Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtad?
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſungerſtraße 47.
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoneen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden,
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
die Ludwig= und Alice=Stiftung, Sterbekaſſe
für heſſiſche Volksſchullehrer und Unterſtützungs= und
Fürſorgekaſſe für hilfsbedürftige Lehrerhinterbliebene,
feiert heute ihr 50jähriges Beſtehen.
der ſtädtebauliche Kongreß iſt geſtern in Aachen
zuſammengetreten. Er umfaßt die Vereinigung der
tech=
niſchen Oberbeamten deutſcher Städte und den Deutſchen
Verein für öffentliche Geſundheitspflege.
die 65. Hauptverſammlung des Guſtav
Adolf=Vereins iſt geſtern in Kiel eröffnet
worden.
luf der Zeche Bruchſtraße in Langendreer wurde
durch eine Exploſion ſchlagender Wetter der Steiger
Witthüſer getötet und zwei Bergleute
lebens=
gefährlich verletzt.
luf Schacht Hermann wurden, wie aus Selm
ge=
meldet wird, beim Abbau einer Strecke drei
Berg=
leute verſchüttet. Einer wurde getötet, die beiden
anderen verletzt.
luf dem Rettungsdampfer, der in der Nähe
der Inſel Brende die Hebung eines geſunkenen Schiffes
unternahm, erfolgte eine Exploſion. Der
Dampfer ſank. Der Kapitän, ein Taucher und zwei
Ma=
troſen ertranken.
Am Montag nachmittag wurde in Bern die
inter=
nationale Arbeiterſchutzkonferenz eröffnet.
Die Verhandlungen ſind geheim.
Ein Communiqué beſagt: Da die türkiſchen und
bulgariſchen Delegierten über die
hauptſäch=
lichen Punkte der Grenze einig geworden ſind, erfolgt
die endgültige Löſung in der nächſten
Sitzung am 17. September.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Der Maſſenſtreik.
*⁎* Im Geſchäftsbericht des ſozialdemokratiſchen
Par=
eivorſtandes hat der Abgeordnete Scheidemann in Jena
ruchtüber den Maſſenſtreik geſprochen, der in letzter Zeit
ielfach erörtert wurde. Es hatte zuerſt den Anſchein, als
b die Sozialdemokratie dem Gedanken des Maſſenſtreiks
ils politiſches Agitationsmittel jetzt ernſtlich näherzutreten
zereit ſei, aber Scheidemann belehrt uns eines Beſſeren.
In den letzten Jahren ſtehen bekanntlich die Leiter der
Partei auch den einfachen Streiks zur Durchſetzung von
Lohnerhöhungen und anderen Forderungen ſehr ſkeptiſch
gegenüber, und nur in ſeltenen Fällen wird heute noch ein
rusgedehnterer Streik von den Führern ausdrücklich
ge=
billigt, weil dieſe wiſſen, daß auch die Unternehmer
ge=
rüſtet ſind und der Erfolg der Arbeitsniederlegung
mei=
tens ausbleibt; dabei werden die Organiſationen durch
Zahlung der Streikunterſtützungen erheblich geſchwächt,
ibgeſehen davon, daß die Arbeiter wirtſchaftlich
herunter=
iommen. Dieſen ablehnenden Standpunkt nimmt der
Par=
eivorſtand erſt recht gegen den politiſchen Maſſenſtreik ein.
Vorläufig wenigſtens! Im Prinzip ſtimmt man dem
Ge=
danken eines ſolchen Streiks natürlich zu, aber die
Fehl=
ſchläge, die damit in anderen Ländern gemacht worden
ind, haben unſere Obergenoſſen kopfſcheu gemacht, dieſe
vollen zu dem äußerſten Mittel erſt greifen, wenn die
Ge=
währ für ein Gelingen vorhanden ſein wird. Scheidemann
erinnerte dabei an einen Ausſpruch Bebels, wonach der
Maſſenſtreik die ultima ratio der Sozialdemokratie ſein
nüſſe, und erklärte dann weiter, dieſer Streik werde wohl
einmal zur Durchführung der preußiſchen Wahlreform in
Anwendung kommen, aber heute dürfe man dieſen Kampf
noch nicht wagen. Man kann es begreifen, daß die
Par=
keileitung vorläufig vor der großen Verantwortung
zit=
tert, die ſie mit der Inſzenierung des Maſſenſtreiks
über=
nehmen würde, und wir glauben, ſo ſicher, wie
Scheide=
mann es hinſtellte, iſt er ſich keinesfalls der Diſziplin der
Maſſen, und er iſt auch ſicherlich nicht ſo feſt davon
über=
zeugt, daß es ohne Blutvergießen abgehen würde. Die
Maſſen vollſtändig in der Hand zu haben, um Unheil
ver=
hüten zu können, erſcheint unmöglich, und wenn es auch
nach Scheidemanns Ausführungen bisher noch immer
ge=
lungen iſt, bei Arbeiterbewegungen ſchwere
Komplikatio=
nen zu vermeiden, ſo will das nichts ſagen, denn ein
Maſſenſtreik würde ungewöhnliche Situationen ſchaffen,
deren Tragweite nicht im voraus geſchätzt werden kann.
Es gibt bekanntlich innerhalb der Sozialdemokratie
eine Richtung, welche hinſichtlich des Maſſenſtreiks auf
einem anderen Standpunkt ſteht als der Parteivorſtand,
aber man darf wohl annehmen, daß deſſen Refolution von
der Mehrheit des Parteitages gebilligt werden wird.
Die Balkanverhandlungen.
— Wenn die Wirren auf dem Balkan auch
ihrem Ende langſam entgegengehen, ſo gibt es doch noch
manches Bemerkenswerte, das für die weitere
Ent=
wicklung der Dinge von Entſcheidung ſein kann. Die
Verhandlungen in Konſtantinopel nehmen allem Anſchein
nach einen günſtigen Fortgang; in der Hauptſache handelt
es ſich noch um die Frage, ob Kirk=Kiliſſe oder Demotika
den Bulgaren verbleiben ſoll. Ab und zu werden freilich
Meldungen verbreitet, daß es zwiſchen den Delegierten zu
recht lebhaften Auseinanderſetzungen gekommen ſei, aber
dieſe Gerüchte wollen wenig beſagen, ſie werden von
irgendeiner Seite lanziert, die ein Intereſſe daran hat,
die Lage ſchwierig erſcheinen zu laſſen.
Im allgemeinen erwartet man die
bulgariſch=
türkiſche Verſtändigung noch gegen Ende dieſer
Woche. Ein Bündnis freilich, wie man ſicherlich erwartet
hatte, dürfte zwiſchen beiden Staaten kaum abgeſchloſſen
werden; die darauf abzielenden Wünſche der bulgariſchen
Regierung ſollen abgelehnt ſein. Uns will ſcheinen, als
ob man über derartige Fragen überhaupt bisher nicht
verhandelt hat, weil ſie viel zu verfänglicher Natur ſind,
und überdies würde man ſich hüten, wenn wirklich ein
derartiges Abkommen geſchloſſen würde, dies an die große
Glocke zu hängen. Zudem haben beide Staaten jetzt genug
Arbeit im Innern, um eine Feſtigung der Verhältniſſe
herbeizuführen Vor allen Dingen handelt es ſich um die
Regelung der Finanzen; in dieſer Hinſicht ſcheint die
Tür=
kei einiges Glück zu haben. Ueber die Tagung einer
inter=
nationalen Finanzkonferenz in Paris wegen der aus dem
Balkankriege erwachſenden Laſten iſt es ganz und gar ſtill
geworden. Die Türkei hat esſich angelegen ſein laſſen,direkt
zu verhandeln, und man ſpricht auch davon, daß es
ge=
lungen ſei, ſich den Pariſer Geldmarkt zu erhalten, freilich
nicht ohne Gegenleiſtungen. Ein franzöſiſches Konſortium
habe die Konzeſſion für den Bau einer Eiſenbahn in
Kleinaſien erhalten in einer Länge von etwa 1400
Kilo=
metern.
Ueberhaupt dürfte der internationale Geldmarkt in
der nächſten Zeit begreiflicherweiſe von den Balkanſtaaten
in Anſpruch genommen werden, denn nach dem
opfer=
reichen Kriege braucht man dort reichlich Geld, und auch
ſonſt wird man ſich bemühen, weitere wirtſchaftliche
Be=
ziehungen anzuknüpfen, zumal ein wirtſchaftlicher
Auf=
ſchwung, wenigſtens ſoweit die Sieger in Frage kommen,
mit Sicherheit zu erwarten ſteht. Natürlich wird in den
erſten Jahren zunächſt noch eine wirtſchaftliche Depreſſion
infolge der Kriegswunden zu verzeichnen ſein, allmählich
werden die Schwierigkeiten aber behoben werden und eine
neue Aera wird ſicherlich einſetzen. In Serbien richtet
man ſich bereits weitſchauend darauf ein und hat
ver=
ſchiedene Projekte ausgearbeitet, die dem erhofften
Um=
ſchwung dienen ſollen.
Es wäre gut, wenn ſich auch bei uns in Deutſchland
die in Frage kommenden Stellen mit der Neuordnung der
wirtſchaftlichen Verhältniſſe eingehender befaſſen würden,
um auch für uns etwas herauszuſchlagen. In Belgrad iſt
ſeit einiger Zeit erſichtlich eine Stimmung zu verzeichnen,
die für Deutſchland freundlicher iſt als bisher, und man
geht wohl nicht fehl, dies nicht zuletzt auf den jetzt
ab=
berufenen Konſul Dr. Schlieben zurückzuführen, der eifrige
Vorarbeit geleiſtet hat. Für den deutſchen Handel und
unſere Induſtrie könnte dabei gar manches herausſchauen.
Deutſches Reich.
Die Verjüngung des Offizierkorps.
Zu den neuen Perſonalveränderungen in der Armee wird
der Köln. Ztg. geſchrieben: Es iſt ſchon darauf hingewieſen
worden, daß durch die großen, zum 1. Oktober eintretenden
Perſonalveränderungen im allgemeinen die
wünſchens=
werte Verjüngung des Offizierkorps erreicht iſt. Oberſten
vom Januar 1911 ſind zu Generalmajoren, Oberſtleutnants
vom April 1911 zu Oberſten, Majore vom September 1907
zu Oberſtleutnants, Hauptleute vom Mai 1904 zu Majoren
und Leutnants vom Januar 1900 zu Hauptleuten befördert
worden. Die Hauptmannscharge iſt alſo ſchon nach etwa
13½ Jahren erreicht worden. Auch in der Gleichſtellung
der einzelnen Truppengattungen im Gehaltsbezug iſt ein
weſentlicher Fortſchritt gemacht. Erhebliche
Ungleich=
mäßigkeiten beſtehen allerdings noch in der Majorscharge,
die ſogar ſoweit gehen, daß in der Erreichung des Stabs=
offiziergehalts hier faſt achtjährige Altersunterſchiede
vor=
kommen. Bei der Hauptmaſſe (der Infanterie, Kavallerie,
Artillerie und den techniſchen Truppen) wird die
Majors=
charge und zugleich damit das Stabsoffiziergehalt nach
etwa 9¼jähriger Hauptmannszeit erreicht, da die
Haupt=
leute vom Mai 1904 dazu heranſtehen. Beim Train liegen
die Verhältniſſe ſogar noch günſtiger, da hier ſchon die
Rittmeiſter vom Mai 1906 zu Majoren ohne Patent
be=
fördert worden ſind und gleichzeitig das
Stabsoffizier=
gehalt beziehen. Weſentlich ungünſtiger als bei der
Haupt=
maſſe ſind dagegen die Majore der Kriegsſchulen,
Unter=
offizierſchulen, Kadettenkorps und Bekleidungsämter
ge=
ſtellt, da dieſen nicht ſchon bei der Beförderung zum
paten=
tierten Major, ſondern erſt beim Einrücken in eine
Stabs=
offizierſtelle auch das Stabsoffiziergehalt zuſteht. So
be=
ziehen z. B. bei den Bekleidungsämtern die Majore vom
März 1912, die Hauptleute vom März 1900 ſind, noch das
Hauptmannsgehalt. Und der jüngſte der jetzt zu Majoren
beförderten Offiziere des Bekleidungsamtes kann erſt nach
acht Jahren auf ein Einrücken in eine Stabsoffizierſtelle
und den Bezug des Stabsoffiziergehalts rechnen, während
ſeine Altersgenoſſen im allgemeinen ſchon jetzt das
Stabs=
offiziergehalt beziehen. Da es ſich um ältere Offiziere
handelt, deren Penſionierung verhältnismäßig häufig in
Frage kommen wird, ſo erſtreckt dieſe Ungleichheit
natür=
lich auch ihren Einfluß auf die Penſion und die
Hinter=
bliebenenbezüge. Einen gewiſſen Ausgleich können
aller=
dings dieſe Offiziere darin finden, daß ſie bei der
Er=
reichung der Majorscharge ſich in die Front zurückverſetzen
laſſen. Aber dieſer Ausweg iſt nicht bei allen in Betracht
kommenden Offizieren gangbar. Denn bei den Offizieren
der Bekleidungsämter iſt ein ſolcher Rücktritt in die Front
beſtimmungsgemäß auch bei vollkommener
Felddienſtfähig=
keit ausgeſchloſſen. Uebrigens hat ſchon der letzte Etat
dieſen unvermeidlich vorkommenden Altersunterſchieden
Rechnung getragen, indem er zum Gehaltsausgleich in
ſol=
chen Fällen Gebührniſſe vorgeſehen hat. Jedoch iſt der
Fonds beſchränkt auf 100 Hauptmannsſtellen. Für andere
Chargen, insbeſondere für Majore, fehlt es bisher an
einem ſolchen Ausgleichsfonds. Daß er auch hier am
Platze wäre, dürfte aus vorſtehender Ueberſicht erhellen.
— Die Oſtmarkenzulage. Gegenüber den
Mel=
dungen, die über die Frage verbreitet worden ſind, ob die
Oſtmarkenzulage auf die Gefahr hin, daß eine Mehrheit
des Reichstages ſie wiederum ablehnt, auch in den neuen
Reichshaushaltsplan eingeſtellt werden ſolle, wird
mitge=
teilt, daß dieſe Frage noch nicht entſchieden iſt, ſondern
ihrer Beantwortung durch den Reichskanzler noch harrt.
Das Reichspoſtamt hat die Forderung in gewohnter
Weiſe zur Einſtellung in den Etat angemeldet, das
Reichs=
ſchatzamt will aber mit Rückſicht auf die politiſche
Be=
deutung dieſer Forderung ihre Vertretung nur mit
Zu=
ſtimmung des Reichskanzlers übernehmen. Von Herrn
v. Bethmann Hollweg hängt es alſo ab, ob die
Oſtmarken=
zulage im neuen Reichshaushaltsplan wieder erſcheinen
werde. Mit Rückſicht auf das „Nunquam retrorsum‟
(Niemals rückwärts), das er ſeinerzeit mit Beziehung auf
die Polenpolitik ausgeſprochen hat, wird der Kanzler wohl
nicht umhin können, dem Antrage der
Reichspoſtverwal=
tung auf Wiedereinſtellung der Forderung ſtattzugeben.
— Der Wehrbeitrag der Fürſten. Dieſer
Tage ging die Nachricht durch die Blätter, daß das
Reichs=
ſchatzamt den Wehrbeitrag der Fürſten auf 25
Millionen=
geſchätzt habe. Wie der Magdeburgiſchen Zeitung aus
Berlin geſchrieben wird, kann es ſich dabei beſtenfalls nur
um die unmaßgebliche Privatarbeit irgendeines Beamten
handeln. Die leitenden Perſonen im Reichsſchatzamt
haben ſich mit der Berechnung des Fürſtenbeitrages noch
gar nicht abgegeben, und zwar aus dem einfachen Grunde
nicht, weil dafür zurzeit noch alle ſicheren Unterlagen
fehlen. Dieſe werden erſt durch die Entwicklung des
Ver=
mögensſtandes am 31. Dezember d. J. gegeben ſein.
— Nationalliberal=fortſchrittliches
Wahlabkommen in Sachſen. Das Verhältnis
zwiſchen der Nationalliberalen Partei und der
Fortſchritt=
lichen Volkspartei in der ſächſiſchen Zweiten Kammer hat
ſich bewährt. Es ſinden daher ſchon ſeit einiger Zeit
zwi=
ſchen der Nationalliberalen Partei und der
Fortſchritt=
lichen Volkspartei Verhandlungen über ein
Wahlabkom=
men ſtatt, die ſchon, obgleich die Beſprechungen noch lange
nicht abgeſchloſſen ſind, in etwa 20 Kreiſen zu einem
be=
friedigenden Ergebnis geführt haben.
Eine Landesausſtellung 1914 in
Windhuk. Bisher hatte man in Südweſtafrika nur
einige mehr oder weniger örtliche Ausſtellungen
veran=
ſtaltet. 1914 nun ſoll in Windhuk eine das ganze
Schutz=
gebiet umfaſſende Schau ſtattfinden. Sie wird am
Seite. 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 17. September 1913.
Nummer 218.
29. Mai 1914 eröffnet werden und ſoll bis zum Abend des
1. Juni dauern. Es iſt beabſichtigt, durch Verhandlungen
mit den beteiligten Behörden und Geſellſchaften den
Be=
ſuchern, auch ſolchen aus Deutſchland, die Beſichtigung der
Ausſtellung möglichſt zu erleichtern.
Ausland.
Frankreich.
Zum franzöſiſch=ſpaniſchen Bündnis.
In dem in Paris erſcheinenden franzöſiſch=ſpaniſchen
Blatte L=Eſpagne veröffentlicht der Miniſter des Aeußern
Pichon unter der Ueberſchrift „Zum franzöſiſch=ſpaniſchen
Bündnis” folgenden Artikel: Die Beziehungen Frankreichs
und Spaniens ſind durch die Natur diktiert. Eine breite
Landesgrenze vereinigt ſie, und wenn dieſe Grenze, durch
die großartige Kette der Pyrenäen gebildet, ein natürliches
Hindernis für Invaſionen und Kriege iſt, ſo hat das die
beiden Länder nie gehindert, ſich zu kennen, ſich zu ſchätzen
und ſich auch im Laufe ihrer Geſchichte gegenſeitig
herz=
lichen Beiſtand zu leiſten. Bald werden neue Eiſenwege
die ſteilen Bergwände durchbrechen, um die Freundſchaft
der beiden Nationen enger zu ſchließen. Von der
Ver=
gangenheit Frankreichs und Spaniens erzählen, heißt, von
dem beſtehenden wechſelſeitigen Einfluß ſprechen, den ſie
miteinander gehabt haben. Frankreich hat Spanien ſein
edles Königsgeſchlecht gegeben, Frankreich iſt der Bürge
der Zukunft Spaniens. Frankreich und Spanien arbeiten
nebeneinander in Marokko, wo ſie ſich unterſtützen. Die
Arbeit, welche die beiden Länder in Marokko unternommen
haben, wird um ſo ſichere und ſchnellere Fortſchritte
machen, je inniger ihr Zuſammenarbeiten ſein wird. Erſt
als Frankreich und Spanien dieſe geſchichtliche Wahrheit
verkannten, gab es zum größten Schaden beider Länder
zwiſchen ihnen vorübergehende Wolken. Heute ſind Völker
und Regierungen zu gut unterrichtet, um dieſe Wahrheit
jemals zu vergeſſen.
Einführung des Stahlhelms bei der
Artillerie. Das Kriegsminiſterium hat auf Grund
der bisherigen Erfahrungen beſchloſſen, den Stahlhelm
für die Offiziere und Mannſchaften der Feldartillerie
ein=
zuführen. Bei den diesjährigen Manövern zeigten ſich
die Truppenteile, die dieſen Helm zur Probe trugen, ſehr
befriedigt davon, doch wird von fachmänniſcher Seite in
Abrede geſtellt, daß man mit dem Stahlhelm ein
Abwehr=
mittel gegen Granatſplitter beſitze.
England.
Der Kanaltunnel. Die Times bringen einen
langen Artikel ihres militäriſchen Mitarbeiters gegen den
Kanaltunnel und einen Leitartikel, der die Anſicht der
maßgebenden Regierungsdepartements ausdrücken dürfte.
In dieſen Artikeln wird erklärt, die Argumente gegen den
Bau ſeien ſchlüſſig. England ſei heute relativ militäriſch
nicht ſtärker als vor wenigen Jahren, wo ſtrategiſche
Gründe ein entſchiedenes Veto gegen den Bau eingelegt
hätten. Die Times beſtreiten ſogar, daß der Tunnel
wirt=
ſchaftlich einen großen Nutzen hätte, und betonen, es fehlen
die Garantien für eine ewige Dauer der Entente.
Dänemark.
Das Budget für 1914/15. Finanzminiſter
Brandes brachte im Folkething den Voranſchlag des
Bud=
gets für 1914/15 ein. Der Voranſchlag weiſt an
Geſamt=
ausgaben etwa 105 Millionen Kronen auf, was ungefähr
demjenigen für das laufende Finanzjahr entſpricht. Die
veranſchlagten Einnahmen ſind 7 Millionen Kronen
grö=
ßer als im Vorjahre und belaufen ſich auf 119 Millionen.
Es iſt ſomit ein Ueberſchuß von rund 14 Millionen
Kro=
nen vorhanden, aber da für die Schuldenverwaltung uſw.
eine Ausgabe von 10 Millionen Kronen vorgeſehen iſt,
verbleibt nur noch ein tatſächlicher Ueberſchuß von 4
Mil=
lionen Kronen. Die Erhöhung der Einnahmen ſetzt ſich
zuſammen aus 5 Millionen Mehreinnahmen aus Steuern
und Abgaben und 2 Millionen aus den erhöhten
Einnah=
men aus den Staatsbahnen. Das Budget des
Kriegs=
miniſteriums weiſt an Ausgaben 18¼ Millionen Kronen,
das Marineminiſterium an ſolchen 10 Millionen Kronen
auf. Die Verzinſung der Staatsſchuld nimmt 12¼
Mil=
lionen Kronen in Anſpruch. Im übrigen ſind die
veran=
ſchlagten Ausgaben im Vergleich zu dem laufenden
Fi=
nanzjahr ziemlich die gleichen. Größere neue
Forderun=
gen irgend welcher Art weiſt der Voranſchlag nicht auf.
Ferner brachte der Finanzminiſter die
Staatsrechnungs=
ablage für das Finanzjahr 1912/1913 ein, das einen
Ueber=
ſchuß von 4,5 Millionen aufwies, während der
Voran=
ſchlag ein Defizit von über 15 Millionen Kronen
vorge=
ehen hatte. Das günſtige Ergebnis iſt teils auf große
Erſparniſſe zurückzuführen, die beim Kriegsminiſterium
3,2 Millionen Kronen betragen, teils auf erhöhte
Einnah=
men, die bei den Staatsbahnen 2,5 Millionen Kronen und
bei den Steuern 6,5 Millionen Kronen ausmachten.
Mexiko.
Demiſſion des Miniſters des Innern.
Nach einer Meldung aus Mexiko City hat der Präſident
Huerta die Demiſſion des Miniſters des Innern Urrutia
angenommen, der der Urheber des ſogenannten
Ultima=
tums war zu der Zeit, wo Linds Miſſion angekündigt
wurde.
Japan.
Die Forderungen an China. In Tokio
ver=
lautet, daß außer den bereits bekannten Forderungen
Ja=
pans noch eine weitere beſtehe, die bisher unerledigt ſei.
Die öffentliche Meinung iſt durch das Entgegenkommen
Chinas enttäuſcht, die geſamte Preſſe erachtet die
Forde=
rungen als ungenügend, beſonders die gegenüber
Chang=
ſuen. Sie wirft der japaniſchen Diplomatie Schwäche vor
und verlangt den Rücktritt des Kabinetts. Zwei
japa=
niſche Kreuzer ſind von Saſeho nach Nanking beordert
worden.
* Troppau, 15. Sept. Nach dem Jagdfrühſtück
ſetzte der deutſche Kaiſer mit den übrigen Jagdgäſten
des Grafen Lariſch=Mönnich die Jagd in der Geinitzer
Remiſe bis nachmittags 4 Uhr fort. Die Geſamtſtrecke
betrug 1825 Stück, zumeiſt Faſanen und Wildenten. Um
4 Uhr wurde die Rückfahrt nach Schloß Salze angetreten.
Um 8 Uhr abends fand im Schloß Diner ſtatt, zu dem
die=
ſelben Perſönlichkeiten zugegen waren, wie geſtern. Die
Landeshauptſtadt rüſtet ſich in großartiger Weiſe
für den Empfang des verbündeten Monarchen. Die
Stra=
ßen, die der Kaiſer paſſieren wird, ſind überaus reich
ge=
ſchmückt und geflaggt. Sämtliche Häuſer tragen überdies
grünen Girlandenſchmuck. An der Spalierbildung werden
ſich ſämtliche deutſchen Vereine in einer Stärke von
unge=
fähr 2000 Mann beteiligen.
* Die internationale
Arbeiterſchutz=
konferenz wurde am Montag durch den Bundesrat
Schultheß in Bern eröffnet, die ſich mit den geſetzlichen
Vorſchriften über das Verbot der induſtriellen Nachtarbeit
jugendlicher Arbeiter und über einen Arbeitstag von
höch=
ſtens 10 Stunden für die in der Induſtrie beſchäftiaten
Frauen und jugendlichen Arbeiter befaſſen ſoll.
Schult=
heß hieß die Delegierten willkommen und betonte die
Wichtigkeit des Arbeitszieles der Konferenz. Zum
Präſi=
denten wurde Schultheß, zum Vizepräſidenten der
Stände=
rat Lachenal=Genf gewählt. Die Konferenz gab ſich ein
Geſchäftsreglement, wonach die franzöſiſche Sprache zur
Verhandlungsſprache erklärt wurde, jedoch wurde jedem
Delegierten das Recht gegeben, ſich in einer anderen
Sprache auszudrücken. Neben dem offiziellen Protokoll
in franzöſiſcher Sprache wird den Delegierten ein
nicht=
amtliches Protokoll in deutſcher Sprache zur Verfügung
geſtellt. Die Verhandlungen der Konferenz und ihrer
Kommiſſionen finden in geheimen Sitzungen ſtatt. Die
Delegierten des Deutſchen Reiches bei der
Arbeiterſchutz=
konferenz ſind: Dr. Caſpar, Wirklicher Geheimer Rat im
Reichsamt des Innern. Dr. Leymann, Geheimer
Regie=
rungsrat und vortragender Rat im Reichsamt des Innern,
Frick, Geheimer Oberregierungsrat im preußiſchen
Mini=
ſterium für Handel und Gewerbe, Simon, Regierungs=
und Gewerberat bei der Regierung in Düſſeldorf;
Oeſter=
reich entſandte 5 Delegierte, darunter Profeſſor Mataja,
Geheimen Rat und Sektionschef im Handelsminiſterium,
und Ungarn zwei.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 17. September.
* Großherzogin Eleonore feiert heute ihren 42.
Ge=
burtstag, und mit ihr begeht das ganze heſſiſche Volk
die=
ſen Tag als einen Feſt= und Freudentag. Es bedarf nicht
vieler Worte, um den Gefühlen Ausdruck zu geben, die
an dem heutigen Tage die Herzen aller treuen Heſſen
bewegen. Unſere Großherzogin hat von dem Tage an, wo
ſie unſerem allgeliebten Großherzog die Hand zum Bunde
fürs Leben reichte, durch ihre hohen Frauentugenden ſich
die Liebe des Volkes zu erwerben gewußt. Sie iſt als
Gattin und Mutter das Vorbild einer deutſchen Frau und
in hoher Auffaſſung ihrer Aufgabe als Landesmutter hat
ſie die Werke der Nächſtenliebe mit wärmſtem Eifer
ge=
fördert und den Sinn für Wohltätigkeit in weiteſten Krei=
ſen geweckt. Die von unſerer Großherzogin begründete
Zentrale für Säuglingspflege und Mutterſchutz iſt für
andere Staaten vorbildlich geworden und hat reichen
Segen verbreitet. Hat ſo Großherzogin Eleonore in
der ſozialen Fürſorge für die minderbemittelten Klaſſen
unſeres Volkes die Initiative ergriffen, ſo hat ſie
auch zur Hebung der Volkswohlfahrt dauernd beigetragen.
Mit den Gefühlen der Freude und des Dankes an
dem heutigen Tage vereinigen wir den innigen Wunſch,
daß Gottes Segen unſere Großherzogin auch fernerhin auf
allen ihren Wegen begleiten möge, und daß ihr
Geſund=
heit, Glück und alles Gute in reichem Maße beſchieden
ſein mögen!
* Vom Hofe. Montag nachmittag 2 Uhr trafen
in Jagdſchloß Wolfsgarten ein die Fürſtin zu Solms=Lich
mit dem Erbprinzen Philipp, die Prinzeſſin Reinhard zu
Solms=Lich und der Graf Friedrich zu Solms=Baruth.
Die Fürſtin zu Solms=Lich mit dem Erbprinzen reiſten
um 5.04 Uhr wieder ab, während die Prinzeſſin Reinhard
zu Solms=Lich und Graf Friedrich zu Solms=Baruth in
Wolfsgarten Wohnung nahmen. Der Großherzog mit
Prinz und Prinzeſſin Andreas von Griechenland, der
Prinzeſſin Luiſe von Battenberg, ſowie das Gefolge
ind am Montag abend 6.30 Uhr, von Bad
Lieben=
tein kommend, in Wolfsgarten wieder eingetroffen.
Ferner traf hiermit ein Graf Meſſalas, Hofmarſchall der
Königin=Mutter von Griechenland, und nahm in
Wolfs=
garten Wohnung. (Darmſt. Ztg.)
* Keine Audienzen. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog werden heute, Mittwoch, weder Audienzen erteilen,
noch Meldungen und Vorträge entgegennehmen.
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Großherzoglichen Geſandten
und bevollmächtigten Miniſter am Königlich Preußiſchen
Hofe und Bevollmächtigten zum Bundesrat Geheimen
Staatsrat Dr.=Ing. Maximilian Freiherrn von
Biegeleben die Erlaubnis zur Annahme und zum
Tragen des ihm von Sr. Königl. Hoheit dem
Groß=
herzog von Sachſen=Weimar=Eiſenach verliehenen
Groß=
kreuzes des Hausordens der Wachſamkeit oder vom
weißen Falken erteilt und dem Landbriefträger Adam
Scholl in Fränkiſch=Crumbach das Allgemeine Ehren
zeichen mit der Inſchrift „Für langjährige treue Dienſte‟
verliehen.
Se. Maj. der König von Preußen haben verliehen:den
Roten Adlerorden 4. Klaſſe: dem Stabs= und Bataillons=
Arzt Dr. Stühlinger beim 5. Großh. Heſſ. Inf.=Regt.
Nr. 168; die Königliche Krone zum Roten Adlerorden
1. Klaſſe mit Eichenlaub: v. Strantz, Gen. der Inf.,
kommand. Gen. des 5. Armeekorps (ehemals
Komman=
deur der 25. Div.); die Königliche Krone zum Roten
Adlerorden 4. Klaſſe: Kirch, Major im Großen Gen.=
Stabe (früher in der 25. Div.); den Königlichen
Kronen=
orden 4. Klaſſe: Frhrn. v. Lersner, Oblt. im Leib=
Drag.=Regt. (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24.
* Hohe Auszeichnung. Profeſſor Dr.=Ing.
Gold=
chmidt, der bekannte Erfinder einer Maſchine für
draht=
loſe Telegraphie, hat vor einigen Tagen vom Kaiſer die
Auszeichnung durch den Roten Adlerorden erfahren. Da
Profeſſor Dr. Goldſchmidt noch als Privatdozent dem
Lehrkörper der hieſigen Techniſchen Hochſchule
angehört, wird dieſe Mitteilung in Darmſtadt freudige
Teilnahme hervorrufen. Zurzeit iſt der geniale Erfinder
tätig, in der in Eilwerſe bei Hannover errichteten Station
Verſuche in Verbindung mit Amerika durchzuführen, wo
eine gleiche Station errichtet und faſt fertiggeſtellt iſt. Die
Stationen benutzen zu dieſen Verſuchen ein 200 Meter
hohes Gerüſt, an dem die Drähte aufgehängt ſind. Die
bisher durchgeführten Experimente haben die höchſten
Er=
wartungen übertroffen und des öfteren hat Prinz Heinrich
von Preußen ſtundenlang den intereſſanten Verſuchen
bei=
gewohnt, ſo daß wohl auf ſeine begeiſterte Erzähkung bei
ſeinem kaiſerlichen Bruder die hohe Auszeichnung an den
Erfinder zurückzuführen iſt.
Vom Großh. Hoftheater. Das Gaſtſpiel des
Kam=
merſängers Leo Slezak findet am Freitag, den 3. und
Sonntag, den 5. Oktober, ſtatt. Der berühmte Gaſt tritt
zum erſten Male vor das Darmſtädter Publikum. Slezak
hat für ſein zweimaliges Gaſtſpiel den Rhadames in
Verdis „Arda” und den Walter Stolzing in Wagners
„Meiſterſingern von Nürnberg” gewählt. Die heutige
Feſt=
vorſtellung zur Feier des Geburtsfeſtes Ihrer
König=
lichen Hoheit der Großherzogin „Die weiße Dame” von
Boieldieu beginnt pünktlich um 7½ Uhr. Morgen findet
im Donnerstag=Abonnement eine Aufführung von
Jo=
hann Strauß’ beliebter Operette „Die Fledermaus” ſtatt.
Als Roſalinde tritt Frau Joſefine Becker gaſtweiſe auf,
die Adele ſingt zum erſten Male Frau Beling=Schäfer,
den Frank Herr Bertram. Herr Kammerſänger Weber
ſingt den Eiſenſtein, die Beſetzung der übrigen Partien iſt
vom Vorjahr bekannt. Zu dieſer Vorſtellung, die um
7 Uhr beginnt, gelten die kleinen Preiſe. Am Freitag
wird der Fauſtzyklus ſeinen Abſchluß finden. In der
onntägigen Aufführung von Weber’s „Der Freiſchütz”
ſingt Georg Becker zum erſten Male den Max.
Im Krater des Veſups.
** Ueber den kühnen Abſtieg in den Krater
des Veſuvs, den, wie bereits kurz gemeldet,
Pro=
feſſor Malladra vom Veſuv=Obſervatorium gemeinſam
mit zwei deutſchen Forſchern am 9. September
unternom=
men hat, berichtet der neapolitaniſche Korreſpondent des
Corriere della Sera intereſſante Einzelheiten, die ſowohl
die von den Gelehrten beſtandenen Gefahren als auch die
gewonnenen wertvollen wiſſenſchaftlichen Ergebniſſen
be=
leuchten.
Die jüngſten Beobachtungen des Kraters im Veſuv
hatten gezeigt, daß die Tiefe des Kraters, 300 Meter vom
oberen Rande entfernt, eine Art rieſige Plattform
dar=
ſtellte, die mit gewaltigen Felsblöcken beſät und von
zahl=
reichen Fumarolen durchbrochen war. Am 10. Mai d. J.
vollzogen ſich hier ſehr weitgreifende Veränderungen;
durch Einſturz und Senkungen bildete ſich ein neuer
Hohl=
raum von etwa 160 Meter Durchmeſſer und gegen 70 Meter
Tiefe. Aus der Tiefe dieſer Oeffnung ſtiegen ſtarke
gas=
haltige Dämpfe auf, und am 5. Juli brach ein
Feuer=
ſchlund auf, deſſen Widerſchein vom Meere aus
wochen=
lang beobachtet werden konnte. Am 5. Auguſt trat eine
weitere Senkung im Innern des Kraters ein, durch die
anſcheinend in einer gewiſſen Tiefe die Vulkanöffnung
teilweiſe verſperrt wurde; jedenfalls verſchwand der
Feuerſchein und es blieben nur die raſtlos aufſteigenden
dichten Rauchwolken. Die im Zuſammenhang mit dieſen
Wahrnehmungen im Innern des Veſuvs eingetretenen
weitgreifenden Verſchiebungen und Veränderungen
muß=
ten begreiflicherweiſe auf die Vulkanologen eine ſtarke
An=
ziehungskraft ausüben, und ſo eutſchloß ſich Profeſſor
Malladra, dem Drängen des Profeſſors Max Stortz von
der Münchener Univerſität und des Münchener
Mineralo=
gen Jacobi nachgebend, gemeinſam mit den beiden
deut=
ſchen Forſchern den Einſtieg zu wagen.
Er begann an der Südſüdweſtwand des Kraters und
führte von hier in einer halsbrecheriſchen Kletterpartie
über gewaltige Lavablöcke in die Tiefe hinab. Man
be=
nutzte an Eiſenringe befeſtigte Seile als Hilfsmittel und
außerdem loſe Seile, wie ſie bei Hochtouren verwendet
werden. Nach anderthalbſtündiger Arbeit war der Rand
der großen Plattform im Krater erreicht. Hier ließen
die Forſcher ihre Ruckſäcke und alle nicht unbedingt
er=
forderlichen Gegenſtände zurück, um ſich nun unter
Be=
obachtung aller gebotenen Vorſichtsmaßregeln bis zum
Rande der neu gebildeten Krateröffnung herabzulaſſen.
Sie kamen bis 370 Meter hinab, und erreichten damit die
größte Tiefe, die bisher im Krater eines aktiven Vulkans
betreten wurde. Die Oeffnung iſt völlig von den
Ueber=
reſten und Stalaktiten neuer Lava bedeckt. Ueberall fand
man neuen Lavagrus, und auf Grund dieſer Funde kann
es als gewiß gelten, daß im Juli dieſes Jahres die
flüſ=
ſige Lava über 70 Meter hoch emporgetrieben worden iſt.
Am Rande der neuen Krateröffnung war die Temperatur
unerträglich hoch, wie an der Tür eines Schmelzofens;
die drei Forſcher hatten dadurch an Händen und Geſicht
große Schmerzen zu ertragen. Der Verſuch, die
Tempe=
ratur genau zu meſſen, mißlang; als man das
Eiſenge=
flecht, das man mit dem Thermometer hinabgelaſſen hatte,
wieder emporzog, war das Eiſen verkohlt und das
Ther=
mometer verſchwunden; und bei einem zweiten Verſuche
glühte das Eiſengeflecht ab, ſo daß nur ein kurzes Stück
davon wieder emporgezogen werden konnte. Es ſcheint,
daß ſich unter der Oeffnung eine gewaltige gluterfüllte
Höhlung in ſüdweſtlicher Richtung hinzieht. Die Atmung
am Rande des inneren Kraters war infolge der
aufſtei=
genden Gaſe außerordentlich erſchwert, beſonders, wenn
Windſtöße die aufſteigenden Rauchwolken
auseinander=
trieben. In der großen „gelben Fumarole” im ſüdlichen
Teile der Krateröfnung konnten 330 Grad Celſius
gemeſa=
ſen werden. — Nachdem zahlreiche photographiſche
Auf=
nahmen gemacht worden waren, begannen die drei
wage=
mutigen Gelehrten, die Laſt aufgeleſener Steinproben mit
ich ſchleppend, wiederum den Aufſtieg, wobei ſie unter
den nachdringenden Dämpfen beſonders ſchwer zu leiden
hatten, während ſich über ihren Häuptern immer wieder
Lavaſtöcke löſten und über ſie hinpolternd in die Tiefe
ſtürzten. Trotz der Schwierigkeiten gelang es ſchließlich,
ohne größere Unfälle den Kraterrand wieder zu erreichen;
es war 4 Uhr nachmittags, die gefährliche Expedition hatte
insgeſamt acht Stunden gedauert.
Be=
Die wiſſenſchaftliche Bedeutung der angeſtellter
Veſuv in
obachtungen liegt in der Feſtſtellung, daß der
dieſen Monaten eine „Hawai=Phaſe‟
durchmacht; eine
Periode, in der die Lava beſonders flüſſig und die
Tem=
peratur ungewöhnlich hoch iſt; Erſcheinungen, wie man
ſie vor allem auf dem Kilauea=Vulkan auf Hawai
beobach=
tet. Die Senkungen im Kraterſchlunde und alle
geſammel=
ten Feſtſtellungen weiſen darauf hin, daß der Veſuv einer
neuen Ausbruchsperiode entgegengeht. Dieſes
Uebergangs=
tadium wird lange dauern, vielleicht Jahre, während
derer ſich der Berg zu neuer gewaltſamer Tätigkeit rüſtet,
Es wird die Aufgabe des Veſuv=Obſervatoriums ſein,
während dieſer Zeit die Beobachtungen mit erneutem Eifer
fortzuſetzen und ſozuſagen den „Pulsſchlag des Veſuvs”.
beſtändig unter Augen zu behalten, um künftige
Kataſtro=
phen, ſo weit dies möglich iſt, beizeiten vorauszuſehen.
Nummer 218.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 17. September 1913.
Seite 3.
D Süddeutſche Eiſenbahn=Geſellſchaft. Die
Ein=
nahmen betrugen im Monat Auguſt 1913: 1.
Perſonen=
verkehr 765 181 Mk. (gegen 663 614 Mk. im Auguſt 1912).
2. Güterverkehr 93 162 Mk. (89905 Mk.) 3.
Neben=
einnahmen 2507 Mk. (2815 Mk.) 4. Geſamteinnahmen
860 850 Mk. (756334 Mk.)
* Miſſionsfeſt im Eliſabethenſtift. Am 21.
Sep=
tember ſoll im Diakoniſſenhaus Eliſabethenſtift
ein Miſſionsfeſt gefeiert werden. Im Jahre der
Nationalſpende für die Miſſion iſt es wohl am Platze,
ſich überedie Frage Rechenſchaft zu geben: Was
recht=
fertigt es, daß bier ein ganzes Volk zur Mithilfe an
einem Werke aufgerufen wird, das vor hundert Jahren
noch kaum gekannt und vor fünfzig Jahren noch eine
Arbeit kleiner Kreiſe war? Dieſe Frage wird um ſo
dringender, als vor kurzem auf dem Balkan Chriſten
und Mohammedaner ſich in blutigem Kriege
gegenüber=
ſtanden und Völker, die den Chriſtennamen tragen, ſich
mit furchtbaren Greueln befleckt haben. Angeſichts
deſſen gilt es aufs neue, feſtzuſtellen, daß das Recht
der Miſſion nur beruht auf der religiöſen und moraliſchen
Ueberlegenheit des Chriſtentums, die überall ſegensreich
zutage tritt, wo lebendiger Chriſtenglauben ſich mit der
heidniſchen oder mohammedaniſchen Völkerwelt berührt.
Im Hauptgottesdienſt um 10 Uhr predigten Pfarrer Lang
und Miſſionar Stammberg von der Leipziger
Miſſion in Deutſch=Oſtafrika. In der
Nachverſamm=
lung, mittags um 3 Uhr, will Pfarrer Hickel von
der Arbeit unſerer Miſſionsſchweſter Friederike
Stein=
acker, Miſſionar Stammberg von ſeiner früheren Arbeit
berichten.
* Wartburg=Verein — Käſtchenfeſt. Man ſchreibt
uns: Den Auftakt zu dem am Sonntag, den 9.
No=
vember ſtattfindenden 12. Jahresfeſt bildete das im
Evangel. Gemeindehaus, Kiesſtraße, abgehaltene
Käſtchen=
feſt. Der große Saal des Hauſes war bis auf den
letzten Platz beſetzt und folgten alle Anweſenden dem
ſehr reichhaltigen Programm mit geſpannter
Aufmerk=
ſamkeit. Gemeinſame Geſänge, eine
Begrüßungs=
anſprache des Vorſitzenden, muſikaliſch=deklamatoriſche
Darbietungen, ſowie von der rührigen Turnmannſchaft
muſtergültig geſtellte Pyramiden erfreuten alle
An=
weſenden. Zwei Aufführungen militäriſchen Charakters
aus dem glorreichen Kriege 1870/71 atmeten recht
vater=
ländiſchen Geiſt, und alle Mitwirkenden wurden durch
reichen Beifall belohnt. Rühmlichſt erwähnt ſeien noch
die Solo=Geſänge des Herrn Beſt und die Klavier= und
Violin=Vorträge der Herren Kabey und Lein. Mit
Worten warmen Dankes ſchloß der Vorſitzende gegen
11 Uhr die in jeder Beziehung glänzend
ver=
laufene Feier.
Fortſchrittliche Volkspartei. Man ſchreibt uns:
Eine große Anzahl Vereine und Korporationen hat
ſchon zur der im November ſtattfindenden Wahl zur
Stadtverordneten=Verſammlung Stellung genommen.
Die fortſchrittliche Volkspartei hat zu dieſem Zweck für
morgen Donnerstag, abends 8¾ Uhr, im Hotel Prinz
Karl ſeine Mitglieder zu einer Verſammlung eingeladen.
Zutritt iſt nur den Mitgliedern des Vereins geſtattet
und werden dieſe erſucht, vollzählig zu erſcheinen.
(Siehe Anzeige.)
In Amerika verſtorbene Heſſen. In ſeiner
Wohnung, Nr. 536 S. Campbell Str., Louisville, Ky.,
ſtarb am 24. Auguſt 1913 an einem Herzleiden Herr
Chriſtian Glanz. Der Verſtorbene wurde am 19. Juli
1848 in Calbach, Kreis Büdingen, Heſſen=Darmſtadt,
geboren, erreichte ſonach ein Alter von 65 Jahren.
Nach=
dem er den deutſch=franzöſiſchen Krieg von 1870 und
1871 mitgemacht hatte, verheiratete er ſich im Jahre
1872 mit Maria Reichert aus Diebach am Haag, Kreis
Büdingen. Am 23. April 1898 kam die ganze Familie
nach Amerika. — Aus Rocheſter, N. Y., wird unterm
28. Auguſt berichtet: Einer der bekannteſten ehemaligen
Stadtbeamten Rocheſters deutſcher Abkunft, Herr John
Alexander Paul Walter, iſt hier im Alter von
67 Jahren geſtorben. Er wurde 1846 in Seckbach am
Main in Heſſen, geboren und kam als Knabe nach den
Vereinigten Staaten, wo er im Jahre 1862 in das
105. Regiment als Muſiker eintrat, zu welcher Zeit er
16 Jahre alt war. Er nahm an zahlreichen Schlachten
des Regiments, das ſpäter mit dem 94. Regiment
konſolidiert wurde, teil und erhielt im Jahre 1875 ſeinen
Abſchied.
* Kaffee= und Leſeſtube. Man ſchreibt uns: Das
Publikum ſei darauf aufmerkſam gemacht, daß die Kaffee=
und Leſeſtube, Große Ochſengaſſe 22, bei billigſten
Preiſen alles bietet, was zur Erholung und Erfriſchung
geſund und begehrenswert iſt. Vorzügliche Getränke,
Dick=
milch, mittags gute Suppe und abends einfache, warme
Gerichte. Behagliche Leſeſtube mit reichhaltiger Bibliothek.
(Siehe Anzeige.)
* Polizeibericht. Geſtern abend gegen 11 Uhr
ent=
ſtand in einer Wirtſchaſt in der Obergaſſe zwiſchen
Gäſten ein Streit, der in Tätlichkeiten ausartete, wobei
ein Handarbeiter am Kopfe verletzt wurde.
* Kinotheater. Reſidenztheater am weißen
Turm. Es ſei auch an dieſer Stelle nochmals darauf
aufmerkſam gemacht, daß heute, anläßlich des
Geburts=
tages J. K. H. der Großherzogin ab 10 Uhr
morgens Schülenvorſtellungen ſtattfinden. Ab
4 Uhr nachmittags kommt das neue Schlagerprogramm
zur Vorführung. — Uniontheater (Kunſtlichtſpiele
Rheinſtraße 6). Infolge der außerordentlich guten
Auf=
nahme, der ſich das große dreiaktige Drama „
Leidens=
ſtunden” zu erfreuen hatte, ſah ſich die Leitung des
Union=
theaters veranlaßt, das hervorragende Werk noch für
einige Tage zu erwerben. Neben dieſem erſtklaſſigen
Film läuft auch noch ein nicht weniger intereſſantes und
abwechslungsreiches Programm, aus dem beſonders
der Großſtadt=Schlager „Noch in letzter Stunde‟
hervorgehoben ſei. Der Film iſt prachtvoll koloriert und
bringt großartige Naturſzenerien. Die Handlung, von
erſten Schauſpielkräften dargeſtellt, iſt ſpannend von
An=
fang bis zu Ende und befriedigt ſelbſt den hohe
Anforde=
rungen Stellenden. Eine Menge Humoresken,
Naturauf=
nahmen uſw. ſchließen ſich an.
* Ludwigshöhe. Heute Mittwoch nachmittag findet
unter Leitung des Obermuſikmeiſters Herrn Weber ein
Feſtkonzert ſtatt. Zur Feier des Geburtstages J. K. H.
der Großherzogin enthält das Programm mehrere dem
Tage angepaßte Werke. Bei ungünſtiger Witterung findet
das Konzert im Saale ſtatt.
19. Geſchäftsbericht der Süddeutſchen
Eiſenbahn=Geſellſchaft.
* Dem ſoeben erſchienenen Geſchäftsbericht des
Ge=
ſchäftsjahres vom 1. April 1912 bis 31. März 1913 für die
20. ordentliche Generalverſammlung der Aktionäre am
27. September entnehmen wir folgendes: Zur
Verwirk=
lichung der ſchon über ein Jahrzehnt angeſtrebten
Elek=
trifizierung der Darmſtädter Dampfſtraßen= (Vorort=)
bahnen iſt mit der Stadt Darmſtadt die Errichtung der
Heſſiſchen Eiſenbahn=Aktiengeſellſchaft vereinbart worden
Die dieſerhalb abgeſchloſſenen Verträge und die
entſpre=
chende Satzungsänderung wurden durch die
außerordent=
liche Generalverſammlung vom 1. April 1912 genehmigt.
Demgemäß ſind die Darmſtädter Dampfſtraßenbahnen
Eberſtadt-Darmſtadt-Arheilgen und Darmſtadt-
Gries=
heim mit allen dazu gehörigen Anlagen, Ländereien,
Be=
triebsmitteln, Rechten und Pflichten mit Wirkung vom
1. April 1912 an die Heſſiſche Eiſenbahn=Aktiengeſellſchaft
in Darmſtadt übergegangen. An dieſer ſind wir,
nach=
dem auf Grund vertragsmäßigen Vorbehalts 10 Prozent
des Aktienkapitals an die Rheiniſche Schuckert=Geſellſchaft
in Mannheim von uns abgegeben wurden, mit 39
Pro=
zent des Aktienkapitals beteiligt. Die ſeitherige günſtige
Verkehrsentwickelung hat auch im abgelaufenen
Geſchäfts=
jahre auf allen unſeren Bahnen angehalten; Bregtal= und
Kaiſerſtuhlbahn hatten jedoch gegenüber dem Vorjahre
Einnahmeausfälle, erſtere durch verringerte
Holztrans=
porte und letztere durch nahezu völligen Ausfall der Obſt=
und Weintransporte infolge Mißernten. Alle anderen
Bahnen haben gegenüber dem Vorjahre Mehreinnahmen
erbracht. Die ſeit Jahren anhaltende Steigerung der
Preiſe aller Lebensbedürfniſſe erforderte eine
durch=
gehende Aufbeſſerung der Bezüge und der
Dienſtalters=
zulagen aller Angeſtellten. Durch dieſe und die höheren
Ausgaben, welche die Durchführung der neuen
Verſicher=
ungsgeſetze zur Folge haben, ſowie durch die fortwährend
ſteigenden Steuern, Abgaben und Materialpreiſe haben
ſich die Betriebsausgaben für das Berichtsjahr nicht
un=
erheblich vermehrt und werden ſich in den künftigen
Jah=
ren auch noch weiter erhöhen. Durch einen
außerordent=
lichen Beitrag zur Penſionskaſſe in Höhe von 56 782,01
Mark haben ſich die allgemeinen Geſellſchaftskoſten
eben=
falls bedeutend erhöht. Auch ſind auf Beſchluß des
Auf=
ſichtsrates die Rücklagen in die Erneuerungs= und
Spe=
zial=Abſchreibungsfonds beträchtlich, um 125354,73 Mark,
verſtärkt worden. Der Betriebsüberſchuß ſtellt ſich
trotz=
dem ungefähr auf vorjährige Höhe. Bei dieſer Sachlage
hat der Aufſichtsrat es für zweckmäßig gehalten, das
reſt=
liche Disagio auf begebene Obligationen in Höhe von
373 339 Mark, unter teilweiſer Heranziehung des
Gewinn=
vortrages, vollſtändig abzuſchreiben und für Talonſteuer
eine beſondere Rückſtellung von 108000 Mark zu machen.
Im abgelaufenen Geſchäftsjahre iſt die Herſtellung der
Zweiglinie Grünwinkel-Daxlanden der Karlsruher
Lokalbahnen begonnen und nahezu vollendet worden.
Wenige Monate nach Schluß des Berichtsjahres wurden
wir von einem herben Verluſt betroffen. Am 28. Juni
1913 verſtarb plötzlich das Mitglied unſeres Aufſichtsrates
und deſſen langjähriger Vorſitzender, Herr Geheime
Kom=
merzienrat Hedderich. Der Verſtorbene hat an der
Entſtehung und Entwickelung der einzelnen Bahnen, die
unſerem Unternehmen angehören oder bei denen wir
be=
teiligt ſind, hervorragend mitgewirkt und war
Mitbegrün=
der unſerer Geſellſchaft. Ihr Gedeihen hat Herr
Hedde=
rich mit unausgeſetztem lebhafteſten Intereſſe durch ſeine
reichen Kenntniſſe und Erfahrungen gefördert und ſich
dadurch bei den Organen der Geſellſchaft dauernde und
dankbare Erinnerung geſichert.
Das am Schluſſe des Geſchäftsjahres voll
einge=
zahlte Aktienkapital beträgt 26 Millionen Mark. Von den
ausgegebenen Schuldverſchreibungen ſind noch im
Um=
lauf 21673000 Mark im Nennwert. In dem
Erneuer=
ungs=, Reſervefonds uſw. ſind insgeſamt 6396 485,94
Mark enthalten. Das Bahnanlage=Konto beziffert ſich
nach Abſetzung des vollen Verkaufspreiſes der in den
Beſitz der Heag übergegangenen Darmſtädter
Dampf=
ſtraßenbahnen (inveſtiertes Anlagekapital 1.071422,19
Mark) auf insgeſamt 43 882017,45 Mark. An Perſonal
waren auf ſämtlichen Bahnen der Geſellſchaft angeſtellt
2469, gegen 2411 im Vorjahre.
Der Aufſichtsrat beantragt, den 1932 464,02 Mark
be=
tragenden Ueberſchuß wie folgt zu verwenden: 1. 6½
Pro=
zent Dividende auf 26000000 voll eingezahltes,
dividen=
denberechtigtes Aktienkapital 1690000 Mark, 2.
Statuten=
mäßige Tantiemen an den Aufſichtsrat 50733,96 Mark,
3. Vertragsmäßige Tantieme an die Direktion 30605,28
Mark, zum Ausgleichsfonds 80000 Mark, 5. Vortrag
auf neue Rechnung 81 124,78 Mark.
Groß=Umſtadt 16. Sept. (Kinderlähmung.) In
den letzten Tagen ſind hier mehrere Kinder an ſpinaler
Lähmung erkrankt.
Eppertshauſen, 16. Sept. (Tödlicher Unfall.)
Der 12jährige Sohn des Landwirts Erwin Müller
wollte heute nachmittag ſeinem Vater das Pferd ins Feld
bringen und fuhr über einen Bahnübergang, als gerade
ein Zug herankam. Das Pferd ſcheute, der Knabe fiel
vom Wagen und kam ſo unglücklich unter die
Räder, daß er nach einer Stunde an den Folgen der
ſchweren inneren Verletzungen ſtarb.
Neu=Iſenburg, 16. Sept. (Krieg im Frieden.)
Ein Hausbewohner fand, als er nachts heimkehrte, ſein
Haus verſchloſſen und wurde vom Hausbeſitzer nicht
ein=
gelaſſen. Darauf verſuchten die Freunde des
Ausgeſperr=
ten das Haus zu ſtürmen. Der Angriff wurde jedoch
durch das blinde Feuern des belagerten Hausherrn
abge=
ſchlagen. Die Polizei zerſtreute darauf die
Belagerungs=
armee und nahm deren Befehlshaber feſt.
Neuſtadt i. O., 16. Sept. (Mutterſchickſal.) Ein
tragiſches Geſchick iſt der Tod der 75 Jahre alten
Schuh=
machermeiſterswitwe Hermann hier. Ihre beiden Söhne
ſind ſeit 32 Jahren in Amerika und wollten ihr altes
Mütterchen noch einmal wiederſehen. Samstag
nachmit=
tag trafen ſie hier ein und fanden die Mutter als Leiche.
Siewar am Tagvorher geſtorben.
R. Heubach, 15. Sept. (Beerdigung.) Geſtern
hatte der Veteranen= und Militärverein „Wilhelm” ſeinem
teuren Mitgliede und Vorſtandsmitgliede Geora Wolf III.
die letzte Ehre zu erweiſen. Wohl hat die Einwohnerſchaft
einen größeren Trauerzug hier noch nicht geſehen. Herr
Pfarrer Loos=Groß=Umſtadt legte ſeiner Grabrede die
Bibelworte zugrunde: „Ich habe Dich erlöſet, ich habe
Dich bei dem Namen gerufen, Du biſt mein!‟ Darauf legte
der Präſident des Veteranenvereins, Herr Dintelmann,
einen Kranz am Grabe nieder. Er ſchilderte in kurzen
Zügen die großen Verdienſte, welche der Verſtorbene
er=
worben. Die üblichen Salutſchüſſe ſchloſſen die erhebende
Feier. — (Ein ſeltenes Naturereignis) iſt
hier in dem Garten des Landwirts Jakob Schimpf XI. zu
ſehen. Ein junges Apfelbäumchen, das zum Teil
reichlich mit Früchten behangen iſt, prangt auf der anderen
Seite im weißen Blütenſchmuck.
Groß=Gerau, 15. Sept. Vermißt wird ſeit dem
9. September d. J. der Privatier Heinrich Petri, 54
Jahre alt, zu Groß=Gerau. Auf deſſen Auffindung hat die=
Ehefrau des Vermißten eine Belohnung von 100 Mark
ausgeſetzt.
Guſtavsburg, 16. Sept. (K reisturn= und
Spiel=
feſt.) Daß nicht der äußere Pomp, nicht Karuſſell und
Juxplatz, auch nicht ungezählte Liter Bier ein Feſt ſchön
machen, ſondern der Geiſt, der in den Feſtteilnehmern
wohnt und in ihrem Tun ſich kundgibt, das hat das
Kreisturn= und Spielfeſt der evangeliſchen
Jugendvereine des Kreiſes Groß=Gerau
gezeigt, das am Sonntag hier vor ſich ging. Die
Wett=
kämpfe am Nachmittag zeigten die Jugend im ernſten
Eifer um die Erlangung des Siegespreiſes. Der Jugend=
Feuilleton.
C.K. Die Krankheit der Beamten der drahtloſen
Tele=
graphie. In dem Maße, als die Einführung der
draht=
loſen Telegraphie Fortſchritte macht, mehren ſich die Fälle,
in denen Telegraphiſten der drahtloſen Stationen von
einer eigenartigen Krankheit ergriffen werden, die allen
Anzeichen nach mit der Art ihrer Tätigkeit im engſten
Zu=
ſammenhange ſteht. Das Leiden äußert ſich durch
Blut=
armut; die Symptome ſind eine auffallende Bläſſe, häufig
auftretende Kopfſchmerzen, Appetitmangel und
Verdau=
ungsſtörungen. Genauere Beobachtungen haben eine
Ab=
nahme der roten Blutkörperchen ergeben und zugleich eine
Abnahme des Hämoglobingehaltes der Blutkörperchen.
Bis zu einem gewiſſen Grade wird dieſes Leiden durch
die ungünſtige Inſtallation der drahtloſen
Telegraphie=
ſtationen auf vielen Schiffen gefördert; aber es ſcheint,
daß die Ozonbildung der Luft und die unmittelbare Nähe
hochgeſpannter Ströme auf den menſchlichen
Organis=
mus einen Einfluß ausüben, der noch nicht genügend
er=
kannt und erforſcht iſt. Man hat ähnliche
Krankheitser=
ſcheinungen auch bei den Elektrizitätsarbeitern an den
Niagarafällen feſtſtellen können, und bei in die Nähe
ſtar=
ker Dynamos gelegten Schnecken beobachtete man heftige
Muskelzuſammenziehungen.
ml. Das neueſte Rieſenhotel Amerikas. Das größte
Hotel der Vereinigten Staaten, wenn nicht in der Welt
überhaupt, wird in kurzem auf der Oſtſeite des Broadway
eröffnet werden. Das Gebäude wird 1800 Zimmer in
24 Etagen enthalten. Das Rieſenhotel iſt in weniger als
15 Monaten fertiggeſtellt und zur Aufnahme der Gäſte
ein=
gerichtet worden. Und wenn es am Neujahrstage 1914
ſeine Pforte öffnen wird, hat es einen Koſtenaufwand von
50 Millionen Mk. erfordert. Von dieſer enormen Summe
ſind fünf Millionen allein für den Bauplatz gezahlt
wor=
den. Um für das Hotel Raum zu ſchaffen, mußten zwei
Theatergebäude, ſowie eine Anzahl alter Häuſer
abgeriſ=
ſen werden. Es verdient Hervorhebung, daß ein großer
Teil des inveſtierten Kapitals in England aufgebracht
worden iſt. Das Souterrain des Gebäudes enthält die
Maſchinen=, Waſch= und Küchenräume. Dieſe bilden einen
Raum von 60 Meter Weite und rund 40 Meter Tiefe. 21
Stockwerke bleiben für die Gaſtzimmer reſerviert, von
denen 85 auf jedem Flur gelegen ſind. In den oberen
Räumen iſt das Hotelperſonal untergebracht. Die
Innen=
einrichtung und Möbelierung des Hotels hat allein nicht
weniger als vier Millionen Mark gekoſtet.
** Aus der Welt der Frau. Wie man den
me=
dernen Mantel trägt: Die drapierten Kleider
haben mit Notwendigkeit den lockeren weiten Mantel im
Gefolge. Man bedarf eines geſchmeidigen faltigen
Ge=
wandes, um die breiten Maſſen zu verbergen, und man
will zu der wogigen Steifheit des Kleides einen pikanten
Gegenſatz ſchaffen in einem läſſig umgelegten, den Gliedern
ſich anſchmiegenden Kleidungsſtück. Aus dieſem Gefühl
heraus hat bereits das Rokoko jene entzückenden Capes
und Umhänge gebracht, die man „Faille”, oder auf gut
Deutſch „Schlender” nannte und die die Begeiſterung aller
derer waren, die ſich an dem ſtarren Prunk des Reifrockes
ſatt geſehen hatten. Auch wir erleben wieder eine
Re=
naiſſance dieſer weichen, loſe umgeſchlungenen Mäntel, die
leicht um die Schultern gelegt und mit den Händen
gehal=
ten werden, mögen ſie nun aus Seide oder Pelz beſtehen,
jener Capes, die in läſſigen und doch wohl ausſtudierten
Linien am Körper niederfließen. Sehr in Mode iſt der
ſpaniſche Umhang, der kühn um den einen Arm drapiert
wird und mit dem einen Ende in romantiſchem Schwung
quer über die Schulter geworfen iſt. Daneben erſcheint
das zierlichere Cape, das an das Mäntelchen des Rokoko=
Abbé gemahnt und mit einem breiten, umgeſchlagenen
Kragen getragen wird, der den Hals frei läßt. Der
Ca=
puchonmantel feiert ſeine Triumphe mit ſeiner tief
herab=
gehenden Kapuze auf dem Rücken, an der eine kleine
Quaſte ſchaukelt, und als bequemſtes aparteſtes
Kleidungs=
ſtück erſcheint der weite Burnus mit den großen Quaſten,
die ihn umſpielen. Schwerer iſt die Pracht der koſtbaren
Pelz= und Abendmäntel; aber auch ſie werden nicht einfach
angezogen, ſondern fließen in Wellenlinien um die
Ge=
ſtalt, müſſen mit der darunter getragenen Toilette, mit
den Linien der Figur in feine Harmonie gebracht werden.
So iſt es denn nicht genug, ſolch ein ſchönes Stück zu er=
ſtehen, ſondern viel wichtiger iſt es, daß man es auch zu
tragen verſteht. Ihren Zauber und ihre Seele empfangen
dieſe Umhänge erſt durch den Geſchmack ihrer Trägerinnen,
durch die anmutige Rhythmik der Bewegungen. Die
Män=
tel müſſen mit einer gewiſſen ſorgfältig berechneten
Nach=
läſſigkeit getragen werden; ſie ſollen ausſehen, als wären
ſie raſch umgeworfen und enthüllten in der zufälligen
apar=
ten Unordnung ihrer Falten die Konturen der Kleidung
und des Körpers. Die Dame aber, die ſich auf eine ſolche
„Improviſation” verlaſſen wollte, würde einen plumpen
und ungefügen Eindruck machen. Frauen, die dieſe
wei=
ten Umhänge nicht zu tragen verſtehen, ſehen aus wie
ſchwerfällige Vögel, die mit grotesken Flügeln, die hier
von den in den Falten vergrabenen Armen dargeſtellt
wer=
den, mühſelig daherrudern. Man hat den weiten
wulſti=
gen Aermeln, die im vergangenen Jahre modern waren,
den Namen Pinguine gegeben; nun, an ſolche breit und
chwer wackelnde Seevögel erinnern die Damen, die die
neuen Mäntel nicht zu tragen wiſſen. Die Mondäne
je=
doch, die die Kunſt der Drapierung bei dem neueſten
Klei=
dungsſtück erfaßt hat und mit Vollendung ausübt, wickelt
ſich in die loſen vollen Falten wie ein anmutiger Vogel
in ſein herrliches Gefieder; mit den ſchlanken Händen faßt
ſie energiſch in die Stofflut hinein und weiß mit einer
einzigen graziöſen Geſte jene Linien um ſich zu geſtalten,
die ihrer Figur weiche volle Konturen verleihen. Wie eine
ſchöne exotiſche Blume wächſt dann der ſchlanke Oberkörper
aus den knapp gezogenen Falten des Mantels hervor,
während ſich die ſchwerere Fülle des Stoffes um die
Dra=
pierungen des Kleides ſammelt und durch ihre Maſſe die
grazile Feinheit noch erhöht. Die ſchwere Kunſt, den
modernen Mantel zu tragen, belohnt dann durch einen
beſonders reizvollen und pikant originellen Effekt.
Die neueſte Haartracht. Trotz all der
Exzen=
trizitäten und Bizarrerien, die die Mode entfaltet, liegt
doch in ihrem häufig verworrenen Streben der tiefere
Sinn eines harmoniſchen Stils. Die runden vollen Linien
und Wellen, die in den Roben geſucht werden, klingen
wieder in der Haartracht, die danach ſtrebt, den natürlichen
Fluß des Haares in ihren ondulierten Lagen und
kompli=
zierten Arrangements feſtzuhalten. Die bohe Friſur, die
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 17. September 1913.
Nummer 218.
verein Guſtavsburg errang die Kreismeiſterſchaft im
Fauſtballſpiel und erhielt als Ehrenpreis das Bild von
A. Kampf: Die Einſegnung der Freiwilligen 1813.
Das=
fſelbe Bild zeigten in verkleinerter Wiedergabe auch die
Diplome für die Turner Bei einer ſchönen Feier nach
den Wettkämpfen legte Pfarrer Knab=Walldorf in einer
Anſprache die Ziele der evangeliſchen Jugendvereine dar
die er mit den Wocten „Stark und froh” kennzeichnete.
Zum Abendeſſen hatte man den jungen Gäſten
Freiquar=
tiere bei den Bürgern von Guſtavsburg beſorgt. Um
8 Uhr verſammelte man ſich wieder zu einem
Familien=
abend im „Bayeriſchen Hof” bei dem die Preisverteilung
ſtattfand. Bei dieſer Veranſtaltung kam die Erinnerung
an das Jahr 1813 ſtark zur Geltung, beſonders in dem
Schauſpiel „Der Trommeljunge von Dennewitz” das von
den Guſtavsburgern Jugendvereinlern verſtändnisvoll
ge=
ſpielt wurde. Der Poſaunenchor von Walldorf hat viel
zum Gelingen des Abends beigetragen. An dem Feſt
be=
teiligten ſich die Jugendvereine von Büttelborn, Groß=
Gerau, Guſtavsburg, Kelſterbach, Nauheim, Walldorf und
Worms-Neuhauſen.
Mainz, 16. Sept. (Weinbauausſtellung.) Die
Weinbauausſtellung wurde von 33 267 Perſonen beſucht.
Der finanzielle Abſchluß ſteht noch nicht
end=
gültig feſt, doch iſt das Ergebnis ſehr gut. Es dürften
*5000 bis 6000 Mark Ueberſchuß erzielt werden. — Eine
Einigung mit Herrn v. Waldthauſen ſoll
un=
mittelbar bevorſtehen. Die Verhandlungen ſind ſo weit
gediehen, daß der Abſchluß noch dieſe Woche erfolgen
wird. Die beiderſeitigen Intereſſen, insbeſondere die der
Waldbeſucher, ſollen gewahrt ſein. Herr v. Waldthauſen
iſt wegen der Verhandlungen wieder auf ſeinem Schloſſe
eingetroffen. — Der 63 Jahre alte Pfründner A. Stethen
von Nieder=Ingelheim, der in voriger Woche den
Selbſt=
mordverſuch am hieſigen Friedhof machte, indem er
Lyſol trank, iſt an den Folgen im Rochushoſpital
ge=
ſtorben.
Worms, 16. Sept. (Dem Richter entzogen.)
Heute früh gegen 6 Uhr hat ſich der 47 Jahre alte
Alt=
händler Adam Beiſel in ſeiner Wohnung,
Friedrich=
ſſtraße 14, im Bette erſchoſſen. Beiſel war der
Hehle=
rei angeklaßt, weil er eine Reihe Gegenſtände, wie
Bronzefiguren und dergleichen, die ein gewiſſer Jakob
Fuhrmann aus Ottersheim hier und auswarts von
Grab=
mälern geſtohlen hatte, an ſich gebracht hat. Die
Haupt=
verhandlung ſollte heute vormittag vor der Strafkammer
Großh. Landgerichts Mainz ſtattfinden. — Eine
Flug=
maſchine mit Leutnant Metzler als Führer und
Leutnant Eichhorn als Begleiter landete geſtern abend
6,40 Uhr auf dem rechtsrheiniſchen Exerzierplatz. Die
beiden Flieger waren um 4,20 Uhr auf dem Aviatik=
Pfeil=Doppeldecker „B. 10‟ in Darmſtadt
aufge=
ſtiegen, flogen in etwa 900 Meter Höhe über Bensheim,
Heidelberg, Mannheim, Karlsruhe, zurück nach Mannheim,
Worms. Heute nachmittag 4 Uhr werden die beiden
Flie=
ger nach Mainz-Frankfurt wieder zurückfliegen.
* Alzey, 16. Sept. Aus Amerika wird gemeldet:
Frau Franziska Metz geb. Biſchel, die Mutter
des Kongreßabgeordneten und früheren Comptrollers
Hermann A. Metz, iſt in ihrem 84. Lebensjahre in Newark,
N. J., geſtorben. — Die nunmehr Verblichene ward 1830
in Alzey in Rheinheſſen geboren. Im Jahre 1848 kam
ſſie mit ihrem Gatten Eduard Metz herüber nach Amerika,
ſder in den Reihen der 48er gekämpft und Männer wie
Karl Schurz und Franz Sigel zu Freunden hatte. Er ſtarb
fim Jahre 1885. Frau Metz war die Tochter von George
fund Veronika Biſchel. Ihr Vater ſtarb kurz nach ihrer
Geburt; die Mutter erreichte ein Alter von 80 Jahren. Als
(Frau Metz im 77. Lebensjahre ſtand, überraſchte ſie zwei
Einbrecher, welche in das Haus eingedrungen waren. Mit
ſeinem Revolver hatte ſie ſich herangeſchlichen und gab
Feuer auf die Burſchen, die ausriſſen und auch ihre Flucht
bewerlſtelligten. Die Armen verlieren in der Frau Metz
ſeine treue Freundin. Gar manche Träne hat ſie getrocknet,
manche Not gelindert. Frau Metz hinterläßt drei Söhne,
von denen der älteſte Hermann A. Metz iſt, der vier Jahre
lang das Amt des ſtädtiſchen Comptrollers bekleidete und
eben erſt wieder für den gleichen Poſten aufgeſtellt wurde.
Ober=Saulheim, 16. Sept. (Blitzſchlag.) Ein
ſchweres Unwetter zog Sonntag abend über unſer Dorf.
Der Blitz ſchlug in die Scheune des Landwirts Karl
Heyd. In kurzer Zeit war die vollſtändig mit
Frucht gefüllte Scheune abgebrannt und das
Feuer erfaßte die angrenzende Scheune des Landwirts
Philipp Freitag, die ebenfalls mit Frucht gefüllt war.
Das trockene Getreide entfeſſelte das Feuer nur noch
mehr und man hegte Befürchtungen für das ganze
an=
grenzende Gebäudeviertel. Den Bemühungen unſerer
Feuerwehr, der die völlige Windſtille und der ſtrömende
Regen zu Hilfe kamen, gelang es jedoch, das Feuer
end=
lich zu löſchen. Nur mit großer Mühe konnte das Vieh
in den beiden Gehöften gerettet werden, da auch die
Stallungen verbrannten
Gießen, 16. Sept. (Der Gießener Viehmarkt.
Der Bund der Viehhändler Deutſchlands und der
ober=
heſſiſchen Viehhändlervereine hatten auf geſtern abend
ge=
meinſam eine Viehhändlerverſammlung einberufen, die
von rund 400 Perſonen beſucht war. Der Vorſitzende des
Bundes, Daniel=Dierdorf, und der Vorſitzende des
ober=
heſſiſchen Vereins, Flörsheim=Alsfeld beſprachen die
un=
haltbaren Zuſtände des Gießener Viehmarktes. In der
daran anſchließenden lebhaften Ausſprache erklärte
Ober=
bürgermeiſter Mecum, er ſei gekommen, um die
Be=
ſchwerde des Handels entgegenzunehmen. Soweit die
Stadt Gießen als Unternehmerin des Marktes in Frage
komme, werde ſie gewiß alles tun, um Verhältniſſe zu
ſchaffen, die auch die Handelsleute zufrieden ſtellten. Es
wurde eine Kommiſſion gewählt, die mit den in Frage
kommenden Behörden, dem Miniſterium, dem Kreisamt,
der Polizeibehörde und der Stadt Gießen, ſich ins
Be=
nehmen ſetzen ſoll, um endlich Zuſtände zu ſchaffen, die
der Bedeutung des Marktes entſprechen, der einer der
bedeutendſten Umſchlagsplätze für Zuchtvieh in
Mittel=
deutſchland iſt. Ein Antrag auf Boykottierung des
Gie=
ßener Viehmarktes wurde von dem Vorſitzenden als der
Würde des Deutſchen Viehhändlerverbandes nicht
ent=
ſprechend abgelehnt.
Die Gewerbe=Ausſtellung in Lauterbach.
(*) Die Ausſtellung gibt ein reges Zeugnis für die
Wichtigkeit und ſegensreiche Wirkſamkeit der
Gewerbever=
eine und Gewerbeſchulen. Der lebhafte Beifall und die
allgemeine Anerkennung, welche die drei
Hauptabteilun=
gen fanden, ſind voll und ganz verdient.
Die Schülerarbeiten=Ausſtellung gab
den Beſuchern vielſeitige Anregung und war geeignet,
dazu beizutragen, das Intereſſe am gewerblichen
Unter=
richt zu fördern. Dieſe Abteilung war in den oberen
Sälen der Web= und Handwerkerſchule untergebracht. Der
Saal zur Linken zeigte die Schülerarbeiten der fünf
ober=
heſſiſchen Gewerbeſchulen zu Alsfeld, Büdingen,
Fried=
berg, Gießen und Nidda, beſtehend aus Aufnahmen alter
muſtergültiger Bauten und Gegenſtänden des häuslichen
Gebräuchs. Sehr ſchön waren die praktiſchen Uebungen
der Weißbinder und Dekorationsmaler, die Arbeiten aus
dem kunſtgewerblichen Zeichnen, ſowie die praktiſchen
Ar=
beiten aus dem Modellunterricht der Steinhauer, Maurer,
Zimmerer, und endlich die Holzſchnitzereien, Kunſtſchmiede=
und Metalltreibarbeiten. Das alles gab einen Einblick indas
verzweigte Unterrichtsfeld der heſſiſchen Gewerbeſchulen.
— Der Saal rechts enthielt in der Hauptſache
Schüler=
arbeiten aus den Gebieten des Fachzeichnens in den
Handwerkerſchulen, den früheren Sonntagszeichenſchulen.
Wegen Mangel an Raum konnten leider nicht alle
ober=
heſſiſchen Handwerkerſchulen zur Ausſtellung zugelaſſen
werden. Hier zeigte ſich ſo recht der Fleiß von Lehrern
und Schülern, die trotz der knapp bemeſſenen Zeit recht
Bedeutendes zuwege bringen. Die Schau des
Hand=
werks aus Lauterbach und dem Riedeſelſchen Ländchen
befand ſich im unteren Stock der Webſchule. Des regſten
Intereſſes erfreute ſich die Ausſtellung Alt=
Lauter=
bacher Handwerkskunſt. Der Saal wies einen
Vorraum und drei Kojen auf. In dem Vorraum waren
mehrere Laden aufgeſtellt, welche reiche Schnitzereien und
Wappen einzelner Alt=Lauterbacher Familien trugen.
Er=
wähnt ſei beſonders das Wappen der Familie Heuſer, die
in der Stadtgeſchichte über hundert Jahre eine bedeutende
Rolle ſpielte. Die Höhe der heimiſchen Schmiedekunſt
zeigten zwei eiſerne Truhen, Arbeiten aus der Zeit um
1700; bewundert wurden die kunſtvollen, komplizierten
Schlöſſer. Mächtige Eichenſchränke zeigten mehr
bäuer=
liches Gepräge, ein anderer trug reiche Schnitzereien,
Blätter und Weintrauben. Die Vorderwand des Saales
zierten Bilder und Anſichten, darunter ſolche von
Bau=
rat Diehm (früher in Gießen), z. B. die Totenkirche, Alt=
Lauterbach und der Graben in Lauterbach. Andere waren
von Architekt Möller. Zwei alte Bilder aus der Zeit um
1800 zeigten Eiſenbach und Lauterbach. Wieder andere
Laden waren echte Renaiſſance=Arbeiten aus 1820. Auch
Gegenſtände der Alt=Lauterbacher Töpferkunſt konnte man
bewundern. Auch das altehrwürdige Himmelbett durfte
nicht fehlen. In dankenswerter Weiſe hatten zahlreiche
Familien Lauterbachs und der Umgegend, beſonders aber
die Riedeſelſche Familie, ihre Altertumsſchätze zur
Ver=
fügung geſtellt.
Jung=Lauterbachs Handwerkskunſt konnte man im
gegenüberliegenden Lehrſaal bewundern. Auch zwei
aus=
wärtige Schreinermeiſter, Rauſch=Schadges und Waſſer=
Rixfeld waren neben den Lauterbacher Handwerkern
ver=
treten. Dekorationsmaler Jul. Siemſen bringt die
reiz=
vollen alten Lädchen mit Blumen und Sprüchen wieder
neu in Umlauf. Daneben ſtanden die appetitlichen Kon=
ditorarbeiten des Herrn Duchardt. Leider ſtanden daran
die Worte: Nicht berühren! Und ſie dufteten doch ſo
lieb=
lich! Weibliche Handarbeiten hatten nur zwei Damen
ausgeſtellt. Obwohl auch in dieſer Abteilung der Raum
beſchränkt war, ſo bot ſie doch ein ungefähres Bild der
Handwerkskunſt der Gegenwart. — Als den dritten Teil
der Ausſtellung muß man die Werkſtätte der
Web=
ſchule bezeichnen, in deren Raum fortgeſetzt eine
ſtatt=
liche Zahl Beſucher weilte. Handwebſtühle,
Schaftmaſchi=
nen, Kettel= und Schußſpulmaſchinen traten in Tätigkett,
Man konnte das Weben der Kraftwebſtühle ſehen, es
ent=
ſtanden hier die Gebrauchsgegenſtände und Kleiderſtoffe.
Sehr intereſſant war ein Nebenzimmer mit den fertigen
Erzeugniſſen, vom einfachen Handtuch bis zum
pracht=
vollen geknüpften Teppich. Daneben lagen die Lehrgänge
der Bearbeitung der Baumwolle, Jute, des Flachſes, der
Seide. Mit einem Wort: die Ausſtellung machte dem
Lauterbacher Ortsgewerbeverein alle Ehre.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nacht
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Nedaktion ihr Urteil vor.
* Koczalski=Konzert. Auf das heute
Mitt=
woch, 8 Uhr abends, im Saale des Hotels zur Traube
ſtattfindende erſte Konzert Raoul von Koczalskis wird
nochmals hingewieſen. Es iſt zu erwarten, daß der große
Künſtler die Elite unſerer Muſikkenner und Gönner heute
um ſich verſammelt ſehen wird.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 15. Sept. Die Blätter
melden aus Langfuhr: Die Berliner
Gemeinde=
ſchüler, die Gäſte des Kronprinzen ſind,
wur=
den geſtern abend von der Kronprinzeſſin im Garten der
Ein
kronprinzlichen Villa zum Abſchied empfangen.
heftiges Gewitter ging heute über Berlin nieder=
Der Blitz ſchlug an mehreren Stellen ein ohne zu
zün=
den. Nachdem das Gewitter ungefähr 1½ Stunden ge
dauert hatte ſetzte ein feiner Landregen ein, der den
durch das Gewitter verurſachen plötzlichen Niedergang
der Temperatur aufrecht erhielt. — Ein inter
natio=
naler Lebemann und Schwindler, der unter
den Namen Fürſt Dolgoruki, Baron von Roſen u. a. m.
in aller Welt aufgetreten iſt und von verſchiedenen
Straf=
behörden geſucht wurde, fiel geſtern nach einem neuen
Schwindel der hieſigen Kriminalpolizei in die Hände.
Am Samstag abend machte ſich im Metropoltheater bei
der Premiere ein Kavalier an zwei Herren der hieſigen
Geſellſchaft heran, ſtellte ſich als Fürſt Dolgoruki vor und
beſuchte mit ihnen ſpäter ein feines Weinlokal in der
Jägerſtraße, das auch zur Nachtzeit geöffnet iſt. Die
bei=
den Herren waren hier bereits wohlbekannt, und ihr
Be=
gleiter gab ſich den Anſchein, als ob er ihr beſter Freund
ſei. So hatte denn der Wirt nicht die geringſten
Beden=
ken als der ihm ſonſt fremde Gaſt ihm die mäßige Zeche
mit einem Scheck über 1000 Mark auf den Kredit Lyonnais
bezahlte. Ohne das geringſte Mißtrauen gab er den
Ueberſchuß heraus. Erſt ſpäter erfuhr der Wirt, daß die
beiden bekannten Gäſte ihren Begleiter auch eben erſt
kennen gelernt hatten und nichts Näheres von ihm wußten,
Der Wirt zweifelte nun auch, daß der Name des Gaſtes und
der Name auf dem Scheck richtig ſei, und machte Anzeige
bei der Polizei. Dieſe ermittelte geſtern den
Verdäch=
tigen in einem anderen Nachtlokal, nahm ihn feſt und
ent=
larvte ihn als einen 1885 geborenen kurländiſchen Baron
Iwan Engelhardt, der früher in einem ruſſiſchen
Regi=
ment Offizier war, ſeitdem aber ohne Geld den
Globe=
trotter ſpielte und überall Schulden machte und
Betrüge=
reien verübte. Von München aus wurde Engelhardt
ge=
ſucht, weil er dort mehreren Landsleuten unter falſchen
Vorſpiegelungen Geld abgenommen hatte, aus ähnlichen
Gründen von Wien aus. In Berlin hat er noch eine
Rechnung wegen eines Zuſammenſtoßes mit der Polizei
wegen groben Unfuges zu begleichen. Von dem Gelde,
das ihm der Wirt herausgegeben hatze beſaß er noch
500 Mark, das übrige hat er geſtern auf der
Grunewald=
rennbahn ausgegeben. — (Ein Mord im Offizier==
Kaſino.) Der Lippeſche Hofmaler Profeſſor Heinrich
Maaß, Brücken=Allee hierſelbſt wohnhaft, hat geſtenn
abend auf dem Flur des Landwehr=Offizier=Kaſinos den
Lippeſchen Kammerherrn und Rittmeiſter der Reſerve,
Lothar von Weſternhagen. Kurfürſtendamm
wohn=
haft, erſchoſſen. Ueber den Aufſehen erregenden
Vorfall=
erfährt das Depeſchenbureau Herold folgendes: Sowohl
Herr Profeſſor Maaß wie der Kammerherr von
Weſtern=
hagen waren für geſtern abend zu einer Vernehmung vor
dem Ehrenrat in das Landwehr=Offizier=Kaſino geladen
worden, und zwar nicht in einer militäriſchen
Angelegen=
heit, ſondern in einer rein privaten Sache. Profeſſor
in der Coiffüre mehr und mehr zum Siege gelangt, wird
entweder durch ein Verknüpfen, Verknoten und Umlegen
der gewellten Flechten oder durch einen helmartigen
Auf=
bau, durch das Schaffen aufgetürmter Maſſen erreicht. Die
Ponylocken über der Stirn nehmen der Friſur die Strenge
und Kälte; ſie werden noch häufig akzentuiert durch ein
über die Stirn gelegtes Perlenband. Die Verzierung der
Haartracht geſchieht bei großen Abendfriſuren durch eine
bekrönende Edelſteintiara, durch diamantenbeſetzte Bänder
und Zweige, die ſich wie Arme aus der Haarflut
heraus=
heben, oder durch Aigretten von Paradies= und
Straußen=
federn. Bandgarnierungen aus Moiré werden viel
getra=
gen oder es wiegen ſich auf dem duftigen Gewoge große
Tüllſchmetterlinge oder zarte Gebilde aus Spitzen.
Ver=
ſchiedentlich verſucht man Chignonformen in Geſtalt einer
„8” zu bringen; aber die meiſten Damen ziehen dem ein
feſtes Haarneſt vor, das durch einen großen, mit Steinen
beſetzten Schildkrötenkamm gehalten wird. Die allgemeine
Hinneigung zu den Moden des 18. Jahrhunderts verleiht
den gepuderten Coiffüren einen beſonderen Reiz; ſie
vaſ=
ſen zu den Drapierungen der Röcke, den Fichus der
Kor=
ſage, den zarten Farben und den Mouchen, die die Grazie
des Rokoko anklingen laſſen.
Ein neuer Frauenſport. Das Schleudern
von leichten Wurfſpießen findet als ein anmutiger, geſun
der und der Frau beſonders angemeſſener Sport in
eng=
liſchen Damenkreiſen mehr und mehr Anhängerinnen. Die
Ausbildung der Arm= Nacken= und Bruſtmuskeln wird
dadurch beſonders gefördert, Biegſamkeit und
Geſchmei=
digkeit der Glieder erreicht, und ſo erlangen die Frauen
mit dieſer unterhaltſamen Beſchäftigung nicht nur einen
Zuwachs an Geſundheit, ſondern auch an Schönheit. Der
Champion dieſes neuen, eigentlich freilich uralten Sports,
F. A. M. Wobſter, rühmt in einem engliſchen Blatt dieſe
ideale Körperübung der Damenwelt; ſie kann in jedem
Garten oder auf einem freien Platz ausgeführt werden;
die normale Weite des Wurfes, die Frauen mit dieſen
leichten Speeren erreichen, beträgt gegen 80 Fuß; doch
haben Damen bereits ſehr bedeutende Leiſtungen in dem
Sport vollbracht.
Kunſthalle am Rheintor.
I.
Karl Thiemann=Dachau.
Nach längerer Sommerpauſe öffnete die Kunſthalle
am Rheintor wieder ihre Räume und bringt als
vielver=
heißende Einleitung der neuen Saiſon zunächſt eine
Kol=
lektivausſtellung von Karl Thiemann=Dachau. Der
junge Künſtler hat ſich vor einigen Jahren äußerſt
vorteil=
haft bei uns eingeführt mit einer Kollektivausſtellung von
Holzſchnitten, in denen er der uralten Kunſt der Japaner
in bemerkenswerter moderner Auffaſſung neues Leben
lieh. und dabei ein ebenſo offenſichtliches wie taktvoll
un=
aufdringlich bleibendes eigenes künſtleriſches Empfinden
offenbarte. Seine Holzſchnitte, meiſt auf Japan gedruckt,
waren von prägnanter Zeichnung und dabei doch von
einer Weichheit der Konturen und Zartheit im Kolorit,
daß man unwillkürlich fühlte, wie hier eine
feinempfin=
dende Künſtlernatur durch eine uralte Kunſttechnik
über=
zeugend ſich ſelbſt Ausdruck lieh. Heute zeigt Karl
Thie=
mann weitere Seiten ſeines künſtleriſchen Schaffens und
wenn wir auch nach wie vor ſeine Holzſchnitte am höchſten
bewerten möchten, ſo muß doch ohne weiteres zugeſtanden
werden, daß auch ſeine Oelgemälde, wie die Zeichnungen
und Paſtelle eine Künſtlernatur offenbaren, die ſehr weit
den Durchſchnitt überragt und machtvoll zur Höhe ſtrebt;
jedenfalls aber einen Künſtler, der nicht mit dem großen
Haufen läuft und der ſeiner eigenen individuellen
Kunſt=
auffaſſung überzeugend Ausdruck zu geben vermag.
Im Erdgeſchoß ſind die Originale — etwa 30
Schwarz=
weißblätter — der für die Zentenarſchrift der
Gußſtahl=
fabrik Friedrich Krupp in Eſſen geſchaffenen Holzſchnitte
aufgehängt. Die Blätter ſind durchweg Erzeugniſſe eines
kraftvollen Zeichentalentes, deſſen klare, beſtimmend
cha=
raktervolle Handſchrift dem Bildinhalt, dem
Reinkünſtleri=
ſchen, ſtets untergeordnet ſind. Ihre Zweckbeſtimmung
iſt geſthetiſiert, ohne dadurch irgendwie beinträchtigt zu
ſein. Immerhin haftet dieſen Blättern oft „der Auftrag”
an. Das iſt naturgemäß, wenn die dem freien Schaf=
fen entſproſſenen Bilder des Künſtlers die Wahrheit
re=
den. Sie laſſen in ihrer hellen Farbenfreudigkeit und
Na=
turverherrlichung nicht darauf ſchließen, daß der Künſtler
ſich auch für eigenes, freies Schaffen kalte, düſtere
Indu=
ſtriegebäude gewählt hätte. Daß er trotzdem hier ſtets
auch gute Bildwirkung erzielte, ſpricht ſeinem künſtleriſchen
Takt und Geſchmack Lob, mit dem er die
notwen=
dige, durch die Architektur bedingte Symmetrie der
Freiheit=
der Kompoſition unterzuordnen verſtand. Wie anders
wirken ſchon die Schwarzweißblätter im Raum II. Sie
bilden in ihrer wohltuenden Weichheit einen trefflichen
Uebergang zu der Kollektion farbiger Holzſchnitte,
die auf die beiden Räume III und IV verteilt ſind. Hier
feiert das feine Farbenempfinden des Künſtlers, dem die
kraftvolle Handſchrift ſeiner Zeichnung untertan iſt,
Triumphe. Er iſt vielfach vom überzarten Kolorit zu
kräf=
tigeren Tönen übergegangen, und namentlich die
vor=
wiegend von warmen Farbtönen beherrſchten Blätter —
ſiehe die Blumenſtücke — ſind von wohltuender
Wirkung=
in dem ſeltenen Gemiſch von Kraft und Zartheit. Wie ſind
die kleinen Landſchaftsſtücke ſo voll Innigkeit in der
Stim=
mung (ſiehe „Rauhreif” wenn dieſem Blatte vielleicht auch
der Charakter ſeines Vorwurfs in einigem mangelt, es iſt
zu warm), ſind dieſe Blumen und Blüten ſo voll Leben
und Duft. Dabei zeigen die Blätter faſt ausnahmslos
in der Bildauffaſſung die Eigenart ihres Schöpfers. Man
ſehe die beiden Chryſanthemen, die „Clivia” uſw. an. Sie
zeugen davon wie ſicher und ſcharf der junge Künſtler zu
ſehen verſteht, wie er die Schönheit der Blume erfaßt
hat und ſie feſtzuhalten weiß. Im Raume IV hängen
ne=
ben einer Kollektion von Zeichnungen, die in ihrer
Weich=
heit und kompoſitionellen Eigenart wieder einen
beſonde=
ren Zweig des Kunſtſchaffens Thiemanns offenbaren, ein
paar Paſtellbildchen, von denen die „Nordſee bei
Kart=
wyk” voll köſtlicher Farbenſtimmung iſt, die auch in ihrer
Helle und Klarheit in wohltuendem Gegenſatz ſteht zu den
Bildern von Heyden im gleichen Raum, von denen ſpäter
die Rede ſein wird.
Köſtlich iſt der farbenfrohe, friſche Eindruck der etwa
ein Viertelhundert Bilder umfaſſenden Kollektion von
Oelgemälden im Oberlichtſaal, Blumen. Stilleben und
Nummer 218.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 17. September 1913.
Seite 5.
Maaß war um 8 Uhr geladen, während Herr von
Weſtern=
hagen um 9 Uhr erſcheinen ſollte. Er kam aber leider
4 Stunden zu früh und traf auf dem Flur des Kaſinos
mit Profeſſor Maaß zuſammen, der ſich eben aus dem
Gebäude entfernen wollte. Nach einem kurzen
Wort=
wechſel ohrfeigte Herr von Weſternhagen den Profeſſor
Maaß. Dieſer zog einen Revolver und gab auf ſeinen
Gegner einen Schuß ab der ihn ins Herz traf und ſeinen
ſofortigen Tod zur Folge hatte. Zwiſchen beiden Herren
ſchwebte ein Zivilprozeß. Wie weiter mitgeteilt wird,
iiſt der Profeſſor Maaß wieder auf freien Fuß geſetzt
worden, weil ſich ergeben hat, daß er anſcheinend in der
Notwehr gehandelt hat. Weſternhagen iſt auf ihn mit
dem Säbel eingedrungen. Die Staatsanwaltſchaft gab
Maaß aber auf, ſich zur Verfügung des Gerichtes zu
halten.
Kronberg, 16. Sept. Die Abreiſe des Königs
von Griechenland und ſeiner Familie nach dem
eng=
iliſchen Seebade Eaſtbourne erfolgt heute abend 9,10 Uhr
von dem hieſigen Bahnhofe aus. Wie dem Kronberger
Anzeiger von ofſizieller Seite mitgeteilt wird, ſteht dieſe
Zeit der Abreiſe bereits ſeit letzten Donnerstag feſt und
es kann deshald, wie mehrfach behauptet worden iſt, von
einer Verſchiebung der Reiſe keine Rede ſein.
Hamburg, 15. Sept. (Als die fürchterliche
Folge einer Lüge) ſtellt ſich nach dem am Sonntag
erfolgten Geſtändnis des Täters der vielbeſprochene
Raubmord an der Landwirtsfrau Eggers im
benach=
barten Moorfleth dar. Der junge Albers, Sohn der in der
Nachbarſchaft wohnenden Schlächtersleute Albers, war
mit einem jungen Mädchen verlobt und hatte ihr den
Be=
ſitz eines eigenen Vermögens vorgeſpiegelt, wovon die
Ausſteuer angeſchafft werden ſollte. Da die Hochzeit aber
ſchon auf den geſtrigen Sonntag angeſetzt war, mußten
die Mobilien gekauft werden. Am Mordtage war zu
die=
ſem Zweck ſeine Braut auf Beſuch in die Albersſche
Woh=
nung gekommen, und die ganze Familie wollte am
Nach=
mittag nach Altona fahren, um dort einzukaufen. Albers
entſchloß ſich nun im letzten Augenblick, um ſeiner Braut
gegenüber nicht als Lügner dazuſtehen, die Eggersſchen
Eheleute um ein Darlehen zu bitten. Er entfernte ſich
aus der Wohnung und traf die Frau Eggers ganz allein
im Keller an, wo er ihr ſeine Bitte vortrug. Die Frau
entgegnete ihm, ſie könne ihm ohne ihren Mann nichts
geben. Von einer plötzlichen Eingebung beherrſcht, hat
Albers dann die Frau gefaßt und unter einen Sack
ge=
drückt, bis ſie erſtickt war. Er hat dann die beiden kleinen
Hunde erſchlagen, weil ſie anfingen, Laute zu geben.
Darauf kehrte er wieder in den Keller zurück, und hing
die Frau an einer Pferdeleine auf, worauf er in der
Woh=
nung den Geldſchrank zertrümmerte und ihm 1800 Mark
entnahm. Dieſe ganze Reihe von Handlungen nahm etwa
anderthalb Stunden in Anſpruch. Für ſeine Abweſenheit
gab er, als er in die elterliche Wohnung zurückkam, einen
einleuchtenden Grund an. Gleich darauf fuhren alle, wie
geplant war, nach Altona. Niemand hat Albers eine
un=
gewöhnliche Unruhe angemerkt. Die Mutter, die
eben=
falls vorübergehend in Haft genommen war, iſt an der
Tat nicht beteiligt.
Brüſſel, 15. Sept. (Feuer im Packwagen.) Im
Nordbahnhof wurde heute früh ein Packwagen, der geſtern
nacht von Calais hier eingetroffen war, durch Feuer
zer=
ſtört. Der Wagen enthielt Waren von London, die nach
Deutſchland beſtimmt waren, insbeſondere Spitzen im
Werte von 5000 Francs.
Madrid, 15. Sept. (Mordprozeß.) Heute
vor=
mittag hat vor dem Kriegsgericht der Prozeß gegen
den Hauptmann Sanchez und ſeine Tochter begonnen,
welche angeklagt ſind, den Rentner Jalons in der
Kriegs=
ſchule, deren Hausverwalter Sanchez war, ermordet, den
Leichnam in Stücke geſchnitten und dieſe in die Ausgüſſe
und Waſſerrinnen geworfen zu haben. Die heutige
Sitz=
ung wurde durch die Verleſung der Anklageſchrift
ausge=
füllt, in welcher der Anklagevertreter den Hauptmann und
ſeine Tochter ſchuldig des Mordes und des Diebſtahls
der Koſtbarkeiten, welche das Opfer bei ſich trug, erklärte
und gegen den Hauptmann die Todesſtrafe, gegen ſeine
Tochter lebenslängliches Gefängnis beantragte. Die
mit=
angeklagten Hausgenoſſen dagegen, nämlich die
Ordon=
nanz des Hauptmanns und ein alter Mann frei zu
ſprechen beantragte. Die Verhandlung wird morgen
fortgeſetzt.
London 15. Sept. (Das geſtohlene
Perlen=
halsband.) Mac Certhy, einer der fünf wegen des
Diebſtahls des Perlenhalsbandes Angeklagten, wurde
heute entlaſſen. Bei der Verhandlung vor dem
Polizei=
gericht ſtellte es ſich heraus, daß im Beſitze einer der
An=
geklagten 8 gekennzeichnete Zettel gefunden wurden,
welche von einem Vertreter von Lloyds Verſicherung zu
dem Zwecke gegeben wurden, um als Falle für den
Ver=
käufer des Halsbandes zu dienen.
Kiew, 15. Sept. (Kampf mit Räubern.) Als
eine Polizeiabteilung in der Vorſtadt Podol drei Räuber
zu verhaften verſuchte, kam es zu einem Feuergefecht. Ein
Räuber wurde getötet, die beiden anderen entkamen; einer
wurde verwundet. Ein Schutzmann wurde ſchwer und
einer leicht verwundet.
Jekaterinodar, 15. Sept. (Tunneleinſturz.) Auf
der Eiſenbahnſtrecke nach Noworoſſijsk, die bereits wegen
Dammunterſpülung den Betrieb einſtellen mußte, iſt
zwi=
ſchen den Stationen Gaiduk und Naja der Tunnel unweit
von Noworoſſijsk infolge von Regengüſſen eingeſtürzt.
Noworoſſijsk, 15. Sept. (Ueberſchwemmung.)
Infolge des hier niedergegangenen Platzregens der die
Straßen überſchwemmte, ſind mehrere Häuſer eingeſtürzt
auch das in der Nähe gelegene Dorf Weljaminowka
wurde überſchwemmt. Die Dorfbewohner wurden durch
Boote und durch Reiter gerettet. Mehrere
Menſchen=
leben ſind der Ueberſchwemmung zum Opfer gefallen.
Crosnyi (Kaukaſus), 16. Sept. (Exploſion.) In
dem Naphthawerk der Geſellſchaft Neft wurden durch eine
Gasexploſion drei Arbeiter getötet und
mehrere verletzt.
Manöver.
Die Schlacht bei Fiſchborn.
F.C. Hauptquartier, Birſtein, 15. Sept.
Unter der Leitung des kommandierenden Generals des
18. Armeekorps, v. Schenck, und in Anweſenheit des
In=
ſpekteurs der 7. Armeeinſpektion, Generaloberſt v.
Eich=
horn, nahmen am 15. September die Manöver des 18.
Armeekorps ihren Anfang, die ſich zwiſchen Grebenhain
und Steinau abſpielen. Die 21. Diviſion ſteht unter der
Führung ihres Kommandeurs, des Generalleutnants
v. Hollen, während die 25. Diviſion von ihrem
Komman=
deur, dem Generalleutnant v. Plüskow, geführt wird
Den Uebungen liegt die allgemeine Kriegslage
zugrunde: Eine „blaue” Armee geht aus Bayern zwiſchen
Speſſart und Hoher Rhön in nördlicher Richtung zurück,
rechter Flügel im Joſſa=Tal. Eine „rote” Armee folgt
mit einem Tagesmarſch Abſtand. Die „blaue” Feſtung
Mainz wird von „Rot” eingeſchloſſen. Die beſondere
Kriegslage für „Blau” iſt: Das „blaue” 18.
Armeekorps marſchierte auf dem rechten Flügel. Auf die
Nachricht, daß von der roten Einſchließungsarmee vor
Mainz am 13. September ſtarke Kräfte nach Nordoſten
abgerückt ſeien, wurde am 14. September durch Befehl
dess Armee=Oberkommandos die 25. Infanterie=Diviſion
über Flörsbach-Villbach auf Wächtersbach-Salmünſter
abgezweigt, während die ſtark mitgenommene zweite
In=
fanterie=Diviſion — bei ihr das Generalkommando — ir
die Gegend von Marjoß-Steinau gelangte. Das weſtlich
des Gebirges zurückgegangene verſtärkte Dragoner=
Regi=
ment 24, dem kein Feind folgte, hatte die Gegend
Geln=
hauſen-Wirtheim erreicht.
Am 14. September abends ging an die 25. Infanterie=
Diviſion folgender Befehl: Der Feind, der uns folgt, iſt
heute mit ſeiner Vorhut bis Lohrhaupten gelangt. Nach
einer Fliegermeldung iſt der von Mainz anrückende neue
Feind aller Waffen durch Altenſtadt in Richtung Selters
marſchiert. Sein Verbleib iſt nicht feſtgeſtellt. Die Armee
wird auf dem Landrücken nordöſtlich Schlüchtern und
wei=
ter öſtlich Front machen, die zweite Infanterie=Diviſion
in Gegend Hinterſteinau-Wallroth. Es kommt darauf
an, daß dieſe Diviſion vom neuen Feind in ihrer
Wieder=
formierung nicht geſtört wird. Die 25. Infanterie=Diviſion
mit dem durch eine Batterie verſtärkten Dragoner=
Regi=
ment 24 hat deshalb weſtlich des Rabenſteiner Grundes
in die Gegend ſüdweſtlich Radmühl zu rücken und von
dort aus die Flanke des Armeekorps zu decken. Die rote
21. Diviſion hatte nach ihrer beſonderen
Kriegs=
lage den Auftrag, über Altenſtadt in Richtung auf
We=
nings vorzugehen und die ſich ihr gegenüberſtellenden
„blauen” Kräfte zu werfen.
Nachdem die blaue 25. Diviſion heute früh 7½ Uhr
von ihrem Sammelplatz nördlich Heſſeldorf aufgebrochen
in Richtung Birſtein geſichert in der linken Flanke
vor=
gerückt und die rote 21. Diviſion ſich weſtlich Wenings
ge=
ſammelt auf Nieder=Seemen den Vormarſch angetreten
hatte, kam es bei Fiſchborn zwiſchen beiden Teilen zum
Kampf. Generalleutnant v. Plüskow hatte, um den
Vor=
marſch des roten Gegners aufzuhalten, die Höhen öſtlich
Fiſchborn beſetzt, und zwar ſtand nördlich der Straße
Fiſchborn-Ober=Reichenbach Feldartillerie=Regiment 25,
daran anſchließend ſüdlich der Straße Feldartillerie=
Regi=
ment 61 in Poſition. Die Batterien eröffneten in einer
Entfernung von zirka 3000 Metern das Feuer gegen den
von Bös=Geſäß anrückenden Gegner. Die Infanterie von
„Blau”, Regimenter 117 und 118, ſowie die Pioniere 25
nahmen, vor der Artillerie auf der Anhöhe gedeckt.
Stel=
lung, während die Infanterie=Regimenter 116, 168 und
115 nach Nordweſten ausbogen. Die rote Artillerie,
Feld=
artillerie=Regimenter 63 und 27, war unterdeſſen in dem
Walde öſtlich von Bös=Geſäß und an der Straße Bös=
Geſäß-Fiſchborn aufgefahren und hatte das
Artillerie=
feuer von Blau erwidert. Die rote Infanterie, die
Regi=
menter 81 und 80, gingen zu beiden Seiten der Straße
Bös=Geſäß-Fiſchborn vor, während die Infanterie=
Re=
gimenter 88 und 87, die Pioniere 21, ſowie die
Unteroffi=
zierſchule Biebrich rechts verlängernd vorrückten. Die 25.
Diviſion wurde nach heftiger Gegenwehr von den roten
Truppen geworfen. Blau zog ſich darauf nach Radmühl
hinter den Rabenſteiner Grund zurück und bezog Biwaks
bezw. Notquartiere in der Linie Radmühl-Ulmbach,
während das ſiegreiche Rot in der Linie Ober=
Reichen=
bach Ober=Sotzbach zur Ruhe überging.
Das Exploſionsunglück in Koburg.
* Koburg, 15. Sept. Heute vormittag wurden die
verkohlten Leichen der Malersehefrau und ihres
Ehe=
mannes gefunden. Als Bewohner des eingeſtürzten
Hau=
ſes ſind 26 Perſonen gemeldet worden, darunter zehn
Kinder, von denen zwei taubſtumm waren. Bis 1 Uhr
mittags waren noch die Leichen des Schuhmachers
Wohl=
leben, deſſen Ehefrau und zweier Kinder derſelben
ge=
borgen. Zwei Kinder desſelben Ehepaares, ſowie eine
aus vier Perſonen beſtehende Familie Schild liegen noch
unter den Trümmern.
* Koburg, 15. Sept. An der Unglücksſtelle
wur=
den noch geborgen: Zwei Kinder der Familie Schild
und das Kind Alfred Hußkönig. Unter den Trümmern
liegen noch vier Kinder.
* Koburg, 15. Sept. Eine Hilfsaktion wurde
für die durch den Hauseinſturz Geſchädigten eingeleitet
Die Herzoginwitwe ſtellte Mittel bereit.
* Koburg, 15. Sept. Von den bei dem
Haus=
einſturz Umgekommenen ſind noch die Leichen der
7jährigen Charlotte Beckendorf, des taubſtummen Knaben
Alfred Alex, des Richard Schnetter und des Kindes Bauer
das ſich während der Kataſtrophe auf der Straße
befun=
den hatte und von den Trümmern erſchlagen worden war
geborgen worden. Die Aufräumungsarbeiten werden
fortgeſetzt.
* Koburg, 16. Sept. Unter den Trümmern
der Unglücksſtätte befinden ſich keine Toten mehr,
denn das vermißte Kind Wohlleben befindet ſich bei
dem Vater der verunglückten Frau Wohlleben in Neuſes.
Insgeſamt wurden 13 Perſonen getötet. In dem
Land=
krankenhaus befinden ſich noch vier Verletzte.
Automobilunfall des deutſchen
Militär=
attachés v. Winterfeld.
* Paris, 16. Sept. Wie ein Extrablatt der Preſſe
mitteilt, iſt der Militärattaché der deutſchen
Botſchaft in Paris, Major v. Winterfeld, der den
franzöſiſchen Manövern beiwohnt, das Opfer eines
Auto=
mobilunfalls geworden. Winterfeld folgte heute vormittag
den Manövern in einem Automobil mit dem franzöſiſchen
Oberſten Dupont und den Vertretern der ruſſiſchen und
der griechiſchen Armee. Beim Einlenken auf eine Brücke,
die den Kanal in der Nähe von Griſolles überſchreitet
ſchlug das Automobil um, Major v. Winterfeld wurde
aus dem Wagen geſchleudert, und der Wagen ſtürzte über
ihn hin. Er wurde ſchwer verletzt. Der griechiſche
Offi=
zier wurde leicht verletzt. Die übrigen Perſonen blieben
unverletzt.
Die Frkf. Ztg. meldet hierzu: Der Automobilunfall,
der ſich heute bei den großen franzöſiſchen Manövern
er=
eignete, wird im Kriegsminiſterium beſtätigt. Der Unfall
entſtand dadurch, daß beim Einbiegen auf die Kanalbrücke
ein Pneumatik platzte und daß der Wagen infolgedeſſen
vornübergeworfen wurde, wobei ſich das Benzin aus den
Behältern entleerte und in Brand geriet. Sämtliche vier
Inſaſſen des Automobils wurden mehr oder weniger
ſchwer verletzt. Am ſchwerſten verwundet iſt der deutſche
Major v. Winterfeld, der Brandwunden am Kopf erhalten
hat und außerdem ſchwere innere Verletzungen erlitten zu
haben ſcheint. Den Verwundeten wurde ſofort an Ort und
Stelle von den Militärärzten die erſte Hilfe zuteil. Der
Präſident der Republik Poincaré der heute vormittag au
dem Manöverfelde eingetroffen iſt, wurde ſofort von dem
Unfall unterrichtet.
* Toulouſe, 16. Sept. Der
Automobil=
unfall des deutſchen Militärattachés
ereig=
nete ſich 1½ Kilometer von Griſolles. Das Automobil
ſtürzte um und fing Feuer. Sämtliche Inſaſſen wurden
ſchnell hervorgezogen. Außer Major v. Winterfeld
be=
fanden ſich der franzöſiſche Oberſt Duvont und ein
ruſſi=
ſcher und ein griechiſcher Offizier im Wagen. v
Winter=
feld blieb bei Bewußtſein und empfing in Griſolles
ärzt=
lichen Beiſtand.
* Grenade (Dep. Haute Garonne), 16. Sept. Die
Agence Havas meldet zu dem Automobilunfall des
deut=
ſchen Botſchaftsrats v. Winterfeld: Der Unfall ereignete
ſich auf der Garonnebrücke in Griſolles. Der Wagen fuhr
in mäßigem Tempo, als ihm ein Fuhrwerk entgegenkam
das auf der Mitte der Straße fuhr. Um einen
Zuſammen=
ſtoß zu vermeiden, nahm der Chauffeur einen großen
Bo=
gen und bremſte ſtark. Das Tempo war bereits ſehr
ver=
langſamt. als ein Reifen platzte. Der Wagen lippte um,
und im ſelben Augenblick fing plötzlich der Benzinbehälter
Feuer. Die Inſaſſen der folgenden Automobile kamen
den Verunglückten zu Hilfe. Man hob v. Winterfeld ſofort
auf und trug ihn in ein Privathaus in Griſolles, wo
Militärärzte ihm die erſte Hilfe angedeihen ließen. Wie
ſie feſtſtellten. iſt der Zuſtand des Verletzten nicht ſo ernſt,
wie es zuerſt ſchien. Er hat zwei Verletzungen am Kopf,
aber keinen Bruch. Sobald Präſident Poincaré von dem
ſchweren Unfall erfuhr, ſandte er den Oberſten Aubret, um
ſich nach dem Befinden des Verletzten zu erkunden. Eine
weſentliche Gefahr war, wie der Präſident zu ſeiner
Be=
friedigung erfuhr, als er um 10 Uhr 30 Min. in L’Isca=
Indein ankam, nicht mehr vorhanden. Der
Kriegs=
miniſter Etienne telegraphierte ſofort, als er von
dem Unfall erfuhr, an das Hauptquartier, um
Einzel=
heiten über den Unfall und den Zuſtand des Verletzten
zu erfahren. Er ſetzte die deutſche Botſchaft von dem
Unfall in Kenntnis.
Arbeiterbewegungen.
* London, 16. Sept. In Dublin feiern
in=
folge des Streiks und der Ausſperrungen 10000
Mann. Da Mangel an Lebensmitteln droht, werden die
Ausſichten als ernſt bezeichnet. Zwei engliſche
Eiſenbahn=
geſellſchaften ſind in den iriſchen Streit hineingezogen
worden. Die London Northweſtern=
Eiſen=
bahn hat geſtern in Liverpool drei Arbeiter entlaſſen,
welche ſich weigerten, Güter von Dublin zu befördern;
daraufhin ſind faſt tauſend Mann in den
Aus=
ſtand getreten. Geſtern abend dehnte ſich die Bewegung
auf die Lancaſhire und Yorkſhire Eiſenbahn aus, woſelbſt
Landſchaften. Schlicht, innig und wahr erfaßt und von
erfreulich lebhafter Farbenfülle. Sie zeigen wiederum ein
neues, bedeutendes Schaffensgebiet des Künſtlers, wenn
auch der innige Zuſammenhang mit ſeiner Kunſt
unleug=
bar ſtärkſten Seite, dem Holzſchnitt, in vielfacher Beziehung
unverkennbar iſt. So vor allem in der ſtarken Betonung
der Zeichnung einesteils und in der farbigen
Flächen=
wirkung andererſeits. Die künſtleriſche Bedeutung dieſer
Oelgemälde iſt verſchieden. Während einige, noch
unge=
klärt, es offen laſſen, welche Wege den Künſtler zur
Er=
reichung des von ihm Gewollten führen werden,
an=
dere wieder über das Gewollte ſelbſt Unklarheit laſſen,
ſind wieder andere, ſo vor allem einige Blumenſtücke, in
Zeichnung und Kolorit und Kompoſition von einer
be=
merkenswerten Klarheit und Wahrheit. Die gewiſſe Härte
im Kolorit, die eigentlich nur eine ſcheinbare iſt, ſchwinde
bei längerem Schauen, wenn die intimen Schönheiten der
Farbengebung offenbar werden. Einige Landſchaften ſind
von inniger, feiner Stimmung, wie z. B. das lebhaft an
Oswald erinnernde „Tauwetter” wenn es auch nicht ganz
deſſen Farbenreinheit erreicht, die bei dieſem Künſtler ja
zum Prinzip geworden. Dann auch die „Landſtraße bei
Dachau” die bei aller Farbenſtimmung abgeklärte Kunſt
atmet, ſowie die im Kolorit noch lebhaftere, aber gleich
ſtimmungsvolle Landſchaft mit den Birken. Auch die
Kon=
zentration des Blickes auf das Bildinnere iſt in dieſen
Werken wie auch in einigen anderen — nicht in allen —
meiſterhaft herausgearbeitet. Friſch und freudig in der
Farbe aber ſind die Bilder alle und ſie muten ſo geſund
an, trotz, oder vielleicht gerade durch die lapidare klare
Zeichnung, die dem kraftvoll betonenden Kolorit entſpricht.
Das iſt auch noch der Fall in den geſuchten
Farbenpro=
blemen, wie ſie die „Glockenblumen” von dem intenſiv
blauen Hintergrund und auch der „Fingerhut mit
Ritter=
ſporn” verraten, die aber der Künſtler mit viel Takt und
Geſchmack zu löſen wußte. Köſtlich wirkt durch die
Leucht=
kraft der Farbe das Blumenſtück „Feuerlilien”
Karl Thiemann iſt noch jung, noch in der Entwicklung.
Bei gleich ernſtem Weiterſtreben darf die deutſche Kunſt
noch Viel und Gutes von ihm erwarten. Der
Geſamtein=
druck der Kollektion iſt vorzüglich, er mutet trotz des
mo=
dernen Geiſtes den dieſe Kunſt atmet, durchaus deutſch
an. Das darf hoch eingeſchätzt werden.
Hermann Heyden.
Ueber drei oder vier Räume verſtreut hängen Bilder
von Hermann Heyden, in denen ſich die ganze
mo=
derne und ein Teil der hypermodernen Entwickelung der
Malerei unſerer Zeit widerſpiegelt, in dem unklaren Ge
miſch von Können und Wollen, das nicht zuſammenklingen
will; in dem Suchen nach Neuem, wo doch die ganze eigene
Veranlagung darnach drängt, nur auf dem Gebiete des
Anerkannten, Guten, Gutes zu ſchaffen. Gewiß ſoll
an=
erkannt werden, daß auch dieſes ſcheinbar groteske Wollen
einem ehrlichen, ernſten Streben entſpringt, aber es darf
nicht verhehlt werden daß hier Irrwege gewandert
wer=
den, die nie zu den Höhen der Kunſt, nie zur Schönheit
führen. Paſſieren ſoll noch Heydens impreſſioniſtiſche „
Par=
tie aus Montjoie” im Treppenhauſe, ſein Porträt des
Leut=
nants W. kann ſogar noch von dem ertragen werden, der die
ganze moderne Richtung zum Teufel wünſcht. Was aber
will die Zeichnung „Knabe”, ein Fragment, beſagen? Was
ſoll dieſes Selbſtporträt mit dem geſucht ſchmutzig braunen
Hintergrund, dem ebenſo ſchmutzig wüſten Heiligenſchein
um das eigene edle Haupt, in deſſen Antlitz nur der
über=
legene, blaſiert verachtende Blick intereſſiert, weil er dem
Beſchauer zu ſagen ſcheint: „Geh nur weiter, was verſtehſt
du von meiner Kunſt!” — Und doch ſteckt ein Künſtler
hinter dieſen Bildern, ein Könner, das beweiſt das
Por=
trät Profeſſor W.s, das zeigt vor allem der gelbleuchtende
Knabe im Ehrenſaal. Durch dieſes Fragment eines
Kunſt=
werkes dringt zeichneriſches Können, ein
Formenbeherr=
ſchen hindurch, das bemerkenswert iſt. Wie Hohn aber
wirkt das Bild „Knabenpaar” das doch farbig gemeint iſt
und gerade durch die Farbe allem Kunſtempfinden Hohn
ſpricht, wenn man es nicht humoriſtiſch nehmen will.
Viel=
leicht hat es den Maler gereizt, einen Metzgerbuben zu
malen, der ſeine Hand in Blut getaucht und ſeinem
Ge=
ſpielen damit das Geſicht verſchönt hat. Es fragt ſich nur,
ob es nicht für den Beſchauer angenehmer geweſen wäre,
wenn die Buben vorher ein reinigendes Bad bekommer
hätten, denn anders als durch Schmutz iſt dieſe Hautfarbe
doch nicht zu erklären. Und für die Beſchauer iſt das Bild
doch ſchließlich gemalt, ſonſt hätte man es beſſer unaus=
M. St.
geſtellt gelaſſen.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 17. September 1913.
Nummer 218.
700 Angeſtellte ſtreiken, weil von ihnen verlangt wird,
iriſche Güter zu befördern. Der Ausſtand bei der
North=
weſtern Eiſenbahn droht ſich auszudehnen.
Der Neu=Vorker Mord.
* Neu=York, 15. Sept. Die Geiſtlichkeit forſcht
der Vergangenheit des Prieſters Hans Schmidt
nach in der Hoffnung, nachzuweiſen, daß er ein falſcher
Prieſter ſei. Sein Opfer, die 21jährige Anna
Aumül=
ler, ſtammt aus Oedenburg in Ungarn. Alles deutet
darauf hin, daß Schmidt die Wohnung nur gemietet hat,
um den Mord ungeſtört verüben zu können. Er ſagte in
ſeinem Geſtändnis vor der Polizei: „Ich tötete die
Anna Aumüller, weil ich ſie ſo liebte. Sie war ſo ſchön,
und ich konnte ſie ohne mich nicht leben laſſen. Als
Prie=
ſter mußte ich bei der Kirche bleiben. Ich weckte ſie in
kunſerer Wohnung und ſagte, ich ſei gekommen, um meine
Drohung wahrzumachen. Dann zerſchnitt ich ihr mit einem
Meſſer die Kehle, zerlegte den Leichnam in ſechs Teile,
fuhr mit jedem Teil in einem Bündel nach dem
Hudſon=
fluß und warf jedes Bündel von einem Fährboot aus in
die Mitte des Stromes. Nachdem ich die Leichenteile
fort=
geſchafft hatte, wollte ich ſämtliche Spuren des Verbrechens
beſeitigen und verbrannte die blutgetränkte Matratze auf
einem leeren Bauplatz. Ich bin ſchuldig und muß büßen.”
Der Gefängnispaſtor Evers erklärte, Schmidt habe ihm
geſagt, ſeine Schutzheilige, die hl. Eliſabeth, ſei ihm
er=
ſchienen und habe ihm das Blutopfer angeordnet. Zur
Entdeckung des Mordes führte der Umſtand, daß einer
der aus dem Waſſer gefiſchten Leichenteile mit einem
Bett=
überzug umhüllt war, in dem der Buchſtabe „A”
einge=
ſtickt war. Es gelang, die Neu=Yorker Firma zu ermitteln,
wo dieſer Ueberzug von der Anna Aumüller gekauft
wor=
den war.
* Aſchaffenburg, 15. Sept. Zu der Neu=
Yor=
ker Mordtat erfährt die Aſchaffenburger Zeitung: Die
hier wohnenden Eltern und Verwandten des Schmidt
er=
fuhren die furchtbare Tat erſt heute mittag aus der
Zei=
tung. Sie halten den Schmidt unbedingt für geiſtig
nicht normal, da in der Familie ſchon wiederholt
Fälle von Geiſteskrankheit vorkamen. Geſtern früh kam
eine von Schmidt geſandte photographiſche Karte bei
ſei=
nen Eltern an, nach der er ſich auf ein baldiges
Wieder=
ſehen und auf einen Aufenthalt in Aſchaffenburg freut.
Kongreſſe und Verbandstage.
* Leipzig, 16. Sept. Die Zentralverbände
deutſcher und öſterreichiſcher Induſtrieller
hielten in der Baufach=Ausſtellung in Leipzig eine
ge=
meinſame Verſammlung ab. Der Vorſitzende Landrat
a. D. Roetger drückte in der Begrüßungsrede die Hoffnung
aus, daß das erſte Zuſammenſein der beiden
Zentralver=
bände dem glücklichen Gedeihen der beiden großen
Wirt=
ſchaftsverbände förderlich ſein möge. Der Präſident des
Zentralverbandes öſterreichiſcher Induſtrieller,
Sektions=
chef Dr. Broſche, wies auf die feſtgefügte, unerſchütterliche
Bundesfreundſchaft zwiſchen dem Deutſchen Reiche und
der öſterreichiſch=ungariſchen Monarchie hin, ſo daß ſchon
aus dieſem Grunde ſich die Intereſſen der beiden Staaten
naheſtehen. Er hoffe, daß der Kontakt durch die
gegen=
wärtige gemeinſame Tagung ſeine Fortſetzung auf
öſter=
reichiſchem Boden finden möge. Namens der
Reichsregie=
rung begrüßte Geheimrat Heller die Verſammlung, im
Namen der ſächſiſchen Regierung Geheimrat Morgenſtern
und namens der öſterreichiſchen Regierung Regierungsrat
Kreuzbrück. Huldiaungstelegramme wurden an Kaiſer
Wilhelm, Kaiſer Franz Joſef und an König Friedrich
Auguſt abgeſandt. Die Geſchäftsführer beider Verbände
hielten darauf Vorträge über das deutſche
Unternehmer=
tum in der Gegenwart, ſowie über die deutſche und
öſter=
reichiſche Arbeiterſchutzgeſetzgebung.
Eröffnung der Generalſtadten im Haag.
* Haag, 16. Sept. Die Thronrede, mit der die
Generalſtaaten eröffnet worden ſind, ſpricht zunächſt von
den andauernd freundſchaftlichen Beziehungen zu den
Mächten und erklärt die Hoffnung für begründet, daß die
militäriſche Regierung in Achin demnächſt durch eine
Zivilverwaltung gänzlich erſetzt werden kann. Es ſoll
unverzüglich die Reviſion der Verfaſſung in Angriff
ge=
nommen werden, die erſtens allen männlichen
Hol=
ländern das Wahlrecht verleiht mit einigen Ausnahmen
und zweitens das verfaſſungsrechtliche Hindernis gegen
die Erteilung des Wahlrechtes an die Frauen beſeitigt.
Eine königliche Kommiſſion wird beauftragt, die Möglich=
keit einer allgemein befriedigenden Regelung durch
Unter=
ſtützung des privaten Unterrichts und der hierfür
unerläß=
lichen Bedingungen zu prüfen. Im Laufe der Seſſion
wird ein Geſetzentwurf vorgelegt, der bedürftigen, mehr
als 70jährigen Perſonen unentgeltlich eine Rente gewährt,
ſofern ſie während einer noch zu beſtimmenden Zeit die
Wohltätigkeitseinrichtungen noch nicht in Anſpruch
ge=
nommen haben. Das Geſetz über die Invalidität ſoll
verdreifacht und den eim Krankengeſetz Verſicherten das
Recht auf ärztlichen Beiſtand gewährt werden. Eine
all=
gemeine Einkommenſteuer, eine Abänderung der
Er=
höhung der Erbſchaftsſteuer und eine allgemeine Reviſion
der Strafprozeßordnung werden demnächſt vorgeſchlagen
werden. Zum Schutze von Niederländiſch=Indien wird
der Bau eines Kriegsſchiffes beabſichtigt, deſſen Koſten
vom niederländiſchen Budget zu tragen ſind. Die
Reor=
ganiſation der militäriſchen Streitkräfte ſoll vollendet
werden. Der Entwurf über die Eindämmung und
teil=
weiſe Trockenlegung des Zuyderſees wird
einge=
bracht werden. Die Regierung wird die letzten
Ueber=
bleibſel von Frohndienſten auf Java und Madura
beſei=
tigen, ſowie die Erziehung der Eingeborenen fördern, die
ſich den verſchiedenen Bedürfniſſen der einzelnen
Bevöl=
kerungsgruppen Niederländiſch=Indiens anpaſſen und von
den Grundſätzen religiöſer Toleranz und gegenſeitiger
Achtung der Raſſen geleitet ſein ſoll.
Darmſtadt, 17. September.
g Jubelfeier der Ludwig= und Alice=Stiftung für das
Großherzogtum Heſſen. In dieſem Herbſt blickt die unter
dem Protektorat Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs
ſtehende Ludwig= und Alice=Stiftung, der älteſte
der jetzt beſtehenden Landes=Lehrerverbände des
Großher=
zogtums, auf eine 50jährige Wirkſamkeit zurück.
Aus dieſem Anlaß ſoll im Anſchluß an die heute
ſtattfin=
dende Hauptverſammlung=eine einfache Feier im
ſtädtiſchen Saalbau veranſtaltetowerden. Der
Sänger=
chor des Darmſtädter Lehrervereins gab nun
zur Einleitung geſtern abend einen vorzüglich verlaufenen
Unterhaltungsabend, der außerordentlich zahlreich
beſucht war. Das Programm=ſah eine Reihe auserleſener
Genüſſe vor. Der Sängerchor eröffnete das Programm
mit, dem exakt vorgetragenen Schubertſchen Chor „Das
Dörfchen” worauf das aus den Herren Fiſcher,
Hieſen=
bein, Falkenſtein und Römer beſtehende Streichquartett
W. A. Mozarts Serenade „Kleine Nachtmuſik” in
aner=
kennenswerter Weiſe zum Vortrag brachte. Herr
Haupt=
lehrer Löſch, der Vorſitzende des Sängerchors des
Darm=
ſtädter Lehrervereins, begrüßte hierauf mit herzlichen
Worten die Gäſte. Es wechſelten dann Gefangs=, Klavier=
und Violinvorträge mit gemeinſam geſungenen Liedern
und Darbietungen des Sängerchors ab. Auch das
Streich=
quartett erfeute noch mehrmals durch ſeine Darbietungen,
— Der
ſo daß der Abend in angenehmſter Weiſe verlief.
Perzina=Flügel wurde vom Mitgliede Herrn Karl
Ar=
nold, Pianofabrikant, Ecke der Erbacher Straße, zur
Ver=
fügung geſtellt.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 16. Sept. Die B. Z. meldet aus
Langen=
dreer: Auf der Zeche Bruchſtraße wurde bei einer
Ex=
ploſion ſchlagender Wetter der Steiger Witthüſer
getötet; zwei Bergleute wurden lebensgefährlich
ver=
letzt
* Berlin, 16. Sept. Nach einem Telegramm aus
Bo=
naberi vom 15. d. M. fuhr der Staatsſekretär Dr.
Solf am 12. und 13. September mit der Mittellandbahn
bis zur Bauſpitze (etwa 50 Kilometer öſtlich von Edea)
Er beſichtigte die ſanitären Einrichtungen für
Bahnarbei=
ter und beſuchte ſodann Edea. Am 14. September begab
ſich der Staatsſekretär mit der Nordbahn bis Nkongſamba,
von wo aus am 15. d. M. der Abmarſch nach Dſchang
er=
folgte.
* Marſeille, 16. Sept. Fünf Perſonen, darunter
zwei Kinder. ſind=bei einer Bootsfahrt von einer
gewalti=
gen Welle erfaßt worden und ertranken.
* Workington (England), 16. Sept. Der
Schorn=
ſtein der Werkſtätten der Workington=Iron Steel
Com=
pany iſt heute morgen eingeſtürzt. Fünf
Per=
ſonen wurden getötet, etwa 20 verletzt.
* Theodoſſija, 16. Sept. Vier Räuber raubten
einem Kaſſenboten der Internationalen Handelsbank in
einem Paſſagierzug in der Nacht 30000 Rubel, brachten
dann den Zug zum Stehen und entflohen.
* Konſtantinopel, 16. Sept. Es verlautet, in der
geſtrigen Sitzung der türkiſchen und bulgariſchen Delegier=
ten ſei die Frage der Zugehörigkeit von Kirk=
Kiliſſe zugunſten der Türkei geregelt worden,
Ueber die Dimotikafrage werde noch verhandelt.
Neu=York, 16. Sept. Aus Laredo (Texas) wird
ge=
meldet, daß die amerikaniſchen Flüchtlinge, die
auf dem Wege nach Saltillo den Rebellen in die Hände
gefallen ſein ſollten, geſund und wohlbehalten in Saltillo
eingetroffen ſind,
* San Diego (Kalifornien), 16. Sept. Ein drahtloſes
Telegramm vom Bord des Kreuzers „Buffalo” iſt hier
eingetroffen, demzufolge ſich dort Flüchtlinge aus
Südmexiko, darunter ſieben Deutſche und Engländer,
befinden.
— Berlin, 16. Spt. Ein Schiffer aus Ketzin geriet
auf=
einem im Teltowkanal bei Adlershof ankernden Kahn mit
ſeiner Frau in Streit. Als der Sohn der Mutter zu
Hilfe eilen wollte, drang der Vater auf ihn ein. Der Sohn
fiel in das Waſſer und ertrank.
— Bochum, 16. Sept. Auf dem Gehöft des Landwirts
Buchholz in Stiepel brach ein Brand aus, wobei
der=
ſiebenjährige Sohn ſo ſchwer verletzt wurde, daß er
bald darauf ſtarb. Ein Bergmann, der ihn mit eigener=
Lebensgefahr retten wollte, erlitt ſchwere Brandwunden.
Luckenwalde, 16. Sept. Im Jänickendorfer
Forſt=
begegneten geſtern der Revierförſter und der Jagdpächter
einem Mann, der auf Anruf in das Gebüſch flüchtete und
das Gewehr auf den Förſter anlegte. Dieſer ſchoß auf
den Wilddieb und tötete ihn. Es handelt ſich um
einen gewerbsmäßigen Wilddieb aus Neuendorf.
— Marſeille, 16. Sept. In einem Varieté ſtürzke
eine 12jährige Japanerin von einer Leiter,
die ihr Vater balanzierte, und fiel in den Orcheſter=,
raum. Sie wurde tödlich verletzt; auch zwei Muſiker
wurden dabei ſchwer verletzt.
Zum Fall Weſternhagen.
* Berlin, 16. Sept. Der Streit zwiſchen dem
Ritt=
meiſter Weſternhagen und dem Hofmaler Maaß
(Siehe Reichshauptſtadt) hat ſeine Vorgeſchichte in einigen
Artikeln, die in der Nummer 2605 des Berliner
Wochen=
blattes erſchienen waren und die ſich mit Weſternhagen
befaßten. Weſternhagen beſchuldigte Maaß, hinter den
Artikeln zu ſtehen, worauf Maaß den Kammerherrn beim
Ehrengericht anzeigte. Als einziger Augenzeuge kommt
ein Gefreiter in Betracht. Die Unterhaltung zwiſchen den
beiden dauerte ganz kurze Zeit, als Weſternhagen den
Profeſſor Maaß ſchlug und auch ſofort der Schuß
ſer=
dröhnte. Weſternhagen ſtürzte nach dem Sitzungszimmer
und fiel mit den Worten nieder: „Ich bin ins Herz
getrof=
fen!” Wenige Minuten ſpäter trat der Tod ein. Maaß
iſt nach der Tat völlig zuſammengebrochen. Inzwiſchen
hatte man die Angehörigen Weſternhagens, ſeinen Bruder
und die Gattin, herbeigeholt. Es wird noch erzählt, daß
eine Titelverleihungsangelegenheit in den Streit der
bei=
ben Männer hineinſpielte, die ſich früher freundſchaftlich
näher geſtanden haben.
* Berlin, 16. Sept. Zu dem Zwiſchenfall im
Landwehroffizierskaſino wird noch gemeldet:
Der Rittmeiſter Weſternhagen, lippiſcher Kammerherr, und
Profeſſor Maaß, lippiſcher Hofmaler, wurden zu
verſchie=
denen Zeiten zur Vernehmung vor den Ehrenrat geladen,
Da Weſternhagen zu früh erſchien, begegnete er dem
fort=
gehenden Maaß auf der Treppe. Nach kurzem Wortwechſel
verſetzte der Rittmeiſter dem Profeſſor eine Ohrfeige,
worauf dieſer in der Erregung ſeinen Gegner niederſchoß.
Maaß wird ſich wahrſcheinlich wegen Ueberſchreitung der
Notwehr zu verantworten haben.
Briefkaſten.
S. G. Wenden Sie ſich doch direkt an die H. A. P. A. G.
Das iſt einfacher und geht ſchneller.
F. B., hier. Wir haben in einer ganzen Reihe von
Artikeln in jüngſter Zeit die Zahlen mitgeteilt. Es iſt
nicht angängig und nicht erwünſcht, ſie zu wiederholen.
Wenden Sie ſich an den Landeslehrerverein.
F. H. Wenden Sie ſich an die Landwirtſchaftskammer,
Wetter.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 17.
Sep=
tember: Wolkig, zeitweiſe Niederſchläge, ſüdliche bis=
ſüd=
weſtliche Winde.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Großherzogliches Hoftheater.
Dienstag, den 16. September.
Fauſt.
Dritter Abend.
W-l. Während der zweite Teil von Goethes „Fauſt”
Einzelheiten enthält, die zu dem Schönſten und
Erhaben=
ſten gehören, was in deutſcher Sprache gedichtet worden
iſt, iſt es, wenn man nicht etwa nur die grandioſe
Schluß=
tragödie „Fauſts Tod” zur Aufführung bringen will, ein
vergebliches Bemühen, das Ganze als Bühnenſtück
dem Publikum genießbar und verſtändlich zu machen. Man
geht hiermit über Goethe hinaus, der an eine Aufführung
des zweiten Teiles wohl nie gedacht hat. Nur mit
Zu=
hilfenahme der Muſik und der ſzeniſchen Kunſt, die einen
gewaltigen Apparat aufbieten muß, da es ſich hier um
erdichtete Welten und das unendliche Reich der Abſtraktion
und der Phantaſie handelt, iſt es möglich, nach dem Rezept
des Schauſpieldirektors ein ſchmackhaftes Ragout zu
be=
reiten.
die Regie war deshalb auf dem rechten Wege, wenn
ſie an dieſem Tage „Proſpekte nicht und nicht Maſchinen
ſchonte” und dem Publikum auf ſeiner Wanderung durch
die antike, mittelalterliche und neue Welt und auf dem
Wege „vom Himmel durch die Welt zur Hölle” in Geſtalt
lebensvoller ſzeniſcher Bilder einen illuſtrierten Führer
mitgab. Dieſes Prinzip hat auch die neue Regie befolgt
nur iſt ſie bemüht geweſen, in das Ganze mehr Stil
hineinzubringen, was ihr im allgemeinen auch gelungen iſt;
nur die klaſſiſche Walpurgisnacht hat uns in der früheren
Inſzenierung beſſer gefallen. Allzu zurückhaltend mit
ſzeniſchem Beiwerk darf man in dieſem myſtiſch=
allegoriſch=
phantaſtiſchen Ausſtattungsſtück nicht ſein. „Man kommt
zu ſchauen, man will am liebſten ſeh’n.”
Die erſte Szene mit den im Scheine der aufgehenden
Sonne erglühenden ſchneebedeckten Bergſpitzen war ſehr
wirkungsvoll und ſchön. Für die Kaiſerliche Pfalz war
lentgegen der Vorſchrift des Dichters) in allen Szenen
der=
ſelbe Saal beibehalten, ein großer, ſchmuckvoller Raum,
deſſen Hintergrund durch einen dunklen Vorhang
abge=
ſchloſſen war, der ſich für die Darſtellung des Helenaſpiels
öffnete. Der Karneval und die ſonſtigen Enſembleſzenen
waren hübſch und lebensvoll und mit Geſchmack inſzeniert.
Das Zimmer Fauſts war zu dunkel gehalten. Die Szene
der pharſaliſchen Felder in der klaſſiſchen Walpurgisnacht,
die noch mehr gekürzt worden war, war zu beengt und
der Blick auf die Bühne durch das vorn angebrachte dichte
Geſtrüpp verſperrt. Der Mond der die dunkle Landſchaft
geſpenſterhaft beleuchtete, verſchwand plötzlich, als der
Centaur Chiron anrückte, ſo daß völlige Nacht herrſchte
und man nichts von dem Ungetüm erblicken konnte. Mit
einer Variation von Mephiſtos Worten könnte man ſagen:
Denn eben, wo die Szenen fehlen,
Da ſtellt die Dunkelheit zur rechten Zeit ſich ein.
Prachtvoll war die Szene am ägäiſchen Meere, auf
die der Vollmond, an dem phantaſtiſch die Taubenſchar
der Galatheg vorüberzog, ſein fahles Licht warf, und die
in der poetiſchen Schlußſzene, „vom Feuer umronnen”.
völlig in rotem Lichte erglühte. Dieſe Szene, die den
Abſchluß des Abends bildete, war bei weitem die
ge=
lungenſte und ſchönſte.
Im Mittelpunkte der heutigen Aufführung ſtanden
wieder der Fauſt des Herrn Baumeiſter und der
Me=
phiſto des Herrn Weſtermann, auf die wir nach
Schluß=
der Aufführung zurückkommen werden. Die übrigen
zahl=
reichen Rollen einzeln aufzuführen, iſt kaum möglich und
auch überflüſſig, da ſie meiſtens nur epiſodiſche ſind und
ſich nur auf eine Szene erſtrecken. Größere Rollen waren
den Herren Ehrle als Kaiſer und Schneider als
Baccalaureus und Frau Gothe als Sprecherin der
Homunculus=Rolle zugefallen. In Geſangspartien waren
Frau Beling=Schäfer, Frl. Jacobs und Frl.
Liſchke beſchäftigt.
Im erſten Akt ereignete ſich ein Zwiſchenfall, der leicht
ſchlimmere Folgen hätte haben können. Herr Ehrle als
„großer Pan” kam den aus der Zauberkiſte Mephiſtos
emporlodernden Flammen zu nahe, ſo daß ſie ihm die linke
Wange verletzten. Er beſaß ſo viel Geiſtesgegenwart und
Energie, ſich nichts merken zu laſſen, und ſpielte ſeine
Rolle ſogar weiter, mußte aber während des Helenaſpiels
die Bühne verlaſſen und ſich in ärztliche Behandlung
be=
geben. Durch dieſen Zwiſchenfall war auch die
unver=
hältnismäßig lange Pauſe vor der nächſten Szene begrüns
det. Das Publikum hatte von dem Vorfall wohl kaum
etwas gemerkt.
Anſtatt um 10 Uhr, wie angekündigt, war die
Vor=
ſtellung infolge der längeren Pauſen erſt nach ½11 Uhr
beendet.
klimatischer Kurort in Süd-Tirdl,
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Kuren, Terrain-, Freiluftliege-Kuren. Kanalisation,
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Nummer 218.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 17. September 1913.
Seite 7.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Hamburg” vom Mittelmeer, 11. Sept.
3 Uhr 30 Min. nachm. in Neu=York. „Imperator” nach
Neu=York, 12. Sept. 3 Uhr 30 Min. morgens Lizard paſſiert.
„Kaiſerin Auguſte Victoria” von Neu=York kommend.
12. Sept. 2 Uhr morgens in Hamburg. Patricig”
11. Sept. 7 Uhr morgens in Neu=York. „Pennſylvania‟
11. Sept. 5 Uhr nachm. von Neu=York direkt nach
Ham=
burg. „Wasgenwald‟ 11. Sept. 10 Uhr 30 Min. morgens
von Galveſton nach Havana. „Amerika” 13. Sept.
5 Uhr morgens in Neu=York. „Pallanza” nach Quebec
und Montreal, 13. Sept. 10 Uhr abends von
Bremer=
haven. „Savoia” 13. Sept. 5 Uhr nachm. in Savannah.
„Spreewald”, von Neworleans und Havana kommend,
15. Sept. 7 Uhr 25 Min. morgens auf der Elbe. —
Südamerika, Weſtküſte Amerikas: „Badenia” 13. Sept.
morgens in Buenos=Aires. „Dazia” nach dem La Plata,
13. Sept. von St. Vincent. „Karthago” 14. Sept. von
Victoria über Teneriffa nach Hamburg. „König Friedrich
Auguſt”, von dem La Plata kommend, 14. Sept. 11 Uhr
abends von Vigo. „König Wilhelm II.” nach dem La
Plata, 13. Sept. 4 Uhr nachm. von Santos. „Naſſovia‟
von Neu=York, 14. Sept. von Victoria. „Rugia” nach
Nordbraſilien, 13. Sept. 8 Uhr morgens in Liſſabon.
„Sparta” nach Braſilien, 14. Sept. 9 Uhr morgens in
Liſſabon. — Verſchiedene Fahrten: „Windhuk”, von
Afrika kommend, 15. Sept. 8 Uhr 50 Min. auf der Elbe.
Tagestalender.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende gegen
10¼ Uhr (Ab. B): „Die weiße Dame‟
Klavierabend von Raoul v. Koczalski um 8 Uhr
im Hotel „Zur Traube‟
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Bürgerkeller
um 8 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 18. September.
Hofreite=Verſteigerung des Wilhelm Klein und
Wilhelm Lohfink (Heidelbergerſtraße 100) um 10 Uhr
auf dem Ortsgericht II
Unentgeltliche ärztliche Beratungs= und
Fürſorgeſtellefür unbemittelte
Lungen=
kranke, Wilhelminenſtraße 34. Sprechſtunden jeden
Yittwoch von 11—12 und 1½—3 Uhr.
Druck und Periagt z. g. Piliſihe Soſtuchernchant=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
ffür den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Familiennachrichten.
Statt Karten!
Die Verlobung unserer Tochter Luise
mit Herrn Carl Frisch, Frankfurt a. M.,
beehren wir uns anzuzeigen.
Jacob Keller und Frau.
Darmstadt, den 17. September 1913.
Brauerei-Restaurant ,Hessischer Hof‟.
LUlsE KELLER
CARL FRISCH
VERLOBTE
FRANKFURT A. M.
DARMSTADT
19275)
Statt beſonderer Anzeige.
Heute vormittag entſchlief ſanft nach
ſchwerem Leiden unſere liebe Schweſter,
(19292
Schwägerin und Tante
Christiane Schuchmann
im Alter von 47 Jahren.
Für die trauernden Hinterbliebenen:
Familien Schuchmann u. Henning.
Darmſtadt, den 16. September 1913.
Die Beerdigung findet ſtatt am Donnerstag
nachmittag 2½ Uhr vom Eliſabethenſtift aus;
die Einſegnung ¼ Stunde vorher.
Statt beſonderer Anzeige.
Ein ſanfter Tod erlöſte am 15. September
in der Heil= und Pflegeanſtalt in Heppenheim
unſere geliebte Schweſter und Schwägerin
Fräulein Julie Nebel
von ihrem Leiden.
In tiefer Trauer:
Direktor Adolf Nebel und Frau,
(19298
Braunſchweig.
Die Einäſcherung findet am 18. September,
vormittags 11 Uhr, in Mainz ſtatt.
In der Nacht vom 14. auf den 15. September ist der Seniorchef
meiner Firma
Herr
Geh. Kommerzienrat Dr. med. h. c., Dr. ing. h. c., Dr. phil.
Louis Merck
nach kurzem Kranksein sanft verschieden. Tief betrübt mache ich
von dem grossen und schmerzlichen Verluste, den meine Firma
durch sein Hinscheiden erleidet, Mitteilung.
E. Merck
Darmstadt, den 16. September 1913,
(19270
In der Nacht von Sonntag auf Montag ist nach kurzer Krankheit
unerwartet unser hochverehrter Seniorchef
Herr
Geh. Kommerzienrat Dr. phil., Dr. med. h. c., Dr. ing. h. c.
Eouis Meick
aus dem Leben geschieden.
Aufs tiefste erschüttert beklagen wir seinen Heimgang als einen
unersetzlichen Verlust. Der Verstorbene war uns nicht nur ein allezeit
gütiger und gerechter Vorgesetzter, der uns mit seinem arbeitsfrohen
Sinn und seinem frischen, nimmermüden Schaffen stets ein leuchtendes
Vorbild gab, er stand uns auch als treuer Berater in jeder Lage mit
seinen besonderen Geistes- und Herzenseigenschaften zur Seite. Seine
wahrhaft vornehme Gesinnung bewährte sich vor allem auch in der
unablässigen Sorge für die Wohlfahrt seiner Mitarbeiter und
Unter-
gebenen. Sein Andenken wird dauernd in uns fortleben.
Die Beamten der Chemischen Fabrik E. Merck, Darmstadt.
19257)
Wir erfüllen hiermit die schmerzliche Pflicht, davon Kenntnis zu
geben, dass
Herr
Geheime Kommerzienrat Dr. Louis Nerck
erster stellvertretender Vorsitzender unserer Kammer,
nach kurzer Krankheit verschieden ist.
Herr Dr. Lonis Merck hat unserer Kammer seit dem Jahre 1898 als
Mitglied angehört und hat während dieser Reihe von Jahren sein grosses Wissen
und seine ebenso grosse Erfahrung stets bereitwillig in den Dienst unserer
gemeinsamen Bestrebungen gestellt. Hierdurch hat er dauernd Wertvolles für
uns geleistet. Ebenso hat es der Verstorbene verstanden, uns alle durch die
hervorragende Gediegenheit seines Charakters, sowie durch die ungewöhnliche
Leutseligkeit seines Wesens als treue Freunde und aufrichtige Verehrer zu
gewinnen.
Es bedeutet sein leider allzu frühes Hinscheiden für uns einen äusserst
schmerzlichen und nur schwer zu ersetzenden Verlust. Wir werden das
An-
denken des Verstorbenen stets in höchsten Ehren halten.
(19175
Die Grossherzogliche Handelskammer Darmstadt.
Der Syndikus:
Der Vorsitzende:
Dr. Human.
C. Parcus.
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 17. September 1913.
Nummer 218.
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kautionsfähig,
Junge Frau, ſucht Filiale,
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maſchine ausgebildet iſt, Stelle als
Anfängerin. Offert. unter R 46
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in und außer dem Hauſe. Zu
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nähen, hat Tage frei. Karlſtr. 26,
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pedition dieſes Blattes. (*8756
Tüchtige Schneiderin empfiehlt
ſich für in und außer dem Hauſe
Grafenſtraße 22, I. (*8823ms
Dame (*3593oim
aus guter Familie, 30 Jahre, im
Kochen u. allen häusl. Arb.
durch=
aus erfahren, ſucht zum 1. Okt. evt.
ſpäter Stellung zur Führung eines
guten frauenloſ. Haush., am liebſt.
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Kin=
der tagsüber oder nachmittags.
Näh. Mühlſtraße 24, pt. (*8832md
orfnänfain ſucht Aushilfs=
Kinderlaufeln, ſtelle oder auch
zu leidender Dame.
(*8842
Näheres Marthahaus.
Aeltere zuverl. Frauſ. v. 11 Uhrab
Beſchäftig., geht a. Waſch. u. Spül.
Gr. Kaplaneigaſſe 35, Hth., I. (*8839
Junges beſſeres Mädchen ſucht
I. St. zur ält. Dame od. ält. Herrn.
Off. u. R 73 an die Exp. (*8776
Frau geht Waſchen und Putzen.
Zu erfr. Arheilgerſtr. 48, II. (*8870
Tüchtige Köchin, 28 Jahre alt,
in ff. Küche durchaus erfahren,
ebenfalls im Haush. u. Büfett,
ſucht ſof. od. ſpäter St., gute
Zeug=
niſſe vorhanden. Gefl. Off. unter
R 84 an die Expd. (*8814mfo
Frau ſucht Laufſtelle. Näh.
Arheilgerſtr. 92, Hth.
(*8822
Einſ. Fräulein, tücht. in Küche
u. Hausweſen, auch in der
Kran=
kenpflege kundig, ſucht ſelbſtänd.
Wirkungskreis in gutem Hauſe.
Gefl. Offerten unter B90 an die
Expedition.
(*8788mds
Gon
Saüberes Mädchen
ſſucht Laufſtelle für vorm. 2 Stund.
Näh. Mühlſtraße 13, Seitenb. (19278
Zuverl. ehrliche
PerſonſuchtMo=
natſtelle Gardiſtenſtr. 6, Manſ. (*
Frau hat noch halbe Tage freiim
Waſch. Elisabethenstr. 43, Htb., Mans. (*
Junge Frau ſucht Laufdienſt.
Schützenſtr. 8, Hth., Dörſch. (*8906
Ordentl. Frau ſucht Laufdienſt,
geht auch halbe Tage waſchen u.
putzen. Holzſtr. 22, part. (*8911
Aelt., beſſ. Mädchen, welches
gut bürgerlich kochen kann u. alle
Hausarbeit verſteht, ſucht angeneh.
Stellung in kleinem Haushalt.
Näh. Kaupſtr. 29, part. (*8792md
Männlich
Junger Mann
von 18 Jahren (Pariſer), Sohn
eines Kaufmanns dort, wünſcht zur
Erlernung der deutſchen Sprache
in ein hieſiges Geſchäft als
Volon=
tär einzutreten. Penſion im Hauſe
nicht erforderlich. Auf Wunſch
könnte ein Sohn des hieſigen
Ge=
ſchäftsinhabers als Volontär in
das Pariſer Geſchäft (Engros)
ein=
treten, um dort die franzöſiſche
Sprache zu erlernen. Gefl. Off
unter R99 an die Exp. d. d. Bl.
erbeten.
(*8856msm
Gute Lehrſtelle geſucht für
meinen Sohn, 16 Jahre, mit
Einj.=Freiw. Berechtigung in größ
Engros= oder Fabrikgeſchäft. Gefl.
Zuſchriften unter § 7 an die Ex
pedition dieſes Blattes erb. (*8877
Welblich
Erſte Verkäuferin
für meine
Herren=Artikel=Abteilung
(*8869
geſucht
Arthur Sittig
Luiſenplatz 4.
Für hieſiges Durean
t
perfekn. Stenotypiſtin
mit guter Schulbildung zum
ſo=
fortigen Eintritt geſucht.
Offerten mit Gehaltsanſprüchen
u. Zeugnisabſchriften unt. R 82
an die Expedition erb. (*8789md
M
Einige Mäschen
die bereits in (18998a
Fabriken tätig
waren, für dauernd geſucht
Schuhereme-Fabrik
Pallaswieſenſtr. 153.
Tücht. Arbeiterinnen ſof. geſucht.
*8
53im) Konfektion, Schuchardſtr. 18.
Einlegerin
(*8801
ſucht C. W. Leske.
Lehrmädchen
aus achtbarer Familie gegen
ſof. Vergütg. geſucht. (18732a
G. m.
Nietschmann zua b. H.
ſohan gegen ſofortige Ver=
Lehfmäuchen gütung p. 1. Oktober
geſ. Vorzuſt. zw. 12—2 Uhrmittags.
Arnold Obersky, Spez. Korſett=Geſch.,
Ernſt=Ludwigſtraße 8.
(*8845
möglichſt zum 1. Ott.
Gesucht Köchin wegen Heirat
der jetzigen. Vermittlungs=Bureau
nicht ausgeſchloſſen. Frau
Ritt=
meiſter Wätjen, Eſchollbrückerſtr. 8,
Anm. v. 16. Sept. an n. 6 Uhr. (190900im
V
Keiteres tüchtiges Mädchen
das alle Hausarbeit verſehen und
bürgerlich kochen kann, zu altem
Herrn per 1. Oktober geſucht.
8674im Wittmannſtr. 27, II.
Tüchtiges Alleinmädchen,
per 1. Oktober geſucht. (19197imd
Frau Rittershaus,
Ernſt=Ludwigſtraße 26.
Tüchtiges Mädchen od. Frau
ohne Anhang in kleinen feinen
Haushalt ſofort geſucht. Näheres
in der Exped. ds. Bl. (*8629omf
Per 15. September geſucht: Ein
ſauberes Mädchen als Hotelzim
mermädchen, ein williges
Mäd=
chen für die Küche und ein
Mäd=
chen als Stütze der Hausfrau.
Selbige kann die
Reſtaurations=
küche erlern. Hans Chriſt, Hotel
„StadtFriedbera‟, Rheinſtr. (*854180m
Braves ſit
das etwas
fleißiges Mddchen, kochen
kann, in kleinen Haushalt geſucht.
Grüner Weg 40.
(19258a
Jung. Alleinmädchen zu
kinder=
loſem Ehepaar geſucht. Näheres
in der Expedition ds. Bl.
(*8843
Inkleine Familie ſolid., fleißiges
Alleinmädchen mit guten
Zeug=
niſſen für 1. Oktober geſucht.
*8835)
Stiftſtraße 7, II.
f für 1. Otober ein
Gesucht tücht. Hausmädchen,
bewandert im Waſchen, Bügeln
und aller Hausarbeit. Näheres
Frankfurterſtraße 4.
(*8784mds
Ordentl., williges, jüngeres
Mädchen
vom Lande, das etwas kochen
kann, in einf., bürgerl.
Haus=
halt zu ſof. od. 1. Oktober geſucht.
Näheres in der Exped. (*8439mdfs ſtraße 15.
Gärtner, 38 J. alt, verh. i.
Be=
dien. v. Zentralheiz. vertr., geſt. a.
erſtkl. Zeugn., ſ. St. irg. w. Art.
Off. u. § 3 a. d. Exp. (*8867mf
Verh. Maun, 30 J. alt, ſucht
Stellung als Bureaudiener oder
ſonſtige Beſchäftigung. Off. unt.
§ 12 an die Expd.
(*8887
Zentralhelzungen
übernehme noch einige f. d. Winter.
Fachgemäße Bedienung. (*8794md
Schroth, Sandbergſtraße 38.
Sehr ſaubere unabh. Lauffrau
od. Mädch. morg.3 Std. u. zum Spül.
geſucht. Beckſtraße 75, 1. St. (*8783
Schulentl. Mädch. f. leichte Arb.
morg. geſucht. Hochſtr. 23, I. (*8769
Wegen Verheirat. d. Mädchens
in kleine Familie Alleinmädchen
geſucht Schulſtr. 15, 2. St. (*8866md
Kräft. anſtänd. Mädchen vd. Frau tagsüber für
Haus=
arbeit geſucht. Anmeld.
Martin=
ſtraße 2, 2. St. v. 1—3 Uhr. (*8871
Inpartelischer Arbeitsnachweis Darmstadt.
Grafenſtraße 30, part. (Tele=
1. Gewerbliche Abtellung, phon Nr. 371). —
Geſchäfts=
ſtunden von 8—12½ Uhr und von 2½—6 Uhr.
Allgemeiner unentgeltlicher Nachweis für Arbeitgeber=
und Arbeitnehmer.
Waldſtraße 6, Zimmer Nr.6
2. Dienſtboten=Abteilung, (Telephon Nr. 371).—
Geſchäfts=
ſtunden von 9—12 Uhr und von 3—6 Uhr.
(1763a
Von den Herrſchaften wird eine Einſchreibgebühr von
20 Pfg. und eine Vermittlungsgebühr von 1 Mk. erhoben.
Für Dienſtboten iſt die Benutzung der Abteilung koſtenlos.
Zentralanſtalt für Arbeits= und Wohnungsnachweis.
Laufmädchen tagsüber geſucht
(*8818
Karlſtraße 28.
für alle Hausarbeit,
Mädchen welches zu Hauſe
ſchläft, ſofort geſucht Ahaſtr. 12,
(*8885
parterre.
Zum 1. Okt. tüchtige, jüngere
60
Kochfh
die etwas Hausarbeit übernimmt,
für hieſiges Herrſchaftshaus geſ.
(19190
Off. u. K 64 a. d. Exp.
Mädch. d. koch. k. u. and. Mädch.
m. g. Zeugn. erh. ſ. g. St., hoh. Lohn.
Frau Susanna Röse,
gewerbs=
mäßige Stellenvermittlerin, Kies=
(*8881
ſtraße 35, 1. Stock.
Für ein Konſektionsgeſchäft wird
ein Mädchen geſucht nicht unter
12 Jahren von 5—7½ Uhr für
(*8900
Ausgänge zu beſorgen.
Bismarckſtraße 44, 1. Stock.
Fräulein
kann das Kochen gründl. erlernen.
E. Rollhäuser, Oekonom,
Offizier=
kaſino Trainbat. Nr. 18. (*8830mdf
Suche Köch., Haus= u.
Kinder=
mädch., Alleinmädch., welche koch.
u. nicht koch. können, in Herrſchafts=,
Privat= u. Geſchäftshäuſ. für hier u.
ausw. Frau Minna Dingeldein,
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Eliſabethenſtr. 5. Tel. 531. (19296
welche koch, können,
Mädchen, erhalten recht gute
Stellen. Mädch., welch. ohne
Haus=
frau kleinen Haushalt beſorg. kann,
zum 1. Okt. geſucht. Dame ſucht ein
Mädchen, welches etwas nähen,
bügeln u. koch. kann. Brave Mädch.
in gute Geſchäftshäuſer. Frau Berta
Messling, gewerbsmäßige
Stellen=
vermittlerin, Ludwigſtr. 8. (*8811mdf
Suche Köch, Haus=, Alleinm., für
hier u. ausw., 1 Laufm. o. Frau über
Mittag. Johannette Weissmantel,
gewerbsmässige Stellenvermittlerin,
Karlſtraße 30, Teleph. 1909. (*8915
15jähr. Mädchen vom Lande zu
2 Damen geſucht. Näh. Exp. (*8916
Junge Dame
als Modell von Kunſtmaler geſucht.
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ds. Blattes einzureichen. (*8901md
Mir tägl. zu verdienen.
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Verlag Joh. H. Schultz, Köln Nr. 1 88. (II, 1924s
Gut eingeführte Zigarettenfabrik
ſucht per ſofort tüchtigen
(*8920
Reisenden.
Schriftl. Angebote an A. Breuner,
Offenbach a. M.
Für
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einen Ober-Ter Maner
wird zum Herbſt eine kaufmänn.
Lehrſtelle geſucht. Offerten unter
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(*8813mf
Mot
hor
Wel Aebraverdienſt ſucht
ſende ſof. ſeine Adreſſe unt. § 10
an die Expd. d. Bl.
(*8886ms
Schiffsjunge — Kapitän
Karriere der Handelsmarine,
illu=
ſtrierte Broſchüre verſendet
koſten=
los F. Glatzel, Schiffsoffizier, Altona
Elbe) Palmaille 54, I. (II,19110
Jung. ſauberer Herrenſchneider
ſof. geſucht. Damen=Konfektion,
Kemnitzer, Nied.=Ramſtädter=
(*8678imd
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für die Wäsche-Abteilung
für sofort oder bald gesucht.
Spezial-
Geschäft Ludwig Schwab
23 Ernst-Ludwigstrasse 23.
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Wir ſuchen
einen Herrn, der befähigt iſt, ſelbſtändig zu arbeiten und
eine größere Anzahl von Untervertretern einzuſtellen und
zu beaufſichtigen. Demſelben können wir die Möglichkeit
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 17. September 1913.
Nummer 218.
Stämmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Der Hausbeſitzerverein und das
Baugewerbe.
In der am Montag ſtattgehabten ſogenannten
Pro=
teſtverſammlung des Hausbeſitzervereins wurde ohne
vor=
herige Diskuſſion beſchloſſen, die ſtädtiſche Verwaltung
aufzufordern, jede Erweiterung des Stadtbauplans zu
unterlaſſen. Esſoll hierdurch ein Druck auf die freie
Ent=
ſchließung der Stadtverordneten ausgeübt werden, kein
neues Bauquartier für Einfamilienhäuſer zu eröffnen.
Vom rein egoiſtiſchen Standpunkt der Hausbeſitzer
be=
trachtet, keine Vermehrung der Wohnſtätten aufkommen
zu laſſen, iſt der Widerſtand leicht zu erklären. Aber es
gibt außer den Hausbeſitzern doch noch andere Menſchen,
in deren Exiſtenzintereſſe es gelegen iſt, die Neuerrichtung
von Wohnſtätten zu fördern. Außer den Mietern, welche
berechtigt ſind, Anſprüche in ſanitärer Hinſicht zu ſtellen,
kommt hier ſpeziell das Baugewerbe in Betracht, welches
vielfach auf Neubauten angewieſen iſt. Im allgemeinen
Intereſſe muß hier ein Mittelweg gefunden werden, der
auf beiderſeitige Intereſſen Rückſicht nimmt, und dies iſt
gerade die Errichtung von Einfamilienhäuſern. Es iſt
nun einmal der Zug der Zeit, das Zuſammenleben und
die Geſundheit der Familie durch die Flucht aus dem
kaſernenmäßigen Wohnen zu fördern, und hierin ſollte
man keinen gegneriſchen Zwang ausüben, der ſich ſchließlich
nur durch Wegzug in die Vororte rächt, welche das Bauen
von kleinen Wohnſtätten fördern in der Erkenntnis, daß
imach=Ausban der elektriſchen Straßenbahn der Zuzua von
bemittelten Anſiedlern gefördert wird. Die Bautätigkeit
in den Vororten iſt jetzt bereits größer als hier, und wenn
nicht zeitig hier für entſprechende Anziehung von den
Intereſſenten für Kleinwohnbau geſorgt wird, ſo wird
Darmſtadt vermittels der Straßenbahn die Laſten
zu=
gunſten der Vororte zu tragen haben. Um nun die
Er=
richtung von größeren Wohnhäuſern zu verhindern, liegt
es doch eigentlich gerade im Intereſſe der Hausbeſitzer, den
Kleinwohnungsbau zu fördern, um hierdurch zugleich zum
Beſtehen des Baugewerbes beizutragen, denn ohne
all=
ſeitiges Entgegenkommen wird die alle Kreiſe berührende
Frage nicht zu löſen ſein. Es wird ſich hierbei nicht um
den zunächſt vorliegenden Einzelfall der Gemeinnützigen
Baugenoſſenſchaft handeln, ſondern dies iſt wohl nur der
Vorläufer für ähnlichen Widerſtreit. Nach Entfernung
des Dammes der früheren Odenwaldbahn wird bis zum
Nordbahnhof ein Gelände frei, welches ſich ganz beſonders
für Kleinwohnungen eignet, und wenn auch zunächſt nur
das Baugelände längs der Frankfurter Straße eröffnet
wird, ſo wird ſich der Intereſſenſtreit ſofort wiederholen,
wenn der Hausbeſitzerverein nicht zur Erkenntnis gelangt,
daß vorſtehende Löſung diejenige iſt, welche ſeinem
Be=
ſtreben am nächſten kommt, und daß eine Behinderung der
perſönlichen Freiheit im Wohnungsweſen von keinen auten
Folgen begleitet ſeinzkann.
Luftfahrt.
„Z. 1" im Gewitter.
* Breslau, 16. Sept. Das vom Kaiſermanöver
in Liegnitz zurückgebliebene Militärluftſchiff „Z 1‟, das
geſtern abend nach 10 Uhr die Heimreiſe nach
Frankfurt a. M. antreten wollte, geriet unterwegs in
ein ſchweres Gewitter. Das Schiff kehrte alsbald wieder
nach Liegnitz zurück, konnte aber des ſtarken Sturmes
wegen nicht landen. Um dem Unwetter auszuweichen,
fuhr das Schiff nach Poſen zu weiter. Ohne
Zwiſchen=
landung iſt der „Z 1” heute früh nach elfſtündiger Fahrt
wieder in Liegnitz eingetroffen und wurde in der Halle
geborgen. In Poſen, wo das Schiff nachts um 3½ Uhr
angekommen war, konnte die Landung ebenfalls des
Ge=
witters halber nicht vorgenommen werden.
Maßnahmen gegen Flieger.
H.B. Köln, 16. Sept. Infolge der Klagen über
fran zöſiſche Flieger, welche Deutſchland beſuchen,
hat das Kriegsminiſterium, wie die Kölniſche Zeitung
meldet, neue Beſtimmungen erlaſſen für
die=
jenigen franzöſiſchen Flieger, welche deutſches Gebiet
überfliegen. Die Namen der Franzoſen, die mit Reiſe=
Zeugniſſen von der deutſchen diplomatiſchen Vertretung
in Paris verſehen ſind, werden von jetzt ab dem
Kriegs=
miniſterium, den Korps=Kommandeuren und
Polizeibe=
hörden regelmäßig zur Kontrolle bekannt gegeben werden.
* Johannisthal, 16. Sept. Heute vormittag
um 11.28 Uhr landete der Flieger Stiefvater mit
Oberleutnant Zimmermann als Begleiter auf einer
Jeannintaube. Er war um 4.36 Uhr in Freiburg i. Br.
aufgeſtiegen und nach einer Zwiſchenlandung in
Gotha=
um 9.10 Uhr nach Johannisthal weitergeflogen. Er bes
abſichtigt, ſofort nach Königsberg weiterzufliegen.
Stief=
vater bewirbt ſich mit dieſem Flug um die Prämie der
Nationalflugſpende.
* Johannisthal, 16. Sept. Der Flieger=
Stiefvater iſt heute vormittag 12½ Uhr mit Obers
leutnant Zimmermann nach Königsberg aufgeſtiegen.
* Mülhauſen (Elſaß) 16. Sept. Der bekannke
Mülhauſener Aviatikflieger Stöffler iſt heute nacht
12½ Uhr auf dem Habsheimer Flugplatz zum Flug nach=
Königsberg aufgeſtiegen, um ſich um den Preis der
Na=
tionalflugſpende zu bewerben. Nach einem ſoeben um
5 Uhr nachmittags eingetroffenen Telegramm iſt Stöfflea,
bei Plock an der Weichſel (Nordrußland) gelandet. Er
be=
abſichtigt weiter zu fliegen. Ob der Flieger die
Strecke=
ohne Zwiſchenlandung zurückgelegt hat, iſt aus dem
Tele=
gramm nicht erſichtlich.
* Leipzig, 15. Sept. Das Luftſchiff „Sachſen”
machte heute nachmittag eine Fahrt von Leipzig nach
Eiſenberg (Sachſen=Altenburg). An der Rückfahrt nach
Leipzig nahmen der Herzog Ernſt von Sachſen=
Altenburg und ſein Töchterchen, Prinzeſſin
Eliſa=
beth teil. Nachmittags 5 Uhr landete das Luftſchiff
glatt in dem hieſigen Luftſchiffhafen.
* Göttingen, 16. Sept. Heute vormittag um 8
Uhr 25 Min. iſt Seguin zum Rückfluge nach
Paris aufgeſtiegen. Er hofft ohne Zwiſchenlandung
nach Paris zu kommen.
Landwirtſchaftliches.
* Groß=Gerau, 16. Sept. Der Maſſenauftrieb
bei den hieſigen Ferkelmärkten hält an. Am letzten
Ferkelmarkt waren nämlich 1029 Tiere aufgetrieben. Die
Preiſe bewegten ſich aber dennoch in ihrer ſeitherigen
Höhe, da eine äußerſt rege Nachfrage herrſchte. Am Schluß
des Marktes war alles verkauft. Für Ferkel ſind 7—18
Mark, für Springer 21—34 Mark und für Einleger 37—45
Mark pro Stück bezahlt worden. — Der nächſte
Ferkel=
markt iſt am Montag, den 22. d. M., und findet an dieſem
Tage gleichzeitig ein Krämermarkt, der diesjährige
Herbſtmarkt, ſtatt.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 17. September 1913.
Seite 11.
Mmtiche Rachricdten des Groiſ. Polteiants Darnnapt.
Gefunden: 1 ſilberne runde Doſe. 1 Fahrradlaterne. ½ Meter
weißer Stoff. 1 Quantum Kartoffeln in einem Sack. 1 Drücker aus
Meſſing, 1 weiße geſtrickte Kindermütze. 1 Notenheft (für Klavier).
1 Paar Knabenſchuhe mit einem Paar Strümpfen, 1 weißes
Taſchen=
tuch. 2 Drücker an einer Kette. 1 kleiner Dreher. 1 kleiner ſchmaler
Samtgürtel. 1 ſechseckige Emaillebroſche. 1 Füllfederhalter. 1
Fahr=
rad. 1 kleines ſchwarzes Portemonnaie mit Inhalt.
(19241
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 2 Spitzhunde, 1 Foxterrier, 1 Kriegshund. 1 Pinſcher
(zugelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern bei dem
5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht
aus=
gelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vorm. 10 Uhr, ſtatt. (19230
Bekanntmachung
über die Regelung des Straßenverkehrs während der
Herbſtmeſſe 1913.
Auf Grund von § 366 Ziffer 10 R. St. G. B., Art. 264 Pol. St. G. B,
und Artikel 129 b, Abſ. 2, der Städteordnung wird wegen der
Herbſt=
meſſe für die Zeit vom 18. September bis 2. Oktober ds. Js.
einſchließlich angeordnet:
1. Der zwiſchen Mühl= und Stiftſtraße liegende Teil der
Lindenhofſtraße iſt für Juhrwerke geſperrt.
2. Auf den das Meſſe=Gelände umgebenden Straßenteilen
darf nur im Schriit gefahren oder geritten werden.
3. Durch die Reihen der Schau= und Verkaufsbuden darf
weder gefahren noch geritten noch geradelt werden.
(19240mds
Darmſtadt, den 15. September 1913.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Bauplanänderung.
Der von der Stadtverordneten=Verſammlung autgeheißene
Be=
bauungsplan über die Aenderung der Hauptzufuhrſtraße C nach
pem neuen Südbahnhof liegt in der Zeit vom 17. September bis
einſchließlich 2. Oktober ds. Js. auf dem Stadtbauamt, Grafenſtr. 30,
zur Einſicht offen. Einwendungen gegen den Plan ſind bei Meidung
des Ausſchluſſes während dieſer Friſt daſelbſt vorzubringen.
(19214mi
Darmſtadt, den 13. September 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Ekert.
neh erſicht
der Durchſchnittspreiſe von
folgen=
den Früchten und
Verbrauchsgegen=
ſtänden in der Zeit
vom 1. bis 15. September 1913.
per Sack à 100 Kilo
Weizen von Mk. 20.50 bis 24.50
Korn
„ 17.— „ 17.75
Gerſte
„ „ 18.— „ 19.-
Hafer
„ 18.— „ 21.—
Butter ½ Kilo Mk. 1.40
Butter in Partien Mk. 1.30
Eier per Stück 9 Pfg.
Eier in Partien per 25 Stück
Mk. 2.—
Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 6.—
Kartoffeln per 25 Kilo Mk. 1.75
Kornſtroh per 50 Kilo Mk. 2.50
Heu per 50 Kilo Mk. 4.—
Darmſtadt, 16. September 1913.
Großh. Polizeiamt Darmſtadt.
Beiantnchauig.
Dienstag, 30. September I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die dem Georg Philipp VolzII.
zu Groß=Bieberau im Grundbuch
hieſiger Gemarkung zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 481 260 Hofreite
Eckhardt=
ſtraße 35,
III 4819/10 151 Grasgarten,
Vor=
garten,
da=
ſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K4/13
verſteigert werden.
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 8. Auguſt 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
J. V.: Ganß, (V,17420
älteſter Gerichtsmann.
Bekanntmachung.
Mittwoch, 1. Oktober 1. Js.,
vormittags 9 Uhr,
ſoll die den Friedrich Amelung
Ehe=
leuten dahier zugeſchriebene
Lie=
genſchaft:
Flur Nr. qm
238 Hofreite Lieb=
II 657
frauenſtraße
Nr. 104,
II 6579/10 42 Grasgarten,
Vor=
garten, daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K59/13
verſteigert werden.
Darmſtadt, 12. Auguſt 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
J. V.: Ganß, (V,17421
älteſter Gerichtsmann.
Lieſerungs=Bergebung.
Die Anlieferung nachverzeichneter Gegenſtände für die Zeit vom
1. November 1913 bis dahin 1914 ſoll auf dem Wege öffentlichen
Angebots vergeben werden.
1. 15000 Ko. Weizenkleien und
Schalen.
2. 400 Ztr. Stroh.
3. 600„
Speiſekartoffeln.
4. 500 Mtr. Baumwollflanell.
5. 100 „ weiß
Baumwoll=
tuch.
6. 100 „ Schürzenzeug.
7
7. 100 „ Köper=Oxford.
8. 150 „ Kittelzeug.
9. 150
Druckzeug.
1 Stück Lüſter.
10.
11. 300 Mtr. Sarſenet.
12. 150
„ Wolletuch.
13. 400 „ Leinen, verſchied.
14. 20 „ Gummiſtoff.
15. 30 Ko. Strickwolle.
16. 200 Mtr. Putzlumpen.
17. 100 Ko. Sohlleder.
18. 1800 „ Petroleum.
19. 800 „ Seife.
20. Backwaren.
21. Fleiſchwaren.
22. Kolonialwaren, Eier, Bier uſw.
Die Lieferungsbedingungen und Muſter ſind auf dem
Geſchäfts=
zimmer des Großherzogl. Rechners und Oekonomen in der Anſtalt
am 23. und 24. ds. Mts, in den üblichen Geſchäftsſtunden einzuſehen,
außerdem können erſtere nach auswärts gegen Erſtattung der
Schreib=
gebühr geſandt werden.
Schriftliche Angebote mit der Aufſchrift „Lieferungsvergebung”
ſind
bis zum 6. Oktober, vormittags 11 Uhr,
entweder mit der Poſt einzuſenden oder in den im Beamtenhauſe
der Anſtalt aufgehängten Briefkaſten einzulegen.
Die einzureichenden Muſter müſſen getrennt von den Angeboten
verpackt und entſprechend bezeichnet ſein.
Eröffnungstermin 7. Oktober, vormittags 11 Uhr.
Zuſchlagsfriſt: 20 Tage.
(19291
Aliceſtift bei Darmſtadt, am 13. September 1913.
Großherzogliche Anſtalts=Verwaltung.
An die
Darmstädter Senerdch, Leschartswet, Stchegrapien- u. Stenoropisten.
Heute Mittwoch, den 17. d. Mts., abends pünktlich 8½ Uhr
findet bei freiem Eintritt im „Kaisersaale‟, Grafenstraße 20, in Verbindung mit dem
Gabelsberger Stenographenverein von 1861 ein Demonstrationsabend statt, der durch
Vortrag und anschließende
praktische Ubungsstunde
den Wert der Muster-Maschinen-Schreibschule nach der Original-Underwood-Meisterschafts-
Methode zeigen soll.
Dem Fortschritt folgend, sowie in richtiger Erkenntnis des Wertes der Methode,
hatten wir uns entschlossen, am I. August d. J. eine Muster-Maschinen-Schreibschule
nach der Original-Underwood-Meisterschafts-Methode zu gründen und konnten wir mit
Genugtuung feststellen, daß sowohl Behörden wie auch kaufmännische Institute den
Wert der Methode sofort richtig erkannten.
Heute nun soll der Allgemeinheit vor Augen geführt werden, welche Fertigkeit
die Schüler in der kurzen Zeit (vom 1. August bis heute) zu erreichen vermochten,
und welche Schnelligkeit, Sicherheit und Korrektheit erzielt werden kann.
Wir können daher nur empfehlen, nicht zu versäumen, dem Abend beizuwohnen,
zumal für die Hetren Chefs wie auch für die Angestellten die Angelegenheit von
gleicher Wichtigkeit ist.
Um recht zahlreichen Besuch bittend, empfehlen wir uns
hochachtungsvoll
Hoflieferant HEINRICH ELBERT, G. m. b. H.
Abteilung: Muster-Maschinen-Schreibschule.
19259
Der Plan über die Herſtellung
einer unterirdiſchen
Tele=
graphenlinie an der Landſtraße
von Darmſtadt nach Weiterſtadt
liegt bei dem Kaiſerlichen
Tele=
graphenamt in Darmſtadt von
heute ab 4 Wochen aus. (19237
Darmſtadt, 15. September 1913.
Kaiſerliche Ober=Poſtdirektion.
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wird, werden noch Abnehmer
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Seit 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 17. September 1913.
Nummer 218.
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mein neuer Sprachkursus für Vorgeschrittene beginnt.
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Nummer 218.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 17. September 1913.
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In der rauchgeſchwärzten und trotz ihrer weiten
Ab=
meſſungen ſo unanſehnlichen Halle des Münchener
Haupt=
bahnhofes herrſchte das zur Reiſezeit unvermeidliche
Menſchengewühl, ein unabläſſiges Drängen und
Durch=
einanderwogen eiliger Leute jeden Standes und jeder
Nationalität, ein beſtändiges Haſten und Suchen und ein
Stimmengeſchwirr, aus dem ſich die Laute faſt aller
euro=
päiſchen Sprachen heraushören ließen. Namentlich vor
der Sperre des Bahnſteiges, auf dem der abendliche
Schnellzug nach Kufſtein, Innsbruck und Verona zur
Ab=
fahrt bereit ſtand, ſtaute es ſich zu einem dichten Knäuel
ungeduldiger Reiſender beiderlei Geſchlechts, die auf die
mannigfachſte Art zu erkennen gaben, daß ihnen die
Ab=
fertigung durch die beiden vielgeplagten
Fahrkartenſchaff=
ner viel zu lange währte.
Nur ein in dieſen Knäuel eingezwängtes junges
Menſchenpaar, dem man es leicht genug anmerkte, in
wel=
chen Beziehungen es zueinander ſtand, ſchien von der
all=
gemeinen Nervoſität ſehr wenig berührt.
Der Mann, von dem blonden, helläugigen Typus
des norddeutſchen Menſchenſchlages, mochte um ein
ge=
ringes über ſein dreißigſtes Lebensjahr hinaus ſein. Er
war groß und kräftig gebaut, aber die Züge ſeines
klu=
gen, bartloſen Geſichtes zeigten etwas von jener
Müdig=
keit und Abgeſpanntheit, die in unſerer raſchlebigen Zeit
den Phyſiognomien geiſtig überarbeiteter Menſchen ſo
leicht ihr beſonderes Gepräge gibt. Der braunhaarige
Kopf des dicht an ſeine Seite geſchmiegten Mädchens
reichte ihm kaum bis zur Schulter, aber das ſchmale, feine
Antlitz unter dem einfachen Hütchen war beſtändig zu
ihm emporgerichtet. Die großen, dunklen Augen, Die
ohne Zweifel den weſentlichſten Reiz dieſes Geſichtes
aus=
machten, hingen mit einem ſo warmen Leuchten inniger,
hingebender Zärtlichkeit an ſeinem Munde, als wollten
ſie in ſehnſüchtiger Erwartung die Worte vorweg nehmen,
die von dieſen Lippen kamen.
Aber es war trotzdem nur wenig, was die Beiden
während des minutenlangen Wartens miteinander
ſpra=
chen. Und es unterſchied ſich in nichts von dem, was
gemeinhin zwiſchen Liebesleuten, die unmittelbar vor
einem ſchmerzlichen Abſchied ſtehen, geredet zu werden
pflegt.
Du, wirſt mir täglich ſchreiben, nicht wahr, Werner?
flüſterte das Mädchen. Und wenn es auch nur eine
ein=
zige Zeile, nur ein kurzer Gruß auf einer Anſichtskarte
wäre. Ich würde mich ſo ſehr um Dich ängſtigen, wenn
ich einmal ohne Nachricht von Dir bliebe.
Gewiß, liebſtes Herz, gewiß! Das heißt, ſoweit es
eben möglich iſt. Hier und da wirſt Du Dich ſchon auf
eine kleine Pauſe in der Korreſpondenz gefaßt machen
müſſen. Denn droben auf den Bergen gibt es, Gott ſei
Dank, bis jetzt weder Briefkäſten noch
Anſichtskartenver=
käufer. Und da mögen leicht einmal drei oder vier Tage
verſtreichen, ohne daß ich Dir ein Lebenszeichen zu geben
vermag.
In die dunklen Mädchenaugen kam es wie ein feuchter
Schimmer, und um den kleinen Mund ging ein Zucken,
als er Antwort gab:
Ach, dieſe ſchrecklichen Berge! Ich habe ein ſolches
Grauen bei dem Gedanken an die Gefahren, denen Du
da ausgeſetzt ſein wirſt. Hätteſt Du Dich doch entſchließen
können, meinen Bitten nachzugeben und oben an unſeren
ſchönen Seeküſten Erholung zu ſuchen!
Mit einem kleinen Anflug von Ungeduld ſchüttelte der
Blonde den Kopf.
Ich würde ſie dort nicht gefunden haben — glaube
mir’s doch, Liebling! Was ich brauche, iſt Ruhe und
Ein=
ſamkeit, jene erhabene Ruhe und jene erquickende
Ein=
ſamkeit, die mir eben nur das Hochgebirge gewähren
kann. Und Du haſt wahrhaftig keine Urſache, Dich um
mich zu ſorgen. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die das
Schickſal mutwillig herausfordern. Auf
Unternehmun=
gen, die meine Kräfte überſteigen, werde ich mich ſicherlich
niemals einlaſſen.
Sie waren endlich bis an die Perronſperre gelangt.
Nur ein weißbärtiger alter Herr war noch vor ihnen, in
deſſen Fahrſcheinheft der Schaffner eben ein paar Blätter
mit ſeiner Kupierzange durchlochte.
Nach Verona! ſagte er dabei. Die erſte Klaſſe iſt
ganz vorn im Zuge, mein Herr!
Der alte Herr dankte hüſtelnd und legte mit
anſchei=
nend ſchon zitterigen Händen das Heft umſtändlich wieder
in ſeine Brieftaſche. Dann nahm er das kleine elegante
Köfferchen auf, das er vorhin neben ſich geſtellt hatte, und
ſchlurfte ſchleppenden Schrittes an der langen Wagenreihe
entlang.
Das junge Mädchen, an das jetzt die Reihe kam, hatke
nur eine Bahnſteigkarte vorzuweiſen, der Fahrſchein ihres
Begleiters aber lautete bis Innsbruck.
Ich werde doch den Anſchluß an die Arlbergbahn
ſicher erreichen? fragte er. Und als er die beſtätigende
Antwort des Beamten erhalten, bot er der jungen Dame
den Arm, um hier, wo ſie nicht mehr von ungeſtümen)
Menſchen umdrängt waren, wie draußen hinter der Bar=
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Noch einmal bitte ich Dich alſo recht herzlich, liebſte
Helene, nicht Dir und mir während dieſer wenigen
Tren=
nungswochen durch eine ganz grundloſe Aengſtlichkeit das
Leben ſauer zu machen. Du weißt doch, wie dringend
Dein eigener Bruder mir zu dieſer Erholungsreiſe nach
dem arbeitsreichen Semeſter geraten hat. Und ich meine,
es könnte für niemanden angenehmer ſein, als für Dich,
mein Schatz, ſtatt des abgearbeiteten, launenhaften und
grilligen Burſchen, dem Du jetzt Lebewohl ſagſt, einen
friſchen und fröhlichen Menſchen wiederkehren zu ſehen,
wie meine geliebten Berge ihn bis jetzt noch immer aus
mir gemacht haben.
Sie ſchmiegte ſich ſo eng an ihn, als es bei der
An=
weſenheit ſo vieler fremder Menſchen nur immer geſchehen
konnte, und wieder ſuchten ihre in Liebe und Zärtlichkeit
glänzenden Augen die ſeinen.
Mir biſt Du immer recht, Werner — ſo oder ſo. Aber
es iſt wahr: ich bin ein häßliches, egoiſtiſches Geſchöpf
daß ich nur an mich und an meine Sorgen denke. Ich
war ſo glücklich, daß mir Tante Hannas Reiſe nach
Mün=
chen die Möglichkeit gewährte, Dich bis hierher zu
be=
gleiten. Und nun fürchte ich beinahe, daß ich damit nichts
anderes erreicht habe, als Dich ungeduldig und
verdrieß=
lich über mich zu machen.
Mit Wärme drückte er ihren Arm an ſich und lächelte
ihr freundlich zu.
Was für eine unverbeſſerliche kleine Schwarzſeherin
Du doch biſt, Herzensſchatz! Niemand konnte den
liebens=
würdigen Zufall dieſer gemeinſchaftlichen Reiſe höher
preiſen als ich. Und mit tauſend Freuden würde ich
meine ganze Erbſchaft daran geben, wenn ich mir damit
das Glück Deiner weiteren Begleitung zu erkaufen ver=
möchte. Aber da es nun einmal nicht ſein kann, müſſen
wir uns wie ein paar recht verſtändige Menſchen mit der
unerbittlichen Notwendigkeit abfinden. Du
Er war mitten in der Rede verſtummt, und ſeine
Augen hatten ſich weit geöffnet wie die eines Menſchen,
der durch einen unerwarteten Anblick in höchſte Beſtürzung
oder in faſſungsloſes Erſtaunen verſetzt worden iſt. Das
junge Mädchen, deſſen beinahe andächtiger Aufmerkſamkeit
auch die kleinſte Veränderung auf ſeinem Geſicht
unmög=
lich hätte entgehen können, folgte unwillkürlich der
Rich=
tung ſeines eigentümlich erſtarrten Blickes. Aber ſie
konnte über den Gegenſtand, auf den er gerichtet
war, nur eine ungewiſſe Vermutung hegen, da ſich
jetzt, wo das Zugperſonal die Aufforderung zum
Einſteigen bereits hatte ergehen laſſen, in
leb=
haftem Durcheinander alles zu den Wageneingängen
des D=Zuges drängte. Vielleicht war es lediglich eine
Regung weiblichen Inſtinkts, die ihre Augen für die Dauer
einiger Sekunden an der hohen, ſchlanken Geſtalt einer
an=
ſcheinend noch jungen Dame haften ließ, deren Geſicht ſie
nicht ſehen konnte, weil die in einen langen, hellgrauen
Staubmantel gehüllte Reiſende ſich ſoeben anſchickte, den
Zug zu beſteigen.
Sie gewahrte nichts weiter, als daß die offenbar von
niemandem begleitete Dame eine wundervoll ebenmäßige
Geſtalt hatte, deren ſchöne Linien ſich deutlich unter der
loſen Hülle abzeichneten, und daß ihre Bewegungen von
anmutigſter Eleganz und Geſchmeidigkeit waren. Auch
die Ueppigkeit ihres in ungewöhnlicher Fülle unter dem
kleinen Reiſehute hervorquellenden, tiefſchwarzen Haares
war dem an raſche Beobachtung und Beurteilung der
Mitſchweſtern gewöhnten Frauenblick nicht entgangen.
Schon in der nächſten Sekunde aber hatten ſich andere Er=
ſcheinungen dazwiſchen gedrängt, und mit nur halb
be=
friedigter Wißbegier wandte ſich das junge Mädchen zu
dem noch immer ſtumm und regungslos daſtehenden
blon=
den Manne zurück.
Was haſt Du nur mit einem Male, Werner? — Du
biſt ja ganz verſtört. — Iſt Dir die Dame in dem grauen
Mantel bekannt?
Der Angeredete war zuſammengefahren, als ob er
unvermutet aus einer weit entlegenen Gedankenwelt in
die Wicklichkeit zurückgerufen worden wäre. Und er
machte eine halb unwillkürliche Handbewegung gegen die
Stirn hin, ehe er in offenkundigſter Verwirrung und
Be=
fangenheit erwiderte:
Die Dame — ? — Welche Dame? — Ich weiß nicht,
von wem Du ſprichſt, Liebling! — Aber es iſt wohl höchſte
Zeit, daß ich mir einen Platz ſuche. Der Zug ſcheint ja
überfüllt.
Er machte eine raſche Bewegung gegen den nächſten
Wagen hin, aber die kleine Hand ſeiner Begleiterin legte
ſich mit feſtem Druck auf ſeinen Arm, und flehend klang
ihre weiche Stimme ihm an das Ohr:
Du haſt eine unangenehme Entdeckung gemacht,
Lieb=
ſter — Du biſt erregt! — Warum darf ich die Urſache
da=
von nicht erfahren?
Gezwungen lachte er auf.
Du ſiehſt wahrhaftig ſchon überall Geſpenſter, Schatz!
Vielleicht hat mich eine zufällige Aehnlichkeit für einen
Moment irritiert. Aber von Erregung iſt nicht die Rede,
und es iſt nicht der Mühe wert, noch ein Wort darüber zu
verlieren.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 218.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 17. September 1913.
Seite 15.
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398.
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sr. Diſtanzwettlauf Berlin-Breslau. Der
Diſtanz=
wettlauf Berlin-Breslau, der am Sonntag mit der
erſten Etappe Berlin-Zoſſen ſeinen Anfäng nahm,
führte mit einer Ruhepauſe in Zoſſen am Monkag
vor=
mittag nach Lübben. Ruppert benötigte für die etwa 50
Kilometer lange Strecke 4 Sunden 36 Minuten, dicht
ge=
folgt von Sillier, der ¾ Sekunden mehr gebrauchte. Die
nächſten Plätze belegten Adam 4143:00, H. Müller 4:45.00,
Zernick 5:17:00, Fuchs 5:18:00 ½ und Hempel 522700,
der durch eine Fußverletzung zurückgefallen war. Im
Ge=
ſantklaſſement der ganzen Etappe Berlin-Lübben (80
Kilometer) blieb Sillier Sieger mit 6 Stunden 53 Min.
½ Sek vor Ruppert 6:61, H. Müller 7:08:00¾, Adam
7112:00½. Hempel 7440. Innerhalb von 7 Stunden trafen
17 von 32 noch im Rennen befindlichen Läufern ein.
Auf=
gegeben hatte bereits in Zoſſen Nolte=Wien.
Amateurphotographie. Das zweite Septemberheft
der Photographie für Alle (Berlin, S. 61) enthält
wiederum neben muſtergültigen Reproduktionen eine
Reihe intereſſanter Artikel. Speziell ſei auf die
Abhand=
lung über „Straßenbilder” hingewieſen, in der wir
unter anderem folgendes leſen: Zur Aufnahme der
Stra=
ßenbilder wähle man die Sommermonate, doch ſind auch
helle Herbſt= und Wintertage günſtig; jedenfalls arbeite
man in jenen Stunden, in denen die Sonne möglichſt hoch
ſteht. Zerſtreutes Licht iſt günſtiger als =Sonnenſchein,
weil man da unabhängig vom Stand der Sonne iſt. Sind
die Lichtverhältniſſe günſtig, ſo verwende man
farben=
empfindliche Platten, im übrigen aber, namentlich bei
Aufnahmen in dunkeln Straßen, höchſtempfindliche
Rapid=
platten. Stativkameras ſind gänzlich ungeeignet, denn
noch ehe man die Kamera aufgebaut hat, pflegen ſich
ganze Trupps Neugieriger, die mit photographiert ſein
wollen und die irgendeine Bildwirkung gar nicht
aufkom=
men laſſen, zu verſammeln. Hier kommt die
Spiegel=
reflexkamera zur Geltung, aber wer in der Handhabung
einer ſolchen nicht geübt iſt, oder keine beſitzt, kommt auch
mit einer gewöhnlichen Klappkamera aus.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 9. bis 15. September.
Die in der Berichtswoche bekannt gewordene
vor=
läufige Ernteſchätzung für Preußen zeigt wider Erwarten
höhere Zahlen als im Auguſt. Ein Vergleich mit der
Auguſtſchätzung und mit den endgültigen Ergebniſſen
des Vorjahres gibt folgendes Bild: (in Tonnen = 1000
Kilogramm).
Weizen Roggen S.=Gerſte Hafer
September 2676600 9338 534 1919732 6 234124
2 561 119 8 725 225 1750 172 5780 147
Auguſt
Ernte 1912 2748 545 9804 781 1972153 5831012
Die zum erſten Male vorgenommene Schätzung für
Wintergerſte ergibt 72708 Tonnen, während für
Kar=
toffeln ein Ertrag von 35249833 Tonnen in Ausſicht
ge=
ſtellt wird gegenüber 34900598 in 1912 und 25630203
Tonnen in 1911. Trotz dieſer Zahlen war die Stimmung
in der Berichtswoche durchaus nicht matt, namentlich am
Weltmarkte machte ſich eine gewiſſe Widerſtandsfähigkeit
bemerkbar, die zum Teil mit den amerikaniſchen
Verhält=
niſſen in Verbindung ſtand. Zwar lautet die Schätzung
der amerikaniſchen Weizenernte nach dem letzten Bericht
noch etwas höher als bisher, auch ſtehen von Kanada
große Leiſtungen in Ausſicht, aber zunächſt macht ſich der
Einfluß der ſchlechten Maisernte fühlbar, das Angebot iſt
zurückhaltender und die Verſchiffungen von den
atlanti=
ſchen Häfen haben eine erhebliche Einſchränkung erfahren.
Demgegenüber hat Rußland diesmal große Mengen
Wei=
zen und Gerſte exportiert, aber das Angebot von dort iſt
keineswegs dringlich, zumal die Regierung den
Land=
wirten Vorſchüſſe gewährt. Hinzu kommt daß ſich in
ver=
ſchiedenen Gebieten Rußlands ſtarke Enttäuſchungen beim
Erdruſch herausſtellen ſollen. Frankreichs Weizenernte
ſoll nach neueren Schätzungen um mehr als 10 Prozent
hinter der des Vorjahres zurückſtehen, ſo daß wieder
be=
deutende Zufuhren vom Auslande nötig ſein werden, ein
Umſtand, der beſonders für den deutſchen Getreidehandel
von Bedeutung iſt. Zunächſt läßt das Geſchäft in dieſer
Richtung noch viel zu wünſchen übrig, da das Ausland
zu niedrige Preiſe bietet. Die Preislage hat ſich wenig
geändert, auch im Lieferungsgeſchäft boten Deckungen
den Preiſen eine Stütze. Roggen hatte wieder nur
mäßiges Angebot, das bei den Mühlen und zum Export
ſchlank Aufnahme fand. Rußland kommt wenig mit
Ware heraus. Lieferung war durch Deckungen befeſtigt,
zumal Andienungen bei den Mühlen Aufnahme fanden.
Hafer iſt in geringer Ware am Markte: das ſchwer
ver=
käufliche Material drückt auf den Wert der Lieferung.
Dagegen iſt heute Ware begehre und findet auch ſeitens
des Exports Beachtung. Es ſtellten ſich die Preiſe für
inländiſches Getreide wie folgt:
Weizen
Roggen
Hafer
Königsberg
161 (*1
Danzig . . . 200 (44 ) 159 (—1
165 (—2
Stettin . .
188 (—4 ) 159 (—1 ) 161 (—2
—
Poſen
198
158
159 (—
Breslau . . . 196
158 (—
157 (—1
Berlin
. 197 (*1
161 (— ½)
(—1
190 (—2
Magdeburg
163 (*2
(*2
193 (—
Halle . . .
168
176 (—
—
Leipzig . . . 194 (—2
167
173 (—1
Roſtock
. 190 (—2
159 (*1
157 (—1
196 (—2
)1
Hamburg
64 (—1
170
Hannover . . 191 (—3
16
(—1 j 162 (—3
Düſſeldorf
200
168 (—
(*2
170
Frankfurta. M..
202½ (—1
169 (—
175 (45
Mannheim . . 207½ ( —
170 (—2½) 175 (—
-
Straßburg.
210
-
172½(
221 (—6
München
168 (—2 ) 170 (—3
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Sept. 198,50 (—0,F0)
Peſt Okt. 185,55
—3,40), Paris Sept. 222 (*0,40),
Liverpool Okt. 161,25 (*0,25), Chikago Sept. 135,95
—0,40), Roggen: Berlin Sept. 162,50 (—0,25), Hafer:
Berlin Sept. 160 (
3), Futtergerſte Südruſſ. frei
Ham=
burg unverzollt ſchwim. 115 (—0,50), Sept. 113,25 (— 0,75),
Mais: La Plata ſchwim. 114 (—), Okt./Nov. 117 (—) Mk.
H. Frankfurt a. M., 16. Sept. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Am Wochenmarkt war ſtärkeres Angebot in
Landweizen und Landroggen bei willigeren Preiſen
vor=
handen. Dabei iſt aber der Verkauf ſchwierig, da die
Klagen über Qualität andauern. Hafer ebenfalls
reich=
lich offeriert, wobei beſſere Qualitäten bevorzugt waren.
Ausländiſche Brotfrüchte ſind nicht ermäßigt. In Gerſte
und Mais, ſowie in Futtermitteln und Mehl blieb der
Verkehr geringfügig und die Preiſe kaum verändert. Der
Mannheimer Getreidemarkt iſt behauptet bei
kleinen Umſätzen. An der Berliner
Produkten=
börſe war Getreide gut behauptet auf die
Zurückhalt=
ung der Abgeber und auf die nicht nachgiebigen
Aus=
landsofferten; außerdem war das Inlandangebot mäßig
und nicht billiger. Ebenſo waren die Zufuhren gering
und fehlte es auch an Kaufluſt. Die Mühlen kaufen nur
den regelmäßigen Bedarf und der Konſum nimmt nur
das Notwendigſte auf. Hafer ſtill. Lokoware war
über=
reichlich vorhanden, der Preis aber nicht billiger. Nach
den letzten Kabelmeldungen von den amerikaniſchen
Getreidemärkten (Chikago und Neu=York) war
Weizen und Mais nach mehrfachen Schwankungen
ſchließ=
lich unter den Preiſen der letzten Tage, auf den
Wochen=
ausweis der Weltverſchiffungen, der günſtigen
Ernte=
berichte aus Illinois und den à la balisse lautenden
Viſible Supply=Ausweis. Die ſichtbaren Weizenvorräte
ſind dort in dieſer Woche von 45,32 Millionen Buſhels
auf 46.51 Millionen Buſhels und die Maisvorräte von
3,21 Millionen Buſhels auf 5,30 Millionen Buſhels
ge=
ſtiegen; auch in Kanada erhöhten ſich die Weizenvorräte in
dieſer Woche von 2,52 Millionen Buſhels auf 3,19
Millio=
nen Buſhels.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer 20,10—20,15,
Nord=
deutſcher 20,10—20,15, Kurheſſiſcher 20,10—20,15, Ruſſiſcher
23,25—23,75, La Plata 22,50—23,25, Rumäniſcher 22,75
bis 23,50, Redwinter 22,75—23,25, Manitoba 22,75—23,25,
Kanſas 23—23,25, Walla Walla 23—23,25; Roggen,
hieſiger 16,65—16,75, Bayeriſcher 16,70—16,75, Ruſſiſcher
17,50—18, Amerikaniſcher — Rumäniſcher 17,50—18;
Gerſte, Pfälzer 17—17,50, hieſige und Wetterauer 16,75
bis 17,25, Riedgerſte 17—17,50, Ungariſche 23—24,50,
Fränkiſche 17,25—17,50; Hafer, hieſiger 16,50—17,
Baye=
riſcher 16,75—17, Ruſſiſcher 18,50—20,50, Amerikaniſcher
17,50—18,50, Rumäniſcher 18,50—20,50; Mais mired
14,50—14,75, Ruſſiſcher 14,50—15, Donaumais 14,85 bis
14,95, Rumäniſcher 14,50—15, La Plata 14,75—14,85,
Weißer Mais 14,60—14,80, Weizenſchalen 9—9,25,
Weizen=
kleie 9,50—9,75, Roggenkleie 10—10,50, Futtermehl 12—14,
Biertreber, getrocknet, 12,50—13, Futtergerſte 14—14,25;
Weizenmehl, hieſiges (Baſis ab Mannheim) Nr. 0: 31
bis 31,25, feinere Marken 31,25—31,75, Nr. 1: 29,50—29,75,
feinere Marken 30—30,25, Nr. 2: 28—28,25, feinere Marken
28,50—28,75, Nr. 3: 26,50—26,75, feinere Marken 27—27,25,
Nr. 4: 22,50—22.75, feinere Marken 23—23,25;
Roggen=
mehl, hieſiges, Nr. 0: 25,50—26, Nr. 1: 23,50—24, Nr. 2:
20,75—21.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9 — 12 Uhr vorm. und
8 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 7. Sept.: dem Fuhrmann Ernſt
Mütz, Kiesſtr. 14, ein S. Karl. Dem Lehrer Karl
Wembacher, Lichtenbergſtr. 58, eine T. Gertrud
Eliſa=
beth. Am 8.: dem Metzgermeiſter Peter Scherer,
Mühl=
ſtraße 16, ein S. Karl. Am 9.: dem Schloſſer Friedrich
Vollhardt, Wendelſtadtſtr. 48 ein S Konrad Karl.
Am 11.: dem Eiſengießereihilfsarbeiter Jakob Marx,
Erbacherſtr. 17, ein S. Wilhelm Jakob. Am 13.: dem
Schaffner und Wagenführer bei der elektriſchen
Straßen=
bahn. Georg Göttmann, Fuhrmannſtr. 8, ein S. Georg
Karl Erich. Dem Taglöhner Heinrich Funk,
Linden=
hofſtr. 8. eine T. Klara Eliſabeth. Dem Schreiner
Fried=
rich Sepp. Liebfrauenſtr. 41, eine T. Eliſabeth. Dem
Taglöhner Valentin Kraft, Große Kaplaneigaſſe 40, eine
T. Marie. Am 12.: dem Kaufmann Eduard Volz,
Lud=
wigſtraße 13, ein S. Heinrich Eduard.
Aufgebotene. Am 12. Sept.: Werkführer Friedrich
Wilh. Weiſel, hier mit Anna Dorothea Hacker in
Frankfurt a. M. Metzger Karl Schertel in Heidelberg,
mit Anna Katharina Reinhard daſelbſt. Eiſengießer
Friedrich Ritzel in Glashütten. mit Milchverkäuferin
Emma Hedwig Klump Kranichſteiner Hof.
Druckerei=
hilfsarbeiter Ludwig Reubold, Eliſabethenſtr. 35. mit
Anna Ihrig, Wittmannſtr. 23. Fabrikarbeiter Philipp
Friedrich, Kaupſtr. 47, mit Dienſtbote Lina Schmidt,
Karlſtr. 64. Straßenbahnſchaffner Friedrich Wilhelm
Adam Raber, Eckhardtſtr. 1, mit Eliſab Kathar.
Beil=
ſtein in Griesheim bei Darmſtadt. Tünchergeſelle Ludwig
Burkhardt, mit Anna Sonderbeck, beide in Seeheim.
Am 13.: Reſtaurateur Georg Schäfer, hier, mit
Eva Lulay in Kirſchhauſen. Am 15.:
Güterbodenarbei=
ter Joh. Georg Winzenhöler in Offenbach a. M mit
Amalia Gliſabetha Joſt, daſelbſt.
Landwirtſchafts=
lehrer für Feldverſuche, Joh. Peter Ludwig Adolf
Spahr, hier, mit Katharina Weber in Offenheim.
Eheſchließungen. Am 13. Sept.: Schloſſer Friedrich
Luft mit Anna Seibel, beide hier. Former Hermann
Kraft mit Dorothea Fülbert, beide hier.
Elektro=
mechaniker Karl Flamm in Frankfurt-Rödelheim, mit
Marie Stein, hier. Kutſcher Konrad Fink, hier, mil
Eliſabetha Heil in Pfungſtadt.
Geſtorbene. Am 13. Sept.: Margarete Ehrhardt,
geb Büttner, 84 J., ev., Witwe des Taglöhners,
Hügel=
ſtraße 77. Am 14.: Privatin Amalie Purgold, 69 J.,
ev., Hügelſtr. 26. Johann Martin Schmidtmer, 2 Mte.,
ev., S. des Schloſſers, Heinheimerſtr. 82. Am 13.:
Mar=
garete Trinkaus, geb. Reining, 38 J., ev., Ehefrau des
Fabrikarbeiters in Ober=Modau, hier, Dieburgerſtr. 21.
Am 14.: Katharine Groh, geb. Büchler, 73 J., ev., Witwe
des Wagners, Magdalenenſtr 4. Kaufmann Hermann
Oppenheimer, 67 J., iſr Landgraf=Georgſtr. 62. Am
15.: Frieda Schilling, 9 Mte., ev., T. des
Fabrikarbei=
ters in Klein=Steinheim, hier, Heinheimerſtr. 21. Am 14.:
Poſt= und Telegrapheninſpektor Franz Wolf, 60 J.,
kath. Steinſtr. 21. Am 15.: Dreher Julius Grohrock,
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werden, und hierin liegt der Grund für die glänzenden
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folge und für die allgemeine ärztliche Anerkennung des
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körperlicher oder nervöser Schwäche verbundenen Zuständen.
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Kongreile und Verbandstage.
Gengralverſammlung des
Zientralber=
bandes der Induſtriellen.
— Leipzig, 15. Sept. Der Zentralverband
deut=
ſcher Induſtrieller trat heute im Kongreßſaal der
Inter=
nationalen Baufachausſtellung zu ſeiner
Delegiertenver=
ſammlung zuſammen. Der Vorſitzende, Landrat a. D.
Röttger, verwies in ſeiner Begrüßungsanſprache auf die
Preſſehetze gegen den Zentralverband, die
aus Anlaß der Erklärung des Geſchäftsführers Dr.
Schweighoffer am 24. Auguſt auf dem 3. Reichsdeutſchen
Mittelſtandstag in Leipzig über die Solidarität der
In=
tereſſen der großen deutſchen Erwerbsſtände erfolgt ſei.
Er erklärt, daß Dr Schweighoffer dieſe Ausführungen in
vollem Einverſtändnis mit ihm als Vorſitzenden gemacht
habe. Die liberale Preſſe habe ſich hierüber entrüſtet, doch
was ſei denn unverſtändlich daran, wenn im
Erwerbs=
leben ſtehende unabhängige Männer ihre vitalſten
Inter=
eſſen zu vertreten ſuchten, und zwar vor allem gegen
eine Reichstagsmehrheit, die durch ihre
Hal=
tung in der letzten Seſſion die begründete Befürchtung
habe aufkommen laſſen, daß auch bei bürgerlichen
Par=
teien die Rückſicht auf die Wohlfahrt der Erwerbsſtände
unter Umſtänden hinter dem Parteiintereſſe zurückſteht.
Iſt es dieſen zu verdenken, wenn ſie gegen derartige
Aus=
wüchſe der Parteidoktrin ohne Rückſicht auf
Parteizugehörigkeit einen Warnungsruf ertönen laſſen?
Wir müſſen uns das Recht auf Kritik wahren. (Lebhafter
Beifall.)
Nach dem Gefchäftsbericht, den der
Geſchäfts=
führer Regierungsrat a. D. Dr. Schweighoffer erſtattete,
wurde eine Reſolution angenommen, in welcher die
Generalverſammlung erklärt, daß ſich aus den Erklärungen
des Geſchäftsführers des Zentralverbandes und des
Ver=
ktreters des Bundes der Landwirte auf dem 3.
Reichs=
deutſchen Mittelſtandstag ergebe, daß irgend welche
Ab=
machungen handelspolitiſcher Art zwiſchen den beteiligten
Verbänden nicht erörtert und noch weniger getroffen ſind.
Einem ſogen. lückenloſen Zolltarif könne der
Zentralver=
band ebenſowenig zuſtimmen wie er jemals einen Vorteil
auf Koſten der Landwirtſchaft erſtreben werde. Der
Zen=
tralverband ſei aber verpflichtet, in der Sozialpolitik mit
allen den Kreiſen enge Fühlung zu halten, welche für die
Aufrechterhaltung der Autorität des Arbeitgebers und für
wirkſamen Schutz der Arbeitswilligen eintreten. — Weiter
ſprach ſich der Zentralverband gegen die
Beteilig=
ung der deutſchen Induſtrie in San
Fran=
zisko und gegen die Arbeiterſchutzkonferenz in Bern
aus; man ſprach die Hoffnung aus, daß die Regierung
dem dort geſtellten Antrag auf Verbot der Nachtarbeit
für jugendliche männliche Arbeiter von 16 bis 18 Jahren,
ſowie einer weiteren Einſchränkung der Frauenarbeit nicht
zuſtimmen werde.
Nachmittags fand im Rathauſe eine Feſtſitzung
ſtatt, zu welcher König Friedrich Auguſt von
Sachſen, ſowie die Staatsminiſter Graf Vitzthum von
Eckſtädt und Dr. Seydewitz erſchienen. Der Vorſitzende
des Zentralverbandes, Landrat a. D. Röttger, wies
in ſeiner Anſprache an den König auf die großen
Ver=
dienſte hin, die ſich der König und ſeine Vorfahren durch
die Förderung der heimiſchen Induſtrie erworben hätten
und gab einen Ueberblick über die Ziele des
Zentralver=
eins, der mit dem Verein zur Wahrung der Intereſſen
der chemiſchen Induſtrie und dem Verein zur
Vorberei=
tung von Handelsverträgen ſolidariſch arbeite und davon
überzeugt ſei, daß Induſtrie und Landwirtſchaft
auf=
einander angewieſen ſeien. Er verwies weiter auf die
Mitwirkung des Zentralverbandes an der Schaffung der
Schutzzollpolitik und betonte, daß der Verband keine
Par=
teipolitik treiben wolle. Er fordere aber entſchiedene
Maßnahmen gegen den Terrorismus und einen erhöhten
Schutz der Arbeitswilligen. Der Verband werde beſtrebt
ſein, auch ferner zum Schutz der Induſtrie und für die=
Weltmachtſtellung Deutſchlands ſich zu betätigen. — Der
König dankte für die ihm gewordene Aufklärung,
bezüg=
lich der Ziele des Vereins und ſprach als Herrſcher über
ein Induſtrieland die Hoffnung aus, daß dieſe Ziele ſtets
mit Tatkraft durchgeführt werden. — Die Sitzung wurde
dann geſchloſſen.
Sozialdemokratiſcher Parteitag.
S. Jena, 15. Sept. Die Verhandlungen des
Sozial=
demokratiſchen Parteitages nahmen heute vormittag unter
dem Vorſitz des Parteiſekretärs Ebert=Berlin ihren
Anfang. Er teilte mit, daß gemäß eines Beſchluſſes des
Parteivorſtandes noch die Frage des politiſchen
Maſſenſtreiks auf die Tagesordnung geſetzt worden
iſt, und daß der Abgeordnete Scheidemann bei ſeinem
Re=
ferat zum erſten Punkt der Tagesordnung über den
Jahresbericht dieſe Frage mitbehandeln ſoll. Darauf
er=
hält der Abgeordnete Scheidemann=Kaſſel das Wort zu
ſeinem Referat. Er führt aus, daß ſich trotz verſchiedener
Angriffe der Parteiausſchuß vortrefflich bewährt hätte.
Er beklagt ſich darüber daß Veranſtaltungen künſtleriſcher
und wiſſenſchaftlicher Art für die Jugend zu politiſchen
Veranſtaltungen geſtempelt wurden. Die Einrichtung
einer proletariſchen Modenzeitung ſei vom Vorſtand
ab=
gelehnt worden, da dies mit der Partei als ſolcher doch
zu wenig zu tun habe. Es herrſche, ſo führt Redner
wei=
ter aus, Mißſtimmung darüber, daß die Fortſchritte in
der Organiſation den Erwartungen nicht entſprochen
haben. Es ſei aber ſelbſtverſtändlich, daß die
Mitglieder=
zahl bei der allgemeinen Teuerung und Arbeitsloſigkeit
zurückgehe. Von einem Mißerfolg in der Organiſation
und Agitation oder von „greiſenhafter Entmannung” der
Fraltion, wie ſich ſächſiſche Genoſſen geäußert haben,
könne nicht geſprochen werden. Im Kampf gegen die
Kriegsgefahr hat das deutſche Proletariat in erſter Linie
ſeine Schuldigkeit getan. Es iſt aber unbegreiflich, daß
es in der Partei eigenartige Taktiker gibt, die einen
Er=
folg der Partei nicht zugeben wollen.
Die Frage des Maſſenſtreiks brachte dann eine
große Auseinanderſetzung. Jetzt iſt an einen
Maſſen=
ſtreik nicht zu denken. Noch iſt die Zeit dazu nicht
gekom=
men. Da im Parlament nichts mehr zu erreichen iſt,
ſollen, ſo verlangte man, die Maſſen auf die Straßen.
Heute ſind wir noch nicht ſo weit, um den Maſſenſtreil
raten zu können; viele ſagen indes, wir werden niemals
ſoweit kommen. Das ſind aber Narren. Wir werden den
Maſſenſtreik haben in der Stunde, da wir ihn brauchen=
Um es bei einem Maſſenſtreik aber nicht zum
Blutver=
gießen kommen zu laſſen, muß eine eiſerne Diſziplin
ge=
wahrt werden. Darum iſt die Erſchütterung der Diſziplin
durch die Verherrlichung der undiſziplinierten Maſſen
un=
verſtändlich. So wollen wir weiter arbeiten, den Blick
feſt auf das Ziel gerichtet. (Langanhaltender großer
Bei=
fall.)
Der Kaſſenbericht wird von Braun=Berlin
er=
ſtattet, der ſich darüber beklagt, daß viele Kreiſe den
Ver=
pflichtungen gegen die Hauptkaſſe nicht nachkommen.
Darauf wurde in die Debatteeingetreten. Sie erſtreckte
ſich noch über den ganzen Nachmittag. Im Vordergrund
ſtanden die Fragen, die mit dem Rückgang der
ſozialdemo=
kratiſchen Preſſe und dem Rückgang der
ſozialdemo=
kratiſchen Jugendbewegungen zuſammenhängen. Die
Hauptſchuld an dem Rückgang der Preſſe wurde
dem ſozialdemokratiſchen Preſſebureau zugeſchoben, das
in einer ganz ungenügenden Weiſe tätig ſei. Stücklen
verteidigte das Preſſebureau. Es leiſte, was es nur
könne. Es beſtehe nur aus drei Redakteuren, die
augen=
blicklich Tag für Tag 13 Stunden zu arbeiten und nur
alle 14 Tage einen freien Abend hätten (!) Von den
Preſſeorganen des Reiches und des Auslandes würde das
Preſſebureau ſo gut wie gar nicht unterſtützt; nicht
ein=
mal ſeine Briefe würden beantwortet. Dittmann=
Solin=
gen klagte darüber, daß die Gewerkſchaften ſich ſo wenig
um die Parteipreſſe kümmerten. Die Genoſſin Zetkin=
Stuttgart kam wieder mit dem alten Wunſch, die
Gleich=
heit möchte volkstümlicher ausgeſtaltet werden, und
namentlich mehr dem Bedürfnis der ſozialdemokratiſchen
Frauen Rechnung tragen. Dißmann=Frankfurt a. M.
ver=
langte, daß in Zukunſt bei Militärvorlagen die
Reichs=
tagsfraktion und die Spitzen der Parteileitung mit der
ſozialdemokratiſchen Preſſe zuſammenarbeiteten, damit
ſo=
fort ein Widerhall in den Maſſen geweckt würde, der ſich
zu Aktionen ausnutzen laſſe. Die Gründe für das
ſozialdemokratiſchen
Zurückgehen der
Jugendbewegung wurden verſchieden beurteilt.
Adolf Braun=Nürnberg behauptete, die ſozialdemokratiſche
Jugendbewegung werde viel zu ſehr
bevormun=
det. In der bürgerlichen Jugendbewegung hätten die
Jugendlichen nicht ſo ſehr das Gefühl der
Bevormun=
dung wie gerade in der ſozialdemokratiſchen
Jugend=
bewegung. Heinrich Schulz=Berlin meinte, das
Vor=
wärtsſchreiten der bürgerlichen Jugendbewegung liege
ein=
zia und allein an der Förderung, die dieſer Bewegung
durch die Verwaltungsbehörden und durch die Schule
zu=
teil werde Die Sozialdemokratie müſſe ſich auch an die
ſchulpflichtigen Kinder heranmachen, nicht um ſie zu
So=
zialdemokraten zu machen, ſondern um ſie den
Anſchau=
ungen ihrer Eltern und Verwandten anzunähern.
Got=
ſchalk=Königsberg beantragt, die Bildung des Ausſchuſſes
zum Studium der Agrarfrage nicht dem Parteivorſtand
in Verbindung mit dem Parteiausſchuß zu überlaſſen,
ſondern die Wahl dem Parteitag ſelbſt zu übertragen.
Dem Ausſchuß ſolle geſtattet werden, beſoldete Mitarbeiter
heranzuziehen.
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Reihe 2.35 ℳ, Proſzeniumsloge
6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ,
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Faulk=Tragödie. 4. Abend:
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Abteilung. Gewöhnl. Preiſe.
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Stadtverordnetenwahlen.
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behandelt in künstlerisch vollendeter Weise einen dramatischen
Roman aus der modernen Gesellschaft.
Eine weitere Glanznummer ist der nordische Kunstfilm
Sünden unserer Zeit
Grosses Filmschauspiel in 2 Akten mit dem berühmten
Schau-
spieler Waldemar Psylander in der Hauptrolle.
Einer der schönsten Filmschöpfungen der Lichtspielkunst!
Handlung und Inszenieung erstklassig! Wir sehen, wie
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derbliche Kräfte und Gegenkräfte wider und für das Glück
einer Ahnungslosen kämpfen, wie das Gute über das Böse
siegt, wie Ehrenhaftigkeit und Liebe über Verbrechen und
Heimtücke schliesslich triumphieren.
Ein weiteres Zugstück
Bruder und Schwester
Grosses Filmschauspiel in 3 Akten.
In fesselnden, das Interesse von Szene zu Szene steigernden
Bildern, entrollt sich uns eine Handlung von überwältigender
Wirkung, ein Drama von noch nie dagewesener Spannung und
Realistik. Das leidenschaftliche Spiel, sowie die vollendete
Regie vervollständigen das ganze zu einem unübertroffenen
Kinokunstwerk.
Als Einlage:
Ehrensache
Ein äusserst spannender Einakter.
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Wunderbare Naturaufnahmen.
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