Abonnementspreis
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176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
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Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 38 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Kaiſer verlieh dem Herzog von
Cumber=
land den Schwarzen Adlerorden.
*
Der Reichskanzler iſt geſtern vormittag in
Hom=
burg eingetroffen.
*
Geſtern morgen hat ſich auf dem Eiſenwerk Union
Dort=
mund eine Hochofenexploſion ereignet, bei der
ein Arbeiter getötet und vier verletzt wurden.
*
Die Erkrankung des Papſtes wird als
unbe=
denklich und ſeine gänzliche Wiederherſtellung als nahe
bevorſtehend bezeichnet.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Nach der erſten Leſung der
Wehrvorlage.
*⁎* Der Reichstag hat die Wehrvorlage am Mittwoch
abbend der Budgetkommiſſion überwieſen, welche den
Ent=
wurf nun im einzelnen durcharbeiten wird. Schon aus
der dreitägigen erſten Leſung läßt ſich die Gewißheit
ſchöpfen, daß die Vorlage eine erhebliche Mehrheit auf
ſich vereinigen wird, da alle bürgerlichen Parteien die
Lotwendigkeit einer Verſtärkung des Heeres im Prinzip
anerkannt haben. Bemerkenswert war die Ruhe und
Püchternheit, mit welcher die Debatte geführt wurde.
Tas Haus ſolgte hierin dem Reichskanzler, deſſen
Dar=
legungen von einem Ernſte getragen wurden, der ſich
un=
pillkürlich dem Parlament mitteilte. Herr v. Bethmann
Hollweg hatte bedachter und erfreulicherweiſe kein Signal
zu einer Hurraſtimmung gegeben, von der ja auch bei
al=
ſer patriotiſchen Opferwilligkeit im Volke nichts zu
ver=
ſpüren iſt, denn die Zeiten ſind ohnehin ſchwer und die
AAnſprüche, welche hier die Regierung ſtellt, erfordern viel
Selbſtverleugnung, beſonders ſeitens des Mittelſtandes.
Aber der Wille, die Opfer zu bringen, iſt vorhanden, und
ſy wird es auch wohl gehen.
Die Stimmung der bürgerlichen Parteien des
Reichs=
ags entſprach ſomit dem Empfinden des großen Teils
des Volkes, was von ſeinen Vertretern auch eine
reif=
liche Prüfung der Einzelheiten der Vorlage verlangt.
Stellt ſich dabei heraus, daß ohne weſentliche
Beeinträch=
ſigung des Zwecks der geforderten Heeresverſtärkung
Er=
ſparniſſe möglich ſind, ſo iſt auf dieſe natürlich
hinzuwir=
ſen. Die Abſicht einer ſolchen Prüfung wurde bei der
rſten Leſung ſchon von den Liberalen und dem Zentrum
ingekündigt. Aber wie bei der Generaldebatte die
inter=
ſationale Lage eine Hauptrolle ſpielte und ihr gegenüber
ſie ſonſtigen Momente mehr in den Hintergrund traten,
o wird das auch in der Kommiſſion der Fall ſein, um ſo
ſiehr als hier die Regierung in der Lage iſt, vertrauliche
Nitteilungen über dieſen oder jenen Punkt, der zur
Be=
rteilung der Bedürfnisfrage in Betracht kommt, zu
ſtachen.
Daß bei aller Nüchternheit der Debatte in der erſten
jeſung doch oft ein warmer Patriotismus durchdrang,
ſer die Stärkung unſerer Wehrkraft als eine nationale
flicht, als einen vaterländiſchen Tribut bezeichnete, iſt
er=
feulich. Freilich mußte ſich die Regierung auch manche
fritik einzelner Zuſtände in Heeresverwaltung und Armee
Pfallen laſſen. Wo die Kritik berechtigt war, da ſollte
ſan maßgebenden Orts auch Wandel zu ſchaffen ſuchen
das iſt man dem Volke angeſichts der von ihm gefor=
Arten Opfer ſchuldig.
Wilſons Botſchaft.
— In Waſhington iſt der Kongreß zu einer außer=
Adentlichen Tagung zuſammengetreten, um in der
Haupt=
ſſche ſich mit den Vorſchlägen des Präſidenten
jr Tarifreform zu befaſſen. Nachdem der neue
Präſident bei ſeinem Amtsantritt eine Proklamation
er=
lſſen hatte, in der er die Grundzüge ſeiner Politik
dar=
ßte, befaßt ſich die neue Botſchaft in der Hauptſache mit
Fragen wirtſchaftlichen Charakters, und
fin merkt aus allem, daß der Regimewechſel keineswegs
hr äußerlicher Natur iſt, ſondern ganz beträchtliche
Ver=
üderungen im öffentlichen Leben der Vereinigten Staaten
mit ſich bringen wird. Dieſe Schwenkung ſpiegelt ſich auch
in der Botſchaft wieder, die eine wenigſtens teilweiſe
Um=
kehrvon der bisherigen Wirtſchaftspolitik
ankündigt. Es klingt faſt wie eine Anklage, wenn der
Präſident ſagt, man habe bisher bewußt oder unbewußt
ein Syſtem der Privilegien und der Befreiung vom
Wett=
bewerb aufgebaut, das jeder, auch der roheſten Form von
Kombination die Schaffung von Monopolen erleichtert;
man müſſe alles abſchaffen, was nach Privilegien oder
künſtlicher Begünſtigung ausſieht. Das iſt eine
Kriegs=
anſage an die Truſts, die in der amerikaniſchen
Volksver=
tretung, vor allen Dingen im Senat, einen ganz enormen
Einfluß beſitzen, da viele Mitglieder ihnen naheſtehen,
ins=
beſondere mit den von ihnen gegebenen Geldern gewählt
ſind Eine Hand wäſcht die andere, ganz beſonders aber
in Nordamerika. Der Präſident geht von dem Gedanken
aus, den Geſchäftsgeiſt Amerikas im
Kon=
kurrenzkampf zu ſchärfen und überhaupt den
Handel, ſpeziell den Außenhandel, auszubauen. Hierzu
ſoll auch die Förderung der Induſtrie durch die Regierung
dienen, die vom Präſidenten beabſichtigt iſt. Auch ſoll ihr
an Stelle der künſtlichen Stimulation größere Freiheit
ge=
geben werden, damit ſie ſich beſſer weiter entwickeln kann.
Auch ſollen die Zölle nach dieſen Geſichtspunkten bemeſſen
werden, wie ja auch der Präſident beträchtliche
Ermäßigun=
gen vorgeſchlagen hat, während nur auf Luxusartikel eine
Erhöhung der Sätze erfolgen ſoll.
Alles das iſt ganz ſchön, wenn nur nicht in der Praxis
wieder durch die Beamten allerlei Schikanen eintreten
werden, wie das früher der Fall war, wo unſer Handel
nach der nordamerikaniſchen Union unter den Zollſchikanen
ungemein zu leiden hatte, bis es in der letzten Zeit etwas
beſſer wurde. Bedenklich iſt, daß gerade den unteren
Zoll=
behörden größere Selbſtändigkeit jetzt gewährt werden
ſoll, was ſicherlich dem ausländiſchen Handel nicht zugute
kommen dürfte. Präſident Wilſon will es mit der
Tarif=
änderung nicht ſein Bewenden haben laſſen; bereits jetzt
werden Maßnahmen angekündigt, die eine Reform der
Bank= und Währungsgeſetze herbeiführen ſollen. Bei dem
ganzen Charakter Wilſons darf man annehmen, daß er
ganze Arbeit machen wird, und ſo ſteht daher zu erwarten,
daß noch weitere wichtige Umwälzungen wirtſchaftlicher
Natur in den Vereinigten Staaten von Nordamerika
er=
folgen werden, an denen auch wir nicht ganz achtlos
wer=
den vorübergehen können, da unter Umſtänden eine
Rück=
wirkung auf Deutſchland oder Europa überhaupt nicht
ausbleiben kann. Jedenfalls ſind noch weitere Angaben zu
erwarten, ehe man die jetzt in Ausſicht genommenen
Maß=
nahmen in ihrem vollen Umfange beurteilen und ihre
eventuelle Tragweite bemeſſen kann.
Die ruſſiſche Politik im
Balkankriege.
Eine offiziöſe Rechtfertigung.
* Das ruſſiſche Miniſterium des Aeußern
veröffentlicht folgendes Communiqué:
Das hauptſächlichſte Ziel, welches die ruſſiſche
Regierung anläßlich der militäriſchen Erfolge der
Bal=
kanſtaaten verfolgt hat, war, die Erfolge ihrer
Siege, ſoweit wie irgend möglich, zu ſichern. Die
Verhandlungen, welche zu dieſem Ziele geführt haben,
waren verwickelt und mühſam, denn die Verbündeten
konn=
ten ihren Erfolg nur erreichen auf Grund der
Nichtinter=
vention der Mächte. Wenn man den Wert und die
Wich=
tigkeit des Dienſtes, den Rußland den Balkanſtaaten
er=
wieſen hat, richtig einſchätzen will. ſo muß man ſich das
geſamte Bild der internationalen Situation und die
Kol=
liſion der widerſtrebenden Intereſſen vor Augen halten.
Die Lokaliſierung des Krieges war nur unter
zwei Bedingungen möglich: erſtens Verzicht der
Groß=
mächte auf territoriale und ſonſtige Vorkeile für eigene
Rechnung, zweitens Verzicht auf jede einzelne Aktion von
ihrer Seite. Dieſe negativen Bedingungen brachten eine
dritte poſitive, mit ſich: Reviſion der durch den Krieg
ge=
ſchaffenen Situation und Einfügung derſelben in
die=
jenigen Intereſſen der Großmächte, auf welche ſie nicht
ver=
zichten konnten, und dies konnte nur geſchehen durch das
europäiſche Konzert, deſſen Entſcheidung im Namen von
ganz Europa gefällt wurde. Auch ein vereinzeltes
Vor=
gehen irgend einer Macht konnte nur durch die gemeinſame
Anerkennung der verbündeten Kräfte der Entſcheidung
Europas vermieden werden. Unter dieſen Bedingungen
wurde die Botſchafterkonferenz in London
ein=
berufen, welche ſoeben die ſchwere Aufgabe gelöſt hat, die
Grenze von Albanien feſtzuſetzen, eine Aufgabe, welcher
die Intereſſenten Montenegros und Serbiens in ihrem
ſehr natürlichen Streben nach Ausdehnung im Wege ſtehen.
Andererſeits wurden die Intereſſen der Albaneſen von
Oeſterreich=Ungarn und Italien geſchützt, welche den
Statusquo am Adriatiſchen Meere für ſo lebenswichtig für
ſich hielten, daß ſie keinen Zweifel daran zulaſſen wollten.
Die Erhaltung des Statusquo bedang auch die
Exiſtenz des albaniſchen Gebietes, an den ſich
ſelbſtver=
ſtändlich das Streben anſchloß, die Grenzen dieſes
Ge=
bietes, welches die homogene Bevölkerung albaneſiſcher
Abſtammung umfaſſen ſollte, nach Möglichkeit
auszu=
dehnen.
Im Verfolg langer und hartnäckiger Verhandlungen
und gegenſeitiger Zugeſtändniſſe, durch welche Prizrend.
Ipek. Djakowa und Dibra für die ſlawiſchen Staaten
ge=
wonnen wurden, glaubte Rußland die Annerion
Skutaris an Albanien zugeſtehen zu müſſen. Das
Zugeſtändnis an die Aufrechterhaltung des Friedens,
deſſen Erſchütterung aus dieſem Anlaß hätte abſurd
er=
ſcheinen müſſen, iſt bekannt. Daß Skutari eine rein
alba=
neſiſche Stadt und der Sitz eines katholiſchen Erzbiſchofs
iſt, wird durchaus beſtätigt durch den Bericht des ruſſiſchen
Vizekonſuls in Skutari, welcher auf Grund von Tatſachen
die hauptſächliche militäriſche Wichtigkeit Skutaris
nach=
weiſt. Die Montenegriner ſind ſchon unfähig, einige
kau=
ſend katholiſcher und muſelmaniſcher Albaneſen, welche
ſeit 35 Jahren an den Grenzen Montenegros wohnen, ſich
zu aſſimilieren. Folglich würde die Annexion eines Teiles
des Sandſchaks und diejenige Skutaris lediglich bewirken,
Montenegro durch die Einverleibung einer geringen
An=
zahl von Montenegrinern und von hunderttauſend
Men=
ſchen anderen Blutes, anderer Sprache und anderer
Re=
ligion zu ſchwächen, was Montenegro in die Gefahr
brin=
gen würde, ein montenegriniſch gefärbtes Albanien zu
wer=
den. Unſer Geſandter in Eetinje glaubt daß die=
Ver=
einigung einer bedeutenden Anzahl römiſcher Katholiken
mit Montenegro dieſen Gelegenheit hätte geben können,
die Verbindungen mit dem Auslande noch zu feſtigen,
welche das Eindringen fremder Einflüſſe erleichtert hätten.
König Nikolaus hat ſeine Verpflichtung,
die er übernommen hat, Rußland von dem Beginn des
Krieges vorher zu benachrichtigen und ſeine Zuſtimmung
einzuholen, nicht erfüllt. Trotzdem lieh ihm der
Kal=
ſer großmütig ſeine Hilfe, indem er der montenegriniſchen
Bevölkerung Hilfsmittel und Beiſtand zuſagte. Als die
Frage von Skutari gelöſt wurde wurde der König
freundſchaftlich davon in Kenntnis geſetzt unter Hinweis
auf die ſchwere Verantwortung, die er auf ſich nehme,
wenn er weiterhin ſeinen Widerſtand fortſetze. Dann
wurde ihm der Rat erteilt, ſich den Beſchuldigungen,
per=
ſönliche Geſichtspunkte zu verfolgen, indem er die
Montene=
griner nutzloſen Maſſakers preisgebe, zu entziehen.
Ar=
dieſe Schritte bei dem König Nikolaus
erfolg=
los blieben, wurde klar, daß er mit der
Ein=
miſchung Rußlands und der Großmächte und einem
erropäiſchen Kriege rechnete. Die ruſſiſche Regierung
konnte alſo nicht dagegen ſein, daß Maßregeln
er=
griffen wurden, die ſich nach der Weigerung des Königs
Nikolaus, ſich dem Beſchluß der Mächte zu unterwerfen,
als notwendig erwieſen haben. Die kaiſerliche
Regierung verliert nicht die Hoffnung, daß Montenegro
ſeine hartnäckigen Bemühungen einſtellen wird, da ſie der
Anſicht iſt, daß der Eigenliebe Montenegros vollkommen
Genüge getan iſt, wenn es ſich dem Willen Europas
unter=
wirft, da dieſer ſich auf ſeine ſo imponierende Entfaltung
der Flottenſtreitkräfte ſtützt. In dieſem Falle würde Europa
Mittel ſinden, die Lage des montenegriniſchen Volkes zu
erleichtern, das ſchwer zu tragen hat an den durch die
Be=
lagerung Skutaris geforderten übermäßigen Opfern.
Die ruſſiſche Regierung kann nicht von ihrem
Standpunkt abgehen, daß ihre Verantwortung vor dem
ruſſiſchen Volke in erſter Linie die Pflicht in ſich ſchließe.
kein ruſſiſches Blut zu vergießen, wenn es nicht die
In=
tereſſen des Vaterlandes fordern. Die ſlawiſche und
orthodore Großmacht Rußland ſparte niemals mit Hilfe
und Opfern für ihre ſlawiſchen Brüder, aber dieſe letzteren
haben auch die Pflicht, welche übrigens unſere Preſſe
ihnen nicht immer im Gedächtnis zu halten weiß, die
Rat=
ſchläge zu reſpektieren, mit denen Rußland keinen
Miß=
brauch treibt, und ſich zu erinnern, daß, wenn wir auch
ſtolz auf ihre Erfolge ſind dieſe doch nicht hätten erreicht
werden können ohne Rußland, welches ihnen das
Leben=
gab und welches ihnen ſowohl in der Freude wie im
Schmerze noch immer nötig iſt, beſonders auch, um die
Einigkeit unter ihnen aufrecht zu erhalten, ohne welche
dieſe Völker keine Kraft noch Stärke gewinnen können.
Dieſe Beziehungen Rußlands zu den
ſlawiſchen Völkern ſchließen jede
Feindſelig=
keit gegenüber den anderen Staaten und
Völkern aus. Die Verſchiedenheit der Raſſen braucht
durchaus nicht zu einem Gegenſatz unter den Raſſen zu
führen. Man kann nicht gut zugeben, daß die Sache des
Friedens dabei gewinnen würde, wenn man eine Raſſe
einer anderen, welche ihres Rechtes ſich bewußt iſt,
ent=
gegenſtelle. Die innere Kraft Rußlands hat es nicht nötig.
von Beſorgniſſen zu Drohungen überzugeben, welche nicht
der Ausdruck der Stärke eines Volkes ſein würden.
deutſches Reich.
— Fertigſtellung des Vorentwurfs zum
neuen Strafgeſetzbuch. Der Ausſchuß, der mit
der Ausarbeitung eines Vorentwurfs zum neuen
Straf=
geſetzbuch betraut iſt, dürfte ſeine Arbeiten vorausſichtliche
eber fertigſtellen, als nach den letzten Meldungen in
Aus=
ſicht genommen war. Nach dem Stande der Arbeiten iſt
zu erwarten, daß der Ausſchuß ohne Pauſe im Juli
durcharbeitet und bereits am 15. Auguſt oder 1. September
den Vorentwurf fertigſtellt, der dann den Bundesregierun=
Ien zur Ttellungnahme zugehen ſoll. Was die Ausar=
Seite
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913.
Nummer 69.
beitung eines Einführungsgeſetzentwurfs zum neuen
Strafrecht anbetrifft, ſo kann dieſer erſt aufgeſtellt werden,
wenn der neue Strafgeſetzentwurf in ſeinen Grundzügen
feſtſteht. Demnach kann nicht, wie vielfach angenommen
wird, bereits im Anſchluß an die Beendigung der Arbeiten
des Strafrechtsausſchuſſes an die Aufſtellung dieſes
Ge=
ſetzentwurfs herangegangen werden, ſondern erſt ſpäter.
In den dann zu dieſem Zweck zu bildenden kleinen
Aus=
ſchuß werden vorausſichtlich nicht außerhalb der
beteilig=
ten Miniſterien ſtehende Fachgelehrte und Juriſten berufen
werden, ſondern nur Vertreter der beteiligten Dienſtſtellen
Das Einführungsgeſetz ſelbſt erfordert wiederum eine
ſehr umfangreiche Arbeitsleiſtung, da es u. a. den Zweck
verfolgt, die geſamte Reichsgeſetzgebung, ſoweit es möglich
iſt, durch Ergänzungen in Einklang mit den neuen
Beſtim=
mungen des Strafgeſetzbuches zu bringen, was an ſich viel
Zeit erfordert.
— Nationale Jugendpflege. In der
Bud=
getkommiſſion des Reichstags erhob ein
ſozialdemokrati=
ſches Mitglied Beſchwerde gegen die Verwendung von
militäriſchen Mitteln für Jungdeutſchland und die ganze
nationale Jugendpflege. Das gab dem Generalmajor
Wandel erwünſchten Anlaß zu einer Darſtellung der
Be=
ziehungen der Heeresverwaltung zur nationalen
Jugend=
pflege. Irgendwelche Etatmittel ſtehen nicht zur
Ver=
fügung und werden daher auch nicht verwandt. Wie in
allen anderen Ländern, ſo hält allerdings die Verwaltung
die Förderung der nationalen Jugendbewegung, der
kör=
perlichen und ſittlichen Ausbildung der Jugend für
not=
wendig, und ſie werde daher mit den ihr zu Gebote
ſtehen=
den Mitteln ſich dafür einſetzen. Die Militärperſonen, die
ſich beteiligen, tun das auf Grund freiwilliger Meldung,
niemand werde gezwungen und in ſeinen dienſtlichen
Pflichten geſchädigt. Die Ausmärſche erfolgen an
dienſt=
freien Tagen. Man könne es nur mit Dank begrüßen,
wenn ſich geeignete Leute freiwillig dazu bereit fänden.
Richtig ſei, daß militäriſche Gebäude, ſoweit Platz
vor=
handen, den Wandergruppen zur Verfügung geſtellt
wer=
den, jedoch ohne Aufwendung von Geldmitteln.
Militäri=
ſcher Drill ſei bei der ganzen Bewegung nicht beabſichtigt.
— Das Ferienjahr im Flottenbau. Zu
der Anregung des engliſchen Marineminiſters, ein
Ferien=
jahr im Flottenbau eintreten zu laſſen, ſchreibt die
Täg=
liche Rundſchau: Wir ſind in der Lage, auf Grund von
Mitteilungen, die uns von beſonderer Seite zugehen, den
engliſchen Vorſchlag ein wenig näher zu beleuchten. Wir
erfahren, daß die engliſche Regierung tatſächlich die
Ab=
ſicht hat, nach Beendigung des Balkankrieges, entweder
noch in dieſem Frühjahr oder im folgenden, an die
deutſche Regierung mit dem konkreten Vorſchlag
heran=
zutreten, das Bauprogramm von 1914 auf 1915 ausfallen
zu laſſen. In engliſchen Regierungskreiſen wird erwogen,
Herrn Churchill perſönlich nach Berlin zu ſchicken, um hier
den engliſchen Vorſchlag vorzubringen, und mit den
deut=
ſchen maßgebenden Stellen eine Verſtändigung zu
er=
örtern.
— Die Jeſuitenfrage. Blättermeldungen
zu=
folge werden vom Reichsamt des Innern neuerdings
Er=
mittlungen in der Jeſuitenfrage angeſtellt. Die
Ermitt=
lungen beziehen ſich auf die Zahl und die Beſchäftigung
der Jeſuiten in den einzelnen Staaten, ſowie über die
Geſetzgebung der einzelnen Bundesſtaaten in Sachen des
Jeſuitenordens. Die Germania beſtätigt dieſe Meldung
mit dem Hinzufügen, daß dieſe Anordnung zweifellos eine
Vorarbeit für die Beratung des Bundesrats über der
Wunſch des Reichstages auf Beſeitigung des
Jeſuiten=
geſetzes iſt.
— Herr Häusler und das Zentrum.
Der Zentrumsabgeordnete Häusler hat Sonderpolitik
ge=
trieben. Die Germania zögert auch nicht, ihn im Namen
der Partei abzuſchütteln. Sie ſchreibt über dieſe Rede:
Herr Häusler hat als General zweifellos ein großes
Sachverſtändnis für militäriſche Dinge, und vieles von
dem, was er ſagte, war gerechtfertigt, aber in manchem
ſchoß er doch weit über das Ziel hinaus. Seine
Aus=
führungen deckten ſich in vielen Punkten nicht mit der
Auffaſſung der Fraktion, und es wäre beſſer geweſen,
wenn ſich Herr Häusler ſeine Ausführungen für die
Kom=
miſſion, die der geeignetere Ort für die Vorbringung einer
ins Einzelne gehenden Kritik iſt, vorbehalten hätte. Der
ihm ausſchließlich von der Linken zuteil gewordene
Bei=
fall wird dem Herrn Abgeordneten zweifellos gezeigt
ha=
ben, daß er in manchem einen Mißgriff getan hat. Die
Linke zeigt ſich maßlos erfreut über die ſcheinbare
Mei=
nungsverſchiedenheit im Zentrum, aber die Herren täu=
ſchen ſich. Das Zentrum kennt keinen Fraktionszwang
und jedem ſeiner Mitglieder ſteht die volle Redefreiheit
zu. Wenn Herr Häusler davon Gebrauch gemacht hat,
war das ſein gutes Recht, aber die Art, wie es geſchah,
läßt ſich nur — wir bedauern, das ſagen zu müſſen — aus
einer Verkennung der gegenwärtigen politiſchen Situation
erklären. Auf eine Uneinigkeit des Zentrums über die
Heeresvorlage ſchließen zu wollen, wäre gänzlich verfehlt,
die Herren von der Linken werden bei dieſer Spekulation
nicht auf ihre Koſten kommen. Es iſt ſelbſtverſtändlich,
daß Herr Häusler ſcharfen Widerſpruch beim
Kriegs=
miniſter fand.
Die Reichsbeihilfen für die „
Kolo=
nialbräute‟ Die Zahl der aus Deutſchland nach
den deutſchen Schutzgebieten auswandernden Bräute der
dort angeſtellten Reichsbeamten hat in neuerer Zeit ſehr
zugenommen. Es iſt dies darauf zurückzuführen, daß nach
dem Kolonial=Reichskoſtengeſetz den Mädchen für die
Ausreiſe nach den Kolonien eine ſtaatliche Beihilfe
ge=
leiſtet wird, und zwar in Höhe der für die eigene
Damp=
ferkarte und für den Transport der Ausſteuer erwachſenen
Koſten. Dem großen Mangel an weißen Frauen in
un=
ſeren Kolonien iſt dadurch einigermaßen abgeholfen
wor=
den, und ſtatiſtiſch wird auch feſtgeſtellt, daß die vermehrte
Eheſchließung der Beamten mit deutſchen Frauen den
deutſchen Anſiedlern ein gutes Beiſpiel gegeben hat.
Ausland.
Frankreich.
Frankreich und der neue amerikaniſche
Zolltarif. Der franzöſiſche Botſchafter in Waſhington,
Juſſerand, erklärte einem Berichterſtatter der Zeitſchrift
L’Echo de L’exportation, er hoffe, daß der neue
amerika=
niſche Zolltarif eine weſentliche Vermehrung des
Waren=
austauſches zwiſchen den Vereinigten Staaten und
Frank=
reich herbeiführen werde. Ein wichtiger Punkt ſei, daß
die Zollſchwierigkeiten zweifellos eine erhebliche
Erleichte=
rung erfahren würden. Die Franzoſen würden ein großes
Intereſſe daran haben, auf der Weltausſtellung von San
Franzisko würdig vertreten zu ſein. Es würde ein
beſon=
deres Geſetz geſchaffen, welches den ausgeſtellten
Gegen=
ſtänden für die Dauer der Weltausſtellung und ein Jahr
nach derſelben einen wirkſamen Muſterſchutz bieten ſolle.
Vom Senat ſei übrigens ein Geſetzentwurf zum Schutze
der Modelle eingebracht worden, welcher den
diesbezüg=
lichen, in den meiſten europäiſchen Ländern beſtehenden
Geſetzen ähnlich ſei.
England.
Das Pluralſtimmrecht. Im Laufe der
näch=
ſten Woche wird die Regierung eine der wichtigſten
Re=
gierungsbille für dieſe Seſſion vorlegen. Es iſt dies die
Bill, durch die das Pluralwahlrecht, das Recht einiger
Bevorzugter, bei einer Parlamentswahl in verſchiedenen
Wahlbezirken ihre Stimme abgeben zu können, aufgehoben
wird. Am Dienstag wird ſie vom Präſidenten des
Er=
ziehungsweſens, Mr. J. Peaſe, dem Hauſe unterbreitet
werden. Die Bill iſt nur eine kurze und befaßt ſich
aus=
ſchließlich mit dem Pluralwahlrecht. Sie unterſcheidet ſich
in jeder Hinſicht von der, die Mr. Harold Baker im letzten
Jahre einbrachte, und ſoll nicht einmal die
parlamenta=
riſche Vertretung der Univerſitäten beeinträchtigen.
Belgien.
Vor dem Generalſtreik. Der Kriegsminiſter,
Herr von Broqueville, der zugleich auch Premierminiſter
iſt, hatte eine lange Konferenz mit dem Bürgermeiſter von
Brüſſel, in der die zu treffenden Maßregeln gegen den
Generalſtreik erwogen wurden. Es fand eine Konferenz
der Bürgermeiſter von Brüſſel, Gent, Lüttich und
Ant=
werpen ſtatt, in der die gefaßten Entſchlüſſe bekannt
ge=
macht wurden. Wie verlautet, ſollen beſonders in den
großen Induſtriegebieten, in der Borinage, in La
Lou=
viere u. a. die Truppenbeſtände verdoppelt und
verdrei=
acht werden. Auch in den Städten ſollen Soldaten in
großer Zahl untergebracht werden. Außerdem aber ſollen
alle öffentlichen Anſtalten, wenn nötig, geſchloſſen werden.
Das Perſonal der Elektrizitätswerke vom Paturages
welche den ganzen Diſtrikt von Mons mit Strom verſehen,
hat die Abſicht kundgegeben, am nächſten Montag
gleich=
falls in den Ausſtand zu treten. Dieſe Erklärung hat
große Erregung hervorgerufen, da hierdurch die ganze
In=
duſtrie des Bezirks lahmgelegt würde. Am Sonntag
ſol=
len in Mons große Demonſtrationen ſtattfinden.
Kanada.
Sturmſzenen im Parlament. Als im
kanadiſchen Parlament der Premierminiſter Borden Schluß
der Debatte über ſeinen Vorſchlag, der Reichsregierung
Gelder für Kriegsſchiffe zur Verfügung zu ſtellen,
bean=
tragte, kam es zu Sturmſzenen, die ſchließlich, als dem
Marineminiſter Hazel durch Entſcheidung des Hauſes das
Wort vor dem Abgeordneten Laurier erteilt wurde, ſo
auswuchſen, daß Polizei herbeigeholt werden mußte.
China.
Reform der Salzſteuer. Die Regierung
führt mit Beſtändigkeit die Reform der Salzſteuer durch,
Sie ernannte für verſchiedene Aemter Chineſen mit
vor=
züglichen Charaktereigenſchaften und hohen Fähigkeiten,
Sie organiſiert ferner eine Salzinſpektion. Weiterhin
er=
nannte ſie einen britiſchen, amerikaniſchen, deutſchen,
japa=
niſchen und däniſchen Mitdirektor, gemäß der von
Juan=
ſchikai am 15. Januar ſanktionierten Ankündigung des
Finanzminiſters. Die Ernannten ſind alle Leute von
an=
erkannten Fähigkeiten.
* London, 10. April. Prinz Heinrich von
Preußen war heute abend Gaſt des deutſchen
Bot=
ſchafters, Fürſten Lichnowsky, auf einem Diner, an dem
u. a. auch teilnahmen: Lord Curzon, Lord Roſebery, die
Fürſtin Pleß, der öſterreichiſch=ungariſche Botſchafter ir
Waſhington und die Botſchaftsräte der ruſſiſchen und der
italieniſchen Botſchaft.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 12. April.
* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheit die
Groß=
herzogin empfingen am Donnerstag mittag 12 Uhr
im Neuen Palais den Generalmajor Noeldechen,
In=
ſpekteur der 1. Fuß=Artillerie=Inſpektion, und Gemahlin.
Die Fürſtin=Mutter zu Erbach=Schönberg, der Fürſt zu
Erbach=Schönberg, Prinz und Prinzeſſin Victor zu Erbach=
Schönberg, ſowie Gräfin Széchényi nahmen an der
Abendtafel im Neuen Palais teil. (Darmſt. Ztg.)
* Beſtätigt wurde der von dem katholiſchen Pfarrer
und dem Ortsvorſtand von Mainflingen auf die erſte
Lehrerſtelle zu Mainflingen, Kreis Offenbach, präſentierte
Lehrer Rudolf Ferkinghoff zu Mainflingen für dieſe
Stelle.
* Perſonalien der heſſiſchen Eiſenbahngemeinſchaft,
Ernannt: die Ingenieure Auguſt, Damerius, Fuchs,
Lincke, Wagner, die techniſchen Oberbahnaſſiſtenten
Herr=
lich, Dietewig, Joſt, Weis, die techniſchen Bureauaſſiſtenten
Schnitzſpahn, Spitzfaden, Engel, Geyer, die techniſchen
Praktikanten Wolf, Eck, die Bauaſſiſtenten Nax, Holſte,
Grope, Flach, Wittmann in Mainz, Architekt Schuh,
tech=
niſcher Praktikant Ott, techniſcher Bureauaſſiſtent Kornatz,
Bauaſſiſtent Schmidt in Darmſtadt zu techniſchen
Eiſen=
bahnſekretären; die Bahnmeiſterdiätare Sargk in
Seligen=
ſtadt, Geißler in Darmſtadt zu Bahnmeiſtern; Bahnmeiſter
Goldmann in Darmſtadt zum Materialienverwalter: dier
Lokomotivheizer Höhl, Barth, Bonacker, Breitwieſer, Dieß,
Phil. Schmidt, Wenzel, Georg Wolf in Kranichſtein,
Voll=
mar, Lennert, Muth, Friedr. Zündorf. Eidenmüller
in Darmſtadt zu Lokomotivführern; die
Schaff=
ner Naumann, Giespert, Jeckel, Schnellbacher,
La=
mely, Benedum, Friſch, Krug, Matheis in Worms
We=
ber I., Knapp, Röder, Gremm, Hartmann II., Bauer,
Breunig, Frank, Schöneweiß in Darmſtadt zu Zugführern;
die Eiſenbahngehilfen Schöpp in Erbach (Odenw.),
Hem=
berger in Hainſtadt, Drodt in Pfungſtadt, Wetteroth,
Achenbach in Pfeddersheim, Arras in Darmſtadt, Sennert
in Nauheim, Mittne in Nackenheim, Martin in Griesheim
b. Darmſtadt zu Eiſenbahn=Unteraſſiſtenten; die
Stell=
werkſchloſſer Breſtel in Bensheim, Riebel, Rothermel,
Klink in Darmſtadt, Häfner in Weiterſtadt, Sahler in
Dornberg zu Stellwerkoberſchloſſern; die Weichenſteller
Werner, Linder, Jäger, Engelhardt, Bär, Krämer in
Darmſtadt, Kleinböhl in Goddelau=Erfelden, Frank, Zecher
in Biſchofsheim, Rauch in Babenhauſen zu
Weichenſtel=
lern erſter Klaſſe; die Hilfswerkführer Schröder in
Lan=
gen, Wörner, Walter, Vollhardt in Darmſtadt zu
Werk=
führern; die Hilfsheizer Johs. Blum, Draudt, Hagenauer,
Kimmel, Lippert, Theodor Lorenz, Peter Walter, Baus,
Aug. Dörr, Ant. Heiler, Katter. Marquardt, Aug. Maus,
Schulz in Darmſtadt, Legel Gg. Pfaff, Ludw. Pfeiffer,
Heinr. Weber, Engel, Fey, Hergen, Wagner in
Kranich=
ſtein, Vöglin, Fachinger in Ober=Roden zu
Lokomotivhei=
zern; die Hilfstriebwagenführer Denzer, Krummeck, Neff,
Schniering, Schramm. Trapp in Darmſtadt zu
Trieb=
wagenführern; die Hilfsfeuermänner Hohenſtein in
Darm=
ſtadt, Karl Schmitt in Ober=Roden zu Feuermännern;
die Aushelfer Wedel in Ober=Ramſtadt, Wetzel in
Pfung=
ſtadt zu Eiſenbahngehilfen; die Hilfsweichenſteller Böhm
in Zwingenberg, Braun II. in Heppenheim, Eberlein in
Höchſt (Odenw.), Eſchborn in Weiterſtadt, Fabian in
Bensheim, Kirſch in Darmſtadt, Sattler in Kranichſtein,
Die Mutterſtadt der Inkakultur
entdeckt.
Die große peruaniſche Expedition der
amerikani=
ſchen Yale=Univerſität, die ſich zur Aufgabe geſtellt hat, den
Spuren des letzten vor Pizarro geflüchteten Inka
Manco zu verfolgen, hat dabei ein ganz unerwartetes
Ergebnis gezeitigt: ſie entdeckte eine großartige
Stadt=
anlage der früheſten Inkazeit, die als die erſte Metropole
anzuſehen iſt, von der die ruhmreiche Herrſchaft und
Kul=
tur der Inkas ihren Ausgang nahm. Der Leiter der
Expedition, Hiram Bingham, veröffentlicht in Harpers
Magazine einen ausführlichen Bericht über dieſe
wichtig=
ſten Denkmäler, die zu den großartigſten gehören, die je
in Peru gefunden worden ſind. Es ging ein
unkon=
trollierbares Gerücht, daß ſich in dem Tale des Urubamba=
Fluſſes völlig unbekannte Ruinen der Inkas befänden;
aber ſelbſt die vorzüglichſten Reiſenden, wie Wiener,
Caſtelnau und Marcou, die davon gehört hatten, waren
in dieſem Tale nicht vorgedrungen, weil es bis vor
weni=
gen Jahren faſt unzugänglich geweſen war. Erſt in
jüng=
ſter Zeit hatte die peruaniſche Regierung einen
Maultier=
weg an den Uſern des Fluſſes anlegen laſſen, und ſo
konnte denn Bingham ohne allzu große Mühen auf
die=
ſem jungfräulichen Gebiet der Forſchung vordringen und
jene ſteinernen Zeugen der alten Ziviliſation entdecken,
die intereſſanteſten und umfangreichſten,
die ſeit den Tagen der Konquiſtadoren gefunden worden
ſind. Es ſchien faſt unglaublich, daß dieſe wundervolle
Stadtanlage, nur fünf Tagereiſen von Cuszo entfernt,
bisher nur wenigen Eingeborenen bekannt geweſen und
noch nirgends beſchrieben worden war.
Machu Piechu — ſo heißt der Ort — iſt auf einem
ſteilen Felsgrat erbaut, an deſſen Ende ſich ein rieſiger
Berggipfel erhebt. Jähe Abgründe ſtürzen zu beiden
Seiten der Stadt nieder, und zu den Hauptgebäuden führt
eine große Anzahl von Terraſſen herauf, die
augenſchein=
lich für Ackerbauzwecke angelegt waren. Die Reſte einer
großartigen Bewäſſerungseinrichtung laſſen ſich erkennen,
zahlreiche Brunnen und Waſſerbaſſins. Ein ſehr hübſches
Badehaus und ein anſchließender Ruheraum mit Sitzen
liegen gleich zu Anfang der Stadt; das Waſſer wurde den
Bädern durch einen ſteinernen Kanal zugeführt. Auf der
Spitze eines gewaltigen Granitblocks liegt in der Nähe
ein halbkreisförmiges Gebäude, aus faſt rechteckigen
Stein=
blöcken erbaut und im Innern hübſch behauene Niſchen
enthaltend. Eine Treppe führt weiterhin auf dem
Fels=
grat zu einem Platz, den Bingham die „heilige
Plaza” genannt hat. Dieſer Mittelpunkt der Anlage
zeigt auf der Südſeite von großen Blöcken eingefaßte
Terraſſen und eine Art halbkreisförmiger Baſtion. Auf
der Oſtſeite ſind die Wände eines rechteckigen Gebäudes
29 Fuß lang und 37 Fuß breit. Das mit Niſchen
ausge=
ſtattete Gebäude hat 2 Türen, die nach dem Platz gehen,
aber keine Fenſter. Auf der Weſtſeite iſt ein gewaltiges,
aus unbehauenen Steinen getürmtes Bauwerk, das ſich
mit der einen Seite ganz nach dem Platz öffnet. Wie bei
allen anderen Baulichkeiten fehlt das Dach. Die Blöcke
aus weißem Granit ſind in einzelnen Reihen aufgeſchichtet,
von denen die der unterſten Reihe viel größer ſind als
die der anderen. Die größten dieſer Blöcke meſſen in der
Länge bis 13 Fuß, ſind etwa 2,8 Fuß dick und höher als
ein Menſch. Direkt unter dem heiligen Platz führen
Terraſſen zu einem großen, hufeiſenförmigen Platz, der
augenſcheinlich ein alter Spielplatz war. Dieſer iſt auf
einer Seite von einer Anzahl weniger bedeutender aber
gut gebauter Häuſer abgeſchloſſen. Das Material, aus
dem die ganze Stadt errichtet iſt, iſt weißer Granit. Die
Architektur weiſt bereits alle die Vorzüge auf, die die
Be=
wunderung der ſpaniſchen Eroberer erregten, als ſie die
Städte der Inkas ſahen.
Die Geſamtheit der Ruinen von Machu Picchu
ge=
währt einen geradezu labyrinthiſchen Eindruck, ſo
zahlreich und vielgeſtaltig drängen ſich Plätze und
Häuſer=
komplexe durcheinander. Ein Geheimnis umwittert dieſe
Stadt, die nach Jahrhunderten ungeſtörten Schlummers
nun auferweckt worden iſt und Antwort geben ſoll auf
viele Fragen. Der Entdecker glaubt des Rätſels Löſung
in einem Bauwerk gefunden zu haben, das ſich an der
Nordſeite der „heiligen Plaza” erhebt und in ſeiner
An=
lage dem Bau der Weſtſeite ſehr ähnelt. Wie der
Weſt=
bau ſcheint auch dieſer ein Tempel zu ſein, aber er hat
etwas Auffälliges, was ſich ſonſt nirgends findet: eine
Reihe von drei großen Fenſtern, die 3,1 Fuß breit und
etwa 4 Fuß hoch ſind und ſich in der Hinterwand befinden,
einen weiten Ausblick über das ganze Land hin geſtattend.
Dieſen „Tempel mit den drei Fenſtern” bringt Bingham
mit einer alten Sage der Inkas in Verbindung, die
ſicher=
lich einen geſchichtlichen Kern hat. Danach iſt das
Inka=
reich von drei Stämmen gegründet worden, die zuerſt von
einem Felſen aus durch drei Fenſter erblickt wurden. Der
Ort, von dem ſie auszogen, wird Tamputocco genannt,
d. h. „Haus der Fenſter” Wahrſcheinlich iſt das jetzt
ent=
deckte Machu Picchu dieſe ſagenhafte Mutterſtadt der
Inkakultur.
Nummer 85.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913.
Seite 3.
die Bahnwärter Burkard in Biebrich, Coutandin, Gunkel
König, Müller II., Sauerwein in Darmſtadt, Fell, Kiſſel
in Gernsheim, Oſtermeier, Walter in Kranichſtein, Weicker
in Stockſtadt (Rhein) zu Weichenſtellern; die
Hilfsſtell=
werkſchloſſer Herm. Weiß in Bensheim, Jak. Dietz,
Göl=
zenleuchter in Darmſtadt zu Stellwerkſchloſſern; die
Hilfs=
rangierführer Schieferſtein, Zöller in Kranichſtein zu
Ran=
gierführern; die Hilfsſchaffner Balß, Knöbel, Henninger
in Darmſtadt, Bahnſteigſchaffner Müller in Darmſtadt zum
Schaffner; die Hilfsbahnwärter Gg. Geß in Griesheim
b. Darmſtadt, Leonh. Wolf in Schöllenbach, Peter Raiß II.,
Blankenbach, Emig, Graf in Weiterſtadt, Sattler, Rückert
Opper in Darmſtadt zu Bahnwärtern. — Den
Eiſenbahn=
aſſiſtenten Dorn in Darmſtadt, Pollmann in Heppenheim
(Bergſtr.), Hechler in Bensheim iſt der Titel „
Oberbahn=
ſiſtent” beigelegt worden.
Verſetzt: der Bahnhofsvorſteher Gramann von
Bickenbach nach Langwedel (Dir.=Bez. Hannover), der
Gü=
tervorſteher Diez von Darmſtadt nach Oberlahnſtein; die
Bahnmeiſter Schwinn von Michelſtadt nach Darmſtadt,
Grünewald von Darmſtadt nach Barop (Dir.=Bez. Eſſen);
der Oberbahnaſſiſtent Lieſe von Kranichſtein nach Mainz;
die Eiſenbahn Unteraſſiſtenten Höbel von Langen nach
Bensheim, Pithan von Planig nach Sprendlingen (Kreis
Offenbach), Petri von Babenhauſen nach König, Köhler
von König nach Babenhauſen; die Lokomotivheizer Kropp
von Bingerbrück nach Pfungſtadt, Weſp von Weinheim
nach Seeheim, Stiep von Darmſtadt nach Groß=Zimmern,
Uinell von Groß=Zimmern nach Kranichſtein, Wilh. Becker,
Geeb, Feuermann, Volk von Darmſtadt nach Kranichſtein;
ie Eiſenbahngehilfen Kindinger von Weiterſtadt nach
reieichenhain, Schröder von Darmſtadt nach Bensheim,
Graffert von Pfungſtadt nach Laubenheim; der
Weichen=
ſteller Emrich von Babenhauſen nach Darmſtadt; der
Schaffner Frank von Groß=Zimmern nach Darmſtadt; der
Skationsſchaffner Barth von Mainz nach Griesheim
Main), Rangierführer Gunkel von Worms nach
Kranich=
tin; die Bahnwärter Kaltwaſſer von Wixhauſen nach
Erzhauſen, Naas von Erzhauſen nach Wixhauſen, König
ven Wolfskehlen nach Griesheim b. Darmſtadt, Lang von
Friesheim nach Weiterſtadt.
Penſioniert: Bahnhofsvorſteher Lemke in
Wörr=
ſtedt; Lokomotivführer Gräf in Kranichſtein;
Rangier=
neiſter Schimpf in Kranichſtein; Weichenſteller Draudt
Bickenbach; Schaffner Klug in Pfungſtadt.
Das Großh. Regierungsblatt Nr. 11 vom
1 April hat folgenden Inhalt: 1. Bekanntmachung,
ſie Bildung einer ſelbſtändigen Gemeinde Buchſchlag
erreffend. 2. Geſetz, die Wahl des Gemeinderats, des
BBürgermeiſters und des Beigeordneten der Gemeinde
Buchſchlag betreffend.
* Bürgermeiſterwahlen in Heſſen. Das Großh. Mini
terium des Innern hat in einer Verfügung an die
Bürger=
neiſtereien darauf hingewieſen, daß die für die
Verlänge=
ung der Dienſtzeit der Bürgermeiſter und Beigeordneten
n Artikel 75 der Landgemeindeordnung vorgeſehene Friſt
ſm ſechs Monaten die äußerſt zuläſſige Grenze bildet. Die
Naßnahme der Wahlen, ſowie die Erledigung des
Rekla=
nations= und Beſtätigungsverfahrens ſei demnach derart
u beſchleunigen, daß in der Regel der Dienſtnachfolger
ein Amt beim Ablauf der Wahlperiode des
Amtsvor=
ärigers antreten könne.
Rbg. Reichsgerichts=Entſcheidung. Erſchlicheene
u it tungen ſind Betru g. (Nachdruck
ſerboten.) Der Metzger Schenkel in Lampertheim ſtand mit
ſem Kaufmann Dernburg in Frankfurt in
Ge=
ſhäftsverbindung und ſchuldete ihm mehrere
Geld=
eträge. In der Aufſtellung vom 5. Mai handelte es ſich
m. 600 Mark und dann lagen noch Rechnungen vom 21.
März über 22,80 Mark, ſowie vom 4. Mai über 64,70 Marl
or. Als D. im Mai zu Schenkel kam, holte dieſer die
cei Rechnungen herbei und ſagte zu D., er wolle mal
chen, was er ſchuldig ſei, D. ſolle quittieren. Nun ſtellte
auf der Maiaufſtellung die 3 Rechnungsbeträge
zu=
hmmen und quittierte. Nachdem er die Quittung
voll=
gen hatte, legte er ſie auf den Tiſch und holte ſein
ichſelformularbuch aus der Taſche, in der Annahme, Sch
ſerde den Betrag durch Wechſel decken wollen. In
die=
im. Augenblick nahm Sch. die quittierten Rechnungen an
ſch und meinte auf den Proteſt des D., jetzt ſolle er ſich
ſriſcheren. D. konnte weder ſeine Quittungen noch das
ed erhalten und erſtattete nun Anzeige gegen Sch., gegen
n nunmehr das Verfahren wegen
Urkundenunterdrück=
ug und Diebſtahl eingeleitet wurde. Die Strafkammer
harmſtadt, vor welcher ſich Schenkel zu verantworten
Ltte, kam jedoch zur Ueberzeugung, daß nicht
Urkunden=
lnterdrückung und Diebſtahl vorliege, ſondern Betrug,
Ichenkel wurde deshalb auf den rechtlich veränderten
Ge=
ſhrspunkt hingewieſen, damit er ſeine Verteidigung nach
eſer Richtung hin einrichte. Zunächſt behauptete der
An=
kklagte, die ſchuldigen Beträge bereits an D. bezahlt zu
ſen; da er aber keine Quittung darüber erhalten habe,
habe er ſie ſich auf dieſe Weiſe verſchafft.
Demgegen=
ſer bekundet jedoch der Zeuge D., daß Sch. bisher nur
Mark bezahlt und quittiert erhalten habe. Die
Auf=
jederung des Angeklagten, die ſchuldigen
Rechnungs=
kträge zu quittieren, habe in ihm den Irrtum erregt,
Sch. zahlen wolle, denn ſonſt hätte er weder die Rech=
nungen quittiert, noch die quittierte Rechnung auf den
Tiſch gelegt. Die Strafkammer glaubt die Angaben des
D. und hält den Angeklagten deshalb des Betrugs für
überführt. Er hat den Zeugen durch die falſche Angabe,
er wolle bezahlen, beſtimmt, die Rechnungen zu quittieren.
Durch die Erlangung der quittierten Rechnungen erſtrebte
und erhielt er einen rechtswidrigen Vermögensvorteil
und D. war vorübergehend um die Forderung gebracht
Durch die Quittungen in Händen des Angeklagten waren
die Forderungen des D. minderwertig geworden, weil
ihnen der Einwand der erteilten Quittung
gegenüber=
ſtand, ſomit die Anfechtungsklage. Der Angeklagte war
ſomit des Betrugs für überführt anzuſehen. Die Straf
kammer verurteilte ihn zu 300 Mark Geldſtrafe. Gegen
dieſes Urteil legte der Angeklagte Reviſion beim
Reichs=
gericht ein, die jedoch koſtenpflichtig verworfen
wurde.
Provinzialausſchuß. Tagesordnung zur Sitzung
am Samstag, den 19. April, vormittags 9½ Uhr:
1. Wohnungsvergütung für das Lehrerperſonal zu Klein=
Auheim. 2. Enteignung von Grundeigentum in der
Gemarkung Lampertheim zur Anlage von Ortsſtraßen.
3. Beſchwerde der Firma Dyckerhoff & Widmann zu
Biebrich a. Rh. gegen die Heranziehung zur Gewerbe
ſtener in der Gemeinde Rüſſelsheim. 4. Einwen
dungen gegen die Beigeordnetenwahl in Hering am
31. Auguſt 1912.
— Vom Großh. Hoftheater. Als erſter Abend der
Nibelungen=Trilogie und dritter Abend im Rahmen der
Frühlings=Feſtſpiele des Hoftheaters gelangt am
Sonn=
tag „Die Walküre” zur Aufführung. Der Beginn der
Vor=
ſtellung, der auf 6 Uhr angeſetzt iſt, wird durch
Fanfaren=
ſignale bekanntgegeben. Am Montag geht als dritter
Abend des Ibſen=Zyklus „Nora oder das Puppenheim”
als 156. Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe C 39, in
Szene. Zu dieſer Vorſtellung, die um 7½ Uhr beginnt,
gelten die kleinen Preiſe. Am Dienstag wird „Tiefland‟
für die Serie A zur Wiederholung gelangen. Für Mitt
woch iſt die erſte Wiederholung der Neuinſzenierung von
Schillers „Jungfrau von Orleans” angeſetzt. Am Freitag
und Samstag fallen die Vorſtellungen aus. Die Feſtſpiele
werden am Sonntag mit der Neuinſzenierung des „Sieg
fried” unter muſikaliſcher Leitung von Generalmuſikdirektor
Bruno Walter=München mit Modeſt Menzinsky als
Sieg=
fried, Walter Soomer als Wanderer, Zdenka Mottl=
Faßbender als Brünhilde, Joſef Pauli als Mime
weiter=
geleitet. Die Namen der gewonnenen Künſtler, die alle
internationalen Ruhm genießen, ſind eine Bürgſchaft
da=
für, daß auch dieſer Abend ein Kunſtereignis im wahrſten
Sinne zu werden verſpricht.
O Einziehungsſtelle der Handwerkskammer.
Nun=
mehr iſt ſeit Errichtung der Einziehungsſtelle der
Hand=
werkskammer ein halbes Jahr verfloſſen und erfreut
ſich dieſelbe aus allen Teilen des Kammerbezirks ſtets
wachſender Inanſpruchnahme. Von den übertragenen
Aufträgen konnte ein erheblicher Teil zur Zufriedenheit
der Auftraggeber erledigt werden, während eine Anzahl
wegen Rechtsungültigkeit oder Verjährung der
For=
derungen nicht weiter verfolgt werden konnte. Wie
die Erfahrung bis jetzt gelehrt, ſind die angemeldeten
Forderungen faſt durchweg ſogenannte faule Poſten
geweſen, deren Entſtehung in vielen Fällen ſchon
1—2 Jahre zurücklagen und mithin oft die Grenze der
Verjährung erreicht hatten. Der Umſtand, daß es
trotzdem gelang, in einer erheblichen Anzahl Fällen
vollſtändige oder Zielzahlungen zu erlangen, bietet wohl
Gewähr dafür, daß der neuen Einrichtung der
Hand=
werkskammer Vertrauen entaegengebracht werden kann.
Den Intereſſenten ſei daher nochmals geſagt, daß die
Einziehungsſtelle kein Erwerbsinſtitut iſt, ſondern nur
das allzu verbreitete Borgunweſen bekämpfen will.
Gegen geringen Entgelt ſtellt ſie ihre Dienſte der
All=
gemeinheit zur Verfügung und iſt nur darauf bedacht,
für ihre Auftraggeber mit möglichſt wenig Koſten
größere Vorteile zu erreichen. Beweis hierfür iſt auch
der neueſte Beſchluß, wonach bei Aufträgen unter
10 Mk. eine geringere Auftragsgebühr erhoben wird,
womit einem mehrfach hervorgetretenen Wunſche aus
Kreiſen der Auftraggeber entſprochen worden iſt.
Darmſtädter Künſtler auswärts. Herrn
Hof=
muſiker Kümmel iſt von der Konzert=Direktion
Robinſon & Co. in New=York das ehrenvolle
An=
gebot zugegangen, während der diesjährigen Sommer=
Monate zu Gaſtſpielen als Cornet à Piſton=
Virtuoſe nach Amerika zu kommen.
** Muſikaliſch=Deklamatoriſcher Abend. Samstag,
den 26. April, abends, findet im Feſtſaal der Loge,
Sand=
ſtraße 10, ein von Herrn Kammermuſiker Kugler
ver=
anſtalteter Muſikaliſch=Deklamatoriſcher Abend, unter
Mit=
wirkung erſter künſtleriſcher Kräfte, ſtatt. (Siehe Anz.)
K. Tierſchutzverein für das Großherzogtum Heſſen.
Dem Tierſchutzverein hier wurde von Fräulein Auguſte
Walther aus Seeheim in hochherziger Weiſe eine
Spende von 1000 Mk. für allgemeine
Tierſchutz=
zwecke teſtamentariſch überwieſen.
* Ausſtellung. Anfangs nächſter Woche wird Herr
Profeſſor Dr. Fritz Limmer auf kurze Zeit im
Ehren=
ſaale des Städtiſchen Ausſtellungsgebäudes auf der Ma=
thildenhöhe 120 Aufnahmen: Bilder von Alt=
Braunſchweig, Hildesheim und Goslar zur
Ausſtellung bringen. Die Bilder waren vorher ſieben Wo
chen in Braunſchweig ausgeſtellt und haben dort großen
Beifall gefunden.
** Die neue Felduniform wird vom dem Leibgarde=
Regiment Nr. 115 zum erſten Male am Montag
gelegent=
lich der Kompagnie=Beſichtigung auf dem Griesheimer
Uebungsplatz getragen werden.
* Die Privilegierte Schützengeſellſchaft Darmſtadt
be=
geht im laufenden Jahre die Feier ihres 350jährigen
Be=
ſtehens und wird aus dieſem Anlaß Mitte Mai ein
gro=
ßes, allgemeines Jubiläums=Preisſchießen
veranſtalten. Die ſchönen geräumigen Lokalitäten des
neuen Schießhauſes an der Griesheimer Chauſſee
wer=
den zu dieſem Zweck beſonders hergerichtet und mit zahl
reichen weiteren Ständen verſehen, da bereits eine ſehr
ſtarke Beteiligung der befreundeten Schützenvereine von
nah und fern geſichert iſt. Der unter dem Protektorate
des Großherzogs ſtehenden Schützengeſellſchaft ſind zu
dem Jubiläums=Preisſchießen ſchon zahlreiche Ehrenpreiſe
geſtiftet reſp. angemeldet worden, ſo von den
Schützen=
geſellſchaften zu Michelſtadt, Erbach, Heidelberg,
Aſchaffen=
burg, dem Schützenverein zu Frankfurt a. M., dem
Heſſi=
ſchen Reiterverein uſw. Neben den Ehrenpreiſen für die
ſcharfen Konkurrenzen wird auch eine Feſtſcheibe „Ernſt
Ludwig” und „Glücksſcheibe Darmſtadt” vorhanden ſein
auf der jeder, der bei den anderen Konkurrenzen keinen
Preis erzielte, ſein Glück verſuchen kann. Neben den
zahl=
reichen Preiswettkämpfen wird natürlich auch für
entſpre=
chende geſellige Veranſtaltungen, Konzerte uſw., in
aus=
reichendem Maße geſorgt ſein.
* Bezirksverein Martinsviertel. Am Montag, den
14. d. Mts., findet im Gollingſchen Saal,
Pankratius=
ſtraße, eine außerordentliche Hauptverſammlung des
Bezirksvereins Martinsviertel ſtatt. Außer internen
Ver=
einsangelegenheiten ſteht ein Referat über Verkehrsfragen
in dieſem Stadtteil auf der Tagesordnung. Da eine
Abordnung des Viertels vor kurzem mit dem Herrn
Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing eine Beſprechung in
dieſer Sache hatte, dürften intereſſante Einzelheiten über
die demnächſtige Ausgeſtaltung unſerer Elektriſchen zu
erwarten ſein. (Siebe Anz.)
* Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mitgliederſtand betrug am 5. April l. J.
männ=
lich 9557, weiblich 6555, zuſ. 16 112, in Prozenten 59,32,
40,68. Der Krankenſtand betrug am 5. April I. J.
männlich 454, weiblich 247, in Prozenten 4,74, 3,77.
An Krankengeld wurden ausgezahlt in der Woche
vom 31. März bis 5. April I. J. 5732,26 Mk. (1912:
5290,51 Mk.) An Wöchnerinnen waren vorhanden
am 5. April I. J. 36. Sterbefälle kamen vor
in der Woche vom 31. März bis 5. April l. J. 3.
* Konzerte. Reſtaurant Rummelbräu
Morgen Sonntag, abends 8 Uhr, konzertiert die Kapelle
des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61. Die Leitung hat Herr
Obermuſikmeiſter Weber. Außer Werken von C M. von
Weber, D. F. E. Auber, J. Offenbach, O. Nicolai uſw.,
wird Herr Koch die Variationen über Ferd. Davids „Der
kleine Tambour” für Solo=Violine zum Vortrag bringen.
(Siehe auch Anzeigenteil.) — Ludwigshöhe! Das
morgige Konzert der Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts.
Nr. 61 findet bei günſtiger Witterung (Militärmuſik) im
Freien ſtatt, andernfalls (Streichmuſik) im Saal. Das
Programm wird oft gehegten Wünſchen gerecht werden,
und enthält zum größten Teil gern gehörte Kompoſitionen
alter und moderner Meiſter. (Siehe Anzeige.)
* Kinotheater. Das Reſidenztheater am
Wei=
ßen Turm führt ab heute als Hauptſtück im Programm
„Der Schatten des Anderen” vor. Es iſt ein dra
matiſcher Film, der bei dem Beſchauer vom erſten
Augenblick eine ſich ſteigernde Spannung auslöſt, die im
letzten Akt ihren Höhepunkt erreicht: Das künſtleriſche,
voll=
endete Spiel der Darſteller, die ausgezeichnete
Photo=
graphie und meiſterhafte Regie bereiten dem Beſucher eine
Stunde anregender Unterhaltung. Der Film „Das Herz
des Indianers” führt nach dem wilden Weſten, der neueſte
Wochenbericht und die Naturaufnahmen, Torpedoboote im
Sturmwind an der Silberküſte beſtreiten den
wiſſenſchaft=
lichen Teil, whrend drei Komödien dafür ſorgen, daß
der Humor im Programm auch auf ſeine Koſten kommt.
(Siehe Anzeige.) — Union=Theater (Kunſtlichtſpiele,
Rheinſtraße 6). Der Laie macht ſich keinen Begriff davon
welche Schwierigkeiten überwunden werden müſſen, und
welche Opfer es erfordert, einen brauchbaren Film, wie
den von heute ab gezeigten, „Wenn Liebe ſpricht”
herzu=
ſtellen. In zwei Akten wird das Wirken einer
Marine=
ſpionin geſchildert, die reuig und, um den Geliebten nicht
zu ruinieren, eine Seemine entzündet und dadurch ein
Schiff in die Luft ſprengt. Der beliebte Komiker Prince
tritt in einer Humoreske „Moritz als Maronenhändler‟
auf und der komiſche Film „Die wandernde Vogelſcheuche‟
wirkt zwerchfellerſchütternd. Die gefürchtete Viper wird
in einer belehrenden Naturaufnahme gezeigt, während die
übrigen Nummern des Programms teils ernſten, teils
heiteren Genres ſind. Die Hauskapelle ſorgt für
muſika=
liſche Genüſſe. — Der erſte Darmſtädter Kino,
Grafenſtr. 12, bringt ab Samstag das großzügige Drama
Neues zur Entſtehungsgeſchichte
des Krieges 1870/71.
— Der Fund von 28 Geheimdepeſchen
Bis=
harcks und Prims anläßlich der
Hohenzollern=
ſhen Thronkandidatur 1870, der Prof. Heſſel=
Reth in Lippſtadt geglückt iſt, iſt geeignet, wertvolle neue
ſſſchlüſſe zur Geſchichte der ſpaniſchen Thronkandidatur
ſppolds von Hohenzollern, die als direkter Anlaß des
fie ges 1870/71 ſtets ein Gegenſtand heftigſter Polemik
ſd parteiiſcher Ausbeutung (beſonders in der
franzöſi=
em Geſchichtsſchreibung) war, zu geben. Die bisherige
lſicherheit in der Beurteilung der Geſchichte der
ſpani=
ſen. Thronkandidatur Leopolds von Hohenzollern war
f Mangel an ausreichendem Quellenmaterial
zurückzu=
hren. Hier verbreitet Heſſelbarths Fund neues Licht:
Aeſer Depeſchenwechſel zwiſchen Bismarck und Prim
w. Salazar, dem ſpaniſchen Unterhändler, führt Heſſel=
Urth (Drei pſychologiſche Fragen zur ſpaniſchen
Thron=
hdidatur. Verlag von B. G. Teubner, Leipzig) zur
Aſung der Fragen: Was hat Bismarck, was hat Prim,
d was haben die Hohenzollern mit der ſpaniſchen
Fronkandidatur Leovolds beabſichtigt? Er kommt zu
An intereſſanten Ergebnis, daß die von den jüngeren
nzöſiſchen Hiſtorikern (insbeſondere von Olliviers
Empire liberal) vertretene Auffaſſung, als ſei Bismarck
t Frühjahr 1869 auf den Krieg ausgegangen und habe
Eim gedrängt, oder gar beſtochen — durchaus falſch iſt;
Prim vielmehr Bismarck ungeſtüm drängte und ſich
ſar ſchmeichelte, Napoleon für ſeinen Plan der
Thron=
hdidatur zu gewinnen. —Der gleichen Abſicht, die
dürf=
len Quellenbeſtände zu bereichern und die tendenziöſe
Eſtellung Olliviers zu berichtigen, entſpringen zwei
gleichzeitig ebenfalls im Teubnerſchen Verlag erſcheinende
Arbeiten Prof. Rich. Feſters: Die „Briefe, Aktenſtücke
und Regeſten zur Geſchichte der Hohenzollernſchen Thron
kandidatur in Spanien (1866—70” zwei Bändchen
um=
faſſend, erweitern den bisherigen Quellenkreis ganz
er=
heblich und geben eine durch die Berückſichtigung der
ſpa=
niſchen Literatur, der Flugſchriften und der Aeußerungen
der europäiſchen Preſſe zum erſten Male vollſtändige
Sammlung aller Quellen zu dieſer Frage. Sie ſind eine
willkommene Ergänzung zu Heſſelbarths Buch und zu
Feſters „Neuen Beiträgen zur Geſchichte der
Hohenzollern=
ſchen Thronkandidatur in Spanien” die zum erſten Male
eine umfaſſende Geſchichte der Thronkandidatur nach dem
derzeitigen Stand des Materials bieten. Neben der
Ab=
weiſung tendenziöſer franzöſiſcher Darſtellungen korrigiert
Feſter nach dem neuen Quellenbefund auch die deutſche
Geſchichtsſchreibung der letzten Jahre, die ſich zu ſehr
ge=
wöhnt hatte, in der Vorgeſchichte von 1870 alles auf
Bis=
marck zu beziehen, ſo daß darüber der europäiſche
Charak=
ter dieſer Vorgeſchichte zu kurz gekommen iſt. Die
Hohen=
zollernkandidatur gehört ebenſo ſehr der ſpaniſchen wie
der deutſchen Geſchichte an, berührt ebenſo ſtark die
portu=
gieſiſchen Intereſſen wie die franzöſiſchen, die
italieni=
ſchen noch ſtärker als die engliſchen. Hier wird der
Ver=
ſuch gemacht, das bisher verſchobene Problem zurecht zu
rücken. Auf die September=Revolution und ihre Geneſis
zurückgreifend, verfolgt Feſter auf Grund jener neu
er=
ſchloſſenen Quellen alle Stadien der ſpaniſchen
Thron=
folgefrage bis zum Ausbruche des Krieges von 1870 und
gelangt zu einer genauen Beſtimmung des Anteils aller
beteiligten Faktoren, die bisher unmöglich war. Ueberall
tauchen neue Probleme auf, die bisher kaum geprüft
wor=
den ſind und die hier abſchließend mit wiſſenſchaftlichem
Ernſt behandelt werden.
Feuilleton.
C Ein Tag im Leben des Papſtes. Der ſchwere
Rück=
fall, der in der Krankheit des Papſtes in den letzten Tagen
eingetreten war, wurde von den Aerzten hauptſächlich
dar=
auf zurückgeführt, daß der Papſt von ſeinem gewohnten
Tagewerk nicht völlig ablaſſen wollte. Dieſer Zug iſt
be=
zeichnend für ein Grundelement im Charakter des Papſtes.
Arbeit iſt ihm immerdar Lebensbedürfnis geweſen, und
in geſunden Tagen hat er ſich unermüdlich ſeinem Amte
gewidmet. Als er in den Vatikan einzog, behielt er das
regelmäßige und einfache Leben bei, das er früher geführt
hatte. Stets war er ein Frühaufſteher. Um 5 Uhr, im
Sommer ſogar noch zeitiger, beginnt er ſeinen Tag; ſo
ſchildert ein Beobachter aus der Umgebung Pius’ X. die
Lebensweiſe, die er während ſeines Pontifikats
inne=
gehalten hat. Zum Ankleiden bedarf er keiner Hilfe; er
nimmt ſein Gebetbuch und macht ſogleich einen Frühgang
durch die ſeinem Schlafgemach benachbarten Galerien und
Gärten des Palaſtes. Um 6 Uhr lieſt er die Meſſe, von
einem ſeiner beiden Privatſekretäre und Geheimkapläne
unterſtützt. Dieſe Frühmeſſe bildet die Verzweiflung der
vornehmen römiſchen Damenwelt, denn um ihr beiwohnen
zu können, was die frommen Ariſtokratinnen ſtets gewohnt
waren, müſſen ſie ſchon um 4 Uhr aufſtehen. Nach der
Meſſe nimmt der Papſt im Speiſeſaal, im dritten Stocke
des Vatikans, ſein Frühſtück ein, das an Faſttagen aus
Kaffee mit Milch und ſonſt aus reiner Milch beſteht.
Früher nahmen ſeine beiden Schweſtern, wenn ſie der
Meſſe beigewohnt hatten, nicht ſelten an ſeinem Frühſtüch
teil. Nun hat ſich die eine von ihrem geliebten „Beppo”
trennen müſſen, und ihr Platz an der Frühſtückstafel iſt
leer. Nur kurze Zeit gönnte ſich Pius in dieſem trauten
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913.
Nummer 85.
„Auf den Stufen des Throns” mit dem italieniſchen
Tra=
göden A. Coppozzi in der Titelrolle. Es iſt ſomit die
Ga=
rantie für etwas ganz hervorragendes gegeben. Der Film
„Die Schönheiten des Oberlandes” wird ob ſeiner
wun=
derbaren Bilder erfreuen. „Willy geht auf den Leim”
eine herrliche Humoreske, wird wohl gefallen und
beſon=
ders auch die Lachmuskeln in Bewegung ſetzen.
Außer=
dem laufen im Programm noch viele erſtklaſſige Filme und
gibt eine gute, den Vorſtellungen angepaßte Klavier= und
Harmoniumbegleitung die Gewähr für genußreiche
Stunden.
* Lindenfels, 11. April. Die hieſige Spar= und
Darlehenskaſſe iſt bei der Genoſſenſchaftsbank mit
74000 Mark Guthaben beteiligt, welches ſich aus 7000
Mark Aktien der Genoſſenſchaftsbank, aus 39000 Mark
Depoſiten und 28000 Mark laufender Rechnung
zuſam=
menſetzt. Die Kaſſe verfügt über einen Reſervefonds von
26000 Mark. — In einer geſtern abgehaltenen
außer=
ordentlichen Generalverſammlung des
Ver=
ſchönerungsvereins wurde beſchloſſen, den
ſeit=
herigen Namen in „Verſchönerungs= und
Ver=
kehrsverein Lindenfels” abzuändern. . Die
Rechte des Vorſtandes wurden erweitert. Zwiſchen
Lin=
denfels und Fürth ſollen mehrere Bänke und im
Kap=
walde eine Schutzhütte aufgeſtellt werden. Letzterer
Be=
ſchluß wird von den Touriſten ſicher freudig begrüßt
wer=
den. Einem Antrage, die Herſtellung von Reklamemarken
betreffend, ſoll näher getreten werden.
sd. Bürſtadt, 10. April. Als der 32jährige
Dienſt=
knecht Johann Tremmel von hier mit einer Walze, vor
die ein junges Pferd geſpannt war, in Pfeddersheim eine
ſtarke Höhlung herabfuhr, ſcheute das Pferd vor einem
Automobil. Tremmel wurde gegen einen Stein
geſchleu=
dert und blieb ſchwer verletzt liegen. In einer nahen
Wirtſchaft, in die der Verunglückte gebracht wurde, trat
nach kurzer Zeit der Tod ein.
Mainz, 11. April. Vor einigen Tagen wurden zwei
Brüder K onrad aus Bretzenheim verhaftet, weil
ſie in den Gärten der Gemarkung mehrere Ställe
aufge=
brochen und Hafen und Geflügel geſtohlen hatten. Der
19jährige Wendelin Konrad hat ſich in ſeiner Zelle
im Provinzialarreſthaus erhängt.
Wiederbelebungs=
verſuche waren erfolglos.
Worms, 11. April. Im Waſſergasſchweißwerk erlitt
heute nacht ein 32 Jahre alter Eiſendreher einen Unfall
dadurch, daß ihm eine 6 Zentner ſchwere Scheibe, an der
er beſchäftigt war auf das linke Bein fiel und ihm den
Unterſchenkelknochen durchſchlug.
Sprendlingen (Rheinh.) 11. April. Hier verbrannte
ſich ein in den 30er Jahren ſtehender verheirateter Mann
derart, daß an ſeinem Aufkommen gezweifelt wird.
Der=
ſelbe war in der Fabrik von Schnell tätig. Er legte ſich
am Montag in ein Zugloch, um zu ſchlafen. Als er
ein=
geſchlafen war, nahmen einige Mitarbeiter ein
brennen=
des Papier und warfen dasſelbe in das enge Zugloch. Die
Kleider des Schlafenden fingen gleich an zu brennen, und
als man denſelben herauszog, war er ſchon ſehr ſtark an
dem Oberkörper verbrannt.
Schlitz, 11. April. Hier ſtarb nach langem, ſchwerem
Leiden der hieſige Oberpfarrer und Dekan Fritz Schmidt
im 53. Lebensjahr. Er erfreute ſich großen Anſehens
weit über das Schlitzerland hinaus. Als Prediger war
er hochgeſchätzt. In aller Erinnerung iſt noch die
ein=
drucksvolle Feſtpredigt, die er am 1100jährigen
Jubi=
läumsfeſt des Beſtehens der hieſigen Stadtkirche gehalten
hat. In Anerkennung ſeiner Verdienſte als Dekan und
Pfarrer der hieſigen Gemeinde erhielt er damals das
Ritterkreuz 1. Klaſſe des Philippsordens. Faſt 20 Jahre,
von Anfang ſeiner Dienſtzeit an, war er im Schlitzerland
tätig, davon 14½ Jahre in Schlitz; Dekan wurde er 1902.
Außerdem gehörte er längere Zeit der Landesſynode an.
Sein frühes Scheiden erregt allenthalben ſchmerzlichſtes
Bedauern.
Uellershauſen, 11. April. Ein gutes Geſchäft machte
die hieſige Gemeinde bei Verpachtung der
Ge=
meindejagd. Der Gemeinderat hatte ſie nach Ablauf
der Pachtperiode zuerſt an zwei Jagdliebhaber aus Pfordt
und Schlitz gegen einen jährlichen Pachtpreis von 450
Mark freihändig vergeben, welcher Betrag auch bei
ſeit=
herigen Verpachtungen erzielt wurde und angemeſſen
er=
ſchien. Das Miniſterium erteilte ſeine Einwilligung nicht
und forderte eine öffentliche Verpachtung, da nach einer
Schätzung der Oberförſterei Lauterbach die Jagd auf 600
Mark taxiert wurde. Bei der nun erfolgten öffentlichen
Verpachtung blieb die Gräfliche Herrſchaft in Schlitz mit
700 Mark Höchſtbietender und es wurde dieſer der
Zu=
ſchlag erteilt.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
Ueber Profeſſor Dr. Gotthold Henning
aus Leipzig, der am nächſten Donnerstag zum Beſten
der Richard Wagner=Stipendien=Stift ung
hier einen Parſifal=Abend veranſtaltet, ſchrieb der
bekannte Muſikſchriftſteller Dr. Max Chog in der „
All=
gemeinen Muſik=Zeitung”. „Am Sonntag war Dr
Gotthold Henning in Berlin erſchienen, um das reifſte
und reinſte Werk des Bayreuther Meiſters, den „Parſifal”,
vor einem andächtig lauſchenden Publikum textlich,
muſikaliſch und ſzeniſch zu erläutern. Es war in der
Tat eine Leiſtung von Kraft und Intelligenz, die man
da zu hören und zu ſehen bekam: Zuerſt den Vermittler
als Rezitator des ſo ungemein poetiſchen Parſifal”=
Textes, dann am Flügel den exquiſiten Muſiker, der
ſämtliche Motive und Themen wiedergab. Es waren
er=
hebende, erbauende, inſtruktive Stunden. Hut ab vor
dieſer von überzeugender Begeiſterung getragenen, von
einem außergewöhnlichen muſikaliſchen Können ſo
wirk=
ſam unterſtützten Tat
— Die Vorbereitungen für das am Dienstag, den
29. April, abends 8 Uhr, im großen Saale des ſtädtiſchen
Saalbaues ſtattfindende Konzert des „
Luther=
chors” ſind in vollem Gange. Schon ſeit Wochen probt
allwöchentlich der Chor, der die ſtattliche Höhe von etwa
150 Sängern und Sängerinnen aus allen
Geſellſchafts=
kreiſen aufweiſt. Auch das Orcheſter, das aus etwa 50,
größtenteils freiwilligen, Kräften ſich zuſammenſetzt, hat
ſeine Proben aufgenommen und mit begeiſterungsvoller
Hingabe widmen ſich beide der Löſung ihrer ſchönen und
edlen Aufgabe. — Zur Aufführung gelangt das
Ora=
orium Joh. Huß von C. Löwe, das hier noch
un=
bekannt iſt und ſchon deshalb und um des guten Zweckes
willen viele anlocken wird. Der Reinertrag des Konzerts
iſt für den unter dem Protektorat Seiner Königlichen
Hoheit des Großherzogs ſtehenden Bauverein für die
Re=
ormationskirche beſtimmt. — Der Kartenverkauf, den
die Hofmuſikalienhandlung Arnold, Wilhelminenſtraße,
übernommen hat, beginnt in nächſter Woche und iſt es rat=
Das
ge=
ſam, ſich rechtzeitig mit Karten zu verſehen.
naue Programm wird demnächſt in den hieſigen
Tages=
blättern und durch Plakate bekännt gegeben.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 10. April. Der Ausſchuß
zur Vorbereitung der Charlottenburger
Ober=
bürgermeiſterwahl konnte ſich auch geſtern auf
einen beſtimmten Kändidaten noch nicht einigen. — Zu dem
Charlottenburger Gymnaſiaſtenmord teilt
der Berliner Lokalänzeiger mit, daß es der
Kriminalpoli=
zei bis in die ſpäte Nachtſtunde auch geſtern nicht
gelun=
gen iſt, den angeblichen Schloſſer Schulz zu ermitteln. Die
Heinrich hat ſich bisher nicht bewegen laſſen, den
Wider=
ruf ihres Geſtändniſſes zurückzunehmen. Die Voſſiſche
Zeitung ſchreibt: Es hat ſich bis jetzt kein Anhaltspunkt
dafür ergeben, daß Tiemann einem Verbrechen zum Opfer
gefallen iſt. Die Angaben des Privatdetektivs begegnen
auch bei der Staatsanwaltſchaft Zweifeln.
Stall=
mann wurde wegen Betrugs zu einem Jahr Gefängnis
unter Anrechnung von neun Monaten Unterſuchungshaft
und zu drei Jahren Ehrverluſt, Kramer wegen verſuchter
Erpreſſung zu drei Jahren Gefängnis und fünf Jahren
Ehrverluſt, unter Anrechnung von drei Monaten
Unter=
ſuchungshaft, verurteilt. Niemela wurde
freigeſpro=
chen. — In der Klopſtockſtraße kam es geſtern zu einer
aufregenden Szene, weil ein tollwutverdächtiger
Bernhardiner von einem Polizeibeamten erſchoſſen werden
mußte. Soweit bisher feſtgeſtellt werden konnte, iſt von
dem Hunde niemand gebiſſen worden. — Im
Arbeits=
haus in Rummelsburg waren geſtern auf dem
Hofe elf Inſaſſen mit dem Zerkleinern von Holz
beſchäf=
tigt. Als ſich der Aufſeher einen Augenblick abwandte.
fprangen ſie auf einen Wagen, erkletterten von ihm das
Dach eines Schuppens und gelangten ſo über die Mauer
ins Freie. Einer der Flüchtlinge brach beim
Herabſprin=
gen das Bein und wurde ſofort ergriffen; drei andere
konnten ebenfalls geſtellt werden. Drei ließen ſich über
die Spree ſetzen, raubten dem Fährmann Mütze und Jacke
wurden aber alsbald von Paſſanten feſtgenommen; vier
der ausgeriſſenen Inſaſſen entkamen.
Frankfurt, 11. April.
Im letzten Monat
koſtete das Pfund Schwein efle i
1,10
Mark. Das war ſchon ein geringer Abſchlag
gegen früher. Wie aus Fachkreiſen mitgeteilt
wird wird dieſe Abwärtsbewegung der Preiſe anhalten.
Die letzte Veröffentlichung der Innung notiert bereits
einen Preis von 1 Mk. pro Pfund Schweinefleiſch. Auf
den Mäckten herrſcht ſtarkes Angebot von Schweinen. Die
Landwirte beſchäftigen ſich mehr als im Vorjahr mit der
Schweinezucht, beſonders deshalb, weil eine günſtige
Ernte in Ausſicht ſteht und namentlich die Kartoffeln im
Vorjahr ſehr gut geraten ſind.
Straßburg i. E., 10. April. Vor dem
Schöffen=
gericht wurde heute bei großem Andrang des
Publi=
kums ein Senſationsprozeß verhandelt. Die
Wirtin Eugenie Bierlein des bekannten Reſtaurants
„Elſäſſiſche Taverne” und ihre Tochter Alice Bierlein
hat=
ten ſich wegen Betruges zu verantworten. In den Jahren
1908 bis 1912 hatten zahlreiche Kellnerinnen des Lokales
ſich beſchwert, daß ihnen zu wenig Biermarken an dem
angerechneten Betrag verabfolgt worden ſeien. Nach
An=
ſicht der Staatsanwaltſchaft ſollen die Kellnerinnen um
etwa 2000 Mark betrogen worden ſein. Das Gericht nahm
in zahlreichen Fällen den Betrüg als erwieſen an und
ver=
urteilte die Wirtin zu 700 Mark Geldſtrafe oder 3 Monaten
Gefängnis und zur Tragung der Koſten, die nicht
unerheb=
lich ſind, da insgeſamt 42 Zeugen geladen waren. Die
Tochter wurde freigeſprochen. Der Staatsanwalt hatte
fünf Monate Gefängnis gegen Frau Bierlein und einen
Monat Gefängnis gegen die Tochter beantragt.
Karlsruhe, 10. April. Die Badiſche Preſſe meldet aus
Sandweier: Am Dienstag erkrankten hier ſieben
Kinder und drei Frauen in Familien, die
neben=
einander auf vier Häuſer verteilt wohnen. Einige hatten
am Montag Wurſt gegeſſen. Geſtern vormittag ſtarb der
ſechsjährige Knabe Roman des Briefträgers Pfleger. Die
Sektion des Kindes wurde heute früh durch die
Bezirks=
ärzte von Baden=Baden und Raſtatt vorgenommen. Die
übrigen ſechs Kinder ſind ſo weit hergeſtellt, daß ſie außer
Lebensgefahr ſich befinden. Von den drei erkrankten
Frauen ſchwebt aber noch eine in Lebensgefähr.
Nürnberg, 10. April. In Gegenwark einer
Regier=
ungsabordnung fand heute nachmittag die
Probever=
brennung in der Einäſcherungsſtätte im Weſt=,
friedhof ſtatt. Hierzu hatten ſich auch Vertreter der Stadt,
Sanitätsperſonen und ſonſtige Geladene eingefunden. Zur
Verbrennung kamen in einem vorſchriftsmäßigen
Holz=
ſarg zwei Zentner Rind= und Kalbfleiſch mit Knochen
Fett und Eingeweiden. Die Probeverbrennung ging glatt
von ſtatten. Die Einäſcherungsanlage wird in 14
Tagen=
betriebsfertig ſein; der Betrieb wird eröffnet, ſobald die
Regierungsgenehmigung eingetroffen iſt.
Hamburg, 10. April. Aus einem der Sonderzüge, der
die in Kuxhaven gelandeten Paſſagiere der
Auswanderer=
dampfer der Hamburg=Amerika=Linie nach Hamburg
wei=
terbefördert, iſt zwiſchen den Stationen Otterndorf und
Neuhaus ein Kind aus einem
Eiſenbahn=
wägen gefallen. Es handelt ſich um einen ſechs
bis acht Jahre alten Knaben der aus Galizien ſtammt und
ſich in Begleitung ſeiner Eltern auf der Rückfahrt nach
dort befand. Der Knabe wurde von einem Streckenwärter
aufgefunden, der ihn nach der Station Neuhaus a. d. Oſte
brachte. Es ergab ſich, daß der Verunglückte nur einige
Abſchürfungen am Kopfe davongetragen hatte und bei
dem Sturze aus dem mit Schnellzugs=Geſchwindigkeit
fah=
renden Zuge wie durch ein Wunder ohne Schaden
davon=
gekommen war. Der Vorfall wurde ſofort telegraphiſch
nach Hamburg gemeldet, wo die Eltern bei Ankunft des
Zuges ermittelt wurden. Dieſe hatten zwar inzwiſchen
das Fehlen des Knaben bemerkt, doch war das
Herausfal=
len des Kindes aus dem Zuge von niemand ſonſt
wahr=
genommen worden.
Hamburg, 10. April. Der Erfinder des Schiffskreiſels,
Konſul Otto Schick, iſt heute im Alter von 73 Jahren
geſtorben.
CK. Paris, 11. April. Das Balzac=Haus, das
ſchon ſo viele Schickſale erlitten hat und deſſen Exiſtenz
erſt neuerdings wieder bedroht war, iſt nunmehr vom
Miniſter des Unterrichts und der ſchönen Künſte unter die
Zahl der „hiſtoriſchen Denkmäler” aufgenommen worden
und damit vor dem Untergange gerettet. Der kleine
Pa=
villon mit dem großen Garten, den Balzac bezog, als erg
von Schulden überhäuft, ſein Schloß von Jardies
auf=
geben mußte, war urſprünglich ein reizendes kleines
Lie=
besneſt des 18. Jahrhunderts, das der Finanzmann Bertin
de Blagny einer von ihm verehrten Schauſpielerin
ein=
gerichtet hatte. Nicht nur dieſe pikanten Erinnerungen
umſchwebten den großen Romandichter, als er hier ſeine
Zuflucht fand, ſondern er zog von der Anlage auch
praß=
tiſchen Nutzen. Der Pavillon hatte nämlich zwei
Aus=
gänge, was dem von ſeinen Gläubigern gequälten und
verfolgten Poeten ſehr gut zuſtatten kam. In
arbeits=
reichen Nächten hat er hier eine Reihe ſeiner ſchönſten
Dichtungen geſchaffen, ſo „Urſule Mirouet”, „Couſine
Bette” u. a. In ſeiner Muße ging er in ſeinem
Arbeits=
kleid, der weißen Dominikanerkutte, im Garten ſpazieren,
ließ ſogar manchmal ſeine Badewanne heraustragen, um
Familienkreiſe. Bald wandelt er wieder mit dem
Gebet=
buch auf und ab, um noch allerlei durchzudenken, bevor er
pünktlich um 8 Uhr ſein Arbeitszimmer im zweiten Stocke
betritt. Die Poſtſachen, die direkt von der Königlichen
Poſt in den Vatikan geliefert werden, wo ſie der
Poſt=
meiſter des Vatikans empfängt, liegen auf dem Tiſche
aus=
gebreitet. Er hält darauf, ſie alle ſelbſt zu ſehen, obwohl
der Einlauf an Briefen bisweilen außerordentlich groß
iſt. Sein Sekretär öffnet die Briefumſchläge und reicht die
Briefe dem heiligen Vater. Er überſchaut ſie mit einem
einzigen Blick, fällt eine Entſcheidung, legt ſie zu genauerer
Prüfung fort oder überantwortet ſie dem Papierkorb.
Das geht ſehr ſchnell. Um 9 Uhr iſt alles beendet. Der
dieſttuende Prälat meldet den Kardinal=Staatsſekretär
Merry del Val, der die Depeſchen und die neueſten
Nach=
richten, die Noten der Geſandten und die fälligen
Ent=
ſcheidungen in allen geiſtlichen Angelegenheiten vorlegt.
Wenn ſich dieſer Kirchenfürſt um halb 12 Uhr
verabſchie=
det, empfängt der Papſt andere Kardinäle und hohe
kirch=
liche Würdenträger. Dann ſchlägt die Stunde der
Audien=
zen. In feſtgeſetzter Reihenfolge treten die zu der hohen
Ehre einer Privataudienz Zugelaſſenen, durchreiſende
Bi=
ſchöfe, Politiker und ſonſtige bedeutende Perſönlichkeiten,
vor den heiligen Vater. Auf einen Griechen folgt etwa
ein Pole, den löſt wieder ein Amerikaner ab, nach dieſem
kommt ein Deutſcher uſw. Dea Einzelaudienzen ſchließen
ſich die „Diſtincta” an, bei denen Gruppen von drei, vier
oder noch mehr Perſonen dem Papſt vorgeſtellt werden.
Das dauert etwa zwei Stunden. Dann nimmt Pius ſeine
Hauptmahlzeit in Geſellſchaft ſeines Sekretärs ein; die
Sitte, nach der der Papſt allein eſſen muß, hat er
auf=
gehoben. Die römiſche Küche ſagt ihm nicht ſehr zu; er
hält ſich an die altgewohnte venezianiſche. Nach dem
Mahl hält er keine Sieſta, vielmehr promeniert er in den
Galerien, wo ſich viele Gläubige aufgeſtellt haben, um
ſeinen Segen zu empfangen. Nach einem Spaziergange
in den wunderbaren Gärten des Vatikans kehrt er um
halb 6 Uhr in ſein Arbei’szimmer zurück und empfängt
vertrautere Bekannte und Würdenträger. Wenn er allein
iſt, lieſt er, macht Notizen und verläßt ſeinen Arbeitstiſch
erſt um halb 10 Uhr. Am Ende jedes Tages ſchreibt er
in ein eigenes Heft ſeine Beobachtungen nieder. Nachdem
er ein leichtes Abendmahl zu ſich genommen und ſeine
letzten Gebete geſprochen, begibt er ſich um 10 Uhr zu Bett.
Einer ſeiner Kapläne muß in ſeiner Nähe ſchlafen. „Wenn
ich plötzlich krank würde”, ſagte er, „ſo möchte ich nicht
ſterben ohne die Tröſtungen unſerer Religion.”
* Die erſte telephoniſche Verbindung zwiſchen London
und Köln. Zum erſten Male hat, wie ſchon kurz mitgeteilt,
am Donnerstag eine deutſche mit einer engliſchen Zeitung
ein telephoniſches Geſpräch gehabt. Die über 320 engliſche
Meilen führende telephoniſche Verbindung von Köln nach
London bewährte ſich glänzend. Man hätte annehmen
können, daß die beiden Redaktionen nur durch eine
Stra=
ßenlänge voneinander getrennt wären. Das Geſpräch hatte
folgenden Verlauf: „Iſt dort die Kölniſche Zeitung bitte?
Hier iſt die Daily Mail, London.” — „Einen Augenblick,
bitte” erwiderte die Telephoniſtin der Kölniſchen Zeitung
und ſtellte die Verbindung mit der Redaktion her. Ihre
Stimme war ſo klar, daß wir uns gar nicht vorſtellen
konn=
en, wir wären tatſächlich über dieſe Entfernung
telepho=
niſch verbunden. So glaubten wir auch jedes Geräuſch
wahrzunehmen, das ſich in der Kölner Redaktion
bemerk=
bar machte. Bald vernahmen wir die tiefe Stimme eines
der Redakteure der Kölniſchen Zeitung, der uns folgende,
erſtmalig telephoniſch von Deutſchland nach England
übermittelte Nachricht gab: „Die politiſche Situation auf
dem Balkan wird in Berlin als hoffnungsvoll betrachtet.”
Die Daily Mail erinnert bei dieſer Gelegenheit daran,
daß bereits am 4. März die Herſtellung einer
telephoni=
ſchen Verbindung zwiſchen London und Berlin verſucht
worden iſt, daß dieſer Verſuch damals jedoch nicht günſtig
ausfiel.
— Japans Feldzug gegen den Champagner. In
Ja=
pan wächſt die Strömung gegen die Aufnahme fremder
europäiſcher Sitten, die die Bräuche und Traditionen des
Landes zu gefährden drohen; kürzlich hat die Regierung
den erſten Schritt auf dieſem Wege getan, und das erſte
Opfer dieſer Rückkehr zu den nationalen Ueberlieferungen
iſt der Champagner geworden. Der Miniſterpräſident hat
den Entſchluß gefaßt, dieſes fremdländiſche und
unjapa=
niſche Getränk zu boykottieren und hat verfügt, daß künf=
tig bei allen offiziellen Banketten, Feſtmählern und Feiern
nur noch das Nätionalgetränk der Japaner, das Sake, au
der Tafel erſcheinen darf. Dieſer amtliche Erlaß ſtößt
je=
doch im Grunde nur offene Türen auf, da die
Champagner=
einfuhr in Japan nach einem großen Aufſchwung an und
für ſich ſchon automatiſch zurückzugehen begonnen hat.
Schon 1911 war der Champagnerbedarf Japans auf etwa
400000 Mark geſunken, und im vergangenen Jahre ging
er mit einem Schlage auf etwa 100000 Mark zurück. Das=
Sake dagegen verzeichnet einen jährlichen Verbrauch von
weit über 100 Millionen Liter. Es iſt bekanntlich ein
Pro=
dukt aus gegohrenem Reis, wird heiß getrunken, iſt von
heller Farbe und gemahnt im Geſchmacke ein wenig an
Madeirawein.
** Das Einglas der Dame. In Paris hat Henri=
Bernſteins Luſtſpiel „Das Geheimnis” die Anregung zu
einer neuen Caprice der Mode gegeben: die Frauenwelt
droht den Herren das Monopol auf das Monokel ſtreitig
u machen. Zuerſt erſchien eine bekannte Pariſer
Schrift=
ſtellerin mit eingeklemmtem Einglas im Salon. Auf der
Straße freilich wagt man es noch nicht zu tragen, aber die
Optiker in den vornehmen Stadtteilen verraten, daß ſie
zu ihrer eigenen Verwunderung in den letzten Tagen
merk=
würdig viele Monokels an Damen verkauft haben, an
vornehme Kundinnen, die anſcheinend nur auf einen
ge=
eigneten Augenblick warten, um der Oeeffentlichkeit das
ungewohnte Bild einer Dame mit einem eingeklemmten
Monokel zu geben. Man hat auch ſchon in einigen Salons
ehr fortſchrittlicher frauenrechtleriſcher Damen in letzter
Zeit mehrfach Eingläſer geſehen; aber auf die Promenade
und in den Bois hat die Damenwelt das Einglas bisher
nicht mitgenommen, es ſei denn heimlich im Pompadour.
Es iſt zwar wenig wahrſcheinlich, daß dieſe Mode ſehr
viele Anhängerinnen gewinnen wird, aber einzelne
wage=
luſtige Damen werden zweifellos in den nächſten Wochen
mit Eingläſern ihr Glück in der Oeffentlichkeit verſuchen.
— Plauderkonkurrenzen im Salon. Eine neue
ameri=
kaniſche Geſellſchaftsmode: die Plauderkonkurrenz. Die
Dame des Hauſes ſchreibt vor dem Empfang ihrer
Tee=
gäſte kleine Karten, auf denen ein intereſſantes, modernes,
aktuelles Geſprächsthema verzeichnet iſt. Wenn die Gäſte
Nummer 85.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913.
Seite 3.
im Freien ein Waſſer= und danach ein Luftbad zu nehmen.
Der Pavillon, der zu einem kleinen Balzac=Muſeum mit
wertvollen Reliquien umgeſtaltet worden iſt, iſt nunmehr
vor jeder Veränderung geſchützt.
Paris, 11. April. Die Witwe Poincaré, die
Mutter des Präſidenten der Republik, iſt heute früh in
Paris geſtorben.
London, 11. April. Ein ärztliches Bulletin, das geſtern
abend ausgegeben wurde, beſagt, daß das Befinden
der Herzogin von Connaught gute Fortſchritte
macht. Temperatur und Puls ſind normal.
Petersburg, 10. April. Der früher bei den Minen=
Hyroxylin=Depots des Kronſtadter Forts beſchäftigte
Kontoriſt Pentſchukow wurde zu vier Jahren
Zucht=
haus verurteilt, weil er verſuchte, fremden
Militäratta=
chees Geheimdokumente zu verkaufen. Ein Attachee, an
den er ſich wandte, ließ ihn gar nicht vor, während ein
anderer die Dokumente zurückwies
New=York, 10. April. Das fortwährende, weitere
Steigen des Miſſiſſippi und ſeiner Nebenflüſſe
bedroht die Staaten Miſſiſſippi, Arkanſas und Louiſiana
auf das höchſte. Um das Gebiet von New=Orleans zu ret
ten, iſt ein Extrazug von Pittsburg mit Ingenieuren und
ſellem notwendigen Material zur Befeſtigung der Deiche
ebgegangen. Die geſamte Strecke von Pittsburg bis Or=
I ans iſt von den Eiſenbahnverwaltungen freigemacht
ſporden, um den Extrazug mit größter Geſchwindigkeit
heſördern zu können. Fertig angeheizte Erſatzlokomotiven
n it Lokomotivführern ſtehen bereit, um die ungeheuere
Eitrecke in einer Rekordzeit zu bewältigen. Ganz Amerika
ſieht mit Spannung dieſer Fahrt entgegen, denn von dem
uchtzeitigen Eintreffen des Zugs in Süd=Louiſiana hängt
die Rettung dieſes Gebiets ab.
Der Nieder=Modauer
Bank=
krach vor der Strafkammer.
Fünfter Verhandlungstag.
-g. In der geſtrigen Verhandlung wurde zunächſt die
Pernehmung des Angeklagten
Ihrig
ſirtgeſetzt. Zunächſt wurden von den für heute geladenen
ſſeber Zeugen vier Zeugen auf den als ſitzungsfrei in
Ausſicht genommen geweſenen Samstag geladen.
Ihrig machte in Ergänzung ſeiner geſtrigen
Ausfüh=
rungen die Mitteilung, daß er für die Bilanz von 1909
gegen die Verteilung von Dividende geweſen ſei und die
lrhöhung der Geſchäftsanteile vorgeſchlagen habe.
Vor=
ſſtand und Aufſichtsrat hätten aber dieſen Vorſchlag
abge=
lihnt und die Verteilung der Dividende beſchloſſen. Ende
108 hatte der Nieder=Modauer Verein bei der Genoſſen
Haftsbank gegen Wechſel 360000 Mark und auf laufende
ſechnung 653000 Mark Schulden. Wenn dieſer Betrag
ſſſoch mit 5 Prozent verzinſt werden mußte, ſo falle dies
ſſicht ſo ins Gewicht bei den Spareinlagen von über zwei
illionen, die der Verein mit 4 Prozent verzinſen mußte
ſimde 1909 betrugen die Schulden der Nieder=Modauer
Kaſſe bei der Genoſſenſchaftsbank rund 360000 Mark gegen
Aechſel und 912000 Mark gegen laufende Rechnung, alſc
usgeſamt 1 272000 Mark. Für die Verzinſung der
Wechſel=
ſchuld ſei dem Verein ein Nachlaß gewährt und die
Diffe=
kimz dem Schuldentilgungsfonds zugeführt. Die geſamte
Schuld war gedeckt. Es wäre dem Verein dauernd ein
heher Kredit nicht gewährt worden, die hohe Summe ſei
ur gegeben, weil der Kaſſe plötzlich größere Kapitalien
untzogen wurden. Die Ueberſchreitung des gewöhnlichen
Kredits war unter der Bedingung erlaubt worden, daß
eſer höhere Kredit nur ſo lange in Anſpruch genommen
werde, bis die Außenſtände eingelaufen ſeien. Eine
be=
indere Ueberdeckung habe ſeines Wiſſens die
Genoſſen=
lich=aft nicht gehabt. Dies ſei erſt kurz vor dem Konkurs
iſchehen. Daß das Konto Adam 366000 Mark betrug
ſabe er erſt aus den Konkursverhandlungen erfahren.
Die Bilanz für 1910 ſchloß mit einem Verluſt von
0—000 Mark, der beſonders dadurch entſtanden ſei, daß
ich herausgeſtellt habe, daß das Konto Adam=Roßmann
Ii gedeckt ſei. Zur Deckung dieſes neuen Verluſtes ſei dann
er Vorſchlag gemacht worden, die Vorſtands= und
Auf=
jchtsratsmitglieder auch hierfür regreßpflichtig zu machen,
lind zu ſehen, was ſie geben könnten. Sie weigerten ſich
edoch, und ſo hatte die Generalverſammlung darüber zu
ſeſchließen. Es ſeien verſchiedene Vorſchläge gemacht
vorden. Er habe wiederum vorgeſchlagen, die
Geſchäfts=
inteile auf 3000 Mark zu erhöhen. Dadurch wäre eine
Summe von 600000 Mark hereingekommen. Es wurde
urtächſt ein Ausſchreiben zur freiwilligen Zubuße erlaſſen.
ſas aber ein ſchlechtes Ergebnis hatte. Eine Umfrage bei
ſen Gläubigern hatte ergeben, daß mehrere Gläubiger be=
reit waren, ein Moratorium von drei Jahren zu geben.
Er habe niemals jemand zum Beitritt überredet, wohl aber
habe er in einer Generalverſammlung einem gewiſſen
Eck=
ſtein zugeredet, in den Aufſichtsrat einzutreten, da ja die
anderen Mitglieder den Verluſt gedeckt haben. Die
Aeuße=
rung: Je mehr Mitglieder, um ſo weniger Schmerzen
ſei nicht bei dieſer Gelegenheit von ihm (Ihrig) getan
worden, ſondern bei der Deckung der 375000 Mark bei der
Sitzung von Vorſtand und Aufſichtsrat. Damit habe er
ausdrücken wollen, daß es geraten wäre, auch die älteren
Vorſtandsmitglieder regreßpflichtig zu machen. Am
1. April 1910 ließ ſich die Genoſſenſchaftsbank die
Schuld=
urkunde von 275000 Mark abtreten, um Schritte zu
unter=
nehmen, daß die Summe hereinkäme. Im Dezember 1911
iſt der Konkurs der Kaſſe eingetreten. Es kam dann der
Depotwechſel über 500000 Mark zur Erörterung, den ſich
die Bank am 8. Auguſt 1906 mit der Unterſchrift ſämtlicher
Vorſtands= und Aufſichtsratsmitglieder als Bürgen geber
ließ. Der Wechſel war einzulöſen bei Sicht innerhalb
10 Jahre. Dieſe Depotwechſel ſeien im
Genoſſenſchaftsver=
kehr ſtets üblich, wenn der Kredit eine beſtimmte Höhe
er=
reicht habe. Der Wechſel ging in Proteſt am 15. Februar
1909, und darauf habe die Bank die Wechſelſchuld gegen
Roßmann in Höhe von 100000 Mark eingeklagt. Die
Klage wurde in erſter Inſtanz abgewieſen, da kein
einheit=
licher Verfalltag für alle Bürgen angegeben war. In
zweiter Inſtanz ſchwebt der Prozeß noch, trotzdem
die Parteien inzwiſchen erklärt haben, ſie hätten kein
In=
tereſſe mehr an dem Prozeß. Inzwiſchen war am 1. Juli
1909 die Schuld der Kaſſe bei der Genoſſenſchaftsbank auf
1048000 Mark aufgelaufen, weshalb die Bank zur
Be=
ſchaffung einer weiteren Sicherheit ſchreiten mußte. Es
wurde den Mitgliedern mitgeteilt, daß die Wechſelklage
abgewieſen worden ſei, weshalb ſie eine neue
Schuldaner=
kenntnis unterſchreiben müßten. Am 21. September 1909
wurde dann noch eine Schuldanerkenntnis mit
Einzelbürg=
ſchaft der Mitglieder von Vorſtand und Auſſichtsrat über
eine Million Mark, die bis zum 15. September 1914
zu zahlen ſein ſollte, unterſchrieben. Adam ließ eine
Sicherheitshypothek über 50000 Mark auf ſein Grundſtück
eintragen, die zugunſten der Nieder=Modauer Kaſſe
ge=
macht wurde. Daß dieſe Hypothek direkt auf die
Genoſſen=
ſchaftsbank eingetragen wurde, ſei aus dem Grunde
er=
folgt, weil man die hohen Stempelkoſten der Uebertragung
erſparen wollte, denn der Verein brauchte damals noch
mehr Geld. Die Schuldſumme ſei noch auf 1300000 Mark
geſtiegen. Bezüglich der Unterſchriften der Schuldurkunde
über eine Million wird dem Angeklagten Ihrig ein Betrug
inſofern vorgeworfen, als er geſagt haben ſoll, die
Unter=
ſchriften ſeien nur eine formelle Sache. Dies ſei, erklärt
der Angeklagte Ihrig, auf keinen Fall von ihm geſagt
wor=
den. Es ſei möglich, daß dies auf einem Mißverſtändnis
beruhe.
In einer ſpäteren Konferenz habe der eine Perron
ge=
fragt, ob man nicht eigentlich verpflichtet ſei, den Adam
anzuzeigen. Daraufhin habe er (Ihrig) geſagt, ſie ſeien
ſeines Wiſſens nicht dazu verpflichtet. Er habe
dies aus dem Grunde geſagt, weil nach ſeinen vielen
Er=
fahrungen durch eine vorzeitige Anzeige die Sanierung
der Genoſſenſchaft erſchwert würde, da dann auch die
Bücher weggenommen würden. Es kamen ſpäter die
bei=
den Perrons nochmals zu ihm. und äußerten, daß es be
kannt geworden ſei, Adam hätte auch Unterſchlagungen in
der Kirchen= und der Gemeindekaſſe begangen. Er habe
dem Adam darauf Vorhalte gemacht und ihm geraten,
ſo=
fort zum Kreisamt zu gehen und ſeine Aemter
niederzu=
legen. Einige Tage ſpäter habe er nochmals mit den
beiden Perrons geſprochen, die ihn nochmals gefragt, ob
man nicht verpflichtet wäre, Adam anzuzeigen. Daß er
ihnen geantwortet hätte, er komme ja eben vom
Staats=
anwalt, ſei Unſinn. Am 11. Auguſt ſei eine
Aufſichtsrats=
ſitzung und am 13. Auguſt eine Generalverſammlung
ge=
weſen, und da ſei bereits gemunkelt worden, daß Adam
fort ſei. Einige Tage ſpäter ſei er (Ihrig) dann zu dem
Staatsanwalt Dr. Fuchs gerufen worden. Hier wurde
ihm erklärt, es ſei eine Anzeige von Nieder=Modau
ein=
gegangen, daß Adam verſchwunden ſei und daß er ſich
grö=
ßere Verfehlungen habe zuſchulden kommen laſſen.
Nach einer Pauſe wird der Zeuge Herr
Bankdirektor Stein
vernommen. Ueber die Gründung der V.=V.=G. habe er
nur als Mitglied des Gläubigerausſchuſſes etwas gehört.
Von den näheren Verhältniſſen der V.=V.=G. wiſſe er nichts.
Pallmann trat 1905 an die Volksbank heran und legte
Kaufſchillinge von Adam und Nieder=Modau vor, es
möchten auf Grund dieſer Sicherheit Wechſel
hereinge=
nommen werden. Er habe nach der Prüfung geſehen, daß
die Urkunden nicht Eigentum des Adam, ſondern der Kaſſe
ſind. und teilte deshalb dem P. mit, er ſolle die Papiere
wieder holen, auch aus dem Grunde, weil er die Anſicht
ver=
trete, daß, wenn Nieder=Modau eine Bankverbindung habe,
es keine zweite Bankverbindung nötig habe. Es ſeien von
der Bank einige Wechſel hereingenommen worden und dem
Pallmann gutgeſchrieben, da P. ein Guthaben von 20= bis
40000 Mark hatte. Die ſchlechte Lage der Nieder=Modauer
Kaſſe ſei in Bankkreiſen ſchon von 1905 an bekannt geweſen,
beſonders weil Pallmann, Iſaak und Roth mit der Kaſſe
in großen Wechſelbeziehungen ſtanden und da P., J. und
R. an größeren Spekulationen beteiligt waren. Die Kaſſe
war demnach an Spekulationen beteiligt, was nach dem
Cenoſſenſchaftsgeſetz verboten ſei. Auch wußte man, daß
die Nieder=Modauer Kaſſe bei 15000 Mark eigener
Ge=
ſchäftsanteile für 3 Millionen Mark fremder Spargelder
hatte, ſo daß eine vorſichtige Bank dem Nieder=Modauer
Verein keinen Pfennig gegeben hätte.
Bei einer Frage des Herrn Staatsanwalts, ob Ihrig
wiſſen mußte, daß die Bank ſehr ſchlecht ſtand, bemerkt der
Vorſitzende, daß dies eine Frage ſachverſtändiger Art ſei.
Der Herr Staatsanwalt beantragt daraufhin, den Zeugen
auch als Sachverſtändigen zu vereidigen. Dem
wider=
ſpricht Juſtizrat v. Brentano, da der Zeuge als
Mit=
glied des Gläubigerausſchuſſes in ſeinem Urteil nicht
un=
beeinflußt geblieben ſein mag. Dem treten auch Juſtizrat
Hallwachs und Rechtsanwalt Schödler bei. Das
Gericht beſchließt darauf die Vereidigung des Zeugen auch
als Sachverſtändiger. Nach der Vereidigung ſagte dann
Bankdirektor Stein aus, daß Ihrig nicht nur von ihm,
ſondern auch vom Genoſſenſchaftsverband Kenntnis von
den vorhandenen Unregelmäßigkeiten des Nieder=Modauer
Vereins erhalten haben muß. Keine Bank hätte die Wechſel
hereingenommen, wenn ſie gewußt hätte, daß dieſe Wechſel
nicht gebucht wären. Es wäre auch bei anderen Banken
vom Hörenſagen bekannt geweſen, daß die
Spekulations=
geſchäfte, die von Pallmann, Iſaak und Roth gemacht
wur=
den, auf Koſten der Nieder=Modauer Kaſſe
gingen. Es ſei auch bedenklich geweſen, daß die Wechſel
bei auswärtigen Banken, der Aſchaffenburger Bank und
der Frankfurter Gewerbebank, untergebracht wurden.
Wenn die Wechſel unbedenklich geweſen wären, wären ſie
auch von hieſigen Banken hereingenommen worden. Mit
Iſaal habe die Volksbank niemals in Verbindung geſtanden;
nur in einem Falle ſei auf Wunſch eines Kunden ein
Ak=
zeptkredit von 30000 Mark eingeräumt worden gegen
erſt=
klaſſige Sicherheiten, die der Kunde gegeben habe. Daß
von dem Baukonſortium Geſchäfte mit Strohmännern
ge=
macht worden ſind und daß für den Quadratmeter
Bau=
gelände ſtatt des regulären Preiſes von 20 bis 30 Mark
70 Mark angegeben wurden, ſei auch bekannt geweſen. Daß
Unregelmäßigkeiten in dem Verhältnis zwiſchen dem
Kon=
ſortium und der Nieder=Modauer Kaſſe beſtanden hätten,
habe er nicht gewußt. Er habe 1905 dem Kommerzienrat
Ihrig davon Kenntnis gegeben, daß Unregelmäßigkeiten
bei der Kaſſe beſtehen müßten, wie er auf Grund der von
Pallmann der Kaſſe gegebenen Sicherheiten annehmen
mußte Richtige Geſchäftswechſel von Pallmann habe die
Volksbank noch bis kurz vor ſeinem Tode
hereinge=
nommen.
Reg.=Rat Baſtian fragt den Zeugen, ob er nicht
Be=
denken tragen oder ein Gefühl des Unbehagens haben
würde, wenn er in einer fremden Generalverſammlung
eine Bilanz vorträgt, die er nicht vorher prüfen konnte,
oder kurz vor der Generalverſammlung in die Hand
ge=
drückt bekommt? Und ob er dieſen Bilanzvortrag ohne
Einſchränkung tun würde? Zeuge Stein antwortet
darauf, daß er wiederholt Generalverſammlungen
beige=
wohnt habe, er hätte ſich aber nie dazu verſtanden, eine
fremde Bilanz, die er nicht prüfen konnte, vorzutragen und
die Verantwortung zu übernehmen. Erläuterungen dazu
hätte er ſelbſtverſtändlich gegeben. Wenn das aber geſchehe,
ſo ſei es ſelbſtverſtändliche Pflicht, die Verſammlung
ein=
gehend zu belehren und über alles aufzuklären. Wenn ein
ſchreiendes Mißverhältnis zwiſchen dem eigenen und
frem=
den Kapital einer Genoſſenſchaft beſteht und Klarheit über
die Lage der Genoſſenſchaft durchaus nicht geſchaffen
wer=
den könne und Opferwilligkeit der Mitglieder nicht
vor=
handen iſt, ſo hätte unbedingt der Konkurs angemeldet
werden müſſen.
Der Angeklagte Ihrig fragt den Zeugen, ob es ihm
bekannt iſt, daß die Schulze=Delitzſchſchen Genoſſenſchaften
auf hohe Geſchäftsanteile und Vermögen ſehen, wogegen
die Raiffeiſenſchen Genoſſenſchaften Haasſcher Richtung
weniger darauf geſehen haben. Daß alſo ſeiner Anſicht
nach das Vermögen der Mitglieder 1905 und 1908 noch als
Reſerve des Vereins anzuſehen war, alſo der Verein
ge=
halten werden könnte. Darauf antwortete Zeuge, daß auch
die Raiffeiſenſchen Genoſſenſchaften ſich in letzter Zeit zu
dem Schulze=Delitzſchſchen Prinzip bekehrt haben. Auch unter
Berückſichtigung dieſer Grundſätze ſei eine Haltung des
Vereins nicht möglich geweſen. Die Gründung der V.=V.=G.
ſei an und für ſich ein geſunder Gedanke, da die Genoſ.
ſenſchaftsbank nicht die große Summe von Wertpapieren
auf den Markt werfen konnte, ohne große Verluſte. Auf
Anfrage des Angeklagten Jſaak antwortete Zeuge, daß er
intreffen, erhält ein jeder eine Karte, und zwar ſo, daß
tweils ein Herr und eine Dame das gleiche Thema geſtellt
elvmmen. Im Salon ſind die Stühle und
Sitzgelegen=
eitten paarweiſe angeordnet; die Herren und die Damen,
enen der Zufall das gleiche Thema zuwies, nehmen
ebeneinander Platz. Auf ein Glockenzeichen beginnt die
nkurrenz: das erſte Paar verlieſt ſein Thema und
be=
ſinnt nun darüber zu plaudern. Sie haben fünf Minuten
ſſeit; dann kommt das nächſte Paar. Am Schluß wird
bgeſtimmt, welcher Herr und welche Dame am
geiſtreich=
en und am beſten Konverſation gemacht haben, und zwar
inimen die Damen über den Herrn und die Herren über
e Dame ab. Der Sieger in dieſem neuen
geſellſchaft=
ſchen Spiele, das viel Anregung und bisweilen auch
Er=
eiterung bieten ſoll erhält einen Preis. Jeder aber hat
ſelegenheit gehabt, ſich in der ſchwierigen Kunſt des
Plau=
erms zu üben.
* Die boykottierte Strümpfelbacher Kirſchenblüte.
as Stuttgarter Neue Tagblatt ſchreibt: In Nummer 78
er Schwäbiſchen Tagwacht werden die Genoſſen gewarnt,
Strümpfelbacher Kirſchenblüte zu beſuchen, und
auf=
ffordert, einen anderen Ort aufzuſuchen, wo ſie
willkom=
jemer ſeien, als in Strümpfelbach im Remstal. Als Grund
lſeter Boykottierung wird angegeben, in keiner einzigen
Piotſchaft in Strümpfelbach werde mehr die Schwäbiſche
ſagwacht angetroffen, und es ſei dieſe geiſtige Koſt alſo
r die Beſucher der Kirſchenblüte nicht mehr zu finden.
s muß den Naturgenuß in ganz unzuläſſiger Weiſe be=
Inträchtigen, wenn ein Spaziergänger bei der Einkehr im
rtshaus nicht „ſein Blättle” findet. Dann iſt ihm ſchon
ſſe ganze Blüte verhagelt. Wenn die Herren Genoſſen
ſhon die Bküte boykottieren, wie wird es dann erſt mit
ſn Kirſchen werden, die müſſen die Strümpfelbacher in
Aukunft wohl ſelber eſſen. Wenn es ſo weiter geht dann
firfen die Strümpfelbacher Kirſchenbäume ohne
Geneh=
ligung der Genoſſen bald überhaupt nicht mehr blühen.
ſeſchadet hat die Warnung ührigens nicht, denn die
krümpfelbacher Kirſchenblüte war am letzten Sonntag
ſs Ziel von Tauſenden von Naturfreunden, die nach
ſtrümpfelbach kamen, ohne Politik zu treiben, und dabei
ſird es wohl auch bleiben.
Gottardo Segantini
hat in der Galerie Hermes in Frankfurt a. M. zurzeit
eine Kollektion von 20 Gemälden ausgeſtellt, die einen
intereſſanten Einblick in das Schaffen des Künſtlers geben,
der, obwohl er in der Auffaſſung und in der Technik
durch=
aus moderne Bahnen wandelt, dem Hypermodernismus
unſerer Zeit ſo gar keine Konzeſſionen macht. Seine
Bilder ſind nichts weniger als impreſſioniſtiſch und doch
ſind ſie voll farbiger Schönheiten und Reize intimſter Art,
und das trotz einer gewiſſen, eigentlich nur ſcheinbaren,
Härte des Kolorits, die aber durch die eigenartige Technil
gemildert wird. Bedingt iſt ſie übrigens wohl durch den
unendlichen Reichtum an ſatten lebendig=friſchen Farben,
den die Landſchaft Italiens gebiert, die das künſtleriſche
Schaffen Segantinis beſtimmend beeinfluſſen. Seinem
Temperament und ſeiner Liebe für leuchtende Farben in
unerſchöpflichen Nüancierungen und Gegenüberſtellungen
bietet die ſonnendurchglühte Landſchaft Italiens immer
neue Motive und es offenbart ſich in faſt all ſeinen
Bildern. Der fein ausgeprägte Farbenſinn des Künſtlers
läßt ihn dabei jede aufdringliche Buntheit vermeiden. Er
eint vielmehr die Fülle von Farben, die die
blumenüber=
ſäte Wieſe oder der Ziergarten bieten, zu einer harmoniſch
wirkenden Sinfonie, hinter der die etwas rauhe
Technik bei längerem Beſchauen völlig verſchwindet. Was
aber die Bilder Segantinis beſonders ſympathiſch und
künſtleriſch wertvoll macht, iſt neben der leuchtenden Friſche
des Kolorits die außerordentlich ſorgfältige, auf
feſtfun=
diertes Können gegründete zeichneriſche Durcharbeit, die
auch da zutage tritt, wo die Technik locker iſt und des
ſcharfumriſſenen Ausdrucks entbehrt. Trotzdem aber bleib
der Künſtler in erſter Linie ein Maler, der die Schätze
ſei=
ner Palette kennt, und der die Natur ſtudiert hat. Es
iſt nicht möglich, im Rahmen dieſer kurzen Beſprechung auf
alle ausgeſtellten Werke einzugehen. Nur einige ſeien
her=
vorgehoben, ohne damit die nichtgenannten beeinträchtigen
zu wollen. „Die kommende Stunde” iſt ein köſtliches
Frühlingsbild voll blühender Schönheiten in zwiefacher
Geſtalt. In blumenreicher und ſaftiggrüner Landſchaft
ſchreiten zwei duftige holde Frauengeſtalten, die
außer=
ordentlich wirkſam in die Landſchaft hineinkomponiert ſind
Nicht Realiſtik, ſondern Schönheit gibt der Künſtler auch
in dem ähnlichen Bilde „Tyrannei der Liebe‟. Der
ſchlanke Frauenakt mit dem ihr Haar zauſenden Kindchen
iſt eine treffliche Symbolik und die Einzelheiten ſind
wie=
derum nur eine Verkörperung der Schönheit, der die
üppige Gartenlandſchaft eine treffliche Folie gibt. Eine
große „römiſche Landſchaft” birgt eine Fülle von Farben=
und Naturſchönheiten, gehoben und umwoben von
glühen=
der Sonne, die der Künſtler mit Vorliebe über ſeine
Bil=
der ergießt und die er meiſterlich zu malen verſteht. Ein
reizendes, allerdings im Kolorit nicht ganz gelöſtes
Kinder=
bildnis iſt ganz in hellem, zartem Kolorit gehalten, in
dem das leuchtende Rot der Schuhchen eine gewagte, aber
feſſelnde Aufgabe bildet.
Die eigenartige Erfaſſung ſeiner künſtleriſchen Auf
gaben ſpiegeln auch die Porträts wider, die von gleicher
Farbenfreudigkeit ſind. Er ſtellt ſeine Bruſtbilder
vor=
nehmlich vor einen reichen, perſpektiviſch aber weit
zurück=
tretenden Hintergrund, der ganze Landſchaften, ja
Archi=
tekturen und ganze Gruppen von Menſchen zeigt. Man
darf füglich darüber ſtreiten, ob dieſe Verbindung
künſt=
leriſch gerechtfertigt iſt. Wir haben mehrfach den
geg=
neriſchen Standpunkt vertreten, von dem wir auch hier
nicht abgehen möchten. Die Bildwirkung iſt aber auch hier
zweifellos gut. Es iſt das eine Eigenart des Geſchmacks
und der Auffaſſung ſeiner Aufgaben, die wohl den
Aus=
drucksmitteln in dieſer Farbenfülle und Leuchtkraft
ent=
ſpricht. Denn vor einen ſchlicht getönten Hintergrund
würden dieſe Köpfe ſehr wahrſcheinlich durch die
Bunt=
heit ihres Kolorits mindeſtens geſucht, wenn nicht un
künſtleriſch, wirken. Die Porträts ſelbſt ſind von ſtacker
Betonung der Charakteriſtik und des Ausdrucks, die
er=
höht wird durch ziemlich ausgedehntes Eingehen auf
De=
tails, beſonders in den Augenpartien. Bezeichnend
hier=
für iſt ein in der koloriſtiſchen Löſung übrigens eigenartig
reizvolles Selbſtporträt und ein Doppelporträt, während
das eines italieniſchen Reiteroffiziers mit dem Goldhelm
auch durch die zeichneriſch ſcharfe Herausarbeitung des
ſcharfgeſchnittenen Geſichts feſſelt.
Die merkliche Verſchiedenartigkeit der Bilder, die auch
zu verſchiedener künſtleriſcher Bewertung führt, zeugt
da=
von, daß Gottardo Segantini noch kein Fertiger iſt,
ſon=
dern ein Ringender. Ein emſig und ernſt Schaffender,
deſſen großer individuellen Begabung noch große und
M. St.
ſchöne Ziele winken.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913,
Nummer 85.
aus anderen Bankkreiſen ungünſtige Aeußerungen über
Iſaak nicht gehört habe. — Im weiteren Verlauf des
Ver=
hörs dieſes Zeugen kommt es zu einem kleineren
Ren=
kontre zwiſchen ihm und Rechtsanwalt Schödler,
weil dieſer vom Zeugen zu wiſſen wünſcht, worauf ſich
ſeine ungünſtige Anſicht über Jſaak gründe, wozu ſich
Zeuge nicht verpflichtet fühlt.
Der Zeuge
Georg Jayme
hat im Januar 1911 im Auftrage der Genoſſenſchaftsbank
an der Regelung der geſamten Verhältniſſe der Nieder=
Mo=
dauer Kaſſe mitgewirkt. Er hatte beſonders die
rückſtän=
digen Zinsbeträge zu prüfen. Das Ergebnis ſei ein wenig
erfreuliches geweſen, und die Arbeiten ſehr ſchwierig, da
die meiſten Urkunden fehlten. Als ein beſonderer Fall
ſei ihm ein Konto Adam aufgefallen, deſſen Entſtehung
er ſich nicht erklären konnte. Da habe er denn gefunden,
daß im Jahre 1904 eine Hypothek zediert worden war, daß
aber die eingegangene Summe von 14000 Mark nicht
ver=
bucht, alſo unterſchlagen worden war. Infolgedeſſen
lie=
fen auch die Zinſen weiter. Die aufgelaufenen Zinſen
ſeien von Beck zum Kapital geſchlagen worden und dem
Konto Adam zugeſchrieben. Spater habe er dann
feſtgeſtellt, daß Sicherheiten des Vereins für die Wechſel
Pallmann=Adam bei Wolfsthal gegeben waren. Die von
Jayme bis 31. Dezember 1910 ermittelte Schuldſumme
Adams von 366600 Mk. wurde im Juli 1911 von Adam
anerkannt, die Summen, die ſich ſpäter herausſtellten,
wur=
den nicht anerkannt. Er habe dann auch gefunden, daß
Adam Unterſchriften gefälſcht hatte. Adam hat häufig
mit=
geholfen, die alten Akten zu ordnen. Wenn Adam gefragt
wurde, ſagte er immer, es ſei für ſein Konto mehr
Deckung da, als nötig iſt. Beſtimmte Antworten, wo die
Deckungen liegen, habe er nicht gegeben. Zu ſeiner
(Jaymes) Zeit ſind noch Urkunden nach der
Genoſſen=
ſchaftsbank wegen Beſchaffung von Geld und auch nach
der V.=V.=G. gewandert. Er hielt die Intereſſen der
Ge=
noſſenſchaftsbank und die des Nieder=Modauer Vereins
für identiſch. Der eine Perron habe ihm eines Tages
ge=
agt, er käme oft nach Darmſtadt, er wäre bei dem
Unterſuchungsrichter vernommen worden, da hätte er ſich
geirrt, Jayme möchte das doch richtig ſtellen. Er habe
aus=
geſagt, er wäre noch bei Ihrig geweſen, als Adam noch
da war und wollte ihn verhaften laſſen. Jetzt wiſſe er
aber, daß das war, als Adam ſchon flüchtig war. Später
blieb dann Perron auf der nach ſeiner eigenen Angabe
irrigen erſten Ausſage und widerrief Jaymes Auftrag an
den Unterſuchungsrichter.
Segen 2 Uhr wird die Verhandlung auf Samstag
8½ Uhr vertagt.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 11. April. Der
Finanzaus=
ſchuß der Zweiten Kammer hielt heute vormittag
eine längere gemeinſame Beratung mit der Regierung
ab, die durch die drei Miniſter und eine Anzahl
Mini=
ſterialräte vertreten war. Zunächſt wurden im Anſchluß
an den Antrag Köhler=Oſann die Verhältniſſe der
Hilfs=
aktion zugunſten der Mitglieder des
Nie=
der=Modauer Spar= und Kreditvereins
einer eingehenden Erörterung unterzogen. Die Regierung
erklärte, daß ſie von einer weiteren Hilfe abgeſehen habe,
als aus Genoſſenſchaftskreiſen an ſie Anforderungen nicht
mehr geſtellt worden ſeien. Sie habe allerdings auch
Kon=
ſequenzen des Eintretens für andere Kaſſen, die notleidend
geworden ſeien, vorausſehen müſſen und daraus ſei auch
ihre beſondere Zurückhaltung erklärlich. Von
verſchiede=
nen Rednern wurde auf die Notwendigkeit einer
Aufklä=
rung ſeitens der Regierung, daß ſie nach den geſetzlichen
Beſtimmungen zur Vornahme von Reviſionen nicht
be=
fugt ſei, hingewieſen, da in der Bevölkerung die Meinung
verbreitet ſei, daß die Regierung bei den Reviſionen hätte
mitwirken müſſen. Seitens des Miniſters des Innern
wurde betont, daß in dem jetzigen Stadium der
Sanier=
ung möglichſte Zurückhaltung geboten ſei, und daß
jeden=
falls nicht dem Genoſſenſchaftsweſen ſchädliche Gedanken
aus den Kreiſen der Regierung in die Oeffentlichkeit zu
gelangen hätten, denn das Genoſſenſchaftsweſen habe für
Heſſen doch eine ſegensreiche Wirkung gezeitigt. Seitens
verſchiedener Mitglieder des Ausſchuſſes wurde von der
Regierung eine Belehrung und Aufklärung verlangt, wenn
von den Kaſſen mit unbeſchränkter Haftung jetzt die
Ein=
führung einer beſchränkten Haftung ins Auge gefaßt werde.
Von einem Ausſchußmitglied wurde angeregt, daß ſich die
Regierung bei der neuen Zentralkaſſe geldlich beteiligen
ſolle, um dadurch auch einen Einblick in die Verhältniſſe
zu bekommen. Dieſe Anregung fand auch bei anderen
Ausſchußmitgliedern Anklang; man ſprach ſich aber
zu=
nächſt für ein genaueres Studium der Dinge an der Hand
der Preußiſchen Zentralgenoſſenſchaftskaſſe aus.
Der Ausſchuß ging ſodann zu einer umfangreichen
Erörterung der heſſiſchen Finanzverhältniſſe
über, wie ſie durch die neuen Steuervorlagen des
Reiches geſchaffen worden ſind. Der
Ausſchußvor=
ſitzende, Abg. Dr. Oſann, gab darüber ein Bild, ſchilderte
die Einwirkung auf die heſſiſchen Verhältniſſe an der Hand
der dem Reichstag vorgelegten Geſetzentwürfe und legte
dar, wie dieſe in Heſſen finanziell wirken würden. Der
Wehrbeitrag habe ja auf den heſſiſchen Etat keinen
Ein=
fluß, da er direkt von den Vermögensbeſitzern eingezogen
werde. Dagegen belaſte die dauernde Auflage von 80
Mil=
lionen den Einzelſtaat, wenn dieſer Betrag durch
Erheb=
ung eines neuen Matrikularbeitrags von 1,25 Mark pro
Kopf der Bevölkerung aufgebracht werden muß. Dies
er=
gebe für Heſſen eine Belaſtung von 1600000 Mark, welche
ſich durch Veredelung” der Matrikularbeiträge zum
Nach=
teil von Heſſen noch ſteigern könnte. Wenn allerdings
beabſichtigt ſei, das Beſitzſteuergeſetz des Reiches in Heſſen
zur Einführung zu bringen, ſo falle der erhöhte
Matri=
kularbeitrag weg, wie dies in der Geſetzesvorlage
vor=
geſehen ſei. Dann werde nur der Ertrag des
Beſitzſteuer=
geſetzes, alſo die Vermögenszuwachsſteuer, an das Reich
abgeführt werden. An Stempel büße Heſſen zugunſten
des Reiches die Abgaben für Geſellſchaftsverträge mit
durchſchnittlich etwa 50000 Mark jährlich und den erſt im
vorigen Jahre eingeführten Verſicherungsſtempel ein,
welch letzterer mit 75000 Mark veranſchlagt ſei.
Aller=
dings würden dieſe Stempel in den nächſten drei Jahren
noch im vollen Betrag an Heſſen fallen, und in den Jahren
von 1916—1919 noch zur Hälfte, ſo daß dieſe Einbuße nicht
zu ſchwer zu ertragen ſei. Auch in den Jahren 1916—1919
bleibe der Stempel in ſeinem voranſchlagsmäßigen
Be=
trag Heſſen erhalten, da er nur zu 75000 Mark
veran=
ſchlagt ſei, aber eine höhere Summe ergeben habe. Seitens
der Regierung wurde darauf hingewieſen, daß man in
Heſſen wohl die Beſitzſteuerabgabe des Reiches zur
Ein=
führung kommen laſſen werde, denn hierdurch werde eine
Erhöhung der direkten Steuern vermieden und es trete
dann die Belaſtung mit den neuen Matrikularbeiträgen
in der Höhe von 1600000 Mark nicht ein. Seitens eines
Ausſchußmitgliedes wurde mit Rückſicht auf die
Unſicher=
heit der Dinge im Reichstag erklärt, daß man das
Ergeb=
nis der Beratung im Reichstag erſt abwarten ſolle, ehe
in die Beratung der Beſoldungsvorlage eingetreten werde.
Dem wurde von anderer Seite widerſprochen, weil ja
feſt=
ſtehe, daß eine Belaſtung Heſſens mit direkten Steuern
zugunſten des Reiches nicht eintreten werde; die Arbeit
werde überdies ſo umfangreich werden, daß ein weiterer
Aufſchub der Beratung unrichtig ſein würde. Ein
Mit=
glied des Ausſchuſſes vertrat die obligatoriſche
Ver=
mögensſteuer durch das ganze Reich, weil dann eine
Be=
nachteiligung der anderen Bundesſtaaten durch die größte
Steuerkraft Preußen ins Auge zu faſſen ſei. Die
Regie=
rung hielt die Einführung einer Reichsvermögensſteuer
für den Bundesrat als nicht akzeptabel, weil hierdurch
eine ſchwere Schädigung der ſtaatlichen Vermögensſteuer
Der Finanzausſchuß wird ſeine
hervorgerufen werde. —
Beratungen am Mittwoch, den 16. April, fortſetzen.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 11. April. Präſident Dr. Kaempf
er=
öffnet die Sitzung um 1.05 Uhr. — Die
erſte Beratung der Deckungsvorlagen
wird fortgeſetzt. — Abg. v. Payer (Fortſchr. Volkspt.):
Die gleichzeitige Verabſchiedung beider Vorlagen iſt
unbe=
dingt notwendig. Prinzipielle Bedenken ſind gegen den
einmaligen Wehrbeitrag nicht erhoben worden, und wir
wollen dieſe Harmonie nicht ſtören. Die Sozialdemokratie
ſcheint bei dieſer Gelegenheit poſitiv mitarbeiten zu
wol=
len. Was die Vergrößerung des Kriegsſchatzes in Gold
und die Erhöhung des Silberkriegsſchatzes auf 120
Mllio=
nen anlangt, ſo reicht die uns dazu gegebene Begründung
nicht aus, um eine definitive Stellung zu dieſer Frage zu
nehmen. Das wichtigſte an den Vorlagen iſt die Deckung
der laufenden Ausgaben. Dieſer Geſichtspunkt iſt bisher
aber vollſtändig in den Hintergrund geſtellt worden. Das
Erbrecht des Staates wird kein weſentliches Erträgnis
abwerfen. Viel beſſer würde der Fiskus fahren, wenn eine
ſtarke Erbſchaftsſteuer feſtgelegt würde. Gegen die
Hin=
ausſchiebung des Termins für die Herabſetzung der
Zucker=
ſteuer müſſen wir entſchieden Widerſpruch erheben. Völlig
unrichtig iſt es, daß die Umſatzſtempelſteuer und die
Be=
ſteuerung der Verſicherungsverträge nicht eine Belaſtung
von Handel und Induſtrie wären. Sie ſtellt ſogar eine
Verkehrsſteuer der ſchärfſten Sorte dar. Die Bildung von
Aktiengeſellſchaften und Geſellſchaften mit beſchränkter
Haf=
tung ſoll durch dieſe neue Steuer geradezu verboten
wer=
den. Solche Mittelſtandspolitik machen wir nicht mit. Der
Umweg über die Einzelſtaaten zur Deckung des Bedarfs
iſt für uns ganz ungangbar. Wenn es ſich um eine
Vor=
lage handelt, die den Schutz des Vaterlandes bezweckt, ſo
muß eine direkt erhobene Reichsbeſitzſteuer eingeführt
wer=
den, die nach gleichmäßigen Grundſätzen durchgeführt wird.
Die Matrikularbeiträge ſind dazu nicht geeignet. Für uns
iſt es ganz ſelbſtverſtändlich, daß wir in der Kommiſſion
die Gelegenheit benutzen, um eine Erbanfallſteuer wieder
einzubringen, für die ſich auch eine Mehrheit finden dürfte.
Daß dieſe Steuer mit Hilfe der Sozialdemokratie gemacht
wird, kann kein Hindernisgrund ſein, denn in der
elſaß=
lothringiſchen Frage und bei dem Petroleum=Monopol
nimmt die Regierung die Zuſtimmung der
Sozialdemo=
kratie gern in Kauf. (Sehr gut! links.) In erſter Linie
verlangen wir immer wieder eine größere Einheitlichkeit
in der Steuergeſetzgebung. Unberechtigt iſt es, bei dem
Wehrbeitrag auch auf die Opferwilligkeit bei der Erhebung
unſeres Vaterlandes vor hundert Jahren hinzuweiſen.
Damals walteten ganz andere Umſtände ob. Dieſer
Wehr=
beitrag iſt eine Beſitzſteuer, zu deren Deckung teielfach das
Kapital angegriffen werden muß. Das Kapital muß
flüſ=
ſig gemacht werden, und darin liegt natürlich wieder eine
Belaſtung des Kapitals= und Anleihemarktes. Vermieden
werden muß unter allen Umſtänden jede Doppelbeſteuerung.
Bedenklich iſt der Entwurf auch inſofern, daß er bei
Feſt=
ſtellung des Wertes dem ländlichen Grundbeſitz wieder
beſondere Privilegien gewährt. Hinſichtlich der
Beteili=
gung der Bundesfürſten an der Wehrabgabe beſteht
zwi=
ſchen dem Wortlaut des Geſetzes und ſeiner Begründung
ein Widerſpruch. Wir werden unbefangen und
vorurteils=
los das beſte tun, um Unheil zu verhüten und die Laſten
gerecht und mit Rückſicht auf die wirtſchaftlichen Folgen
dieſer Belaſtung zu verteilen. (Bravo! links.)
Abg. Frhr. v. Gamp (Reichspt.): Gegen den
ein=
maligen Wehrbeitrag haben wir nichts einzuwenden unter
der Vorausſetzung, daß auch die indirekten Steuern
wei=
ter ausgebaut werden. Entgegen den Ausführungen des
Abg. Speck kann ich erklären, daß diejenigen, die von der
Laſt des Wehrbeitrages betroffen werden, gern und
freu=
dig ſich an dieſem Opfer beteiligen. Die Feſtſtellung des
Wertes der Aktien, wie ſie in der Vorlage vorgeſchlagen
wird iſt unrichtig, da am 31. Dezember die Aktien wegen
der Tantiemen und Bilanzen ganz anders bewertet
wer=
den, als im Laufe des Jahres. Bei der Feſtſetzung der
ländlichen Grundſtückswerte muß mit Rückſicht
vorgegan=
gen werden. Als Werte ſind die Schätzungen
anzuneh=
men, die von den Hypothekenbanken uſw. geſetzt ſind.
Ge=
en die Steuergrenze von 50000 Mark haben wir
erheb=
liche Bedenken. Man ſollte es auch anderen Leuten
ermög=
lichen, ſich an der Nationalſpende zu beteiligen. (Lachen
links.) Unter 20000 Mark Vermögen
herunterzu=
gehen, wäre bedenklich, da nur wenige Zenſiten übrig
bleiben würden. Wohltätige Stiftungen, z. B.
Kranken=
häuſer, die die Form von Aktiengeſellſchaften haben,
müſ=
ſen freibleiben. Eine Doppelbeſteuerung von Aktienbeſitz
iſt nicht zu befürchten. Hinſichtlich der Veredelung der
Matrikularbeiträge hat ſich Herr von Payer nicht klar
ge=
nug ausgedrückt; einerſeits will er die
Reichsvermögens=
ſteuer, andererſeits verwahrt er ſich aber gegen den
Ein=
griff in die Finanzhoheit der Einzelſtaaten. Beide
Ge=
ſichtspunkte ſtehen im Widerſpruch miteinander. Es
emp=
fiehlt ſich, die Matrikularbeiträge zu erhöhen. Wenn die
Einführung einer beſtimmten Steuerart von den
Bundes=
taaten erfolgt, iſt dies immer noch die geringſte
Beeinträch=
tigung der einzelſtaatlichen Finanzhoheit. Der
Aufrecht=
erhaltung der Zuckerſteuer ſtimmen wir zu. Auch die
Bei=
behaltung des Umſatzſtempels wird notwendia ſein. Auf
dem Gebiete der Beſteuerung der Aktiengeſellſchaften ſollte
eine größere Einheitlichkeit in den Bundesſtaaten
ange=
ſtrebt werden. Auch die ausländiſchen Papiere von
Aktien=
geſellſchaften, die hier zur Notierung kommen, müſſen mit
der Stempelſteuer belegt werden. Auf ein Erbrecht des
Reiches ſollte man verzichten, da dieſes doch nur geringe
Erträge bringt. Man ſollte es lieber den Gemeinden
über=
laſſen. Wir werden die Parteiintereſſen zurücktreten und
nur das Intereſſe des Vaterlandes obwalten laſſen. Das
ſcheint auch der Standpunkt aller übrigen bürgerlichen
Parteien zu ſein. (Bravo! rechts.)
Abg. Graf v. Poſadowsky (bei keiner Fraktion):
Ich bedauere, daß die verbündeten Regierungen die
Vor=
lage betreffend das Erbrecht des Reiches, zum zweiten
Male uns unterbreitet haben. Höchſt bedenklich iſt es, daß
der Bundesrat dieſes Geſetz damit begründet, daß die
Fa=
milienbande in Deutſchland immer lockerer werden. (
Leb=
hafte Zuſtimmung.) Wenn ein Ausländer dieſe Motive
lieſt, ſo müßte er vom deutſchen Familienleben und
Volks=
charakter einen ſehr ungünſtigen Eindruck gewinnen. (
Leb=
haftes Sehr richtig!) Ich bedauere aufrichtia, daß der
Bundesrat uns ein derartiges Zerrbild aus finanziellen
Rückſichten gegeben hat. (Hört! hört!) Die Regierung
hätte allen Anlaß, das Familienband zu ſtärken, anſtatt es
herabzuſetzen. Teſtamente werden meiſt zu ſpät gemacht,
Bedenklich iſt es, wenn dem Fiskus unter Umſtänden
über=
laſſen wird, den Erben etwas vom Erbe zuzugeſtehen. Wie
das ausfallen wird, kann man ſich denken. (Hört! hört!
bei den Sozialdemokraten. Sehr gut!) Schon bis jetzt
werden die Teſtamente oft wegen Formfehler angefochten.
In Zukunft wird aber der Fiskus alle Teſtamente ſcharf
unter die Lupe nehmen, ob ſie gültig ſind und das würde
zu prinzipiellen Streitigkeiten zwiſchen dem Fiskus und
den Erben führen. Gerade die Kreiſe, die entweder die
Koſten einer Teſtamentsaufſetzung ſcheuen oder ſelber kein
Teſtament niederſetzen können, würden durch dieſes
Geſetz=
am ſchwerſten getroffen werden. Darin liegt die
aller=
größte Härte. (Sehr richtig!) Es liegt der Gedanke nahe,
daß einmal die Regierung ans Ruder käme, die das
Erb=
recht des Reiches noch weiter ausdehnen und das Erbei
den nächſten Angehörigen ſtreitig machen könnte. Dieſer
Geſetzentwurf bedeutet einen ſo tiefen Eingriff in das
Fa=
milienrecht, daß man ſeinen Gedanken nicht folgen ſollten
Daß die Gefahr vorliegt, daß der Fiskus auf dem durch
den Entwurf vorgeſchlagenen Wege fortſchreitet, ergibt
ſich=
aus einem Vergleich der Verhandlungen über das Erbrecht
des Reiches in der Kommiſſion des Bürgerlichen
Geſetz=
buches mit dieſem Entwurf. Hier heißt es: prineiplis
obsta! (Sehr richtig!) Ich hoffe, daß dieſer Entwurf von
der Mehrheit des Hauſes an der Schwelle der Beratungen
abgelehnt wird. Im gegenwärtigen Augenblick müſſen die
Koſten der Wehrvorlage allerdings den beſitzenden Klaſſen
auferlegt werden, aber auch die Belaſtung der Beſitzenden
hat eine Grenze, wenn man nicht die Erwerbsfreudigkeit
und den Sparſinn ſchädigen will. Es werden noch neue
Finanzreformen kommen und wir müſſen trotzdem alles,
was für die Sicherheit des Reiches notwendig iſt,
bezah=
len. Wenn man bezüglich des Wehrbeitrags immer wies
der auf die Opferfreudigkeit vor hundert Jahren
hingewie=
ſen hat, ſo darf man nicht vergeſſen, daß man damals ein
Korrelat hatte in der Sparſamkeit der damaligen
Regie=
rung und der Gemeinden und in der Einfachheit der
da=
maligen Lebenshaltung. Sparſamkeit muß in jeder
Be=
ziehung herrſchen, dafür bin ich ſtets eingetreten.
Staatsſekretär Kühn: Der Vorredner hat ſcharfe
Kritik an der Vorlage über das Erbrecht des Reiches
geübt. Die Vorlage und ihre ethiſche Begründung wark
aber kein Zerrbild. Daß ſämtliche Verwandte von der
Erbfolge ausgeſchloſſen werden, trifft nicht zu. Wir gehen
von dem Grundſatz aus, daß wir viel einnehmen, wenn
wir von jedem etwas nehmen.
Abg. Emmel (Soz.): Wir werden alles ablehnen,
was die Arbeiter und die unteren Volksklaſſen irgendwier
belaſtet. Als Herr Poſadowsky noch im Amt war, haben
wir nichts von der altpreußiſchen Sparſamkeit gemerkt,
Das Bewußtſein ſcheint ihm erſt gekommen zu ſein, als er
nichts mehr zu ſagen hatte. Daß die Fürſten an dem
Wehrbeitrag teilnehmen, nachdem ſie ſich bisher von allen
Steuern gedrückt haben, iſt ſelbſtverſtändlich und kein
beſonderes Opfer. Den vorliegenden Beſitzſteuer=Entwurf
lehnen wir ab, ebenſo die Auffüllung des Kriegsſchatzes.
Wir proteſtieren dagegen, daß die Vermögen der
Gewerk=
ſchaften zu der einmaligen Vermögensabgabe herangezogen
werden. Die Konſervativen wollen natürlich ihre eigenen
Vereine freilaſſen.
Vizepräſident Dove: Der Ausdruck „ſich drücken”
iſt parlamentariſch unzuläſſig, namentlich wenn es, wie von
Ihnen vorhin geſchehen, in Beziehung zu regierenden
Fürſten geſagt wird, die von den Steuern
verfaſſungs=
mäßig befreit ſind. (Zuruf bei den Sozialdemokraten:
Die ſich alſo drücken dürfen!)
Abg. Emmel (Soz.) fortfahrend: Die Einführung
der Vermögens= und Erbſchaftsſteuer dürfte nach
ent=
ſprechendem Ausbau ein befriedigendes Reſultat geben,
Wir ſind deshalb gerne bereit, dieſe beiden Steuern zu bes
willigen zur Deckung der notwendigen Ausgaben.
Staatsſekretär Kühn: Die Haltung der
Bundes=
fürſten bezüglich der Erhebung des Wehrbeitrages hat den
Gedanken der einmaligen Abgabe zweifellos populär ges
macht. Ich muß Verwahrung einlegen gegen die
Auf=
faſſung, die Regierung nehme das Geld, woher ſie es
be=
komme. Die Regierung hat bei der Beantragung der
Steuern nicht nur die Intereſſen des Reiches ſondern auch
die der Bundesſtaaten und der Allgemeinheit
wahrzu=
nehmen.
Abg. Roland=Lücke (natl.): Die Erweiterung der
Geldreſerve um 120 Millionen wird nicht eine ſo große
Schädigung des Wirtſchaftslebens herbeiführen, wenn
man deren Ausführung der Reichsbank überträgt. Die
augenblickliche Lage iſt durchaus nicht unpaſſend. Der
Er=
hebung des Wehrbeitrages ſtimmen wir zu. Bezüglich der=
Beſitzſteuer wäre eine Reichsſteuer wünſchenswert.
Wir=
ſtimmen aber beiden Steuern zu. Wir kaprizieren uns auf
keine beſtimmte Beſitzſteuer. Die Regierung muß darauf
bedacht ſein, daß die Großſtädte das Material an
Arbeits=
kraft, das ſie nun einmal verbrauchen, weiter von dort
be=
ziehen können, von wo es bisher geſchah. Mit der
Er=
hebung einer Wehrſteuer ſind wir einverſtanden, nur
müſſen Härten vermieden und eine Grenze für das
Ein=
kommen geſchaffen werden. Wir ſind bereit, von den
Koſten, die die Rüſtung der Nation verurſachen, auch den
ſchwachen Schultern etwas zu geben. Die Grenze der
ein=
maligen Abgaben halten wir für berechtigt, doch muß
Sorge dafür getragen werden, daß die geringſten Zenſiten
auch noch ein anderes Einkommen haben.
Hierauf wird die Weiterberatung auf Samstag
Uhr vertagt. Außerdem Petitionen. — Schluß halb=
7 Uhr.
* Berlin, 11. April. Die
Budgetkommiſ=
ſion des Reichstages beſchäftigte ſich heute mit der
Frage der Adjutanten bei den deutſchen Fürſten und
Prin=
zen und bewilligte die für den Kaiſer angeforderten zwölſ
Adjutantenſtellen. Sie nahm ferner mit großer Mehrheit
einen Antrag des Zentrums an, der vom Reichskanzler
verlangt, bis zur dritten Leſung des Ctats für 1913 alle
Vorbereitungen zur Herabminderung der Zahl der
Ad=
utantenſtellen zu treffen. Weiter wurde eine Reſolution
der Fortſchrittlichen Volkspartei angenommen, nach
wel=
cher der Reichskanzler den deutſchen Fürſten die
Mitteil=
ing machen ſoll, daß im Hinblick auf die großen Koſten
der Wehrvorlage eine Herabminderung der
Adjutanten=
ſtellen erwünſcht iſt.
* Berlin, 11. April. Die
Geſchäftsordnungs=
kommiſſion des Reichstages beſchloß, über die
durch Plenarbeſchluß vom 5. April der Kommiſſion
über=
wieſene Reſolution Baſſermann und Genoſſen, betreffend
Ueberweiſung der Wahlprüfungen an eine gerichtliche
Be=
hörde, dem Plenum vorzuſchlagen, die Materie der
erwei=
terten Geſchäftsordnungskommiſſion zu überweiſen.
* Berlin, 11. April. Die 15. Kommiſſion
des Reichstages zur Beratung und Regelung des
Submiſſions= und Lieferungsweſens
be=
chloß heute mit 16 gegen 11 Stimmen, das
Submiſſions=
weſen in einer für alle Bundesſtaten verbindlichen Weiſe
zu regeln und die Regierung zur Vorlegung von
einzel=
ſtaatlichen Beſtimmungen über das Submiſſionsweſen zu
erſuchen. Da ein liberaler Antrag, der Grundzüge zur
Regelung des Verdingungsweſens im Deutſchen Reiche
nthält, erſt in letzter Stunde der Kommiſſion vorgelegt
rurde, vertagte die Kommiſſion die Weiterberatung auf
tienstag, um Zeit zum Studium des Antrags zu
ge=
pinnen.
Das Herzogspaar von Cumberland
in Homburg.
* Bad Homburg, 10. April. Gegen ½4 Uhr
lburde ein Ausflug zur Saalburg unternommen
Im erſten Automobil ſaßen der Kaiſer und der Herzog
on Cumberland, die inzwiſchen die Uniſorm mit dem
hequemen Jägerrock vertauſcht hatten. Im zweiten
Lagen folgten die Kaiſerin und die Herzogin mit dem
Frautpaar. Die übrigen Fürſtlichkeiten und die Gefolge
loſſen ſich an. Der Kaiſer erklärte ſeinem Gaſt auf der
ahrt alle Einzelheiten, beſonders machte er ihn auf den
rückenbau vor dem Schloſſe aufmerkſam. Der Kaiſer
ß es ſich nicht nehmen, dem Herzog von Cumberland
Saalburg eingehend ſelbſt zu zeigen und ihm alle
auten und Funde perſönlich zu erklären. Im
Saalburg=
ſuſeum überreichte der Kaiſer dem Herzog einen
Spa=
rſtock, der aus dem 2000 Jahre alten Eichenholz
gefer=
ſot iſt, das man dort oben auf der Saalburg in den alten
unnenſchächten der Römer gefunden hat. Der ſchwarze
Flock iſt mit Silber beſchlagen und trägt das Wort
Graalburg” in eingehauenen Silberſtiftchen an ſeiner
lzkrücke. Die Beſichtigung der Saalburg, bei der Bau=
Jakobi beſonders der Herzogin von Cumberland
lähere Erläuterungen machte, währte etwa zwei
Stun=
ln. Nach der Beſichtigung wurde der Tee in den oberen
numen des Saalburgreſtaurants ſerviert. Trotz des
eg neriſchen Wetters hatte ſich zahlreiches Publikum au
ſe‟ Saalburg eingefunden. Um 6¼ Uhr kehrten die
rrſchaften nach dem Schloß in Homburg zurück.
* Bad Homburg, 10. April. Der Kaiſer ver=
5 dem Herzog von Cumberland den
Schwar=
n Adlerorden, der Herzogin von
Cumber=
and den Luiſenorden mit der Jahreszahl 1813/1814
der Abendtafel holte der Kaiſer ſeine Gäſte aus deren
mächern ab. Der Kaiſer trug die Uniform der
Königs=
per, der Herzog öſterreichiſche Uniform. Die Tafel war
ſie Maiglöckchen und Roſen geſchmückt
* Homburg v. d. H., 11. April. Der
Reichs=
anzler iſt heute morgen 8,34 Uhr hier eingetroffen
uio hat in Ritters Parkhotel Wohnung genommen. Ju
iner Begleitung befindet ſich der Adjutant Oberleutnant
teiherr von Sell. Zum Empfang auf dem Bahnhof hatte
c der Vertreter des Auswärtigen Amtes, Geſandter
on Treutler, eingefunden. Der Kaiſer empfing um
½ Uhr den Reichskanzler. Heute mittag war
Fami=
ſentafel, an welcher auch Prinz und Prinzeſſin Friedrich
arl von Heſſen teilnahmen, und für die Umgebungen
ſtarſchalltafel; an der letzteren nahm der Reichskanzler
* Homburg v. d. H., 11. April. Der Herzoc
yn Cumberland empfing um 11 Uhr den
Reichs=
mzler, welcher etwa eineinhalb Stunden bei dem
ſerzog verweilte.
Luftfahrt.
Kriegsmäßige Ballonverfolgung.
* Frankfurt a. M., 11. April. Am 19. April findet
Frankfurt eine Ballonverfolgung ſtatt, veranſtaltet vom
rankfurter Verein für Luftſchiffahrt gemeinſam mit dem
frnkfurter Automobil=Klub und unter Mitwirkung des
ſeneralkommandos des 18. Armeekorps, das eine
kriegs=
ſäßige Aufgabe ſtellt. Es werden ſechs bis ſieben
Bal=
ns des Frankfurter Vereins fliegen, und zwar „Frank
Ir
„Heſſen”, „Taunus”, „Tilly”, „Juſtitia” und „Moe=
Mk.‟
Die Teilnahme des Ballons „Hanſea” iſt noch
un=
wiß. Die Verfolgung nehmen etwa 20 Automobile des
Kankfurter Automobil=Klubs und mehrere Flugzeuge
om der Darmſtädter Fliegerſtation auf.
ſuch das Zeppelin=Luftſchiff „Viktoria Luiſe” betei
ht ſich an der Verfolgung, wobei eine beſchränkte Zahl
hn Paſſagieren an der Fahrt teilnimmt. Die Leitung
ſet in den Händen des Rittmeiſters v. Poſchinger
s Vertreter des Generalkommandos des 18. Armeekorps,
ſwie des Dozenten Dr. Linke als Vertreter des
Frank=
ſper Vereins für Luftſchiffahrt, ferner des Herrn Dr.
s bert als Vertreter des Frankfurter Automobil=Klubs
ud des Hauptmann v. Dewall als Vertreter der
Bläegerſtation Darmſtadt. Das Fliegen geht
Ara Oſthafen aus. Die allgemeine Kriegslage wird
la folgende ſein: Frankfurt, das als feindlicher, beſetz=
Ort gedacht iſt, ſendet einen Schwarm von Ballons
lts, um ſich durch Entſendung einer Anzahl von
Deve=
ſerr mit der Außenwelt in Verbindung zu ſetzen. Die
Uſaſſen des Ballons ſollen verſuchen, eine vom Feinde
ſſcht beſetzte Station zu erreichen und dort ihre
Tele=
kamnme aufzugeben. Beim Abflug der Ballons nehmen
ſttomobile, Flugzeuge und ein lenkbares Luftſchiff die
erffolgung auf. — Am 20. April findet im Frankfurte:
Pf ein Eſſen ſtatt, bei welchem die Preisverteilung
er=
flgt.
Schneefall.
* Frankfurt a. M., 11. April. Heute vormittag
ht in Frankfurt ein leichter Schneefall ein, der ſich
itwpeiſe zu einem lebhaften Schneegeſtöber ſteigerte
* Stuttgart, 11. April. Heute früh um 6¾ Uhr
hier ein leichter, mit Regen untermiſchter Schnee=
I eingeſetzt. Die Temperatur iſt auf 4 Grad Celſius
kſunken.
* Karlsruhe, 11. April. In den höheren Lagen
Schwarzwaldes, der Vogeſen und Rauhen
Ab hat ſich völlig winterliche Witterung
einge=
ſr. Es ſind neuerdings bis 600 Meter herab ſtarke
hreefälle niedergegangen; die Berge tragen teilweiſe
ne geſchloſſene Schneedecke von 10 bis 15 Zentimetern.
ſfolge des eingetretenen ſtarken Froſtes haben die ſchon
it vorgeſchrittenen Kulturen vielfach bedeutenden
Scha=
in genommen.
* Münſingen, 11. April. Auf der Alb iſt heute
ſicht Schneefall eingetreten. Die Schneedecke hat
elfach eine Höhe von 10 Zentimetern erreicht, die Tem
hratur iſt auf den Gefrierpunkt geſunken.
* Hannover, 11. April. Eine ungewöhnliche Kälte
in der letzten Nacht eingetreten. Der Schneefall
helt bis heute morgen an. Ein gleiches wird aus
Hil=
dsheim, Detmold, Braunſchweig uſw. gemeldet.
Erfurt 11. April. Ein leichter Schneefall
in Thüringen eingetreten, doch hat die Temperatur
lne bemerkenswerte weitere Erniedrigung erfahren.
* Sobernheim a. d. Nahe, 11. April. Im Nahe=
und im Hunsrück iſt Schnee gefallen. Die Höhen
ſd verſchneit.
Exploſions=Unglück.
H.B. Dortmund, 11. April. Auf dem Eiſenwerk
der Dortmunder Union, Deutſch=Luxemburgiſche
Berg=
werks=Aktiengeſellſchaft, hat ſich in der vergangenen Nacht
wiederum ein ſchweres Unglück ereignet. Der
Hochofen Nr. 6 iſt kurz nach 2 Uhr explodiert und
gänzlich zerſtört worden. Die Zahl der Toten und
Ver=
letzten iſt noch nicht genau bekannt, doch verlautet, daß
be=
reits ſechs Tote geborgen ſeien, die Zahl der Opfer dürfte
aber erheblich größer ſein, da an dem Hochofen etwa 30
Mann beſchäftigt waren.
H. B. Dortmund, 11. April. Ueber die
Explo=
ſion des Hochofens Nr. 6 auf dem Eiſenwerk
Union, werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Um
12 Uhr 7 Minuten in der vergangenen Nacht erfolgte am
Hochofen Nr. 6 eine heftige Exploſion, der gleich darauf
zwei weitere folgten. Der Hochofen flog buchſtäblich in
die Luft. Die Hochofenmaſſe, Erz und flüſſiges Eiſen
wurde nach allen Seiten geſchleudert. Die Gewalt der
Ex=
ploſion war ſo groß, daß die Gießblöcke des Hochofens,
d. h. die Vorrichtung für die Erzmaſſen, vollſtändig
ver=
ſchwanden. Der Hochofen ſelbſt iſt dem Erdboden gleich
gemacht. An dem Hochofen waren 30 Mann beſchäftigt und
an dem in der Nähe befindlichen Ofen wurde ebenfalls
gearbeitet. Ein Arbeiter wurde 50 Meter von der
Explo=
ſionsſtelle entfernt mit dem Stabe in der Hand auf einer
Schlackenhalde gräßlich verſtümmelt tot aufgefunden. Wie
noch erinnerlich, hat ſich erſt kürzlich am Hochofen Nr. 2
desſelben Werkes ein ſchweres Unglück ereignet, wobei
mehrere Arbeiter getötet und eine große Anzahl
verwun=
det wurden.
H. B. Dortmund, 11. April. Nach der Mitteilung
der Verwaltung der Dortmunder Union iſt das Unglüch
nicht ſo groß, wie anfangs befürchtet wurde. Es ſind
bei der Exploſion des Hochofens nach den letzten Feſtſtel
lungen ein Mann getötet und vier mehr oder
we=
niger ſchwer verletzt worden.
Das Befinden des Papſtes.
* Rom, 10. April. Die Tribuna veröffentlicht ein
Interview mit Proſeſſor Marchia=Fava, der
er=
klärte, alle von den Zeitungen verbreiteten Meldungen
daß der Zuſtand des Papſtes ernſt ſei, ſeien
voll=
ſtändig unbegründet. Es handele ſich einfach um
einen Rückfall von Influenza. Die Krankheit verlaufe
normal. Der Papſt befinde ſich beſſer. Wenn keine
Kom=
plikationen einträten, würde er vielleicht ſchon in zwei
bis drei Tagen wieder hergeſtellt ſein und ſeine gewohnte
Tätigkeit wenigſtens teilweiſe wieder aufnehmen können
Er habe eine kräftige Konſtitution. Alle Organe
funktio=
nierten regelmäßig.
* Rom, 10. April. Während des Abends zwiſchen
7.20 und 8 Uhr gemachten Krankenbeſuches konnten die
Aerzte Marchia=Fava und Amici eine zunehmende
Beſſerung im Befinden des Papſtes, ſowie die
Ab=
weſenheit von Fieber feſtſtellen. Der Zuſtand iſt ſehr
zu=
friedenſtellend. Am frühen Nachmittag verließ der Papſt
das Bett und blieb faſt eine Stunde im Lehnſtuhl. Er
hatte keine Hilfe nötig, um aufzuſtehen.
* Rom, 11. April. Dr. Amici ſchlief auch in der
letzten Nacht in ſeiner Wohnung und nicht in dem an das
Gemach des Papſtes anſtoßenden Zimmer. Heute früh
7 Uhr 40 Minuten ſtatteten die Doktoren Marchia=Fava
und Amici dem Papſte einen Beſuch ab und blieben
bis 8 Uhr 20 Minuten; ſie ſtellten feſt, daß das allgemeine
Befinden zufriedenſtellend war. Die Temperatur war
unter 37 Grad. Die Schweſtern und die Nichte des Papſtes
begaben ſich heute früh in den Vatikan.
Der Balkankrieg.
Die Friedensausſichten.
* London, 10. April. Wie das Reuter=Bureau
er=
fährt, herrſcht in diplomatiſchen Kreiſen hinſichtlich einer
befriedigenden Löſung der Schwierigkeiten in
Monte=
negro und der Möglichkeit eines baldigen
Frie=
densſchluſſes ſteigender Optimismus. Die heute
abend abgegebene Erklärung, daß der Augenblick
freund=
licher ſei, beruht auf der Tatſache, daß Italien und
Ruß=
land, wie man weiß, in Cetinje Schritte tun, um
Mon=
tenegro eine Art von Entſchädigung anzubieten. Die
ge=
naue Art dieſer Vorſchläge iſt jedoch in London nicht
be=
kannt. Weiterhin iſt in den letzten Tagen ein
mächti=
ger, wenn auch inoffizieller, Einfluß am Werk
geweſen, um den Boden für offizielle und formelle Schritte
vorzubereiten, die vielleicht eine beſſere Verſtändigung
zwiſchen den Mächten und Montenegro herbeiführen wer
den. Bis jetzt iſt allerdings keine offizielle Aeußerung
von Cetinje gekommen, doch iſt angedeutet worden, daß
mehr Sympathie und guter Wille von ſeiten der Mächte
vielleicht einen ſtarken und ſchnellen Wechſel in der
öffent=
lichen Meinung Montenegros herbeiführen werde. Ganz
abgeſehen von der Frage Skutaris hat die kürzliche
Ent=
ſcheidung der Mächte hinſichtlich der neuen Grenze Mon
tenegros in Cetinje Erregung hervorgerufen und ein
Ge=
fühl der Verzweiflung verurſacht. Es iſt jedoch nicht
un=
wahrſcheinlich, daß durch den inoffiziellen
Meinungsaus=
tauſch, der im Gange iſt, eine Entſcheidung gefunden wer
den wird, welche die öffentliche Meinung Montenegros
beruhigen könnte.
Der türkiſche Kreuzer „Hamidiji”
* London, 10. April. Wie das Reuterſche Bureau
erfährt, hat die griechiſche Regierung zuſtändigen
Orts Vorſtellungen darüber erhoben, daß der türkiſche
Kreuzer „Hamidiji” wiederholt den Suezkanal
paſ=
ſiert hat. Man hob dabei hervor, daß das Verhalten der
„Hamidiji” die ſich in Alexandria verproviantieren durfte.
auf hoher See Kohlen einnahm und ungehindert mit den
türkiſchen Behörden in Konſtantinopel in Verbindung
ſtand, nicht nur eine Verletzung des Kanal=Reglements,
ſondern auch ein gefährlicher Präzedenzfall für die Schiffe
anderer Mächte ſei, und beſonders für den Fall eines
zu=
künftigen Krieges, in dem der Kanal eine Rolle ſpielen
würde.
Die Entſchädigung für Montenegro.
HB. Wien, 11. April. Wie die Neue Freie Preſſe
in der Angelegenheit der in Ausſicht genommenen
Geld=
entſchädigung für Montenegro erfährt, kann eine ſundierte
Anleihe nicht in Betracht kommen, da für eine ſolche die
Vorausſetzungen des Zinſendienſtes in geregelten
Ein=
nahmen Montenegros nicht vorhanden ſind. Vielmehr
ſoll, wenn die Pläne verwirklicht werden, die Zahlung
einer Barſumme an Montenegro erfolgen. Die Staaten,
welche die Ordnung dieſer Frage in die Hand nehmen
würden die Aufbringung der auf ſie entfallenden Quote
übernehmen, wobei der größere Teil des Betrages von
Rußland gedeckt würde. — Wie die Politica meldet, hatte
König Nikita erklärt, er werde perſönlich, falls Sku=
tari für Montenegro verloren gehe, die Vereinigung
Mon=
tenegros mit Serbien betreiben. Serbien werde ſo den
erſehnten Ausgang an das Meer gewinnen trotz des
deutſch=öſterreichiſchen Widerſpruchs, zwei Adriahäfen
er=
langen und ſo einen großen Staat bilden, deſſen Rolle
man ſchon ahnen könne. Dies iſt wohl nur eine Drohung,
die nicht allzu ernſt zu nehmen iſt.
— Wien, 11. April. Die halbamtlichen
Aeußerun=
gen der heutigen Morgenblätter zeigen ſich den
Beſtreb=
ungen Italiens und Rußlands, Montenegro durck
Zuſage finanzieller Unterſtützung zum
Einlen=
ken zu bringen, bedeutend freundlicher. Danach ſteht
Oeſterreich=Ungarn dieſen Beſtrebungen wohlwollend
gegenüber, legt aber Wert darauf, daß die beabſichtigte
Anleihe tatſächlich wirtſchaftlichen Zwecken diene. Es
wird aber ſcharf betont, daß dieſe Angelegenheit mit den
endgültig entſchiedenen Schickſal Skutaris
nichts zu tun habe, und daß Gebietsentſchädigungen au
Koſten Albaniens für Montenegros Verzicht auf Skutari
unter allen Umſtänden ausgeſchloſſen bleiben müſſen. Die
nunmehrige Verhängung der Blockade wenigſtens bis
San Giovanni di Medua, nachdem Oeſterreich=Ungarns
Vorſchlag, ſie bis Durazzo auszudehnen, abgelehnt
wor=
den war, wird in der Preſſe inſoſern mit einem Gefühl
der Erleichterung begrüßt, als nun doch die Einigkeit
Europas wenigſtens einen ſichtbaren Ausdruck finde.
Po=
litiſche Erfolge verſpricht man ſich davon nicht mehr, da
infolge der jüngſten Vorgänge, wozu auch die Darlegung
der ruſſiſchen Regierung über die Ziele der ruſſiſchen Bal
kanpolitik gerechnet wird, und infolge des ſteigenden
Frie=
densbedürfniſſes der übrigen Verbündeten
Montene=
gro ſeine Vereinſamung erkannt und weiteren
Widerſtand als zwecklos einzuſehen gelernt hat.
Die Antwort der Großmächte.
* Sofia, 10. April. Die einzelnen Vertreter
der Großmächte haben bereits Inſtruktionen
betref=
fend die Ueberreichung der Antwort der Großmächte
an die verbündeten Balkanſtaaten erhalten. Die
Ueber=
reichung dürfte morgen erfolgen.
Letzte Nachrichten.
* London, 11. April. Nach einer Information des
Reuterſchen Bureaus erklärte der montenegriniſche
Miniſter des Aeußern in Cetinje, Montenegro ſei
weder ein Vorſchlag unterbreitet, noch ſeien
Verhandlun=
gen der Mächte mit ihm über eine territoriale oder
finan=
zielle Entſchädigung eröffnet worden.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 11. Apri. Die verſtärkte
Agrarkommiſ=
ſion des Abgeordnetenhauſes lehnte den An
trag der Fortſchrittlichen Volkspartei, für die innere
Ko=
loniſation in ganz Preußen einſchließlich der Anſiedlungs=
Provinzen 300 Millionen Mark bereitzuſtellen, ab.
Hier=
durch iſt die Forderung der Regierung, betreffend 250
Mil=
lionen Mark zur Fortſetzung der Anſiedelungstätigkeit in
den Oſtmarken, für erledigt zu erklären. Der Geſetzentwur
wurde im ganzen in der Faſſung der Regierungsvorlage
angenommen.
* Hamburg, 11. April. Auf der Vulkanwerft in
Ham=
burg ſind ungefähr 340 Bohrer der Schiffsbauabteilung
wegen Lohndifferenzen in den Ausſtand getreten.
Die Abfahrt des „Imperator” nach der Unterelbe am 22.
April erleidet hierdurch keinen Aufſchub.
* Athen, 11. April. Die Kammer tritt am Montag
zu einer viertägigen Sitzungsperiode zuſammen, in der
über die Zivilliſte des Königs, die Apanage der Königin=
Witwe und andere dringende Vorlagen beraten werden
ſoll.
* Las Palmas, 11. April. Der Ballon „Suchard II
liegt bereit, die Fahrt zur Ueberquerung des
Ozeans anzutreten. Kapitän Brucker will
Luftſtrömun=
gen benutzen. Er hofft, die Fahrt in zehn Tagen zu
voll=
enden und 450 Kilometer täglich zurückzulegen. Brucker
beabſichtiat. auf den Inſeln Barbados oder Trinidad zu
landen; falls widrige Winde herrſchen, im Norden
Süd=
amerikas.
H.B. München, 11. April. Die Nachricht, daß auf
Veranlaſſung des Reichsamts des Innern gegenwärtig
Erhebungen über Ziel, Verbreitung und Beſchäftig
ung der Jeſuiten in den einzelnen Bundes
ſtaaten vorgenommen werden kommt etwas verſpätet
Dieſe Erhebungen ſind ſchon ſeit Dezember im Gange.
Nach allem, was aus hieſigen wohlunterrichteten Kreiſen
verlautet, beſtätigt das Reſultat der Erhebungen die
An=
gaben, die in der Denkſchrift des bayeriſchen Miniſteriums
über den Jeſuitenorden gemacht worden ſind. Wenn auch
der Bundesrat ſich vielleicht noch nicht zu einem
Geſetz=
entwurf entſchließen wird, durch den das Jeſuitenverbo
aufgehoben wird, ſo erwartet man doch, daß große
Er=
leichterungen des beſtehenden Geſetzes eintreten werden
Perleberg, 11. April. In Sargleben ſpielten die
beiden Söhne des Landwirts Wilke mit zwei
Jagdge=
wehren ihres Vaters, als plötzlich das eine Gewehr
los=
ging. Der 12jährige Sohn Wilkes wurde tödlich
ge=
troffen.
Briefkaſten.
Frankfurt 1914. Wenden Sie ſich an die
Städtiſche Rechtsauskunftsſtelle.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Bei Appetitlosigkeit
Dr. Hommel’s Haematogen
20jähriger Erfolg! (VI,2107
Warnung! Man verlange ausdrücklich den
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Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913.
Nummer 85.
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läter! Das wohlſchmeckende, mit allen Gaben der
Lieb=
lichkeit und Schönheit ausgeſtattete „Kind des Orients”
trägt die Gedanken aus der trüben Gegenwart zurück in
elne glücklichere Vergangenheit oder ſpiegelt die Zukunft
im Lichte froher Hoffnung. Eine gute Cigarette mutet
keine Anſtrengung weder dem Geiſte noch dem Körper
zu. Indem durch ihren wohltuenden, leichten Rauch
unſere Sinne in beſcheidener Weiſe beſchäftigt, aber nicht
aufgeregt werden, vermag unſer Geiſt eine freie,
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gehinderte und unbeeinflußte Tätigkeit zu entfalten.
In vollkommenſter Weiſe weiſt alle dieſe Vorzüge die
Salem Aleikum=Cigarette auf. Bei ihr hat
jeder die Garantie, das Erzeugnis einer erſtklaſſigen
Firma zu genießen.
Dampfernachrichten.
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treter Anton Fiſcher in Darmſtadt, Frankfurterſtr. 12/14.
„Kronprinzeſſin Cecilie” 8. April 1 Uhr 30 Min. nachm.
in Bremerhaven. „Kaiſer Wilhelm der Große” 8. April
2 Uhr nachm. von Bremerhaven nach New=York. „König
Albert” 5. April 6 Uhr nachm. von Palermo abgegangen.
„Berlin” 7. April 12 Uhr nachts von Aigier nach Genua.
„Neckar” 5. April 6 Uhr vorm. von Battimore
ab=
gegangen. „Chemnitz” 7. April 6 Uhr vorm. von
Phila=
delphia abgegangen. George Waſhington” 6. April
8 Uhr nachm. von Cherbourg. „Derfflinger” 6. Apri
11 Uhr vorm. von Gibraltar. „Prinz Eitel Friedrich”
5. April 1 Uhr nachm. von Aden. „York” 7. April
Uhr vorm. in Singapore angekommen. Prinzeſ
Alice‟ 6. April 10 Uhr vorm. in Kobe. „Lützow‟ 7. April
12 Uhr mittags in Schanghat angekommen. „Goeben”
7. Aprl 1 Uhr nachm. von Antwerpen nach Oſtaſien.
„Scharnhorſt‟ 7. April 8 Uhr vorm. von Southampton.
„Friedrich der Große” 8. April 7 Uhr vorm. in
Co=
lombo. „Lothringen” 7. April 2 Uhr nachm. in
Ant=
werpen. „Greifswald”
April 6 Uhr nachm. von
Albania abgegangen. „Borkum” 6. April in
Bremer=
haven angekommen. „Coburg” 6. April von Vigo nach
Boulogne abgegangen. „Norderney” 7. April von Las
Palmas nach La Plata. „Sierra Nevada” von Liſſahon
nach La Plata. „Alſter” 6. April von Galveſton nach
Bremen. „Willehad” 6. April in Hamburg angekommen.
„Frankfurt” 6. April in Portland. „Hannover” 7. April
in Rotterdam angekommen. „Gießen” 7. April von
Funchal nach Liſſahon abgegangen. „Aachen” 6. April
von Pernambuco nach Oporto. „Altair” 7. April von
Teneriffa nach Braſilien. „Köln” 6. April in Antwerpen
angekommen. „Prinz Heinrich” 7. April 5 Uhr nachm.
in Alexandrien. „Prinzregent Luitpold” 7. April 5 Uhr
vorm. in Marſeille. „Großer Kurfürſt” 7. April in
Kingſton angekommen. „Schleswig” 5. April 4 Uhr
nachm. von Alexandrien. „Prinz Siglsmund” 5. April
11 Uhr vorm. von Sydney nach Yokohama abgegangen.
Tageskalender.
Samstag, 12. April.
Konzert des Lehrer=Sängerchors um 8 Uhr im
Saal=
bau.
Zuſammenkunſt der Plattdeutſchen Vereinigung
um 9 Uhr im Reſtaurant „Zum Landgraſen‟
Bürgerkeller
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr.
um 8 Uhr. — „Perkeo” um 8 Uhr. — Reſt. „Metropole‟
um 7 Uhr.
Preisſchießen der Schützengeſellſchaft „Tell” im
Ver=
einslokal (Ecke Soder= und Beckſtraße)
Kaninchen=Ausſtellung im Heſſiſchen Hof”.
Sonntag, 13. April.
Großh. Hoftheater, Anfang 6 Uhr, Ende nach 10½
Uhr (außer Abonnement): „Die Walküre”
Matinee der Kammermuſik=Vereinigung um 11¼ Uhr
im Saale des Muſikvereins.
Vortrag von Pfarrer Störner um 7¼ Uhr im
Saal=
bau (Alkoholgegner=Bund).
Gemütliches Zuſammenſein des Odenwaldklubs
um 5 Uhr im Saalbau.
Abendunterhaltung der Kaufm Stenographen=
Geſellſchaft „Gabelsberger” um 7½ Uhr im „Kaiſerſaal”
Feier des Kathol. Kaufm. Vereins „Konſtantia” um 5
Uhr im Vereinslokal (Geſellenhoſpiz).
Bürgerkeller
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr.
um 4 und 8 Uhr. — „Perkeo” um 4 und 8 Uhr. — Reſt.
„Metropole” um 4 und 8 Uhr. — Rummelbräu um 8 Uhr.
Wanderung des Vogelsberger Höhenklubs nach Fürth
Abfahrt 6.57 Uhr).
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der „Stadt Pfungſtadt”.
Verſteigerungskalender.
Montag, 14. April.
Hofreite=Verſteigerung der Gg. Simmermacher
Witwe (Kaupſtraße 7) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Dünger=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Dra=
goner=Kaſerne (Regt. Nr. 24),
Brennholz=Verſteigerung um 10 Uhr
Becker=
ſtraße 6.
Stammholz=Verſteigerung um 10 Uhr im
Klein=Zimmerer Gemeindewald (Zuſammenkunft bei
Gaſtwirt Heberer am Bahnhof).
Familiennachrichten.
250
Unterfertigter C. C. erfüllt hiermit die traurige
Pflicht, ſeine lieben Ehrenmitglieder und Alten
Herren von dem am 8. April erfolgten
Ab=
leben ſeines lieben a. H.
(8868
Geheimen Schulrats i. P.
Priearich Aihei Groim
aktiv 1846
Rhonanlae-Glessen, Hasso Massoviae-Marburg
geziemend in Kenntnis zu ſetzen.
Der C. C. der Haſſta zu Gießen
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(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Verwandten, Freunden und Bekannten die
tieftraurige Nachricht, daß heute nachmittag
nach nur dreitägigem Krankſein meine
innigſt=
geliebte Frau, unſere herzensgute Schweſter,
Schwägerin, Tante und Kuſine
Frau lda Freitag
geb. Marx
im 39. Lebensjahre ſanft verſchieden iſt.
Erfelden a. Rh.,
Groß=Gerau,
Mainz,
Nierſtein,
New=York,
den 11. April 1913.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 13. April,
vom Städtiſchen Krankenhauſe in Darmſtadt
aus, um 4 Uhr auf dem Friedhofe Groß=
Gerau ſtatt.
(8873
Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
die traurige Mitteilung, daß es Gott gefallen
hat, meine liebe Frau, unſere liebe Tochter,
Schweſter, Schwiegertochter, Schwägerin und
Nichte
Frau Marie Erdmann
geb. Fischer
nach langem, ſchwerem, mit großer Geduld
ge=
tragenem Leiden in noch nicht vollendetem
24. Lebensjahre zu ſich zu rufen.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Emil Erdmann, Mzk.=Feldw..
Ga. M. Fischer u. Frau,
Otio Fischer,
Ernestine Erdmann.
Darmſtadt, den 11. April 1913.
Die Beerdigung findet ſtatt: Sonntag
nachmit=
tag 5¾ Uhr vom Portale des Darmſtädter
Friedhofes aus.
B8362
Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Nachricht.)
Heute vormittag verſchied ſanft infolge
eines Schlaganfalles im 65. Lebensjahre
Veterinärrat
Dr. Friedrich Eise.
Darmſtadt, den 11. April 1913.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Ph. Eiſe, geb. Ihring,
Veterinärrat Neunhöffer u. Familie, Groß=
Gerau,
Oberamtsrichter Rauſch u. Familie, Lich,
Gerichtsaſſeſſor Dr. Eiſe u. Familie,
Fritz Broo u. Familie, Köln,
Dr. Eiſe, prakt. Arzt, u. Frau, Salzgitter,
Oberlehrer Dr. Zöckler u. Familie, Bremen.
Die Beiſetzung findet in Lich ſtatt.
(8871
Bäcker=Innung, Darmſtadt.
Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſer langjähriges, treues Mitglied, den
(8809
Kollegen
Herrn Konrad Schmunk
aus dieſem Leben abzurufen.
Die Beerdigung findet Samstag, den
12. April, nachmittags 2 Uhr, vom Portale des
Beſſunger Friedhofes aus, ſtatt.
Der Vorstand.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
an unſerem herben Verluſte und für die überaus
reiche Blumenſpende ſagen herzlichen Dank
die tieſtrauernden Hinterbliebenen:
Mathilde Metzger,
Friedrich Metzger,
Susanne Spiess, geb. Metzger,
Carl Spiess.
(8863
Darmſtadt, den 11. April 1913.
Dankſagung.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
an dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte ſprechen
wir hierdurch unſern innigſten Dank aus. (8869
Luise Winter, geb. Rossel,
Hildegard Winter.
Darmſtadt, den 10. April 1913.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das ſüdweſtliche Hochdruckgebiet hat ſich etwas
ver=
flacht, während das nordweſtliche Tief ſich weiter
oſt=
wärts verlagert hat. Die Morgentemperaturen liegen
in Deutſchland nur wenig über dem Nullpunkt;
Nieder=
ſchläge (oft Schnee) fielen verbreitet. Im Weſten iſt ein
neues Tief erſchienen, unter deſſen zunehmendem Einfluß
wir wolkiges Wetter und Niederſchläge in Schauern zu
erwarten haben.
Ausſichten für Samstag, den 12. April: Wolkig,
Niederſchläge in Schauern, Temperatur wenig
ver=
ändert, weſtliche bis nordweſtliche Winde.
Druck und Verlag: L. C. Fittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
edaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913.
Nummer 85.
Seite 9.
Wir haben in unserer Spezial-Abteilung für Damenwäsche einen neuen Artikel „„Rosenwäsche‟ aufgenommen, und
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913.
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1.10
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Donnerstag, den 17. April, 915 vormittags
wird in Darmſtadt im „Reſtaurant Fürſtenſaal” (Grafenſtraße 20)
folgendes im Wildpark ſitzende Wildheu (meiſt la) verſteigert:
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Los
1 Tannackerſcheuer . . 80 Ztr. Großh. Forſtwart Klipſtein,
Bayerseich, Poſt Egelsbach.
2 Kleeneckſcheuer . . 45 „ Großh. Forſtwart Lang, Meſſeler.
Falltorhaus, Poſt Meſſel.
Großh. Förſter Löſch, Kalkofen,
3 Fichtengartenſcheuer 80
Poſt Darmſtadt.
30
4 Stockſchlagſcheuer
Hengſtriedlachſcheuer 8 „ Großh. Forſtwart Kern,
Kranich=
ſtein, Poſt Darmſtadt.
6 Aſpenſchlagſcheuer . 15 „ Großh. Forſtwart Lohfink,
Ein=
ſiedel, Poſt Darmſtadt.
Rautenbuſchſcheuer . 30 „ Großh. Forſtwart Bayerer, Krauſe
8 Brunnershegſtück=
Buche, Poſt Egelsbach.
70 „
ſcheuer . .
Das Heu wird von den betreffenden Forſtwarten bei vore
heriger Anmeldung vorgezeigt.
Darmſtadt, den 11. April 1913.
Großherzogliche Oberförſterei Kranichſtein.
(8784
van der Hoop.
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
38 43.
Samstag, 12. April.
1913.
Bekanntmachung.
Die Kreisſtraße von Darmſtadt nach Roßdorf iſt wegen Einwalzen der
Fahr=
bahn und zwar vom Alten Roßdörfer Weg bis Beſſunger Forſthaus von Freitag,
den 25. d. Mts. ab auf 1 Woche und von km 8,0—9,0 (Ortsdurchfahrt Roßdorf)
von Mittwoch, den 30. d. Mts. ab auf 1 Woche für Fuhrwerke, Automobile und
Motorräder und dergl. geſperrt.
Die Großh. Bürgermeiſterei Roßdorf und die in der Umgebung gelegenen
ürgermeiſtereien wollen Vorſtehendes auch in ortsüblicher Weiſe bekannt geben.
Darmſtadt, den 9. April 1913.
(8750si
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Die Firma Georg Donges zu Darmſtadt hat ihren Gleisanſchluß am
Induſtrie=
leis Weiterſtädterſtraße geändert. Der Lageplan liegt von Montag, den 14. April
i8 einſchließlich Montag, den 21. April d. Js. auf dem hieſigen Stadthauſe zu
edermanns Einſicht offen.
Termin zur landespolizeilichen Abnahme iſt auf Mittwoch, den 23. April
Js., nachmittags 3¾ Uhr, an Ort und Stelle feſtgeſetzt. Einwendungen gegen
ie planmäßige Ausführung des Projektes ſind bei Meidung des Ausſchluſſes im
Fermig vorzubringen.
Darmſtadt, den 11. April 1913.
(8793
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: von Werner.
Bekanntmachung.
Am 1., 3., 4., 7., 8., 10., 11, 14., 15., 17., 18., 21., 22., 24., 25., 28. und 29. April
13 von 7½ Uhr vormittags bis zum Einbruch der Dunkelheit wird Schießen
ab=
halten.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
ſlächtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
. Weſten: Dammweg.Brunnersweg ausſchließlich,
„ Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über
Milches=
wieſe-Sauwieſe-Schreibertwieſe-Geishecke einſchließlich
härd während des Schießens durch Poſten, Wegſchranken und Warnungstafeln abgeſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten (Polizei=
Verordnung Kreisamt Darmſtadt vom 25. September 1909), was zur allgemeinen
fienntnis gebracht wird.
Darmſtadt, den 19. März 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V: Dr. Reinhart.
(7555a
Orts=Satzung
ür die Quartierleiſtungen und Naturalleiſtungen an die bewaffnete Macht im Frieden
n der Gemeinde Erzhauſen.
Auf Grund des § 7 des Reichsgeſetzes vom 25. Juni 1868, die Quartierleiſtungen
hir die bewaffnete Macht während des Friedensſtandes betreffend, und § 9 der Inſtruk=
Un zur Ausführung dieſes Geſetzes vom 31. Dezember 1868 und auf Grund der Geſetze
hem 13. Februar 1875 über die Naturalleiſtungen für die bewaffnete Macht im Frieden
prd hiermit für die Gemeinde Erzhauſen auf Beſchluß des Gemeinderats und
t Genehmigung Großh. Miniſteriums des Innern vom 29. März 1913 zu
t. M. d. J. 5345 folgendes beſtimmt:
§ 1.
Die Verwaltung der Einquartierungsangelegenheiten wird der von dem
hemeinderat zu wählenden Einquartierungskommiſſion unter dem Vorſitz des
Bürger=
keiſters oder bei Verhinderung des Bürgermeiſters unter dem Vorſitz des
Beigeord=
iten übertragen.
Die Dienſtzeit der unſtändigen Mitglieder der Kommiſſion endet mit dem
kalenderjahr, für welches dieſelben gewählt worden ſind.
Die Zahl der unſtändigen Mitglieder der Kommiſſion wird von dem
Gemeinde=
ak jedes Jahr neu beſtimmt.
2.
Die ganze Gemeinde, einſchließlich aller zur Gemarkung gehörigen Gehöfte uſw.,
ſſil det einen Quartierbezirk.
Die Einquartierungspflicht liegt allen denen ob, die in der Gemeinde eine
Wohnung haben und zur Gemeindeſteuer herangezogen werden, ebenſo Juriſtiſchen
Per=
ſonen, Geſellſchaften und ſolchen Perſonen, die, ohne in der Gemeinde zu wohnen, in
der Gemeinde Häuſer, Grundſtücke oder Geſchäftslokale haben und für dieſe zur
Gemeindeſteuer herangezogen werden.
Befreit von der Benutzung zur Einquartierung ſind die in § 4 Abſ. 2 des
Reichs=
geſetzes vom 25. Juni 1868 aufgeführten Gebäude und Gebäudeteile.
Gebäude, in denen ſich mit gefährlichen oder anſteckenden Krankheiten Behaftete
oder Wichnerinnen oder Leichen befinden, ſollen zur Einquartierung nicht benutzt werden.
§ 4.
Bei Verteilung der Einquartierung ſoll auf die Wohnungs=, Wirtſchafts= und
Gewerbebetriebsbedürfniſſe des Quartierpflichtigen Rückſicht genommen werden. Neben
dieſen Grundlagen ſoll bei der Verteilung beachtet werden daß auf etwa je 60 Mark
Gemeindeſteuer je ein Mann zu übernehmen iſt.
§ 5.
Den Quartierpflichtigen iſt geſtattet, die ihnen obliegende Verbindlichkeit durch
Stellung anderweiter Quartiere (z. B. in Wirtshäuſern uſw.) zu erfüllen, jedoch iſt
dies vorher der Einquartierungskommiſſion anzuzeigen. Das zu ſtellende Quartier
muß den Anforderungen entſprechen, welche an den Quartierpflichtigen ſelbſt geſtellt
werden können.
Für richtige Leiſtung iſt nur der Quartierpflichtige haftbar, wie auch die durch
die Ausquartierung dem Quartierpflichtigen etwa entſtehenden Mehrkoſten von dieſent
zu tragen ſind.
§ 6.
Weigert ſich der Quartierpflichtige, die ihm zugedachte Einquartierung zu
über=
nehmen, oder iſt der Quartierpflichtige zeitweilig abweſend, ſo hat die Einquartierung
auf deſſen Koſten anderweit zu erfolgen.
Dieſe Koſten ſind nötigenfalls auf dem für die Gemeindeeinkünfte vorgeſchriebenen
Wege von den Pflichtigen beizutreiben.
§ 7.
Bei der Zuteilung der Einquartierung werden gerechnet:
1 General und die ihm gleichgeſtellten Chargen einſchließlich Bedienung — 30 Gemeine,
Stabsoffizier
— 20
1 Hauptmann oder Leutnant
10
,
7
Feldwebel etc.
S 5 „
1 Fähnrich oder Vizefeldwebel
— 3
,
= 2
1 Unteroffizier
. — 1Gemeiner
1 Pferd ohne Fourage .
§ 8.
Werden Truppen mit Verpflegung einquartiert, ſo wird den mit Einquartierung
kedachten Einwrhnern ein von dem Gemeinderat in dem betreſſenden Jahre
ſeſtzuſetzen=
der Zuſchuß zu der von dem Reiche gewährten Entſchädigung bewilligt. Dieſer Zuſchuß
ſoll mit Rückſicht auf die jeweiligen Lebensmittelpreiſe bemeſſen werden und ſoll mit
Einſchluß der von dem Reiche gewährten Entſchädigung für Mundverpflegung und
Servis pro Tag für jeden einquartierten und verpflegten Soldaten einſchließlich
Unter=
offizier, Sergeanten und ähnliche Charge den Betrag von 1.50 Mark nicht überſteigen.
Für die einquartierten Offiziere wird den Quartiergebern nur die
Reichsent=
ſchädigung gewährt.
§ 9.
Wird der Gemeinde die Stellung von Fourage oder Vorſpann angeſonnen, ſo
beſchafft die Einquartierungskommiſſion den Bedarf auf die ihr am zweckmäßigſten
erſcheinende Weiſe, möglichſt unter öffentlicher Aufforderung, aus Mitteln der
Gemeinde=
kaſſe, in welche die vom Reiche zu gewährende Vergütung fließt. Nur wenn auf dieſem
Wege dem Anſinnen nicht rechtzeitig entſprochen werden kann oder die Fourage oder
der Vorſpann gegen die von dem Gemeinderat hierfür zuläſſig erachtete Vergütung
nicht zu erlangen iſt, wird die Kommiſſion zu der in Anſpruch genommenen Leiſtung
die Beſitzer von Fouragebeſtänden, Zugtieren und Wagen unmittelbar heranziehen, und
der Gemeinderat ſodann darüber beſchließen, ob und welcher Zuſchuß aus
Gemeinde=
mitteln zu der von dem Reiche zu gewährenden Vergütung zu leiſten iſt.
§ 10.
Die Einquartierungskommiſſion iſt bezüglich der in den §§ 8 und 9 von ihr zu
Laſten der Gemeindekaſſe zuzugeſtehenden Vergütungen an die Weiſungen des
Gemeinde=
rats gebunden.
§ 11.
Dieſe Satzung tritt mit dem 1. Mai 1913 in Kraft.
(8794
Erzhauſen, den 5. April 1913.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Erzhauſen.
Wannemacher.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 goldenes Halsketichen mit Anhänger und rotem
Sreinchen. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit Inhalt. 1 braunes
Porte=
ſonnaie mit größerem Geldbetrag. 1 braunes Schildkröt=
Porte=
nonnaie mit über einer Mark Inhalt. 1 Hunderttaler=Aktien=Los
ſer Köpeniker Chemiſchen Werke. 1 Damengoldgürtel. 1 lange
Kntſcherpeitſche mit gelbem Stiel. 1 Kriegsdenkmünze. 1 Teil von
imem goldenen Manſchettenknopf (rund mit Ziſelierung). 1 braunes
dumenpelzſchwänzchen. 1 breite Schildpatthaarſpange. 1 kleines
ſſteſſer mit Metallſtiel, daran ein Maßſtab. 3 gleiche Türdrücker.
Kleine Schlüſſel an einem Ring. 1 ſchwarzer Damenpelz. 1
Geld=
tück. 1 ſchwarzer Samtbeutel mit Perlenverzierung. 1 ſchwarzes
Portemonnaie mit einigen Pfennigen. 5 Schlüſſel (zuſammengebunden),
Im Monat März im Großh. Hoftheater liegen geblieben
ind bei der dortigen Verwaltung in Verwahr: 1 Stock. 1 Opernglas.
Portemonnaie. 1 Vorſtecknadel. 1 Opernglas mit Futteral.
Kämmchen. 6 Paar farbige Handſchuhe. 7 Taſchentücher, gez. G.,
. G., S., H. E. S., 2 ohne Zeichen. 2 Damenſchirme.
(8751
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
icher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
inden ſich: 1 Foxterrier. 1 Pinſcher (zugelaufen). Die Hunde können
ſon den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Perſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
gg, vorm. um 10 Uhr, ſtatt.
(272
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 13. April,
ind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends, folgende
Apo=
heken geöffnet: Hirſch=Apotheke, Nieder=Ramſtädterſtr. und Apotheke
im. Juſtizpalaſt, Bismarckſtr. Alle übrigen Apotheken ſind von
1 Uhr ab geſchloſſen.
Bekanntmachung.
Da wir in Erfahrung gebracht haben, daß in dem
Friſeur= und Barbier=Gewerbe
er Betrieb= an Sonn= und Feſttagen wiederholt über die zuläſſige
eſt hinaus ausgedehnt worden iſt, ſowie daß Gehilfen, Lehrlinge
nd Arbeiter in dieſen Betrieben an den genannten Tagen länger
lle, zuläſſig beſchäftigt worden ſind, ſehen wir uns veranlaßt, erneut
uf die
Bekanntmachung des Großherzogl. Kreisamts
Darmſtadt vom 4. Mai 1908,
lie den Betrieb in dem Friſeur= und Barbiergewerbe an Sonn= und
feſtagen, ſowie die Beſchäftigung von Arbeitern in dieſem Gewerbe
n den genannten Tagen regelt, hinzuweiſen. Wir bemerken dazu,
aß nach der Rechtſprechung, insbeſondere des Oberlandesgerichts
darmſtadt nach Eintritt der für den Schluß des Betriebs
feſt=
ſeſetzten Stunde (12 Uhr) auch dasjenige Publikum nicht mehr
iedient werden darf, welches zwar ſchon in den
Geſchäfts=
lläumen der Friſeure und Barbiere anwefend iſt, mit deſſen
edienung aber zu der genannten Zeit noch nicht begonnen
vorden iſt. Wir machen weiter darauf aufmerkſam, daß die Be=
Aanntmachung auch diejenigen Friſeure und Friſeuſen betrifft, welche
ein offenes Ladengeſchäft haben. Schließlich weiſen wir die
Arbeit=
eber noch auf die Beſtimmungen des § 162 Ziffer e der
heſſi=
hen Ausführungsverordnung zur Gewerbeordnung hin, welcher
ſeſagt: „Wenn die Sonntagsarbeiten länger als 3 Stunden dauern=
ſo ſind die Arbeiter entweder an jedem dritten Sonntag für volle
36 Stunden oder an jedem zweiten Sonntag mindeſtens in der Zeit
von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends oder in jeder Woche während
der zweiten Hälfte eines Arbeitstages, und zwar ſpäteſtens von
1 Uhr nachmittags ab, von jeder Arbeit freizulaſſen. Wenn die Arbeiter
durch die Sonntagsarbeit am Beſuch des Gottesdienſtes gehindert
werden, ſo iſt ihnen an jedem dritten Sonntag, die zum Beſuch des
Gottesdienſtes erforderliche Zeit frei zu geben.”
Zuwiderhandlungen gegen dieſe auf Grund der §§ 105b,
und e der Gewerbeordnung erlaſſenen Beſtimmungen, ſowie gegen
die Vorſchriften der nachſtehenden Bekanntmachung werden nach
§ 146a Abſ. 1 der Gewerbeordnung mit Geldſtrafe bis zu 600 Mk.,
im Unvermögensfalle mit Haft beſtraft. Wer Arbeitern an
Sonn= und Feſttagen in unzuläſſiger Weiſe Beſchäftigung gibt und
bereits zweimal wegen einer Zuwiderhandlung gegen die
diesbezüg=
lichen Vorſchriften rechtskräftig verurteilt worden iſt, wird nach
§ 146a Abſ. 2 der Gewerbeordnung, falls die Straftat vorſätzlich
begangen wurde, mit Geldſtrafe von 50 bis 1000 Mk. oder mit
(8450mds
Haft beſtraft.
Darmſtadt, den 5. April 1913.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Bekanntmachung.
Betreffend: Antrag der Friſeure, Barbiere und Perückenmacher zu
Darmſtadt auf Erlaß einer Anordnung gemäß § 41b der
Reichsgewerbeordnung.
Nachdem bei der Abſtimmung ſich die Mehrheit der Beteiligten
dem ſeitens einer Anzahl von in Darmſtadt wohnhafter Friſeure,
Barbiere und Perückenmacher geſtellten Antrag (ſiehe unſere
Bekannt=
machung vom 12. März ds. Js., „Tagblatt Nr. 64) angeſchloſſen hat,
beſtimmen wir hiermit unter Abänderung der ſeither gültigen
Beſtim=
mungen für die Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt auf Grund des
§ 41 b der Gewerbeordnung und des § 85 der Ausführungsanweiſung
zur Gewerbeordung mit Wirkung vom 15. Mai 1908 folgendes:
I. Die Beſchäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern
im Barbier= und Friſeur=Gewerbe iſt
1. verboten am zweiten Weihnachts=, Oſter= und Pfingſttage
mit Ausnahme der Arbeiten bei der Vorbereitung von
öffent=
lichen Theatervorſtellungen oder Schauſtellungen,
2. geſtattet an den übrigen Sonn= und Feſtagen
außerhalb der Betriebsſtätte bis mittags 12 Uhr,
b) innerhalb der Betriebsſtätte von 9 Uhr vormittags bis 12
Uhr mittags,
c) innerhalb und außerhalb der Betriebsſtätte bei der
Vor=
bereitung von öffentlichen Theatervorſtellungen oder
Schau=
ſtellungen, ſowie in der Karnevalszeit (vom 1. Januar bis
Faſtnacht) während der Zeit von 6—9 Uhr nachmittags.
II. Ein Betrieb in dem Friſeur= und Barbier=Gewerbe darf
nur inſoweit an Sonn= und Feſttagen ſtattfinden, als eine
Beſchäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern
geſtattet iſt.
Darmſtadt, 4. Mai 1908.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Bauarbeiten.
Die bei dem Umbau der
Ge=
bäude Grafenſtraße 1 und
Wieſen=
ſtraße 11, ſowie des Keſſelhauſes
im ſtädtiſchen Krankenhauſe
vor=
kommenden Maurer=, Zimmer=,
Eiſenbeton=, Dachdecker=und
Weiß=
binderarbeiten ſollen vergeben
werden.
Die Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Angebote ſind bis
Samstag, 19. April 1913,
vormittags 10 Uhr,
(8844si
einzureichen.
Darmſtadt, 11. April 1913.
Stadtbauamt.
Buxbaum.
En uner Handels=Regiſter, Ab=
I teilung B, wurde heute
einge=
tragen hinſichtlich der Firma:
Darmſtädter Herdfabrik
und Emaillierwerk,
Geſell=
ſchaft mit beſchränkter
Haftung, Darmſtadt.
Das Stammkapital iſt auf Grund
des Beſchluſſes der Geſelſchafter
vom 8. März 1913 um 65 600 Mk.
erhöht und beträgt jetzt 229600
(8755
Mark.
Darmſtadt, 9. April 1913.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
An unſer Genoſſenſchafts=Regiſter
a wurde heute eingetragen
hin=
ſichtlich der Firma:
Milchverwertungs=
Genoſ=
ſenſchaft der vereinigten
Milchhändler zu
Darm=
ſtadt, eingetragene
Ge=
noſſenſchaft mit
beſchränk=
ter Haftpflicht, Darmſtadt.
Die Vertretungsbefugnis der
Liquidatoren iſt bendet.
Die Firma iſt erloſchen. (8754
Darmſtadt, 8. April 1913.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
n mit Jung,
wwei weihe
friſchmelk. Ziegen Plattköpfe,
(*3795is
billig zu verkaufen
Liebfrauenſtraße 49.
Moderner Klapp=Sportwagen
Mbillia zu verkaufen
(*9910
Viktoriaſtraße 26, H. p.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913.
Nummer 85.
Bekanntmachung.
Betr.: Polizeiliche Schutzmaßregeln in den bei Darmſtadt
ge=
egenen Waldungen.
Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß mit Wirkung
vom 15. April I. J. der Sicherheitsdienſt in der Waldumgebung der
Stadt, gleichwie in den Vorjahren, wiederum in Kraft tritt. Der
Auffichtsdienſt wird von 7 Forſtaufſehern ausgeübt, welche die
Uni=
form der ſtaatlichen Forſtwarte tragen und mit Gewehr ausgerüſtet
ſind. Ihre Aufgabe iſt die ſtändige Beaufſichtigung der die Stad
umgebenden Waldungen unter beſonderer Berückſichtigung der von
dem Publikum begangenen Spazierwege.
Da den Forſtaufſehern die polizeiliche Ueberwachung der
Wald=
umgebung obliegt, ſind ſie von dem Großh. Kreisamt eidlich als
Polizeibeamte auf den Polizeiſchutz verpflichtet und im Beſitz einer
von dem unterzeichneten Polizeiamt ausgeſtellten Ausweiskarte.
In der Ueberzeugung, daß durch die ſtändige polizeiliche
Ueber=
wachung der Waldungen eine erhöhte Gewähr für die Sicherheit der
Spaziergänger gegeben iſt, richten wir hiermit an die Einwohnerſchaft
die Bitte, von etwaigen verdächtigen Wahrnehmungen in den Wäldern
die Forſtaufſeher oder das unterzeichnete Polizeiamt in Kenntnis
ſetzen zu wollen.
(8380ids
Darmſtadt, den 4. April 1913.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren i. d. Haupt= u. Reſtdentſtadt Darmſtadt
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
per ½
per ½ kg
kg
96 Pfg. Speck, geräuchert . . . 120 Pfg.
Ochſenfleiſch
120 „
Rindfleiſch . . . . . 90 „ Dörrfleiſch
. . . 70 „ Schinken m. Bein . . . 120 „
Fett, roh
Rollſchinken
140 „
Fett, ausgelaſſen . . . 80 „
80 „ 1 Schweineſchmalz, roh
Leber
,,
u. ausgelaſſen . . . 96 „
Kalbfleiſch . . . . . 100 „
100 „ Schwartenmagen,
Hammelfleiſch
96 „
Fleiſch= u. Bratwurſt
70
Bruſt .
80 „
Leber= u. Blutwurſt.
Schweinefleiſch
94
Rippchen, Kammſtück, ge=
(6926
ſalz. Fleiſch u. Kottelets 104
Bauplanfeſtlegung.
Der Bebauungsplan über das Gebiet zwiſchen Allee,
Feld=
bergſtraße, Dornheimer Weg und Landgraf=Philipps=Anlage iſt
in der Zeit vom 14. bis einſchl. 29. d. Mts. bei dem
Stadtbau=
amt, Grafenſtraße 30, zur Einſicht offen gelegt.
Einwendungen ſind, bei Meidung des Ausſchluſſes, dort
vor=
zubringen.
(8677ss
Darmſtadt, den 9. April 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jaeger.
Schlachtviehmärtte Darmſtadt
im Schlachtviehhof neben dem ſtädtiſchen Schlachthof. —
Schweine=
märkte: Montags, Mittwochs und Donnerstags. Kälbermärkte
Montags und Donnerstags. Bei Kälbermärkten iſt der Verkauf
von Großvieh geſtattet. Bahnanſchluß. Modernſte, ſeit 3. Februar
(4329a
ds. Js. geöffnete Neuanlagen.
Nähere Auskunft erteilt die
Schlacht= und Viehhofdirektion.
Aufnahme der Viehbeſtände in Ausführung des
Reichsviehſenchengeſetzes.
Nach den §§ 11—13 des heſſiſchen Geſetzes zur Ausführung des
Reichs=Viehſeuchengeſetzes und des Geſetzes über die Entſchädigung
für an Maul= und Klauenſeuche gefallenem Rindvieh ſind die
Vieh=
beſitzer, die nach der letzten allgemeinen Viehzählung einen
Rindvieh=
beſtand neu angeſchafft oder den zur Zeit der Viehzählung
vorhan=
denen Beſtand um mehr als ein Fünftel vermehrt haben, verpflichtet,
die Zahl der zugegangenen Tiere bis ſpäteſtens 14. April eines jeden
Jahres unaufgefordert bei der Stadtverwaltung (Stadthaus,
Zim=
me Nr. 56) anzumelden.
In gleicher Weiſe haben Pferdebeſitzer, die Pferde von einem
höheren Werte als 1000 Mark beſitzen, dieſe unter Angabe des Wertes
innerhalb 14 Tagen nach Beginn des Rechnungsjahres (1. April) oder
nach dem Erwerb im Stadthaus unaufgefordert anzumelden.
Ebenſo haben Händler bei Beginn des Rechnungsjahres ihren
Jahresumſatz, der am Schluß des Rechnungsjahres (31. März) auf
Grund der von den Händlern zu führenden Kontrollbücher (§§ 20—24
der Ausführungsbeſtimmungen des Bundesrats) feſtgeſtellt wird
ſchätzungsweiſe anzugeben.
Die Nichtbeachtung dieſer Beſtimmungen hat zur Folge, daß
den Viehbeſitzern für das an einer Seuche gefallene Vieh keinerlei
Entſchädigung gewährt wird.
(7355sss
Darmſtadt, den 25. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jgeger.
Oktroi für Brennholz.
Die Schießhausſtraße, der Heinrichswingertsweg, die
Lands=
kron=, Moosberg= und Ludwigshöhſtraße ſind für oktroipflichtige
Gegenſtände geſverrt.
Zur Erleichterung der Holzabfuhr wird hiermit den Bewohnern
des ſüdlichen Stadtteies geſtattel, dieſe Straßen zu benutzen, wenn
ſie den Oktroi beim Hinausfahren in den Wald an die Erhebſtelle
in der Klappacher Straße auf Grund des Abfuhrſcheins entrichten,
ſo daß beim Einfahren in die Stadt die Fuhrleute im Beſitze der
Quittung ſind, die den ſtädtiſchen Aufſichtsbeamten auf Verlangen
vorzuzeigen iſt.
Den Oktroi für das durch die Beſſunger Straße in die Stadt
einzuführende Holz iſt vorher an die Oktroierhebſtelle Heidelberger
Straße 112 zu entrichten.
Für das Holz, das nicht in die Stadt eingebracht, ſondern
auf die in der Gemarkung Darmſtadt liegenden Grundſtücke geſetzt
wird, iſt ebenfalls der Oktroi beim Hinausfahren in den Wald zu
entrichten.
Gegen Zuwiderhandelnde wird auf Grund des Oktroi=
Regle=
ments Anzeige erhoben.
(8485a
Darmſtadt, den 5. April 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.
Vergebung von Leinen, Stoffen zu Kleidern uſw.
für das Stadtkrankenhaus zu Darmſtadt.
Die verſchloſſenen Angebote auf vorgeſchriebenem Formular,
zu haben auf der Geſchäftsſtube des Krankenhauſes, ſind
Montag, den 21. April I. J., vormittags zwiſchen 10 u. 11 Uhr,
in den im Haupteingang angebrachten Angebotskaſten einzulegen.
Mit Kennzeichen verſehene Muſterſtücke ſind bei dem Oberverwalter
(7722a
abzugeben.
Auskunft erteilt, unter Vorlage von Muſtern, der Oberver
walter. Bemerkt wird, daß nur gute Ware verlangt wird.
Die Genehmigung der Vergebung, ſowie die Auswahl unter
allen Anbietenden bleibt dem Herrn Oberbürgermeiſter vorbehalten.
Darmſtadt, den 31. März 1913.
Die Krankenhaus=Direktion.
V.: Dr. Friedrich.
laſt neuer Kinder=Sitz= u.
Liege=
wagen billig zu verkaufen
Eliſabetbenſtr. 17, I.
*9957)
Taſt neu. bl. Kinderwagen weg.
Platzmangel zu verk. bei
Eiden-
müller, Blumenthalſtr. 73. (*9979
Jdchwaider Hartstem-Maustrie A. d. Darmstauf
4proz. Obligationen.
In der am 10. April 1913 laut § 6 der Anleihebedingungen stattgehabten 13. Verlosung
wurden die folgenden Teilschuldverschreibungen in Gegenwart eines Notars verlost:
Nr. 32, 47, 120, 130, 136, 139, 195, 207, 216, 264, 278, 424, 434, 487, 504, 554, 622,
626, 639, 641, 673, 685, 691, 753, 827, 830, 890, 905, 915, 970, 978, 984.
Restanten: Nr. 189.
Dieselben gelangen mit 103%, d. h. mit Mk. 515.— per Stück am 1. Oktober 1913 zut
Rückzahlung und treten von da an ausser Verzinsung.
Die Einlösung erfolgt ausser an unserer Gesellschaftskasse, Darmstadt,
(8746
Rheinstrasse 12½, bei den Bankhäusern:
Gebr. Bonte, Berlin WS, Behrenstr. 20
Gebr. Kahn, Darmstadt, Grafenstrasse.
Darmstadt, den 10. April 1913.
Konkursverfahren.
Nachſtehender Gerichtsbeſchluß
wird hierdurch zur öfſentlichen
Kenntnis gebracht:
Ueber den Nachlaß der
Eliſa=
bethe Blank, geb. Fiſcher, zu
Darmſtadt, verſtorben am 20.
No=
vember 1912, wird heute, am
9. April 1913, nachmittags 12½ Uhr,
das Konkursverfahren eröffnet, da
der Nach aß überſchuldet iſt.
Der Kaufmann Ernſt Wolf
dahier wird zum Konkursverwalter
ernannt.
Konkursforderungen ſind bis zum
1. Mai 1913 bei dem Gerichte
anzumelden.
Es wird zur Beſchlußfaſſung
über die Beibehaltung des
er=
nannten oder die Wahl eines
ande=
ren Verwalters, ſowie über die
Beſtellung eines
Gläubigeraus=
ſchuſſes und eintretenden Falls
über die in § 132 der
Konkurs=
ordnung bezeichneten Gegenſtände,
und zur Prüfung der
angemel=
deten Forderungen auf (8781
Freitag, den 9. Mai 1913,
nachmittags 4 Uhr.
vor dem unterzeichneten Gerichte,
Zimmer Nr. 219, Termin
anbe=
raumt.
Allen Perſonen, welche eine zur
Konkursmaſſe gehörige Sache in
Beſitz haben oder zur Konkursmaſſe
etwas ſchuldig ſind, wird
aufgege=
ben, nichts an den Gemeinſchuld
ner zu verabfolgen oder zu leiſten,
auch die Verpflichtung auferlegt,
von dem Beſitze der Sache und von
den Forderungen, für welche ſie aus
der Sache abgeſonderte
Befriedig=
ung in Anſpruch nehmen, dem
Kon=
kursverwalter bis zum 1. Mai
1913 Anzeige zu machen.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts
zu Darmſtadt.
Bekanntmachung.
Mittwoch, 30. April I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Sängerſchaft Ascania
dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
I 1665 372 Grabgarten
Kies=
ſtraße,
I 1666 174 Grasgarten
da=
ſelbſt,
I 1668 311 Hofreite
Kies=
ſtraße Nr. 86,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K23/13
verſteigert werden.
Darmſtadt, 17. März 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V.7383
Odenwälder Martstein-Industrie A.-G.
Jubiläums=Stipendien=Stiftung zu Ehren der 25jährigen
Regierung des höchſtſeligen Großherzogs Ludwig III.
Aus obiger Stiftung, welche bezweckt, daß aus den
Kapital=
zinſen drei junge Leute, und zwar aus jeder der drei Provinzen
einer, eine gleichmä ige Beihilfe zu den Koſten ihrer Ausbildung auf
einer höheren Bildungsanſtalt erhalten ſollen, ſind für das Jahr
1913 drei Stipendien von je 400 Mark zu vergeben.
Das Stipendium kann auf drei Jahre ausgedehnt werden; es
können jedoch nur Angehörige ſolcher Gemeinden berückſichtigt werden,
welche Beiträge zu dieſer Stiftung geleiſtet haben.
Hiernach berechtigte und befähigte junge Männer, welche zum
Zwecke ihrer Ausbildung eine höhere Bildungsanſtalt beſuchen oder
beſuchen wollen und ſich um das Stipendium zu bewerben
beab=
ſichtigen, ſind eingeladen, ihre Geſuche durch ihre betreffende
Bürger=
meiſterei an die Bürgermeiſterei der Hauptſtadt ihrer Provinz, alſo
aus Orten der Provinz Starkenburg an Herrn Oberbürgermeiſter in
Darmſtadt, aus Rheinheſſen an Herrn Oberbürgermeiſter in Mainz,
aus Oberheſſen an Herrn Oberbürgermeiſter in Gießen
bis längſtens zum 20. April ds. Js.
gelangen zu laſſen.
An Zeugniſſen ſind den Geſuchen beizulegen:
1. ein behördlich beglaubigtes Vermögenszeugnis,
2. eine behördliche Beſcheinigung, daß und wo Geſuchſtellet
ſtudiert,
3. das Maturitäts= bezw. Schulabgangszeugnis,
(8223ss
4. ein Führungs= (Leumunds=) Zeugnis.
Außerdem iſt der Nachweis zu erbringen, daß der Geſuchſteller
in Heſſen geboren, bezw. heſſiſcher Staatsangehöriger iſt.
Gießen, Mainz, Darmſtadt, den 18. März 1913.
Das Kuratorium:
Dr. Gläſſing
Dr. Göttelmann
Mecum
Oberbürgermeiſter.
Oberbürgermeiſter.
Oberbürgermeiſter.
Aufforderung!
Betreffend die Ephraim Löb Bentheim=Stiftung.
Aus obenbezeichneter Stiftung ſind zurzeit mehrere bare Aus
ſtattungen nach Befinden des Vorſtandes an ſolche bedürftige
Per=
ſonen weiblichen Geſchlechts im Alter über 20 Jahren zu vergeben,
die in gerader Linie von Ephraim Löb Bentheim von Darmſtadt,
Abraham Löb Bentheim von Sprendlingen, Gumpel Löb Bentheim
von Meſſel, Simon Löb Bentheim von Groß=Bieberau abſtammen,
verlobt ſind, oder ſeit dem 1. April 1903 ſich verheiratet haben.
Bewerberinnen wollen ſich bei dem Unterzeichneten, indeß nur
ſchriftlich, binnen 4 Wochen melden, unter Beifügung beglaubigter
Nachweiſe:
1. über ihre Abſtammung; 2. über ihr Alter; 3. über die
ſtatt=
gehabte Verlobung und die Zuſtimmung der Eltern oder des
Vor=
mundes, eventuell auch die vollzogene Verehelichung; 4. über ihre
Bedürftigkeit; 5. darüber, daß ſie der moſaiſchen Religion treu
(8565ds
geblieben ſind.
Darmſtadt, den 31. März 1913.
Der Vorſtand der Ephraim Löb Bentheim Stiftung.
Dr. Richard Oppenheimer, Rechtsanwalt.
Die beſte Gelegenheit
gebrauchte Möbel aller Art am ſchnellſten und
ſicherſten zu verwerten, bietet mein Unternehmen:
Uebernahme zur Versteigerung und Verkauf
vollständiger Haushaltungen, wie Nachlässe,
— einzelne Möbel etc.
Geſchäftsprinzip: korrekt,
Auf Wunſch vorherige Taxation. —
diskret und bill. Berechnung. — Abrechnung kann ſofort nach
Verſteigeruug und Verkauf erfolgen.
Weg= und Umziehenden beſtens empfohlen.
Bitte meine Verſteigerungs= und Verkaufsanzeigen zu beachten.
Beste Referenzen.
(4303a
Johannes Krummeck, Auktionator u. Taxator
Telephon 1774 Bleichstrasse Nr. 1. Telephon 1774.
Bekanntmachung.
Mittwoch, 30. April I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Weißbindermeiſter
Karl Blümlein dahier
zugeſchrie=
bene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
1875 685 Hofreite
Darm=
ſtraße Nr. 41,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K10//12
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 17. März 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V.7381
Bekanntmachung.
Montag, den 14. April I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Bäckermeiſter Georg
Simmermacher Witwe dahſer und
ihren Kindern zuſtehende
Liegen=
ſchaft:
Flur Nr. qm
II 1350 231 Hofreite
Kaup=
ſtraße Nr. 7,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K123/11
verſteigert werden.
Darmſtadt, 13. März 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V.6428
A
200 Bohnenstangen
und einige Bündel Erſenreiſig zu
kaufen geſ. Erbacherſtr. 18. (*9881
Stamm=, Untz= und Brennholz=Verſteigerung.
Montag, den 14. April und Dienstag, den 15. April I. J.
Uhr anfangend, werden im Klein=Zimmerner
vormittags 1
Gemeindewald folgende Holzſortimente öffentlich meiſtbietend
ver=
ſteigert:
Stamm= und Nutzholz:
Eichen
3,82 Feſtmeter Inhalt
— 48,34
220 Fichten
18 Lärchen
4,41
,
131 Derbſtangen — 6,68
Brennholz:
Scheiter, rm: 17 Buchen, 3 Eichen, 56 Kiefern, 1 Lärche.
Knüppel, rm: 14 Buchen, 3 Eichen, 155 Kiefern, 2 Birken.
Wellen: 735 Kieſern, 350 Buchen, 80 Eichen.
Stöcke, rm: 4 Buchen, 11 Eichen, 21 Kiefern.
Zuſammenkunft bei Herrn Gaſtwirt Heberer am Bahnhof.
Bemerkt wird, daß am erſten Tag nur Stammholz zum Ausgebot
kommt.
Klein=Zimmern, am 7. April 1913.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Klein=Zimmern.
(8605ds
Kiefer.
Nummer 85.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913.
Seite 13.
Ausverkauf
wegen Umzug!
Dis zum 1. Juli muß das von mir bisher innegehabte
D Lokal Ludwigstraße 17 geräumt sein und
unter-
stelle ich daher mein gesamtes Lager und die noch
ab-
zunehmende allerneueste Sommerware
(2
ca. 6700 Piecen
Herren-, Jünglings-, Knaben- und Sport-Bekleidung
dem Ausverkauf.
Ich unterlasse es absichtlich Preise anzuführen, da dieses bei der Fülle
und Größe meines Sortiments nicht gut möglich ist.
Die Preise sind dermaßen reduziert, daß jeder Kunde auf den ersten
Blick die aussergewöhnlichen Vorteile erkennen muß.
Man beachte meine Fenster und lasse sich, ohne Kaufzwang, alles im
Lokal zeigen.
Spezialhaus
Henry
Spanier
Ludwigstrasse 17
Telephon 342.
8764
Bekanntmachung.
Montag, 21. April 1. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Privatier Friedrich
Schubkegel dahler und deſſen
Kin=
dern gehörige Liegenſchaft:
Flur
Nr. qm
III 1223 409 Hofreite
Land=
wehrſtraße
Nr. 19,
in unſerem Bureau zwangsweiſt
verſteigert werden.
(K110/12
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 29. März 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt 1.
Müller.
(V.8040
Bekanntmachung.
Dienstag, 22. April I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Philipp Maul V. zu
Ernſthofen im Grundbuch hieſiger
Gemarkung zugeſchriebene
Liegen=
ſchift:
Fur Nr.
qm
IX 256 211 Hofreite
Beck=
ſtraße Nr. 8,
IX 255 63 Grabgarten
daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K102/12
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 28. März 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V,8041
Sung!
Schweinefleiſch . . . 90 Pf.
Fleiſchwurſt,
Schwar=
tenmagen . . . . . 90 Pf.
Leber= u. Blutwurſt 70 Pf.
Nur bei L. A. Dieter,
Mathildenplatz 10
Schweinemetzgerei. (*10023
ſeimmertein)
Boxer-Rüden zu kaufen geſ.
Offert. unter A 99 Exped. (*9886
Mittwoch, abends, hellbrauner
Pelzkragen
von Wilhelmſtraße nach
Sand=
ſtraße 14, 2. Stock
(*9936so
verloren
Gegen Belohnung dort abzugeben.
Buael enllauien.
rotbraun, männlich 4 weiße
Füße, Bläſſe u. Bruſt, auf
den Namen Dollus hörend
geg. Belohn. abzugeb. Ankauf
wird gerichtlich verfolgt. (*9913
Baronin v. Alvensleben,
Darmstadt,
Heinrichswingerts=
weg Nr. 1.
Entlaufen
ſeit Mitte März ein junger,
ſchwarz=weißer Kater, nicht
ganz ausgewachſen, Kopf
regel=
mäßig ſchwarz=weiß, Bruſt
und Vorderbeine weiß, Rücken
und Schwanz ſchwarz. Dem
Wiederbringer 10 Mk.
Roßdörferſtr. 60. (*9920
Brennholz=
Verſteigerung.
Montag, den 14. April,
vormittags 10 Uhr,
werden in der Beckerſtr. 6, in d.
Nähe des Schloßgartenplatzes,
60 Haufen Brennholz
öffentlich verſteigert.
(*10007
Am Montag, den 14. April,
wird die Matratzenſtreu einer
Eskadron auf dem Hofe der
Ka=
vallerie=Kaſerne an der Holzhof=
(8684
allee verſteigert.
Der Verkauf beginnt um 9 Uhr
vormittags.
Leib=Dragoner=Regiment
(2. Großh. Heſſ.) Nr. 24.
billig ab=
Kaute Miſt zugeben
(*10012
Heidelbergerſtraße 26.
ätere Wagenpferde (
Lauf=
pferde) billig zu verkaufen.
(*10013
Heidelbergerſtraße 26.
Junge Schäferhunde
feinſter Abſtammung, ff. Stammb.,
(8866
preiswert abzugeben.
Gg. Ludwig, Gaſtwirt,
Nieder=Modau (Heſſen).
Kurſe vom 11. April 1913.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
In Proz.
Staatspapiere.
4 Diſche. Reichsſchatzanw. 99,10
3½ Deutſche Reichsanl. . 86,70
76,60
do.
1 Preuß. Schatzanweiſg. 99,00
3½
do. Conſols . . . 86,80
76,80
3
do.
do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 98,50
91,60
3½
do.
8),70
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 93,30
3½
85,40
75,50
do.
4 Hamburger Staatsanl. 98,70
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 98,0)
do. do. (unk. 1918) 98,00
93,60
do.
„
do.
74,40
77,8)
3 Sächſiſche Rente.
Württemberger v. 1907 93,50
4.
do. v. 1875 93,69
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 99,50)
Griehen v. 1887 . . 55,25
Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrent: 86,20
4 do. Goldrente . . . 90,00
4 do. einheitl. Rente 82,95
3 Portug, unif. Serie I 62,70
do. unif. Ser. III 65,10
3 do. Spezial . . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 99,90
v. 1890 . . 92,50
do.
v. 1905 . . 99,90
do.
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 89, 10
4 do. v. 1902 . . . . 89,75
4½ do. v. 1905 . . . . 99,90
3½ Schweden . . . .
Serbier amort. v. 1895 81, 10
4 Türk. Admin. v. 1903 77,25
4 Türk. unifiz. v. 1903 86,50
4 Ungar. Goldrente . . . 85,35
4 do. Staatsrente. . . 82,70
In Prot.
Zf.
5 Argentinier . . . . . . 100,60
86,00
do.
4½ Chile Gold=Anleißs. 92,00
5 Chineſ. Staatsanleihe. 101,10
41
do.
92,00
* Japaner . . . . .
5 Innere Mexikaner. . . 90,30
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 81,50
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,00
3 Buenos Aires Provinz 68,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
10 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 149,25
7 Nordd. Lloyd . . . . . 117,40
6½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 126,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 609
Einz. Mk. 408 . . 116,80
6 Baltimore und Ohio . 99,99
6 Schantungbahn . . . . 133,40
64 Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 25,80
6 Pennſylvania R. R. . 118,00
Letzt: Induſtrie=
Aktien.
Divid.
4 Brauerei Werger
64,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik .
. . . 558,50
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim
. .249,50
30 Farbwerke Höhſt . . 645,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . .
10 Cement Heidelberg . . 146,50
30 Chem. Werke Albert 448,00
14 Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 344,25
5 Lahmeyer . . . . . . .121,05
Sesten
Letzie
Twib=
8 Schuchert, Nürnberg 144,60
12 Siemens & Halske .214,00
5 Veramann Electr. . 121,50
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 165,
0 Gummi Peter . . . . 73,7
0 Kunſtſeide Frankfurt 64,00
30 Adler=Fahrradwerke
.. . . 557,7
Kleyer
9 Maſchinenf. Babenia 158,00
0 Wittener Stahlröhren
9 Steana Romana Petr. 151,00
15 Zellſtoff Waldhof . 239,90
12½ Bad. Zucker=Wag
häuſel. . . . . . 198,30
0 Neue Boden=A. A.=Beſ. 85,00
3 Südd. Immobilien 53,50
Bergwerks=Aktien.
10 Aumetz=Friede
. 176,00
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 217,75
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 162,40
10 Gelſenkirchener . . . . 194,75
9 Harpener . . . . . . . 191,25
18 Phönir Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 261,75
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro.
. . . . . 83,00
6 Laurahütte . . . . . . 176,000
10 Kaliwerke Aſchersleben
Weſteregeln 211,50
13
7½ South Weſt Africa 131½
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 87,30
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 92,70
4 Franz=Jofefs=Bahn . . —
-
3 Prag=Durer . .
5 Oeſterr. Staatsbahn —
4 Oeſterr. Staatsbahn .
75,20
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,50
75.90
do.
M
e
2‟ Oeſt. Südb. (Lomb.) 53,90
3 Raab=Oebenhurg
76.70
4 Kronprinz Rudolfbahn 91,90
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 86,40
4½ Moskau=Kaſan . . . 95,10
87,10
4
do.
4 Wlabichawchas . ..
86,60
4 Rjäſan Koslow . .
3 Portugieſ. Eiſenb. .. 73,30
do.
4½
2½ Livorneſer
68,75
3 Saloniaue=Monaſtir 62,20
4 Baadadbahn.
80,20
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 93,60
4 Miſſouri=Paciſic. . .. 70,50
4 Northern=Paciſic . . . 97,00
4 Southern=Paciſic
92,70
5 St. Louis und San
Francisco. . . . . 81,10
5 Tehuanteper . . . . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich
7½ Pergiſch=Märkiſche
145,00
Bahn . .
9½ Berlin. Handelsgeſ. .161,75
6½ Darmſtädter Bank . 116,20
12½ Deutſche Bank . . . 249,40
6 Deutſche Vereinsbank 116,50
6½ Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . .
112,70
10 Diskonto=Kommanbit 183,20
8½ Dresdener Bank
150,25
10 Frankf. Hypoth=B. 208,25
6½ Mitteld. Kreditbank 115,00
7 Nationalb. für Deutſchl. 116,20
7 Pfälziſche Bank . . . . 123,00
134,70
5.86 Reichsbank . .
7 Rhein. Kreditbank. . . 128,90
5½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 113,50
7½ Wiener Bankverein . 128,50
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 97,50
In Pro).
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
86,00
S. 19. . .
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
97,00
S. 52 . . . . . .
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 97,00
3½
86,50
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 98,70
86,20
bo.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
98,20
,
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23 . . .
98,30
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 86,20
S. 3—5 . . . . . . . . 86,00
S. 9—11 . . . . . . . 86,10
4 Meininger Hyp.=Bank 97,40
do.
86,10
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 97,70
3½ do. (unk. 1914) .
85,80
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 98,50
86,60
do.
3½
Städte=
Obligationen.
96,50
4 Darmſtadt . . . .
86,50
3½
do,
1 Frankfurt. . . . . . . 97,90
5½
do.
95,20
4 Gießen . . . . . . .
-
3½
do.
4 Heidelberg . . . . . . 96,00
31.
do.
87,50
4 Karlsruhe . . . . . .
87,25
do.
4 Magdeburg. . . . . .
.
31
-
4 Mainz . . . . . . . .
88,40
31
do.
4 Mannheim . . . . . . 96,50
87,00
do.
31
München . . . . . . . 98,60
3½ Nauheim . . . . .
4 Nkrnberg. . . . . . . 96,00
86,75
do.
3½
4 Offenbach. . . . . . —
Zt.
In Proz.
3½ Offenbach . . . . . . 89,00
4 Wiesbaden . . . . . . 97,00
95,50
3½
do.
4 Worms . . . . . . . . 95,20
87,90
3½
do.
4 Liſſaboner v. 1888 .
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 171,75
3½ Cöln=Mindner 100 138,30
3 Holl. Komm. . fl. 100 108,00
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=Pfand=
136,00
briefe . . . .
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 175,60
3 Oldenburger . . . . . . 128,00
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger. . . . . ſl. 7 35,20
Braunſchweiger Tlr. 20 196,60
Freiburger . . . . Fs. 15
Mailänder . . . . Fs, 45 —
do. . . . . Fs. 10. —
ſl. 7 34,40
Meininger . . .
Oeſterreicherv. 1864 fl. 100
do. v. 1858fl. 100 474,00
Ungar. Staats . . fl. 100 379,40
Venediger . . . . Fs. 30 53,00
Türkiſche . . . . Fs. 400 160,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,44
20 Franks=Stücke . . . . 16,24
Amerikaniſche Noten . . . 4,19
Engliſche Noten . . . . . 20,46
Franzöſiſche Noten. . . . 81, 10
Holländiſche Noten. . . . 168,85
79,65
Italieniſche Noten . .
Oeſterk.=Ungariſche Noten 84,75
Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,75
Reichsbank=Diskonto.
Reichsbank=Lombard Zaf.2
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913.
Nummer 85.
Handel und Verkehr.
— Darmſtadt, 10. April. Odenwälder
Hart=
ſtein=Induſtrie A.=G., Darmſtadt. Die
heu=
tige Generalverſammlung, in welcher 628 Aktien vertreten
waren, genehmigte einſtimmig den Geſchäftsbericht und
die Gewinn=Verteilung nach den Vorſchlägen der
Ver=
waltung. Danach beträgt die ſofort zahlbare
Divi=
dende 7½ Prozent, wie im Vorjahre.
Aufſchlag der Möbelpreiſe. In einer
am 8. d. M. in Bingen abgehaltenen gutbeſuchten
Ver=
ſammlung der Möbelfabrikanten Mittel= und
Weſtdeutſch=
lands, der Pfalz und Rheingegend wurde beſchloſſen, die
Verkaufspreiſe der Möbel um 5 Prozent zu erhöhen.
Be=
kanntlich ſind ja die Holzpreiſe ſo rapid geſtiegen, daß es den
Herſtellern nicht mehr möglich iſt, zu den alten Preiſen
exiſtenzfähig zu bleiben, zudem die Arbeitslöhne, die
Ab=
gaben an Staat und Kommune immer größer werden.
Die Holzhändler haben ihren Preisaufſchlag ſtrikte
durch=
geführt, der den Fabrikanten den letzten Reſt vom
Ver=
dienſt noch wegnahm.
* Karlsruhe, 11. April. Bei der heutigen
Sub=
miſſion auf 7000000 Mark 4prozentiger
Karls=
ruher Stadtanleihe wurde das Höchſtgebot von
9t7s Prozent von einem unter der Führung des
Daul=
hauſes Veit L. Homburger in Karlsruhe ſtehenden
Kon=
ſortium abgegeben, welchem noch folgende Firmen
ange=
hören: Kommerz= und Diskontobank Berlin, Delbrück,
Schickler u. Co., Berlin, Nationalbank für Deutſchland,
Berlin, Bank für Handel und Induſtrie, Darmſtadt,
Bank=
haus Gebrüder Arnhold, Dresden, Deutſche Effekten= und
Wechſelbank und Bankhaus Ernſt Wertheimber u. Co.,
beide in Frankfurt a. M., und das Bankhaus Ephraim
Meyer u. Sohn in Hannover. Die anderen Angebote
lau=
teten auf 94,25, 94,47 und 94,62 Prozent.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſ
rift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt au
rund des
Abſ. 2 bes
Preigeſetzes in vollm Umſange der Einſender verantwortlich). 2
Als Inhaber eines kleineren Friſeurgeſchäftes
möchte ich meine verehrten Berufskollegen auf die in
Nr. 82 Ihres geſchätzten Blattes vom 10. April
ver=
öffentlichte Bekanntmachung Großh. Polizeiamts
aufmerk=
ſam machen. Von geradezu das ganze Geſchäft am
Sonn=
tag vernichtender Wirkung dürfte die darin enthaltene
Be=
ſtimmung ſein, daß die um 12 Uhr im Geſchäftslokale
an=
weſenden Kunden nicht bedient werden dürfen, wenn mit
deren Bedienung nicht ſchon vorher begonnen wurde.
Man denke ſich dies in der Praxis. Ein Kunde, der
vielleicht 20 Minuten vor 12 Uhr das Lokal betritt, muß
6—8 Kunden, die vor ihm da waren, erſt bedienen laſſen
und dann Schlag 12 Uhr unverrichteter Sache abziehen,
weil es ſo der Wille einer hohen Polizei iſt. Ganz
abge=
ſehen von dem dadurch für uns entſtehenden Schaden, liegt
dieſe Vorſchrift ganz und gar nicht in dem Sinne eines
großen Teils unſerer Kundſchaft, wie z. B. Fuhrleuten,
Oekonomen, Kutſchern in Brauereien und anderen
Betrie=
ben, die die Stunden am Sonntag vormittag zum Rei
nigen von Pferden, Wagen und Geſchirren verwenden
müſſen und dadurch, daß unſere Geſchäfte erſt um 9 Uhr
geöffnet werden dürfen, gar nicht in der Lage ſind das
für den Sonntag ſo notwendige Raſieren ſchon früher
vornehmen zu laſſen. Der Vorſchlag, den ich in dieſer
An=
gelegenheit mir zu machen erlaube, iſt der bei
maßgeben=
der Stelle dahin vorſtellig zu werden, daß Sonntags die
Zeit von 7—12 Uhr vormittags zum Geſchäftsbetriebe im
Lokale freigegeben wird. Ich glaube, daß damit dem
Pu=
blikum, dem Geſchäftsinhaber und nicht zuletzt auch dem
Perſonal gedient iſt, das bei dem bisherigen Zuſtand in
der Zeit von 9—12 Uhr übermäßig angeſtrengt werden
muß, um der Kundſchaft nur einigermaßen gerecht zu
werden.
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sr. Pferderennen. Trab=Rennen zu München=
Daglfing, 10. April. Erſtes Rennen: 1. Rettig (Ch.
Mils), 2. Juſtina (Weidmüller), 3. Edelgarde (Absmaier).
Tot. 17:10. Pl. 13, 24. 28:10. Unpl.: Arletta, Halloh I,
Loretti, Sneiga, Fidolis I, Teufelspferd Intrigant, Miß
Elſo, Miß Sphilia, Arkus, Freudig. Zweites Rennen:
1. Erik (Neumeyer II), 2. Proſe Cri (Ch. Mills), 3.
Treu=
herz (Wiltſhire) Tot. 26:10. Pl. 13, 15, 15:10. Unpl.:
Waſſervogel, Nichtsnutz, Lovag, Edwina, Subri, Qualio,
Orel. Drittes Rennen: 1. Trotzdem (Wiltſhire), 2.
Sond=
ling (Weidmüller), 3. Ellus (Koch). Tot. 89:10. Pl. 25,
39, 48.10. Unpl.: Alveno (4), Freiſchütz, Cheribert, Miß
Sphilia, Arkus, Freudig, Tattenbach, Regime, Magnat,
Pietro, Mandant, Leutnant, Benton, Intimus, Iſabella,
Electa I, Craddock, Fina. Viertes Rennen: 1. Hugin
(Neumayer I,), 2. Floche Kuſer (Wiltſhire), 3. Guy Baron
jr.. (Winkler) Tot. 23110. Pl. 12, 12, 32110. Unpl.:
Ev=
chen Paganini, Fauſt, Danno, Darius I. Baldrian, Eſp.
du Forez, Enzia. Fünftes Rennen: 1. Miß Julia I (
Be=
ſſitzer), 2. Villſtalerin (Neumayer I), 3. Sandor II (
Weid=
tmüller). Tot. 1437110 Pl. 203, 85, 21:10. Unpl.: Miß
Sphilia I. Vulkan, Quasca, Germania I, Dr. Queuß,
Ludwigsfeld. Sechſtes Rennen: fehlt.
Rennen zu Auteuil., 10. April. Prix Revenge;
*3000 Frs Diſtanz 3100 Meter: 1. Monſ. E. Savary’s
Roſette (A. Chapman), 2. Gay Centre (Berteaux), 3.
Mo=
krale (Powers). Tot. 52110. Pl. 22, 63, 20110. Unpl.:
Wenice Mancini II, Transfuge, Gay Boy, Cagoule,
Jontainier, Homevez II, Qui Vibe V. —34—5 Lg. — Prix
Tant Mieüx: 6000 Frs., Diſtanz 4200 Meter: 1 Monſ.
Jam. Henneſſy’s Ben y Gloe (A. Carter), 2. Oiſelette (M.
m
20, 27110. Unpl.: Yquem, Hindou II, Rochecorbon. 2 bis
½ Lg. — Prix de Porchefontaine; 10000 Frs., Diſtanz
3500 Meter: 1. Monſ. R de Beaureg’s Penſtomon (
Lan=
caſter), 2. Bercy (G. Mitchel), 3. Maki II (M. Barat).
Tot. 510110. Pl. 90, 44, 45:10. Unpl.: Nereſtan, Sulpice,
Cavero, Patricien, Remue Menage, Cantinier II,
e
Pierre Corneille, Rouvrou angehlt. Roitelet IV=
La. — Prir Grandmaſter: 4000 Frs., Diſtanz 3800 Meter:
1. Monſ. L. La Caze’s Traverſin (Thibault), 2. Roghui
(A. Chapman), 3. Port au Prince (R. Sauval). Tot.
111110. Pl. 72. 64, 26:10. Unpl.: Le Balafre II, Aigle
Imperial III, Better, Carrouſel, Univers II, Or du Rhin
III, Thule, La Clochette, Canteloup II. Le Futur. 1½ Lg.
Hals. — Prix Ranville; 4000 Frs., Diſtanz 3500 Meter:
1 Monſ. G. Wattine’s Hexagon (H. Turner), 2. Muſard
(Parfrement), 3. Quart dHeure (Berteaur). Tot. 35.10.
Pl. 16. 11:10. Unpl.: La Viletertre, Manthelan. 2½ bis
Hals. — Prix Augure; 4000 Frs., Diſtanz 3100 Meter:
1. Monſ. Cam. Blanc’s Ormuzd (Feenan), 2. Oeillet Blanc.
(Wallon), 3. Biſe (Blaiſe). Tot. 51110. Pl. 27, 31, 35.10.
Unpl.: Cancan II, Invocation, Clariſſe Harlowe, Rob
Roy II Ultra III. Kopf—5 Lg.
sr. Das Internationale Motorboot=Meeting von
Monaco wurde mit dem großen Criterium für die Boote
der 21 Fußklaſſe fortgeſetzt. Das Rennen führte über 40
Seemeilen ohne Vorgabe. Sieger blieb das engliſche
Boot Cockle Shell in 1 Std. 32 Min. vor Angela II in
1:35:09 und Fugi Yama 1:52:59. Von 14 geſtarteten
Boo=
ten beendeten vier das Rennen. Die Vorwettbewerbe der
Waſſerflugzeuge für die Samstag beginnenden
Haupt=
konkurrenzen ſind immer noch nicht beendet. Nur drei
Flieger haben ſämtliche Vorprüfungen beſtanden und zwar
Weymann auf Nieport mit 100 PS. Gnome=Motor,
Eſpa=
net auf Nieuport mit 100 PS. Gnome=Motor, Bregi auf
Breguet mit 110 P8. Salmſon=Motor. Dieſe drei haben
damit ſechs Punkte erreicht, fünf Punkte erzielten bisher
Prevoſt auf Duperduſſin mit 160 PS. Gnome=Motor,
Gau=
bert auf Maurice=Farman mit 110. PS. Salmſon=Motor,
Gardart auf D’Artois mit 100 PS. Gnome=Motor. Vier
Punkte erreichte bisher Gilbert auf Morane Saulnier mit
80 PS. Rhone=Motoc. Drei Punkte erreichten d’Aucourt
auf Borél mit 160 PS. Gnome=Motor, Chemét auf Aſtra
mit 100 PS. Gnome=Motor, Labouret auf Aſtra mit 110
Ps. Salmſon und Barra auf Aſtra mit 110 PS. Salmſon.
sr. Lawn=Tennis. Das Internationale
Lawn=Tennis=T urnier von Montreux, bei
dem die Meiſterſchaften des Genfer Sees entſchieden
wer=
den, hat auf den Spielplätzen des Grand=Hotel begonnen.
Es nehmen deutſche Spieler teil, ſo Otto Froitzheim=
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Das Stärkſte.
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(Nachdruck verboten).
26.)
Eine lange, entſetzliche Nacht in der vierten
Wagen=
kliſſe lag hinter Signe. Sie war nie auf einer langen
Reiſe unterwegs geweſen. Immer daheim, immer in
Sochutz und unter Hut. Und nun dies: die zerriſſene Seele
voll von tauſend Fragen quälenden, grübelnden
Ueber=
lleggens und Sinnens. Im Wagen der Lärm vieler
Stim=
men. Beſonders aufdringlich das keifende Gezänk Lübecker
Marktweiber, zu dem zwei Spaßvögel männlichen
Ge=
ſchelechts anzügliche Reden als Beilage gaben. Rechts
uelben ihr auf der ſchmalen Bank ein ſchlafender, junger
M-ann, der bei jedem Stoß des rüttelnden Wagens hart
geggen ihre Schulter fuhr. Zu ihrer Linken der gleichfalls
n Schlaf hockende Vater. Und bei jedem ſeiner
Atem=
igge ekler Fuſeldunſt aus ſeinem Munde..
Faſt bis Hamburg hin hatte ſich dieſes Bild wenig
geäändert. Erſt nach dem Umſteigen dort war es
erträg=
icher geworden.
Und nun der blaſſe, nüchterne Morgen im dumpfigen
Laarteraum. Noch zwei Stunden ſo, dann weiter, wieder
veiter — bis Köln. Und dann? dann? . .. .
Signe war jetzt nicht fähig, grübelnd der Zukunft zu
edenken. Sie fühlte ſich wie zerſchlagen, war unſagbar
nüde und vermochte doch nicht zu ſchlafen.
Aber Stephan Frank ſchlief. Weit nach hinten
über=
emeigt lag er gegen die Wand gelehnt. Sein grauer
kan=
lligeer Kopf ruhte auf der mageren knochigen Bruſt, die
Hände, voller Narben und Wunden, lagen ſchlaff im Schoß.
Und ſeinem Munde entwich noch immer der Fuſeldunſt.
Signe packte eine phyſiſche Uebelkeit würgend an die
Kehle. Sie mußte ſich erheben und für kurze Zeit an das
halbblinde Fenſter treten, um den Ekel hinabzuwinden.
Mit ſtarren Augen nahm ſie das öde Bild des
herbſt=
lichen Frühmorgens draußen in ſich auf. Ueber das
Dop=
pelgleis weg ſtand ein langweiliger, grauer Schuppen mit
einem Pappdach, den Fernblick ſperrend. Vor ihm
brei=
teten halbentblätterte Eſchen ihr weitſpannendes Gezweig,
das ſich im unwirſchen Herbſtwinde ſchwankend bog. Und
von Weſten her zogen Schwärme tiefhängender, grauer
Wolkenknäuel. Unſagbar öde, melancholiſch berührte das
alles. . . . Nach welcher Richtung mochte Hattinghauſen
liegen?
Der Gedanke ſprang wie eine heiße Sehnſucht plötzlich
in Signes Seele. Sie mußte vom Fenſter zurücktreten,
um ſich ſeiner zu entledigen.
Und nun ſaß ſie wieder neben ihrem Vater. Wie
maßlos erſchütternd, Erbarmen erweckend berührte ſein
Anblick! Dieſer ausgemergelte, heruntergekommene
Kör=
per! Ja, es war gut, daß ſie ihn nicht hatte allein gehen
laſſen, daß ſie ihn von ſeinem unſteten Leben durch eine
große Liebestat erlöſt. Nun ſollte er ſeinen Frieden haben
einen geruhigen Abend finden nach allem, wenn auch
ſelbſt=
verſchuldeten Leid. Wenn ſie nur erſt bei der Mutter
waren! Dann ein kleines, freundliches Stübchen irgendwo
für die beiden Alten, für ſie daneben ein beſcheidenes
Käm=
merchen. Beide Räume mit Sonne, Blumen am Fenſter.
Davor der Mutter Stuhl mit einem weichen Kiſſen im
Rücken und einem Bänkchen für die müden Füße. Und
der Vater auch in einem ſtillen Winkelchen, wo er ſchlafen
Und ſie würde für beide
konnte, ſoviel er wollte. . .
arbeiten, beide pflegen, geſund und froh pflegen. Geſund
pflegen auch des einen Seele. . . .
Ja, es mußte noch alles gut werden. Es mußte
wie=
der ein Glück für ſie geben auf der Welt, wenn auch nur
ein ſtilles, beſcheidenes. Aber das tat ja nichts. Sie ſagte
ſich, daß auch das ſtille, kleine Glück groß ſein könne, wenn.
man es nur nicht verachte. Ja, es war wohl überhaupt
falſch, das Glück meſſen zu wollen an dem, was es gibt
und wieviel es gibt. Glück war doch im Grunde
genom=
men nichts weiter als das Erzeugnis perſönlichen
Empfin=
dens. Es kam nicht. Man mußte es ſich holen, ſuchen.
Und oft war es wohl dort zu finden, wo es die wenigſten
vermuteten. Ja, die blaue Glücksblume war ſchier ein)
gar beſcheiden, heimlich wachſendes Kräutlein, oft unter
Hecken verſteckt, im verborgenen blühend, fern von hellem
Getön und prahlendem Prunk.
Signes Herz war voll von guten Vorſätzen, ſie
er=
richtete ihre ganze Zukunft auf dem Quadergrunde einer
tragenden, helfenden Liebe. . . . Sie hatte das Alte mit
blntendem Herzen hinter ſich gelaſſen, aber ſie hoffte
zu=
verſichtlich auf ein Neues, das auch gut war, und das ſich
langſam und ohne Bitternis von dem Alten löſen würde!
ohne es undankbar vergeſſen zu können.
Ihr Herz war ſo voll Weichheit und Größe des
Emp=
findens in dieſen Minuten, daß ſie ihre Rechte ſachte auf
die narbigen, zerſchundenen Hände ihres Vaters legte und
dort ließ. . . Nun wußte ſie ganz gewiß: Ekel und Abſcheu
ſind für immer überwunden.
Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913.
Nummer 85.
Brautpaare
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Tisch
2 Lederstühle
1 Ottomane
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2 Bettstellen
2 Nachtschränke
1 Waschtoilette
1 zweitür. Spiegelschrank
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6 Lederstühle
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2 Lederstühle
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Schlafzimmer
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2 Bettstellen
2 Nachtschränke
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2 Rohrstühle
1 Handtuchständer.
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Die blaſſe Frühſonne ſtahl ſich mit ſchüchternem Licht
in den öden Raum und gab ihm einen freundlicheren Ton.
Ja, nur ein Schimmer Licht, und auch die graueſte Oede
läßt ſich ertragen.
Wie man wohl ihrer daheim — das Wort „daheim”
kam ihr ganz unbewußt — gedenken mochte? Zwei
vol=
ler Trauer und Liebe. Ganz gewiß. Aber ein anderer?
Von ihm flog wohl nur ein bitterer Zorn hinter ihr drein.
Ach, nicht ohne Grund! Da war es ihre Pflicht,
wenig=
ſtens zu verſuchen, dieſen einen milder zu ſtimmen. Und
deshalb beſchloß ſie, noch vor der Weiterreiſe an Herrn
Tobias zu ſchreiben, ihm alles abzubitten, womit ſie ihn
verletzt haben mußte, ihm zu ſagen, warum ſie ſo habe
handeln müſſen, wie ſie gehandelt, und daß er ihr
ver=
zeihen möchte.
Sie erhob ſich ſofort, erſtand von der
Bahnhofs=
wirtin Briefpapier und bat ſich ein Schreibzeug aus.
So, wie ſie die Worte im Herzen empfunden, ſchrieb
ſie ſie nieder, ungekünſtelt, wie ein Kind zu ſeinem Vater
ſpricht.
Sie war zufrieden, als ſie die Zeilen vor dem
Fertig=
machen des Briefes noch einmal überlas und freute ſich,
daß ſie ihren guten Gedanken ſofort zur Ausführung
ge=
bracht.
Als ſie die Adreſſe ſchrieb, erwachte Stephan Frank.
Er beobachtete Signe bei ihrer Tätigkeit, als er ſich nach
ſeinem wirren Hochfahren auf die Wirklichkeit beſonnen
hatte, und fragte mißtrauiſch: Was ſchreibſt Du da,
Signe?
Ich habe an Herrn Bruns geſchrieben, Vater, ich bin
gegen ſeinen Willen heimlich gegangen und hatte das
Be=
dürfnis, ihn um Verzeihung zu bitten.”
.. Und doß er Dich zurückholen ſoll, nicht wahr?
fragte Stephan Frank mit ſtärker werdendem Mißtrauen.
Sag’s nur getroſt, daß Dir’s längſt leid iſt.
Durch Signes Seele ging es wie ein ſchmerzender
Stich. Oh, es war bitter, in ſeinen heiligſten, wahrſten
Empfindungen verkannt zu werden! Aber ſie drückte das
ſchmerzliche Gefühl tapfer hinab und ſagte freundlich: Du
darfſt nicht mehr ſo reden, Vater. Wir gehören nun
un=
zertrennlich zuſammen.
Ihm ſchien nicht viel daran gelegen. Wenigſtens hatte
er eine läſſige Handbewegung und verzog das Geſicht zu
einem häßlichen Lächeln, was Signe beides nicht ſah,
da ſie ſchon wieder ſchrieb.
Ich habe Durſt, erklärte er dann, Hunger auch. Ich
will etwas trinken.
Sie erhob ſich ſofort dienſtfertig, ſchob den Brief
vor=
läufig beiſeite und ſagte: Ich will uns Frühſtück
beſor=
gen, Kaffee und etwas zu eſſen.
Kaffee!? Stephan Frank ſchnitt eine Grimaſſe und
hob beide Hände, als wolle man ihm Gift geben. Ich
trinke keinen Kaffee. . . ich will Schnaps haben. Sein
Auge richtete ſich mit einem gierigen Leuchten auf die
Fla=
ſchen, die drüben in den Regalen des Schenktiſches
ſtan=
den, und ſeine Hände krampften ſich unter dem Tiſch zu
Fäuſten.
Signes Knie zitterten. Ein entſetzliches Fürchten ſtieg
in ihr auf. Sie mußte eine ungeheure Anſtrengung
auf=
wenden, um ruhig und freundlich zu entgegnen: Eine
Taſſe Kaffee wird Dir beſſere Dienſte tun als das andere
Getränk. Nicht wahr, Du möchteſt Kaffee?
Nein! ſtieß er heiſer heraus. Ich muß meinen
Schnaps haben, ſonſt ſterbe ich.
Signe wurde aſchfahl im Geſicht. O Gott, o Gott!
betete ſie. Das alte Grauen kam zurück. Sie mußte
halt=
ſuchend nach der Lehne eines Stuhles greifen. Gut, ſagte
ſie dann, ſich ſtark machend und bedenkend, daß es das
beſte ſei, ihm jetzt den Willen zu tun, Du ſollſt Deinen
Wunſch erfüllt bekommen. Aber Kaffee bringe ich Dir
auch mit.
Sie ging ſofort, und Stephan Frank ſah ihr in heißem
Grimm nach. Die Sache fing nett an. Tyranniſieren
wollte ſie ihn! Er war bisher Herr ſeines Willens
ge=
weſen, hatte nach niemand gefragt und ſich an keinen
gekehrt. Und wo und wann es ihm gepaßt, hatte er ſeinem
Laſter gefrönt. Er ſpie unter den Tiſch. Teufel eins, die
Sache fing nett an. Teufel eins, ſie hätte beſſer nie
an=
gefangen! .
Da kam Signe ſchon zurück. Sie trug ein Tablett mit
zwei Taſſen Kaffee und etwas Gebäck in der Rechten und
umſpannte mit den zitternden Fingern der anderen Hand
den Fuß eines kleinen Gläschens mit einer braunroten
Flüſſigkeit.
Stephan Frank lachte grell auf. Dies! Dies
erbärm=
liche Näpfchen! Trotzdem riß er es ihr aus der Hand,
goß den Inhalt hinab und ſchüttelte ſich. Zum
Donner=
wetter, pfui Teufel! Dieſes Geſöff! Biſt Du. . . . Er
ſprach das harte Wort nicht aus; denn Signes Augen
waren mit einem ernſten, traurigen Ausdruck auf ſein
lei=
denſchaftlich=entſtelltes Geſicht gerichtet. Er duckte ſich wie
ein geſchlagener Hund und ſtierte wie von Sinnen zur
Erde.
Signe hatte keine Zeit, ſich ihrer wahren Gefühle, die
in dieſen Sekunden auf ſie einſtürmten, zu vergewiſſern.
Die Bahnhofswirtin kam und brachte das Geld, das
Signe auf einen gewechſelten Geldſchein herausbekam und
das nicht gleich zur Hand geweſen war. Sie zählte eine
Reihe Gold=, Silber= und Nickelſtücke auf den Tiſch.
(Fortſetzung folgt.)
2te
5
Nummer 85,
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913.
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Damen-Braun-Chevr.
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Nummer 85.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913.
Seite 23.
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Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
Nachdruck verboten.)
Im Reichstagspalaſt. — Politiſche Unruhe. — Skutari.
— Bedenken und Befürchtungen. — Unſere
Kulturauf=
gaben. — Die wirtſchaftlichen Beſtrebungen unſerer
Künſt=
ler. — „Helft Euch ſelbſt!“ — Wenn die Hoffnung nicht
wär!! — Des Kaiſers Jubiläum. — Erwartetes und
Geplantes. — Hinein nach Berlin und hinaus. — Ein
nor=
diſcher Abend. — Schwedens Schönheiten in Wort und
Bild. — Aus unſerem Theaterleben.
Lebhaft und erregt gings wieder einmal zu in
un=
ſerem maſſigen, hellſchimmernden Reichstagsvalaſt,
vor welchem Bismarcks hochragende Erzfigur Wache zu
halten ſcheint. Heftig tobten in dieſen Tagen die
Rede=
ſchlachten, ein mehr oder minder ſtärkeres Echo in weiteren
Kreiſen findend und häufig zu eifrigen Erörterungen
Ver=
anlaſſung bietend. Die allmählich etwas gedämpfter
ge=
wordene Unruhe in politiſcher Hinſicht hat abermaligen
Nährſtoff bekommen, nicht zum Vorteil unſeres ſowieſo
ſeit geraumer Zeit recht flauen wirtſchaftlichen Lebens,
und von neuem ertönt immer wieder die Frage: was wird
denn werden? — „Skutari” iſt plötzlich zum
Schlag=
wort geworden, denn man hat die Empfindung, daß ſich
vielleicht aus jenem heißumſtrittenen, fernen Erdenwinkel
folgenſchwere Verwicklungen ergeben könnten. Und da
will man nicht recht mit, trotz aller Bündnistreue! Was
geht uns eigentlich, ſo hört man vielfach in recht ernſt zu
nehmenden politiſchen und militäriſchen Kreiſen, jenes an
ſich ſo unbedeutende albaneſiſche Städtchen an, das
plötz=
lich von unſerem ſchwarz gelben Nachbar zum Angelpunkt
ſeiner ganzen Balkanpolitik gemacht wird? Hier gönnt
man es gern den mit Glücksgütern wahrlich nicht
geſeg=
neten Montenegrinern für ihre heißen Opfer an Gut und
Blut und verhält ſich ſehr wenig intereſſiert zu dem noch
zu geſtaltenden, fragwürdigen Albanien, für das man keine
Opfer bringen möchte; man wäre froh, wenn dieſe Frage
ſo oder ſo hre recht balbige befriedigende Bbſung ſande.
Und man wünſcht zugleich, daß unſere leitenden
Staats=
männer, wie dereinſt der nun ſeit langem im ſiebenten
mohammedaniſchen Himmel weilende Harun al Raſchid,
des öfteren ihre miniſteriellen Wohnſitze verlaſſen und ſich
unter die übrigen Staatsbürger miſchen möchten, um
deren Meinungen über allerhand Politiſches und
Unpoli=
tiſches zu vernehmen; ſie würden wahrſcheinlich baß
er=
ſtaunt ſein, welch' richtige Auffaſſungen da zutage treten
und wie geſund das deutſche Volksempfinden im
allge=
meinen iſt, von tiefem Gefühl erfüllt für das Recht und
Unrecht der Anderen und für die großen Kulturaufgaben,
die unſerer fortgeſetzt harren.
Von jenen Kulturaufgaben, in beſonderer Richtung
war mehrfach die Rede in der kürzlich nach dem
Bürger=
ſaale des Rathauſes einberufenen, außerordentlich ſtark
beſuchten Künſtlerverſammlung, in der über die beſſere
wirtſchaftliche Hebung unſerer bildenden
Künſtler beraten werden ſollte. Wie es die Kundigen
vorausgeſehen, iſt nicht viel dabei herausgekommen! An
mannigfachen Vorſchlägen, zunächſt die Berliner
Künſtler=
ſchaft und ſpäter die geſamte deutſche zu organiſieren und
dadurch vor allem eine feſtere Grundlage zu ſchaffen für
die wichtigſten Wohlfahrtseinrichtungen, fehlte es nicht
aber mit ihrer Verwirklichung im praktiſchen Leben ſah
es nicht zum beſten aus. Die Rufe nach ſtaatlicher und
ſtädtiſcher Hilfe ſind ausſichtslos, wie dies auch
Bürger=
meiſter Dr. Reicke klar und wahr ausführte, indem er
be=
tonte, das „Hilf Dir ſelbſt” müſſe an erſter Stelle ſtehen.
Die Selbſthilfe der Künſtler hat jedoch bisher ſtets
ver=
ſagt, die künſtleriſchen Intereſſengegenſätze ließen ſich,
trotz mehrfacher Verſuche, nicht überbrücken, die
Gleichgül=
tigkeit gegen feſtumgrenzte Anforderungen materieller
Natur war meiſt zu groß; es blieb ſchließlich ſtets bei
engeren Vereinigungen, deren Mitgliederzahl durch
Auf=
nahme= und Beitragsbeſtimmungen eine verhältnismäßig
eng begrenzte war und iſt. Wohl in keinem anderen
Be=
rufe ſind auch die Lebensverhältniſſe und die Quellen für
dieſelben ſo verſchiedenartige und wechſelnde, wie bei
un=
ſeren Künſtlern; das zeigten am deutlichſten die
Mitteil=
ungen über das Ergebnis der kürzlichen wirtſchaftlichen
Umfrage in unſerer Künſtlerſchaft, ein Ergebnis, das kaum
ſtichhaltig iſt für die allgemeine Beurteilung der
Einnah=
men und Ausgaben, denn wenn nur zwei Maler und ein
Bildhauer angaben, daß ſie jährlich über 25000 Mark
ver=
dienen, ſo entſpricht dies nicht den Tatſachen, man könnte
mehr denn dreißig anführen, die einen derartigen
Ver=
dienſt haben. Richtiger mag ſchon ſein, daß zirka 60 von
100 der Bildhauer, Maler und Malerinnen nur bis 1200
Mark jährlich verdienen! Ach, wenn die Hoffnung nicht
wär' — ſie hilft ja mit ihrem freudigen Zukunftsſchimmer
ſo vielen unſerer Jünger wie Meiſter von der Palette und
vom Meiſel über Sorgen und Enttäuſchungen hinweg
und bildet in ihrem Schaffen einen treuen, oft den
treue=
ſten, Bundesgenoſſen!
Wie viele Hoffnungen knüpfen hunderte unſerer
Künſt=
ler an die große Jubiläumskunſtausſtellung.
deren Werden jetzt im Moabiter Glaspalaſt in Angriff
genommen iſt. Mancherlei erhebliche bauliche
Umänder=
ungen ſind abgeſchloſſen und dürften den meiſt ſo
nüch=
ternen Ausſtellungsräumen zum Vorteil gereichen.
Frei=
lich iſt’s ja immer nur ein Notbehelf, denn der ſehnliche
Wunſch unſerer geſamten Künſtlerſchaft, ein modernen
Anforderungen entſprechendes, der deutſchen Kaiſerſtadt
würdiges Ausſtellungsheim zu erhalten, fand bisher noch
keine Erfüllung. So wurſtelt man eben weiter, gibt jedes
Jahr neue und recht betrichtliche Summen füir die
Mon=
biter Glashallen aus und es bleibt doch immer nur
Stück=
werk. Von mancherlei anderen großen Veranſtaltungen,
die mit dem Regierungsjubiläum des Kai
ſers in Verbindung ſtehen ſollten, iſt’s merkwürgig ſtill
geworden, ſo von dem geplant geweſenen farbenfrohen
Künſtlerfeſt unter freiem Himmel, wie wir deren mehrere
vor zwei Jahrzehnten gehabt, und von etlichen
Jubi=
läumswochen, angefüllt mit einem reichhaltigen und
er=
leſenen Vergnügungsprogramm. Mit Recht wurde in der
neulich hier ſtattgefundenen Sitzung des Vereins für
deui=
ſches Kunſtgewerbe bedauert, daß ſeitens unſerer Stadt
noch nichts veranlaßt worden ſei, die Berliner
Künſtler=
ſchaft zur Ausſchmückung der Straßen anläßlich des
Kai=
ſerjubiläums heranzuziehen; hier müßte man in
künſt=
leriſch=dekorativem Sinne einheitlich tätig ſein, um endlich
einmal auch auf dieſem Gebiet Glänzendes zu ſchaffen,
neuen Kräften neue Aufgaben ſtellend. Das gleiche
Ver=
langen ward auch in der jüngſten Sitzung der Zentral
ſtelle zur Hebung des Berliner Fremdenverkehrs laut und
ward beſchloſſen, daß ſich eine Kommiſſion mit unſeren
ſtädtiſchen Behörden in Verbindung ſetzen ſolleſ Zeit
wird’s allerdings denn bis Mitte Juni iſt für derartig
umfaſſende und ſchwierige Arbeiten die Friſt nuc eine
karg bemeſſene, zumal bisher noch nichts verlautbarte, wie
ſich unſere ſtädtiſchen Behörden zu dem Jubiläum
ver=
halten und welche Mittel ſie zur Verfügung ſtellen
wer=
den — das letztere iſt ſelbſtverſtändlich von
ausſchlag=
gebender Bedeutung.
Auf der einen Seite das Streben, die Fremdenſcharen
nach Berlin zu ziehen, auf der anderen jenes, die Berliner
herauszuführen und ſie mit allem Schönen außerhalb der
deutſchen Grenzen bekannt zu machen. Dieſer Abſicht dient
auch der vor kurzem hier ins Leben gerufene Deutſch=
Nordiſche Touriſtenverband, der ſeinen
Haupt=
zweck darin ſieht, „die Kenntnis der landſchaftlichen und
kulturellen Eigenart der nordiſchen Länder durch Wort
und Schrift zu verbreiten und den Verkehr nach ihnen zu
heben und zu erleichtern” Mit glücklichem Erfolg trat
anfangs der Woche dieſer Verband an die größere
Oeffent=
lichkeit durch einen Deutſch=Schwediſchen Abend,
der ein erleſenes Publikum, darunter den hieſigen
Schwve=
diſchen Geſandten Grafen Taube mit ſeiner Gemahlin und
die übrigen Mitglieder der Geſandtſchaft, nach dem
großen Feſtſaale des Landwehr=Offizierkaſinos in
Char=
lottenburg geführt hatte. Der erſte Teil beſtand aus
einem Lichtbilder=Vortrag: „Streifzüge durch Schwedens
Land und Kultur”, deren über hundert wundervolle
far=
bige Aufnahmen uns auf das eingehendſte vertraut
mach=
ten faſt mit allem, was der vielgeſtaltete und
abwechs=
lungsvolle ſchwediſche Boden, von der ſchaumbeſpritzten
Oſtſeeküſte bis weit hin zu den eisumpanzerten
Berg=
ſpitzen Lapplands, ſeingn Beſuchern darbietet. Ebenſo
vollendet wie dieſe Bilder, die weit mehr boten, als man
es in ähnlichen Fällen gewohnt iſt, war der begleitende
Vortrag Dr. E. Th. Walters (=Lund), der in Deutſchland
wie in Schweden gleich gut zu Haus iſt und ſeinen
Aus=
führungen jene Lebendigkeit verlieh, welche man ſo oft
bei derartigen Reiſeſchilderungen vermeßt. Es folgten
ſodann künſtleriſch wertvolle muſikaliſche Darbietungen
ſchwediſcher Künſtler und Künſtlerinnen, von denen das
anmutige Mitglied unſerer Hofoper, Fräulein Maria
Ekeblad, den rauſchendſten Beifall erntete; der Schluß
be=
ſtand aus verſchiedenen ſchwediſchen Nationaltänzen,
ge=
tanzt von einem Dutzend die farbenreiche Landestracht
tragenden Damen und Herren der ſchwediſchen Kolonie,
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eite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913
die uns allerliebſte Szenen von Grazie und Freudigkeit
wie echter Volkstümlichkeit boten. Aehnliche Abende will
dieſer Touriſtenverband veranſtalten, möchten ſie ſtets
ebenſo gut gelingen, wie der erſte.
Mit dem Gelingen der Neuaufführung und
Neuin=
ſzenierung der „Walküre” hat ſich die Intendanz
unſe=
rer Königlichen Oper ein großes Verdienſt
erwor=
ben, denn gerade in dekorativer und geſanglicher
Bezieh=
ung hatte manches bei den Darſtellungen des Werkes
während der letzten Jahre zu allerhand Ausſetzungen
Veranlaſſung geboten. Friſch belebt und wie verjüngt
er=
ſcheint jetzt vor uns dieſer zweite Teil der „Nibelungen”,
mit dekorativen Feinheiten und Schönheiten von
nach=
haltigem maleriſchen Eindruck und in ſorgſam gewählter
Beſetzung; auch dem Orcheſter, unter Leitung Leo Blechs
war ſichtliche Aufmerkſamkeit gewidmet worden, es löſte
in ſicherſter Weiſe die ſchwierigſten Partien. — Eine ſehr
gut abgerundete Aufführung des Verdiſchen „
Rigo=
letto” brachte die Kurfürſten=Oper heraus und
zwar mit Francesco d’Andrade in der Titelrolle;
all ſeine geſanglichen und ſchauſpieleriſchen Vorzüge
konnte der berühmte Gaſt hier in tiefwirkender Weiſe
zeigen, von neuem beweiſend, wie jugendlich ſtark und
quellfriſch ſeine Stimme iſt, die er mit gereifter Kunſt zu
meiſtern verſteht, und über welch’ glänzende
Darſtellungs=
gabe er verfügt.
Die Kammerſpiele des Deutſchen
Thea=
ters kamen uns wieder einmal franzöſiſch, nicht zu ihrem
Vorteil, zunächſt was die Wahl der Saſcha
Guitry=
ſchen Komödie „Die Einnahme von Berg op
Zoom” und dann die Aufführung ſelbſt anbelangt. Denn
hier verſagen vielfach die Reinhardtſchen Kräfte, die an
andere ſchauſpieleriſche Aufgaben gewöhnt ſind und die
ſich jedenfalls auch mit geringer Luſt derartigen flüchtigen
Scherzen fremder Herkunft widmen. Das im heutigen
Mitteilung.
Paris ſpielende Luſtſpiel mit ſeinem geſuchten
geſchicht=
lichen Titel und ſeinem merkwürdig moraliſchen Schluß
enthält einige hübſche Einzelheiten, die aber nicht ſeine
Darſtellung auf einer unſerer beſten Bühnen rechtfertigen.
Das Königliche Schauſpielhaus brachte
uns am Donnerstag abend eine Neuaufführung, das
fünf=
aktige Schauſpiel von Timm Klein: „Veit Stoß”
das ich aus der am Mittwoch ſtattfindenden Generalprobe
kennen lernte. Die Haupt= und Titelrolle ſpielt der in der
zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in Nürnberg
wir=
kende bekannte Holzbildhauer, der teils aus ehrgeizigem,
teils aus künſtleriſchem Drange ſich einen großen Auftrag,
den nur er löſen zu können glaubt, auf unredliche Weiſe
verſchafft. Das bildet den Mittelpunkt der geſchickt
auf=
gebauten und lebhaft bewegten Handlung, die uns
man=
ches an kraſſen Szenen, aber daneben doch auch wieder
vieles Feſſelnde an pſychologiſchen Momenten bietet,
neben reizvollen kulturgeſchichtlichen Bildern aus der
alten, traulichen Patrizierſtadt. Die Beſetzung war eine
ſehr ſorgſame, man darf annehmen, daß das Stück ſein
beifallfrohes Publikum finden wird.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913.
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Darmstädter Tagblatt.
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Atelier Oberlicht Karlſtraße 94.
(8143a
Nummer 85.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
6 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 6. April: dem Fabrikarbeiter Adam
Hartmann, Liebfrauenſtr. 38, ein S. Karl. Am 5.: dem
Schloſſer Georg Schardt Liebfrauenſtr. 39, ein S.
Wil=
helm. Am 3.: dem Kaufmann Johannes Pickert in
Frankfurt am Main=Bockenheim, Heideſtr. 152b, ein S.
Karl Hans Wilhelm, hier Lagerhausſtr. 24. Dem
Poſt=
boten Alban Thrin, Waldſtr. 22, ein S. Joſef Matthäus.
Am 5.: dem Hofopernſänger Auguſt Johann Globerger,
Viktoriaſtr. 50½., ein S. Auguſt. Dem Großh. Saalwärter
Peter Rein, Landgraf=Georg=Straße 64, eine T. Herta
Margareta. Am 6.: dem Fuhrmann Albert Gröning,
Langgaſſe 21, eine T. Katharina. Am 8.: dem Chauffeur
Otto Heinrich Paul Bülow, Kiesſtr. 16, ein S. Willi.
Am 6.: dem Former Karl Hübner, Lichtenbergſtr. 89,
eine T. Margarete Auguſte. Dem Vizewachtmeiſter im
Leib=Dragoner=Regiment Nr. 24, Friedrich Bauer,
Kaup=
ſtraße 48, ein S. Friedrich. Am 7.: dem Poſtboten Adam
Heldmann, Feldbergſtr. 77, ein S. Jakob Georg.
Aufgebotene. Am 7. April: Aushilfsſtationsſchaffner
Jakob Haas, Wingertsbergſtr. 7, und Eliſabeth Kreim
zu Heubach. Chauffeur Julius Johann Lanninger,
Ruthsſtr. 14, und Maria Hamm, ebendaſelbſt. Direktor
der Berlitzſchule und Sprachlehrer John Stewart,
Wilhelminenſtr. 19, und Anna Margarethe Dingeldein,
Beſſungerſtr. 84. Schloſſer Karl Silberling zu
Rüſſels=
heim, und Dienſtbote Maria Emma Fercher,
Moller=
ſtraße 10. Am 8.: Fabrikarbeiter Joſeph Twardowsky,
und Fabrikarbeiterin Marie Ockin, beide in Pfungſtadt.
Schirrmeiſter Konrad Weingärtner zu Breslau, und
Anna Margareta Zobel zu Neuſes. Schloſſer Auguſt
Throm, und Dienſtmagd Chriſtiane Helber, beide zu
Mannheim. Ingenieur Karl Guſtav Völkner,
Grafen=
ſtr. 35, und Frieda Beilharz, Rheinſtr. 7. Vizefeldwebel
rund Regimentsſchreiber Friedrich Röder, Alexanderſtr.
*22, und Eliſabetha Greim zu Fränkiſch=Crumbach.
Lehrer Heinrich Georg Imbeſcheidt, Karlſtr. 31, und
Lehrerin Frieda Henriette Margarete Coburger,
HHölgesſtr. 11. Weichenſteller Adam Heiſer zu
Gonſen=
lheim, und Sophie Emich zu Kailbach. Am 9.:
Kandidat des Maſchinenbaues Otto Eduard Adolf
Nagel, hier, und Anna Lina Ehring zu
Aſchersleben. Lackierer Friedrich Wilh. Nicolai auch
Nicoley, Luiſenſtr. 16, und Köchin Auguſte Kaiſer,
Schwanenſtr. 9. Am 10.: Schuhmacher Joh. Anton
Müller zu Steinau, und Dienſtmagd Anna Katharina
Köberlein, Frankfurterſtr. 54. Landwirt Heinrich
Groſch zu Balkhauſen, und Margarete Lehrian zu
Beedenkirchen. Fabrikhilfsſchloſſer Eugen Walter
Ja=
robi zu Remſcheid, und Verkäuferin Johanna Eliſabeth
Janſſen, ebendaſelbſt. Photograh Robert Bender zu
Limburg, und Eliſabetha Hatzmann zu Diez.
Ober=
üngenieur Jürgen Adolf Plotz, Aliceſtr. 1, und Anna
Emma Auguſte Labudde zu Stettin. Ingenieur Friedr.
ilhelm Blum, hier, und Katharina Steil zu
Ehren=
breitſtein. Dachdecker Wilhelm Martin Krichbaum,
Roßdörferſtr. 63, und Einlegerin Maria Bätz,
Lang=
gaſſe 14. Schriftſetzer Auguſt Dieter, Ballonplatz 9, und
Dienſtbote Ottilie Winter, ebendaſelbſt. Zuſchneider
Bernhard Nikolaus Georg Lehn, Marktplatz 4, und
Ka=
harina Helena Thereſia Paula Burggraf, Kaſinoſtr. 28.
Geſtorbene. Am 6. April: Großh. Hochbauaufſeher
Johann Kröhler, 47 J., ev., in Groß=Gerau, hier
Brafenſtr. 9. Eiſenbahn=Oberſekretär Karl Peter
Fried=
ich Winter, 56 J., ev., Landskronſtr. 53. Katharine
Schuhmacher, geb. Maurer, 67 J., ev., Witwe von Küfer
Aluguſt Schuhmacher, Alexanderſtr. 4. Am 8.: Eleonore
Metzger, geb. Raab, 67 J., ev., Witwe von
Lokomotiv=
ührer Philipp Metzger, Alexanderſtr. 5. Leutnant a. D.
Peter Lommel, 71 J., kath., Taunusſtr. 51. Am 7.: Emil
Grünfeld, 6 J., iſr., Sohn des Uhrmachers Peiſach
Grünfeld, Große Ochſengaſſe 30. Am 8.: Margarete
Meyer, geb. Haas, 76 J., kath., Witwe von Schuhmacher
Leonhard Meyer Karlſtr. 81. Maria Vollrath, geb.
Wall=
wott, 26 J., ev., Ehefrau des Elektromonteur Philipp
Voll=
rath, Mühlſtr. 17½. Am 9.: Eliſabethe Margarete
Wedel, geb. Jünger, 53 J., ev., Ehefrau des Feldſchützen
Johannes Thomas Wedel in Wolfskehlen, hier
Grafen=
ktraße 9. Lokomotivführer i. P. Johann Adam Ahl,
58 J., ev., Wenckſtr. 44. Henriette Kayſer, geb. Kaup, 74
J., ev., Witwe des Kaufmanns Johannes Kayſer,
Neckar=
ſttraße 9. Privatmann Konrad Schmunck, 56 J., ev.,
Mollerſtr. 38. Eliſabeth Schröbel, geb. Reeg, 63 J., ev.,
Witwe des Schreiners Adam Schröbel, Rhönring 27. Am
0.: Wilhelmina Magdalena Horn, 3 J., ev., T. des
werſtorb. Schuhmacher. Jakob Horn, Neugaſſe 5.
Gottesdienſtliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Jubilate, den 13. April 1913
Hofkirche: Kein Gottesdienſt.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Velte.
Wormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Welte. — Abends um 6 Uhr: Pfarrer Kleberger.
Stadtſapelle Vorm. um 10 Uhr: Parer Veringer.
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Kleberger.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
13. April, vormittags um 9 Uhr: Chriſtenlehre für den
Südoſt bezirk. Pfarrer Kleberger.
-
Vorm. um
11¼ Uhr: Chriſtenlehre für den Kaplaneibezirk.
Pfarrer Beringer.
Feierabend (Stiftſtr. 51): Vorm. um 11 Uhr:
Chriſtenlehre für den Oſt bezirk. Pfarrer Vogel.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags 8 Uhr.
Kindergottdienſt fällt aus.
Johanneskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Dingeldey. — Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Vormittags um 9 Uhr: Chriſtenlehre für den
Süd=
bezirk im Gemeindehaus. Pfarrer Dingeldey.
Martinskirche: Vorm um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger. — Vormittags um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt für den Weſt bezirk. Pfarraſſiſtent
Lauten=
ſchläger. —
Nachmittags um 4 Uhr: Bibelſtunde im
Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Lenz. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 8½ Uhr:
Chriſtenlehre (Knaben). Pfarraſſiſtent Lic. Adolph.
Vormittags um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent Lic. Adolph.
Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarr=
aſſiſtent Lie. Adolph.
Pauluskirche: Vormittags um 8½ Uhr:
Chriſten=
lehre. Pfarraſſiſtent Herpel. — Borm. um 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt. Pfarrer Rückert. — Vormittags um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Rückert.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 13. April,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nach=
mittags um 4 Uhr: Bibelſtunde. — Abends um 8½ Uhr:
Evangeliſation. — Montag, den 14. April, abends um
8½ Uhr: Bibelſtunde für Frauen. — Dienstag, den
15. April, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde für
Jung=
frauen und Blaukreuzſtunde. — Donnerstag, den 17. April,
abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Samstag, den
19. April, abends um 9 Uhr: Bibelſtunde für Beamte.
Zweig der Stadtmiſſion (Beſſungerſtr. 88, Hth.).
Sonntag, den 13. April, vormittags um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. — Nachmittags um 3 Uhr: Bibelſtunde für
Jünglinge. — Um 4½ Uhr: Bibelſtunde für Jungfrauen.
— Freitag, den 18. April, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Evangeliſche Gemeinſchaft (Kiesſtr. 43): Sonntag,
den 13. April, abends um 8¼ Uhr: Predigt. Prediger
A. Berner. — Dienstag, den 15. April, abends um
8¼ Uhr: Bibelſtunde. Prediger A. Berner aus
Frank=
furt a. M.
Gottesdienſt, der Aenapoſtoliſchen Gemeinde (
Lagerhaus=
ſtraße 4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde glänbig getauſter Ehriſten (Faptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 13. April, vorm. um ½10 Uhr:
Erbauungsſtunde. — Vorm. um ½11 Uhr:
Sonntags=
ſchule. — Nachmittags um 4 Uhr: Predigt. Prediger
Höpfner. — Abends um 6 Uhr: Jugendverſammlung.
Mittwoch, den 16. April, abends um 8½ Uhr: Gebetsſtunde.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 13. April, nachm. um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule.
Um 4 Uhr: Predigt. Prediger Schubert aus Frankfurt.
— Freitag, den 18. April, abends um ½ 9 Uhr: Gebetſtunde.
Katholiſche Gemeinden
3. Sonntag nach Oſtern, den 13. April 1913
St. Ludwigskirche: Samstag, den 12. April,
nach=
mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte.
Sonntag, vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur
— Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. —
heil. Beichte.
Um
7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr:
Militärgottesdienſt mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hoch=
— Um 11 Uhr: letzte hl. Meſſe.
amt mit Predigt.
Nachm. um 3 Uhr: Katechetiſche Predigt und Andacht zu
Ehren der hochheil. Dreifaltigkeit. — An allen Werktagen,
vorm. um 6 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. —
Frei=
tag, abends um 6 Uhr: Kreuzwegandacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachm. um 5 Uhr:
Ver=
ſammlung des Vereins chriſtlicher Mütter. — Abends um
6 Uhr: Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Sträulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe. — Montag, nachm. um 4 Uhr:
Sakramentaliſche Betſtunde.
Kapelle in Griesheim: Sonntag, vorm. um 9 Uhr:
hl. Meſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 12. April,
nach=
mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr:
Trauungen ausw. Paare: Pfarrer Beringer.
Beerdigungen auswärts Verſtorbener: Pfarrer
Vogel.
wird vollkommen rein, von Blut, Eiter und sonstigen Flecken befreit
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bl. Meſſemit Predigt. — Um ½ 10 Uhr: Hochamt und
Predigt. — Nachm. um 2 Uhr: Andacht und Segen.
Kapelle in Arheilgen: Sonntag, vorm. um ½10 Uhr:
Hochamt und Predigt.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
12. April, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Schutzfeſt des hl. Joſeph
Kollekte für die katholiſchen Miſſionen
Sonntag, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½ 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um ½9 Uhrs
Amt mit Predigt. — Nachmittags um ½3 Uhr: Herz=
Mariä=Andacht.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 12. April, nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Feſt des hl. Joſeph, des Kirchenpatrons
Sonntag, vormittags um ½ 6 Uhr: Beichte. — Um
½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um
¼10 Uhr: Hochamt und Predigt des Herrn Domkapitulars
Fecher. — Nachmittags um ½2 Uhr: Vesper. —
Werk=
tags um ¼7 Uhr: Singmeſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, vorm. um 7 Uhr:
Beichtgelegenheit. — Um ½8 Uhr: Amt und Predigt.
Nachm. um ½ 2 Uhr: Andacht.
The Church of England Service
2rd Sunday after Easter, 13th April 1913.
Divine Service will be held in the Hofkirche
at 3,15 p. m.
The Rev. H. M. de SteCroix, British Chaplain at
Heidel-
berg, will officiate.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 4. April: Dem Fabrikarbeiter
Peter Brunner T. Sofie Regine, geb. 25. März. 8. April:
Dem Schreiner Friedrich Habicht S. Robert Alexander,
geb. 20. März. 9. April: Dem Invaliden Adolf Heinrich
Goll S. Wilhelm Auguſt Jakob, geb. 31. März. Dem
Taglöhner Franz Heberer T. Anna Marie, geb. 27. März.
6. April: Uneheliche T. Erna Marie, geb. 2. Okt. Dem
Schriftſetzer Auguſt Albert Schwörke T. Irma Aline, geb.
30. Okt. Dem Kaufmann Konrad Michael Wilbelm.
Schlüter T. Bertha Eliſabeth, geb. 27. Febr.
Johannesgemeinde: 6. April: Dem
Rangier=
meiſter Peter Ludwig T. Elſe Johanna, geb. 15. Febr.
8. April: Dem Kaufmann Georg Rautenſtrauch T. Marg.
Auguſte Eliſabeth, geb. 20. März.
Martinsgemeinde: 6. April: Dem
Bäcker=
meiſter Philipp Steinmetz S. Philipp Guſtav, geb.
21. März. 8. April: Dem Kaufmann Julius Friedrich
Franz Mackenſen T. Margot Elfriede Erneſtine, geb.
24. Febr. 6. April: Dem Bürodiener Leonhard Vock S.
Alfred Auguſt Wilhelm, geb. 27. März. Dem Spengler
und Inſtallateur Johannes Benz T. Luiſe Margarete,
geb. 10 März. 9. April: Dem Ziegler Karl Fein T.,
Berta Elſe, geb. 15. März.
Paulusgemeinde: 30. März: Dem Stukkateur
Karl Enk T. Wilhelmine Bertha, geb. 7. Jan. 5. April:
Dem Ingenieur Albrecht Weihl T. Genovefa, geb.
6. März.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 6. April: Filialleiter Hermann
Joſef Bader und Anna Marie Lohn.
Johannesgemeinde: 5. April: Bahnarbeiter
Jacob Körber und Chriſtine Schnellbächer von hier.
Maſchinenſchloſſer Oswald Damm und Kath. Gimbel
von hier.
Martinsgemeinde: 5. April: Laborant Ludwig
Steingaß und Amalie Emig. Taglöhner Jakob Rapp III.
und Margarete Mayer, beide hier. Bürodiätar Friedrich
Joſeph Hellmann und Eliſabeth Schneider, beide hier.
6. April: Werkzeugmacher Ernſt Pathenſchneider und
Marie Büttel, beide hier. Bäcker Heinrich Chriſtian
Frutig hier und Erneſtine Koch in Oberhöchſtenbach.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 5. April: Konrad Schydlowski,
S. des Fuhrmanns, 6 Mon., ſtarb 2. April. 7. April:
Geh. Regierungsrat i. P. Georg Muhl, 79 J., ſtarb 4. April.
4. April: Fabrikant Heinrich Adam Ganß von Dieburg,
62 J. 7 Mon., ſtarb 1. April. 9. April: Großh.
Hochbau=
aufſeher Johann Kröhler von Groß=Gerau, 47 J. 3 Mon.,
ſtarb 6. April.
Martinsgemeinde: 5. April: Joſephine Haffer,
81 J., ſtarb 3. April.
Paulusgemeinde: 1. April: Landwirt Peter
Geiger, 66 J., ſtarb 29. März. 6. April: Apotheker Wilh.
Lauer, 71 J., ſtarb 4. April.
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Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913.
Nummer 85.
6
Restaurant „Rummelbräus
Morgen Sonntag
den 13. April
abends 8 Uhr:
Militär-(Streichmusik) Konzert
Kapelle des Gr. Hess. Art.-Reg. Nr. 61
Leitung Obermusikmeister M. Weber
Eintritt 30 Pfg. (8853
Verkehrs=Verein Darmſtadt.
Protektor: Seine Königliche Koheit der Grossherzog.
Einladung.
Wir beehren uns hiermit, unſere Mitglieder zu der am
Samstag, den 19. April 1913, abends pünktlich 8½ Uhr
im
Fürstensaal, Grafenstrasse 20
ſtattfindenden
Haupt-Verſammlung
ergebenſt einzuladen.
Tagesordnung:
1. Bericht des Vorſitzenden, Rechnungsablage, Bericht der
Rech=
nungsprüfer, Entlaſtung des Rechners.
2. Voranſchlag für 1913.
3. Wahl des Vorſitzenden
4. Ergänzungswahl des Vorſtandes. Aus demſelben ſcheiden
aus die Herren: Hofuhrmacher Karn, Sanitätsrat Dr. Kolb,
Eiſenbahninſpektor Scheyrer und Bankdirektor Stein. Die
vorſtehend genannten Herren ſind für das laufende Jahr
ſatzungsgemäß nicht wieder wählbar.
5. Beratung und Beſchlußfaſſung über die eingegangenen
An=
träge. (Letztere ſind 5 Tage vor der Verſammlung
ſchrift=
lich an den Vorſitzenden einzureichen.)
6. Vortrag von Herrn Profeſſor Dr.=Ing. Vetterlein: „
Lebens=
fragen des Großherzoglichen Hoftheaters.”
(8854
Gäſte, auch Damen ſind willkommen.
Der Vorstand.
Besirks-Verein, Martinsfiertel.
Zu der am Montag, den 14. April, abends ½9 Uhr im Saal
des Herrn Golling, Pankratiusſtraße 29, ſtattfindenden
(8773
r
n0d
Von
n
aussererüchtrichen Hauprtersammung
werden unſere Mitglieder ergebenſt eingeladen und um zahlreiches
Erſcheinen gebeten.
Tagesordnung.
1. Referat über Verkehrsfragen des Stadtteils,
2. Neuwahl eines Vereinsrechners,
3. Verſchiedenes.
Der Vorstand.
Geutscher u. Gesterreichischer Apenferein
Sektion Darmstadt (E. V. Gegründet 187o)
Dienstag, den 15. April 1913, abends 8½ Uhr,
im Kaiſerſaal, Grafenſtraße 18
monats-Verſammlung
Vortrag des Kru. Kofschauspieler Kaus Zaumeister
Hochtourenim Berner Oberland, mit Vorführung von Lichtbildern.
Die Familienangehörigen und eingeführte Gäſte ſind
wil=
kommen.
(8683
Der Vorstand.
20
Ludwigshöhe.
Sonntag, den 13. April, nachmittags 4 Uhr:
Großes Hintar Ronzert
Kapelle des Grossh. Hess. Art.-Regts. Nr. 61
Leitung: Obermusikmeister M. Weber.
Bei günſtiger Witterung im Garten
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muſik, andernfalls Streichmuſik im Saal.
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Monat April täglich
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Musik, Gesang u. Tanz.
Anfang abends 8 Uhr.
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abends 8 Uhr. (7805a
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Großherzogl. Hoftheater
Sonntag, den 13. April 1913.
Außer Abonnement.
Frühlings-Festspiele.
III. Abend.
Der Ring des Nibelungen.
Bühnenfeſtſpiel in 3 Tagen und
einem Vorabend von R Wagner.
Die Walküre
(in 3 Aufzügen).
Muſikal. Leiter: Hofkapellmeiſter
Leo Blech=Berlin.
Perſonen:
Siegmund . .
Hunding. . . . Alfred Stephani
. . Gt. Geyersbach
. . Anna Jacobs
JohangaKaſten
L: Kath. Jüttner
L . Hede Schaub
. Käthe Müller
. Olga Kallenſee
S . Erika Hartmut
Anna Jarobs
Luiſe Sturmfels
Siegmund: Kammerſäng.
Wotan
Sieglinde
Brünnhilde:
Fricka .
Gerhilde,
Ortlinde,
Waltraute,
Schwertleite,
Helmwige,
Siegrune,
Grimgerde,
Roßweiße,
Heinrich Henſel, vom
Stadttheater in Hamburg,
Wotan: Kammerſänger
Fritz Feinhals, vom
Hof=
theater in München,
* Brünnhilde:
Kammer=
ſängerin Cäcilie Rüſche=
Endorf, vom Stadttheater
in Leipzig,
Spielleiter: Richard Lert
Nach dem 1. und 2. Aufzuge
fin=
den Pauſen von je einer halben
Stunde ſtatt.
Der Beginn der Vorſtellung und
der Aufzüge wird durch Fanfaren
angezeigt.
Beurlaubt: Käthe Meißner.
Anf. 6 Uhr. — Ende nach 10½ Uhr.
Kartenverk. v. 10½—1½ u. v. 5 U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Montag, 14. April. 155. Abonn.=
Vorſt. C 39. Ibſen=Zyklus.
III. Abend. „Nora.” Kleine
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Dienstag, 15. April. 156. Ab.=
Vorſtell. A. 39. „Tiefland.”
Gew. Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Mittwoch, 16. April. 157. Ab.=
Vorſtell. B 40. „Die
Jung=
frau von Orleans.” Kleine
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Aus dem Spielplan.
Donnerstag, 17. April. X.
Son=
der=Vorſtellung. sCavalleria
rusticana.: Hierauf: „Der
Bajaszo” Anfang 8 Uhr. (Zu
dieſer Vorſtellung findet ein
Kar=
tenverkauf nicht ſtatt.)
Konzerr
In der vonamnestirche
am Dienstag, den 15. April 1913, abends 8 Uhr
zum Besten der
Kinderbewahr-
anstalten der Johannesgemeinde
unter gefälliger Mitwirkung von Frau Schmidt-IIling,
Konzertsängerin (Sopran) dahier; Fräulein J. Senfter
aus Oppenheim (Violine); des unter Leitung von Fräulein
Lili Keil stehenden Damenchors und des Herrn
Musik-
direktors M. Klassert (Orgel) dahier.
Eintrittskarten zu 3.—, 2.50, 1.50 und 1 Mark den
nume-
rierten, zu 50 Pfg. den nichtnumerierten Platz sind
im Gemeindehaus der Johannesgemeinde, in der
Musikalienhandlung von H. Arnold,
Wilhelminen-
strasse 9, im Verkehrsbureau und in der
Kolonial-
warenhandlung von März, Landwehrstrasse 19½,
gegenüber der Johanneskirche zu haben. (8390is
Sonntag, den 13. April, pünktlich abends 7½ Uhr,
im Kaiſer= und Fürſtenſaal, Grafenſtraße 18—20:
Abend=Unterhaltung
mit Tanz.
1
Mitwirkende: Fräulein Wilhelmine Eichner vom Stadttheater in
Heilbronn, die Singmannſchaft der „Turngemeinde Darmſtadt‟
(Leitung: Herr W. Etzold) und Herr Mechler.
Zu dieſer Veranſtaltung laden wir unſere Mitglieder, ſowie
Freunde und Gönner unſerer Geſellſchaft freundlichſt ein. Beſondere
Einladungen ergehen nicht.
Eintritt inkl. Steuer 40 Pfg. — Mitglieder haben nur gegen
Vorzeigung der Mitgliedskarte freien Eintritt.
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Gegründet
1907 Vereinslokal Ecke Beck- u. Soderstr., Rest.
1907
Von Samstag, den 12. April ab täglich
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in dem Vereinslokal Restauration Hansel
Ecke Beck- und Soderstrasse.
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gulator, III. Preis 1 Paar Fellvorlagen ſowie weitere 30
wert=
volle Preiſe.
8788
Um zahlreiche Beteiligung bittet
Der Vorſtand.
Verein für Frauenstimmrecht.
Einladung
zu dem am Montag, den 14. April, 7½ Uhr abends, im
Kaiſer=
ſaal (Siehe Anſchlagtafel) ſtattfindenden
Tee-Abend. 288
PROGRAMM.
1. Bodenreform und Wohnungsfrage. Referent: Herr
Rechts=
anwalt Staedel.
2. Teepauſe mit muſikaliſchen Darbietungen:
a) Lieder von Mozart, vorgetragen von Frl. Kuößt,
b) Lieder z. Zupfgeige, vorgetrngen von den Mitgliedern d. Damen=
Turnvereins Frl. G. Speckhardt u. Frl. Minnie Pfersdorff.
3. Lichtbilder aus der Geſchichte Ungarns und Anſichten von
Budg=
peſt, verbindender Text geſprochen von Frl. Ottilie Rady.
Teekarten à Mk. 1.— zu haben: Papierhandlung Blöcher.
Wil=
helminenſtr.; Buchhandlung Saeng, Kirchſtr.; Ludwig Schwab. Wäſches
geſchäft, Ernſt=Ludwigſtr.; Frank’s Schirmgeſchäft, Ernſt=Ludwigſtr.
und abends an der Kaſſe.
Der Vorstand.
Anmeldungen bis ſpäteſtens Samstag, den 12. d. Mts., bei den
8808
angegebenen Verkaufsſtellen erbeten.
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Me
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(
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12. April Programm: 15. Agril
Als Hauptschlager
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fesselndes Spiel, hervorragende Ausstattungen
und wunderbare Naturaufnahmen machen diese
Komödie zu der besten ihrer Vorgänger.
Die Krokodiljagd. Herrl. Naturaufnahme.
Die vertrte Mintadung. Euter Kuner
Das Alarmeignal. Miek agralkandes,
ber=
vorragend gut gespieltes Drama.
Traperkeünstterlanen. Wunterberschine
Variétéaufnahme.
Einlagen aller Art nach Ermessen
Nummer 85.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913.
Seite 31.
Das 6. Bild aus der Lincoln-Serie!
Eine Episode aus dem Leben des Multimillionärs Lincoln,
Lincoln als Deckenläufer.
Inhiininhmm
So wie die vorhergegangenen fünf Bilder dieser Serie, ist auch dieses Bild ein grossartiges Erzeugnis auf dem Filmmarkte.
Dieser Film, wo er bisher gelaufen, bildete das Tagesgespräch in jeder Stadt, ein Sensationsfilm einzig in seiner Art.
Hauptdarsteller: —
Oskar Fuchs vom Residenztheater Berlin — Frl. Eichstaedt, Stadttheater Essen.
(8783
„PantherK
Riri‟
als Polizist „Das Wald- Der Schlangen- Das Neueste Diverse veilchen‟ mensch aus aller hervorragende Hervorragende Tier-
humoreske. Komödie. Akrobat. Welt. Einlagen.
vom Residenztheater Berlin.
Marmstädter Vortragsverband.
Honnerstag, 17. April 1913, abends 8¼ Uhr,
im großen Saale des Kaisersaals, Grafenstr. 18:
Zur Vorfeier von Richard Wagners 100 jähr. Geburtstag
d zum Besten der Richard Wagner Stipendien-Stiftung:
Vortrag über Richard Wagners
246
B
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„
c Herrn Professor Dr. Gotthold Henning aus Leipzig mit
äuterungen am Klavier und Vorführung der Bayreuther
Dekorationen in Lichtbildern.
Eintrittskarten: Sperrsitz zu 3 Mk.., Saal zu 2 Mk., Vorsaal zu
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M 50 Pf. sind im Verkehrsbüro u. abends an der Kasse zu haben.
Der Vorstand.
Bt-3
Der Schatten
des Anderen
Sensations-Drama in 2 Akten von Gaumont.
des Indlaners
Großes Wildwest-Drama Der Schüchterne
Professors-Sohn
Amerikanische Komödie ſeht as=
Wochenberleit R.-I.
Neueste Ereign. a. all. Welt Torpedoboote
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Humoreske Klein Erich
Reizende Komödie Die Silberküste beim Sturmwind
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Programm
zu dem am Samstag, den
12. April, von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Inf.=(Leibgarde=)Regts. Nr. 115.
1. Marſch der Kurbrandenburger
von C. Zimmer. 2. Ouverture zu
„Egmont” von L. van Beethoven.
3. Fantaſie aus „Die Walküre‟
von Rich. Wagner. 4. „Reverie‟
von Vieuxtemps. 5. Coppelia=
Mazurek von Delibes. 6. King
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Seite 32.
armſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913.
Nummer 85.
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Seite 34
Nummer 85.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1973.
SaickAleikum
mil Hohlmundsfück
Saiertooie
Goldrundstick
Cigareffen
Enas k Re
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 11. April. (
Börſenwochen=
bericht.) Die abgelaufene Geſchäftswoche hatte ein
ent=
ſchieden freundlicheres Ausſehen und auch die Stimmung
war im allgemeinen hoffnungsvoller, da die politiſche
Situation neuerdings wieder zu einer beſſeren Geſtaltung
hinneigt. Der Geldmarkt bleibt in günſtiger Dispoſition,
bei einem ſtabilen Privatdiskontſatz von 4½ Prozent,
trotz der wahrhaft enormen Anſprüche durch
Subſkrip=
tionen, die dabei durchgehends ein gutes Ergebnis haben
An der Spitze der Induſtrien, die jetzt bei der erſten
Er=
leichterung der Geldlage mit ſtarken Anſprüchen
hervortre=
ten, ſteht die deutſche Elektrizitätsinduſtrie, wovon die
her=
ausgegebenen 30 Millionen Mark 5prozentiger und nach
fünf Jahren 4½prozentiger Obligationen der Allgemeinen
Elektrizitäts=Geſellſchaft ſofort freihändig verkauft
wur=
den, ſo daß ſolche gar nicht an den Markt kamen. Einen
weiteren Zeichnungserfolg hatte die 4½prozentige
ſteuer=
freie ungariſche Staatsrenten=Anleihe, die gleich bei
Er=
öffung der Subſkription geſchloſſen und bereits zu 91½
Pro= per Erſcheinen gehandelt wird. Das Geſchäft in den
deutſchen, preußiſchen und Bundesanleihen, ſowie in
deut=
ſchen Städte=Obligationen hat ſich in letzter Zeit in
auf=
fallend befriedigender Weiſe entwickelt, und es zeigt ſich
deutlich, daß die Vorliebe des Privatpublikums für
Divi=
dendenpapiere auf die mehrfachen Enttäuſchungen vorerſt
ſtark nachgelaſſen hat. Aber auch die niedrigſtehenden
fremden Renten und die neuerdings an den Markt
gekom=
menen hochverzinslichen Induſtrie=Obligationen erfreuen
ſich der Gunſt des Publikums, was gerade in den
aller=
letzten Tagen zum Ausdruck kam, aber allerdings das
Ge=
ſchäft in deutſchen Staatsanleihen etwas ſchmälerte.
Trotz=
dem ſind ſo viel Anleihen verkauft worden, daß der
Be=
ſtand des Konſortiums eine anſehnliche Verminderung
erfahren hat. Aus der letzten Anleihe=Emiſſion von 100
Millionen Mark preußiſcher Konſols und 50 Millionen
Mark Reichsanleihe, die am 7. März zur Emiſſion
gekom=
men ſind, iſt nichts übrig geblieben. Was die
Schatzanwei=
ſungen betrifft, ſo blieb von den zum Umtauſch
angebote=
nen und neu zur Emiſſion geſtellten je 200 Millionen Mark
im ganzen etwa die Hälfte übrig. Auch hiervon iſt in
letzter Zeit ein recht bedeutender Betrag begeben worden,
ſo daß der noch vorhandene Beſtand weſentlich
zurückge=
gangen iſt. Es konnte aus dieſen verkauften Beſtänden
ſchon vor einigen Tagen eine anſehnliche Quote an die
Konſortialen zur Rückzahlung gelangen. Dagegen hat ſi
zum April=Termin der neue Abſatz an
Hypothekenpfand=
briefen nur in recht mäßigen Grenzen gehalten, wodurch
die Hypothekenbanken genötigt ſind fürs erſte auch
zurück=
haltend im Geldgeben ſein zu müſſen, was wiederum für
den Baumarkt nicht angenehm ſein kann. Er liegt denn
auch nach wie vor ſehr danieder. Und es iſt anzunehmen,
daß ſich darin in dieſem Jahre keine Beſſerung mehr
voll=
ziehen wird. Möglich, daß eine ſolche im Frühjahr 1914
eintritt, und die politiſchen, ſowie wirtſchaftlichen
Verhält=
niſſe wieder normale werden.
Zu den Einzelheiten des ziemlich belebten Verkehrs
übergehend, verzeichnen die meiſten deutſchen Anleihen
kleinere Preisbeſſerungen; ebenſo ſind öſterreichiſch=
unga=
riſche Renten, Chineſen und Japaner etwas höher.
Er=
wähnenswert iſt die Beſſerung der Guatemala=
Obligatio=
nen (bis 50) in London, für welche eine pünktlichere
Zins=
zahlung erhofft wird.
Von Transportaktien waren Hamburger Paketfahrt,
Norddeutſcher Lloyd, Schantung und Lombarden (
Süd=
bahn) am belebteſten und höher im Kurs auf größeres
Spekulationsintereſſe. 3prozentige Südbahn=Prioritäten
bis 53,70 anziehend.
Der Bankenmarkt konnte von der allgemeinen feſteren
Tendenz ebenfalls profitieren, wenn auch nur einzelne,
wie Diskonto=Kommandit, Deutſche und Dresdener Bank,
eine größere Avance erzielten. Das Montangebiet war
zeitweiſe lebhaft und ſchließlich für die meiſten Aktien
mit Kurserhöhungen gegen die Vorwoche. Der
Roh=
eiſenverband hat den Verkauf für das zweite
Se=
meſter 1913 zu unveränderten Preiſen aufgenommen.
Ko=
lonialwerte lagen weiterhin recht feſt. Pomona waren 630.
Am Kaſſainduſtriemarkt war die Stimmung nicht
einheit=
lich, da die Nachfrage ſeitens des Privatpublikums ver=
mindert iſt und zeitweiſe ehe Abgabeluſt vorlag; nur
Chemiſche Aktien und Elektrizitätswerte blieben in guter
Dispoſition und meiſt höher. Von Maſchinenaktien
konn=
ten Motorenfabrik Oberurſel bis 140,40, Daimler=
Moto=
ren bis 318,80, Moenus bis 298½ ſteigen, während
Fahr=
zeugfabrik Eiſenach bis 119, Gummi Peter bis 73¾, Metall=
Aetzwerke bis 220½ und Maſchinenfabrik Badenia (
Wein=
heim) bis 158 nachgaben. Benz notieren etwa 246¾,
Kleyer 557¾ und Kunſtſeide 64, Bielefelder Dürrkop 387½.
Der Wochenſchluß zeigte weiterhin eine gute Haltung,
wenn auch ſpäterhin kleinere Abſchwächung erfolgte. Die
politiſche Lage erſcheint gebeſſert, aber
Gewinſtrealiſatio=
nen beinflußten die Tendenz. Maſchinenafbrik Gritzner
(Durlach) verteilen 18 Prozent gegen 17 Prozent im
Vor=
jahre. Anläßlich der Erleichterung des Geldmarktes
haben die Mitglieder der ſogenannten
Stempelvereinig=
ung (Großbanken) die Herabſetzung der Zinsvergütungen
ür proviſionspflichtige Rechnung auf 4 Prozent, für
pro=
ſiſionsfrei auf 3½ Prozent beſchloſſen. Die Deutſche
Petroleumv erkaufs=Geſellſchaft hat die
Preiſe mit ſofortiger Gültigkeit um 25 Pfennig pro
Hekto=
liter erhöht. Die Kahlgrund=Eiſenbahn=A.=G.
Schöll=
krippen verteilt wieder 6½ Prozent Dividende. — Wie
ver=
lautet, iſt die für den 12. April nach Frankfurt a. M.
ein=
berufene Verſammlung, in der über die Errichtung einer
neuen Fahrradkonvention verhandelt werden ſollte,
abge=
ſagt worden.
Von Loſen notieren: Augsburger 34,90,
Braunſchwet=
ger 195,50, Meininger 34,50, Genuaer 205. Türkiſche 158,20,
Freiburger 105, Ungariſche 377,40, Mailänder 45=Fr.=Loſe
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(*9903
Seite 38,
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. April 1913.
Nummer 85.
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