Abonnementspreis
176. Jahrgang
Inſerate
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
wärts nehmen die Poſtämter u. die
Agen=
werden angenommen in Darmſtadt
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47.
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
ſowie von unſeren Agenturen und
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
gerichtlicher Beitreibungoder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 8 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
ie Meldung der Braunſchweiger N. Nachrichten über
den Zeitpunkt des Einzugs des cherzoglichen
Paares in Braunſchweig wird offiziös
demen=
tiert.
Offiziös wird gemeldet, daß ein Beſuch des Königs
Von Spanien am rumäniſchen Hofe bevor=
Stehe. Der Zeitpunkt ſei noch nicht beſtimmt.
ſPom Dampfer „Volturno” wurden 523 Perſonen
gerettet. Etwa 100 werden vermißt.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
3 Oktober 1813: Einſchließung von Dresden. (
Kapitula=
rion 11. November)
(Letzte Nachrichten ſiehe Seite 4.)
bie Brauchbarkeit der Marines
Luftſchiffe.
Man ſchreibt uns: Das Unglück, das „L. 1” bei
blgoland betroffen hat, veranlaßt den Marine=Baumeiſter
Pletzker, im Oktoberheft der Marine=Rundſchau die
Ver=
bendungsmöglichkeit der Luftſchiffe für
ſſie Marine einer erneuten Prüfung zu unterziehen.
Pin der Bedeutung ausgehend, die die Marine=
Luftſchiff=
ahrt als Mittel der Aufklärung hat — beträgt doch
bei=
vielsweiſe der Radius des ſichtbaren Horizontes bei einer
ſſihe von 500 Metern nicht weniger als 74 Kilometer —
nerſucht der genannte Fachmann zunächſt, wie die
Lei=
füngsfähigkeit der Marine=Luftſchiffe unter normalen
Ver=
ſſältniſſen beſchaffen iſt. Dabei gelangt er nach eingehender
Körterung der techniſchen Grundlagen für die
Trag=
ſhigkeit von Luftſchiffen betreffs dieſer
Haupt=
fage zu dem Ergebnis, daß nur Schiffe großen
Deplace=
ſbents bei der Verwendung über See in Frage kommen.
ie Marine hatte daher, führt Pietzker aus, ſchon „L 1"
ſſteentlich größer als alle bisher vorhandenen Luftſchiffe
uen laſſen und zwar ſo groß, wie es bei der Bauwerft
ſſmals durchzuſetzen war: 22500 Kubikmeter gegen 19000.
2” hat 27000 Kubikmeter, und die folgenden
Marine=
ſſtſtſchiffe werden eine noch größere Steigerung
lſffrveiſen; jedoch muß der Fortſchritt allmählich erfolgen,
ſſr die Feſtigkeit des Gerüſtes nicht vollſtändig durch Rech=
nung zu faſſen, ſondern daneben, mit Rückſicht auf die
Bruchgrenzen der Materialien, durch Verſuche vorſichtig
entwickelt werden muß. Denn es darf nicht vergeſſen
wer=
den, daß ein ſolches Luftſchiff ein Raumgebilde von der
Größe eines mitleren Linienſchiffes iſt, hergeſtellt mit dem
Baugewicht eines größeren Schiffsbeibootes. Zweitens
mahnt die mit der Größe der Luftſchiffe wachſende
Schwie=
rigkeit ihrer Handhabung bei Landung und Abfahrt zu
vorſichtiger Entwickelung.
Unter den nach der Tragfähigkeit zu ſtellenden
Forde=
rungen ſieht Pietzker die Betriebsſicherheit der Motoren
auf eine genügende hohe Stufe gebracht. Auch die größte
Geſchwindigkeit (bei „L 1” etwa 20 Meter=
Sekunden, bei „L 2” etwa 22 Meter=Sekunden) genüge an
den weitaus meiſten Tagen des Jahres, und weitere
Stei=
gerungen der Geſchwindigkeit würden folgen. Die
Aus=
rüſtung mit Scheinwerfern und Maſchinengewehren
mache keine Schwierigkeiten, während beim Funkſpruch
noch einzelne untergeordnete Fragen zu klären ſeien. Die
Hallenfrage ſei mit der Einführung von Drehhallen
durch die Marine faſt ganz gelöſt, da aus ihnen das
Luft=
ſchiff bei jedem Winde, bei dem es überhaupt fahren könne,
herauskomme. Die im Ausbau begriffene
Wettervor=
herſage dürfe für den Ernſtfall nicht ſo hoch eingeſchätzt
und müſſe durch Ausbildung der Führer in der eigenen
Beobachtung von Wetterzeichen ergänzt werden. Die
Orientierung biete unter unbekannten
Windverhält=
niſſen bei Tage und bei Nebel Schwierigkeiten, ohne
des=
halb ein abſolutes Hindernis zu bilden. Ausſichtsreiche
Verſuche, die jederzeit die Orientierung ermöglichen ſollen,
ſeien im Gange. Dieſes Geſamtbild der normalen
Be=
triebsverhältniſſe zeige, daß die heutigen Luftſchiffe für die
Macine brauchbar ſeien. Allerdings wären ſie ſehr vom
Wetter abhängig und vermöchten nicht immer Hochfahrten
auszuführen. Daher wäre die durch ſie geleiſtete
Auf=
klärung nur eine Ergänzung anderer Aufklärungsmittel,
auf die nicht verzichtet werden dürfe; aber die Aufklärung
durch das Luftſchiff könne von ſo einſchneidender
Bedeu=
tung ſein, daß ihre Verwendung trotzdem geboten wäre.
Das Bild der normalen Leiſtungsfähigkeit der
Luft=
ſchiffe wird durch die beſonderen Gefahren der
Luftfahrt ſtark beeinflußt. Dieſe unterſuchend, führt
Pietz=
ker im weſentlichen das Nachſtehende aus: Horizontale
ſchwere Stürme bilden eine geringere Gefahr, als
all=
gemein angenommen wird. Dagegen iſt die
Vertikal=
bewegung der Luft, die am gefährlichſten in
gewitter=
ähnlichen, fortſchreitenden Böen auftritt, eine der größten
Gefahren für die Luftſchiffahrt. Sie kann, wie bei „L. 1‟,
die Steuerfähigkeit aufheben, das Luftſchiff in ungewollte
Höhenlagen hinaufreißen und damit zu ſchweren
Gasver=
luſten führen. Das Hauptgegenmittel beſteht in der
Mit=
nahme eines möglichſt großen Teils des Gewichtes als
Ballaſt in abwerfbarer Form. Für dieſen Zweck kommen
feſte Gewichte nur wenig in Frage, dagegen in hohem
Maße die Betriebsſtoffe. Man hat verſucht, neben einem
gewiſſen Teil Waſſerballaſt, der immer zum Steuern bei
der Landung zurückbleiben muß, die normalen
Betriebs=
mittel, d. h. das Benzin, zum größten Teil abwerfbar
unterzubringen. Das iſt bei „L 1” ſchon geſchehen und bei
„L 2” in noch größerem Maße ausgeführt. Allzu weit
kann man wegen der Notwendigkeit der Aufrechterhaltung
des Maſchinenbetriebs nicht gehen. Das Ziel muß ſein,
ein Luftſchiff von vornherein mit ſo viel Ballaſt zu
kon=
ſtruieren, daß es auch für die ſchwerſten Wetterlagen
immer überflüſſige Gewichte in genügender Menge
vor=
rätig hat. Gegenwärtig muß es noch zur Regel werden,
ſchweren Böen nach Möglichkeit aus dem Wege zu gehen.
Die Entzündungsgefahr des zur Zeit allein in
Betracht kommenden Füllgaſes, des brandgefährlichen
Waſſerſtoffes, erfordert die unbedingte Vermeidung alles
offenen Feuers, wo Waſſerſtoff am und im Schiff auftreten
kann. Dieſe Frage iſt für die Aufſtellung der Motoren,
der Maſchinengewehre, der Scheinwerfer und der
Funk=
ſpruchanlage gelöſt; es bleibt noch eine gewiſſe Gefahr bei
Verletzungen des Schiffes. Die geringe Feſtigkeit
des Gerüſtes, an Land und beim Vorankerliegen im
Sturm unangenehm, weicht einer vermehrten
Widerſtands=
fähigkeit mit ſteigendem Deplacement, weil dann mehr
Gewicht für feſte Ausgeſtaltung wichtiger Teile frei wird.
Endlich dürften die beim Fahren über See
gewon=
nenen Erfahrungen die Konſtruktion günſtig beeinfluſſen.
Auf Grund dieſer Darlegungen gelangt Pietzker zu
dem Schluß, daß auch die beſonderen Gefahren der
Luft=
fahrt die Brauchbarkeit der Luftſchiffe für die Marine nicht
beſeitigen: „Es tritt nur noch mehr in die Erſcheinung,
daß die Leiſtungen der Luftſchiffe eben ſehr vom Wetter
abhängig ſind, und daß es Fälle geben kann, in denen ein
Luftſchiff dem Wetter nicht gewachſen iſt. Aber ſo wenig
wie man zu Zeiten der Segelſchiffahrt aus dem Umſtand,
daß auch die größten Segelkriegsſchiffe nicht allen
Stür=
men gewachſen waren, die Folgerung gezogen hat, auf
die Kriegführung zur See zu verzichten, ebenſowenig darf
man ſagen, daß das Vorhandenſein gewiſſer Gefahren es
rechtfertigt, auf die Entwickelung einer Waffe zu verzichten,
die ſehr häufig zur vollen Wirkſamkeit gelangt und dann
große Dienſte leiſten kann.”
Frau Melodie.
Roman von Cgrl Conte Scapinelli.
(Nachdruck verboten.)
Unten auf der Straße wollte Joſef Rittner einen
faker heranwinken, aber ſie verbot es ihm und ſagte:
ſer Joſef, ſeien Sie doch vernünftig. Sie ſollen ſich
ne unnötigen Ausgaben machen. Nicht wahr, wir
wol=
das nicht einführen, wir wollen doch öfters zuſammen
Ammeln. Ja, ja ſagen Sie nichts, ich weiß, Sie ver=
Anen ſchön, — aber wir warten darauf, bis Ihre
Ope=
ſke eingeſchlagen hat! — Ich finde es viel ſchöner, wenn
r zu Fuß gehen. Da ſieht man mehr. Ich bin doch
re Freundin aus der Provinz und kein
Großſtadtdäm=
hn, dem Sie imponieren wollen.
Joſef Rittner hatte beim Umkleiden daheim Zeit
ge=
t, ſich für den Abend ein Progcamm zu machen.
Vor=
rvollen wir irgendwo ruhig und ſtill und gut ſoupie=
P, wenn Sie geſtatten. Das werden Sie mir nicht
ab=
fagen, Frau Irma?
Heute nicht — aber ſonſt ſchon!
Wir wollen uns doch allerhand erzählen. — Nun ſagen
rnir gleich, was hat denn Ihre Frau Mutter zu mei=
In verrückten Brief g’ſagt?
Seh’n Sie, nun ſagen Sie ſelber, daß er verrückt war.
iner Mama hab’ ich doch dieſen Brief nicht gezeigt,
ſintereſſiert ſich zwar ſehr für Sie — aber abſolut nicht
dieſe Melodien, die mich nach Wien luden! Na, ſie
rike ein wenig, war aber doch einverſtanden Was ſoll
auch machen, wenn man eine ſo große, eigenſinnige,
Anrvillige, launenhafte Tochter hat!
Warum machen Sie ſich ſelber ſchlecht, warum wollen
Ihre Gefühle hinter Launen und Eigenwilligkeiten
Pergen?
Wei ich ſchſt nie weiß a nes Geſiht as
Dam=
iſt, lieber Rittner, ſagte Irma plötzlich ernſt.
Nein, nein, das reden Sie ſich nur ein — Sie wollen
ſich ſelbſt eben die Ehrlichkeit Ihrer Gefühle nicht
einge=
ſtehen!
Sie ſah ihn von der Seite groß an: Meinen Sie?
Ihre Stimme hatte ſchon wieder den triumphierenden
Klang, hinter dem ſich immer ein ſchalkhaftes Lächeln zu
verbergen ſchien.
So waren ſie bis zu einem feineren Reſtaurant
vorge=
kommen, und Joſef Rittner bat Frau Irma, mit ihm
ein=
zutreten. Es war nicht eben gut beſucht, die Kellner
ſtürz=
ten auf die Neuangekommenen, halfen ihnen
dienſtbe=
fliſſen aus den Kleidern. An einem kleinen Fenſtertiſchchen
nahmen ſie Platz. Irma ungeniert und mit den Allüren
einer großen Weltdame, wenn ihr auch dieſes neue Wiener
Milieuſein wenig fremd war und vornehm vorkam.
Joſef verhandelte mit dem Obeckellner über die
Speiſenfolge, indes Frau Irma ihre Handſchuhe abſtreifte.
Bald löffelten beide an einer Suppe. In einer anderen
Ecke ſaßen ein paar junge Herren im Smoking mit einer
aufgeputzten Theaterdame in ihrer Mitte, die das leiſe,
näſelnde Sprechen der Kavaliere durch ihre laute
Luſtig=
keit und ihren echten Wiener Dialekt immer übertönte.
Unwillkürlich horchten Irma und Joſef auf dieſe echten
Töne, die ſo komiſch zu der Gedämpftheit des ganzen
Raumes paßten.
Das hab ich mir vor acht Tagen auch nicht träumen
laſſen, daß ich mit einem Kavalier ſolo in einem Wiener
Reſtaurant ſitzen würde. — Aber das iſt das Behagliche
an der Großſtadt — man trifft nicht überall Bekannte,
man iſt ungeniert” ſagte Irma, während die Suppe
ab=
getragen wurde. Eine ruhige, behagliche Stimmung war
über ſie gekommen, als wäre ſie endlich frank und frei, als
dürfe ſie nun machen, was ſie wolle. — Ein übermütiger
Gedanke kam ihr; auch einmal ſo ausgelaſſen luſtig, ſo
echt ſein dürfen, wie dieſe luſtige Wienerin am andern
Tiſch. Auch einmal ihr Gegenüber beim blonden Schopf
packen zu dürfen, es nach Herzensluſt rütteln und ſchütteln
— und küſſen. Wenn ſie ſich jetzt fragte, ob ſie Rittner
liebe, — dann mußte ſie ſich antworten: Ja. Wie er ſo
vor ihr im ſchmucken Zivil ſaß, da war er natürlich ein
lieber Kerl, da merkte man ihm den Tönedichter an, ſeine
blauen verträumten Augen ſahen ſo unverwandt auf ſie
und blickten doch wie in ein Märchenland. Ob er ſie
er=
löſen könnte. Ob er ſie erlöſen würde?
Ihre Stimme war unwillkürlich weicher geworden.
Wie verträumt legte ſie ihr warmes Händchen auf
Ritt=
ners Hand, die auf dem weißen Linnen des Tiſches lag,
und ſah ihm dazu tief in die Augen. Sie ſprachen nichts,
ſie rührten ſich kaum. Aber über Rittner kam eine innere
Seligkeit. Er fühlte, welcher Reichtum an Gefühlen in
dieſem ſchönen Weibe ſteckte, und fühlte, daß ſie ihm
gut war.
Warum haben Sie ſich ſolange gegen mich geſträubt?
Weiß ich’s. Vielleicht wars Furcht!
Der Kellner brachte den Fiſch. Während er vor Glück
kaum eſſen konnte, ließ ſich Irma das Gerücht prächtig
ſchmecken. Sie plauderte plötzlich luſtig darauf los. Wiſſen
Sie, Joſef, alle Tage ſo leben können, das muß gut und
ſchön machen. Ich möcht furchtbar gern ſehr reich, ſehr
reich ſein.
Joſef erſchrack ein wenig über dieſe Worte. Aber dann
dachte er: Sie iſt wirklich ein verwöhntes Ding. Sie
ge=
nießt alles ſpontan. Und wie zum Troſt meinte er für
ſich: Ich werd ja reich werden — durch ſie — durch meine
Operette, ich muß es ja werden, wegen ihr.
Am liebſten hätte er ihr gleich ſein ganzes Herz
aus=
geſchüttet, ihr klar ihre und ſeine Zukunft gezeigt, aber ſo
zwiſchen Fiſch und Braten, das war nicht die richtige Zeit
dazu. Darum würgte er gehorſam das das Fleiſch
Politiſche Tagesneuigkeiten.
Deutſchland.
— Zu den Unruhen in Neu=Kamerun
wird weiter gemeldet: Eine Abteilung der franzöſiſchen
Grenzexpedition unter Führung des Oberleutnants
Kar=
cher wurde auf dem Marſche nach Ngoila am 19.
Septem=
ber fünf Stunden von Sembe entfernt angegriffen. Zwei
Farbige wurden getötet, einer verwundet, zwei Laſten
gin=
gen verloren. Karcher konnte jedoch mit fünfzig Trägern
von Sembe und fünfzehn Mann vom Begleitkommando
noch Ngoila weitermarſchieren. Für den Poſten Sembe
beſteht keine Gefahr. Sembe verfügt über 29 Gewehre
und iſt zur Verteidigung eingerichtet. Der Bezirksleiter
von Jukaduma war mit einem Büchſenmacher,
Maſchinen=
gewehren und 50 Polizeiſoldaten bereits auf dem Wege
von Jukaduma nach Sembe und muß inzwiſchen dort
ein=
getroffen ſein, desgleichen der Aſſiſtent Kehm, der mit 14
Soldaten unterwegs iſt und weitere 15 Soldaten, die
fol=
gen ſollten. Der weſtlich an Sembe ſtoßende Bezirk Eta
verhält ſich ruhig.
— Die braunſchweigiſche Frage. Das
Wolff=Bureau wird ermächtigt, die Meldung der
Braun=
ſchweiger Neueſten Nachrichten über die endgültige
Be=
ſtimmung, betreffend die Aufhebung des
Bundesratsbe=
ſchluſſes vom 28. Februar 1907, und betreffend den
Zeit=
punkt des Einzuges des herzoglichen Paares in
Braun=
ſchweig, zu dementieren. (Das genannte Blatt hatte
mit=
geteilt, Braunſchweig habe am 10. ds. Mts. durch ſeinen
Vertreter beim Bundesrat den Antrag auf Aufhebung des
Bundesratsbeſchluſſes vom 28. Februar 1907 überreicht.
Ferner ſei der Einzug des jungen Herzogspaares in
Braunſchweig auf den 5. November feſtgeſetzt.)
England.
Die Agrarreform. Lloyd George eröffnete den
angekündigten Feldzug der Regierung gegen den
Groß=
grundbeſitz mit einer Rede in Bedford, in der er ſagte:
Die Homerulefrage und die Trennung von Staat und
Kirche in Wales ſind tatſächlich erledigt. Mit etwas
gu=
tem Willen können die letzten Maßregeln dafür getroffen
werden. Die Regierung hatte den Wunſch, das Volk aus
dem Elend zu erheben. Die Zeit iſt gekommen, gegen die
große Macht der Grundherren vorzugehen. Der Miniſter
verweilte bei den unleidlichen Verhältniſſen der
Landar=
beiter und betonte ſcharf, die Leute müßten anſtändig
be=
handelt und gut untergebracht und es müſſe ihnen der Weg
zum Fortſchritt gebahnt werden. Weiter führte Lloyd
George aus, daß der Großgrundbeſitzer das größte und
zugleich das am wenigſten beaufſichtigte Monopol
dar=
ſtelle. Der größte Teil des Bodens in England befinde
ſich in den Händen weniger Leute, die das Land zur
Wildnis machten, es in dieſem Zuſtand erhalten könnten
und die geſetzliche Befugnis beſäßen, Schlimmeres
anzu=
richten als ein fremder Eindringling in einem eroberten
Lande. Lloyd George übte dann an den Plänen der
Unioniſten zur Behandlung der Landfrage Kritik und
ging dann auf die Lage der Ackerbauer ein und erklärte,
daß die niedrigen Löhne und die Lage der
landwirtſchaft=
lichen Arbeiter eine Schande für das reiche und mächtige
Land ſeien. Zum Schluſſe ſeiner Rede erklärte Lloyd
George, Monopole müßten feſt, gründlich und draſtiſch
behandelt werden. Die ganze Lage müſſe neu geſtaltet
werden, indem man die beſten Arbeitskräfte durch ſichere
auskömmliche Löhne und beſſere Geſamtverhältniſſe auf
das Land ziehe. Man müſſe auch erweiterte
Transport=
gelegenheiten ſchaffen und dabei dem Syſtem ein Ende
machen, unter dem gewiſſe Eiſenbahn=Geſellſchaften
frem=
den Ländern zweifellos eine Bevorzugung gewährten.
Niederlande.
Einſetzung eines Schiedsgerichts im
Haag. Es wird die Einſetzung eines Schiedsgerichts
zwiſchen Frankreich, England und Spanien einerſeits und
Portugal andererſeits vorbereitet, das ſich mit der Frage
der Konfiszierung des Eigentums der zu obengenannten
Staaten gehörigen Kongregationen, die ſeitens der
portu=
gieſiſchen Republik erfolgt iſt, beſchäftigen ſoll.
Serbien.
Einberufung der Skupſchtina. Das
Amtsblatt veröffentlicht einen Erlaß des Königs, wodurch
die Skupſchtina für den 14. Oktober zur ordentlichen
Herbſtſeſſion einberufen wird. Wie verlautet, wird der
König am 17. Oktober die Seſſion mit einer Thronrede
eröffnen.
Mexiko.
Der Staatsſtreich Huertas. Nach einer
Meldung, die das Staatsdepartement aus Mexiko erhalten
hat, wurden alle Deputierten, die gefangen geſetzt worden
waren, wieder freigelaſſen. Nach einer Meldung aus der
Stadt Mexiko berichtete ein Augenzeuge der Ereigniſſe, die
ſich bei der Beſetzung von Torreon durch die Aufſtändiſchen
abſpielten, daß neun Spanier getötet worden ſeien.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 13. Oktober.
Provinzialausſchuß. Die Tagesordnung zur Sitzung
des Provinzialausſchuſſes der Provinz Starkenburg am
Mittwoch, den 22. Oktober vormittags 9½ Uhr, lautet:
1. Geſuch des Georg Rühl aus Darmſtadt um Erlaubnis
zum Betriebe einer Schankwirtſchaft im Hauſe
Teichhaus=
ſtraße 34. 2. Klage des Ortsarmenverbands Gießen gegen
den Landarmenverband Darmſtadt wegen Erſatz von
Pflegekoſten für Johannes Löb aus Lauterbach. 3.
Ein=
wendungen gegen die Bürgermeiſterwahl zu Ober=Roden
vom 8. März 1913; am Samstag, den 25. Oktober:
1. Klage des Ortsarmenverbands Darmſtadt gegen die
Vereinigte Ortskrankenkaſſe wegen Erſatz aufgewendeter
Krankenhauspflegekoſten für Roſa Bender aus Roth. 2.
Klage des Ortsarmenverbands Frankfurt a. M. gegen den
Ortsarmenverband Offenbach a. M. wegen Uebernahme
des berufsloſen Georg Schaub aus Seligenſtadt. 3.
Ge=
ſuch des Chriſtoph Hübner von Offenbach um Erlaubnis
zum Betriebe einer Schankwirtſchaft im Hauſe
Leſſing=
ſtraße 25 zu Offenbach. 4. Geſuch des Johannes Eckert
zu Höchſt i. O. um Erteilung der Konzeſſion eines
Ge=
ſindevermieters
* Heſſiſches Taubſtummenheim. So dankbar
anzuer=
kennen iſt, was die öffentliche Wohlfahrtspflege in den
Taubſtummenanſtalten und Siechenhäuſern unſeres Landes
bisher für die körperliche und geiſtige Ausbildung der
Taubſtummen getan hat, ſo ſind dieſe Gehörloſen doch
trotzdem durch ihr körperliches Gebrechen und die damit
verbundene geiſtige Hemmung inmitten der Hörender
einer gewiſſen Vereinſamung ausgeſetzt und im Kumpf
ums Daſein benachteiligt, was insbeſondere im Alter und
im Falle der Arbeitsloſigkeit und Arbeitsunfähigkeit
zu=
tage tritt. Deshalb haben ſich am 2. Juni 1912 viele
Taubſtumme unſeres Landes ohne Unterſchied des
Stan=
des und der Konfeſſion zu einem Heſſiſchen
Taub=
ſtummen=Verband zuſammengeſchloſſen, der ſei
nen Sitz in Darmſtadt hat. Dieſer Verband will
ſei=
nen Mitgliedern größere Sicherheit und praktiſche
Unter=
ſtützung bieten und ein Hort geiſtiger Förderung und
reli=
giös=ſittlicher Erziehung ſein. Als letztes Ziel wird die
Errichtung eines heſſiſchen Taubſtummenheims
erſtrebt, wie ſolche in anderen Ländern unſeres deutſcher
Vaterlandes längſt beſtehen und mit Segen wirken. Ir
dieſem Heime ſollen unſere Taubſtummen in den Tager
der Krankheit, der Altersbeſchwerden und Arbeitsloſigkeit
Unterkunft und Pflege finden. Gerade unter ſolchen
Schick=
ſalen bedarf der Taubſtumme doppelt verſtändnisvoller
Pflege und des tröſtlichen, erleichternden und
ermutigen=
den Umganges mit ſeinen Schickſalsgenoſſen, da er als
Gehörloſer und erſt nachträglich Entſtummter nur zu leicht
mißverſtanden und dadurch mißhandelt oder wenigſtens
zur Zielſcheibe des Spottes und ein Opfer der Rückſichts
loſigkeit wird. Gewiß ſoll die Selbſthilfe der
Taubſtum=
men zur Erreichung jenes hohen Zieles nicht
ausgeſchal=
tet werden, ſie ſei ihnen vielmehr eine Erziehungsſchule
zur Selbſtverleugnung und Selbſtbehauptung, aber ihre
ſpärlichen Mittel reichen oft kaum über die Befriedigung
ihrer perſönlichen Lebensbedürfniſſe. Darum müſſer
ſie ſich vertrauensvoll an die Mildtätigkeit edler
Menſchen=
freunde wenden, die die Dankbarkeit für ihre und der
Ihren geſunde Sinne zum Opfer für ihre leidenden Brü
der und Schweſtern doppelt willig macht. Am Sonntag,
den 9. November, ſoll nun hier in Darmſtadt eine vom
Heſſiſchen Taubſtummen=Verband veranſtaltete
Abend=
unterhaltung ſtattfinden, auf die jetzt ſchon
hinge=
wieſen ſei. Sie wird im Kaiſerſaal (Grafenſtraße)
abge=
halten und ihr Reinertrag kommt dem heſſiſchen
Taub=
ſtummenheim zugute. Außer namhaften Künſtlern, die
für dieſe gute Sache geworben ſind, werden Taubſtumm=e
von Mainz und Offenbach mitwirken und ein Stück zur
Aufführung bringen, das die Not der Taubſtummen und
den Segen eines Taubſtummenheims darſtellt, und zuletzt
auch die Anweſenden durch eine Scherzpantomime
erhei=
tern. Dieſe Darbietungen dürften gewiß viele anziehen.
Herr Profeſſor D. Dr. Diehl aus Friedberg, der den
Taub=
ſtummen Darmſtadts Gottesdienſte hält, hat eine An=
ſprache übernommen. Näheres iſt demnächſt aus den
An=
zeigen zu erſehen.
St. Der Verein für Handlungskommis von 1858
(Kaufmänniſcher Verein) in Hamburg, Bezirk Darmſtadt,
feierte am Samstag ſein Stiftungsfeſt mit Bäll
unter Mitwirkung von Frau Elſe Arnold, hier, und
Herrn Franz Herrmann vom Großherzoglichen
Hof=
theater Darmſtadt, ſowie des Herrn Heinrich Arnold und
einer Abteilung der Kapelle des Großh. Heſſ. Artillerie
Regiments Nr. 61. Das Programm des Abends bracht
außer muſikaliſchen Darbietungen, Geſangsvorträgen und
Rezitationen, die durchweg mit vielem Beifall
aufgenom=
men wurden, ein extra für dieſen Abend verfaßtes neues
Theaterſtück zur Uraufführung: „Ein Aufruhr im kau
männiſchen Erholungsheim” Poſſe mit Geſang und Tan
in zwei Akten von S. Guttmann. Das Stück iſt flot
geſchrieben und reich an witzigen Pointen, im einzelnen
bühnenwirkſam aufgebaut, ohne natürlich Anſpruch al
literariſche Bewertung zu machen. Es ſchildert
anſchau=
lich das Leben im Kaufmannserholungsheim, wo es de
jungen Kaufleuten gar zu langweilig und geiſttötend iſ
ohne die ſonſt gewohnte, hier aber ſtreng verpönte Damen
geſellſchaft. Da bringt dann ein willkommenes Gewitte
vor dem ein Damenpenſionat im Heim Schutz ſucht, d
willkommene Gelegenheit zur Erfüllung aller Wünſche.
wird dem Hausmeiſter ein Schnippchen geſchlagen, Ve
lobungsſzenen werden entriert uſw., kurz, man amüſier
ſich, da ſich das Herz zum Herzen findet. Die Gelegen
heit zur Situationskomik hat der Autor recht geſchickt aus
genutzt. An der Aufführung wirkten mit die Herren F1
Schelle, Fritz Foell, Otto Thöt, Gottf. Ruf, Willy Babel
Ludw. Zentner, Fritz Griebel, Willy Storck, Frz. Herk
mann, und die Damen: Elſe Arnold, Leni Lorz, Mariechen
Lanz, Paula Endner, Anni Maul, Lina Fraatz, Ann
Bernhardt, Käte Trompp, Lina Fries, ferner in den vor
kommenden Tänzen, Menuett, getanzt von den Damen
Graßmann, Haas, Lanz, Lorz, Pfersdorf und Welſc
Schmetterlingstanz, getanzt von den Damen Badten
Bernhardt, Endner, Fraatz, Fries und Trompp, Kunſt
walzer, getanzt von den Damen Lanz und Maul. Beſon
ders erfolgreich ſpielte Herr Herrmann und Frau Elſt
Arnold, deren Darſtellungskunſt natürlich den Dilettar
tismus weit überragte. Bei den Tänzen wurde auch mit
Beleuchtungs= und ſonſtigen Bühneneffekten gearbeitet
Das Publikum nahm die Neuheit mit lebhaftem Beifal
auf. Der Vorſitzende des Bezirks Darmſtadt, Herr Tölke
hatte zu Beginn des Abends in einer ſchneidigen An
ſprache den Gäſten das Willkommen entboten.
* Der Bezirksverein Beſſungen hält, wie aus dem
Anzeigenteile erſichtlich iſt, am kommenden Mittwochabend
im Gaſthaus bei Frau Volle eine Mitgliederverſammlun
ab, um zu den Stadtverordneten=Wahlen Stellung
nehmen.
* Blühender Obſtbaum. Im Vorgarten des Hauſes
Viktoriaſtraße 72 ſteht ein Zwergobſtbäumchen (Birne)
voller Blüte.
Schwimmfeſt im Hallenſchwimmbad.
St. Das von der Schwimmabteilung der Turngemein
Darmſtadt am Sonntag, nachmittags 3 Uhr, im Städtiſchen
Hallenſchwimmbad veranſtaltete Schwimmfeſt, unter
teiligung der Schwimmer=Riegen der Turnvereine von
Frankfurt a. M., Offenbach und Wiesbaden ſowied
Schwimmklubs „Jungdeutſchland‟=Darmſtadt hatteſich
zahlreichen Beſuches zu erfreuen und erbrachte in ſpo
licher Beziehung außerordentlich erfreuliche Reſultate.
iſt um ſo bemerkenswerter, als das Schwimmen ja
jüngſte Zweig der mannigfaltigen Sportbeſtrebungeſ
Darmſtadts iſt. Iſt ſchon die Zahl derjenigen, dierd
außerordentlich wertvolle Geeignetheit des Schwimme
zur Erſtarkung und Geſunderhaltung des Körpers erkann
haben und ſich mit Leib und Seele dem ſchönen Waſſel
ſport hingeben, ſehr erheblich geſtiegen, und zwar von
jüngſten Zögling bis zu den alten Herren, ſo darf
rein ſportlicher Hinſicht konſtatiert werden, daß auch die Len
ſtungen im Einzelnen vielfach beſſer geworden ſind.
allem machte ſich dem Beſucher der wohl auf die turne
riſche Erziehung zurückzuführende Zug ſtrammer
Diſti=
plin angenehm bemerkbar. Wie das beim Turnen üblich
hat man ſich von der Züchtung einzelner Bravourleiſtun
gen wieder mehr der Erzielung vor allem exakt ausg
führter und zweckmäßiger Uebungen — der Pflichtübungen
zugewendet. Das kommt aber auch den Höchſtleiſtung
gen wieder zugute, zu denen in dieſer Kleinarbeit
derBo=
den vorbereitet wird. So waren geſtern auf allen Gebie
ten die Leiſtungen der Schwimmer durchweg vorzüglich
wobei natürlich den Zöglingen manches nachgeſehen wer
den muß.
Ein Aufſchwimmen ſämtlicher Teilnehmer
eröff=
nete die Darbietungen. Im Anſchluß daran hielt Hen
Gauturnwart Maurer eine Anſprache, in der er die Bes
deutung des Schwimmſports pries und ſich kurz über die
Entwicklung dieſer jüngſten Sportabteilung der Turnge=
hinunter, begnügte ch damit, ſie anzuhimmeln und ſchenkte
ihr nur dann und wann ein Gläschen Wein ein und trank
ihr ſtumm zu.
Nun hatte der Kellner abgetragen. Frau Irma zündete
ſich eine Zigarette an, Joſef eine Havanna. Der Sekt ſtand
diskret zu ſeinen Füßen.
Nun war es Zeit. Er wechſelte ſeinen Platz, ſetzte ſich
zu ihr hinüber, nahm wohl auch ihr weiches Händchen.
Irma, nun wollen wir zwei einmal ehrlich zu einander
ſein. Was ich für Sie fühle, was Sie mir ſind, das ahnen
Sie längſt, das fühlen Sie aus allem. Sie, Sie ſind meine
Melodie, der reiche Schatz, aus dem ich armer Sterblicher
ſchöpfe!
Warum ſagen Sie das alles? ſagte ſie leiſe und
nervös.
Warum? Weil wir zuſammen gehören. Die Muſe
und der Künſtler!
Aber wir ſind doch beiſamen! Ihr Herz begann jäh
zu pochen, nein, nur nicht ſich ſchon am erſten Tage binden,
nur nicht gleich für die Gefühle und Beziehungen Formen
und Regeln erſinnen.
Warum quälen Sie mich? Sind Sie mir denn gar
nicht gute?
O, ſehr, ſehr lieber Joſef, aber wir ſind doch freie
Menſchen, die nicht gleich für alles Formen und Regeln
brauchen. Wenn Sie mich lieben, gut, — wir wollen recht
froh und glücklich ſein, und wenn ich Ihrer Kunſt nützer
kann, gern will ich Dir dienen. Aber nur keinen Zwang,
nur keine dumme raſche Verlobung. Wir ſind doch reif
und frei, — und wollen erſt ſehen, ob ſich ſo ein Verſprechen
fürs Leben lohnt. — Seien Sie vernünftig, Joſef,
wahr=
haftig ich meine es gut mit uns — und drängen Sie mich
nicht zu ſehr, — ich bin ein freudlos Weiblein, — ich
möchte ſo gern das Glück ſehen und feſthalten. Gut bin ich
Ihnen, ſehr gut, wie keinem Mann auf Erden — aber nun
ſpielen Sie mir was vor, nun laſſen Sie mich Ihre neueſten
Weiſen erſt hören!
Hier geht es nicht! ſagte er ſtockend.
Warum nicht, dort ſteht ein Klavier. Die paar
Leut=
chen an den Nebentiſchen werden nur froh darüber ſein.
Später, ſpäter wenn die fort ſind. Ein Rauſch von
Freude und Glück war über Joſef Rittner gekommen.
Was war das für ein köſtliches Weib, — wie ging ſie allem
Banalen und Abgeſchmackten aus dem Wege,
Servus, Rittner!
Er ſah ſich faſt erſchreckt um. An ſeinem Tiſch kam ein
Zug junger Leute vorüber: Die beiden Erlingerbuben,
noch ein, zwei, und zum Schluß der reiche Bergauer, ein
Herr, ſtark in die Vierzig, mit einem wohlgepflegten,
grauen Spitzbart und einer ſpiegelglatten Glatze, ſehr
ele=
gant, ſehr ſchlank, ein typiſcher Vertreter der Wiener
Lebe=
welt, der aus ſeinen Fabriken ein ſehr ſchönes Jahresgeld
bezog.
Sie alle grüßten freundlich, ja ein bißchen
unver=
ſchämt herüber. Es lag in ihrem verſchmitzten Lächeln
das Joſef wohl verſtand. Es hieß ſo viel als: So, ſo,
da treibſt Du Dich mit Deinen Damen herum. — Deir
Geſchmack iſt gut! Und ein weiterer Blick ſagte: Wer iſt
das Weib? Dame oder nicht?
Bekannte wohl! ſagte Irma, die das gar nicht zuge
nieren ſchien.
Ja, ja, Jugendfreunde und entfernte Bekanntege
miſcht.
Sie werden ſie begrüßen wollen. Bitte, laſſen Sie ſich
nicht ſtören. Wenn’s Ihnen recht iſt, ſetzen wir uns zu
Ihnen. Ich lerne gerne Menſchen kennen, und eigentlich
iſt’s viel netter, wenn wir am erſten Abend, beim erſten
Bummel mehr ſind!
Das ärgerte ihn ein wenig. Aber er wollte nicht, däß
die Herren Irma gering einſchätzten. Er erhob ſich alſo
ging auf ſie zu ſchüttelte ihnen möglichſt unbefangen die
Hand.
Aber wir ſtören Dich!
Durchaus nicht. Ich bin nur mit einer Dame aus
Arad zuſammen, die niemand anderen Bekannten hier hat,
Es wird uns freuen, wenn ihr uns Geſellſchaft leiſtet!
Felix Bergauer fragte noch liſtig: Stören wir
wirk=
lich nicht?
Wenn ich ſchon ſage, lieber Bergauer, aber gar nichtl
Sie ſind neidlos, wie immer. Wir werden
ſelbſtveg=
ſtändlich glücklich ſein, der Dame vorgeſtellt zu werden,
Sie iſt ja wunderhübſch!
Irma begrüßte die Geſellſchaft ſehr gnädig, aber
liebenswürdig, man kam gleich in ein Geſpräch, das in der
Form, in der es Irma zu führen wußte, keinen Zweifel
ließ, daß ſie eine wirkliche Dame von Welt ſei, was Herrn
Felix Bergauer ein wenig verſtimmte.
(Fortſetzung folgt.)
meinde verbreitete, und die mit einem dreifachen Gut
Naß” auf den Schwimmſport und ſeinen tatkräftigen För=
Derer, Se. Kgl. Hoh. den Großherzog, ſchloß. Es
olgte ein Lagen=Stafettenſchwimmen, in dem
Der Schwimmklub „Jungdeutſchland” hervorragend
ab=
ſchnitt. Das Springen der Zöglinge, das allgemeine
Kür=
pringen und das Hauptſpringen zeigten im ganzen ſowie
m einzelnen Leiſtungen von höchſten Qualitäten. Hier
waren es wohl die Mitglieder der Turngemeinde,
die am beſten abſchnitten, wenn auch Frankfurt und
Wies=
baden vorzügliches leiſteten. Außerhalb des Programms
warteten Mitglieder des Turnvereins Frankfurt mit einer
Neuerung für Darmſtadt auf, mit einem Figuren
chwimmen, das lebhaften Beifall erntete.
Der Großerzog und Prinz Heinrich von
Preußen wohnten dem Schwimmfeſt bei.
Die Wettberwerbe hatten folgendes Ergebnis:
Jungdeutſchland.
Stafetten=Schwimmen:
Darmſtadt, 129 Sek., 2. derſelbe, 136 Sek., 3. Tv. Frankfurt.
37 Sek. — Hindernis=Schwimmen: 1. R.
Neu=
mann, Tad., 96 P., 2. K. Ernſt, Tgd., 96½, 3. Fritz
Jedtler, Tgd., 104. — Teller=Tauchen: 1. Milken,
Jungdeutſchland Darmſtadt, 10 Teller, 1. Kähring, Tv
Wiesbaden, 10, 2. Wißner, Jungdeutſchland Darmſtadt,
,3. Franz Hedtler, Tgd. D., 8. — Zöglings=
Sprin=
gen . 1. Breuer, 44 P., 2. Ernſt, 35, 2. Keil, 35, 3.
Bohr=
müller, 34. — Schnell=Schwimmen: a) Bruſt
nter 17 Jahren: 1. Herbert, Jungdeutſchland Darmſtadt,
2,4 Sek., 2. Selzam, Jungdeutſchland Darmſtadt, 34 Sek.,
Preiſendörfer, Tv. Offenbach, 36½ Sek.; b) Bruſt,
pber 17 Jahren: 1. Enders. Jungdeutſchland Darmſtadt
15 Sek., 2. Schuſter, Tv. Frankfurt, 1.16,3, 3. Friſchkorn
Cv. Wiesbaden, 1.24,1. — e) Beliebige Schwimmart
1- Lang, Jungdeutſchland Darmſtadt, 0,59½ Sek., 2. Barth,
Tv. Frankfurt, 1,06 Sek., 3. Fritz Himmen, Turn= und
ſechtklub Frankfurt, 1.07,2 Sek. — Hauptſpringen:
Gg. Grohe. Tgd. Darmſtadt, 186 P., 2. Köring, Tv
Wiesbaden, 175, 3. Franz Hedtler, Tgd. Darmſtadt, 167
Otto Löwer, Tgd. Darmſtadt, 160, 5. Bitſch, Tv
Frankfurt, und Granold, Tgd. Darmſtadt, je 151 P.
Streckentauchen: 1. Heidenreich, Tgd. Darmſtadt
0.51 Sek., 2. Köring, Tv. Wiesbaden, 0,52, 3. Pfannmüller,
Waſſerball=
Sungdeutſchland Darmſtadt, 1,05.
ſpiel: Tv. Frankfurt gegen Turngemeinde Darmſtadt:
5 z0.
Interne Polizei= und Schutzhund=Hauptprüfung.
g. Nachdem am Samstag eine Vorführung von
Poli=
zeihunden außer Wettbewerb vorausgegangen war, wobei
leſonders intereſſant die Prüfung der Brauchbarkeit der
unde für Sanitätszwecke war, erfolgte geſtern eine
Vor=
frührung und Bewerbung von Polizei= und
Schutzhunden. Es wurden 22 Hunde zur Prüfung
torgeführt, die auf dem Sportplatz zur Windmühle (
Pal=
luswieſenſtraße) vor ſich ging. Das geſamte Programm
urde trotz des am Vormittag faſt unabläſſig fallenden
Fegens erledigt. Waren am Vormittag naturgemäß nur
n enige Zuſchauer anweſend, ſo war der Beſuch der Vor
fi hrungen am Nachmittag erfreulich gut. Die vorgeführten
Kunde zeigten faſt durchweg eine ausgezeichnete Dreſſur
und die Leiſtungen waren gut und die des Airedale=
Terriers Rolf v. d. Riedburg des Herrn
Kriminalſchutz=
manns Weber ſogar völlig einwandfrei. Dieſem konnte
deshalb auch der erſte Preis zuerkannt werden. Zur
Aorführung gelangten Gehorſamsübungen wie
Linenführigkeit, Folgen frei bei Fuß, Ablegen,
Heran=
ſemmen, Lautgeben, Platzmachen, Setzen, Apportieren,
Foringen 2,50 Meter hoch, Springen mit Apportieren,
Be=
pachen von Gegenſtänden und Futter verweigeen. Die
blande bewältigten faſt ſämtlich glatt die 2,50 Meter hohe
Foringwand, auch mit dem zu apportierenden Gegenſtand.
lluch im Futterverweigern eine der wichtigſten
Gehor=
amsübungen, zeigten ſich die guten Fortſchritte der
Dreſ=
ur. Als Mannarbeit wurden vorgeführt Revieren,
Perbellen des Gefundenen, Transport des Gefundenen,
rteidigung des Führers, Verfolgung des Flüchtigen,
Btwachen und Feſthalten, Ablaſſen, Hieb= und
Schuß=
eſ igkeit, Geſamtappell. Hierbei zeigte ſich, daß die Hunde
at durchweg ohne Furcht vor Schußwaffen ſind, doch
ſünchten noch viele den Stock, worauf teilveile bei der
Dreſ=
ur anſcheinend nicht der genügende Wert gelegt wird.
lcberraſchen mußte aber trotzdem die große Zahl wirklich
orzüglich dreſſierter Hunde, wovon wohl dem Wirken des
beſſiſchen Polizei= und Schutzhunde=
Ver=
ſims (Sitz Darmſtadt) das größte Verdienſt zukommt,
ſenn durch derartige Prüfungen wird der einzelne
Hunde=
eſitzer auf Fehler aufmerkſam gemacht, er ſieht andere
ſiethoden und wird zu weiteren Bemühungen angeſpornt,
lmo er erhält ſchließlich für ſeine Arbeit Anerkennung.
Die nach den Vorführungen am Abend in dem
gemüt=
lichen Saale zur Windmühle vorgenommene
Preisver=
teilung ergab folgendes: 1. Rolf v. d. Riedburg, Airedale=
Terrier, Beſ. und Führer Kriminalſchutzmann Weber;
2. Cäſar v. Neideck. Deutſcher Schäferhund, Beſ. und
Füh=
rer Schutzmann Jäger; 3. Thyro v. d. Saar, Dobermann,
Beſ. Provinzialarreſthaus Darmſtadt, Führer Schutzmann
Roth; 4. Prinz v. Nieder=Modau, Deutſcher Schäferhund,
Beſ. und Führer Schutzmann Roth; 5. Bachus v. Otzberg,
Deutſcher Schäferhund, Beſ. Landesirrenanſtalt
Heppen=
heim, Führer Feldſchütz Kohl, Heppenheim; 6. Nelly von
Darmſtadt, Deutſche Schäferhündin, Beſ. und Führer Lud.
wig Küchler, Langen; 7. Alma v. Darmſtadt, Deutſche
Schäferhündin. Beſ. Sanitätsrat Dr. Michel, Babenhauſen
Führer Bahnbeamter Gruber, Babenhauſen; 8. Rolf von
Recklinghauſen, Deutſcher Schäferhund, Beſ. Dipl.=Ing.
Witterſtätter, Oppenheim, Führer Schutzmann Jäger,
Darm=
ſtadt; 9. Lord, Dobermann, Beſ. und Führer Sergeant
Steinmann, Babenhauſen: 10. Alona v Darmſtadt,
Deutſche Schäferhündin, Beſ. und Führer Schutzmann
Seng; 11. Lady v. d. Hirſchbach, Deutſche Schäferhündin,
Beſ. Kapellmeiſter Otto, Führer Hundeaufſeher Klotz; 12.
Hex=Surop, Deutſche Schäferhündin, Beſ. und Führer
Re=
ſtaurateur Franz Buttler; 13. Alla v. Raichshain, Deutſche
Schäferhündin, Beſ. und Führer Gärtner Gläſer,
Gries=
heim; 14. Flock von Weinheim, Rottweiler des Herrn
Achen; 15. Tell v. d. Körnerwieſe; Deutſcher Schäferhund,
Beſ. und Führer Hild, Griesheim; 16. Lord v. Main,
Airedale=Terrier, Beſ. und Führer Schutzmann Hauſer:
17. Bella v. Main Rottweiler, Beſ. und Führer
Schutz=
mann Fries: 18. Taſſo v. Nieder=Modau, Deutſcher
Schä=
ferhund, Beſ. und Führer M. Klappich; 19. Prinz v.
Taif=
lingen, Rottweiler, Beſ. Großh. Polizeiamt Darmſtadt
Führer Schutzmann Landmann; 20. Rex v. Mümlingtal,
Airedale=Terrier, Beſ. und Führer Kaufmann Rudi; 21.
Airedale=Terrier des Herrn Fricka; 22. Wotan v.
Hohen=
horſt Airedale=Terrier, Beſ. und Führer Fabrikant Buſch.
Führerpreiſe à 10 Mark erhielten: 1.
Kriminalſchutz=
mann Weber, 2. Schutzmann Jäger, 3. Schutzmann
Roth. 4. Schutzmann Seng; à 5 Mark: Herr Küchler=
Langen, Gruber Babenhauſen, Sergeant
Stein=
mann=Babenhauſen und Herr Achen=Darmſtadt. Den
Ehrenpreis (10 Mark) für beſte Naſenarbeit am Samstag
erhielt Kriminalſchutzmann Weber für Rolf, ferner
er=
hielt Herr Weber ebenfalls für Rolf den von Fräulein
Suſanne Homann für den beſten Airedale=Terrier
aus=
geſetzten Ehrenpreis. — Erfreulich iſt es, daß die Zahl der
Preiſe auf Dobermänner gegen früher bedeutend
ge=
ſtiegen iſt. Das ſchwierige Amt als Preisrichter hatten
übernommen Herr Polizeirat Krämer, Revierpolizei=
Kommiſſär Lindemann, Ingenieur Buſchbaum und
Herr Seitz. Prüfungsleiter war Kriminalſchutzmann
Weber.
Reich und Ausland.
Leipzig, 11. Okt. (Der Ehrengerichtshof für
deutſche Rechtsanwälte) hat nach faſt 12
ſtündi=
ger Sitzung unter dem Vorſitz des
Reichsgerichtspräſiden=
ten Freiherrn von Seckendorf das Urteil des
Ehren=
gerichtshofes der Berliner Anwaltskammer gegen den
Rechtsanwalt Alsberg wegen Verletzung der
an=
waltlichen Standesſitten aufgehoben und Alsberg
freige=
ſprochen. Die Verurteilung des Rechtsanwalts Jaffs
die insbeſondere wegen ſeines Angriffs auf den
Juſtiz=
miniſter Dr. Beſeler erfolgte, zu einem Verweiſe und
1000 Mark Geldſtrafe, beſtätigte der Gerichtshof. Die
Be=
rufung Jaffés wurde verworfen.
Letmathe, 11. Okt. (Straßenbahnunfall.)
Geſtern abend ſtieß ein aus Hohenlimburg kommender
Wagen der Straßenbahn in der Nähe des
Krankenhau=
ſes auf einen von Letmathe entgegenkommenden Wagen
und riß dieſen mit zurück. Beide fuhren in raſender Fahrt
ins Dorf. Auf dem Marktplatz ſprangen beide Wagen
aus den Schienen und riſſen die Leitungsmaſten der
Lichtleitung um, wodurch der ganze Ort in
Dunkel=
heit geſetzt wurde. Sechs Perſonen wurden ſchwer
verletzt; zwei Kinder wurden von den herabſtürzenden
Leitungsmaſten getroffen, eins davon iſt ſchwer
ver=
brannt.
Sala (Schweden), 11. Okt. (Attentat auf ein
Automobil.) Als heute nachmittag ein Mann den
Weg von der Gronſinka=Staatsforſt nach der
Eiſenbahn=
ſtation Vorndal fuhr, entdeckte er, daß an einer
Weg=
biegung die Straße mit großen und kleinen Steinen
vollſtändig bedeckt war. Prinz Wilhelm von
Schweden, der zweite Sohn des Königs, ſollte mit
ſei=
nem Jagdgefolge kurz darauf auf der Fahrt nach dem
Großherzogliches Hoftheater.
Sonntag, 12. Oktober.
Mignon.
W-l. Die Thomasſche Oper „Mignon” gelangte
ſſite neuinſzeniert und neueinſtudiert zur Aufführung,
nd durch dieſe neue Aufmachung wurde das Intereſſe
der Oper wieder aufgefriſcht. Die beſſernde Hand des
Kirn Regiſſeurs Nowack machte ſich nicht nur in der
ſerinſzenierung, ſondern auch in der Neubelebung der
frdlung bemerkbar, und die ganze Aufführung
ver=
t viel Stil und Schwung.
Im erſten Akte war der Platz vor dem Wirtshaus
ſm. goldenen Hirſch durch neue Arrangements belebter
ſn orden. Höchſt geſchmackvoll war im zweiten Akte das
bidoir der Philine, in dem der Toilettentiſch von dem
fr gen Raum durch eine aufgeſtellte Wand abgeſondert
hr, hinter der Philine die Künſte ihrer Koketterie
ſpie=
ſt ließ, um Wilhelm in ihre Netze zu ziehen. Dieſe Szene
hr durch die neue Regie ganz umgeformt worden und
An ganz anderer Wirkung, wie früher. Die Parkſzene
ſtte ebenfalls eine Verbeſſerung und Verſchönerung
er=
hhren: im Hintergrund ein von Baumgruppen umrahm=
Teich, rechts eine große lebende Hecke und links der
ſrillon des Palaſtes. Im dritten Akte hatte man vom
Nürern des Palaſtes Cypriani, auf deſſen Veranda Mig=
An unter Lorbeer und blühenden Bäumen ſchlummerte,
Atern Blick auf das vom Mond beſchienene Meer, auf dem
Merichtete Nachen vorüberfuhren.
War der Einfluß der Regie aus der lebensvolleren
Affaſſung und Ausgeſtaltung der Rolle der Kokette Phi=
If zu erkennen, ſo war auch aus der des Laertes, die
Bertram im geſchraubten Pathos des Komödian=
C.
ſprach, eine wirkliche Rolle gemacht worden. Die muſi=
1.
chen Neuerungen beſtanden darin, daß mehrere „Striche
i er aufgemacht” worden waren, ſo im erſten Akte
rie Wilhelms „Froh und frei will ich eilen” und der
Mt=
ſied der Mignon, im Anfang des zweiten Aktes das
hſfigal des Laertes „Habe Mitleide”, das an die Me=
Ieſi des graziöſen Vorſpiels anknüpft, und außerdem
kleinere Striche.
eit
Durch dieſe Neuinſzenierung und Verbeſſerungen hat
die Oper ohne Zweifel nicht unweſentlich gewonnen.
Die Titelpartie, die früher Frl. Geyersbach geſungen
hat, ſang erſtmalig Frl. Jacobs, und es iſt gewiß ein
Beweis von großer Vielſeitigkeit, daß dieſelbe Sängerin
die Knuſperhexe, die Acuzena und die Mignon ſingen
kann. Abgeſehen von der dem Vorbild der Mignon nicht
ganz entſprechenden äußeren Erſcheinung hat Frl. Jacobs
alle Bedenken zerſtreut, die ſich an dieſe Beſetzung
knüpf=
ten, ja, man muß ſagen, daß durch ſie überraſchende
ton=
liche Wirkungen gezeitigt wurden, deren Soprane nicht
fähig ſind, namentlich gilt dies von dem Mignonlied (das
übrigens, wie das Steyriſche Lied, in langſamerem,
letz=
teres wohl zu langſamem, Tempo genommen wurde) und
der Parkſzene, in der die meiſten Mignon=Sängerinnen
tonlich verſagen. Frl. Jacobs hatte auf die geſangliche
Durcharbeitung der Partie außerordentliche Sorgfalt
ver=
wendet, die zur Folge hatte, daß ihr Ton ſich heute in
gleichmäßiger Ruhe und Schönheit entfaltete und manche
Einzelheiten der Partie zu neuer Geltung gelangten. Die
Anſicht, daß die Mignon=Partie nur durch eine Sopran
ſtimme geſungen werden muß, wie bisher hier immer
ge=
ſchehen, iſt danach vom muſikaliſchen Standpunkte aus
nicht haltbar. Auch die Darſtellung der Rolle durch Frl.
Jacobs verriet viel Takt und künſtleriſches Empfinden
alles in allem ein ſchöner Erfolg!
Auf die übrige Beſetzung, die dieſelbe geblieben war.
kommen wir heute nicht weiter zurück. Herr
Glober=
ger ſang die Rolle des Wilhelm tonprächtig und ſchön,
Frau Kallenſee die der Philine mit gewohnter
Zu=
verläſſigkeit, Herr Semper die des Lothario mit Wärme
und ſchönem Pathos, Herr Thomſens Friedrich war
von draſtiſcher Komik.
Herr Kapellmeiſter Lert leitete die Aufführung mit
ganzer künſtleriſcher Hingabe, und der einheitliche Zug,
der durch die ganze Aufführung ging, und das hohe
künſt=
leriſche Niveau, auf dem ſie ſich hielt, waren ſein
Ver=
dienſt.
Nach Schluß der Vorſtellung erſchien mit den
Künſt=
lern auch Herr Regiſſeur Nowack, um für den
wieder=
holten, ſehr warmen Beifall des Publikums zu danken.
Bahnhof im Automobil die Stelle paſſieren. Eine
Unter=
ſuchung iſt eingeleitet.
London, 11. Okt. (Störung des
Gottes=
dienſtes durch Wahlweiber.) Während des
Got=
tesdienſtes in der Weſtend=Synagoge verurſachte eine
An=
zahl iſraelitiſcher Anhängerinnen des Frauenſtimmrechts
einen Zwiſchenfall. Sie riefen laut: Möge Gott Herbert
Samuel und Rufus Jſaacs vergeben, daß ſie zulaſſen
daß Frauen gequält werden. Der Gottesdienſt wurde
einige Zeit unterbrochen.
Zum 70. Geburtstag des Grafen
Lerchenfeld.
* Berlin, 12. Okt. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung ſchreibt: Am Montag, den 13. Oktober feiert der
bayeriſche Geſandte am Berliner Hofe, Graf von
Ler=
chenfeld Köfering, ſeinen 70. Geburtstag in voller
körperlicher und geiſtiger Friſche. Graf Lerchenfeld wirkte
bereits 33 Jahre ohne Unterbrechung auf demſelben Poſten:
ein Zeitabſchnitt, der ſehe wenigen Diplomaten beſchieden
war. Seit 1880 iſt er als Vertreter des zweitgrößten
deutſchen Bundesſtaates in Berlin beglaubigt und
Bevoll=
mächtigter zum Bundesrat. In beiden Stellungen hat er
eine überaus erſprießliche Tätigkeit zu entfalten und ſich
die Hochachtung, Anerkennung und Freundſchaft aller derer
zu erwerben vermocht, mit denen er, ſei es amtlich, ſei es
geſellſchaftlich, in Berührung gekommen iſt. Mit der
Ent=
wickelung und dem Ausbau des Reiches, an dem er in ſo
langer ununterbrochener und unermüdlicher Arbeit
mit=
gewirkt hat, bleibt ſein Name eng verbunden. Wir
wün=
ſchen dem Jubilar, ſeinem engeren Vaterlande und dem
Reich, daß es ihm vergönnt ſein möge, noch lange Jahre
in voller Friſche zu wirken
Luftfahrt.
Zum Bennett=Flug für Freiballone.
* Berlin, 12. Okt. Für den in Paris
ſtattfinden=
den Gordon=Bennett=Wettbewerbfür
Frei=
ballone ſind den Deutſchen Kaulen, v. Pohl und
Ber=
liner, den Franzoſen Bienaimé, Leblanc und Rumpelmayr,
den Oeſterreichern Sigmund und Lehnert, den Engländern
Dunville und Defrancia, den Italienern Agoſtoni und
Paſtine, den Belgiern Gerard und Demnyter, den
Schwei=
zern Beauclair, Armbruſter und Palmarini und den
Amerikanern Honey, Well und Upſon Reiſeſcheine
aus=
geſtellt worden. Die Ballone führen ihre Nationalflagge.
* Paris, 12. Okt. Der Wettflug der
Frei=
ballons um den Gordon=Bennet=Preis erfolgte heute
nachmittag bei prachtvollem Wetter vom Tuileriengarten
aus in Anweſenheit einer hunderttauſendköpfigen
Men=
ſchenmenge. 18 Freiballons, darunter die drei deutſchen
„Duisburg” (Piloten Kaulen und Schmitz), „Hamburg II‟
(v. Pohl und Perlewitz), „Metzeler” (Berliner und
Mann), zwei öſterreichiſthe, drei franzöſiſche, zwei
engli=
ſche, zwei amerikaniſche, zwei belgiſche, zwei ſchweizeriſche
und zwei italieniſche nahmen an dem Flug teil. Die
Bal=
lons, bei deren Aufſtieg ſtets die betreffende
National=
hymne geſpielt wurde, nahmen bei ſehr mäßigem Winde
nordöſtliche Richtung. Als letzter Ballon ſtieg der „Metze
ler” um 5,35 Uhr auf.
Deutſcher Fernflug.
* Johannisthal, 13. Okt. Heute nacht 3 Uhr
Min. ſtartete der Flieger Janiſch mit Breton als
Paſſagier zu einem großen Fernfluge auf
Luftver=
kehr=Doppeldecker. Die Flieger beabſichtigen zunächſt nach
Frankreich zu fliegen.
* Berlin, 12. Okt. Der Flieger Guillaux
er=
hielt einen neuen Reiſeſchein für den 15. bis 30. Oktober
ausgeſtellt.
* Johannisthal, 12. Okt. Heute morgen 8.11
Uhr ſtieg der Flieger Reiterer mit einem Paſſagier
zu einem Fernflug nach Dänemark auf.
* Johannisthal 12. Okt. Der Flieger Feindl
der mit Leutnant Horn heute morgen auf einer Jeannin=
Stahltaube in Königsberg geſtartet iſt, um nach
Johan=
nisthal zu fliegen, traf hier kurz vor 4 Uhr ein. Er machte
in Küſtrin eine Zwiſchenlandung.
* Kopenhagen, 12. Okt. Der Flieger
Reite=
rer iſt heute mittag 12,50 Uhr mit dem Direktor Neumann
als Fluagaſt auf dem hieſigen Flugplatz gelandet.
* Neu=York. 13. Okt. Der deutſche Flieger
Ka=
pitän Wold iſt auf einem Fluge über die Neu=York=Bay
abgeſtürzt wurde aber mit ſeinem Apparat
ge=
borgen.
Der Brand des Dampfers „Volturno‟
* Bremen, 11. Okt. Von dem Dampfer „Großer
Kurfürſt” des Norddeutſchen Lloyd traf ein drahtloſes
Telegramm von der Unfallſtelle des „Volturno” ein, das
folgendermaßen lautet: „Wir empfingen die Hilferufe vom
Volturno” am Donnerstag nachmittag um 4 Uhr auf 48
Grad 50 Minuten nördlicher Breite und 35 Grad 6
Minu=
ten weſtlicher Länge. Der „Volturno” wurde in total
brennendem Zuſtande gefunden. Das Feuer entſtand
an=
ſcheinend durch eine heftige Exploſion im Vorderſchiff,
wobei verſchiedene Paſſagiere und Mannſchaften getötet
wurden. Elf Dampfer befanden ſich an der Unfallſtelle.
Es wehte ein heftiger Nord=Nordweſtſturm bei hoher See
mit Dünung. Zwei Boote des Großen Kurfürſten”
wa=
ren die ganze Nacht von 9 Uhr abends bis 3,15 Uhr früh
unterwegs. Eine Annäherung an das Wrack war faſt
un=
möglich; die Rettung war nur durch Ueberbordſpringen
möglich. Der „Volturno” ſandte ein Boot mit fünf Mann,
welche aufgenommen wurden, während das Boot gleich
darauf ſank. Vom Großen Kurfürſten” wurden
insge=
ſamt gerettet: 86 Paſſagiere, zwei Offiziere, ein
Maſchi=
niſt und 10 Matroſen. Insgeſamt von allen Schiffen
wurden 523 Perſonen gerettet. Zirka hundert
Perſonen werden vermißt. „Carmania” und „La
Touraine” ſuchten die Unfallſtelle ab. Nach zwei
vollbe=
ſetzten Booten des „Volturno” wird geſucht. Ein Erfolg
iſt unwahrſcheinlich. Das Wrack bleibt für die Schiffahrt
gefährlich. Die Schiffbrüchigen ſind wohl verſorgt und
ſetzten die Reiſe fort.
* New=York, 11. Okt. Die Uranium=Linie
hat ihren Vertreter in Halifax angewieſen, zur
Leichen=
bergung zwei Dampfer an die Unglücksſtätte zu
ent=
ſenden.
* Liverpool, 12. Okt. Die Cunardgeſellſchaft
er=
hielt die Meldung von der „Carmania” daß die 136
Ertrunkenen vermutlich diejenigen ſind, die
verſuch=
ten, vor der Ankunft der Carmania” an der Unfallſtelle
ich in Booten zu retten. Die „Carmania” hat nur einen
Geretteten an Bord und trifft morgen früh 5 Uhr in
Queenstown ein. Eine andere Meldung von dem
Cu=
narddampfer „Caronia” ſagt, daß der „Volturno” am 10.
Oktober abends 8 Uhr noch in Flammen geſtanden hat,
Bremen, 12. Ot. Der Danpfer des Rarddeniſchen
Lloyd „Seydlitz” meldete heute morgen 5 Uhr
draht=
los: „Retteten Sechsundvierzig vom „
Vol=
turno”.
Der Kiewer Prozeß.
* Kiew, 11. Okt. Der Staatsanwalt fragte den
Zeugen Schutzmann Leſchtechenko, ob der Umſtand,
daß bei der Auffindung der Leiche aus der Jacke des
Ge=
töteten ein Leinwandlappen herausgezogen und dann
wie=
der in die Taſche zurückgeſteckt worden ſei, in das
Polizei=
protokoll aufgenommen wurde. Der Zeuge erinnert ſich
nicht daran. Der Staatsanwalt bemerkte, der Lappen
habe eine große Bedeutung. Der Journaliſt
Bor=
tſchewski, Mitarbeiter des „Kiewskaja Moſlj”
er=
klärte, die Mutter und der Stiefvater des Ermordeten
ſeien in der Redaktion der Zeitung geweſen, um über das
Verſchwinden Juſchtſchinskis zu berichten. Sie ſeien
da=
bei ſehr ruhig geweſen, der Stiefvater habe ſogar
gelä=
chelt. Der Journaliſt Ordynski teilt mit, die Wäſcherin
Simonenkowa habe geſagt, alle ſprächen davon, die Juden
hätten den Mord begangen, ſie wiſſe aber, wer der
Mör=
der ſei. Ordynski erklärte ferner, er habe gehört, daß
Wjera Tſchebrjak geſagt habe, Juſchtſchinski ſei von den
Brüdern und ſeinen Verwandten ermordet worden. Die
Zeugin Zabludskaja, in deren Hauſe die Eltern
Juſchtſchinskis wohnen, erklärte, in ihrer Wohnung alles
zu hören, was bei den Nachbarn vorgehe. In ihrem
Hauſe habe kein Mord ſtattgefunden. Die Mutter
Juſch=
tſchinskys war ſehr traurig, als ſie von dem Mord erfuhr,
ſei ſie ſogar in eine Ohnmacht gefallen. Der Stiefvater
war die ganze Woche beſchäftigt und kehrte bloß am
Sams=
tag abend nach Hauſe zurück. Der Staatsanwalt
unter=
ſtrich die Angabe der Zeugin, daß Juſchtſchinski in der
Nacht auf den Sonnabend zuhauſe war.
* Kiew, 12. Okt. Ritualmord=Prozeß. Der
Zeuge Matonetſchnyi erklärte, er zweifle nicht
da=
ran, daß, wenn Beilis den Knaben Juſchtſchinski
tatſäch=
lich ergriffen hätte, eine Stunde ſpäter die ganze Straße
davon gewußt haben würde. Auf die Frage des
Staats=
anwalts, ob der Mord wohl ebenſo ſchnell ruchbar
ge=
worden ſei, wenn er in der Wohnung der Tſcheberjak
geſchehen wäre, erwiderte der Zeuge, daß das Geheimnis
in dieſem Falle hätte beſſer gewahrt werden können. Eine
Reihe weiterer Zeugen beſtätigt, daß der Ermordete ein
braver Knabe war und daß die Eltern über den Tod ihres
Kindes tief betrübt geweſen ſeien. Die Zeugin
Tſche=
chowskaja ſagte aus, daß ſie am erſten Tage der
Ver=
handlung im Zeugenzimmer gehört habe, wie Wera
Tſcheberjak dem Knaben Zaruzky einſchärfte, er möge
aus=
ſagen, daß er, Eugen Tſcheberjak und Juſchtſchinski au
Saizews Fabrilgrundſtück geſchaukelt hätten und, dag
Beilis ſie habe fangen wollen, er, und Eugen Tſcheberjal
ſich losgeriſſen hätten und Beilis nunmehr den
Juſch=
tſchinski gepackt und fortgeſchleppt habe. Die Zeugin
er=
klärte weiter, im Zeugenzimmer hätten ſich außer ihr noch
ſechs Perſonen befunden, die ſie wieder erkennen würde.
* Prag, 12. Okt. Nach einer von zweitauſend
Per=
ſonen, meiſtens Jsraeliten, beſuchten
Proteſtver=
ſammlung gegen den Kiewer
Ritualmord=
prozeß verſuchten mehrere hundert Teilnehmer vor dem
ruſſiſchen Konſulat eine Kundgebung. Die Polizei ſperrte
die zum Konſulat führenden Straßen ab und räumte die
umliegenden Seitenſtraßen. Vier Perſonen wurden
feſt=
genommen.
Vom Balkan.
* Saloniki, 12. Okt. Nach der Parade der
elften Diviſion richtete der König an die Offiziere
fol=
gende Anſprache: „Ich vertraue auf den Eifer und
die Tapferkeit, die Sie im Laufe der beiden Kriege
bewie=
ſen haben. Dank Ihnen wurden wir Herren der Lage auf
dem Balkan. Ich hoffe, daß wir die Herrſchaft auch in
Zukunft dauernd bewahren. Ich bin überzeugt, daß Sie
bereit ſein werden, die bisher ſo heldenmütig bewieſenen
überlegenen Eigenſchaften, falls es notwendig ſein ſollte,
wieder zur Geltung zu bringen.”
* Saloniki, 12. Okt. König Konſtantin nahm
geſtern auf dem Marsfelde die Truppenſchau ab. Er
verlas dabei folgende Proklamation: Offiziere!
Unteroffiziere! Soldaten! Ein Jahr iſt verfloſſen, ſeit
ihr zu den Waffen gerufen wurdet, um die Rechte und die
Ehre Griechenlands zu verteidigen. Während dieſes
Jah=
res habt ihr in einem kurzen Zeitraume die Grenzen des
helleniſchen Staates in einem Maße erweitert, das alle
Hoffnungen überſtiegen hat. Auf dem Altar des
Vater=
landes habe ihr alles geopfert, euer Leben, Euren Beſitz,
eure Geſundheit. Nach ſo vielen Gfeahren, Mühen und
Leiden könntet ihr jetzt mit vollem Recht ausruhen. Aber
ich bedarf eurer noch, um das zu ſichern, was ihr mit ſo
viel Opfern erworben habt. Ihr werdet mich wohl
ver=
ſtehen, meine Waffengenoſſen. Deshalb bleibt ihr, trotz
der großen Sehnſucht, die heimatlichen Stätten
wiederzu=
ſehen, die ſteten, treuen und unerſchütterlichen Wächter
eures Königs und eures Vaterlandes. Ich freue mich,
wieder inmitten einer ſolchen Armee weilen zu können.
Der König war Gegenſtand begeiſterter Ovationen. Heute
begibt er ſich in das Innere des Landes.
* Konſtantinopel, 12. Okt. Aus unterrichteter
türkiſcher Quelle wird gemeldet, daß die Frage des
weſtlichen Thrazien entſchieden ſei.
Bulga=
rien habe ſich formell verpflichtet, alle Rechte der
Muſel=
manen zu reſpektieren. Die Unterpräfekten, Gehilfen und
Gouverneure werden Muſelmanen ſein, die Gendarmen
werden der örtlichen Bevölkerung entnommen.
* Konſtantinopel, 12. Okt. Geſtern hielt der
jungtürkiſche Kongreß ſeine Schlußſitzung ab, um
gemäß dem neuen Statut das Zentralbureau der
General=
verſammlung zu wählen. Der Großweſir wurde
ein=
ſtimmig zum Führer der Partei „Einheit und Fortſchritt”
gewählt.
* Valona, 12. Okt. (Wiener Korr.=Bur.) Sicheren
Nachrichten zufolge fanden’zwiſchen Ipek und
Dſcha=
kowa zwiſchen Montenegrinern, Serben und Albanern
Kämpfe ſtatt, bei denen die Montenegriner
und Serben geſchlagen wurden. Die Albaner
be=
ſetzten Batuſcha, einen wichtigen Punkt an der
Verbin=
dungslinie Ipek=Dſchakowa.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Frankfurt, 12. Okt. Heute morgen um ½11 Uhr
ſtürzte die 13jährige Schülerin Anna Wilhem, die
ſich zu weit aus dem Fenſter hinausgebeugt hatte, aus
dem zweiten Stockwerk eines Hauſes in der Neuhofſtraße
auf den zementierten Hof herab, wo ſie regungslos liegen
blieb. Die Rettungswache konnte nur noch den durch
Genickbruch und ſchwere innere Verletzungen erfolgten
Tod des Mädchens feſtſtellen.
Cronberg i. T., 12. Okt. Die Königin von
Griechenland beſuchte heute früh mit der Prinzeſſin
Friedrich Karl von Heſſen die vom hieſigen Obſt= und
Gartenbauverein aus Anlaß der 100 jährigen Gedenkfeier
an den Pomologen Joh. Ludw. Chriſt veranſtaltete
Obſtausſtellung und empfing dann den Arzt Dr.
Goldammer von der Kaiſer Wilhelm=Akademie in Berlin,
der als Vorſtand des Feldlazaretts in Saloniki den
Krieg gegen die Türkei mitgemacht hat und lud ihn zur
Frühſtückstafel. Am Nachmittag beſuchte die Königin
ihren Sohn, den Kronprinzen, im Carlton=Hotel in
Frankfurt a. M.
Marburg, 12. Okt. In Caldern verunglückte
heute ein Automobil aus Siegen. Der Beſitzer
wurde getötet, der Chauffeur ſchwer verletzt.
Paris, 12. Okt. Der radikale Deputierte Francois
Deloncle richtete an den Finanzminiſter ein Schreiben,
in welchem er denſelben erſucht, im Einvernehmen mit
dem Miniſter des Aeußern Maßnahmen zur
Verſchie=
bung der Emiſſion der ſerbiſchen Anleihe zu
treffen. Deloncle erklärte, daß er, falls ſich dieſe
Maß=
nahmen nicht als wirkſam erweiſen ſollten, den Miniſter
beim Wiederzuſammentritt der Kammer über dieſe
An=
gelegenheit interpellieren werde.
Marſeille, 12. Okt. Präſident Poincaré traf
heute vormittag an Bord des Panzerſchiffes „Diderot
ein. Zur Begrüßung waren die Miniſter Baudin und
Thierry und die Spitzen der Zivil=, Militär= und
Marine=
behörden erſchienen. Die ſozialiſtiſchen Deputierten und
Senatoren ſchloſſen ſich von den Empfangsfeierlichkeiten aus.
London, 12. Okt. Lloyd George hielt geſtern
abend eine zweite Anſprache in Bedford, in der er
hinſichtlich der Landfrage ſagte, die Gegner der
Re=
gierung verlangten die Regelung der Frage durch ein
Uebereinkommen. Er habe nichts dagegen, doch müſſe
es ein wirkliches Uebereinkommen ſein. Die Regierung
werde kein Kompromiß eingehen. Er wolle ſeine
Zu=
hörer in ein Kabinettsgeheimnis einweihen:
Vor einiger Zeit habe eine Kommiſſion des
Kabi=
netts Ausſagen über die Unruhen in der
Arbeiter=
welt entgegengenommen. Dabeiſſei den Mitgliedern der
Kommiſſion am meiſten aufgefallen, daß die Löhne von
vielen Gewerbszweigen heruntergegangen ſeien, weil die
landwirtſchaftlichen Arbeiter ungenügend bezahlt werden.
Bezüglich des Vorſchlages, die Landbeſitzer auszukaufen,
wies Lloyd George darauf hin, daß dies fünfhunder:
Jahre in Anſpruch nehmen würde. Nachdem die
Re=
gierung die Bewegung in Lauf gebracht habe, werde ſie
nicht davon abgehen, bis das Land frei gemacht ſei.
* Madrid, 12. Okt. Der König, Miniſterpräſident
Romanones, der Marineminiſter und der Miniſter des
Aeußern ſind wieder hier eingetroffen.
Madrid, 12. Okt. Die Kammern wurden für
den 25. Oktober einberufen.
Orenſe, 12. Ot. Bauern ſanden an der
vorta=
gieſiſchen Grenze 30 Mauſergewehre mit Bajonette
und 200 Patronen.
Blagoweſtſchensk (Amur=Gebiet), 12. Okt. De
dem Verkehrsminiſterium gehörige Dampfbod
„Amur”, an deſſen Bord ſich der Gouverneur
befan=
rannte auf Klippen auf und ſank. Sämtliche an Bor
befindliche Perſonen wurden gerettet.
* Peking, 12. Okt. Der Kaiſer von Japan lis
Juanſchikai ein Telegramm zugehen, in dem er il
zu der Uebernahme der Präſidentſchaf
beglückwünſcht und ihm gleichzeitig die beſte
Wünſche für den Frieden und die Wohlfahrt Ching
ausdrückt. Das japaniſche auswärtige Amt richten
ebenfalls ein Glückwunſchtelegramm an Juanſchikai, de
die Telegramme in entſprechender Weiſe erwiderte.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Mutter, wenn Du Dein Kind lieb haſtt
halte Dir „Califig” im Hauſe,
denn es gibt nun einmal nichts beſſeres, wenn es ſie
darum handelt, etwas für den Stuhlgang zu tun, um
de=
läſtigen chron. Verſtopfung vorzubeugen. Nicht nur, wei
die Kleinen dieſen ſüßen „Californiſchen Feigenſirup”
willig und gerne nehmen, ſondern beſonders auchdes
wegen, weil die gründlich reinigende Wirkung des „Califig
ſich in ſo milder, beſchwerdeloſer Weiſe äußert, daßie
zarten Organe in keiner Weiſe angegriffen werden. Aerzia
verordnen daher „Califig” mit Vorliebe bei Kindern=und
Frauen.
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die tieftrauernden Hinterbliebenen:
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lise Erb,
Familie Weißbindermeister Georg Erb,
Familie Lokomotivführer i. P. Lud. Friedrich,
Familie Heinr. Müller.
Darmſtadt und Frankfurt a. M., den 12. Oktober 1913.
Die Beerdigung findet Dienstag, den 14. Oktober, nachmittags 2½ Uhr, vom Trauerhauſe
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ſtraße 3 aus, ſtatt.
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die traurige Nachricht, daß mein lieber Gatte,
unſer Vater, Sohn und Bruder
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Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Lina Gilbert Wwe.
Arheilgen, den 12. Oktober 1913.
Die Beerdigung findet am Montag, den 13.
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tober, nachmittags 4 Uhr, von der Wohnung
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Montag, 13. Oktober:
Konzert der Großh. Hofmuſik um 7 Uhr im
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theater.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
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um 8 Uhr in den Räumen der Vereinigten Geſellſchaft.
Phonola=Klavierabend um 8 Uhr im
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Vortraz von Direktor Diekmann um 8¾ Uhr im „
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ſerſaal” (Naturheilverein).
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Bürgerkeller um
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Geſtern abend wurde unſere liebe Mutter,
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Luise Vatorlus wwe.
geb. Kinkel
von ihrem ſchweren Leiden durch den Tod erlöſt.
In tiefer Traner für die Hinterbliebenen:
Minna Kircher, geb. Prätorius,
Ludwig Prätorius.
Darmſtadt, den 12. Oktober 1913.
Die Beerdigung findet am Dienstag, 14. Okt.,
nachmittags 2¾ Uhr, von der Leichenhalle des
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Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruch
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuill
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den üh
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Z
für des Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilßdlmm
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darr
weidt
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilung
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.e
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche
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Jahrhundertfeier am 17., 18. u. 19. Okt. 1913
Hierdurch geben wir unſeren Mitgliedern von den für uns in
Betracht kommenden Feierlichkeiten Kenntnis
1. Samstag, den 18. Oktober
vormittags 9½ Uhr, Sammlung an der Turnhalle am Woogsplal
der Deputationen, welche ſich zur Kirchenparade gemeldet haben,
Vormittags 11¼ Uhr, Aufſtellung der Vereine an der Turnhalle
am Woogsplatz. Abmarſch 11½ Uhr zur Teilnahme an der
Parade=
aufſtellung auf dem kleinen Exerzierplatz. (Dunkler Anzug und mög
lichſt hohen Hut.)
2. Sonntag, den 19. Oktober,
nachmittags 2½ Uhr, Aufſtellung zwiſchen Theater und Muſeum
zur Teilnahme an dem Feſtzug. Abmarſch 24 Uhr pünktlich=
(Straßenanzug.)
Zu den beiden letztgenannten Veranſtaltungen bitten wir um
recht zahlreiche Beteiligung unſerer Kameraden.
(21418
Orden, Ehren= und Verbandsabzeichen ſind an beiden Tagen
anzulegen.
Zu den am Freitag, den 17. Oktober, abends im Kaiſerſad
und am Samstag, den 18. Oktober, abends in der Turnhalle
ſtatz=
findenden Veranſtaltungen werden Karten nicht von uns, ſonden
vom Dienstag, den 14. ds. Mts., bei den nachfolgenden Stellen aus
gegeben: Im Stadthaus, Zimmer 39; im Verkehrsbureau; bei Hermſt
Kaufmann Möſer, Ruthsſtraße 24; beim Hausmeiſter der
Turn=
gemeinde und im Zigarrengeſchäft Mylius, Herdweg.
Zu der am Sonntag, den 19. Oktober, abends 8½ Uhr, inde
Turnhalle am Woogsplatz ſtattfindenden geſelligen Vereinigung untg
nochmaliger Aufführung des Feſtſpiels „Aus großer Zeit”, werden
Karten für unſere Mitglieder, welche am Feſtzug teilnehmen, vom
Freitag, den 17. Oktober ab bei Kamerad Schlander, Bismarch
ſtraße 3, ausgegeben.
Für die am Samstag, den 18. Oktober, im Großh. Hoftheatel
ſtattfindende Feſtvorſtellung für die Truppen und Kriegerverein
ſind Karten zu beſonders ermäßigten Preiſen ebenfalls bei Kamerad
Schlander, Bismarckſtraße 3, zu erhalten.
Der Vorstand.
Bezurksveremn Beſſungen.
Einladung zur Mitgliederversammlung
am Mittwoch, den 15. Oktober 1913, abends ¾/9 Uhh
im Gaſthaus „Zum Ochſen” bei Frau Volle Wwe
Tagesordnung:
Die bevorſtehenden Stadtverordnetenwahlen
Um vollzähliges Erſcheinen, wird dringend erſucht.
Der Vorſtand.
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