Abonnementspreis
Inſerafe
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 16 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Das Kaiſerpaar traf mit der Prinzeſſin Viktoria Luiſe
geſtern mittag 1 Uhr zum Beſuche des Großherzoglichen
Hofes hier ein und fuhr nach der Frühſtückstafel um
4 Uhr wieder nach Homburg zurück.
Die Budgetkommiſſion des Reichstags
nahm mit 17 gegen 10 Stimmen den Zentrumsantrag
an, nach dem die Kommandanturen von
Karls=
ruhe, Dresden, Darmſtadt und Stuttgart
bis zum 30. September als wegfallend bezeichnet werden.
Das däniſche Königspaar iſt geſtern zu Beſuch
des Großherzoglichen Hofes in Schwerin
einge=
troffen.
Die Automobilbanditen Monier, Soudy und
Callemin ſind geſtern früh in Paris hingerichtet
worden. Von der Polizei waren umfangreiche
Sicher=
heitsvorkehrungen getroffen worden.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
22. April 1813: Napoleon hält in Mainz Parade über die
alte Garde ab.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Zur Welfenfrage.
0 Aus Berlin wird uns geſchrieben: Die
Treibe=
reien der welfiſchen Publiziſtik und ihr Echo in der übrigen
Preſſe haben endlich der Nordd. Allg. Ztg. den Mund
ge=
öffnet. Was das Regierungsorgan in dem verſchlungenen
Stil der die Verſchleierung liebenden Amtsſprache ſagt,
be=
rechtigt erfreulicherweiſe zu der Annahme, daß der
Thron=
beſteigung des Prinzen Ernſt Auguſt in Braunſchweig die
Verzichtleiſtung des Hauſes Cumberland
auf Hannover vorausgehen wird. Denn beruht die
Familienverbindung zwiſchen den Häuſern Hohenzollern
und Cumberland „auf der verbürgten Gewähr vollſter
Ausſöhnung”, dann bedeutet ſie nicht nur eine perſönliche
Annäherung, ſondern auch den politiſchen Friedensſchluß,
der naturgemäß in dem Verzicht des Welfenhauſes auf
Hannover beſteht. Und wird die anderweitige Regelung
der braunſchweigiſchen Thronfolge „die Herſtellung
des=
jenigen friedlichen Verhältniſſes zwiſchen dem Hauſe
Cum=
berland und dem Bundesſtaate Preußen zur
ſelbſtverſtändlichen Grundlage haben, das nach den
Prin=
zipien der Bündnisverträge und der Reichsverfaſſung die
Beziehungen unter allen Bundesſtaaten ordnet und
ſichert”, dann kann es ſich dabei wiederum nur um den
Verzicht des ganzen Hauſes Cumberland auf die
preu=
ßiſche Provinz Hannover handeln. Wenn das
Regierungs=
organ in bezug auf die Thronbeſteigung des Prinzen Ernſt
Auguſt in Braunſchweig ausdrücklich von der Herſtellung
eines friedlichen Verhältniſſes zwiſchen dem „Hauſe‟
Cumberland und dem Bundesſtaat Preußen ſpricht, ſo
gibt es zu verſtehen, daß der bloße Eintritt des Prinzen
Ernſt Auguſt in das preußiſche Heer zur Schaffung jener
ſelbſtverſtändlichen Grundlage nicht ausreicht: eine
der=
artige Grundlage kann nur von dem geſamten „Hauſe‟
Cumberland geſchaffen werden, und zwar durch den Ver=
Zicht auf Hannover. Daß hierin ſowohl beide
Fürſten=
häuſer wie der Bundesrat einig ſind, deutet die Nordd.
Allg. Ztg. mit den Worten an: „Eine andere Löſung würde
zeder mit dem hohen Sinne beider fürſtlichen Häuſer, noch
auch mit dem Verantwortungsgefühl des Bundesrats
ver=
einbar ſein.” Wer angeſichts der erörterten Auslaſſungen
des Kanzlerblattes etwa noch bezweifelt, daß ein Verzicht
des Hauſes Cumberland der Thronbeſteigung des Prinzen
Ernſt Auguſt in Braunſchweig vorangehen werde, ſei an
den nachſtehenden Bundesratsbeſchluß vom 28. Februar
1907 erinnert, auf den heute die Nordd. Allg. Ztg. anſpielt:
Der Bundesrat beſchließt . . ., die Ueberzeugung der
verbündeten Regierungen dahin auszuſprechen, daß, ſo=
Lange Seine Königliche Hoheit der Herzog von
Cumber=
land oder ein Mitglied ſeines Hauſes ſich in einem dem
reichsverfaſſungsmäßig gewährleiſteten Frieden unter
Bundesgliedern widerſtreitenden Verhältnis zu dem
Bundesſtaate Preußen befindet und Anſprüche auf
Zebietsteile dieſes Bundesſtaates erhebt,
auch die Regierung eines anderen Mitgliedes des
Herzog=
lichen Hauſes Braunſchweig=Lüneburg in Braunſchweig
mit den Grundprinzipien der Bündnisverträge und der
Reichsverfaſſung nicht vereinbar ſei, ſelbſt wenn
die=
ſes Mitglied gleichzeitig mit dem Verzicht der übrigen
Mit=
glieder des Hauſes auf Braunſchweig ſeinerſeits für ſich
uand ſeine Deſzendenz allen Anſprüchen auf das frühere
Königreich Hannover entſagt, daß demnach durch die dem
Zundesrat vorgelegten Erklärungen Seiner Königlichen
Hoheit des Herzogs von Cumberland in den Schreiben an
Seine Majeſtät den deutſchen Kaiſer, König von Preußen
vom 2. Oktober 1906 und an das Herzoglich
Braunſchwei=
giſch=Lüneburaiſche Staatsminiſterium vom 15. Dezember
1906 eine entſcheidende Aenderung in der dem Beſchluß
des Bundesrates vom 2. Juli 1885 —§ 422 der Protokolle
zugrunde liegenden Sach= und Rechtslage nicht
ein=
getreten ſei . . 3
Erledigt:
** Die Unterſuchung des Skandals von
Nancy durch den franzöſiſchen Staatsrat Ogier hat
er=
geben, daß die Polizeibehörden den beſchimpften
und mißhandelten Deutſchen nicht den Schutz
zu=
teil werden ließen, den zu gewähren ſie dienſtlich
verpflichtet waren. Die franzöſiſche Regierung
be=
ſchloß infolgedeſſen, die beteiligten Schutzleute
ab=
zuſetzen, den Zentral= und Spezialkommiſſar zu
ver=
ſetzen und unverzüglich Maßregeln für eine
Umge=
ſtaltung der Polizei in Nancy zu prüfen. Außerdem wird
der Präfekt des Departements in ein anderes Amt
be=
rufen werden, da er es verabſäumt hat, den Miniſter des
Innern von ſich aus ſofort zu unterrichten. Man darf
anerkennen, daß dieſe Maßregeln ſcharfe
Maßrege=
lungen ſind, die nicht nur das Verſchulden der
beteilig=
ten Polizeiorgane fühnen, ſondern auch der Wiederholung
ähnlicher Vorkommniſſe in den Grenzbezirken wegen der
Strenge, von der ſie Zeugnis ablegen, vorbeugen können.
Mittelbar bedeutet dieſes Vorgehen der Pariſer
Zentralregierung gegen die Provinzialbehörden in Nancy
eine Genugtuung für die beſchimpften und mißhandelten
Deutſchen. Aber die unmittelbare Sühne der ihnen
zugefügten Unbill ſteht noch aus. Wahrſcheinlich iſt
dies aus dem Grunde der Fall, weil die franzöſiſche
Unter=
ſuchung des Skandals in dem weſentlichſten Punkte
lücken=
haft blieb. Staatsrat Ogier hat nämlich keine
Zeugen=
ausſagen betreffs der Vorgänge ſammeln können, die ſich
im Eiſenbahnwagen während der — vom Staatsrat Ogier
viel zu kurz berechneten — Zeit abſpielten, in der die
deut=
ſchen Reiſenden ohne den Schutz der Bahnbeamten waren.
Dieſe Lücke muß durch die bereits vorhandenen deutſchen
Zeugenausſagen ausgefüllt werden. Letztere genügen um
ſo mehr, als der Bericht des Staatsrat Ogier ſelbſt
zuge=
ſteht, daß die Vorgänge auf dem Bahnhof „ernſteren
Cha=
rakters” waren. Wenn ſich alſo die Perſönlichkeiten der
ſchuldigen Terroriſten nicht ermitteln und infolgedeſſen
ihre gerichtliche Abſtrafung nicht herbeiführen läßt, dann iſt
es die Sache der franzöſiſchen Regierung, den beſchimpften
und mißhandelten Deutſchen ihrerſeits eine unmittelbare
Genugtuung zu geben.
Die Logik der Tatſachen muß die franzöſiſche
Regie=
rung zu der Ueberzeugung führen, daß, da die eigentlichen
Uebeltäter nicht ermittelt wurden, die beſchimpften und
mißhandelten Deutſchen einen Anſpruch darauf haben, daß
ihnen von der franzöſiſchen Regierung die unmittelbare
Genugtuung gewährt wird, die ſie in Geſtalt einer
gericht=
lichen Abſtrafung der Terroriſten nicht erhalten können.
Deutſches Reich.
— Die Reiſepläne des Kaiſers. Wie
be=
reits gemeldet, trifft der Kaiſer am 24. d. M., von
Hom=
burg kommend, in Metz ein. Am ſelben Nachmittag findet
eine Beſichtigung von Forts und abends ein Eſſen bei dem
Präſidenten Freiherrn von Gemmingen ſtatt. Am 25. ſoll
eine Uebung des Standortes Metz bei Gravelotte
ſtattfin=
den, darauf ein Frühſtück bei dem Königs=Infanterie=
Re=
giment (6. Lothringiſches) Nr. 145, nachmittags wiederum
eine Beſichtigung von Forts und dann Abendeſſen bei dem
Gouverneur, General der Infanterie von Oven. Die
An=
kunft in Straßburg erfolgt am 26. vormittags.
Nachmit=
tags reiſt der Kaiſer von Schlettſtadt nach Karlsruhe zum
Beſuch bei der Großherzogin Luiſe von Baden. Den 27.
April wird der Kaiſer in Karlsruhe verbringen und erſt
am Abend von dort abreiſen. Am 28. April nachmittags
trifft der Kaiſer in Kuxhaven ein und begibt ſich an Bord
des „Imperator”. Vom 28. April bis zum 3. Mai erfolgt
eine Fahrt auf dem „Imperator”. Die Rückkehr des
Schif=
fes nach Kuxhaven iſt für den 3. Mai derart feſtgeſetzt, daß
der Kaiſer noch am ſelben Abend abreiſen kann. Am
4. Mai trifft der Monarch vormittags in Wiesbaden ein.
In der Zeit vom 4. bis zum 8. Mai wohnt er den
Wies=
badener Feſtſpielen und dem Sängerwettſtreit in
Frank=
furt a. M. bei. Am 8. Mai abends reiſt der Kaiſer von
Wiesbaden ab, um am 9. vormittags in Wildpark
einzu=
treffen. Am ſelben Tage wohnt der Monarch der
Eröff=
nung der Großen Kunſtausſtellung in Berlin bei. Die
Kaiſerin reiſt am 23. April abends oder am 24. vormittags
von Homburg nach Wildpark.
— Die Verkehrseinnahmen deutſcher
Eiſenbahnen im März 1913 betragen nach der im
Reichseiſenbahnamt aufgeſtellten Ueberſicht im
Perſonen=
verkehr 76006882 Mk. (mehr gegen das Vorjahr 12 641493
Mark im ganzen oder 18,83 Prozent auf 1 Kilometer), im
Güterverkehr 171345 487 Mark (mehr gegen das Vorjahr
2512024 Mark im ganzen oder 0,34 Prozent auf 1
Kilo=
meter). Das Oſterfeſt fiel 1913 auf den Monat März,
1912 auf den Monat April.
— Die Deckungsvorlagen und die
Par=
teien. Die Norddeutſche Allgemeine Zeitung ſchreibt zu
der wohlwollenden Kritik, welche die Regierungsvorſchläge
zu den Deckungsvorlagen im allgemeinen im Parlament
gefunden haben:
Es habe ſich in der letzten Woche in den Erörterungen
noch deutlicher gezeigt, daß die Einwendungen, welche ſich
meiſt gegen Einzelheiten der Steuervorlagen richteten. das
Gelingen des Werkes nicht gefährden würden. Es ſcheine
ſicher, daß der Reichstag nach eingehender Prüfung und
Berückſichtigung der Abänderungsvorſchläge der Parteien
in der Budgetkommiſſion ſchließlich den Wehrbeitrag mit
überwältigender Mehrheit annehmen werde. Auch ſeien
gegen die von der Regierung vorgeſchlagene Uebertragung
der Stempelabgabe keinerſeits grundſätzliche Bedenken
er=
hoben worden. Für die Beibehaltung der Zuckerſteuer
in der bisherigen Höhe beſtände eine freundliche
Stim=
mung, nur bei der Beſitzſteuervorlage träten bisher unter
den Parteien Gegenſätze grundſätzlicher Natur hervor: Die
Konſervativen und das Zentrum beharrten bei dem
Regie=
rungsvorſchlag der veredelten Matrikularumlagen; die
Liberalen forderten direkte Reichsbeſitzſteuern. Da bei
al=
len bürgerlichen Parteien der ernſte Wille einer
Verſtändi=
gung vorhanden ſei, ſo ſei zu hoffen, daß ſie ſich ſchließlich
auch über die Form der Beſitzbeſteuerung einigen. Das
Erbrecht des Staates werde von den Konſervativen und
dem Zentrum weiter bekämpft, andererſeits ſeien ernſte
Bedenken dagegen nicht erhoben worden.
Ausland.
Frankreich.
Miniſterpräſident Barthou über den
Chauvinismus. Bei dem jährlichen
Wohltätigkeits=
feſt der Lehrervereinigung hielt Miniſterpräſident Barthou
eine Rede, in der er u. a. ſagte: Diejenigen beurteilen
Frankreich falſch und verkennen unſer Land, die es
hin=
ſtellen als fähig, ich weiß nicht welchen chauviniſtiſchen
Angriffs. Die öffentliche Meinung und die franzöſiſche
Preſſe ſind unter entſcheidenden und ſchwierigen
Umſtän=
den eins darin geweſen, zu zeigen, in welchem Maße
ſie=
kaltes Blut und das Gefühl ihrer Würde zu wahren
ver=
ſtehen. Man muß es ſehr laut ſagen, daß wir, indem wir
ſolche Beiſpiele geben, zu denen gehören, die von
nie=
mand Lektionen zu empfangen haben. Allzu oft hat ein
Chauvinismus, wie man ihn uns zu Unrecht vorwirft,
ſich jenſeits der Grenze gezeigt. Frankreich iſt dem
Frie=
den ergeben, aber es will nur einen Frieden unter
Wah=
rung ſeiner Würde, ſeiner Intereſſen und ſeiner Rechte
und nicht unter Aufgabe ſeiner Erinnerungen, ſeiner
Ver=
gangenheit und ſeiner ziviliſatoriſchen Miſſion. Soeben
habe ich mit tiefer Bewegung geſehen, wie am Beginn
dieſer Veranſtaltung die Turner ſich vor unſerer Fahne
verneigten. (Beifall.) Es iſt niemand hier, der ſich nicht
verneigt hätte, der ſich nicht erhoben und die Trikolore
be=
grüßt hätte, die von ruhmreichen Erinnerungen an die
Vergangenheit und ſtrahlenden Hoffnungen für die
Zu=
kunft umweht wird.
Spanien.
Die Reiſe des Königs nach Paris. Nach
einer Blättermeldung aus Madrid wird König Alfons,
welcher auf ſeiner Reiſe nach Paris vom Grafen
Roma=
nones begleitet ſein wird, dem Präſidenten Poincaré das
Goldene Vließ überreichen. Nach ſeiner Pariſer Reiſe
werde ſich König Alfons nach London begeben, um dem
König Georg einen Beſuch abzuſtatten.
Spaniſch=franzöſiſche Allianz. Der
re=
publikaniſche Führer Alvarez ſprach ſich für eine Allianz
Spaniens mit Frankreich und England aus. Er glaube,
daß die Allianz mit England bereits beſtehe und daß die
Pariſer Reiſe des Königs die mit Frankreich regeln werde.
Miniſterpräſident Graf Romanones bezeichnete dieſe
Er=
klärungen als intereſſant und beachtenswert. Alvarez
er=
klärte, die Hilfe Spaniens im Kriegsfalle müßte darin
be=
ſtehen, franzöſiſche Truppentransporte von Nordafrika
durch Spanien zu geſtatten, eventuell könne Spanien auch
marokkaniſche und algeriſche Aufſtände niederſchlagen und
ſeinen Bundesgenoſſen ſeine Mittelmeer= und Atlantiſchen
Häfen zur Verfügung ſtellen.
Rumänien.
Verlängerung der Parlamentsſeſſion.
In der Kammer machte heute der Miniſterpräſident davon
Mitteilung, daß auf Grund königlicher Ermächtigung die
Seſſion des Parlaments bis zum 11. (24.) Mai verlängert
worden ſei. Der Miniſter für öffentliche Arbeiten hat der
Kammer einen Geſetzentwurf unterbreitet, in dem ein
Kredit von 405 Millionen für Eiſenbahnzwecke gefordert
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. April 1913,
Nummer 93,
wird. Exminiſter Gradiſteanu richtete an den
Miniſter=
präſidenten die Anfrage, ob die Verlängerung der
Peters=
burger Konferenz nicht den Intereſſen Rumäniens
Nach=
teil gebracht hätte. Der Miniſterpräſident erwiderte, ſeine
Ueberzeugung gehe dahin, daß durch dieſe Verlängerung
das Anſehen und die Macht Rumäniens nicht gemindert,
ſondern gewachſen ſeien. Die Worte des
Miniſterpräſi=
denten wurden mit langanhaltendem Beifall aufgenommen.
Vereinigte Staaten.
Die Tarifreviſionsbill. Der demokratiſche
Caucus (Sitzung) im Repräſentantenhaus nahm mit
über=
wältigender Mehrheit die geſamte Tarifreviſionsbill mit
nur wenigen, unbedeutenden Aenderungen an. Die Bill
wird Montag durch Underwood im Repräſentantenhauſe
wieder eingebracht. Underwood glaubt, die Annahme der
Bill bis zum 11. Mai vorausſagen zu können.
* Die Verlobung des Exkönigs Manuel.
Prinzeſſin Auguſte Viktoria iſt die einzige
Toch=
ter des Fürſten Wilhelm von Hohenzollern=Sigmaringen,
Chefs der nichtregierenden fürſtlichen Linie des Hauſes
Hohenzollern; ihre Mutter, eine geborene Prinzeſſin von
Bourbon=Sizilien, ſtarb vor 4 Jahren. Die Braut ſteht
im 23. Lebensjahre und iſt, wie der Bräutigam, katholiſch.
Sie führt den Titel Durchlaucht. Die beiden Brüder der
Prinzeſſin ſtehen als Leutnants in der preußiſchen Armee.
Exkönig Manuel iſt 24 Jahre alt; ſeit ſeiner Entthronung
im Herbſte 1910 lebt er in England.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 22. April.
Kaiſerbeſuch in Darmſtadt.
Wie wir in unſerer geſtrigen Nummer bereits
mit=
geteilt haben, ſtattete das Kaiſerpaar mit der
Prin=
zeſſin Viktoria Luiſe geſtern dem Großherzogspaar
einen kurzen Beſuch ab. Kurz nach 1 Uhr ertönten die
bekannten Signale des Kaiſerlichen Automobils und
als=
bald rollten dann auch die Kraftwagen des Kaiſers, 5 an
der Zahl, die Rheinſtraße herauf. Im erſten Auto, das
die Kaiſerſtandarte am Führerſitz zeigte, ſaß der Kaiſer
mit ſeinem Generaladjutanten Exzellenz von Pleſſen,
im zweiten die Kaiſerin und die Prinzeſſin Viktoria
Luiſe, in den übrigen das Gefolge und die Dienerſchaft.
Die Kaiſerlichen Kraftwagen fuhren in mäßigem Tempo
durch die Rheinſtraße, Wilhelminenſtraße ins Neue Palais,
wo das Großherzogspaar an der Rampe den hohen
Be=
ſuch empfing. Zur Frühſtückstafel war noch die Fürſtin=
Mutter Marie zu Erbach=Schönberg geladen.
Im übrigen nahm nur das beiderſeitige Gefolge an der
Tafel teil.
Um 4 Uhr fuhren die Kaiſerlichen Autos wieder ab.
Die Fahrt ging diesmal durch die Wilhelminen= und
Frankfurterſtraße über Frankfurt nach Homburg. Bei der
Rückfahrt ſaßen der Kaiſer, die Kaiſerin und
Prin=
zeſſin Viktoria Luiſe zuſammen in dem erſten Auto,
deſſen vierten Platz wieder Exzellenz von Pleſſen einnahm.
Obwohl Zeit der Ankunft und Abfahrt erſt kurz vorher
bekannt geworden waren, hatten ſich Tauſende eingefunden,
die die Straßen dicht umſäumt hielten. Die Kaiſerlichen
Herrſchaften wurden mit lebhaften Hochrufen und
Tücher=
ſchwenken begrüßt, und dankten dafür herzlich und
uner=
müdlich, bis die Kraftwagen die Spaliere paſſiert hatten.
Zahlreiche Häuſer in der Rhein=, Wilhelminen= und
Frankfurterſtraße hatten Flaggenſchmuck angelegt. Den
Tauſenden, die den Mathildenplatz und das Stück
Bis=
marckſtraße bis zur Frankfurterſtraße beſetzt hielten, wurde
allerdings eine Enttäuſchung bereitet. Denn trotz der
Ab=
ſperrung der unteren Wilhelminenſtraße durch
Schutz=
mannſchaft bogen die Automobile am Monument rechts
ab und fuhren dann direkt in die Frankfurterſtraße ein.
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem ordentlichen Profeſſor in der
philoſophiſchen Fakultät der Univerſität Bonn, Geheimen
Regierungsrat Dr. Clemen zu Bonn das Ehrenkreuz
des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen und
dem Bahnwärter in der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſenbahn=
gemeinſchaft Vincenz Leitſch zu Nieder=Olm aus
Anlaß ſeiner am 1. April d. J. erfolgten Verſetzung in
en Ruheſtand das Allgemeine Ehrenzeichen mit der
In=
ſchrift „Für treue Dienſte” verliehen.
Uebertragen wurde dem Lehrer Johannes
Deiſter in Bieber eine Lehrerſtelle an der
Gemeinde=
ſchule zu Jügesheim, Kreis Offenbach; dem
Schulamts=
aſpiranten Wilhelm Schönherr aus Ober=
Ingel=
heim, Kreis Bingen, eine Lehrerſtelle zu Biſchofsheim,
Kreis Groß=Gerau.
* Beſtätigt wurde der von dem Herrn Fürſten zu
Erbach=Schönberg auf die erſte Lehrerſtelle an der
Ge=
meindeſchule zu Schönberg, Kreis Bensheim,
präſen=
tierte Lehrer Philipp Schmidt zu Schannenbach, im
gleichen Kreiſe, für dieſe Stelle.
* Ernannt wurde Hermann Franz Wilhelm Otto
Schwantz zu Mainz zum Schreibgehilfen bei der
Großh. Oberförſterei Mainz.
Erledigte Stelle. Eine mit einem
evange=
liſchen Lehrer zu beſetzende Lehrerſtelle an der
Volks=
ſchule zu Jugenheim a. d. B. Mit der Stelle iſt
die Hälfte des Organiſtendienſtes verbunden.
Das Großh. Regierungsblatt Nr. 12 vom
21. April hat folgenden Inhalt: Vorſchriften über die
erſtmalige Wahl des Gemeinderats, des Bürgermeiſters
und des Beigeordneten der Gemeinde Buchſchlag.
Militärdienſtnachrichten. Befördert: Matthes
(Düſſeldorf), Lt. der Reſ. des Leib=Drag.=Regts. (2. Großh.
Heſſ.) Nr. 24, zum Oberlt., Schuchard,
Vizewacht=
meiſter des Leib=Drag.=Regts (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24,
Haſenbach (I Darmſtadt), Vizefeldw. des Inf.=Regts.
von Borcke (4. Pomm.) Nr. 21, Schlierbach (I
Darm=
ſtadt), Vizefeldw. des Inf.=Regts. Kaiſer Wilhelm
2. Großh. Heſſ.) Nr. 116, Henneberg (I Darmſtadt)
Vizefeldw. des Inf.=Regts. Prinz Carl (4. Großh. Heſſ.)
Nr. 118, Hofmann (I Darmſtadt), Vizewachtmeiſter
des Großh. Art.=Korps, 1. Großh. Heſſ. Feldart.=Regts.
Nr. 25, zu Lts. der Reſ., Langen (I Darmſtadt), Lt.
der Reſ. des Schleſ. Pion.=Bats. Nr. 6, zum Oberlt.
Der Abſchied bewilligt: Neuroth, Weitert (I
Darm=
tadt), Kornemann (Gießen), Oberlts, der Landw.
Inf. 2. Aufgebots, Böhm (I Darmſtadt), Oberlt. der
Landw.=Kav. 2. Aufgebots, Schmitt (I Darmſtadt),
Lt. der Landw.=Feldart. 2. Aufgebots. Dr. Schneider,
Oberſtabs= und Regts.=Arzt des Garde=Drag.=Regts.
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 23, unter Beförderung zum Gen.=
Oberarzt zum Div.=Arzt der 34. Diviſion ernannt.
An=
geſtellt: Dr. Staudinger (I Darmſtadt), Oberarzt
der Reſ., als Oberarzt, vorläufig ohne Patent, beim
Leibgarde=Inf,=Regt. (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115.
Be=
fördert: Zum Oberarzt: Dr. Boſtroem (Gießen),
Aſſiſt.=Arzt der Reſ.; zum Aſſiſt.=Arzt: Dr. Speyer
(I Darmſtadt). Unterarzt der Reſerve.
* Militäriſches. Durch die Ernennung des bisherigen
Kommandeurs der 25. Feldartillerie=Brigade Generalmajor
Noeldechen zum Inſpekteur der 1. Fußartillerie=Inſpektion
in Berlin und Ernennung des Oberſten Frhrn. v.
Bud=
denbrock bisher Kommandeur des Feldartillerie=
Re=
giments Prinz=Regent Luitpold von Bayern (
Magde=
burgiſches) Nr. 4 in Magdeburg, hat die Brigade ihren
fünften Kommandeur ſeit Errichtung am 1. Oktober 1899
erhalten. Der erſte Kommandeur war der jetzige
General=
leutnant z. D. Chales de Beaulieu, der nach ſeiner 1903
erfolgten Penſionierung Darmſtadt als Ruheſitz
beibe=
halten hat. Sein Nachfolger war der jetzige
kommandie=
rende General des 20. Armeekorps, General der Artillerie
Scholtz, dem 1906 Generalmajor v. Nieber folgte, der 1908
durch den eingangs erwähnten Generalmajor Noeldechen
erſetzt wurde. — Die Brigade entſtand am 1. Oktober 1899
durch Teilung des Großh. Feldartillerie=Regiments Nr.
25 (Großh. Artilleriekorps) in das 1. und das 2. Großh.
Heſſ. Feldartillerie=Regiment Nr. 25 und 61. Den Zuſatz
Großh. Artilleriekorps erhielt nur das Regiment Nr. 25.
Der Brigade iſt außerdem noch der 2. Bezirk der 49.
In=
anterie=Brigade mit dem Bezirks=Kommandeur I
Darm=
ſtadt unterſtellt.
Provinzialausſchuß. Die Tagesordnung
zur Sitzung des Provinzialausſchuſſes der Provinz
Starkenburg am Mittwoch, den 23. April, vormittags
9½ Uhr, lautet: Geſuch des Auguſt Zerr zu Offenbach
um Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtſchaft;
Geſuch der Lina Gerl geb. Steurer aus Unterlangenegg
um Erlaubnis zum Betriebe einer Gaſtwirtſchaft im
Hauſe Landgraf=Philipp=Anlage Nr. 24; Geſuch der
Anna Fiſcher zu Schaafheim um Ausſtellung eines
Wandergewerbeſcheins; Geſuch des Jakob Katzenmeier
zu Lörzenbach um Ausſtellung eines
Wandergewerbe=
ſcheins; Enteignung von Gelände in der Gemarkung
Rüſſelsheim.
C. Ueber die Säuglingsſterblichkeit in 113 heſſiſchen
Gemeinden mit mindeſtens 2000 Einwohnern im Jahre
1912 berichtet die neueſte Nummer der Mitteilungen der
Großh. Heſſiſchen Zentralſtelle für die Landesſtatiſtik.
Hiernach kam in dieſem Jahre faſt überall auf 100
Lebend=
geborene eine erheblich geringere Zahl geſtorbener
Säug=
linge als im Jahresdurchſchnitt 1906—1910. Eine
Aus=
nahme macht nur eine Anzahl Gemeinden in Rheinheſſen
und im Kreiſe Offenbach, ſowie einige im Odenwald und
bei Gießen. Den größten Prozentſatz der Geſtorbenen
weiſt Finthen bei Mainz mit 26,9 auf, dem Laubenheim
mit 24,2, Wimpfen mit 24,1 und Münſter bei Dieburg
mit 18,9 folgen. Am günſtigſten ſteht Schotten mit 1,9
da, aber auch in Butzbach und Nidda mit 3,7, Nieder=
Ramſtadt mit 4,1 und Arheilgen mit 4,5 Prozent ſind die
Verhältniſſe noch erheblich beſſer als in Rheinheſſen, wo
Prozentſätze unter 8 nur vereinzelt vorkommen. Das
Jahr 1911 hatte infolge des ungewöhnlich heißen
Som=
mers an den meiſten Orten eine teilweiſe ſehr erhebliche
Verſchlechterung gebracht, während ſich im Jahre 1912 die
von 1906 bis 1910 ſich zeigende Beſſerung noch weiter
fort=
geſetzt hat.
C. Dienſtjubiläum. Herr Geh. Oberrechnungsrat Dr.
Siebert feierte dieſer Tage ſein 60jähriges
Dienſtjubi=
läum, bei welcher Gelegenheit ihm ſeitens ſeiner
Kolle=
gen ein prachtvolles Blumenarrangement geſpendet
wurde.
90jähriger Geburtstag. Geſtern feierte Frau
Amanda Welcker, geb. Verdier, hier, ihren 90.
Ge=
burtstag. Sie iſt die Witwe des im Jahre 1887
ver=
torbenen Geheimerats Hermann Welcker, der von 1872
bis 1878 die Stadt Darmſtadt in der Zweiten Kammer
und von 1874—1876 den Wahlkreis Darmſtadt-Groß=
Gerau im Reichstag vertrat und der Nationalliberalen
Partei angehörte. Die alte Dame erfreut ſich großer
geiſtiger Friſche und führt ſelbſt einen ausgedehnten
Brief=
wechſel. Sie iſt noch ſo rüſtig, daß ſie die zahlreichen ihr
dargebrachten Glückwünſche in ihrer Wohnung, die ſie ſeit
47 Jahren inne hat, perſönlich entgegennehmen konnte.
* Landesvereinigung der Deutſchen Schulſchiffvereine.
Am Sonntag fand unter dem Vorſitz des Herrn
Regie=
rungspräſidenten Dr. von Meiſter im „Frankfurter Hof”
zu Frankfurt a. M. die offizielle Gründung der
Lan=
desvereinigung des Deutſchen
Schulſchiff=
vereins für das Großherzogtum Heſſen
und die Provinz Heſſen=Naſſau ſtatt, zu der der
erſte und der zweite geſchäftsführende Vorſitzende, Herr
Geh. Rat Max v. Guilleaume=Köln und Herr
Pro=
feſſor Dr. Schilling, Direktor der Seefahrtsſchule
Bremen, anweſend waren. Der Vorſitzende des Deutſchen
Schulſchiffvereins, S. K. H. der Großherzog von
Olden=
burg, hat als Mitglieder des Vorſtandes dieſer
Landes=
vereinigung nachfolgende Herren ernannt:
Regierungs=
präſident Dr v. Meiſter=Wiesbaden erſter Vorſitzender,
Dr. Willy Merck=Darmſtadt zweiter Vorſitzender, Hofrat
Dr. Szamatolski=Frankfurt a. M. Schriftführer,
General=
konſul Ed. Beit von Speyer=Frankfurt a. M. Schatzmeiſter,
Geh. Rat Bartling, Mitglied des Reichstages und des
Hauſes der Abgeordneten, Wiesbaden, Landrat a. D. von
Brüning=Bad Homburg, Profeſſor Dr. Friedländer=
Hohe=
mark, Geheimerat Karl Henſchel=Kaſſel,
Oberregierungs=
rat Dr. Paul Meyer=Frankfurt a. M., Geh. Rat Richard
von Paſſavant=Frankfurt a. M., Walter vom Rath,
Mit=
glied des Herrenhauſes, Frankfurt a. M., Generalkonſul
Karl von Weinberg=Frankfurt a. M. Anſchließend an die
offizielle Gründung folgte ein Vortrag des Herrn Prof.
Dr. Schilling über Ziele und Zwecke des Deutſchen
Schulſchiffvereins, der mit großem Beifall aufgenommen
wurde.
C. Der Katholikenverein veranſtaltete am Sonntag
eine Feier zum Gedächtnis des Jahres 1813. In ſeiner
von warmem patriotiſchen Geiſte durchwehten Feſtrede
entwarf Herr Rechtsanwalt Geißner ein Bild von
dem Denken und Tun unſerer Vorfahren, die ſich
da=
mals zuſammengeſchloſſen hatten, um ihr Vaterland
nach langer Schmach aus den Feſſeln des korſiſchen
Eroberers zu befreien. Dieſer Geiſt, ſo führte Redner
aus, hat nicht zum Geringſten ſeinen Urſprung in dem
religiöſen Glauben jener Zeit gehabt, der Beiſpiele von
Gottvertrauen und Mut zeitigte, die heute noch unſere
Bewunderung erregen. Der muſikaliſche Teil des
Abends ruhte in den bewährten Händen des Orthſchen
Männerquartetts, deſſen treffliche Darbietungen mit
großem Beifall aufgenommen wurden, während der
dra=
matiſche Teil durch ein Kinderſchauſpiel aus „Deutſchlands
Freiheitsmorgen, Erinnerung an Theodor Körner”
ver=
treten war; die Leiſtungen der jugendlichen Darſteller
fanden warme Anerkennung. Ein von Herrn Lehrer
L. Schmitt verfaßter Prolog wurde von einer jungen
Dame verſtändnisvoll vorgetragen, worauf ein lebendes
Bild den würdigen Abſchluß der gelungenen Feier
bildete.
* Odenwaldklub, Ortsgruppe Darmſtadt. Ein wohl
kaum erwartetes günſtiges Wetter war den Teilnehmern
der geſtrigen erſten diesjährigen Wanderung
der hieſigen Ortsgruppe des Odenwaldklubs beſchieden.
Ungefähr 125 Teilnehmer hatten ſich, den Unbilden des
Regenwetters trotzend, zur Frühfahrt ins herrliche
Neckar=
tal eingefunden. Um ¾8 Uhr war Eberbach erreicht, und
von da ging es auf der äußerſt ſorgfältig vorbereiteten
und programmäßig durchgeführten Wanderung weſtwärts
weiter gen Hirſchhorn. Auf herrlichen Waldpfaden und
Wieſenwegen ging es die Höhe hinan, von der ſich ſtets
die herrlichſten Blicke auf das ſich zwiſchen den
Sandſtein=
felſen windende Tal boten. Beſonders von Jgelsbach
entfaltete ſich rückwärts ein bezaubernder Blick auf das
breit hingelagerte Eberbach und dem darüber thronenden
Katzenbuckel. Um 10 Uhr etwa war Hirſchorn, das alte
Die Frauen und das Cheater.
In einer Conference in dem neuen Pariſer
Theater an den Champs Elyſées beſchäftigte ſich
Mar=
cel Prévoſt mit dem intereſſanten Thema der
Be=
ziehungen der modernen Frau zur Kunſt
der Bühne und benutzte dieſe Gelegenheit, um dem
ſchönen Geſchlechte, das ihm als Pſychologen und
Schrift=
ſteller ſo gern Gerechtigkeit widerfahren läßt, einige hübſche
kleine Bosheiten zu ſagen. „Ach, außer der Unterhaltung
und der Schilderung der Liebe gibt es noch ein Drittes,
was Sie, meine Damen, im Theater ſuchen, eine
Kleinig=
keit, aber eine Kleinigkeit, durch die die moderne Frau auf
das moderne Repertoire einen mächtigen Einfluß erlangt
hat: Sie ſuchen Anregungen auf dem Gebiete der Eleganz
und der Mode.” Und dann erzählt Prévoſt von den
Er=
fahrungen, die man als Herr machen kann, wenn man bei
einer Premiere im Fond einer Loge indiskret das Geſpräch
und das Urteil der hübſchen Damen belauſcht. Ach, nie,
niemals wird von dem Stück geſprochen. „Entzückend,
dieſe Robe der Brandés. . . Mir gefällt das Koſtüm des
jungen Mädchens beſſer. Dies Paſtellblau verliert doch
ſtark in der Beleuchtung. . . Ach, ſehen Sie doch dieſen
Mantel der Dorziat — wird man das wirklich tragen? . .
Warum dreht ſich die T. nicht einmal um, damit man den
Rückenausſchnitt ihres Kleides einmal ſehen kann!” Das
ſind nach den Erfahrungen Prévoſts der Dame
unwillkür=
liche Sorgen, wenn der Vorhang emporgegangen iſt: und
damit hat ſie das Theater und auch den Schriftſteller
be=
einflußt.
Dieſes Vorwiegen des Modeintereſſes ſei
die Urſache gar mancher dramatiſch überflüſſiger
Frauen=
rollen, ſei der Urſyrung ſo mancher Geſellſchaftsſzene, die
am Strande, im Salon, auf dem Balle ſpielt und nur ein
Vorwand ſein ſoll für die Möglichkeit, recht viele neue
und elegante Modelle zu zeigen. Ja mehr als das, die
elegante Damenwelt iſt auch ſchuld daran, daß manche
Stücke ſcheitern, die an ſich intereſſant wären aber
keine Gelegenheit zur Entfaltung von Toilettenlurus
geben. Um die Toiletten auf jeden Fall glänzen zu laſſen,
ſtimmt man ſogar Szenerie und Milieu auf die Kleider
ab, und auf dieſem Wege unternehmen die Frauen auch
für die innere Unwahrſcheinlichkeit mancher Inſzenierung
die Verantwortung. „Einſt wurde von mir ein
bürger=
liches Stück in der Comedie Frangaiſe gegeben,” erzählt
Prévoſt. „Wie groß war nicht meine Verblüffung, als ich
bei der erſten Koſtümprobe meine beſcheidenen
klein=
bürgerlichen Heldinnen in prachtvollen Tauſendfrancs=
Roben einherſchweben ſah, mit Pelzen und Hüten
ge=
ſchmückt, die ſelbſt eine amerikaniſche Millionärin neidiſch
machen konnten Ich war unerbittlich! Ich ſetzte eine
zweite Probe durch, verlangte die Beſeitigung dieſer
koſt=
baren Toiletten und Hüte, beſtand auf die Einhaltung des
Tones im Ganzen. Aber die Schneiderinnen proteſtierten.
Und ich hörte, wie eine beim Hinausgehen achſelzuckend
ſagte: „Der Autor wird ſchon ſehen, was ihn das koſtet.”
Sie hatte recht. Es koſtete mich wenigſtens 12
Wieder=
holungen des Stückes: denn ſofort war man ſich darüber
einig, daß es in meinem Stücke „keine Toiletten gäbe.”
Aber Marcel Prévoſt beſchränkte ſich nicht auf die Dame
in der Loge, auch die Dame auf der Bühne, die Heldin der
modernen Stücke, unterwarf er einer boshaft galanten
kleinen Kritik. Ja, auch hier gibt es eine Mode und ein
Blick auf die Wicklichkeit beſtätigt es: im modernen
Pariſer Salonſtück iſt die Heldin entweder ein blutjunges
Mädchen oder eine ſchon herbſtliche Frau. Die junge
Gattin oder die Frau von 30 Jahren verſchwindet allmäh=
lich von den Brettern. Und die an ihrer Stelle
zurück=
bleiben, proklamieren die dramatiſchen Reize des
Alters=
unterſchiedes: unweigerlich liebt das junge Mädchen einen
Mann von allermindeſtens 45 Jahren, während die
herbſtliche Frau in ihrer Seele mit der Neigung zu einem
Jüngling kämpft. Und in dieſen Wandlungen ſpielen
allerlei moderne Ideen über das Liebesalter der Frau
ihre Rolle. „Ja, meine Damen, wir haben das, was wir
das Uebereinkommen des Alters nennen können,
durch=
brochen und kühn an den Pranger geſtellt. Die Zeit, da
Balzac von dem 45jährigen Vandemeſſe ſagen konnte:
Dieſer Greis,” dieſe Zeit iſt vorbei und mit ihr auch
die Tage Balzacs, der das 30. Lebensjahr für den
Höhe=
punkt des Frauendaſeins erklärte. Die Leute von heute
wollen nicht alt werden. Sie kämpfen mit allen Waffen
der Hygiene und allen Liſten der Kunſt gegen die
Ver=
heerungen der Zeit. Und da die Privilegien der Jugend,
das Vorrecht, Liebe zu erwecken und in Liebe zu
er=
glühen, ewig beneidenswert bleiben, entſchädigen ſich
unſere Zeitgenoſſen durch eine Verlängerung dieſer
Privi=
legien.”
Schon ſieht Marcel Prévoſt die Zeit nahen, in der,
vielleicht gegen Ende unſeres Jahrhunderts, das
Tages=
geſpräch, daß einmal Balzacs „Frau von 30 Jahren” war,
ein neues Werk ſein wird, das dann den Titel führt:
„Die Frau von 75 Jahren” „Und wenn man dann
viel=
leicht Batailles Stück „Madame Colibri” wieder aufführt,
dann wird man den Titel, um ihn aktuell zu machen,
um=
wandeln müſſen in „Großmama Colibri”
Um Mißverſtändniſſen vorzubeugen, ſei bemerkt, daß
obige Ausführungen nur für die franzöſiſchen
Damen gelten!
Nummer 93.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. April 1913.
Seite 3.
Neſt erreicht, wo in dem feſtlich geſchmückten Saale der
„Krone” Klubgenoſſe Holzſchuh ein vortreffliches
Früh=
ſtück darbot. Nach einſtündiger Raſt ging’s dann weiter
in gemächlichem Wanderſchritt durch die Frühjahrspracht
zur Blockhütte, von der wieder ein prachtvoller Ausblick
auf den tief unten rauſchenden Fluß, auf das alte
Städt=
chen Hirſchhorn mit ſeinen Türmen und hohen Mauern,
mit ſeinen engen alten Häuſern, die ſo maleriſch den
Burgberg umkränzen; auf Neckarhauſen und den hohen
Dilsberg, auf den in der Ferne verſchwindenden
Königs=
ſtuhl und den Weißen Stein den ſtaunenden, freudig
über=
raſchten Klubgenoſſen feſſelte. Dann erfolgte der
Ab=
ſtieg durchs Tal des rauſchenden Finſterbachs mit ſeinen
ſaftigen Waldwieſen. Noch einmal wurde Schoppenraſt
nach mehrſtündiger Wanderung bei Klubfreund Wißwaſſer
gehalten, dann führte ein herrlicher Weg auf dem
Lein=
reiterspfad durch ſaftige friſche Wieſen, die ein bunter
Blumenteppich ſchmückte, und ein wunderbarer Aufſtieg
die Wanderer den Dilsberg hinan, von dem ſich wieder, wie
ſo oft, aber doch immer wieder mit freudiger
Ueberraſch=
ung hingenommen, ein prachtvoller Blick auf die rauſchen
den Stromſchnellen des breiten Fluſſes, die blinkenden
Spiegelflächen des Neckarſteinacher Hafens und das von
den vier Burgen überragte Neckarſteinach bot. In der
Schönen Ausſicht” war das Ziel erreicht. Hier einten ſich
die Teilnehmer zum gemeinſamen Eſſen im Saale, der
mit der Geſchichte des Dilsberges geſchmückt iſt und aus
deſſen Fenſtern ſich ebenfalls noch wundervolle Ausſichten
ins herrliche Tal eröffnen. Herr Bürgermeiſter
Muel=
ler hielt hier die Tiſchrede. Er dankte den Führern für
dieſe ſo ausgezeichnet inſzenierte herrliche Wanderung
und gedachte eines treuen Mitgliedes, das die letzte große
Wanderung antrat; weiter feierte er noch zwei
Geburts=
tagskinder mit einem herzlichen „Friſch auf!” Mit einem
halbſtündigen Abſtieg nach Neckarſteinach hatte dann der
tiefen und vollen Genuß einer wirklich herrlichen
Früh=
lingsnatur bietende Ausflug ins Neckartal ſein Ende
er=
reicht. Um halb 10 Uhr trafen die Klubgenoſſen
hochbefrie=
digt wieder in Darmſtadt ein.
* STRASSENBAHN oder STRASZENBAHINT
Vom Sprachverein ſchreibt man uns: Die beim
Ver=
kehrsverein eingelaufene Bitte, er möge dafür ſorgen,
daß nicht STRASZENBAHN an die Wagen gemalt
werde, ſondern STRASSENBAHN, läßt die Regeln der
neuen Rechtſchreibung außer Acht. Aus jedem ſeit 1900
erſchienenen Regel= und Wörterverzeichnis hätte der
An=
tragſteller ſehen können, daß das deutſche ß bei
Anwen=
dung lateiniſcher Großbuchſtaben durch 82 wiederzugeben
iſt, wie es ſchon Jakob Grimm tat. Wenn man ſich alſo
der von den Bevollmächtigten des Deutſchen Reichs
Oeſterreichs und der Schweiz verabredeten
amt=
lichen Schreibung (die nicht bloß für die Schulen gilt) nicht
widerſetzen will, ſo druckt und malt man GASSE,
KASSE. FLUSSE, HESSEN, aber, STRASZE. FUSZE.
GIESZEN. So tragen auch die neueren
Stempel=
marken bei Gericht und Eiſenbahn in Großherzogtum”
und „Preußen” dieſes amtlich eingeführte 8Z. Nur
dadurch iſt es auch möglich, MAssE (Maſſe) und
MASZE (Maße) voneinander zu unterſcheiden. Nach der
Meinung jenes Antrags aber dürfte der Satz gelten:
Wein in MASSEN genoſſen, iſt keineswegs ſchädlich.
* Deutſcher Wehrverein. (Vortrag General
Keim.) Auf die Ankündigung des Vortrags in unſerm
heutigen Inſeratenteil ſei nochmals verwieſen. Die
Kar=
ten zu dem Vortrag ſind nahezu verkauft. Für die
In=
haber der numerierten Plätze empfiehlt ſich daher zeitiges
Kommen, wenn noch auf einen Sitzplatz gerechnet wird.
Die Turnhalle wird um 7½ Uhr geöffnet. Eine beſchränkte
Anzahl von Plätzen, darunter auch noch einige numerierte
ſind noch beim Verkehrsbureau und in der Geſchäftsſtelle
Wilhelminenſtraße 14I, erhältlich, ſoweit ſie nicht
ſämt=
lich vorher verkauft werden, eventl. noch an der
Abend=
kaſſe.
* Muſikaliſch=deklamatoriſcher Abend im
Logen=
ſaal. Wegen dienſtlicher Verhinderung des Herrn
Hof=
chauſpielers Baumeiſter hat der als trefflicher Rezitator
bekannte Herr Georg Joeckel die Güte, den
dekla=
matoriſchen Teil des Programms am nächſten Samstag
zu übernehmen. Derſelbe wird u. a. zum Gedächtnis
an Friedrich v. Flotow, deſſen Geburtstag der
26. April iſt, das duftige und poeſievolle Melodram des
Meiſters, „Der Blumen Rache” (Dichtung von
Freilig=
rath) zum Vortrag bringen. Desgleichen Herr
Kammer=
ſänger Weber Flotows letzte in Darmſtadt (im
Jahre 1882) geſchriebene Kompoſition „Der blinde
Muſikant”. Dieſem ergreifenden Liede liegt eine kleine
Begebenheit aus des liebenswürdigen Komponiſten
zweitem Pariſer Aufenthalt (1831) zugrunde. Herr Paul
Kallenſee=Struenſee (Tenor)
der Gemahl
unſerer hochgeſchätzten Koloraturſängerin — ſingt Lieder
von Beethoven (Adelaide) und Schubert.
* Verein der Hundefreunde von Darmſtadt und
Um=
gegend. Bei der am 20. ds. Mts., in Wetzlar
ſtattge=
fundenen Ausſtellung von Hunden aller Raſſen
erhielten folgende Herren, Mitglieder des Vereins der
Hundefreunde von Darmſtadt und Umgegend, für ihre
ausgeſtellten Tiere Preiſe: Herr Karl Rieſterer=
Truppenübungsplatz, für Rottweiler 2 erſte Preiſe, Herr
Wilh. Klippel=Griesheim für Dobermannpinſcher 3
erſte Preiſe, 1 Ehrenpreis, ſowie Ehrenpreis für beſte
Hündin der Ausſtellung.
Meßverlängerung. Wegen des ſchlechten Wetters
in der vergangenen Woche wurde die Meſſe für
ſämt=
liche Verkaufs= und Schaubuden bis
Mitt=
woch abend verlängert.
Kinotheater. Im Mittelpunkt des Spielplanes im
Reſidenztheater ſteht dieſe Woche das einaktige
mimiſche Drama Urban Gads: „Der Tod in Sevilla” mit
Aſta Nielſen in der Hauptrolle. „Der Tod in Sevilla”, der
beſte Film der Nielſen=Gad=Filmſerie 1912/13, iſt ein
Stierkämpferdrama, und den Hintergrund dieſes
ſpani=
ſchen Sittengemäldes bildet Sevilla, die alte Stadt, mit
allen ihren pittoresken Schönheiten. Der geiſtige Inhalt
des Films reicht an die techniſche Leiſtung heran, die ganz
ausgezeichnet iſt und in Erſtaunen ſetzt. Daß Urban Gad
ſein neueſtes Werk ſo glänzend glückte, daß es in ſeiner
Kompoſition, in Stimmung und Milieu und Darſtellung
eines der hervorragendſten Erzeugniſſe der heutigen
Kine=
matographie bildet, hat er nicht nur dem Zuſammenwirken
von Schriftſteller. Regiſſeur und Darſteller zu danken,
ſon=
dern auch Aſta Nielſen, denn ſie hat wieder einmal ein
Meiſterwerk ihrer mimiſchen Darſtellungskunſt geliefert.
Sie, das Kind des Nordens, hat es verſtanden, ſich ſo
völlig in das Denken und Fühlen der ſüdländiſchen
Schweſter einzuleben, daß es ihr gelungen iſt, eine
Pracht=
geſtalt von ſtärkſter Wirkung zu ſchaffen. Spanien, die
ganze ſüdliche Pracht der ſpaniſchen Wälder und Gebirge,
erſteht vor dem Zuſchauer, ſzeniſches Leben, aufflackernde
Leidenſchaften, das Leben und Leiden Juanitas ziehen
an ſeinen Augen vorüber, und das wirkungsvolle und in
ſeiner inneren Tragik erſchütternde Kinodrama, deſſen
Höhepunkt der Schlußakt mit ſeiner elementaren
drama=
tiſchen Wucht bildet, wird die Zuſchauer mit ſich
fort=
reißen. (S. Anzeige.) — Olympia=Theater. In
dem Programm von Dienstag bis Freitag bringt das
Olympia=Theater ein ganz bedeutendes Drama in drei
Akten: „Das Schreckgeſpenſt”
Inhalt ſowie Darſtellung
ſind unvergleichlich in Qualität und iſt das Drama höchſt
ſpannend bis zu ſeinem letzten Moment. Die gutgeſpielte
Komödie „Der Hutnadelerlaß”, ſowie äußerſt gelungene
Humoresken und entzückende Naturaufnahmen nebſt einem
Wildweſtdrama vervollſtändigen das erſtklaſſige
Pro=
gramm. (Siehe Anz.)
§ Schlägereien. In der Nacht von Samstag auf
Sonntag gegen 3 Uhr entſtand in einer Wirtſchaft in der
Mühlſtraße zwiſchen Bedienſteten von Meßbuden und
hieſigen Gelegenheitsarbeitern eine Schlägerei, wobei
verſchiedene Verletzungen vorkamen. — Am Sonntag
abend gegen 11 Uhr gerieten in der Schloßgaſſe zwei
Arbeiter in Streit. Hierbei wurde der eine am Hals
und Geſicht derart verletzt, daß er durch die
Sanitäts=
wache nach dem Städtiſchen Krankenhaus verbracht
werden mußte.
§ Herrenloſes Fahrrad. Ende Februar oder Anfang
März d. J. wurde ein Fahrrad, deſſen Eigentümer bis
jetzt nicht ermittelt werden konnte, von einem
unbe=
kannten Handwerksburſchen in der Herberge zur Heimat
hier niedergeſtellt. Das Fahrrad iſt Marke „Drais”
von ſchwarzem Rahmenbau, ſchwarzen Felgen, ohne
Freilauf, hat Zugbremſe, Gritzner=Sattel, etwas
hoch=
gebogene Lenkſtange mit einem Kork= und einem roten
Zelluloidgriff. Das Fahrrad befindet ſich im Verwahr
des Großh. Polizeiamts.
* Arheilgen. 21. April. Man ſchreibt uns: Wie
dank=
bar die vom Männergeſangverein Eintracht
arrangier=
ten Konzerte von den hieſigen Einwohnern aufgenommen
werden, das bewies der zahlreiche Beſuch des Konzertes
am Sonntag. Der große Saal im Gaſthaus zum
Schwa=
nen war bis auf den letzten Platz beſetzt. Geht der Ka=
pelle des Leibgarde=Regiments Nr. 115 ſchon ein guter
Ruf voraus, ſo übertraf das unter Leitung des Herrn
Obermuſikmeiſter Hauske gebotene Konzert alle
Er=
wartungen. Das ſorgfältig gewählte Programm ließ
nichts zu wünſchen übrig. Beſonders hervorgehoben ſei
die Fantaſie aus Lohengrin, ſowie die von Herrn Härtel
ausgeführten Violin=Solo, und der Pilger=Chor und
Lied an den Abendſtern aus Tannhäuſer. Auch dem aktiven
Chor unter der Leitung des Herrn Damm machten ſeine
Geſangsvorträge alle Ehre. Die mit Orcheſterbegleitung
ausgeführten Chöre waren von großartiger Wirkung.
Groß=Gerau, 21. April. Geſtern nachmittag tagte
unter dem Vorſitz des Gemeinderechners Pfaff von
Gernsheim im Gaſthauſe „Zur Krone” dahier die
voll=
zählig beſuchte Gemeinderechner=Verſamm
lung des Kreiſes Groß=Gerau. Der Vorſitzende betonte
in ſeinen Einleitungsworten, daß es die Verſammlung
mit großer Genugtuung entgegennehme, Herrn
Kontroll=
inſpektor Simon in ihrer Mitte zu ſehen. Er übergab
hierauf dem Referenten, Herrn Inſpektor Simon von
der Landesverſicherungsanſtalt des Großherzogtums
Heſſen das Wort zu ſeinem nahezu zweiſtündigen
Vor=
trag. Der Redner ſprach zunächſt ſeinen Dank aus über
den zahlreichen Beſuch und ging ſodann zu ſeinem Thema
über etwaige Unklarheiten in der neuen
Reichsverſiche=
rungsordnung über. Er betonte u. a. in ſeinen
Ausfüh=
rungen, daß die Rechner dahin wirken ſollen, daß man jede
Woche Marken klebe, denn nur durch fortgeſetztes
Marken=
kleben könne man ſich ſeine Rechte auf Heilverfahren und
ſonſtige Annehmlichkeiten bei der
Landesverſicherungs=
anſtalt wahren. Von beſonderem Intereſſe für die Rechner
war es, zu hören, daß in Herbergen oft ein ſchwunghafter
Handel mit Quittungskarten getrieben wird, daß
ſteckbrief=
lich Verfolgte in Herbergen Quittungskarten kaufen, um
dieſe als Legitimationskarten zu benutzen, damit ſie ſich
der Verfolgung entziehen, um die Sicherheitsbehörde zu
täuſchen. Er belehrte die Rechner, wie ſie dieſem Unfug
Einhalt tun können, gab ihnen ferner Anweiſungen über
die Verſicherungspflicht der Ausländer und wies beſonders
auf die ruſſiſch=polniſchen Staatsangehörigen und auf die
in Deutſchland ſich aufhaltenden Italiener hin und machte
darauf aufmerkſam, daß, obwohl für ſie
Ausnahmebeſtim=
mungen beſtehen, trotzdem die Verſicherungsbeiträge auch
für dieſe Perſonen voll und ganz zu entrichten ſind. Die
Anweſenden folgten den Ausführungen des Redners mit
großem Intereſſe. Auch bei dieſer Verſammlung kam der
Wunſch zum Ausdruck, daß noch weitere ſolcher Vorträge
ſtattfinden möchten im Intereſſe der guten Sache. Der
Vorſitzende ſchloß hierauf mit Worten des Dankes an den
Vortragenden für die lehrreichen Ausführungen die ſehr
anregend verlaufene Verſammlung.
h- Auerbach, 20. April. Der Landwirt A.
Degen=
hardt fiel letzter Tage vom Wagen und verletzte ſich
innerlich derart, daß ſeine Verbringung in die Klinik nach
Heidelberg nötig wurde. — Die ärztliche Praxis des
ver=
ſtorbenen Dr. Schulze hat der praktiſche Arzt Dr. Wahn
aus Zittau in Sachſen übernommen.
Von der Bergſtraße, 21. April. Der
Weinbauver=
ein der Provinz Rheinheſſen und der
Bergſtraße hielt geſtern nachmittag in Mainz ſeine
8. ordentliche Hauptverſammlung ab. Der
Vorſitzende, Sittmann=Oppenheim, begrüßte die
Anweſen=
den und erſtattete kurzen Bericht über das abgelaufene
Geſchäftsjahr. Wiederholt müſſe dahin geſtrebt werden,
daß im Herbſt ein einheitliches Maß und
Ge=
wicht beim Verkauf der Trauben und Maiſche eingeführt
werde. Herr Sekretär Wagner erſtattete hierauf den
Jah=
resbericht. Im September 1913 ſoll in der
Stadt=
halle in Mainz der Weinbaukongreß abgehalten werden.
Dem Ueberhandnehmen der ſpaniſchen Weinſtuben ſoll
die Regierung mit der Prüfung der Bedürfnisfrage
ſteuern; in dieſer Beziehung wurde eine Eingabe an das
Miniſterium gerichtet. Die Rechnungsablage ergab für
1912/13 an Einnahmen 7469 Mark und an Ausgaben 5808
Mark, der Kaſſenüberſchuß beträgt 1661 Mark. — Ein
von Handelskammerſyndikus Meesmann gehaltener
Vortrag über „Die allgemeine wirtſchaftliche Lage” fand
großen Beifall. Der ſtellvertretende Vorſitzende, Herr
Soherr=Bingen, ſtellte feſt, daß die Verſammlung
einſtim=
mig mit der Abhaltung des Kongreſſes in Mainz
einver=
tanden ſei. Ueber den Verſchnitt=Paragraphen 7 und
ſeine Folgen ſprach Herr Sittmann. Herr Soherr ſprach
dem Redner für ſeine Ausführungen namens der
Ver=
ſammlung den beſten Dank aus. — Ueber die Wahl der
Delegierten zum „Deutſchen Weinbauverband” der am
nächſten Sonntag in Mainz gegründet wird, entſtanden
Feuilleton.
— Frieda Hempels Viſion der idealen
Männerkleid=
ung. Frieda Hempel, unſere berühmte Sängerin, die in
dieſer Saiſon in der Metropolitan Opera in New=York
Triumphe feierte, äußert im American Magazine höchſt
radikale Anſichten über die Herrenkleidung von heute und
entwirft ein farbenleuchtendes Bild der Zukunft, wie ſie
es ſich nach einer gründlichen Reform der Männertracht
erträumt. „Ich haſſe die Kleider, die die Männer von
heute tragen,” ſo beginnt ſie. „Männer ſollten ſich ſchön,
ſollen ſich farbig anziehen, wie ſie es in vergangenen
Tagen taten. Mein Debut und mein zweites Auftreten
an der Berliner Königlichen Oper geſchah in Opern, in
denen ich von herrlich gekleideten Jünglingen umworben
wurde. Da verliebte ich mich in die Idee von Männern
die glänzende, bunte, maleriſche Gewänder tragen, und
ich beſchloß, niemals einem Mann gewogen zu ſein, deſſen
gewählteſte Kleidung, die Abendtoilette, in Wahrheit nur
für einen Leichenbitter paſſen würde. Dieſer Entſchluß
wurde freilich durch die Klauſel gemäßigt, daß ein Mann
eine ſo bezwingende Perſönlichkeit ſein möchte, daß er
mich ſeine Kleidung vergeſſen ließe. Ach, dieſe beiden
Opern, in denen ich zuerſt vor dem Publikum ſang! Von
all den 46 leitenden Rollen, in denen ich bis jetzt geſungen
habe, ſind dieſe beiden „Die luſtigen Weiber von Windſor”
und „Die Hugenotten” zuſammen mit „Romeo und
Ju=
lia” meine Lie blinge. Was für Männer ſind die Männer
in dieſen Opern, ſtark, kühn und mutig und doch in Seide
und Samt, in Spitzen und Federn gekleidet! Die
Klei=
der, die die Männer tragen, ſind ein einziger großer
Jer=
tum. Sie ſollten Farben tragen, Samt und Seide, denn
ſie koſten nicht mehr, als feines ſchwarzes Tuch und
im=
portierte Fabrikate. Sie ſollten wieder Hüte haben mit
Federn und kurze Wamſe und Kniehoſen. Die Leute
ziehen ſich heute an, wie ſich nur niedrige Diener früher
zu kleiden pflegten, und das lächerlichſte Stück der
moder=
nen Herrentracht iſt der Frack, der nur anmutig und
an=
ziehend iſt, wenn der Mann der ihn trägt, zufällig eine
ſchöne Geſtalt beſitzt.
Frieda Hempel ſieht in unſerer Heerenkleidung den
letzten Reſt jenes Puritanertums, das man ſonſt aus
unſe=
rer heutigen Kultur ausgeſchieden habe, und ſie entwirft
eine Viſion von einer wirklich ſchönen Männertracht. „Ich
möchte ſehen, daß die Herren ſich im Einklang mit ihrer
Individualität kleiden. Ein Arzt ſollte ſchon aus hygie=
niſchen Gründen glattraſiert und — geſchoren gehen, in
einer Jacke mit kurzen Aermeln, um die Hände frei zu
haben; ſeine Kleider ſollten als Schmuck ein liebliches
Roſenmuſter tragen und ſeine Leinenhoſen müßten
kreuz=
weiſe geſchnürt ſein. Seinen Mund ſollte ein Schleier
be=
decken, Sandalen mit Gummiſohlen und weiße
Gummi=
handſchuhe ſollte er tragen und in ſeinem Gürtel eine
Schreibtafel. Unſere Richter möchte ich in roten Roben
mit ſilbernen Quadraten ſehen, geſchmückt mit einem
weißen Seidenkragen mit goldenen Troddeln. Weiße
Perücken ſollten ſie tragen und Masken von rotem Samt
und einen Stock in Form eines Schwertes. Die
Poli=
ziſten dürften ihre Körperſchönheit nicht in häßlichen
Uniformen verbergen, ſondern ſollten in blauen Röcken
mit weißen Buckskinhoſen und roten Lederſchuhen
erſchei=
nen. Die Pferde müßten maleriſch und prächtig
aufge=
zäumt ſein. Anſtatt der ärmlichen kleinen Pfeife ſollten
ſie ein ſtattliches franzöſiſches Horn haben. Und der
Po=
liziſt zu Fuß! Warum ſollte er nicht das Haupt mit einem
großen federumwallten Sombrero ſchmücken und im
übri=
gen ein Koſtüm wie die römiſchen Liktoren tragen?” Auch
den Türhütern der Geſchäfte will die Sängerin eine
buni=
lebendige Kleidung geben; die wichtigſte Reform aber
be=
zieht ſich auf den Geſellſchaftsanzug des
Herrn. „Ich möchte die Herren in leuchtend bunten
Seidenröcken mit Edelſteinknöpfen und Manſchetten in
kontraſtierender Farbe ſehen. Der Rockſchwanz ſollte vorn
ſein und hinten eine Boleroform. Die Männer ſollten
ſeidene Kniehoſen tragen in hellen Farben, weiße
Seiden=
ſtrümpfe, Lackniederſchuhe mit luſtigen Roſetten, Stöcke
von Gold mit juwelenverzierten Troddeln, ſollten ihr
Haar lang wachſen laſſen und in Locken kräuſeln.” Ihre
Auswahl hiſtoriſcher Trachten darf nicht begrenzt ſein.
Wer römiſche Kleidung liebt, der trage ſie uſw. „Deine
Kleider, wie Dein Geſicht, ſollen erzählen, welch eine Art
von Mann Du biſt!“
Frieda Hempel hat dabei eines vergeſſen, nämlich,
daß die Herren heutzutage gar keine Zeit haben, ſich
mit ſolcher Sorgfalt und Peinlichkeit zu kleiden.
C.K. Ein Stammbuchblatt von Wallenſtein. Die
Tradition, daß Albrecht v. Wallenſtein als Jüngling auf
der Univerſität Altdorf ſtudiert habe, war ſchon von
Ranke für ſehr wahrſcheinlich erklärt worden, und auch
nachher ſind die Biographen des großen Feldherrn für
dieſe Anſchauung eingetreten. Jedoch an einem
doku=
mentariſchen Beleg, der volle Sicherheit in dieſer Frage
brachte, hatte es bisher gefehlt. Den Beweis erbringt
nunmehr Dr. Heinrich Höhn in einem Aufſatz über alte
Stammbücher im Beſitz des Germaniſchen Muſeums zu
Nürnberg, den er in der Zeitſchrift für Bücherfreunde
ver=
öffentlicht. Er teilt hier aus dem intereſſanten
Stamm=
buch des Hieronymus Kreß eine Stammbucheintragung
Wallenſteins mit, die dieſer in Altdorf dem Kommilitonen
gewidmet. Der ſechzehnjährige Feuerkopf ſoll ja damals
im Randalieren und Zechen einer der ſchlimmſten geweſen
ſein und es ſogar ſo arg getrieben haben, daß der
Nürn=
berger Magtſtrat ihn zwang, Altdorf zu verlaſſen. Wohl
kurz vor ſeiner Abreiſe hat er ſich mit ſeiner klaren,
be=
ſtimmten Handſchrift als „Albertus B. à Waldſtein” in
das Kreßſche Gedenkbüchlein eingezeichnet und den
vor=
ſichtig=altklugen Spruch: „Fide sed eui vide” d. h. „Trau,
ſchau, wem?” gewählt, der für ſeine ſpätere
Charakter=
entwicklung gewiß intereſſant iſt.
Der Tituslopf der Amerikanerin. Die Amerikaner
ſind bekanntlich von der Ueberlegenheit ihrer neuen Welt
über die alte Kultur durchdrungen, und die
Amerikanerin=
nen nicht minder. Der höchſte Ehrgeiz des ſchöneren
Ge=
ſchlechts geht nun darauf aus, für die amerikaniſche Mode
tonangebend zu werden. Deshalb bringen ſie immer
wie=
der Neuheiten nach unſerem verwunderten Kontinent; in
New=York ſcheint ſozuſagen ein beſonderes Bureau zu
be=
ſtehen, das die kapriziöſen Einfälle der Töchter von
Dol=
larika bei uns einführen will. So kabelte man vor
kur=
zem, die Amerikanerinnen von 1913 trügen nur noch
Monocle. Jetzt teilt man mit, daß ſie ſich die Haare kurz
ſchneiden laſſen, daß der Tituskopf der „dernier cri” in
den Vereinigten Staaten iſt. Zu Ende wäre es alſo mit
den Lockenmengen und den dicken Flechten, die auch die
Amerikanerin noch vor kurzem in ſo überreichem Maße in
ihre Friſur „verarbeiten” ließ. Dahin ſind die blonden,
die braunen und roten Zöpfe, mit denen man ſo ſtolz
para=
dierte! Die Frau der neuen Welt will erkannt haben, daß
dieſe charakteriſtiſchſte Zierde der
das lange Haar
Frau — zu ihr nicht mehr paßt, daß die großen Friſuren
ſie in ihrer Bewegungsfreiheit, vor allem beim Sport,
hindern. Ob freilich dieſe heroiſche Mode bei allen
Ame=
rikanerinnen Anklang findet? Ob ihnen die Annäherung
an das Männliche, die jetzt überhaupt in der Mode ſo
ſtark iſt, wirklich als Ideal der Schönheit erſcheint? Man
darf es bezweifeln. Denn auch in dem „Lande der
unbe=
grenzten Möglichkeiten” gibt es noch viele Frauen, die ihre
höchſte Aufgabe nicht darin ſehen, den Männern zu
glei=
chen, ſondern ihnen zu gefallen.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. April 1913.
Nummer 93.
längere Ausſprachen. Der Deutſche Weinbauverband wird
ſin Zukunft aus 100 Delegierten beſtehen, auf Heſſen
ent=
fallen 12 Delegierte. Davon beanſprucht die Heſſiſche
Landwirtſchaftskammer 4, ſo daß noch 8 Delegierte für
den Weinbau verbleiben. Die Genoſſenſchaften haben
auf die Wahl eines Delegierten verzichtet. Herr
Sitt=
mann machte den Vorſchlag, für die
Naturweinverſteiger=
ungen Major a. D. Liebreich=Bodenheim als Delegierten
zu wählen, außerdem vom Weinbauverein und den
Haupt=
weinbauern folgende Herren: Sittmann=Oppenheim,
Weingutsbeſitzer Gg. Racke=Bingen, Bürgermeiſter
Rei=
chert=Nierſtein, Knell=Heimersheim, Bürgermeiſter Dr.
Löslein=Bensheim, Karl Schuppert=Guntersblum und
Bürgermeiſter Becker=Sprendlingen und Major a. D.
Liebreich=Bodenheim. Dem Delegiertenvorſchlag wurde
ſchließlich zugeſtimmt. Damit wurde die Verſammlung
geſchloſſen.
Heppenheim a. d. B., 21. April. Die hieſige Spar=
und Darlehnskaſſe hatte bisher ihren Anſchluß an
die Landwirtſchaftliche Genoſſenſchaftsbank. Durch die
Ver=
hältniſſe dieſer Bank veranlaßt, hat die Spar= und
Dar=
lehnskaſſe den Anſchluß aufgehoben. Um nun eine
ge=
deihliche Weiterarbeit zu ermöglichen, hat dieſe Kaſſe einen
anderen Anſchluß geſucht und auch unter ſehr günſtigen
Bedingungen bei der Landwirtſchaftlichen Zentral=
Dar=
lehenskaſſe, dem Geldinſtitut der deutſchen
Raiffeiſenver=
eine, das eine Filiale für Pfalz und Heſſen in
Lud=
wigshafen unterhält, gefunden, mit welcher Stelle auch
der Geldverkehr betätigt wird.
Mörlenbach, 21. April. Während im Vorjahre infolge
günſtiger Witterungsverhältniſſe der Weidebetrieb auf
der Provinzial=Jungviehweide in Groß=
Brei=
tenbach bei Mörlenbach i. O. ſchon Mitte April eröffnet
werden konnte, kann der Auftrieb der angemeldeten
Rin=
der in dieſem Jahre infolge der kalten Witterung erſt
An=
fang Mai erfolgen. — Der Auftrieb der Fohlen ſindet
etwa acht Tage ſpäter ſtatt. Die genauen Termine des
Auf=
triebs werden den Beſchickern noch bekannt gegeben.
Beerfelden, 20. April. An der vom hieſigen
Orts=
gewerbeverein heute abgehaltenen Geſellenprüfung
beteiligten ſich 13 Prüflinge. Morgens prüften die Lehrer
der hieſigen Gewerbeſchule, die Herren Haupt und Schäfer,
und einige Meiſter. Im zweiten Schulſaal boten ſich die
Geſellenſtücke. Zeichnungen und ſchriftliche Arbeiten als
ſehr hübſche Ausſtellung dar. Alle zutage getretenen
Kennt=
niſſe und die Ausſtellung zeigten, in welch hohem Maße
die Lehrer und Lehrmeiſter ihre Pflicht erfüllt hatten; ſie
zeugten auch von dem Fleiß und dem guten Willen der
Lehrlinge. Mittags leitete der Vorſitzende des
Gewerbe=
vereins, Herr Schloſſermeiſter A. Berger jun., die
Ver=
teilung der Geſellenbriefe durch eine Anſprache ein.
Hier=
auf überbrachte der Syndikus der Handwerkskammer, Herr
Engelbach=Darmſtadt, die Wünſche der
Handwerks=
kammer und Herr Hauptlehrer Teichmann=Michelſtadt
die der Großh. Zentralſtelle. Auch der Bezirksvorſitzende,
Herr Bürgermeiſter Stegmüller=Erbach, ließ ſeine
Wünſche durch den hieſigen Vorſitzenden übermitteln. Der
Lehrling Krämer dankte im Namen ſeiner Mitprüflinge.
Zum Schluß erhielten 9 der Beſtandenen Prämien in
Form von Büchern, geſtiftet vom hieſigen Gewerbeverein.
g. Hirſchhorn, 21. April. In dem Grenzhaus zwiſchen
Hirſchhorn und Florberg wurden heute nacht mittels
Ein=
bruches ſechs Hühner geſtohlen. Die Hühner
wurden in einer Bauhütte abgeſchlachtet und verzehrt. Die
Täter ſind wahrſcheinlich Bahnarbeiter, die am Bahnbau
Eberbach beſchäftigt ſind.
* Langen, 21. April. Dem Geſangverein „
Lieder=
kranz”=Langen iſt, laut Mitteilung Großh. Kreisamtes
Offenbach, zu dem bevorſtehenden Geſangswettſtreit der
Allerhöchſte Ehrenpreis S. M. des Kaiſers, beſtehend aus
einer mit dem kaiſerlichen Bildnis geſchmückten ſilbernen=
Medaille, verliehen worden. Dieſe hohe Auszeichnung iſt
für den Verein um ſo ehrenvoller, als ſie
ausnahms=
weiſe einem Landverein in einer Gemeinde eines
nicht=
preußiſchen Bundesſtaates verliehen worden iſt. Der
Ver=
ein ſowohl als auch die Stadt Langen können mit Stolz
auf dieſe Allerhöchſte Auszeichnung blicken.
-g. Klein=Steinheim, 21. April. In vergangener Nacht
wurden von ruchloſer Hand an der Kreisſtraße Klein=
Steinheim=Offenbach 23 Obſtbäume abgebrochen.
Die aufgefundenen Fußſpuren führen nach Offenbach.
Mainz, 21. April. Die gegen den Kanonier Lenz
von der 3. Batterie des Feldart.=Regts. Nr. 27 hier
ein=
geleitete Unterſuchung hat nunmehr zweifellos feſtgeſtellt,
daß es ſich bei dem Fall, der ſeinerzeit von ihm ſelbſt als
Raubanfall dargeſtellt wurde, um
Selbſtverſtüm=
melung handelt. Lenz brachte ſich den Schuß in die
Hand, durch den der eine Finger der linken Hand zum
Teil abgeſchoſſen wurde, ſelbſt bei, um dadurch als
dienſt=
untauglich erklärt und nach Hauſe geſchickt zu werden.
Nach anfänglichem Leugnen geſtand er zu, die „
Mord=
geſchichte” ſelbſt zu obigem Zweck inſzeniert zu haben
Sein Kamerad, der ihn begleitete, iſt bereits mit 10 Tagen
ſtrengem Arreſt beſtraft worden, weil er auf den
gehör=
ten Schuß hin nicht zurückging. Lenz ſelbſt befindet ſich
noch im Lazarett. — Ein Mann, der ſich hier eingemietet
hatte, gab bei dem hieſigen Poſtamt eine Poſtanweiſung
in geringer Höhe an ſeine eigene Adreſſe auf. Wie aus
den Umſtänden hervorgeht, hatte er die Abſicht, den
Geldbriefträger nach Eintreffen in ſeiner
Wohnung zu berauben. Das Vorhaben konnte
aber nicht zur Ausführung gebracht werden, da die
Zu=
ſtellung des Geldes in Gegenwart anderer Perſonen
er=
folgte. Es handelt ſich um einen Unbekannter, der am
Freitag vormittag auf der Hauptpoſt eine Poſteinzahlung
von 2 Mark an einen Riege, Gärtnergaſſe 16 wohnhaft,
aufgegeben hatte. Der Geldbriefträger, der am Freitag
nachmittag aushilfsweiſe in dieſem Bezirk die
Beſtellun=
gen ausführte und der etwa 3000 Mark in ſeiner
Geld=
taſche hatte, ging zuerſt in das Haus in der Gärtnergaſſe.
Da ihm Riege unbekannt war, fragte er in dem im
Erd=
geſchoß liegenden Laden die Frau des Gemüſehändlers,
wo der Adreſſat wohne. Die Frau erklärte, daß der
Be=
treffende erſt vor einigen Stunden bei ihr im erſten Stock
ein möbliertes Zimmer gemietet habe. Um dem
Geld=
briefträger den Weg zu ſparen, holte die Frau den Riege
in den Laden herunter. Dort zahlte der Poſtbote in
Gegenwart der Frau und, einiger Kunden dem R. den
Betrag aus. Der Empfänger war ein ſauber gekleideter,
etwa 20jähriger Menſch, der nach Empfang des Geldes.
aus der Wohnung ſich entfernte und nicht mehr
zurück=
kehrte. Einen Handkoffer ließ er in dem Zimmer zurück.
Die Frau ſchöpfte Verdacht und benachrichtigte die
Poli=
zei. In dem Handkoffer befand ſich weiter nichts als ein
ſchwerer Hammer. Als Abſender war auf der
Poſt=
einzahlungskarte ebenfalls der Name „Riege” Steingaſſe
wohnhaft, angegeben. In der Steingaſſe wohnt keine
Perſon mit dieſem Namen.
Nackenheim, 21. April. Als am Samstag vormittac
das Boot „Hildenbrand Nr. 9” von Frankfurt kommend
aus der Mainmündung in den Rhein fahren wollte, wurde
der 60 Jahre alte Kapitän Matthias Scheidel von hier
durch einen Schlag vom Steuerruder an den Leib
ge=
troffen und tödlich verletzt. Die Mainzer Sanitätswache
verbrachte den Verletzten auf ſeinen Wunſch zu ſeiner
ver=
heirateten Tochter in die Leſſingſtraße in Mainz, wo er
alsbald ſtarb. Nachdem die Leiche freigegeben war,
wurde ſie geſtern hierher zur Beerdigung gebracht.
Gießen, 21. April. Mittwoch vormittag treffen der
Kaiſer und der Großherzog hier ein. Beide
Herr=
ſcher wollen das Infanterieregiment Nr. 116 „Kaiſer
Wil=
helm II.” beſuchen und um 1 Uhr im Offizierskaſino das
Frühſtück einnehmen. Eine Parade auf dem großen
Exerzierplatz, dem Trieb, iſt nicht vorgeſehen. Dagegen
werden die Mannſchaften des Regiments auf dem Hof der
Zeughauskaſerne am Landgraf Philipp=Platz am Kaiſer
vorüberdefilieren.
Nieder=Florſtadt, 20. April. Hier ereignete ſich geſtern
ein Autounfall. Als das Poſtauto, das morgens um
½9 Uhr von Friedberg kommt, über die Nidda fahren
wollte, kam der Wagen infolge der ſchlüpfrigen Fahrſtraße
ins Rutſchen und ſtieß mit voller Wucht gegen das
Brücken=
geländer. Glücklicherweiſe iſt das Geländer ſehr maſſiv
und nahm daher dem Anprall die größte Wucht.
Immer=
hin brach das Geländer doch durch und das Poſtauto wäre
unfehlbar die etwa vier Meter hohe Brücke hinab in die
Nidda geſtürzt, wenn nicht der Chauffeur ſofort alle
Brem=
ſen gezogen und ſo den Wagen im letzten Augenblick zum
Stehen gebracht hätte. Das rechte Vorderrad war bereits
über den Brückenrand hinausgefahren. Der Wagen kam
mit kleinen Schäden davon, und der einzige Paſſagier
wurde mit ſolcher Wucht gegen die innere Wand
geſchleu=
dert, daß er eine Wunde am Kopf davontrug. Den
Chauffeur trifft keine Schuld, da er in mäßigem Tempo
fuhr.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Nedaktion ihr Urteil vor.
Wie bereits erwähnt, gelangt am nächſten
Mittwoch, 23., Donnerstag, 24., Freitag. 25.
und Samstag, 26. April, abends 8 Uhr, im
Saal=
bautheater die dreiaktige Operettenpoſſe: „
Autolieb=
chen” von Jean Kren, Muſik von Jean Gilbert, zur
Auf=
führung. Der große Erfolg liegt nicht allein an der
aus=
gelaſſenen humorvollen Handlung, ſondern auch an den
wirklich reizenden Muſiknummern, die ſchon heute überall
Gemeingut des großen Publikums geworden ſind. Leicht
verſtändlich ins Gehör gehende Melodien, wie: „Verſuch’s
doch mal” „Fräulein, könn’n Sie links rum tanzen”
„Ja, das haben die Mädchen ſogerne!” Wenn
zwei Leute böſe ſind” ſowie das Terzett: „Die Polizei
find’t was dabei!” dann das Walzerlied mit Chor:
„Autoliebchen, Autoliebchen — ach, im Auto küßt ſich’s gar
ſo ſchön” nicht zuletzt der Enſembletanz: „Two Step
ſchiebt man heut” dieſe Melodien ſummt jeder, der das
Theater verläßt und ſchließlich noch im Haus ſingt die
Frau in fröhlichem Erinnern: „Ach, das haben die
Mädchen ſo gerne”.
Zur Aufführung des Oratoriums Hus
von C. Loewe.
Das Oratorium „Johannes Hus” gehört nicht zu
den allgemein bekannten Werken C. Loewes. Während
ſeine Balladen im Konzertſaal oft wiederkehren, werden
ſeine Oratorien nur ſelten zu Gehör gebracht (in Mainz
demnächſt ſein „Hiob”). Ihrem Stil nach ſtehen ſie in
einem ausgeſprochenen Gegenſatz zu den großen Werken
der alten Meiſter. Bei ihnen iſt alles, was zur Szenerie
gehört, nur leicht ſkizziert, das meiſte aber von dem
Sze=
niſchen überhaupt losgelöſt; dafür wenden ſie ſich um ſo
mehr an das Innere. an die Empfindung. Loewe dagegen
ſtellt zugleich auch Anſprüche an die bildneriſche
Geſtal=
tungskraft des Hörers. So begleiten wir Hus auf ſeinem
ganzen Zuge von Prag nach Konſtanz, wir ſehen ihn im
Prager Schloß beim Königspaar, im Böhmer Wald unter
den Zigeunern und bei den Hirten, wir werden in den
Palaſt des Kaiſers Sigismund geführt, dann in den
Kon=
zilienſaal, ſchließlich werden wir ſogar an der Richtſtätte
Zeugen von Huſens Verbrennung. Dieſe ſzeniſchen
Sprünge kommen unvermittelt, ohne die kleinen
erzählen=
den Bindeglieder, wie ſie z. B. Bach in der Paſſion verwendet.
Loewes Oratorien ſtehen alſo gleichſam in der Mitte
zwi=
ſchen dem, was man gewöhnlich Oratorium nennt, und
zwiſchen der Oper. Die Handlung, über die an dieſer
Stelle bereits geſprochen wurde, bot mit ihren oft
glück=
lichen ſzeniſchen Einfällen dem Balladenmeiſter in
hin=
reichendem Maße willkommene Gelegenheit, ſeine Kunſt
in der muſikaliſchen Darſtellung aller möglichen Bilder zu
betätigen. Tief empfunden in der ganzen Anlage und
Stimmung iſt Huſens Arioſo „Hier an der Grenze füll’ ich
meine Hand mit böhmiſcher Erde”, nicht minder ein von
Gottvertrauen erfülltes Gebet im 3. Teil (Pſalm 73), das
gerade durch dieſe erhabene Ruhe in einem
wirkungs=
vollen Gegenſatz ſteht zu dem vorausgehenden, höchſt dra=
matiſchen, wuterfüllten Chor der Geiſtlichen. Nicht
uner=
wähnt bleibe auch aus dem 1. Teil das Terzett des
Mär=
tyrers mit dem böhmiſchen Königspaar, ein Stück von
gro=
ßer Innigkeit und Klangſchönheit. Die Hauptſtärke des
Werkes aber liegt in ſeinen Chorſätzen. Die
Zigeuner=
chöre, namentlich der erſte des zweiten Teiles, ſind voll
von bewegtem Leben und vortrefflich in der
Stimmen=
führung. Der Hirtenchor, der ſich mit Huſens Gebet (Pſalm
23) vereinigt, iſt eine liebliche Paſtoralweiſe im Zwölf
achteltakt, welche die Abendſtimmung überaus glücklich
ſchildert. Daß dieſe Melodie Loewe ſelbſt ſehr gefallen
hat, darf man wohl daraus ſchließen, daß er ſie in der
kurzen Einleitung zu dem Oratorium bereits bringt, dem
Vorhergehenden ziemlich locker angefügt, und daher
ziem=
lich unvermutet, zumal, da man in einem Werk, das den
ſtarken, durch den Märtyrertod bewährten Glauben
behan=
delt. in der Einleitung andere Töne als eine ſanfte
Hirten=
weiſe erwartet. Kontrapunktiſch ein Muſterſtück iſt die
Missa canonica, welche die Szene im Konzilienſaal
ein=
leitet. Endlich, um nur noch eins zu erwähnen, iſt ganz
beſonders der Schlußchor, der Chor der Flammengeiſter,
eine in ihrer Art faſt einzig daſtehende Kompoſition von
gewaltigem Aufbau und überwältigender Klangwirkung,
die den Meiſter der Darſtellung und Inſtrumentierung
er=
kennen läßt. Düſter und unheimlich beginnend, ſchildert
der Satz das Emporlodern der Flammen am
Scheiter=
haufen ſo anſchaulich, daß man förmlich zu ſehen glaubt,
wie ſie, immer höher züngelnd, Hus unaufhaltſam näher
kommen, bis dann in dem triumphierenden Thema der
Schlußfuge (Ungetrübt, rein) der Geiſt, durch die Flamme
geläutert, ſich zu lichten Höhen erhebt.
Möchte das leicht verſtändliche und doch wirkungsvolle
Werk, das mit großer Hingebung trefflich vorbereitet iſt
und deſſen Aufführung vorausſichtlich durch den Beſuch
der Allerhöchſten Herrſchaften ausgezeichnet werden wird,
recht zahlreiche Hörer finden!
Dr. W. Sch.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 20. April. Im Sonderzug
trafen heute 600 Mitglieder der Dresdener Volks=
Singakademie auf dem Anhalter Bahnhof ein. Sie
wollen Beethovens „Miſſa Solemnis” zu Gehör bringen.
Die Beſſerung im Befinden des erkrankten
Reichsbank=
präſidenten Havenſtein hat nicht angehalten. In
ſpä=
ter Nachtſtunde nahm, dem Berliner Tageblatt zufolge,
die Krankheitserſcheinung eine ſchlimme Wendung.
Das ſtürmiſche Wetter des Sonntags brachte die vielen
Ruderer und Segler auf den märkiſchen Gewäſſern
mehrfach in Gefahr. Auf der Oberſpree wurde das
Segel=
boot des Maurerpoliers Brückner aus Berlin zum
Ken=
tern gebracht. Während ſechs erwachſene Perſonen mit
knapper Not gerettet werden konnten, fanden zwei Kinder
des Brückner im Alter von 7 und 9 Jahren den Tod in
den Fluten. Die Leichen wurden geborgen und ſind
einſt=
weilen von der Polizei beſchlagnahmt worden. Auf dem
Müggel= und dem Wannfee kenterten verſchiedene
Segel=
boote; die Inſaſſen konnten aber ſämtlich gerettet werden.
Am Scharmützelſee wurde ein großes Urnenfeld
aufgedeckt. Es erſtreckt ſich in der Nähe von Diensdorf
bei Glienicke über mehrere Morgen Landes. Urnen von
verſchiedenſter Größe und Form, außerdem kleine Krüge,
wurden gefunden, welche Aſchenreſte enthielten. Neben
Urnen und Krügen wurden Ringe, Nadeln, Schmuckſtücke
uſw. gefunden. — Als heute abend der Bauführer Kirſch
mit ſeiner Frau und einigen Arbeitern die Ulmenallee in
Weſtend entlang gingen, um ſich nach Hauſe zu begeben,
ſtießen ſie auf den mit Kirſch verfeindeten
Maſchinenmei=
ſter Haaſe und fünf andere Männer. Es kam zu einer
Schlägerei und Revolverſchießerei, wobei
Kirſch durch einen Säbelhieb über den Kopf, Haaſe durch
Revolverſchüſſe im Rücken und 13 andere Perſonen
ver=
letzt wurden.
Straßburg, 19. April. Profeſſor Dr. Wollenberg,
der Direktor der hieſigen Pſychiatriſchen Klinik, hat, den
Neueſten Nachrichten zufolge, am letzten Samstag bei
Ge=
richtsſtelle ein ausführliches Gutachten überreicht, wonach
der Alarmurheber Johann Auguſt Wolter als
gemeingefährlich geiſteskrank anzuſehen ſei.
Dieſe ärztliche Bekundung hat die Einſtellung des
ſchwe=
benden Strafverfahrens gegen den ehemaligen
Zahlmeiſter=
aſpiranten zur Folge. Nunmehr wird Wolter dauernd
als gemeingefährlicher Geiſteskranker in Stefansfeld, ſei
nem gegenwärtigen Aufenthaltsort, verbracht werden.
Wolter ſelbſt opponiert lebhaft gegen das Gutachten, das
er für „ungenügend” erklärt, und ſucht durch ſeinen
Ver=
teidiger Dr. Hirſch ein neues Gutachten von den Aerzten
der Stefansfelder Irrenanſtalt herbeizuführen. Es ſollen
indeſſen Zweifel über den tatſächlichen Geiſteszuſtand
Wol=
ters ausgeſchloſſen ſein.
Speyer, 21. April. Auf Anordnung des
Reichsan=
walts iſt die Haft gegen den franzöſiſchen Haupt
mann de Lemerle wieder aufgehoben worden. de
Lemerle iſt geſtern vormittag nach der deutſch=franzöſiſchen
Grenze abgereiſt.
Freiburg i. B., 20. April. Auf der hieſigen Meſſe
ſprang geſtern während der Vorſtellung in einer
Menagerie ein Löwe in den Muſikraum. Es
ent=
ſtand eine Panik, doch gelang es dem Tierbändiger und
den Angeſtellten, den Löwen in den Zwinger
zurückzutrei=
ben, wobei das Tier den Bändiger durch einen Biß in den
Vorderarm verletzte.
Leipzig. 21. April. An der Einweihung des
Völkerſchlachtdenkmals werden nach den bisher
beim Deutſchen Patriotenbund eingegangenen Zuſagen im
ganzen zwanzig Fürſtlichkeiten teilnehmen, darunter
ſiebzehn deutſche, und zwar: der deutſche Kaiſer,
die Könige von Sachſen und Württemberg, Prinz=
Regent Ludwig von Bayern; als Vertreter des
Kaiſers von Oeſterreich Erzherzog Franz Ferdinand,
als Vertreter des Zaren ein Mitglied der ruſſiſchen
Kaiſer=
familie und als Vertreter des Königs von Schweden ein
Prinz des königlichen Hauſes. Von deutſchen Fürſten
be=
teiligen ſich ferner: die Großherzöge von Baden, von
Sachſen=Weimar und von Heſſen, die Großherzöge von
Mecklenburg=Schwerin und Mecklenburg=Strelitz, weiter
die Herzöge von Sachſen=Altenburg und Koburg=Gotha
und Anhalt, ſowie der Regent von Braunſchweig Herzog
Johann Albrecht, endlich die Fürſten von Schaumburg=
Lippe und zur Lippe, Fürſt Heinrich XXVII. von Reuß
als Vertreter beider Linien und der Fürſt von Waldeck
und Pyrmont. Auch die deutſchen Hanſaſtädte werden
vertreten ſein, und zwar Hamburg durch Bürgermeiſter
Schröder und Lübeck durch Bürgermeiſter Dr. Eſchenburg.
Paris, 19. April. Der Muſikprofeſſor Sully öffnete
heute nachmittag in Gegenwart ſeiner Angehörigen ein
ihm zugegangenes Poſtpaket. Dieſes explodierte
plötz=
lich. Profeſſor Sully, ſeine Frau, ſeine Mutter und ſeine
Söhne erlitten ſehr ſchwere Verletzungen. Die
Unter=
ſuchung ergab, daß das Paket eine mit Pulver gefüllte
Bombe enthalten hatte. Es handelt ſich augenſcheinlich
um einen Racheakt, doch iſt Profeſſor Sully bisher
außer=
ſtande, irgend jemanden namhaft zu machen, der den
An=
ſchlag aus einem derartigen Beweggrunde hätte verüben
können
Paris, 21. April. Die Autobanditen Monier,
Soudy und Callemin wurden heute früh 4.30 Uhr auf
dem Boulevard Arago vor dem Gefängnis de la Santé
hingerichtet. Von der Polizei waren umfangreiche
Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. Irgend welche
Ruheſtörungen ſind nicht vorgekommen. Zuerſt wurde
Soudy, dann Callemin und zuletzt Monier hingerichtet.
Madrid, 21. April. Der Deutſche Guttmann,
Ver=
treter einer großen Hamburger Firma, reiſte am 26. März
im Schlafwagen von Coruna ab, nachdem er eine größere
Getreideladung entgegengenommen hatte. Zwiſchen den
Stationen Leon und Aviles verſchwand er plötzlich.
Da er über 50000 Peſetas bei ſich führte, wird
angenom=
men, daß er einem Raubmord zum Opfer gefallen iſt.
Die Erſte Kammer und die Finanzlage.
** Darmſtadt, 21. April. Der erweiterte
Finanz=
ausſchuß der Erſten Kammer hat dieſer Tage eine
ein=
gehende Beratung über die durch die geplanten neuen
Reichsſteuern geſchaffene finanzielle Situation und deren
Einwirkung auf Heſſen abgehalten. Das Ergebnis dieſer
Beratung wurde in der folgenden Erklärung niedergelegt:
Die Erſte Kammer hat bereits wiederholt darauf
hinge=
wieſen, daß ihre Zuſtimmung zur
Beamtenbeſoldungsvor=
lage weitere Erſparniſſe auf den verſchiedenen Gebieten
der Staatsverwaltung zur Vorausſetzung habe. Der
Fi=
nanzausſchuß hat dieſer Anſchauung insbeſondere noch in
ſeinem Schreiben an die Miniſterien vom 17. Dezember
1912 Ausdruck gegeben. Eine weitere Vorausſetzung der
Zuſtimmung des Ausſchuſſes zur Beſoldungsvorlage
bil=
det die Annahme des Geſetzes über die Koſten der höheren
Schulen, das der Staatskaſſe eine Entlaſtung von 230000
Mark bringen ſoll.
Bei dieſer Stellungnahme ließ ſich der Ausſchuß von
der Abſicht leiten, bei dieſen erhöhten dauernden
Anforde=
rungen auf die finanzielle Leiſtunasfähigkeit des Landes
Nummer 93.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. April 1913.
Seite 5.
nach Möglichkeit Rückſicht zu nehmen und die Verteilung
der Laſten auf eine geſunde Baſis zu ſtellen.
Mittlerweile iſt nun in nahe Ausſicht gerückt worden,
daß die Leiſtungsfähigkeit des Landes durch die
Aufbring=
ung der Mittel für die Reichswehrvorlage in ganz
beſon=
derem Maße weiterhin in Anſpruch genommen werden
muß. Indem der Ausſchuß vorausſetzt, daß die Frage,
wie die für das Reich notwendigen Mittel vom Lande
aufgebracht werden ſollen, durch Landesgeſetz
ge=
regelt wird, erſucht er die Großh. Regierung, die
hier=
zu notwendigen Ausführungsgeſetze ſo zeitig den
Kam=
mern vorzulegen, daß ſie zu gleicher Zeit mit der
Beſol=
dungsordnung und den dazu gehörigen Vorlagen von
den Kammern beraten werden können.”
Dieſer Beſchluß des Ausſchuſſes, der zweifellos auch
das Plenum der Erſten Kammer hinter ſich hat, iſt
nament=
lich inſofern von beſonderer Wichtigkeit, als der Ausſchuß
„vorausſetzt”, daß die Aufbringung der für das Reich
er=
forderlichen Mittel durch Landesgeſetz erfolgen
wird, während die Regierung nach dem jüngſt von uns
mitgeteilten ausführlichen Bericht im Finanzausſchuß der
Zweiten Kammer die Anſicht geäußert hat, daß man in
Heſſen wohl die Beſitzabgabeſteuer des Reiches zur
Ein=
führung kommen laſſen werde. Der Beſchluß des
Aus=
ſchuſſes ſoll, wie uns von informierter Seite verſicher
wird, keineswegs die Abſicht verfolgen, eine Verſchleppung
in der Beratung der Beſoldungsvorlage herbeizuführen.
Die Intention des Ausſchuſſes ſei nur die geweſen, zu
vermeiden, daß jetzt bei Erledigung der
Beſoldungsvor=
lage die finanziellen Verhältniſſe des Landes einer
Prüf=
ung und Regelung unterzogen werden und daß bei
Aus=
führung der Reichsfinanzvorlage, die mit der Erhöhung
der Wehrfähigkeit des Reiches im Zuſammenhang ſteht
das Land ſich wiederum mit einer Regelung ſeiner
finan=
ziellen Verhältniſſe beſchäftigen muß.
Der Nieder=Modauer
Bank=
krach vor der Strafkammer.
Dreizehnter Verhandlungstag.
g. Mit dem geſtrigen Verhandlungstage iſt der
Pro=
zeß gegen Adam und Genoſſen in die dritte
Verhand=
lungswoche eingetreten und mit dem Fortſchreiten der
Zeugenvernehmungen deingt die Verhandlung immer
mehr in Einzelheiten der weitverzweigten, Transaktionen
der Angeklagten ein, die alle mehr oder weniger in nur
loſen Beziehungen zu Nieder=Modau ſtanden, aber doch
zur Illuſtration und möglichſten Klärung der ganzen
ziemlich verworrenen Sachlage dienen. Vorausſichtlich
wird der Prozeß die vorgeſehenen ſechs Wochen
an=
dauern.
Geſtern wurde als erſter Zeuge Dr. Draudt
ver=
nommen, er ſagt aus über eine Transaktion, durch die
ſeinem Vater von Jſaak gegen Verpfändung von
Urkun=
den Geld verſchafft wurde. So viel Zeuge weiß, iſt Jſaak
niemals unehrlich geweſen, aber ein ſehr gewandter
Ge=
ſchäftsmann. — Zeuge Kaufmann Haller war 1908 und
1909 Prokuriſt der Landwirtſchaftlichen Kreditbank in
Frankfurt. Die Bank habe ſich an Jſaak gewendet, daß
er Pfandbriefe lombardieren ſolle, weil die Bank damals
größere Summen brauchte und ihre Pfandbriefe nicht auf
den Markt bringen wollte, da der Kurs damals ſehr
niedrig ſtand. Wie hoch die Summen waren, die Jſaak
beſchaffte, kann Zeuge nicht genau ſagen. Proviſion habe
Iſaak nicht bekommen. Aber in der Transaktion zwiſchen
Genoſſenſchaftsbank und Kreditbank mit den 500000 Mark
wurde dem Angeklagten 250000 Mark eingeſtellt, wie
Zeuge angibt, war dieſe Summe für die Verdienſte, die
ſaak der Kreditbank geleiſtet hat. Jſaak ſei einmal zu
ihm gekommen und habe ihm weinend erklärt, er habe ſich
durch die Geſchäfte mit den Pfandbriefen ruiniert. Man
habe deshalb dem Jſaak auch helfen wollen. Die
Pfand=
briefe der Bank hat Zeuge nie für unterwertig gehalten.
Zeuge Regel von der Bezirksſparkaſſe Reinheim
gibt über einen Kaufbrief Gils von 69000 Mark Auskunft.
Dieſer Kaufbrief wurde von Roth an Jſaak für Baugeld
gegeben. Dieſer gab ihn mit Bürgſchaft Nieder=Modaus
n Gerſt. Später wurde der Kaufbrief von Gerſt abgelöſt
und ging an die Sparkaſſe in Reinheim. Gerſt behielt
die Bürgſchaft Nieder=Modaus, und auf Verlangen
Rein=
heims übernahm dann Nieder=Modau nochmals die
Bürgſchaft. Gerſt ließ ſich ſpäter nochmals eine
Bürg=
ſchaft von Nieder=Modau geben über eine Summe, in der
die 69000 Mark enthalten waren. Auf die Anfrage an
Adam, weshalb er in einer Angelegenheit, die den
Ver=
ein garnichts anging, drei gefälſchte Bürgſchaften einging,
antwortete dieſer, der Pallmann habe geſagt, man brauche
Geld, deshalb habe er die Bürgſchaft unterſchrieben.
Zeuge Friſeur Schnellbacher aus Lindenfels wurde
aus einer Bürgſchaft in Anſpruch genommen und um die
Zwangsvollſtreckung abzuwenden, wandte er ſich an
Adam, der ihm auch ein Darlehen verſprach. Er ſei von
Adam nach Darmſtadt eingeladen worden, und im
Köl=
niſchen Hof trafen ſie noch mit anderen zuſammen. Bei
dem hier veranſtalteten Frühſtück ſei es ſehr hoch
herge=
gangen und ſehr viel Sekt ſei getrunken worden. Da er
dachte, er könnte die Zeche nicht bezahlen, ſagte er dem
Adam, was das koſte. Adam antwortete, etwa 70 Mark,
aber er brauche ſich nicht darum zu kümmern, die Regelung
der Zeche ſei ſeine Sache. — Zeuge Glaſer Hotz aus
Frankfurt gibt an, daß der Geometer Pfeil im Auftrage
von Jſaak und Pallmann zu ihm gekommen ſei und ihn
den Antrag machte, Grundſtücke zu bebauen. Das An
gebot ſei ihm derart erſchienen, daß er es abgelehnt habe.
1908 oder 1909 hatte Zeuge Glaſerarbeiten für Zöller
aus=
geführt. Da er dieſe Arbeiten auf Anraten des Jſaal
übernahm, ließ er ſich ſpäter von dieſem Sicherheiten
geben. Zeuge war in dieſer Zeit mit Pallmann, Adam
und Roßmann zuſammen. Da ließ im Reſtaurant
Pall=
mann von den beiden Herren Wechſel unterſchreiben. Als
Adam bemerkte, daß ja gar keine Zahlen darauf ſtanden,
habe P. nur geſagt, er bitte die Herren zu unterſchreiben.
Dies geſchah dann auch. Zeuge habe ſich dazu geſagt:
O weh! wenn ſolche Leute im Vorſtand ſitzen, da geht
Nieder=Modau kaput. Er habe damals ſchon gedacht, das
ſeien unſaubere Sachen. — Zeuge Holz war Vorſitzender
der Sparkaſſe von Groß=Bieberau. Die Kaſſe habe ſich auf
Anraten von Ihrig ebenfalls an der V.=V.=G. beteiligt,
zunächſt mit 10000 Mark, ſpäter wurden noch 20000 Mark
eingezahlt. Man habe in Ihrig ein unbegrenztes
Ver=
trauen gehabt, da dieſer die Genoſſenſchaft gegründet
habe. Man habe ſich bemüht, daß der Verein ein
Mit=
glied in den Vorſtand oder Aufſichtsrat entſenden könne.
Auf Widerſpruch von Ihrig ſei dies unterblieben.
Zeuge Weickert hat ebenfalls Gelände des Konſortiums
bebaut, anfänglich dabei verdient, ſpäter aber wieder
alles verloren. Zeuge übernahm von Jſaak ein
Fabrikgebäude, wie Zeuge glaubt nur zu dem Zweck, eine
Hypothek darauf zu erhalten. Jſaak ſchickte ihn dann
nach Reinheim und ſagte ihm, er ſolle eine Zeche machen,
damit er das Geld gleich mitnehmen könne. Die Zeche
werde er ihm wieder erſtatten, was aber nicht geſchehen
ſei. Zeuge fühlt ſich von Jſaak dadurch betrogen, daß ihm
dieſer ſagte, die Erlaubnis das Fabrikgebäude zu
Wohn=
ungen umzubauen, ſei erteilt, was aber nicht der Fall
war. Zeuge baute das Gebäude um und mußte dann auf
Anfordern der Baupolizei die Wohnungen räumen. Zeuge
ſcheint ſich aber über die ganze Geſchichte ſelbſt nicht ganz
klar zu ſein. Er hatte Jſaak auf Schadenserſatz verklagt,
ſich aber ſpäter verglichen und ſogar noch an Jſaak 4000
Mark gezahlt.
Auf die Vernehmung von drei weiteren Zeugen wird,
allſeitig verzichtet und ſodann nach halb 2 Uhr die
Weiterverhandlung auf Dienstag vertagt.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 21. April. Am Bundesratstiſch:
Kriegs=
miniſter v. Heeringen und Kommiſſare. Präſident Dr.
Kaempf eröffnet die Sitzung um 2,19 Uhr. Die
zweite Beratung des Etats für die Verwaltung des
Reichsheeres
wird fortgeſetzt. Beim Kapitel Kaſernenverwaltung und=
Servisweſen bringt Abg. Werner=Hersfeld (Rfpt.)
Wünſche der Kaſerneninſpektoren vor.
— Abg. Ickler
(natlb.): Das Submiſſionsweſen, wie es von der
Militär=
verwaltung gehandhabt wird, weiſt große Mängel auf.
Hier muß in modernem Sinne reformiert werden. —
Abg. Pauly=Cochem (Ztr.): Man ſollte bei Kaſernen=
und anderen Bauten darauf ſehen, daß der deutſche
Schie=
fer verwendet wird. — Abg. Dr. Belzer (Ztr.): Die
Burg Hohenzollern iſt die Stammburg unſeres oberſten
Kriegsherrn und es entſpricht dem Volksempfinden und
namentlich angeſichts des feſtungsgrtigen Charakters der
Burg, daß auch eine kleine Garniſon dort gehalten wird.
(Sehr richtig!) Das iſt geradezu ſelbſtverſtändlich. Auch
die Zulage für dieſe Beſatzung iſt durchaus berechtigt.
— Abg. Rupp=Baden (konſ.): Eine reichlichere
Entſchä=
digung für Einquartierungen von Kavallerie, ſowie für
die Manöverſchäden wäre am Platze. — Abg. Schmidt=
Meißen (Soz.): Durch die Manöverſchäden werden oft
bedeutende und langanhaltende Verkehrsſtockungen
her=
vorgerufen. Im Intereſſe von Handel und Induſtrie
ſoll=
ten dieſe Maßnahmen abgekürzt werden. — Abg.
Koß=
mann (Ztr.): Die Abſchätzung der durch die Manöver
verurſachten Flurſchäden muß ſchneller von ſtatten gehen.
Die ſachlichen Einwendungen der geſchädigten Beſitzer
finden bei den Flurſchadenabſchätzungskommiſſionen in
Generalleutnant Staabs:
wenigen Fällen Gehör.
Die Militärverwaltung iſt bemüht, ſo ſchnell wie möglich
die Flurſchäden feſtzuſtellen.
Das Kapitel wird bewilligt. Beim Kapitel „
Militär=
bauweſen” bittet Abg. Weinhauſen (Fortſchr. Vpt.)
um etatmäßige Anſtellung der Militärbauſchreiber und
Boten. — Generalleutnant Staabs: Beſonders gut
ſind allerdings die Militärbauboten nicht geſtellt; der
Reichstag hat aber ſeinerzeit einen dahingehenden
An=
trag in der Kommiſſion abgelehnt. Was die
Verwend=
ing von rheiniſchem Schiefer für die Bauten angeht, ſo
beſteht die Vorſchrift, daß dieſes Material in der Regel
ſtets verwendet wird. — Abg. Hubrich=Ober=Barnim
Soz.): Die Oberbauſekretäre wünſchen beſſere
Anſtel=
lungsverhältniſſe. Sie müſſen leichter in die Klaſſe der
Intendantur=Bauſekretäre übergeführt werden können.
Das Kapitel wird bewilligt.
Es folgt „Militär=Medizinweſen”
Abg. Hoch
(Soz.): Die Typhusepidemie in Hanau iſt noch immer
nicht aufgeklärt. Es entſpricht nicht den Tatſachen, daß
der Erreger der Krankheit durch eine Kartoffelſchälfrau
eingeſchleppt worden ſei. Die Aerzte haben ihre Pflicht
nicht erfüllt und nicht geprüft, welche Speiſen, die in der
Kaſerne hergeſtellt werden, geeignet ſind, die Geſundheit
der Soldaten zu ſchädigen. Es wurden des Abends die
Kartoffeln geſchält und große Mengen polniſchen Salats
zurecht gemacht und dann die ganze Nacht ſtehen gelaſſen.
Da iſt es doch ein Wunder, daß nicht ſchon früher
Er=
krankungen vorgekommen ſind. In Hanau werden von
der Militärbehörde 55 Pfennig für das Pfund Leberwurſt
gezahlt, da muß ſich doch die Behörde ſagen, daß es
un=
möglich iſt, dafür geſunde Wurſt zu bekommen. Aus
Billigkeitsgründen ſollte den armen Eltern der
verſtorbe=
nen 20 Soldaten entſprechende Entſchädigung gewährt
werden. — Generaloberarzt Dr. Schultz: Die
Erkrank=
ungen in Hanau ſind eine Verquickung von bedauerlichen
unglückſeligen Umſtänden. Die Unterſuchung hat
ein=
wandfrei ergeben, daß die Erkrankungen auf den Genuß
von Kartoffelſalat zurückzuführen ſind, in den
Typhus=
bazillen von einer Kartoffelſchälfrau hineingeraten ſind.
Die Behauptung, daß die Lebensmittel ſchon einige
Mo=
nate vorher ſchlecht geweſen ſeien, könne nicht feſtgeſtellt
werden, weil Klagen darüber nicht eingegangen ſind. Daß
der Salat verdorben war, iſt durch nichts bewieſen. Die
Tatſache, daß zunächſt Anmeldungen nicht erfolgt ſind,
er=
klärt ſich daraus, daß die Erſcheinungen des Typhus meiſt
erſt in der zweiten Woche in die Erſcheinung traten. Ob
die Zivilbehörden zu ſpät unterrichtet wurden, kann ich
nicht ſagen. Es beſtehen in dieſer Beziehung geſetzliche
Vorſchriften, die auch ſicherlich eingehalten wurden. Ueber
die Entſchädigung der Familien haben wir ſchon
genü=
gend in der Kommiſſion geſprochen. Ich bin ermächtigt.
zu erklären, daß alle derartigen Geſuche durchaus
wohl=
wollend aufgenommen werden ſollen. Wir hielten es für
geboten die beſtehenden Vorſchriften den Verwaltungen
einzuſchärfen, um ähnlichen Wiederholungen vorzubeugen.
Dank müſſen wir ſagen den Schweſtern des
Diakoniſſen=
hauſes und des Vinzenz=Krankenhauſes, durch deren
Unterſtützung noch manches Soldatenleben gerettet wurde.
Abg. Hoch (Soz.): Mir liegen Briefe vor, in denen
von Verſtorbenen ſchon lange vor der Erkrankung Klagen
über das Eſſen laut geworden ſind.
Kriegsminiſter v. Heeringen: Ich glaube, der
Abg. Hoch hat offene Türen eingeſtoßen.
Selbſtverſtänd=
lich iſt es, daß die Militärverwaltung alles tut, um den
Urſachen nachzugehen. Eine andere Frage iſt es, ob hier
eine Schuld vorliegt. Ich wäre dem Abg. Hoch ſehr
dank=
bar, wenn er mir das Material zur Verfügung ſtellen
würde, um Klarheit in der Sache zu ſchaffen. Einige
Uebelſtände werden ſich niemals vermiſſen laſſen.
Kar=
toffelſalat, wenn er nicht vergiftet iſt, iſt ohne Zweifel
ein ſchönes Eſſen. Man kann auch den Aerzten keine
Schuld beimeſſen, es iſt ſelbſtverſtändlich, daß ſich auch
Aerzte irren können und einmal eine falſche Diagnoſe
ſtellen. Wir können unſerem Sanitätsoffizierkorps
dank=
bar ſein und wir können mit dem Geſundheitszuſtand
unſerer Armee zufrieden ſein. Der Geſundheitszuſtand
hat ſich in den letzten 40 Jahren nahezu um 35 Prozent
verbeſſert. Das iſt ein Geſundheitszuſtand, wie ihn keine
Armee der Welt aufweiſen kann.
Abg. Hoch (Soz.): Ich kann das Material leider
nicht hergeben. Die Eltern haben mich gebeten, das
Ma=
terial nicht aus der Hand zu geben, da ſie Schwierigkeiten
befürchten, daß ſie ſich an einen Sozialdemokraten ge=
wandt haben. Verallgemeinerungen liegen mir durchaus
fern. Von den Aerzten wird viel geſündigt. Die
Mili=
tärverwaltung will eben nichts lernen. (Unruhe.) — Das
Kapitel wird bewilligt.
Beim Kapitel „Pferdebeſchaffungen” beantragt die
Kommiſſion die Abſetzung von 585 251 Mark. —
Kriegs=
miniſter v. Heeringen: Die Berechnung der
Pferde=
verkehrsgelder beruht auf einer Vereinbarung der
Regier=
ung mit der Eiſenbahnverwaltung; es werden daran
er=
hebliche Erſparniſſe gemacht. Durch die Maßnahmen der
Budgetkommiſſion wird das Einkommen der Offiziere
er=
heblich vermindert. Die Pferdepreiſe ſind erheblich
ge=
ſtiegen. Es iſt uns deshalb unmöglich, unvermögende
Offiziere in den Generalſtab zu bringen. Hoffentlich
ge=
lingt es, bis zur dritten Leſung einen Weg zu finden, um
für den Dienſtaufwand einen Ausgleich zu ſchaffen.
Abg. Gans Edler zu Putlitz (konſ.): Wir
ſtim=
men gegen die Streichung, wie ſie die Kommiſſion
ver=
langt. — Abg. Noske (Soz.): Angeſichts der großen
Opfer für den Militarismus müſſen wir den Daumen feſt
auf den Beutel halten. — Die Wiederherſtellung der
Re=
gierungsvorlage wird abgelehnt, die Reſolution der
Kom=
miſſion angenommen.
Es folgt das Kapitel „Umzugs= und
Reiſeentſchädig=
ungen” — Abg. Noske (Soz.): Die Reiſekoſten ſind
viel=
fach zu hoch. Die Herren müſſen daran denken, daß die
Armee ein Reichsinſtitut iſt und vom Volk bezahlt wird.
Die Armee darf nicht zum Privatgebrauch benutzt
wer=
den. Die Wallarbeiten auf der Saalburg haben
über=
haupt keinen Wert, ſondern es iſt nur eine Liebhaberei
des Kaiſers. Wir müſſen es uns auch verbieten, daß
un=
ſere Bürgersſöhne als Paradepuppen für Prinzen
ver=
wendet werden. Es iſt ganz unbegreiflich, das
Ratheno=
wer Huſaren=Regiment nach Berlin zu transportieren,
damit es dort eine halbe Stunde Spalier bilden ſoll.
Kriegsminiſter v. Heeringen: Die Heranziehung
der Rathenower Ziehen=Huſaren erfolgte aus
innerpoli=
tiſchen Gründen. Die Familie des Prinzen ſteht in
nähe=
ren Beziehungen zu dem Regiment und darum ſollte die
Bedeutung des Eintritts eines Mitgliedes dieſer Familie
in die preußiſche Armee durch Heranziehung der Ziethen=
Huſaren eine beſondere Unterſtreichung erfahren. Das
hatte wohl auch ſeine innerpolitiſche Berechtigung. Die
Wallarbeiten auf der Saalburg ſind, wie mir beſtätigt
wurde, außerordentlich intereſſant und fördernd für die
Ausbildung der Soldaten. Die Koſten zu den Arbeiten
werden von dritter Seite, dem Saalburgfonds, beſtritten.
Das Kapitel wird bewilligt.
Beim Kapitel „Artillerie= und Waffenweſen” ſpricht
Abg. Büchner (Soz.): Die Löhne in den
Militärwerk=
tätten ſind ſchon längſt nicht mehr ausreichend, beſonders
in Spandau. Die Geſinnungsriecherei muß aufhören. Es
geht die Militärverwaltung gar nichts an, wenn ein
Ar=
beiter außerhalb ſeines Dienſtes ſozialdemokratiſch
tätig iſt.
Generalleutnant Wandel: Der Abg. Büchner hat
die Verhältniſſe viel zu ſchwarz gemalt, ſeine
vorgebrach=
ten Mängel treffen nicht zu. Die Löhne ſind weit
günſti=
ger, als hier behauptet wurde. Sie ſind ſchon deshalb
beſſer, weil die Verwaltungen verpflichtet ſind, ſich nach
den Löhnen zu richten, die in der Zivilinduſtrie gezahlt
werden. Ueber die Krankenkaſſe wurde Ihnen eine
Denk=
ſchrift vorgelegt, es muß alſo der Beratung überlaſſen
bleiben, zu ändern, was nötig iſt. Die
Unterſtützungs=
einrichtungen ſind weiter ausgebaut worden und die
Leiſt=
ungen aus dem Unterſtützungsfonds ſind erheblich größer
geworden. Die neue Arbeitsordnung wurde auf Wunſch
der Arbeiterausſchüſſe geſchaffen. Wir ſind aber bereits
daran, eine einheitliche Arbeitsordnung für ſämtliche
Be=
triebe zu ſchaffen. — Abg. Trimborn (Ztr.) bringt
Wünſche verſchiedener Beamtenkategorien in der
Militär=
werkſtätte Siegburg vor. — Generalleutnant Wandel
ſagt wohlwollende Berückſichtigung dieſer Wünſche zu.
Es wird die Weiterberatung auf Dienstag 2 Uhr
pünktlich vertagt. Vorher eine kurze Anfrage des Abg.
Heckſcher. — Schluß nach 8¼ Uhr.
Luftfahrt.
Von der Darmſtädter Fliegerſtation.
Darmſtadt, 21. April. Der geſtrige Beſuch des
Kaiſerpaares in Darmſtadt hatte auch für unſere
Flieger=
ſtation eine beſondere Bedeutung. Gegen ½4 Uhr
nach=
mittags waren 5 Apparate mit Front nach Weſten vor
der neuen Halle aufgeſtellt, Kaum waren die Apparate
auf=
geſtellt, erſchienen auch die beiden Prinzen unſeres
Großherzogspaares auf dem Flugplatz, wo ihnen der
be=
kannte Flugzeugführer Leutnant Sommer die
Flug=
apparate erklärte, und ſie in die Gondel ſetzte. Kurz danach
ſtieg der bekannte Pilot Leutnant v. Mirbach mit
ſei=
nem Beobachter, Oberleutnant von den Hagen, auf.
Dieſe beiden Flieger umkreiſten einige Male den Platz,
bis ſie eine Höhe von 500 bis 600 Meter erreicht hatten,
dann flogen ſie in der Richtung nach Darmſtadt davon.
Kaum war dieſer Apparat verſchwunden, beſtiegen der
be=
kannte Pilot Leutnant Sommer und ſein Beobachter
Leutnant v. Bornſtedt, den Doppeldecker, um nach
eini=
gen Runden ebenfalls in der Richtung nach Darmſtadt
da=
vonzufliegen, um ebenfalls wie Leutnant Sommer dem
Kaiſer Ovationen aus der Luft darzubringen. Beide
Flieger umkreiſten die Stadt und beſonders das neue
Pa=
lais, mehrmals. — Von ½5 Uhr bis ½8 Uhr wurden über
dem Flugplatz größere Schauflüge
ausge=
führt, die ein äußerſt zahlreich erſchienenes Publikum
mit großem Intereſſe verfolgte. Auch der noch hier
ſta=
tionierte Pilot Trautwein mit ſeiner Goedecker=Taube
führte mehrere Platzflüge aus und nahm auf dieſen
Flügen nacheinander faſt ſämtliche Offiziere der Station,
auch den Führer der Station, mit. Er landete wie
gewöhn=
lich in dem ſteilen Gleitfluge. Leutnant Sommer und
Leutnant v. Mirbach erreichten Höhen bis zu 900
Me=
tern. Sämtliche Flüge verliefen glatt und wurde meiſtens
im ſteilen Gleitfluge gelandet. Die Manöver waren vom
ſchönſten Flugwetter überaus begünſtigt und bot
beſon=
ders die Goedecker=Taube auf dem Fluge über der Stadt
im Abendlichte ein unvergleichliches ſchönes Bild.
Von der Delag.
* Die Deutſche Luftſchiffahrt A.=G. in
Frankfurt a. M. muß ſich einer eigenartigen
Sa=
nierung unterziehen. Es werden nämlich, wie die
Frankf. Ztg. erfährt, auf die drei Millionen Mark Aktien
der Geſellſchaft nicht weniger als 300 Prozent=
Zu=
ahlung eingefordert, d. h. 3000 Mark auf je 1000 Mark
Nominalbetrag der Aktie. Dieſer ungewöhnliche
Vor=
ſchlag, der, wenn ſämtliche Aktionäre die Zuzahlung
auf=
bringen würden, dem Unternehmen nicht weniger als
9 Millionen Mark zuführen würde, erklärt ſich daraus, daß
die Geſellſchaft nach Auffaſſung ihrer Verwaltung nur
darauf rechnen kann, daß auf den Aktienbeſtand von etwa
580 000 Mark, der ſich im Beſitze der mit 4 Millionen Mark
Kapital arbeitenden Luftſchiffbau Zeppelin
G. m. b. H. befindet, eine Zuzahlung geleiſtet wird. Die
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. April 1913.
Nummer 95.
Delag benötigt aber mindeſtens eines Betrages von 1,5
Millionen Mark, um ihre Bilanz bereinigen und für die
nötigen Betriebsmittel ſorgen zu können. Das
Aktien=
kapital bleibt unverändert 3 Millionen Mark. Die
Aktio=
näre, welche die exorbitant hohe Zuzahlung leiſten,
er=
reichen, daß ihre Aktien (ohne Erhöhung des
Nennbetra=
ges) in Vorrechtsaktien umgewandelt werden, ſo daß in
der Folge insbeſondere, wenn nicht ausſchließlich, die
Luft=
ſchiffbau Zeppelin G. m. b. H. bevorrechtigte Aktionärin
der Delag ſein wird. Die Leiſtung der Zuzahlung durch
dieſe G. m. b. H. an die Delag wird im übrigen wohl,
wenigſtens zum erheblichen Teil, im Verrechnungswege für
Lieferungen uſw. erfolgen. Ueber die
Bilanzver=
hältniſſe der Delag hört man, daß ſich für das abge
laufene Jahr zwar ein Betriebsgewinn von 90000 Mark
(für 1911 nur etwa 1000 Mark) ergeben hat, nachdem u. a.
für Fahrkarten rund 493000 Mark, davon in Frankfurt
133000 Mark, vereinnahmt wurden und auch ſonſt nicht
unerhebliche Erträgniſſe erzielt wurden. Andererſeits aber
abſorbieren die großen Aufwendungen, beſonders die
Be=
triebskoſten (366000 Mark) den größten Teil der
Einnah=
men, ſo daß ſich nür der ſchon genannte Betriebsgewinn
von 90000 Mark ergab. Die Geſellſchaft hat weiter im
Hinblick auf den raſchen Verbrauch ihrer Schiffe und
ſon=
ſtigen Anlagen hohe Abſchreibungen vorzunehmen; dieſe
regulären Amortiſationen umfaſſen bei den Hallen 10
Pro=
zent bei den Schiffen 20 Prozent; ob dieſer letztere Satz
wirklich ausreicht, iſt nach den bisherigen Erfahrungen
zum mindeſten zweifelhaft. Die erforderlichen
Abſchrei=
bungen berechnen ſich danach für 1912 auf 330000 Mark
Hierzu tritt der aus dem Vorjahr übernommene Verluſt
von 655000 Mark und der Ausfall von 260000 Mark, der
ſich durch den Untergang der „Schwaben” ergab und nicht
durch Verſicherung gedeckt war. Dieſer Totalſumme von
245000 Mark ſteht nur der Betriebsgewinn gegenüber,
ſo daß ſich zunächſt eine Unterbilanz von 1155000 Mark
ergibt. Dieſe erhöht ſich aber durch Extraabſchreibungen
und beſondere betriebstechniſche Reſerven (letztere in Höhe
von 260000 Mark) auf 1,5 Millionen Mark, alſo auf die
Hälfte des gegenwärtigen Aktienkapitals. Die Zuzahlung
iſt derart bemeſſen, daß aus ihr die Unterbilanz gedeckt
werden kann. Die erheblichen Fehlſchläge, mit denen das
Unternehmen der Delag bis jetzt in finanzieller Beziehung
zu arbeiten hatte, erklären ſich zum Teil aus den bekannten
Luftſchiffkataſtrophen der Jahre 1910 („Deutſchland‟), 1911
Erſatz Deutſchland”) und 1912 („Schwaben”), die der
Geſellſchaft mindeſtens einen reinen Verluſt von ¾
Mil=
lionen Mark brachten, ganz abgeſehen von dem Entgang
an Betriebseinnahmen. Gerade dieſe Verluſte koſtſpieliger
Schiffe ließen erkennen, daß die Paſſagierluftſchiffahrt
heute noch recht weit davon entfernt iſt, eine einigermaßen
ſichere Unterlage für eine Erwerbsgeſellſchaft abzugeben.
Daran wird ſich vorausſichtlich zunächſt auch nach der jetzt
erfolgten Rekonſtruktion der Delag nicht viel ändern.
* Baden=Oos, 20. April. Geſtern vormittag ½10
Uhr traf das Luftſchiff 3. 4” von Metz kommend,
hier ein. Heute früh 5 Uhr iſt es zu einer
Geſchwin=
digkeitsfahrt aufgeſtiegen. Die Leitung des
Luft=
kreuzers, an deſſen Bord ſich die militäriſche
Abnahmekom=
miſſion befindet, haben Kapitän Lau, Oberingenieur
Dürr und Fahrtingenieur Siegel.
* Frankfurt a. M., 21. April. Der Ballon
„Frankfurt” (Robert Marburg als Führer), der als
einziger Ballon bei der geſtrigen kriegsmäßigen
Ballon=
verfolgung von dem Automobil des Herrn Wilhelm Kleyer
als erſtes und dem des Herrn Fritz Opel als zweites
er=
reicht wurde, ſetzte, nachdem er aus dem Baume, an dem
er hängen geblieben war, befreit worden war, ſeine
Fahrt fort und landete um ½4 Uhr in der Nähe von
Burgſinn in Unterfranken glatt.
Die Beſchuldigungen des Abg. Liebknecht
gegen die Firma Krupp.
* Paris, 20. April. Der Figaro beſtreitet
wie=
berholt, daß in ſeinen Spalten ein Artikel erſchienen ſei
der die Angaben Liebknechts rechtfertige. „Wir hätten dieſe
Veröffentlichung niemals angenommen” ſo
er=
erklärt der Direktor des Blattes wörtlich; „wir hätten nicht
einmal zugegeben, daß man dies Anſinnen an uns ſtelle
oder uns den Gedanken ſuggeriere, und da der ſozialiſtiſche
Abgeordnete den Namen des Figaro genannt hat, fordern
wir ihn auf, uns das Datum, die Nummer und den
Ar=
tikel zu bezeichnen, in dem er irgend eine Anſpielung auf
die von ihm bezeichneten Vorkommniſſe finden zu können
glaubte.”
Vermiſchtes.
Wettbewerb für Kirchenbauten.
Elnen Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen für
kleine Kirchen ſchreibt das Evangeliſch=lutheriſche
Landes=
onſiſtorium, Dresden, unter den im Deutſchen Reich
wohnenden Architekten aus. Zehn Preiſe zu je 250 Mark
ſind ausgeſetzt; weitere Entwürfe können angekauft
wer=
den. Für kleine Kirchen ſind erſt wenig vorbildliche
Lö=
ſungen vorhanden. Gemeinden, die an einen Kirchbau
wegen der Höhe der Koſten heranzutreten ſich ſcheuen,
ſoll gezeigt werden, daß man, ohne die Zweckmäßigkeit,
Feſtigkeit und Schönheit zu beeinträchtigen, auch billig
bauen kann. Die ſorgfältig abgewogenen Unterlagen mit
den genauen und eingehenden Bedingungen für den
Wett=
bewerb können gegen Erlegung von 1 Mark von dem
Evangeliſch=lutheriſchen Landeskonſiſtorium, Dresden,
Seeſtraße 18, bezogen werden.
Literariſches.
— Langenſcheidts Taſchenwörterbücher.
Deutſch: Enzyklopädiſches Wörterbuch für den deutſchen
Sprach= und Schreibgebrauch. Mit Angabe der
Aus=
ſprache nach dem phonetiſchen Syſtem der Methode
Touſſaint=Langenſcheidt. Verfaßt von Wilhelm
Koh=
ler, k. k. Schulrat, Profeſſor an der k. k. Staats=
Lehrerin=
nenbildungsanſtalt, Wien. Taſchenformat. IXNII
1176 Seiten. Geb. 3,50 Mk. Langenſcheidtſche
Verlags=
buchhandlung (Profeſſor G. Langenſcheidt), Berlin=
Schöneberg, Bahnſtraße 29/30. Ein gutes
Nachſchlage=
werk der deutſchen Sprache iſt für jeden Menſchen, der
in der allgemeinen raſtloſen Entwickelung unſerer Zeil
nicht zurückbleiben will, ein unentbehrlicher Ratgeber.
Durch ſein handliches Taſchenformat, ſeine Reichhaltigkeit
und den äußerſt geringen Preis iſt Langenſcheidts
Enzy=
klopädiſches Wörterbuch wie kein zweites Werk dazu
ge=
eignet, in knapper Form ſchnellen, klaren und
zuverläſſi=
gen Aufſchluß über orthographiſche Schwierigkeiten,
Aus=
drücke des täglichen Lebens, der Kunſt und
Wiſſenſchaf=
des Handels, der Induſtrie, des Gewerbes uſw. zu geben.
Neue Wiener Tänze‟ Das neue Heft der
Muſik für Alle beſchert uns eine bunte Reihe von neuen
Wiener Tänzen und Märſchen der verſchiedenſten Art.
Es iſt eine Sammlung voll Frohſinns und Heiterkeit, ein
fröbliches Tanzheft, das in allen Kreiſey, in demen mant
der holden Muſe Terpſichore huldigt, die freudigſte
Auf=
nahme finden wird. Das Heft „Neue Wiener Tänze” iſt
wie die bisher erſchienenen Spezialhefte, zum Preiſe von
50 Pfennig in ſämtlichen Buch= und
Muſikalienhand=
lungen, ſowie direkt vom Verlage Ullſtein u. Co., Berlin
SW. 68, Kochſtraße 22/24, zu beziehen.
Gräfin Laßbergs Enkelin. Der Ende
vorigen Jahres im Darmſtädter Tagblatt zum Abdruck
gelangte Roman von Fr. Lehne iſt in Buchausgabe
er=
ſchienen (Verlag H. Thümmler in Chemnitz) und zum
Preiſe von 2 Mark in den Buchhandlungen zu haben.
Es wird gewiß vielen unſerer Leſer willkommen ſein,
den ſchönen Roman auch ſeiner Bibliothek einreihen zu
können.
Der Balkankrieg.
* Sofia, 19. April. Die Vertreter der
Mächte teilten geſtern dem Miniſterium des Aeußern
die von der Botſchafterreunion in London feſtgeſetzte
nördliche und nordöſtliche Grenze
Alba=
niens mit.
Sofia, 20. April. Das Regierungsorgan Mir
erklärt kategoriſch, daß die zwiſchen Serbien und
Bulgarien abgeſchloſſenen Verträge im Laufe des
Krieges von ſeiten Bulgariens keine Aenderung erfahren
haben, da einerſeits alles, was Serbien während des
Krieges geleiſtet hat, in den Verträgen ausdrücklich
ver=
einbart war und andererſeits die Vertragsklauſeln, welche
die Linie der zukünftigen ſerbiſch=bulgariſchen Grenze
quer durch die einem Schiedsſpruch zu unterbreitende
ſtrit=
tige Zone genau feſtſetzt, ſo klar und kategoriſch lauten,
daß ſie keinerlei zweideutige Auslegung zulaſſen und ihre
Durchführung mit keinerlei ſpäteren Ereigniſſen oder
Aen=
derungen in Zuſammenhang gebracht iſt. Der Mir
for=
dert die Veröffentlichung aller zwiſchen Bulgarien und
Serbien vom Februar bis September 1912 abgeſchloſſenen
Uebereinkommen. Die Regierung wäre dieſer
Veröffent=
lichung nicht abgeneigt. — Das Organ der fortſcheittlichen
Partei, Bulgaria, ſchreibt in demſelben Sinne.
Wien 21. April. Die Neue Freie Preſſe meldet
aus San Giovanni di Medua: Hier herrſcht große
Bewegung. Die ſerbiſchen Belagerungstruppen ron
Skutaci rücken ſtaffelweiſe mit Gepäck und Artillerie
hier und in Aleſſio ein und bereiten ſich zur Einſchiffung
auf die griechiſche Transportflotte vor, die ſie über
Sa=
loniki befördern wird.
Wien, 211. April. Die Beſchießung von
Skutari durch die Montenegeiner dauert, wie von
unterrichteter Seite mitgeteilt wird, fort. Der
Sturm=
angriff auf den Taraboſch wird vorbereitet. Die
Zeitungs=
berichterſtatter ſind eingeladen worden, dem Angriff
bei=
zuwohnen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korceſp.=Bureau.)
Schwerin, 21. April. Der König und die
Kö=
nigin von Dänemark ſind hier um 11 Uhr zum
offiziellen Beſuch am Großherzoglichen Hofe eingetroffen.
Sie werden bis Donnerstag nachmittag als Gäſte des
Großherzogspaares hier verweilen. Auf dem feſtlich
ge=
ſchmückten Bahnhofe waren der Großherzog, die
Groß=
herzogin, Herzogin Marie Antoinette, Prinz
Hein=
rich XXXVIII. zu Reuß und Prinzeſſin Heinrich XVIII. zu
Reuß zum Empfang erſchienen. Der König und die
Kö=
nigin wurden auf das herzlichſte von dem Großherzog,
der das Band zum Elefantenorden trug, der
Großher=
zogin und den übrigen Fürſtlichkeiten begrüßt. Der
König ſcheitt hierauf in Begleitung des Großherzogs
unter den Klängen der däniſchen Nationalhymne die
Front der Ehrenkompagnie ab. Die Fürſtlichkeiten zogen
dann in die feſtlich geſchmückte Stadt ein und begaben ſich
in das Großherzogliche Schloß.
* Rom, 21. April. Das heute morgen 8 Uhr über den
Geſundheitszuſtand des Papſtes ausgegebene Bulletin
lautet: Die Beſſerung im Befinden des
Pap=
ſtes hält an. Der Papſt befindet ſich auf dem Wege der
Geneſung. Infolgedeſſen werden keine Bulletins mehr
ausgegeben. Marchia Fava, Amici.
* Brüſſel, 21. April. Nach den bisherigen
Nachrich=
ten aus den Induſtriezentren ſcheint die Streiklage
noch unverändert zu ſein. Aus La Louviére wird
gemel=
det, daß zwei Soldaten eines flämiſchen Regiments geſtern
abend deſertiert ſeien. Sie wurden von einer Patrouille
verfolgt, worauf ſie Feuer gaben und einen Verfolger
töteten. Die Deſerteure ſind noch nicht gefaßt worden.
* Athen, 21. April. Der König dürfte, wenn es die
politiſche Lage zuläßt, ſich zur Hochzeit der Prinzeſſin
Viktoria Luiſe nach Berlin begeben.
HB. München, 21. April. Die Vorgeſchichte der
Ver=
lobung des Exkönigs Manuel von
Portu=
gal mit der Prinzeſſin Viktoria von
Hohenzol=
ern reicht bis in das vergangene Jahr zurück. Damals
war Manuel einige Zeit Gaſt der Herzogin Marie Joſé
in Bayern, der Witwe des Herzogs Karl Theodor, die
eine geborene Infantin von Portugal iſt und mit den
Führern der portugieſiſchen Royaliſten in Verbindung
ſteht. Ihr Intereſſe für die Wiederherſtellung von
Ma=
nuels Königtum hat ſogar zu einer Interpellation in dem
bayeriſchen Landtage geführt. Sie hatte damals den
Agi=
tatoren für deren Zwecke eine Darlehensſumme angeboten,
die jedoch von ihnen als ungenügend betrachtet wurde.
Bei der Beſprechung der Interpellation im Landtage
er=
klärte Miniſterpräſident Freiherr von Hertling, daß die
ganze Sache eine Privatangelegenheit der Herzogin ſei.
In München iſt damals Manuel der Prinzeſſin Auguſta
Viktoria vorgeſtellt worden.
Brandenburg, 21. April. Auf der Chauſſee
über=
fuhr der Chauffeur Rhachhut mit ſeinem
Droſchken=
auto einen Wagen. Der Kutſcher wurde ſchwer verletzt.
Ein Pferd iſt tot, das andere verletzt. Der Chauffeur
er=
litt keinen Schaden. Das Auto iſt ſchwer beſchädigt.
— Kottbus, 21. April. In ſeiner Wohnung erſchoß
ſich der Kaufmann Wohlfahrt; ſeine 23jährige Couſine,
namens Schmidt, die hier zu Beſuch weilt, nahm ſich das
Leben.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
InnEh
Pikanke Neuheiten=
-
I.
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Derikaf, praktiſch, preiswert.
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FRANKFURT-MAIN-
Sproſfen-Paste
Maties-Herings-Pasfe
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Landschaftsgärtnerei
Kudolf riank
Moosbergstrasse 24
Anlage und
Unter-
haltung von Gärten
:: jeden Stiles. ::
(B9251
Aus dem Geſchäftsleben.
Phonola=Konzert. Am Freitag veranſtaltete
die Firma Karl Arnold, Ecke Erbacherſtraße, das
2. Phonola=Konzert in dieſer Saiſon. Der gut beſetzte
Muſikſaal der Firma (Erbacherſtraße) bewies, ein wie
großes Intereſſe unſer muſikliebendes Publikum
dieſer=
einzigartigen Erfindung entgegenbringt. Die Phonola
ſoll ja nicht in Wettbewerb mit ausübenden Künſtlern
tre=
ten, ſie ſoll lediglich der Hausmuſik dienen und hier
den=
enigen Muſikliebenden, die durch den Beruf verhindert
ſind, mit der Hand Klavier zu ſpielen oder nie
Gelegen=
heit hatten, das Klavierſpiel zu lernen, die Schönheiten
der ganzen Muſikliteratur offenbaren. Es iſt dem
Pho=
nolaſpieler ein Leichtes, die ſchwierigſten Kompoſitionen
ohne jede Notenkenntnis vorzutragen und zwar infolge
der Erfindung der Künſtlernotenrollen in der Auffaſſung
berühmter Meiſter oder nach eigener perſönlicher
Auf=
faſſung. Herr Richard Lamp aus Leipzig iſt ja den
mei=
ſten Konzertbeſuchern als feinſinniger Interpret ſchon
lange bekannt und es genügt wohl zu ſagen, daß er auch
am Freitag abend durch ſein ausgezeichnetes Spiel und
ſein mit großer Sorgfalt zuſammengeſtelltes Programm
faſt jeder Geſchmacksrichtung Rechnung trug. Reicher
Beifall lohnte beſonders den ausgezeichneten Vortrag der
Grande Polonäſe von Chopin, Opus 32, auf dem prächtig
klingenden Schiedmayer=Flügel.
Man ſchreibt uns: Wer nach der Direktor P. A.
Fay’s Methode „Klavierſpiel ohne Noten”
ge=
lernt hat, der treibt nicht einſeitige Muſikſtümperei,
ondern er bildet ſich individuell zu einem perfekten
Klavierſpieler aus. Die Methode wird jedem Intereſſenten
täglich von 10 Uhr morgens bis 10 Uhr abends
koſtenloe=
vorgeführt. Näheres ſ. geſtrige Anzeige.
Man ſchreibt uns: Die Ausſtellung „Das Kind”
wurde in Berlin eröffnet und findet in Elternkreiſen leb
hafteſte Beachtung. Beſonderen Reiz dürfte auf die jungen
Mütter ein Familien=Idyll ausüben, welches die Firma
Neſtle zur Schau bringt. Eine von Mutterglück ſtrahlende,
junge Frau ſteht an der prachtvollen Wiege ihres jüngſten
Kindes, um ihm ein Fläſchchen darzureichen wonach es
reudig zappelnd greift. Der etwa 1 Jahr ältere Junge
itzt im Kinderſtuhl und verzehrt mit ſichtlichem Behagen
ſeinen Neſtlebrei. Die ganze Gruppe ſoll ſymboliſieren,
welcher Beliebtheit ſich Neſtles Kindermehl in
Fa=
milienkreiſen erfreut, wie gern es die Kinder nehmen und
wie gut ſie dabei gedeihen. Probedoſen werden koſtenlos
verſandt durch: Neſtle=Geſellſchaft, Berlin W. 57.
Bis zu 50% können Sie ſparen an Ihren
Ausgaben für Kleidung, wenn Sie
dauer=
hafte, elegante Stoffe direkt vom Fabrikanten beziehen.
Schwetaſch=Stoffe ſind elegant, modern und dabei
außerordentlich durabel. Aus Tauſenden von
An=
erkennungen iſt zu erſehen, daß ſie ihres billigen Preiſes
wegen, aber auch in ihrer Qualität, Dauerhaftigkeit, in
hrem guten Sitz und in vornehmen Ausſehen vor anderen
bevorzugt werden. Die heutige Zeitungsbeilage in einem
Teil unſerer Stadtauflage enthält das Nähere. (IV,9487,25
Dampfernachrichten.
Mitgeteilt von dem
Hamburg=Amerika=Linie.
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Hamburg” von New=York nach Neapel
und Genua, 15. April 2 Uhr nachm. von Gibraltar.
„Piſa”, von Portland Me. kommend, 15. April 9 Uhr
morgens in Rotterdam. „Graf Walderſee” 17. April
10 Uhr 30 Min. morgens in Philadelphia. „Hamburg‟”
von New=York nach Neayel und Genua, 17. April 1 Uhr
nachm. von Algier. „Patricia” von New=York
kom=
mend, 17. April 12 Uhr nachts in Hamburg. „Piſa”,
von Portland Me. kommend, 17. April 10 Uhr abends
in Hamburg. „Pretoria” 15. April 5 Uhr nachm. von
New=York direkt nach Hamburg. — Weſtindien, Meriko:
„Aſſyria” 15. April von St. Thomas über Havre nach
Hamburg. „Fürſt Bismarck” heimkehrend, 15. April in
Vera Cruz. „Syria nach Weſtindien, 15. April 9 Uhr
abends von Antwerpen. — „Cleveland” zweite Weltreiſe,
17. April 8 Uhr abends von Colombo.
Holland=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Aug. Cellarius in Darmſtadt, Bleichſtr. 53.
„Rotterdam” 13. April vorm. in New=York eingetroffen.
„Nieuw Amſterdam” 11. April vorm. in Rotterdam
ein=
etroffen. „Noordam” 8. April von New=York abge=
Jangen. „Ryndam” 15. April vorm. von New=York
ab=
gegangen. „Potsdam” 13. April 3 Uhr 25 Min. nachm.
Lizard paſſiert.
Briefkaſten.
O. G. Preußiſch.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Tiefdruckgebiet, das geſtern mit ſeinem Kern
über dem Nordmeer lag, iſt oſtwärts abgezogen; auf ſeiner
Rückſeite hatten wir leichte Regenſchauer und Sinken der
Temperatur. Ueber dem Feſtlande lagerte hoher Druck,
unter deſſen Einfluß wir meiſt heiteres Wetter zu
erwar=
ten haben. Im Weſten iſt ein neues Tief erſchienen, das
uns aber vorläufig nicht beeinfluſſen wird.
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, den 22. April:
Meiſt heiter, trocken, ruhig.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater Anfang 7 Uhr, Ende gegen
10½ Uhr (Ab. D): „Mignon”
Vortrag von Generalmajor Keim um 8½ Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz (Deutſcher Wehrverein).
Vortrag von Fräulein Ammann um 8½ Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz (Mazdaznan=Kochkurſus).
Monatsverſammlung des deutſchen und öſterr.
Alpenvereins um 8½ Uhr im „Fürſtenſaal”
Verſteigerungskalender.
Mittwoch, 23. April.
Photographiſche Apparate=, Weißzeug= uſw.
Verſteigerung um 9 und 2 Uhr im ſtädtiſchen
Leihamt.
Material=Verſteigerung um 11 Uhr im
ſtädti=
ſchen Gaswerk.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 11 Uhr
Rundeturmſtraße 16
Dünger=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Dra=
goner=Kaſerne (Regt. Nr. 24).
Nummer 93.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. April 1913.
Seite 7.
Todes=Anzeige.
Allen Verwandten, Freunden und
Be=
kannten die ſchmerzliche Mitteilung, daß es Gott
dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebevolle
(9516
Frau, unſere treuſorgende Mutter
Ino
7
Frau Karchne Schfarz
geb. Müller
heute morgen nach langem, ſchwerem Leiden
durch einen ſanften Tod zu ſich in die
Ewig=
keit zu rufen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Ludwig Schwarz, Hochbauaufſeher i. P.,
Philipp Schwarz, Bildhauer.
Darmſtadt, den 21. April 1913.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 23. Aprik,
nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus Nieder=
Ramſtädterſtraße 81 aus, ſtatt.
Einſegnung ¼ Stunde vorher.
Todes=Anzeige.
Heute entſchlief ſanft nach langem, ſchwerem,
mit Geduld getragenem Leiden im 27.
Lebens=
jahre mein lieber Gatte, unſer unvergeßlicher
Bruder, Schwager und Onkel, der
Schlosser
Sebastian Störtzel
was hierdurch im Namen aller Hinterbliebenen
tiefbetrübt anzeigt
(9517
Frau Georgine Störtzel,
geb. Kohl.
Darmſtadt, den 21. April 1913.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 23. April,
nachmittags 2 Uhr, vom Portale des
Fried=
hofes aus, ſtatt.
Dankſagung.
Für die uns beim Hinſcheiden meines lieben,
unvergeßlichen Gatten, unſeres Vaters, Großvaters
und Schwiegervaters
(9475
Herrn Georg Schneider
Ministerialkanzlist i. P.
erwieſene liebevolle Teilnahme, ſowie für die
überaus zahlreichen Blumenſpenden, ſagen wir
herzlichen Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 22. April 1913.
Todes=Anzeige.
Freunden und Bekannten teile ich hierdurch
mit, daß meine liebe Frau, unſere gute Tante
Margarete Weis
geb. Flach
nach kurzem Krankenlager ſanft verſchieden iſt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Konrad Weis.
Arheilgen, den 20. April 1913
Die Beerdigung findet Dienstag, den 22. April,
nachmittags 3 Uhr, ſtatt.
(9499
Für die zahlreichen Beweiſe herzlicher und
aufrichtiger Teilnahme an unſerem ſchweren
Ver=
luſte ſagen innigſten Dank
(9476
Dankſagung.
die trauernden Hinterbliebenen:
Georg Schmitt,
Anna Wagner, geb. Schmitt,
Chriſtian Wagner.
Darmſtadt, Fulda, den 21. April 1913.
Danksagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem ſo ſchweren Verluſte unſeres lieben,
treu=
beſorgten Vaters, Schwiegervaters, Großvaters,
Bruders, Schwagers und Onkels ſagen wir allen
Verwandten, Freunden und Bekannten, beſonders
Herrn Pfarrer Dingeldey für die troſtreiche
Grab=
ede, ſowie der Kampfgenoſſenſchaft und den
Freunden der Stammtiſchgeſellſchaft unſeren
herz=
lichſten Dank.
(9506
Die trauernden Hinterbliebenen:
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger
Liebe und Teilnahme bei dem
Heim=
gang unſeres lieben, unvergeßlichen
Töchterchens ſagen Allen unſeren
herz=
lichſten Dank.
(9468
Familie Heinr. Vogel.
Darmſtadt, den 21. April 1913.
Eliſe Körber, geb. Lepper,
Anna Stauß, geb. Lepper,
Marie Gietz, geb. Lepper,
Greta Strohmayer, geb. Lepper,
Ph. Lepper,
Emilie Rühl, geb. Lepper,
Darmſtadt, den 21. April
L. Körber,
J. Stauß,
J. Gietz,
J. Strohmayer,
Babette Lepper,
geb. Hallſtein,
Karl Rühl,
Chr. Bender.
913.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
während der Krankheit und dem Hinſcheiden
meines lieben Mannes, unſeres guten Vaters,
Sohnes, Schwiegerſohnes, Bruders und Schwagers
ſagen wir Allen, beſonders Herrn Pfarrer
Wid=
mann für die troſtreiche Grabrede und den
Schweſtern der Martinsgemeinde für die
liebe=
volle Pflege und Hilfe, ſowie für die vielen
Blumenſpenden unſeren tiefgefühlteſten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Helene Wenzel Wwe., geb. Haas,
Familie Jakob Wenzel,
„ Georg Haas,
(9495
„ Friedrich Kares.
Dankſagung.
(Nur auf dieſem Wege.)
Für die zahlreichen Beweiſe aufrichtiger
Teil=
nahme bei dem ſchweren Verluſte, welcher uns
betroffen durch das Hinſcheiden meiner lieben Frau,
unſerer lieben Schweſter, Schwägerin und Couſine
Frau Ida Freitag
ſowie meiner lieben Mutter, unſerer lieben Tante
und Großtante
(9478
Frau Jettchen Freitag
ſagen wir herzlichen Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.
J. d. N.: Joſeph Freitag.
Erfelden a. Rh., den 20. April 1913.
Kunſthalle am Rheintor, geöffnet Werktaas von
11—4 und Sonntags von 10—4 Uhr.
Großh. Landesmuſeum. Geöffnet: Sonn= und
Freitags von 10—1 Uhr, Mittwochs und Sonntags
von 3—5 Uhr, Eintritt frei; Dienstags, Donnerstags
und Samstags von 11—1 Uhr gegen Eintrittsgeld.
Beſichtigung des Großh.
Reſidenzſchlof=
ſes: An jedem Wochentage von 3—4 Uhr; Sonntags
von 11—1 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Kurſe vom 21. April 1913.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
87.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,90
3½ Deutſche Reichsanl. . 87,00
76,80
3
do.
Preuß. Schatzanweiſg. 98,90
3½ do. Conſols . . . 87,20
76,80
do.
3
do.
98,20
4 Bad. Staatsanleihe .
91,90
3½ „ do.
3
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 99,25
85,20
do.
3½
.
4 Hamburger Staatsanl. 98,70
98,00
4 Heſſ. Staatsanleihe
4 do. do. (unk. 1918) 98,00
85,30
½
do.
74,25
do.
3 Sächſiſche Rente.
. 77,80
4 Württemberger v. 1907 93,80
do. v. 1875 93,80
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 99,50
1¾ Griechen v. 1887 . . 56,00
3¾ Italiener Rente .
4½ Oeſterr. Silberrente 87,90
4 do. Goldrente . . . 90,60
do. einheitl. Rente 84,90
3 Portug. unif. Serie I 62,80
3 do. unif. Ser. III 66,00
3 do. Spezial . . . . 10,10
5 Rumänier v. 1903 . . —
do. v. 1890 . . 93,00
4
do. v. 1905 . . 88,20
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 89,00
4 do. v. 1902 . . .
½ do. v. 1905 . . . . 99,70
3½ Schweden . . . .
Serbier amort. v. 1895 81,00
4 Türk. Admin. v. 1903 77, 10
4 Türk. unifiz. v. 1903 87,20
4 Ungar. Goldrente . . . 85,80
4 do. Staatsrente. . . 83,20
InProt.
Zf.
5 Argentinier . . . . . . 102,00
do.
4½ Chile Gold=Anleihe. —
5 Chineſ. Staatsanleihe. 100,00
4½
do.
92,60
½ Japaner . . . . . . . 91,10
5 Innere Mexikaner . . . 90,50
3
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 81,30
5 Gold=Mexikaner . . . .
3 Buenos Aires Provinz 68,60
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
10 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 147,80
7 Nordd. Lloyd . . . . . 119,30
6½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 126,75
Aktienausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60½
Einz. Mk. 408 . . 116,25
6 Baltimore und Ohio . 99,25
6 Schantungbahn . . . . 134,75
8 Luxemb. Prince Henri 170,50
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 27,90
6 Pennſylvania R. R. . 115,50
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger
64,00
28 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . .
. . 580,00
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim . . . . . . . 259,75
30 Farbwerke Höhſt . . 647,10
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . .
10 Cement Heidelberg . . 146,95
30 Chem. Werke Albert 479,00
14 Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 342,25
5 Lahmeyer . . . . . . . 129,05
In Proz.
Letzte
Divid
8 Schuchert, Nürnberg 151,50
12 Siemens & Halske .224½
135,00
5 Beramann Electr.
10Deutſch. Ueberſee Electr. 168,70
0 Gummi Peter . . . . 76,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 60,10
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 459,00
Maſchinenf. Badenia 147,00
0 Wittener Stahlröhren 181,00
9 Steana Romana Petr. 156,90
15 Zellſtoff Waldhof. . . 251,00
12,83 Bad. Zucker=
Wag=
häuſel. . . . . . . 199,80
0 Neue Boden=A. A.=Geſ. 87,00
0 Südd. Immobilien . 55,10
Bergwerks=Aktien.
10 Aumet=Friede
.175,00
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 220,75
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 165,90
10 Gelſenkirchener . . . . 191,00
9 Harpener . . . . . . . 197,00
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 268,90
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . .
6 Laurahütte . . . . . . 176,50
10 Kaliwerke Aſchersleben 149,00
Weſteregeln 198,00
13
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 87,50
½ Nordd. Lloyd=Obl. —
Eliſabethbahn, freie . . 92,50
4 Franz=Jofefs=Bahn . .
3 Prag=Duxer . . . . . . 73,50
5 Oeſterr. Staatsbahn .
4 Oeſterr. Staatsbahn . 90,90
do.
75,00
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,50
do.
76,20
4
In Prot,
Bf.
1 Oeſt. Südb. (Lomb.) 54,80
3 Raab=Oedenburg
76,50
4 Kronprinz Rudolfbahn 88,60
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 86,40
4½ Moskau=Kaſan . . . 94,60
do.
4 Wladichawchas . . . . 87,00
4 Rjäſan Koslow . . . . 86,50
3 Portugieſ. Eiſenb. .. 72,80
do.
68,25
Livorneſer . . .
3 Salonique=Monaſtir . 63,30
4 Baadadbahn . . . . .
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 94,00
4 Miſſouri=Paciſic. . .. 93,00
4 Northern=Paciſic . . . 95,50
4 Southern=Pacific . . . 91,50
St. Louis und San
Francisco. . . . .
5 Tehuantepec . . . . . . 95,80
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich
7½ Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 146,70
9½ Berlin. Handelsgeſ. .164,75
6½ Darmſtädter Bank . 116,75
249,25
12½ Deutſche Bank
6 Deutſche Vereinsbank. 117,00
6 Deutſche Effekt.= und
114,00
W.=Bank . . . .
10 Diskonto=Kommandit 184,00
8½ Dresdener Bank
152,00
10 Frankf. Hyvoth.=B. 208,80
3½ Mitteld. Kreditbank 116,00
Nationalb. für Deutſchl. 117,25
Pfälziſche Bank. . . . 123,50
6,95 Reichsbank . . . 134,50
7 Rhein. Kreditbank. . . 128,50
3 A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 116,10
7½ Wiener Bankverein . 131,00
Pfandbrieſe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 96,30
In Proz.
Zf.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
86,00
S. 19 . . . . .
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 52 . . .
. . 95,10
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,00
3½
86,50
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 98,20
3½
86,00
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16 .
98,.20
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23. . . . . . . . . 98,20
3½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 86,00
S. 3—5 . . . . . . . . 86,00
S. 9—11 . . . . . . 86,10
Meininger Hyp.=Bank 95,10
3½
85,90
do.
4 Rhein. Hyvothek.=Bank
unk. 1921) . . 96,00
3½ do. (unk. 1914) . . 85,50
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 98,00
3½
do.
86,60
Städte=
Obligationen.
Darmſtadt . . . .
96,50
3½ do.
Frankfurt. . . . . . . 97,30
89,00
do.
Gießen . . . . . . . . —
.
4 Heidelberg . . . . . . 95,80
87,50
3½
do.
4 Karlsruhe . . . . . . 96,00
37,20
3½ do.
Magdeburg. . . . . . —
-
3½ do.
4 Mainz . . . . . . . . —
31.
do.
4 Mannheim . . . . . . 96,00
87,00
do.
3½
München . . . . . . . 96,30
3½ Nauheim . . . . . .
4 Nürnberg. . . . . . . 96,00
31
86,90
do.
4 Offenbach . . . . . . —
Zf.
In Proz.
3½ Offenbach . . . . . .
4 Wiesbaden . . . . . . 97,00
87,40
do.
4 Worms . . . . . . . . 95,05
3½
86,50
do.
4 Liſſaboner v. 1888
78,00
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 173,40
Zu Cöln=Mindner „ 100 138,60
3 Holl. Komm. . fl. 100 108,80
3 Madrider . . Fs. 100. 73,00
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 136,00
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 175,80
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do. v. 1858fl.100
Ungar. Staats . . fl. 100 —
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Holländiſche Noten. . . . 168,90
Italieniſche Noten . . . . 79,65
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Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. April 1913.
Nummer 93.
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Dr. Heyer, Hügelstr. 57. (IV,9459,3
Dr. Hof, Rossdörferstr. 19.
San.-Rat Dr. Kolb, Riedeselstr. 23.
Dr. Machenhauer, Riedeselstr. 52.
Dr. Schneider, Wenckstr. 10.
Dr. Wissmann, Lauteschlägerstr. 27.
Sanitäts-Rat
Dr. Schefers.
Entlaufen
japaniſche Brautente.
Abzugeben gegen Belohnung
*10818)
(Annaſtraße 15.
Zwicker nebſt Futteral verloren.
) Abzugeben gegen Belohnung
Langgaſſe 29, parterre.
(*10837.
Photographie),
Broſche Andenken,
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loren. Gegen Belohnung
abzu=
geben Clemensſtr. 14, I. (*10834id
Verloren am Freitag auf dem
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nachweislichem Erfolg gearbeitet hat.
Bewerber wollen ihre Photographie nebſt Gehaltsanſprüche
unter D 8 der Exped. d. Bl. einreichen.
(9486ids
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Haupt=Verſammlung
auf Dienstag, den 29. April ds. Js., abends 8 Uhr, im „Perkeo”,
Alexanderſtraße 12, eingeladen.
Tagesordnung:
1. Rechnungsablage.
2. Jahresbericht des Vorſitzenden.
3. Neuwahl des Vorſtandes.
4. Mitteilung über wichtige Veränderungen.
Die Rechnung für das Geſchäftsjahr 1912/13 liegt 8 Tage lang
(9512ii
in unſerem Geſchäftszimmer, Aliceſtraße 25, offen.
Der Vorstand.
St. Elisabethkirche.
Populärwissenschaftlicher Vortrag
des Herrn Prof. J. Lauer
am Mittwoch, den 23. April, abends 8 Uhr.
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Nummer 93.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. April 1913.
Seite 9.
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pro Karte erhoben. Dieſe Eintrittskarten, ſowie eine beſchränkte
Anzahl numerierter Sitze zu Mk. 1.— und 50 Pfs ſind im
Verkehrs=
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Müller & Rühle, Schutter, Schroth, Bergſtraeßer, ſowie den
Zigarrenhandlungen von Hugo de Waal, Rheinſtraße, Friehmelt,
Rheinſtraße, Loehr, Wilhelminenſtraße, zu haben.
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Der Eintritt erfolgt nur gegen Vorzeigung der Eintrittskarten.
Zu dem Vortrag ſind alle vaterländiſch geſinnten Männer
und Frauen, Mädchen und Jünglinge eingeladen.
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1800.
Donnerstag, den 24. April, nachm. 4 u. 6 Uhr
Freitag, den 25. Aprii, nachm. 4 und 6 Uhr
Samstag, den 26. April, nachm. 2 u. 5½ Uhr
im grossen Saal „Zur Traube‟,
Alle Interessenten werden hierzu freundlichst eingeladen. (9435oi
Eintritt frei! —
Der Direktor: Martin Vogel.
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. April 1913.
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Amtsverkündiaungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
3 47.
Dienstag, 22. April.
1913.
Bekanntmachung.
Die nachſtehende Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem
Truppenübungs=
platz für die Zeit vom 19. April bis 7. Mai 1913 bringen wir hierdurch zur allgemeinen
Kenntnis.
(9133a
Darmſtadt, den 15. April 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Werner.
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Eruppen=Uebungsplatz Darmſtadt
für die Zeit vom 19. April bis 7 Mai 1913.
Dauer der
Die Abſperrung
Datum
Truppenteil
Tag
Abſperrung
erſtreckt ſich
von 1 bis
19. April 1 Samstag
Ueber das ganze
2. Mai
100V. 20 N.
Freitag
Feldartillerte
Abſperr=Gelände
7. MaiMittwoch
Bekanntmachung.
Am 1., 3., 4., 7., 8., 10., 11, 14., 15., 21., 25. und 28. April 1913 von 7½ Uhr
vormittags bis zum Einbruch der Dunkelheit wird Schießen abgehalten.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das geſchrdete Gelünde:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich.
Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
„ Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über
Milches=
wieſe-Sauwieſe-Schreibertwieſe-Geishecke einſchließlich
wird während des Schießens durch Poſten, Wegſchranken und Warnungstafeln abgeſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten (Polizei=
Verordnung Kreisamt Darmſtadt vom 25. September 1909), was zur allgemeinen
Kenntnis gebracht wird.
Darmſtadt, den 19. März 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
(7555a
Bekanntmachung.
Der Beginn der auf den 25. bezw. 30. April bekanntgegebenen Sperrung der
Straße Darmſtadt-Roßdorf bezw. Ortsdurchfahrt Roßdorf iſt infolge raſcherer
Be=
endigung anderer Walzarbeiten auf den 21. bezw. 25. April verlegt.
Die Großh. Bürgermeiſterei Roßdorf und die in der Umgebung gelegenen
Bürgermeiſtereien wollen Vorſtehendes auf ortsübliche Weiſe bekannt geben.
Darmſtadt, den 17. April 1913.
(9347si
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Werner.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
ſinden ſich: 1. Dobermann. Die Hunde können von den
Eigen=
tümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Verſteige=
rung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag,
vorm. um 10 Uhr, ſtatt.
(3475
Aus der Landrichter Dr. Müllerſchen Stiftung zu Darmſtadt
ſind durch die unterzeichnete Behörde vier Unterſtützungslegate von
jährlich 500 Mk. an bedürftige elternloſe Studierende der
Rechts=
wiſſenſchaft aus den Provinzen Starkenburg oder Oberheſſen zu
vergeben. Bewerbungen um dieſe Legate ſind binnen vier Wochen
hei der unterzeichneten Behörde einzureichen.
Darmſtadt, den 18. März 1913.
Großherzogliches Miniſterium der Finanzen,
Abteilung für Finanzwirtſchaft und Eiſenbahnweſen.
In Erledigung: Dr. Rohde.
7005a)
Bauder.
Verloſung van Schuldverſchreibungen
Eer Zaht Parnſaht.
In Vollziehung des Schuldentilgungsplanes der Stadt
Darm=
ſtadt ſind heute nachſtehende ſtädtiſche Schuldverſchreibungen auf den
Inhaber des 3½ %igen Anlehens, Buchſtabe L, von 1902 zur
Rück=
zahlung auf den 1. Oktober ds. Js. berufen worden, nämlich:
Abt. I zu 2000 Mk. Nr. 27, 164, 207, 268, 310, 386, 399, 403,
454, 521, 589, 778, 836.
Abt. II zu 1000 Mk. Nr. 10, 51, 81, 98, 105, 166, 315, 423, 540,
596, 608, 729, 766, 868, 874, 986, 992, 1181, 1276, 1337, 1410, 1527,
1606, 1668, 1734, 2021, 2041, 2171, 2238, 2262.
Abt. III zu 500 Mk. Nr. 67, 84, 138, 189, 209, 284, 418, 465,
630, 692, 827, 869, 935, 999, 1023, 1179, 1406, 1454, 1462, 1507, 1552,
1611, 1711, 1772, 1782, 1830, 1910, 2209, 2224, 2387.
Abt. IV. zu 200 Mk. Nr. 46, 190, 498, 519,1536, 709, 746, 847,
969, 982, 1002, 1166, 1182, 1194.
Die Einlöſung geſchieht bei der Stadtkaſſe Darmſtadt, ſowie
bei der Bank für Handel und Induſtrie zu Darmſtadt und Berkin
und deren übrigen Niederlaſſungen bei der Preußiſchen Zentral=
Genoſſenſchaftskaſſe in Berlin, der Pfälziſchen Bank in Ludwigshafen
und deren Niederlaſſungen in Frankfurt a. M. und Worms.
Die Verzinſung der Schuldverſchreibungen hört vom 1. Oktober
ds. Js an auf.
Darmſtadt, den 18. April 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
(9503
br. Gläſſing.
Verſteigerung im ſtädtiſchen Leihamt.
Montag, den 21. April 1913, von nachmittags 2 Uhr ab.
beginnt die Verſteigerung im ſtädt. Leihamt, Kirchſtr. 9 dahier,
Es kommen zum Ausgebot.
Montag, den 21. April, von nachmittags 2 Uhr ab: Weißzeug
und Kleidungsſtücke;
Dienstag, den 22. April, von nachmittags 2 Uhr ab: Gold, Silber,
Brillanten, Uhren, Ringe:
Mittwoch, den 23. April, von vormittags 9 Uhr ab:
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graphiſche Apparate, Muſikwerke, Geigen, Zithern, Operngläſer,
Ferngläſer und Reißzeuge;
an demſelben Tage, von nachmittags 2 Uhr ab: Weißzeug
und Kleidungsſtücke;
Donnerstag, den 24. April, von vormittags 9 Uhr ab: Weißzeug
und Kleidungsſtücke;
an demſelben Tage, von nachmittags 2 Uhr ab: Fahrräder,
Nähmaſchinen, Regulateure, Wanduhren, Weißzeug und
Kleidungsſtücke;
Freitag, den 25. April, von vormittags 9 Uhr ab und von
nach=
mittags 2 Uhr ab: Gold, Silber, Uhren Ringe und dergl.
Die zur Verſteigerung heranzuziehenden Pfänder ſind folgende:
Nr. 1 bis einſchl. Nr. 26018 und Nr. 91077 bis einſchl. Nr. 100 000.
Die Verſteigerung findet gegen ſofortige Barzahlung ſtatt.
Die Auslöſung verfallener Pfänder hat bis längſtens Samstag, den
19. April 1513, vormittags 12 Uhr, zu erfolgen.
Der ſofortige Wiederverſatz ausgelöſter, verfallener Pfänder
kann vom 16. April 1. J. ab großen Andrangs wegen nicht
mehr ſtattfinden.
Darmſtadt, den 7. April 1913.
Die ſtädtiſche Leihamts=Verwaltung.
Paul.
(8472a
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 23. April, vormittags 11 Uhr,
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(9508
durch den Unterzeichneten zwangsweiſe verſteigert.
Berberi, Großh. Gerichtsvollzieher in Darmſtadt.
Georgenſtraße 11, I.
Material=Verſteigerung.
Mittwoch, den 23. Ifd. Mts.,
vormittags 11 Uhr,
werden auf dem Grundſtück des
ſtädtiſchen Gaswerks an der
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furter Straße die nachverzeichneten
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Meſſing.
1. „
Die näheren Bedingungen
wer=
den vor der Verſteigerung bekannt
gegeben. Das Material kann anſ
Ort und Stelle eingeſehen werden.
Darmſtadt, 16. April 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Ekert. (9230s
In unſer Handels=Regiter, Ab=
I teilung A, wurden folgende
Einträge vollzogen:
Am 17. April 1913.
Neu eingetragen die Firma:
Wilhelm Reitinger,
Darm=
ſtadt.
Inhaber: Wilhelm Reitinger,
Kaufmann in Darmſtadt.
Hinſichtlich der Firma:
Paul Mathäs & Co.,
Darmſtadl.
Die offene Handelsgeſellſchaft
iſt mit Wirkung vom 16. April
1913 aufgelöſt. Geſchäft ſamt
Fir=
ma ſind auf den ſeitherigen
Ge=
ſellſchafter Paul Mathäs als
Ein=
zelkaufmann übergegangen.
Hinſichtlich der Firma:
Schuhhaus Friedrich
Soe=
der Darmſtadt.
Die offene Handelsgeſellſchaft
iſt mit Wirkung vom 16. April
1913 aufgelöſt. Geſchäft und Firma
ſind auf den ſeitherigen
Geſell=
ſchafter Paul Mathäs als
Einzel=
kaufmann übergegangen. (9480
Darmſtadt, 15. April 1913.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Bekanntmachung.
In dem Konkursverfahren über
den Nachlaß des Ernſt Ludwig
Spamer von Eberſtadt wird
Ter=
über die
min zur Beſchlußfaſſung
von dem Verwalter betätigte
Immobilienveräußerung und zur
Prüfung nachträglich angemeldeter
Forderungen auf:
(9512
Mitwoch, 30. April 1913,
vormittags 9 Uhr,
bei dem unterzeichneten Gerichte
(Zimmer 114)
beſtimmt.
Darmſtadt, 16. April 1913.
Großherzogliches Amtsgericht II.
Bekanntmachung.
In dem Konkursverfahren über
das Vermögen des verſtorbenen
Schreinermeiſters und
Bauunter=
nehmers Philipp Baher in
Nieder=Ramſtadt wird Termin
zur Beſchlußfaſſung der Gläubiger
über den von dem
Konkursverwal=
ter betätigten Immobilienverkauf
bezüglich Flur I Nr. 471/100 und
Flur I Nr. 47 7//00 der Gemarkung
Nieder=Ramſtadt auf:
Dienstag, 29. April 1913,
vormittags 11 Uhr,
bei dem unterzeichneten Gerichte
(Zimmer 118). (9513
anberaumt.
Darmſtadt, 17. April 1913.
Großherzogliches Amtsgericht II.
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Seite 12.
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Roman von Fritz Gantzer.
(Nachdruck verboken).
Was ſagſt Du zu dieſen Ausführungen Gerhards,
fragte Tobias Bruns endlich, als von ihren Lippen kein
Wort kam.
Nun gab ſie ſich einen energiſchen Ruck und lehnte ſich
hart zurück. Sie atmen unverfälſchten Brunsſchen Geiſt,
d. h. Deinen Geiſt, Tobias. . . Nein, errege Dich nicht,
wehrte ſie ab, als ſie das zornige Aufblitzen in ſeinen
Augen ſah, es bleibt dabei: Deinen Geiſt. Dieſer
Brief=
ſchreiber iſt Dein Fleiſch und Blut, der Dir völlig
gleichende Geſinnungsgenoſſe.
Ja, wenigſtens ein Vernünftiger in der Familie, fuhr
Tobias Bruns auf.
Nenne ihn ſo. Ich ſage: . .
Sage nichts! unterbrach der jetzt Aufſpringende
for=
dernd. Ich weiß es ja, daß Du völlig mit dem
gewiſſen=
loſen Auf= und Davongehen ſympathiſierſt, und daß wir
in unſeren Anſichten nie mehr zuſammenkommen.
Der Riß iſt da, Gott ſei’s geklagt. Wir ſtehen in
einem ſtändigen Zwieſpalt. Unſer ganzes Eheleben iſt
wie vergiftet und zerriſſen. Weil ich mit dem
Gewiſſen=
loſen ſympathiſiere, wie Du ſagſt. Ja, tauſendmal ja!
Lieber mit einem warmblütigen Empfinden gehen, mit
ſtarker Treue, als mit tötender, eiſiger Kälte und einem
galglatten: Mich geht das alles nichts mehr an. Dein
Vernünftiger iſt ein kaltherziger Egoiſt, der nur ſeine
In=
tereſſen im Auge hat.
Und Henning? Er doch auch. Oder glaubſt Du noch
an das „Für den anderen gehen?“
Ja. Ihn hat nur die zwingende Gewalt des
gegebe=
nen Wortes getrieben.
Das iſt barer Unſinn, ſo etwas zu behaupten, erklärte
Tobias Bruns verächtlich.
Nenne es ſo. Nenne es immerhin ſo, erwiderte Frau
Barbara ruhig, während ſie einen überlegen lächelnden
Blick durch das Fenſter auf den beſchneiten Mackt warf.
Ich weiß es beſſer. Ja, Gerhard vermutet recht.
Hen=
ning liebt Signe. Er ſelbſt ſagte es mir. Aber er hat
ſeine Liebe des Bruders wegen niedergerungen und iſt
gegangen, um ihm Signe wiederzuholen. Ach, er hätte
alles andere tun ſollen! Wie heißt es doch in dem Briefe?
„In einem Irrtum befunden” ſchreibt er ja wohl und:
„Bald nicht mehr an ſie gedacht”. Oh, wenn ich wüßte,
wo ich Henning fände, ich ſchriebe ihm heute noch, wie es
um Gerhards „Liebe” ſteht. Ihre Blicke gingen von neuem
durch das Fenſter, nun mit einem ſehnſüchtigen Ausdruck.
Der plötzlich ſchwand, um einem anderen Platz zu
machen. Und das war ahnungsreiche Angſt. In gänzlich
verändertem Tonfall, faſt erſtickt in der Stimme, ſagte ſie:
Dort kommt der Depeſchenbote über den Markt,
gerades=
wegs auf unſer Haus zu. Sie erhob ſich und fühlte
ein=
wahnſinnige Angſt in ſich aufſteigen. Sie konnte nicht
an=
ders, als mit zwingender Gewalt denken: Es geht
Hen=
ning an.
Tobias Bruns nickte gleichgültig. Na ja, was iſt
da=
bei? Es wird eine geſchäftliche Nachricht ſein, neue
Preis=
notierungen für Kaffee, der ſchwankt ſeit acht Tagen,
irgend etwas. . . Laß doch. Alſo Du ſchriebſt ihm und
holteſt ihn heim, nicht wahr? . . .
Wenn er käme, gewiß. So wahr ich ſeine
Mutter=
bin. . . Und Du? Du, Tobias? O Tobias! flehte ſie mit
bebender Stimme, ganz wieder bei dem alten Thema, als
habe ſie ihrer heiß aufwallenden Angſt, die ſie vorhin
be=
fallen, ganz vergeſſen. O Tobias, der, den Du an
Hen=
nings Stelle daheim haben möchteſt, lehnt mit
phraſen=
haften Einwänden kaltlächelnd ab. . . Ich ſehe ihn lächeln.
Ich kenne ſein Lächeln. Es wird noch das alte ſein wie
einſt, wenn er als Knabe den Geſpielen ſeine Anſicht
auf=
drängte. . . Und er, der wieder heim möchte, zur Zeit, wenn
ſein Bemühen umſonſt war, oder vielleicht — vielleicht
auch mit ihr, dem verſchließt Du das Haus. Sie hatte
ſich erhoben und ſtand mit brennender Röte der Erregung
vor Tobias Bruns, der die Arme über die Bruſt
der=
ſchränkt hatte und finſter brütend vor ſich hinſtarrte.
Er antwortete nicht. Ein bedrückendes Schweigen war
in dem hohen, weiten Raum. Sekundenlang.
Und nun ein kurzes, hartes Pochen an der Tür. Gleich
hinter ihm das Oeffnen. Der Depeſchenbote.
Ein Telegramm, Herr Bruns.
Frau Barbaras Angſt kam wieder. Stärker denn
vor=
hin. Sie griff haltſuchend nach dem hinter ihr ſtehenden
Stuhl.
Es iſt gut, ſagte Tobias Bruns, nahm das kleine,
gelbweiße Briefchen in Empfang und öffnete gleichmütig,
während der Bote ging.
Nun ſchlug er das Formular bedächtig auseinander,
las und verfärbte ſich.
Frau Barbara hatte mit angſtvoller Spannung
beob=
achtet. Sie griff, einen leiſen Schrei ausſtoßend, nach der
Depeſche, die ihr der Gatte reichte, und ließ ihre Augen
über den Inhalt eilen.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. April 1913.
Nummer 93.
„Ihr Sohn Henning hier in Elmsdahl bei Köln
lebensgefährlich erkrankt.
Sibylle Frank.”
Sie las es, jedes Wort der verhängnisvollen
Nach=
richt wie ein ſeeliſches Wehtun empfindend, mit
weitge=
öffneten, faſt ſtieren Augen. Ich wußte es, es war mir
wie eine gewiſſe Ahnung, ſtöhnte ſie dann. Und nun ein
energiſcher, harter Ruck. Jetzt ſteht das Handeln bei uns,
Tobias Bruns. Ein bedenkloſes Handeln. Unbeugſam
entſchloſſen klang es.
Was willſt Du damit ſagen? erkundigte er ſich mit
ſcheinbar kühler Stimme. Aber Frau Barbara entging
der leiſe durchzitternde, ein ſtarkes Beunruhigtſein
ver=
ratende Unterton nicht.
Du fragſt? . . . Jetzt fragſt Du noch?
Nun, ſo laß
Du es dabei, ich nicht. Sie warf einen haſtigen Blick auf
die Uhr und wandte ſich der Tür zu.
Barbara!
Wollte er ſie halten? Nun, da ſollte er es
unumwun=
den gewiß erfahren, daß ſie ſich nicht würde halten laſſen.
Sie ſah ihn herausfordernd an. Nun?
Du . . . Du willſt zu ihm?
Dieſe Frage! Ganz gewiß. Und . . . was willſt Du
noch ſagen?
Er tat ein paar haſtige, weitſpannende Schritte bis
in die Mitte des Zimmers, legte die Arme auf den Rücken
und ſtockte heraus: Ich meine, die Nachricht könnte
über=
trieben ſein. Man gebraucht die Wendung von der
„lebensgefährlichen Eckrankung” oft ohne Grund.
O, Tobias, Du ſträubſt Dich mit nichtigen
Einwän=
den bis zur letzten Möglichkeit, rief ſie ſchmerzlich. Aber
Ich
mich hält weder dies noch irgend etwas anderes.
würde auch dann gehen, wenn Du es nicht wollteſt, wenn
Du mir Dein altes: Du darfſt nicht! entgegenhalten
wür=
deſt. Das Stärkſte in mir iſt jetzt anderer Art, als das
mich an Dich Kettende. Es iſt meine Mutterliebe. Die
reißt mich zu meinem Blut. Und nimmt ſelbſt das Ehe=
gebot der Schrift unter ſeine gewalttätigen Füße: Das
Gebot vom Untertanſein dem Manne. . . Verlange alles,
jedes von mir in dieſer Minute. Aber fordere nicht:
Bleib! Unter Aufnahme aller ſich aus meinem ſtrikten
Widerſtande ergebenden Konſequenzen: Ich gehe!
Sie ſprühte ihn an, ſtand mit hocherhobenem Haupt
und mit machtvoll vorgeſtreckten Armen, die Hände zu
Fäuſten geballt, vor ihm, als erwarte ſie in der nächſten
Sekunde das gebieteriſche, ihr freies Entſchließen
hin=
dernde Wort.
Aber es kam nicht.
Ganz langſam, faſt ſchwerfällig wandte ſich Herr
To=
bias um, ſchritt dem Fenſter zu und ſtarrte auf den Markt.
So gehe! ſagte er dann mit heiſerer Stimme. Wartete,
daß eine Antwort käme und ſtand, in ſich
zuſammengeſun=
ken, wie ein Kranker. Aber eine Antwort blieb aus.
Da wandte er ſich langſam zurück und ſah, daß er
ſchon allein war.
Er tat zwei, drei taumelnde Schritte zur Tür hin, als
wollte er ihr nach, um ſie zurückzuholen. Blieb dann
plötz=
lich ſtehen und lächelte, als ſei er iere geworden.
Und murmelte nur ein Wort.
Allein! - . . *
*
Hattinghauſen-Lübeck-Hamburg-Lehrte; alles wie
im Fluge, und trotzdem nur wie im langſamen Trott der
ſich in Unruhe und Angſt verzehrenden Frau erſcheinend.
Und nun gar der zweiſtündige Aufenthalt bis zum
An=
ſchluß nach Köln!
Vor knappen zehn Minuten war der vom eiſigen Odem
der Januarnacht angehauchte, über und über bereifte
Train in die kleine hannoverſche Umſteigeſtation
eingelau=
fen, dieſelbe, die vor etwas mehr als einem Vierteljahr
Signe Frank im verſchwommenen Frühlicht des naßkalten
Oktobertages geſehen.
Zwei Stunden! Zwei entſetzlich lange, einſame
Stun=
den! Was alles konnte in ihnen geſchehen! Was mochte
überhaupt ſeit geſtern geſchehen ſein!
Im ſchlechtgelüfteten, ungenügend erwärmten
Warte=
ſaal ſitzend, hing Frau Barbara ihren wirren Gedanken
nach. Sie eilten den noch zurückzulegenden weiten Weg
vorauf und ſcharten ſich gleich betenden Engeln um das
Krankenlager ihres Kindes. War’s vielleicht ein
Kran=
kenlager gar nicht mehr — ſondern ſchon ein Totenbett?
Es geht oft ſo reiſig her, wenn der Unerbittliche mit
dem Leben ringt. Ach, ſie vermochte an dem
unabwend=
baren Gange der Dinge nichts zu ändern! Und was an
ſorgſamer Pflege bisher aufgeboten werden konnte, das
würde geſchehen ſein: Signe und ihre Mutter als
Kranken=
wärterinnen an dem Lager Hennings zu wiſſen, war ihr
dafür genugſam Gewähr. Denn daß Signe daheim ſei
dachte ſie als unumſtößliche Gewißheit.
Das Warten, das Warten! Wenn nur dieſes
aufrei=
bende Warten nicht geweſen wäre! Wie müde Laſttiere
ſchlichen die Minuten. Es ſchien, als käme der Zeiger des
rieſigen Regulators ihr ſchräg gegenüber überhaupt nicht
mehr vorwärts. Jetzt war es knapp halb acht. Erſt um
neun Uhr ging ihr Zug.
Noch eine und eine halbe Stunde! Ewigkeiten! Hier
ſo ſitzen zu bleiben, immer die quälenden Gedanken als
ſtumme Genoſſen, dünkte ſie unerträglich. Bewegung,
Ab=
lenkung! Ein Gang in die klare, reine Winterluft würde
zudem den überreizten Nerven wohler tun als dieſes völlig
erſchlaffende Hocken in dem mit ſchlechter Atmoſphäre
er=
füllten Raum.
Sie überlegte nicht lange. Kurz entſchloſſen erhob ſie
ſich, durchquerte den Raum und trat nach dem
Ueberſchrei=
ten des flieſenbelegten Flurs, auf dem ihre Schritte laut
nachklangen, vor die Tür des Stationsgebäudes.
Fortſetzung folgt.)
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Nummer 93.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. April 1913.
Seite 15,
Klgemeine Körperschwäche
ist in unserem nervösen Zeitalter
leider ein weitverbreitetes Ubel. Wer
regelmäßig morgens und abends
Kasseler Hafer-Kakao (Nur echt
in blauen Kartons für 1 M.,
nie-
mals lose!) trinkt, kommt bald
Wieder zu Kräffen.
Sport, Spiel und Turnen.
— Olympiſcher Sport. Man ſchreibt uns: Von
ſchön=
ſtem Wetter begünſtigt, nahm am Sonntag vor einem
recht zahlreich erſchienenen Publikum am Oberwaldhaus
der diesjährige Waldlauf des Fußballklubs „
Olym=
pia” einen ſchönen Verlauf. Sieben Mannſchaften —
alles jugendfriſche, geſunde Geſtalten — traten auf der
Wieſe am Steinbrücker Teich zu dem friedlichen
Wett=
kampfe an. Die für einen Waldlauf beſtens geeignete
Strecke war allerdings durch den Regen während der
letzten Tage an manchen Stellen gar ſehr aufgeweicht;
doch trafen die Läufer am Ziele in vorzüglicher
Verfaſ=
ſung ein. Die Veranſtaltung dürfte dadurch wohl ihren
Zweck, das Intereſſe für den Olympiſchen Sport in
Darm=
ſtadt zu fördern, erreicht haben. Als Sieger aus dieſer
Konkurrenz ging die ausgezeichnete Mannſchaft des
Sportklubs Mörfelden hervor. Den zweiten Platz
belegte die 1. Mannſchaft des hieſigen Fußballklubs
„Olympia” des einzigen an der Veranſtaltung
teil=
nehmenden Vereins aus Darmſtadt. An dritter Stelle
ging Turnſportverein Frankfurt durchs Ziel, dem bald
die 1. Mannſchaft des Fußballklubs „Germania‟=
Frank=
furt folgte, von welcher einige Läufer die Fährte verloren
hatten.
* Sprendlingen (Kreis Offenbach), 21. April. Die
Arbeiten des Feſtausſchuſſes für das 37.
Gauturn=
feſt des Main=Rhein=Gaues am 5., 6. und 7. Juli d. J.
laſſen auf eine gute Vorbereitung ſchließen, zumal die
ein=
zelnen Fachausſchüſſe ſich aufs eifrigſte bemühen, allen
Anſprüchen der Turner und Feſtgäſte zu genügen. Zur
Abhaltung des Feſtes iſt ein zirka 20000 Quadratmeter
großer Wieſengrund in unmittelbarer Nähe der Bahn,
direkt am Orte, gemietet. Der Turnplatz iſt in einer
Größe von 70 X90 Meter abgeteilt, bietet ſomit Raum
für mehr denn 1000 Freiübungsturner, ſowie zweckmäßige
Aufſtellung der Turngeräte. Ein Feſtzelt für etwa 2500
bis 3000 Perſonen wird errichtet. Neben den
turneri=
ſchen Darbietungen wird es auch an Unterhaltungen
ſon=
ſtiger Art nicht fehlen.
sr. Pferde=Rennen. Grunewaldbahn. Priorter
Jagd=Rennen; 10000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Lt.
F. v. Zobeltitz’ Edelmann (Brown), 2. Oberbayer (
Ne=
wey), 3. Ruſticus (Stübing). Tot. 18:10, Pl. 12, 18,
14:10. Unpl.: Pfefferminz (4), Turandot, Avignon,
Maas=
lieb. Gegenwehr, 1½—2—1 Lg. — Preis von
Pader=
born; Ehrenpreis und 3300 Mark, Diſtanz 3500 Meter:
1. Kronprinz Wilhelms Mooſe (Lt. Frhr. v. Berchem),
2. Jiu Jitſu (Beſ.), 3. Kebty (Beſ.). Tot. 69110, Pl. 17,
16, 13:10. Unpl.: Incitatus (4), Sea King, Siſter Phoebe
Venezia, Llanludno, Cotton Tail. Ueberlegen 4—3—2½
Längen. — Preis von Pichelswerder; 5000 Mark, Diſtanz
200 Meter: 1. Herren E. und G. Buggenhagens Julius
Cäſar (Slade), 2. Königsleutnant (H. Teichmann),
3. Sankt Theobald (Gagelmann). Tot. 34:10, Pl. 18, 26.
53:10. Unpl.: Pfalzgraf (4), Drakon (5), Pulver, Vorſpiel,
Goldamſel, Quart. Sehr ſicher 2—1½—¾ Lg. — Damen=
Preis; Ehrenpreis und 10000 Mark, Diſtanz 4000 Meter:
1. Herrn W. Blatts Bayard IV (Herr v. Weſternhagen),
2. Wilkina (Lt. Braune), 3. Miß Fife (Lt. Demnig). Tot.
56:10, Pl. 21, 25, 38:10. Unpl.: Saint Mihiel (gef.),
Old Port (angeh.), Diamond Hill (4), Glenmorgan,
Macphearſon, The Sinner. Sehr ſicher 2—½—1 Lg.
Tatterſall=Jagd=Rennen; 6500 Mark, Diſtanz 4000 Meter:
1. Herrn A. R. Olſens College (G. Lommatzſch), 2. Werra
(Fritſche), 3. Melton Pet (Naſh). Tot. 120:10, Pl. 19, 13,
12:10. Unpl.: Sprühfeuer (4), Carol, Kabale, Hinduprinz.
Leicht 3—/—2 Lg. —
Preis vom Jagdſchloß;
Ehren=
preis und 4500 Mark, Diſtanz 2800 Meter: 1. Herrn M.
Lehmanns Schönbrunn (Herr Purgold), 2. Oſtia (Lt.
Frhr. v Berchem), 3. Rothaut (Lt. Streſemann). Tot.
19110, Pl. 12, 12, 15:10. Unpl.: Beautiful Eve (4),
Water=
man, Provocante, Brookdale. Kanter, 2—6—3 Lg.
Otto Markwald=Rennen; 5000 Mark, Diſtanz 1200 Meter:
1. Herrn R. Haniels Orinoco (Rice), 2. Reichsanwalt (O.
Müller), 3. Smaragd (Shurgold). Tot. 31:10, Pl. 15, 20,
14:10. Unpl.: Waſſerrecht (4), Schlemm, Jasmin,
Quer=
ſchlag, Zarina, Haarbuſch, Clown, Carolus, Ortrecht.
Sicher ½—3—1½ Lg. — Ein gegen den Sieger Orinoco
wegen Drängens eingelegter Proteſt wurde
zurück=
gewieſen.
Wien. Preis vom Marchfeld; 23000 Kronen,
Di=
ſtanz 1300 Meter: 1. Mr. Adriens Fabel (Janek), 2. Ferke
(Carslake), 3. Mumus (Varga). Tot. 83:10, Pl. 50, 38
98:20. Unpl.: Salvator, Eva, Agrar, Lollipop, Opponent.
Sehr ſicher 2—¾/ Lg.
Köln. Maſha=Rennen; 6000 Mark, Diſtanz 1200
Meter: 1. Geſtüt Weils Blue Darling (Schläfke), 2. Ninive
(Torke), 3. Pilgram (F. Bullock). Tot. 19110, Pl. 12,
14:10. Unpl.: The Hope, Abſage (4), Partiſan.
Gegen=
wehr, ¾—1½—2 Lg. — Frühjahrs=Jagd=Rennen; 3000
Mark, Diſtanz 3600 Meter: 1. Monſ. Wepes Jor (
Holou=
bek), 2. Perdita (Ludwig), 3. Colombine (Kühl). Tot.
41:10, Pl. 17, 42, 22:10. Unpl.: Fabius, Cunctator (4),
bendſonne, Alvo, Pantagruel, Revolte. Kampf, ½ bis
½—1½ Lg. — Großes Kölner Frühjahrs=Handikap;
26000 Mark, Diſtanz 1600 Meetr: 1. Herrn A.
Hülſen=
buſchs Yung Turk (Archibald), 2. Livadia (Bleuler),
3. Cambronne (Sumpter) Tot. 39110, Pl. 18, 47, 56:10.
Unpl.: Boiling Hot (4), Premier (5), Maboul II,
Zam=
pieri, Mountain Chief, Spion, Zinia, Blood Orange, St.
Maximilian, Dandolo. Leicht 1—1½—2 Lg. — Preis von
Gürzenich; 3000 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Graf F. E.
Metternichs Koromaya (Barleben), 2. Malotru (
Weis=
haupt), 3. Kale (Kühl). Tot. 147110, Pl. 20, 13, 12:10.
Unpl.: Sacred Bird, Gueſſurtia, Douce Amie, Marius IV
(5), Valentine Vox, Brodekin (4), Feghting Pat. Kampf,
¾4—¼/ Lg. — Fels=Handikap; 5500 Mark, Diſtanz 1400
Meter: 1. Herrn Volkmanns Sideslip (Cleminſon), 2.
Jack Horner (Torke), 3. Blue in Blue (Schläfke). Tot.
19:10, Pl. 12, 13, 13:10. Unpl.: Mindenkem (4), Artus (5),
Juriſt, Rax. Verhalten, 1½—½ Lg. — Preis von Neuß;
Ehrenpreis und 3500 Mark, Diſtanz 2000 Meter: 1. Geſtüt
Mydlinghovens Cola Rienzi (Raſtenberger), 2. Silver
Sea (Kühl), 3. Merry Mac (Farlane). Tot. 62110, Pl.
21, 22, 23:10. Unpl.: Little Ben, Walter Stolzing,
Ro=
ette IV, Porte Bonheure (4), Ukas, Akkolade, Rowdy,
Amon, Oran, Ardington. Sicher, ½—2—1½ Lg. —
Val=
veley=Hürden=Handikap; 3000 Mark, Diſtanz 2900 Meter:
1. Herrn L. Scholls Waddles (Gädicke), 2. Lady Jim (K.
Holoubeck), 3. Engadin (Ludwig). Tot. 24:10, Pl. 14, 15,
28:10. Unpl.: Flint, Electrique, Ruby, Mac Kie,
Sour=
noiſe, Crochue. Leicht, 1½—1 Lg.
Trabrennen zu Hamburg=Farmſen, den
20. April. Erſtes Rennen: 1. Aglaya (Knöpnadel), 2.
Nora R. (Oſterhoff), 3. Beſſie Klausner (Fiſcher). Tot.
19110, Pl. 14, 24:10. Unpl.: Mimulus, Azolla (4),
Fen=
chel. 2 Lg.-Kopf. — Zweites Rennen: 1. Rivale (
Schön=
rock), 2. Magdalena (Fiſcher), 3. Sapho (Schurmann).
Tot. 34:10, Pl. 16, 13:10. Unpl.: Saladin (dis.). 2—3 Lg.
Drittes Rennen: 1. Dr. Klausner (Lichtenfeld), 2.
Dante (E. Treuherz), 3. Schampus (Beſ.). Tot. 32110,
Pl. 17, 25, 27110. Unpl.: Maudeto, Hexenmeiſter, Alentell
jun., Dollarprinz, Freddy I, Erſter Buchholzer. 10—½
Länge. — Viertes Rennen: 1, Aframont (E. Treuherz),
2. Hartcourt (Alkomade), 3. Dr. Lew (A. Wills). Tot.
40.10, Pl. 15, 22110. Unpl.: Heritier (4), Garantie. 1—1
Länge. — Fünftes Rennen: 1. Farzana (Duliſch), 2.
Nachtlicht (Dieffenbacher), 3. Mornington Allen (E.
Treu=
herz). Tot. 25:10, Pl. 15, 21, 21:10. Unpl.: Nubinne,
Burgſtern, Mine, Hauptkerl. 3 Lg.-Kopf. — Sechſtes
Rennen: 1. Parmene (Hr. Lang), 2. Sylveſter II (Hr.
Maak), 3. Spötterin (Herr Schleich). Tot. 33:10, Pl.
16, 19110. Unpl.: Quendel (4), John H., Novelliſt. 2—6
Längen. — Siebentes Rennen: 1. Benito (Schönrock), 2.
Lieschen P. (Schurrmann), 3. Schuldnerin (Grube)
Tot. 69:10, Pl. 26, 26, 52:10. Unpl.: Ambroſia, Seeſtern,
Heinerle, Zar, Nicoletta, Caxmen IIII, Perle, Pinkerton,
Spinne. 5—2 Lg.
Trabrennen zu München=Daglfing, den
20. April. Erſtes Rennen: 1. Roland IV (Wiltſhire), 2.
Magnat (Neumayr), 3. Juſtina (Weidmüller), Tot. 17110,
Pl. 12, 15, 17:10. Unpl.: Hallo II, Sneigas, Miß Elſö,
Olga, Der Mongole, Intrigant, Edelgarde, Fidelis I, M.
Spinxlander. 5—7 Lg. — Zweites Rennen: 1.
Schmugg=
ler (Wiltſhire), 2. Orel (Beſ.), 3. Lovag (Beſ.). Tot.
22:10, Pl. 13, 15, 14:10. Unpl.: Mac Phee, Evchen, Qualie
Taſſo, Nichtsnutz, Edwina, Treuherz, Speranza, Subri
(dis.). ½—4 Lg. — Drittes Rennen: 1. Iſabella (
Wilt=
ſhire), 2. Freiſchütz (Beſ.), 3. Falot (Gratzl). Tot. 33:10,
Pl. 15, 20, 33:10. Unpl.: Cheribert, Fauſtinus, Miß
Sphi=
lia, Maja (dis.), Tattenbach, Regime, Elektra I, Lt.
Ben=
ton, Craddock. ½—3 Lg. — Viertes Rennen: 1. Orel
(Beſ.), 2. Attila IV (Steger jun.), 3. Danno (
Weidmül=
er). Tot. 182:10, Pl. 30, 163, 20:10. Unpl.: Pomeranze,
Paganini, Darius I, Dr. Mungo, Fauſt, Baldrian, G.
Baron jr., Fleche Kuſer. ¾—3 Lg. — Fünftes Rennen:
. Phinx Allen (Neumayr), 2. Kurator (Wiltſhire), 3.
Ellus (Koch). Tot. 110110, Pl. 19, 13, 15110. Unpl.: Fina,
Frecher Geſell, Waldſchratt, M. Paula, Sphinx, Dalila I,
Lukretia I. Hals-2 Lg. — Sechſtes Rennen: 1. Qualta
(Beſ.), 2. Ludwigsfeld (Neumayr), 3. Franz Allen I
Weidmüller). Tot. 93:10, Pl. 26, 32, 19110. Unpl.:
Dar=
ling Girl, Lora I, Weldenhofer, Vulkan, Gonda,
Pfarr=
kirchner, Vilstalerin, M. Sphilia I, Quasca, Mac Mahon.
Hals-Lg. — Siebentes Rennen: 1. Batiſtella (Roidl), 2.
Quido (Beſ.), 3. Jagello (Beſ.). Tot. 31.10, Pl. 14, 21,
10. Unpl.: Proſe Cri, Bubi I, Beato Vasco (4),
Amanda I. ½—6 Lg.
Breslau, 20. April. Erſtes Rennen: 1.
Mando=
line (Schiemann), 2. Jeſſonda (Kocholaty), 3. Scherz
(Opel). Tot. 42110, Pl. 16, 13:10. Unpl.: Mikado IV,
Taj Mahel, Home. ¾—6 Lg. — Zweites Rennen: 1.
Le=
robi (Beſ.), 2. Freude (v. Sauerma), 3. Durch (Bef.).
Tot. 59:10, Pl. 25, 23:10. Unpl.: Polichinelle, Contento,
Haarkünſtlerin. ¾4—3—6 Lg. — Drittes Rennen: 1.
Flo=
rian (Schiemann), 2. Catalonier (Streit), 3. Mikulas
(Ryaka). Drei liefen. Tot. 27110, ½—8 Lg. — Viertes
Rennen: 1. Pearl O,Meath (Beſ.), 2. Handbill (von
Sauerma), 3. Star II (Lt. Krieger). Tot. 30:10, Pl. 22
31110. Unpl.: Sous le Gui, Votareß. ½—
—8 Lg.
Fünftes Rennen: 1. The Gun (v. Witzleben), 2. Toma
(Leutn. Sichler), 3. Bulawayo (Beſ.). Tot. 14110, Pl.
12, 16:10. Unpl.: Ruſſel, Sage. 1—4—3 Lg. — Sechſtes
Rennen: 1, Billy Goat (Streit), 2. Goldrock (Seeliſch),
3. Benzai (Gojny). Tot. 21110, Pl. 12, 14:10. Unpl.:
Starſhine, Mortimer I. 3—8—7 Lg. — Siebentes
Ren=
nen: 1. Chantecler (Schiemann), 2. Omama (Streit), 3.
Leibhuſar (Seeliſch). Tot. 38110, Pl. 15, 13:10. Unpl.:
Allgeſchwind.
Paris, 20. April. Prix de la Grotte; 5000 Francs,
Diſtanz 1600 Meter: 1. Monſ. Caſtejas Zoile (Garner),
2. Hallerie (G. Stern), 3. Coturnix (M. Henry). Tot.
122:10, Pl. 39, 22:10. Unpl.: Arauco, Admiral V. 1—1½
Länge. — Prix de la Guiche; 7000 Fr., Diſtanz 2000 Meter:
1. Monſ. J. San Miguels Rabble (Sharpe), 2.
Bon=
heur du Jour (J. Childs), 3. Deſir III (O'Neill). Tot.
173:10, Pl. 62, 24:10. Unpl.: Riverain, Garnement, In
Pace, Franc=Bourgeois II. 2—2½ Lg. — Prix Hocquart;
30000 Fr., Diſtanz 2400 Meter: 1. Monſ. Saint Phalles
Pere Marquette (C. Childs), 2. Bruler (G. Stern), 3.
Carleß (J. Childs). Tot. 67:10, Pl. 23, 27, 68:10. Unpl.:
Gloſter, Chippewa, Huningue, Le Bavard, Chambly, St
Dizier, Turlupin, Le Temeraire, Reindeer, Scamonee,
Veillee, Sans Tache. Hals—4 Lg. — Prir de Lutece;
12000 Fr., Diſtanz 2200 Meter: 1. Monſ. F. Dubois
Ca=
rander (J. Childs), 2. Raſoir (G. Stern), 3. Kellermann
(Sharpe). Tot. 111:10, Pl. 37, 67, 50.10. Unpl.: Opott,
Sarraſin, Charing Croß, Ma Love, Vetiver. ¾ Lg.-Hals.
Prix de la Jenchere; 8000 Fr., Diſtanz 1400 Meter: 1.
Monſ. E. Blancs Dagor (Marſh), 2. Fourvieres (G.
Stern), 3. Souk (Barat). Tot. 31110. Unpl.: Bibre,
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16:10. Unpl.: Tanit III, Pampa, Toto V. Tot. 31110,
Pl. 15, 15, 25:10.
sr. Radrennen. Die Eröffnungsradrennen
in Dresden waren am Sonntag trotz der ungünſtigen
Witterung von etwa 5000 Zuſchauern beſucht. Da der
Regen im Laufe des Nachmittags immer heftiger wurde,
konnte nur ein Teil des Programms zur Erledigung
ge=
langen, während der Reſt am Dienstag abend
ausgetra=
gen werden ſoll. Das Eröffnungsrennen über 20
Kilo=
meter gewann der vom Start ab führende Walthour in
13 Minuten 39,2 Sek. Saldow blieb 900 Meter, Thomas
1100 Meter, Scheuermann 1250 Meter und Janke weit
zu=
rück. Den Zukunftspreis über 20 Kilometer für Klaſſe B
gewann Leviennois in 14 Minuten 0.6 Sekunden vor
Arens 2000 Meter, Timmermann 2050 Meter und Röthig
3000 Meter zurück. Der Große Frühlingspreis über 50
Kilometer mußte dann in der 11. Runde abgebrochen
wer=
den. Die Reihenfolge war: Walthour, Thomas,
Scheuer=
mann, Saldow, Janke.
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