Abonnementspreis
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
wärts nehmen die Poſtämter u. die
Agen=
inren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
176. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Inſerake
werden angenommen in Darmſtadt,
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
ſowie von unſeren Ageninren und
den Annoncen=Expeditionen.— Bei
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Prinz Heinrich von Preußen hat am Montag
abend die Rückreiſe von London nach Deutſchland
angetreten.
IIm Reichstag verſprach Staatsſekretär v. Jagow
eine Unterſuchung und Klarſtellung der Vorfälle
von Naney ſeitens der Regierung.
Der Beſitzer des Tierparks in Stellingen, Karl
Hagen=
beck, iſt am Montag abend in Hamburg geſtorben.
Der franzöſiſche Deputierte Compére=
Mo=
rei, der von Magdeburg nach Braunſchweig gefahren
war, um dort in einer ſozialdemokratiſchen
Verſamm=
lung gegen die Rütungen zu ſprechen, wurde auf dem
Bahnhof ausgewieſen.
Der Zuſtand des Papſtes hat ſich geſtern
ge=
beſſert.
Zwiſchen der Türkei und den Balkanſtaaten
iſt ein zehntägiger Waffenſtillſtand von
Montag mittag ab beſchloſſen worden.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
I6. April 1813: Napoleon reiſt über Metz nach Mainz.=
Thorn kapituliert.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 8.
Der Zwiſchenfall von Naney.
Der Petit Pariſien gibt von dem Nancyer
Zwiſchenfall folgende Darſtellung: In einer
Vor=
ſtellung in einem Tingeltangel richtete ein Zuſchauer im
Saale an zwei Leute, deren Gebahren veriet, daß ſie
Oeutſche ſeien, unfreundliche Worte. Einem Schutzmann
gelang es, die Zuſchauer zu beruhigen, und ein
Geheim=
woliziſt ſetzte ſich zu den Deutſchen, um ihre Geſpräche zu
helauſchen. Er konnte feſtſtellen, daß ſie keinerlei
ab=
ſällige Bemerkungen machten, und daß ſie auch, als ein
Mitglied der Tingeltangel=Truppe ein Spottgedicht auf den
zeppelin ſang, vollſtändig ruhig blieben. Alsbald
ver=
läeßen die beiden, vielleicht durch die Blicke des Publikums
hehelligt, das Tingeltangel und begaben ſich in eine
be=
nachbarte Bierhalle, wo ſie erkannt und verſpottet wurden.
Man hielt ſie für deutſche Offiziere und behauptete, daß
ſde ſich im Tingeltangel zu einer franzoſenfeindlichen
Kund=
gebung hätten hinreißen laſſen. Dieſe Vermutung iſt jedoch
unrichtig, und es iſt ſo ziemlich ſicher, daß die beiden keine
ffiziere ſind.
Hier wird alſo ausdrücklich beſtätigt, daß die Deutſchen
die Franzoſen nicht, wie es anfangs hieß, durch
fran=
goſenfeindliche Kundgebungen herausgefordert haben.
Sollten jedoch wider alles Vermuten Taktloſigkeiten
der gedachten Art zum Ausgangspunkt gedient haben, dann
würde deswegen die Haltung, die von der
franzö=
liiſchen Menge, laut dem Bericht der Lothringer Ztg.,
aangenommen wurde, auch nicht entfernt gerechtfertigt ſein.
llic enn die Ausſchreitungen dieſer Menge zeugen nicht nur
von einem jedes Maß überſchreitenden Nationalhaß,
ſon=
dern erwecken auch den Eindruck, daß ſie unter ſadiſtiſchen
Antrieben begangen wurden. Unter ſolchen Umſtänden iſt
Meis doppelt unerklärlich, wie es möglich war, daß den
be=
täiligten Deutſchen weder von amtlicher noch von privater
Zeite jener Schutz zuteil wurde, der in der ganzen
ge=
ſittteten Welt einer mißhandelten Minderheit gegenüber
geewalttätigen Haufen nicht vorenthalten bleibt. Es bereitet
doch auch in Nancy keine Schwierigkeiten, in einem
öffent=
lichen Gebäude von der Beſchaffenheit des Bahnhofs ein
hülbes Dutzend Menſchen raſch und durchgreifend in
Sücherheit zu bringen.
Iſt dieſe Sicherung unterblieben, weil man den
nöti=
gan Schutz nicht gewähren konnte oder weil man ihn nicht
ſſatwähren wollte? In beiden Fällen müßte jedem
deut=
iſchten Reiſenden der Aufenthalt auf franzöſiſchem Boden
ſalss ein Uebel erſcheinen, dem er ſich nach Möglichkeit ent=
Mieht. Denn in beiden Fällen erſcheint Frankreich als ein
wildes Land”, deſſen Betreten für Mitteleuropäer mit
Ge=
lfahren für Leib und Leben verknüpft iſt. Daß unſere
weſtlichen Nachbarn ſich ſelbſt ſo in Verruf bringen
könn=
ſten, hätten wir trotz des Zeppelin=Mißgeſchicks niemals
rgglaubt. Hoffentlich trägt die Aufklärung des
Zwiſchen=
allles dazu bei, die franzöſiſche „Ritterlichkeit” in einem
lichte zu zeigen, das ihrer ſprichwörtlichen Wertſchätzung
Ancht allzu ſehr Hohn ſpricht!
Die Angelegenheit wird begreiflicherweiſe in der
ireſſe lebhaft kommentiert.
Der Berliner Lokal=Anzeiger ſchreibt:
Ncan ließ das Danktelegramm der deutſchen Regiexung für
die loyale und korrekte Haltung der franzöſiſchen
Behör=
den dem „Z. 4” gegenüber ohne Gloſſen paſſieren obgleich
mittlerweile manche Dinge bekannt geworden ſind, die
vielleicht eine andere Sprache hätten gerechtfertigt
erſchei=
nen laſſen; daß aber die deutſche Regierung den Vorfall
von Nanch nicht hingehen läßt, ſondern alles tun wird,
um unſeren Landsleuten für die zugefügten Schmähungen
Genugtuung zu verſchaffen, halten wir für
ſelbſtverſtänd=
lich Die Franzoſen müſſen ſich darüber klar werden daß
auch die deutſche Langmut ihre Grenzen hat. — Die
Ber=
liner Neueſten Nachrichten ſchreiben: Natürlich
wird nun wieder der Verſuch gemacht werden, die Choſe
zu beſchönigen. Wie dem auch ſei, in dieſem Falle haben
die Gallier Deutſchlands Ehre angetaſtet. Die
Reichsregie=
rung wird nicht umhin können, auf eine Sühne für den
Fall von Nancy zu dringen. — Die Deutſche
Tages=
zeitung meint: Wir ſehen an dem Vorfall wieder,
weſſen ſich Deutſchland von den Franzoſen je und je zu
verſehen hat und wir müſſen und werden uns danach
ein=
richten. Jeder Deutſche, der etwas auf ſich hält, ſollte im
Verkehr mit Franzoſen den Tag von Nancy nicht
ver=
geſſen. Von dem amtlichen Deutſchland aber muß endlich
die Erkenntnis erwartet werden, daß ein Volk, das ſich
derartige Dinge gegen Deutſchland zuſchulden kommen
läßt, von uns nicht mehr mit Liebenswürdigkeiten,
ſon=
dern mit ganz anderen Dingen zu traktieren iſt. — Die
Kreuzzeitung ſagt: Wir haben eine Orgie des
Haf=
ſes erlebt, die deshalb ſo abſtoßend wirkt, weil ſie ſo innig
Die
Ber=
mit Brutalität und Feigheit gepaart iſt.
liner Morgenpoſt ſchreibt: Es muß erwartet
wer=
den, daß eine energiſche Unterſuchung ſtattfindet und eine
ebenſo energiſche Forderung nach Genugtuung zur Folge
haben wird, falls ſich, wie wir hoffen wollen, ergibt. daß
die in kraſſem Widerſpruch zur franzöſiſchen Darſtellung
ſtehende Darſtellung unſerer Landsleute die richtige iſt.
Die Tägliche Rundſchau bedauert vor allem
Frankreich, das ſich alſo ſelbſt beſchmutzt und ſagt weiter:
ünſere Sache iſt es aber dabei unſere Intereiſen zu
wah=
ren. Wir ſetzen als ſelbſtverſtändlich voraus, daß unſer
Botſchafter bei der franzöſiſchen Regierung, deſſen
eingrei=
fende Hand bei der Lunéviller Zeppelin=Angelegenheit
ſchon viele vermißt haben, hier umgehend ſich in
Bewe=
gung ſetzen wird, um die franzöſiſche Regierung zu einer
Unterſuchung dieſer häßlichen Sache zu veranlaſſen. Was
unſerem deutſchen Anſtandsgefühl beſonders zuwider iſt,
das iſt die unritterliche Haltung franzöſiſcher Offiziere, die
derartige Pöbelhaftigkeiten durch ihre Haltung ermutigen.
Reſpekt verſchaffen dieſe Herren ſich und ihrem Stand bei
uns dadurch nicht. — Die Kölniſche Zeitung meint:
Eines iſt ſicher, daß es in dieſen aufgeregten Zeiten nicht
geheuer für Deutſche in Frankreich iſt. Man beſchränke
ſeinen Verkehr in dieſem Lande aufs Allernötigſte und
Geſchäftliche; auch mit dem Vorſatz, daß man ſelber durch
ſein Verhalten keinen Anlaß zu Zwiſchenfällen geben
werde, werden ſich Unannehmlichkeiten nicht vermeiden
laſſen, denn die Maſſen ſind fanatiſch erregt, und die
Be=
hörden werden ſich hüten, gegen Mitbürger einzugreifen,
die einen deutſchen Reiſenden behelligt haben.
Auch die Pariſer Blätter äußern ſich zu dem Fall Das
Echo de Paris ſchreibt zu der Affäre von Nancy,
daß es ſich nach den Erkundigungen ſeines
Korreſponden=
ten in Nanev um eine Ruheſtörung betrunkener Deutſcher
handelt. — Das Journal beſtätigt dagegen, daß die
Deutſchen, nachdem ſie das Reſtaurant verlaſſen hatten, ſich
nach dem Bahnhofe begaben, wohin ihnen eine große
joh=
lende Menge folgte, aus deren Mitte ſie mit allerhand
Ge=
genſtänden beworfen wurden. Die Deutſchen haben auch
Schläge und Stöße davon getragen. Der Zwiſchenfall
er=
eignete ſich um 2 Uhr nachmittags. — Der Excelſior
ſchreibt: Aufreizungen fanden ſicherlich ſtatt und dieſe
müſſen unterdrückt und die Urheber beſtraft werden.
Der=
artige Vorfälle ſind wenig geeignet, die Beziehungen
zwi=
ſchen beiden Ländern zu verbeſſern. — Der Petit
Pa=
riſien ſagt in einem Artikel über den Vorfall, daß die
Deutſchen gröblich beleidigt worden ſeien. Auch
Spott=
lieder auf die Notlandung des „Z. 4” ſeien angeſtimmt
worden, ohne daß die Deutſchen irgendwie proteſtiert
hät=
ten. — Der Matin ſchreibt, daß es ſich bei der ganzen
Angelegenheit nur um eine Aufſchneiderei ſeitens der
deut=
ſchen Blätter handelt.
Deutſches Reich.
— Die Vereinigung der deutſchen
Ar=
beitgeberverbände zu einer neuen, 60000
Arbeit=
geber umfaſſenden Zentralorganiſation wird von ihrem
Organ, der Deutſchen Arbeitgeber=Ztg., mit folgender
pro=
grammatiſchen Kundgebung begleitet: „Die Vereinigung
der deutſchen Arbeitgeberverbände wird nachdrücklich
ein=
treten für den Schutz derer, die an den frivolen Störungen
des Arbeitsfortganges nicht teilzunehmen wünſchen und
dieſerhalb Haß und Verfolgung auf ſich laden. Ihre
Auf=
gabe wird es ſein, die Arbeitsvermittlung in einem der
Förderung der induſtriellen und gewerblichen
Leiſtungs=
ſähigkeit zuträglichen Sinne zu regeln. Und nicht nur
ihre unverbrüchliche Abſicht wird es ſein, ſondern es wird
auch im Bereiche ihrer Macht liegen, in ganz anders
wirk=
ſamer Weiſe dem Verlangen der Gewerkſchaften nach
völliger Unterjochung der Arbeitgeberſchaft
entgegenzutre=
ten, als dies bisher die getrennt marſchierenden
Zentral=
verbände zu tun imſtande waren. Daß nach dieſer
Rich=
tung hin das irgendwie Mögliche nicht verſäumt werden
wird, dafür bürgen uns zur Genüge die zur Führung der
Geſchäfte der Vereinigung beſtellten Perſönlichkeiten.”
Verſtärkung des Deutſchtums in den
Oſtmarken. Die Budgetkommiſſion des
Abgeordneten=
hauſes nahm mit allen gegen 6 Stimmen den
Geſetzent=
wurf betr. Maßnahmen zur Verſtärkung des Deutſchtums
in den Provinzen Weſtpreußen und Poſen an. Weiter
wurde ein Antrag Viereck und Genoſſen angenommen, die
preußiſche Staatsregierung zu erſuchen, in den
über=
wiegend polniſchen Teilen der öſtlichen Provinzen den
deutſchen Handel und Gewerbeſtand namentlich in den
Grenzſtädten wirtſchaftlich zu ſtärken, insbeſondere 1. durch
eine beſchleunigte Beſiedelung der Umgebung der Städte
mit deutſchen Bauern und Arbeitern, 2. durch Förderung
des Realkredits auch über die Grenze der Mündelſicherheit
hinaus, 3. durch beſſere Ausbildung der Gewerbetreibenden
in den Fachkenntniſſen und in Rechnung und Buchführung,
4. durch Förderung des gewerblichen Genoſſenſchaftsweſens
unter Ermöglichung des Anſchluſſes vereinzelter
Gewerbe=
treibender, und 5. durch Förderung der Seßhaftmachung
Gewerbetreibender in eigenen Wohnhäuſern.
Der Landwirtſchaftsminiſter erklärte, daß die Polen
durch eine Aenderung ihres Verhaltens auch eine Aens
derung der Oſtmarkenpolitik herbeiführen könnten. Ohne
eine ſolche Aenderung ihres Verhaltens ſei dies nicht
müg=
lich. Die heutigen Verhältniſſe ſeien nicht durch die
Tätig=
keit der Anſiedlungskommiſſion herbeigeführt worden; die
polniſche Bewegung ſei aus ſich herausgewachſen, wie in
verſchiedenen anderen Ländern. Sie wäre noch ſtärter
geworden, ſo ihr nicht ein Halt geboten worden wärc.
Die Staatsregierung könnte dieſer Bewegung nicht mit
verſchränkten Armen zuſehen. Der Miniſter erklärte ſich
ſodann im Einverſtändnis mit dem Vertreter des
Finanz=
miniſteriums mit dem Antrage 1 betr. die Beſiedlung der
Umgebung der Städte einverſtanden und hob zu 2 (
Roal=
kredit) hervor, daß zwar für die erſte Hypothek hinreichend
von größeren Anſtalten geſorgt werde, daß aber bezüglich
der zweiten Hypotheken nicht nur in den Oſtmarken,
ſon=
dern in ganz Deutſchland große Schwierigkeiten beſtänden.
Bayern und die „veredelten
Matriku=
larbeiträge‟. Die Bayeriſche Staatszeitung
beſchäf=
tigt ſich in einem Rückblick auf die erſte Leſung der Wehr=
und Deckungsvorlage auch mit den veredelten
Matrikular=
beiträgen und bemerkt dazu:
Die bayeriſche Regierung hat der Bundesratsvörlage.
auf Grund reiflicher Erwägungen ſchließlich zugeſtimmt.
Die Erwägungen ſind begründet in der pflichtgemäßen
Sorge der Regierung, auf die Wahrung der bundesſtagt;
lichen Finanzhoheit bedacht zu ſein. Legt man den
Maß=
ſtab eines unbefangenen Vergleichs an, ſo ergibt ſich, daß
die veredelten Matrilularbeiträge ſich unſer den
Beſitz=
ſteuervorſchlägen, die die gliedſtaatliche Finanzhoheit
wah=
ren wollen, in Ehren behaupten können. Es fällt ſchwer,
anzunehmen, daß die Steuerzahler der Gliedſtaaten dieſe
ſie treffende Laſt weniger drückend empfinden, wenn ſie
ihnen, durch eine Reichsſteuer auferlegt wird, als wenn
dies durch Vermittlung der heimatlichen Geſetzgebung
ge=
ſchieht. Die Lage iſt die, ſich den beſonderen
wirtſchaft=
lichen Bedürfniſſen der Einzelſtaaten anzupaſſen. Das
ſind immerhin beachtenswerte Momente, die zugunſten der
veredelten Matrikularbeiträge ſprechen. Die einmütige
Opferwilligkeit, die die bürgerlichen Parteien gegenüber
der gewaligen Laſt bekunden, läßt hoffen, daß auch, die
Schwierigkeiten, die die Ermittlung des Jahresbeitrages
der Beſitzenden zu bieten ſcheint, keine unlöslichen bleiben.
Der Verband zur Wahrung der
Intereſſen der deutſchen
Beiriebskran=
kenkaſſen hielt in Berlin unter dem Vorſitze des
Di=
rektors der Firma Krupp, Juſtizrat Wandel, eine
Ver=
ſammlung ab, in der über die Durchführung der
Reichs=
verſicherungsordnung bei den Betriebskrankenkaſſen,
na=
mentlich über die Aufſtellung der neuen Satzungen beraten
wurde. Die Verſammlung erkannte an, daß die amtliche
Muſterſatzung die verſchiedenartigen Verhältniſſe der
Praxis berückſichtige. Es wurde dem Wunſche Ausdruck
gegeben, daß die Friſt für die Einrichtung der neuen
Satzungen möglichſt bis Ende Juni feſtgeſtellt würde, da
die neuen Satzungen umfangreiche Vorarbeiten bedingten.
Der Verband wird eine eingehende Anleitung für die
Aufſtellung der Satzungen nach der
Reichsverſicherungs=
ordnung herausgeben.
Das „geiſtige Deutſchland”. Herr Alfred
Kerr veröffentlicht folgende Erklärung: „Es iſt behauptet
worden, daß ich eine Erklärung wider die Wehrvorlage
mit ſechzig Schriftſtellern unterzeichnet haben ſoll. Wohr
iſt, daß ich die genannte Erklärung niemals untekzeichnet
habe; daß man mir das Vorlegen einer Erklärung in
Aus=
ſicht ſtellte; daß ſie mir niemals vorgelegt worden iſt und
daß nachher völlig ohne mein Wiſſen und ohne meine
Zu=
ſtimmung mein Name als der eines Unterzeichners
ge=
nannt worden iſt. Ich habe mich hier gegen eine einfache
Willkür zu wehren.”
Die Wehrvorlage und der Hanſa=
Bund. Am Montag fand die Sitzung des Präſidiums
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. April 1913.
Nummer 88.
und des Direktoriums des Hanſa=Bundes bei zahlreicher
Beteiligung aus allen Teilen des Reiches ſtatt. Die
Ver=
handlungen hatten die Wehr= und Deckungsvorlagen zum
Gegenſtand, führten zu lebhaften Erörterungen und
dauer=
ten bis zum Abend. Ueber ſämtliche Punkte der im Hanſa=
Bund vereinigten Kreiſe von Induſtrie, Handel und
Hand=
werk wurde völliges Einverſtändnis erzielt. Die
umfang=
reiche Stellungnahme des Direktoriums des Hanſa=Bundes
wird alsbald veröffentlicht werden.
Ausland.
Frankreich.
Die dreijährige Dienſtzeit. Bei Eröffnung
der Sitzung der Generalräte gab deren Mehrzahl dem
Wunſche nach Wiedereinführung des Geſetzes über die
dreijährige Dienſtzeit Ausdruck.
Rumänien.
Organiſation des
Militärluftſchiff=
fahrtsdienſtes. Die Kammer hat einen
Geſetzent=
wurf betr. die Organiſation des
Militärluftſchiffahrts=
dienſtes angenommen. Der Entwurf begünſtigt die
Mit=
wirkung der privaten Initiative im Verein mit dem
Staate, bewilligt den Fliegeroffizieren Prämien und
andere Vorteile, erhöht deren Penſionen und verſichert ſie
im Todesfall und bei Unfall.
Griechenland.
Die Zivilliſte des Königs. Miniſterpräſident
Venizelos brachte in der Kammer eine Vorlage ein,
wo=
durch die Zivilliſte des Königs auf 2 Millionen erhöht
werden ſoll, und ferner eine Vorlage, die für die Königin=
Witwe Olga eine lebenslängliche Rente von 300.000
Francs auswirft.
Vereinigte Staaten.
Die Tarifreviſion. Präſident Wilſon hatte im
Weißen Hauſe Korreſpondenten von Zeitungen
empfan=
gen. Er ſagte zu ihnen, die Tarifbeſtimmungen würden im
Lande mit Beifall aufgenommen. Kein geſundes Geſchäft
würde durch ſie unterbrochen werden, und in den meiſten
Fällen würden die Koſten des Lebensunterhaltes ſofort
verringert werden. Er erklärte es für möglich,
Verein=
barungen zur Feſtſetzung der Preiſe zu treffen, ſolange
tatſächlich ein Konkurrenzzuſtand zwiſchen zwei Ländern
vorhanden wäre. Er hoffe, in Verhandlungen mit
ver=
ſchiedenen Ländern wegen des Abſchluſſes von
Gegen=
ſeitigkeitsverträgen eintreten zu können, ſobald die
Tarif=
beſtimmungen in Kraft wären.
Eine Drohung gegen die reichen
Män=
ner. Vizepräſident Marſhall erklärte in einer Rede, die
Handlungsweiſe reicher Männer hätte eine Aera großer
Unruhe zur Folge. Er deutete zugleich die Möglichkeit
einer Aufhebung der Erbgeſetze an, ſo daß
Rieſenvermö=
gen dem Staate verfallen würden, falls die Beſitzer der
enormen Vermögen ihre Haltung gegenüber der
Regie=
rung und der Geſellſchaft nicht ändern würden. Nichts
als der Wunſch, gedankenloſe reiche Männer auf die
Ge=
fahren aufmerkſam zu machen, habe ihn veranlaßt,
anzu=
deuten, was in New=York paſſieren könnte, falls es den
Beſitzloſen einfallen ſollte, gegen die Beſitzenden
vorzu=
gehen. Das Erbrecht und das Teſtamentsrecht ſeien nur
vom Staate den Bürgern gewährte Privilegien. Die
An=
ſicht der Majorität des Volkes ſei, daß viele
Rieſenver=
mögen durch beſondere Privilegien, durch Verwäſſerung
des Aktienkapitals in Unternehmungen, durch
Machen=
ſchaften an der Börſe und durch die Korruption der
geſetz=
gebenden Körperſchaften uſw. erworben würden. Die
be=
ſonderen Privilegien fänden Wurzel und Kraft in den
prohibitiven Schutzzöllen.
Perſien.
Engliſch=ruſſiſcher Vorſchuß. Der
eng=
liſche Geſandte in Teheran bot der perſiſchen Regierung
den britiſchen Anteil des gemeinſamen ruſſiſchen und
bri=
tiſchen Vorſchuſſes von 8 Millionen Mark, nämlich 4
Mil=
lionen, an. Die Rückzahlungen haben 1915 zu beginnen
Das Geld wird unter der Kontrolle des
Generalſchatz=
meiſters ſtehen.
Japan.
Die antijapaniſche Geſetzgebung in
Amerika. Ein Kabinettsrat hat dem Kaiſer über den
Fall der antijapaniſchen Geſetzgebung Bericht erſtattet. Da
Präſident Wilſon in der Angelegenheit nicht eingreifen
will, ſo wird für notwendig erachtet, ein gerichtliches
Ver=
fahren bei dem Oberſten Bundesgericht einzuleiten, um
eine Entſcheidung herbeizuführen, daß die Japaner nicht
mongoliſcher Herkunft ſeien und daher die
Staatsbürger=
ſchaft in Kalifornien erwerben dürfen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 16. April.
* Se. Kgl. Hoheit der Großherzog empfingen geſtern
vormittag 11 Uhr im Neuen Palais den Architekt Em. Joſ.
Margold von der Künſtlerkolonie.
Vom Hofe.
Die Fürſtin=Mutter zu Erbach=
Schönberg iſt am Montag nachmittag 3 Uhr
ab=
gereiſt. (Darmſt. Ztg.
Charakterverleihung. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Regierungsaſſeſſor Bruno
Wolf zu Gießen den Charakter als Kreisamtmann
verliehen.
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den Vorſtand des Maſchinenamts in Dirſchau,
Regierungsbaumeiſter Auguſt Betz, zum Vorſtand eines
Werkſtättenamts in der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſenbahn=
gemeinſchaft.
Erledigte Stelle. Die Stelle eines
Bureau=
gehilfen bei Großh. Oberverſicherungsamt Darmſtadt.
Der Gehilfe muß die Prüfung für Kreisamtsgehilfen und
Kreisamtsbureauvorſteher abgelegt haben und in der
Krankenverſicherung bewandert ſein. Meldung bis
ſpäteſtens 23. April bei dem Miniſterium des Innern.
Militärdienſtnachrichten. Verſetzt: Geißler,
Regierungsbaumeiſter, techniſcher Hilfsarbeiter der
In=
tendantur des XVI. Armeekorps, in gleicher Eigenſchaft
zur Intendantur des XVIII. Armeekorps zum 1. Juli
913: David, Sekretär von der Intendantur des
XVIII. Armeekorps, zur Intendantur des XVI.
Armee=
korps und des Militär=Verkehrsweſens; zum 1. Mai 1913:
Heuſer, Militär=Intend.=Rat von der Intendantur
des XVIII., zu der des V. Armeekorps. v. Wegerer,
Regierungsbaumeiſter, techniſcher Hilfsarbeiter bei der
Intendantur des XVIII. Armeekorps, etatsmäßig
an=
geſtellt. Schlenger, Kanzleidiätar auf Probe bei der
Intendantur des XVIII. Armeekorps, als Intendantur=
Kanzleidiätar angeſtellt.
Vom Großh. Hoftheater. Heute wird bei kleinen
Preiſen „Die Jungfrau von Orleans” als 157.
Abonne=
mentsvorſtellung, Buchſtabe B 40, in Szene gehen. Das
Hoftheater bleibt am Freitag und Samstag geſchloſſen und
wird am Sonntag mit dem zweiten Abend der Trilogie:
„Der Ring des Nibelungen” von Richard Wagner als
dritten Feſtſpielabend wieder eröffnet. Der Beginn von
„Siegfried”, der wiederum durch Fanfarenſignale
bekannt=
egeben wird, iſt auf 6 Uhr angeſetzt. Von heimiſchen
Künſtlern ſind tätig: Alfred Stephani (Fafner), Anna
Jacobs (Erda), Leo Schützendorf (Alberich) und Olga
Kallenſee (Waldvogelſtimme). Spielleiter iſt Rich. Lert.
Der Ibſen=Zyklus, der ſich des regſten Intereſſes erfreut,
wird am Montag mit der Neueinſtudierung von „Hedda
Gabler” ſeinen Abſchluß finden.
Der Hoftheaterleitung ſind anläßlich der Feſtſpiele
äußerſt ſchmeichelhafte Zuſchriften ſeitens der
Mitwirken=
den zugegangen, von denen im Nachſtehenden einige
Zei=
len wiedergegeben werden ſollen. Leo Blech ſchrieb:
Noch=
mals von ganzem Herzen Dank für die unvergeßlich
ſchö=
nen Tage gemeinſchaftlichen Wirkens, das mir zur
bleiben=
den Erinnerung wird. Wollen Sie bitte Dolmetſch meines
Dankes an die Kapelle ſein, deren Hingabe und hoher
Künſtlerſchaft, deren unübertreffliche Leiſtung und deren
Anerkennung ich mit Dank und Rührung gedenke . .
Profeſſor von Bary ſchrieb: Da ich aus eigenem Erleben
die Triſtan=Aufführungen faſt ſämtlicher deutſcher Bühnen
genau kenne, glaube ich die Verſicherung geben zu dürfen,
daß die Leiſtungen des Orcheſters in der für mich
unver=
gleichlichen Aufführung von keiner anderen deutſchen
Bühne übertroffen werden dürften. In aufrichtiger
Be=
wunderung für dieſes muſikaliſche Erlebnis uſw. . . .
* Hoher Beſuch. J. Kgl. Hoheiten der
Großher=
zog, die Großherzogin und die beiden Prinzen
be=
ehrten geſtern vormittag das Atelier des Hofphotographen
Erwin Raupp mit ihrem Beſuche zwecks verſchiedener
Aufnahmen.
nn. Der Bezirksverein „Martinsviertel” hielt im Saale
der Reſtauration Gollinger eine außerordentliche
Haupt=
verſammlung ab. Nach Erledigung einer Reihe von
Ver=
einsfragen erſtattete Herr Stadtverordneter Möſer
Be=
richt über die Verbreiterung der
Pankratius=
ſtraße. Danach ſteht feſt, daß dieſelbe durchgeführt wird,
wenn die Verhandlungen mit dem Anlieger des „
Raben=
ſteinſchen Hauſes” wegen teilweiſen Ankaufs desſelben
beendigt ſind. Den Hauptgegenſtand des Abends bildete
ein Referat des Herrn Redakteur Bornemann über die
Verkehrsfragen im Martinsviertel. Eingehend beleuchtete
der Redner das dringende Bedürfnis der Bewohner dieſes
größten und bevölkertſten Stadtteils nach einer richtigen
Verkehrsverbindung mit der Innenſtadt. Auch die
Audienz=
des Vorſtandes bei dem Herrn Oberbürgermeiſter hatte
nur einen negativen Erfolg. Die Linienführung der
elektriſchen Bahn nach dem Martinsviertel ſcheitere auch
heute noch an dem Widerſtand der Direktion der
Tech=
niſchen Hochſchule, die eine Störung der Lehrtätigkeit und
der phyſikaliſchen Inſtrumente befürchte. Auch noch
wei=
tere Klagen gegen die Linienführung der elektriſchen
Bahn nach dem Martinsviertel, insbeſondere die geplante
Verbindung mit der Linie Frankfurterſtraße=Bahnhof,
wurden von dem Redner vorgebracht. Eine Reſolution,
die eine beſſere Verkehrsmöglichkeit für den Stadtteil
„Martinsviertel” ſchaffen ſoll, fand einſtimmige Annahme.
Intereſſant waren Mitteilungen über die neuen Projekte
der Heag für die elektriſche Bahn nach dem
Martinsvier=
tel unter Berückſichtigung der Wünſche der Hochſchul=
Direktion. Als 1. Projekt iſt geplant: Verbreiterung der
Hochſchulſtraße durch Abſchnitt eines Teils vom
Herrn=
garten; 2. Projekt: Führung der Linie: rechtes Eck des
Großh. Hoftheaters durch den Teil des Herrngartens unter
Einbiegung an der Hochſchule zur Pankratiusſtraße;
3. Projekt: Einführung Theaterplatz zwiſchen Muſeum
und Theater (Landgraf Georg= und Philipp=Denkmal)
durch den Herrngarten, Einbiegung und Richtung
Hoch=
ſchul= und Pankratiusſtraße. Ob dieſe Projekte die Ge= Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs finden
wer=
den, bleibt dahingeſtellt. Von der Verſammlung wurde
als einzige und richtige Linienführung Hochſchulſtraße=
Pankratiusſtraße für die elektriſche Bahnverbindung
feſt=
gelegt und das Bedauern über den ablehnenden
Stand=
punkt der Hochſchul=Direktion bei einer ſo wichtigen
Ver=
kehrsfrage ausgeſprochen. Bei der Neuwahl eines
Ver=
einsrechners wurde Herr Baupolizeireviſor
Werner=
einſtimmig gewählt und dabei feſtgeſtellt, daß der
Mar=
tinsviertelverein unter Leitung des Stadtverordneten J.
H. Möſer auf eine zwanzigjährige ſegensreiche Tätigkeit
demnächſt zurückblicken kann. Mit dem Wunſche, daß der
Verein eine weitere rege Tätigkeit zum Wohle des
Mar=
tinsviertels entfalte, wurde die Verſammlung um 12 Uhr
geſchloſſen.
Der Katholikenverein veranſtaltet am nächſten
Sonntag eine Jahrhundertfeier zur Erinnerung
an die Erhebung der Deutſchen vor 100 Jahren.
Das=
ehr gewählte Programm, beſtehend aus Chorgeſängen,
Feſtrede, Theatervorſtellung und Tanz, wird alle Teil
nehmer vollauf befriedigen (Näheres ſiehe Anzeige.)
— Zum Kampf im Weißbinder= und
Malergewerbe=
ſchreibt uns der Verband der Weißbinder,
Maler und Lackierergehilfen: Die
Korreſpon=
denz des Hauptverbandes deutſcher Arbeitgeberverbände
im Malergewerbe verbreitet die Nachricht, daß bei den
letz=
ten Einigungsverhandlungen das generelle Angebot der
Arbeitgeber, eine ſofortige Lohnerhöhung von 3
Pfennig=
pro Stunde, das eine Mehreinnahme von 270 Mark
be=
deute, von den Gehilfen abgelehnt worden ſei. Hierzu iſ
folgendes zu erwidern: Die Unternehmer boten 3 Pfennig
Lohnerhöhung für drei Jahre, alſo jedes Jahr einen
Pfennig. Die angegebene Lohnerhöhung von 270 Mark
iſt nicht richtig. Die Arbeitsloſigkeit iſt nicht nur im
Win=
ter, ſondern auch im Sommer in den letzten Jahren eine
beklagenswerte Erſcheinung und kommen viele Gehilfen
dadurch in dauernde Not. Nehmen wir nur eine
ſechs=
wöchentliche Arbeitsloſigkeit an, ſo arbeitet ein Gehilfs
2335 Stunden im Jahre, ein Pfennig pro Stunde mehr
macht im Jahr nur 23,35 Mark.
Odenwaldklub. Am 20. April wird die von der
Ortsgruppe Groß=Sachſen auf dem Hundskopf errichtete
Schutzhütte der Benutzung übergeben. Zu der Eins
weihungsfeier, die um 3 Uhr beginnt, ſind alle
Mit=
glieder des Odenwaldklubs eingeladen. Die Schutzhütte
hat einen Aufwand von 1500 Mk. verurſacht, zu dem
die Zentralſtelle des Klubs weſentliche Zuſchüſſe
ge=
leiſtet hat.
m. Unfall: Geſtern mittag fuhr ein Burſche in der
Lagerhausſtraße, als gerade Mädchen das Schulhaus
ver=
ließen, in ziemlich ſcharfem Tempo, ohne
Warnungszei=
chen, in eine Gruppe der Kinder und riß ein
achtjähriges Mädchen zu Bodem, wobei dem
Kinde eine lange breite Schramme auf der rechten
Wange=
geriſſen wurde. Man hat ſchon öfters an dieſer von
Schu=
lern und Schülerinnen lebhaft benutzten Straße ein faſt
rückſichtsloſes Darauflosfahren junger Radler beobachten
können. Der Burſche entkam, ohne daß man ſeine
Rad=
nummer feſtſtellen konnte.
Deſertenr. Ein Musketier des Infanterie=
Regiments Nr. 80, welcher ſich ſeit 6. April von ſeinem
Truppenteil ohne Urlaub entfernt hat, iſt hier in einer
Wirtſchaft feſtgenommen und an die Schloßwache
ab=
gelieſert worden.
Feſtgenommen ſind hier ein 40 Jahre alter
Schuhmacher aus Wiesbaden, ein 24 Jahre alter
Tag=
löhner von hier und ein 23 Jahre alter Taglöhner von
hier, ſämtlich wegen Diebſtahl.
Kinotheater. Der 1. Darmſtädter Kino,
Grafenſtraße 12, Ecke Rheinſtraße, bringt ab Mittwoch
in ſeinem ganz vorzüglichen Programm das überall mit
wahrer Begeiſterung aufgenommene
Senſations=
drama aus dem Spionageweſen in 2 Akten, betitelt:
„Fürs Vaterland” mit Mad. Saharet in der
Titel=
rolle. Zu erwähnen iſt noch „Das Geſicht oder die=
Stimme” ein Drama mit herrlichem Spiel und
tief=
gehender Wirkung, „Auf dem Scheiterhaufen” und „Der
Sankt Gotihard‟ Die V. Serie zeigt wundervolle
Natur=
aufnahmen. Für Humor ſorgen „Der Knabe und der
Teddybär”, „Fritzchen und die geizige Tante” mit dem
7jährigen Abelard in der Titelrolle; auch die Einlagen
ſind erſtklaſſig. — American Bio, moderne
Licht=
ſpiele, am Bismarckdenkmal, bringt ab Mittwoch ein
Drama, wie man es in heutiger Zeit ſelten findet. Hocht
dramatiſch, äußerſt feſſelnd, von tiefgehender Wirkung,
reich an packenden Momenten, ergreifend in der Hande
ung. Eine Fülle herrlicher Naturaufnahmen
er=
höhen den Reiz desſelben. „Von allem erlöſt” mit
Henny Porten in der Titelrolle, iſt ein
hervor=
ragendes Drama; „Der kleine Held” iſt erſtklaſſige in
ſeiner Art. An Humoresken bringt das Programm
Aus einem Blockadetagebuche.
C Ein amüſantes Tagebuch, das zeigt, wie die
Flottendemonſtration der Großmächte ſich
von der Küſte her ausnimmt, veröffentlicht der
gegen=
wärtig in Antivari weilende italieniſche
Korreſpon=
dent Guelfo Civinini im Corriere della Sera.
Sonntäg=
liche Abendſtille; mit weißen Hoſen angetan, ſitzt ein Herr
auf der Terraſſe ſeines Hotels; er hat das Buch über
Albanien, in dem er las, läſſig beiſeite geſchoben und
blickt verträumt gegen den Abendhimmel, der in mattem
Purpur und zartem Grün leuchtet. Von fern nur das
dumpfe Klopfen eines Pumpwerkes, ſonſt Stille und
Frieden. Aber plötzlich fällt dem Herrn ein: o je, ich bin
ja hier nicht um zu träumen, ich muß ja meiner Zeitung
über die drohenden militäriſchen Maßnahmen der
Groß=
mächte berichten. Er blickt hinunter zum Meere, wo die
grauen Stahlkoloſſe, die trotzig Europas Willen
verkör=
pern, inmitten der Wogen ſtampfen. Nun leuchten die
erſten Lichter auf. Und der Herr ſchämt ſich plötzlich
ſei=
ner ſorgenloſen Sonntagsſtimmung, ſeiner friedlichen
weißen Beinkleider, gelobt ſich, am nächſten Tage ein
Ge=
wand anzulegen, das der kriegeriſchen Stimmung beſſer
entſpricht, und beſchließt, ein Tagebuch zu führen. Hier
die weſentlichſten Eintragungen:
Montag vormittag: Die internationale Flotte liegt
unaufhörlich vor Antivari. Der Eindruck iſt imponierend.
Aber am Lande geht alles unverändert ſeinen Gang; und
virklich ladet dort unten am Kai ein Handelsſchiff ſeine
Waren aus: Kanonen. Draußen aber auf dem Meere
vollziehen ſich bedeutungsvolle Veränderungen. Heute
morgen liegt der deutſche Kreuzer nicht mehr an ſeinem
geſtrigen Platz. An ſeiner Stelle liegt heute ein engliſcher
Kreuzer. Die beiden italieniſchen Schiffe liegen am
wei=
teſten hinten, als wollten ſie ſich zurückhalten. Nicht ſo
die Oeſterreicher, die liegen weiter vorne, ſofort hinter
dem deutſchen Schiff und dem großen franzöſiſchen Panzer.
Da: jetzt naht ein Boot. Zwei Offiziere ſind an Bord. Sie
bringen gewiß dem Gouverneur die Blockadeerklärung.
Schnell ihnen entgegen. Montag abend. Die Pinaſſe,
die gegen Mittag an Land ſtieß, kam vom Edgard Quinet.
Sie brachte zwei franzöſiſche Seekadetten, die Briefmarken
kauften. Keine Blockadeerklärung. Aber vielleicht waren
die Briefmarken nur der Vorwand zur Erkundung des
Terrains und man bereitet für die Nacht eine Landung
vor.
Dienstag: Was iſt das? Heute nacht haben Eng=
Die
land und Deutſchland ein „balancez” abſolviert.
„Breslau” kehrt in den Hafen zurück, blieb einige Stunden
und trat dann ihren Platz an den Defenſer” ab. Dann
zog auch der ſich zurück, und die „Breslau” nahm,
in=
mitten von vier öſterreichiſchen Torpedobooten, wieder
ihren Platz ein. Es regnet, unruhige See. Die
Torpedo=
boote werden ſchwer umhergeworfen. „Der Ball der
Na=
tionen” ſagt ein montenegriniſcher Offizier und beginnt
einen bekannten modernen Walzer zu pfeifen. Am
Abend: die See etwas ruhiger. Vom „Edgard Quinet”
kam ein Boot mit zwei franzöſiſchen Offizieren, die ins
Hotel gingen. Sie kaufen Champagner. Sie erklären
den Sinn des engliſch=deutſch=öſterreichiſchen Manövers.
Die Torpedoboote und die „Breslau” wurden durch den
ſtarken Seegang bedroht, und um Kolliſionen zu
vermei=
den, gingen ſie in den Hafen.
Mittwoch: Ein deutſches Boot an Land geſtoßen!
Andere unterwegs!” Ich ſpringe aus dem Bett und öffne
das Fenſter. Ja, wirklich! An der Brücke ſchaukelt ein
Boot mit der deutſchen Flagge, acht Matroſen ſitzen drin.
Kommt die Landung? Schau, die acht dort unten angeln
friedlich. Aber ſie haben doch zwei Offiziere gebracht, die
ſich zum Gouverneur begaben. Ich ſtürme zum
Gou=
vernement: „Was gibt’s Neues? Die deutſchen Offiziere?”
„Sie gingen zum Markt, Gemüſe einkaufen.” Ich begeg
nete ihnen bald darauf mit ihrem Proviantmeiſter und
türkiſchen Laſtträgern, die große Spinatkörbe tragen.
Mittwoch abend. Die Marktbeſorgungen Europas dauern
an. Nachmittags kam auch ein engliſches Boot und lud
ein lebendes Kalb ein. Die „Breslau” iſt verſchwunden.
Ein montenegriniſcher Offizier verſichert mir, ſie kaufe in
Cattaro Weintrauben. Auf den italieniſchen Schiffen iſt
große Wäſche, überall flattern Hemden und Unterwäſche
im Winde. Die Flottendemonſtration dauert unverändert
fort. . . .
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. April 1913.
Nummer 88.
Seite 3.
„Haltbarer Leim”, „Herr Klipps als Zauberkünſtler”,
die wohl jeden zum Lachen bringen werden. —
Union=Theater (Kunſtlichtſpiele Rheinſtr. 6). Das
Beſte vom Beſten bringt wieder der heutige
Programm=
wechſel. Drei effektvolle Dramen „Die Studentin”, „All
Heil” und „Unter dem Sternenbanner” bringen Bilder
aus dem Leben, und zwar das erſtgenannte aus dem
Wirkungskreis einer ruſſiſchen Studentin, während das
zweite und dritte auf eine Rennbahn und auf einen
mexikaniſchen Kriegsſchauplatz führen. Daß auch das
komiſche Genre nicht vernachläſſigt wird, zeigen die
beiden Komödien „Charlottes Kätzchen”, und „Max als
Wohltäter”, die voll herzerfriſchenden Humors ſind.
Neben der bekannten Wochenſchau kommt noch eine
große Zahl von Einlagen und Naturaufnahmen.
Johanna, das Affenmädchen, bildet mit einen
Haupt=
anziehungspunkt in den Darſtellungen auf der Meſſe. Nach
den Verſicherungen ihres Beſitzers, Herrn und Meiſters, iſt
Johanna der einzige dreſſierte Orang=Utan der Erde. Alle
ſonſt in den Schauſtellungen gezeigten „Affenmenſchen”
ſind Schimpanſen. Johanna iſt ſechs Jahre alt und
ver=
trägt das Klima Europas augenſcheinlich ſehr gut. Sie
benimmt ſich ganz wie ein wohlerzogenes Mädchen;
ſo=
wohl bei Tiſch, als bei der Garderobe und auf dem
Aus=
gang. Sogar tanzen und Klavierſpielen kann das
Affenfräulein. Die Vorſtellung iſt für Kinder wie
Er=
wachſene gleich intereſſant.
Moto Pheno verſteht es gründlich, den Schleier
des Geheimniſſes, der ihn umgibt, recht dicht geſchloſſen
zzu halten, bis er ihn lüftet. Wenn der Vorhang ſich hebt,
Idann ſteht er da, ſcheinbar ſtarr und leblos. Aber ſeinem
Meiſter gehorcht er, denn deſſen Wille vermag ihn zu
regie=
rren. Automatenhaft erfüllt er deſſen Forderungen und
Befehle. Eine geſchickte Täuſchung erweckt zunächſt den
EEindruck, als ob es ſich um eine mechaniſch funktionierende
Puppe handelt. Und doch iſt Moto Pheno ein Menſch von
Fleiſch und Blut. Wenn ſein Meiſter die Suggeſtion, in
die Moto Pheno ſich ſelbſt verſetzt, ihm nimmt, dann
be=
leben ſich die ſtarren Glieder, die Geſichtszüge verlieren
äihren maskenhaften Ausdruck, die Bruſt atmet tiefer, und
bald geht und ſteht, redet und handelt Moto Pheno wie
jeder andere Sterbliche.
Haftpflicht der Eiſenbahnen bei erhöhter
Betriebsgefahr.
Reichsgerichtsentſcheidung.
(Nachdruck verboten.)
js. Bei Benutzung von Bahnübergängen, die eine
WWegeſchranke nicht beſitzen, iſt es ein Gebot der
allgemei=
men Verkehrsſorgfalt, daß man ſich vor dem
Ueberſchrei=
ten oder Ueberfahren der Gleiſe nach beiden Seiten
um=
ſieht, ob etwa ein Zug naht. Die Unterlaſſung dieſer
Vor=
icht bedeutet ſtets ein Verſchulden, das im Falle eines
Unfalles mindeſtens die teilweiſe Abweiſung der
Scha=
densanſprüche zur Folge hat. Steht dem eigenen
Ver=
chulden des Verletzten auf der anderen Seite eine Er=
Höhung der Betriebsgefahr der Eiſenbahn
gegenüber, ſo wird der größere Teil des Schadens der
Bahn zur Laſt zu legen ſein. So iſt auch der
nachſtehend=
nnitgeteilte Rechtsſtreit entſchieden worden:
Der Gaſtwirt und Metzger W. wollte am 6. Oktober
1910 abends gegen 8 Uhr mit ſeinem Einſpännerwagen
kauf einer Straße unweit des Bahnhofs Grünberg in
Heſſen über das Gleis der Butzbach-Licher
Eiſenbahn fahren. Eine Wegeſchranke iſt dort nicht
worhanden. Der ohne Laterne fahrende Einſpänner
wurde von einem Rangierzug erfaßt; dabei erlitt W.
er=
gebliche Verletzungen. Der Rangierzug hatte vorn einen
nbeleuchteten Packwagen, der an der Stirnſeite eine rote
Laterne trug, dann folgte ein hell erleuchteter
Perſonen=
wagen; die Lokomotive ſchob den Zug mit einer
Ge=
chwindigkeit von nur 5 bis 10 Kilometern in der Stunde.
Aluf dem ſeitlichen Trittbrett des Packwagens, aber auf
eer dem W. entgegengeſetzten Seite, ſtand ein Mann mit
iner Klingel und läutete. W. verlangte von der
Butz=
ſach-Licher Eiſenbahn=Aktiengeſellſchaft als
Schadens=
rſatz für Heilungskoſten und Erwerbsverluſt 2000 Mark
und eine vierteljährliche Rente von 375 Mark. Die Bahn
wendet ein, der Unfall ſei nur durch das eigene
Verſchul=
isen des Klägers verurſacht worden.
Vom Landgericht Gießen iſt der Klageanſpruch dem
Grunde nach für gerechtfertigt erklärt worden. Dagegen
wat das Oberlandesgericht Darmſtadt die Klage zu einem
Viertel abgewieſen und die Beklagte nur zur Tragung
von drei Vierteln des Schadens verurteilt. In ſeinen
Ent=
ſcheidungsgründen führt das Oberlandesgericht aus: Da
der Kläger bei dem Betriebe der Eiſenbahn der Beklagten
körperlich verletzt worden iſt, iſt die Beklagte nach dem
Reichshaftpflichtgeſetz zum Schadenserſatz verpflichtet,
wenn ſie nicht beweiſt, daß der Unfall auf einem
Verſchul=
den des Klägers beruht. Der Umſtand, daß der Kläger
ohne Wagenlaterne fuhr, iſt in dieſer Beziehung ohne
Bedeutung. Es kann auch nicht mit einigerWahrſcheinlichkeit
angenommen werden, daß der Unfall nicht erfolgt wäre
wenn der Kläger eine Laterne gehabt hätte. Mit mehr
Grund wirft die Beklagte dem Kläger vor, daß er bei dem
Ueberfahren der Gleiſe nicht mit der nötigen Sorgfalt
verfahren iſt. Ihm war der Bahnübergang und die dort
durch den Zugverkehr beſtehende Gefahr bekannt. Er hatte
deshalb alle Veranlaſſung, ſorgfältig nach rechts und links
Umſchau zu halten. War auch der vordere Wagen des
Rangierzuges nicht beleuchtet, ſo doch der folgende
Wa=
gen. Der Zug hätte ihm deshalb nicht entgehen können,
und er hätte ſich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen
können. Das Verſchulden des Klägers iſt aber nicht die
alleinige Urſache des Unfalles. Das Läuten des auf dem
Trittbrett des Packwagens auf der dem Kläger
abgewen=
deten Seite ſtehenden Beamten hat der Kläger wegen der
entgegengeſetzten Windrichtung nicht gehört. Es kann
da=
hingeſtellt bleiben, ob es nicht erforderlich war, daß auch
auf der anderen Seite des Packwagens geläutet wurde
und ob in dieſer Unterlaſſung ein Verſchulden der Beamten
der Beklagten liegt. Die Tatſache, daß das Läuten vom
Kläger nicht gehört werden konnte, ſtellt ſich jedenfalls als
ein die Betriebsgefahr der Bahn erhöhender Umſtand dar,
ebenſo wie die herrſchende Dunkelheit und der Umſtand,
daß die Lokomotive nicht von vorn fuhr, ſondern den Zug
drückte. Die Abwägung des Verſchuldens des Klägers
gegen die erhöhte Betriebsgefahr führt dazu, dem Kläger
nur ein Viertel ſeines Schadens abzuſprechen.
Gegen dieſe Entſcheidung hatte die Eiſenbahn
Re=
viſion eingelegt, indeſſen ohne Erfolg; das
Reichs=
gericht hat das Urteil des Oberlandesgerichts beſtätigt und
die Reviſion zurückgewieſen.
Der Verein Braunshardter Heim
hielt am Dienstag nachmittag im neuen Juſtizgebäude
unter dem Vorſitz Ihrer Durchlaucht der Fürſtin Marie
zu Erbach=Schönberg ſeine ordentliche
Mitglieder=
verſammlung ab, die recht zahlreich beſucht war. Im
Auf=
trage der Vorſitzenden eröffnete Generalſtaatsanwalt Dr.
Preetorius die Verſammlung und erſtattete einen
kurzen Bericht über die Lage des Vereins, in dem mit
be=
ſonderem Bedauern von dem Austritt der beiden
Mitbe=
gründer des Vereins, Pfarrer Kleberger und Geh.
Oberjuſtizrat v. Heſſert, Kenntnis gegeben wurde. Beide
Herren haben mit größter Sachkenntnis und mit beſtem
Erfolge für den Verein ſeit ſeinem Beſtehen gearbeitet, ſo
daß ihr Austritt eine fühlbare Lücke hinterläßt. Für Herrn
Pfarrer Kleberger hat Herr Hofprediger Quack das Amt
des Geſchäftsführers übernommen. Er erſtattete den
Ge=
ſchäftsbericht über das verfloſſene Vereinsjahr. Das Heim
hat danach weiter ſegensreich gewirkt und ſeiner
Beſtim=
mung in beſter Weiſe gedient. Der Beſtand der Schweſtern
iſt um eine vermehrt worden, um Schweſter Anna
Krü=
ger, die ſeit April v. J. an dem Braunshardter Heim
wirkt. Den verſchiedenen Behörden und Gönnern, die
das Heim mit materiellen Zuwendungen bedachten, wird
herzlichſt Dank ausgeſprochen. Der Bericht ſtellt feſt, daß
der Beitrag der Darmſtädter Mitglieder gewachſen iſt. Die
Darmſtädter Damen haben ja auch die beſte Gelegenheit,
die Wirkung des Heims kennen zu lernen. Im ganzen
gingen bis jetzt 109 Zöglinge durch das Heim, darunter im
vergangenen Jahre allein 49. Der Beſtand am Schluſſe
des Jahres betrug 17. Einige Mädchen traten alsbald
wieder aus, anderen wurde das Heim zur zweiten
Hei=
mat. Erfreulicherweiſe bewährte ſich die Mehrzahl der
Mädchen, die in Dienſtſtellen untergebracht wurden.
Aller=
dings nicht alle. Die Arbeit im Heim iſt ſchwer, aber der
Erfolg lohnt, wenn man, was unerläßlich iſt, Geduld hat.
Enttäuſchungen bleiben natürlich nicht aus. Den
Rechen=
ſchaftsbericht erſtattete Schloßhauptmann Baur. Die
Einnahmen betrugen im Rechnungsjahre 13 675,54 Mark,
darunter 4529 Mark Beiträge, 1846 Mark Pflegegelder,
4223 Mark Einnahmen der Schweſtern. Die Ausgaben
betrugen 13071 Mark, darunter 8405 Mark für den
Haus=
halt. Es bleibt ein Kaſſevorrat von 604,26 Mark. Die
Schulden betragen insgeſamt 7300 Mark. Der Voranſchlag
für das kommende Geſchäftsjahr ſieht in
Ein=
nahmen 9600 Mark und in Ausgaben 11200 Mark
vor. Das Defizit ſoll durch andere Quellen,
even=
tuell aus dem Sparkaſſeguthaben, gedeckt werden
Generalſtaatsanwalt Dr. Preetorius ſprach die
Hoffnung aus, daß die ordentlichen Mitglieder ſich zur
Deckung des Defizits bereit finden laſſen, über ihren
ge=
zeichneten Beitrag hinaus einen Betrag zu leiſten. Ein
dahingehender Vorſchlag wird den Mitgliedern in einem
Aufruf noch unterbreitet werden. Weiter verbreitete ſich
Redner über das von dem Verein ins Leben gerufene
Walterſche Aſyl und gab der Anregung Ausdruck, daß
dieſes oder ein ähnliches Aſyl von der Stadt Darmſtadt
errichtet wird, damit der erhebliche Ausgabenpoſten
hier=
für dem Verein abgenommen wird. Bericht und
Vor=
anſchlag wurden genehmigt.
Es folgten Wahlen. Die nach der Geſchäftsordnung
ausſcheidenden Mitglieder des Ausſchuſſes wurden
wieder=
gewählt. Für den ausſcheidenden Herrn Geh. Juſtizrat
v. Heſſert wurde gewählt Herr Oberſtaatsanwalt
Sti=
chell=Mainz, mit deſſen Wahl der notwendige Kontakt
mit dem Mainzer Frauengefängnis aufrechterhalten wird.
Damit war die Tagesordnung erledigt. Mit
Dankes=
worten an die Erſchienenen wurde die Generalverſammlung
geſchloſſen.
Der Verkehrs=Verein Darmſtadt
(Protektor S. K. Hoheit der Großherzog) gibt ſoeben ſeinen
Jahres=Bericht für das Jahr 1912 mit Ueberſichts=
Tabelle und Mitglieder=Verzeichnis heraus, dem wir
fol=
gendes entnehmen: Im abgelaufenen Jahre traten
fol=
gende Herren dem Vorſtande bei: Rentner Eduard Becker,
Sanitätsrat Dr. Blumenthal, Finanzrat Dr. Emmerling,
Bäckermeiſter Finger, Rentner Wilh. Ganß, Rentner Aug.
von Heſſert, Rechtsanwalt Dr. Hoffmann II., Rentner
Wilhelm Höslein, Schloſſermeiſter J. Jacobi,
Rechtsan=
walt Kalbhenn, Obermeiſter und Stadtverordneter Karl
Lautz, Hoflieferant E. Niemann, Kammerherr Baron von
Oetinger, Juſtizrat Dr. Oſann, Landtagsabgeordneter
und Stadtverordneter, Hoflieferant Adolf Reuter,
Hof=
lieferant Rudolf Reuter, Kaufmann K. Rittershaus,
Fa=
brikant Ph. Roeder, Kaufmann Sigmund Rothſchild,
Kaufmann Max Sander, Architekt K. Schembs,
Hofliefe=
rant H. Schneider, Kaufmann Th. Schneider, Hauptmann
d. L. E. Schroeder Architekt E. Schulz, Kaufmann A. J.
Supp, Rentner Otto Stockhauſen, Prof. Dr.=Ing.
Vetter=
lein, Kabinettsſekretär Dr. Wehner und Kaufmann Edgar
Wetzſtein. Im Berichtsjahre fanden 7
Vorſtands=
itzungen ſtatt, die durchweg gut beſucht waren und
immer einen anregenden Verlauf nahmen. Die
Mit=
glieder zahl betrug Ende 1911 710. Im Laufe des
Jahres ſind neu beigetreten 7. Infolge Wegzug,
Todes=
fall uſw. ſind ausgeſchieden 26. Beſtand Ende 1912 691.
Nach einzelnen Berufszweigen geordnet gehören cn dem
Kaufmanns= und Handelsſtand 231 Mitglieder,
Gewerbe=
ſtand 198, Beamte 110, Rechtsanwälte 11, Aerzte und
Apotheker 15, Architekten und Ingenieure 17, Private 86,
Inſtitute 4, Vereine 19 Mitglieder. Anläßlich des 25
jäh=
rigen Geſchäftsjubiläums der Verlagsanſtalt von
Aleran=
der Koch ernannte der Vorſtand den Inhaber derſelben,
Herrn Hofrat Alexander Koch, in Anbetracht ſeiner großen
Verdienſte um die Entwicklung unſerer aufſtrebenden
Kunſtſtadt zum Ehrenmitgliede des
Verkehrsver=
eins und überreichte ihm eine kunſtvoll ausgeführte
Adreſſe, in der die Verdienſte des Herrn Hofrats
ein=
gehende Würdigung fanden. Der ſchon im letzten Bericht
erwähnte kleine Führer von Darmſtadt iſt
nun=
mehr in einer Auflage von 25000 Exemplaren erſchienen.
Nach ſchon früher eingegangenen Verpflichtungen hatte
die Abnahme des großen und kleinen Pharusplanes
in dieſem Jahre zu erfolgen. Dieſe beiden Pläne ſind
nunmehr erſchienen und werden demnächſt im
Buch=
handel zu haben ſein. Die Abhaltung von Kongreſſen,
Verbandstagen und ſonſtigen Veranſtaltungen in unſerer
Stadt begrüßen und unterſtützen wir ſehr, zumal mit
den=
ſelben meiſt ein erhöhter Fremdenverkehr verbunden iſt.
Wir ſtellen dieſen Veranſtaltungen unſeren neuen kleinen
Führer mit kleinem Pharusplan nach Vereinbarung zur
Verfügung und übernehmen in vielen Fällen auch die
Wohnungsbeſorgung. Im Intereſſe der Verbeſſerung
der hieſigen Eiſenbahnverkehrsverhältniſſe richteten wir
an die zuſtändigen Behörden verſchiedene Eingaben, über
die regelmäßig berichtet wurde. Das vom Verkehrsver=
Zur Aufführung des Oratoriums Hus
von C. Loewe.
(29. April).
Das im großen Stile angelegte Werk führt uns um 5
JFahrhunderte in die Vergangenheit zurück, in die Jahre
414 und 1415. Sein Inhalt iſt das Heldentum des
be=
peutendſten unter den Vorläufern der Reformation, des
Wrager Profeſſors und Predigers Johannes Hus. Eine
Grophetengeſtalt von unerſchrockenem Freimut und reinem
Wandel, von feuriger Begeiſterung und heiliger Energie,
wat der unter den Studenten wie unter dem Volk
hochan=
peſehene Wahrheitszeuge das herrſchende Verderben ſeiner
Zeit ſchonungslos aufgedeckt und die Rückkehr zum
Evan=
gelium Jeſu als den einzigen Weg zur Beſſerung gepre
nigt. Freilich aus ſeiner Verkündigung hört man „Die
Irrlehren” des Engländers Wiclef heraus deſſen
Schrif=
trn auf ihn entſcheidenden Einfluß ausgeübt haben. Er
wwird verklagt und bald gilt der hochgefeierte Mann
allge=
mnein als Ketzer, dem Bannſtrahl und Feuer drohen. Mit
der Ladung vor das Konzil zu Konſtanz beginnt die Tragik
ſeiner Geſchichte. Das iſt der Punkt, an dem das in 3
Teilen aufgebaute Oratorium einſetzt.
Während Schüler und Studenten den Lehrer in
friſchen Chören feiern, wird die Kunde gemeldet, daß Hus
aauf dem Konzil ſich verantworten müſſe. Ahnungsvolle
zötimmen warnen immer eindringlicher: „Zieh nicht fort”
aöber furchtloſe Helden achten nicht auf Warnungen; ſie
gehen, wie von einer inneren Macht getrieben,
unaufhalt=
ſtam ihrem Schickſal entgegen. „Was mein Gott will, das
geſcheh’ allzeit” mit dem Glauben gewappnet kennt Hus
ſieine Furcht. König Wenzel und ſeine Gemahlin Sofia
ſumd ihm wohlgeſinnt, aber ſie können ihm nur ihre guten
Wünſche mitgeben. Glaube, Liebe Hoffnung,
die in prachtvollem Terzett geprieſen werden, ſollen den
Helden zu der grünen Flut des Bodenſees geleiten.
Im Böhmerwald begegnen wir dem Helden im
zuwveiten Teil des Werkes. Ein Zigeunerchor tritt auf:
Das weite Feld iſt unſer Zelt”, ſo ſchallt’s uns
ent=
geegen, und das freie, ungebundene Leben umfängt uns
m it ſeiner wildſprudelnden Luſt und Wonne. In ſeltſamem
kontraſt dazu erklingt der ernſte Choral (Hus und ſeine
Begleiter): Gott iſt mein' Troſt und Zuverſicht‟. Ein
Gieſpräch zwiſchen den ernſten Wanderern und den
ausge=
laſſenen Zigeunern entſpinnt ſich. Was Hus bevorſteht,
Zigeunerlippen deuten es an in Rätſelworten. Das „freie
Geleit” das der Kaiſer Siegismund verſprochen — ihnen
iſt’s nur ein Gegenſtand des Spottes. An der Grenze
Böhmens nimmt Hus eine Handvoll Erde und küßt ſie
zum Zeichen ſeines Dankes für alle vom Vaterlande
emp=
fangenen Wohltaten; die Freunde kehren heim, immer
leiſer hallt’s durch den Wald: „Auch dich geleite Gott,
verehrter Meiſter.” Ein Wieſental öffnet ſich und ein
lieb=
liches Idyll grüßt uns. Der müde Wanderer bittet einen
Hirten um einen Trunk Milch. Der Hirte reicht ihm, tief
beglückt durch den Gedanken, daß er ſo vergelten könne,
die „geiſtige Labung” die er unter Huſens Kanzel
empfangen habe. Der Wanderer ſucht nach dieſer
leib=
lichen Stärkung noch eine andere Erquickung: Er ſtimmt
den 23. Pſalm an: „Der Herr iſt mein Hirte‟ Ein
Hirtenchor malt wundervoll die Stimmung im
Abend=
ſonnenſchein dort auf der grünen Aue: „Weidende Herden,
eilet zur Ruh‟. Ein ernſtes Zeichen dringt freilich herein
in dieſe friedvolle Abendſtunde — „das flammende
Rot” am Horizont. Der Wanderer zieht weiter: „Du
biſt bei mir, dein Stecken und Stab tröſten mich”
Im 3. Teile vollendet ſich das Schickſal des Helden.
Er wird zum Märtyrer in Konſtanz. Kaiſer Siegismund
bleibt nicht ungewarnt. Wie einſt die Frau des Pilatus,
ſo iſt Barbara, des Kaiſers Gemahlin, durch ein
Traum=
geſicht geängſtigt, aber noch ernſter denn dieſes, warnt
der tiefe Eindruck, den ſie von Huſens Perſönlichkeit
empfangen hat und den ſie wiedergibt mit der herrlichen
Arie: „Augen ſind der Seele treuer Spiegel.” —
Sieges=
mund fühlt ſich nicht verpflichtet, einem Ketzer Wort zu
halten — er überläßt ihn ſeinem Schickſal; und das iſt
unabwendbar, da Hus nicht widerrufen will. Im
Verhör läßt man ihn nicht einmal zum Wort kommen.
Mit dem fanatiſchen: „Schweige ſtill” ſchließt der Chor der
Geiſtlichen ihm den Mund. Doch zu einem kann der
zum Feuer Verdammte noch reden: zu Gott. In der
großen Arie (Pſalm 73): „Iſrael hat dennoch Gott zum
Troſt” erreicht das Oratorium ſeinen Höhepunkt. Durch
die tiefſte Seelennot ringt ſich der Glaube zur
weltüber=
windenden Kraft und Größe empor: „Dennoch bleibe
ich ſtets an dir.” „Wenn ich nur dich habe.‟
Dieſes Heldentum iſt der Welt und dem Tode
über=
legen.
Mit dem Gebet: „Nur eins, mein Gott, will
bitten ich” tritt der Märtyrer ſeinen letzten Gang an.
Der Chor gibt ihm das Geleite: „Seht den edlen
Dulder ſchreiten” Noch einmal hört man den
wil=
den Ruf: „Zum Feuer, den Ketzer!‟ Der dem Tode
Ge=
weihte wird zum Seher: „Jetzt bratet ihr die Gans,
bald kommt ein Schwan, den wird man ungebraten
lahn‟. — Durch die Weisſagung klingen die Töne von
„Ein’ feſte Burg‟ Die Flammen lodern am
Scheiter=
haufen empor, und der Chor der Flammengeiſter —
unter=
brochen von den letzten Lauten des Sterbenden —
ver=
kündet in gewaltig triumphierender Fuge, wie aus den
die irdiſche Hülle verzehrenden Flammen der Geiſt
ge=
läutert emporſteigt in unvergänglicher Schönheit und
Fülle
„Ungetrübt, rein, leuchtet der Menſchheit ewig ſein
Schein.”
Großherzogliches Hoftheater.
Montag, 14. April.
Nora.
W-l. Als drittes Stück des Ibſen=Zyklus gelangte
heute Ibſens beſtes und populärſtes Schauſpiel „Nora”
zur Wiederholung. Das Haus war beſſer beſucht, als an
den erſten beiden Abenden. Die Titelrolle, die bei der
erſten Aufführung Fräulein Meißner geſpielt hatte, hatte
diesmal Fräulein Pils übernommen, die damit einen
neuen Beweis ihres hervorragenden Talentes erbrachte
Die Charakteriſtik der Rolle, ſowohl im erſten Teile des
Stückes, in dem wir in der Nora nur das herzige,
harm=
loſe und immer heitere Frauchen kennen lernen, als auch
im zweiten Teile, in dem ſich ihr Weſen unter der
peini=
genden Gewiſſensangſt ganz ins Gegenteil verkehrt und ſic
ſich zu einer tragiſchen Geſtalt auswächſt, war ſcharf
aus=
geprägt und von ſolcher Natürlichkeit und impulſivem
Empfinden getragen, daß ſie dort ebenſo ſehr herzliche
Freude wie hier aufrichtiges Mitleid erwecken mußte und
man überzeugt war, daß dieſer Nora wirklich Unrecht
ge=
ſchehen ſei. Sehr hübſch ſpielte ſie die Szene mit Dr.
Rank, und im Gegenſatz zu anderen Darſtellerinnen
ver=
fiel ſie in der Schlußſzene, in der ſie ihr Sprüchlein
her=
ſagt, nicht in ein deklamatoriſches oder moraliſierendes
Pathos, ſondern befleißigte ſich auch hier in Ton und
Spiel größter Natürlichkeit, ſo daß man faſt vergaß, wie
„übertrieben und überſpannt” manches in ihrer
Ausfüh=
rung iſt. So erreichte Fräulein Pils das höchſte Ziel, in
der Kunſt natürlich zu ſein.
Die Beſetzung der übrigen Rollen war dieſelbe
ge=
blieben, und die Aufführung als Ganzes war eine höchſt
lobenswerte Leiſtung.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. April 1913.
Nummer 88.
ein unter= Aufwendung größerer Mitel geſchafſn=
Darmſtädter Fahrplanbuch erfreut ſich nach wie
vor der größten Beliebtheit. Der Umſatz ſteigt von Jahr
zu Jahr. Die Firma L. C. Wittich hat den Verein
nun=
mehr in entgegenkommender Weiſe von weiteren
Zuwen=
dungen für die Redaktion des Fahrplanbuches entbunden,
womit dieſelbe dem Verein großes Entgegenkommen
be=
weiſt, das alle Anerkennung verdient.
Der Vorſtand war auch im Berichtsjahre wieder
be=
ſtrebt, durch Anregungen und Eingaben an die zuſtändigen
Behörden die lokalen Verkehrsverhältniſſe
uſw. zu verbeſſern. Wir erfüllen eine recht
ange=
nehme Pflicht, wenn wir an dieſer Stelle auf das 50
jäh=
rige Jubiläum des
Verſchönerungsver=
eins aufmerkſam machen. Mit größter Hochachtung
müßte jeder Darmſtädter der Schöpfungen dieſes Vereins
gedenken, die er ſelbſt mit aller Selbſtverſtändlichkeit in
Anſpruch nimmt ohne jede Frage, wer dies alles, z. B.
faſt alle Baumalleen in den hieſigen Straßen, geſchaffen
hat. Es iſt dringend notwendig, daß die Beſtrebungen
des Verſchönerungsvereins eine größere und tatkräftigere
Unterſtützung durch die eingeſeſſenen Bürger erfahren
Unſer Verein hat den Anfang dazu gemacht, indem er zu
dem Jubiläum einen Betrag von 250 Mark zur
Verfügung ſtellte und ſollte ein jeder, dem an der
Verſchönerung der Stadt und Umgebung gelegen iſt,
nach=
folgen. Zur Jubelfeier des Verſchönerungsvereins iſt
ein kleines Werkchen erſchienen, das über die bisherige
Tätigkeit genauen Bericht erſtattet. Es iſt im
Verkehrs=
bureau unentgeltlich zu haben und liegt daſelbſt auch eine
Liſte zur Einzeichung als Mitglied auf. Der Bericht
ſchließt mit folgenden Worten: Am Schluſſe unſerer
Be=
richterſtattung angelangt, möchten wir doch nicht
unter=
laſſen, nochmals darauf hinzuweiſen, daß es für den
Ver=
kehrsverein unerläßlich iſt, einen größeren
Mit=
gliederbeſtand hinter ſich zu haben. Nur dadurch
kann er ſeinen Anregungen und Eingaben an die
Behör=
den größeren Nachdruck verleihen und iſt dann auch in der
Lage, durch größere Mittel weit mehr als bisher leiſten
zu können. Wir richten daher an unſere Mitglieder
wie=
derholt die Bitte, durch Werbung neuer Mitglieder unſere
Kräfte zu ſtärken und uns dadurch unſere Aufgaben zu
er=
leichtern. Wir werden auch weiterhin beſtrebt ſein, die
uns in ſo reichhaltiger und mannigfaltiger Art
zugehen=
den Anregungen und Wünſche, ſoweit ſie berechtigt ſind,
der Erfüllung entgegenzuführen, können wir doch ſtets
auf das Entgegenkommen der Behörden rechnen. Wir
dürfen daher auch nicht verfehlen, Dank zu ſagen, allen,
die bisher unſeren Verein unterſtützt und gefördert haben,
in erſter Linie unſerem hohen Protektor, Sr. Königlichen
Hoheit dem Großherzog, den ſtaatlichen und ſtädtiſchen
Behörden, ſowie der geſamten Preſſe.— Dem Bericht
ſchließt ſich noch eine Ueberſichtstabelle für die Jahre 1885
bis 1912 und ein Verzeichnis der auf dem Verkehrsbureau
zur Benutzung und zum Verkaufe aufliegenden Fahrpläne,
Reiſe= und Nachſchlagebücher, Zeitungen, Adreßbücher und
Führer, ſowie ein Mitgliederverzeichnis für 1913 an.
Die Hauptverſammlung findet am Samstag,
den 19. April d. J., abends 8½ Uhr, im „Fürſtenſaal” ſtatt.
Herr Profeſſor Dr.=Ing. Vetterlein wird nach
Er=
ledigung des geſchäftlichen Teils der Hauptverſammlung
einen Vortrag über das Thema: „Lebensfragen
halten
des Großherzoglichen Hoftheaters
und dürfte dieſes Thema wohl geeignet ſein, weite Kreiſe
unſerer Stadt zu intereſſieren.
— Pfungſtadt, 14. April. Vor einem zahlreichen
Pu=
blikum hielt geſtern abend auf Veranlaſſung des
Volks=
bildungsvereins Herr Pfarraſſiſtent Bürſtlein von hier
einen Vortrag über: „Grundzüge des deutſchen
Volks=
charakters aus der großen Zeit vor 100 Jahren” Seinen
ſehr intereſſanten Ausführungen hatte der Vortragende
reiches Quellenmaterial, u. a. die von D. Dr. Diehl
her=
ausgegebenen heſſiſchen Volksbücher, zugrunde gelegt. An
der Hand der Tagebuch=Aufzeichnungen aus den
Erleb=
niſſen heſſiſcher Offiziere, wie Peppler, Braun und
Mau=
rer, entwarf er ein Bild echt deutſchen Volkstums, aus
dem als Haupttugenden zur Zeit der Schmach und
Er=
niedrigung das Zuſammengehörigkeitsgefühl und die
Va=
terlandsliebe, die Fürſtentreue und die Selbſtaufopferung,
die Pflichterfüllung und der ſittliche, religiöſe Sinn
glän=
zend hervorleuchteten. Namentlich waren es auch die
Deutſchen im Auslande, und beſonders heſſiſche Koloniſten
in Rußland, die ihren Stammeseigentümlichkeiten in den
Kriegsjahren treu blieben und den deutſchen Soldaten
die größten Liebesdienſte erwieſen, im Gegenſatz zu
ein=
zelnen ruſſiſchen Offizieren deutſcher Abkunft. Reicher
Beifall wurde dem Vortrag zuteil, der einen tiefen
Ein=
druck auf die Zuhörer hinterließ.
K. Von der Bergſtraße, 14. April. Der
Froſtſcha=
den, den die Kälte der verfloſſenen Nacht mit —5 Grad
Celſius an den Frühkulturen und an den Obſtbäumen
an=
gerichtet hat, iſt ganz ungeheuer und beziffert ſich auf viele
Millionen Mark. Die Kirſchenernte, die andernfalls ſehr
gut ausgefallen wäre, iſt vollſtändig verloren. Die
Frucht=
anſätze der beſonders empfindlichen Aprikoſenbäume und
ebenſo auch die der Nußbäume ſind ganz ſchwarz geworden.
Da zum Teil auch die Birnen, Aepfel und Zwetſchen in
der Blüte erfroren ſind, ſo ſind die Hoffnungen des
Obſt=
baues für dieſes Jahr, das als beſonders ausſichtsreich
angeſehen worden iſt, völlig vernichtet. Aber auch der
Wein hat durch die Kälte ſtark gelitten, beſonders in den
beſſeren Lagen der Gräflich von Berckheimſchen
Beſitzun=
gen. Da die Trauben zum Teil erfrocen ſind, ſo iſt kein
Zweifel, daß die diesjährige Weinernte dadurch eine
empfindliche Einbuße erfahren wird.
Groß=Gerau, 15. April. Höchſt ungehörig benahm ſich
ein Muſterungspflichtiger beim Erſatzgeſchäft. Ein
Speng=
ler äußerte ſich laut, als ihm bekannt gegeben wurde, daß
er zurückgeſtellt werde: Dann gehe ich zur Fremdenlegion!
Dies trug ihm eine Arreſtſtrafe von 24 Stunden ein, die
der Herr Zivilvorſitzende auf Grund der Wehrordnung
über ihn verhängte, und er wurde ſofort abgeführt.
Offenbach, 15. April. Zu den bereits geſtern
gemelde=
ten Veruntreuungen berichtet heute noch die
Poli=
zei wie folgt: Dem 21jährigen Handlungsgehilfen Ludwig
Melchior, welcher bei einer hieſigen Maſchinenfabrik
an=
geſtellt war, wurde vor einigen Tagen die Kaſſe
anver=
traut. Am Samstag nachmittag ſollte er nach
Kontor=
ſchluß die Kaſſenſchrankſchlüſſel an ſeinen Chef abliefern.
Dies tat er jedoch nicht, ſondern begab ſich ſpäterhin
noch=
mals auf das Kontor. Hier entnahm er aus dem
Kaſſen=
ſchrank eine Summe von 10 500 Mark und ging am
Sonn=
tag damit flüchtig. Trotz eifrigſter Fahndung konnte der
ungetreue Angeſtellte, hinter dem bereits ein
Steck=
brief erlaſſen wurde, noch nicht ergriffen werden.
* Hering, 14. April. Das ſeit einigen Jahren
regel=
mäßig am Tage Chriſti Himmelfahrt gefeierte chriſtliche
Volksfeſt auf dem Otzberg, das viele Freunde nah
und fern gefunden hat, muß in dieſem Jahre ausfallen,
da ſeit November bis wenige Tage vor Himmelfahrt kein
evangeliſcher Geiſtlicher am hieſigen Ort war, ſo daß die
mancherlei Vorbereitungen nicht mehr rechtzeitig getroffen
werden konnten. Im nächſten Jahr ſoll das Feſt
ſelbſt=
verſtändlich wieder gefeiert werden und wird hoffentlich,
wie ſeither, ſeine Anziehungskraft ausüben. In dieſem
Jahr iſt dennoch den Freunden unſerer ſchönen Gegend
Gelegenheit geboten, an einem chriſtlichen Feſt
teilzuneh=
men, indem am Sonntag vor Chriſti Himmelfahrt, am 27.
April, in Lengfeld das Dekanatsmiſſionsfeſt des Dekanats
Groß=Umſtadt gefeiert wird (2 Uhr Feſtgottesdienſt, 4 Uhr
Nachverſammlung), wozu hiermit auch die Freunde des
Otzbergs eingeladen ſeien.
Worms, 15. April. Nach inzwiſchen von Dittelsheim
eingetroffener Mitteilung hat ſich der geſtern abend hier
aufgefundene Fuhrknecht Koch geſtern mittag in ſtark
betrunkenem Zuſtande von Dittelsheim entfernt.
Koch ſoll geiſtig nicht normal ſein und in voriger Woche
vergifteten Weizen, den ſein Dienſtherr zum
Vertilgen von Mäuſen in ſeiner Behauſung liegen hatte,
genoſſen haben. Es iſt ſonach anzunehmen, daß der Knecht
auch geſtern von dieſer „Koſt” eingenommen hatte, infolge
davon die Vergiftungserſcheinungen eintraten.
Möglicher=
weiſe hatte er geſtern nebenbei auch Bohnen gegeſſen,
denen er alsdann die Schuld an den Leibſchmerzen zuſchob.
Oppenheim, 15. April. Eine Reihe wichtiger
Tages=
fragen beſchäftigte die letzte Gemeinderatsſitzung. Ueber
die geplante Automobilverbindung von Groß=
Gerau nach Oppenheim=Wald=
Uelvers=
heim teilt das Kreisamt mit, daß die Betriebskoſten auf
23—27000 Mark veranſchlagt ſind. Einen jährlichen
Zu=
ſchuß von 2800 Mark würde die Poſt bewilligen, ſo daß
die übrigen Zuſchüſſe von den Gemeinden aufgebracht
wer=
den müſſen. In der Zweiten Kammer hat nun der
Ab=
geordnete Köhler einen Antrag auf Staatsunterſtützung
von Automobil=Verbindungen geſtellt. Die Regierung
hat das Erſcheinen einer diesbezüglichen Vorlage zugeſagt.
Bis zum Erſcheinen dieſer Vorlage, aus der dann auch die
Bedingungen zur Gewährung der Staatsunterſtützung zu
erſehen, wird empfohlen, eine abwartende Stellung
einzu=
nehmen. Die Verſammlung beſchloß demgemäß. — Das
Landskronfeſt, das alljährlich die Jünger Jahns
zur Zeit der Traubenblüte aus allen Teilen der Provinz
in vielen Hunderten Vertretern zum volkstümlichen
Tur=
nen in unſere rebenumkränzte Weinſtadt bringt, hat in
den letzten Jahren eine überaus ſtarke Steigerung erfah=
ren, ſo daß der Turnacker nicht mehr ausreicht. Der
Turn=
verein iſt daher mit dem Erſuchen an die Gemeinde
heran=
getreten, durch Ankauf von angrenzendem
Weinbergsge=
lände den Turnplatz zu vergrößern. Obwohl dies eine
Ausgabe von mehreren 1000 Mark bedingt, iſt der
Ge=
meinderat im Prinzip für Gewährung des Geſuches, das
einer Kommiſſion uberwieſen wurde.
Wörrſtadt, 15. April. Vor einiger Zeit verkaufte
ein auswärtiger, angeblich in Mainz wohnender Reiſender
hier etwa acht Fahrräder zu billigen Preiſen. Der
Vermittler ſpielte in den meiſten Fällen ein hieſiger
Mak=
ler. Ein Geſchäftsmann, dem die Sache nicht geheuer
vor=
kam wandte ſich an die Mainzer Kriminalpolizei, weſch
auch ſofort die entſprechenden Nachforſchungen anſtellte,
Das Reſultat war ein verblüffendes: Sämtliche
Rä=
der waren in Mainz geſtohlen und von dem
Dieb ſofort nach den umliegenden Ortſchaften, darunter
auch Wörrſtadt, abgeſetzt worden. Die Räder der hieſigen
Käufer wurden durch den Polizeidiener abgeholt und wird
ein größerer Teil der Beſtohlenen wieder zu ihrem
recht=
mäßigen Eigentum gelangen.
Dittelsheim, 15. April. Die Witwe des in Hirſchhorn
verſtorbenen Apothekers Friedrich Rich. Derſcheidt
hat der Gemeinde ein Kapital von 10000 Mark unten
dem Titel Friedrich=Reichardt=Derſcheidt=Stiftung vermacht,
deſſen Zinſen für unbeſcholtene alte Leute Verwendung
finden ſoll. Herr Apotheker Derſcheidt iſt als Sohn des
Pfarrers Derſcheidt in Dittelsheim geboren, der von
ſeiner Amtseinführung bis zu ſeinem Tode Pfarrer
hie=
ſiger Gemeinde war und in hohen Ehren geſtanden hat
Es iſt dies ſeit einigen Jahren ſchon die zweite Stiftung,
die unſerer Gemeinde zuteil geworden iſt.
(*) Schotten, 14. April. Wie verlautet, hat der
Großhierzog die Abſicht, ſich im Vogelsberg ein
Landhaus zu errichten. Am Gackerſtein ſind etwa=
Morgen Land zu dieſem Zweck erworben. Von dieſen
Höhe genießt man einen ſchonen Fernblick.
(*) Nieder=Beſſingen, 14. April. Anonyme Brieß
ſchreiber beunruhigten zwei Jahre die hieſigen
Ein=
wohner. Lehrer, Pfarrer und andere angeſehene
Orts=
bewohner, ſelbſt Frauen wurden in den Briefen fortgeſetzt
in unerhörter Weiſe beſchimpft. Man hatte lange Zei
keine Ahnung von dem Schreiber. Von Gewiſſensbiſſen
gequält, hat ſich nun eine hieſige Frau ſelbſt als die
Verfaſſerin der Briefe bezichtigt.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nacht
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Profeſſor Dr. Gotthold Henning,der
hier morgen auf Veranlaſſung des Darmſtädter
Vortrags=
verbandes zur Vorfeier von Richard Wagners 100jährigen
Geburtstag einen „Parſifal”=Abend veranſtaltet,
vereinigt in ſeiner Perſon zwei Vorbedingungen des
El=
folges: Künſtlerlaufbahn und humaniſtiſche Bildung. Nach
beendigtem Studium der Rechtswiſſenſchaft — er iſt
Dok=
tor der Rechte — hat Profeſſor Henning unter Leitung des
Meiſters Theodor Kullak ein umfaſſendes Studium der
geſamten Tonkunſt und insbeſondere des Klavierſpiels
begonnen, nach deſſen Abſchluß er ſich endgültig dem
Künſt=
lerberufe gewidmet hat. Die alte Muſikſtadt Leipzig iſt
ſein Wohnſitz; dort iſt er als Lehrer des höheren Klavier
ſpiels tätig. Seit einer Reihe von Jahren hat er ſich
da=
neben die hohe Kulturaufgabe geſtellt, Sinn und
Verſtänd=
nis für die Werke der verſchiedenſten Kunſtepochen — U.
J. S. Bach, Beethoven, Brahms, Liſzt, Richard
Wagner=
in weiten Kreiſen zu wecken. — „Man kann wohl ſagen,
o leſen wir in einem auswärtigen Blatte über einen
ſeiner „Parſifal”=Abende, „daß es der Geiſt Richard
Wag=
ners war, der in dem von einer lautlos lauſchenden Menge
dicht beſetzten Saal ſchwebte. Wir wurden, im Zeichen
zugleich der Klarheit und der Begeiſterung, in die
Gedan=
kentiefe, in die Schönheiten der Sprache und der Muſik
des herrlichen Werkes eingeführt, ja ſogar die Feinheiten
der orcheſtralen Inſtrumentierung wurden in geſchickteſtel
Weiſe angedeutet. Nachdem Profeſſor Henning in kurzem
Vortrag das Verſtändnis für die Parſifalſage gewech
hatte, zeigte er in einer Reihe vielfarbiger Lichtbilder die
einzelnen Szenen des Bühnenweihfeſtſpieles mit den
Bay=
reuther Dekorationen, zuletzt das Aeußere des Bayreuther
Theaters, die Villa Wahnfried und das Grab des
Mei=
ſters. Sodann machte er uns, jetzt bis zum Schluß des
Vortrages am Flügel ſitzend zunächſt mit den wichtigſten
Motiven bekannt. Es folgte die meiſterhafte Vorführung
des ganzen Vorſpiels, und nun wechſelten wörtliche Wie
dergabe des Textes der Dichtung, anſchauliche
Beſchreih=
ung deſſen, was auf der Bühne vor ſich geht, und anden
Erläuterungen mit Klavierſpiel in ſo geſchickter Weiſea
Feuilleton.
** Die Mode der „Frau in reiferen Jahren‟. Eine
der ſchwerſten Künſte der Frau iſt es, zu verſtehen, alt zu
werden, und das ſchwierigſte Problem dieſer ſeltenen
Kunſt liegt gar häufig in der Kleiderfrage. Früher
voll=
zog ſich dieſer Konflikt, der einmal im Leben jeder Frau
auftritt, in einer jähen und gewaltſamen Form. Es kam
der Tag, da auch die Schönſte, die Jugendlichſte, die ſo
lange hartnäckig gegen den böſen Feind gekämpft, ſich
ein=
geſtehen mußte, daß ſie alt geworden ſei. Und dann blieb
nichts weiter übrig: alle hellen, bunten Farben mußten
aus der Toilette verbannt werden und der Kapottehut
wurde zur Notwendigkeit. Heute iſt das ganz anders
ge=
worden. Es gibt keine „Uniform” mehr für die „Frau in
reifen Jahren” Weiße Kleider, große Hüte gehören
nicht mehr in das Land der Sehnſucht, nach dem ſie wie
nach einem entſchwundenen Paradieſe zurückblickt. In
langſamen, kaum merklichen Nüancen und Wandlungen
vollzieht ſich das Altwerden der Frau in ihrer Toilette.
Eine Dame, die bereits im Herbſt des Lebens ſteht, kann
heute mit einigen diskreten Abänderungen Kleider
tra=
gen, die urſprünglich für ihre noch im Frühling der
Ju=
end ſchwelgenden Genoſſinnen beſtimmt ſind. Modelle
für „alte Damen” werden kaum noch herausgebracht.
Alles, aber auch alles kann die reife Frau anlegen, wenn
ſie nur genug Feingefühl und ſicheren Geſchmack beſitzt,
um die Stimmung der Toilette ihrem grauen Haar
anzu=
paſſen. Ein Schleier von ſanft fließenden Spitzen dämpft
die allzu kecke Farbenfreude eines Stoffes; eine etwas
vollere Draperie läßt die Silhouette etwas ſchwerer und
würdiger erſcheinen, als es bei den ſchlanken Linien einer
jugendlichen Trägerin nötig iſt. So läßt ſich jede Toilette
gleichſam in eine andere Tonart umkomponieren, aus dem
Dur der Jugend in das Moll des Alters umſetzen. Und
die neueſten Moden ſind für dieſe „Tranſkription”
beſon=
ders geeignet. Die Draperien laſſen ſich ſo legen, daß
auch Figuren, die bereits ein Zugeſtändnis an die Zahl
der Jahre erfordern, vorteilhaft und doch dabei elegant
erſcheinen. Tuniken aus Mouſſelin, Schleier aus Tüll,
Garnierungen aus Spitzen, Federbeſätze, all das verleiht
der Kleidung für die reifere Frau einen langſameren, ge=
ſetzteren Rhythmus. Früher mußten die älteren Damen
als Hauptgarnierung Jetperlen wählen. Die Annahme
dieſer Garnitur kam einer Verurteilung gleich: man
ver=
ſetzte ſich ſelbſt ins „alte Regiſter‟ Jetzt tragen die
jüng=
ſten Frauen Jet in Tages= und Abendtoiletten; es wird
ſogar bei der Garnierung von Hüten gebraucht, und ſo
müſſen denn die Großmütter ſich zu jüngerem Schmuck
be=
quemen, tragen leichte Seidenſtickereien uſw. Im
Zim=
mer trägt die Frau, die den Herbſt ihres Lebens ſich noch
durch die Mode verſchönen läßt, mit Vorliebe weiße
Klei=
der mit ſchwarzen oder weißen Chantillyſpitzen, die
vor=
trefflich zu ihrem weißen Haar paſſen. Der hohe Kragen
und die langen Aermel, ein loſer bauſchiger Schluß um
die Taille gehören heute ſchon von ſelbſt zu dieſer Tracht.
So iſt ihr nichts mehr verſchloſſen und das weite Reich
der Mode liegt vor ihr, nicht mehr als ein verlorenes
Pa=
radies, ſondern als ein Garten, in dem auch ſie noch die
ſchönſten Blüten zum Schmucke ihrer reiferen Jahre
pflücken darf.
Ein Wolkenkratzer von hundert Stockwerken.
Vier=
hundert Meter — das iſt die Rekordhöhe, die der jüngſte,
im Entſtehen begriffene New=Yorker Wolkenkratzer haben
ſoll. Georg Mortimer heißt der Architekt, der das
gewal=
tige Bauwerk von hundert Geſchoſſen entworfen hat und
ausführt. Die Baukoſten belaufen ſich auf die
Kleinig=
keit von dreißig Millionen — natürlich Dollars. Drei
Jahre dauert es, bis das Häuschen fertig ſein wird;
35 Millionen Kubikfuß der verſchiedenen Bauſtoffe
wer=
den hineinverbaut, darunter 24 Millionen Ziegelſteine,
135000 Fäſſer Zement und einige 40000 Tonnen Stahl.
Das fertige Gebäude wird eine Fläche von 45 Ackern, 1800
Ar, bedecken; nach den Bauplänen wird es 6000 Fenſter
und 9000 Türen enthalten: 90 Aufzüge vermitteln den
Verkehr darin, 68000 elektriſche Lampen ſorgen für Licht,
und die Drahtleitungen, die die elektriſchen Lampen mit
Strom verſorgen, werden eine Länge von rund 500
Kilo=
metern haben. Die Länge der Leitungen für Waſſer und
Heizung iſt auf 1800000 Fuß, was, als 105 Kilometer in
uns geläufigem Maße übertragen, etwas beſcheiden
aus=
ſieht, aber immerhin noch eine Rieſenſtrecke iſt. Kraft für
die Aufzüge und Strom für die Beleuchtung wird die
eigene Maſchinenanlage des Wolkenkratzers erzeugen, die
mit Maſchinen von über 6000 Pferdeſtärken veranſchlagt
iſt, Maſchinen alſo, wie ſie ein ſtattlicher Ozeandampfel
brauchen könnte. Es finden ſich ſelbſt in New=York
Stim=
men, die dem neuen Wolkenkratzer wegen ſeiner ühen
großen Höhe von 400 Metern nichts Gutes weisſagen
dieſe Leute meinen, das Wolworth=Gebäude oderd
Metropolitangebäude mit mehr als 200 Metern Höhe ſtell
ten wohl die Grenze der Wolkenkratzer dar. Der Bal
meiſter beſtreitet das natürlich; er ſagt, als man vo
20ſtöckigen Wolkenkratzern zu 40ſtöckigen übergegangen ſei
ſei dieſe Anſicht ausgeſprochen worden, ebenſo habeeſi
ſich beim Uebergange von 40 zu 60 Stockwerken als falſc
erwieſen, alſo ſei es beim Fortſchritt zu 100 Stockwerken
ebenſo. Dazu iſt aber zu ſagen, daß von einer gewiſſen
Höhe an, die bei 400 Metern wohl ſchon überſtiegen
ein Wolkenkratzer unzweckmäßig wird, weil z. B. dasArs
beitsperſonal zur Erreichung der oberen Stockwerke vie
zu lange Zeit braucht. In einem Hauſe von 100
Stock=
werken können ſich ſo viele Menſchen aufhalten, wie in
einer kleinen Stadt, und dieſe können nicht gleichzeitig
beim Beginne wie zum Ende der Arbeit und in den
Pau=
ſen in annehmbarer Zeit ihre Arbeitsräume erreichen oder
verlaſſen.
H. Klaviertaſten aus Milch. Aus unſerem Leſerkreiſe
wird uns geſchrieben: Zu dem in der Montagsnummer
vom 14. April Ihres Blattes gebrachten Artikel „
Klavier=
taſten aus Milch” iſt zu bemerken: Das Verfahren des
engliſchen Chemikers, aus abgerahmter Milch einen feſten
Körper herzuſtellen, iſt nicht neu. Es gibt in Deutſchland
ſeit Jahren zahlreiche Patente auf Verfahren zur
Her=
tellung dieſer ſogenannten „Kunſtſtoffe” aus Milch. Sie
laſſen ſich, wie z. B. der Gallalith, wie Horn und
Elfen=
bein bearbeiten, kommen dieſen Stoffen auch im Ausſehen
nahe und dienen ſeit Jahren in Deutſchland und anderswo
zur Herſtellung von Kämmen, Knöpfen und dergleichen.
Auch zu Klaviertaſten hat man die Kunſtſtoffe ſchon
ver=
arbeitet. Zu ihrer Gewinnung wird von Fett befreite
Milch mit Mineralſäuren oder mit Lab verſetzt; das
Kaſein, Käſeſtoff, fällt als unlöslicher Körper ausg
wird von der Flüſſigkeit befreit und ohne Zuſätze oder
mit anderen Stoffen der verſchiedenſten Art zuſammen,
meiſt unter Anwendung eines Härtungsmittels, wie
Fol=
maldehyd, in Formen gepreßt oder durch Drehen,
Schnei=
den, Bohren uſw. zu Gegenſtänden verarbeitet.
Nummer 88.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. April 1913.
eite
naß man ganz im Banne des Bayreuther Feſtſpielhauſes
ru ſein glaubte. Profeſſor Henning iſt ein ganz
vortreff=
lcher Klavierſpieler, der ohne die geringſte Effekthaſcherei
Steigerungen wie Gegenſätze aufs Meiſterlichſte
heraus=
uarbeiten weiß. So vielſeitig und verſchiedenartig die
Mittel waren, mit denen die einzelnen Stimmungen
her=
orgebracht wurden, ſo lag dennoch vom Anfang bis zum
Ende ein völlig einheitliches harmoniſches Gepräge über
em Ganzen.” — Da der hieſige Abend zum Beſten der
Kichard Wagner=Stipendien=Stiftung
attfindet, wurde der Flügel von der Firma Julius
Blüthner in Leipzig dafür unentgeltlich zur Verfügung
eſtellt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 14. April. Der morgige
5. April iſt ein kritiſcher Tag für unſere Frauen,
genn an ihm tritt das polizeiliche Verbot des Tragens
ungeſicherter Hutnadeln in Kraft, das die ſchönen
Günderinnen, die gegen dieſes Verbot verſtoßen ſollten
mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark, gegebenenfalls ſogar mit
aft bedroht. Faſt drei Jahre iſt es her, ſeit zum erſten
Male Herr von Jagow einen Appell an die Damenwelt
jchtete, in dem er erſuchte, die langen Spieße im Intereſſe
ter bedrohten Mitwelt zu ſichern, aber Monat um Monat
terrann, und aus den Monaten wurden Jahre, ohne daß
ſtas mahnende Wort des Polizeipräſidenten gehört wurde.
Deie öffentlichen Verkehrsinſtitute ſorgten durch Anſchlag
in den Wagen der Hoch= und Straßenbahn für
Verbrei=
tung des Erlaſſes, aber auch damit wurde kein Erfolg
erzielt. Infolgedeſſen mußte dem Willen der Polizei
grö=
ferer Nachdruck verliehen werden. So kam die
Verord=
tung: „Das Tragen ungeſicherter hervorſtehender
Hut=
naadeln iſt verboten.”
— Die eingehenden
Ermittel=
ungen des Erſten Staatsanwalts beim Langericht III. in
Perlin, die dieſer geſtern und heute in der angeblichen
Rordaffäre Tiemann in Gegenwart des
Kriminal=
iſſpektors Krauß und des Polizeikommiſſärs Kremſer, ſowie
des Gerichtsarztes Hoffmann mit der beſchuldigten
Hein=
richs anſtellte, ergaben nichts Belaſtendes für das
Mäd=
ſchen. Die Beſchuldigte iſt heute mittag aus der Haft
ent=
liſſen worden und ihren Verwandten übergeben
wor=
den. Der Staatsanwalt ſteht auf dem Standpunkt, daß
der Gymnaſiaſt Tiemann Selbſtmord begangen hat.
Leit voriger Woche war der Metallwarenfabrikant
Wei=
henauer aus Berlin verſchwunden; er war unter
Hin=
turrlaſſung einer Schuldenlaſt von 100000 Mark und
ſuch Unterſchlagung von 5000 Mark flüchtig gegangen und
unnte ſeither nicht ermittelt werden. Ein Frankfurter
Kriminalkommiſſar kam ihm auf die Spur, verfolgte ihn
ind konnte ihn in einem Hotel=Reſtaurant am
Hauptbahn=
pf in Frankfurt a. M. um Mitternacht überraſchen und
verhaften.
Homburg, 14. April. In der Nähe der Saalburg
hält eine aus den beiden Mainzer Pionier=Bataillonen
zsſammengeſtellte Kompagnie eine Waldübung ab. Bei
deſer Gelegenheit werden auch im Intereſſe der
Limes=
furſchung auf Koſten freiwillig geſtifteter Mittel des
Saal=
burgfonds ehemalige römiſche Limesanlagen rekonſtruiert.
ie entſtehenden Schanzen werden den Beſuchern der
Saalburg ſpäterhin ein möglichſt getreues Bild römiſcher
rngerbefeſtigungen geben. Der Kaiſer, die Kaiſerin
ud das Gefolge begaben ſich heute nachmittag zur
Saal=
purg und verfolgten längere Zeit die Schanzarbeiten.
An=
reeſend waren u. a. auch General Hildemann und Baurat
Inkobi. Das Wetter iſt kalt, Sonnenſchein und
Schnee=
elll wechſeln ab.
Weinheim, 15. April. Als am letzten Sonntag abend
im Luxusautomobil aus Nöggenſchwihl nach hier
juhhr, ſtürzte es unterhalb des Ortes die ziemlich ſteile
öſchung hinab und wurde ſchwer beſchädigt. Beide
In=
laſſen, der Chauffeur und ein Fahrgaſt, wurden ſchwer
verletzt. Ortseinwohner leiſteten ſofort Hilfe und brachten
ie Verunglückten ins Spital.
Heidelberg, 15. April. Die Königin=Mutter
Sophie von Schweden trifft mit großem Gefolge
rieder wie im Vorjahre zu längerem Aufenthalt am 17.
Mts. hier ein und nimmt im Schloß=Hotel Wohnung
Prinz Ragnit von Siam hat geſtern nach
linunjährigem Aufenthalt die Stadt Heidelberg verlaſſen,
ſunt nach Siam zurückzukehren, wo er in die
Unterrichts=
arwaltung eintritt.
Braunſchweig, 14. April. In einer zu heute abend
imberufenen Proteſtverſammlung gegen die
Militärvor=
ſage ſollte der franzöſiſche Deputierte
Com=
viere=Morel ſprechen, dem vor einigen Tagen ſein
Auftreten in der Magdeburger ſozialiſtiſchen
Verſamm=
ſumg polizeilich unterſagt worden war. Das
ſieſige Polizeipräſidium ließ den Abgeordneten, der
Braunſchweiger Landeszeitung zufolge, nach ſeiner
An=
unift auf dem hieſigen Bahnhofe ſofort einen
Auswei=
ungsbefehl zuſtellen. Compere=Morel mußte mit
emn nächſten Zuge Braunſchweig verlaſſen.
Hamburg, 14. April. Der Beſitzer des Tierparks in
Etellingen, Karl Hagenbeck, iſt heute abend geſtorben.
hat ein Alter von 77 Jahren erreicht.
London, 14. April. Heute nachmittag wurde in der
Sbadt eine große Aufregung durch die Auffindung
üner Bombe hervorgerufen, die in einer Milchkanne
m einen Außenpfeiler der Bank von England gelegt
wor=
en war. Ein Schutzmann entdeckte die Bombe und tauchte
ſie in einen in der Nähe befindlichen Brunnen; dadurch
vurde die Exploſion vermieden. Bei der Unterſuchung
er Bombe wurde gefunden, daß ſie fachmänniſch richtig
omſtruiert war, ein Menge Schießpulver, eine elektriſche
Baxtterie und eine Uhr enthielt.
London, 15. April. In St. Leonhards wurde heute
ormittag das Haus des Mitgliedes des Unterhauſes
lrthur du Cros in Brand geſteckt. In der
Nachbar=
ſchaaft des Hauſes wurden Aufrufe der
Anhängerin=
en des Frauenſtimmrechts gefunden. Der
Scha=
en dürfte mehrere tauſend Pfund Sterling betragen.
London, 15. April. Der Deutſche Max Schultz,
er im November 1911 von dem Geſchworenengericht in
kreter wegen verſuchter Spionage zu 25 Monaten
Ge=
ſän gnis verurteilt worden war, iſt geſtern aus der Haft
tlaſſen worden.
New=York, 15. April. Bei der geſtrigen Beerdigung
Niorgans, bei der alle Schichten der Bevölkerung
Trauerzuge vertreten waren, bedeckten die
Blumen=
penden viele Wagen; beſonders bemerkt wurde der
Lallmenkranz mit den deutſchen Farben und Goldfranſen,
der Kaiſer geſpendet hatte.
New=York, 15. April. Wie aus Chihuahua
ge=
ſtelldet wird, drang am Sonntag der Führer der
Auf=
ndiſchen, Vaciovio Herrera, in das Lager der
Ar=
eiiter, die den Fluß Conchos eindeichen, und
ver=
ungte 25000 Dollar unter der Drohung, die engliſchen
uffſeher und Arbeiter töten zu laſſen, wenn ihm das
lld verweigerte werde. Als die Arbeiter ſich trotzdem
bei=gerten, ließ Herrera einen Aufſeher binden und
er=
ärte, er werde ihn von einem Berge hinabwerfen laſſen.
darauf boten ſeine Kameraden 5000 Dollar. Als Herrera
ber auf 10000 Dollar beſtand, wurden dieſe gezahlt,
worauf der Aufſeher freigelaſſen wurde. Die Räuber
plünderten die Häuſer der Fremden.
Montreal, 14. April. Geſtern entgleiſte auf der
Strecke Montreal=Chambly ein Zug der Central Vermont
Railway. Sechs Perſonen wurden getötet, fünfzehn
verletzt.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 15. April. Der Vierte
Aus=
ſchuß der Zweiten Kammer hielt heute eine
Sitzung ab, in der er beſchloß, der Vorſtellung der
Ver=
einigung Binger Weingutsbeſitzer zu
ent=
ſprechen, wonach die Regierung um Ernennung einer
be=
ſonderen Kommiſſion betreffs der Reblausangelegenheit
erſucht werden ſoll. Der Vorſtellung des Hebammen=
Verbandes, worin um Aufnahme der Gemeinde=
Be=
amtinnen in die Gemeinde=Fürſorgekaſſe erſucht wird,
be=
ſchloß der Ausſchuß keine Folge zu geben. Die Vorſtellung
des Gaſtwirts Heinrich Rodenhäuſer wegen
Nicht=
genehmigung einer Konzeſſion wurde für erledigt erklärt
desgleichen die Vorſtellung Raab wegen Einreihung
Eberſtadts in die Servisklaſſe D.
Der Nieder=Modauer
Bank=
krach vor der Strafkammer.
Achter Verhandlungstag.
g. Der geſtrige Verhandlungstag wurde mit der
Ver=
nehmung des Zeugen Reviſor Neff begonnen. Neff
kam am 14. Februar 1910 auf Veranlaſſung der
Genoſſen=
ſchaftsbank nach Nieder=Modau, um die fälligen
Schuld=
cheine zu erneuern und die Urkunden zu ordnen. Er habe
ein heilloſes Durcheinander gefunden, Schuldſcheine, die
hätten erneuert werden müſſen, waren erloſchen, Zinſen
waren nicht beigetrieben, und die Qualität einer großen
Zahl der Schuldner und Bürgen waren zweifelhaft, ein
Teil hatte ſogar den Offenbarungseid geleiſtet. Poſten
waren an Perſonen gutgeſchrieben worden. für welche
Gutſchriften eine rechtliche Verpflichtung für die Bank
nicht zu finden war. Als er das Konto Adam klarſtellen
wollte, ſtellte ſich heraus, daß Adam ſeine Vermögensſtücke
inzwiſchen an die Verwaltungs= und
Verwertungsgeſell=
chaft zediert hatte. Die angegebene Deckung für das
Konto Adam von 366000 Mark beſtand faſt durchweg aus
Werten des Nieder=Modauer Vereins. Alle Behauptungen,
es wäre noch weitere Deckung da, erwieſen ſich als
un=
richtig. Vor der Generalverſammlung 1910 habe Daniel
Perron zu dem Angeklagten Ihrig geſagt: Nun, Herr
Kommerzienrat, da werden wir wohl dreißig Jahre daran
zu ſchaffen haben, bis wir das weggeſchafft haben.
Dar=
auf habe Ihrig geſagt, er müſſe ſich darüber nicht ſo
ſor=
gen, das ginge viel ſchneller. Das Wechſelkonto Adam
habe damals 196000 Mark betragen; er habe nichts dabei
gefunden, denn nach den Verſicherungen Adams und
Pall=
manns war mindeſtens 30000 Mark Ueberdeckung
vorhan=
den. Vor der Generalverſammlung 1910 habe auch Ihrig
geſagt, ſelbſt wenn das Wechſelkonto Adams nicht gedeckt
ſein ſollte, dann wird der Verein doch gehalten. — Der
Angeklagte Beck gibt auf Befragen an, daß er noch 1910
Adam für einen reichen Mann gehalten habe. Aus einem
verleſenen Brief, den Beck im Juli 1909 geſchrieben hat,
geht aber hervor, daß er ſchon damals von den ſchlechten
Verhältniſſen des Adam wußte, denn es hieß da. man
müſſe aber im Intereſſe des Vereins den Adam als
rei=
chen Mann dulden. — Von den Zinsrückſtänden von
138000 Mark habe Zeuge Neff etwa 100000 Mark
ein=
getrieben. Bei der Sicherheitsübereignung für die
Schuld=
anerkenntnis über 275000 Mark habe ſich ein
Vorſtands=
mitglied bereit erklärt, dem Verein Sicherheit zu geben,
aber nicht der V.=V.=G. Daß die Schuldurkunde bereits
zediert war, habe er, Zeuge, damals nicht gewußt. Daß
die Verteilung von Dividenden trotz des Verluſtes
beſchloſ=
ſen wurde, aus dem Grunde, um ungünſtigen Gerüchten
entgegen zu wirken, habe er nicht gewußt. In der
Gene=
ralverſammlung von 1910 habe das Mitglied Eckſtein
ge=
fragt, ob er mit gutem Gewiſſen in den Aufſichtsrat
ein=
treten könne. Darauf habe ihm Ihrig geſagt, er könne
ruhig eintreten, es ſei alles bereinigt worden.
Es ſei ihm wiederholt von Ihrig und der Bank
tele=
phoniert und geſaat worden, er ſolle neue „Sachen”
hinein=
ſchicken. Als er ſich weigerte, habe ihm Ihrig
geantwor=
tet, er verkenne wohl ſeine Stellung. Die Bank habe für
neuen Kredit doppelte Sicherheit verlangt, was
ihm als Begünſtigung der Genoſſenſchaftsbank erſchien
und ſomit als ſtrafbar. Es ſei ihm dann in einem Falle
gegen nominellen Wert Geld gegeben worden. Der
An=
geklagte Ihrig erklärt, daß er lediglich einem Beſchluſſe
des Aufſichtsrates entſprechend doppelte Sicherheiten
ver=
langen mußte. Die Generalverſammlung beſchloß im
Auguſt 1910 auf Veranlaſſung der Genoſſenſchaftsbank, die
Statuten dahin abzuändern, daß nur an Mitglieder
Dar=
lehen zu gewähren ſind. Es wurde deshalb an die
Schuldner herangetreten, die nicht Mitglieder waren und
ihnen anheimgeſtellt, ihre Gelder zurückzuzahlen oder
Mit=
glied des Vereins zu werden. Im September 1911 wurde
nochmals beſchloſſen, die Schuldner aufzufordern, ſofort
ihre Gelder zurückzuzahlen. Da aber damals der
unge=
deckte Verluſt vorhanden war, habe er den Leuten, die auf
Grund dieſer Aufforderung Mitglied werden wollten,
ge=
ſagt: Bleibt weg, ſo lange Schulden da ſind. Jedenfalls
habe er kein Mitglied zum Beitritt überredet, als er
wußte, daß ein großer Verluſt ſich herausgeſtellt hatte.
Zeuge erzählt ſodann die Vorgänge, die unmittelbar
der Flucht Adams vorausgingen. Er war bei der
Unter=
redung zugegen, die die beiden Perron mit Thrig hatten,
den ſie fragten, ob Adam nicht angezeigt werden
ſollte. Ihrig antwortete: Das brauchen Sie nicht zu
tun, da dadurch der Verein geſchädigt würde. Einen
Mann, der ſich ſolche Verdienſte um das
Genoſſenſchafts=
weſen erworben habe, brauche man nicht verhaften zu
laſſen. Einige Tage danach waren die Perrons nochmals
in Darmſtadt, um Adam anzuzeigen. Vorher waren ſie
noch auf der Genoſſenſchaftsbank. Da wurde ihnen, wie
ihm nachher mitgeteilt wurde, von Ihrig geſagt, ſie
brauchten nicht hinzugehen, den Adam anzuzeigen. Das
habe er ſchon beſorgt. Jetzt könne er jeden Tag abgeholt
werden. — Zeuge kann ſich genau entſinnen, daß ihm dies
vor dem Verſchwinden Adams geſagt wurde.
Ihrig kann ſich nicht erinnern, daß er geſaat habe, Adam
ſei ein verdienter Genoſſenſchafter. Er wiſſe nur, daß er
auf die beſtimmte Frage geantwortet habe, ſie ſeien nicht
verpflichtet, Anzeige zu erſtatten. Er habe dies auch
be=
ſonders geraten, weil er aus ſeiner Erfahrung heraus
wußte, daß dies die Kaſſe ſchädigen würde, und der
Vor=
ſtand habe in erſter Linie die Intereſſen der
Genoſſen=
ſchaftsbank zu wahren. Bei einem zweiten Beſuche habe
er den beiden Perrons geſaat, das überlaſſen Sie nur dem
Kreisamt, da auch Unterſchlagungen bei der Gemeinde=
und Kirchenkaſſe ſich herausſtellten. Er habe auch
aus=
gedrückt, daß ſich der Staatsanwalt den Adam jeden Tag
holen könne
Um ½2 Uhr wird die Verhandlung auf Mittwoch
vertagt.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin 15. April. Präſident Dr. Kaempf
er=
öffnet die Sitzung um 1 Uhr 20 Minuten.
Etat des Auswärtigen Amtes.
Staatsſekretär v. Jagow: Die Vorfälle in
Nancy ſind mir bisher nur aus Telegrammen des Wolff=
Bureaus und aus der Preſſe bekannt. Sollten ſie ſich in
vollem Umfange beſtätigen, ſo würden ſie allerdings tief
zu bedauern ſein (Zuſtimmung) und einen Beweis dafür
bilden, wie ſehr die chauviniſtiſchen Kreiſe, von denen der
Herr Reichskanzler neuerlich ſprach, über die Gemüter
Macht zu gewinnen vermögen, und wie gefährlich ſie ſind.
Der kaiſerliche Botſchafter in Paris iſt angewieſen worden,
die franzöſiſche Regierung um eine Klarſtellung zu
er=
ſuchen, und wenn die Nachrichten ſich als begrundet
er=
weiſen ſollten, Vorſtellungen wegen des mangelhaften
Schutzes der betreffenden Deutſchen zu erheben. (Beifall.)
Dann möchte ich noch auf die Reſolution zu ſprechen
kommen. Ich werde mir angelegen ſein laſſen, die
Reſo=
lution ſorgſam zu prüfen. Der Gedanke, daß namentlich
jedem Tüchtigen die diplomatiſche Karriere
er=
öffnet werde, iſt uns durchaus ſympathiſch, aber ohne jedes
eigene Vermögen werden die Diplomaten nicht
auskom=
men, es ſei denn, daß wir ihnen abnorm hohe Gehälter
zahlen, die im Widerſpruch zu der ſonſtigen Bedeutung
und auch nicht im Einklang ſtehen mit den Bezügen der
Diplomaten anderer Länder. Den Vorwurf, daß für die
Auswahl der Diplomaten die Protektion maßgebend ſei,
muß ich entſchieden zurückweiſen. Namentlich in der
Aus=
bildung unſeres Nachwuchſes arbeiten wir fleißig. Die
Konſulatsanwärter werden in das Wirtſchaftsleben
ein=
geführt: wiſſenſchaftliche Kurſe ſind im Auswärtigen Amt
im Gange, die von hervorragenden Männern der Praxis
und des wirtſchaftlichen Lebens geleitet werden. Die
Aus=
bildung dieſer beiden Kategorien muß verſchieden ſein.
Die Diplomaten müſſen diplomatiſch, die
Konſulatsbeam=
ten müſſen juriſtiſch ausgebildet werden. Das geht auch
aus den zu leiſtenden Arbeiten hervor. Ob die völlige
Ver=
ſchmelzung beider Ausbildungswege im Intereſſe des
Ganzen liegt, kann ich heute noch nicht entſcheiden. Im
übrigen kann ich verſichern, daß wir alle Wünſche auf
Neuerungen prüfen werden. Wo Mängel ſind, ſollen ſie
abgeſtellt werden. (Lebhafter Beifall.)
Abg. Oertel (konſ.): Der leider zu früh verſtorbene
Staatsſekretär v. Kiderlen, deſſen wir rühmlich gedenken,
wurde und wird völlig verkannt. Zu ſeinem Nachfolger
können wir gleichfalls von vornherein Vertrauen haben.
(Sehr gut!) Auch wir wollen den Zugang zum
diploma=
tiſchen Dienſt erleichtern, aber nicht nur der Zugang muß
dem Tüchtigen geſichert werden, ſondern auch das
Im=
amtebleiben. Die Vorgänge auf dem Balkan haben nicht
nur die Diplomaten überraſcht, ſondern auch die hellhörige
Börſe und auch die noch hellhörigere Preſſe. Später aber
hat die deutſche Diplomatie die richtige Bahn
einge=
ſchlagen, und das haben wir beſonders anzuerkennen. Wir
ſind in der Hinterhand geblieben, und ich freue mich, daß
unſere Diplomaten jetzt in die Bismarckſche Bahn
zurück=
kehren. Wir hoffen, daß der Friede auf dem Balkan in
ſicherer Ausſicht ſteht, wenn es auch ſchwer fällt, den
Widerſtand des Königs der ſchwarzen Berge zu brechen.
Was Rumänien anbetrifft, ſo hoffe ich, daß Deutſchland
dieſes Land weiter ſtützt. Es iſt der vernünftigſte
Bal=
kanſtaat, und deshalb darf er nicht nachſtehen. In ſeine
inneren Angelegenheiten dürfen wir uns aber nicht
ein=
miſchen, ſo nicht in die Judengeſetzgebung. Wir wollen
keine Weltmachtpolitik in böſem, übertriebenem Sinne
betreiben, ſondern eine Politik, die mit allen
Zukunfts=
möglichkeiten rechnet, die ſich die Zukunft nicht verbauen
und nehmen läßt. (Sehr wahr! rechts.) Schwierig wird
die Sache in Oſtaſien werden. Wir legen Wert darauf
daß unſere Beziehungen zu Rußland gut oder wenigſtens
korrekt bleiben. Wir haben ſehr viele gemeinſame
Inter=
eſſen mit Rußland und wenig konkrete
Intereſſengegen=
ſätze. Der chineſiſchen Republik wünſchen wir alles Gute, ſo
unvoreingenommen ſind wir. Unſere Beziehungen zu
England ſollten nicht nur beſſer, ſondern gut ſein. Das
begrüßen wir alle mit Freude. Je korrekter die
Beziehun=
gen zu England ſind, deſto beſſer für beide Teile.
Hoffent=
lich zeitigen dieſe Beziehungen noch die konkreten
Nieder=
ſchläge, ſo die Entſchädigung der im Burenkrieg
geſchädig=
ten neutralen Deutſchen. Gegen das franzöſiſche Volk oder
ſeine Regierung hat bei uns niemand einen Haß, aber es
muß ſich damit abfinden, daß wir Elſaß=Lothringen
nie=
mals wieder loslaſſen werden. (Sehr richtig!)
Ueber=
triebene Höflichkeit war es, Frankreich für die Behandlung
des „Z. 4‟ in überſchwenglichen Worten zu danken. Das
Volk verlangt dringend eine Aufklärung über die
Vor=
gänge in Lunéville und über die Behandlung des
Luft=
ſchiffes. In Frankreich ſoll man jetzt an den Bau von
Zeppelin=Zerſtörern gehen. Ein bei Metz gelandeter
franzöſiſcher Flieger wurde viel loyaler behandelt. Iſt
jemals in Deutſchland ein Franzoſe ſo behandelt worden,
wie die Deutſchen in Nancy? Eine ſolche Behandlung
Deutſcher brauchen wir uns nicht gefallen zu laſſen. Sie
müſſen geſchützt werden als deutſche Staatsbürger, ſelbſt
wenn der Schutz Schwierigkeiten machen ſollte, was ich
nicht annehmen möchte (Zuruf: Magdeburg!) Das
Vor=
gehen des Polizeipräſidenten von Magdeburg und
Braun=
ſchweig iſt ſelbſtverſtändlich, da der franzöſiſche Deputierte
nicht zum Frieden ſprechen wollte, im Gegenteil. Die
Friedensſchalmeien des Abg. Bernſtein waren phantaſtiſch.
Bis zum Weltfrieden iſt noch ein ſehr weiter Weg. Bis
dahin gebrauchen wir eine tüchtige Diplomatie, aber auch
vor allen Dingen ein kräftiges, ſchlagfertiges und damit
ſiegesſicheres Heer. (Beifall rechts.)
Abg. Ledebour (Soz.): Wenn die
Zeitungsnach=
richten über die Vorgänge in Nancy zutreffen, ſo iſt es
ſelbſtverſtändlich, daß die deutſche Regierung alle Mittel
aufbieten wird, um die Wahrheit feſtzuſtellen, damit dann
für angemeſſene Sühne geſorgt wird. Andererſeits haben
wir das Gefühl, als ob Staatsſekretär v. Jagow durch
ſeinen Hinweis auf das unglückliche Vorkommnis in Nancy
den Chauvinismus bei uns aufkitzeln will. Dieſer
Chau=
vinismus in Frankreich iſt natürlich erſt durch unſere
Heeresvorlage angeſpornt worden, das fühlt nicht nur ein
Blinder mit dem Stock, ſondern auch ein deutſcher
Diplo=
mat. (Präſident Dr. Kaempf: Das überſchreitet das
Maß der ſachlichen Kritik.) Ledebour fortfahrend: Die
Ausweiſung unſeres Genoſſen Morel iſt der ſchlimmſte Akt
und auch viel ſchlimmer als die Vorgänge in Nancy. Der
Fall Sohſt zeigt, daß es ſehr viele Protektioniſten gibt.
Es iſt die allerhöchſte Zeit, daß mit ſolchen Zuſtänden
gründlich aufgeräumt wird, damit ſolche
Protektionspoſten=
inhaber nicht in die Erſcheinung treten. (Glocke! Präſident
Dr. Kaempf: Die Kritik des Verhaltens des Kaiſers iſt
unzuläſſig.) Ledebour fortfahrend: Uns erſcheint es
not=
wendia, daß die Ausbildung unſerer Diplomaten und uns
ſerer Konſulatsbeamten die gleiche Baſis hat und ſpäter
ſpezialiſiert wird. Daß der Türkei Gelegenheit geboten
wird, ſich in ihrem aſiatiſchen Beſitz zu einem modernen
Staate zu entwickeln, iſt auch nach unſerer Anſicht richtig,
aber vor allen Dingen muß ihr dann aufgegeben werden,
die Reformen in Armenien durchzuführen. Die deutſche
Regierung ſollte in dieſer Beziehung ihren Einfluß
gel=
tend machen, ſelbſtverſtändlich ohne jeden Hintergedanken.
Seite 6
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. April 1913.
Nummer 88.
Die Erklärung Saſonows iſt auf die energiſche Einwirkung
Englands zurückzuführen. Der Zar und ſeine
Helfers=
helfer haben dieſes gewaltige, unerhörte Verbrechen des
Balkankrieges angezettelt. (Präſident Kaempf ruft den
Redner zur Ordnung.) Der Reichskanzler hat nicht das
Recht, ſich hinzuſtellen und die Völker gegeneinander
aus=
zuſpielen. Deutſchland müßte darauf hinwirken, daß in
allen Ländern, wo ſich Raſſenminderheiten vorfinden, dieſe
nicht von der Mehrheit unterdrückt werden. Würde dies
vor allem in Deutſchland geſchehen, dann würde das Reich
den beſten Schutz in den Polen gegen einen Angriff
un=
ſeres ruſſiſchen Nachbarn finden. Dadurch würde auch das
Kriegsgefühl zwiſchen Rußland und Oeſterreich beſeitigt
werden.
Präſident Dr. Kaempf: Aus dem Stenogramm der
Rede erſehe ich, daß in dem Falle Sohſt die ſchwerſten
Beleidigungen gegen den Kaiſer erhoben ſind. Ich kann
es alſo nicht bei der Rüge belaſſen, ich rufe Sie hiermit
noch nachträglich zur Ordnung.
Staatsſekretär v. Jagow: Die außerordentlich
ſchweren Beleidigungen des Monarchen bedauere ich ſehr,
muß aber auch Verwahrung dagegen einlegen, daß gegen
Monarchen der mit uns befreundeten Länder derartige
Redewendungen gebraucht werden.
Präſident Dr.
Kaempf: Ich möchte bemerken, daß ich dieſe
Aeußerun=
gen bereits gerügt habe.
— Abg. Prinz Schönaich=
Carolath (natlib.): Die Vorgänge in Nancy zeigen
einen Chauvinismus, wie ich ihn nicht näher bezeichnen
will. Wir vermiſſen noch immer amtliche Nachrichten über
die Landung des Zeppelin=Luftſchiffes „Z. 4” auf
fran=
zöſiſchem Boden. Wenn die Offiziere auf den
kameradſchaft=
lichen Verkehr rechneten, ſo war das doch eine ſehr ſchwere
Verkennung der Situation. Sie hätten doch wiſſen ſollen,
was ſie zu erwarten hatten bei einem Niedergang auf
franzöſiſchem Boden. Eine Aufklärung iſt deshalb in
die=
ſem Falle dringend nötig. Rumänien iſt ſchon ſeit langer
Zeit unſer einzigſter Freund auf dem Balkan. Wir legen
deshalb Wert auf die Aufrechterhaltung unſerer guten
Be=
ziehungen zu dieſem Lande, wo ein wohlwollender und
weitblickender Monarch und tatkräftige Behörden Wunder
geſchaffen haben. Auf der Durchführung des Berliner
Vertrages muß aber unbedingt beſtanden werden. Es iſt
ungerecht, wenn die Niederlage der Türken dem Freiherrn
v. d. Goltz in die Schuhe geſchoben wird, wie es in der
franzöſiſchen Preſſe geſchehen iſt. Wir freuen uns über die
guten Beziehungen zu England, wir glauben aber nicht,
daß wir nötig haben, England nachzulaufen. In
Eng=
land iſt eine Anzahl hervorragender Männer an der
Sicherung des Friedens tätig. Hoffen wir, daß etwas
Erſprießliches dabei herauskommt.
Abg. Müller=
Meiningen (Fortſchr. Volkspt.): Die Vorgänge in
Lunéville haben jedenfalls ohne Zweifel die Notwendigkeit
der Schaffung eines internationalen Luftſchiffrechtes
be=
wieſen. Der Fall in Nancy zeigt uns den kraſſeſten Fall
von Chauvinismus; wir müſſen fordern, daß hier
Auf=
klärung baldigſt geſchaffen wird. Es iſt ein ſtarkes Stück
preußiſcher Polizeiwillkür, daß man den Franzoſen
Com=
pere überall ausgewieſen hat. Mit der Anerkennung
Chi=
nas ſollten wir nicht mehr ſo lange warten. Unſere
di=
plomatiſchen Einrichtungen laſſen ſich am beſten dadurch
illuſtrieren, daß beim Abſchluß des Balkanbundes unſer
Botſchafter in Konſtantinopel, Freiherr v. Wangenheim,
gerade abweſend war. Er befand ſich auf Korfu, um den
Aufenthalt des Kaiſers genügend vorzubereiten. Für
ſolche Sachen ſollten unſere Diplomaten nicht gebraucht
werden. Es iſt in der Diplomatie das bürgerliche
Ele=
ment noch faſt gar nicht berückſichtigt. Anmeldungen ſind
genügend vorhanden. Auf das Vermögen ſollte es doch
hierbei überhaupt nicht ankommen.
Unterſtaatsſekretär Zimmermann: Der Abg,
Müller=Meiningen ſtützte ſich in ſeinen Ausführungen
lediglich auf Tratſch und Klatſch. Die Bemerkung auf die
Aeußerung des Herrn Staatsſekretärs, die Wahl des
Prä=
ſidenten könnte noch lange auf ſich warten laſſen, iſt doch
eine ſehr willkürliche Auslegung. Wir können auch ſchnell
arbeiten und ſind entſchlußfähig. Das werden wir Ihnen
beweiſen. Die chineſiſche Anleihe beträgt 175 Millionen
Mark, die wir wohl trotz aller Opferfreudigkeit für China
nicht ſo ohne weiteres aus unſerem Markt ziehen können.
Unſere Beamten ſind immer auf dem Poſten, ſie müſſen
natürlich auch jedes Jahr einmal Urlaub haben
Vizepräſident Paaſche: Ich habe den Herrn
Unter=
ſtaatsſekretär nicht unterbrechen wollen, ich möchte aber
den Wunſch ausdrücken, daß ein derartiger Ton einem
Abgeordneten gegenüber nicht Brauch wird. (Zuſtimmung,
lebhafte Unruhe.)
Unterſtaatsſekretär Zimmermann: Ich weiß nicht,
ob dem Präſidium des Hauſes eine Kritik der Rede eines
Mitgliedes der Regierung zuſteht.
Vizepräſident Paaſche: Ich habe keine Kritik geübt,
ſondern nur den Wunſch ausgeſprochen, daß ein derartiger
Ton einem Mitgliede des Hauſes gegenüber nicht Brauch
wird.
Abg. Herzog (Wirtſch. Vag.): Wir billigen durchaus
die deutſche Politik auf dem Balkon und ſind mit deren
Durchführung einverſtanden. Wir freuen uns auch, daß
die Beziehungen zwiſchen Deutſchland und England ſich
ſo außerordentlich gebeſſert haben. Der franzöſiſche
Chau=
vinismus zeigte ſich lange vor unſerer Wehrvorlage, er
iſt alſo durchaus nicht die Frucht dieſer Vorlage, wie es
hier hingeſtellt wurde. Der Revanchegedanke lebt bei den
Franzoſen mehr denn je zuvor. — Abg. Pfeiffer (Ztr.)
Die Vorgänge in Nancy ſind durch den beſonders an der
Grenze herrſchenden Chauvinismus verurſacht worden.
Es iſt zu verlangen, daß uns bald die nötige Aufklärung
gegeben wird und daß alles getan wird, um das
Vorgehen gegen unſere deutſchen Landsleute zu
fühnen. Auch bezüglich der Landung des „Z. 4
in Lunéville iſt eine Aufklärung noch dringend
nötig, dann kommt es auch nicht vor, daß die
Abgeord=
neten auf Tratſch und Klatſch angewieſen ſind Den ſoeben
bekannt gewordenen Abſchluß eines zehntägigen
Waffen=
ſtillſtandes auf dem Balkan begrüßen wir. Auch mit der
Anerkennung, die der Herr Staatsſekretär dem deutſchen
Kaufmann gezollt hat, ſind wir durchaus befriedigt. Die
Haltung unſerer Behörden im Auslande den Deutſchen
gegenüber läßt noch manches zu wünſchen übrig. Es wird
manches beſſer werden, wenn die vielen Verſprechungen,
die hier gemacht wurden, in Erfüllung gehen. —
Unter=
ſtaatsſekretär Zimmermann: Ich habe nicht die
Ab=
icht gehabt, das Material des Abg. Müller=Meiningen
in Zweifel zu ziehen, ſondern ich wollte nur den
objek=
tiven Wert ſeines Materials charakteriſieren. Ueber das
Verhältnis zwiſchen dem Hutuchtu und dem Dalai=Lama
iſt uns Authentiſches nicht bekannt, da wir Vertreter in
beiden Ländern nicht haben. Wir ſtreben nur die offene
Tür für unſeren Handel an. — Aba. Paaſche (natlib.):
Der Reichstag iſt ſtets bereit, die Mittel zu bewilligen, die
zur Vertretung Deutſchlands im Auslande gefordert
wer=
den. Die Zukunft Deutſchlands liegt eben auf und über
dem Waſſer, und wir ſind gezwungen, Weltwirtſchaft zu
treiben. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich
konſta=
tieren, daß unſere auswärtigen Beamten alle ihre Pflicht
tun. Die Konſulatsbeamten ſollten den Kolonialbeamten
gleichgeſtellt und ihnen ein jährlicher Urlaub mit freier
Heimatreiſe gewährt werden. Wir müſſen beſtrebt ſein,
größere Anſtrengungen im Schulweſen zu machen, und
zwar müſſen wir uns ſtreng an die Miſſionsſchulen halten.
Dem Ausbau der Hochſchulen müſſen wir volle
Aufmerk=
ſamkeit widmen.
Staatsſekretär v. Jagow: Ich muß noch einmal
auf den ausgeſprochenen Ordnungsruf zurückkommen. Es
iſt wohl ohne Zweifel, daß damit für das Parlament die
Angelegenheit erledigt iſt. Ich muß aber für mich das
Recht in Anſpruch nehmen, Verwahrung einlegen zu
kön=
nen. Als Vertreter der auswärtigen Politik muß ich dies
tun, wenn ich es zur Abwehr eines Ausdrucks im
Inter=
eſſe der Pflege der Beziehungen zu anderen Völkern für
notwendig erachte.
Abg. Weil (Soz.): Mit dem Chauvinismus hat
Frankreich nichts zu tun. Sämtliche Pariſer Blätter
nehmen denn auch Stellung gegen die Ausſchreitungen in
Nancy. Das iſt ein erfreuliches Zeichen und ein Zeichen
der Annäherung zwiſchen Frankreich und Deutſchland.
Aber es gibt ja bei uns Leute, denen ein ſolcher Gedanke
ſchon mächtig auf die Nerven fällt. — Abg. Ahlhorn
(Fortſchr. Volkspt.): Die Ausweiſung Compére=Morels
war zweifellos ein polizeilicher Mißgriff. Gegen die
Wer=
bungen zu der franzöſiſchen Fremdenlegion auf deutſchem
Boden ſollte energiſch vorgegangen werden. —
Unterſtaats=
ſekretär Zimmermann: Die Beſchwerden über
Ueber=
griffe der franzöſiſchen Regierung in Marokko werden von
uns unterſucht werden. Wir ſtreben in dieſer Beziehung
mit Frankreich ſtets Verſtändigung an. Es hat tatſächlich
den Anſchein, als ob der betreffende Hafen ausgebaut
werden ſoll. Wir laſſen es nicht an energiſchen
Vorſtel=
lungen fehlen. Die Werbungen zur Fremdenlegion
kön=
nen wir nur ſoweit zu verhindern ſuchen, als ſie auf
deut=
ſchem Boden ſtattfinden. Der Herr Staatsſekretär hat
geſtern ſchon mitgeteilt, daß Antworten der franzöſiſchen
Regierung nicht erfolgen, wenn die Betreffenden ſchon
über 18 Jahre alt ſind. — Abg. Müller=Meiningen
(Fortſchr. Volkspt.): Durch die Ausführungen des Herrn
Staatsſekretärs iſt für mich perſönlich der Zwiſchenfall
er=
ledigt. Soweit ich auch aus den Ausführungen des Abg.
Paaſche entnommen habe, beſtehen noch Mißſtände im
diplomatiſchen und Konſulatsdienſt. Hoffentlich werden
ſie auch abgeſtellt.
Hierauf wird Vertagung beſchloſſen. Präſident Dr
Kaempf teilt mit, daß zur Bewältigung der Arbeit es
demnächſt nötig ſein werde. Dauer= oder Abendſitzungen
abzuhalten. — Nächſte Sitzung Mittwoch 1 Uhr:
Fort=
ſetzung der Beratung. — Schluß ½7 Uhr.
* Berlin, 15. April. In der
Budgetkommiſ=
ſion des Reichstags gab der Kriegsminiſter
Aus=
kunft über den Fall des Flügeladjutanten Oberſt von
Senden. Der Fall ſpielte ſich in einem ſtark überfüllten
Zugabteil ab. Der von dem Offizier gebrauchte Ausdruck
„Schweinerei” bezog ſich nicht auf die Mitreiſenden,
ſon=
dern auf das in der Bahn herrſchende Durcheinander.
Zwei Gerichte hätten den Tatbeſtand feſtgeſtellt; eine
Be=
leidigung des Kaufmanns Sternberg liege nicht vor. Im
weiteren Verlaufe der Sitzung wurde ein
ſozialdemokra=
tiſcher Antrag, die Stelle des in Petersburg als
Militär=
bevollmächtigter ſtationierten Generalmajors zu ſtreichen
und die Stelle des Militärattachés in München als künftig
wegfallend zu bezeichnen, mit großer Mehrheit
ab=
gelehnt. Hierauf wurde in der Beratung der
Duell=
frage fortgefahren. Ein Zentrumsabgeordneter wies
auf die Beſchlüſſe des Reichstags hin, wonach Perſonen
von ehrloſer Geſinnung für Ehrenhändel vollſtändig
aus=
geſchloſſen werden ſollten. Dem Verlangen des Reichstags
die Ehrenhändel erſt nach erfolgtem ehrengerichtlichen
Verfahren zum Austrag bringen zu laſſen, ſei nicht in
vollem Maße Rechnung getragen, es werde lediglich jeder
Offizier, der den ehrengerichtlichen Spruch nicht abwartet,
dem Kaiſer gemeldet.
Eine Giftmord=Affäre.
* Frankfurt a. M., 15. April. Wegen
Gift=
mordverdachtes iſt hier der 50jährige Fechtmeiſter
Karl Hopf verhaftet worden. Hopf, ein früherer Drogiſt,
ſteht unter dem Verdacht, an ſeiner unter
Vergiftungs=
erſcheinungen erkrankten dritten Frau einen
Gift=
mordverſuch gemacht zu haben. Außerdem ſoll eine
Unterſuchung darüber angeſtellt werden, ob ſeine unter
eigentümlichen Krankheitserſcheinungen verſtorbenen
bei=
den erſten Frauen vergiftet worden ſind. Eine
Hausſuchung führte zur Entdeckung eines Laboratoriums,
in welchem große Mengen der ſtärkſten Gifte und
Rein=
kulturen von Typhus= und Cholerabazillen aufgefunden
wurden.
Die Frankf. Ztg. teilt zu der Angelegenheit noch mit:
Hopf legte in einem Verhor, das ſechs Stunden dauerte,
dem Kriminalinſpektor v. Salomon das Geſtändnis
ab, daß er ſeiner Frau Gift gegeben habe, um ſich nach
ihrem Tode in den Beſitz der
Lebensverſicherungs=
ſumme zu ſetzen. Nach einer Angabe ſoll es ſich um
80000 Mark, nach einer anderen um 40000 Mark handeln.
Karl Hopf iſt am 26. März 1863 in Frankfurt geboren
und hat hier, nach Beendigung ſeiner Lehrzeit in einer
Drogerie, beim hieſigen Infanterie=Regiment als
Einjäh=
riger gedient. Danach begab er ſich nach London, wo er
in mehreren Drogengeſchäften tätig war. Später kehrte
Hopf nach Deutſchland zurück. In Niederhöchſtadt,
wo Hopf eine Hundezüchterei betrieb ſind dann ſeine erſt
Frauund ein Kind von ihm plötzlich geſtorben. Seine
zweite Frau erkrankte gleichfalls in verdächtiger Weiſe,
erholte ſich aber. Sie ließ ſich von ihm ſcheiden und iſt
dann geſtorben. Die Nachbarſchaft in Niederhöchſtadt
ſprach viel über die Krankheits= und Todesfälle im Hauſe
Hopf; ſchon damals ging das Gerücht, daß Vergiftung
vorliege. Hopf ſtrengte gegen die Verbreiter
ſolcher Nachrichten Klage an (u. a. auch gegen
das Darmſtädter Tagblatt. D. Red.) und erzielte
ihre Verurteilung oder doch einen Vergleich. Infolge
dieſer Vorkommniſſe ſiedelte Hopf im letzten Jahre von
Niederhöchſtadt nach Frankfurt über und gab
Fechtunter=
richt. Im vorigen Jahre verlobte er ſich mit einem
jun=
gen Mädchen aus Dresden; die Ehe wurde in London im
April 1912 vollzogen. Nach den vorläufigen Ermittlungen
ſoll Hopf bereits im Juni v. J. den Verſuch gemacht haben
ſeine Frau zu vergiften, doch erholte ſie ſich damals. Sie
erkrankte wieder im Februar und heftiger Mitte März,
worauf ſie, wie erwähnt, ins Krankenhaus kam. Jetzt
befindet ſie ſich auf dem Wege der Beſſerung und dürfte
wenn keine Zwiſchenfälle eintreten, in einigen Tagen ganz
geheilt ſein.
Ueber die Ausſagen von Hopf bei ſeinem Verhör
mel=
det ein Berichterſtatter: Nach langem Leugnen gab Hopf,
in die Enge getrieben, endlich zu. daß er ſeine Frau in der
Abſicht geheiratet habe, ſie zu töten, um eine hohe
Ver=
ſicherungsſumme zu erhalten. Er beſtritt, daß er ſchon im
vorigen Jahre damit begonnen habe, der Frau Gift in die
Speiſen zu tun. Er habe ihr erſt am 16. Februar zum
erſtenmal, nachdem ſie mittags ausgeruht habe, ein Glas
Sekt zur Erfriſchung dargereicht, das Arſenik mit
La=
vendel vermiſcht erhielt. Die Frau erlitt einen ſtarken
Brechdurchfall, erholte ſich aber nach einigen Tagen wieder.
Am 15. März verabfolgte er ihr nochmals Sekt, in dem
Gift war, und als der Arzt eine Opiumtinktur verſchrieb,
habe er ihr nicht dieſe, ſondern Digitalis gegeben. Die
Frau habe wieder heftigen Brechdurchfall bekommen und
ſei auf Anraten des Arztes am folgenden Morgen ins
Krankenhaus gebracht worden. Ueber die Vorgänge in
Niederhöchſtadt wurde Hopf noch nicht eingehend befragt:
er hat nur ganz kurz angegeben, daß er an dem Tode der
beiden erſten Frauen unſchuldig ſei.
Die Verhaftung von Hopf wurde mit großen
Vor=
ſichtsmaßregeln vorgenommen. Er iſt ein ſehr ſtarker
Mann, auch befürchtete man, daß er Selbſtmord begehen
werde. Die Feſtnahme erfolgte auf der Straße in der
Nähe des Krankenhauſes. Hopf wurde gepackt und ſofort
gefeſſelt. Dieſe Vorſicht war ſehr notwendig. Er hatte
in einer Weſtentaſche ein Fläſchchen mit Zyankali, und
er gab an, daß er es ſofort nach der Feſtnahme geleert
hätte, wenn es ihm möglich geweſen wäre. Die
Haus=
ſuchung förderte außer den Giften noch Gegenſtände
zu=
tage, aus denen hervorgeht, daß Hopf, der ausſchweifend
lebte, ſich ſchlimmen Neigungen hingegeben hat.
Luftfahrt.
Von der Darmſtädter Fliegerſtation.
* Am Montag ſtieg Leutnant Reinhardt mit
Leutnant Ritter in Heidelberg zur Rückfahrt nach
Darmſtadt auf. Die Flieger mußten wegen ſchlechten
Wetters in Lampertheim niedergehen. Leutnant
Som=
mer flog geſtern mit dieſer Maſchine und mit Leutn. von
Bornſtedt als Paſſagier nach Darmſtadt, wo ſie um
7 Uhr 5 Min. landeten. Der Goedeckerflieger
Traut=
wein flog 8.09 Uhr morgens mit ſeiner Taube und mit=
Oberſtleutnant von den Hagen als Paſſagier nach
Mainz. Sie landeten um 8.42 Uhr glatt vor der
Goe=
deckerhalle auf dem Großen Sande. Der Rückflug nach
Darmſtadt erfolgte 9.55 Uhr, wo er um 10.17 Uhr in
einem Gleitflug aus 700 Meter Höhe landete. Infolge
des unebenen Geländes wurde der Apparat hierbei etwas
beſchädigt.
(4s
2255
Franzöſiſche Lügenmeldungen.
* Köln, 14. April. Die Kölniſche Zeitung meldet
aus Berlin: Anfangs März landete in der Nähe des
loth=
ringiſchen Bahnhofs Vigy der franzöſiſche Flieger Favre
von der Flugzeugfabrik Henriot in Reims, nachdem
er die ganzen Feſtungsanlagen von Metz überflogen hatte.
Seine Angabe, er habe infolge des Nebels den Kurs
ver=
loren, und ſei wegen Benzinmangel zur Landung bei Vigy.
gezwungen geweſen, wurde von der Militärbehörde in
Metz geglaubt und das Flugzeug mit Unterſtützung
deut=
ſcher Behörden durch die Bahn nach Baſel befördert.
Trotz=
dem behauptete Favre in Baſel, er ſei beim Ueberfliegen
der Feſtungsanlagen von Metz ſcharf beſchoſſen und
da=
durch zum Niedergehen gezwungen worden.
Demgegen=
über ſei darauf verwieſen, daß nach Mitteilungen von
unterrichteter Seite Favre bei ſeiner Vernehmung durch
die deutſche Behörde als Landungsurſache ſelbſt lediglich
Benzinmangel und verlorene Orientierung angab und daß
feſtgeſtellt wurde, daß auf das Flugzeugnicht
geſchoſ=
ſen worden iſt.
* Baſel, 15. April. Der Schweizer Flieger
Favre erklärte bei ſeiner Ankunft in Baſel den
Ver=
tretern der Preſſe und auch der Schweizeriſchen
Depeſchen=
agentur, daß er in Vigy ſcharf beſchoſſen und
da=
durch zur Landung gezwungen worden ſei.
Nizza, 15. April. Als der Flieger Gaudart
mit ſeinem Waſſerflugzeug bis zu einer Höhe von 30
Meter geſtiegen war, glitt das Flugzeug gegenüber dem
Taubenſchießplatz mit dem linken Flügel ab und
ſtürzte ſteil ins Waſſer. Der Flieger ertrank;
ſeine Leiche wurde bisher nicht aufgefunden.
Die Vorfälle in Nancy.
* Paris, 15. April. Ueber den Zwiſchenfall
von Nancy veröffentlicht die chauviniſtiſche Pariſer
Zeitung Paris Midi folgenden Bericht: Im Caſino ſpielte
man ein Stück, betitelt: „Fritz, der Ulan” Während einer
Szene, wo ein deutſcher Spion auftrat, wurden mehrere
Pfiffe laut, und man beſchuldigte die beiden Deutſchen
und die drei Damen, die ſich in ihrer Begleitung
befan=
den, daß ſie gepfiffen hätten, doch wurde die Vorſtellung
nicht weiter geſtört und die Sache ſchien erledigt. Nach
Schluß der Vorſtellung folgten Studenten den beiden
Deutſchen und ihren Damen bis zur Lothringer Bierhalle
Der Wirt, in deſſen Saal die beiden Deutſchen inſultiert
wurden, erzählte einem Berichterſtatter desſelben Blattes:
Ich weiß nicht, ob die beiden Gäſte Franzoſen oder ob ſie
Deutſche waren; ich weiß nur, daß ſie ſich vollſtändig
korrekt benommen haben. Sie waren keineswegs
betrun=
ken, und meine Ueberraſchung war groß, als ich in den
Saal zwei Studenten eindringen ſah, welche die beiden
Deutſchen beſchimpften. Ich veranlaßte die beiden
Stu=
denten, das Lokal zu verlaſſen. Die Studenten blieben
vor der Bierhalle ſtehen, hielten Anſprachen an die
Vor=
übergehenden und riefen auf dieſe Weiſe eine
Anſamm=
lung hervor. Um 1 Uhr ſchloß ich die Bierhalle, und was
weiter geſchah, weiß ich nicht. Der Stationsvorſtand von
Nancy erzählte: Zwei Herren und drei Damen fanden ſich
im Warteſaal zweiter Klaſſe ein. Ich hörte auf der Straße
einige Rufe: Schmeißt ſie hinaus, die gemeinen
Preu=
ßen!” Ich erſuchte die jungen Leute, keinen Lärm vor
dem Bahnhofe zu machen. Als der Zug ankam, drangen
ſie auf den Bahnſteig und fuhren fort, die Deutſchen
zu=
beſchimpfen, die mir ſehr friedfertig zu fein ſchienen. Ich
habe von einer Prügelei nichts geſehen, zum mindeſten
nicht auf dem Bahnhofe. — Der Polizeikommiſſar erklärte
demſelben Berichterſtatter: Man hat das Vorkommnis
übertrieben und ſelbſt entſtellt. Zunächſt waren die beiden
Deutſchen nur einfache Ziviliſten. Die Kundgebung hat
in Nancy kein großes Aufſchen erregt; ſie beſchränkte ſich
auf einige Vergeltungsmaßregeln, welche die Studenten
gegenüber Zuſchauern ausübten, welche mit Rückſicht auf
ihre Eigenſchaft als Ausländer nicht den entſprechenden
Takt gezeigt haben. In der Tat haben ſich die Deutſchen
erlaubt, unangemeſſene Bemerkungen über die franzöſiſche
Armee zu machen. Auf dem Bahnhof entſtand eine
Prü=
gelei; ich weiß aber nicht, wer den Anfang gemacht hat.
Es handelt ſich nur um einen ganz gewöhnlichen kokalen
Vorfall, welchen man nicht übertreiben ſollte.
* Paris, 15. April. Die Agence Havas teilt den
erſten Bericht des Oberkommiſſars von Nancy an das
Miniſterium des Innern mit: Drei Deutſche, die von zwei
Damen begleitet waren, wohnten am Sonntag um 10½
Uhr einer Vorſtellung im Kaſino bei. Einige Studenten
am gegenüberſtehenden Tiſch fingen in der Meinung, es
mit Preußen zu tun zu haben, Reibereien an, die vom
übrigen Publikum unbemerkt blieben. Schließlich
ver=
ließen die Deutſchen das Kaſino und gingen in die
Lothringer Bierhalle, wohin ihnen fünf bis ſechs
Studenten folgten. Hier kam es zu den gleichen
Zwiſchenfällen, wobei die Deutſchen ein ruhiges
Ver=
halten zeigten. Als die Deutſchen auch dieſes Lokal
ver=
ließen, folgten ihnen die ſechs Studenten und etwa 50
Nummer 88.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. April 1913.
Seite 7.
Neugierige bis zum Bahnhof und machten Witze mit ihnen.
Die Deutſchen blieben bis zur Abfahrt des letzten Metzer
Zuges im Bahnhofsgebäude.
Offiziere waren
unter den Deutſchen nicht. Die Unterſuchung
wird fortgeſetzt. Soviel läßt ſich aber ſchon ſagen, daß
die Angelegenheit übermäßig aufgebauſcht
worden iſt. Es handelt ſich um Ausſchreitungen
einiger angeheiterter junger Leute, denen
die Geſchmackloſigkeit ihres Benehmens nicht zum
Bewußt=
ſein gekommen iſt.
* Paris 15. April. Sicherem Vernehmen nach hat
die franzöſiſche Regierung unverzüglich die geeigneten
Maßnabmen getroffen, um eine Unterſuchung der
Vorfälle in Nancy, namentlich hinſichtlich des
Verhaltens der beteiligten
Privatper=
ſonen und der Behörden, mit allem Nachdruck
und unparteiiſch durchzuführen. Weitere Maßnahmen
hängen von den weiteren Erhebungen und den Ergebniſſen
der Unterſuchung ab.
Das Attentat auf den König
von Spanien.
* Madrid, 14. April. Der Miniſterpräſident
erklärte einem Redakteur des El Liberal: Die Regierung
hatte alle erdenklichen Vorkehrungen anläßlich der
geſtri=
gen Truppenparade getroffen. Wie ſchon bei früheren
Gelegenheiten, habe er anonyme Anzeigen erhalten, welche
dauf die Möglichkeit eines ſchlimmen Vorkommniſſes
hin=
wieſen. Graf Romanones fügte hinzu: „Denjenigen, die
die ſofortige Hinrichtung des Attentäters
ver=
klangen und uns auffordern, Verfolgungs= und
Unterdrük=
ſkungsmaßregeln zu treffen, erwidere ich, daß die liberale
Partei ihren Ueberlieferungen entſprechend regiert: im
Sinne des Geſetzes, der Gerechtigkeit und der Freiheit.
Wenn man dieſe Haltung nicht als entſprechend anſehen
nund eine Unterdrückungspolitik von uns verlangen werde,
ſſo möge man es ſagen. Wir werden dann
zurücktre=
tten, um anderen Platz zu machen. Man muß ſo
ſpre=
bchen, denn in Spanien iſt es nicht ſo wie in anderen Län=
Idern Europas, wo niemand an einen Miniſterwechſel
denkt, weil das Staatsoberhaupt der Gegenſtand oder
das Opfer eines Anſchlages war, den niemand
voraus=
ſehen kann.”
Der Miniſter des Innern teilte mit, daß Alegre in den
Polizeiliſten nicht als Anarchiſt eingetragen war. Alegre
ſoll kürzlich ſeiner in Barcelona wohnenden Familie
brief=
llich mitgeteilt haben, daß er ſeinen anarchiſtiſchen Ideen
entſage und gleichzeitig um Geld gebeten habe, damit er
nach Chile auswandern könne.
* Madrid, 14. April. Der König, die königliche
Familie, Mitglieder der Regierung und die hohen
Wür=
denträger des Hofes und des Adels wohnten heute einem
Tedeum in der Kapelle des Palaſtes bei. Der König
empfing alle Perſönlichkeiten, die dem Tedeum
beiwohn=
ſten und ſodann ſämtliche in Madrid anweſenden Generäle
und Offiziere des Heeres und der Marine, die erſchienen
waren, um ihre Treue und Anhänglichkeit zu bezeugen.
Valencia, 15. April. Der Urheber des
Anſchlags auf den König iſt in den hieſigen
Rekruten=
liſten eingeſchrieben. Er wurde wegen Epilepſie dreimal
won der Aushebung zurückgeſtellt.
Die Erkrankung des Papſtes.
* Rom, 14. April. Die heute vormittag konſtatierte
Weſſerung, im Befinden des Papſtes hält an.
Alm Nachmittag ſtattete Dr. Amici dem Patienten wieder
einen Beſuch ab und fand ihn fieberfrei.
* Rom, 14. April. Das heute abend 7 Uhr
ausge=
gebene Bulletin über das Befinden des Papſtes lautet:
Der Papſt verbrachte den Tag fieberfrei. Abends be=
Prug die Temperatur 37,2. Die Beſſerung der Krankheits=
(erſcheinungen in den Bronchien dauert an. Marchia=Fava.
elmici.
Rom, 15. April. Das Morgenbulletin über das
Befinden des Papſtes lautet: Der Patient war heute
rüh fieberfrei. Die Temperatur beträgt 36,7 Grad. Der
Huſten hat nachgelaſſen. Der Schleimauswurf iſt reichlich.
Der allgemeine Zuſtand iſt andauernd befriedigend. gez.
MMarchia=Fava. Amici.
* Rom, 14. April. Die Tribuna meldet: Der Neffe
ſoes Papeſts, Mſgr. Parolin, ſtattete dem Papſt einen
urzen Beſuch ab. — Die Tribuna erklärt in Beſprechung
ges Morgenbulletins, die Gefahr einer Ausdehnung der
Bronchialentzündung auf die Lungen ſei beſeitigt. Dr.
Marchia=Fava habe wiederum betont, daß die Krankheit
einen beunruhigenden Charakter trage. Träten keine
Komplikationen ein, könne der Papſt wiederhergeſtellt
werden.
Der Generalſtreik in Belgien.
* Brüſſel, 14. April. Im Hafen von Antwerpen
ſt der Streik ein partieller. Soldaten und Gendarmen
hsewachen die Petroleum= und Holzlager. In Huy ſtreiken
uwei Drittel der Arbeiter, in Verviers etwa die Hälfte,
63500; in der Umgegend von Verviers befinden ſich 5600
um Ausſtand. In der Umgegend von Brüſſel werden rund
93000 Ausſtändige, im Baſſin und Charleroi rund 60000
ge=
ählt, von denen 30000 Bergleute ſind. Hier iſt für
mor=
gen eine Steigerung der Zahl der Streikenden zu
erwar=
hen. Schätzungsweiſe wird die Zahl der Ausſtändigen
auf dem Lande von Lüttich auf 50000 angegeben. Es
werden verſchiedene Sabotagefälle gemeldet, ſo von den
Siſenbahnſtrecken in der Nähe von La Louviere. Das
Zentralorgan der ſozialiſtiſchen Partei Le Peuple erklärt
im ſeiner heutigen Abendausgabe, die
Streikbeweg=
ung ſichere einen Erfolg. Der regierungsfreundliche La
Wingtieme Siecle nennt den Streik ein Fiasko. Genaue
Ziffern wird man wohl erſt morgen abend oder Mittwoch
vormittag geben können, da verſchiedene
Arbeiter=
mattungen der Tertilbranche mit dem Streik erſt morgen
hieginnen und weil ſich dann die Beeinfluſſung, die von
den Streikenden gegenüber den Arbeitswilligen ausgeübt
wird, in ihren ganzen Folgen zeigen wird. Bis jetzt iſt
irm Lande alles ruhig verlaufen; weder die Gendarmerie
woch das Militär hatten Veranlaſſung, einzuſchreiten.
* Brüſſel 15. April. Nach den vorliegenden
Nach=
richten iſt der geſtrige Abend im ganzen Lande ruhig
nd ohne Zwiſchenfall, verlaufen. In
Brüſſel herrſchte das übliche Montagabendtreiben auf
den inneren Boulevards. Eine große Menſchenmenge
be=
ſtuchte Theater, Konzerte und
Kinematographenvorſtell=
ungen. Das Leben hat nach dieſer Richtung keinerlei
Unterbrechung erlitten. In Gent ſollen von 30000
Ar=
heitern nur 9150 ſtreiken. Im Zentrum von La
Lou=
iere wurden geſtern 46 150 Streikende gezählt und in
Verviers ſchätzt man die Zahl der Streikenden auf 15000,
die heute ſteigen dürfte. Entgegen einer früheren
Nach=
rücht ſcheinen die im Norden von Frankreich arbeitenden
belgiſchen Arbeiter nur in geringer Zahl die Arkeit a=
genommen zu haben. Man meldet, daß dort einige Tauſend
Streikende geſehen wurden. Das Organ der
Sozialdemo=
kraten Le Peuple gibt die Zahl der Streikenden für geſtern
auf 350000 an und behauptet, daß heute und morgen die
halbe Million erreicht werde. Das dürften wohl
Uebertreib=
ungen ſein, aber die Zahl der Streikenden iſt offenſichtlich
größer, als man von irgendeiner bürgerlichen Seite
an=
genommen hatte.
H. B. Brüſſel, 15. April. Die
Streikbeweg=
ung hat in größerem Umfange eingeſetzt, als man
erwar=
tet hatte. Man zählt etwa 300000 Streikende, die ſich
hauptſächlich aus den Induſtriebezirken und den
Gruben=
betrieben rekrutieren. Beſonders ſtark iſt die Beteiligung
in den Glashütten. In der Schwer=Induſtrie und der
Textil=Induſtrie wird nur teilweiſe gearbeitet. In
Lüt=
tich hat der Streik mit beſonderer Heftigkeit eingeſetzt,
ebenſo in der Gegend von Mons, der ſogenannten
Bori=
nage. In Antwerpen hatte man eine größere
Ausdehn=
ung erwartet. Hier beſchränkt ſich der Streik auf die
großen Fabriketabliſſements und im Hafen wird nur zun
Teil geſtreikt. Die Red Star=Line erklärt, daß ſie genug
Ar=
beiter habe und auch der Norddeutſche Lloyd iſt
vollſtän=
dig mit Arbeitern verſehen. Die Handwerker haben ſich
bisher nur ſehr gering der Streikbewegung angeſchloſſen.
In den großen Städten und auf der Weltausſtellung in
Gent wird noch gearbeitet. In den kleineren Induſtrien
iſt vom Streik ſo gut wie nichts zu bemerken. Die Ruhe,
mit der ſich die Arbeiter in die Situation gefunden haben,
macht allenthalben großen Eindruck. Bis jetzt ſind von
keiner Seite Ausſchreitungen gemeldet worden. Auf
eini=
gen Eiſenbahnſtrecken hat man allerdings die
Signal=
drähte zerſchnitten, doch ſind dies nur einzelne Vergehen,
die nicht ſonderlich in Betracht kommen. Die Maſſen=
Kundgebungen und Proteſtumzüge, die geſtern in
Ant=
werpen und auf den Zentralpunkten der Kohlen= und
Eiſen=Induſtrie ſtattfanden, ſind ruhig verlaufen.
Ueber=
all zählten die zuſammengeſtrömten Arbeiter nach
Zehn=
tauſenden. Die Staatsbetriebe arbeiten vollkommen. Die
elektriſchen Betriebe ſind gleichfalls in Tätigkeit, ſo daß
bis jetzt für die Beleuchtung nichts zu fürchten iſt.
* Brüſſel, 15. April. Im Becken von
Char=
leroi iſt heute der Streik in den Bergwerken und in
der metallurgiſchen Induſtrie faſt vollſtändig. Im
Zentrum von La Louviere arbeiten von 51000
Ar=
beitern nur 5000. In einzelnen Fabriken, in denen geſtern
gearbeitet wurde, iſt der Streik heute faſt vollkommen.
Die große Kleinbahn im Zentrum hat den
Be=
trieb eingeſtellt. Andere weniger wichtige Strecken können
den Betrieb nur dadurch aufrecht erhalten, daß ſie von
Gendarmerie geſchützt werden. In der Gegend von
Lüt=
tich iſt die Lage ungefähr dieſelbe wie geſtern. Im Hafen
von Antwerpen zeigt ſich eine leichte Wiederaufnahme
der Arbeit, namentlich von Seiten der nichtorganiſierten
Hafenarbeiter. In Brüſſel und Umgegend iſt die Lage
die gleiche wie geſtern. Es ſcheint auch, daß hier eine
weſentliche Zunahme der Streikbewegung nicht zu
er=
warten iſt.
Vermiſchtes.
Vom Frankfurter Palmengarten. Neben
dem Azalienflor in Haus 4, der zurzeit den
Hauptan=
ziehungspunkt für die Beſucher des Palmengartens bildet,
ſind noch andere Blütenpflanzen erwähnenswert.
Inter=
eſſant ſind die in Haus 5 jetzt blühenden Anthuriumg
Arten, bei denen eine den eigentlichen Blütenſtand
um=
hüllende Scheide durch beſonders prächtige Färbung
her=
vorragt. Die Blütchen, die an einem zylindriſchen Kolben,
der entweder gerade oder wie bei den Anthurium
Scherzerianum geringelt iſt, ſitzen, ſind unſcheinbar, aber
die Blütenſcheide prangt dafür in leuchtenden Farben;
bald iſt ſie feurig rot, bald roſa, bald geſprenkelt und
ge=
tupft. Eine prachtvolle Varietät mit ſehr großen, weißen
Scheiden fällt beſonders auf, ſie iſt eine Züchtung des
holländiſchen Anthurium=Liebhabers Quintus. Die
Scheiden ſind außerordentlich haltbar und daher für die
feine Binderei ſehr geſucht. Durch lebhaftes Farbenſpiel
zeichnen ſich die Cinorarien aus, krautartige Pflanzen,
die in den letzten Jahren eine weſentliche Verbeſſerung
erfahren haben. Beſonders ſind es einzelne Farbentöne,
die das Auge anziehen, ſo z. B. ein prachtvolles
Dunkel=
blau, ein lebhaftes Roſa, ein ſattes Blutrot; die unter
dem Namen „radiata” in den Handel gebrachten Sorten
haben Blumen, bei denen die einzelnen Strahlenblüten
eine hübſche zuſammengefaltete Form zeigen. Eine
bril=
lante Neuheit in leuchtend Kupferrot „Matador” erregt
be=
rechtigtes Aufſehen und dieſe Farbentönung wird
un=
zweifelhaft zu einer ausgezeichneten Farbenvariation
Veranlaſſung geben. Auch die Hortenſien in Haus 13.
zeichnen ſich durch ſchöne Farben aus, hier hat die Kunſt
der Züchter ebenfalls eingeſetzt und neue Sorten
ge=
ſchaffen, deren Blühwilligkeit im Verein mit der Größe
das Intereſſe zu feſſeln imſtande iſt. Der Roſenflor
be=
ginnt ſich in Haus 8 zu entfalten und wird bald die
Be=
ſucher durch ſeine Schönheit erfreuen.
— Zur Inbetriebnahme des neueſten
Rieſenkranes. Mit der Anfang April erfolgten
In=
betriebnahme des neueſten Rieſenkranes iſt ein wichtiger
Gedenktag in der Geſchichte des Kranbaues zu verzeichnen.
Im Jahre 1888 war es die Stadt Hamburg, welche den für
damalige Zeiten größten Kran der Welt beſaß, und heute
iſt es wieder eine Hamburger Werft, die Werft von Blohm
und Voß, welche ſich rühmen kann, den größten Kran der
Welt ihr eigen zu nennen. Ganz gewaltig iſt die
Ent=
wicklung des Kranbaues in den vergangenen 25 Jahren
geweſen. Die Führung im Bau von Schwerlaſtkranen
hat Deutſchland übernommen, das die überwiegende
Mehr=
zahl der etwa 140 auf der ganzen Welt beſtehenden
Rie=
ſenkrane geliefert hat. Mehr als 70 davon ſind allein aus
den Werkſtätten der Deutſchen Maſchinenfabrik A.=G. in
Duisburg hervorgegangen, die auch den neueſten
Rieſen=
kran erbaut hat. Die erſte Aufgabe, die des Kranes harrt
iſt die Fertigſtellung des 56000 Tonnen großen
Schweſter=
ſchiffes des „Imperator” das am 3. April ſeinem Element
übergeben wurde. Es liegt dann das größte Schiff der
Welt unter dem größten Kran der Welt, und den
Hinter=
grund des Bildes gibt die größte Helling der Welt, die
ebenfalls von der Deutſchen Maſchinenfabrik gebaut wurde.
Einige kurze Angaben über den Kran dürften wohl ein
allgemeines Intereſſe bieten. Er iſt als Hammerwippkran
gebaut und beſitzt eine höchſte Tragfähigkeit von 250000 Kg.
Der vordere Arm des insgeſamt 96 Meter langen
Aus=
legers kann hochgeklappt werden, um bei weiter
wachſen=
den Höhenabmeſſungen der Schiffe auch dann noch allen
Anſprüchen genügen zu können. Wenn der Ausleger
voll=
ſtändig aufgerichtet iſt, ſo erreicht ſeine Spitze die
ge=
waltige Höhe von mehr als 100 Metern über dem
Waſſer=
ſpiegel. Der vollkommen elektriſch betriebe Kran hat zwei
voneinander ganz unabhängige Hebezeuge, nämlich eine
Katze, die ihre größte Laſt von 250000 Kg. in 34,5 Meter
und 110000 Kg. in 53 Meter Entfernung von Kranmitte
tragen kann, ſowie einen oben auf dem Ausleger in deſſen
ganzer Länge verfahrbaren Drehkran von 20000 Kg.
Trag=
fzaſt. Dieſer Hilfskran kann eine Laſt von 10000 Kg. noch
in 73,5 Meter Entfernung von Drehmitte des großen
Kranes heben. Mit ihm kann demnach ein Arbeitsfeld
von 147 Meter Durchmeſſer oder faſt 17000 Quadratmeter
Fläche beſtrichen werden. Die Bedienung des Kranes
er=
folgt durch nur zwei Mann. Der Steuermann des großen
Kranes hat ſeinen Platz in einem unter dem Laſtarme des
Auslegers angeordneten Steuerhauſe. Um auch nach
ein=
getretener Dunkelheit mit der erforderlichen Sicherheit
ar=
beiten zu können, iſt in demſelben neben dem Führerſtande
ein Scheinwerfer angebracht, mit deſſen Hilfe die
je=
weilige Arbeitsſtelle grell erleuchtet werden kann.
Literariſches.
Ernſt von Wolzogens neueſtes dramatiſches
Werk „Eine Fürſtliche Maulſchelle”, Spiel in 5
Aktuſſen (Verlag F. Fontane u. Co., Berlin=Grunewald,
127 Seiten, Preis 2 Mk.) hat ſeine Bühnenwirkſamkeit
durch die erfolgreiche Uraufführung am Breslauer Lobe=
Theater bereits bewieſen und dürfte wohl noch manche
unſerer größten und leiſtungsfähigſten Bühnen zur
Dar=
ſtellung reizen. Es wendet ſich aber auch an das
Leſe=
publikum, denn die ungewöhnliche Länge des Stückes
macht für die Aufführung ſehr erhebliche Kürzungen
not=
wendig, Kürzungen, die zwar das dramatiſche
Knochen=
gerüſt unverletzt laſſen, aber in ſeinem blühenden Fleiſche
notwendigerweiſe grauſam wüten müſſen. Und dieſes
blühende Fleiſch, das ſprachliche Gewand nämlich, iſt das
Bedeutſamſte und Gelungenſte an dieſem neuen Drama
Wolzogens. Er hat vor einer längeren Reihe von
Jah=
ren im gleichen Verlage ſeine ſehr glückliche Bearbeitung
der „Eigenen Lebensbeſchreibung des ſchleſiſchen Ritters
Hans von Schweinichen” herausgegeben und ſich
offen=
bar bei dieſer Gelegenheit in die köſtlichen Figuren
die=
ſes biderben Saufaus und goldtreuen Pumpgenies,
ſo=
wie ſeines „holdſeligen” Fürſten Heinrich XI. dermaßen
verliebt, daß es ihm keine Ruhe ließ, bis es ihm durch
Erfindung allerdings reichlich romantiſcher Handlungs
elemente gelang, dieſe beiden köſtlichen Figuren ſamt ihrer
wunderlichen Umwelt dramatiſch zu geſtalten. Wenn nun
auch der hiſtoriſche Stoff an eigentlicher dramatiſcher
Spannung, an äußerer Verwickelung und innerer
Ent=
wickelung nicht allzuviel hergab, ſo entſchädigt für dieſen
Mangel reichlich die ſaftige plaſtiſche Charakterzeichnung
der zahlreichen Figuren und beſonders das glücklich
ge=
troffene Zeitkolorit. Wir kennen kaum ein zweites
poeti=
ſches Werk in der deutſchen Literatur, das die zweite
Hälfte des 16. Jahrhunderts kraftvoller ſchilderte. Dieſe
farbenreiche, prunkvolle Zeit, in der die tollſten
Gegeu=
ſätze aufeinanderplatzen: Sittenverwilderung und Roheit,
temperamentvolle Geiſtigkeit und religiöſe Innigkeit,
rück=
ſichtsloſes Draufgängertum und rührende Einfalt. Das
alles hat Wolzogen in dem Spiegel ſeiner Komödie
auf=
gefangen und in die erſtaunlich echt wiedergegebene
Sprache jener Zeit aufgeputzt.
Der Balkankrieg.
Die Antwort der Verbündeten.
* Sofia, 15. April. Das Blatt Mir drückt die
Ueber=
zeugung aus, daß die Antwort der Alliierten auf
die Vorſtellung der Mächte die letzte ſein werde,
und daß der Abſchluß der Friedenspräliminarien, ſowie
das Ende der Feindſeligkeiten unmittelbar bevorſtehen.
Die Antwort der Mächte befriedige zwar die Wünſche der
Alliierten nicht vollkommen, aber da ſie ſich Europa
gegen=
über befänden, würden ſie ſich vor ſeiner Autorität
beu=
gen müſſen. Da die Mächte den Alliierten die Möglichkeit
genommen hätten, in Konſtantinopel die
Friedensbeding=
ungen zu diktieren, würden ſie ſich den berechtigten
An=
ſprüchen der Verbündeten nicht entgegenſtellen.
Die Zukunft Salonikis.
* Sofia, 14. April. Der Direktor des Statiſtiſchen
Amtes, Popoff, hielt einen Vortrag über die Zu kunft
Salonikis. Durch eine Brücke über die Donau und
eine ſpezielle Tarifpolitik werde Saloniki den ganzen
Han=
del Mittel= und Weſteuropas an ſich ziehen. Durch
regel=
mäßige Schiffsverbindungen werde der Hafen zum
Zen=
trum der bulgariſchen Handelsflotte werden und zu
ſei=
nem Hinterlande auch Albanien, Serbien und Rumänien
zählen, dank der günſtigen Bedingungen, die Bulgarien
für den Handel dieſen Ländern zu ſchaffen in der Lage
ſein werde. Als internationaler Hafen dagegen verlöre
Saloniki gänzlich ſeinen gegenwärtigen Charakter. Keiner
der Balkanſtaaten würde dieſen Fremdkörper vertragen
können, welcher der gefährlichſte Feind ihrer nationalen
Induſtrie wäre. Sie würden ſuchen, ihm zu ſchaden. Die
Mächte würden, um die Intereſſen ihres Handels und der
Induſtrie zu wahren, die Idee einer Internationaliſierung
Salonikis aufgeben. Direktor Popoff ſchloß ſeinen
Vor=
trag, indem er erklärte, es wäre kindiſch, ſich auf die
Er=
oberung Salonikis zu berufen. Die Einnahme dieſes oder
jenes Platzes während des Krieges bedeute keinen
Beſitz=
titel. Saloniki fiel ebenſo wie andere Städte bei Lüle=
Burgas. Saloniki ſei die Hauptſtadt Mazedoniens, alſo
bulgariſches Gebiet und unentbehrlich für Bulgarien.
Wenn es Bulgarien nicht zufiele, würde dieſes einen
Kon=
kurrenzhafen zu ſchaffen wiſſen, deſſen Blühen und
Ge=
deihen Saloniki zugrunde richten würde. Der Profeſſor
der Nationalökonomie Danailoff ergänzte die
Aus=
führungen des Vortragenden, indem er erklärte: Niemals
war Saloniki das politiſche Ziel Griechenlands, das auf
den Erwerb Kretas bedacht war, während Bulgarien nie
auf Mazedonien und demgemäß deſſen Hauptſtadt
ver=
zichtet hat.
Die Finanzkonferenz in Paris.
* Konſtantinopel, 15. April. Zu
Delegier=
ten für die Finanzkonferenz in Paris ſind
ernannt worden der frühere Finanzminiſter Nail Bey als
Chef, ferner die früheren Miniſter Djavid Bey und
Ha=
ladſchion Bey, der engliſche Beirat im Finanzminiſterium
Crawford, außerdem als techniſcher Beirat der
Sektions=
chef in der Eiſenbahnverwaltung Mukthar Bey, der
juriſti=
ſche Beirat im Miniſterium des Aeußern Abro Bey und
der Sohn des Finanzinſpektors Muwafak Bey. Die
Kon=
ſerenz ſoll am 18. April beainnen, aber die Delegierten
werden erſt nach der Unterzeichnung der
Friedensprä=
liminarien abreiſen, weil ſie erſt dann zur Konferenz
zugelaſſen werden ſollen.
Boykott gegen Oeſterreich.
Belgrad, 15. April. Die hieſige Preſſe betont
daß ungefähr am 22. April der ſtrengſte Boykott gegen
alle Waren öſterreichiſch=ungariſcher
Her=
unft einſetzen werde. Der Boykottaufſchub ſei nur
er=
olgt, um Oeſterreich=Ungarn gleichſam eine Bedenkfriſt
zum eventuellen Nachgeben gegen Serbien in der
albani=
ſchen Frage einzuräumen.
Unruhen in Kleinaſien.
London, 14. April. Die Times meldet aus
Kon=
ſantinopel über Unruhen in Kleinaſien: Einer
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. April 1913.
Nummer 88.
Kinder- Hervorragend bewährfe
Nahrung.
mehl
Die Kinder gedeihen
vorzüglich dabel
u. leiden nicht an
Kranken-
kost Verdauungsstörung.
der Fürſten des Bedr Khan=Stammes iſt mit einer
bewaff=
neten Macht bei Dukham erſchienen, das nördlich von
Bit=
lis liegt und hat die türkiſchen Regierungsbeamten
ver=
trieben. Zwei Bataillone Infanterie ſind abgeſchickt
nor=
den, um die Ordnung wieder herzuſtellen. In Beirut hat
die Regierung einen arabiſchen Klub geſchloſſen infolge
von Demonſtrationen zu Gunſten des arabiſchen
Nationa=
lismus, die von Chriſten und auch von Mohammedanern
veranſtaltet wurden.
Waffenſtillſtand auf dem Balkan.
* Konſtantinopel, 15. April. (Agence Havas.)
Zwiſchen den Kriegführenden iſt ein zehntägiger
Waffenſtillſtand von geſtern mittag ab
ge=
ſchloſſen worden.
Letzte Nachrichten.
* Wiesbaden, 15. April. Im großen Saale des Kur
hauſes begannen heute unter dem Vorſitz des Geheimen
Hofrats Profeſſor Dr. Pentzoldt=Erlangen die
Verhand=
für
lungen des 30. Deutſchen Kongreſſes
innere Medizin. Der Kongreß iſt von etwa 500
namhaften Aerzten aus allen Teilen Deutſchlands und
des Auslandes beſucht. Den erſten Tag füllen die
Ver=
handlungen über Weſen und Behandlung des Fiebers
aus, zu welchem Thema die Herren Hans A. Meyer=
Wien und v. Krehl=Heidelberg das Referat übernommen
haben.
— Ettlingen, 15. April. In einem Klaſſenzimmer der
Gewerbeſchule wurden geſtern vormittag durch
Ausſtrömen von Leuchtgas plötzlich zehn Schüler
wäh=
rend des Unterrichtes bewußtlos. Bei neun waren
die Wiederbelebungsverſuche erfolgreich, der zehnte war
um die Mittagsſtunde noch ohne Beweußtſein.
HB. Halle a. S., 15. April. Der unter
Spionage=
verdacht vor 24 Tagen im italieniſchen Kriegshafen
Spezia verhaftete Student Dürre aus Halle, wurde auf
Grund der Bemühungen des deutſchen Konſuls in Genua
geſtern aus der Haft entlaſſen, da ſich ſeine Unſchuld ergab
Er wurde jedoch wegen verbotenen Waffentragens zu fünf
Tagen Gefängnis verurteilt.
— Worpswede, 15. April. In der Künſtlerkolonie
wurde eines der ſchönſten Häuſer, welches der Malerin
Ilſe Halm gehörte, durch Feuer vernichtet. Dabei
iſt auch ein Teil der Arbeiten des Architekten Alfred Schulze
und eine Reihe unveröffentlichter Kompoſitionen des
Sängers Heinz Tobi verbrannt.
HB. Wien, 15. April. Erzherzog Franz
Fer=
dinand wird in Vertretung des Kaiſers Franz Joſef
der Hochzeit der Prinzeſſin Viktoria Luiſe beiwohnen.
HB. London, 15. April. Zu dem Bomben=
An=
ſchlag auf die Bank von England werden
fol=
gende Einzelheiten bekannt: Geſtern mittag gegen 3 Uhr
fand ein. Beamter im Eingange des Portals zur Bank von
England eine Konſervenbüchſe, welche mit Pulver gefüllt
und mit einer Zündſchnur verſehen war. In der
Konſer=
venbüchſe befand ſich graues Pulver. In der Mitte der
Büchſe hatte man ein kleines Uhrwerk eingeſetzt. Anſtelle
eines Zeigers befand ſich in dem Uhrwerk eine kleine
Nadel. Nachdem der Beamte dieſe Entdeckung gemacht
hatte, veranlaßte er, daß der Zünder aus dem Werk ſofort
herausgenommen wurde. Er hat damit ein unſagbares
Unglück verhütet, da bei einer Exploſion der Höllenmaſchine
ein großer Schaden entſtanden wäre, da gerade um dieſe
Zeit bei der Bank von England ſtarker Verkehr herrſcht.
Man glaubt hier allgemein, daß es ſich auch bei dieſer Tat
um einen Streich der Suffragetten handelt.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
„Billig und gut” iſt das übereinſtimmende
Urteil der Hunderttauſende,
welche Naumann’s „Fauſtring” Lanolinſeife benutzen.
Stück 20 Pfg., 5 Stück 95 Pfg.
(I.7607.
Deutſchem Gewerbe
gebt deutſche Gunſt!
Die Zigarettenfabrik A. M. Eckſtein & Söhne,
Dresden, empfiehlt ihre rühmlichſt bekannten Fabrikate
und macht darauf aufmerkſam, daß ſie in erſter Linie
Handarbeit pflegt und ihre beiden großen
Konſum=
marken Eckſteins Nr. 5 o/M. und Da Capo nur mittels
Handarbeit, nicht mittels Maſchine (deren Erzeugniſſe
der Handarbeit nicht gleichwertig ſind) herſtellen läßt.
In den Fabriken der Firma A. M. Eckſtein & Söhne
finden 2200 Arbeiter und Arbeiterinnen lohnende
Be=
ſchäftigung. Die Firma iſt frei von dem Engliſch=
Amerikaniſchen Tabaktruſt und frei von Beziehungen
zu Fabriken, welche ſich dem Truſt verkauft haben. Sie
gehört dem Verbande zur Abwehr des Tabaktruſtes an
und hat dafür, daß ſie truſtfrei iſt und auch truſtfrei
bleiben will, weitgehende Garantien gegeben. Raucher
werden gebeten, bei ihren Einkäufen nachdrücklich
truſt=
freie Zigaretten zu fordern.
(IV,8909
Aus dem Geſchäftsleben.
Schwere Zeiten ſind es, in denen wir leben,
be=
ſonders ſchwer für die Hausfrau, die bei den enorm hohen
Preiſen für faſt alle Nahrungsmittel immer noch mit
dem=
ſelben Wirtſchaftsgeld auskommen ſoll; manchmal ſogar
mit einem geringeren. Aeußerſte Sparſamkeit wird da
zu einer zwingenden Notwendigkeit, auch in Familien,
die es früher nicht nötig hatten. Aus dieſem Grund
ſin=
det jetzt ein Produkt, das geeignet iſt, die teuere Butter
voll und ganz zu erſetzen: Palmona (Pflanzen=Butter=
Margarine) heute in den feinſten Haushaltungen immer
mehr Eingang. Mit Palmona können wirklich große
Er=
ſparniſſe gemacht werden, ohne daß die Hausfrau
befürch=
ten muß, ihre Familie auch nur im geringſten zu
benach=
teiligen. „Niemand hat’s — gemorken!“
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an ſchreibt uns: Die Ziehung der vorletzten Darm=
M ſtädter Schloßfreiheits=Geldlotterie findet
garantiert am 25. April d. J. in Darmſtadt öffentlich
und unter Leitung eines Notars, eines Polizeibeamten
und eines Mitgliedes der General=Lotterie=Direktion
Berlin ſtatt. Wie es rorauszuſehen war, finden die
Loſe dieſer außerordentlich gut eingeführten und ſchnell
beliebt gewordenen Lotterie auch diesmal wieder beim
Publikum recht flotten Abſatz. Der Haupttreffer von
20000 Mk. bar fiel das letztemal zu gleichen Teilen an
zwei bedürftige Familienväter.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Amerika” 12. April 1 Uhr 30 Min.
nachm. von New=York über Cherbourg und Southampton
nach Hamburg. „Frankfurt” 11. April 1 Uhr nachm.
von Portland Me. „Hamburg” von New=York nach
dem Mittelmeer, 13. April 4 Uhr nachm. von Funchal.
„Norman Monarch” 11. April 11 Uhr morgens in
Sa=
vannah. „Pallanza”, von Philadelphia und Newport
Newos kommend, 14. April 6 Uhr 30 Min. morgens auf
der Elbe. „Wasgenwald”, von Philadelphia kommend,
13. April 3 Uhr 30 Min. morgens in Hamburg. „
Wille=
had” nach Portland Me., 13. April 11 Uhr 30 Min.
morgens in Rotterdam.
Holland=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Aug. Cellarius in Darmſtadt, Bleichſtr. 53.
„Rotterdam” 5. April 3 Uhr 30 Min. nachm von
Bou=
logne abgegangen. „Nieuw Amſterdam” 10. April 5 Uhr
25 Min. vorm. von Plymouth abgegangen. „Noordam”
8. April vorm. von New=York abgegangen. „Ryndam”
8. April in New=York eingetroffen. „Potsdam” 5. April
nachm. in Rotterdam eingetroffen.
Familiennachrichten.
Todes=Anzeige.
Es hat dem Herrn über Leben und Tod
gefallen, unſer liebes, einziges Töchterchen und
(9069
Schweſterchen
Tpdia
heute nachmittag 5. Uhr nach nur viertägigem
Krankſein im Alter von 3½ Jahren zu ſich in
die ewige Heimat abzurufen.
In tiefer Trauer:
Familie Heinr. Vogel.
Darmſtadt, den 14. April 1913.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 17. April,
nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehauſe Arheilger
ſtraße 25 aus, ſtatt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
während der Krankheit und dem Hinſcheiden
meines lieben, unvergeßlichen Gatten und unſeres
Vaters
(9038
HerrnKonrad Schmunk
ſagen wir innigſten Dank. Ganz beſonders Herrn
Pfarrer Lautenſchläger für die Grabrede, den
Schweſtern der Martinsgemeinde (Weſtbezirk) für
die liebevolle Pflege, dem Geſangverein der Bäcker=
Innung, ſowie für die überaus vielen
Blumen=
ſpenden und allen denen, die ihm die letzte Ehre
erwieſen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Elise Schmunk und Kinder.
Todes=Anzeige.
Heute nacht entſchlief ſanft nach langem,
ſchwerem, mit großer Geduld ertragenem
Lei=
den meine innigſtgeliebte Frau, unſere liebe
Mutter, Schwiegermutter, Großmutter u. Tante
Mau nerese Haar
geb. Ruppert
im 63. Lebensjahre.
(9079
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Karl Haar.
Darmſtadt, den 14. April 1913.
Die Beerdigung findet am Donnerstag,
nach=
mittags um 4 Uhr, vom Sterbehauſe
Moller=
ſtraße 10 aus, ſtatt.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Verwandten, Freunden und Bekannten die
ſchmerzerfüllte Nachricht, daß mein lieber, guter,
treubeſorgter Gatte, unſer Schwager u. Onkel
Georg Burger
geſtern nachmittag 6 Uhr nach nur eintägigem
Krankenlager, infolge eines Herzſchlages, ſanft
(8985
entſchlafen iſt.
In tiefer Trauer:
Leni Burger, geb. Gerhard,
Veronika Gerhard,
Adam Gerhard.
Eberſtadt, Mainz, den 15. April 1913.
Die Beerdigung findet Mittwoch, vormittags
11½ Uhr, vom Trauerhauſe (Eberſtadt,
Markt=
ſtraße 9) aus, ſtatt.
Dankſagung.
Für die zahlreichen Beweiſe
auf=
richtiger Teilnahme an unſerem ſchweren
Verluſte ſagen herzlichen Dank
die trauernden Hinterbliebenen.
J. d. N.:
Heinrich Hartherz.
Darmſtadt, den 15. April 1913.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Hochdruckgebiet hat ſich oſtwärts verlagert. brachten uns flache Teiltiefs immer noch Bewölkung
Niederſchläge ſind in Deutſchland kaum gefallen. Die
Temperaturen liegen ſehr tief; nachts wurde Froſt
gemel=
det. Das Hoch iſt zwar ziemlich ſtark, jedoch haben wie
ſchon mit leichter Einwirkung des Tiefs zu rechnen.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch 16. April
Bewölkung zunehmend, höchſtens leichte Niederſchläge
milder.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater. Anfang 7 Uhr, Ende gegen
10½ Uhr (Ab. B): „Die Jungfrau von Orleans”.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Bürgerkeller
um 8 Uhr. — „Perkeo” um 8 Uhr. — Reſtaurant „Mei
tropole” um 8 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 17. April.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟.
Heu=Verſteigerung um 9¼ Uhr im „Fürſtenſaal”
Dünger=Verſteigerung um 9½ Uhr in der Dras
goner=Kaſerne (Regt. Nr. 23).
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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3826a
Nummer 88.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. April 1913.
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(9015
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Foxterrier. 1 Dobermann (zugelaufen). Die Hunde
können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
dort=
ſelbſt jeden Werktag, vorm. um 10 Uhr, ſtatt.
(9036
Bekanntmachung.
Wegen Ausführung doppelter Gleisanlagen wird der zwiſchen
Ernſt=Ludwigs= und Luiſenplatz liegende Teil der Rheinſtraße von
Montag, 14. ds. Mts. an bis auf Weiteres für Fuhrwerks=, Auto=
und Radfahrerverkehr geſperrt.
Für den nördlichen Stadtteil wird der Fuhrwerksverkehr durch
die Zeughausſtraße, für den ſüdlichen Stadtteil durch die Ernſt=
Ludwigſtraße geleitet.
Auf demſelben Wege vollzieht ſich auch die An= und Abfahrt
der Theater=Wagen.
(8901oim
Darmſtadt, 11. April 1913.
Großherzogliches Polizeiamt
Gennes.
Bekanntmachung
betreffend die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe in der Haupt=
und Reſidenzſtadt Darmſtadt.
Da aus Anlaß der Meſſe am Sonntag, den 20. April 1913,
für die Stadt ein geſteigerter örtlicher Geſchäftsverkehr zu erwarten
iſt, wird hiermit auf Grund des § 105b Abſatz 2 der
Reichsgewerbe=
ordnung und der §§ 143 und 145 der Ausführungsverordnung zur
Gewerbeordnung für dieſen Tag die Offenhaltung ſämtlicher offenen
Verkaufsſtellen einſchließlich der Verkaufsſtände der Meſſe in der Zeit
von 11 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends zugelaſſen.
Während dieſer Stunden iſt die Beſchäftigung von Gehilfen,
Lehrlingen und Arbeitern in allen offenen Verkaufsſtellen geſtattet.
Darmſtadt, den 14. April 1913.
(9034ms
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Verſteigerung von altem Gußeilen uſw.
Freitag, den 18. April 1913, vormittags 10½ Uhr, ſoll
im ſtädtiſchen Baumagazin Arheilgerſtraße Nr. 45 altes Gußeiſen uſw.
öffentlich meiſtbietend verſteigert werden.
Die Bedingungen werden vor der Verſteigerung bekannt gegeben.
Darmſtadt, den 14. April 1913.
(9072
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jaeger.
Kokspreiſe des ſtädt. Gaswerks
ab 1. April 1913.
A. Für den Koks=Kleinverkauf.
Nach Maß und nur gegen Barzahlung ab Gaswerk:
a) Gabelkoks der Hektoliter Mk. 1.20
b) Nußkoks
„ 1.40
1.04
c) Bohnenkoks
Für das Faſſen und Anliefern von Koks in Säcken mit je einem
Hektoliter Inhalt, Mindeſtabnahme 3 Säcke, werden für den
Hekto=
liter 20 Pfg. erhoben. Die Säcke müſſen ſofort entleert und
zurück=
genommen werden können.
B. Für den Koks=Großverkauf.
Nach Gewicht, in Fuhren nicht unter 30 Zentner, ab Gaswerk:
a) Gabelkoks der Zentner 1 Mk. 30 Pfg.
40
b) Nußkoks
Bei Abnahme von 40 bis weniger als 60 Zentnern lediglich in
Wagenladungen an einem Tage ab Gaswerk wird bis auf weiteres
ein Nachlaß von 3 Pfg. auf den Zentner, bei Abnahme von 60 bis weniger
als 100 Zentner ein ſolcher von 5 Pfg., bei Abnahme von 100 bis
weniger als 200 Zentner ein ſolcher von 7 Pfg. und bei Abnahme von
200 bis weniger als 400 Zentner ein ſolcher von 10 Pfg. gewährt.
Für ſtändige Abnehmer (Selbſtverbraucher in der Stadt und
der nächſten Umgebung, ſo weit der Koks in Fuhren bezogen wird)
d. h. für ſolche, die eine dahingehende Erklärung bei der ſtädtiſchen
Gaswerksverwaltung abgeben und mindeſtens 30 Zentner auf einmal
beziehen, kommt für den ganzen, im Laufe eines Verwaltungsjahres
(1. April bis 31. März) ſtattfindenden Koksbezug der nachſtehende
Nachlaß auf die Grundpreiſe „B” nach Schluß des Jahres zur
Feſt=
ſtellung und Rückvergütung.
1. Bei Abnahme von 400 bis weniger als 600 Ztr. 12 Pfg. pr. Ztr.
2. Bei Abnahme von 600 bis weniger als 1000 Ztr. 14 „ „ .„
3. Bei Abnahme von 1000 bis weniger als 2000 Ztr. 16 „ „ „
18
4. Bei Abnahme von 2000 und mehr Zentner
Die durch das ſtädtiſche Gaswerk bezogenen Koks werden mit
10 Pfg. Fuhrlohn für den Zentner berechnet. In dieſem Preis iſt
das einfache Abwerfen vom Wagen oder Karren in den Hof. oder
Schuppen einbegriffen.
Für das Abtragen des Kokſes in Körben oder das nochmalige
Aufnehmen desſelben mit der Schaufel zur Weiterbeförderung an den
Aufbewahrungsort werden für den Zentner 5 Pfg. in Rechnung
ge=
ſtellt. Dahingehende Wünſche ſind gleichzeitig mit der Beſtellung bei
der ſtädtiſchen Gaswerksverwaltung, Frankfurterſtraße 29, aufzugeben.
Aus der Beſtellung muß die Menge und Sorte des
ge=
wünſchten Kokſes, ſowie der Stand oder Beruf und die
Woh=
nung des Beſtellers genau hervorgehen.
Die Fuhrleute ſind nicht berechtigt, Trinkgelder zu fordern.
Es werden hier noch die Namen hieſiger Firmen angefügt, welche
infolge vertraglicher Vereinbarungen in der Lage ſind, Koks aus dem
ſtädtiſchen Gaswerk zu den gleichen Preiſen und Fuhrlöhnen, wie oben
angeführt, zu liefern.
(9021a
Es ſind dies zurzeit folgende Firmen:
P. Baumann, Inh. Ph. Baumann,
J. Nold Wwe.,
Baumann & Jelkmann,
Auguſt Orlemann,
Ludwig Fiſcher,
Max Pfälzer,
„Glück auf!” (Dexheimer),
Max Ranis,
Jakob Groh,
Georg Schött
B. M. Hachenburger,
Friedrich Schubkegel,
Heeb & Röder,
Wilhelm Schwab,
Wilhelm Köhler,
Gg. Schneider,
Möll Wwe.,
Hrch. Volz.
J.
Nold,
Darmſtadt, den 12. April 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Ekert.
Kraftloserklärung von Pfandſcheinen.
Die Inhaber der angeblich abhanden gekommenen Pfandſcheine
Mr. 15925, 23197, 25283, 28991, 29476, 29478, 30240
33471 und 37760 werden hiermit aufgefordert, ihre Anſprüche
ännerhalb 14 Tagen, vom Tage des Erſcheinens dieſer Bekannt
machung an gerechnet, in unſerem Geſchäftszimmer — Kirchſtraße
Mr. 9 — geltend zu machen, widrigenfalls nach Ablauf dieſer Friſt
gemäß § 30 des Statuts vom 1. März 1913, betreffend das ſtädtiſche
Weihamt Darmſtadt, die Kraftloserklärung der Pfandſcheine
er=
folgen wird.
Darmſtadt, den 14. April 1913.
(8986
Städtiſche Leihamtsverwaltung.
Paul.
Bekanntmachung.
In dem Konkursverfahren über
den Nachlaß des Steuerſekretärs
Johann Peter Clemens zu
Darm=
ſtadt iſt Termin zur Anhörung
der Gläubigerverſammlung über
Einſtellung des Konkursverfahrens
wegen Mangels einer den Koſten
des Verfahrens entſprechenden
Maſſe auf
(9043
Freitag, den 2. Mai 1913,
nachmittags 4 Uhr,
vor Großh. Amtsgericht I
Darm=
ſtadt, Neues Gerichtsgebäude am
Mathildenplatz, Zimmer Nr. 219,
beſtimmt worden.
Darmſtadt, 9. April 1913.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts I.
Verkauf von Matratzenſtreu
Am Freitag, den 18. April
wird die Matratzenſtreu einer
Eskadron auf dem Hofe der
Ka=
vallerie=Kaſerne an der
Holzhof=
allee verſteigert.
(8989
Der Verkauf beginnt um 9 Uhr
vormittags.
Leib=Dragoner=Regiment
(2. Großh. Heſſ.) Nr. 24.
Junger=Vernanf.
Donnerstag, den 17. April, von
980 Uhr vormittags ab
wird auf dem vorderen Hofe der
alten Kavallerie=Kaſerne in
Darm=
ſtadt die Matratzenſtreu einer
Eskadron öffentlich meiſtbietend
verſteigert.
(8920im
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(1. Großh. Heſſ.) Nr. 23.
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Verſteigerung im ſtädtiſchen Leihamt.
Montag, den 21. April 1913, von nachmittags 2 Uhr ab.
beginnt die Verſteigerung im ſtädt. Leihamt, Kirchſtr. 9 dahier,
Es kommen zum Ausgebot:
Montag, den 21. April, von nachmittags 2 Uhr ab: Weißzeug
und Kleidungsſtücke;
Dienstag, den 22. April, von nachmittags 2 Uhr ab: Gold, Silber,
Brillanten, Uhren, Ringe;
Mittwoch, den 23. April, von vormittags 9 Uhr ab:
Photo=
graphiſche Apparate, Muſikwerke, Geigen, Zithern, Operngläſer,
Ferngläſer und Reißzeuge;
an demſelben Tage, von nachmittags 2 Uhr ab: Weißzeug
und Kleidungsſtücke;
Donnerstag, den 24. April, von vormittags 9 Uhr ab: Weißzeug
und Kleidungsſtücke;
an demſelben Tage, von nachmittags 2 Uhr ab: Fahrräder,
Nähmaſchinen, Regulateure, Wanduhren, Weißzeug und
Kleidungsſtücke;
Freitag, den 25. April, von vormittags 9 Uhr ab und von
nach=
mittags 2 Uhr ab: Gold, Silber, Uhren, Ringe und dergl.
Die zur Verſteigerung heranzuziehenden Pfänder ſind folgende:
Nr. 1 bis einſchl. Nr. 26018 und Nr. 91077 bis einſchl. Nr. 100000.
Die Verſteigerung, findet gegen ſofortige Barzahlung ſtatt=
Die Auslöſung verfallener Pfänder hat bis längſtens Samstag, den
19. April 1913, vormittags 12 Uhr, zu erfolgen.
Der ſofortige Wiederverſatz ausgelöſter, verfallener Pfänder
kann vom 16. April I. J. ab großen Andrangs wegen nicht
mehr ſtattfinden.
Darmſtadt, den 7. April 1913.
Die ſtädtiſche Leihamts=Verwaltung.
Paul.
(8472a
Aufgebot.
Der Johannes Ortmann in Darmſtadt, vertreten durch die=
Rechtsanwälte Staedel und Kalbhenn in Darmſtadt, hat das
Auf=
gebot von drei Anteilſcheinen der Privilegierten Schützengeſellſchaft,
Nr. 386, 387 und 425 vom 1. Juli 1902, über je 100 Mk., beantragt.
Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, ſpäteſtens in dem
auf Dienstag, den 18. November 1913, vormittags 10 Uhr,
vor dem unterzeichneten Gericht, Neues Juſtizgebäude, Zimmer
Nr. 201, anberaumten Aufgebotstermine ſeine Rechte anzumelden
und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der
Urkunde erfolgen wird.
(8894oim
Darmſtadt, 8. April 1913.
Großherzogliches Amtsgericht I.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 17. April 1913, nachm. 4 Uhr,
verſteigere ich im Saale der Ludwigshalle, Obergaſſe dahier,
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. April 1913.
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unverlosbar und unkündbar bis 1. Februar 1918,
eingeteilt in Schuldverschreibungen à Mk. 2000, 1000, 500 und 200
werden unter folgenden Bedingungen zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt:
1. Die Zeichnung findet
Samstag, den 19. April 1913
während der üblichen Geschäftsstunden statt:
bei Herrn Veit L. Homburger,
in Karlsruhe:
bei der
in Berlin:
Bank für Handel und industrie,
bei der
Commerz- und Disconto-Bank,
bei Herren Delbrück, Schickler & Co.,
bei der
Nationalbank für Deutschland,
bei der
in Darmstadt:
Bank für Handel und Industrie,
bei Herren Gebrüder Arnhold,
in Dresden:
in Frankfurt a. M.: bei der
Deutschen Effekten- und Wechsel-Bank,
bei der
Filiale der Bank für Handel und Industrie,
bei Herren Ernst Werthelmber & Co.,
in Freiburg:
bei der Bank für Handel und Industrie, Niederlassung
Freiburg,
bei der
in Hannover:
Bank für Handel u. Industrie, Filiale Hannover,
bei Herren Ephraim Meyer & Sohn,
in Mannheim:
bei der
Bank für Handel u. Industrie, Filiale Mannheim,
in Straßburg:
bei der Bank für Handel u. Industrie, Filiale Straßburg,
sowie bei sämtlichen anderen Niederlassungen dieser Firmen.
Der frühere Schluß der Zeichnung bleibt jeder Stelle vorhehalten.
2. Der Zeichnungspreis beträgt
95,50%
zuzüglich 4% Stückzinsen vom 1. Februar 1913 bis zum Tage der Abnahme. Der Stempel
der Zuteilungsschlußnote geht zu Lasten des Zeichners.
3. Die Zeichnungsstellen sind berechtigt, eine Kaution von 5% des gezeichneten Betrages
in bar oder börsengängigen Wertpapieren zu verlangen.
4. Zeichnungen, welche unter Uebernahme einer Sperrverpflichtung abgegeben werden
finden vorzugsweise Berücksichtigung.
5. Die Zuteilung, welche sobald als möglich nach Schluß der Zeichnung durch
schrift-
liche Benachrichtigung der Zeichner erfolgt, unterliegt dem freien Ermessen jeder einzelnen
Zeichnungsstelle.
6. Die Abnahme der zugeteilten Stücke kann gegen Zahlung des Preises bei derjenigen
Stelle, bei welcher die Zeichnung vorgenommen wurde, zwischen dem 25. April und 10. Mai
1913 erfolgen. Die Lieferung der definitiven Stücke erfolgt spätestens Anfang Mai.
7. Die Zulassung der Schuldverschreibungen an den Börsen von Berlin
und Frankfurt wird beantragt werden.
Karlsruhe, Berlin, Darmstadt, Dresden, Frankfurt a. M., Hannover,
im April 1913.
Veit L. Homburger. Bank für Handel und Industrie.
Commerz- und Disconto-Bank. Delbrück, Schickler & Co.
Nationalbank für Deutschland. Gebrüder Arnhold.
Deutsche Effekten- und Wechselbank. Ernst Wertheimber & Co.
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4½ do. v. 1905 . . . . 99,60
3½ Schweden . . . . . . 86,40
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 77, 10
4 Türk. uniſtz. v. 1903 86,50
4 Ungar. Goldrente . . . 85,60
In Prot.
5 Argentinier . . . . . . 100,40
do.
86,00
4½ Chile Gold=Anleihe. 92,00
5 Chineſ. Staatsanleihe . 100,30
4½
92,60
do.
4½ Japaner . . . . . . . 92,10
5 Innere Mexikaner. . . 90,50
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 81,30.
5 Gold=Mexikaner . . . . 97,50
3 Buenos Aires Provinz 68,30
Aktien inländiſher
Transportanſtalten.
10 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 148,10
7 Nordd. Lloyd . . . . . 117,40
6½ Südd. Eiſenb.=Bef. . 126,80
Aktien ausländiſcher
Transvortanſtalten.
5 Anatol. Eiſenh. 60½
Einz. Mk. 408 . . 115,80
6 Baltimore und Ohio . 100,0)
6 Schantungbahn . . . . 134,75
6‟ Luxemb. Prince Henri 169,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 25,90
6 Pennſylvania R. R. . 117,50
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger . 64,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . .
.571,75
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim
.252,00
,
30 Farbwerke Höhſt . . 650,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . .
10 Cement Heidelberg . . 147,75
30 Chem. Werke Albert 457,00
14 Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 346,80
4 do. Staatsrente. . . 82,90) 5 Lahmeyer. . . . . . . 123,00
Letzte
Srden
Tivid
8 Schuchert, Nürnberg 152,00
12 Siemens & Halske .223,50
122,50
5 Beramann Electr.
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 168,50
0 Gummi Peter . . . . 72,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 63,75
30 Adler=Fahrradwerke
.579,75
Kleyer . .
9 Maſchinenf. Badenia 156,00
0 Wittener Stahlröhren
9 Steana Romana Petr. 152,90
15 Zellſtoff Waldhof . . 248,00
2½ Bad. Zucker=Wag=
199,50
häuſel.
O Neue Boden=A. A.=Beſ. 85,00
54,00
3 Südd. Immobilien
Bergwerks=Aktien.
10 Aumetz=Friede . . . . 176,60
14 Bochumer Bergb. u.
.220,00
Gußſt. . . . .
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 164,40
10 Gelſenkirchener . . . . 199,50
9 Harpener . . . . . . . 198,00
18 Phönir Bergb. und
Hüttenbetrieb.
.265,50
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 85,70
6 Laurahütte . . . . . . 175,50
10 Kaliwerke Aſchersleben —
Weſteregeln 194,75
13
7½ South Weſt Africa 135,00
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 87,30
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 98,60
4 Eliſebethbahn, freie . . 92,25
Franz=Jofefs=Bahn . . 87,50
3 Prag=Durer . . .
73,20
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 91,10
75,50
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,50
do.
Me
2‟ Oeſt. Südb. (Lomb.) 53,75
76,70
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 92,40
4 Ruſſ. Südweſt. . . . .
4½ Moskau=Kaſan . . . 95,00
87,10
do.
4 Wladichawchas
87,40
4 Rjäſan Koslow.
3 Portugieſ. Eiſenb.
73,30
4½
do.
68,60
2½ Livorneſer
3 Salonique=Monaſtir . 62,50
4 Baadadbahn . .
.. 80,30
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 93,80
4 Miſſouri=Paciſic. . .. 70,20
4 Northern=Paciſic . . . 96,70
4 Southern=Paciſie . .
91,50
5 St. Louis und San
Francisco. . . . . 81,10
5 Tehuantepec . . . . .
96,30
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 190,25
7½ Vergiſch=Märkiſche
145,60
Bahn . . .
9½ Berlin. Handelsgeſ. .163,75 Zu
6½ Darmſtädter Bank . 117,00
12½ Deutſche Bank . . . 249,75
6 Deutſche Vereinsbank 116,80
6½ Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 112,70
10 Diskonto=Kommandit 184,20
8½ Dresdener Bank .
152,25
10 Frankf. Hppoth.=B. 208,40
6½ Mitteld. Kreditbank 115,75
Nationalb. für Deutſchl. 116,60 3u
7 Pfälziſche Bank . . . . 123,50
5.86 Reichsbank . . . . 135,30
7 Rhein. Kreditbank.
129,00
A. Schaaffhauſen.
5½
Bankverein . . . . 115,80
7½ Wiener Bankverein . 129,25
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 97,50
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
. 19. ..
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 52 . . .
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 97,00
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 98,70
31
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16 . . . . 98,20
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23. . . . . . . . . 98,30
3½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 86,20
S. 3—5 . . . . . . . . 86,00
S. 9—11 . . . . . . . 86,10
4 Meininger Hyp.=Bank 97,40
31
do.
4 Rhein. Hyvothek.=Bank
(unk. 1921) . . 97,70
3½ do. (unk. 1914) . . 85,80
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 98,50
do.
3½
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . .
96,50
do.
87,40
Frankfurt. .
98,10
3½
do.
95,50
Gießen . .
-
3
do.
4 Heidelberg . . . . . . 95,50
3½
do.
87,50
4 Karlsruhe . . . . . . 96,00
3½
do.
87,10
4 Magdeburg. . . . .
do.
4 Mainz . . . . . . . . 96,70
3½
do.
4 Mannheim . . . . . . 97,40
31
do.
87,50
4 München . . . . . . . 98,50
3½ Nauheim . . . . . .
Nürnberg . . . . . . . 96,00
do.
87,00
4 Offenbach . .
Ge
In Proz.
3½ Offenbach . . . . . . 89,00
4 Wiesbaden . . . . . . 98,20
87,20
3½
do.
4 Worms . . . . . . . . 95,00
88,00
do.
3½
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . Tlr. 100 172,10
3½ Cöln=Mindner 100 137,90
3 Holl. Komm. . fl. 100 107,00
3 Madrider . . Fs. 100 73,00
4 Meininger Pr.=Pfand=
135,10
briefe . . . .
4 Oeſterr. 1860er Loſe .
3 Oldenburger . . . . . . 128,00
2½ Raab=Grazer fl. 150 112,50
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
I. 7 85,00
Augsburger. . .
Braunſchweiger Tlr. 20 196,60
Freiburger . . . . Fs. 15
Mailänder . . . . Fs.45
do. . . . . Fs. 10 38,00)
Meininger . . . . fl. 7 34,60
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 550,00
do. v. 1858fl. 100 470,00
Ungar. Staats . . fl. 100—
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 159,60
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Engl. Sovereigns . . . . 20,43
20 Franks=Stücke . . . . 16,24
Amerikaniſche Noten . . . 4,19
Engliſche Noten . . . . . 20,46
Franzöſiſche Noten. . . . 81,10
Holländiſche Noten. . . . 168,85
Italieniſche Noten . . . . .79,65
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,95
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,90
Reichsbank=Diskonto. .
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86,00
.. . . 97,50
86,50
86,20
86,10
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Nummer 88.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. April 1913.
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Das Stärkſte.
Roman von Fritz Gantzer.
(9)
(Nachdruck verboten).
Er fuhr jäh zurück und machte ſich von ihren Händen
ſei. Du täuſcheſt Dich, Mutter, knirſchte er heraus. Du
biſt im Irrtum.
Nein, Henning, ſagte ſie klar. Wenn ich jetzt in Deine
Arugen ſehen könnte, würdeſt Du nicht länger zu leugnen
vermögen. Kennſt Du das Märchen vom Mutterauge
uncht? Die alte Sage unſeres Landes, die das
Mutter=
amge ein winziges Quentchen von Gottes Auge nennt?
Er war mit einem dumpfen Stöhnen gegen die Wand
getaumelt. Hör’ auf, Mutter! flehte er. Quäle mich nicht.
Es iſt nicht meine Liebe, die mich treibt . . .
Henning!
Ja, Mutter, ja! ſtieß er da heraus, die Fäuſte gegen
diee Stirn preſſend. Ich will Dir alles ſagen. . . Es war,
waas Du ahnſt, weißt. Aber es iſt nicht mehr. Ich hab’s
teit gerungen um Gerhards willen. . . Seine Liebe iſt die
ältere, er hat mir Signe auf die Seele gelegt, wie man
niem Menſchen ſein Heiligſtes vertraut . . . und .
Er ſchüttelte ſich und brach jäh ab, ſtand nun wie
ge=
broochen gegen die Wand gelehnt und ſchluchzte trocken auf.
Frau Barbara ging leiſe zu ihm heran und ſtreichelte
ſein Haar: Mein armer, lieber Junge! Und dann, unter
ſanftem, lindem Streicheln: Aber Du nimmſt es zu ſtreng
mit Deinem Verſprechen, Du biſt Deines Wortes ledig.
Die Verhältniſſe ſind ſtärker geweſen als all Dein Wollen.
Faſſe Dich! . . . Denke alles in Ruhe noch einmal durch.
Und bleib . Gerhard kann Dir nicht zürnen. Er wird
verminden müſſen, wie Du es mußt. Signe iſt uns
un=
widerruflich verloren. . . Meinſt Du, daß Dein Vater
Signe je wieder aufnähme? Die Bruns ſind gerecht. Aber
ſie ſind hart wie Stein, wenn ſie ſich auf etwas verbiſſen.
Und ich bin ein Bruns, Mutter! Das wird Dir genug
ſagen. Er drängte ſie mit einer harten Bewegung zurück
und richtete ſich feſt auf.
Sie war viel zu ſehr Mutter, um verletzt zu ſein. Ich
kenne Dich beſſer, ſagte ſie gütig. Du magſt glauben, mit
der Unabänderlichkeit dieſes Entſchluſſes der Brunsſchen
Art zu gleichen. Nein. Der Grundzug Deines Weſens
wird durch mein Blut, das Blut des Barmbecks, beſtimmt.
Und die hatten’s von jeher mit der Gefühlsweiche zu tun.
Sie treibt auch Dich. Der harte Entſchluß würde einen
Egoiſten vorausſetzen, der nach anderem nicht fragt,
ſon=
dern nur an ſich ſelbſt denkt. Tuſt Du das? Nur Gerhards
Intereſſen haſt Du im Auge. Und nun ſtelle Dir vor, Du
fändeſt Signe, und es gelänge Dir — Deines Vaters Zu=
ſtimmung immer vorausgeſetzt —, ſie zur Wiederkehr zu
bewegen. Glaubſt Du etwa, dann zufrieden zu ſein?
Elend, unglücklich würdeſt Du. Denn Deine Liebe wähnſt
Du nur tot — nein, red mir nicht darein — Du haſt ſie
nur betäubt, nur künſtlich zum Stilleſein gebracht. Ueber
Nacht wird ſie wieder aufflammen. . . Und was Du heute
für Gerhard zu tun beabſichtigſt, wirſt Du einmal — wenn
Du Deine Bemühungen nicht umſonſt unternimmſt, —
tauſendfach verwünſchen.
Ich kann nicht anders, Mutter, ſtöhnte er. Ich muß
fort. Und ſollte ich Signe am Ende der Welt ſuchen.
Frau Barbara verſchränkte die Hände ineinander und
ſtarrte lange in das tote Dunkel, ohne ein Wort zu
ſpre=
chen. Endlich kam es tonlos über ihre Lippen: Dann ſage
das auch Deinem Vater. Und danach höre ſeine Antwort,
Ich will gleich zu ihm gehen, entgegnete er entſchloſſen.
Da ließen ſie die bedrückende Finſternis hinter ſich
und traten auf den matterleuchtenden Flur.
*
Es wurde nicht anders: Nein und tauſendmal nein!
Henning hatte ein Abweiſen in dieſer Schroffheit nicht
für möglich gehalten. Er fühlte ſich wie vernichtet und
zerſchlagen. Tagelang hatte eine tote Gleichgültigkeit von
ſeiner Seele Beſitz. Sie knechtete ihn, laſtete auf ihm wie
ein wüſtes Ungeheuer. Sie ſchien alles Stürmende in ihm
eidie ne heden. Sem es dem nißt andes ſent
ſollte, ſo mochte es ſein. . . Er lebte nicht, er vegetierte
nur. . .
Vier Tage lang hielt ihn dieſe Erſchlaffung ſeines
Wollens im Bann.
Im Abendgrau des fünften trat er vom Laden her
auf den Flur. Dort die Treppe. An ihrem Fuße damals
die lebloſe Geſtalt. Sein wahnſinniges Erſchrecken.
Das Emporheben eines jungen Körpers.
Das heiße
Brennen in ſeinem Blut. . . Eine Seligkeit auslöſend . .
Er ſah alles ganz gewiß. . . Empfand, fühlte, dachte wie
an jenem Abend.
Wie im Taumel ſchritt er die Treppe hinan. Wie
Er
trunken wankte er in die Dunkelheit ſeines Zimmers.
warf ſich auf das Sofa und preßte ſein heißes Geſicht
gegen das kühle Leder. . . .
So lag er eine Stunde und mehr. Er lauſchte auf
das raſende Pochen ſeines Herzens und glaubte ein
Rufen zu hören, das ihm fortwährend ein Wort ins Ohr
ſchrie: Geh! Das Rufen klang wie Gerhards Stimme.
Oder war es die Signes? . . . Wüſt und wild war ihm
zu Sinn. Die Möglichkeit, klar zu denken, ſchien ihm
ge=
raubt.
Im halben Entſetzen über ſich ſelbſt ſprang er
plötz=
lich auf und zündete in zitternder Haſt eine Lampe an.
Reckte ſich auf und ſah ſich im Zimmer um, als müſſe
er gewappnet ſein, einen, der ſich auf ihn ſtürzen wollte,
niederzuſchlagen.
Dann ſanken ſeine Arme ſchlaff am Körper herab: er
ſtand wie ein Beſiegter.
Was er dann tat, überdachte er erſt nach Tagen in
Ruhe. Jetzt unternahm er es, wie einer unſichtbaren
Macht folgend.
Er riß ein Blatt aus einem Notizbuche und warf mit
Bleiſtift ein paar Worte darauf, legte es mitten auf den
Tiſch und ſtarrte es eine Weile an. ..
Dabei zog er mechaniſch ſein Geldtäſchchen, überſchlug
ſeine Barſchaft und ſah dann nach der Uhr. Wenn er ſich
beeilte . .. konnte er . .. der Zug ging um. . . .
Hut und Mantel. . . .
Hennings Bruns ſchlich die Treppe hinab, ſtand im
Flur noch einen Moment zitternd — zaudernd.
In der nächſten Minute fühlte er ſchon das Wehen
des eiſigen Novemberwindes an ſeinem glühenden Geſicht.
. . . Ueberall ſuchte, fragte man eine halbe Stunde
ſpäter nach ihm. Endlich ging Frau Barbara nach ſeinem
Zimmer. Mit zitternden Knien. Ahnungsſchwer.
Etwas Gewiſſes erwartend. .
Verzeiht mir! Ich mußte fort! Henning.
Stand das wirklich auf dem Blatt?
Frau Barbara las es dreimal, viermal. Zuletzt ganz
laut. Und ſank dann mit einem klagenden Schrei neben
dem Tiſch zu Boden. —
So fand ſie eine kleine Weile ſpäter Tobias Bruns.
Er nahm ſie in ſeinen Arm und bettete ſie auf dem
Leder=
ſofa. Und war wie vernichtet. Vor Empörung und
Zorn.
Ihr Henning iſt fort? klangen in den nachſten Tagen
Fragen über Fragen an ſein Ohr. Er nickte und ſagte
kühl: Ja, er iſt fort. Für eine Weile. Für ein Jahr
vielleicht. Ich habe ihn zu ſeiner beruflichen
Vervoll=
kommnung nach England geſchickt.
Hinter ihm drein lächelte man. Denn der Alte
log natürlich. Alle Hattinghauſener Spatzen pfiffen es
ja von den Dächern, daß der Sohn des ehrſamen Bürgers
der Tochter des Puppenſpielers nachgelaufen war.
Das neue Jahr begann böſe. Nach einem ungewöhn=
ich ienen, niden Woemner daue ſch der Raſt
ſchüttender Schneefall angeſagt, der tagelang zu Gaſt blieb
und der weiten Ebene am Niederrhein einen
ſchimmern=
den Hermelinmantel um die Schultern legte. So fand ſie
der reiſige König Froſt, der mit ſcharfem, hellem Klingen
von Oſten her ins Land kam und an der deutſchen
Prin=
zeſſin Schnee ſein blankes Wohlgefallen hatte, daß er ſie
zu ſeiner Geliebten erkor und das Weiterwandern für
lange Zeit vergaß. Der Vagant Sturm, von den Waſſern
des deutſchen Meeres kommend, ſang ihnen mit Brauſen
das Liebeslied zur Brautnacht. Der majeſtätiſche Vater
Rhein fuhr voller Empörung über die Störung aus ſeiner
trägen Ruhe auf und warf ſeine Waſſer donnernd auf den
Strand. Bis der verliebte König ihn zum Schweigen
zwang und ihm Feſſeln anlegte. Da war es mit ſeinem
wütenden Brauſen zu Ende. Und der Vagant Sturm
fuhr weiter ins Land hinein und erzählte allerorts das
Märchen vom König Winter. .
kalt! ſuch=
Die Leute ſagten proſaiſch: Es iſt verd
ten die Pelze und die Fauſthandſchuhe hervor und gingen
nicht ohne Not vor die Tür. Und wer den Platz hinter
dem warmen Ofen verlaſſen mußte, wurde nicht beneidet.
Zu ihnen gehörte auch Henning Bruns. Er hatte bei
einem Landkrämer in der Nähe Kölns eine mehr als
be=
ſcheidene Stellung gefunden und mußte die
Exportge=
ſchäfte ſeines Chefs beſorgen, d.h. er fuhr in einem
elen=
den Planwagen, den ein ſteifer Invalide von einem
Schimmel mühſelig hinter ſich herzog, tagein — tagaus in
den Nachbardörfern umher und hauſierte mit mehr oder
minder ſchlechten Kolonialwaren.
(Fortſetzung folgr.)
aren-
und Futuristenstoffe
bilden die letzte Modeerscheinung.
In diesen Stoffen bringen wir eine
Aus-
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Nummer 88.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. April 1913.
Seite 15.
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wird bei
Blutarmutund Bleichsucht
als Kräftigungsmittel tausendfoch ärztlich empfohlen,
Nur echt in blauen Kartons für 1 M., niemels (0s6
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
her Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrates
vom 8. bis 14. April.
Der Weltmarkt bekundete auch in der Berichtswoche
worwiegend feſte Haltung. Infolge lebhafter Kaufluſ
Weſteuropas, wobei beſonders die andauernden Anſprüche
Frankreichs ins Gewicht fallen, haben die Exportländer
hre Forderungen weiter erhöht. Weiteren Anlaß zu der
eſteren Tendenz gab die mit der Frühjahrsbeſtellung
zu=
ſammenhängende Einſchränkung des heimiſchen Angebots:
aluch der Umſchwung zu kalter Witterung blieb nicht ohne
Einfluß, und ebenſo ging in der erſten Wochenhälfte von
den politiſchen Verhältniſſen eine befeſtigende Anregung
für den Getreidehandel aus. Für die Geſtaltung der
Marktlage im Inlande war vor allem der Umſtand
maß=
ſebend, daß hier Weizen andauernd zu Exportzwecken
Geſucht blieb, und da auch die Mühlen Begehr zeigten, ſo
lnot ſich für das mäßige Angebot bei 3— Mark höheren
Asreiſen ſchlanker Abſatz. Trotz der feſten Situation des
Warengeſchäfts waren Lieferung eher ſchwächer, ſo daſ
die noch vor einiger Zeit ſehr erhebliche Differenz
zwi=
ſchen der Ware und der Mainotiz ſtark
zuſammengeſchmol=
zen iſt. Auch Roggen konnte in der Berichtswoche beſſere
Preiſe erzielen, da ſich etwas mehr Exportnachfrage zeigte
und auch die Mühlen, die gleichfalls Abſatz nach dem
Aus=
lunde hatten, mit Anſprüchen hervortraten. Im
Zuſam=
wenhange mit Warendispoſitionen gab ſich im
Lieferungs=
geſchäft Deckungsfrage kund, ohne daß ſich die Preiſe
dauernd zu beſſern vermochten, da es andererſeits nicht
am Begleichungen fehlte und die für die Maiandienung
bereitliegende Ware einen Druck auf die Tendenz ausübt.
Fiür Hafer hat die Beſſerung in der Berichtswoche weitere
wortſchritte gemacht. Das Angebot behielt mäßigen
Um=
fung, und das machte ſich um ſo mehr fühlbar, als der
Erport fortgeſetzt viel Ware ablenkt. Auch im
Konſum=
gisſchäft hat ſich der Abſatz merklich gehoben, und ſo waren
de Händler wieder mehr zu Anſchaffungen geneigt.
In=
fellgedeſſen war auch Lieferung feſt, zumal gegen
weiter=
virkauften argentiniſchen Hafer Rückdeckungen erfolgten.
Tas Braugerſtegeſchäft iſt zwar als beendet anzuſehen,
duch finden beſonders feine Poſten hier und da noch Auf=
nahme. Ruſſiſche Gerſte iſt knapp und findet zuletzt
wie=
der etwas mehr Beachtung. Für Mais hat Amerika ſeine
Forderungen erhöht: argentiniſcher Mais iſt in greifbarer
Ware ſpärlich am Markte, und für neue Ernte iſt das
An=
gebot auch keineswegs reichlich. Es ſtellten ſich die Preiſe
für inländiſches Getreide am letzten Markttage wie folgt:
Hafer
166 (*3
166 (4
156 (*6
-
154
194 (—
175 (41
186 (*2
180
179 (*3
190 (*5
180
180 (.—
-
183
185
-
180
-
190
172 (—1
Roggen
164½
(*1
16
160 (*4
160 (*2
158
164 (-
5
(*7
162
165 (*3
166 (*2
163 (*2
171 (*1
172 (*1
183 (75
185 (*7
176 (*1½
178 (—2
175 (—7½
175 (41
Weizen
207 (4.1
196 (75
195 (*4
195 (*4
206 (4-4
198. (*2
203 (**2
203 (*-4
206 (*4
207 (*5
198
215 (*3
218 (*5
212½ (*2½)
2
228 (—
220 (*1
Königsberg
Danzig . . .
Stettin . . .
Poſen
Breslau .
Berlin
Magdeburg
Halle . . . .
Leipzig
Dresden . .
Hamburg
Hannover .
Düſſeldorf . .
Köln .
Frankfurt a. M.
Mannheim
Straßburg . .
München . .
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 209 (— 1,50),
Peſt Mai 187,90 (— 1,90), Paris April 234
1,25),
Liverpool Mai 168,80 (—), Chicago Mai 140,60 (— 1,15)
Roggen: Berlin Mai 168,50
1,50), Hafer: Berlin Ma=
169 (— 1,25), Futtergerſte: Südruſſ. fr. Hamburg
un=
verzollt ſchwim. 133 (—
1), Mais: La Plata ſchwim.
118 (*3,50), Mai/Juni 114 (P 2,50), Mixed ſchwim. 111
(* 5,50) Mark.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
— 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geburten. Am 5. April: dem Möbelſchreiner Johann
Schäfer, Kahlertſtraße 30, eine T. Maria Magdalena
Am 3.: dem Schneider Friedrich Schneider,
Schuchard=
ſtraße 10, eine T. Grete Johanna Frieda. Am 8.: dem
Ingenieur Peter Speck, Schuchardſtraße 14, eine T.
Barbara Kamelia Melitta. Am 10.: dem Former
Eber=
hard Karl Eckert, Arheilger Straße 81, ein S. Karl
Hans Franz. Am 13.: dem Bureauaſſiſtenten Konrad
Wagner, Viktoriaſtraße 58, ein S. Hans Heinrich Kurt.
Am 11.: dem Buchbindermeiſter Chriſtian Nübling,
Mühlſtraße 24, ein S. Otto. Am 14.: dem Schreiner
Jo=
hannes Ferner, Blumenthalſtraße 32, ein S. Alwin
Georg. Am 11.: dem Taglöhner Georg Hönig,
Schloß=
gaſſe 10, eine T. Lina. Dem Fabrikarbeiter Johannes
Stenger, Magdalenenſtraße 4, eine T. Annelieſe. Am 9.:
dem Bahnarbeiter Heinrich Wieſenäcker,
Kranichſteiner=
ſtraße 60½, eine T. Eliſabetha. Am 10.: dem
Fabrik=
arbeiter Heinrich Dintelmann in Semd eine T.
Katha=
rina Ella, hier Dieburgerſtraße 21. Dem Inſtallateur
Martin Hermann Gerſtenmeyer eine T. Annelieſe. Am
13.: dem Bäcker Konrad Sattler, Heinrichſtraße 74, ein
S. Joſeph. Dem Bierfahrer Peter Zulauf,
Magda=
lenenſtraße 4, eine T. Johannette Katharina. Am 12.:
dem Diplom=Ingenieur Karl Berthold, Stiftſtraße 67,
ein S. Günther Erwin. Am 10.: dem Schloſſer Ernſt
Friedrich Karl Sutter, Langegaſſe 14, eine T. Anna
Margareta. Am 13.: dem Stadtkaſſier Wilhelm Lupus,
Erbacherſtraße 17, ein S.=Wilhelm Georg Ludwig
Aufgebotene. Am 11. April: Bezirkskaſſengehilfe Franz
Anton Singer, Heinheimerſtraße 15, mit Louiſe
Gel=
fius, Heinheimerſtraße 7. Bureaubeamte bei der land
wirtſchaftlichen Verſuchsſtation Hans Hermann Dietz,
Schießhausſtraße 45, mit Olga Hilda Kößler,
Beck=
ſtraße 48. Privatier Emil Scriba, Zürich, mit Maria
Martha Jung, Berghauſen, Amt Durlach. Diplom=
Ingenieur Karl Stein, hier, mit Irma Steiner,
Wiesbaden. Sergeant Friedrich Merz, Griesheim=
Uebungsplatz, mit Köchin Chriſtina Dietz, Dolgesheim
Fabrikarbeiter Karl Kindinger, Waſchenbach, mit
Dienſtmädchen Magdalena Katharina Weber, Nieder=
Ramſtadt. Schreiner Ludwig Riefling, Kranichſteiner
ſtraße 42, mit Sophie Louiſe Müller,
Lauteſchläger=
ſtraße 46. Bahnſchloſſer Karl Weigand Seehaus mit
Eliſabetha Katharina Zubrod, beide in Zwingenberg
Am 12.: Oberkellner Johann Georg Sörgel, hier, mit
Emma Eleonore Jenny Daßler, Frankfurt a. M. Am
14.: Schloſſer Chriſtian Jacoby II., Bickenbach, mi
Katharina Maria Reutzel, Kefenrod. Schreiner Adan
Roßmann, Ober=Beerbach, mit Dienſtmagd Katharina
Schlatter, Ernſthofen. Mechaniker Peter Johann
Heide mit Büglerin Maria Kilz, beide in Genſingen.
Fabrikarbeiter Friedrich Wilhelm Helm,
Landwehr=
ſtraße 60, mit Hausmädchen Margaretha Marie Eliſabethe
Hermine Walter, Lindenhofſtraße 13. Schneider Wil
helm Weber, Waldſtraße 25, mit Anna Johanna,
ge=
rufen Margarethe, Kraft, Waldſtraße 25. Weißbinder
Ernſt Ludwig Löſch, Geiſtberg 2, mit Maria Barbara
Henne, Löffelgaſſe 9. Kaufmann Jakob Fiſcher
Alexanderſtraße 10, mit Eliſabethe Schwarz,
Roß=
dörferſtraße 34. Mechaniker Johannes Steinbach,
Ar=
heilgerſtraße 90, mit Schneiderin Louiſe Schul, Rhön
ring 145.
Eheſchließungen. Am 11. April: Schiffsingenieut
Friedrich Dickhaut in Neumühlen=Dietrichsdorf mit
Irma Renn hier. Am 12.: Diplom=Ingenieur
Fried=
rich Hackmann in Frankfurt a. M. mit Maria
Grüne=
wald hier. Vizewachtmeiſter Friedrich Lortz mit Marie
Kroll, beide hier. Dachdecker Wilhelm Krichbaum
mit Fabrikarbeiterin Eliſabethe Heberer, beide hier
Fabrikarbeiter Leonhard Müller mit landwirtſchaftliche
Gehilfin Barbara Schmitt, beide in Gorxheim. Am 14.:
Prokuriſt Chriſtian Wagner in Fulda mit Anna
Schmitt hier.
Geſtorbene. Am 3. April: Taglöhner Johannes
Ningler, 64 J., kath., Lichtenbergſtraße 76. Am 11.
Schreiner Heinrich Stein, 56 J., ev., Arheilgerſtraße 53.
Kreisveterinärarzt i. P. Veterinärrat Dr. Friedrich
Eiſe, 64 J., ev., Gervinusſtraße 79. Anna Maria
Erdmann, geb. Fiſcher, 23 J., ev., Ehefrau des
Bezirks=
feldwebels, Tanenſtraße 38 wohnhaft, hier Grafen
ſtraße 9. Ida Freitag, geb. Marx, 38 J., iſr., Ehefrau
des Kaufmanns in Erfelden, hier Grafenſtraße 9.
Katha=
rina Anna Kuniſch, geb. Graf, 55 J., ev., Ehefrau des
Vorarbeiters, Eliſabethenſtraße 39. Am 12.: Garde
ſergeant i. P. Johannes Hartherz, 79 J., ev.,
Wieners=
ſtraße 77. Am 13.: Anna Mennel, geb. Jährling, 30 J
ev., Ehefrau des Bahnſteigſchaffners in Auerbach, hier
Dieburgerſtraße 21. Am 12.: Rechner der iſraelitiſchen
Re=
ligionsgemeinde Karl Flehinger, 71 J., iſr.,
Alexander=
ſtraße 4. Philipp Heckhaus, 1 J., ev., Sohn des
Händ=
lers, Obergaſſe 44. Am 14.: Taglöhner Philipp Kohl
bacher, 68 J., ev., in Brensbach i. Odenw., hier
Grafen=
ſtraße 9. Am 13.: Marie Schneider, geb. Berg, 41 J.
ev., Witwe des Bahnarbeiters in Groß=Bieberau, hier
Erbacherſtraße 25.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 16.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 18.
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Nummer 88.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. April 1913.
Seite 21.
Luftfahrt.
Prinz=Heinrich=Flug.
* Die für den Prinz=Heinrich=Flug 1913 geſtifteten
Preiſe ſind ſehr zahlreich. An erſter Stelle ſteht die
WBabe Sr. Majeſtät des Kaiſers. Weiter haben
Ehren=
wreiſe geſtiftet: Prinz Heinrich, der Großherzog von Ba=
Den, Prinz Max von Baden; der Fürſt von Thurn und
Taris, Regensburg — der ſchöne goldene Pokal iſt bereits
eingegangen —, Fürſt von Hatzfeld=Wildenburg auf
Schloß Crottdorf bei Koblenz, Prinz Karl Anton von
Hohenzollern, der Fürſt zu Wied, der Statthalter von
El=
aß=Lothringen Graf von Wedel. Der kommandierende
Zeneral des 11. Armeekorps, General der Infanterie von
Scheffer=Boyadel, Kaſſel, hat einen Ehrenpreis für die
beſte militäriſche Flugleiſtung auf der Etappe Wiesbaden=
Kaſſel verſprochen. Ferner haben Preiſe geſtiftet: das
Königlich Bayeriſche Kriegsminiſterium, der Geheime
Kommerzienrat Oswald, Koblenz, und, was beſonders
hervorgehoben zu werden verdient, die Damen der Stadt
Koblenz.
Das internationale Waſſerflugzeug=Meeting von Monaco
hat infolge der ungünſtigen Witterungsverhältniſſe ein
vollſtändiges Fiasko erlebt. Nach Beendigung der
Vor=
prüfungen ſollten die Hauptbewerber zunächſt mit dem
Fluge Monte Carlo-Beaulieu-S. Remo-Monte Carlo
beginnen. Ein Wind von ſieben Metern Geſchwindigkeit
erzeugte einen ſcharfen Wellenſchlag und ließ einen Start
der Waſſerflugzeuge wenig ausſichtsreich erſcheinen.
Trotz=
dem entſchloſſen ſich die Konkurrenten zum Start. Fiſcher
auf Henry Farman, Gaubert auf Maurice Farman,
Weyman auf Nieuport, Bregi auf Breguet und
Moi=
neau auf Breguet kamen teils verhältnismäßig leicht,
teils nach größeren Schwierigkeiten vom Start.
Eſpa=
net auf Nieuport erlitt in dem Wellengang Chaſſisbruch
und mußte in den Hafen zurückkehren. Prevoſt (
Deperduſ=
ſin) mußte ſich gleichfalls wieder einſchleppen laſſen, da
eine Welle den Propeller beſchädigt hatte. Von den fünf
geſtarteten Fliegern ſollte aber keiner den vorgeſchriebenen
Flug beenden. Vier von ihnen erlitten ſchon in Beaulieu
Schiffbruch; Fiſcher kenterte, nachdem er in Beaulieu
nie=
dergegangen und die vorgeſchriebenen 50 Meter auf dem
Waſſer ſchwimmend zurückgelegt hatte, in dem Moment,
als er zum Weiterflug ſtarten wollte. Fiſcher und ſein
Mechaniker fielen ins Waſſer, konnten aber gerettet werden.
Die Maſchine wurde im Wellengang faſt vollſtändig
zer=
ſchlagen. Gaubert verzichtete in Beaulieu auf den
Weiter=
flug, nachdem er längere Zeit vergeblich verſucht hatte,
wieder aufzuſteigen. Ein ſchweres Mißgeſchick betraf
Weyman. Seine Flugmaſchine wurde in Beaulieu von
einer ſtarken Welle auf den Rücken geworfen. Die beiden
Inſaſſen fielen ins Waſſer, konnten aber bald gerettet
wer=
den. Nach dieſen Ergebniſſen entſchloß ſich Breguet in
Beaulieu, den Weiterflug aufzugeben. Moineau
unter=
nahm aber trotz der ungünſtigen Witterungsverhältniſſe
den Weiterflug, nachdem er in Beaulien die 500=Meterſtrecke
mit ſeinem Apparat abgeſchwommen hatte. Er kam auch
glücklich nach San Remo und ging dort glatt auf dem
Waſſer nieder. Nachdem Moineau über eine Viertelſtunde
mit dem Wellengange gekämpft hatte, ſetzte plötzlich der
Motor aus und bei dem Verſuche, den Apparat mit Hilfe
eines Dampfers in den Hafen einzuſchleppen, kenterte das
Flugzeug. Die Inſaſſen wurden aufgefiſcht. Das
Flug=
zeug mußte man zunächſt im Stiche laſſen. Es wurde aber
ſpäter mit verhältnismäßig geringen Beſchädigungen ans
Land geſpült. Unter dieſen Verhältniſſen entſchloß ſich
die Rennleitung, die Konkurrenz abzubrechen. Von den
für den Großen Preis ausgeſetzten 50000 Francs
gelang=
ten zunächſt 25000 Franes als Troſtpreiſe zur Verteilung.
Davon erhielt Moineau 13000, Fiſcher, Gaubekt,
Wey=
man und Bregi je 3000 Francs. Das 500=Kilometerrennen,
das den zweiten Teil des Wettbewerbes um den Großen
Preis bilden ſollte, ſollte nun als ſelbſtändiges Rennen
am Dienstag ſtattfinden. — Die Meilen= und Kilometer=
Rennen um den Pokal des Fürſten von Monaco, die am
Sonntag das Motorboot=Meeting zum Abſchluß bringen
ſollten, mußten wegen ſtarken Seegangs aufgeſagt werden.
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Pl. 19, 23, 24:10. Unpl.: La Pintade, Gavotte V, La
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Prix du Petit Trianon: 5000 Fr., Diſtanz 2400 Meter:
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Sr. Fußball. Deutſche Fußball=
Meiſter=
ſchaft. Nachdem der Proteſt von Askania=Forſt gegen
Preußen=Kattowitz anerkannt worden war, mußte das
Spiel der beiden Anwärter auf die Südoſtdeutſche
Fuß=
ball=Meiſterſchaft am Sonntag wiederholt werden.
Dies=
mal ſiegte Askania=Forſt überlegen mit 4:0 (Halbzeit 1:0).
Da ferner der Verein für Bewegungsſpiele=Leipzig am
Sonntag erwartungsgemäß den Koburger Fußball=Klub
mit 6:0 geſchlagen und damit die Mitteldeutſche
Meiſter=
ſchaft endgültig gewonnen hat, werden ſich nunmehr am
Sonntag Askania=Forſt und die Leipziger
Bewegungs=
ſpieler in Kottbus in der Vorrunde um die Deutſche
Fußball=Meiſterſchaft gegenüberſtehen. — Das zweite
Spiel bringt ebenfalls am nächſten Sonntag den Süd= und
Weſtdeutſchen Meiſter, nämlich Stuttgarter Kickers und
Duisburger Spielverein, in Frankfurt a. M.
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ſammen.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. April 1913.
Nummer 88.
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Kleine Preiſe Anfang 7½ Uhr.
Programm
zu dem am Mittwoch, den
16. April, von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Garde=Dragoner=
Regiments Nr. 23.
1. Ernſt Auguſt=Marſch von
Blankenburg. 2. Divertiſſement
aus „Rheingold” von Wagner.
3. Fantaſie aus „Rigoletto” von
Verdi. 4. „Am Meer”, Lied von
Schubert. 5. „Puppchen, du biſt
mein Augenſtern: Intermezo
von Gilbert. 6. „An der ſchönen
blauen Donau”, Walzer v. Strauß.
Kräftige
Prise
Tolle Humoreske.
Dbesäbze.
Opitzen
ZnZwarer
6e
in großerAswahl
Nummer 88.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. April 1913.
Seite 23.
Kinerlean B10
Moderne Lichtspiele
Ernst-Ludwigstr. 23— am Bismarckdenkmal.
16. April Ab Mittwoch 18. April
Dasielzte dideh
Ein Drama in der Spielart, wie man es selten findet,
aus dem täglichen Leben gegriffen, äusserst fesselnd,
von hochdramatischer Wirkung, reich an packenden
Momenten und ergreifend in der Handlung,
hinein-
geflochten eine Fülle herrlicher Szenen.
Der kleine Held, rührender Kinderfilm.
Haltbarer Leim, eine Perle des Humors.
Athen, prachtvolle Naturaufnahme.
Von allem erlöst, tiefergreifendes Drama, voll
von packenden Szenen, in der Titelrolle der
Liebling der Besucher
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Freitag, den 18. April
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Drama in 2 Akten
Chir Iseh
Drama aus der Radwelt
Uüter dem Sternenbanner
Drama aus den amerikanischen Freiheitskriegen
Fac uls Wonttater
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am weissen Turm.
Ab heute:
Das (9028
Der Roman eines
Chauffeurs in 2 Akten.
Dus deselz
derrrarle
Großes Wildwest-Drama
in 2 Akten.
Der Postbete
Komödie.
Ver Fmalng
Amerikanisches Drama.
Wochenchronk
Marienschule
in Lorient.
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Feinstes Nepfel=Gelee 10=Pfund=Eimer 4.50 ₰
Feinstes Aepfel-Kompottl 1o=Pfd.=Doſe 2.80
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Ie
DARM-AeMOrE
GRAFENSTR-12EcKE RHEINSTE
15.April Während der Messe 18. April
Grosses Sensations-Programm
beginnend mit dem in allen Großstädten mit wahrer
Begeisterung aufgenommenen Drama
Fars Vaterlandn
Grosses Spionage-Drama in 2 Akten.
Sehr spannend.
In der Titelrolle die so beliebte, die ganze Welt
be-
geisternde Göttin der Tanzkunst
Md. Saharet
in wundervollem Spiel, wie neuesten Tänzen.
Der Sankt Gotthardt (V. Serie)
von Göschenen nach Wassen zeigt uns die
Natur in buntschillernder Pracht: Wiesen, Felder,
Grotten, Schluchten, Flüsse, reissende Gebirgsbäche.
Die Wunder der Technik.
Der Knabe und der Teddybär. Orig. Humor.
Gesicht oder Stimme. Ergreif., fesselndes Drama.
Tanger, die Hauptstadt von Marokko.
Aufdem Scheiterhaufen. Tief ergreifendes Drama.
(*10270
Originat-Moto-rneno:
Zur Messe! Zur Messe!
Mensch, Automat
oder Puppe?
Moto-Pheno?
der einzige Menſch, der ſich durch
unbeugſame Willenskraft ſelbſt
hypnotiſiert. (*10283
Eine Schauſtellung, die jeder
gebildete und aufgeklärte
Menſch geſehen haben muß.
Moto-Pheno?
wird jeden einzelnen Beſucher in
Erſtaunen verſetzen.
Zum erſten Male hier!
Neu!
Meßplatz Darmſtadt:
Neu!
Sohanna uus Arfenmädchen
Der einzig dreſſierte Orang=Utan der Erde! Nicht zu
ver=
wechſeln mit Schimpanſen, die man bisher im Zirkus und
Varietés gezeigt hat! Der Orang=Utang, der in den größten
Zoologiſchen Gärten wochen=, monatelang nur am Leben
er=
halten werden konnte, wird hier dreſſiert als Menſch
vor=
geführt. Staunen erregende Sehenswürdigkeit! Niemand
verſäume die nur einmal ſich bietende Gelegenheit, dieſe
un=
vergleichliche, lehrreiche, intereſſante und ſeltenſte Schauſtellung
in Augenſchein zu nehmen. — Der Liebling der Damen und
(IV,9039
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Gebrauch befreit hat, nachdem ich über ½ Jahr mit allerhand
Salben vergebliche Verſuche gemacht hatte. Seit meinem Erfolge
habe ich auch bei jeder paſſenden Gelegenheit die Dun=Salbe
empfohlen und beſonders ein Kollege, der öfter riſſige Hände bekam,
hatte guten Erfolg. Die Salbe eines Spezialiſten, die recht teuer
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Teite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. April 1913.
Nummer 83.
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und Arbeitnehmer.
Waldſtraße 6, Zimmer Nr. 6
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Dienſtboten=Abteilung, (Telephon Nr.371).—
Geſchäfts=
ſtunden von 9—12 Uhr und von 3—6 Uhr.
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Von den Herrſchaften wird eine Einſchreibgebühr von
20 Pfg. und eine Vermittlungsgebühr von 1 Mk. erhoben.
Für Dienſtboten iſt die Benutzung der Abteilung koſtenlos.
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Mühlſtraße 26, II., rechts. (*10313 ge mädch., Mädch., w. koch. u. ge
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Finderlohn abzugeben bei Gehr.
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