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176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 28 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Das Herzogspaar von Cumberland wird am
10. April in Homburg eintreffen und bis zum 12.
April als Gäſte des Kaiſerpaares dort bleiben.
Der Großherzog von Mecklenburg=Schwerin
hat den außerordentlichen Landtag zur
Be=
ſprechung der Verfaſſungsänderung auf den
6. Mai nach Schwerin einberufen.
*
Der frühere franzöſiſche Staatsmann und Botſchafter
Conſtans iſt in Paris im Alter von 80 Jahren
ge=
ſtorben.
Im engliſchen Unterhauſe beantwortete Grey
eine Anfrage betreffend die
Flottendemonſtra=
tion.
*
Dem ameikaniſchen Repräſentantenhauſe
iſt die Tarifvorlage zugegangen.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7 und 8.
Die Rede des Reichskanzlers.
*⁎* Die Rede, mit welcher der deutſche
Reichskanz=
ler am Montag die erſte Leſung der Heeresvorlage
einleitete, machte einen tiefen Eindruck, denn ſie enthüllte
den ganzen Ernſt der politiſchen Lage, welcher die
Re=
gierung bewogen hat, mit ihrem umfangreichen Vorſchlage
einer Verſtärkung unſerer Wehr hervorzutreten. Herr von
Bethmann Hollweg gab keineswegs ſenſationelle
Enthül=
lungen, mit denen er etwa den Beweis für die
Notwendig=
keit der Heeresvorlage zu erbringen ſuchte, nein, er führte
dieſen Beweis ganz ſchlicht und ohne Uebertreibung an
der Hand von Tatſachen, denen niemand einen Zweifel
entgegenzuſetzen vermag. Er malte nicht das
Kriegs=
geſpenſt an die Wand, gab ſogar hie und da beruhigende
Verſicherungen für die Gegenwart, und doch wirkten ſeine
Ausführungen ſo überzeugend, daß wohl alle bürgerlichen
Parteien im Prinzip zugeſtimmt haben und ſich der
ſchwe=
ren Verantwortung nur noch mehr bewußt geworden ſind,
die ſie trifft, wenn ſie der Regierung ihre Unterſtützung
verſagen.
Der Sicherung der Zukunft Deutſchlands gilt die
Hee=
resvorlage, ſo ſagte der Kanzler und betonte damit den
ungeheuren Wert, welcher der Durchführung des Werkes
beizumeſſen iſt. Wir waren es bisher gewohnt, von dieſer
Stelle friedliche Verſicherungen zu hören, daß Deutſchland
mit allen Völkern im beſten Einvernehmen ſtehe und dergl.
mehr. Es ſchadet nicht, daß der öffentlichen Meinung
ein=
mal die Augen geöffnet wurden über das, was uns die
Zukunft bringen kann. Denn darauf müſſen wir
vorbe=
reitet ſein, wenn auch die Gegenwart noch keine direkten
Gefahren in ſich birgt. Es wird nach der Verſicherung des
Kanzlers kein großer europäiſcher Krieg kommen, in den
wir nicht verwickelt ſein werden, und darauf müſſen wir
uns gefaßt machen. Niemand weiß, ob überhaupt ein
ſol=
cher Krieg kommt, aber wir dürfen uns durch ihn nicht
überraſchen laſſen, zumal wir dadurch, daß am Balkan an
die Stelle der Türkei ſlawiſche Staaten treten, in einem
Kampfe zwiſchen Slawentum und Germanentum
ungün=
ſtiger geſtellt worden ſind. Dieſer Kampf zwiſchen den
beiden Raſſen ſpielt überhaupt in der Rede des Kanzlers,
welcher augenſcheinlich unter dem friſchen Eindruck der
panſlawiſchen Demonſtrationen in Petersburg ſtand, eine
große Rolle. Herr v. Bethmann Hollweg hält es offenbar
mindeſtens nicht für ausgeſchloſſen, daß in Rußland, mit
deſſen Herrſcher und Regierung wir gegenwärtig die beſten
Beziehungen unterhalten, einmal die panſlawiſtiſche
Strö=
mung ans Ruder kommt. Darin liegt aber eine erhebliche
Gefahr. Aehnlich iſt es mit Frankreich, mit dem wir in
guten Beziehungen leben und auch immer leben könnten,
wenn man in Paris ebenſo dächte wie wir. Aber auch
hier ſoll man nicht den Tag vor dem Abend loben, denn,
wenngleich das franzöſiſche Volk in ſeiner Geſamtheit nicht
zum Kriege drängt, ſo betreiben doch die chauviniſtiſchen
Elemente eine bedrohliche Wühlarbeit, deren Erfolg ſich
nicht abſehen läßt. Und da Deutſchland, wie kein anderer
Staat, zwiſchen der ſlawiſchen Welt und den ihr
verbün=
deten Franzoſen eingekeilt iſt, ſo bedürfen wir der vollen
Ausnutzung unſerer Wehrkraft.
Beſonders bemerkenswert in der Kanzlerrede iſt die
freundliche Sprache gegenüber England, und man erhält
den Eindruck, daß die Beziehungen Deutſchlands zu dem
britiſchen Reiche erheblich wärmer geworden ſind. Einen
freundlichen Punkt in den Ausführungen bildete auch die
Betonung der Solidarität der Mächte in den
Balkan=
wirren. Deutſchland will mit aller Welt in Frieden leben,
und auch mit verſtärkter Wehr wird es niemand mutwillig
angreifen — davon dürfen ſich alle Mächte nach der
Kanz=
lerrede erneut verſichert halten.
Preßſtimmen zur Kanzlerrede.
* Berliner Lokalanzeiger: Das für uns
wichtigſte ſcheint zu ſein, was der Kanzler über Frankreich
ſagte, denn wenn es auch richtig iſt, daß man ähnlichen
Ge=
danken ſchon öfter in letzter Zeit geleſen und gehört hat,
von dem leitenden Staatsmann des deutſchen Volkes hat
man ſie zum erſtenmal gehört. So wenig wie der Inhalt,
war der Ton der Kanzlerrede dazu angetan, irgend jemand
zu reizen. Nach dem Kanzler nahm der preuhiſche
Kriegs=
miniſter v. Heeringen das Wort Er vermochte jedoch die
Aufmerkſamteit des Hauſes nur in geringem Grade zu
feſſeln. Einmal war er nur ſchwer zu verſtehen, und
dann mußte er ſich die wichtigſten Argumente für die
Be=
ratung in der Kommiſſion aufſparen. Es iſt nichts von
Hurrapatriotismus zu ſpüren, ſondern aus wahrer
Vater=
landsliebe bewilligen die bürgerlichen Parteien, was ſie
auf Grund ernſter Erwägungen für notwendig erachtet
haben. — Berliner Tageblatt: Eine Diplomatie,
die immer nur nach neuen Kanonen ruſt, dankt ab. Herr
v. Bethmann Hollweg weiſt gern auf die Schädlichkeit der
demokratiſchen Ideen hin. Mit der feudalen konſervativen
Ideenloſigkeit kommen wir auch nicht weit. Herr v.
Beth=
mann Hollweg hat wie ein Mann geſprochen, der noch
letzthin verſicherte: Glaubt mir, ich meine es gut! Nicht
von Herausforderungen kann die Rede ſein, aber eine
For=
derung zieht, und das hat Herr v. Bethmann Hollweg
ver=
ſchwiegen immer noch andere Forderungen nach. —
Ber=
liner Neueſte Nachrichten: Die defenſive
Stim=
mung, wie wir aus zahlreichen Reden unſerer
verantwort=
lichen Stäatsmänner ſeit langem gewohnt ſind, durchzieht
auch wieder die Worte des Reichskanzlers. Alles in allem
hat er mit der Ehrlichkeit, die ihn auszeichnet, unſere
Welt=
lage gereichnet, ſo wie ſie ſich aus den Tendenzen unſerer
altangeſtammten Auslandspolitik und den Erforderniſſen
des kritiſchen Augenblicks ergibt. — Kreuzzeitung:
In den Kommiſſionsberatungen dürfte der zweite Umſtand,
den der Kanzler anführte, daß nämlich unſere möglichen
Gegner ganz enorme militäriſche Anſtrengungen gemacht
haben und noch machen, noch ſtärker zur Geltung kommen,
weil dieſe Tatſachen dort im einzelnen belegt werden
kön=
nen und weil ſie der großen Mehrheit doch noch nicht ſo
zum Bewußtſein gekommen iſt. —Deutſche
Tages=
zeitung: Wohl noch niemals hat der Reichskanzler ſo
geſchickt und ſo eindrucksvoll und ſo wirkſam geſprochen,
wie geſtern. Einer Politik die dieſe Worte immer nach
allen Richtungen und in allen Fällen in die Tat umſetzt,
werden wir gern und freudig folgen. Wenn auch geſtern
nicht alle Parteien zu Worte gekommen ſind, ſo läßt ſich
ſchon jetzt ſagen, daß die Heeresvorlage ohne weſentliche
Aenderungen und Streichungen angenommen werden wird.
Tägliche Rundſchau: Der Reichskanzler hat es
verſtanden, ohne die viel zu viel gebrauchte
Friedens=
beteuerung noch einmal hervorzuholen, vor Europa den
hiſtoriſchen und faſt auch mathematiſchen Beweis zu
lie=
fern, daß wir dem Frieden der Welt dienen, er hat aber
auch gezeigt. daß der Friede nicht von uns allein abhängt,
und daß wir geſonnen ſind, den uns aufgenötigten Krieg
zu ſchlagen im Vertrauen auf die Tüchtigkeit und
Tapfer=
keit unſeres Heeres — Voſſiſche Zeitung: Die
Ver=
weiſungen auf den Panſlawismus und den Chauvinismus
waren früher ſo gut möglich geweſen wie heute. Zu dem
Erfreulichſten der Rede des Reichskanzlers gehört daß,
wie er meint das Vertrauen zwiſchen England und
Deutſchland wieder keimt. Eine Stärkung ſeiner
Wehr=
kraft wird Deutſchland vornehmen. Zu ihrer Bewilligung
wird der Reichstag bereit ſein, obwohl der Reichskanzler
ſie geſtern nur unzulänglich zu begründen vermochte. Die
Rückſicht auf die Steuerzahler erheiſcht die Ablehnung alles
Ueberflüſſigen, die Rückſicht auf die Sicherheit des
Vater=
landes die Genehmigung alles Notwendigen. —
Ber=
liner Morgenpoſt: Herr v Bethmann Hollweg
ent=
hielt ſich der geſchwollenen Zentenarphraſen, die in dieſen
Tagen im Schwange ſind. So mag man der Kanzlerrede
ſchon Lob nachſagen, auch vielleicht, da ſie auf den
Frie=
denston geſtimmt war Aber er will uns einreden, daß
man ſich gegen das Panſlawiſtengeſchrei und das
Chauvi=
niſtengeſchrei mit mehr als 100 000 neuen Soldaten
wapp=
nen müſſe.
Aus Wien, 7. April, wird berichtet: Die heutige Rede
des Reichskanzlers hat hier in allen Volkskreiſen durch ihre
überaus klare und in keinem Punkte mißzuverſtehende
Darſtellung der europäiſchen Situation tiefſten Eindruck
gemacht. Man erfaßt ſie ganz allgemein als ein ſeltenes
Dokument für die Notwendigkeit, daß alle Kräfte des
Volkes zuſammengefaßt werden müſſen, um ſeine Exiſtenz
gegen alle Eventualitäten der Zukunft ſicherzuſtellen. Mit
aufrichtiger Befriedigung entnimmt man aus der Rede
des Reichskanzlers, daß Deutſchland ſich in der durch den
Balkankrieg entſtandenen Kriſe ſtets auf einer Linie mit
Oeſterreich=Ungarn befunden habe, und begrüßt beſonders
die erneute Feſtſtellung, daß die deutſche Bundestreue gegen
die Monarchie ſelbſtverſtändlich auch über die diplomatiſche
Vermittlung hinausreicht. Dabei empfindet man es mit
lebhafter Genugtnung, wie der Reichskanzler trotz ſeiner
durch die allemeine Situation bedingten hochernſten
Worte auf die im Dreibund gegebenen Friedensgarantien
hinweiſt und ausdrücklich betont, Deutſchland mache die
Vorlage nicht, weil es den Krieg, ſondern weil es den
Frieden haben will.
Sämtliche Wiener Blätter beſprechen die Rede
des Reichskanzlers und geben dem nachhaltigen Eindruck,
welchen ſie in allen Kreiſen der Bevölkerung gemacht hat,
beredten Ausdruck. Das Fremdenblatt ſchreibt: Mit
Klarheit und Entſchiedenheit, welche keiner Frage der
Gegenwart aus dem Wege ging, gibt der Reichskanzler
von Bethmann Hollweg ein treffendes Bild der geſamten
politiſchen Situation. Ohne Uebertreibung und ohne
Ab=
ſchwächung in männlicher Geradheit und Offenheit ſagt
der Reichskanzler heraus, wie die Dinge ſtehen. — Das
Neue Wiener Tagblatt ſagt: Wir in Oeſterreich
fühlen uns eins mit ſeinem Gedankengange. Der
Reichs=
kanzler trat geſtern Hand in Hand mit Oeſterreich vor die
Welt. Die Harmonie zwiſchen Wien und Berlin in der
Auffaſſung der Weltfrage drängt geradezu zu dieſer
In=
nigkeit in der Bekräftigung des Treuzurſeiteſtehens. Es
iſt doch auch etwas Schönes um die Kraft, welche
fried=
fertig iſt, weil ſie ſich nicht fürchtet, weil ſie ihrer Stärke
ſich bewußt iſt und treue Freunde ihr eigen nennt. Dieſe
Kraft iſt der Dreibund der dem Frieden Europas freudig
dient. — Die Neue Freie Preſſe: Der
Reichskanz=
ler ſprach mit großer Offenheit über die Strömungen
in Frankreich und Rußland. Die Rede wird dort zum
Nachdenken einladen, darüber, ob ſich der nicht zuweilen
die Finger verbrennt, der glaubt, ohne Schaden mit dem
Feuer ſpielen zu dürfen. — Die Reichspoſt: Eine
tap=
fere Entſchloſſenheit liegt in den Worten des
Reichskanz=
lers; eine Entſchloſſenheit, die auch die Nachbarn
ver=
ſtehen werden, an die ſie gerichtet ſind. Darauf baut ſich
die Hoffnung, daß gerade dieſe kräftige Bekundung
deut=
ſcher Bereitſchaft, alles einzuſetzen für des Reiches Ruhm,
Ehre und Exiſtenz, als eine wahre Friedenstat wirken
wird, zum Segen für ganz Europa.
Die Rede des deutſchen Reichskanzlers hat in
politi=
ſchen Kreifen Italiens einen ſtarken Eindruck gemacht.
Man hält ſie für durchaus friedlich. Beſonders angenehm
fällt der warme und vertrauensvolle Hinweis auf die guten
Beziehungen zu England auf. Die Blätter Vita und
Po=
polo Romano ſprechen die Ueberzeugung aus, die Rede
des Reichskanzlers werde eine Klärung der allgemeinen
Lage herbeiführen und dazu beitragen, den beſtehenden.
Verwicklungen ein raſches Ende zu bereiten.
Die Rede des Reichskanzlers wird von der geſamten
Pariſer Preſſelebhaft erörtert und von verſchiedenen
Blättern insbeſondere als ein neuer Beweis für die
Not=
wendigkeit der franzöſiſchen
Heeresver=
ſtärkung bezeichnet. Der Figaro ſchreibt: Die
Wirk=
lichkeit entſpricht ſo wenig dem vom Reichskanzler etwas
allzu ſchwarz in Schwarz gemalten Bilde. Wie in
Ruß=
land, ſo hegt auch die öffentliche Meinung Frankreichs
kei=
neswegs die kriegeriſchen Ideen, die man ihm lediglich
für die Zwecke einer allgemeinen Beweisführung zuſchreibt.
In Frankreich gibt es jene chauviniſtiſche Stimmung, jene
abſolute Sicherheit des Sieges nicht, von der der
Reichs=
kanzler mit Unrecht ſprach. Man darf aus dem Umſtande,
daß einige Pariſer Bühnen patriotiſche Stücke aufführen.
nicht den Schluß ziehen, daß das geſamte franzöſiſche Volk
ſich eifrig für die Revanche vorbereitet. Das nationale
Empfinden Frankreichs iſt durch die Agadirkriſe entfaltet
worden und für dieſe Kriſe iſt Frankreich gewiß nicht
ver=
antwortlich. Die große Mehrheit der Franzoſen wünſcht
mit aller Entſchiedenheit den Frieden, aber einen
wür=
digen, ſtolzen Frieden, Hat der Zeppelin=Zwiſchenfall nicht
in glänzender Weiſe die Korrektheit und Höflichkeit der
franzöſiſchen Regierung und die vollſtändige Ruhe des
fran=
zöſiſchen Bürgertums gezeigt? Deutſchland will ſich den
Ueberſchuß ſeiner Bevölkerung zunutze machen. Das iſt
ſein gutes Recht und niemand kann es deshalb tadeln.
Aber es iſt auch das Recht und die Pflicht ſeiner öſtlichen
und weſtlichen Nachbarn, aus einer ſo außerordentlichen
Heeresvermehrung die Schlußfolgerung zu ziehen und ihre
eigenen Militärkräfte in demſelben Maße zu erhöhen. —
Republique Franeaiſe: Die Sozialiſten
Frank=
reichs werden von der Rede entzückt ſein. Der
Reichs=
kanzler hat von ihnen einige ihrer Argumente entliehen,
indem er dem Reichstag — wie er es nannte — die
ge=
fährliche Seite des Wiedererwachens des franzöſiſchen
Na=
tionalgefühls zeigte. — Franee: Herr v. Bethmann
Hollweg weiß beſſer als irgend wer, daß wir nicht ſo
un=
vernünftig ſind. Aber er hat es vorgezogen, von unſerer
kriegeriſchen Stimmung zu ſprechen, wohl wiſſend. daß er
damit unſeren Sozialiſten ein Mittel in die Hand aibt, um
das Geſetz über die dreijährige Dienſtzeit zu bekämpfen.
Lanterne: Um ihre Wehrvorlage zu rechtfertigen,
richten die Deutſchen das Schreckgeſvenſt eines kriegeriſchen
und chauviniſtiſchen Frankrrich auf. Das iſt bloße
Ein=
bildung, und wenn Deutſchlord den Beweis dafür haben
will, braucht es bloß jeine Wehrvorlage zurückzuziehen.
und die franziſtiſche Regierung wird ancſ ohne den Druck
der öffentlichen Meinung die ihre zurückziehen. Aber der
Reichstag wird alles bewilligen, was man von ihm
ver=
langt, und deshalb muß Frankreich ſolche Kraftanſtrengung
Autorité: Falls
mit einer gleichen beantworten. —
nach dieſer Rede das franzöſiſche Parlament noch zögert,
die uneingeſchränkte dreijährige Dienſtzeit zu bewilligen,
dann würden ſich ſeine Mitglieder einfach des Hochveprats
ſchuldig machen und die Todesſtrafe verdienen —
Epeie=
ment: Die Logik hätte es verlangt, daß die
Schlußfol=
gerung in der Rede des Reichskanzlers auf Einſchränkung
der Rüſtung gelautet hätte. Leider iſt die Schlußfolgerung
ein Aufruf an das deutſche Volk. neue Militärlaſten auf
ſich zu nehmen. Frankreich ſieht ſich deshalb in die
Not=
wendigkeit verſetzt, ſich nicht an die Worte des Reichskanz=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. April 1913.
Nummer 82.
lers, die übrigens ausgezeichnet waren, ſondern an die
Taten zu halten. — Aurore: Die Stelle über die
inter=
nationale Politik kann nur gebilligt werden. Die
Ent=
ſcheidungen der Londoner Konferenz müſſen nach der
An=
ſicht des Reichskanzlers möglichſt raſch ausgeführt
wer=
den. Dieſe Auffaſſung haben wir immer geteilt. Das iſt
auch die einzige Haltung, die zum Abſchluß des Friedens
führen kann.
Auch die engliſche Preſſe widmet der Rede
ausführliche Beſprechungen. Die Times ſchreibt: Der
deutſche Reichskanzler hat von der augenblicklichen Lage
im weſentlichen die gleiche Auffaſſung wie Sir Edward
Grey. Der Reichskanzler ſprach ſeine wohlverdiente
An=
erkennung für die außerordentliche Hingabe und den
ver=
ſöhnlichen Geiſt aus, die der Staatsſekretär in der Leitung
der Beſprechungen der Botſchafter bewieſen hat, und daß
Deutſchland ſich in demſelben Sinne bemüht habe. Das
halten wir für abſolut richtig, und weil Deutſchland ſo
gehandelt hat, iſt die Erhaltung des europäiſchen Friedens
möglich geweſen. Der Kanzler betont ebenſo deutlich wie
Sir Edward Grey, daß es nicht viel Zweck hat, ein
Ab=
kommen zu ſchließen, wenn es nicht durchgeführt werden
ſoll. Natürlich und mit Recht ſchwieg er über den
einzu=
ſchlagenden Kurs; aber er ſagte es klar, daß die Haltung,
die die Verbündeten gemeinſam einnehmen, von den
Mächten geprüft werden ſoll. Zunächſt müſſen die
Lon=
doner Beſchlüſſe mit aller Schleunigkeit durchgeführt
wer=
den und nur dann werden ſich nach dem Urteil des
Kanz=
lers friedliche Löſungen für die ausſtehenden Fragen
fin=
den laſſen. Es iſt zu hoffen, daß ſich dieſe Prophezeiungen
erfüllen mögen. — Daily Chronicle: Herr v.
Beth=
mann Hollweg ſprach in liebenswürdiger Weiſe ſeine
Anerkennung für Sir Edward Grey aus; ſeine Worte über
die Rolle Großbritanniens waren durchaus herzlich
ge=
halten. Es liegt kein Grund zu der Annahme vor, daß,
indem Sir Edward Grey dieſe Anerkennung verdient hat,
er ein Jota von der Achtung einbüßt, mit der die britiſche
Diplomatie in Paris und Petersburg betrachtet wird, und
das iſt ſicher eine ſchöne Leiſtung. — Daily News ſagt:
In ſeiner geſtrigen Rede ſprach der Reichskanzler über
den Vorſchlag Churchills in Ausdrücken, die zwar nicht
bindend, aber durchaus verſchieden von den Aeußerungen
waren, mit denen derartige Vorſchläge vor zwei oder drei
Jahren aufgenommen wurden, und er ſprach mit
Enthu=
ſiasmus von den beſſern Beziehungen der beiden Länder.
— Daily Telegraph bezeichnet die Rede des
Reichs=
kanzlers als eine der charakteriſtiſchſten öffentlichen
Erklä=
rungen, die ein leitender europäiſcher Staatsmann ſeit
langer Zeit gemacht hat. Das Blatt ſchreibt: Eine Rede
wie dieſe: offen, furchtlos und ſtaatsmänniſch, iſt nach
unſerer Meinung von dem größten Wert in der
gegenwär=
tigen Lage, ſowohl durch das Lob, das ſie den wohl
über=
legten und gut geführten diplomatiſchen Bemühungen
zollte, als auch durch die Mahnungen, die ſie an die
deut=
ſche Nation richtete. Die Worte des Reichskanzlers tragen
dazu bei. die Atmoſphäre zu klären und damit die
wichtig=
ſten Probleme klarer zu definieren. Es iſt nicht der Fehler
des Herrn von Bethmann Hollweg, wenn wir jetzt nie
verſtehen, wie die Lage Deutſchlands iſt, welche Ziele es
verfolgt und gegen welche Gefahren es ſich zu ſichern ſucht
Sir Edward Grey über die
Flottendemonſtration.
* Im engliſchen Unterhauſe beantwortete Grey eine
Anfrage über die Flottendemonſtration, indem
er ſagte:
Zwei britiſche Kriegsſchiffe begaben ſich nach der
mon=
tenegriniſchen Küſte, um an der internationalen
Flotten=
demonſtration teilzunehmen. Oeſterreichiſch=ungariſche,
franzöſiſche ,deutſche und italieniſche Kriegsſchiffe
befin=
den ſich zu demſelben Zwecke dort. Der rangälteſte
bri=
tiſche Marineoffizier iſt angewieſen, ſich mit den
rangälte=
ſten Marineoffizieren des internationalen Geſchwaders zu
verbinden und mit ihnen alle Schritte zu beraten, welche
möglich ſind, um auf die montenegriniſche
Re=
gierung einen Druck auszuüben, daß ſie die
Entſcheidung der Mächte annimmt. Eine Landung von
Marineabteilungen, Feldgeſchützen oder ein
Bombarde=
ment wird nicht vorgenommen, ohne daß
wei=
tere Inſtruktionen erteilt ſind. Die Haltung der
ruſſiſchen Regierung, die keinen Mangel von
Schiffen hat, wurde in einem vom 2. April
veröffentlich=
ten Communiqué erklärt; dasHaus wird vielleicht geſtatten,
einige Erklärungen über das Ziel der
Flottendemonſtra=
tion zu geben und darüber, wie und warum die
briti=
ſche Regierung daran teilnahm. Wir nehmen daran
teil, weil wir mit den anderen Großmächten an dem
Ueber=
einkommen beteiligt ſind, das durch die
Flottendemonſtra=
tion aufrecht erhalten werden ſoll. Das Uebereinkommen
beſteht darin, daß Albanien autonom werden ſoll. Wir
ind willens, hieran teilzunehmen, weil die Albaneſen
in der Raſſe und in der Sprache und im großen Umfange
auch in der Religion ein Volk für ſich bilden. Der Krieg,
der gegen ſie geführt wird, hörte lange auf, von irgend
einer Tragweite für den Krieg zwiſchen der Türkei und
den Verbundeten oder ein Befreiungskrieg zu ſein. Die
Operationen der Montenegriner gegen
Skutari ſind ein Teil des Eroberungskrieges, und es
liegt kein Grund vor, warum die Sympathien, die für
Montenegro oder andere Länder, die für ihre Freiheit oder
für ihre nationale Exiſtenz kämpfen, nicht auch für die
albaneſiſche Bevölkerung Skutaris und ſeiner Umgebung,
die hauptſächlich aus Katholiken und Mohammedanern
beſteht, die für ihr Land, Religion, Sprache und Leben
kämpft, ausgedehnt werden ſollen. Aus dieſen Gründen
zögerte die britiſche Regierung nicht, an dem
Ueberein=
kommen der Michte betreffend Albanien teilzunehmen.
Das Uebereinkommen der Mächte kam nach langen,
mühe=
vollen diplomatiſchen Anſtrengungen zuſtande, und es
wurde entſchieden, daß das Küſtengebiet und Skutari
Albanien zufallen ſollten, während Ipek, Prizrend und
Dibra. und nach vielen Verhandlungen Djakowa, von
Albanien ausgeſchloſſen werden ſollen. Bei dem
Ueber=
einkommen bleibt ein weites Landgebiet als Frucht ihrer
Siege zur Verteilung zwiſchen Serbien und Montenegro
übrig.
Das Erzielen des Uebereinkommens war
weſentlich für den Frieden Europas. Nach meiner
Mein=
ung iſt es zur rechten Zeit getroffen worden, um den
Frieden zwiſchen den Großmächten zu
er=
halten. Daß das Uebereinkommen durch die
internatio=
nale Aktion aufrecht erhalten werden ſoll, bleibt für die
Fortdauer des Friedens weſentlich. Die britiſche
Regie=
rung hat kein direktes Intereſſe an den Einzelheiten des
Uebereinkommens. Wir würden uns aller Wahrſcheinlich
keit nach nicht einem Uebereinkommen widerſetzen, welches
die Zuſtimmung der näher intereſſierten Mächte gefunden
hat. Aber weil wir glauben, daß das Uebereinkommen in
den Hauptlinien in Uebereinſtimmung ſteht mit der
Menſchlichkeit, Freiheit und Gerechtigkeit und weil wir
wiſſen, daß der Friede Europas auf der Aufrechterhaltung
der Eintracht zwiſchen den Mächten beruht, die in dieſem
Gebiet am nächſten intereſſiert ſind, deswegen hielten wir
es für richtig — durch die Teilnahme an dem
Ueberein=
kommen übernehmen wir eine ehrenvolle Verpflichtung —
an der internationalen Aktion teilzunehmen, die ſich jetzt
vollzieht, um das Uebereinkommn aufrecht zu erhalten
und ihm Reſpekt zu verſchaffen. (Beifall.) Auf die Frage
des Liberalen David Maſon, wie Grey die Haltung
der Regierung mit der
Neutralitätserklär=
ung vereinbaren könne, erwiderte Grey: Wie ich ſchon
agte, iſt das, was in Albanien vor ſich geht, kein Be
freiungskrieg, ſondern ein Eroberungskrieg, der
auch ſchon lange aufgehört hat von irgend einer Tragweite
für den Krieg zwiſchen der Türkei und den Verbündeten
zu ſein. Die Großmächte haben ſich über die Grenzen
Albaniens geeinigt und wir ſind willens und gebunden,
an der internationalen Aktion teilzunehmen.
Mehrere Abgeordnete drangen in Asquith, er ſolle
Gelegenheit zu einer Diskuſſion über die Frage geben.
Asquith erwiderte, es ſei ſehr zweifelhaft, ob eine
Dis=
kuſſion in dieſem Augenblick im öffentlichen Intereſſe
liege. Wenn im Hauſe der Wunſch nach einer Diskuſſion
vorhanden ſei, ſo könne ſie am Donnerstag ſtattfinden.
Wenn auch die Regierung weit davon entfernt iſt, eine
Diskuſſion vermeiden zu wollen, ſo glaube ich nicht, ſchloß
Asquith, daß im Hinblick auf die großen und ſehr
deli=
katen Intereſſen, die auf dem Spiele ſtehen, ſich ein
Vor=
teil von der Diskuſſion ergeben würde.
Bonar Law erklärte namens der Oppoſition, daß
er die Debatte als ſehr wenig wünſchenswert betrachte.
Maſſon beantragte Vertagung des Hauſes, um
ſofor=
tige Gelegenheit zur Diskuſſion zu geben. Nur 15
Mit=
glieder der Liberalen und der Arbeiterpartei unterſtützen
ihn, und da die Geſetze des Hauſes vorſehen, daß 40
Mit=
glieder einen derartigen Antrag unterſtützen müſſen, findet
eine Debatte nicht ſtatt.
Deutſches Reich.
— Die bayeriſche Regierung und die
Wehrvorlagen. Die Bayeriſche Staatszeitung
wür=
digt in ihrem Montag=Artikel die Haltung, die die Preſſe
und die Parteien gegenüber den Wehr= und
Deckungs=
vorlagen einnehmen, kommt hierbei auch auf die
Stellung=
nahme der bayeriſchen Regierung im Bundesrat zu
ſpre=
chen und ſchreibt u. a.:
Auch die Bayeriſche Staatszeitung beteiligte ſich an
den Erörterungen über die Wehr= und Deckungsvorlagen
und ihre Darlegungen ließen keinen Zweifel, welche
Hal=
tung die bayeriſche Regierung im Bundesrat zur Frage
der Verſtärkung der Wehrmacht Deutſchlands einnahm
Das Deutſche Reich hat ſich ſeit ſeinem Beſtehen als von
aufrichtiger und wirkſamer Friedensliebe beſeelt erwieſen.
Aller Friedfertigkeit ungeachtet muß Deutſchland Umſchau
halten, wie die Dinge auswärts ſtehen. Die Rechnung,
die wir bisher über unſere eigene Stärke und über die
unſerer vorausſichtlichen Gegner aufzuſtellen gewohnt
waren, ſtimmt nicht mehr. Wenn in ihrer Geſamtheit auch
nicht unbedenklich, geben die Verhältniſſe im europäiſchen
Südoſten, in Frankreich und Rußland Deutſchland keinen
Anlaß zur Furcht, wohl aber bergen ſie für das deutſche
Volk die Mahnung, die ihm innewohnende Kraft zur
rech=
ten Zeit zur Entfaltung zu bringen und dadurch nicht
min=
der den Frieden wie die eigene Stellung zu ſichern. Mag
die kommende Prüfung der Wehr= und Deckungsvorlagen
noch ſo gründlich, mag die Kritik an den Einzelheiten noch
ſo eingehend und mag die Haltung der bürgerlichen
Par=
teien gegenüber dem einen oder dem anderen Teil der
Vorlage noch ſo ablehnend ſein, es wird ſich eine
Mehr=
heit zuſammenfinden, die das angeſtrebte Ziel für groß und
bedeutungsvoll genug hält, um ſich auf dem Boden
gemein=
ſamer vaterländiſcher Intereſſen zuſammen zu finden.
— Die vereinigten Arbeitgeber=
Ver=
bände. Eine für die deutſchen Arbeitgeber
hochbedeut=
ſame Gründung hat ſich, wie ſchon kurz gemeldet, am
5. April in Berlin vollzogen. Die bisherigen
Zentral=
organiſationen, nämlich die Hauptſtelle deutſcher
Arbeit=
geberverbände und der Verein deutſcher
Arbeitgeberver=
bände, haben ſich zu einem neuen zentralen Verbande,
der Vereinigung der deutſchen Arbeitgeberverbände,
zu=
ſammengeſchloſſen. Mit dieſer Zuſammenlegung wird
der Schlußſtein in der Entwicklung der deutſchen
Arbeit=
geberverbände gelegt. Die beiden zentralen
Organiſatio=
nen beſtanden ſeit dem Jahre 1904 nebeneinander und
hiel=
ten ſich an Stärke ungefähr die Wage. Bisher waren ſie
durch einen Kartellvertrag verbunden, nunmehr iſt an
Stelle deſſen eine völlige Vereinigung getreten. Dadurch
werden die Abwehrbeſtrebungen der deutſchen
Arbeitgeber=
verbände auf eine einheitliche Grundlage gebracht. Die
Satzungen der Vereinigung der deutſchen
Arbeitgeberver=
bände, die durch eingehende Vorverhandlungen feſtgeſetzt
waren, wurden in der gründenden Verſammlung
einſtim=
mig angenommen. Es wurde beſchloſſen, die neue
Ver=
einigung ſofort in Wirkſamkeit treten zu laſſen. Es
kon=
ſtituierte ſich deshalb am gleichen Tage der vorläufige
Vor=
ſtand der neuen Vereinigung und wählte aus ſeiner Mitte
zum erſten Vorſitzenden Fabrikbeſitzer Garvens=Hannover
und zum zweiten Vorſitzenden Landrat a. D. Rötger=
Berlin.
— Veteranenunterſtützung. Der weimari=”
ſche Landtag hat beſchloſſen, den Reichstagsbeſchluß für
die Veteranenunterſtützung nicht abzuwarten, ſondern
größere Mittel zur ſofortigen Hilfe bereit zu ſtellen.
— Die mecklenburgiſche
Verfaſſungs=
frage. Das Schweriner Regierungsblatt gibt bekannt,
daß der Großherzog den außerordentlichen Landtag am
6. Mai nach Schwerin einberuft. Als einziger Gegenſtand
gelangt zur Beſprechung die Aenderung der beſtehenden
Verfaſſung.
— Die Sozialdemokraten und das
Budget. Die Haltung der Sozialdemokratie im
ſchwarz=
burg=rudolſtädtiſchen Landtag, die kürzlich die Zivilliſte,
die Ausgaben für Orden und Ehrenzeichen und ſchließlich
das geſamte Budget bewilligt haben, hat den
Reviſio=
niſten in Baden Mut gemacht, wieder einmal gegen den
Stachel der norddeutſchen Radikalen zu löken. Auf Grund
der Vorgänge in Schwarzburg=Rudolſtadt erhebt der
ſo=
zialdemokratiſche Volksfreund die Forderung, den auf
dem Magdeburger Parteitag gefaßten unglückſeligen
Be=
ſchluß wegen Ablehnung des Budgets ſo bald als möglich
aufzuheben. Der Rudolſtädter Fall zeige klar und
deut=
lich, daß der Magdeburger Beſchluß praktiſch
undurchführ=
bar ſei. Die Demonſtration mit der Budgetablehnung
gehe eben nur ſo lange, als die ſozialdemokratiſche Partei
nicht die Verantwortung für die Folgen einer ſolchen
nutz=
loſen Demonſtration zu tragen habe. Die Ablehnung des
Etats bringe keine Regierung in Verlegenheit, im
Gegen=
teil gebe ſie nur, ſo wie die Dinge heute in Deutſchland
lägen, willkommene Gelegenheit zur
Rückwärtsrevidie=
rung der Verfaſſung. Nach Anſicht des Volksfreundes
beobachtet der Teil der ſozialdemokratiſchen Parteipreſſe,
der ſich vor zwei Jahren nicht genug über den
Diſziplin=
bruch der Badener entrüſten konnte, völliges
Stillſchwei=
gen über den Rudolſtädter Diſziplinbruch. Der
Volks=
freund gibt ſeiner aufrichtigen Freude über dieſen
Fort=
ſchritt in der politiſchen Erkenntnis Ausdruck, erklärt es
aber für unrecht, zweierlei Recht für die parlamentariſchen
Vertreter feſtzuſtellen. Deshalb müſſe der Magdeburger
Beſchluß ſo bald wie möglich aufgehoben werden.
Ein Geſpräch mit König
Mikolaus.
C) In einem eingehenden Geſpräche mit einem
Spe=
zialkorreſpondenten der Pall Mall Gazette hat König
Nikolaus von Montenegro ſich darüber geäußert, wie er
und ſein Volk die Ereigniſſe beurteilen und beurteilen
müſſen, die jetzt in der ganzen Welt ſo viel Unruhe und
Unſicherheit hervorrufen. Nach der Angabe des Beſuchers
ſtimmen dieſe Aeußerungen in der Tat mit allem überein,
was der Korreſpondent im Geſpräch mit Bewohnern und
mit dem Volke vernommen hat. Der König, der von den
Anſtrengungen des Winterfeldzuges gebräunt iſt, empfing
ſeinen Gaſt in der charakteriſtiſchen Nationaltracht
Mon=
tenegros. „Als ich zu regieren begann,” ſo erzählte
Ni=
kita, „war ich faſt noch ein Junge. Und ſeitdem lag ich
ſtets mit den Türken im Kampfe. Warum? Weil ſie uns
das fruchtbarſte Land fortnahmen, das unſere Vorväter
vor 300 Jahren beſaßen, und weil mein Volk nicht auf
dieſen Felſen leben kann, die Sie hier ringsum erblicken.
Die Welt verurteilt mich, daß ich Unruhe hervorrufe, aber
die Welt vergißt, daß meine Untertanen jenes fruchtbare
Land wiedererhalten müſſen, wenn wir weiterleben
wol=
len. Ja, jenes Land am Zeta=Tal iſt für uns eine Frage
von Leben oder Sterben. Denn die modernen Verhältniſſe
drängen zur Induſtrie und zum Ackerbau. Die Zeit iſt
gekommen, in der wir das Schwert niederlegen und die
Pflugſchar ergreifen müſſen. Aber wir müſſen etwas
haben, das wir pflügen können. Auf Felſen können wir
nicht Mais und Weizen wachſen laſſen. Seit mehr als
drei Jahrhunderten hat die Türkei die beſten Teile jener
Gegenden beſetzt, die unſeren Vorvätern gehörten. Und
ſeit jener Zeit haben wir darum gerungen, dieſen Beſitz
zurückzuerlangen. Und darum verſichere ich Ihnen: ich
und mein Volk, wir wollen das Land, das wir während
dieſes Krieges zurückerobert haben, auch behalten. Und
wir wollen Skutari nehmen, denn es iſt der Schlüſſel zu
dieſem Lande; wir wollen es nehmen und auch behalten.
Wie alt ich auch bin und wie ſehr Kämpfe mir zur
Ge=
wohnheit geworden ſind niemals begegnete ich in meinem
Volke einer ſolchen Entſchloſſenheit, wie während dieſes
Krieges. Denn ſie wiſſen nur zu gut, daß es beſſer iſt,
kämpfend zu ſterben, als ſo weiter zu leben, wie wir
bis=
her leben mußten.”
Mit beſonderem Nachdruck fuhr der König fort: „Was
Skutari anbetrifft, ſo war es unſer, ehe die Türken es
uns nahmen. Meine Ahnen ſind in jener Stadt begraben,
und ſelbſt die Kirchen Skutaris wurden von ihnen erbaut.
Die Albaner ſind nie ein geeinter Staat geweſen. Selbſt
Skander Beg. ihr Held, herrſchte nur über einen kleinen
Stamm. Selbſt in religiöſer Beziehung ſind ſie nicht
ge=
eint: dieſe ſind Mohammedaner und jene Chriſten. Und
die Tatſache, daß ſie ſich in Skutari niedergelaſſen haben,
kann unſeren Anſpruch auf das, was wir einſt verloren,
nicht ſchwächen. Wenn die Türken aus Europa verdrängt
werden, muß das Land, das wir wiedererobert haben
und das ſie uns genommen hatten, als ſie ſtark genug
waren, wieder uns gehören. Wir fordern nicht mehr, wir
kämpfen nur, um unſer Eigentum zu bewahren. Ob ich
glaube, daß ein europäiſcher Krieg möglich iſt? Ich will
keinen Krieg. Ich bin für den Frieden. Aber wir kämpfen
hier um unſer nacktes Leben; wir führen unſern letzten
entſcheidenden Kampf gegen den Tod und den Hunger.
Und ich glaube, daß die Welt unſer Volk genug kennt, um
zu wiſſen, daß wir um den Sieg oder um die Vernichtung
kämpfen. Ein allgemeiner Friede kann nie auf
Ungerech=
tigkeit und nationaler Not aufgebaut werden. Wir Mon
tenegriner wiſſen, was ein Krieg bedeutet, denn ſeit fünf
Jahrhunderten haben wir nichts anderes erlebt. Aber wir
wiſſen, wofür wir kämpfen. Und das iſt ein Grund,
wes=
halb ich einen europäiſchen Krieg als im Bereiche der
Möglichkeit anſehe. Der Fall Skutaris iſt eine Frage
weniger Tage. Es kann ſich nicht viel länger halten. Es
iſt ſchmerzlich, daß wir die Stadt beſchießen müſſen, aber
beim beſten Willen iſt das nicht zu vermeiden. Skutari
wird meine künftige Hauptſtadt ſein. Sie ſehen, Cetinje
iſt eine kleine Stadt und ſo gebaut, daß es ſich nicht
ent=
falten kann. Wir werden ſofort damit beginnen, Skutari
mit den anderen Städten durch Straßen und ſpäter durch
Eiſenbahnen zu verbinden. Das iſt eine meiner erſten
Aufgaben. Man hat mich beſchuldigt, den Balkankrieg
begonnen zu haben, als wäre es ein geſtern gefaßter Plan
geweſen. Aber ſtets war es das Ziel und die Sehnſucht
der Balkanvölker, die Türken aus Europa zu verdrängen.
Dieſer Krieg iſt nur eine teilweiſe Erfüllung eines
Trau=
mes, den wir durch Jahrhunderte der Unterdrückung
träumten.
Der wirkliche Kriegsgrund, der mich zum Kampf trieb,
war folgender: Nach den Maſſakres von Berane forderte
ich die türkiſche Regierung auf, die Blockhäuſer zu
räu=
men, die ſie auf meinem Gebiete beſetzt hatten. Ich
wie=
derholte dieſe Forderuna mehrmals ohne Erfolg.
Schließ=
lich verlangte ich eine Antwort binnen vierzehn Tagen.
Ich erhielt keine. Ich forderte von neuem; wieder ohne
Erfolg. Dann, als ich wußte, daß ſie mit mir ſpielten,
führte ich meine Truppen gegen ſie.‟ Der König hielt
inne und verſank in Nachdenken. Dann aber ſchaute er
auf und ſaate: „Ich bin auf meine Leute ſtolz. Sie
kämp=
fen wie Lömen. Ich babe viele Kämpfe geſehen, aber nie
beſſere Leiſtungen als jene, die auf dem Bardanjolt und
dem Taraboſch vollbracht wurden.”
Nummer 82.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. April 1913.
Seite 3.
Ausland.
Schweiz.
Der Gotthardbahnvertrag. Die
Kommiſ=
ſion des Ständerats für den Gotthardbahnvertrag hat am
Montag ihre Schlußſitzung abgehalten. Es wurde mit 12
Stimmen gegen eine die Ratifizierung beſchloſſen. Der
Ständerat begann darauf die Beratung des Vertrages.
Die Debatte wird wahrſcheinlich Mittwoch zu Ende
ge=
führt.
Italien.
Das Verſicherungsmonopol. Die vor
einem Jahre im Parlament, in der Preſſe und auch in
diplomatiſchen Verhandlungen lebhaft umſtrittene
Ver=
ſtaatlichung des Lebensverſicherungsgeſchäfts in Italien
iſt nunmehr durchgeführk und ſeit Anfang des Jahres
1913 iſt das National=Verſicherungsinſtitut im Betrieb.
Die Tageszeitungen teilen heute das Ergebnis des erſten
Vierteljahres des ſtaatlichen Verſicherungsbetriebs mit
und glauben daraus die Zuverſicht auf dauernde gute
Er=
folge dieſes neuen Staatsmonopols ſchöpfen zu dürfen.
Das Geſamtergebnis der drei Monate beziffert ſich auf
Verſicherungsabſchlüſſe in der Höhe von 64½ Millionen,
und man darf darin wohl mit Recht einen Beweis des
Vertrauens der Bevölkerung auf das ſtaatliche
Verſiche=
rungsweſen erblicken, wenn auch einſchränkend der
Ein=
wand erhoben werden kann, daß dieſes Vertrauen
er=
zwungen iſt, weil ja nach dem Geſetz vom Jahre 1912 kein
Italiener mehr Verſicherungen bei fremden Anſtalten
ab=
ſchließen kann. Den ſtärkſten Anteil an dem Ergebnis hat
die Provinz Mailand mit 9 Millionen, Rom folgt gleich
danach, weiterhin Neapel mit 7¼ Millionen. Wider
Er=
warten haben auch die ſüdlichen Provinzen im allgemeinen
trotz ihrer wirtſchaftlichen Rückſtändigkeit eine anſehnliche
Beteiligung aufzuweiſen, namentlich die Provinzen
Ca=
tania, Salerno, Caſerta, Potenza, Coſenza, Lecce und
Reggio. Das mittlere Bürgertum und die kleinen Leute
ſollen beſonders eifrig von der neuen Einrichtung
Ge=
brauch gemacht haben, und die Blätter glauben jetzt ſchon
ſagen zu dürfen, daß die ſeinerzeit bei der
parlamentari=
ſchen Erörterung erhobenen Bedenken gegen das Inſtitut
durch die Tatſachen widerlegt worden ſind.
Spanien.
Der Religionsunterricht an den
Volks=
ſchulen. Der Rat für das öffentliche Unterrichtsweſen
behandelte die Frage des Religionsunterrichts an den
Volksſchulen. Der Kommiſſionsbericht wurde mit 31
ge=
gen 20 Stimmen angenommen. In dem Bericht heißt es
in Artikel 1: Der Religionsunterricht wird in den
Volks=
ſchulen in der gleichen Weiſe erteilt wie bisher.
Ar=
tikel 2: Ausgenommen von der Teilnahme am
Religions=
unterricht ſind Kinder, deren Väter einer anderen
Reli=
gion als der katholiſchen angehören, ſowie Kinder, deren
Väter, obwohl Katholiken, den Wunſch nach Befreiung
vom Religionsunterricht ausdrücken und ſich verpflichten,
den Kindern dieſen Unterricht zu Hauſe zu erteilen.
Vereinigte Staaten.
Die Tarifreviſion. Die Tarifvorlage iſt dem
Repräſentantenhauſe zugegangen. Der Ausfall an
Zoll=
einnahmen, der durch die Verminderung der Zollſätze
ver=
urſacht wird, ſoll durch eine Einkommenſteuer eingebracht
werden, von der man 100 Millionen Dollar erwartet. Die
Vorlage ſieht die ſofortige Reduktion des Zuckerzolles um
25 Prozent und den völligen Wegfall des Zuckerzolles von
1916 ab vor! Rohwolle wird ſofort zollfrei. Die Zollſätze
aller Waren ſind erheblich verringert worden. Bei der Ein=
kommenſteuer ſind alle Einkommen unter 4000 Dollar
aus=
genommen. Einkommen bis zu 20000 Dollar zahlen
1 Prozent, ſolche von 20—50000 Dollar 2 Prozent, ſolche
von 50—100000 Dollar 3 Prozent, Einkommen über
100000 Dollar 4 Prozent. Die Vorlage hebt die beſtehende
Maximal= und Minimalbeſtimmung auf. Die neuen
Zoll=
ſätze bilden den Maximaltarif. Der Präſident wird
er=
mächtigt, über gegenſeitige Verträge zu verhandeln und
Ländern, welche die amerikaniſche Zufuhr begünſtigen,
Zu=
geſtändniſſe zu machen. Underwood ſagte, daß die
allge=
meine Herabſetzung der Tarife die Ausdehnung des
ame=
rikaniſchen Handels auf dem Weltmarkte fördern werde,
und erklärte, die künftige Entwicklung der großen
ameri=
kaniſchen Induſtrie liege über See.
* Paris, 8. April. Die deutſche Kolonie
ver=
anſtaltete geſtern abend im Palais d’Orſay ein Feſtmahl
zu Ehren des zum preußiſchen Geſandten in
Darm=
ſtadt ernannten Botſchaftsrates Freiherrn von der
Lancken=Wakenitz. Im Namen der ſehr zahlreich
erſchienenen Landsleute gab Herr Beſſel unter
allgemei=
nem lebhaftem Beifall der Sympathie und Wertſchätzung
Ausdruck, die ſich Freiherr von der Lancken und ſeine
Ge=
mahlin durch ihre opferwilligen Bemühungen um alle
gemeinnützigen und wohltätigen Werke des hieſigen
Deutſchtums erworben hatten. Botſchafter Freiherr von
Schoen gedachte in eindrucksvoller Rede der ſo erfolgreichen
diplomatiſchen Tätigkeit von der Lanckens, der in
wich=
tigen und ſchwierigen Zeitläuften Kaiſer und Reich
über=
aus erſprießliche Dienſte erwieſen habe, und einen
glän=
zenden Beweis dafür bilde, daß die von mancher Seite
gegen die deutſche Diplomatie erhobenen Vorwürfe
unge=
rechtfertigt ſeien. Freiherr von der Lancken dankte
be=
wegt für die ihm zuteil gewordene Ehre und verſicherte,
daß er der deutſchen Kolonie ſtets und überall ein treues
Andenken bewahren werde.
* Paris, 7. April. Heute nachmittag iſt in Paris
der bekannte franzöſiſche Staatsmann Conſtans im
Alter von 80 Jahren geſtorben. Er war in Beziers
(Dep. Herault) am 3. Mai 1833 geboren. Im erſten
Mini=
ſterium Freyeinet vom 29. Dezember 1879 wurde er
Unter=
ſtaatsſekretär im Miniſterium des Innern, im erſten
Mi=
niſterium Ferry (September 1880 bis November 1881)
Miniſter des Innern. Im Jahre 1886 ging er als
außer=
ordentlicher Geſandter nach China, 1887 als
Generalgou=
verneur nach Indo=China. Im Kabinett Tirard (Februar
1889 bis März 1890) war er Miniſter des Innern, ebenſo
im Kabinett Freyeinet (März 1890 bis Februar 1892).
Ein zweitesmal war Conſtans wiederum Miniſter des
Innern, als der Herzog von Orleans im geheimen nach
Paris gekommen war, um ſich als gemeiner Soldat in die
Armee einſtellen zu laſſen. Conſtans ließ den Herzog
feſt=
nehmen und ſetzte deſſen Verurteilung auf Grund jenes
Sondergeſetzes durch, das den Angehörigen derjenigen
Familien, die früher in Frankreich geherrſcht haben, den
Zutritt auf franzöſiſchem Boden verbietet. Es iſt bekannt,
welche Rolle Conſtans ſpäter als Botſchafter Frankreichs
in Konſtantinopel geſpielt hat, wo er ſich als der eifrigſte
Bekämpfer des wachſenden deutſchen Einfluſſes erwies.
Seit 1908 hatte ſich Conſtans von der Politik vollſtändig
zurückgezogen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 9. April.
Vom Hofe. Prinz Adalbert zu Schleswig=
Holſtein iſt am Montag nachmittag 2 Uhr 53 Minuten
nach England abgereiſt. (Darmſt. Ztg.)
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Vorſitzenden des Heſſiſchen
Apothekervereins Medizinalrat Dr. Emil Vogt in
Butzbach das Ehrenkreuz des Verdienſtordens Philipps
des Großmütigen, dem Betriebsleiter der Oelfabrik Groß=
Gerau-Bremen, Wilhelm Zarges I zu Groß=Gerau,
das Silberne Kreuz des Verdienſtordens Philipps des
Großmütigen mit der Krone, und der ſeitherigen
Ge=
meindehebamme zu Spachbrücken Katharina Kreiſel
die Silberne Verdienſtmedaille des Ludewigs=Ordens
verliehen.
* Erledigte Stellen. Eine mit einem
katho=
liſchen Lehrer zu beſetzende Lehrerſtelle an der
Ge=
meindeſchule zu Dalheim, Kreis Oppenheim; je
eine mit einem evangeliſchen Lehrer zu beſetzende
Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Beuern, Kreis
Gießen, mit der Organiſtendienſt verbunden iſt; an der
Gemeindeſchule zu Grüningen, Kreis Gießen; dem
Gemeindevorſtand ſteht das Präſentationsrecht zu, mit
der Stelle iſt Organiſtendienſt verbunden; an der
Ge=
meindeſchule zu Lindheim, Kreis Büdingen; an der
Gemeindeſchule zu Radmühl, Kreis Lauterbach, deren
Inhaber eine Ortszulage bewilligt werden kann; an der
Gemeindeſchule zu Metzlos, Kreis Lauterbach, mit
der Kantordienſt verbunden iſt, dem Inhaber der Stelle
kann eine Ortszulage bewilligt werden; an der
Ge=
meindeſchule zu Gunzenau, Kreis Lauterbach, mit
der Organiſten=, Lektor= und Kantordienſt verbunden iſt,
deren Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden;
an der Gemeindeſchule zu Hartershauſen, Kreis
Lauterbach, mit der Organiſten= und Lektordienſt
ver=
bunden iſt, dem Herrn Grafen zu Schlitz genannt von
Görtz ſteht das Präſentationsrecht zu. — Die Stelle des
Oberförſters der Oberförſterei Romrod.
Perſonalien von der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſen=
bahngemeinſchaft. Mit Ermächtigung Sr. Königl.
Hoheit des Großherzogs wurde dem Großh.
Regierungsbaumeiſter des Eiſenbahnbaufaches, Wilhelm
Rau aus Kalk, ſowie dem Großh. Regierungsbaumeiſter
des Maſchinenbaufaches, Georg Dreßel aus Nürnberg
die etatsmäßige Stelle eines Regierungsbaumeiſters mit
Wirkung vom 1. April verliehen; den Eiſenbahnaſſiſtenten
Adolf Schmidt zu Worms wegen geſchwächter Geſundheit
vom 1. Juli an in den Ruheſtand verſetzt; ferner wurden
in den Ruheſtand verſetzt die Bahnwärter Vincenz
Leitſch zu Nieder=Olm vom 1. April, Valentin
Grun zu Albig, Philipp Hecker zu Laubenheim
a. Rh., Adam Rühl zu Mainz=Mombach, Johann
Mattes zu Weiſenau, der Weichenſteller in der Heſſiſch=
Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft Adam Müller III.
zu Mainz. vom 1. Mai an.
* Militärdienſtnachrichten. Prinz zu Solms=
Hohenſolms=Lich, Major und Kommandeur der
Leib=Eskadron des Regiments der Gardes du Corps, zum
Stabe des Huſaren=Regiments König Wilhelm I. (1
Rhein.) Nr. 7 verſetzt. Noeldechen, Generalmajor und
Kommandeur der 25. (Großh. Heſſ.) Feldart.=Brigade, zum
Inſpekteur der 1. Fußartillerie=Inſpektion ernannt.
* Der neue preußiſche Geſandte am heſſiſchen Hofe
und bisherige Botſchaftsrat in Paris, Freiherr von der
Lancken, wird Anfang Juni die Geſchäfte hier
über=
nehmen. Zurzeit iſt er, wie wir ſeinerzeit mitgeteilt haben,
für die Internationale Kommiſſion, die in Paris zur
Prüfung der durch die Veränderungen auf dem Balkan
aufgetauchten Fragen zuſammentreten wird, zur
Vertre=
tung des Deutſchen Reiches beſtimmt.
* Zur Kriſis im heſſiſchen Genoſſenſchaftsweſen. Die
kürzlich neugegründete Zentralkaſſe der
heſſi=
ſchen landwirtſchaftlichen
Genoſſenſchaf=
ten hat, wie auswärtige Blätter zu berichten wiſſen
(die hieſigen Blätter zu unterrichten, hielt man nicht
für notwendig. Die Red.), den Kgl. Bankinſpektor bei
der Preußenkaſſe, Herrn Mager, für die erſte
Direktor=
ſtelle gewonnen. Herr Mager iſt Heſſe und war von 1889
bis 1895 Reviſor bei dem Verband der heſſiſchen
landwirt=
ſchaftlichen Genoſſenſchaften, von 1895 bis 1903 Direktor
der Provinzial=Genoſſenſchaftsbank für Schleſien und
ge=
ſchäftsführendes Vorſtandsmitglied des
Provinzialverban=
des ſchleſiſcher landwirtſchaftlicher Genoſſenſchaften zu
Breslau. 1903 wurde Herrn Mager die damals
neuge=
ſchaffene Stelle eines Bankinſpektors bei der Preußenkaſſe
übertragen. Herr Mager hat ſofort in Heſſen die Arbeit
aufgenommen.
Vom Großh. Hoftheater. Am Donnerstag geht auf
Allerhöchſten Befehl bei feſtlich erleuchtetem Hauſe zur
Er=
öffnung des zweiten Teils der Frühlings=Feſtſpiele „Das
Rheingold” in Szene. Die muſikaliſche Leitung des
Vor=
abends der Nibelungen=Trilogie hat Hofkapellmeiſter Leo
Blech=Berlin inne, Kammerſänger Feinhals von
Mün=
chen ſingt den Wotan, Kammerſänger Heinrich Henſel von
Hamburg den Loge, Kammerſängerin Cecilie Rüſche=
En=
dorf, deren großer Erfolg als Iſolde ſie hier mit
eins in den Mittelpunkt des Intereſſes geſtellt hat, ſingt
Großherzogliches Hoftheater.
Montag, 7. April.
Die Wildente.
W-l. Als zweites Stück in dem Ibſen=Zyklus gelangte
heute deſſen fünfaktiges Schauſpiel „Die Wildente‟
zur Aufführung. Wir haben uns anläßlich der erſten
Auf=
führung dieſes Stückes ausführlicher darüber
ausgeſpro=
chen und können im weſentlichen nur wiederholen, was
wir damals geſagt haben. Der Titel des Stückes gründet
ſich auf folgende Ausführungen des alten Jägers Ekdal:
„Die Wildenten ſtechen auf den Grund, beißen ſich feſt in
Tang und Algen und all dem Teufelskram, den es da unten
gibt. Und dann kommen ſie niemals wieder herauf.” Die
Wildente iſt dem Verfaſſer alſo das Symbol für die „im
Sumpf” zugrunde gehenden Menſchen, die daraus nicht
wieder emporkommen können.
Die „Wildente” behandelt wie „Nora” das
Ehepro=
blem und will den ſittlichen Grundſatz zur Geltung
brin=
gen, daß eine wahre Ehe nur auf Grund gegenſeitigen
vollkommenen Vertrauens und völliger Aufrichtigkeit
mög=
lich iſt. Das iſt wahr, edel und ſchön, aber in den Mitteln
der Beweisführung vergreift ſich Ibſen auch hier. Der
Umſtand, daß Gregor mit ſeinen „idealen Forderungen”
an das Leben Fiasko macht und die Gegner dieſer idealen
Anſchauung (der alte Werle und Relling) in letzter Linie
Recht behalten, läßt uns zu dem Schluß kommen, daß
Ibſen als Peſſimiſt dieſe idealen Forderungen habe
ver=
neinen, um nicht zu ſagen, verſpotten wollen. Aber dieſer
Verneinung fehlt anderſeits wieder die Beweiskraft, da
der Träger der Hauptidee, Gregor, mehr ein Idiot, als
ein Idealiſt, ein Phantaſt und ein Rechtlichkeits=,
Quack=
falber” iſt, der unmöglich ernſt zu nehmen iſt und eher in
eine Anſtalt für harmloſe Irre, als ſonſtwohin gehört
Daß die zweite Perſönlichkeit, welche die idealen
Forde=
rungen erfüllen ſoll, der närriſche Hjalmar, die denkbar
Ungeeignetſte und Unfähigſte dazu iſt, ſieht jeder Menſch
von vornherein ein, nur nicht der, welcher es einſehen
muß, nämlich Gregor, der Phantaſt, der ſein Experiment
mit ihm macht und darüber ein Familienleben zerſtört und
ſeine Schweſter in den Tod treibt. Um dieſe beiden Toren
ad absurdum zu führen, bedarf es nicht eines ſolchen
Apparates; es verlohnt ſich kaum der Mühe und — das
wollten wir ſagen — beweiſt gar nichts. Nur wenn man
das Stück als Satire auffaßt, fallen die Bedenken.
Das Stück iſt unerquicklich, peinvoll und verſtimmend.
Das niederdrückende Milieu des Pauperismus in der
Dachkammer, die entſetzliche Proſa des Lebens mit ihren
alltäglichen Sorgen im Kampfe um die Exiſtenz, das Sich=
Verbohren in des Lebens ausgegrübelte Miſere und vor
allem den troſtloſen Peſſimismus, aus dem entweder
völlige Reſignation oder gänzliche Verneinung des Lebens
die einzige Rettung bilden, muß man aus ethiſchen und
äſthetiſchen Gründen verurteilen und von ſich weiſen. Jeder
trägt den Maßſtab für die Bewertung ſolcher Lebensfreude
ertötenden Stücke in ſich, wenn er ſich Rechenſchaft darüber
gibt, welche Eindrücke er von der Aufführung empfängt
und behält.
In der Darſtellung der Rolle des eitlen und
renom=
miſtiſchen Halbnarren Hjalmar befleißigte ſich Herr
Jür=
gas einer anerkennenswerten Zurückhaltung, ſo daß es
Momente gab, wo man ihn ernſt nehmen konnte. Den
Phantaſten Gregor Werl, der eine ſo traurige Rolle in
dem Stücke ſpielt und deſſen Lebensaufgabe es iſt, „der
Dreizehnte bei Tiſche zu ſein”, charakteriſierte Herr Ehrle
mehr als einen melancholiſchen Schwächling, denn als
einen Fanatiker. Sehr gut war Herr Baumeiſter als
Werle. Fräulein Heumann zeichnete die unglückliche
Gina, in der ſich das ganze Elend des Stückes verkörpert,
mit kräftigen realiſtiſchen Strichen; für den armen alten
Ekdal, in dem das Unglück zum Spotte wird, war Herr
Weſtermann der berufenſte Vertreter. Sehr hübſch
wenn auch mit etwas ſtarken Unterſtreichungen, ſpielte
Fräulein Art’l die Rolle der vierzehnjährigen Hedwig,
der einzigen Lichtgeſtalt in dieſer drückenden Atmoſphäre
Die Alkoholiker Relling, der Arzt mit dem praktiſchen
Verſtande, und Molvig, der verkommene Theologe,
wur=
den durch die Herren Heinz und Peterſen charakte
riſtiſch verkörpert und dargeſtellt. Die kleine Rolle der
Frau Sörby, die das Enſemble der ſchiffbrüchigen
Exi=
ſtenzen des Stückes vervollſtändigt, ſpielte Frl. Alſen.
Die Regie führte wieder Herr Valdek.
Konzerte.
mm. Am Montag veranſtaltete im Städtiſchen Saalbau
der Mozartverein ſein zweites diesjähriges
Kon=
zert im 70. Vereinsjahre ſeines Beſtehens. Für den ſeit
lange als ſehr tüchtig bekannten anſehnlichen Vereinschor
war das umfangreiche Programm an ſich ſchon eine große
Leiſtung, denn es enthielt nicht weniger als fünf große
Chorwerke mit Orcheſterbegleitung, die an Ausdauer der
Sönger und Umfang der Stimmen die höchſten
Anfor=
derungen ſtellen. Aber auch der Geſangsſoliſtin, Frau
Kam=
merſängerin Anna Schnaudt=Erler aus München.
war eine nicht weniger große und bedeutende Aufgabe
zu=
teil geworden durch Uebernahme der Altſolopartie in
ein=
zelnen Chorwerken, die ſie mit dem ganzen Aufgebot ihrer
gewaltigen Stimmittel bewältigte. Von L. van Beethoven
waren die beiden erſten Programmnummern, drei Stücke
aus „Die Ruinen von Athen” (Opus 113) in der
Bear=
beitung von Richard Heuberger, in der ſich der bekannte
Türkiſche Marſch beſonders hübſch abhob und auch der
Chor mit Kraft und Begeiſterung wirkte. Der folgende
Sologeſang mit Orcheſter „An die Hoffnung” (Opus 94)
wurde von Frau Schnaudt=Erler dramatiſch belebt und
ſtimmungsvoll geſungen. Die drei Lieder von Schubert
für Altſolo welche ſpäter folgten, wirkten beſonders in
der geſchickten Inſtrumentierung von Bleyle und Mottl,
namentlich (von letzterem) „Der Tod und das Mädchen”
und „Die Allmacht” bei der die Klangfarben des Orcheſters
dem Vortrag Kraft und Glanz verliehen. Die vorzüglichen
Leiſtungen der Künſtlerin fanden ungeteilte Bewunderung,
ihre Auffaſſung und die gediegene Ausdrucksfähigkeit muß
beſonders anerkannt werden.
Von den Werken für Männerchor waren zwei Num
mern zum erſtenmal zu Gehör gebracht worden. Der „
Ge=
ſang der Geiſter über den Waſſern” für achtſtimmigen
Chor von Schubert war, mit einer Bearbeitung für großes
Orcheſter von Siegmund v Hausegger verſehen, von
impo=
ſanter Wirkung. Die größte Kraftentfaltung wurde wohl
in dem ſehr ſchwierigen Prometheuschor (Opus 25) von
Karl Bleyle erreicht, einem ſehr modernen, ausdrucksvollen
Kunſtwerk, in welchem freilich der Komponiſt ſtellenweiſe
die Grenzen des muſikaliſch Schönen ſtreift, um nur eine
charakteriſtiſche Tonmalerei auszuführen. Daß er aber
auch wohlklingende Effekte kennt, zeigte ſein ſchon
bekann=
tes Opus 26: „Ein Harfenklang” mit Altſolo. Den
Be=
chluß des genußreichen Abends bildeten zwei Chöre aus
Goethes „Pandora” von Arnold Mendelsſohn, von denen
der „Geſang der Hirten” (unter Mitwirkung von Altſolo)
beſonders durch ſeine naturfriſchen Orcheſterklänge erfreut.
In dem Hämmerchortanz wirkten außer Herrn
Konzert=
ſänger Franz Müller noch die Vereinsmitglieder
Kugler, Roth und Jung mit.
Im Verlaufe des Abends wurde dem
Vereinsvor=
ſitzenden, Herrn W. Pfeil, der 45 Jahre dem Mozartchor
angehört, mit einer ehrenden Anſprache durch Herrn
Scriba ein prachtvoller Ehrenkranz überreicht. Chon
und Orcheſter (die Großh. Hofkapelle) hielten ſich unter der
ruhigen und ſicheren Leitung des bewährten Dirigenten,
Herrn Großh. Kapellmeiſters Frdr. Rehbock, vorzüglich,
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. April 1913.
Nummer 82.
die Fricka und Wilhelm Fenten von Mannheim ſingt den
Faſolt. Die genannten Gäſte ſind in der Mehrzahl auch
in Bayreuth und in den Wagner=Feſtſpielen des
Münche=
ner Prinz=Regenten=Theaters in den von ihnen hier
ver=
tretenen Partien tätig. Am Donnerstag beginnt der
Ein=
zelverkauf für die vier Abende des „Ring des Nibelungen”
Am Sonntag gelangt als Fortſetzung der Feſtſpiele auf
Allerhöchſten Befehl „Die Walküre” bei feſtlich erleuchtetem
Hauſe zur Aufführung. Neben dem muſikaliſchen Leiter
des Abends Leo Blech ſind von Gäſten noch tätig
Kam=
merſänger Henſel, der den Sigmund ſingt, Kammerſänge
Feinhals, der den Wotan ſingt und Kammerſängerin
Rüſche=Endorf als Brünhilde. „Das Rheingold” beginnt
um 7 Uhr, der Anfang der „Walküre” iſt auf 6 Uhr
ange=
ſetzt. Am Freitag wird Karl Rößlers erfolgreiches
Luſt=
ſpiel „Die fünf Frankfurter” bei aufgehobenem
Abonne=
ment zu ermäßigten Volksvorſtellungspreiſen wiederholt
werden. Der Vorverkauf findet bis einſchließlich
Don=
nerstag im Verkehrsbureau ſtatt, am Tage der Vorſtellung
ſind Karten an der Tageskaſſe des Großh. Hoftheaters
er=
hältlich.
* Eine Ehrengabe. Noch nachträglich wurde unſer
alter Kriegsveteran Herr Ph. Mohr, Wachtmeiſter i. P.
welcher am 27. v. M. ſeinen 90. Geburtstag feierte, von dem
von ſeiner Reiſe zurückgekehrten Präſidenten der „Haſſia‟
Herrn Generalmajor Frhrn. v. Heyl, in ſeiner Wohnung
beſucht und ihm ein namhaftes Geldgeſchenk überwieſen.
* Goldene Hochzeit begingen am Montag in voller
Rüſtigkeit Herr Klavierſtimmer W. Schröer und Frau.
* Die Kriegerkameradſchaft Haſſia verſendet ſoeben
ihren vom erſten Schriftführer Dr. Vogt erſtatteten
Jah=
resbericht über das 38. Verbandsjahr 1912,
der zunächſt die Rechnungsablage über die Verbandskaſſe
und ſämtliche Stiftungen enthält und in der Einleitung
auf die Notwendigkeit einer noch größeren Verbreitung
der Verbandszeitung hinweiſt, deren Auflage von 12000
auf 18000 geſtiegen iſt. Die Sonderkommiſſion hat dem
Geſamtpräſidium folgenden Antrag an die
Mitgliederver=
ſammlung unterbreitet: „Vom 1. Januar 1914 an wird
jedem Verein die Verbandszeitung in einer ſeiner
Mit=
gliederzahl entſprechenden Anzahl von Exemplaren
zuge=
ſtellt unter Erhöhung des jährlichen Verbandsbeitrages
um 1 Mark für jedes Mitglied. Die Verſandkoſten werden
von den Vereinen getragen.‟ Das Präſidium erwartet, daß
dieſer Antrag mit allen Kräften unterſtützt wird. Im
Jahre 1912 ſind dem Landesverband 11 Vereine mit 461
aktiven und 31 paſſiven Mitgliedern neu beigetreten, alles
ereine, die im Laufe des Jahres entſtanden ſind. 5
die=
ſer Vereine ſind Spezialwaffenvereine, 3 davon allein in
Mainz gegründet. Der Beſtand der Haſſia am Schluſſe
des Vereinsjahres ergab folgende Zahlen: 979 Vereine
mit 63 917 aktiven (Ende 1911: 63085) und 6413 paſſiven
E(Ende 1911: 6338), zuſammen 70330 (Ende 1911: 69 575)
Mitgliedern. Der Zuwachs beziffert ſich ſonach auf 755
Mitglieder. Das Vermögen beträgt jetzt insgeſamt
301 587,07 Mark, was gegenüber dem Stand von 1911 ein
Mehr von 16 277,72 Mark bedeutet. Die Vereine
beziffer=
iten ihr Kapitalvermögen Ende 1912 auf 660 415 Mark
ge=
gen 647 299 Mark am Schluſſe des Jahres 1911. Die
Haſſia=
iſterbekaſſe ſchreitet in ihrer Entwicklung ruhig fort. Das
Jahr 1911 ſchloß ab mit einem Stand von 19523
ner=
ſicherten Perſonen und 4974312 Mark
Verſicherungskapi=
tal. Zurzeit hat die Sterbekaſſe einen Stand von 22702
Perſonen und 5 836 915 Mark Verſicherungskapital.
Sterbe=
gelder wurden im Jahre 1912 ausgezahlt in 233 Fällen
44 026,86 Mark, im ganzen bis jetzt ſeit Beſtehen der Kaſſe
(1. Oktober 1907) 114183,86 Mark. — Die
Mitglieder=
verſammlung fand am 15. und 16. Juni in Nieder=
Olm ſtatt. Für 1913 iſt ſie auf Sonntag, den 1. Juni, nach
Hirſchhorn am Neckar einberufen; Tagesordnung und
An=
träge ſind dem Bericht beigegeben. Der Voranſchlag
ſchließt mit 76 722,14 Mark ab. Für Wohltätigkeitszwecke
ſtehen im Jahre 1913 zur Verfügung: Für Unterſtützung
laut Voranſchlag (einſchließlich Zinſen der Prinz Ludwig=
Stiftung) 14500 Mark, für Veteranenunterſtützungszulagen
5800 Mark, für Konfirmationsbeihilfen 5502 Mark, für
Le=
bensverſicherungspolizen aus der Ernſt Ludwig=
Eleono=
ren=Stiftung 548 Mark, zuſammen 26 350 Mark.
* Der Lehrerſängerchor veranſtaltet Samstag, den
12. April, abends 8 Uhr, im Saalbau ſein 2.
Winter=
konzert. Seiner Gewohnheit gemäß widmet er ſich in
dieſem Konzert hauptſächlich dem Volkslied. Es werden
darum die Klänge von Liebesweh und Liebeswonne,
von Scheiden und Meiden vorherrſchen, und manch
ver=
trauter Bekannter wird darunter ſein, ſo auch das
immer wieder gern geſungene und gehörte „Innsbruck
ich muß dich laſſen‟ Dazwiſchen wird auch Schubert,
der vom Chor ganz bevorzugte Meiſter, zu Gehör
kommen und mit dem „Frühlingslied”, das in ſeinen
heiteren Harmonien wie ein heller ſtrahlender
Frühlings=
tag anmutet, und mit dem „Geſang der Geiſter über
den Waſſern” vertreten ſein. — Die Soliſtin des Abends
Frau Werner=Jenſen aus Berlin, in unſerer Stadt
rühm=
lichſt bekannt aus der Matthäus=Paſſion, wird eine
ſehr wertvolle Bereicherung des Programms bringen
und mit ihrem wundervollen Alt den Hörern höchſtes
Genießen bereiten.
Der Richard Wagner=Verband deutſcher
Frauen, der bereits in 40 blühenden Ortsgruppen über
ganz Deutſchland verbreitet iſt und unter dem Protektorat
der deutſchen Kronprinzeſſin ſteht, hat nun auch in
unſerer Stadt eine Ortsgruppe erhalten. Auf Anregung
der Frau Major Selzam ſind im November vorigen
Jahres eine Anzahl Damen zu einem vorbereitenden
Vorſtand zuſammengetreten und haben in ſtillem Wirken
bereits 50 Mitglieder mit feſten Jahresbeiträgen
ge=
worben. Auch Ihre Königl. Hoheit die Großherzogin
iſt der Ortsgruppe als Mitglied beigetreten. Als erſte
Rate konnten dem Richard Wagner=Stipendien=Fonds
bereits 200 Mk. überwieſen werden. Dieſer im Sinne
Wagners gebildete Fonds, der die Höhe von etwa einer
Million erreicht hat, gewährt bekanntlich Unbemittelten
die Mittel zum Beſuche der Feſtſpiele in Bayreuth. Um
möglichſt allen die Mitwirkung an dieſem idealen
Hilfs=
werke zu ermöglichen, wird ſchon jeder Jahresbeitrag
von 1 Mk. an dankbar angenommen. Aus der gleich
zeitig erſcheinenden Anzeige werden die Namen der
Vor=
ſtandsmitglieder erſichtlich, die zur Annahme von
Bei=
rittserklärungen, ſelbſtverſtändlich auch von Herren,
jederzeit bereit ſind,
— Der Stolze=Schreyſche Stenographenverein hielt im
Fürſtenſaal ſein 25jähriges Stiftungsfeſt mit Ball ab, das
einen glänzenden Verlauf nahm. Das in allen Teilen gut
aufgeſtellte Programm bot den Feſtteilnehmern einige recht
genußreiche Stunden, und der darauf folgende Ball hielt
die Anweſenden bis zur frühen Morgenſtunde zuſammen.
Pramiiert. Bei der am 5. und 6. April in
Düſſeldorf ſtattgefundenen Internationalen Ausſtellung
von Hunden aller Raſſen gingen folgende Mitglieder
des Vereins der Hundefreunde von Darmſtadt und
Umgegend mit ihren ausgeſtellten Hunden ſiegreich
her=
vor. Herr Oeſtreicher für Bernhardiner mit 2 I. und
2 Ehrenpreiſen, Herr Klippel=Griesheim für
Dobermann=
pinſcher mit 1 I. und 1 III. Preis.
Hotel Heß. Am Donnerstag, den 10. April,
ver=
anſtaltet die Kapelle Otto im Hotel Heß einen Klaſſiker=
Abend. Zum Vortrag kommen unter anderem: Joſeſ
Haydn, das berühmte Kaiſer=Quartett; Konzert für
zwei Violinen und Klavier von Mozart; Aufforderung
zum Tanz (Karl Maria von Weber); Klavier=Quartett
von Mozart, Andante con Variatione aus dem C-moll
Trio von L. v. Bee honen.
* Kinotheater. Das Union=Theater (
Kunſtlicht=
ſpiele Rheinſtraße 6) iſt in den wenigen Monaten ſeines
Beſtehens verſtaunlich raſch das beliebteſte Etabliſſement
für die Kinobeſucher geworden, die auf ein gediegenes
Programm Wert legen. Daß es die Direktion daran auck
nicht fehlen läßt, beweiſt wieder das Programm der
zwei=
ten Hälfte dieſer Woche, das heute erſtmalig vorgeführt
wird. Da iſt zunächſt das italieniſche Liebes= und Lebens
drama „Das Herz vergißt nicht” zu nennen. Neben dem
gediegenen Inhalt lernen wir hier auch die ſchöne
Lagu=
nenſtadt Venedig, in der das Drama ſpielt, kennen Nack
dem wilden Weſten führt uns das ergreifende Drama
„Herz und Pflicht” und das „Journal” zeigt uns die
Neuigkeiten der letzten Woche im Bild. Die
Naturauf=
nahmen ſind belehrend, ohne dabei unintereſſant zu ſein,
während unter den üblichen Humoresken „Moritz am
Tele=
phon” und „Der Cowboy ſucht Engagement” wohl den
Vogel abſchießen werden.
Feuilleton.
* Ein feiner Brief. Mit einer ſeltſamen
Beleidigungs=
geſchichte hatte ſich jüngſt das Schöffengericht Nürnberg
zu befaſſen. Ein Mieter war ausgezogen, und ſein Abzug
war nicht ganz freundlich geweſen. Die Vermieterin
be=
auftragte einen Malermeiſter mit dem Tünchen der
Woh=
nung. Der fand in der Wohnung ganze Kolonien von
Wanzen, und er ließ ſeinen Lehrbuben Jagd darauf
machen, und dieſer erbeutete weit über 1000 Wanzen. Von
dieſen ſteckte der Malermeiſter über 200 in ein Fläſchchen
und ließ es durch ſeinen Lehrbuben dem ausgezogenen
Mieter mit einem ſchönen Gruß überſenden. Der Mieter
hatte Sinn für Humor und opferte einmal einen freien
Sonntag zur Ausführung eines ganz eigenartigen
Ge=
dankens. Er ſetzte ſich hin und ſchrieb ſeiner früheren
Hausfrau einen Brief. Darin kam auffallend oft das Wort
Wanze vor. Das Wort ſchrieb er aber nicht hin, ſondern
ſſo oft es vorkam, klebte er an deſſen Stelle eine große,
echte Wanze auf das Papier. So lautete der Brief: „An
die Wirtin W W W W Heim. Andurch ſende ich Ihnen
die mir zugeſchickten W W wieder zurück mit dem
Be=
merken, daß ich Sie an dem einzigen Reichtum, den Sie
haben, nicht ſchmälern will. Hätten Sie die W W von
den anderen Wohnungen noch mitgeſchickt, ſo hätte ich mit
den W W eine W W Ausſtellung veranſtaltet und Ihnen
einen W W Preis zugedacht uſw. Verachtungsvollſt!
Einer, der Sie kennt. NB. Bitte einrahmen.” — Die
Vermieterin verklagte den Briefſchreiber. Den koſtete der
Spaß 50 Mark.
* „Das muß ein großer Ochſe ſein!“ Eine Erfahrung,
die ich, ſo ſchreibt jemand dem Erfurter Allg. Anzeiger
neulich machen mußte, erinnert mich an eine kleine
Ge=
ſchichte, die der bekannte Kunſthiſtoriker Herman Grimm
in ſeinen Vorleſungen zu erzählen pflegte. Grimm machte
einſt mit einem anderen Kunſtgelehrten zuſammen eine
Studienreiſe durch Süddeutſchland. Dabei wurden ſie
eines Tages in die Villa eines reich gewordenen Brauers
verſchlagen. Man nahm ſie gut auf und bewirtete ſie aufs
beſte. Als der Hausherr hörte, daß ſeine Gäſte
Kunſt=
wiſſenſchaftler ſeien, führte er ſie vor ein großes Gemälde,
das er für einen Rubens hielt. Der alte Grimm betrachtete
das Bild längere Zeit und ſagte dann in ſeiner
beſchei=
denen Art: „So weit ich Rubens kenne, iſt das kein
Rubens!‟ In Wahrheit war es eine völlig wertloſe
Kopie. Da wurde der frühere Brauer puterrot und rief:
Das muß ein großer Ochſe ſein, der nicht gleich ſieht, daß
das ein echter Rubens iſt!‟ Die beiden Kunſthiſtoriker
ſtanden da wie die begoſſenen Pudel. Herman Grimm
pflegte ſeine Erzählung mit folgenden Worten zu
ſchlie=
ßen: Meine Herren! Man gilt nur ſo lange etwas bei
Künſtlern und Kunſtfreunden, als man ihnen ſchmeichelt.
Widerſpricht man ihnen aber oder tadelt man ſie, ſo iſt
man ein Ignorant und Dummkopf. Das iſt eine
Erfah=
rung, die Sie alle einmal machen werden; beſonders
die=
jenigen unter ihnen, die ſich als Kunſtkritiker betätigen
wollen. Allein, meine Herren, daraus darf man ſich nichts
machen!“
* Eine Hochzeit mit Hinderniſſen. In Sillingen bei
Karlsruhe wurde dieſer Tage ein im vollen Staat
erſchie=
nenes Brautpaar nicht getraut, weil der Bräutigam in
Karlsruhe noch einen Tag „auszuhängen” hatte. Eine
telephoniſche Anfrage beſtätigte das geſetzliche Hindernis.
Des Brautpaares und der Hochzeitsgeſellſchaft bemächtigte
ſich tiefe Niedergeſchlagenheit; das Feſtmahl ſtand bereit,
aber niemand wollte anbeißen. Der würdige Pfarrer
aber, der ſich auch ſchon gerüſtet hatte, wußte Rat. Er lud die
ganze Geſellſchaft aufs freundlichſte ein, in ſeine Kirche
zu kommen, und hielt eine ſchöne Hochzeitspredigt. In
eindringlichen Worten ermahnte er die Verſammelten, die
Feſtesſtimmung nicht abzutun und ja keine Traurigkeit
aufkommen zu laſſen. Man ſolle ruhig heute Hochzeit
feiern und die Trauung morgen nachholen. Und ſo
ge=
ſchah’s auch. In Saus und Braus wurde das
Hochzeits=
mahl gehalten, und tags darauf ſchritten die noch nicht
Vermählten züchtiglich zum Traualtar, nachdem ſie der
Bürgermeiſter zuſammengetan hatte.
Beratungsſtelle für Alkoholkranke.
* Der Bericht der Beratungsſtelle für Alkoholkranke
in Darmſtadt über ihre Tätigkeit im Jahre 1912 (zweites
Geſchäftsjahr) iſt ſoeben erſchienen. Es heißt darin: Das
zweite Geſchäftsjahr eröffnete die Beratungsſtelle mit
Maßnahmen, die darauf abzielten, die neue Einrichtung
bei der Bevölkerung der Stadt immer mehr einzubürgern
und ihr dadurch einen größeren Zuſpruch zu ſichern. Zu
dem Zwecke wurden an eine größere Anzahl hieſiger
Be=
hörden, Krankenkaſſen, Fabriketabliſſements und
derglei=
chen zum Aufhängen in Wartezimmern, Fabrikräumen
uſw. beſtimmte Plakate abgegeben, in denen auf die
Be=
ratungsſtelle hingewieſen wird. Auch wurde die hieſige
Preſſe erſucht, auf die Einrichtung von Zeit zu Zeit an
geeigneter Stelle aufmerkſam zu machen. Als Helfer oder
Helferinnen beteiligten ſich an der Arbeit Mitglieder 1. des
Alkoholgegnerbundes, Ortsgruppe Darmſtadt, 2. des
Blaukreuzvereins hier, 3. der Loge „Heſſens Hoffnung”
Nr. 1514 des internationalen Guttemplerordens, 4. des
Kreisvereins Darmſtadt gegen den Mißbrauch geiſtiger
Getränke, 5. des Vereins abſtinenter Frauen hier. Aud
das Gemeindepflegeſeminar des Heſſiſchen
Diakoniever=
eins hier lieh ſeine Unterſtützung. AlsFürſorgearzt ſtand der
Beratungsſtelle auch im abgelaufenen Jahre der ärztliche
Berater der Landesverſicherungsanſtalt, Herr
Kreisaſſi=
ſtenzarzt Dr. med. Beſt, zur Seite. Die Tätigkeit in der
Sprechſtunde vollzog ſich in der Hauptſache in der gleichen
Weiſe, wie ſie im vorjährigen Geſchäftsbericht näher
dar=
gelegt worden iſt. Hier fand manche gequälte
Trinker=
ehefrau und mancher andere ſorgenvolle Anverwandte
Ge=
legenheit zu befreiender Ausſprache und unterzog ſich
dann mit neuem Mute der ſchweren Aufgabe, die daheim
ſeiner wartete. Hier berichteten die Helfer und
Helfe=
rinnen von ihren Erfolgen und Mißerfolgen, vor allem
aber — und das iſt ein ſehr wichtiger Zweck der
Sprech=
ſtunde und der Beratungsſtelle überhaupt — tauſchte man
hier die in der praktiſchen Arbeit gemachten Erfahrungen
aus und beriet gemeinſam darüber, wie dieſer oder jener
ſchwierige Fall weiter zu behandeln ſei.
Im Laufe des zweiten Geſchäftsjahres wurden im
ganzen 45 Alkoholkranke, 40 männliche und 5 weibliche,
zur Kenntnis gebracht, die Inanſpruchnahme der
Berat=
ungsſtelle iſt damit gegen das erſte Jahr, in dem 33
Trin=
ker gemeldet wurden, um 12 Fälle geſtiegen. Die
Anmeld=
ung erſolgte in 13 Fällen durch die Ehefrau, in 1 Fall
durch den Ehemann, in 3 Fällen durch andere Verwandte,
in 12 Fällen durch Behörden und öffentliche Anſtalten,
in 11 Fällen durch Privatperſonen und in 5 Fällen durch
den Trinker ſelbſt. Hiernach gingen auch im zweiten
Be=
richtsjahre die meiſten Anmeldungen von den Ehefrauen
aus, die ja das Trinkerelend am bitterſten empfinden;
be=
merkenswert iſt auch, daß die Inanſpruchnahme der
Berat=
ungsſtelle durch die Trinker ſelbſt eine Zunahme von 2 auf
5 erfahren hat.
Eine ſehr ernſte Sprache redet die Feſtſtellung, daß
von den gemeldeten 45 Trinkern 20 bereits ein oder
meh=
rere Male mit Haſt oder Gefängnis vorbeſtraft waren.
Dabei ſei bemerkt, daß nur diejenigen Vorſtrafen. notiert
wurden, die ſich aus den eingezogenen Akten ergaben oder
offen zugeſtanden wurden. Es iſt ſehr wohl möglich, daß
in dem einen oder anderen Falle Vorſtrafen verſchwiegen
wurden und auf anderem Wege nicht feſtgeſtellt werden
konnten. Bei den Vorſtrafen ſtehen Körperverletzung,
Widerſtand gegen die Staatsgewalt, Eigentumsdelikte
und Ruheſtörung obenan. Hervorgehoben ſei noch, daß
4 der Gemeldeten bereits zeitweiſe in Irrenanſtalten
untergebracht und 2 wegen Trunkſucht entmündigt
wor=
den waren. Im ganzen wurden während des Jahres
1912 6 der gemeldeten Perſonen in Trinkerheilſtätten
untergebracht. Die Unterbringung erfolgte in 5 Fällen
in der Heilſtätte Burgwald bei Eberſtadt, die Koſten trug
mit Ausnahme von 2 Fällen die
Landesverſicherungs=
anſtalt Großh. Heſſen. Vier dieſer Pfleglinge kamen vor
Schluß des Jahres 1912 zur Entlaſſung, ſie wurden
als=
bald wieder in Fürſorge übernommen, und es konnten 2.
davon einem hieſigen Abſtinenzverein als Mitglieder
zu=
geführt werden. Von den beiden anderen Entlaſſenen
hält ſich der eine auch ohne Vereinsanſchluß gut,
wäh=
rend der andere, der übrigens die Heilſtätte auch vorzeitig
verlaſſen hat, eine weſentliche Beſſerung nicht erkennen
läßt. Viele Schwierigkeiten verurſachte auch im
abgelau=
fenen Jahre wieder die Frage der Arbeitsvermittelung,
die in der Regel auch bei der Entlaſſung der Pfleglinge
aus der Heilſtätte brennend wird, und von deren
befriedi=
gender Löſung auch ſonſt in zahlreichen Fällen ſo ſehr viel
abhängt.
Die Rettungsarbeit an den Trinkern wäre einſeitig
und wenig befriedigend, wenn ſie nicht eine notwendige
und ſehr erſprießliche Ergänzung fände in der Fürſorge
für die Frauen und die Kinder der Trinker. Zur
Betätig=
ung auf dieſem Gebiete ſind beſonders die weiblichen
Hilfskräfte der Beratungsſtelle berufen, ihnen erwächſt in
der Unterſtützung und Beratung der Trinkerehefrauen bei
der Führung des Haushaltes und der Erziehung der
Kin=
der ein weites und dankbares Arbeitsfeld.
Ziehen wir nun, ſo heißt es am Schluſſe, die Summe
deſſen, was das abgelaufene Jahr uns gebracht und
ge=
lehrt hat, ſo ſteht zunächſt das eine feſt, daß es der
Be=
ratungsſtelle auch im zweiten Jahre ihres Beſtehens an
Arbeit nicht mangelte. Wir haben uns dieſer Arbeit,
ſo=
weit es in unſeren Kräften ſtand, gern unterzogen, ſind
uns aber auch darüber klar, daß wir nicht all den
Wün=
ſchen und Hoffnungen derer gerecht werden konnten, die
unſere Hilfe angerufen haben. Dies gilt beſonders, wie
ſchon angedeutet wurde, für die Frage der
Arbeitsver=
mittelung. Ob es uns gelingt, dieſe Frage in abſehbarer
Zeit befriedigend zu löſen, ſteht dahin; jedenfalls wird
es nur dann möglich ſein, wenn in der Allgemeinheit
insbeſondere bei den Arbeitgebern, unſere Beſtrebungen
mehr gewürdigt und unterſtützt werden.
Der Geſchäftsbericht wird an Intereſſenten koſtenlos
abgegeben.
Verkehrs=Ausſchuß der Bergſtraße.
— Am Samstag trat der „Engere Ausſchuß” des
Verkehrs=Ausſchuſſes der Bergſtraße im Hotel „Zum
Löwen” in Zwingenberg zu einer Sitzung zuſammen, die
von Vertretern aus Auerbach, Bensheim, Darmſtadt,
Jugenheim, Heppenheim, Lindenfels, Seeheim und
Zwin=
genberg ſehr zahlreich beſucht war. Der Vorſitzende, Herr
Rentner Sieben=Auerbach, eröffnete die Sitzung um
1 Uhr. Bevor in die Tagesordnung eingetreten wurde,
gedachte der Vorſitzende in warmen Worten der Verdienſte
des verſtorbenen Herrn Bürgermeiſters Dr. Frenay=
Bensheim. Zur Ehrung ſeines Gedächtniſſes erhoben ſich
die Anweſenden von ihren Sitzen. Der Vorſitzende
ver=
las einen Brief des 2. Vorſitzenden, Herrn Lehrer Weide=
Jugenheim, worin er ſeine Amtsniederlegung mitteilt
in=
folge ſeiner Verſetzung an das Realgymnaſium in
Darm=
ſtadt. Der Vorſitzende ſprach ſein lebhaftes Bedauern
aus, die tüchtige Kraft des Herrn Weide verlieren und
entbehren zu müſſen. Der nächſten Generalverſammlung
bleibt die Wahl eines 2. Vorſitzenden und Schriftführers
vorbehalten.
Der nächſte Punkt der Tagesordnung galt der
Be=
richterſtattung des ſtellvertretenden 1. Vorſitzenden, Herrn
Baron v. Schad=Bensheim, über ſeine Erfahrungen
bei der Behandlung der Anfragen während ſeiner
½jäh=
rigen Amtsperiode. In längerem Vortrage ſtellte Herr
v. Schad feſt, daß die Erledigung der zahlreichen
Anfra=
gen zu wünſchen übrig ließ. Es würden zu vielen
Perſo=
nen, vor allem auch gewerbsmäßigen Vermittlern uſw.,
die Adreſſen der ſich um Anſiedelung an der Bergſtraße
informierenden Perſonen mitgeteilt, ſo daß dieſe mit
Ant=
worten und Offerten förmlich überſät würden, und ſei
dar=
über geklagt worden, daß ſie von einzelnen Agenten
ge=
radezu beläſtigt würden und infolgedeſſen ihre Abſicht,
an die Bergſtraße zu ziehen, aufgegeben hätten. Da
die=
ſer vom Verkehrs=Ausſchuß nicht gewollte Erfolg, der
einem Mißerfolg gleichkommt, nur einem zu großen Eifer
der einzelnen Orte zuzuſchreiben iſt, wurde nach längerer
und eingehender Diskuſſion beſchloſſen, daß die den
Ver=
trauensmännern in den einzelnen Orten zugeſtellten
An=
fragen nur von ihnen allein zu erledigen, nicht weiter zu
geben und von ihnen als eine vertrauliche Angelegenheit
zu behandeln ſei. Es ſoll hierdurch eine Beläſtigung der
Intereſſenten vermieden und das Vertrauen zu der
ge=
meinnützigen Arbeit des Verkehrs=Ausſchuſſes geſtärkt
wer=
den. Im nächſten Punkt der Tagesordnung legte der
Vorſitzende die vor einigen Tagen erſchienene Nummer
Nummer 82
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. April 1913.
der „Woche” vor, die den Artikel über die Bergſtraße
ent=
hielt. Wenn auch feſtgeſtellt und anerkannt werden muß, daß
der Artikel auf Fernſtehende einen vorzüglichen Eindruck
gemacht hat, ſo iſt es doch ſehr bedauerlich, daß das Blatt
ſich an das mit ihm getroffene Abkommen nur recht wenig
gehalten hat, ſo daß einzelne Orte ſich in ihren
Inter=
eſſen empfindlich benachteiligt fühlen. Da dieſer Artikel
aber nur in gewiſſem Sinne als eine Leiſtung des
Ver=
kehrs=Ausſchuſſes anzuſehen iſt, da derſelbe die
Vorver=
handlungen mit dem Blatt wohl eingeleitet hat, aber die
Einzelheiten den einzelnen Orten vollſtändig ſelbſtändig
überlaſſen hat, ſo trifft ihn keine Verantwortung und
haben die einzelnen Orte ihre Beſchwerden bei dem
Ver=
lage ſelbſt vorzubringen und zu vertreten.
Das Internationale öffentliche Verkehrs=Bureau in
Berlin, Unter den Linden, ein ſehr bedeutendes
Unter=
nehmen, hat einen Artikel über die Bergſtraße eingeſandt,
den es in zirka 400 deutſchen Zeitungen koſtenlos für uns
zur Aufnahme bringen will. Das Anerbieten wird
freu=
dig begrüßt. Das Inſtitut hatte bereits im vorigen
Jahre einen ähnlichen Artikel mit gutem Erfolge in die
Zeitungen gebracht und haben wir mit großer
Aufmerk=
ſamkeit die guten Beziehungen, die uns mit dieſem
In=
ſtitut verbinden, gepflegt. Den Verhandlungen, die ſich
bis gegen 7 Uhr hinzogen, wurde erfreulicherweiſe das
größte Intereſſe entgegengebracht.
Der Obſt= und Gartenbau=Verband für den
Kreis Darmſtadt
hielt im Saale des „Bergſträßer Hofes” zu Eberſtadt
ſeine diesjährige Generalverſammlung ab. Nach erfolgter
Rechnungsprüfung, Erteilung des Jahresberichtes
Ge=
nehmigung des vom Vorſtande aufgeſtellten Voranſchlages
wurde im Arbeitsplan unter anderem eine Prämiierung
von Obſtpflanzungen beſchloſſen; prämiiert werden a)
Pflanzungen von 3—15 Jahren, b) ſolche von 15 und mehr
Jahren, e) Pflanzungen an Hauswänden, Mauern ꝛc.,
d) Beerenobſtanlagen. Für die
Prämiiern=
ſind 240
Mark vorgeſehen.
Weiter wurden an Belehrungsausflügen in Ausſicht
genommen: 1. Beſuch der Obſtausſtellung und
Obſtbau=
ſchule in Friedberg, 2. Beſichtigung von Obſtanlagen ꝛc.
bei Heidelberg, 3. Beſichtigung der Kulturen von Seibert
und Kaiſer=Roßdorf. Angeregt wurde ein Beſuch der
geo=
logiſchen Sammlungen des Großh. Landesmuſeums.
Hieran ſchloß ſich der Vortrag des Herrn Großh.
Vor=
ſtehers Haug von der Großh. landwirtſchaftlichen
Winter=
ſchule Darmſtadt, „Ueber die Abhängigkeit des Gedeihens
der Obſtbäume ꝛc. von der Bodenſchichtung.‟ Die
Aus=
führungen zerfielen in 2 Hauptteile: Der Boden und
ſeine Entſtehung und die Pflanze, bezw. das
Pflanzen=
leben. Anſchließend an die wiſſenſchaftlichen Annahmen
über dle Entſtehung der Erde, ihre Erkaltung und
Ober=
flächengeſtaltung wurden die Urſachen der Bildung der
verſchiedenen Geſteins= und Bodenſchichten erklärt. Der
Boden beſtehe aus 2 Teilen: Dem Bodengerüſt und den
Bodennährſtoffen. Erſteres beſtimmt die phyſikaliſchen
Eigenſchaften, während die Bodennährſtoffe den
augen=
blicklichen Reichtum des Bodens an Pflanzennahrung
dar=
ſtellen. Von größter Wichtigkeit ſeien die biologiſchen oder
Lebensvorgänge, die ſich beſonders im Humus abſpielen
und dazu beitragen, die abgeſtorbenen Reſte des Tier= und
Pflanzenreiches wieder zu aufnehmbarer Pflanzennahrung
umzuwandeln und den Boden beſonders an Stickſtoff
un=
mittelbar zu bereichern. Der praktiſche Landwirt und
Gärtner müſſe, wenn er ſparſam wirtſchaften und den
Boden ausnützen wolle, auf eine möglichſte Anreicherung
des Bodens an Humus bedacht ſein. Eine zu ſtarke
künſt=
liche Düngung wirke auf die biologiſchen Vorgänge
nach=
teilig und werde daher teuer ſein. Die Bedeutung des
Humus für gleichmäßige Waſſerzufuhr ſei für ſchwere und
leichte Böden gleich groß. Die Düngung ſolle daher
ſo=
weit als irgend möglich mit Stallmiſt, Kompoſt,
Grün=
dünger und anderem organiſchem Dünger ausgeführt
wer=
den, da gerade dadurch auch unzählige Mikroorganismen
dem Boden zugeführt werden.
Durch Vorführung von Lichtbildern, welche beſonders
das Wurzelwachstum der Obſtbäume unter verſchiedenen
Verhältniſſen des Ober= und Untergrundes zeigten,
fan=
den die Ausführungen eine ſehr überzeugende
Unterſtütz=
ung. Zu dem führte auch Herr Kreisobſtbau=Inſpektor
Bieſterfeldt=Offenbach, unſerer Einladung folgend
mehrere Wurzelaufnahmen mit einſchlägigen Erklärungen
vor. Weiter vermehrte Herr Regierungsrat v. Werner
die Lichtbildervorführung durch eine Anzahl
Dreifarben=
bilder von Einzelpflanzen und =blüten, ſowie
ſüdländi=
ſchen Vegetationsgruppen.
Die Anweſenden folgten ſowohl den Ausführungen
des Redners, als auch deſſen Vorführungen und den der
beiden anderen Herren mit geſpannteſter Aufmerkſamkeit
und zollten reichen Beifall.
Bensheim, 8. April. Die nach dem Brande des
Hau=
ſes Kraſt aufgefundene Leiche iſt als die des 38jährigen
Fuhrmanns Karl Leis erkannt worden, der in dem Hauſe
die Nacht geſchlafen hat. Der 29jährige Kutſcher Arnold
wurde bei den Rettungsarbeiten ſo ſchwer verletzt, daß
er noch geſtern ſeinen Verletzungen erlegen iſt.
Offenbach, 8. April. Die dreijährige Elſe Schnepp,
die am Samstag abend von der Lokalbahn überfahren
wurde, iſt nun ebenkalls ihren ſchweren
Verletz=
ungen im Krankenhaus erlegen.
Mainz. 7. April. Am 6. April waren es 75 Jahre,
daß der Mainzer Humoriſt und Dichter Friedrich
Len=
nig geſtorben iſt. Dem zum Gedächtnis wurde an ſeinem
Geburtshauſe am Marktplatz eine Gedenktafel
ent=
hüllt, die der Mainzer Karnevalverein geſtiftet hat.
Worms, 8. April. Herr Generaldirektor
Hoch=
geſand iſt plötzlich an den Folgen eines Schlaganfalls
geſtorben. Dieſe Nachricht wird in der ganzen
Bür=
gerſchaft, die den Verblichenen wegen ſeiner vorzüglichen
Charaktereigenſchaften allgemein hochſchätzte, tiefes
Be=
dauern und aufrichtige Trauer erwecken.
Oppenheim, 8. April. Vom Telegraphen=
Ba=
taillon Nr. 4 in Karlsruhe trafen geſtern nachmittag
2 Offiziere und 25 Mann ein, um hier eine dreitägige
Uebung abzuhalten.
Nieder=Ingelheim, 8. April. In der Nähe des
Bahn=
hofs Ingelheim hat ſich der 70jährige Taglöhner Johann
Schmidt von Ober=Ingelheim, der in der Griesmühle
beſchäftigt war, heute nacht überfahren laſſen. Das
linke Bein wurde ihm abgefahren und er erlitt außerdem
noch ſchwere Verletzungen, an deren Folgen er ſtarb.
Per Grund zu dem Selbſtmord ſoll Lebensüberdruß
ge=
weſen ſein.
Gießen, 8. April. Der 24jährige Maſchinenſchloſſer
Ludwig Beimborn kam in Wieſeck in dem
Transfor=
matorenhäuschen der Starkſtromleitung zu nahe und war
ſofort tot.
Nieder=Mockſtadt, 8. April. Man ſchreibt uns:
Aus Furcht vor Strafe in den Tod gegangen iſt der
11jährige Otto Bretthauer von hier. Sein kleines Schwe=
ſterchen, auf das er achtgeben ſollte, hatte eine
Fenſter=
ſcheibe zertrümmert, weshalb ihm von ſeiner Mutter eine
geringfügige körperliche Züchtigung zuteil geworden war.
Daraufhin hatte ſich der Junge, ohne daß man darauf
acht gegeben hätte, entfernt und war während der Nacht
nicht nach Hauſe gekommen. Am anderen Tage ſuchte man
überall vergeblich nach ihm. Am Sonntag ließ man dann
die bekannte Polizeihündin „Lady” des Herrn
Wacht=
meiſters Wiener von Nidda kommen die auch ſofort die
Spur des Jungen ſchnurſtracks bis Nidda aufnahm. An
derſelben Stelle, wo ſie „laut” gab, gelang es auch, die
Leiche des unglücklichen Jungen zu bergen, der aus
Furcht vor Strafe von ſeiten des Vaters in der Nidda
ein naſſes Grab geſucht hatte. Heute, an ſeinem 11.
Ge=
burtstage, wurde er zu Grabe getragen.
(*) Büdingen, 7. April. Das hieſige größte Geldinſtitut,
Vorſchuß= und Kreditverein, erzielte im
abge=
laufenen Geſchäftsjahr einen Umſatz von über 2½
Mil=
lionen Mark und einen Reingewinn von 20000 Mark.
Bei Beginn des Jahres 1912 zählte die Kaſſe 760, am
Jahresſchluß 767 Mitglieder. Die Generalverſammlung
hat die Genoſſenſchaft mit unbeſchränkter Haftpflicht in
eine ſolche mit beſchränkter Haftpflicht umgewandelt.
Schotten, 8. April. Nach dem Gießener Anzeiger
fand man in einem in der Nähe von Schotten liegenden
Schutzhäuschen die Leichen des Laboranten
Bern=
hard Serth und deſſen Frau aus Frankfurt a. M.
er=
ſchoſſen auf. Der Grund zu der Tat iſt unbekannt.
Kunſtnotizen.
(eber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Der Richard Wagner=Verein wird auf ſeinem
heute abend veranſtalteten letzten Vereinsabend
dieſes Winters das Darmſtädter Publikum mit einem der
begabteſten und vielſeitigſten deutſchen Komponiſten
un=
ſerer Tage bekannt machen, dem Freiburger Tondichter
Julius Weismann. Es liegen aus ſeiner fleißigen
Feder ſchon nahezu hundert Lieder, eine Reihe von
Chor=
werken für gemiſchten und Männerchor,
Kammermuſik=
nummern, Stücke für Klavier und Violine und eine
Sin=
fonie in H-moll vor, die ſämtlich von ſtarker Begabung
und echtem künſtleriſchem Streben Zeugnis geben. Einer
ſeiner Kritiker ſchrieb über ihn ſehr richtig: „Weismann iſt
kein Tonſetzer, ſondern ein Tondichter. Gewiß kann er
alles, die Satzkunſt hat er von Grund aus gelernt, geübt
und beherrſcht ſie; ſeine Phantaſie nennt ihm unzählige
Melodien, an ſinnvollen Wendungen fehlt es ihm nicht;
er vermag die Stimmung nicht nur zu ſchaffen, ſondern
auch zu vertiefen und feſtzuhalten. Der Born ſeiner Muſik,
einer Muſik ohne Hintergedanken und blaſſe Abſichten, iſt
das deutſche Gemüt, das lieben will, das das Träumen
nicht laſſen kann, deſſen Treue feſt iſt wie der Stamm der
knorrigen Waldeiche. Weismann iſt ein Romantiker — ein
Muſiker mit dem wiedergefundenen Wunderhorn.” — Zu
der heutigen Wiedergabe ſeiner Schöpfungen werden ſich
mit dem Komponiſten die Konzertſängerin Fräulein Carola
Hubert, die Geigerin Fräulein Anna Hegner und der
Violoncelliſt Lennart von Zweygberg, ſämtlich Kunſtkräfte
von anerkanntem Rufe, vereinen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 7. April. Ein
verhäng=
nisvoller Unfall, der noch der Aufklärung bedarf,
hat ſich in der Nacht in einem Hauſe zu Schöneberg
abge=
ſpielt. Dort ſtrömte aus dem Gasherd in der Küche, in
der zwei Verkäuferinnen und die Köchin ſchliefen, Gas
aus Als der Schlächtermeiſter morgens ſeine Angeſtellten
wecken wollte, fand er die drei Mädchen leblos auf. Zwei
von ihnen waren bereits tot, während bei der dritten
Wie=
derbelebungsverſuche von Erfolg waren. Die drei
Mäd=
chen lagen auf ihren Betten, während der Schlauch, der
den Gasherd mit der Rohrleitung verbindet, abgeriſſen
war. Die polizeilich eingeleitete Unterſuchung ergab, daß
der Gasſchlauch erſt in der Nacht von dem Zuführungsrohr
heruntergeriſſen worden war. Man glaubt, daß eines der
Mädchen ſich während der Nacht von ſeinem Lager erhoben
und den Schlauch in der Schlaftrunkenheit abgeriſſen hat.
Das eine der Mädchen war Schlafwandlerin und verließ
häufig das Bett, ſogar die Küche, ohne am nächſten
Mor=
gen etwas von ihren nächtlichen Gängen zu wiſſen. Im
Hauſe ihrer Eltern hatte ſie auch einmal nachts den
Gas=
hahn ihrer Lampe geöffnet und wurde am nächſten Morgen
beſinnungslos aufgefunden. — Geſtern nachmittag wurde
in einem erſtklaſſigen hieſigen Hotel aus dem Zimmer
eines dort wohnenden ruſſiſchen Grafen ein Käſtchen mit
Juwelen im Werte von 10000 Mark und ein
Porte=
monnaie mit barem Geld von unbekannten Hoteldieben
die anſcheinend einer internationalen Diebesbande
ange=
hören, entwendet. Auf die Herbeiſchaffung der
Pretio=
ſen hat der Beſtohlene 10 Prozent des Wertes als
Beloh=
nung ausgeſetzt. — In ihrer Wohnung in Wilmersdorf
verſuchten geſtern der Kaufmann Hirſchberg und ſeine
Frau, ſich mit Lyſol zu vergiften. Beide wurden
bewußtlos aufgefunden. Hirſchberg iſt geſtorben. Man
hofft die Frau am Leben zu erhalten. Als Grund wird
eine ſchwere Krankheit des Mannes angegeben.
Frankfurt, 8. April. Die Geſchäfts=
Ausſtel=
lung in der Feſthalle, die am kommenden
Don=
nerstag eröffnet werden ſoll, wird die umfangreichſte
Aus=
tellung ſein, der die Rieſenhalle bisher Unterkunft
ge=
währt hat. Seit Oſtern ſind hunderte von Händen
be=
ſchäftigt, um die großzügigen Einbauten fertigzuſtellen,
und die Stände für die 200 Ausſteller herzurichten, denn
die Ausſchmückung wird diesmal nicht den einzelnen
über=
laſſen. Nach den Plänen des Stadtbaumeiſters Grörich
iſt ein einheitlicher, gefälliger Rahmen geſchaffen worden,
der nunmehr der Vollendung nahe iſt, und der
Ausſtel=
lungsobjekte harrt, die die Ausſteller nur hineinzuſetzen
haben. So wird das Bild, das die Feſthalle am 10. April
ihren Zuſchauern bieten wird, auch für denjenigen neu und
feſſelnd ſein, der ſie ſchon in mancherlei Gewand geſehen
hat.
Frankfurt, 8. April. Graf Zeppelin, der ſeit
Sonntag hier weilte, und im Frankfurter Hof mit Direktor
Colsmann und dem Kapitän Gluud und anderen
nam=
haften Luftſchiffern konferiert hatte, reiſte heute mittag
12.50 Uhr über Heidelberg nach Stuttgart.
Saarbrücken, 8. April. Die neun Jahre alte Tochter
Erna des Anſtreichermeiſters Kretſchmar in dem
benach=
barten Heusweiler, die ſeit dem 1. März ds. Js.
ver=
ſchwunden war, wurde geſtern nachmittag in einem Bach,
der Heusweiler durchfließt, ermordet
aufgefun=
den. Die Leiche ſteckte in einem Salzſack. Unter dem
Verdacht, das Mädchen getötet zu haben, befindet ſich ein
Sohn des Metzgermeiſters M. aus Heusweiler ſeit dem
Verſchwinden des Mädchens in Unterſuchungshaft.
Kempten, 7. April. In Rettenbach brannte
am Samstag nacht das Anweſen des Maurers Abrell
nieder. Bei dem Verſuch, ſeine drei Kinder im Alter von
6 bis 11 Jahren zu retten, verbrannte Abrell mit
die=
ſen. Die Frau iſt infolge des Unglücks ſchwer krank.
Merlenbach, 8. April. Bei einer geſtern abend zwiſchen
6 und 7 Uhr erfolgten Exploſion in der hieſigen neu=
errichteten Sauerſtoffabrik wurde der Werkmeiſter und
zwei Arbeiter getötet und ein Arbeiter ſchwer verletzt.
Die Gebäude wurden vollſtändig zerſtört.
Altenſteig, 8. April. Geſtern nachmittag brach in der
von vier Familien bewohnten ſogenannten „alten Kaſerne‟
Feuer aus, das ſo raſch um ſich griff, daß nichts mehr
gerettet werden konnte. Eine alte lahme Frau, die bei
einer in dem Hauſe wohnenden Familie in Pflege war,
konnte nicht mehr das Freie erreichen und kam in den
Flammen um. Auch der Hausbeſitzer Karl Tafel iſt
bei dem Verſuch, noch etwas zu retten, verbrannt. Zwei
andere Perſonen erlitten ſchwere Brandwunden. Eine
von ihnen ſchwebt in höchſter Lebensgefahr. Nach kurzeu
Zeit hatten auch die beiden Häuſer des Schuhmachers
Birkle und des Glaſers Lutz Feuer gefangen. Das erſtere
brannte bis auf den Grund nieder, während das andere
noch zum Teil gerettet werden konnte. Durch die große
Hitze hatten in dem verhältnismäßig engen Gebietsviertel
ſechs weitere Häuſer Feuer gefangen und auch das
Stadt=
pfarrhaus war in großer Gefahr. Der Schaden iſt
bedeu=
tend. Das Feuer ſoll durch ſpielende Kinder entſtanden
ein.
Peſt, 7. April. In dem Prozeß gegen die
Ex=
abgeordneten die gegen den Miniſterpräſidenten
und den Ackerbauminiſter Tintenfäſſer und anderes
ſchleu=
derten, wurden Zakarias zu 30 Tagen Gefängnis und 500
Kronen Geldſtrafe, Hoffmann und Beck zu 15 Tagen
Ge=
ängnis und 300 Kronen Geldſtrafe verurteilt. Vier
An=
geklagte wurden freigeſprochen. Die Verteidiger und der
Staatsanwalt legten Berufung ein.
Bay City (Oregon), 7. April. Beim Kentern des
Ham=
burger Viermaſters „Mimi” bei Aſtoria ſind 18
Per=
ſonen ertrunken. Nachdem die Rettungsmannſchaft
der Station Garibaldi faſt 24 Stunden vergeblich gegen
den heftigen Sturm angekämpft hatte, gelang es ihr heute
rüh um 5 Uhr. Kapitän Weſtphal und den Kapitän
Fiſher, den Präſidenten der Portland Engineering
Corpo=
ration, ſowie zwei Matroſen zu retten.
Der Nieder=Modauer
Bank=
krach vor der Strafkammer.
Zweiter Verhandlungstag.
g. Die Verhandlung gegen Adam und Genoſſen
nahm geſtern mit der Vernehmung des Angeklagten
Moſes Jſaak
ihren Fortgang. Dieſer ſchilderte anfangs in erregter,
lebhafter Rede ſeine Verhaftung am 6. März 1912 und
die Ausſagen des Adam, die nach ſeiner Behauptung
zu ſeiner Verhaftung geführt hatten. Adam habe
aus=
geſagt, er habe ſich Hypotheken des Vereins im Werte
von über 60000 Mark angeeignet und für ſeine Zwecke
verwendet. Auf den Vorhalt des Vorſitzenden, daß ihm
dies die Anklage gar nicht zur Laſt lege, beginnt er den
Anfang ſeiner Geſchäftsverbindung mit Pallmann und
ſeiner Bauſpekulationen zu ſchildern. Ende 1899 oder
Anfang 1900 ſei er mit Landsberg, Vogel und Roth in
Verbindung getreten. Von dieſem Konſortium wurde
ein größerer Baukomplex im Martinsviertel erworben
und die einzelnen Grundſtücke wurden zur Bebauung an
Bauunternehmer abgegeben. 1904 ſei er durch die großen
Aufregungen dieſer Spekulation ernſtlich krank geworden,
und er habe deshalb dem Roth erklärt, er mache nicht
mehr mit, er ſchließe ab, Roth ſolle das Reſtgelände
über=
nehmen. Bereits vorher, 1902, ſeien von den
Bauunter=
nehmern viele Wechſel von Nieder=Modau überreicht
worden. Er habe damals noch keinerlei Beziehungen zu
Nieder=Modau und zu Pallmann gehabt. 1902 ſei
Lands=
berg aus dem Baukonſortium ausgeſchieden und Vogel
1905. Er, Jſaak, habe die Verpflichtung gehabt, das ganze
Baukapital dem Konſortium zur Verfügung zu ſtellen.
Die erſte Anzahlung für die Grundſtücke betrug 40000
Mark, nach und nach wurden dafür 100000 Mark
einge=
zahlt. Als 1905 Vogel aus dem Konſortium ausſchied
zahlte ihm Iſaak von dem ausgerechneten Gewinn von
206000 Mark ſeinen Teil von 68000 Mark. Dieſen
ange=
nommenen Nutzen habe er ſpäter wieder eingeklagt, als
ſich herausſtellte, daß kein Gewinn, ſondern ein Verluſt
von rund 900000 Mark entſtand. Jſaak ſagte dann dem
Roth, er mache unter keinen Umſtänden mehr mit. Er
habe damals bereits 150000 Mack Baugelder bezahlt
ge=
habt. Roth ſolle den Reſt der Grundſtücke übernehmen,
er, Iſaak, ſei auch bereit, ihm perſönlich Baukapital bis
zur Höhe von 60 Prozent vorzuſchießen. Roth erwiderte
auf dieſes Angebot, für ihn allein wäre es zu viel, aber
Pallmann wolle die Hälfte mit übernehmen, wenn er
Baukapital bis zu 100 Prozent zur Verfügung ſtelle.
Insgeſamt haben ſeine Ausgaben für dieſe
Grundſtücks=
ſpekulation ohne die Baugelder beinahe eine Million
betragen, doch ſeien von 1901—1904 etwa 1 bis 1½
Millio=
nen eingegangen, und zwar durch die Realiſierung der
Hypotheken der erbauten Häuſer. Pallmann begründete
eine Forderung von 100 Prozent Baugelder damit, daß
es ihm nicht einfalle, aus ſeinem Geſchäft auch nur einen
Pfennig für dieſe Spekulation zu ziehen. Der Vertrag
mit Pallmann wurde dann am 25. März 1904
abge=
chloſſen. Pallmann habe ihm zur Beſchaffung der
Bau=
ſummen Akzepte auf Nieder=Modau ausgehändigt, die er
zum Teil behalten, zum Teil diskontiert hade. Ende 1905
ei das Engagement mit Nieder=Modau
verſchwun=
den. Von 1906 bis 1908 ſeien von ihm nach
Reali=
ſierung der Hypotheken für 170—180000 Mark Wechſel
be=
zahlt worden. Die Wechſel behielt er für ſich, trotzdem
er ſich Nieder=Modau gegenüber verpflichtet hatte, die
er=
ledigten Wechſel einzuſenden. Eine ſtichhaltige Erklärung
kann er dafür nicht geben.
Bezüglich des regen Wechſelverkehrs Pallmanns mit
Nieder=Modau habe er den Angaben des P. volles
Ver=
trauen entgegengebracht. P. habe nicht nur ihm, ſondern
auch den verſchiedenen Banken, bei denen er dieſe Wechſel
unterbrachte, zur Begründung dieſes umfangreichen
Kre=
dits angeführt, er habe dem Nieder=Modauer Verein
frü=
her große Gefälligkeiten erwieſen, deshalb habe ſich auch
die Kaſſe zur Einräumung eines Kredits verpflichtet. Auch
auf wiederholten Vorhalt kann er nur antworten, daß
er ſich niemals Gedanken darüber gemacht habe, ob wohl
die Beziehung des P. zur Nieder=Modauer Kaſſe in
Ord=
nung ſei. Er weiß aber auch keinen einzigen Vorteil
für die Nieder=Modauer Kaſſe durch dieſen
Wechſelver=
kehr anzugeben, worüber er ſich doch als früherer Bankier
und verſierter Geldmann Gedanken machen mußte. Nach
ſeinen Angaben waren ſtets für 300000 Mark Wechſel im
Lauf, die nur zum Teil prolongiert wurden, die meiſten
Wechſel beſanden ſich in ſeinem Beſitz und er habe ſie nur
nach Bedarf diskontiert. Die Prolongationen habe ſt ts
P. beſorgt. Dieſem habe er nur ein oder zwei Tage vor
der Fälligkeit ſtets davon Kenntnis gegeben, daß ein
Wechſel prolongiert werden müſſe. Daß P. dieſe
Pro=
longationswechſel ſelbſt ausſtellte, habe er nicht gewußt.
Er ſelbſt ſei auch niemals mit der Nieder=Modauer Kaſſe
in direkte Verhandlung getreten. Bezüglich der Unter=
Seite 6
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. April 1913.
Nummer 82.
bringung einer Hypothek von 180000 Mark für den
Darmſtädter Hof kam zwiſchen Pallmann, Jſaak und
dem Nieder=Modauer Verein ein Arrangement zuſtande,
nachdem ſich Jſaak Pallmann gegenüber verpflichtet hatte
ffür die Unterbringung der Hypothek Sorge zu tragen.
Iſaak gibt an, daß er keinerlei Intereſſe an der
Uner=
bringung der Hypothek hatte, was aber im Widerſpruch
damit ſteht, daß er ſich verpflichtete, auf Proviſion für die
Unterbringung der Wechſel der Nieder=Modauer Kaſſe zu
verzichten, und daß er für ſich und für ſeinen
Schwieger=
vater Bürgſchaft für die Sicherheit der Hypothek einging.
Hierzu liegt nun noch ein Brief Iſaaks von Adam vor
in dem er ſchreibt, daß er das Delkredere des Adam aus
dem Arrangement Adam=Lorenz übernehme, wenn Adam
für dieſe Hypothek vom Darmſtädter Hof die Bürgſchaft
übernehme. Adam war, wie erinnerlich, bei der „
Sa=
nierung” Lorenz die Verpflichtung der Uebernahme von
ein Fünftel der Schulden eingegangen. Später hatte
Iſaak gegen Uebernahme des Kaufbriefes die
Schuld=
ſumme als eigene Schuld anerkannt. Da für Adam ſo
mit die Bürgſchaft erledigt war, kann Jſaak eigentlich
jenen Brief nur in der Abſicht eines Betrugs geſchrieben
haben, nämlich in Adam den Anſchein zu erwecken
als beſtände jene Bürgſchaft für die Schuld des Lorenz
noch. Adam beſtätigt auch, daß in ihm dieſer Eindruck
durch den Brief erweckt wurde. Eine Erklärung für die
Aeußerung in dem Brief, Jſaak würde das Delkredere des
Adam im Falle Lorenz übernehmen, kann Jſaak nicht
geben. Er gibt an, er habe in den Pallmann in der Sache
volles Vertrauen geſetzt. Dieſer wird ihm wohl einen
plauſiblen Grund angegeben haben, das zu ſchreiben,
denn daß es auf Anraten des Pallmann geſchehen ſei,
wiſſe er noch. Aber was P. für einen Grund angab, könne
er heute nicht mehr ſagen. Jedenfalls hätten ſie nicht die
Abſicht gehabt, den Adam zu betrügen.
Iſaak verneint die Frage des Vorſitzenden, ob er ſchon
1905 mit der Landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaftsbanl in
Verbindung geſtanden hat, auf das entſchiedenſte.
Schließ=
lich muß er dann zugeben, daß er von dieſer Bank damals
Wechſel für 75000 Mark einlöſte. Iſaak meinte darauf,
dies müſſen Wechſel an die Genoſſenſchaftsbank geweſen
ſein, die ſein Giro trugen. Er ſchildert dann einen Fall,
wie ihn Pallmann um einen Kaufbrief über 70000 Mark
geprellt habe. P. habe damals zu ihm geſagt, er werde
ihm den Kaufbrief durch die Nieder=Modauer Kaſſe zu
Geld machen und ihm dann das Geld geben. P. aber habe
dieſe Urkunde der Reinheimer Kaſſe zediert. Als er,
Iſaak, bei Pallmann wegen des Geldes drängte, gab ihm
P. zwei Wechſel auf die Nieder Modauer Kaſſe im Betrage
von 68000 Mark. Dieſe Wechſel ſeien zunächſt von ihm
bei der Elſäſſiſchen Bank hinterlegt worden und der
Be=
trag ſeinem Konto gutgeſchrieben. Als dieſer Wechſel dann
fällig war, mußte er ihn einlöſen. Auf dieſe Weiſe ſei er
um den Kaufbrief gekommen. — Jſaak kommt dann auf
die Abwickelung der ſich 1908 entwickelnden Kriſe in ſeinen
Vermögensverhältniſſen zu ſprechen, und auf die im Jahre
1907 beginnende Verbindung mit der Landwirtſchaftlichen
Kreditbank in Frankfurt a. M. Die Bank ſei im Auguſt
1907 an ihn herangetreten, er möchte doch in höchſtens drei
Tagen Pfandbriefe des Inſtituts unterbringen. Er
er=
klärte ſich auch bereit, der Kaſſe 400000 Mark zur
Verfüg=
ung zu ſtellen. Er erhielt darauf Pfandbriefe für 600000
Mark, die er im November 1907 bei der Elſäſſiſchen Bank
in Frankfurt hinterlegte, die ihm den Wert gutſchrieb. Er
brachte dann noch nach und nach 4—5 Millionen Mack
Pfandbriefe der Kreditbank unter und zwar zu einem
Kurſe von 101, auf dem damals noch bis Anfang 1908 dieſe
Wertpapiere geſtanden haben ſollen. Es wird hier dem
Angeklagten zur Laſt gelegt, daß er mittelbar der Nieder=
Modauer Kaſſe Pfandbriefe zu einem ungerechtfertigt
hohen Kurs aufgehängt habe
Im Januar 1907 verlangte die Aſchaffenburger
Zweig=
ſtelle der Bayeriſchen Handelsbank, die damals für 105 000
Mark Wechſel des Nieder=Modauer Vereins mit den
Un=
terſchriften Pallmanns und Jſaaks im Beſitz hatte und
Mißtrauen in die ganzen Transaktionen gefaßt hatte, die
Bilanz der Nieder=Modauer Kaſſe. Pallmann
hat ſich nun anſcheinend an die Kaſſe um eine Bilanz ge
wendet, denn in einem verleſenen Schreiben des P. an
Iſaak teilt er dieſem mit, daß ſich die Kaſſe weigere, eine
Bilanz herauszugeben. Darauf ſchrieb Iſaak, es könnte
eine Bilanz eingereicht werden, doch müßten die Wechſel
von 105000 Mark, die er näher angab, in die Bilanz
ein=
geſtellt werden. Dieſe Aeußerung könnte doch, wenn ſie
überhaupt einen Sinn haben ſoll, nur heißen, es ſolle eine
Bilanz hergerichtet werden, in der die Wechſel eingeſtellt
werden, damit das Mißtrauen der Handelsbank beſeitigt
werde, denn die Bank wollte doch nicht eine zukünftige
ſondern die bereits veröffentlichte Bilanz haben. Es
ent=
ſtehen bei der Erörterung dieſer Frage größere erregte
Kontroverſen zwiſchen dem Angeklagten und dem
Vor=
ſitzenden, ſowie einem Beiſitzer, denn Jſaak, der ſonſt au
jede Frage ſofort eine paſſende Antwort hatte, iſt hierbei
anfangs verblüfft ob der ihm dämmernden unangenehmen
Konſequenz, und verſucht, wie er es fortwährend tut, vor
der Sache abzuſchweifen. Auf die Frage des Sachverſtän
digen, Regierungsrat Baſtian, wer mit den Wechſeln
im „Soll” hätte belaſtet werden müſſen, antwortete Jſaak
nach einigem Beſinnen, dies hätte natürlich Pallmann ſein
müſſen, während er ſonſt ſtets behauptet hatte, er ſei im
Glauben geweſen, die Wechſel ſeien Gefälligkeitswechſel.
Weiter ſtellt Herr Regierungsrat Baſtian feſt, daß die
Pfandbriefinſtitute in die Geſtaltung des Kurſes ſtets ſelbſt
eingreifen. Es könne demnach Iſaak nicht zur Laſt gelegt
werden, daß er den Kurs künſtlich gehoben habe. Aber
er müſſe doch den Angeklagten fragen, ob er nichts dabe
gefunden habe als ein alter Bankfachmann, daß die
Land=
wirtſchaftliche Kreditbank in Frankfurt wiederholt an ihn
herantrat mit dem Erſuchen, ihr binnen drei Tagen Geld
zu beſchaffen. Daß dies immer wieder und in der Höhe
von 4 bis 4½ Millionen Mark geſchah, hätte dem Ange
klagten auffallen müſſen. Jſaak meinte, daß er dabei gar
nichts gefunden habe.
Es kommen dann die Einzelfälle zur Sprache, die zur
Geſchäftsverbindung mit der Genoſſenſchaftsbank führten.
Auf einen Artikel der Frankfurter Zeitung hin, der ſich
mit der Kreditbank beſchäftigte, wurden Iſaak von der
Elſäſſiſchen Bank Vorhaltungen gemacht wegen der
geo=
ßen Poſten von Pfandbriefen dieſes Inſtituts (für 650 000
Mark). Er wollte dann ins Reine mit den Banken
kom=
men und ſuchte ein Arrangement zwiſchen der
Genoſſen=
ſchaftsbank und der Kreditbank, das nachher ohne ihn
zwiſchen den beiden Banken zuſtande kam. Hierbei machte
er erſtmalig den Vorſchlag, daß der Genoſſenſchaftsbank
55000 Mark zur Verfügung geſtellt werden für eventuelle
Verluſte der Nieder=Modauer Kaſſe. Am 22. Juli 1908
ſtellte er bei der Genoſſenſchaftsbank den Antrag auf
An=
nahme einer Hypothek, von der ein bedeutender Nachlaß
gewährt werde. Von dieſem Nachlaß ſollten dem Nieder=
Modauer Verein ebenfalls 35000 Mark zugute kommen
und in einem Fall am 5. Auguſt 1908 noch rund 10000
Mark. Auf die Frage des Vorſitzenden, weshalb er dies
alles dem Nieder=Modauer Verein zuführen wollte, gibt
Iſaak die unerwartete Antwort, er glaubte dadurch die
Genoſſenſchaftsbank geneigter zur
An=
nahme der Hypotheken machen zu können
da er wußte, wie ſehr der Zuſammenbruch der Nieder=
Modauer Kaſſe die Genoſſenſchaftsbank berühren nußte.
Das veranlaßte den Vorſitzenden zu der verſtändlichen
Aeußerung: So, und ich hatte angenommen, daß Sie
be=
abſichtigten, damit wenigſtens einen kleinen Teil zur Min
derung des Elends beizutragen, das jedenfalls nicht ohne
Ihr Verſchulden über Nieder=Modau hereingebrochen iſt.
Iſaak erklärt zum Schluß, daß der Nieder=Modauer
Verein niemals durch ſeine Geſchäfte in
Mitleidenſchaf=
gezogen worden ſei, und wenn von der Kaſſe Bürgſchaften
für ſeine Auseinanderſetzungen mit Kreditbank und Ge
noſſenſchaftsbank übernommen worden ſeien, ſo ſei dies
jedenfalls auf ſeparate Verhandlungen der
Genoſſenſchafts=
bank mit Nieder=Modau zurückzuführen.
Sodann wird die Verhandlung gegen 1 Uhr auf
Mittwoch 8½ Uhr vertagt.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 8. April. Präſident Dr. Kaempf
er=
öffnet die Sitzung um 1 Uhr 1 Minute. Die
erſte Beratung der Wehr= und Deckungsvorlage
wird fortgeſetzt. Abg. Baſſermann (natl.): Wenn der
Reichskanzler betont hat, daß ein Weltkrieg doch einmal
ausbrechen könnte, in dem es ſich um Exiſtenzfragen der
Völker handeln würde, ſo bin ich der Anſicht, daß dieſe
Darſtellung von einem Gefühl der Zuverſicht getragen
wurde, daß unſere Armee ihre völlige Schuldigkeit tun
würde. Es war berechtigt, dieſe ganzen Ausführungen
frei von Optimismus und im Vertrauen zu unſerer Nation
und unſerem Heer zu machen. Wenn dieſe Ueberzeugung,
daß eine weitere Rüſtung nötig ſei, auch vielleicht etwas
ſpät Platz gegriffen hat, und der Entſchluß, dieſe Vorlage
zu machen, erſt ſpät gefaßt worden iſt, ſo kann es doch
immerhin ein guter Entſchluß ſein, wenn in der Tat der
internationalen Lage damit Rechnung getragen ward. Auch
wir empfinden den Kontraſt in der Haltung der Regierung,
finden ſie aber erklärlich, wenn wir auch die
Veröffent=
lichung in der Norddeutſchen Allgemeinen Zeitung nicht
als ganz vorſichtig anerkennen können. Trotz der
fort=
geſetzten Verſchlechterung der politiſchen Lage iſt
Deutſch=
land mächtig aufgeblüht und vielen ein unbequemer
Kon=
kurrent auf dem Weltmarkt geworden. Die Erfolge
unſe=
rer Diplomaten ſind nicht wegzuleugnen, und erfreulick
iſt die Zuſage, daß eine Reform in der diplomatiſchen
Karriere vorgenommen werden ſoll. Unſere Lage iſt un
ſo ſchwerer, als Oeſterreich durch die Balkanwirren
ge=
nötigt iſt, einen großen Teil ſeines Heeres an der ſüd=
öſt=
lichen Grenze bereit zu halten und Italien immer noch in
Tripolis engagiert iſt. Es iſt von Chauvinismus
geſpro=
chen worden. Dieſer iſt die unberechtigte Uebertreibung
des Nationalgefühls. Bei der panſlawiſtiſchen Bewegung
handelt es ſich um eine Raſſen= und Volksbewegung in
dem bekannten alten Zuge nach dem Weſten. Das iſt eine
Gefahr, die von allen Politikern eingeſehen werden muß
Bei Beurteilung der Vorgänge in Frankreich hat Herr
Haaſe es leider unterlaſſen, uns zu erzählen, welchen
Emp=
fang Jaurés erfahren hat, als er gegen die dreijährige
Dienſtzeit eintrat. Frankreich gegenüber hat Deutſchland
ſtets eine Friedenspolitik getrieben, trotz vielſacher
Kon=
fliktsſtoffe. In der ganzen Welt ſehen wir eine
groß=
zügige imperaliſtiſche Bewegung, die in der Erſtarkung der
Flotten und Heere zum Ausdruck kommt. In der
Erwer=
bung von Kolonialbeſitz iſt Deutſchland ſehr langſam
vor=
angegangen. Intenſiv fortgeſchritten ſind wir nur auf den
Gebiet der Militär= und Steuervermehrung. Die
Rei=
bungsflächen haben ſich ſeit den letzten Dezennien
erheb=
lich vermehrt, die Kriegsgefahr iſt eine permanente
ge=
worden. Ich erinnere an Marokko und Agadir, an die
Angliederung Bosniens an Oeſterreich und jetzt an den
Balkankrieg. Unſere Ziele gehen dahin, an der Adria
Serbien keinen Hafen einzuräumen, weil daraus ſehr bald
ein ruſſiſcher Kriegshafen entſtehen würde. Dann wollen
wir ein unabhängiges Albanien. Der Tadel, daß wir treu
an Oeſterreichs Seite geſtanden haben, iſt ungerechtfertigt.
Dieſe Bundestreue iſt der Grundzug unſerer Politik, ſie
bewegt ſich im Rahmen der alten Bismarckſchen
Traditio=
nen. Auch wir begrüßen die Beſſerung in den
Beziehun=
gen zu England. Niemand in Deutſchland denkt daran,
Englands Weltſtellung und Englands Seegeltung
anzu=
taſten. (Sehr richtig!) Nur durch die wirtſchaftliche
Ent=
wicklung Deutſchlands iſt uns die Notwendigkeit erwachſen,
eine Kriegsflotte zu ſchaffen, aber nicht zum Angriff. Die
denkwürdige Erklärung des Großadmirals von Tirpit
hat einen Widerhall bei den engliſchen Staatsmännern
gefunden, in deren Reden mit Befriedigung ein ganz
an=
ders gewordener Ton zu finden iſt. Nun ein paar
Be=
merkungen zur Militärvorlage ſelbſt. (Heiterkeit.) Ich
habe ſchon bei früheren Gelegenheiten darauf hingewieſen,
daß wir mit den früheren Vorlagen nicht ganz
einverſtan=
den waren, daß wir vielmehr das Vorhandenſein von
Lücken bemerken mußten. Die jetzige Vorlage iſt nicht
le=
diglich ein Ergebnis der politiſchen Lage, es ſollte
viel=
mehr auch früher Verſäumtes nachgeholt werden. Wenn
der deutſche Generalſtab an die Kriegsverwaltung
heran=
getreten iſt und erklärt hat, daß er die Verantwortung für
den derzeitigen Umfang der Armee nicht mehr übernehmen
könne, ſo war das ſein gutes Recht und ſeine Pflicht.
Dieſe Vorlage will die allgemeine Wehrpflicht durchführen.
Daraus müſſen wir die Konſequenzen ziehen, auch in
be=
zug auf die Unteroffiziere und Offiziere, Munition und
die Unterbringung der Truppen. Wir wollen jetzt den
Scharnhorſtſchen Gedanken verwirklichen, der auch in die
Reichsverfaſſung übergegangen iſt, daß jeder Wehrfähige
wehrpflichtig iſt, und daß ſich niemand vertreten laſſen
kann. Dabei iſt die Militärverwaltung nicht den Weg
ge=
gangen, neue Armeekorps aufzuſtellen, ſondern eine
Ver=
ſtärkung im allgemeinen durchzuführen. Richtig iſt die
Vorlage namentlich hinſichtlich der Vermehrung der
In=
fanterie und Artillerie. Bei der Neuregelung des bürger
lichen Strafrechts ſollte auch das Militärſtrafrecht revidiert
werden. (Sehr richtig!) Zur Vorbereitung zu dem
Rich=
terumt ſeilten für die Offiziere, die der Rechtſprechung
völlig fern ſtehen, Informationskurſe eingerichtet werden.
Gegen die Mißhandlungen iſt mit großer Energie von der
Militärverwaltung eingeſchritten worden. Das muß wei
ter geſchehen angeſichts der vielen neuen Rekruten, bei
de=
nen auch mal ein körperlich und geiſtig Minderwertiger
unterlaufen kann. Bei der Beförderung ſollte kein
Unter=
ſchied gemacht werden nach religiöſen Rückſichten und
hin=
ſichtlich der Bevorzugung des Adels. Bei der Garde iſt
es etwas beſſer geworden, aber bei vielen Linien=
Regimen=
tern iſt es ſchlechter geworden. Die Offiziere ſollten nicht
zu lange den Entbehrungen in den Grenzgarniſonen
unter=
worfen werden. (Sehr richtig!) Die wirtſchaftliche
Ent=
wickelung Deutſchlands hat uns zu Weltkonkurrenten
ge=
macht, ſie hat aber auch die Reibungsflächen vermehrt, da
wir mehr als früher zu verteidigen haben. Wir billigen
angeſichts der Weltlage die Stärkung unſerer Wehrmacht
als ein Gebot der Selbſterhaltung. (Lebhafter Beifall.)
Abg. Graf v. Kanitz (konſ.): Wir erkennen es für
eine Notwendigkeit an, unſer Heer zu verſtärken, um uns
unſere Feinde vom Halſe zu halten. Das bezeichnen Sie
(zu den Sozialdemokraten) als Rüſtungswahn. Daß Ihre
Anſicht keinen Widerhall im Volke findet, beweiſen die
mißglückten Proteſtverſammlungen (Sehr gut!) und das
beweiſt auch der Umfall Jaurés, dem zugerufen wurde:
Berlin. Sorgen wir, daß die Franzoſen niemals nach
Berlin kommen. Glauben Sie nicht, daß wir leichten
Her=
zens an die Vorlage herangehen. Von Hurraſtimmung
kann keine Rede ſein. Wir erkennen die koloſſalen Opfer
an Gut und Menſchenkräfte an, die der Arbeit durch den
Militärdienſt entzogen werden. (Sehr richtig!) Die
An=
ſtrengungen der Franzoſen in der Rüſtung ſind gewaltig.
Es wäre ein Verbrechen, wenn wir unſere große Macht
und unſeren Vorſprung in der Wehrfähigkeit, nicht
aus=
nützen würden. (Sehr richtig!) Wir ſind dem
Reichs=
kanzler dankbar, daß er dieſe Vorlage eingebracht hat. Das
müſſen wir auch einmal ausſprechen. (Lebhaftes Bravo
rechts.) Es ſoll ein Friedenswerk ſein und wird auch den
Frieden ſichern. An unſerer Friedensliebe iſt nicht zu
zweifeln. Wir wollen aber lieber eine Milliarde opfern,
als uns der Gefahr einer Niederlage ausſetzen. Die
Vor=
herrſchaft der engliſchen Seemacht im Mittelmeer iſt für
unſere Verhältniſſe ſehr günſtig, wenn nur immer darauf
geachtet wird, daß das Mittelmeer freie Bahn für alle
Na=
tionen bleibt. Mag Skutari fallen und die
Tſchataldſcha=
linie erſtürmt werden, mag die Türkei ihren ganzen
euro=
päiſchen Landbeſitz außer Konſtantinopel verlieren, ſo wird
immer noch keine Ruhe auf dem Balkan geſchaffen ſein.
Dann geht der Streit unter dieſen Völkern erſt los.
So=
lange wir die Stärkeren ſind, wird uns der Frieden
er=
halten bleiben. Deshalb können wir erwarten, daß dieſe
Vorlage hier möglichſt einmütig angenommen wird und
daß wir bereit ſind, das Opfer zu bringen, das das
Vater=
land von uns verlangt. Möge das Jahr von 1913 an
Opferwilligkeit nicht zurückſtehen gegen das Jahr von
1813. (Lebhafter, ſich wiederholender Beifall rechts.
Abg. Dr. Müller=Meiningen (Fortſchr. Volkspt.):
Der letzte Satz des Grafen Kanitz ſtimmt nicht ganz mit
dem überein, wenn er ſagte, daß von einer Hurraſtimmung
keine Rede ſein kann. Eine Hurraſtimmung habe ich
eigent=
lich nur in der Spahnſchen Rede bemerkt. (Heiterkeit.)
Er war hurraſtimmiger als Graf Kanitz und Baſſermann.
Die Darlegung der Motive zu dieſer Vorlage ſtehen in
um=
gekehrtem Verhältnis zu der Bedeutung des Geſetzes, und
eine derartige Motivierung, wie ſie der Kriegsminiſter
geſtern gegeben hat, iſt im parlamentariſchen Leben noch
nicht dageweſen. Das war ein ſtarkes Stück. Die Vorlage
iſt in wenig Wochen zuſammengeſchrieben und deshalb
etatsrechtlich völlig unüberſichtlich und tendenziös. Win
haben uns zu fragen: Iſt eine ſolche ungeheure
Koſten=
erhöhung und Heeresvermehrung unbedingt notwendig?
Und dann: Werden nach all dieſen Forderungen Menſchen
und Ausrüſtungsmittel ſo angewendet, daß der Zweck des
Geſetzes, das heißt, die Sicherung des Reiches, auf die
beſte und billigſte Weiſe tatſächlich erreicht werden? Nur
die Sicherheit des Reiches kann maßgebend ſein für den
Bedarf an den vielen Menſchen, die aus der Wirtſchaft
und den Familien herausgeriſſen werden. Da kann es
nicht heißen: Alles ablehnen oder alles annehmen. Wir
müſſen genau prüfen. Wir ſind von den Balkanereigniſſen
völlig überrumpelt worden. Unſere Militärverwaltung
und Diplomatie hat von den Rüſtungen und der
Verpro=
viantierung Bulgariens nichts gemerkt. (Sehr gut!)
Sol=
len die Rüſtungen immer ſo weitergehen, ſollen wir im
nächſten Jahre eine neue Flottenvorlage erhalten und
wo=
möglich wieder eine Heeresvorlage? (Bewegung.) Die
Rede des Reichskanzlers war mir ſehr ſympathiſch. Er
be=
kam das Kunſtſtück ſertig, beruhigend zu wirken und eine
Milliardenforderung zu ſtellen, aber eine Begründung für
die Vorlage hat die Rede nicht enthalten. Leider hat der
Reichskanzler unſerer Reſolution auf Abkommen bezüglich
der Beſchränkung der Rüſtungen abgelehnt und es damit
den anderen Völkern unmöglich gemacht, mit ſolchen
Vor=
ſchlägen hervorzutreten. Den internationalen
Kriegs=
hetzern, dem Treiben der Chauviniſten ſollte von allen
Parteien entgegengetreten werden. An einen
Angriffs=
krieg aus Eroberungsgelüſten denkt niemand bei uns; nur
Narren oder Verbrecher denken daran. Wir haben genug
an unſeren Polen und Wetterlés. (Heiterkeit.) Aber wir
wollen keinen Fuß deutſchen Bodens abtreten. (Bravo!)
Man ſollte das Andenken der Helden von 1813 nicht durch
Straßenkundgebungen proſtituieren. Mag man dieſe
Enthuſiaſten bei der Aufbringung der Deckung für die
Heeresvorlage privilegieren mit der dreifachen Zahlung
der Wehrſteuer, dann würde dabei wohl der Patriotismus
abflauen. Auch die Haltung der Preſſe iſt zu verurteilen,
die bemüht iſt, unſere Armee und ihre Ausrüſtung
herab=
zuſetzen. Das machte denn auch einen entſprechenden
auf=
munternden Eindruck in Frankreich und Rußland. Die
ge=
forderten Soldaten erſcheinen als eine Erſchwerung des
Gedankens der allgemeinen Wehrpflicht. Der Gedanke der
allgemeinen Wehrpflicht wird zur Wirklichkeit, wenn ſie
das deutſche Volk wünſcht und ſie kommt erſt zur Geltung
in dem Augenblick, wenn man dafür eintritt, daß die
Ju=
gend ſchon in der Schule einer ſyſtematiſchen Erziehung
unterworfen wird. Selbſtverſtändlich müſſen die politiſche
Entwickelung und hinſichtlich der Ausbildung die neueſten
Erfahrungen berückſichtigt werden. Die Kavallerie hat
heute nicht mehr die Bedeutung, die ſie früher gehabt hat,
wir müſſen uns deshalb eine genaue Prüfung der
Forde=
rungen in dieſer Beziehung vorbehalten. Zu erwägen
iſt ferner, ob wir nicht mehr Inſpekteure haben als zur
Ausbildung der Truppen unbedingt notwendig ſind. Das
jetzige perſönliche Syſtem muß beſeitigt werden. Der
Un=
teroffiziersſtand muß durch beſſere Behandlung gehoben
werden. Das Offizierskorps ſollte durch die Einrichtung
der Feldwebelleutnants entlaſtet werden. Gegen eine
Ver=
mehrung der Kadettenanſtalten und der
Unteroffiziersvor=
ſchulen ſind wir prinzipiell. Wir werden überhaupt auf
möglichſte Sparſamkeit hinwirken. Die „feinen
Regimen=
ter” verſtoßen gröblich gegen den kameradſchaftlichen Geiſt
im Heere. Wo es die Verhältniſſe erfordern, daß die
Friedenspräſenz erhöht werden muß, vertrauen wir der
Militärverwaltung, daß ſie nichts verabſäumt. Wo iſt die
Reform des Militärſtrafrechts? Wenn wir das Heer ſtark
erhalten wollen, dann müſſen wir vor allem Reformen
im Innern durchführen. Wo bleibt die Reform des
Eorengerichtshofes? Wir Liberale achten Preußen als beſte
Gewähr deutſcher Selbſtändigkeit. Aber man darf ſich
auch dort nicht Reformen verſchließen und ſich beſonders
nicht wehren gegen innere Reformen im Heer. Sie ſchaf= den wirkſamſten Schutz der Armee und der Monarchie
und ein zufriedenes, ſchlagfertiges Heer iſt die beſte
Ge=
währ für den politiſchen und kulturellen Fortſchritt des
deutſchen Volkes. (Lebhafter Beifall bei den Freiſinnigen
und Nationalliberalen.)
Kriegsminiſter v. Heeringen: Das deutſche
Offi=
zierkorps ſteht feſt auf dem Boden, auf dem es
aufgewach=
ſen iſt. (Heiterkeit.) Es wird beim Ernſtfalle zeigen, daß
es ſeine Schuldigkeit tut. Darum können wir volles
Ver=
trauen zu unſerer Wehrmacht haben. In den Grörterungen
über Zwiſtigkeiten zwiſchen Kriegsminiſter und
General=
ſtab ſteckt ſehr viel Klatſch. Dazu gehören auch die
Ge=
rüchte, der Abſchied des General=Inſpekteurs des
Verkehrs=
weſens ſei die Folge einer Preßkampagne. Aber weder
dieſer Fall noch andere vorgebrachte Fälle haben mit einer
Preßkampagne etwas zu tun. Daß vom früheren
Kriegs=
miniſter geſagt worden ſei, mit früheren Vorlagen ſeien
unſere Bedürfniſſe für alle Zeiten gedeckt, iſt nicht richtig.
Nummer 82.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. April 1913.
Seite 7.
Das kann niemand ſagen. Sie können immer nur den
be=
ſtehenden militäriſchen und ſonſtigen Verhältniſſen
ent=
ſprechend ſein. Wir haben den jetzigen politiſchen
Ver=
hältniſſen Rechnung getragen und Ihnen die Vorlage
ge=
macht. Wenn es nicht Notwendigkeiten geweſen wären,
hätten wir es nicht verlangt. (Beifall.)
Abg. v. Seyda (Pole): Wenn wir die Vorlage
an=
nehmen wollten, würden wir unſere Selbſtachtung
ver=
lieren. In dieſem Augenblick, wo Millionen für die
Polen=
politik gefordert werden. Wir haben keinen Schutz mehr
im Reiche. Mitten im Frieden werden wir enteignet.
Abg. Scheideman (Soz.): Alles was bisher
ge=
agt worden iſt, beſonders von Herrn Kanitz, ſind alles
Momente gegen die Vorlage. Der Abgeordnete Müller=
Meiningen und ſeine Partei ſollten denn auch die
Konſe=
zuenz ziehen und die Vorlage ablehnen. Bismarck hätte
uns ſo etwas nicht zugemutet. Das liegt aber nur an der
Lauheit der bürgerlichen Oppoſition. Solange ſie nicht
energiſch wird, tut die Regierung doch was ſie will. Der
Reichskanzler hat die Sachlage ſo dargeſtellt, als hätten
wir Angſt vor den Serben. (Heiterkeit.) Wir ſollten uns
fragen, ob das Bündnis mit Oeſterreich=Ungarn Wert für
uns hat, beſonders macht dies eine unglückliche Wendung
des Reichskanzlers nötig, der ſagte, Oeſterreich=Ungarn mit
ſeinen Tauſenden von Slawen ſei das bewährte Bollwerk
des Germanentums gegen das Slawentum. Wenn die
Vorlage angenommen wird, brauchen wir nicht erſtaunt zu
fein, wenn Frankreich alle möglichen Vorſichtsmaßregeln
treffen wird. Ueber die Vorwürfe, wir ſeien
Vaterlands=
ſeinde, können wir nur mitleidig lächeln. Die deutſche
Wehrvorlage und die zur Begründung beigegebenen
Ge=
danken ſind in keiner Beziehung ſtichhaltig. Wir, die wir
aus dem Volk ſtammen, kennen den Schaden, wenn der
Sohn dem Geſchäft oder der Wirtſchaft des Vaters auf
mehrere Jahre entzogen wird. Die neuen Soldaten ſollen
einen Schutz gegen das Slawentum bilden, aber dafür wird
für jeden Arbeiter, der aus ſeiner Arbeit herausgezogen
wird, ein Ausländer herangezogen. Das iſt
wirtſchafts=
politiſch ein unglaublicher Vorgang. Wir ſehen nicht in der
fortwährenden unabſehbaren Erhöhung der
Friedensprä=
ſenz eine Gewähr des Friedens, ſondern wir werden in
unſerer Weiſe weiter arbeiten und der Tag wird kommen,
wo ſich die Franzoſen und die Deutſchen einander
ver=
trauensvoll die Hand reichen. Das iſt dann der Tag
un=
ſeres Triumphes. Dann iſt der Welt der Weg offen zur
Freiheit und der Kultur. (Beifall bei den
Sozialdemo=
kraten.)
Abg. Erzberger (Ztr.): Für ſeine Anklagen wird
der Vorredner auch den Richter finden, dieſer aber wird
ihm unrecht geben. (Sehr richtig! Widerſpruch bei den
Soz.) Wir bewilligen nicht dem Regierungsſyſtem die
Gelder, ſondern dem deutſchen Volke. Den Anregungen
des Vorredners kann ich nicht beitreten. Zuzugeben iſt,
daß Oeſterreich auf dem Balkan und Italien in Nordafrika
ſehr ſtark engagiert ſind, doch können wir nicht auf ihre
Bundesgenoſſenſchaft verzichten. Wir können bei einem
künftigen Weltkriege nicht ganz auf uns angewieſen ſein
niemand kann wiſſen, ob er nicht bald komme; ein Krieg
Deutſchlands ohne Bundesgenoſſen könnte dann nur mit
einer Zertrümmerung Deutſchlands enden. Wir können
auf eine ſchlagfertige Rüſtung nicht verzichten, wenn wir
weiter geachtet daſtehen wollen. Die Unterhaltungskoſten
für Heer und Marine ſind nicht anders als Prämien
für die Verſicherung des Landes anzuſehen. Untaugliche
wollen auch wir nicht herangezogen wiſſen. Wenn auch bei
Vermehrung des Mannſchaftsſtandes die Offiziere und
Unteroffiziere ebenfalls vermehrt werden müſſen, ſo ſehe
ich nicht ein, weshalb auch die Beamten in dem Maße
vermehrt werden ſollen, wie es die Vorlage fordert. Was
der Vertreter der polniſchen Fraktion geſagt hat, iſt
be=
rechtigt, das darf aber doch nicht davon abhalten, die
Vor=
lage zu bewilligen, wenn wir den Oſten des Vaterlandes
chützen wollen. Wir müſſen uns natürlich vorbehalten,
die Forderungen der Vorlage eingehend zu prüfen.
Er=
ſparniſſe ſind noch an vielen Stellen zu machen. So iſt es
ein alter eigener Wunſch der Offiziere, auch im Frieden
die Felduniform tragen zu dürfen. Beſonders an der
Garderobe könnte viel geſpart werden. Heute iſt die
Garderobe eines Offiziers ſo groß wie die einer
Schau=
ſpielerin. Die Ausbildung der Soldaten könnte noch viel
energiſcher betrieben werden. So könnten die vielen
Mannſchaften, die durch Bewachen von undewohnten
Schlöſſern feſtgelegt werden, viel beſſer zum Dienſt
heran=
gezogen werden. Vielleicht kommt ein Vertrag mit der
Wach= und Schließgeſellſchaft billiger. (Heiterkeit.) Auch
bei den Muſikkapellen könnte viel geſpart werden, vielleicht
auch bei dem Burſchenweſen. Die ſtrengen Arreſtſtrafen
ſollten abgeſchafft werden. Den Landwirten ſollte zur
Milderung der Mehraushebung Entgegenkommen gezeigt
werden und den Soldaten ein 4—6wöchiger
Heimats=
urlaub gewährt werden. Die uns vorliegende Vorlage
ſoll nicht zum Kriege führen, ſondern eine Armee ſchaffen.
die bereit iſt, zum Schutze des Vaterlandes. (Beifall bei
dem Zentrum.)
Hierauf wird die Weiterberatung auf Mittwoch
1 Uhr vertagt. — Schluß 7 Uhr 15 Minuten.
* Berlin, 8. April. In der
Budgetkommiſ=
ſion des Reichstages brachte ein Mitglied der
Na=
tionalliberalen den Fall des Oberſten Hennig zur Sprache,
der in Zweibrücken einen Journaliſten geohrfeigt hatte
und dafür zu 50 Mark Geldſtrafe verurteilt worden war
Der Redner fand es unbegreiflich, daß ein Offizier
trotz=
dem befördert wird. Der bayeriſche
Militärbevollmäch=
tigte hielt die Frage für eine bayeriſche Angelegenheit,
für die der bayeriſche Landtag zuſtändig ſei.
Luftfahrt.
Zur Irrfahrt des „Z. 4‟.
* Berlin, 7. April. Der offizielle Bericht
des Luftſchifführers über die Fahrt des
Luftſchiffes „Z. 4” am 3. April lautet: Die
Wetter=
nachrichten, die die Zeppelinbaugeſellſchaft vor Antritt
der Fahrt, die als Höhenprüfungsfahrt nach dem Hafen
Baden=Oos geplant war, eingeholt hatte, lauteten derart,
daß die Fahrt unbedenklich angetreten werden konnte.
Das Schiff geriet bald nach der Abfahrt in ſtarken Nebel
und Schneetreiben und wurde in dieſer Nebelſchicht, die
die Orientierung weder nach der Erde noch nach der
Sonne zuließ, durch ſtarken öſtlichen Wind verſchlagen.
Als die Beſatzung die Orientierung wieder aufnehmen
konnte, befand ſich das Schiff bereits über franzöſiſchem
Boden. Es wurde nunmehr ſofort zur Landung
geſchrit=
den, um jeden Verdacht der Spionage auszuſchließen. Die
Landung erfolgte auf dem Exerzierplatz bei Lunéville, der
nächſten Garniſonſtadt. Der Wiederaufſtieg des
Schiffes wurde ohne vorherige Erlaubnis der
franzöſiſchen Regierung zunächſt
ver=
boten. Das Verbot wurde dadurch unterſtützt, daß die
Zündkerzen der Motoren entfernt wurden.
Es fand eine Unterſuchung des Schiffes und
die Vernehmung der Beſatzung ſtatt, in deren
Verfolg die Freilaſſung des Schiffes und der Beſatzung
genehmigt wurde. Die Offiziere wurden auf der
Rück=
fahrt mit dem Automobil bis zur Grenze verwieſen.
Einige Leute der Beſatzung der hinteren Gondel wollen
bemerkt haben, daß auf das Schiff geſchoſſen wurde.
Dies=
bezügliche Wahrnehmungen am Schiffe wurden nicht
ge=
macht, auch in der vorderen Gondel wurde von dem
Schießen nichts bemerkt. Wenn auch die
Bevölker=
ung ſich den Inſaſſen und dem Schiffe gegenüber
un=
freundlich verhielt, ſo verdienen im Gegenſatz hierzu
die Maßnahmen der franzöſiſchen Regierung,
insbe=
ſondere der Militärbehörden, die zur ſchnellen
Freilaſſung des Schiffes führten, Anerkennung. Es
ſei hinzugefügt, daß die Unterſuchung des Schiffes durch
Offiziere, darunter auch durch General Hirſchauer, dem
Inſpekteur des franzöſiſchen Fliegerweſens, erfolgte.
Un=
ſere Offiziere, die der Unterſuchung beiwohnten, ſind der
Anſicht, daß man aus dieſer Unterſuchung nicht ſchließen
dürfe, daß Frankreich nunmehr in der Lage ſei, uns die
Zeppelinſchiffe nachzumachen.
Die deutſche Spitzbergen=Expedition.
* Green=Harbour, 7. April. Heute nacht iſt
vom Kapitän Ritſcher folgendes Telegramm angelangt:
Der Eislotſe iſt mit drei Matroſen in der
Adventbai angelangt. Rüdinger und Rabe befinden
ſich an Bord des geſtrandeten Expeditionsſchiffes in der
Treurenbergbai, Koch Stave iſt dort an Bord geſtorben,
Dettmer, Möſer und Eberhardt werden immer noch
ver=
mißt.
* Kriſtiania, 8. April. Nach Telegrammen
welche Tidens Tegn und Aftenpoſten erhielten, befinden
ſich die in der Advenbai angekommenen vier
Mitglieder der deutſchen Expedition, der Lotſe
Stenerſen, der Steuermann Sotvold, Jörgen Jenſen und
Julius Jenſen in erſtaunlich guter Verfaſſung. Außer
dem Koch Stabe iſt auch der Flugtechniker Eberhard
ge=
ſtorben. Dr. Rüdiger und der Kunſtmaler Rebe ſind in
dem Hauſe der ſchwediſchen Gradmeſſungs=Expedition
Treurenberg, alſo unmittelbar in der Nähe des
geſtran=
deten Expeditionsſchiffes, untergebracht, wo für beide
ge=
nügend Proviant bis Juli vorhanden iſt. Von Leutnant
Schröder iſt keine Spur gefunden worden.
* Croß=Bai, 8. April. Die Expedition Dr.
Wegeners iſt am 25. März von der Wijdebucht wegen
Proviantmangel hierher zurückgekehrt.
Der Balkankrieg.
Die Flottenkundgebung der Mächte.
* Wien 7. April. Wie verlautet, liegt nach der
neuerlichen Ablehnung der in dem Telegramm des
Vize=
admirals Burney ausgeſprochenen Forderungen
der Großmächte durch Montenegro die Entſcheidung
über die von der internationalen Flotte zu
unternehmen=
den Schritte nunmehr dem Admiralsrat ob, deſſen
Mit=
glieder im Beſitze der notwendigen Inſtruktionen ihrer
Regierungen ſein dürften. Zunächſt handele es ſich darum,
die Blockade für effektiv zu erklären und ihre
Aus=
dehnung zu beſtimmen. Da der Widerſtand Montenegros
in hervorragendem Maße durch die in Zahl und
Kriegs=
material vor Skutari weit überwiegende Beteiligung
Serbiens genährt wird ſei anzunehmen, daß die
Admira=
lität einen Beſchluß faſſen werde, wonach die Blockade auch
die weitere Ausſchiffung ſerbiſcher Truppen verhindern
wird.
* Wien, 7. April. Die Neue Freie Preſſe erfährt
von beſonderer Seite: Unter den Mächten ſind
Verhand=
lungen im Zuge betreffs Ausdehnung der Blockade
auch auf die nordalbaniſchen Häfen San Giovanni di
Medua und Durazzo. Insbeſondere iſt Oeſterreich=
Un=
garn in dieſer Richtung bemüht und hat die Initiative
ergriffen. Die Dreibundmächte ſprachen ſich bereits für
den Antrag Oeſterreichs aus, die Zuſtimmung der Staaten
der Tripel=Entente liegt noch nicht vor, doch wird ſie
er=
hofft, da die Gefahr vorliegt, daß in jenen beiden Häfen
noch Truppen und Munition für die Belagerung Skutaris
einlaufen können. Die ernſten Vorſtellungen bei Serbien
dauern fort.
* Wien 7. April. Die Neue Freie Preſſe meldet
aus Sutomore von 5 Uhr nachmittags: Die Blockade
hat noch nicht begonnen, vorläufig dauert noch die
Flottendemonſtration an. Der engliſche Vizeadmiral
Bur=
ney wartet die weiteren Befehle ſeiner Regierung ab. Ein
öſterreichiſcher und ein engliſcher Kreuzer ſind heute
mor=
gen zu einer Rekognoszierung ausgelaufen, welche ſich bis
Korfu erſtrecken ſoll. Bisher iſt weder beſtimmt ob und
wann die Blockade beginnen, noch, ob es eine
Friedens=
oder Kriegsblockade ſein wird.
* London 7. April. Aus amtlichen Kreiſen erfährt
das Reuterſche Bureau, daß jetzt vorgeſchlagen wird,
bin=
nen dreier Tage die Blockade zu beginnen, falls
Montenegro ſich dem Wunſche der Mächte nicht fügt. Die
Botſchafter halten morgen ihre letzte Sitzung ab. Sir
Edward Grey wird in ein oder zwei Tagen London
ver=
laſſen.
Paris, 8. April. Dem Echo de Paris wird aus
Cetinje gemeldet, daß gegenwärtig zwiſchen den
Kabinet=
ten von Rom und Petersburg Verhandlungen ſchweben
betreffs Feſtſtellung der finanziellen und territorialen
Ent=
ſchädigungen, durch welche Montenegro bewogen
wer=
den könnte, auf den Beſitz von Skutari zu
ver=
zichten.
* London, 7. April. Die Weſtminſter Gazette
chreibt: Wenn heute oder morgen der Fall Skutaris
gemeldet wird, werden die Mächte hoffentlich Ruhe
be=
wahren und allen Parteien Zeit laſſen, das Ergebnis
ruhig zu überdenken. Das Mächtekonzert iſt nicht
ohn=
mächtig, ſelbſt, wenn König Nikolaus Skutari zeitweilig
behält. Kein Mitglied des Konzerts iſt gezwungen, ihn
durch eine militäriſche Expedition zu vertreiben. Es wird
vielmehr genügen, den Druck auf die Häfen fortzuſetzen
und Gebiete, die ſonſt an Serbien und Montenegro
ge=
fallen wären, zu behalten, bis wir ſchließlich die Abſichten
des ganzen Balkanbundes kennen.
Die Antwort Serbiens.
* Belgrad, 7. April. Wie ein heute veröffentlichtes
halbamtliches Communiqué beſagt, erklärte die
ſer=
biſche Regierung in Beantwortung der Note der
Großmächte zur albaneſiſchen Frage, daß ſie die
ſerbi=
ſchen Truppen vor Skutari nach dem Friedensſchluß oder
ach der Einnahme Skutaris, die ſerbiſchen Truppen aus
Albanien nach der Bekanntgabe der Grenzen zurückziehen
werde. Der Forderung einer Garantie für die
Moham=
medaner und Katholiken könne die ſerbiſche Regierung
nicht entſprechen, weil dieſe Forderung den Rechten der
ſtaatlichen Souveränität widerſpreche und weil die Ver=
faſſung genügende Bürgſchaft für die weiteſte
Glaubens=
freiheit biete.
Vor Skutari.
* Cattaro, 7. April. Nach zweitägigem
Bom=
bardement von Skutari wurde heute zum
allge=
meinen Angriff geſchritten. Schon morgens wütete
ein Artillerieduell. Die Türken antworten vom Taraboſch
ehr ſchwach. Man nimmt an, daß ſie bei den letzten
Ge=
echten ſehr große Verluſte erlitten haben. In der Stadt
hörte man nach 10 Uhr morgens ziemlich heftiges
Gewehr=
feuer. Man vermutet, daß von unzufriedenen Arnauten
eine Meuterei inſzeniert wurde. In amtlichen Kreiſen
in Cetinje hält man dieſen Sturm für den letzten, der auf
die Stadt unternommen werden muß.
Literariſches.
Verhandlungen des dritten deutſchen
Jugendgerichtstages. 10.—12. Oktober 1912.
Herausgegeben von der deutſchen Zentrale für
Jugend=
fürſorge. (170 Seiten.) 1913. gr. 8. Preis 3 Mk. Verlag
von B. G. Teubner, Leipzig und Berlin. Kurz vor Beginn
der Tagung veröffentlichte die Reichsregierung den
Ent=
wurf eines Jugendgerichtsgeſetzes. Zu ihm mußte der
Jugendgerichstag Stellung nehmen. Daß er dem
Ent=
wurfe im weſentlichen zuſtimmen konnte, iſt hocherfreulich.
Um ſo mehr dürften ſeine Vorſchläge auf Erweiterung
des Rahmens der Geſetzesvorlage beachtenswert ſein. Der
dritte deutſche Jugendgerichtstag hat die Erreichbarkeit
dieſer Vorſchläge feſt im Auge behalten.
— Ueberraſchendes, Poeſievolles, Kleidſames für jede
Frau bringt Heft 3 des „Pariſer Chie” Aus der
variationenreichen Mode der Saiſon, die alle Stilarten
durcheinander wirbelt, hat dieſes Heft das wahrhaft
Stil=
volle in entzückender Auswahl zuſammengefaßt. Kann
es z. B. etwas Aparteres und Reizenderes geben, als das
Straßenkleid im Robespierreſtil aus grün=rotgeſtreiftem
Wollſtoff? Etwas Kleidſameres als den dazu paſſenden
Robespierrehut? Wie vornehm, wahrhaft diſtinguiert wirkt
das Nachmittagslleid aus roſenholzfarbenem Kaſchmir!
Das champignonfarbene, rautendeleinartig pliſſierte
Ko=
ſtüm mit der terrakottafarbenen Jacke und dem
vive=
gebogenen Hut — iſt es für junge Mädchen nicht das
Poetiſchſte und Auserleſenſte, das ſich denken läßt?
Dazu Dinertoiletten und Abendmäntel Wunderwerke!
Probeabonnement bei der nächſten Buchhandlung oder
Poſt oder direkt bei Guſtav Lyon, Berlin SW. 68,
Schützen=
ſtraße 8. Jahres=Abonnement, 12 Hefte, 4,50 Mk.,
vier=
teljährlich 1,20 Mk.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Burgau.)
* Straßburg, 8. April. Die Erſte Kammer des
Landtages erledigte in ihrer heutigen
Vormittags=
ſitzung in zweiter und dritter Leſung das Bergwerksgeſetz,
wobei entgegen der Regierungsvorlage, die eine
Staffel=
ung wünſcht, die Abgaben nach einem feſten Prozentſatz
erhoben werden. Außerdem wurden das
Beamtenbeſold=
ungsgeſetz, ſowie das Lehrerbeſoldungsgeſetz in dritter
Leſung verabſchiedet.
* Elberfeld, 8. April. Die Obduktion der Leiche des
an Fleiſchvergiftung geſtorbenen Italieners hat
ergeben, daß es ſich um eine typhusartige
Darmerkrank=
ung handelt. Die Unterſuchung der Ausſcheidungen der
übrigen Erkrankten hat das Vorhandenſein von
Para=
yphusbazillen ergeben, die auch in den Reſten des
ge=
noſſenen Pferdefleiſches gefunden wurden.
* Gmunden, 8. April. Das Herzogspaar und
die Prinzeſſin Olga von Cumberland mit Gefolge
ſind heute vormittag im Sonderzuge über Nürnberg nach
Frankfurt a. M. zum Beſuche des deutſchen Kaiſerpaares
in Homburg v. d. H. abgereiſt.
* Rom, 8. April. Der Papſt, deſſen Geſundung noch
nicht vollſtändig war, iſt neuerlich erkrankt. Es
wird verſichert, daß die am 4. April lombardiſchen
Pil=
gern gewährte Audienz und die geſtrige den Papſt ſtark
ermüdeten, obwohl er vorſichtigerweiſe keine Reden hielt.
Die Aerzte rieten dem Papſt, ſich längere Zeit Schonung
aufzuerlegen, doch wollte dieſer die Audienzen nicht
aus=
fallen laſſen. Auch wünſchte er, die Konſtantin=Feiern
durch die bekannte Rede zu eröffnen. Der Gang des
Papſtes durch den Saal der Seligſprechung, wo es ſtets
kalt zu ſein pfleat, trug zur Verſchlimmerung ſeines
Zu=
ſtandes bei. Wirklich hatte der Papſt geſtern nach der
Audienz Fieber. Der Doktor Marchia Fava wurde abends
nach dem Vatikan gerufen, wo er zuſammen mit dem
Doktor Amici eine lange Unterſuchung vornahm.
Mar=
chia Fava verließ dann den Papſt, während Amici die
ganze Nacht bei ihm wachte. Heute früh beſuchte Fava
wiederum den Papſt, der zu Bette liegt; der Beſuch
dauerte eine Stunde. Die Schweſtern des Papſtes
wur=
en von ſeiner Erkrankung benachrichtigt und beſuchten
ihn heute. Die für heute angeſetzten Audienzen ſind
ab=
geſagt worden.
London, 8. April. Heute vormittag erſchreckten
Suffragetten die Stadt, indem ſie eine alte Kanone
aus Sebaſtopol, die vor dem unteren Eingang vom
Dudlephouſe ſteht, abfeuerten. Auf der Kanone fand man
die Inſchrift: „Votes for women!“
* Helſingfors, 8. April. Der Landtag hat in
drit=
ter Leſung mit 146 gegen 40 Stimmen die Vorlage
ange=
nommen, welche den ruſſiſchen Staatsangehörigen den
Betrieb eines Gewerbes in Finnland erlaubt. Auch die
Vorlage, welche Ruſſen zur Teilnahme an der
Kommunal=
verwaltung zuläßt, wurde endgültig angenommen.
* Athen, 8. April. In der Nähe von Kalavryta
(Achaja=Peloponnes) ſind durch eine Senkung des
Bodens und einen Bergrutſch die Dörfer Skivena und
Triolos verſchüttet worden. Da ſich die meiſten
Einwohner außerhalb der Dörfer befanden, wurden nur
drei Frauen getötet.
IIB. Berlin, 8. April. In dem Spieler=Prozeß
gegen Stallmann und Genoſſen beantragte der
Staatsanwalt nach zweiſtündiger Rede gegen Stallmann
wegen verſuchten Betruges 2 Jahre Gefängnis, 6
Mo=
nate ſollen ihm auf die Unterſuchung angerechnet
wer=
den, gegen Niemela wegen verſuchten Betruges 3 Jahre
Gefängnis und gegen Kramer wegen verſuchter Erpreſſung
3 Jahre Gefängnis. Das Urteil dürfte erſt in einigen
Tagen geſprochen werden.
HB. Berlin, 8. April. Eine wilde
Automobil=
fahrt hat heute nacht in Reinickendorf ſchwere Folgen
gehabt. Der Kraftwagenbeſitzer Albert Prieſe, der in
mehreren Wirtſchaften gezecht hatte, lud in einem Lokal
5 Perſonen zu einer Vergnügungsfahrt in ſeinem Auto
ein. Bei der Fahrt überſah er ein Hindernis und der
Wagen ſchlug um. Ein Tiſchler wurde ſchwer verletzt und
verſtarb kurze Zeit darauf. Prieſe wurde feſtgenommen
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. April 1913.
Nummer 82.
HB. Frankfurt a. M., 8. April. Der Auktionator
Knapp, der vor mehreren Wochen nach Unterſchlagung
von 50000 Mark aus Homburg verſchwunden war, iſt
heute nach ſeiner Rückkehr aus der Schweiz mit ſeiner
Ge=
liebten hier verhaftet worden. Das Paar war
voll=
ſtändig mittellos.
HB. Bad Homburg v. d. H., 8. April. Der Kaiſer
hörte heute morgen einen Vortrag des Chefs des
Mili=
tärkabinetts, von Lyncker, und arbeitete ſpäter mit dem
Vertreter des Auswärtigen Amtes, Herrn von Treutler
Am 23. April tritt der Kaiſer eine militäriſche
Inſpektions=
reiſe nach Straßburg und Metz an. Die Kaiſerin verlegt
am 2. Mai mit ihrem Hofſtaat ihren Hofhaushalt von
Homburg nach Wiesbaden. Wie verlautet, findet
wäh=
rend des Aufenthaltes des Herzogs von Cumberland in
Homburg die Verlobung des Prinzen Adalbert von
Preu=
ßen mit der Prinzeſſin Olga von Cumberland ſtatt.
— Köln, 8. April. Von der
Ueberſchwemm=
ung in Nordamerika berichtet der Vertreter der
Köln. Ztg., daß im Staate Ohio, wo die deutſche
Bevölke=
rung außerordentlich zahlreich iſt, allein 30 Städte
und Dörfer und zahlloſe Bauerngehöfte furchtbar
zugerichtet worden ſind. Als Haupturſache gilt ein
dreitägiger Wolkenbruch
— Krefeld, 8. April. Hier ſtieß heute eine
Kraft=
droſchke mit einem Laſtwagen zuſammen. Die
Inſaſſen wurden herausgeſchleudert; der Beſitzer der
Droſchke, von Bers, und der Chauffeur wurden
lebens=
gefährlich verletzt, vier andere Perſonen leichter.
Beuthen, 8. April. Heute früh warf ſich die Frau
des Arbeiters Felix Ortzega vor einen
einlaufen=
den Perſonenzug. Die Unglückliche wurde
zer=
ſtückelt. In ihrer Wohnung wurden ihre 4 Kinder im
Alter von 2 bis 6 Jahren erhängt aufgefunden.
Briefkaſten.
Militär. Wenn es ihm die Mittel erlauben und
er das Einjährigen=Zeugnis beſitzt, braucht er nicht als
Staats=Einjähriger zu dienen.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Wie man ſich ein faſzinierendes, perſönl.
Parfümver=
ſchaffen kann. Deſſen Selbſtherſtellung i. Hauſe. Trot
der vielen auf dem Markte befindl. Parfüms iſt jede Dame
beſtändig der Unannehmlichkeit ausgeſetzt, ihr
Lieblingspar=
füm, das ſie gewiſſermaßen als ihr eigenes betrachtet, bei
an=
deren Leuten wahrnehmen zu müſſen. Weniger Bemittelte
können zudem die teuren Kriſtallflakons, die farbig.
Seiden=
bändch. nicht erſchwingen, welche den Preis der an u. für ſich
teuren, mod. Parfüms nur noch weiter in die Höhe ſchraub.,
u. müſſen daher entweder zu minderw. Präpar. greifen, die
leider nur zu leicht als ſolche zu erkennen ſind, oder aber von
einem Parfüm ganz abſehen. Nun iſt einmal nichts Anderes
imſtande, einer Frau jenen undefinierbaren Reiz zu verleih.,
wie ihn der zarte Duft eines von gut. Geſchmack zeug.
Par=
füms um ſich webt. Nach verſch. Experimenten entdeckte nun
ein wohlbek. Spezialiſt eine Kombination, die einzig in ihrer
Art daſteht; ſie iſt auf verſch. Blumeneſſenz. baſiert u. beſitzt
die ſeltene Eigenſchaft, ſich der Haut in individuell. Weiſe
an=
zupaſſ., derart, daß ſich bei jed. Dame ein ganz perſönl.
Par=
füm entwickelt. Das Rezept dazu iſt eigentl. ganz einfach, die
benötigten Beſtandteile kann man in jed. größ. Apotheke od.
Drog. erhalt. u. die Herſtellung des Parf zuhauſe wie folgt
ſelbſt vornehmen: Man miſche 20 gr. Petalias=Extrakt mit
85 gr. reinem (90%igen) Alkohol u. füge dann nacheinander
3 gr. einfache Benzoétinktur u. 10 gr. Roſenwaſſer zu. So
erhält man beinahe ½ Liter derartig ſtark konzentriert.
Par=
füm, daß ein einziger Tropfen völlig hinreicht, um einen
lange anhaltenden Effekt hervorzubringen, einen feinen
in=
definierbaren Duft, der auf der Haut einer Brünetten an
Nelken, Roſen und Cyklamen erinnert; bei einer Blondinen
gleicht der erzielte Duft dagegen mehr Veilchen, Flieder oder
Maiglöckchen. Es beſteht aber keine beſtimmte Regel, das
Parfüm entwickelt vielmehr je nach der Haut eine
verſchie=
denartige zum Weſen der betreffenden Dame paſſende
Nüance, alſo ein ganz individuelles Parfüm.
(8317
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ſtraße 23 befindet ſich der
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gang zu derſelben durch das
Hoftor rechts.
„Darmſtädter Tagblatt‟
dine Quelle ſteter Sorge für Mütter ſind
ſchwäch=
liche, in der Entwicklung zurückgebliebene Kinder
Es kommt bei dieſen hauptſächlich darauf an, die
Vei=
dauungskräfte anzuregen und den Allgemeinzuſtand des
Körpers zu heben, wozu eine leicht verdauliche, aber gut
ernährende Koſt erforderlich iſt. „Kufeke‟= Nahrung
entſpricht dieſen Anforderungen und yereinigt hiermit den
Vorzug des Wohlgeſchmackes und der Ausgiebigkeit. (II,8398
Aindfleiſch=Ragout. (Reſte=Verwendung). 6 Perſonen,
9i.
Stunde. In 80 Gramm Butter röſtet man
2 Löffel Mehl, verkocht dies mit Fleiſchbrühe oder Waſſer
zu einer ſeimigen Sauce, der man eine Handvoll kleine
Zwiebeln, etwas Eſtragoneſſig, Lorbeerblatt,
Pfeffer=
körner und Nelken hinzufügt. Nach einer halben Stunde
rührt man die Sauce durch ein Sieb, macht ſie wieder
heiß, gibt eine kleine, in feine Scheibchen geſchnittene
Salzgurke, ſowie zwei Löffel Perlzwiebeln dazu und
mengt 1—1½ Teelöffel Maggis Würze darunter. Das
in Scheiben zerlegte Fleiſch läßt man in der Sauce gut
heiß werden, aber nicht mehr kochen. Paſſende Beilage:
Gebratene oder durchgerührte Kartoffeln.
Auf den der Stadtauflage heutiger Ausgabe
beiliegenden farbigen Kartenproſpekt wird
hiermit hingewieſen.
(8401
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter: Adolph= Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Eincinnati” von Genua nach New=York
3. April 6 Uhr 30 Min. abends von Neapel. „Piſa
2. April 6 Uhr morgens von Portland Me. „Belgia‟
von Boſton und Baltimore kommend, 6. April 3 Uhr
15 Min. nachm. in Hamburg. „Patricia” 5. April 10 Uhr
morgens von New=York direkt nach Hamburrg. „
Ham=
burg” 5. April 11 Uhr morgens von New=York
nach dem Mittelmeer. „Kaiſerin Auguſte Victoria‟,
von New=York kommend, 6. April 5 Uhr nachm. in
Ham=
burg. „Willehad”, von Portland Me. kommend, 6. April
nachm. in Hamburg. — Oſtaſien: „Aragonia” von New=
York, 3. April von Malta nach Port Said. „Segovia‟
2. April nachm. von Algier nach Port Said. „Sileſia‟
2. April 5 Uhr nachm. von Singapore nach Colombo.,
Verſchiedene Fahrten: „Cleveland” zweite Weltreiſe,
3. April 7 Uhr morgens in Rangoon. „Nicomedia‟
1. April 1 Uhr nachm. von Rangoon. „Swakopmund
3. April 11 Uhr 30 Min. abends in Hamburg. „Togo”
von Weſtafrika kommend, 2. April von Las Palmas.
Nordd. Lloyd, Bremen. Mitgeteilt von dem
Ver=
treter Anton Fiſcher in Darmſtadt, Frankfurterſtr. 12/14.
„Kronprinzeſſin Cecilie” 1. April 12 Uhr mittags von
New=York nach Bremen abgegangen „König Albert
3. April 11 Uhr vorm. von Genua abgegangen.
„Barbaroſſa” 2. April 2 Uhr vorm. in Bremerhaven
angekommen. „Wittekind” 4. Aprii 8 Uhr nachm. von
Bremerhaven. „Bremen” 2. April 6 Uhr vorm. in
Bremerhaven angekommen. „Derfflinger” 3. April 4 Uhr
nachm. von Genua. „Lützow” 2. April 3 Uhr nachm. in
Hongkong angekommen. „Prinz Ludwig” 3. Apri
12 Uhr mittags von Genua abgegangen. „Goeben”
4. April 11 Uhr vorm. in Antwerpen angekommen.
„Scharnhorſt‟ 2. April 11 Uhr dorm. Gibraltar paſſiert.
„Javorina” 2. Aprl 4 Uhr nachm. von Durban. „
Greifs=
wald” 2. April 4 Uhr nachm. von Port Pirie
abge=
gangen. „Elſaß” 2. April 6 Uhr nachm. von Melbourne
nach Bremen. „Helgoland” 3. April 1 Uhr nachm. in
Meibourne angekommen. „Ganelon” 3. April 10 Uhr
vorm. von Las Palmas abgegangen. „Schleſien”
4. April 11 Uhr vorm. in Antwerpen angekommen.
„Borkum” 4. April von Antwerpen nach Bremen.
„Coburg” 2. April von Funchal nach Liſſabon
abge=
gangen. „Willehad” 4. April von Rotterdam nach
Bremen abgegangen. „Piſa” 2. April von Portland nach
Bremen. „Barcelona” 3. April in Portland angekommen.
„Belgic” 2. April von Rotterdam nach Portland
ab=
gegangen. „Therapia” 4. April in Hamburg. „
Würz=
burg” 4. April in Bremerhaven angekommen. „Crefeld‟
2. April von Liſſagon nach Braſilien abgegangen.
„Altair” 3. April von Liſſabon nach Braſilien. „Prinz
Heinrich” 2. Aprtl 4 Uhr nachm. von Marſeille. „
Schles=
wig” 3. April 7 Uhr vorm. in Alexandrien. „Manila”
3. April von Makaſſer nach Singapore abgegangen.
„Prinzregent Luitpold” 2. April 2 Uhr nachm. von
Alexandrien nach Marſeille abgegangen.
Familiennachrichten.
Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
hiermit die traurige Mitteilung, daß es Gott
dem Allmächtigen gefallen hat, unſere innigſt
geliebte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter,
Schweſter, Schwägerin und Tante
N
Frau Eleonore Metzger
geb. Raab
Witwe des Lokomotivführers Philipp Metzger
nach langem, ſchwerem Leiden in ein beſſeres
Jenſeits abzurufen.
Um ſtille Teilnahme bitten
die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Mathilde Metzger,
Friedrich Metzger,
Suſanna Spieß, geb. Metzger,
Carl Spieß, und Enkel.
Darmſtadt, den 8. April 1913.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 10. April
3 Uhr nachmittags, vom =Portale des Friedhofes
aus, ſtatt.
(8535
Todes=Anzeige.
Dem Herrn über Leben und Tod hat es
gefallen, unſeren geliebten Sohn, Bruder,
Schwager und Onkel
(8470
acob Dicker
Postassistent
auf ſeiner beruflichen Ausreiſe nach Oſtaſien,
anläßlich welcher er in Orinsk (Sibir.) an
Scharlach erkrankte, im 26. Lebensjahre in die
beſſere Heimat abzurufen.
Darmſtadt, Birkweiler,
Godram=
ſtein, 6. April 1913.
Die tieftrauernd Hinterbliebenen.
Kriegerverein
Darmſtadt.
Die Beerdigung unſeres Mit=
glieds und Feldzugskameraden
Hrn. Leutn. a. D. Peter Lommel,
findet am Donnerstag, den 10. ds. Mts.,
nach=
mittags 5¼ Uhr, von der Friedhofskapelle
des Darmſtädter Friedhofs aus, ſtatt. (8530
Wir erſuchen die Kameraden von Ramdohr
bis Schulz, ſowie des 2. Bezirks, ſich dort zu
verſammeln.
Der Vorſtand.
Dankſagung.
Für die überaus vielen Beweiſe herzlicher
Anteilnahme anläßlich des Hinſcheidens unſeres
unvergeßlichen
(8480
Herrn
Emanuel Ehrmann
ſagen innigſten Dank
die trauernden Hinterbliebenen.
J. d. N.: Berthold Ehrmann.
Darmſtadt, Bad=Kiſſingen, Kitzingen (Bayern),
den 8. April 1913.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Hochdruckgebiet im Nordweſten hat ſich etwas
verflacht Die Depreſſion iſt weiter oſtwärts gezogen. Bei
ihrer Wanderung durch Deutſchland brachte ſie vielfach
leichte Regen. Infolge der einſetzenden Nordwinde ſind
die Temperaturen überall gefallen und liegen in Heſſen
unter dem normalen Mittel. Wir werden, da der Druck
in Deutſchland ſteigt, meiſt mit Hochdruckeinfluß zu
rech=
nen haben.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, 9. April:
Wech=
ſelnd bewölkt, meiſt trocken, kühl; Nordwind.
Tageskalender.
Julius Weismann=Abend um 8 Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz (Richard Wagner=Verein).
Verſammlung des Heimverbandes Darmſtadt um
3 Uhr im Rathausſaal.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Bürgerkeller um
8 Uhr. — Perkeo um 8 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 10. April.
Hofreite=Verſteigerung des Joh. Georg Klenk
Hohler Weg 20) um 9 Uhr auf dem Ortsgericht I
Pferde=Verſteigerung um 10 Uhr in der
Train=
kaſerne (Eſchollbrückerſtraße).
Holzverſteigerung um 9½ Uhr in der
Laumann=
ſchen Wirtſchaft zu Meſſel.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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Ortsgruppe Darmſtadt.
Vorſtand:
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Ihre Exz. Frau General Hahn, II. Vorſitzende.
Frau Dr. W. Merck.
Frau Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing.
Fräulein Ethel.
Frau Oberſt von Helldorff.
Frau Dr. Leydhecker.
Herr Pfarrer Vogel.
(8400mm
Herr Major Selzam.
Die Genannten nehmen Anmeldungen zum Beitritt zur
Orts=
gruppe entgegen.
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zu der am Donnerstag, den 10. d. M.,
abends 9 Uhr, ſtattfindenden Mitglieder
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Der Verein bezweckt die Zucht und
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führung raſſereiner Hunde zu fördern,
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Lieb=
habern und Züchtern zu vermitteln durch
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regelmäßige monatliche Verſammlungen,
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Seite 11.
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1 ſilberne Nadel. 1 Viſitenkartentäſchchen mit grüner Decke, Karten
auf den Namen Eckler lautend. 1 ſilberne vergoldete Nadel mit bl.
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Silbergriffchen. 2 Damenſchirme mit ſilbernem Knopf.
Zuge=
laufen
1 zahmes Eichhörnchen.
(8486
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 2 Pinſcher (zugelaufen). Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Verſteige=
rung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag,
vorm. um 10 Uhr, ſtatt.
(8471
Bekanntmachung.
In den letzten Tagen ſind auf dem Gelände Böllenfalltor=
Altes Schießhaus mehrfach Hunde von Spaziergängern ganz plötzlich
und unter Erſcheinungen verendet, die den Verdacht rechtfertigen,
daß in jener Gegend Giftbrocken liegen.
Wir warnen daher davor, Hunde in jener Gegend frei laufen
zu laſſen, und bitten jedermann, der ſachdienliche Angaben über dieſe
Erſcheinungen machen kann, um baldgefl. ſchriftliche oder mündliche
Mitteilung ſeiner Beobachtungen an uns.
Darmſtadt, den 5. April 1913.
Großherzogliches Polizeiamt.
(8303oim
Gennes.
Bekanntmachung.
Wir ſehen uns veranlaßt, die nachſtehende
Polizeiverord=
nung für die Stadt Darmſtadt, betreffend die
Ver=
hütung von Geſundheitsgefahren bei dem Betriebe
von Bäckereien, vom 12. April 1897 und 21. März 1899
erneut bekannt zu machen. Dabei weiſen wir beſonders auf die
§§ 4 und 6 dieſer Verordnung hin. Die Schutzmannſchaft iſt ange
wieſen, auf die genaue Befolgung der genannten Verordnung zu achten
Darmſtadt, den 2. April 1913.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Polizeiverordnung
für die Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt,
betreffind die Verhütung von Geſundheitsgefahren bei dem Betriebe
von Bäckereien.
Vom 12. April 1897 und 21. März 1899.
§ 1. Die in Bäckereien den Arbeitern (Geſellen, Gehilfen und
Lehrlingen) zugewieſenen Schlafräume müſſen entweder
ordnungs=
mäßig unterkellert oder gegen die Bodenfeuchtigkeit anderweit
aus=
reichend geſchützt ſein, ſowie mit trockenem (feſtgedielten, zementierten
oder aſphaltierten) Fußboden verſehen ſein. Für jeden Arbeiter muß
ein Luftraum von mindeſtens 10 Kubikmeter in jedem Schlafraum
vorhanden ſein. Die Schlafräume müſſen mit Fenſtern verſehen ſein,
welche die direkte Luftzuführung von außen ermöglichen. Auf den
Kopf der zuläſſigen höchſten Zahl von Bewohnern ſoll mindeſtens
¼ Luadratmeter Fenſteröffnung vorhanden ſein.
§ 2. Für jeden Arbeiter muß in dem Schlafraum eine
be=
ſondere Lagerſtätte und entweder in dem Schlafraum oder in einem
neben demſelben gelegenen Raume eine beſondere Waſchvorrichtung
vorhanden ſein. Schlafräume, Lagerſtätten und Waſchvorrichtungen
ſind ſtets in einem, den ordnungsmäßigen Gebrauch ermöglichenden
ſauberen Zuſtande zu erhalten.
§ 3. (Aufgehoben.)
§ 4. Mehl und Backwaren ſind in geeigneten
Be=
hältern aufzubewahren und zu transportieren, ſowie gegen
Verunreinigung ausreichend zu ſchützen.
Insbeſon=
dere müſſen die zum Transport der Backwaren
dienenden Körbe, Mahnen uſw. ſtets in reinlichſtem
Zu=
ſtande erhalten werden und dürfen nicht zur
Auf=
bewahrunganderer Gegenſtändeverwendet werden.
Ebenſo muß ſich das die Backwaren herumtragende
Per=
ſonal beſonderer Reinlichkeit auch in der Kleidung
befleißigen und bei dem Transport jede
Verun=
reinigung der Backwaren durch Ueberdecken der Körbe
mit reinen Decken von heller Farbe vermeiden.
§ 5. In jeder Backſtube muß eine an die ſtädtiſche Waſſerleitung
unmittelbar angeſchloſſene Waſcheinrichtung vorhanden ſein, welche
das Abſpülen der Hände und Arme ermöglicht.
Sind die räumlichen Verhältniſſe der Backſtube derartig, daß für
die Anbringung der Waſchvorrichtung kein geeigneter Platz vorhanden
iſt oder daß die in der Backſtube aufgeſtellten oder gebrauchten
Back=
materialien oder Geräte bei Benützung einer daſelbſt angebrachten
Waſchvorrichtung der Gefahr einer Verunreinigung ausgeſetzt würden
ſo iſt die Waſchvorrichtung in dem Backhauſe, inſofern dieſes
unmittel=
dar an die Backſtube anſtößt, oder, wenn dies untunlich iſt, in einem
unmittelbar an die Backſtube anſtoßenden, jederzeit leicht zugänglichen
Raum anzubringen.
§ 6. Der Arbeitgeber darf keinen Arbeiter beſchäftigen,
welcher an einer anſteckenden und ekelerregenden Krankheit leidet.
Tritt eine ſolche Krankheit bei einem im Dienſt befindlichen Arbeiter
ein, ſo iſt von dem Erkrankten die Arbeit im Bäckereigewerbe bis zur
vollſtändigen Heilung einzuſtellen. In dieſem Falle ſind die
Lager=
ſtätten und die ſonſt vom Arbeiter benutzten Gegenſtände gehörig zu
reinigen und, ſoweit nötig, in der ſtädtiſchen Desinfektionsanſtalt zu
desinfizieren.
§ 7. Zuwiderhandlungen gegen die vorſtehenden
Beſtimm=
ungen werden — falls nicht andere geſetzliche Beſtimmungen,
ins=
beſondere diejenigen des Geſetzes vom 1. Juli 1893, betreffend die
polizeiliche Beaufſichtigung der Mietwohnungen und Schlafſtellen,
verletzt ſind — mit Geldſtrafe bis zu 30 Mark beſtraft.
Sofern infolge obiger Vorſchriften eine bauliche Veränderung
vorgenommen, oder eine beſondere Einrichtung getroffen werden muß,
tritt eine Strafbarkeit erſt ein, wenn eine von der Polizeibehörde
(8265oi
hierfür geſetzte angemeſſene Friſt fruchtlos verſtrichen iſt.
Bekanntmachung.
Da wir in Erfahrung gebracht haben, daß in dem
Friſeur= und Barbier=Gewerbe
der Betrieb= an Sonn= und Feſttagen wiederholt über die zuläſſige
Zeit hinaus ausgedehnt worden iſt, ſowie daß Gehilfen, Lehrlinge
und Arbeiter in dieſen Betrieben an den genannten Tagen länger
als zuläſſig beſchäftigt worden ſind, ſehen wir uns veranlaßt, ekneut
auf die
Bekanntmachung des Großherzogl. Kreisamts
Darmſtadt vom 4. Mai 1908
die den Betrieb in dem Friſeur= und Barbiergewerbe an Sonn= und
Feſttagen, ſowie die Beſchäftigung von Arbeitern in dieſem Gewerbe
an den genannten Tagen regelt, hinzuweiſen. Wir bemerken dazu
daß nach der Rechtſprechung, insbeſondere des Oberlandesgerichts
Darmſtadt, nach Eintritt der für den Schluß des Betriebs
feſt=
geſetzten Stunde (12 Uhr) auch dasjenige Publikum nicht mehr
bedient werden darf, welches zwar ſchon in den
Geſchäfts=
räumen der Friſeure und Barbiere anweſend iſt, mit deſſen
Bedienung aber zu der genannten Zeit noch nicht begonnen
worden iſt. Wir machen weiter darauf aufmerkſam, daß die Be
kanntmachung auch diejenigen Friſeure und Friſeuſen betrifft, welche
kein offenes Ladengeſchäft haben. Schließlich weiſen wir die
Arbeit=
geber noch auf die Beſtimmungen des § 162 Ziffer e der heſſi=
ſchen Ausführungsverordnung zur Gewerbeordnung hin, welcher
eſagt: „Wenn die Sonntagsarbeiten länger als 3 Stunden dauern,
ſo ſind die Arbeiter entweder an jedem dritten Sonntag für volle
36 Stunden oder an jedem zweiten Sonntag mindeſtens in der Zeit
von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends oder in jeder Woche während
der zweiten Hälfte eines Arbeitstages, und zwar ſpäteſtens von
1 Uhr nachmittags ab, von jeder Arbeit freizulaſſen. Wenn die Arbeiter
durch die Sonntagsarbeit am Beſuch des Gottesdienſtes gehindert
werden, ſo iſt ihnen an jedem dritten Sonntag die zum Beſuch des
Gottesdienſtes erforderliche Zeit frei zu geben.
Zuwiderhandlungen gegen dieſe auf Grund der §§ 105b, e
und e der Gewerbeordnung erlaſſenen Beſtimmungen, ſowie gegen
die Vorſchriften der nachſtehenden Bekanntmachung werden nach
§ 146a Abſ. 1 der Gewerbeordnung mit Geldſtrafe bis zu 600 Mk.,
im Unvermögensfalle mit Haft beſtraft. Wer Arbeitern an
Sonn= und Feſttagen in unzuläſſiger Weiſe Beſchäftigung gibt und
bereits zweimal wegen einer Zuwiderhandlung gegen die
diesbezüg=
lichen Vorſchriften rechtskräftig verurteilt worden iſt, wird nach
§ 146a Abſ. 2 der Gewerbeordnung, falls die Straftat vorſätzlich
begangen wurde, mit Geldſtrafe von 50 bis 1000 Mk. oder mit
Haft beſtraft.
(8450mds
Darmſtadt, den 5. April 1913.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Bekanntmachung.
Betreffend: Antrag der Friſeure, Barbiere und Perückenmacher zu
Darmſtadt auf Erlaß einer Anordnung gemäß § 41b der
Reichsgewerbeordnung.
Nachdem bei der Abſtimmung ſich die Mehrheit der Beteiligten
dem ſeitens einer Anzahl von in Darmſtadt wohnhafter Friſeure,
Barbiere und Perückenmacher geſtellten Antrag (ſiehe unſere
Bekannt=
machung vom 12. März ds. Js., „Tagblatt‟ Nr. 64) angeſchloſſen hat,
beſtimmen wir hiermit unter Abänderung der ſeither gültigen
Beſtim=
mungen für die Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt auf Grund des
§ 41 b der Gewerbeordnung und des § 85 der Ausführungsanweiſung
zur Gewerbeordung mit Wirkung vom 15. Mai 1908 folgendes:
I. Die Beſchäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern
im Barbier= und Friſeur=Gewerbe iſt
1. verboten am zweiten Weihnachts=, Oſter= und Pfingſttage
mit Ausnahme der Arbeiten bei der Vorbereitung von
öffent=
lichen Theatervorſtellungen oder Schauſtellungen,
2. geſtattet an den übrigen Sonn= und Feſttagen
a) außerhalb der Betriebsſtätte bis mittags 12 Uhr,
b) innerhalb der Betriebsſtätte von 9 Uhr vormittags bis 12
Uhr mittags,
c) innerhalb und außerhalb der Betriebsſtätte bei der
Vor=
bereitung von öffentlichen Theatervorſtellungen oder
Schau=
ſtellungen, ſowie in der Karnevalszeit (vom 1. Januar bis
Faſtnacht) während der Zeit von 6—9 Uhr nachmittags.
II. Ein Betrieb in dem Friſeur= und Barbier=Gewerbe darf
nur inſoweit an Sonn= und Feſttagen ſtattfinden, als eine
Beſchäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern
geſtattet iſt.
Darmſtadt, 4. Mai 1908.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Bekanntmachung,
betreffend: Frühjahrsmeſſe 1913.
Auf Grund von § 366,10 R. St. G. B., Art. 264 Pol. St. G. B.
und Artikel 129b, Abſ. 2, der Städteordnung wird wegen der
Früh=
jahrsmeſſe für die Zeit vom 10. bis 24. April ds. Is
einſchließ=
ich angeordnet:
1. Der zwiſchen Mühl= und Stiftſtraße liegende Teil der
Linden=
hofſtraße iſt für Fuhrwerke geſperrt
2. Auf den das Meſſe=Gelände umgebenden Straßenteilen darf
nur im Schritt gefahren oder geritten werden.
3. Durch die Reihen der Schau= und Verkaufsbuden darf weder
gefahren noch geritten noch geradelt werden.
Darmſtadt, 4. April 1913.
(8302oim
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Oktroi für Breunholz.
Die Schießhausſtraße, der Heinrichswingertsweg, die
Lands=
kron=, Moosberg= und Ludwigshöhſtraße ſind für oktroipflichtige
Gegenſtände geſperrt.
Zur Erleichterung der Holzabfuhr wird hiermit den Bewohnern
des ſüdlichen Stadtteils geſtattet, dieſe Straßen zu benutzen, wenn
ſie den Oktroi beim Hinausfahren in den Wald an die Erhebſtelle
in der Klappacher Straße auf Grund des Abfuhrſcheins entrichten
ſo daß beim Einfahren in die Stadt die Fuhrleute im Beſitze der
Quittung ſind, die den ſtädtiſchen Aufſichtsbeamten auf Verlangen
vorzuzeigen iſt.
Der Oktroi für das durch die Beſſunger Straße in die Stadt
einzuführende Holz iſt vorher an die Oktroierhebſtelle Heidelberger
Straße 112 zu entrichten.
Für das Holz, das nicht in die Stadt eingebracht, ſondern
auf die in der Gemarkung Darmſtadt liegenden Grundſtücke geſetzt
wird, iſt ebenfalls der Oktroi beim Hinausfahren in den Wald zu
entrichten.
Gegen Zuwiderhandelnde wird auf Grund des Oktroi=
Regle=
ments Anzeige erhoben.
(8485a
Darmſtadt, den 5. April 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.
Verſteigerung im ſtädliſchen Leihamt.
Montag, den 21. April 1913, von nachmittags 2 Uhr ab,
beginnt die Verſteigerung im ſtädt. Leihamt, Kirchſtr. 9 dahier.
Es kommen zum Ausgebot:
Montag, den 21. April, von nachmittags 2 Uhr ab: Weißzeug
und Kleidungsſtücke;
Dienstag, den 22. April, von nachmittags 2 Uhr ab: Gold, Silber,
Brillanten, Uhren, Ringe;
Mittwoch, den 23. April, von vormittags 9 Uhr ab:
Photo=
graphiſche Apparate, Muſikwerke, Geigen, Zithern, Operngläſer,
Ferngläſer und Reißzeuge;
an demſelben Tage, von nachmittags 2 Uhr ab: Weißzeug
und Kleidungsſtücke;
Donnerstag, den 24. April, von vormittags 9 Uhr ab: Weißzeug
und Kleidungsſtücke;
an demſelben Tage, von nachmittags 2 Uhr ab: Fahrräder,
Nähmaſchinen, Regulateure, Wanduhren, Weißzeug und
Kleidungsſtücke;
Freitag, den 25. April, von vormittags 9 Uhr ab und von
nach=
mittags 2 Uhr ab: Gold, Silber, Uhren, Ringe und dergl.
Die zur Verſteigerung heranzuziehenden Pfänder ſind folgende
Nr. 1 bis einſchl. Nr. 26018 und Nr. 91077 bis einſchl. Nr. 100000.
Die Verſteigerung findet gegen ſofortige Barzahlung ſtatt.
Die Auslöſung verfallener Pfänder hat bis längſtens Samstag, den
19. April 1913, vormittags 12 Uhr, zu erfolgen.
Der ſofortige Wiederverſatz ausgelöſter, verfallener Pfänder
kann vom 16. April I. J. ab großen Andrangs wegen nicht
mehr ſtattfinden.
Darmſtadt, den 7. April 1913.
Die ſtädtiſche Leihamts=Verwaltung.
(8472a
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Ka=
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Holzhof=
allee verſteigert.
(8467
Der Verkauf beginnt um 9 Uhr
vormittags.
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. April 1913.
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Einzel-Verkauf
zu Engros-Preisen.
Bekanntmachung,
die Abzahlungsgeſchäfte betreffend.
Nachſtehend bringen wir das Reichsgeſetz, betreffend die
Ab=
zahlungsgeſchäfte, vom 16. Mai 1894, wiederholt zur Kenntnis.
(8264oi
Darmſtadt, den 2. April 1913.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutſcher
Kaiſer, König von Preußen ꝛc. ꝛc.
verordnen im Namen des Reichs, nach erfolgter Zuſtimmung des
Bundesrats und des Reichstags, was folgt:
§ 1. Hat bei dem Verkauf einer dem Käufer übergebenen
be=
weglichen Sache, deren Kaufpreis in Teilzahlungen berichtigt werden
ſoll, der Verkäufer ſich das Recht vorbehalten, wegen Nichterfüllung
der dem Käufer obliegenden Verpflichtungen von dem Vertrage
zu=
rückzutreten, ſo iſt im Falle dieſes Rücktritts jeder Teil verpflichtet,
dem andern Teil die empfangenen Leiſtungen zurückzugewähren. Eine
entgegenſtehende Vereinbarung iſt nichtig.
dem Vorbehalte des Rücktrittsrechts ſteht es gleich, wenn der
Verkäufer wegen Nichterfüllung der dem Käufer obliegenden
Verpflich=
tungen kraft Geſetzes die Auflöſung des Vertrages verlangen kann.
§ 2. Der Käufer hat im Falle des Rücktritts dem Verkäufer
für die infolge des Vertrags gemachten Aufwendungen, ſowie für
ſolche Beſchädigungen der Sache Erſatz zu leiſten, welche durch ein
Verſchulden des Käufers oder durch einen ſonſtigen von ihm zu
ver=
tretenden Umſtand verurſacht ſind. Für die Ueberlaſſung des
Ge=
brauches oder der Benutzung iſt deren Wert zu vergüten, wobei auf
die inzwiſchen eingetretene Wertminderung der Sache Rückſicht zu
nehmen iſt. Eine entgegenſtehende Vereinbarung, insbeſondere die vor
Ausübung des Rücktrittsrechts erfolgte vertragsmäßige Feſtſetzung
einer höheren Vergütung, iſt nichtig.
Auf die Feſtſetzung der Höhe der Vergütung finden die
Vor=
ſchriften des § 260, Abſ. 1 der Zivilprozeßordnung entſprechende
An=
wendung.
§ 3. Die nach den Beſtimmungen der §§ 1, 2 begründeten
gegenſeitigen Verpflichtungen ſind Zug um Zug zu erfüllen.
4. Eine wegen Nichterfüllung der dem Käufer obliegenden
Verpflichtungen verwirkte Vertragsſtrafe kann, wenn ſie
unverhältnis=
mäßig hoch iſt, auf Antrag des Käufers durch Urteil auf den
ange=
meſſenen Betrag herabgeſetzt werden. Die Herabſetzung einer
ent=
richteten Strafe iſt ausgeſchloſſen.
Die Abrede, daß die Nichterfüllung der dem Käufer obliegenden
Verpflichtungen die Fälligkeit der Reſtſchuld zur Folge haben ſollte,
kann rechtsgültig nur für den Fall getroffen werden, daß der Käufer
mit mindeſtens zwei aufeinander folgenden Teilzahlungen ganz oder
teilweiſe im Verzug iſt und der Betrag, mit deſſen Zahlung er im
Verzug iſt, mindeſtens dem zehnten Teile des Kaufpreiſes der
über=
gebenen Sache gleichkommt.
§ 5. Hat der Verkäufer auf Grund des ihm vorbehaltenen
Eigentums die verkaufte Sache wieder an ſich genommen, ſo gilt
dies als Ausübung des Rücktrittsrechts.
§ 6. Die Vorſchriften der §§ 1 bis 5 finden auf Verträge,
welche darauf abzielen, die Zwecke eines Abzahlungsgeſchäfts (§ 1)
in einer anderen Rechtsform, insbeſondere durch mietweiſe
Ueber=
laſſung der Sache zu erreichen, entſprechende Anwendung, gleichviel
ob dem Empfänger der Sache ein Recht, ſpäter deren Eigentum zu
erwerben, eingeräumt iſt oder nicht.
§ 7. Wer Lotterieloſe, Inhaberpapiere mit Prämie (Geſetz vom
8. Juni 1871, Reichs=Geſetzblatt S. 210) oder Bezugs= oder
Anteil=
ſcheine auf ſolche Loſe oder Inhaberpapiere gegen Teilzahlung
ver=
kauft oder durch ſonſtige auf die gleichen Zwecke abzielenden Verträge
veräußert, wird mit Geldſtrafe bis zu fünfhundert Mark beſtraft.
Es begründet keinen Unterſchied, ob die Uebergabe des Papiers
vor oder nach der Zahlung des Preiſes erfolgt.
§ 8. Die Beſtimmungen dieſes Geſetzes finden keine
Anwen=
dung, wenn der Empfänger der Ware als Kaufmann in das
Handels=
regiſter eingetragen iſt.
§ 9. Verträge, welche vor dem Inkrafttreten dieſes Geſetzes
abgeſchloſſen worden ſind, unterliegen den Vorſcheiften desſelben nicht.
Urkundlich Unſerer Höchſteigenhändigen Unterſchrift und
bei=
gedrucktem Kaiſerlichen Inſiegel.
Gegeben Prökelwitz, den 16. Mai 1894.
(L. 8) Wilhelm.
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Hätte ich doch früher gewußt, daß die Dun=Präparate ein ſo mild
wirkendes und doch ſo vorzügliches Mittel gegen Gallenſteine
ſind. Ich litt ſo unausſprechlich an Gallenſteinkoliken, daß ſchließlich
nichts anderes übrig blieb, als die Gallenblaſe herausnehmen zu
laſſen. Leider war die Folge davon eine ſchreckliche. Nachdem die
Wunde vernarbt war, kamen die Koliken wie zuvor, ja noch
furcht=
barer. Nach jeder Mahlzeit bekam ich Magenkrämpfe und Erbrechen,
ſo daß ich bis faſt zum Skelett abmagerte. Mein Zuſtand war ein
hoffnungsloſer und qualvoller, und als ich wieder operiert werden
ſollte, ließ ich es nicht zu und griff zu den Dunpillen.
Gleich=
zeitig legte ich mir ein etwa 20 cm breites Dunpflaſter wie einen
Gürtel um den Leib. Wie ein Wunder verſpürte ich faſt
augen=
blicklich Linderung, die Krämpfe und das Erbrechen ließen nach
und ich konnte wieder beſſer eſſen. Nach 3—4 Wochen hatte ich
bereits 10 Pfund zugenommen. Nach einigen Wochen bekam ich
noch einmal 2 Tage lang heftige Kolik, wobei der zurückgebliebene
Gallenſtein, der bei der Operation nicht gefunden worden war,
abging. Von dieſem Tage an, während ich Pillen und Salbe weiter
nehme, habe ich bereits 1 Jahr lang weder Koliken, noch Krämpfe,
noch Erbrechen uſw. gehabt und außerdem weitere 25 Pfund
zu=
genommen, ſo daß ich mein altes Gewicht wieder habe und alle
ſchweren Hausarbeiten wie früher verrichten kann, ja daß ich mich
noch lebensfroher und geſünder fühle. — Im vergangenen Sommer
haben die Dunpillen und=Salbe meinen Jungen Max, als er an
Maſern erkrankte, innerhalb 3 Tagen wiederhergeſtellt, desgl. ſpäter
bei einem Anfall an Diphtherie und Halsentzündung. D. S. (1.30),
D. P. (1.30), D. Z. (2.00).
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etst
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Gerat 6.
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Nummer 82.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. April 1913.
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Ganz langſam ging ſie über den Markt. So
ſchlep=
pend waren die Schritte der hurtigen Signe wohl kaum je
geweſen. Und ihr Denken kam auch nicht voran. Es zeigte
ſich träge und zähe, ließ friſche Ueberlegung nicht zu. Es
blieb nur immer bei dem einen: Nun wird ſich mein Leben
ganz anders geſtalten. Sie war nicht froh, nicht trübe
ge=
ſtimmt. Eine öde, tote Gleichgültigkeit hatte ſich ihrer
be=
mächtigt.
Erſt als ſie in die Nähe des Krankenhauſes, in die
Grimnitzer Vorſtadt kam, wurde ihr Gang lebhafter; denn
ſie bedachte: Nun bin ich bald bei meiner Mutter! Ein
Stück vor ihr erblickte ſie jetzt auch ihren Vater.
Stephan Frank hatte ſich während des ganzen Weges,
den ihm Signe vorher kurz beſchrieben, kaum einmal
um=
geſehen. Wozu auch? Signe nachkommen? Pah, die
würde ſich hüten. Sie war gewiß froh, daß ſie ihn mit
guter Gelegenheit losgeworden. Und nun ſieh, was Du
machſt, alter Sünder! Na, natürlich, jetzt nahm man die
Zuflucht zum letzten Freunde, dem Strick, ſuchte ſich einen
ſtillen Winkel und —
Da vernahm er den raſchen Schritt hinter ſich und
blickte ſich nun doch um. Nicht möglich! Sein Auge weitete
ſich im ſtarren Ueberraſchtſein, und durch ſeinen Sinn zuckte
es: Das hätte ich nicht gedacht . . . nein, nimmermehr
gedacht!
Eiche aigleg ſeine Beſtrnng, Sie ner mit ümr
ihren Sinnen ſchon bei dem, was die nächſten Minuten
bringen würden, und haſtete nur noch heraus, daß er
drau=
ßen warten möchte. Sie wollte das Zuſammenſein mit
der blaſſen, ſtillen Frau zuerſt allein haben, ohne jeden
Zeugen.
Stephan Frank nickte gleichmütig und ſetzte ſich auf
einen Pfeilervorſprung der das Krankenhaus von der
Straße abſchließenden Mauer und wartete.
Keine fünf Minuten ſaß er ſo, den Oberkörper weit
nach vornüber gebeugt und die Augen ſtier auf eine kleine
Siedlung roſabehauchter Gänſeblümchen gerichtet, über
denen ein heller Sonnenfleck lag. Da klang die Eiſenpforte
neben ihm ſchon wieder, und Signe kehrte zurück.
Als er in ihr Geſicht ſah, fuhr er hart in die Höhe und
ſtarrte ſie an. Sie ſchien eine völlig andere geworden in
ihrer ganzen Haltung und in ihrem ganzen Weſen. Wie
vernichtet und zerſchlagen ſtand ſie vor ihm, wie jemand,
der im nächſten Augenblick zuſammenzubrechen droht. Sie
mußte ſich auch gegen die Mauer lehnen und ſagte nun
endlich tonlos: Mutter iſt nicht mehr hier, ſeit geſtern
abend. Niemand weiß, wohin ſie gegangen. O Gott,
warum auch das noch!
Stephan Frank ſchien weniger erſchüttert. Er
er=
widerte zunächſt gar nichts und blickte lange ins Leere.
Dann kam ihm wohl ein Bedenken, das ihn befriedigte.
Wenigſtens flammte ſekundenlang etwas Heißes, Gieriges
in ſeinen Augen auf. Wir wollen ſie ſuchen, Signe!
Mein Gott, wo? Wo ſollen wir ſie ſuchen?
Kenſie Dich nicht Des wer der aiſe
bälrich=
tröſtende Ton, der aus ſeinem Munde kam. Ich kann es
mir denken, wohin ſie gegangen iſt. Weit fort, und wir
müſſen eine weite Reiſe machen. Aber ich habe keinen
roten Pfennig Reiſegeld.
Er hätte das nicht zu verſichern brauchen, Signe wußte
es ohnehin. Sie nickte müde und ſah ſeine lauernden
Augen auf ſich gerichtet. Das wirſt Du natürlich geben
können, denn Deine Pflegeeltern werden Dich nicht ohne
Geld aus dem Hauſe laſſen. Vielleicht beſitzeſt Du auch
etwas Erſpartes?
Signe redete immer noch nicht. Sie ſann nur darüber
nach, warum ſie plötzlich nicht mehr ſo mutig und
ent=
ſchloſſen dem Neuen entgegenzugehen vermochte, wie noch
vor kurzem. Ja, ſie meinte Furcht zu empfinden bei dem
Gedanken, mit ihrem Vater allein in die Welt zu gehen.
War das ihre Liebe? War das ihre Sehnſucht nach
ihres Leibes Urſprung? Nein, es galt, nun doppelt tapfer
zu ſein, alles daran zu ſetzen, um die Mutter zu finden.
Oder iſt es Dir leid mit einem Male? fragte Stephan
Frank endlich in ihr Schweigen hinein. Weil Du gar
nichts mehr ſagſt und ganz elend ausſiehſt.
Da ſtraffte ſie ihren jungen Körper tapfer auf 1ad
ſagte entſchloſſen: Nein, es iſt mir nicht leid. Und nun
wollen wir zuerſt in die Stadt zurück.
Gemeinſam gingen ſie. Signe hatte, Bedenken,
Er=
wägungen, Empfindungen aller Art als etwas
Ueberflüſſi=
ges beiſeite geſchoben. Sie kümmerte ſich um nichts von
alledem, was ihr auf dieſem Wege an Neugier, Hohn und
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. April 1913,
Nummer 82.
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eklen Reden vor die Füße fiel. Sie ſah geradeswegs in
die helle Sonne und entſchied mit klarem Sinn über das,
was nun zuerſt geſchehen müſſe. Sie wollte zu Bruns.
Natürlich, das mußte zu allererſt ſein. Ihr Vater ſollte
indes irgendwo bleiben. Dahin wollte ſie dann kommen.
(Und noch heute könnten ſie Hattinghauſen verlaſſen und
die weite Reiſe zur Mutter antreten. Ja, zur Mutter!
Das war das Brennende, Treibende in Signes
Gedanken=
welt. Und Geld für die weite Reiſe und für die erſte
Zeit? Sie hatte ja das Geſchenk, das ihr Pflegevater ihr
am Konfirmationstage gemacht. Ob man ihr die
Mit=
nahme dieſer Summe geſtatten, ob man ſie ſelbſt
über=
haupt gehen laſſen würde, das alles kam ihr zunächſt gar
nicht in den Sinn.
Stephan Frank taumelte und ſtolperte neben ihr her
und war mit allen ihren Plänen und Vorſchlägen
einver=
ſtanden wie ein unmündiges, urteilsloſes Kind. Nur als
ſie von ihrem Spargelde ſprach, flimmerte ein lüſternes
Leuchten in ſeinen Augen. Und jedesmal, wenn ſie an
Häuſern vorüberkamen, aus denen der Duſt von Speiſen
drang, blieb er ſtehen und ſog dieſen Duft ein wie ein
hungriges Tier.
Was tuſt Du immerfort? fragte Signe endlich im
halben Grauen.
Ich leide wahnſinnigen Hunger, Signe. Ich habe
ſeit drei Tagen nichts gegeſſen . . . gib mir etwas zu
eſſen! . . .
Er ſtieß das letzte in maßloſer Gier heraus und lehnte
ſich an eine Hauswand.
Signe blickte in ratloſer Angſt um ſich. Sie waren
ſchon in der Bandgaſſe. Drüben lag der Güldene Ring.
Und eben trat Thom Lührs vor die Tür, ſah Signe und
winkte ihr mit hellem Lächeln einen Gruß über die Straße.
ſich auf, als er ſie erblickte, und ſeine Bruſt hob und ſenkte
ſich unter einem befreienden Atemzuge. Gott ſei Dank!
ging es ihm dabei aus tiefſter Seele über die Lippen. Er
muſterte ſie während ihres langſamen Näherkommens mit
heller Aufmerkſamkeit und glaubte davon überzeugt ſein
zu dürfen, daß ſie in Angſt und Not heimkam. Er ging
ihr die letzten Schritte entgegen und lächelte ſie an, ſo, wie
man jemand anlächelt, den man tröſten und beruhigen
will. Aber er nannte ſie nicht wie ſonſt nach alter, lieber
Gewohnheit Schweſter. Seitdem er ſie geſtern abend in
ſeinen Armen gehalten und die Treppe hinangetragen,
ſeitdem er jenes heiße Brennen in ſeinem Blut gefühlt,
war etwas in ihm, das ihm mit heimlichem Raunen
die=
ſes Zeugnis für eine nicht vorhandene
Blutsverwandt=
ſchaft verbot. Und zudem wußte er ja auch, daß ſie über
das zwiſchen ihnen in Wirklichkeit beſtehende Verhaltnis
ſeit geſtern unterichtet war. Ein anderes zu tun, war ihm
indes zu verwinden nicht möglich: das alte, liebe
Andie=
handnehmen, wie es ſeit Kindertagen zwiſchen ihnen
Ge=
wohnheit war, wenn ſie es recht gut miteinander meinten
oder wenn einer dem anderen etwas beſonderes Wichtiges
zu erzählen hatte.
Dieſes Berühren der Hände wies Signe einen bisher
nicht überlegten Gedanken. Sie hatte vorgehabt, ihre noch
mit ſo mancher Ungeklärtheit und Ungewißheit
über=
ſponnene Sache zu allererſt dem Ohr Frau Barbaras zu
offenbaren. Nun entſchloß ſie ſich plötzlich anders;
Hen=
ning ſollte zunächſt davon wiſſen, mit ihm, dem guten,
lieben Kameraden wollte ſie alles beſprechen. Er ſollte
ihr ratgebend und wegweiſend helfen.
(Fortſetzung folgt.)
In ſchnellem Entſchließen eilte ſie zu ihm. Er
ver=
ſtand nicht. Der Menſch da . . . Ihr .
Ja, ja! Fragen Sie nicht, Herr Lührs. Seien Sie
barmherzig, nehmen Sie ihn vorläufig auf und geben Sie
ihm etwas zu eſſen. . . Ich komme bald wieder. . . .
Thom Lührs, der alte, immer noch wie einſt Lächelnde
verlor all ſein Lächeln, fuhr ſich über die Stirn und lehnte
ſich gegen die Pfoſten der Einfahrt. So verharrte er noch,
als Signe mit ihrem Vater über die Straße kam, ihm die
führende Hand gereicht hatte und mit freundlichen Worten
auf ihn einſprach.
Nun ſtanden beide vor ihm . .. der Zerkumpte,
Ver=
wahrloſte, Wüſte und das ſchlanke junge Mädchen mit dem
ganzen ſtillen Stolz in Haltung und Gewand und mit
dem feinen Reiz eigener Schönheit.
Thom Lührs wollte ein heimliches Fluchen in die
Scele. Aber er mußte es bannen. Dafür kam ein ſtilles
Bewundern. Und eine tiefe Rührung ſtahl ſich in ſein
empfindſames Herz. Sie iſt wie ein wunderfeiner Engel,
dachte er. Und zu Stephan Frank ſagte er: Na dann
los! Im Güldenen Ring iſt man auch nie hart wie Stein.
Signe wandte ſich mit Dank zum Gehen und eilte
da=
von.
Die beiden anderen traten auf die Einfahrt. Gerade
kam Kaſpar Bömken mit der Futterſchwinge von den
Ställen her. Er ſtutzte, legte die Hand über die Augen
und bekam das Erinnern. . . Iſt das . . . iſt das nicht . . .
Geier eins, dat is doch dieſer verfl. . . Poppenſpäler. . . . .
Henning ſtand wartend und nach Signe Ausſchau
haltend in der Haustür, als ſie endlich, bald gegen Mittag
hin, über den Markt kam. Sein ſorgenvolles Geſicht hellte
Nummer 82.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. April 1915.
Seite 15.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
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In Uebereinſtimmung mit den Mitteilungen der
Preis=
berichtsſtelle konſtatieren die amtlichen Stellen im
allge=
meinen eine befriedigende Ueberwinterung der Saaten.
Zwar iſt ein großer Teil der Pflanzen wegen ſpäter
Be=
ſtellung noch ſchwach entwickelt und die ziffermäßige
Be=
gutachtung daher ungünſtiger ausgefallen als um die
gleiche Zeit des Vorjahres indes hat das in letzter Zeit
herrſchende ſchöne Frühjahrswetter ſchon viel gebeſſert.
Die Landwirte ſind jetzt vollauf mit der Feldbeſtellung
be=
ſchäftigt, und die Folge davon iſt, daß das Angebot
all=
gemein ſtark nachgelaſſen hat. Lag ſchon darin eine Stütze
für die Preiſe ſo nahm der Markt im weiteren Verlaufe
eine um ſo feſtere Haltung an, als die rege Nachfrage für
Weizen am Weltmarkt die Exportländer zur Erhöhung
ihrer Preisanſprüche veranlaßte. Argentinien hat für
ſeinen neuerdings geringer geſchätzten Ueberſchuß
viel=
ſeitigen Abſatz, da Weſteuropa ſich ſehr aufnahmefähig
zeigt, Rußland aber nach wie vor mit Offerten fehlt.
Neuere Nachrichten aus Indien lauten nicht günſtig, und
für das zurückhaltende auſtraliſche Angebot bekundet
Eng=
land um ſo mehr Kaufluſt, als das Feſtland andauernd viel
Ware ablenkt. Zu der feſten Haltung Amerikas trugen
neben gutem Exportabzug auch Klagen über die Saaten
und eine niedrige Schätzung des Statiſtikers Snow bei. In
Deutſchland beſteht für Weizen andauernd gute
Verwen=
dung zum Export, während ſich gleichzeitig mehr Kaufluſt
für fremden Weizen kund gibt. Nach beiden Richtungen
entwickelte ſich in der Berichtswoche ein ziemlich lebhafter
Verkehr. und im Lieferungsgeſchäft erfolgten Deckungen
per Mai und Käufe per Juli, ſo daß die Preiſe ſeit
Diens=
tag um 3½ bis 3¾ Mark abziehen konnten. Roggen war
anfangs infolge ſchleppenden Abſatzes und unter dem
Ein=
druck des großen Berliner Lagerbeſtandes matt, doch
be=
wirkte ſpäter ſchwaches Inlandangebot bei vermehrter
Ex=
portnachfrage Deckungen und Käufe, ſo daß gegenüber dem
niedrigen Stande der Woche ein Preisfortſchritt von 234
bis 3¼ Mark feſtzuſtellen iſt. Auch für Hafer kam im Laufe
der Woche eine feſtere Stellung zum Durchbruch. Da gute
Sorten wenig offeriert und vom Export aufgenommen
werden, wendet ſich des Intereſſe den bisher
vernachläſſig=
ten mittleren Qualitäten zu. Aber auch in dieſen hat das
Angebot nachgelaſſen. Im Lieferungsgeſchäft erfolgten
im Zuſammenhange mit Verkäufen von argentiniſchem
Hafer nach dem Balkan Deckungen. Ruſſiſche Futtergerſte
blieb vernachläſſigt bei 1 bis 1½ Mark ermäßigten
For=
derungen. Mais war wenig verändert, das Geſchäft darin
ſtill. Für inländiſches Getreide ſtellten ſich die Preiſe am
letzten Markttage wie folgt:
Roggen
Wetzen
Hafer
Königsberg .
163½ (4-3½)
-
Danzig .
206
-
162 (*1½) —
Stettin . . . 191 (*1
156 (*1
165 (*2
Poſen
. 191 (*2
158 (*2
153 (*1
58
Breslau . . . 191 (*1
—
15
154
Berlin
. 202 (*3
162 (*1
194 (*1
Magdeburg
196 (*2
—) 174 (—3
„ ) 160
-
162 (—1
Halle . . . . 201 (*
184
Leipzig
180 ( —
. . 199 (*2
164 (*1
Dresden . . . 202 (14
161 (*1
176 (*2
Hamburg . . 202
170 (*1
185
1
7—
Düſſeldorf . . 21.
17
180
Köln
214 (*5
(15
178
7*1
Frankfurt a. M. 210 (**1
174½ (—3 ) 185
-
Mannheim . 215
180 (— ) 180 (—
225 (—
Straßburg
-
182½ (—
190
München
219 (*1
174 (—1 ) 173 (—5
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 210,50 (P 1,75),
Peſt April 186,75 (— 1,35), Paris April 231,15 (—0,40),
Liverpool Mai 168,75 (*. 2,75), Chicago Mai 141,40
(—3,05), Roggen: Berlin Mai 170 (P 1,50), Hafer: Berlin
Mai 167,75 (— 1,75), Futtergerſte fr. Hamburg
unver=
zollt, ſchwim. 134(
1), Mais: La Plata ſchwim.
114,50 (—0,50), Mai/Juni 111,50 (* 1), Mixed März,
April 107 (* 1) Mk.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt a=
21 Abſ. 2 des
rund des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Gegen die Naturſchändung.
Jeder freut ſich, weil der Frühling ſeinen Einzug
hält. Man wandert hinaus, namentlich Sonntags, um zu
ſchauen, wie alles grünt und blüht. Aber leider
begeg=
nen einem ſchon unterwegs Leute, die dicke Sträuße
blü=
henden Weißdornes und allerlei Blumen mitnehmen. Und
erſt dort, wo ganze Büſche weiß leuchten, z. B. auf der
Marienhöhe, ſieht man ſie emſig beſchäftigt, die ſchönſten
Zweige abzureißen. Man trägt ſie nach Hauſe, nur um
ſie bald wieder achtlos fortzuwerfen, anſtatt ſie
weiter=
blühen zu laſſen, damit noch andere ſich daran erfreuen
können. Aber für dieſe bleibt nur ein troſtloſer Anblick:
völlig zerzauſte Büſche,
W. K.
Auch in dieſem Frühjahr ergeht an alle
Katzen=
beſitzer die herzliche und dringende Bitte ihre Katzen
wäh=
rend der Nacht eingeſperrt zu halten. Es iſt bekannt, daß
nächtlicherweile in den Gärten herumwildernde Katzen
nur auf Vogelfang ausgehen und ſolche raubluſtigen
Tiere ſind dann auch untauglich zum Mäuſefangen. Im
Intereſſe unſerer gefiederten Sänger, die jetzt wieder
ihren Einzug halten und das Brutgeſchäft beginnen, ſowie
zum Schutze der jungen Vögel, die den Nachſtellungen der
Katzen wehrlos preisgegeben ſind, iſt es daher dringend
nötig, das freie Herumlaufen der Katzen, namentlich bei
Nacht und in den frühen Morgenſtunden zu vermeiden.
Unſere Singvögel ſind ſo unentbehrlich als Vertilger der
unzähligen Schädlinge in Wäldern, Obſt= und
Gemüſe=
gärten, daß man ſie garnicht genug vor jeglicher
Verfolg=
ung ſchützen kann. In vielen Städten iſt bereits eine
Katzenſteuer eingeführt, die eine erwünſchte Abnahme der
Katzen im Gefolge hatte. Herrenlos ſich umhertreibende
Katzen ſollte man jedenfalls unſchädlich machen!
Den Hausbeſitzern in der Heidelberger Straße, die
die Anbringung von Roſetten für die elektriſche
Bahn an ihren Häuſern verweigern, ſollte ohne weiteres
ein Maſt vor das Haus geſtellt werden; vielleicht gehen ſie
dann bei dieſem Anblick eher darauf ein, die Roſette zu
erlauben. Wer aber dann noch hartnäckig bleibt, der wird
ſich nie dazu verſtehen. Die Anlage der Oberleitung
des=
halb hinauszuſchieben, hat keinen Sinn; dieſe ſollte, wenn
eben von den betreffenden Hausbeſitzern kein
Entgegen=
kommen bewieſen wird, unter Verwendung einiger Maſten
nunmehr ſchleunigſt fertiggeſtellt werden, damit, wenn
man auch den weigernden Hausbeſitzern den rückſtändigen
Dampfbetrieb noch recht lange gönnen ſollte, doch im
In=
tereſſe der Allgemeinheit der elektriſche Betrieb in der
Neckar= und Heidelberger Straße baldigſt und
end=
lich eröffnet wird.
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Mitwoch, 9. April.
1913.
Die Weltausſtellung in
San Franzisko.
Von Walter W. Schultz.
San Franzisko (Kalifornia), im März. . . .
„Neapel ſehen und dann ſterben”, ſagt ſtolz der
Neapo=
litaner. „Kalifornia ſehen und dann leben”, ruft der
Kalifornier in die Welt hinaus, und wen ſein gutes
Glück einmal nach den blühenden Gefilden dieſes
wunder=
baren Staates mit ſeinem ewigen Frühling gebracht hat,
der wird ſich ſo leicht nicht mehr von ihm trennen konnen.
In den nun kommenden Jahren richten ſich die Blicke
der ganzen ziviliſierten Welt inſonderheit auf dieſes
Wun=
derland. Im kommenden Hervſt wird das erſte Schiff
durch den Panama=Kanal fahren und damit iſt der Anfang
zu dem großen Umſchwung gegeben, der auf dem
Han=
delsgebiere erfolgen wird.
Nie zuvor hatte eine Nation ſo viel Grund, eine Feier
zu begehen und beglückwünſcht zu werden, wie die
Ver=
einigten Staaten in dieſem Falle. Das ganze Werk war
von nationalem Geiſte durchdrungen. Ein aufgegebenes
Unternehmen war es, das die Vereinigten Staaten
wieder=
belebten und mit Mut und Kraft erfolgreich weiterführten,
und jedermann wird bei vollkommener Würdigung der
Urſache und richtigen Erkennen des Ergebniſſes mit dazu
beitragen, die gebührende Würdigung dieſes Werkes durch
die Nachwelt zu ſichern. Man ſollte ſich des Umſtandes
bewußt ſein, daß die Internationale Weltausſtellung in
San Franzisko nicht bloß eine lokale oder teilweiſe,
ſon=
dern eine univerſelle Feier werden ſoll, die eine dauernde
Erinnerung zu hinterlaſſen beſtimmt iſt. Der Hauptzweck
iſt, der Welt zu zeigen, was die Vereinigten Staaten bis
zum Jahre 1915 zu leiſten imſtande waren, wenn dieſes
größte Unternehmen derſelben ausgeführt und mit großen
Lettern auf den Tafeln der Weltgeſchichte verzeichnet
werden wird. Wenn die Vereinigten Staaten fremde
Na=
tionen dazu einladen, die Feier mit ihnen zu begehen, die
ausgeſuchteſten Produkte ihrer Länder mitzubringen und
ein Jahr in Amerika zu verbringen, iſt es klar, daß den
Veranſtaltern daran gelegen iſt, ſie an dem Platze
unter=
zubringen, an dem für ihr körperliches Wohlbefinden am
beſten geſorgt iſt. Dieſen Anforderungen entſpricht San
Franzisko in vollkommenſtem Maße, denn die reiche
Aus=
wahl an vorzüglichen Lebensmitteln, das reine,
ausge=
zeichnete Waſſer, die außerordentlich günſtigen
Wohnungs=
verhältniſſe und das herrliche, gleichmäßig milde Klima
dieſer Stadt genießen einen Weltruf wie keine andere.
Eine internationale Ausſtellung iſt wiederholt als der
illuſtrative Teil in der illuſtrierten Ausgabe der
Welt=
geſchichte bis zu einem beſtimmten Zeitabſchnitte
bezeich=
net worden und iſt dazu beſtimmt, die Zenſur oder das
ſtatiſtiſche und ſupplementare Element dieſer Geſchichte in
anſchaulicher Weiſe vorzuführen. Eine Zenſur oder
Stati=
ſtik gibt gewöhnlich nur in unintereſſanten trockenen
Zahlen und Worten einen Ueberblick über Tatſachen, die
jedoch, um Beachtung zu ſinden, entſprechend illuſtriert
werden müſſen, um nicht der Aufmerkſamkeit des
allgemei=
nen Durchſchnittes der Menſchen zu entgehen.
Statiſtiken ſind wertlos für jene, die die Sprache, in
der ſie verfaßt ſind, nicht verſtehen. Bilder brauchen jedoch
keine Ueberſetzung — ſie ſind univerſale, unmittelbare
Ge=
dankenträger von Urheber zu Beſchauer, auf deſſen Geiſt
ſie ſofort wirken. Das iſt die Form von Verſtändigung,
die im Dienſte einer Ausſtellung ſteht. Alle Ausſtellungen
entwickeln gleicherweiſe eine Sphäre von realer
Nützlich=
keit; aber unglücklicherweiſe hat die leichtfertige,
gedan=
kenloſe oder vermeſſene Anwendung der Bezeichnung
Ausſtellung” eine vollkommen falſche Auffaſſung und
Vorſtellung herangebildet, die ſeiner wirklichen und
tat=
ſächlichen Bedeutung zuwiderläuft. Ein Jahrmarkt iſt
eine liebenswürdige und wünſchenswerte Einführung, um
die Produkte einer Gegend oder Gemeinde zur Schau zu
ſtellen und umzuſetzen; er bringt auch die Menſchen
ein=
ander näher und iſt ganz und gar, was er bezweckt. So
alſo beiſpielsweiſe war die Panamerika=Ausſtellung, die
veranſchaulichen ſollte, wie die Nationen in Nord=,
Zen=
tral= und Südamerika fortgeſchritten waren, Spezial=
Aus=
ſtellungen von Entwickelungen Verfeinerungen in
beſtimm=
ten Zweigen und Beſtrebungen, die, ſo der
Oeffentlich=
keit vorgeführt, zweifellos ihren Zweck erfüllen.
Aber eine internationale Ausſtellung iſt ein Ereignis
von ſo einſchneidender und großer Bedeutung, daß ſie
notwendigerweiſe die Würde und den Ernſt der ſie ins
Leben rufenden Nation zu veranſchaulichen hat, beſonders
ſchon aus dem Grunde, weil es der Kongreß und der
Prä=
ſident der Vereiniaten Staaten ſelbſt waren, die die
Auto=
riſierung dazu gaben. Nur drei wirkliche internationale
Weltausſtellungen wurden bis jetzt in den Vereinigten
Staaten abgehalten, und jedesmal wurde die
Begeben=
heit offiziell als ein Ereignis von größter Bedeutung
ge=
ſeiert. Die erſte wurde in Philadelphia 1876 anläßlich
der Feier der nationalen Unabhängigkeit, die zweite in
Chicago 1893 anläßlich der Feier der Entdeckung
Ameri=
kas durch Columbus und die dritte in St. Louis 1904
an=
läßlich der Feier der erſten großen Etappe auf dem
Vor=
marſche der amerikaniſchen Nation zum Pacifiſchen Ozean
abgehalten, und die vierte, vom Kongreß und
Präſiden=
ten autoriſierte Internationale Weltausſtellung wird die
im vorliegenden beſprochene Ausſtellung ſein.
Für Europa gewinnt dieſe Ausſtellung ein
beſon=
ders hervorragendes Intereſſe, weil durch die Eröffnung
des Panama=Kanals die Handelsbeziehungen mit
Süd=
amerika, Zentralamerika und dem Orient und dadurch
auch die mit den Vereinigten Staaten eine große
Um=
wälzung erfahren werden. In ganz ſpeziellem Maße
trifft dies auf Südamerika zu; gerade mit den dortigen
aufblühenden Republiken wird ein Handelsaustauſch als
äußerſt gewinnbringend erachtet. Die Ausſtellung des
Auslandes ſollte dieſen Umſtand in beſondere
Berückſich=
tigung ziehen. Jede einzige Republik Südamerikas wird
auf der Ausſtellung in San Franzisko vertreten ſein, und
zwar in einem Maße, wie es auch nur annähernd nie
zu=
vor geſchehen iſt. Das gleiche gilt auch von Japan und
China. Japan errichtet z. B ein Gehäude, für deſſen
Her=
ſtellung von der dortigen Regierung ein und eine halbe
Million Dollars (6000 000 Mark) bewilligt wurden.
Insgeſamt wird die Ausſtellung einen Wert von
hundert Millionen Dollars repräſentieren und in einer ſo
wunderbaren Weiſe ausgeführt werden, wie ſie nur die
Tatkraft der bedeutendſten Künſtler in allen Teilen der
Welt auf den verſchiedenſten Gebieten menſchlicher
Tätig=
keit und ein unermeßlicher Reichtum ſchaffen kann.
Luftfahrt.
sr. Für die Ausbildung von
Flugzeug=
führern auf Koſten der National=Flugſpende ſind jetzt
ſeitens des Kuratoriums der National=Flugſpende die
näheren Bedingungen feſtgelegt worden. Es ſind 19
Fa=
hriken ermächtigt worden, die Ausbildung vorzunehmen.
Für die Ausbildung kommt zunächſt die Zeit bis zum 30.
September d. J. in Frage. Es werden zwei Gruppen
von Schülern unterſchieden und zwar iſt jede der 19
Fa=
briken berechtigt einmal 3 Herren mit abgeſchloſſener
Bürger= oder Mittelſchulbildung auszubilden, de nach
militärärtztlichem Zeugnis vorausſichtlich militärtauglich
ſind noch nicht gedient haben und ſich verpflichten, am
1. Oktober 1913 in die Fliegertruppe zur Ableiſtung ihrer
Dienſtpflicht einzutreten, ferner zwei Herren im Alter bis
zu 35 Jahren, die in ihrem militäriſchen Verhältnis
Ge=
freite, Unteroffizier Reſerve=Offizieraſpiranten oder
der=
gleichen ſind und ſich zur Ableiſtung von zwei
dreiwöchent=
lichen Uebungen bei der Fliegertruppe in den nächſten 2
Jahren verpflichten. Sobald einer dieſer Schüler das
Feldpiloteneramen beſteht, erhält die Fabrik 8000 Mark
für die Ausbildung. Außerdem iſt jeder Schüler
wäh=
rend der Ausbildungszeit durch die National=Flugſpende
gegen Unfall verſichert Ferner iſt beſtimmt worden, daß
im Gebiet der preußiſchen Heeresverwaltung junge Leute
zum Einjährig=Freiwilligen=Dienſte zugelaſſen werden
dürfen, die ſich auf dem Gebiet des Flugweſens beſonders
auszeichnen.
Nachrichen des Stunderaut: Darmſahl.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
6 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 31. März: dem Pfarrer Theodor
Hickel Stiftſtr. 16, ein S. Alfred Erwin. Am 1. April:
dem Schloſſer Heinrich Mattheß, Liebfrauenſtr. 58, ein
S. Karl. Dem Schneidermeiſter Nikolaus Heiligenthal,
Neue Ireneſtr 1, eine T. Lina Helene. Am 31. März:
dem Vizewachtmeiſter im Leibdragoner=Regiment Nr. 24,
Friedrich Paul Bauch, Eſchollbrückerſtr. 1, eine T.
Irm=
gard Luiſe Frieda. Am 28.: dem Schuhmacher Johann
Georg Mantel, Pallaswieſenſtr. 37, eine T. Eliſabeth.
Am 3. April: dem Mechaniker Sebaſtian Spahn,
Schu=
knechtſtr. 53, ein S. Friedrich. Am 4.: dem Taglöhner
Adam Volz, Große Kaplaneigaſſe 42, eine T. Anna.
Am 3.: dem Formſtecher Max Schmidt, Stiftſtr. 35,
Zwillingstöchter, Margarete Eliſabeth und Apollonia
Emilie. Am 4.: dem Schmied Max Krüger,
Wendel=
ſtadtſtr. 49 eine T. Eliſabeth Maria. Am 2.: dem Dipl.=
Ing. und Architekt Johann Bernhard Nover, Lucasweg
19, eine T. Emilie Franziska Juliane. Am 5.: dem
Reſtau=
rateur Franz Kratſch, Lauteſchlägerſtr. ½, ein S. Hans
Hermann Franz. Am 6.: dem Kaufmann Peter Münſter,
Saalbauſtr. 11, ein Sohn. Am 2.: dem Ober=Inſpektor des
Großh. Hoftheaters Ernſt Heinrich Schwerdtfeger,
Hof=
theaterplatz 3, eine T. Franziska Erna Toni Am 1 dem
Zeichenlehrer Adam Link, Taunusſtr. 47, eine T.
Jo=
hanna Elfriede. Am 3.: dem Taglöhner Chriſtoph
Huthmann, Arheilgerſtr. 66, ein S. Chriſtian. Am 5.:
dem Heizer bei der Staatsbahn Johann Keil,
Feld=
bergſtr. 75, ein S. Friedrich.
Aufgebotene. Am 4. April: Metalldreher Heinrich
Engel III. zu Worfelden, mit Landwirtin Anna Marie
Diehl, hier. Schneider Jakob Götz Wll. zu Hähnlein,
und Eliſabetha Katharina Anthes zu Zwingenberg.
Bureaugehilfe beim Großh. Ober=Verſicherungsamt Joh.
Georg Reuter, Heidelbergerſtr. 126, und Agnes Raab,
Feldbergſtr. 69. Betriebsingenieur Auguſt Adam Merz,
Hügelſtr. 77, und Auguſte Eliſe Louiſe Pfeiffer zu
Arns=
berg. Buchdrucker Maximilian Fuß, Pankratiusſtr. 71,
und Verkäuferin Louiſe Jöckel, Aliceſtr. 6. Am 5.:
Ser=
geant Friedrich Johannes Reeg, hier, und Chriſtine
Schum zu König. Heizhausaufſeher Anton Hermann
Fuchs zu Ulm, und Anna Kummer zu Mannheim=
Waldhof. Am 7.: Straßenbahnwagenführer Georg
Hackenheimer zu Borbeck, und Margareta Knöll zu
Klein=Umſtadt. Kaufmann Johann Adam Hartmann,
Schloßgraben 13, und Margarete Steffen zu
Lampert=
heim.
Eheſchließungen. Am 4. April: Fabrikant Paul
Wertheimer in Bielefeld, mit Helene Kahn, hier.
Bäcker Hrch. Frutig, hier, mit Erneſtine Koch in
Höchſtenbach. Am 5.: Taglöhner Jakob Rapp III., hier,
mit Margareta Mayer in Hering. Filialleiter Hermann
Bader, mit Anna Lohn, beide hier. Sattler Chriſtian
Weiland, mit Barbara Heidenreich, beide hier.
Werk=
zeugmacher Ernſt Pathenſchneider mit Marie Büttel,
beide hier. Laborant Ludwig Steingaß, mit Amalie
Emig, beide hier. Bahnarbeiter Jakobo Körber, mit
Chriſtina Schnellbächer, beide hier Gardeunteroffizier
Ludwig Olivier hier, mit Eliſabeth Nuhn in
Neu=
kirchen. Maſchinenſchloſſer Oswald Damm, mit
Katha=
rina Gimbel, hier. Bäcker Friedrich Henkelmann, hier,
mit Eliſabetha Reiß in Eberſtadt. Poſtbote Adam
Kilian, mit Köchin Maria Grün, beide hier. Architekt
Emil Kroll in Worms, mit Anna Kramer in
Pfung=
ſtadt.
Geſtorbene. Am 4. April: Taglöhner Friedrich
Trayſer, 21 J., ev., in Auerbach, Kr. Bensheim
wohn=
haft hier Dieburgerſtr. 21. Am 3.: Schloſſer Johannes
Bechtold, 46 J., ev., in Stockſtadt, Kr. Groß=Gerau
wohn=
haft, hier Erbacherſtr. 25. Am 4.: Eva Graeber, 69 J.,
ev., Witwe von Fiſcher Jakob Graeber, in
Pfaffenbeer=
furth, hier Bleichſtr. 39. Luiſa Eliſabeth Margarete
Kögel 10 Monate, ev., T. des Eiſendrehers Chriſtian
Kögel, Feldbergſtr. 82. Geheimer Regierungsrat i. P.
Georg Muhl, 19 J., ev., Roßdörferſtr. 74. Am 6.: Großh.
Hochbauaufſeher Johann Kröhler, 47 J., ev., in Groß=
Gerau, hier Grafenſtr. 9. Eiſenbahn=Oberſekretär Karl
Peter Friedrich Winter, 56 J., ev., Landskronſtr. 53.
Katharina Schuhmacher, geb. Maurer, 67 J., ev., Witwe
von Küfer Auguſt Schuhmacher Alexanderſtr. 4.
Großh. Landesmuſeum Geöffnet: Sonn= und
Freitags von 10—1 Uhr, Mittwochs und Sonntags
von 3—5 Uhr, Eintritt frei: Dienstags, Donnerstags
und Samstags von 11—1 Uhr gegen Eintrittsgeld.
Großh. Porzellanſammlung im Prinz=Georgs=
Palais (Schloßgartenplatz). Geöffnet Sonntags von
11—1 Uhr. Eintritt 50 Pfg.
Beſichtigung des Großh.
Reſidenzſchlof=
ſes: An jedem Wochentage von 3—4 Uhr; Sonntags
von 11—1 Uhr.
Dus Guehengebler unserer Kraf,
Kämpfe mit Berufsſchwierigkeiten, Mißerfolge im
täglichen Leben zerrütten unſer Nervenſyſtem. Kranke
Nerven ſind aber die Urſachen zahlreicher Leiden und
Schmerzen, von denen der Kulturmenſch nur zu häufig
heimgeſucht wird; geſunde Nerven dagegen ſind die
Quellen eines wonnigen Kraftgefühls und ungetrübter
Lebensfreude. Geſunder Schlaf, Arbeitsluſt, Ausdauer,
Energie ſind die Kennzeichen eines geſunden
Nerven=
ſyſtems.
Das Quellengebiet unſerer Kraft, das Reſervoir aller
Energie iſt das Gehirn; hier laufen alle von außen
kom=
menden Reize ein, werden zu Wahrnehmungen,
Vorſtel=
lungen, Gedanken und Gedankenreihen verarbeitet, und
ihre Summe bildet im Verein mit der ererbten
Grund=
lage unſer Gemüt, unſeren Verſtand, unſeren Charakter,
unſere Individualität. Dies aber ſind die
Wunder=
kräfte, die unſer perſönliches ſowie ſoziales Leben
geſtal=
ten, die jedem ſeinen Wert, ſeine Stellung, ſeinen Erfolg
im Leben beſtimmen.
Natürlich bedarf das Gehirn, um den hohen
Anſprü=
chen zu genügen, einer beſonders ſorgſamen Pflege. Die
in unſeren Tagen aufs äußerſte angeſpannte geiſtige
Tätigkeit führt leicht zu Erſchöpfungszuſtänden, zur
Ver=
minderung der Arbeits= und Schaffenskraft und anderen
zum Kapitel der Neuraſthenie gehörenden
Schwäche=
erſcheinungen, die den Strebſamen oft genug kurz vorm
I.,8322
ZZiel niederwerfen.
Die rationelle Pflege des Gehirns und des übrigen
Nervenſyſtems beſteht in erſter Linie in einer
zweckmäßi=
gen Ernährung, das heißt einmal in dem Erſatz der
ver=
brauchten Nervenſubſtanz, des Lecithins, und ferner in
der allgemeinen Kräftigung des Organismus durch die
entſprechenden Nährſtoffe.
Zu dieſer wiſſenſchaftlichen Erkenntnis war man
ſchon vor Jahren gelangt, aber ihre Nutzbarmachung in
der Praxis ſtieß zunächſt leider auf enorme Hinderniſſe,
denn das Lecithin iſt ein überaus diffiziler Stoff, deſſen
Reindarſtellung mit großen Schwierigkeiten und Koſten
verknüpft iſt. Es mußte erſt ein neues Verfahren
gefun=
den werden, das die Herſtellung genügender Mengen
die=
ſer koſtbaren Nervenſubſtanz von phyſiologiſch reiner
Be=
ſchaffenheit ermöglichte.
Prof. Dr. Habermann iſt die Löſung dieſes wichtigen
Problems gelungen. Unter Anwendung ſeines
patentier=
ten Verfahrens iſt es jetzt möglich, Nervenſubſtanz=
Lecithin (Urſtoff) in phyſiologiſch reiner Form
aus dem Stoffe herzuſtellen, aus welchem z. B. das aus
dem Ei ſich entwickelnde Hühnchen Gehirn und
Rücken=
mark aufbaut, nämlich aus den Beſtandteilen des
Ei=
dotters. Führt man dieſe Nervenſubſtanz dem Körper
zu, ſo wird ſie größtenteils im Gehirn, Rückenmark und
in den Nerven zurückgehalten und zu deren Ernährung
benutzt.
Seitdem dieſe Tatſache wiſſenſchaftlich feſtgeſtellt iſt,
wird von ärztlicher Seite zur Stärkung und Auffriſchung
abgeſpannter Nerven das Biocitin in ſteigendem Maße
mit vorzüglichem Erfolg angewendet.
Aber nicht bloß die Nerven, ſondern auch der ganze
menſchliche Körper wird durch Biocitin gekräftigt und
aufgefriſcht, weil dieſes alle dem Körper nötigen
natür=
lichen Nährſtoffe nur in geläuterter, idegler und
konzen=
trierter Form enthält. Es wird deshalb ohne
Anſtreng=
ung ſelbſt von den empfindlichſten Verdauungsorganen
in ſchnellſter Weiſe zu Nährſäften umgeſetzt.
So bildet denn das Biocitin eine ideale
Kraftnahr=
ung für jeden, der einer Hebung ſeines Kräftezuſtandes
bedarf. Geiſtig oder körperlich überarbeitete, durch
Krank=
heit oder andere Urſachen heruntergekommene, blutarme,
an zehrender Krankheit (wie Tuberkuloſe uſw.) leidende
Perſonen, ſchwächliche, geiſtig oder körperlich
zurück=
gebliebene Kinder, ſtillende Mütter — ſie alle finden im
Piocitin ein Kräftigungsmittel von unvergleichlicher
Wirkſamkeit. Vor allem aber iſt es das große Heer der
Nervöſen, denen das Biocitin Kräftigung und
Auffriſch=
ung des geſamten Nervenſyſtems bringt.
Lecithin nach dem patentierten Verfahren des Herrn
Profeſſors Dr. Habermann wird lediglich für
Bioci=
tin verwendet. Wir bitten daher, unbedingt
minder=
wertige Nachahmungen und loſeabgewogenes
Pka=
parat zurückzuweiſen. Biocitin iſt nur in
Original=
packungen in Apotheken und Drogerien käuflich. Falls
nicht erhältlich oder etwas anderes angeboten wird, wende
man ſich direkt an uns. Der Verſand erfolgt ohne
Be=
rechnung von Porto und Verpackungsſpeſen. Ein
Ge=
ſchmacksmuſter nebſt einer populär wiſſenſchaftlichen
Ab=
handlung über rationelle Nervenpflege ſendet auf Wunſch
koſtenlos die Biocitin=Fabrik, Berlin S. 61/69.
Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. April 1913.
Nummer 82.
Wobnung.
S=unzeiger.
Erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. — Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
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[ ← ][ ][ → ]Seite 217..
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. April 1913.
Seite 25.
Sport, Spiel und Turnen.
* Leichtathletik. Vom F. C. Olympia
Darm=
ſtadt wird uns geſchrieben: Im Anſchluß an die letzte
Notiz über Waldlauf ſoll hier auch noch auf den
gro=
ßen geſundheitlichen Wert dieſes Sports hingewieſen
wer=
den. Ohne Zweifel iſt der Lauf auf elaſtiſchem Boden,
über Gräben und Büſche, bergauf, bergab, in der friſchen
Waldluft in jeder Hinſicht kräftigend. Aber auch auf die
Erziehung kann der Sport nicht zu unterſchätzenden
Ein=
fluß haben, und zwar dadurch, daß er mannſchaftsweiſe
gepflegt wird. Man unterſcheidet beim Mannſchafts=Wald=
und=Querfeldeinlaufen zwei Arten: den offenen
Mann=
ſchaftslauf und den geſchloſſenen. Bei der erſten
Kate=
gorie darf die Ankunft der Läufer beliebig ſein, und das
Reſultat wird durch Wertung nach Punkten beſtimmt.
Da=
gegen iſt es bei der zweiten Art — dem geſchloſſenen
Mann=
ſchaftslauf — Bedingung, daß die Ankunft der Mannſchaft
am Ziel geſchloſſen erfolgt, d. h. die Läufer einer
Mann=
ſchaft müſſen in einem Abſtande bis höchſtens 20 Meter
ankommen. Natürlich iſt dabei ſehr große Diſziplin in
der Mannſchaft erforderlich. Die beſſeren Läufer dürfen
ihre ſchwächeren Kameraden nicht zurücklaſſen, ſondern ſie
müſſen dieſe durch gütliches Zureden unter Hinweis auf
die zu erlangende Ehre ermuntern. Als geſchloſſener
Mannſchaftslauf wird der am 20. April ſtattfindende
Pro=
paganda=Waldlauf des F. C. Olympia in der weiteren
Um=
gebung des Oberwaldhauſes ausgetragen, wo ſich für eine
ſolche Veranſtaltung ein ſehr geeignetes,
abwechslungs=
reiches und reizvolles Gelände bietet.
* Fußball. Bei dem Pokalſpiel am Sonntag haben
ſich folgende Vereine Preiſe errungen. Klaſſe A: 1. Preis
Ring= und Stemmklub Germania=Bornheim, 2. Preis
Sportklub Haſſia=Darmſtadt. Klaſſe B: 1. Preis Sportklub
Haſſia=Rüſſelsheim, 2. Preis Fußballmannſchaft der
Turn=
gemeinde=Beſſungen. 3. Preis Fußballverein Germania=
Eberſtadt, 4. Preis Fußballklub Olympia=Weiterſtadt,
5. Preis Fußballklub Alemannia=Griesheim. Klaſſe C:
1. Preis Fußballklub Kickers=Mainz. 2. Preis Fußballklub
Olympia=Hahn, 3. und 4. Preis Fußballklub Olympia=
Braunshardt, 5. Preis Sportklub Haſſia=Darmſtadt. Bei
den Olympiſchen Spielen errangen ſich nachſtehende
Herren Preiſe: Im 17 Kilometer=Wettgehen den 1. Preis
Heinrich Groß=Mainz, 2. Preis Heinrich Raab=Wolfskehlen.
Im 1000 Meter=Laufen 1. Preis Herr Georg Hofmann
von der Turngemeinde Beſſungen, 2. Preis Herr Rudolf
Eckert=Mainz, 3. Preis Herr Balth. Löbig=Münſter. Im
400 Meter=Laufen 1. Preis Herr Peter Kaltwaſſer=
Darm=
ſtadt. Im 200 Meter=Laufen 1. Preis Herr Peter
Kalt=
waſſer=Darmſtadt, 2. Preis Herr Heinrich Rühl=
Gries=
heim. Im 100 Meter=Laufen 1. Preis Herr Johann Auguſt
Löbig=Münſter, 2. Preis Herr Joh. Zugſchwerdt=
Gries=
heim, 3. Preis Herr Julius Mälzer=Münſter. Im
Fußballweitſtoß 1. Preis Chr. Liebig von der
Turnge=
meinde Beſſungen, 2. Preis Fr. Michel=Hahn bei
Pfung=
ſtadt, 3. Preis Georg Reitz=Gräfenhauſen.
sr. Pferderennen. Trabrennen zu Hamburg=
Farmſen. Erſtes Rennen: 1. Lieschen P. (Schürmann),
2. Heinerle (Fiſcher), 3. Flirt (Knöpnadel). Tot. 88:10.
Pl. 28, 21, 15:10. Unpl.: Carlchen lauf (4), Quappe,
See=
ſtern I, Mimilus, Konkurrent I, John H Spinne. 1—6
Lg. — Zweites Rennen: 1. Winella (Wiltſhice), 2. Safe
(Schurrmann), 3. Rivale (Schönreck). Tot. 14:10. Pl. 11,
15, 25:10. Unpl.: Chiffa (4), Caeſar II, Rüpel, Saladin,
Sonnenſtrahl. 2—3 Lg. — Drittes Rennen: 1. Dr.
Klaus=
ner (Rittm. Panſe), 2. Freddy I (Hr. Hasperg), 3. Kreſſe
(Hr. Schulze). Tot. 17110. Pl. 12, 12:10. Unpl.: Auguſt
H. ¾—1 Lg. — Viertes Rennen: 1. Hagel (Oſterhoff), 2
Chelſea (Ch. Mills), 3. Miß Good (Wiltſhire). Tot. 20.10.
Pl. 11, 10:10. Unpl.: Jor, Heretier. 2—1 Lg. — Fünftes
Rennen: 1. William (Wiltſhice), 2. Burgſtern (Neuenfeld),
3. Nachtlicht (Dieffenbacher). Tot. 1630. Pl. 13, 13.10.
Unpl.: Nubinne, 2—1 Lg. — Sechſtes Rennen: 1. Radau
H. (Fiſcher), 2. Danilo (Hr. A. Brümmer), 3. Farzana
(Enſing). Tot. 18:10. Pl. 12, 16, 12:10. Unpl.:
Hexen=
meiſter, Barmene, Noveliſt, Mine. 3—2 Lg. — Siebentes
Rennen: 1. Dante (E. Treuherz), 2. Glücksbub (
Schurr=
mann), 3. Maudeto (Neuenfeld). Tot. 35.10. Pl. 22,
17110. Unpl.: Aglaya ()4, Schampus (disqu.) (Alentell jr.),
2—2 Lg.
Hannover. Graditz=Rennen; 5000 Mark, Diſtanz
1200 Meter: 1. Dr. Lemckes Kalchas (Cleminſon), 2.
Nor=
ton (Rees), 3. Fox (H. Teichmann). Tot. 12:10. Pl. 12,
21:10. Unpl.: Gavotte, Lermoos, Anleihe (4). Sehr leicht,
—3 Lg. — Preis von Remlin; 5000 Mark, Diſtanz 1300
Meter: 1. Herrn R. Müllers Drakon (Schläfke), 2. Berber
Raſtenberger), 3. Wunderhold (Torke). Tot. 20110, Pl.
12, 12, 15.10. Unpl.: Iren, Chutbeh, Theophil, Miß Qick,
Felix eſto. Kampf, ½ Lg.-Kopf. — Eröffnungs=
Jagd=
rennen; Ehrenpreis und 2500 Mark, Diſtanz 3200 Meter:
1. Leutn. Loogs Sea Squaw (Beſ.), 2. Heidenkind (Hptm.
von Hippel), 3. Mikado (Leutn. von Stammer). Tot.
22:10, Pl. 13, 27, 18:10. Unpl.: Nowtons Knight,
Ella=
nette, Tongs, Hirondelle, Solid Silver. Ueberlegen, 3—2
Lg. — Großes Hannoverſches Handikap; Ehrenpreis und
12000 Mark, Diſtanz 1500 Meter: 1. Herrn Buggenhagens
Jewel (Slade), 2. Eccolo (Raſtenberger), 3. Trotz
Schläfke). Tot. 176:10, Pl. 33, 14, 16:10. Unpl.: Gernot,
Spion, Napagedl, Bliktri, Dürkheim, Carino, Ops,
Sene=
chal. Leicht, 1—/ Lg. — Preis von Steinach; 6000 Mark,
Diſtanz 1200 Meter: 1. Herrn G. Kochs Candahar (
Cle=
minſon), 2.— Iſar (Torke), 2.— Donnerwetter (
Raſten=
berger). Tot. 34:10, Pl. 13, 12, 27110. Unpl.: Polonius,
Hongroiſe, Domherr, Scotch Nuggret, Strohblume, Little
Lady. Leicht, 1½ Lg. Totes Rennen. — Kirchroder
Jagd=
rennen; 3500 Mark, Diſtanz 3600 Meter: 1. Leutn. v.
Sal=
derns Magiſter (Leutn. Erbprinz von Bentheim), 2.
Bracke (Leutn. von Zobel), 3. Konſtantin Leutn. von
Stammer). Tot. 30110, Pl. 20, 31110. Unpl.:
Eiſen=
barth II, Gefa II. Ueberlegen, 5—5 Lg. — Alnok=Rennen
(für Hannoverſche Halbblüter): Erſte Abteilung: 1.
Ma=
ruſchka, 2. Neptun, 3. Delphin. Tot. 64:10, Pl. 25, 46,
16:10. Unpl.: Ahrtal, Nanny, Delykat, Geiſha, Devil,
Alexander, Kommt noch, Sereniſſimus. Zweite Abteilung:
1. Lavenius, 2. Nana, 3. Donna Maria. Tot. 22110, Pl.
22, 13, 24:10. Unpl.: Valet, Litty, Heideröschen, Mona
Lothar, Santa Klara, Couleur.
Rennen zu Saint=Cloud. Prix des Loges;
3000 Frs., Diſtanz 2200 Meter: 1. Monſ. W. K.
Vander=
bilt’s Satilla (O'Neill), 2. La Source (G. Stern), 3.
Cle=
potar (J. Reiff). Tot. 38:10. Pl. 16, 37, 15.10. Unpl.:
Joyeux Drille (4), Harpiſte, Seia Eva, Toſſin, Noba,
Den=
telle III, Fille Partout. Hals-2 Lg. — Prix de La
Pom=
meraye: 6000 Frs., Diſtanz 2400 Meter: 1. Monſ. W. K.
Vanderbilt’s Reindeer (O'Neill), 2. Le Minotier (J.
Reiff), 3. Sainte Gemme (A. Woodland). Tot. 17110. Pl.
12, 19110. Unpl.: Mone Reve II (4), Frerot. 1½—2 Lg.
Prix Simoniai; 8000 Frs., Diſtanz 1500 Meter: 1.
Monſ. H. B. Dureya’s Banſhee (Mac Gee), 2. Deſir II
J. Childs), 3. Fauche Le Vent (G. Stern). Tot. 40:10.
Pl. 13, 11, 11:10. Unpl.: Happy Pream (4), Jean Pierre
(5), Freeman (6), Andiamo, Gomez, Luthier. Hals-½
Lg. — Prix des Belles=Vues: 3000 Frs., Diſtanz 900
Me=
ter: 1. Comte Lair’s Belle de New=York (G. Stern), 2.
Phencienne (Gacmer), 3. France (Lemmel). Tot. 21110.
Pl. 14, 36, 34:10. Unpl.: Menuet II (4), Palatin, Bourgne
Adair, Legrene, Sainara, Rob Roy IV, Sylvange. Abis
Hals. — Prix des Clacis; 5000 Frs., Diſtanz 2000 Meter:
Comte Lair’s Caſſin (J. Reiff), 2. Miſere (Kennedy),
3. Nil Bleu II (A. Woodland). Tot. 80110. Pl. 29, 16.
17110. Unpl.: Limon, Cyrinus, La Begude, Reſeda IV
Le Bouddha, Tanit II, Clairville, Gros Jean II, Eve II,
Hulda, Revolte, Coryndon. Hals-Kopf. — Prit de
Ma=
reil; 5000 Frs., Diſtanz 2000 Meter: 1. Monſ. D.
Kele=
kian’s Coral II (J. Childs), 2. Jocunde V (O'Neill), 3.
Cyprine (Powers). Tot. 29110. Pl. 16, 18:10. Unpl.:
Monſeur Guerin, Curieux, Rotbold, Monnbeam. ¾—3 Lg.
sr. Das internationale Motorboot= und
Waſſerflug=
zeug=Meeting von Monaco, das am Samstag nach den
Ausſtellungstagen die erſten Regatten bringen ſollte,
er=
litt durch die ungünſtige Witterung eine empfindliche
Störung. Die See ſtieg ſo hoch, daß an einen Start der
Motorboote nicht gedacht werden konnte. Das vorgeſehene
Rennen der engliſchen 21 Fuß=Klaſſe mußte daher
ver=
ſchoben werden, ebenſo mußten die Aviatiker auf
Erledig=
ung ihrer Vorprüfung verzichten. Bis zum Sonntag
hatte ſich das Wetter ſo weit gebeſſert, daß man an die
Abwicklung des Programms gehen konnte. Für die
Mo=
torbote waren drei Regatten vorgeſehen, die während des
ganzen Tages eine ſehr zahlreiche Zuſchauermenge
an=
lockten. Zunächſt ſtarteten die 3 erſten Kreuzer=Klaſſen in
einem Handikap über 50 Kilometer. Es konkurrierten. 3
Boote der erſten Klaſſe mit 10 Minuten Vorgabe, 5 Boote
der zweiten Klaſſe mit 1 Minute 30 Sekunden Vorgabe
und 6 Boote der dritten Klaſſe, die vom Mal ſtarteten.
Sieger blieb das franzöſiſche Tellier=Boot Na=Roch mit
58 Minuten 56 Sekunden. Es erreichte alſo eine
Durch=
ſchnittsgeſchwindigkeit von 51 Kilometer. Den 2. Platz
beſetzte das von Dospujols gebaute Boot Socram in
Stunde 9 Minuten 14 Sekunden. Dritter Apache 1114:54.
Nachmittags konkurrierten dann zunächſt die Boote der
ngliſchen 21 Fuß=Klaſſe gleichfalls über 50 Kilometer.
Es fanden ſich 11 Konkurrenten ein, von denen Fugi=
Yama mit 1 Std. 9 Min. 54 Sek. den Sieg behauptete
Zweiter Angela II 1:10:54. Dritter Dyack 1118:25. Zwei
Stunden ſpäter ſtarteten die Kreuzer der 4. Klaſſe zu einem
50 Kilometerrennen um den Preis der Cote d’Azur. Hier
kam auch das einzig beteiligte deutſche Boot Auette III des
Herrn Wladimir Schmitz in den Start, konnte jedoch
in=
folge Bruches der Waſſerrohrverſchraubung das Rennen
nicht beenden, in dem es im günſtigſten Falle eine Chance
auf Platz gehabt hätte. Das Rennen gewann Minehaha
in 54:17 vor Sigma, die dreiviertel des Rennens geführt
hatte und 56:47 gebrauchte. Dritter Nautilus 59221.
Von den Waſſerflugzeugen abſolvierten zwei Nieuport
mit Weymann und Eſpanet am Steuer, 1 Maurice
Far=
man unter Führung von Gaubert, 1 Aſtra unter Führung
von Labouret und 1 Borel unter Führung von Chemet
einen Teil der Vorprüfungen.
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do.
4 Preuß. Schatzanweifg. 99,10
3½ do. Conſols . . . 86.90
76,40
do.
do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 98,50
91,50
3½
do.
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,20
85,50
do.
3
75,10
do.
4 Hamburger Staatsanl. 98,85
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 98,00
4 do. do. (unk. 1918) 97,75
3½
85,55
do.
74,10
do.
3 Sächſiſche Rente. .
77,70
4 Württemberger v. 1907 93,60
3½
do. v. 1875 93,60
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 99,30
/ Griechen v. 1887 . .
3½ Italiener Rente . . —
4½ Oeſterr. Silberrente 86,30
do. Goldrente . . . 90,40
do. einheitl. Rente . 83,00
3 Portug, unif. Serie I 62,60
3 do. unif. Ser. III 65,10
do. Spezial . . . . 9,70
5 Rumänier v. 1903 . . 99,50
4 do.
v. 1890 . . 92,40
4 do.
v. 1905 . . 88,10
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 89,00
4 do. v. 1902 . . . . 89,50
do. v. 1905 . . . . 99,90
3½ Schweden . . . . . . 93,60
4 Serbier amort. v. 1895 80,20
4 Türk. Admin. v. 1903 77,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 86,80
4 Ungar. Goldrente . . . 85,20
4 do. Staatsrente. . . 82,20
Zf.
InProt.
5 Argentinier . . . . . . 100,40
86,50
do.
4½ Chile Gold=Anleihe. 92,2
5 Chineſ. Staatsanleihe. 101,40
4½
92,80
do.
½ Japaner . . . . . . . 92,10
5 Innere Mexikaner . . . 90,40
do,
4 Gold=Mexikanerv. 1904 82,60
5 Gold=Mexikaner . . . . 98,90
3 Buenos Aires Provinz 68,10
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
10 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 145,90
7 Nordd. Lloyd . . . . . 114,75
6½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 126,50
Aktien ausländiſcher
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5 Anatol Eiſend. 69½
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6½ Luxemb. Prince Henri
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Mannheim . . . .
10 Cement Heidelberg . . 147,00
30 Chem. Werke Albert 455,50
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ſtanz . . . . . . . 335,50
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12½ Bad. Zucker=Wag=
239,25
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14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt.
.. . . . . 213,70
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 159,75
10 Gelſenkirchener . . . . 1907
9 Harpener . . . . . . 188,75
18 Phönir Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 257,75
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 83,00
6 Laurahütte . . . . . . 173,00
10 Kaliwerke Aſchersleben
Weſteregeln 208,50
13
7½ South Weſt Africa —
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 84,00
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 92,90
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 87,25
3 Prag=Durer . . . . . . 73,30
5 Oeſterr. Staatsbahn .
4 Oeſterr. Staatsbahn . 91,70
do.
74,75
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,70
do.
Sehene
2¾ Oeſt. Südb. (Lomb.) 53,30
3 Raab=Oedenburg ..
76,30
4 Kronprinz Rudolfbahn 92,30
4 Ruſſ. Südweſt. . . . .
4½ Moskau=Kaſan . . . 95,10
87,20
do.
4 Wladichawchas . . . . 86,90
4 Rihſan Koslow . . ..
3 Portugieſ. Eiſenb. .. 73,20
71,20
do.
68,80
2½, Livorneſer . .
3 Salonique=Monaſtir . 62,20
80,20
4 Baadadbahn . ..
4½ Anatoliſche Eiſenb. 93,60
4 Miſſouri=Paeiſie. . . . 70,30
4 Northern=Paeiſie . . . 97,50
4 Southern=Paciſic .. . 92,80
5 St. Louis und San
Franeiseo. . . . . 91,10
5 Tehuantepec . . . . ..
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 187,00
7½ Bergiſch=Märkiſche
145,50
Bahn . . .
9½ Berlin. Handelsgeſ. .159,75
6½ Darmſtädter Bank . 116,00
12½½ Deutſche Bank . . . 246,25
6 Deutſche Vereinsbank . 115,60
6½ Deutſche Effekt.=und
W.=Bank . . . . . 118,20
10 Diskonto=Kommandit 181,50
8½ Dresdener Bank 149,25
10 Frankf. Hypoth.=B. 207,50
6½ Mittelb. Kreditbank 115,25
7 Nationalb. für Deutſchl. 115,00
Pfälziſche Bank. . . . 123,00
5.86 Reichsbank . . . . 134,00
7 Rhein. Kreditbank. . . 128,50
5½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 111,90
7½ Wiener Bankverein . 127,75
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 97,50
In Proz.
(2
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 86,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 52 . . . .
. . . 97,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 97,00
3½
86,50
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 98,70
3½
86,20
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16 .
98,20
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23 . . . . . . .
98,30
3½ Heſſ.Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 86,20
S. 3—5 . . . . . . . . 36,00
86,10
S. 9—11 . . . . . .
4 Meininger Hyp.=Bank 97,40
3½
do.
86,10
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 97,70
3½ do. (unk. 1914) . . 85,80
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 98,50
86,60
do.
3½
Städte=
Obligationen.
96,00
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(3½
do.
86,50
98,00
4 Frankfurt. .
3½
95,20
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3½
do.
4 Heidelberg . . . . . . 95,00
87,50
3½
do.
96,50
4 Karlsruhe
87,25
bo.
Magdeburg..
9),
do.
96,80
4 Mainz . . . . . .
87,00
3½
do.
96,10
Mannheim .. .
85,10
do,
98,80
München . . . . . .
3½ Nauheim . . . . . .
4 Nürnberg. . . . . . . 95,50
87,00
3½
do.
-
4 Offenbach . . . . . .
(c
In Proz.
3½ Offenbach . . . . . . 87,60
1 Wiesbaden . . . . . . 97,00
5½
do.
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85,50
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4 Badiſche . . . Tlr. 100.172,00
3½ Cöln=Mindner , 100 138,50
3 Holl. Komm. . fl. 100 107,00
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 135,50
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 175,60
3 Oldenburger . . . . . . 129,20
2½ Raab=Grazer fl. 150 113,40
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger. . . . . ſſ. 7 35,00
Braunſchweiger Tlr. 20
Freiburger . . . . Fs. 15.—
Mailänder . . . . 75.45
do. . . . . Fs.10 37,90
Meininger . . . . . fl. 7 34,60
Oeſterreicherv. 1864fl. 100 563,00
do. v. 1858ff. 100 474,00
Ungar. Staats . . fl. 100
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 155,80
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Amerikaniſche Noten . .. 419
Engliſche Noten . . . . . 20,46
Franzöſiſche Noten. . . . 81,10
Holländiſche Noten. . . . 168,70
Italieniſche Noten . . . . 79,65
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,75
Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,85
Reichsbank=Diskonto. . .
Reichsbank=Lombard Zöf.=7
Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. April 1913.
Nummer 82,
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Boxleder-Schnürstiefel
amerik. Form, mit u. o. Derby 180 Herren- prima
C
Boxcalf-Schnürstiefel
breite Form, mit u. o. Derby 160 Herren-
Lack-Schnürstiefel
breite Form 160 Herren- prima
.
Boxcalf-Schnürstiefel
ohne Kappen, f. ält. Herren 180 Herren- prima
4
Boxcalf-Schnürstiefel
Rahmenarbeit,mod. Stietel 185
Herren- prima
160
Boxealf-Schnürstiefel
Rahmenarbeit, amer. Form Herren- prima
160
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Rahmenarbeit, ovale Form Herren- prima
60
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mit und ohne Lackkappen
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Damen-
Boxleder-Schnürstiefel
amerik. Form . . .
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mit Lack-Kappe . . . Damen-
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Rahmenarbeit, ovale Form 080 Damen-
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Boxcalf-Schnürstiefel
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