Inſerate
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176. Jahrgang
werden angenommen in Darmſtadt,
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
wärts nehmen die Poſtämter u. die
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verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
ſowie von unſeren Agenturen und
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
ſchriebenen Tagenwirdnichtübernommen.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Has Urteil im Krupp=Prozeß lautet: Tilian
2 Monate, Schleuder 4 Monate und Hinſt 4 Monate
Gefängnis und Dienſtentlaſſung für alle drei; Schmidt
2¼ Monate Gefängnis und Degradation, Dröſe 3
Wochen gelinden Arreſt, Hoge 43 Tage Gefängnis,
Pfeiffer 6 Monate Gefängnis und Unfähigkeit zur
Be=
kleidung eines öffentlichen Amtes für die Dauer eines
Jahres.
Die Konferenz in Bukareſt verlängerte den
Waffenſtillſtand auf Vorſchlag des Vorſitzenden
Majorescu um drei Tage.
Auf der Friedenskonferenz in Bukareſt teilte
Miniſterpräſident Majoreseu mit, daß alle zwiſchen
Rumänien und Bulgarien ſchwebenden
Fragen eine endgültige Löſung erfahren
hätten.
Staatsſekretär Bryan hat bekanntgegeben, daß das
Rücktrittsgeſuch des amerikaniſchen
Ge=
ſandten in Mexiko Wilſon angenommen
wor=
den iſt.
IIn der Nähe des Eiſenbahntunnels vor Hörbach
wurden vier Eiſenbahnarbeiter von dem Schnellzug
Berlin=Kaſſel überfahren und getötet.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
6. Auguſt 1813: General von Kleiſts 2. preußiſches
Armee=
korps vereinigt ſich in Böhmen mit der öſterreichiſchen
Armee.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Frankreich und Ntalien.
Frankreich iſt in den letzten Monaten mit
ſei=
ner Balkanpolitik wenig glücklich geweſen, und man
entſinnt ſich noch, daß mehrere Vorſchläge Frankreichs von
den übrigen Mächten kühl zurückgewieſen wurden. Das
ſchmerzt begreiflicherweiſe, und aus dieſem Grunde hat
man ſich an der Seine einen Prügelknaben ausgeſucht,
der ausnahmsweiſe einmal nicht Deutſchland iſt.
Aller=
dings iſt es einer unſerer Verbündeten, nämlich
Ita=
lien, gegen das man jetzt an der Seine in der Preſſe
mobil machen will. Man ſpricht von italieniſchen Ränken
in Bukareſt, wo der italieniſche Botſchafter die
bulgari=
ſchen Pläne unterſtützt habe, die auf eine Sprengung der
gegneriſchen Koalition und eine Loslöſung Rumäniens
von den Griechen und Serben hinzielten. Italien ſei
jetzt dabei, einen Vorſtoß des Dreibundes im Intereſſe
einer intenſiveren Mittelmeerpolitik zu
lei=
ten, insbeſondere wolle Italien ſich Bulgarien verpflichten,
um dann als Lohn die ägäiſchen Inſeln behalten zu
dür=
fen. Hieraus geht deutlich die Befürchtung der Franzoſen
hervor, den vorwiegenden Einfluß im Mittelmeer an
Ita=
lien zu verlieren. Nun iſt es ſelbſtverſtändlich, daß das
Apenninenreich nach der Beſetzung von Tripolis größere
Intereſſen im Mittelmeer zu vertreten hat, und es iſt ein
offenes Geheimnis, daß im neuen Bündnisvertrag mit
Deutſchland dieſes Moment Berückſichtigung gefunden hat.
Auch das ruft an der Seine lebhafte Beklemmungen
her=
vor, und man glaubt, daß Deutſchland die Bemühungen
Italiens, ſich einen vorwiegenden Einfluß im Mittelmeer
zu ſuchen, entſchieden unterſtützen würde. Ein Leitartikel
des Temps beſagt, es könne feſtgeſtellt werden, daß die
Zeit vorüber ſei, in der ſich Bismarck weigerte, mit
Man=
eini über das Mittelmeer zu ſprechen; heute gäbe es eine
Mittelmeerpolitik des Dreibundes ſelbſt,
das ſei die ganz neue Tatſache, die ſich aus den jüngſten
Ereigniſſen ergebe.
Das ganze Wehklagen an der Seine macht den
Ein=
druck, als ob die Lohgerber den davongeſchwommenen
Fellen betrübt nachſchauen.
*
*,
In einer Polemik gegen die italieniſchen Blätter,
die Frankreich wegen deſſen griechenfreundlicher Haltung
in der Frage der ägäiſchen Inſeln und des Hafens von
Kawala angriffen, erklärte der Matin: Es iſt begreiflich,
daß man in einzelnen Pariſer Kreiſen eine derartige
Aus=
legung der franzöſiſchen Politik nicht hinnehmen kann, denn
die erſte Pflicht der franzöſiſchen Regierung iſt es, die
Sache Frankreichs nicht zu opfern, beſonders wenn dieſe
ſich nicht mit der Sache des europäiſchen Friedens deckt,
der durch eine Störung des gegenwärtigen Mittelmeer=
gleichgewichts ernſtlich bedroht werden könnte. Wir
kön=
nen auf Grund von Londoner Nachrichten behaupten, daß
die engliſche Regierung derſelben Anſicht iſt. Wird
viel=
leicht die italieniſche Preſſe auch England als einen Feind
Italiens hinſtellen?
Die Adrianopeler Frage.
C Die Adrianopeler Frage, die bisher nur durch
einen neuen Waffengang zwiſchen der Türkei und
Bul=
garien lösbar ſchien, wird der Wochenrundſchau der Nordd.
Allg. Zta. zufolge weſentlich günſtiger als früher beurteilt.
Das Blatt macht darauf aufmerkſam, einige türkiſche
Staatsmänner entzögen ſich nicht mehr der Pflicht, genau
zu prüfen, ob es den bleibenden Intereſſen des Landes
entſpricht, das Verhältnis der Türkei zu den Großmächten
wie zu Bulgarien von dem Beſitz Adrianopels abhängig
zu machen. Offenbar iſt dieſer Stimmungswechſel in den
leitenden türkiſchen Kreiſen darauf zurückzuführen, daß die
Großmächte, die zunächſt unter der Drohung mit
Gewalt=
maßnahmen die Türkei zur unbedingten Anerkennung des
Londoner Vertrages zu zwingen ſuchten, jetzt dieſen
Ge=
danken fallen gelaſſen haben und es verſuchen, mit ihr auf
gütlichem Wege auszukommen. Man ſtellt den Türken
vor, daß der Beſitz von Adrianopel ſie zu unabläßlichen
Anſtrengungen in Thrazien und für ſolche Zwecke zu
Mit=
teln zwingen würde, die das osmaniſche Reich mit mehr
Nutzen für ſeine Zukunft anderen Aufgaben zuwenden
könnte, Außerdem hat man der Türkei, wie ſich aus den
Auslaſſungen der Nordd. Allg. Ztg. ſchließen läßt,
augen=
ſcheinlich auch eine ſtrategiſch vorteilhaftere Grenze in
Ausſicht geſtellt für den Fall, daß ſie ihre Anſprüche auf
das wiederbeſetzte Adrianopel fallen ließe. Wenn ſich
jetzt wirklich einige türkiſche Staatsmänner mit der Frage
beſchäftigen, ob die Beſetzung Adrianopels tatſächlich den
dauernden Intereſſen der Türkei entſpricht, ſo wird die
Ausſicht auf eine beſſere Grenze dazu weſentlich mit
be=
ſtimmend geweſen ſein. Für die türkiſche Armee würde es
ja allerdings ein ſchwerer Entſchluß ſein, Adrianopel
auf=
zugeben, aber eine territoriale Vergrößerung würde auch
ſie ſchließlich fügſam ſtimmen. Jedenfalls iſt es
erfreu=
lich, daß in dem Augenblick, in dem anſcheinend die
bul=
gariſch=rumäniſchen Verhandlungen zu einem
befriedigen=
den Abſchluß gelangt ſind und die Zwiſtigkeiten zwiſchen
den Bulgaren, Serben und Griechen bereits in das
Sta=
dium der Verhandlungen eingetreten ſind, ſich auch für die
türkiſch=bulgariſche Grenze ein Ausweg ohne
Blutver=
gießen von ferne zeige.
*
Wie von jungtürkiſcher Seite erklärt wird, ſchlug
Bul=
garien durch ſeinen Unterhändler dem Großweſir vor, die
Adrianopel=Frage ſolle durch direkte Verhandlungen ohne
die Vermittelung der Großmächte gelöſt werden.
Adria=
nopel ſolle als autonome Stadt neutraliſiert werden,
wo=
für Kirk=Kiliſſe der Türkei verbleiben ſolle. Die Pforte
will dieſes Anerbieten erſt nach dem erwarteten Schritt der
Mächte beantworten Dieſer Schritt wird erſt erfolgen,
nachdem der engliſche Geſchäftsträger ergänzende
Inſtruk=
tionen zu den erhaltenen Inſtruktionen erhalten hat. Durch
Vergleich der engliſchen Inſtruktionen mit denen der
an=
deren Botſchafter ſtellte ſich die Notwendigkeit zu engliſchen
Ergänzungen heraus.
Vereinheitlichung des deutſchen
Eiſenbahnweſens.
* Wenn auch der Bismarckſche Plan der Schaffung
von deutſchen Reichseiſenbahnen nicht zur
Ausführung gelangt iſt und der Gedanke, eine Betriebs=
und Finanzgemeinſchaft zwiſchen den deutſchen
Staats=
bahnen zu ſchaffen, noch immer auf große Schwierigkeiten
ſtößt, verſchließt man ſich doch an den maßgebenden Stellen
keineswegs der Erkenntnis, daß ſich viel vereinheitlichen
läßt. Allerdings geht man zurzeit nur langſam und
zögernd vorwärts. Immerhin iſt es zu begrüßen, daß in
der Entwickelung kein Stillſtand eingetreten iſt. Die
Bundesregierungen haben erſt vor kurzem die
Vereinbarung getroffen, regelmäßig
wieder=
kehrende Sitzungen abzuhalten, um eine möglichſt
enge Fühlung in allen das Eiſenbahnweſen betreffenden
Fragen herbeizuführen.
Am 27. und 28. Juni hat im preußiſchen
Eiſenbahn=
miniſterium die erſte dieſer Sitzungen ſtattgefunden. Dem
Pernehmen nach ſind in ihr Leitſätze für die Beratungen
auf dieſen Konferenzen vereinbart worden, nach denen
dort allgemeine Fragen aller Art zur Sprache gebracht
werden können, die das Verhältnis der Eiſenbahnen
untereinander oder zur Oeffentlichkeit betreffen. Weitere
Verhandlungsgegenſtände bilden die Durchſicht und
Fortbildung der Vereinbarungen vom Jahre 1905 über
die Verkehrsleitung im Güterverkehr, ſowie die
grund=
ſätzliche Einigung über ein ganz Deutſchland umfaſſendes
Fahrdienſtübereinkommen, nach dem die Leiſtungen der
Betriebsmittel und des Perſonals unter den deutſchen
Bahnen nach einheitlichen Grundſätzen ausgeglichen
wer=
den ſollen. Vorausſichtlich findet die nächſte Sitzung ſchon
im Herbſt ſtatt.
Als wichtigen Punkt wäre für das Programm auch
vorzuſchlagen, einheitliche Beſtimmungen zu ſchaffen
hin=
ſichtlich der Vorbedingungen für die Aufnahme des
Per=
ſonals der Fachausbildung, der Prüfungen, Anſtellung,
Vorrückung, Beförderung, Normalſtellung,
Arbeitsbewer=
tung, Gehaltsverhältniſſe, Wohnungsgeldſätze uſw.
Wenn überall in ganz Deutſchland für die Abwickelung
des Betriebes, die techniſchen Einrichtungen, die
Verwal=
tung uſw. die gleichen Grundſätze gelten, ſomit an das
Perſonal auch überall die gleichen Anforderungen geſtellt
werden, iſt zur Gewährleiſtung der gleichmäßig guten
Durchführung des Verkehrsdienſtes Grund= und
Haupt=
erfordernis, daß auch überall ein gleichmäßig
vor=
gebildetes und fachlich gut ausgebildetes
Perſonal zur Verfügung ſteht, für das auch überall
einheitliche Gehaltsverhältniſſe geſchaffen werden müßten.
Für die einfache Ausbildung des unteren, mittleren
und höheren Perſonals dürften Eiſenbahnfachſchulen und
Verkehrsakademien in Süd=, Mittel= und Norddeutſchland
in einer der Zahl der in Deutſchland vorhandenen
Eiſen=
bahnbeamten=Anwärter entſprechenden Höhe zu errichten
und mit einheitlichem Unterrichtsplan auszuſtatten ſein.
Damit wäre auch für die Perſonalverwendung keine zu
enge Grenze gezogen.
Wenn die Vereinheitlichung zielbewußt und
groß=
zügig weiter fortgeführt wird, kann es nur zum Segen
unſeres engeren und weiteren Vaterlandes gereichen.
Deutſches Reich.
— Ueber die nächſten Reiſepläne des
Kaiſers teilt die Kreuzztg. mit: Der Kaiſer trifft am
5. Auguſt in Swinemünde ein, wo er ſich bis zum
10. Auguſt zur Teilnahme an den Schießübungen
auf=
halten wird. Am 10. Auguſt begibt ſich der Kaiſer nach
Roſtock zum Jubiläum des Füſilier=Regiments Nr. 90 und
von dort nach dem Truppenübungsplatz Alten=Grabow,
wo am 11. und 12. Auguſt große Kavallerieübungen
ſtatt=
finden ſollen. Hieran ſchließt ſich eine Reiſe nach Mainz,
wo am 13. Auguſt Parade auf dem „Großen Sand”
ab=
gehalten wird. Am Nachmittag desſelben Tages wird der
Kaiſer der Einweihung des Denkmals des „Jägers aus
Kurpfalz” bei Kreuznach beiwohnen und von dort aus
auf zwei Tage nach Cronberg fahren. Am 16. Auguſt
be=
gibt ſich der Kaiſer nach Bad Homburg v. d. H., wo am
18. Auguſt der Geburtstag des Kaiſers Franz Joſef
ge=
feiert werden wird, am 24. zu den
Jahrhundertfeierlich=
keiten nach Kelheim und von dort zu den Kaiſermanövern
nach Poſen und Schleſien.
Die Bildung eines „fliegenden
Ge=
ſchwaders”, das jederzeit zur Verfügung ſteht, um
ge=
fährdete deutſche Intereſſen im Auslande zu ſchützen, iſt,
wie die Tägl. Rundſchau hört, jetzt endlich in Ausſicht
ge=
nommen. Damit gelangt ein dringender Wunſch unſerer
Auslanddeutſchen und der heimiſchen Induſtrie und des
Handels zur Verwirklichung. Nach der Marinevorlage
vom Jahre 1906 ſollen zum Schutze der deutſchen
Aus=
landsintereſſen vier große Kreuzer als Stationäre und vier
große Kreuzer als Kreuzergeſchwader dienen. Das
frü=
here „ſliegende Geſchwader” wurde zu Anfang der 90er
Jahre nach Oſtaſien geſchickt und mußte dort belaſſen
wer=
den, da die Ereigniſſe in Oſtaſien die dauernde
Anweſen=
heit einer anſehnlicheren deutſchen Flottenmacht
erforder=
ten. Von den zu Stationären beſtimmten Kreuzern ſind
inzwiſchen zwei zum Oſtaſiatiſchen Geſchwader gekommen.
Ferner ſind aus dem Beſtande der größen Kreuzer
ſeiner=
zeit fünf für Schulſchiffzwecke herausgenommen worden.
Dieſe Kreuzer fehlen daher ſo lange, bis die Erſatzbauten
fertig ſind. Das dauert aber noch mindeſtens 8½ Jahre.
Als die Ereigniſſe auf dem Balkan es notwendig machten,
zum Schutze der Deutſchen Schiffe nach dem Mittelmeer
zu entſenden, war man gezwungen, den großen Kreuzer
„Goeben” aus dem Verbande der Hochſeeflotte
herauszu=
nehmen und nach dem Kriegsſchauplatz zu entſenden, da
andere geeignete Kreuzer nicht zur Verfügung ſtanden. Um
dem dringenden Bedürfnis nach einem jederzeit ver=
fügungsbereiten Kreuzergeſchwader abzuhelfen, das
überall dort raſch erſcheinen kann, wo deutſche Intereſſen
bedroht ſind, hat ſich die Marineverwaltung entſchloſſen,
den Kreuzer „Yorck”, der bis jetzt den Aufklärungsſchiffen
der Hochſeeflotte angehört, umbauen zu laſſen, damit er
der ihm zugedachten Aufgabe gewachſen iſt. Dem derart
umgebauten „Yorck” werden noch ein paar kleine Kreuzer
zugeteilt werden, und vom Frühjahr 1914 ab ſind wir
daher in der Lage, über ein jederzeit verwendbares „
flie=
gendes Geſchwader” zu verfügen. Es wird daran gedacht
dem „fliegenden Geſchwader” noch einen zweiten großen
Kreuzer ſpäterhin zuzuteilen. Bis zum Jahre 1917
wer=
den die acht großen Kreuzer der Hochſeeflotte vollzählig
ſein, und die zunächſt folgenden großen Kreuzerbauten
werden vorausſichtlich für das „fliegende Geſchwader”
Verwendung finden.
— Die Militärpflicht der
Auslands=
deutſchen. Der Reichsanzeiger veröfffentlicht ſoeben
die Novelle zum Reichsmilitärgeſetz und zum Geſetz über
die Wehrpflicht. Nach dem neuen Geſetz, das am 1.
Ja=
nuar 1914 in Kraft tritt, können Perſonen, die keinem
Staat angehören, zur Erfüllung der Wehrpflicht wie
Deut=
ſche herangezogen werden, wenn ſie ſich dauernd im
Reichsgebiet oder in einem Schutzgebiet aufhalten.
Deut=
ſche, die dauernd in einem außereuropäiſchen Lande leben,
können bis zu einer Geſamtdauer von vier Jahren
zurück=
geſtellt werden; das gilt jedoch nicht für Schutzgebiete, in
denen eine Schutztruppe beſteht. Militärpflichtige, die ſich
in einem außereuropäiſchen Lande eine feſte Stellung als
Kaufmann, Gewerbetreibender uſw. erworben haben,
kön=
inen nach Ablauf der Friſt, für die ſie zurückgeſtellt ſind,
früheſtens jedoch nach Ablauf des vierten
Dienſtpflicht=
jahres, auf ihr Anſuchen durch die Erſatzbehörde dritter
Inſtanz dem Landſturm erſten Aufgebots überwieſen
wer=
den. Dieſe Vergünſtigung darf jedoch den
Militärpflich=
tigen nur gewährt werden, wenn bei Ableiſtung der
ak=
tiven Dienſtpflicht, ſei es im Reichsgebiet, ſei es in einem
Schutzgebiet, ihre Stellung oder ihr in dem
außereuropäi=
ſchen Lande angelegtes Vermögen gefährdet ſein würde,
und wenn kein Anhalt dafür vorliegt, daß die
Voraus=
ſetzungen der Ueberweiſung zum Landſturm zur Umgehung
der Dienſtpflicht herbeigeführt worden ſind. Im Frieden
können Offiziere, Beamte und Mannſchaften der Reſerve
der Erſatzreſerve und der Landwehr erſten Aufgebots, die
in ein Schutzgebiet oder ins Ausland gehen wollen oder
ſich dort aufhalten, mit der Verpflichtung zur Rückkehr
im Falle einer Mobilmachung auf zwei Jahre beurlaubt
werden. Weiſt der Beurlaubte nach, daß er ſich in dem
Schutzgebiet oder im Ausland eine feſte Stellung als
Kaufmann, Gewerbetreibender uſw. erworben hat,
ſo
kann der Urlaub bis zur Entlaſſung aus dem
Militärver=
hältnis verlängert werden. Dies gilt jedoch für den in
einem europäiſchen Lande oder in einem Küſtenlande des
Mittelländiſchen oder Schwarzen Meeres lebenden
Be=
urlaubten nur dann, wenn die feſte Stellung bei Erfüllung
der gewöhnlichen Dienſtpflichten gefährdet ſein würde. Hat
der Beurlaubte die feſte Stellung in einem
außereuropäi=
ſchen und nicht zu den Küſtenländern des Mittelländiſchen
oder Schwarzen Meeres gehörenden Lande erworben, ſo
kann er auch von der Verpflichtung zur Rückkehr im Falle
einer Mobilmachung befreit werden.
— Ankäufe der Anſiedlungskommiſſion.
Die vom Großherzog von Sachſen=Weimar vor etwa
drei=
viertel Jahren vom Rittergutsbeſitzer Wladislaus von
Taczanowski erworbenen Rittergüter Choryn, Jerkau und
Katarzynowo im Kreiſe Koſten, in Größe von etwa 5000
Morgen, ſind am 31. Juli in den Beſitz der Königlichen
Anſiedlungskommiſſion übergegangen. Die Auflaſſung iſt
bereits erfolgt. Die Güter ſollen in ein Anſiedlungs=
Rentengut umgewandelt werden.
Ausland.
Schweiz.
Die Vorlage für eventuelle
Verkehrs=
ſtockungen. Die Zeitungen haben ſich mit einem
Schrei=
ben des ſchweizeriſchen Bundesrats befaßt, in dem die
Bemerkung enthalten ſein ſoll, daß mit Rückſicht auf die
internationale Lage, die innerhalb einiger Monate leicht
Ueberraſchungen bringen könnte, Stockungen des Verkehrs
durch rechtzeitige Anſchaffungen vermieden werden ſollen.
Demgegenüber wird amtlich feſtgeſtellt, daß der
Bundes=
rat allerdings Erhebungen über die in der Schweiz
vor=
handenen Kohlenvorräte durch das Handelsdepartement
veranlaßte, dies jedoch ohne Rückſicht auf die gegenwärtige
internationale Lage, die zu Befürchtungen keinen Grund
bietet, geſchah. Der Bundesrat betrachtet naturgemäß die
Anlage möglichſt großer und konſtanter Kohlenvorräte
durch alle Konſumenten als wünſchenswert, um das Land
vor den Folgen jeder Erſchwerung der Kohlenzufuhren,
die nicht nur aus militäriſchen Gründen, ſondern
beiſpiels=
weiſe auch durch Streiks, Wagenmangel und
Verkehrs=
ſtockungen beeinträchtigt werden können, tunlichſt
ſicherge=
ſtellt zu wiſſen.
Frankreich.
Von den Generalratswahlen fehlen jetzt
noch 8 Ergebniſſe. Bis jetzt ſind gewählt: 189
Konſerva=
tive und Liberale, 136 Progreſſiſten, 960 Mitglieder der
republikaniſchen Linken, Radikale und Sozialiſtiſch=
Radi=
kale und 43 Sozialiſten. 44 Stichwahlen ſind erforderlich.
Die Linke gewinnt etwa 50 Sitze.
Spanien.
Der Ausſtand der Textilarbeiter. Die
Textilfabriken ſind noch geſchloſſen. Die Ausſtändigen
ver=
halten ſich ruhig. Die Zivilwachen und die militäriſchen
Abteilungen beſetzten die ſtrategiſch wichtigen Punkte. Die
Arbeiterdelegierten ſetzten den Gouverneur in Kenntnis,
daß ſie zu einem Vergleich bereit ſind, wenn die
Arbeit=
geber ihnen mitteilen würden, daß Konzeſſionen möglich
ſeien. 16 Perſonen wurden verhaftet, darunter mehrere
Anarchiſten.
Amerika.
Die Vereinigten Staaten und Mexiko.
Staatsſekretär Bryan gibt bekannt, daß das
Rücktrittsge=
ſuch des Geſandten Wilſon angenommen worden iſt. Bryan
erklärte bei Bekanntgabe des Rücktritts des Botſchafters
Wilſon, die Haltung, die der Botſchafter in den früheren
Stadien der mexikaniſchen Revolution ſich für verpflichtet
gehalten habe, einzunehmen, mache es ſchwierig für ihn,
die Anſichten der jetzigen amerikaniſchen Regierung zu
ver=
treten. Der Botſchafter ſcheidet am 14. Oktober von
ſei=
nem Poſten. Staatsſekretär Bryan kündigt weiter an, daß
der frühere Gouverneur Lint als perſönlicher Vertreter
des Präſidenten nach Mexiko entſandt werde, um als
Be=
rater der dortigen amerikaniſchen Botſchaft zu wirken. Lint
werde in durchaus nicht offizieller Eigenſchaft und ohne
Beglaubigungsſchreiben dorthin gehen. Dieſes gilt in
amt=
lichen Kreiſen für eine formelle Weigerung, Huerta
anzu=
erkennen.
* Hamburg, 4. Aug. Der Kronprinz
telegra=
phierte anläßlich eines Vortrages, der im Kafino der
Dan=
ziger Leibhuſaren über die erſte Reiſe des „
Impera=
tors” gehalten wurde, an den Generaldirektor der
Ham=
burg=Amerika=Linie Ballin: Mit großer Freude habe ich
ſoeben im Kaſino meines Regiments den
Lichtbildervor=
trag Dr. Fongards über den Imperator” und die innere
Einrichtung mit den neueſten Sicherungen, verbunden mit
den außerordentlichen Bequemlichkeiten,
entgegengenom=
men. Sie machen einen überwältigenden Eindruck. Nach
dem, was ich hier geſehen, erbrachte die Hamburg=Amerika=
Linie durch den Imperator” den Beweis, welch führende
Stellung die deutſche Schiffahrt in der ganzen Welt
ein=
nimmt. Wilhelm, Kronprinz.
* Die drei Pflichtkinder. In Frankreich
erörtert man jetzt bekanntlich das Projekt einer
Jungge=
ſellenſteuer. Die Pariſer Blätter veröffentlichen aus
dieſem Anlaß eine Statiſtik, die Herrn Bertillon zum
Verfaſſer hat und wonach es gegenwärtig in Frankreich:
1350000 Unverheiratete,
1800000 kinderloſe Ehepaare,
2650000 Ehepaare mit zwei Kindern,
2 400000 Ehepaare mit einem Kinde
gibt. Die Vereinigung „La Race Francaiſe” die für die
Stärkung des Kinderreichtums in Frankreich agitiert,
empfiehlt im Figaro im Anſchluß an dieſe Statiſtik ein
Projekt, wonach für jeden Bürger die Verpflichtung
ange=
nommen wird, drei Kinder zu bekommen und
groß=
zuziehen. Iſt der Bürger 45 Jahre alt und hat keine drei
Kinder, ſo ſoll er für jedes fehlende Kind durchſchnittlich
30 Francs jährlich bezahlen, ſo daß alſo ein 45jähriger
Mann mit nur einem Kinde 60 Francs als Steuer zu er=
legen hätte. Der Steuerſatz ſoll im übrigen den
Verhält=
niſſen des einzelnen Steuerzahlers angepaßt werden. Man
berechnet das Ergebnis, das dieſe Steuer auf nicht
vorhan=
dene Kinder bringen müßte, auf 500 Millionen Francs.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 6. Auguſt
* Vom Hofe. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog begaben ſich am Montag nachmittag 5 Uhr im
Auto auf Jagd nach Romrod. (Darmſt. Ztg.)
* Inſtizperſonalien. Se. Königl.
Hoheit der
Großherzog haben den Oberamtsrichter bei dem
Amtsgericht Darmſtadt II, Geh. Juſtizrat Dr. Hermann
Lahr zum Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht
Darm=
ſtadt I und den Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht
Gießen Eugen Funk zum Landgerichtsrat bei dem
Landgericht der Provinz Oberheſſen, beide mit Wirkung
vom 1. Oktober 1913 ernannt.
Militärdienſtnachrichten. Haupt,
Pfarrver=
walter in Grüningen (Kreis Gießen), als Mil.=
Hilfsgeiſt=
licher unter Zuteilung zur Großh. Heſſ. (25.) Div. in
Darmſtadt angeſtellt. Rockenhäuſer, Prov.=Amts=
Dir. in Mainz, der Charakter als Rechn.=Rat verliehen.
Roth, Garn.=Verw.=Inſp. in Freiburg i. B., nach
Darm=
ſtadt verſetzt.
Perſonalien von der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſen=
bahngemeinſchaft. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben den Ober= und Geh. Baurat Georg
Schoberth, Mitglied der Eiſenbahndirektion zu Mainz,
auf ſein Nachſuchen in den Ruheſtand verſetzt; das
Mit=
glied der Eiſenbahndirektion in Frankfurt a. M.,
Ge=
heimen Baurat Jakob Geibel, mit Wirkung vom
1. Auguſt d. Js. an zum Oberbaurat ernannt; der
Lademeiſter Georg Sänger zu Lauterbach wurde in
den Rubeſtand verſetzt.
g. Ferienſtrafkammer. Der 38jährige Keſſelſchmied
Fr. Aug. Moſer von hier wurde geſtern von der
Ferien=
ſtrafkammer wegen Verbrechens nach § 176,3 des
Straf=
geſetzbuches zu 2 Monaten Gefängnis, abzüglich
8 Wochen der Unterſuchungshaft, verurteilt. — Wegen
Unterſchlagung=und Urkundenfälſchung ſtand der 18jährige
Handlungsgehilfe Hans R. B. von Frankfurt a. M. vor
dem Gericht. Er war bei einem hieſigen Geſchäft mit
einem Monatsgehalt von 80 Mark als Reiſender
ange=
ſtellt. Er hatte die Erlaubnis, ſein Gehalt von den
ein=
kaſſierten Geldern in Abzug zu bringen. Er hat nun ſein
Gehalt eigenmächtig erhöht und von den einkaſſierten
Gel=
dern 145 Mark behalten. Außerdem hat er zwei
Poſt=
anweiſungen fälſchlich mit dem Namen ſeines Brotgebers
unterſchrieben und die 18 Mark für ſich behalten. Er
wird zu 3 Monaten Gefängnis, abzüglich 3 Wochen
der Unterſuchungshaft, verurteilt. — Der 26jährige Schmied
Philipp Jünger von Rüſſelsheim öffnete eigenmächtig
durch Abſchrauben der Scharniere den in ſeinem Zimmer
ſtehenden Koffer eines Schloſſers, der vorher in dem
Zim=
mer gewohnt hatte. Er nahm Bohrer und Feilen im
Werte von etwa 10 Mark an ſich und ſchloß den Koffer
wieder ordnungsmäßig. Der Eigentümer reklamierte ſein
Werkzeug, das er vermißte, und die alsbald
vorgenom=
mene Hausſuchung förderte die geſtohlenen Sachen beim
Angeklagten zutage. Er gab an, er habe die Sachen an
ſich genommen, um den Beſtohlenen des Diebſtahls
überführen zu können, da er wußte, daß dieſer das
Werk=
zeug der Firma Opel entwendet hatte. Seit ſeinem
Dieb=
ſtahl waren aber vier Wochen verfloſſen und eine Anzeige
war noch nicht erfolgt. Er entſchuldigt dieſe
Vergeßlich=
keit mit ſeinem Magenleiden. Wahrſcheinlicher iſt aber,
daß er annahm, daß der Beſtohlene, der ein ganzes
Warenlager geſtohlenen Werkzeuges ſein eigen nannte, den
Diebſtahl nicht merken würde oder doch von einer Anzeige
abſehen würde. Der Angeklagte gibt an, daß er das
Handwerkszeug von der Firma geliefert bekomme. Das
Gericht verurteilte den Angeklagten trotz ſeines Leugnens
wegen ſchweren Diebſtahls zu der Mindeſtſtrafe von 3
Monaten Gefängnis. Er erkannte die Strafe an.
* Schwurgericht. In den
Schwurgerichtsverhand=
lungen des dritten Quartals, die am 29. September be
ginnen, wird ſich jedenfalls auch Philipp Adam, der
frühere Rechner des Nieder=Modauer Vereins und der
Kirchenkaſſe, zu verantworten haben und zwar wegen
der Fälle, die ein Verbrechen im Amt darſtellen
und wegen der Fälſchung von öffentlichen Urkunden.
* Auszeichnung deutſcher Künſtler in Gent. In
der keramiſchen Abteilung der Genter Weltausſtellung
haben auch einige deutſche Künſtler Preiſe erhalten und
zwar die Herren Profeſſor Bernhard Hoetger=
Darm=
ſtadt, Künſtlerkolonie, und Ernſt Barlach=Berlin, denen
die goldene Medaille zufiel.
Manöver=Poſtſendungen. Aus Anlaß der
be=
vorſtehenden militäriſchen Herbſtübungen machen wir
auf die Wichtigkeit der Anwendung richtiger und
deutlicher Aufſchriften beiden Manöver=
Poſtſendungen aufmerkſam. Zur genauen Auf=
Radium und Chorium in der
inneren Medizin.
** Die Bedeutung der radioaktiven Subſtanzen in
der Heilkunde iſt noch umſtritten; doch ſind immerhin ſchon
bedeutende Fortſchritte in der Erkenntnis und
Verwend=
ung dieſer Elemente gemacht worden, und wie hohe
Wich=
tigkeit man dieſen neueſten Heilverfahren zumißt, geht
aus den großen Geldopfern hervor, die allenthalben für
die Erwerbung des ſo außerordentlich teuren Radium
gebracht werden. Die bisherigen Reſultate, die man durch
die Verwendung der verſchiedenen radioaktiven
Sub=
ſtanzen in der inneren Medizin gewonnen hat, faßt der
ausgezeichnete Wiener Kliniker Profeſſor Carl von
Noorden, der ſelbſt auf dieſem Forſchungsgebiet
Bahn=
brechendes geleiſtet, in einem bedeutſamen Aufſatz der bei
der Deutſchen Verlags=Anſtalt in Stuttgart erſcheinenden
Deutſchen Revue zuſammen.
Unter den Formen, in denen das Radium bei inneren
Krankheiten verwendet wurde, trat zunächſt die
Ra=
diumemanation hervor, ein Gas, das ſich überall da
findet, wo Radium vorkommt. Da ſich Wäſſer, die durch
radiumhaltiges Geſtein rieſeln, bis zu einem Grade mit
Emanation ſättigen, ſo erklärt ſich die Wirkung der
Radium=Bäder, die die älteſte Form einer
thera=
peutiſchen Verwendung radiogktiver Subſtanzen darſtellt.
Unter dieſen Heilquellen ſtanden bisher Landeck mit 40000
Einheiten und Gaſtein mit 30000 an erſter Stelle; doch
ſind in neueſter Zeit als die kräftigſten derartigen Bäder
die von Joachimsthal hinzugetreten, bei denen ein Gehalt
von 120000 Einheiten garantiert wird. Außer durch
Bäder wird die Radiumemanation durch Inhalation
zur Anwendung gebracht, doch beging man anfangs den
Fehler, einen viel zu ſchwachen Emanationsgehalt der Luft
beizugeben. Erſt als Noorden den Emanationsgehalt
in den Einatmungs=Kammern ſehr bedeutend verſtärkte,
wurden gute Erfolge erzielt. In der ärmeren Bevölkerung
Wiens, wo rheumatiſche Ischias und chroniſch=rheumatiſche
Gelenkleiden ungewöhnlich ſtark verbreitet ſind, wurde das
vom Staate mit unbegrenzten Emanationsmengen
aus=
geſtattete Emanatorium für Viele zum Ausgangspunkt
der Geneſung. Freilich erreichte der Verbrauch der
Ema=
nation an den meiſten Tagen den Marktwert von 500—600
Kronen.
Ein Nachteil der Radiumemanation bei innerer
Be=
handlung iſt es aber, daß das Gas mit großer
Geſchwin=
digkeit wieder aus dem Blut durch die Lungen nach außen
abgegeben wird. Nach wenigen Viertelſtunden iſt nichts
mehr von der Emanation im Körper vorhanden. Deshalb
war es von größter Bedeutung, daß man in einer anderen
radioaktiven Elementengruppe der Thoriumreihe, einen
Körper ſand, der, mit mindeſtens gleicher radioaktiver
Energie ausgeſtattet, viel länger im Körper verweilt als
die Radiumemanation: das Thorium=X. Die
weit=
aus überwiegende Menge dieſes Thoriums, das ein feſter
Körper iſt, wird durch Darm und Nieren ausgeſchieden,
aber ſo langſam, daß die meiſten Moleküle im Körper
ſelbſt alle Phaſen einer radioaktiven Wirkung durchmachen.
Bei rheumatiſchen, gichtiſchen und neuralgiſchen
Erkrank=
ungen kann eine Thorium=Behandlung ebenſo auf Erfolg
rechnen, wie eine ſolche mit Radiumemanation.
Außer=
dem aber gibt das Thorium=X ein gutes Mittel gegen
nervöſe Magenbeſchwerden ab. Dieſe
ſoge=
nannte nervöſe Dyspepſie, die oft viel hartnäckiger und
ſchwerer zu vertreiben iſt als eine wirkliche
Magenkrank=
heit, wird durch Thorium=X=Trinkkuren ſehr günſtig
be=
einflußt — Eine ſehr wichtige Rolle aber wird dem
Tho=
rium bei der Behandlung der Krankheiten des
Blutes zugewieſen werden müſſen. Schon bei der
Ein=
wirkung durch Radium auf Geſunde war es aufgefallen,
daß der Gehalt des Blutes an roten Blutkörperchen größer
wurde, und zwar um 10—20 Prozent, Bei Blutarmen
aber war keine günſtige Folgeerſcheinung zu bemerken
Nach der Entdeckung des Thorium=X aber wurden vor
etwa einem Jahre die Verſuche von Noorden in Wien
und zu gleicher Zeit in Berlin wieder aufgenommen.
Nun wurde das Mittel bei den ſchwerſten Formen
der Blutarmut verwendet, und durch Thorium=X
wurde eine ſo ſchnelle Wiederherſtellung einer
befriedigen=
den Blutmiſchung erzielt, wie nie ſonſt.
Mit Einſpritzung von Radiumſalzen erreichte man
dann noch beſſere Reſultate. Profeſſor von Noorden hält
jedoch jedes endgültige Urteil über die Heilerfolge bei
ſol=
chen Fällen von vermehrter Blutzerſtörung für verfrüht.
Die Verſuche ſind noch nicht lange genug durchgeführt,
und zudem vermag die radioaktive Therapie die krankhaft
geſteigerte Blutzerſtörung bei der ſogenannten perniziöſen
Anämie nicht zu hemmen, ſondern bietet nur einen
kräf=
tigen Reiz zur Blutneubildung. Sicheren Erfolg ſtellt die
radioaktive Behandlung aber ſchon eher bei der
bekann=
teſten und verbreitetſten Blutkrankheit, der gewöhnlichen
Bleichſucht, in Ausſicht, die in ſchlechter
Blutneu=
bildung beſteht. Nach Noordens Beobachtungen bietet ſich
in dem Thorium=X ein Mittel dar, das in ſchweren Fällen
von Bleichſucht uſw. die die Blutneubildung fördernde
Wirkung von Eiſen und Arſen überragt und in der
Zu=
kunft vielleicht eine große Bedeutung für die Bekämpfung
jener Zuſtände erlangen wird Eine entgegengeſetzte
Wir=
kung als auf die roten Blutkörperchen haben die
radio=
aktiven Subſtanzen auf die ſogenannten weißen Zellen
des Blutes; dieſe werden vermindert, und ſo bietet denn
das Thorium ein neues und mächtiges Hilfsmittel in der
Bekämpfung jener krankhaften Zuſtände, die mit einer
Ueberproduktion der weißen Zellen verknüpft ſind und
den Namen Leukämie erhalten haben. Während man
mit Radiumemanation nichts erreichte, war die Wirkung
von Thorium oft geradezu erſtaunlich,
ſchrift gehören: Familienname (möglichſt auch Vorname,
unter Umſtänden Ordnungsnummer), Dienſtgrad und
Truppenteil (Regiment, Bataillon, Kompagnie, Eskadron,
Abteilung, Batterie, Kolonne uſw.) und der ſtändige
Garniſonort, eintretendenfalls mit dem Zuſatz „oder
nachſenden‟. Die Angabe eines Marſchquartiers als
Be=
ſtimmungsort empfiehlt ſich in der Regel nicht.
* Gemeinſamer Warenbezug der Eiſenbahner. Das
Amtsblatt der Eiſenbahndirektion
Frank=
furt enthält folgende Verfügung: „Der
gemein=
ſame Warenbezug iſt den Bedienſteten an ſich nicht
verboten. Es iſt zwar zuläſſig, daß ein Bedienſteter die
Beſtellung der geſammelten Aufträge aufgibt, die Waren
verteilt und den Preis geſammelt an den Lieferanten
ab=
führt; es kann aber nicht geſtattet werden, daß der
Be=
dienſtete für dieſe Tätigkeit von dem Lieferanten oder den
Beſtellern Vorteile in irgend einer Form, ſei es als
Pro=
viſion, ſei es als ſonſtige Vergütung in Geld oder Waren,
bezieht und ſich dadurch einen Nebenerwerb ſchafft. Der
Dienſt darf in keiner Weiſe beeinträchtigt werden. Es iſt
verboten, daß Geſchäfte, die mit dem gemeinſamen
Waren=
bezug in Verbindung ſtehen, wie Beſtellung, auch durch
Umlauf von Beſtellzetteln und Verteilung der Waren in
den Dienſtſtunden vorgenommen werden, ſowie daß die
Waren nach den Dienſträumen beſtellt und dort gelagert
oder verteilt werden.”
* Silber=Hochzeit. Herr Schneidermeiſter Adam
Schmidt und Gemahlin, Gartenſtraße 20, feiern am
Donnerstag das Feſt der Silbernen Hochzeit.
* Der Geſangverein „Teutonia” (Dir. H. Becker),
ge=
gründet 1853, feiert am Sonntag, den 17. Aug., im
Städti=
ſchen Saalbau ſein 60jähriges Jubelfeſt. Man ſchreibt
uns hierzu: Der vorwärts ſtrebende und rührige Verein
hat alle Vorkehrungen getroffen, um das Feſt zu einem
überaus ſchönen und genußreichen zu geſtalten. Es haben
bereits 18 Geſang=Vereine mit zirka 650 Sängern aus
Darmſtadt und nächſter Umgebung ihre Mitwirkung
zu=
geſagt und ſteht ſomit allen Freunden des deutſchen
Män=
nergeſanges ein ſchönes und genußreiches Feſt bevor. Die
Muſik ſtellt die Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts.
Nr. 61 unter perſönlicher Leitung des Obermuſikmeiſters
M. Weber. Der aktive Chor des Vereins, der in der
Pflege des Kunſtgeſanges in hoher Blüte ſteht, wird ſelbſt
ſein Beſtes bieten und auch ſeinerſeits die Beſucher vollauf
zufrieden ſtellen. Das Feſt wird eingeleitet durch einen
Kommers am Samstag, den 16. Auguſt, im Vereinslokale
„Reichskrone”, Mühlſtraße 5. Am Sonntag, den 17.
Auguſt, vormittags 10½ Uhr, iſt im großen Saale des
Städtiſchen Saalbaues akademiſche Feier,
nach=
mittags von 3½ Uhr ab in ſämtlichen Räumen und im
Garten die Jubelfeier unter Mitwirkung der
ange=
meldeten Vereine; abends 8½ Uhr iſt Feſtball im
gro=
ßen Saale. Es wäre dem ſtrebſamen Verein ein guter
Beſuch des Feſtes zu wünſchen. Alles nähere wird durch
Plakate und die Tageszeitungen bekannt gegeben. — Die
von dem Verein auf Wettſtreiten errungenen Preiſe
werden einige Tage in den Ausſtellungsräumen der Firma
L. Stritzinger, Rheinſtraße 39, ausgeſtellt.
§ Naturalverpflegungsſtation. Im Juli wurde
die Hilfe der hieſigen Naturalverpflegungsſtation von
181 mittelloſen Durchreiſenden in Anſpruch genommen.
Im vorhergehenden Monat ſind 135 (oder weniger 46)
Perſonen unterſtützt worden.
§ Aſyl für Obdachloſe. Im Juli wurde in dem
im Lokale des zweiten Polizeireviers in der
Alexander=
ſtraße errichteten Aſyl für Obdachloſe 265 Perſonen
und in demjenigen im Lokale des fünften Polizeireviers
in der Ludwigshöhſtraße 191 Perſonen, zuſammen 456
Perſonen, Obdach gewährt.
* Kinotheater. Man ſchreibt uns: Das
Reſidenz=
theater am weißen Turm bleibt ſeinen Traditionen
auch in dieſer Woche treu, indem es ſeinen Beſuchern ein
ſorgfältig ausgewähltes Programm vorlegt.
Hervorzu=
heben iſt vor allem die Epiſode aus dem
öſterreichiſch=
italieniſchen Kriege 1859, betitelt „Großmutters Lampe‟
in 3 Akten. Es iſt ein ganz neues Sujet im Film, das
die Erlebniſſe einer Großmutter, welche ihren Enkeln
er=
zählt, warum ſie ihre alte Oellampe der modernen
elektri=
ſchen Lampe vorzieht, behandelt. Der Film iſt in
Hand=
lung und Bild erſtklaſſig, ſpannend von Anfang bis zum
Ende. Neben den verſchiedenen Humoresken und
Natur=
aufnahmen vervollſtändigt das Programm das
amerika=
niſche Drama in 2 Akten „Herzensſtürme” Auch an heißen
Tagen bietet das Theater einen angenehmen kühlen
Aufent=
halt. (Siehe Anzeige.) — Uniontheater (Kunſt=
Licht=
ſpiele, Rheinſtraße 6). Man ſchreibt uns: Wer ſich einmal
eines jener dezenten Großſtadtprogramme anſehen will,
der gehe in den nächſten Tagen ins U.=T. Hervorragende,
kaum herausgekommene Dramen wechſeln mit prächtigen
Naturaufnahmen, wiſſenſchaftlichen Films und erſtklaſſigen
Humoresken ab. So befindet ſich in dem neuen Programm
eine zweiaktige, überaus reizende Komödie, die ſich „Die
kleine Edith” betitelt und in der die kleine, kaum 10jährige
Albe Corbery die Hauptrolle ſpielt. Kleinere, aber nicht
minder intereſſante Dramen lernen wir in „Hinter den
Grenzpfählen” und „Die Banknote” kennen, und was an
Humor geboten wird dürfte ſo leicht nicht überboten
wer=
den. Es genügt wohl, wenn darauf verwieſen wird daß
Max Linder in der Humoreske „Max iſt ein Katzenfeind”
die Hauptrolle ſpielt. Nachdem wir einen Ausflug nach
dem ſo oft genannten Korfu unternommen, gehen wir
nach China und lernen das dortige Kleingewerbe kennen,
ſo daß jeder Geſchmack befriedigt werden kann.
* Konzertveranſtaltungen. Ludwigshöhe. Am
Mittwoch wird das Nachmittags=Kurkonzert von der
Ka=
pelle des Leibgarde=Regiments Nr. 115 ausgeführt. Hieran
anſchließend iſt auch um 8 Uhr abends
Militärkon=
zert von derſelben Kapelle. Bei einbrechender
Dunkel=
heit alsdann Beleuchtung des Turmes. (Siehe Anzeige.)
Im Heſſiſchen Hof findet heute das übliche
Mitt=
wochs=Konzert der Infanterie=Kapelle ſtatt, worauf auch
an dieſer Stelle beſonders hingewieſen ſei. (Näheres ſiehe
Anzeige.) — Im Brauerei=Ausſchank Fay kommt
von Mittwoch, den 6. Auguſt ab Bock=Bier zum Ausſchank,
verbunden mit täglichem Konzert. Ein paar genußreiche
Stunden bei einem guten Glas Bock ſtehen bevor. (Siehe
Anzeige.)
Verzeichnis neu hergeſtellter
Fernſprech=
anſchlüſſe und Henderungen bei
be=
ſtehenden Sprechſtellen.
a) Neue. Anſchlüſſe: 1815 Ackermann, Wilhelm,
Hauptſchriftleiter der Heſſ. Landeszeitung, Darmſtraße 57
2254 Bauer, Karl, Möbeltransport, Fuhrunternehmer und
Spediteur, Nieder=Ramſtädter Straße 100. (177) Beuer,
Franz, Kaufmann, Viktoriaſtraße 76. 862 Bodenheimer
Max, Frankfurter Straße 16. 839 Bringer, Hubert,
Hof=
lieferant, Kunſtſtickerei, Wilhelminenſtraße 35. 1331 Die
ter, Heinrich, Bäckerei, Arheilgen, Darmſtädter Straße 6.
1436 Flamm u. Blumöhr, Bau= und Möbelſchreinerei und
chem. Beizerei, Ballonplatz 10. 2463 Gaſthof „Zur Poſt”
Inh. Julius Warmuth, Bahnhofsplatz. 560
Hausbeſitzer=
verein (Darmſtädter) eingetragener Verein,
Wilhelminen=
ſtraße 19. 750 Haus= und Staatsarchiv, Großh.
Reſidenz=
ſchloß. (129) Heß, Chriſtian, Maler= und Lackierermeiſter,
Mühlſtraße 39. 619 Johnsburg=Geſellſchaft m. b. H.,
Vik=
toriaſtraße 78. (524) Keil, Karl, Profeſſor,
Wittmann=
ſtraße 27. 576 Kummer, Wilhelm v., Rittmeiſter und
Eskadronchef im Großh. Heſſ. Leibdrag.=Regt.,
Hermann=
ſtraße 41. 438 Lehé, Wilhelm, Automobil=Vermietung,
Heidelberger Straße 36. 1910 Meiſinger u. Heldmann,
Automobildroſchkenbeſitzer, Neckarſtraße 4. 1130 Metzler,
Elſe, Frau, Bureau für Schreibmaſchinenarbeiten,
Schützenſtraße 7. 1130 Metzler, Hans, Chem.=Phyſiolog.
Laboratorium, Schützenſtraße 7. 1209 Neidhardt, v.,
Major und Bataillons=Kommandeur im Leibgarde=Regt.
Nr. 115, Annaſtraße 26. 2460 Odenwaldklub,
Zentralaus=
ſchuß, Inſelſtraße 18. 1491 Remmert, Hans,
Baumate=
rialien, Heidelberger Straße 63: 969 Rothenburg, v.. Dr.
R., Patentanwalt, Heidelberger Straße 81/10. 1816 Sior,
Friedrich, Bäckerei, Alexanderſtraße 19. 1864 Taväri (
In=
haber Gg. Reininger und K. Schäfer), Tapeten= und
Wände=Reinigungs=Inſtitut, Viktoriaſtraße 81. 1859
Un=
gezieſer=Vernichtungs=Zentrale. Heſſiſche, Karl W. Schäfer
Blumenthalſtraße 41. 1027 Wolters, Karl, prakt.
Zahn=
arzt. Rheinſtraße 17. 1023 Zürker, Joſeph, Chabeſo=
Fabrik, Georgenſtraße 1½.
b) Aenderungen: 25 Bruſt, Theodor, Fbr.
Landgraf=Philipp=Anlage 60, jetzt Soderſtraße 10 (
Kapell=
platz). 25 Graefſche Armaturen= und Maſchinenfabrik (
In=
haber Theodor Bruſt), Landgraf=Philipp=Anlage 60, jetzt
Soderſtraße 10 (Kapellplatz). 1173 Hahn, A., übertragen
an Enders, Peter Joſeph III., Gaſtwirt und
Pflaſter=
meiſter. 2048 Hipfel, Georg. Witwe, übertragen an
Stadt=
müller, Karl, Kaufmann (Wein=Vertrieb). 802 Kreis=
geſundheitsamt, Großh., Mathildenſtraße 36, jetzt
Heinrich=
ſtraße 65. 1954 „Penſion Gaulé”, Heinrichſtraße 62, jetzt
Heinrichſtraße 55. 1107 Roth, Georg, übertragen an Roth,
Georg Nachf., Inhaber Philipp Kolb, Kolonialwaren,
Delikateſſen, Drogen. 1924 Schatz, Viktor,
Alexander=
ſtraße 15, jetzt Schloßgaſſe 23. 2098 Wagner, Jean,
über=
tragen an Mayer, Otto, Ingenieur, landwirtſchaftliche
Maſchinen und Geräte, Eiſenwaren, Arheilgen,
Darm=
ſtädter Straße 73. 2502 Zinkplatten=Fabrik, Ernſt=
Lud=
wigſtraße 9, jetzt Nieder=Ramſtädter Straße 5.
c) Abgebrochene Sprechſtellen: 1604
Oſt=
rowski, v. 1716 Saelz, W.
Groß=Gerau, 5. Aug. Geſtern abend erhängte ſich
in Rüſſelsheim der Schreiner Ludwig Treber.
Offenbach, 5. Aug. Bei den
Gemeinderats=
wahlen im Kreiſe Offenbach wurden in
Läm=
merſpiel die ſieben Kandidaten der ſozialdemokratiſchen
Liſte, in Hauſen ebenfalls drei ſozialdemokratiſche
Ge=
meindevertreter, in Götzenhain die Liſte der unparteiiſchen
Landwirte und Arbeiterſchaft, in Dietzenbach zwei
Bür=
gerliche und ein Sozialdemokrat, in Dreieichenhain ein
Bürgerlicher und vier Sozialdemokraten, in Offenthal und
Froſchhauſen die bürgerlichen Kandidaten und in Klein=
Auheim fünf Sozialdemokraten gewählt.
Heuſenſtamm, 5. Aug. In dieſen Tagen fanden
Zu=
ſammenkünfte von Bürgermeiſtern und
ver=
ſchiedenen Räten aus den Gemeinden Bieber, Dietzenbach
und Heuſenſtamm ſtatt. Anweſend war gleichfalls der
Oberbürgermeiſter aus Offenbach, wobei es ſich um die
Errichtung einer Ueberland=Zentrale im
Kreiſe Offenbach handelte. Im allgemeinen ſind
die Gemeinden dem Plan nicht abgeneigt.
Oberbürger=
meiſter Dr. Dullo legte die Verträge vor und beſprach die
Einrichtung näher.
Groß=Oſtheim, 5. Aug. Der 16 Jahre alte
Schneider lehrling Daſſinger von hier war am
Samstag abend auf der Rückkehr von Schaafheim nach
hier begriffen, als er auf der Schaafheimer Gemarkung
von einem hinter einem Baume ſtehenden Mann
ange=
halten wurde. Der Mann bedrohte den Jungen mit einem
Revolver und nahm ihm die Uhr und das
Portemon=
naie mit 1.60 Mark Inhalt ab. Der Täter iſt noch nicht
bekannt. Die Gendarmerie fahndet um ſo eifriger nach
ihm, als bereits einige Tage vorher ein von Groß=Oſtheim
nach Schaafheim zurückkehrender Maurer in gleicher Weiſe,
jedoch erfolglos, von einem zweifelhaften Individium
be=
läſtigt worden war.
* Jugenheim, 5. Aug. Ein Roheitsakt ſpielte ſich
geſtern abend nach 8 Uhr auf der Straße von Bickenbach
nach Jugenheim ab. Als der in Darmſtadt beſchäftigte
P. Burkhardt an dem Fuhrmann Berg, welcher mit einem
Wagen Stroh auf der Straße fuhr, vorüberging, wurde
er ohne die geringſte Veranlaſſung von demſelben mit
der Peitſche ins Geſicht geſchlagen. Als er
ſich dieſes in friedlicher Weiſe verbat, ſchlug ihn der
Fuhr=
mann noch zweimal mit Peitſchenſtock und Riemen ins
Geſicht.
Marienborn, 5. Aug. Der 58 Jahre alte verwitwete
Feldſchütze Arnold von hier war gegen 2 Uhr
nach=
mittags zu einem Dienſtgang aufs Feld hinausgegangen
Als er auf der Pariſer Landſtraße ein Bierfuhrwerk ohne
Fuhrmann halten ſah, ging er näher heran und ertappte
den Fuhrknecht J. Nier beim Apfeldiebſtahl. Der
Fuhrmann hatte bereits 20—25 Pfund Aepfel in einen
Sack gefüllt, als der Schütze erſchien. Dieſer ſtellte den
Namen des Obſtfrevlers feſt und ſchickte ſich an, den Sack
mit den Aepfeln auf die Bürgermeiſterei zu tragen. Der
Knecht erhob Widerſpruch und verlangte ſeinen leeren
Sack. Der Schütze verſprach die ſpätere Zuſtellung des
Sackes. Nier geriet wegen der Zurückhaltung des Sackes
in große Aufregung und ſchimpfte und drohte. Der
Stra=
ßenwärter Becker von hier, ein Neffe des Feldſchützen, der
in der Nähe arbeitete, eilte auf den Lärm hin ſeinem
Onkel zu Hilfe. Jetzt wurde der Knecht tätlich. Als er
dem Straßenwärter einen wuchtigen Schlag ins Geſicht
verſetzte, zog der Schütze ſeinen
Dienſtrevol=
ver, eine alte Waffe, die ein Bekannter von ihm vor
einem Jahre gefunden und an ihn verkauft hatte. Er rief
dem Fuhrmann zu: „Drei Schritt vom Leib, oder ich
ſchieße‟ Dazu ſollte es indes nicht kommen, denn die
Waffe brachte ihm eine Minute ſpäter ſelbſt den Tod. Er
ſteckte nämlich im Verlauf des Streites den Revolver wie=
Eine altrömiſche
Schlafwagen=
geſellſchaft.
C) An eine bedeutſame Grabinſchrift, die ſich jetzt im
Rathaus von Velletri befindet, knüpft Profeſſor Lanciani
im Athenaeum intereſſante Mitteilungen über die große
Reiſewagengeſellſchaft, die im alten Rom beſtand
und eine Zentralſtelle für den Reiſeverkehr der Kaiſerzeit
bildete. Auf der Inſchrift wird ein gewiſſer Jovinus
„De Schola Carrucarum” erwähnt, und dieſe Angabe
war bisher noch nicht befriedigend erklärt worden.
Grab=
ſteine, die Angaben über die Adreſſe und den Beruf des
Dahingeſchiedenen enthalten, ſind nicht ſelten. Für die
Topographie des alten Rom haben ſie ſehr wertvolle
An=
gaben geliefert, und faſt alle altrömiſchen Straßennamen,
die ſich in Profeſſor Jordans Katalog verzeichnzt finden
rühren von Gräbern her. Es iſt daher anzunehmen, daß
mit der Schola Carrucarum nicht nur der Beruf des
Jo=
vinus, ſondern auch eine beſtimmte Oertlichkeit Roms
an=
gegeben wurde. Was war dieſe „Wagenſchule” und wo
lag ſie? Carruca iſt ein Name galliſchen Urſprungs, der
von den Römern einer beſondern Art bequemer
Lurus=
wagen gegeben wurde. Dieſe Wagen waren vielfach
herr=
lich geſchmückt, enthielten an den Wänden ſilberne
Inkru=
ſtationen und Elfenbeinſchnitzereien. Martial ſpricht von
einer carruca aurea, die ſchwer vergoldet geweſen ſein
muß. Neros Reiſezug zählte nach den Angaben
Suetons 1000 ſolcher Gefährte, nach denen des Lampridius
500. Die Mehrzahl der Wagen enthielt auch
Vorrich=
tungen zum Schlafen, ſo daß der Reiſende in
die=
ſen ſogen. carrucae dormitoriae bequem wie in einem
Bett ſich dem Schlaf hingeben konnte. Das Ausſehen der
Reiſewagen iſt auf zwei alten Reliefs, die ſich im Muſeum
Calvet zu Avignon und in dem Schatz der Kathedrale von
Treves befinden, genau dargeſtellt. Die Wagenſchule in
Rom iſt nun nicht anders aufzufaſſen als das
Zentral=
bureau oder Hauptquartier einer Geſellſchaft, die ſolche
Wagen an Leute verlieh, denen das Privileg, mit der
kaiſerlichen Poſt reiſen zu dürfen, von den betreffenden
Beamten gewährt worden war.
Die Grundſtücke, die der ausgedehnte Wagenpark dieſer
Geſellſchaft mit all ſeinen Baulichkeiten einnahm, lagen
auf der linken Seite der Appiſchen Straße, etwa einen
halben Kilometer vor der Porta Capena, ganz in der Nähe
des Ortes, wo heute Kirche und Kloſter von San Siſto
Vecchio ſich befinden. Auf der anderen Seite desſelben
Weges, nahe bei den Bädern des Caracalla, erhob ſich das
Mutatorium Cäsaris, das Gebäude, in dem die
kaiſer=
lichen Reiſewagen untergebracht waren und an das ſich
die kaiſerlichen Stallungen ſchloſſen. Außer dieſen beiden
Hauptinſtituten der Reiſewagengeſellſchaft gab es an allen
wichtigeren Poſtſtationen, die an den Hauptſtraßen des
Kaiſerreiches lagen, Wagen, die an Reiſende verliehen
wurden In Oſtia, nahe bei der Porta Romana, wird ein
ſolcher Halteplatz von Kutſchern mit Droſchken und
Reiſe=
wagen erwähnt.
Feuilleton.
* Aus Kunſt und Wiſſenſchaft. Von der Landes=
Univerſität teilt die Darmſt. Ztg. mit: Der
ordent=
liche Profeſſor an der Univerſität Marburg Dr. Karl
Kalbfleiſch hat den Ruf als Nachfolger des
Pro=
feſſors Dr. Immiſch angenommen. — Der
außerordent=
liche Profeſſor an der Univerſität Kiel Dr. Hans
Gme=
lin hat den Ruf als Nachfolger des Profeſſors Dr. van
Calker angenommen. — Man ſchreibt uns: In der
Stadt=
halle zu Mainz fand ein Konzert zum Beſten des
Or=
cheſterpenſionsfonds ſtatt. Die Leitung des Konzertes
hatte außer der ſorgfältigen Auswahl der
Programm=
nummern es ſich noch angelegen ſein laſſen, durch
Hinzu=
ziehung von drei Soliſten noch etwas Beſonderes zu
bieten. Gewonnen waren Frau Lilli Bornträger=
Ludwig (Sopran), Herr Günther (Baß) und Herr Max
Strub (Violine). Frau Bornträger, eine Schülerin von
Fräulein Anna Rau=Darmſtadt, ſang mit ihrer reinen
ſympathiſchen Stimme eine Arie aus der „
Nachtwandle=
rin” von Bellini und die Arie der Roſine aus Roſſinis
„Barbier von Sevilla”. Ihre ausgezeichneten klaren
Kolo=
raturen entzückten und wurden durch herzlichen Beifall
belohnt.
C.K. Napoleons Bädeker für den ruſſiſchen Feldzug.
Der franzöſiſche Abbé Joſeph Bonnet, der ſich nach
Peters=
burg begab, um in der dortigen kaiſerlichen Bibliothek in
der umfangreichen Sammlung franzöſiſcher Manuſkripte
Forſchungen zu veranſtalten, hat im Verlaufe ſeiner
Ar=
beit einen ungewöhnlich intereſſanten Fund gemacht: er
entdeckte das Reiſehandbuch, deſſen Napoleon ſich
wäh=
rend des ruſſiſchen Feldzuges bediente. Das Werk,
ge=
wiſſermaßen ein eigens für Napoleon hergeſtellter Bädeker
durch Rußland, iſt mit der Hand geſchrieben und bildet
einen ziemlich ſtarken Band, der in derbe Pappdeckel
ge=
bunden war und an Lederſtreifen und Metallöſen
an=
ſcheinend im Reiſewagen Napoleons befeſtigt war. Man
ſieht es dem feſſelnden Manuſkripte, wie der Marzocco
ausführt, noch an, daß es häufig benutzt wurde, die
Blät=
ter verraten, daß eine nervöſe und haſtige Hand ſie oft
umwandte und daß dieſes Reiſebuch Napoleons von dem
Feldherrn ſehr oft um Rat befragt wurde. Aber noch
intereſſanter als das äußere Ausſehen dieſes
hand=
ſchriftlichen Buches iſt ſein Inhalt, der geeignet ſchien, die
Eroberungsluſt zu entflammen und doch zugleich die
furchtbaren Schwierigkeiten eines kriegeriſchen
Unter=
nehmens gegen Rußland nachdrücklich hervorhebt.
Ausführ=
lich wird der Bodenreichtum Rußlands geſchildert, u. a. auch
die noch ungehobenen mächtigen Mineralſchätze des
Uralge=
bietes, dann wird ausgeführt, daß ein Feldzug gegen das
ruſſiſche Reich mit dem Augenblick der Ueberſchreitung der
ruſſiſchen Grenze Gefahren mit ſich bringen müſſe, die
nicht zu überwinden wären. Das ruſſiſche Heer wird
be=
trachtet, die gewaltige Ausdehnung und verhältnismäßig
ſchwache Bevölkerung des Landes geſchildert und darauf
hingewieſen, daß Rußland infolge ſeiner Unkultur ſich als
„jenſeits jeder Eroberungsmöglichkeit ſtehend” anſehen
könne. „Die Feinde,” ſo heißt es wörtlich, „würden hier
nicht beſſer abſchneiden wie im Altertum die Römer im
Kampfe gegen die Skythen und Parther.” Oft genug
mögen dieſe prophetiſchen Worte im Verlaufe des
Feld=
zuges im Geiſte Napoleons nachgeklungen haben, als ſich
dieſer kluge und vorſichtige Führer durch Rußland längſt
nicht mehr im Beſitze Napoleons befand. Denn das
koſt=
bare Buch wurde dem Kaiſer in Wilna geſtohlen; dort
war der Reiſewagen Napoleons ſchlecht bewacht, ein
Mönch namens Pais benutzte die Gelegenheit, um ſich das
Gefährt anzuſehen und nahm dabei das Reiſebuch mit
ohne daß irgend jemand ihn verhinderte oder es auch nur
zu bemerken ſchien. Der Mönch übergab ſeine Beute dem
General Kaizarow, der durch einen eigenhändigen
ſchrift=
lichen Vermerk die Herkunft des Buches bezeichnete und
das Manuſkript dann „als ein Zeichen unendlicher Dank
barkeit” dem Alexander Michaelowitſch Berdiew zum
Ge=
ſchenk machte. Mehrfach wechſelte das napoleoniſche
Reiſebuch den Beſitzer, bis im Jahre 1859 Warfolomiew
das koſtbare Manuſkript der kaiſerlichen Bibliothek in
Petersburg überwies, wo es ſeitdem inmitten anderer
Handſchriftenſchätze ſchlummerte.
der in die Hoſentaſche, vergaß dabei aber wohl in der
Aufregung, den Hahn wieder abzuſtellen. Dieſer
hakte ſich jedenfalls in der Taſche kos. Ein Schuß
krachte und Arnold taumelte totblaß noch einige Schritte
weit weg, bis er plötzlich mit den Worten: „Ich habe mich
geſchoſſen” tot zu Boden ſtürzte.
Blödesheim, 5. Aug. Schon ſeit Errichtung des
rhein=
heſſiſchen Elektrizitätswerkes iſt der Plan aufgetaucht und
wiederholt lebhaft erörtert worden, für unſeren und
an=
dere vom Bahnverkehr abgelegenen Orte in unſerer
Gegend durch Anlage einer elektriſchen
Zweig=
bahn einen beſſeren Anſchluß an den Bahnkörper zu
ge=
winnen. Die geplante Zweigbahn, die mit Gleisanlage
verſehen, und auch für Güterverkehr eingerichtet werden
ſoll, ſoll vom Bahnhof Monzernheim der Nebenbahn Gau=
Odernheim-Oſthofen ausgehen, die Orte Monzernheim,
Blödesheim, Hangen=Weisheim berühren und zunächſt
zum Bahnhof Eppelsheim führen; dann weiter über
Flomborn, Ober=Flörsheim und Dalsheim gehen und im
Bahnhof Nieder=Flörsheim in die Strecke Alzey-Worms
einmünden. Beſonders unſer Bürgermeiſter,
Oekonomie=
rat Schaffner, hat von Anfang an eine rührige Tätigkeit
in dieſer Angelegenheit entfaltet. Seinen Bemühungen
iſt es auch gelungen, die Regierung und Behörden für
die Sache zu intereſſieren. So waren ſchon vor kurzem
die Herren Miniſter Braun und Hombergk, ſowie der
Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Breidert hier, um ſich
perſönlich über die Ausführbarkeit und Nützlichkeit des
Projektes zu unterrichten. Wie man hört, haben ſich die
Herren dem Plane gegenüber günſtig ausgeſprochen und
bereit erklärt, ihn nach Möglichkeit zu fördern.
Gegen=
wärtig liegt die Sache den intereſſierten Gemeinden und
ihren Vorſtänden zur Aeußerung und Beſchlußfaſſung vor.
Bingen, 5. Aug. Auf einer Bank auf dem Friedho
vergiftete ſich der Küfer Friedr. Geromont mit
Lyſol. Die Tat wurde gleich bemerkt, doch konnte er
trotz aller im Hoſpital angewandten Gegenmittel nicht
ge=
rettet werden. Mittelloſigkeit ſoll den 60jährigen Mann
In der geſtrigen
zum Selbſtmord getrieben haben.
Stadtverordnetenverſammlung kam das
Projekt der Errichtung eines Invalidenheims für
Eiſenbahnarbeiter durch die Penſionskaſſe der
Preußiſch=Heſſiſchen Eiſenbahngemeinſchaft zur Sprache.
Die Stadt muß zu dieſem Zweck einen Platz vom
katho=
liſchen Vereinshaus erwerben. Der am Eiſelweg gelegene
Platz iſt 170 Ruten groß und würde 8500 Mark koſten.
Ferner erſtänden der Stadt durch die Zuleitung des
Ka=
nals, der Gas= und Waſſerleitung Koſten in Höhe von
6700 Mark. Um die Errichtung des Heimes ſollen ſich
bis=
her 70 Gemeinden beworben haben. Das Heim wird
zuerſt zur Aufnahme von 70 Invaliden errichtet, ſoll in
der nächſten Zeit aber bedeutend vergrößert werden.
Worms, 5. Aug. Die Stadt Worms hat von dem
Münchener Maler Pracht für die neue Gemäldegalerie
zwei Bilder angekauft, ebenſo von dem in
Darmſtadt lebenden Maler Paul Weber ein Bild,
„Gewitterlandſchaft”, zum Preiſe von 1500 Mark.
(*) Butzbach, 4. Aug. Das Volksſtück „Der
Hütten=
berger” von Hauptlehrer Storch erlebte zu
Frank=
furt a. M. im Saalbau eine glänzende Aufführung. Es
waren 1700 Karten gelöſt worden. Wiederholt wurde
der Verfaſſer hervorgerufen und die Zuhörer gaben ſich
nicht eher zufrieden, als bis der Verfaſſer auf die Bühne
trat und einige Worte ſprach. Er betonte, daß die
Heimatliebe eine allgemeine Pflege finden müſſe, da
auf ihr die Vaterlandsliebe begründet ſei.
Gießen, 5. Aug. Einer der älteſten, im Ruheſtand
befindlichen Profeſſoren der Landesuniverſität, Ernſt
Louis Etienne Laspeyres iſt heute nacht
geſtor=
ben. Er war geboren in Halle am 28. November 1834,
ſtudierte Jura 1853—59 in Tübingen, Berlin, Göttingen,
Halle und Heidelberg. Zum Doktor juris promovierte er
1857 und im Sommer 1860 in Heidelberg zum Dr. phil.
Er wurde 1860 Privatdozent in Heidelberg, 1861
ordait=
licher Profeſſor der Nationalökonomie in Baſel, und
nach=
einander am Polytechnikum in Riga, an der Univerſität
Dorpat, am Polytechnikum in Karlsruhe und 1863 in
Gießen. Von 1881—82 war er Rektor, 1886 wurde er
Ge=
heimer Hofrat und am 1. April 1901 trat er in den
Ruhe=
ſtand, wobei er das Komturkreuz zweiter Klaſſe erhielt
Geheimerat Laspeyres war in allen Kreiſen ſehr beliebt.
(G. A.)
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 4. Aug. Eine ſo rieſige
Verwaltung, wie die der Reichshauptſtadt, die
das Regiment manches deutſchen Bundesſtaates an
Um=
fang übertrifft, braucht natürlich Ströme von Tinte und
Berge von Papier. Jedes Jahr gibt der Bericht der
De=
putation des Magiſtrats zur Beſchaffung von
Schreibmate=
rialien darüber ein getreues Bild, und aus den
Millionen=
ziffern dieſer Statiſtik erſieht man, wie „wacker” unſere
ſtädtiſchen Beamten für die Bürgerſchaft arbeiten. Der
ſoeben erſchienene Bericht für 1912 iſt um deswillen
be=
ſonders intereſſant, weil aus ihm hervorgeht, daß die lang
angeſtrebte Sparſamkeit in der ſtädtiſchen Verwaltung
auch im Verbrauch von Aktenpapier und ſonſtigen
Uten=
ſilien ihre Früchte trägt; denn in manchen Dingen hat das
ſtets wachſende Heer der Kommunalbeamten weniger
ver=
braucht als in den Vorjahren. So wurden 1912 „nur”
109 247 Bogen Aktendeckelpapier gegen 116120 im Jahre
1909 verbraucht, und auch der Konſum von Schreibpapier
ſank von 343 971 im Jahre 1909 auf 283 134 im letzten Jahr.
An Konzeptpapier wurden 962400 Bogen gegenüber
991 944 im Jahre 1909 verſchrieben. Dann kommen 284090
Bogen Briefpapier 123071 Bogen Löſchpapier und nicht
weniger als 201 Kilo Siegellack. Es gibt ſogar noch
ſtäd=
tiſche Beamte, die mit der alten Gänſekielfeder ſchreiben;
denn die Abgabe von zwei Bund Federpoſen zu 25 Stück
läßt darauf ſchließen. An Stahlfedern erhält jetzt jeder
Bureauangeſtellte nur 1 Gros jährlich; 6200 Gros
wur=
den verbraucht, zu denen ſich 16452 Stahlfederhalter
ge=
ſellten. Der Konſum von Bleiſtiften wuchs auf 44478
Stück. 3788 Liter ſchwarzer Tinte, 216 Liter farbiger
Tinte und 14617 Stück farbige Stifte wurden verſchrieben
Insgeſamt wurden 18,6 Millionen Bogen Papier
ver=
druckt. Seit dem 1. April ds. Js. iſt ein neues Regulativ
für die ſtädtiſchen Beamten in Kraft getreten, das den
Grundſatz möglichſter Sparſamkeit beim Verbrauch des
bureaukratiſchen Handwerkszeuges noch mehr als bisher
aufſtellt. — Der Kommandant der Kriegsſchule in
Pots=
dam, Major v. Kremski. verſtarb im 53. Lebensjahr
Das Offizierkorps und die Fähnriche der Kriegsſchule
wid=
men dem Verewigten einen ehrenvollen Nachruf. Am
Mittwoch um 4 Uhr findet in der Kriegsſchule eine
Trauer=
feier ſtatt. Die Beiſetzung erfolgt mit militäriſchen Ehren
am Freitag um 11 Uhr in Frankfurt a. M. von der Kapelle
des Hauptfriedhofes. — Eine heitere Folge hatte
geſtern vormittag der finanzielle Zuſammenbruch einer
be=
kannten Berliner Firma, von dem jetzt viel die Rede iſt.
In der Potsdamer Straße ging zur angegebenen Zeit ein
Angeſtellter der erwähnten Firma in ſchwarzem Gehrock
pazieren. Das wäre an ſich nichts auffälliges; aber dem
ſpazierengehenden Angeſtellten folgte eine große
Menſchen=
menge, und als man näher hinſah, bemerkte man, daß der
Gehrock auf dem Rücken das blaue Siegel — eines
Ge=
richtsvollziehers trug. Die Situation forderte die
Heiter=
keit des Publikums heraus, und das um ſo mehr, als der
„blaue Kuckuck” auf dem Rücken des leider verwachſenen
Herrn an hervorragendſter Stelle prangte. Ob die
Siegel=
marke von einem Beamten aus Verſehen oder von dem
Angeſtellten ſelber in einem Anflug von Galgenhumor auf
den Gehrock geklebt worden iſt, war natürlich nicht zu
er=
mitteln.
Kaſſel, 5. Aug. Das Fährſchiff. das bei
Wolfs=
anger den Verkehr über die Fulda vermittelt, kam geſtern
abend wegen zu ſchwerer Belaſtung teilweiſe zum Sinken
Zwei Mädchen fielen in den Fluß. Ein 10jähriges
Mädchen wurde von einem Hunde gerettet. Das andere
ertrank, bevor es das Tier erfaſſen konnte.
Kaſſel, 5. Aug. Geſtern abend wurden vier
Arbei=
ter in der Nähe des Eiſenbahntunnels von Hönebach,
die mit Gleisarbeiten beſchäftigt waren, von dem Eilzug
Berlin-Kaſſel überfahren. Drei waren ſofort tot,
der vierte wurde tödlich verletzt nach dem Bahnhof Bebra
gebracht, wo er bald darauf ſtarb. Einer der Getöteten
iſt Familienvater. Die Schuldfrage iſt noch unaufgeklärt.
Mülhauſen i. E., 4. Aug. Der Konkursverwalter
Schönlaub, über deſſen Vermögen vor einigen Tagen
der Konkurs erklärt wurde, hat bedeutende
Unterſchla=
gungen begangen. Wie ſich jetzt herausſtellt. hat er die
vereinnahmten Konkursgelder in zahlreichen Fällen nicht
abgeliefert. Schönlaub iſt ſeit einigen Tagen flüchtig.
Stuttgart, 4. Aua. Generalmajor Chriſtian v. Faber.
ein Teilnehmer der Feldzüge von 1866 und 1870/1871, iſt
im Alter von 83 Jahren geſtorben.
Kaiſerslautern, 5. Aug. Der Gendarm Lindner,
der geſtern im Walde erſchoſſen aufgefunden
wurde, iſt, wie feſtgeſtellt worden iſt, von einem gewiſſen
Emil Klingel von hier mittelſt einer Browningpiſtole
er=
ſchoſſen worden. Lindner war auf einem Dienſtgange
ge=
gen Kaiſerslautern zu begriffen, Klingel, ein 23jähriger,
bekannter Stromer, wurde von der Staatsanwaltſchaft
we=
gen Einbruchsdiebſtahl geſucht und war von Lindner, der
ihn im Walde liegend geſehen hatte, verfolgt worden und
hat hierbei den Gendarmen erſchoſſen. Der Täter iſt noch
nicht ergriffen.
Hamburg, 4. Aug. Zu der von dem Berliner
Tage=
blatt verbreiteten Meldung von Unfällen, welche
ge=
ſtern abend durch den Dampfer „Kaiſerin
Auguſte Viktoria” bei Schulau=Wittenbergen
her=
vorgerufen ſein ſollen, iſt zu bemerken, daß es ſich
keines=
falls um den Dampfer „Kaiſerin Auguſte Viktoria”
han=
delt, der erſt vorgeſtern nachmittag von Neu=York
abge=
gangen iſt. Bisher wurde feſtgeſtellt, daß geſtern
nachmit=
tag in der dortigen Gegend der Lehrling Paul Hertling
aus Hamburg beim Baden einem Herzſchlag erlegen iſt
Einige Stunden ſpäter wurde ein fünfzehnjähriger
Lehr=
ling, der ſich auf dem Damm zu weit vorgewagt hatte, von
den Wellen heruntergeſpült, er wurde aber gerettet. An
einer anderen Stelle, wo das Baden verboten iſt, wurden
die Kleidungsſtücke von zwei Leuten gefunden.
Hamburg. 4. Aug. Einer lange vorbereiteten
Sprit=
chmuagelei ſind Beamte der Zollabfertigungsſtelle
des Freihafens auf die Spur gekommen. Geſtern
nachmit=
tag ſollten zwei Schuten vom Freihafen in das Zollgebiet
befördert werden. Bei der Unterſuchung ergab ſich, daß
die Schuten mit doppeltem Boden verſehen
waren. Im Zwiſchenraum waren 500 Blechkäſten
ange=
bracht, die je 5 Kilogramm Sprit enthielten. Der
Scha=
den, der den Zollbehörden dadurch entſtanden ſein würde,
beträgt ungefähr 70000 Mark. Man vermutet, daß
der=
artige Schmuggeleien ſchon früher betrieben wurden.
Eine Unterſuchung iſt eingeleitet. Es bedurfte der
beſon=
deren Umſicht der Zollbeamten, der Schmuggelei auf die
Spur zu kommen. Die Fugen waren mit Schmutz
ange=
füllt und die Bretter ſahen aus, als ob ſie ſchon lange in
Gebrauch geweſen ſeien. Bisher iſt eine Verhaftung
er=
folgt. Man glaubt den Hauptbeteiligten ergriffen zu
haben.
Przemysl, 4. Aug. Das Hochwaſſer nimmt einen
kataſtrophalen Charakter an. Przemysl iſt
größtenteils überſchwemmt. Der Sanfluß ſteigt weiter.
In einem nahen Dorfe flüchteten die Einwohner auf die
Dächer. Ein Haus iſt eingeſtürzt, ein Mann ertrunken
In einer anderen Ortſchaft iſt die Mühle ſamt Wehr
weg=
geriſſen worden und 44 Häuſer überflutet. Bei Jaroslau
erreichte der Sanfluß 4½ Meter. Der Fluß führt Getreide,
Baumaterial und ganze Häuſer mit ſich.
Rom, 4. Aug. Von den Urhebern des geſtrigen
An=
ſchlages gegen das Automobil der Familie des
Bankiers Pariſi ſind heute zwei verhaftet worden. Es
ſtellte ſich heraus, daß es bei dem Ueberfall auf Beraubung
abgeſehen war. Der Zuſtand der Verletzten hat ſich
ge=
beſſert.
Rom, 5. Aug. Auf der Strecke Genua-Rom ereignete
ſich bei Avenca ein Zuſammenſtoß zwiſchen dem
Frühſchnellzug von Genua und einem
Güter=
zug. Dem Lokomotivführer gelang es, den Zug in 20
Sekunden zum Halten zu bringen und ſo den
Zuſammen=
ſtoß zu mildern. Lokomotive und Tender des Eilzuges,
ſowie der Poſt= und Speiſewagen ſind vollſtändig
zer=
trümmert. Ein Poſtbeamter und drei Paſſagiere
wur=
den ſchwer verletzt. Der Materialſchaden beträgt über
eine halbe Million Lire.
Paris, 4. Aug. Nach einer Blättermeldung wurde in
Demasle bei Nancy ein dreijähriger Knabe von
dem Auto des Sängers Johann Braun aus
Charlotten=
burg überfahren und erlitt einen Beinbruch. Der
Chauffeur, der von der Bevölkerung an der Weiterfahrt
verhindert worden war, wurde von der Gendarmerie
feſt=
genommen. Da jedoch Braun den Eltern des
verwunde=
ten Knaben eine Entſchädigung bezahlte, wurde ihm
ge=
ſtern die Abreiſe geſtattet. Um irgend welchen
Kundge=
bungen vorzubeugen, begleiteten Gendarmen das Auto
Brauns eine Strecke auf der Fahrt nach St. Dié.
London, 4. Aug. Zwei Unterſeeboote, die an
den Manövern teilgenommen haben, werden vermißt.
Torpedobootszerſtörer ſind von Roſyth abgegangen, um
nach den Booten zu ſuchen. Der Admiralität zufolge ſind
die Unterſeeboote vermutlich deshalb noch nicht
zurückge=
kehrt, weil es ihnen unbekannt geblieben war, daß die
Manöver am Samstag plötzlich abgebrochen worden
waren.
London, 4. Aug. Geſtern hatten ſich die
Wahl=
weiber in großer Zahl zu dem Morgen
gottes=
dienſt in der St. Pauls=Kathedrale eingefunden. Als
der Sängerchor die Litanei anſtimmte, wobei die
Ge=
meinde ſchweigt, fielen die Weiber mit einem ganz neuen
Verſe ein: „Errette, o Gott, Emilie Pankhurſt!” So
ſchrill=
ten ihre Stimmen durch den weiten Raum. „Leuchte ihr
auf dem Wege und befreie ſie! Herr erbarme dich! Erhöre
unſer Flehen!‟ Die Gemeinde war anfangs ſo überraſcht,
daß ſie die Wahlweiber zu Ende ſingen ließ. Als dieſe
aber den Vers wiederholen wollten, rief man ihnen von
allen Seiten zu: „Ruhe Ruhe!‟ Die
verabſcheuungswür=
digen Weiber riefen zurück: „Warum ſingt Ihr nicht mit?
Ein Sturm der Entrüſtung erhob ſich. Gebetbücher flogen
durch die Luft den Ruheſtörerinnen an und um die Köpfe.
Von allen Seiten ſtürzten die empörten Andächtigen auf
ſie. Die Kirchendiener verſuchten die Weiber nach den
Kirchentüren zu ins Freie zu drängen. Das gelang jedoch
nur teilweiſe. Die letzten 12 oder 15 der rabiaten Weiber
ſträubten ſich, klammerten ſich an die Betſtühle und konnten
nur mit Gewalt entfernt werden. Während des
Abend=
gottesdienſtes wurde die Polizei aufgeboten, doch die
Weiber erſchienen nicht. Sie würden ſich an die Polizei
auch ſonſt wenig gekehrt haben.
Glasgow. 4. Aug. Die Rettungsmannſchaften, die in
die Cadder=Grube eingefahren ſind, fanden
zwan=
zig Leichen. Die Rettungsarbeiten ſind ſchwierig.
Neu=York, 5. Aug. In Hampſtead auf Long=Island
ſind bei einem Zuſammenſtoß zwiſchen einem
Automobil und einem Expreßzug der
Polar=
forſcher Osgaod Pell, einer ſeiner Freunde und ſein
Chauf=
feur ums Leben gekommen; eine Dame wurde
ſchwer verletzt.
Simla, 4. Aug. Bei den Unruhen in Cawnpur
ſind im ganzen 100 Perſonen, darunter viele Knaben,
verhaftet worden. Es wird berichtet, daß 30—40
De=
monſtranten getötet oder verwundet wurden. Mehrere
Po=
liziſten wurden verletzt.
Der Krupp=Prozeß.
(Vierter Tag.)
* Berlin, 4. Aug. In ſeinem Plädoyer ſagte
der Vertreter der Anklagebehörde, Kriegsgerichtsrat Welt,
u. a.: Am 7. Januar erfolgte die Verhaftung des
Ange=
klagten. Am 8. Februar nahm Landrichter Wetzel=Eſſen
eine Durchſuchung der in Frage kommenden
Geſchäfts=
räume der Firma Krupp vor. Es ergab ſich ſofort, daß
von einer eigentlichen Spionage in
poli=
tiſchem Sinnenicht die Redewar. In
artilleriſtiſch=
konſtruktivem Sinne gab es für Krupp ſelbſtverſtändlich
keine Geheimniſſe. Alles einſchlägige Material war ihm
zugänglich, wohlverſtanden auf der Vordertreppe. Es
handelte ſich um eine geſchäftliche Nachrichtenbehandlung,
die unter den Begriff des unlauteren
Wettbe=
werbs fällt. Brandt löſte die Aufgabe in tadelloſer
Weiſe. Er hat ſich an die richtigen Stellen gewandt, die
hm als früheren Feuerwerker bekannt waren. Brandts
Beſtreben ging dahin, die Konkurrenzpreiſe zu erfahren,
und er hat ſich zunächſt an Tilian herangemacht, um ihn
zu bewegen, ihm Nachrichten zu geben. Tilian tat es;
doch zunächſt wohl nur aus Freundſchaft, aber auch darin
lag ſchon ein Fehl, denn Tilian war nicht berechtigt,
Dritten gegenüber Mitteilungen aus dem Dienſtbereich zu
machen. Die Angeklagten machten ſich des Ungehorſams
ſtrafbar, indem ſie Brandt Konkurrenzpreiſe bekannt gaben.
Es iſt mir aber nicht zweifelhaft, daß auch Beſtechung
vorliegt. Der erhebliche Nachteil für das Reich iſt wieder
gut gemacht dadurch, daß nachgewieſen iſt daß
ein „Panama” nicht vorliegt. Unſere ſo viel
ge=
rühmte ſoldatiſche Diſziplin erlitt leider in dieſem Falle
völlig Schiffbruch. Es gelang Brandt durch die
Gewäh=
rung von Schmiergeldern, Militärperſonen zu dauernder
Pflichtverletzung zu veranlaſſen. Man ſagt nun, die
Schmiergelder ſeien in der Induſtrie und im Handel üblich.
Iſt dies richtig, dann haben wir alle Veranlaſſung, ſcharf
darauf hinzuwirken, daß dieſe Krankheit nicht auf den
Beamtenkörper überſpringt. Sie müſſen helfen, daß die
ſprichwörtliche Unbeſtechlichkeit preußiſcher Beamten
er=
halten bleibt. Erſchwerend fällt ins Gewicht, daß die
An=
geklagten über den Charakter ihres Vergehens ſich ſehr
wohl im klaren waren. Tilian und Hinſt verführten
ſo=
gar ihre Nachfolger, gleiche Wege wie ſie ſelbſt zu
wan=
deln. — Nach weiteren Ausführungen beantragt der
An=
klagevertreter die bereits gemeldeten Strafen.
Der Verteidiger des Angeklagten Tilian,
Wirth, führt aus: Die Beſtechung ſei ganz und gar
nicht erwieſen. Spionage liege nicht vor, dies hätten
auch die militäriſchen Sachverſtändigen erklärt. Er bitte,
Tilian im äußerſten Falle des qualifizierten Ungehorſams
für ſchuldig zu erklären und dann keine Gefängnis=,
ſon=
dern Haftſtrafe zu verhängen. Rechtsanwalt Barnau
gibt die Erklärung ab, daß er durch die Bedingungen,
unter denen dieſer Prozeß geführt werde, gegenwärtig
vollſtändig erſchöpft und nicht in der Lage ſei, ſein
Plä=
doyer zu halten. Rechtsanwalt Dr. Graſſow ſchließt
ich dieſer Erklärung an. Beide Herren erbitten für ſich
eine Pauſe. Auf Befragen durch den Verhandlungsführer
* Um was prozeſſiert wird! Man lieſt ſo oft von der
Ueberbürdung der Gerichte und die hierdurch nötige
Ver=
mehrung von Richterſtellen die zum größten Teil aus
den Mitteln der Allgemeinheit bezahlt werden muß. Es
iſt aber gut, wenn von Zeit zu Zeit einmal daran
er=
innert wird, mit was für Nichtigkeiten unſere Gerichte
mitunter überlaufen werden Ein geradezu typiſcher Fall
hat ſich in dieſen Tagen in Trier ereignet. Da erhielt ein
Opernſänger, deſſen Sohn viermal unentſchuldigt in der
Schule gefehlt hat, vier Strafverfügungen, die ihm
Das Schöffengericht
er=
zugeſtellt worden waren.
klärte den Angeklagten in drei Fällen für ſtraffrei, weil er
durch die nicht rechtzeitige Zuſtellung der
Strafverfüg=
ungen zu den neuen Uebertretungen gekommen ſei. Für
den erſten Fall erkannte es auf eine Geldſtrafe von
10 Pfg., im Nichtbeitreibungsfalle auf eine Stunde Haft
Der Amtsanwalt legte wegen der „Höhe” der Strafe
Be=
rufung ein. Die Strafkammer mußte alſo jetzt mit drei
Richtern, einem Staatsanwalt und einem Gerichtsſchreiber
tagen. Sie hielt den Angeklagten in jedem der vier Fälle
für ſchuldig und erkannte auf eine Geſamtſtrafe von
40 Pfg. oder auf vier Stunden Haft. — Hoffentlich wird
nun nicht auch noch das Kammergericht mit der Sache
befaßt.
* 20 Witwen geſucht. Geſucht — 20 Witwen, oder
ge=
nauer ausgedrückt, 20 Witwen mit je einem Kind. So
lautet nach der Daily Mail ein Inſerat, das ein
unge=
nannter Menſchenfreund erlaſſen hat. Die 20 Witwen
werden zur Auswanderung nach Neu=Süd=Wales geſucht,
um dort Haushalterinnenſtellen anzunehmen. Sie dürfen
nicht mehr als 35 Jahre alt ſein und haben den
Toten=
ſchein ihres Mannes mitzubringen. Gute Geſundheit und
verträglicher Charakter ſind die Hauptbedingungen. Die
Reiſe wird ihnen bezahlt. Vorläufig iſt die Zahl der
ge=
ſuchten Witwen noch beſchränkt, da es ſich zunächſt um ein
Experiment in bezug auf die weibliche Auswanderung
handelt. Man will durch dieſe Offerte den jungen
Wit=
wen eine ſichere Zukunft geben und auch der Erziehung
des Kindes eine günſtigere Entwicklungsmöglichkeit
bie=
ten. Den Frauen wird ein hübſcher Monatslohn und viel
perſönliche Freiheit zugeſichert. Zu Landarbeiten ſollen
ſie nicht verwendet werden. Zu derſelben Zeit werden
auch 20 Mädchen nach Neu=Süd=Wales geſucht, von denen
ebenfalls eine genaue Kenntnis des Hausweſens verlängt
wird. Wenn dieſe Verſuche gelingen, ſollen in Zukunft
noch mehr Frauen und namentlich auch junge Mädchen,
die in England Lebensſchwierigkeiten haben, zur
Aus=
wandsrung aufgefordert werden.
erklärt dagegen Rechtsanwalt Ulrich ſich bereit, ſein
Plädoyer zu halten. Er erklärt: Der Strafantrag
gegen=
über Hinſt und Dröſe überſteigt bei weitem das, was
ich ſelbſt unter Zugrundelegung eines erheblichen
Peſſi=
mismus erwartet hatte. Ich bitte deshalb das Moment
der Beſtechung bei Hinſt und ſelbſtverſtändlich auch bei
Dröſe zu verneinen. Ebenſo wie Hoge hat ſicher auch
Dröſe ſaubere Finger. Höchſtens hat Dröſe ſich einfachen
Ungehorſam zuſchulden kommen laſſen, der zudem verjährt
iſt. Qualifizierter Ungehorſam kann nicht in Frage
kom=
men da Nachteile für das Reich durch Dröſe nicht
ent=
ſtanden ſind. Ich bitte den Angeklagten Tilian deshalb
freizuſprechen. Sollte das Gericht aber wider Erwarten
doch eine Strafe aus Paragraph 93 für nötig halten,
dann bitte ich, auf eine Arreſtſtrafe zu erkennen. Bei
Hinſt bitte ich jedenfalls von einer Gefängnisſtrafe
abzu=
ſehen und auf Feſtungshaft zu erkennen. Die ſchwere
Strafe der Dienſtentlaſſung läßt ſich nicht rechtfertigen.
es iſt mittlerweile
Die Sitzung wurde darauf —
5¾ Uhr geworden — auf Dienstag 9½ Uhr vertagt.
(Fünfter Tag.)
* Berlin, 5. Aug. Der Vorſitzende, Oberſt Hauffe,
eröffnet die Sitzung Punkt 9,30 Uhr. Es wird mit den
Plädoyers fortgefahren, und zwar erhält das Wort
Rechtsanwalt Dr. Graſſo, der Verteidiger des
Ange=
klagten Schmidt. Die Beweisaufnahme hat ergeben,
daß die Weltfirma Krupp einen Mann nach Berlin ſandte.
ihn mit Geldmitteln ausſtattete und es ihm zur Pflicht
machte, ſich Informationen zu verſchaffen. Das iſt kein
Panama; das iſt überhaupt nichts! Iſt irgend jemand
ge=
ſchädigt worden? Hat der Staat einen Pfennig mehr
aus=
geben müſſen? Die Beweisaufnahme hat einwandfrei
ergeben, daß dies nicht der Fall iſt. Man braucht wirklich
nicht nervös zu werden, wenn einige
Reichstagsabgeord=
nete anderer Meinung ſind. Der Ankläger ſtellt ſich auf
den Standpunkt: Was der Zeuge Brandt während der
Un=
terſuchungshaft geſagt hat, iſt wahr. und was er in der
Hauptverhandlung behauptet hat, iſt falſch. Wenn den
Angeklagten Beſtechung vorgeworfen wird, insbeſondere
dem Feuerwerker Schmidt, ſo möchte ich es durchaus für
möglich halten, daß ein beſſergeſtellter, älterer Kamerad
einem jüngeren, der noch dazu trinkt, gelegentlich zu
Weih=
nachten einen 50 Mark=Schein in die Hand drückt. Brandt
nahm die Feuerwerker bei ihren Schwächen. Er war in
allen Sätteln gerecht, malte, muſizierte und fachſimpelte
mit ihnen. So verſtand er es, ſich ihren Bedürfniſſen
glänzend anzupaſſen. Die ganze Sache iſt höchſt harmlos,
denn, wie ſich herausſtellte, handelt es ſich um einen
Bruch=
teil von einem Prozent des Jahresumſatzes. Die Firma
Krupp hat in den Kornwalzern gar nichts beſonders
ge=
heimnisvolles erblickt. Wäre das Gegenteil der Fall
ge=
weſen, dann hätte ſie die Firma Krupp nicht aufbewahrt,
ſondern vernichtet. Es iſt eine lächerliche Annahme,
Krupp könnte ſich wegen einiger tauſend Mark des
Landes=
verrats ſchuldig machen. Es iſt klar, daß eine Firma wie
Krupp mit ihrem gewaltigen Apparat, ihren langjährigen
Erfahrungen und ihrem geſchulten Perſonal der
Konkur=
renz von vornherein ein autes Stück voraus iſt. Die
Firma Krupp ſtellt nun feſt, daß andere Firmen ihr die
Lieferungen abnahmen, nicht weil ſie billiger ſind,
ſon=
dern weil ſie ſchneller liefern können. Sie ſagte ſich, wie
iſt es möglich, daß wir mit unſeren glänzenden
Einrich=
tungen und weit reichendem Hilfsmaterial weniger ſchnell
dieſe Sachen herſtellen können, wie eine längſt nicht ſo gut
eingearbeitete Konkurrenz es vermag? Man fand die
ein=
zig mögliche Erklärung, die Konkurrenz hat eben gewußt,
daß der Auftrag kommt und beizeiten alle
Vorbereitun=
gen getroffen, ſo daß ſie dann imſtande war, erheblich
ſchneller zu liefern. Um in der Folgezeit beſſer informiert
zu ſein, wurde Herr Brandt Herrn von Schütz zur Seite
gegeben. Ich erblicke darin nichts beſonderes. Jede
grö=
ßere Firma muß, wenn ſie auf die Dauer im
Konkurrenz=
kampfe nicht zurückbleiben will, ein gut arbeitendes
Nach=
richtenbureau haben. Die Firma Krupp wollte auch nicht
etwas erfahren, was im Intereſſe der Landesverteidigunc
geheim bleiben ſollte, ſondern ſie hatte nur ein kommerzielles
Intereſſe. Die Angeklagten waren, als ſie Brandt, dem
Vertreter Krupps, Nachrichten gaben, ſich nicht bewußt
etwas unrechtes getan zu haben. Die Schädigungen waren
und ſind zum Teil mir auch heute nicht recht klar. Ein
Verrat militäriſcher Geheimniſſe kann unter keinen
Um=
ſtänden vorliegen. Es bleibt alſo nur übrig der
Ungehor=
ſam. Ich glaube nicht, daß von einem ſchweren Nachteil
die Rede ſein kann. Die Strafanträge des
Anklagevertre=
ters, die nicht nur Verrat, ſondern auch Beſtechung zur
Vorausſetzung haben, können ſelbſt, wenn eine der beiden
Straftaten angenommen werden ſollte, nicht zum Spruche
erhoben werden. Die Angeklagten haben eine ſo hohe
Strafe keineswegs verdient.
Rechtsanwalt Barnau, der Verteidiger der
Ange=
klagten Hoge und Pfeiffer, führt aus: Das
übereinſtim=
mende Gutachten der Sachverſtändigen geht dahin, daß der
Inhalt der mit Beſchlag belegten Kornwalzer den
maß=
gebenden Herren ohne weiteres bekannt geworden wäre,
wenn ſie ſich darum bemüht hätten, und vielleicht auch
be=
kannt geworden iſt. Die Angeklagten mußten in Brandt
eine Perſon erblicken, die einem höheren Beamten der
Firma Krupp gleichzuſtellen iſt. Gibt es nun den leitenden
Perſönlichkeiten der Firma Krupp gegenüber keine
mili=
täriſchen Geheimniſſe, ſo trifft dies auch bei Brandt zu,
und es kann deshalb von einem Verrat
militäri=
ſcher Geheimniſſe keine Rede ſein. Die
Ange=
klagten müſſen meiner Meinung nach in dieſem Fall
frei=
geſprochen werden. Hoge und Pfeiffer werden eine Reihe
beſonderer Delikte zur Laſt gelgt. So ſoll ſich Hoge des
qüalifizierten Ungehorſams ſchuldig gemacht haben. Hoge
hat aus dem Verkehr keine materiellen Vorteile geſchöpft.
Eine Gefährdung des Anſehens der Heeresverwaltung
kann ich dem Angeklagten Hoge auch nicht zur Laſt legen.
Hätte Liebknecht lediglich die auf Hoge ſich ſtützenden
Kornwalzer vorgelegt, ſo wären die häßlichen Schlaglichter
für die Heeresverwaltung unmöglich geweſen. Hoge kann
höchſtens wegen einfachen Ungehorſams mit Stubenarreſt
beſtraft werden, wenn auch nicht für einige Tage, ſondern
Wochen. Aufgrund eines ſo unbedeutenden Umſtandes
und ſo ſchwachen Unterbaues iſt auch der Strafantrag
gegen Pfeiffer, dieſen untadelhaften Mann, viel zu ſchwer.
Lediglich ein Diſziplinarvergehen könnte ihm zur Laſt
gelegt werden. Ich habe nicht den geringſten Zweifel, daß
trotz eines gewiſſen Verdachts, der ſich aus den Angaben
Brandts gegen Pfeiffer ergibt, Pfeiffer doch nicht
ver=
urteilt werden kann. Es bleibt nur die Tatſache übrka
daß Pfeiffer vier= oder fünfmal zu Weihnachten von B.
je 100 Mark als Geſchenk erhalten hat und es annahm. Das
könnte zunächſt den Anſchein erwecken, als handele es ſich
hier um ein Entgelt für Dienſtleiſtungen, die Pfeiffer als
Beamter nicht tun durfte. Aber es muß als erwieſen
gel=
ten, daß zwiſchen den Beiden ein inniges
Freundſchafts=
verhältnis beſtand. Brandt war der Gutſituierte: Pfeiffer
mit ſeinen 3600 Mark hatte eine ſtarke, durch Krankheit
viel heimgeſuchte Familie. Brandt wußte, wo Pfeiffer
der Schuh drückte, und als er wieder einmal ſeine 2000
Mark Weihnachtsgratifikation in Empfang genommen
hatte, machte er auf Rat ſeiner Frau den Kindern Pfeiffers
eine Weihnachtsfreude, eine Zuwendung in bar. Pfeiffer
war überraſcht, und er hält Brandt vor, daß er die Summe
doch nicht etwa erhalte, um etwas Unrechtes zu tun. Brandt
beruhigte ihn. Ich vermag in der Annahme dieſer Ge
ſchenke, vom rein menſchlichen Standpunkte betrachtet
nichts Außerordentliches zu ſehen und daß es als
unwür=
dig betrachtet werden muß. Selbſt wenn Sie feſtſtellen
ollten, daß er Brandt die Unterlagen für Kornwalzer
ge=
liefert hat, werden Sie doch die Schuldfrage aus dem
Be=
ſtechungsparagraphen verneinen und zu einer
Freiſprech=
ung gelangen müſſen. Ein ganzes Lebensſchickſal iſt in
Ihre Hand gegeben.
Der Anklagevertreter Dr. Welt ſtellt feſt, daß es vor
den höheren Beamten Krupps nur in artilleriſtiſchem,
konſtruktivem Sinne keine Geheimniſſe gebe, daß Brandt
nicht ſympathiſch ſei und ſtrafrechtlich die gleiche Schuld
trage als die Angeklagten. Wäre der Zeuge Brandt allein
die Seele meiner Anklage geweſen, ſo hätte ich ſie aber
doch nicht erhoben. In der Preſſe wird es immer ſo
dar=
geſtellt, als ob noch wunder was Geheimes
hinter der Sache ſei, das iſt einfach lächerlich. Sie
haben geſehen daß wir mit feſter Hand durchgegriffen
haben. Ein „Panama” liegt nicht vor. Es handelt
ſich nicht um die Feilheit maßgebender Stellen, es handelt
ſich hier um die Feilheit von Menſchen, die am „
Biertopf=
nicht das Maul halten können. Der Weg zwiſchen
einem „Panama” und dem Prozeß iſt ſoweit
wie der vom Zeugfeldwebel zum
Kriegs=
miniſter.
Rechtsanwalt Ulrich: Ich beſtreite ganz
entſchie=
den, daß die Indiskretionen, deren ſich die Angeklagten
ſchuldig gemacht haben, irgend welchen Schluß auf ihre
Moral rechtfertigen. Auf der einen Seite ſehen Sie Herrn
von Metzen, der wegen ſchwerer Verfehlungen von
Krupp entlaſſen wurde, der aus erpreſſeriſchen
Mo=
tiven Kornwalzer dem Abgeordneten Liebknecht
in die Hände ſpielte, weiter den Abg.
Lieb=
knecht ſelbſt, der nicht aus gekränkter
Mo=
ralität handelte ſondern weil es ſich um
die Firma Krupp handelte die der
Sozial=
demokratie, von jeher ein Dorn im Auge iſt
wegen der muſtergültigen Einrichtungen
für die Arbeiter. Auf der andern Seite ſehen wir
Zeugleutnants die leichtſinnig geweſen ſein mögen, Sie
ſehen auch dort ehrenwerte Beamte, Familienväter, die
tadellos daſtehen und ſich in keiner Weiſe haben etwas zu
Schulden kommen laſſen. Wollen Sie dieſe ſieben Leute
preisgeben der vorhin gekennzeichneten Partei, indem Sie
ſie mit der entehrenden Gefängnisſtrafe belegen? Das
werden Sie nicht tun!
Darauf wird den Angeklagten das letzte Wort
ge=
ſtattet. — Tilian: Ich kann nur wahrheitsgemäß
be=
kunden, daß ich keine Zuwendungen für Mitteilungen
er=
halten habe. — Schleuder betont, daß er niemals
das Gefühl gehabt habe, daß das, was Brandt ihm
ge=
geben, für das ihm gelieferte Material gegeben habe.
Schmidt: Mitteilungen hätte Brandt auch
anders=
woher erfahren können. — Hinſt: Ich bitte um milderes
Urteil. — Dröſe: Ich bitte mich freizuſprechen. — Hoge:
Ich bleibe bei meinem Geſtändnis und bedauere meine
Verfehlungen. — Pfeiffer: Ich kann nur erklären
nichts ſtrafbares begangen zu haben. Darauf zieht ſich der
Gerichtshof zur Beratung zurück.
Nach 3½ſtündiger Beratung wurde nachmittags
4¾ Uhr das Urteil verkündet. Es erhielten:
Tilian 2 Monate Gefängnis und Dienſtentlaſſung,
Schleuder, 4 Monate Gefängnis und Dienſtentlaſſung,
Hinſt 4 Monate Gefängnis und Dienſtentlaſſung,
Schmidt 2½ Monate Gefängnis und Degradation,
Dröſe 3 Wochen gelinden Arreſt, Hoge 43 Tage
Ge=
fängnis, Pfeiffer 6 Monate Gefängnis und die
Un=
fähigkeit zur Bekleidung eines öffentlichen Amtes für die
Dauer eines Jahres.
Luftfahrt.
* Metz, 4. Aug. Heute früh unternahmen drei
Militärflieger von hier einen Geſchwaderflug nach
Darmſtadt. Alle drei Apparate ſind trotz ſtarken
Ne=
bels und Gegenwindes in 2½ Stunden in Darmſtadt
gelandet. Die Flieger waren Leutnant Schregel mit
Major Siegert, und die Leutnants Schulz und Gieſche mit
den Leutnants Teubner und Fallinger als
Beobachter=
offiziere.
Koburg. 5. Aug. Im Anſchluß an den geſtrigen
Geſchwaderflug Metz-Darmſtadt ſind heute
von Darmſtadt aus Major Siegert mit Leutnant
Caſtner weiter geflogen und trotz ſchlechten Wetters
über der Rhön und dem Speſſart in Koburgglatt
ge=
landet. Die von ihnen benutzte Taube wurde einmal
400 Meter heruntergeriſſen, erhob ſich aber wieder.
Frankfurt a. M., 5. Aug. Das Luftſchiff
Vik=
toria Luiſe”, das heute morgen die Fahrt nach Baden=
Oos antreten ſollte, wird erſt heute nachmittag gegen 4 Uhr
ſeine Reiſe antreten, da das in der Luftſchiffhalle ir
Baden=Oos befindliche Luftſchiff dieſelbe wegen Gewitter
bisher nicht verlaſſen konnte.
HB. Hamburg, 4. Aug. Das Luftſchiff
„Sachſen” iſt heute mittag halb 1 Uhr hier
angekom=
men. Es machte mehrere Rundfahrten über der Stadt.
* Plauen. 5. Aug. Wie die Neue Vogtländiſche
Zeitung meldet, ſind nach einem Telegramm an den
Vor=
ſtand des Vogtländiſchen Vereins für Luftſchiffahrt die
Offiziersflieger Leutnant Geyer und Leutnant Koch,
die abends von Mülhauſen im Elſaß kamen, von Plauen
zur Weiterfahrt nach Dresden aufgeſtiegen und vormittags
um 9 Uhr 30 Minuten infolge Gewitters bei Wegſtädl
in Böhmen gelandet. Der Apparat wurde mit der
Bahn nach Dresden gebracht.
* Norderney, 5. Aug. Oberleutnant Steffen
mit Leutnant Kalmberg als Paſſagier auf einer
Al=
batros=Taube und Oberleutnant v. Hiddeßen mit
Leut=
nant Weyhe als Paſſagier auf einem Albatros=Doppel
decker ſind in 2½ Stunden vom Lockſtedter Lager über die
Elbmündung, den Jadebuſen und die oſtfrieſiſche
Inſel=
kette nach Norderney geflogen.
Paris, 4. Aug. Der Flieger Guillaux hat
ſein Vorhaben, Caſablanca zu erreichen, nicht
aus=
führen können. Er landete in Almeida an der
por=
tugieſiſchen Grenze, nachdem ſein Kompaß zerbrochen und
er genötigt geweſen war, ſich zwei Stunden nach der Sonne
zu richten. Bei der Landung mußte er, um den Bauern
auszuweichen, welche noch kein Fluazeug geſehen hatten
und unbekümmert um die drohende Gefahr, ihm
entgegen=
liefen. an einer Böſchung niedergehen und zerbrach dabei
den Propeller.
* Petersburg, 5. Aug. Im Lager von Krasnoje
Sſelo ſtürzte heute morgen ein Flugzeug mit dem
Mi=
litärflieger Polikarpow und einem Mechaniker infolge
Beſchädigung eines Flügels aus bedeutender Höhe ab.
Beide wurden getötet.
Sporf, Spiel und Turnen.
* Darmſtädter Sportklub 1905. Mit den
4. nationalen olympiſchen Spielen des Darmſtädter
Sport=
klubs 1905 wird Herr Gg. Merkel ſeine diesjährige
Lauf=
tätigkeit einſtellen und ſich wieder dem Fußballſport
wid=
men, in dem er ebenfalls vorzügliches leiſtet. Der
Sport=
klub eröffnet ſeine Fußballſaiſon am kommenden Sonntag
mit einem Spiel in Höchſt a. M. gegen den Fußballklub
Höchſt 1904. Zu den olympiſchen Wettkämpfen ſind ſchon
eine große Anzahl Meldungen von bekannten
Leicht=
athleten eingelaufen, ſo daß ein hochintereſſantes Meeting
zu erwarten iſt.
Der neue Balkankrieg.
Die Friedensverhandlungen in Bukareſt.
* Bukareſt, 4. Aug. Die Friedenskonferenz
verlängerte die Waffenruhe auf Vorſchlag des
Vorſitzenden Majorescu um drei Tage. Die
Verlänger=
ung der Waffenruhe erfolgte mit dem ausdrücklichen
Ver=
merk, daß dies die letzte Verlängerung ſei. Nachdem die
Konferenz die Verlängerung des Waffenſtillſtandes
be=
ſchloſſen hatte, vertagte ſie ſich auf morgen nachmittag.
* Bukareſt, 4. Aug. In der heutigen
Sitz=
ung der Konferenz teilte Miniſterpräſident
Majo=
rescu mit, er könne, was Bulgarien und Rumänien
an=
gehe, konkrete Vorſchläge vorbringen. Er würde ſehr
er=
freut geweſen ſein, wenn auch von anderer Seite die
Arbeiten möglichſt gefördert worden wären, um ſie der
Konferenz unterbreiten zu können. Das Beiſpiel
Rumä=
niens und Bulgariens ſei ein gutes Vorzeichen. Alle
zwiſchen Rumänien und Bulgarien
ſchwe=
benden Fragen hätten eine endgültige
Lö=
ſung erfahren. Rumänien betrachte jedoch ſeine
Auf=
gaben damit nicht als beendet und widme ſich mit noch
größerem Eifer als bisher dem gemeinſamen Werke. Nach
Annahme des von Majorescu gemachten Vorſchlages auf
eine dreitägige Verlängerung des Waffenſtillſtandes wurde
beſchloſſen, in gleicher Weiſe wie auf dem Berliner
Kon=
greß informelle Zuſammenkünfte der Einzelgruppen
abzu=
halten. Die erſte dieſer Zuſammenkünfte fand heute
nach=
mittag zwiſchen Majorescu, Venizelos und Paſitſch ſtatt.
* Wien 4. Aug. Die Wiener Allgemeine Zeitung
begrüßt das zwiſchen Bulgarien und
Ru=
mänien erfolgte Einvernehmen, das nicht
ohne Einfluß auf den Fortgang der weiteren
Verhand=
lungen bleiben werde. Zwiſchen den Bulgaren, Serben
und Griechen ſei zwar eine entſcheidende Annäherung noch
nicht erfolgt, doch ſei die Möglichkeit hierfür ſchon dadurch
gegeben, daß die bulgariſchen Gegenvorſchläge nach
ziem=
lich allgemeiner Auffaſſung nicht unmäßig ſeien und bei
einigem Entgegenkommen beiderſeits jene mittlere Linie
gefunden werden könne, die einen raſchen
Friedens=
ſchluß ermöglichen würde. Durch ein maßvolles
Verhalten würden ſich die ſiegreichen Balkanſtaaten
ge=
wiſſe Anſprüche auf die Sympathie Europas erwerben,
die ſie trotz ihrer unleugbaren Waffenerfolge doch nicht
würden miſſen wollen, denn wenn es auch richtig ſei, daß
allen in Bukareſt getroffenen Vereinbarungen gegenüber
auf einen Einſpruch der Mächte bei einer etwa notwendig
werdenden Korrektur zu rechnen wäre, ſo werde man es
doch ſicher in ganz Europa mit aufrichtiger Genugtuung
begrüßen, wenn das Werk der Ueberprüfung auf ein
Mi=
nimum reduziert werde und in einer bloßen
Sanktionie=
rung der Bukareſter Beſchlüſſe beſtehen könnte.
* Bukareſt, 4. Aug. In der Beſprechung die
heute nachmittag zwiſchen den Delegierten der
Ver=
bündeten und Rumäniens ſtattfand, beharrten die
Ver=
bündeten, wie aus Mitteilungen von griechiſcher Seite
hervorgeht, auf ihren alten Vorſchlägen, ſo daß vorläufig
keine Fortſchritte zu verzeichnen ſind.
Letzte Nachrichten.
HB Bukareſt, 5. Aug. In ſpäter Nachtſtunde
be=
trachteten die politiſchen Kreiſe die
Friedensausſich=
ten ſehr optimiſtiſch. Man hofft ſogar, das
Frie=
densdokument noch heute fertigſtellen zu können. Die
Bul=
garen würden dann die ganze Küſte von Enos bis
Ka=
wala erhalten; der Hafen ſelbſt jedoch bliebe griechiſch.
Ungelöſt iſt die Frage des Beſitzes von Strumitza, das
die Bulgaren den Serben abhandeln wollen. Im Notfalle
aber wird man in Bukareſt einen vorläufigen Frieden
ſchließen. Ueber die definitive Löſung der Kawala=Frage
würden jedenfalls die Mächte Rumänien die
Vermittler=
rolle übertragen.
Die Unruhen in Ehina.
* Hankau, 4. Aug. Die Aufſtändiſchen in der
Provinz Kianſi erhielten von Kanton, Hunan und
Anhui Verſtärkungen; ihre Zahl beträgt jetzt 25000
Mann. Am Donnerstag und Freitag wurden ſie in einer
großen Schlacht zurückgeſchlagen. Die Nordtruppen
nah=
men die wichtige Stellung der Rebellen hauptſächlich dank
der überlegenen Artillerie.
Hongkong, 4. Aug. Die kantoneſiſchen
Truppen haben in Intong gemeutert. Die
Unab=
hängigkeitsproklamation wurde darauf aufgehoben und
Kapitän So als Nachfolger Tſchangningwings zum
Gene=
ralgouverneur ernannt. Die Einwohner gaben ihrer
Freude über dieſes Ereignis lebhaften Ausdruck.
Tſchang=
ningwings verließ in Verkleidung Kanton und begab ſich
auf einem engliſchen Dampfer nach Hongkong.
* Hongkong, 4. Aug. Die am Eingang von
Samshui ſtationierten kantoneſiſchen Soldaten
feuerten von den beiden Flußufern auf den chineſiſchen
Paſſagierdampfer „Wokwai” und fügten ihm
be=
deutenden Schaden zu. Drei Paſſagiere wurden
ge=
tötet, fünf Paſſagiere und fünf Matroſen verwundet.
Auch ein Flußdampfer wurde unter Feuer genommen und
drei Mann der chineſiſchen Beſatzung verwundet. Wie
berichtet wird, war das Feuer eröffnet worden, weil man
den Dampfer irrtümlich für ein Fahrzeug hielt, auf dem
ſich Truppen des General Langchaikwong befinden.
* Schanghai, 4. Aug. Das Geſchützfeuer
von Wuſung wurde heute ebenfalls ohne Reſultat
fort=
geſetzt. Die Verhandlungen ſind ergebnislos geweſen,
und es ſcheint, daß ein ernſter Kampf bevorſteht, ſobald
Admiral Tſeng das Gebiet von Schanghai geſäubert hat.
Die Regierungstruppen haben in der Nähe der
Chineſen=
ſtadt Vorräte von 7000 Gewehren und Munition erbeutet.
Vermiſchtes.
— Säuglingsfürſorge im Sommer. Sechs
wichtige Regeln für die heiße Zeit. 1. Das Zimmer kühl
halten! Fleißig lüften! Fußboden feucht halten! Bei Tage
Vorhänge (und Läden) zu! Bei Nacht Fenſter offen! Das
Kind muß das kühlſte Plätzchen in der Wohnung haben.
2. Das Kind kühl halten! Leichte Kleidung und leichtes
Bettzeug (auch im Freien)! Nur keine Federbetten! Bei
großer Hitze kann das Kind auch nackt liegen. Täglich,
wenn irgend möglich, lauwarm baden oder wenigſtens
kauwarm abwaſchen. 3. Bruſtkinder widerſtehen der Hitze
am beſten. Unter keinen Umſtänden darf jetzt abgeſtillt
werden. 4. Größte Vorſicht in der Ernährung! Ja nicht
überfüttern! Gegen den Durſt gebe man dünnen,
lau=
warmen Tee! 5. Kuh= oder Ziegenmilch muß friſch ſein,
beim Bezug ſofort abgekocht und gleich wieder gut
ge=
kühlt werden. Die Milch muß immer kühl ſtehen! 6. Jedes
mit der Flaſche ernährte Kind muß ärztlich überwacht
wer=
den! In den 45 Beratungsſtellen der Gr. Zentrale für
Mutter= und Säuglingsfürſorge erhält jede Mutter und
Pflegemutter unentgeltlich Rat und Auskunft. Bei der
erſten Geſundheitsſtörung muß das Kind ſo raſch als
möglich zum Arzt.
— Die offizielle Bildmarke der
Inter=
nationalen Baufach=Ausſtellung 1913. Die
Weltſchau des Bauens und Wohnens gibt 3 Serien
offizielle Bildmarken ihrer Ausſtellung heraus
die nach Photographien einzelner hervorragender Bauwerke
und reizender Motive hergeſtellt worden ſind. Tcotz der
beſchränkten Maſſe der Siegelmarken ſind doch die
An=
ſichten äußerſt ſcharf, ſo daß ſie ein Kabinettſtückchen
moder=
ner Photographenkunſt bilden und ſicherlich jedem, vor
allem aber den Sammlern von Siegelmarken als
bleiben=
des Andenken an den Beſuch der Ausſtellung willkommen
ſein werden. Aufnahme, Druck und Verlag liegt in den
Händen der bekannten Leipziger graphiſchen Kunſtanſtalt
Dr. Trenkler u. Co., den Generalvertrieb hat die Epoche,
G. m. b. H., Frankfurt a. M., übernommen. Jede der
3 Bilderſerien von je 6 Stück koſtet 20 Pfg.
Zur Meiſterprüfung für weibliche
Ge=
werbetreibende ſchreibt uns der Verband
Deut=
ſcher Waren= und Kaufhäuſer, E. V.” Vom 1. Oktober
ds. Js. ab dürfen nur diejenigen Kleidermacherinnen,
Schneiderinnen, Putzmacherinnen, Weißnäherinnen uſw.
Lehrmädchen ausbilden, die mindeſtens 24 Jahre alt ſind
und die Meiſterprüfung beſtanden haben. Zu dieſer
wer=
den ſie aber nur zugelaſſen, wenn ſie vorher eine
Gehilfin=
nenprüfung mit Erfolg beſtanden haben und in dem
Ge=
werbe, für das ſie die Meiſterprüfung ablegen wollen,
mindeſtens 3 Jahre als Gehilfinnen tätig geweſen ſind.
Für die Zulaſſung zur Gehilfinnenprüfung iſt eine 2= bis
3jährige Lehrzeit Vorausſetzung. Bis zum 1. Oktober
gel=
ten jedoch mildere Uebergangsbeſtimmungen, die die
Zu=
laſſung zur Meiſterprüfung nicht von der
Gehilfinnen=
prüfung und der vorgeſchriebenen Lehrzeit abhängig
machen. Verlangt wird nur, daß die Prüflinge überhaupt
8 Jahre eine Gehilfinnen= oder ſelbſtändige Tätigkeit
aus=
geübt haben und die Zurücklegung einer Lehrzeit
nach=
weiſen können. Für alle weiblichen Gewerbetreibenden
in leitender Stellung, die auch für die Folge die
Ausbil=
dung von Lehrlingen betreiben wollen, obige ſtrengen
An=
forderungen aber nicht zu erfüllen vermögen, iſt es daher
von größter Bedeutung, vor dem 1. Oktober die
Meiſter=
prüfung zu beſtehen. Man erſieht hieraus, wie tief dieſe
Beſtimmungen in unſer gewerbliches Leben eingreifen.
Sie ſind zwar vom Geſetzgeber nur für eigentliche
Hand=
werker gedacht geweſen, man verſucht ſie aber auch auf
den Handel auszudehnen, der ſolche Werkſtätten nebenbei
unterhält. Dieſer unterſcheidet ſich aber weſentlich vom
Handwerk. Denn Handwerker iſt nur derjenige
Betriebs=
inhaber, der ſich an dem techniſchen Hergang der
Waren=
erzeugung beteiligt, ſei es durch Mitarbeit, ſei es
wenig=
ſtens durch Leitung und Aufſichtsführung. Betreibt er
nebenbei ein Handelsgewerbe, ſo bleibt er
Handwer=
ker; liegt es umgekehrt, unterhält ein Kaufmann nebenbei
Werkſtätten oder Arbeitsſtuben, ſo wird er dadurch nicht
Handwerker; er wird es höchſtens nur dann, wenn er dieſe
Werkſtätten oder Arbeitsſtuben ſelbſt leitet und
beaufſich=
tigt. Iſt das jedoch nicht der Fall, ſo dürfen Kaufleute
den Handwerker=Beſtimmungen der Gewerbeordnung und
den Handwerkskammern nicht unterſtellt und zu den
Zwangsinnungen nicht herangezogen werden.
Literariſches.
— Der Weggefährte. Jahrbuch für 1913.
Herausgegeben von H. Corray, Verlag von Edward
Er=
win Meyer, Leipzig, Aarau, Wien. Preis broſch. 2,80 Mk.,
geb. 3,30 Mk. Dem Wunſche, den der Verfaſſer am Schluß
ſeines Geleitwortes ſtellt, möge der Weggefährte viele
Freunde finden, können wir von Herzen beipflichten.
Cor=
ray hat in dem wunderhübſch ausgeſtatteten Buch den
großen Toten des Jahres, einigen Jubilaren und
Män=
nern, „deren wir aus irgend einer Veranlaſſung
geden=
ken” einen Ehrenplatz angewieſen. Von beſonderem
Wert dürfte der forgſam bearbeitete literariſche Ratgeber
ſein. Die Kunſtdeilagen, in denen die Schweizer Künſtler
vorherrſchen, zeigen durchweg freie Kunſt. Das Buch
bietet Anregung in Hülle und Fülle.
Hans Hoffmann: Die Teufelsmauer
und andere Erzählungen. Mit einer Einleitung
von Profeſſor Dr. Karl Schuddekopf, einem Bild des
Ver=
faſſers und Zeichnungen von Theodor Herrmann. „
Haus=
bücherei” Band 45. Verlag der Deutſchen Dichter=
Ge=
dächtnis=Stiftung in Hamburg=Großborſtel. 142 Seiten.
Preis geb. 1 Mk. Ein deutſcher Träumer und echter
Hu=
moriſt, ein Dichter von ſeltener Phantaſie war der vor 4
Jahren verſtorbene, aus Pommern gebürtige Hans
Hoff=
mann, aus deſſen Werken in dieſem Sammelbande einige
der beſten Erzählungen herausgegriffen ſind. Allen
ge=
meinſam iſt der behagliche Optimismus voll anmutiger
Feinheiten, Es iſt mit Dank zu begrüßen, daß dieſe
ent=
zückenden Novellen, die zum Teil aus dem Nachlaß des
Dichters ſtammen, der Vergeſſenheit entriſſen worden
ſind.
Lebensweisheit. Eine Deutung unſeres
Daſeins in Ausſprüchen führender Geiſter von Bruno
Wille. Deutſches Verlagshaus Bong & Co., Berlin
Das Buch enthält außer einer klaren und tiefſinnigen
Ein=
leitung eine überreiche Zahl von Sprüchen, Aphorismen,
Verſen uſw., die aus der ganzen Weltliteratur und aus
allen Zeiten zuſammengetragen und mit der ordnenden
Hand des Künſtlers zu Gruppen vereinigt ſind. Der
Vor=
zug einer dem Inhalt angepaßten originellen und
künſt=
leriſch vollendeten Ausſtattung, der ſchon der erſten
Ver=
öffentlichung nachgerühmt wurde, bildet auch den Reiz
dieſes neuen Buches.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 5. Aug. Die Nordd. Allg. Ztg. meldet:
Staatsſekretär von Jagow verließ Berlin zu einem
kurzen Urlaub.
* Berlin, 5. Aug. Die Jacht „Hohenzollern”
meldet durch Funkſpruch von 11 Uhr vormittags: Nach
einigen kurzen Schwankungen trat geſtern abend ruhige
Fahrt ein, die bis zum Augenblick anhält. Es herrſcht
klares, kühles Wetter. Die Herren, die an der
Nordland=
reiſe teilnahmen, mit Ausnahme des Generals der
In=
fanterie von Moltke, verlaſſen die „Hohenzollern” vor
Swinemünde morgen, Mittwoch, den 6. Auguſt, um 3 Uhr
20 Minuten nachmittags.
* Nürnberg, 5. Aug. Heute vormittag begann
kurz nach 10 Uhr im Alten Rathausſaale die 44.
All=
gemeine Verſammlung der Deutſchen An=
Die
Eröff=
thropologiſchen Geſellſchaft.
nungsrede des Vorſitzenden Profeſſor von Luſchau=
Berlin behandelte die Geſchichte und die Aufgaben der
Geſellſchaft. Eine Reihe von Ehrenmitgliedern wurde
ernannt, darunter u. a. die in der Sitzung anweſende
Prinzeſſin Thereſe von Bayern und Fürſt Albert von
Monaco, außerdem eine Anzahl von korreſpondierenden
Mitgliedern aus allen Kulturſtaaten. Nach zahlreichen
Begrüßungsanſprachen folgte die erſte wiſſenſchaftliche
Sitzung.
* Zeitz, 5. Aug. Geſtern abend wurde der 10
jäh=
rige Sohn des Arbeiters Mehlig in der Nähe des
Volksparks erdroſſelt. Der Mörder, der bei der Tat
überraſcht wurde, ſprang bei der Verfolgung in die Elſter,
ſchamm an das andere Ufer und entkam unerkannt.
* Kriſtiania, 5. Aug. Von Kapitän Staxrud
der die norwegiſche Hilfsexpedition leitet, iſt im
Mini=
ſterium des Aeußern folgendes Telegramm eingelaufen:
Bin unterwegs nach dem Inlande, von der Williamsinſel
nach Green Harbour. Von Schröder=Stranz
keine Spur.
* Mailand, 5. Aug. Der zweite Tag des
Ge=
neralſtreiks verläuft ſehr ruhig. Etwa 30
Straßen=
bahnwagen halten den Verkehr mit dem Bahnhof aufrecht.
Auch die Gasarbeiter haben die Arbeit niedergelegt.
Ein Zwiſchenfall iſt bisher nicht eingetreten. Die Obſt=
und Gemüſeverkäufer ſind gleichfalls in den Ausſtand
ge=
treten, weil ſie mit der Gemeindevertretung in
Streitig=
keiten geraten waren.
* Barcelona, 5. Aug. Nach amtlichen Angaben
betrug geſtern abend die Zahl der Ausſtändigen
in Barcelona 23263, an den übrigen Orten 21074
Es herrſchte vollſtändige Ruhe.
* London, 5. Aug. Von den beiden vermißter
Unterſeebooten iſt eine Meldung eingetroffen.
* Täbris, 5. Aug. (Reuter=Bureau.) An der
türkiſch=
perſiſchen Grenze, auf dem Gebiete, das jüngſt von den
Türken geräumt wurde, kam es zwiſchen Kurden
und Ruſſen zu einem Zuſammenſtoß. Ein ruſ
ſiſcher Offizier wurde getötet. Wie gemeldet wird; flohen
fünf Kurdenſtämme auf türkiſches Gebiet.
— Berlin, 5. Aug. Heute früh wurden im Grunewald
die beiden Leichen der Inhaber der Firma
Birk=
hahn mit Revolverſchüſſen tot aufgefunden. Als
Grund zu der Tat geben ſie in einem Schreiben ſchlechten
Geſchäftsgang an. Ihre Frauen, mit denen ſie in
glück=
lichſter Ehe lebten, weilen in der Sömmerfriſche.
HB. Frankfurt a. M., 5. Aug. In der letzten Zeit
wurden hier viele falſche Fünfmarkſtücke
be=
chlagnahmt. Die Stücke tragen das Bildnis Kaiſer
Wilhelms II. und die Jahreszahl 1907 oder 1908, ſind ſehr
leicht und klanglos. Sie ſind aus Blei und Zinn
ange=
fertigt und leicht verſilbert. — Die Kriminalpolizei ver
haftete neuerdings zwei Buchmacher und drei
Schlepper und beſchlagnahmte 900 Mark Wettgelder.
HB. Ludwigshafen, 5. Aug. Geſtern nachmittag wurde
der frühere Fabrikarbeiter Bruſt von Ludwigshafen am
Rhein, der als Straßenräuber geſucht wurde,
verhaf=
tet. Bruſt machte bekanntlich vor einigen Tagen einen
Raubanfall auf zwei Fuhrleute in der Nähe von
Heidel=
berg, von denen er ſich die Erlaubnis erbat, auf ihrem
Wagen mitfahren zu dürfen. Auf der Fahrt gab er dann
fünf Revolverſchüſſe auf die Fuhrleute ab, um ſie zu
be=
rauben.
Friedenau, 5. Aug. Zu der
Revolverſchieße=
rei im Bahnhofstunnel wird jetzt gemeldet, daß
der DiplomIngenieur Soder von Friedenau mit einer
Dame nach Wannſee gefahren war, wo ſie am Strande
mit einem Teſchin nach der Scheibe ſchoſſen. Das Gewehr
wurde in einem Futteral mitgenommen. Loder behauptet
nun, das Gewehr entladen zu haben. Durch einen Zufall
entlud ſich die Waffe. Es liegt alſo ein unglücklicher
Zufall vor.
HB Köln, 5. Aug. In der Nähe der Stadt ſind in
den letzten Tagen von Schulknaben Attentate
auf Eiſenbahnzüge verſucht worden. Es wurde
mehrfach beobachtet, daß an den Gleiſen die Schrauben
und Laſchen gelockert waren, wodurch die Züge in große
Gefahr gerieten. Bahnbeamte entdeckten, daß eine
An=
zahl ſchulpflichtiger Knaben mit Schraubenſchlüſſeln die
Lockerung der Schrauben und Laſchen vornahm. Die
Miſſetäter wurden verfolgt, entkamen jedoch. Die
Krimi=
nalpolizei hat die Angelegenheit in die Hand genommen
HB Danzig, 5. Aug. Die ſeit dem 1. Auguſt zur
Leib=
huſaren=Brigade verſetzten Söhne des Prinzen Friedrich
Leopold von Preußen ſcheinen in Danzig wenig Glück zu
haben. Vor einigen Tagen zog ſich bekanntlich Prinz
Friedrich Sigismund bei einem Sturz mit dem Pferde
einen Beinbruch zu. und heute hatte Prinz Friedrich
Karl mit ſeinem Automobil Unglück. Das vom
Chauffeur geſteuerte Auto, in dem der Prinz ſaß, fuhr in
ſchnellem Tempo durch Langfuhr und überfuhr in der
Nähe der Villa des Kommerzienrats Plaſchke den ſechzig=
Jahre alten Stadtrat Oeſtreich, der die Straße
paſ=
ſieren wollte. Da Stadtrat Oeſtreich kurzſichtia und
ſchwer=
hörig iſt. gewahrte er das herannahende Auto nicht. Dem
Chauffeur war es nicht mehr möglich, den Wagen
recht=
zeitig zum Stehen zu bringen. Der Stadtrat wurde
um=
geriſſen und überfahren. Er blutete aus verſchiedenen
Wunden. Prinz Friedrich Karl nahm den Verletzten in
ſein Auto und brachte ihn ins ſtädtiſche Krankenhaus. Der
Stadtrat ſoll ſo ſchwere Verletzungen erlitten haben, daß
er kaum mit dem Leben davonkommen dürfte. Erſt vor
einiger Zeit wurde durch einen Unfall eines Sohnes des
Prinzen Friedrich Leopold ein Soldat in der Nähe von
Nowawes totgefahren
— Seehauſen, 5. Aug. Im Altmärkiſchen Eiſenwerk
brach durch die Exploſion eines Benzinmotors
Groß=
feuer aus, das binnen kurzem das ganze Eiſenwerk
vollſtändig einäſcherte; nur das Wohnhaus wurde
ge=
rettet.
HB. Innsbruck, 5. Aug. Im Poſthotel an dem
Brennerpaß entſtand durch Exploſion im Keller
Feuer. Unter den Hotelgäſten brach eine Panik aus,
und die Feuerwehr mußte mehrere Damen über Leitern
aus dem Hotel bringen. Die Poſtmeiſterin erlitt
erheb=
liche Brandwunden.
Briefkaſten.
O. W. 5. Wir halten im vorliegenden Fall den
Tatbeſtand der Beleidigung gegeben.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
etzt iſt die richtige Zeit, Säuglingen ſtatt der im
Sommer gefahrbringenden Kuhmilch das erprobte
und ſeit 50 Jahren ſtets bewährte Neſtle’ſche Kindermehl
zu reichen. Dasſelbe hat den Vorzug, niemals
Verdau=
ungsſtörungen zu verurſachen, dagegen aber bereits
be=
ſtehende Magenbeſchwerden ſofort zu beſeitigen. Die von
einem berühmten Kinderarzte verfaßte Broſchüre über die
Ernährung und Pflege des Kindes verſendet auf Wunſch
gratis und franko unter Beifügung einer Probedoſe:
Neſtle’s Kindermehl, G. m. b. H., Berlin W. 57. I16588
Verlobten
die ihr künftiges Heim gediegen,
ge-
schmackvoll und modern einrichten
wollen, wird eine Besichtigung meiner
feinbürgerlichen
Wohnungseinrichtungen
empfohlen. — Meine Möbel zeichnen
sich aus durch künstlerische
Formen-
schönheit, grundgediegene Qualität u.
infolge niedrigsterGeschäftsspesen durch
besondere Preiswürdigkeit.
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Während der Reiſezeit
ſenden wir auf Verlangen unſeren verehrlichen
Abonnenten das
„Darmſtädter
Tagblatt=
nach allen Orten des Deutſchen Reiches und des
Auslandes. Die Nachſendung kann überallhin
durch Kreuzband erfolgen. Poſtüberweiſungen
ſind nur im Deutſchen Reiche zuläſſig und
empfehlen ſich dann, wenn der Aufenthalt an
einem Platze länger als 3 Wochen dauert und
zu Anfang eines Monats beginnt.
Die tägliche Zuſendung durch Krenzband
koſtet innerhalb Deutſchland und Oeſterreich=
Ungarn pro Woche 40 Pf., ins Ausland pro
Woche 80 Pf. Porto.
Die Ueberweiſungsgebühr beträgt pro
Monat 26 Pf.; die Zuſtellungsgebühr im
Be=
trage von 14 Pf. pro Monat hat der
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empfänger dem Beſtellpoſtamte direkt zu erſtatten
bzw. werden von dem betreffenden Briefträger
ſtillſchweigend kaſſiert. Für jeden angefangenen
Monat iſt die Ueberweiſungs= und
Zuſtellungs=
gebühr voll zu entrichten. Anträge auf
Ueber=
weiſung erbitten wir uns
einige Tage vor der Abreiſe
unter genauer Angabe der Adreſſe, weil dadurch
Unterbrechungen im Abonnement vermieden
bleiben.
Poſtabonnenten unſeres Blattes müſſen
die Ueberweiſung bei ihrem zuſtändigen
Poſt=
amte beantragen.
Darmstädter Tagblatt.
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Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß geſtern nachmittag ½3 Uhr
(16561
unſer lieber Vater, Großvater, Schwiegervater, Schwager, Onkel und Bruder
Christoph Benz, Werkführer
nach kurzem Leiden ſanft verſchieden iſt.
Wixhauſen, den 4. Auguſt 1913.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 6. Auguſt, nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehauſe aus, ſtatt.
Dankſagung.
Für das liebevolle Gedenken an unſere teure
entſchlafene Gattin und Mutter und für die uns
in ſo reichem Maße bewieſene herzliche Teilnahme
ſagen wir tiefgefühlteſten Dank; insbeſondere dem
Herrn Pfarraſſiſtenten Adolph für die troſtvollen
Worte, dem Schaffner= und Schaffneranwärter=
Verein, Ortsgruppe Darmſtadt, für die ſchöne
Kranzſpende, ſowie allen Beamten und Arbeitern.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Gustav Neumann, Schaffner,
und Kinder.
Darmſtadt, den 4. Auguſt 1913. (B16596
Patentſchriften=Auslegeſtelle in der
Ge=
werbe=Bibliothek, Neckarſtraße 3. Zeit der Benutzung:
an allen Wochentagen von 10—12½ und 3—5½ Uhr
(Samstag mittag ausgenommen).
Ständige Rettungswache der Sanitätskolonne.
Telephonruf Nr. 1707.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Antonina” 2. Aug. von Tampico nach
Neworleans. „Barcelona” nach Quebec und Montreal,
2. Aug. 3 Uhr 15 Min. nachm. in Rotterdam. „Kaiſerin
Auguſte Victoria” 2. Aug. 10 Uhr 30 Min. morgens
von Neu=York über Cherbourg und Southampton nach
Hamburg. „Wittekind” von Kanada kommend, 3. Aug.
1 Uhr morgens in Hamburg. — Südamerika, Weſtküſte
Amerikas: „Badenia” 2. Aug. 3 Uhr nachm. in Buenos
Aires. „Karthago” 1. Aug. 11 Uhr abends in
Pernam=
buco, ausgehend. „König Friedrich Auauſt” nach dem
La Plata, 3. Aug. 2 Uhr nachm. in Liſſabon. „König
Wilhelm II.”, von dem La Plata kommend, 1. Aug. 9 Uhr
30 Min. abends Fernando Noronha paſſiert. „Silvia‟
nach dem La Plata, 3. Aug. 2 Uhr morgens in Vliſſingen.
Verſchiedene Fahrten: „Fürſt Bismarck” fünfte
Nord=
landfahrt, 3. Aug. morgens in Merok. „Kronprinzeſſin
Cecilie‟, Aerzteſtudienfahrt, 3. Aug. 5 Uhr 30 Min. nachm.
in Helgoland. Vergnügungsdampfer „Meteor” ſiebente
Nordlandfahrt, 2. Aug. 3 Uhr 10 Min. Cuxhaven
paſſiert. „Ninive” nach Perſien, 3. Aug. von Djibouti.
„Numantia” nach Perſien, 3. Aug. 3 Uhr nachm. morgens in
Antwerpen. „Piſa” von Antwerpen kommend, 4. Aug.
1 Uhr 30 Min. morgens in Hamburg.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das nordöſtliche Tiefdruckgebiet hat ſich weiter
ſüd=
wärts ausgebreitet, während das Hochdruckgebiet
zurück=
gewichen iſt. Wir haben daher infolge nördlicher Winde
kühles, wolkiges Wetter. An der Grenze zwiſchen hohem
und tiefem Druck haben wir mit Randwirbeln zu rechnen
und wolkiges, kühles Wetter mit geringen Niederſchlägen
zu erwarten.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 6. Aug.:
Wolkig, zeitweiſe geringe Regen, kühl, nördliche Winde.
Tageskalender.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 und 8 Uhr. — Bürger=
Heſſiſcher Hof um 8 Uhr. — Brauerei
keller um 8 Uhr.
Fay.
Bilder vom Tage (Auslage in unſerer Expedition,
Rheinſtraße 23): Berlin aus der Vogelſchau, das
Reichs=
tagsgebäude und der Königsplatz mit der Siegesſäule,
Blick auf die Straße Unter den Linden (aufgenommen
aus dem Zeppelinluftſchiff „Hanſa”); zu den
Friedens=
verhandlungen der Balkanſtaaten in Bukareſt; Feier
des Reichsfeuerwehrverbandes am Völkerſchlachtdenkmal
in Leipzig; von der Eiſenbahnkataſtrophe auf Jütland.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 7. Auguſt.
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täglich von 6½ Uhr morgens bis 7½ Uhr abends mit
Ausnahme des Sonntags.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuikleton,
Reich und Auskand: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Haus Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktiön des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
zurückgeſandt.
Währ. meiner Abweſenheit
werden die Herren:
S.=R. Dr. Barthel, Frankfurterſtr. 16,
S.=R. Dr. Birnbaum, Georgenſtr. 8,
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waren die Drüſen im Januar wieder
ſtark angeſchwollen. Auf ärztl.
Rat trank ich Altbuchhorster
Mark-Sprudel Starkquelle
(Jod=Eiſen=Mangan=
Kochſalz=
quelle). Der Erfolg war
über=
raſchend. Schon nach 6 Fl. waren
die Drüſen zu meiner größten
Freude völlig zurückgegangen. Ich
werde den Markſprudel immer
trinken er ſchmeckt prachtvoll, wirkt
appetitanregend,
verdauungför=
dernd und blutverbeſſernd und
be=
kommt mir viel beſſer als Lebertran,
den ich früher trank. H. G.‟ Aerztl.
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3 do. do. (unk. 1918) 96,70
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3½
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do.
3
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4 Württemberg unk. 1921 97,20
do. v. 1875 94,00
3½
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100,00
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4 do. Goldrente . . . 90,50
4 do. einheitl. Rente 81,40
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3 do. unif. Ser. III 64,75
3 do. Spezial . . . . 9,90
5 Rumänier v. 1903 . . 99,30
4 do. v. 1890 . . 93,70
4 do.
v. 1905 . . 87,50
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 88,00
do. v. 1902 . . . . 89,75
½ do. v. 1905 . . . . 99,60
3½) Schweden . . . .
4 Serbier amort. v. 1895 —
4 Türk. Admin. v. 1903 77,00
4 Türk. unifiz. v. 1953
4 Ungar. Goldrente .
84,10
4 do. Staatsrente. . . 81,051
InProt.
Zf.
5 Argentinier . . . . . . 98,80
do.
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4½ Chile Gold=Anleihe .
a
5 Chineſ. Staatsanleihe. 97,75
4½
91,10
do.
41
Japaner ..
91,60
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49,50
do.
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11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 143,40
10 Gelſenkirchener . . . . 181,25
9 Harpener . . . . . . . 190,00
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 252,75
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro.
6 Laurahütte . . . . . . 167,50
10 Kaliwerke Aſchersleben 140,00
Weſteregeln 186,00
13
7½ South Weſt Africa 113½
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 87,50
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . —
4 Franz=Jofefs=Bahn . . —
73,00
3 Prag=Duxer . . . .
5 Oeſterr. Staatsbahn . 100,90
4 Oeſterr. Staatsbahn . 86,80
75,10
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 96,30
da=
Inpro,
81.
2‟ Oeſt. Sübb. (Lomb.) 51,80
74,30
3 Raab=Oedenburg ..
4 Kronprinz Rudolfbahn 87,30
84,40
4 Ruſſ Südweſt. . . . .
4½ Moskau=Kaſan . . . 93,10
4
84,30
do.
4 Wladichawchas .. .
4 Rjäſan Koslow . . . . 85,30
3 Portugieſ. Eiſenb. .. 74,50
4½
85,00
do.
. 68,50
2¼ Livorneſer
3 Salonique=Monaſtie 60,80
78,80
4 Baadadbahn . . . .
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 91,30
4 Miſſouri=Paciſic. . .
4 Northern=Paciſie . . . 95,20
4 Southern=Pacific . . . 90,50
5 St. Louis und San
Francisce. . . . . —
-
5 Tehuantepee . . . . . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich
7½ Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . .
143,80
9½ Berlin. Handelsgef. .159,30
6½ Darmſtädter Bank . 114,20
12½ Deutſche Bank
245,00
6 Deutſche Vereinsbank 114,80
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 112,20
10 Diskonto=Kommandit 182,50
8½ Dresdener Bank
149,20
10 Frankf. Hypoth.=B. 205,70
6½ Mitteld. Kreditbank 113,25
7 Nationalb. für Deutſchl. 114,30
7 Pfälziſche Bank. . . . 122,90
6,95 Reichsbank . . . . . 132,00
7 Rhein. Kreditbank. . .127,25
5 A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 108,00
7½ Wiener Bankverein . 129,20
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17. . . 34.92
8.
Zuprot
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19. . . . . . . 85,30
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S.15—19, 21—26 93,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,00
31
84,00
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,40
3½
84,40
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
96,80
S. 12, 13, 16 . .
S. 14, 15, 17, 24/26
96,80
18—23 . . . . . . . . .
3½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 84,40
S. 3—5 . . . . . . . . 84,20
S. 9—11
. . . . . . 84,30
4 Meininger Hyp.=Bank 95,50
3½
84,40
do.
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) 94,60
3½ do. (unk. 1914)
83,20
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,60
3½
do.
84,80
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . .
94,60
3½
do.
4 Frankfurt. . . . . . . 96,50
3½
96,00
do.
4 Gießen . . . . . . . . —
-
3½
do.
4 Heidelberg . . . . . . 93,80
31
84,00
do.
4 Karlsruhe . . . . . . 95,00
do.
85,00
-
Magdeburg. . . . . .
31
.
Mainz . . . . . . ..
3½
do.
84,60
4 Mannheim . . . . . .
31
89,00
do.
München
94,70
3½ Nauheim
Nürnberg. . . . . . . 98,00
do.
31
84,00
1 Oſſenbach. .
Zf.
In ßtrag.
3½ Offenbach . . . . . . —
4 Wiesbaden . . . . . . 96,50
87,60
31
do.
94,00
Worms. . . . .
85,00
3½
do.
-
4 Liſſaboner v. 1886 .
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . Tlr. 100 184,00
3½ Cöln=Mindner 100 135,25
3 Holl. Komm. . fl. 100 —
3 Madrider . . Fs. 100 —
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 135,20
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 180,50
3 Oldenburger . . . . . . 125,00
2½ Raab=Grazer fl. 150 110,50
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
fl. 7 34,40
Augsburger. . .
Braunſchweiger Tlr. 20 195,00
Freiburger . . . . Fs.15
Mailänder . . . . Fs.45. —
do. . . . . Fs.10 34,50
Meininger . . . . . fl. 7 34,10
Oeſterreicherv. 1864fl. 100
do. v. 1858fl. 100 502,00
Ungar. Staats fl.100 —
Venediger . . . . Fs. 30 65,10
Türkiſche . . Fs. 400 158,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,42
20 Franks=Stücke . . . . 16,22
Amerikaniſche Noten . . . 4,19½
Engliſche Noten . . . . . 20,45
Franzöſiſche Noten. . . . 81,05
Holländiſche Noten. . . . 168,35
Italieniſche Noten. . . . 79,00
Oeſterr.=Unsarlſch: Noter . 84,50
Ruſſiſche Roien . . ..
Schmeizer Rhiz: . . . . 81,05
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Frankenſteinſtraße 40, I. (*4897
181. Mädchen ſucht Beſchäftigung
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erfr. Karlſtr. 58, II., r., Htb. (*4912
Jg. Frau, Wtw., welche i. Aendern
lange Jahre beſchäftigt war, ſucht
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Liebfrauenſtraße 100, pt. (*4607sm
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Waſch=u. Putzfrau nimmt noch
unden an Näh. Exped. (*4928
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Hausmädch., jüng. Landm., Kind., i. d. Pflege durcha. erf.,
Wirtſchafterin perf. i. Koch., f.ſ
u. ſpäter. Frau Dingeldein,
gewerbs=
mäßige Stellenvermittlerin,
Eliſa=
bethenſtr. 5. Tel. 531.
(*4965
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Schloßgaſſe 33, II. (*4964
Einf., ord. Perſon, tücht. in all.
Hausarb., ſ. Stelle zur Führ. des
Haushalts. Offert. unter F 95
(*4951md
an die Expedition.
Fräul., w. ſich ſehr gut f. Geſch.
leign. würde, ſucht Stelle tagsüber,
ev. auch zur Mith. i. Haush. Off.
unt. F 94 a. d. Exp. (*4952md
Jg. Frau ſ. Laufd. morg. v. 8
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(*4947
Männlich
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Haus=
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lichen Haushalt (3 Perſonen)
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zwiſchen 1 und 3 nachm. (*4921
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Vermög., Privatier, 47J., 100000 M.
Vermög., beide gemütv. Char. u.
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m. 40—50 000 M. Verm., d. ſichergeſt.
wird; ferner div. Herren beſſ. Be=
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Der Roman eines Kindes und seiner Puppe in zwei Kapiteln.
In der Hauptrolle: Die kleine Maria Fromet, die in
„Menschen unter Menschen” als „Cosette”beispiell. Erfolg erzielte.
Eine glänzende Filmschöpfung.
Italienischer Kunstfilm in höchster Vollendung, betitelt:
Ehre um Ehre
Schauspiel in drei Akten.
Hauptdarstellerin Pina Fabri.
Italienische Tragödin.
Das hohe Lied der Liebe ist hunderte von Jahren alt und
doch in seinen tausendfachen Variationen stets ewig neu.
Liebesfreude und Liebesleid sind zwei Begriffe, die stets
nebeneinander herzulaufen pflegen und das menschliche Leben
häufig so wechselvoll gestalten. Auch unser Sujet illustriert
so trefflich das hohe Lied von der Liebe und erzählt
gleich-
zeitig die Geschichte vom gebrochenen Herzen.
Eine weitere Kunstschöpfung
Liebe und Ehre
ein Liebesroman in zwei Akten.
Die glänzende Photographie, die grosse Aufmachung,
werbunden mit der ausserordentlich tragischen Handlung, geben
diesem hervorragenden Film das Gepräge eines kinematogr.
Schauspieles ersten Ranges.
Gretchen
(16564
spannendes Lebensbild.
Die Liebesgeschichte zweier Menschen, die erst lange
kämpfen müssen, um einander fürs Leben anzugehören,
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rahmt dieses äusserst spannend gehaltene Filmschauspiel.
Burleske Szenen und reizvolle Landschaftsbilder
ergänzen mit der illustrierten Wochenschau den
unübetroffenen ELITE-SPIELPLAN.
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Programm
zu dem am Mittwoch, den
6. Aug., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
d. Großh. Heſſ. Train=Bat. Nr. 18.
1. „Schneidige Reiter” Marſch
nach Motiven der Operette „Die
beiden Huſaren” von Jeſſel.
2. Ouverture zur Oper „Zar und
Zimmermann” von Lortzing.
. Pilgerchor und Lied an den
Abendſtern aus Rich. Wagners
Tannhäuſer” von Burald. 4. „
Ver=
ſchmähte Liebe‟, Walzer v. Lincke.
5. Große Fantaſie aus der Oper
„Der Trompeter von Säkkingen”
von Neßler. 6. Friedrich Franz=
Marſch van Rath.
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Programmwechsel
jeden Mittwoch u. Samstag
In der 1. Abteilung
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von Mittwoch, den 6. Auguſt ab
Täglich großes Konzert
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wozu freundlichſt einladet
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Eintritt frei.
Hessischer HO
Mittwoch, den 6. Auguſt 1913:
Militär-Konzert:
ausgeführt von der Kapelle des Leibgarde-Regiments
Leitung: Obermuſikmeiſter H. Hauske. (16589
Anfang 8 Uhr. — Eintritt mit Programm 15 Pfg.
Ludwisshöhe
Mittwoch, 6. Auguſt 1913, 4 Uhr nachmittags,
u
onzer!
ausgeführt von der Kapelle des Leibgarde=Regiments
unter Leitung des Obermuſikmeiſters H. Hauske.
Im Anſchluß:
Abend-Konzert (Militärmusik)
Turmbeleuchtung
Eintritt 30 Pfg.
Anfang 8 Uhr.
Dutzendkarten à 2 Mk.
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von Friedrich von Schiller.
Aufführung: Jeden Sonntag, vom 25. Mai bis 5. Okt.
ferner am 9. Juli, 15. u. 27. Auguſt auf großartiger
Naturbühne im Walde. Zuſchauerraum mit 3500 Sitz= und
500 Stehplätzen gegen alle Witterungseinflüſſe geſchützt.
Anfang halb 3 Uhr.
Ende halb 7 Uhr.
Preis der Plätze: Stehplatz 50 Pfg., Sitzplatz 1 Mk., 2 Mk.
und 3 Mk. nebſt einigen Logenplätzen zu 5 Mk.
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Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
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mit Portemonnaie und einigen Pfennigen Inhalt, 2 Taſchentücher,
1 Spiegel und Kamm. 1 braune kleine Wagendecke. 1 gelbe Broſche
mit Kinderphotographie. 1 kleines halbrundes Portemonnaie mit
einigen Pfennigen Inhalt. 1 ältere Taſchenuhr. Eine Anzahl
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ſchiedener Schlüſſel. 1 Paar weiße Kinderſtrümpfchen. 1 ſchwarze
Handtaſche mit Taſchentuch und Spiegel. 1 goldenes Armband.
1 ſilbernes Gliederarmband. — Zugeflogen: 1 Kanarienvogel. (16593
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 ſchottiſcher Schäferhund (zugelaufen). Die Hunde können
von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
(16592
tag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
Die Benntzung der ſtädtiſchen Anſchlagſäulen
ſoll neu vergeben werden. Die Bedingungen liegen vom 7. bis
ein=
ſchließlich 16. ds. Mts. auf Zimmer 39 des Stadthauſes,
Rhein=
ſtraße 18, zur Einſicht offen. Bewerber wollen ihre Angebote bis
ſpäteſtens 20. I. Mts., abends, bei mir einreichen und gleichzeitig den
von ihnen für den Anſchlag vorgeſehenen Preistarif vorlegen.
Darmſtadt, den 1. Auguſt 1913.
Der Oberbürgermeiſter
I. V.: Jaeger.
(16577mm
Kraftloserklärung von Pfandſcheinen.
Die Inhaber der angeblich abhanden gekommenen Pfandſcheine
Nr. 1070, 1535, 2752, 16343 und 26577 werden hiermit
aufgefordert, ihre Anſprüche innerhalb 14 Tagen, vom Tage des
Erſcheinens dieſer Bekanntmachung an gerechnet, in unſerem
Geſchäfts=
zimmer — Kirchſtraße Nr. 9 — geltend zu machen, widrigenfalls nach
Ablauf dieſer Friſt gemäß § 30 der Satzung vom 1. Marz 1913,
be=
treffend das ſtädtiſche Leihamt Darmſtadt, die Kraftloserklärung der
Pfandſcheine erfolgen wird.
Darmſtadt, den 4. Auguſt 1913.
(16562
Städtiſche Leihamtsverwaltung.
Paul.
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Dur geſt. Lennintsnahme!
In der Zeit vom 5. bis 31. Auguſt ſchließen die
unter=
zeichneten Papier= und Schreibwarenhandlungen ihre
Ladenge=
ſchäfte um halb 8 Uhr abends.
(16580.
Verband deutſcher Papier= und Schreibwarenhändler,
Ortsgruppe Darmſtadt.
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K. F. Bender
W. Blöcher
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Gg. Hof
L. Jaeger
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13
Anita fühlte ſich unwiderſtehlich zu der jungen Dame
hingezogen, und in ihrer ehrlichen, impulſiven Weiſe zeigte
ſie offen ihr Wohlgefallen an dem Umgang mit der neuen
Schülerin.
Sie hatte nie eine wirkliche Freundin beſeſſen, nicht
einmal in ihrer verſtorbenen Mutter, deren ganze Art
all=
zu verſchieden von ihr war. Der Einfluß der Frau war
überhaupt niemals maßgebend in ihrem Leben geweſen,
ſtets hatten Männerhände ſie geführt und geſtützt,
empor=
gezogen oder erniedrigt. Vom Vater an bis zum Gatten
war ihr alles Gute und alles Schlimme von Männern
ge=
kommen; daher das Leidenſchaftliche, manchmal Schroffe,
Spröde und vielleicht Eigenſinnige ihres Weſens, aber
auch das Starke, Ueberlegene, Ehrliche und Zielbewußte.
Jetzt fand ſie das erſtemal in ihrem Leben eine Frau, die
ihr Vertrauen und Hochachtung einflößte, und zu der ſie
ſich unwiderſtehlich hingezogen fühlte, ein echtes Weib,
rein und ſtark, ſchmiegſam und doch feſt. Und willig
über=
ließ ſich Anita dem Zauber der Freundſchaft. Der
Um=
gang mit einer ſolchen Frau hatte ihr bisher gefehlt, um
das in ihr zur Reife zu bringen, was der Einfluß ſelbſt
des edelſten und am meiſten geliebten Mannes dem
Ge=
müt der Frau nicht zu geben vermag, die ſchöne, holde,
ſanfte Weiblichkeit.
Brigitte war niemals wieder vor dem Bilde
er=
ſchrocken. Ruhig betrat ſie das Muſikzimmer, ſtreifte
flüchtig die Züge des Toten und begab ſich an den
Flügel. Willig und aufmerkſam folgte ſie Anitas
Lei=
tung, aber über ihrem Weſen lag doch ein gewiſſer Zwang.
Sie gab ſich nicht rückhaltlos, wie ſie war. Anita
emp=
fand das, und es beunruhigte ſie. Vielleicht behagte der
neuen Schülerin ihre Unterrichtsmethode, oder am Ende
gar die Perſon der Lehrerin nicht, und als ſie wieder
ein=
mal eine Korrektur an Brigittes Geſang vornehmen
mußte, fügte ſie hinzu:
Sie empfinden mein Verbeſſern gewiß als läſtig,
aber Sie dürfen es mir nicht übel nehmen. Ich gehorche
meiner Pflicht. Wenn Sie von ſelber alles richtig
mach=
ten, brauchten Sie doch nicht zu mir zu kommen, um
ſingen zu lernen.
Brigitte ſah überraſcht zu Anita auf.
Sie können verſichert ſein, daß nie derartige
Empfin=
dungen in mir aufgeſtiegen ſind, Frau von Drewensberg.
Mein Geſicht muß unverantwortlich gelogen haben, wenn
es Ihnen dergleichen geſagt hat.
Ihr Geſicht ſagt mir eben nichts, meinte Anita
lächelnd. Ich wünſchte, es wäre weniger wortkarg.
Jetzt lächelte auch Brigitte. Ich bitte Sie, haben Sie
nur Geduld mit mir. Mein Leben hat mir ſo viele trübe
Erfahrungen und Enttäuſchungen gebracht, daß mein Blut
kühl geworden iſt. Ich kann mich nicht augenblicklich
er=
wärmen, und wenn ich ſchon erwärmt bin, es noch lange
nicht offen zur Schau tragen, aber ich hoffe, Frau von
Drewensberg, wir werden gute Freundinnen werden. Sie
ſtreckte mit einem feſten Blick ihrer ehrlichen, braunen
Augen ihrer Lehrerin die Hand entgegen.
Anita ergriff ſie und hielt ſie feſt. Ich muß Ihnen
noch etwas ſagen, was mir ſchwer wird, auszuſprechen.
Sie kommen zu mir, um ſingen zu lernen, und haben ſicher
den feſten Glauben, eine gute Stimme zu beſitzen. Nun
bin ich aber gezwungen, Ihnen dieſen ſchönen Wahn zu
zerſtören. Ihre Stimme iſt nicht unangenehm, aber viel
zu klein, als daß Sie jemals daran denken könnten, einen
Beruf als Sängerin auszufüllen. Ich weiß nun nicht,
ob ich mit dieſer ſchlimmen aber ehrlichen Erklärung
etwaige Zukunftshoffnungen von Ihnen zerſtöre . . . .
Nein, unterbräch Brigitte ſchnell. Darauf habe ich
längſt verzichtet, wenn auch der Zuſchuß des Einkommens
einer tüchtigen Sängerin meiner Familie recht zuſtatten
käme. Meine Mutter iſt ſchon das zweitemal Witwe, mein
Vater, der Offizier war, ſtarb ſehr jung. Der Stiefvater
beſaß ein verſchuldetes, ſchlecht rentierendes Gut, das den
Reſt des Vermögens meiner Mutter aufzehrte. Als er
ſtarb, blieb meiner Mutter nur eben die karge Rente aus
einer Familienſtiftung, und meinem Bruder und mir
ge=
währen die Zinſen eines kleinen Kapitals einen
Not=
groſchen. Mir genügt das; aber mein Bruder iſt Offi=
Sie wiſſen, was
zier, ein mittelloſer Gacdeleutnant
das bedeutet. — Indeſſen würde mir gerade ſeine
Stel=
lung die öffentliche Ausübung des Sängerinnenberufes
erſchweren oder unmöglich machen.
Anita hob mit einer raſchen Bewegung den Kopf.
Warum, fragte ſie. Dies Vorurteil gegen den
Schau=
ſpielerinnen= oder Sängerinnenberuf iſt doch überwunden.
Ich kenne verſchiedene Bühnengrößen, deren Väter oder
Söhne Offiziere ſind, und die als vollkommen ebenbürtig
in den vornehmſten Kreiſen angeſehen werden.
Und doch, gnädige Frau, hat ſchon mancher Offizier
der eine Schauſpielerin heiratete, den aktiven Dienſt
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in dieſer Moral.
Leider, wie in ſo mancher anderen auch. — In meinem.
Fall ſpricht aber auch noch die Tradition meiner Familie
mit. Die altadlige Sippe würde ſich im Grabe
um=
drehen, wenn eine ihres Geſchlechtes Schauſpielerin
wer=
den wollte.
Oh, Fräulein von Steltz, es gibt auch Bürgerkreiſe,
die es noch immer nicht für eine Ehre halten, eine
Schau=
ſpielerin in ihrer Familie zu haben. Ueber eine ſolche
Engherzigkeit ſetzt ſich ein Menſch von Charakter hinweg.
Ja, gnädige Frau, und mit Recht, wenn neben dem
Charakter auch das nötige große Talent vorhanden iſt.
Das darf überall Geltung und Achtung verlangen. Glimmt
es aber nur als ein ſo beſcheidenes Flämmchen wie bei
mir, womit will es da ſeinen Anſpruch auf einen
voll=
wichtigen Platz begründen? und woher die Waffen
neh=
men, ihn ſich einer Welt von Vorurteilen gegenüber zu
er=
ringen? Es wäre eine Leichtfertigkeit und
Gewiſſenloſig=
keit, lediglich zur Befriedigung eines Ehrgeizes oder aus
materiellen Gründen ein Familienzerwürfnis zu
beſchwören und einen nahen Angehörigen womöglich
aus ſeiner Karriere zu reißen. Die Schweſter eines
Offi=
ziers als untergeordnete Komödiantin an irgend einer
Schmiere — das würde ernſte Konflikte nach ſich ziehen
müſſen. Entweder ſie müßte ihren Namen ablegen, oder
die Verwandtſchaft würde ſie verleugnen.
Anita blätterte haſtig in einem Notenheft, ihre Finger
zitterten. Sie ſprechen eine herbe Wahrheit ſehr ruhig
aus! Ich bin an einem ſolchen Konflikt ſchon faſt zu=
grunde gegangen. Wenn eine kleine unbedeutende
Schau=
ſpielerin ein anſtändiger Menſch iſt, darf ſie von jedermann
Achtung verlangen, und ich kann bis heute noch nicht
be=
greifen, daß perſönliche Achtung und ſoziale Stellung mit
verſchiedenem Maß gemeſſen werden ſollen.
Gnädige Frau, ein einzelner Menſch kann keinen
Ur=
wald von Vorurteilen ausrotten. Es tut mir aufrichtig
leid, daß ich eine ſchmerzende Wunde Ihres Innern
be=
rührt habe, aber ich bin gewöhnt, mich ehrlich mit meiner
Meinung zu bekennen. — Um ein Exempel zu löſen, muß
man mit den gegebenen Faktoren rechnen. Man kann ſich
das Leben bedeutend erleichtern, wenn man ſich mit dem
einrichtet, was es einem bietet, und nicht ſeine Kraft in
furchtloſen Beſtrebungen, es nach ſeinem Sinn ummodeln
zu wollen, vergeudet. — Ich habe das auch an mir ſelber
erfahren, gnädige Frau, darum verzeihen Sie mir, bitte,
die Schulmeiſterei. Und mit einem lieben Lächeln fügte
ſie hinzu: Ich bin ja älter als Sie und habe mich, wie
ich glaube, zur Ruhe auch im Verzichten durchgerungen.
In Ihnen gäct und ſtürmt das Blut noch heiß.
Es wird, fürchte ich, auch nie ruhig werden, ſolange
ich noch ich ſelber bin. Aber wenn ich Ihre Anſicht auch
nicht teile, ſo danke ich Ihnen doch, Fräulein von Steltz.
Ich glaube Ihnen, daß Sie es gut mit mir meinen.
Sie reichten ſich herzlich die Hand, und dann nahm
Fräulein von Steltz das alte Thema wieder auf. Aber
wenn ich auch nicht den Sängerinnenberuf ausüben kann,
muß ich darum auch auf mein Privatvergnügen
verzich=
ten? — Ich liebe Geſang und Muſik über alles und möchte
gern aus meinem Stimmchen machen, ſoviel wie irgend
möglich iſt.
Dazu genügen zwei Geſangſtunden in der Woche aber
auch, beharrte Anita.
Wollen Sie mich denn durchaus nicht alle Tage um
ſich haben, Sie böſe Frau?
Oh, Fräulein von Steltz, Sie wiſſen, daß ich keine
liebere Schülerin habe, als Sie, verſicherte Anita warm,
aber im Innern fragte ſie ſich: Wie räumt ſich das mit
der wenig glänzenden pekuniären Lage ihrer Familie
zu=
ſammen? Ich werde das Honorar auf das denkbar
nied=
rigſte herabſetzen.
Um ſo mehr, ja gerade unangenehm erſtaunt war ſie,
als Brigitte ihr am Letzten des Monats für den Unterricht
von 14 Tagen — ſie war am 15. eingetreten — ein
Hono=
rar von 70 Mark überreichte. 5 Mark für die Stunde.
Das reiche Goldfiſchchen hatte das von Anita zuerſt
bean=
ſpruchte Honorar von 3 Mark ohne Skrupel auf 2 Mark
herabgehandelt, und die in beſchränkten Verhältniſſen
le=
bende Ariſtokratin wollte freiwillig ein ſo hohes Honorar
zohlen?
Ich denke, wir halten es immer ſo, daß ich monatlich
meinen Verpflichtungen nachkomme, meinte Brigitte in
leichter Verlegenheit. Anita fühlte ſich verletzt, ohne ſelber
zu wiſſen, warum.
Wenn ich nicht auf den Broterwerb angewieſen wäre,
würde es mir eine Freude ſein, Ihnen die Stunden frei
zu erteilen, das Zuſammenſein mit Ihnen macht mich
reichlich bezahlt für die geringe Mühe. Aber trotzdem
werde ich nimmermehr eine ſolche Summe von Ihnen
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ten in der letzten Woche gute Fortſchritte gemacht. Es
kamen auch bereits vielfach Proben des neuen Gewächſes
an die Märkte; man wird indes gut tun, mit dem Urteil
füber den Ausfall noch zurückzuhalten, da man es diesmal
mit ſehr unterſchiedlichen Qualitäten zu tun haben ſcheint.
Was den Roggen anlangt, ſo gibt es neben ſchönem,
vol=
lem Korn mit hohem Naturalgewicht anſcheinend auch viel
kleinkörnige Ware, und häufig, beſonders im Weſten, ſollen
die erſten Ablieferungen in bezug auf Trockenheit manches
zu wünſchen übrig laſſen. Bei dem jetzt herrſchenden
ſchö=
nen Wetter hofft man aber, daß die weiteren Zufuhren
beſſere Beſchaffenheit aufweiſen werden. Die Verſpätung
der Ernte bringt es mit ſich, daß die Arbeiten ſich ſehr
zuſammendrängen und daß die Landwirte wenig Zeit
zum Dreſchen finden. So kommt es, daß die Zufuhren ſich
in engen Grenzen halten und greifbare Ware ſich knapp
macht. Die alten Vorräte ſind ziemlich aufgebraucht, und
in Berlin ergab die Beſtandaufnahme Ende Juli ein
La=
ger von nur etwa 1900 Tonnen gegenüber 9000 Tonnen
im Vormonate. Die Mühlen warten überall auf die neue
Ware; aber auch der Export regt ſich, zumal Rußland
in=
folge ungünſtigen Wetters mit Offerten zurückhält, ſo daß
der deutſche Roggen zuletzt konkurrenzfähiger geworden
iſt. Die Käufe der Exporteure erſtreckten ſich nicht nur auf
Deckungen gegen frühere Abſchlüſſe, ſondern auch auf neue
Verpflichtungen für raſche Abladung. Weizen iſt bisher nur
ganz vereinzelt an den Markt gekommen. Soweit ſich
bis=
her überſehen läßt, ſcheinen die Qualitäten gut zu werden
und man wird dann wohl auf Exportabzug rechnen dürfen,
zumal Frankreich auch in dieſer Saiſon auf fremde Hilfe
angewieſen ſein dürfte und ſeine nordafrikaniſchen
Ko=
lonien nicht die erhofften Zufuhren bringen. Auch Italien
wird zur Aufbeſſerung ſeiner teilweiſe unbefriedigenden
Qualitäten fremden Weizen heranziehen müſſen. Eine
ge=
wiſſe Stütze fand die Tendenz in der feſter gewordenen
Haltung Amerikas, ſowie in ruſſiſchen Berichten über
un=
günſtiges Erntewetter. Hafer iſt in alter Ware noch
ge=
nügend vorhanden, doch handelt es ſich dabei meiſt um
geringe Qualitäten. Beſſere Ware iſt knapp und geſucht.
Bezüglich der neuen Ernte gibt man ſich keinen ſonderlichen
Hoffnungen hin, und demgemäß war die Stimmung für
Lieferung überwiegend feſt. Ruſſiſche Futtergerſte war bei
zurückhaltendem Angebot feſt und für vordere Sichten bis
5 Mark höher. Für Mais wirkten die ungünſtigen
Ernte=
ausſichten Amerikas gleichfalls für feſte Haltung und
leb=
hafteres Geſchäft. Es ſtellten ſich die Preiſe für
inländi=
ſches Getreide am letzten Markttage wie folgt:
Weizen
Hafer
Roggen
(—4
165
Königsberg
(*1
(—1
(—
Danzig . . .
164
6
(—
—
165
198 (—
ie
Stettin
-
16.
—1 ) 159 (—
98
Poſen
„ ,
161 (—4
154
(—1)
Breslau . . . 203 (*2
167 (—4 ) 181
204 (—.
Berlin
167 (—3
199 (—
*2 ſ
Magdeburg
(—4
185 (
Halle . .
204 (*1
17
(—2
199 (—
Leipzig
*2
-
— 4
Dresden . . . 204 (—2
1
5 (t4 5
—
Roſtock . . . 196 (*4
(*2 ) 195 (—
Hamburg . . 210 (—
182 (—3
Hannover . . 200 (—3
(—3
(—3 ) 180 (—5
Köln
20
Frankfurt a. M. 207½( —
-
190
Sg,e
(— )
—
Mannheim
217
—2
226
169 (—1
168 (—2
München
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Sept. 202,75
—0,50), Peſt Okt. 193,15 (—0,65), Paris Aug. 227,10
(—0,40), Chicago Sept. 135,80 (- 2,30), Roggen: Berlin
Sept. 168,25 (—0,75), Hafer: Berlin Sept. 166 (*0,75),
Futtergerſte: Südruſſ. frei Hamburg unverzollt ſchwim.
127 (* 4,50), Juli 124 (P3), Herbſt 120,25 (J-2,25),
Mais: La Plata ſchwim. 109 (—) Mark.
Luftfahrt.
sr. Für den Rundflug um die Britiſchen
Inſeln, für den die Daily Mail einen Preis von
100000 Mark ausſetzte, ſind nur vier Meldungen
abgegeben worden. Es wurden folgende Apparate
ge=
mnannt: Cody (Führer Cody), Sopwith (Führer K.), Bed=
ley (Führer T.) und Short (Führer Mac Lean). Das
Rennen iſt für Waſſerflugzeuge beſtimmt und nur für
britiſche Konſtruktionen offen. Jede Maſchine muß außer
dem Piloten einen Paſſagier an Bord haben.
Kontroll=
ſtationen ſind an folgenden Stellen eingerichtet:
Sout=
hampton, Dover, Yarmouth, Scarborough, Montroſent,
Peterhead, Cromarty, Oban, Belfaſt, Dublin, Milford=
Port und Salmouth. An jeder Kontrollſtation müſſen die
Teilnehmer 30 Minuten Aufenthalt nehmen. Dieſe Zeit
wird jedoch nicht gewertet. Im übrigen muß die
Rund=
reiſe in 72 Stunden vollendet ſein. Je fünf Teile des
Motors und des Flugzeuges werden plombiert und je
zwei dieſer Teile müſſen nach Beendigung einer Teilſtrecke
mindeſtens intakt ſein. An jeder Kontrollſtation dürfen
die Konkurrenten Reparaturen ausführen und
Betriebs=
ſtoff aufnehmen. Führer und Paſſagier können während
des Rundfluges wechſeln.
sr. Die Gelſenkirchener Flugwoche brachte
an den beiden letzten Tagen wieder recht intereſſante
Flüge. Im Wettbewerb um den Dauerpreis erzielten am
vorletzten Tage die beſten Leiſtungen: Stoeffler (Aviatik=
Pfeil=Doppeldecker), Weyl (Otto=Doppeldecker), Stiploſchek
(Jeannin=Stahltaube) mit je 2 Stunden 14 Minuten,
Linnekogel (Rumpler=Eindecker) mit 2 Stunden 7 Minuten
und Beck (Condor=Eindecker) mit 1 Stunde 30 Minuten.
Am Sonntag flogen im Dauerwettbewerb mehr als eine
Stunde: Krumſieck (Gotha=Taube) und Stiploſchek je eine
Stunde 51 Minuten, Stoeffler 1 Stunde 48 Minuten,
Linnekogel 1:38100, Beck 1:08:00 und Schlatter (
Deutſch=
land=Doppeldecker) 1102:00. Die Höhenpreiſe gewannen
am Samstag Krumſieck mit 2100 Meter und am letzten
Tage Linnekogel mit 4000 Meter vor Krumſieck 3500,
Stoeffler 3150 und Stiploſchek 3100 Meter. An beiden
Tagen fanden wieder Rennen für Ein= und Zweidecker
ſtatt. Am vorletzten Tage ſiegten in den beiden Eindecker=
Rennen Beck vor Krumſieck bezw. Stiploſchek vor
Linne=
kogel; am zweiten Tage gewannen Linnekogel vor Beck
und Krumſieck vor Stiploſchek. Im Doppeldecker=Rennen
des Schlußtages ſiegte Stoeffler vor Weyl und Schlatter.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Unſtimmigkeiten und Härten im heſſiſchen
Lehrerſtand.
Mit der fortgeſchrittenen Kultur treten die im
Staats=
weſen beſtehenden Mißverhältniſſe und Härten immer
auf=
fälliger in Erſcheinung. Es ergibt ſich deshalb für die
maßgebenden Faktoren die Verpflichtung, für Beſeitigung
vorhandener Unſtimmigkeiten ernſtlich Sorge zu tragen und
unberechtigte Unterſchiede möglichſt auszugleichen. Bei
Gehaltsregelungen hat man daher auch in den
verſchie=
denen deutſchen Staaten die Zahl der Beſoldungsklaſſen
erheblich vermindert und Beamte mit ziemlich gleicher
Ausbildung und Tätigkeit zu einer Kategorie vereinigt.
In Heſſen forderte die Regierungsvorlage zur
Gehalts=
reform für „Beſeitigung von Unſtimmigkeiten und Härten”
236 200 Mark, und dies iſt zu begrüßen, da das Gefühl
unberechtigter Zurückſetzung lähmend auf die Arbeitskraft
wirkt und die Berufsfreudigkeit ertötet. — Beſonders
be=
ſtehen unberechtigte Unterſchiede in der materiellen
Ent=
lohnung auch im Lehrerſtande, und daher wollen wir dem
Wunſche Ausdruck verleihen, daß man bei der
bevorſtehen=
den Beſoldungsreform auch hier Unſtimmigkeiten und
Härten zu beſeitigen ſucht, was durch die letzte Vorlage
nicht geſchah.
In Heſſen haben Lehrer mit gleicher Vorbildung und
gleicher Tätigkeit oft ſehr verſchiedenen Gehalt, obgleich
der Grundſatz, daß gleiche Ausbildung und Tätigkeit
gleiche Entlohnung bedinge, allgemein als berechtigt
an=
erkannt und durchgeführt iſt. Es erhalten hier Lehrer, die
unter ſchwierigeren und unangenehmeren Verhältniſſen
dem Staate ihre Kräfte geopfert haben, einen geringeren
Ruhegehalt als andere, die unter beſſeren und
angeneh=
meren Verhältniſſen wirken durften, und dieſe Unterſchiede
erſtrecken ſich dann auch auf Witwen= und Waiſenbezüge.
— Daß die Arbeit des Lehrers an einer Volksſchule auf
dem Lande weniger wichtig ſei, als die desſelben Lehrers
an einer höheren Lehranſtalt und in der Stadt, wird man
bei richtigem ſozialem Empfinden nicht behaupten, wie
man bei vorurteilsfreier Betrachtung auch nicht ſagen
wird, daß die erfolgreiche Tätigkeit an einer einklaſſigen
Volksſchule geringere Anſtrengung und weniger
pädago=
giſche Tüchtigkeit erfordere, als die an einer höheren
Schule. Die Zurückſetzung der Landlehrer bezw. der
Un=
terſchied im penſionsfähigen Einkommen von Lehrern ein
und derſelben Kategorie wurde durch die Vorlage nicht
beſeitigt, ſondern noch vergrößert, wie auch die in dieſer
Hinſicht beſtehende Kluft zwiſchen Lehrern und Beamten,
denen ſich erſtere mit Rückſicht auf ihre Ausbildung zur
Seite ſtellen können, nicht überbrückt, ſondern erweitert
wurde. Die Beamten werden doppelt, in Gehalt und in
Wohnungsgeldzuſchuß, aufgebeſſert. Der Name tut hier
nichts zu Sache, es kommt nur auf die Höhe der materiellen
Aufbeſſerung an, und dieſe iſt für die Volksſchullehrer
ge=
ringer als für ihre Kollegen an den Staatsanſtalten und
für die Beamten, was leicht aus der Vorlage zu erſehen
ſein dürfte.
Wenn die maßgebenden Faktoren bei der in Heſſen
bevorſtehenden Gehaltsregelung die von der Zweiten
Ständekammer als berechtigt anerkannte Forderung,
Gleichſtellung mit den mittleren Finanzbeamten, bewilligen
würden, wären damit auch die für den Lehrerſtand
be=
ſtehenden Härten und Unſtimmigkeiten beſeitigt und der
berechtigten Mißſtimmung würde zum Segen für Schule
und Staat der Boden entzogen.
M.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt i.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
6 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 28. Juli: Dem Schreinergehilfen
Lud=
wig Heeger, Kleine Bachgaſſe 1, eine T. Marie Eva.
Am 29.: dem Bahnſteigſchaffner Adam Joſeph Knapp,
Feldbergſtraße 32½, eine T. Barbara Anna. Am 28.: dem
Mattenweber Gerhard Heinrich II. von Klein=Zimmern,
hier Lagerhausſtraße 24, eine T. Eliſabeth Dorothea. Am
27.: dem Vizefeldwebel und Zahlmeiſteraſpirant Heinrich
Klein, Waldſtraße 34, ein S. Guſtav Herbert. Am 29.:
dem Former Joh. Gg. Eckert, Feldbergſtraße 99, ein S.
Friedrich Otto. Am 30.: dem Taglöhner Ludwig
Sei=
bel V. von Pfungſtadt, hier Erbacher Straße 25, eine T.
Anna. Am 7. Aug.: dem Malermeiſter Friedrich
Zim=
mermann, Hügelſtraße 75, eine T. Katharina Chriſtina.
Am 31. Juli: dem Bäcker Adolf Katzenberger, Stiftſtraße
50, eine T. Anna Minna. Am 1. Aug.: dem Barbier
Lud=
wig Diemunſch, Mühlſtraße 36, ein S. Eduard. Am
29. Juli: dem Eiſenbahnmagazinverwalter Hch. Momm,
Wendelſtadtſtr. 30, eine T. Maria Margareta Eliſabetha.
Am 2. Aug.: dem Bureauaſſiſtent Ludwig Merkel,
Mol=
lerſtraße 45, ein S. Am 30. Juli: dem Stadtmiſſionar
Johann Hägele, Mühlſtraße 24, ein S. Eugen Samuel.
Am 2. Aug.: dem Schreiner Jakob Darnieder,
Kaup=
ſtraße 5, ein S. Siegfried. Dem Dachdecker Wilh. Eckart,
Pankratiusſtraße 67, ein S. Karl. Am 1.: dem Reviſor
bei der Landesverſicherungsanſtalt Großherzogtum Heſſen
Wilhelm Weimar, Gervinusſtraße 79, eine T. Gertrud
Irmgard. Dem Korreſpondenten Peter Schmidt,
Schu=
knechtſtraße 56, eine T. Edith Marg. Sophie. Dem
Lehm=
former Heinrich Dieſinger, Schloßgartenſtraße 21, eine
T. Charlotte Marg. Am 2.: dem Maurer Phil.
Kann=
ſtädter in Erzhauſen, hier Grafenſtraße 9, eine T. Marg.
Aufgebotene. Am 1. Aug.: Kutſcher Joh. Konrad
Fink, Rhönring 53, und Eliſabetha Heil in Pfungſtadt.
Fabrikarbeiter Heinrich Fiſcher, Schuſtergaſſe 7, und
Dienſtbote Katharina Kreiſel, Soderſtraße 56.
Schutz=
mann Wilhelm Feix hier und Emma Luiſe Berninger
in Wörsdorf. Maurer Konrad Fröhner IV. und
Schnei=
derin Eliſabetha Schäfer, beide in Dieburg. Am 2.:
Schlächtermeiſter Heinrich Wilhelm Martin Joſten und
Chriſt. Juliane Friederike Schmidt, beide in Schleswig.
Am 4.: Maurer Phil. Gärtner I. und Anna Bergmann,
beide in Viernheim. Ingenieur Ernſt Otto Jahnke und
Pauline Eliſabethe Steul, beide in Stettin.
Schuh=
macher Peter Kadel, Wendelſtadtſtraße 11, und Köchin
Eliſabeth Metz, Aliceſtr. 17. Wagenführer und
Schaff=
ner an der elektriſchen Straßenbahn Ludwig Creter,
Heinheimerſtraße 81, und Kinderpflegerin Eva Maria
Eliſabetha Michel in Hanau.
Eheſchließungen. Am 2. Aug.: Fabrikant Ludwig
Böhringer in Lindenfels mit Maria Petry, hier.
Bürgermeiſterei=Kanzliſt Ferdinand Reh mit Dorothea
o Keil, beide hier. Kaufmann Johann Diehl mit
Ver=
käuferin Philippine Heitzenroeder, beide hier.
Hilfs=
arbeiter Jakob Lücker in Arheilgen mit Papierarbeiterin
Eliſabetha Maurer, hier. Buchdrucker Kurt Rühl mit
Schneiderin Maria Sommer, beide hier. Sergeant im
Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23 Ludwig Spahr mit
Margareta Göttmann, beide hier.
Geſtorbene. Am 29. Juli: Fabrikarbeiter M. Keil,
46 Jahre, ev., Mühlſtraße 25. Am 31.: Anna Seibel,
6 Stunden, ev., hier Grafenſtraße 9, T. des Taglöhners
in Pfungſtadt. Gardeunteroffizier i. P. Caſimir Kaiſer,
78 Jahre, ev., Darmſtraße 25. Am 1. Aug. Franziska
Lang geb. Krückenberg, Ehefrau des Schreinermeiſters.
Gutenbergſtraße 12. Anna Dorothea Gräb geb. Hein,
47 Jahre, ev., Ehefrau des Fabrikanten, Heidelbergerſtraße
110. Eliſa Babetta Schulz, 3 Jahre, kath., T. des
Kunſt=
ſchloſſers, Nieder=Ramſtädter Straße 51. Am 2.: Kath.
Steuernagel geb. Lang, 79 Jahre, ev., Witwe des
Fabrik=
arbeiters, Langegaſſe 27. Am 3.: Eliſabetha
Schenkel=
berg geb. Hechler, 37 Jahre, ev., Ehefrau des
Hauptſteuer=
amtsrendanten in Bingen.
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Durch Sonne und Wolkenbruch
im Auto.
A. D. A.=C.=Wagenfahrt 1913.
II.
Mit Paſſau war die Hälfte der ſchönen Tour
zurück=
gelegt. Hatte bis hierher ſich das Wetter gut gehalten —
nach einigen unbedeutenden Regenfällen trafen wir bei
lachendem Sonnenſchein in Paſſau ein, das Mahl wurde
im Freien am maleriſch ſchönen Donau=Ufer
eingenom=
men — ſo begann allgemach der Wunſch der
liebenswürdi=
gen Frankfurterin beim Verlaſſen von Regensburg in
Er=
füllung zu gehen. Unſere Pannen bewirkten, daß wir nicht
mehr der erſte Wagen blieben ſondern der letzte wurden
und auf dieſen Poſten auch mehrfach zurückgeworfen wurden,
ſobald wir uns wieder an die Spitze geſetzt hatten — was
indeſſen keineswegs die fröhliche Laune der Fahrtgenoſſen
beeinträchtigte. Die Schuld wurde der Tatſache
zugeſcho=
ben, daß die ganz neue Maſchine noch nicht eingefahren
war, ſie ſtreikte regelmäßig beim Bergſteigen. Uebrigens
kann der Laie bei ſolchen Gelegenheiten doch intereſſante
Studien machen. Gar zu leicht macht man ſich von
den Autofahrern die Vorſtellung von, ſagen wir,
Protzen”. Von reichen Leuten, die, durch ein Dutzend
Mäntel gegen alle Unbilden der Witterung geſchützt, die
ſchöne Landſchaft durchraſen und nichts hinterlaſſen als
Staub und Geſtank von verbranntem Oel, für die das
Autofahren nichts als bequemes Spazierenfahren iſt, dem
keinerlei Mühen, nur Genüſſe anhaften. Das trifft nur
ſehr bedingt zu und nur auf die wenigen Autobeſitzer, die
Chauffeur und Monteur auf jeder Tour mitnehmen und
die ſchließlich nur „Schönwetter=Autler” ſind. Wer ſeinen
Wagen ſelbſt ſteuert, der muß über ein ſehr erhebliches Maß
von Geiſtesgegenwart verfügen, ſich vor keiner noch ſo
ſchmutzigen Arbeit ſcheuen, und er muß vor allem
ver=
ſtehen, ſich in jeder Situation zurechtzufinden, er „muß
ſich zu helfen wiſſen” und muß erhebliche körperliche
An=
ſtrengungen ertragen können. Wers nicht kann, dem iſt eine
Fahrt wie dieſe die beſte Schule. Wie jeder andere Sport
iſt alſo der Automobilſport und was dazu gehört —
Mo=
torrad, Motorboot uſw. — durchaus geeignet, Körper und
Geiſt zu ſtählen, gegen Strapazen aller Art abzuhärten.
Doch zurück zu unſerer Tour.
Aus Paſſau heraus gehts ziemlich ſteil bergauf und
ein herrliches Panorama breitet ſich oben vor dem Auge
aus. War der Charakter des Bayeriſchen Waldes reicher
an lieblichen Bildern als an ſolchen grandioſer Art, ſo
offenbaren dieſe jetzt die Wunder der Alpenwelt und
er=
ſchließen dem Staunenden ihre Reize. Der Dachſtein wird
ſichtbar, mit ſeinen 3000 Meter Höhe ein gar gewaltiger
Geſelle, das Tannengebirge der Hochkönig, 2938 Meter
hoch, der charakteriſtiſch geformte „hohe Göll” und der
Watzmann, der Hochkalter, Schafberg und wie die
Gigan=
ten alle heißen, die ihre ſchneegekrönten Häupter von den
Wolken küſſen laſſen. Die Zugſpitze bleibt leider den
Blicken verborgen, es iſt zu dunſtig geworden und ein
feiner Regen beginnt niederzugehen. Durch den
vielge=
ſtaltene Bilder beſcherenden Neuburger Wald gehts an
Neuburg vorbei, von deſſen Höhe hoch droben wieder eine
Ruine grüßt und auf guter, an Ausſichten reicher Straße
nach Simbach, dann vorbei an dem intereſſanten
Burg=
hauſen, das überragt wird von der geſchichtsbekannten
Burg mit den gewaltigen Befeſtigungswerken, die
übri=
gens vorzüglich erhalten ſind. Dann wird nach ziemlich
gefährlichem Gefälle Tittmoning paſſiert, ein faſt ganz in
italieniſchem Stil erbautes Städtchen, dann Laufen und
nun gehts merklich hinein ins Gebirge. Mit der Zunahme
der Bergherrlichkeiten nimmt leider auch das ſchlechte
Wetter zu. In Freilaſſing mit dem hohen Staufen
im Hintergrund, dem letzten Ort Bayerns, wird Halt
ge=
macht. Es iſt das eigentliche Etappenziel, da hier die
ziemlich umfangreichen und zeitraubenden
Grenzzollver=
handlungen zu erledigen ſind. Schneidig, aber mit großer
Sachkenntnis und Ruhe, gehen die öſterreichiſchen
Grenz=
beamten vor. Benzin und Oel darf nachgefüllt werden,
dann werden Motorhaube und Benzintank plombiert. Wasin
Reſervebehältern mitgenommen wird, muß verſteuert
werden. Dann Prüfung der internationalen
Perſonal=
ausweiſe, und dann gehts weiter nach Salzburg. Die
7½ Kilometer bis dahin werden nicht gewertet, es iſt
neu=
traler Boden.
In Salzburg haben wir auch den „
Schnürl=
regen‟. Es regnet bei der Ankunft, die leider wegen der
Zollverhandlungen ziemlich ſpät erfolgt, und es regnet
unauſhörlich den ganzen Abend, ſo daß wir die
Herrlich=
keiten dieſer ganz entzückend gelegenen Stadt nur ſehr
beſchränkt beſichtigen können und auf die Beſichtigung der
Umgegend ganz verzichten müſſen. Das ungemein
reich=
haltige Panorama der Stadt wird beherrſcht von der Feſte
Hohenſalzburg, die ſich in der abendlichen Luft in all der
Lieblichkeit hier unten überaus impoſant ausnimmt.
Die Automobile werden auf dem Kaſernenhofe eines
öſterreichiſchen Infanterie=Regiments aufgeſtellt In
ge=
radezu vorbildlicher Weiſe iſt Einfahrt und Aufſtellung
geregelt. Für jeden Wagen iſt ein Rechteck auf dem
Bo=
den mit weißer Farbe gezeichnet und mit Nummer
ver=
ſehen. Und die firen Infanteriſten, faſt durchweg Böhmen
und Tſchechen, die „nir deitſch” verſtehen, erleichtern die
Aufſtellung noch dadurch daß ſie bei jedem ankommenden
Auto ſich auf deſſen Nummer am Boden ſtellen und
winken. In Salzburg war Begrüßungsabend, an dem
zahlreiche öſterreichiſche Offiziere teilnahmen.
Es regnet die Nacht hindurch, und es regnet leider
auch am nächſten Morgen, der erſt ſo recht hineinführte in
die von Wundern erfüllte Bergwelt, die der dritte Tag
der Fahrt erſchloß:
Salzburg-St. Johann i. P.-Mitterſill-
Paß=Thurn- Kitzebühel-Kufſtein-
München.
Durch die öſterreichiſchen Kronländer wird links
ge=
fahren und ausgewichen und rechts überholt, was
man=
chem Autolenker gegen den Strich geht, manchen Haufen
Schotterſteine mitnehmen heiſcht und manch kernig
Don=
nerwetter den Lippen entlockt. Aber ſchließlich gewöhnt
man ſich an alles, ſogar an die unter aller Kanone
ſchlech=
ten Straßen in Oeſterreich, die aufgeweicht ſind wie grüne
Seife, ſo daß der Hinterwagen aus dem Schleudern nicht
herauskommt, und man gewöhnt ſich ſchließlich auch an
das fortgeſetzte Erſuchen des Wagenlenkers, der ſich
übri=
gens längſt daran gewöhnt hat, nur noch im Kommando=
mit ſeinen Wagennſaſſn 19 43g
ſehen, ob die hinteren Pneus noch Luft genug haben, da
der Wagen doch gar zu ſehr ſchleudert. Es fährt ſich halt
doch ungemütlich auf „grüner Seife‟. Und ungemütlich
iſt’s auch, wenn der Regen ſo ins Geſicht klatſcht. Der
Schnürlregen iſt’s nicht mehr, es ſind hübſche, ſchwere
Tropfen, denen die Eigengeſchwindigkeit zwiſchen 40—60
Kilometern ſo angenehm entgegenkommt, daß jeder
Tropfen wie ein Schlag empfunden wird und die
unge=
ſchützte Geſichtshaut aufzuſpringen beginnt und die am
wenigſten geſchützte Naſe allmählich die bläulich=dunkle
Röte angenommen hat, die ihrem Träger auf weiter
Ent=
fernung voranleuchtet und als beſonders innigen Freund
und Liebhaber guten alten Rheinweines — verleumdet.
Dieſen Regen, der ſich im Laufe des Tages dreimal zum
Wolkenbruch auswuchs, hält auch kein Gummimantel ab.
Mit ſchmerzlichem Bedauern muſtere ich mein Autodreß,
deſſen ſtolze Zier der funkelnagelneue „Imprägnierte” echt
engliſchen Fabrikats war, der ſo waſſerdicht war, daß ich
nur dreimal an dieſem einen Tage bis auf die Knochen
naß wurde. Wie ſchaut er aus! Ein, wenn auch
ſchwa=
cher, ſo doch immerhin ein Troſt iſt es, daß es anderen
nicht beſſer geht, höchſtens noch ſchlechter. Denn da wir
wieder an der Spitze fuhren, blieben wir wenigſtens vor
den dreckſpendenden voranſpritzenden Wagen geſchützt. Doch
zurück zur Fahrt ſelbſt.
Wir hatten — die Oberleitung darf das ja — für den
dritten Tag unſeren Wagen mit Guſtav Freyſes
älte=
rem, aber ganz vorzüglich laufenden Hanſawagen
ver=
tauſcht und blieben vor Pannen bewahrt. Der an Witzen
noch immer unerſchöpfliche „Conti”=Vertreter
Holtz=
heuer hatte es vorgezogen, per Bahn nach München zu
fahren, es war ihm zu feucht. Die Spezialität ſeiner
harmloſen, aber immer erneut höchſt wirkſamen Scherze
ſetzten wir übrigens fort. Sie beſtand darin, daß wir die
Inhaber offener Läden, die ſtets mit ſämtlichen
Fami=
lienangehörigen in der Tür ſtanden, im Vorbeifahren
bei ihrem Namen begrüßten: Grüß Gott, Herr
Mitter=
huber, wie geht’s denn?! Ein Gruß, deſſen überraſchter
freundlicher Erwiderung ſtets ein freudig erregter
Ge=
dankenaustauſch im Familienkreis darüber folgte, woher
die fremden Autler den guten Mann wohl kannten. Nicht
alle kamen zu der ganz einfachen Erklärung, daß wir
ſei=
nen Namen einfach am — Firmenſchild abgeleſen. —
Von Salzburg aus legte unſer Wagenlenker alſo ein
flottes Tempo vor, damit die Fahrtzeit, beſonders die
Ankunft in München, möglichſt eingehalten werde. Wir
mochten etwa 30—40 Kilometer gefahren ſein, als ich unter
den vielen Gepäckſtücken, die Holzheuers Platz
eingenom=
men, tückiſch verſteckt die — Streckenbücher entdeckte! Die
Streckenbücher, die jeder Unparteiiſche vor Beginn der
Fahrt in Händen haben mußte! Alſo Stopp! Warten, bis
die Wagenkolonne herankommt. Die gelbe Fahne
ſchwenk=
bereit in der Hand, poſtieren wir uns — der Regen
ſtrömt — in der Chauſſeemitte. Und warten. Zehn
Mi=
nuten, zwanzig Minuten, eine halbe Stunde. Kein Wagen
kommt. Schließlich wagt einer die ſchüchterne
Bemerk=
ung, die werden nicht abgefahren ſein, es wäre ja auch
gegen die Vorſchriften der Fahrordnung. Alſo zurück.
Auf halbem Wege kommt doch der erſte Wagen in Sicht.
Wir drei nehmen alſo jeder ſein Teil Streckenbücher,
ſchwenken die gelbe Flagge und ſtellen uns in Abſtänden
von je 200 Metern auf. Jeder Unparteiiſche erhält ſein
Streckenbuch in den Schoß geworfen und quittiert
dar=
über, nicht mit Dank, wohl aber mit einem kräftigen Fluch,
und ſieht mit Behagen, wie wir über und über beſpritzt
werden. Am lauteſten ſchimpfen die Bayern!
Dreiviertel=
ſtunden dauert dieſes Vergnügen. In ſtrömendem Regen
bis über die Knöchel in der glitſchigen, toniglehmigen
„Schmierſeife‟. Dann ſind wir die Streckenbücher los,
Kollege Meville und ich, und ſuchen unſeren Wagen.
Aber der iſt längſt voraus und wir fahren bis auf
wei=
teres mit dem Direktor der Hanſawerke, Dr. Allmers.
Der Tauſch iſt übrigens nicht ſchlecht. Denn der „Herr
Direktor” hat natürlich einen Wagen mit allen
Bequem=
lichkeiten, vor allem mit tadelloſer Polſterung, einem
ſchützenden Vordeck und — einen köſtliche Habe
bergen=
den Frühſtückskorb. aus dem er zum Dank für die
Bewirt=
ung von uns gefüttert wird. Denn der gewiſſenhafte
Fahrer läßt bei dieſem Wetter und Weg ſein Steuer nicht
los. So ſauſen wir dann mit einſtündiger Verſpätung
im 60—70 Kilometer=Tempo hinter den anderen her.
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