnung. Wie verlautet, beabſichtigt
Präſident Dr. Kaempf, die Beratung über die
Petitions=
berichte auch am Mittwoch fortzuſetzen. Am Donnerstag
ſoll der Geſetzentwurf über die Regelung der
Sonntags=
ruhe zur erſten Leſung geſtellt werden. Außerdem ſoll
am Mittwoch eine Sitzung des Seniorenkonvents
ſtatt=
finden, in der der weitere Arbeitsplan feſtgeſtellt
wer=
den wird.
Antwort des Reichskanzlers auf
eine Eingabe, betreffend Sonntagsruhe.
Es waren Zweifel darüber entſtanden, ob die von höheren
und unteren Verwaltungsbehörden ſowie Gemeinden
er=
laſſenen beſonderen Beſtimmungen über die Handhabung
der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe durch den § 18
des dem Reichstage zugegangenen Geſetzentwurfs außer
Kraft geſetzt werden ſollen, da aus dem Inhalt des
ge=
nannten Paragraphen nicht klar hervorging, ob alle dieſe
beſonderen Beſtimmungen in Wegſall kommen ſollen. Auf
eine entſprechende Eingabe an den Reichskanzler iſt die
Antwort erteilt worden, daß der Entwurf eines Geſetzes,
betreffend Sonntagsruhe im Handelsgewerbe, vorſieht,
daß alle Sonder= und Ausnahmebeſtimmungen, alſo auch
die ortsſtatutariſchen Beſtimmungen einer Gemeinde oder
eines weiteren Kommunalverbandes, außer Kraft treten.
— Lebensverſicherungen und
Wehrbei=
tragsgeſetz. Vom Verband Deutſcher
Lebensverſiche=
rungs=Geſellſchaften wird uns geſchrieben: Bei
Ermitte=
lung des für den Wehrbeitrag ſteuerpflichtigen
Ver=
mögens ſind noch nicht fällige Anſprüche aus Lebensver=
ſicherungen mit zwei Dritteln der Summen der
einge=
zahlten Prämien in Anrechnung zu bringen. Falls aber
der Betrag nachgewieſen wird, für welche die
Verſiche=
rungsgeſellſchaft die Police zurückkaufen würde, iſt dieſer
Rückkaufswert einzuſetzen. Dieſe Geſetzesbeſtimmung hat
dazu geführt, daß bei den Lebensverſicherungs=
Geſell=
ſchaften maſſenhaft Anfragen aus den Kreiſen der
Ver=
ſicherten eingehen, in denen um Angabe der Höhe des
Rückkaufswertes gebeten wird. Da bei den deutſchen
Lebensverſicherungs=Geſellſchaften allein in der großen
Lebensverſicherung weit mehr als 3 Millionen Policen
in Kraft ſind, iſt es völlig ausgeſchloſſen, daß alle jene
Anfragen innerhalb der in den
Ausführungsbeſtimmun=
gen der verſchiedenen Bundesſtaaten vorgeſehenen Friſt
für die Abgabe der Vermögenserklärung beantwortet
wer=
den können, zumal dieſe Friſt ſpäteſtens am 31. Januar
1914 endigt. Es empfiehlt ſich daher dringend, daß alle
verſicherten Perſonen, die den Rückkaufswert ihrer
Lebens=
verſicherung wiſſen wollen, die Verlängerung der Friſt für
die Vermögenserklärung vor Ablauf dieſer Friſt bei der
Veranlagungsbehörde beantragen. Die
Veranlagungs=
behörden ſind berechtigt, jene Friſt auf Anſuchen
ange=
meſſen zu verlängern.
Tabakſteuer=Einnahmen im
Deut=
ſchen Reiche. Die Einnahmen aus der
Zigaretten=
ſteuer laſſen auch im verfloſſenen Jahre eine ſtarke
Zu=
nahme erkennen; von 19,7 Millionen Mark in den ſieben
Monaten April bis Oktober 1912 iſt, wie die Süddeutſche
Tabakzeitung berichtet, die Iſteinnahme auf 23,5
Millio=
nen Mark in denſelben Monaten 1913 geſtiegen. Die
Solleinnahme, d. i. die wirkliche Solleinnahme, nicht die
im Etat veranſchlagte, iſt nach Abzug der
Ausfuhrver=
gütungen bei der Zigarettenſteuer gleichzeitig von 24,2 auf
28,5 Millionen Mark, alſo um 17,8 Prozent, gewachſen.
Erfreulicherweiſe zeigen diesmal auch die Einnahmen aus
der Beſteuerung des inländiſchen Rohtabaks eine
Zu=
nahme. Hier hat ſich die Iſteinnahme von 7,1 auf 7,6
Millionen Mark und die Solleinnahme von 5,5 auf 6
Mil=
lionen Mark gehoben.
— Aerzte und Krankenkaſſen. Die
zehn=
ſtündige Sitzung, die unter dem Vorſitze des Vertreters
des Handelsminiſteriums zwiſchen Vertretern der
Bres=
lauer Aerzte und der Krankenkaſſen zwecks Herbeiführung
einer Einigung ſtattgefunden hat, iſt ergebnislos
ver=
laufen.
— Der preußiſche
Fideikommißgeſetz=
entwurf. Dem preußiſchen Herrenhauſe iſt ein
Geſetz=
entwurf über Familienfideikommiſſe und
Familienſtiftun=
gen zugegangen. Der 197 Paragraphen umfaſſenden
Vor=
lage iſt eine allgemeine und eine ſehr umfangreiche
Be=
gründung beigegeben. Ferner gibt eine ſtatiſtiſche
Son=
derbeilage über den Stand und die Bewegung der
Fidei=
kommiſſe von 1895 bis 1912 Auskunft.
Der Entwurf will die Gewähr dafür, daß
Familien=
fideikommiſſe nur aus Grundbeſitz errichtet werden, der
ſich als Großgrundbeſitz darſtellt, dadurch ſchaffen, daß er
für den zum Familienfideikommiß zu widmenden land=
und forſtwirtſchaftlichen Grundbeſitz eine Mindeſtfläche
von 300 Hektar und ein Mindeſteinkommen von 10 000 M.
verlangt. Nach dem Entwurf ſoll grundſätzlich nur
ſol=
cher landwirtſchaftlicher Grundbeſitz zu
fideikommiſſari=
ſcher Bindung zugelaſſen werden, der eine wirtſchaftliche
Einheit bildet. Verlangt wird, daß zu jeder
ſideikom=
miſſariſchen Bindung von Grundbeſitz die ſtaatliche
Ge=
nehmigung, und zwar in der Regel die Genehmigung des
Königs, einzuholen iſt. Vor allem gilt es, der Gefahr
vorzubeugen, daß die Fideikommißbildung zur Entſtehung
von Latiſundien führt. Der Entwurf bemißt die
höchſt=
zuläſſige Fläche, über die der landwirtſchaftlich genutzte
Teil zu dem Fideikommiß gewidmeten Grundbeſitz nicht
hinausgehen darf, auf 2500 Hektar Er beſeitigt für die
Zukunft die reinen Geldſideikommiſſe, geſtattet jedoch, daß
mit einem Grundfideikommiß Kapital verbunden werde,
wobei vorgeſchlagen iſt, daß der Ertrag aus dem zum
Betrieb des land= oder forſtwirtſchaftlich beſtimmten
Fi=
dekkommißvermögen den vierfachen Betrag des
Jahres=
einkommens aus dem land= und forſtwirtſchaftlichen
Grundbeſitz nicht überſchreiten darf. Als leitender
Grund=
ſatz wird feſtgeſtellt, daß die Vorſchriften des Geſetzes
auch für die beſtehenden Familienfideikommiſſe gelten
ſol=
len. Die Geltung des neuen Geſetzes beginne jedoch
naturgemäß auch für die beſtehenden Fideikommiſſe erſt
von dem Zeitpunkte ab, an dem das Geſetz in Kraft tritt.
Unterſtützung der durch
Ueberſchwem=
mung Geſchädigten. Die Fraktion der
Fortſchritt=
lichen Volkspartei hat geſtern die Einbringung folgender
Interpellationen im preußiſchen Abgeordnetenhauſe
be=
ſchloſſen. In den letzten Wochen ſind zahlreiche Anwohner
der Oſtſee und der Haffe durch Sturmfluten und
Ueber=
ſchwemmungen in ihrem Erwerh ſchwer geſchädigt
wor=
den, Was gedenkt die Staatsregierung zu tun, um die
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Januar 1914.
Nummer 10.
hierdurch eingetretenen Notſtände zu lindern? Die
Kon=
ſervativen fordern in einem ſchleunigen Antrag die
Be=
reitſtellung ausreichender Mittel, um dem durch die
Sturmflut hervorgerufenen Notſtande entgegenzuwirken
Ausland.
Italien.
Venizelos Beſuch in Rom. Der griechiſche
Miniſterpräſident Venizelos iſt am Donnerstag abend in
Rom angekommen. Die Zeitungen widmen ihm
freund=
liche Begrüßungsartikel und äußern ſich anerkennend über
ſeine Perſönlichkeit. Venizelos erklärte dem
Korreſpon=
denten der Tribuna in Bari, er werde zwei Tage in Rom
bleiben und am Samstag abend nach Paris weiter reiſen
wo er ſich wegen einer Anleihe länger aufzuhalten ge
denke. Darauf werde er nach London und Berlin reiſen;
er wiſſe noch nicht, welche von den beiden Städten er
zuerſt auſſuche.
Frankreich.
WWohnungen für Offiziere. Angeſichts
der Wohnungsteuerung, unter der namentlich die
Offi=
ziere in den Garniſonen an der Oſtgrenze zu leiden haben,
hat ſich der Kriegsminiſter mit dem Miniſter für Arbeit
und ſoziale Fürſorge ins Einvernehmen geſetzt, damit das
vor einiger Zeit beſchloſſene Geſetz über die Herſtellung
billiger Wohnungen auch den Offizieren zugute kommen
könne. Der Excelſior verlangt, daß eine
Kom=
miſſion ernannt werde, welche die Aufgabe
haben ſolle, in den Garniſonſtädten der
Oſt=
departements die. Mietpreiſe für die
Offiziers=
wohnungen feſtzuſtellen. Man dürfe dadurch zweifellos
erreichen, daß die Hausbeſitzer, welche den durch die
Ver=
mehrung der Beſatzungen in den Grenzſtädten
hervorge=
ruſenen Wohnungsmangel und die den Offizieren
bewil=
ligte Solderhöhung dazu benutzt haben, um ihre
Miets=
preiſe zu ſteigern, ihre Anſprüche verringern würden.
England.
Scheitern der Homerule=
Verhandlun=
gen. Der Daily Telegraph meldet: Die Verhandlungen
zwiſchen den Miniſtern und den konſervativen Partei
führern, eine friedliche Löſung im Homerule=Konflikt
her=
beizuführen, ſind geſcheitert. Beſonders die Ulſterfrage
machte die größten Schwierigkeiten. Eine Verſtändigung
konnte mit Carſon und ſeinen Anhängern nicht erzielt
werden. Unioniſtiſche Führer erklären, daß einzig und
allein die Ausſchreibung von Neuwahlen einen blutigen
Konflikt beſchwören könnten. Wie die Morning Poſt
wiſſen will, wären die Unterhandlungen zwiſchen dem
Premier und Herrn Bonar Law daran geſcheitert, daß
Herr Asquith ſich für außerſtande erklärt habe, auf die
Forderung einer ſelbſt nur zeitweiligen Ausſchließung des
proteſtantiſchen Nordens der Inſel aus dem Bereiche der
Vorlage einzugehen.
Türkei.
Die Reformen in Kleinaſien. Nach einer
Blättermeldung aus Konſtantinopel darf die Frage der
Reſormen in Kleinaſien als geregelt angeſehen werden.
Die Pforte werde die zu ernennenden Generalinſpekteure,
die den neutralen Staaten angehören werden, auf Grund
einer von den Großmächten aufgeſtellten Liſte auswählen.
Etwaige Meinungsverſchiedenheiten, die zwiſchen den
fremden Generalinſpekteuren und den Walis entſtehen
ſollten, würden von den Großmächten im Einverſtändnis
mit der Pforte geregelt werden.
Die albaniſche Fürſtenfrage. Die Voſſiſche
Zeitung veröffentlicht Mitteilungen einer aufs gründlichſte
mit den Verhältniſſen Albaniens vertrauten Perſönlichkeit
aus Durazzo. Danach hat Italien die ſchon im vorigen
Jahre einſetzende jungtürkiſche Propaganda für einen
mohammedaniſchen Fürſten ſtark unterſtützt. Anſcheinend
ſollte Oeſterreich gezwungen werden, ſein Protektorat über
die albaneſiſchen Katholiken aufzugeben. Da aber eine
Dreiviertelmehrheit der Bevölkerung unbedingt einen
chriſtlichen Fürſten verlangte, ſo ſchlug die Agitation fehl.
Es iſt auch ſicher, daß die Fürſtenfrage in Albanien keine
Schwierigkeiten mehr bieten wird. Die Volksmehrheit
erwartet die Ankunft des Fürſten Wied, dem man ſehr
gut geſinnt iſt, mit Ungeduld. Der Präſident der
provi=
ſoriſchen Regierung Albaniens, Ismail Kemal,
telegra=
phierte an die Agenzia Steſani: Valona. Wollen Sie,
bitte, ſo energiſch wie möglich jede Beziehung zwiſchen
mir und Izzet Paſcha dementieren. Ich arbeitete und
arbeite für die Proklamation des von den Großmächten
auserſehenen europäiſchen Fürſten, ohne den weder die
Unabhängigkeit noch das Schickſal Albaniens geſichert
werden können.
Afrika.
Der Eiſenbahnerſtreik in Südafrika
ſcheint ſich immer mehr zu einem Fiasko der Angeſtellten
zu entwickeln. Am Donnerstag nachmittag ſtreikten nur
etwa 1000 Werkſtättenarbeiter. Der Eiſenbahnverkehr iſt
bis jetzt nicht geſtört. Die Eiſenbahner zögern, die
Ar=
beit niederzulegen. Die Eiſenbahnangeſtellten im
Kap=
lande ſcheinen von vornherein abgelehnt zu haben, ſich
an dem Streik zu beteiligen. Das Verhalten der
Aus=
ſtändigen in Johannesburg iſt im allgemeinen ruhig. Die
Angeſtellten von Braamfontein, die den Streik beſchloſſen
hatten, erſchienen gleichwohl zur Arbeit. Sie erklärten,
ebenfalls in den Streik zu treten, wenn ſie hierzu aus
Pretoria den Befehl erhalten.
Ching.
Flucht des Gouverneurs von Nanking
Der frühere Gouverneur von Nanking, Tſchanghſuen, hat
Nanking verlaſſen. Aus Furcht vor Ermordung entfernte
er ſich heimlich durch das ſüdliche Tor. Seine Abreiſe
wird in der ganzen Provinz Erleichterung hervorruſen.
Die Kauſleute von Nanking enthielten ſich jedes
Ge=
ſchäftes, ſolange Tſchanghſuens Truppen in der Stadt
blieben.
Japan.
500=Millionen=Anleihe. Der Arahi meldet,
daß Japan mit franzöſiſchen Kapitaliſten in
Verhand=
lungen über eine Anleihe von 500 Millionen Francs ſtehe
die durch Obligationen der Hypothekenbank gedeckt werden
und der wirtſchaftlichen Entwicklung Japans dienen ſoll.
*
* Der Abſchied des deutſchen
Kronprin=
zen von den Danziger Huſaren. Der
Regi=
mentsbefehl, den der Kronprinz anläßlich ſeines
Schei=
dens vom 1. Leibhuſaren=Regiment in Danzig am 12.
De=
zember 1913 beim Regimentsappell verleſen ließ, hat nach
der Tägl. Rundſchau nachſtehenden Wortlaut: „Huſaren
meines Regiments! Ueber zwei Jahre habe ich mit Euch
denſelben Rock getragen, derſelben Standarte treue
Ge=
folgſchaft gehalten wie Ihr. Seine Majeſtät der Kaiſer
hat mir en neues militäriſches Arbeitsfeld zugewieſen,
und ſo habe ich zu gehorchen. Es wird mir verflucht
ſchwer. Das Herz will mir brechen, daß ich nun nicht
mehr an Eurer Spitze durch das Leben reiten ſoll. Das
werdet auch Ihr in dieſer Stunde fühlen, deſſen bin ich
ſicher. Die beiden glückl chſten Jahre meines Lebens habe
ich in Euren Reihen verbracht. Meine Jugend trage
ich zu Grabe. Wohl kann man mich von Euch trennen,
aber mein Herz und mein Geiſt bleiben unter Euch. Wenn
einmal der König ruft und das Signal „Marſch! Marſch!”
wird geblaſen, denkt an den, deſſen ſehnlichſter Wunſch es
ſtets war, dieſen Augenblick des höchſten ſoldatiſchen
Glücks an Eurer Seite miterleben zu dürfen. Das ſeſte
innige Band aber, das Euch, meine Kinder vom Regiment,
mit mir unlöslich verknüpft, wird erſt dann zerriſſen,
wenn auch für mich die Stunde des Abmarſches zu der
großen Armee dort droben geſchlagen hat. Mein altes,
heißgeliebtes Regiment Hurra! Wilhelm, Kronprinz.” —
Der Kaiſer ſandte an den Kronprinzen folgendes
Tele=
gramm: „An den Kronprinzen des Deutſchen Reiches
und von Preußen, Kaiſerliche und Königliche Hoheit,
Danzig=Langfuhr. Es iſt mir ein Bedürfnis und eine=
Genugtuung, Dir am heutigen Tage, an dem Du
ſchwer=
ſten Herzens vom geliebten 1. Leibhuſaren=Regiment
Ab=
ſchied nimmſt, meine Anerkennung und meinen Dank
auszuſprechen für das, was Du an der Spitze dieſes
ſchö=
nen Regiments geleiſtet haſt. Das Regiment wird
all=
ſeits ſtolz darauf ſein, daß es in Dir ſeinen Kommandeur
verehren durſte. Möge der Reitergeiſt, den Du gepflegt
und gehegt haſt, in dem Regiment weiter leben und bei
dieſem ſtets Nachahmung finden. Wilhelm I. R.”
* Peſt 9. Jan. Einer Meldung des Peſti Hirlap
aus Bukareſt zufolge iſt König Carol von
Rumä=
nien plötzlich ſchwer erkrankt. Die Leibärzte des
Königs haben ſich veranlaßt geſehen, zwei weitere
Pro=
feſſoren hinzuzuziehen, und das Aerztekonzilium hat nach
einem heute morgen veröffentlichten Krankheitsbericht eine
hochgradige Lungenentzündung feſtgeſtellt Die Löſung der
Miniſterkriſis wird infolge der Erkrankung des Königs
hinausgeſchoben werden müſſen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 10. Januar.
Bautätigkeit des Stadtbauamts.
A) Hochbau.
Ueber die Tätigkeit des Stadtbauamtes iſt nach den
Ausführungen des Oberbürgermeiſters folgendes zu
berichten:
Das letzte Jahrzehnt war ein Abſchnitt reicher
Be=
tätigung auf dem Gebiete des ſtädtiſchen Hochbaues. Eine
ganze Reihe größerer Bauanlagen kam durch das
Stadt=
bauamt zur Ausführung. Beſondere Erwähnung verdient
unter dieſen die Erweiterung des ſtädtiſchen
Krankenhau=
ſes, die Errichtung der Bezirksſchule IV in der
Lagerhaus=
ſtraße, der Mittelſchule II in der Hermannſtraße, der
Stadtmädchenſchule II in der Emilſtraße, der Liebigs=
Oberrealſchule, der Eleonorenſchule, der Peſtalozziſchule,
die Errichtung der ſtädtiſchen Badeanſtalt (
Hallenſchwimm=
bad), des Ausſtellungsgebäudes auf der Mathildenhöhe,
die Erweiterungsbauten im ſtädtiſchen Schlachthof, der
Neubau des ſtädtiſchen Gaswerks, der Neubau des
Elek=
rizitätswerks II, der Umbau der Stadtmädchenſchule IIII
in der Beſſunger Straße, der Umbau des Stadthauſes,
der Neubau der Badeanſtalten im Woog, des
Straßen=
reinigungsdepots in der Erbacher Straße, der Umbau der
Knaben=Arbeitsanſtalt, der Erweiterungsbau des
Real=
gymnaſiums, des VII. Polizeireviers, der ſtädtiſchen
Kleinwohnungen, der Ausbau des Gehabornerhofes und
zuletzt die Nenanlage des Waldfriedhofes.
Die Baukoſten ohne den Geländewert betrugen
für dieſe Bauten insgeſamt rund 11 Millionen
Mark. Ein Rückblick auf dieſe Bautätigkeit läßt
erken=
nen, daß die Entwickelung der Stadt und die Zunahme
der Bevölkerung als Folgewirkung nach 6—14 Jahren
in gleichem Maße auch den Neubau ſtädtiſcher Gebäude,
vor allem für kulturelle Zwecke, und die ſtädtiſchen
Be=
triebe mit ſich gebracht hat. Die nächſten Jahre werden
nicht in dem gleichen Maße neue Hochbauten bringen. Ein
Stillſtand in der ſtädtiſchen Bautätigkeit wird allerdings
nie eintreten, ſolange die Stadt in gleichmäßig
aufſtei=
gender Entwickelung ſich befindet. Neue Aufgaben werden
ſicherlich in der nächſten Zeit erwachſen, wenn auch das
Tempo der Bautätigkeit nicht das gleiche ſein wird, wie
in den letzten 10 Jahren, wenigſtens ſoweit es die
Bau=
ten betrifft, die für eigene Zwecke und Rechnung der Stadt
errichtet werden müſſen. Städtiſche Bauten ſollen
vor=
bildlich ſein ſowohl bezüglich ihrer Einrichtung und
Zweckmäßigkeit, als auch im äußeren Aufbau. Die
Renta=
bilität kann bei den meiſten Bauten, wie z. B. bei
Schu=
len, Krankenanſtalten, Gebäuden für die Körperpflege
und ſolchen für die Pflege künſtleriſcher Beſtrebungen,
Die Möglichkeit
einer Durchquerung des Süds
polarkontinents.
Von H. Singer.
Daß Sir Erneſt Shackleton, der Amundſen und
Scott den Weg zum Südpol geebnet hatte, für ſeine
ge=
plante neue antarktiſche Expedition etwas „Großes”
vor=
habe, wußte man ſchon ſeit langem; ja, man meinte ſogar,
er plane noch viel Größeres, als er jetzt zu unternehmen
beabſichtigt. Hatte er doch vor Jahresfriſt angedeutet, er
wolle von Enderbyland aus eine Schlittenreiſe quer durch
den Südpolarkontinent nach dem Roßmeer ausfühcen.
Eine Durchquerung bereitet der engliſche Reiſende ja nun
in der Tat vor, aber ſie ſoll auf einer Route vor ſich gehen,
die bei weitem nicht ſo lang ſein wird, als der Weg vom
Enderbylande aus. Von da nämlich bis zu der Stelle, wo
Amundſen die Vereinigung von Viktoria= mit Eduardland
vermutet (86 Grad ſ. Br.), ſind es rund 28000 Kilometer;
von dem jetzt von Shackleton gewählten Ausgangspunkt im
Süden des Weddelmeeres aber, dem Luitpoldlande, ſind
nur etwa 1800 Kilometer zurückzulegen. Das iſt ein
ge=
waltiger Wegunterſchied, und die Entfernungen ſpielen
bei Landreiſen in der Antarktis keine geringere, vielleicht
eher eine größere Rolle, als die Gangbarkeit des Geländes
oder das Wetter. Immerhin iſt Shackletons Plan auch in
dieſer Beſchränkung noch bewunderungswürdig, und es
liegt eine Erörterung der Frage nahe, ob auf einen
Er=
folg zu rechnen iſt.
Man weiß weniger darüber, wie das Innere des
Erdteils Antarktika ausſehen mag. Zwar iſt der Südpol
zweimal erreicht worden, doch beidemal von ein und
der=
ſelben Seite, vom Roßmeer aus. Man ſteigt da von der
ebenen ſchwimmenden Roßſchen Eisplatte über die langen,
ſſchwierigen Gletſcher zum Randgebirge des Viktorialandes
empor und kommt dann bald auf ſchwach welliges
In=
landeis, auf dem der Pol in ungefähr 3000 Meter
Meeres=
höhe liegt. So haben es Amundſen und Scott, vor ihnen
auch ſchon Shackleton ſelber angetroffen. Wie weit aber
an anderen Stellen dieſes bei Windſtille gut gangbare
In=
landeis gegen die Peripherie des Südpolarkontinentes
reichen und das Wandern mit Schlitten und Schneeſchuh
begünſtigen mag, das weiß man nicht. Es iſt alſo auch
ganz ungewiß, wie die ſüdlich des Weddelmeeres
liegen=
den vereiſten Landſtriche ausſehen. Will man über ſie trotz
dieſer Unkenntnis dennoch eine Vermutung) wagen, ſo
kann ſie nur dahin lauten, daß hier ſowohl eine
ſchwim=
mende Eisplatte von der Ausdehnung der Roßſchen, wie
auch weite Strecken Inlandeis fehlen dürften. Es ſcheint
vielmehr, daß der Marſch in der Hauptſache durch Gebirge
führen wird, von denen Amundſen einen Teil geſehen und
Maudkette genannt hatte. In ſolchen antarktiſchen
Ge=
birgen aber iſt das Reiſen und Vorwärtskommen ſchwer,
alſo mindeſtens zeit= und kraftraubend, wie die Erlebniſſe
der letzten engliſchen Expeditionen im Viktorialande
zeigen.
Soviel über das Gelände, mit dem Shackleton zu
rech=
nen hat. Nun zur Frage der Sicherung der Teilnehmer
an der Durchquerung in bezug auf Lebensmittel, Kleider,
Petroleum. Hierüber liegen reichliche Erfahrungen vor.
Die Bezwingung des Südpols geſchah in der Weiſe, daß
man von einer für Schiffe allſommerlich erreichbaren feſten
Station mit Hilfe von Hunde= oder Pferdeſchlitten gegen
den Südpol vorging, worauf man auf demſelben Wege
nach der Station zurückkehrte. Dieſe Polarreiſe fand im
ſüdpolaren Sommer ſtatt, d. h., in der Zeit zwiſchen
Ok=
tober und März, nachdem man auf der Station den
Win=
ter zugebracht hatte und die letzten Wochen des ihm
vor=
aufgegangenen Sommers, nach Ankunft auf dem
Forſch=
ungsfelde, dazu benutzt hatte, den in Ausſicht genommenen
Weg polarwärts möglichſt weit gen Süden mit
Proviant=
niederlagen zu beſetzen. Dadurch wurde erreicht, daß die
Polſtürmer ſelbſt nicht alles, was ſie bedurften, bis zum
Ziel mitzuſchleppen brauchten; ſie hatten ferner auf der
Rückreiſe in dieſen Vorratniederlagen Stützpunkte. Daß
freilich auch dieſe Stützpunkte nicht immer den Rückzug
ſichern können, beweiſt der traurige Ausgang der letzten
Scottſchen Expedition.
Auch Shackleton hat auf ſeiner Reiſe von 1908/09
gegen den Südpol ſo operiert. Für die neue Reiſe aber
glaubt er, ſeinen eigenen und den Mitteilungen ſeines
wiſſenſchaftlichen Stabschefs Profeſſor David zufolge, auf
dieſe Marſchſicherung durch Depots verzichten zu können.
Man lieſt nämlich, Shackleton werde, nachdem er im
No=
vember 1914 das Luitpoldland betreten habe, ſofort mit
der Schlittenreiſe in der Richtung auf das Roßmeer
be=
ginnen, derart, daß er ſchon im April 1915 dort
heraus=
kommen und von dem dorthin geſchickten Nebenſchiffe
auf=
genommen werden könne. Nur von dieſem Nebenſchiffe
ſollten auf der Roßſchen Eisplatte Depots nach Süden für
den ankommenden Shackleton vorgeſchoben werden.
Neh=
men wir an, daß das ſüdwärts bis zum 86. Breitengrad.
geſchehen kann, ſo wäre Shackleton während des gcößten
Teiles ſeines Weges, auf 1500—1600 Kilometer,
außer=
ſtande, die Vorräte für Menſchen und Hunde zu ergänzen,
und das würde aller Wahrſcheinlichkeit nach ſeinen
Unter=
gang bedeuten, zumal ihm dort alles unbekannt iſt.
Solche Tollkühnheit aber iſt Shackleton im Ernſte
doch wohl nicht zuzutrauen, und ſo wird der Plan
ſchließ=
ich eine etwas andere Geſtalt annehmen. Nachdem
Shack=
leton die Landung auf Luitpoldland gelungen ſein wird
dürfte er den Reſt des Südſommers 1914/15 dazu
be=
nutzen, ſeinen ſpäteren Durchquerungsweg bis in die
Nähe des Südpols mit Vorratsdepots zu beſetzen. Von
der anderen Seite, von der Roßſchen Eisbarriere her wird
das Nebenſchiff gleichzeitig daßſelbe tun, und zwar von
Framheim aus, dem Winterquartier Amundſens von
1911. Dann würde Shackleton den Winter 1915 auf dem
Luitpoldland oder der Filchner=Barriere verbeingen und
die Durchquerung erſt im Südſommer 1915/16
auszu=
führen verſuchen. Sie könnte im Oktober 1915 beginnen
und im März 1916 beendet ſein, wenn alles glatt geht, Im
Falle des Mißlingens hätten die Depots auf der
Weddel=
ſeite die Aufgabe, den Rückzug zu ſichern.
Und mit dieſem Mißlingen des
Durchquerungsver=
ſuches iſt trotz aller Tatkraft und Erfahrung Shackletons
zu rechnen, auch wenn ſein Plan die angegebene veränderte
Geſtalt gewinnt. Zunächſt iſt es garnicht ſicher, daß
Shack=
eton an der Südküſte des Weddelmeeres überhaupt landen
ann. Der Filchnerſchen Unternehmung iſt das nicht
ge=
lungen, und der ſchottiſchen Expedition unter Bruce auch
nicht. Jedenfalls iſt die Küſte nicht ſo leicht erreichbar,
wie das Viktorialand am Roßmeer. Sollte aber
Shack=
leton darin glücklicher ſein als ſeine beiden Vorgänger, ſo
müßte man wieder bezweifeln, daß der kurze Reſt des
Sommers 1914/15 genügt, die Depots weit genug
land=
einwärts vorzutreiben. Dieſes Land iſt doch ganz
unbe=
kannt; man wird nach der geeigneten Route erſt ſuchen
müſſen, und dazu wird Zeit gebraucht. Als es galt, vom
Roßmeer aus den Südpol zu erobern, mußte man auch
zunächſt ſuchen, d. h., Erfahrungen ſammeln, und erſt auf
der Vorarbeit und auf den Enttäuſchungen Scotts und
Shackletons beruhte der endliche Erfolg. Auf Anhieb alſo
pflegt eine ſo ins Ungewiſſe gerichtete Aufgabe, wie ſie
ſich Shackleton geſtellt hat, nicht lösbar zu ſein.
Erwägt man alles, ſo ergibt ſich Folgendes: Daß
eine Durchquerung der Antarktis ausführbar iſt, läßt ſich
zwar nicht bezweiſeln. Aber dieſen Erfolg wird wohl erſt
ein ſpäterer Forſcher erringen, dem Shackletons
Erfah=
rungen zugute gekommen ſind.
Nummer 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Januar 1914.
Seite 3.
ebenſo wie bei Kirchen, keine Rolle ſpielen. Es hat ſich
aber erwieſen, daß die Aufwendungen für unſere
ſtädti=
ſchen Bauten bei allen Neuanlagen in ſehr beſcheidenem
Rahmen ſich gehalten haben.
Das vergangene Jahr war in der Hauptſache dazu
beſtimmt, die bereits früher beſchloſſenen Bauten fertig
zu ſtellen, ohne daß größere Neubauten dazu gekommen
ſind. Die Anlage des Friedhofes an der Allee wurde
begonnen und die Zufuhrſtraßen mit ihren
Verſorgungs=
leitungen, ſowie die erſten Wege und Straßen im
Fried=
hof ſelbſt angelegt, das Krematorium und das
Verwalter=
wohnhaus im Rohbau fertiggeſtellt, die Gruftarkaden und
das Haupteingangsportal begonnen und der innere
Aus=
bau des Krematoriums vorbereitet. — Für das
Stadt=
krankenhaus wurden die Umbauten der Häuſer
Bis=
marckſtraße 38 und 40, ſowie Fuchsſtraße 19 vollendet. Das
Haus Wieſenſtraße 1 iſt zu Zwecken der Apotheke
vollſtän=
dig umgebaut worden, ſo daß die Apotheke im November
in das neue Heim überſiedeln konnte. Zurzeit iſt der
Um=
bau des ehemaligen Direktorwohnhauſes zu
Aſſiſtenten=
wohnungen und die Schaffung eines geräumigen Veſtibüls
zwiſchen dieſem Haus und dem Hauptgebäude im Gange.
Im weſtlichen und nordöſtlichen Teil des Krankenhauſes
wurden neue Gartenanlagen geſchaffen. Das Keſſelhaus
wurde erweitert und durch den Einbau eines neuen
Flammrohrkeſſels für die größere Inanſpruchnahme durch
die neuen Bauten entſprechend eingerichtet. Der Umbau
des Hauſes Bismarckſtraße 28 für die Erweiterung der
Sanitätskolonne iſt im Gange. Für die Pflegeſchweſtern
wurde eine Walderholungsſtätte an den Hirſchköpfen
ein=
gerichtet. In das Gebäude Lagerhausſtraße 15 wurde
das Chemiſche Unterſuchungsamt nach dem
Umbau des Hauſes verlegt. Nach der Fertigſtellung der
Markthalle im Städtiſchen Viehhof kamen die Entwürfe
und Voranſchläge für den Sperrviehſtall und den
Umbau des Pferdeſchlachthauſes zu einem Schlachthaus
für Sperrvieh zur Ausarbeitung; ebenſo auch die
Vor=
ſchläge für den Umbau der Kaldaunenwäſche.
Verſchie=
dene Entwürfe und Voranſchläge mußten aufgeſtellt
wer=
den für die Erweiterung des Großherzoglichen
Eichamtes in dem Gebäude Woogsſtraße 4.
Die Bureaus im Großherzoglichen
Haupt=
ſteueramt erwieſen ſich bei der Fülle der dieſer
Be=
hörde zugewieſenen Aufgaben als zu klein. Die
Erwei=
terung durch die Einrichtung eines neuen großen
Arbeits=
raumes wurde durchgeführt.
Im Stadthaus hat ſich die Notwendigkeit ergeben,
ein Wartezimmer einzurichten und das weſtliche
Treppen=
haus mit beſſerer Tagesbeleuchtung auszuſtatten. Die
Treppenhauswände wurden deshalb bis zur ganzen zur
Verfügung ſtehenden Höhe geöffnet und neue Fenſter
an=
geordnet. Der im Vorjahre genehmigte
Erweiter=
ungsbau der Stadtkaſſe iſt im Laufe dieſes
Jahres fertiggeſtellt worden und konnte am 1. November
bezogen werden. Helle, große Arbeitsräume für die
Be=
amten, eine geräumige Schalterhalle für das Publikum
und praktiſche, ſtahlbewehrte Geldkammern ſind mit dieſem
Neubau gewonnen worden, ſo daß die Klagen über
man=
gelhafte Einrichtungen in der Stadtkaſſe nun für
abſeh=
bare Zeit als behoben gelten können. Die Verlegung der
Anſtaltsküche im Armenhaus kam auf
Vor=
ſchlag der Verwaltung zur Ausführung. Damit iſt eine
weſentliche Beſſerung in den früheren ſehr mißlichen
Ver=
hältniſſen eingetreten.
In dem abgelaufenen Jahre hat das Stadtbauamt
eine größere Anzahl von Entwürfen durchgearbeitet, die
zur Klärung ſchwebender Fragen gedient haben. Von den
wichtigeren Arbeiten mögen erwähnt werden: die
Ent=
würfe für die Erweiterung des Sparkaſſengebäudes, für
ein Geſchäftshaus der Detailhandels=Berufsgenoſſenſchaft,
für den Umbau des Hauſes Waldſtraße 19 zu Zwecken
eines Arbeitsamtes, das Projekt über die Verwendung
des Saalbaues zu einer Kirche oder einer Gewerbeſchule,
die Pläne für zwei Wohnhäuſer auf dem Gelände der
Sparkaſſe in der Lichtenbergſtraße, die Skizzen für ein
Milchausſchankhäuschen am Bahnhof und für zwei
geſtif=
tete Brünnchen, die Projekte für den Neubau eines
Dienſt=
gebäudes für das 2. Polizeirevier an der Ecke der Müller=
und Lichtenbergſtraße und verſchiedene Projektſkizzen über
die Vergrößerung der Wartehalle auf dem Ernſt=
Ludwigs=
platz. Für die Heſſiſche Eiſenbahn=Aktien=
Geſellſchaft wurden verſchiedene Projekte und
Vor=
anſchläge aufgeſtellt und auch die Ausführung mehrerer
Bauten überwacht; ſo der Entwurf für eine
Unterſtands=
halle in der Luiſenſtraße, für mehrere Umformerhäuſer der
Ueberlandzentrale, für den Umbau des
Verwaltungsge=
bäudes am Böllenfalltor und Umänderungen an der
Wa=
genhalle daſelbſt, die Entwürfe nebſt Ausführungszeich=
nungen zu einem Umformergebäude und einer Wagenhalle
in Eberſtadt und die Pläne und Ausführungszeichnungen
eines Anbaues an das neue Elektrizitätswerk am
Dorn=
heimer Weg. Auch in dieſem Jahre wurden mehrere
Be=
bauungspläne ausgearbeitet. So zum Beiſpiel der
Plan für die Weiterſtädter Straße nächſt der Kirſchenallee,
für die Pankratiusſtraße an der Einmündung in den
Hochſchulplatz, für das Gebiet zwiſchen Allee,
Feldberg=
ſtraße, Dornheimer Weg und Landgraf=Philipps=Anlage;
die Aenderung der Baufluchtlinien an der Ecke des Lukas=
und Olbrichweges, die Hauptzufuhrſtraße C nach dem
neuen Südbahnhof, die Aenderung der Fluchtlinie auf der
Südſeite des Hohlen Weges am Baublock 13, die
Aende=
rung an der Nordoſtecke der Wendelſtadt= und
Bismarck=
ſtraße und die Pläne für die Südſeite der Schießhausſtraße
zwiſchen Nieder=Ramſtädter Straße und Martinſtraße.
Von neuen Entwürfen für Bebauungspläne
wurden bearbeitet: der Plan für die Bebauung der Allee
auf der Südſeite, die Zeichnungen für die Bebauung des
ſtädtiſchen Geländes am Orpheum, verſchiedene Skizzen
über Fluchtlinienänderungen in der Landaraf=Georgſtraße,
der Plan für das Militärquartier, die Pläne für das
Ge=
lände am Heinrichwingertsweg und die Entwürfe für die
Erweiterung der Anlagen am Paulusplatz mit mehreren
Schaubildern.
Die Vergebung ſtädtiſcher Arbeiten und
Lieferungen iſt ſchon ſeit Jahren der Gegenſtand
ein=
gehender Erwägungen geweſen, und der Handwerkerſtand
hat ſchon wiederholt eine Aenderung der beſtehenden
Vor=
ſchriften über dieſe Vergebung angeſtrebt. Da dieſe
Wün=
ſche als berechtigt anerkannt werden mußten, hat ſich eine
Neuordnung der Vergebungsweiſe als notwendig
erwie=
ſen. Das Stadtbauamt hat neue Vorſchriften für die
tech=
niſchen Verwaltungsämter der Stadt ausgearbeitet und
die Redaktion eines neuen Preisverzeichniſſes für alle
Hoch=
bauarbeiten übernommen. Das neue Preisverzeichnis ſoll
am 1. April 1914 in Kraft treten und wird z. Zt. durch einen
Unterausſchuß beraten. Gleichzeitig iſt eine Erhöhung der
Stundenlöhne für die einzelnen Gewerbe durchgeführt
worden. Die neuen Anſätze ſind bereits ſeit einiger Zeit
zur Anwendung gekommen.
Krankenverſicherung der Dienſtboten.
O Zur Krankenverſicherung der Dienſtboten wird uns
von zuſtändiger Seite geſchrieben: Wie das ſtädtiſche
Ver=
ſicherungsamt und nunmehr auch der Vorſtand der
Allge=
meinen Ortskrankenkaſſe Darmſtadt bekannt gemacht hat,
gehören die Dienſtboten den Vorſchriften des neuen Rechts
entſprechend nunmehr der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe
Darmſtadt. dem Träger der Krankenverſicherung, als
ver=
ſicherungspflichtige Mitglieder an. Dieſe Rechtswirkung iſt
mit dem 1. Januar 1914 in Kraft getreten. Die
Dienſt=
herrſchaft iſt verpflichtet. jeden neu eintretenden
Dienſt=
boten innerhalb dreier Tage vom Beginn des
Beſchäfti=
gungsverhältniſſes ab, bei der Allgemeinen
Ortskranken=
kaſſe (Blumenthalſtr. 7) auf dem vorgeſchriebenen
Melde=
bogen, den die Kaſſe abgibt, anzumelden. Ebenſo iſt bei
dem Austritt eines Dienſtboten innerhalb der gleichen
Friſt Abmeldung erforderlich. Die Anmeldung von
Dienſt=
boten, die ſchon vor dem 1. Januar dieſes Jahres ſich im
Dienſt befanden und nach dieſem Zeitpunkt in gleichem
Dienſt geblieben ſind, iſt nicht erforderlich, da der
Orts=
krankenkaſſe die Mitgliederliſten der früheren
Kranken=
anſtalt für Dienſtboten zur Verfügung geſtellt worden
ſind. Während die ſtädtiſche Krankenanſtalt für
Dienſt=
boten im Falle der Erkrankung nur freie Verpflegung und
Behandlung im hieſigen ſtädtiſchen Krankenhaus gewährt
hat, gehen die Leiſtungen der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe
weſentlich weiter. So beſchränkt ſich u. a. die ärztliche
Hilfe nicht mehr ausſchließlich auf eine Behandlung im
ſtädtiſchen Krankenhaus, ſondern es ſteht den erkrankten
Dienſtboten die Wahl unter den Kaſſenärzten frei, deren
Namen der Vorſtand der Kaſſe dieſer Tage in der Zeitung
veröffentlicht hat. Wenn der Dienſtbote infolge von
Krankheit arbeitsunfähig und die Krankheit anſteckend iſt,
oder der Dienſtbote nach der Art der Erkrankung in der
häuslichen Gemeinſchaft nicht oder nur unter erheblicher
Beläſtigung der Dienſtherrſchaft behandelt oder verpflegt
werden kann, muß die Kaſſe dagegen
Krankenhausbehand=
lung auf Wunſch eintreten laſſen. Dieſe Vergünſtigung
hat das Geſetz ausſchließlich den häuslichen Dienſtboten
und den Dienſtherrſchaften vorbehalten. Auf andere
Ver=
ſicherungspflichtige findet ſie keine Anwendung.
Von weſentlicher Bedeutung iſt ferner die Gewährung
ines Krankengeldes an den Dienſtboten, der durch
Krank=
heit arbeitsunfähig geworden iſt. Die Dienſtherrſchaft
kann aber das Krankengeld auf den Lohn anrechnen, den
ſie dem Dienſtboten während der Krankheit weiter zu.
zahlen hat. Schon aus dieſen Beiſpielen iſt erſichtlich, daß
die Leiſtungen der früheren Krankenanſtalt für
Dienſt=
boten in einem erheblichen Umfang erweitert worden
ſind. Es iſt natürlich, daß dieſen erhöhten Leiſtungen
gegenüber auch erhöhte Beiträge gezahlt werden müſſen.
die Beiträge werden künftig monatlich in der Wohnung
der Dienſtherrſchaft von einem Beamten der Kaſſe gegen
Quittung erhoben. Die erſtmalige Erhebung findet
An=
fang Februar ſtatt. Nach den geſetzlichen Beſtimmungen
hat die Dienſtherrſchaft den ganzen Beitrag zu zahlen. Der
Dienſtbote hat jedoch zwei Drittel des Beitrages ſelbſt zu
tragen. Es ergibt ſich hieraus das Recht der
Dienſtherr=
ſchaft, zwei Drittel des Beitrages an dem Dienſtlohn in
Abzug zu bringen. Erkrankt ein Dienſtbote, ſo iſt vor
In=
anſpruchnahme eines Arztes oder Zahnarztes zunächſt bei
der Kaſſe eine Beſcheinigung abzuholen, durch die ſich der
Dienſtbote bei dem Kaſſearzt als Mitglied der Kaſſe
aus=
weiſt. In dringenden Fällen kann der Ausweis
nachge=
holt werden. Bei Unglücksfällen, oder, wenn ſonſt Gefahr
im Verzuge iſt, kann zur erſten Hilfeleiſtung der Arzt
ge=
nommen werden, der am ſchnellſten zu erreichen iſt, auch
venn er nicht Kaſſearzt iſt. Ein ferneres Verbleiben in
deſſen Behandlung kann aber nur auf Koſten des
Er=
krankten ſtattfinden.
Spezialärztliche Behandlung wird nur auf Grund
einer Ueberweiſung des Kaſſearztes gewährt. Ausdrücklich
wird darauf hingewieſen, daß das Geſinderecht, wie es
in der heſſiſchen Geſindeordnung geregelt iſt, durch das
neue Verſicherungsgeſetz in keiner Weiſe berührt wird. Die
Dienſtherrſchaft iſt alſo nach wie vor berechtigt, dem
Dienſt=
boten ohne Einhalten einer Kündigungsfriſt zu kündigen,
wenn er länger als 14 Tage durch Krankheit an ſeinen
Dienſtleiſtungen verhindert iſt.
* Vom Hofe. Die Großherzoglichen
Herr=
ſchaften folgten, der Darmſt. Ztg. zufolge, am
Donners=
tag abend 8 Uhr einer Einladung des Generalleutnants
von Plüskow Exzellenz zum Abendeſſen.
* Verwaltungsgerichtshof. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben den Kreisrat des Kreiſes Bingen,
Geh. Regierungsrat Dr. Edmund Steeg, den
Ober=
landesgerichtsrat Eduard Holzapfel, den ordentlichen
Profeſſor in der juriſtiſchen Fakultät der
Landesuniverſi=
tät Dr. Hans Gmelin und den ſtändigen juriſtiſchen
Hilfsarbeiter im Miniſterium der Finanzen, Abteilung für
Steuerweſen, Finanzrat Julius Kuhl, für die Dauer des
zurzeit von ihnen bekleideten Amtes zu Mitgliedern
des Verwaltungsgerichtshofes ernannt.
* Erledigt iſt eine mit einem evangeliſchen Lehrer zu
beſetzende Stelle an der Gemeindeſchule zu
Oppen=
heim.
g. Strafkammer II. In der Frühe des dritten
Pfingſt=
feiertages ſtellte der Sohn des Wirts Noll in Bürſtadt
einen Gaſt in ruhiger Weiſe zur Rede, weil er ſeinen 59 Vater geduzt und aufgezogen habe. Der 20
jäh=
rige Fabrikarbeiter Georg Paul ſprang hierbei auf, und
mit den Worten: „Wir fürchten uns vor Euch nicht” ſchmiß
er nach dem alten Wirt einen Stuhl und ſchlug ihm mit
einem anderen Stuhl eine blutende Kopfwunde und drückte
ihm die Kehle zu. In ſeiner Not ergriff Noll eine
Wein=
flaſche und ſchlug ſeinem Angreifer damit auf den Kopf.
Nun fielen aber auch andere Gäſte über Noll her.
Darauf=
hin griffen auch die Wirtsſöhne ein, mit deren Hilfe es
gelang, die Radaubrüder hinauszubringen. Von draußen
ſchlugen ſie dann noch mehrere Fenſter ein und wurden
erſt durch mehrere Flintenſchüſſe veranlaßt, heimzugehen.
Das Schöffengericht Lorſch hatte u. a. den Paul und den
22jährigen Fabrikarbeiter Johann Gärtner III. zu
ſechs bezw. vier Monaten Gefängnis verurteilt.
Die gegen dieſes Urteil eingelegte Berufung wurde von
der Strafkammer als unbegründet verworfen. — In der
Nacht zum 23. Juli um 12 Uhr ging der
Gendarmeriewacht=
meiſter Krämer von Weiskirchen, der ſich damals nicht im
Dienſt befand, nach Hauſe. Unterwegs fand er den
Tag=
löhner Andreas Winter vor ſeinem Haus im Geſpräch
mit anderen Perſonen ſtehen. Da ihn deſſen Hund
be=
läſtigte, erſuchte er den Winter, den Hund zurückzuhalten.
Jedoch auch eine zweite Aufforderung hatte keinen Erfolg.
Statt deſſen gab ihm Winter einen ſolchen Stumpſer, daß
der Wachtmeiſter hinſchlug. Gleich darauf verſetzte ihm
Winter noch mit einem Viehtreiberſtock drei wuchtige
Schläge auf den Kopf, ſo daß er eine blutende Kopfwunde
davontrug und zuſammenbrach. Auch beſchimpfte Winter
den Wachtmeiſter auf die gröblichſte Weiſe. Das
Schöffen=
gericht Seligenſtadt verurteilte ihn wegen der Körperver=
Feuilleton.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
K. Louiſe Jaide. Wie hoch unſere verſtorbene
Kammerſängerin auch außerhalb Darmſtadts geſchätzt
wurde, davon gibt ein Nachruf Kunde, der am 5. Januar
in der Neuen Rotterdamſchen Zeitung
er=
ſchienen iſt. Wir entnehmen daraus folgende Stellen:
Mit Louiſe Jaide ſtirbt ein Stück Kunſtgeſchichte
Rotter=
dams, denn viele Jahre lang war ſie eine Zierde unſerer
Oper und ſpäter Lehrerin an der Muſikſchule. Sie war
eine in Deutſchland anerkannte erſte Altiſtin und
Wagner=
ſängerin. Richard Wagner engagierte ſie denn auch für
die erſten Aufführungen des Rings, worin ſie Erda und
die Wala ſang. In ihrem vortrefflichen Buch: „Mein
Weg” ſagt Lilli Lehmann: Frau Jaides Waltraute, Erda
und ſagenhafte Wala fanden nie wieder ihresgleichen in
den vielen Vorſtellungen, die ich je geſehen. Auch iſt mir
ihre Ausdrucksweiſe, die mächtige, tief ins Gedächtnis
ein=
gegeaben. Die Wala=Szene im Siegfried, von dem
da=
maligen Orcheſter geſpielt, von Bez und Jaide geſungen,
gehörte für mich überhaupt zu den größten nachhaltigſten
Eindrücken des 1876. Bayreuths. — In Rotterdam trat
Louiſe Jaide 1877 mitten in der Saiſon zum erſten Male
auf. Sie ſang die Leonore in der Favoritin als
Antritts=
rolle, dieſer folgte Ortrud und ſpäter die Fides. Wie
hoch=
muſikaliſch ſie war, geht aus der Tatſache hervor, daß ſie
bei der Aufführung von Kretſchmars „Folkunger” anſtelle
Adolf Robinſons, der unerwartet heiſer wurde, ganz
un=
vorbereitet die Bariton=Partie übernahm, ohne Probe,
friſch von der Stelle weg. Als ich ſie fragte, wie ſo ein
Kunſtſtück möglich ſei, ſagte ſie mir: Wenn man ſeine
Partie beberrſchen will, muß man das Werk kennen. — Die
irdiſchen Ueberreſte werden heute in Offenbach der
Flamme geweiht. Wer die Kunſt verehrt, wird heute in
dieſer feierlichen Stunde mit Schreiber dieſes in den
Klagegeſang des Orpheus, den ſie ſo unvergleichlich
wiedergab, einſtimmen: „Ach, ich habe ſie verloren!“
** Großer Erfolg eines jugendlichen
Komponiſten. Aus Köln wird uns geſchrieben:
Man kann die H-dur=Sinfonietta des jungen Erich
Korngold aus Wien, die im ſechſten Gürzenichkonzert
unter Steinbach ihre Erſtaufführung in Deutſchland
erlebte, ruhig eine Sinfonie nennen, nur ihrem Charakter
nach iſt ſie als Sinfonietta anzuſprechen, da ſie vorwiegend
auf einen heiteren und im Andante auf einen
ſerenaden=
mäßigen Ton geſtimmt iſt. Der Komponiſt, ein
Wunder=
kind in des Wortes ureigenſter Bedeutung, bekundet, mehr
noch darin als in ſeiner Ouvertüre, eine ganz fabelhafte
Kompoſitions= und insbeſondere Orcheſtertechnik, auf die
die reifſten Meiſter der Moderne ſtolz ſein dürften. Man
könnte faſt von einer Ueberſteigerung der
Richard Straußſchen Orcheſtrierungskunſt
ſprechen, einer Ueberſteigerung übrigens in der Richtung
des Wohlklingenden. Das Orcheſter klingt oft bezaubernd.
Thematik. Rhythmik und Polyphonie ſind von größter
Kühnheit; viel Uebermut und Ungeſtüm herrſcht in den
Gedanken, die Kombinationen und der ſtarke rhythmiſche
Wechſel ergeben oft ſchillernde und flimmernde Eindrücke,
aber letzten Endes iſt doch alles organiſch gewachſen und
geſtaltet. Natürlich macht Korngold alle Klangdämonen
und=Sirenen mobil, Celeſta, Glockenſpiel, große Glocken,
Baßklarinette, Engl. Horn, mehrfache Teilung der
Streich=
inſtrumente. Sologeige am Griffbrett uſw., nichts fehlt.
Der Erfolg war echt und bedeutend, ſo groß war der
Totaleindruck des Werkes trotz der hyperkomplizierten
Geſtaltung.
* Dresdens Univerſitätsplan
geſchei=
tert. In der Stadtverordneten=Verſammlung teilte
Oberbürgermeiſter Dr. Beutler mit, daß der Plan der
Er=
richtung einer Univerſität in Dresden endgültig
als geſcheitert gelte. Er erklärte, daß die ſächſiſche
Regierung nach wie vor der Errichtung der Dresdener
Univerſität ablehnend gegenüberſtehe. Man dürfe jedoch
hoffen, daß Leipzig der Stadt Dresden den Beſitz der
Tierärztlichen Hochſchule nicht erſchwere.
sh. Eine ſeltene Krankheit. Eine ſelten beobachtete
Kinderkrankheit tritt in Breslauer Schulen auf. Die
Direktion der Königlichen Univerſitäts=Kinder=Klinik teilt
hierüber folgendes mit: Es dürfte für weitere Kreiſe
wiſſenswert ſein, daß ſeit einigen Wochen in der Stadt
Breslau eine ziemlich ſeltene und wenig bekannte
In=
fektionskrankheit gehäuft auftritt. Eine derartige
Epi=
demie ſcheint in Breslau ſchon ſo lange nicht mehr be=
obachtet worden zu ſein, daß auch erfahrene Aerzte das
Krankheitsbild vielfach aus eigener Anſchauung bisher
noch nicht kannten. Von Laien wird die neue Krankheit
meiſt mit anderen Kinderkrankheiten, wie Scharlach,
Maſern, Röteln verwechſelt, mit denen ſie teilweiſe eine
gewiſſe Aehnlichkeit hat. Die auffälligſte
Krankheits=
erſcheinung beſteht in einem hellroten, fleckigen, etwas
er=
habenen Aufsſchlag, der zuerſt auf den Wangen und auf
der Außenſeite der Vorderarme auftritt und ſich von da
über den ganzen Körper verbreitet. An manchen Stellen,
beſonders im Geſicht und am Geſäß, fließen die einzelnen
Flecken zu ſtark geröteten, ſich heiß anfühlenden Flächen
zuſammen. Oft beſteht läſtiger Juckreiz und leichte
Fieber=
temperatur. Die Krankheit hat einen durchaus gutartigen
Charakter und pflegt nach vier bis ſechs Tagen ohne
be=
ſondere Behandlung abzuheilen. Sie trägt den Namen
Erythema infeetiosum und hat am meiſten Aehnlichkeit
mit Neſſelſucht oder Maſern. Die Direktion der
Kinder=
klinik nimmt Mitteilungen über einſchlägige
Beobach=
tungen mit Dank entgegen.
ml. Ein Rieſendiamant, den keiner haben will. Wie
bereits gemeldet wurde, hat ein einfacher Bergmann aus
dem Transvaal, namens Bowker durch Zufall einen
enormen Diamanten gefunden, gerade als er, des Suchens
müde, die Sache bereits aufgeben wollte. Aber es genügt
nicht, einen ſolchen Schatz gefunden zu haben, es kommt vor
allem darauf an, ihn an den Mann zu bringen. Und das iſt
im vorliegendem Falle nicht leicht, denn der Stein
reprä=
ſentiert einen enormen Wert. Dem Laien ſtellt er ſich
eller=
dings nur als ein verrunzeltes Stück Stein vor, dem
Kenner aber iſt es auf den erſten Blick klar, daß es ſich um
einen Diamanten handelt, der, nachdem er geſchliffen,
hunderttauſende pro Karat wert iſt. Bowker weilt
zur=
zeit in London und hauſiert mit ſeinem Steine herum. Die
Juweliere waren nicht wenig erſtaunt, als ſie den
ſchlich=
en Mann, der in aller Gemütsruhe ſeine Zigarette rauchte,
ahen, der ihnen den Wunderſtein zum Kaufe anbot. Aber
überall klopfte er vergebens an. Denn keiner der Kenner
wagte, ihm ein Gebot zu machen. Man begnügte ſich, ihn
mit den Worten: „Das iſt für uns viel zu teuer”,
abzu=
weiſen. Und ſo trägt nun der Eigentümer ſeinen
Dia=
manten noch immer in der Taſche herum und wartet
darauf, daß vielleicht irgend ein indiſcher Fürſt oder ein
amerikaniſcher Milliardär ſich zum Kaufe ſeines Diaman=
Seite 4
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Januar 1914.
Nummer 10.
letzung zu drei Monaten Gefängnis und wegen
der Beleidigung zu 30 Mark Geldſtrafe und ſprach dem
Gendarmeriewachtmeiſter die Publikationsbefugnis zu. Der
Winter legte Berufung ein und gibt an, daß der
Wacht=
meiſter Arm in Arm mit einem Bekannten in betrunkenem
Zuſtande daherkam, was ſein ſonſt ruhiger Hund „
bean=
ſtandet” habe. Er gibt die Beleidigung zu und ebenſo
den Stoß, doch beſtreitet er die Schläge mit dem Stock.
Wie feſtgeſtellt iſt, hat der Wachtmeiſter nur drei Glas Bier
an dem Abend getrunken gehabt. Das Gericht gab der
gleichzeitig eingelegten Berufung der Staatsanwaltſchaft
ſtatt und erkannte auf eine Geſamtſtrafe von 4 Monaten
14 Tagen Gefängnis.
D In der nichtöffentlichen Sitzung der
Stadtverord=
neten=Verſammlung wurde der Revierpolizeikommiſſär
Dietz unter Anerkennung ſeiner langjährigen Dienſte
vom 1. Februar d. J. an in den Ruheſtand verſetzt.
C Geburtenrückgang in Darmſtadt. Nach dem
Be=
richt des Oberbürgermeiſters über die
Bevölkerungsbewe=
gung weiſen die Einträge in das Standesamtsregiſter
fol=
gendes Ergebnis für 1913 auf: Geburten:
Lebend=
geborene 1532 (gegen 1591 im Vorjahre), Totgeborene 56
(gegen 63 im Vorjahre); Eheſchließungen: 620
(gegen 623 i. V.). Demgegenüber ſind jedoch auch die
Sterbefälle von 1110 auf 966 zurückgegangen.
Ueber Zu= und Wegzug enthält der Bericht weiter keine
Angaben.
Vom Hoftheater. Aus Anlaß des Baklanoff=
Gaſtſpiels wurde „Der Barbier von Sevilla‟
vollkommen neu einſtudiert und dekorativ neu eingerichtet.
Die Oper gelangt am Hoftheater erſtmalig mit den
Ori=
ginal=Secco=Rezitativen zur Aufführung. Der berühmte
Gaſt ſingt die Partie des „Figaro”. Baklanoff
verabſchie=
det ſich bereits wieder am Sonntag, den 18. Januar, als
Scarpia in Puccinis „Tosca‟. Der allgemeine
Vor=
verkauf für das zweimalige Gaſtſpiel des Kammerſängers
Baklanoff beginnt am Montag an der Tageskaſſe des
Hof=
theaters und wird auch im Verkehrsbureau ſtattfinden.
Für die beiden Baklanoff=Abende tritt eine Erhöhung der
Preiſe der Plätze ein.
Die Volksvorſtellung zu ermäßigten Preiſen „Die
ſpaniſche Fliege” am Sonntag nachmittag beginnt
um 2 Uhr. Der Vorverkauf findet nur noch heute im
Verkehrsbureau ſtatt. Am Tage der Vorſtellung ſind
Kar=
ten nur an der Tageskaſſe des Hoftheaters erhältlich. Am
Sonntag abend gelangt Richard Wagners „
Götter=
dämmerung” als C=Abonnements=Vorſtellung zur
Aufführung. Die Vorſtellung beginnt um 6 Uhr. Am
Montag geht der Schwank „Krieg im Frieden” von
Schönthan und Moſer, welcher bei der Repriſe in der
neuen Inſzenierung beifällig aufgenommen wurde, bei
aufgehobenem Abonnement zu Volksvorſtellungspreiſen in
Szene. Das Erträgnis dieſer Vorſtellung wird den
Wohlfahrtseinrichtungen des Deutſchen Bühnenvereins
zugeführt werden. Am Dienstag wird die Komödie
„Das Phantom” von Hermann Bahr, deren
Urauf=
führung am Hoftheater im vergangenen Monat mit
ſtar=
kem Erfolg ſtattfand, nach längerer Pauſe wieder im
Spielplan erſcheinen. Die Vorſtellung gehört der
Abonnementsſerie A. Für Mittwoch iſt eine Wiederholung
der Poſſennovität „Filmzauber” angeſetzt. Die
Erſt=
aufführung des „Feldherrnhügels” von Rößler
und Roda, unter ſzeniſcher Leitung von Regiſſeur
Harp=
recht, wird am kommenden Freitag ſtattfinden.
* Von der Geſchäftsſtelle der Freien Vereinigung
heſſiſcher Nationalliberaler wird uns geſchrieben: Eine
am 13. Dezember durch die Preſſe gegangene Notiz,
wonach die Kandidatur Wünzer während des
Wahl=
kampfes in Wald=Michelbach in der Hauptſache allein
auf die Unterſtützung der Freien Vereinigung angewieſen
geweſen ſei, bedarf inſofern der Ergänzung, als, wie
mehrfach in der Oeffentlichkeit bekannt gegeben wurde,
die Freie Vereinigung neben und im Einvernehmen mit
der Leitung der Landespartei im Wahlkreiſe tätig war.
— Auszeichnung. Bei dem Biberpreisausſchreiben
1913 des „Verbandes der Dentiſten im Deutſchen Reiche‟
über das Thema „Wie befeſtigen wir den Zahnerſatz
aller Syſteme auf beſte Weiſe, ohne die Zähne oder die
Kiefer zu ſchädigen”, wurde Herrn Dentiſt Hans
Muhn=Darmſtadt der zweite Preis (300 Mark)
zu=
geſprochen. Vor drei Jahren wurde ihm der
Berech=
tigungsſchein für den Einjährig=Freiwilligen=Dienſt auf
Grund ſeiner hervorragend künſtleriſchen Leiſtungen erteilt
* Die Eiſenbahndirektion Mainz ſchreibt uns: Da die
Entlaſſung des Bezirksvorſitzenden
Hein=
rich des Verbandes Deutſcher Eiſenbahn=
Handwerker und=Arbeiter (Sitz Berlin) aus
ſeiner Beſchäftigung als Gärtner bei der
Staatseiſen=
bahnverwaltung mehrfach Anlaß zu Erörterungen in der
Tagespreſſe gegeben hat, ſo überſenden wir ergebenſt eine
ten entſchließt, deſſen Wert den berühmten Kohinoor noch
übertrifft, und den man auf etwa 40 Millionen Mark
ein=
ſchätzt. Und zu denken, daß der Beſitzer dieſes Schatzes
heute nicht genügend Geld hat, um in London ſein Leben
zu friſten!
* Die ſchlimmſten Streiche der Bureaukratie ſind immer
noch in Frankreich begangen worden. Der neueſte hat
zum Urheber den Präfekten eines Departements des
Südens. Dieſer Tage fand der Landwirtſchaftsminiſter
Raynaud unter dem täglichen Einlauf einen Bericht,
worin dieſer Beamte um Eröffnung eines Kredits von
10 Centimes auf Abſchnitt 43 des Budgets bat, damit er
den Betrag von 350 Francs vollmachen könne, den ſeine
Dienſtſtelle an einen Landwirt auszuzahlen habe, und
wo=
für noch ein Zehntel von einem Francs fehlte. Es fand
ſich, daß die Forderung berechtigt war, dem Miniſter
indes wollte der Formelkram des Präfekten nicht
ge=
fallen. So ſchrieb er ihm denn, unter Beifügung einer
Zehncentimesmarke: „Mein lieber Präfekt! Schmerzlich
berührt, daß Ihre Finanzen einen Fehlbetrag von 10
Centimes aufweiſen, geſtatte ich mir zur Vereinfachung
des Rechnungsweſens Ihnen den Betrag aus meiner
Taſche anzubieten.‟ Der gute Präfekt kann nun den
Land=
wirt unverzüglich befriedigen, ob er aber die Lehre
ver=
ſteht, iſt eine andere Frage.
* Der Archäologe. In der Zeitſchrift La Revue
er=
zählt man folgende Geſchichte, die einem bekannten
Archäo=
logen und Mitglied der Académie des Inſcriptions
paſ=
ſierte. Man näherte ſich ihm eines Tages mit der Bitte,
eine fragmentariſche Inſchrift auf einem alten Brunnen zu
ergänzen. Die Inſchrift war ſehr unregelmäßig und die
Buchſtaben durch die Zeit unleſerlich geworden oder ganz
verlöſcht. Der Gelehrte machte ſich an die Arbeit und mit
Geduld und Scharfſinn brachte er folgende Ergänzung
zu=
ſtande:
REs (PUBLICA) ER(IGERE) VO(LUIT ADI
IR(RIGANDUM.
Alſo ein von den Römern angelegter Brunnen. Nach zwei
Tagen erhielt er jedoch ein Schreiben in dem man ihm
mitteilte, daß ſeine Lesart die Lokalbehörde nicht ganz
befriedigt hätte, ſie beſtehe noch immer darauf, die
In=
ſchrift als „Reſervoir” zu leſen.
Darſtellung des dieſer Entlaſſung zugrunde liegenden
Sachverhalts: Der Bahngärtner Heinrich hatte als
Vor=
ſitzender der Bezirksvereinigung Mainz des Verbandes
Deutſcher Eiſenbahn=Handwerker und=Arbeiter (Sitz
Ber=
lin), trotzdem er wiederholt zu ſachlicherem Auftreten
er=
mahnt war, in öffentlicher Verſammlung der
Staatseiſen=
bahnverwaltung vorgeworfen, daß die Arbeiter mit dem
Beſchwerderecht bittere Erfahrungen gemacht hätten, daß
ſie fürchten müßten, wegen ihrer Anträge in den
Ar=
beiterausſchüſſen gemaßregelt zu werden, daß Lohnzuſagen
gemacht und nicht eingehalten ſeien, daß die ſozale
Für=
ſorge der Verwaltung ungenügend ſei uſw. uſw. Als
hierauf verlangt werden mußte, daß er ſeine Anklagen
beweiſe, hatte er ein Material ſo denkbar dürftigſter Art
vorgebracht, daß ſich ſeine Behauptungen nach
eingehen=
der Unterſuchung, an deren Schluß er ſelbſt
ausdrück=
lich anerkannte, daß er in keiner Weiſe in
der Verteidigung beſchränkt worden ſei, faſt
ausnahmslos als kraſſe Uebertreibungen,
Ent=
ſtellungen und Unwahrheiten erwieſen haben.
Statt von dem Recht der Entlaſſung Gebrauch zu machen,
hat die Verwaltung in weitgehender Nachſicht ihm
ledig=
lich auferlegt, der Arbeiterſchaft dieſes Ergebnis der
Unterſuchung ohne abſchwächende und unwahre Zuſätze
und in angemeſſener, einwandfreier Form bekannt zu
geben. Heinrich hat darauf in einer Verſammlung des
Ortsvereins Mainz zwar die Schreiben der Direktion
verleſen, hierbei aber unter offener Auflehnung gegen
die Dienſtbehörde und in der ausgeſprochenen Abſicht, es
zur Entlaſſung zu treiben, die ihm als unzutreffend
nach=
gewieſenen Behauptungen in verſchärfter Form
beweis=
los wiederholt und gegen die Eiſenbahnverwaltung
er=
neute Angriffe und Schmähungen, wie den Vorwurf der
Unwahrhaftigkeit, der Parteilichkeit, der Niederknebelung
der Wahrheit uſw., gerichtet, für die er gleichfalls den
Beweis ſchuldig blieb. Erſt hierauf hat die Direktion von
dem vertragsmäßigen Recht, ſein Dienſtverhältnis mit
14tägiger Friſt zu kündigen, Gebrauch gemacht und
gleich=
zeitig im Intereſſe der Diſziplin unter Vorauszahlung des
ganzen Lohnes für die Dauer der Kündigungsfriſt auf
ſeine Tätigkeit verzichtet. Die Kündigung des Heinrich,
der ſeine Angriffe gegen die Verwaltung jetzt in dem
ſozialdemokratiſchen Mainzer Organ fortſetzt, richtet ſich,
wie auch unſere Arbeiter wiſſen, in keiner Weiſe gegen den
bisher von ihm vertretenen Verein oder gegen das Recht
der Arbeiter, in Vereinen und Verſammlungen ihre
Wünſche, die von der Eiſenbahnbehörde, ſoweit ſie
be=
rechtigt ſind, nach Möglichkeit ſtets gern erfüllt werden,
ſachgemäß vorzubringen. Die Direktion glaubt vielmehr,
nachdem die bis zur äußerſten Grenze geübte Nachſicht
völlig vergeblich geweſen, durch die Entfernung dieſes
un=
botmäßigen Arbeiters aus dem Staatseiſenbahndienſt, in
dem zur Wahrung der der Verwaltung anvertrauten, alle
Staatsbürger gleichmäßig angehenden gewichtigen
Inter=
eſſen Ordnung und Dienſtzucht unter allen Umſtänden
aufrecht erhalten werden müſſen, lediglich ihre Pflicht
er=
füllt zu haben.
* Ausſtellung gegen den Schmutz und Schund in Wort
und Bild. Der Heſſiſche Volksſchriftenverein
veranſtaltet in der Zeit vom 17. Januar bis 8. Februar
1914 in den Ausſtellungsräumen der Mathildenhöhe eine
größere Ausſtellung von Büchern, Bildern
und kinematographiſchen
Filmausſchnit=
ten, gegen einen Eintrittspreis von 50 Pfg., der für
Mit=
glieder von Arbeiterorganiſationen und gemeinnützigen
Vereinen auf 20 Pfg. herabgeſetzt werden kann. Zur
Aus=
ſtellung gelangen empfehlenswerte Volks= und
Jugend=
ſchriften, die Sammlung des Dürerbundes zur
Bekämp=
fung der Schundliteratur, ſowie Plakate von
Filmaus=
ſchnitten, die auf die Ziele des Kampfes gegen den
Kino=
ſchund hinweiſen. Beſonders anziehend wird die
Aus=
ſtellung werden durch eine im Intereſſe der Verbreitung
eines gediegenen Bildſchmucks zuſammengeſtellte
Bilder=
ſammlung von Künſtlerſteinzeichnungen, Original=
Litho=
graphien, Radierungen und Holzſchnitten, herrührend von
Mitgliedern des Karlsruher Künſtlerbundes. Bei
Eröffnung der Ausſtellung am 17. Januar,
nach=
mittags 4 Uhr, wird eine Führung durch die
ein=
zelnen Abteilungen der Ausſtellung
ſtatt=
finden. Am Schluſſe dieſer Führung wird Herr Profeſſor
Dr. Brunner pädagogiſcher und literariſcher Beirat
am Königlichen Polizeipräſidium in Berlin, unter
kine=
matographiſcher Vorführung von Filmausſchnitten, die bei
der kinematographiſchen Zenſur geſammelt wurden, einen
Vortrag halten über das Thema: „Der Kinematograph
von heute, eine Volksgefahr.‟ Die Ausſtellung verfolgt
den Zweck, im Kampf gegen den Schund in Wort und Bild
erzieheriſch und geſchmackbildend zu wirken und einer
guten und bodenſtändigen Volkskunſt und Volksliteratur
die Wege zu ebnen, die Liebe zur Heimat zu wecken und
insbeſondere dem weniger bemittelten Volksgenoſſen zu
zeigen, wie er ſich Schätze unſerer Kunſt und Literatur auch
mit geringen Mitteln zu eigen machen kann, um nach des
Tages Laſt und Mühe dem Geiſt und dem Auge einen
Genuß zu bereiten, der innerlich reicher macht und die
Nei=
gung zu inhaltsleeren und ſchädlichen Vergnügungen
zu=
rückdrängt.
* Das diesjährige Kirchengeſangfeſt für Heſſin wird
am Sonntag, den 28. Juni, in Butzbach abgehalten
werden, wohin der Evangeliſche Kirchengeſangverein für
Heſſen von dem dortigen friſch emporblühenden
Kirchen=
geſangverein, ſowie von dem Kirchenvorſtand und
Pfarr=
amt bereits im vorigen Jahre eingeladen worden iſt.
* Ein alter Schwindel. Die Städtiſche
Rechts=
auskunftsſtelle ſchreibt uns: Eine Berliner Firma
ſucht ſchon ſeit Jahren mit den unlauterſten Mitteln ihr
minderwertiges Fußbodenöl an den Mann zu
brin=
gen. Ihr Vertreter bereiſt alle Gegenden Deutſchlands
und ſucht beſonders die Apotheker und Eiſenwarenhändler
heim. Er tut ſo, als handle es ſich um ein Privilegium,
das ſeiner Firma von Herrn Rockefeller als dem Erfinder
des Oels übertragen worden ſei. Er preiſt die Güte des
Oels über die Maßen und erklärt, das Oel habe ſchon
allerorten bei Behörden und Privaten Eingang gefunden.
Seine Firma verfüge über eine große Kundſchaft.
Bis=
lang hätten die Drogiſten das Oel vertrieben, da dieſe
aber Miſchungen mit dem Oel vorgenommen hätten, durch
die der gute Ruf ſeiner Firma leide, ſo habe ſie die
Lie=
ferung den Drogiſten entzogen und bereits in vielen
Städten die Vertretung den Apothekern bezw. den
Eiſen=
warenhändlern übertragen. Seine Firma werde dafür
Sorge tragen, daß die bereits vorhandene feſte und
ſtän=
dige Kundſchaft dem Vertreter überwieſen werde, und
werde eine große Reklame machen. Läßt ſich jemand auf
eine Beſtellung ein, ſo bemerkt er bald, daß er in
arg=
iſtiger Weiſe getäuſcht worden iſt. Alle Angaben des
Vertreters der Firma, der in Wirklichkeit die Seele des
ganzen Unternehmens iſt, der übrigens auch bereits den
Offenbarungseid geleiſtet hat, ſind unwahr. Das Oel iſt
minderwertig und bei dem hohen Einkaufspreis nicht ohne
Verluſt abzuſetzen. Dringende Vorſicht iſt am Platze.
Man erkundige ſich vor einer Beſtellung bei der
Zentral=
ſtelle zur Bekämpfung der Schwindelfirmen in Lübeck,
Pa=
rade 1, die auch in den Fällen, in denen ſchon Perſonen
geſchädigt ſind, gern an Hand ihres Materials hilft
Minderbemittelte erhalten zudem Auskunft bei der
Städtiſchen Rechtsauskunftsſtelle
Darm=
ſtadt, Waldſtraße 6 (Sprechſtunden vormittags von
9 bis 12 Uhr und nachmittags von 3 bis 5 Uhr, außer
Mittwochs und Samstags nachmittags.)
* Karnevalgeſeuſchaft „Narrhalla” Wie ſchon
mit=
geteilt, wird der dem karnevaliſtiſchen
Eröffnungs=
konzert am Sonntag, den 11. Januar, im Städtiſchen
Saalbau folgende Tanz mit einem
Tangoargentino=
eröffnet werden, den der ſchnell bekannt gewordene
Darm=
ſtädter Tangolehrer, Herr Schrimpff, mit ſeiner Gattin
tanzen wird. Dieſem Solotanz ſoll ein allgemeiner Tango
folgen, der zeigen wird, wieviel der holden Närrinnen
und Narren ſchon den berühmten Modetanz beherrſchen.
Dem eleganteſten Tänzerpaar ſteht hierbei noch eine
be=
ſondere Ueberraſchung bevor. Zu dem Konzert ſelbſt hat
Herr Obermuſikmeiſter Weber ein vortreffliches, echt
karnevaliſtiſches Programm aufgeſtellt, das ebenfalls
mancherlei Neues bringen wird. Gemeinſame Lieder uſw.
ergänzen das Programm, ſodaß der Abend einen ſchönen
Verlauf verſpricht, wie man ihn bei der
Karneval=
geſellſchaft „Narrhalla” ſeit jeher gewohnt iſt.
Auf den Wert der Eintrittskarten für den Maskenball am
Faſtnachtsſamstag wird nochmals aufmerkſam gemacht.
* Turngemeinde. Man ſchreibt uns: Die erſte große
alanzvolle Damen= und Herrenſitzung mit
Ball des Großen Rates der Turngemeinde findet am
18. Januar in der Turnhalle am Woogsplatz
ſtatt. Wenn ſchon die Damen= und Herrenſitzungen der
Turngemeinde zu den erfolgreichſten und beliebteſten
Karnevalveranſtaltungen der früheren Jahre gehörten, ſo
wird man dies, den getroffenen Vorbereitungen nach zu
ſchließen, von der diesjährigen Damen= und Herrenſitzung
erſt recht ſagen können. Das früher Gebotene zu
über=
treffen, iſt man eifrig an der Arbeit. Allerhand
Ueber=
raſchungen ſind vorbereitet, und in dem aufs prächtigſte
und reizvollſte mit karnevaliſtiſchen Dekorationen
ge=
ſchmückten großen Feſtſaal der Turnhalle wird, wenn der
Tag der Sitzung gekommen ſein wird die hoffentlich recht
zahlreiche Schar faſchingsfroher Weiblein und Männlein
ſtaunen und jubeln über die auserleſene Gediegenheit und
Mannigfaltigkeit des Programms bei verhältn’smäßig
ge=
ringem Eintrittspreis Ein von einem bekannten hieſigen
Karnevaliſten verſaßtes Eröffnungsfeſtſpiel mit
hervor=
ragendem geſanglichen Text wird die Sitzung eröffnen.
Bewährte hieſige Original=Büttredner und Liederdichter
werden ihr Beſtes bieten, und neue Lieder werden den
diesjährigen Karneval würzen. Auch die
Turnmann=
ſchaft wird ihre beſten Kräfte zur Verfügung ſtellen, um
mit geeigneten glanzvollen Vorführungen angenehme
Ab=
wechſelung in das in vornehmem Rahmen gehaltene
Pro=
gramm zu bringen. Was zu einem beſonderen Erfolge
führen und am meiſten Anklang finden wird, ſei aber
heute noch nicht verraten. Alles weitere ſiehe Anzeigen.
* Orpheum. (Max=Walden=Enſemble.) Des
fortge=
ſetzt großen Erfolges und der ungeminderten Zugkraft
wegen bleibt die famoſe Geſangs= und Tanzpoſſe „
Par=
kettſitz Nr. 10” nunmehr endgültig noch bis einſchließlich
nächſten Montag (12. Januar) auf dem Spielplan.
Mor=
gen. Sonntag, 11. Januar, geht „Parkettſitz Nr. 10”
wie=
derum zweimal in Szene, und zwar als Volksvorſtellung
nachmittags 4 Uhr letztmalig bei kleinen Preiſen mit der
gleichen Beſetzung wie abends. Als nächſte Neuheit bringt
das Walden=Enſemble am kommenden Dienstag, 13.
Ja=
nuar, die Operette „Das Farmermädchen” zur hieſigen
Erſtaufführung. (S. Anz.)
* Konzerte uſw. Ludwigshöhe. Auf das
mor=
gige Sonntagskonzert der Kapelle des Leibgarde=
Regi=
ments unter Obermuſikmeiſter Hauskes Leitung ſei auch
an dieſer Stelle hingewieſen. Die zweite Programm=
Ab=
teilung bringt nur Werke Richard Wagners. (S. Anz.)
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Ern ähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* Der Deſſoffſche Frauenchoraus
Frank=
furt a. M., der vorigen Winter im hieſigen Wagner=
Ver=
ein mit ſo großem Erfolge ſich hören ließ, wird am
Mitt=
woch, den 14. Januar, in der Stadtkirche ein Konzert
geben. Der berühmte Verein, der ſich ſeit der kurzen Zeit
ſeines Beſtehens anerkanntermaßen zu dem beſten der
zeit=
genöſſiſchen Frauenchöre entwickelt hat, wird ſich unſeren
Muſikfreunden diesmal von einer neuen Seite darſtellen.
Das vorjährige Konzert brachte ein hauptſächlich weltliches
Programm; das bevorſtehende bringt lauter Kirchenmuſik,
deren beſte ältere und neuere Vertreter auf dem Programm
Platz gefunden haben. Möge doch niemand, der Sinn für
ernſte Muſik in ausgezeichneter Ausführung hat, ſich den
bevorſtehenden, ganz einzigartigen muſikaliſchen Genuß
entgehen laſſen.
Mendelsſohn.
* Richard Wagner=Verein. Daß Franz von
Vecſeys erſtes Auftreten hier in Darmſtadt als
muſikali=
ſches Ereignis in vollem Umfange gewürdigt wird,
be=
weiſt der Andrang zu ſeinem heutigen Konzert, das vor
ausverkauftem Saale vor ſich gehen dürfte. „Mit dem
Violin=Konzert erzielte Franz von Vecſey einen geradezu
ſenſationellen Erfolg; allerdings war ſeine Leiſtung auch
von wahrhaft abſoluter Vollkommenheit” ſchrieb die
Frankfurter Zeitung vor kurzem über das Auftreten in
einem Kölner Gürzenich=Konzert, während Dr. O. Raitzel
in der Kölniſchen Zeitung von ihm ſagte: „Er iſt unter
allen Violiniſten derjenige, der dem großen Vorbild
Joachims in deſſen reifen Jahren am nächſten kommt.”
Paul Plüddemann in der Breslauer Zeitung urteilt:
„Nach dem Konzert, das Vecſey am vergangenen
Donners=
tag gab, ſtehe ich unter dem Eindruck eines
Kunſterleb=
niſſes, wie es in ſolcher Intenſität nur ganz wenige
Aus=
erwählte vermitteln können. Vecſey iſt heute — trotz
ſei=
ner 21 Jahre — der vollendetſte Meiſter, nicht bloß nach der
techniſchen Seite, ſondern vor allem in der Reife ſeiner
Auffaſſung, in der Größe ſeines Stils — er iſt
Perſönlich=
keit durch und durch geworden. Ich habe mich an der
Vor=
nehmheit ſeiner Erſcheinung, an der ariſtokratiſchen
Halt=
ung ſeines Körpers, an dem wundervollen Ebenmaße
ſei=
ner Bewegung von ganzem Herzen gefreut. Er gehört zu
den durchaus ſeltenen Künſtlern, die es mit ihrem
Publi=
kum von Grund aus ehrlich meinen; er gibt ſein Beſtes,
ſein Innerſtes und Tiefſtes; er ſpielt nicht eine einzige
Note dem Effekt zuliebe; er bleibt maßvoll auch in den
leidenſchaftlichen Momenten ſeiner maß= und ſachvollen
Darſtellung, und trotzdem und gerade deshalb ergreift er,
erſchüttert er, wie kaum ein anderer. Dabei entwickelt der
ſeinesgleichen ſuchende Geſangston Vecſeys eine Fülle
herzbezwingender Gewalt; man wurde von ſeinem glut=
und ſehnſuchtsvollen Ausdruck völlig in Bann geſchlagen.”
C) Konzert Anna Heſſe-Paul Schramm.
Den Darmſtädter Muſikfreunden ſteht ein erleſener
Kunſt=
genuß bevor. Die Lieder= und Oratorienſängerin Anna=
Heſſe (Sopran) wird am Samstag, den 17. Januar, im
Saale des Muſikvereins (Steinſtraße) hier in Gemeinſchaft
mit dem jüngſten Stern des Konzertſaales, dem ungemein
begabten Pianiſten Paul Schramm, ein einmaliges
Konzert veranſtalten, das vermöge ſeiner hohen künſtleri=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Januar 1914.
Nummer 10.
Mibloſhel der Stadt erhalten bleibt. Der Wert der
Biblo=
thek iſt beträchtlich höher.
Braunſchweig, 9. Jan. (Dem Staatsminiſter
Hartwieg) wird eine beſondere Ehrung dadurch zu
Teil, daß die Beerdigung auf Koſten der
Staatskaſſe erfolgt.
Plauen (Vogtland), 9. Jan. (Im Schneeſtecken
geblieben.) Heute nacht blieb bei der Station 1400
zwiſchen Schönberg und Reuth der Perſonenzug 214
im Schnee ſtecken. Er war bis 10 Uhr vormittags
noch nicht frei, obgleich ſofort ein Schneepflug und ein
Hilfszug mit Perſonal von Werdau abgegangen war. Bei
ſtarkem Sturm verwandelten ſich der Regen und Schnee
ſofort in Eis. Die Reiſenden wurden noch nachts von
einer Lokomotive nach Reuth gebracht. — Im Erzgebirge
ſind heute morgen zwei Züge im Schnee ſtecken
geblieben; der eine zwiſchen den Stationen
Scheiben=
berg und Elterlein, der andere zwiſchen Meinersdorf und
Thum.
Hohenſalza, 9. Jan. (Jugendliche Räuber.)
Hier wurden drei Schüler verhaftet, die im Laufe des
Sommers in der hieſigen Kirche den Andächtigen
Pom=
padours und Portemonnaies geſtohlen hatten.
Hohenſaaten, 9. Jan. (Ertrunken.) Auf dem
Rückwege vom Ball ſtürzte der Schmiedemeiſter Hinze die
Böſchung der Oberſchleuſe hinab und ertrank.
Hamburg 9. Jan. (Familiendrama.) Ein
hie=
ſiger Schutzmann durchſchnitt ſeinen drei Töchtern im
Al=
ter von 2, 4 und 7 Jahren die Kehle und erhängte ſich
dann ſelbſt. Das Motiv der Tat ſoll wahrſcheinlich in
Familienzwiſtigkeiten zu ſuchen ſein.
Bremen, 9. Jan. (Strandung eines
Damp=
fers.) Die Rettungsſtation Stolpmünde der Deutſchen
Geſellſchaft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphierte: In
der Nacht auf den 9. Januar von dem deutſchen
Dampfer „Stolp”, Kapitän Schelz, geſtrandet
öſtlich der Molen, mit Gütern von Stettin nach
Stolp=
münde beſtimmt, zehn Mann gerettet durch das
Rettungs=
boot „Generalpoſtmeiſter” der Station Stolpmünde=Oſt.
Stolp i. Pommern, 9. Jan. (Ein Nachſpiel zum
Selbſtmord des Gymnaſiaſten Tiemann.)
Vor der hieſigen Strafkammer begann heute der Prozeß
gegen den Privatdetektiv Paul Schwarz und
den Oberkellner Hinze wegen Anmaßung eines
öffent=
lichen Amtes, Beleidigung und Freiheitsberaubung. Es
handelt ſich um das gerichtliche Nachſpiel des Selbſtmordes
des Gymnaſiaſten Tiemann in Charlottenburg.
Nach mehrſtündiger Verhandlung erfolgte wegen plötzlicher
Erkrankung Schwarzs die Vertagung des Prozeſſes.
Soldau (Oſtpreußen), 9. Jan. (Schreckenstat
aus Not.) Die Familie des Baumeiſters Alfred Bratz,
beſtehend aus den Eltern und fünf Kindern im
Alter von vier bis achtzehn Jahren, iſt heute in ihrer
Wohnung tot aufgefunden worden Die fünf Kinder lagen
mit durchſchnittener Kehle in ihren Betten. Die Eltern
ſaßen in Trauerkleidern aneinandergelehnt auf dem Sofa.
Auch die Schweſter des Baumeiſters wurde tot
aufgeſun=
den; ebenſo lag der Hund mit durchſchnittener Kehle in der
Wohnung. An dem Wohnungseingange fand man einen
Zettel mit der Aufſchrift: Vorſicht, Gas! Sämtliche
Gas=
hähne der Beleuchtungsanlage waren geöffnet. Wie aus
hinterlaſſenen Briefen hervorgeht, handelten das Ehepaar
Bratz und die aus Danzig ſtammende Schweſter des
Baumeiſters im Einverſtändnis. Es ſteht ebenfalls feſt,
daß zunächſt die Familie mit Gas vergiftet werden ſollte
und daß Bratz, als die Wirkung nicht ſchnell eintrat, mit
ſeinem Taſchenmeſſer den Kindern und ſeiner Schweſter
die Kehlen durchſchnitt. Der älteſte Sohn hatte außer
einer Stichwunde eine Schußwunde. Das Ehepaar hatte
Schußwunden an der Stirn und an der Schläfe.
Loslau (Provinz Schleſien), 9. Jan. (
Eiſenbahn=
unfall) Bei dem Bahnübergang hinter der ſtädtiſchen
Ziegelei ſind heute vormittag 10 Uhr von einem
Perſonen=
zug drei Wagen und die Lokomotive entgleiſt. Letztere
ſprang aus dem Gleis und fiel die Böſchung hinab, wo ſie
ſich zur Seite neigte und ſtecken blieb. Als Zuſchauer her
beieilten, kam aus der entgegengeſetzten Richtung von
Jaſtrzeb ein Perſonenzug. Ein junger Streckenarbeiter
wurde erfaßt und getötet.
Wien, 9. Jan. (Ein drittes Opfer.) Den
Blät=
tern zufolge iſt die bei dem Brand der Filmfabrik
Gaumont verunglückte Kontoriſtin Burger geſtern
abend ihren Verletzungen erlegen, ſo daß im ganzen drei
Perſonen tödlich verunglückten.
Innsbruck, 9. Jan. (Streikausſchreitungen.)
Durch ausſtändige Buchdruckergehilfen wurde
geſtern nacht der Agent Adolf Koch aus Berlin=
Nieder=
ſchönhauſen überfallen und mißhandelt. Es gelang ihm
ſchließlich ſich freizumachen. Auf der Flucht gab er zwe=
Revolverſchüſſe auf ſeine Verfolger ab von denen einen
verletzt wurde. Dreißig Perſonen wurden verhaftet.
Rom, 9. Jan. (Unruhen unter dem
Land=
volk.) In Pagliano in den Sabinerwerken kam es
zwiſchen den Bauern und der Gendarmerie zu einen
blutigen Zuſammenſtoß. 31 Perſonen wurden
ver=
wundet. Das notleidende Landvolk greift auch in
an=
deren Orten des Latium die Beſitzungen der herrſchenden
Grundbeſitzer an.
Paris, 9. Jan. (Verurteilung des Chauf
feurs der Miß Duncan.) Geſtern fand vor der hie
ſigen Strafkammer die Verhandlung gegen den
Chauf=
feur der Iſidora Duncan, Dorverand, ſtatt, durg
deſſen Verſchulden am 18. April vorigen Jahres die bei
den Kinder der Duncan und deren Gouvernante den
To=
in den Wellen der Seine fanden. Dorverand wurde wege
fahrläſſiger Tötung zu 6 Monaten Gefängnis und
900 Franken Geldſtrafe verurteilt.
Paris, 9. Jan. (Rabiater Menſch.) Der Lohn
diener Aronis feuerte heute nacht, als ſeine Perſonalie
feſtgeſtellt werden ſollten, mehrere Revolverſchüſſe gegen
die Schutzleute ab, ohne jedoch zu treffen. Aronis entfloh
wurde aber eingeholt. Bei der Feſtnahme verletzte er ſid
durch ſeinen eigenen Dolch lebensgefährlich.
Nizza, 9. Jan. (Streik der Fleiſchhauer.
Die Fleiſchhauer haben ihre Läden geſchloſſen, um gege
die neuen ſtädtiſchen Gebühren Einſpruch zu erheben. D
Hotelbeſitzer hegen die Beſorgnis, daß viele Fremden d
Stadt verlaſſen werden, falls dieſer Streik nicht hald
bei=
gelegt werden würde.
Genf, 9. Jan. (Verunglückte Touriſtenge
ſellſchaft.) Eine aus ſechs Perſonen beſtehende Tor
riſtengeſellſchaft, die bei ſchlechtem Wetter auf Schnee
ſchuhen die Beſteigung der Dole unternommen hatte, kehrt
nicht wieder zurück. Zwei Hilfskolonnen wurden ausge
ſchickt. Es kam aber nur eine zurück, ohne die verunglück
ten Bergſteiger gefunden zu haben, die andere mußte in
folge heftigen Schneeſturmes eine Schutzhütte aufſuchen
Das Rettungswerk wurde geſtern fortgeſetzt. Sämtlick
Touriſten wurden am nördlichſten Punkte der Dole in eine
ſelbſt erbauten Schneehütte halb tot aufgefunden.
Ma=
hofft, ſie am Leben zu erhalten.
Tortoſa, 9. Jan. (Wahlexzeſſe.) Bei den Ge
meindewahlen kam es zu Unruhen, wobei di
Bureaus der Oktroiverwaltung angezündet wurden.
Sämt=
liche Geſchäfte ſind geſchloſſen. Die Handwerker arbeiten
nicht. Tie Zeitungen haben ihr Erſcheinen eingeſtellt. Es
iſt der Belagerungszuſtand verhängt worden.
Stockholm, 8. Jan. (Die Beiſetzung der
Kö=
niginwitwe von Schweden) fand heute von der
Schloßkapelle aus ſtatt, wo ſich eine glänzende
Verſamm=
lung, beſtehend aus den Mitgliedern des diplomatiſchen
Korps, den Miniſtern und Hofbeamten, ſowie höheren
Zivil= und Militärbeamten eingefunden hatte. Während
die Orgel einen Trauermarſch ſpielte, trat die ſchwediſche
Königsfamilie ein, gefolgt von der däniſchen
Königs=
familie, den Vertretern des deutſchen Kaiſers, des Königs
von England, der Königin der Niederlande, des
norwegi=
ſchen Königspaares, der Großherzogin von Baden, der
Großherzogin von Luxemburg und der Herzogin von
Al=
bany. Oberhofprediger Biſchof Billing hielt die
Trauer=
rede. Der Sarg wurde von Offizieren des Heeres und der
Flotte zum Ausgang der Kapelle getragen, wo er von
Mannſchaften entgegengenommen und zu einem mit ſechs
Pferden beſpannten Leichenwagen getragen wurde.
Nach=
dem ſich die Prozeſſion geordnet hatte, ſetzte ſich der Zug
nach der Riddarholmskirche in Bewegung. Vor dem
Lei=
chenwagen ſchritt der Reichsmarſchall mit einem
florum=
wundenen Stab. Unmittelbar hinter dem Wagen gingen
der König von Schweden, der König von Dänemark, der
Kronprinz von Schweden, die Erbfürſten und Prinz
Ber=
nadotte, ſowie die fremden königlichen und fürſtlichen
Perſonen. Die königlichen Damen begaben ſich voraus in
Equipagen zur Kirche. Während ſich die Prozeſſion
dort=
hin bewegte, läuteten alle Kirchenglocken der Stadt. Den
ganzen Weg entlang bildeten Truppen Spalier. Trotz des
heftigen Schneewetters und 15 Grad Kälte verſammelten
ſich rieſige Menſchenmaſſen. In der Riddarholmskirche
wurde der Sarg in die Kavelle Bernadottes getragen und
gegenüber dem Katafalk König Oskars II. niedergeſetzt.
Vereinigung der Freunde
des humaniſtiſchen Gymnaſiums.
Geſtern abend veranſtaltete die Vereinigung im
„Kaiſerſaal” einen Vortrag mit Lichtbildern von
Herrn Univerſitätsprofeſſor Dr. Bulle=Würzburg über:
„Die griechiſche Schönheit‟ Der Vortragsabend
war ſo ungewöhnlich zahlreich beſucht, daß der „Kaiſerſaal”
dicht beſetzt war. Der Vorſtand, Herr Pfarrer Velte,
begrüßte kurz die Erſchienenen und erteilte alsbald dem
Vortragenden das Wort.
Der Redner weiſt eingangs auf die neugegründete
Vereinigung der Freunde des humaniſtiſchen Gymnaſiums
in München hin, die, wie die ſieben ſchon beſtehenden, ihre
Entſtehung einer Anregung aus weiteren Kreiſen der
Ge=
bildeten verdankt. Er führt aus, daß dieſe neuen
Ver=
einigungen durchaus nicht die nun überall beſtehende
Gleichberechtigung der drei höheren Schularten für die
Vorbereitung zur Univerſität angreifen wollen, daß aber
dieſe äußere Gleichberechtigung doch nicht innere
Gleich=
wertigkeit bedeute. Namentlich von ſeiten der
Univerſi=
tätslehrer wird darauf hingewieſen, daß für viele Fächer,
wie zum Beiſpiel Franzöſiſch und deutſche Geſchichte, eine
gründliche Kenntnis des Latein unentbehrlich iſt.
Jeden=
falls ſind nur dem Gymnaſiaſten alle akademiſchen Studien
offen, während das nachträgliche Erlernen der alten
Spra=
chen neben dem Studium ſelbſt ein ſehr ungünſtiger
Zu=
ſtand iſt. Die Freunde des humaniſtiſchen Gymnaſiums
wollen keine neuen Reformideen bringen, ſondern das
Gymnaſium ſtärken, indem ſie für den Lehrer der höheren
Klaſſen mehr Freiheit fordern. Durch zu genaue
Lehr=
pläne in den höheren Klaſſen wird die Perſönlichkeit des
Lehrers unterdrückt, der in einer ununterbrochenen eigenen
Fortbildung ſein Ideal ſehen muß. Auch die
wiſſenſchaft=
liche Betätigung des Lehrers iſt zu begünſtigen, falls ſie
ſeiner inneren Neigung entſpricht. Doch iſt es falſch, die
gelehrte Arbeit ohne weiteres als die vornehmere
anzu=
ſehen. Vielmehr gibt es keinen vornehmeren Beruf als
den, Menſchen zu bilden. Zur Charaktererziehung des
Schülers reichen realiſtiſche Kenntniſſe allein nicht aus, da
ſie ihn ohne Zuſammenhang mit dem Menſchlichen laſſen.
Dieſen gibt nur die Geſchichte der menſchlichen
Entwick=
lung, aus der man lernt, daß nichts Wertvolles von heute
auf morgen geſchaffen wird, ſondern daß auch im geiſtigen
Leben Geſetzmäßigkeit und Entwicklung herrſchen. Ein
Verſchwinden der humaniſtiſchen Bildung würde uns von
unſerer Vegangenheit abſchneiden und zum Beiſpiel ſchon
die klaſſiſche Periode Goethes unverſtändlich machen. Es
genügt auch nicht, aus Ueberſetzungen das Altertum kennen
zu lernen. Die mühſame Erlernung der alten Sprachen
iſt die beſte geiſtige Zucht. Es iſt falſch, nach dem
unmit=
telbaren Nutzen zu fragen, da die Schule nur für das
Leben vorbereiten, keine Fachmänner ausbilden ſoll.
Dem jugendlichen Gemüt iſt der Geiſt des klaſſiſchen
Altertums innerlich verwandt, da alle Charaktere ſich dort
in plaſtiſcher Klarheit und größter Mannigfaltigkeit
offen=
baren. Uebrigens ſieht die moderne Altertumswiſſenſchaft
die Antike keineswegs mehr in falſcher Idealität.
Nament=
lich durch die Ausgrabungen wird die Antike, wie ſie gelebt
worden iſt, immer bekannter. Von dieſer Seite iſt auch
dem Gymnaſium neues Leben zuzuführen. In den
bayeri=
ſchen Gymnaſien wird auf Veranlaſſung Heinrich Brunns
ſchon ſeit langem Denkmälerkunde getrieben; doch iſt es
nur für die Lehrer, nicht für die Schüler ein Pflichtfach.
An der antiken Kunſt läßt ſich am beſten das Auge
er=
ziehen, der Geſchmack läutern.
Es iſt ein Vorurteil, daß die griechiſche Kunſt der
ſee=
liſchen Vertiefung entbehre. Redner führt eine Anzahl
neuer Funde vor: Den ſogen. ludoviſiſchen Thron, als
Ausdruck religiöſer Erlöſungsſtimmung; das Mädchen
von Antium, als Beiſpiel ſeeliſcher Vertiefung der
Prie=
ſterin in ihrem Beruf; die neue Niobide als ein Sterben
in Schönheit. Die Antike behält auch bei der äußerſten
Gemütsbewegung die große Haltung und edle Geſte bei,
während in der neueren Kunſt der Ausdruck der
ſubjekti=
ven Empfindungen ſchrankenlos iſt, was an gotiſchen
Skulpturen, an Werken Michelangelos und Rodins
erläu=
tert wird. Der Hauptunterſchied iſt, daß der antike
Künſt=
ler nach objektiver Form, nach einem typiſchen Ausdruck
der beobachteten Natur ſtrebt während der neuere Künſtler
ſeine rein perſönliche Art des Sehens verwirklicht. Die
griechiſche Kunſt iſt daher ein Stück der Naturerforſchung,
was an einer Serie von Statuen und Köpfen erläutert
wird. Eine merkwürdige Beſtätigung dafür gibt ein
neueres mechaniſches Verfahren, die von dem Engländer
Galton erfundenen Durchſchnittsbilder. Gleichgroße
Auf=
nahmen von Köpfen in gleicher Stellung werden
überein=
ander photographiert. Redner zeigt
Durchſchnittsphoto=
graphien von ſächſiſchen Soldaten, bei denen die häßlichen
Einzelköpfe eine Geſamtbild von großer Schönheit
er=
geben, das den griechiſchen Idealköpfen ſehr nahe kommt.
Schönheit iſt alſo die von allen Zufälligkeiten
individuel=
ler Bildung gereinigte Durchſchnittserſcheinung. Man
er=
hält damit Idee” eines Gegenſtandes. Natürlich
voll=
zieht der griechiſche Künſtler dieſen Reinigungsprozeß voll.
kommener als die Maſchine. Die Griechen haben in ihrer
Kunſt wie in ihrem Leben die Idee Menſch in ihrer
Tota=
lität hingeſtellt, zum erſten und einzigen Male in der
Welt=
geſchichte. Man hat die Griechen die Jugend der
Menſch=
heit genannt, und unſerer Jugend ſoll nicht geraubt
wer=
den, ſich in dieſem Frühlingsgarten von Schönheit zu
tum=
meln, ehe ſie ins Leben hinaustritt.
Rauſchender Beifall dankte dem Vortragenden. Herr
Pfarrer Velte lieh in einem kurzen Schlußwort dem
herzlichen Dank Ausdruck für den hohen äſthetiſchen
Ge=
nuß, den der Vortragende dem Auditorium bereitet hatte.
Die Verhandlungen
der Rüſtungskommiſſion.
* Berlin, 8. Jan. Die heutige Sitzung der
Kommiſſion zur Prüfung der
Rüſtungs=
lieferungen, zu der ſämtliche Mitglieder und
zahl=
reiche Komm ſſare der beteiligten Reſſorts ſich eingefunden
hatten, leitete der Vorſitzende, Staatsſekretär Dr.
Del=
brück, mit folgenden Darlegungen ein: Die bisher
ge=
haltenen Vorträge ergaben, daß durch die wirtſchaftliche
Entwicklung der Grundgedanke des Verdingungsweſens,
nämlich durch den freien Wettbewerb möglichſt vieler
Unternehmer die Preiſe zu regulieren und ſie in den
ver=
ſchiedenen Angeboten auszugleichen, auf ſehr vielen
Ge=
bieten nicht mehr durchgeführt werden kann. Dieſer
Er=
ſcheinung ſtehen, wie die Vorträge ergaben, die
Be=
mühungen der beteiligten Reſſorts gegenüber, durch
Her=
anziehung der privaten Konkurrenz den freien Wettbewerb
in einigem Umfange wieder herzuſtellen. Die
Verwal=
tungen ſtrebten ſerner an, auf den geeigneten Gebieten
ihre Bewegungs reiheit durch Einrichtung von
Staats=
betrieben herzuſtellen und zu verſtärken. Das Ziel war
hier nicht nur eine Minderung der privaten
Monopol=
ſtellung, ſondern auch die Ausbildung eines techniſch
ge=
chulten Perſonals, die beſſere Ueberſicht über die
Her=
ſtellungskoſten, die Materialpreiſe und dergl. mehr. In
der Oeffentlichkeit iſt nun vielfach angeregt worden,
die=
ſen Weg weiter zu gehen und womöglich das geſamte
Rüſtungsweſen, ſowe’t es in den Händen weniger
Fir=
men oder großer Kartelle liegt, in eigene Regie des
Staa=
tes zu übernehmen. Es wird nach meiner Anſicht eine der
vornehmſten Aufgaben der Kommiſſion ſein, durch
ein=
gehende Unterſuchung für die einzelnen Zweige des
Rüſtungsweſens zunächſt einmal feſtzuſtellen, inwie”eit
überhaupt von einer Abhängigkeit des ſtaatlichen Rüſtu P: von den privaten Unternehmungen geſprochen
werden kann. Die Kommiſſion wird ferner zu unterſuchen
haben, ob das Mittel, den reinen Staatsbetrieb für
Rüſtungslieferungen weiter auszubauen, tatſächlch
empfehlenswert iſt und ob dem nicht erhebliche
wirt=
ſcha tspolitiſche und allgemeine politiſche Bedenken
ent=
gegenſtehen. Bei dieſen Unterſuchungen werden Vergleiche
zwiſchen den privaten Firmen und den Staatsbetrieben
auf dem Gebiete des Rüſtungsweſens, ſoweit ſie
nebenein=
anderſtehen, angeſtellt werden müſſen. Ferner wird
an=
zuſtreben ſein, auf Gebieten, wo weder der reine
Slaats=
betrieb, noch das Ueberwiegen privater Firmen erträglich
erſcheint, zu Vorſchlägen zu gelangen, wie man dem
Reiche einen Einfluß auf den Betrieb ſichern kann unter
Wahrung der notwendigen geſchäftlichen
Bewegungsfrei=
heit des Unternehmers. Das kann vielleicht ſchon
ge=
ſchehen durch andere Formen bei der Vergebung, wobei
den Eigenarten des Betriebes Rechnung getragen werden
muß. Weiterhin werden aber die Unterſuchungen auf
Proben der gemeinwirtſchaftlichen Organkſation einzelner
Zweige des Rüſtungsweſens erſtreckt werden müſſen.
Dieſe Geſichtspunkte werden bei Fragen und Anregungen
aus der Mitte der Kommiſſion im Auge behalten werden
müſſen, wobei nichts im Wege ſteht, dabei auch
Fragen=
des Schmiergelderunweſens, der kaufmänniſchen
Spo=
nage, des Verſahrens bei der Abnahme und andere
Fra=
gen zu erörtern, die für den einen wie für den anderen
Fall des Betriebes von Bedeutung ſind und von
Bedeu=
tung bleiben werden. Danach hat die Kommiſſion die
Methoden der Vergebung bei den
Rüſtungs=
lieferungen auf die gegenwärtige Zweckmäßigkeit
zu prüſen, nicht aber eine Kontrolle über die
Reichsverwaltung auszuüben. Das würde ein
Eingriff in die verfaſſungsmäßigen Rechte der geſetzgeben‟
den Körperſchaften des Reiches, insbeſondere in die
Ob=
liegenheiten der Budgetkommiſſion des Reichstags ſein,
wenn die Kommiſſion Fragen erörtern wollte, die vor das
Forum dieſer Organe des Reiches gehören Ich möchte
des noch einmal ausdrücklich betonen, weil die in der
erſten Sitzung geſtellten Anregungen und Fragen ſich nicht
alle in den Grenzen halten, die ihnen nach den Arbeiten
der Kommiſſion geſteckt ſind. Um auf dieſer Grundlage zu
einer Organiſation der Arbeiten der
Rüſtungskommiſ=
ſion zu kommen, habe ich mit dem geſchäftsleitenden
Aus=
ſchuß Fühlung genommen. Das Ergebnis dieſer
Be=
ſprechung iſt in dem Antrag dieſes Ausſchuſſes
niedergelegt, der folgendermaßen lautet: Der Herr
Vor=
ſitzende wolle für die Erörterung der einzelnen
Rüſtungs=
lieferungen Referenten ernennen, die im Benehmen mit
den beteiligten Reſſorts an der Hand von einzelnen
Bei=
ſpielen den geſamten Werdegang bei der Vergebung
fol=
gender Lieferungsgegenſtände ermitteln und der
Kom=
miſſion das Ergebnis ihrer Ermittelungen vortragen über
Bewaffnung und Munition für Infanterie, über
Bewaff=
nung und Munition für Feld= und Fußartillerie ſowie
Marinegeſchütze, über Bekleidung und Ausrüſtung, über
Mundverpflegung. über Fourage und Remonten, über
Sanitätsmaterial, über Kohle, Oele und ſonſtige Triebmittel,
über Grundſtücksbeſchaffungen, über Bauten, über
Forti=
fikationen und Docks, über Luftfahrzeuge und über
Schiff=
bau und Armierung ausſchließlch der Lafetten. Nach
dieſem Antrag, gegen den ſich kein Widerſpruch erhob
und dem ich daher entſprechen werde, werden für die
ein=
zelnen Materien die vorgeſchlagenen Referenten, teils
Mitglieder des Reichstags, teils ſachverſtändige Mitglieder
der Kommiſſion das Material im Benehmen mit den
be=
teiligten Reſſorts zu behandeln haben. Die Reſſorts
wer=
den ſie dabei durch die zuſtändigen beteil’gten Stellen und
Dezernenten in der weitgehendſten Weiſe unterſtützen. Die
beteiligten Reſſorts werden die Herren Referenten alle
zur Löſung ihrer Aufgabe zweckdienlichen Anfragen
be=
antworten, ſoweit das mit dem Wohle des Reiches, den
beſtehenden geſetzlichen Beſtimmungen, ſowie den etwa
be=
ſtehenden Verträgen mit den Rüſtungslieferanten
verein=
bar iſt. Ich lege Wert darauf, daß die Herren Reſerenten
ihre Arbeiten ſobald wie möglich beginnen, damit wir
die Möglichkeit haben, in den Beſitz der Referate zu
ge=
langen. Nach den Aeußerungen der Herren Referenten
aus den Kreiſen der Reichstagsabgeordneten muß ich
allerdinas befürchten, daß es erſt Oſtern möglich ſein
wird, die Referate zu erhalten. Ich hofſe aber, daß es
möglich ſein wird, die Referate ſo rechtzeitig fertigzuſtellen,
daß ſie vor Oſtern gedruckt und in der Oſterpauſe hier in
einer Sitzung der Kommiſſion beſprochen werden können.
Die Kommiſſion trat darauf in die Erörterung
der Beſchaffung von Gewehren einſchließlich der
Ma=
ſchinengewehre ein. Im Anſchluß an die Ausführungen
Nummer 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Januar 1914.
Seite 7.
eines Vertreters des Kriegsminiſteriums über die
Er=
rechnung der Generalunkoſten bei den Staatsbetrieben
ent=
ſpann ſich eine Debatte über die von verſchiedenen Seiten
verneinte Möglichkeit, für Staatsbetriebe eine Bilanz
nach kaufmänniſchen Grundſätzen aufzumachen. Als
Sach=
verſtändige wurden der Generaldirektor der Deutſchen
Waſfen= und Munitionsfabriken Geh. Baurat Dr.=Ing.
von Gontard und der Geh. Kommerzienrat Dr.=Ing. von
Mauſer gehört. Hieran ſchloß ſich eine lebhafte
Aus=
ſprache, die um 7 Uhr abends abgebrochen wurde.
* Berlin, 9. Jan. Die Kommiſſion zur
Prüfung der Rüſtungslieferungen beſichtigte
heute vormittag die Anlagen der deutſchen Waffen=
und Munitionsfabriken in Moabit.
Wäh=
rend des Rundganges fand ein lebhafter
Gedankenaus=
tauſch unter den Mitgliedern der Kommiſſion ſtatt.
Nach=
mittags wurde die Debatte über die Gewehrbeſchaffung
und über die Vor= und Nachteile der Staatsbetriebe
gegenüber der Privatinduſtrie fortgeſetzt. — Dabei wurde
die Reſolution in den Kreis der Erörterungen gezogen, in
der der Reichstag bei Verabſchiedung der Heeresvorlage
die Erwartung ausgeſprochen hat, daß die Beſchaffungen
des Kriegsmaterials tunlichſt in reichseigenen
tech=
niſchen Inſtituten erfolge. Von der Kommiſſion
angehörenden Vertretern der Induſtrie wurde mit großer
Entſchiedenheit darauf hingewieſen, daß die Reſolution
in den Kreiſen der deutſchen Induſtrie große
Beunruhig=
ung hervorgerufen habe, da ſie nur ſo ausgelegt werden
könne, daß abweichend von den bisherigen Verfahren die
Privatinduſtrie nach und nach von den Lieferungen für
Heer und Marine ausgeſchloſſen werden ſolle. Der gleiche
Eindruck ſei im Auslande hervorgerufen und habe den
Ab=
ſatz deutſcher Induſtrieerzeugniſſe dorthin ſchweren
Scha=
den zugefügt. Demgegenüber wurde von den anweſenden
Mitgliedern des Reichstags übereinſtimmend betont, daß
die Reſolution in dieſem Sinne nicht aufgefaßt werden
könne. Wer die Verhandlungen kenne, aus denen dieſe
Reſolution hervorgegangen ſei, könne nicht im Zweifel
ſein, daß der Verſtaatlichung der geſamten
Rüſtungs=
induſtrie damit keineswegs das Wort geredet werden ſolle,
vielmehr ſei nur dem Wunſch Ausdruck gegeben worden,
daß der große Bedarf auf Grund der Heeresvorlage nach
Möglichkeit in den eigenen Inſtituten des Reichs gedeckt
werden ſolle, um die beſtehenden Inſtitute voll
auszu=
nutzen. An einer Erweiterung der Inſtitute und eine
Aenderung des Syſtems habe ſchon wegen der nötigen
Be=
ſchleunigung der Lieferungen nicht gedacht werden können.
Nicht beabſichtigt wäre geweſen, durch dieſen Beſchluß der
Privatinduſtrie in ihren berechtigten Intereſſen,
ins=
beſondere in ihrem Umfange und ihren
Ausdehnungs=
möglichkeiten zu ſchädigen. Die Kommiſſion trete alſo
nicht in Widerſpruch mit der Reſolution, wenn ſie ihre
Aufgabe darin erblicke, nicht grundſätzlich eine
Mono=
poliſierung der Rüſtungsinduſtrie vorzubereiten, ſondern
darin, die maßgebenden Geſichtspunkte für die
Ab=
grenzung der Inanſpruchnahme der Reichsinſtitute und der
Privatinduſtrie zu ermitteln. Einwandfkei wurde
feſt=
geſtellt, daß der vielgenannte „Figaro=Brief” über
die Maſchinengewehre der Deutſchen Waffen= und
Muni=
tionsfabriken niemals aus den Händen des
Direktoriums herausgekommen noch auch im
Figaro oder einer anderen Zeitung veröffentlicht worden
iſt. Die Verhandlungen werden um 6¼ Uhr abends
abge=
brochen. Sie werden fortgeſetzt, ſobald die Referenten
für die einzelnen Lieferungsgegenſtände im Benehmen
mit den zuſtändigen Reſſorts die Ermittelungen ſoweit
ge=
fördert haben, daß ſie der Kommiſſion Referate erſtatten
können.
Gerichtszeitung.
Beleidigung des deutſchen Offizierkorps.
* Mülhauſen i. Elſ., 9. Jan. Vor der hieſigen
Strafkammer wurde heute eine Offizialklage gegen
den Redakteur Haengy von der Oberelſäſſiſchen Landesztg.
verhandelt. Sie hatte in ihrem Bericht vom 30. März
über die Demonſtrationsverſammlung
mit=
geteilt, daß ein Referent, nämlich Pfarrer Scheer, u. a.
ausgeführt habe: 4000 Offiziere — 4000 Nichtstuer. In
dieſem Ausdruck erblickte der Kriegsminiſter eine
Belei=
digungdes deutſchen Offizierkorps und ſtellte
Strafantrag. Pfarrer Scheer erklärte als Zeuge, daß er
die inkriminierte Wendung nicht gebraucht habe; nur zwei
jüngere Zeugen behaupteten auf das beſtimmteſte, den
Ausdruck gehört zu haben, während alle anderen Zeugen,
vor allem der Vorſtand des die Verſammlung führenden
Bureaus, ſowie der aufſichtführende Polizeikommiſſar den
Ausdruck „Nichtstuer” nicht gehört haben. Redakteur
Haengy, der ſelbſt nicht in der Verſammlung anweſend
war und den Bericht von einem ungenannten Reporter
erhielt. will in dem Ausdruck „Nichtstuer” keine
Beleidig=
ung erblickt haben. Der Begriff „Nichtstuer” ſei im
Zu=
ſammenhange des Artikels nicht identiſch mit „Faulenzer”
ſondern mit „unproduktiv‟ Der Staatsanwalt führte aus
er könne dem Angeklagten den guten Glauben nicht
be=
ſtreiten; er erblicke aber in der Wiedergabe des Ausdrucks
eine Beleidigung, deren eigentlicher Urheber nicht
feſtge=
ſtellt ſei, und eine ſtrafbare Handlung, und er beantrage
daher für die beiden in Frage ſtehenden Artikel 80 bezw
20 Mark Geldſtrafe, eventuell 10 bezw. 2 Tage
Ge=
fängnis. Der Verteidiger beantragte Freiſprechung. Die
Urteilsverkündung wurde auf Freitag, den 16. Januar,
vormittags 9 Uhr, vertagt.
Der Eiſenbahnerausſtand in Südafrika.
* Pretoria 8. Jan. (9 Uhr abends.) Hier iſt alles
ruhig. Die Züge verkehren fahrplanmäßig.
* Kapſtadt, 8. Jan. (9 Uhr abends.) Die
Eiſenbahn=
angeſtellten in Germiſton haben ſich für einen Streik
von 10 Uhr abends an entſchloſſen. Eine große
Verſamm=
lung von Eiſenbahnangeſtellten in Bloemfontein hielt
heute nachmittag den Beſchluß aufrecht. Das
Fahrdienſt=
perſonal beſchloß einſtimmig, ſich dem Streik anzuſchließen.
* Pietermaritzburg, 9. Jan. (1 Uhr früh.) Die
hieſigen Eiſenbahnangeſtellten haben beſchloſſen,
weitere Schritte bis nach der großen Verſammlung am
nächſten Sonntag zu verſchieben.
* Pretoria, 9. Jan. Heute vormittag iſt nur
ein Zug abgefahren. Da außer dreien alle
Mecha=
niker ausſtändig ſind und auch die Schaffner ſtreiken, iſt
der Verkehr tatſächlich unterbrochen.
* Kapſtadt 9. Jan. Der Eiſen
bahn=
ver kehr zwiſchen Pretoria und Kler
ks=
dorp iſt unterbrochen. Es iſt noch nicht abzuſehen,
wieweit ſich der Streik ausdehnen wird aber es beſteht
nicht der geringſte Grund für die Annahme, daß er auch
auf die Kapkolonie übergreifen wird.
* Durban, 9. Jan. Die Bahnarbeiter
ar=
beiteten heute morgen immer noch, aber die Nachrichten
aus dem Innern des Landes bewirken, daß ſie heute mehr
als geſtern abend für den Streik ſind.
* Durban, 9. Jan. Der Ausſtand wurde zwar
heute mittag in den Werkſtätten offiziell erklärt,
aber nur etwa ein Sechſtel der Angeſtellten gehorchte
die=
ſer Proklamation. Die Mehrheit will nicht vor der am
Sonntag ſtattfindenden Abſtimmung aktiv vorgehen.
* Bloemfontein, 9. Jan. In allen
Werk=
ſtätten wird geſtreikt. Die Lage iſt plötzlich ernſt
geworden. Der Bahnhof wird von bewaffneten
Polizei=
beamten und einer Abteilung des Verteidigungskorps
bewacht.
Ein verſuchtes Attentat im Streikgebiet.
* Johannesburg, 9. Jan. Auf der Strecke
Vit=
poort-Luipaardswei fand man, kurz bevor ein
vollbe=
ſetzter Perſonenzug von Ceeruſt paſſierte, drei Röhren
mit Dynamit.
Vermiſchtes.
— Diplom=Ingenieure und
Baumeiſter=
titel. Nunmehr hat auch der Verband Deutſcher
Diplom=Ingenieure zu der viel umſtrittenen
Frage des Baumeiſtertitels in einer Eingabe an den
Bun=
desrat Stellung genommen. Der Verband vertritt die
Auffaſſung, daß der heutige Rechtszuſtand, wie er durch
den § 133, II der Gewerbeordnung geſchaffen ſei, allen
berechtigten Intereſſen Rechnung trage, indem er die
Führung des Baumeiſtertitels im Baugewerbe verbiete
und damit jede unlautere Konkurrenz den geprüften
Hand=
werksmeiſtern gegenüber ausſchließe. Aus dieſem Grunde
vird beantragt, der Bundesrat möge von der ihm
zu=
ſtehenden Befugnis, Vorſchriften für die Führung des
Titels Baumeiſter zu erlaſſen, abſehen. Für den Fall, daß
der Bundesrat die Schaffung eines geſetzlich
ſanktionier=
ten Baumeiſterſtandes jedoch als notwendig erachte,
bean=
tragt der Verband, daß Diplom=Ingenieure ohne jede
weitere Prüfung bezw. auf Grund einer Bewährung in
mehrjähriger Tätigkeit in der Privatpraxis zur Führung
des Titels Baumeiſter berechtigt ſein ſollen. In der
Ein=
gabe wird die Uebertragung der Regierungsbaumeiſter=
Prüfung auf die Privatpraxis als in fachlicher, ſozialer
und volkswirtſchaftlicher Beziehung gleich ſchädlich
be=
zeichnet, und aus dieſem Grunde der Bundesrat gebeten,
von der Einführung jeder weiteren Prüfung nach dem
Diplom=Ingenieur=Examen abzuſehen.
— Volkskrankheiten und
Jugenderzie=
hung. Von den drei großen Volkskrankheiten
Tuber=
kuloſe, Syphilis und Alkoholismus iſt der letztere oft die
mehr oder weniger mittelbare und noch viel zu wenig
gekannte Urſache der beiden erſteren. Die
Zuſammen=
hänge zwiſchen dieſen werden auf dem „
Wiſſenſchaft=
lich=praktiſchen Kurſus zum Studium der
Alkoholfrage für Südweſtdeutſchland in
Mannheim vom 1. bis 4. Januar 1914‟ der bekannte
Sozialhygeniker Dr. Holitſcher=Pirkenhammer bei
Karls=
bad, Vorſitzender des Vereins abſtinenter Aerzte, und
Frau Henriette Fürth=Frankfurt a. M. behandeln. In
Verbindung damit ſteht eine andere ſoziale Frage, die
Wohnungsfürſorge, deren Beziehungen zum
Alkoholis=
mus Stadtrechtsrat Dr. Moericke=Mannheim beleuchten
wird. Vorträge von Univerſitätsprofeſſor Dr.
Schleſin=
ger=Straßburg, ſowie von Profeſſor Dr. Jacki=Mannheim
und Univerſitätsprofeſſor Dr. Niebergall=Heidelberg über
Alkohol und Jugend und alkoholfreie Jugenderziehung
werden ſich anſchließen. Welche Aufgaben hierbei die
Frau hat, wird die bekannte Aerztin und Schriftſtellerin
Frau Dr. Emanuele Meyer=München zeigen. Außerdem
wird noch eine weitere Reihe von Vorträgen auf dem
Kurſus ſtattfinden.
Literariſches.
Quellenſammlung für den
geſchicht=
lichen Unterricht an höheren Schulen,
her=
ausgegeben von G. Lambeck, Geh. Regierungsrat und
Oberregierungsrat bei dem Provinzialſchulkollegium zu
Berlin, in Verbindung mit Prof. Dr. F. Kurze in Berlin
und Dr. P Rühlmann, Oberlehrer in Leipzig. Preis
eines jeden 32 Seiten gr. 8 umfaſſenden Heftes 40 Pf.
Heft I, 13: Von 1807 bis 1815. I, 14: Von 1815 bis 1861.
I, 15: Von 1861 bis 1871. II, 2: Die Aufklärung im 5.
Jahrhundert v. Chr. II, 9: Die Gracchiſche Bewegung.
II, 32: Die Entwickelung des Papſttums bis auf
Gre=
gor VII. II, 33: Der Streit zwiſchen Kaiſertum und
Papſttum. II. 70: Die Stein=Hardenbergiſchen Reformen.
II, 71: Der Feldzug in Rußland 1812 und die Erhebung
des preußiſchen Volkes.
— Kürſchners Jahrbuch für 1914, das ſoeben
bei Hermann Hillger, Verlag, Berlin W. 9, und Leipzig
erſchienen iſt, ſtellt ſich ſeit Jahren in den Dienſt dieſer
guten Sache und man muß ſtaunen, mit welchem
Ra’fine=
ment der Bearbeiter dieſes unentbehrlichen
Nachſchlage=
werkes es verſteht, aus der Menge des ihm zu Gebote
ſtehenden Materials das Richtige herauszugreifen.
Kürſch=
ners Jahrbuch für 1914 bietet ebenſo wie ſeine Vorgänger
eine Fülle von Material für die Belehrung und
Fort=
bildung der Jugend, ſowie überhaupt jedes gebildeten
Menſchen. und der geringe Preis von 1,20 M. für den
broſchierten (1,80 M. gebunden) und etwa 500 Seiten
ſtar=
ken Band iſt ſicherlich dazu angetan, dem Werke neue
Freunde zu gewinnen.
— Edgar Reinhold: „Der kritiſche Tag
und andere Novellen” Geheftet 3,50 Mk., in
Lei=
nen 450 Mk. Leipzig 1913. Im Tenien=Verlag. Mit
einer Sammlung humoriſtiſcher Novellen tritt Edgar
Rein=
hold vor das literariſche Publikum. Die Erzählungen
zeugen von einem geſunden, heiteren Gemüt des
Ver=
faſſers, der Freude und Scherz, Liebe und Hoffnung, die
im menſchlichen Leben manchen herben und bitteren Streich
ſpielen in anmutiger und oft beſchaulicher Form in kleine
Schickſale entſcheidend eingreifen läßt. Die Novellen
wer=
den dem Leſer einige fröhliche Stunden behaglichen
Ge=
nießens bringen und durch einen gewiſſen ernſten
Grund=
ton, das alle dieſe luſtigen Ereigniſſe durchzieht, auch einen
nachdenklichen Eindruck hinterlaſſen. Ein Buch für den,
dem nach Arbeitslaſt und =mühe Zerſtreuung und dennoch
ein literariſcher Genuß willkommen iſt.
Dr. Heinrich Pudor Heimbaukunſt.
Broſchiert 4 Mk., gebunden 5 Mk. Verlag A. Ziemſen in
Wittenberg. Es iſt ein völkiſches und zugleich ein
äſthe=
tiſches Buch, äſthetiſch nicht nur im formalen, ſondern vor
allem im gegenſtänzlichen Sinne. Der Verfaſſer geht in
der Tat den organiſchen und völkiſchen Vorausſetzungen
einer Heimbaukunſt bis in ſolche Höhen und Tiefen nach,
daß man verſucht wäre von Baupolitik zu ſprechen, von
der er uns in ſeinem Buche mehrere Kapitel gibt —
zu=
gleich Kulturpolitik im höchſten Sinne des Wortes. Das
Buch bildet im ganzen unſtreitig eine ſehr wertvolle
Be=
reicherung unſerer Hausbüchereien und darf in jedem
deutſchen Hauſe auf einen Ehrenplatz Anſpruch erheben.
Die Ausſtattung iſt durchaus würdig.
Vom Balkan.
* Rom, 9. Jan. Die Agenzia Stefani meldet aus
London: Wie verſichert wird, ſchließen ſich die
Regie=
rungen in Wien und Berlin dem italieniſchen
Standpunkte über die von Italien beſetzten Inſeln an.
* Mailand, 9. Jan. Corriera della Sera meldet
aus Brindiſi: Die Mannſchaft des aus Valona
an=
gekommenen Dampfers „Adriatico” berichtet über die
Verſchärfung des dortigen
Sicherheits=
dienſtes. Gendarmen mit aufgepflanztem
Seiten=
gewehr patrouillierten in dem Hafen. Die italieniſchen und
die öſterreichiſch=ungariſchen Stationsſchiffe übten einen
ſchärferen Ueberwachungsdienſt aus.
* Mailand, 9. Jan. Corriera della Sera meldet
aus Bari: Haſſan Paſcha, ein vornehmer Albaneſe, der
aus Durazzo hier eingetroffen iſt und für einen
Abge=
ſandten Eſſad Paſchas gehalten wird, widerſpricht allen
Gerüchten von Umtrieben gegen den Prinzen
Wied in Durazzo. Im Gegenteil, man treffe dort
Vorbereitungen für den Empfang des Prinzen. Eſſad
Paſcha begünſtige die Kandidatur des Prinzen und ſei
Vorſitzender der Vereinigung für die Vorbereitungen zur
Ausſchmückung des Fürſtenpalaſtes. Haſſan erklärt, er ſei
von Eſſad Paſcha abgeſandt, um den Prinzen zu Wied in
ſeinem Namen und im Namen der Stadt zu begrüßen; er
werde in einigen Tagen mit einer albaneſiſchen Abordnung
abreiſen. Haſſan hält es für möglich, daß der
Putſchver=
ſuch in Valona mit ſchweigender Zuſtimmung Ismail
Kemals ſtattgefunden hat, welcher mit Bedauern dem
Re=
gierungsantritt des neuen Fürſten entgegenſehe. Kemal
habe erſt infolge der Aufforderungen der internationalen
Kontrollkommiſſion und der Bevölkerung eingegriffen.
* Valona, 9. Jan. (Agenzia Stefani.) Eine Anzahl
albaneſiſcher Notabeln, die verdächtig ſind, an
der Verſchwörung zu Gunſten Izzet Paſchas
teilgenommen zu haben, wurden hier verhaftet. Das
Verhör des Urhebers der Verſchwörung, Bekir Bey, fand
geſtern abend in Gegenwart der Miniſter der vorläufigen
Regierung ſtatt. Die gelandeten türkiſchen Offiziere
wer=
den im Laufe des Tages vernommen.
* Konſtantinopel, 9. Jan. Wegen der
Zei=
tungsmeldungen über Izzet Paſcha unternahm der
öſterreichiſch=ungariſche Botſchafter Markgraf
Pallavi=
cini geſtern einen Schritt beim Großweſir, um
diesbezüglich Aufklärungen zu verlangen. Der
Großweſir=
erklärte, daß die Pforte der ganzen Sache fernſtehe und
alles aufbiete, um nicht gegen die Beſchlüſſe der Mächte
bezüglich Albaniens zu verſtoßen. Izzet Paſcha beſuchte
heute vormittag Pallavicini. — Die Blätter Tanin,
Tas=
vir=i=Efkiar und Sabah wurden ſuspendiert, weil ſie
die Verſetzung der Unterſekretäre im Kriegsminiſterium
ankündigten.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 9. Jan. Der Vorſtand des Vereinsfür
Recht und Wirtſchaft, der ſich die Förderung
zeit=
gemäßer Rechtspflege in der Verwaltung zur Aufgabe
geſetzt hat, hatte 1000 Mark für die beſte Bearbeitung des
Themas über das Verhältnis der Preſſe zur
Juſtiz unter beſonderer Berückſichtigung der
Bericht=
erſtattung durch die Preſſe ausgeſetzt. Das Preisgericht,
beſtehend aus dem Reichsgerichtsrat Ebermayer als
Vorſitzender, Landgerichtsdirektor a. D. Aſchrott (für
den erkrankten Oberlandesgerichtspräſidenten Dr.
Börn=
gen=Jena), Dr. Faber=Magdeburg, Vorſitzenden des
Vereins deutſcher Zeitungsverleger, Verlagsbuchhändler
Kreyenberg=Berlin, Chefredakteur Marx=Berlin,
1. Vorſitzenden des Reichsverbandes der deutſchen Preſſe,
und Geh. Regierungsrat Witting, hat in ſeiner
heu=
tigen Sitzung den erſten Preis dem Rechtsanwalt
Glaſer=Dresden zuerkannt. Lobende Erwähnung
er=
hielten für ihre Arbeiten Rechtsanwalt Weck=
Charlotten=
burg und Gerichtsaſſeſſor Dr. Albert Helwig=
Frie=
denau. Aſſiſtent an der Univerſität Berlin.
* Frankfurt a. M., 9. Jan. Die mexikaniſche
Regierung hat die Zahlung der per 31. Dezember 1913
fälligen Kupons der 3prozentigen Mexikaner
angeord=
net, die bis zum 24. dieſes Monats zu 153½ Mark pro
Peſo bei der Deutſchen Effekten= und Wechſelbank in
Frankfurt a. M. eingelöſt werden.
* Straßburg, 9. Jan. Bei der morgigen
Beru=
fungsverhandlung gegen Leutnant von
Forſtner vor dem Korpskriegsgericht wird
Oberkriegs=
erichtsrat Stud, nicht Oberkriegsgerichtsrat Dr. Medieus,
der in einer Privatangelegenheit beurlaubt iſt, als
Ver=
handlungsleiter tätig ſein. Oberkriegsgerichtsrat Dr.
Medicus iſt ab 1. März ds. Js. auf Grund einer ſchon vor
einiger Zeit erfolgten kriegsminiſteriellen Verfügung zum
10. Armeekorps in Hannover verſetzt.
* Büren, 9. Jan. In Lichtenau in Weſtfalen brannte
das Amtsgericht nieder, wobei ſämtliche Akten
und Dokumente verloren gingen. Die Urſache des Feuers
iſt noch nicht feſtgeſtellt.
* Kiel, 9. Jan. Infolge ſtarker nordweſtlicher Winde
lief der weſtliche Teil der Oſtſee ſtark auf und brachte
Hoch=
waſſergefahr. Bei dem Kieler Hafen ſteigt das
Waſſer fortgeſetzt. Der Pegel ſteht bereits 1,65 Meter
über Null. Es herrſcht Froſtwetter.
* Wismar, 9. Jan. Heute nachmittag ſteigerte
ſich der Wind zum Sturm, der Hochwaſſer
her=
beiführte. Gegen 7 Uhr abends waren die Zugangsſtraßen
zum Hafen und mehrere Häuſer und Holzlagerplätze
über=
ſchwemmt.
* Wien, 9. Jan. Als viertes Opfer der
Ex=
ploſion in den Räumen der Filmfabrik Gaumont iſt
der Beamte Nemetz geſtorben.
* Prag, 9. Jan. Heute ſind zum erſten Male ſeit etwa
vier Wochen die deutſchen und tſchechiſchen
Abend=
blätter trotz des Setzerſtreiks wieder annähernd
im üblichen Umfange erſchienen. Die
Morgenblät=
ter ſind immer ziemlich normal herausgegeben worden.
* Rom, 9. Jan. Miniſterpräſident Venizelos
be=
gab ſich heute vormittag 11 Uhr in die Conſulta zur
Be=
ſprechung mit dem italieniſchen Miniſter des Aeußern,
Marquis di San Giuliano.
* Haag, 9. Jan. Auf der hieſigen Werft
explo=
dierte ein im Bau befindliches Motorboot.
Ein Mechaniker wurde getötet, vier Perſonen ſchwer
verletzt.
* Brüſſel, 9. Jan. Die hieſigen Taxameter=
Chauffeure ſind teilweiſe ausſtändig wegen
Dif=
ferenzen über die Berechnung des Benzins und der
defek=
ten Pneumatiks.
* Paris, 9. Jan. Aus Verviers wird
Hochwaſ=
ſer gemeldet. Die Eedre ſteigt rapid und richtet in Verviers
und Umgebung großen Schaden an.
* Marſeille, 9. Jan. Der Poſtdampfer „
Man=
ſpurah” der an der tuneſiſchen Küſte bei Mahdia
An=
fangs dieſes Monats auf Grund geraten war, iſt heute
wieder flott geworden.
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Januar 1914.
Ramites To.
2 Mabrid, . Jan. Dieſpaniſchamerikaniſche
Bank hat heute ihre Zahlungen wieder
aufge=
nommen. Alle Guthaben unter 20000 Peſetos werden
voll, die Guthaben über 20000 Peſetos mit 25 Prozent
bezahlt.
* Moskau, 9. Jan. Der Internationale
Kon=
greß für öffentliche Fürſorge für
Geiſtes=
kranke iſt heute in Anweſenheit von 300 ruſſiſchen und
30 ausländiſchen Delegierten eröffnet worden.
* Peking, 9. Jan. Der Präſident erließ ein
Edikt über die erfolgte Eröffnung folgender
Orte für den Handel mit dem Auslande:
Kweijwatſchoeng (Provinz Schanſi), Kalgan, Dollonnor
und Thifeng (Provinz Chihli), Taonanfu (Provinz
Tſchenhſin), und Lungkou (Provinz Schantung). Die
ge=
nannten Orte wurden auf die Initiative der chineſiſchen
Regierung für den Handel eröffnet.
Die Bluttat in Soldau.
* Soldau, 9. Jan. Von der Bluttat bringt die
Soldauer Zeitung noch folgende Einzelheiten: Die Tat
muß in den erſten Morgenſtunden ausgeführt, worden
ſein. Hausbewohner wollen gegen 4 Uhr morgens
Ge=
räuſche in der Bratzſchen Wohnung gehört haben. Die
Auſwartefrau fand in der Frühe die Tür verſchloſſen und
die Klingel abgeſtellt. Auf ihre Mutmaßung, daß hier ein
Unheil paſſiert ſei, wurde die Wohnung geöffnet. Hier
fand man die Kinder entkleidet im Bette vor. Dem
jüngſten Sohn Horſt war der Kopf vollſtändig
vom Rumpfe getrennt. Bratz ſelbſt ſaß auf dem
Sofa; die Browningpiſtole, mit der er ſeine Frau und
ſich ſelbſt erſchoſſen hatte, hatte er noch in der Hand. Das
Dienſtmädchen war geſtern nachmittag nach Danzig
ge=
ſchickt worden, woher die ebenfalls getötete Schweſter des
Bratz erſt morgens hier angekommen war. In dem
hinterlaſſenen Briefe gibt Bratz eine Aufſtellung
ſeiner Schulden und teilt mit, daß er ſeine
Lieb=
linge nicht allein zurücklaſſen wollte. Bratz iſt 50 Jahre
alt und hatte ſeit drei Jahren ein Baugeſchäft
übernom=
men in dem er früher ſelbſt als Architekt tätig war.
Ueber dieſes Geſchäft war der Konkurs verhängt worden.
Bratz ſollte wegen verſchiedener Geſchäftsmanipulationen
aus den Geſchäftsbüchern Rechenſchaft ablegen, was er
jedoch verweigerte. Durch ſeine bevorſtehende Verhaftung
ſollte er dazu gezwungen werden. Dies mag wohl neben
den zerrütteten Familienverhältniſſen der Hauptgrund der
grauſigen Tat geweſen ſein. Die acht Leichen wurden
ſofort beſchlagnahmt. Um 5 Uhr fand im Beiſein des
Erſten Staatsanwalts aus Allenſtein, der zufällig zu einer
Reviſion hier weilte, an Ort und Stelle ein Lokaltermin
ſtatt. Darauf wurden die Leichen freigegeben. Die
an=
deren Sachen des Bratz ſind jedoch noch beſchlagnahmt.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
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Dampfernachrichten.
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Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Alſter” 6. Jan. 3 Uhr nachm. von
Sa=
vanna nach Hamburg. „Amerika” 6. Jan. 3 Uhr
nachm. von Neu=York über Cherbourg und Southampton
nach Hamburg. „Frankenwald” von Galveſton
kom=
mend, 6. Jan. 12 Uhr mittags Dover paſſiert. „Fürſt
Bismarck” nach Boſton, 6. Jan. 5 Uhr 00 Min. nachm.
Lizard paſſiert. — Weſtindien, Mexiko: „Antonina‟
nach Havanna und Mexiko, 6. Jan. 11 Uhr abends von
Vigo. „Cheruskia” nach Weſtindien, 6. Jan. 4 Uhr
nachm. Queſſant paſſiert. „Kroyprinzeſſin Cecilie”, von
Mexiko und Havanna kommend, 6. Jan. 2 Uhr nachm.
von Santander nach Bilbao. „Niederwald”, von
Weſt=
indien kommend, 6. Jan. 6 Uhr morgens in Havre.
„Weſterwald” 6. Jan. in Veracruz. „Ypiranga” nach
Havanna u. Mexiko”, 7. Jan. 5 Uhr morg. von Havre.
Südamerika, Weſtküſte Amerikas: „Blücher” 6. Jan.
7 Uhr morgens in Buenos Aires. — Berſchiedene
Fahrten: „Liberia” nach Indien, 6. Jan. von Malta.
„Nicomedia” von Perſien kommend 5. Jan. nachm.
Perim paſſiert. „Oſtmark”, von Indien kommend.
6. Jan. 7 Uhr morgens Gibraltar paſſiert. „Perſepolis”,
von Perſien kommend. 6. Jan. von Meſſing.
Nordd. Lloyd, Bremen. Mitgeteilt von dem
Ver=
treter: Anton Fiſcher in Darmſtadt, Frankfurterſtr. 12/14.
„Bülow‟ 6. Jan. 7 Uhr vorm. in Hongkong
angekom=
men. „Elſaß” 6. Jan. 2 Uhr vorm. Kapſtadt paſſiert.
„Norderney” 5. Jan. von Baltimore nach Bremen
ab=
gegangen. „Eiſenach” 6. Jan. Dover paſſiert, fährt nach
Braſilien. „Weſtfalen” 5. Jan. 2 Uhr nachm. in Sydney
angekommen. „Gotha” 4. Jan. in Santos angekommen.
„Brandenburg” 6. Jan. 5 Uhr nachm. in Galveſton angek.
Familiennachrichten.
Die Beerdigung der Frau
Mar=
garethe Frank, geb. Spengler,
fin=
det Samstag, den 10. Januar,
nach=
mittags um 3 Uhr, vom Sterbehaus
Pankratiusſtraße 49 aus, ſtatt;
Ein=
ſegnung eine Viertelſtunde vorher.
Todes=Anzeige.
Heute früh entſchlief ſanft nach langem,
ſchwerem Leiden meine liebe Gattin, unſere
liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter,
Schwägerin und Tante
(*739
Frau
Karoline Hartmann
geb. Hoffmann
im 51. Lebensjahre.
Für die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Peter Hartmann.
Darmſtadt, den 9. Januar 1914.
Bismarckſtraße 78.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 11. Jan.,
nachmittags 3 Uhr, vom ſtädtiſchen Friedhof
aus, ſtatt.
Dankſagung.
(1480
Für die zahlreichen Beweiſe inniger Teilnahme
beim Ableben meines lieben Gatten, unſeres
un=
vergeßlichen Vaters, ſprechen wir hierdurch unſeren
herzlichſten Dank aus.
(*754
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Elise Gehbauer,
geb. Frohnhäuser.
Darmſtadt, den 9. Januar 1914.
Danksagung.
Für die herzlichen Beweiſe der Teilnahme, die
beim Ableben meines geliebten Gatten, unſeres
lieben Bruders, Schwagers und Onkels (1506
Wilhelm Stein
uns zugegangen ſind, ſprechen wir unſeren
tief=
empfundenen Dank aus.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Marie Stein,
geb. Klamroth.
Darmſtadt, den 10. Januar 1914.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Am Südrande des nördlichen nach Südoſten
ab=
ziehenden Tiefs hatten wir geſtern zunächſt
veränder=
liches, ſpäter trübes, mildes Wetter. Der über England
lagernde Hochdruckausläufer dürfte uns nur
vorüber=
gehend beeinfluſſen, da die im Nordweſten erſcheinende
Depreſſion uns ſpäter in ihren Bereich ziehen dürfte
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 10. Jan.:
Meiſt trüb und wolkig, geringe Niederſchläge in Schauern,
nordweſtliche bis nördliche Winde, etwas kühler.
Tageskalender.
Samstag, 10. Januar.
Großh. Hoftheater, Anfang 8 Uhr Ende nach 10½
Uhr (Sondervorſtellung): „Robert und Bertram”.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Konzert von Franz v. Vecſey um 8 Uhr in der
Turn=
halle am Woogsplatz (Richard Wagner=Verein).
Bunter Abend des Vogelsberger Höhenklubs um
8½ Uhr im „Schützenhof”.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Bürgerkeller
um 8 Uhr. — Café „Metropole” um 8 Uhr.
Ausſtellung (Bilder und Studien) von G. v.
Bellers=
heim, Eichbergſtraße 28 (geöffnet von 11—1 Uhr).
Bilder vom Tage. (Auslage unſerer Expedition
Rheinſtr. 23): Die deutſche Militärmiſſion in
Konſtan=
tinopel; Admiral A. H. Limpus, der engliſche
Reorgani=
ſator der türkiſchen Flotte. — Richard Wagners „
Par=
ſifal” im Königlichen Opernhaus zu Berlin. —
Inter=
eſſante Momentbilder vom Verkehrsleben der
Reichs=
hauptſtadt während der letzten Schneefälle. —
Winter=
ſport in Chamonix.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen.
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt 2
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren,
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen:
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripfe
werden nicht zurückgeſandt.
e
Z.
K
K
Beſtellungen auf die
Wochen=Chronik”
monatlich 20 Pfennig
(einzelne Nummer 10 Pfg.) nehmen unſere Expedition, unſere Trägerinnen, ſowie unſere Agenturen
und ſämtliche Poſtanſtalten entgegen, die letzteren jedoch unter der Bezeichnung Darmſtädter Tagblatt
Ausgabe B. Die Chronik wird 8ſeitig mit reichem Bilderſchmuck in Tiefdruck und in tadelloſer
Ausführung erſcheinen, ſo daß ſie fortlaufend eine Illuſtrierung der hervorragenden Ereigniſſe der letzten Woche
bietet und eine Ergänzung des mehr feuilletoniſtiſch gehaltenen Illuſtrierten Unterhaltungsblattes darſtellt.
Die nächſte Nummer erſcheint am Montag.
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Januar 1914.
Nummer 10
Spatang der Wüſſerrbgeneher.
In der Zeit von Samstag, den 3. Januar, bis Donnerstag, den 15. Januar 1914
wird das ſtädtiſche Waſſerrohrnetz geſpült.
Dabei läßt ſich eine Trübung des Leitungswaſſers nicht vermeiden, auch muß abteilungsweiſe in den gemäß nachſtehender
Tabelle betroffenen Straßen die Waſſerlieferung von abends 10 Uhr bis morgens 5 Uhr unterbrochen werden. Den Waſſerabnehmern wird
deshalb empfohlen, ſich rechtzeitig vorher mit Waſſer zu verſorgen.
Bei den Druckrohrſpülungen wird die Waſſerlieferung nur vermindert.
Spülplan.
Hauptdruckrohr I Samstag, den 3. Januar
Abteilung A
Montag, den 5. Januar
Abteilung B
Mittwoch, den 7. Januar
von abends 10 Uhr ab
Abteilung C
Samstag, den 10. Januar
Abteilung D
Montag, den 12. Januar
Abteilung E
Mittwoch, den 14. Januar
Hauptdruckrohr II Donnerstag, den 15. Januar
von nachmittags 4 Uhr ab
Aus dem nachſtehenden alphabetiſch geordneten Straßenverzeichnis iſt zu erkennen, zu welcher Spülabteilung (A—E) die
einzelnen Straßen oder ihre Teile gehören.
Dabei iſt zu bemerken, daß Eckhäuſer öfters zu einer andern Spülabteilung gehören als die Straße, zu der ſie zählen.
Einige Straßen müſſen teilweiſe an zwei Spülabenden ohne Waſſer bleiben, nämlich die Frankfurterſtraße, Heidelbergerſtraße,
Ludwigshöhſtraße und Wilhelminenſtraße, was aus dem Verzeichnis zu erſehen iſt.
Straßen=Verzeichnis.
Namen
Abt.
Namen
Namen
Abt.
Abt.
Abt.
Namen
Adolf=Spießſtraße .
CFriedrichsſtraße
B Prinz Chriſtians=Weg, ausge=
Kiesſtraße Haus Nr. 2
Ahaſtraße . .
EFuchsſtraße zwiſchen Bleich= u.
Kirchſtraße .
B1 nommen Haus Nr. 2 und 4 D
Alexanderſtraße Haus Nr. 17½
Bismarckſtraße .
AKirſchenallee
B1 Prinz Chriſtians=Weg Haus
19, 21, 23 und 25
Fuchsſtraße zwiſchen Bismarck=Klappacher=Straße
D Nr. 2 und 4
Alexanderſtraße Haus Nr. 22
und Lagerhausſtraße
B Kranichſteiner=Straße .
D Großh. Reſidenzſchloß. . . . C
(Infanterie=Kaſerne) . . . D Fuhrmannsſtraße
DLagerhausſtraße .
BRheinſtraße, ausgenommen
Alexanderſtraße (Die andern Gardiſtenſtraße .
Haus Nr. 2, 4, 6 und 8 .
A
DLandgraf=Georgs=Straße
Häuſer ſind an das Haupt= Gartenſtraße
Landgraf=Philipps=Anlage . . A Rheinſtraße Haus Nr. 2, 4, 6 u.8 B
druckrohr I angeſchloſſen.) .
Im Geißenſee .
D Landskronſtraße .
E Rhönring, ausgenomm. Haus
Alexandraweg
Geiſtberg.
D
Landwehrſtraße, ausgenommen
Nr. 1
Aliceſtraße
B
Georgenſtraße .
Al Haus Nr. 1 und 2
B Rhönring Haus Nr. 1
Allee .
B1 Gervinusſtraße
Landwehrſtraße, Haus Nr. 1 Riedeſelſtraße
Annaſtraße zwiſchen Karls= und
Goetheſtraße
D und 2
Riedlingerſtraße .
Wilhelminenſtraße
Gräfenhäuſer Weg .
B1 Langegaſſe
Riegerplatz.
Annaſtraße zwiſchen Wilhelmi= Grafenſtraße
ALauteſchlägerſtraße
. D Aeußere Ringſtraße.
nen= und Artillerieſtraße
E Griesheimer Weg
B Lichtenbergſtraße.
DRoquetteweg
Arheilgerſtraße
Groß=Gerauer Weg
E Liebfrauenſtraße
. D Roßdörferſtraße
Artillerieſtraße
EGrüner Weg zwiſchen Kies= u.
B
Obere Liebfrauenſtraße . . . D Rößlerſtraße
Bachgang .
Heinrichsſtraße
D
Liebigſtraße.
. B Rückertſtraße
Große Bachgaſſe.
Grüner Weg zwiſch. Heinrichs= Lindenhofſtraße
. C Rundeturmſtraße
Kleine Bachgaſſe.
und Schießhausſtraße
D
DRuthsſtraße
Löffelgaſſe
Bahnhofsplatz (Alter Haupt=
Gutenbergſtraße .
Lucasweg
DSaalbauſtraße zwiſchen
Rhein=
bahnhof) .
AHeidelbergerſtratze Haus Nr. 1
A
Ludwigshöhſtraße, ausgenom=
und Heinrichsſtraße.
Bahnhofsplatz (Neuer
Haupt=
bis 17½ ſowie 19, 21, 23 u. 25
men Haus Nr. 11, 13, 31 u. 55 D Saalbauſtraße zwiſchen
Hein=
bahnhof) . .
(wird 2 mal geſpült) .
ALudwigshöhſtraße (wird
noch=
richs= und Annaſtraße .
Ballonplatz Haus Nr. 1, 3, 9, Heidelbergerſtraße Haus Nr. 1
Sackgaſſe
mals ganz geſpült) .
10 und 11 . .
bis Nr. 177
B Sandbergſtraße
Ludwigsplatz .
Ballonplatz Haus Nr. 4
Heidenreichſtraße .
B Sandſtraße zwiſchen Steinſtr.
Ludwigsſtraße
Ballonplatz (Die andern HäuſerHeinheimerſtraße.
Louiſenplatz Haus Nr. 1 bis 5 A! und Wilhelminenplatz
ſind an das Hauptdruckrohr I Heinrichsſtraße zwiſchen Heidel= dgl. Haus Nr. 6 und 7
B Sandſtraße zwiſchen
Wilhelmi=
angeſchloſſen.) .
berger= u. Wilhelminenſtraße ALouiſenſtraße zwiſch.
Bismarck=
nenplatz und Haus Nr. 42
Beckerſtraße . .
Heinrichsſtraße zwiſchen Wil=
und Rheinſtraße .
ASchießhausſtraße
Beckſtraße, ausgenommen Haus
helminen= und Karlsſtraße . B Louiſenſtraße zwiſchen Rhein= Schillerplatz
Nr. 89 und 91.
Heinrichsſtraße zwiſchen Karls=
und Eliſabethenſtraße .
B Schloßgarten
Beckſtraße Haus Nr. 89 und 91 D und Heidenreichſtraße ohneMagdalenenſtraße ..
DSchloßgartenplatz
Beſſungerſtraße Haus Nr. 2 bis
Haus Nr. 63, 69 und 136 . Cl Marienplatz (Dragonerkaſerne) A Schloßgartenſtraße
60, jedoch ohne Nr. 1 u. 33 D Heinrichsſtraße Hausnummer Marktplatz Haus Nr. 1 bis 7 B Schloßgaſſe.
Beſſungerſtraße Haus Nr. 1 u.
63, 69 und 136 . .
dgl. Haus Nr. 8 bis 12 .
C Schloßgraben
33, ſowie Haus Nr. 61—140 E Heinrichwingertsweg
Marktſtraße.
CSchuchardſtraße
Beſſunger=Weg (Artill.=Kaſerne) E Helfmannſtraße
Martinspfad
D Schuknechtſtraße
Bismarckſtraße, ausgenommen Herderſtraße
D Martinsſtraße.
. D Schulſtraße
Haus Nr. 59 . .
Herdweg .
. . . D Mathildenhöheweg.
. . D Schulzengaſſe
Bismarckſtraße Haus Nr. 59 .
Hermannsſtraße
. . . E Mathildenplatz
.. . ASchuſtergaſſe
Bleichſtraße . . .
Herrngartenſtraße
. . D Mathildenſtraße .
. . . D Schützenſtraße .
Blumenthalſtraße
. . C Mauerſtraße
Hinkelsgaſſe
.. . DSchwanenſtraße
Brandgaſſe . .
Hobrechtſtraße .
. D Mollerſtraße
. . . DSeekatzſtraße
Am Breitwieſenberg
Hochſchulſtraße
D Moosbergſtraße zwiſch. Goethe= Seeſtraße
Bruchwieſenſtraße
DHochſtraße Haus Nr. 2 bis 37 C und Ludwigshöhſtraße . D1 Seitersweg
Bruſtſtraße
D! desgl. zwiſch. Heinrichsſtraße Moosbergſtraße zwiſchen Lud=
Soderſtraße .
Clemensſtraße
D und Herdweg ohne Nr. 37 . D wigshöh= und Heidelberger= Speſſartring
Darmſtraße
CHoffmannſtraße zwiſchen Nied.=
Straße .
Stadtallee . . .
Dieburgerſtraße Haus Nr. 18
Ramſtädter= u. Heinrichſtraße C Moſerſtraße.
D Steinackerſtraße
bis 255 .
. . . D Hoffmannſtraße zwiſchen Hein=
Mühlſtraße, ausgenommen Steinſtraße . .
Dieburgerſtraße (Die andern
richs= und Hobrechtſtraße .
Haus Nr. 12, 32 und 78 . . B Stiftsſtraße.
Häuſer ſind an das Haupt=
Hofgartenſtraße .
Mühlſtraße Haus Nr. 12, 32
Stirnweg
druckrohr I angeſchloſſen.)
Hofſtallſtraße .
und 78
CTannenſtraße
Döngesborngaſſe
Hoftheaterplatz Haus Nr. 1 u. 2 D Müllerſtraße
DTaunusſtraße .
Donnersbergring
Edesgl. das Haus Nr. 3 (Großh. Neckarſtraße
Teichhausſtraße
Dornheimer=Weg
B Hoftheater) iſt an das Haupt=Neugaſſe
Viktoriaplatz
Dreibrunnenſtraße
C druckrohr I angeſchloſſen).
Niebergallweg .
Viktoriaſtraße .
Eckhardſtraße .
D Hohler=Weg.
Nieder=Ramſtädter=Straße zwi= Waldſtraße . .
Eichbergſtraße.
. . E Hölgesſtraße
ſchen Karls= und HochſtraßeWeinbergſtraße
Eliſabethenſtraße zwiſchen Lud=Holzhofallee Haus Nr. 11, 13, 25
ſohne Hirſchapotheke) . .
Weiterſtädter=Weg .
wigsplatz u. Wilhelminenſtr. B) und 30 .
Nieder=Ramſtädter=Straße zwi= Wenckſtraße.
Eliſabethenſtraße zwiſchen Wil=
Holzhofallee Haus Nr. 1, 2, 10 ſchen Hochſtraße u. Heinrichs=Wendelſtadtſtraße,
ausgenom=
helminenſtraße u. Landgraf
und 32.
ſtraße (mit Hirſchapotheke) C) men Haus Nr. 1.
Philipps=Anlage .
AHolzhofallee Haus Nr. 8.
Nieder=Ramſtädter=Straße zwi=Wendelſtadtſtr. Haus Nr.
Emilsſtraße zwiſchen Moller= u. Holzſtraße
ſchen Heinrichsſtr. u. Böllen=
Weyprechtſtraße
Frankfurterſtraße . . . .
DHügelſtraße zwiſch. Karlsſtraße
falltor .
Wienersſtraße .
Emilsſtraße zwiſchen Frank=
und Wilhelminenplatz . . . B Niederſtraße
Wieſenſtraße
furter und Liebigſtraße . . BHügelſtraße zw. Wilhelminen=Neue Niederſtraße .
Wilhelminenplatz Haus Nr. 1,
Erbacherſtraße ausgenommen
platz und Landgraf=Philipps=
2, 4 und 7
Nikolaiweg.
Haus Nr. 50 . .
Anlage.
Obergaſſe
Wilhelminenplatz Haus Nr. 8
Erbacherſtraße Haus Nr. 50
Inſelſtraße
Große Ochſengaſſe
bis 18 .
Am Erlenberg
Ireneſtraße . .
Kleine Ochſengaſſe
Wilhelminenſtr. zwiſchen Bis=
Ernſt=Ludwigsplatz.
Ohlyſtraße
Neue Ireneſtraße
marck= u. Heinrichsſtraße . . A.
Ernſt=Ludwigsſtraße
B1Kahlertſtraße
Olbrichweg
DWilhelminenſtr. zwiſch. Hein=
Eſchollbrückerſtraße .
E Kapellſtraße. .
Orangerieallee.
D richs= u. Karlsſtraße. (Wird
Feldbergſtraße
B1Große Kaplaneigaſſe
Orangerieſtraße .
2mal geſpükt.) . .
. D u. E
Felſingſtraße .
EKleine Kaplaneigaſſe
Pädagogſtraße
Wilhelmsplatz
Fiedlerweg .
DKarlsſtraße zwiſchen Schul=und
Pallaswieſenſtraße zwiſch. Mol=
W lhelmsſtraße
Forſtmeiſterplatz .
E) Heinrichsſtraße.
ler= und Frankfurter=Straße DWingertsbergſtraße
Forſtmeiſterſtraße
.. EKarlsſtraße zwiſchen Heinrichs=
Pallaswieſenſtraße zwiſchen
Wingertsgäßchen
Frankenſteinſtraße
.. . . E) und Hermannsſtraße
Frankfurter=Straße uud Kir=Wittmannſtraße.
Frankfurterſtraße zwiſchen Bis= Kaſinoſtraße
ſchenallee .
Woogsplatz.
marck= und Kahlertſtraße Kaſtanienallee .
DPankratiusſtraße
Woogsſtraße
(wird 2mal geſpült) .
AKaupſtraße .
DParadeplatz.
Zeughausſtraße
Frankfurterſtraße zwiſchen Bis= Kiesbergſtraße. . .
E Parkusſtraße
Zimmerſtraße ..
marckſtraße und Arheilger Kiesſtraße, ausgenommen Haus Paulusplatz.
Grenze . . .
. . . B1 Nr. 2 . . . . . . . . . C Pfründnerhausſtraße
. D
Darmſtadt, den 31. Dezember 1913.
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Samstag, 10. Januar.
1914.
Bekanntmachung.
Unter Hinweis auf die Beſtimmungen in § 3 Abſ. 3 und § 10 Ziff. 1 des
Reichs=
geſetzes vom 6. Juli 1904, betreffend die Bekämpfung der Reblaus, bringen wir
nach=
ſtehend die durch Entſchließung Großh. Miniſteriums des Innern vom 30. Dezember 1913
zu Nr. M. d. J. III. 13 153 erfolgte Eintelung des Großherzogtums in Weinbaubezirke
zur allgemeinen Kenntnis. Dieſelbe ſtimmt mit derjenigen für das verfloſſene Jahr
vollſtändig überein; nur iſt das in der Königlich Bayeriſchen Gemarkung Klein=
Bockenheim gelegene Weinberggrundſtück Plan Nr. 2330½ nunmehr dem
Weinbau=
bezirke Worms (Nr. 29) zugeteilt worden.
(1607
Darmſtadt, den 3. Januar 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Verwaltungs=
Lfd.
Name des
Umfang des Weinbaubezirks
bezirk
Nr.
Weinbaubezirks
Prov. Starkenburg
Provinz Starkenburg mit Ausnahme
der Gemarkungen der Enklave
Wimpfen . .
Starkenburg
Kreis Henpenheim
Gemarkungen der Enklave Wimpfen Wimpfen
Prov. Oberheſſen
3 Provinz Oberheſſen . .
, „
Oberheſſen
Prov. Rheinheſſen
Kreis Mainz . .
Gemarkungen Kaſtel und Koſtheim . Koſtheim
Kreiſe Mainz und 5 Kreis Mainz mit Ausnahme der zu
Oppenheim
den Weinbaubezirken Koſtheim,
Hahnheim und Bodenheim (Ifd.
Nr. 4, 16 und 17) gehörigen
Ge=
markungen; ferner die Gemarkungen
Nieder= und Ober=Saulheim (Kreis
Oppenheim)
Mainz
Kreis Bingen .
Gemarkung Bingen .
Bingen
Gemarkung Kempten .
Kempten
Gemarkung Büdesheim.
Büdesheim
Gemarkung Dromersheim .
Dromersheim
10 Gemarkungen Dietersheim, Genſingen
mit Ausnahme der Gewanne im
Herzacker, Grolsheim u. Sponsheim 1 Genſingen
11 1 Gemarkungen Appenheim, Nieder=
Hilbersheim, Aspisheim, Gau=
Algesheim Gaulsheim, Horrweiler
und Ockenheim . . .
Gau=Algesheim
Kreiſe Bingen und 12 Kreis Bingen mit Ausnahme der
Oppenheim
zu den Weinbaubezirken Bingen,
Kempten, Büdesheim,
Dromers=
heim, Genſingen und Gau=
Alges=
heim (Ifd. Nr. 6—11) gehörigen
Gemarkungen; ferner die
Gemar=
kung Partenheim (Kreis Oppenheim) Ingelheim
Kreis Oppenheim.
Wallertheim
Gemarkung Wallertheim.
Sulzheim
14 1 Gemarkung Sulzheim.
15 1 Gemarkungen Armsheim, Eichloch,
Ensheim, Schimsheim, Spiesheim
und Wörrſtadt . . .
Wörrſtadt
Kreiſe Oppenheim 16 Gemarkungen Hahnheim, Selzen,
und Mainz .
Mommenheim, Sörgenloch und
Hahnheim
Zornheim .
17 Gemarkungen Bodenheim, Ebersheim,
Gau=Biſchofsheim, Harxheim,
Hechtsheim, Lörzweiler,
Lauben=
heim. Nieder=Olm und Weiſenau Bodenheim
Kreis Oppenheim .1 18 1 Gemarkungen Nackenheim, Nierſtein
Nierſtein
und Schwababurg ...
19 Gemarkungen Kängernheim,
Unden=
heim, Schornsheim und Udenheim 1 Undenheim
20 Kreis Oppenheim mit Ausnahme
der zu den Weinbaubezirken Mainz,
Ingelheim, Wallertheim Sulzheim,
Mörrſtadt. Hahnheim, Bodenheim,
Nierſtein, Undenheim und
Sprend=
lingen (Ifd. Nr. 5, 12 bis 19 und 22)
gehörigen Gemarkungen
Oppenheim
Kreis Alzey . . . 21 1 Gemarkungen Bornheim, Eckelsheim,
Flonheim, Uffhofen und Wendels=
1 Flonheim
heim . . .
Kreiſe Oppenheim! 22 1 Gemarkungen Gau=Bickelheim, Gau=
und Alzey . .
Weinheim. Ober=Hilbersheim.
Nen=
dersheim. Wolfsheim (Kreis
Oppen=
heim), Badenheim. Pleitersheim,
Sprendlingen. St. Johann,
Wolges=
heim und Zatzenheim (Sreis Alzey) Sprendlingen
Kreis Alzey . . . 23 1 Kreis Alz=y mit Ausnahme der zu
den Weinhaubezirken Flonheim,
Sprendlingen, Boſenheim.
Nolx=
heim Siefersheim, Möllſtein,
Gumbsheim und Worms (lfd. Nr. 21,
22 und 24—29) gehörigen
Gemar=
kungen und Grundſtücke
Alzey
Kreiſe Alzey und 1 24 1 Gemarkungen Biebelsheim (Kreis
Bingen . . .
Alzey) nehſt Gewann im Herzacker
der Gemarkung Genſingen (Kreis
Bingen), Boſenheim, Frei=
Lauhers=
heim, Hackenheim, Innesheim,
Plania und Pfaffen=Schwabenheim
(Kreis Alzen) . .
. .Boſerheim
Kreis Alzey . .
Gematkung Volxheim
Volzheim
26 1 Gemarkungen Fürfeld, Neu=Ramberg,
Siefersheim, Stein=Bockenheim
Tiefenthal und Wonsheim
Siefersheim
Gemarkung Wöllſtein
Wöllſtein
28 1 Gemarkung Gumbsheim . . .
Gumbsheim
Kreis Worms .
29 1 Kreis Worms mit Ausnahme der zu
den Weinbauhezirken Mölaheim
und Nieder=Flörsheim (Ifd Nr. 39.
und 31) gehörigen Gemarkungan:
ferner die Grundſtücke Flur VIk.
Nr. 368 ¾/10, 368% 360 der
Gemar=
kung Framersheim (Kreis Alzen und
Nr. 2320½ der Königl Bayeriſchen
Gemarkung Klein=Bockenheim
Worms
30 Gemarkung Mölsheim mit Ausnahme
der dem 6. pfälziſchen
Weinhau=
hezirke zugeteilten Abſchnitte der
Parzellen Nr. 102, 106. 107, 108,
109 und 110 an der Grenze gegon
Zell und Niefernheim; ferner Flur IV
Nr. 34, 35½,, 35% und 95 der
Ge=
markung Monsheim und ein
Teil=
ſtück der Blannummer 435 der
Mölsheim
pfälziſchen Steuergemeinde Zell
Kreis Worms . . 31 Gemarkungen Dalsheim, Kriegsheim,
Nieder=Flörsheim. Ober=Flörsheim,
Wachenheim u. Monsheim: letztere
mit Ausnahme der dem We
nbau=
bezirke Mölsheim (fd. Nr. 30) zu=
Nied.=Flörsheim
geteilten Grundſtücke . .
Bekanntmachung.
In der im Amtsverkündigungsblatt Nr. 3 vom 6. Januar d. Js. veröffentlichten
Ortsſatzung, betreffend die Anſtellungs= und Beſoldungsverhältniſſe der
Gemeinde=
beamten der Gemeinde Pfungſtadt iſt ein Druckfehler unterlaufen.
Die Bemerkung zu Ord.=Nr. 7 muß lauten:
Der Bademeiſter erhält weiter: Freie Wohnung, Brand, Licht und
Waſſer im Geldanſchlag von 300 Mk., die penſionsfähig und an der
Be=
ſoldung nicht in Abzug zu bringen ſind.
Wir bringen dies zur öffentlichen Kenntnis.
Darmſtadt, den 8. Januar 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: von Starck.
(1555
Betr., Wahl der Mitglieder des Vorſtandes der land= und forſtwirtſchaftlichen
Be=
rufsgenoſſenſchaft für das Großherzogtum Heſſen.
Bekanntmachung.
Zur Wahl der Mitalieder des Genoſſenſchaftsvorſtandes iſt nur eine
Vorſchlags=
liſte eingereicht worden. Es findet daher keine Wahl ſtatt und die in der
Vorſchlags=
liſte bezeichneten Perſonen gelten als gewählt.
Es ſind dies:
1. Oekonomierat Heinrich Karl Alles, Nieder=Florſtadt,
2. Mühlenbeſitzer Wilhelm Bauer, Nieder=Modau,
3. Oekonomierat Otto Möllinger, Mühlheimerhof bei Oſthofen,
4. Oekonomierat Jakob Trautmann, Rimbach i. Odw.,
5. Bürgermeiſter Karl Viehl, Rainrod, Kreis Schotten,
L. Oekonom Johannes Schwöbel II., Hüttenthal, Kreis Erbach i. Odm=
Die unter 1—4 Genannten ſind Mitglieder des Genoſſenſchaftsvorſtandes, die
unter 5 und 6 Genannten Stellvertreter derſelben.
Vom Großherzoglichen Miniſterium der Finanzen iſt für die am 1. Oktober 1913
beginnende vierjährige Wahlzeit als weiteres Mitglied des Genoſſenſchaftsvorſtandes
der Großh. Geheime Forſtrat Joſeph zu Eberſtadt beſtellt worden.
Darmſtadt, den 30. Dezember 1913.
Der Vorſitzende des Genoſſenſchaftsvorſtandes der land= und forſtwirtſchaftlichen
Berufsgenoſſenſchaft für das Großherzogtum Heſſen:
gez.: Bichmann, Geheimer Regierungsrat.
(1553
Bekanntmachung.
Die nachſtehende Verfügung Großh. Miniſteriums des Innern bringen wir zur
allgeme nen Kenntnis.
(1447
Darmſtadt, den 4. Januar 1914.
Großherzogliches Kreisamt (Verſicherungsamt) Darmſtadt.
J. V.: Dr. Michel.
Großherzogliches Miniſterium des Innern.
Zu Nr. M. d. J. III. 13950.
Darmſtadt, den 24. Dezember 1913.
Betreffend: Die Ausführung der landwirtſchaftlichen Unfallverſicherung.
Nach § 7 Abſ. 2 der Be anntmachung, die Ausführung der landwirtſchaftlichen
Unfallverſicherung betreftend, vom 30. Mar 1913 (Rez.=Bl. S. 131) iſt auf Antrag
Be=
teiligter dieſen von der Gemeindebehörde ein Auszug aus dem Umlagekataſter gegen
eine von dem Min ſterium des Innern feſtzuſetzende Gebühr zuzuſtellen.
Wir beſtimmen hiermit, daß dieſe Gebühr für Auszüge aus dem
Umlage=
kataſter beträgt
a) für einen Auszug bis zu 5 Parzellen 30 Pfg.
b)
von 6—10
35
6) „
40
„ 11—
d)„
45 „
„ 16—
50 „
uſw. für je weitere 5 Porzellen weitere 5 Pfg.
Die all emeinen Beſtimmungen der Bekanntmachung, die Vergütungen für
vor=
wiegend im Intereſſe Privater erfolgende Amtsgeſchäfte der Bürgermeiſter der
Land=
gemeinden betreffend, vom 13. November 1913 (Reg.=Bl. S. 310) finden auf die
vor=
erwähnte Gebühr ſinngemäße Anwendung.
Wir empfehlen Ihnen, entſprechende Bekanntmachung in den Kreisblättern
zu erlaſſen.
J. V.: Schliephake.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Ausführung der Krankenverſicherung nach der R.V.O.
Mit dem Inkraſtreten des zweiten Buches der R ichsverſicherungsordnung iſt
vom 1. Januar 1914 ab der Kreis der Verſicherten erweitert wordin. Die zur
Mit=
gliedſchaft bei der Allgemeinen Orts raniin aſſe für die Landgemeinden des Kreiſes
Dormſtadt Verpflichteten müſſen von dem Albe tgeber bei der durch unſere
Bekannt=
machung vom 17. Dezember 1913 (Amtsverkündi, ungsblatt Nr. 141) beſtimmten
ört=
lche: Melde= und Zahlſtelle, die zur Mitgliedſchaft bei der Ortskrankenkaſſe Ober=
Ramſtadt Verpfl chte en bei der Geſchäftsſtelle dieſer Kaſſe rechtzeitig gemeldet werden
(§ 317 der Reichsverſich rungsordnung). Dieſe V eldepfl cht haben auch die
Haus=
gewerbetreibe der für ſich ſelbſt und ihre hausgewerblich Beſchäftigten im Falle
des § 468 Alſ. 2 R. V. O., ſowie die unſtät dig Beſchäfti ten für ſich ſelbſt. Wer
der Meldepflicht nicht nachtommt macht ſich nach § 530 R. V. O. ſtrafbar.
Der Kreis der verſicherten Perſonen iſt nach der Reichsrerſicherungsordnung
nicht unweſentl ch erweitert worden. Die Verſicherungepflicht ergreift jitzt ohne
Rück=
ſicht auf die Beſchaftigungs= oder Betriebsart aller Arbeiter, Gehl en, Ge ellen,
Lerlinge, Dienſthoten, die im Haushalt beſchäftigten Perſonen, ferner unter der
Vora=Sſetzung, daß ihr regelmäßiger Jahresarbei sverdienſt 2500 Mk. (ſeitter 200 Mk.)
nicht übeiſte gt: ngeſtellte in gehobener Stelle, wie Betriebsbeamte und Werkmeiſter,
wenn dieſe Beſchiftigung ihren Hauptberuf bildet, Handlungsgehlfen und =Lehrlinge,
Gehilfen und Lehrlinge in Apotheken, Bühnen= und Orcheſtermitglieder Lehrer und
Erzieher. Scließlch ſind durch die Reichsverſicherungsordnung dem
Verſicherungs=
zwang neu unterworfen worden alle Hausgewerbetreibenden, die unſtändig, ſowie
die im Winder ewerbe Beſchäftigten.
(1436s d
Vorausſetzung der Verſicherungspflicht iſt, daß die Beſchäft’gung gegen
Ent=
gelt erfolgt. Hausgewerbtreibende und Lehrlinge ſind auch dann
verſicherungs=
pflichtig, wenn ſie nicht gegen Entgelt beſchäftigt werden.
Darmſtadt, den 7. Januar 1914.
Großherzogliches Kreisamt (Verſicherungsamt) Darmſtadt.
J. V.: Dr. Michel.
Der Landespferdezuchtverein im Großherzo tum Heſſen beabſich igt mit den im
Frühjahr und Herbſt 1914 in Darmſtadt ſtattfindenden Pferde= und Fohlenmärkten
je eine Verloſung von Pferden, Fohlen, Wagen, Pferdegeſchirren, landwirtſchaftlichen
Geräten und ſonſtigen Gegenſtänden zu verbinden, deren Ziehung am 20. Mai und
21. Otober 1914 ſtatfinden ſoll. Großh. Miniſterium des Innern hat die nachgeſuchte
Erlaubnis zur Veranſtaltung dieſer Verloſung unter der Bedinguug erteilt, daß
jedes=
mal bis zu 30 000 Loſe zu 1 Mk. das Stück ausgegeben werden dürfen und mindeſtens
500 des Bruttoerlöſes aus dem Verkaufe der Loſe zum Ankauf von
Gewinngegen=
ſtänden zu verwenden ſind. Der Vertrieh der. Laſe iſt im Großherzoatum geſtattet. (*554
Die bei Verechnung der Lieerungn für die Armee zu Grund zu legenden
Durchſchnittsmarktpreiſe im Kreiſe Darmſtadt haben im Monat Dezember 1913 für
Hofer 18 Mk., für Heu 7 Mf., für Stroh 5 Mk. pro 100 Kilo betragen. (1552
Bekanntmachung.
Diejenigen im Jahre 1894 geborenen Militärpflichtigen, welche ſich im Beſitz des
Verechtigungsſcheines zum einjähr g=freiwilligen Militärdienſt befinden und im
Kreis Darmſtadt dauernden Aufenthalt haben, werden darauf hingewieſen, daß
ſie gemäß § 93,2 der Wehrordn. ihre Zurückſtellung beantragen müſſen und daher
auf=
gefordert, ihre Verechtigungsſcheine alsbald hier, Neckarſtraße 3. 3. Stock — Z mmer
Nr. 38 — vorzulegen, damit in denſelben der erforderliche Zurückſtellungsvermerk
ein=
getragen werden kann.
Es wird noch ausdrücklich darauf hingewieſen, daß die Abſicht, ſich am 1. April
oder 1. Oktober I. J. zum Dienſtantritt melden zu wollen, von der Verpflichtung, die
Zurückſtellung zu beantragen, nicht entbindet.
Darmſtadt, den 3. Januar 1914.
(1013a
Der Zivilvorſitzende der Erſatz=Kommilſton des Aushebungsbezirks Darmſtadt.
Dr. Reinhart, Rea.=Rat.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Januar 1914.
Stämme: Eichen: III. Kl. 2 Stück — 2,24fm
„ IV. „ 1 „ — 0,62 „
V. „ 1 „ — 0,64 „
Fichten: I. „ 1 „ — 3,26 „
„ II. „ 13 „ — 25,56 „
„ III. „ 55 „ — 69,13
„ IV. „ 58 „ — 61,30 „
- 29,28 „
V. „ 43
Nummer 10.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Trauring, gez. G. S. und Jahreszahl. 2 ſilb.
Damenuhren. 3 Schlüſſel an einem Ring. 1 Schlüſſel an einem
Ring. 1 braunes halbrundes Portemonnaie mit einigen Pfennigen.
12 Poſtauftrag=Formulare und 4 Brötchen. 1 grauer Kinder=
Krimmer=
kragen. 1 Kinderſchlittſchuh. 1 ausgebogtes Taſchentuch mit hellbl.
Spitzen. 1 Paket (90 Stück) Infanterie=Patronen. 1 Metzgerſchürze
und 2 rote Taſchentücher, 1 ſchwarzer Spazierſtock mit Silbergriff.
1 Kohlenſäureflaſche. 1 neue blaue Mädchenbluſe mit weißem Kragen.
— Im Monat Dezember im Großh. Hoftheater liegen geblieben
und bei der dortigen Verwaltung in Verwahr: 1 braunſeidenes Tuch.
1 ſchwarzer Gummigürtel. 1 braunes Täſchchen. 1 weißer Schal.
1 Taſchenmeſſer. 1 Kinderbroſche. 1 ſilbernes Armband. 1 Stock.
2 Herrenſchirme. 4 Damenſchirme. 15 Paar Handſchuhe. 17
Taſchen=
tücher, gez. A. A., J., A. N., D., B., E. H., A., E. S., S. E., F. E.,
G. Müller, Martha, Selma, 4 ohne Zeichen. — Zugelaufen: 1
weiß=
gefleckter Hund. 1 junger deutſcher Schäferhund. 1 ſchw. Dackel. (1434
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Wolfshund. 1 ſchottiſcher Schäferhund, 1 Dachshund
(zugelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=
Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten
Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt. (1490
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 11. Jan.,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apotheken geöffnet: Hof=Apotheke, Ballonplatz, und Adler=Apotheke,
Wilhelminenplatz. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab
geſchloſſen.
Vergebung eines Brautlegats.
Aus der W. Stamm’ſchen Amalienſtiftung iſt ein Brautlegat
von 100 Mk. zu vergeben. Bewerben können ſich bei mir bis zum
20. Februar d. Js. brave, unbeſcholtene und unbemittelte Bräute,
die entweder in hieſiger Stadt geboren und erzogen ſind oder zur
Zeit der Vergebung des Legats wenigſtens 10 Jahre lang
ununter=
brochen hier gewohnt haben. Die Auszahlung erfolgt, nach vorher
ſtattgehabter Trauung, am 29. Juli d. Js.
Darmſtadt, den 2. Januar 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Mueller.
1443)
Oktroi für Brennholz.
Die Schießhausſtraße, der Heinrichswingertsweg, die
Lands=
kron=, Moosberg= und Ludwigshöhſtraße ſind für oktroipflichtige
Gegenſtände geſperrt.
Zur Erleichterung der Holzabfuhr wird hiermit den Bewohnern
ſüdlichen Stadtteiles geſtattet, dieſe Straßen zu benutzen, wenn ſie
den Oktroi beim Hinausfahren in den Wald an die Erhebſtelle in
der Klappacher Straße auf Grund des Abfuhrſcheines entrichten, ſo
daß beim Einfahren in die Stadt die Fuhrleute im Beſitz der Quittung
ſind, die den ſtädtiſchen Aufſichtsbeamten auf Verlangen vorzuzeigen iſt.
Der Oktroi für das durch die Eſchollbrücker= und die Beſſunger
Straße in die Stadt einzuführende Holz iſt vorher an die
Oktroi=
erhebſtelle Heidelberger Straße 17 bezw. 112 zu entrichten.
Für das Holz, das nicht in die Stadt eingebracht, ſondern auf
die in der Gemarkung Darmſtadt liegenden Grundſtücke geſetzt wird,
iſt ebenfalls der Oktroi beim Hinausfahren in den Wald zu entrichten.
Gegen Zuwiderhandelnde wird auf Grund des Oktroi=
Regle=
ments Anzeige erhoben.
Darmſtadt, den 3. Januar 1914.
(1445sss
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Schmitt.
F. Freussisch-Suddebtsche
230. Koniglich Freussische)
Rassen- EStterfC
Elehwiig 1. Ni. um jee Glld 15. Januar 1914
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Montag, 26. Januar 1914,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Schloſſermeiſter
Georg Friedrich Rettig Eheleuten
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kenſteinſtraße
Nr. 42,
VI 436¾/10 27 Grasgarten
(Vorgarten)
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VI 437 130 Grabgarten
da=
ſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
verſtei=
gert werden.
(K85/13
Darmſtadt, 15. Dezember 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (IX,26443
Bekanntmachung.
Die heute in der Turnhalle
abgehaltene Holzverſteigerung iſt
genehmigt.
(1478
Die Abfuhrſcheine können vom
15. Januar an bei den
Kaſſen=
ſtellen abgeholt werden.
Darmſtadt, 8. Januar 1914.
Großh. Oberförſterei Beſſungen.
Daab.
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Autzholz=Verſteigerung Nr. 3.
(Stadtwald.)
Montag, den 19. Januar d. Js., vormittags 9 Uhr, werden
in der Turnhalle (Woogsplatz 5) hier aus Diſtrikt Nachtweide,
Abt. 44, der Forſtwartei Heiligkreuz (Forſtwart Hofmann) 192,03 fm
Nutzholz öffentlich meiſtbietend verſteigert, und zwar:
Das Holz lagert in unmittelbarer Nähe der Dieburger Straße.
Stammholzverzeichniſſe werden an größere Abnehmer durch den
obengenannten Forſtwart abgegeben.
Darmſtadt, den 8. Januar 1914.
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
1475sm)
Kullmann.
Holzverſteigerung.
Dienstag, den 13. Januar, vormittags 9 Uhr
anfangend, werden im Nieder=Ramſtädter Gemeindewald aus den
Diſtrikten Klosberg, Wachholderberg, Kuhtränkrech nachſtehende
Holz=
arten an Ort und Stelle verſteigert:
2 Eichenſtämme von 17—31 cm Durchm. und 6—8 m lang,
Brennholz: 90 rm Buchenſcheiter,
160 „ Buchenknüppel,
10 „ Eichenknüppel,
68 „ Buchenſtöcke,
2400 Buchenwellen.
Zuſammenkunft auf dem Klosberg am Eingang des Waldes.
Nieder=Ramſtadt, den 9. Januar 1914.
(1575
Großh. Bürgermeiſterei Nieder=Ramſtadt.
Appel.
Holz=Verſteigerung.
Donnerstag, den 15. Januar, vormittags von 9 Uhr an,
ird in der Turnhalle dahier (Woogsplatz Nr. 5) aus der Forſtwartei
Zöllenfalltor, Diſtrikt Herrgottsberg und Ludwigshöhe (Abzählungs=
Nummer 1—59, 638—974) verſteigert, und zwar:
Scheiter, rm: 324 Buchen, 39 Eichen, 2 Kiefern;
Knüppel, rm: 258 Buchen, 40 Eichen;
Reiſig, Hdt. Wellen: 54 Buchen, 6 Eichen;
Stöcke, grob, rm: 35 Buchen, 14 Eichen, 2 Kiefern;
Stöcke, zerkleinert, rm: 65 Buchen.
Steigliebhaber werden erſucht, das Holz vorher einzuſehen.
Nähere Auskunft erteilt der Großh. Förſter Klipſtein zu
Böllenfalltor.
(986os
Darmſtadt, 2. Januar 1914.
Großherzogliche Oberförſterei Beſſungen.
Daab.
Bau= und Autzholz=Verſteigerung.
Montag, den 12. Januar und Dienstag, den 13. Januar
d. Js. werden im Eberſtädter Gemeindewald, Diſtrikt
Klingsacker=
tanne, nachverzeichnete Holzſortimente öffentlich meiſtbietend an Ort
und Stelle verſteigert. Es gelangen zum Ausgebot:
385 Stück Kiefern=Stämme von 4—15 m Länge und
24—56 cm Durchmeſſer.
Die Zuſammenkunft der Steigerer findet am 1. Tage
vormit=
tags um 9½ Uhr auf der Schlangenſchneiſe am Uebergang der Staats=
Eiſenbahn und am 2. Tage, vormittags um 9½ Uhr, auf dem
Bäcker=
weg am Eingang des Waldes ſtatt. Es wird bemerkt, daß ſich unter
dieſen Stämmen ſehr ſchönes Schnittholz befindet.
Nähere Auskunft erteilen die Forſtwarte Pfeiffer und
Kirſchner in Eberſtadt.
Eberſtadt, den 5. Januar 1914.
(1304ds
Großh. Bürgermeiſterei Eberſtadt.
Schäfer.
Großherzogliches Hoftheater.
Abonnement für 1913/14.
Die Erhebung der 3. Rate des Abonnementsgeldes für die
Spielzeit 191 ¾14 findet
dienstag, den 13. bis Donnerstag, den 15. Januar 1914,
nachmittags von 3 bis 5 Uhr
ſtatt. Zahlſtelle: Veſtibü e im Hoftheater.
(1446
Die Abonnenten werden freundlichſt gebeten, die erhaltenen
Zahlzeltel bei der Zahlung zur Quittierung vorlegen zu wollen.
Darmſtadt, den 10. Januar 1914.
Großherzogliche Hoftheater=Hauptkaſſe.
Nummer 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Januar 1914.
Seite 13.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Januar 1914.
Nummer 10.
bandel und Verkehr.
— Poſtſcheckverkehr. Im Reichspoſtgebiet iſt
die Zahl der Kontoinhaber im Poſtſcheckverkehr.
Ende Dezember 1913 auf 86 400 geſtiegen (Zugang
im Monat Dezember 1044). Auf dieſe Poſtſcheckkonten
wurden im Dezember 1913 gebucht 1652 Millionen Mart
Gutſchriften und 1650 Millionen Mark Laſtſchriften. Das
Geſamtguthaben der Kontoinhaber betrug im Dezember
1913 durchſchnittlich 201,4 Millionen Mark. Im Verkehr
der Reichspoſtſcheckämter mit dem Poſtſparkaſſenamt in
Wien, der Poſtſparkaſſe in Budapeſt, der belgiſchen und
luxemburgiſchen Poſtverwaltung ſowie den ſchweizeriſchen
Poſtſcheckbureaus wurden 8,8 Millionen Mark umgeſetzt,
und zwar auf 3450 Uebertragungen in der Richtung nach
und auf 18 180 Uebertragungen in der Richtung aus dem
Auslande.
H. Frankfurt a. M., 9. Jan. (
Börſenwochen=
bericht.) Endlich ſcheint eine ſtetigere geſunde
Beweg=
ung an den deutſchen Börſen die Oberhand zu gewinnen,
die um ſo beachtenswerter iſt, als das Privatum mit
großen Orders in das Geſchäft eingreift und damit das
flottante Material vom Markte aufnimmt. Die
Entwick=
lung am Geldmarkt drängt auch zur Kaufluſt, denn das
tägliche Geld iſt kaum zu 2½ Prozent anzubringen und
der Privatdiskont ermäßigte ſich weiter auf 3¼ Prozent.
Dadurch wenden ſich die flüſſigen Gelder wieder den
An=
lagen zu; wobei aber hervorzuheben iſt, daß wieder das
Induſtriegebiet ſtärker bevorzugt wurde. Die Bank von
England hat infolge der ebenfalls beſſeren Geldlage in
London ihren offiziellen Diskontſatz auf 4½ Prozent
er=
mäßigt, und damit dürfte auch unſere Reichsbank den
jetzigen Gatz bei der großen Differenz zwiſchen dem
offi=
ziellen und dem Privatſatz nicht mehr feſthalten können,
und man rechnet daher in der zweiten Januarhälfte auf
eine entſprechende Ermäßigung. Die Thronrede bei
Er=
öffnung des Preußiſchen Landtages wurde recht günſtig
aufgenommen und man beachtete beſonders den Paſſus, in
welchem auf die fortſchreitende Geſundung der preußiſchen
Finanzen hingewieſen wird und auf die großen Aufträge,
welche der Staat für Eiſenbahn= und andere Zwecke der
Induſtrie zuzuwenden beabſichtigt. Auch die neuen
preu=
ßiſchen Anleihen nehmen bereits lebhaft das Intereſſe der
Finanzkreiſe in Anſpruch. Bekanntlich hatte man mit der
Emiſſion ſchon für die erſten Tage des neuen Jahres
ge=
rechnet, doch wurde einſtweilen die Emiſſion noch bis in
die zweite Hälfte des Monats Januar verſchoben. Sie
wird jedoch nicht mehr lange auf ſich warten laſſen, da
nicht anzunehmen iſt, daß die Regierung die gegenwärtige
günſtigere Dispoſition des Geldmarktes ungenützt
vorüber=
gehen laſſen wird. Wie neuerdings verlautet, dürfte ein
neuer Typ gewählt werden, indem die Laufzeit der
preußi=
ſchen Schatzanweiſungen nicht auf vier Jahre, ſondern auf
10 bis 15 Jahre feſtgeſetzt werden ſoll. Die Summe der
neuen Anleihe wird auf zirka 400 bis 500 Millionen Mark
geſchätzt, und zwar werden es faſt ausſchließlich preußiſche
Anleihen ſein, während das Reich ſich nur mit einem ganz
geringer Anteil, eventuell gar nicht an den neuen Anleihen
beteiligen wird. Erwähnenswert wäre noch der
bedeu=
tende Subſkriptionserfolg auf die neue Darmſtädter
Stadt=
anleihe, deren Zeichnungstag am 8. Januar ſtattfand und
wegen ſtarker Ueberzeichnung ſofort nach Eröffnung
ge=
ſchloſſen wurde. Ueberhaupt zeigt ſich für Städteanleihen
in der letzten Zeit wieder mehr Intereſſe für Anlegezwecke,
ſo daß mehrfach Preisbeſſerungen für dieſe Gattung zu
verzeichnen ſind. Eine Ueberraſchung bot nur der
pöh=
liche Rückgang der Baltimore and Ohio Shares auf die
Nachricht, daß die Union=Pazifik=Kompagnie ihren
be=
trächtlichen Beſitz in dieſen Werten abgeſtoßen habe reſp.
ſolche als Bonus unter ihren Aktionären verteilt. Man
befürchtet dadurch ein ſtärkeres Zufließen an den offenen
Markt und vielleicht auch, daß deren ſeitherige Dividende
nicht mehr in der jetzigen Höhe aufrecht zu erhalten wäre.
Doch konnte ſpäter eine beruhigtere Auffaſſung Platz
grei=
fen, und damit erfolgte eine kleinere Kurserholung für
Baltimore and Ohio.
Zu den Einzelheiten des Verkehrs übergehend, ſind
die Kurſe der Deutſchen Renten gegenüber der Vorwoche
faſt unverändert; aber es muß dabei konſtatiert werden,
daß das Konſortium einen weiteren Teil ſeines Beſtandes
glatt abgeſtoßen hat und große Käufe des Privatpublikums
die Feſtigkeit unterſtützte.
Von Transportwerten waren Süddeutſche Eiſenbahn=
Geſellſchaft höher; ebenſo Hamburger Paketfahrt, ſowie
Norddeutſcher Lloyd angeregter in der Meinung, daß eine
Einigung mit dem Norddeutſchen Lloyd genau ſo in
letz=
ter Stunde erfolgen werde, wie nach vielen Drohungen
eine Einigung mit dem Vulkan zuſtande kam. Otavianteile
und=Genußſcheine wurden beſſer bezahlt, da der demnächſt
herauskommende Ausweis angeblich die Möglichkeit einer
kleinen Dividendenerhöhung eröffnet.
Der Bankenmarkt war faſt durchweg feſt geſtimmt und
beſonders Dresdener, ſowie Diskonto=Kommandit
bevor=
zugt. Erfreulich iſt die Beſſerung der meiſten
Hypotheken=
bank=Aktien, anſcheinend auf die ausſichtsreichere
Geſchäfts=
geſtaltung und damit wieder glatteren Abſatz der
Pfand=
briefe.
Am Montanmarkt haben ſich anſehnliche Steigerungen
für Bochumer, Konkordia, Gelſenkirchener und Phönix
vollzogen; auch die ſonſtigen Werte liegen recht feſt. Die
angeſagten reichen Beſtellungen des Staates, ſowie in
Er=
wartung des neuen Stahlwerksverband=Vertrages mit
dem Eiſenbahnfiskus und die Nachricht, daß jetzt auch die
Gewerkſchaft Deutſcher Kaiſer der Stabeiſenpreiserhöhung
von Hoeſch nachgefolgt ſei, wirkten animierend auf das
Geſamtgeſchäft. Große Umſätze bei lebhaftem Intereſſe
ſeitens der Spekulation und dem Privatpublikum fanden
am Kaſſainduſtriegebiet ſtatt, wobei Chemiſche und
Elektri=
zitätsaktien am meiſten beachtet waren und bedeutende
Kursſteigerungen erzielten. Die Badiſche Anilin= und
Sodafabrik, ſowie die Farbenfabriken vorm. Friedrich
Bayer u. Co. in Leverkuſen, teilen jetzt mit, daß ſie, um
ſich einem Großabnehmer für gewiſſe Erzeugniſſe
anzuglie=
dern, die Aktienmehrheit des Vereins Chemiſche Fabriken
in Zeitz erworben haben. Die Gerüchte wegen der
An=
gliederung an Albert wurden dementiert, was eine
Ab=
ſchwächung des Kurſes der letzteren um etwa 12 Prozent
bewirkte. Die Auslaſſungen in der Generalverſammlung
der Siemens und Halske, welche einen merklich höheren
Beſtellungseingang in den erſten vier Monaten gegenüber
dem Vorjahr erwähnte, und daß insgeſamt eine höhere
Anzahl beſchäftiater Leute im Betriebe ſtehe, wirkte
be=
lebend auf Elektrizitätspapiere. Weſentlich profitierten
auch Zementaktien, während Maſchinenwerte nicht der
all=
gemeinen Aufwärtsbewegung folgen konnten; anſcheinend
im Zuſammengang damit, daß augenblicklich die
Kon=
junktur noch nicht den gehegten Hoffnungen entſpricht.
Akkumulatoren waren ſchließlich wieder matter, weil man
eine Kürzung der Dividende um 6—7 Prozent (bei 25
Pro=
zent) befürchtet. Die Chemiſche Fabrik Griesheim=Elektron,
weiche hauptſächlich Zwiſchenprodulte für die chemiſche
Induſtrie in den Handel bringt, betätigt ſich in neueren
Zeit lebhafter auf dem Gebiete der fertigen Farbſtoffe,
welches weſentlich rentabler iſt. Die Verkaufsorganiſation,
welche unter dem Vorbeſitzer der Offenbacher Werke
rück=
ſtändig war, hat eine Verbeſſerung erfahren, und die
Kon=
kurrenz von Griesheim macht ſich bei den großen
Teer=
farben=Konzernen jetzt mehr fühlbar. Für
Holzverkoh=
lungsinduſtrie erwartet man für das am 31. März zu Ende
gehende Geſchäftsjahr mindeſtens dieſelbe Dividende, wie
im Vorjahre (15 Prozent). Die Samstagsbörſe war
wei=
ter ſeſt geſtimmt und namentlich beide Schiffahrtsaktten,
ſowie Montanwerte in lebhaftem Verkehr. Mexikaniſche
Fonds ſind weſentlich erholt, da der Wechſelkurs (1,60 Mk.
für den Peſo) anziehend iſt. Man hofft, daß der Januar=
Kupon für die 3prozentigen inneren Obligationen noch
nachträglich eingelöſt wird. Neue Kleyer=Aktien notieren
zuletzt 345.
Ferner ſchließen: 4proz. Reichs von 1913 98.40 G.,
4proz. Reichs (rückzahlbar 1918) 98.20, 3½proz. Reichs
85 60, 3proz. Reichs 76, 4proz. Heſſen von 1899 96.70 G.,
4proz. Heſſen von 1906 96.70. 4proz. Heſſen von 1908/09
97 B 4proz. Heſſen (rückzahlbar 1921) 97.75. 3½proz.
Heſſen 83.45, 3proz. Heſſen 73.10, 4proz. Darmſtädter von
1913 94.50 G., 4proz. Darmſtädter 94,50 G., 3½proz.
Darm=
ſtädter 87 G., 4proz. Heſſiſche Landes=Hyp.=Pfdbr. (S. 23
bis 26) 97, 4proz. Heſſiſche Landes=Hyp.=Pfdbr. (S. 27)
97.20 G., 3½proz. Heſſiſche Landes=Hyp.=Pfdbr. (S. 3—5)
84 G., 3½proz. Heſſiſche Landes=Hyp.=Pfdbr. (S. 9—11)
84.10, 4proz. Heſſiſche Kommunal=Pfdbr. (S. 13—14) 97 G.,
4proz. Heſſiſche Kommunal=Pfdbr. (S. 15—16) 97.20, 3
½e=
proz. Heſſiſche Kommunal=Pfdbr. (S. 1—3) 84.20 G., 3
½=
proz. Heſſiſche Kommunal=Pfdbr. (S. 4) 84 G., 4proz.
Naſſauiſche Landesbank=Pfdbr. 99, 3½proz. Naſſauiſche
Landesbank=Pfdbr. 91.50, 3proz. Naſſauiſche Landesbank=
Pfdbr. 88 G Genua=Loſe 208, Meininger Loſe 34.75,
Tür=
kiſche Loſe 169.60, Ungariſche Loſe 440, Venediger Loſe 72.
Raab=Grazer Anrechtsſcheine 32.20, Gothaer Präm. II
125.50, Donau=Regulierung 161.50, Bagdad=Türken 79.10,
4proz. konvert. Türken 74 G., 4½proz. Serben 88 25,
Darm=
ſtädter Bank 116¾, Südd. Eiſenbahn=Geſellſchaft 122 G.,
South=Weſtafrika 115½. Otavi=Anteile 110.80, Otavi=
Ge=
nußſcheine 86.20, Alkali Weſteregeln 188, Aluminium 282.50,
Süddeutſche Immob. (Mainz) 58 G., Adlerwerke Kleyer
358½ Deutſche Gold= und Silberſcheideanſtalt 620.
Che=
miſche Mühlheim a. M. 62.20. Lack= und Farbenfabriken
Schramm=Offenbach a. M. 266 B. Holzverkohlung 308,
Reiniger, Gebhard und Schall 183 25, Rütgers=Werke 196,
Akkumulatoren 358¼, Allgemeine Elektrizitäts=Geſellſchaft
240½, Brown, Boveri u. Co. 141½, Lederwerke vormals
Spicharz=Offenbach a. M. 78½ G. Ludwigshafener
Walz=
mühle 169 B., Benz=Motoren zirka 187, Daimler Motoren
zirka 321½. Oberurſeler Motoren zirka 158¾, Bielefelder
Dürkopp 339, Faber und Schleicher A.=G Offenbach a. M.
114, Waggonfabrik Fuchs=Heidelberg 139 G.
Wie ich ſoeben erfahre, ſoll die Einlöſung des Januar=
Kupons der 3prozentigen inneren Mexikaner von morgen
ab zu 1,53½ Mk. pro Peſo erfolgen.
Großh. Landesmuſeum. Sonntags und Freitags
von 10—1 Uhr, ſowie Mittwochs und Sonntags von
2—4 Uhr eintrittsfrei: Dienstags Donnerstags und
Samstags von 11—1 Uhr gegen Eintrittsgeld. — Das
Münzkabinett iſt geöffnet: Sonntags von 11—1
Uhr, Mittwochs von 2—4 Uhr.
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31—35
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Januar 1914.
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do.
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92,10 4 Gold=Mexikaner v. 1904 74,25
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82,005 Gold=Mexikaner . .
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3½ Buenos Aires Prov. 67%
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83,50 3 Nordd. Lloyd . . . . . 118,90
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6½ Luxemb. Prince Henri 157,00
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do. einheitl. Rente. 83,006 Pennſylvania R. R. . 110,00
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I do. v. 1905 . . 85,40 14 Chem. Fabrik Gries=
87,80
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heim . . . . . . . 251,50
do. v. 1902 .
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do. Staatsrente . . 82,50 4 Lahnage: . . . . . . . 121,50
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84,50
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S. 19 . . . .
84,5014 Wiesbaden .
12 Stemens & Halske . 214,10 3 Raab=Oedenburg
95,40
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12 Bergmann Electr. . . 128,00 4 Kronprinz Rudolfbahn —
3½ do.
86,00
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-
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96,10 4 Hamb. Hypoth.=Bunk . 95,00 3½ do.
-
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86,60 3½
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Pfand=
briefe . . . . . . . 141,50
S. 3—5
84,00
3 Südd. Immobilien 58,00 4 Miſſouri=Pacifie
. 84,104 Oeſterr. 1860er Loſe . 177,00
93,20
S. 9—11.
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90,004 Meininger Hyp.=Bank 95,00 3 Oldenburger . .
4 Southern=Paciſic
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64,00 2½ Raab=Grazer fl. 150 110,70
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10 Aumetz=Friede . . . . 161,00
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12 Bochumer Bergb. u.
5 Tehuantepec . . . .
3½ do. (unk. 1914). . 83,30 Augsburger . . . . . fl. 7 —
Gußſt. . . . . . . 218,30
Bank=Aktien.
4 Sadd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 96,90 Braunſchweiger Tlr. 20 —
11 Deutſch=Luxemburg.=
10 Bank für elektriſche
F5. 15 —
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do.
Bergb. . . . . . . 136,50
3½
Untern. Kürich . . 187,00
Fs. 45 —
Mailänder .
10 Gelſenkirchener . . . . 187,75 8½ Bergiſch = Märkiſche
do.
Städte=
Fs. 10 41,50
7 Harpener . . . . . . . 17800
Bank .
.ſl. 7
.. 143,30 Obligationen.
Meininger .
15 Phönix Bergb. und
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 156,754 Darmſtadt . . . . . . 94,50 Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 608,00
Hüttenbetrieb . . . 238½ 6½ Darmſtädter Bank . 117,00 3½ do.
do. v. 1858 fl. 100
o Oberſchl. Eiſen Ind.=
12½ Deutſche Bank . . . 250,50 4 Frankfurt . . . . . . . 95,50 Ungar. Staats . . fl. 100 440,00
Caro .
. . 61,50 6 Deutſche Vereinsbank . 119,25 3½ do.
97,25 Venediger . . . . Fs. 30
4 Laurahütte . . . . . . 157,005½ Deutſche Effekt.= und
93,10 Türkiſche . . . . Fs. 400 170,00
4 Gießen .
10 Kaliwerke Aſchersleben
W.=Bank . . . . . 113,50 3½ do.
86,50 Gold, Silber und
10
Weſteregeln 188,25 10 Diskonto=Kommandit 188,004 Heidelberg
Banknoten.
5 South Weſt Africa =116,008½ Dresdener Bank. 153,60 3½ do.
84,50 Engl. Sovereigns . . .
20,45
Prioritäts=
9½ Frankf. Hypoth.=B. 210,0014 Karlsruhe.
94,00 20 Francs=Stücke .
16,18
Obligationen.
6½ Mitteld. Kreditbank 117,50 3½ do.
85,30 Amerikaniſche Noten=
4,19
7 Nationalb. f. Deutſchl. 117,20 4 Magbeburg
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 83,80
Engliſche Noten.
20,49
5½ Pfälziſche Bank. . . 121,754 Mainz
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
Franzöſiſche Noten .
81,15
6.4. Reichsbank . . . . . 137,503½ do.
85,40 Holändiſche Noten::
4 Eliſabethbahn, freie . . 88,60 7 Rhein. Kreditbank . . . 126,404 Mannheim
169,35
4 Franz=Joſefs=Bahn . . 85,60 21)
94,10 Ztalieniſche Noten:
80,85
3 Prag=Duxer . . . . . . 72,107½ A. Schaaffhauſen.
3½ do.
86,80 Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,00
Bankverein . . . . 101,50
5 Oeſterr. Staatsbahn .
München .
96,40 Ruſſiſche Noten . . . . . 215,00
4 Oeſterr. Staatsbahn . 87,607½ Wiener Bankverein . 134,25 3½ Nauheim
83,001 Schweizer Noten . . . . . 81,05
do.
Pfandbriefe.
7720
4 Nürnberg.
96,00
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 98,104 Frankf. Hypoth.=Bank
3½ do.
84,50 Reichsbank=Diskonto .
4 Haſt. Güdb. (Lomb.). . 71,40
G. 16 u. 17 . . . 94,00/4 Offenbach .
Reichsbank=Lombard Zsf. 6%
Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Januar 1914.
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[ ← ][ ][ → ]39 10.
Samstag, 10. Januar.
1914.
Flimser Tage.
Von Reſerendar Theodor Krebs.
Vom Skikurſus des Skiklubs Darmſtadt=Od nwald.
Am 27. Dezember 1913 hatten ſich mehr als 40 zum
größten Teile Darmſtädter Mitglieder des Sliklubs
Darm=
ſtadt=Odenwald (Ortsgruppe des Skiklubs Schwarzwald)
zur Teilnahme an dem erſten diesjährigen Skikurſus im
Waldhaus Flims, Graubünden, eingefunden. Ein eigener
Zuſall wollte es, daß gerade jetzt in unſerer engeren
Heimat zum erſtenmal ſeit Jahren ein mehrtägiger
Ski=
kurſus möglich geweſen wäre. Da mag mancher gedacht
haben, wozu in die Ferne ſchweifen! Wer freilich die
Mühen der Vorarbeiten für ſolche größeren Kurſe kennt,
der wird verſtehen, daß ſie nicht ohne den völlig ſicheren
Rechnungsfaktor Schnee unternommen werden können,
und uns glauben, daß wir darum unſeren Odenwald
nicht minder wert halten.
Hotel Segnes bot uns freundliche Aufnahme. Wer
fern von den großen Modeplätzen und nummernmäßiger
Unperſönlichkeit ſchlichte Behaglichkeit ſuchte, der konnte
ſie hier finden.
Zwei Klubmitglieder, Dipl.=Ing. Oſſe aus Reutlingen
und Dipl.=Ing. Garſtad aus Darmſtadt, ein Norweger,
haben in liebenswürdiger Weiſe gemeinſam die
Kurſus=
leitung übernommen und teilten ſich in die Aufgabe, den
Fortgeſchrittenen zur Vervollkommnung ihres Könnens
zu helfen und die Anfänger mit der Führung der Skier
und den kleinen Tücken des Schnees vertraut zu machen.
Sie verſtanden es, durch ihr freundliches Weſen bei allen
die Freude am Sport zu nähren, Zuverſicht und
Selbſt=
vertrauen auch denen einzuflößen, denen der gänzliche
Mangel körperlicher Uebung in den erſten Tagen herbere
Nüſſe zu knacken gab. Waren doch manche unter den
Neu=
lingen, die den Rauhreif und verſtohlenen Silberglanz
ſchon in Bart und Haar trugen, noch ehe die intime
Bekanntſchaft mit dem Schnee auch die jüngeren Häupter
mehr oder minder weiß färbte und den Altersunterſchied
verwiſchte. Die Augenblicke der „Schneebefangenheit”
nahmen bald an Häufigkeit ab. Sie wären vielleicht noch
ſeltener geweſen wenn alle ſchon den guten Rat des
jun=
gen Schweizer Dichters Hans Roelli hätten befolgen
kön=
nen, der Anfang Januar nach Haus Segnes kam: „Zähne
zuſammen, Fäuſte ballen und fluchen, dann geht’s.‟ Das
haben die Berge lieber, als wenn ſie ſehen müſſen, wie
ein Klumpen Menſch in ſchwächlicher Gleichgültigkeit die
zarten Kriſtalle durch einen Sturz zerſtört und zu matten,
lichtloſen Maſſen zuſammenbackt, anſtatt ſie mit feiner
Li=
nienführung zu teilen und vor der ſpurenden Schaufel
leicht aufſtieben zu laſſen.
Die beiden Kurſusleiter waren einig in den Richtlinien
ihrer Methode, — ein ſeltener Fall —, einig insbeſondere
darin, daß ſie den Hauptwert auf die Gewinnung von
Sicherheit im Gelände legten und der Uebungswieſe, die
gewiß unentbehrlich iſt, nur ſoviel Zeit widmeten, als es
die Grundlagen der Fahrtechnik unbedingt erforderten.
So führten denn ſchon die erſten Tage von den weiten
Hängen vor den Waldhäuſern und bei Dorf Flims die
Abteilungen fort zu den vielgeſtaltig wechſelnden Reizen
der verſchneiten Wald= und Vergkandſchaft. So wenig
wie die Uebungswieſe, können die Skikurſe ſelbſt letztes
Endziel des Skilaufs ſein. Doch über ihre techniſche
Auf=
gabe hinaus liegt ihr Wert in der Pflege von
Kamerad=
ſchaft. Erziehung zu gegenſeitiger Rückſichtnahme und
fröh=
licher Geſelligkeit. Das alte Jahr hatte man mit
Dar=
bietungen ernſter und heiterer Art geſchloſſen. Heiner
und Schorſch nahmen die Kurſusteilnehmer unter die Lupe,
jund Schnadahüpfeln ſangen luſtig von ihren kleinen
Schwächen. Kurz nach 12 Uhr traten wir hinaus
auf die Straße. Es fiel dichter Schnee, aber die Sterne
M
verſchneites Tannenbäumchen war mit Kerzen geſchmückt
und ſtrahlte unbekümmert um den Tanz der Flocken ein
ruhig friedliches Licht. Verſtreute trauliche Lichter
grüß=
ten zum Läuten der Glocken aus Dorf Flims herüber.
II.
Skifahrten um Waldhaus Flims.
Der Neujahrstag glänzte im leuchtenden
Sonnen=
ſchein. Es war, als wollte 1914 ſeinem erſten Tag ein
würdiges, ganz unberührtes Gewand anlegen. Alle die=
Spuren menſchlicher Unvollkommenheit, an dem die
Uebungswieſen ſo reich waren, ſind verſchwunden.
Fleckenlos ſtrahlend, ſchimmert die ſonnige
Neuſchneeland=
ſchaft und reiner denn zuvor erſcheint der tiefblaue
Him=
mel. Einige von uns ſteigen hinauf nach dem Fidazer
Kirchlein St. Plazi, und dann weiter zu dem
ſonnen=
durchwärmten, ſinnigen und gemütlichen Kinderheim‟).
Der Blick ſchweift hinunter ins Rheintal, hinüber ins
Lugnez und zur Signina, die jetzt bis tief hinunter
ver=
ſchneit mit ihren großzügigen markanten Linien an
Schön=
heit ſelbſt mit den Gewaltigen des Berner Oberlandes
wetteifern kann. Im Norden glänzt die Flimſer Wand,
an der mit dumpfen fernen Grollen rauchende Lawinen
zwiſchen den Felsſcharten niedergehen. — Ein andermal
zieht die Spur zur Runcahöhe, frei liegt der Vorab, liegen
die Tſchingelhörner im Norden. Die Abfahrt zu den
Feldern von Staderas mag ſich in manchem Traum
ver=
woben haben. Den Fortgeſchrittenen nun wintten Erap
S. Gion und Segneshütte und dann — eine Abfahrt von
1000 Meter Höhenunterſchied. Nach Süden führt die
Laaxer Straße. Wir erreichen die Brücke, unter der der
Abfluß des Praupultaſees dem Flembach zueilt. Die tiefe
Talfurche trägt ſtarke Fichten. Ueber ſie hinweg geht frei
der Blick zu dem edel geformten Maſſiv des
Stätzer=
horns. Seine Flächen ſind vom ſchattigen Blau bis zum
blendenden Weiß fein abgeſtimmt. Steiler und friſcher
wird die Fahrt. Wir kreuzen auf hoher Steinbrücke die
zerklüftete Schlucht des Laaxer Tobels, dann taucht Laax
auf. Seine Wahrzeichen ſind ſeine Kirche und ein paar
alte Bündner Häuſer mit den charakteriſtiſchen
Spitz=
winkelerkern in der Mitte. Ilanz im Tal ſchützt der
be=
häbige, breit hingelagerte Piz Mundaun. Bei der
Heim=
kehr ſteht die Mondſichel in grünlich ſchimmerndem Hof
ſchon Hoch am Himmel. Hier und dort ſchimmert ein
Schneekriſtall aus der Fläche. Hinab zum Caumaſee
oder quer waldein zu den „Buchen” lockt eine friſch
ge=
fahrene Spur oder weiter nach Rens und Conn. Von
den Wieſen bei Conn folgt das Auge ſteilen, weißen
Schroffen hinunter in ſchwindelnde Tiefe, wo ein dunkles,
grünes Band, der ſchmale Rhein, ſich windet. — Ein
Sonntagmorgen. Die gleißenden, weißen Hügel auf
Sträuchern und Dickicht ſtrahlen in allen
Regenbogen=
farben. Ueber Felſen und Bäumchen weg mitten durch
den Wald ziehe ich meine Spur. Wer weiß, was die
Decke alles unter ihren geheimnisvollen Wellen birgt.
Ich trete in eine Lichtung, iſt es ein See oder eine Wieſe?
Eine kräftige, ſchlanke Tanne reckt ihre jüngſten Spitzen
hoch zum Aetherblau. Sie ſtehen aufwärts gerichtet frei
von aller irdiſchen Beſchwer mit der
Hoffnungsfreudig=
keit ſchickſalslediger Jugend. Dann kommen breitere
Aeſte. Sie drückt ſchon eine kleine Laſt, aber noch ſtreben
ſie zur Höhe Die Sprößlinge früherer Jahre in der
Mitte des Stammes liegen wagrecht im Gleichgewicht
zwiſchen Himmel und Erde, unten aber, wo die Fülle der
Niedergegangenen eine breite Fläche trifft, da deuten ſie
zu Boden. Von Zeit zu Zeit ein Aufſprühen, Die laſtende
Wolke zerſtiebt, den feinen Silberhauch durch das Gezweig
niederrieſelnd. Aufatmend erheben ſich die Aeſte, von
ihrer Bürde befreit, und ſtreben von neuem himmelwärts.
*) Das behagliche Häuschen iſt von Frl. Kühner aus
Darmſtadt gebaut und geleitet und kann 15 Kinder
auf=
nehmen.
M
Toren gewonnen haben, wird viel geſchrieben und erzählt
von ſeiner Schönheit. Und die ihn kennen, fühlen ſchlicht
Empfundenes mit. Wem es ein verſchleiertes Bild iſt,
dem können Worte nichts ſagen. Es fehlt jene Saite der
Erkenntnisfähigkeit, die nur eigenes Schauen verleiht und
die mitſchwingen muß, wenn wir alle die
Ausdrucksmög=
lichleiten erfaſſen wollen, die Freunde des Winters für ihre
Gedanken geſunden haben. Das gilt beſonders von
Hans Roelli, dem jungen Schweizer Dichter, den einige
von uns noch kennen lernten. Die Sprache ſeiner
Dich=
tung iſt edel und von reicher Phantaſie aber ohne
ge=
künſtelte Wortſucherei. Hier ein paar Verſe aus ſeiner
Sammlung: Stifahrt.
Der Skiſprung.
Die dunklen Tannen ſäumen die Spur,
Ich gleite raſch ab und halte nicht ein
Und bücke mich tief und ich lache nur
Und ich ſpringe jetzt hoch in die Sonne hinein.
Ich wiege mich in der köſtlichen Luft,
Ich ſehe die Berge im Silber ſteh’n —
Dann mengt ſich der Schnee mit dem ſilbernen Duft,
Und geblendet muß ich niedergeh’n.
Ich renne zu Tal und fahre den Bogen
Und halte und blicke zum Berge empor
und ſehe die Spur gut, die ich gezogen,
Bis ſie beim Sprung ſich zur Sonne verlor!
III.
Heimfahrt.
Eine düſter ſchwebende Glut liegt in den grauen
Wol=
ken über dem Stätzerhorn und kündet den Kampf zwiſchen
der Nacht und dem kommenden Tag. So recht ein
Hinter=
grund für die Stimmung, die uns beſchleicht, wenn wir
aus liebgewordenen Bergen wieder zu Tal ſteigen müſſen.
Die dumpf geſchloſſene Poſtkutſche ſteht vor der Tür. Jetzt
heißt es Abſchied nehmen und hineinſchlüpfen in den
muffigen Kaſten. Die Kufen knirſchen, auf Wiederſehen
Waldhaus! Wie eine Erlöſung kommt im Dorf Flims
die Frage, ob wir mit einem offenen Schlitten tauſchen
wollten. Noch einmal können wir in Muße vom Dorf
aus all die wohlbekannten Gruppen der Berge grüßen.
Ein feurig gelbes Flammenmeer ſcheint ſeine gierigen
Wellen wider die Signina zu werfen, möchte ſein
zehren=
des Rot über die Gipfel hinüber gießen. Aber die
Phy=
ſiognomie der Rieſen zu uns, nach Norden gewandt,
bleibt ſtarr. Noch ſchlafen ſie unter dem Bann der
wei=
chenden Nacht, blaſſe Schatten liegen über ihren Zügen.
Hinter uns jedoch, dort oben, wo der Piz Griſch gegen
Südoſten blickt, ſtrahlt jetzt ein zartes Roſa über die
höchſte Spitze. Der Tag wird ſiegen. Die Berge der
Signina ſchlafen weiter, nur ihre Linien ſind weniger
trotzig und froh, über des Lichtes erſten Sieg gehen die
flammenden Wogen im Oſten in mildere Farben über.
Spitze um Spitze erhält den Gruß des Taggeſtirns. In
ſchneller Talfahrt wechſeln die Bilder und als vor uns
die Ruine Hohentrins, unten am Abhang die
eingeſchnei=
ten Häuschen von Digg, auftauchen, da tragen die Firne
der Adula ſchon die leuchtend hellen Farben des
ſieg=
haften Morgens. Näher neigen wir uns zu dem Rhein.
Im Hinterrheintal. über Rühzüns und Tuſis, lagern
blei=
farbene Nebel. Vorderrheinaufwärts weht ein eiſiger
Talwind. Empfindlich prickelt es an den Ohren, ein
Ge=
fühl. deſſen man oben in den geſchützten Bergwäldern und
Wieſen ſelbſt bei der ſchärfſten Kälte völlig entwöhnt zu
ſein glaubte. Wir nähern uns dem Bahnhof; Rauch und
ein Pfiff. Bahnhof Chur, haſtende Menſchen, Snobs der
Modeplätze, Engadiner Expreß! Kehr wieder, Proſa des
Alltags. — Der Alltag iſt wieder angebrochen, aber in
uns wirkt fort, was die Natur hinüberſtrömen ließ, die
reichen Eindrücke, die die Erinnerung freudig beleben, die
Geſchmeidigkeit, die der eingeroſtete Körper in verſtändiger
Muskelarbeit wiedergeſunden hat und die das Barometer
geiſtiger Spannkraft ſteigen läßt.
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Familien=Roman aus den Jahren 1812 und 1813.
Von Oskar T. Schweriner.
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Copyright 1913 by Carl Duncker in Berlin.
(Kaebris Beroeen
36
Exzellenz, ich melde mich zur Stelle!
Das war einige Tage nach des Königs Aufruf „An
mein Volk”. Wie herzlich hatte York Fritz Dögens Hand
geſchüttelt. Wie hatte er ſich gefreut, daß er ſich ſeinem,
Yorks, Armeekorps, zugeſellt hatte. Und Fritz hatte ſeine
Freunde dem General vorgeführt. Und der, im vollen
Verſtändnis deſſen, was dieſe Menſchen zu ihm brachte,
— wohl auch froh, Fritz einen Dienſt erweiſen zu können,
— hatte ſofort für ihre Unterkunft geſorgt. Und ſo kam
es, daß Roſen, Müller und Sander unter York dienten,
während Franz, Ruth und Lieſelotte dem Feldmedikus
Fritz Dögen zugeteilt wurden.
Ihr werdet nicht lange auf Arbeit zu warten haben,
meine Freunde, hatte York prophezeit. Der Vizekönig von
Italien und ich werden gar bald ein Wörtchen miteinander
ſprechen.
Deutſche gegen Deutſche, murmelte Fritz betrübt. Denn
er wußte, daß der Vizekönig von Italien auch die Sachſen
befehligte. York nickte ernſt mit dem Kopfe.
Leider wahr, mein Freund! Aber glaubt mir, es wird
nicht lange ſo bleiben. Wenn die feindliche Kugel uns
verſchont, dann werden wir bald alle ein befreites
Deutſch=
land erleben. Uebrigens, fügte er hinzu, „ſo ganz nur
Deutſche gegen Deutſche, wie Sie glauben, iſt es doch nicht.
Viele franzöſiſche Offiziere und Soldaten der großen
Ar=
mee ſind in Sachſen, wo ſie ſich in Freundesland fühlen,
geblieben. Sie kämpfen jetzt mit den Sachſen unter
Vize=
könig Eugen.
York ſollte recht behalten. Kurtze Zeit nach dieſem
Geſpräch kam es am 5. April zu einem Gefecht bei Möckern
(unweit Magdeburg).
Kurz und ruhmreich endete der Kampf für die
Preu=
ßen. Der Siegesbann der Franzoſen war gebrochen.
Schon abends vorher, als deutlich zu erkennen war,
daß ein Zuſammenſtoß unvermeidlich, hatte Fritz Dögen
die Dorfkirche in ein Lazarett verwandeln laſſen. Hier
walteten Ruth, Lieſelotte und Franz ihres Amtes. Und
während draußen der Kanonendonner grollte, während
die Kugeln wie Hagel gegen die Kirchenmauern praſſelten
und manch blaue Bohne durch die Fenſter den Weg ins
Gotteshaus nahm, brachten Soldaten auf Tragbahren die
erſten Verwundeten herbei. Und die drei Menſchen dort
pflegten ſie, ob Freund, ob Feind, ohne Ausnahme.
Fritz, der eine Weile vom Kirchturm aus den Fort=
gang der Schlacht beobachtet hatte, betrat eben das
Gottes=
haus.
Ich gratuliere zur Feuertaufe! Uebrigens, wir haben
geſiegt! Der Feind iſt im vollen Rückzuge und —
Sein Blick fiel auf Franz; er hielt inne.
Der Kampf iſt Gott ſei Dank zu Ende — vollendete er
den Satz.
Jetzt wurden immer mehr Verwundete hereingebracht.
Der ganze, mit Stroh gedeckte Boden der Kirche war mit
ſtöhnenden Männern belegt. Von einem zum anderen
ging Fritz; nach den Kugeln ſuchend, verbindend,
Schmer=
zen lindernd. Neben ihm ſchritt Ruth, während Franz,
der ſich zu einem regelrechten Feldſcher herangebildet hatte,
mit Lieſelotte auf der anderen Seite der Kirche arbeitete.
Plötzlich tönte von dort ein Schrei der Ueberraſchung.
Dann rief Franzens Stimme:
Fritz!
Fritz, der gewöhnt war, daß Franz ihn in
ſchwie=
rigen Fällen herbeirief, eilte hinüber; Ruth folgte ihm.
Es war ſpäter nachmittag; die Sonnenſtrahlen fielen
ſchräg durch die Fenſter direkt auf das Geſicht des
Ver=
wundeten, über den gebeugt Franz daſtand. Der Mann
war bei Beſinnung; mit weit aufgeriſſenen, erſchreckten
Augen ſtarrte er auf ſeinen Pfleger.
Was — was tun Sie hier? fragte er mit röchelnder
Stimme.
Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Januar 1914.
Nummer 10.
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fenden Blicke die herantretnde Ruth erkannt. Mit einem
fürchterlichen Schrei bäumte er ſich hoch auf, als wolle er
davonlaufen. Doch ſtöhnend ſank er aufs Lager zurück,
die Hände über das Geſicht ſchlagend.
Und nun ſtanden ſie um ihn herum. Fritz und Franz
und Ruth. Alle drei hatten ihn ſofort erkannt; es war
der Entführer Ruths!
Einen Moment preßte das Mädchen die geballten
Fäuſte auf ihre Bruſt. Sie wollte ſich von dem Manne
abwenden; einen Moment zog eine Welle des Haſſes über
ihr. Und dann ging plötzlich eine Verwandlung mit äihr
vor. Sie kniete nieder neben dem Lager, ergriff die
Hände des Verwundeten und zog ſie von ſeinem
Ge=
ſicht fort.
Ich werde Sie pflegen, ſagte ſie mild.
Auch Fritz hatte eine Bewegung gemacht, als wolle er
Ruth vom Lager fortreißen. Dann, überwältigt, ſtand er
gebeugten Kopfes da und rührte ſich nicht.
Fürchten Sie ſich nicht; — ich werde Sie pflegen.
Der Verwundete ſtarrte ſie an wie ein Geſpenſt.
Iſt es Ruth? — Sind Sie Ruth? Ruth Salomon,
die Tochter des Bankiers aus Berlin? —
Die bin ic.
Und Sie erkennen mich?
Ruth nickte mit dem Kopfe.
Und Sie wollen mich pflegen?
Ich will Sie pflegen.
Da klammerte ſich der Verwundete wie ein
Verzwei=
ſelter an das Mädchen.
O, mein Gott, mein Gott! O, mein Gott, mein Gott!
Verzeihung! Verzeihung!
Ruth ſuchte ihn zu beruhigen. Ein Blick in Fritzens
Augen hatte ſie belehrt, daß die Stunden des Kranken
ge=
zählt waren.
Ich verzeihe Ihnen gern, nur müſſen Sie ruhig ſein,
damit Sie bald geſund werden.
Der Leutnant ließ alles mit ſich geſchehen; ſtarrte nur
immer das Mädchen an, das ihn pflegte. Und ganz
plötz=
lich fragte er:
Und Ihr Vater?! Ihr alter Vater, wird er mir auch
verzeihen?!
Da ſagte Ruth:
Ich hoffe es. Er wäre faſt geſtorben,
Das hatte ſie ſich nicht verſagen können. Sie war
auch nur ein Menſch.
De Farnoſe derſching bicder die hindedors de
ſicht und grub die Nägel in ſeine Wangen ein, daß ſie
bluteten.
Eine Stunde ſpäter war er verſchieden.
-
Sowohl Fritz wie Franz wurden ſpäter bei ihrer
Samaritertätigkeit verwundet, was zur Folge hatte, daß,
ſie nach Berlin zurücktransportiert werden mußten. Ruth
und Lieſelotte wichen natürlich nicht von ihren Seiten.
Und als die beiden wieder geneſen waren, da war der
Krieg faſt zu Ende, ſo daß man die Hilfe der beiden
Män=
ner nicht mehr benötigte.
Am Tage, da ganz Preußen nach der Schlacht bei
Leipzig die Flucht Napoleons feierte, zog auch im Hauſe
in der Heiligengeiſtſtraße, im Hauſe des alten Bankiers
Salomon, wieder die Freude ein.
Eine vierſache Freude war es. Die Freude über die
Befreiung des Vaterlandes; die Freude über die endliche,
ungeſtörte Vereinigung aller dieſer Menſchen, die ſich ſo
unſäglich liebten; die Freude am eigenen Glück und die
Freude über die völlige Geneſung des alten Hausherrn.
En d e.
Nummer 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Jauuar 1914.
Seite 21.
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Mitwirkende: Die Herren Fr. M. Voss, Klavier, und Ludw. Sternitzky,
Klavier, beide aus Mainz.
Programm: Streichquartette op. 106, Gdur v. Dvorak u. Op. 20,
Nr. 4, D-dur v. Haydn u. Var. u. Fuge f. 2 Klaviere über ein
Thema von Beethoven, op. 86 v. M. Reger.
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Kammermusik-Vereinigung.
Geh. Hofrat W. de Haan, Hofkonzertmeister E. Schmidt,
Hofmusiker W. Rasche, R. Sprenger und H. Andreae.
Sonntag, den 11. Januar 1914, vormittags 11¼ Uhr
im Musikvereinssal, Steinstrasse 24
2. (Schubert)-Matinee:
1. Streichquartett op. 29.
Vier Lieder für Sopran (Frau Sophie Schmidt-IIIing).
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Forellen-Quintett op. 114.
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Redner:KrangelistC. Dölken von Thun, Schwein.
Nachmittags 4 Uhr: Bibelſtunde. (1437so
Eintritt frei. Jedermann iſt freundlichſt eingeladen.
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Nieder=Ramſtädterſtraße (Straßenbahnlinie 2).
Sonntag, den 11. Januar, nachmittags ½ 3 Uhr:
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der Kapelle des Leibgarderegiments
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unter Leitung des Obermusikmeisters H. Hauske.
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Richard Wagner.
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Eintritt 30 Pfg.
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für Samstags abends zu vergeben.
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zu dem am Samstag, den
10. Jan., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
d. Großh. Heſſ. Train=Bat. Nr. 18.
1. Königlich Preußiſcher
Armee=
marſch Nr. 9 (Herzog von
Braun=
ſchweig 1806), arrangiert von
Reck=
ling. 2. Ouverture zu „Die
ver=
zauberte Prinzeſſin” von
Lang=
lois. 3. Introduktion und Chor
aus der Oper „Carmen” von Bizet.
4. Eva=Walzer aus der Overette
„Die moderne Eva” von Gilbert.
5. Großes Potpourri aus der
Operette „Der fidele Bauer” von
Leo Fall. 6. „Germania”=Marſch
von Keil.
larierst. Schulise, Kammermuſt.,
AHerderſtr. 11. Auftr. b. Frl. Walther,
Leihbiblioth., Wilhelminenstr. 13. (363a
Großherz. Hoftheater.
Samstag, den 10. Januar 1914.
Außer Abonnement.
VIII. Sonder-Vorstellung.
Robert und Bertram.
Poſſe mit Geſang und Tanz in
4 Abteilungen von G. Räder.
Spielleiter: Heinrich Hacker.
Muſikal. Leiter: Hs. Oppenheim.
Perſonen:
1. Abteilung: Die Flucht.
Robert (Arreſtan= Rich. Jürgas
Bertram) ten Adolf Jordan
Strambach,
Ge=
fängniswärter,
Invalide
. Paul Peterſen
Michel, ſein Neffe,
Bauernburſche . Karl Bernhardt
Erſte 1 Schilde Jean Sautier
Zweite 1 wache Edm. Göllnitz
Ein Korporal . . Frz. Herrmann
2. Abteilung: Die Hochzeit.
reicher Bankier . A. Waſſermann
Iſidora, ſ. Tocht. Ellen Widmann
Samuel
Band=
heim, ſein erſter
. Franz Schneider
Kommis .
Rich. Jürgas
Robert .
. Adolf Jordan
Bertram.
Mehlmeyer, Pacht. Emil Kroczak
Lips, Wirt . . . Auguſt Kräger
Röſel, Schenkmäd. Käthe Gothe
Michel . . . . Karl Bernhardt
Ein Brautvater . Br. Waigandt
Erſter) Land= Hans Debus
Zweiterl gendarm Adolf Klotz
Ein Kellner . . A. Fleiſchmann
3. Abteil.: Soirée u. Maskenball.
Robert
. . Rich. Jürgas
Bertram.
. Adolf Jordan
Ipelmeyer, ein
e
Forchheimer, †. Minna Müller=
Rudolph
Kuſine .
Doktor Corduan,
Hausfreund . . Kt. Weſtermann
Jack, Diener . Herm. Knispel
4. Abteilung: Das Volksfeſt.
Robert
. Rich. Jürgas
Bertram
. Adolf Jordan
Frau Miller, Wwe. Agn. Wisthalen
Röſel, ihre
Pflege=
tochter
. Käthe Gothe
Michel
Karl Bernhardt
Strambach .
Paul Peterſen
Guckkaſtenfrau . A. Fleiſchmann
Ein Ausrufer .
. Heinrich Geyer
Vorkommende Tänze, arrangiert
von Hedwig Ehrle.
Zu dieſer Vorſtellung findet
kein Kartenverkauf ſtatt.
Anf. 8 U. — Ende nach 10½ U.
Vorverkauf f. die Vorſtellungen:
Sonntag, 11. Jan. Nchm. 2 U.
Auß. Abon. 19. Volksvorſtellung
zu ermäß. Preiſen. „Die ſpar
niſche Fliege.” Vorverkauf
bis einſchl. Samstag, 10. Jan.,
nur im Verkehrsbüro, Ernſt=
Lud=
wigsplatz. Verkauf der noch
vor=
handenen Karten am Tage der
Vorſtellung auch an der Tageskaſſe
im Hoftheater, vorm. von 11 Uhr
ab. — Abds. 6 Uhr. 88. Ab.=Vſt.
C 22. Der Ring des Nibelungen.
Dritter Tag: „
Götterdäm=
merung‟. Gew. Preiſe.
Montag, 12. Jan. Außer Ab.
Vorſtellung zu
Volksvorſtellungs=
preiſen. Zum Beſten der
Wohl=
fahrtskaſſen d. Deutſchen
Bühnen=
vereins. „Krieg im Frieden.”
Anfang 7½ Uhr.
Dienstag, 13. Jan. 89. Ab.=Vſt.
A 23. „Das Phantom.”
Ge=
wöhnl. Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Aus dem Spielplan.
Mittwoch, 14. Jan. 90. Ab.=Vſt.
B 22. „Filmzauber”. Gew.
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Außer Abon. — Erhöhte Preiſe.
Zweimaliges Gaſtſpiel
GEORGE BAKLANOFF
vom Kaiſerl. Königl. Hoftheater
in Wien.
Donnerstag, 15. Jan. Abends
7½ Uhr. Neu einſtudiert u. neu
inſgeniert (zum erſten Male mit
den Original=Secco=Rezitativen)
„Der Barbier von Sevilla.”
Komiſche Oper in 2 Akten. Nach
dem Italieniſchen von Kollmann.
Muſik von Roſſini. Figaro:
Ge=
orge Baklanoff.
Sonntag, 18. Jan. Abends
7½ Uhr. „Tosca”. Muſikdrama
in 3. Akten von V. Sardou, L.
Illica und G. Giacoſa. Deutſch
von M. Kahlbeck. Muſik von G.
Puceini. Scarpia: George
Ba=
klanoff.
Der allgemeine Kartenverkauf
findet am Montag, 12. Jan,
ſowie an den darauffolgenden
Tagen an der Tageskaſſe und im
Verkehrsbüro zu den üblichen
Kaſſeſtunden ſtatt. Im
Verkehrs=
büro werden auch telephoniſch
Karten=Beſtellungen
entgegenge=
nommen. Telephon Nr. 1582.
Preiſe der Plätze für jede
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zelne Vorſtellung: Sperrſitz 5.70ℳ4,
Parterre 3.70 ℳ, Proſzeniumsloge
u. Mittelloge 8.20 ℳ, Balkonloge
8.20 ℳ, 1. Rang 6.70 ℳ, 2. Rang
3.70 ℳ, 1. Galerie 2.15 ℳ, 2.
Ga=
lerie 1.15 ℳ.
Für jede im Vorverkauf
abge=
gebene Karte wird die
Vorver=
kaufsgebühr von 20 Z erhoben.
Die Erhebung der 3. Rate
des Abonnements=Geldes für
1913—14 findet Dienstag, den 13.,
bis Donnerstag, den 15. Januar
1914, nachmittags von 3—5 Uhr,
ſtatt. Zahlſtelle: Veſtibüle im
Hoftheater.
Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Januar 1914.
Nummer 2
Heute und folgende Tage!
Sensationelle Weltschlager allerersten Ranges.
Als Hauptschlager
das grosse Meisterwerk
Die Helden des Bergwerks
Grosses Drama
Akter:
Akter!
3
aus dem amerikanischen Minenleben. e
Hochaktueller Inhalt. — Ueberaus spannende Momente.
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Photographie.
Eine Glanzleistung der Regie, Ausstattung und Technik.
II. Hauptstück
Auf vielseitigen Wunsch
Die Kabarettkönigin
Altter:
Roman einer Verkäuferin.
Akter!
Fräulein Tatjana Jrrah, der Liebling des Kinopublikums
in der Hauptrolle.
Klare lebenswahre Handlung. — Wachsende Spannung.
Interessantes Milieu. — Vollendete Darstellung.
III. Hauptstück
Im Kampf mit Rothäuten
Grosser Indianer-Schlager.
Ein schönes Schauspiel aus dem Wilden Westen mit wilden
Reiterszenen und herrl. Naturaufnahmen.
Die beiden Prahler
Eine vorzügliche Komödie.
3 brillante Humoresken
Wunderbare Naturaufnahmen.
IIIustrierte Wochenschau der neuesten Zeitereignisse
vervoll-
ständigen den Elite-Spielplan.
Ein Besuch Johnt. — künstierische Musikbegleitung.
Nicht übersehen!
Es ist mir gelungen, unter hohen Unkosten, das alleinige
Erstaufführungsrecht des Films
Weiche sterben wenn sie lieben
mit dem bedeutendsten Charakterdarsteller Friedrich Kaypler
in der Hauptrolle zu sichern und bin in der Lage, meinen
werten Gästen dieses einzigartige Meisterwerk in nächster
(1583
Zeit vorzuführen.
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Georg Brand.
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Darmſtadt
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Spannend! Kriminal=Roman Spannend!
in 2 Akten
Wer iſt ſchuldig oder Die Flucht des Mörders.
ödie.
Wildweſt=Drama
Aeußerſt ſpannend.
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in 3 Akten.
Dieſes Progkamm rommt— Sonntag ohne Kürzung
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Von 5 Uhr ab Souper à 1 Mk.
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Morgen Sonntag verſchiedenes Geflügel, Braten, Ragouts,
Spezialität: Hahn, Kalbshaxen, Kalbslendchen, Kalbs
goulaſch, Kalbsnierenbraten, geb. Kalbsleber,
Schweine=
braten, ſaure Nieren, Rumſteaks, Schnitzel=Holſtein, Stadt
Pfungſtadt=Koteletts und ſonſt noch reichhaltige, abwechſelnde
Speiſekarte. Die meiſten Speiſen werden ſofort ſerviert.
im weißen Saal.
Von 4 Uhr ab Tanzkräuzchen
Dienstbach.
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Ia Würstchen
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Griesheim — Telephon 2.
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Endlich, endlich ham mer’s
raus
Willst du lachen lieber Vater
Dann geh ins Residenz-
Theater
Da siehst du den bekannten
Peer
Und Madge Lessing kommt
jetzt her
Im Film, dies Lustspiel
ohne-
gleichen
Ist immer noch ein gutes
Zeichen,
Daß der Humor in Darmstadts
Mauern
Besteht, wir also nicht
ver-
sauern.
Drum Klein und Groß
Und Dick und Dünn
Geht jetzt zum weissen
Turme hin,
Und lacht wie nie zuvor im
Haus
Bei Vorführung
Der blauen
Maus
Großes Lustspiel in 4 Akten
mit Madge Lessing und
Peer in den Hauptrollen
Ab heute im
Ecke Rhein=u. Grafenſtr. finden
an Wochentagen nachm. um 3 und
5 Uhr, Sonntags um 3, 4½ und
6 Uhr Märchen=Vorleſungen von
Heinz Weila mit wundervollen
Lichtbildern aus Künſtlerhandſtatt.
Das vollſtändig neue Programm
ab Samstag (10. Januar):
„Die ſieben Raben”, Bilder von
F. Staſſen.
„Heinz Sauſebraus”, Bilder von
A. Schmidhammer (humoriſtiſch).
„Der Wolf u. die ſieben Geislein”,
Bilder von E. Oßwald.
„Sonnenſcheinchens erſte Reiſe‟,
Bilder von H. Schroedter.
„Schneeweißchen und Roſenrot”
Bilder von F. Müller, Münſter.
Muſikaliſche Einlagen.
Preiſe: I. Pl. 50 Pf., II. Pl. 30 Pf.,
III. Pl. 15 Pf.
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Beginn.
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Telephon 173.
Die Schlager des neuen Programms
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Iie Wilter- und uus
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Grosses romantisches Schauspiel in 2 Akten
mit dem berühmten Detektiv Nic Winter in der
Hauptrolle.
Eine tolle Komödie in 2 Akten, bei der die Zuschauer
nicht aus dem Lachen kommen.
Einle Verkahrreie.
Eine nordische Komödie in 2 Akten.
Um eile Erbschatt.
Gutgespieltes Wild-West-Drama.
Ropke uur der Jagu.
Humoreske.
Herrl. kolor. Naturaufnahmen.
von Elvorhe.
Anlsichte
Ital. Natur-Schönheiten.
U.-T.-Wochenbericht.
Ein Besuch lohnt! (1472
Reſtauraut z. Schwaneneck
Samstag, 10. Januar 1914
Metzel=
ſuppe
wozu freundlichſt einladet (*692
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Schwanenſtraße 79.
Restaurat. Nichael Roth.
Samstag, den 10. Jan. 1914:
Metzel=
Suppe
wozu freundlichſt einladet (*514fs
Ludwig Roth, Wirt.
Hotel Poſt
von 4 Uhr nachmittags ab:
Metzel=
Suppe
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Samstag,510. Januar=
Metzel=
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[ ← ][ ][ → ]Seite 24.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 10.
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Hoffmannſtr. 26, part. (*666
Seite 28.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Januar 1914.
Nummer 10.
Nehmen Sie
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vensystem erstarkt, die körperlichen Kräfte
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Vorträge.
Die Gartenkultur des 20. Jahrhunderts
und ihre ſoziale Bedeutung.
* Vor einer außerordentlich zahlreichen Zuhörerſchaft
hielt am Donnerstag abend Herr Gartenarchitekt
Ger=
lach auf Veranlaſſung des Gartenbauvereins im „
Kaiſer=
ſaal” einen Lichtbildervortrag über „Die Gartenkultur des
20. Jahrhunderts und ihre ſoziale Bedeutung”. Der
Red=
ner führte etwa folgendes aus: Von jeher war in der
Ge=
ſchichte des Menſchengeſchlechtes die Kunſtbetätigung ein
Gradmeſſer für die Höhe der Kultur, ſo auch die
Schöpfun=
gen der Gartenkunſt, wo zwei Faktoren, die Natur und die
Kunſt, zuſammentreten. Erſtere ſtellt das Material,
letz=
tere gibt die Form und Geſtalt.
Anders aber als bei den übrigen Zweigen der
bil=
denden Künſte beſteht hier das Material aus Lebeweſen:
„Pflanzen, Bäumen, Sträuchern und Blumen” wodurch
ſich die Gartenkultur, die Gartenkunſt weſentlich von ihren
Schweſtern unterſcheidet. Der Garten iſt, wenn ich es
richtig definieren ſoll, die der Kunſt zum Genuſſe des
Men=
ſchen unterworfene Natur, er iſt ſozuſagen die Erweiterung
der Wohnſtätte, die Wohnung unter freiem Himmel, und
bildet alſo gewiſſermaßen das Bindeglied zwiſchen
Archi=
tektur und Natur. Er lehnt ſich eng an das Haus an und
ſtrebt dabei doch der Natur entgegen. In Verbindung mit
dem Hauſe, muß er folgerichtig mit dieſem ein
zuſammen=
gehöriges Kunſtwerk darſtellen. Das Weſen des Gartens
beſteht ſomit in der geometriſchen Aufteilung des
Gelän=
des, ſo daß ſich die geraden Linien des Wohngebäudes im
Garten fortſetzen. Schon die Gärten des Altertums waren
das ſteinerne Gefühl der Großſadt mit Grün beleben?
Die Antwort darauf lautet: Die Haus= und Vorgärten
müſſen zum feſten Beſtandteil der Stadt werden
und ſich harmoniſch in die architektoniſche Situation
ein=
fügen. Während ſich ſo die neuzeitlichen
Gartenkunſt=
beſtrebungen im Hausgarten überall freudig entwickeln,
bleiben eigentümlicher Weiſe die Vorgärten faſt
unberück=
ſichtigt. Denn die dilettantenhafteſten Gartenkünſteleien
kann man in allen Städten in den Vorgärten beobachten.
Unnötige Schlängelwege verzerren die ſchon ſo kleine
grüne Fläche und die ſinnloſeſten Strauchpflanzungen kann
man dort beobachten. Obendrein ſind dieſe Vorgärten
durch hohes Gitterwerk eingefriedigt, woran die
verſchie=
denſten Schlinggewächſe hochllimmen und ſo dem
Straßen=
paſſanten jeglichen Einblick nehmen. Zum Ueberfluß hal
jeder Vorgarten ein anderes Gitter, woran die
verſchie=
denſten Reklameſchilder prangen. Bei einer derartigen
Verunſtaltung der Vorgärten tragen dieſe meines
Erach=
tens nicht zur Verſchönerung der Straße bei. Sie
ge=
hören in dieſer Verfaſſung ja auch gar nicht zur Straße,
andererſeits aber gereichen ſie ſo auch nicht dem Hauſe zur
Zierde und ſind für den Hausbeſitzer ebenfalls wertlos,
Hier bedarf es alſo einer machtvollen Tätigkeit der
Gar=
tenkunſt. Karl Henrici, einer unſerer größten
Städtebau=
künſtler, ſagt: Bei der Anlage von Straßen beſteht die Kunſt
ebenſo darin, Häßlichkeiten zu vermeiden, als abſolute
oder ideale Schönheiten zu erzeugen, denn, ohne ihre
Wan=
dungen betrachtet, können Straßen überhaupt nur in
ge=
ringem Maße auf abſolute Schönheit Anſpruch machen, ſie
verdienen erſt dann als künſtleriſch gelungen bezeichnet zu
werden, wenn ſie keine auffallenden Unſchönheiten enthalten
und wenn ſie Gewähr bieten, daß alles, was ſich in ihren
Wandungen erheben ſoll, zur beſtmöglichſten Geltung
kom=
men kann. Mithin muß die Parole lauten: Fort mit allem
Gitterwerk, fort mit den Schlängelwegen und unſinnigen
Deckpflanzungen! Dafür fordern wir architektoniſch
durch=
gebildete Vorgärten, frei von aller dilettantenhaften
Gartenkünſtelei.
Im verkehrsreichen Berlin hat ſich dieſe neuartige
Vorgartengeſtaltung vorzüglich bewährt, mögen andere
Städte, ſo auch Darmſtadt, recht bald dieſem Beiſpiele
fol=
gen, denn auf dieſem Gebiete gibt es hier noch ſehr viel zu
ſchaffen.
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(1505
Deuster
nach dieſen Geſchtspunkten ausgefaltet. Nur auf dem
Lande die ſchlichten Bauerngärten haben ihre
zweck=
mäßigen Formen in der geometriſchen Einteilung behalten
und gerade dort können wir beobachten, daß für den
Gar=
ten, als menſchliches Produkt die regelmäßige Anlage das
Natürliche iſt; denn ſelbſt die ausgedehnten Kulturflächen,
die Ackerfelder ſind geometriſch zergliedert, was
phyſiolo=
giſch durchaus begründet iſt. So haben wir heute
ein=
geſehen, daß die Gartenkunſt ein Produkt unſerer
neuzeit=
lichen Lebensanſchauung ſein muß und ſo, wie das moderne
Wohnhaus in allen Einzelheiten zweckentſprechend
ein=
gerichtet iſt, fordern wir es auch vom Garten. Beide,
innig miteinander vereint, bilden erſt die Heimſtätte des
Menſchen, welche den hygieniſchen Anforderungen der
Neuzeit entſpricht. Sache des Gartenarchitekten iſt es, all
die Wünſche mit dem Garten zu verflechten und in
künſt=
leriſche Formen zu kleiden. So gewinnt das, was die
Natur hervorbringt, hier erſt durch die künſtleriſche
Geſtal=
tung im Garten Bedeutung. Hauptbedingung iſt, daß
zwiſchen Haus und Garten ein inniger Zuſammenhang
beſteht! Deshalb iſt es erforderlich, daß Architekt und
Gartenarchitekt von Anfang an ſchon bei der Projektierung
des Bebauungsplanes Hand in Hand arbeiten, denn nur
dann wird die Löſung der geſtellten Aufgabe voll und ganz
befriedigen.
Die Freude am Garten iſt wahrlich ein edler Genuß,
doch leider iſt es nicht jedem vergönnt, einen Garten zu
beſitzen und um dieſem Uebel abzuhelfen, entſtanden die
Schrebergärten. Auch der hieſige Gartenbauverein
förderte dieſe Beſtrebungen. Draußen am Böllenfalltor
befinden ſich die Schrebergärten des Gartenbauvereins,
denen gleichzeitig ein Verſuchsgarten angegliedert iſt.
Manches Gärtchen zeugt von außerordentlichem
Verſtänd=
nis in der Gartenpflege, doch an verſchiedenen Stellen kann
man auch beobachten, daß es an praktiſchen Erfahrungen
mangelt. Wo ſollte ſie auch der Stadtbewohner her haben?
Um nun dieſem Uebel abzuhelfen, wurden die
Schul=
gärten ins Leben gerufen. Dort ſollen ſchon die Kinder
ohne Zwang mit dem Weſen des Gartens vertraut gemacht
werden. Darmſtadt beſitzt auch auf dieſem Gebiete eine
muſtergültige Einrichtung.
Bei der ſtändig zunehmenden Ausdehnung der Städte
wird alljährlich die Frage immer lauten: Wie können wir
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rohne ihn ist.
Stelln wir uns am Schluſſe unſerer Betrachtungen
die Frage: Welcher Stil beherrſcht heute die Gartenkunſt?
So muß ich Ihnen antworten: daß wir heute nicht mehr
von einer modernen oder hiſtoriſchen Richtung reden
kön=
nen, ſondern, daß einzig und allein die Zweckforderungen
der Neuzeit der gartenkünſtleriſchen Geſtaltungskraft in
einer Fülle von Ausdrucksmöglichkeiten die größte Freiheit
gelaſſen haben. Auch wird wohl jeder die Ueberzeugung
ge=
zonnen haben, daß bei unſerer heutigen Lebensweiſe der
Garten ein weſentlicher Faktor geworden iſt, daß er
be=
rufen iſt, Zeuge einer hochſtehenden Kultur zu werden und
gleichzeitig zur Vervollſtändigung einer geſunden,
Schön=
heit atmenden Lebensanſchauung dient, welche im Garten
einen Quell reiner Freude, edlen Genuſſes ſieht. Ich
er=
innere Sie ferner, wie ich bei der Einleitung die Zeit der
Renaiſſance und des Barock als eine der blühendſten
Epochen der Gartenkunſt hervorhob wie dort das Leben
iin engſter Beziehung zum Garten ſtand. Solchen Zeiten
gehen wir allem Anſchein nach entgegen; denn es iſt ein er=
Ffreuliches Zeichen unſerer Tage, daß die Kunſt und das
Kunſtverſtändnis auch Einkehr hält im bürgerlichen Hauſe,
womit der Gartenkunſt neue Lebensfähigkeit gegeben iſt.
Die Kunſt im Volke befindet ſich allerdings noch im
An=
fangsſtadium, deshalb iſt auch das Arbeitsfeld der
Gar=
kenkultur des 20. Jahrhunderts ein gewaltig ausgedehntes
geworden. Noch gilt es, die geläuterten Kunſtgedanken in
Das Volk hineinzutragen, damit überall die Gärten, ſeien
fie groß oder klein, ein beredetes Zeugnis verfeinerter
Lebenskultur darſtellen. Möge der heutige Abend auch ein
wenig dazu beitzagen. (Lebh. Beifall.)
Von der Filna W. Coßmann Nchflg. war eine
reichhaltige Ausſtellung von Plänen und Bildern
muſter=
gültiger Gartenanlagen ausgeſtellt, die ebenſo, wie die
vor=
geführten zahlreichen Lichtbilder, den Vortrag
ausge=
zeichnet illuſtrierten.
Vortragskurſus für praktiſche
Land=
wirte in Darmſtadt. Der 9. Januar als letzter Tag
des landwirtſchaftlichen Vortragskurſes vereinigte
wieder=
um zirka 400 Landwirte in den Räumen des Saalbaues
zu Darmſtadt. Der erſte Redner, der Direktor der
Rheini=
ſchen Pferdezentrale in Köln, Herr Schumacher, ſprach in
außerordentlich ſachkundiger und gemeinverſtändlicher
Weiſe über die Zucht des kaltblütigen Pferdes. Er führte
dabei u. a. folgendes aus: Maßgeblich für die Entwicklung
und Geſtaltung des Pferdes iſt in letzter Linie die Scholle.
Gute Zuchtwahl und rationelle Aufzucht ſind dagegen
nötig und das letzte und beſte, was die Scholle zu bieten
vermag, aus ihr für das künftige Pferd herauszuholen. Für
die Beurteilung der Zuchttiere iſt es in erſter Linie nie
maßgebend, daß der Hengſt einen durchaus männlichen
Syp aufweiſt, während die Stute ein durchaus weibliches
kleußere haben müſſe. Schlechtes Heu iſt für die Zuchttiere
das verderblichſte Futter. Das junge Fohlen gehört nach
en erſten Lebenstagen mit der Mutter auf die Weide.
Bei den Fohlenkrankheiten ſoll man nicht ſelber quack=
Aſalbern, ſondern, wenn Hilfe nötig, ſofort einen
er=
jahrenen Tierarzt zu Rate ziehen. Für die weitere
Auf=
ſucht des Fohlens iſt die Weide unbedingt erforderlich. Bei
der rieſigen Entwicklungsmöglichkeit des Fohlens im erſten
Jahre ſei eine beſonders reichliche Ernährung gerade im
irſten Lebensjahr erforderlich. Will man auf den Weiden
ſuch im Spätherbſt noch ein gutes nährſtoffreiches Futter
erhalten, ſo ſind mehrmalige Chiliſalpetergaben im Laufe
des Sommers außerordentlich am Platze. Durch zahlreiche
Lichtbilder wurden die intereſſanten Ausführungen des
Redners unterſüht und reicher Beſal belohnte den
Vor=
tragenden.
Sodann ſprach als zweiter Redner Herr Profeſſor Dr.
Muth, Oppenheim, über: Welche Urſachen haben die 1913er
Mißernte im Weinbau bewirkt, und wie iſt denſelben zu
begegnen. Redner ſchilderte die verſchiedenen Urſachen der
ſchlechten Traubenherbſte in den letzten Jahren, darunter
das Auftreten von Peronoſpora, Aeſcherich und Bothrytis,
ſowie anſchließend daran die empfehlenswerteſten
Bekämp=
fungsmethoden. Uebergehend auf die Traubenwickler,
wurden zunächſt die mechaniſchen und dann die chemiſchen
Bekämpfungsmittel beſprochen. Das Nikotin wurde als
beſtes, weitere Zuſätze hierzu, wie Schwefelkohlenſtoff,
Schmierſeiſe in ihrev Bedeutung gewürdigt, letztere
namentlich infolge ihrer Eigenſchaften nachzuwirken und
mehr in das Innere der Geſpinſte einzudringen. Reſerent
erläuterte weiter ſeine Erfahrangen und
Verſuchsergeb=
niſſe in der Wurmbekämpfung, zeigte an Hand von
Tabel=
len Einzelheiten der Entwicklung dieſer Tiere und ihres
Auftretens am Stocke, beſprach die wichtigſten Momente
der Bekämpfung und die Anforderungen, die wir an die
Spritzen uſw. ſtellen müſſen. Mit einem Hänweis auf die
jedenfalls beſtehende Schwächung der Konſtitution der
Rebe und einer Beſprechung deren Urſachen, kam Redner
zum Schluß noch mit einer Empfehlung bewährter
Maß=
nahmen in der eigentlichen Reblultur.
Die zahlreich erſchienenen Weinbauern und ſonſtigen
Teilnehmer zollten dem Vortragenden reichen Beifall.= In
der anſchließenden Diskuſſion war Gelegenheit, noch einige
intereſſante Erläuterungen zu geben.
Sport, Spiel und Turnen.
S. Winterſport. Die herrliche Schneelandſchaft längs
der Mittenwaldbahn, die man ſeit dem den Schneeſportlern
günſtigen Wetterumſchwung der letzten Tage bewundern
kann, hat Tauſende von Fremden in die nördliche
Kalk=
alpenwelt gelockt. Die neue Bahnlinie Reutte=Innsbruck
hat jetzt dieſe touriſtiſch hervorragenden Gebiete der
Lechtaleralpen, des Wetterſteins der Zugſpitze des
Kar=
wendels nicht bloß erſchloſſen, ſondern in
verkehrstechni=
ſchem Sinne bequem zugänglich gemacht. In dieſen Tagen
friſchen Winterſports wird aber vornehmlich die Tatſache
intereſſieren, daß an der Mittenwaldbahn Rodel= und
Skigebiete von ungeahnter Schönheit und Ausdehnung
ſich eröffnen. Vornehmlich kommen hier in Betracht:
Reith, wo eine prachtvoll gepflegte Rodelbahn beſteht, die
bis ins Inntal hinabführt. (Es iſt hier die Möglichkeit
gegeben, die Ausgangsſtelle der Rodelbahn mit der
Mitten=
waldbahn zu erreichen, während der Endpunkt der
Rodel=
bahn — Zirl — an der öſtereichiſchen Staatsbahnſtrecke
liegt. Seefeld mit ſeinen ausgezeichneten Ski= und
Rodel=
bahnen. Scharnitz als Ausgangspunkt für Skitouren in
das 1000 Quadratkilometer umfaſſende Karwendel=
Para=
dies. Der Verehrer des Bergwantales und des
Wetter=
ſteingebietes kann wieder in Ehrwald, Lermoos und
Reutte Skitouren von märchenhafter Schönheit antreten.
Die ausgezeichnete, komfortable Unterkunft und
Verpfle=
gung, die in jenen Gegenden nach alter Tradition
gebo=
ten wird, iſt allbekannt.
* Fußball. Darmſtädter Sportklub 1905.
Durch den Sieg Frankenthals über Kaſtel mit 4:0 Toren
iſt nunmehr die Meiſterſchaft im Bezirk II des Weſtkreiſes
enſchieden. F.d. Frankenhal führt mit 1 Punkt vor
Germania=Pfungſtadt. Durch das Spiel am kommenden
Sonntag kann der D. S.=K. ſeine Poſition in der Tabelle
noch etwas verbeſſern. Am kommenden Sonntag tritt der
D. S.=K. mit einer neu aufgeſtellten Mannſchaft an. Mainz
wird in kompletter Aufſtellung antreten und wird die
D. S.=K.=Mannſchaft ihr ganzes Können zeigen müſſen,
um die wertvollen 2 Punkte an ſich zu reißen. Das Spiel
findet auf dem Sportplatz am alten Schießhauſe unter der
Leitung des Herrn Schnepp=Frankfurt ſtatt. Vorher ſpielt
die 3. Mannſchaft gegen die gleiche des F. K. Olympia=
Arheilgen.
Luftfahrt.
sr. Das Programm der aviatiſchen Wettbewerbe 1914
in Deutſchland wird in einer am Sonntag, den 11. Januar,
ſtattfindenden Vorſtandsſitzung des Deutſchen Luftfahrer=
Verbandes definitiv feſtgelegt werden. Die ſportlichen
Pläne der verſchiedenen Verbandsvereine ſind ſehr
um=
fangreich. Es iſt eine außergewöhnlich große Zahl von
bedeutenden Flugveranſtaltungen angemeldet worden, doch
iſt nicht damit zu rechnen, daß die Induſtrie ſich an allen
dieſen Veranſtaltungen mit Rückſicht auf die große
Be=
laſtung der Werke durch die Vorbereitungen uſw.
betei=
ligen wird. In verſchiedenen Vorbeſprechungen wurde
bereits der Verſuch gemacht, durch Zuſammenlegen und
entſprechende Terminfeſtſetzungen die Wünſche der
einzel=
nen Veranſtalter ſo mit einander in Einklang zu
brin=
gen, daß eine Durchführung des umfangreichen
Pro=
gramms überhaupt möglich wird. Immerhin beſtehen
noch recht bedeutende Schwierigkeiten und es iſt nur
da=
mit zu rechnen, daß der eine oder andere Wetbewerb
gänz=
lich geſtrichen werden wird. Die Flugzeug=Konvention
des Vereins Deutſcher Motorfahrzeug=Induſtrieller wird
ſich bereits am Samstag in einer in Berlin ſtattfindenden
Sitzung mit dem aviatiſchen Programm beſchäftigen. Als
Veranſtaltungen des Deutſchen Luftfahrer=Verbandes ſelbſt
ſind vorgeſehen: Der Waſſerflugzeug=
Wett=
bewerb in Warnemünde, der gemeinſam mit dem
Reichsmarineamt und der Nationalflugſpende durchgeführt
wird, dann der vorausſichtlich im Anſchluß an
Warne=
münde ſtattfindende Dreiländerflug für
Waſ=
ſerflugzeuge zwiſchen Deutſchland, Dänemark und
Norwegen. Dazu kommt noch der Schelde=Rhein=
Wettbewerb für Waſſerflugzeuge. Die urſprünglich
geplante Durchführung des Fluges den Rhein hinauf bis
nach Mannheim kann mit Rückſicht auf die militäriſchen
Verbotszonen nicht zur Durchführung gelangen. Es iſt
deshalb in einer weiteren Beſprechung mit Vertretern
des Königlich Belgiſchen Aero=Klubs ein neues Projekt
vorgeſchlagen worden, das eine Beteiligung Deutſchlands
nur bis Düſſeldorf vorſieht. Neben den aviatiſchen
Wett=
bewerben iſt auch bereits eine größere Zahl von
Frei=
ballonwettbewerben beim Verband mit angemeldet worden.
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[ ← ][ ][ → ]Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Januar 1914.
Nummer 10.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Januar 1914.
Seite 31.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Weöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 3. Jan.: dem Kellner Rudolf Krecht,
Tauteſchlägerſtraße 8, ein S. Alfred Otto. Am 2.: dem
Hofmetzger Chriſtian Petri, Saalbauſtraße 61, ein S.
Shriſtian Ludwig. Dem Schneider Georg Kadel,
Schuchardtſtraße 4, eine T. Katharina Wilhelmine. Dem
Seizer Wilhelm Gundersdorff, Pallaswieſenſtraße 30,
eine T. Charlotte Marie. Am 1.: dem Mechaniker Adolf
Völger, Aliceſtraße 35, eine T. Getrude Ella Ida. Am
he.: dem Weißbinder Karl Lorenz, Ballonplatz 9 eine
T. Margarete Eliſe. Am 2.: dem Lehrer Adam Scior,
Obere Liebfrauenſtraße 4, eine T. Giſela. dem Schmied
Suſtav Klaus, Waldſtraße 30, eine T. Anna Ottilie.
Aufgebotene. Am 6. Jan.: Weißbinder Georg
Stork Xl., Wixhauſen, mit Dienſtmagd Anna Karoline
Hey, Bismarckſtraße 20. Schneider Abraham genannt
Armin Weiß, Mühlſtraße 25, mit Mathilde Klös,
Mühlſtraße 25. Am 7.: Aushilfsheizer Philipp Helfrich,
hier, mit Margarete Unger, Krumbach. Zuſchneider
GBeorg Magſam, Herford, Steinſtraße 16/18, mit
Ver=
läuferin Katharina Margaretha Rindfuß, Aliceſtraße 3.
Am 8.: Poſtbote Heinrich Riedel, hier, mit Anna
Eli=
fabethe Gaubatz, Dietzenbach. Kapellmeiſter Friedrich
* Jung, Karlsruhe, mit Büfettdame Roſa Suſanne
Ka=
toline Eggert, Karlsruhe.
Geſtorbene. Am 3. Jan.: Georg Heinrich
Baum=
tach, Kaufmann, 51 J., ev., Rheinſtraße 12½. Am 4.:
Wil=
telm Cöleſtin Stein, Rentner, 57 J., ev.,
Wilhelminen=
llatz 4. Dr. Erich Langsdorff, Großh. Oberlehrer i. P.,
62 J., ev., Wienersſtraße 71. Am 23. Dez.: Heinrich
4 Witzler, Bäckerlehrling, 16 J., ev., Gutenbergſtraße 3.
m 4. Jan.: Auguſt Beringer, Schreinermeiſter, 50 J.,
Urth., Schwanenſtraße 8. Am 5.: Karl Guſtav Albert
Ueker, Eiſenbahnaſſiſtent, 46 J., ev., Liebigſtraße 4.
A dam Daniel Sohn des Schloſſers, 1 Mt., ev.,
Gar=
diſtenſtraße 3. Am 6.: Sarah Hampel. geb.
Moſchko=
witſch, Ehefrau des Kellners, 29 J., iſrael., Große
Bach=
gaſſe 9. Emil Iwangio, Taglöhner, 19 J., kath.,
Gra=
funſtraße 9. Max Chriſtian Jean Müller, Sohn des
Claſers, 7 Tg., ev., Wenckſtraße 12. Am 7.: Georg
Ka=
ges, Sohn des Handelsmanns, 1 Mt., ev Waldſtraße 32.
Kohann Georg 5 Röder, Schuhmachermeiſter, 78 J., ev.,
Crafenſtraße 17. Am 6.: Ludwig Wilhelm Katzenbach,
Sohn des Kaufmanns, 6 J., ev., Kaſtanienallee 22. Am 8.:
äeorg Friedrich Braun, Privatier, 86 J., ev.,
Parcus=
ſtraße 8. Margaretha Frank, geb. Spengler, Ehefrau
das Kunſt= und Handelsgärtners, 35 J., ev.,
Pankratius=
ſtraße 49.
Gottesdienſtliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden
1. Sonntag nach Epiphanias, den 11. Januar 1914
Landes=Miſſionsfeſt
Kollekte für die Heidenmiſſion
Hofkirche: Kein Gottesdienſt. — Mittwoch, den
L.. Jan., abends um 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Kleberger.
Vorm. um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Zämmermann. — Abends um 6 Uhr: Pfarrer Velte.
Stadtkapelle: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer
Zimmer=
mann. — Vormittag um 11½¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Kleberger.
Gemeindehaus, Kiesſtr. 17: Donnerstag, den
li. Jan., abends um 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
Zimmermann.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8½ Uhr.
Kindergottesdienſt fällt aus.
Johanneskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Dängeldey. — Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Waitz. — Um 11 Uhr: Kindergottesdienſt für den
O’ſt bezirk. Pfarrer Widmann. — Abends um 6 Uhr:
Prarraſſiſtent Sann. — Nachmittags um 4 Uhr:
Bibel=
tunde im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Pfründnerhaus: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
B idmann.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
ſienſt. Pfarrer Hickel. — Vormittags um 11½ Uhr:
kimdergottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Pf arraſſiſtent Lic. Adolph. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Nimdergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Lic. Adolph. —
Abends um 6 Uhr: Pfarrer Wagner.
Gemeindehaus, Hofgartenſtraße 8:
Mitt=
boch den 14. Jan., abends um 8 Uhr: Miſſionsſtunde.
Mäſſionar Weißmann.
Pauluskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
ann. — Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarraſſiſtent Sann.
Evang. Gemeinde in Eberſtadt: Sonntag, den 11. Jan.,
horm. um 10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Köppler.
Abends um 5 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrer Paul.
Evang. Gemeinde in Nieder=Ramſtadt: Sonntag, den
1. Jan, vormitags un 10 Uhr: Gottesdienſt. Par=(
vikar Weik.
Evang. Gottesvienſt in Fraiſa: Sonntag, den 11. Jan.,
nachmittags um 2 Uhr: Gottesdienſt im Rathausſaal=
Pfarrvikar Weik.
Lutheriſcher Gottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am 1. Sonntag nach Epiphanias, den 11. Jan.,
nachmittags um 5 Uhr, im „Feierabend”, Stiftſtr. 51:
Pfarrer Anthes.
Stadtmiſten (Mähſtraße 29): Sontag, den 1. Jan.,
vormittags um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nach=
mittags um 4 Uhr: Bibelſtunde. — Abends um 8½ Uhr:
Bibliſcher Vortrag. — Montag, den 12. Jan., abends
um 8½ Uhr: Frauen=Bibelſtunde. — Dienstag, den
13. Jan., abends um 8½ Uhr: Jungfrauen= und
Blau=
kreuz=Bibelſtunde. — Mittwoch, den 14. Jan., nachm. um
2 Uhr: Bibelſtunde für Mädchen. — Um 4 Uhr:
Bibel=
ſtunde für Knaben. — Donnerstag, den 15. Jan., abends
um 8½ Uhr: Bibelſtunde. — Zweig der
Stadt=
miſſion (Beſſungerſtr. 88, Hth.). Sonntag, den 11. Jan.,
vorm. um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm. um
3 Uhr: Bibelſtunde für Jünglinge. — Um 4½ Uhr:
Bibel=
ſtunde für Jungfrauen. — Freitag, den 16. Jan., abends
um 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Erangeiſce Gemeinſchaſt (Kiesſtr. 43): Sonnag,
den 11. Jan., nachm. um 2½ Uhr: Sonntagsſchule. —
Abends um 8½ Uhr: Predigt. Prediger A. Berner=
Frankfurt a. M. — Dienstag, den 13. Januar, abends um
8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pred. A. Berner=Frankfurt a. M.
Kitalhaliſche Gemeinder Sonntag, den 1. Januar,
vorm. um 10 Uhr, im evang. Gemeindehauſe,
Kahlert=
ſtraße 26: Deutſche Meſſe mit Predigt. Pfarrverwalter
Johnen von Heßloch.
Gotesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (
Lagerhaus=
ſtraße 4): Sonntag, nachm. um 4 Uhr. — Mittwoch,
abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig getauſter Ehriſten (Baptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 11. Jan., vorm. um 9½ Uhr:
Bibel= und Gebetſtunde. — Um 10½ Uhr:
Sonntags=
ſchule. — Nachm. um 4 Uhr: Gottesdienſt und Predigt.
Von Montag, den 12. bis einſchl. den 18. Jan.
all=
abendlich um 8½ Uhr: Evangeliſation von C. Dölken.
— Nachm. um 4 Uhr: Bibelſtunde.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 11. Jan., nachm. um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule. —
Um 4 Uhr: Predigt. Prediger Grigoyeff aus
Frank=
furt. — Freitag, den 16. Januar, abends um ½9 Uhr:
Predigt. Prediger Ekert aus Offenbach.
Katholiſche Gemeinden
1. Sonntag nach Epiphanias, den 11. Januar 1914
Kollekte für die afrikaniſchen Miſſionen
St. Ludwigskirche: Samstag, den 10. Jan.,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur
hl. Beichte. — Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. — Um 7 Uhr:
Austeilung der hl Kommunion. — Um 8 Uhr:
Militär=
gottesdienſt mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit
Predigt. — Um 11. Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt. —
Nachm. um 3 Uhr: Veſper. — Freitag, abends um
6 Uhr: Kreuzwegsandacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. — Um 6 Uhr:
Roſenkranz=
andacht.
Kapelle der Engliſchen Sräulein: Sonntag, vorm. um
7 Uhr: hl. Meſſe. — Montag, nachm. um 4 Uhr:
Sakra=
mentaliſche Betſtunde.
Kapelle in Griesheim: Sonntag, vorm. um 9 Uhr:
Singmeſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 10. Jan.,
nach=
mittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr:
hl. Meſſe mit Predigt. — Um ½ 10 Uhr: Hochamt und
Predigt. — Nachm. um 2 Uhr: Andacht und Segen.
Kapelle zu Arheilgen: Vorm. um ½ 10 Uhr: Amt
und Predigt.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
10. Jan., nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Ge=
legenheit zur heil. Beichte.
Feſt der Erſcheinung des Herrn
Sonntag, vorm. um 6 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um 9 Uhr: Amt
mit Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Feierliche Veſper.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 10. Jan.,
nachmit=
tags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, den 11. Januar, vorm. um ½ 6 Uhr:
Beichte. — Um ½7 Uhr: Austeilung der heil.
Kom=
munion. — Um ¼10 Uhr: Hochamt und Predigt. —
Nachm. um ½2 Uhr: Chriſtenlehre. — Um 2 Uhr:
Andacht. — Werktags um ¾ 8 Uhr: Singmeſſe.
Kapelle zu Pſungſtadt; Sonntag, vorm. um 7 Uhr:
Beichte. — Um ½ 8 Uhr: Amt und Predigt. — Nachm.
um ½ 2 Uhr: Andacht.
Ene Chureh of Eugland Berrie
ist Sunday after Epiphany, 11th January 1914
Divine Service will be held in the Hofkirche
at 3,15 p. m.
The Rev. A. W. Smyth, British Chaplain at
Heidel-
berg, will officiate.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Reformationsgemeinde: 20. Dez.: Dem
Büro=
gehilfen Karl Laufer S. Ludwig, geb. 9. Nov. 26. Dez.:
Dem Stukkateurmeiſter Karl Johann Wintermeier S.
Ernſt, geb. 9. Dez. Dem Straßenreiniger Jakob Winſon
S. Friedrich Jakob, geb. 2. Dez. 28. Dez.: Dem
Mon=
teur Karl Philipp Krell S. Karl Adam, geb. 17. Nov.
1. Jan. 1914: Dem Fuhrmann Rudolf Brückel S. Walter
Hans Eugen Friedrich, geb. 7. Dez. 4. Jan.: Dem
Geo=
meter I. Klaſſe Philipp Buxbaum T. Lieſelotte Dina,
geb. 8. Dez. 6. Jan.: Dem Inſtallateur Philipp Maul
S. Jakob Walter, geb. 18. Dez. 8. Jan.: Dem
Kreisamts=
gehilfen Georg Fuchs T. Lieſelotte, geb. 30. Dez. Dem
Küchenchef Peter Karl Feßner S. Karl Joſeph, geb.
27. Nov.
Markusgemeinde: 3. Jan.: Dem Profeſſor Dr.
Karl Roller T. Irmgard Anita Mathilde Melly, geb.
2. Okt. 4. Jan.: Dem Fuhrmann Wilhelm Schmidt T.
Margarete, geb. 20. Nov.
Martinsgemeinde: 4. Jan.: Dem
Straßenreini=
ger Ewald Becker S. Otto Hugo Ewald, geb. 15. Okt.
Dem Kürſchner Johannes Caspar T. Gertrud Margarethe,
geb. 20. Okt. Dem Taglöhner Georg Wagner T. Marie
Katharine, geb. 25. Nov. 28. Dez.: Dem Chauffeur Joh.
Adam Beſt S. Hugo Heinrich, geb. 19. Dez. 1. Jan.:
Dem Kohlenhändler Valentin Metz T. Käthchen, geb.
1. Dez.
Johannesgemeinde: 4. Jan.: Dem Bahnmeiſter
Karl Klump T. Henny Marie Luiſe, geb. 19. Dez. Dem
Augenarzt Konrad Schlippe S. Werner Artur Paul Fritz,
geb. 14. Okt.
Paulusgemeinde: 25. Dez.: Dem Dentiſten
Walter Baer T. Wilhelmine Emma Elſe, geb. 18. Sept.
26. Dez.: Dem Fahrburſchen Johann Georg Trautmann
T. Anna Eliſabeth, geb. ’7. Dez.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Reformationsgemeinde: 2. Jan.: Königl.
Re=
gierungsbaumeiſter Hans Müller aus Oderberg i. d.
Mark und Annie Mary Bertha Franziska Emma
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Markusgemeinde: 3. Jan.: Stadtſekretär
Lud=
wig Schrauth und Katharina Eliſabeth Klara Kreiter.
Kaplaneigemeinde: 8. Jan.: Bäcker Franz
Baum=
gärtner in Frankenthal und Anna Mahr, dahier.
Paulusgemeinde: 27. Dez.: Ingenieur Philipp
Heinrich Wlhelm Kleiß in Gelſenkirchen und Eliſabethe
Bert. 28. Dez.: Betriebs=Ingenieur Wilhelm Pitſch in
Gröbe und Friederike Schmitt. 3. Jan. 1914: Diplom=
Ingenieur Ernſt Theodor Arnold und Eliſabeth Koch.
Feerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Reformationsgemeinde: 14. Dez.: Oberſt a. D.
Eugen Ferdinand von Homeyer, 70 J., ſtarb 11. Dez. 18. Dez.
Näherin Johanne Erneſtine Groß, 78 J., ſtarb 16. Dez.:
3. Jan. 1914: Geheimer Rechnungsrat i. P. Heinrich
Chriſtoph Höper, 80 J., ſtarb 1. Jan. 4. Jan.: Großh.
Kammerſängerin i. P. Luiſe Schloſſer=Jaide, geb. Orth,
72 J., ſtarb 2. Jan. 6. Jan.: Privatmann Heinrich
Baum=
bach, 51 J., ſtarb 3. Jan. 7. Jan.: Rentner Wilhelm
Stein, 57 J., ſtarb 4. Jan.
Lukasgemeinde: 6. Jan.: Oberlehrer i. P. Dr.
Erich Langsdorf, 62 J., ſtarb 4. Jan.
Kaplaneigemeinde: 2. Jan.: Luiſe Diehl. T. des
verſtorbenen Maurers Otto Diehl, 12 J., ſtarb 30. Dez.
Martinsgemeinde: 3. Jan.: Weißbinder Johannes
Berth, 71 J., ſtarb 31. Dez. Buchhalter Peter Dörſam,
26 J., ſtarb 1. Jan.
Johannesgemeinde: 4. Jan.: Katharina Krick,
geb. Jung, Witwe des Gärtners Konrad Krick, 57 J.,
ſtarb 1. Jan. 7. Jan.: Telegraphen=Aſſiſtent Karl Ueker,
47 J., ſtarb 5. Jan.
Paulusgemeinde: 14. Dez.: Ofenſetzer Konrad
Aßmuth II., 77 J., ſtarb 11. Dez. 15. Dez.: Philippine
Säemann, T. des Fuhrmanns, 1 J., ſtarb 13. Dezbr.
18. Dez.: Chemiker Dr Ernſt Winckler, 78 J., ſtarb 16. Dez.
20. Dez.: Katharina Wenz, geb. Glaſer, Witwe des
Schuh=
machers, 79 J., ſtarb 17. Dez. 22. Dez.: Suſanne Meß,
Witwe des Wirts, 65 J., ſtarb 19. Dez. 24. Dez.: Marie
Rappo, Witwe des Schreiners, 75 J., ſtarb 22. Dezbr.
25. Dez.: Amslie Doſch, geb. Schöndorffer, Witwe des
Schulrats, 78 J., ſtarb 23. Dez. 29. Dez.: Syndikus bei
der Handwerkskammer Friedrich Engelbach, 45 J., ſtarb
27. Dez. 31. Dez.: Margarete Werner, geb. Amelang, Witwe
des Privatiers, 79 J., ſtarb 28. Dez.
Trauungen auswärt. Paare: Pfarrer Velte.
Beerdigungen auswärts Verſtorbener: Pfarrer
Zimmermann.
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Seite 32.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Januar 1914.
Nummer 10.
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