Abonnementspreis
Inſerafe
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Kaiſer hat beſtimmt, daß der Kronprinz und
die Kronprinzeſſin auf ihren Wunſch bis zum
1. Oktober 1914 in Langfuhr bleiben,
Das Marineluftſchiff „L. 1” iſt geſtern abend bei
Helgoland verunglückt und völlig verloren.
In der Gegend von Rudow ſtürzte der Flieger
Ringer, bei Grevenbroich der Flieger Senge ab.
Beide ſind tot.
Der Könia der Hellenen wird am 21. September
inkognito nach Paris kommen und dem Präſidenten
Poincaré einen Beſuch abſtatten.
Die chineſiſche Regierung ließ dem
japani=
ſchen Auswärtigen Amt ihr Bedauern wegen
der Ermordung der Japaner in Nanking
ausſprechen.
Die türkiſch=bulgariſchen Verhandlungen
wurden am Montag in Konſtantinopel eröffnet.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
10//18. September 1813: Treffen bei Peterswalde,
Hellen=
dorf. Arbesau (ſächſ. Grenze); ſiegreiche Gefechte der
Verbündeten.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
Gegen die Animierkneipen.
*⁎* Lange bevor den Animierbankiers entſchiedener
zu Leibe gegangen wurde, hatte der Kampf gegen die
ſo=
zenannten Animierkneipen begonnen, die hauptſächlich in
Broßſtädten ihr Weſen treiben und geeignet ſind, einen
ehr verderblichen Einfluß auszuüben. Aber vorweg ſei
zeſagt, daß dieſe Art Schankſtätten, die durch blaue, rote
ind andersfarbige Laternen ihr Publikum anlocken,
mei=
tens „vom Flur aus” zugänglich ſind und
vielverſpre=
hende Namen tragen, wie „Erika”, „Lona”, „Kathi”,
Zur Spreewäldlerin”, „Endlich allein” uſw., an Zahl
chon erheblich zurückgegangen, freilich immer noch in
reich=
icher Auswahl vorhanden ſind und keineswegs ſchon auf
em Ausſterbeetat ſtehen. Ihr mehr oder weniger
beſchau=
iches Daſein ſoll nun, wie es heißt, bei der
bevorſtehen=
ten Neuregelung des Schanlwirtsgewerbes durch eine
Novelle zur Gewerbeordnung eine Störung erfahren.
Ein=
leitliche Beſtimmungen für das ganze Reich ſind nicht
vor=
eſehen, da die Verhältniſſe in den einzelnen Landesteilen
u verſchiedenartig ſind, vielmehr ſoll den
Bundesregie=
ungen die Ermächtigung erteilt werden, über die
Zulaſ=
ung und Beſchäftigung weiblicher Perſonen in
Schank=
ind Gaſtwirtſchaften das Erforderliche zu veranlaſſen.
Eingehender hat ſich zuletzt vor zwei Jahren das
reußiſche Abgeordnetenhaus mit den Animierkneipen
an=
äßlich eines konſervativen Antrages beſchäftigt, worin der
tegierung der Vorwurf gemacht wurde, den verſchiedenen
lnregungen des Parlaments zu dieſer Frage nicht die
ge=
örende Beachtung geſchenkt zu haben, ſo daß man mit
inem gewiſſen Rechte an dem guten Willen der Regierung
weifeln könnte, den Auswüchſen der Animierkneipen
ent=
egenzutreten. Der Antrag fand die Zuſtimmung der
Nehrheit, wobei im allgemeinen der Wunſch nach einem
Ferſchwinden dieſer Kneipen ausgeſprochen, aber auch
da=
or gewarnt wurde, alle Lokale mit weiblicher Bedienung
uf eine Stufe zu ſtellen. In einzelnen Teilen des Reichs
berwiegt bekanntlich die Bedienung von zarter Hand, und
m Süden gilt es auch für das beſſere Publikum für
durch=
us unbedenklich, ſolche Lokale zu beſuchen, wenngleich auch
ort der Kellnerinnenberuf nicht mehr in dem Umfange
vie früher als eine geachtete und einwandsfreie Form
ür die Betätigung der weiblichen Arbeitskraft betrachtet
vird.
Zur Bekämpfung der Animierkneipen ſind im Laufe
er Zeit eine Reihe von Forderungen geſtellt worden,
vonach u. a. der § 33 der Gewerbeordnung dahin zu
än=
tern ſei, daß der Nachweis des Bedürfniſſes vor
Ertei=
ung der Konzeſſion für alle Schankſtellen geiſtiger Getränke
inheitlich vorgeſchrieben und daß die Frage des
Bedürf=
iſſes ſelbſt nach beſtimmten Regeln geordnet werde.
Fer=
ter hat man vorgeſchlagen, daß die Räume, in denen ein
Schankbetrieb mit weiblicher Bedienung ſtattfindet, von
ußen gut ſſichtbar und im Innern ganz überſehbar ſein
nd die Vorhänge der Fenſter nicht herabgelaſſen werden
ollen. Den Kellnerinnen ſei zu verbieten, Speiſen und
setränke von den Gäſten anzunehmen oder dieſe zum
Trinken aufzufordern. Solche und ähnliche Maßnahmen
ſind auch ſchon hie und da von der Polizei durchgeführt
worden, was bereits manche gute Früchte getragen hat.
Hand in Hand mit der Bekämpfung der Animierkneipen
hat man ſich den Schutz der Kellnerinnen zum Ziel geſetzt
und eine Abänderung der Gewerbeordnung nach der
Rich=
tung befürwortet, daß Mädchen unter 21 Jahren nicht
Kellnerinnen werden dürfen. Für eine Beſeitigung der
Auswüchſe des Animierkneipenweſens in Verbindung mit
einem wirkſameren Schutze der Kellnerinnen werden die
geſetzgebenden Faktoren volles Verſtändnis haben.
Die ſchweizeriſchen
Gewerk=
ſchaften und der Generalſtreik.
Man ſchreibt uns: Das Anwachſen der
ſyndika=
liſtiſchen Strömung in der ſchweizeriſchen Arbeiterſchaft
hat den Ausſchuß des Schweizer
Gewerk=
ſchaftsbundes veranlaßt, in Sachen des
General=
ſtreiks und des Maſſenſtreiks dem
Gewerkſchafts=
kongreß, der Mitte September in Zürich tagen wird,
einen umfaſſenden Beſchlußantrag vorzulegen. Darin
heißt es u. a. wörtlich:
1. Die Schweizer Gewerkſchaftsverbände lehnen den
ſogenannten revolutionären Generalſtreik
ab. Sollte wider Erwarten in der Schweiz irgendwo
eine derartige Streikaktion propagiert oder inſzeniert
wer=
den, dann betrachten es die Gewerkſchaftsverbände als ihre
Pflicht, in Verbindung mit den Vertrauensmännern der
politiſchen Arbeiterorganiſation ſolchen Verſuchen
ent=
gegenzutreten und nötigenfalls die organiſierten Arbeiter
direkt aufzufordern, ſich an dieſen anarcho=ſyndikaliſtiſchen
Experimenten in keiner Weiſe zu beteiligen.
2. Der Generalſtreik iſt normalerweiſe nicht geeignet,
als Waffe im wirtſchaftlichen Kampfe der
Ar=
beiter gegen das Unternehmertum, weil er in der Regel
die Arbeiterbevölkerung oder andere am Kampfe
unbetei=
ligte Volkskreiſe iſchwerer ſchädigt als die Unternehmer,
ge=
gen die er ſich richtet, einzelne Arbeitergruppen viel mehr
als andere gefährdet und, öfters angewendet, nicht nur
un=
wirkſam zu werden droht, ſondern ſchließlich die
Beſtre=
bungen der Gewerkſchaften auf Einführung von
Tarifver=
trägen zunichte machen würde. Sympathie= oder
Soli=
daritätsſtreiks, die von vornherein auf wenige
voneinan=
der abhängige Berufsgruppen beſchränkt werden, ebenſo
die ſogenannten generaliſierten Streiks, die ſich nicht über
das Gebiet einer Induſtrie ausdehnen, können nicht als
Generalſtreiks in oben bezeichnetem Sinne gelten. 3.
Po=
litiſche Maſſenſtreiks als Notwehr= oder
Pro=
teſtaktionen können von den Gewerkſchaftsverbänden erſt
dann unterſtützt werden, wenn es ſich darum handelt,
Maßnahmen der Behörden, durch die gemeinſame
Lebens=
intereſſen oder unentbehrliche Rechte und Freiheiten der
Arbeiterklaſſe ernſtlich bedroht werden, zu verhindern und
inſſolchen Fällen. wo die Arbeiterklaſſe in ihrem Ehrgefühl
derart verletzt wurde, daß das Anſehen der Organiſation
durch kein anderes Proteſtmittel beſſer gewahrt werden
kann, als durch das eines Maſſenſtreiks Auf Unterſtützung
einer ſolchen Streikaktion durch die Gewerkſchaftsverbände
und den Gewerkſchaftsbund kann nur gerechnet werden,
wenn die zwiſchen Bundeskomitee und Komitee der
ſozial=
demokratiſchen Partei der Schweiz vereinbarten
Bedingun=
gen für die Unterſtützung eines politiſchen Maſſenſtreiks
vorhanden ſind. 4. Maſſenſtreiks als Mittel zur Eroberung
der politiſchen Macht erſcheinen kaum
empfeh=
lenswert. Sollte der Parteitag der ſozialdemokratiſchen
Partei der Schweiz die Anwendung dieſes Mittels als
Wafſe im politiſchen Kampf alzeptieren, ſo müßten die
Gewerkſchaftsverbände für ſich das Recht fordern, im
ge=
gebenen Falle an den Beratungen teilnehmen zu dürfen
und ſich vorbehalten, von Fall zu Fall zu ſolchen Aktionen
Stellung zu nehmen.
Der Ausſchuß des Schweizer Gewerkſchaftsbundes
lehnt mithin ſowohl den revolutionären Generalſtreik wie
den Generalſtreik als wirtſchaftliches Kampfmittel ab.
Auch Maſſenſtreiks als Mittel zur Eroberung der
politi=
ſchen Macht werden von ihm grunsſätzlich verworfen, und
politiſche Maſſenſtreiks als Notwehr oder Proteſtaktionen
nur unter weitgehenden Vorbehalten für zuläſſig erklärt.
San Giuliano und Berchtold.
* Den Münchener Neueſten Nachrichten wird aus
Rom geſchrieben: Der Beſuch, den der Miniſter des
Auswärligen, Marcheſe di San Giuliano bei ſeinem
öſterreichiſch=ungariſchen Kollegen, dem Grafen
Berch=
told, zu machen beabſichtigte, iſt entgegen den
urſprüng=
lichen Mitteilungen der Wiener Preſſe auf unbeſtimmte
Zeit verſchoben worden.
Dieſe Entſcheidung des italieniſchen Miniſters iſt
et=
was überraſchend gekommen. Graf Berchtold war ſchon
im Oktober 1912 in Piſa. Der Baſuch ſollte im Frühjahr
1913 in Wien erwidert werden, aber die Balkanereigniſſe
veranlaßten den Miniſter di San Giuliano, ſeine
Aus=
landsreiſe auf eine ruhigere Zeit zu verſchieben. Dieſe
Zeit war im Wege der zuſtändigen Botſchaften in Wien
und Rom für den Anfang Oktober in Ausſicht genommen
worden und aus dieſen Beſprechungen hat die Wiener
Preſſe die jetzt von ihr in die Welt geſetzte und dann
offi=
ziös dementierte Nachricht geſchöpft. Es liegt nahe, daß
die italieniſchen Zeitungen in der Abſage des Beſuchs den
Wunſch San Giulianos und Giolittis ſehen, Oeſterreich=
Ungarn zu verſtehen zu geben, daß man mit der
Erledi=
gung des Trieſter Zwiſchenfalles in Rom nicht
ein=
verſtanden iſt, ſſondern die Anſicht vertritt, Oeſterreich
hätte die Pflicht gehabt, die Dekrete in aller Form
zurück=
zuziehen.
Es iſt möglich, daß bei der Entſchließung des Marcheſe
di San Giuliano die letzten Zwiſchenfälle mitgeſprochen
haben, wenn auch vielleicht nicht ganz in dem Sinn, den
die italieniſche Preſſe vorausſetzt. Die italieniſche
Regie=
rung wollte eher im Intereſſe der öſterreichiſch=italieniſchen
Beziehungen vermeiden, daß der Beſuch di San Giulianos
zu einer neuen Hetze gegen Oeſterreich=Ungarn im Lager
der italieniſchen Dreibundgegner Anlaß gebe. Ein
Haupt=
moment aber, das in dieſer Sache beſteht, iſt von der
ita=
lieniſchen Preſſe überhaupt nicht berührt worden, während
man es öſterreichiſcherſeits nicht gut zur Erörterung
ſtel=
len konnte. Der Beſuch des Marcheſe di San Giuliano
beim Grafen Berchtold ſollte im Oktober ſtattfinden. Es
wird aber allgemein angenommen, daß ſich wenigſtens
in der zweiten Hälfte des Oktobers Graf Berchtold nicht
mehr im Amte befinden wird. Und da der Beſuch des
Marcheſe di San Giuliano nicht der Perſon des Grafen
Berchtold zu gelten hat, ſondern dem öſterreichiſch=
ungari=
ſchen Miniſter des Auswärtigen, ſo ſoll der Beſuch di San
Giulianos erſt erfolgen, wenn dieſem ein öſterreichiſch=
un=
gariſcher Miniſter gegenüberſteht, dem in höherem Maße
die Zukunft gehört als heute dem Grafen Berchtold.
Deutſches Reich.
— Balkankrieg und preußiſche
Stra=
tegie. Die amtliche Veröffentlichung der Anſprachen,
die zwiſchen dem Kaiſer und dem König von Griechenland
bei der Ueberreichung des Feldmarſchallſtabes an letzteren
ausgetauſcht wurden, findet hoffentlich in gewiſſen
chau=
viniſtiſchen Kreiſen des deutſchfeindlichen Auslandes die
gebührende Beachtung. Denn in dieſen Anſprachen wird
nachdrücklich darauf hingewieſen, wie ſehr ſich die
preußi=
ſchen Grundſätze über Kriegführung in den letzten
Balkan=
kriegen bewährt haben. Solche Feſtſtellungen aus
berufe=
nem Munde ſind deshalb am Platz, weil die Niederlage
der Türken in Frankreich mit großer Hartnäckigkeit auf die
deutſchen Inſtruktoren zurückgeführt wurde. Je mehr
der=
artige falſche Vorſtellungen geeignet erſcheinen, die
An=
griffsluſt franzöſiſcher Chauviniſten zu ſteigern, um ſo
zweckmäßiger iſt die Bekanntgabe der bei der
Ueber=
reichung des Feldmarſchallſtabes an den König von
Grie=
chenland ausgetauſchten Anſprachen. Ihr Kern wirkt
hof=
fentlich überall dort ernüchternd, wo Abkühlung heilſam iſt.
Die Bildung des neuen
Reichs=
kriegsſchatzes. Nachdem der Bundesrat noch vor der
Sommerpauſe die zur Bildung des neuen
Reichskriegs=
ſchatzes notwendigen Beſtimmungen erlaſſen hatte, iſt
in=
zwiſchen zunächſt mit der Schaffung der außerordentlichen
Goldreſerve begonnen worden. Es ſind bisher etwa 15
Millionen Mark von der auf 120 Millionen feſtgeſetzten
Reſerve in 20=Mark=Stücken in beſonderen Treſoren der
Reichsbank niedergelegt. Die Goldreſerve wird gebildet
aus den Beſtänden der Reichsbank im Austauſch gegen
neue Reichskaſſenſcheine. Der gegenwärtig ſehr günſtige
Goldbeſtand der Reichsbank erleichtert die Bildung der
Goldreſerve ſehr weſentlich. Die neuen Reichskaſſenſcheine,
von denen nach einem Beſchluß des Bundesrats für 100
Millionen Mark Scheine zu 10 Mark und für 20 Millionen
Mark zu 5 Mark hergeſtellt werden, ſind zum großen Teil
bereits fertiggeſtellt, ſo daß der Austauſch zur Bildung der
Goldreſerve nach Maßgabe des Goldbeſtandes der
Reichs=
bank in nächſter Zeit fortgeſetzt wird. Mit der neuen
Sil=
berreſerve, die ebenfalls in der Höhe von 120 Millionen
Mark gebildet wird, iſt gegenwärtig noch nicht begonnen
worden. Die Münzſtätten ſind zurzeit noch mit den
Prä=
gungen der Silbermünzen beſchäftigt, die auf Beſchluß des
Bundesrats zur Deckung des vermehrten Bedarfs im
laufenden Jahre ausgeprägt werden ſollen. Da die
Silber=
reſerve aus den Münzgewinnen der laufenden
Silberprä=
gungen gedeckt werden iſoll, kann ihre Bildung erſt nach und
nach erfolgen. Für das laufende Jahr ſtehen nur rund
9 Millionen Mark dafür zur Verfügung. Die Schaffung
der Goldreſerve wird ſich infolgedeſſen ſchneller vollziehen
als die der Silberreſerve. Ueber die Zuſammenſetzung
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.
Nummer 212.
der letzteren hat der Reichskanzler noch nähere
Anordnun=
gen zu erlaſſen. Während die Goldreſerve ausſchließlich
bei der Reichsbank in Berlin aufbewahrt wird, iſt in
Aus=
ſicht genommen, den Silberbeſtand zum Teil bei der
Reichsbank in Berlin, zum Teil bei einigen Zweiganſtalten
aufzubewahren.
— Die Ständige
Ausſtellungskommiſ=
ſionfür diedeutſche Induſtrie gibt bekannt: Die
Hamburg=Amerika=Linie verbreitete unſere Zuſchrift vom
23. Auguſt und ihr Schreiben vom 5. September, bevor
wir letzteres beantworteten und ohne unſere Zuſtimmung.
beziehentlich ohne Verſtändigung mit uns. Dieſes
Schrei=
ben verläßt zudem den Boden ſachlicher Kritik. Da wir
die Fortſetzung der öffentlichen Behandlung dieſer
Ange=
legenheit als nicht im deutſchen Intereſſe liegend erachten,
ſſehen wir im Hinblick auf die erfolgte Feſtſtellung
un=
ſeres Standpunktes in der Verlautbarung vom 6.
Sep=
tember von jeder weiteren öffentlichen Erörterung
un=
ſererſeits ab.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Heimkehr des Kaiſers nach Wien. In
der Anſprache, mit welcher der Bürgermeiſter im
Schön=
brunner Schloßhof den aus Bad Iſchl heimkehrenden
Kaiſer begrüßte, brachte er den Dank der Wiener
Bevölke=
rung zum Ausdruck, daß die Weisheit des Kaiſers den
Frieden erhalten habe.
Frankreich.
Präſident Poincaré iſt am Montag nachmittag
5 Uhr 10 Min. in Limoges eingetroffen. Er wurde von
den Behören, mit Ausnahme des ſozialiſtiſchen Magiſtrats,
der ſich fernhielt, empfangen. Die Menge brachte dem
Präſidenten Ovationen dar. Zu Ehren des Präſidenten
gab der Generalrat ein Diner. Anſchließend daran fand
ein Konzert ſtatt. Die Stadt iſt beflaggt und illuminiert.
Belgien.
Begründung einer ſelbſtändigen
Ma=
rine. Seitdem die Holländer an die Befeſtigung der
Vliſſinger Küſte gehen wollen, wurde in Belgien eine
ſtra=
tegiſche Organiſation gefordert, die imſtande wäre, auch
das belgiſche Preſtige auf der Schelde zu ſtützen.
Des=
wegen werden, wie es heißt, augenblicklich von der
Regie=
rung die Pläne zur Begründung einer ſelbſtändigen
Ma=
rine ausgearbeitet.
Rußland.
Grenzregulierung. Das Miniſterium des
Innern beantragte für 1914 einen verſtärkten Kredit für
eine Berichtigung und Regulierung der ruſſiſch=preußiſchen
Grenze in den Gegenden des Baltiſchen Meeres und am
Njemen. Die Grenzregulierungsarbeiten werden durch
Aufſtellung von Eiſenpfoſten beendet. Bei Wilna am
Nje=
men wird die Kanaliſation des Flüßchens Rypnitza
been=
det, außerdem werden kleine Grenzbäche auf einer Strecke
von 30 Werſt berichtigt.
Amerikg.
Die Tarifvorlage der Vereinigten
Staaten. Der Senat nahm an der Tarifvorlage, wie
ſie vom Repräſentantenhauſe angenommen worden war,
etwa 700 Aenderungen vor. Dieſe beziehen ſich
haupt=
ſächlich auf die Abſchnitte Metall, Ackerbau, Baumwolle
und Wolle. Die endgültige Abſtimmung über die
Tarif=
vorlage im Senat wird heute erwartet. Es wird
an=
genommen, daß das Konferenzkomitee beider Häuſer die
Tariſvorlage in zwei Wochen durchberatet.
Aufſtand in San Domingo. Nach Depeſchen
von dem amerikaniſchen Vizekonſulat zu Puerto Plata in
San Domingo, wo die Revolution zunimmt, wurde die
Stadt von den Kanonenbooten der Regierung von San
Domingo beſchoſſen. Es beſteht Gefahr für Leben und
Eigentum amerikaniſcher Bürger. Der Aufſtand, der
bis=
her nicht für ernſthaft gehalten wurde, wird, wie es heißt,
von Hektor Velasquez, dem früheren interimiſtiſchen Prä=
ſidenten der Republik, geleitet, welcher die Herrſchaft über
die ganze Provinz an ſich geriſſen hat.
China.
Beunruhigung wegen der Bewegung
in Japan. Die chineſiſche Regierung iſt ſehr
beunru=
higt wegen der Bewegung, die in Japan aus Anlaß der
Ermordung von drei Japanern während der Kämpfe in
Nanking eingeſetzt hat. Die Regierung hat, von dem
Wunſche geleitet, jeden entſtandenen Schaden wieder gut
zu machen, den chineſiſchen Geſchäftsträger in Tokio
an=
gewieſen, dem japaniſchen Auswärtigen Amt ihr Bedauern
zum Ausdruck zu bringen. Ebenſo hat der jüngſt ernannte
chineſiſche Geſandte in Tokio den Befehl erhalten, nach
Nanking zu gehen, um die Unterſuchung zu leiten.
Wäh=
rend ſſo alle Anſtrengungen gemacht werden, um Japan
zu verſöhnen, neigt man in Peking in den Kreiſen der
Fremden zu der Anſicht, daß die japaniſche Bewegung
et=
was maßlos iſt. In Tokio haben die gegen die Chineſen
gerichteten Ausſchreitungen heute vormittag angedauert,
ohne aber zu ernſten Folgen zu führen. Drei Mitglieder
des militäriſchen Rats ſind zu einer Unterredung mit dem
Kaiſer nach Nikko berufen worden. Einer Abordnung
von Politikern teilte der Premierminiſter mit, daß die
Regierung nicht die Abſicht habe, zu mobiliſieren, daß
ſie aber die chineſiſche Frage mit Feſtigkeit behandeln
werde.
*
2
* Beſuch des Kaiſers in Oeſterreich. Ein
Wiener Blatt wußte von einem Beſuche des Kaiſers beim
Erzherzog Franz Ferdinand in Konopiſcht zu melden, der
bereits Mitte Oktober ſtattfinden ſollte. Nach neueren
In=
formationen iſt die Meldung inſofern nicht ganz zutreffend.
als der Kaiſer, wie ſeinerzeit gemeldet wurde, die
Ein=
ladung des Erzherzogs nach Konopitſcht erſt für den
An=
fang des Winters angenommen hat und an den
Reiſedis=
poſitionen des Monarchen bisher nichts geändert worden iſt.
Es iſt allerdings möglich, daß der Kaiſer nach dem
Jagdauf=
enthalt beim Erzherzog=Thronfolger ſich zu einem kurzen
Beſuch bei Kaiſer Franz Joſef nach Schönbrunn begeben
wird.
* Der amerikaniſche Staatsſekretär als
Varieténummer. In den letzten Tagen erſchien in
Waſhingtoner Zeitungen ein Inſerat, das beſagte, daß der
Staatsſekretär der Vereinigten Staaten, Bryan, mit
einer Truppe, die ſich aus hervorragenden Artiſten
zuſam=
menſetzt, einen Varietévertrag abgeſchloſſen hat,
demzu=
folge er in zwölf Städten während der Varietévorſtellung
Vorträge halten wird. Anfangs glaubte man, das
In=
ſerat ſei ein ſſchlechter Scherz. Nachdem aber bekannt
ge=
worden iſt, daß Bryan in Maryland „auftritt” und auch
das Programm des Abends bereits vorliegt, übt die Preſſe
ſehr ſcharfe Kritik an der eines Staatsmannes abſolut
un=
würdigen Handlungsweiſe Bryans. Das Programm des
erſten Auftretens in Maryland lautet: 1. Ouvertüre eines
Florentiner Orcheſters. 2. Politiſche Programmrede
Bryans. 3. Eine Viertelſtunde angenehmer Täuſchung
durch einen Zauberkünſtler. 4. Neue Anſprache Bryans
5. Vortrag eines Violinvirtuoſen. 6. Eine Kufſteiner
Jodlertruppe. 7. Orcheſtervortrag. 8. Praktiſche
Wider=
legung aller Geſetze des Gleichgewichts durch eine
Jong=
leurtruppe. 9. Anſprache Bryans. Nach jeder Vorſtellung
erhält Bryan 12000 Franken und die Reiſeſpeſen. Man
bezeichnet Bryan als Miniſter des Aeußerſten deſſen, was
emals ein Miniſter des Aeußern an Reklame geleiſtet hat
Als Beweggründe für ſeinen nach europäiſcher Auffaſſung
unglaublichen Schritt gibt der Staatsſekretär an, daß er
ſich genötigt ſehe, ſich eine „kleine Nebeneinnahme” zu
ſſchaffen, da er mit ſeinem Gehalt, das er als
Staatsſekre=
tär bezieht und das 50000 Mark beträgt, nicht auskomme.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 10. September.
* Vom Hofe. Prinz Ludwig von
Batten=
berg hat am Montag vormittag Jagdſchloß
Wolfs=
garten für einige Tage verlaſſen. — An der Frühſtückstafel
in Wolfsgarten nahmen am Montag die Prinzeſſinnen
Helene und Irene, ſowie die Prinzen Alexander und
Paul von Griechenland teil. (Darmſt Ztg.)
Ordensverleihung. Seine Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Weingutsbeſitzer Franz
Buhl in Deidesheim das Komturkreuz 2. Klaſſe des
Verdienſtordens Philipps des Großmütigen verliehen.
g Ferienſtrafkammer Der 33jährige Kaufmann und
Arbeiter Georg Guſtav Wilhelm Gerlach von Magde=
burg wurde am 30. Juli in Reinheim feſtgenommen,
wo=
bei er ſich als Müller in das Gefangenenregiſter eintragen
ließ. Er hatte außerdem eine Invalidenkarte auf den
Namen Guſtav Gerlach aus Halle bei ſich, die er ſich hatte
ausſtellen laſſen. Den Namen Müller führte er auf Grund
von Papieren, die er in der Herberge einem Kellner
Müller geſtohlen hatte. Das Gericht verurteilte den
An=
geklagten wegen qualifizierter Urkundenfälſchung,
Dieb=
ſtahls und Bettelns zu 4 Monaten Gefängnis und
8 Tagen Haft. Die Haftſtrafe wurde ihm auf die
Unterſuchungshaft angerechnet. — Das geſtern verkündete
Urteil in dem Prozeß wegen Nahrungsmittelfälſchung
lautet: Der Kaufmann Rößler wird wegen Vergehens
gegen § 26,3 des Weingaſetzes zu 40 Mark Geldſtrafe
und der Angeklagte Hirſch wegen Beihilfe zur
Nah=
rungsmittelfälſchung (Vergehen gegen § 10, Abſ. 1 und=2
des Nahrungsmittelgeſetzes) zu 20 Mark Geldſtrafe
ver=
urteilt. Rößler hatte den Vorſatz, ſein
Konſervierungs=
mittel „Bacidolin” zu verbreiten, und zu dieſem Zwecke
das Mittel angekündigt. Eine Reihe von Fällen konnte
wegen der Länge der dazwiſchen liegenden Zeit nicht mehr
aufgeklärt werden. Es konnte nur feſtgeſtellt werden, daß
Rößler in einem Fall zuſicherte, daß das „Bacidolin” zu
Heidelbeerwein zugeſetzt werden dürfe. Hirſch hatte das
„Bacidolin” zur Konſervierung von Marmelade verkauft
und angegeben, daß dieſer Zuſatz nicht deklariert zu
wer=
den brauche.
Provinzialausſchuß. Auf der Tagesordnung
zur Sitzung des Provinzialausſchuſſes der Provinz=
Starkenburg am Samstag, den 13. September,
vor=
mittags 9½ Uhr, ſtehen: 1. Geſuch des Chriſtian Werres
aus Darmſtadt um Erlaubnis zum Betriebe einer
Schankwirtſchaft im Hauſe Niederſtraße 11. 2.
Beige=
ordnetenwahl in Rüſſelsheim. 3. Klage des
Ortsarmen=
verbandes Darmſtadt gegen die Vereinigte
Ortskranken=
kaſſe daſelbſt wegen Erſatz aufgewendeter
Krankenhaus=
pflegekoſten für Roſa Bender aus Roth. 4. Antrag der
Stadt Darmſtadt auf Einleitung des
Enteignungsver=
fahrens wegen des zur Anlage der Heidelbergerſtraße
erforderlichen Geländes.
— Vom Großh. Hoftheater. Leo Slezak, der gefeierte
Tenor, der am 1. und 5. Oktober als Gaſt im Hoftheater
den Rhadames in Verdis „Arda” und Walter Stolzing
in Wagners „Meiſterſingern von Nürnberg” ſingen wird,
begibt ſich von hier aus direkt nach Amerika, wo er
für=
die Winterſaiſon mit Caruſo an die Metropolitain=
Oper=
in Neu=York engagiert iſt. — Heute und morgen
gelangt=
der erſte Teil von Goethes „Fauſt”=Tragödie, neu
inſze=
niert und neu einſtudiert, als Eröffnungsvorſtellung des
Schauſpiels zur Aufführung. Der jedesmalige Beginn
der „Fauſt”=Abende, zu welchen die gewöhnlichen Preiſe den
Plätze gelten, iſt auf 7½ Uhr angeſetzt. Am Freitag gehn
unter muſikaliſcher Leitung von Erich Kleiber zum
erſten=
mal in dieſer Spielzeit Offenbachs beliebte Operette „Die
ſchöne Helena” in Szene. Den Oreſt ſingt zum erſtenmal
Hede Schaub. Es gelten die kleinen Preiſe. Für Sonn
tag iſt als Abonnementsvorſtellung für den Buchſtaben
Wagners „Lohengrin‟ Dirigent Hofrat de Haan, Regie
Richard Lert, zur Aufführung angeſetzt. Die Ortrud ſing
erſtmalig Franziska Callwey, den Telramund Rober
Henry Perkins.
n. Geh. Juſtizrat Kolb *. Der langjährige
dienſtauf=
ſichtführende Richter des Amtsgerichts I hier,
Oberamts=
richter Karl Kolb, der wegen Krankheit am 10.
Ma=
d. J. in den Ruheſtand getreten war, iſt in Schönberg im
Schwarzwald ſeinem ſchweren Leiden erlegen. Er war
am 6. Auguſt 1853 zu Groß=Umſtadt als Sohn des dortigen
Landrichters geboren und wurde nach Erledigung de=
Studien und Prüfungen als Amtsanwalt, ſowie als ſtell
vertretender Richter in Fürth i. O., Friedberg, Zwingen
berg, Seligenſtadt, Lorſch und Wald=Michelbach verwendet
Seine erſte Anſtellung als Amtsrichter am Amtsgericht=
Nidda erfolgte am 23. November 1888, worauf er am 18.
Oktober 1892 an das Amtsgericht Wald=Michelbach verſetzt
noch im nämlichen Jahre mit der Dienſtaufſicht betraut und
am 23. Juli 1896 zum Oberamtsrichter daſelbſt ernann
wurde. Vom 28. Oktober 1899 bis 1. Juni 1902 wirkte e
als Amtsrichter in Zwingenberg, kam dann in gleiche
Eigenſchaft an das Amtsgericht Darmſtadt I, und
wa=
dort vom 30. September 1903, alſo faſt zehn Jahre, Ober
amtsrichter, bis ein unheilbares Leiden ihn zum Rücktrit
vom Amte zwang. In Anerkennung ſeiner Verdienſte wa
ihm der Titel Geheimer Juſtizrat und das Ritterkreuz 1
Klaſſe des Philippsrodens nebſt der Krone verliehen
worden.
Wanderausſtellung „Das Kind in den erſten
Lebensjahren‟. Es ſei darauf aufmerkſam gemacht
daß Freitag, den 12. September, abends 8 Uhr, Her=
Dr. Nahm, praktiſcher Arzt und Arzt der Beſſunge=
Beratungsſtelle, eine Führung durch die Aus
ſtellung der Großh. Zentrale für Mutter= und Säug
lingsfürſorge „Das Kind in den erſten Lebensjahren”
Alexanderſtraße 20, hält. Es kann ſich
jederman=
beteiligen.
Rooſevelts Pſychologie des
Löwen.
** Bald nach der Rückkehr von ſeiner
afrikani=
ſchen Jagdexpedition veröffentlichte Theodore
Rooſevelt eine Reihe Schilderungen ſeiner
weidmän=
niſchen Abenteuer im Herzen des dunklen Weltteiles; erſt
jetzt, nach längerer Pauſe, kommt nach Rooſevelt dem
Jäger Rooſevelt der Naturbeobachter zu Worte. In
Scrines Magazine publiziert der frühere Präſident der
Union als erſten Aufſatz einer längeren Serie einen
unge=
wöhnlich intereſſanten Beitrag über Weſen und
Lebens=
weiſe der afrikaniſchen Löwen.
Die Fülle lebendiger und ſcharfſinniger Beobachtungen
aus der Natur, die der Tierfreund Rooſevelt hier
zuſam=
menträgt, bringen manche anſchauliche Bereicherung
unſerer Kenntnis vom König der Tiere.
„Denn viel intereſſanter als die Jagd an ſich” ſchreibt
Rooſevelt, „iſt die Beobachtung und die Erforſchung der
Lebensgeſchichten jener ſeltſamen und wundervollen
Ge=
ſchöpfe der Wildnis.‟ Er ſchildert, wie in der Löwin die
Pflichten einer Jägerin und einer Hüterin ihrer Kleinen
ſich vereinen, und dann ſpricht er von den „Umzügen der
Löwen” gewiſſermaßen von dem Wohnungswechſel, den
die Raubtiere vornehmen, wenn die Lebensverhältniſſe
ſich für ſie in der bisher bewohnten Gegend verſchlechtern,
wenn der Beſtand jagdbarer Tiere abnimmt. Iſt der
Wildreichtum groß, ſo bleibt der Löwe oder die
Löwen=
familie oft mehrere Monate hindurch in derſelben Gegend;
wenn aber das Wild ſpärlicher wird, oder andere
Um=
ſtände eine Auswanderung ratſam erſcheinen laſſen, dann
verlegt die Löwin oft ihr Quartier auch in jenen Zeiten,
da ihre Jungen noch nicht größer ſind wie gewöhnliche
Kater. Die ganze Familie ſieht man dann oft auf
gewal=
tige Entfernungen ihre Wanderung antreten, und ſie wird
fortgeſetzt, bis ein geeignetes neues Jagdquartier gefunden
iſt. Wenn die Jungen gegen drei Monate alt ſind, wan=
dern ſie gemeinſam mit der Mutter; dann ſieht man auch,
daß die Löwin nicht erſt ihren Hunger an der Beute ſtillt
und darauf zu den Jungen zurückkehrt, ſondern die
Jun=
gen eilen jetzt bereits auf die erlegte Beute zu und halten
gleichzeitig mit der Mutter ihr Mahl.‟ Es gibt kaum
etwas Intereſſanteres, als zu beobachten, wie dieſe kleinen
Löwenjungen heranwachſen und in eifriger Lernarbeit ſich
zu gefährlichen Raubtieren heranbilden. Schon früh
fan=
gen die Jungen an, ſchüchterne Jagdverſuche zu machen,
halb im Spiele, halb im Ernſt; ſie jagen Vögel und
harm=
loſe kleine Tiere, alles, was ihrer geringen Geſchicklichkeit
erreichbar wird. Die Eltern aber überwachen dieſes Spiel
ſehr genau und ſind ſehr ſtreng darauf bedacht, ihre Kleinen
fernzuhalten, wenn immer ein Beutetier auftaucht, bei dem
ein gewiſſer Widerſtand nicht ausgeſchloſſen iſt. Aber
in=
zwiſchen werden die Kleinen größer und kräftiger, und
damit wächſt auch ihre Unternehmungsluſt. Im Alter von
vier oder fünf Monaten ſieht man bereits, wie die Jungen
bisweilen verſuchen, der Mutter beim Töten der Beute
behilflich zu ſein; aber das geſchieht nur, ſoweit es ſich
dabei um kleineres Wild handelt. Und bald darauf
be=
ginnen auch die Verſuche, der Mutter auch bei der Jagd
ſelbſt zu helfen. Sie ſind dann noch ungeſchickt und
un=
erfahren, dieſe Löwenjungen; ſie wiſſen noch nicht, an
welcher Stelle der Feind gepackt werden muß und wo der
tödliche Biß hingehört; ſie beißen und ſchlagen mit den
Tatzen einſtweilen noch aufs Geradewohl los. „Ich fand”
berichtet Rooſevelt, „mehrfach die Ueberreſte von Zebras
und Hirſchantilopen, die von Löwenfamilien erlegt
wor=
den und über und über mit Biß= und Kratzwunden bedeckt
waren.
In der Art, wie die Löwen ihr Familienleben führen,
lehrt die Beobachtung eine ſo große Fülle von
Unterſchie=
den, daß man zögert, allgemeine Regeln aufzuſtellen. Oft
findet man alte Löwen allein, ſie führen ſozuſagen auf ihre
alten Tage ein neues Junggeſellenleben; oſt findet man
dann auch zwei dieſer alten Löwen, zwei Witwer,
beiein=
ander, ſie leben zuſammen und jagen zuſammen; zu ihnen
gehörten auch die berühmten beiden Menſchenfreſſer von
Tſawo, die ſeinerzeit den Weiterbau der Ugandabahr
mehrmals zum Stillſtand brachten. Dann wieder finde
man Löwenpaare, bei denen Männchen und Weibchen ein
ander offenkundige Beweiſe gegenſeitiger Anhänglichkei
und Zuneigung geben; man hat den Eindruck, als ſei dieſ
Ehe auf die Dauer angelegt. „Aber häufig findet
ma=
auch Löwengeſellſchaften, die aus einem alten Löwer
zwei, drei oder vier Löwinnen und den Jungen von eine
der Löwinnen beſtehen, ſo daß in der Welt der Löwe
Fälle von Polygamie vorkommen. Auch zwei oder dre
Löwinnen tuen ſich zuſammen, oft mit den Jungen eine
Löwin, und vielfach findet man auch einzelne Löwinne
allein, mit ihren Jungen und manchmal auch mit den Jun
gen einer zweiten Familie.” Sehr anſchaulich ſchilder
Rooſevelt das Verhalten der Löwen im Kampfe mit der
Menſchen. Er beſchreibt die Jagd zu Pferde, bei der ma
den Löwen verfolgt, um ihn dann, wenn er zum Stehe
gebracht iſt, zu Fuß anzugreifen. Man muß ſich
dab=
hüten, zu Pferde zu nahe an den König der Tiere herau
zukommen, denn plötzliche Angriffe ſind dann häufig. Ab= der Jäger weit genug entfernt und der Löwe
geſtell=
dann braucht das Raubtier oft einige Zeit, ehe es ſich
weit in die Wut hineinarbeitet, daß es angreift.‟ D
Löwe ſteht dann aufrecht, den Kopf geſenkt, der Schwe
peitſcht die Erde. Unmittelbar vor dem Augenblick de
Angriffes ſieht man den Schweif ſtarr werden und i:
Sprunge wird er zur Seite gelegt wie ein Steuer. O
galoppiert das Raubtier ſofort los, manchmal aber begint
es einen Angriff im Trabe. Eine der Löwinnen griff un
in einzelnen mächtigen Sprüngen an, alle anderen ab
galoppierten die große Runde.” Wird im Sprunge d=
Menſch erreicht und zu Boden geworfen, ſo legt ſich de
Löwe über ihn, hält ihn mit den Tatzen und durchbeif
ihm Hals oder Schädel; aber im Ringen verliert die Beſt
oft den Inſtinkt für den Nacken, beißt in Arme, Beine un
Bruſt; und wenn Hilfe in der Nähe iſt, kann das Opfe
freilich meiſt ſchwer verwundet, in der Regel befre
werden.”
Nummer 212.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.
Seite 3.
* Dr. Jäger=Plakette. Der von der Stadt Darmſtadt
veranſtaltete Wettbewerb für Herſtellung einer Plakette
zur Ehrung des langjährigen Direktors des ſtädtiſchen
Krankenhauſes Geh. Medizinalrats Dr. Jäger hatte zum
Ergebnis, daß die Ausführung in Bronze dem Bildhauer
Hermann Scholl übertragen wurde. Die Plakette
ſoll zweimal ausgeführt werden und auf dem Friedhoſ
und im ſtädtiſchen Krankenhaus zur Aufſtellung kommen.
— Stadtverordneten=Wahlen. Es iſt für die
Wählerſchaft zu wiſſen nötig, daß nach Artikel 39 der
neuen Städte=Ordnung ein Ruhen des Wahlrechts für
ſolche Wahlberechtigte eintritt, die mit Entrichtung
der Gemeindeſteuer zur Zeit der Wahl ſich
länger als zwei Monate im Rückſtande befinden.
In dieſer Hinſicht hat eine genauere Auslegung der
Beſtimmungen für die Landtags= und
Stadtverordneten=
wahlen zu einer weſentlich veränderten Sachlage
ge=
führt. Künftig iſt als „Reſtant” zu bezeichnen und
darf ſein Wahlrecht nicht ausüben, wer zwar ſeine
Steuer für das laufende, nicht aber auch für das
Vor=
jahr bezahlt hat, während bisher die Steuer des
Vor=
jahres außer Betracht blieb.
C Das heſſiſche Braugewerbe. Infolge der
Still=
legung der bisher zweitgrößten Bierbrauerei des
Groß=
herzogtums und durch die naßkalte Witterung des
Spät=
ſommers 1912 hat das heſſiſche Braugewerbe im
Rech=
nungsjahre 1912 einen Rückgang erlitten. Laut
Mittei=
lungen der Großh. Heſſiſchen Zentralſtelle für die
Landes=
ſtatiſtik (Nr. 946) beträgt der Ausfall gegenüber 1911 nicht
weniger als 62 268 Hektoliter verkaufsfertiges Bier. Wenn
auch im großen und ganzen der Stand der Brauereien ein
guter war, ſo hatten doch die kleineren und mittleren
Be=
triebe trotz ihrer Steuerbegünſtigung mit der wachſenden
Konkurrenz der Großbrauereien zu kämpfen, die Bier von
ſtets gleichmäßiger Güte viel leichter liefern können. Hierzu
kommt noch die Möglichkeit der Gewährung ausgiebigen
Kredits und die verhältnismäßig geringeren
Geſchäfts=
unkoſten. Die Geſamteinnahme, welche die 103 Betriebe
(5 weniger als 1911) vom Bier erzielten, betrug im
Rech=
nungsjahre 1912 rund 4½ Millionen Mark, wovon ein
Drittel auf den Hauptſteueramtsbezirk Mainz entfällt.
Die bauliche Geſtaltung des Bahnhofsplatzes. Es
nuß als erfreuliche Tatſache begrüßt werden, daß man
ilsbald nach Fertigſtellung der großzügigen und
charakter=
zollen Bahnhofsanlage daran dachte, Vorſorge zu treffen,
aß der große Platz vor dem Bahnhof, alſo das Entree
zur Reſidenz, eine würdige, repräſentative Bebauung
er=
hält, die ſich im weſentlichen der Architektur der
Bahnhofs=
auten anpaßt und doch eine Betonung des ſchönen großen
Bahnhofsplatzes mit ſeinen ſtilvollen Anlagen garantiert.
dieſe ſicher nicht leichte Aufgabe konnte kaum beſſer dadurch
elöſt, oder doch ihre Löſung in erwünſchtem Sinne
ſicher=
geſtellt werden, daß man alsbald einen Architekten mit
em Entwurf eines den ganzen Platz umfaſſenden
Bebau=
ingsplanes betraute. Durch das Zuſammentreffen einer
keihe glücklicher Umſtände iſt nunmehr ſchon ein
erheb=
icher Teil dieſer Aufgabe gelöſt durch die Architektenfirma
Nahr und Markwort und die Firma Diſchinger,
ie ihr als Bauherr außerordentlich viel Verſtändnis
ent=
egenbrachte. Das große Bahnhofshotel mit
an=
chließendem Wohngebäude, das Poſthotel uſw. ſind
ereits fertiggeſtellt und bilden in dem Zuſammenwirken
hrer gefälligen und doch kraftvoll wuchtigen Architektur
nit den Abmeſſungen der Platzgeſtaltung uſw. eine
außer=
rdentlich glückliche Löſung der Aufgabe, die der Firma
Nahr und Markwort zu höchſter Ehre gereicht. Am
Mon=
ag fand eine Beſichtigung der Neubauten durch hieſige
nd auswärtige Preſſevertreter ſtatt, die Gelegenheit bot,
ch von der Großzügigkeit der Bauten und ihrer
künſt=
eriſch modern durchdachten Geſtaltung auch im Innern zu
berzeugen. Selten haben praktiſcher Geiſt mit vornehmem
eunſtempfinden und gediegenem Geſchmack in glücklichem
zuſammenklang ſo vorzügliche Reſultate erzielt. — In
em reizenden kleinen Feſtſaal des Bahnhofshotels war
on der Firma ein Modell ihres Entwurfs zur
eſamten Platzgeſtaltung aufgeſtellt (das
übri=
ens noch einige Tage ausgeſtellt bleibt und von
Inter=
ſſenten jederzeit beſichtigt werden kann). Das Modell hat
ie Zuſtimmung Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs und
ie Genehmigung der zuſtändigen Behörden gefunden, und
s läßt wohl in jedem Beſchauer den dringenden Wunſch
rſtehen, daß es möglichſt bald gelingen möge, es zu
ver=
irklichen. Dann wird Darmſtadt ein Entree haben, wie
s gleich ſchön und imponierend kaum eine andere deutſche
Stadt aufzuweiſen hat. Die beiden rieſigen Baublöcke ſind
t der Architektur einheitlich gehalten. Beſtimmend in
en Faſſaden ſind die langen Fronten der
Schaufenſter=
ogen mit den Außen=Glühlampen. Die Häuſer ſind
näm=
ich in erſter Linie als Gaſthäuſer gedacht, doch haben die
rchitekten Rückſicht darauf genommen, daß, ohne die
Wir=
ung der Faſſade zu ſtören, die Umarbeitung in
Wohn=
rchitektur erfolgen kann. Die gärtneriſchen Anlagen
zwi=
hen den beiden Baublöcken, die den Blick auf die
Bleich=
raße offen laſſen, bleiben beſtehen. Ein architektoniſch
eſonders ausgeprägter Eckturm am öſtlichen Baublocke
ildet einen wirkſamen Uebergang zu der Bleichſtraße.
tach der Allee zu iſt der Abſchluß des im Grundriß
drei=
kig geſtalteten Baublocks beſonders repräſentativ gedacht.
s iſt hier ein Eck=Café vorgeſehen mit weit vorgelegten
erraſſen und Gartenanlagen. — Nach Schluß der Beſich=
tigung ward den Gäſten auch Gelegenheit, ſich von der
kulinariſchen Leiſtungsfähigkeit des Pächters des
Bahn=
hofshotels, Herrn Otto Baumgarten, zu überzeugen,
und auch hier herrſchte nur eine Stimme des Lobes.
m. Von der Elektriſchen. Die Strecke der
Elek=
triſchen Straßenbahn Schloßgartenplatz-Oſtbahnhof
nähert ſich raſch ihrer Vollendung. Von der Beckſtraße
bis Oſtbahnhof ſind die meiſten eiſernen Träger für die
Oberleitung ſchon geſtellt. Die Auspflaſterung des
Schienenſtranges des neuen Streckengliedes iſt zum
größten Teil ſchon geſchehen. Vor dem Stationshaus
Oſtbahnhof iſt ein etwa 30 m langes Doppelgleiſe, das
nach der Erbacherſtraße hin in eines ausläuft, ein
Stückchen längs dieſer Straße unter den Alleebäumen
geht, dann vor der Ripperſchen Wirtſchaft
vorbei=
ziehend, dem Woog gegenüber, alſo eine mächtige Schleife
bildend, wieder in den Hauptſtrang nach der Stadt
einbiegt. Wenn die Arbeiten ſo rüſtig, weiterſchreiten,
kann die volle Strecke bis Oktober dem Betriebe
über=
geben werden.
Im Silberkranz. Der Inhaber der bekannten
Firma Papierhandlung Heinrich Lautz und ſeine
Gemahlin Karoline geb. Bach begehen heute, am 10.
Sep=
tember, in Friſche und Geſundheit das Feſt ihrer ſilbernen
Hochzeit.
* Inbiläum. Dieſer Tage waren es 35 Jahre, daß
Herr Johannes Schaffner V. von Goddelau als
Bahn=
hofsarbeiter im früheren Ludwigsbahnhofe eintrat und
ununterbrochen tätig iſt. Von ſeiten der Behörde wurde
ihm eine anſehnliche Geldſpende zuteil und an
Gratu=
lationen hat es auch nicht gefehlt, was dem beſcheidenen
und braven Jubilar zu gönnen iſt.
* Der Darmſtädter Zweigverein der Guſtav=Adolf=
Stiftung feiert am 14. September in der Pauluskirche
zu Darmſtadt ſein Jahresfeſt. Herr Pfarrer Becker aus
Fürth wird die Feſtpredigt halten, Pfarrer Vogel als
Präſident des Vereins die Gemeinde begrüßen. Um 5 Uhr
findet im Gemeindeſaale der Pauluskirche eine Nachfeier
ſtatt, in der der Schriftführer, Herr Profeſſor Kunkel,
den Jahresbericht erſtatten wird. Vertreter des
Haupt=
vereins und des Evangeliſchen Bundes haben
Begrüß=
ungen zugeſagt. Von Mitgliedern des Jugendbundes der
Markusgemeinde wird eine kleine Feſtſzene aufgeführt.
Alle Freunde der Guſtav=Adolf=Sache aus Stadt und
Land ſind herzlich eingeladen.
— Verbandstag der Vereine vom Roten Kreuz.
Vom 13. bis 17. Oktober d. Js. wird der Verband
der Deutſchen Landes=Frauenvereine vom Roten Kreuz
ſeinen 7. Verbandstag und mit ihm der Verband Deutſcher
Krankenpflegeanſtalten vom Roten Kreuz ſeine
dies=
jährige Jahresverſammlung in Darmſtadt abhalten.
Die beiden Verbände haben zuletzt 1910 in München,
vorher 1907 in Wiesbaden gemeinſam getagt. Beide
Tagungen, die von mehr als 500 Teilnehmern beſucht
und durch die Anweſenheit hoher fürſtlicher Perſonen
ausgezeichnet waren, haben einen glanzvollen Verlauf
genommen.
g Steckbrieflich verfolgt wird von der Darmſtädter
Staatsanwaltſchaft der Kirchenrechner Johann Engel
von Gernsheim, der nach Unterſchlagung von bedeutenden
Summen flüchtig gegangen iſt.
g Verhaftet wurde in Saarbrücken auf Veranlaſſung
der hieſigen Staatsanwaltſchaft der 26jährige Kaufmann
Geora Ehrengruber von Alsbach wegen Verdachts
des Diebſtahls. Er iſt verdächtig, einer Alsbacher Dame,
bei der er wohnte, Schmuckgegenſtände im Werte von
2—3000 Mark geſtohlen zu haben. Der Verhaftete leugnet
die ihm zur Laſt gelegte Straftat.
* Kinotheater. Man ſchreibt uns: Reſidenz=
Theater am Weißen Turm. Auf vielſeitigen Wunſch
haben wir das Luſtſpiel „Wo iſt Coletti?” bis einſchließlich
Freitag, den 12. d. M., prolongiert. Das Beiprogramm iſt
vollſtändig neu; ſo kommen neben der neuen Wochenchronik
das Wild=Weſt=Drama „Kämpfende Sioux=Indianer” und
der große ſoziale Roman in drei Akten „Die rote Jule‟
zur Vorführung. Wir machen unſere Beſucher jetzt ſchon
darauf aufmerkſam, daß das grandioſe Kunſtwerk „Die
letzten Tage von Pompeji” ab Samstag, den 13. d. M.,
bis zum 15. d. M., alſo nur drei Tage, gezeigt wird.
(Siehe Anzeige.)
Städtiſche Sparkaſſe Darmſtadt.
* Der Jahresbericht 1912 (76. Geſchäftsjahr),
iſt ſoeben erſchienen. Wir entnehmen dem Bericht
folgen=
des: Im abgelaufenen 76. Geſchäftsjahre ſtand die geſamte
wirtſchaftliche Lage in Deutſchland unter den ungünſtigen
Enwirkungen einer großen Geldknappheit, die durch die
anhaltende Hochkonjunktur in der Induſtrie und durch
drohende politiſche Verwickelungen hervorgerufen worden
war. Eine lebhafte Spekulation in Induſtriepapieren
hatte einen weiteren Rückgang der Kurſe der
feſtverzins=
lichen Papiere zur Folge. Der niedrige Kurs der Reichs=,
Staats= und Städte=Anleihen verlockte viele Sparer zur
Anlegung ihrer Erſparniſſe in ſolchen Werten. Alle dieſe
Erſcheinungen wirkten hemmend auch auf das
Einlagen=
geſchäft bei den öffentlichen Sparkaſſen. Bei den meiſten
Sparkaſſen machte ſich beſonders gegen Ende des Geſchäfts=
jahres eine teilweiſe ganz erhebliche Zunahme der
Ab=
hebungen und ein Nachlaſſen der Einzahlungen bemerkbar,
das neben der Furcht vor kriegeriſchen Verwickelungen
wohl auch in der herrſchenden Teuerung aller Lebensmittel
ſeine Erklärung findet.
Auch bei der hieſigen Kaſſe waren die Abhebungen
in den beiden letzten Monaten des Berichtsjahres
zuſam=
men um rund 200000 Mark höher als die
Ein=
lagen, im allgemeinen ſind aber Abhebungen infolge von
Kriegsgerüchten im Gegenſatz zu anderen Sparkaſſen nicht
erfolgt und unſere Kaſſe blieb von kriſenhaften
Erſchein=
ungen vollſtändig verſchont. Es hat ſich gezeigt, daß die
Mehrzahl der hieſigen Sparer der ſtädtiſchen Sparkaſſe
wegen ihrer abſoluten Sicherheit gerade in kritiſchen Zeiten
volles Vertrauen entgegenbringt. Das Publikum muß
ja ſchließlich immer mehr die Ueberzeugung gewinnen, daß
der ſicherſte Ort für die Aufbewahrung von Erſparniſſen
die öffentlichen Sparkaſſen ſind und daß die unbedingte
Sicherheit der Geldanlage höher zu bewerten iſt, als ein
noch ſo verlockender Zinsgewinn, bei dem aber die Gefahr
eines Kapitalverluſtes nicht ausgeſchloſſen iſt. Trotz der
erwähnten ungünſtigen allgemeinen Verhältniſſe war das
Ergebnis des abgelaufenen Geſchäftsjahres ein günſtiges.
Es betrugen: 1. Die Spareinlagen — 74714 Poſten
mit 11 482303,13 Mark, oder gegen das Vorjahr mehr
— 3679 Poſten mit 452 180,41 Mark; 2. die
Rückzahl=
ungen — 42201 Poſten mit 11223 406,63 Mark, oder
gegen 1911 mehr — 1763 Poſten mit 1366 507,92 Mark.
Die Einlegerzahl hat um 1574 zugenommen
und betrug Ende 1912 — 47613. Das
Einlegergut=
haben iſt von 36 672533,92 Mark um 1334533,98 Mark
auf 38007067,90 Mark geſtiegen. Der Reingewinn
berechnet ſich auf 212521,93 Mark gegen 213926,31 Mark
in 1911. Hiervon wurden der allgemeinen Rücklage von
1851 917,79 Mark zugewieſen 103 271,93 Mark, ſo daß die
allgemeine Rücklage Ende 1912 beträgt 1955 189,72 Mark
— 5,154 Prozent des Einlegerguthabens.
Von dem verbleibenden Teil des Reingewinns werden
der ſtädtiſchen Armenkaſſe 60000 Mark, dem
Ohlyſtift 4000 Mark und dem Komitee für Verabreichung
eines warmen Milchfrühſtücks ebenfalls 4000 Mark zur
Verfügung geſtellt. Als Kursausgleichsrücklage wurden
10000 Mark zurückgelegt, nachdem die in den letzten
Jah=
ren angeſammelte Rücklage von 400000 Mark zum
Aus=
gleich der Kursdifferenz verwendet worden iſt. Weitere
1250 Mark wurden der Rücklage für Dienſtbotenprämien
und der Reſt mit 30000 Mark der Immobilien=Rücklage
zugewieſen.
Die Ausleihungen auf Hypotheken betragen zuſammen
1390 450 Mark gegen 3011 614,29 Mark im Vorjahre. Die
Bewilligung von Hypothekengeldern mußte auf die
drin=
gendſten Fälle beſchränkt und gegen Ende des Jahres aus
verſchiedenen Gründen faſt vollſtändig eingeſtellt werden.
Auch für die nächſte Zeit iſt in dieſer Beziehung noch keine
Beſſerung zu erwarten, da zunächſt verſchiedene bei der
Sparkaſſe angelegte größere ſtädtiſche Fonds abzutragen
ſind. Ferner muß auf Anregung der Regierung zur
Er=
höhung der Liquidität der Kaſſen im Kriegsfalle eine
ver=
mehrte Anlage der verfügbaren Gelder in mündelſicheren
Papieren angeſtrebt werden.
Die ſeitherige Satzung iſt im Berichtsjahre einer;
durchgreifenden Umarbeitung unterzogen worden. In dem
neuen Entwurf iſt allen Anforderungen die an eine
mo=
derne Sparkaſſe geſtellt werden können, Rechnung getragen
und auf eine möglichſt freie Geſchäftsführung Rückſicht
ge=
nommen. Die neue Satzung iſt inzwiſchen mit Wirkung
vom 1. April 1913 ab in Kraft getreten.
Der ſeitherige Hauptkaſſenbuchhalter Volk iſt am
8. Auguſt 1912 aus dem Dienſt der Sparkaſſe
ausgeſchie=
den. An deſſen Stelle wurde Herr Stadtſekretär
Kräck=
mann zum Hauptkaſſenbuchhalter der Sparkaſſe ernannt
und mit der Vertretung des Direktors beauftragt.
Innerhalb der Stadt beſtehen 25
Pfennigſpar=
kaſſen=Stationen, denen die Erhebung von
Be=
trägen zu 10, 20. 50 Pfg. und 1 Mack gegen Aushändigung.;
entſprechender Marken übertragen iſt.
Es ſind in 1912/13 1846 Ueberträge in bereits
aus=
geſtellte und 338 Ueberträge in neue Sparkaſſenbücher
ge=
macht worden mit einer Summe von 19929,60 Mark
neue und Zuſchußeinlagen, gegen 20638,80 Mark im
Jahre 1911/12. Bis Ende März 1912 wurden 23786
Stück ſtädtiſche Sparkaſſenbücher für die Pfennigſparkaſſe
ausgegeben. Hierzu die in 1912/13 ausgegebenen 338 Stück=
Es ſind ſomit im ganzen für die Pfennigſparkaſſe 24124
Stück Sparkaſſenbücher in Anſpruch genommen worden,
Vom neuen Grundbuch.
Vom 15. September 1913 ab gilt das Recht des
Bürgerlichen Geſetzbuches in vollem Umfange für die
Flur II der Gemarkung Darmſtadt=Beſſungen. Sie
um=
faßt den Bezirk, der von den Schnittpunkten der Arheilger=,
Magdalenen= und Erbacher Straße. Speſſart= und
Rhön=
ring begrenzt wird, alſo das Mathildenhöh= und das
Mar=
tinsviertel. Die umfangreichen Anlegungsarbeiten hatten
am 1. April vorigen Jahres begonnen. Es kann nach der
Dauer des Anlegungsverfahrens für dieſen Bezirk damit
gerechnet werden, daß in etwa vier Jahren das neue
Grundbuch für ganz Darmſtadt angelegt ſein wird. Als
Feuilleton.
* Der Ventilator als Bazillenbahn. Zwei franzöſiſche
felehrte, Langlais und Satory, haben einen intereſſanten
uſammenhang zwiſchen Ventilation und Bazillengehalt
nes Raumes herausgefunden. Sie beobachteten zufällig,
aß ſich zu einer Zeit, wo ſich der Ventilator eines
Reſtau=
ints nicht bewegte, nur 2000 Bakterien im Kubikmeter
uft befanden. Nachmittags 5 Uhr, als der Ventilator
zen in Bewegung geſetzt wurde, ſanden ſich bereits 12000
fakterien, abends 9 Uhr 20000 und abends 10 Uhr,
nach=
em der Ventilator ſtundenlang gearbeitet hatte, ſogar
7000 Bakterien im Kubikmeter Luft vor. Sie haben
dar=
ufhin ihre Verſuche in einem der größten Cafés in Paris
rtgeſetzt. 10 Uhr morgens, bei ruhigem Ventilator,
er=
ab ſich wieder die Zahl 2000, 9 Uhr abends ſtellten ſie
ereits 80000 und abends 10 Uhr ſogar 440000 Bakterien
ſt. Die gleichen Verſuche wiederholten ſie im Theater.
ei Beginn der Vorſtellung, als die Ventilatoren noch
icht arbeiteten, zählten ſie 6000 Bakterien, während der
veiten Pauſe, als der Ventilator in Bewegung geſetzt
rurde, 26000 und in der dritten Pauſe 42000. In einem
ewöhnlichen Zimmer ſtellt ſich das Verhältnis
folgender=
raßen dar. Bei ruhigem Ventilator 210, nach einer
halb=
ündigen Bewegung des Motors 10000 und nach einer
nſtündigen 18000 pro Kubikmeter Luft. Die Gelehrten
ehmen an, daß die Bazillen in erſter Linie im Staube
ithalten ſind, der durch die Ventilatoren aufgewirbelt
ird.
Die Heilung des „blinden Bettlers‟ Durch Schuld
nes garzumodernen und aar zu durchſichtigen geſchlitzten
Damenrockes ſchmachtet jetzt ein armer Bettler im
Arbeits=
haus von Kanſas City. Am Freitag ſah Mr. Mac Carty
einen armen Teufel durch die Straße humpeln; auf der
Bruſt trug der Bettler einen Zettel, der mitleidigen
Ge=
mütern verriet, daß der Träger blind und taubſtumm ſei.
Mr. Mac Carty las die daran anſchließend auf dem Zettel
verkündete Leidensgeſchichte und war ſo gerührt, daß er
dem armen blinden Manne ein reichliches Almoſen gab.
Der Spender wollte gehen, als er zufällig ſah, wie eine
ſehr reizende junge Dame auf den Alten zutrat und ihm
ein paar Cent gab. Sie trug einen modernen, ſehr
gewag=
ten Schlitzrock, und der arme blinde Bettler konnte den
Blick nicht von dieſem Schlitzrock reißen; ja, als die ſchöne
Mildtätige weiterging, drehte ſich der Blinde ſogar noch
einmal um und ſah ihr nach und murmelte dabei etwas in
den Bart. „Verrückt, aber ganz nett” ſagte der
Taub=
ſtumme, keineswegs tadelnd, dann aber wurde er
feſtge=
nommen und mußte beichten, daß er angeſichts dieſes
Schlitzrockes die Sprache wiedergefunden und wieder
ſehend geworden war . . .
R. Zwillinge. Die in Nr. 202 d. Bl. erzählte
Schul=
geſchichte von den Zwillingen kann um eine
andere vermehrt werden. Ein Lehrer der hieſigen
Volks=
ſchule hatte vor einiger Zeit Zwillinge in ſeiner Klaſſe,
deren Aehnlichkeit ſo täuſchend war, daß er beide nicht
voneinander unterſcheiden konnte. Eines Tages war
Reli=
gionsſtunde, und ſiehe, einige Schüler hatten ihre
Lieder=
verſe nicht gelernt. Darunter war auch einer der Zwillinge.
Der Lehrer befahl, daß dieſe nach der Schule ſo lange
nach=
ſitzen müßten, bis ſie ihre Aufgabe gut vorſagen könnten.
Alſo geſchah es. Bald nach Schulſchluß meldete ſich zuerſt
der Zwilling und ſagte ſeine Verſe ſo glatt her, daß ſich
der Lehrer verwunderte. Er wurde entlaſſen und unten
auf der Straße von ſeinem Bruder empfangen. Am
Nach=
mittag meldete ein unbeteiligter Schüler, daß der Lehrer
von den Zwillingen den Unrechten erwiſcht habe. Beide
hätten ſich verabredet, die Rollen zu tauſchen, was ihnen
auch gelungen war.
ml. Die Rettung der ausſterbenden Blondinen. Es iſt
eine unbeſtreitbare Tatſache, daß die Blondinnen dem Tod
geweiht ſind, ſagt Profeſſor Janeiſſon, der, natürlich an
einer amerikaniſchen, Univerſität lehrt. Nachdem er in
ſeinem Aufrufe, den er an alle Blondinen und an ſolche,
die es werden wollen, richtet, ausführlich dargelegt hat,
daß die Haarfarbe mit der Temperatur in Zuſammenhang
ſteht, gibt er ihnen den Rat, nach den Eisregionen
aus=
zuwandern, wo ſie nach einer geraumen freiwilligen
Ver=
bannung leuchtendes Blondhaar erlangen würden, und
dann wieder in die Kulturregionen zurückkehren könnten.
Von Zeit zu Zeit müßten aber die Ausflüge nach den
Eis=
ländern wiederholt werden, um dem Blond des Haares
den Beſtand zu ſichern. — Der naive Profeſſor ſollte doch
wiſſen, daß man das Blondwerden heutzutage bequemer
haben kann.
* Der Nörgler. Er war noch nie im Theater, nun ſieht
er zum erſten Male, in einer „Volksvorſtellung”, eine
Oper. „Nun natürlich!” ſagt er ingrimmig nach den erſten
Chören und dem großen Quartett, „fürs Volk iſt alles gut
genug; nun ſingen ſie alle auf einmal, um früher fertig zu
werden.”
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.
Nummer 212.
Anlegungsrichter ſind zurzeit die Herren Amtsgerichtsrat
Gerlach (für Beſſungen), Gerichtsaſſeſſor Gehm (für die
Altſtadt) und Gerichtsaſſeſſor Dr. Eiſe (für den Bezirk
Rheinſtraße) tätig. Letzterem liegt auch nach dem 15.
Sep=
tember die Fortführung des neuen Grundbuches für
die von ihm angelegte Flur II ob. Alle Verkäufe und
ſon=
ſtigen Verträge über Grundſtücke in dieſem Bezirk II
müſſen künftig von dem Amtsgericht oder einem
No=
tar beurkundet werden. Das Amtsgericht hält zu
dem Zwecke jeden Mittwoch vormittag von 9 bis 12
Uhr Amtstag in den Räumen, in denen die
Grundbuch=
anlegung ſtattfindet (Ecke Wilhelminen=, Wieſen= und
Bis=
marckſtraße, im früheren Koch=Reulingſchen Hauſe). Das
Ortsgericht iſt zur Protokollierung von
Grundſtücks=
verträgen in Flur II nicht mehr zuſtändig. Es mag aber
darauf hingewieſen werden, daß es zur
Beglaubi=
gung von Unterſchriften nach wie vor zuſtändig
bleibt und daß die Unterſchriftsbeglaubigung durch den
Ortsgerichtsvorſteher am billiaſten iſt (50 Pfg.).
Die wichtigſten Fälle, in denen Beglaubigung der
Unter=
ſchrift genügt, ſind die der Errichtung und Abtretung von
Hypotheken. Der Eigentümer, der eine Hypothek beſtellen
will, braucht nur ein Schriftſtück vorzulegen, in dem er
angeben muß, für welchen Betrag, unter welchen
Bedin=
gungen und auf welchen Grundſtücken eine Hypothek
einge=
tragen werden ſoll. Das Schriftſtück unterſchreibt er, läßt
die Unterſchrift beglaubigen und reicht es dem
Grund=
buchamt ein. Erwähnt ſei noch, daß künftig keine
Kauf=
briefe ausgeſtellt werden. Es empfiehlt ſich daher, ſich
Abſchriften der Grundbuchblätter zu beſtellen,
in denen die Grundſtücke mit allen Belaſtungen eingetragen
ſſind. Für ſolche Ablſchriften wird je nach dem Werte der
Häuſer eine Gebühr von einigen Mark erhoben; bei einem
Werte von 100000 Mark beträgt ſie 10 Mark. Die Haus=
und Grundſtückseigentümer haben auf dieſe Weiſe eine
genaue Urkunde über die Bezeichnung und Belaſtung ihres
Eigentums. Ueber Hypotheken werden nur Urkunden
((Hypothekenbriefe) ausgeſtellt, wenn die Hypotheken
aus=
drücklich als Briefhypotheken errichtet ſind und die
Aus=
ſtellung eines Hypothekenbriefes beantragt wird. Es gilt
dies beſonders auch für den Reſtkaufſchilling bei
Verkäufen. Wird er als Briefhypothek beſtellt und ein
Brief hierüber ausgeſtellt, ſo kann der Verkäufer ſeine
For=
derung leichter abtreten, da er eine Urkunde darüber
be=
ſitzt. Sehr wichtig iſt, daß künftig Hypotheken nur
ge=
llöſcht werden können, wenn nicht nur der Gläubiger,
ſondern auch der Eigentümer die Löſchung bewilligen.
Auch zu dieſen Erklärungen iſt die Beglaubigung der
Unterſchriften erforderlich. — Das Amtsgericht erteilt an
dem Amtstag auch Auskunft über die Fragen des
Grund=
ſtücksverkehrs.
S. Griesheim, 8. Sept. (Ausſtellung.) Heute
ging die vom Heſſiſchen Volksſchriftenverein in
Ver=
bindung mit der hieſigen Ortsgruppe des Vereins für
ländliche Heimats= und Wohlfahrtspflege veranſtaltete
Bilderausſtellung zu Ende. Die Auswahl der
Bilder erſtreckte ſich auf bedeutende Werke unſerer beſten
Künſtler wie Hans Thoma, Strich=Chapell, Prentzel,
Bieſe, Wilhelm Steinhauſen u. a. Der Zweck der
Aus=
ſtellung war, dem Schund, der uns nicht allein in
Schrift, ſondern auch im Bilde geboten wird,
entgegen=
zuarbeiten und auch dem Minderbemittelten
Gelegen=
heit zu geben, ſein Heim mit wirklich guten Bildern,
die nach des Tages Laſt und Arbeit Herz und Gemüt
erfreuen und erbauen, auszuſchmücken. Dieſer Zweck
wurde ſchon bei der Eröffnung der Ausſtellung durch
die Herren Oberlandesgerichtsrat Lang und
Kreis=
ſchulinſpektor Profeſſor Dr. Frenzel und in längeren
Ausführungen durch Herrn Lehrer Haſſinger aus
Darm=
ſtadt zum Ausdruck gebracht. Die Griesheimer
Ein=
wohnerſchaft ſcheint den Beſtrebungen ſehr ſympathiſch
gegenüberzuſtehen, denn es mögen wohl über 2000
Per=
ſonen geweſen ſein, die am vergangenen Sonntag die
Ausſtellung beſuchten. An dieſem Tage weilte Herr
Haſſinger nochmals bei uns, um den Beſuchern mit
vor=
üglichen Erläuterungen und Erklärungen der Künſtler=
Steinzeichnungen zur Seite zu ſtehen. Mit der
Aus=
ſtellung war eine Bilder=Verloſung verbunden, die
manchem einen hübſchen Gewinn einbrachte und deshalb
lebhaften Beifall fand. Der ausſtellende Verein kann
mit dem Ergebnis der Ausſtellung zufrieden ſein, denn
es mögen wohl für ungefähr 300 Mk. Bilder in unſere
Gemeinde kommen. Zum Schluſſe ſei nochmals den
Veranſtaltern und beſonders den Herren Lehrern gedankt,
die das gute Werk mit Rat und Tat unterſtützt haben.
Aus dem Ried, 9. Sept. (Krieg gegen die
Hamſter.) Einen heißen und ſchweren Kampf führen
ſeit Jahren die Riedgemeinden gegen einen der
gefähr=
lichſten Feldſchädlinge, die Hamſter, die durch ihr
maſſen=
haftes Auftreten enormen Schaden anrichten. In
Büttel=
born wurden im Jahre 1911 2000, im Jahre 1912 1700
und im Jahre 1913 600 Hamſter abgeliefert. Beſonderen
Erfolg hatte der Fang mit Fallen im Frühjahr gehabt.
Offenbach, 9. Sept. (Eiſenbahnunglück.) Bei
dem geſtrigen Unglück wurde eine 76 Jahre alte Frau
Schäfer, die auf dem Wagen ſaß, auf der Stelle getötet.
Der Beſitzer des Wagens, der 47 Jahre alte Milchhändler
Neubecker aus Sprendlingen, und ſeine Frau wurden
ſchwer verletzt ins ſtädtiſche Krankenhaus gebracht.
Neu=
becker iſt inzwiſchen ſeinen Verletzungen erlegen. Der
Zu=
ſtand der Frau iſt lebensgefährlich. Die Urſache des
Un=
glücks iſt noch nicht aufgeklärt. Tatſache iſt jedenfalls, daß
die Bahnſchranken nicht geſchloſſen waren.
Ob den mit dem Schließen der Schranken betrauten
Hilfs=
bahnwärter Herzog ein Verſchulden trifft, iſt noch nicht
feſtgeſtellt. Herzog wurde ſofort nach der Kataſtrophe
ab=
gelöſt. Nach ſeinen Angaben will er das zweite Signal
über das Einlaufen des Zuges nicht gehört haben. Ob
vielleicht das Läutewerk nicht recht funktioniert hat, wird
die bahntechniſche Unterſuchung zu ergeben haben. Zur
Feſtſtellung des Tatbeſtandes weilten gleich nach der
Kata=
ſtrophe Amtsrichter Dr. Weiß, ſowie Kriminalkommiſſar
Becker an der Unfallſtelle. Die polizeilichen
Ermittelun=
gen ſind noch nicht abgeſchloſſen. Von einer Verhaftung
des Hilfsbahnwärters Herzog wurde Abſtand genommen.
Seine Vernehmung ſoll erſt im Laufe des heutigen Tages
erfolgen.
Offenbach, 9. Sept. (Unfall.) Der am
Tempel=
ſeering 8 bei ſeinen Eltern wohnende 16jährige Friedrich
Meiß, Lehrling in der Metallwarenfabrik G. A. Sachs,
Ludwigſtraße 53, geriet geſtern nachmittag gegen 5 Uhr
beim Auflegen eines Treibriemens ins Getriebe einer
Schleifmaſchine, wobei ihm der rechte Arm vollſtändig aus
dem Körper herausgeriſſen wurde. Trotz ſchweren
Ver=
letzungen hofft man ihn doch am Leben erhalten zu
können.
Hirſchhorn, 9. Sept. (Gemeinderatswahl.)
Am Mittwoch, von vormittags 11 Uhr bis nachmittags
5 Uhr wird die Wahl von 3 Gemeinderatsmitgliedern der
hieſigen Gemeinde auf dem Rathauſe dahier
vorgenom=
men. Die zu wählenden Gemtinderäte brauchen nicht dem
höchſtbeſteuerten Dritteil der Wählbaren anzugehören.
Die intenſive Tätigkeit des Kirchenſammelvereins hat die
vollſtändige Renovierung der hieſigen
Stadtkirche möglich gemacht. Seit einigen Wochen
ind die Bauhandwerker rüſtig an der Arbeit, ſo daß
vielleicht bis Mitte November die Kirche in neuem
Ge=
wande ihrer Beſtimmung übergeben werden kann. Die
umfangreichen Malerarbeiten ſind dem bekannten
Kirchen=
maler Herrn Nover in Darmſtadt übertragen worden. —
In dieſer Woche weilten Kreisrat von Hahn
und die Vertreter der Gemeinde Hirſchhorn in dem
nahen Rotenberg, um gemeinſam mit dem dortigen
Gemeinderat die Anlage einer neuen Straße von
Rotenberg über Kortelshütte nach Hirſchhorn zu beraten.
Die Strecke umfaßt 8—10 Kilometer.
Worms, 9. Sept. (Künſtlertagung und
Aus=
ſtellung.) Der Verband der Kunſtfreunde in den
Län=
dern am Rhein wird anfang November in Worms ſeine
Tagung abhalten und mit dieſer eine kleine
Verbands=
ausſtellung in der ſtädtiſchen Gemäldegalerie verbinden.
* Alzey, 9. Sept. (Muſeumseröffnung.)
Hier fand die Eröffn ung des in ſeinen
neu hergerichteten Räumen untergebrachten
Mu=
eums ſtatt. Es hatten ſich der Vorſtand des
Ver=
eins für vaterländiſche Natur= und Altertumskunde, die
Herren Miniſterialrat Dr. Kratz Denkmalpfleger
Pro=
feſſor Dr. Anthes, Darmſtadt, die Mitglieder der
Stadt=
verordnetenverſammlung und verſchiedene Geladene von
auswärts dazu eingefunden. Der Vorſitzende des Vereins,
Herr Bürgermeiſter Dr. Sutor, begrüßte die
Erſchiene=
nen und dankte namentlich den Vertretern der Regierung
und der Denkmalpflege für das Intereſſe das ſie durch ihr
Erſcheinen bekundeten. In längerer, trefflicher Rede wies
Bürgermeiſter Dr. Sutor auf die Bedeutung und idealen
Zwecke der Beſtrebungen des Vereins hin, der ſich zur
Aufgabe gemacht, die Liebe zur Heimat zu pflegen und zu
fördern und Erinnerungen an längſt vergangene Zeiten
wach zu halten. Nach Uebergabe des Schlüſſels zum
Mu=
eum an den zweiten Vorſitzenden, Herrn Realſchuldirektor
Dr. Zulauf, ergriff dieſer das Wort, um hauptſächlich
der=
jenigen Herren zu gedenken, die ſich um das
Zuſtandekom=
men des Muſeums beſonders verdient gemacht.
Beſon=
derer Dank gebühre den Herren Gärtnereibeſitzer Braun,
Antiquar Klein, Reallehrer Böhner, ferner Profeſſor
An=
thes=Darmſtadt und Stud. Unverzagt=Wiesbaden, die ſich
in uneigennütziger Weiſe der überaus großen Mühe
unter=
zogen, die hübſche Gliederung und Ordnung der
umfang=
reichen Sammlungen zu Wege zu bringen. Auch der
Stadtverwaltung, die durch Ueberlaſſung der ſchönen
Räume zum Gelingen des Ganzen beigetragen und allen,
die das Muſeum mit Geſchenken und Leihgaben bedacht,
zollte Redner warme Worte der Anerkennung und des
Dankes. Herr Profeſſor Dr. Anthes erſtattete hierauf
einen lehrreichen Vortraa über den geſchichtlichen und
wiſ=
enſchaftlichen Wert der Altertumsforſchung, die Entſtehung
und Entwickelung der hier betätigten Sammlungen, und
hob hervor, daß Alzey ſtolz ſein könne auf das bis jetzt
Erreichte auf dieſem Gebiete. Bei der ſich nun
anſchlie=
ßenden Beſichtigung ſämtlicher Sammlungen gaben der
Vortragende und die Vorſtandsmitglieder die näheren
Erklärungen zu den überſichtlich aufgeſtellten, überaus
zahl=
reichen Gegenſtänden. Man ſpendete dem Verein,
ins=
beſondere ſeinem rührigen Vorſtande, volles Lob für die
muſtergültige Ordnung. Der Vertreter der Regierung,
Herr Miniſterialrat Dr. Kratz, ſprach nach Beendigung des
Rundganges ſeine Bewunderung aus. Seine Erwartungen
ſeien weit übertroffen worden; er habe ſich die
Reichhaltig=
keit und tadelloſe Ordnung der Sammlung nicht ſo
vor=
geſtellt und er freue ſich, der Stadt Alzey zu dieſer
Sehens=
würdigkeit gratulieren zu können. Mit einem gemütlichen
Zuſammenſein im Hotel Eß zu Ehren der auswärtigen
Gäſte fand die ſtimmungsvoll verlaufene Feier ihren
Abſchluß.
Heidesheim, 9. Sept. (Jugendlicher
Einbre=
cher.) Der 13jährige Volksſchüler Roger Eſteva, der
Sohn einer hier wohnhaften Ausländerfamilie, verübte am
Samstag nachmittag in dem Wohnhauſe des
Fabrikarbei=
ters Joſeph Geins einen Einbruchsdiebſtahl und
entwen=
dete aus der Kommode eine Uhr und verſchiedene
Schmuck=
gegenſtände. Der jugendliche Einbrecher wurde von im
Felde arbeitenden Leuten beobachtet und gab dem
Beſtoh=
lenen die Gegenſtände zurück. als mit Anzeige gedroht
wurde. Vom Schulvorſtand iſt gegen den Jungen ſchon
wiederholt der Antrag auf Zwangserziehung geſtellt
wor=
den, jedoch ohne Erfolg.
Butzbach, 9. Sept. (Sturz vom Pferde.) Mit
dem Pferde ſtürzte im Manöver bei Flieden der
Batail=
lonsadjutant. Leutnant Ruppert, vom hieſigen Bataillon
168er. Die Verletzungen ſind bedeutend.
Ober=Breidenbach, 9. Sept. (Revolverattentat.)
In großen Schrecken verſetzt wurde die hieſige Familie
Zulauf in der vergangenen Nacht. Herr Zulauf hatte ſich
kaum in das Schlafgemach begeben, als er durch Klopfen
an ein Fenſter gerufen wurde. Eine Stimme ſagte ihm.
er ſolle die Haustüre öffnen. Herr Zulauf öffnete die
Haustüre in der Meinuna, es wolle jemand von ſeinem
Geſinde in das Haus. Plötzlich kam eine fremde Geſtalt
vor die Tür gelaufen, ſteckte eine Stange zwiſchen die
Türflügel und verſuchte mit Gewalt in den Hausflur zu
kommen. Zulauf, der jedoch kräftiger war, ſchlua die
Türe zu und verriegelte ſie. In dieſem Moment
krachte ein Schuß. Die Kugel aing glücklicherweiſe
in das Holz der Türe. Wäre Zulauf nicht ſo flink
ge=
weſen, dann hätte ihn die Kugel in die Bruſt getroffen.
Von dem Gauner fehlt jegliche Spur. Herr Zulauf hatte
am Tage vorher zwei Ochſen verkauft und hierfür Geld in
Empfang genommen.
Die Bergſtraße im Bilde.
* Man ſchreibt uns aus Auerbach a. d. Bergſtr.:
Der Verkehrs=Ausſchuß der Bergſtraße veranſtaltet im
Oktober=November d. J. einen Wettbewerb „Die
Bergſtraße im Bilde” für Photographien,
Ge=
mälde, Aquarelle und Schwarz=Weiß=Zeichnungen von den
dem Verkehrs=Ausſchuß angehörenden Orten an der
Bergſtraße einſchließlich Lindenfels im Odenwald. Die
Bedingungen für den Wettbewerb wurden Anfang
Auguſt bekannt gemacht. Eine über Erwarten große
Zahl Bewerber um die Konkurrenz haben ſich gemeldet,
ſo daß ſich die einzelnen Orte entſchloſſen haben, die
zuerſt bereit geſtellten Preiſe zu erhöhen und weitere
Preiſe zu errichten. Dem Preisgericht ſtehen nunmehr
faſt 2000 Mark Geldpreiſe zur Verfügung, neben
einer Anzahl Ehrenpreiſen.
Da der Wettbewerb mit einer Ausſtellung
ver=
bunden iſt, dürfte derſelbe eine ſehr günſtige
Verkaufs=
gelegenheit bieten. Ferner iſt geplant, das eingegangene
Material etwa ein halbes Jahr lang als
Wanderaus=
tellung in großen Städten auszuſtellen, ſowie die
aus=
ewählten Photographien dem Bund Deutſcher Verkehrs=
Vereine in Leipzig für ſeinen Photographie=Wettbewerb
einzureichen und auch damit die „Internationale
Aus=
ſtelung für Buchgewerbe und Graphik Leipzig 1914‟
zu beſchicken. Die Bedingungen ſowie der Nachtrag
werden koſtenfrei verſandt durch den Vorſitzenden
des Verkehrs=Ausſchuſſes der Bergſtraße in Auerbach=
Heſſen.
Manöver der Großh. Heſſiſchen (25.) Dioiſion.
F.C. Diviſionsſtabsquartier Birſtein,
8. Sept. In dem Länderſtrich, der von den Orten
Wäch=
tersbach. Birſtein, Freien=Steinau, Oppertz, Schlüchteen
und dem Kinzigfluß begrenzt wird, finden die diejährigen
Herbſtübungen der Großh. Heſſiſchen (25.) Diviſion unter
der Oberleitung ihres Kommandeurs, des Generalleutnants
v. Plüskow. Exzellenz, — Generalſtab: Hauptmann
v. Keim und Hauptmann Freiherr v. d. Oſten gen. Sacken=
— vom 8.—13. September ſtatt. Eine denkwürdige,
ge=
ſchichtliche Gegend, ein auch an Erinnerungen an die
große Zeit vor 100 Jahren reicher Boden iſt es, aus deſſem
Schoße, vor allem bei der Stadt Schlüchtern gewaltige,
kühne Waldberge, die in ziemlich charakterloſer Bildung
als Waſſerſcheide die Rhön mit dem Vogelsgebirge und
den Speſſart verbinden, hervorragen, in der der „Krieg im=
Frieden” ſich abſpielt. Am 9. September nahmen in
die=
ſem Gelände die Herbſtübungen der 25. Diviſion ihren
Anfang. Führer und Mannſchaften werden Proben ihres
Könnens ablegen, ſowie alle in der letztvergangenen Zei
gemachten militär=techniſchen Erfahrungen und Neue
rungen in Anwendung kommen. Vor allem wird
die Verwendung von drei Flugzeugen vom 11. Septembet
ab die großen Fortſchritte vor Augen führen, die die
Luftfahrt in den letzten Jahren gemacht hat.
Den Uebungen liegt folgende allgemeine Kriegslage
zu Grunde: „Rote” Truppen ſind am 8. September üben
Windecken-Friedberg im Vormarſch gegen „blaue”
Trup=
pen, die von Lauterbach auf Schotten-Gedern vorge
gangen. Nach der für „Blau” für den 9. September
aus=
gegebenen beſonderen Kriegslage war die verſtärkte=50
Infanterie=Briegade, beſtehend aus den Infanterie=Regi
mentern 117 und 118 der 3. und 5. Eskadron Dragone
24, dem Feldartillerie=Regiment Nr. 25, der 3. und 4
Kompagnie Pioniere Nr. 25, ſowie Kolonnen und
Train=
unter ihrem Führer. dem Generalmajor Freiherrn v. Speß
hardt, als linke Flügelkolonne der „blauen” Truppen an
8. September von Großenlüder über Freienſteinau vor
marſchiert und hatte am Abend mit den vorderſten
In=
fanterie=Sicherungen Ober=Reichenbach erreicht. Die Siche
rungen der Nachbarkolonnen des 18. Armeekorps ſtande
bei Gedern und Ober=Seemen. Beim Brigade=
Komman=
deur Freiherrn v. Speßhardt in Freienſteinau gingen ar
Abend des 8. September folgende Nachrichten ein:
Korp=
befehl für 9. September: Feindliche Kolonnen aller Waffe
ſind am 8. September im Marſch auf Stammheim un=
Altenſtadt geweſen. Feindliche Kavallerie mit Artilleri
und Maſchinengewehren hat am Nachmittag die Höhe
öſtlich Ortenberg und die bei Uſenborn beſetzt. Patrouille
ind am Bahnübergang an der Straße Vonhauſen-
Liel=
los bei Hain=Gründau, Hühnerhof und Lieblos zwiſche
4 und 5 Uhr nachmittags beſchoſſen worden. Das1
Armeekorps geht am 9. September, 7 Uhr vormittags, vo=
Gedern und Ober=Seemen aufbrechend auf Selters un
Bleichenbach-Aulendiebach vor und erzwingt am 9. de
Austritt aus den Tälern der Nidda und Nidder. Genera
major Freiherr v. Speßhardt hat den Kampf des Arme
korps in der linken Flanke zu ſichern. Nach der für „
Ror=
ausgegebenen beſonderen Kriegslage war die „rote” ver
ſtärkte 49. Infanterie=Brigade, beſtehend aus den Infan
terie=Regimentern 115, 116 und 168, der 1., 2. und 4. E
kadron Dragoner Nr. 24, dem Feldartillerie=Regiment Ne
61, der 1. und 2. Kompagnie Pioniere Nr. 25, 1 Fernſprec
Abteilung, ſowie Kolonnen und Trains unter ihre=
Führer, dem Oberſt v. Trotta gen. Treyden, Kommanden
des Infanterie=Regiments Nr. 116, über Hanau auf
de=
rechten Flügel der „roten” Truppen vorgeführt worde
und hatte am Abend des 8. September beim Uebergar
zur Ruhe mit der Vorhut Mittel=Gründau, mit dem Gro=
Nieder=Gründau erreicht. Vorderſte Sicherungen bei Lie
los-Hühnerhof-Hain=Gründau und auf der Straße na=
Vonhauſen.
Im Laufe des Abends gingen beim Oberſt v.
Trot=
in Nieder=Gründau folgende Nachrichten ein:
Korp=
befehl für den 9. September. Feindliche ſtarke Kolonn
aller Waffen hat mit vorderſten Truppen Ober=Seeme
und Gedern beſetzt. Oeſtlich dieſer Kolonne iſt bisher vo
Feinde nichts gemeldet worden. Die verſtärkte Korp
Kavallerie=Brigade hat am 8. September nachmittags d
Höhen bei Uſenborn und Ortenberg beſetzt. Die
Arm=
greift an. Das „rote” Armeekorps marſchiert morgen vi
mittag 7 Uhr aus Gegend Stockheim aufbrechend üb
Bleichenbach und Selters auf Gelnhaar und Lißberg
vo=
um den Feind anzugreifen. Die verſtärkte 49. Infanteri=
Brigade hat den Angriff des Armeekorps zu unterſtütze
Am 8. September, 9 Uhr abends, meldete Fernpatroui
d
Hanau-Gelnhauſen-Freienſteinau-Großenlüder,
eine feindliche Kompagnie Ober=Reichenbach 3.45 Uhr
nae=
mittags beſetzt und feindliche Infanterie an der Stra
Radmühl-Ober=Reichenbach am Weſtrand des Wald
gegen 4 Uhr Biwak bezog.
Heute haben die Manöver der verſtärkten Infanteri
Brigade der Großh. Heſſiſchen (25.) Diviſion ihr Endee
reicht. Die 49. verſtärkte Infanterie=Brigade führte heu
einen anſtrengenden Kriegsmarſch aus, indem ſie vi
Flieden und den Orten der Umgegend aufbrach und
Leipzigerſtraße hinauf über Aufenau und Wirtheim me
ſchierte bis in die Gegend von Gelnhauſen, wo ſie in d
Linie Gelnhauſen-Hain=Gründau-Vonhauſen Quarti
bezog. Die verſtärkte 50. Infanterie=Brigade
kämp=
heute um die Höhen bei Fleſchenbach im Kre=
Lauterbach und ging in der Linie Fiſchborn-Obi=
Reichenbach-Rabenſtein zur Ruhe über. Von den
Flugzeugen von der Flugſtation Darn
ſtadt die weſtlich von Gelnhauſen bis zum 9. Septemb
ſtationiert ſind, werden drei vom 11. September ab bei d.
Manövern der 25. Diviſion in Aktion treten. Von den
Flugzeugen ſind 3 Eulerdoppeldecker und 3 von der Aviat
Aktien=Geſellſchaft Mülhauſen, außerdem iſt noche
Reſerveflugzeug, ein Euler=Doppeldecker, zur Stelle.
Der Großherzog von Heſſen hat die geſan
Generalität und ſämtliche Stabsoffiziere der 25. Diviſi
auf den 18. September zur Tafel im Reſidenzſchloſſe
Darmſtadt befohlen.
9. Sept. Auf den Höhen zwiſchen Hitzkirchen und Leiſe
wald kam es am Dienstag zu einem Begegnungsgefe
zwiſchen der blauen verſtärkten 50. Infanterie=Brigade u
der roten verſtärkten 49. Infanterie=Brigade. Erſtere w
von Birſtein über Hitzkirchen, die letztere von Mitt
gründau über Büdingen und Rinderbügen nach anſtrenge
dem Marſche auf Leiſenwald vorgerückt. Rot, unter Obe
von Trotta, genannt Treyden, brachte nach heftigem 2
tilleriekampf den blauen Gegner unter Generalmajor v.
Speßhardt mit erheblichen Verluſten auf Birſtein-
R=
chenbach zum Rückzug, ihn auf der ganzen Linie folge=
und ihn öſtlich des Rabenſteingrundes zudrängend. Hl
Nummer 212.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.
Seite 5.
bezog Blau bei Rabenſtein Vorpoſten, Rot öſtlich der Höhe
bei Ober=Reichenbach-Salzbach. Mit Gewehr in Ruh
er=
warten die Truppen den Mittwoch Morgen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 8. Sept. Der ordentliche
Profeſſor der Univerſität Geh. Juſtizrat Hellwig iſt
heute geſtorben. Der Verſtorbene war Lehrer für das
deutſche bürgerliche Recht und den Zivilprozeß. Er war
am 27. September 1856 in Zierenberg bei Kaſſel geboren,
promovierte 1878 in Straßburg zum Dr. jur., wurde 1883
Privatdozent in Leipzig, 1885 außerordentlicher Profeſſor
in Roſtock und noch im gleichen Jahre ordentlicher
Pro=
feſſor in Gießen, ging 1888 nach Erlangen und 1902 nach
Berlin. — Den Verbrennungstod erlitt in der
vergangenen Nacht eine Greiſin in der Lützowſtraße. Dort
wohnte im dritten Stock des Hauſes Lützowſtraße Nr. 61
die 68 Jahre alte Zimmervermieterin Annemarie
Haber=
land. In der Nacht gegen 3 Uhr hörten Hausbewohner
einen heftigen Knall und als ſie ſich nach der Urſache
um=
ſahen, bemerkten ſie, wie aus dem Schlafzimmer des alten
Fräuleins Flammen herausſchlugen. Bald darauf
ſchlu=
gen dieſe auch durch eine Verbindungstür, die nach der
Nachbarwohnung führte. Die herbeigerufene Feuerwehr
löſchte den Brand, der ſchon einen ziemlich großen
Um=
fang angenommen hatte, und fand in der Schlafſtube neben
dem Bett die Wohnungsinhaberin tot auf dem Fußboden
liegen. Sie war an den Händen, der Bruſt und dem Kopf
ſchon verkohlt. Die Urſache des Feuers iſt wahrſcheinlich
auf einen Schwindelanfall der Greiſin, die an dieſer
Krank=
heit litt, zurückzuführen. Neben ihr lag noch die Lampe,
mit der ſie wohl in einem Anfalle hingefallen iſt, ſo daß
dieſe explodierte. — Nachdem am Sonntag Frau und
Toch=
ter des Hauseigentümers Braun an den Folgen der
Gas=
vergiftung geſtorben waren, iſt jetzt Braun ſelbſt
auch geſtorben. Drei Opfer forderte alſo die
Familien=
tragödie in der Liegnitzer Straße.
Heidelberg, 9. Sept. Ein von Heidelberg nach
Mannheim fahrender Motorradfahrer fuhr in voller
Fahrt in ein Bauernfuhrwerk hinein. Durch den Anprall
wurde er ſofort getötet. Der Motorfahrer war ein
verheirateter Kaufmann namens Sibaldi aus Palermo,
der in Mannheim in Stellung war.
Freiburg i. B., 9. Sept. (Vergiftung an
Toll=
kirſchen.) Von einer fünfköpfigen Familie, die
Toll=
kirſchen aß und im Krankenhauſe darniederliegt, iſt ein
Kind geſtorben.
Hamburg, 8. Sept. (Walfiſche in der Elbe.)
Zwei Walfiſche wurden von einem Fiſcher am Freiburger
Eck bei St. Margarethen in der Elbe gefangen. Die
Firma Hagenbeck kaufte die beiden Tiere an. Die Wale
wurden von dem Fiſcher bereits acht Tage lang verfolgt.
Bei der Jagd geriet der größere der Wale, wahrſcheinlich
ein Weibchen, aufs Land. Das Junge dieſes Wales
ſchwamm einem Fiſcherboote nach und verlief ſich dann
im Schilf; es wurde von den Fiſchern erſchlagen. Das
Gewicht des großen Exemplars wird auf 12000 Pfund
geſchätzt; es iſt über acht Meter lang. Es handelt ſich um
Schnabelwale (Balaena rostrata), deren Heimat im
nörd=
lichen Eismeer iſt.
Hamburg, 8. Sept. (Mord.) Als der in Moorfleth
am Unteren Landweg wohnende Landwirt Eggerts
heute von der Arbeit nach Hauſe zurückkehrte, fand er ſeine
Frau erſchlagen und erhängt vor. In der Wohnung war
alles durchwühlt. Ueber den Täter iſt noch nichts bekannt.
Hamburg, 9. Sept. (Zu dem Raubmord in
Moorfleth) wird gemeldet, daß Frau Eggers bei der
Arbeit im Keller von Räubern überraſcht und hinterrücks
erſchlagen wurde. Dann begaben ſich die Räuber in die
ſoberen Räume, zertrümmerten den Geldſchrank und
ſtah=
len über 1800 Mark. Das auf dem Küchentiſch liegende
Portemonnaie, ſowie Gold= und Silberſachen ſind
unbe=
rührt geblieben.
Altona, 9. Sept. (Ausaehobenes
Spieler=
meſt.) In der Bergſtraße in Altona wurde geſtern abend
10 Uhr in einem Automaten=Reſtaurant ein Spielerneſt
ausgehoben. Die Polizei hatte ſeit einer Reihe von
Ta=
gen das Lokal beobachtet. 30 Schutzleute waren
notwen=
dig, um die dort verſammelten Perſonen, die beim Spiel
überraſcht wurden, zu verhaften. Es wurden insgeſamt
8 Perſonen abgeführt. Nach Feſtſtellung der Perſonalien
wurden alle bis auf drei wieder entlaſſen. Das
vorgeſun=
dene Spielgeld wurde von der Polizei beſchlagnahmt.
Dresden. 9. Sept. (Selbſtmord.) Auf der
Fried=
rich=Auguſt=Brücke ſchoß ſich geſtern ein gut gekleideter
Mann eine Kugel in den Kopf und ſtürzte ſich in die Elbe.
Nach den polizeilichen Ermittelungen handelt es ſich
an=
ſcheinend um den Rechtsanwalt Hans Klemm aus
Frei=
berg in Sachſen.
Marſeille, 8. Sept. (Keſſelexploſion.) In der
chemiſchen Fabrik Eſtaque ereignete ſich eine
Keſſelexplo=
ſion. Zwei Arbeiter wurden getötet, zwei ſchwer verletzt.
Genf, 9. Sept. (Myſteriöſer Selbſtmord.)
Ein myſteriöſer Selbſtmord beſchäftigt die Polizei in
Lu=
gano. Der Graf Guiſeppe Calciati, Major in der
italieni=
ſchen Armee, hat ſich gelegentlich einer Automobiltour durch
die Schweiz durch Gift das Leben genommen. Die Gründe.
die den reichen und glücklich verheirateten Mann in den
Tod getrieben haben, ſind abſolut unerklärlich. Man glaubt
die Angelegenheit mit der vor einiger Zeit erfolgten
Ver=
haftung des Grafen della Rocca wegen Hochverrats in
Verbindung bringen zu können.
Vom Kaiſermanöver.
* Freiburg (Schleſien), 8. Sept. Das Armee=
Oberkommando der erſten blauen Armee hatte für heute
den Vormarſch in der Linie Nieder=
Werners=
dorf-Hohenfriedberg-Pauske und Wörne
befohlen, der in zahlreichen Kolonnen zum Teil durch
Ge=
birge angetreten wurde; Grenzſchutzabteilungen ſollten den
Vrrmarſch verſchleiern. Die gedachte 1. Kavallerie=Diviſion
ſollte auf Friedeberg vorgehen. Für morgen iſt der
ein=
heitliche Angriff des 5. Armeekorps mit der 43.
Infan=
terie=Diviſion, ſowie des gedachten 2., 3. und 4.
Armee=
korps beabſichtigt, um die in der Ebene befindlichen Teile
der roten Armee zu ſchlagen. Die gedachte Hauptreſerve
der Feſtung Breslau ſoll aus der Gegend öſtlich von
Deutſch=Liſſa mitwirken. Das gedachte 1. Armeekorps und
die gedachte 1. Kavallerie=Diviſion ſollen den feindlichen
linken Flügel im Gebirge aufhalten. Das 5. Armeekorps
trat morgens um 9 Uhr mit vier Kolonnen den Vormarſch
auf der Linie Jauer-Mertſche auf Hohenfriedberg-
Hal=
bendorf-Striegau an. Die 43. Infanterie=Diviſion wurde
mit der Eiſenbahn über Jauer bis zum Bahnhof Groß=
Roſen vorgeführt, wo ſie von 3 Uhr mittags an anlangte.
Die rote zweite Armee rückte heute in der Linie
Die
Schlenz-Schweidnitz-Braunau an.
Sicherung gegen die Feſtung Breslau iſt dem gedachten
12. Armeekorps übertragen. Bei dem morgen
beabſich=
tigen Angriff ſoll der blaue rechte Flügel umfaßt werden.
Die Heereskavallerie hat den Auftrag, heute den feindlichen
Grenzſchutz zu durchbrechen und Aufklärung in der
Richt=
ung Neumarkt mit der gedachten achten Kavallerie=
Brigade, in der Richtung Jauer mit der ſechſten Kavallerie=
Brigade und in der Richtung Landeshut mit der neunten
Kavallerie=Brigade zu erzwingen. Die ſechſte Kavallerie=
Diviſion geht daher heute vormittag um 7,30 Uhr über die
Eiſenbahn Königszelt-Freiburg, mit der 6. Jäger=
Divi=
ſion, welche der Kavallerie zugeteilt iſt, auf Striegau, mit
der 9. Kavallerie=Brigade auf Halbendorf, mit der 11. und
13. Kavallerie=Brigade auf Neu=Ullersdorf vor. Jede der
drei Kolonnen führt eine Batterie mit. Das 6.
Armee=
korps geht am Nachmittag in zwei Kolonnen vor und
beabſichtigt, mit der Vorhut beider die Linie Schweidnitz-
Merkelshöhe zu erreichen.
* Freiburg (Schleſien), 8. Sept. Bei dem ſchon
gemeldeten Vorgehen der roten 6. Kavallerie=Diviſion
wurden die ihr zugeteilten Jäger im Kraftwagen
beför=
dert. Die Kavallerie attackierte die blauen
Grenzſchutz=
truppen, beſtehend aus dem 5. Jäger=Bataillon und Teilen
des 3. Garde=Regiments zu Fuß, ſowie anderthalb
Batte=
rien und Maſchinengewehr=Abteilungen, zunächſt
erfolg=
reich. Die Abſicht der roten Kavallerie, ſich den
anrücken=
den blauen Kolonnen vorzulegen, mißlang aber, weil die
Kolonnen der 10. blauen Diviſion vom 5. Armeekorps
be=
reits in der linken Flanke der roten Kavallerie auftraten.
Die rote Kavallerie ging deshalb hinter den Zerleabſchnitt
zurück, wobei ſie bereits von der Artillerie der blauen 10.
Diviſion, welche über Himmel marſchierte, befeuert wurde.
Die rote Kavallerie ging in die Höhe des Nonnenbuſches
zurück, die roten Jäger an der Straße bei Zedlitz. Rot
gegenüber erreichten die Marſchkolonnen des blauen
5. Korps ungefähr die gemeldeten Marſchziele., Erreicht
wurde alſo die Linie Hohenfriedberg-Halbendorf-
Teichau-Striegau. und zwar die blaue 10. Diviſion mit
ihren Anfängen Hohenfriedberg, von Blau die 9.
Divi=
ſion mit ihren Anfängen Striegau. Vom Vormarſch des
roten 6. Korps weiß man nur, daß es, wie beabſichtigt,
angetreten war, daß alſo die rote 11. Diviſion auf dem
rechten Flügel von Reichenbach auf Schweidnitz
und die rote 12. Diviſion als linke Kolonne parallel
mar=
ſchiert. In den Nachmittagsſtunden dürften ſie die Linie
von Schweidnitz ſüdweſtlich erreicht haben, die 12. Diviſion
etwa bis Merkelshöhe; die rote 6. Kavallerie=Diviſion
zog ſich hinter die Front ihres Korps zurück.
* Freiburg (Schleſien), 8. Sept. Der Kaiſer
erhielt heute vormittag, während er die Kämpfe an der
Zerle beobachtete, die Meldung des Grafen Zeppelin.
Dieſer war früh um 4 Uhr nach Liegnitz gefahren und hat
von dort die Fahrt auf dem „Z. 1‟ mitgemacht und eine
Meldung in der Nähe des Kaiſers abgeworfen. Das
Luft=
chiff fuhr am Gebirge entlang, hatte bei Reichenbach einen
roten Luftſchiffhafen zerſtört und wurde bei Reichenbach
durch Flieger verfolgt, die ihm aber nicht beikommen
konnten.
Der Kaiſer nahm am Vormittag in Gegenwart des
Königs von Sachſen, des Königs der Hellenen und des
Kronprinzen von Griechenland den Vortrag des
Haupt=
manns Prausnitzer vom Großen Generalſtab über die
Schlacht bei Hohenfriedberg entgegen. Später
verweilte der Kaiſer kurze Zeit am Denkmal für die
ge=
fallenen kurſächſiſchen Krieger. Der öſterreichiſche
Gene=
ralſtabschef Konrad von Hötzendorff und der italieniſche
Generalſtabschef Pollio verweilten meiſtens bei Striegau.
Generalfeldmarſchall Graf Häſeler, welcher auch im
Ge=
lände Quartier genommen hatte, begleitete meiſtens die
11. Kavallerie=Brigade. Die Fußtruppen biwakieren
ſämtlich, die berittenen Truppen beziehen zum Schutze
des Pferdematerials enge Quartiere. Gegen Abend
arbei=
teten wieder zahlreiche Flugzeuge.
Die rote zweite Armee beſteht aus fünf
Armeekorps und weiteren Truppenkörpern. Hiervon ſind
vorhanden: das 6. Armeekorps unter dem General von
Pritzelwitz: 24 Bataillone, 7 Schwadronen, 24 Batterien,
Spezialwaffen, ferner die 6. Kavallerie=Diviſion mit 24
Schwadronen, berittenen Pionieren, radfahrenden Jägern,
reitender Feldartillerie, Maſchinengewehren, Fliegern. Die
Anſchlußtruppen im Weſten und Oſten ſtellen Teile des
Grenadier=Regiments König Friedrich Wilhelm II. dar
mit Kavallerie und Artillerie. Die blaue erſte Armee hat
ebenfalls fünf Armeekorps, Grenzſchutztruppen und die
Feſtung Breslau. Hiervon ſind vorhanden: 24 Bataillone,
8 Schwadronen, 23 Batterien, Spezialwaffen, ferner 43.
Infanterie=Diviſion, Grenzſchutzabteilungen. Den Anſchluß
der Truppen im Weſten und Oſten ſtellen Teile des 3.
Garde=Regiments mit Kavallerie und Artillerie dar. Dieſe
bilden das 5. Armeekorps unter General von Strantz.
* Bad Salzbrunn, 9. Sept. Der Kaiſer begab
ſich um 6½ Uhr ins Manövergelände.
* Freiburg i. Schl., 9. Sept. Der Kaiſer in
der Uniform der Königsjäger zu Pferde paſſierte heute
früh 7 Uhr Freiburg in Begleitung des Königs der
Helle=
nen. Er beobachtete die Manövervorgänge zuerſt vom
Kieferberg, ſüdweſtlich von Kunzendorf, ſpäter von der
Erneſtinenhöhe, ſüdöſtlich von Kunzendorf. Sämtliche
Fürſtlichkeiten waren im Gelände erſchienen. Das Wetter
war in der Nacht kalt und klar, am Morgen aber wieder
ſehr ſchön. Ungeheuer viel Zuſchauer hatten ſich aus den
umliegenden Städten und Dörfern zu Fuß, zu Rad und
zu Wagen aufgemacht. Die Flieger waren vom frühen
Morgen an tätig. Beide Parteien brachen ſehr zeitig auf.
Die Spitzen ſtießen öſtlich und nordöſtlich von Freiburg
zeitig zuſammen, worauf beide Gegner ſich ſofort
ent=
wickelten, ſo daß von 7 Uhr ab das Gefecht in Gang kam,
das ſich bald nach 8 Uhr zu einer großen Schlacht auf der
ganzen Linie ausdehnte. Das rote 6. Armeekorps ging
aus der Linie Schweidnitz und ſüdöſtlich davon gegen
Nordweſten vor, die 12. Diviſion auf dem linken, die 11
Diviſion auf dem rechten Flügel. Die 12. Diviſion hatte
Kunzendorf überſchritten, als ſie bei Mühlberg auf Blau
ſtieß und ſich nach rechts entwickelte. Die rote 11.
Divi=
ſion war mit der rechten Kolonne, der 22. Brigade, bis
zum Pfaffenberg zwiſchen Neu= und Altiauernick gelangt,
wo dieſe mit großen Verluſten geworfen wurde. Die
linke Kolonne der 21. Brigade beſetzte die flachen Hügel
nordweſtlich von Arnsdorf. Sie war hier anfangs im
Vorteil, wurde aber dann mitgeriſſen.
** Freiburg, 9. Sept. Die rote Kavallerie war
vorgezogen und attackierte bei Arnsdorf in der Richtung
auf Mühlberg anfangs erfolgreich, aber dann ging das
blaue 5. Armeekorps zurück und ging mit dem linken
Flü=
gel, der 9. Diviſion, gegen Altjauernick, ſüdweſtlich davon
mit der 10. Diwiſion auf Zirlau und Arnsdorf und mit
dem rechten Flügel, der 43. Diviſion, auf Freiburg vor.
Die 10. Diviſion und Teile der 43. Diviſion, ſoweit ſie
heran waren, drückten bei Mühlberg auf den linken
Flü=
gel von Rot, der ſich aber ziemlich lange halten konnte.
Die 10. Diviſion ging zuletzt über Kunzendorf vor und
entwickelte ſich aus Nonnenbuſch heraus, ſchlug die rote
1. Diviſion; deren 22. Brigade hielt dann noch eine Weile
die Aufnahmeſtellung mit eingegrabener Artillerie bei
Tunkendorf, zog ſich dann aber auch auf Schweidnitz zu=
rück. Das Oberkommando der roten Armee gab Befehl
zum Rückzug auf die Linie Pilzen=Leutmannsdorf,
ſüdöſt=
lich von Schweidnitz.
Luftfahrt.
Das Marineluftſchiff „L 1‟ in der Nordſee
untergegangen.
* Helgoland, 9. Sept. Das Marine=
Luft=
chiff „L. 1‟ iſt heute abend gegen 7 Uhr 18 Seemeilen
von Helgoland verunglückt. Von der Beſatzung ſind,
ſoweit bis jetzt bekannt iſt, 6 Perſonen gerettet worden.
Das Luftſchiff ſank unter. Am Tag herrſchte
ruhiges Wetter, gegen abend iſt aber ein orkanartiger
Sturm mit Regen eingetreten, deſſen Opfer das Luftſchiff
wurde.
* Helgoland, 9. Sept. Das verunglückte
Luft=
ſchiff, welches von Kapitänleutnant Hanne geführt
wurde, wurde von einem plötzlich einſetzenden,
orkanartigen Sturm erfaßt und auf das Waſſer
niedergedrückt, wobei es durchbrach. Es iſt etwa
eine Stunde ſpäter geſunken. Gerettet ſind anſcheinend
nur ſieben Perſonen, darunter Oberleutnant Wendt,
Oberleutnant Grimm und Obermaſchiniſt Lehmann.
Die übrige Mannſchaft, 16 Mann, iſt
er=
trunken.
Ein Fliegerſturz im Manöver.
* Hailer b. Gelnhauſen, 9. Sept. Heute früh 9 Uhr
ſtieg von hier der Gefreite Gorlt von den
Darm=
ſtädter Fliegern mit einem anderen Gefreiten als
Paſſagier mit einem Doppeldecker auf. Ungefähr 10
Mi=
nuten vom Flugplatz entfernt, ſtürzten ſie beim
Neh=
men einer Kurve, die ſie jedenfalls zu kurz beſchrieben,
aus einer Höhe von 25 bis 30 Metern ab und trugen
anſcheinend nur leichte
Gehirnerſchütterun=
gen davon. Der Apparat ſelbſt ging vollſtändig in
Trümmer.
Unfall des „Z. 1‟.
* Liegnitz, 8. Sept. Bei der Landung des
Luftſchiffes „Z. 1” auf dem ſich Graf Zeppelin
befand, ſetzte das Luftſchiff ſo ſchwer auf den Boden auf,
daß mehrere Streben zerbrachen. Auch eine Seitenwand
wurde beſchädigt und aufgeriſſen. Ein Mann geriet bei
der Landung unter das Schiff und erlitt ſo ſchwere
Quet=
ſchungen, daß er ins Lazarett gebracht werden mußte. —
Der Unfall des Luftſchiffes ſtellte ſich ſpäter als nicht ſo
chwer heraus, wie anfänglich angenommen wurde. Es
wird erwartet, daß „Z. 1” morgen wieder flugbereit iſt.
Graf Zeppelin hat bei dem Unfall keinen Schaden erlitten;
er iſt in einem Automobil ins Hauptquartier gefahren.
H. B. Liegnitz, 9. Sept. Obgleich die Nacht über
von zahlreichen fleißigen Händen angeſtrengt gearbeitet
wurde, gelang es nicht, die Schäden des geſtrigen
Un=
falles des Luftkreuzers „Z. 1” bis zum heutigen
Morgen zu beheben. Das Luftſchiff war nicht in der
Lage, an den heutigen Manövern teilzunehmen. Man
hofft jedoch zuverſichtlich, die Schäden bis heute abend,
ſpäteſtens morgen früh beheben zu kkönnen. — Die
Ver=
letzungen des geſtern verunglückten Soldaten haben ſich als
weniger ſchwer herausgeſtellt, wie es den Anſchein hatte.
Der Mann erlitt nur leichte Quetſchungen und dürfte bald
wiederhergeſtellt ſein.
Todesſturz.
* Wanne, 8. Sept. Der Flieger Senge von der
Ariſtoplanwerken in Wanne, der geſtern, von Wanne
kom=
mend, in Gelſenkirchen=Bismarck eine Notlandung
vor=
nehmen mußte, flog um 6 Uhr 20 Min. von Bismarck
nach Verden ab. Bei Grevenbroich ſtürzte er aus
unbe=
kannter Urſache ab und war ſofort tot.
Im Fluge von einem Herzſchlag betroffen.
* Johannisthal, 9. Sept. Der Fokkerpilot
Ringe der heute morgen um 6 Uhr 29 Min.
aufge=
ſtiegen iſt, um ſich um die Prämie der Nationalflugſpende
zu bewerben, iſt heute um 6,38 Uhr in der Gegend von
Rudow am Teltowkanal aus 200 Meter Höhe
abge=
ſtürzt. Ringe iſt tot; ſein Apparat wurde vollſtändig
zertrümmert.
* Berlin, 9. Sept. Ueber der Ortſchaft Rudow iſt
der 26jährige Dr. chem. Oskar Ringe während eines
Flugs vom Herzſchlag betroffen worden. Die führerloſe
Maſchine ſtürzte ſchließlich zu Boden. Schon ſeit einigen
Tagen wollte Dr. Ringe in ſeinem Eindecker einen
Dauer=
flug um die Preiſe der Nationalflugſpende machen. Da
der Flieger ſehr nervös war und einen Herzfehler
beſaß, ließ er die ſchönen letzten Tage ungenutzt
verſtrei=
chen, ſo daß er von den Kollegen gehänſelt wurde. Heute
morgen unternahm nun Dr. Ringe einen Flug. Ueber
dem Orte Rudow ſenkte ſich plötzlich die Maſchine nach
vorne und begann in engen Spiralen zu ſinken. Etwa 200
Meter über dem Boden legte ſich der Fokker=Eindecker auf
den Rücken und glitt ſo eine Zeit lang tiefer, richtete ſich
aber unten wieder auf, um in normaler Haltung zu Boden
zu gehen. Die Landung war ziemlich heftia. Doch wurde
nur der vordere Teil des Eindeckers beſchädigt. Vom
Flugplatz aus hatte man den ſeltſamen Sturz beobachtet
und ſofort begaben ſich mehrere Mechaniker, Ingenieure
und ein Arzt an die Unfallſtelle. Sie fanden Dr. Ringe
in der Karoſſerie des Fluazeuges ſitzend vor. Aller
Wahr=
ſcheinlichkeit nach iſt Dr. Ringe in der Luft vom Herzſchlag
betroffen worden. Darauf deutet auch der ſonderbare
Gleit=
flug hin, den der Eindecker machte. Der Körper des Toten,
iſt offenbar nach vorne übergeſunken, hatte gegen die
Steuerhebel gedrückt und ſo den Abſtieg bewirkt. Die
Un=
terſuchung des Apparates ergab, daß alle Steuerorgane
intakt geblieben ſind, und daß in der Luft keiner der
bean=
ſpruchten Teile gebrochen iſt. Dagegen konnte feſtgeſtellt
werden, daß der Gleitflug mit vollaufendem Motor
vor=
genommen worden iſt. Dr. Oskar Ringe, der im 26.
Le=
bensjahr ſtand und aus Harzburg ſtammt, betrieb das
Fliegen aus Liebhaberei. Vor etwa einem Jahr trat er
bei den Fokkerwerken in Johannisthal ein und machte
an=
fangs dieſes Jahres die Pilotenprüfung. Er war in
Flie=
gerkreiſen allgemein beliebt. (Frkf. Ztg.)
Berlin- Paris.
* Johannisthal, 8. Sept. Der Flieger
Rei=
chelt, der geſtern nachmittag um 1 Uhr 26 Min. zum
Fernfluge nach Paris aufgeſtiegen war und in
Wanne eine Zwiſchenlandung vornahm, landete in Va=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.
Nummer 212.
rize, 120 Kilometer weſtlich von Paris, glatt, nachdem
er vorher in Paris eine Zwiſchenlandung
vor=
genommen hatte.
* Villacoublay, 9. Sept. Der Flieger
Rei=
chelt, der mit ſeinem Paſſagier Hähnel geſtern früh in
Wanne aufſtieg, landete in Creteil. Reichelt unterbrach
ſeinen Flug zwiſchen Creteil und Villacoublay zweimal,
um ſich nach dem Weg zu erkundigen. In St. Cyr gaben
ihm Fliegeroffiziere die Richtung an.
* Villacoublay, 9. Sept. Der Flieger
Rei=
chelt iſt, mit Paſſagier aus Creteil kommend, hier um
12.15 Uhr gelandet.
* Villacoublay, 8. Sept. Der Flieger
Fried=
rich flog heute nachmittag 5 Uhr 45 Min. nach Iſſy=les=
Moulineaux. Bonnier begleitete Friedrich auf einem
an=
deren Aeroplan und diente ihm als Führer.
* Paris, 8. Sept. Der Flieger Friedrich, der
heute nachmittag intereſſante Flüge in Villacoublay
voll=
führte, traf um 5 Uhr 50 Min. mit ſeinem Paſſagier Elias
im Aerodrom in Iſſy=les=Moulineaux ein, begleitet von
mehreren franzöſiſchen Fliegern. Er landete ohne Unfall.
Die anweſenden Deutſchen boten dem Flieger Blumen dar.
* Friedrichshafen, 9. Sept. Die Ueberführung
des Marineluftſchiffes „L. 2” nach Johannisthal
iſt nunmehr für den Donnerstag vorgeſehen. Sie erfolgt
durch den Luftſchiffbau Zeppelin. Nach dieſer Fahrt geht
das Luftſchiff in die Hände der Marineverwaltung über.
Ein Bericht über den Brand auf
dem „Imperator‟
* Hamburg, 8. Sept. Der Kommandant des
Damp=
fers „Imperator” hat ſeiner Reederei einen Bericht
über das im hinteren Proviantraum am 28. Auguſt,
mor=
gens 3 Uhr 30 Minuten, ausgebrochene Feuer erſtattet.
Dieſer Bericht ſchränkt die übertriebenen
Mel=
dungen in engliſchen Blättern ganz erheblich
ein. Nachdem der Bericht das beklagenswerte Ende des
zweiten Offiziers Gobrecht im Rauch der Feuerſtelle
er=
wähnt hat, heißt es weiter: An Bord befanden ſich die
Fahrgäſte der dritten und vierten Klaſſe. Sie wurden
um 5 Uhr 30 Minuten in aller Ruhe von Bord genommen.
um 6 Uhr 30 Minuten waren die Maſchinen klar, um im
Falle eines weiteren Umſichgreifens des Feuers aus dem
Hafen herausdampfen zu können. Mannſchaften kühlten
die Schotten und Decks der 2. und 3. Klaſſe, damit das
Feuer nicht auf die umliegenden Kammern dieſer Klaſſen
übergriffe. Da unſer Schiff anfing, ſich durch das
ein=
gepumpte Waſſer nach Backbord hinüberzulegen, ließen wir
auf den längsſeits angebrachten Kohlenleichtern Kohlen
in die Steuerbordbunker füllen. Dadurch richtete ſich das
Schiff wieder auf und neigte ſich ſchließlich, unſeren
Er=
wartungen entſprechend, nach Steuerbord über. Hierdurch
kam die in den Proviantraum hineingepumpte
Waſſer=
menge von Backbord nach Steuerbordſeite hinüber, und
wir konnten bemerken, daß hierdurch erſt das Waſſer an
die nach Steuerbord übergeſprungene Brandſtelle gelangte
und das Feuer erſtickte. Dies war ungefähr 8 Uhr 30 Min.
morgens. Während des Brandes ſind die Arbeiten ruhig
und ſachlich von dem geſamten Perſonal ausgeführt
wor=
den. Die Entſtehungsurſache des Feuers wird
auf Kurzſchluß an dem im Vorraum an der
Backbord=
ſeite ſtehenden Motor der Luftkühlung zurückgeführt. Bis
abends 6 Uhr war das Schiff bis auf einen kleinen Raum.
unmittelbar über dem Doppelboden, wieder ausgepumpt,
und es konnte mit den Aufräumungsarbeiten begonnen
werden. Dieſe wurden in ununterbrochener Arbeit bei Tag
und Nacht ſo eifrig gefördert, daß die Fahrgäſte, die nach
Europa wollten, bei ihrer Ankunft an Bord keine Spuren
des Brandes mehr wahrnehmen konnten. Der verdorbene
Teil des Proviants wurde in Leichtern gelöſcht und bei
Sandyhook ins Meer geſenkt. Verdorben ſind etwa 16000
Kilogramm friſches Fleiſch, 3000 Kilogramm zubereitetes
Fleiſch, 5000 Kilogramm Gemüſekonſerven, 2000
Kilo=
gramm kondenſierte Milch und ein großes Quantum
Wein. — Für den bei dem Brand verunglückten Offizier
Gobrecht wurde hier in Hamburg heute in den
Paſſa=
gierhallen der Hambura=Amerika=Linie eine
Trauer=
feier abgehalten, der Mitglieder des Direktoriums und
der Kommandant des Dampfers beiwohnten. Der Sarg
war reich geſchmückt und wurde ſpäter nach Altena i. W.,
der Heimat des Toten, übergeführt. Erwähnt ſei bei
die=
ſer Gelegenheit noch, daß die Keſſel des „Imperator” bei
dem bevorſtehenden Umbau für Oelfeuerung eingerichtet
werden ſollen; ob teilweiſe oder durchgängig, ſteht nock
nicht feſt. Durch Oelfeuerung werden zahlreiche
Menſchen=
kräfte geſpart.
Die Mühlhauſener Schreckenstat.
* Vahingen, 9. Sept. Geſtern wurde die
Unter=
ſuchung der Mordtaten in Mühlhauſen
durch das Amtsgericht abgeſchloſſen, nachdem feſtſteht, daß
alle Verletzten nunmehr außer Lebensgefahr ſind. Die
Akten gehen jetzt an die Staatsanwaltſchaft in Heilbronn.
Im Laufe des geſtrigen Vormittags fand noch eine
Ver=
nehmung des Maſſenmörders Wagener ſtatt. Dabei
ge=
ſtand er, wie der Schwäbiſche Merkur berichtet, mit voller
Beſtimmtheit, daß es ſein Plan geweſen ſei, in Egolsheim
bei Ludwigsburg ebenſo zu wüten, wie in Mühlhauſen.
Als ihm durch den Oberamtsrichter die Mitteilung
ge=
macht wurde, daß heute die Beerdigung ſeiner Frau und
ſeiner vier Kinder ſtattfinde, gab er keine Antwort und
trug eine Miene abſoluter Gleichgültigkeit zur Schau.
* Vaihingen a. E., 9. Sept. Die Verletzten
befinden ſich andauernd auf dem Wege der Beſſerung. Der
Maſſenmörder Wagener iſt jetzt vollſtändig abgeſchloſſen
und es darf auch im Krankenhaus über ſein Tun und
Trei=
ben und ſein Befinden keinerlei Auskunft erteilt werden.
Er wird jetzt vollſtändig als Gefangener behandelt. Die
Vorunterſuchung iſt abgeſchloſſen.
Vom Balkan.
Die türkiſch=bulgariſchen Verhandlungen.
* Konſtantinopel, 8. Sept. Einem Communiqué
zufolge wurden die zu Verhandlungen mit der
Türkei hier eingetroffenen bulgariſchen
Dele=
gierten dem Großweſir vorgeſtellt, der in einer kurzen
Anſprache den Wunſch ausdrückte, daß die Verhandlungen
möglichſt raſch zu einem beide Länder befriedigenden
Er=
gebnis führen möchten. General Sawow erwiderte im
gleichen Sinne und drückte die Wünſche für das Glück und
das Wohlergehen des Sultans aus. Nach der Prüfung
der Vollmachten wurde die Sitzung durch den erſten
türkiſchen Delegierten Talaat Bey eröffnet. Die
Be=
ratungen begannen mit dem Gedankenaustauſch über die
Grenz= und Nationalitätenfrage.
* Paris, 9. Sept. Wie der bulgariſche
Bevollmäch=
tigte in Konſtantinopel, Natſchewitſch, dem
Korreſponden=
ten des Echo de Paris erklärt hat, ſollen die
Verhand=
lungen in Konſtantinopel ſich nur auf zwer
Punkte beſchränken: Die Abſteckung der türkiſch=
bul=
gariſchen Grenze und den Austauſch der Kriegsgefangenen
Man werde ſich ſtreng an dieſes Programm halten und
jede Erörterung anderer Fragen ablehnen. Die Frage der
Uebernahme oder Nichtübernahme eines Teiles der
tür=
kiſchen Staatsſchuld durch Bulgarien gehöre lediglich zu
dem Programm der demnächſt wieder zuſammentretenden
internationalen Finanzkonferenz. Die Frage des
Ab=
ſchluſſes eines türkiſch=bulgariſchen Handelsvertrages werde
nach vollſtändiger Herſtellung des Friedens von dem
bul=
gariſchen Geſandten bei der Pforte mit dem Miniſter des
Aeußern der Türkei verhandelt werden.
Die Adrianopeler Frage.
* Adrianopel, 8. Sept. Der Chef und vier
Mitglieder der proviſoriſchen Regierung
be=
gaben ſich nach Adrianopel, wo ſie dem franzöſiſchen
Kon=
ſul als Doyen erklärten, daß ſie ihr Land mit allen
Kräf=
ten verteidigen würden, um nicht unter das Joch
der Bulgaren zu geraten. Sie würden nach=
Konſtantinopel reiſen, um den Entſchluß der Pforte den
Botſchaftern mitzuteilen.
* Konſtantinopel, 8. Sept. Die Muftis,
No=
tabeln und die Ulemas von Gümüldſchina, Dedeagatſch
Tanthi, Koſchikawak, Ehitſchelebi, Dahidere und Kirdſchali
teilten den Blättern telegraphiſch ihren Entſchluß mit.
eine Unabhängigkeitserklärung zu erlaſſen.
Sie begründen dieſe mit der Umwandlung der Moſcheen
in Kirchen und mit der gewaltſamen Bekehrung der
Mu=
ſelmanen zum Chriſtentum, und mit den Grauſamkeiten
deren Wiederholung bei einer zweiten Beſetzung durch die
Bulgaren ſie befürchten. Sie erklären, daß ſie den Kampf.
an dem Griechen teilnähmen, ewig fortſetzen würden und
geben der Hoffnung Ausdruck, daß die Pforte ihre Gebiete
den Bulgaren nicht überlaſſen werde. Nach den Blättern
umfaßt die Unabhängigkeitserklärung das ganze Wilajet
von Adrianopel.
Die ſerbiſch=montenegriniſche Grenzfrage.
* Belgrad 8. Sept. Der montenegriniſche
Dele=
gierte Matanowitſch iſt heute über Fiume nach Cetinje
abgereiſt. Die weiteren Verhandlungen zum Zwecke der
Verſtändigung über die ſerbiſch=
montenegrini=
ſche Grenzfrage werden durch die ſerbiſche
Ge=
ſandtſchaft in Cetinje geführt.
Die albaniſche Frage.
* Rom. 9. Sept. Die Agenzia Stefani meldet aus
Athen: Geſtern abend haben die Vertreter der
Groß=
mächte der griechiſchen Regierung eine
Kollektiv=
note überreicht, in der die Entſcheidungen der
Lon=
doner Botſchaftervereinigung über die Südoſtgrenze
Albaniens enthalten ſind.
Letzte Nachrichten.
* Konſtantinopel, 9. Sept. Ueber die geſtrige
Sitzung der türkiſch=bulgariſchen Konferenz
wird noch bekannt, daß die Verhandlungen einen
allgemei=
nen Charakter tragen. Die türkiſchen Delegierten machten
keine Vorſchläge bezüglich der Grenzlinie und ſtellten keine
Anträge zu der Nationalitätenfrage. Die bulgariſchen
De=
legierten verlangten eine beſtimmte Stellungnahme zu dieſer
Frage. Sie erwarten ſchriftliche Vorſchläge. Die
Ver=
ſammlung beſchloß, zunächſt private Sitzungen abzuhalten
ohne Hinzuziehung von Beiräten und Sekretären und ohne
Abfaſſung von Protokollen. Heute abend findet in dem
Hotel, in dem die bulgariſchen Delegierten wohnen, eine
private Zuſammenkunft der Delegierten ſtatt
* Konſtantinopel 9. Sept. Bulgariſcherſeits
wird erklärt, die Bewegung der Türken in
Gü=
müldſchina iſt das Werk einiger griechiſcher und türkiſcher
Agitatoren. Man iſt überzeugt, daß die Pforte die Be=
wegung mißbilligt und den Rat erteilt, davon abzuſtehen
die Lage durch neue Schwierigkeiten zu verwickeln.
Vermiſchtes.
— Der „Zentral=Verband Deutſchen
Tonkünſtler und Tonkünſtler=Vereine‟ (E. V.)
Vorſitzender Adolf Göttmann, veranſtaltet in Berlin am 19.
20. u. 21. Sept. ſeine 10. Delegiertenverſammlung im
Abge=
ordnetenhauſe. Der Verband, dem 12 Tonkünſtler= und
Muſik=
lehrervereine Deutſchlands angegliedert ſind, behandelt
in ſeiner diesjährigen Tagesordnung eine Anzahl
wich=
tiger Berufs= und Standesintereſſenfragen, welche die
Auf=
merkſamkeit aller ſchaffenden und ausübenden Tonkünſtlet
und Tonkünſtlerinnen, ſowie aller Muſiklehrer und Muſik
lehrerinnen in weitem Maße verdient. Außer einigen,
auf die innere Organiſation des Verbandes
bezugnehmen=
den Anträge, werden die Herren Sanitätsrat Dr. Pick über
„Die Berufskrankheiten im Tonkünſtlerſtande‟,
Rechtsan=
walt Dr. Oſterrieth über „Das Stellenvermittelungsgeſetz
und ſeine Folgerungen für die Konzertagenten und
die=
ausübenden Künſtler” Rich. J. Eichberg über „Die
Reichs=
verſicherung für Angeſtellte und ſeine Mißſtände für den
Muſiklehrerſtand” Karl Robert Blum über „das dritte
Tongeſchlecht”, Rechtsanwalt Leo Kempner über „Die Ein
richtung des Rechtsſchutzbureaus” Hofrat Dr. Friedrich
Roeſch über „Aktuelle urheberrechtliche Fragen” ſprechen.
C.K. Die Gründung eines allruſſiſchen
Nationalmuſeums. Der Plan, ein allruſſiſches
Nationalmuſeum zu begründen, der bei dem 300jährigen
Jubiläum des Hauſes Romanow in der Reichsduma
ange=
regt wurde, hat nunmehr, wie im Cicerone berichtet wird,
feſtere Formen angenommen und ſich zu einem höchſt
be=
deutſamen Projekt entwickelt. Den Grundſtock des neuen
Muſeums ſoll die große Rumjanzew=Sammlung in
Mos=
kau bilden, die nach verſchiedenen Richtungen hin
ausge=
baut wird. Das prächtige Haus, in dem das
Rumjan=
zew=Muſeum untergebracht iſt, eine der edelſten Bauten
Moskaus, bleibt erhalten und dient als Kern eines weit
größeren Ganzen; an der Moskwa, einem Teil des
Alexan=
derparks, werden die umfangreichen Neubauten erſtehen,
die ſich um das alte Muſeum zu dem großen
National=
muſeum Rußlands zuſammenſchließen. Die Sammlung
wird nur Dinge enthalten, die ſich auf Rußland beziehen
und zwar ſind neun Abteilungen beabſichtigt; darunter
eine geſchichtliche mit der Sammlung „Allrußland” die
einen Ueberblick von den Urzeiten des Landes bis auf
un=
ſere Tage gewährt, eine ethnographiſche, die Rußlands
Völkerſchaften in ihrer Entwickelung zeigt, ferner eine
geographiſche und dann die Abteilungen „Ruſſiſches
Staatsweſen”, „Ruſſiſche Wiſſenſchaften
„Ruſſiſche
Kunſt‟. Die Reichtümer dieſes umfaſſenden Muſeums
ſollen aber nicht als totes Kapital aufgeſtellt werden,
ſon=
dern man will ſie durch Volksvorträge weiten Kreiſen
lebendig machen und überhaupt die ganze Verwaltung nach
den beſten weſteuropäiſchen Muſtern organiſieren.
Literariſches.
— Im Verlage von Hermann Hillger. Berlin
W9, erſchienen folgende Neuheiten (Preis je 20 Pfg.)
„Frau Dora” Roman von Heinrich Köhler (Band
897 der Roman= und Novellenſammlung); „Fünf
Mo=
nate im Paradies”, „Die Kohlenbrenner”
Hochgebirgsgeſchichten von Hans Fuſchlberger; „Der
Hochzeitsjunker” von Walter von Molo (Band
899); „Der Spiegelſaal” und andere
Erzäh=
lungen von Lu Volbehr (Band 898): „Graf
Glasgow” Roman von Eufemia, Gräfin vion
Ad=
lersfeld=Balleſtrem (Doppelband 900/901); „Der
Rotkopf — Schwanengeſang” von Margarete
von Oertzen (Band 903); „Der Schatz von
Sie=
vengade” von Annemarie von Nathuſius (Band
895); „Künſtlerherzen” zwei Strandgeſchichten von
Holger Drachmann (Band 902).
Der portugieſiſche Korreſpondent
Handbuch für den portugieſiſchen kaufmänniſchen
Brief=
wechſel zum Selbſtunterricht und zum Gebrauch an
Unter=
richtsanſtalten. Auf Grund des Werkes von C. Spöhrer
Der deutſche Korreſpondent, bearbeitet von Luiſe Eyy
Lehrerin der portugieſiſchen Sprache am Kolonialinſtitut
in Hamburg. Kleinoktavformat, 210 Seiten, 3 Mark;
Großoktavformat mit erläuternden Randbemerkungen, 150
Seiten, 3,50 Mk. Verlag von Wilhelm Violet in
Stutt=
gart. Der vorliegende Band iſt wohl das erſte in
Deutſch=
land erſchienene Werk über portugieſiſchen
Handelsbrief=
verkehr, das die neue Münzwährung (Escudo und
Cen=
tavo ſtatt Milreis und Reis), ſowie die neue Orthographie
berückſichtigt. Was dem Buche ſeinen ganz beſonderen
Wert verleiht, iſt, daß es eine ſinngemäße, ungezwungene
Uebertragung des deutſchen Korreſpondenzbandes
der=
ſelben Sammlung darſtellt, die auch ein engliſches, fran
zöſiſches, italieniſches, ſpaniſches und ruſſiſches Gegenſtück
enthält.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Köln, 9. Sept. Im Befinden des Schrittmachers
Meinhold iſt ſeit geſtern eine Beſſerung
eingetre=
ten, die anhält. Die Aerzte hoffen, ihn am Leben zu
er=
halten.
* Wien, 9. Sept. Heute vormittag fand die feierliche
Eröffnung der 14. Tagung des internationalen
Statiſtiſchen Inſtituts durch den Präſidenten
Senator Bodio=Rom in Anweſenheit des Protektors
Erzherzog Leopold Salvator, der Miniſter, der Spitzen und
einer großen Anzahl von Vertretern des In= und Aus
landes ſtatt.
* Wien, 9. Sept. Heute vormittag eröffnete der Proc
tektor Erzherzog Leopold Salvator den zweiten in
ternationalen Kongreß für Rettungsweſen
und Unfallverhütung, an dem die hervorragendſten
Vertreter des Rettungsweſens aller Staaten und 1500=
Ab=
geordnete teilnahmen.
* Paris, 9. Sept. (Agence Havas.) Als geſtern abend
in Homecourt ein Gendarm einen Mann feſtnehmen
wollte, der einen Briefträger angegriffen hatte, wurderer
von fünf Männern umringt, die ihn ſchlugen und den
Ge=
fangenen zu befreien ſuchten. Der Gendarm zog den
Re=
volver und verwundete einen Angreifer, einen Deutſchen
namens Mohr, ernſtlich an der Kehle. Ein
Gendarmerie=
wachtmeiſter kam dem bedrängten Beamten zu Hilfe und
verhaftete einen Angreifer, der ebenfalls Deutſcher iſt.
H. B. Neu=York, 9. Sept. Die für geſtern geplante=
Schluß=Abſtimmung des Bundes=Senats
über die Tarifbill iſt in letzter Stunde durch ein
Verſchleppungsmanöver der republikaniſchen Gegner der
Bill verhindert worden und findet vorausſichtlich heute
Großherzogliches Hoftheater.
Dienstag, den 9. September.
Savalleria ruſticana. — Der Bajazzo.
W.l. Die beiden unzertrennlichen neuitalieniſchen
Opern und Tragödien der Leidenſchaft gelangten heute
abend wieder zur Aufführung und beſtanden von neuem
die Probe auf ihre Zugkraft. In dem Mascagniſchen
Einakter, den Herr Kapellmeiſter Lert mit
Tempera=
ment dirigierte, wurden viel tonlicher Aufwand und
ſtimm=
liche Schönheit entfaltet. Frau Callwey, die erſtmalig
die Santuzza ſang, vereinigte die für dieſe Rolle
erforder=
liche Leidenſchaft der Darſtellung mit dramatiſcher Verve
des Vortrags und ſouveräner geſanglicher Behandlung
der Partie, ſo daß man nach dieſer zweiten bedeutenden
Leiſtung der Sängerin den Eindruck gewinnen mußte, daß
das Hoftheater mit ihr eine gute Akquiſition gemacht hat.
Stimmlich und geſanglich von ſeiner beſten Seite zeigte
ſich Herr Globerger als Turriddu, deſſen Organ ſo
friſch und voll erklang, wie ſelten zuvor. Nur eine beſſere
Haltung müßte ſich Herr Globerger noch aneignen.
Herr Semperſſang die Partie des Alfio mit der
ſtimm=
lichen Wucht und den ſchweren dramatiſchen Akzenten, die
ihrem Charakter entſprechen. Fräulein Schaub als
Lola ließ in ihrem Vortrag bemerkenswerte Fortſchritte
gegen früher erkennen; hoffentlich werden wir ſie jetzt
wie=
der häufiger in Opernpartien hören. Neu als Lucia war
Fräulein Liſchke, die über gutes ſtimmliches Material
zu gebieten ſcheint, in ihren Bewegungen aber 2u.
jugendlich und im Spiel noch etwas unausgeglichen
war.
Die von Herrn Hofkapellmeiſter de Haan geleitete
Aufführung des „Bajazzo” brachte ebenfalls durchweg
ge=
lungene Leiſtungen. Die Partie des „Bajazzo” gehört zu
den beſten des Herrn Becker, deſſen Vortrag ſich dem
realiſtiſchen Stil der Oper ganz beſonders gut anpaßt und
der auch in ſeiner Darſtellung der Rolle ein impulſives
Temperament entfaltet. Frau Kallenſee, die wieder
die Nedda ſang, bot eine in Geſang und Spiel
ausgegli=
chene und künſtleriſch gereifte Leiſtung. Beſonders gut
gelang heute das große Duett zwiſchen ihr und Herrn
Semper als Silvio im erſten Akt, das an beide hohe
Anforderungen ſtellt. Herr Bernhardt ſſang wieder
den Harlekin. Als Tonio=Taddeo trat der neu engagierte
Bariton Herr Hans Bertram zum erſten Male in einer
größeren Partie auf. Da er als Nachfolger des Herrn
Weber einen ſchweren Stand hatte, iſt es um ſo höher zu
bewerten, daß er in Ehren beſtand. Seine Stimme, dem
Charakter nach mehr ein Baßbariton, iſt ſehr ausgiebia
und in allen Lagen gleichmäßig ausgebildet. Der Vortrag
läßt erkennen, daß Herr Bertram etwas Tüchtiges gelernt
hat und mit Geſchmack und Intelligenz zu ſingen weiß,
nur könnte er ſein Organ, anſtatt es zu forcieren, eher
etwas mäßigen. Auch die Darſtellung zeugte von
künſt=
leriſcher Auffaſſung und Verſtändnis. Die Frage, ob Herrn
Bertrams Organ und Vortrag ſich auch für rein lyriſche
Partien eignen, muß einſtweilen offen bleiben.
Im zweiten Akte wäre etwas weniger Realiſtik und
etwas mehr Licht erwünſcht.
Nummer 212.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.
Seite 7.
att. Es iſt jedoch nicht zu befürchten, daß die Annahme
er Vorlage dadurch in Frag= geſtellt werde. Die geſtrige
eilabſtimmung über den Antrag der Republikaner, auf
Volle einen 15prozentigen Einfuhrzoll zu legen, offenbarte
ine unvermutet große Mehrheit der Tarifpartei.
Sämt=
che Demokraten ſtimmten gegen den Antrag. Die
An=
ahme der Tarifvorlage im Senat iſt ſomit gewiß.
— Neu=York, 9. Sept. Die im Hudſonfluſſe
auf=
efundenen Leichenteile ſind die der Tochter eines
eutſchen namens Sternmann, die ſeit acht Tagen
ver=
hwunden war. Der Vater beſchuldigt in einem Briefe
n den Verwalter des Leichenſchauhauſes in Neu=Jerſey
nen Neu=Yorker Arzt und einen früheren Zuchthäusler
*c Beihilfe.
Weinbaukongreß.
* Mainz, 9. Sept. Nach Eröffnung der dritten
Kon=
reßſitzung heute vormittag um 9½ Uhr durch Reichsrat
uhl hielt Bürgermeiſter Dr. Hecker=Barr i. E. einen
fortrag über „Malzwein‟ Die Herſtellung von
Malz=
ein ſei nicht im Intereſſe des Weinbaues gelegen und es
üßte dagegen energiſch Front gemacht werden. Auf
rund des Weingeſetzes, das verbiete, weinähnliche
Ge=
änke nachzumachen könne die Malzweinfabrikation
un=
rdrückt werden. Den Schluß der fachwiſſenſchaftlichen
erhandlungen des Kongreſſes bildete der Vortrag des
berlehrers Höckermann von der Königlich Preußiſchen
ehranſtalt für Wein=, Obſt= und Gartenbau zu
Geiſen=
im über den gegenwärtigen Stand der
Abſtinenzbewe=
ung. Um 12 Uhr ſchloß ſich in der Stadthalle eine der
ichtigſten und intereſſanteſten Kongreßveranſtaltungen.
ine Koſtprobe heſſſiſcher Weine, an. Es
be=
nden ſich unter den 273 Sorten Weine mit tatſächlichen
erkaufspreiſen bis zu 25000 Mark für das Stück.
Mor=
n vormittag machen die Kongreßteilnehmer einen
Aus=
ug mit dem Schiff nach Nierſtein und von da mittags
Sonderzug nach Oppenheim. An beiden Plätzen
fin=
n Begrüßungen durch die Ortsbehörden ſtatt. Abends
folgt die Rückfahrt nach Mainz. Als
Schlußveranſtal=
ung folgt am Donnerstag eine Feſtfahrt auf dem Rhein
s zur Loreley und auf der Rückfahrt ein Beſuch von
ingen und dort eine Begrüßung durch die
Bürger=
eiſterei.
Ein Dementi.
* Berlin, 9. Sept. Gegenüber der Meldung eines
erliner Blattes Oeſterreich habe von der deutſchen
egierung die Entfernung des Konſuls Schlieben
s Belgrad gefordert, worauf dieſem nach langem Zögern
r Poſten außerhalb Europas angeboten worden ſei, ſtellt
Norddeutſche Allgemeine Zeitung feſt, daß die
Verſetz=
g. Schliebens an zuſtändiger Stelle ohne Anregung von
itter Seite ſchon vor längerer Zeit als notwendig
er=
int und beſchloſſen worden ſei. Die Ausführung dieſes
ſchluſſes wurde bis jetzt vertagt, weil während der
krie=
riſchen Ereigniſſe am Balkan aus naheliegenden
Grün=
n ein Wechſel in der Beſetzung des Belgrader Poſtens
rmieden werden ſollte.
Briefkaſten.
M. H. Nach § 324 B. G.=B. behält der Friſeur ſeinen
tſpruch auf Zahlung des Abonnementspreiſes. Er muß
jedoch das aufrechnen laſſen, was er infolge der
Nicht=
ſtung erſpart hat.
AEs wäre ein Fehler der Mutter, die Ernährung des
Kindes mit „Kufeke zu unterbrechen, nachdem der
Darmkatarrh, bei dem ſich „Kufeke” als Nahrung
beſtens bewährt hatte, geſchwunden iſt. Bei anderer
Nahrung könnten leicht Rückfälle eintreten. Konſequent
mit „Kufeke” ernährte Kinder zeichnen ſich durch
kräftige Entwicklung und geſunden Schlaf aus. (IV,18760,74
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Auſere Zeit gleicht dem Wucherer, denn jedermann
zahlt ihr höchſten Zins. Die Anſprüche an die
geiſtigen und körperlichen Kräfte des Einzelnen ſteigen,
die Steuern wachſen, und die Lebensmittelpreiſe gehen
immer höher. In dieſem Kampf ums Daſein kann ſich
dem Familienvater die Lebensgefährtin als beſter
Bei=
ſtand erweiſen. Sie ſucht unnötige Ausgaben zu
ver=
meiden und beſonders im Haushalt am richtigen Orte
zu ſparen. Durch entſprechende Verwendung der
aus=
gezeichneten Maggi’s Würze, Suppen und
Bouillon=
würfel vermag ſie z. B. den teuren Fleiſchkonſum
ein=
zuſchränken, ohne daß die Familie dadurch eine weniger
nahrhafte und wohlſchmeckende Koſt erhielte.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
„Cleveland” 5. Sept. 8 Uhr 30 Min. morgens in Boſton.
„Imperator”, von Neu=York kommend, 6. Sept. 4 Uhr
morgens Dover paſſiert. Preſident Grant”, von Neu=
York kommend, 6. Sept. 5 Uhr 30 Min. morgenn von
Cherbourg. „Pretoria”, von Neu=York kommend, 6. Sept.
8 Uhr morgens in Hamburg. — Weſtindien, Mexiko:
„Frankenwald‟ 5. Sept. in Veracruz, ausgehend. „
Sachſen=
wald” nach Weſtindien, 6. Sept. 3 Uhr 20 Min. morgens
Cuxhaven paſſiert. „Ypiranga” nach Havana und Mexiko,
5. Sept. 6 Uhr abends von Vigo. —
Verſchiedene
Fahrten: „Edea” von Weſtafrika kommend, 5. Sept.
5 Uhr 30 Min. nachm. in Hamburg. „Nordmark” nach
Indien, 5. Sept. in Port Said.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Während über dem Feſtland noch faſt überall hoher
Druck lagert, der uns geſtern warmes und trockenes
Wetter und nachts ſtarke Abkühlung (Lauterbach Min. 29)
brachte, iſt von Norden her ein Teiltief vorgedrungen
und wird uns morgen beeinfluſſen. Wir werden daher
wolkiges, doch noch meiſt trockenes Wetter zu erwarten
haben.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 10.
Sep=
tember: Trüb und wolkig, noch meiſt trocken, warm.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater Anfang 7½ Uhr. Ende gegen
11 Uhr (Ab. B): „Fauſt”
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Bürgerkeller um
8 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Expedition
Rhein=
ſtraße 23): Von der Herbſtparade in Berlin,
Vorbei=
marſch der Garde=Infanterie. Die tollkühne
Flugleiſt=
ung des Fliegers Pegoud, der Flieger Pegoud im
Appa=
rat, der ſich überſtürzende Apparat in der Luft. Die
Oder mit Hanſa= und Baumbrücke in Stettin aus der
Vogelſchau. Siegesfeierlichkeiten in Serbien, König
Peter dekoriert den heimkehrenden Kronprinzen
Alexander.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 11. September.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟.
Gewerbe=Muſe um, Reckarſtraße 3. Täglich geöfnet
von 11—12½ Uhr, Sonntags von 11—1 Uhr.
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tritt frei.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.
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Großherz. Hoftheater
Mittwoch, den 10. Sept. 1913.
3. Abonnem.=Vorſtellung. B 1.
Neu einſtudiert:
Fauſt.
Tragödie von Goethe.
Muſik von Eduard Laſſen.
Erſter Abend.
Spielleiter: Hans Baumeiſter.
Muſikaliſcher Leiter: Erich Kleiber.
Vorſpiel auf dem Theater.
Perſonen:
Der Direktor . . Br. Harprecht
Theaterdichter . . Heinrich Hacker
Luſtige Perſon . A. Waſſermann
Prolog im Himmel.
Perſonen:
Der Herr
Heinrich Hacker
Raphael,) die drei Herta Alſen
Gabriel, 7 Erz= Eliſabeth Horn
Michael ) engel Sofie Doſtal
Mephiſtopheles . Kt. Weſtermann
Der Tragödie erſter Teil
(I. Abteilung) in 4 Akten.
Perſonen.,
in der Tragödie:
Fauſt
Hs. Baumeiſter
Mephiſtopheles . Kt. Weſtermann
Wagner .
. . Herm. Knispel
Brander,
Rich. Jürgas
Froſch,
Stu= Georg Weber
Altmeyer, denten Adolf Klotz
Siebel.
L. Schützendorf
Ein Schüler
Die Hexe
Meerkater .
Meerkatze .
Erdgeiſt .
Erſter
Zweiter
Erſter
Dritter
Erſtes
Erſter
Fünfter
. Frz. Schneide
Paul Eisner
Erna Stoffer
Math. Harre
Johann. Heit
Emil Kroczak
Schüler Ferdin. Stau
Paul Peterſe
Zweiter † Bürger Adolf Jordan
Frz. Herrman
Bürger= Hede Schaub
Zweites/mädchen Käthe Gothe
Fr. Jachtmar
Zweiter Hand= A. Fleiſchmat
Dritter werks= Ludwig Wen
Vierter burſche Br. Waigand
Hans Debus
Dienſt= Eliſabeth Ho
Erſtes
Zweites mädchen Ellen Widman
Otto Sempel
Ein Bettler.
Ein altes Weib . Agn. Wisthal=
Auguſt Kräge
Ein alter
Bauer
Otto Thomſe
Ein junger
Die Tänze und Gruppierung
ſind von der Ballettmeiſterin He
wig Ehrle einſtudiert.
Geſtaltung d. Bühnenbildes: He
theatermaler Kurt Kempin u. M
ſchineriedirektor E. Schwerdtfeg
Nach dem 2. Akte der Tragöi
findet eine Pauſe von 20 Min. ſta=
Preiſe der Plätze (Ge=
Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. Rei
4.20 ℳ, 14.—20. Reihe 3.40 ℳ, P
terre: 1.—5. Reihe 2.90 ℳ, 6.—
Reihe 2.35 ℳ, Proſzeniumslo=
6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ, B
konloge 5.20 ℳ, I. Rang 4.70
II. Rana: 1.—6. Reihe 2.70
7. u. 8. Reihe 2.15 ℳ, I. Gale
1.35 ℳ, II. Galerie 75 ₰.
Jeder Theaterbeſucher hat a
Grund ſeiner Eintrittskarte das A
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unentgeltlich ein Exemplar
Programmbuches zu beziehen.
Anf. 7½ U. — Ende gegen 11
Kartenvk. v. 9½—1½ u. v. 6½ U.c
Vorverkauf f. die Vorſtellunge
Donnerstag, 11. Sept. 4. A
Vorſtell. C 2. Neu einſtudier
Goethe’s Fauſt=Tragöd
2. Abend: Der Tragödie erſ
Teil, zweite Abteilung. Gewöh
Preiſe. Anfang 7½ Uhr. (Ver
beſondere Anzeige.)
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D 1. „Die ſchöne Helen=
Kleine Preiſe. Anfang 7½ U
Samstag, 13. Sept. Keine Vi
ſtellung.
Sonntag, 14. Sept. 6. Ab.=T
D 2. „Lohengrin.” Gewöh=
Preiſe. Anfang 6½ Uhr.
Nummer 212.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.
Seite 9.
B
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Ein Mädchen aus den Schären
Ergreifendes Drama.
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Die Schlacht an der Bregalnitza
Koloriertes und gutgespieltes Drama.
Ereigris aus dem Kriegsjahr 1913.
Maxens Hut
U.=C.-Wochenbericht.
Max Linder in seiner Glanzrolle.
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Man versäume nicht, sich dieses Riesenprogramm anzusehen!
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bietet in diesen Tagen dem verehrten
Publikum ein wirkliches
Großſtadt= Programm.
Von hervorragender Wirkung ist der Film
Auf falscher Bahn
Grosses Filmschauspiel in 2 Akten
Ein hochinteressantes Drama aus der modernen
Gesell-
schaft, das in Höhen und Tiefen menschlicher
Leiden-
schaften führt. Hervorragende Darstellung im Rahmen
einer in allen Details ausgezeichneten Regie, ein Bild in
höchster Vollendung.
Als weitere Sensation
Du sollst Vater und Mutter ehren
Eine ergreifende Erzählung aus Stadt u. Land in 3 Akten.
Noch nie ist ein Drama von solch überwältigender
Wir-
kung gezeigt worden. Szenen von geradezu erschütternder
Tragik und Lebenswahrheit enthält dieser Film, vertieft
durch das unvergleichlich seelenvolle Spiel erster
Bühnen-
künstler. — Jedermann muß dieses Drama sehen.
Eine weitere Glanznummer
3 4
ℳ5
Die Stüdenein
Roman aus dem Leben in 2 Akten.
Die Schilderungen des russischen Charakters, wie sie uns
durch Tolstoi und andere berühmte Autoren nähergebracht
wurden, haben das Interesse weitester Kreise auf die
eigen-
artigen Verhältnisse gelenkt, die Schicksale von solcher
Tragik, wie in diesem Bilde geschildert hervorbringen.
Die 3 Schwiegermütter
eine Perle des Humors, nichts als Lachen!
Dick und Harrys Abenteuer
überwältigende Komik.
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Eiſenbahnminiſter und
Poſtbeamten=
wünſche!
Aus Poſtbeamtenkreiſen geht uns folgende Zuſchrift
zu: In Ihrer Nr. 210 vom 8. September 1913
veröffent=
licht der Vorſtand des Eiſenbahnaſſiſtentenverbandes einen
Artikel, in dem Vergleiche zwiſchen den Eiſenbahn= und
Poſtaſſiſtenten angeſtellt werden und insbeſondere der
Gleichſtellung beider Beamtenklaſſen das Wort geredet
wird. Dieſer Artikel, der faſt in allen kleinen und
mitt=
leren Blättern erſchienen iſt und in mehr oder minder
ver=
ſchärfter Form die Poſtbeamten herabzuſetzen ſucht, ſtammt
anſcheinend aus der Feder von Perſonen, die, ohne je ſelbſt
Beamte geweſen zu ſein, niemals als ſolche denken und
fühlen gelernt haben. Wenn die Ausführungen in der
Nr. 210 im zweiten Abſatz mit folgendem Satz beginnen:
„Für den Laien iſt es ſchwer, wenn nicht unmöglich, zu
entſcheiden, wer Recht und wer Unrecht hat, weil gerade
in Beamtenfragen Vergleiche einzelner Rang= und
Ge=
haltsklaſſen eine genaue Kenntnis der in Betracht
kom=
menden Einzelheiten der Vorbildung, Ausbildung,
Prü=
fung, dienſtlichen Beſchäftigung und ſonſtigen zu
berück=
ſichtigenden Verhältniſſe vorausſetzen” — ſo ſtimmen wir
dem voll und ganz zu. Man verſchone dann aber auch den
Laien und die Oeffentlichkeit mit derartigen unſachlichen
Artikeln.
Eine Beamtenorganiſation ſollte wiſſen, wo ſie ihre
Ausführungen zu machen hat und daß es dem Anſehen
der Beamtenſchaft erheblichen Abbruch tun muß, wenn ſie
ihre Streitigkeiten vor der Oeffentlichkeit austrägt, anſtatt
ſie an der einzig richtigen Stelle — in der Fachpreſſe .
zu führen.
Gleichwohl werden aber die mittleren Poſtbeamten
auch fernerhin den Boden der Sachlichkeit nicht verlaſſen.
gleichviel ob man auf jener Seite verleumdet, entſtellt oder
verſchweigt, ſie verzichten daher auf eine tatſächliche
Er=
widerung der von den Eiſenbahnern gegen ſie in der
Ta=
gespreſſe gerichteten Angriffe und behalten ſich vor, an
ge=
eigneter Stelle das Rötige zu ſagen.
Guidquid agis, prudenter agas et respice finem.
T.
Landwirtſchaftliches.
Kurzer Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 2. bis 8. September 1913.
Die Aufwärtsbewegung auf dem amerikaniſchen
Mais=
markte hat in der Berichtswoche weitere Fortſchritte
ge=
macht. Nach Anſicht des bekannten Ernteſtatiſtikers Snow
ſteht drüben ein um 20—25 Millionen Tonnen geringeres
Ergebnis in Ausſicht als im Vorjahre, in dem die
Mais=
produktion annähernd 80 Millionen Tonnen betragen
hatte. Angeſichts dieſer Verhältniſſe rechnet man mit der
Möglichkeit, daß die amerikaniſchen Landwirte dem
Man=
gel an Mais durch Verwendung von Weizen zu
Futter=
zwecken abzuhelfen ſuchen werden, Zunächſt mag wohl
der Umſtand, daß die Weizenpreiſe drüben in keinent
rech=
ten Verhältnis zu den Preiſen für Futterſtoffe ſtehen, die
Landwirte veranlaßt haben, mit dem Verkauf ihres
Wei=
zens etwas mehr zurückzuhalten, und die Folge davon war
eine Steigerung der amerikaniſchen Weizenpreiſe. Die
feſtere Tendenz, die ſich hiervon ausgehend auf dem
Welt=
markte Geltung verſchaffte, konnte auch in Deutſchland
nicht ohne Einfluß bleiben, zumal das inländiſche Angebot
ſich etwas vorſichtiger zeigte Allerdings vermochte ſich die
damit zuſammenhängende Preisſteigerung auf dem
Ver=
liner Lieferungsmarkte nicht zu behaupten, da am Schluſſe
der Woche umfangreiche Weltverſchiffungen einen Druck
auf die Stimmung ausübten. Ueber das Warengeſchäft
wird im allgemeinen ſehr geklagt. Es hängt das in der
Hauptſache mit den vielfach mangelhaften Qualitäten
zu=
ſammen, aber auch für die guten Qualitäten Sachſens fehlt
es an Abſatz, da das Ausland nur geringe Anſprüche ſtellt
und ſehr niedrige Preiſe bietet. Es iſt übrigens
inter=
eſſant und für die eigenartigen Verhältniſſe, die das
un=
günſtige Erntewetter mit ſich brachte, bezeichnend, daß im
Oſten weſentlich höhere Preiſe für guten Weizen bezahlt
werden als in Mitteldeutſchland. Das Roggenangebot
behielt auch in der Berichtswoche nur mäßigen Umfang.
Die Mühlen in der Provinz bewilligen höhere Preiſe, als
in Berlin zu erzielen ſind, auch die Küſte nimmt
an=
dauernd Ware auf, und Schleſien hat außerdem noch flotten
Abſatz über die Grenze. Rußland war auch diesmal nur
wenig mit Oferten im Marke, Beſerung war anfangs
feſter zum Schluß im Einklang mit Weizen abgeſchwächt.
Sehr ſchwierig geſtaltet ſich das Hafergeſchäft, da meiſt
ge=
ringe Ware an den Mackt kommt. Gute Qualitäten ſind
knapp. Neue Exportabſchlüſſe nach Frankreich kamen nur
vereinzelt zu gedrückten Preiſen zuſtande. Eine leichte
Be=
lebung im Braugerſtengeſchäft bezieht ſich nur auf feine
Qualitäten. Ruſſiſche Futtergerſte ſtellte ſich im Anſchluß
an Mais höher, um ſchließlich auf große Abladungen
wie=
der abzuſchwächen. Auch Mais vermochte ſeinen
Preis=
fortſchritt nicht voll zu behaupten. Es ſtellten ſich die
Preiſe für inländiſches Getreide am letzten Markttage wie
folgt:
1. 1.2s
Weizen Roggen
Hafer
167 (—7
160
Danzig
,
163 (—1
160
-
Stettin . . . 192 (—1
159 (—
158 (*1
Poſen . . . 198 (—3
—
158 (—
158
Breslau . . . 196
. 196 (—1
184 (—1
161½ (—
Berlin .
161 (*1
170
Magdeburg . 192
—2
194 (—1
176
168 (41
Halle .
(—
174 (—2
196 (—2
Leipzig
180 (—2
165 (*1
Hamburg . . 198
165 (—3
.194 (—1
—
166
Hannover
( —
(—6
168
200
168 (—2)
Düſſeldorf
169
(*1
170 (—8
Frankfurta. M., 203
7½ (*2½) 172½ (*2½) 175 (—
Mannheim . . 20
173 (—
170 (—1
München . n227
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Sept. 199 (*0, 50),
Peſt Okt. 188,80 (— 1,90), Paris Sept. 221,75 (4- 3.25),
Liverpool Okt. 161,60 (* 2,30), Chikago Sept. 136,35
(4 3,85), Roggen: Berlin Sept. 162,75 (—1), Hafer:
Berlin Sept. 163 (—1,50), Futtergerſte Südruſſ. frei
Hamburg unverzollt ſchwim. 114,50 (—4,50), Sept. 114
1,50), Mais: La Plata ſchwim. 114 ( 2.50), Sept. Okt.
115.50 (*1) Mark.
Handel und Verkehr.
— Poſtſcheckverkehr. Im Reichspoſtgebiet iſt
die Zahl der Kontoinhaber im Poſtſcheckverkehr Ende
Auguſt 1913 auf 82545 geſtiegen (Zugang im Monat
Auguſt 823). Auf dieſen Poſtſcheckkonten wurden im Auguſt
gebucht 1395 Millionen Mark Gutſchriften und 1394
Mil=
lionen Mark Laſtſchriften. Das Geſamtguthaben der
Kontoinhaber betrug im Auguſt durchſchnittlich 168,2
Mil=
lionen Mark. Im Verkehr der Reichspoſtſcheckämter mit
dem Poſtſparkaſſenamt in Wien, der Poſtſparkaſſe in
Buda=
peſt, der luremburgiſchen und belgiſchen Poſtverwaltung.
ſowie den ſchweizeriſchen Poſtſcheckbureaus wurden 6,7
Millionen Mark umgeſetzt, und zwar auf 2960
Uebertrag=
ungen in der Richtung nach und auf 13 820 Uebertragungen
in der Richtung aus dem Auslande.
Literariſches.
— Das Deutſche Stadion, ein Traum, den die deutſche
Sportjugend ſeit zwei Jahrzehnten geträumt und an
deſ=
ſen Erfüllung noch vor wenigen Jahren niemand zu hoffen
wagte, iſt jetzt ſeiner Verwirklichung entgegengeführt. Die
Einweihung des Deutſchen Stadions in Gegenwart des
Kaiſers war einer der leuchtendſten Punkte in der Kette
der Jubiläums=Feſtlichkeiten. Das neueſte 26. Heft der
illuſtrierten Zeitſchrift „Zur Guten Stunde‟
(Deutſches Verlagshaus Bong u. Co., Berlin W. 57, Preis
des Vierzehntagheftes 40 Pfg.) enthält einen
reichilluſtrier=
ten feſſelnden Aufſatz von dem bekannten Sportſchriftſteller
W. K. Ebolé, in dem die Bedeutung des Deutſchen
Sta=
dions in ausführlicher Weiſe gewürdigt wird. Ferner
bringt uns das vorliegende Heft noch eine Menge anderen
feſſelnden Leſeſtoffes ſo ein Erinnerungsblatt an Peter
Roſeager, der jüngſt ſeinen 70. Geburtstag feierte und
deſ=
ſen Dichtungen ſich die Herzen aller Deutſchen erobert
haben. Zwei ſpannende Romane „Das hohe Ziel” von
Wilhelm Rubiner und „Siddys Ehekontrakt” von E.
Kricke=
berg bieten einen erleſenen Unterhaltungsſtoff und ſtehen
augenblicklich im Höhepunkt der Entwickelung Von dem
erſtklaſſigen Bildermaterial ſeien nur die außerordentlich
lebensvollen Darſtellungen von Melvitte du Monte „In
der Arena zu Neros Zeiten” ſowie die künſteriſch
voll=
endete Reproduktion nach einem Gemälde von E. Veith
„Saturn und die vier Jahreszeiten” und das bunte
Kunſt=
blatt „Im Leid” von Ludwig Dettmann hervorgehoben.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Die neuen Nummernlaternen auf den
Wagen der elektriſchen Straßenbahn
ſcheinen=
praktiſch und machen einen gefälligen Eindruck.
Wünſchens=
wert bleibt nur, daß, falls neben den Laternen die das
Ziel der Fahrt angebenden Tafeln beibehalten werden,
dieſe für die verſchiedenen Linien verſchiedenfarbig
herge=
ſtellt werden. So beſitzen wir zurzeit vier Linien mit
weißen Tafeln was natürlich ſehr oft irreführt. An
deut=
lichen Farben für die Tafeln dürfte es wohl nicht fehlen, ſo
z. B. weiß mit ſchwarzer Schrift, weiß mit roter
Schrift, blau mit weißer Schrift, grün mit weißer
Schrift, ſchwarz mit weißer Schrift, rot mit
weißer Schrift (vgl. die wegzeigenden Tafeln des
Auto=
mobilklubs in der Rheinſtraße), gelb mit ſchwarzer
Schrift (vgl. die Halteſtellenſchilder der Straßenbahn) uſw.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
8 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 5. Sept.: dem Gärtner Friedrich
Weifeuer, Teichhausſtr. 38, ein S. Ernſt. Dem
Chors=
ſänger Ludwig Wenzel. Große Kaplaneigaſſe 5, eine T.
Johannette Friederike. Am 2.: dem Hilfsſchaffner bei der
Staatsbahn, Johann Schuſter, Feldbergſtr. 34, ein S.
Martin Adam. Am 7.: dem Monteur Friedrich Michel,
Neue Ireneſtr. 59 ein S. Friedrich Wilhelm Adolf. Am 2.:
dem Bierfahrer Gg. Landzettel, Neue Ireneſtr 12, eine
T. Anna Marie. Am 6.: dem Fahrikarbeiter Johann
Fuchs, Liebfrauenſtr. 64, eine T. Hermine Gertrude.
Am 4.: dem Schloſſer Otto Hill, Rundeturmſtr. 14, eine
T. Ottilie. Am 6.: dem Briefträger Balthaſar
Fuß=
mann, Mollerſtr. 28, eine T. Emilie. Am 2.: dem
Poſt=
ſchaffner Johann Schönberger, Wendelſtadtſtr. 45½,
eine T. Käthe Luiſe
Aufgebotene. Am 5. Sept.: Pläſterer Heinrich
Al=
bert und Dienſtmädchen Katharine Roſignol, beide in
Roßdorf. Tapezier Friedr Konr. Heinr. Wilh.
Well=
hauſen in Lüneburg und Eliſe Marie Berta Lainé in
Celle. Lehrer Herm. Guſt. Wilh. Schell, Mühlſtr. 50,
und Anna Margareta Gerhardt in Groß=Gerau. Am 6.:
Kaufmann Markus Johannes Joſeph Adam, hier, und
Julie Mathilde Brög in Frankfurt a. M. Lehrer Karl
Friedrich, Gutenbergſtraße 27, und Wilhelmine Marie
Eva Henkel in Wiebelsbach. Buchhalter Wenzeslaus
Grundler und Margarete Schmid, beide in Fürth.
Am 8.: Kammacher Philipp Büchner und Katharina=
Hofmann, beide in Ober=Ramſtadt. Elektro=Ingenieur
Friedrich Wilh. Otto Herm. Oeſer in Ludwigshafen
a. Rh. und Helene Marie Zürtz. Waldſtr. 18.
Schuh=
macher Georg Adam Karl Kroll, Hinkelsgaſſe 1 und=
Ladenmädchen Anna Valeria Flauaus, Große
Kaplanei=
gaſſe 39. Eiſendreher Friedrich Karl Schröder,
Pallas=
wieſenſtr. 115,. und Büglerin Anna Eliſabethe Eiſinger,
Grafenſtr. 22. Bureaugehilfe Franz Scholles
Lichten=
bergſtr. 23. und Margarete Florſchütz, Lichtenbergſtr. 23.
Eheſchließungen. Am 5. Sept.: Großh. Amtsrichter
Ernſt Schmidt in Offenbach a. M. mit Mathilde
Die=
fenbach, hier. Am 6.: Großh. Hauptlehrer an der
Landes=
baugewerkſchule, Architekt Heinrich Stumpf. mit Antonie
Michel. beide hier. Fuhrmann Ludwig Krämer, mit
Anna Fraas, beide hier. Trompeter=Sergeant Chriſtian
Götte in Griesheim, mit Marie Müllmann, hier.
Bäcker Konrad Böhm, hier mit Eva Knapp in
Hep=
penheim a. d. B. Wagenführer und Schaffner Ludwig
Creter, mit Kinderpflegerin Eva Michel, beide hier.
Buchdrucker Wilhelm Meyer, mit Schneiderin Eliſabeth
Schäfer, beide hier. Spengler und Inſtallateur Franz
Inſtaedt, mit Modiſtin Emma Binſtadt, beide hier.
Geſtorbene. Am 5. Sept.: Apotheker Rudolf Hof,
39 J., ev. Am 4. Sept.: Kammermuſiker i. P. Heinrich
Bickerle, 83 J. kath., Kranichſteinerſtr. 41½. Am 5.=
Heinrich Erb 10 Mte., ev., S. des Glaſers, Neue
Irene=
ſtraße 19. Heinrich Dietz, 3 J. ev., S. des Gaſtwirts,
Pareusſtr. 21. Am 7.: Packer Phil. Amann, 36 J.,
Bapt., Beſſungerſtr. 103. Kaufmann Theodor Müller,
38 J., ev., Bleichſtr. 48. Am 8.: Karoline Charlotte
Fromm, geb. Broſius, 61 J., ev., Witwe des Pfarrers,
Klappacherſtr. 15.
1o
asen
erlstter
erinnert schon auf Schritt und Tritt an das Nahen des Herbstes, an die kommende Zeit der
Bälle und Gesellschaften. Die neue Herbstmode ist diesmal erfinderisch und geschickt
ge-
wesen, um Zweckmässigkeit mit Schönheit zu verbinden. Ich bitte höflichst, auf der Suche
nach geeigneten Ball- und Gesellschaftsroben, Seidenstoffen, Chinés, Voiles, Chiffons jeder Art,
Spitzen, Besätze, Bänder, Agraffen, Quasten, sich meiner ausgesucht schönen und nicht zu
übertreffenden Auswahl gütigst erinnern zu wollen. Mein grosser Konsum, meine niedrigen
Unkosten, sichern allen meinen Kunden eine sehr preiswerte und gute Bedienung zu.
2. St. stelle ich in meinen Jenstern ca. 200 seidene Jücher
für Ball, Gesellschaft aus, die ein kleiner Teil meiner wirklichen Vorräte in diesen Artikeln
bilden. Die Preise bewegen sich von 85 Pfg. bis Mk. 35.— per Stück, sodass ich dem Wunsche
eines jeden Kunden hinsichtlich des Preises und seiner beabsichtigten Ausgabe entsprechen kann.
Seidenſtaus Gduard Wotz. Ludwigstr. 13
Gemeinsame Grosseinkäufe mit 300 Geschäften — daher absolute Vorteile.
18806
[ ← ][ ][ → ]Nummer 212.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: Ein Anzahl Schlüſſel. 1 Paar lange weiße Damen=
Glacéhandſchuhe. 1 ſilbernes Halskettchen. 1 Kopf von einer
Vor=
ſtecknadel. 1 Zigarettenetui mit einer Holzleſekarte. 1 kleiner
Geld=
betrag (im Wald gefunden). 1 grauer Regenſchirm. 1 Fahrrad.
1 Kinderleiterwagen. 1 Paket Gardinenringe. 1 kleines ſchwarzes
Portemonnaie mit Inhalt. — Zugelaufen: 1 ſchwarzer Wolfshund.
Zugeflogen: 1 junge Brieftaube mit Klubring.
(18767
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher, 1 Dobermann. Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Ver=
ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(18774
Nachſter Zuchtviehmartt in Darmſtadt
Dienstag, den 16. September 1913.
Darmſtadt, den 6. September 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.
(18745ms
Altmaterial=Verſteigerung.
Montag, den 15. laufenden Mts., vormittags 11 Uhr,
werden im ſtädtiſchen Schlachthof, Frankfurterſtraße 69
ca. 300—400 Zentner altes Guß= und Schmiedeeiſen
öffentlich meiſtbietend verſteigert.
(18810ms
Darmſtadt, den 6. September 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Ekert.
Bekanntmachung.
(18672oim
Die in dieſem Jahre ausgehobenen, in Darmſtadt wohnhaften
Rekruten und Freiwilligen haben ihre Geſtellungsbefehle in der Zeit
vom 10. bis 20. September ds. Js., von 8—12 Uhr mittags
und 3—6 Uhr nachmittags, beim Bezirkskommando I Darmſtadt,
Neue Niederſtraße 18, I., Zimmer Nr. 4, perſönlich abzuholen.
ie Zimmerarbeiten für die vier Krankengebäude,
Kranken=
block I und II, Pavillon und Abſonderungshaus beim Neubau
eines Garniſonlazarettes zu Darmſtadt ſollen in zwei Loſen
vergeben werden.
Los I Krankenblock II und Pavillon
Los II Krankenblock I und Abſonderungshaus.
Die Bedingungen und Zeichnungen liegen im Neubaubüro
für das Garniſonlazarett, Eſchollbrückerſtraße (Akaziengarten),
wäh=
rend der Dienſtſtunden, von 8—12 vormittags und 3—6 Uhr
nach=
nittags, zur Einſicht offen und können daſelbſt die Verdingungs
unterlagen gegen poſt= und beſtellgeldfreie Einſendung von 1.20 Mk.
für jedes Los, zuſammen 2.40 Mk., bezogen werden.
Die ausgefüllten Angebote ſind verſiegelt und mit
entſprechen=
der Aufſchrift verſehen, nebſt den vorgeſchriebenen Proben bis zum
Freitag, den 26. September 1913, vormittags 11 Uhr,
in das vorgenannte Geſchäftsbüro einzuſenden, zu welcher Zeit die
Eröffnung erfolgt.
(IV, 18809,86
Die Zuſchlagsfriſt beträgt 14 Tage.
Bauleitung des Garniſonlazaretts.
Lincke.
45
Verſteigerungs-Anzeige.
Nittwoch, den 10. Septbr. 1913, nachm. 3 Uhr,
verſteigere ich im Verſteigerungslokale „Zur Ludwigshalle‟ (
Ober=
aſſe) zwangsweiſe gegen Barzahlung
1 Pianino, 1 Geige ſamt Kaſten, 1 Kaſſenſchrank, 1
Schreib=
tiſch, eine Partie Schnittwaren (Kleider=, Hemden= und
Futterſtoff, Leinen und Damaſt), Hausmobilien durch
alle Rubriken, zwei Dezimalwagen und ein zweiräder.
Karren.
(18822
Darmſtadt, am 8. September 1913.
Kapp, Gerichtsvollzieher zu Darmſtadt.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 11. Septbr. 1913, nachm. 4 Uhr,
erſteigere ich im Saale der Ludwigshalle, Obergaſſe dahier,
öffent=
ich meiſtbietend folgende Pfänder:
a) beſtimmt: 2 Schreibſeſſel mit Lederſitz, 80 Stücke Gardinen,
etwa 3500 Mtr., 1 Möbeltransportrolle, ſowie Möbelſtücke
aller At;
b) dargss a ſchließend an Ort und Stelle vorausſichtlich
1 Spiegelſchrank, 1 Waſchkommode, Kleider=
bei- B32294
ſchratr, 1 Sofa, 1 Weißzeugſchrank, 1 Nähtiſchchen, 1
Kom=
mode, . Näh naſchine, 2 Nachttiſchchen, 1 kompl. Bett,
6 weiße egügge 12 Bettücher und 2 Jagdbilder.
Der Ort der Don igerung wird in der Ludwigshalle bekannt
(18820
zegeben.
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher
in Darmſtadt, Bleichſtraße 28, I.
Bekanntmachung.
Mittwoch, 24. September 1913,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Friedrich Röder
Eheleuten dahier zugeſchriebenen
Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
VII 6
44 Grasgarten (
Vor=
garten)
Mar=
tinſtraße,
VII 6¾10 246 Hofreite
Martin=
ſtraße Nr. 74,
VII 65/10 348 Grabgarten
da=
ſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, wiederholt
zwangs=
weiſe verſteigert werden. (K37/13
Die Genehmigung der
Verſteige=
eung kann auch dann erfolgen, falls
kein der Schätzung entſprechendes
Gebot eingelegt wird und andere
rechtliche Hinderniſſe nicht
ent=
gegenſtehen.
Darmſtadt, 4. Auguſt 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
Frantz. (VI,16941
g
Weg. Umzug bill. abzug.!
Bronze=Lüſter mit Hängegaslicht,
zwei 6=Ampere Bogenlampen,
großes Firmenſchild. (17955a
Arnold Rode, Ernſt=Ludwigſtr. 18,
Perſchiedene guterh. Anzige für
große Figur, Stiefel ꝛc.,
Waſch=
u. Nachttiſch billig zu verk. (48166
Näheres in der Expedition.
Bekaunmahung.
Mittwoch, 24. September I. Js.,
vormittags 9 Uhr,
ſoll die der Ehefrau des
Kauf=
manns Jakob Schroth, Johanna,
geb. Merz, dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
9 500 Hofreite
Schul=
ſtraße 12,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K58/13
verſteigert werden.
Darmſtadt, 4. Auguſt 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V.16939
Bekanntmachung.
Mittwoch, 24. September1913,
vormittags 9 Uhr,
ſoll das dem Schreinermeiſter
Friedrich Röder zu Darmſtadt
zuſtehende ideelle Drittel
Eigen=
tumsanteil an nachverzeichneten
Grundſtücken:
qm
Flur Nr.
918 Acker im Gem=
XXI 1
merloch,
I
19/10 105 Acker daſelbſt,
538 Acker daſelbſt,
XZ
XXI 2¾10 596 Acker daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe ver=
(K57/13
ſteigert werden.
Darmſtadt, 7. Auguſt 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen.)
Frantz. (VI,16851
Grasgeld.
Die Zahlung der rückſtändigen
Beträge für erſteigertes Heu= und
Futtergras von der ſtädtiſchen
Pallaswieſe, von den früheren
Beſſunger=und Kaus’ſchen Wieſen,
den Speckwieſen und verſchiedenen
ſtädtiſchen Grundſtücken (aus den
Verſteigerungen Großherzoglicher
Bürgermeiſterei Darmſtadt vom
20. Mai und 5. und 6. Juni 1913)
hat, bei Vermeidung des Mahn=
und Pfändungsverfahrens, bis
längſtens Ende September I. J.
an den Werktagen, vormittags von
8 bis 12½ Uhr, hierher zu er=
(18706a
folgen.
Darmſtadt, 4. September 1913.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
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erb. poſtlag. unt. O. 45. (14899a
Bekanntmachung.
Mittwoch, 24. September I. Js.,
vormittags 9 Uhr,
ſoll die dem Heinrich Schneider
dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IIII 1299 475 Hofreite
Alice=
ſtraße Nr. 20,
III 1299¾/10 28 Grasgarten
(Vorgarten)
daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K1/13
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 4. Auguſt 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V,16940
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43
Gewöhnlich richtete Zeſina die Ausfahrten ſo ein, daß
ihr Ziel möglichſt entfernt von der Drewensburg lag,
damit man einander nicht ins Gehege kam. Der heutige
Ausflug machte eine Ausnahme. Der Fichtenberg lag
nicht weit von der Parkgrenze der Drewensburg, und ſie
hatte ihn nicht freiwillig und gern zum Ziel gewählt.
Aber vom Stallburſchen wußte Heini, daß eine Höhle in
dem Berge ſei, die ganz, ganz tief hineinführte und in
der früher Bären gewohnt hätten. Seitdem plagte er alle
Tage die Tante, ihm doch den Fichtenberg zu zeigen, bis
ſie nicht länger widerſtehen konnte.
Sie hatte die Höhle beſucht, auch den Berg beſtiegen,
und befanden ſich nun auf der Heimfahrt, ohne daß ihnen
ein Menſch begegnet wäre. Aber nun war es plötzlich,
als ob ihnen auf dem weichen Waldboden faſt unhörbar
ein leichter Wagen entgegenkäme. Sie konnten ihn nicht
ſehen, der Weg machte an dieſer Stelle eine ſcharfe
Bieg=
ung, aber plötzlich hörte man deutlich das Schnauben
eines Pferdes, und da lenkte auch ſchon ein Jagdwagen
in raſchem Tempo um die Ecke. Auf ſeinem Bock, die
Zügel führend, ſaß ein älterer Herr von frappierend
diſtin=
quierter Erſcheinung, bei deſſen Anblick Anita das Blut
in den Adern gerann. — Der Baron von Drewensberg.
Die Begegnung war ſo plötzlich, daß Ottokar erſchrak,
einen wilden Satz zur Seite machte und Zeſina vollauf zu
tun hatte, ihn in ihrer Gewalt zu behalten.
Der Baron ſchien blind und taub zu ſein. Er ſah
weder den Wagen, noch merkte er etwas von Ottokars
Gebaren. Seine Pferde verhielten ſich ruhig und er blickte
ſtarr geradeaus, nicht einen Augenblick ſeine Haltung
ver=
lierend.
So fuhren ſie aneinander vorüber, ohne ſich auch nur
zu begrüßen. Anita hatte nur ſchnell einen Blick in das
Geſicht der alten Dame neben dem Baron tun können, das
der Frau von Steltz frappierend glich und einen tief
er=
ſchreckten, ratloſen Ausdruck zeigte.
Zeſina hatte Ottokar endlich gebändigt und nun
ge=
brauchte ſie, was ſie ſonſt niemals tat, die Peitſche und
züchtigte ihn. Sie war ſehr ungnädig. Man muß ihm
die Mucken austreiben, ſagte ſie in heller Wut, er richtet
ſonſt womöglich noch einmal Malheur an, wenn Franz mit
Heini und der Miß ſpazieren fährt.
Anita ſaß wie erſtarrt im Wagen, ohne zu hören, was
Zeſing ſprach. Ihre Gedanken kreiſten um den einen
Punkt: So tief waren alſo noch immer der Zorn und die
Verachtung ihres Schwiegervaters, daß er ſie — oh, noch
viel ſchwerwiegender —, daß er nicht einmal ſeinen Enkel
eines Blickes würdigte. Und ſie hatte eine leiſe, ganz leiſe
Hoffnung gehabt, daß ſein Sinn weicher geworden ſei, da
er in ſo großmütiger und gewiſſenhafter Weiſe für ſie und
Heini ſorgte.
Er hatte ihr ein unbeſchränktes Konto auf ſeine Kaſſe
eröffnet — war das nicht ein Beweis von Vertrauen Er
hatte ſelber die Erzieherin für Heini ausgeſucht, nachdem
ſie ſich ihm und ſeiner Frau in der Drewensburg perſönlich
hatte vorſtellen müſſen. Er hatte den Enkel unter die
Ob=
hut des alten Franz, des zuverläſſigſten ſeiner Diener,
gegeben, der ſchon ſeine eigenen Kinder hatte erziehen
helfen. Die beſten Erzeugniſſe der Wirtſchaft wurden
täglich überreichlich von der Drewensburg für das
Linden=
haus geliefert, und deren Bewohner äußerlich in jeder
Be=
ziehung wie gleichberechtigte Glieder der Familie
Dre=
wensberg behandelt, im übrigen aber, was Anita
beſon=
ders dankbar empfand, mit keinem Zwange beläſtigt. Der
alte Baron ließ ſie leben, wie ſie wollten, miſchte ſich nicht
in ihre Angelegenheiten, ſelbſt nicht in die Erziehung
Heinis. Nun wußte ſie, das alles war nicht Großmut —
nicht ein Schritt endlicher Verzeihung entgegen, wie ſie
gehofft hatte, es entſprang lediglich dem Pflichtgefühl
und dem Standesbewußtſein. Nicht das Herz diktierte es,
ondern der Verſtand. Eine Drewensberg durfte eben
nicht in untergeordneten Vechältniſſen leben.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.
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Und die Frau an ſeiner Seite, die Großmutter, mußte
doch auch nicht die Sehnſucht nach dem Enkelchen
empfin=
den, die Zeſina ihr nachſagte, ſonſt würde ſie wohl Mittel
und Wege gefunden haben, ihrem Herzen zu ſeinem Recht
zu verhelfen.
An dieſem Abend ſaß Anita bis tief in die Nacht
hinein auf und ſchrieb einen langen Brief an Brigitte.
Mein ganzes Leben iſt wie zerriſſen — ich weiß nicht
aus noch ein! Soll das ſo weitergehen Tag um Tag,
Monat um Monat Jahr um Jahr? — Soll ich das
Gna=
denbrot eines Mannes eſſen, der mich ſo verabſcheut, daß
er mich nicht einmal eines Grußes würdigt? — Soll ich
umhergehen mit dem Gefühl eines Gerichteten, der das
Schafott verdient und dem man nur aus Barmherzigkeit
das Leben läßt, oder weil er vielleicht zu gering ſcheint,
um die Hand an ihn zu legen? Du weißt ſicher, wo
„er” ſich befindet — ſchreibe ihm, daß er zurückkehren
möchte . . . bald! — Daß ich gehen würde — wenn ſie
es verlangen, ganz allein, ohne mein Kind, das ſoll
meine Sühne und Buße ſein. Ohne etwas begangen zu
haben, bin ich tief in ihre Schuld geraten. Dies
Bewußt=
ſein kann ich nicht länger mit mir herumſchleppen. Ich
bin zum Sterben müde. Mein Kind will ich ihnen laſſen,
ſie werden gut zu ihm ſein, ich weiß es jetzt. Ich bin
ihnen ja nur im Wege, ſonſt hätten ſie ſich ſchon längſt
mit ihm ausgeſöhnt. Sie werden ihm auch ſein Recht
zuteil werden laſſen, ich weiß, daß Eberhardt dafür ſorgen
wird. — Und ich werde die Einſamkeit nicht lange zu
tra=
gen haben!
Mein Leben hier iſt eine einzige große Angſt und
Sehnſucht nach Erlöſung. Ach, wenn Du doch hier wärſt!
Dir kann ich alles anvertrauen. Tante Zeſina iſt von
Her=
zen gütig, aber ſie faßt oft zu hart zu, und meine Seele iſt
wund. — Harto iſt treu und gut wie immer, aber er hat
hier ſo etwas Unperſönliches angenommen — und er iſt
ein Mann. Ich kann ihm nicht ſagen, was mich quält —
ich weiß es ſelber kaum.
Und Brigitte antwortete ſofort: Arme Seele, ich weine
mit Dir, aber ich kann Dir nicht beiſtehen! Jeder Menſch
muß ſeinen Weg nach Kanoſſa allein gehen, und Du haſt
ihn erſt halb zurückgelegt. „Er” wird kommen, ganz von
ſelber, wenn Du das rechte Wort findeſt, ihn zu rufen.
Zwiſchen Dir und ihm kann kein anderer vermitteln. Sei
ſtark — und wahr.
So ſchleppten ſich für Anita in der alten Weiſe die
Tage weiter. In ihrer apathiſchen Stimmung machte es
keinen Eindruck auf ſie, als am Tage nach der Begegnung
im Walde die Weiſung von der Drewensburg kam, daß
Ottokar gegen ein anderes, zuverläſſigeres Pferd
einge=
tauſcht werden ſollte. Gemerkt hatte der alte Herr alſo
die Gefahr, in der ſein Enkel ſchwebte — und trotzdem
nicht für nötig befunden, nach ihm hinzublicken. Anita
verzog nur bitter den Mund. Heini aber weinte ganz
er=
bärmlich. Ottokar war ſein Liebling, der ſollte nicht fort.
Und Zeſina beſtimmte kurz und bündig, daß er blieb. Sie
ſchien ſehr ärgerlich auf den Vetter.
Anita wurde täglich blaſſer und ſtiller. Sie war nicht
mehr imſtande, äußerlich die Krankheit ihrer Seele zu
verbergen. Aber weder Zeſina noch Hartkopf ſchienen zu
bemerken.
Anita ſah freilich nicht, wie Hartkopf oft ſorgenvoll
den Kopf ſchüttelte. Ich fürchte, die Saite wird zu ſtraff
geſpannt. Und ſelbſt Zeſina machte ihrem Kummer in
ihrer burſchikoſen Weiſe durch Schelten Luft: Es iſt zum
„Auf=die=Bäume=klettern‟! Da wird uns nichts anderes
übrig bleiben, als ſie mal alle zuſammen einzuſperren, da=
mit ſie ſich miteinander einbeißen müſſen. Ihre ſchweren
Beſorgniſſe aber verbargen die beiden Getreuen ſorgſäm
vor Anita. Sie waren ſich einig darüber, die mußte allein
mit ſich fertig werden, ſonſt würde ihre Heilung doch nicht
vollkommen ſein.
Hartkopf wollte nach Schluß der Ferien der
Bühnen=
ſchule zu ſeinem Wirkungskreis zurückkehren —
notgedrun=
gen, wenn auch ſchweren Herzens. Er durfte die
Gaſt=
freundſchaft der Familie Drewensberg nicht länger in
An=
ſpruch nehmen, und wider Erwarten verſuchte Anita gar
nicht, ihn zu halten.
Sie haben recht, Harto! — Wir nehmen ja ohnehin
viel zu viel von den fremden Leuten an . . . und Sie ſind
wenigſtens frei.
Aber da ſagte die Baroneſſe ein kurzes, beſtimmtes
„quod non!‟. Es fällt mir nicht ein, mich wieder in die=
Einſamkeit und Langeweile zu vergraben! Anitas
neuer=
dings wortkarge Geſellſchaft genügt mir nicht — bleiben
Sie als mein Sekretär, Vorleſer und
Schatullenverwal=
ter, damit Sie nicht etwa auch auf die verrückte Idee
ver=
fallen, ſich überflüſſig zu fühlen. Sie wiſſen, Geſchäfte ſind
wir ſo gräßlich wie Briefſchreiben, und die kleinen
Rei=
bereien mit ihnen bedeuten mir ein Lebensbedürfnis und
Jugendelixier. Die ſanften Seelchen fallen mir nun
ein=
mal auf die Nerven, und Anita iſt, Gott ſei es geklagt,
auch unter die Duckmäuſer gegangen.
Hartkopf zögerte, einzuwilligen. Dazu bedürfen wir
doch immer der Zuſtimmung des Barons.
Darum grämen Sie ſich nicht, das iſt meine Sache,
ſchnitt Zeſina alle Erörterungen ab.
(Fortſetzung=folgt.)
Nummer 212.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September=1913.
Seite 15.
Kongreſſe und Verbandstage.
* Mainz, 8. Sept. (Deutſcher
Weinbau=
ongreß.) In der heutigen Sitzung des
Geſamtaus=
huſſes wurden die eingelaufenen Anträge beraten. Der
erband preußiſcher Weinbaugebiete beantragt, um
geſetz=
che Maßnahmen zu erſuchen, die die Einfuhr
geringwer=
ger Auslandweine nach Deutſchland erſchweren und
da=
r ſorgen, daß Auslandweine keine günſtigere geſetzliche
ehandlung erfahren als inländiſche. Ein Antrag des
einbauvereins der Provinz Rheinheſſen
nd der Bergſtraße bewegt ſich in gleicher
Richt=
ig. Er ſpricht ſich dagegen aus, daß Auslandweine nach
wiſſen Spekulationsplätzen eingeführt, da mit deutſchen
jeinen verſchnitten und dann als Weine deutſcher Herkunft
den Verkehr gebracht werden. Der ungeheuren
Schä=
gung, die dem deutſchen Weinbau dadurch erwächſt,
nne nur durch gleichzeitige ſtrengſte Durchführung der
ontrolle geſteuert werden. Beide Anträge wurden
an=
nommen, ebenſo der des Verbandes preußiſcher
Wein=
rugebiete über die Reblausbekämpfung und der des
ayeriſchen Weinbauverbandes, betr. Malzwein. Der
ntrag des gleichen Verbandes über gleichzeitige
Be=
mpfung der Perenoſpora und des Oidiums wird an die
aiſerliche Biologiſche Anſtalt in Berlin verwieſen. Der
ntrag der Vereinigung Rheiniſcher Weinkommiſſionäre
ſer Herbſtverkaufsgeſchäft geht an die Kommiſſion für
zeinbehandlung. Der Verband bayeriſcher
Weinbau=
biete beantragt weiter, daß künftig in allen
wirtſchaft=
chen, den deutſchen Weinbau betreffenden Fragen vor
rlaß von Verfügungen der deutſche Weinbauverband
ge=
irt werde, und fand damit die Zuſtimmung des
Aus=
huſſes. Ueber die nächſten Tagungen wurde beſchloſſen,
14 keinen Kongreß, ſondern nur eine
Generalverſamm=
ng in Ahrweiler abzuhalten. Im Jahre 1915 ſoll ein
utſcher Weinbau=Kongreß in Karlsruhe und 1916 in
euſtadt a. d. H. ſtattfinden. Um 2½ Uhr heute
nach=
ittag nahm die zweite öffentliche
Kongreß=
tzung ihren Anfang. Es hielten Vorträge Profeſſor
r. Kuliſch=Kolmar über: „Die Anwendung der
ſchwefli=
n Säure in der Kellerwirtſchaft unter beſonderer
Be=
ickſichtigung der jetzt für die Beurteilung der Weine
gel=
nden Grundſätze‟. Hofrat Dern=Neuſtadt a. d. H. über:
die züchteriſche Behandlung der Reben” und
Sachver=
indiger der ſtaatlichen autoriſierten
Vogelſchutzkommiſ=
n, Forſtaſſeſſor Hänel=Bamberg, über: „Vogelſchutz im
ſeinbaugebiet”.
Alldeutſcher Verbandstag.
— Breslau, 8. Sept.
Nachdem geſtern eine Sitzung des Geſamtvorſtandes
rangegangen war, trat heute unter Leitung des erſten
orſitzenden, Rechtsanwalts Claß=Mainz, der Alldeutſche
erband zu ſeiner Hauptverſammlung zuſammen,
die von Vertretern aus allen Teilen des Reiches, ſowie
aus Oeſterreich außerordentlich ſtark beſucht war. Auch
faſt ſämtliche nationalen Verbände Deutſchlands und
Oeſterreichs hatten zu der Tagung Vertreter entſandt. Der
Vorſitzende, Rechtsanwalt Claß, begrüßte die
Anweſen=
den in einer längeren Anſprache, in welcher er darauf
hin=
wies, daß die Hauptſtadt Schleſiens vor hundert Jahren
die Stätte manches weittragenden Entſchluſſes, mancher
bedeutſamen Staatshandlung, mancher anfeuernden und
hinreißenden Töne abgegeben hat. Bei ihrem Rückblick über
die ſeit der letzten Hauptverſammlung verfloſſene Zeit
ſprach der Redner zunächſt ſeine Befriedigung aus, daß
inzwiſchen eine große Sorge von dem Verband genommen
wurde, indem der Ruf nach dem Ausbau des deutſchen
Heeres, nach der wirklichen Durchführung der allgemeinen
Dienſtpflicht nicht mehr ungehört verhallt iſt. Nicht alle
unſere Wünſche ſind erfüllt; manches und nicht
Unwich=
tiges bleibt zu tun, und wir ſind entſchloſſen, in
Gemein=
ſchaft mit dem Wehrverein für den ſteten Ausbau unſeres
Heeres einzutreten, vor allem auch dafür zu wirken, daß
der tapfere männliche Geiſt in unſerem Volke lebendig
bleibt, ohne den auch das zahlreichſte Heer und die beſten
Waffen nutzlos ſein werden. Nunmehr heißt es wieder
an unſere Flotte zu denken, und wir ſind nach wie vor der
Anſicht, daß vor allem die Vermehrung unſerer
Panzer=
kreuzer betrieben werden muß. In ſeinen weiteren
Aus=
führungen kam der Vorſitzende, Rechtsanwalt Claß, auch
auf die Welfenfrage zu ſprechen. Weiter ſtreifte der
Red=
ner die Entwickelung der Dinge im Reichsland,
nament=
lich die Geſtaltung des Preßgeſetzes und Vereinsrechtes.
Das von dem Redner auf den Kaiſer ausgebrachte Hoch
fand ſtürmiſchen Widerhall.
Nachdem die Vertreter der Deutſchen
Kolonialgeſell=
ſchaft, des Oſtmarken=Vereins, des Flotten=Vereins, des
Evangeliſchen Arbeiterbundes, des Deutſchen
Turnerbun=
des uſw. die Tagung begrüßt hatten, referierte
Regier=
ungsrat Gerſtenhauer=Meiningen über: „Die
Lage des Deutſchtums in Südafrika‟ Er
wies auf den Kampf hin, den auch heute noch die Buren
gegen die Engländer führen, und betonte die Tatſache, daß
das Niederdeutſche in Südafrika immer weiter vordringe
Für die Zukunft des Hochdeutſchtums in der Union und
den deutſchen Kolonien Afrikas iſt es eine Lebensfrage,
daß der nationale Gegenſatz der Niederdeutſchen gegen
das Britentum fortbeſteht. Die deutſchen Intereſſen
er=
fordern eine Annäherung an das Niederdeutſchtum, die
von dieſem ſelbſt gewünſcht wird. (Beifall.) — Dr.
Flit=
ner=Weißenfels behandelte das Thema: „Raſſen und
Raſſenpflege‟. Er führte aus, daß ein geſundes
Volk an ſeine Zukunft denke, die von der Zahl und der
Geſundheit aller Volksgenoſſen abhängig ſei. Im
weite=
ren Verlaufe ſeiner Ausführungen wies der Redner auf
den Einfluß einer günſtigen finanziellen Lage des
Einzel=
nen, auf die Bevölkerungszunahme hin, und gab einen
Ueberblick über die Mittel, die namentlich in Amerika
gegen die Raſſenentartung angewendet werden. Für die
deutſchen Verhältniſſe bezeichnete er die Anregung, die
Ehekandidaten vom Standesamte aus zu einer ärztlichen
Unterſuchung zu veranlaſſen, als wenigſtens diskutabel.
Die Hauptſache ſei, daß beſonders unſere tonangebende
Oberſchicht und unſer volkserneuerndes Bauerntum noch
recht viel germaniſches Blut in ſich habe. Man ſolle den
ſchwediſchen gutraſſigen Auswandererſtrom von Amerika
zu uns herlenken und dafür die Oſtgrenze gegen
uner=
wünſchte Eindringlinge mehr abſperren. Das eifrige
Be=
ſtreben aber ſoll es ſein, dafür zu ſorgen, daß das deutſche
Volk das deutſch=nordiſche Weſen weiter erhält. (Beifall.)
Pfarrer Friedland=Bromberg berichtete über:
„Polniſche Fortſchritte und den Abbau der
preußiſchen Polenpolitik” Er führte im erſten
Teil ſeines Berichtes aus, daß das Polentum bis zum
Jahre 1911 ſeine wirtſchaftliche Organiſation ausgebaut,
dann aber beſonders auf politiſchem Gebiete tätig geweſen
ſei, um für das Jahr 1913, dem 50. Jubeljahr der letzten
polniſchen Revolution, gerüſtet zu ſein. Die Balkanwirren
und der drohende allgemeine europäiſche Krieg hätten die
polniſchen Hoffnungen ins Maßloſe geſteigert. In ſeinen
weiteren Ausführungen ſuchte der Redner den Beweis zu
erbringen, daß das Verhalten der preußiſchen
Staats=
regierung in den letzten Jahren den Schluß ziehen laſſe,
als ſollte die geſamte preußiſche Politik abgebaut werden.
Die Verantwortung für den unheilvollen Kurswechſel
tra=
gen der Reichskanzler, der Landwirtſchaftsminiſter und
der Oberpräſident der Provinz Poſen. Der Redner ſchloß
mit dem Hinweis darauf, daß gar nicht genug geſchehen
könne, um das Volk auf die Gefahren der jetzigen
Un=
tätigkeit der preußiſchen Regierung aufmerkſam zu machen.
(Beifall.) — Es wurde dann folgende Entſchließung
vorgelegt: „Der Verbandstag des Alldeutſchen Verbandes
fordert von der preußiſchen Staatsregierung die Rückkehr
zu der bewährten Bismarck=Bülowſchen Oſtmarken=Politik.
Die Löſung der Nationalitätenfrage im Sinne des
Deutſchtums innerhalb der Oſtmark iſt nur möglich, wenn
1. durch eine ausgedehnte Bauernanſiedelung die deutſche
Unterſchicht auf dem Lande vergrößert und damit auch
dem ſtädtiſchen Deutſchtum eine feſtere und breitere
Grund=
lage gegeben wird; 2. durch das endlich zur
Verabſchied=
ung zu bringende Parzellierungsgeſetz der Vermehrung des
polniſchen Kleingrundbeſitzes ein Riegel vorgeſchoben
wird; 3. das Enteignungsgeſetz vom Jahre 1908 in
wirk=
ſamer Weiſe zur Anwendung gebracht wird, damit der
Anſiedelungskommiſſion durch Enteignung polniſchen
Großgrundbeſitzes für längere Zeit genügender Landvorrat
für die Siedelung bereitgeſtellt wird.”
Die Reſolution wurde einſtimmig angenommen,
worauf der Vorſitzende zum Schluß noch der großen
Ver=
dienſte gedachte, die Preußen im Laufe der letzten
Jahr=
hunderte ſich um die deutſche Sache erworben habe und
mit einem Hoch auf Preußen die Verſammlung für
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gute Zeugniſſe beſitzen, erhalten
recht gute Stellen. Beiköchinnen,
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lernen. Frau Berta Neßling,
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Ludwigſtraße 8.
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geſucht, das kochen kann. (*8169ms
Schulſtraße 15, II.
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das bürgerlich
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arbeit übernimmt und ein jüng.
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mittlung, Schloßgartenſtr. 49. (*8161 we
Junges Madchen
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Hausmädchen
ein
geſucht, das etwas nähen und
bügeln kann.
(*8179mdfs
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Expedition dieſes Blattes. Tüchtiges Mädchen, das gut
kochen kann und alle Hausarbeit
verſteht, per 1. Oktober geſucht.
Frau Rittershaus, (18826mdf
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zum Kochen lernen, ohne gegen=
ſeitige Vergütung, eintreten. Lern=
zeit 6 Monate. Näh. Karlſtr. 15
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ein älteres Mädchen geſucht.
Offert. m. Angaben der ſeitherigen
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Lohn bis 40 Mk., in feine Herr=
ſchaftsh., Beiköch., Hotel=Zimmerm
Herrſchafts=Diener u. gr. Anzahl
Alleinm. in g. Priv.= u. Geſchäftsh.
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Stollenvermittlerin, Karlstr. 30, Tel. 1909. Tücht. unabh. ſaub.Mädch.f vorm.
geſ. Magdalenenſtr. 11, I. (*8191 Tüchtiges Alleinmädchen mit
guten Zeugniſſen bei hohem Lohn
per 1. Oktober geſucht. Näheres
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nicht kochen können, beſſ. Haus=
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derfräulein, welch. höhere Schule
beſuchte, erhalten gute Stellen
hier und auswärts.
(18819
Gertrude Hartmann
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Nieder=Ramſtädterſtraße 31. Laufmädchen od. j. Frau f.2 Std.,
vorm. u. 1 Std. nachm. geſ. Anmeld
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Hausmädchen, welche ſchneidern
nähen, bügeln, ſervieren können
Alleinmädchen, welche kochen, u.
etwas kochen können in Privat=
häuſer, für Hotel, Reſtaurant u
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913,
Nummer 212.
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GEORG A.JASMATZIA-G. DHESDENG
Urschs
Gnössré
Stäre.
Ee
21ea.
Die preußiſch=heſſiſche
Eiſenbahn=
gemeinſchaft und das heſſiſche
Landtags=
wahlrecht.
Von Oberbahnaſſiſtent Hrch. Hofmann=Darmſtadt.
Ende 1914 ſcheiden mehr als die Hälfte der
Abgeord=
neten der Zweiten heſſiſchen Ständekammer aus, darunter
diejenigen der 5 größeren Städte Darmſtadt, Mainz,
Offenbach, Worms und Gießen. Wahlberechtigt iſt nur,
wer zur Zeit (alſo am Tage!) der Wahl: das 25.
Lebens=
jahr vollendet hat, mindeſtens 3 Jahre ununterbrochen in
Heſſen (nicht gerade nur am Orte der Wahl) wohnt,
ſeit einem Jahre die heſſiſche Staatsangehörigkeit beſitzt
und ſeit Beginn des Rechnungsjahres, in dem die Wahl
ſtattfindet, Staats= oder Gemeindeſteuer zahlt. Wer das
50. Jahr vollendet hat, darf 2 Stimmen abgegeben.
Dieſe Beſtimmungen weichen ſehr weſentlich von
denen der heſſiſchen Städte= und Landgemeinde=Ordnung
ab, welche zu den Kommunalwahlen jeden Angehörigen
des Deutſchen Reiches zulaſſen, ohne etwa den Beſitz oder
gar den einjährigen Beſitz der heſſiſchen
Staatsangehörig=
keit vorzuſchreiben.
Durch jene Vorſchriften hat man das (im übrigen)
allgemeine, gleiche und direkte Landtagswahlrecht etwas
einſchränken, insbeſondere die ſogen. fluktuierende
Bevöl=
kerung von der Wahl fernhalten wollen. Manhataber
hierdurch weite Schichten ausgeſchloſſen,
an die der Geſetzgeber entweder gar nicht
gedacht hatoder die erſehr zu Unrecht ihres
Wahlrechtes entkleidete.
Während z. B. die im heſſiſchen Staatsdienſte, im
Kirchen=, Schul= oder Kommunaldienſte innerhalb Heſſens
durch die Regierung oder in deren Namen durch eine
Zen=
tral= oder höhere Verwaltungsbehörde angeſtellten bezw.
beſtätigten, während auch die im Reichsdienſte (Militär=
Verwaltung, Poſt) angeſtellten und in Heſſen
dienſt=
wohnhaften Angehörigen anderer Bundesſtaaten und
Ausländer (!) auf Grund Reichsgeſetzes ohne
weiteres, d. h. ohne beſondere Aufnahme als „Heſſen”
an=
zuſehen und demnach zu den heſſiſchen Landtagswahlen
wahlberechtigt ſind iſt der großen Menge der in der
ſtaatlichen Eiſenbahn=Gemeinſchaft tätigen,
in Heſſen dienſtwohnhaften preußiſchen Beamten und
Bedienſteten dieſes Recht vorenthalten, ſoweit ſie nicht
etwa zufällig durch Abſtammung uſw. Heſſen ſind.
Ferner: Was kann der heſſiſche
Staatseiſen=
bahnbeamte oder =bedienſtete dafür daß er vielleicht nur
wegen Aenderung der Fahrbezirke, Dienſt= oder
Geſchäfts=
einteilung für kürzere oder längere Zeit in Bingerbrück
ſtatt in Bingen, auf dem Verkehrsbureau Frankfurt ſtatt
den Verkehrskontrollen in Darmſtadt verwendet werden
muß? Nicht genug damit, daß während ſeiner Verwend=
— trotz der
Gemein=
ung im preußiſchen „Ausland”
ſchaft! — ſein Landtagswahlrecht ruht, nein, auch nach
ſeiner Rückverſetzung ins liebe Heimatland muß er ſich
zunächſt wieder einer dreijährigen Wartezeit unterwerfen,
um echter Heſſe zu werden.
Solche Fälle ſind wirklich tief bedauerlich. Denn
tat=
ſächlich wird durch alle jene Kautelen, deren Anwendung
auf die eigenen ſtaatlichen Funktionäre — die
Gemein=
ſchaft iſt doch ein unlösbares Ganzes! — völlig
unver=
ſtändlich iſt, eine große Zahl von ernſten, gereiften
Män=
nern in verantwortlichen Stellungen des Wahlrechts
ent=
kleidet, obwohl ihnen nur der Staat ſelbſt den Wohnſitz
anweiſt, anweiſen muß. Wahrlich nur zum Schaden des
Staates (im landläufigen Sinne) ſelbſt, denn in gar
man=
chen Wahlkreiſen würden dieſe „Ausgeſchloſſenen” den
bürgerlichen Parteien willkommenen Zuwachs bringen
und nicht ſelten das bekannte Zünglein an der Wage gegen
die raſtlos arbeitende und anſtürmende Sozialdemokratie
bilden. Nach oberflächlicher Schätzung ſind im
Großher=
zogtum Heſſen mehrere Tauſend, allein in Darmſtadt z. B.
4—500, preußiſche Beamte, Hilfsbeamte, Handwerker
und Arbeiter im Eiſenbahngemeinſchaftsdienſt beſchäftigt.
Man wird einwenden: Jene könnten ja die heſſiſche
Staatsangehörigkeit durch Aufnahme erwerben. Das aber
ſcheuen die Beteiligten vielfach deshalb, weil ſie Nachteile
mannigfacher Art befürchten; durch Verluſt der ihnen
ver=
waltungsſeitig gewährten Steuerausgleiche, die zum Teil
recht weſentlich ſind, durch Nachteile in den Anwärter=,
Anſtellungs= und Beförderungsverhältniſſen uſw. Dieſe
Befürchtungen ſind ja m. E. vollkommen unbegründet, da
1. die Verwaltung von der Aufnahme gar nichts erfährt,
2. die frühere Staatsangehörigkeit durchaus beſtehen bleibt,
3. die Frage der Einreihung in den preußiſchen oder
heſſi=
ſchen Stellenanteil bei der Einberufung für immer
ent=
ſchieden wurde und ohne Zuſtimmung des Beteiligten nicht
geändert werden kann, und da 4. unſere Verwaltung ſelbſt
an der Zurückdämmung der ſozialdemokratiſchen Hochflut
das größte Intereſſe hat und ihren eigenen Leuten ganz
gewiß keine Steine in den Weg legen wird, wenn ſie ſich
praktiſch in dieſem Sinne betätigen.
Immerhin: Dieſe Befürchtungen ſind vorhanden
und mit ihnen muß gerechnet werden. (Vielleicht
veran=
laſſen dieſe Ausführungen die Eiſenbahndirektion Mainz
und Frankfurt a. M. zu eingehender Belehrung der
Be=
teiligten in den Amtsblättern. Dies müßte freilich bald
geſchehen, damit die Aufnahmen noch im September
be=
wirkt werden können.)
Ernſter Erwägung der maßgebenden Stellen muß aber
anheimgeſtellt werden, ob nicht eine baldige Ergänzung
des Staatsvertrages vom 23. Juni 1896 herbeigeführt
wer=
den könnte, dahingehend, daß beide Staaten den
Angehö=
rigen ihrer Eiſenbahn=Gemeinſchaft das Wahlrecht zum
Landtage am dienſtlichen Wohnſitz ohne jede Wartezeit bei
Verſetzungen uſw. gewähren und ob nicht eine Aenderung
des heſſiſchen Wahlgeſetzes vom 3. Juni 1911
herbeizufüh=
ren iſt, wodurch die dreijährige Wartezeit für Funktionäre
der Eiſenbahnverwaltung aufgehoben wird.
Für Preußen hat die ganze Frage ja gar keine
Be=
deutung, für Heſſen dagegen eine um ſo größere; man
denke nur an Darmſtadt, Mainz, Offenbach (!), Gießen.
An alle preußiſchen Berufsgenoſſen in Heſſen,
insbe=
ſondere aber in den genannten Städten — einerlei welchen
Ranges — ſei zum Schluß die dringende Bitte
ge=
richtet, auf die allgemeine Regelung nicht zu warten,
ſondern ungeſäumt die Aufnahme in den heſſiſchen
Staatsverband in die Wege zu leiten. Sie iſt bei dem
Kreisamte durch Vermittelung der Bürgermeiſterei zu
be=
antragen (ſchriftlich oder mündlich) und erfolgt völlig
koſtenlos. Nur die Beſchaffung der nötigen Papiere
Geburtsurkunde, Staatsangehörigkeitsausweis des Heimat=
Bundesſtaates — erfordert einige unbedeutende Auslagen.
Nähere Auskünfte erteilen neben den Kreisämtern und
Bürgermeiſtereien in der Regel auch die Vorſtände oder
Sekretäre der bürgerlichen Parteien.
Sport, Spiel und Turnen.
sr. Pferdeſport. Trainer J. Hyland †. Trainer
Hyland iſt am Montag nachmittag plötzlich und unerwartet
in Hoppegarten an den Folgen von Herzkrämpfen im Alter
von einigen 50 Jahren geſtorben. Hyland befand ſich ſchon
vor Beginn der Hoppegartner Rennen auf der Bahn, um
dem Laufen ſeiner Pferde beizuwohnen, als er von einem
ſchweren Unwohlſein betroffen wurde. Man überführte
ihn nach ſeiner Wohnung, wo ſich zwei Aerzte um ihn
be=
mühten, ohne ihn am Leben erhalten zu können. Hyland
kam im vorigen Frühjahr aus Amerika nach Deutſchland
und übernahm als Nachfolger ſeines gleichfalls in
Deutſch=
land verſtorbenen Landsmannes Mac Cormick den
um=
fangreichen Stall des Freiherrn v. Oppenheim. Es ging
ihm der Ruf eines ausgezeichneten Trainers voraus, da er
in Amerika, namentlich mit dem großen Rennſtall des Mr.
Belmont, glänzende Erfolge zu verzeichnen hatte. In
Deutſchland erwies er ſich gleichfalls als ein Meiſter in
ſeinem Fache, denn er erzielte mit den Pferden des
Frei=
herrn S. A. v. Oppenheim im Vorjahre, ganz beſonders
aber in dieſer Saiſon außerordentliche Leiſtungen und
hat die Vertreter ſeines Stalles zu einem Siegeszuge
ge=
führt, wie ſie die Oppenheimſchen Farben ſeit ihrer
Grin=
dung noch nicht erlebt haben. Dies geht ſchon aus der bis
jetzt mehr als 600 000 Mark betragenden Gewinnſumme
des Stalles Oppenheim hervor. Hyland bekam ſeine Fach=
kennimis und große Tichtigkeit ſehr gut bezahlt. Er bezog
zwar nur (?) ein Jahresgehalt von 30000 Mark, war
aber mit 20 Prozent an den Gewinnen beteiligt, ſo daß
ſich ſein Einkommen auf mehr als 150000
Mark belief. Auch für Herrn R. Haniel hat Hyland im
Vorjahre gute Erfolge erzielt, doch entſchloß ſich Herr
Haniel dann, ſeinen Stall von dem des Freiherrn S. A.
v. Oppenheim zu trennen und engagierte in Ch. Planner
einen eigenen Trainer.
sr. Radrennſport. Scheuermann und
Law=
ſon †. Der ſchwere Unglücksfall, der ſich, wie bereits
ge=
meldet, am Sonntag im Großen Deutſchen Steher=Preis
auf der Kölner Radrennbahn ereignete, hat leider zwei
Todesopfer gefordert. Guſtav Lawſon, deſſen Zuſtand
hoffnungslos war, ſtarb bereits kurz nach der Einlieferung
ins Krankenhaus, ohne das Bewußtſein wieder erlangt
zu haben. Das Befinden von Scheuermann verſchlimmerte
ſich dann in der Nacht zuſehends und am anderen Morgen
erlag auch der Breslauer ſeinen ſchweren inneren
Ver=
letzungen. In dem Befinden des dritten Verunglückten
Meinhold=Berlin iſt noch keine Beſſerung eingetreten, doch
iſt zu hoffen daß der Berliner mit dem Leben davonkommt.
Der am 29. Dezember 1876 zu Breslau geborene
Richard Scheuermann, der zunächſt das
Schneider=
handwerk erlernte begann ſeine Rennfahrerlaufbahn im
Jahre 1896 als Amateurflieger. Im Jahre 1899 trat der
Breslauer nach Abſolvierung ſeiner Militärzeit ins Lager
der Berufsflieger über, wo er ſich langſam in die erſte
Klaſſe emporarbeitete. Sein größter Erfolg war der Sie
in der Meiſterſchaft von Deutſchland für Flieger im Jahre
1907. 1909 trat Scheuermann dem Zuge der Zeit folgend
in das Lager der Steher über. Auch hier ſpielte er eine
ausgezeichnete Rolle und war zeitweiſe die beſte Waff
Deutſchlands im internationalen Kampf hinter Motoren,
Im Jahre 1911 rangierte Scheuermann mit 12 Siegen an
3. Stelle in der Liſte der erfolgreichſten deutſchen
Dauer=
fahrer und im vergangenen Jahre mit 11 erſten Preiſen
an 4. Stelle. — Guſtav Lawſon ſtammt aus Los
An=
geles in Kalifornien und iſt ſchwediſcher Abſtammung
Sein Bruder iſt der bekannte Flieger=Weltmeiſter von
1004 Iver Lawſon. Guſtav Lawſon kam im Jahre 1904
mit ſeinem berühmten Landsmann Walthour zum erſten
Mal nach Europa und führte hier ſeinen Schützling
Jahre=
lang zu einer ununterbrochenen Kette von Erfolgen. g
dieſem Jahre hatte ſich der franzöſiſche Meiſterfahrer und
neue Weltmeiſter Guignard ſeine ſehr geſuchten
Scheitt=
macherdienſte geſichert. Lawſon galt in Rennfahrerkreiſen
ſeit dem Abgang des Schrittmacherkönigs Franz Hofmann
als der beſte Schrittmacher der Welt.
Luftfahrt.
* Eine Fahrt im führerloſen Flugzeug
Man lieſt ſehr häufig, daß infolge Verſagens des Motors
ein Flugzeug abgeſtürzt iſt, daß aber auch einmal das
Gegenteil der Fall ſein kann, nämlich daß durch ein zu
promptes Arbeiten des Motors ein Fluggaſt in Gefahr
kommen kann, konnte man neulich auf einem
nieder=
rheiniſchen Flugplatz beobachten. Ein Flieger war mit
ſeiner Taube zu mehreren Paſſagierflügen
aufgeſtiegen=
wobei er 3½ Stunden in der Luſt blieb, um einen neuen
Motor der Rheiniſchen Aerowerke auszuprobieren. Als er
ſchließlich in ſchönem Gleitflug vor ſeinem Schuppen
lan=
dete, droſſelte er den Motor ab, und ſtieg aus, um etwas
aus dem Schuppen zu holen, während eine Dame, welche
den Flug als Paſſagier mitgemacht hatte, in dem Flugzeug
blieb. Durch eine unvorſichtige Bewegung geriet ſie an
den Stellhebel des Flugzeuges, den ſie unvorſichtigerweiſe
herumſtellte, ſo daß der Mokor nun mit voller Tourenzahl
losſprang, und das Flugzeug über den weiten
Flugplat=
raſte. Nachdem die junge Dame ſich von ihrem erſten
Schreck erholt hatte, war ſie geiſtesgegenwärtig genug, den
Motor zum Stillſtand zu bringen, konnte es aber nicht
mehr hindern, daß das Flugzeug mit großer Wucht
geger=
eine Halle fuhr, und hier einen Teil der Wand zerſplitterte
wobei auch ein Teil des Flugzeuges in Trümmer ging=
Die Dame ſelbſt iſt mit dem bloßen Schrecken davon
ge=
kommen.
sr. Der Flugbetrieb auf dem Flugplat
Johannisthal bei Berlin war auch im
verfloſſe=
nen Monat Auguſt ein ſehr reger. Von 168 Fliegern, die
an allen Tagen des Monats mit ihren Apparaten die
Luft durchkreuzten, wurden insgeſamt 4558 Flüge
ausge=
führt, die ſich über eine Geſamtdauer von 496 Stunden
26 Minuten erſtreckten. Die längſte Flugzeit erreichte vor
Stoephaſius, der mit ſeiner Rumpler=Taube nicht wenige
als 24 Stunden 32 Minuten lang durch die Lüſte zog
während Stiefvater mit 383 Aufſtiegen hierin einen
Re=
kord erreichte. Daß das Intereſſe an der Aviatik imme
noch wächſt, beweiſen am beſten die beſtandenen 27
Pilo=
ten=Prüfungen (14 Militär= und 13 Zivil=Flieger) und
15 Feld=Piloten=Prüfungen (10 Militär= und 5 Zivil
Flieger). Größere Ueberlandflüge führten 31 Aviatike
aus. Es ereigneten ſich 14 nennenswerte Flugzeugbeſchä
digungen, ſo daß bei 4558 Flügen ein Prozentſatz vor
0,307 zu verzeichnen iſt.
Kranke Nerven Gesunde Nerven
sind die Quelle zahlreicher Leiden und Schmerzen, von denen der Kulturmensch
nur zu häufg heimgesucht wird. Nervöse Kopfschmerzen, nervöse
Magen-
beschwerden, nervöse Muskelschmerzen, nervöse Sehschwäche und zahlreiche
andere Leiden haben ihren Grund darin, daß die Nerven, die die betreffenden
Organe durchziehen. überanstrengt, überreizt und in ihrer Leistungsfähigkeit
herabgesetzt sind. Dazu die große Zahl der auf allgemeiner Verwositäf
be-
ruhenden Beschwerden, wie Reizbarkeit, Unlust zur Arbeit, leichte Ermüdbarkeit,
Gedächtnisschwäche, Schlaflosigkeit, Unruhe u. dergl. mehr. Sie alle können nur
dann erfolgreich bekämpft und beseitigt werden, wenn es gelingt, die Nerven zu
regenerieren, aufzufrischen und ihre frühere Leistungsfähigkeit wiederherzustellen.
sind die Quelle eines wonnigen Kraftgefühls und ungetrübter Lebensfreude.
Gesunder Schlaf, Arbeitslust, Ausdauer, Energie sind die Kennzeichen eines
gesunden, in gutem Ernährungszustande befindlichen Nervensystems. Denn auch der
Nerv bedarf, ebenso wie alle anderen Organe des menschlichen Körpers, einer
aus-
reichenden und zweckmäßigen Ernährung, um auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit
zu bleiben. Unter normalen Verhältnissen reicht die tägliche Nahrung auch für diesen
Zweck aus. Ist aber durch übermäßige Inanspruchnahme der Nerven für
Arbeits-
leistung oder Genuß, durch Aufregungen irgendwelcher Art, die Nervensubstanz,
ins-
besondere ihr wertvollster Bestandteil, das Lecithin, in hohem Maße verbraucht,
dann muß dieser lebenswichtige Stoff dem Organismus wieder zugeführt werden.
V
Bioeitin ist die
Kerven-Rahfrung
die dem erschöpften Nerv seine Leistungsfähigkeit wiedergibt. Biocitin führt den Nerven das physiologisch reine Lecithin zu, jene
Substanz, die zu den unentbehrlichen Bestandteilen des Gehirns, Rückenmarks und Nervs gehört, deren Verlust eine Zerrüttung des
Nervensystems bedeutet und deren Zufuhr das gesamte Nervensystem regeneriert und seine normale Leistungsfählgkeit wiederherstellt.
Lecithin nach dem patentierten Verfahren des Herrn Professor Dr. Habermann wird lediglich für Biocitin verwendet. Wir bitten
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