Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Anterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
In Bad=Nauheim ſtarb am Montag die Fürſtin Anna
zu Yſenburg und Büdingen in Wächtersbach,
die Gemahlin des Fürſten Friedrich Wilhelm, im 62.
Lebensjahre.
Der 37. Kongreß für Innere Miſſion iſt am
Montag in Hamburg zuſammengetreten und tagt bis
Donnerstag.
In der Konferenz der Vertreter der Mancheſter Ship
Canal Company mit den Vertretern der ausſtändigen
Dockarbeiter wurde keine Verſtändigung erzielt.
Der Streik dauert fort.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
24. September 1813: Napoleon kehrt nach Dresden zurück.
— General v. Bülow beſetzt die Vorſtadt Wittenberg.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
Neue Schwierigkeiten.
— Eben mußte man noch annehmen, daß nun endlich
die Dinge auf dem Balkan einer friedlichen
Ent=
wickelung entgegengehen, und ſchon türmen ſich neue
Schwierigkeiten auf, an einer Stelle, wo man alles im
beſten Lote glaubte. Jetzt iſt es wieder die albaniſche
Frage, die erneute Aufmerkſamkeit erfordert, da neue
Verwickelungen drohen. Zwar hat die Londoner
Frie=
denskonferenz nach vieler Mühe ihre Entſcheidung über
das Schickſal Albaniens getroffen, auch über die
Feſt=
legung der Grenze hat man ſich geeinigt, nachdem gerade
hierüber innerhalb der europäiſchen Diplomatie ein
hef=
tiger Kampf entbrannt war, der faſt zu internationalen
Komplikationen geführt hätte. Alles ſchien wohlgeordnet,
und man ſah ſich bereits nach einem geeigneten
Kandida=
ten für den neugeſchaffenen Fürſtenpoſten um. So
ein=
ffach war das allerdings nicht, denn auch hier kommen
in=
iternationale Intereſſen in Frage, da dieſer oder jener
Anwärter der oder jener Macht nicht genehm iſt. Man
nannte unter anderem auch mehrere deutſche Prinzen, ſo
einen Prinzen Lippe, einen Prinzen zu Wied, deſſen
Aus=
ſichten beſonders günſtig ſein ſollen, und gegen den weder
Deutſchland noch Oeſterreich=Ungarn etwas einzuwenden
hätten.
Während hierüber noch verhandelt wird, kommen mit
einem Male Nachrichten aus Albanien, die eine ſcharfe
Zuſpitzung der ganzen Lage erkennen laſſen. Der früher
oft genannte Eſſad Paſcha hat eine Nebenregierung
pro=
klamiert und dieſe unter den Schutz Oeſterreich=Ungarns
geſtellt, wo man hierüber ſehr wenig erbaut ſein dürfte.
Aber auch nach außen hin geſtalten ſich die Verhältniſſe
ungemein mißlich, es iſt mehrfach zu ſchweren
Zuſammen=
ſtößen mit den ſerbiſchen Truppen gekommen, die als die
Vorboten neuer ſchwerer Wirren angeſehen werden
müſ=
ſſen. Wie immer ſchiebt man ſich dabei gegenſeitig die
Schuld zu, die Albanier erklären, daß die Grauſamkeiten
der Serben ſie ſo erbittert hätten, daß ſie ſich die
Greuel=
taten nicht länger gefallen laſſen konnten, während
anderer=
ſeits die Serben erklären, daß in Albanien eine ſolche
Anarchie herrſche und Uebergriffe auf ſerbiſches Gebiet an
der Tagesordnung wären, daß ſie unmöglich ruhig
zu=
ſehen könnten und Maßnahmen treffen müßten, um die
Ordnung aufrecht zu erhalten. Die ſerbiſche Regierung
hat angeblich die Ueberzeugung, daß die Albanier in den
angrenzenden Gebieten die Bevölkerung bewaffnen und
einen Angriff auf Serbien vorbereiten; überdies gehen
Albanier über die Grenze, um die auf ſerbiſchem Gebiete
wohnenden Albanier zum Aufſtande aufzureizen.
Dieſe neue Zuſpitzung der Dinge hat vielleicht auch
noch andere Gründe. Es wäre nicht ganz ausgeſchloſſen,
daß die Bulgaren dahinter ſtehen, um den Serben
Unge=
legenheiten zu bereiten. Andererſeits wäre es auch wohl
ſehr denkbar, daß die Serben ſelber die Drahtzieher hinter
den Kuliſſen ſind, um die Möglichkeit eines Einſchreitens
in Albanien zu erhalten, auf daß ſie ja ſchon längſt ein
Auge geworfen hatten, ohne daß ihre Hoffnungen in
Er=
füllung gegangen wären, da die Londoner Konferenz durch
die Gewährung der Autonomie an Albanien einen Strich
durchedie Rechnung machte. Serbien hat, wie verlautet,
bereits zwei Diviſionen ausgerüſtet, um eventuell in
Al=
banien wieder eine Reihe ſtrategiſcher Punkte zu beſetzen.
Ob das ſo ohne neue Verwickelungen abgehen wird, iſt
zu bezweiſeln, und ſo iſt die Befürchtung nicht von der
Hand zu weiſen, daß der Balkanbrand abermals zu
hel=
ler Flamme entfacht wird.
China und Japan.
Nach den neueſten Meldungen gibt ſich Japan
ſelbſt mit den weitgehenden Sühnemaßnahmen nicht
zu=
frieden, die China wegen der Ermordung von Japanern
in Nanking angeordnet hat. Eine derartige Haltung
Ja=
pans muß in dem Verdacht beſtärken, daß die Tokioer
Re=
gierung wegen der inneren Schwierigkeiten verſuchen will,
durch einen kriegeriſchen Schlag gegen China ſich Luft zu
verſchaffen. Auch H. von Kropff rechnet im nächſten Heſt
der Grenzboten mit dieſer Möglichkeit, neigt jedoch
trotz=
dem der Anſicht zu: Geldmangel und wirtſchaftliche Lage
würden ſchließlich in Tokio einer weiſen Mäßigung
Gel=
tung verſchaffen. Unter den ſonſtigen Ausführungen H.
von Kropffs verdient namentlich der Hinweis auf den
In=
halt des erneuerten britiſch=japaniſchen
Bünd=
nisvertrages Beachtung. Der neuformulierte
Bünd=
nisvertrag ſchließt die Verpflichtung zur Unterſtützung
Japans in einem Kriege gegen die Vereinigten
Staaten aus, hat aber von den Grundlagen des alten
Bündniſſes die „Erhaltung der Unverletzlichkeit des
chine=
ſiſchen Reiches und der offenen Thür in ſeinem
Handels=
bereich” beibehalten. Ein Krieg gegen China kann alſo
von Japan im Hinblick auf ſeinen neuen Bündnisvertrag
mit Großbritannien nicht leicht genommen werden.
Wie von anderer Seite gemeldet wird, hat die
japa=
niſche Regierung die britiſche gemäß den Beſtimmungen
des Allianzvertrages in ihrem Streit mit China
konſul=
tiert und iſt von ihr höflich, aber entſchieden informiert
worden, daß der britiſche Botſchafter in Peking
angewie=
ſen worden ſei, Japans Anſpruch auf eine Indemnität
und Entſchuldigung zu unterſtützen, daß aber England
heute keinerlei militäriſche oder maritime
Aktion begünſtigen könnte. Weſſen ſich viele Leute
in England noch immer von Japan verſehen, das die
Hayaſchi=Enthüllungen gewiß nicht populärer gemacht
ha=
ben, zeigen folgende Auslaſſungen der Nation, des
leiten=
den miniſteriellen Wochenblattes: „Japan fürchtet Chinas
Fortſchritt und Konſolidierung. Es hofft, China zu einem
Bruch reizen zu können, bevor die neue Republik Zeit
gehabt hat, ihre Macht und ihre Autorität zu befeſtigen.
Es glaubt wenn es nun zuſchlägt, das Wachstum ſeines
künftigen Rivalen aufhalten und zugleich feſten Fuß= auf
einem Gebiet faſſen zu können, um das bald eine
allge=
meine Rauferei beginnen wird, wenn man nur die
Re=
publik zur Ohnmacht reduzieren kann. Es iſt eine
charak=
teriſtiſche Politik, die zu durchkreuzen England alles
auf=
bieten muß.”
In den Kreiſen der deutſchen China=
Inter=
eſſenten hat ſich die Ueberzeugung Bahn gebrochen,
daß nür durch kräftige Initiative aller beteiligten
Privat=
kreiſe die ſyſtematiſche und energiſche Verbreitung der
kul=
turellen und wirtſchaftlichen Intereſſen Deutſchlands in
China die notwendige Förderung erfahren kann. Es iſt
daher zu erwarten, daß ein Zuſammenſchluß der
verſchie=
denſten Intereſſentenkreiſe in nicht ferner Zeit erfolgt.
Eine Meldung des Ruskoje Slovo, Deutſchland,
England und Frankreich hätten der japaniſchen
Regierung mitgeteilt, daß ſie im Falle einer Beſetzung von
Nanking durch japaniſche Streitkräfte ſich gezwungen ſehen
würden, ebenfalls Truppen in China zu landen, iſt nach
amtlichen Berliner Mitteilungen, ſoweit Deutſchland in
Frage kommt, nicht zutreffend.
Heutſches Reich.
Der Entwurf eines
Reichskompta=
bilitätsgeſetzes. In dem zuſtändigen Reichsreſſort
iſt man mit der Aufſtellung eines
Reichskomptabilitäts=
geſetzes beſchäftigt, und es iſt anzunehmen, daß ein
Ent=
wurf zu einem ſolchen demnächſt den übrigen
Reichs=
reſſorts unterbreitet wird. Im Jahre 1911 hat der
Reichs=
tag eine Entſchließung angenommen, welche die
Reichs=
regierung um Vorlage eines Geſetzentwurfes über die
Verwaltung der Einnahmen und Ausgaben des Reiches
und die Errichtung eines Rechnungshofes für das Deutſche
Reich erſuchte. Aus dieſem Anlaß hat die Frage erneut
den Gegenſtand von Erörterungen im Bundesrat und in
den zuſtändigen Reichsreſſorts gebildet. Früher wurde be=
kanntlich mehrfach erfolglos der Verſuch gemacht, ein
ſol=
ches Reichskomptabilitätsgeſetz zuſtande zu bringen, weil
zwiſchen Reichstag und Bundesrat eine Verſtändigung
über Einzelheiten des Geſetzes nicht zu erzielen war. Heute
liegen die Verhältniſſe weſentlich anders, denn ſchon eine
ganze Reihe von Einzelbeſtimmungen über die
Verwal=
tung der Einnahmen und Ausgaben ſind inzwiſchen in
verſchiedenen Geſetzen erlaſſen worden. Infolgedeſſen
dürfte eine künftige Beratung des Gegenſtandes auf
we=
ſentlich geringere Schwierigkeiten ſtoßen als früher. Dabei
müßte naturgemäß auch die rechtliche Stellung des zu
ſchaffenden Rechnungshofes für das Deutſche Reich in
bezug auf ſeine Beziehungen zum Reichstag eine
ange=
meſſene Löſung finden. Mit dem Erlaß eines
Reichs=
komptabilitätsgeſetzes wird man aber wohl warten, bis
das Reichskontrollgeſetz vom 21. März 1910, das für die
Dauer von 5 Jahren erlaſſen iſt, abläuft. Es läßt ſich
an=
nehmen, daß ein Teil der Beſtimmungen des
Reichs=
kontrollgeſetzes, die ſich für die Vereinfachung der
Rech=
nungsprüfung bewährt haben, in das künftige
Reichs=
komptabilitätsgeſetz übergehen werden.
— Erhöhte Staatsmittel zur
Förde=
rung der Rückwanderung. Wie Berliner
Blät=
ter erfahren, ſind Erwägungen im Gange, die ſich mit
einer Förderung der Rückwanderung deutſcher Elemente
in großem Maßſtabe befaſſen, zu welchem Zwecke erhöhte
Staatsmittel angeſetzt werden müßten. Mit Rückſicht auf
die immer bedenklicher werdende Entwickelung der
Land=
arbeiterfrage und im Hinblick auf die zunehmend
günſti=
gen Ergebniſſe der Rückwanderung erweiſe es ſich als
un=
bedingt notwendig, daß ſich die Regierung in einem weit
größeren Maßſtabe als bisher bemüht, eine
Rückwande=
rung der deutſchen Elemente im großen herbeizuführen.
Tatſächlich würde der Fürſorgeverein für deutſche
Rückwan=
derer bei entfprechender vermehrter Unterſtützung wohl in
der Lage ſein, noch viele Tauſende von Familien nach
Deutſchland zu bringen, wobei erleichternd ins Gewicht
fällt, daß ein großer Teil der Rückwanderer durchaus nicht
arm iſt, ſondern über Mittel verfügt. Die
Rückwande=
rerfrage, die in der letzten Zeit namentlich beſonders gute
Erfolge aufzuweiſen hat, iſt auch dadurch jetzt beſonders
brennend geworden, weil die rein deutſchen Elemente,
die namentlich an der Wolga, in Wolhynien angeſiedelt
ſind, von der ruſſiſchen Regierung abgeſchoben werden und
die verſchiedenſten zum Teil mit Erfolg gekrönten
Beſtre=
bungen beſtehen, ſie nach Braſilien, Argentinien, Kanada
und Sibirien abzuleiten.
— Die ſüddeutſchen Staaten und die
Welfenfrage. Der Lokal=Anzeiger bringt eine
offen=
bar halbamtliche Kundgebung über die Stellung der
ſüd=
deutſchen Staaten zur Welfenfrage. Er ſchreibt: In einer
der Zuſchriften zur braunſchweigiſchen Frage, wie ſie jetzt
vielfach auftauchen, wird als anſcheinend aus Gmunden
ſtammend die Nachricht erwähnt, im Gegenſatz zu
Preu=
ßen verlangten jetzt die ſüddeutſchen Staaten unbedingt
einen reſtloſen Verzicht des Herzogs Ernſt Auguſt auf
Hannover. Nach unſeren Erkundigungen erſcheint es
aus=
geſchloſſen, daß man von Gmunden aus an der
Verbrei=
tung einer ſo haltloſen Nachricht mitgewirkt haben ſollte.
Bei dem gegenwärtigen Stand der braunſchweigiſchen
Frage haben weder die ſüddeutſchen Staaten noch, von
Preußen und Braunſchweig abgeſehen, andere
Bundes=
ſtaaten zu einem Regierungswechſel in Braunſchweig ſchonz
Stellung zu nehmen gehabt. Die Annahme, daß die ſüd= Staaten oder überhaupt die nichtpreußiſchen
Bundesſtaaten beſondere Forderungen aufſtellen werden,
iſt durch nichts begründet. Am wenigſten iſt nach dem
bisherigen Verhalten der betreffenden Staaten aus dem
deutſchen Süden eine gegen Preußen gerichtete Wendung
zu erwarten. Gerade von ſüddeutſchen Regierungen wurde
das Nachlaſſen des Gegenſatzes zwiſchen den Häuſern Ho= und Welf willkommen geheißen, und die
dor=
tige Stimmung iſt noch heute ſo wie zu der Zeit, als dem
Prinzen Ernſt Auguſt der Weg zum Eintritt in das
baye=
riſche Heer gebahnt wurde. Daß Preußen dieſen Schritt
nicht gern geſehen habe, iſt eine irrige Auffaſſung. Der
Prinz wäre nicht bayeriſcher Offizier geworden ohne
Zu=
ſtimmung der höchſten preußiſchen Stelle. Dieſe Zuſtim=.
mung iſt damals freundwillig erteilt worden. Es iſt gut,
daß der Lokal=Anzeiger die im Anfang erwähnte
Zu=
ſchrift dementiert. Sonſt würde bewieſen ſein, daß die
ſüddeutſchen Staaten preußiſcher ſind als Preußen und
keine Luſt haben, den den Reichsintereſſen ſchädlichen
Rück=
zug Preußens vor den welfiſchen Anſprüchen mitzumachen.
Seite. 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. September 1913.
Nummer 224.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die Entwickelung der Wehrmacht. Am
Dienstag fand beim Miniſterpräſidenten Grafen Stürgkh
eine mehrſtündige Konferenz in Anweſenheit des
Kriegs=
miniſters von Krobatin und des
Landesverteidigungs=
miniſters von Georgi ſtatt. Die Beſprechung galt der von
der Kriegsverwaltung angeſtrebten Vermehrung der
Be=
ſtände und der damit zuſammenhängenden Erhöhung des
Rekrutenkontingentes, ſowie verſchiedenen anderen, die
Ent=
wickelung der Wehrmacht betreffenden Fragen,
insbeſon=
dere die Ausgeſtaltung der Artillerie. In der Konferenz
wurden die gleichen Angelegenheiten beſprochen, welche
Krobatin mit dem ungariſchen Miniſterpräſidenten
be=
ſprochen hatte. Die Beſprechung hatte einen informativen
Charakter und dient zur Vorbereitung einer
bevorſtehen=
den gemeinſamen Miniſterkonferenz.
Frankreich.
Die Trinkſprüche im Elyſée. Der Matin
erfährt aus der Umgebung des Königs Konſtantin, der
König, der geglaubt habe, daß die am Sonntag im Elyſée
gewechſelten Trinkſprüche das von ihm beklagte
Mißbe=
hagen zerſtreuen würde, zeige ſich überraſcht, daß die
Toaſte von der franzöſiſchen Preſſe nicht ſo aufgenommen
worden ſeien, wie er gehofft habe. Wenn er auch
be=
dauere, daß ſeine Worte kein volles Verſtändnis
gefun=
den hätten, ſo habe er doch zum mindeſten die Gewißheit,
daß die Handlungen ſeiner Regierung beweiſen, daß er
gleich ſeinem Vater die engſten freundſchaftlichen
Be=
ziehungen zu Frankreich unterhalten wolle. — Aus
Athen wird gemeldet, daß Venizelos dem franzöſiſchen
Geſchäftsträger für den dem König Konſtantin in Paris
bereiteten Empfang ſeinen Dank ausgeſprochen habe.
Saſonow in Paris. Der auf der Durchreiſe
nach Vichy beſindliche ruſſiſche Miniſter des Aeußern
Sa=
ſonow hat dem Miniſter Pichon einen Beſuch abgeſtattet.
Er erklärte einem Berichterſtatter, daß ſeine Reiſe nach
Frankreich vorläufig wenigſtens nur eine Erholungsreiſe
ſei, daß er aber während ſeines Pariſer Aufenthaltes im
nächſten Monat nicht ermangeln werde, im engen
Einver=
nehmen mit der franzöſiſchen Regierung die politiſche Lage
zu prüfen, die durch die lange Kriſe geſchaffen wurde,
während deren Frankreich und Rußland abermals die
Wohltaten des die beiden Staaten zum Schutze ihrer
Intereſſen und zur Aufrechterhaltung des allgemeinen
Friedens verknüpfenden Bündniſſes empfunden haben. Am
Dienstag gab Präſident Poincaré zu Ehren Saſonows
ein Diner, an dem Miniſterpräſident Barthou und der
Miniſter des Aeußern Pichon teilnahmen.
Die Geſtellung der Zwanzigjährigen.
Nach einer auf amtlichen Angaben beruhenden
Zeitungs=
meldung haben die Ergebniſſe der Geſtellung der
Zwan=
zigjährigen alle Erwartungen übertroffen. Man glaubt,
daß das Geſamtkontingent dieſer Jahresklaſſe, welche in
einigen Wochen unter die Fahnen berufen wird, mindeſtens
185000 Mann betragen werde.
Antimilitäriſche Kundgebungen.
In
Firminy (Dep. Haute et Loire) fanden anläßlich der
Ge=
ſtellung der Zwanzigjährigen Straßenkundgebungen gegen
die dreijährige Dienſtzeit ſtatt. Schutzleute und
Gendar=
men entriſſen den Ruheſtörern mehrere Tafeln mit der
Aufſchrift: „Nieder mit den drei Jahren!”, worauf die
Manifeſtanten kleine Luftballons aufſteigen ließen, die die
gleiche Aufſchrift trugen. Als die Offiziere der
Geſtel=
lungskommiſſion das Bürgermeiſteramt verließen,
wur=
den in ihrer Nähe feindſelige Rufe laut.
Der Dank Kaiſer Wilhelms. Nach Schluß
des Miniſterrates am Montag wurde bekannt, daß Kaiſer
Wilhelm für die durch den Präſidenten Poincaré
erhal=
tenen Mitteilungen über den Unfall des Militärattachés
von Winterfeldt in einer Depeſche den Herren Poincaré,
Etienne und allen Perſönlichkeiten, die ſich um den
Ver=
wundeten bemüht haben, in verbindlichen Ausdrücken
ge=
dankt habe.
Serbien.
Die Abberufung des Konſuls
Schlie=
ben. Wie die Belgrader Preſſe meldet, hat Konſul Dr.
Schlieben, der infolge der Vorſtellungen der Wiener
Re=
gierung abberufen und nach Quito (Ecuador) ſtrafverſetzt
werden ſollte, ſein Abſchiedsgeſuch eingereicht. Hierzu
wurde er veranlaßt durch die ungewöhnliche Art, in der
man mit ihm von Berlin aus verfuhr, insbeſondere auch,
da ſein Nachfolger, Konſul von Oſtmann, ziemlich
uner=
wartet bei ihm erſchien und die ſofortige Uebergabe der
Konſulatsgeſchäfte forderte. Die Angelegenheit erregt in
Belgrad ungeheures Aufſehen. Die deutſchen Kreiſe ſind
peinlich berührt, da ſie Dr. Schlieben nur ungern ſcheiden
ſehen. Nach einer Belgrader Depeſche des Neuen Wiener
Tagblattes, beabſichtigt Dr. Schlieben, in Serbien eine
Handelsagentur zu errichten.
Vereinigte Staaten.
Ergänzung der Tarifvorlage. Auf
Vor=
ſtellungen des Staatsdepartements hin werden die Führer
im Kongreß unverzüglich eine Bill zur Annahme gelangen
laſſen, durch die die Tarifvorlage ergänzt und in der
ge=
währleiſtet wird, daß keine Zuſchlags= oder Maximalzölle
während vier Monaten nach dem Inkrafttreten der Bill
von franzöſiſchen Einfuhrwaren erhoben werden.
In=
zwiſchen will ſich das Staatsdepartement bemühen, über
neue Verträge zu verhandeln.
Perſien.
Die Ankunft des Regenten. Bei der
Mon=
tag nacht erfolgten Ankunft des Regenten in Teheran fand
kein offizieller Empfang ſtatt. Der Regent begab ſich
nach einer kurzen Beſprechung mit den Miniſtern nach der
Sommerreſidenz des Schahs, mit dem er ſich geraume
Zeit unterhielt. Das diplomatiſche Korps wird in zwei
Tagen empfangen werden.
* Die Reichsregierung und die
Olympi=
ſchen Spiele 1916 zu Berlin. Das große
Inter=
eſſe, das den Olympiſchen Spielen von der Reichsregierung
entgegengebracht wird, zeigt ſich u. a. darin, daß dem
Deutſchen Reichsausſchuß für Olympiſche Spiele eine
er=
hebliche finanzielle Unterſtützung in Ausſicht geſtellt
wor=
den iſt. Infolgedeſſen wird der Reichsausſchuß in der
Lage ſein. aus dieſen Mitteln den ihm angeſchloſſenen
deutſchen Verbänden namhaſte Zuſchüſſe zu geben, die von
dieſen wieder zur turneriſchen und ſportlichen Ausbildung
der Teilnehmer für 1916 verwendet werden ſollen.
Ins=
geſamt ſieht der Etat der Olympiſchen Spiele hierfür
300000 Mark vor. von denen 200000 Mark an die deutſchen
Turn= und Sportverbände aufgeteilt werden ſollen,
wäh=
rend der Reſt für Beſchickung wichtiger ausländiſcher
Wett=
kämpfe, Uebungskurſe im Deutſchen Stadion uſw. zur
Ver=
fügung angeſetzt iſt. Außerdem rechnet der Deutſche
Reichs=
ausſchuß auf eine tätigere Unterſtützung ſeiner
Beſtrebun=
gen als bisher durch private Förderer=Zuſchüſſe. Im
Hin=
blick auf die in Amerika, England und Schweden von
pri=
vaten Stellen aufgebrachten Hunderttauſende nehmen ſich
die in Deutſchland mühſam geſammelten wenigen
Zehn=
tauſend geradezu beſchämend aus.
* Berlin, 23. Sept. Der Deutſch=
Argentini=
ſche Zentralverband gab geſtern abend zu Ehren
des Chefs des argentiniſchen Generalſtabes, Generals
Ruiz, ein Feſteſſen. Unter den zahlreichen
Teilneh=
mern befanden ſich Generalfeldmarſchall v d. Goltz,
Kriegsminiſter v. Falkenhayn, der frühere Geſandte von
Reichenau, vom Auswärtigen Amt Direktor v. Körner.
Generalfeldmarſchall v. d. Goltz brachte in einer Rede
ſeinen perſönlichen Eindruck von Argentinien, ſeine
Freund=
ſchaft zu General Ruiz und ſeine Bewunderung für die
Entwicklung der großen amerikaniſchen Republik auf allen
Gebieten zum Ausdruck. Kriegsminiſter Falkenhayn
hob die enge Freundſchaft hervor, die ſeit vielen Jahren
zwiſchen deutſchen und argentiniſchen Offizieren und
zwi=
ſchen der deutſchen und argentiniſchen Armee durch
zahl=
reiche perſönliche Beziehungen beſteht. General Ruiz
werde die Ueberzeugung gewonnen haben, daß alle Glieder
des Deutſchen Reiches an der Arbeit ſeien, um dem
Vater=
lande zu dienen. Er werde den Eindruck mit nach Hauſe
nehmen, daß die Freundſchaft zwiſchen der deutſchen und
argentiniſchen Armee immer hoch geſchätzt werde. Der
Miniſter leerte ſein Glas auf das Wohl des Generals
Ruiz. Ruiz dankte in längerer Rede. Zunächſt drückte
er dem Kaiſer ſeinen Dank für die Einladung zu den
Manövern aus, die ihm Gelegenheit gegeben hätte, das
deutſche Heer auf dem Paradefelde und ſpäter in der
Feld=
übung zu ſehen, wobei er namentlich auch die Liebe des
deutſchen Volkes für das deutſche Heer kennen gelernt habe,
Der Soldat habe ſich überall getragen gezeigt durch die
Liebe zum Vaterlande. Daneben habe er mit
Bewun=
derung die Verehrung des Volkes für ſeine großen
Män=
ner bei allen Berufen, die dem Vaterlande dienen, kennen
gelernt. General Ruiz gab ſodann ſeiner Freude über
ſeine perſönlichen Beziehungen zum deutſchen Heere
Aus=
druck, die ſchon viele Jahre alt ſeien. Er trank auf das
Wohl des Kaiſers, auf ſein Heer und deſſen glorreiche
Ver=
gangenheit, ſeine bewundernswerte Gegenwart und ſeine
großartige Zukunft, ſowie auf den Deutſch=Argentiniſchen
Zentralverband.
* Bern, 22. Sept. Die Kommiſſion der
Ar=
beiterſchutzkonferenz für das Verbot der
Nacht=
arbeit Jugendlicher ſchob das Inkrafttreten des Verbotes
für die Glasinduſtrie und einige Zweige der
Metallindu=
ſtrie auf längere Jahre hinaus, als der Entwurf der
inter=
nationalen Vereinigung es vorſah. Die Arbeiten der
Kom=
miſſion werden morgen beendet, ſo daß die Schlußſitzung
im Plenum der Konferenz vorausſichtlich am Mittwoch
ſtattfindet. Die verſchiedentlich aufgeſtellte Behauptung,
bei dem Verbot der Nachtarbeit Jugendlicher habe die
Kom=
miſſion die Altersgrenze von 16 Jahren anſtatt 17 und 18
angenommen, weil einige Staaten ihre Zuſtimmung zu
einer höheren Altersgrenze verweigerten, iſt unrichtigt
nicht die Minderheit, ſondern die große Mehrheit der
Staaten trat für das 16. Jahr ein.
Zeitungsſchau.
Ueber das „Eſperanto” als Gefahr für die deutſche
Sprache ſchreibt H. Betz in den Alldeutſchen Blättern:
„Der Wortſchatz der Kunſtſprache iſt „international” d. h
er enthält ſolche Wortſtämme, die in mehreren
Volks=
ſprachen vorkommen oder als Fremdwörter ſich dort
ein=
gebürgert haben. So ſagt der Eſperantiſt. In
Wirklich=
keit iſt Eſperanto eine romaniſche Sprache mit wenig
ger=
maniſchen Einlagerungen. Es will für den Franzoſen oder=
Italiener ſehr wenig bedeuten, ſich die Sprache
anzu=
eignen, er findet die Wortſtämme ſeiner eigenen Sprache
faſt durchweg wieder. Für den Deutſchen iſt das ganz
etwas anderes. Deshalb braucht man ſich auch nicht zu
wrundern, wenn verſichert wird, daß in Italien,
Frank=
reich und England die Eſperanto=Bewegung aanz andere
Fortſchritte macht als im Deutſchen Reiche. Der Deutſche
hat wirklich keinen Grund, ſich dieſes Kunſterzeugnis
an=
zueignen. Wir ſind in unſerer völkiſchen Ausdehnung
noch nicht geſättigt. unſere Sprache geht noch nicht zurück,
ſie macht Fortſchritte in der ganzen Welt. Wo die
deut=
ſche Sprache erklingt, da kommt auch deutſcher Einfluß,
deutſche Wiſſenſchaft, deutſcher Handel hoch. In ganz
Oſt=
europa iſt die beherrſchende Stellung der deutſchen Sprache
unſer Vorteil. Im Völkerſtreite Oeſterreichs und Ungarns
iſt trotz aller Bedrängniſſe der Deutſchen der Umſtand, daß
das Deutſche eben eine Weltſprache, dort ſogar die
Welt=
ſprache iſt, für die Stellung unſerer Volksgenoſſen von
aus=
ſchlaggebender Bedeutung. Wir denken nicht daran, unſere
Sprache allen Völkern als Verkehrsmittel aufdrängen zu
wollen, aber wir wollen den Machtbereich derſelben nicht
eindämmen laſſen, ſondern ausdehnen. Einſt war das
Latein die Sprache des Verkehrs und der Bildung. Unter
Aufwendung der beſten Kräfte ſiegte der völkiſche Gedanke
über das weltumſpannende Latein, und es entſtanden die
völkiſchen Kulturen. Jetzt ſoll wieder die künſtliche
Toch=
ter des Latein, das Eſperanto uns einem neuen
Mittel=
alter entgegenführen. All der Kampf ſoll umſonſt geweſen
ſein. Mit dem Eſperanto würde in Sprachdingen der
end=
gültige Sieg des Romanentums beſiegelt. Nein, wir haben
Grund, das Eſperanto abzulehnen. Schon dringt es in
die Schulen, ſelbſt in Volksſchulen ein. Das muß
verhin=
dert werden. Unſere Volksſchüler ſollen ein gutes Deutſch
lernen, das iſt beſſer als jedes Halbwiſſen einer fremden
Sprache, und in den höheren Schulen iſt das Erlernen
lebender Volksſprachen, das Schöpfen aus dem Borne des
Volksgeiſtes, ſelbſt wenn es ein fremder iſt, beſſer als das
Eintrichtern eines Kunſterzeugniſſes. Der Geiſt der
Volks=
ſprache führt uns in die Tieſen unſerer Anfänge zurück, in
ihm lebt die ganze Entwicklung, die wir durchlaufen
haben, was will dagegen das künſtliche Gefüge eines
ein=
zelnen! Das Eſperanto iſt eine neue Waffe, mit der der
internationale Geiſt das Deutſchtum bedrängt. Die
Ge=
fahr iſt nicht klein.
*
Gegen den Reviſionismus als die größere
Ge=
fahr der Sozialdemokratie veröffentlicht die
Germania einen geharniſchten Artikel: Nun iſt ja der
Aktenſchrank der Sozialdemokratie um eine Reſolution über
den politiſchen Maſſenſtreik bereichert, aber die
Gewerk=
ſchaftsführer haben ſich zugleich den Doppelſchlüſſel
ge=
ſichert, ſo daß ſie nicht ohne ihr Zutun zu einer
Mobil=
machung gebraucht werden darf. Der Parteivorſtand der
Sozialdemokratie hat das der „Generalkommiſſion der
Ge=
werkſchaften Deutſchlands” zugeben müſſen, um einen
offe=
nen Konflikt zu vermeiden. Offenbar iſt darin ein Sieg
Richard Wagners franzöſiſcher
Vorläufer.
(Zu Grétrys 100. Todestage, 24. September.)
** Der 100. Todestag des genialen Komponiſten
Grétry ruft die glänzende Geſtalt dieſes liebenswürdigen
Rokokomeiſters wieder in die Erinnerung, der doch ſchon in
ſo merkwürdig hellſichtiger Weiſe Wagners „
Zukunfts=
muſik” vorausgeahnt hat. In ſeinen geiſtvollen, heute
viel zu wenig bekannten Memoiren hat er nicht nur ſeine
modern anmutenden Gedanken über das Muſikdrama
niedergelegt, ſondern auch in naiver Anſchaulichkeit die
Geſchichte ſeines Lebens berichtet.
Der kleine Sohn des Lütticher Geigers, der am
Mor=
gen in der Kirche und am Abend den Bauern zum Tanz
aufſpielte, erhielt ſeine erſten muſikaliſchen Eindrücke vom
Summen und Singen des Kochtopfes, zu deſſen Melodie
er tanzte und an dem er ſich ſchrecklich verbrannte, als er
das ſeltſame Muſikinſtrument näher unterſuchen wollte.
Noch ſchlimmere Erfahrungen machte er in der Kantorei
von St. Denis, wo er mit anderen Knaben als
Chor=
ſänger ausgebildet wurde. „Seit es unglückliche Kinder
gibt,” erzählt er ſelbſt, „war es keins wohl mehr als ich,
da ich der Gewalt des grauſamſten Muſiklehrers
über=
laſſen wurde, den es wohl jemals gegeben. Beim
gering=
ſten Fehler, den man machte, ſchlug er fürchterlich; er
er=
fand direkt Qualen, an denen er ſeine Freude hatte.‟ Dec
arme kleine Grétry hatte große Angſt, daß er zur
Früh=
meſſe zu ſpät kommen könnte; er erhob ſich deshalb
ein=
mal in einer kalten Winternacht und ſchlief, da er die
Kirchentür verſchloſſen fand, ſein Laternchen in der Hand,
auf der Straße ein, wo man ihn am Morgen halb erſtarrt
aufhob. Die harte Schule trug aber doch ihre guten
Früchte. Der Knabe wurde ein ausgezeichneter Sänger,
und bei einer Motette zu Ehren der Jungfrau, die er vor=
tragen mußte, erlebte er den Triumph, daß die ihn
beglei=
tenden Muſiker vor Bewunderung zu ſpielen aufhörten,
um ihm beſſer lauſchen zu können. Mehr jedoch als die
Kirchenmuſik intereſſierten ihn die anmutigen Melodien
der italieniſchen komiſchen Oper, die er in Lüttich zu hören
Gelegenheit hatte. Mit 18 Jahren kam er nach dem Lande
ſeiner Sehnſucht und verbrachte 8 Jahre in Rom, wo er
von der damals ſo hoch blühenden Opera=Buffa der
Ita=
liener die entſcheidenden Eindrücke empfing. Als er dann
nach Paris kam, gelang es ihm in ſeinen raſch
entſtehen=
den Werken die italieniſche Schule mit dem franzöſiſchen
Geiſt zu verbinden. Die Oper „Der Hurone” brachte ihm
1768 den erſten Erfolg, und bald ſtand er auf der Höhe
ſeines Ruhmes und ſeiner Beliebtheit. Der verwöhnte
Günſtling des Hofes und der Großen genoß auch beim
Volk eine Popularität ohnegleichen; eines Tages
präſen=
tierte die Schloßwache von Fontainebleau vor ihm, und
als er nach dem Grund fragte, antworteten ſie ihm: „Wir
waren geſtern in „Zemire und Azor”. So hieß eins ſeiner
bekannteſten Werke.
Grétry hat mehr als 50 dramatiſche Arbeiten
hinterlaſſen, Ballettopern mit entzückenden Tänzen, ernſte
Muſikdramen, lyriſche Komödien und vor allem komiſche
Opern, die in der großen bei Breitkopf u. Härtel
erſchei=
nenden Geſamtausgabe ſeiner Tonwerke der Gegenwart
wieder neu geſchenkt werden. Am berühmteſten ſind ſein
„Richard Löwenherz” und „Blaubart” die auch in
Deutſch=
land viel gegeben wurden. Ueberhaupt iſt ſein Einfluß
ein gewaltiger geweſen. Seine Ouvertüre zu der Oper
„Die Freundſchaft auf Probe” hat in Mozarts Figaro=
Ouvertüre deutliche Spuren hinterlaſſen; über ein Motiv
aus „Richard Löwenherz” ſchrieb noch Beethoven
Varia=
tionen. Die komiſche Oper verehrt in ihm einen Klaſſiker,
der die Dichtung nicht um der Muſik willen
vernach=
läſſigte, ſondern aus der rezitativiſchen Deklamation die
Melodien hervorblühen ließ und an die Stelle der in
Koloraturen ſchwelgenden großen Arien einfache, die
Ge=
fühle des Herzens ausdrückende Lieder ſetzte.
In dieſer an Gluck anknüpfenden Reform der
Oper wurde er „einer der echteſten Vorläufer Richard
Wagners” wie ihn Alfred Bruneau in ſeiner Geſchichte
der franzöſiſchen Muſik nennt. Zum erſtenmal hat er, in
ſeinem „Richard Löwenherz” in der
bewunderungswür=
digen Romanze Blondel eine Melodie zum ſeeliſchen
Mittelpunkt einer muſikaliſchen Handlung gemacht; er
wurde ſo zum Erfinder des Leitmotivs nicht
etwa aus Zufall ſondern aus Ueberlegung und einer
lei=
denſchaftlichen Wahrheitsliebe heraus. Er erklärt in
ſeinen Memoiren ausführlich, warum er die Arie Blondels
im Verlaufe des Werkes ſo oft in verſchiedenen Tonarten
wiederkehren laſſe; ſie ſei die Angel, um die ſich das ganze
Stück drehe. Auch eine neue Form des Theaters
und das unſichtbare Orcheſter hat er gefordert.
„Ich will, daß der Saal klein ſei und höchſtens 1000
Per=
ſonen aufnehme, daß es nur eine einzige Art von Plätzen
gebe; keine Logen. Ich will, daß das Orcheſter dem Auge
verborgen ſei und daß man weder die Muſiker noch die
Pultlichter von den Plätzen der Zuſchauer aus ſähe. Ich
will einen kreisförmigen Saal, der ſich ſtufenweiſe erheben
und allmählich anſteigend ein Amphitheater bilden ſoll,
das mit einigen gemalten al kresco=Trophäen geziert ſein
ſollte.” Schwebt hier ſchon das Bild des Feſtſpielhauſes
in Bayreuth vor, ſo wird Wagners Muſikdrama, auf das
ſein Streben, die Leidenſchaften und Charaktere in Tönen
auszudrücken, ſeine großartige Naturſchilderung (der
Wolkenflug in „Zemire und Azor” erinnert an die vierte
Rheingold=Szene) hindeuten, in den Worten vorausgeahnt:
„Eines Tages wird alles, was in der Muſik nicht dem
Stil der Dichtung entſprechen wird, vom Publikum
ab=
gelehnt werden. Die Rouladen der Koloraturarien
wer=
den ſo abſurd erſcheinen, daß man ſie nur noch ſingen wird,
um die Nachtigall nachzuahmen” In ſeinem naiven
ehr=
lichen Künſtlertum hat Grétry ſo bereits die Wege
be=
ſchritten, die einen Größeren nach ihm zum Ziel führen
ſollten.
Nummer 224,
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. September 1913.
Seite 3.
der reviſioniſtiſch geſinnten gewerkſchaftlichen
Sozialdemo=
kratie gegenüber der radikalen politiſchen Sozialdemokratie
zu erblicken. Wir möchten jedoch dringend davor warnen,
im Hinblick auf dieſe Vorkommniſſe in Jena etwa auf eine
Spaltung in der Sozialdemokratie zu rechnen, oder auf
den Reviſionismus, der allerdings in Jena Trumpf war,
irgendwelche Hoffnungen zu ſetzen. Im Gegenteil: dieſer
ſozialdemokratiſche Reviſionismus, der dem Liberalismus
am nächſten verwandt iſt, indem er in gleicher Weiſe mit
der Grundſatzloſigkeit die Taktik der Opportunität zum
Prinzip erhebt. iſt weit gefährlicher, als der offene
grund=
ſatztreue ſozialdemokratiſche Feind, der gleich dem Abg
Bebel erklärt, daß die Sozialdemokratie in politiſcher
Hin=
ſicht die Republik und „auf dem Gebiete, das man das
reli=
giöſe nennt” den Atheismus erſtrebe. Wer gerüſtet iſt,
braucht den offenen Feind, der ihm mit ehrlichen Waffen
gegenübertritt, nicht zu fürchten; um ſo mehr aber hat
er ſich vor dem verſteckten Feinde mit ſeiner heuchleriſchen
Miene und ſeinen vergifteten Waffen in acht zu nehmen.
„Nicht des Löwen lautes Brüllen — Schlangenſchleichen
iſt gefährlich,” ſagt der Dichter von Dreizehnlinden. Und
wir ſind überzeugt, daß dieſes ſozialdemokratiſche
Schlan=
genſchleichen ſich ſchon recht bald in Beſtrebungen der
ge=
werkſchaftlichen Sozialdemokratie bemerkbar machen wird,
wie es ſchon vor Bebels Tode in Ausſicht genommen war,
aber mit Rückſicht auf dieſen „Heros” der Partei bis zu
ſeinem Ableben verſchoben worden iſt. Das Hornberger
Schießen in Jena bedeutet demgegenüber nur ein
Kinder=
ſpiel.
Schonung berechtigter Gefühle. Unter dieſer
Ueber=
ſchrift veröffentlicht das Oktoberheft der von Freiherrn von
Grotthuß herausgegebenen Monatsſchrift „Der Türmer
(Stuttgart, Verlag von Greiner u. Pfeiffer) folgenden
Artikel: Die Polizeibehörde Chriſtianias hat den nach
Ger=
hart Hauptmanns „Atlantis” von einer däniſchen
Geſell=
ſchaft hergeſtellten Film zur Aufführung in den
Kinothea=
tern nicht zugelaſſen. Die Behörde erklärt in ihrem
Rund=
ſchreiben, „ſie halte die Aufführung eines derartigen Films
moraliſch für unverantwortlich, da man damit noch
wohl=
bekannte tragiſche Epiſoden zu einer Art Volksbeluſtigung
benutzt habe‟. Alle Welt billigt in Norwegen, das
über=
haupt nur eine Nachzenſur kennt, dieſen Schritt der
Be=
hörden. Inzwiſchen hat die däniſche Geſellſchaft den
At=
lantis=Film für 250000 Kronen nach Deutſchland verkauft,
wo ſich zu ſeiner Ausbeutung eine beſondere Geſellſchaft
mit dem Sitz in Düſſeldorf gebildet hat. Offenbar
befürch=
tet man in Deutſchland eine ſolche Schonung berechtigter
Gefühle nicht. Man verläßt ſich wohl auf den Lärm, den
eine gewiſſe Preſſe gegen jede Maßregel der Zenſur ſchlägt.
Man ſagt ſich, daß, wenn ſich der vielfach als erſter
Drama=
tiker ſeines Landes geſchätzte Dichter die Geſchmackloſigkeit
leiſten durfte, ſein Werk für 20000 Mark verſtümmeln zu
laſſen, nachdem er kurz zuvor durch den Nobelpreis eine
große Summe erhalten, man ſicher auch ſonſt eine
Auf=
lehnung des guten Geſchmacks nicht werde zu befürchten
haben. Nun aber noch eins. So gewiß es durchaus
be=
rechtigt iſt, die Gefühle jener Menſchen zu ſchonen, die durch
ein Schiffsunglück ſchmerzhafte Verluſte erlitten haben, ſo
gibt es doch noch Empfindungen, die der Geſamtheit als
ſolcher noch viel heiliger und unantaſtbarer ſein müſſen
Derſelbe Gerhart Hauptmann hat durch ſein ſogenanntes
Jahrhundert=Feſtſpiel das nationale Empfinden des
deut=
ſchen Volkes aufs ſchärfſte verletzt. Aber als da die Zenſur
verſpätet eingriff — welch ein Wutgeſchrei bei vielen jener
Blätter, die jetzt die Entſcheidung der norwegiſchen
Be=
hörden beifällig mitteilen. Wer kann das begreifen? Es
begreift es auch niemand — im Auslande, ſoweit dieſes
nationales Empfinden für ſich in Anſpruch nimmt. Im
„freien” Norwegen wie in der „freien” Schweiz wäre die
Vorführuna des Jahrhundert=Feſtſpiels noch viel
unmög=
licher geweſen, als die eines Kataſtrophen=Films. Wir
aber haben es herrlich weit gebracht.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 24. September.
* Vom Hofe. Montag nachmittag 2½ Uhr fuhren
die Großherzoglichen Herrſchaften mit ihrem Beſuch im
Auto nach der Duncan=Schule auf der Marienhöhe. Se.
Königl. Hoheit der Großherzog begaben ſich von
hier auf Jagd nach Viernheim, während die
übrigen Herrſchaften nach Jagdſchloß Wolfsgarten
zurück=
kehrten. (Darmſt. Ztg.)
* Pfarrperſonalie. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben den von Sr. Durchl. dem Fürſten und
Grafen zu Erbach=Schönberg auf die evangeliſche
Pfarr=
ſtelle zu Zotzenbach, Dekanat Erbach, präſentierten
Pfarrer Karl Simon zu Ober=Moſſau für dieſe Stelle
beſtätigt.
* Neue Zahlmeiſterſtellen. Leibgarde=Infanterie=
Regiment (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115: in die Stelle wird
unter Ernennung zum Zahlmeiſter überwieſen
Unterzahl=
meiſter Euler; Infanterie=Regiment Kaiſer Wilhelm (2.
Großh. Heſſ.) Nr. 116: Unterzahlmeiſter Lenz; Infanterie=
Leibregiment Großherzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117:
Unterzahlmeiſter Mühlhauſen; Infanterie=Regiment
Prinz Karl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118: Unterzahlmeiſter
Hüthwohl; 5. Großh. Heſſiſches Infanterie=Regiment
Nr. 168: Unterzahlmeiſter Frick; Großh. Artilleriekorps,
1. Großh. Heſſ. Feldartillerie=Regiment Nr. 25:
Unterzahl=
meiſter Reinhardt; 1. Naſſauiſches Feldartillerie=
Re=
giment Nr. 27 Oranien: Unterzahlmeiſter Herrmann;
2. Großh. Heſſ. Feldartillerie=Regiment Nr. 61: dieſe Stelle
wird beſetzt mit dem Zahlmeiſter Brandt vom zweiter
Bataillon Anhalt. Infanterie=Regiments Nr. 93.
g. Strafkammer I. Der 17jährige Schloſſer Wilhelm
L. von Zwingenberg hat in der Provinzialpflegeanſtalt
Eberſtadt elf Feilen und einen Putzlappen entwendet. Er
wurde zu 1 Woche Gefängnis verurteilt. — Der
Ge=
ſchäftsführer und ſtellvertretende Vorſitzende des Deutſchen
Stenographenbundes Gabelsberger, Dr. Karl Bode aus
Dresden, hier wohnhaft, hatte ſich aus formellen Gründen
geweigert, eine preßgeſetzliche Berichtigung, die ihm vom
Vorſitzenden des Stenographenverbandes Stolze=Schrey,
Bäckler=Berlin, zugegangen war, aufzunehmen. Das
Schöffengericht hatte ihn freigeſprochen. Die Strafkammer
verurteilte ihn geſtern zu 10 Mark Geldſtrafe.
— Vom Großh. Hoftheater. Kammerſänger Leo
Slezak hat in dieſen Tagen in einem Berliner Konzert
neben Willy Burmeſter und Hermine Boſetti einen
ſtür=
miſchen Erfolg bei Publikum und Preſſe davongetragen.
Berliner Kritiken ſpenden dem berühmten Tenoriſten
Worte der höchſten Begeiſterung und rühmen
insgeſam=
die große Kunſt Slezaks, der ſich glücklicherweiſe von
ſei=
nem Unfall am Tegernſee vollkommen erholt hat. Bei uns.
wo der Künſtler am 3. und 5. Oktober in ſeinen beſten
Rol=
len erſcheinen wird, konzentriert ſich das Intereſſe auf die
beiden Slezal=Abende, die durch die Perſon des Gaſtes
den Stempel bedeutſamer künſtleriſcher Ereigniſſe tragen.
Morgen beginnt der Vorverkauf für das Slezak=Gaſtſpiel
an der Hoftheatertageskaſſe und im Verkehrsbureau. In
der heutigen Aufführung von „Tannhäuſer” ſingt
Gertrud Geyersbach die Eliſabeth. Morgen findet die
Erſtaufführung von Paul Apels heiterem Traumſpiel
„Hans Sonnenſtößers Höllenfahrt” ſtatt. Das amüſante
Werk hat überall einen großen Erfolg errungen, der nicht
zuletzt ein Verdienſt der Begleitmuſik von Friedrich
Ber=
mann iſt, die die luſtig=bizarren Situationen des
Traum=
ſpiels in parodiſtiſcher Weiſe illuſtriert. In den
Hauptrol=
len der Neuheit ſind beſchäftigt die Herren Ehrle,
Jan=
nings, Jordan. Schneider, Jürgas, Heinz. Weſtermann.
Kniſpel und Waſſermann, ſowie die Damen Wisthaler,
Meißner Doſtal. Gothe und Müller=Rudolph. Die
ſze=
niſche Leitung dieſer im Donnerstag=Abonnement
ſtattfin=
denden Vorſtellung, die um 7½ Uhr beginnt, hat Bruno
Harprecht. Am Freitag geht nach längerer Pauſe Adams
indiſche Märchenoper „Wenn ich König wäre” bei kleinen
Preiſen in Szene. Für die erſte Volksvorſtellung zu
er=
mäßigten Preiſen am Sonntag nachmittag „Alt=
Heidel=
berg” hat der Vorverkauf bereits begonnen.
* Darmſtädter Künſtler auswärts. Auf der
Herbſt=
ausſtellung im Künſtlerhaus zu Berlin iſt Prof. Adolf
Beyer mit einer Kollektion von 18 und ſeine Gattin,
Frau Anna Beyer, mit einer Kollektion von 15 Bildern
vertreten.
* Ausſtellung griechiſcher Handſtickereien. Im
Schau=
fenſter der Hofmöbelfabrik Joſeph Trier,
Wilhelminen=
ſtraße, ſind griechiſche Handſtickereien ausgeſtellt,
die von dortigen Bäuerinnen gefertigt ſind und deren
Er=
trag zum Beſten der Angehörigen im Kriege gefallener
Soldaten verwendet wird. Ihre Königl. Hoheit Frau
Prinzeſſin Andreas von Griechenland haben
über dieſe griechiſche Hausinduſtrie das Protektorat
über=
nommen und wird das verehrliche Publikum zur Anſicht
und zum Ankauf der Sachen hierdurch höflichſt eingeladen.
* Der diesjährige Fortbildungskurſus für Organiſten
und Chordirigenten des Großherzogtums Heſſen wurde
in den Amtsräumen des Oberkonſiſtoriums mit einer
An=
ſprache des Herrn Prälaten D. Dr. Flöring eröffnet.
An dem unter Leitung des Kirchenmuſikmeiſters Profeſſor
Arnold Mendelsſohn ſiehenden Kurſus beteiligen ſich
16 Lehrer und Schulverwalter. Er dauert bis zum 11. Okt.
* Jahrhundertfeier der Weſtdeutſchen
Nationallibera=
len Vereine. Am Sonntag fand in Bingen eine
Be=
ſprechung von Vertretern Nationalliberaler Vereine
Weſt=
deutſchlands ſtatt über eine gemeinſame Feier zum
Ge=
denktag der Völkerſchlacht bei Leipzig. Es wurden
fol=
gende Beſchlüſſe gefaßt: Am Sonntag, den 19. Oktober
vormittags ½11 Uhr, findet eine Feier am
Niederwald=
denkmal ſtatt, bei der der Vorſitzende der heſſiſchen
Natio=
nalliberalen Partei, Landtagsabgeordneter Dr. Oſann=
Darmſtadt, eine Anſprache halten wird. Am Nachmittag
wird eine Feier in der neuen Feſthalle in Bingen
veran=
ſtaltet; dort hält Profeſſor Dr. Theobald Ziegler die
Feſtrede. Den Vorſitz bei den Veranſtaltungen führt der
Vorſitzende der rheiniſchen Nationalliberalen Partei,
Pro=
feſſor Moldenhauer in Köln. Die Freie Vereinigung
heſſiſcher Nationalliberaler beteiligt ſich innerhalb der
heſ=
ſiſchen Landesorganiſation an der Feier.
PA Zum Verbandstag der deutſchen Landes=
Frauen=
vereine und deutſcher Krankenpflegeanſtalten vom Roten
Kreuz. Zu den in Darmſtadt vom 13. bis 17. Oktober
ſtattfindenden Verhandlungen und ſonſtigen
Veranſtaltun=
gen des 7. Verbandstages des Verbandes der deutſchen
Landes=Frauenvereine vom Roten Kreuz, ſowie des
Ver=
bandes deutſcher Krankenpflegeanſtalten vom Roten Kreuz
haben die Mitglieder des Alice=Frauenvereins für
Kran=
kenpflege, ſeiner Abteilungen und der Zweigvereine, ſowie
geladene Gäſte Zutritt. Dieſer iſt nur gegen
Eintritts=
art en, die in beſchränkter Zahl ausgegeben werden,
ge=
ſtattet. Perſonen, die ſich für die Verhandlungen
intereſſieren und die Beſtrebungen des Alice=
Frauenver=
eins unterſtützen wollen, können durch Erwerbung der
Mit=
gliedſchaft dieſes Vereins an allen Verhandlungen
teil=
nehmen. Wegen Zuſtellung der Eintrittskarten wende man
ſich an das Zentralkomitee des Alice=Frauenvereins. Die
Kriegshelferinnen vom Roten Kreuz, für welche die
Ta=
gung von beſonderem Intereſſe iſt, werden gebeten, wegen
der Eintrittskarten ſich an das Zentralkomitee des Alice=
Frauenvereins für Krankenpflege oder an den Vorſtand
des Heſſiſchen Landesvereins vom Roten Kreuz zu
Darm=
ſtadt zu wenden.
* Zur Tagung der deutſchen Zentrale für
Jugend=
fürſorge. Von heute ab werden im Stadthaus, Zimmer
Nr. 18, an die Mitglieder der dem Verband für
Jugend=
wohlfahrt und Jugendfürſorge angeſchloſſenen Vereine
Ausweiſe zum Bezug von Karten für die Feſtvorſtellung
im Großh. Hoftheater abgegeben. Die Vorſtellung findet
am Montag, den 29. d. M., ſtatt. Gegeben wird Paul
Apels Komödie „Hans Sonnenſtößers Höllenfahrt”
Ge=
gen Vorzeigen der Ausweiſe können von Freitag ab an
der Hoftheaterkaſſe die Eintrittskarten zu ermäßigtem
Preiſe in Empfang genommen werden. Von heute ab ſind
weiter im Stadthaus erhältlich die Eintrittstarten für den
Empfangsabend der Stadt Darmſtadt. Herr Architekt
Margold von der hieſigen Künſtlerkolonie hat in
un=
eigennütziger Weiſe einen Entwurf zu einem
künſtle=
riſchen Abzeichen für die Teilnehmer der Tagung
angefertigt. Die Ausführung des Entwurfes hat das
Atelier Reith=Reinicke. Ernſt=Ludwigsſtraße,
über=
nommen.
* Der Reichsverband der deutſchen Landwirtſchaftlichen
Genoſſenſchaften wird in Ausführung des Beſchluſſes der
Wiesbadener Hauptverſammlung am 1. Okt. ſeinen Sitz
nach Berlin SWV. 11. Bernburger Straße 21, verlegen.
Dorthin werden auch die Geſchäftsräume der Beamten=
Wohlfahrtskaſſe, der Verſicherungskaſſe und des
Inter=
nationalen Bundes der Landwirtſchaftlichen
Genoſſenſchaf=
ten verlegt.
* Der Vorſtand des Vereins für Verbreitung von
Volksbildung macht ſeine Mitglieder und angeſchloſſenen
Vereine beſonders aufmerkſam auf die am 29. und 30.
September in Darmſtadt tagende „Deutſche
Zen=
trale für Jugendfürſorge” Zu der
Feſtvorſtel=
lung im Hoftheater können jetzt ſchon im Stadthaus,
Zim=
mer Nr. 18, Plätze zu kleinen Preiſen beſtellt werden.
Da=
ſelbſt ſind auch für den Empfangs= und Begrüßungsabend
Eintrittskarten zu 1,50 Mark erhältlich, wofür freie
Be=
wirtung gewährt wird.
* Der Ortsgewerbeverein macht nochmals auf die
heute nachmittag ſtattfindende Beſichtigung der
Maſchinen=
fabrik Collet u. Engelhardt, der Schuhfabrik Eugen
Wal=
lerſtein und der Techniſchen Lehranſtalten in Offenbach am
Main aufmerkſam. Abfahrt 12.58 Uhr ab Hauptbahnhof
Die Führung der Teilnehmer hat Herr Profeſſor
Brock=
mann von Offenbach übernommen, wodurch zugleich
Ge=
währ für einen intereſſanten Nachmittag gegeben iſt.
Konzerte.
mm Der zweite Klavierabend des Herr Raoul von
Koczalski, der nur Werken von Frédéric Francois
Chopin gewidmet war, hatte eine freudig begeiſterte
Schar von Verehrern ſowohl des polniſch=franzöſiſchen
Klaviertonpoeten als auch ſeines berufenſten Interpreten
unſerer Zeit im Saale des Hotels „Zur Traube”
ver=
ſammelt. Von den meiſterhaft vorgetragenen Werken
waren mehrere erſt im verfloſſenen Herbſt hierſelbſt von
Koczalski geſpielt und von uns eingehend gewürdigt
wor=
den. Seine reife und tiefgehende Auffaſſung und immer
aufs neue gewiſſenhaft durchgearbeitete Vorbereitung
ließen gerade dieſe Werke beſonders intereſſant ſein, und
das weitergehende Eindringen in alle Feinheiten und die
ganze Grazie von Chopins Formenſprache mußte
ange=
nehm überraſchen. Gerade die künſtleriſche Vertiefung im
Vortrag war bemerkbar in der B=Moll=Sonate (Opus 35)
Stim=
und der — troſtloſen Kummer ausdrückende —
mungsgehalt des langſamen Satzes, unter deſſen Klängen
Chopin am 17. Oktober 1849 in Paris zu Grabe getragen
wurde, ward diesmal noch erſchöpfender als im Vorjahre
wiedergegeben; namentlich war das ausgedehnte
Glocken=
motiv in ſeinen feinen (aber nicht unvermittelt plötzlichen)
dynamiſchen Modifikationen auf dem Klavier von
drama=
tiſcher Wirkung. Dieſer Satz wird ja immer als eine
Er=
innerung an den hochbegabten, aber unter dem Druck
un=
ruhiger politiſcher Verhältniſſe nicht ganz zur Entwicklung
gelangten und körperlich leidenden Tonpoeten, an den Wert
der Liebe erinnern, die der früh Hingegangene für die
Zu=
rückbleibenden empfunden hat. Zu den wohlklingendſten
Klavierſtücken zählen die darauf geſpielten Etüden in Gis,
As und Ges (Opus 35,, 25,1, 10,), ſowie die H=Dur=
Nok=
turne (Opus 9), die aber für unſer Empfinden noch etwas
leichter und weniger „erdenſchwer” hätte wiedergegeben
werden können.
Wie in dieſen Werken ernſten Stils ſich gleichwohl der
Zauber eines alücklich gemiſchten romaniſchen und
natio=
nalpolniſchen Elements widerſpiegelt, ſo zeigten die
fol=
genden Walzer in As (Opus 42) und Opus 64 (Des=Dur=
Minutenwalzer) wohl auch ein liebenswürdiges
geſell=
ſchaftliches Talent, aber auch den bedauerlichen, anſtatt zu
hohen Aufgaben anregenden, den Tonſetzer in keiner
vor=
nehmen Weiſe in ſeinem tondichteriſchen Schaffen zur
Kompoſition einer „Valse du petit chien” ermunternden
Einfluß der Aurora Dudevant. Die ganze Eigenheit und=
Technik und Anſchlagskunſt in höchſter Vollendung prägt
ſich dagegen in den drei Mazurken (Opus 50, 24, 33) aus.
die mit der Nokturne (Opus 9,=, Es) dem Pianiſten den
ſtärkſten Beifall zuteil werden ließen. Die
empfindungs=
reiche, ſehr fein geſpielte Cis=Moll=Fantaſie (Opus 66)
und die kraftvoll wiedergegebene As=Dur=Polonäſe
(Opus 53) wirkten gleichfalls in hohem Grade faſzinierend.
Feuilleton.
* Ein Fünf=Uhr=Tee im Zeppelin. Der alte Fünf=
Uhr=Tee hat ſich überlebt und ſich zu einer Luſtbarkeit in
den Lüften umgewandelt. Am Sonntag war von privater
Seite in Berlin zum erſten Male eine Einladung zum
Nachmittagstee an Bord des Zeppelinluftſchiffes „Sachſen”
ergangen. Um 4½ Uhr fuhr die aus etwa 20 Perſonen
beſtehende Geſellſchaft vom Potsdamer Luftſchiffhafen ab,
und als das Luftſchiff über der Straße Unter den Linden
in Berlin dahinfuhr, reichte der Luftſchiffkellner den Tee.
ml. Ein alter Theatereſel. Auf eine lange und
ehren=
volle Theaterlaufbahn darf das Grautier zurückſehen, das
ſeit Jahr und Tag auf den Londoner Bühnen ſeine Rolle
ſpielt und auf den ſchönen Namen „Romeo” hört. Es iſt
ein kleiner, weißer Eſel, der aus Kairo ſtammt, und der
von einem engliſchen Theaterdirektoc vor 39 Jahren in
Marſeille käuflich erworben wurde. Aus dem Lande des
brennenden Sonnenſcheins kam Romeo in die Heimat des
grämlichen Nebels, um hier 39 Jahre lang auf allen
Bühnen Londons die Szene zu betreten, wenn es ſich
darum handelte, irgend ein Landmädchen oder eine
Mar=
ketenderin beritten zu machen. So hat er beiſpielsweiſe
mehr als 600 mal in der „Mascotte” ſeines Amtes als
geduldiges Reittier gewaltet. Aber Romeo iſt darüber
40 Jahre alt geworden, was für einen Eſel, und noch
dazu für einen, der auf den weltbedeutenden Brettern.
wirkt, ein hohes Alter darſtellt. Romeo präſentiert ſich
auf der Szene zwar noch in leidlich eleganter Haltung,
aber ſein Augenlicht hat ſehr nachgelaſſen, und er iſt dem
Erblinden nahe. Er will ſich deshalb von der Bühne
zurückziehen, und er wird am 11. Oktober ſeine
Abſchieds=
vorſtellung geben, im Rahmen einer zum Beſten des
fran=
zöſiſchen Hoſpitals in London veranſtalteten
Feſtaufführ=
ung, für die auch Sarah Bernhardt ihre Mitwirkung
in Ausſicht geſtellt hat. Daß ſich die göttliche
Sarah des blinden Theatereſels annimmt, macht ihrem
guten Herzen alle Ehre, und da alles Gute auf Erden
ſeinen Lohn in ſich trägt, iſt es auch nicht mehr als recht
und billig, daß der gute Zweck das Mittel der Reklame
heiligen hilft.
* Aus der Welt der Frau. Ueber die „Schärpe
in derneuen Mode” findet ſich im Poſener Tageblatt
folgende Betrachtung, die ſicherlich für die Frauenwelt
nicht ohne Intereſſe ſein wird: Nichts verleiht der
Ge=
ſtalt der Frau eine perſönlichere und eigenartigere Note
als die Schärpe, der breite Gürtel, den die Dame jetzt
wie=
der mit beſonderer Vorliebe um ihre Hüften legt. Eine
leichte Aenderung in der Anordnung und Drapierung
die=
ſer Cäſur im Rhythmus der weiblichen Linie und die
ganze Figur iſt anders akzentuiert; die ganze Toilette
er=
hält eine andere Stimmung. Die elegante Frau von heute
beſitzt deshalb eine reiche Auswahl von Schärpen und
Bändern verſchiedener Stile und verſchiedener Farben
Die Mode geſtattet ihr, durch dieſes kokette Hilfsmittel die
Taille höher oder tiefer zu verlegen und jedem Kleide die
nötige Harmonie mit ihrer Erſcheinung zu verleihen. Die
leichten, lockeren, weiten Gewänder, in die ſie ſich hüllt,
werden auf dieſe Weiſe gleichſam erſt künſtleriſch geſtaltet,
erhalten Form und Seele. Manche Gürtel aus
ſchwar=
zem Samtband werden leicht um die Hüften gelegt und
laſſen die Spitzen und den Tüll der Bluſe in vollen
Wogen herniederrieſeln. Wünſcht die Dame die
Panier=
formen des Rokokos, die ja jetzt auch ſchon in
Aus=
bauſchungen am Rücken auftreten, anzudeuten, ſo wird ſie
eine breitere Schärpe tief um die Hüften drapieren und
genießt dann die Schönheit einer langen Taille; ſie kann
ſich aber auch dicht unter dem Buſen gürten und wird
dann den Stil des Direktoire oder der Königin Luiſe=Zeit
anmutig anklingen laſſen. Die Schärpe bietet ſo eine
glückliche Gelegenheit, einzelne Mängel der Figur in der
kleidſamſten Weiſe zu verhüllen. Eine Dame, der die
Natur eine kurze Taille gegeben, trägt die Schärpe in
Bajaderenform, feſt und breit um die Hüften gelegt und
in tiefen Draperien geknotet. Iſt die Taille ein wenig zu
lang, dann trägt ſie das hohe Buſenband des Empire und
verleiht dadurch der Geſtalt die vollendete Symmetrie.
Seiden= und Samtſchärpen werden gern zu Kleidern aus
Krepon, Mouſſeline oder Leinen getragen. Einer
bunt=
farbigen Toilette gibt eine ſchwarze Chantilly=Schärpe
die hinten in eine große Schmetterlingsſchleife gebunden
iſt, einen pikanten und diskreten Reiz
Die „Nonnenhaube” als neueſte Mode.
Wenn die Putzmacherinnen ihren ſchönen Kundinnen einen
mit Federn ausſtaffierten Kopfſchmuck liefern, der die
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. September 1913.
Nummer 224.
* Der „Mandolinenkranz Darmſtadt” beging, ſo ſchreibt
man uns, im Kaiſer= und Fürſtenſaal ſein 2. Stiftungsfeſt.
Das für dieſen Abend gewählte Programm war von dem
Dirigenten, Herrn Rich. Hinz, vortrefflich
zuſammenge=
ſtellt. Es wurde durch die große Fantaſie „Pariſer Leben”
von Offenbach wirkungsvoll eingeleitet. Nachdem von
Herrn Heinrich Uhl ein kurzer Ueberblick über die
ver=
ffloſſenen Jahre gegeben worden war, brachte das
Man=
dolinen= und Gitarren=Orcheſter unter ſeinem Dirigenten
die Fantaſie aus „Troubadour” von Verdi mit beſtem
Ge=
lingen zum Vortrag. Frl. L. Wagner erfreute die
An=
weſenden durch einige Lieder zur Laute. Großen
An=
klang fand das Solo für Fylophon mit Mandolinen=
Or=
cheſter=Begleitung „Bravour=Galopp” des Herrn Rich. Hinz.
Serenata Veneziana” Quartett für zwei Mandolinen,
Mandola und. Gitarre, wurde von Frl. E. Bertſch und den
Herren R. und E. Hinz und Lohrer auf das beſte zum
Vortrag gebracht. Der zweite Teil des Programms wurde
durch die Ouvertüre zur Oper „Martha” von Flotow
ein=
geleitet. In dem Intermezzo „Vergißmeinnicht” von
Macbeth hatte Herr R. Hinz wohl auch das Richtige
ge=
funden. Herr R. Hinz brachte zwei Lieder zur Laute,
„O. meine Sonne” und „Spielmannslied”, mit großem
Erfolg wirkungsvoll zu Gehör. Herr Lohrer überreichte
hierauf Herrn Hinz mit kurzen Worten einen Lorbeerkranz
und bedauerte auf das Aufrichtigſte, daß Herr R. Hinz auf
die Dauer von zwei Jahren ſeine Tätigkeit nicht ausüben
kann. Er ſprach ihm im Namen des Vereins für ſeine
auf=
opfernde Arbeit nochmals Dank aus. Herr E. Hinz und
L. Franke leiſteten in der Vorführung von „Viole del
Pe=
nice‟ Duett für zwei Mandolinen, etwas Hervorragendes.
Herr J. Th. Bingenheimer erfreute die Anweſenden mit
einigen gut zu Gehör gebrachten Couplets, wofür ihm
reichſter Beifall zuteil ward. Den Schluß des
Pro=
gramms bildete das Theaterſtück „Hohe Gäſte” von Belly
und Henrion. Der geſunde Humor, welcher in dieſem
Stück wirkungsvoll zur Geltung kam, entfeſſelte Lachſalven.
Der nachfolgende Ball hielt die Teilnehmer bis zum
frü=
hen Morgen beiſammen. Der „Mandolinenkranz
Darm=
ſtadt” darf mit ſeinen diesjährigen Veranſtaltungen ſehr
zufrieden ſein.
* Schwimmfeſt. Das Schwimmfeſt der Turngemeinde
am Woogsplatz findet nicht, wie früher mitgeteilt, am 5.
Oktober, ſondern am 12. Oktober, nachmittags 3 Uhr, im
Städtiſchen Hallenſchwimmbad ſtatt. Die Vorbereitungen
hierzu ſind im Gange und die Einladungen nebſt
Bekannt=
gabe der Wettübungen bereits verſandt. Die
Uebungs=
folge iſt eine ſehr reichhaltige und läßt erſehen, daß die
Schwimmer=Riege der Turngemeinde ſeit ihrem Beſtehen
gute Fortſchritte gemacht hat. Als Schauübungen ſind in
der Feſtfolge vorgeſehen, ein Aufſchwimmen ſänttlicher
Teilnehmer, alsdann folgen Reigen= und
Figuren=
ſchwimmen, ferner ein Rettungsſchwimmen mit
an=
ſchließenden Wiederbelebungsverſuchen. Zwiſchen dieſen
Schauvorführungen werden als Neuerung Wettkämpfe
im Stafetten=, Schnell= und Hindernisſchwimmen, Teller=
und Streckentauchen, ſowie Waſſerſpringen zum Austrag
kommen. An dieſen Wettkämpfen werden ſich neben den
hieſigen Vereinen auch ſolche aus Frankfurt a. M.,
Wies=
baden, Offenbach, Mainz und Worms beteiligen und ihre
beſten Schwimmer und Waſſerſpringer entſenden. Großes
Intereſſe wird das am Schluß der Feſtfolge vorgeſehene
allgemeine Kürſpringen bei unſerem waſſerſportliebenden
Publikum erwecken. Außer der bekannten Springerriege
der hieſigen Turngemeinde ſind hierzu aus den geladenen
Vereinen vorzügliche Waſſerſpringer zu erwarten, wo
runter ſich auch einige preisgekrönte Sieger von dem
großen 12. Deutſchen Turnfeſt in Leipzig befinden. Ein
flottes Waſſerballſpiel wird vorher noch ausgetragen
werden. Da die meiſten Teilnehmer am Schwimmfeſt
tätige Turner ſind ſo werden die auf dem Turnboden
er=
worbenen Eigenſchaften wie Mut und Entſchloſſenheit
da=
für bürgen, daß nur gediegene und ſpannend gehaltene
Vorführungen zur Schau kommen. Die Eintrittspreiſe
ſind niedrig gehalten, ſo daß es jedem Freund der
Leibes=
übungen möglich iſt, für geringes Geld ſich einen hohen
Genuß zu verſchaffen. Auch kann man außerdem die
Be=
friedigung erlangen, daß man ſeine Groſchen einer
Ver=
einigung gewidmet hat, deren leitende Männer ſich die
Heranbildung der Jugend zu ſchlichten, ausdauernden und
entſchloſſenen Menſchen als ernſte Aufgabe geſtellt haben.
* Der Zimmerſchützenklub „Feurio” Inhaber der
Meiſterſchaft von Heſſen 1912/13, fordert alle heſſiſchen
Schützen zum Wettbewerb um die Meiſterſchaft 1913/14
heraus. Das Schießen findet auf dem Stand des
Ver=
eins, Kiesſtraße 27, Reſtaurant Hofferbect, am 5., 12. und
19. Oktober ſtatt. Es kommen die Meiſterſchaftskette,
ſo=
wie 3 wertvolle Rekordpreiſe und Diplome zum Austrag
Siegeszier eines Indianerhäuptlings auf dem Kriegspfad
übertrifft, warum ſollen ſie da nicht zur Abwechslung auch
eine ſanfte zarte Form bringen? Von dieſen
Erwäg=
ungen ausgehend bieten die amerikaniſchen Modeſchöpfer
eine eigenartige Neuheit dar, die ſich bereits großer
Be=
liebtheit erfreut: die Nonnenhaube. Freilich iſt dieſe
Haube in recht koſtbarer und „weltlicher” Art umgeſtaltet
Statt eines einfachen ſchlichten Tuches hat ſie eine
Um=
rahmung von ſilbern ſchimmernden Spitzen, die in einer
breiten Kante ſich um das Geſicht ſchmiegen; ſie iſt mit
bunten Steinen beſetzt, So erinnert dieſe anmutig um
den Kopf gelegte Haube kaum noch an ihr Vorbild, nach
dem ſie unnötigerweiſe genannt iſt. Nur Damen mit
einem ſchmalen ovalen Geſicht werden die neue Tracht
tragen können; zu einem Madonnenſcheitel und großen
etwas ſchwermütigen Augen aber, die unter dem feinen
leuchtenden Dach der Spitzen hervorlugen, ſteht ſie
ent=
zückend und verleiht dem Geſicht eine geſchloſſene
Harmonie.
Richtlinien der neuen Kochkunſt. Ein Zug
zur Einfachheit iſt das neue und höchſt erfreuliche Element,
das ſich in der Entwicklung unſerer Kochkunſt darbietet.
Ein Kenner und Meiſter ſeines Faches, der Küchenchef
eines großen Berliner Hotels Max Schlichter, der ſich in
der „Dame” über die beſonderen Kennzeichen der neuen
Herbſtmenus ausſpricht, konſtatiert dieſes Hinſtreben zu
vornehmer Schlichtheit in mehreren Erſcheinungen.
Zu=
nächſt will man eindeutige Bezeichnung der
Speiſen; nicht wer die Speiſe erfunden hat, ſondern was
man zu eſſen bekommt, will man wiſſen, und ſtatt der
See=
zunge à la Caruſo heißt es nun „Seezunge pochiert in
Auſtern” oder „Poularde in brauner Butter”, „Hummer
in Sherry” uſw. Wie die Namen ſollen die Gerichte ſelbſt
einfach ſein und leicht verdaulich. Eine bevorzugte
Stelle im Menu nehmen friſche Gemüſe und Salate ein
Als beſondere Delikateſſen gelten junge Maisſproſſen mit
friſcher Butter; exotiſcher ſind ſchon die ägyptiſchen
Gom=
bos, eine ſchotenähnliche Frucht mit weicher Schale, die
mit Hammelfleiſch oder als Garnitur zu einem andern
Fleiſchſtück ſerviert werden. Dazu geſellen ſich Salate von
Grape Fruite, Sellerie, Aepfel und Romaine mit
Zi=
trone und Majonaiſe angemacht. Gegen alle unnötigen
Aufmachungen und kunſtvollen Verzierungen hegt man ein
geſundes Mißtrauen; die Qualität der Speiſe allein
ent=
ſcheidet.
* In Amerika verſtorbene Heſſen. Kürzlich
ver=
ſchied in Syracuſe, N. Y., plötzlich Frau Maria Dorothea
Foote, geb. am 21. März 1845 in Heſſen=Darmſtadt.
Sie kam im Jahre 1854 nach Amerika und vermählte
ſich am 24. Dezember 1863 mit Hiram Foote. — In
ſeinem Heim in Pittsburg, Pa., wurde am 31. Auguſt
Herr Georg Reeg nach kurzem Krankenlager von dem
unerbittlichen Tode hingerafft. Der Entſchlafene, welcher
ein Alter von über 48 Jahren erreichte, war einer der
beſtbekannten Gaſtwirte von Alt=Alleghany. Er war
ge=
bürtig aus Langen=Brombach im Odenwald, Heſſen=
Darmſtadt, und kam 1884 nach Amerika reſp. Alt=
Alleghany, wo er, nachdem er mehrere Jahre als
Grob=
ſchmied tätig geweſen, vor dreizehn Jahren an Dritter
Straße, Nordſeite, eine Gaſtwirtſchaft eröffnete, die er
bis zu ſeinem Tode mit großem Erfolge betrieben.
* Ein Weltreiſender. Der Weltreiſende Karl
Mag=
lia ſtellte ſich geſtern früh, von Langen hier eingetroffen,
auf der Redaktion vor. Er hat ſeine Reiſe am 15. Febr.
in Dresden angetreten und bis jetzt Rußland, Norwegen,
Schweden und Dänemark auf ſeiner Wanderung berührt
Ueberall hat er ſich ſein Erſcheinen polizeilich beglaubigen
laſſen. Es handelt ſich um eine Wette von 34000 Mark,
die von der Holländiſchen Sportgeſellſchaft
ausgeſchrieben wurde. Die Reiſe, die in dreieinhalb Jah
ren vollendet ſein muß, geht von hier nach Mannheim,
Karlsruhe uſw. nach Italien, dann durch Spanien,
Frank=
reich und nach Amerika. Der Weltreiſende iſt gehalten,
ſeinen Lebensunterhalt durch Verkauf ſeiner Porträt=
An=
ſichtskarten zu beſtreiten, durch die er gleichzeitig wirkſame
Reklame für — Dr. Diehl=Stiefel macht.
g. Das Offenbacher Eiſenbahnunglück. Vor einigen
Tagen wurde mitgeteilt, daß die Staatsanwaltſchaft
Darmſtadt gegen den Schrankenwärter Herzog von
Kleinoſtheim und den Weichenſteller L. Burkardt von
Offenbach die Anklage wegen fahrläſſiger Gefährdung
eines Eiſenbahntransportes und fahrläſſiger Tötung
er=
hoben habe. Beide Angeſchuldigte ſollen an dem ſchweren
Unfall, der ſich am 8. September auf dem
Eiſenbahnüber=
gang zwiſchen Oberrad und Offenbach ereignete, ſchuld
ſein. Wie wir erfahren, eilt dieſe Nachricht den
Ereigniſſen voraus. Die Unterſuchung iſt noch
nicht zur Anklage gegen Herzog gediehen. Ob gegen
Bur=
kardt Anklage erhoben werden kann, ſteht noch ſehr in
Zweifel.
* Orpheum. Fidele Gäſte kehren zum Veginn der
neuen Spielzeit am Mittwoch, den 1. Oktober, zu kurzem
Gaſtſpiel hier ein: „Jobs Kölner Luſtige Bühne‟
(Kö=Lu=Bi). Direktor Job mit ſeinem vorzüglichen
Enſemble iſt hier nicht mehr fremd, ſein Name erfreut
ſich von ſeinem erſten hieſigen Gaſtſpiel vor zwei
Jahren des beſten Klanges. Und wohl jeder, der
damals eine der Vorſtellungen beſuchte, wird die
Wiederkehr der fidelen Kölner aufs freudiaſte begrüßen.
Bringen uns die überall gern geſehenen Gäſte doch den
Humor, und zwar den unverfälſchteſten, ſonnigſten
Kölner Humor, uns damit alle Mühen und Sorgen
auf ein paar Stunden vergeſſen machend. „Jobs
Kölner Luſtige Bühne” beſteht nach wie vor aus den
hier aufs beſte bekannten und beliebten Kölner Künſtlern
und iſt nicht mit den kleinen rheiniſchen Einakter=
Enſembles zu verwechſeln. Daß Darſtellung und
Dar=
bietungen auch in dieſem Jahre auf der Höhe der
Leiſtungsfähigkeit ſtehen werden, dafür bürgt ſchon der
altrenommierte Name Job.
* Kinotheater. Man ſchreibt uns: Reſidenz=
Theater am Weißen Turm. Ein vielſeitiges Programm
kommt ab heute im Reſidenztheater zur Vorführung. An
erſter Stelle ſei der große Film „Das Recht auf Glück”
genannt. Verfertiger iſt die als erſtklaſſig bekannte Firma
Vitascope, und ſpielt in dieſem Liebesroman die beſte
Schauſpielerin obengenannter Firma, „Tony Sylva”, die
Hauptrolle. Das herrlich kolorierte Drama „Steigende
Flut” von Gaumont bringt wieder einmal ein ganz neues
Senſationsſujet in die Branche der Kinematographie. Das
zweiaktige Drama „Goldregen” führt uns in eine
unglück=
liche Künſtlerehe. Die Humoreske „Zahnſchmerzen” und
die amerikaniſche Komödie „Die Mumie” ſetzen die
Lach=
muskeln der Beſchauer in Tätigkeit, während die Films
„Alpine Technik”, „Das Tal der Fiumara” und die „
Ju=
belfeier in Kelheim” in der intereſſanten Wochenchronik
den belehrenden Teil des Programms beſtreiten. (S. Anz.)
* Arheilgen, 23. Sept. Die hieſige
Gemeinde=
ratswahl endete mit einem vollſtändigen Siege der
bürgerlichen Parteien. Ihre Kandidaten erhielten
durch=
weg über 200 Stimmen mehr als die der
Sozialdemo=
kraten. Dabei war die Wahlbeteiligung ſehr rege. Von
1276 Wahlberechtigten machten 1128 von ihrem Stimmrecht
Gebrauch. Für die Bürgerlichen wurden 611 und für die
Sozialdemokraten 402 reine Stimmen abgegeben. Es
er=
hielten: Bürgerliche Partei: Georg Erzaräber III.
660, Heinrich Repp 671, Wilhelm Andres II.,
Holzhänd=
ler, 670, Georg Merlau. Landwirt, 668, Joh. Mich.
Weſp. Maſchinenſchloſſer, 651 Stimmen;
Sozialdemokra=
tiſche Partei: Joh. Anthes 462, Georg Brohl 435, Joh. Heß
439, Heinrich Müller 441, Heinrich Schneider 443 Stimmen.
* Wixhauſen, 22. Sept.
(Sanitätskolonne.
Man ſchreibt uns verſpätet: Am Samstag abend erhielt
die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz die
Mitteilung, daß der Carbidbehälter der an der
Gemar=
kungsgrenze gelegenen Erziehungsanſtalt Aumühle
explo=
diert ſei, wodurch 25 Mann, zum Teil ſchwer verwundet
worden ſeien. Sofort wurde die Kolonne alarmiert und
nach kurzer Zeit waren die erſten Sanitäter zur Stelle. Auf
der Unglücksſtätte angekommen, machte man die erfreuliche
Wahrnehmung, daß es ſich nur um einen blinden Alarm
handelte. Durch dieſe Alarmierung wurde ſo manchem,
der die Beſtrebungen des Roten Kreuzes für einen
un=
nützen Sport hielt, die Augen geöffnet, indem die
aus=
gebildete Mannſchaft bei Unglücksfällen ſich uneigennützig
in den Dienſt der Nächſtenliebe ſtellt und Schmerzen ihrer
Mitmenſchen zu lindern ſucht. Die Meldung über die
Ex=
ploſion ging um 6 Uhr 30 Min. auf der Aumühle ab; um
6 Uhr 50 Min. wurde ſie der Kolonne übermittelt. Um
7 Uhr 3 Min. erfolgte der Abmarſch der erſten Mannſchaft
mit Tragbahre und Verbandſtoffen, und um 7 Uhr 15 Min.
waren die erſten vier Mann und eine Helferin auf der
Un=
glücksſtätte erſchienen. Möge dieſer Vorgang unſerer
Ge=
meinde ein neuer Anſporn ſein, dieſe edle Sache nach
Kräf=
ten zu unterſtützen, damit die Kolonne auch imſtande iſt,
ſich ihre Verbands= und ſonſtigen Ausrüſtungen zu
ver=
vollkommnen.
* Pfungſtadt, 23. Sept. (Ausſtellung.) Hier
wurde durch Kreisſchulinſpektor Profeſſor Dr. Frenzel die
Bilderausſtellung, die bereits in Arheilgen, Griesheim
und Eberſtadt großen Anklang gefunden hat, in
Gegen=
wart von nahezu 100 geladenen Gäſten eröffnet. Lehrer
Haſſinger hielt einen mit großem Beifall aufgenommenen
Vortrag, in dem eine größere Anzahl der Bilder nach ihrer
Bedeutung eingehend beſprochen wurden. Dem Heſſiſchen
Volksſchriftenverein und dem Verein für ländliche Wohl=
fahrts=, Heimat= und Kunſtpflege danken wir das
Zu=
ſtandekommen der ſchönen Ausſtellung. In den drei
oben=
genannten Gemeinden wurden für etwa 750 Mark Bilder
angekauft.
g. Gernsheim, 23. Sept. (Leichenländung.)
Geſtern wurde hier die Leiche einer weiblichen Perſon
ge=
ländet. Die Identität konnte noch nicht feſtgeſtellt werden.
h- Zwingenberg, 21. Sept. Die neuerbaute
Gärtnerinnen=Lehranſtalt iſt nun bezogen und
das reizend gelegene Anweſen am Eingang in das hübſche
Orbistälchen macht auf den Beſchauer einen gar lieblichen
Eindruck. Die Gemeinde Zwingenberg iſt dem
Unter=
nehmer Würzler=Erdmann in der weitgehendſten Weiſe
entgegengekommen und hat mit großen Koſten einen ſehr
bequemen Weg nach der Anſtalt angelegt. Das Gelände
des Orbistales iſt heute eines der ſchönſten
Baugrund=
ſtücke an der ganzen Bergſtraße. Da auch Kaufliebhaber
vorhanden ſind, ſo dürfte hier ſchon bald eine
Villen=
kolonie entſtehen, die ſehr bequem zu erreichen iſt und ſich
füt ältere Leute ganz beſonders eignet. — Der geſtrige
Obſtmarkt war über Erwarten ſtark mit Aepfeln und
Birnen befahren. Viele Käufer waren beſonders aus
dem benachbarten Baden anweſend, die auch größere
Quantitäten kauften. Der Preis bewegte ſich zwiſchen 9
und 18 Mark pro Zentner. Das Geſchäft ging flott und
wurde faſt alles zu Markt gebrachte Obſt verkauft. Aller
Vorausſicht nach werden die Preiſe noch beträchtlich
ſtei=
gen und tun daher Käufer gut, ihren Winterbedarf
um=
gehend zu decken.
h- Von der Bergſtraße, 21. Sept. Die
Kartoffel=
ernte iſt in vollem Gange und fällt zur vollen
Zufrie=
denheit aus. Manche Landwirte ernten noch bedeutend
mehr wie im Vorjahre, in dem es ja bekanntlich ſehl
viele Kartoffeln gab. Infolge dieſes reichen
Kartoffel=
ertrags legen die Landwirte viele Jungſchweine zum
Mäſten ein, da ſie auf dieſe Weiſe ihren großen
Kar=
toffelſegen viel vorteilhafter zu verwerten gedenken, als
wenn ſie die Kartoffeln verkaufen.
Vom Odenwald, 22. Sept. (
Gemeinderats=
wahlen.) Bei der am letzten Samstag in
Rothen=
berg (wozu noch die Orte Kortelshütte und Hainbrunn
gehören) abgehaltenen Gemeinderatswahl wurden
ge=
wählt: Joh. Völker II.=Kortelshütte mit 99, Kaufmann
Beiſel=Rothenberg mit 97 und P. Bartmann=Rothenberg
mit 87 Stimmen. — Die letzte Woche in Ober=
Finken=
bach ſtattgehabte Gemeinderatswahl hatte folgendes
Er=
gebnis: J. A. Beiſel 72, Joh. W. Menges 47 und P.
Sie=
fert 43 Stimmen.
K Michelſtadt, 22. Sept. (Herbſtturntag.) Laut
Beſchluß des Odenwald=Gaues findet der diesjährige
Herbſtturntag am Sonntag, 26. Oktober, von 9 Uhr
vor=
mittags an, in Heubach bei Wiebelsbach ſtatt. An
die=
ſem Turntag findet Neuwahl des Gauausſchuſſes, ſowie
Beſtimmung von Ort und Zeit des Frühjahrsturnganges
und des nächſten Gaufeſtes ſtatt. Bewerbungen können
noch bis Ende September entgegengenommen werden.
Neu aufgenommen wurden die Turnvereine Lützel=
Wie=
belsbach und Neuſtadt.
B Michelſtadt, 22. Sept. (Das Glockenſpiel.)
Nur noch wenige Tage, und die Lieder des von einem
in dieſem Jahre in Amerika verſtorbenen Michelſtädter der
Stadt geſtifteten Glockenſpiels werden in unſerem
freund=
lichen Odenwaldſtädtchen erklingen. Das aus 21 Glocken
in einem Geſamtgewicht von 40 Zentnern, von denen die
größte 7 Zentner wiegt, beſtehende Spielwerk wurde in
einem für dieſen Zweck auf dem Dache der St.=
Michaels=
kirche neuerbauten ſechseckigen Glockenturm untergebracht.
Die Einweihung erfolgt kommenden Sonntag, den 28.
September, und dürfte ſicher viel Fremde zu dieſer ſeltenen
Feier anlocken. Bekanntlich hat der Stifter Braun durch
Legate noch verſchiedene Wohltaten ſeiner Vaterſtadt
er=
wieſen, die ihm die dauernde Dankbarkeit der hieſigen
Ein=
wohner ſichern.
Hirſchhorn, 23. Sept. (Schwer verletzt.) Auf der
Bahnlinie Hirſchhorn-Eberbach verunglückte bei der
Grenze der Bahnarbeiter Hörl aus Rockenau beim Abladen
von Bahnſchienen. Er wollte einer herabfallenden Schiene
ausweichen und blieb beim Zurückſpringen hängen. Schwer
verletzt wurde der Arbeiter nach Eberbach ins
Kranken=
haus gebracht.
Offenbach, 22. Sept. (Unfälle.) Der 21jährige
Landwirt Chriſtian Rückert war damit beſchäftigt, ein
junges Pferd einzureiten. Das wilde Tier warf ſeinen
Reiter ab, ſtürzte ſelbſt und begrub dieſen unter ſich.
Rückert zog ſich dabei ſchwere innere Verletzungen zu.
In einer Schreinerei in der Leſſingſtraße explodierte
geſtern mittag ein Schweißapparat, wodurch eine gewaltige
Verheerung der Werkſtätte hervorgerufen wurde. Das
Oberlicht ſowie die Fenſter der Werkſtätten wurden unter
heftiger Detonation herausgeſchleudert und das Dach des
Gebäudes ſchwer beſchädigt. Der angerichtete Sachſchaden
iſt ſehr erheblich.
Klein=Steinheim, 23. Sept. (Unfall eines
Pfad=
finders.) Einen traurigen Ausgang nahm ein
Aus=
flug einer Frankfurter Pfadfinderabteilung, der durch den
hieſigen Wald führte. Die jungen Leute vergnügten ſich
damit, in einem Baſaltbruch auf Rollwagen die Gleiſe
entlang zu fahren. Dabei kippte ein Wagen um und die
Fahrer wurden herausgeſchleudert. Einer derſelben fiel
ſo unglücklich, daß er noch nach Stunden das Bewußtſein
nicht wieder erlangt hatte. Er ſcheint ſchwere innere
Ver=
letzungen erlitten zu haben, die das Schlimmſte befürchten
laſſen. Eine Abteilung des Mühlheimer Sanitätskorps
nahm ſich des Verunglückten an und trug ihn mittels
Tragbahre an den herbeigerufenen Krankenwagen, der den
Weitertransport in das Groß=Steinheimer
Landkranken=
haus übernahm.
Mainz, 23. Sept. (Neue Vororts=Station.)
Die Errichtung einer neuen Vororts=Station für Mainz
vor der Kaiſerbrücke unter dem Namen Mainz=Nord dürfte
trotz der anfänglichen Schwierigkeiten doch bald erfolgen.
Die Großh. Handelskammer hat die Angelegenheit
leb=
haft aufgegriffen und die Eröffnung der neuen Station
an der Wiesbadener Linie, namentlich auch mit Rückſicht
auf den ſtarken Gemüſe= und Obſtmarktverkehr von
Mom=
bach und Gonſenheim nach Wiesbaden, dringend
empfoh=
len. Auch die hieſige Stationsverwaltung hat das Geſuch
empfohlen. Daraufhin hat die Bahnbehörde zur
Aeuße=
rung von Wünſchen und Vorſchlägen aufgefordert. Auch
die Ausgabe von Sonntagsfahrkarten an dieſem
Bahn=
hofe erſcheint geſichert. — Einen eigenartigen
Un=
fall erlitt in einem Orte der Umgegend ein Schuljunge
der ſich mit Drachenſteigen vergnügte. Der Drachen, der
mit Draht befeſtigt war, blieb an einer elektriſchen Leitung
hängen. Dem Jungen wurde durch die Berührung mit
dem elektriſchen Strom der Arm gelähmt.
Elsheim, 23. Sept. (Diebſtahl.) Von einem recht
geriebenen Diebſtahl wurde in der letzten Woche unſere
Bürgermeiſterei heimgeſucht. Des Nachts drangen Diebe
in die Kanzlei der Bürgermeiſterei ein und entwendeten
daraus den Gemeinde= und Standesamtsſtempel, ſowie
einen Barbetrag. Man vermutet in dem Täter einen ror
kurzem aus dem Gemeindedienſt entlaſſenen Beamten,
je=
doch konnte, obwohl der aus Bingen herbeigeholte Polizei=
Nummer 224,
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. September 1913.
Seite 5.
hund einige Spuren verfolgte, noch nichts Beſtimmtes
feſtgeſtellt werden. Auch eine vorgenommene Hausſuchung
hatte bis jetzt keinen Erfolg.
Oppenheim, 23. Sept. (Hiſtoriſcher Verein.)
Der Hiſtoriſche Verein für das
Großherzog=
tum Heſſen unternahm am Sonntag ſeinen
diesjäh=
rigen fünften Ausflug in unſere weinfrohe Stadt.
Unter Führung des um die Geſchichte ſeiner Heimat ſehr
verdienten Apothekers Wernher traten die Teilnehmer am
Vormittag die Wanderung durch die Stadt an. Der
Be=
ſuch der faſt verſiegten Schwefelquelle, Syronabad genannt,
zeigte daß hier eine Stätte vergangener Pracht liegt.
Vergebens hatte noch Napoleon verſucht, dieſem Bade
einen Weltruhm zu ſchaffen. Der Gang durch die Straßen
der Stadt bot eine Fülle von Sehenswertem. Die Lage
und Reſte der verſchiedenen Klöſter und Tore, die Bauart
der Häuſer, die Hausmarken, Wappen und Inſchriften an
den Häuſern wurden erläutert. Für die Inſchrift am
gelben Häuschen, die im Führer als eine noch nicht
ent=
zifferte hebräiſche bezeichnet wird, wird ſich jetzt auch ein
Ueberſetzer finden. Der Sackträgerturm, das
Gutleut=
haus u. a. m. wurde bewundert. Eine gemeinſchaftliche
Mittagstafel vereinigte alsdann die Teilnehmer im
Ka=
ſino. Hier hieß Apotheker Wernher die Erſchienenen
willkommen; Archivrat Lic. D. Herrmann=Darmſtadt
brachte ein Hoch auf die Stadt und ihre Verwaltung aus.
Oppenheim gebe anderen Gemeinden ein gutes Vorbild.
Auf hiſtoriſchem Boden wird wertvolle Arbeit geleiſtet;
ein zwanglos erſcheinendes Geſchichtsblatt hält das
In=
tereſſe wach. Als weiterer Redner ſprach Archivrat
Morneweg=Erbach über den Wormſer Biſchof Johann
von Dalberg, der zu den größten Söhnen Oppenheims
gehört. In einem Zimmer des geräumigen Rathauſes
war eine Ausſtellung hergerichtet, die die
Bewun=
derung der Beſucher fand. Urkunden, Lager= und
Kirchen=
bücher, Lehensbriefe, Siegel, Goldgulden, kurpfälziſche
Münzen, franzöſiſche Aſſignaten, Bücher, Bilder, Gläſer
u. a. m. bedeckten Tiſche und Wände. Die Führung in der
Katharinenkirche hatte Lehrer Selbſt übernommen.
Die=
ſes Baudenkmal iſt neben dem Kölner Dom und dem
Straßburger Münſter das ſtattlichſte Bauwerk gotiſcher
Baukunſt am Rhein. Eine recht zahlreiche Zuhörerſchaft
hatte ſich dann um 5 Uhr in der Feſthalle zu dem
Vor=
trage von Archivdirektor Dr. Dieterich=Darmſtadt
einge=
funden.
Eich, 22. Sept. (Tödlicher Unglücksfall.) Den
Tod durch einen eigenartigen Unglücksfall zog ſich das
dreijährige Kind des Metzgers Rüßler zu. Das Kind fiel
im Schlafe aus dem Bette und erlitt bei dem Fall derartig
ſchwere Verletzungen, daß es nach kurzer Zeit ſtarb.
Nieder=Saulheim, 23. Sept. (Unfall.) Der
Milch=
händler Jak. Dechent fuhr heute abend mit ſeinem
Milch=
wagen die ſteile Bahnhofſtraße herunter. Plötzlich ſcheute
das Pferd, ſprang zur Seite und ſtürzte zu Boden. Das in
vollem Lauf befindliche Fuhrwerk erlitt durch dieſen
Vor=
gang einen ſtarken Ruck und der auf dem Bock ſitzende
Milchhändler ſtürzte kopfüber auf das Straßenpflaſter, wo
ihn auch die Räder des Fuhrwerks noch einmal erfaßten.
Die Knochenbrüche und Verletzungen, die der Mann
er=
litt, ſind derart, daß er ſofort in das Krankenhaus nach
Alzey verbracht werden mußte.
* Gießen, 23. Sept. (Prozeß Roſenthal.) Heute
begann hier der Prozeß gegen den Häuſermakler
Roſen=
thal und deſſen Schwager Bärmann. Roſenthal, der viel
mit Wechſelſchieberei gearbeitet hatte, iſt angeklagt, ſich in
43 Fällen des Betrugs ſchuldig gemacht und dadurch 150 160000 Mark an ſich gebracht zu haben. Ferner
wer=
den ihm zwölf ſchwere Urkundenfälſchungen und
Fälſchun=
gen von Blankowechſeln zur Laſt gelegt. Sein Schwager
Bärmann iſt der Beihilfe angeklagt. Die beiden haben
durch ihr Treiben zahlreiche kleine Leute geſchädigt und
entzogen ſich ihrer Verhaftung ſeinerzeit durch eine Flucht
nach der Schweiz, wo ſie aber nach einiger Zeit verhaftet
wurden. In einer ganzen Reihe von Fällen, die erſt
nachträglich bekannt wurden, lann keine Verhandlung
gegen ſie erfolgen, da beide Angeklagte nur wegen der
oben angegebenen Fälle ausgeliefert worden ſind. Im
ganzen ſind 27 Zeugen zu vernehmen, darunter Fabrikant
Spieß aus Homburg v. d. H., durch den Roſenthal zuerſt
verleitet worden ſein will. Die Verhandlungen nehmen
zwei Tage in Anſpruch.
FC Aus Oberheſſen, 22. Sept. (Schwerer Unfall.)
An der Straße Schmaleicher Mühle-Rauſchenberg an der
Linie der im Bau befindlichen Bahn Kirchhain-
Gemün=
den verunglückten zwei Arbeiter bei der Abtragung einer
proviſoriſchen Ueberführung. Von einem abſtürzenden
Balken wurde der 36jährige Arbeiter Hauck aus
Ernſthau=
ſen getötet, der Arbeiter Schmidt aus Wohra ſchwer
ver=
letzt.
Fürſtin Anna zu Uſenburg=Büdingen 7.
FC Bad Nauheim, 22. Sept. Am 21. d. M. vormittags
ſtarb zu Bad Nauheim, wo ſie zur Kur weilte, die
Für=
ſtin Anna zu Yſenburg und Büdingen in
Wächtersbach, die Gemahlin des Fürſten Friedr. Wilhelm,
im 62. Lebensjahre, an dem Tage, an dem vor 26 Jahren
ihre Schwiegermutter, die Fürſtin Auguſte zu Yſenburg
und Büdingen, geborene Prinzeſſin von Hanau, Gräfin
von Schaumburg und zu Horzowitz, im fürſtlichen
Erb=
begräbnis in Wächtersbach feierlich beigeſetzt wurde. Die
Verſtorbene erblickte am 25. Februar 1852 in Prag als
Tochter des verſtorbenen Feldmarſchall=Leutnants Prokop
Freiherrn Dobrzensky von Dobrzenitz und ſeiner
Gemah=
lin, geborenen Gräfin von Harbuval=Chamaré das Licht
der Welt. Am 16. September 1879 vermählte ſich die
Ver=
ſtorbene mit dem damaligen Erbprinzen zu Yſenburg und=
Büdingen, nachdem kurz zuvor Kaiſer Franz Joſef von
Oeſterreich ſie in den Grafenſtand erhoben hatte. Der Ehe
entſproſſen ein Sohn, der Erbprinz Ferdinand Maximilian,
und fünf Prinzeſſinnen, von denen drei vermählt ſind.
Mit der Verſtorbenen iſt eine große Wohltäterin der
Armen und Bedrückten dahingegangen. Sie blieb eine
treue Anhängerin der katholiſchen Kirche, auch als
Ange=
hörige des erlauchten Hauſes, deſſen Angehörige ſonſt
proteſtantiſch ſind. Auf ihre Veranlaſſung und durch
ihr Bemühen wurde in Wächtersbach eine katholiſche
Ka=
pelle errichtet. Die Beiſetzung der fürſtlichen Leiche findet
am 24. September in Wächtersbach ſtatt. — Fürſtin Anna
war eine Tante der in Heidelberg ſo jäh verſtorbenen
Prinzeſſin Sophia von Sachſen=Weimar=
Eiſe=
nach.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* Raoul von Koczalskis Beethoven=
Abend. Das Programm dieſes Konzertes, auf das ſich
ſchon ſo viele Muſikverſtändige freuen, iſt äußerſt glücklich
gewählt. Wir werden die Gelegenheit haben, die
bekann=
teſten und ſchönſten Sonaten des Titanen Beethoven in
muſtergültiger Auffaſſung zu hören. Den Anfang bildet
die Sonate Pathétique, dann wird Herr von Koczalski die
Sonate in D-moll (inſviziert durch den „Sturm”
Shake=
ſpeares) und die Mondſcheinſonate ſpielen, während den
glänzenden Abſchluß des Abends die gewaltige
Waldſtein=
ſonate bilden wird. Das Konzert findet morgen,
Donners=
tag, im Saale des Hotels „Zur Traube”, 8 Uhr abends,
ſtatt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 22. Sept. Der
Stadtver=
ordnetenausſchuß zur Vorberatung der Magiſtratsvorlage
über den Erwerb der Herrſchaft Lanke nahm
die Vorlage mit 13 gegen 2 Stimmen an. — Heute
vor=
mittag 10 Uhr wurde die neue Inſelbrücke in der
Wallſtraße in Gegenwart der Vertreter der Stadt,
darunter Bürgermeiſter Reicke, eingeweiht. — Der
be=
kannte Großinduſtrielle und Mitinhaber der Eiſen=
Engrosfirma M. J. Caro Söhne, der Geh.
Kommerzien=
rat Dr. Georg v. Caro, iſt heute auf ſeiner Beſitzung
Wilkendorf bei Straußberg infolge eines Schlaganfalles
nach längerem Leiden plötzlich geſtorben. Für ſeine
Ver=
dienſte um Handel und Induſtrie erhielt der Verſtorbene
mehrere hohe in= und ausländiſche Orden. Im Jahre
1906 wurde er geadelt. Er iſt Mitbegründer der
Ober=
ſchleſiſchen Eiſeninduſtrie=Aktien=Geſellſchaft für Bergbau
und Hüttenbetrieb, deren Aufſichtsrat er angehörte; ferner
war er Mitglied des Aufſichtsrats der Oberſchleſiſchen
Kokswerke, der Eiſenhütte Sileſia und des Schleſiſchen
Bankvereins.
Frankfurt a. M., 23. Sept. (Verhafteter
Schwindler.) Der Frankfurter Polizei iſt es
gelun=
gen, den Schwindler zu verhaften, der die Deutſche Bank
in Berlin um 150000 Mark zu betrügen verſuchte. Es
iſt der 24 Jahre alte Kaufmann Emondo Boretti aus
Cuzzago in Italien. Boretti war hier bei der
Frankfur=
ter Filiale der Elſäſſiſchen Bank als Vorſteher der
Kor=
reſpondenzabteilung angeſtellt geweſen und wurde vor
wenigen Wochen entlaſſen. Bei ſeinem Fortgang hatte
er Briefbogen und Anweiſungsformulare der Bank
mit=
genommen, ſo daß es ihm ein leichtes war, die Anweiſung
an die Deutſche Bank über 150000 Mark auszufertigen
und mit gefälſchten Unterſchriften zu verſehen.
Mühlhauſen, 22. Sept. (Scheckfälſcher.) In der
Preſſe kurſieren verſchiedene Gerüchte über Scheck= und
Wechſelfälſchungen, ſowie Unterſchlagungen bei der
Filiale der Rheiniſchen Kreditbank in Mühlhauſen.
Daran iſt nur ſoviel wahr, daß vor ungefähr vierzehn
Tagen verſucht wurde, einen gefälſchten Scheck von zirka
5000 Mark einzulöſen. Der Ueberbringer des Schecks,
ſowie ein Komplize wurden aber verhaftet. Die Bank iſt
in keiner Weiſe geſchädigt.
Eſſen (Ruhr), 23. Sept. (Vom Auto
überfah=
ren.) Bei Geſecke ſtellte ſich auf der Landſtraße ein 30
Jahre alter polniſcher Arbeiter einem in ſchneller Fahrt
herankommenden Auto entgegen. Trotz aller
Hupenſig=
nale wich der Mann nicht aus, lief vielmehr dem Auto
noch entgegen. Er wurde überfahren und getötet.
Eſſen (Ruhr), 23. Sept. (Keine Spionage.) Das
Gerücht von der Verhaftung von Spionen im
Manöver=
gelände beſtätigt ſich, wie die Rheiniſch=Weſtfäliſche
Zei=
tung jetzt meldet, nicht. Es iſt dadurch entſtanden, daß
einem franzöſiſchen Studenten, der Aufnahmen von
Trup=
pen machte, ſein photographiſcher Apparat beſchlagnahmt
worden war.
Beuthen, 22. Sept. (Todesurteil.) Das
Schwurgericht verurteilte nach eintägiger Verhandlung den
22jährigen Verſicherungsagenten Eduard Gornik, der am
9. März in Kattowitz das Dyllaſche Ehepaar ermordete,
zum Tode und zu 15 Jahren Zuchthaus.
Neu=York, 22. Sept. Die deutſche
Studien=
kommiſſion für die olympiſchen Spiele wird
morgen die Rückreiſe nach Deutſchland antreten. Sie
be=
ſuchte heute ein Bankett des Neu=Yorker Athletikklubs,
auf dem Diem erklärte, nachdem er die amerikaniſchen
Methoden ſtudiert habe verſtehe er, warum die Amerikaner
ſo vorzüglich ſeien. Er hoffe mit der Hilfe von
Kränz=
lein, der die Kommiſſion begleitet, eine hervorragende
deutſche Mannſchaft für die olympiſchen Spiele von 1916
herauszubringen.
Neu=York, 23. Sept. (Verſchollener
Damp=
fer.) Der Dampfer „Huronic” war auf dem Wege von
Port=Arthur nach dem Ontario=See begriffen. Er geriet
am vergangenen Samstag in einen Sturm. Seitdem hat
man nichts mehr von ihm gehört, obwohl er Apparate für
drahtloſe Telegraphie an Bord hatte. Es befanden ſich
etwa 200 Paſſagiere auf dem Dampfer.
Neu=York, 23. Sept. (Eiſenbahnunglück.) Auf
der Long Island=Bahn ſtießen geſtern bei Collegepoint in
der Nähe von Neu=York zwei elektriſche Züge zuſammen,
wodurch 4 Paſſagiere getötet und 50 verletzt wurden.
Lahore, 22. Sept. (Der Bankkrach.) Die
ein=
zigen Banken, die ihre Zahlungen eingeſtellt haben, ſind
die Volksbank für Indien und die Bank in Amritſar. Die
Panik ſcheint abzunehmen. Gewiſſe Eingeborenen=Banken
ſcheinen den plötzlichen Sturm überwunden zu haben.
Zum Fall Soxhlet=Wagner.
g. Die Strafkammer I verhandelte geſtern wegen
eines Vergehens gegen das Preßgeſetz, das
den Ausgang hat im Fall Soxhlet=Wagner. Im
Juli 1911 veröffentlichte Herr Geh. Hofrat Paul Wagner
eine Broſchüre „Zum Fall Soxhlet” eine Erwiderung von
Paul Wagner. In dieſer Broſchüre war ein
Geheim=
protokoll einer Geheimſitzung der Hauptverſammlung des
Verbandes der deutſchen landwirtſchaftlichen
Verſuchs=
ſtationen veröffentlicht. Es wurde wegen dieſer
Ver=
öffentlichung ein Strafverfahren gegen Wagner
einge=
leitet, da der § 17 des Reichspreßgeſetzes eine
Veröffent=
lichung von amtlichen Schriftſtücken verbietet, die
Gegen=
ſtand eines Strafprozeſſes ſind, bevor die
Hauptverhand=
lung ſtattgefunden hat bezw. die Unterſuchung erledigt
iſt. Das Schöffengericht ſprach am 18. März 1913 den
An=
geklagten frei, nachdem es den Einwand der Verjährung
verworfen hatte. Es war vom Schöffengericht im
weſent=
lichen unterſucht worden, ob das fragliche
Geheimproto=
koll ein amtliches Schriftſtück des Strafprozeſſes war. In
dieſer Beziehung könne man nicht zu weit gehen, ſonſt
würde unter Umſtänden die Veröffentlichung eines längſt
bekannten Schriftſtückes ſtrafbar, wenn es im Laufe des
Verfahrens von irgendeiner Seite in das Aktenmaterial
gebracht würde. Man könne von einem amtlichen
Schrift=
ſtück nur ſprechen, wenn das Schriftſtück aus dem
Ver=
fahren entſtanden bezw. zu dem Zwecke des Verfahrens
gefertigt wurde. Da dies in dieſem Falle nicht vorliegt,
war der Angeklagte freizuſprechen. Der Amtsanwalt
legte am 19. März Berufung gegen dieſes Urteil ein, die
geſtern zur Verhandlung vor der Strafkammer I kam.
Zur Frage der Verjährung ſind folgende Daten von
Intereſſe: Es beſteht die ſechsmonatige Verjährungsfriſt.
Am 31. Juli 1911 fand die erſte Vernehmung Wagners
in der Vorunterſuchung ſtatt, eine weitere Vernehmung
am 17. Oktober; am 5. Januar 1912 erging eine
Verfüg=
ung, von den beiden Beſchuldigten (gegen Rechtsanwalt
Städel ſchwebte anfangs die Vorunterſuchung wegen
Bei=
hilfe, die jedoch eingeſtellt wurde), Fragebogen
einzufor=
dern. Am 3. Juni erging eine weitere Verfügung vom
Amtsgericht I und am 16. Dezember 1912 erging eine
Aufenthaltsanfrage bei der Polizei
Der Angeklagte wendet nun ein, daß die
Aufenthalts=
anfrage zwecklos war, was vom Schöffengericht nicht als
ſtichhaltig anerkannt wurde, da jene Verfügung in
concreto zwecklos ſein könne, wenn ſie nur tatſächlich die
Verfolgung der ſtrafbaren Handlung zu fördern
geeig=
net war.
Der Angeklagte äußerte ſich in der Verhandlung vor der
Strafkammer zu den einzelnen Punkten der Anklage.
In=
folge der Angriffe des Profeſſors Soxhlet (Vorwurf der
willkürlichen Aenderung von Verſuchsergebniſſen,
Fälſch=
ung der Fixierprobe und der ſogen. Tabelle 7) befaßte
ſich der Verband der deutſchen landwirtſchaftlichen
Ver=
ſuchsſtationen mit der Sache und beſchloß, zunächſt an Herrn
Wagner mit dem Wunſche heranzutreten, gegen ſich das
Diſziplinarverfahren einzuleiten. Da er ſich weigerte,
be=
ſchloß der Verband, den Wunſch in eine Forderung
umzu=
ändern. Infolge dieſes Beſchluſſes trat Wagner aus
dem Verbande aus. Später beſchloß der Verband den
nachträglichen Ausſchluß des Mitgliedes Wagner.
Die=
ſem Beſchluß ging eine ausgedehnte Beſprechung voraus.
Der Beſchluß wurde veröffentlicht, dagegen nicht die
Be=
ſprechung, die zu dem Ausſchluß führte. Wagner erklärt,
daß er auf Grund des Beſchluſſes des Kuratoriums der
landwirtſchaftlichen Verſuchsſtation das
Diſziplinarver=
fahren gegen ſich nicht beantragte. Es ſei ihm ſpäter,
nach dem Beſchluß des Verbandes, mehrfach der
Vor=
wurf gemacht worden, daß er noch keine Stellung zu dem
Streit genommen habe. Deshalb habe er die Broſchüre
ver=
öffentlicht, nachdem er von dem Akteninhalt Kenntnis
hatte. In der Broſchüre veröffentlichte er den Inhalt
des Geheimprotokolls, nachdem er ſeinen Rechtsvertreter
befragt hatte, ob er ſich durch die Veröffentlichung
ſtraf=
bar mache. Dieſer habe dies verneint und auch die
Manu=
ſkripte und die Korrektur durchgeſehen. Seine Stellung
wäre durch ein längeres Schweigen gefährdet geweſen
und die Veröffentlichung nach der Hauptverhandlung
hätte für ihn keinen Wert mehr gehabt. Es habe ihm
ferngelegen, in den Gang der Verhandlungen
einzu=
greifen.
Zeuge Landgerichtsrat Reuß bekundet, daß ihm
im Verlaufe der Vorunterſuchung gegen Profeſſor
Soxhlet wegen Beleidigung Wagners der Vorſitzende des
Verbandes der deutſchen landwirtſchaftlichen
Verſuchs=
ſtationen, Profeſſor Kellner, Leipzig=Möckern,
auf Erſuchen das fragliche Geheimprotokoll, das nur
in einem einzigen Exemplar vorhanden war,
überlaſſen habe. In der Erwägung, daß es
ſich um einen wiſſenſchaftlichen Streit handele, habe
er dem Vertreter des Nebenklägers die geſamten Akten
überlaſſen, darunter auch das Wagner dem Inhalt nach
nicht bekannte Geheimprotokoll. Seiner Anſicht nach ſei
dieſes Geheimprotokoll ein amtliches Schriftſtück.
Zeuge Rechtsanwalt Städel gibt zu, daß er das
Manuſkript und die Korrekturen durchgeſehen habe und
nichts Strafbares darin erblicken könne. Das Gericht
be=
ſchloß, ſeine Beeidigung nicht vorzunehmen. —
Staats=
anwalt Dr. Leoni iſt der Anſicht, daß das
Geheimproto=
koll ein amtliches Schriftſtück des Strafprozeſſes ſei. Nach
einer Entſcheidung des Reichsgerichts werde ein zu den
Akten eingereichtes Schriftſtück zu einem amtlichen
Schrift=
ſtück, aber nicht die etwa bereits vorher vorhandenen
Ab=
ſchriften dieſes Schriftſtückes. Es ſtehe nun hier
unbe=
ſtritten feſt, daß jene Broſchüre auf Grund des bei den
Akten befindlichen Geheimprotokolls verfaßt wurde. Er
beantrage eine Geldſtrafe von 30 Mark. Der
Ver=
treter der Anklage vor dem Schöffengericht hatte 100 Mark
Geldſtrafe beantragt. Der Verteidiger beantragte
Frei=
ſprechung.
Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 30 Mark
Geldſtrafe. Das Gericht hat als feſtſtehend erachtet,
daß es ſich um ein amtliches Schriftſtück handelt.
Straf=
mildernd wurden in Betracht gezogen die ſchweren
Vor=
würfe, die Soxhlet gegen ihn erhoben hatte, und daß er
im Rechtsirrtum ſich befand, wenn er annahm, das
Ge=
heimprotokoll ſei kein amtliches Schriftſtück, was ihn aber
nicht vor Strafe ſchützen konnte.
Bald nach jenem Zwiſchenfall des Ausſchluſſes aus
dem Verbande deutſcher landwirtſchaftlicher
Verſuchs=
ſtationen hatte die vorgeſetzte Behörde Wagners im
Ver=
ein mit dieſem ſelbſt ein Diſziplinarverfahren gegen
Wag=
ner eingeleitet. Dieſes war jedoch eingeſtellt und der
Einſpruch Wagners gegen die Einſtellung verworfen
worden. Wagner hat nun erneut ein Diſziplinarverfahren
gegen ſich ſelbſt beantragt, das demnächſt vor dem
Ver=
waltungsgerichtshof zur Verhandlung kommt.
Luftfahrt.
* Emden, 22. Sept. Der Flieger Dahm iſt um
6.40 Uhr glatt gelandet. Er überflog einen großen Teil
Hollands und den Zuiderſee, nachdem er wegen des
dichten Nebels bei Weſel eine Zwiſchenlandung
vorge=
nommen hatte. Er will morgen vormittag weiterfliegen.
* Emden, 23. Sept. Der Flieger Dahm iſt heute
vormittag 9½ Uhr mit ſeinem Waſſerflugzeug zum
Wei=
terflug nach Kiel aufgeſtiegen.
* Hamburg, 23. Sept. Der Flieger Dahm iſt,
von Emden kommend, heute mittag 1 Uhr auf der Elbe
beim Athabaska=Wrack glatt gelandet.
* London, 22. Sept. Der Flieger Louis Noel
blieb heute mit ſeinem Flugzeug auf dem Flugplatz
Hen=
don mit ſieben Paſſagieren 17 Minuten 35 Sekunden in
der Luft und ſtellte einen neuen Weltrekord auf.
* Das neue engliſche Marineluftſchiff
„Aſtra Torres” hat in Farnborough ſeine Probefahrten
beſtanden, und am Freitag wurde amtlich bekannt gegeben,
daß es eine neue Schnelligkeitsleiſtung vollbracht hat. Es
flog mit einer Stundengeſchwindigkeit von 81,76
Kilo=
metern, alſo anderthalb Kilometer ſchneller als der ſchnellſte
Zeppelin und 16 Kilometer ſchneller als irgend ein
an=
deres britiſches Luftſchiff. Und zwar wurde die
Geſchwin=
digkeit mit und gegen eine Windſtärke von 20 Kilometern
er=
reicht. Dieſe Kilometerzahl gibt eine
Sekundengeſchwin=
digkeit von nicht ganz 22,7 Meter. An Bord des
Luft=
ſchiffs befanden ſich Kapitän Maſterman, der Kommandant
der Marineabteilung des königlichen Flugkorps ein
zwei=
ter Offizier, ein Vertreter der Firma, die die Motoren für
den Ballon geliefert hatte, der Lenker des Fahrzeugs und
zwei Mechaniker. Nach Abſolvierung einer Dauerfahrt
am Montag wird das Luftſchiff, das in Frankreich gebaut
worden iſt, von der britiſchen Admiralität übernommen
werden. Es ſoll bereits den in der nächſten Woche begin=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. September 1913.
Nummer 224.
une erten imneten ei meitete Scfehtehtene
Das Armeeluftſchiff „Delta” ſtrandete am Freitag
abend in Orford; die Schraube wurde beſchädigt. (Köln.
Ztg.)
Flug über das Mittelländiſche Meer.
* Paris, 23. Sept. Der Flieger Garros ſtieg heute
morgen 5 Uhr 50 Minuten in San Raphael auf und
landete 1 Uhr 45 Minuten in Biſerta (Tunis).
Großherzogliches Hoftheater.
Dienstag, den 23. September.
Hamlet.
W-l. Shakeſpeares Tragödie „Hamlet”, die in voriger
Saiſon neu inſzeniert worden iſt und deren glänzende
Aufführungen unſer Hoftheater auf der Höhe ſeiner
künſtleriſchen Leiſtungsfähigkeit zeigten, aing heute wieder
in Szene. Das Haus war gut beſucht. Durch die
Neu=
beſetzung einiger Rollen hatte die Aufführung noch
ge=
wonnen. Die Rolle der Ophelia ſpielte erſtmalig
Fräu=
lein Pils, die für dieſe rührende Mädchengeſtalt ſchöne
und innige Herzenstöne fand und auch die
Wahnſinns=
ſzene durch ihre darſtelleriſche Kunſt ergreifender geſtaltete.
Den alten Polonius ſpielte diesmal Herr Hacker, der
da=
mit ein neues Gebiet für ſeine künſtleriſche Betätigung
ge=
funden hat. Die Darſtellung dieſer mehr tragikomiſchen
als komiſchen Rolle war ſehr fein durchdacht und
aus=
gearbeitet und ſtach gegen die übliche matte und farbloſe
Auffaſſung und Darſtellung dieſer ſchwer zu
charakteriſie=
renden Figur ſehr angenehm ab. Der Königin verlieh
Frau Doſtal eine zu jngendliche Verkörperung. Ihr
Spiel ließ ein ſchönes Temperament erkennen, auch beſitzt ſie
ein ſympathiſches und klangvolles Organ, die Ausſprache
des r und des ſ iſt aber nicht einwandfrei. Mit
Aus=
nahme einiger kleineren Nebenrollen war die Beſetzung
die frühere. Ueber Herrn Baumeiſters prachtvolle
Darſtellung des Hamlet haben wir ſchon ſo viel des Lobes
geſagt, daß uns zu ſagen nichts mehr übrig bleibt. Das
Publikum war von der herrlichen Aufführung tief
ergrif=
fen und ſpendete nach den Aktſchlüſſen begeiſterten Beifall.
Sport, Spiel und Turnen.
Rennen zu Wiesbaden.
23. September. — 3. Tag.
Preis von Biebrich. 3000 Mark, 2700 Meter.
1. Leutnant Struves Wackerlos (von Hoſack), 2.
Hammer=
ſchlag. 3. Ordnung. 7 liefen. Tot.: 15:10, 18, 17, 2 La.
Darmſtädter Jagdrennen. Ehrenpreis und
2300 Mark. 3000 Meter. 1. Herrn N. Leons Vologeſe
(Purgold), 2. Olden Amor. 8 liefen. Tot.: 42310, 16, 14,
27, 1 Lg. Kopf.
Preis von Rambach. 3500 Mark. 3600 Meter.
1. R. Arlts Hadrian (Dyhr), 2. Myrdar, 3. Dekoration.
5, liefen. Tot.: 22:10, 10, 11. 10, 5 Lg., 4 Lg.
Firona=Preis. Ehrenpreis und 5000 Mark, 4000
Meter: 1. Herrn Walters und W. v. Kellers Nina Sahib
(Lt. Graf Holck), 2. Kriegsbote, 3. Eilbote. 6 liefen. Tot.
15:10; 15. 26:10. 1½ L., 3 Lg.
Kaſteler Jagdrennen. 2800 Mark. 3000
Me=
ter: 1. Herrn W. Kochs Florida (Wurſt) und H. Mertens
Flora fine (Schuller), 3. Mainau II. 4 liefen. Tot.
21119:10, 17, 17. Totes Rennen. 1½ Lg.
Mühltal=Jagdrennen. 2800 Mark, 3000
Meter: 1. Herrn W. Oertels Dora, 2. Kale, 3. Voie Lacte.
9 liefen. Tot. 28:10, 12, 13, 13. 34 Lg., 2 Lg.
Inſel=Rennen. Ehrenpreis und 2600 Mark,
1600 Meter: 1. A. v. Schilches Arzille (Beſ.), 2.
Fain=
dyrona, 3. Balagan. 13 liefen. Tot. 121:10, 26, 13, 15.
¾/ Lg., 3 Lg.
Insgeſamt wurden 230000 Mark am Totaliſator
um=
geſetzt.
Vom Balkan.
Die türkiſch=bulgariſchen Verhandlungen.
* Konſtantinopel, 22. Sept. Die heutige
Sitz=
ung der Friedenskonferenz dauerte 3½ Stunden. Nach
einer amtlichen Mitteilung hat die Konferenz folgende
Artikel beraten und angenommen: Grenzbeſtimmungen,
Räumung der beſetzten Gebiete Demobiliſierung,
Am=
neſtie, Staatsangehörigkeit, Menſchenrechte,
Gemeinde=
rechte, Aufenthalt der Privatperſonen, Eigentumsrechte,
diplomatiſche Bezſiehungen, Pof. Telegrahhen,
Eſen=
bahnen und erworbene Rechte.
* Konſtantinopel, 23. Sept. Die
Friedens=
konferenz beſchäftigte ſich geſtern hauptſächlich mit der
Vakufgüterfrage, deren Regelung, wie es heißt.
Schwie=
rigkeiten begegnet, da die Türken die Regelung der
Vakuf=
frage auch in dem alten Bulgarien wünſchen.
* Konſtantinopel, 23. Sept. Ein offiziöſes
Communiqué erklärt: Infolge eines Interviews Djavid
Beys, in dem Frankreich als einziger Hort der Türkei
in finanzieller und politiſcher Hinſicht hingeſtellt war, hat
ſich in gewiſſen ausländiſchen Kreiſen eine Verſtimmung
bemerkbar gemacht. Es lag aber niemals in der Abſicht
Djavid Beys, ein Glaubensbekenntnis exkluſiver Art in
politiſcher oder finanzieller Hinſicht abzulegen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Aſchaffenburg, 23. Sept. In der heutigen
Gene=
ralverſammlung der Görres=Geſellſchaft,
der auch wiederum der bayeriſche Miniſterpräſident
Frei=
herr von Hertling und Prinz Johann Georg von
Sach=
ſen beiwohnten, wurde beſonders darüber Beſchwerde
ge=
führt, daß bei den Lehrkörpern der deutſchen Hochſchulen
zu wenig katholiſche Profeſſoren ſeien, während man
ihnen in Bayern Tür und Tor geöffnet habe. In
Preu=
ßen und Sachſen ſeien die Verhältniſſe beſonders
un=
günſtig.
* Braunſchweig, 23. Sept. Auf der fiskaliſchen Grube
Herchnig bei Vienenburg riß heute mittag beim Ablöſen
der Mittagsſchicht auf Schacht I das Tau der
Fah=
rung. Dermit 12 Bergleuten beſetzte Korb
ſtürzte in die Tiefe. Vier Bergleute ſind tot, die
anderen ſchwer verletzt.
* Paris, 23. Sept. Präſident Poincaré hat
dem griechiſchen Miniſterpräſidenten Venizelos das
Großkreuz der Ehrenlegion verliehen.
* Paris, 23. Sept. König Konſtantin beſuchte
heute nachmittag den Miniſter Pichon und hatte eine
längere Unterredung mit ihm.
* Griſolles, 23. Sept. Der über das Befinden des
Oberſtleutnants v. Winterfeldt heute morgen
aus=
gegebene ärztliche Bericht beſagt: Geſtern früh wurde ein
leichter Schüttelfroſt feſtgeſtellt, welcher am Abend
ver=
ſchwand. Die Depreſſion des Kranken iſt noch groß und
wird durch die Schlafloſigkeit noch geſteigert. Puls 100,
Temperatur 37,2, Atmung 22. Die Prognoſe iſt
unver=
ändert. Geſtern haben der Bruder des Verletzten, Oberſt
v. Winterfeldt, der Kommandeur des 17. Korps und der
Präfekt des Departements Haute=Garonne Beſuche
abge=
ſtattet und zwei im Hoſpital befindlichen Soldaten
Cham=
pagner zugeſandt.
* Nizza, 23. Sept. Ein bei dem
Straßenbahn=
unglück am 17. September verunglückter Soldat des
27. Jäger=Regiments iſt ſeinen Verletzungen erlegen. Die
Zahl der bei der Kataſtrophe Umgekommenen beträgt
ſo=
mit 19.
* Skierniewice, 23. Sept. Im Gouvernement
War=
ſchau fuhr ein Perſonenzug auf einen
Güter=
zug auf. Ein Kondukteur wurde getötet, ein
ande=
rer verwundet.
* Kiſchinew, 23. Sept. Im Kreiſe Akkermann ſind
drei Cholerafälle vorgekommen, von denen einer
tödlich verlaufen iſt.
Neu=York, 23. Sept. Aus Laredo (Texas) wird
gemeldet: In Mexiko haben die Aufſtändiſchen einen Zug
der Nationalbahn ſüdlich von Saltildo in die Luft
geſprengt. Vierzig Mann Bundestruppen und zehn
Paſſagiere wurden getötet.
* Buenos=Aires, 23. Sept. In einer ſehr lebhaften
Sitzung behandelte die Kammer die
Interpella=
tion, betreffend die Politik der Regierung
in der Frage der Eiſenbahnen Der Miniſter
der öffentlichen Arbeiten übte Kritik an der Note der
Eiſenbahngeſellſchaften des Weſtens und Südens und
ver=
ſicherte, daß man ſtets entſchloſſen für den Schutz des
frem=
den Kapitals ſorgen werde. Die Zukunft der
Privatbah=
nen erſcheine ihm vollkommen geſichert, obaleich es
ſchwie=
rig ſei, europäiſches Kapital zu finden. Wenn das
Vor=
handenſein einer ungeſetzlichen Fuſion zutage trete, werde
man die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Der
Fi=
nanzminiſter verſicherte, die Haltung der Geſellſchaften
werde dem Kredit des Landes nicht ſchaden. Der
Abge=
ordnete Caſtille griff die Politik des früheren Miniſters
der öſentlichen Arbeiten, Ranos Meig, an welche die
Verwendung fremder Kapitalien behindere. Während
ſei=
ner Rede wurde Caſtille plötzlich von einem Unwohlſein
befallen und mußte herausgebracht werden. Sein
Zu=
ſtand iſt bedenklich. Der radikale Deputierte
Araya nahm die Kritik erneut auf und wandte ſich gegen
die Vereinigung der Eiſenbahnen des Südens und Weſtens
und brachte ſodann mehrere Geſetzentwürfe ein, wodurch
der Betrieb der Eiſenbahngeſellſchaften geregelt, die Dauer
der Konzeſſionen begrenzt und auf eine Einflußzone
be=
ſchränkt werden ſoll. Der Redner verlangte die Ernennung
einer parlamentariſchen Kommiſſion, die eine
Unter=
ſuchung über die Anwendung des Geſetzes, wodurch den
Eiſenbahngeſellſchaften Konzeſſionen bewilligt werden.
vornehmen ſoll.
* Täbris, 23. Sept. Die Bevölkerung ſandte nach
Teheran eine Kollektiverklärung, ſie werde den
Anordnungen der Regierung nicht folgen, falls die
Re=
gierung fernerhin auf den Medſchliswahlen beſtehe. Ein
beſonders hartnäckiger Widerſtand herrſcht bei der höheren
Geiſtlichkeit und bei der Kaufmannſchaft gegen die Wahlen
* Tetuan, 23. Sept. Da in dem Scharmützel
gegen die Beni Omar ein Hauptmann gefallen und
ein Leutnant verwundet worden waren, haben die
ſpa=
niſchen Truppen wieder energiſch angegriffen
und die Eingeborenen zurückgeſchlagen. Dieſe verloren 13
Tote, ſowie Waffen und Munition. Ein Leutnant und ein
ſpaniſcher Soldat ſind gefallen, ein Leutnant, zwei
Unter=
offiziere und elf Soldaten wurden verwundet.
IIB. Frankfurt a. M., 23. Sept. Ueber die bereits
er=
wähnten Ausſtellungspläne für die Jahre
1916 und 1918 werden jetzt Einzelheiten bekannt.
Da=
nach liegt für die Ausſtellung Jugend und Volk im 20.
Jahrhundert bereits ein Gruppeneinteilungsplan vor,
welcher umfaßt: Inlandſchulweſen, deutſches Schulweſen
im Ausland, Sozialpolitik, Sport und Spiel
Verſchiede=
nes, betreffend Preſſe und Bücher, Schuleinrichtungen,
ge=
ſchloſſene Auslandgruppe. Hiſtoriſche Abteilung. Die
Aus=
ſtellung Länder und Felder ſoll den Zweck haben, zum
Reiſen anzuregen und die Einwanderung zu fördern.
— Gelſenkirchen, 23. Sept. In der zur Zeche
Nord=
ſtern gehörigen Teerfabrik brach aus noch nicht
auf=
geklärter Urſache Feuer aus. In wenig Augenblicken
brannte die ganze Fabrik. Sechs Arbeiter konnten
bei dem ſo plötzlich ausgebrochenen Brande den
Ausweg=
nicht finden und verbrannten. Die bis zur
Unkennt=
lichkeit verbrannten Leichen konnten nur mit vieler Mühe
geborgen werden.
IIB. Brüſſel, 23. Sept. In Rochefort bei Dinant hat
ſich geſtern nacht ein Akt von Volksjuſtiz abgeſpielt.
Ein dortiger Reſtaurateur wurde öffentlich bezichtigt, ſich
ſchwerer ſittlicher Verfehlungen ſchuldig gemacht zu haben.
Die Staatsanwaltſchaft leitete zwar eine Unterſuchung
ein, verhaftete aber den Beſchuldigten nicht. Dadurch
empört, rotteten ſich etwa 2000 Einwohner des Ortes in
den Abendſtunden vor dem Hauſe des Beſchuldigten
zu=
ſammen, demolierten das Haus des Uebeltäters und
ſteck=
ten die Möbel in Brand. Gendarmen aus den
benach=
barten Orten mußten herangezogen werden, um die Ruhe
und Ordnung wieder herzuſtellen.
IIB. Lodz. 23. Sept. In das hieſige Gefängnis wurde
geſtern eine Bande von Mädchenhändlern
ein=
geliefert, die mit einem Transport von 20 Mädchen
ver=
haftet wurden, als ſie die Grenze überſchreiten wollten.
Die Mädchen konnten in ihre Heimat zurückbefördert
werden.
Dementi.
* Wien, 23. Sept. Die Reichspoſt ſchreibt: Mehrere
Blätter melden den angeblich unmittelbar bevorſtehenden
Rücktritt des Generalſtabschefs Freiherrn v.
Hötzen=
dorff und knüpfen daran teilweiſe Mitteilungen über
die Gründe des Rücktritts. Dieſe ſollen in
Meinungsver=
ſchiedenheiten zwiſchen Freiherrn von Hötzendorff und
dem Generalinſpekteur der geſamten bewaffneten Macht.
dem Erzherzog Franz Ferdinand, beſtehen. Es iſt
be=
ſtimmt zu erklären, daß dieſe Meldungen ſamt den
Kom=
mentaren vollſtändig aus der Luft gegriffen
ſind.
Erich Schmidts Nachfolger.
* Baſel, 23. Sept. Als Nachfolger Erich Schmidts iſt
Profeſſor Dr. Julius Peterſen, Ordinarius der
deutſchen Literatur an der hieſigen Univerſität, nach
Ber=
lin berufen worden. Profeſſor Peterſen, ein geborener
Straßburger, ſteht im Alter von 35 Jahren; er hat ſich
An unſere Leſer und Geſchäftsfreunde!
Das „Darmſtädter Tagblatt” erſcheint bereits
ab 28. September regelmäßig Sonntags.
Der Bezugspreis von 60 Pfg. monatlich (1.80 Mk. vierteljährlich) frei ins Haus geliefert bleibt unverändert, es tritt alſo
Reine Erhöhung desſelben ein.
Da zufolge der geſetzlichen Beſtimmungen betreffend die Sonntagsruhe das Austragen des Blattes innerhalb eines beſtimmten
Zeitraumes (6—9 Uhr früh) vonſtatten gehen muß, richten wir hiermit an die Abonnenten die höfliche Bitte, ihrerſeits Vorkehrungen
treffen zu wollen, die eine prompte und ſichere Zuſtellung unſeres Blattes
am Honntag Morgen
ermöglichen, ſei es durch rechtzeitiges öffnen der Haustüren oder durch Anbringen geeigneter Briefkaſten. — Unſer hieſiges, ſowie
auswärtiges Trägerperſonal iſt ſtreng angewieſen, die Zuſtellung des Blattes auch am Sonntag gewiſſenhaft zu beſorgen.
Unſere Inſerenten bitten wir gefl. davon Kenntnis nehmen zu wollen, daß die Annahme von Anzeigen, die für die Sonntags=
und Montagsausgabe beſtimmt ſind,
erfolgt.
bis Samstag Nachmittag 5 Uhr
Geſchäftsſtelle des „Darmſtädter Tagblatt”.
Nummer 224.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. September 1913.
Seite 7.
vorzugsweiſe mit der klaſſiſchen Zeit beſchäftigt und hat
teils die Werke, teils die Briefſammlungen der großen
Dichter (Leſſing, Goethe, Schiller) herausgegeben. Er war
im Winterſemeſter 1912/1913 Austauſchprofeſſor an der
Univerſität in Neu=Haven (Connecticut). (Frkft. Ztg.)
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Wei aluten und chronſchen Durchfüller der Kinder
und Erwachſenen hat ſich „Kufeke” in Waſſer oder
mit Bouillon gekocht, als leichtverdauliche, die Ernährung
regelnde Koſt ſeit Jahrzehnten glänzend bewährt. Es
führt dem Körper die nötigen Nährſtoffe zu, ohne
Magen und Darm von neuem zu reizen. (IV,19728,74
Verlobten
die ihr künftiges Heim gédiegen,
ge-
schmackvoll und modern einrichten
wollen, wird eine Besichtigung meiner
feinbürgerlichen
Wohnungseinrichtungen
empfohlen. — Meine Möbel zeichnen
sich aus durch künstlerische
Formen-
schönheit, grundgediegene Qualität u.
infolge niedrigsterGeschäftsspesen durch
besondere Preiswürdigkeit.
E ieen
Eleer
O1O KUNKEL
Gr. Ochsengasse 21/23. — Tel. 287.
(16984a
Aus dem Geſchäftsleben.
Neue Anfängerkurſe. Die Kaufmänniſche
Stenographen=Geſellſchaft Gabelsberger”
eröffnet, wie aus dem Anzeigenteil erſichtlich, am Freitag,
den 10. Oktober, abends 8½ Uhr, in ihren eigenen
Unterrichtsräumen Mathildenplatz 8, neue Lehrgänge
für Anfänger in der Gabelsbergerſchen Stenographie.
Der Unterricht wird durch in jeder Beziehung erfahrene
Unterrichtsleiter geleitet und findet nicht in Schulräumen
ſtatt, ſo daß auch ältere Damen und Herren ſich an
dieſen Kurſen beteiligen können. Als erſter und einziger
Darmſtädter Stenographen=Verein betreibt die
Geſell=
ſchaft unter eigner Regie als 2. Lehrfach Maſchinenſchreib=
Unterricht nach der Original=Underwood=Meiſterſchafts=
Methode. Die genannte Methode wurde von der
Kauf=
männiſchen Stenographen=Geſellſchaft bereits im Juli d. J.
hier in Darmſtadt erſtmalig eingeführt. Auch hier iſt
der Unterricht individuell auf mehreren verſchiedenen
Schreibmaſchinen=Marken, ſo daß die Teilnehmer mehrere
Syſteme kennen lernen und nicht in Klaſſen die
Finger=
fertigkeit erlernen. Zu beiden Lehrfächern werden jetzt
ſchon Anmeldungen entgegengenommen.
Rudolf Gericke in Potsdam, Hoflieferant
Seiner Majeſtät des Kaiſers, hat hierſelbſt bei Ernſt
Breimer, Hofl., Eliſabethenſtr. 14, und Gg. Wilh. Weidig
Nachf. Oskar u. Ernſt Matzelt, Hofl., Schulſtr. 4, eine
Verkaufsſtelle ſeines berühmten Ambroſia=Brodes nach
Profeſſor Graham, Ambroſia=Schnitten=Pumpernickels,
Ambroſia=Cakes und Potsdamer Zwiebacks, worauf
be=
ſonders die Herren Aerzte aufmerkſam gemacht werden.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Armenia” 21. Sept. in Neu=York.
„Cheruskia”, von Philadelphia kommend, 22. Sept. 8 Uhr
15 Min. morgens auf der Elbe. „Cleveland” von Boſton
kommend, 21. Sept. 8 Uhr abends in Hamburg. „Graf
Walderſee”, von Philadelphia kommend, 21. Sept. 5 Uhr
45 Min. nachm. Lizard paſſiert. Imperator” 20. Sept.
1 Uhr 30 Min. nachm. von Neu=York über Plymouth
und Cherbourg nach Hamburg. „Indianola” 20. Sept.
8 Uhr abends von Neu=York nach Newport News.
„Moltke” von Genua und Neapel nach Neu=York,
20. Sept. 1 Uhr nachm. Gibraltar paſſiert. „Patricia”
20. Sept. 2 Uhr nachm. von Neu=York direkt nach Hamburg.
„Preſident Grant” nach Neu=York, 21. Sept. 9 Uhr
45 Min. abends von Southampton. „Victoria Luiſe‟
von Neu=York kommend, 21. Sept. 6 Uhr 30 Min. abends
in Hamburg. „Willehad” von Kanada kommend,
21. Sept. 8 Uhr 30 Min. abends in Hamburg. —
Ver=
ſchiedene Fährten: „Markomannia” nach Perſien, 19. Sept.
in Port Sudan. „Oſtmark” von Indien kommend,
20. Sept. morgens von Malta nach Hamburg.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater, Anfang 7 Uhr, Ende gegen
11 Uhr (Ab. B): „Tannhäuſer”
Ortsgewerbeverein: Beſichtigung von Fabriken
und Lehranſtalten zu Offenbach (Abfahrt 12.58 Uhr).
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Bürgerkeller
um 8 Uhr. — Café „Metropole” um 8 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
VVerantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
ſReich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
fredaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Todes-Anzeige.
Gestern Nacht 3 Uhr verschied sanft nach schwerem, mit grösster
Geduld ertragenem Leiden unser lieber Gatte und Vater
(19784
Herr Louis Schneider
Oberstabsveterinär a. D.
Ritter hoher Orden
im Alter von 51 Jahren
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau K. Schneider
Oskar Schneider.
Darmstadt, den 23. September 1913.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 25. September, nachmittags 4 Uhr, vom
Portale des städtischen Friedhofes aus, statt.
Man bittet höflichst, von Kondolenzbesuchen absehen zu wollen.
Danksaqung.
Für die vielen Beweise warmer Teilnahme
anlässlich des Hinscheidens meiner geliebten
Mutter sage ich gleichzeitig im Namen meiner
Geschwister sowie meiner Neffen und Nichten
(B19811
herzlichsten Dank.
Darmstadt, im September 1913.
Dr. Ferdinand Graf von Spee
Todes=Anzeige.
Verwandten und Bekannten die traurige
Mitteilung, daß geſtern Nacht 3 Uhr unſer
(19788
innigſtgeliebtes Kind
Georg Ludwig
nach kurzem, ſchwerem Leiden ſanft
ent=
ſchlafen iſt.
Um ſtille Teilnahme bitten
Heinrich Rossmann,
Marie Rossmann, geb. Roth.
Darmſtadt, 23. September 1913.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 25. Sept.,
nachmittags 3 Uhr, vom Portale des
Fried=
hofes aus, ſtatt.
Dankſagung.
Die uns von allen Seiten
entgegen=
gebrachte innige Teilnahme beim Tode
unſerer unvergeßlichen
Hilde
hat uns tief gerührt und ſprechen
wir dafür unſeren herzlichſten Dank
aus.
(*9539
Familie Heinrich Hösel.
Darmſtadt, 21. September 1913.
5
nach Pilsner Art
nach Münchner Art
Hell Export uu5G
—feinste Tafelbiere
in Flaschen und Syphons.
3826a
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. September 1913.
Nummer 224.
Musik-Verein
Schutzherr: Seine Königliche Hoheit der Grossherzog.
Programm für das Vereinsjahr 1913/14.
82. Vereinsjahr.
Leitung der Konzerte:
Herr Hofkapellmeister Hofrat W. de Haan.
1.—3. Konzert im Städtischen Saalbau:
1. (am 27. Oktober 1913) Das Lied von der Glocke
von M. Bruch.
Solisten: Frau Mientje Lauprecht-von Lammen,
Frank-
furt a. M. (Sopran);
Frau lda Kuhl-Dahlmann, Düsseldorf (Alt);
Herr Richard Fischer, Berlin (Tenor);
Herr Willy Fenten, Mannheim (Bass).
2. (am 15. Dezember 1913) Ruth von G. Schumann.
Solisten: Frau A. Hoordewier-Reddingius, Hilversum
(Sopran);
Frau Pauline de Haan-Manifarges, Rotterdam
(Alt);
Herr Ernst Everts, Köln (Bariton).
3. (am 9. Februar 1914) a) Der 137. Psalm (
Urauffüh-
rung) von A. Mendelssohn.
b) Paria von A. Mendelssohn.
c) Die Neunte Symphonie
von L. v. Beethoven.
Solisten: Frau Sophie Schmidt-Illing, Darmstadt (Sopran);
Fräulein Anna Jacobs, Darmstadt (Alt);
Herr August Globerger, Darmstadt (Tenor);
Herr Bruno Bergmann, Berlin (Bass).
4. Konzert in der Stadtkirche:
4. (am Karfreitag, 10. April 1914) Die Johannes-
Passion von J. Seb. Bach.
Solisten: Frau Emmy Küchler-Weissbrod, Weimar
(Sopran);
Fräulein Agnes Braunfels, Frankfurt a. M.
(Alt);
Herr Franz Müller, Darmstadt (Tenor);
Herr Professor otto Freytag, Stuttgart (Bass).
Vergnügungen:
1. Gesellige Vereinigungen im Vereinshause.
2. Familienabend im Saalbau (Januar 1914).
3. Herren-Ausflug (April oder Mai 1914).
25
4. Ausflug mit Damen (Mai oder Juni 1914).
Die Vergnügungen finden statt für aktive und inaktive
Mitglieder. Genaueres über diese Veranstaltungen wird durch
Ankündigung in den Chorproben und in den hiesigen Zeitungen
angegeben werden. Aenderungen bleiben vorbehalten.
Der jährliche Beitrag beträgt für Aktive Mk. 18.— (für
Auswärtige Mk. 14.—) und für jedes weitere demselben
häus-
lichen Verband angehörige Familienmitglied, das dem Verein als
aktives Mitglied beitritt, Mk. 9.— (für Auswärtige Mk. 7.—). Der
Mitgliedskarte, die jedem aktiven Mitgliede eingehändigt wird, ist
ein Abschnitt beigegeben, gegen dessen Vorzeigung eine Person
freien Eintritt zu den Hauptproben der vier Konzerte hat.
Für Inaktive beträgt der jährliche Beitrag gleichfalls
Mark 18.— (für Auswärtige Mk. 14.—). Dafür erhält das inaktive
Mitglied zu den vier ordentlichen Konzerten je eine Karte zur
Benutzung eines numerierten Platzes, außerdem für die vier
Haupt-
proben je eine Karte, die eine Person zum freien Eintritt zur
Hauptprobe berechtigt. Für jeden weiteren Platz, den ein
inak-
tives Mitglied etwa wünscht, ist gleicher Weise der Beitrag von
Mk. 18.— (von Auswärtigen Mk. 14.—) zu entrichten; auch hier
werden zu den vier Konzertkarten vier Hauptprobekarten gegeben.
Numerierte Plätze. Die numerierten Konzertplätze im
Saalbau befinden sich im Saale und auf den Estraden, bezw.
Galerien (Balkon), In der Stadtkirche sind den Mitgliedern
die Plätze auf der Emporbühne, im Mittelschiff und im Schikf
gegenüber der Orgel vorbehalten. Da die Emporbühne nur
200 Plätze hat, ist die Einrichtung getroffen, dass in
drei-
jährigem Wechsel jedes Mitglied einmal seinen Platz auf der
Emporbühne bekommt.
Besondere Sperrsitze können Mitglieder auf Wunsch bei
einer Zuzahlung von Mk. 9.— sowohl im Saalbau in den vier
Balkonlogen und auf den vorderen Reihen im Saal, als auch in
der Stadtkirche auf den vorderen Reihen der Emporbühne erhalten
Aufnahmegesuche für aktive und inaktive Mitglieder sind
schriftlich an den Präsidenten des Vereins, Herrn Sanitätsrat
Dr. F. Maurer, Steinstrasse 32, zu richten.
(19729
Der Vorstand.
Café Metropol.
Nur noch 8 Tage
(*9594
Gastspiel der fidelen Bayern
Dir. G. Beck.
Anfang 8 Uhr abends.
Eintritt frei.
Programm 10 Pfg.
Bier à Gl. 15 Pfg.
Mit Allerhöchster Genehmigung
1914
1913
Sechs Sinfonie-Konzerte
zum Besten des Witwen- und Waisenfonds der Grossherzoglichen Hofmusik
im Grossherzoglichen Hoftheater
Abonnement.
Schriftliche Bestellungen sind zu richten an: Kammermusiker A. DIEDRICH, Kiesstrasse 47, I.
und werden daselbst Abonnements bis inkl. Freitag, den
10. Oktober (drei Tage vor dem I. Konzert) angenommen.
Persönliche Bestellungen: Montag, den 29. September, vormittags von 11—1 Uhr,
im Musiksaal des,Grossherzoglichen Hoftheaters (Eingang beim Portier).
GESAMT-PROGRAMM
I. KONZERT:
Montag, den 13. Oktober 1913
Dirigent: de Haan
Solist: Telémaque Lambrino aus Leipzig
Ew. Strässer
1. Sinfonie (Nr. 1) .
2. Konzert f. Klavier (Nr. 3) C-moll Beethoven
3. Klavierstücke:
F. Chopin
Etude As-dur. Berceuse
Paganini, Liszt
La Campanella
4. Ouvertüre „Egmont‟ . . . . Beethoven
II. KONZERT:
Montag, den 10. November 1913
Dirigent: Siegmund von Hausegger
(Mit verstärktem Orchester)
v. Weber
1. Ouvertüre „Euryanthe‟.
2. Sinfonische Dichtung „Wieland
Hausegger
der Schmied‟..
,
3. Sinfonie (Nr. 7) A-dur . . . . Beethoven
III. KONZERT:
Montag, den 1. Dezember 1913
Dirigent: Kapellmeister Ottenheimer
Solistin: Frau Elisab. Böhmv. d. Endert a. Berlin
(Mit verstärktem Orchester)
Rich. Strauss
1. Don Quichote
2. Arie „Pur dicesti” aus der Oper
A. Lotti (1740)
„Gioconda‟ .
3. „Lespetits riens,, Ballett-Suite W. A. Mozart
Rich. Strauss
4. Lieder
(Morgen, Wiegenlied, Caecilie)
5. Ouvertüre „Leonore‟ (Nr. 3) . Beethoven
IV. KONZERT:
Montag, den 5. Januar 1914
Dirigent: de Haan
Solist: Bronislaw Hubermann
Tragische Ouvertüre Op. 10 . E. Boehe
. F. Mendelssohn
2. Konzert für Violine
3. Zwei Stücke für Violine mit Orchester:
Adagio E-dur . . . . . . . W. A. Mozart
La clochette
. . . N. Paganini
4. Sinfonie (Nr. 2) D-dur . . . J. Brahms=
V. KONZERT:
Montag, den 16. Februar 1914
Dirigent: Kapellmstr. Ottenheimer. Solist:
,„
(Mit verstärktem Orchester)
1. Fantastische Sinfonie . . . H. Berlioz
2. Gesangs-Vortrag
3. Lieder mit Klavierbegleitung
4. Sinfon. Dichtung „Mazeppa‟. F. Liszt
(
VI. KONZERT:
Montag, den 23. März 1914
Dirigent:
Generalmusikdirektor Fritz Steinbach aus Köln
(Mit verstärktem Orchester)
1. Sinfonie eroſca (Nr. 3) . . . Beethoven
2. Der Zauberlehrling . . . . Paul Dukas
3. Drei kleine Stücke:
W. A. Mozart
a) Gavotte aus „Idomeneo‟
b) Menuett aus der D-dur-Suite J. Brahms
c) Ballettmusik G-dur aus
F. Schubert
„Rosamunde‟ . . . .
4. Eulenspiegel . . . . . . . Rich. Strauss
PREISE DER KONZERTE IM ABONNEMENT:
Mk. 28.−
Proszeniumsloge
Balkonloge und Mittelloge
„ 25.−
I. Rang‟.
„ 20.−
Mk. 9.−
II. Rang . . .
Sperrsitz . . . . . . „ 17.−
Parterre . . . . „ 10.−
Vom 6. bis 13. Oktober können die Abonnementskarten gegen Entrichtung des Betrages abgeholt
werden in der Pianoforte- u. Musikalienhandlung von Gg. Thies Nachf. (Leopold Schutter),
Hoflieferant, Elisabethenstrasse 12. (Daselbst sind auch Hauptprobekarten à Mk.l.5o zu haben.)
Die nicht abgeholten Karten sind beim I. Konzert (13. Okt.) abends nur an der Hoftheaterkasse erhältlich.
Ganze Logen I. Rang im Abonnement:
(19772
a) zu 3 Plätzen zusammen Mk. 55.—, b) zu 4 Plätzen zus. Mk. 70.—, c) zu 5 Plätzen zus. Mk. 85.−.
Saal im Hotel zur Traube.
Donnerstag, den 25. September, 8 Uhr:
Beethoven-Abend
Rabuf Ven Kockalek!
Programm:
1. Sonate pathetique.
2. Sonate op. 31 Nr. 2.
3. Mondschein-Sonate.
4. Waldstein-Sonate. (19797md
Karten zu 4 u.2 Mk.in der
Hofmusi-
kalienhandlg. G. Thies Nachf.,
Leopoldschutter, Elisabethenstr. 12
facohlnaktt
Inn
ZZut Wollsschlucht
53 Soderstrasse 53
Neuer
Inhaber-Alfred Wagner
früh. „Löwenbrauerei‟
Groß-Zimmern
empfiehlt
bekanntgutenMittagstisch!
Vereinszimmer mit Klavier.
Spatenbräu.
Kronenbier.
Prima Weine. (19801a
Apfelwein vom Fass.
Schöner gr. Gummibaum billig
zu vk. Mathildenſtr. 17. (VI, 19782
Programm
zu dem am Mitttwoch, den
24. Sept., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Leib=Drag.=Regts. Nr. 24.
1. Landjäger=Marſch von P.
Rixner. 2. Ouvertüre zur Operette
„Pique=Dame” von F. v. Suppé.
3. „In der Nacht”, Chanſon aus
„Die Kino=Königin” von J.
Gil=
bert. 4. „La Barcarole‟ Walzer
nach Motiven der Offenbachſchen
Oper „Hoffmanns Erzählungen”
von O. Fetras. 5. Bruchſtücke aus
der Oper „Carmen” von G. Bizet.
6. „Mit entrollten Fahnen”, Marſch
von C. Friedemann.
Bürger=Keller
Täglich Konzert
Salon-Damen-Orchester. Dir. W. Langer.
Stets freier Eintritt. (18801a
Rendaration Mauf
Eschollbrückerstrasse 6.
Vom 1.—7. Oktober
Grosses Untober Test
(Münchner Damen-Bedienung). (19511a
Zu gleicher Zeit Schlachtfest
wozu freundlichst einladet
R. Maul.
Brauerei=Ausſchank
6
„Kessenbräu
Kirchstraße 3.
Feldhuhn mit Kraut
118970a
[ ← ][ ][ → ]Nummer 224.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. September 1913.
Seite 9.
Täglich friſch gekelterten
Apfelmost
zapft Georg Gunder, Schloß=
(19781a
gartenplatz 6.
Arheilger Mühlchen
empfiehlt täglich (19218a
süssen Apfelmost.
Dmetor
Gidsmälerel-Feister
Opalglas=Einlagen) für Erker,
Treppenaufgänge, Weinſtuben,
4 Flügel 45X142 u. 2 Flügel 61X142
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Liebigſtraße 41, part.
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Eiſch, (, 5 Mk., defekte Stühle
50 Pfg. zu verkauf.
Kaupſtraße 37, III. rechts.
Einderwagen zu verkaufen.—
Bleichſtraße 26, II.
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Wilhelminenſtraße 35,
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außer dem Hauſe
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Karlſtraße 65, III.
Nur 3 Tage das neue Weltstadtprogramm.
Unübertroffen ist der neue Linder Film
Haxu. de Llebe
Ein Lustspiel voll pikantem Reiz, von spannender Handlung,
feiner Komik, photographisch tadellos und glänzend inszeniert
in 3 Akten. Diese Komödie, eine der heitersten unter den
Darbietungen des unvergesslichen Max, hat die Vorgeschichte
einer Heirat zum Gegenstand. Ein wirkliches Schlager-
Lustspiel, über welches Jung und Alt lacht.
Eine Sensation ist der nordische Kunstfilm
Das Recht der Jugend
Grosses Filmschauspiel in 2 Akten.
Dieses überaus effektvolle Lebensbild ist von tiefergreifender
Realistik und bietet eine Fülle entzückender Einzelheiten.
Eine weitere Glanznummer
Die Rampe
Aus dem Leben einer Schauspielerin
2 Akter? Ein durch die Wahrheit und
Smeneen 8
Realistik seiner Handlung &
hervorragender dramatischer Film.
Als drittes
,
Stärker als der Tod
Drama:
Drama von äusserst spannender Handlung. Herrlich koloriert!
Die meisterhafte Inszenierung sichert diesem Film einen
beispiel-
losen Erfolg und kann mit vollem Recht als eine Perle der
Kinokunst bezeichnet werden.
Ausser diesen Weltschlagern allererst. Ranges sind
noch auserlesene, sorgfältig gewählte Humoresken
und Naturaufnahmen hervorzuheben.
Täglich Künstler-Konzert
ausgeführt von Gebr. von Harscher.
Voranzeige!
Ab Samstag, den 27. September:
Die grosse Attraktion
Der Roman einer Seiltänzerin
(19795
Grosses Zirkusdrama in 3 Akten.
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Rheinstr. 6 — Tel. 173
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Biedeschichte
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Moderlen
Abentearerb
Die Spiiie
koloriert. Drama in 3 Akten
Der
Verbandere
Spion
eine Kriegsepisode
gutgespieltes Drama
Sohann i
Deutschlands grösstes u. vornehmstes Familientheater
Zauber- und Märchentheater
Grossartige Ausstattung, von bedeutendsten Künstlern verfertigt
Dieses Etablissement hatte die hohe Ehre, vor den höchsten
Herrschaften Vorstellung zu geben, zuletzt vor Sr. Majestät dem
König von Sachsen, von der gesamten Presse des In- und
Aus-
landes auf das glänzendste beurteilt.
Auftreten von EARUsO
in der Oper Faust. Gartenszene.
Mlle. Destin, die berühmte Konzertsängerin. Jahnson u.
Dean, Mulat en-Duett und Tänzer. Ling-Hang, chin. Ballett.
Jack u. Tom, Excentrics. Die besten Marionetten u. Fantoches
der Welt, genannt die künstlichen Menschen.
II. Abteilung. Clown Charles mit seinen
dressierten Affen und Hunden.
III. Abteilung.
Die Original-Marine- und Wasserschauspiele
a) das Erdbeben von Messina, b) in Nacht und Eis, c) der
Zu-
kunftskrieg unter Mitwirkung von Luftschiffen u. Zeppelinballons.
IV. Abteilung.
Das Geheimnis des Gagliostros.
Komische Zauber-Pantomime. Ritter Cuno, der Burggraf;
Gagliostro, Zauberer; Jean, sein Diener; Satanas der Teufel;
(19757
Gespenster, Teufel, Drachen, Schlangen usw.
V. Abteilung.
Auftreten des weltberühmten Zauberers
Fernando mit seinen scheinbaren Wundern.
VI. Abteilung.
grosses elektrisches und
Das Irrlicht, phantastisches Märchenspiel.
Wunderbare Dekorationen und Verwandlungen: a) im Feenreich
der Irrlichter, b) Der Kampf mit dem Drächen. c) Das
ver-
wunschene Schloss. d) Befreiung der verzauberten Prinzessin.
e) Schluss-Apotheose.
Täglich friſchen, ſelbſtgekeiterten
ſüßen Apfelmoſt.
Wein- und
Restauration Rehberger Apfelweinkeiterei
(19558a
Kiesſtr. 69, Ecke Nieder=Ramſtädterſtr. Tel. 1832.
Humoreske
sowie
weitere Humoresken
Maturaufnahmen u.
Dramen 19700
Künstler-Konzert.
Nach
Hew-vorn
ab Roiterdam
via Boulogne-sur-Mer
mit der
Holland Amerika Linie.
Erstkl., bis 24170 Reg.-Tonnen große
Doppelschrauben-Dampfer. (17811a
Neuer Dreischraubendampfer „
Staten-
dam‟ u. 35000 Reg.-Tonnen — 45000
Tonnen Wasserverdrängung im Bau.
Kajüts-Billette und Auskunft durch
ing
Aug. Gellar aus, Darmstadt
Bleichstr. 53 — Tel. 483.
680
Teater
weissen Turm.
GEI
Das neue
Programm!
1.—3
Dus Reen
Guf duch
Motor-
Hastwagen
erſtklaſſigen Fabrikates, auf
welchem noch Fabrikgarantie
ſteht, wegen anderer Dispoſi=
(I,19722
tionen preiswert
e
zu ver Haufen.
Intereſſenten belieben ihre
Adreſſe unter K. P. 9860
an Rudolf Mosse, Berlin
SW. einzuſenden.
Ein Liebesroman
in 3 Akten.
Goldregen
Ein Künſtlerdrama
in 2 Akten.
Steigende Flut
Koloriertes Drama
von Gaumont.
Zahnschmerzen
Amerik. Komödie.
Alpine Technik
Intereſſant.
. Die Mumie
Amerik. Humoreske.
Honal
L Wocheschronin
des R.-T.
Unter anderem:
Jubiläumsfeierlichkeiten
in Kelheim.
u. Im lal des
Fiumara
Naturaufnahme.
Gemiſchter
Spezial-Aufschnitt
per ¼ Pfd. 25, 40 u. 50 Pf.;
Feine
ntenka
Horddenlsche Rotwurst
per Pfund 55 Pfennig.
Wilh. Weber Nachfolger
Eliſabethenſtr. 6 großer Laden. (19807
Großherz. Hoftheater
Mittwoch, den 24. Sept. 1913.
13. Abonnem.=Vorſtellung. B 3.
In der neuen Inſzenierung:
Tannhäuſer
und der Sängerkrieg auf
Wart=
burg.
Große romant. Oper in 3 Akten
von Richard Wagner.
Muſikal. Leiter: P. Ottenheimer.
Spielleiter: Otto Nowack.
Perſonen:
Hermann,
Land=
graf v. Thüringen AlfredStephani
L. Georg Becker
Tannhäuſer,
Wolfram von
Otto Semper
Eſchinbach,
Walther v. d.40
Aug. Globerger
Vogelweide,
L. Schützendorf
Biterolf,
Heinrich der
* Chriſtian Moll
Schreiber,
Reinmar von
Robert Perkins
Zweter,
Eliſabeth, Nicht
des Landgrafen Gertrud
Geyers=
bach
Franz. Callwey
Venus
Ein junger Hirte . Marg. Beling=
Schäfer
Hede Schaub
Erſter
Page des Luiſe Sturmfels
Zweiter! Land=
Annem. Liſchke
Dritter
grafen
Lydia Riedhof=
Vierter
Adh. Croneberg
Die drei Grazien! Marie Schott
Marie Baranoff
Ort der Handlung: Thüringen,
Wartburg. — Zeit: Anfang des
13. Jahrhunderts.
Die Gruppierungen im
Venus=
berg ſind von der Ballettmeiſterin
Hedwig Ehrle einſtudiert.
Geſtaltung d. Bühnenbildes:
Hof=
theatermaler Kurt Kempin u.
Ma=
ſchineriedirektor E. Schwerdtfeger.
Die neuen Koſtüme ſind in den
Werkſtätten des Hoftheaters
an=
gefertigt (Garderobe=Vorſteherin
Margarethe Heß, Obergarderobier
Viktor Storck).
Nach dem 1. u. 2. Akte findet je
eine Pauſe von 20 Min. ſtatt.
Das Haus wird nur nach den
Aktſchlüſſen erleuchtet; die längeren
Pauſen werden durch Herablaſſen
des eiſernen Vorhangs angezeigt.
Preiſe der Plätze (Gew.
Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. Reihe
4.20 ℳ, 14.—20. Reihe 3.40 ℳ,
Par=
terre: 1.—5. Reihe 2.90 ℳ, 6.—8.
Reihe 2.35 ℳ, Proſzeniumsloge
6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ,
Bal=
konloge 5.20 ℳ, 1. Rang 4.70 ℳ,
II. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ,
(*94851 1.35 ℳ, II. Galerie 75 ₰.
Kartenverkauf: an der
Tages=
kaſſe im Hoftheater von 9½ bis
1½ Uhr und eine Stunde vor
Be=
ginn der Vorſtellung; im
Ver=
kehrsbüro von 8 bis 1 Uhr
und von 2½ Uhr bis kurz vor
Be=
ginn der Vorſtellung. (Im
Ver=
kehrsbüro werden auch telephoniſch
Karten=Beſtellungen
entgegenge=
nommen. Telephon Nr. 1582.)
Anf. 7 U.
Ende gegen 11 U.
Nach Schluß jeder Vorſtellung
(*9517ſind vor dem Theater
Straßen=
babnwagen aufgeſtellt, die direkt
zum Hauptbahnhof, zur
Heidel=
bergerſtraße (Ecke Landskronſtr.),
zur Landskronſtraße u. zum
Herd=
weg fahren.
Vorverkauf f. die Vorſtellungen:
Donnerstag, 25. Sept. 14. Ab. ſich zum Umzuge in Vorſt. C 4. Zum erſten Male.
„Hans Sonnenſtößers
Höllenfahrt.‟ Ein heiteres
Traumſpiel in 5 Bildern v. Paul
Apel. Gew. Preiſe. Anf. 7½ Uhr.
Freitag, 26. Sept. 15. Ab.=Vſt.
4. „Wenn ich König
wäre!” Kl. Preiſe. Anf. 7½ Uhr.
Samstag, 27. Sept. Auß. Ab.
Sonder=Vörſtellung. „Maria
Magdalena.” Anfang 8 Uhr.
(Zu dieſer Vorſtellung findet ein
Kartenverkauf nicht ſtatt.)
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. September 1913.
Nummer 224.
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la Reine Seide mit echten Patrigde- und modernen
Horn-
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(19796
Weiblich
Stenotypiſtin, in Stenographie
und Maſchinenſchreiben
ausgebil=
det, ſucht per 1. Oktober
Anfangs=
ſtelle. Offerten unter T 67 an
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die Expedition.
un
Fräulein
in Buchführung, Stenographie
(Gabelsb.) und Maſchinenſchreiben
bewandert, ſucht alsbald Stellung.
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44 an die Exped. ds. Bl. (*9446im
en
Eiliale-Uevernanme
für den Verkauf von Eiern oder
Brot uſw. wird von älterem
er=
fahren. Fräulein geſucht. Kaution
kann geſtellt werden. Offert. unt.
T 30 an die Exp.
(*9409imd
in Stenographie, u.
(*2g
Praulein Maſchinenſchreiben
bewandert, mit Kenntn. in
Buch=
führung, ſucht Stellung zum
1. Oktober. Offerten unter T 74
(19800a
an die Expedition.
Tücht. Schneiderinenpf. ſichim
u. außer d. Hauſe, auch im Aendern
u. Knabenkleidern ſehr bewandert.
Nieder=Ramſtädterſtr. 16,
Hinter=
haus, 3. Stock, rechts.
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Eine Frau nimmt noch Kunden
an im Ausbeſſern auf halbe Tage
Gr. Bachgaſſe 11.
(*9593
Tücht., erfahrene Buntſtickerin
ſucht Beſchäftigung. Näh.
Hoch=
ſtraße 23, Manſarde.
(*9331om
Tüchtige Büglerin empfiehlt ſich
in u. außer dem Hauſe (*9442imd
4½ Kranichſteinerſtr. 4½.
e
w. gut koch. k., etwas
Mävchen, Hausarb. mit übern.,
ſucht z. 1. od. 15. Okt. Stelle.
Land=
mädch., w. ged. h., ſuchen a. g. St.
Frau Berta Nessling, gewerbsmäss ige
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Mädchen d. koch. u. n. kochen 1. u.
Hausmädch., w. näh. u. ſerv. k., ſ. St.
Karolina Beck, gewerbsmässige
Stellen-
vermittlerin, Elisabethenstr. 22, II. (*9619
Jung. Mädchen mit H.
Töchter=
ſchulbildung ſucht jüngere
Schul=
kinder während der Herbſtferien
zu beaufſichtigen. Offerten unt.
T 42 an die Expedition. (*9441
Frau h. n. ½ T. frei i. Waſch.
Eliſabethenſtr. 43, Htb. Manſ. (*
Reinl. Frau g. ½, Tage waſch.
Gr. Kaplaneigaſſe 29, 2. St. (*9516
19jähr., in allen Hausarbeiten
erfahrenes Mädchen ſucht per
1. Oktober Stellung.
(9536
Näheres Annaſtraße 8, 1. Stock.
Erfahr. Erzieherin ſucht vorm.
einige Stunden Beſchäftigung.
Näh. in der Exped.
(*9525
Fräulein, geſetzt. Alt., ſucht St.
z. durchaus ſelbſtändigen Führung
eines kleinen Haushaltes. (*9522
Offert. unt. T 52 an die Exped.
Jg. Frau ſ. Laufd. bis 11 Uhr
vm. Landwehrſtr. 43, Htb. pt. (*
1 9jähr. fleiß. Mädchen ſuchtam
Tage b. ca. 4 Uhr nachm. Stellung
b. kinderl. Ehepaar oder alleinſteh.
Damen. Wienerstr. 52, Stb., I., r. (*9571
Braves, zuverl. Mädchen, 18 J.
ſalt, das etwas nähen u. bügeln
Kkann, ſucht Stelle in gutem, kleinen
Haushalt. Näheres bei Frau
Trumpfheller, Darmſtadt,
Bleich=
ſſtraße 51, Hinterhaus.
(*9511
Frau ſucht Laufdienſt morgens
2 Stunden. Kirchſtr. 17, III. (*9509
ſucht Lauſtelle. Näh.
Frau Arheilgerſtr. 92, Hths. (*9505
Junges, kräftiges
Mädchen
v. Lande, 18 J., ſucht Stellung in
gut. Hauſe. Sieht weniger auf
hohen Lohn als auf gute
Be=
handlung. Off. u. F. V. C. 7529
an Rudolf Moſſe, Frankfurt
a. Main.
(I.19719
Junge Frau geht Waſchen
Brandgaſſe 12, part.
(*9576
Fräulein ſucht tagsüber Stellung
bei einem Herrn. Offerten unter
T 76 an die Exped.
(*9600
vorzigl. Organ, außerord. gewandt,
Kaufmann, vielſeitg. Erfahrg., energ. u. ſich.
Auf=
treten bei größ. Perſonal, viel gereiſt,
ſucht entſpr. Poſten, der Gelegenheit zur reſtloſen Ausarbeitung gibt.
An=
prüche vorerſt beſcheiden. Gefl. Anfragen u. § 59 a. d. Exp. (*9129som
Männlich
Jung Techuiter, 23, militärfr,
wünſcht Stell. in ein.
Inſtallations=
geſchäft, i. Lad. od. Büro. Suchender
beſitzt feſten Charakter u.
organiſa=
toriſches Talent. Gefl. Off. unter
T13 an die Exped. (*9356oim
Gewiſſenh. Mann, verh. m. beſt.
Zeugn. u. Refer., i. all. ſchriftl. Arbeit.
inkl. Buchhaltg. erf., ſucht währ. ſeiner
fr. Zeit f. halbe Tage od. Std.
Neben=
beſchäftig. im Nachtr. von Büchern,
Korreſp., Faktur. od. dergl. Off. unt.
T 51 a. d. Exped. ds. Bl. (*9526ms
Kaufmann 5
in mittleren Jahren, ſucht halbe
Tage Beſchäftigung auf Büro od.
Buchhaltung. Off. unter T 22
(19712a
an die Expedition.
Junger Mann
von 18 Jahren (Pariſer), Sohn
eines Kaufmanns dort, wünſcht zur
Erlernung der deutſchen Sprache
in ein hieſiges Geſchäft als
Volon=
tär einzutreten. Penſion im Hauſe
nicht erforderlich. Auf Wunſch
könnte ein Sohn des hieſigen
Ge=
chäftsinhabers als Volontär in
das Pariſer Geſchäft (Engros)
ein=
treten, um dort die franzöſiſche
Sprache zu erlernen. Gefl. Off.
unter R99 an die Exp. d. d. Bl.
(*8856msm
erbeten.
Junger Kaufmann
mit allen Bureauarbeiten verträut,
ſucht geſtützt auf prima Zeugniſſe
Stellung per ſofort od. ſpäter. Gefl.
Off. unt. I 60 an die Exp. (*9550
Weiblich
Durchaus tüchtige.
branchekundige
4,
oeſprgek
I. Berkädſern
für Kurzwaren u. Be=
(19810
ſätze geſucht.
Kaufhaus M. Schneider,
Darmſtadt.
Für unſer neueröffnetes
Damenſport= und Kinder=
Konfektions=Geſchäft
ſuchen wir per 1. Oktober
einige branchekundige
*49
p 2.
Verkauferinnen.
Offerten mit Gehaltsanſprüchen,
Zeugnisabſchriften und
Photo=
graphie erbeten an
Carl Schürmann & Co.
Darmstadt.
(19707
Arbeiterinnen
auf dauernd geſucht. Damen-
Konfektion, Mühlſtr. 78, Ecke
der Nieder=Ramſtädterſtr. (19738ms
Perfekte
ed
Einlegerin
für unſere Buchdruckerei
ſofort geſucht.
Heinrich Elbert, Hoflioferant
G. m. b. H.
(19785
Taglihnerin geſücht.
Zu erfragen in der Exped. (*9492
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einen halben Tag wöchentlich zum
Waſchen u. Flicken geſucht (*9592
Hch. Schüssler, Roßdörferſtr. 24.
Lehrmädchen ſofort geſ. Fr.
Mattern, Schneiderin, Kiesſtr. 93,
Mittelbau, part.
(*9558
Suche große Anzahl
Herrſchafts=
köch. u. Alleinmäd. in gute
Privat=
u. Geſchäftshäuſer. Johannette
Weiss-
mantel, gewerbsmäßige
Stellenver=
mittlerin, Karlſtr. 30, Tel. 1909. (*9566
II, 13594m
aus der
Wäſchebrauche
welche auch ſelbſtändig
Wäſche in Arbeit
geben kann,
ſindet dauernde
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M. Steing Horl.
Wiesbaden.
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Karl Rittershaus
Ludwigsplatz.
In kleine Familie ſolid., fleißiges
Alleinmädchen mit guten
Zeug=
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Stiftſtraße 7, II.
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19516a) Roquetteweg 4, part.
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Mädch. vorm. einige St. u. nachm. z.
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Suche Mädchen n. Worms i. g.
Stellg. Karolina Beck, gewerbsmässige
Stellenvermittlerin, Elisabethenstr. 22, II. (*
Ordentl., einf. Mädch. od. Frau
tagsüber ſofort od. per 1. Oktbr.
geſucht Pankratiusſtr. 30, p. (*9537
Schulentl. Mädch. f. leichte Arb.
morg. geſucht. Hochſtr. 23, I. (*9487
Unabh., zuverl. Lauffrau oder
Mädch. vorm. einige Std. u. nachm. z.
Spülen geſ. Näh. Exped. (*9520
Unabh. u. zuverl. Lauffrau für
einige Std. vorm. u. nachm. z. Spülen
geſucht. Näh. in der Exped. (*9570
Ein tüchtiges, ſaub. Mädchen
für 1. Okt. geſucht. Lohn 25 Mk.
Restaurant z. Landgrafen
*9579md) Grafenſtr. 27.
Aelt., b. Dienſtmädchen m. g.
Zeug., das etw. koch. k., ſof. nach
Mai-
land geſ. Meld. Viktoriapl. 8, I. (*9508
Saub. Laufm. f. d. gz. Tg. geſ.
Schulſtr. 4, Konditorei.
(*9560
Jo. Mädch. f. l. Hausarb., w.
d. Kleidermach. zgl. erl. kann, geg.
Verg., daſ. Lauffrau f. ½ Tg.
d.
Woche geſ. Wienersſtr. 73, II. (*9554
Mädch., d. koch. k., zu2 Ham. geſ.,
auch zu and. Herrſch. Frau Susanna
Röse, gewerbsmäßige
Stellenver=
mittlerin, Kiesſtraße 35, I. (*9553
Alleinm. erh. ſehr g. St. Frau=
Susanna Röse, gewerbsmäßige
Stel=
lenvermittlerin, Kiesſtr. 35, I. (*9552
Jung. fleiss. Mädchen
für alle Hausarbeit geſucht. (*9564
Lichtenbergſtraße 75 parterre.
Suche Köch, Haus=u. Aleinmädch.
in Privat=u. Geſchäftsh., beſſ.
Haus=
mädch. nach Wiesbaden, bürg. Köch.
nach Rüdesheim, zum 1. Okt. Frau
Minna Dingeldein, gewerbsmäßige
Stellenver-
mittlerin, Elisabothenstr. 5, Tel. 531. (*9609
n
Tuchtiger, Sohlder Stenograhn und Maschinehsche
d. gedieg. Schulbildg., Umgangsformen u. ca. M. 5000.— bar hat, v.
ebenſolchem z. Mitübernahme alteingeführt. Geſchäfts d. Art u. beſt.
Rufes geſ. Anfr. sub, Stenotyp” hauptpoſtlag. Heidelberg erb. (*9512md
(ame
7.2
Feuerverſicherung.
Eingeführte alte Feuerverſicherung ſucht
tüchtigen Haupt- oder Generalagenten
unter günſtigen Bedingungen. Bewerbungen unter K. 662 au
Haasenstein & Vogler in Berlin W. 8.
(II,19724
Brandenburger Feuer=Verſicherungs=Geſellſchaft a. G., zu
Brandenburg a. H. In der Provinz Starkenburg ſuchen wir an
ver=
ſchiedenen, z. Z. unbeſetzten Orten, tüchtige Agenten gegen hohe
Be=
züge. Beſtehendes Inkaſſo wird mit übertragen. Offerten erbeten
General=Agentur Frankfurt a. M., Bergweg 32.
(IV,19231,94
Reinliche und ehrliche Spülfrau
oder Spülmädchen von 2 Uhr
täglich in privat. Haushalt, Nähe
obere Wilhelmſtr., auf 1. Okt. geſ.
Bald. Meld. u. T 66 Exp. (*9590mf
Männlich
1—2 zuverläſſige, jüngere
Schreiber
mit hübſcher Handſchrift und
Kenntniſſen in Maſchinenſchr.
zum 1. Oktober, evtl. ſpäter
geſucht. Offert. m.
Zeugnis=
abſchr. u. Gehaltsanſprüchen
unter T 55 an d. Expedition
ds. Bl. erbeten.
(19767md
Jüng. Anwaltsgehilfe
zum bald. Eintritt geſucht (*9496md
Rechtsanwalt Dr. Oppenheimer.
mit hübſch.
Junger Mann Handſchrift,
welcher in leichten Bureauarbeiten
etwas bewandert iſt, für hieſiges
Bureau geſucht. Selbſtgeſchrieb.
Off. u. T 77 a. d. Exp. (19808dso
Angehender Kommis
ges uch t.
der die Kolonialwaren=Branche
kennt. Offerten mit Angabe der
Gehaltsanſprüche, des Alters und
bisheriger Tätigkeit unt. T 62 an
die Expedition erbeten.
(*9568
M
IHHRObOF
Verketer gesdchf
für leichtverkäuflichen
landwirt=
ſchaftlichen Bedarfsartikel (D. R.
G. M.). Hoher Verdienſt. (I,19720
Rch & Co., G. m. b. H.,
München, Liebherrſtraße 20.
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Georg Benkert
Damenschneider
Nieder=Ramſtädterſtraße 35.
Tüchtig. Schahnachergehiſte
ſofort geſucht.
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Heinrich Krauskopf, Mauerſtr. 3.
Jüngerer Friſeurgehilfe ſofort
geſucht Schuchardſtr. 9.
(*9599
Diener
pferde= u. reitkundig, mit Luſt u.
Verſtändnis für Gartenarbeit, zum
1. Oktober geſucht. Vorzuſtellen
täglich von 2 Uhr nachmittags ab.
*9495ms)
Wilhelmſtraße 8, p.
Hausburſche
junger, ſtadtk. Radfahrer, geſucht.
*9607)
Wilhelminenplatz 12.
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en gros ſucht gegen ſteigende
Vergütung einen
Lehrling.
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Hausverſteigerung.
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mittags 3½ Uhr, wird auf dem
Rathaus zu Crumſtadt eine
Hof=
reite, in welcher bereits 80 Jahre
eine gutgehende Gaſtwirtſchaft und
Metzgerei betrieben wurde,
ver=
ſteigert, Es iſt ein großer
Tanz=
ſaal, Kegelbahn, ſowie ein neues
Schlachthaus nebſt Wurſtküche, der
Neuzeit entſprechend, vorhanden.
Nähere Auskunft brieflich.
An=
fragen unter Chiffre T 75 durch
die Exped. d. Bl. (19798mgm
Suche Mühle, Sägewerk, auch
Land=, Hofgut od. Reſt.,
Gaſt=
hof. Off. v. Eigentümer u. I. H. 215
postlagernd Bingen.
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geſucht. Off. m. Preisangabe an
Direktor Job, Crefeld
Weſtwall 134. (19794
Nummer 224.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. September 1913.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 grauleinene Kinderſchürze mit roter Einfaſſung.
1 Eßbeſteck mit braunem Futteral. 1 Laternenköcher. 1 Paket (10 St.
Jagdpatronen. 1 Hundemarke mit der Nr. 3790. 1 kleiner Schlüſſel.
1 langer ſchwarzer Damenhandſchuh. 1 Portemonnaie mit 37 Pfg.
1 weißes ausgebogtes Taſchentuch mit Monogramm K. K. 1 ſchw.
Damenſchirm. 1 brauner Damengürtel mit gelber Schnalle. 1 Paar
gelbe gefütterte Lederhandſchuhe. 1 ſchwarzes Viſitenkartentäſchchen.
1 goldenes Halskettchen mit Anhängern. 1 graues Knaben=Cape.
Zugeflogen: 1 Kröpfertaube.
(19716
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Jagdhund. 1 deutſcher Schäferhund (zugelaufen). Die
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
aus=
löſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
dortſelbſt jeden Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(19766
Bekanntmachung,
betreffend die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe in der
Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt.
Da aus Anlaß der Meſſe am Sonntag, den 28. Sept. 1913,
für die Stadt ein geſteigerter örtlicher Geſchäftsverkehr zu erwarten
iſt, wird hiermit auf Grund des § 105b Abſatz 2 der
Reichsgewerbe=
ordnung und der §§ 143 und 145 der Ausführungsverordnung zur
Gewerbeordnung für dieſen Tag die Offenhaltung ſämtlicher offenen
Verkaufsſtellen einſchließlich der Verkaufsſtände der Meſſe in der Zeit
von 11 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends zugelaſſen.
Während dieſer Stunden iſt die Beſchäftigung von Gehilfen,
Lehrlingen und Arbeitern in allen offenen Verkaufsſtellen geſtattet.
Darmſtadt, den 16. September 1913.
(19328ms
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Räumungsfriſten bei der Wohnungsmiete.
Zum bevorſtehenden Vierteljahreswechſel bringe ich nachſtehendes
Ortsſtatut wiederholt zur Kenntnis. Wenn nicht anderes vereinbart
iſt, iſt für die Dauer der ſtatutariſchen Räumungsfriſten Mietzins
an den bisherigen Vermieter nicht zu entrichten.
(19765msm
Darmſtadt, den 20. September 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Mueller.
Auf Grund des Geſetzes vom 6. Januar 1906, betreffend die
Räumungsfriſten bei der Wohnungsmiete, wird auf Beſchluß der
Stadtverordneten=Verſammlung vom 31. Mai 1906, ſowie nach
An=
hörung des Kreisausſchuſſes und mit Genehmigung Großherzoglichen
Miniſteriums des Innern vom 2. November 1906 zu Nr. M. d. J.
37271 folgendes Orsſtatut erlaſſen, deſſen Beſtimmungen ſofort in
Kraft treten.
1. Endigt das Mietverhältnis am Schluſſe eines
Kalender=
vierteljahres, ſo muß die Räumung gemieteter Wohnungsräume
durch den Mieter:
a) bei kleinen, d. h. aus höchſtens 3 Zimmern und etwaigem
Zubehör beſtehenden Wohnungen am erſten Tage des
fol=
genden Monats, ſpäteſtens 5 Uhr nachmittags,
b) bei mittleren, d. h. aus 4 bis 5 Zimmern und etwaigem
Zubehör beſtehenden Wohnungen am zweiten Tage des
fol=
genden Monats, ſpäteſtens 12 Uhr mittags,
c) bei großen, d. h. aus mehr als 5 Zimmern und etwaigem
Zubehör beſtehenden Wohnungen am dritten Tage des
fol=
genden Monats, ſpäteſtens 12 Uhr mittags, beendet ſein.
2. Die im §1 beſtimmten Räumungsfriſten werden nur mit
der Beſchränkung gewährt, daß
a) bei Wohnungen, welche aus 3 bis 4 Zimmern und etwaigem
Zubehör beſtehen, ein Zimmer,
b) bei Wohnungen, welche aus mehr als 4 Zimmern und
et=
waigem Zubehör beſtehen, zwei Zimmer
ſchon am erſten Tag des folgenden Monats, ſpäteſtens 12 Uhr
mit=
tags, vollſtändig geräumt ſind.
3. Kann der Mieter ſchon mit der Beendigung des
Miet=
verhältniſſes ſeinen Ueberzug in die neue Wohnung bewerkſtelligen,
ſo finden die Vorſchriften der §§ 1, 2 keine Anwendung.
Hat der Vermieter auf Grund eines ihm geſetzlich oder ver
tragsmäßig zuſtehenden Rechtes das Mietverhältnis ohne Einhaltung
einer Kündigungsfriſt gekündigt, ſo ſtehen die in den §§ 1, 2
bezeich=
neten Räumungsfriſten dem Mieter nicht zu.
§ 4. Fällt der Tag, an welchem nach den §§ 1, 2 die Räumung
ganz oder teilweiſe zu beendigen iſt, auf einen Sonntag oder einen
ſtaatlich anerkannten allgemeinen Feiertag, ſo tritt an die Stelle des
Sonntags oder des Feiertags der nächſtfolgende Werktag.
Darmſtadt, den 27. November 1906.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Morneweg.
Die Verſteigerungen im ſtädtiſchen
Leihamt.
Nach Ausſchreibung der Pfänderverſteigerung laufen
erfahrungs=
gemäß ſtets mündliche oder ſchriftliche Geſuche von Pfandhausſchuldnern
ein, teils auf Verſchiebung der Verſteigerung ihrer Pfänder, teils auf
gänzliche Ausnahme derſelben von der Verſteigerung gerichtet. Um
den Schuldnern zweckloſe Gänge und Mühe zu erſparen, gebe ich
hiermit bekannt, daß alle derartige Geſuche abgewieſen werden müſſen,
da die Leihamtsordnung die Verſteigerung aller verfallenden Pfänder,
deren Einlöſung oder Verlängerung innerhalb des hierfür beſtimmten
Zeitraums vor dem Verſteigerungstermin nicht erfolgt, ausdrücklich
vorſchreibt und Ausnahmen von dieſer Vorſchrift nicht zuläſſig ſind.
Darmſtadt, den 22. September 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
(19768md
J. V.: Ekert.
Kartoffel=Lieferung.
Die Lieferung von 700 Doppelzentner guter
Speiſe=
kartoffeln für die Provinzial=Pflegeanſtalt bei Eberſtadt ſoll auf dem
Verdingungswege vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen
werden auf dem Geſchäftszimmer des Hausverwalters in der Anſtalt
am Freitag, den 36. September 1913, bekannt gegeben.
Angebote ſind verſchloſſen und verſehen mit der Aufſchrift:
„Angebote zu der am 22. September 1913 ausgeſchriebenen Lieferung
bis zum Eröffnungstermin
Freitag, den 3. Oktober 1913,
poſt= und beſtellgeldfrei einzureichen. In den Angeboten ſind die
Bedingungen anzuerkennen.
Die einzureichenden Proben müſſen getrennt von den Angeboten
verpackt und mit bezüglicher Aufſchrift verſehen ſein. Der Name der
angebotenen Sorte iſt in dem Angebote zu bezeichnen.
(19715
Eberſtadt, den 22. September 1913.
Direktion der Provinzial=Pflegeanſtalt bei Eberſtadt.
Dr. Textor.
Dickwurzel=Verſteigerung.
Freitag, den 26. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr, wird die
Dickwurzelernte von etwa 20 Morgen der ſtädtiſchen Pallaswieſe
los=
weiſe an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend verſteigert.
(19763md
Zuſammenkunft am Wieſenwärterhaus.
Darmſtadt, den 22. September 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Ekert.
Elegantes Damen=Fahrrad mit
Freilauf zu verkaufen. (*9502
Saalbauſtraße 42, 3. Stock.
Ttutzflügel und eine Violine
(*9507mdf
zu verkaufen.
Herderſtraße 11 parterre.
Steuer=Erhebung.
Das III. Ziel der
Gemeinde=
ſteuern für das Rechnungsjahr
1913 iſt, bei Vermeidung der Mah
nung, bis Ende dieſes Monats
an den Werktagen, vormittags von
8 bis 12½ Uhr, hierher zu ent
richten.
Im Intereſſe raſcheſter
Ab=
fertigung an den Zahlſchaltern
wird gebeten, die Gelder
abge=
zählt bereit zu halten.
Darmſtadt, 8. September 1913.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
(18847a
Grummetgras=Ernte.
Die mit dem Einernten des
Grummetgraſes von den
ſtädti=
ſchen Wieſen noch im Rückſtand
verbliebenen Steigerer werden
hiermit zur umgehenden
Entfer=
nung desſelben aufgefordert. Vom
1. kommenden Monats ab iſt
jeg=
liche Nutzung auf den Wieſen
(19762md
unterſagt.
Zuwiderhandlungen werden
feld=
gerichtlich beſtraft.
Darmſtadt, 22. September 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Ekert.
Pferde=Verſteigerung.
Freitag, 26. September 1913,
vormittags 9 Uhr,
werden auf dem Hofe der
Train=
kaſerne, Eſchollbrückerſtraße 24, ca.
20 überzählige Dienſtpferde
öffent=
lich meiſtbietend gegen Barzah=
(19730
lung verſteigert.
Train=Bataillon Nr. 18.
Darmſtadt.
Verkauf von Matratzenſtreu
Am Samstag, den 27.
Sep=
tember, wird die Matratzenſtreu
einer Eskadron auf dem Hofe der
Kavalleriekaſerne an der Holzhof=
(19708
allee verſteigert.
Der Verkauf beginnt um 9 Uhr
vormittags.
Leib=Dragoner=Regiment
(2. Großh. Heſſ.) Nr. 24,
C
Decre Kartens
in jeder Größe abzugeben. (19706a
Schubkegel. Rheinſtraße 4.
Nachſter Zuchtviehmarkt in Darmſtadt
Dienstag, den 30. September 1913.
Darmſtad,t den 20. September 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
V.: Schmitt.
(19764ms
Kommenden Sonntag, den 28. ds. Mts., ſtellen wir
von unſerem diesjährigen Pferdebeſtande zum erſtenmale ca.
2
So gute, erſtklafſige Beigter=Aebertspferde
in jedem Gewicht, auf unſeren Eiswerken in Enkheim,
Bahnſtation Mainkur, zur beliebigen Auswahl zum
Ver=
kauf aus.
Die Pferde werden unter Garantie verkauft, ſind
zug=
feſt und gehen in jeder Geſpannart. Für Intereſſenten ſehr
günſtige Kaufgelegenheit für geſunde und ſofort arbeitsfähige
Pferde.
(II,19725
(12
Eiswerke, 3. H. Gunther & A. Motsch
G. m. b. H.
Frankfurt a. M., Langeſtraße 23.
Fernſprecher Amt I, 301, 416 und 418.
Konkursverfahren.
In dem Konkursverfahren über
den Nachlaß des am 20. Auguſt
1911 verſtorbenen Schneidermeiſters
Jakob Huber von Darmſtadt iſt
zur Abnahme der Schlußrechnung
des Verwalters, zur Erhebung von
Einwendungen gegen das
Schluß=
verzeichnis der bei der Verteilung
zu berückſichtigenden Forderungen
— und zur Beſchlußfaſſung der
Gläubiger über die nicht
verwert=
baren Vermögensſtücke der
Schluß=
termin auf
Donnerstag, 9. Oktober 1913,
vormittags 9 Uhr,
vor dem Großh. Amtsgericht I
hierſelbſt, Zimmer Nr. 201,
be=
ſtimmt.
(19793
In dieſem Termin ſollen auch
die nachträglich angemeldeten
For=
derungen geprüft werden.
Darmſtadt, 16. September 1913.
Der Gerichtsſchreiber
des Großherzogl. Amtsgerichts I.
Grasgeld.
Die Zahlung der rückſtändigen
Beträge für erſteigertes Heu= und
Futtergras von der ſtädtiſchen
Pallaswieſe, von den früheren
Beſſunger=und Kaus’ſchen Wieſen,
den Speckwieſen und verſchiedenen
ſtädtiſchen Grundſtücken (aus den
Verſteigerungen Großherzoglicher
Bürgermeiſterei Darmſtadt vom
20. Mai und 5. und 6. Juni 1913
hat, bei Vermeidung des Mahn=
und Pfändungsverfahrens, bis
längſtens Ende September I. J.
an den Werktagen, vormittags von
8 bis 12½ Uhr, hierher zu er
folgen.
(18706a
Darmſtadt, 4. September 1913.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
Neuer Diwan, guter Moquette=
N. ſtoff, 1 großer Tiſch, geeigne
für Schneider und Bügelzwecke
preiswert zu verkaufen. (*9486ms
Viktoriaplatz 10, 3. Stock.
Seit 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. September 1913.
Nummer 224.
Darmstädter
Sprach- u. Handelsschule
Leiter: Emil Held u. Hieron. Schneider.
Am 7. Oktober beginnen neue:
Jahres-Kurse Halbjahres-Kurse kürzere Kurse
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und Maschinenschreiben, sow. fremden Sprachen.
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beginnen wie folgt:
1. Für Herren:
Freitag, den 10. Oktober, abends 8½ Uhr,
2. Für Damen:
Freitag, den 10. Oktober, abends 8½ Uhr,
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Samstag, den 11. Oktober, nachmittags 5 Uhr,
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der Schreibmaſchinen=Unterricht unter eigner Regie betreibt,
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Der Unterricht iſt vollſtändig unabhängig, erfolgt auf
mehreren, verſchiedenen Maſchinen und findet nicht in
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(Muſterzeichnen) und dem Syſtem der Académie de
coupe de Paris, Paris (Abſtecken der Modelle am
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Bringe dem geehrten Publikum zur gefl. Kenntnis, daß ich noch
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und Winterkurſe von 11—5 Uhr in meiner Wohnung,
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ſtraße 44, parterre, entgegennehme. Empfehle mich für Arangements
von Feſtlichkeiten, ſowie Privatunterricht jederzeit.
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Johanna Georg, geb. Merz
(frühere Großherzogliche Hof=Solo=Tänzerin.)
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Maschinenschreiben
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Kurſe vom 23. September 1913.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
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In Prot.
5 Argentinier . . . . . . 98,70
82,80
do.
4½ Chile Gold=Anleiße . 92,30
5 Chinef. Staatsanleihe. 97,30
4½
90,20
do.
4½ Japaner . . . . .
90,30
5 Innere Mexikaner . . . 76,60
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 78,10
5 Gold=Mexikaner . . . .
3½ Buenos Aires Provinz 67,50
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
10 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 146,00
7 Nordd. Lloyd . . .
.124,90
6½ Südd. Eiſenb.=Bef. . —
Aktien ausländiſher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſen5. 65½
Einz. Mk. 403 . . 117,25
6 Baltimore und Ohis . 95,90
6 Schantungbahn . . . . 122,50
8 Luremb. Prince Henri 170,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 27½
6 Pennſylvania R. R.
Letzte Induſtrie=
Aktien.
Divid.
4 Brauerei Werger
66,00
28 Bad. Anilin= u. Sod
Fabrik . . .
542,00
14 Chem. Fabrik Gries
heim . . . .
.240,00
30 Farbwerke Höhſt
.616,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 330,50
10 Cement Heidelberg . . 145,30
30 Chem. Werke Albert 440,00
14 Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 300,00
5 Lahmeyer. . . . . . . 119,60
InProz.
Bf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 98,50
3½ Deutſche Reichsanl. . 84,80
75,00
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg.
3½ do. Confols . . . 84,70
76,00
do.
3 do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 97,70
92,50
do.
3½
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,50
83,50
do.
3½
do.
74,30
3
4 Hamburger Staatsanl. 97,50
98,10
4 Heſſ. Staatsanleihe
4 do. do. (unk. 1918) 96,50
do.
3½
73,30
3
do.
3 Sächſiſche Rente. .
76,20
4 Württemberg unk. 1921 97,00
3½
do. v. 1875 92,40
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 96,75
1¾ Griechen v. 1887
57,00
4 Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 84,50
4 do. Goldrente . . . 89,69
4 do. einheitl. Rente 81,60
3 Portug. unif. Serie I —
3 do. unif. Ser. III —
3 do. Spezial . . . . 9,90
5 Rumänier v. 1903 . . 99,00
4 do. v. 1890 . . 94,00
do.
v. 1905 . . 88,00
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 89,20
do. v. 1902 . . . . 91,30
4
do. v. 1905 . . . . 99,70
3½ Schweden . . . . .
4 Serbier amort. v. 1895 —
4 Türk. Admin. v. 1903 79,50
4 Türk. unifiz. v. 1903
4 Ungar. Goldrente . . . 84,89
4 do. Staatsrente. . . 82,20
In Proz.
Letzte
Divid
8 Schuchert, Nürnberg 152,30
12 Siemens & Halske 216½
5 Beramann Electr. . . 126,80
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 166,20
0 Gummi Peter . . . . 79,50
0 Kunſtſeide Frankfurt —
30 Adler=Fahrradwerk:
Kleyer . . . . . . 403,00
9 Maſchinenf. Badeniz
-
0 Wittener Stahlröhren
9 Steana Romana Petr. 149,75
15 Zellſtoff Waldbof . . 217,00
12,83 Bad. Zucker=Waz=
P
205,50
häuſel. . . . .
0 Neue Boden=A. A.=Bzi. 85,00
56,80
0 Südd. Immobilien
Bergwerks=Aktien.
10 Aumetz=Friede . . . . 168,50
14 Bochumer Berg5. u.
Gußſt. . . . . . . 224½
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 146,50
10 Gelſenkirchener . . . . 183,00
9 Harpener . . . . . . . 190½
18 Phönir Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 258,10
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 75,00
6 Laurahütte . . . . . . 171,50
10 Kaliwerke Aſchersleben 141,00
13
Weſteregeln 188,50
7½ South Weſt Africa 117½
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 87,50
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 97,90
4 Eliſabethbahn, freie . .
4 Franz=Joſefs=Bahn . . 84,50
3 Prag=Duxer . . . .
72,40
5 Oeſterr. Staatsbahn . 100,90
4 Oeſterr. Staatsbahn . 88,25
3
do.
75,80
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,00
4
do.
74,50
In Pro:,
Bf.
2¾/ Oeſt. Südb. (Lomb.) 54,00
77,60
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 86,30
4½ Moskau=Kaſan . . . 94,00
4
86,30
do.
4 Wladichawchas .. . . 87,00
4 Rjäſan Koslow . . .
3 Portugieſ. Siſenh. . 72,70
4½
do.
69,75
24) Livorneſer . . .
3 Salonique=Monaſtir
63,80
4 Baadadbahn . .
4½ Anatoliſche Eiſend. . 92,25
4 Miſſouri=Pacific. . . . 90,00
4 Northern=Paciſie . . . 94,00
4 Southern=Paciſie . . . 91,00
5 St. Louts und San
Franeisco. . . . .
F Tehuanteper . . . . . . 91,90
Bank=Aktien.
10 Pank für elektriſche
Untern. Zürich
7½ Bergiſch=Märkiſche
Bank . . . . .
143,10
9½ Berlin. Handelsgef. .161,00
6½ Darmſtädter Bank . 116,10
12½ Deutſche Bank
249,25
6 Deutſche Vereinsbank 116,75
6 Deutſche Effekt.= unf
W.=Bank . .
111,80
10 Diskonto=Kommandit 184,75
8½ Dresdener Bank . . 149,10
10 Frankf. Hypoth.=B. 206,50
6½ Mitteld. Kreditbank 114,80
7 Nationalb. für Deutſchl. 117,50
7 Pfälziſche Bank. . . . 122,30
6,95 Reichsbank . . . . . 134,40
7 Rhein. Kreditbank. . .127,00
5 A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 107,60
7½ Wiener Bankverein . 132,25
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17. . . 94,50
InProz.
Zf.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
84,50
S. 19. . . . .
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S.15—19, 21—26 93,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,00
3½
84,00
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,20
3½
84,20
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
96,30
S. 12, 13, 16 . .
S. 14. 15, 17, 24/26
96,60
18—23. . . . . . . .
2½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 84,20
S. 3—5 . . . . . . . . 84,00
S. 9—11 . . . . . . . 84,10
4 Meininger Hyp.=Bank 95,00
3½
84,00
do.
4 Rhein. Hyvothek.=Bank
(unk. 1917) . . 93,60
3½ do. (unk. 1914)
83,30
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,70
3½
85,60
do.
Städte=
Obligationen.
-
4 Darmſtadt . . . .
3½
do.
86,50
96,40
Frankfurt. . . . . .
31
do.
95,70
4 Gießen . . . . . . . . .
31
do.
84,20
4 Heidelberg . . . ... 93,00
31
do.
4 Karlsruhe . . . . . . 95,00
31
do.
86,50
4 Magdeburg. . . . . . —
3½
.
Mainz . . . . . . .. 94,50
31
do.
85,50
4 Mannheim . . . . . . 93,50
3½
89,00
do.
4 München . . . . . . . 97,30
3½ Nauheim . . . . . .
Nürnberg. . . . . . . 95,50
3½
do.
—
4 Offenbach. .
Zf.
In Proz
3½ Offenbach . ..
87,30
95,30
4 Wiesbaden . . . .
87,00
do.
4
93,20
Worms.
31
do.
85,20
4 Liſſaboner v. 1886
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . Tlr. 100 180,50
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Nummer 224.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. September 1913.
Seite 13.
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Novelle von Reinhold Ortmann.
7
Nachdruck verboten.)
Noch war die Stunde nicht gekommen, auf die Magda
ihn beſtellt hatte, aber er fühlte ſich außerſtande, ſeine
Un=
geduld länger zu meiſtern, und auf die Gefahr hin,
ab=
gewieſen zu werden, machte er ſich auf den Weg.
Fräulein Seyfried? wiederholte der Pförtner des
Hotels ſeine Frage. Gewiß, die Dame hat letzte Nacht in
unſerem Hauſe logiert, aber ſie iſt ſchon mit dem erſten
Perſonenzuge nach Innsbruck weitergefahren.
Die Auskunft traf Werner wie ein Schlag ins Geſicht,
und er hatte Mühe, vor dem Hotelbedienſteten ſeine
Be=
ſtürzung zu verbergen.
Abgereiſt? — Sie ſind deſſen ganz ſicher? — Und ſie
hat nichts für mich zurückgelaſſen? — Mein Name iſt
Ma=
rold — Dr. Werner Marold.
Jawohl, Herr Doktor — einen Brief. — Bitte
da iſt er.
Werner nahm den mit dem Namen des Hotels
be=
druckten Umſchlag in Empfang und ging eilig davon.
Erſt als er ſicher ſein konnte, von niemanden beobachtet
zu werden, riß er die Umhüllung ab und begann zu leſen.
Schon der bloße Anblick der wohlbekannten, zierlichen
Schriftzüge, die ihm ſo oft die jubelnd begrüßten Bringer
der ſüßeſten Freuden geweſen waren, ſteigerte ſeine
Er=
regung bis zu leidenſchaftlicher Exaltation, und ſeine
Augen haſteten über die Zeilen hin, daß er nach dem erſten
Durchfliegen zur Hälfte begriffen hatte, was er geleſen.
Magda ſchrieb:
Mein lieber Freund!
Gehen Sie nicht zu ſtrenge mit mir ins Gericht, weil
ich meine Zuſage nicht einhalte und mich der von Ihnen
gewünſchten nochmaligen Begegnung entziehe. Als wir
uns geſtern voneinander trennten, war das meine Abſicht
nicht. Aber die Gedanken einer ſchlafloſen Nacht haben
mich dahin gebracht. Sie haben mich mit Furcht erfüllt
vor mir ſelbſt und mit bangem Zweifel an meiner Kraft,
die geſtern übernommene Rolle auch heute noch
durchzu=
führen. Ich will nicht noch einmal vor Augen ſehen, was
ich mit dem heroiſchen Entſchluſſe eines großen
Augen=
blicks dahingegeben, und ich fühle mich nicht ſtark genug,
gewiſſermaßen eine Augenzeugin des neuen Glückes zu
ſein, das ich Ihnen dereinſt im vollen Bewußtſein meines
Tuns mit meinem Herzblute erkauft habe.
Was hätten wir einander denn auch heute noch ſagen
können? Ich denke zu groß von Ihnen, um anzunehmen,
daß Sie nur zur Befriedigung Ihrer Eitelkeit aus meinem
Munde hören wollten, wie ich nur ein einziges Mal in
meinem Leben unaufrichtig gegen Sie geweſen ſei — in
dem Augenblick nämlich, wo ich Ihnen ſchrieb, daß ich
auf=
gehört hätte, Sie zu lieben. Und was bliebe mir ſonſt
zu erzählen? Daß ich damals planlos und ziellos in die
Welt hinausging — daß ich mich an den verſchiedenſten
Orten in allerlei unwürdigem Frondienſt plagen mußte,
um mein armſeliges Leben zu friſten — es kann unter den
obwaltenden Umſtänden kaum mehr als ein flüchtiges
In=
tereſſe für Sie haben. Und wenn es Ihnen Freude machen
ſollte, zu vernehmen, daß meine äußeren Glücksumſtände
ſich neuerdings durch eine kleine Erbſchaft günſtiger
ge=
ſtaltet haben, daß ich in der Lage bin, wenigſtens ein
paar Jahre lang frei und unabhängig zu leben — wohl,
ſo will ich Ihnen dieſe Freude hiermit bereiten. Ich bin
ſo müde von der Qual der letzten Jahre, daß ich für den
Augenblick kein anderes Bedürfnis empfinde als das
Ver=
langen nach Ruhe. Und in dieſem Verlangen habe ich
mich der begeiſterten Schilderungen erinnert, die Sie mir
einſt von der ſtillen Abgeſchiedenheit und dem idylliſchen
Frieden des Tiroler Gebirgsdörfchens Lengenbach
ent=
worfen. Ich befand mich auf dem Wege dorthin, als der
Zufall uns geſtern zuſammenführte, und ich gedenke in
einer halben Stunde meine Reiſe fortzuſetzen — feſt
über=
zeugt, daß Sie meine Offenheit nicht mißbrauchen und die
Ruhe eines Herzens reſpektieren werden, das Ihretwegen
ſchon ſo viel gelitten.
Indem ich Ihnen noch einmal aus ganzer Seele alles
Gute und Beglückende für Ihre Zukunft wünſche, bleibe
ich, auf Nimmerwiederſehen,
Ihre
Magda Seyfried.
Als ſich Dr. Werner Marold um die Mittagszeit zu
dem aus München kommenden Expreßzuge auf dem
Bahn=
hofe einfand, war jedes Wort dieſes Briefes ſeinem
Ge=
dächtnis unauslöſchlich eingegraben. Und er hatte Zeit
gehabt, ſeinen Entſchluß zu faſſen. Wohl hatte er die
Verſuchung überwunden, Magda zu folgen, aber er dachte
auch nicht mehr daran, zu ſeiner Verlobten nach München
zurückzukehren. Die Welt war ja groß, und er ſuchte in
ihr nichts als einen ſtillen, einſamen Winkel, in dem er
während der nächſten Wochen fern von dem Getriebe der
Menſchen den ſchwerſten aller Kämpfe beſtehen könne, den
Kampf mit ſeinem eigenen rebelliſchen Herzen.
4.
Es war genau eine Woche ſpäter.
In der geräumigen, durch Glaswände verſchloſſenen
Veranda, die von den Sommergäſten des Gaſthofes „Zur
Poſt” in Lengenbach mit Vorliebe zum Speiſen benutzt
wurde, weil von hier der Blick ungehindert zu den, das
enge Tal umſchließenden, ehrwürdigen Bergrieſen
hinüber=
ſchweifen konnte, ſaß nur noch ein einziges Paar, ein
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. September 1913.
Nummer 224.
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Sie unterhielten ſich lebhaft und waren erſichtlich in
hei=
terſter Stimmung. Plötzlich aber legte die Dame ihre
Hand auf den Arm ihres Geſellſchafters, und ihre dunklen
Augen wurden noch größer.
Wahrhaftig, da iſt er! ſagte ſie mit gedämpfter
Stimme. Aber ich wußte es ja, daß er kommen würde.
Der Blick des jungen Mannes hatte ſich in dieſelbe
Richtung gewendet, in die ſie unverwandt hinausſtarrte,
und über ſein eben noch ſo fröhliches Geſicht legte ſich’s
wie ein Schatten des Verdruſſes, während er den
hoch=
gewachſenen, ernſt blickenden Ankömmling beobachtete, der
draußen vor dem Hauſe ſoeben dem Poſtwagen entſtiegen
war und jetzt die Begrüßung des ſichtlich freudig
über=
raſchten, graubärtigen Wirtes erwiderte.
Ein verteufelt angenehmer Zwiſchenfall! ſtieß er
zwi=
ſchen den Zähnen hervor. Wenn ich nur begriffe, in
wel=
cher Abſicht Du ihm Deinen Aufenthalt verraten und dieſe
gefährliche Komödie inſzeniert haſt.
Sie ließ ſich mit zurückgelehntem Kopfe in den Stuhl
ſinken, und ein leiſes, girrendes Lachen kam aus ihrer
Kehle.
Haſt Du Dich noch immer nicht daran gewöhnt, mein
Freund, mich irgend etwas für Dich Unbegreifliches tun
zu ſehen? — Wäre es nicht Erklärung genug, wenn ich’s
zu meinem Vergnügen getan hätte? — Aber ich hatte auch
noch eine andere Abſicht dabei. Und Du darfſt Dich
ver=
ſichert halten, daß er uns hier weniger gefährlich ſein wird
als an irgend einem anderen Orte. Vorausgeſetzt
natür=
lich, daß Du Dein Benehmen den Umſtänden anzupaſſen
weißt. Du erinnerſt Dich hoffentlich an die Ratſchläge,
die ich Dir nach dieſer Richtung hin gegeben habe.
Wie wäre es möglich, daß ich ſie vergeſſen hätte!
Bin ich denn nicht der folgſamſte und gelehrigſte Schüler,
den Du dir denken kannſt?
Ein Windbeutel biſt Du. — Aber ſtill jetzt! — Da
iſt er.
Durch die in den eigentlichen Speiſeſaal führende Tür
war Werner Marold in die Veranda hinausgetreten. Er
ſah nicht gut aus. Die acht Tage, die ſeit dem Antritt
ſei=
ner Reiſe verfloſſen waren, hatten ſeine
Geſichts=
farbe nur blaſſer und die Schatten unter
ſei=
nen Augen nur breiter und dunkler gemacht. Er ließ
ſei=
nen unruhigen Blick raſch über den Raum dahinfliegen,
und als er des anſcheinend wieder in eifriger
Unterhal=
tung begriffenen Paares anſichtig wurde, ſtieg eine
Blut=
welle in ſeine Wangen. Er zauderte eine Sekunde lang
auf der Schwelle, dann ging er mit ſtummer Verbeugung
an Magda vorüber und ließ ſich an einem anderen der
kleinen Tiſche nieder.
Ein leichtes Neigen des ſchönen Mädchenkopfes nur
hatte ſeinen Gruß erwidert, und der ruhig heitere
Aus=
druck ihrer Züge war ganz unverändert geblieben. Als
hätte ſein Erſcheinen ſie nicht im mindeſten aus der Foſ=
ſung gebracht, plauderte ſie weiter, und ihre weiche dunkle
Stimme klang ſo vernehmlich durch den Raum, daß
Wer=
ner jedes ihrer Worte verſtehen mußte.
Ich hoffe, Sie werden eine ſo halsbrecheriſche Tour
nicht ſo bald wiederholen, Herr Baron, ſagte ſie. Ein
wenig Rückſicht können Sie ſchließlich auch auf die Nerven
der Leute nehmen, die hier Ihre Wiederkehr erwarten.
Ah, was wäre daran gelegen, wenn ich einmal
wirk=
lich nicht wiederkäme! gab der elegante Herr in leichtem
Tone zurück. Ich gehöre ja zu den Ueberflüſſigen, deren
Verſchwinden keine Lücke hinterläßt. Ein
Weltenbumm=
ler wie ich hat nicht Zeit, irgendwo Wurzeln zu ſchlagen.
Sie ſind zu beneiden. — Wenigſtens um Ihre
herr=
liche Unabhängigkeit. Sie iſt doch am Ende das Beſte,
das ein Mann ſich für ſein Leben wünſchen kann.
Und doch gibt es auch in meinem Daſein Augenblicke,
mein gnädiges Fräulein, wo ich keinen ſehnlicheren Wunſch
habe als den, mich dieſer Unabhängigkeit entäußern und
ein ſüßes Joch auf mich nehmen zu dürfen. Gerade die
wenigen Tage, die ich hier verlebt, ſind recht reich an
ſol=
chen Augenblicken geweſen.
Vergeſſen Sie ſchon wieder, was Sie mir geſtern
ver=
ſprochen haben? Ich gebe Ihnen die Verſicherung, daß
ich meine Drohung unbarmherzig zur Wahrheit machen
werde, ſobald Sie nur ein einziges Mal in den alten
Feh=
ler zurückfallen.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 224.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. September 1913.
Seite 15.
27
Adrenat geſtorben.
Skizze von, Fr. Möllenhoff.
(Nachdruck verboten.)
An dem Briefſchalter eines großen Poſtamtes erſchien
ein Greis; kein Bettler, aber behaftet mit dem
unver=
kennbaren Zeichen der Armut. Er war ſchon wiederholt
dort geweſen und hatte ſtets vergeblich nach einem Briefe
gefragt, der ihm vielleicht wegen ungenügender
Adreſſier=
ung nicht hatte zugeſtellt werden können. Es lag nicht2
vor. Wieder nichts, ſagte der Poſtbeamte. Das kann
nicht ſein, erwiderte der Greis. Es muß etwas für mich da
ſein. Der Beamte war ein humaner Mann. Er ging das
Brieffach noch einmal durch und ſagte dann gelaſſen: Es
iſt tatſächlich nichts da.
Der Greis blieb kopfſchüttelnd am Schalter ſtehen.
In ſeinem faltenreichen Geſicht prägte ſich ſo viel
Un=
glauben aus, daß der Poſtbeamte ſeine Verſicherung, es
liege nichts vor, wiederholte und ſich dann mit der
Ab=
fertigung der noch wartenden Perſonen beſchäftigte. Der
Greis trat zurück; als aber eine Zeitlang keine Perſonen
am Schalter erſchienen und der Beamte gerade eine
Ruhe=
pauſe hatte, kam er wieder heran.
Seien Sie nicht böſe, Herr — — Aber mein Lieber,
ich kann doch nicht mehr als nachſehen; und das habe ich
nun ſchon zweimal getan. — Ja, aber wie ſoll denn das
ſein; vor drei Wochen ſchon habe ich meinem Buben
ge=
ſchrieben, und ſonſt hat er immer pünktlich Geld geſchickt
und Nachricht gegeben. Nach einer Weile fuhr er fort:
Am Ende iſt er doch gar aus ſeinem Dienſt getreten. . ..
Dann würde ihm der Brief ſicher nachgeſchickt worden
ein. — Es war kein Brief, es war nur eine Poſtkarte.
Ich kann immerhin nachſehen, ob ſie nicht
zurückgekom=
men iſt. — Wenn Sie ſo gütig wären. — An wen war
denn die Karte adreſſiert? — An meinen Sohn. — Sie
müſſen mir den Namen und Beſtimmungsort angeben.
Nachdem der Alte dies recht umſtändlich getan, ſchlug
der Beamte in einem dicken Buche nach, in dem die
zurück=
gekommenen Poſtſachen verzeichnet waren. Da ſtand
Namen bei Namen. Der Beamte fuhr mit dem Finger
Seite für Seite herunter mit geſchäftsmäßiger Sicherheit,
und der Alte draußen vor dem Schalter folgte dem Finger
mit ungeduldigen Blicken. Da hielt der Beamte einen
Augenblick inne. Haben Sie etwas gefunden? Es iſt ein
ähnlicher Name, der Beſtimmungsort ſtimmt — ich will
einmal nachſehen. Dann entnahm er einem Schrank einen
Bund Briefe und ſuchte das Stück mit dem ähnlichen
Namen heraus. Richtig, eine Poſtkarte! Iſt das die
Ihrige? fragte der Beamte. Bitte, leſen Sie mir den
In=
halt vor, ich kann die Schrift ohne Brille nicht ſehen.
Aber ich weiß, was darauf ſtehen muß. Der Beamte
zögerte. Ich bitte Sie noch einmal recht ſchön,
wieder=
holte der Greis.
Und der Beamte las: Lieber Sohn! Ich bitte Dich,
gehe nicht aus der Fabrik fort. Du haſt doch einen ſicheren
Verdienſt, von dem wir beide leben können. Du weißt,
daß ich nur auf Dich allein angewieſen bin. Ich kann
nicht mehr arbeiten, bin alt und ſchwach, und habe nur
das, was Du mir ſchickſt. Alſo ich bitte Dich nochmals
und begrüße Dich als Deinen alten Vater. — Freilich,
frei=
lich, das iſt ſchon meine Karte, ſollte ich denn die Adreſſe
ſo undeutlich geſchrieben haben? Der Beamte las dem
Alten auch die Adreſſe vor. Die war ganz richtig. Da
ſtand aber noch etwas auf der Vorderſeite zwiſchen den
Stempelabdrücken, etwas undeutlich. Warum iſt denn die
Karte nicht hingeſchickt worden, das iſt noch nicht in
Ord=
nung? Sie war ja dort, aber hier ſteht’es ja. — Es wollte
dem Beamten nicht gleich über die Lippen. Da ſteht es
ja: Adreſſat geſtorben.
Er reichte dem Alten die Karte, die dieſer mechaniſch
in Empfang nahm, das Auge ſtarr auf den Beamten ge=
richtet, der ſeine Rührung ſchlecht verbergen konnte. Dann
wankte der Greis einer der Bänke zu, die in der großen
Halle des Poſtgebäudes aufgeſtellt waren, die Karte noch
immer krampfhaft in der zitternden Rechten. Zwei Worte,
geſchäftsmäßig, kalt und ſo grauſam! — Nein, nein! Es
kann nicht ſein, das iſt ja nicht möglich. Die einzige
Stütze ſeines Alters, ſein Junge, ſein alles. . . .
Ich bitte recht ſchön, was ſteht dort auf der Karte?
mit dieſen Worten ging er auf einen Herrn zu, der
ge=
rade vorbeikam. Er ſtieß die Worte haſtig hervor, der
Alte, und als der Angeredete teilnahmsvoll ſagte:
Adreſſat geſtorben! — — da faßte der Alte mit
ſchmerz=
voller Gebärde die Karte und ſchritt hinaus auf die
Straße, in das Gewühl der Menſchen, die alle
teilnahms=
los an ihm vorüberſchritten und nicht auf die Karte
achte=
ten, die er noch immer in der Hand hielt. Und während
ſeine tränenloſen Augen an dem bunten Leben, das ihn
umgab, vorbei ins Leere ſtarrten, liſpelten ſeine Lippen
einmal über das andere: Adreſſat geſtorben! Es trieb ihn
hinaus, fort aus der Stadt, und bald hatte er ſie hinter
ſich. Unermüdlich und unaufhaltſam ging er die
Land=
ſtraße entlang; und als die Sonne hinter die Berge
ge=
ſunken war, ging er noch immer dem Orte zu, wo ſich
jetzt die Grabſtätte ſeines Sohnes befand. Endlich
zwan=
gen ihn die Dunkelheit und ſeine müden Glieder zur Raſt.
Er ſetzte ſich auf den Wieſenrand neben der
Land=
ſtraße und ſchlief ein. Die Nacht ſenkte ſich völlig herab
auf die ſtille Straße, kalte Nebel umhüllten die Wieſen
die Sonne ſtieg endlich glanzvoll wieder auf, ſie beſiegte
die aufſteigenden Düfte und wie Millionen von
Diaman=
ten glitzerten und glänzten die Reifkriſtalle an den
Grä=
ſern. Aber es war eine kalte Schönheit, die das Herz
nicht erfreut, der Schmuck eines Totenzimmers. Und der
Greis lag am Wieſenrande, ſtill und regungslos. Auch
auf ſeinen Kleidern, in ſeinem Bart glitzerte es, und in
ſeiner Hand hielt er die Poſtkarte. Er war tot. . . . . .
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Seite 16
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. September 1913.
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Nummer 224.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. September 1913.
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Seite 27.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. September 1913.
Nummer 224.
1
die neue
alitet
Guamals
eigarette
Kongreſſe und Verbandstage.
37. Kongreß für Innere Miſſion.
PPD. Hamburg, 22. Sept. Unter ſehr reger
Be=
teiligung der Vertreter und Freunde der Inneren
Miſ=
ſion aus allen Teilen Deutſchlands und auch des
Aus=
landes trat heute in der Vaterſtadt Wicherns, des
Be=
gründers dieſer Bewegung, der 37. Kongreß für
Innere Miſſion unter dem Ehrenvorſitz des
Bür=
germeiſters Dr. Schröder=Hamburg zuſammen. Eine
große Anzahl ſtaatlicher und kirchlicher Behörden ſind
ver=
treten, ſo der Deutſche Evangeliſche Kirchenausſchuß durch
Oberhof= und Domprediger D. Dryander=Berlin, der
Evan=
geliſche Oberkirchenrat der preußiſchen Landeskirche durch
denſelben und Geheimen Oberkonſiſtorialrat Dr. Duske=
Berlin, zahlreiche Konſiſtorien, die theologiſchen
Fakul=
täten der Univerſitäten Berlin, Breslau und Tübingen,
ſowie viele evangeliſche Verbände, Vereine, Anſtalten und
ſonſtige Korporationen.
Nachdem am Sonntag in Feſtgottesdienſten der
Kir=
chen Hamburgs und Umgebung auf die Bedeutung der
Inneren Miſſion hingewieſen und in einer großen
öffent=
lichen Volksverſammlung Vorträge über einzelne
Arbeits=
zweige der Inneren Miſſion gehalten worden, nahmen
die eigentlichen Verhandlungen heute ihren Anfang mit
einer Vertreterverſammlung in der Lutherkirche, in
wel=
cher der geſchäftsführende Sekretär des Zentral=
Aus=
ſchuſſes der Inneren Miſſion, Paſtor W. Scheffen=
Ber=
lin, in ſeinem Referate „Aufgaben und Probleme der
Inneren Miſſion in der Gegenwart” eine Ueberſicht über
die weitverzweigte Geſamtarbeit dieſer Bewegung bot.
In allen Landesteilen Deutſchlands und Provinzen
Preu=
ßens beſtehen Landes=und Provinzialvereine, neben ihnen
Organiſationen, die nach der Materie geordnet ſind
nie=
derdeutſcher Herbergsverein, der Evang. Kirchl.
Hilfsverein, der Verband der Evangeliſchen
Ar=
beitervereine u. a. Die 55 zur Kaiſerswerther
Konferenz verbundenen Diakoniſſenmutterhäuſer
Deutſch=
länds zählen 18000 Schweſtern, dazu kommen noch 4000
aus anderen Mutterhäuſern und 1500 Schweſtern des
Evangeliſchen Diakoniſſenvereins. In den Frauenſchulen
der Inneren Miſſion und den chriſtl.=ſozialen
Frauen=
ſeminaren werden gebildete junge Mädchen für Berufe
der Inneren Miſſion, außer in der Krankenpflege,
aus=
gebildet, 3000 Diakone ſind im Deutſchen
Diakonenver=
band zuſammengeſchloſſen. 3000 Kleinkinderſchulſchweſtern
ſind in der chriſtlichen Kleinkinderpflege ausgebildet; für
die Pflege der ſittlich Gefährdeten ſorgt das evangeliſche
Erziehungsamt der Inneren Miſſion. Die
Seemanns=
miſſion unterhält an 200 Hafenplätzen 26
Seemanns=
paſtoren und 62 Hausväter im Hauptamte, die ihr
anver=
trauten Lohnerſparniſſe betrugen im letzten Jahre 1840000
Mark. In der ſozialen Reformarbeit am Volksganzen
arbeiten der Enthaltſamkeitsverein und
Trinkerheilanſtal=
ten, die Arbeiter= und Arbeiterinnenvereine, in der
Frauen=
frage bietet die chriſtliche Frauenbewegung reiche
Gelegen=
heit zur Mitarbeit, und 29 im Evangeliſchen
Preßver=
bande für Deutſchland zuſammengeſchloſſene evangeliſche
Preßverbände und Preßausſchüſſe ſorgen für eine
wür=
dige Vertretung evangeliſcher Weltanſchauung in der
Preſſe. Nach einem geſelligen Zuſammenſein in dem
Re=
ſtaurant Landungsbrücken fand in der Michaeliskirche ein
feierlicher Eröffnungsgottesdienſt ſtatt, bei welchem Geh.
Konſiſtorialrat Dr. Conrad=Berlin die Feſtpredigt über
2. Cor. 4 Vers 6 hielt. Eine Begrüßungsverſammlung in
Sagebiels Etabliſſement bildete den Abſchluß des erſten
Kongreßtages.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 16. bis 22. September.
Der Getreidemarkt verkehrte in der vergangenen Woche
allgemein in abwartender Haltung. Wenn auch nach der
preußiſchen Ernteſchätzung die Getreideernte der Menge
nach als eine große zu bezeichnen iſt, ſo wird doch mit
Rückſicht auf das vielfach regneriſche Erntewetter die
wei=
tere Preisgeſtaltung mit davon abhängig ſein, ein wie
großer Teil der Ernte ſich als markt=, mahl= und
konſum=
ähig erweiſen wird. Auch in der letzten Woche iſt
mehr=
fach beobachtet worden, daß die zum Verkauf gelangende
Inlandsware nicht den Anforderungen einer guten
Qua=
lität entſpricht und deshalb nur zu abſchlägigen Preiſen
verkauft werden konnte. Beſonders hat ſich dies bei
Ge=
treide aus dem Oſten und Süden gezeigt. Viel Weizen
gelangte von der reichen Ernte der Provinz Sachſen, aber
auch aus Mecklenburg und Holſtein, an den Markt. Zu
dieſer preisdrückenden Tendenz kam im Inlande noch
hinzu, daß nach der preußiſchen Ernteſchätzung die
Kar=
toffelernte eine große zu werden verſpricht, was dazu
bei=
tragen dürfte, mehr Getreide an den Markt zu führen, als
bei ſchlechter Kartoffelernte der Fall ſein würde, und die
billige Kartoffelnahrung zuungunſten des Roggenbrotes
zu fördern. Doch dürfte der jetzige Preisdruck auf dem
Kartoffelmarkt auch auf die Befürchtung einer geringen
Haltbarkeit der Kartoffeln zurückzuführen ſein, ſo daß es
ratſam iſt, den tatſächlichen Ausfall der Ernte mit dem
Prozentſatz der kranken Kartoffeln abzuwarten. Die
Landwirte ſind infolge der ſpäten Getreide= und Heuernte
zurzeit völlig durch die Kartoffelernte und
Herbſtbeſtel=
lung in Anſpruch genommen, ſo daß für den Erdruſch
und Ablieferung des Getreides wenig Zeit vorhanden iſt.
Auch der Weltmarkt bot keinen Anhalt zur
Preisaufbeſſe=
rung. Zwar hat die Weizenausfuhr der Vereinigten
Staa=
ten etwas nachgelaſſen, dafür iſt indes eine größere
Wei=
zenausfuhr aus Rußland zu verzeichnen, der das Angebot
der guten kanadiſchen Ernte zur Seite ſteht. Etwas feſter
lag der Hafermarkt für beſſere Qualitäten, doch iſt das
wichtigſte Produktions= und Abſatzgebiet im Inlande,
Schleſien, bis jetzt faſt nur mit geringwertiger Ware an
den Markt gekommen. Für Braugerſte nehmen die
Mäl=
zereien und Brauereien eine abwartende Stellung ein;
Futtergerſte lag ruhig und ebenſo auch Mais, trotzdem
auch in der letzten Woche die Mißernte in den Vereinigten
Staaten beſtätigt wurde. Es ſtellten ſich die Preiſe für
inländiſches Getreide am letzten Markttage in Mark pro
1000 Kilogramm gegenüber der Vorwoche wie folgt:
Königsberg
Danzig . . . 193 (—7
Stettin . . . 185 (—6
Poſen . . . 196 (—
Breslau . . . 196
Berlin
Magdeburg . 189 (—1 ) 163
Halle . . . . 192
Leipzig . . . 14
Roſtock . . . 186 (—4
Hamburg . . 196 (—
-
160
156 (—1
(**1
Braunſchweig . 186
189 (—2 ) 163 (—2
162
Hannover .
37 (—3
(-
2 ) 166 (—2
19
Düſſeldorf .
3
193 (—3
163 (—2 )
163 (—4
Köln .
)(—2½
167½ (—1½) 1
Frankfurta. M., 20
O1
—
½ (*27)
14
05 (—2½)
Mannheim . .
2½ (—
Straßburg . . 231
-
-
170
170 (*2
München
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Sept. 198 (—0,50),
Peſt Okt. 183,90 (— 1,70), Paris Sept. 224,40 (P 2,40),
—0,70), Chikago Sept. 134,60
Liverpool Okt. 160,60
— 1,35), Roggen: Berlin Sept. 159 (—3,50), Hafer: Berlin
Sept. 160,50 (—0,50), Futtergerſte Südruſſ. frei Hamburg
unverzollt ſchwim. 114,50 (—0,50), Sept. 113,25 —), Mais
La Plata ſchwim. 113,50 (—0,50), Okt./Nov. 116,50
(—0,50) Mark.
Handel und Verkehr.
Neuerungen im Poſtverkehr mit
Oeſterreich und Ungarn. Im Verkehr zwiſchen
Deutſchland, Oeſterreich und Ungarn dürfen die
Auf=
ſchriften von Einſchreibſendungen und Paketen ohne
Wertangabe mit Tintenſtift geſchrieben, ſowie auf
der Vorder= und Rückſeite des Abſchnittes der
Poſt=
paketadreſſen und Poſtanweiſungen Zettel mit
Mittei=
lungen, Geſchäftsanzeigen, Abbildungen uſw. aufgeklebt
werden. Die Zuſtellung von Eilſendungen in den
Nachtſtunden von 10 Uhr abends bis 6 Uhr früh kann der
Abſender dadurch verlangen, daß er auf der Sendung den
Vermerk „auch nachts” oder einen ähnlichen Vermerk
an=
bringt. Ferner iſt im Verkehr zwiſchen Deutſchland und
Oeſterreich (nicht auch Ungarn) ſtatthaft, unentwertete oder
entwertete Poſtfreimarken gegen das
Druckſachen=
porto, ſowie Bücherzettel zu den im inneren
deut=
ſchen Verkehr gültigen günſtigeren Bedingungen zu
verſen=
den. Danach können Bücherzettel, die in der
Aufſchrift=
ſeite als ſolche gekennzeichnet ſein müſſen, auch zur
Ab=
beſtellung von Druckſachen uſw. benützt, ſowie auf dem
linken Teil der Vorderſeite und auf der Rückſeite mit den
im inneren Verkehr zuläſſigen handſchriftlichen Vermerken
verſehen werden. Wertbriefe nach und aus Ungarn
können unter den gleichen Bedingungen wie jetzt
Wert=
briefe des deutſch=öſterreichiſchen Verkehrs mit
Nach=
nahme bis zum Höchſtbetrage von 800 Mark oder 1000
Kronen belaſtet werden; ſolche Wertbriefe unterliegen dem
Frankierungszwang. — Sämtliche Neuerungen treten am
1. Oktober in Kraft. Die Aufklebungen auf der Vorder=
und Rückſeite des Poſtpaketadreſſen= und
Poſtanweiſungs=
abſchnittes werden gleichzeitig im inneren deutſchen
Ver=
kehr zugelaſſen.
D. Plcg Rarhe.
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Nummer 224.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. September 1913.
Seite 23.
Sport, Spiel und Turnen.
* Heſſiſcher Fußballbund. Man ſchreibt uns: Auf
An=
regung des Sportklubs „Haſſia 1908‟=Darmſtadt hat ſich
ein proviſoriſcher Ausſchuß gebildet, dem die Gründung
eines Fußballbundes in Heſſen übertragen worden iſt. Ein
Rundſchreiben, das an die Vereine ergangen iſt, fand
all=
gemeinen Anklang und traten ſofort Vereine in den Bund
ein. Dieſem Beiſpiele werden noch viele andere
Fußball=
vereine folgen. Der Heſſiſche Fußballbund hat ſich zur
Aufgabe geſtellt, manche Mißſtände im Fußballſport zu
beſeitigen. Um regelmäßige Spiele zu erhalten, werden
Meiſterſchaftsſpiele in verſchiedenen Klaſſen abgehalten.
Außerdem wird jedes Jahr ein Bundesfeſt bei einem
Bun=
desverein abgehalten. Ferner iſt die Gründung einer
Unterſtützungskaſſe für etwaige Unfälle beim Sport
ge=
plant.
sr. Radrennen. Der Stundenweltrekord
ohne Schrittmacher der in dieſem Jahre ſo oft
wie nie zuvor der Zielpunkt der Angriffe der
hervor=
ragendſten Tempofahrer der Welt iſt, hat nunmehr eine
neue Verbeſſerung erfahren. Der bekannte Pariſer
Stra=
ßen= und Sechstagefahrer Marcell Berthet der in der
vergangenen Woche auf der Pariſer Buffalobahn bereits
zwei Verſuche zur Ueberbietung des von dem Schweizer
Egg mit 43,524 Kilometer gehaltenen Weltrekords
unter=
nommen hatte, ging am Samstag abend bei ſehr
günſti=
gem Wetter von neuem an das ſchwierige Werk. Als der
Franzoſe nach den erſten Kilometern einen
Maſchinen=
defekt erlitt, ſtartete er nochmals. Bereits nach den erſten
Runden erreichte er die in ſeiner Marſchtabelle
vorgeſchrie=
benen Zeiten und hatte bald einen minimalen Vorſprung
gegenüber den Leiſtungen von Egg erreicht, die er langſam
bis auf 251 Meter überbot, um ſchließlich mit 43,775
Kilo=
metern wieder Inhaber dieſes begehrteſten und
ſchwierig=
ſten Weltrekords im Radrennſport zu werden. — Egg, der
den Ruhm des beſten Tempofahrers der Welt genießt, wird
nun wohl mit einer weiteren Glanzleiſtung nicht lange
warten laſſen.
Hans Lange †. Das ſchwere Unglück auf der
Radrennbahn in Halle am Sonntag hat leider den Tod
des Fahrers Lange zur Folge gehabt, der noch am
glei=
chen Abend den Folgen des ſchweren Schädelbruchs erlag.
Lange, der im 26. Lebensjahre ſtand, war verheiratet und
Vater eines Kindes. Er wandte ſich erſt in den letzten
Jahren dem Rennfahren zu und gehörte zu den beſten
Vertretern der B=Klaſſe.
sr. Lawn=Tennis. Das Grunewald=Lawn=
Tennis=Turnier nahm einen ungeſtörten Verlauf,
da die angeſetzten Spiele bei dem trockenen Wetter
pro=
grammäßig ausgetragen werden konnten. Froitzheim, der
morgens aus dem ſüdfranzöſiſchen Badeorte Biarritz
zu=
rückgekehrt war, nahm den Kampf vorerſt im Herren=
Ein=
zelſpiel auf. Der Straßburger Gut unterlag 6:3 611 und
kurz darauf mußte auch Rothe 6:0 6:0 die Waffen ſtrecken.
Einen intereſſanten Kampf lieferten ſich die beiden
Auſtra=
lier Jones-Hicks, den Jones 7:5 6:3 zu ſeinen Gunſten
entſchied. Jones trifft in der dritten Runde auf Rahe,
der Wilm leicht 611 6:2 beſiegte. Ferner qualifizierten ſich
für die dritte Runde Dölle, Kreuzer und Hauptmann von
Müller. Darnoc unterlag gegen Logie 0:6 0:6, und von
Tirpitz gegen Karl 6:8 2:6. In der Klubmeiſterſchaft
tra=
fen Rahe und Kreuzer aufeinander und mit der
über=
raſchend hohen Niederlage 611 6:2 mußte Kreuzer abtreten.
Logie ſchlug Grüder 611 6:2 und Kleinecke 715 6:2. Starke
6:1 6:1 Dölle, Hauptmann von Müller 611 6:3 Graf von
Bernſtorff, Rahtjen 6:0 7:5 Marn. Eine unerwartet ſchwere
Niederlage erlitt Frau Kahlbaum im Damen=Einzelſpiel
mit 0:6 0:6 gegen Gräfin von der Schulenburg.
Handel und Verkehr.
* Berlin, 23. Sept. In der heutigen Sitzung des
Aufſichtsrats der Vereinigten König= und
Laura=
hütte berichtete der Generaldirektor Geheimrat Hilger
über die Ergebniſſe des am 30. Juni abgelaufenen 42.
Ge=
ſchäftsjahres 1912/13. Die Hüttenwerke waren bis an die
Grenze ihrer Leiſtungsfähigkeit zu lohnenden Preiſen
be=
ſchäftigt. Die Erzeugungs= und Verſandziffern, ſowohl
wie die Einnahme= und Gewinnziffern ſind die höchſten
ſeit Beſtehen der Geſellſchaft. Nur das Kohlengeſchäft
wurde durch den dreiwöchigen Bergarbeiterausſtand im
Frühjahr empfindlicher geſtört. Der Rohgewinn der
Ge=
ſellſchaft nach Abzug der allgemeinen Unkoſten und Zinſen
aller Art betrug 11197895 Mark oder 2170 294 Mark mehr
als im Vorjahre. Die Abſchreibungen bei den
Anlage=
werten wurden nach dem Antrage der Verwaltung auf
6 500805 (gegen 5500317 Mark im Vorjahre), das iſt mit
einer Million höher, feſtgeſetzt. Es wurde beſchloſſen, der
am 28. Oktober ſtattfindenden Generalverſammlung eine
Dividende von 8 Prozent und die Verwendung von
1517000 Mark (gegen 1089700 Mark im Vorjahre) für
Rücklagen und Wohlfahrtseinrichtungen der Geſellſchaft
vorzuſchlagen und die verbleibenden 210000 Mark (gegen
150 967 Mark im Vorjahre) auf neue Rechnung
vorzu=
tragen. Der Wert der in das neue Geſchäftsjahr
herüber=
genommenen Aufträge für die Hütten belief ſich auf
18378000 Mark (gegen 22163 400 Mark im Vorjahre).
Mit dem abnehmenden Auftragsbeſtand iſt im
Eiſen=
geſchäft eine ſtark rückläufige Preisbewegung verbunden,
dagegen hält die günſtige Lage des Kohlenmarktes an.
Der Geſchäftsbericht der Geſellſchaft wird anfangs
Ok=
tober ausgegeben.
Landwirtſchaftliches.
F.C. Intereſſante Weinbergs=Verſuche. Als reinſtes
Puppenparadies von Heu= und Sauerwurmpuppen
hatten Weinbauſachverſtändige im Rheingau den
Wein=
bergsboden bezeichnet. Die Königliche Lehranſtalt für
Wein=, Obſt= und Gartenbau zu Geiſenheim hatte
darauf=
hin Beobachtungen ausgeführt. Drahtkäfige von 1 Meter
Länge, 35 Zentimeter Breite und 35 Zentimeter Höhe
fan=
den dazu Verwendung. Sie wurden in einem ſtärker von
Heuwurm befallen geweſenen Weinberg dicht an dem Fuß
der Stöcke aufgeſtellt, ihre unteren Teile mit Erde
behäu=
felt und dieſe feſt angedrückt. In den Käfigen mußten
ſo=
mit alle Tiere, welche der unter ihnen liegenden Erde
ent=
ſchlüpften, gefangen werden. Die Aufſtellung der Käfige
erfolgte, nachdem die Heuwürmer die Geſcheine verlaſſen
hatten, die Wegräumung nach Beendigung des Fluges
der Sauerwurmmotten. In keinem dieſer Käfige
konn=
ten Motten nachgewieſen werden. Weiterhin wurde zur
Klärung der Frage über das Vorkommen von Heu= und
Sauerwurmpuppen im Boden über 38 Stöcken im freien
Weinberg ein Häuschen errichtet, deſſen Wände und Dach
aus engem Drahtgeflecht hergeſtellt wurden. Die in ihm
befindlichen Reben wurden ſo ſorgfältig wie nur möglich
abgebürſtet, ſo daß angenommen werden konnte, daß auf
ihnen keine Puppen mehr vorhanden waren. Um die an
den Pfählen ruhenden Puppen gleichfalls aus dem
Häus=
chen zu entfernen, wurden die alten Pfähle
herausgenom=
men und durch neue erſetzt. Unten wurde das Häuschen
mit Erde behäufelt. Es zeigte ſich im Laufe des
Som=
mers, daß die im Häuschen befindlichen Stöcke völlig vom
Sauerwurm verſchont blieben, denn es konnte kein Wurm. ihnen nachgewieſen werden. Die Behauptung, daß die
Puppen des Heu= und Sauerwurmes die kalte Jahreszeit
an der Oberfläche der Erde und in den abgefallenen
Reb=
blättern überdauerten, was namentlich von dem
Ruhe=
ſtadium der bekreuzten Art gelte, wurde ebenfalls
wider=
legt. 27000 abgefallene Rebblätter wurden auf das
Vor=
handenſein von Puppen ſehr gründlich unterſucht, wobei
zwölf Puppenhüllen, aber keine lebende Puppe gefunden
wurden.
H. Frankfurt a. M., 23. Sept. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Der Wochenmarkt nahm einen ruhigen
Ver=
lauf; dabei war Landweizen ſtark angeboten und weiter
ſrachgebend. Die ſüddeutſchen Mühlen kauſten größere
Quantitäten zu 20,20 bis 20,35 Mark franko Mannheim.
Landroggen und Gerſte blieben behauptet, ebenſo Mais
ſtill und ohne Veränderung. Hafer wurde reichlich und zu
billigerem Preis offeriert, aber wenig gehandelt. Mehl
und Futtermittel ſtetig.
Der Mannheimer Getreidemarkt zeigte
ſchwächere Tendenz und die Käufer waren zurückhaltend.
An der Berliner Produktenbörſe war
Ge=
treide matt auf die Erwartung ſtärkerer Zufuhren und
auf die Ermäßigung ausländiſcher Forderungen durch
erſte Hand. Das Inlandsangebot war nur klein und
wenig billiger. Hafer auf Lieferungszeit behauptet. Das
Inlandsangebot war bedeutend, aber nur gute Sorten
fanden ſchlanke Abnahme. — Nach den letzten
Kabelnach=
richten von den amerikaniſchen
Getreidemärk=
ten (Neu=York und Chikago) verkehrte der Weizenmarkt
in ausgeſprochener matter Tendenz auf den
Wochenaus=
weis der Weltverſchiffungen, größere Zufuhren im
Nord=
weſten der Vereinigten Staaten und auf die enttäuſchende
Nachfrage nach Lokoware; ebenſo verſtimmte die
Export=
nachfrage. Mais war zu Beginn feſter auf Meldungen
über Froſt, dann jedoch abgeſchwächt, da wärmeres
Wet=
ter angekündigt wurde und auf die à la baisse lautenden
Viſibl=Supply=Ziffern der Welt. Die ſichtbaren Weizen=
vorräte ſind dort in dieſer Woche von 46.51 Mill. Buſh.
auf 49.78 Mill. Buſh. und die Maisvorräte von 5.30 Mill.
Buſh. auf 6.41 Mill. Buſh. geſtiegen. Auch in Kanada
er=
höhten ſich die Weizenvorräte in dieſer Woche von 3.19
Mill. Buſh. auf 5.95 Mill. Buſh.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilogramm wie
folgt: Weizen hieſ. und Wetterauer 19.75—19.95,
Nord=
deutſcher 19.85—20, Kurheſſiſcher 19.85—20, Ruſſiſcher
22.75—24, Laplata 22.75—23.25, Rumäniſcher 22.75 bis
23.50, Kanſas 22.75—23.25, Manitoba 22.50—23
Red=
winter 22.75—23.25, Walla=Walla 22.75—23.25; Roggen,
hieſ., 16.50—16.65, Bayeriſcher 16.50—16.70, Ruſſiſcher
17.50—18, Rumäniſcher 17.50—18. Amerikaniſcher —
Gerſte Pfälzer, 17.25—17.75, hieſige und Wetterauer
17—17.50 Riedgerſte 17.25—17.50, Fränkiſche 17.25—17.50,
Ungariſche 24—24.50; Hafer hieſ., 16.50—17.25,
Baye=
riſcher 16.75—17.25, Rumäniſcher 18.50—20.50,
Ameri=
kaniſcher 18—18.75, Ruſſiſcher 18.50—21; Mais mixed
15—15.10 Ruſſiſcher 15—15.10, Donaumais 15—15.10,
Rumäniſcher 14.90—15.10, Laplata 14.50—14.75, Weißer
Mais 14.90—15, Weizenſchalen 9—9.25, Weizenkleie 9.50
bis 9.75, Roggenkleie 10—10.25, Futtermehl 12—14,
Bier=
treber getrocknet — Futtergerſte 13.75—14;
Weizen=
mehl hieſiges (Baſis ab Mannheim) Nr. 0 30.75—31,
feinere Marken 31.25—31.50, Nr. 1 29.50—29.75, feinere
Marken 30—30.25, Nr. 2 28.50—28.75, feinere Marken
29—29.25, Nr. 3 26.50—26.75, feinere Marken 27—27.25,
Nr. 4 22.50—22.75, feinere Marken 23—23.25;
Roggen=
mehl hieſiges Nr. 0 25.50—26, Nr 1 23.50—24, Nr. 2
21.50— 22.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
3 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 13. Sept.: dem Glaſermeiſter Wilh.
Felmer, Wendelſtadtſtraße 33, eine T. Eliſabeth Luiſe
und ein S. Wilhelm Bernhard. Am 16.: dem Friſeur
Karl Klöß, Lindenhofſtraße 13, ein S. Karl. Am 18.:
dem Finanzaſpiranten Friedrich Hille, Taunusſtraße 11,
eine T. Wilhelmine Charlotte. Dem Vorſchloſſer Peter
Draudt, Wendelſtadtſtraße 47½, eine T. Margarete.
Dem Schutzmann Hermann Gardt, Dieburgerſtraße 96,
ein S. Hermann Heinrich. Am 20.: dem Privatdiener
Auguſt Geſemann, Kranichſteinerſtraße 14, ein S. Alfred
Helmut. Am 21.: dem Fabrikarbeiter Adam Göckel,
Rheinſtraße 9, eine T. Anna Eliſe.
Aufgebotene. Am 19. Sept.: Taglöhner Chriſtian
Spieß II., Pfungſtadt, mit Haushälterin Katharina
Knapp, Holzſtraße 5. Gaſtwirt Jakob Lotz, Große
Ochſengaſſe 6, mit Stütze der Hausfrau Maria Anna
Pauline Joſephine Glombitza, Ludwigſtraße 10.
Schriftſetzer Karl Richard Rauchfuß, Landwehrſtraße 25
mit Katharina Ortſtadt, Riedeſelſtraße 25. Am 20.:
Schloſſergehilfe Johann Bauſch, hier, mit Chriſtina
Charlotte Wallenſtein, Wiesbaden. Am 22.:
Werk=
ſtättearbeiter Albert Möbel, Höhnheim, mit Eliſabethe
Koch, Höhnheim. Schreiner Bernhard Paul Berſch,
Griesheim b. Darmſt., mit Eliſabethe Kahl, Griesheim
b. Darmſt. Kaufmann Karl Friedrich Wilhelm
Hein=
lein, Bautzen, mit Katharina Johanna Fay,
Stift=
ſtraße 19. Schutzmann Johannes Leppla, Nieder=
Ram=
ſtädter Straße 45, mit Karoline Ottmann, Homburg
(Pfalz).
Eheſchließungen. Am 16. Sept.: Bäckermeiſter Adam
Bechtel, mit Barbara Steiger, beide hier. Am 18.:
Metzgermeiſter Wilhelm Kahl, hier, mit Margarete
Rexroth in Erbach i. O. Am 20.: Königl. Leutnant im
Thüring. Ulanen=Regiment Nr. 6 Richard von Dolega
Kozierowski in Hanau, mit Elſa Volk, hier.
Fein=
mechaniker Peter Kaltwaſſer mit Sophie Hörr, beide
hier. Kaufmann Georg Walter in Saalfeld mit
Mar=
gareta Ackermann, hier. Vizefeldwebel im Leibgarde=
Infanterie=Regiment Nr. 115 Wilhelm Klee mit Emilie
Schneider, beide hier. Magazinarbeiter Karl Geyer
mit Schneiderin Eliſabethe Rink, beide hier. Monteur
Heinrich Klingelhöfer mit Marie Feſer, beide in
Meſſel. Am 22.: Bauarbeiter Jakob Reibold mit Maria
Brand, beide hier.
Geſtorbene. Am 18. Sept.: Privatin Margarethe
Altvater, 49 J., ev., in Babenhauſen, hier
Stein=
ſtraße 21. Am 19.: Johann Paul Förſter, 1 J., kath.,
Sohn des Friſeurs, Holzſtraße 23. Straßenreiniger
Michgel Löbig, 49 J., kath., Luiſenſtraße 38.
Fabrik=
arbeiter Bernhard Pfeiffer, 42 J., ev., in Ueberau, hier
Erbacherſtraße 25. Eliſabeth Kollmer, geb. Daum,
76 J., ev., Witwe des Taglöhners, Erbacherſtraße 5.
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Sind die Nerven krank und matt dann ist es
auch der ganze Körper. Es ist daher durchaus verkehrt
wenn einseitig nur auf die Pflege der Muskeln allein
Wert gelegt wird, während man der Pflege seiner Nerven
nur geringe Aufmerksamkeit schenkt. Die rationelle Pflege
des Körpers und der Nerven besteht in erster Linie in
zweck-
mässiger Ernährung, d. h. einmal in dem Ersatz der
ver-
brauchten Nährsubstanz und ferner in der allgemeinen
Kräftigung des Organismus durch die entsprechenden
Nähr-
stoffe. Ein Nährpräparat, das diesen Anforderungen in
idealer Weise entspricht, ist das Biocitin, weil es ausser
seinem hohen Gehalt an physiologisch reinem Lecithin,
hergestellt nach dem patentierten Verfahren von Professor
Dr. Habermann, auch noch andere wertvolle Nährstoffe in
konzentrierter Form enthält, die Blut und Muskeln neu
bilden und den ganzen Organismus kräftigen.
Biocitin ist nur in Originalpackungen in Apotheken und
Drogerien erhältlich. Wir bitten daher, minderwertige
Nach-
ahmungen zurückzuweisen. Falls nicht vorrätig, erfolgt
Versand portofrei von der Fabrik. — Geschmacksmuster
und Broschüre über rationelle Nervenpflege sendet auf Wunsch
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