Darmstädter Tagblatt 1913


10. September 1913

[  ][ ]

Abonnementspreis
Inſerafe

176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
werden
angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. Bei
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
gerichtlicher
Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 22 Seiten.

Das Wichtigſte vom Tage.

Der Kaiſer hat beſtimmt, daß der Kronprinz und
die Kronprinzeſſin auf ihren Wunſch bis zum
1. Oktober 1914 in Langfuhr bleiben,
Das Marineluftſchiff L. 1 iſt geſtern abend bei
Helgoland verunglückt und völlig verloren.
In der Gegend von Rudow ſtürzte der Flieger
Ringer, bei Grevenbroich der Flieger Senge ab.
Beide ſind tot.
Der Könia der Hellenen wird am 21. September
inkognito nach Paris kommen und dem Präſidenten
Poincaré einen Beſuch abſtatten.
Die chineſiſche Regierung ließ dem japani=
ſchen
Auswärtigen Amt ihr Bedauern wegen
der Ermordung der Japaner in Nanking
ausſprechen.
Die türkiſch=bulgariſchen Verhandlungen
wurden am Montag in Konſtantinopel eröffnet.

Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
10//18. September 1813: Treffen bei Peterswalde, Hellen=
dorf
. Arbesau (ſächſ. Grenze); ſiegreiche Gefechte der
Verbündeten.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.

Gegen die Animierkneipen.

** Lange bevor den Animierbankiers entſchiedener
zu Leibe gegangen wurde, hatte der Kampf gegen die ſo=
zenannten
Animierkneipen begonnen, die hauptſächlich in
Broßſtädten ihr Weſen treiben und geeignet ſind, einen
ehr verderblichen Einfluß auszuüben. Aber vorweg ſei
zeſagt, daß dieſe Art Schankſtätten, die durch blaue, rote
ind andersfarbige Laternen ihr Publikum anlocken, mei=
tens
vom Flur aus zugänglich ſind und vielverſpre=
hende
Namen tragen, wie Erika, Lona, Kathi,
Zur Spreewäldlerin, Endlich allein uſw., an Zahl
chon erheblich zurückgegangen, freilich immer noch in reich=
icher
Auswahl vorhanden ſind und keineswegs ſchon auf
em Ausſterbeetat ſtehen. Ihr mehr oder weniger beſchau=
iches
Daſein ſoll nun, wie es heißt, bei der bevorſtehen=
ten
Neuregelung des Schanlwirtsgewerbes durch eine
Novelle zur Gewerbeordnung eine Störung erfahren. Ein=
leitliche
Beſtimmungen für das ganze Reich ſind nicht vor=
eſehen
, da die Verhältniſſe in den einzelnen Landesteilen
u verſchiedenartig ſind, vielmehr ſoll den Bundesregie=
ungen
die Ermächtigung erteilt werden, über die Zulaſ=
ung
und Beſchäftigung weiblicher Perſonen in Schank=
ind
Gaſtwirtſchaften das Erforderliche zu veranlaſſen.
Eingehender hat ſich zuletzt vor zwei Jahren das
reußiſche Abgeordnetenhaus mit den Animierkneipen an=
äßlich
eines konſervativen Antrages beſchäftigt, worin der
tegierung der Vorwurf gemacht wurde, den verſchiedenen
lnregungen des Parlaments zu dieſer Frage nicht die ge=
örende
Beachtung geſchenkt zu haben, ſo daß man mit
inem gewiſſen Rechte an dem guten Willen der Regierung
weifeln könnte, den Auswüchſen der Animierkneipen ent=
egenzutreten
. Der Antrag fand die Zuſtimmung der
Nehrheit, wobei im allgemeinen der Wunſch nach einem
Ferſchwinden dieſer Kneipen ausgeſprochen, aber auch da=
or
gewarnt wurde, alle Lokale mit weiblicher Bedienung
uf eine Stufe zu ſtellen. In einzelnen Teilen des Reichs
berwiegt bekanntlich die Bedienung von zarter Hand, und
m Süden gilt es auch für das beſſere Publikum für durch=
us
unbedenklich, ſolche Lokale zu beſuchen, wenngleich auch
ort der Kellnerinnenberuf nicht mehr in dem Umfange
vie früher als eine geachtete und einwandsfreie Form
ür die Betätigung der weiblichen Arbeitskraft betrachtet
vird.
Zur Bekämpfung der Animierkneipen ſind im Laufe
er Zeit eine Reihe von Forderungen geſtellt worden,
vonach u. a. der § 33 der Gewerbeordnung dahin zu än=
tern
ſei, daß der Nachweis des Bedürfniſſes vor Ertei=
ung
der Konzeſſion für alle Schankſtellen geiſtiger Getränke
inheitlich vorgeſchrieben und daß die Frage des Bedürf=
iſſes
ſelbſt nach beſtimmten Regeln geordnet werde. Fer=
ter
hat man vorgeſchlagen, daß die Räume, in denen ein
Schankbetrieb mit weiblicher Bedienung ſtattfindet, von
ußen gut ſſichtbar und im Innern ganz überſehbar ſein
nd die Vorhänge der Fenſter nicht herabgelaſſen werden
ollen. Den Kellnerinnen ſei zu verbieten, Speiſen und
setränke von den Gäſten anzunehmen oder dieſe zum

Trinken aufzufordern. Solche und ähnliche Maßnahmen
ſind auch ſchon hie und da von der Polizei durchgeführt
worden, was bereits manche gute Früchte getragen hat.
Hand in Hand mit der Bekämpfung der Animierkneipen
hat man ſich den Schutz der Kellnerinnen zum Ziel geſetzt
und eine Abänderung der Gewerbeordnung nach der Rich=
tung
befürwortet, daß Mädchen unter 21 Jahren nicht
Kellnerinnen werden dürfen. Für eine Beſeitigung der
Auswüchſe des Animierkneipenweſens in Verbindung mit
einem wirkſameren Schutze der Kellnerinnen werden die
geſetzgebenden Faktoren volles Verſtändnis haben.

Die ſchweizeriſchen Gewerk=
ſchaften
und der Generalſtreik.

Man ſchreibt uns: Das Anwachſen der ſyndika=
liſtiſchen
Strömung in der ſchweizeriſchen Arbeiterſchaft
hat den Ausſchuß des Schweizer Gewerk=
ſchaftsbundes
veranlaßt, in Sachen des General=
ſtreiks
und des Maſſenſtreiks dem Gewerkſchafts=
kongreß
, der Mitte September in Zürich tagen wird,
einen umfaſſenden Beſchlußantrag vorzulegen. Darin
heißt es u. a. wörtlich:
1. Die Schweizer Gewerkſchaftsverbände lehnen den
ſogenannten revolutionären Generalſtreik
ab. Sollte wider Erwarten in der Schweiz irgendwo
eine derartige Streikaktion propagiert oder inſzeniert wer=
den
, dann betrachten es die Gewerkſchaftsverbände als ihre
Pflicht, in Verbindung mit den Vertrauensmännern der
politiſchen Arbeiterorganiſation ſolchen Verſuchen ent=
gegenzutreten
und nötigenfalls die organiſierten Arbeiter
direkt aufzufordern, ſich an dieſen anarcho=ſyndikaliſtiſchen
Experimenten in keiner Weiſe zu beteiligen.
2. Der Generalſtreik iſt normalerweiſe nicht geeignet,
als Waffe im wirtſchaftlichen Kampfe der Ar=
beiter
gegen das Unternehmertum, weil er in der Regel
die Arbeiterbevölkerung oder andere am Kampfe unbetei=
ligte
Volkskreiſe iſchwerer ſchädigt als die Unternehmer, ge=
gen
die er ſich richtet, einzelne Arbeitergruppen viel mehr
als andere gefährdet und, öfters angewendet, nicht nur un=
wirkſam
zu werden droht, ſondern ſchließlich die Beſtre=
bungen
der Gewerkſchaften auf Einführung von Tarifver=
trägen
zunichte machen würde. Sympathie= oder Soli=
daritätsſtreiks
, die von vornherein auf wenige voneinan=
der
abhängige Berufsgruppen beſchränkt werden, ebenſo
die ſogenannten generaliſierten Streiks, die ſich nicht über
das Gebiet einer Induſtrie ausdehnen, können nicht als
Generalſtreiks in oben bezeichnetem Sinne gelten. 3. Po=
litiſche
Maſſenſtreiks als Notwehr= oder Pro=
teſtaktionen
können von den Gewerkſchaftsverbänden erſt
dann unterſtützt werden, wenn es ſich darum handelt,
Maßnahmen der Behörden, durch die gemeinſame Lebens=
intereſſen
oder unentbehrliche Rechte und Freiheiten der
Arbeiterklaſſe ernſtlich bedroht werden, zu verhindern und
inſſolchen Fällen. wo die Arbeiterklaſſe in ihrem Ehrgefühl
derart verletzt wurde, daß das Anſehen der Organiſation
durch kein anderes Proteſtmittel beſſer gewahrt werden
kann, als durch das eines Maſſenſtreiks Auf Unterſtützung
einer ſolchen Streikaktion durch die Gewerkſchaftsverbände
und den Gewerkſchaftsbund kann nur gerechnet werden,
wenn die zwiſchen Bundeskomitee und Komitee der ſozial=
demokratiſchen
Partei der Schweiz vereinbarten Bedingun=
gen
für die Unterſtützung eines politiſchen Maſſenſtreiks
vorhanden ſind. 4. Maſſenſtreiks als Mittel zur Eroberung
der politiſchen Macht erſcheinen kaum empfeh=
lenswert
. Sollte der Parteitag der ſozialdemokratiſchen
Partei der Schweiz die Anwendung dieſes Mittels als
Wafſe im politiſchen Kampf alzeptieren, ſo müßten die
Gewerkſchaftsverbände für ſich das Recht fordern, im ge=
gebenen
Falle an den Beratungen teilnehmen zu dürfen
und ſich vorbehalten, von Fall zu Fall zu ſolchen Aktionen
Stellung zu nehmen.
Der Ausſchuß des Schweizer Gewerkſchaftsbundes
lehnt mithin ſowohl den revolutionären Generalſtreik wie
den Generalſtreik als wirtſchaftliches Kampfmittel ab.
Auch Maſſenſtreiks als Mittel zur Eroberung der politi=
ſchen
Macht werden von ihm grunsſätzlich verworfen, und
politiſche Maſſenſtreiks als Notwehr oder Proteſtaktionen
nur unter weitgehenden Vorbehalten für zuläſſig erklärt.

San Giuliano und Berchtold.

* Den Münchener Neueſten Nachrichten wird aus
Rom geſchrieben: Der Beſuch, den der Miniſter des
Auswärligen, Marcheſe di San Giuliano bei ſeinem
öſterreichiſch=ungariſchen Kollegen, dem Grafen Berch=
told
, zu machen beabſichtigte, iſt entgegen den urſprüng=
lichen
Mitteilungen der Wiener Preſſe auf unbeſtimmte
Zeit verſchoben worden.
Dieſe Entſcheidung des italieniſchen Miniſters iſt et=
was
überraſchend gekommen. Graf Berchtold war ſchon
im Oktober 1912 in Piſa. Der Baſuch ſollte im Frühjahr
1913 in Wien erwidert werden, aber die Balkanereigniſſe
veranlaßten den Miniſter di San Giuliano, ſeine Aus=
landsreiſe
auf eine ruhigere Zeit zu verſchieben. Dieſe

Zeit war im Wege der zuſtändigen Botſchaften in Wien
und Rom für den Anfang Oktober in Ausſicht genommen
worden und aus dieſen Beſprechungen hat die Wiener
Preſſe die jetzt von ihr in die Welt geſetzte und dann offi=
ziös
dementierte Nachricht geſchöpft. Es liegt nahe, daß
die italieniſchen Zeitungen in der Abſage des Beſuchs den
Wunſch San Giulianos und Giolittis ſehen, Oeſterreich=
Ungarn zu verſtehen zu geben, daß man mit der Erledi=
gung
des Trieſter Zwiſchenfalles in Rom nicht ein=
verſtanden
iſt, ſſondern die Anſicht vertritt, Oeſterreich
hätte die Pflicht gehabt, die Dekrete in aller Form zurück=
zuziehen
.
Es iſt möglich, daß bei der Entſchließung des Marcheſe
di San Giuliano die letzten Zwiſchenfälle mitgeſprochen
haben, wenn auch vielleicht nicht ganz in dem Sinn, den
die italieniſche Preſſe vorausſetzt. Die italieniſche Regie=
rung
wollte eher im Intereſſe der öſterreichiſch=italieniſchen
Beziehungen vermeiden, daß der Beſuch di San Giulianos
zu einer neuen Hetze gegen Oeſterreich=Ungarn im Lager
der italieniſchen Dreibundgegner Anlaß gebe. Ein Haupt=
moment
aber, das in dieſer Sache beſteht, iſt von der ita=
lieniſchen
Preſſe überhaupt nicht berührt worden, während
man es öſterreichiſcherſeits nicht gut zur Erörterung ſtel=
len
konnte. Der Beſuch des Marcheſe di San Giuliano
beim Grafen Berchtold ſollte im Oktober ſtattfinden. Es
wird aber allgemein angenommen, daß ſich wenigſtens
in der zweiten Hälfte des Oktobers Graf Berchtold nicht
mehr im Amte befinden wird. Und da der Beſuch des
Marcheſe di San Giuliano nicht der Perſon des Grafen
Berchtold zu gelten hat, ſondern dem öſterreichiſch= ungari=
ſchen
Miniſter des Auswärtigen, ſo ſoll der Beſuch di San
Giulianos erſt erfolgen, wenn dieſem ein öſterreichiſch= un=
gariſcher
Miniſter gegenüberſteht, dem in höherem Maße
die Zukunft gehört als heute dem Grafen Berchtold.

Deutſches Reich.

Balkankrieg und preußiſche Stra=
tegie
. Die amtliche Veröffentlichung der Anſprachen,
die zwiſchen dem Kaiſer und dem König von Griechenland
bei der Ueberreichung des Feldmarſchallſtabes an letzteren
ausgetauſcht wurden, findet hoffentlich in gewiſſen chau=
viniſtiſchen
Kreiſen des deutſchfeindlichen Auslandes die
gebührende Beachtung. Denn in dieſen Anſprachen wird
nachdrücklich darauf hingewieſen, wie ſehr ſich die preußi=
ſchen
Grundſätze über Kriegführung in den letzten Balkan=
kriegen
bewährt haben. Solche Feſtſtellungen aus berufe=
nem
Munde ſind deshalb am Platz, weil die Niederlage
der Türken in Frankreich mit großer Hartnäckigkeit auf die
deutſchen Inſtruktoren zurückgeführt wurde. Je mehr der=
artige
falſche Vorſtellungen geeignet erſcheinen, die An=
griffsluſt
franzöſiſcher Chauviniſten zu ſteigern, um ſo
zweckmäßiger iſt die Bekanntgabe der bei der Ueber=
reichung
des Feldmarſchallſtabes an den König von Grie=
chenland
ausgetauſchten Anſprachen. Ihr Kern wirkt hof=
fentlich
überall dort ernüchternd, wo Abkühlung heilſam iſt.
Die Bildung des neuen Reichs=
kriegsſchatzes
. Nachdem der Bundesrat noch vor der
Sommerpauſe die zur Bildung des neuen Reichskriegs=
ſchatzes
notwendigen Beſtimmungen erlaſſen hatte, iſt in=
zwiſchen
zunächſt mit der Schaffung der außerordentlichen
Goldreſerve begonnen worden. Es ſind bisher etwa 15
Millionen Mark von der auf 120 Millionen feſtgeſetzten
Reſerve in 20=Mark=Stücken in beſonderen Treſoren der
Reichsbank niedergelegt. Die Goldreſerve wird gebildet
aus den Beſtänden der Reichsbank im Austauſch gegen
neue Reichskaſſenſcheine. Der gegenwärtig ſehr günſtige
Goldbeſtand der Reichsbank erleichtert die Bildung der
Goldreſerve ſehr weſentlich. Die neuen Reichskaſſenſcheine,
von denen nach einem Beſchluß des Bundesrats für 100
Millionen Mark Scheine zu 10 Mark und für 20 Millionen
Mark zu 5 Mark hergeſtellt werden, ſind zum großen Teil
bereits fertiggeſtellt, ſo daß der Austauſch zur Bildung der
Goldreſerve nach Maßgabe des Goldbeſtandes der Reichs=
bank
in nächſter Zeit fortgeſetzt wird. Mit der neuen Sil=
berreſerve
, die ebenfalls in der Höhe von 120 Millionen
Mark gebildet wird, iſt gegenwärtig noch nicht begonnen
worden. Die Münzſtätten ſind zurzeit noch mit den Prä=
gungen
der Silbermünzen beſchäftigt, die auf Beſchluß des
Bundesrats zur Deckung des vermehrten Bedarfs im
laufenden Jahre ausgeprägt werden ſollen. Da die Silber=
reſerve
aus den Münzgewinnen der laufenden Silberprä=
gungen
gedeckt werden iſoll, kann ihre Bildung erſt nach und
nach erfolgen. Für das laufende Jahr ſtehen nur rund
9 Millionen Mark dafür zur Verfügung. Die Schaffung
der Goldreſerve wird ſich infolgedeſſen ſchneller vollziehen
als die der Silberreſerve. Ueber die Zuſammenſetzung

[ ][  ][ ]

Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.

Nummer 212.

der letzteren hat der Reichskanzler noch nähere Anordnun=
gen
zu erlaſſen. Während die Goldreſerve ausſchließlich
bei der Reichsbank in Berlin aufbewahrt wird, iſt in Aus=
ſicht
genommen, den Silberbeſtand zum Teil bei der
Reichsbank in Berlin, zum Teil bei einigen Zweiganſtalten
aufzubewahren.
Die Ständige Ausſtellungskommiſ=
ſionfür
diedeutſche Induſtrie gibt bekannt: Die
Hamburg=Amerika=Linie verbreitete unſere Zuſchrift vom
23. Auguſt und ihr Schreiben vom 5. September, bevor
wir letzteres beantworteten und ohne unſere Zuſtimmung.
beziehentlich ohne Verſtändigung mit uns. Dieſes Schrei=
ben
verläßt zudem den Boden ſachlicher Kritik. Da wir
die Fortſetzung der öffentlichen Behandlung dieſer Ange=
legenheit
als nicht im deutſchen Intereſſe liegend erachten,
ſſehen wir im Hinblick auf die erfolgte Feſtſtellung un=
ſeres
Standpunktes in der Verlautbarung vom 6. Sep=
tember
von jeder weiteren öffentlichen Erörterung un=
ſererſeits
ab.

Ausland.

Oeſterreich=Ungarn.
Heimkehr des Kaiſers nach Wien. In
der Anſprache, mit welcher der Bürgermeiſter im Schön=
brunner
Schloßhof den aus Bad Iſchl heimkehrenden
Kaiſer begrüßte, brachte er den Dank der Wiener Bevölke=
rung
zum Ausdruck, daß die Weisheit des Kaiſers den
Frieden erhalten habe.
Frankreich.
Präſident Poincaré iſt am Montag nachmittag
5 Uhr 10 Min. in Limoges eingetroffen. Er wurde von
den Behören, mit Ausnahme des ſozialiſtiſchen Magiſtrats,
der ſich fernhielt, empfangen. Die Menge brachte dem
Präſidenten Ovationen dar. Zu Ehren des Präſidenten
gab der Generalrat ein Diner. Anſchließend daran fand
ein Konzert ſtatt. Die Stadt iſt beflaggt und illuminiert.

Belgien.
Begründung einer ſelbſtändigen Ma=
rine
. Seitdem die Holländer an die Befeſtigung der
Vliſſinger Küſte gehen wollen, wurde in Belgien eine ſtra=
tegiſche
Organiſation gefordert, die imſtande wäre, auch
das belgiſche Preſtige auf der Schelde zu ſtützen. Des=
wegen
werden, wie es heißt, augenblicklich von der Regie=
rung
die Pläne zur Begründung einer ſelbſtändigen Ma=
rine
ausgearbeitet.
Rußland.
Grenzregulierung. Das Miniſterium des
Innern beantragte für 1914 einen verſtärkten Kredit für
eine Berichtigung und Regulierung der ruſſiſch=preußiſchen
Grenze in den Gegenden des Baltiſchen Meeres und am
Njemen. Die Grenzregulierungsarbeiten werden durch
Aufſtellung von Eiſenpfoſten beendet. Bei Wilna am Nje=
men
wird die Kanaliſation des Flüßchens Rypnitza been=
det
, außerdem werden kleine Grenzbäche auf einer Strecke
von 30 Werſt berichtigt.
Amerikg.
Die Tarifvorlage der Vereinigten
Staaten. Der Senat nahm an der Tarifvorlage, wie
ſie vom Repräſentantenhauſe angenommen worden war,
etwa 700 Aenderungen vor. Dieſe beziehen ſich haupt=
ſächlich
auf die Abſchnitte Metall, Ackerbau, Baumwolle
und Wolle. Die endgültige Abſtimmung über die Tarif=
vorlage
im Senat wird heute erwartet. Es wird an=
genommen
, daß das Konferenzkomitee beider Häuſer die
Tariſvorlage in zwei Wochen durchberatet.
Aufſtand in San Domingo. Nach Depeſchen
von dem amerikaniſchen Vizekonſulat zu Puerto Plata in
San Domingo, wo die Revolution zunimmt, wurde die
Stadt von den Kanonenbooten der Regierung von San
Domingo beſchoſſen. Es beſteht Gefahr für Leben und
Eigentum amerikaniſcher Bürger. Der Aufſtand, der bis=
her
nicht für ernſthaft gehalten wurde, wird, wie es heißt,
von Hektor Velasquez, dem früheren interimiſtiſchen Prä=

ſidenten der Republik, geleitet, welcher die Herrſchaft über
die ganze Provinz an ſich geriſſen hat.
China.
Beunruhigung wegen der Bewegung
in Japan. Die chineſiſche Regierung iſt ſehr beunru=
higt
wegen der Bewegung, die in Japan aus Anlaß der
Ermordung von drei Japanern während der Kämpfe in
Nanking eingeſetzt hat. Die Regierung hat, von dem
Wunſche geleitet, jeden entſtandenen Schaden wieder gut
zu machen, den chineſiſchen Geſchäftsträger in Tokio an=
gewieſen
, dem japaniſchen Auswärtigen Amt ihr Bedauern
zum Ausdruck zu bringen. Ebenſo hat der jüngſt ernannte
chineſiſche Geſandte in Tokio den Befehl erhalten, nach
Nanking zu gehen, um die Unterſuchung zu leiten. Wäh=
rend
ſſo alle Anſtrengungen gemacht werden, um Japan
zu verſöhnen, neigt man in Peking in den Kreiſen der
Fremden zu der Anſicht, daß die japaniſche Bewegung et=
was
maßlos iſt. In Tokio haben die gegen die Chineſen
gerichteten Ausſchreitungen heute vormittag angedauert,
ohne aber zu ernſten Folgen zu führen. Drei Mitglieder
des militäriſchen Rats ſind zu einer Unterredung mit dem
Kaiſer nach Nikko berufen worden. Einer Abordnung
von Politikern teilte der Premierminiſter mit, daß die
Regierung nicht die Abſicht habe, zu mobiliſieren, daß
ſie aber die chineſiſche Frage mit Feſtigkeit behandeln
werde.
*
2

* Beſuch des Kaiſers in Oeſterreich. Ein
Wiener Blatt wußte von einem Beſuche des Kaiſers beim
Erzherzog Franz Ferdinand in Konopiſcht zu melden, der
bereits Mitte Oktober ſtattfinden ſollte. Nach neueren In=
formationen
iſt die Meldung inſofern nicht ganz zutreffend.
als der Kaiſer, wie ſeinerzeit gemeldet wurde, die Ein=
ladung
des Erzherzogs nach Konopitſcht erſt für den An=
fang
des Winters angenommen hat und an den Reiſedis=
poſitionen
des Monarchen bisher nichts geändert worden iſt.
Es iſt allerdings möglich, daß der Kaiſer nach dem Jagdauf=
enthalt
beim Erzherzog=Thronfolger ſich zu einem kurzen
Beſuch bei Kaiſer Franz Joſef nach Schönbrunn begeben
wird.
* Der amerikaniſche Staatsſekretär als
Varieténummer. In den letzten Tagen erſchien in
Waſhingtoner Zeitungen ein Inſerat, das beſagte, daß der
Staatsſekretär der Vereinigten Staaten, Bryan, mit
einer Truppe, die ſich aus hervorragenden Artiſten zuſam=
menſetzt
, einen Varietévertrag abgeſchloſſen hat, demzu=
folge
er in zwölf Städten während der Varietévorſtellung
Vorträge halten wird. Anfangs glaubte man, das In=
ſerat
ſei ein ſſchlechter Scherz. Nachdem aber bekannt ge=
worden
iſt, daß Bryan in Maryland auftritt und auch
das Programm des Abends bereits vorliegt, übt die Preſſe
ſehr ſcharfe Kritik an der eines Staatsmannes abſolut un=
würdigen
Handlungsweiſe Bryans. Das Programm des
erſten Auftretens in Maryland lautet: 1. Ouvertüre eines
Florentiner Orcheſters. 2. Politiſche Programmrede
Bryans. 3. Eine Viertelſtunde angenehmer Täuſchung
durch einen Zauberkünſtler. 4. Neue Anſprache Bryans
5. Vortrag eines Violinvirtuoſen. 6. Eine Kufſteiner
Jodlertruppe. 7. Orcheſtervortrag. 8. Praktiſche Wider=
legung
aller Geſetze des Gleichgewichts durch eine Jong=
leurtruppe
. 9. Anſprache Bryans. Nach jeder Vorſtellung
erhält Bryan 12000 Franken und die Reiſeſpeſen. Man
bezeichnet Bryan als Miniſter des Aeußerſten deſſen, was
emals ein Miniſter des Aeußern an Reklame geleiſtet hat
Als Beweggründe für ſeinen nach europäiſcher Auffaſſung
unglaublichen Schritt gibt der Staatsſekretär an, daß er
ſich genötigt ſehe, ſich eine kleine Nebeneinnahme zu
ſſchaffen, da er mit ſeinem Gehalt, das er als Staatsſekre=
tär
bezieht und das 50000 Mark beträgt, nicht auskomme.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 10. September.

* Vom Hofe. Prinz Ludwig von Batten=
berg
hat am Montag vormittag Jagdſchloß Wolfs=
garten
für einige Tage verlaſſen. An der Frühſtückstafel
in Wolfsgarten nahmen am Montag die Prinzeſſinnen
Helene und Irene, ſowie die Prinzen Alexander und
Paul von Griechenland teil. (Darmſt Ztg.)
Ordensverleihung. Seine Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Weingutsbeſitzer Franz
Buhl in Deidesheim das Komturkreuz 2. Klaſſe des
Verdienſtordens Philipps des Großmütigen verliehen.
g Ferienſtrafkammer Der 33jährige Kaufmann und
Arbeiter Georg Guſtav Wilhelm Gerlach von Magde=

burg wurde am 30. Juli in Reinheim feſtgenommen, wo=
bei
er ſich als Müller in das Gefangenenregiſter eintragen
ließ. Er hatte außerdem eine Invalidenkarte auf den
Namen Guſtav Gerlach aus Halle bei ſich, die er ſich hatte
ausſtellen laſſen. Den Namen Müller führte er auf Grund
von Papieren, die er in der Herberge einem Kellner
Müller geſtohlen hatte. Das Gericht verurteilte den An=
geklagten
wegen qualifizierter Urkundenfälſchung, Dieb=
ſtahls
und Bettelns zu 4 Monaten Gefängnis und
8 Tagen Haft. Die Haftſtrafe wurde ihm auf die
Unterſuchungshaft angerechnet. Das geſtern verkündete
Urteil in dem Prozeß wegen Nahrungsmittelfälſchung
lautet: Der Kaufmann Rößler wird wegen Vergehens
gegen § 26,3 des Weingaſetzes zu 40 Mark Geldſtrafe
und der Angeklagte Hirſch wegen Beihilfe zur Nah=
rungsmittelfälſchung
(Vergehen gegen § 10, Abſ. 1 und=2
des Nahrungsmittelgeſetzes) zu 20 Mark Geldſtrafe ver=
urteilt
. Rößler hatte den Vorſatz, ſein Konſervierungs=
mittel
Bacidolin zu verbreiten, und zu dieſem Zwecke
das Mittel angekündigt. Eine Reihe von Fällen konnte
wegen der Länge der dazwiſchen liegenden Zeit nicht mehr
aufgeklärt werden. Es konnte nur feſtgeſtellt werden, daß
Rößler in einem Fall zuſicherte, daß das Bacidolin zu
Heidelbeerwein zugeſetzt werden dürfe. Hirſch hatte das
Bacidolin zur Konſervierung von Marmelade verkauft
und angegeben, daß dieſer Zuſatz nicht deklariert zu wer=
den
brauche.
Provinzialausſchuß. Auf der Tagesordnung
zur Sitzung des Provinzialausſchuſſes der Provinz=
Starkenburg am Samstag, den 13. September, vor=
mittags
9½ Uhr, ſtehen: 1. Geſuch des Chriſtian Werres
aus Darmſtadt um Erlaubnis zum Betriebe einer
Schankwirtſchaft im Hauſe Niederſtraße 11. 2. Beige=
ordnetenwahl
in Rüſſelsheim. 3. Klage des Ortsarmen=
verbandes
Darmſtadt gegen die Vereinigte Ortskranken=
kaſſe
daſelbſt wegen Erſatz aufgewendeter Krankenhaus=
pflegekoſten
für Roſa Bender aus Roth. 4. Antrag der
Stadt Darmſtadt auf Einleitung des Enteignungsver=
fahrens
wegen des zur Anlage der Heidelbergerſtraße
erforderlichen Geländes.
Vom Großh. Hoftheater. Leo Slezak, der gefeierte
Tenor, der am 1. und 5. Oktober als Gaſt im Hoftheater
den Rhadames in Verdis Arda und Walter Stolzing
in Wagners Meiſterſingern von Nürnberg ſingen wird,
begibt ſich von hier aus direkt nach Amerika, wo er für=
die
Winterſaiſon mit Caruſo an die Metropolitain= Oper=
in
Neu=York engagiert iſt. Heute und morgen gelangt=
der
erſte Teil von Goethes Fauſt=Tragödie, neu inſze=
niert
und neu einſtudiert, als Eröffnungsvorſtellung des
Schauſpiels zur Aufführung. Der jedesmalige Beginn
der Fauſt=Abende, zu welchen die gewöhnlichen Preiſe den
Plätze gelten, iſt auf 7½ Uhr angeſetzt. Am Freitag gehn
unter muſikaliſcher Leitung von Erich Kleiber zum erſten=
mal
in dieſer Spielzeit Offenbachs beliebte Operette Die
ſchöne Helena in Szene. Den Oreſt ſingt zum erſtenmal
Hede Schaub. Es gelten die kleinen Preiſe. Für Sonn
tag iſt als Abonnementsvorſtellung für den Buchſtaben
Wagners Lohengrin‟ Dirigent Hofrat de Haan, Regie
Richard Lert, zur Aufführung angeſetzt. Die Ortrud ſing
erſtmalig Franziska Callwey, den Telramund Rober
Henry Perkins.
n. Geh. Juſtizrat Kolb *. Der langjährige dienſtauf=
ſichtführende
Richter des Amtsgerichts I hier, Oberamts=
richter
Karl Kolb, der wegen Krankheit am 10. Ma=
d
. J. in den Ruheſtand getreten war, iſt in Schönberg im
Schwarzwald ſeinem ſchweren Leiden erlegen. Er war
am 6. Auguſt 1853 zu Groß=Umſtadt als Sohn des dortigen
Landrichters geboren und wurde nach Erledigung de=
Studien und Prüfungen als Amtsanwalt, ſowie als ſtell
vertretender Richter in Fürth i. O., Friedberg, Zwingen
berg, Seligenſtadt, Lorſch und Wald=Michelbach verwendet
Seine erſte Anſtellung als Amtsrichter am Amtsgericht=
Nidda erfolgte am 23. November 1888, worauf er am 18.
Oktober 1892 an das Amtsgericht Wald=Michelbach verſetzt
noch im nämlichen Jahre mit der Dienſtaufſicht betraut und
am 23. Juli 1896 zum Oberamtsrichter daſelbſt ernann
wurde. Vom 28. Oktober 1899 bis 1. Juni 1902 wirkte e
als Amtsrichter in Zwingenberg, kam dann in gleiche
Eigenſchaft an das Amtsgericht Darmſtadt I, und wa=
dort
vom 30. September 1903, alſo faſt zehn Jahre, Ober
amtsrichter, bis ein unheilbares Leiden ihn zum Rücktrit
vom Amte zwang. In Anerkennung ſeiner Verdienſte wa
ihm der Titel Geheimer Juſtizrat und das Ritterkreuz 1
Klaſſe des Philippsrodens nebſt der Krone verliehen
worden.
Wanderausſtellung Das Kind in den erſten
Lebensjahren‟. Es ſei darauf aufmerkſam gemacht
daß Freitag, den 12. September, abends 8 Uhr, Her=
Dr. Nahm, praktiſcher Arzt und Arzt der Beſſunge=
Beratungsſtelle, eine Führung durch die Aus
ſtellung der Großh. Zentrale für Mutter= und Säug
lingsfürſorge Das Kind in den erſten Lebensjahren
Alexanderſtraße 20, hält. Es kann ſich jederman=
beteiligen
.

Rooſevelts Pſychologie des
Löwen.

** Bald nach der Rückkehr von ſeiner afrikani=
ſchen
Jagdexpedition veröffentlichte Theodore
Rooſevelt eine Reihe Schilderungen ſeiner weidmän=
niſchen
Abenteuer im Herzen des dunklen Weltteiles; erſt
jetzt, nach längerer Pauſe, kommt nach Rooſevelt dem
Jäger Rooſevelt der Naturbeobachter zu Worte. In
Scrines Magazine publiziert der frühere Präſident der
Union als erſten Aufſatz einer längeren Serie einen unge=
wöhnlich
intereſſanten Beitrag über Weſen und Lebens=
weiſe
der afrikaniſchen Löwen.
Die Fülle lebendiger und ſcharfſinniger Beobachtungen
aus der Natur, die der Tierfreund Rooſevelt hier zuſam=
menträgt
, bringen manche anſchauliche Bereicherung
unſerer Kenntnis vom König der Tiere.
Denn viel intereſſanter als die Jagd an ſich ſchreibt
Rooſevelt, iſt die Beobachtung und die Erforſchung der
Lebensgeſchichten jener ſeltſamen und wundervollen Ge=
ſchöpfe
der Wildnis. Er ſchildert, wie in der Löwin die
Pflichten einer Jägerin und einer Hüterin ihrer Kleinen
ſich vereinen, und dann ſpricht er von den Umzügen der
Löwen gewiſſermaßen von dem Wohnungswechſel, den
die Raubtiere vornehmen, wenn die Lebensverhältniſſe
ſich für ſie in der bisher bewohnten Gegend verſchlechtern,
wenn der Beſtand jagdbarer Tiere abnimmt. Iſt der
Wildreichtum groß, ſo bleibt der Löwe oder die Löwen=
familie
oft mehrere Monate hindurch in derſelben Gegend;
wenn aber das Wild ſpärlicher wird, oder andere Um=
ſtände
eine Auswanderung ratſam erſcheinen laſſen, dann
verlegt die Löwin oft ihr Quartier auch in jenen Zeiten,
da ihre Jungen noch nicht größer ſind wie gewöhnliche
Kater. Die ganze Familie ſieht man dann oft auf gewal=
tige
Entfernungen ihre Wanderung antreten, und ſie wird
fortgeſetzt, bis ein geeignetes neues Jagdquartier gefunden
iſt. Wenn die Jungen gegen drei Monate alt ſind, wan=

dern ſie gemeinſam mit der Mutter; dann ſieht man auch,
daß die Löwin nicht erſt ihren Hunger an der Beute ſtillt
und darauf zu den Jungen zurückkehrt, ſondern die Jun=
gen
eilen jetzt bereits auf die erlegte Beute zu und halten
gleichzeitig mit der Mutter ihr Mahl. Es gibt kaum
etwas Intereſſanteres, als zu beobachten, wie dieſe kleinen
Löwenjungen heranwachſen und in eifriger Lernarbeit ſich
zu gefährlichen Raubtieren heranbilden. Schon früh fan=
gen
die Jungen an, ſchüchterne Jagdverſuche zu machen,
halb im Spiele, halb im Ernſt; ſie jagen Vögel und harm=
loſe
kleine Tiere, alles, was ihrer geringen Geſchicklichkeit
erreichbar wird. Die Eltern aber überwachen dieſes Spiel
ſehr genau und ſind ſehr ſtreng darauf bedacht, ihre Kleinen
fernzuhalten, wenn immer ein Beutetier auftaucht, bei dem
ein gewiſſer Widerſtand nicht ausgeſchloſſen iſt. Aber in=
zwiſchen
werden die Kleinen größer und kräftiger, und
damit wächſt auch ihre Unternehmungsluſt. Im Alter von
vier oder fünf Monaten ſieht man bereits, wie die Jungen
bisweilen verſuchen, der Mutter beim Töten der Beute
behilflich zu ſein; aber das geſchieht nur, ſoweit es ſich
dabei um kleineres Wild handelt. Und bald darauf be=
ginnen
auch die Verſuche, der Mutter auch bei der Jagd
ſelbſt zu helfen. Sie ſind dann noch ungeſchickt und un=
erfahren
, dieſe Löwenjungen; ſie wiſſen noch nicht, an
welcher Stelle der Feind gepackt werden muß und wo der
tödliche Biß hingehört; ſie beißen und ſchlagen mit den
Tatzen einſtweilen noch aufs Geradewohl los. Ich fand
berichtet Rooſevelt, mehrfach die Ueberreſte von Zebras
und Hirſchantilopen, die von Löwenfamilien erlegt wor=
den
und über und über mit Biß= und Kratzwunden bedeckt
waren.
In der Art, wie die Löwen ihr Familienleben führen,
lehrt die Beobachtung eine ſo große Fülle von Unterſchie=
den
, daß man zögert, allgemeine Regeln aufzuſtellen. Oft
findet man alte Löwen allein, ſie führen ſozuſagen auf ihre
alten Tage ein neues Junggeſellenleben; oſt findet man
dann auch zwei dieſer alten Löwen, zwei Witwer, beiein=
ander
, ſie leben zuſammen und jagen zuſammen; zu ihnen
gehörten auch die berühmten beiden Menſchenfreſſer von

Tſawo, die ſeinerzeit den Weiterbau der Ugandabahr
mehrmals zum Stillſtand brachten. Dann wieder finde
man Löwenpaare, bei denen Männchen und Weibchen ein
ander offenkundige Beweiſe gegenſeitiger Anhänglichkei
und Zuneigung geben; man hat den Eindruck, als ſei dieſ
Ehe auf die Dauer angelegt. Aber häufig findet ma=
auch
Löwengeſellſchaften, die aus einem alten Löwer
zwei, drei oder vier Löwinnen und den Jungen von eine
der Löwinnen beſtehen, ſo daß in der Welt der Löwe
Fälle von Polygamie vorkommen. Auch zwei oder dre
Löwinnen tuen ſich zuſammen, oft mit den Jungen eine
Löwin, und vielfach findet man auch einzelne Löwinne
allein, mit ihren Jungen und manchmal auch mit den Jun
gen einer zweiten Familie. Sehr anſchaulich ſchilder
Rooſevelt das Verhalten der Löwen im Kampfe mit der
Menſchen. Er beſchreibt die Jagd zu Pferde, bei der ma
den Löwen verfolgt, um ihn dann, wenn er zum Stehe
gebracht iſt, zu Fuß anzugreifen. Man muß ſich dab=
hüten
, zu Pferde zu nahe an den König der Tiere herau
zukommen, denn plötzliche Angriffe ſind dann häufig. Ab= der Jäger weit genug entfernt und der Löwe geſtell=
dann
braucht das Raubtier oft einige Zeit, ehe es ſich
weit in die Wut hineinarbeitet, daß es angreift. D
Löwe ſteht dann aufrecht, den Kopf geſenkt, der Schwe
peitſcht die Erde. Unmittelbar vor dem Augenblick de
Angriffes ſieht man den Schweif ſtarr werden und i:
Sprunge wird er zur Seite gelegt wie ein Steuer. O
galoppiert das Raubtier ſofort los, manchmal aber begint
es einen Angriff im Trabe. Eine der Löwinnen griff un
in einzelnen mächtigen Sprüngen an, alle anderen ab
galoppierten die große Runde. Wird im Sprunge d=
Menſch erreicht und zu Boden geworfen, ſo legt ſich de
Löwe über ihn, hält ihn mit den Tatzen und durchbeif
ihm Hals oder Schädel; aber im Ringen verliert die Beſt
oft den Inſtinkt für den Nacken, beißt in Arme, Beine un
Bruſt; und wenn Hilfe in der Nähe iſt, kann das Opfe
freilich meiſt ſchwer verwundet, in der Regel befre
werden.

[ ][  ][ ]

Nummer 212.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.

Seite 3.

* Dr. Jäger=Plakette. Der von der Stadt Darmſtadt
veranſtaltete Wettbewerb für Herſtellung einer Plakette
zur Ehrung des langjährigen Direktors des ſtädtiſchen
Krankenhauſes Geh. Medizinalrats Dr. Jäger hatte zum
Ergebnis, daß die Ausführung in Bronze dem Bildhauer
Hermann Scholl übertragen wurde. Die Plakette
ſoll zweimal ausgeführt werden und auf dem Friedhoſ
und im ſtädtiſchen Krankenhaus zur Aufſtellung kommen.
Stadtverordneten=Wahlen. Es iſt für die
Wählerſchaft zu wiſſen nötig, daß nach Artikel 39 der
neuen Städte=Ordnung ein Ruhen des Wahlrechts für
ſolche Wahlberechtigte eintritt, die mit Entrichtung
der Gemeindeſteuer zur Zeit der Wahl ſich
länger als zwei Monate im Rückſtande befinden.
In dieſer Hinſicht hat eine genauere Auslegung der
Beſtimmungen für die Landtags= und Stadtverordneten=
wahlen
zu einer weſentlich veränderten Sachlage ge=
führt
. Künftig iſt als Reſtant zu bezeichnen und
darf ſein Wahlrecht nicht ausüben, wer zwar ſeine
Steuer für das laufende, nicht aber auch für das Vor=
jahr
bezahlt hat, während bisher die Steuer des Vor=
jahres
außer Betracht blieb.
C Das heſſiſche Braugewerbe. Infolge der Still=
legung
der bisher zweitgrößten Bierbrauerei des Groß=
herzogtums
und durch die naßkalte Witterung des Spät=
ſommers
1912 hat das heſſiſche Braugewerbe im Rech=
nungsjahre
1912 einen Rückgang erlitten. Laut Mittei=
lungen
der Großh. Heſſiſchen Zentralſtelle für die Landes=
ſtatiſtik
(Nr. 946) beträgt der Ausfall gegenüber 1911 nicht
weniger als 62 268 Hektoliter verkaufsfertiges Bier. Wenn
auch im großen und ganzen der Stand der Brauereien ein
guter war, ſo hatten doch die kleineren und mittleren Be=
triebe
trotz ihrer Steuerbegünſtigung mit der wachſenden
Konkurrenz der Großbrauereien zu kämpfen, die Bier von
ſtets gleichmäßiger Güte viel leichter liefern können. Hierzu
kommt noch die Möglichkeit der Gewährung ausgiebigen
Kredits und die verhältnismäßig geringeren Geſchäfts=
unkoſten
. Die Geſamteinnahme, welche die 103 Betriebe
(5 weniger als 1911) vom Bier erzielten, betrug im Rech=
nungsjahre
1912 rund 4½ Millionen Mark, wovon ein
Drittel auf den Hauptſteueramtsbezirk Mainz entfällt.
Die bauliche Geſtaltung des Bahnhofsplatzes. Es
nuß als erfreuliche Tatſache begrüßt werden, daß man
ilsbald nach Fertigſtellung der großzügigen und charakter=
zollen
Bahnhofsanlage daran dachte, Vorſorge zu treffen,
der große Platz vor dem Bahnhof, alſo das Entree
zur Reſidenz, eine würdige, repräſentative Bebauung er=
hält
, die ſich im weſentlichen der Architektur der Bahnhofs=
auten
anpaßt und doch eine Betonung des ſchönen großen
Bahnhofsplatzes mit ſeinen ſtilvollen Anlagen garantiert.
dieſe ſicher nicht leichte Aufgabe konnte kaum beſſer dadurch
elöſt, oder doch ihre Löſung in erwünſchtem Sinne ſicher=
geſtellt
werden, daß man alsbald einen Architekten mit
em Entwurf eines den ganzen Platz umfaſſenden Bebau=
ingsplanes
betraute. Durch das Zuſammentreffen einer
keihe glücklicher Umſtände iſt nunmehr ſchon ein erheb=
icher
Teil dieſer Aufgabe gelöſt durch die Architektenfirma
Nahr und Markwort und die Firma Diſchinger,
ie ihr als Bauherr außerordentlich viel Verſtändnis ent=
egenbrachte
. Das große Bahnhofshotel mit an=
chließendem
Wohngebäude, das Poſthotel uſw. ſind
ereits fertiggeſtellt und bilden in dem Zuſammenwirken
hrer gefälligen und doch kraftvoll wuchtigen Architektur
nit den Abmeſſungen der Platzgeſtaltung uſw. eine außer=
rdentlich
glückliche Löſung der Aufgabe, die der Firma
Nahr und Markwort zu höchſter Ehre gereicht. Am Mon=
ag
fand eine Beſichtigung der Neubauten durch hieſige
nd auswärtige Preſſevertreter ſtatt, die Gelegenheit bot,
ch von der Großzügigkeit der Bauten und ihrer künſt=
eriſch
modern durchdachten Geſtaltung auch im Innern zu
berzeugen. Selten haben praktiſcher Geiſt mit vornehmem
eunſtempfinden und gediegenem Geſchmack in glücklichem
zuſammenklang ſo vorzügliche Reſultate erzielt. In
em reizenden kleinen Feſtſaal des Bahnhofshotels war
on der Firma ein Modell ihres Entwurfs zur
eſamten Platzgeſtaltung aufgeſtellt (das übri=
ens
noch einige Tage ausgeſtellt bleibt und von Inter=
ſſenten
jederzeit beſichtigt werden kann). Das Modell hat
ie Zuſtimmung Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs und
ie Genehmigung der zuſtändigen Behörden gefunden, und
s läßt wohl in jedem Beſchauer den dringenden Wunſch
rſtehen, daß es möglichſt bald gelingen möge, es zu ver=
irklichen
. Dann wird Darmſtadt ein Entree haben, wie
s gleich ſchön und imponierend kaum eine andere deutſche
Stadt aufzuweiſen hat. Die beiden rieſigen Baublöcke ſind
t der Architektur einheitlich gehalten. Beſtimmend in
en Faſſaden ſind die langen Fronten der Schaufenſter=
ogen
mit den Außen=Glühlampen. Die Häuſer ſind näm=
ich
in erſter Linie als Gaſthäuſer gedacht, doch haben die
rchitekten Rückſicht darauf genommen, daß, ohne die Wir=
ung
der Faſſade zu ſtören, die Umarbeitung in Wohn=
rchitektur
erfolgen kann. Die gärtneriſchen Anlagen zwi=
hen
den beiden Baublöcken, die den Blick auf die Bleich=
raße
offen laſſen, bleiben beſtehen. Ein architektoniſch
eſonders ausgeprägter Eckturm am öſtlichen Baublocke
ildet einen wirkſamen Uebergang zu der Bleichſtraße.
tach der Allee zu iſt der Abſchluß des im Grundriß drei=
kig
geſtalteten Baublocks beſonders repräſentativ gedacht.
s iſt hier ein Eck=Café vorgeſehen mit weit vorgelegten
erraſſen und Gartenanlagen. Nach Schluß der Beſich=

tigung ward den Gäſten auch Gelegenheit, ſich von der
kulinariſchen Leiſtungsfähigkeit des Pächters des Bahn=
hofshotels
, Herrn Otto Baumgarten, zu überzeugen,
und auch hier herrſchte nur eine Stimme des Lobes.
m. Von der Elektriſchen. Die Strecke der Elek=
triſchen
Straßenbahn Schloßgartenplatz-Oſtbahnhof
nähert ſich raſch ihrer Vollendung. Von der Beckſtraße
bis Oſtbahnhof ſind die meiſten eiſernen Träger für die
Oberleitung ſchon geſtellt. Die Auspflaſterung des
Schienenſtranges des neuen Streckengliedes iſt zum
größten Teil ſchon geſchehen. Vor dem Stationshaus
Oſtbahnhof iſt ein etwa 30 m langes Doppelgleiſe, das
nach der Erbacherſtraße hin in eines ausläuft, ein
Stückchen längs dieſer Straße unter den Alleebäumen
geht, dann vor der Ripperſchen Wirtſchaft vorbei=
ziehend
, dem Woog gegenüber, alſo eine mächtige Schleife
bildend, wieder in den Hauptſtrang nach der Stadt
einbiegt. Wenn die Arbeiten ſo rüſtig, weiterſchreiten,
kann die volle Strecke bis Oktober dem Betriebe über=
geben
werden.
Im Silberkranz. Der Inhaber der bekannten
Firma Papierhandlung Heinrich Lautz und ſeine
Gemahlin Karoline geb. Bach begehen heute, am 10. Sep=
tember
, in Friſche und Geſundheit das Feſt ihrer ſilbernen
Hochzeit.
* Inbiläum. Dieſer Tage waren es 35 Jahre, daß
Herr Johannes Schaffner V. von Goddelau als Bahn=
hofsarbeiter
im früheren Ludwigsbahnhofe eintrat und
ununterbrochen tätig iſt. Von ſeiten der Behörde wurde
ihm eine anſehnliche Geldſpende zuteil und an Gratu=
lationen
hat es auch nicht gefehlt, was dem beſcheidenen
und braven Jubilar zu gönnen iſt.
* Der Darmſtädter Zweigverein der Guſtav=Adolf=
Stiftung feiert am 14. September in der Pauluskirche
zu Darmſtadt ſein Jahresfeſt. Herr Pfarrer Becker aus
Fürth wird die Feſtpredigt halten, Pfarrer Vogel als
Präſident des Vereins die Gemeinde begrüßen. Um 5 Uhr
findet im Gemeindeſaale der Pauluskirche eine Nachfeier
ſtatt, in der der Schriftführer, Herr Profeſſor Kunkel,
den Jahresbericht erſtatten wird. Vertreter des Haupt=
vereins
und des Evangeliſchen Bundes haben Begrüß=
ungen
zugeſagt. Von Mitgliedern des Jugendbundes der
Markusgemeinde wird eine kleine Feſtſzene aufgeführt.
Alle Freunde der Guſtav=Adolf=Sache aus Stadt und
Land ſind herzlich eingeladen.
Verbandstag der Vereine vom Roten Kreuz.
Vom 13. bis 17. Oktober d. Js. wird der Verband
der Deutſchen Landes=Frauenvereine vom Roten Kreuz
ſeinen 7. Verbandstag und mit ihm der Verband Deutſcher
Krankenpflegeanſtalten vom Roten Kreuz ſeine dies=
jährige
Jahresverſammlung in Darmſtadt abhalten.
Die beiden Verbände haben zuletzt 1910 in München,
vorher 1907 in Wiesbaden gemeinſam getagt. Beide
Tagungen, die von mehr als 500 Teilnehmern beſucht
und durch die Anweſenheit hoher fürſtlicher Perſonen
ausgezeichnet waren, haben einen glanzvollen Verlauf
genommen.
g Steckbrieflich verfolgt wird von der Darmſtädter
Staatsanwaltſchaft der Kirchenrechner Johann Engel
von Gernsheim, der nach Unterſchlagung von bedeutenden
Summen flüchtig gegangen iſt.
g Verhaftet wurde in Saarbrücken auf Veranlaſſung
der hieſigen Staatsanwaltſchaft der 26jährige Kaufmann
Geora Ehrengruber von Alsbach wegen Verdachts
des Diebſtahls. Er iſt verdächtig, einer Alsbacher Dame,
bei der er wohnte, Schmuckgegenſtände im Werte von
23000 Mark geſtohlen zu haben. Der Verhaftete leugnet
die ihm zur Laſt gelegte Straftat.

* Kinotheater. Man ſchreibt uns: Reſidenz=
Theater am Weißen Turm. Auf vielſeitigen Wunſch
haben wir das Luſtſpiel Wo iſt Coletti? bis einſchließlich
Freitag, den 12. d. M., prolongiert. Das Beiprogramm iſt
vollſtändig neu; ſo kommen neben der neuen Wochenchronik
das Wild=Weſt=Drama Kämpfende Sioux=Indianer und
der große ſoziale Roman in drei Akten Die rote Jule‟
zur Vorführung. Wir machen unſere Beſucher jetzt ſchon
darauf aufmerkſam, daß das grandioſe Kunſtwerk Die
letzten Tage von Pompeji ab Samstag, den 13. d. M.,
bis zum 15. d. M., alſo nur drei Tage, gezeigt wird.
(Siehe Anzeige.)
Städtiſche Sparkaſſe Darmſtadt.
* Der Jahresbericht 1912 (76. Geſchäftsjahr),
iſt ſoeben erſchienen. Wir entnehmen dem Bericht folgen=
des
: Im abgelaufenen 76. Geſchäftsjahre ſtand die geſamte
wirtſchaftliche Lage in Deutſchland unter den ungünſtigen
Enwirkungen einer großen Geldknappheit, die durch die
anhaltende Hochkonjunktur in der Induſtrie und durch
drohende politiſche Verwickelungen hervorgerufen worden
war. Eine lebhafte Spekulation in Induſtriepapieren
hatte einen weiteren Rückgang der Kurſe der feſtverzins=
lichen
Papiere zur Folge. Der niedrige Kurs der Reichs=,
Staats= und Städte=Anleihen verlockte viele Sparer zur
Anlegung ihrer Erſparniſſe in ſolchen Werten. Alle dieſe
Erſcheinungen wirkten hemmend auch auf das Einlagen=
geſchäft
bei den öffentlichen Sparkaſſen. Bei den meiſten
Sparkaſſen machte ſich beſonders gegen Ende des Geſchäfts=

jahres eine teilweiſe ganz erhebliche Zunahme der Ab=
hebungen
und ein Nachlaſſen der Einzahlungen bemerkbar,
das neben der Furcht vor kriegeriſchen Verwickelungen
wohl auch in der herrſchenden Teuerung aller Lebensmittel
ſeine Erklärung findet.
Auch bei der hieſigen Kaſſe waren die Abhebungen
in den beiden letzten Monaten des Berichtsjahres zuſam=
men
um rund 200000 Mark höher als die Ein=
lagen
, im allgemeinen ſind aber Abhebungen infolge von
Kriegsgerüchten im Gegenſatz zu anderen Sparkaſſen nicht
erfolgt und unſere Kaſſe blieb von kriſenhaften Erſchein=
ungen
vollſtändig verſchont. Es hat ſich gezeigt, daß die
Mehrzahl der hieſigen Sparer der ſtädtiſchen Sparkaſſe
wegen ihrer abſoluten Sicherheit gerade in kritiſchen Zeiten
volles Vertrauen entgegenbringt. Das Publikum muß
ja ſchließlich immer mehr die Ueberzeugung gewinnen, daß
der ſicherſte Ort für die Aufbewahrung von Erſparniſſen
die öffentlichen Sparkaſſen ſind und daß die unbedingte
Sicherheit der Geldanlage höher zu bewerten iſt, als ein
noch ſo verlockender Zinsgewinn, bei dem aber die Gefahr
eines Kapitalverluſtes nicht ausgeſchloſſen iſt. Trotz der
erwähnten ungünſtigen allgemeinen Verhältniſſe war das
Ergebnis des abgelaufenen Geſchäftsjahres ein günſtiges.
Es betrugen: 1. Die Spareinlagen 74714 Poſten
mit 11 482303,13 Mark, oder gegen das Vorjahr mehr
3679 Poſten mit 452 180,41 Mark; 2. die Rückzahl=
ungen
42201 Poſten mit 11223 406,63 Mark, oder
gegen 1911 mehr 1763 Poſten mit 1366 507,92 Mark.
Die Einlegerzahl hat um 1574 zugenommen
und betrug Ende 1912 47613. Das Einlegergut=
haben
iſt von 36 672533,92 Mark um 1334533,98 Mark
auf 38007067,90 Mark geſtiegen. Der Reingewinn
berechnet ſich auf 212521,93 Mark gegen 213926,31 Mark
in 1911. Hiervon wurden der allgemeinen Rücklage von
1851 917,79 Mark zugewieſen 103 271,93 Mark, ſo daß die
allgemeine Rücklage Ende 1912 beträgt 1955 189,72 Mark
5,154 Prozent des Einlegerguthabens.
Von dem verbleibenden Teil des Reingewinns werden
der ſtädtiſchen Armenkaſſe 60000 Mark, dem
Ohlyſtift 4000 Mark und dem Komitee für Verabreichung
eines warmen Milchfrühſtücks ebenfalls 4000 Mark zur
Verfügung geſtellt. Als Kursausgleichsrücklage wurden
10000 Mark zurückgelegt, nachdem die in den letzten Jah=
ren
angeſammelte Rücklage von 400000 Mark zum Aus=
gleich
der Kursdifferenz verwendet worden iſt. Weitere
1250 Mark wurden der Rücklage für Dienſtbotenprämien
und der Reſt mit 30000 Mark der Immobilien=Rücklage
zugewieſen.
Die Ausleihungen auf Hypotheken betragen zuſammen
1390 450 Mark gegen 3011 614,29 Mark im Vorjahre. Die
Bewilligung von Hypothekengeldern mußte auf die drin=
gendſten
Fälle beſchränkt und gegen Ende des Jahres aus
verſchiedenen Gründen faſt vollſtändig eingeſtellt werden.
Auch für die nächſte Zeit iſt in dieſer Beziehung noch keine
Beſſerung zu erwarten, da zunächſt verſchiedene bei der
Sparkaſſe angelegte größere ſtädtiſche Fonds abzutragen
ſind. Ferner muß auf Anregung der Regierung zur Er=
höhung
der Liquidität der Kaſſen im Kriegsfalle eine ver=
mehrte
Anlage der verfügbaren Gelder in mündelſicheren
Papieren angeſtrebt werden.
Die ſeitherige Satzung iſt im Berichtsjahre einer;
durchgreifenden Umarbeitung unterzogen worden. In dem
neuen Entwurf iſt allen Anforderungen die an eine mo=
derne
Sparkaſſe geſtellt werden können, Rechnung getragen
und auf eine möglichſt freie Geſchäftsführung Rückſicht ge=
nommen
. Die neue Satzung iſt inzwiſchen mit Wirkung
vom 1. April 1913 ab in Kraft getreten.
Der ſeitherige Hauptkaſſenbuchhalter Volk iſt am
8. Auguſt 1912 aus dem Dienſt der Sparkaſſe ausgeſchie=
den
. An deſſen Stelle wurde Herr Stadtſekretär Kräck=
mann
zum Hauptkaſſenbuchhalter der Sparkaſſe ernannt
und mit der Vertretung des Direktors beauftragt.
Innerhalb der Stadt beſtehen 25 Pfennigſpar=
kaſſen
=Stationen, denen die Erhebung von Be=
trägen
zu 10, 20. 50 Pfg. und 1 Mack gegen Aushändigung.;
entſprechender Marken übertragen iſt.
Es ſind in 1912/13 1846 Ueberträge in bereits aus=
geſtellte
und 338 Ueberträge in neue Sparkaſſenbücher ge=
macht
worden mit einer Summe von 19929,60 Mark
neue und Zuſchußeinlagen, gegen 20638,80 Mark im
Jahre 1911/12. Bis Ende März 1912 wurden 23786
Stück ſtädtiſche Sparkaſſenbücher für die Pfennigſparkaſſe
ausgegeben. Hierzu die in 1912/13 ausgegebenen 338 Stück=
Es ſind ſomit im ganzen für die Pfennigſparkaſſe 24124
Stück Sparkaſſenbücher in Anſpruch genommen worden,

Vom neuen Grundbuch.
Vom 15. September 1913 ab gilt das Recht des
Bürgerlichen Geſetzbuches in vollem Umfange für die
Flur II der Gemarkung Darmſtadt=Beſſungen. Sie um=
faßt
den Bezirk, der von den Schnittpunkten der Arheilger=,
Magdalenen= und Erbacher Straße. Speſſart= und Rhön=
ring
begrenzt wird, alſo das Mathildenhöh= und das Mar=
tinsviertel
. Die umfangreichen Anlegungsarbeiten hatten
am 1. April vorigen Jahres begonnen. Es kann nach der
Dauer des Anlegungsverfahrens für dieſen Bezirk damit
gerechnet werden, daß in etwa vier Jahren das neue
Grundbuch für ganz Darmſtadt angelegt ſein wird. Als

Feuilleton.

* Der Ventilator als Bazillenbahn. Zwei franzöſiſche
felehrte, Langlais und Satory, haben einen intereſſanten
uſammenhang zwiſchen Ventilation und Bazillengehalt
nes Raumes herausgefunden. Sie beobachteten zufällig,
ſich zu einer Zeit, wo ſich der Ventilator eines Reſtau=
ints
nicht bewegte, nur 2000 Bakterien im Kubikmeter
uft befanden. Nachmittags 5 Uhr, als der Ventilator
zen in Bewegung geſetzt wurde, ſanden ſich bereits 12000
fakterien, abends 9 Uhr 20000 und abends 10 Uhr, nach=
em
der Ventilator ſtundenlang gearbeitet hatte, ſogar
7000 Bakterien im Kubikmeter Luft vor. Sie haben dar=
ufhin
ihre Verſuche in einem der größten Cafés in Paris
rtgeſetzt. 10 Uhr morgens, bei ruhigem Ventilator, er=
ab
ſich wieder die Zahl 2000, 9 Uhr abends ſtellten ſie
ereits 80000 und abends 10 Uhr ſogar 440000 Bakterien
ſt. Die gleichen Verſuche wiederholten ſie im Theater.
ei Beginn der Vorſtellung, als die Ventilatoren noch
icht arbeiteten, zählten ſie 6000 Bakterien, während der
veiten Pauſe, als der Ventilator in Bewegung geſetzt
rurde, 26000 und in der dritten Pauſe 42000. In einem
ewöhnlichen Zimmer ſtellt ſich das Verhältnis folgender=
raßen
dar. Bei ruhigem Ventilator 210, nach einer halb=
ündigen
Bewegung des Motors 10000 und nach einer
nſtündigen 18000 pro Kubikmeter Luft. Die Gelehrten
ehmen an, daß die Bazillen in erſter Linie im Staube
ithalten ſind, der durch die Ventilatoren aufgewirbelt
ird.
Die Heilung des blinden Bettlers‟ Durch Schuld
nes garzumodernen und aar zu durchſichtigen geſchlitzten

Damenrockes ſchmachtet jetzt ein armer Bettler im Arbeits=
haus
von Kanſas City. Am Freitag ſah Mr. Mac Carty
einen armen Teufel durch die Straße humpeln; auf der
Bruſt trug der Bettler einen Zettel, der mitleidigen Ge=
mütern
verriet, daß der Träger blind und taubſtumm ſei.
Mr. Mac Carty las die daran anſchließend auf dem Zettel
verkündete Leidensgeſchichte und war ſo gerührt, daß er
dem armen blinden Manne ein reichliches Almoſen gab.
Der Spender wollte gehen, als er zufällig ſah, wie eine
ſehr reizende junge Dame auf den Alten zutrat und ihm
ein paar Cent gab. Sie trug einen modernen, ſehr gewag=
ten
Schlitzrock, und der arme blinde Bettler konnte den
Blick nicht von dieſem Schlitzrock reißen; ja, als die ſchöne
Mildtätige weiterging, drehte ſich der Blinde ſogar noch
einmal um und ſah ihr nach und murmelte dabei etwas in
den Bart. Verrückt, aber ganz nett ſagte der Taub=
ſtumme
, keineswegs tadelnd, dann aber wurde er feſtge=
nommen
und mußte beichten, daß er angeſichts dieſes
Schlitzrockes die Sprache wiedergefunden und wieder
ſehend geworden war . . .
R. Zwillinge. Die in Nr. 202 d. Bl. erzählte Schul=
geſchichte
von den Zwillingen kann um eine
andere vermehrt werden. Ein Lehrer der hieſigen Volks=
ſchule
hatte vor einiger Zeit Zwillinge in ſeiner Klaſſe,
deren Aehnlichkeit ſo täuſchend war, daß er beide nicht
voneinander unterſcheiden konnte. Eines Tages war Reli=
gionsſtunde
, und ſiehe, einige Schüler hatten ihre Lieder=
verſe
nicht gelernt. Darunter war auch einer der Zwillinge.
Der Lehrer befahl, daß dieſe nach der Schule ſo lange nach=
ſitzen
müßten, bis ſie ihre Aufgabe gut vorſagen könnten.
Alſo geſchah es. Bald nach Schulſchluß meldete ſich zuerſt
der Zwilling und ſagte ſeine Verſe ſo glatt her, daß ſich

der Lehrer verwunderte. Er wurde entlaſſen und unten
auf der Straße von ſeinem Bruder empfangen. Am Nach=
mittag
meldete ein unbeteiligter Schüler, daß der Lehrer
von den Zwillingen den Unrechten erwiſcht habe. Beide
hätten ſich verabredet, die Rollen zu tauſchen, was ihnen
auch gelungen war.
ml. Die Rettung der ausſterbenden Blondinen. Es iſt
eine unbeſtreitbare Tatſache, daß die Blondinnen dem Tod
geweiht ſind, ſagt Profeſſor Janeiſſon, der, natürlich an
einer amerikaniſchen, Univerſität lehrt. Nachdem er in
ſeinem Aufrufe, den er an alle Blondinen und an ſolche,
die es werden wollen, richtet, ausführlich dargelegt hat,
daß die Haarfarbe mit der Temperatur in Zuſammenhang
ſteht, gibt er ihnen den Rat, nach den Eisregionen aus=
zuwandern
, wo ſie nach einer geraumen freiwilligen Ver=
bannung
leuchtendes Blondhaar erlangen würden, und
dann wieder in die Kulturregionen zurückkehren könnten.
Von Zeit zu Zeit müßten aber die Ausflüge nach den Eis=
ländern
wiederholt werden, um dem Blond des Haares
den Beſtand zu ſichern. Der naive Profeſſor ſollte doch
wiſſen, daß man das Blondwerden heutzutage bequemer
haben kann.
* Der Nörgler. Er war noch nie im Theater, nun ſieht
er zum erſten Male, in einer Volksvorſtellung, eine
Oper. Nun natürlich! ſagt er ingrimmig nach den erſten
Chören und dem großen Quartett, fürs Volk iſt alles gut
genug; nun ſingen ſie alle auf einmal, um früher fertig zu
werden.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.

Nummer 212.

Anlegungsrichter ſind zurzeit die Herren Amtsgerichtsrat
Gerlach (für Beſſungen), Gerichtsaſſeſſor Gehm (für die
Altſtadt) und Gerichtsaſſeſſor Dr. Eiſe (für den Bezirk
Rheinſtraße) tätig. Letzterem liegt auch nach dem 15. Sep=
tember
die Fortführung des neuen Grundbuches für
die von ihm angelegte Flur II ob. Alle Verkäufe und ſon=
ſtigen
Verträge über Grundſtücke in dieſem Bezirk II
müſſen künftig von dem Amtsgericht oder einem No=
tar
beurkundet werden. Das Amtsgericht hält zu
dem Zwecke jeden Mittwoch vormittag von 9 bis 12
Uhr Amtstag in den Räumen, in denen die Grundbuch=
anlegung
ſtattfindet (Ecke Wilhelminen=, Wieſen= und Bis=
marckſtraße
, im früheren Koch=Reulingſchen Hauſe). Das
Ortsgericht iſt zur Protokollierung von Grundſtücks=
verträgen
in Flur II nicht mehr zuſtändig. Es mag aber
darauf hingewieſen werden, daß es zur Beglaubi=
gung
von Unterſchriften nach wie vor zuſtändig
bleibt und daß die Unterſchriftsbeglaubigung durch den
Ortsgerichtsvorſteher am billiaſten iſt (50 Pfg.).
Die wichtigſten Fälle, in denen Beglaubigung der Unter=
ſchrift
genügt, ſind die der Errichtung und Abtretung von
Hypotheken. Der Eigentümer, der eine Hypothek beſtellen
will, braucht nur ein Schriftſtück vorzulegen, in dem er
angeben muß, für welchen Betrag, unter welchen Bedin=
gungen
und auf welchen Grundſtücken eine Hypothek einge=
tragen
werden ſoll. Das Schriftſtück unterſchreibt er, läßt
die Unterſchrift beglaubigen und reicht es dem Grund=
buchamt
ein. Erwähnt ſei noch, daß künftig keine Kauf=
briefe
ausgeſtellt werden. Es empfiehlt ſich daher, ſich
Abſchriften der Grundbuchblätter zu beſtellen,
in denen die Grundſtücke mit allen Belaſtungen eingetragen
ſſind. Für ſolche Ablſchriften wird je nach dem Werte der
Häuſer eine Gebühr von einigen Mark erhoben; bei einem
Werte von 100000 Mark beträgt ſie 10 Mark. Die Haus=
und Grundſtückseigentümer haben auf dieſe Weiſe eine
genaue Urkunde über die Bezeichnung und Belaſtung ihres
Eigentums. Ueber Hypotheken werden nur Urkunden
((Hypothekenbriefe) ausgeſtellt, wenn die Hypotheken aus=
drücklich
als Briefhypotheken errichtet ſind und die Aus=
ſtellung
eines Hypothekenbriefes beantragt wird. Es gilt
dies beſonders auch für den Reſtkaufſchilling bei
Verkäufen. Wird er als Briefhypothek beſtellt und ein
Brief hierüber ausgeſtellt, ſo kann der Verkäufer ſeine For=
derung
leichter abtreten, da er eine Urkunde darüber be=
ſitzt
. Sehr wichtig iſt, daß künftig Hypotheken nur ge=
llöſcht
werden können, wenn nicht nur der Gläubiger,
ſondern auch der Eigentümer die Löſchung bewilligen.
Auch zu dieſen Erklärungen iſt die Beglaubigung der
Unterſchriften erforderlich. Das Amtsgericht erteilt an
dem Amtstag auch Auskunft über die Fragen des Grund=
ſtücksverkehrs
.
S. Griesheim, 8. Sept. (Ausſtellung.) Heute
ging die vom Heſſiſchen Volksſchriftenverein in Ver=
bindung
mit der hieſigen Ortsgruppe des Vereins für
ländliche Heimats= und Wohlfahrtspflege veranſtaltete
Bilderausſtellung zu Ende. Die Auswahl der
Bilder erſtreckte ſich auf bedeutende Werke unſerer beſten
Künſtler wie Hans Thoma, Strich=Chapell, Prentzel,
Bieſe, Wilhelm Steinhauſen u. a. Der Zweck der Aus=
ſtellung
war, dem Schund, der uns nicht allein in
Schrift, ſondern auch im Bilde geboten wird, entgegen=
zuarbeiten
und auch dem Minderbemittelten Gelegen=
heit
zu geben, ſein Heim mit wirklich guten Bildern,
die nach des Tages Laſt und Arbeit Herz und Gemüt
erfreuen und erbauen, auszuſchmücken. Dieſer Zweck
wurde ſchon bei der Eröffnung der Ausſtellung durch
die Herren Oberlandesgerichtsrat Lang und Kreis=
ſchulinſpektor
Profeſſor Dr. Frenzel und in längeren
Ausführungen durch Herrn Lehrer Haſſinger aus Darm=
ſtadt
zum Ausdruck gebracht. Die Griesheimer Ein=
wohnerſchaft
ſcheint den Beſtrebungen ſehr ſympathiſch
gegenüberzuſtehen, denn es mögen wohl über 2000 Per=
ſonen
geweſen ſein, die am vergangenen Sonntag die
Ausſtellung beſuchten. An dieſem Tage weilte Herr
Haſſinger nochmals bei uns, um den Beſuchern mit vor=
üglichen
Erläuterungen und Erklärungen der Künſtler=
Steinzeichnungen zur Seite zu ſtehen. Mit der Aus=
ſtellung
war eine Bilder=Verloſung verbunden, die
manchem einen hübſchen Gewinn einbrachte und deshalb
lebhaften Beifall fand. Der ausſtellende Verein kann
mit dem Ergebnis der Ausſtellung zufrieden ſein, denn
es mögen wohl für ungefähr 300 Mk. Bilder in unſere
Gemeinde kommen. Zum Schluſſe ſei nochmals den
Veranſtaltern und beſonders den Herren Lehrern gedankt,
die das gute Werk mit Rat und Tat unterſtützt haben.
Aus dem Ried, 9. Sept. (Krieg gegen die
Hamſter.) Einen heißen und ſchweren Kampf führen
ſeit Jahren die Riedgemeinden gegen einen der gefähr=
lichſten
Feldſchädlinge, die Hamſter, die durch ihr maſſen=
haftes
Auftreten enormen Schaden anrichten. In Büttel=
born
wurden im Jahre 1911 2000, im Jahre 1912 1700
und im Jahre 1913 600 Hamſter abgeliefert. Beſonderen
Erfolg hatte der Fang mit Fallen im Frühjahr gehabt.
Offenbach, 9. Sept. (Eiſenbahnunglück.) Bei
dem geſtrigen Unglück wurde eine 76 Jahre alte Frau
Schäfer, die auf dem Wagen ſaß, auf der Stelle getötet.
Der Beſitzer des Wagens, der 47 Jahre alte Milchhändler
Neubecker aus Sprendlingen, und ſeine Frau wurden
ſchwer verletzt ins ſtädtiſche Krankenhaus gebracht. Neu=
becker
iſt inzwiſchen ſeinen Verletzungen erlegen. Der Zu=
ſtand
der Frau iſt lebensgefährlich. Die Urſache des Un=
glücks
iſt noch nicht aufgeklärt. Tatſache iſt jedenfalls, daß
die Bahnſchranken nicht geſchloſſen waren.
Ob den mit dem Schließen der Schranken betrauten Hilfs=
bahnwärter
Herzog ein Verſchulden trifft, iſt noch nicht
feſtgeſtellt. Herzog wurde ſofort nach der Kataſtrophe ab=
gelöſt
. Nach ſeinen Angaben will er das zweite Signal
über das Einlaufen des Zuges nicht gehört haben. Ob
vielleicht das Läutewerk nicht recht funktioniert hat, wird
die bahntechniſche Unterſuchung zu ergeben haben. Zur
Feſtſtellung des Tatbeſtandes weilten gleich nach der Kata=
ſtrophe
Amtsrichter Dr. Weiß, ſowie Kriminalkommiſſar
Becker an der Unfallſtelle. Die polizeilichen Ermittelun=
gen
ſind noch nicht abgeſchloſſen. Von einer Verhaftung
des Hilfsbahnwärters Herzog wurde Abſtand genommen.
Seine Vernehmung ſoll erſt im Laufe des heutigen Tages
erfolgen.
Offenbach, 9. Sept. (Unfall.) Der am Tempel=
ſeering
8 bei ſeinen Eltern wohnende 16jährige Friedrich
Meiß, Lehrling in der Metallwarenfabrik G. A. Sachs,
Ludwigſtraße 53, geriet geſtern nachmittag gegen 5 Uhr
beim Auflegen eines Treibriemens ins Getriebe einer
Schleifmaſchine, wobei ihm der rechte Arm vollſtändig aus
dem Körper herausgeriſſen wurde. Trotz ſchweren Ver=
letzungen
hofft man ihn doch am Leben erhalten zu
können.
Hirſchhorn, 9. Sept. (Gemeinderatswahl.)
Am Mittwoch, von vormittags 11 Uhr bis nachmittags
5 Uhr wird die Wahl von 3 Gemeinderatsmitgliedern der
hieſigen Gemeinde auf dem Rathauſe dahier vorgenom=
men
. Die zu wählenden Gemtinderäte brauchen nicht dem
höchſtbeſteuerten Dritteil der Wählbaren anzugehören.
Die intenſive Tätigkeit des Kirchenſammelvereins hat die

vollſtändige Renovierung der hieſigen
Stadtkirche möglich gemacht. Seit einigen Wochen
ind die Bauhandwerker rüſtig an der Arbeit, ſo daß
vielleicht bis Mitte November die Kirche in neuem Ge=
wande
ihrer Beſtimmung übergeben werden kann. Die
umfangreichen Malerarbeiten ſind dem bekannten Kirchen=
maler
Herrn Nover in Darmſtadt übertragen worden.
In dieſer Woche weilten Kreisrat von Hahn
und die Vertreter der Gemeinde Hirſchhorn in dem
nahen Rotenberg, um gemeinſam mit dem dortigen
Gemeinderat die Anlage einer neuen Straße von
Rotenberg über Kortelshütte nach Hirſchhorn zu beraten.
Die Strecke umfaßt 810 Kilometer.
Worms, 9. Sept. (Künſtlertagung und Aus=
ſtellung
.) Der Verband der Kunſtfreunde in den Län=
dern
am Rhein wird anfang November in Worms ſeine
Tagung abhalten und mit dieſer eine kleine Verbands=
ausſtellung
in der ſtädtiſchen Gemäldegalerie verbinden.
* Alzey, 9. Sept. (Muſeumseröffnung.)
Hier fand die Eröffn ung des in ſeinen
neu hergerichteten Räumen untergebrachten Mu=
eums
ſtatt. Es hatten ſich der Vorſtand des Ver=
eins
für vaterländiſche Natur= und Altertumskunde, die
Herren Miniſterialrat Dr. Kratz Denkmalpfleger Pro=
feſſor
Dr. Anthes, Darmſtadt, die Mitglieder der Stadt=
verordnetenverſammlung
und verſchiedene Geladene von
auswärts dazu eingefunden. Der Vorſitzende des Vereins,
Herr Bürgermeiſter Dr. Sutor, begrüßte die Erſchiene=
nen
und dankte namentlich den Vertretern der Regierung
und der Denkmalpflege für das Intereſſe das ſie durch ihr
Erſcheinen bekundeten. In längerer, trefflicher Rede wies
Bürgermeiſter Dr. Sutor auf die Bedeutung und idealen
Zwecke der Beſtrebungen des Vereins hin, der ſich zur
Aufgabe gemacht, die Liebe zur Heimat zu pflegen und zu
fördern und Erinnerungen an längſt vergangene Zeiten
wach zu halten. Nach Uebergabe des Schlüſſels zum Mu=
eum
an den zweiten Vorſitzenden, Herrn Realſchuldirektor
Dr. Zulauf, ergriff dieſer das Wort, um hauptſächlich der=
jenigen
Herren zu gedenken, die ſich um das Zuſtandekom=
men
des Muſeums beſonders verdient gemacht. Beſon=
derer
Dank gebühre den Herren Gärtnereibeſitzer Braun,
Antiquar Klein, Reallehrer Böhner, ferner Profeſſor An=
thes
=Darmſtadt und Stud. Unverzagt=Wiesbaden, die ſich
in uneigennütziger Weiſe der überaus großen Mühe unter=
zogen
, die hübſche Gliederung und Ordnung der umfang=
reichen
Sammlungen zu Wege zu bringen. Auch der
Stadtverwaltung, die durch Ueberlaſſung der ſchönen
Räume zum Gelingen des Ganzen beigetragen und allen,
die das Muſeum mit Geſchenken und Leihgaben bedacht,
zollte Redner warme Worte der Anerkennung und des
Dankes. Herr Profeſſor Dr. Anthes erſtattete hierauf
einen lehrreichen Vortraa über den geſchichtlichen und wiſ=
enſchaftlichen
Wert der Altertumsforſchung, die Entſtehung
und Entwickelung der hier betätigten Sammlungen, und
hob hervor, daß Alzey ſtolz ſein könne auf das bis jetzt
Erreichte auf dieſem Gebiete. Bei der ſich nun anſchlie=
ßenden
Beſichtigung ſämtlicher Sammlungen gaben der
Vortragende und die Vorſtandsmitglieder die näheren
Erklärungen zu den überſichtlich aufgeſtellten, überaus zahl=
reichen
Gegenſtänden. Man ſpendete dem Verein, ins=
beſondere
ſeinem rührigen Vorſtande, volles Lob für die
muſtergültige Ordnung. Der Vertreter der Regierung,
Herr Miniſterialrat Dr. Kratz, ſprach nach Beendigung des
Rundganges ſeine Bewunderung aus. Seine Erwartungen
ſeien weit übertroffen worden; er habe ſich die Reichhaltig=
keit
und tadelloſe Ordnung der Sammlung nicht ſo vor=
geſtellt
und er freue ſich, der Stadt Alzey zu dieſer Sehens=
würdigkeit
gratulieren zu können. Mit einem gemütlichen
Zuſammenſein im Hotel zu Ehren der auswärtigen
Gäſte fand die ſtimmungsvoll verlaufene Feier ihren
Abſchluß.
Heidesheim, 9. Sept. (Jugendlicher Einbre=
cher
.) Der 13jährige Volksſchüler Roger Eſteva, der
Sohn einer hier wohnhaften Ausländerfamilie, verübte am
Samstag nachmittag in dem Wohnhauſe des Fabrikarbei=
ters
Joſeph Geins einen Einbruchsdiebſtahl und entwen=
dete
aus der Kommode eine Uhr und verſchiedene Schmuck=
gegenſtände
. Der jugendliche Einbrecher wurde von im
Felde arbeitenden Leuten beobachtet und gab dem Beſtoh=
lenen
die Gegenſtände zurück. als mit Anzeige gedroht
wurde. Vom Schulvorſtand iſt gegen den Jungen ſchon
wiederholt der Antrag auf Zwangserziehung geſtellt wor=
den
, jedoch ohne Erfolg.
Butzbach, 9. Sept. (Sturz vom Pferde.) Mit
dem Pferde ſtürzte im Manöver bei Flieden der Batail=
lonsadjutant
. Leutnant Ruppert, vom hieſigen Bataillon
168er. Die Verletzungen ſind bedeutend.
Ober=Breidenbach, 9. Sept. (Revolverattentat.)
In großen Schrecken verſetzt wurde die hieſige Familie
Zulauf in der vergangenen Nacht. Herr Zulauf hatte ſich
kaum in das Schlafgemach begeben, als er durch Klopfen
an ein Fenſter gerufen wurde. Eine Stimme ſagte ihm.
er ſolle die Haustüre öffnen. Herr Zulauf öffnete die
Haustüre in der Meinuna, es wolle jemand von ſeinem
Geſinde in das Haus. Plötzlich kam eine fremde Geſtalt
vor die Tür gelaufen, ſteckte eine Stange zwiſchen die
Türflügel und verſuchte mit Gewalt in den Hausflur zu
kommen. Zulauf, der jedoch kräftiger war, ſchlua die
Türe zu und verriegelte ſie. In dieſem Moment
krachte ein Schuß. Die Kugel aing glücklicherweiſe
in das Holz der Türe. Wäre Zulauf nicht ſo flink ge=
weſen
, dann hätte ihn die Kugel in die Bruſt getroffen.
Von dem Gauner fehlt jegliche Spur. Herr Zulauf hatte
am Tage vorher zwei Ochſen verkauft und hierfür Geld in
Empfang genommen.

Die Bergſtraße im Bilde.

* Man ſchreibt uns aus Auerbach a. d. Bergſtr.:
Der Verkehrs=Ausſchuß der Bergſtraße veranſtaltet im
Oktober=November d. J. einen Wettbewerb Die
Bergſtraße im Bilde für Photographien, Ge=
mälde
, Aquarelle und Schwarz=Weiß=Zeichnungen von den
dem Verkehrs=Ausſchuß angehörenden Orten an der
Bergſtraße einſchließlich Lindenfels im Odenwald. Die
Bedingungen für den Wettbewerb wurden Anfang
Auguſt bekannt gemacht. Eine über Erwarten große
Zahl Bewerber um die Konkurrenz haben ſich gemeldet,
ſo daß ſich die einzelnen Orte entſchloſſen haben, die
zuerſt bereit geſtellten Preiſe zu erhöhen und weitere
Preiſe zu errichten. Dem Preisgericht ſtehen nunmehr
faſt 2000 Mark Geldpreiſe zur Verfügung, neben
einer Anzahl Ehrenpreiſen.
Da der Wettbewerb mit einer Ausſtellung ver=
bunden
iſt, dürfte derſelbe eine ſehr günſtige Verkaufs=
gelegenheit
bieten. Ferner iſt geplant, das eingegangene
Material etwa ein halbes Jahr lang als Wanderaus=
tellung
in großen Städten auszuſtellen, ſowie die aus=
ewählten
Photographien dem Bund Deutſcher Verkehrs=
Vereine in Leipzig für ſeinen Photographie=Wettbewerb
einzureichen und auch damit die Internationale Aus=
ſtelung
für Buchgewerbe und Graphik Leipzig 1914

zu beſchicken. Die Bedingungen ſowie der Nachtrag
werden koſtenfrei verſandt durch den Vorſitzenden
des Verkehrs=Ausſchuſſes der Bergſtraße in Auerbach=
Heſſen.

Manöver der Großh. Heſſiſchen (25.) Dioiſion.

F.C. Diviſionsſtabsquartier Birſtein,
8. Sept. In dem Länderſtrich, der von den Orten Wäch=
tersbach
. Birſtein, Freien=Steinau, Oppertz, Schlüchteen
und dem Kinzigfluß begrenzt wird, finden die diejährigen
Herbſtübungen der Großh. Heſſiſchen (25.) Diviſion unter
der Oberleitung ihres Kommandeurs, des Generalleutnants
v. Plüskow. Exzellenz, Generalſtab: Hauptmann
v. Keim und Hauptmann Freiherr v. d. Oſten gen. Sacken=
vom 8.13. September ſtatt. Eine denkwürdige, ge=
ſchichtliche
Gegend, ein auch an Erinnerungen an die
große Zeit vor 100 Jahren reicher Boden iſt es, aus deſſem
Schoße, vor allem bei der Stadt Schlüchtern gewaltige,
kühne Waldberge, die in ziemlich charakterloſer Bildung
als Waſſerſcheide die Rhön mit dem Vogelsgebirge und
den Speſſart verbinden, hervorragen, in der der Krieg im=
Frieden ſich abſpielt. Am 9. September nahmen in die=
ſem
Gelände die Herbſtübungen der 25. Diviſion ihren
Anfang. Führer und Mannſchaften werden Proben ihres
Könnens ablegen, ſowie alle in der letztvergangenen Zei
gemachten militär=techniſchen Erfahrungen und Neue
rungen in Anwendung kommen. Vor allem wird
die Verwendung von drei Flugzeugen vom 11. Septembet
ab die großen Fortſchritte vor Augen führen, die die
Luftfahrt in den letzten Jahren gemacht hat.
Den Uebungen liegt folgende allgemeine Kriegslage
zu Grunde: Rote Truppen ſind am 8. September üben
Windecken-Friedberg im Vormarſch gegen blaue Trup=
pen
, die von Lauterbach auf Schotten-Gedern vorge
gangen. Nach der für Blau für den 9. September aus=
gegebenen
beſonderen Kriegslage war die verſtärkte=50
Infanterie=Briegade, beſtehend aus den Infanterie=Regi
mentern 117 und 118 der 3. und 5. Eskadron Dragone
24, dem Feldartillerie=Regiment Nr. 25, der 3. und 4
Kompagnie Pioniere Nr. 25, ſowie Kolonnen und Train=
unter
ihrem Führer. dem Generalmajor Freiherrn v. Speß
hardt, als linke Flügelkolonne der blauen Truppen an
8. September von Großenlüder über Freienſteinau vor
marſchiert und hatte am Abend mit den vorderſten In=
fanterie
=Sicherungen Ober=Reichenbach erreicht. Die Siche
rungen der Nachbarkolonnen des 18. Armeekorps ſtande
bei Gedern und Ober=Seemen. Beim Brigade= Komman=
deur
Freiherrn v. Speßhardt in Freienſteinau gingen ar
Abend des 8. September folgende Nachrichten ein: Korp=
befehl
für 9. September: Feindliche Kolonnen aller Waffe
ſind am 8. September im Marſch auf Stammheim un=
Altenſtadt geweſen. Feindliche Kavallerie mit Artilleri
und Maſchinengewehren hat am Nachmittag die Höhe
öſtlich Ortenberg und die bei Uſenborn beſetzt. Patrouille
ind am Bahnübergang an der Straße Vonhauſen- Liel=
los
bei Hain=Gründau, Hühnerhof und Lieblos zwiſche
4 und 5 Uhr nachmittags beſchoſſen worden. Das1
Armeekorps geht am 9. September, 7 Uhr vormittags, vo=
Gedern und Ober=Seemen aufbrechend auf Selters un
Bleichenbach-Aulendiebach vor und erzwingt am 9. de
Austritt aus den Tälern der Nidda und Nidder. Genera
major Freiherr v. Speßhardt hat den Kampf des Arme
korps in der linken Flanke zu ſichern. Nach der für Ror=
ausgegebenen
beſonderen Kriegslage war die rote ver
ſtärkte 49. Infanterie=Brigade, beſtehend aus den Infan
terie=Regimentern 115, 116 und 168, der 1., 2. und 4. E
kadron Dragoner Nr. 24, dem Feldartillerie=Regiment Ne
61, der 1. und 2. Kompagnie Pioniere Nr. 25, 1 Fernſprec
Abteilung, ſowie Kolonnen und Trains unter ihre=
Führer, dem Oberſt v. Trotta gen. Treyden, Kommanden
des Infanterie=Regiments Nr. 116, über Hanau auf de=
rechten
Flügel der roten Truppen vorgeführt worde
und hatte am Abend des 8. September beim Uebergar
zur Ruhe mit der Vorhut Mittel=Gründau, mit dem Gro=
Nieder=Gründau erreicht. Vorderſte Sicherungen bei Lie
los-Hühnerhof-Hain=Gründau und auf der Straße na=
Vonhauſen.
Im Laufe des Abends gingen beim Oberſt v. Trot=
in
Nieder=Gründau folgende Nachrichten ein: Korp=
befehl
für den 9. September. Feindliche ſtarke Kolonn
aller Waffen hat mit vorderſten Truppen Ober=Seeme
und Gedern beſetzt. Oeſtlich dieſer Kolonne iſt bisher vo
Feinde nichts gemeldet worden. Die verſtärkte Korp
Kavallerie=Brigade hat am 8. September nachmittags d
Höhen bei Uſenborn und Ortenberg beſetzt. Die Arm=
greift
an. Das rote Armeekorps marſchiert morgen vi
mittag 7 Uhr aus Gegend Stockheim aufbrechend üb
Bleichenbach und Selters auf Gelnhaar und Lißberg vo=
um
den Feind anzugreifen. Die verſtärkte 49. Infanteri=
Brigade hat den Angriff des Armeekorps zu unterſtütze
Am 8. September, 9 Uhr abends, meldete Fernpatroui
d
Hanau-Gelnhauſen-Freienſteinau-Großenlüder,
eine feindliche Kompagnie Ober=Reichenbach 3.45 Uhr nae=
mittags
beſetzt und feindliche Infanterie an der Stra
Radmühl-Ober=Reichenbach am Weſtrand des Wald
gegen 4 Uhr Biwak bezog.
Heute haben die Manöver der verſtärkten Infanteri
Brigade der Großh. Heſſiſchen (25.) Diviſion ihr Endee
reicht. Die 49. verſtärkte Infanterie=Brigade führte heu
einen anſtrengenden Kriegsmarſch aus, indem ſie vi
Flieden und den Orten der Umgegend aufbrach und
Leipzigerſtraße hinauf über Aufenau und Wirtheim me
ſchierte bis in die Gegend von Gelnhauſen, wo ſie in d
Linie Gelnhauſen-Hain=Gründau-Vonhauſen Quarti
bezog. Die verſtärkte 50. Infanterie=Brigade kämp=
heute
um die Höhen bei Fleſchenbach im Kre=
Lauterbach und ging in der Linie Fiſchborn-Obi=
Reichenbach-Rabenſtein zur Ruhe über. Von den
Flugzeugen von der Flugſtation Darn
ſtadt die weſtlich von Gelnhauſen bis zum 9. Septemb
ſtationiert ſind, werden drei vom 11. September ab bei d.
Manövern der 25. Diviſion in Aktion treten. Von den
Flugzeugen ſind 3 Eulerdoppeldecker und 3 von der Aviat
Aktien=Geſellſchaft Mülhauſen, außerdem iſt noche
Reſerveflugzeug, ein Euler=Doppeldecker, zur Stelle.
Der Großherzog von Heſſen hat die geſan
Generalität und ſämtliche Stabsoffiziere der 25. Diviſi
auf den 18. September zur Tafel im Reſidenzſchloſſe
Darmſtadt befohlen.
9. Sept. Auf den Höhen zwiſchen Hitzkirchen und Leiſe
wald kam es am Dienstag zu einem Begegnungsgefe
zwiſchen der blauen verſtärkten 50. Infanterie=Brigade u
der roten verſtärkten 49. Infanterie=Brigade. Erſtere w
von Birſtein über Hitzkirchen, die letztere von Mitt
gründau über Büdingen und Rinderbügen nach anſtrenge
dem Marſche auf Leiſenwald vorgerückt. Rot, unter Obe
von Trotta, genannt Treyden, brachte nach heftigem 2
tilleriekampf den blauen Gegner unter Generalmajor v.
Speßhardt mit erheblichen Verluſten auf Birſtein- R=
chenbach
zum Rückzug, ihn auf der ganzen Linie folge=
und ihn öſtlich des Rabenſteingrundes zudrängend. Hl

[ ][  ][ ]

Nummer 212.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.

Seite 5.

bezog Blau bei Rabenſtein Vorpoſten, Rot öſtlich der Höhe
bei Ober=Reichenbach-Salzbach. Mit Gewehr in Ruh er=
warten
die Truppen den Mittwoch Morgen.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 8. Sept. Der ordentliche
Profeſſor der Univerſität Geh. Juſtizrat Hellwig iſt
heute geſtorben. Der Verſtorbene war Lehrer für das
deutſche bürgerliche Recht und den Zivilprozeß. Er war
am 27. September 1856 in Zierenberg bei Kaſſel geboren,
promovierte 1878 in Straßburg zum Dr. jur., wurde 1883
Privatdozent in Leipzig, 1885 außerordentlicher Profeſſor
in Roſtock und noch im gleichen Jahre ordentlicher Pro=
feſſor
in Gießen, ging 1888 nach Erlangen und 1902 nach
Berlin. Den Verbrennungstod erlitt in der
vergangenen Nacht eine Greiſin in der Lützowſtraße. Dort
wohnte im dritten Stock des Hauſes Lützowſtraße Nr. 61
die 68 Jahre alte Zimmervermieterin Annemarie Haber=
land
. In der Nacht gegen 3 Uhr hörten Hausbewohner
einen heftigen Knall und als ſie ſich nach der Urſache um=
ſahen
, bemerkten ſie, wie aus dem Schlafzimmer des alten
Fräuleins Flammen herausſchlugen. Bald darauf ſchlu=
gen
dieſe auch durch eine Verbindungstür, die nach der
Nachbarwohnung führte. Die herbeigerufene Feuerwehr
löſchte den Brand, der ſchon einen ziemlich großen Um=
fang
angenommen hatte, und fand in der Schlafſtube neben
dem Bett die Wohnungsinhaberin tot auf dem Fußboden
liegen. Sie war an den Händen, der Bruſt und dem Kopf
ſchon verkohlt. Die Urſache des Feuers iſt wahrſcheinlich
auf einen Schwindelanfall der Greiſin, die an dieſer Krank=
heit
litt, zurückzuführen. Neben ihr lag noch die Lampe,
mit der ſie wohl in einem Anfalle hingefallen iſt, ſo daß
dieſe explodierte. Nachdem am Sonntag Frau und Toch=
ter
des Hauseigentümers Braun an den Folgen der Gas=
vergiftung
geſtorben waren, iſt jetzt Braun ſelbſt
auch geſtorben. Drei Opfer forderte alſo die Familien=
tragödie
in der Liegnitzer Straße.
Heidelberg, 9. Sept. Ein von Heidelberg nach
Mannheim fahrender Motorradfahrer fuhr in voller
Fahrt in ein Bauernfuhrwerk hinein. Durch den Anprall
wurde er ſofort getötet. Der Motorfahrer war ein
verheirateter Kaufmann namens Sibaldi aus Palermo,
der in Mannheim in Stellung war.
Freiburg i. B., 9. Sept. (Vergiftung an Toll=
kirſchen
.) Von einer fünfköpfigen Familie, die Toll=
kirſchen
und im Krankenhauſe darniederliegt, iſt ein
Kind geſtorben.
Hamburg, 8. Sept. (Walfiſche in der Elbe.)
Zwei Walfiſche wurden von einem Fiſcher am Freiburger
Eck bei St. Margarethen in der Elbe gefangen. Die
Firma Hagenbeck kaufte die beiden Tiere an. Die Wale
wurden von dem Fiſcher bereits acht Tage lang verfolgt.
Bei der Jagd geriet der größere der Wale, wahrſcheinlich
ein Weibchen, aufs Land. Das Junge dieſes Wales
ſchwamm einem Fiſcherboote nach und verlief ſich dann
im Schilf; es wurde von den Fiſchern erſchlagen. Das
Gewicht des großen Exemplars wird auf 12000 Pfund
geſchätzt; es iſt über acht Meter lang. Es handelt ſich um
Schnabelwale (Balaena rostrata), deren Heimat im nörd=
lichen
Eismeer iſt.
Hamburg, 8. Sept. (Mord.) Als der in Moorfleth
am Unteren Landweg wohnende Landwirt Eggerts
heute von der Arbeit nach Hauſe zurückkehrte, fand er ſeine
Frau erſchlagen und erhängt vor. In der Wohnung war
alles durchwühlt. Ueber den Täter iſt noch nichts bekannt.
Hamburg, 9. Sept. (Zu dem Raubmord in
Moorfleth) wird gemeldet, daß Frau Eggers bei der
Arbeit im Keller von Räubern überraſcht und hinterrücks
erſchlagen wurde. Dann begaben ſich die Räuber in die
ſoberen Räume, zertrümmerten den Geldſchrank und ſtah=
len
über 1800 Mark. Das auf dem Küchentiſch liegende
Portemonnaie, ſowie Gold= und Silberſachen ſind unbe=
rührt
geblieben.
Altona, 9. Sept. (Ausaehobenes Spieler=
meſt
.) In der Bergſtraße in Altona wurde geſtern abend
10 Uhr in einem Automaten=Reſtaurant ein Spielerneſt
ausgehoben. Die Polizei hatte ſeit einer Reihe von Ta=
gen
das Lokal beobachtet. 30 Schutzleute waren notwen=
dig
, um die dort verſammelten Perſonen, die beim Spiel
überraſcht wurden, zu verhaften. Es wurden insgeſamt
8 Perſonen abgeführt. Nach Feſtſtellung der Perſonalien
wurden alle bis auf drei wieder entlaſſen. Das vorgeſun=
dene
Spielgeld wurde von der Polizei beſchlagnahmt.
Dresden. 9. Sept. (Selbſtmord.) Auf der Fried=
rich
=Auguſt=Brücke ſchoß ſich geſtern ein gut gekleideter
Mann eine Kugel in den Kopf und ſtürzte ſich in die Elbe.
Nach den polizeilichen Ermittelungen handelt es ſich an=
ſcheinend
um den Rechtsanwalt Hans Klemm aus Frei=
berg
in Sachſen.
Marſeille, 8. Sept. (Keſſelexploſion.) In der
chemiſchen Fabrik Eſtaque ereignete ſich eine Keſſelexplo=
ſion
. Zwei Arbeiter wurden getötet, zwei ſchwer verletzt.
Genf, 9. Sept. (Myſteriöſer Selbſtmord.)
Ein myſteriöſer Selbſtmord beſchäftigt die Polizei in Lu=
gano
. Der Graf Guiſeppe Calciati, Major in der italieni=
ſchen
Armee, hat ſich gelegentlich einer Automobiltour durch
die Schweiz durch Gift das Leben genommen. Die Gründe.
die den reichen und glücklich verheirateten Mann in den
Tod getrieben haben, ſind abſolut unerklärlich. Man glaubt
die Angelegenheit mit der vor einiger Zeit erfolgten Ver=
haftung
des Grafen della Rocca wegen Hochverrats in
Verbindung bringen zu können.

Vom Kaiſermanöver.

* Freiburg (Schleſien), 8. Sept. Das Armee=
Oberkommando der erſten blauen Armee hatte für heute
den Vormarſch in der Linie Nieder= Werners=
dorf
-Hohenfriedberg-Pauske und Wörne
befohlen, der in zahlreichen Kolonnen zum Teil durch Ge=
birge
angetreten wurde; Grenzſchutzabteilungen ſollten den
Vrrmarſch verſchleiern. Die gedachte 1. Kavallerie=Diviſion
ſollte auf Friedeberg vorgehen. Für morgen iſt der ein=
heitliche
Angriff des 5. Armeekorps mit der 43. Infan=
terie
=Diviſion, ſowie des gedachten 2., 3. und 4. Armee=
korps
beabſichtigt, um die in der Ebene befindlichen Teile
der roten Armee zu ſchlagen. Die gedachte Hauptreſerve
der Feſtung Breslau ſoll aus der Gegend öſtlich von
Deutſch=Liſſa mitwirken. Das gedachte 1. Armeekorps und
die gedachte 1. Kavallerie=Diviſion ſollen den feindlichen
linken Flügel im Gebirge aufhalten. Das 5. Armeekorps
trat morgens um 9 Uhr mit vier Kolonnen den Vormarſch
auf der Linie Jauer-Mertſche auf Hohenfriedberg- Hal=
bendorf
-Striegau an. Die 43. Infanterie=Diviſion wurde
mit der Eiſenbahn über Jauer bis zum Bahnhof Groß=
Roſen vorgeführt, wo ſie von 3 Uhr mittags an anlangte.
Die rote zweite Armee rückte heute in der Linie
Die
Schlenz-Schweidnitz-Braunau an.
Sicherung gegen die Feſtung Breslau iſt dem gedachten
12. Armeekorps übertragen. Bei dem morgen beabſich=
tigen
Angriff ſoll der blaue rechte Flügel umfaßt werden.

Die Heereskavallerie hat den Auftrag, heute den feindlichen
Grenzſchutz zu durchbrechen und Aufklärung in der Richt=
ung
Neumarkt mit der gedachten achten Kavallerie=
Brigade, in der Richtung Jauer mit der ſechſten Kavallerie=
Brigade und in der Richtung Landeshut mit der neunten
Kavallerie=Brigade zu erzwingen. Die ſechſte Kavallerie=
Diviſion geht daher heute vormittag um 7,30 Uhr über die
Eiſenbahn Königszelt-Freiburg, mit der 6. Jäger= Divi=
ſion
, welche der Kavallerie zugeteilt iſt, auf Striegau, mit
der 9. Kavallerie=Brigade auf Halbendorf, mit der 11. und
13. Kavallerie=Brigade auf Neu=Ullersdorf vor. Jede der
drei Kolonnen führt eine Batterie mit. Das 6. Armee=
korps
geht am Nachmittag in zwei Kolonnen vor und
beabſichtigt, mit der Vorhut beider die Linie Schweidnitz-
Merkelshöhe zu erreichen.
* Freiburg (Schleſien), 8. Sept. Bei dem ſchon
gemeldeten Vorgehen der roten 6. Kavallerie=Diviſion
wurden die ihr zugeteilten Jäger im Kraftwagen beför=
dert
. Die Kavallerie attackierte die blauen Grenzſchutz=
truppen
, beſtehend aus dem 5. Jäger=Bataillon und Teilen
des 3. Garde=Regiments zu Fuß, ſowie anderthalb Batte=
rien
und Maſchinengewehr=Abteilungen, zunächſt erfolg=
reich
. Die Abſicht der roten Kavallerie, ſich den anrücken=
den
blauen Kolonnen vorzulegen, mißlang aber, weil die
Kolonnen der 10. blauen Diviſion vom 5. Armeekorps be=
reits
in der linken Flanke der roten Kavallerie auftraten.
Die rote Kavallerie ging deshalb hinter den Zerleabſchnitt
zurück, wobei ſie bereits von der Artillerie der blauen 10.
Diviſion, welche über Himmel marſchierte, befeuert wurde.
Die rote Kavallerie ging in die Höhe des Nonnenbuſches
zurück, die roten Jäger an der Straße bei Zedlitz. Rot
gegenüber erreichten die Marſchkolonnen des blauen
5. Korps ungefähr die gemeldeten Marſchziele., Erreicht
wurde alſo die Linie Hohenfriedberg-Halbendorf-
Teichau-Striegau. und zwar die blaue 10. Diviſion mit
ihren Anfängen Hohenfriedberg, von Blau die 9. Divi=
ſion
mit ihren Anfängen Striegau. Vom Vormarſch des
roten 6. Korps weiß man nur, daß es, wie beabſichtigt,
angetreten war, daß alſo die rote 11. Diviſion auf dem
rechten Flügel von Reichenbach auf Schweidnitz
und die rote 12. Diviſion als linke Kolonne parallel mar=
ſchiert
. In den Nachmittagsſtunden dürften ſie die Linie
von Schweidnitz ſüdweſtlich erreicht haben, die 12. Diviſion
etwa bis Merkelshöhe; die rote 6. Kavallerie=Diviſion
zog ſich hinter die Front ihres Korps zurück.
* Freiburg (Schleſien), 8. Sept. Der Kaiſer
erhielt heute vormittag, während er die Kämpfe an der
Zerle beobachtete, die Meldung des Grafen Zeppelin.
Dieſer war früh um 4 Uhr nach Liegnitz gefahren und hat
von dort die Fahrt auf dem Z. 1 mitgemacht und eine
Meldung in der Nähe des Kaiſers abgeworfen. Das Luft=
chiff
fuhr am Gebirge entlang, hatte bei Reichenbach einen
roten Luftſchiffhafen zerſtört und wurde bei Reichenbach
durch Flieger verfolgt, die ihm aber nicht beikommen
konnten.
Der Kaiſer nahm am Vormittag in Gegenwart des
Königs von Sachſen, des Königs der Hellenen und des
Kronprinzen von Griechenland den Vortrag des Haupt=
manns
Prausnitzer vom Großen Generalſtab über die
Schlacht bei Hohenfriedberg entgegen. Später
verweilte der Kaiſer kurze Zeit am Denkmal für die ge=
fallenen
kurſächſiſchen Krieger. Der öſterreichiſche Gene=
ralſtabschef
Konrad von Hötzendorff und der italieniſche
Generalſtabschef Pollio verweilten meiſtens bei Striegau.
Generalfeldmarſchall Graf Häſeler, welcher auch im Ge=
lände
Quartier genommen hatte, begleitete meiſtens die
11. Kavallerie=Brigade. Die Fußtruppen biwakieren
ſämtlich, die berittenen Truppen beziehen zum Schutze
des Pferdematerials enge Quartiere. Gegen Abend arbei=
teten
wieder zahlreiche Flugzeuge.
Die rote zweite Armee beſteht aus fünf
Armeekorps und weiteren Truppenkörpern. Hiervon ſind
vorhanden: das 6. Armeekorps unter dem General von
Pritzelwitz: 24 Bataillone, 7 Schwadronen, 24 Batterien,
Spezialwaffen, ferner die 6. Kavallerie=Diviſion mit 24
Schwadronen, berittenen Pionieren, radfahrenden Jägern,
reitender Feldartillerie, Maſchinengewehren, Fliegern. Die
Anſchlußtruppen im Weſten und Oſten ſtellen Teile des
Grenadier=Regiments König Friedrich Wilhelm II. dar
mit Kavallerie und Artillerie. Die blaue erſte Armee hat
ebenfalls fünf Armeekorps, Grenzſchutztruppen und die
Feſtung Breslau. Hiervon ſind vorhanden: 24 Bataillone,
8 Schwadronen, 23 Batterien, Spezialwaffen, ferner 43.
Infanterie=Diviſion, Grenzſchutzabteilungen. Den Anſchluß
der Truppen im Weſten und Oſten ſtellen Teile des 3.
Garde=Regiments mit Kavallerie und Artillerie dar. Dieſe
bilden das 5. Armeekorps unter General von Strantz.
* Bad Salzbrunn, 9. Sept. Der Kaiſer begab
ſich um 6½ Uhr ins Manövergelände.
* Freiburg i. Schl., 9. Sept. Der Kaiſer in
der Uniform der Königsjäger zu Pferde paſſierte heute
früh 7 Uhr Freiburg in Begleitung des Königs der Helle=
nen
. Er beobachtete die Manövervorgänge zuerſt vom
Kieferberg, ſüdweſtlich von Kunzendorf, ſpäter von der
Erneſtinenhöhe, ſüdöſtlich von Kunzendorf. Sämtliche
Fürſtlichkeiten waren im Gelände erſchienen. Das Wetter
war in der Nacht kalt und klar, am Morgen aber wieder
ſehr ſchön. Ungeheuer viel Zuſchauer hatten ſich aus den
umliegenden Städten und Dörfern zu Fuß, zu Rad und
zu Wagen aufgemacht. Die Flieger waren vom frühen
Morgen an tätig. Beide Parteien brachen ſehr zeitig auf.
Die Spitzen ſtießen öſtlich und nordöſtlich von Freiburg
zeitig zuſammen, worauf beide Gegner ſich ſofort ent=
wickelten
, ſo daß von 7 Uhr ab das Gefecht in Gang kam,
das ſich bald nach 8 Uhr zu einer großen Schlacht auf der
ganzen Linie ausdehnte. Das rote 6. Armeekorps ging
aus der Linie Schweidnitz und ſüdöſtlich davon gegen
Nordweſten vor, die 12. Diviſion auf dem linken, die 11
Diviſion auf dem rechten Flügel. Die 12. Diviſion hatte
Kunzendorf überſchritten, als ſie bei Mühlberg auf Blau
ſtieß und ſich nach rechts entwickelte. Die rote 11. Divi=
ſion
war mit der rechten Kolonne, der 22. Brigade, bis
zum Pfaffenberg zwiſchen Neu= und Altiauernick gelangt,
wo dieſe mit großen Verluſten geworfen wurde. Die
linke Kolonne der 21. Brigade beſetzte die flachen Hügel
nordweſtlich von Arnsdorf. Sie war hier anfangs im
Vorteil, wurde aber dann mitgeriſſen.
** Freiburg, 9. Sept. Die rote Kavallerie war
vorgezogen und attackierte bei Arnsdorf in der Richtung
auf Mühlberg anfangs erfolgreich, aber dann ging das
blaue 5. Armeekorps zurück und ging mit dem linken Flü=
gel
, der 9. Diviſion, gegen Altjauernick, ſüdweſtlich davon
mit der 10. Diwiſion auf Zirlau und Arnsdorf und mit
dem rechten Flügel, der 43. Diviſion, auf Freiburg vor.
Die 10. Diviſion und Teile der 43. Diviſion, ſoweit ſie
heran waren, drückten bei Mühlberg auf den linken Flü=
gel
von Rot, der ſich aber ziemlich lange halten konnte.
Die 10. Diviſion ging zuletzt über Kunzendorf vor und
entwickelte ſich aus Nonnenbuſch heraus, ſchlug die rote
1. Diviſion; deren 22. Brigade hielt dann noch eine Weile
die Aufnahmeſtellung mit eingegrabener Artillerie bei
Tunkendorf, zog ſich dann aber auch auf Schweidnitz zu=

rück. Das Oberkommando der roten Armee gab Befehl
zum Rückzug auf die Linie Pilzen=Leutmannsdorf, ſüdöſt=
lich
von Schweidnitz.

Luftfahrt.

Das Marineluftſchiff L 1 in der Nordſee
untergegangen.
* Helgoland, 9. Sept. Das Marine= Luft=
chiff
L. 1 iſt heute abend gegen 7 Uhr 18 Seemeilen
von Helgoland verunglückt. Von der Beſatzung ſind,
ſoweit bis jetzt bekannt iſt, 6 Perſonen gerettet worden.
Das Luftſchiff ſank unter. Am Tag herrſchte
ruhiges Wetter, gegen abend iſt aber ein orkanartiger
Sturm mit Regen eingetreten, deſſen Opfer das Luftſchiff
wurde.
* Helgoland, 9. Sept. Das verunglückte Luft=
ſchiff
, welches von Kapitänleutnant Hanne geführt
wurde, wurde von einem plötzlich einſetzenden,
orkanartigen Sturm erfaßt und auf das Waſſer
niedergedrückt, wobei es durchbrach. Es iſt etwa
eine Stunde ſpäter geſunken. Gerettet ſind anſcheinend
nur ſieben Perſonen, darunter Oberleutnant Wendt,
Oberleutnant Grimm und Obermaſchiniſt Lehmann.
Die übrige Mannſchaft, 16 Mann, iſt er=
trunken
.
Ein Fliegerſturz im Manöver.
* Hailer b. Gelnhauſen, 9. Sept. Heute früh 9 Uhr
ſtieg von hier der Gefreite Gorlt von den Darm=
ſtädter
Fliegern mit einem anderen Gefreiten als
Paſſagier mit einem Doppeldecker auf. Ungefähr 10 Mi=
nuten
vom Flugplatz entfernt, ſtürzten ſie beim Neh=
men
einer Kurve, die ſie jedenfalls zu kurz beſchrieben,
aus einer Höhe von 25 bis 30 Metern ab und trugen
anſcheinend nur leichte Gehirnerſchütterun=
gen
davon. Der Apparat ſelbſt ging vollſtändig in
Trümmer.
Unfall des Z. 1.
* Liegnitz, 8. Sept. Bei der Landung des
Luftſchiffes Z. 1 auf dem ſich Graf Zeppelin
befand, ſetzte das Luftſchiff ſo ſchwer auf den Boden auf,
daß mehrere Streben zerbrachen. Auch eine Seitenwand
wurde beſchädigt und aufgeriſſen. Ein Mann geriet bei
der Landung unter das Schiff und erlitt ſo ſchwere Quet=
ſchungen
, daß er ins Lazarett gebracht werden mußte.
Der Unfall des Luftſchiffes ſtellte ſich ſpäter als nicht ſo
chwer heraus, wie anfänglich angenommen wurde. Es
wird erwartet, daß Z. 1 morgen wieder flugbereit iſt.
Graf Zeppelin hat bei dem Unfall keinen Schaden erlitten;
er iſt in einem Automobil ins Hauptquartier gefahren.
H. B. Liegnitz, 9. Sept. Obgleich die Nacht über
von zahlreichen fleißigen Händen angeſtrengt gearbeitet
wurde, gelang es nicht, die Schäden des geſtrigen Un=
falles
des Luftkreuzers Z. 1 bis zum heutigen
Morgen zu beheben. Das Luftſchiff war nicht in der
Lage, an den heutigen Manövern teilzunehmen. Man
hofft jedoch zuverſichtlich, die Schäden bis heute abend,
ſpäteſtens morgen früh beheben zu kkönnen. Die Ver=
letzungen
des geſtern verunglückten Soldaten haben ſich als
weniger ſchwer herausgeſtellt, wie es den Anſchein hatte.
Der Mann erlitt nur leichte Quetſchungen und dürfte bald
wiederhergeſtellt ſein.
Todesſturz.
* Wanne, 8. Sept. Der Flieger Senge von der
Ariſtoplanwerken in Wanne, der geſtern, von Wanne kom=
mend
, in Gelſenkirchen=Bismarck eine Notlandung vor=
nehmen
mußte, flog um 6 Uhr 20 Min. von Bismarck
nach Verden ab. Bei Grevenbroich ſtürzte er aus unbe=
kannter
Urſache ab und war ſofort tot.

Im Fluge von einem Herzſchlag betroffen.
* Johannisthal, 9. Sept. Der Fokkerpilot
Ringe der heute morgen um 6 Uhr 29 Min. aufge=
ſtiegen
iſt, um ſich um die Prämie der Nationalflugſpende
zu bewerben, iſt heute um 6,38 Uhr in der Gegend von
Rudow am Teltowkanal aus 200 Meter Höhe abge=
ſtürzt
. Ringe iſt tot; ſein Apparat wurde vollſtändig
zertrümmert.
* Berlin, 9. Sept. Ueber der Ortſchaft Rudow iſt
der 26jährige Dr. chem. Oskar Ringe während eines
Flugs vom Herzſchlag betroffen worden. Die führerloſe
Maſchine ſtürzte ſchließlich zu Boden. Schon ſeit einigen
Tagen wollte Dr. Ringe in ſeinem Eindecker einen Dauer=
flug
um die Preiſe der Nationalflugſpende machen. Da
der Flieger ſehr nervös war und einen Herzfehler
beſaß, ließ er die ſchönen letzten Tage ungenutzt verſtrei=
chen
, ſo daß er von den Kollegen gehänſelt wurde. Heute
morgen unternahm nun Dr. Ringe einen Flug. Ueber
dem Orte Rudow ſenkte ſich plötzlich die Maſchine nach
vorne und begann in engen Spiralen zu ſinken. Etwa 200
Meter über dem Boden legte ſich der Fokker=Eindecker auf
den Rücken und glitt ſo eine Zeit lang tiefer, richtete ſich
aber unten wieder auf, um in normaler Haltung zu Boden
zu gehen. Die Landung war ziemlich heftia. Doch wurde
nur der vordere Teil des Eindeckers beſchädigt. Vom
Flugplatz aus hatte man den ſeltſamen Sturz beobachtet
und ſofort begaben ſich mehrere Mechaniker, Ingenieure
und ein Arzt an die Unfallſtelle. Sie fanden Dr. Ringe
in der Karoſſerie des Fluazeuges ſitzend vor. Aller Wahr=
ſcheinlichkeit
nach iſt Dr. Ringe in der Luft vom Herzſchlag
betroffen worden. Darauf deutet auch der ſonderbare Gleit=
flug
hin, den der Eindecker machte. Der Körper des Toten,
iſt offenbar nach vorne übergeſunken, hatte gegen die
Steuerhebel gedrückt und ſo den Abſtieg bewirkt. Die Un=
terſuchung
des Apparates ergab, daß alle Steuerorgane
intakt geblieben ſind, und daß in der Luft keiner der bean=
ſpruchten
Teile gebrochen iſt. Dagegen konnte feſtgeſtellt
werden, daß der Gleitflug mit vollaufendem Motor vor=
genommen
worden iſt. Dr. Oskar Ringe, der im 26. Le=
bensjahr
ſtand und aus Harzburg ſtammt, betrieb das
Fliegen aus Liebhaberei. Vor etwa einem Jahr trat er
bei den Fokkerwerken in Johannisthal ein und machte an=
fangs
dieſes Jahres die Pilotenprüfung. Er war in Flie=
gerkreiſen
allgemein beliebt. (Frkf. Ztg.)

Berlin- Paris.
* Johannisthal, 8. Sept. Der Flieger Rei=
chelt
, der geſtern nachmittag um 1 Uhr 26 Min. zum
Fernfluge nach Paris aufgeſtiegen war und in
Wanne eine Zwiſchenlandung vornahm, landete in Va=

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.

Nummer 212.

rize, 120 Kilometer weſtlich von Paris, glatt, nachdem
er vorher in Paris eine Zwiſchenlandung vor=
genommen
hatte.
* Villacoublay, 9. Sept. Der Flieger Rei=
chelt
, der mit ſeinem Paſſagier Hähnel geſtern früh in
Wanne aufſtieg, landete in Creteil. Reichelt unterbrach
ſeinen Flug zwiſchen Creteil und Villacoublay zweimal,
um ſich nach dem Weg zu erkundigen. In St. Cyr gaben
ihm Fliegeroffiziere die Richtung an.
* Villacoublay, 9. Sept. Der Flieger Rei=
chelt
iſt, mit Paſſagier aus Creteil kommend, hier um
12.15 Uhr gelandet.
* Villacoublay, 8. Sept. Der Flieger Fried=
rich
flog heute nachmittag 5 Uhr 45 Min. nach Iſſy=les=
Moulineaux. Bonnier begleitete Friedrich auf einem an=
deren
Aeroplan und diente ihm als Führer.
* Paris, 8. Sept. Der Flieger Friedrich, der
heute nachmittag intereſſante Flüge in Villacoublay voll=
führte
, traf um 5 Uhr 50 Min. mit ſeinem Paſſagier Elias
im Aerodrom in Iſſy=les=Moulineaux ein, begleitet von
mehreren franzöſiſchen Fliegern. Er landete ohne Unfall.
Die anweſenden Deutſchen boten dem Flieger Blumen dar.

* Friedrichshafen, 9. Sept. Die Ueberführung
des Marineluftſchiffes L. 2 nach Johannisthal
iſt nunmehr für den Donnerstag vorgeſehen. Sie erfolgt
durch den Luftſchiffbau Zeppelin. Nach dieſer Fahrt geht
das Luftſchiff in die Hände der Marineverwaltung über.

Ein Bericht über den Brand auf
dem Imperator‟

* Hamburg, 8. Sept. Der Kommandant des Damp=
fers
Imperator hat ſeiner Reederei einen Bericht
über das im hinteren Proviantraum am 28. Auguſt, mor=
gens
3 Uhr 30 Minuten, ausgebrochene Feuer erſtattet.
Dieſer Bericht ſchränkt die übertriebenen Mel=
dungen
in engliſchen Blättern ganz erheblich
ein. Nachdem der Bericht das beklagenswerte Ende des
zweiten Offiziers Gobrecht im Rauch der Feuerſtelle er=
wähnt
hat, heißt es weiter: An Bord befanden ſich die
Fahrgäſte der dritten und vierten Klaſſe. Sie wurden
um 5 Uhr 30 Minuten in aller Ruhe von Bord genommen.
um 6 Uhr 30 Minuten waren die Maſchinen klar, um im
Falle eines weiteren Umſichgreifens des Feuers aus dem
Hafen herausdampfen zu können. Mannſchaften kühlten
die Schotten und Decks der 2. und 3. Klaſſe, damit das
Feuer nicht auf die umliegenden Kammern dieſer Klaſſen
übergriffe. Da unſer Schiff anfing, ſich durch das ein=
gepumpte
Waſſer nach Backbord hinüberzulegen, ließen wir
auf den längsſeits angebrachten Kohlenleichtern Kohlen
in die Steuerbordbunker füllen. Dadurch richtete ſich das
Schiff wieder auf und neigte ſich ſchließlich, unſeren Er=
wartungen
entſprechend, nach Steuerbord über. Hierdurch
kam die in den Proviantraum hineingepumpte Waſſer=
menge
von Backbord nach Steuerbordſeite hinüber, und
wir konnten bemerken, daß hierdurch erſt das Waſſer an
die nach Steuerbord übergeſprungene Brandſtelle gelangte
und das Feuer erſtickte. Dies war ungefähr 8 Uhr 30 Min.
morgens. Während des Brandes ſind die Arbeiten ruhig
und ſachlich von dem geſamten Perſonal ausgeführt wor=
den
. Die Entſtehungsurſache des Feuers wird
auf Kurzſchluß an dem im Vorraum an der Backbord=
ſeite
ſtehenden Motor der Luftkühlung zurückgeführt. Bis
abends 6 Uhr war das Schiff bis auf einen kleinen Raum.
unmittelbar über dem Doppelboden, wieder ausgepumpt,
und es konnte mit den Aufräumungsarbeiten begonnen
werden. Dieſe wurden in ununterbrochener Arbeit bei Tag
und Nacht ſo eifrig gefördert, daß die Fahrgäſte, die nach
Europa wollten, bei ihrer Ankunft an Bord keine Spuren
des Brandes mehr wahrnehmen konnten. Der verdorbene
Teil des Proviants wurde in Leichtern gelöſcht und bei
Sandyhook ins Meer geſenkt. Verdorben ſind etwa 16000
Kilogramm friſches Fleiſch, 3000 Kilogramm zubereitetes
Fleiſch, 5000 Kilogramm Gemüſekonſerven, 2000 Kilo=
gramm
kondenſierte Milch und ein großes Quantum
Wein. Für den bei dem Brand verunglückten Offizier
Gobrecht wurde hier in Hamburg heute in den Paſſa=
gierhallen
der Hambura=Amerika=Linie eine Trauer=
feier
abgehalten, der Mitglieder des Direktoriums und
der Kommandant des Dampfers beiwohnten. Der Sarg
war reich geſchmückt und wurde ſpäter nach Altena i. W.,
der Heimat des Toten, übergeführt. Erwähnt ſei bei die=
ſer
Gelegenheit noch, daß die Keſſel des Imperator bei
dem bevorſtehenden Umbau für Oelfeuerung eingerichtet
werden ſollen; ob teilweiſe oder durchgängig, ſteht nock
nicht feſt. Durch Oelfeuerung werden zahlreiche Menſchen=
kräfte
geſpart.

Die Mühlhauſener Schreckenstat.

* Vahingen, 9. Sept. Geſtern wurde die Unter=
ſuchung
der Mordtaten in Mühlhauſen
durch das Amtsgericht abgeſchloſſen, nachdem feſtſteht, daß
alle Verletzten nunmehr außer Lebensgefahr ſind. Die
Akten gehen jetzt an die Staatsanwaltſchaft in Heilbronn.
Im Laufe des geſtrigen Vormittags fand noch eine Ver=
nehmung
des Maſſenmörders Wagener ſtatt. Dabei ge=
ſtand
er, wie der Schwäbiſche Merkur berichtet, mit voller
Beſtimmtheit, daß es ſein Plan geweſen ſei, in Egolsheim
bei Ludwigsburg ebenſo zu wüten, wie in Mühlhauſen.
Als ihm durch den Oberamtsrichter die Mitteilung ge=
macht
wurde, daß heute die Beerdigung ſeiner Frau und

ſeiner vier Kinder ſtattfinde, gab er keine Antwort und
trug eine Miene abſoluter Gleichgültigkeit zur Schau.
* Vaihingen a. E., 9. Sept. Die Verletzten
befinden ſich andauernd auf dem Wege der Beſſerung. Der
Maſſenmörder Wagener iſt jetzt vollſtändig abgeſchloſſen
und es darf auch im Krankenhaus über ſein Tun und Trei=
ben
und ſein Befinden keinerlei Auskunft erteilt werden.
Er wird jetzt vollſtändig als Gefangener behandelt. Die
Vorunterſuchung iſt abgeſchloſſen.

Vom Balkan.

Die türkiſch=bulgariſchen Verhandlungen.
* Konſtantinopel, 8. Sept. Einem Communiqué
zufolge wurden die zu Verhandlungen mit der
Türkei hier eingetroffenen bulgariſchen Dele=
gierten
dem Großweſir vorgeſtellt, der in einer kurzen
Anſprache den Wunſch ausdrückte, daß die Verhandlungen
möglichſt raſch zu einem beide Länder befriedigenden Er=
gebnis
führen möchten. General Sawow erwiderte im
gleichen Sinne und drückte die Wünſche für das Glück und
das Wohlergehen des Sultans aus. Nach der Prüfung
der Vollmachten wurde die Sitzung durch den erſten
türkiſchen Delegierten Talaat Bey eröffnet. Die Be=
ratungen
begannen mit dem Gedankenaustauſch über die
Grenz= und Nationalitätenfrage.
* Paris, 9. Sept. Wie der bulgariſche Bevollmäch=
tigte
in Konſtantinopel, Natſchewitſch, dem Korreſponden=
ten
des Echo de Paris erklärt hat, ſollen die Verhand=
lungen
in Konſtantinopel ſich nur auf zwer
Punkte beſchränken: Die Abſteckung der türkiſch= bul=
gariſchen
Grenze und den Austauſch der Kriegsgefangenen
Man werde ſich ſtreng an dieſes Programm halten und
jede Erörterung anderer Fragen ablehnen. Die Frage der
Uebernahme oder Nichtübernahme eines Teiles der tür=
kiſchen
Staatsſchuld durch Bulgarien gehöre lediglich zu
dem Programm der demnächſt wieder zuſammentretenden
internationalen Finanzkonferenz. Die Frage des Ab=
ſchluſſes
eines türkiſch=bulgariſchen Handelsvertrages werde
nach vollſtändiger Herſtellung des Friedens von dem bul=
gariſchen
Geſandten bei der Pforte mit dem Miniſter des
Aeußern der Türkei verhandelt werden.
Die Adrianopeler Frage.
* Adrianopel, 8. Sept. Der Chef und vier
Mitglieder der proviſoriſchen Regierung be=
gaben
ſich nach Adrianopel, wo ſie dem franzöſiſchen Kon=
ſul
als Doyen erklärten, daß ſie ihr Land mit allen Kräf=
ten
verteidigen würden, um nicht unter das Joch
der Bulgaren zu geraten. Sie würden nach=
Konſtantinopel reiſen, um den Entſchluß der Pforte den
Botſchaftern mitzuteilen.
* Konſtantinopel, 8. Sept. Die Muftis, No=
tabeln
und die Ulemas von Gümüldſchina, Dedeagatſch
Tanthi, Koſchikawak, Ehitſchelebi, Dahidere und Kirdſchali
teilten den Blättern telegraphiſch ihren Entſchluß mit.
eine Unabhängigkeitserklärung zu erlaſſen.
Sie begründen dieſe mit der Umwandlung der Moſcheen
in Kirchen und mit der gewaltſamen Bekehrung der Mu=
ſelmanen
zum Chriſtentum, und mit den Grauſamkeiten
deren Wiederholung bei einer zweiten Beſetzung durch die
Bulgaren ſie befürchten. Sie erklären, daß ſie den Kampf.
an dem Griechen teilnähmen, ewig fortſetzen würden und
geben der Hoffnung Ausdruck, daß die Pforte ihre Gebiete
den Bulgaren nicht überlaſſen werde. Nach den Blättern
umfaßt die Unabhängigkeitserklärung das ganze Wilajet
von Adrianopel.
Die ſerbiſch=montenegriniſche Grenzfrage.
* Belgrad 8. Sept. Der montenegriniſche Dele=
gierte
Matanowitſch iſt heute über Fiume nach Cetinje
abgereiſt. Die weiteren Verhandlungen zum Zwecke der
Verſtändigung über die ſerbiſch= montenegrini=
ſche
Grenzfrage werden durch die ſerbiſche Ge=
ſandtſchaft
in Cetinje geführt.
Die albaniſche Frage.
* Rom. 9. Sept. Die Agenzia Stefani meldet aus
Athen: Geſtern abend haben die Vertreter der Groß=
mächte
der griechiſchen Regierung eine Kollektiv=
note
überreicht, in der die Entſcheidungen der Lon=
doner
Botſchaftervereinigung über die Südoſtgrenze
Albaniens enthalten ſind.
Letzte Nachrichten.
* Konſtantinopel, 9. Sept. Ueber die geſtrige
Sitzung der türkiſch=bulgariſchen Konferenz
wird noch bekannt, daß die Verhandlungen einen allgemei=
nen
Charakter tragen. Die türkiſchen Delegierten machten
keine Vorſchläge bezüglich der Grenzlinie und ſtellten keine
Anträge zu der Nationalitätenfrage. Die bulgariſchen De=
legierten
verlangten eine beſtimmte Stellungnahme zu dieſer
Frage. Sie erwarten ſchriftliche Vorſchläge. Die Ver=
ſammlung
beſchloß, zunächſt private Sitzungen abzuhalten
ohne Hinzuziehung von Beiräten und Sekretären und ohne
Abfaſſung von Protokollen. Heute abend findet in dem
Hotel, in dem die bulgariſchen Delegierten wohnen, eine
private Zuſammenkunft der Delegierten ſtatt
* Konſtantinopel 9. Sept. Bulgariſcherſeits
wird erklärt, die Bewegung der Türken in =
müldſchina
iſt das Werk einiger griechiſcher und türkiſcher
Agitatoren. Man iſt überzeugt, daß die Pforte die Be=

wegung mißbilligt und den Rat erteilt, davon abzuſtehen
die Lage durch neue Schwierigkeiten zu verwickeln.

Vermiſchtes.

Der Zentral=Verband Deutſchen
Tonkünſtler und Tonkünſtler=Vereine‟ (E. V.)
Vorſitzender Adolf Göttmann, veranſtaltet in Berlin am 19.
20. u. 21. Sept. ſeine 10. Delegiertenverſammlung im Abge=
ordnetenhauſe
. Der Verband, dem 12 Tonkünſtler= und Muſik=
lehrervereine
Deutſchlands angegliedert ſind, behandelt
in ſeiner diesjährigen Tagesordnung eine Anzahl wich=
tiger
Berufs= und Standesintereſſenfragen, welche die Auf=
merkſamkeit
aller ſchaffenden und ausübenden Tonkünſtlet
und Tonkünſtlerinnen, ſowie aller Muſiklehrer und Muſik
lehrerinnen in weitem Maße verdient. Außer einigen,
auf die innere Organiſation des Verbandes bezugnehmen=
den
Anträge, werden die Herren Sanitätsrat Dr. Pick über
Die Berufskrankheiten im Tonkünſtlerſtande‟, Rechtsan=
walt
Dr. Oſterrieth über Das Stellenvermittelungsgeſetz
und ſeine Folgerungen für die Konzertagenten und die=
ausübenden
Künſtler Rich. J. Eichberg über Die Reichs=
verſicherung
für Angeſtellte und ſeine Mißſtände für den
Muſiklehrerſtand Karl Robert Blum über das dritte
Tongeſchlecht, Rechtsanwalt Leo Kempner über Die Ein
richtung des Rechtsſchutzbureaus Hofrat Dr. Friedrich
Roeſch über Aktuelle urheberrechtliche Fragen ſprechen.
C.K. Die Gründung eines allruſſiſchen
Nationalmuſeums. Der Plan, ein allruſſiſches
Nationalmuſeum zu begründen, der bei dem 300jährigen
Jubiläum des Hauſes Romanow in der Reichsduma ange=
regt
wurde, hat nunmehr, wie im Cicerone berichtet wird,
feſtere Formen angenommen und ſich zu einem höchſt be=
deutſamen
Projekt entwickelt. Den Grundſtock des neuen
Muſeums ſoll die große Rumjanzew=Sammlung in Mos=
kau
bilden, die nach verſchiedenen Richtungen hin ausge=
baut
wird. Das prächtige Haus, in dem das Rumjan=
zew
=Muſeum untergebracht iſt, eine der edelſten Bauten
Moskaus, bleibt erhalten und dient als Kern eines weit
größeren Ganzen; an der Moskwa, einem Teil des Alexan=
derparks
, werden die umfangreichen Neubauten erſtehen,
die ſich um das alte Muſeum zu dem großen National=
muſeum
Rußlands zuſammenſchließen. Die Sammlung
wird nur Dinge enthalten, die ſich auf Rußland beziehen
und zwar ſind neun Abteilungen beabſichtigt; darunter
eine geſchichtliche mit der Sammlung Allrußland die
einen Ueberblick von den Urzeiten des Landes bis auf un=
ſere
Tage gewährt, eine ethnographiſche, die Rußlands
Völkerſchaften in ihrer Entwickelung zeigt, ferner eine
geographiſche und dann die Abteilungen Ruſſiſches
Staatsweſen, Ruſſiſche Wiſſenſchaften
Ruſſiſche
Kunſt‟. Die Reichtümer dieſes umfaſſenden Muſeums
ſollen aber nicht als totes Kapital aufgeſtellt werden, ſon=
dern
man will ſie durch Volksvorträge weiten Kreiſen
lebendig machen und überhaupt die ganze Verwaltung nach
den beſten weſteuropäiſchen Muſtern organiſieren.

Literariſches.

Im Verlage von Hermann Hillger. Berlin
W9, erſchienen folgende Neuheiten (Preis je 20 Pfg.)
Frau Dora Roman von Heinrich Köhler (Band
897 der Roman= und Novellenſammlung); Fünf Mo=
nate
im Paradies, Die Kohlenbrenner
Hochgebirgsgeſchichten von Hans Fuſchlberger; Der
Hochzeitsjunker von Walter von Molo (Band
899); Der Spiegelſaal und andere Erzäh=
lungen
von Lu Volbehr (Band 898): Graf
Glasgow Roman von Eufemia, Gräfin vion Ad=
lersfeld
=Balleſtrem (Doppelband 900/901); Der
Rotkopf Schwanengeſang von Margarete
von Oertzen (Band 903); Der Schatz von Sie=
vengade
von Annemarie von Nathuſius (Band
895); Künſtlerherzen zwei Strandgeſchichten von
Holger Drachmann (Band 902).
Der portugieſiſche Korreſpondent
Handbuch für den portugieſiſchen kaufmänniſchen Brief=
wechſel
zum Selbſtunterricht und zum Gebrauch an Unter=
richtsanſtalten
. Auf Grund des Werkes von C. Spöhrer
Der deutſche Korreſpondent, bearbeitet von Luiſe Eyy
Lehrerin der portugieſiſchen Sprache am Kolonialinſtitut
in Hamburg. Kleinoktavformat, 210 Seiten, 3 Mark;
Großoktavformat mit erläuternden Randbemerkungen, 150
Seiten, 3,50 Mk. Verlag von Wilhelm Violet in Stutt=
gart
. Der vorliegende Band iſt wohl das erſte in Deutſch=
land
erſchienene Werk über portugieſiſchen Handelsbrief=
verkehr
, das die neue Münzwährung (Escudo und Cen=
tavo
ſtatt Milreis und Reis), ſowie die neue Orthographie
berückſichtigt. Was dem Buche ſeinen ganz beſonderen
Wert verleiht, iſt, daß es eine ſinngemäße, ungezwungene
Uebertragung des deutſchen Korreſpondenzbandes der=
ſelben
Sammlung darſtellt, die auch ein engliſches, fran
zöſiſches, italieniſches, ſpaniſches und ruſſiſches Gegenſtück
enthält.

Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)

* Köln, 9. Sept. Im Befinden des Schrittmachers
Meinhold iſt ſeit geſtern eine Beſſerung eingetre=
ten
, die anhält. Die Aerzte hoffen, ihn am Leben zu er=
halten
.
* Wien, 9. Sept. Heute vormittag fand die feierliche
Eröffnung der 14. Tagung des internationalen
Statiſtiſchen Inſtituts durch den Präſidenten
Senator Bodio=Rom in Anweſenheit des Protektors
Erzherzog Leopold Salvator, der Miniſter, der Spitzen und
einer großen Anzahl von Vertretern des In= und Aus
landes ſtatt.
* Wien, 9. Sept. Heute vormittag eröffnete der Proc
tektor Erzherzog Leopold Salvator den zweiten in
ternationalen Kongreß für Rettungsweſen
und Unfallverhütung, an dem die hervorragendſten
Vertreter des Rettungsweſens aller Staaten und 1500= Ab=
geordnete
teilnahmen.
* Paris, 9. Sept. (Agence Havas.) Als geſtern abend
in Homecourt ein Gendarm einen Mann feſtnehmen
wollte, der einen Briefträger angegriffen hatte, wurderer
von fünf Männern umringt, die ihn ſchlugen und den Ge=
fangenen
zu befreien ſuchten. Der Gendarm zog den Re=
volver
und verwundete einen Angreifer, einen Deutſchen
namens Mohr, ernſtlich an der Kehle. Ein Gendarmerie=
wachtmeiſter
kam dem bedrängten Beamten zu Hilfe und
verhaftete einen Angreifer, der ebenfalls Deutſcher iſt.

H. B. Neu=York, 9. Sept. Die für geſtern geplante=
Schluß=Abſtimmung des Bundes=Senats
über die Tarifbill iſt in letzter Stunde durch ein
Verſchleppungsmanöver der republikaniſchen Gegner der
Bill verhindert worden und findet vorausſichtlich heute

Großherzogliches Hoftheater.

Dienstag, den 9. September.
Savalleria ruſticana. Der Bajazzo.
W.l. Die beiden unzertrennlichen neuitalieniſchen
Opern und Tragödien der Leidenſchaft gelangten heute
abend wieder zur Aufführung und beſtanden von neuem
die Probe auf ihre Zugkraft. In dem Mascagniſchen
Einakter, den Herr Kapellmeiſter Lert mit Tempera=
ment
dirigierte, wurden viel tonlicher Aufwand und ſtimm=
liche
Schönheit entfaltet. Frau Callwey, die erſtmalig
die Santuzza ſang, vereinigte die für dieſe Rolle erforder=
liche
Leidenſchaft der Darſtellung mit dramatiſcher Verve
des Vortrags und ſouveräner geſanglicher Behandlung
der Partie, ſo daß man nach dieſer zweiten bedeutenden
Leiſtung der Sängerin den Eindruck gewinnen mußte, daß
das Hoftheater mit ihr eine gute Akquiſition gemacht hat.
Stimmlich und geſanglich von ſeiner beſten Seite zeigte
ſich Herr Globerger als Turriddu, deſſen Organ ſo
friſch und voll erklang, wie ſelten zuvor. Nur eine beſſere
Haltung müßte ſich Herr Globerger noch aneignen.
Herr Semperſſang die Partie des Alfio mit der ſtimm=
lichen
Wucht und den ſchweren dramatiſchen Akzenten, die
ihrem Charakter entſprechen. Fräulein Schaub als
Lola ließ in ihrem Vortrag bemerkenswerte Fortſchritte
gegen früher erkennen; hoffentlich werden wir ſie jetzt wie=
der
häufiger in Opernpartien hören. Neu als Lucia war
Fräulein Liſchke, die über gutes ſtimmliches Material
zu gebieten ſcheint, in ihren Bewegungen aber 2u.

jugendlich und im Spiel noch etwas unausgeglichen
war.
Die von Herrn Hofkapellmeiſter de Haan geleitete
Aufführung des Bajazzo brachte ebenfalls durchweg ge=
lungene
Leiſtungen. Die Partie des Bajazzo gehört zu
den beſten des Herrn Becker, deſſen Vortrag ſich dem
realiſtiſchen Stil der Oper ganz beſonders gut anpaßt und
der auch in ſeiner Darſtellung der Rolle ein impulſives
Temperament entfaltet. Frau Kallenſee, die wieder
die Nedda ſang, bot eine in Geſang und Spiel ausgegli=
chene
und künſtleriſch gereifte Leiſtung. Beſonders gut
gelang heute das große Duett zwiſchen ihr und Herrn
Semper als Silvio im erſten Akt, das an beide hohe
Anforderungen ſtellt. Herr Bernhardt ſſang wieder
den Harlekin. Als Tonio=Taddeo trat der neu engagierte
Bariton Herr Hans Bertram zum erſten Male in einer
größeren Partie auf. Da er als Nachfolger des Herrn
Weber einen ſchweren Stand hatte, iſt es um ſo höher zu
bewerten, daß er in Ehren beſtand. Seine Stimme, dem
Charakter nach mehr ein Baßbariton, iſt ſehr ausgiebia
und in allen Lagen gleichmäßig ausgebildet. Der Vortrag
läßt erkennen, daß Herr Bertram etwas Tüchtiges gelernt
hat und mit Geſchmack und Intelligenz zu ſingen weiß,
nur könnte er ſein Organ, anſtatt es zu forcieren, eher
etwas mäßigen. Auch die Darſtellung zeugte von künſt=
leriſcher
Auffaſſung und Verſtändnis. Die Frage, ob Herrn
Bertrams Organ und Vortrag ſich auch für rein lyriſche
Partien eignen, muß einſtweilen offen bleiben.
Im zweiten Akte wäre etwas weniger Realiſtik und
etwas mehr Licht erwünſcht.

[ ][  ][ ]

Nummer 212.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.

Seite 7.

att. Es iſt jedoch nicht zu befürchten, daß die Annahme
er Vorlage dadurch in Frag= geſtellt werde. Die geſtrige
eilabſtimmung über den Antrag der Republikaner, auf
Volle einen 15prozentigen Einfuhrzoll zu legen, offenbarte
ine unvermutet große Mehrheit der Tarifpartei. Sämt=
che
Demokraten ſtimmten gegen den Antrag. Die An=
ahme
der Tarifvorlage im Senat iſt ſomit gewiß.
Neu=York, 9. Sept. Die im Hudſonfluſſe auf=
efundenen
Leichenteile ſind die der Tochter eines
eutſchen namens Sternmann, die ſeit acht Tagen ver=
hwunden
war. Der Vater beſchuldigt in einem Briefe
n den Verwalter des Leichenſchauhauſes in Neu=Jerſey
nen Neu=Yorker Arzt und einen früheren Zuchthäusler
*c Beihilfe.
Weinbaukongreß.
* Mainz, 9. Sept. Nach Eröffnung der dritten Kon=
reßſitzung
heute vormittag um 9½ Uhr durch Reichsrat
uhl hielt Bürgermeiſter Dr. Hecker=Barr i. E. einen
fortrag über Malzwein‟ Die Herſtellung von Malz=
ein
ſei nicht im Intereſſe des Weinbaues gelegen und es
üßte dagegen energiſch Front gemacht werden. Auf
rund des Weingeſetzes, das verbiete, weinähnliche Ge=
änke
nachzumachen könne die Malzweinfabrikation un=
rdrückt
werden. Den Schluß der fachwiſſenſchaftlichen
erhandlungen des Kongreſſes bildete der Vortrag des
berlehrers Höckermann von der Königlich Preußiſchen
ehranſtalt für Wein=, Obſt= und Gartenbau zu Geiſen=
im
über den gegenwärtigen Stand der Abſtinenzbewe=
ung
. Um 12 Uhr ſchloß ſich in der Stadthalle eine der
ichtigſten und intereſſanteſten Kongreßveranſtaltungen.
ine Koſtprobe heſſſiſcher Weine, an. Es be=
nden
ſich unter den 273 Sorten Weine mit tatſächlichen
erkaufspreiſen bis zu 25000 Mark für das Stück. Mor=
n
vormittag machen die Kongreßteilnehmer einen Aus=
ug
mit dem Schiff nach Nierſtein und von da mittags
Sonderzug nach Oppenheim. An beiden Plätzen fin=
n
Begrüßungen durch die Ortsbehörden ſtatt. Abends
folgt die Rückfahrt nach Mainz. Als Schlußveranſtal=
ung
folgt am Donnerstag eine Feſtfahrt auf dem Rhein
s zur Loreley und auf der Rückfahrt ein Beſuch von
ingen und dort eine Begrüßung durch die Bürger=
eiſterei
.
Ein Dementi.
* Berlin, 9. Sept. Gegenüber der Meldung eines
erliner Blattes Oeſterreich habe von der deutſchen
egierung die Entfernung des Konſuls Schlieben
s Belgrad gefordert, worauf dieſem nach langem Zögern
r Poſten außerhalb Europas angeboten worden ſei, ſtellt
Norddeutſche Allgemeine Zeitung feſt, daß die Verſetz=
g
. Schliebens an zuſtändiger Stelle ohne Anregung von
itter Seite ſchon vor längerer Zeit als notwendig er=
int
und beſchloſſen worden ſei. Die Ausführung dieſes
ſchluſſes wurde bis jetzt vertagt, weil während der krie=
riſchen
Ereigniſſe am Balkan aus naheliegenden Grün=
n
ein Wechſel in der Beſetzung des Belgrader Poſtens
rmieden werden ſollte.

Briefkaſten.

M. H. Nach § 324 B. G.=B. behält der Friſeur ſeinen
tſpruch auf Zahlung des Abonnementspreiſes. Er muß
jedoch das aufrechnen laſſen, was er infolge der Nicht=
ſtung
erſpart hat.

AEs wäre ein Fehler der Mutter, die Ernährung des
Kindes mit Kufeke zu unterbrechen, nachdem der
Darmkatarrh, bei dem ſich Kufeke als Nahrung
beſtens bewährt hatte, geſchwunden iſt. Bei anderer
Nahrung könnten leicht Rückfälle eintreten. Konſequent
mit Kufeke ernährte Kinder zeichnen ſich durch
kräftige Entwicklung und geſunden Schlaf aus. (IV,18760,74
e balbar, naturgetreu, Dr. Kuhns
Locken Sadulinwaſſer, 1.00, 0.80, 0.60,
Pomade 1.50, 1.00. Franz Kuhn, Kron.=Parf.,
Nürnberg. Hier: F. B. Grodhaus, Seifenf.
a. weiß. Turm, ſowie in Apoth., Drog. u. Parfüm. (V,7300
50

n von voreügl. Wirlung
SW-Saibe M. 1.30 gegen Flechten, offene
Wunden, Rheumatismus, Nervosität, -
merrhoiden
u. a. Verlangen Sie Prospekt

mit Heilberichten (gratis) durch d. Fabr.
on
Hans Heiss, Darmstadt, Ross-
dörferstrasse
22. Zu haben in Apotheken od. durch
(18172a
Vermittlung. der Fabrik.
INSEEEEEMMEMMMEEERSMMMMMMRME2e
Verlobten
2
die ihr künftiges Heim gediegen, ge-
5 schmackvoll und modern einrichten
wollen, wird eine Besichtigung meiner
feinbürgerlichen
Wohnungseinrichtungen
empfohlen. Meine Möbel zeichnen
sich aus durch künstlerische Formen-
schönheit
, grundgediegene Qualität u.
infolge niedrigsterGeschäftsspesen durch
5
besondere Preiswürdigkeit.
OTTO KUNKEL
Gr. Ochsengasse 21/23. Tel. 287.
5
(16984a
IIIIIIWGEEEEEEEEEETEEEEETEEEEEEMEEE

Auſere Zeit gleicht dem Wucherer, denn jedermann
zahlt ihr höchſten Zins. Die Anſprüche an die
geiſtigen und körperlichen Kräfte des Einzelnen ſteigen,
die Steuern wachſen, und die Lebensmittelpreiſe gehen
immer höher. In dieſem Kampf ums Daſein kann ſich
dem Familienvater die Lebensgefährtin als beſter Bei=
ſtand
erweiſen. Sie ſucht unnötige Ausgaben zu ver=
meiden
und beſonders im Haushalt am richtigen Orte
zu ſparen. Durch entſprechende Verwendung der aus=
gezeichneten
Maggi’s Würze, Suppen und Bouillon=
würfel
vermag ſie z. B. den teuren Fleiſchkonſum ein=
zuſchränken
, ohne daß die Familie dadurch eine weniger
nahrhafte und wohlſchmeckende Koſt erhielte.

Dampfernachrichten.

Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Cleveland 5. Sept. 8 Uhr 30 Min. morgens in Boſton.
Imperator, von Neu=York kommend, 6. Sept. 4 Uhr
morgens Dover paſſiert. Preſident Grant, von Neu=
York kommend, 6. Sept. 5 Uhr 30 Min. morgenn von
Cherbourg. Pretoria, von Neu=York kommend, 6. Sept.
8 Uhr morgens in Hamburg. Weſtindien, Mexiko:
Frankenwald‟ 5. Sept. in Veracruz, ausgehend. Sachſen=
wald
nach Weſtindien, 6. Sept. 3 Uhr 20 Min. morgens
Cuxhaven paſſiert. Ypiranga nach Havana und Mexiko,
5. Sept. 6 Uhr abends von Vigo.
Verſchiedene
Fahrten: Edea von Weſtafrika kommend, 5. Sept.
5 Uhr 30 Min. nachm. in Hamburg. Nordmark nach
Indien, 5. Sept. in Port Said.

Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.

Während über dem Feſtland noch faſt überall hoher
Druck lagert, der uns geſtern warmes und trockenes
Wetter und nachts ſtarke Abkühlung (Lauterbach Min. 29)
brachte, iſt von Norden her ein Teiltief vorgedrungen
und wird uns morgen beeinfluſſen. Wir werden daher
wolkiges, doch noch meiſt trockenes Wetter zu erwarten
haben.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 10. Sep=
tember
: Trüb und wolkig, noch meiſt trocken, warm.

Tageskalender.

Großh. Hoftheater Anfang 7½ Uhr. Ende gegen
11 Uhr (Ab. B): Fauſt
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. Bürgerkeller um
8 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Expedition Rhein=
ſtraße
23): Von der Herbſtparade in Berlin, Vorbei=
marſch
der Garde=Infanterie. Die tollkühne Flugleiſt=
ung
des Fliegers Pegoud, der Flieger Pegoud im Appa=
rat
, der ſich überſtürzende Apparat in der Luft. Die
Oder mit Hanſa= und Baumbrücke in Stettin aus der
Vogelſchau. Siegesfeierlichkeiten in Serbien, König
Peter dekoriert den heimkehrenden Kronprinzen
Alexander.

Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 11. September.

Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr in der
Ludwigshalle‟.
Gewerbe=Muſe um, Reckarſtraße 3. Täglich geöfnet
von 1112½ Uhr, Sonntags von 111 Uhr. Ein=
tritt
frei.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

60

nach rulsner Art
nach Münchner Art
Hell Export Büc
feinste Tafelbiere
in Flaschen und Byphons.

826a3

mmmmmmmmmmmmmmmmmmmimmmmmmmmmmmmmmimmmmiim
Immmmmmmmmmmmmmmmmig
mmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmimmmmmmmim
Das harmſtädter Taablatte

erſcheint vom 1. Oktober an
-ſiebenmal wöchentlich.
mmmimmmmmmmmmmmmimmmimmmmmmiimaimhimf
mimmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmimmmmimmn
Aimmmmmmmimmmmaammmmm

Ecke Kirchstraße u. Schustergasse

Schwarz-weiße Rabattmarken

Billigste Preise!

[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.

Nummer 212.

Bessere und beste
Daiell- Wasere
vorzüglichster Ausführung,
zu äußerst billigen Preisen!

Tag-Hemden
Reform-Hemden
Nacht-Hemden
Nacht-Jacken
Beinkleider

Unter-Taillen
Matinées
PrinzeB-Röcke
Stickerei-Röcke
Anstands-Röcke

Solide Gebrauchs-Wäsche . . . . . zu Mk. 2.00, 2.25, 2.50, 2.75
Elegante Ausstattungs-Wäsche . . zu Mk. 3.00, 3.50, 4.00, 5.00
He
Brüsseler und Wiener Modell-Garnituren
im Preise bedeutend ermäßigt!

SPEZIAL-GESCHAFT

23 Ernst-Ludwigstrasse 23.

(25ge

18815


Frivar Handeisschule

Schulstrasse 1 Leiter: Oskar Dierker Schulstrasse 1
Gegründet 1899
Die Handelskurse für Fortbildungsschüler beginnen am 1. Oktober.
(Der Unterricht befreit von der obligatorischen Schule.)
Privat-Handelskurse für Damen und Herren beginnen am 1. Oktober.
Einzelfächer. Eintritt nach Wunsch. Rechtzeitige Anmeldung erbeten. (17823a

Darmstädter
Sprach- u. Handelsschule
Leiter: Emil Held u. Hieron. Schneider.
Am 7. Oktober beginnen neue:
Jahres-Kurse Halbjahres-Kurse kürzere Kurse
in allen kaufmännischen Fächern, Stenographie
N
und Maschinenschreiben, sow. fremden Sprachen.
Anmeldungen erbitten wir baldigst.
Prospekte und Auskunft kostenfrei.
LZZ

Lohkuchen
vorzüglich zum Feueranmachen u.
Weitererhalten, werden, per 100
Stück zu Mk. 1.70, bei Abnahme
von 500 Stück u. mehr per 100 Stück
Mk. 1.60, frei ins Haus geliefert.
Beſtellungen per Poſt erbeten.
Jacob Pfeiffer, Lederfabrik,
Eberſtadt. (18812mm

Für Theater u. Ball. 228
Seid. Tüll= u. Chiffonkoſtüme,
neu, reich mit Perlen u. Seiden=
ſtickerei
, div. helle Farb., von 10
an. Mühlſtr. 26, II., r. (18784mfs

Woog, am 9. September 1913.
Waſſerhöhe am Pegel 3,75 m.
Luftwärme 160 C.
Waſſerwärme vorm. 7¼ Uhr 18%C.
Woogs=Polizeiwache.

National-Kontrollkasse
wenig gebraucht, und

neuer Grammophon
mit 30 Platten iſt ſehr preiswert
zu verkaufen. Offert. unt. P 15
an die Exp. ds. Bl.
(18776

Große eiſerne
Bettstelle
mit Matr. für 10 Mk., ſowie ein
gr. Schneidertiſch billig zu verk.
8195md) Karlſtraße 11, 2. St.

hoo ert. Nachhilfe in
Akademikrt gymn. Fächern u.
überwacht Schularbeit. Stunden=
preis
80 Pf. Off. P18 Exp. (*8147

können unsere Schüler schreiben
wenn sie es nach dem
ast-System
auf 21 neuen Schreibmaschinen
gelernt haben. (15834a
Näheres durch Prospekte in der


S
8

Diplomhandelslehrer und gericht!.
beeidigter Bücherrevisor.

Mathematik

d. akadem. gebild. Lehrer. Vorbrtg.
a. Einj.=, Finanz=, Geom.=, Matur.. Vorexamen. Nachhilfe. Sorgfält.
ſchnelle Förderung. Mäß. Honorar.
Wittmannſtr. 30, I.
(B16595
ung Ihre Hüte können
Dutz-Kurs. Sie ſelbſt machen,
wenn Sie an einem Putz=Kurs
teilnehmen. Frau T. Kredel,
jetzt Heinheimerſtr. 22. (*7928oim
P
im Weißnähen,
Anterrichl Kleidermachen und
allen Handarbeiten erteilt (18754a
E. Müller-Stein, Heinheimerſtr. 76.

Die gemeinschaftlichen riesigen Einkäufe der vier
Betten-Spezial-Geschäfte Buchdahl Mainz, Darmstadt,
Frankfurt, Karlsruhe ermöglichen den Verkauf der
besten Fabrikate zu den allerbilligsten Preisen.

Bestes Fabrikat.
Schöne Bettstelle
mit Patent- 9
matratze 23.

Pedern, Dannen
Kinderbetten
Holzbetten
Metallbetten
Messingbetten
Chaiselo gue-Beiter
Patent-Hatratzen

Seegrasmatratzen 17.50, 11., 9.75
Wollmatratzen . 27., 24., 22.50
Eigene
Kapokmatratzen 55., 48., 39.
Polsterei.
Haarmatratzen 125.-, 95., 65.
Federdeckbetten . . . 21.-, 18.50, 16.25, 13.50
Daunendeckbetten . . 32.-, 28.-, 23.-, 20.50
Kissen
. . . . 9.75, 8.50, 7., 5.75, 4.

Spezial-Haus

(1881:
Markt 1
Buchaarf rel.2iss

gay für Beamte, Kaufleut
Krankenhusse und Gewerbetreibend
zu Darmstadt.
Sonntag, den 21. Sept., vorm. 10 Uhr:
ecorf
ſe
Maasstkerdentiene Geheldl-Versammlunt
im Lokale des Mitgliedes Herrn Adam Arheilger,
Darmstadt, Schuchardstrasse.
Beratung der neuen Satzung.
Tagesordnung. wahl des Aufsichtsrats.
(18478s
Der Vorstand, I. A.: C. Kaiser, Vors.

3
Achtung!! Preiskegter!!
Nur noch dieſe Woche u. zirka 200 Nummern
zu werfen. Höchſte Nummer bis dato 20 Holz.
Preiſe 70 Mk., 50 Mk., 30 Mk. uſw.
Schluß des Kegelus: Samstag, den 13. ds. Mts.
Zu gleich. Zeit ab 8 Uhr Stechen u. darauff. Preisverteilung.
3 Wurf 20 Pfg. 3 Wurf 20 Pfg.
Es ladet freundlichſt ein
(*8201
Carl Gilberg, 12 Viktoriaplatz 12.
KXZZZZZZZZZ&Z&

Bitte leſen!
Erlaube mir, bekannt zu machen,
daß ich hier eine
(*8197
Umfaſſonierungs-
Aufalt
eröffnet habe. Herren=, Damen=
u
. Kinder=Filzhüte, ſowie Samt=,
Plüſch= und Linonhüte werden
ſtets nach gewünſchten u. neueſten
Modellen umfaſſoniert, wie auch
weiße Hüte tadellos gereinigt.
Prompte u. billige Bedienung.
J. Kiffel,
Lichtenbergſtraße 73.
ettſt. m. Matr., Keilk. u. Unterbett
-8193md) Pallaswieſenſtr. 15, II.
Ohheitze
4 Spertsitze
Eckplätze, 4. Reihe, Nr. 89 u. 90 D,
zuſammen abzugeben. Näheres
Hochſtraße 37, 1. St.
B18781)
Großherz. Hoftheater
Mittwoch, den 10. Sept. 1913.
3. Abonnem.=Vorſtellung. B 1.
Neu einſtudiert:
Fauſt.
Tragödie von Goethe.
Muſik von Eduard Laſſen.
Erſter Abend.
Spielleiter: Hans Baumeiſter.
Muſikaliſcher Leiter: Erich Kleiber.
Vorſpiel auf dem Theater.
Perſonen:
Der Direktor . . Br. Harprecht
Theaterdichter . . Heinrich Hacker
Luſtige Perſon . A. Waſſermann
Prolog im Himmel.
Perſonen:
Der Herr
Heinrich Hacker
Raphael,) die drei Herta Alſen
Gabriel, 7 Erz= Eliſabeth Horn
Michael ) engel Sofie Doſtal
Mephiſtopheles . Kt. Weſtermann
Der Tragödie erſter Teil
(I. Abteilung) in 4 Akten.
Perſonen.,
in der Tragödie:
Fauſt
Hs. Baumeiſter
Mephiſtopheles . Kt. Weſtermann
Wagner .
. . Herm. Knispel
Brander,
Rich. Jürgas
Froſch,
Stu= Georg Weber
Altmeyer, denten Adolf Klotz
Siebel.
L. Schützendorf

Ein Schüler
Die Hexe
Meerkater .
Meerkatze .
Erdgeiſt .
Erſter
Zweiter
Erſter
Dritter
Erſtes
Erſter
Fünfter

. Frz. Schneide
Paul Eisner
Erna Stoffer
Math. Harre
Johann. Heit
Emil Kroczak

Schüler Ferdin. Stau
Paul Peterſe
Zweiter Bürger Adolf Jordan
Frz. Herrman
Bürger= Hede Schaub
Zweites/mädchen Käthe Gothe
Fr. Jachtmar
Zweiter Hand= A. Fleiſchmat
Dritter werks= Ludwig Wen
Vierter burſche Br. Waigand
Hans Debus
Dienſt= Eliſabeth Ho

Erſtes
Zweites mädchen Ellen Widman
Otto Sempel
Ein Bettler.
Ein altes Weib . Agn. Wisthal=
Auguſt Kräge
Ein alter
Bauer
Otto Thomſe
Ein junger
Die Tänze und Gruppierung
ſind von der Ballettmeiſterin He
wig Ehrle einſtudiert.
Geſtaltung d. Bühnenbildes: He
theatermaler Kurt Kempin u. M
ſchineriedirektor E. Schwerdtfeg
Nach dem 2. Akte der Tragöi
findet eine Pauſe von 20 Min. ſta=
Preiſe der Plätze (Ge=
Preiſe): Sperrſitz: 1.13. Rei
4.20 , 14.20. Reihe 3.40 , P
terre: 1.5. Reihe 2.90 , 6.
Reihe 2.35 , Proſzeniumslo=
6.20 , Mittelloge 6.20 , B
konloge 5.20 , I. Rang 4.70
II. Rana: 1.6. Reihe 2.70
7. u. 8. Reihe 2.15 , I. Gale
1.35 , II. Galerie 75 .
Jeder Theaterbeſucher hat a
Grund ſeiner Eintrittskarte das A
recht, am Abend beim Billette
unentgeltlich ein Exemplar
Programmbuches zu beziehen.
Anf. 7½ U. Ende gegen 11
Kartenvk. v. 9½1½ u. v. 6½ U.c
Vorverkauf f. die Vorſtellunge
Donnerstag, 11. Sept. 4. A
Vorſtell. C 2. Neu einſtudier
Goethe’s Fauſt=Tragöd
2. Abend: Der Tragödie erſ
Teil, zweite Abteilung. Gewöh
Preiſe. Anfang 7½ Uhr. (Ver
beſondere Anzeige.)
Freitag, 12. Sept. 5. Ab.=T
D 1. Die ſchöne Helen=
Kleine Preiſe. Anfang 7½ U
Samstag, 13. Sept. Keine Vi
ſtellung.
Sonntag, 14. Sept. 6. Ab.=T
D 2. Lohengrin. Gewöh=
Preiſe. Anfang 6½ Uhr.

[ ][  ][ ]

Nummer 212.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.

Seite 9.

B

A

Telephon 173
Rheinstrasse 6
Telephon 173
Nur 3 Tage! bringt mit alleinigem Erstaufführungsrecht für Darmstadt den grossen Monopol-Schlager Nur 3 Tage!
Eus Schenlinis Verrendreau Kichiond
Das gewaltigste Detektiv-Drama der Gegenwart in 4 Akten. Glänzende Photographie.
Ein Mädchen aus den Schären
Ergreifendes Drama.
Die Klostermauer
Die Schlacht an der Bregalnitza
Koloriertes und gutgespieltes Drama.
Ereigris aus dem Kriegsjahr 1913.
Maxens Hut
U.=C.-Wochenbericht.
Max Linder in seiner Glanzrolle.
18825
Die Meerschweinchen.
Künstler=Konzert.

Tannforsen=Fälle
Herrliche Naturaufnahmen.

Man versäume nicht, sich dieses Riesenprogramm anzusehen!

Uer

bietet in diesen Tagen dem verehrten
Publikum ein wirkliches
Großſtadt= Programm.
Von hervorragender Wirkung ist der Film
Auf falscher Bahn
Grosses Filmschauspiel in 2 Akten
Ein hochinteressantes Drama aus der modernen Gesell-
schaft
, das in Höhen und Tiefen menschlicher Leiden-
schaften
führt. Hervorragende Darstellung im Rahmen
einer in allen Details ausgezeichneten Regie, ein Bild in
höchster Vollendung.
Als weitere Sensation
Du sollst Vater und Mutter ehren
Eine ergreifende Erzählung aus Stadt u. Land in 3 Akten.
Noch nie ist ein Drama von solch überwältigender Wir-
kung
gezeigt worden. Szenen von geradezu erschütternder
Tragik und Lebenswahrheit enthält dieser Film, vertieft
durch das unvergleichlich seelenvolle Spiel erster Bühnen-
künstler
. Jedermann muß dieses Drama sehen.
Eine weitere Glanznummer
3 4
5
Die Stüdenein
Roman aus dem Leben in 2 Akten.
Die Schilderungen des russischen Charakters, wie sie uns
durch Tolstoi und andere berühmte Autoren nähergebracht
wurden, haben das Interesse weitester Kreise auf die eigen-
artigen
Verhältnisse gelenkt, die Schicksale von solcher
Tragik, wie in diesem Bilde geschildert hervorbringen.
Die 3 Schwiegermütter
eine Perle des Humors, nichts als Lachen!
Dick und Harrys Abenteuer
überwältigende Komik.
(18808
Insel Sizilien
wunderbare Naturaufnahmen. Prachtvoll koloriert.
Illustrierte Wochenschau.
Einlagen nach Bedarf. Ein Besueh lohnt.
Gute Ventilation. Sinngemäße künstlerische Mu-
sikbegleitung
. Eintrittspreise wie gewöhnlich.
Nur vom Besten das Beste!

Vorzügliches neues
P
Saderkrauf
Prima mageres
M
AMHleigale
Vorrlleisch
Prima pommersche
*V
Ind
Kocherrhaldt
empfiehlt billigst

L.

a
A. Teltig
Karlstrasse 47.
Telephon 641.
(11ero7

Bürger=Keller
Täglich Konzert
Salon-Damen-Orchester. Dir. W. Langer.
Stets freier Eintritt. (18801a

Schmierkäſe.
Jeden Donnerstag
Frischen Schmierkäse, feinsten
sauren Rahm, feinste Land- u.
Tafelbutter, grosse speckige
Bauernhandkäse
Aepfel
3 Pfund 45 Pfg.
(B18223
empfiehlt
Friedrich Schneider.
Ludwigshöhſtraße 19.

Spaniſche
Rot- und
Weissweine
per Liter von 70 Pfennig an.
Bei 10 Liter Preisermäßigung,
empfiehlt
Spaniſche Weinhalle,
Mathildenplatz 8, Telephon 1936
u. Nieder=Ramſtädterſtr. 45. (17950a

Schrank, Waſchkommode, gr.
Kiſte u. Gasherd zu verk.
*8097) Roßdörferſtr. 46, 1. St. I.

Dameeltaſchen =Diwan, Wert
K. 100 Mk., wegen Wegzug für

58 Mk. zu verkaufen. Viktoria=
(*8171
ſtraße 25, 3. Stock.
ganz neu, ver=
Chaiselongue ſtellbar, und
Küchen=Einricht., Pitſchpine=Holz,
hochmodern, ſehr billig zu verkauf=
*8205) Heinheimerſtr. 42, part.

Akkordzither, neu, 15 Mk., Hänge=
Alampe, Zarmia 15 Mk., Kinderbet
m. Matr. 14 Mk. Moſerſtr. 3, II. (VI.,1852s

Sofa, aufgepolſt., 15 Mk. (*3183
Pankratiusſtr. 69, 1. St.
Einige gut 3
erhaltene Porzellanöfen
billig zu verkaufen. Einzuſehen vor=
mittags
von 1012 Uhr Frank=
(18491sm
furterſtraße 48.

Restaurant Sitte
empfiehlt während der Saison, täglich frisch,
von 6 Uhr abends ab:
Feldhuhn mit Kraut u. Kart.-Brei
sowie
Hasenbraten
in bekannt feinster Zubereitung.
(*8189ms

Beliebt ist
ein Ausflug in das
reizend gelegene
Rheinhotel Nierstein.
Bekannt durch seine Küche und Weine.
Schattige Rheinterrassen, großer Saal,
Autogarage, Stallung Fernspr. 31.

[ ][  ][ ]

Eiſenbahnminiſter und Poſtbeamten=
wünſche
!

Aus Poſtbeamtenkreiſen geht uns folgende Zuſchrift
zu: In Ihrer Nr. 210 vom 8. September 1913 veröffent=
licht
der Vorſtand des Eiſenbahnaſſiſtentenverbandes einen
Artikel, in dem Vergleiche zwiſchen den Eiſenbahn= und
Poſtaſſiſtenten angeſtellt werden und insbeſondere der
Gleichſtellung beider Beamtenklaſſen das Wort geredet
wird. Dieſer Artikel, der faſt in allen kleinen und mitt=
leren
Blättern erſchienen iſt und in mehr oder minder ver=
ſchärfter
Form die Poſtbeamten herabzuſetzen ſucht, ſtammt
anſcheinend aus der Feder von Perſonen, die, ohne je ſelbſt
Beamte geweſen zu ſein, niemals als ſolche denken und
fühlen gelernt haben. Wenn die Ausführungen in der
Nr. 210 im zweiten Abſatz mit folgendem Satz beginnen:
Für den Laien iſt es ſchwer, wenn nicht unmöglich, zu
entſcheiden, wer Recht und wer Unrecht hat, weil gerade
in Beamtenfragen Vergleiche einzelner Rang= und Ge=
haltsklaſſen
eine genaue Kenntnis der in Betracht kom=
menden
Einzelheiten der Vorbildung, Ausbildung, Prü=
fung
, dienſtlichen Beſchäftigung und ſonſtigen zu berück=
ſichtigenden
Verhältniſſe vorausſetzen ſo ſtimmen wir
dem voll und ganz zu. Man verſchone dann aber auch den
Laien und die Oeffentlichkeit mit derartigen unſachlichen
Artikeln.
Eine Beamtenorganiſation ſollte wiſſen, wo ſie ihre
Ausführungen zu machen hat und daß es dem Anſehen
der Beamtenſchaft erheblichen Abbruch tun muß, wenn ſie
ihre Streitigkeiten vor der Oeffentlichkeit austrägt, anſtatt
ſie an der einzig richtigen Stelle in der Fachpreſſe .
zu führen.
Gleichwohl werden aber die mittleren Poſtbeamten
auch fernerhin den Boden der Sachlichkeit nicht verlaſſen.
gleichviel ob man auf jener Seite verleumdet, entſtellt oder
verſchweigt, ſie verzichten daher auf eine tatſächliche Er=
widerung
der von den Eiſenbahnern gegen ſie in der Ta=
gespreſſe
gerichteten Angriffe und behalten ſich vor, an ge=
eigneter
Stelle das Rötige zu ſagen.
Guidquid agis, prudenter agas et respice finem.
T.

Landwirtſchaftliches.

Kurzer Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 2. bis 8. September 1913.
Die Aufwärtsbewegung auf dem amerikaniſchen Mais=
markte
hat in der Berichtswoche weitere Fortſchritte ge=
macht
. Nach Anſicht des bekannten Ernteſtatiſtikers Snow
ſteht drüben ein um 2025 Millionen Tonnen geringeres
Ergebnis in Ausſicht als im Vorjahre, in dem die Mais=
produktion
annähernd 80 Millionen Tonnen betragen
hatte. Angeſichts dieſer Verhältniſſe rechnet man mit der
Möglichkeit, daß die amerikaniſchen Landwirte dem Man=
gel
an Mais durch Verwendung von Weizen zu Futter=
zwecken
abzuhelfen ſuchen werden, Zunächſt mag wohl
der Umſtand, daß die Weizenpreiſe drüben in keinent rech=
ten
Verhältnis zu den Preiſen für Futterſtoffe ſtehen, die
Landwirte veranlaßt haben, mit dem Verkauf ihres Wei=
zens
etwas mehr zurückzuhalten, und die Folge davon war
eine Steigerung der amerikaniſchen Weizenpreiſe. Die
feſtere Tendenz, die ſich hiervon ausgehend auf dem Welt=
markte
Geltung verſchaffte, konnte auch in Deutſchland
nicht ohne Einfluß bleiben, zumal das inländiſche Angebot
ſich etwas vorſichtiger zeigte Allerdings vermochte ſich die
damit zuſammenhängende Preisſteigerung auf dem Ver=
liner
Lieferungsmarkte nicht zu behaupten, da am Schluſſe
der Woche umfangreiche Weltverſchiffungen einen Druck
auf die Stimmung ausübten. Ueber das Warengeſchäft
wird im allgemeinen ſehr geklagt. Es hängt das in der
Hauptſache mit den vielfach mangelhaften Qualitäten zu=
ſammen
, aber auch für die guten Qualitäten Sachſens fehlt
es an Abſatz, da das Ausland nur geringe Anſprüche ſtellt
und ſehr niedrige Preiſe bietet. Es iſt übrigens inter=
eſſant
und für die eigenartigen Verhältniſſe, die das un=
günſtige
Erntewetter mit ſich brachte, bezeichnend, daß im
Oſten weſentlich höhere Preiſe für guten Weizen bezahlt
werden als in Mitteldeutſchland. Das Roggenangebot
behielt auch in der Berichtswoche nur mäßigen Umfang.
Die Mühlen in der Provinz bewilligen höhere Preiſe, als
in Berlin zu erzielen ſind, auch die Küſte nimmt an=
dauernd
Ware auf, und Schleſien hat außerdem noch flotten
Abſatz über die Grenze. Rußland war auch diesmal nur

wenig mit Oferten im Marke, Beſerung war anfangs
feſter zum Schluß im Einklang mit Weizen abgeſchwächt.
Sehr ſchwierig geſtaltet ſich das Hafergeſchäft, da meiſt ge=
ringe
Ware an den Mackt kommt. Gute Qualitäten ſind
knapp. Neue Exportabſchlüſſe nach Frankreich kamen nur
vereinzelt zu gedrückten Preiſen zuſtande. Eine leichte Be=
lebung
im Braugerſtengeſchäft bezieht ſich nur auf feine
Qualitäten. Ruſſiſche Futtergerſte ſtellte ſich im Anſchluß
an Mais höher, um ſchließlich auf große Abladungen wie=
der
abzuſchwächen. Auch Mais vermochte ſeinen Preis=
fortſchritt
nicht voll zu behaupten. Es ſtellten ſich die
Preiſe für inländiſches Getreide am letzten Markttage wie
folgt:
1. 1.2s

Weizen Roggen
Hafer
167 (7
160
Danzig
,
163 (1
160
-
Stettin . . . 192 (1
159 (
158 (*1
Poſen . . . 198 (3

158 (
158
Breslau . . . 196
. 196 (1
184 (1
161½ (
Berlin .
161 (*1
170
Magdeburg . 192
2
194 (1
176
168 (41
Halle .
(
174 (2
196 (2
Leipzig
180 (2
165 (*1
Hamburg . . 198
165 (3
.194 (1

166
Hannover
(
(6
168
200
168 (2)
Düſſeldorf
169
(*1
170 (8
Frankfurta. M., 203
7½ (*2½) 172½ (*2½) 175 (
Mannheim . . 20
173 (
170 (1
München . n227

Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Sept. 199 (*0, 50),
Peſt Okt. 188,80 ( 1,90), Paris Sept. 221,75 (4- 3.25),
Liverpool Okt. 161,60 (* 2,30), Chikago Sept. 136,35
(4 3,85), Roggen: Berlin Sept. 162,75 (1), Hafer:
Berlin Sept. 163 (1,50), Futtergerſte Südruſſ. frei
Hamburg unverzollt ſchwim. 114,50 (4,50), Sept. 114
1,50), Mais: La Plata ſchwim. 114 ( 2.50), Sept. Okt.
115.50 (*1) Mark.

Handel und Verkehr.

Poſtſcheckverkehr. Im Reichspoſtgebiet iſt
die Zahl der Kontoinhaber im Poſtſcheckverkehr Ende
Auguſt 1913 auf 82545 geſtiegen (Zugang im Monat
Auguſt 823). Auf dieſen Poſtſcheckkonten wurden im Auguſt
gebucht 1395 Millionen Mark Gutſchriften und 1394 Mil=
lionen
Mark Laſtſchriften. Das Geſamtguthaben der
Kontoinhaber betrug im Auguſt durchſchnittlich 168,2 Mil=
lionen
Mark. Im Verkehr der Reichspoſtſcheckämter mit
dem Poſtſparkaſſenamt in Wien, der Poſtſparkaſſe in Buda=
peſt
, der luremburgiſchen und belgiſchen Poſtverwaltung.
ſowie den ſchweizeriſchen Poſtſcheckbureaus wurden 6,7
Millionen Mark umgeſetzt, und zwar auf 2960 Uebertrag=
ungen
in der Richtung nach und auf 13 820 Uebertragungen
in der Richtung aus dem Auslande.

Literariſches.

Das Deutſche Stadion, ein Traum, den die deutſche
Sportjugend ſeit zwei Jahrzehnten geträumt und an deſ=
ſen
Erfüllung noch vor wenigen Jahren niemand zu hoffen
wagte, iſt jetzt ſeiner Verwirklichung entgegengeführt. Die
Einweihung des Deutſchen Stadions in Gegenwart des
Kaiſers war einer der leuchtendſten Punkte in der Kette
der Jubiläums=Feſtlichkeiten. Das neueſte 26. Heft der
illuſtrierten Zeitſchrift Zur Guten Stunde‟
(Deutſches Verlagshaus Bong u. Co., Berlin W. 57, Preis
des Vierzehntagheftes 40 Pfg.) enthält einen reichilluſtrier=
ten
feſſelnden Aufſatz von dem bekannten Sportſchriftſteller
W. K. Ebolé, in dem die Bedeutung des Deutſchen Sta=
dions
in ausführlicher Weiſe gewürdigt wird. Ferner
bringt uns das vorliegende Heft noch eine Menge anderen
feſſelnden Leſeſtoffes ſo ein Erinnerungsblatt an Peter
Roſeager, der jüngſt ſeinen 70. Geburtstag feierte und deſ=
ſen
Dichtungen ſich die Herzen aller Deutſchen erobert
haben. Zwei ſpannende Romane Das hohe Ziel von
Wilhelm Rubiner und Siddys Ehekontrakt von E. Kricke=
berg
bieten einen erleſenen Unterhaltungsſtoff und ſtehen
augenblicklich im Höhepunkt der Entwickelung Von dem
erſtklaſſigen Bildermaterial ſeien nur die außerordentlich
lebensvollen Darſtellungen von Melvitte du Monte In
der Arena zu Neros Zeiten ſowie die künſteriſch voll=
endete
Reproduktion nach einem Gemälde von E. Veith
Saturn und die vier Jahreszeiten und das bunte Kunſt=
blatt
Im Leid von Ludwig Dettmann hervorgehoben.

Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)

Die neuen Nummernlaternen auf den
Wagen der elektriſchen Straßenbahn ſcheinen=
praktiſch
und machen einen gefälligen Eindruck. Wünſchens=
wert
bleibt nur, daß, falls neben den Laternen die das
Ziel der Fahrt angebenden Tafeln beibehalten werden,
dieſe für die verſchiedenen Linien verſchiedenfarbig herge=
ſtellt
werden. So beſitzen wir zurzeit vier Linien mit
weißen Tafeln was natürlich ſehr oft irreführt. An deut=
lichen
Farben für die Tafeln dürfte es wohl nicht fehlen, ſo
z. B. weiß mit ſchwarzer Schrift, weiß mit roter
Schrift, blau mit weißer Schrift, grün mit weißer
Schrift, ſchwarz mit weißer Schrift, rot mit
weißer Schrift (vgl. die wegzeigenden Tafeln des Auto=
mobilklubs
in der Rheinſtraße), gelb mit ſchwarzer
Schrift (vgl. die Halteſtellenſchilder der Straßenbahn) uſw.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
8 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 5. Sept.: dem Gärtner Friedrich
Weifeuer, Teichhausſtr. 38, ein S. Ernſt. Dem Chors=
ſänger
Ludwig Wenzel. Große Kaplaneigaſſe 5, eine T.
Johannette Friederike. Am 2.: dem Hilfsſchaffner bei der
Staatsbahn, Johann Schuſter, Feldbergſtr. 34, ein S.
Martin Adam. Am 7.: dem Monteur Friedrich Michel,
Neue Ireneſtr. 59 ein S. Friedrich Wilhelm Adolf. Am 2.:
dem Bierfahrer Gg. Landzettel, Neue Ireneſtr 12, eine
T. Anna Marie. Am 6.: dem Fahrikarbeiter Johann
Fuchs, Liebfrauenſtr. 64, eine T. Hermine Gertrude.
Am 4.: dem Schloſſer Otto Hill, Rundeturmſtr. 14, eine
T. Ottilie. Am 6.: dem Briefträger Balthaſar Fuß=
mann
, Mollerſtr. 28, eine T. Emilie. Am 2.: dem Poſt=
ſchaffner
Johann Schönberger, Wendelſtadtſtr. 45½,
eine T. Käthe Luiſe
Aufgebotene. Am 5. Sept.: Pläſterer Heinrich Al=
bert
und Dienſtmädchen Katharine Roſignol, beide in
Roßdorf. Tapezier Friedr Konr. Heinr. Wilh. Well=
hauſen
in Lüneburg und Eliſe Marie Berta Lainé in
Celle. Lehrer Herm. Guſt. Wilh. Schell, Mühlſtr. 50,
und Anna Margareta Gerhardt in Groß=Gerau. Am 6.:
Kaufmann Markus Johannes Joſeph Adam, hier, und
Julie Mathilde Brög in Frankfurt a. M. Lehrer Karl
Friedrich, Gutenbergſtraße 27, und Wilhelmine Marie
Eva Henkel in Wiebelsbach. Buchhalter Wenzeslaus
Grundler und Margarete Schmid, beide in Fürth.
Am 8.: Kammacher Philipp Büchner und Katharina=
Hofmann, beide in Ober=Ramſtadt. Elektro=Ingenieur
Friedrich Wilh. Otto Herm. Oeſer in Ludwigshafen
a. Rh. und Helene Marie Zürtz. Waldſtr. 18. Schuh=
macher
Georg Adam Karl Kroll, Hinkelsgaſſe 1 und=
Ladenmädchen Anna Valeria Flauaus, Große Kaplanei=
gaſſe
39. Eiſendreher Friedrich Karl Schröder, Pallas=
wieſenſtr
. 115,. und Büglerin Anna Eliſabethe Eiſinger,
Grafenſtr. 22. Bureaugehilfe Franz Scholles Lichten=
bergſtr
. 23. und Margarete Florſchütz, Lichtenbergſtr. 23.
Eheſchließungen. Am 5. Sept.: Großh. Amtsrichter
Ernſt Schmidt in Offenbach a. M. mit Mathilde Die=
fenbach
, hier. Am 6.: Großh. Hauptlehrer an der Landes=
baugewerkſchule
, Architekt Heinrich Stumpf. mit Antonie
Michel. beide hier. Fuhrmann Ludwig Krämer, mit
Anna Fraas, beide hier. Trompeter=Sergeant Chriſtian
Götte in Griesheim, mit Marie Müllmann, hier.
Bäcker Konrad Böhm, hier mit Eva Knapp in Hep=
penheim
a. d. B. Wagenführer und Schaffner Ludwig
Creter, mit Kinderpflegerin Eva Michel, beide hier.
Buchdrucker Wilhelm Meyer, mit Schneiderin Eliſabeth
Schäfer, beide hier. Spengler und Inſtallateur Franz
Inſtaedt, mit Modiſtin Emma Binſtadt, beide hier.
Geſtorbene. Am 5. Sept.: Apotheker Rudolf Hof,
39 J., ev. Am 4. Sept.: Kammermuſiker i. P. Heinrich
Bickerle, 83 J. kath., Kranichſteinerſtr. 41½. Am 5.=
Heinrich Erb 10 Mte., ev., S. des Glaſers, Neue Irene=
ſtraße
19. Heinrich Dietz, 3 J. ev., S. des Gaſtwirts,
Pareusſtr. 21. Am 7.: Packer Phil. Amann, 36 J.,
Bapt., Beſſungerſtr. 103. Kaufmann Theodor Müller,
38 J., ev., Bleichſtr. 48. Am 8.: Karoline Charlotte
Fromm, geb. Broſius, 61 J., ev., Witwe des Pfarrers,
Klappacherſtr. 15.

1o
asen
erlstter


erinnert schon auf Schritt und Tritt an das Nahen des Herbstes, an die kommende Zeit der
Bälle und Gesellschaften. Die neue Herbstmode ist diesmal erfinderisch und geschickt ge-
wesen
, um Zweckmässigkeit mit Schönheit zu verbinden. Ich bitte höflichst, auf der Suche
nach geeigneten Ball- und Gesellschaftsroben, Seidenstoffen, Chinés, Voiles, Chiffons jeder Art,
Spitzen, Besätze, Bänder, Agraffen, Quasten, sich meiner ausgesucht schönen und nicht zu
übertreffenden Auswahl gütigst erinnern zu wollen. Mein grosser Konsum, meine niedrigen
Unkosten, sichern allen meinen Kunden eine sehr preiswerte und gute Bedienung zu.
2. St. stelle ich in meinen Jenstern ca. 200 seidene Jücher
für Ball, Gesellschaft aus, die ein kleiner Teil meiner wirklichen Vorräte in diesen Artikeln
bilden. Die Preise bewegen sich von 85 Pfg. bis Mk. 35. per Stück, sodass ich dem Wunsche
eines jeden Kunden hinsichtlich des Preises und seiner beabsichtigten Ausgabe entsprechen kann.
Seidenſtaus Gduard Wotz. Ludwigstr. 13

Gemeinsame Grosseinkäufe mit 300 Geschäften daher absolute Vorteile.

18806

[ ][  ][ ]

Nummer 212.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.

Seite 11.

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Gefunden: Ein Anzahl Schlüſſel. 1 Paar lange weiße Damen=
Glacéhandſchuhe. 1 ſilbernes Halskettchen. 1 Kopf von einer Vor=
ſtecknadel
. 1 Zigarettenetui mit einer Holzleſekarte. 1 kleiner Geld=
betrag
(im Wald gefunden). 1 grauer Regenſchirm. 1 Fahrrad.
1 Kinderleiterwagen. 1 Paket Gardinenringe. 1 kleines ſchwarzes
Portemonnaie mit Inhalt. Zugelaufen: 1 ſchwarzer Wolfshund.
Zugeflogen: 1 junge Brieftaube mit Klubring.
(18767
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Pinſcher, 1 Dobermann. Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Ver=
ſteigerung
der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(18774

Nachſter Zuchtviehmartt in Darmſtadt
Dienstag, den 16. September 1913.

Darmſtadt, den 6. September 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.
(18745ms

Altmaterial=Verſteigerung.
Montag, den 15. laufenden Mts., vormittags 11 Uhr,

werden im ſtädtiſchen Schlachthof, Frankfurterſtraße 69
ca. 300400 Zentner altes Guß= und Schmiedeeiſen
öffentlich meiſtbietend verſteigert.
(18810ms
Darmſtadt, den 6. September 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Ekert.

Bekanntmachung.
(18672oim

Die in dieſem Jahre ausgehobenen, in Darmſtadt wohnhaften
Rekruten und Freiwilligen haben ihre Geſtellungsbefehle in der Zeit
vom 10. bis 20. September ds. Js., von 812 Uhr mittags
und 36 Uhr nachmittags, beim Bezirkskommando I Darmſtadt,
Neue Niederſtraße 18, I., Zimmer Nr. 4, perſönlich abzuholen.

ie Zimmerarbeiten für die vier Krankengebäude, Kranken=
block
I und II, Pavillon und Abſonderungshaus beim Neubau
eines Garniſonlazarettes zu Darmſtadt ſollen in zwei Loſen
vergeben werden.
Los I Krankenblock II und Pavillon
Los II Krankenblock I und Abſonderungshaus.
Die Bedingungen und Zeichnungen liegen im Neubaubüro
für das Garniſonlazarett, Eſchollbrückerſtraße (Akaziengarten), wäh=
rend
der Dienſtſtunden, von 812 vormittags und 36 Uhr nach=
nittags
, zur Einſicht offen und können daſelbſt die Verdingungs
unterlagen gegen poſt= und beſtellgeldfreie Einſendung von 1.20 Mk.
für jedes Los, zuſammen 2.40 Mk., bezogen werden.
Die ausgefüllten Angebote ſind verſiegelt und mit entſprechen=
der
Aufſchrift verſehen, nebſt den vorgeſchriebenen Proben bis zum
Freitag, den 26. September 1913, vormittags 11 Uhr,
in das vorgenannte Geſchäftsbüro einzuſenden, zu welcher Zeit die
Eröffnung erfolgt.
(IV, 18809,86
Die Zuſchlagsfriſt beträgt 14 Tage.
Bauleitung des Garniſonlazaretts.
Lincke.

45
Verſteigerungs-Anzeige.
Nittwoch, den 10. Septbr. 1913, nachm. 3 Uhr,

verſteigere ich im Verſteigerungslokale Zur Ludwigshalle‟ ( Ober=
aſſe
) zwangsweiſe gegen Barzahlung
1 Pianino, 1 Geige ſamt Kaſten, 1 Kaſſenſchrank, 1 Schreib=
tiſch
, eine Partie Schnittwaren (Kleider=, Hemden= und
Futterſtoff, Leinen und Damaſt), Hausmobilien durch
alle Rubriken, zwei Dezimalwagen und ein zweiräder.
Karren.
(18822
Darmſtadt, am 8. September 1913.
Kapp, Gerichtsvollzieher zu Darmſtadt.

Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 11. Septbr. 1913, nachm. 4 Uhr,

erſteigere ich im Saale der Ludwigshalle, Obergaſſe dahier, öffent=
ich
meiſtbietend folgende Pfänder:
a) beſtimmt: 2 Schreibſeſſel mit Lederſitz, 80 Stücke Gardinen,
etwa 3500 Mtr., 1 Möbeltransportrolle, ſowie Möbelſtücke
aller At;
b) dargss a ſchließend an Ort und Stelle vorausſichtlich
1 Spiegelſchrank, 1 Waſchkommode, Kleider=

bei- B32294
ſchratr, 1 Sofa, 1 Weißzeugſchrank, 1 Nähtiſchchen, 1 Kom=
mode
, . Näh naſchine, 2 Nachttiſchchen, 1 kompl. Bett,
6 weiße egügge 12 Bettücher und 2 Jagdbilder.
Der Ort der Don igerung wird in der Ludwigshalle bekannt
(18820
zegeben.
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher
in Darmſtadt, Bleichſtraße 28, I.

Bekanntmachung.
Mittwoch, 24. September 1913,
vormittags 10 Uhr,

ſollen die den Friedrich Röder
Eheleuten dahier zugeſchriebenen
Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
VII 6
44 Grasgarten ( Vor=
garten
) Mar=
tinſtraße
,
VII 6¾10 246 Hofreite Martin=
ſtraße
Nr. 74,
VII 65/10 348 Grabgarten da=
ſelbſt
,
in unſerem Geſchäftszimmer, Witt=
mannſtraße
1, wiederholt zwangs=
weiſe
verſteigert werden. (K37/13
Die Genehmigung der Verſteige=
eung
kann auch dann erfolgen, falls
kein der Schätzung entſprechendes
Gebot eingelegt wird und andere
rechtliche Hinderniſſe nicht ent=
gegenſtehen
.
Darmſtadt, 4. Auguſt 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
Frantz. (VI,16941

g
Weg. Umzug bill. abzug.!
Bronze=Lüſter mit Hängegaslicht,
zwei 6=Ampere Bogenlampen,
großes Firmenſchild. (17955a
Arnold Rode, Ernſt=Ludwigſtr. 18,

Perſchiedene guterh. Anzige für
große Figur, Stiefel ꝛc., Waſch=
u
. Nachttiſch billig zu verk. (48166
Näheres in der Expedition.

Bekaunmahung.
Mittwoch, 24. September I. Js.,
vormittags 9 Uhr,

ſoll die der Ehefrau des Kauf=
manns
Jakob Schroth, Johanna,
geb. Merz, dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
9 500 Hofreite Schul=
ſtraße
12,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K58/13
verſteigert werden.
Darmſtadt, 4. Auguſt 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V.16939

Bekanntmachung.
Mittwoch, 24. September1913,
vormittags 9 Uhr,

ſoll das dem Schreinermeiſter
Friedrich Röder zu Darmſtadt
zuſtehende ideelle Drittel Eigen=
tumsanteil
an nachverzeichneten
Grundſtücken:
qm
Flur Nr.
918 Acker im Gem=
XXI 1
merloch,
I
19/10 105 Acker daſelbſt,

538 Acker daſelbſt,
XZ
XXI 2¾10 596 Acker daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer, Witt=
mannſtraße
1, zwangsweiſe ver=
(K57/13
ſteigert werden.
Darmſtadt, 7. Auguſt 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen.)
Frantz. (VI,16851

Grasgeld.

Die Zahlung der rückſtändigen
Beträge für erſteigertes Heu= und
Futtergras von der ſtädtiſchen
Pallaswieſe, von den früheren
Beſſunger=und Kaus’ſchen Wieſen,
den Speckwieſen und verſchiedenen
ſtädtiſchen Grundſtücken (aus den
Verſteigerungen Großherzoglicher
Bürgermeiſterei Darmſtadt vom
20. Mai und 5. und 6. Juni 1913)
hat, bei Vermeidung des Mahn=
und Pfändungsverfahrens, bis
längſtens Ende September I. J.
an den Werktagen, vormittags von
8 bis 12½ Uhr, hierher zu er=
(18706a
folgen.
Darmſtadt, 4. September 1913.
Die Stadtkaſſe.
Koch.



Nainkolichee
Ruhrnußkohlen Iu. II 1.45 Mk
Ruhrfettſchrot 60 pCt. 1.35
Braunkohlen=Briketts 1.05
bei Abn. v. 30 Ztr. geg. Kaſſe. Beſtell.
erb. poſtlag. unt. O. 45. (14899a

Bekanntmachung.
Mittwoch, 24. September I. Js.,
vormittags 9 Uhr,

ſoll die dem Heinrich Schneider
dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IIII 1299 475 Hofreite Alice=
ſtraße
Nr. 20,
III 1299¾/10 28 Grasgarten
(Vorgarten)
daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K1/13
Falls andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen, wird Ge=
nehmigung
der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht er=
reicht
.
Darmſtadt, 4. Auguſt 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V,16940

wegen Platzmangel billig
Hlſe abzugeben. Vormittags v.
912 Uhr. Stiftſtr. 17, III. (*8160mf

hochm., wie
Kinderwagen, neu, billig
abzugeben Viktoriaſtr. 91. (*7766sm

Gießener Pferde-Laſe
à 1 Mk. (Ziehung 2 Okt.) ſind bei
allen Loſe=Verkäufern zu haben.
Sehr günſtige Gewinnchance.
General=Vertrieb (18003a
6
Rich. Buchacker, Giessen.
Daſ. auch 11 Loſe f. 10 Mk., Porto u.
Liſte 25 mehr. Nachnahme teurer.

Erſtklaſſige
K
NRuhrkohlen
Fettſchrot in Fuhren per Kaſſe
1,25 Mk., alle anderen Sorten
Kohlen billigſt, Unionbriketts u.
trockenes Brennholz.
Gg. Schött, Karlſtr. 54.
Telephon 1503. (B18581

Zu verkaufen bill. umzugsh. gr.
Badewanne, Liegeſtuhl, Gas=
zuglampen
, Gasſtehk., =lyra, =ampel
uſw., Vogelkäfig, Krocket, Mücken=
fenſter
, Portierenſtangen Heinrich=
ſtraße
152, 3. St.
(*8142md

Beliebteste, beste und praktischste Knabenkleidung!
Es empfiehlt sich, die Bestellung oder den Kauf
jetzt schon vorzunehmen, da erfahrungs-
gemäss
im Herbst schwieriger geliefert wird.
Die neue illustrierte Preisliste wird auf Wunsch zugesandt. Ansicht
ohne Kaufzwang gerne gestattet. Ansichtssendungen bereitwilligst.
Bleyle’s Knabenhosen Bleyle’s Geschäftsröcke
fast unverwüstlich,
beliebt bei allen, die einen Ver-
leicht
reparierbar.
such damit gemacht haben.
Bleyles Reform-Beinkleider
für Damen und Mädchen.
Tausendfach erprobt! Das Beste im Tragen!
Der grosse Artikel des Herbstes!
Blevie’s Knaben- u. Mädchen-Sweaters
In der gleichen Güte wie alle anderen Bleyle-Fabrikate.
Unerreichte Auswahl!
Prachtvolle, neue Ausmusterung
lch bitte um Beachtung der Ausstellung in meinen Schaufenstern.
e


am Rathaus
Telephon 71l.
Markt 10
(18534sm)

[ ][  ][ ]

Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.

Nummer 212.

Vom 10. September


Eerdrteebe
aller Herren-Artikel.

bis und mit 18. Sept.

Weit unter Preis.
Macco-Hemden, la Qualität,

Macco-Hosen, la Qualität,
,
Macco-Jacken, la Qualität
Netz-Jacken, .
Einsatz-Hemden, la Qualität
ganz besonders preiswert
Percal- und Zephir-Hemden, la Qualität
Krawatten, Selbstbinder
Rucksäcke
,
Sportgamaschen
Auf alle übrigen Herren-Artikel 1020

Weit unter Preis=

von Mk. 1.75 an und höher. von Mk. 1.20 an und höher. von 98 Pfg. an und höher. von 42 Pfg. an und höber. von Mk. 1.75 an und höher. von Mk. 2.95 an und höher. von 38 Pfg. an und höher. von 52 Pfg. an und höher. von Mk. 1.70 an und höher.

%/ Nachlass.

Ludwigstrasse 8.

Inh.: F. Stephani

Telephon 1384

Verreist
vom 10.25. September
Augenarzt
Dr. med. Appel
Vertretung: Herr Sanitätsrat
Augenarzt Dr. med. Schmidt,
Heinrichstr. 38. (IV,18811,6

atenat
Sanltausratbr. Blumenthal
ist 14 Tage verreist. Vertreter: Herr

60
4
Dr. Nachennauer
Riedeselstrasse 52. (18690im

Von der Reise zurück

Wilhelminenstr. 33
Teleph. 1540. (1867s

im

Dentist Krüger
Hügelstr. 4 (18678im
verreist.
Unterzeichneter ist zurück
Einn Scharff
gepr. Heilgehilfe u. Masseur
Mauerstr. 21. (18755mds

Wichtig
für (117a
Magenleidende!
Reformkorsetten
z. Knöpfen mit Gummi an
den Seiten Mk. 2.75.
5.
L. E M. Fuld,
3
Kirchstrasse 12,
E gegenüb. der Stadtkirche.
& Schwarz-weisse Rabattmarken.
Sacassargssssstäageee
Eine gebrauchte, gut erhaltene
zu kaufer
Kopierpre
ſſe
geſucht.
Off. u. P 24 a. d. Exp. (*8181
Umzugshalber einige gebrauchte
Möbel billig abzugeben (*8105ms
Landgraf Georgſtraße 66, III.
Wie führe Gedruckto
Erklärung
ich meine ½ epraktischen
Buchführung
Bücher
kostenlos.
Nikolaus Bauer
Bücher-Revisor
(*8122
Darmstadt-Arheilgen.

Wegen Umzug

1 Plüschsofa mit 6 Polster-
sesseln
u. Tisch, komplette
Kücheneinrichtung u. voll-
ständiges
Bett billig zu ver-
kaufen
. Anzusch. Mittwoch
nachmittag von 56 Uhr.
Riedegelstr. 19, III. (*6233

Guterhaltener Sitz=Liegewagen
billig abzugeben. Näh. Sand=
bergſtraße
27, 1. St. (*2881md

Wichtig für Damen!
Wäſcheſtickereien aus 1. Voigt=
länder
Fabrik, prachtvolle Muſter,
la Stoffe, zu äußerſt bill. Preiſen
*8094) Mühlſtraße 42, part.

Zum Ateiter
Karl Drautz
Dentist (17378af
befindet sich jetzt
11 Marktpl. 11.

Fahrräder- und
Nähmaschinen-Reparaturen
(*8156
ſchnell, gut und billig
Chr. Debus, Mechaniker,
Nied.=Ramſtädterſtr. 57a, Tel. 1737,

nimmt noch Kun=
Friſeuſe den an (*3174ms
Luiſenſtraße 30, Hth. 1. St.

Klavierſtimmer Smil Schultze,
Kammer=

muſiker, Herderſtr. 11.

(18086a

23 Herren kön. an gut. bürgerl.
Privat=Mittagstiſch teilnehmen.
Mauerſtraße 4, I. Stock. (*7746sin

chem. Laboratorium
Dr. W. Vaubel
Darmstadt, Heinrichstr. 98
Telefon 1645 (1318a
Analysen aller Art
Techn. Untersuchungen, Gutachten otc.
Ausbildung i. Chemie f. Herren u. Damen.

Vorzügl. Privat=Mittagstiſch
für beſſ. Herren und Damen
Hölgesſtraße 1, I. (17812a

Le
u
Peamtenwitwe mit 2 erwachſ.
Töchtern ſucht abgeſchl. 2 Zim.=
Wohn. per 1. Oktober 1913. (*7737sm
Offert. unter O. 10 a. d. Exp.

P
Zimmer m. Küche zu mieten geſ.
Geſanglehrerin
Off. u. P 25 a. d. Exp. (*8180

Keres Zimmer ſ. zu mieten ge=
ſucht
. Südoſt. Offerten unter
P 11 an die Expedition. (*8106
Wehr. Wohng. geſ. Wohnungs=

Anna kau,z nachweis Rückertſtr. 8. (*3143

Annaſtr. 55. (18790a

15
Hute
zum Umarbeiten erbitte rechtzeitig,
um prompt bedienen zu können.
Große Auswahl in fertigen Hüten.
Erſtklaſſige Arbeit, billige Preiſe.
Anna Weiner, Modes
Schulſtr. 9, II. St. (*8099

ſucht leeres Zim., event.
Frault mit Küche, Nähe obere
Bleichſtr. auf 1. Okt. Off. erb. unt.
O. 92 an die Exp.
(*8088ms
Elegant möbl. ungen. Wohn= u.
Schlafzimmer ohne vis-ä-vis
geſucht. Offert. unter O. 14 an
Expedition ds. Bl.
(*7725sms

Junger Kaufmann ſucht möbl.
Zimmer. Offerten unt. Post-
lagerkarte
40.
(*8152

g mit Matr. billig
Eine Betiſten= zu verkaufen

*8187)

Inſelſtraße 43, 1. St.

Iſlam., nebſt Bügel
Gasherd, billig zu verkaufen
Karlſtr. 11, 3. Stock.
*8165)

Einige
b. zu ver=
2. gebr. Bogelkäſige kaufen
B18795) Weinbergſtr. 35, 2. St.

Bill. zu verk.: Sofa, Teppiche, pol.
Vertiko, Deckbett m. Kiſſen. Schwa-
nenstr
. 12, Ecke Gardiſtenſtr. (*8182md

Zu verkaufen:
ein Landauer
ein Break
eine Häckſelſchneidmaſchine
eine Waage.
(*8149
Näh. Rheinſtr. 21, beim Kutſcher.

Wichtig für Büglerinnen!
Ein gutg. Waſch= u. Bügelgeſch.
m. Wohn. kann umſtändeh. ſof. über=
nommen
werd. Näh. Exp. (*8203

Geirat! Mehrere Mädch. m. größ.
Vermögen wünſch. bald. Heirat.
Anonym zwecklos. Offert. unter
O. 85 an die Exped. (*7998im

e
8


3519
a

Se
L

Ratten, Mäuse Wenzen, Flöhe,
Läuse, Käfer Moften, Ameisen
beseitigk unterGerantie schnell, gewissenhaft.
billigst mit neuesten erprobten Hitteln. Für
ganze Anwesen, Bäckereien, Hotels.pp.:
Versicherung bei billigsfer Jahresvergütung
Zur Selbsthilfegebe
Bei Behörden pp
sucheinzelne
mitbesten Er=
Mittel in Packung
folgeneinge=
von
50 Pfg anab.
Führt
Kostenfreier Besuch.

Günſtige Gelegenheit

zur Gründung einer Familienpenſion in Darmſtadt=
In hierzu paſſender Lage ſind in einem feinen Hauſe geeigne
Räume mietweiſe unmöbliert abzugeben. Ev. Beteiligung an de
Unternehmen perſönlich oder finanzieller Art nicht ausgeſchloſſe
Offerten unter O. 83 erbeten an die Exped. d. Bl.
(*7808

Anzeigen-Annahme-Stellen
für das
a
22Darmstadter Lagblatts
befinden sich bei:
Herrn Hch. Blößer, Bessungerstr. 47,
Herrn Guldo Kneip, Kiesstrasse 34,
Herrn Georg Roth. Dieburgerstr. 9.
Daselbst können auch
Bestellungen auf Abonnement
des Tagblatts, monatlich 60 Pfennig,
aufgegeben werden.

B
ennnolz
ff. geſpalten, per Zentner Mk. 1.40, frei Keller
(16787a
empfiehlt
J. Awerbuch

Wendelstadtstr. 47
Telephon 1422
NB. Bei Fuhren von 10 Zentner bedeutend billiger.

78

1913er Gänſe
Enten
Liefere garant. leb. Ankunft:
10 Stück ausgewachſ. federv. Gänſe
32, 10 Stück ausgeſuchte prima
Gänſe 36 , 16 St. fleiſch. Enten
28 . M. Müller, Neuberun
Nr. 139 (Oberſchleſ.)
(17510a

Juchthühner, Ital., 1913er Früh
brut, in gr. Ausw. u. all. Farb.
in 4-6 W. legend, empf. fortw. billigſt
13811a) Schröder, Karlſtraße 27

Ein junger, weißer Ziegenbock
(Plattkopf) zu verk. Arheilgen
Frankfurterſtraße 26.
(18573a

Haſen

m. Stall billig zu verkaufen
Riedeſelſtr. 66. (*8101

Wolfsſpitz, groß. prächt. Tier, gut
gezogen u. durchaus zimmer
rein, billig abzugeben.
(86sm
Schloßgartenſtr. 45, III.

Ich. Zwergrehpinſcher bill. zu vk
*8096) Feldbergſtr. 91, part.

Junge deutſche Schäferhunde m.
Stammb. bill. zu verk. (*8086ms

Gebhardt, am neuen Schießhaus
Riredale=Terrier, ſchönes, geleh=
riges
Tier, zu verk. Eliſabethen=
ſtraße
55.
(*8132ms

Haare‟
ausgekämmte und abgeſchnitte
kauft fortwährend zu den höchſt
(784
Preiſen
Friedrich Tillmann,
Eliſabethenſtraße 21.

noch neuer Danerbrandof
1 Germania und eine Waſ
maſchine zu verkaufen (B174
Beſſungerſtraße 11

Dill. zu verk.: Einmachſtänd.:
Deckel, Steintöpfe, Einmachgl.,
irdene Töpfe z. Einkoch., leere Flaſ
gut erh. Diwan, Rohrkleiderpup
Vorhanggalerien u. Verſchieden
*8014id)
Kaupſtr. 44. 3. St.

Hepl & John, Mannfakturwaren. (1041

Wachſamer Hofhund
(Dobermann) billig zu verkauf
Landhaus Keller (6150
Breite Allee 300
Halteſtelle Neues Schießhaus

Reinraſſ. deutſcher Boxe
ſehr wachſ., 1 Jahr alt, platzmang
halber billig abzugeben.
Näh. Ernſt=Ludwigſtr. 12, i. L.

[ ][  ][ ]

Seite 13.

Nummer 212.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.

S
8
* Kerhade
der neue Stoff für den Herbst und Winter

So genannt wegen seiner weichen,
schmiegsamen Decke. Wir bringen
dieses moderne Gewebe in vielen
z; aparten Fassons und Preislagen. ::

I
Ih
Beachten Sie bitte unsere Schaufenster!

Neue Herbst- u. Winter-Kostüme
aus modernsten Stoffen, in vorzüglicher Verarbeitung, zu wirklich
billigen Preisen
10
907
E00
2100
48 54 66 bis 195
Mk. 25
Neue Herbst- u. Winter-Paletots
in vielen Phantasie-Fassons in allen Stoff-Arten
175 4650 1750 1075 9050
00
28: bis 99
Mk. 3 12
Neue garnierte Taillen-Kleider
in Wolle, Seide und Samt, modernste Fassons mit gerafft. Röcken
9450 9075 9t
3600 49. 58 bis 90
Mk. 2
Neuheiten in Kinder-Konfektion

Modernes Spezialhaus für Damen-, Backfisch-
und Kinder-Konfektion. Telephon 2539. Ludwigstr.5 18782

für jeden Geschmack, für jedes Alter, in jeder Preislage.



Klavlerunterricht
für Anfänger und vorgeſchrittene Schüler erteilt in
und außer dem Hauſe (auch vormittags) gegen mäßiges
Honorar
(18448a
M
L. Indorf, Schwanenstr. 72.

Mainzer
e
Se Pferdemarkt
Verloſung am 27. d. M.
400 Gewinne zuſ. M. 12500
i. W., Haupttreffer M. 3500,
1800 i. W. uſw. (18171a
die größeren Gewinne
Bar Geiv zu 70% die kleineren
zu 80% in bar auf Wunſch.
Lose à 1 Mk., 11 Stück 10 Mk.
Porto und Liſte 25 Pfg.
zu haben bei allen Loſeverkäufern
ron General- M
Karl Anger, Vertrieb, Mainz,
Königl. Preuß. Lotterie=Einnehmer

Suche guterhaltene alte
Meerſchaum=Pfeife
oder Pfeifenkopf zu kaufen.
Offerten mit Preis unter O. 66
befördert die Exped. (*7953oim

Klegen Umzug zu verkaufen:
1 Kinderſportwagen m. Verd.
7 Mk. 1 Gasöfchen 4 Mk., mehrere
kg Celluloidſtäbe u. Röhren, weiß,
7989im
ſchwarz und blond.
Eliſabethenſtraße 56, III. I.

2
Geſichts=
ausſchlag
,
Pickel, Miteſſer, Flechten uſw. ver=
chwinden
meiſt ſehr ſchnell, wenn
man den Schaum von Zucker’s
Patent-Medizinal-Seife, à St.
50 Pf. (15% ig) u. 1.50 M. (35%ig,
ſtärkſte Form) abends eintrocknen
läßt. Schaum erſt morgens ab=
waſchen
u. mit Zuckooh-Creme
(50 u. 75 Pf). nachſtreichen. Groß=
artige
Wirkung, von Tauſenden
beſtätigt. Bei Fr. Schaefer, A. Logel,
Ch. Schwinn, Drog., Georg Liebig
Nachf., Hoflieferanten, u. Gg. Frz.
(IV, 11691,29
Frank, Parfümerie.


Seiten Hanstiges-Angevor
Maß-Atelier engl. Damenschneiderei

41 Pankratiusstrasse 41
august Knieriemen,
bisher bei Firma Berger, Ernst-Ludwigstraße Martins-Drogerie
liefert nach Mass unter Garantie für tadellosen Sitz
und feinste Ausführung
engl. Art
blau
schwarz
echt engl.
Kostüme.
38-65 40-120 ℳ₰ 46-150 ℳ₰ 85-170
blau u. schwarz farbig, reine Wolle echt engl.
Mäntel:
25-45
30-40
B2-80
17578a)

Mehrere gespielte Pianinos renommierter

Fabriken unter voller Garantie
äusserst preiswert abzugeben.

Pianogroßhandlung Karl Arnold
nur Ecke Erbacherstrasse
gegründet 1830 dem Schwimmbad (Kein zweites Magazin in
der Innenstadt).

Albert
Voct
Möbelſpedition
Gutenbergſtraße 37
Telephon 2050
Pünktliche und gewiſſenhafte Bedienung (17129a
Erſtklaſſige Patentmöbelwagen.
Mäßige Preiſe.

Gehrock=, Frack=, Smoking= An=
züge
, Zylinder zu verleihen
Rheinſtraße 5, 2. Stock. (10999a

Relch. Hotel o. Reſtaur. hat Hunde=
futter
f. ein. groß. Hund abzug.
Off. unt. O. 91 Exp. (*8020im

Wie wir vergeben unſern
Schuldigern
Roman von E. Krickeberg.
(Nachdruck verboten.)
43

Gewöhnlich richtete Zeſina die Ausfahrten ſo ein, daß
ihr Ziel möglichſt entfernt von der Drewensburg lag,
damit man einander nicht ins Gehege kam. Der heutige
Ausflug machte eine Ausnahme. Der Fichtenberg lag
nicht weit von der Parkgrenze der Drewensburg, und ſie
hatte ihn nicht freiwillig und gern zum Ziel gewählt.
Aber vom Stallburſchen wußte Heini, daß eine Höhle in
dem Berge ſei, die ganz, ganz tief hineinführte und in
der früher Bären gewohnt hätten. Seitdem plagte er alle
Tage die Tante, ihm doch den Fichtenberg zu zeigen, bis
ſie nicht länger widerſtehen konnte.
Sie hatte die Höhle beſucht, auch den Berg beſtiegen,
und befanden ſich nun auf der Heimfahrt, ohne daß ihnen
ein Menſch begegnet wäre. Aber nun war es plötzlich,
als ob ihnen auf dem weichen Waldboden faſt unhörbar
ein leichter Wagen entgegenkäme. Sie konnten ihn nicht
ſehen, der Weg machte an dieſer Stelle eine ſcharfe Bieg=
ung
, aber plötzlich hörte man deutlich das Schnauben
eines Pferdes, und da lenkte auch ſchon ein Jagdwagen
in raſchem Tempo um die Ecke. Auf ſeinem Bock, die

Zügel führend, ſaß ein älterer Herr von frappierend diſtin=
quierter
Erſcheinung, bei deſſen Anblick Anita das Blut
in den Adern gerann. Der Baron von Drewensberg.
Die Begegnung war ſo plötzlich, daß Ottokar erſchrak,
einen wilden Satz zur Seite machte und Zeſina vollauf zu
tun hatte, ihn in ihrer Gewalt zu behalten.
Der Baron ſchien blind und taub zu ſein. Er ſah
weder den Wagen, noch merkte er etwas von Ottokars
Gebaren. Seine Pferde verhielten ſich ruhig und er blickte
ſtarr geradeaus, nicht einen Augenblick ſeine Haltung ver=
lierend
.
So fuhren ſie aneinander vorüber, ohne ſich auch nur
zu begrüßen. Anita hatte nur ſchnell einen Blick in das
Geſicht der alten Dame neben dem Baron tun können, das
der Frau von Steltz frappierend glich und einen tief er=
ſchreckten
, ratloſen Ausdruck zeigte.
Zeſina hatte Ottokar endlich gebändigt und nun ge=
brauchte
ſie, was ſie ſonſt niemals tat, die Peitſche und
züchtigte ihn. Sie war ſehr ungnädig. Man muß ihm
die Mucken austreiben, ſagte ſie in heller Wut, er richtet
ſonſt womöglich noch einmal Malheur an, wenn Franz mit
Heini und der Miß ſpazieren fährt.
Anita ſaß wie erſtarrt im Wagen, ohne zu hören, was
Zeſing ſprach. Ihre Gedanken kreiſten um den einen
Punkt: So tief waren alſo noch immer der Zorn und die
Verachtung ihres Schwiegervaters, daß er ſie oh, noch

viel ſchwerwiegender , daß er nicht einmal ſeinen Enkel
eines Blickes würdigte. Und ſie hatte eine leiſe, ganz leiſe
Hoffnung gehabt, daß ſein Sinn weicher geworden ſei, da
er in ſo großmütiger und gewiſſenhafter Weiſe für ſie und
Heini ſorgte.
Er hatte ihr ein unbeſchränktes Konto auf ſeine Kaſſe
eröffnet war das nicht ein Beweis von Vertrauen Er
hatte ſelber die Erzieherin für Heini ausgeſucht, nachdem
ſie ſich ihm und ſeiner Frau in der Drewensburg perſönlich
hatte vorſtellen müſſen. Er hatte den Enkel unter die Ob=
hut
des alten Franz, des zuverläſſigſten ſeiner Diener,
gegeben, der ſchon ſeine eigenen Kinder hatte erziehen
helfen. Die beſten Erzeugniſſe der Wirtſchaft wurden
täglich überreichlich von der Drewensburg für das Linden=
haus
geliefert, und deren Bewohner äußerlich in jeder Be=
ziehung
wie gleichberechtigte Glieder der Familie Dre=
wensberg
behandelt, im übrigen aber, was Anita beſon=
ders
dankbar empfand, mit keinem Zwange beläſtigt. Der
alte Baron ließ ſie leben, wie ſie wollten, miſchte ſich nicht
in ihre Angelegenheiten, ſelbſt nicht in die Erziehung
Heinis. Nun wußte ſie, das alles war nicht Großmut
nicht ein Schritt endlicher Verzeihung entgegen, wie ſie
gehofft hatte, es entſprang lediglich dem Pflichtgefühl
und dem Standesbewußtſein. Nicht das Herz diktierte es,
ondern der Verſtand. Eine Drewensberg durfte eben
nicht in untergeordneten Vechältniſſen leben.

[ ][  ][ ]

Seite 14.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.

Nummer 212.

Ausstellung
Neuer Herbst- und Winter-Kostüme
Neuer Herbst- und Winter-Mäntel
Neuer Blusen, Röcke usw.
in meinen ScHAUFENSTERNI

Hermann Berver
Erstklassiges Spezialhaus für
Damen- und Kinderkonfektion

Spezialgeschäft für Gardinen

Telephon 1951.

H. FRONT.

Elisabethenstr. 10.

Gardinen, Stores, Dekorationen, Bett- und
Tischdecken, Rouleaux, Brise-Bises etc.
in Tüll, Alover-Net, Engl. Tüll, Rips, Leinen, Madras, in aparten Dessins.
Durch eigene Fabrikation der Mehrzahl meiner Artikel billig. Preise. Kein Laden.

Schreismäschinen-Arbeiten
Vervielfältigungen, Stenogramm=Uebertragungen
Zeugnisabſchriften, Diplomarbeiten, Diſſertationsabſchriften,
Schreibmaſchinen= und Stenographie=Unterricht (Gabelsberger)
Verkehrs= u. Redeſchrift. Gelegenheit zum Ueben. (17620a
Diplom= und techniſche Arbeiten auf mathematiſch=techn. Maſchine
Schützenstrasse 5, I. seither Soderstr. 12.

Das beste und gediegenste
deutsche Familienblatt
für die weiteſten Kreiſe
zu ſein: dieſen Ruf hat ſich, wie allgemein bekannt,
DDas Buch für Allee.
längſt erworben.
Beſondere Vorzüge:
Sorgfältigſte Auswahl des Gebotenen, größte
Reichhaltigkeit, viele prachtvolle Illuſtrationen.
Jährlich 28 Hefte.
(V,18457
Preis des Heftes nur 30 Pfg.
Zu beziehen durch alle Buch= und Kolportagehandlungen.
Union Deutſche Verlagsgeſellſchaft in Stuttgart,
Berlin, Leipzig.

Sochte
rauchsmuster ss Warenzeich

ebrauchte, noch gute Wein=
fäſſer
von 30160 Liter, für
Obſtwein u. Einmachzwecke geeig.
Empfehle mich gleichzeitig in Neu=
anfertigung
, ſowie Reparatur von
Fäſſern und Bütten.
Neue Fäſſer u. Pflanzenkübel=
vorrätig
.
(16863a
Jakob Scherer, Küfermeiſter,
Obergaſſe 26.

Patent- und Ingenieur-Büro (14359a
Rheinstr. 19, I. Darmstadt Telefon 1695.

Iu verk.: 1 Babewanne, Beto,
Federdecke, groß. Kleiderſchrank,
Adler=kad 2 Halbstuccktas8 Nachtiſch, ferner verſchied. Damen=

mit Freilauf, neu hergerichtet, billig
abzugeben Müller & Ober,
Karlſtraße 30.
(18036a

und mehrere kl. Weinfäſſer ſind
ſehr preiswert zu verk. Off. unt.
P 16 an die Exp.
(18777

kleider u. Koſtüme, Größe 44. An=
zuſehen
von 1012 Uhr (*8095mf
Frankenſteinſtr. 49, 1. St. rechts=

Und die Frau an ſeiner Seite, die Großmutter, mußte
doch auch nicht die Sehnſucht nach dem Enkelchen empfin=
den
, die Zeſina ihr nachſagte, ſonſt würde ſie wohl Mittel
und Wege gefunden haben, ihrem Herzen zu ſeinem Recht
zu verhelfen.
An dieſem Abend ſaß Anita bis tief in die Nacht
hinein auf und ſchrieb einen langen Brief an Brigitte.
Mein ganzes Leben iſt wie zerriſſen ich weiß nicht
aus noch ein! Soll das ſo weitergehen Tag um Tag,
Monat um Monat Jahr um Jahr? Soll ich das Gna=
denbrot
eines Mannes eſſen, der mich ſo verabſcheut, daß
er mich nicht einmal eines Grußes würdigt? Soll ich
umhergehen mit dem Gefühl eines Gerichteten, der das
Schafott verdient und dem man nur aus Barmherzigkeit
das Leben läßt, oder weil er vielleicht zu gering ſcheint,
um die Hand an ihn zu legen? Du weißt ſicher, wo
er ſich befindet ſchreibe ihm, daß er zurückkehren
möchte . . . bald! Daß ich gehen würde wenn ſie
es verlangen, ganz allein, ohne mein Kind, das ſoll
meine Sühne und Buße ſein. Ohne etwas begangen zu
haben, bin ich tief in ihre Schuld geraten. Dies Bewußt=
ſein
kann ich nicht länger mit mir herumſchleppen. Ich
bin zum Sterben müde. Mein Kind will ich ihnen laſſen,
ſie werden gut zu ihm ſein, ich weiß es jetzt. Ich bin
ihnen ja nur im Wege, ſonſt hätten ſie ſich ſchon längſt
mit ihm ausgeſöhnt. Sie werden ihm auch ſein Recht
zuteil werden laſſen, ich weiß, daß Eberhardt dafür ſorgen
wird. Und ich werde die Einſamkeit nicht lange zu tra=
gen
haben!
Mein Leben hier iſt eine einzige große Angſt und
Sehnſucht nach Erlöſung. Ach, wenn Du doch hier wärſt!
Dir kann ich alles anvertrauen. Tante Zeſina iſt von Her=
zen
gütig, aber ſie faßt oft zu hart zu, und meine Seele iſt

wund. Harto iſt treu und gut wie immer, aber er hat
hier ſo etwas Unperſönliches angenommen und er iſt
ein Mann. Ich kann ihm nicht ſagen, was mich quält
ich weiß es ſelber kaum.
Und Brigitte antwortete ſofort: Arme Seele, ich weine
mit Dir, aber ich kann Dir nicht beiſtehen! Jeder Menſch
muß ſeinen Weg nach Kanoſſa allein gehen, und Du haſt
ihn erſt halb zurückgelegt. Er wird kommen, ganz von
ſelber, wenn Du das rechte Wort findeſt, ihn zu rufen.
Zwiſchen Dir und ihm kann kein anderer vermitteln. Sei
ſtark und wahr.
So ſchleppten ſich für Anita in der alten Weiſe die
Tage weiter. In ihrer apathiſchen Stimmung machte es
keinen Eindruck auf ſie, als am Tage nach der Begegnung
im Walde die Weiſung von der Drewensburg kam, daß
Ottokar gegen ein anderes, zuverläſſigeres Pferd einge=
tauſcht
werden ſollte. Gemerkt hatte der alte Herr alſo
die Gefahr, in der ſein Enkel ſchwebte und trotzdem
nicht für nötig befunden, nach ihm hinzublicken. Anita
verzog nur bitter den Mund. Heini aber weinte ganz er=
bärmlich
. Ottokar war ſein Liebling, der ſollte nicht fort.
Und Zeſina beſtimmte kurz und bündig, daß er blieb. Sie
ſchien ſehr ärgerlich auf den Vetter.
Anita wurde täglich blaſſer und ſtiller. Sie war nicht
mehr imſtande, äußerlich die Krankheit ihrer Seele zu
verbergen. Aber weder Zeſina noch Hartkopf ſchienen zu
bemerken.
Anita ſah freilich nicht, wie Hartkopf oft ſorgenvoll
den Kopf ſchüttelte. Ich fürchte, die Saite wird zu ſtraff
geſpannt. Und ſelbſt Zeſina machte ihrem Kummer in
ihrer burſchikoſen Weiſe durch Schelten Luft: Es iſt zum
Auf=die=Bäume=klettern‟! Da wird uns nichts anderes
übrig bleiben, als ſie mal alle zuſammen einzuſperren, da=

mit ſie ſich miteinander einbeißen müſſen. Ihre ſchweren
Beſorgniſſe aber verbargen die beiden Getreuen ſorgſäm
vor Anita. Sie waren ſich einig darüber, die mußte allein
mit ſich fertig werden, ſonſt würde ihre Heilung doch nicht
vollkommen ſein.
Hartkopf wollte nach Schluß der Ferien der Bühnen=
ſchule
zu ſeinem Wirkungskreis zurückkehren notgedrun=
gen
, wenn auch ſchweren Herzens. Er durfte die Gaſt=
freundſchaft
der Familie Drewensberg nicht länger in An=
ſpruch
nehmen, und wider Erwarten verſuchte Anita gar
nicht, ihn zu halten.
Sie haben recht, Harto! Wir nehmen ja ohnehin
viel zu viel von den fremden Leuten an . . . und Sie ſind
wenigſtens frei.
Aber da ſagte die Baroneſſe ein kurzes, beſtimmtes
quod non!. Es fällt mir nicht ein, mich wieder in die=
Einſamkeit und Langeweile zu vergraben! Anitas neuer=
dings
wortkarge Geſellſchaft genügt mir nicht bleiben
Sie als mein Sekretär, Vorleſer und Schatullenverwal=
ter
, damit Sie nicht etwa auch auf die verrückte Idee ver=
fallen
, ſich überflüſſig zu fühlen. Sie wiſſen, Geſchäfte ſind
wir ſo gräßlich wie Briefſchreiben, und die kleinen Rei=
bereien
mit ihnen bedeuten mir ein Lebensbedürfnis und
Jugendelixier. Die ſanften Seelchen fallen mir nun ein=
mal
auf die Nerven, und Anita iſt, Gott ſei es geklagt,
auch unter die Duckmäuſer gegangen.
Hartkopf zögerte, einzuwilligen. Dazu bedürfen wir
doch immer der Zuſtimmung des Barons.
Darum grämen Sie ſich nicht, das iſt meine Sache,
ſchnitt Zeſina alle Erörterungen ab.
(Fortſetzung=folgt.)

[ ][  ][ ]

Nummer 212.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September=1913.

Seite 15.

Kongreſſe und Verbandstage.

* Mainz, 8. Sept. (Deutſcher Weinbau=
ongreß
.) In der heutigen Sitzung des Geſamtaus=
huſſes
wurden die eingelaufenen Anträge beraten. Der
erband preußiſcher Weinbaugebiete beantragt, um geſetz=
che
Maßnahmen zu erſuchen, die die Einfuhr geringwer=
ger
Auslandweine nach Deutſchland erſchweren und da=
r
ſorgen, daß Auslandweine keine günſtigere geſetzliche
ehandlung erfahren als inländiſche. Ein Antrag des
einbauvereins der Provinz Rheinheſſen
nd der Bergſtraße bewegt ſich in gleicher Richt=
ig
. Er ſpricht ſich dagegen aus, daß Auslandweine nach
wiſſen Spekulationsplätzen eingeführt, da mit deutſchen
jeinen verſchnitten und dann als Weine deutſcher Herkunft
den Verkehr gebracht werden. Der ungeheuren Schä=
gung
, die dem deutſchen Weinbau dadurch erwächſt,
nne nur durch gleichzeitige ſtrengſte Durchführung der
ontrolle geſteuert werden. Beide Anträge wurden an=
nommen
, ebenſo der des Verbandes preußiſcher Wein=
rugebiete
über die Reblausbekämpfung und der des
ayeriſchen Weinbauverbandes, betr. Malzwein. Der
ntrag des gleichen Verbandes über gleichzeitige Be=
mpfung
der Perenoſpora und des Oidiums wird an die
aiſerliche Biologiſche Anſtalt in Berlin verwieſen. Der
ntrag der Vereinigung Rheiniſcher Weinkommiſſionäre
ſer Herbſtverkaufsgeſchäft geht an die Kommiſſion für
zeinbehandlung. Der Verband bayeriſcher Weinbau=
biete
beantragt weiter, daß künftig in allen wirtſchaft=
chen
, den deutſchen Weinbau betreffenden Fragen vor
rlaß von Verfügungen der deutſche Weinbauverband ge=
irt
werde, und fand damit die Zuſtimmung des Aus=
huſſes
. Ueber die nächſten Tagungen wurde beſchloſſen,
14 keinen Kongreß, ſondern nur eine Generalverſamm=
ng
in Ahrweiler abzuhalten. Im Jahre 1915 ſoll ein
utſcher Weinbau=Kongreß in Karlsruhe und 1916 in
euſtadt a. d. H. ſtattfinden. Um 2½ Uhr heute nach=
ittag
nahm die zweite öffentliche Kongreß=
tzung
ihren Anfang. Es hielten Vorträge Profeſſor
r. Kuliſch=Kolmar über: Die Anwendung der ſchwefli=
n
Säure in der Kellerwirtſchaft unter beſonderer Be=
ickſichtigung
der jetzt für die Beurteilung der Weine gel=
nden
Grundſätze‟. Hofrat Dern=Neuſtadt a. d. H. über:
die züchteriſche Behandlung der Reben und Sachver=
indiger
der ſtaatlichen autoriſierten Vogelſchutzkommiſ=
n
, Forſtaſſeſſor Hänel=Bamberg, über: Vogelſchutz im
ſeinbaugebiet.

Alldeutſcher Verbandstag.
Breslau, 8. Sept.
Nachdem geſtern eine Sitzung des Geſamtvorſtandes
rangegangen war, trat heute unter Leitung des erſten
orſitzenden, Rechtsanwalts Claß=Mainz, der Alldeutſche
erband zu ſeiner Hauptverſammlung zuſammen,

die von Vertretern aus allen Teilen des Reiches, ſowie
aus Oeſterreich außerordentlich ſtark beſucht war. Auch
faſt ſämtliche nationalen Verbände Deutſchlands und
Oeſterreichs hatten zu der Tagung Vertreter entſandt. Der
Vorſitzende, Rechtsanwalt Claß, begrüßte die Anweſen=
den
in einer längeren Anſprache, in welcher er darauf hin=
wies
, daß die Hauptſtadt Schleſiens vor hundert Jahren
die Stätte manches weittragenden Entſchluſſes, mancher
bedeutſamen Staatshandlung, mancher anfeuernden und
hinreißenden Töne abgegeben hat. Bei ihrem Rückblick über
die ſeit der letzten Hauptverſammlung verfloſſene Zeit
ſprach der Redner zunächſt ſeine Befriedigung aus, daß
inzwiſchen eine große Sorge von dem Verband genommen
wurde, indem der Ruf nach dem Ausbau des deutſchen
Heeres, nach der wirklichen Durchführung der allgemeinen
Dienſtpflicht nicht mehr ungehört verhallt iſt. Nicht alle
unſere Wünſche ſind erfüllt; manches und nicht Unwich=
tiges
bleibt zu tun, und wir ſind entſchloſſen, in Gemein=
ſchaft
mit dem Wehrverein für den ſteten Ausbau unſeres
Heeres einzutreten, vor allem auch dafür zu wirken, daß
der tapfere männliche Geiſt in unſerem Volke lebendig
bleibt, ohne den auch das zahlreichſte Heer und die beſten
Waffen nutzlos ſein werden. Nunmehr heißt es wieder
an unſere Flotte zu denken, und wir ſind nach wie vor der
Anſicht, daß vor allem die Vermehrung unſerer Panzer=
kreuzer
betrieben werden muß. In ſeinen weiteren Aus=
führungen
kam der Vorſitzende, Rechtsanwalt Claß, auch
auf die Welfenfrage zu ſprechen. Weiter ſtreifte der Red=
ner
die Entwickelung der Dinge im Reichsland, nament=
lich
die Geſtaltung des Preßgeſetzes und Vereinsrechtes.
Das von dem Redner auf den Kaiſer ausgebrachte Hoch
fand ſtürmiſchen Widerhall.
Nachdem die Vertreter der Deutſchen Kolonialgeſell=
ſchaft
, des Oſtmarken=Vereins, des Flotten=Vereins, des
Evangeliſchen Arbeiterbundes, des Deutſchen Turnerbun=
des
uſw. die Tagung begrüßt hatten, referierte Regier=
ungsrat
Gerſtenhauer=Meiningen über: Die
Lage des Deutſchtums in Südafrika‟ Er
wies auf den Kampf hin, den auch heute noch die Buren
gegen die Engländer führen, und betonte die Tatſache, daß
das Niederdeutſche in Südafrika immer weiter vordringe
Für die Zukunft des Hochdeutſchtums in der Union und
den deutſchen Kolonien Afrikas iſt es eine Lebensfrage,
daß der nationale Gegenſatz der Niederdeutſchen gegen
das Britentum fortbeſteht. Die deutſchen Intereſſen er=
fordern
eine Annäherung an das Niederdeutſchtum, die
von dieſem ſelbſt gewünſcht wird. (Beifall.) Dr. Flit=
ner
=Weißenfels behandelte das Thema: Raſſen und
Raſſenpflege‟. Er führte aus, daß ein geſundes
Volk an ſeine Zukunft denke, die von der Zahl und der
Geſundheit aller Volksgenoſſen abhängig ſei. Im weite=
ren
Verlaufe ſeiner Ausführungen wies der Redner auf
den Einfluß einer günſtigen finanziellen Lage des Einzel=
nen
, auf die Bevölkerungszunahme hin, und gab einen
Ueberblick über die Mittel, die namentlich in Amerika

gegen die Raſſenentartung angewendet werden. Für die
deutſchen Verhältniſſe bezeichnete er die Anregung, die
Ehekandidaten vom Standesamte aus zu einer ärztlichen
Unterſuchung zu veranlaſſen, als wenigſtens diskutabel.
Die Hauptſache ſei, daß beſonders unſere tonangebende
Oberſchicht und unſer volkserneuerndes Bauerntum noch
recht viel germaniſches Blut in ſich habe. Man ſolle den
ſchwediſchen gutraſſigen Auswandererſtrom von Amerika
zu uns herlenken und dafür die Oſtgrenze gegen uner=
wünſchte
Eindringlinge mehr abſperren. Das eifrige Be=
ſtreben
aber ſoll es ſein, dafür zu ſorgen, daß das deutſche
Volk das deutſch=nordiſche Weſen weiter erhält. (Beifall.)
Pfarrer Friedland=Bromberg berichtete über:
Polniſche Fortſchritte und den Abbau der
preußiſchen Polenpolitik Er führte im erſten
Teil ſeines Berichtes aus, daß das Polentum bis zum
Jahre 1911 ſeine wirtſchaftliche Organiſation ausgebaut,
dann aber beſonders auf politiſchem Gebiete tätig geweſen
ſei, um für das Jahr 1913, dem 50. Jubeljahr der letzten
polniſchen Revolution, gerüſtet zu ſein. Die Balkanwirren
und der drohende allgemeine europäiſche Krieg hätten die
polniſchen Hoffnungen ins Maßloſe geſteigert. In ſeinen
weiteren Ausführungen ſuchte der Redner den Beweis zu
erbringen, daß das Verhalten der preußiſchen Staats=
regierung
in den letzten Jahren den Schluß ziehen laſſe,
als ſollte die geſamte preußiſche Politik abgebaut werden.
Die Verantwortung für den unheilvollen Kurswechſel tra=
gen
der Reichskanzler, der Landwirtſchaftsminiſter und
der Oberpräſident der Provinz Poſen. Der Redner ſchloß
mit dem Hinweis darauf, daß gar nicht genug geſchehen
könne, um das Volk auf die Gefahren der jetzigen Un=
tätigkeit
der preußiſchen Regierung aufmerkſam zu machen.
(Beifall.) Es wurde dann folgende Entſchließung
vorgelegt: Der Verbandstag des Alldeutſchen Verbandes
fordert von der preußiſchen Staatsregierung die Rückkehr
zu der bewährten Bismarck=Bülowſchen Oſtmarken=Politik.
Die Löſung der Nationalitätenfrage im Sinne des
Deutſchtums innerhalb der Oſtmark iſt nur möglich, wenn
1. durch eine ausgedehnte Bauernanſiedelung die deutſche
Unterſchicht auf dem Lande vergrößert und damit auch
dem ſtädtiſchen Deutſchtum eine feſtere und breitere Grund=
lage
gegeben wird; 2. durch das endlich zur Verabſchied=
ung
zu bringende Parzellierungsgeſetz der Vermehrung des
polniſchen Kleingrundbeſitzes ein Riegel vorgeſchoben
wird; 3. das Enteignungsgeſetz vom Jahre 1908 in wirk=
ſamer
Weiſe zur Anwendung gebracht wird, damit der
Anſiedelungskommiſſion durch Enteignung polniſchen
Großgrundbeſitzes für längere Zeit genügender Landvorrat
für die Siedelung bereitgeſtellt wird.
Die Reſolution wurde einſtimmig angenommen,
worauf der Vorſitzende zum Schluß noch der großen Ver=
dienſte
gedachte, die Preußen im Laufe der letzten Jahr=
hunderte
ſich um die deutſche Sache erworben habe und
mit einem Hoch auf Preußen die Verſammlung für ge=
ſchloſſen
erklärte.

D. R. F.
165545
179971
196721

Unpassende Schuhe entwerten das elegante
Kleid. . Richts kann den Kontrast lösen

9

75
Easaag.

gg,
dagegen kenntman nichf anders als die genau passende
Fußbekleidung. Die neuen Eliteausstattungen befrie-
digen
die höchsten Ansprüche. Der Fuß bleibt gesund
Demen- und Herrenstiefel: M 15.50 17.50 aufwts.
CasGLL&-Schuhgesellschaft m. b. H., Darmstadt, Naturgemöße Kinderstiefel: M 5.75 8.75 aufwts.
Rheinstrasse 12½, Telephon 1809, gegenüber der Hauptpost.

(18746

Freie Besichtigung und Fussmessung ohne Kaufzwang.

Zahn Plakfs
O. B. Weber, Dentist
bisheriger Assistent bei Zahnarzt Dr. Schlapp.
Wilhelminenstrasse 29. (15817a
Sprechstunden: vorm. 91, nachm. 26, Sonntags 91 vorm.

Sraubredern, Pleareusen,

541a)

Einzel-Verkau
zu Engros-Preisen!

kaufen
Fantasten, Reiner Sie am
vorteilhaftesten im Strauss-
federn
-Spezialgeschäft
Aug. Rolle
Karlstr. 28½, I. Stock.
Anfertigen von
Pleureusen aus alten
Sraußfedern.
Waschen, Färben, Kräuseln
der Federn billigst!

Alsfelder Geld-Lotterie.
Ziehung beſtimmt am 11. u. 12. September.
Lose à 1 Mark
(18803md
noch zu haben bei
Philipp J. Schmidt, Kgl. Preuß. Lotterie=Einnehmer
Darmſtadt, Rheinſtraße 33, Telephon 127.

Canz=unerricht.
Anmeldungen zu den Winterkurſen werden von jetzt an
(18804a
entgegengenommen.
Der erſte Kurſus beginnt am 29. September 1913.


N
Tanzlehrer GUrrAANN

Telephon 1679.
Privat= und

Wendelstadtstrasse 26, pt.
Einzelunterricht zu jeder beliebigen Tageszeit.

Asgsga

Sottfr. Jroeser
feine
Damen-Mass-Schneiderei
Tel. 1553 Schulstraße 8 Stofflager

18789a

kurz geſchnitt., aus hieſ. Waldungen,
wegen Platzmangel zum Preiſe v.
1.25 Mk. per Ztr., frei Haus exkl.
Oktroi liefert Philipp Diehl,
Lauteſchlägerſtr. 30, Tel. 844. (17425a

hauprſächlich

Kindergarderobt, Knaben=
kleider
, werden angefertigt, auch aus
älteren Sachen. Näh. Exp. (18416sms

Billiges Hühnerfutter!
Ausputzgerste
100 Pfund Mk. 6.50 mit Sack
verſendet gegen Nachnahme
Aug. Busch,
Neuß a. Rh. (II,18769

unkelblaue Plüſch=Garnitur,
beſt. aus 1 Sofa, 2 Seſſeln,
4 Stühlen, 2 Schemeln billig zu
verkaufen Mühlſtraße 26, 2. St.
(18785mfs
rechts.

So lange Vorrat reicht
kommt ein groß. Poſten
moderner (18742ms
Herren-Hüte
darunt. Sachen bis 8 M.
Ladenpreis, in 2 Serien
zum Verkauf.
Serie I jeder Hut nur
1.25 Mk.
Serie II jeder Hut nur
1.75 Mk.
Kaufhaus f. Gelegenheitskäufe
Schuchardſtr. 14.


*8090ms) Grafenſtr. 29, III. St.

zu ver=
erhaltener
Sportwagen kaufen

Fiissee
die große, die praktiſche Mode,
in tadelloſer Ausführung bei
M. Neukirch
Eliſabethenſtr. 5, I. (13054a

[ ][  ][ ]

Seite 16.

Hierdurch beehre ich mich, den Eingang sämtlicher Neuheiten in:

sowie allen sonstigen Manufakturwaren ergebenst anzuzeigen.

Ein Teil der Damen-Kleiderstoffé ist in meinen Schaufenstern in der Ludwigstrasse ar
gestellt, und bitte höflichst um deren Besichtigung.

Muster und Auswahlsendungen gerne zu Diensten.

Marktplatz

Telephon 1208
Mitglied des Rabatt-Spar-Vereins.

Darmst
Ludwigstraße
(18807)

Es 9ibt
nichts
Besseres
als eine
Cigarre

von

A. Flach
26 mittl. Elisabethenstr. 26

neben Jos. Trier.

Gfllt
Coiner Heswarzbrot
per Stück 50 Pfg.
im Ausſchnitt ¼ Pfd. 8 Pfg.
Weizenſchrotbrot
vielfach ärztlich empfohlen
(17423a
bei
Wilhelm Mlitze
Hoflieferant.

Brot= und Wiener Feinbäckerei,
Ecke Hügel= und Schützenſtraße.

Rmiehaegfallen
Freisdpschlug
faſt ſämtlicher (18739a
Maerſti
Fleiſch= u. Wneſtwaren
Elisabethenstr. 6
im großen Laden.

Für ein geſundes u. kräſtiges
Landbrot
das billig nach der Stadt gebracht
wird, werden noch Abnehmer ge=
ſucht
. Gefl. Beſtellungen unter
O. 41 durch die Expedition d. Bl.
erbeten.
(18596a

Eine Partie ff. 8 Pfg.=Zigarren
pro Kiſtchen nur Mk. 4.75
ferner 1 Poſten beſonders dauer=
hafter
waſchecht. ſchwarz. Herren=
und Knabenanzugſtoff, pro Meter
nur Mk 1.25 abzugeben bei Dienſt=
mann
Neiſt, Eliſabethenſtraße 33,
Hof.
(*8114

Dinderwagen, braun, gut erh.,
billig zu verkaufen.
(*8117
Landgraf. Philipp=Anlage 64.

Salontiſch, pol. nußb., gr. Spiegel
m. bronz. Nahm., wehr. Gas=
lüſter
m. Zug, eiſ. Kinderbettſtelle,
preisw. zu verk. Einzuſ. 111, 4
(Uhr. Erbacherſtraße 65, I. (*8118

Prima (8544a
19i1er Naturwein
per Flaſche ohne Glas nur 75 Pfg.
A. Boos, Karlſtraße 73.

Mioferrad
faſt neu, 3 Ps Wanderer zum
halben Neuwert, desgl. Vier=
zylinder
FN u. Nekarsulmer.
Müller & Ober
13639omf) Karlstr. 30.

Meen
preiswert

gebrauchte, aber vorzüglich erhaltene
Pianos
360
385
400
410
420
425
450
465
485
500
510
nur geg. sofortige Kasse ohne
jeden Abzug. (IV, 18771,83
Lichtenstein
Frankfurt a. M., Zeil 102.

Ein 4rädriger
ne
Hanamöbelwagen
mit Schere, (18743md
ein faſt neuer kleiner
Federstosskarren
ein Gsitzig. Break
erſtklaſſiges Fabrikat
billig zu verkaufen
Näheres in der Expedition ds. Bl.

Großer eint. Kleiderſchr., einf.
eiſ. Bett m. Matratze zu verk.
Anzuſ. vorm. Liebigſtr. 39, p. (*8124

e
C

ello zu verkaufen. Anzſ. b. 3Uhr.
Liebigſtraße 39, part. (*8123

(8
R6

Ing., Mitgl. d. deutsch. Schutzverb.
f. geist. Eigentum, prüft Erfindg.
kostenfr., reell u. sachgem. ff. Re-
ferenz
. Ausführl. Brosch. kostenl.
Mainz, Bahnhofstr.3, Tel.2754.

Maufreilzahlung
liefert größeres reelles
Geſchäft
Herren- und
KKnaben-Anzüge
Damen-Blusen
Wäsche
Frikotagen
Ausstattungen
bei bequemen Raten=
zahlungen

Keine Abzahlungspreise
Schreiben Steu. 165
a. d. Exped. (18773

Heſſiſche Chronik
Monatsſchrift für Familien= und Ortsgeſchichte
in Heſſen und Heſſen=Naſſau
Begründet und herausgegeben von
Dr. Hermann Bräuning=Oktavio
u. Profeſſor, D. Dr. Wilh. Diehl
Zweiter Jahrgang:: Heft 9, September 1913
Inhalt: Landesbibliothekdirektor Profeſſor Dr. H. Brunner: Das
klöſterliche Kaſſel. Ein Gedenkblatt zur Tauſendjahrfeier, zugleich ein
Ueberblick über die älteſte Entwicklung der Stadt. Mit 3 Abbildungen.
Oberlehrer und Stadtarchivar Ferd. Dreher: Der Selbſtmord des
Friedberger Bürgermeiſters Johann Volhard. Ein Beitrag zur Ge=
ſchichte
des 30jährigen Krieges. Dr. Hermann Bräuning=Oktavio:
Profeſſor Dr. Karl Hattemer . Dr. Heinrich Dübi: Johann Heinrich
Merck u. Bern. Ein Beitrag zu Goethes Schweizerreiſe vom Jahre 1779.
Marie Ullrich: Aus dem Leben meines Großvaters Friedrich Kümmell.
Nach Tagebuchaufzeichnungen und Briefen der Jahre 18101814.
Dr. J. Girgenſohn: Zum Aufſatz über die Familie von und zu Gilſa
in Livland und Eſtland. Regierungsrat Dr. Viktor Würth: Wappen
blühender heſſiſcher Bürgergeſchlechter. Mit 3 Abbildungen. Kleine
Mitteilungen: Ernſt Challiers 70. Geburtstag. Profeſſor Dr. Heinrich
Schopp. Die Tauſendjahrfeier Breidenbachs im Kreiſe Biedenkopf.
Die Naſſauiſche Landesbibliothek in Wiesbaden. Bücherſchau: Aus
Zeitſchriften. Umfragen Austauſch. Auskünfte. Nachrichten.
Preis: Jährlich 12 Hefte: 6 Mark, vierteljährlich 3 Hefte:
1,50 Mark, Einzelhefte gegen Voreinſendung des Betrags
60 Pfge. Probehefte unentgeltlich.

Man abonniert bei dem Verlag der Heſſiſchen Chronik
L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei, Darmſtadt, und allen
Buchhandlungen.
(18762mds

Snitikut für Tanskrunst.
Bringe dem geehrten Publikum zur gefl. Kenntnis, daß ich noc
Anmeldungen für die im Hotel Prinz Carl‟ ſtattfindenden Herbſt
und Winterkurſe von 115 Uhr in meiner Wohnung Kranichſteiner
ſtraße 44, parterre, entgegennehme. Empfehle mich für Arangement
(16037.
von Feſtlichkeiten, ſowie Privatunterricht jederzeit.
Johanna Georg, geb. Merz
(frühere Großherzogliche Hof=Solo=Tänzerin.)

[ ][  ][ ]

N5 212.

Mittwoch, 10. September.

1913.

3


Oahaf
S=Anzeiger.

Erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden. Inſertionspreis: 10 Pfg. die einſpaltige Petitzeile; von 10maliger Wiederholung an 10% Rabatt.

banotn
Neckarstrasse 10
1. Stock, 8 Zimmerwohnung,
Bad Gas, elektr. Licht, per
1. Oktober zu vermieten.
Näh. im Kontor. (18436ms

Kent chnt.
ſchöne Wohnung, 7 Zimmer, große
Veranda, Küche u. Speiſek., Badez.,
elektr. Licht und Gas, 3 Kammern,
2 Keller und ſonſt. Zubehör, per
1. Oktober zu vermieten. Alles
Nähere daſelbſt 1. St. (B12821ms

Hügelſtr. 6, I., ſchöne gr. 7 Zim.=
Wohnung mit Bad, Veranda und
Garten, per 1. Oktober zu ver=
mieten
. Näh. daſelbſt von 101
und 67 Uhr.
(14316ms

Liebigſtr. 15, I. Etage, ſchöne
geräumige 7 Zimmerwohnung mit
reichl. Zubeh. z. 1. Okt. zu verm.
Näh. bei Herrn Pabſt daſ. Anzuſ.
zwiſch. 1011 u. 35 Uhr. (16981ms

Landgraf Philipp=Anlage 52,
2. Stock, 7 Zimmer nebſt allem
modernen Zubehör, Zentralheizung
uſwi zu vermieten.
(18213ms

*990
77

Zweifamilien-Haus
Ecke Heinrichſtraße, hochparterre,
7 Zimmer, hochherrſchaftlich, Gart.,
viele Nebenräume zu vermieten.
Näheres 1. Stock.
(17404m

Keirchetr 3 I.
neuztl. 6 Zimmerw. m reichl. Zu=
behör
, Zentralh., p. 1. Okt. z. verm.
Näh. Soderſtr. 102, I. (14488ms

Herdweg 99 iſt die herrſchaft=
liche
Wohnung, 1. Stock, ſeither
von Herrn Hauptmann v. Gilſa
bewohnt, verſetzungsh. per 1. Okt.
zu verm.; dieſelbe beſteht aus 6 Zim.,
Bad, Küche, Speiſekam., Verandas,
Mädchen= u. Manſardenſt., Gas u.
lektr. Licht, Gartenanteil u. Zub.
Näh. daſelbſt 2. Stock. (B14290ms


Dieburgerstr. 11, 1. St.,
5 Zimmer=Wohnung 4 große und
2kleine Zimm., per 1. Oktober z. verm.
Eswird alles neu hergeſt.) (13341ms

Heinrichſtr. 46 iſt das 2. Ober=
geſchoß
, beſtehend aus 6 Zimmern,
Bad, Veranda ꝛc. bis zum 1. Okt.
. Js. anderweit zu verm. Ein=
zuſehen
vorm. von 1012 Uhr,
nachmittags von 46 Uhr. Näh.
Schießhausſtr. 44.
(B13078ms

Saalbauſtraße 60, parterre,
errſchaftl. Wohnung, 6 Zimmer,
Bade= u. Fremdenzim., Mädchen=
1. Bodenkammer und ſonſt. reichl.
Zubehör, elektr. Licht u. Gas, per
Okt. 1913. Einzuſ. von 1012 u.
6 Uhr. Näh. daſelbſt od. Bau=
üro
Pallaswieſenſtr. 26. (16571ms

Viktoriaſtraße 47, 1. Stock,
chöne 6 Zimmerwohn. mit allem
zubehör per 1. Okt. zu vermieten.
äh. dortſ. im 2. Stock (14835ms

a
Heinrichſtraße 11, part.
elegante Herrſchaftswohnung,
7 Zimmer u. ſonſt. reichl.
Zubehör, per ſofort zu verm.
Näheres bei J. Stichel, Schul=
ſtraße
1, 1. Etage. (15389ms

Grüuer Weg 27
ſt der 1. Stock, beſteh. aus 6 Zim.,
Veranda, Badez. u. ſonſt. Zubeh.,
per 1. Oktober zu verm. Näheres
zu erfragen parterre. (*7750sms

ane
ip
6 Zimm.=
Weuckstr. 43, II. Wohn. f.
300 Mk., p. 1. Okt. Näh. pt. (*7730sm

Heinrichstrasse 11,
hochpart., 6 Zim., Bad, Veranda,
Loggia, alles ſonſt. Zubeh., pracht=
volle
freil. Wohnung, ſofort zu
vermieten. Näh. Schulſtraße 1, I.
und daſelbſt I. Stock.
(18753a

Kiesſtr. 77, I., 5 Zim.=Wohn. mit
Zubeh. per 1. Okt. zu verm. (15380ms
fare
Heidelbergerstr. 59
Parterre=Wohnung, 5 Zimmer mit
all. Zubeh., ſof. beziehbar. (14567ms
Luegsweg 19 eine ſchöne 5
Zimmerw. n. St. z. verm. (18435ms
Einzuſehen von 46 Uhr.

nicetpegt
Viktoriastrasse 81
ſchöne 5 Zimmerwohnung. Näh.
daſelbſt im 1. Stock. (13285ms

gäme
Hügelstrasse 30
am Wilhelminenplatz, Parterre=
wohnung
enth. 5 Zim., Fremdenz.,
Bad, Veranda u. alles Zubehör,
elektr. Licht u. Gas zu verm. Näh.
daſelbſt im 2. Stock. (43708ms

Roßdörferſtr. 86, freie Lage,
3. Stock, verſetzungshalber große
5 Zimmerwohn. m. reichl. Zubeh.
für Oktober zu verm. (12143ms

Heidelbergerſtr. 81, 1. Stock
5 Zimmerwohnung, 3 Manſarden=
zimmer
, Mädchenzim., mit ſchön.
Obſtgart. p. 1. Okt. zu verm. Zu
erfragen Eichbergſtr. 2. (14648ms

el
Schöne 5 Zimmerwohnung
mit Bad und ſonſt. Zubeh. event.
per ſofort zu vermiet. (15833ms
Näheres Viktoriaſtraße 81, I.

wrigheir
Heinrichstr. 92, II.
5 Zimmerwohn. m. Bad, Fremden=
und Mädchenzimmer nebſt reichl.
Zubehör verſetzungshalber p. 1. Okt.
z. vm. Einzuſ. v. 46 Uhr nachm.
Näh. Gg. Hillgärtner, Liebfrauen=
ſtraße
50. Telephon 1955. (14241ms

Klappacherſtr. 14, part., freundl.
5 Zimmer=Wohnung mit Bade=
eimmer
und großem Vorgarten,
Preis 900 Mark.
(B14354ms

Hwae
§ 1 St.,
Wiktmannstr. 45, 5 Zim.,
Balkon, Veranda, Gartenanteil, m.
allem Zubehör, ſofort. (B16728ms

Verlängerte Schießhausſtr. 80
wegen Verſetzung part. u. 1. Stock
ſchöne 5 Z.=Wohnungen mit je zwei
Balkons, Fremdenz., Kohlenaufzug
u. reichl. Zub., per 1. Okt. zu verm.
Näh. Beſſungerſtr. 74. (B12844ms

Miaegirfmnserein
Frankzarterstr. 66
in der ? Etage, iſt eine ſchöne
geräum. 5 Zim.=Wohn. mit Balkon
u. Veranda nebſt reichl. Zubehör,
vollſt. herger., per ſof. od. ſpäter
zu vm. Zu erfr. dortſ. part. (15110ms

n6
Liebigstrasse 25
parterre, ſchöne 5 Zimmer=
Wohnung, Bad, Veranda,
Gas, elektr. Licht, mit reichl.
Zubehör, zum 1. Okt. d. J.
zu verm. Näh. im Kontor
oder 2. Stock. (15568ms

Blnmenthalſtr. 41, 1. Stoch,
große 5 Zimmerwohn. für 600 Mk.
alsb. z. vm. Näh. i. 1. St. r. (15826ms

Liebigstrasse 13
in ruh. Hauſe, ebener Erde, 5=Z.=
Wohng. (3 Zimm. u. 2 Halbgeſchoß=
zimm
.) per 1. Okt. zu verm. Näh.
(15692ms
Frankfurterſtr. 16, II.

inae
Liebigstrasse 14, part.
5 Zimmer mit Zubehör, Gas,
Bleichplatz, Trockenboden ꝛc. per
1. Okt. zu verm. Einzuſehen von
Näheres
1012 und 23 Uhr.
(12834ms
im 1. Stock.

5 Zim.=
Heinrichſtr. 112, I., Wohn.
wegzugsh. zu vermieten. (16946ms

Stiſtſtr. 89, part, 5 Zim.=Wohn.
m. Gas u. Garten, p. 1. Okt. z. vm.
Einzuſ. v. 1012 u. 24 Uhr. Näh.
(14348ms
Mühlſtraße 26.

Hügelſtr. 32, zwei 5 Zimmer=
wohnungen
mit Fremdenz., Bad,
Gas, Veranda u. all. Zubeh. ſofort
z. verm. Näh. parterre. (14913ms

3. Stock,
Gutenbergſtr. 50, 5 Zimmer=
Wohnung, neu hergerichtet, per
ſofort od. ſpäter zu verm. Näh. bei
Klein, Gutenbergſtr. 52, part. (15579m

Neue Martinstrasse 93
Beckstr. 62, 3. Stock

mod. herrſchaftl. gr. 5 Zim.=Wohn.
mit allem Zubeh. per 1. Okt. zu vm.
Näheres Martinſtraße 74, part.
C. W. Braun.
(B16398ims
Sosasassstartsasscee
innsse 42
Mathildenstras
1 Etage, elegante gr. 5 Zimmer=
wohnung
mit Fremdenz., Veranda,
Badez., Gas u. elektr. Licht reichl.
Zubeh., neu hergerichtet, p. Oktober
zu verm. Näh. part. (B15830ms
Saassagsaaäässsgsgtcg

Hochparterre, 5 Zimmer, Man=
ſardenzimmer
, Küche, Speiſek. u.
Kohlenkeller zu vermieten. Näheres
daſelbſt 2. Stock.
(16987ms

Kiesstrasse 42, II.
eine 5 Zimmerwohn. mit Veranda
zu vermieten.
(17403ms

Heinheimerſtr. 12, I., 5 Z.=Wohn.
m. gr. Veranda, Badez. mit Einricht.,
Mädchenk. u. Kabinett, Gart. u. all.
Zubeh. Näh. bei Frau Harting,
Heinheimerſtr. 16, I. I. (17619ms

Heinrichstr. 54, pt.,
5 Zimmer, Bade= od. Schrankz.,
eventuell ſofort. Einzuſehen bis
nachmittags 4 Uhr.
(18243ms

Heidelbergerſtraße 85, ſchöne
5=Zimmer=Wohn., Balkon. 2 Keller,
und all. Zubeh. Näh. daſelbſt und
gegenüber bei Wirt Bill. (17725ms

angimag
Steinackerstrasse 1
große, ſchöne 56 Zim.=Wohnung,
neuzeitlich, mit Bad, reichl. Zube=
hör
. Zubeſichtigen zwiſchen 111 u.
35 Uhr.
(B10510ms

Saalbanſtr. 38, II., ſch., mod.
5 Zimmerwohnung p. 1. Jan. od.
1. April. Zu erfragen daſ. im Lad.
bei Lotz.
(18256ms

Im ſtädtiſchen Hauſe Luiſen=
ſtraße
16 iſt die Wohnung im erſten
Obergeſchoß des Mittelbaues, be=
ſtehend
aus 4 Zimmern, Küche
und Keller alsbald zu vermieten.
Bewerber erhalten nähere Aus=
kunft
im Stadthaus, Zimmer
Nr. 56.
(17603ms

Heidelbergerſtr. 77, part., ger.
ſchöne 5 Zim.=Wohn., Bad, 2 Balk.,
per 1. Okt. Näh. 3. Stock. (18445a

Schloßgartenſtr. 41 5 Zimmer=
Wohnung mit all. Zubeh. ſofort
beziehbar. Ferd. Kahn. (18446a

8
Sandstrasse 36
geräumige 5 Zimmer im II. Stock
u. 3 desgl. im III. Stock, beſonders
zu Büros geeignet, zuſammen oder
geteilt, am 1. Oktober ds. Js. zu
vermieten. Zu erfragen Sand=
ſtraße
36, I. Stock.
(18414fom

5 ſchöne
Waldstr. 50, II., Zim.,
Küche, Veranda, Mädchenkammer,
Bodenkammer, 2 Keller, Gas evtl.
elektriſch Licht, Waſchküche. Preis
680. Mark.
(16162m

Wilhelminenstr. 17½
5 Zimmerwohnung mit Zentral=
heizung
und allem Zubehör im
2. Obergeſchoß per 1. Oktober zu
vermieten. Näheres bei H. & F.
Beeker, Wilhelminenſtraße 17,
oder Gg. Hinkel. Dipl.=Ing.,
Frankfurterſtraße 16½. (18749ms

e Zimer
4 Z.=Wohn. mit Bade= u. Mädch.., Veranda, Vorgart. u. all. Zub.
p. 1. Okt. z. vm. Näh. 1. Et. (13715ms

Neue Ireneſtr. 70, 1. St. (bei
der Mollerſtr.) ſchöne 4 Zim.=Wohn.
mit Bad Veranda, Fremden=
zimmer
, reichl. Zubehör u. Garten=
anteil
per ſofort zu vermieten.
Näh. Rheinſtraße 28, I. (13493ms

Hochſtr. 6, parterre, 4 Zimmer=
(18750ms
Wohn. zu verm.

Georgenſtr. 1½, 2. Etage, iſt
eine Wohn., enthalt. 4 Zim., Küche,
2 Zim. in der Manſ., Keller, Gas
u. elektr. Licht, per ſofort zu ver=
mieten
. Näh. durch C. W. Braun,
(17417ms
Martinſtraße 74.

Gutenbergſtraße 27, 2. Stock,
ſchöne 4 Zimmerwohn. mit Balkon,
Badezimmer Speiſe= und Boden=
kammer
nebſt Zubehör per 1. Okt.
zu vermieten. Näh. part. (13524ms

elegante 4 Zimmer=Wohnung, Bad,
Küche, Balkon, Loggia, 2 Manſ.,
2 Keller, Waſchküche, Bleichplatz,
zum 1. Oktober zu vermieten. Zu
erfragen Nr. 64, part. (13049ms
Heinheimerſtr. 12, part., 4 Zim.,
Mädchenkammer, Küche. (14593ms
Näh. beiFrau Harting, Hieinheimerstr. 16 I.
Rückertſtraße 10, Manſarde,
4 Zimmer, Küche z. v. (B16354ms
postr. 9,
Lichtenbergstr. 21, III.
hübſche 4 Zimmerw. mit allem Zu=
behör
per alsbald z. verm. (14245ms
Hiogks. 19 4 Zim.=Wohn. mit
Hirpſtr. 127 Zubehör ſofort od.
ſpät. zu vm. Ausk. i. 2. St. (15112ms
Per 1. Oktober 1913
ſchöne 4 Zimmerwohn. im III. St.
Ecke Stiftſtr. u. Lindenhofſtr.,
Zim. mit Linoleumbelag, Balkon
u. Veranda, Bad u. Speiſekam. ꝛc.,
all. neuzeitl. hergerichtet. Näheres
(VII, 14631
im Erdgeſchoß.
Vismarkſtr. 56 gr. Wohnung,
4 Zimmer, 2 Entreſols, ſofort ſehr
preiswert zu vermieten. (14868ms

Heg
Bismarckstr. 74
1. Stock, ſchöne 4 Zimmer=
Wohnung nebſt Zub., mit
gr. Veranda per 1. Okt. d. J.
Näh. bei Gg. Ph. Geist. (14263ms

erenentengete eneen
bergerſtr., Halteſt der elektr. Bahn,
gr. mod. 4 Zim.=Wohn. m. Zub., per
1. Okt. zu vm Näh. part.(B14571ms

Ireneſtr. 11, 3. Stock, an der
Frankfurterſtraße, ſchöne 4 Zim.=
Wohnung zum 1. Okt. zu verm.
(14256ms
Näheres part.

Ungiraet
Mollerstrasse 14
eine 4 Zimmerw. m. Erk Veranda
und Zubeh. bis zum 1. Oktober zu
vermieten. Näheres Rheinſtr. 28,
1. Stock. rechts.
(15153ms

Jein 40 II., ſchöne 4
Kahlertstr. 45, Z.=Wohng.

m. Ver. uſw.

Näh. part. (14920ms

Eliſabethenſtr. 23 4 Zimmer=
wohn
. (Manſ.) m. Zubeh., 500 M.,
per Okt. zu vermiet. Würde ſich
auch z. Möbeleinſt. eignen. (15105ms

Gutenbergſtr. 19, ſch. 4 Z.=W.,
neuzeitl. einger., per 1. Okt. z. verm.
Einzuſ. v. 1012 u. 24 Uhr. Näh. im
Haus u. Gervinusſtr. 55. (15386ms

Säneg
Kiesstrasse 38
ſchöne Parterrewohnung, 4 Zimmer
nebſt allem Zubehör, bis 1. Okt.
zu vermieten.
(16572ms

Heidelbeegerſtr. 98
ſchöne 4 Zimmerwohnung m.
Zubehör zum 1. Okt. zu vm.
Zu erfr. 1. Stock. (B18353ms

ngef
Wienersstrasse 49, I.
4 Z.=W. m. all. Zub. p. 1. Okt. (15500ms

Joh
1. Stock,
Schwanenstr. 41, 4 Z.=W.

per 1. Oktober zu verm.

(16606ms

Nied.=Ramſtädterſtr. 57 4 ev.
5 Z.=W. m. all. Zub. preisw. 17395ms
Mollerſtraße 40, Vorderhaus,
4 Zim., Badez., Küche, 2 Manſ.=Z.,
Gas u. ſonſt. Zubeh., per 1. Okt.
Näh. Seitenb., 2. Stock. (16573ms

Ecke Moller= u. Ireneſtr. 71
ſchöne 4 Zim.=Wohn. mit Gas und
Veranda. Pr. 460 M Näh.pt. (16570ms

Marktplatz 7
ſchöne 4 Zim.=Wohn. m. Bade=
zim
., Gas, elektr. Lichtanlage u.
Dampfheizung, mit reichlichem
Zubehör, per 1. Oktober zu ver=
mieten
. Zu erfrag. Markt 7
im Laden. Einzuſehen zwiſchen
3 und 6 Uhr.
(16721ms

Karlſtraße 83, II., 4 Zimmer=
wohn
. nebſt Küche, Bad u. Boden=
kammer
m. Zubehör per ſofort od.
Okt. zu vermieten. Näh. Arch.
Münch, Ludwigspl. 8, II. (17007ms
Klappacherſtr. 40, I., d. Orang.=
Gart. gegenüb., 4 Z.=W. (B17649ms
Aliceſtr. 24, 3. St., ſch. 4 Zim.=
Wohn. m. K. a. ruh. Fam. z. vm.
Pr. 500 M. Zu erfr. 1. St. (B17820ms
41 Rhönring 41
4 Zim.=Wohn., Bad, Veranda u.
ſämtl. Zubeh. zu verm. Preis 400 M.
Näh. Wendelſtadtſtr. 8, I. (18250a
Mollerſtr. 34, neuztl. 4 Zimmer=
Wohnung, vollſtänd. Gasbadeeinr.,
Balkon, Manſ. Zu erfr. 1. St. (18251a
amaie
A
Heidelbergerstr. 25
Seitenbau, 4 bis 6 Zimmer zu
vermieten, event. kann Werkſtätte
dazu eingerich werden. (B18220ms
rountr. 6
Heidelvergerstr. 25
4 Zimmerwohnung, eventuell mit
Stallung, zu vermieten. (B18219ms
Eiſahethenſtr. 23, Manſ=W,
4 Z u Nebenr a. ruh. Leute. (17833t

Sene Z
Mühlſtraße 1, 2 Stock,
ſchöne 4 Zimmerwohnung m.
Gas, Bad (einger.), Veranda,
2 Bodenräume uſw. p. 1. Okt.
Zu erfragen daſelbſt. (18404t

Heinheimerſtr. 12, pgr., 4 Zim.,
Küche, Mädchenk. u. all. Zub. Näh. b.
Frau Harting, Heinheimerstr. 1 6, I. I. (17616ms

ſch. 4 Zim.=
Kiesſtr. 45, 1. St., Wohnung
mit Zubehör zu verm. (17803ms

Schöne 4 Zimmerwohnung per
1. Dez. eventl. etwasfrüher, z. verm.
(1207ms
Näh. Eliſabethenſtr. 32 (Laden).1

9 Stb. 4 Zimmer=
Rheinſtr. 2, Wohnung zu ver=
mieten
. Näheres zu erfahren bei
Bingel, Vorderhaus. (18497ms

Heidelbergerſtr. 70, eine 4 Zim=
mer
=Wohnung, Gas, ꝛc. Preis
400 Mark, evtl. auch 3 Zimmer
zu vermieten.
(18496ms

Ecke d. Taunus= u. Liebfrauen=
ſtraße
103, eine 4 Zim.=Wohn.
im 1. St. zu verm.
(18290a

ngaäme
Sandbergstrasse 64
ſch. 4 Z.=Wohn. m. all. Zub. per ſof.
zu verm. Näh. daſ. 2. St. (B18450ms

We
49 4 Zin
Wenckstr. 49 mitt
netten per 1. Okt. Näh. pt.

Mathidenhöhviertel
Meierhene.
große moderne 4 oder 5 Zimmer=
Wohnung mit Bad, Veranda und
allem Zubehör. Freie Ausſicht.
Näh. Gutenbergſtr. 21, pt. (18787ms

50 Mhtratr 20
Wohnung, 3 Zimmer m. Zubehör
u. Veranda, Vorderhaus, Preis
450 Mk., an kleine Familie per
1. Oktober zu verm. Einzuſehen
von 104 Uhr. Zu erfragen im
Büro daſelbſt.
(13305ms

wotr
ati
Nieder-Ramstädterstr. 71,
Ecke Heinrichſtr., iſt eine 3 u. eine 4
Zimmerwohnung zu vermieten.
Näh. daſelbſt bei Herrn Fiſcher,
im Laden.
(13275ms

Moosbergſtr. 63, ſchöne große
3 Zimmer=Wohnung mit Veranda
u. reicht Zubeh. v. Oft. z vm. (1912ms

apoip 17
Heinheimerstr. 74, I.;
3 Zimmer, große Manſarde, zu
vermieten.
(15173ms

etpennn
Erbacherstrasse 17, II.,
ſchöne 3 Z.=Wohn. z. vm. (14414ms

Saalbauſtraße 78 3 Zimmer=
wohnung
zum Pr. v. 500 Mk. zum
1. Okt. Näh. Soderſtr. 102, I. (*422as
3 Zimmerwohnung (Manſarde)
mit reichlichem Zubehör p. 1. Okt.
zu verm. Näheres Pallaswieſen=
ſtraße
23, im Laden. (14476ms

Neue Ireneſtr. 68 (b. d. Mollerſtr.)
3 Zimmer=Wohnung im I. Stock
m. großen Manſardenzim., Veranda
u. Gartenanteil z. 1. Okt. zu vm.
Näh. Rheinſtr. 28, I. I. (14611ms

Schöne 3 Zim.=Wohnungen mit
Gas, p. Sept. u. Oktober zu verm.
Zu erfr. Ruthsſtr. 17, p. (16356ms

Landwehrſtr. 25, ſchöne 3 Zim=
merwohnung
, 1. Stock, per 1. Ok=
tober
zu vermieten. Zu erfragen
part., im Laden.
(16396ms

[ ][  ][ ]

Seite 18.

Müllerſtr. 7, II., 3 Z.=W., frei ge=
legen
, per 1. Okt. zu verm. (16057ms

m
Gasthostrasse 10, III.,
3 Zimmer mit Balkon, per Mon.
35 M., per 1. Oktober. (15975ms
Näh. Mathildenplatz 9, 1. St.
Karlſtraße 34 Manſardenwoh.
3 Zim., neuztl. herger., per ſofort
zu verm. Pr. 350 Mk. Einzuſ. vorm.
zw. 10u. 12, nchm. z. 2u. 4 Uhr. (16450ms

Pog
Frankensteinstrasse 48
iſt im II. St. eine ſchöne Wohn.,
beſtehend aus 3 Zimmern, Küche,
Speiſekammer ꝛc. zu vm. Wegen
Beſichtigung u. weitere Auskunft
beliebe man daſ. in der Parterre=
Wohnung nachzufragen. (15375ms
Inſelſtr. 23, III., große ſchöne
3 Zim.=Wohn. mit Bad und Gas,
anzuſehen von 93. (16379ms
Holzſtr. 26, gegenüb. d. Stadt=
kirche
, 3 Zimmer=Wohnung mit
Kabinett, ſowie Zubeh., per Sept.
zu verm. Näh. 1. St. l. (16357ms
Holzſtraße 23, 1. Stock, kleine
3 Zimmerwohnung zu vermieten.
Näh. Holzſtraße 21. (16567ms
Ecke Liebig= u. Pallaswieſen=
ſtraße
43, ſchöne 3 Zimmerwohn.
per 1. Oktober zu vermieten.
Näheres parterre. (16715ms

Bad, Gas, Balkon, freie Lage, per
1. Okt. Näh. Eckhardtſtr. 19. (16759ms

Nied.=Ramſtädterſtr. 5½, III.,
Manſarde, hübſche 3 Zim.=Wohn.
nebſt allem Zubehör an kinderloſe
Leute ab Oktober zu verm. Näh.
daſelbſt, 2. Stock.
(17393ms
Ecke Feldbg.= u. Weiterſtädter=
ſtraße
(Neubau) ſchöne 3 Zimmer=
wohnung
, Koch=u. Leuchtgas, Balk.,
evtl. gerad. Manſ.=Zim. u. Bodenk.,
p. Nov. Näh. Eliſabethenſtr. 62. (17413ms
Rundeturmſtr. 12, ger. 3 Zim.=
Wohnung per 1. Oktob. Einzuſeh.
35 Uhr nachmittags. (B17447ms
Karlſtraße 46, Manſarde, 34
Zimmer, Küche und allem Zubeh.
an ruhige Leute per ſofort oder
ſpäter zu vermieten. Näheres
im Laden.
(17402ms
Pankratiusſtr. 30½, ſchöne
3 Zimmer=Wohnung per 1. Oktober
zu vermieten.
(17637ms
Karlſtraße 60 3 Zim.=Wohn. zu
verm. Preis 280 Mk. (B17852ms


aa
Magdalenenſtr. 7 (Hth.
große 3 Zim.=Wohn., Gas, abgeſchl.
Vorpl. und Zubehör, zum 1. Okt.
eventuell früher, zu vermieten.
Näh. Vorderhaus, part. (18009ms
andetpase
Manſ.=
Sahustlasse 4d, Wohn.,
3 Zimmer mit Brenn= u. Leucht=
gas
, per Monat 19.50 M. (18023ms
Wendelſtadtſtr. 43, I. Stock,
ſchöne 3 Zimmerwohnung, Küche
mit Gas und Keller, neu her=
gerichtet
, per ſof. zu verm. (18083a
Infelſtr. 19, II., Hth, ſchöne, helle
3 Zim.=Wohn. mit Speiſekammer,
2 Keller, per ſofort evtl. 1. Oktober
billig zu vermieten.
(18209ms
Näh. im Vdh. Nr. 21, I., Flickinger.
Nieder=Ramſtädterſtr. 56, Stb.,
3 Zim.=Wohn. zu verm. (18210ms
Schießhausſtr. 29, neu herger.
3 Zimmer=Wohn. per ſofort oder
ſpäter zu vermieten. (B18217ms
Neue Niederſtr. 8, part., ſchöne
3 Zim., m. Gas, Veranda, Bodenk.,
per 1. Okt. Näh. daſelbſt. (B18221ms
Sandbergſtr. 27 3 Z.=W., Nb. p.
1. O. Nh. K. Koch, Eliſabſt. 49. (18242ms
Riegerplatz 14 große 3 Zimmer=
Manſarde per 1. Okt. zu verm.
Näh. Wenckſtraße 43, part. (*7728sm
Ger. heile 3 Z.=W., 1. St., p. 1. Okt.
Näh. Jos. Heeb, Beckerſtr. 33. (18427ms
Kranichſteinerſtraße 37 große
3 Zim.=Wohn. im 1. St., der Neu=
zeit
entſpr., wegzugsh. ſofort an
ruhige Leute zu verm. (18302ms
Große Ochſengaſſe 32 3 Zim.=
Wohn. mit allem Zubehör bis
1. Oktober zu verm. (18508ms
Neue Niederſtraße 22, 2. St.,
3 Zim.=W., jährl. 420 Mk. Näh.
Wilhelmſtr. 25, pt. (B18499ms
Vpa
Thaf
IF
Kranichsteiner str 51,
frdl. 3 Zimmerwohn. per 1. Okt.
zu vm. Näh. 2. St., Fr. Ewald. (17169ms
Lauteſchlägerſtraße ½ hübſche
Manſ., 3 Zim., 1 Kabinett uſw.
zu verm. Näh. 2. St. r. (17240ms
Taunusſtr. 44 3 Zim.=Wohn.,
alsbald zu vermieten.
(18412t
Mathildenplatz 11, Seitenbau,
3 Zim=Wohnung zu verm. Zu er=
frag
. daſ. v. 47 Uhr nachm. (18432t
n 7 ſchöne 3 Zim.=
Soderstr. 4, Wohnung im
Hinterhaus, per ſofort zu verm.
Näh. daſ. im Laden. (*7916oim
Wienersſtr. 52, Bh., II., 3 Z., Has
bis 1. Okt. od. ſpät. u. Werkſt. (*7978im
Bankratiusſtr. 48, ſch. 3 Zim.=
Wohn. p. 1. Okt. zu vm. (18430ms

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913.

Nummer 212.

Pankratiusſtraße 30, I., ſchöne
3 Zimmer=Wohnung per 1. Okt. zu
verm. Näheres parterre. (18641a
50
Eliſabethenſtr. 3e, Htb.
ſch. 3 Zim. Näh. Lad. (17834oms
Neckarſtr. 24, Stb., II., kleine
Wohn. (3 Zim.) p. 1. Okt. zu verm.
Näh. Vorderh., I., r., b. Gerbig. (*7752ams
beſtehend
Manſardenwohng. auss Zim=
mern
, Kammer, Küche u. Keller per
Mitte Septbr. cr. zu verm. Näh.
bei Wehner & Fahr, Schokoladen=
fabrik
, Holzhofallee 1. (18598a
Karlſtr. 73, Gartenh., Manſ.,
34 Z. u. Zubeh., p. 1. Okt. z. verm.
Näh. Gartenhaus, I. (B18756ms
Darmſtraße 23, Seitenbau,
kleine 3 Zimmerwohnung ſofort
oder bis 1. Oktober zu vermieten.
Preis Monat 20 Mark. (18747ms
Große Ochſengaffe 5 3 Zim.=
Wohnung mit Küche u. Zubehör
zu vermieten.
(18748ms
Grafenſtraße 41 3 Zim.=Wohn.,
auch mit Werkſtätte. Zu erfragen
Vorderhaus, 1. Stock. (18780ms

Zwei kleine Wohnungen zu
vermieten.
(18752ms
Näheres Blumenthalſtr. 115.
Wienerſtr. 60 Manſarde an
einz. Perſon zu verm. (VII,14145
ldefmagag 79
Waldstrusse 22
ſt die Manſarden=Wohnung im
Seitenbau zu vermieten. (15374ms
Pankratiusſtraße 16 kleine
Wohnung zu vermieten. (16167ms
Beſſungerſtraße 74, Hinterb.,
ſchöne Manſardenwohnung, große
Stube, Kammer und Küche per
1. Okt. nur an ruh. Mieter. (B17081ms
Tannenſtraße 30 ſchöne Manſ.=
Wohnung zu verm.
(*8138ms
freundl.
Can
wett
Bandberget. 46, Manſ.., per Monat 14 M. (16741ms
Dieburgerſtr. 40, Stb., kl. Wohn.
an einzelne Perſon.
(17599ms
Ludwigshöhſtr. 80 gr. Manſ.
Wohn. pro Mon. 20 Mk. (17809ms

Heiler trock. Raum
120 qm, worin 25 Jahre Druckerei
war, für jeden Betrieb geeignet,
mit od. ohne Wohnung ſof. zu verm.
Näh. Riedlingerſtr. 33, II. (18039a

mit Werkſtatt alsbald
Laden zu verm. (15126ms
Eliſabethenſtraße 37, 1. Stock.

Schöner Laden
mit Nebenraum, 2 Schaufenſter
Nähe des Markts, zu vermieten.
Zu erfragen in der Exp. (14247ms

Saalbauſtraße 38 ein ſchöner
Laden per 1. Oktober. (14378ms

L. n5Re
Schuczenstr. 7, Laden
mit 2 Schaufenſter, ca. 125 (IMtr.
mit oder ohne Wohnung. Näh. bei
Otto Wolff. Wilhelminenſt. 26. (15125ms

1kl. Wohnung

Haafmag
Neugasse 4 nebſt Zubehör
Landwenz Stz asse 64

ſchöne 3 Z.=Wohn. zu vm. (18788ms
Kranichſteinerſtr. 7 Stb., I.
3 Zim.=Wohn. für 25 Mk. monatl.
Näh. Vorderhaus, 1. St. r. (*8140
Parkusſtr. 15½, ſch. gr. 3 Z.=W.
mit Zbh. per1. Ok. N. part. (*8116ms

ſofort zu vermieten. Näh. Ludw.
Stumpf, Neckarſtraße 28. (17846ms
Obergaſſe 32 eine kleine Woh=
nung
zu vermieten.
(18441a
2 kleine
Magdalenenstr. . Wohn.

Laden der Papierbrauche, Laute=
ſchlägerſtr
. 6, iſt p. 1. Okt. anderw. zu
verm. Näh. 1. St., Schäfer. (15385ms
mit Zim., für jed. Geſch.
Ladel paſſ., groß und hell, zu
verm. Näh. Karlſtr. 30, I. (14919ms
Nieder=Ramſtädterſtr. 65 ein
Laden mit kleiner Wohnung per ſof.
oder ſpäter zu vermieten. Näh. auf
dem Baubüro daſelbſt. (16950ms

im Seitenbau zu verm.

(18428ms

Laden mit 3 Zim.=Wohn., auch
für Büro od. ſonſt geſchäftl. Zwecke
geeignet, zu vermieten. (16951ms
Näheres Soderſtraße 29.

Die ſeither von der Gräfl. Görtz=
ſchen
Brauerei Schlitz innegehabten
Räume, Wendelſtadtſtraße 49,
beſteh. aus 2 Zim.=Wohn., Lager=
keller
, Schwenkraum mit Kontor
ſowie Stallung für 3 Pferde, ſind
ſof. od. ſpäter zu verm. Näh.
Wendelſtadtſtr. 39.
14341ms
8
AnIAT
Stemnackerstr. 1, III.,
2 Z. m. Küche a. einz. P. (B15974ms
Ludwigshöhſtr. 17, freundl.,
ger. Manſarde (2 Zim. m. Zubeh.)
an kindl. Leute zu verm. (B16434ms

Magdalenenſtr. 11 ſchöne Man=
ſardenwohnung
an kleine Familie
zu vermieten.
(18605ms

Eberstadt.
Villa im Mühlt., ſch. 4 Zimmerw.
im Parterre und allem Zubehör,
ſowie Gartenbenutzung per 1. Okt.
ſehr preiswert zu vermieten
Näh. bei W. Schoeller, Darm=
ſtadt
, Rheinſtraße 7.
(15107ms

Als
(*1
Ge
Ga. Ochsengasse 12
Bleichſtraße 27 Laden mit
Büro oder Geſchäftslokal
Wohnung
zwei neu hergerichtete 2 Zimmer=
zu
vermieten.
(18529ms
Karlſtr. 3, I., 5 Zimmer nebſt
Wohnungen ſofort zu vermieten.

Hügelſtr. 21 kl. Laden mit od.
ohne Zim. ſof. zu verm. (17279ms

Schöner Laden, auch für Büro
od. ſonſt. Zwecke geeignet, mit od.
ohne Wohnung zu verm. (15832ms
Näheres Viktoriaſtraße 81, I.
Ecke Peldberg- u. Weiterstädterstr.,
geeign. f. Rindsmetzgerei,
Laden auch f. jedes and. Geſchäft
paſſend. Näheres Eliſabethen=
ſtraße
62.
(17635ms
In Eberſtadt zu vermieten per=
ſofort
: 1 Laden mit Wohnung,
ſowie eine 2 Zim.=Wohn. m. Glas
abſchluß, Gas, Waſſer. Näh. Heidel=
bergerſtr
. 15¼/10 (Laden). (17966a

Näh. daſelbſt bei Störger. (16621ms
Mathildenplatz 15, II., Ecke Bis=
marckſtr
., 2 ſchöne leere Zim., m.
Gas u. all. Annehmlichkeit. bei geb.
Dame a. g. Fam. Nur an ſoliden,
geb. Herrn als Alleinmieter. (16943ms
Landwehrſtr. 15, Manſ., 2 Zim.,
Küche, abgeſchl. Vorplatz. (17211ms
Pot
7
Maän
Weiter Städterstr. 38
2 Zim.=Wohn. mit Küche an ordentl
Leute zu verm. Näh. part. (17397ms
Mgn
O2 Z.=Wohn.
Holsartenstr. per ſofort.
Näh. bei Beyer im Hauſe. (17189ms
Ballonplatz 7, 2 Zim.=Wohn.
ſofort zu vermieten. (16775ms
Heinheimerſtr. 12, Manſ.,2hübſche
Zim., 3 Kabin., Küche u. all. Zub. Näh.
FrauHarting, Heinheimerstr. 16, I. I. (17618ms
Nd.=Ramſtädterſtr. 65, Htb., kl.
2 Z.=Wohn. m. Leucht=u. Heizgas an
L. oh. K. p. ſof. z. vm. Näh. a. d. Bau=
büro
daſelbſt.
(17669ms
Weiterſtädterweg 48, 1. Stock,
Wohn. v. 2 Zim. u. Küche an kinder=
loſes
Ehepaar zu vm. Näh. b. Hrn.
Otto Simmerer, daſ. part. (17810ms
Klappacherſtr. 78, Hth., 2 Zim.,
Küche u. alles Zubeh. p. 1. Oktbr. zu
verm. Preis Mk. 19.. (B18200ms

r 0 2 Zweizim.=
Wendelſtadtſtr. 40 Wohnung.

per 1. Okt. zu verm.

(18111a

Stiſtſtraße 91 eine Wohnung,
2 Zim. m. Kabinett u. all. Zubeh.,
zu verm. Preis 24 Mk. (18431ms
Große Ochſengaſſe 32 2Zim.=
Wohn. b. 1. Okt. z. v. (18509ms
Saalbauſtr. 37, frdl. 2 Zim.=
Wohn. ſofort zu verm. (18662oms
Näh. in der Wirtſchaft b. Bangert.
waſz. 67 2 Zimm.=
Sahabelgstr. 34wohnung
mit Gas ſofort zu verm. (*8163
Ernſt=Ludwigſtraße 3 an einz.
Herrn od. Dame 2 ſchöne geräumige
unmöbl. Zimmer, 3. Stock nebſt
Manſ. zu v. Näh. II. St. (18794ms

1 Zim

e

Schwanenſtr. 38, 2. St., ein
unmöbliertes Zimmer, Eingang
ſep. Näh. daſelbſt.
(17416ms
Erbacherſtr. 46 Zimmer und
Küche per ſofort.
(16189ms
Forſtmeiſterplatz 5, neu. Mittel=
bau
, eleg. Zim., Küche, Gas, Waſſer,
auch als 2 Zim. zu benutz., Mk. 17.
Im ält. Haus: Stube, Kammer,
Küche, Mk. 13.50, und 1 kl. Zim. mit
Küche, Mk 8..
(B18453ms
Taunusſtr. 45, M., leer. Z. heizb.
v. 15. ab ev. früher zu verm.
7815sms
Beſſungerſtr. 76, gr. Zimmer,
Kammer u. Küche zu v. (B18796

Zubeh. ſofort preisw. zu vermiet.
Näh. II. St. daſelbſt. (14238ms
Ses
HRRTRe2
Wilhelinen=
Cia
Sal. 2,) I. eiage
mit
DN
7-8gr osse Räume, reich=
lichem
Zubehör, neu hergerichtet,
beſonders geeignet für feineres
Geſchäft oder größere Bureaus,
zuſammen oder geteilt, per ſofort
zu vermieten. Näheres daſelbſt
im Seitenbau oder Wendelſtadt=
ſtraße
28, II. Stock. (16955ms
Raum ſ. Flaſchenbierhandl. od.
Selterwaſſerfabr. p. ſof. od. ſpät.
zu verm. J. Mohr, Neckarſtr. 4. (14240ms
Slag B
Fur botographen.
Das ſeit 10 Jahren von Herrn
Hans Schramm innegeh. Atelier
u. Wohnung, Georgenſtr. 1½, ſoll
p. 1. Okt. 1913 anderweitig vermiet.
werden. Näh. durch C. W. Braun,
Darmſtadt, Martinſtr. 74. (14016ms
Ernſt=Ludwigſtr. 3, Vorderh.,
2 ſchöne Zim. für geſchäftl. Zw.,
zu vm. Näh. 2 St.
(17828ms
hri
mit elektriſchem
Javeingebündt Stromanſchluß,
auch als Lager geeignet, zu ver=
mieten
, Martinſtraße Nr. 14,
2. Stock.
(B17954ms
Atelier mit Nordlicht,
für Maler oder Architekten, mit
Nebenräumen. Rheinſtr. 12¾/
4. Stock.
(18583ms
Geſchäftslokal
als Wohnung
2 Zimmer nebſt Küche ebener Erde,
ſowie 2 Zimmer in der 1. Etage,
billigſt zu vermieten. Zu erfragen
bei Wilh. Link, Landwehrſtr. 45,
Hinterhaus, 1. Stock.
(18447a
Kleinkinderſchule
Verſammlungs= od. Geſchäfts=
räume
, 3 hierzu geeign. Parterrer
zu 59 qm, 39 u. 16,5 am, nebſt 2
Offerten unter K 64 an die
Expedition d. Bl.
(B18498ms

e Gr. Ochſengafſe 30, ſeith.
Tädel p. Gebr. Marschallik bew., z. v.
Zu erfr. Marktpl. 6, Keilmann. (14881m
Awigetn
Inn
Ernst-Luuwigstr. 10
großer modern. Laden mit 3
großen Schaufenſtern, Gang=
u
. Winterſeite, 27 Mtr. Tiefe,
130 qm Flächenraum, Zentral=
heizung
, Gas, elektr. Licht, per
1. Okt. ev. früh. zu vermiet.
Auskunft erteilt die Firma
ngo
Herz Hachenburgel sohn
Telephon 339
Rheinstrasse 1.
(IV,12360)

Tete Mieuer. u. Jofährierstr. 23,
Eckl. m. Wohn., neu herger., ſ. zu
vm. Näh. daſ. v. 57 Uhr. (*7777sm

Gr. Ochſengaſſe 16 Laden, für
Filiale geeignet, billig zu vermiet.
Näh. Kl. Ochſengaſſe 14. (*8092msm

Für Werkſtätte geeig. helle,
trockene Kellerräume m. gr.
Fenſtern u. Asphalt=Fußbod.,
Gas u. Waſſerleitung, ſeparat
freien Zugang nach d. Hofe, ca
60 qm groß, evtl.mehr, p. ſofort
zu vermieten. Gamaſchen=
fabrik
Heß, Luiſenſtr. 6(18751msg

Mathildenplatz 4, großer, heller
und trockener Raum, neu her=
gerichtet
, bequeme Zufahrt, per ſof.
oder ſpäter zu vermieten. (15797ms

Lauteſchlägerſtr. 8, gr. Werkſt.
m. elektr. Kraft, per ſof. (17165ms
Beckerſtraße 34 eine Werkſtatt
zu vermieten.
(17445ms

1 Stellme

Neue Niederſtr. 15, Stallung
für 3 Pferde ſofort zu ver=
mieten
.
(13490ms

Löffelgaſſe 9, Stallung, Wagen=
Manſardez., 950 M. i. J., zu verm.remiſe und Heuboden, auch als
Lagerraum, zu verm. (18010ms

Rheinstrasse 12
2 große Zimmer, unmöbliert, für
Buro= oder Einzelm. geeignet, zu
vermieten.
(18584ms
Friedrichſtr. 12, 2 Zim. part.
für Büro geeignet.
(16163ms
Karlſtr. 43 iſt das im Hof geleg.
kl. Sälchen, f. Vereinszwecke oder
Büro bis 1. Dez., auf Wunſch auch
früher, anderw. zu verm. Eben=
daſ
. guterhalt. Weinfäſſer, ½ u
Stück, zu verk. Einzuſehen tägl.
zwiſchen 3 und 4 Uhr. (18607a

1

4 Schaufenſter
in dem Oktroiaufſichtshäuschen
an der Allee (Zufahrtsſtraße zum
Bahnhof) ſind ſofort anderweit
zu vermieten. Nähere Auskunft
Stadthaus, Zimmer 64. (9094a
Darmſtadt, 1. Juli 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.

Frockene, verſchließbare Halle,
ca. 7 m lang, 4 m breit, zum
(7510,
1. Okt. zu verm. Näh. Kiesstr. 30, I. (

Lagerraum.
Im alten ſtädtiſchen Lagerhaus
iſt ein für ſich abgeſchloſſener, zum
Aufbewahren von Möbeln uſw.
geeigneter Raum, etwa 16 qm
groß, ſofort anderweit zu vermieten.
Nähere Auskunft wird im Stadt=
haus
, Zimmer 64, erteilt. (16742ms
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Schmitt.

Lagerraum.
Im Obergeſchoß des neuen
ſtädtiſchen Lagerhauſes am
Güterbahnhof iſt ein für ſich ab=
geſchloſſener
, zum Lagern von
Frucht und Mehl uſw. geeigneter
Raum, etwa 100 qm groß, als=
bald
zu vermieten.
(16720ms
Nähere Auskunft wird im Stadt=
haus
, Zimmer 64, erteilt.
Darmſtadt, den 1. Auguſt 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.

Friedrichſtr. 12, großer Wein=
keller
.
(16164ms

Mierte Zimmer

Grafenſtr. 22 möbl. Zim. an
1 oder 2 Herren zu vm. (13079ms

Landwehrſtr. 6 möbl. Zimmer
ev. mit Penſion zu verm. (13288ms

Roßdörferſtr. 60, II., groß., gut
möbl. Wohn= u. Schlafz. (14259ms

Wendelſtadtſtr. 11, II., gut
möbl. Zim. zu verm. (16276ms

,
000
Allbest. 25, II. LLouvre),
Penſion, 2 möbl. Zimmer=
zu
vermieten, Schreibtiſch,
Gas.
(16722ms

Mühlſtraße 60, (Kapellplatz)
freundl. möbl. Zimmer zu ver=
mieten
.
(14630ms
Eliſabethenſtraße 30, I., ſchön
möbl. Zimmer zu verm. (15178ms
Liebigſtraße 13, I., eleg. möbl.
Wohn= u. Schlafzimmer mit Gas
in ruhigem Hauſe.
(15577ms

Kiesſtraße 66
2. St., hübſch möbl. Wohn=
u
. Schlafzim. an beſſ. Herrn
p. ſof. zu verm. (16277ms

Dieburgerſtr. 32, Hth., pt., einf.
mbl. Z. z. vm. an H. o. Fräul. (16382ms

Wienersſtr. 45, I., g. m. Zim.
mit Schreibtiſch zu verm. (15810ms

Kahlertſtr. 11 ein gut möbl.
Zimmer ſof. zu verm. (15869ms

S
ſchön möbl.
Kiesſtraße 47, II., Zimmer,
event. mit Penſion, z. verm. (17026a

Waldſtraße 18, I.,
ſchön möbl. Wohn= u. Schlaf=
zimmer
per ſof. zu verm. (16972a
Saalbauſtraße 37 einf. möbl.
Zimmer zu verm. (17020ms

Karlſtr. 31,2. Stock, gr. gut möbl.
Zimmer zu vermieten. (17064ms

Marienplatz 32, part., g. möbl.
Wohn= u. Schlafz. zu vm. (16648ms
Wilhelminenplatz 17, II., gut
möbl. Zim. per ſofort. (17412ms

3. St,
imurahe
Heinr ichstr. 112, möbl.
Wohn= u. Schlafzimmer. (16947ms

Kiesſtr. 45, 2. Stock, gut möbl.
(17804ms
Zimmer zu verm.

Waldſtr. 9, II., ſch. möbl. Wohn=
nebſt
Schlafzim. m. elektr. Lichtanl.
Näh. zu erfrag. 3. Etage. (17807ms

Schloßgartenplatz 7, nächſt d.
Herrngarten, frdl. möbl. Zimmer
(15971ms
an ruhigen Herrn.

Soderſtraße 39, 1. St., freund=
lich
möbl. Zimmer mit ſep. Eing.
an ſolid. Herrn zu verm. (16022ms

Ge
Schön möbliertes Zimmer
preiswert zu vermieten. Näheres
Eliſabethenſtr. 47, Stb., II. (17723a

Dieburgerſtr. 26, I., gr. frdl. Schlaf=
u
. Wohnzim. u. ein einzeln. Zim.
(18002a
ſofort zu vermieten.

Waldſtr. 32, Stb. rechts, 2. St,
ſch. möbl. Zim. ſof. zu vm. (18190a
Annaſtr. 4, II., möbl. Wohn=
u
. Schlafzimmer zu vm. (B18075ms
Gut möbl. Zimmer. (18215ms
Saalbauſtraße 25, III., Weber.
Friedrichſtraße 18, part, gut
möbl. Zimmer mit guter Penſion
ſofort zu vermieten. (18218ms
Wenckſtr. 56, part., hübſchmöbl.
Zimmer, evtl. mit 2 Betten, oder
auch Wohn= u. Schlafzim. in ruh.
Hauſe billigſt zu verm. (18244a
Liebigſtr. 81, III., einf. möbl.
Zimmer zu vermieten. (18246a
Rhönring 65, I., ſch. möbl. Zim., a.
(18255a
Wunſch a. Wohn=u. Schlafz.(
Friedrichſtraße 11, 2. St., gut
möbl. Zimmer ſof. zu vm. (17187ms

[ ][  ][ ]

Pension Weidig
legant möbl. Zimmer für vor=
bergehend
oder dauernd mit Pen=
on
zu vermieten.
(B18201ms
Moſerſtr. 5 Telephon 1181.

M
*g

Jankfurten str. 58, II.
ut möbl. Zim. ſofort z. v. (17398ms

Riedlingerſtr. 17, I., n. Schwimm=
id
, ſep. möbl. Zim. ſof. (17409ms
dle, 40 ein großes
Oilhelminenſtr. 15 gut möbl.
immer an beſſ. Herrn zu verm.
äh. Leihbibliothek daſ. (17444ms

Neckarſtr. 26, parterre, möbl.
immer zu vermieten. (17185ms
Riedeſelſtr. 74, I., eleg. möbl.
John= u. Schlafzim., Gas, Bad,
eranda, zu verm.
(17602ms

Karlſtraße 73, II., Hth., ſchön
öbl. Zimmer zu verm. (B17283ms

nselstr. 19, II., möbliert.

elegant
Zimmer in ruh. Lage zu ver=
ieten
.
(18240ms

Durchreisende!
eg. Zimmer für jede Zeitdauer.
enſion Fink, Luiſenplatz 1. (18444a Karlſtr. 38, 2. Stock, ſchön möbl.
immer zu vermieten. (18434ms Hoffmannſtr. 5½, II., fr. möbl.
im. ſof. preisw. zu verm. (18433ms Gutenbergſtr. 39, II., ſchön möbl.
im. mit ſep. Eing. per ſof. (18429ms Kranichſteinerſtraße 37 einfach
öbl. Zimmer mit 2 Betten an
eſſere Arbeiter zu verm. (18303ms Eliſabethenſtr. 5, I., hübſch
öbl. ſep. Zim. mit Gas per
Oktober zu verm. (18528ms Lehrerin, Seminariſtin oder
Studentin findet angenehme Auf=
ahme
mit oder ohne Penſ. vom
Okt. an od. ſpäter in kl. Familie.
Wo? ſagt die Exped. (*7733sms Karlſtr. 30, III. r., freundl. gut
öbl. Zimmer an ſol. Herrn. (17835t Saalbauſtr. 38, II., elegant
öbl. Wohn= u. Schlafz. zu verm.
elephon vorhanden.
(18531a Eckhardtſtr. 8, part. r., gut möbl.
immer per ſof. zu verm. (16917ims Karlſtr. 30, Htb., I. r., einf. möbl.
zim., ſep., ſofort zu verm. (*8029im Eliſabethenſtr. 49, II., einf. möbl.
Zzim. m. gut. Bett bill. z. vm. (18676a Eliſabethenſtr. 22, II., möbl. Z.
Herrn od. Fräul. ſof. (*8001im ahlertstr. 10 I., find. Herrod. Dame
emütl. Heim m. gut. Verpfl. (180080ms Grafenſtr. 13, I., ſchön möbl.
zimmer zu vermieten. (18345omd

Groß. möbl. Zimmer in ſchön.
age, mit guter Penſion, an Dame
1verm. Näh. in der Exp. (18106a
Karlſtr. 23, I., möbl. Zimmer=
1 vermieten.
(18285a
Neckarſtr. 24, II. I., eleg. möbl.
immer ſofort zu verm. (18130omf
Wienersſtr. 58, I., möbl. Zim.
n Fräulein zu verm. (*7922om
Drei gut möbl. Zimmer, inein=
dergehend
m. ungenierter Küche
er 1. Okt. zu verm., evtl. früher.
efl. Anfr. u. O. 68 Exp. (18673sms

2
Fur Dauermieter
Zim. mit Penſion von 80 Mk. an
nonatl. Rotel-Pension Waldfriede.
Halteſtelle der Kleinbahn. (18614a

Hügelſtr. 29, I., ſchönes groß.
nöbl. Zim., ſepar. Eing., Schreibt.,
nit elektr. Licht zu verm. (18618ms

Pankratiusſtr. 1½, p. r., gr. ſch.
nöbl. Zim. m. Penſion. (*7925ms

Soderſtraße 75, II., gut möbl.
Zimmer zu vermieten. (18740a

Neue Niederſtr. 17, Hth. III.,
ſch. mbl. Z., mtl. 10 M., z. verm. (*8098
Mathildenſtraße 1 Zimmer mit
Kabinett, möbl. oder unmöbl., an
Dame od. ruh. Herrn. . (18791a

Ernſt=Ludwigſtr. 15, 3. Stock,
ſchön möbl. Zimmer mit ſeparatem
Eingang zu vermieten. (*8141mds

Eliſabethenſtr. 62, II. I., ſchönes
möbl. Zim. mit u. oh. Penſ. (*8162md

Hügelſtraße 75, I., (Marienpl.)
ſehr gr. ſchön möbl. Zim. (*8173mdfs
Aliceſtraße 32, I., möbl. Zim.
mit Mittagst. an Jſr. z. v. (*8157
Bleichſtr. 36, II., möbl. Zim.
zu vermieten.
(*8144ms
Lauteſchlägerſtr. 17, Vdh., II., r.,
ſchön möbl. Zim., p. 1. Okt., auf
Wunſch auch Mittagstiſch. (*8082ms
Eliſabethenſtraße 40, I. I., ein
möbl. Zimmer zu verm. (18792ms
Riedeſelſtraße 66, I., Wohn=
und Schlafzimmer, auch einz. Zim.,
ſofort zu vermieten.
(*8102
Grafenſtraße 8, möbl. Zimmer
3 Mk. pro Woche, ſofort. (*8112ms

Neckarstr. 22, II.,
eleg. möbl. Wohn= u. Schlafz., auch
einz. ſof. Gas, Badez., ſep. Eg. (18793a
Grafenſtr. 8, I., möbl. Zimmer
mit elektr. Beleuchtung, auch mit
Penſion, ſefort zu verm. (*8109ms

Gr. Cchseng. 18, frdl. Z. z. vm. Einzſ.
zw. 122 u. abds. 68. Näh. II. (*817s

(Schülerin höh. Lehranſtalt find.
gute Penſion mit anderen zu=
ſammen
. Näh. in der Exp. (18107a

ud
Rheinstrasse 39
Seitenbau parterre, 3 Zimmer
mit Küche, ev. mit Werkſtatt,
ſofort zu verm. Näh. K. Ritters-
haus
, Ludwigsplatz. (18824ms

12
Mathildenstrasse 35,
Manſarde, 2 Zimmer u. Küche, m.
eigenem Glasabſchluß, zum 1. Okt.
zu verm. (Wohnung wird neu her=
gerichtet
.) Näh. daſelbſt, I. (*8200

Ga
noch einige
Kleiner sadl Tage frei.
Hotel-Pension Waldfriede. (18613a

M

Weiblich

2
Jüngeres, ſg
welch.
gebildetes räuiein, die
Darmſt. Sprach= u. Handelsſchule
J. m. Erfolg beſuchte, ſ. Anfangs
ſtellep. 1. Okt. a. Kontoriſtinod. Steno=
typiſtin
. Off. u. O. 8 a. Exp. (18418sm

Gediegenes Fräulein, 19 Jahre
alt, aus guter Familie, ſucht Stel
lung als Beihilfe in den Sprech=
ſtunden
bei Arzt oder Zahnarzt.
Offerten bitte unter O. 9 an die
Expedition d. Bl.
(*7751om

Stenotypistin8
welche in ungekündigt. Stellg. iſt,
wünſcht ſich bald. zu veränd. Off.
unt. P 22 an die Exp.
(*8172

Tüchtige Buchhalterin
ſelbſtändig in allen Büroarbeiten,
ſucht ſich per 1. Okt. oder ſpäter zu
verändern. Off. u. P 17 Exp. (*8126

ſn..
Fraulein

ſucht Stellung irgend welcher
Art, wo auch Maſchinenſchreiben
und Stenographie verlangt wird.
Offerten unter P 20 an die Ex=
pedition
d. Bl.
(*8155

ſelbſt., tücht., empf.
Schneiderin, ſich in und außer
dem Hauſe, auch halbe Tage
Karte gen. Kaupſtr. 37, III, r. (*8137

Im Nähen, Ausbeſſ., ſow. Bügeln
recht geübte Frau erbittet Be=
ſchäftigung
in und außer d. Hauſe.
Näheres in der Exped. (*7743sm

Aelt. gebild. Dame beſter Fam.,
durchaus zuverl. u. tücht., einige
Jahre als Hausdame tätig, ſucht
ſelbſt. Wirkungskr. p. 1. oder 15. Okt.
Off. u. O. 28 an die Exp. (*7792sms

NetteLandmädch. ſuch. in Darm=
ſtadt
Stellen. Fr. Berta Neßling,
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Ludwigſtraße 8.
(*7987imc
Eine beſſere, ehrenh. Frau über
nimmt für nachm. Haushaltungs=
arbeiten
. Off. u. Poſtausweis=
karte
J. 44 Darmſtadt. (*8113md
.
Porſe
ter
Aelierezuverläſſ. Herſon,
gut empfohlen, ſucht abends von
5 Uhr ab Laden oder Büro zu
putzen, nimmt auch Spülen in
Hotel oder Reſtaurant an. Würde
auch Kinder beaufſichtigen, deren
Eltern Theater oder Konzerte be=
ſuchen
. Näheres Kiesſtr. 52, I. von
vormittags 84 Uhr. (*8115mf
17 Jahre alt,
Waise, ſucht als
Stütze Stellung bei alleinſtehen=
der
Dame oder in beſſerem Haus=
halte
; es wird nur auf gute Be=
handlung
geſehen. Mädchen kann
kochen, nähen, bügeln und war
bereits 1½ Jahre in feinem Haus=
halte
tätig. Offerten unter P 13
an die Exped.
(18778mdf

Jge. Frau ſ. Waſchen u. Putzen
*8168)
Löffelgaſſe 25, II.

Jg. Frau ſucht Laufdienſtfür2 Std.
vorm. Wendelſtadtſtr. 49, II., I. (*8129

Einſ. Mädch., w. Haush. grdl.
verſt. u. ſchn. k., ſ. St. a. Stütze od.
z. Kind. unt. beſch. Anſpr. Offert.
unter P 19 a. d. Exped. (*8146
Frau geht waſch. u. putz. Zuer
fragen Arheilgerſtr. 48, 2. St. (*8158

Fran ſucht Laufdienſt Grafen=
ſtraße
27, Seitenb. I.
(*8164

Junge, kinderloſe Frau ſucht
Frau Möſer,
Laufdienſt
Arheilgerſtr. 68.
(*8120)

Jge. Frau ſ. Laufſtelle vorm
Stunden. Zu erfragen nachn
(*814
5
Heidelbergerſtr. 110, II.

Anſtändiges junges Mädchen
ſucht Laufſt. bis nach dem Spülen
(*8206
Wenckſtraße 54.
Mädch. ſ. nachm. Beſchäftigung
*818t) Stiftſtr. 79, 2. St. links.

Kräftiges 15jähr. Mädch. ſucht
tagsüber Stelle bis 1. Okt. (*8175
Magdalenenſtr. 5, Hth., 1. St. I
Tücht., erf. Mädch. ſ. n. Waſch. u.
Putzen. Pohl, Sackgaſſe 2. (*8192md

Suche für meine Tochter
gute Stelle
bei kinderloſem Ehepaar. Dieſelbe
iſt 18 Jahre alt, im Bügeln und
Näh. perfekt. Gefl. Off. an Seb. Martin,
Unter-Schönmattenwag. (18744mdf

Junges Mädchen aus guter
Familie, hatte gründlichen Klavier=
unterricht
, ſucht Stelle zu Kindern,
event. auch für tagsüber. Offerten
unter P 14 an die Expedition
dieſes Blattes.

Beſſ. Frl. ſ. St. als Stütze nach
auswärts durch Fr. Elise Bickel,
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Stiftſtraße 56.
(*8100
Eine ältere Frau empfiehlt ſich
tagsüber, nimmt auch Aushilfe an.
Näheres in der Exped.

Aelteres einfaches Fräulein, das
leichte Krankenpflege übernimmt,
ſucht tagsüber Beſchäftigung.
Viktoriaſtr. 98, III., mittl. Thüre. (*8095ms

Aelteres Mädchen, in all. Arb.
erfahren, ſucht Stelle in kleinem
Haushalt bis 1. Oktober. Ge=
werbsmäßiges
Stellenbureau
Liſette Ackermann, Ober= Ram=
ſtadt
.

Kinderfräul., ſpricht engliſch u
franzöſiſch, hat höhere Schulen be=
ſucht
, ſucht Stelle als Erzieherin gr.
Kinder, beſſ. u. einf. Stützen, Haus=
hälterin
, Wirtſchafterin, Allein=
mädchen
, welche kochen können,
Herrſchaftsköchinnen, alle mit guten
Zeugniſſen, ſuchen Stellen. (*8190
Frau Minna Dingeldein
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Eliſabethenſtr. 5. Teleph. 531.

Aelt., gute Köchin ſucht Stelle
in kl. Haush., beſſ. Mädchen, geſ.
Alters, im Kochen u. Hausarbeit
ſelbſt., ſucht Stelle zu beſſ., älter
Herrn, ſowie mehrere jüng. Mäd=
chen
ſuchen paſſende Stellen durch
Gertrude Hartmann,
gewerbsmäßige Stellenver=
18818)
mittlerin,
Nieder=Ramſtädterſtraße 31.

Mämmien

Junger Kaufmann
m. gut. Handſchrift u. leicht. Auf=
faſſungsgabe
, flott. Stenogr. u. Ma=
ſchinenſchr
., ſ. Stellg. a. Bürogeh
p. 1. Okt. Off. u. P 23 a. d. Exp. (*8167

2
S

Weiblich

Gewandte
7
gebildete Dame
von einem Kunſtverein zur Wer=
bung
weiterer Mitglieder durch
Beſuche in Familien beſſerer Ge
ſellſchaftskreiſe geſucht. Hohe Pro=
viſion
. Angebote und Referenzen,
ſtreng vertraulich, gefl. unt. P 12
an die Exp. ds. Bl.
(18779
1 Arbeiterin u. 1 Lehrmädch.
ſofort geſucht. Frau Mattern
Schneiderin, Kiesſtr. 93, Mittel=
(*8145
bau part.

Tücht. Arbeiterinnen geſ. Kon
fektion, Schuchardſtr. 18. (*8121md
für täglich Friſeuſe
Gesucht d. a. maſſieren kann.
Reflektanten mit Koſtenanſprüchen
(18765
wollen ſich melden
Heinrichſtraße 51, parterre.
Junge Mädchen,
welche das Strohhutnähen
erlernen wollen, zum ſoforti=
(18786
gen Eintritt geſucht.
A. Rogenthal & Co., Strohhut=
fabrik
, Darmſtadt, Rheinſtr. 20.
ModestLehrmädchenfti. Scht.
geſ. Heinheimerſtr. 22. (*7920oim

Lehrmädchen
aus achtbarer Familie gegen
ſof. Vergütg. geſucht. (18732a
G. m.
Nietschmann tus b. H.

Fleißiges, ehrliches Mädchen
für alle häusl. Arbeiten per 1. Okt.
geſucht. Gute Behandlung zugeſich
8018imd) Schulſtraße 8, 1. St.

Mädchen, welche kochen können
gute Zeugniſſe beſitzen, erhalten
recht gute Stellen. Beiköchinnen,
Küchenmädchen können kochen
lernen. Frau Berta Neßling,
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
(*7988imd
Ludwigſtraße 8.
Mädchen mit guten Zeugniſſen
für Hausarbeit per ſofort oder
ſpäter gegen hohen Lohn geſucht
Bismarckſtraße 5, 1. Stock. (*8061imd

Junges, ordentl. Mädchen zum
(*7673sm
1. Oktober geſucht.
Dieburgerſtraße 14 (Laden)
Wegen Verheiratung d. Mädch.
in kleine Familie Alleinmädchen
geſucht, das kochen kann. (*8169ms
Schulſtraße 15, II.

Mädchen für Küche und Haus=
arbeit
ſucht z. 1. Okt. Frau Major
Lang, Heinrichſtr. 145, pt. (18145ism
das bürgerlich
Ein Mädchen, kocht und Haus=
arbeit
übernimmt und ein jüng.
Hausmädchen f. das Heim Saal=
bauſtraße
79 zum 1. Okt. geſ. Zu
melden vorm. u. abends nach 7 Uhr
Mathildenſtr. 25, part. (B18665 ſofort gure bürg
Suche Köchin
(*8135 u. gut. Hausm. in gut. Herrſchafts=
haus
an die Bergſtraße, auch gute
Odenwälder Mädchen, jüngere u.
ältere, in Privat= u. Geſchäftsh. u.
Kindermädchen, hoher Lohn.
Offerten an Frau Jäger, ge=
werbsmäßige
Stellenvermittlerin,
(*8104 Zwingenberg (Bergſtraße). (18502sn Eine
Pua e
ſelbſtändig gut bürgerlich kocht und ſaubere Lauftrau
für vor= u. nachmitt. je 2 Stund
(*8170
geſ. Beckſtr. 50, p. Sauberes, tüchtiges Laufmädchen
von 812 Uhr ſofort geſucht (*8134
Frankfurterſtraße 90, II. Vom 15. Sept. bis 1. Okt. ein
Aushilf=Mädchen für Küche ge=
ſucht
Karlſtraße 10, part. (*8131 (*8196 Mädch., d. koch. kön., Haus= u.
Alleinm. erhalten ſehr gute Stell.
Hoher Lohn. Frau Susanna Röse,
gewerbsmäßige Stellenvermittle=
rin
Kiesſtraße 35.
(*8148 Gef. Herrſch.= u. bürg. Köchin.,
Hausm., Alleinm. i. ſ. g. St. Eleonore
zweite Häusmädchen, Kindermädch., Roth, gewerbsmäßige Stellenver=
mittlung
, Schloßgartenſtr. 49. (*8161 we
Junges Madchen
zu kinderl. Ehepaar geſ. p. 1. Okt.,
evtl. früher. Stiftſtr. 19. (18814ms Zum 1. Okt.
Hausmädchen
ein
geſucht, das etwas nähen und
bügeln kann.
(*8179mdfs
Offerten unter P 26 an die
Expedition dieſes Blattes. Tüchtiges Mädchen, das gut
kochen kann und alle Hausarbeit
verſteht, per 1. Oktober geſucht.
Frau Rittershaus, (18826mdf
Ernſt=Ludwigſtraße 26. In der nächſten Zeit kann wieder
ein tüchtiges, gediegenes Mädchen.
zum Kochen lernen, ohne gegen=
ſeitige
Vergütung, eintreten. Lern=
zeit
6 Monate. Näh. Karlſtr. 15
am Büfett.
(*8190ms Zur Führung eines kl. Haushaltes
ein älteres Mädchen geſucht.
Offert. m. Angaben der ſeitherigen
Tätigkeit, d. Alters u. Gehaltsanſpr.
unt. P 27 an die Exped. (*8188 Suchetücht. Köch. u. beſſ. Hausm.,
Lohn bis 40 Mk., in feine Herr=
ſchaftsh
., Beiköch., Hotel=Zimmerm
Herrſchafts=Diener u. gr. Anzahl
Alleinm. in g. Priv.= u. Geſchäftsh.
Jehannette Weißmantel, gewerbsmäßige
Stollenvermittlerin, Karlstr. 30, Tel. 1909. Tücht. unabh. ſaub.Mädch.f vorm.
geſ. Magdalenenſtr. 11, I. (*8191 Tüchtiges Alleinmädchen mit
guten Zeugniſſen bei hohem Lohn
per 1. Oktober geſucht. Näheres
Stiftſtraße 67, 3. Stock. (*8103mf 1. Okt. zu kinderloſem Ehepaar=
tüchtiges
gutempfohlenes Allein=
mädch
. geſucht, bei liebev. Behandl.
Lohn2225 Mk. Hügelſtr. 30, I. (*810 Lauffrau. geſucht.
(8765md
Mühlſtraße 54, 2. Stock. Perfekte u. bürgerl. Köchinnen,
Alleinmädchen, welche kochen u.
nicht kochen können, beſſ. Haus=
mädchen
, Kindergartnerin, Kin=
derfräulein
, welch. höhere Schule
beſuchte, erhalten gute Stellen
hier und auswärts.
(18819
Gertrude Hartmann
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Nieder=Ramſtädterſtraße 31. Laufmädchen od. j. Frau f.2 Std.,
vorm. u. 1 Std. nachm. geſ. Anmeld
111 Uhr Liebigſtr. 11, I. (*8119 Suche bürgerliche Köch.,
Hausmädchen, welche ſchneidern
nähen, bügeln, ſervieren können
Alleinmädchen, welche kochen, u.
etwas kochen können in Privat=
häuſer
, für Hotel, Reſtaurant u
Bahnhöfe, Köchin, Büfettfräul.,
Weißzeugbeſchließ., Küchenm.
Beiköch, neben den Chef, f. ſof.
und 1. Oktober geſucht.
Frau Minna Dingeldein,
gewerbsmäßige Stellenver=
*8202)
mittlerin,
Eliſabethenſtr. 5, II. Telephon 531 Männlich Zeitschriften-Reisende
für illuſtr. Familienblatt (14tägig
20 Pf.) überall geſ. Hohe Proviſion.
Dauernde Beſchäftg. W. Kohlhammer,
Stuttgart, Urbanſtraße 14. (18025a

Manträltren
für auswärtige größere Bau=
ausführung
per ſof. geſucht.
Offerten mit Zeugn. u. Ge=
haltsanſprüche
unter O. 23
an die Exvedition. (18511a

4 V5
Gute Laistenz.
Eine an rege Tätigkeit gewöhnter
ſolider Mann, der kleine Kaution
ſtellen kann, findet ſofort dauernde
und lohnende Anſtellung als Ein=
kaſſierer
und Verkäufer für Darm=
ſtadt
, evtl. Umgegend in einem
alteingeführten Geſchäft. Offerten
mit Angabe von Alter ſind unter
O. 65 an d. Exp. zu richt. (18670oim

Junger Kaufmann
(oder Fräulein), perfekter Steno=
graph
und Maſchinenſchreiber, mit
guter Handſchrift, möglichſt in der
Maſchinenbranche bewandert, zur
Aushilfe per ſofort von hieſiger
Maſchinenfabrik geſucht. Hand=
ſchriftliche
Offerten unter Angabe
der Gehaltsanſprüche ſind zu rich=
ten
unter O. 89 an die Expe=
dition
dieſes Blattes.
(18817

Hieſiges Engros=Geſchäft ſucht
zum Eintritt per 1. Oktober
jungen Hlann
oder Fräulein mit ſchöner Schrift
und perfekt in Stenographie und
Maſchinenſchreiben. Offerten mit
Angaben ſeitheriger Tätigkeit und
der Gehaltsanſprüche unter O. 76
an die Expedition dieſes Blattes=
erbeten
.
(18691im

lungonoigon
Duchhandlungsrolscnde

tüchtig und ſolide, mit guten Re=
ferenzen
, für neuartigekonkurrenz=
los
ausgeſtattete 10 Wochen=
ſchrift
geſucht. Gute Proviſion.
Bewerbungen erbeten Poſtlager=
karte
58 Berlin, NW. 6. (IV18172311g

Agent ſof. geſucht. H. Jürgen-
sen
& Co., Zigarren= u. Zigaretten=
Fabrik, Hamburg 22.
(I,3034.
300500 Mk.

Mtallung a. landw. Buchh., Sekretär,
Slollung Verw. erl. man ſich. n.
23 monatl. fachm. Ausbild., über
1200 Beamte geford. Proſpekt frei.
Landwirtſchaftl. Büro, Magdeburg.
Königſtraße 57.
(II,18483

Junger Friſeurgehilfe geſucht.
8111) A. Drescher, Beckerſtr. 23.

vrefanw
monatlich
und mehr
Mäistcnde könnenſtrebſ.
Perſonen in Stadt und Land,
auch im Nebenberuf d. Uebern. einer
N
Engros-Versandstelle
z. Hauſe verdienen. Aufſehenerreg.
Neuheit. Schlager 1. Ranges.
Jede Hausfrau iſt Käufer. Tägl.
23 Std. Verſand u. Schreibarbeit.
Kapital nicht erfordl. Sofortiger
Verdienſt. Reklame gratis! Aus=
kunft
koſtenfr. Off. u. Neuer Beruf
Aug. Hirdes, Leipzig, Markt 6. (18766
3 bis 4tücht. Zementarbeiter
per ſofort geſucht.
(*8204md
Joh. Dieter,
Kunststeinfabrik und Steinsägewerk,
Eberſtadt bei Darmſtadt.
Zur Bedienung der Zentral=
heizung
ein Heizer ſtundenweiſe
geſucht. Näheres in der Expedition
dieſes Blattes.
(*8110
1
A ledig, mit guten Zeug=
Hllſcherz niſſen, ſofort in gute
Stelle nach auswärts geſucht.
Adolf Dingeldein, gewerbsmäßiger
Stellenvermittler, Eliſabethenſtraße
Nr. 5, II. Telephon 531. (*8198
Junger Schuhmacher geſucht
Darmſtadt, Saalbauſtr. 38. (*8154
Junger ſauberer

Hausbursche
geſ. Näh. Kiesbergſtr. 48. (B18821
e
8
Hausbärsche
geſucht. Hermann Berger
Ernſt=Ludwigſtraße. (18764mdf
Zuverläſſiger Fuhrmann geſucht
Fuhrmannſtraße 3.
(*8194
geſucht (*133md
Hausburſcht Reſt. Kaiſerſaal.
Lehrling
aus guter Familie von hieſigem
Engros=Geſchäft geſucht. Anfangs=
vergütung
15 Mk. monatlich.
Schriftl. Offerten unter O. 69
an die Exp. ds. Bl. erb. (18666oim
Geſucht per ſof. ein zuverläſſig.
Anwaltsgehilfe (Lehrling).
18717im) Bureau Hügelſtr. 55.
Nahugihüiag
Fienr. Schreibrische
u. Bücherſchr. w. u. Preis abzu=
geben
, ferner Spiegelſchr., Kleider=
ſchrank
, Waſchkomm., Trumeauſp.,
Vertiko, Büfett, feine Diwans,
Chaiſelongue, Bettſtellen, Matratzen
in pr. Ausführung, echt eich. Schlafz.
m. groß. Spiegelſchr., kompl. m.
Matratzen 385 Mk.
(*8177
Eliſabethenſtraße 46.
Ein gut erhaltenes Sofa billig
zu verkaufen. Näheres (*8089
Neue Niederſtr. 9, 1. St.

[ ][  ][ ]


Wilhelminenstrasse 19, I. Darmstädfer Hausbesirzerverein. Telephon Nr. 560.

Inſertionspreis: 10 Pfg. die einſpaltige Petitzeile;

Zu vermieten:

Mherenthtrt. 130
Einfamilienhaus
an der Querſtraße daſ., enthält
9 Zimmer, herrſchaftl. eingericht.,
Zentralheiz., mit Garten, zu verk.
evtl. zu vermieten.
(17257ms
Näh. Steinſtr. 10, I., Tel. Nr. 1210.

von 10maliger Wiederholung an 10% Rabatt.

Einfamilienhäuſer.

Meuroſt. 6, I.

Heinrichſtr. 103, 1. St., ſchöne
geräumige Wohn. von 8 Zimmern
nebſt Bad, mtt allem Zubehör, der
Neuzeit entſprechend, per 1. Okt.
(14702ms
Näheres part.

Ahas-
Neckarstr. 6, 3. Stock
Herrſchaftswohnung, 7 Zimmer,
Diele, Bad, Veranda, Balkon und
Zubehör per 1. Okt. zu vermieten.
(17265ms
Näh. daſelbſt part.

wegen Verſetzung des Herrn Rittmeiſter
Frankenſteinſtraße 68 v. Schmelzing 8 Zimmer, Bad, Veranda,
Gas, elektr. Licht, Stallung ſofort. Mietpreis 2100 Mark.
D
8 Wohnräume, Bad, Veranda, Garten,
Herrngartenſtraße 38 Zubehör ſofort. Mietpreis 1700 Mark.
6 Zimmer, Zubehör, Zentralheizung,
Herrngartenſtraße 30 Vor= und Hintergarten, per 1. Oktober.
Mietpreis 1500 Mark.
Herrſchaftshaus mit 1012 ſehr großen Zimmern,
Martinſtraße 39mit reichl. Nebenräumen, Dienergelaß, Mädchenzim.,
2 Bädern, groß. Wintergart., 40 am groß. Teraſſe, Veranden, Balk., Garten, Ausſicht
auf Park, verſetzungshalber anderw. zu vermieten.

ſchöne große 5 Zimmerwohn.
mit Veranda u. reichl. Zubeh.
per ſofort. Näh. Heinrich
Funk, Grafenſtraße 23½,
Telephon 446.
(18559ms

Lauteſchlägerſtr. 4, I.
5 Zim.=Wohn. m. all. Zubeh. (18461ms

Merderstr. 17, II.

in ſehr gutem Hauſe, freundl.
5 Zimmerwohnung, 580 Mk.,
per ſofort. Näh. Heinrich
Funk, Grafenſtraße 23½,
Telephon 446.
(18560ms

Frene‟ neben Kurhaus Trautheim (Gartenſtadt Nied.=Ramſtadt,
Traiſa), enthaltend 7 große Zimmer, Küche, Bad, Seiten=

Eckhardtstr. 21, I.
7 Zim.=Wohn., mod. ausgeſt., z.
(16416ms
1. Oktober.

gebäude m. 2 groß. Zimmern, Autogarage, elektriſch. Licht, Waſſerleitung, mit großem
parkähnlichem Garten, großem Baumgrundſtück und Gemüſegarten per 1. Oktober zu
vermieten evtl. zu verkaufen.

70
Eliſabethenſtraße 72, I.

5 Zimmerwohn. m. kompl. Bad,
Balkon ꝛc.
(18800ms

Surſchſtshohluge.
Ohlyſtraße 33, 1. St., 7 Zim.,
fern. 2 Fremdenz., Magd= u. Boden=
kammer
ꝛc. alsbald zu vermieten.
Näh. Roquetteweg. 3. (17847ms

Weiteren Aufſchluß, ſowie Einſichtnahme der Pläne ꝛc. bei
18556ms) Heinrich Funk, Grafenſtraße 23½ Telephon 446.

3 Zimmer

Olbrichweg 6, 14 u. 16 (Mathilden=

C
Eichbergstr. 15, pt.
7 Zim.=W., Bad, Veranda,
Gas, elektr. Licht, reichl.
Zubehör, per ſofort.
Näheres 1. Stock. (16611ms

höhe)
moderne herrſchaftliche 6 Zimmerwohnungen mit allem
Komfort, Diele, Veranda, Loggia, Küche mit Anrichte und
Speiſekammer, Nebenräumen, Bad, elektr. Licht, Warmwaſſer=
bereitung
, Zentralheizung, Kohlen= u. Wäſcheaufzug, Dienſt=
treppe
uſw., zu vermieten. Beſichtigung von 1012 und
von 25 Uhr. Nachfragen Olbrichweg 10 im Büro.
Weiteren Aufſchluß, ſowie Einſichtnahme der Pläne bei
Heinrich Funk, Grafenſtraße 23½, Tel. 446. (18557ms

Rossdörferstr. 78

2. Stock, Fünf=Zimmerwohnung
mit allem Zubehör per 1. Oktober
zu vermieten. Näh. Roßdörfer=
(16806ms
ſtraße 76. 2. Stock.

F
Darmstrasse 49, I.
ſchöne 5 Zim.=W. zu vm. (16216ms

Dieburgerstr. 20, part.2. St., 4 Zim.=Wohn., Blick nach


Heidelbergerstr. 36
III. Stock, 4 Zimmer=Wohn.
mit gr. Verand. u. all. modern.
Zubeh. z. 1. Okt. Näh. Laden od.
I. Stock (Straub).
(18047ms

Orangerieſtr. 8, hochpt, ſchöne
neu herger. 4 Z.=Wohn. m. all. Zub.
p. 1. Aug., 600 M. Näheres Wil=
helminenſtraße
19, I. St. (15211ms

Mathildenplatz 7, Htgeb.,

wegen Verſetzung des ſeitherigen
Mieters der 1. u. 2. Stock mit je
78 Zim., Küche, Bad, Fremdenz.

in der Manſ., Schrank= Mädchen=
far

14

u. Bügelzim., Gas u. elektr. Licht, Sentersweg 12, 6 Z.=Wohn.
Gartenant. nebſt reichl. Zubehör.mit 2 Fremdenz. ſofort. (16804ms
Näh. part. od. bei G. Bernbeck,

G
Annaſtraße 44 Wohnung
69 teils ſehr gr. Zim., Balk., reichl.
Zubeh. Näh. 1. Stock. (15204ms

Soderstrasse 45

d. Garten, m. Bleichpl. u. ſonſt.
5 Zimmerwohn., Gas u. Zubeh. Zub. zu verm. Näh. L. Dinter=
zum
1. Oktober evtl. früher. mann. Tel. 1457.
(622ms
Näheres I. Stock. Einzuſehen von
gagleg
113 Uhr.
(18046ms Bismarekstr. 42, I. St.

4 herrſchaftl.

Roßdörferſtr. 89, I.
(18049ms

Näh. Dreibrunnenſtr. 1, Ecke Beckſtr.

Melstr.41, atite

große, ungen., beſſ. 7 Z.=W.
m. Balk. u. all. Zubeh., ganz
neu herger. Evtl. 2 anſchl.
gr. Zim. als Atelier ꝛc. mit
ſep. Zugang für Arzt, Büro
od: Ausſtell. ꝛc., ab 15. Okt.
Näh. Ausk. u. Beſichtig. vor=
mit
. 11 u. nachm. 4 Uhr
Gg. Scherer, Architekt.
erel. 920 (17686ms

Angameip
Heidelberger Stz . 9

herrſchaftl. 6 Zim.=Wohn. mit Bad,
Gas, elektr. Licht, Erker, Veranda,
ABleichpl. zum 1. Okt. (17258ms

Landwehrſtraße 14, 3. Stock,
ſchöne herrſchaftl. 6 Zim.=Wohn.
mit Küche, Speiſekam., 1 Fremden=,
1Mädchenzim., Badezim. m. Bade=
ofen
, 2 Kellerräume, Bodenver=
ſchlag
u. Gartenant. bald. zu verm.
Näh. daſelbſt u. Baubüro Fr. Delp,

Frankfurterſtr. 80, Pr. 1200 M. (*3212gs

e
herrschaftl. Elagen

1. u. 2. St., ie 7 gr. Z. m. Erk., Balk.,
u. all. mod. Zub. Näh. Heidelberger=
(18798ms
ſtraße 9, II.

1 Zimmer
Manit.
Martinstr. 11½, hochpart.

ſehr geräumige 6 od. 4 Zim.=Wohn.
(auch für Büros geeignet), geſchl.
Veranda, Bad, Gas u. all. Zube=
hör
, abgeſchl. Hofraum, eventl. mit
Garten, für ſofort od. ſpäter. Näh.
daſelbſt 3. Stock.
(17696ms

Bismarckstr. 51, II.

ſchöne 6 Zimmerwohnung mit
Baderaum, geſchl. Veranda, Gas,
elektr. Licht, Vorgarten, neu herge=
richtet
. Näh. daſelbſt. (13122ms

ſa 3
Pmfhenaa
Iergstraße 26

Wohnung im 1. Stock u. Manſarde,
ſenth. 3 Zimm. u. Küche, 3 ſchräge,
grad. Zimm., Badez. mit Einr.,
3 Keller, Gas, Waſchküche, Bügel=
raum
, gr. Garten. Neu hergerichtet.
Zu erfrag. 24 Uhr Steinacker=
(17250ms
ſtraße 17.

Heidelbergerſtr. 21, II.

(gegenüber Heinrichſtr.), eleg. 6 Zim.=
Wohn. m. Bad, Veranda u. allem
Zubeh. Näh. Nr. 23, 1. St. (18417ms

ifägömegt
Stiltstrasse 21

2. Stock, ſchöne große 5 Zim.=
Wohnung ſehr preiswert per
1. Oktober.
(13987ms

Kaſinoſtraße 24, 2. St, bgroße
helle Zimmer, gr. Veranda, Balkon,
Bad uſw., zu verm., ſofort beziehb.
Näh. daſelbſt, part. (12880ms

4 Zimmer=Wohnung, 2 Entre=
ſole
, prachtvolle Wohnung, Gas,
elektr. Licht, Zubehör, 900 Mark.
Näheres parterre.
(16214ms

Hausbesitzer

organtier Such! Nur
Cer Susamn
bringt Srfolge.
Jur een geringen
Heiltaggentedie Nei-
glieder
des Saeins gan
bedeulende
(17845a

ueölf

Svoriele-

Jeder Kausbesizer sotkte
Mitglieg des Sereinovein.
Nah. Auskunft erkeikt
Die Beschäftsstekle S0 it-
helminenstrasse
19. Sek.560.

5 Zim.=W.,
ſſof. od. ſpät. Näh. daſ. (17456ms

larst
Mollerstr. 9, I. mit Zub. p.

Mahg B
dänfangtn h
Rcke Beck- u. Rohdurierstr. 32

frdl. 5 Zim.=Wohn., Balkon, 2 gr.
heisb. Manſ.= Zim. und allem Zub.
Näheres parterre.
(16614ms

1. Etage, mod. 4 Z.=Wohn., elektr.
Licht ꝛc., per 1. Okt.
(17843ms

Kahlertstr. 13, 2. St.,

Mollerſtr. 34, pt., neuzeitliche
4 Z.=W., vollſt. Gasbadeeinr., Balk.,
Manſ., p. 1. Okt. Z. erſr. I. (17264ms

41 Khönring 41
4 Zim.=Wohnung, Bad, Veranda,

große ſchöne 5 Zimmerwohnung, Gas u. all. Zub., ſofort zu verm.
Bodenk., 2 Keller uſw. p. 1. Okt. Näh. Wendelſtadtſtr. 8, I. (15207ms
Näheres 1. Stock.
(13555ms
4 Zimmer=
Me
Soderstr. 62 Wohnung

Liebigſtr. 25, part., ſchöne
5 Zimm.=Wohn., Bad, Veranda,
Gas, elektr. Licht u. Zubehörzum
1. Okt. ds. Js.
(14361ms
Näheres im Kontor u. 2. St.

Soderſtraße 85

5 Zim.=Wohn. mit all. Zubeh. z.
1. Okt. Näh. Soderſtr. 102, I. (16796ms

Schwanenstr. 70, I.

5 Zimmerwohn., Bad, Balkon,
Veranda und reichlichem Zubehör.
Näh part. u. 2. Stock (14689ms

wegzugshalber Haus, ganz oder.
geteilt in 6 Zimmer=Etagen, mit
Licht, Bad, komplett, ſofort oder
ſpäter. Näh. 2. Stock (16996ms

a-
Baunhofsplatz
u. Stirnweg ſchöne große 5 und 6
Zim.=Wohn, in der Preislage von
Loggias, Veranden, Balkons, elktr. 9001300 Mk. zu verm. Neuzeitl.
eingerichtet.
(16217ms

anWgreäg
Heidelbergerstr. 61,

weg. Verſetzung herrſch. 5 Zimmer=
wohnung
mit Gas, el. Licht, Bad
und Gartenantell.
(17840ms

S.
eſpene
ige
Liebigstrasse 30, I. St.
elegante gr. 5 Zimmerwohn. mit
Bad Balkon, Gas, elektr. Licht u.
all. Zubeh. Zu erfr. part. (17844ms

See

r
Friedrichſtr. 13, 1. Stock

moderne, geräumige 6 Zimmer=
Wohnung mit Badeeinrichtung,
Fremdenzimmer, Mädchenzimmer
und reichl. Zubehör per 1. Okt. zu
vermieten. Näh. daſelbſt und beiſ
Verwaltungs= und Verwertungs=
Geſellſchaft f. Immobilien m. b. H.,
Heidelbergerſtr. 9½, I., Tel. 2464,
auch Rhönring 113, I. (16417ms

Heidenreichstr. 17

in herrſchaftlicher, freier ge=
ſunder
Lage, Parterre per
1. Oktober und 2. Stock per
ſofort, feine herrſchaftl. 6 Zim.=
Wohnung mit Bad, elektr. Licht,
Koblenaufzug und reichl. Zubehör
Näheres Soder=
zu
vermieten.
ſtraße 48, p. Tel. 1348. (16613ms

Schöne 6 Zim.-Wohn.

mit 1 od. 2 Fremdenzimmern im
3. Stock, Gas, Bad, Veranda,
Garten, elektr. Licht u. allem ſonſt.
Zubeh. alsbald od. zum 1. Oktober.
16805ms) Weidig, Moſerſtr. 5.

gae
Mühlstrasse 32, I.
ſchöne 6 Zim.=Wohn. m. Bad, Bal=
kon
, elektr. Licht u. all. Zubeh. Neu
hergerichtet. Preis 1200 Mk. Beſicht.
v. 124 Uhr. Näh. part. (17458ms

Migolstr. 6, I.
herrſchaftl. Wohn., 6 Zimmer,
Badeeinrichtung, elektr. Licht,
Zentralheizung per 1. Oktob.
Näh. Heinrich Funk, Grafen=
ſtraße
23½, Tel. 446. (18558ms

NM
Heinrichstr. 106, III.
5 Zim.=Wohn. mit all. mod.
Zubehör zum 1. Oktbr. zu
vermieten.
(16215ms

Ge

Ge
1 (Ecke Rheinſtr.)
Grafenſtr. 12 1. Etage, 5 Zim.

m. Gas u. elektr. Licht, Bad, Zentral=
heiz
. u. all. mod. Komfort. (15650ms

A-
R
Dieburgerstt asse 19
ſchöne 5 Zimmerwohn. ſof. oder
ſpäter. Näheres Hoffmannſtr. 38,
ſparterre.
(16998ms

8 5 Z.=Wohn.
Mochstr. 53, I., mit großer

Landwehrſtraße 18, 2. Stock,

Ze
Veranda n.

ſchöne geräumige 5 Zimmerwoh=
nung
mit Küche, Speiſekammer,
rBad mit Badeofen, 2 Manſarden=
zimmer
, 2 Keller und Garten=
ſanteil
per ſofort zu vermieten.
Näheres daſelbſt und Baubureau
Fr. Delp, Frankfurterſtraße 80.
Mietpreis 950 Mark. (15649ms

dem Gart elektr. Licht uſw. zu ver=
mieten
. Näh. parterre. (12883ms

Martinstr. 60, II.,

5 Zim., gr. Veranda, Balkon, Bade=
zim
. m. Einr., Gas, allem Zubeh.,
und Gartenanteil ſofort zu verm.
Näh. Heinrichſtr. 58, I. (16612ms

Grafenſtr. 23, II. St., nächſt der
Rheinſtraße, eleg. 5 Zimmerwohn.,
elektr. Licht, Kochgas, Bad, reichl.
Zubehör an ruh. Mieter alsbald
zu vermieten.
(15428ms

Olbrichweg 6
(Mathildenhöhe) II. Stock
Herrſchaftliche 45 Zim.=
Wohnung mit all. Komfort,
Veranda, Garten, Bad, elektr.
Licht, Zentralheizung, Warm=
waſſerbereitung
, für 1150 Mk.
ſofort zu vermiet. (18571ms
Näh. Heinrich Funk,
Grafenſtr. 23½.
Tel. 446.

Gutenbergstr. 51, III.
geſund gelegene mod. 5 Zimmer=
Wohnung mit Mädchenzimmer
und Bodenkammer und reichlichem
Zubehör, per ſofort oder ſpäter
zu verm. Näheres daſelbſt u. bei
Verwaltungs= und Verwertungs=
Geſellſchaft für Immobilien m. b. H.,
Heidelbergerſtr. 9½, I., Tel. 2464,
auch Rhönring 113 I. (16419ms


Olbrichweg16
Darmstrasse 41

Mathildenſtr. 10, part.
Feine 5 Zimmerwohn.: Lino=
leumfußbod
., elektr. Licht ꝛc. per
ſofort zu vermieten. (15844ms
Näheres Soderſtraße 79, I.

Parterre: 5 Zimmer
Manſardenwohnung: drei
und vier Zimmer
zu vermieten. Näh. Hinterh.
parterre oder Frankfurter=
ſtraße
12/14, Laden. (15842ms

ſch. 5 Z.=W.
Hiauerstr. 10, pt., (18253ms

(Mathildenhöhe) Parterre
Herrſchaftliche 5 Zimmer=
wohnung
mit Diele, Küche
mit Anrichte, Vorgarten Bad,
elektr. Licht, Warmwaſſerbe=
reitung
, Zentralheizung, für
1200 Mk. ſof. zu vm. (18570ms
Näh. Heinrich Funk,
Grafenſtr. 23½.
Tel. 446.

Küche u. Bodenk., ab 1. Okt., eventl.
ſauch früher, zu verm., monatl. 30 Mk.
Zu erfr. part. u. 1. St. (14699ms

nefre
1n
Annastr. 6, I. Etage

Zim.=Wohn., Manſ.=Zim., Gas,
Bad, per 1. Okt. oder frühen
Näh. Wendelſtadtſtr. 8, I. (15206ms

Gutenbergſtraße 58, I., weg=
zugshalber
geräumige 4 Zimmer=
Wohnung mit reichlichem Zubehör
zu verm. Näh. daſelbſt u. bei Ver=
waltungs
= und Verwertungs= Ge=
dſellſchaft
für Immobilien m. b. H.,
Heidelbergerſtr. 9½, I., Tel. 2464,
ſauch Rhönring 113, I. (16422mss

aneinaega O
Mollerstrasse 25

in ruh. Hauſe neuzeitl. 4 Zimm.=
Wohn. mit all. Zubeh. (kein Gegen=
über
) zum 1. Oktbr. Zu erfragen
Parterre.
(17450ms

Eliſabethenſtr. 1, Seub., 1. St.
4 Zimmer, Küche, Manſ., Keller
per 1 Okt. d. J. Mk. 525. (14701ms

Mollerſtr. 42, I. Obergeſchoß,
ſchöne 4 Zim.=Wohn. mit Speiſe=
kammer
, Badezimmer, Herren=
zimmer
, Kammer, 2 Kell., Veranda,
Bleichgart., Waſchküche u. Trocken=
boden
, per 1. Oktober zu vermieten.
(16412ms
Näheres daſelbſt.

M
Str. 52
Moosberg
eine 4 Zimmerwohnung parterre,
3. Stock,
,
,
5
2.

Hintergeb. und eine gr. Werkſtätte
per ſofort oder ſpäter zu verm.
Näheres bei Verwaltungs= u. Ver=
wertungs
=Geſellſchaft für Immo=
bilien
m. b. H., Heidelberger=
ſtraße
9½, I., Telephon 2464, auch
(16424ms
Rhönring 113, I.

t.
Friedrichſtraße 13, part.
ſchöne Vierzimmerwohnung mit
Mädchen= und Fremdenzimmer,
reichlichem Zubehör, per 1. Okt.
zu verm. Näh. daſelbſt und bei
Verwaltungs= und Verwertungs=
Geſellſchaft für Immobilien m.b. H.,
Heidelbergerſtr. 9½, I., Tel. 2464,
auch Rhönring 113, I. (16423ms

wetn
Rossdörferstr. 32, III.

4 Zim=Wohn. m. all. Zubeh. (18463ms

gee
traee
Tasihostrasse 12

uah Kortſeinung foigende Seite.

[ ][  ][ ]

ſ 21.

ſchöne mod.
inselstr. 45, 1. 4 Z.=Wohn.g
mit Bad u. reichl. Zubeh. zum 1. Okt.
Näh. Steinſtr. 10, 1. St. Einzuſ.
von 1012 u. 23. (17259ms

Mittwoch, 10. September.

1918.

Ernſt=Ludwigſtr. 9, III. St.,
freundl. 4 Zim.=W. m. Gas, Bad
u. Zubeh. per ſof. Näh. daſelbſt
II. Et. od. Schirmgeſch. (17687ms

Lichtenbergſtr. 65, part., ſchöne
geräumige 3 Zimmerwohg. mit
Bad, 2 Keller, 1 Kammer und
Gartenanteil per 1. Oktober zu ver=
mieten
. Mietpreis 500 Mk. Näh.
daſ. u. Frankfurterſtr. 80. (15658ms

Lichtenbergstr. 26, III.
4 Zimmerw. ſehr ſchöne gr. Zimls
Näh. Bleichſtraße 40.
(18467ms

Wenckſtr. 9, III.
4 Zimm.=Wohn., ſehr ſchöne, große
Zim. Näh. Wenckſtr. 5, pt. (18466ms

reen ereren
helmſtraße 42, I. Stock, große
4 Zimmerwohnung m. Küche,
Bad elektr. Licht, Balkon, ev.
Burſchenwohn. von 2 Zimm.,
Stallung für 25 Pferde per
1. Oktober zu verm. Anzuſ.
v. 112 und 46 Uhr. Näh.
Heinrich Funk, Grafenſtraße
23½ Tel. 446.
(18568ms

n
ard
Sandbergstr. 54, II.
ſchöne 3 Zim.=Wohn. mit Balkon u
all. Zub., per 1. Okt.
(17841ms

Rhönring 31, parterre, ſchöne
3 Zimmerwohnung mit allem
Zubehör per 1. Oktober zu verm.
Mietpreis 400 Mk. Näh. daſelbſt
und Frankfurterſtr 80. (15657ms

Frankenſteinſtraße 36, eine
neuzeitl. einger. 3 Zimmerwohnung
per 1. Okt. zu verm. Einzuſehen
von 103 Uhr. Näh. part. rechts

4 ieburgerſtr. 62, I.
ſchöne 4 Zim.=Wohnung m. allem
Zubeh. zum 1. Ort.
(18465ms

2.,ſtöck. 4 Zim=
Kiesſtr. 86, merhaus mit
groß. Garten,
ganz oder geteilt, z. 1. Okt. Näh.
Kaupſtraße 43, part., von 12 bis
4 Uhr nachm.
(18464ms

1 Zimmer
frdl. neuherger Manſ.=Wohnung,
3 Zimmer, Küche und Kammer,
(nur gerade Räume), 2 Keller, Gas,
elektr. Licht, per 1. Oktober an einz.
Dame. Näh. part.
(15202ms

Mathildenpl. 2
Hh., II., 3 Zim.=Wohn. pr. 1. Aug. zu
verm. Näh. daſ. Laden. (15655ms
Tannenſtr. 23 (Eckhaus, 2. St.,
ſchöne 3 Zimmer=Wohnung per
1. Oktober zu verm.
(14700ms
Hochſtr. 24, kl. 3 Zim.=Wohn.
an ruhige Mieter.
(16802ms
Mine
Ahastasse 12, Hth.
3 Zim.=Wohn. per ſofort zu ver=
Amieten.
(16218ms
Fuhrmannſtr. 2, II. Obergeſchoß,
hübſche 3 Zim.=Wohn. ſamt reicht.
Zubeh., p. ſof. od. 1. Oktober. z. verm.
Näh. Schuhladen, daſelbſt. (*3412ms

oder 2. St.

(17

2ms

ige
Ludwigshöhstr. 59
Laden m. 3 Zim.=Wohn. Pr. 500 Mk.
3 Zimmer=Wohnung, Pr. 300 Mk.,
2 Zimmer=Wohnung, Pr. 240 Mk.,
Näh. i. Part.
(17256ms

Ein A
Landwehrstr. 26, I.
Zim.=Wohn. zu verm. (16219ms

Rhönring 31, 1. Stock links,
ſchöne geräumige 3 Zimmer= Woh=
nung
mit allem Zubehör per ſofort
zu verm. Mietpreis 430 M. Näh.
daſ. u. Frankfurterſtr. 80. (15656ms

Olbrichweg 6
(Mathildenhöhe) III. Stock
in feinem Hauſe große 3
Zimmerwohnung mit Diele,
Bad, Zentralheizung, elektr.
Licht, per ſofort für 750 Mk.
zu vermieten.
(18572ms
Näh. Heinrich Funk,
Grafenſtr. 23½,
Tel. 446.

Gutenbergſtr. 37, Hth., ſchöne
geräum. 2 Zim.=Wohn. an Leute
ohne Kinder. Näh. 1. St. (17253ms

2 Zim.=Wohn.
Erbacherſtraße p. Mon. 14 Mk.,
desgl. 2 Z.=W. für 12 Leute per
Monat 10 Mk., evtl. zuſammen zu
v. Näh. Stiftſtr. 19, Büro. (17266ms

2 ſchöne 35 Z.=
Kirchstr. 10 Wohn. per ſofort
oder ſpäter. Näheres 1. Stock bei
Schwarzhaupt.
(18470ms

Ballonplatz 5
ſchöne 2 Zim.=Wohn. i. Hth. part
an ruh. Mieter. Preis 16 Mk.
Näheres Kahlertſtraße 6. (17455ms

Bleichstrasse 23
Hinths. part., kl. 3 Zim.=Wohn. mit
Küche an 12 ruh. Leute. (18468ms

Fengchp
Frankensteinstr. 68
parterre, in feinem Hauſe,
34 Zimmer=Wohnung mit
Badeeinrichtung u. Veranda
wegzugshalber ſof. zu verm.
Näh. Heinrich Funk, Grafen=
ſtraße
23½, Tel. 446. (18561ms
Me enech
Se nte Zetehe

Fuhrmannstr. 12
2 Zimmerwohnung per 1. Oktober
Mk. 21.50.
(18566ms
Näheres Klingler, parterre.
Weinbergſtraße 11
part., frdl. 2 Zimmerwohnung
per 1. Okt. 21 Mk. (18564ms
Näh. daſelbſt bei Arnold.

Grafenſtraße 4
gr. Laden m. gr. Erker zu verm.
Näh. Feldbergſtraße 72. (15685ms

Ludwigsplatz 1, in erſter Ge=
ſchäftslage
, heller Laden m. zwei
Schaufenſtern, 3 Magaz., Keller,
m. Wohnung v. 4 Zim. f. 1. Okt.
d. J. z. v. Alles Nähere Wilhel=
minenſtraße
19, 1. St. (14838ms

beſte Lage, ſchön.
Kirchstr. 10, Laden mit zwei
Schaufenſt. p. 1. Okt. Näh. bei Hof=
friſeur
Gelfius, Ernst-Ludwigstr. (18472ms

mit 2 Schauf. u.
Eckladen größ. Wohn. p. ſof.
Näh. Soderſtr. 102, I. (16808ms

aneſchlagerſtr. Zim.=
Wohnung im. Hinterhaus, evtl.
(18792ms
mit Werkſtatt.

Wohnungen
mit 3, 4 u. 5 Zimmer u. reichlichem
Zubehör, per ſof. und ſpät. zu verm.
Näheres bei Verwaltungs=
und Verwertungs=Geſellſchaft für
Immobilien m. b. H., Heidelberger=
ſtraße
9½, I., Telephon 2464, auch
Rhönring 113, I.
(16425ms

part., 3 Zim.=W.
Wenckstr. 7, mit all. Zubehör.
Näh. Wenckſtr. 5. nart. (1817ims
M
Hefn
Ludwigsholstr. 60
Manſarde, 34 Räume, per
ſofort, 20 Mk. per Monat.
Näh. Heinrich Funk, Grafen=
ſtraße
23½ Tel. 446. (18565ms

Heidelbergerſtr. 23, III., gegen=
über
der Heinrichſtr. ſchöne 2 Zim.,
Wohn. mit allem Zubeh. Näheres
1. Stock.
(18472ms

(Rebenbau)
Tauhusstr. 1, Hohler Weg,
3 Zimmer, Küche mit Zubehör,
(18260ms
an ruhige Familie.

grate 20, u. 20
ſchöne 3 Zim.=Wohn. per ſof. oder
ſpäter. Näh. Kranichſteinerſtr. 28,
1. Stock rechts.
(18469ms

Mehltchtatr. 1. I.,
3 Zim.=Wohn. z. 1. Okt. (18261ms

ſch. 3., ev. 4 Z.=
Mauerſtr. 10, II., W. (18262ms
Martinſtr. 95 (Gartenhaus)
eine 3 Zimmerwohn., Heiz=u. Leucht=
gas
, Veranda, Gartenanteil, Bleich=
ſplatz
, p. 1. Okt. Einzuſ. v. 101 Uhr.
Näh. Heinrichſtr. 66.
(18259ms
Ens
Liebfrauenstr. 74, II.,
in ſehr ruhigem Hauſe große Drei=
Zimmerwohnung mit Veranda per
1. Oktober.
(18565ms

N
Weinbergstr. 35, II.
freundl. 34 Zimmerwohn.
für 400 Mk. Näh. Heinrich
Funk, Grafenſtraße 23½,
(18563ms
Telephon 446.

1 Zimmer


Landwehrſtr. 1½,
ſchöne 2 Z.=
Wohn. mit Küche. Näh. Hausbes.-
Verein. Wilhelminenſtr. 19.(16799ms

Pankratinsſtraße 26½, ſchöne
2 Zim.=Wohnung (III. Stock) zu
vermieten.
(16220ms

Schloßgaſſe 12, II., 2 Zimm.=
Näheres bei Göhrig, parterre. Wohn. zu vermieten. (16221mskehrslage.

1. 1ma
Lievlrauenstrasse 74
große 2 Zimmerwohnung mit
Veranda und Manſardenzimmer
per 1. Oktober.
(18567ms
Näheres Göhrig, parterre.

ſchön. Zim. an
Kahlertſtr. 5½2 einz. Perſon.

Einzuſehen v. 1012 u. 56 Uhr.
Näh. Kahlertſtr. 7, pt. (18048ms


Geeesäue
(2

Büro Rheinstrasse 47
1 od. 2größ. Part.=Zim. im Vorder=
haus
per 1. Sept. Näheres daſelbſt
(1615ms
Baubüro.

Heidelbergerſtr. 1, am Ma=
rienplatz
, Halteſtelle der elektr.
Straßenbahn, ſchöner, moderner
Laden
mit Ladenzimmer
zu vermieten.
(16051m
Näheres I. Etage.

eh ete
auch zu Atelier geeignet evtl. mit
Wohn. Näh. Liebigſtr. 44, p. (17254ms

Orangerieſtr. 8 große, helle
Werkſtätte im Seitenbau. (5,20 auf
4,20 m). Näheres Wilhelminen=
ſtraße
19, I. St.
(15214ms

Seitenbau (drei
Kahlertstr. Räume) f. Werk=

ſtätte, Lager ꝛc.
im Laden.

Näh. Kirchſtr. 5,
(17690ms

Magazin od. WVerk=
nag

Autogardge ſtatt, 140 am groß,
mit Einfahrttor Nebenr., gr. Hof,
evtl. m. Wohn. Näh. Hausbeſitzer=
Verein, Wilhelminenſtr. 19. (11255ms

Alicestr. 19½ für4 Pferde

Elisabethenstr. 17
Ecke der Wilhelminenſtr.,
iſt der Eckladen, worin ſeit
12 Jahren ein Hutgeſchäft
betr. wurde, evtl. mit Ein=
richtung
, zu verm. (17688ms

Uer
Amit Remiſe, Kutſcherſtube und
Heubod. Auf Wunſch mit geräum.
Keller. Freie Toreinfahrt. Auch
zu Lagerräumen geeignet. Näh.
parterre.
(18050ms

Laden, evt.
Grafenstr. 2, m. Wohn gr.

Kelle und

Hof, in

guter Ver=
(16807ms

Me
gegenüber, Stallung für
3 Pferde und eine Stallung
für 2 Pferde mit Zub. ſof. z.
verm. durch Heinrich Funk,
Grafenſt. 23½, Tel. 446. (18569ms

Unentgeltlicher Wohnungsnachweis u. nähere Auskunft über Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstr. 19, 1. St., zu erfragen.

Koher
Gewinn
durch Beteiligunganſeriöſer
Neugründung der Mineral=
düngerbr
. (Gewerkſchaft).
Vorausſichtl. Rentabilität
über 25%. Bei entſprech.
Beteiligung Vorſtandſtelle.
Gefl. Off. unt. Angabe
des zur Verfügung ſtehend.
Kapitals unt. K. G. 9548
a. Rudolf Mosse, Köln. (I. 18770

Wer würde ſich mit minde=
ſtens
10000 Mk., an einem
außergewöhnlich ausſichts=
reichen
Fabrikationsunter=
nehmen
beteiligen ? Für eine
Kapitalverzinſung von min=
deſtens
1520 pCt. wird
garantiert. Gefl. Zuſchriften
u. K 765 an die Annoneen=
Exped. von Chr. Kullmann,
Wilhelminenſtr. 9. (IV, 18805,6

1
1. Hypoth.,
10000 Mk., von pünktl.
Zinsz. für Ende Sept. geſucht. Off.
unter N 75 an die Erv. (13327a

Peelle Darlehen, a. a. II. Hypo=
theken
kön. nachgew. w. Briefe
erb. u. à 60 hauptpostl. Darmstadt. (15429a

57000 Mk. II. Hypothek

auf gute
auf ein neues Wohnhaus geſucht.
Off. u. N 95 a. d. Exp. (18443a

err ſucht ſofort ein
Junger Herl Darlehen von
150 Mk. gegen gute Zinſen und
wöchentliche Rückzahlung. Offert.
unter P 21 an die Exped. (*8153

Hypothekengelder an I. u. II.
Stelle, auch für induſtr. Unter=
nehmen
u. Hotels, Baugelder, Geld=
geſchäfte
jed. Art. Generalvertreter
H. Beck, Darmſtadt, Georgenſtr. 1.
Büro 1012, 25 Uhr. (18601a

Welcher
edeldenkende Kapitalist
gibt mir auf mein rentabl. Anweſen
an zweit. ſich. Stelle 20000 Mark
und befreit mich dadurch aus den
Händen eines Wucherers, der meine
Exiſtenz bedroht. Guter Zinsfuß,
beſte Sicherheit, pünktliche Zins=
zahlung
. Offerten unter O. 50 an
die Expedition ds. Bl. (*7908om

110
Einlammenhaus.
67 Zimmer mit Gart., in freier
Lage zu kaufen geſucht.
Angebote mit Preisangabe unt.
N 67 an die Exp.
(*7555dsm

Südoſtv. maſſ. geb. Haus, Hochp.
10 R., 1. u. 2. St. je 6, Einf., Hof,
Gart., Bad, Ver. ꝛc., paſſ. f. Aerzte,
Rechtsanw., Penſionate ꝛc., zu verk.
Off. u. M64 an die Exped. (13075a

1ſtöckiges Wohnhaus im
½ Johannesviertel m. hübſch.
Garten, zwei 5 Zim.=Wohn., eine
3 Zim.=W., Bad u. reichl. Zub. iſt zu
verk. Off. u. I13. Exv. (17733a
Mehr. Landhäuſer
u. Baugelände i. d. Villenkolonie
Ludwigshöh Eberſtadt b. D. u. der
Bergſtr., Auerbach u. Bensheim,
ſind zu verkaufen Friedrich Pfeiffer,
Architekt, Eberstadt b. D. (16600a

ſüer eriant ait andt
evtl. m. gut. Geſchäft od. ſonſt. günſt.
Obiekt hier od. Umg.? Off. beförd.
u. R. 7051 Haasenstein & Vogler, A.-G.,
(II,1878
Frankfurt a. M.

Oleineres Haus mit Garten z.
kaufen geſ. Off. m. Angabeüber
Lage, Größe, Preis, Anz. od. Bar
unt. il 65 an die Exv. d. Bl. (18077a

2½ſtöck. 3 Zimmerhaus
auch zum Alleinbew., mit Gart. u.
Werkſt. als Hinterb., zu verk. Anfr.
unt. O. 55 an die Exp. (*7919oimd

Griesheim.
Mein neuerbautes
1½ſtöckiges Wohnhaus
nebſt Stallg., Waſchküche u. Grab=
garten
in der Wilhelmſtraße iſt
preiswert zu verkaufen und ſofort
(18365fsm
zu beziehen.
P. Schüler V., Sandgaſſe 23.

Willenkolonie Everſtadt
Neuerbaute Villa zum Alleinbe=
wohnen
, 9 Wohnräume, mit reich=
lichem
Zubehör, Zentralheizung
1200 am Garten, für den billigen
Preis von 26000 Mk. zu verkaufen
und per ſofort zu beziehen.
(1113a
Auskunft erteilen
Paul Wolf & Co., G. m.b. H.
Rheinſtraße 51.

e
Damenkonfektion
im Zentr. der Stadt Darmſtadt iſt
weg. Wegz. mit Inventar u. prima
Kundſch. unt. aünſt. Bedingung. zu
verk. Näh. d. H. Riegelbauer, Offen=
bach
a. M., Iſenburgring 42. (18123a

Ich kaufe
getr Kleider, Schuhe, Wäſche,
Zahngebiſſe, alte Bettfedern.
8083imd
Poſtkarte genügt.
M. Speier, Schloßgaſſe 10.

Wer dort? (18252a
hier V. Schatz, Schloßgaſſe 23.
Ich komme ſof. u. zahle Ihnen für
getrag. Kleid., Schuhe, Möbel, Zahn=
gebiſſe
, alte Federbett ſtets diehöchſt.
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt.

Telephon 2085

(18124a

A
Setrug. Mleider
Stiefel, Bettfedern, Zahngebiſſe,
alte Fahrräder. Poſtkarte genügt.
M.Obstfeld, Kl. Bachg. 7.

Altes Gold
Brillanten, Platin, Silber, ſowie
Pfandscheine
auf obige Gegenſtände kauft zum
höchſten Wert
(16107a
Ainn
Kurtz, Juwelenhanalung,
Pädagogſtr. 2.
Telephon 1202

e.
gtrag. Rleider,
Ich kaufe Schuhe u. Uni=
formen
, zahle die höchſten Preiſe.
*8091md) H. Wiſchniak, Neugaſſe 1.

Gut erhaltene elegante
und
Meljeinſche größerer
Rohrvlattenkoffer
zu kaufen geſucht. Off. u. P 10
an die Exped.
(*8108

Zu kaufen geſucht
ganze Wohn=, Schlafzimmer= und
Küchen=Einrichtungen zu höchſten
Preiſen u. ſof. Bezahlung (*8151
L. Grünfeld, Schloßgaſſe 8.

werden zu aller
Flaſchen höchſt. Preiſ. ge=
kauft
. W. Feldmann, Lohndiener,
Karlſtr. 73. Gartenhaus (17815a

A
Gelegenheitskauf
wegen Umzug ſofort zu verkaufen
unt. and.: Schlafzimm., alles echt
nußb., fein poliert, 2 Betten mit
beſtem Inhalt, 2 tür. Spiegelſchrank,
Waſchkommode mit weiß. Marmor
und Toilette, 2 Nachtſchränke mit
Marmor, Handtuchh.; Wohnzim.,
hübſches Vertiko, feiner Diwan,
großer Ausziehtiſch, 4 beſſ. Stühle
ſowie der hochf. Küche mit zwei
Schränken, Tiſch, 2 Stühle. Ge=
ſamtpreis
nur Mark 590 (ſofort
mit ſchriftlicher Garantie). (*8159
B. Bauer, Heidelbergerstr. 85, II., Möbelhdl.

fa
Billig zu verkaufen:
Sekretär, Galerie= u. Pfeilerſchränke,
Diwan, ganze Garnit., Kleiderſchr.,
Küchenſchr., Kommode, Tiſche,
Stühle, Spiegel Flurgarderoben,
Schreibtiſche, Weißzeugſchr. mit
Spiegelſcheiben ꝛc. bei
(*8150
L. Grünfeld, Schloßgaſſe 8.

Gut erhalt. Gasbadeofen
mit Kohlenheizung umzugshalber
für 20 Mk. zu verk
(*8176
Mollerſtr. 42, 1. Stock.

ittagstisch
Fleisch u. veg. Kost von
60 Pf. b. M. 1. im Abonn.
bendtisch
Fleisch u. voget. Kost v.
50 Pf. b. 70 Pf. im Abonn.

Arssehaut des berühmten
:: Wormser Weinmostes::
Kein Trinkzwang. (I:
Damenzimmer.
Keherm-Rehlarmt
4 Alexanderstrasse 4 1 Stork.

[ ][  ]

Seite 22.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. September 1913,

Nummer 212.

die neue

Qualitäts 2. Cisareffe
alt Goldmundsr. at Hohlmunust.flach‟

GEORG A.JASMATZIA-G. DHESDENG
Urschs
Gnössré
Stäre.
Ee
21ea.

Die preußiſch=heſſiſche Eiſenbahn=
gemeinſchaft
und das heſſiſche Landtags=
wahlrecht
.

Von Oberbahnaſſiſtent Hrch. Hofmann=Darmſtadt.
Ende 1914 ſcheiden mehr als die Hälfte der Abgeord=
neten
der Zweiten heſſiſchen Ständekammer aus, darunter
diejenigen der 5 größeren Städte Darmſtadt, Mainz,
Offenbach, Worms und Gießen. Wahlberechtigt iſt nur,
wer zur Zeit (alſo am Tage!) der Wahl: das 25. Lebens=
jahr
vollendet hat, mindeſtens 3 Jahre ununterbrochen in
Heſſen (nicht gerade nur am Orte der Wahl) wohnt,
ſeit einem Jahre die heſſiſche Staatsangehörigkeit beſitzt
und ſeit Beginn des Rechnungsjahres, in dem die Wahl
ſtattfindet, Staats= oder Gemeindeſteuer zahlt. Wer das
50. Jahr vollendet hat, darf 2 Stimmen abgegeben.
Dieſe Beſtimmungen weichen ſehr weſentlich von
denen der heſſiſchen Städte= und Landgemeinde=Ordnung
ab, welche zu den Kommunalwahlen jeden Angehörigen
des Deutſchen Reiches zulaſſen, ohne etwa den Beſitz oder
gar den einjährigen Beſitz der heſſiſchen Staatsangehörig=
keit
vorzuſchreiben.
Durch jene Vorſchriften hat man das (im übrigen)
allgemeine, gleiche und direkte Landtagswahlrecht etwas
einſchränken, insbeſondere die ſogen. fluktuierende Bevöl=
kerung
von der Wahl fernhalten wollen. Manhataber
hierdurch weite Schichten ausgeſchloſſen,
an die der Geſetzgeber entweder gar nicht
gedacht hatoder die erſehr zu Unrecht ihres
Wahlrechtes entkleidete.
Während z. B. die im heſſiſchen Staatsdienſte, im
Kirchen=, Schul= oder Kommunaldienſte innerhalb Heſſens
durch die Regierung oder in deren Namen durch eine Zen=
tral
= oder höhere Verwaltungsbehörde angeſtellten bezw.
beſtätigten, während auch die im Reichsdienſte (Militär=
Verwaltung, Poſt) angeſtellten und in Heſſen dienſt=
wohnhaften
Angehörigen anderer Bundesſtaaten und
Ausländer (!) auf Grund Reichsgeſetzes ohne
weiteres, d. h. ohne beſondere Aufnahme als Heſſen an=
zuſehen
und demnach zu den heſſiſchen Landtagswahlen
wahlberechtigt ſind iſt der großen Menge der in der
ſtaatlichen Eiſenbahn=Gemeinſchaft tätigen,
in Heſſen dienſtwohnhaften preußiſchen Beamten und
Bedienſteten dieſes Recht vorenthalten, ſoweit ſie nicht
etwa zufällig durch Abſtammung uſw. Heſſen ſind.
Ferner: Was kann der heſſiſche Staatseiſen=
bahnbeamte
oder =bedienſtete dafür daß er vielleicht nur
wegen Aenderung der Fahrbezirke, Dienſt= oder Geſchäfts=
einteilung
für kürzere oder längere Zeit in Bingerbrück
ſtatt in Bingen, auf dem Verkehrsbureau Frankfurt ſtatt
den Verkehrskontrollen in Darmſtadt verwendet werden
muß? Nicht genug damit, daß während ſeiner Verwend=
trotz der Gemein=
ung
im preußiſchen Ausland
ſchaft! ſein Landtagswahlrecht ruht, nein, auch nach
ſeiner Rückverſetzung ins liebe Heimatland muß er ſich
zunächſt wieder einer dreijährigen Wartezeit unterwerfen,
um echter Heſſe zu werden.
Solche Fälle ſind wirklich tief bedauerlich. Denn tat=
ſächlich
wird durch alle jene Kautelen, deren Anwendung
auf die eigenen ſtaatlichen Funktionäre die Gemein=
ſchaft
iſt doch ein unlösbares Ganzes! völlig unver=
ſtändlich
iſt, eine große Zahl von ernſten, gereiften Män=
nern
in verantwortlichen Stellungen des Wahlrechts ent=
kleidet
, obwohl ihnen nur der Staat ſelbſt den Wohnſitz
anweiſt, anweiſen muß. Wahrlich nur zum Schaden des
Staates (im landläufigen Sinne) ſelbſt, denn in gar man=
chen
Wahlkreiſen würden dieſe Ausgeſchloſſenen den
bürgerlichen Parteien willkommenen Zuwachs bringen
und nicht ſelten das bekannte Zünglein an der Wage gegen
die raſtlos arbeitende und anſtürmende Sozialdemokratie
bilden. Nach oberflächlicher Schätzung ſind im Großher=
zogtum
Heſſen mehrere Tauſend, allein in Darmſtadt z. B.
4500, preußiſche Beamte, Hilfsbeamte, Handwerker
und Arbeiter im Eiſenbahngemeinſchaftsdienſt beſchäftigt.
Man wird einwenden: Jene könnten ja die heſſiſche
Staatsangehörigkeit durch Aufnahme erwerben. Das aber
ſcheuen die Beteiligten vielfach deshalb, weil ſie Nachteile

mannigfacher Art befürchten; durch Verluſt der ihnen ver=
waltungsſeitig
gewährten Steuerausgleiche, die zum Teil
recht weſentlich ſind, durch Nachteile in den Anwärter=,
Anſtellungs= und Beförderungsverhältniſſen uſw. Dieſe
Befürchtungen ſind ja m. E. vollkommen unbegründet, da
1. die Verwaltung von der Aufnahme gar nichts erfährt,
2. die frühere Staatsangehörigkeit durchaus beſtehen bleibt,
3. die Frage der Einreihung in den preußiſchen oder heſſi=
ſchen
Stellenanteil bei der Einberufung für immer ent=
ſchieden
wurde und ohne Zuſtimmung des Beteiligten nicht
geändert werden kann, und da 4. unſere Verwaltung ſelbſt
an der Zurückdämmung der ſozialdemokratiſchen Hochflut
das größte Intereſſe hat und ihren eigenen Leuten ganz
gewiß keine Steine in den Weg legen wird, wenn ſie ſich
praktiſch in dieſem Sinne betätigen.
Immerhin: Dieſe Befürchtungen ſind vorhanden
und mit ihnen muß gerechnet werden. (Vielleicht veran=
laſſen
dieſe Ausführungen die Eiſenbahndirektion Mainz
und Frankfurt a. M. zu eingehender Belehrung der Be=
teiligten
in den Amtsblättern. Dies müßte freilich bald
geſchehen, damit die Aufnahmen noch im September be=
wirkt
werden können.)
Ernſter Erwägung der maßgebenden Stellen muß aber
anheimgeſtellt werden, ob nicht eine baldige Ergänzung
des Staatsvertrages vom 23. Juni 1896 herbeigeführt wer=
den
könnte, dahingehend, daß beide Staaten den Angehö=
rigen
ihrer Eiſenbahn=Gemeinſchaft das Wahlrecht zum
Landtage am dienſtlichen Wohnſitz ohne jede Wartezeit bei
Verſetzungen uſw. gewähren und ob nicht eine Aenderung
des heſſiſchen Wahlgeſetzes vom 3. Juni 1911 herbeizufüh=
ren
iſt, wodurch die dreijährige Wartezeit für Funktionäre
der Eiſenbahnverwaltung aufgehoben wird.
Für Preußen hat die ganze Frage ja gar keine Be=
deutung
, für Heſſen dagegen eine um ſo größere; man
denke nur an Darmſtadt, Mainz, Offenbach (!), Gießen.
An alle preußiſchen Berufsgenoſſen in Heſſen, insbe=
ſondere
aber in den genannten Städten einerlei welchen
Ranges ſei zum Schluß die dringende Bitte ge=
richtet
, auf die allgemeine Regelung nicht zu warten,
ſondern ungeſäumt die Aufnahme in den heſſiſchen
Staatsverband in die Wege zu leiten. Sie iſt bei dem
Kreisamte durch Vermittelung der Bürgermeiſterei zu be=
antragen
(ſchriftlich oder mündlich) und erfolgt völlig
koſtenlos. Nur die Beſchaffung der nötigen Papiere
Geburtsurkunde, Staatsangehörigkeitsausweis des Heimat=
Bundesſtaates erfordert einige unbedeutende Auslagen.
Nähere Auskünfte erteilen neben den Kreisämtern und
Bürgermeiſtereien in der Regel auch die Vorſtände oder
Sekretäre der bürgerlichen Parteien.

Sport, Spiel und Turnen.

sr. Pferdeſport. Trainer J. Hyland . Trainer
Hyland iſt am Montag nachmittag plötzlich und unerwartet
in Hoppegarten an den Folgen von Herzkrämpfen im Alter
von einigen 50 Jahren geſtorben. Hyland befand ſich ſchon
vor Beginn der Hoppegartner Rennen auf der Bahn, um
dem Laufen ſeiner Pferde beizuwohnen, als er von einem
ſchweren Unwohlſein betroffen wurde. Man überführte
ihn nach ſeiner Wohnung, wo ſich zwei Aerzte um ihn be=
mühten
, ohne ihn am Leben erhalten zu können. Hyland
kam im vorigen Frühjahr aus Amerika nach Deutſchland
und übernahm als Nachfolger ſeines gleichfalls in Deutſch=
land
verſtorbenen Landsmannes Mac Cormick den um=
fangreichen
Stall des Freiherrn v. Oppenheim. Es ging
ihm der Ruf eines ausgezeichneten Trainers voraus, da er
in Amerika, namentlich mit dem großen Rennſtall des Mr.
Belmont, glänzende Erfolge zu verzeichnen hatte. In
Deutſchland erwies er ſich gleichfalls als ein Meiſter in
ſeinem Fache, denn er erzielte mit den Pferden des Frei=
herrn
S. A. v. Oppenheim im Vorjahre, ganz beſonders
aber in dieſer Saiſon außerordentliche Leiſtungen und
hat die Vertreter ſeines Stalles zu einem Siegeszuge ge=
führt
, wie ſie die Oppenheimſchen Farben ſeit ihrer Grin=
dung
noch nicht erlebt haben. Dies geht ſchon aus der bis
jetzt mehr als 600 000 Mark betragenden Gewinnſumme
des Stalles Oppenheim hervor. Hyland bekam ſeine Fach=

kennimis und große Tichtigkeit ſehr gut bezahlt. Er bezog
zwar nur (?) ein Jahresgehalt von 30000 Mark, war
aber mit 20 Prozent an den Gewinnen beteiligt, ſo daß
ſich ſein Einkommen auf mehr als 150000
Mark belief. Auch für Herrn R. Haniel hat Hyland im
Vorjahre gute Erfolge erzielt, doch entſchloß ſich Herr
Haniel dann, ſeinen Stall von dem des Freiherrn S. A.
v. Oppenheim zu trennen und engagierte in Ch. Planner
einen eigenen Trainer.
sr. Radrennſport. Scheuermann und Law=
ſon
. Der ſchwere Unglücksfall, der ſich, wie bereits ge=
meldet
, am Sonntag im Großen Deutſchen Steher=Preis
auf der Kölner Radrennbahn ereignete, hat leider zwei
Todesopfer gefordert. Guſtav Lawſon, deſſen Zuſtand
hoffnungslos war, ſtarb bereits kurz nach der Einlieferung
ins Krankenhaus, ohne das Bewußtſein wieder erlangt
zu haben. Das Befinden von Scheuermann verſchlimmerte
ſich dann in der Nacht zuſehends und am anderen Morgen
erlag auch der Breslauer ſeinen ſchweren inneren Ver=
letzungen
. In dem Befinden des dritten Verunglückten
Meinhold=Berlin iſt noch keine Beſſerung eingetreten, doch
iſt zu hoffen daß der Berliner mit dem Leben davonkommt.
Der am 29. Dezember 1876 zu Breslau geborene
Richard Scheuermann, der zunächſt das Schneider=
handwerk
erlernte begann ſeine Rennfahrerlaufbahn im
Jahre 1896 als Amateurflieger. Im Jahre 1899 trat der
Breslauer nach Abſolvierung ſeiner Militärzeit ins Lager
der Berufsflieger über, wo er ſich langſam in die erſte
Klaſſe emporarbeitete. Sein größter Erfolg war der Sie
in der Meiſterſchaft von Deutſchland für Flieger im Jahre
1907. 1909 trat Scheuermann dem Zuge der Zeit folgend
in das Lager der Steher über. Auch hier ſpielte er eine
ausgezeichnete Rolle und war zeitweiſe die beſte Waff
Deutſchlands im internationalen Kampf hinter Motoren,
Im Jahre 1911 rangierte Scheuermann mit 12 Siegen an
3. Stelle in der Liſte der erfolgreichſten deutſchen Dauer=
fahrer
und im vergangenen Jahre mit 11 erſten Preiſen
an 4. Stelle. Guſtav Lawſon ſtammt aus Los An=
geles
in Kalifornien und iſt ſchwediſcher Abſtammung
Sein Bruder iſt der bekannte Flieger=Weltmeiſter von
1004 Iver Lawſon. Guſtav Lawſon kam im Jahre 1904
mit ſeinem berühmten Landsmann Walthour zum erſten
Mal nach Europa und führte hier ſeinen Schützling Jahre=
lang
zu einer ununterbrochenen Kette von Erfolgen. g
dieſem Jahre hatte ſich der franzöſiſche Meiſterfahrer und
neue Weltmeiſter Guignard ſeine ſehr geſuchten Scheitt=
macherdienſte
geſichert. Lawſon galt in Rennfahrerkreiſen
ſeit dem Abgang des Schrittmacherkönigs Franz Hofmann
als der beſte Schrittmacher der Welt.

Luftfahrt.

* Eine Fahrt im führerloſen Flugzeug
Man lieſt ſehr häufig, daß infolge Verſagens des Motors
ein Flugzeug abgeſtürzt iſt, daß aber auch einmal das
Gegenteil der Fall ſein kann, nämlich daß durch ein zu
promptes Arbeiten des Motors ein Fluggaſt in Gefahr
kommen kann, konnte man neulich auf einem nieder=
rheiniſchen
Flugplatz beobachten. Ein Flieger war mit
ſeiner Taube zu mehreren Paſſagierflügen aufgeſtiegen=
wobei
er 3½ Stunden in der Luſt blieb, um einen neuen
Motor der Rheiniſchen Aerowerke auszuprobieren. Als er
ſchließlich in ſchönem Gleitflug vor ſeinem Schuppen lan=
dete
, droſſelte er den Motor ab, und ſtieg aus, um etwas
aus dem Schuppen zu holen, während eine Dame, welche
den Flug als Paſſagier mitgemacht hatte, in dem Flugzeug
blieb. Durch eine unvorſichtige Bewegung geriet ſie an
den Stellhebel des Flugzeuges, den ſie unvorſichtigerweiſe
herumſtellte, ſo daß der Mokor nun mit voller Tourenzahl
losſprang, und das Flugzeug über den weiten Flugplat=
raſte
. Nachdem die junge Dame ſich von ihrem erſten
Schreck erholt hatte, war ſie geiſtesgegenwärtig genug, den
Motor zum Stillſtand zu bringen, konnte es aber nicht
mehr hindern, daß das Flugzeug mit großer Wucht geger=
eine
Halle fuhr, und hier einen Teil der Wand zerſplitterte
wobei auch ein Teil des Flugzeuges in Trümmer ging=
Die Dame ſelbſt iſt mit dem bloßen Schrecken davon ge=
kommen
.
sr. Der Flugbetrieb auf dem Flugplat
Johannisthal bei Berlin war auch im verfloſſe=
nen
Monat Auguſt ein ſehr reger. Von 168 Fliegern, die
an allen Tagen des Monats mit ihren Apparaten die
Luft durchkreuzten, wurden insgeſamt 4558 Flüge ausge=
führt
, die ſich über eine Geſamtdauer von 496 Stunden
26 Minuten erſtreckten. Die längſte Flugzeit erreichte vor
Stoephaſius, der mit ſeiner Rumpler=Taube nicht wenige
als 24 Stunden 32 Minuten lang durch die Lüſte zog
während Stiefvater mit 383 Aufſtiegen hierin einen Re=
kord
erreichte. Daß das Intereſſe an der Aviatik imme
noch wächſt, beweiſen am beſten die beſtandenen 27 Pilo=
ten
=Prüfungen (14 Militär= und 13 Zivil=Flieger) und
15 Feld=Piloten=Prüfungen (10 Militär= und 5 Zivil
Flieger). Größere Ueberlandflüge führten 31 Aviatike
aus. Es ereigneten ſich 14 nennenswerte Flugzeugbeſchä
digungen, ſo daß bei 4558 Flügen ein Prozentſatz vor
0,307 zu verzeichnen iſt.

Kranke Nerven Gesunde Nerven

sind die Quelle zahlreicher Leiden und Schmerzen, von denen der Kulturmensch
nur zu häufg heimgesucht wird. Nervöse Kopfschmerzen, nervöse Magen-
beschwerden
, nervöse Muskelschmerzen, nervöse Sehschwäche und zahlreiche
andere Leiden haben ihren Grund darin, daß die Nerven, die die betreffenden
Organe durchziehen. überanstrengt, überreizt und in ihrer Leistungsfähigkeit
herabgesetzt sind. Dazu die große Zahl der auf allgemeiner Verwositäf be-
ruhenden
Beschwerden, wie Reizbarkeit, Unlust zur Arbeit, leichte Ermüdbarkeit,
Gedächtnisschwäche, Schlaflosigkeit, Unruhe u. dergl. mehr. Sie alle können nur
dann erfolgreich bekämpft und beseitigt werden, wenn es gelingt, die Nerven zu
regenerieren, aufzufrischen und ihre frühere Leistungsfähigkeit wiederherzustellen.

sind die Quelle eines wonnigen Kraftgefühls und ungetrübter Lebensfreude.
Gesunder Schlaf, Arbeitslust, Ausdauer, Energie sind die Kennzeichen eines
gesunden, in gutem Ernährungszustande befindlichen Nervensystems. Denn auch der
Nerv bedarf, ebenso wie alle anderen Organe des menschlichen Körpers, einer aus-
reichenden
und zweckmäßigen Ernährung, um auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit
zu bleiben. Unter normalen Verhältnissen reicht die tägliche Nahrung auch für diesen
Zweck aus. Ist aber durch übermäßige Inanspruchnahme der Nerven für Arbeits-
leistung
oder Genuß, durch Aufregungen irgendwelcher Art, die Nervensubstanz, ins-
besondere
ihr wertvollster Bestandteil, das Lecithin, in hohem Maße verbraucht,
dann muß dieser lebenswichtige Stoff dem Organismus wieder zugeführt werden.

V
Bioeitin ist die
Kerven-Rahfrung
die dem erschöpften Nerv seine Leistungsfähigkeit wiedergibt. Biocitin führt den Nerven das physiologisch reine Lecithin zu, jene
Substanz, die zu den unentbehrlichen Bestandteilen des Gehirns, Rückenmarks und Nervs gehört, deren Verlust eine Zerrüttung des
Nervensystems bedeutet und deren Zufuhr das gesamte Nervensystem regeneriert und seine normale Leistungsfählgkeit wiederherstellt.
Lecithin nach dem patentierten Verfahren des Herrn Professor Dr. Habermann wird lediglich für Biocitin verwendet. Wir bitten
daher, unbedingt minderwertige Nachahmungen und lose abgewogenes Präparat zurückzuweisen. Biocitin ist nur in Original-
packungen
in Apotheken und Drogerien käuflich. Ein Geschmacksmuster nebst einer populär wissenschaftlichen Abhandlung über
rationelle Nervenpflege sendet auf Wunsch kostenlos die Biocitin-Fabrik, Berlin S 61/69.
(I,18775