Abonnementspreis
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
176. Jahrgang
Inſerate
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen= verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
mren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
ſowie von unſeren Agenturen und
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Kaiſer hat ſich geſtern früh um 8.30 Uhr von der
Station Wildpark im Sonderzug nach Ahlbeck
be=
geben.
Bei dem Zuſammenſtoß eines
Straßenbahn=
wagens mit einem Droſchkenautomobil auf
der Schleſiſchen Brücke in Berlin wurden drei
Per=
ſonen getötet und vier ſchwer verletzt.
Das neue franzöſiſche Miniſterium Barthou
erhielt bei der Abſtimmung in der Kammer eine ſo
ge=
ringe Mehrheit, daß mit ſeiner Demiſſion gerechnet wird.
Im engliſchen Unterhauſe gab Staatsſekretär
Grey eine längere Erklärung über die Lage
auf dem Balkan ab.
Der engliſche Feldmarſchall Lord Wolſeley iſt in
Mentone geſtorben.
Adria nopel wurde geſtern von den
Bul=
garen eingenommen. Schükri Paſcha hat
ſich mittags 2 Uhr dem General Iwanoff ergeben.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
27. März 1813: Scharnhorſt verläßt mit ſeinen Truppen
Breslau.
Uebergabe der preußiſchen Kriegserklärung an
Kaiſer Napoleon.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
In Erwartung!
*⁎* Auf den Ausgang der Balkankriſe iſt man jetzt
allenthalben lebhaft geſpannt, insbeſondere nach der
Rich=
tung hin, ob auch fernerhin internationale Verwicklungen
vermieden werden können. Wir in Deutſchland ſind an
dieſer Spannung nicht minder ſtark beteiligt, aber ſie wird
doch erheblich beeinträchtigt durch die allgemeine
Erwar=
tung, mit welcher man der für die nächſten Tage
angekün=
digten Veröffentlichung der Heeresvorlage und den
offi=
ziellen Angaben über die Koſtendeckung entgegenſieht.
Dieſe Fragen werden vorläufig von maßgebendem
Ein=
fluſſe für den Gang unſerer inneren Politik ſein, ſie
wer=
den nahezu das geſamte Intereſſe der öffentlichen
Mei=
nung beanſpruchen und können eventuell auch
Verſchiebun=
gen im Verhältnis der Parteien untereinander oder zur
Regierung herbeiführen.
Neue Heeresforderungen haben mehrfach zu heftigen
Kämpfen im Reichstage, ja ſogar zu deſſen Auflöſung
Anlaß gegeben. Jetzt iſt eine Oppoſition der bürgerlichen
Parteien, die von der Notwendigkeit einer Verſtärkung
unſerer Wehr überzeugt ſind, kaum zu befürchten, und es
ſteht vielmehr zu hoffen, daß die Vorſchläge der
Regie=
rung eine einmütige Billigung finden können. Kämpfe
ſind diesmal nur über die Deckungsfrage zu erwarten,
aber ſie werden nicht minder heftig ſein, falls die
megie=
rung hinſichtlich der Aufbringung der Mittel für die
dauernden Mehrausgaben nicht eine ebenſo glückliche
Hand hat wie bei dem Vorſchlage einer einmaligen
Ver=
mögensſteuer zur Deckung der einmaligen Koſten. Die
Aufgabe, das Richtige zu finden, iſt nicht leicht, ſie dürfte
dem Reichsſchatzſekretär die Feſtfreude ſtark beeinträchtigt
haben. Gegen alle Pläne, die in Frage kommen könnten,
war bald auf dieſer und bald auf jener Seite etwas
aus=
zuſetzen. Von der Vermögenszuwachsſteuer wollen die
Bundesſtaaten nichts wiſſen; gegen den Ausbau der
Erb=
ſchaftsſteuer machen die Konſervativen und das Zentrum
Front; Stempelſteuern erfreuen ſich nirgends einer
Be=
liebtheit; die Wehrſteuer fand früher ſtets lebhaften
Wi=
derſpruch, und ob ihre Ausſichten jetzt beſſer ſind, muß ſich
erſt zeigen. Auch an der Ausdehnung der Monopole
hat niemand eine Freude, ſie erfordern einen zu großen
Apparat, und ihr Erträgnis iſt unſicher; man kann auch
nicht ſofort damit rechnen. Wahrlich, die Staatsbürger
können froh ſein, daß ſie nicht in der Haut des
Reichs=
ſchatzſekretärs ſtecken, der jetzt vor der Notwendigkeit ſteht,
ſeine Pläne zu offenbaren und die Erwartung, in der ſich
aas deutſche Volk bezüglich der kommenden neuen Steuern
befindet, ſo zu ſtillen, daß er es allen Teilen recht macht.
Eine Niederlage des Kabinetts
Barthou.
* Die programmatiſche Erklärung des
Miniſteriums Barthou, die in der Kammer
ver=
leſen wurde, beſagt:
Für die Regierung gibt es keine dringendere Aufgabe,
als die Notwendigkeit, die Verteidigung des
Lan=
des durch die dringendſten erforderlichen Maßregeln zu
ſichern. Die Verſtärkung der militäriſchen
Kraft, die andere Völker bereits wahrgenommen haben,
legte dem vorhergehenden Kabinett die Pflicht auf, einen
Geſetzentwurf einzubringen, der die dreijährige Dienſtzeit
für alle gleichmäßig vorſchreibt. Die Regierung übernimmt
jede Pflicht über den Geſetzentwurf, ohne ſich die ſchwere
Belaſtung des Landes zu verhehlen, die daraus reſultieren
muß. Während die Verlängerung der Dienſtzeit die
Frie=
densſtärke der Truppen erhöhen wird, wird die
Bewilli=
gung des Militärkredits die Bewaffnung des Heeres auf
einen Stand bringen, der allen Erforderniſſen gewachſen
iſt. Die Annahme der Kadergeſetze für das Geniekorps
und die Kavallerie wird die Organiſation des
Heeres=
deren Neugeſtaltung ſich als nötig erwieſen hat,
vervoll=
ſtändigen. Schließlich wird die Entwicklung der
Kriegsmarine die Aufmerſiomtett nes Kabinetts in
Anſpruch nehmen. Das republikaniſche Frankreich bewies
während der letzten Ereigniſſe eine uneigennützige
An=
hänglichkeit an den Frieden der Welt, aber ohne Verrat
an ſich ſelbſt kann es nicht auf eine einzige Maßregel
ver=
zichten, die geeignet iſt, den Schutz ſeiner Intereſſen, ſeine
Sicherheit und ſeine Würde aufrechtzuerhalten.
Die Regierung wird eifrig daran arbeiten, die
Einig=
keit unter den Republikanern, die jetzt mehr als je
not=
wendig iſt, wieder herzuſtellen, da ein längerer Konflikt
zwiſchen den beiden Kammern nur den Feinden der
Re=
publik dienen kann. Sie hält es für möglich, eine
ge=
rechte Vertretung der Minoritäten —
viel=
leicht durch eine interparlamentariſche Kommiſſion — mit
dem Majoritätsprinzip, welches der Senat angenommen,
in Einklang zu bringen. Die Regierung wird auch
ferner=
hin für die Laienſchule eintreten, den finanziellen Kredit
Frankreichs unverſehrt erhalten und dafür ſorgen, daß die
Einnahmen und Ausgaben des Etats ſich das
Gleichge=
wicht halten. Auf der baldigen Abſtimmung über die
Einkommenſteuer wird die Regierung beharrlich
beſtehen. Die Erklärung ſagt weiter, daß die Regierung
ſich befleißigen wolle, in den Beratungen mit den
euro=
päiſchen Mächten den Geiſt der Verſöhnlichkeit
und Unparteilichkeit walten zu laſſen. Unbedingt
treu den mit unſeren Verbündeten und Freunden
abge=
ſchloſſenen Verträgen die die äußere Sicherheit
Frankreichs erhöhen, werden wir, heißt es zum
Schluß, mit allen Mächten an der friedlichen Regelung
des Balkankonfliktes arbeiten. Die Gerechtigkeit; deren
wir uns den Rechten Dritter gegenüber beſleißigen
wer=
den, ſcheint uns der beſte Schutz für die großen
wirtſchaft=
lichen, finanziellen und moraliſchen Intereſſen zu ſein,
die Frankreich ſich im Orient erworben hat.
Die in der Kammer verleſene Erklärung des
Mini=
ſteriums wurde mit Beifall aufgenommen. Das Zentrum
und auch die Linke applaudierten beſonders bei der Stelle,
die von den militäriſchen Verſtärkungen handelt, während
auf der äußerſten Linken Murren vernehmbar war.
So=
fort nach Beendigung der miniſteriellen Verleſung kündigte
Präſident Deschanel an, daß vier Interpellationen
einge=
gangen ſeien, und zwar drei über die allgemeine Politik
der Regierung, eine über die Wahlreform.
Der Radikale Franklin Bouillon kritiſierte
leb=
haft die Zuſammenſetzung des Miniſteriums, namentlich
die Zugehörigkeit des Progreſſiſten Thierry, die
wie=
derum die Verhältniſſe wie zu Zeiten des Miniſteriums
Meline herbeiführe. Der Redner erklärte, er werde allen
für die nationale Verteidigung unumgänglich nötigen
Kre=
diten zuſtimmen, aber der künſtlich im Lande geſchaffenen
Bewegung entgegentreten. Der radikale Abgeordnete
Vio=
lette kritiſierte die Regierungserklärung. Die Erklärung
der Regierung ſei ſo unbeſtimmt, daß ſie darauf
be=
rechnet erſcheine, niemanden zurückzuſtoßen, damit die
Re=
gierung eine möglichſt verſchwommene aber auch
mög=
lichſt große Mehrheit bekomme Weiter ſprachen die
Radi=
kalen Ferdinand Brun und Thalamas gegen die
Re=
gierung.
Nach den Anariffen der radikalen Redner nahm der
Miniſterpräſident Barthou das Wort. Er erwiderte auf
die verſchiedenen ihm geſtellten Fragen und ſchloß: Die
Regierung hat Ihnen ein Proaramm der nationalen
Ver=
teidigung und der republikaniſchen Aktion gebracht. Sie
bat Ihnen eine klare Methode zur Durchführung dieſes
Programms vorgeſchlagen. Sie hofft, durch die Ehrlichkeit
ihrer Sprache die Unterſtützung der republikaniſchen
Mehr=
heit zu finden und rechnet auf ein wohlüberlegtes und
Dauer verſprechendes Vertrauensvotum.
Diefe Rede des Miniſterpräſidenten wurde kühl
auf=
genommen. Die Debatte wurde geſchloſſen. Die Regierung
erklärte, daß ſie die vom Abgeordneten Mequillet
einge=
brachte Tagesordnung annehme, die lautet: „Die
Kammer billigt die allgemeine Politik der Regierung. Sie
ſpricht ihr ihr Vertrauen aus und geht unter Ablehnung
jeden Zuſatzes zur Tagesordnung über.”
Bei der Abſtimmung ſprachen ſich 217
Stim=
men für und 151 gegen das Regierungs=
programm aus, während ſich 221 Abgeordnete
der Abſtimmung enthielten. Das Miniſterium
Barthou hat damit kein direktes Mißtrauensvotum
er=
halten, da jedoch den 217 Stimmen, die ſeine Politik
unter=
ſtützen, 372 Gegen= oder indifferente Stimmen
gegenüber=
ſtehen, ſo verfügt es nicht über die
parlamen=
tariſche Mehrheit, zumal der Senat von vornherein
gegen Barthou iſt. Ihm wird nun wohl nichts anderes
übrig bleiben, als wieder zurückzutreten.
*
Ein großer Teil der Pariſer Preſſe gibt der Anſicht
Ausdruck, daß nicht bloß die Stellung des
Mini=
ſteriums, ſondern die politiſche Lage überhaupt
eine ungewöhnlich ſchwierige ſei. Mehrfach wird betont,
daß der Geſetzentwurf über die dreijährige Dienſtzeit
ernſt=
lich gefährdet erſcheine. — Der Figaro ſchreibt: Die geſtrige
Kammerſitzung, welche für das Miniſterium nicht gut, für
die Kammer und das Land bellagenswert war, bildete
einen beredten Beweis dafür, daß in den Wandelgängen
des Parlaments in unerhörter Weiſe gewühlt wird, um
die Ablehnung des Geſetzentwurfs über die dreijährige
Dienſtzeit oder zum mindeſten deſſen endloſe Verſchleppung
durchzuſetzen. Es iſt dies ungeheuerlich, aber es iſt ſo.
Das Echo de Paris ſchreibt: Die Sitzung zeigt den grellen
Gegenſatz, welcher zwiſchen dem Parlament und der
öffent=
lichen Meinung beſteht. Miniſterpräſident Barthou konnte
von der dreijährigen Dienſtzeit nur inmitten des Lärmes
und des Hohnes ſprechen. Was liegt an der nationalen
Verteidigung! Davon wird man ſprechen, wenn es zu
ſpät iſt. Die Verteidigung der Verweltlichung, die
Ver=
teidigung der Wahlmandate, das iſt wichtiger. — Die
France ſchreibt: Die Lage wird immer unentwirrbarer.
Wie ſoll man aus einer ſolchen Sackgaſſe herauskommen?
Wie ſoll man mit einer ſo zerſplitterten Kammer fertig
werden? Dieſe Fragen müſſen alle diejenigen
beunruhi=
gen, denen die Zukunft der Republik am Herzen liegt.
Der „Radieal” meint, gewiß, die Lage wäre ernſt, wenn
das Miniſterium Barthou nicht begreife, daß ſein
Ver=
bleiben unter ſolchen Bedingungen unloaiſch,
unparlamen=
tariſch und verfaſſungswidrig wäre Man könne
ebenſo=
wenig gegen die republikaniſche Mehrheit regieren, wie
man ohne ſie regieren könne. — Jaurés ſchreibt in der
Humanits: Welch groteske und zugleich traurige Komödie
bildet das Mißgeſchick dieſer armen ſozialiſtiſch=radikalen
Kabinettsmitalieder, die gegen den Willen ihrer Gruppe
in das Miniſterinm übergetreten und gleich am erſten
Tage bedroht ſind. Mögen ſich die Regierungsmänner
beeilen, das Geſetz über die dreijährige Dienſtzeit, das
ebenſo wie das Miniſterium Barthou nunmehr ein
Leich=
nam iſt, endgültig fallen zu laſſen. Iſt Poincaré imſtande,
dieſen Ruf zu vernehmen und über den Ernſt der
gegen=
wärtigen Kriſe nachzudenken? Seine Verantwortlichkeit
iſt bereits eine ſehr ſchwere; möge er ſie nicht noch
ver=
ſchlimmern.
Deutſches Reich.
— Die Beratung der neuen Heeres=
und Deckungsvorlagen. Die neue Heeresvorlage
und die Deckungsgeſetze werden vorausſichtlich Freitag
veröffentlicht werden, nachdem der Bundesrat am ſelben
Tage die Steuergeſetze endgültig verabſchiedet haben wird.
Die Vorlagen werden nach der Meldung einer
Parla=
mentskorreſpondenz am Ende der Woche dem Reichstage
zugehen und beim Wiederzuſammentritt des Reichstags
in der nächſten Woche den Abgeordneten gedruckt
vor=
liegen. Nach den vorläufigen Plänen des Reichstages,
die in der nächſten Woche endgültig vom Seniorenkonvent
feſtgeſetzt werden ſollen, werden dieſe Vorlagen in der
zweiten Aprilwoche zur erſten Beratung geſtellt werden,
nachdem die Fraktionen ſich vorher über die Behandlung
der Vorlagen ſchlüſſig gemacht haben werden. Die
Etats=
beratung wird nach dem Wiederzuſammentritt des
Reichs=
tages zunächſt fortgeſetzt werden, und zwar mit dem
Mi=
litäretat, dem Etat des Auswärtigen Amtes, dem Etat
des Reichstags, dem Etat des Reichsſchatzamts und den
ſteuertechniſchen Etats. Außer der Etatsberatung und der
erſten Leſung der Heeres= und Steuergeſetze ſollen bis zur
Pfingſtvertagung noch das Staatsangehörigkeitsgeſetz
und das Poſtſcheckgeſetz verabſchiedet werden. Außerdem
ſoll verſucht werden, noch die Heeresvorlage bis Pfingſten
endgültig zu verabſchieden. Die Pfingſtferien werden
zwiſchen dem 25. und 30. April ihren Anfang nehmen und
mit Rückſicht auf die Landtagswahlen in Preußen bis
zum 27. Mai dauern. Man rechnet damit, daß die
Bud=
getkommiſſion die Beratung der Steuergeſetze in den
Pfingſtferien ſo fördern wird, daß dieſe Geſetze noch in
der erſten Hälfte des Juni endgültig verabſchiedet
wer=
den können. Die Budgetkommiſſion des Reichstags wird
ihre Arbeiten am 3. April wieder aufnehmen, und zwar
mit dem Etat des Auswärtigen Amtes; an dieſer
Kom=
miſſionsſitzung wird der Reichskanzler teilnehmen und
Aufſchluß über den gegenwärtigen Stand der auswärtigen
Politik, hauptſächlich des Balkankrieges, geben.
— Die neuen Kriegsbeorderungen für
1913/1914. Kurz vor Oſtern ſind, wie in jedem Jahre,
gegen Ende März an die Mannſchaften des
Beurlaubten=
ſtandes neue Kriegsbeorderungen für den
Mobilmachungs=
fall verſandt worden, die zum erſten Male eine Neuerung
zeigen. Es iſt ihnen eine Beſcheinigung beigefügt
wor=
den, die für den Kriegsfall nach Unterſtempelung durch
den Truppenteil des zur Fahne Einberufenen die
Fami=
lienangehörigen des Einberufenen berechtigt, die
geſetz=
lichen Unterſtützungsbeihilfen bei den kommunalen
Be=
hörden zu erheben. Dieſe Neuerung hat in den Kreiſen
der Bevölkerung Beunruhigung hervorgerufen, weil der
Gläube im Volke, ein Krieg ſtehe nahe bevor, hierdurch
neue Nahrung gefunden hat. Man iſt der Meinung, die
Militärbehörden rechneten mit Sicherheit in Bälde auf
einen Feldzug und hätten infolgedeſſen den
Kriegsbeorde=
rungen die neuen Empfangsberechtigungen beigefügt. Wie
mitgeteilt wird, hat dieſe Neuerung mit
Kriegsvorberei=
tungen an ſich nichts zu tun. Der neue Modus iſt ſchon
ſeit längerer Zeit beſchloſſen worden und ſtellt eine
Ver=
einfachung des bisherigen Geſchäftsganges dar. Durch
den neuen Modus werden die
Familienunterſtützungs=
angelegenheiten im Falle der Mobilmachung ſchneller
ge=
regelt werden können als bisher, wo im Falle eines
Krie=
ges erſt Nachfragen bei den Truppenteilen notwendig
ge=
worden wären, wenn über Unterſtützungsanträge zu
ent=
ſcheiden geweſen wäre. In militäriſchen Kreiſen wird
entgegen den Kriegsgerüchten im Publikum mit
kriegeri=
ſchen Verwicklungen in nächſter Zeit nicht gerechnet.
— Reichswahlurnen. Nach der Oſterpauſe wird
dem Reichstag eine Vorlage zugehen zur Ergänzung der
Vorſchriften für die Reichstagswahlen. Durch dieſe
Er=
gänzung ſollen einheitliche Wahlurnen für das ganze Reich
eingeführt werden. Der Bundesrat hat bereits ſeine
Be=
ſchlüſſe über die Vorlage gefaßt. Das Wahlgeſetz vom
Jahre 1869 ſchreibt vor, daß Abänderungen des
Regle=
ments nur mit Zuſtimmung des Reichstags erfolgen
kön=
nen. Der Reichstag kann daher die vom Bundesrat
be=
ſchloſſene Ergänzung nur annehmen oder ablehnen, nicht
aber abändern. Die Einführung von Wahlurnen bedingt
eine Ergänzung des Wahlreglements. Denn gegenwärtig
iſt lediglich beſtimmt, daß auf den Tiſch, an welchem der
Wahlvorſtand Platz nimmt, ein verdecktes Gefäß zum
Hin=
einlegen der Stimmzettel geſtellt werden muß.
— Zur Verbeſſerung der
Wohnungs=
verhältniſſe von Arbeitern in
Staats=
betrieben, ſowie von gering beſoldeten Beamten
wer=
den in einem dem preußiſchen Abgeordnetenhauſe
über=
mittelten neuen Geſetzentwurf weitere 15 Millionen Mark
gefordert. Bisher ſind durch das Geſetz von 1895 und
durch 13 gleichartige Geſetze für den gleichen Zweck
ins=
geſamt 158 Millionen Mark zur Verfügung geſtellt worden.
Ausland.
Schweiz.
Der Gotthardvertrag. Der deutſche
Ge=
ſandte in Bern nahm im Verlaufe der letzten Wochen
Ver=
anlaſſung, ſich mit dem Bundesrat über die Interpretation
derjenigen Beſtimmungen auszuſprechen, welche von den
Vertragsgegnern unter Berufung auf Aeußerungen
amt=
licher deutſcher Stellen angefochten und anders als von
dem Bundesrat ausgelegt werden. Dabei hat ſich ergeben,
daß die Auffaſſung der deutſchen Reichsregierung mit
der=
enigen des Bundesrats ſich im weſentlichen deckt. Auf die
Initiative des deutſchen Geſandten beſtätigte dann die
deutſche Reichsregierung zur Hebung verſchiedener
Miß=
verſtändniſſe dem Bundesrat am 22. März in einer Note
ihre Auffaſſung. Im übrigen hat der diplomatiſche
Ver=
treter des Deutſchen Reiches bei der ſchweizeriſchen
Eid=
genoſſenſchaft die grundſätzliche Bereitſchaft der deutſchen
Reichsregierung verſichert, jederzeit in eine Reviſion des
Vertrages einzuwilligen, wenn wirklich eine Schädigung
ſchweizeriſcher Intereſſen vorliegen ſollte. Alle dieſe
Zu=
ſicherungen der deutſchen Regierung entſpringen lediglich
dem Wunſche, die von der Sorge um die nationale Selbſt=
ſtändigkeit eingegebenen ſchweizeriſchen Befürchtungen zu
zerſtreuen und zu einer gerechten Anerkennung der ſtets
freundſchaftlichen Geſinnung des Deutſchen Reiches
beizu=
tragen. Von dem Inhalt der Note wird vor dem
Zu=
ſammentreten der Bundesverſammlung den mit der
Vor=
beratung der Gotthardangelegenheit betrauten Ausſchüſſen
des Nationalrates und Ständerates Mitteilung gemacht
werden.
Belgien.
Der allgemeine Ausſtand. Der mit über
1300 Teilnehmern eröffnete ſozialiſtiſche Parteitag hat,
wie gemeldet, mit großer Mehrheit beſchloſſen, den
ur=
ſprünglichen Beſchluß der Partei über Einleitung des
all=
gemeinen Ausſtandes wieder aufzunehmen und dieſen nun
zum zweiten Male auf den 14. April feſtzuſetzen. Es ging
aus den ausgedehnten Verhandlungen mit aller
Deutlich=
keit hervor, daß nur ganz wenige noch ſich von dem
Mit=
tel des Ausſtandes den erwarteten politiſchen Erfolg
ver=
ſprechen, daß es vielmehr, wie einer der radikalſten Füh
rer und Befürworter durchblicken ließ, in der Hauptſache
auf eine ſozialiſtiſche Kundgebung ankäme, die man der
äußeren Form halber und um ſich nichts in ſeinem
Selbſt=
bewußtſein zu vergeben, auf ſich nehmen müſſe. Die
Be=
ſonnenen, und man kann wohl ruhig ſagen, Klügſten aus
der Partei, wie Vandervelde, Huysmans, Hector Denis,
de Brouchére ſind unumwunden der Anſicht, daß der
Aus=
ſtand unter den gegenwärtigen Umſtänden ein Fehler ſei
und derſelben Anſicht ſind alle maßgebenden Sozialiſten
von Antwerpen. Dieſe Anſchauung und damit den
Zwei=
fel an dem Erfolg des Unternehmens teilen weite
bürger=
liche Kreiſe.
Spanien.
Der Ausſtand der kataloniſchen
Eiſen=
bahnangeſtellten iſt im Prinzip beſchloſſen worden.
Die Verbandsleitung wird den Tag der
Arbeitsnieder=
legung beſtimmen. Vorkehrungen gegen Sabotage ſind
getroffen, und die Gendarmerie iſt in den Kaſernen
zu=
ſammengezogen worden.
Der Religionsunterricht in den
Volks=
chulen. Der Rat für das öffentliche Unterrichtsweſen
hat einen Antrag angenommen, nach welchem der
Reli=
gionsunterricht in den Volksſchulen obligatoriſch bleiben
oll. Befreit bleiben nur diejenigen Schüler, deren Väter
beim Schuleintritt erklären, daß ſie der katholiſchen
Reli=
gion nicht angehören.
China.
Keine Kriegsvorbereitung. Die
Meldun=
gen der ruſſiſchen Preſſe über die Kriegsvorbereitungen
Chinas werden für planmäßige Erfindungen erklärt.
Freilich gäre es in großen Teilen des Volkes wegen der
Vorgänge in der Mongolei. Die Regierung verhalte ſich
jedoch dagegen neutral. Großen Eindruck machen die
aus Tokio eingetroffenen Telegramme über die
be=
geiſterte Aufnahme, die der Vorſchlag Sunjatſens fand,
ein japaniſch=chineſiſches Bündnis zu ſchließen, dem das
neue japaniſche Kabinett nicht abgeneigt ſei.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 27. März.
Sonderausſtellungen
deuſcher Privatſammlungen auf der
Mathildenhöhe.
Auf Veranlaſſung Seiner Königl. Hoheit des
Großherzogs Ernſt Ludwig finden im ſtädtiſchen
Aus=
ſtellungsgebäude auf der Mathildenhöhe in den nächſten
Monaten Sonderausſtellungen deutſcher
Privatſammlun=
gen ſtatt, durch die dem kunſtliebenden Publikum
ausge=
wählte Schätze gezeigt werden ſollen, die ſonſt der
Oeffentlichkeit verſchloſſen ſind. Die Reihe dieſer
Vorführ=
ungen eröffnet am 28. März die Sammlung von Dr.
Karl Lanz in Mannheim, deſſen reicher Beſitz an
Bil=
dern der italieniſchen, holländiſchen, engliſchen und
ſpani=
ſchen Schule durch eine hervorragende Qualität ausge=
zeichnet iſt. Gegen Ende April wird als zweite
Kunſt=
ſchau dieſer Art die Gemäldeſammlung des Barmer
Kunſtfreundes G. F. Reber am gleichen Ort gezeigt
werden, die im Gegenſatz zu dem Charakter der
Mann=
heimer Privatſammlung neben einigen ausgewählten
Werken älterer Kunſt vornehmlich die führenden Geiſter
der franzöſiſchen Malerei des 19. Jahrhunderts in
erleſe=
nen Stücken repräſentiert.
Man wird es in weiten Kreiſen dankbar begrüßen,
daß ſich eine Anzahl erſter Sammler bereit gefunden
hat, einer Einladung des Großherzogs nach Darmſtadt
zu folgen, um damit auch im Sinne der großherzoglichen
Kunſtpflege Anregungen zu geben. Der Beſuch dieſer
Ausſtellungen iſt, ausgenommen an einem Tage in der
Woche, unentgeltlich. Zu der Sammlung des Herrn Dr.
Lanz iſt ein illuſtrierter Katalog erſchienen, zu dem
Pro=
feſſor Dr. Georg Biermann ein Vorwort geſchrieben hat,
das auf den Zweck dieſer Vorführungen näher hinweiſt
und den Charakter der Sammlung in knappen Strichen
umreißt.
* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog empfingen geſtern den Oberſt a. D. Becker, den
Major v. Oven im Kriegsminiſterium in Berlin, den
Major Frhrn. Schenck zu Schweinsberg im Generalſtabe
des III. Armeekorps in Berlin, den Oberleutnant v. Heſſe,
Adjutant der 34. Infanterie=Brigade (Großh.
Mecklen=
burgiſchen), den Leutnant Frhrn. Wambolt v. Umſtadt
im Küraſſier=Regiment von Drieſen (Weſtfäl.) Nr. 4, den
Leutnant Frhrn. Wambolt v. Umſtadt von der Reſerve
des Küraſſier=Regiments von Drieſen (Weſtfäl.) Nr. 4 in
Münſter, den Geh. Juſtizrat Profeſſor Dr. Leiſt,
Mit=
glied der Erſten Kammer der Landſtände, von Gießen,
den Kunſtmaler Pellar; zum Vortrag den Staatsminiſter
v. Ewald, den Finanzminiſter Braun, den Vorſtand des
Kabinetts Geheimerat Römheld.
* Ordensverleihung. Seine Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Oberſt a. D. Ernſt Becker
in Darmſtadt das Kommandeurkreuz 2. Klaſſe des Ludewigs=
Ordens verliehen.
Gerichtsperſonalien. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben den Notar mit dem Amtsſitz in
Gau=Algesheim Dr. Karl Gebhard zum
Oberamts=
richter bei dem Amtsgericht Wimpfen, den Notar mit
dem Amtsſitz in Bingen Dr. Philipp Adam Gärtner
zum Notar mit dem Amtsſitz in Gau=Algesheim, beide
mit Wirkung vom 7. April 1913, und den Gerichtsaſſeſſor
Hermann Allwohn in Ortenberg zum Amtsrichter
bei dem Amtsgericht Ortenberg ernannt.
* In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog den Hofſtallfouragemeiſter
Konrad Weber mit Wirkung vom 1. April d. J. an
unter gleichzeitiger Verleihung der Krone zum Silbernen
Kreuz des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen.
Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den Vizewachtmeiſter im Leib=Dragoner=
Regi=
ment (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24 Franz Dunſtadter aus
Heppenheim zum Hofſtallfouragemeiſter. Ernannt wurde
ferner der Reallehrer Ludwig Felſing in Darmſtadt
zum Anſtaltslehrer an der Zellenſtrafanſtalt Butzbach
unter Belaſſung des Amtstitels Reallehrer mit Wirkung
vom 1. April 1913.
Militärdienſtnachrichten. (Berichtigend wiederholt.)
Major Frhr. v. Schenck zu Schweinsberg (früher
im Leibgarderegiment Nr. 115) im Generalſtab des
3. Armeekorps in Berlin, als Bataillonskommandeur in
das 4. Badiſche Infanterie=Regiment Prinz Wilhelm
Nr. 1.12 verſetzt.
g. Strafkammer. Wegen Diebſtahls und
Ur=
kundenfälſchung ſtand geſtern die 23jährige
Ehe=
frau des Johannes Bickert zu Offenbach vor der
hie=
ſigen Strafkammer. Am 6. Juli 1912 wollte der Arbeiter
Karl Auguſtin in Offenbach von ſeinem Sparguthaben
auf der Frankfurter Sparkaſſe Geld abheben und als er
zu dieſem Zweck ſein Sparkaſſenbuch aus dem Schrank
nehmen wollte, bemerkte er zu ſeinem Schrecken, daß das
Buch verſchwunden war. Erkundigungen bei der Kaſſe
er=
gaben, daß das geſamte Guthaben von 218,16 Mark am
4. Juli abgehoben und darüber quittiert war. Die
Quit=
tung lautete auf den Namen der Ehefrau. Die Unterſchrift
erwies ſich als gefälſcht. Auf Grund der vom
Gerichts=
chemiker Dr. Popp=Frankfurt erhobenen Schriftproben
und der übrigen Erwägungen kam als einzige Täterin
des Diebſtahls die jetzige Angeklagte in Frage. Sie
wohnte in dem Hauſe ihrer Schwiegermutter und kannte
die Räumlichkeiten der Wohnung des Beſtohlenen, der ein
Schwager ihres Mannes iſt, genau. Sie wußte, daß der
Schlüſſel zu der Stube in der Küche lag und auch den
Türkiſches Kalenderweſen.
Von Joſeph Lößer.
Wie ſehr iſt durch die Machtſtellung des geeinten
Deutſchen Reiches, durch die ungeahnte Entwickelung
ſei=
ner Induſtrie, ſeines Handels und die Erweiterung der
Verkehrsmittel unſer Intereſſe an dem türkiſchen Reich
gewachſen. Dabei haben ſich politiſche, wirtſchaftliche
und finanzielle Beziehungen ausgebildet, auch
hinſicht=
lich wichtiger, öffentlicher Angelegenheiten der Türkei, ſo
in dem deutſchen Anteil an der osmaniſchn
Staatsſchul=
denverwaltung und dem Eiſenbahnbau in Kleinaſien
(Bagdadbahn). Möge nun die Entſcheidung nach dem
dermaligen Kampfe auf der Balkanhalbinſel fallen, wie
ſie wolle, dieſe Verhältniſſe werden auch bei den der
Türkei in Ausſicht ſtehenden Gebietsverluſten von
deut=
ſcher Seite feſtzuhalten, zu pflegen und zu fördern ſein.
Zudem iſt die Türkei unſerem Empfinden, auch bei
Un=
beteiligten, ſeit ihrem letzten Kriege mit Rußland
dem Berliner Kongreß (1878), der Orientreiſe unſeres
Kaiſers (1898), dem Krieg um Tripolis und ihrem
dermaligen Ringen, in ſteigendem Maße näher getreten,
unſere Teilnahme an ihren Schickſalen ſtändig gewachſen.
Alles das ſollte Anregung geben, uns mit den
öffent=
lichen Einrichtungen derſelben, ſoweit dies aus der
Ferne tunlich iſt, zu befaſſen. Zu dieſen gehört auch die
Zeitrechnung und das Kalenderweſen, eine beſondere
Seite der Kultur jedes Landes, die ja einen der Rahmen
bildet, in dem ſich die Lebensverhältniſſe ſeiner
Bewoh=
ner abſpielen. Im allgemeinen iſt uns aus der Türkei
hiervon wenig bekannt, obgleich wir an einſchlägige
Merkmale häufiger erinnert werden; ſo, daß die türkiſche
Zeitrechnung mit der ſogen. Hedſchra beginnt, dem Tag
der Flucht Mohammeds, des Stifters der
mohammeda=
niſchen Religion (des Iſlam) von Mekka nach Medina,
daß der Freitag der wöchentliche türkiſche Feiertag, der
Ramadan der Faſtenmonat iſt und an den Beiramfeſten
der Sultan ſich in großem, feierlichem Aufzug zur
Moſchee (ſpric: Mos=che) begibt (Selamlik).
Die Türken zählen wie wir nach einer ſiebentägigen
Woche und beginnen dieſelbe mit unſerem Sonntag
eigentlich mit dem Sonnenuntergang am
vorausgegange=
nen Tag, da die Tage von Sonnenuntergang bis wieder
Sonnenuntergang, eingeteilt in 24 gleiche Zeitabſchnitte
Stunden), gerechnet werden. Die Woche zahlt alſo von
unſerem Samstag abend bis wieder Samstag abend.
Der Einfachheit halber wollen wir aber von Sonntag
bis einſchließlich Samstag zählen. Die 5 erſten Tage
und der letzte Tag führen lediglich die Bezeichnung
1., 2., 3., 4., 5., 7. Tag, türkiſch: jaum el-ahad, jaum
el-isnain jaum el-salasa, jaum el-arbua, jaum el-
dscha-
mis, jaumel-sebt. Der 6. Tag, Freitag, hat den
beſon=
deren Namen jaum el-dschuma (Tag der
Zuſammen=
kunft). Abgeſehen davon, daß an dieſem Tage die
Gläu=
bigen Gottesdienſt in der Moſchee haben, wird derſelbe
wie ein Werktag angeſehen.
Der 46. Juli 622, von dem ab die mohammedaniſche
Aera (Hedſchra) gezählt wird, war ein Freitag, daher
dieſer als Feiertag gilt. Daß bei dem genannten Datum
ein Freitag herauskommt, läßt ſich aus den Oſtertabellen
feſtſtellen. Im Jahre 622 fiel Oſtern auf den 4. April
das war ein Sonntag. Nach Ablauf desſelben bis mit
16. Juli ſind nach Monatsabſchnitten 26—31 —30— 16
103 Tage — 103
— 14 Wochen —5 Tage verfloſſen.
Der erſte dieſer 5 Tage war alſo ein Montag, ſomit der
fünfte, der geſuchte, ein Freitag. Die Flucht Mohammeds
ſoll tatſächlich aber einige Zeit ſpäter, erſt im September
des Jahres 622, ſtattgefunden haben. Abweichend
hier=
von wird auch der 20. Juni 622 angegeben. Weil aber
mit dem 16. Juli dieſes Jahres ein neues arabiſches
Jahr begann, hat man die Hedſchra dahin verlegt, d. h.
die Zeitrechnung mit dieſem Tag begonnen.
So kommen wir zu dem mohammedaniſchen,
unſe=
rem türkiſchen Jahr. Da finden wir nun eine
weſent=
liche Verſchiedenheit gegenüber unſerer Zeitrechnung
Während dieſe das Sonnenjahr zur Grundlage hat, d. h.
die Zeit, in der ſich die Erde einmal um die Sonne dreht,
und 42 unſerer Monate annähernd dieſer Zeit
gleichkom=
men, beruht die türkiſche Zeitrechnung auf dem Umlauf
des Mondes um die Erde, dergeſtalt, daß die Zeit von
Neumond bis zum nächſten Neumond (welche übrigens
im allgemeinen mit dem Zeitraum zwiſchen zwei gleichen
Mondphaſen, alſo z. B. zwiſchen Vollmond und wieder
Vollmond, erſtem Viertel und nächſtem erſten Viertel
übereinſtimmt) als Grundmaß gilt; es iſt der
Mond=
monat. Er iſt gleich 29½ Tagen, da der Mond zu dem
in Rede ſtehenden Umlauf durchſchnittlich 29 Tage 12
Stunden 44 MMinuten braucht. Das mohammedaniſche
Jahr zählt nun 12 Monate mit durchſchnittlich je 29,5
Tagen, und richtet dieſe ſo ein, daß 6 Monate (die
unge=
rader Ordnungszahl) je 30 Tage, die übrigen 6 Monate
(diejenigen gerader Ordnungszahl) je 29 Tage erhalten
Nachſtehend folgen der Reihe nach die türkiſchen Namen
dieſer 12 Monate mit Angabe der Zahl der zugehörigen
Tage:
. Muharrem . . . 30 T.) 7. Redscheb . . . 30 T.
2. Safer . .
„ 8. Schaban . . .
9 „
3. Rebi ul-ewwel 30 „ . 9. Ramasan . . 30 „
29 „
4, Rebi ul-akhir .
10. Schewwal . . .
9 „
5. Dschemazi ul-ewwel
„11. Zilkade ..
5 „
6. Dschemazi ul-akhir 29 „ 12. Zilhiddsche . . 29 ₰
zuſammen 354 Tage.
Der Monat beginnt, wenn ſich bei zunehmendem
Licht die erſte Mondſichel am Abendhimmel zeigt, wenn
alſo der Mond, nachdem er unſichtbar geblieben, neu am
Himmel ſteht. Dieſe Phaſe verdient die Bezeichnung
Neumond, während wir die vorausgehende Phaſe der
Unſichtbarkeit Neumond nennen. Iſt der Himmel trüb,
ſo daß die neue Mondſichel verdeckt iſt, ſo kommt erſt die
Mondſichel des folgenden Tages als Monatsanfang in
Betracht. Liegt auch da ein Hindernis für die
Sichtbar=
keit vor, ſo erinnert man ſich wohl, daß nunmehr 30 Tage
abgelaufen ſind, alſo mit einem neuen Monat zu
rech=
nen iſt, und richtet ſich danach ein. Man ſieht daraus,
daß im praktiſchen Leben der Monat nicht immer mit dem
Kalendermonat übereinſtimmt.
Schlüſſel zu der Schublade wußte ſie. Weiter kam als
Verdachtsmoment hinzu, daß ſie am 5. Juli eine
Rech=
nung von 260 Mark für Möbel bezahlt hatte, und über
den Erwerb dieſes Geldes konnte ſie glaubhafte
Erklär=
ungen nicht machen; auch war ein weiteres
Sparkaſſen=
buch und andere leicht zu verkaufende Wertgegenſtände in
der Schublade unberührt geblieben. Die Angeklagte
leug=
nete von Anfang an ihre Täterſchaft. In der geſtrigen
Verhandlung gab Gerichtschemiker Dr. Popp ein um
faſſendes Gutachten über die angeſtellten
Schriftvergleich=
ungen, aus denen hervorgegangen ſei, daß die größte
Wahrſcheinlichkeit für die Täterſchaft der Angeklagten ſei.
Weitergehende Schlüſſe laſſen derartige Vergleichungen
nur zu, wenn andere Tatmomente mit herangezogen
wer=
den können. Das Gericht ſah auf Grund des
Indizien=
beweiſes die Schuld der Angeklagten als erwieſen an, und
erkannte auf eine Geſamtſtrafe von 2 Monaten
Ge=
fängnis. Nur die bisherige Unbeſtraftheit der
Ange=
klagten und die geſchwächte Widerſtandsfähigkeit gegen
Verſuchungen, da die Angeklagte in anderen Umſtänden
war, ließ das Gericht der Angeklagten mildernde
Um=
ſtände zubilligen, da ſonſt auf Zuchthaus hätte erkannt
werden müſſen.
Ibſen=Zyklus des Großh. Hoftheaters. Am
Mon=
tag, den 31. März, beginnt das Großh. Hoftheater mit
einem Ibſen=Zyklus, in deſſen Rahmen an vier
aufeinan=
der folgenden Montagen Werke des nordiſchen Dichters
zur Aufführung gelangen. Den Anfang macht am
kom=
menden Montag das Familiendrama „Geſpenſter” das ir
ſämtlichen Hauptrollen Neubeſetzungen aufweiſt. Für den
Zyklus, deſſen einzelne Abende im Abonnement
ſtattfin=
den, wird ein Extra=Abonnement zu Abonnementspreiſen
eröffnet, bei deſſen Bezug keine Vorverkaufsgebühr zu
ent=
richten iſt. Karten zu den einzelnen Vorſtellungen
wer=
den zu kleinen Preiſelegrhältlich ſein. Die Ausgabe der
Extra=Abonnements f für a ganzen, vier Abende
umfaſſen=
den Ibſen=Zyklus, inkg eſſen Verlaufe nach „Geſpenſter”
„Die Wildente”, „Nora” und „Hedda Gabler” in neuer
Einſtudierung in Szene gehen werden, beginnt heute an
der Tageskaſſe des Hoftheaters nachmittags von 3½ bis
5 Uhr.
* Meiſterprüfung. Mit Bezug auf frühere
Mit=
teilungen wird nochmals darauf hingewieſen, daß am
15. April d. Js. Meldeſchluß für die zweite
außer=
terminliche Meiſterprüfung der Provinz Starkenburg iſt.
Es iſt einigermaßen auffallend, daß unter den bis jetzt
eingelaufenen Meldungen verſchiedene Gewerbe ſehr
ſchwach und einige gar nicht beteiligt ſind; ſo fehlen
z. B. Bildhauer, Bürſtenmacher, Dentiſten, Feilenhauer,
Goldarbeiter, Graveure, Häfner, Kupferſchmiede,
Litho=
graphen, Optiker, Poſamentiere, Schriftgießer, Steinmetzen
und Wagner. Es iſt auch auffallend, daß der Sinn für
die Meiſterprüfung in einzelnen Gemeinden zu fehlen
ſcheint. Das Gebiet an der Bergſtraße iſt kaum
vertreten, während von Offenbach a. M. und
Um=
gebung, dem Ried, ſowie vom vorderen Odenwald
der Sache großes Intereſſe entgegengebracht wird. Wo
die Urſachen dieſer Verſchiedenheiten liegen, braucht heute
nicht noch unterſucht zu werden. Jedenfalls iſt die
Ab=
legung der Prüfung ſehr zu empfehlen; der fortſchreitende
Ausbau der Gewerbeordnung wird ſicher auch die
Meiſter im Handwerk entſprechend berückſichtigen. Schon
deshalb ſollte es das Beſtreben ſein, den gewählten
Beruf ſo vollkommen wie möglich abzuſchließen, gand
abgeſehen von der perſönlichen Bewertung und Hebung
des Handwerks im ganzen. Für die Ablegung der
Meiſterprüfung gelten bis 1. Oktober l. Js. die
Ueber=
gangsbeſtimmungen der Gewerbeordnung, ſo daß zur
zeit noch von der Geſellenprüfung Abſtand genommen
werden kann. Von dieſer Vergünſtigung ſollte daher
ſoviel wie möglich Gebrauch gemacht werden.
C. Der katholiſche Geſellenverein veranſtaltete am
Dienstag zu Ehren ſeines als Pfarrer nach Klein=
Krotzen=
burg verſetzten Herrn Präſes Moſer eine Abſchiedsfeier,
bei der die Geſangsabteilung des Männer= und
Arbeiter=
vereins unter ihrem Dirigenten, Herrn Grim, mitwirkte.
Herr Kaplan Wilhelm, als Vizepräſes, der Senior im
Namen des aktiven Vereins Herr Straub im Auftrag des
Schutzvorſtands, Herr V. Frühwein im Namen des
Rauchklubs, dankten dem Scheidenden für ſeine raſtloſe
und ſelbſtloſe Tätigkeit für den Verein, in den er neues
Leben gebracht hatte, und überreichten wertvolle
Ge=
ſchenke unter denen vor allem eine ſchöne Nachbildung
des Kölner Kolpingsdenkmals genannt ſei. Ein von
Herrn Rektor Peters verfaßtes ſinniges Abſchiedsgedicht,
das Herr Brandau verſtändnisvoll vortrug, und dem Herr
Weber eine künſtleriſche Faſſung in Form eines Buches
gegeben hatte, bot zu den Reden eine willkommene
Er=
gänzung. Herr Präſes Moſer dankte für all die Liebe
und Ehre, die ihm zuteil wurde, wies auf die reichen
Anregungen hin, die er im Verkehr mit den Mitgliedern
empfangen hatte und betonte die Notwendigkeit des
Zu=
ſammenarbeitens mit dem Männerverein. Die Rede
klang aus in einer herzlichen Ermahnung zur Auffaſſung
der Arbeit im Lichte des Chriſtentums. Möchte Gottes
Segen den Herrn Pfarrer in ſein neues Amt begleiten!
— Künſtlerfeſt. Der Kartenverkauf beginnt
nächſten Samstag in der Hofmuſikalienhandlung von
G. Thies Nachf.
* Odenwaldklub. Auf die heute abend im
Fürſten=
ſaal, Grafenſtraße, ſtattfindende ordentliche
Hauptver=
ſammlung der hieſigen Ortsgruppe wird noch einmal
beſonders hingewieſen. Vollzähliges und pünktliches
Er=
ſcheinen iſt dringend erwünſcht.
* Fortſchrittliche Volkspartei. Auf die Anzeige in
heutiger Nummer, betr. Familienabend am 29. ds. Mts.,
wird hierdurch hingewieſen
Der Zweigverein Darmſtadt des Vogelsberger
Höhenklubs feiert kommenden Samstag abend im
„Schützenhof” ſein Dekorierungsfeſt. Eine ſtattliche
An=
zahl wanderfroher Schweſtern und Brüder ſoll wieder
den Preis für die geleiſteten, Körper und Geiſt
erfriſchen=
den Wanderfahrten in Gottes freier Natur feierlich
ver=
liehen erhalten: „Das Goldene”! Alle Hände ſind am
Werk, den Abend diesmal ganz beſonders glanzvoll zu
ge=
ſtalten, ſo daß die Teilnahme wärmſtens empfohlen
wer=
den kann. (Siehe Anzeige.)
* Lehrer=U lauv für das Deutſche Turnfeſt.
Die oberſte heſſiſche Schulbehörde hat verfügt, daß den
Lehrern, die an dem vom 12. bis 16. Juli d. Js. ir
Leipzig ſtattfindenden XII. Deutſchen Turnfeſt
teilzu=
nehmen wünſchen, ein entſprechender Urlaul
zu gewähren ſei, ſofern ſich dies ohne erhebliche
Störung des Unterrichts ermöglichen läßt und aus
dem Beſuche ein Nutzen für den betreffenden Lehrer zu
erwarten iſt.
— Das Poſtblatt. Anfang April erſcheint eine neue
Nummer des Poſtblatts, das eine Beilage zum
Reichs=
anzeiger bildet, aber auch für ſich bezogen werden kann.
Im Poſtblatt, das im Reichspoſtamt zuſammengeſtellt
wird, ſind die wichtigſten Verſendungsbedingungen und
Tarife für Poſtſendungen aller Art, ſowie für Tele
gramme enthalten. Auf die ſeit dem Erſcheinen der voran
gegangenen Nummer (Anfang Januar) eingetretenen
Aenderungen wird in der neuen Nummer durch
be=
ſonderen Druck (Schrägſchrift) hingewieſen. Das
Poſt=
blatt kann auch neben anderen, umfangreicheren
Hilfs=
mitteln für den Verkehr mit der Poſt und Telegraphie
(Poſtbücher, Poſt= und Telegraphennachrichten für das
Publikum uſw.) mit Vorteil benutzt werden, weil es dieſe
bis auf die neueſte Zeit ergänzt. Der Bezugspreis des
Poſtblatts beträgt für das ganze Jahr 40 Pfg., für die
einzelne Nummer 10 Pfg. Beſtellungen werden von den
Poſtanſtalten entgegengenommen.
g. Diebſtahl im Gerichtsgebäude. Aus dem
An=
waltszimmer im Gerichtsgebäude wurden geſtern
vormittag von einem bisher noch unermittelten Täter
ein Spazierſtock mit ſilbernem Griff und
ein Ueberzieher geſtohlen.
Darmſtädter Schulen.
III. (Schluß.)
* Nach dem Jahresbericht des Großh.
Realgym=
naſiums für das Schuljahr 1912/13 zählte der
Lehr=
körper 54 Mitglieder bei einem Schülerſtand von 269 in
der Vorſchule und 847 (darunter 31 Schülerinnen) im
Realgymnaſium, alſo von insgeſamt 1116. Davon waren
ihrer Konfeſſion nach 934 evangeliſch, 109 katholiſch und
73 iſraelitiſch. Mit Beginn des Schuljahres wurde die
dritte Oberprima eingerichtet. Die Reifeprüfung 1913
beſtanden 73 Abiturienten, darunter 2 Damen.
Mitglie=
der des pädagogiſchen Seminars waren 24 Herren. Der
Unterricht beginnt am 1. April. Verſchiedene Fälle, die
zur Kenntnis der Direktion gekommen ſind, veranlaßten
dieſe, die Eltern der Schüler vor Privatunterricht durch
ungeeignete Perſonen, auch durch Studenten und
Schü=
er anderer Lehranſtalten, zu warnen. Es empfiehlt ſich,
vor Beginn des Privatunterrichts Rückſprache mit dem
Fachlehrer, Klaſſenführer oder dem Direktor zu nehmen
Auf eine große Anzahl von Anfragen erklärte die
Direk=
tion, daß das Reifezeugnis des Realgymnaſiums zu allen
Berufen berechtigt; nur zum Studium der klaſſiſchen
Phi=
lologie und der Theologie ſind Ergänzungsprüfungen
notwendig. Die Eltern von Schülern, die ſchwach in
ihren Leiſtungen ſind, werden gebeten, nicht erſt gegen
Schluß des Halbjahres, ſondern möglichſt frühzeitig ſich
mit dem Direktor oder dem Klaſſenlehrer in Verbindung
zu ſetzen.
In dem 47. Jahresbericht der Großh.
land=
wirtſchaftlichen Winterſchule zu Darmſtadt
1912/13 wird mitgeteilt, daß die Geſamtſchülerzahl 57
betrug, wovon 29 auf die „Obere” und 28 auf die „
Un=
tere Abteilung” entfallen. Eingeſchloſſen in dieſe Zahl
ſind 6 Hoſpitanten der „Oberen Abteilung‟
7 Schüler
hatten die Berechtigung zum Einjährig=Freiwilligen. Der
Lehrkörper der Schule zählt 10 Lehrkräfte. Der
landwirt=
ſchaftliche Unterricht für Soldaten wurde fortgeſetzt
und erweitert. Die Teilnehmerzahl erreichte die Zahl von
170 Mann. Da die Schulräume nicht mehr ausreichten, ſo
wurde mit Staatsmitteln der geräumige
Mathildenhöh=
aal gemietet. Zur Unterſtützung des Unterrichts wurde
das Hofgut Kranichſtein und das Landgeſtüt beſichtigt.
Die landwirtſchaftliche Winterſchule bezweckt die
Ausbild=
ung junger Landwirte in den Grundzügen der Natur=
und Landwirtſchaftswiſſenſchaft. Zur Aufnahme
berech=
tigt iſt jeder, der eine Volksſchule mit befriedigendem
Er=
folg beſucht hat. Wünſchenswert iſt es, daß derſelbe 1
bis 2 Jahre vor dem Eintritt praktiſch tätig war und
ſo=
mit das 15.—16. Lebensjahr erreicht hat. Da die Schule
eine Fachſchule iſt, ſo kann das Berechtigungszeugnis zum
Einjährig=Freiwilligendienſt nicht von dem Beſuch der
un=
teren Abteilung entbinden. In beſonderen Fällen können
Ausnahmen geſtattet werden, worüber der Aufſichtsrat zu
entſcheiden hat. Der 48. Lehrgang beginnt am Dienstag,
den 4. November 1913, im Schulgebäude.
Die Bleichſtraße.
Wiederholt ſind in eindringlicher Weiſe die Nachteile,
die die Bewohner der Bleichſtraßen=Gegend infolge
Ver=
legung des Bahnhofes erlitten haben, eingehend dargeſtellt
und jeder Bürger der Stadt wird es lebhaft bedauern,
daß in der nächſten Umgebung des alten Bahnhofes die
wirtſchaftlichen, geſchäftlichen Verhältniſſe verſchiedener
Einwohner geſchädigt worden ſind. Die eindringlichen
und wiederholten Klagen der dortigen Einwohner werden
gewiß von der geſamten Bürgerſchaft verſtanden, und
man iſt allgemein beſtrebt, dahin zu wirken, den Schaden
der Einzelnen tunlichſt zu mildern. In dieſer Beziehung
ſcheint es durchaus gerechtfertigt, wenn immer wieder auf
die entſtandenen Nachteile hingewieſen wird. Es wird
aber bei dem Unbefangenen ſehr leicht die Meinung
erweckt, daß die beteiligten Behörden es bei den im Gang
befindlichen Arbeiten für die Durchführung der
Straßen=
züge Griesheimer Weg und Dornheimer Weg-
Bismarck=
ſtraße an dem nötigen Entgegenkommen und an der
Be=
ſchleunigung der Arbeiten hätten fehlen laſſen. Dies iſt
durchaus nicht der Fall. Im Gegenteil, wie den
Vertre=
tern der Intereſſenten der Bleichſtraße wiederholt
münd=
lich und ſchriftlich mitgeteilt wurde, ſind alle Maßregeln
zur Beſchleunigung der Durchführung der Straßenzüge
ohne jeglichen Aufſchub ergriffen worden. So wurde dem
Geſuch um eine vorläufige Durchlegung des Griesheimer
Weges trotz der erwachſenen Koſten alsbald entſprochen.
Obgleich die ſtädtiſche Verwaltung bei den
Erdbewegungs=
arbeiten auf dem alten Bahnhofsgebiete nicht beteiligt iſt,
iſt ſie wiederholt bei der Königl. Preußiſchen und Großh.
Heſſiſchen Eiſenbahndirektion auf das dringendſte
vor=
ſtellig geworden; ſie hat die Großh. Regierung um ihre
Mitwirkung angegangen, und dank des Entgegenkommens
dieſer Behörden iſt ein Verfahren für die
Abräumungs=
arbeiten erreicht worden, das unter Anwendung
maſchinel=
ler Einrichtungen die ſchnellſtmögliche und billige
Be=
ſeitigung der Erdmaſſen verbürgt. Dies iſt nicht allein in
der Stadtverordnetenverſammlung anerkannt worden,
ſondern auch in den ſtädtiſchen Deputationen, die ſich mit
der Angelegenheit befaßt haben. Alle Mitwirkenden ſind
von dem Beſtreben durchdrungen, die erforderlichen
Ar=
beiten zu beſchleunigen. Die Eiſenbahndirektion und
ebenſo der von ihr beauftragte Unternehmer haben ſelbſt
das größte Intereſſe, die Abräumungsarbeiten möglichſt
bald zu Ende zu führen. Daß bei dem mit
Steinfunda=
menten durchſetzten Untergrund ab und zu kleine
Ver=
zögerungen in der Förderung eintreten können, wird von
jedem Sachverſtändigen beſtätigt werden müſſen.
Spreng=
arbeiten ſind an jener Stelle ausgeſchloſſen.
Es iſt daher völlig unbegründet, den beteiligten
Be=
hörden oder auch den Stadtverordneten und den
ſtädti=
ſchen Deputationen, die ſich ſogar durch Ortsbeſichtigung
von der Sachlage überzeugt haben, irgend einen
Vor=
wurf zu machen. Es iſt auch unrichtig, daß die
Ange=
legenheit nicht weiter von der Stadtverwaltung betrieben
würde, denn die Verwaltung iſt unausgeſetzt mit dem
hieſigen Baubureau der Eiſenbahndirektion in
Verbind=
ung. Auch darf erwähnt werden, daß der Vorſteher des
hieſigen Baubureaus eifrig beſtrebt iſt, den Wünſchen der
Stadt nachzukommen. Jeder, der die Arbeitsſtelle
beſich=
tigt, wird zugeben müſſen, daß ſeit Beginn der Bagger=
und Abfuhrarbeiten ganz außerordentliche Leiſtungen zu
verzeichnen ſind, ſo daß von den 100000 Kubikmeter
Nach dem Angegebenen hat das türkiſche Jahr nur
354 Tage, es iſt das Mondjahr. Es liegt ihm die
An=
nahme zugrunde, daß es den Zeitraum von Neumond
bis zur zwölften Wiederkehr desſelben umfaßt. Nun
aber iſt, wie früher bemerkt, der zwölfte Teil davon, der
wahre Mondmonat, um 44 Minuten länger als 29½
Tage, ſo daß innerhalb eines Mondjahres 12X444
Minu=
ten oder 8,8 Stunden verloren gehen. Bei 30 Jahren
macht dies 264 Stunden oder 11 Tage. Um daher mit
den Mondläufen in Uebereinſtimmung zu kommen oder
zu bleiben, werden in dieſer Periode, alſo in einem
Zyklus von 30 Jahren, 11 Tage zugelegt, und zwar in
Zwiſchenräumen von 3 oder 2 Jahren, wobei jeweils dem
letzten Monat (Zilhiddsche) der Schalttag angegliedert
wird. Der in Rede ſtehende Zyklus umfaßt demnach
30 X 354 — 11 — 10631 Tage, und zwar haben das 2., 5.,
7., 10., 13., 16., 18., 21., 24., 26. und 29. Jahr je 355, die
übrigen je 354 Tage. Es zählen z. B. die 10 erſten Jahre
desſelben zuſammen 3544, die 11 erſten 3898 Tage. Dieſe
Tagesſummen ſinden bei einer ſpäteren Berechnung
An=
wendung. Nach dem Geſagten hat das Mondjahr
1053
durchſchnittlichF — 354,37 Tage; es fehlen
ihm an unſerem Sonnenjahr mit 365,24 Tagen rund 11
Tage. In 8 Jahren macht dies etwa 88 Tage oder ein
Vierteljahr, in 16½ Jahren 181 Tage oder ungefähr ein
Halbjahr aus uſw. Wenn alſo einmal ein Mondjahr
mit dem Winter anfängt, ſo beginnt es nach 8maligem
Verlauf mit dem Herbſt, ſpäter mit dem Sommer u. ſ.f
Bei 33 Mondjahren gehen annähernd 365 Tage, alſo ein
Sonnenjahr, ab, ſo daß 33 Mondjahre etwa 32 unſerer
Jahre entſprechen. Nach Ablauf eines ſolchen Zyklus
fallen hiernach die Tage des neuen Mondjahres wieder
ungefähr auf die gleichen Tage des Sonnenjahres wie
im erſten Mondjahr. — Der türkiſche Landmann beſtellt
unter dieſen Verhältniſſen das Feld in den
aufeinander=
folgenden Jahren zu verſchiedenen Zeiten, wenn auch be
gleichem Sonnenſtand, und die auf beſtimmte Tage des
Kalenders fallenden Feſte der Türken werden
nachein=
ander zu den verſchiedenſten unſerer Jahreszeiten
ge=
eiert.
Nur nebenher möge hier bemerkt werden, daß in
Aegypten ſeit 1879 der Gregorianiſche Kalender gilt
vorher war der Julianiſche in Gebrauch — und die Tür
ken ſeit 1677 in der Finanzverwaltung das Sonnenjahr
mit 365, bezw. 366 Tagen, genannt Malije=Jahr,
über=
nommen haben, welches dermalen mit unſerem 14. März
beginnt.
Es wird nun den geneigten Leſer intereſſieren, die
Umrechnung eines Datums in türkiſche Zeitrechnung zu
verfolgen. Es iſt die Frage, welches türkiſche Datum
iſt für einen gewiſſen Tag unſeres Kalenders zu ſetzen
Nehmen wir den 4. Februar d. J., an dem nach
frucht=
loſer Friedenskonferenz in London die Feindſeligkeiten
auf der Balkanhalbinſel wieder begannen. Dieſes
Datum iſt nach dem ruſſiſchen (Julianiſchen) Kalender
der 22. Januar, denn bis zum Jahre 2100 iſt in Rußland
1. Januar (Neujahr), wenn wir ſchon den 14. Januar
ſchreiben. Wir benutzen das ruſſiſche Datum, weil damit
die Rechnung etwas einfacher wird, indem beim
Juliani=
ſchen Kalender die Schalttage alle 4 Jahre wiederkehren
was bekanntlich bei unſerem, dem Gregorianiſchen
Ka=
lender, nicht durchgängig der Fall iſt. Es handelt ſich
alſo um die Feſtſtellung des letzten Tages des Zeitraumes
vom 16. Juli 622 bis 22. Januar 1913 in türkiſchem
Datum. Es ſind bis einſchließlich 15. Juli 1912: 1290
Jahre. Vom 16. Juli 1912 bis mit 22. Januar 1913 ſind
es 16— 31 — 30 — 31— 30 — 31 — 22 — 191 Tage. Jene
1290 Jahre durch 4 dividiert geben 322 Schaltperioden — 2
Jahre. Jede Schaltperiode hat 3X365— 366 — 1461
Tage, alſo entſprechen 322 Schaltperioden 470 442 Tagen;
dazu die 2 Jahre (2 X365 — 730 Tage) — 191 Tage gibt
471363 Tage; ſo viel Tage ſind alſo an unſerem 4.
Fe=
bruar ſeit 16. Juli 622 zu zählen. — Nun entſprechen,
wie früher angegeben, 10631 Tage einem 30jährigen
Zyklus des mohammedaniſchen Kalenders, es kommen
471363
— 44 Zyklen — 3599 Tage in Betracht.
alſo 10631
Die 44 Zyklen geben 44X30 — 1320 Mondjahre. Die
3599 Tage ſind ebenfalls in Mondjahre zu verwandeln.
An früherer Stelle haben wir gezeigt, daß die erſten 10
Jahre eines ſolchen Zyklus 3544 Tage umfaſſen, das ſind
55 Tage weniger. Alſo ſind die 3599 Tage — weitere
10 Mondjahre — 55 Tage. Seit der Hedſchra ſind alſo
zu zählen 1320— 10 — 1330 Mondjahre — 55 Tage; d. h.
wir ſtehen im 1331. türkiſchen Jahre. Die 55 Tage
zer=
legen ſich in 30 Tage (Monat Muharrem) — 25 Tage vom
Monat Safer. Dem 4. Februar d. J. entſpricht ſonach
das türkiſche Datum 25. Safer 1331, dem noch
jaumel-
salasa (Dienstag) beigeſetzt werden kann, da unſer Tag
ein Dienstag war
Der Ramaſan (arabiſch Ramadan) iſt der
Faſten=
monat, der 27. desſelben iſt beſonders heilig. Darauf
folgen vom 1. bis 3. des nächſten Monats Schewwal
(arabiſch Schawwal) — der erſte als Haupttag — die
Freudentage der Faſtenauflöſung, der Beiram. Am 10.
des letzten Monats Zilhiddſche (arabiſch Dhulhiddſche)
und die beiden folgenden Tage iſt das Opferfeſt, das
zweite Beiramfeſt, das den Abſchluß der mit der
Mekka=
fahrt verbundenen feierlichen Gebräuche bildet. Ein
eigenartiger Feſttag iſt noch der 15. des Monats
Scha=
ban, da in der betreffenden Nacht „Gott alle Handlungen
der Menſchen, die in einem Jahre zu vollführen ſind,
regiſtriert und alle in dieſem Jahre zur Geburt oder zum
Tode beſtimmten Menſchen aufſchreibt”, daher der Glaube
der Türken an ein voraus beſtimmtes Schickſal (Kismet)
und deren Ergebung in die Fügungen des Daſeins. Der
12. des Monats Rebi ul=ewwel iſt der Geburtstag des
Propheten. Da hier die kirchlichen Feſte zur Sprache
kamen, möge mit den Worten geſchloſſen werden, mit
denen der Mueſſin (Rufer zum Gebet) von den
Mina=
retts herab die Gläubigen täglich fünfmal laut und
feier=
lich zum Gebete mahnt:
„Gott iſt groß! (dreimal). Ich bezeuge, daß es
keinen Gott gibt außer Allah! Ich bezeuge, daß
Mohammed der Geſandte Gottes iſt! Kommt zum
Gebet! Kommt zum Heil! Gott iſt groß! (je
zwei=
mal). Es gibt keinen Gott außer Allah! (Am
frü=
hen Morgen wird noch hinzugefügt: Das Gebet
iſt beſſer als der Schlaf! lzweimal)).‟
Erde, die abzuräumen waren, bereits die Hälfte
beſei=
tigt iſt.
Ebenſo iſt die Kommiſſion der Vertreter der
Inter=
eſſenten in der Bleichſtraße genau davon unterrichtet, daß
ſich die Stadtverwaltung eingehend mit der Frage der
Errichtung einer Notbrücke über das Bahngelände befaßt
hat. Sie iſt auch davon unterrichtet, daß durch die
ge=
dachte Notbrücke eine Verzögerung der
Abräumungs=
arbeiten unvermeidlich geweſen wäre, daß häufige
Unter=
brechungen hätten ſtattfinden müſſen und daß mit
Rück=
ſicht auf die beträchtliche Höhe der Ueberführung kaum
eine Erleichterung für die Fußgänger geboten worden
wäre.
Im übrigen darf noch bemerkt werden, daß die
übri=
gen Arbeiten auf dem Vorplatze für die
Straßenherſtel=
lung, die Feſtſetzung der Straßenfluchtlinien und die
Er=
bauung des Kanals im Zuge des Griesheimer Wegs
wohl vorbereitet ſind und daß dieſe Arbeiten bei
Eröff=
nung des Durchbruchs gleichzeitig beendet ſein werden.
Allgemeiner Verein gegen Verarmung und
Bettelei.
In dem Sitzungsſaal des Städtiſchen Rathauſes
am Markt fand geſtern nachmittag um 3 Uhr die
Haupt=
verſammlung des Vereins gegen
Ver=
armung und Bettelei ſtatt, die ſich eines guten
Beſuches der Helfer und Helferinnen aus den
Vereins=
bezirken zu erfreuen hatte. Vor Eintritt in die
Tages=
ordnung ſtellte der Vorſitzende, Herr Geh.
Oberkonſiſto=
rialrat D. Peterſen, die ſatzungsmäßige Einberufung
und Beſchlußfähigkeit der Verſammlung feſt und gedachte
in warmen und anerkennenden Worten des im
Berichts=
jahre verſtorbenen langjährigen Vereinsvorſitzenden,
Herrn Geheimen Regierungsrat von Zangen, und des
ver=
dienſtvollen früheren Vorſtandsmitgliedes Herrn
Kom=
merzienrat Wittich, die ſich im Berichtsjahre
ſchätzens=
werte Verdienſte um den Verein erworben haben. Ange
ichts dieſer opferfreudigen Mitarbeit an den
Vereinsbe=
ſtrebungen werde man den Dahingeſchiedenen in
Dank=
barkeit ein treues Andenken bewahren. Die
Verſamm=
lung erhob ſich zum Gedächtnis von den Sitzen. Aus
dem von dem Geſchäftsführer, Herrn
Bürgermeiſterei=
ſekretär Löſchhorn, vorgetragenen Jahresbericht, der
mit Rückſicht auf die Verlegung des Geſchäftsjahres nur
den Zeitraum von dreiviertel Jahren umfaßt, wurde
mit=
geteilt, daß die im Vorjahr beſchloſſenen
Satzungsände=
rungen die miniſterielle Genehmigung erhalten haben.
Im Berichtsjahr fanden 17 Vorſtandsſitzungen mit 1142
Beratungsgegenſtänden ſtatt. 1085 Unterſtützungsanträge
liefen aus den einzelnen Stadtbezirken ein, von denen 907
mit einem Unterſtützungsaufwand von 13 187 Mark
Be=
rückſichtigung fanden. 178 Unterſtützungsgeſuche mußten
wegen mangelnder Würdigkeit der Bittſteller abgelehnt
werden. Der Verein hat als oberſten Grundſatz feſtgeſetzt,
die Unterſtützungsgeſuche nur auf die Würdigkeit der
Ge=
ſuchſteller zu prüfen und unwürdige Elemente der
ſtädti=
ſchen Armenpflege zu überweiſen. Wie in früheren
Jah=
ren, ſo ſind auch im Berichtsjahre alleinſtehenden Frauen
dauernde Jahresunterſtützungen zugewieſen worden.
Für derartige Unterſtützungen wurden insgeſamt in 27
Fällen 2100 Mark verwendet. Die vier dem Verein
ge=
hörigen Mietshäuſer brachten dem Verein einen
Rein=
ertrag von 1439,87 Mark, der zu Unterſtützungszwecken
Verwendung fand. Am Ende des Vereinsjahres 1912
zählte der Verein 779 Mitglieder mit 12537 M.
Vereins=
beiträgen. Gegen das Vorjahr iſt eine Mindereinnahme
von 155,50 Mark zu verzeichnen, ein Umſtand, der den
Vereinsvorſtand veranlaßt, an die Bürger unſerer Stadt
die herzliche Bitte zu richten, durch den Beitritt neuer
Mitglieder und angemeſſene Erhöhung der
Vereinsbei=
träge, ſowie durch Zuwendungen bei Familienfeiern uſw.
der ſegensreichen Tätigkeit des Vereins freundlich zu
ge=
denken.
Durch außerordentliche Zuwendungen hatte der
Ver=
ein im Berichtsjahre 2145 Mark zu verzeichnen. Auch
Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin hat die
Huma=
nitätsbeſtrebungen des Vereins durch Stiftung eines
außerordentlichen Zuſchuſſes, ſowie durch Stiftung von
Suppen=Marken reichlich unterſtützt, ebenſo die
ver=
ſtorbenen Mitglieder, u. a. Kommerzienrat F. Wittich
Oberlandesgerichtsrat Dr. Maurer und Geh. Rat von
Zangen. All dieſen edlen Menſchenfreunden wurde
herz=
licher Dank geſagt. Nach dem Bericht des
Vereinsrech=
ners, Herrn Rechnungsrat Keutzer, betrugen die
Ein=
nahmen 17780,84 Mark, die Ausgaben 17394,06 Mark. Die
Rechnung wurde durch die Oberrechnungskammer geprüft
und richtig befunden. Mit Dankesworten des
Vorſitzen=
den wurde dem Rechner Entlaſtung erteilt. Bei der nun
erfolgten Vorſtandswahl wurden die ausgeſchiedenen
Herren Kabinettsrat Römheld, Bürgermeiſter Mueller,
Apotheker und Stadtv. Ramdohr und Fräulein von
Winterfeld durch Zuruf wiedergewählt. Nach
Beſpre=
chung einer Reihe von inneren Vereinsangelegenheiten
wurde die Verſammlung um 5 Uhr geſchloſſen.
Orpheum.
Nach der kurzen durch die Karwoche bedingten
Pauſe haben die Vorſtellungen in unſerem ſchönen
Varieté=Etabliſſement wieder begonnen und zwar iſt nach
dem an künſtleriſchen Erfolgen reichen Gaſtſpiel der
Tiroler Volksbühne wieder ein Varieté=Enſemble
ein=
gezogen, das in ſeiner Zuſammenſetzung ſo=vielſeitig und
in allen Einzelleiſtungen ſo unterhaltend iſt, daß
wieder=
um von einem hervorragenden Programm geſprochen
werden kann, jedem Geſchmack gerecht werdend und jedem
Vergleich mit den „Weltetabliſſements” der Großſtädte
ſieghaft ſtandhaltend. Da ſind zunächſt die 3 Watſons,
die ſich als ganz außergewöhnliche Kunſtturner an Ringen
Ketten und Trapez erweiſen und ſowohl durch die
Ele=
ganz und Sicherheit ihrer Arbeit, als auch durch
ſtaunens=
werte Kraftleiſtungen imponieren. Dann, wiederum kann
man nur in Superlativen ſprechen, der ganz
hervor=
ragende orientaliſche Zauberkünſtler Abdul Hamid
mit ſeiner Aſſiſtentin Sanoba. Es ſind eine Reihe
kleiner, an ſich harmloſer Zaubereien ohne großen
Auf=
wand an Aeußerlichkeiten, die der frohgemute und
liebenswürdige orientaliſche Hexenmeiſter zeigt, aber ſie
werden mit einer verblüffenden Schnelligkeit und
Sicher=
heit gegeben, die geradezu frappierend wirkt. Vor allem
die Kartenkunſtſtücke, dann die Manipulationen mit den
Seidentüchern u. a. m. — Eine reizende
Unterhaltungs=
nummer, die um ſo ſchöner wirkt, als die
ſelbſtverſtänd=
liche elegante Sicherheit, mit der ſie ausgeführt wird, nicht
vermuten läßt welche Mühen und endlos langen Proben
nötig waren, ſie zu erreichen, bietet das Trio Groegs
mit ſeinen hübſchen Reifenſpielen und
Keulenjonglier=
ungen. — Für Humor iſt ebenfalls in ausreichendem
Maße und durch vorzügliche Interpreten feiner und
der=
ber Komik und auch — Pikanterie geſorgt. Da iſt zunächſt
der Humoriſt Max Walde, einer der immer ſeltener
werdenden Vertreter ſeiner Klaſſe, die vom eigenen
ſonnigen Humor zu geben haben, und das in einer Weiſe
zu geben verſtehen, die, weil ſie ungezwungen und
natür=
lich, in gleicher unmittelbarer Friſche und Heiterkeit wirkt,
von vornherein für den Künſtler einnimmt. — Eine
ganze Sondervorſtellung, die ebenfalls auf den Humor
aber in etwas derberer Nüance, geſtimmt iſt, gibt
Cle=
mens Belling mit ſeinen urkomiſchen Vierfüßlern,
die er ganz auf ſeine Weiſe dreſſiert und zu
hervorragen=
den Mitkünſtlern” erzogen hat. Fußballſpielende Eſel,
jonglierende Hunde uſw geben mit ihrem Herrn und
Meiſter eine reizende Zirkusvorſtellung.
Nach der Pauſe kommt dann der Clou des Programms,
wie folgt annoneiert: „Ein Abenteuer‟.
Eiſen=
bahncoupé=Scherz in 1 Akt. Verfaßt und inſzeniert von
Eugen Zadeck, Regiſſeur am Leipziger Stadttheater.
Per=
ſonen: Er: Guſtav Bertram vom Operettentheater,
Leipzig. Sie: Lotte Holms vom Luſtſpielhaus,
Berlin, Schaffner, Schutzmann, Publikum. Ort der
Handlung: Im Eiſenbahncoupé II. Klaſſe. Vom Inhalt
des pikanten kleinen Scherzes, der mit beſter Wirkung
ge=
ſpielt wird, ſoll nichts verraten werden, um die Pointen
nicht zu töten. Dem „Abenteuer” folgt Lilli Walter
Schreiber die reizende, feſche Miniatur=Soubrette
vom Metropoltheater Berlin, die ebenſo ſchneidig als
Lebemann, Fähnrich, wie goldig als Backfiſch von noch
nicht 16 Jahren ihre dezenten wirkſamen Kouplets ſingt.
Die Olympiſchen Spiele der Rilvas=Teuppe die
viel Neues und Bekanntes in glänzender Aufmachung
und Ausführung bringt, und die Modernen Licht=
ſpiele beſchließen das Programm, deſſen Beſuch auf
Grund des Geſagten ſich von ſelbſt empfiehlt.
h- Von der Bergſtraße, 26. März. Nur noch wenige
Tage und unſere ſchöne Gegend wird ſich im
prächti=
gen Blütenſchmuck zeigen. Aprikoſen und
Pfir=
ſiche blühen vollſtändig und die Knoſpen der Kirſch= und
Pflaumenbäume an den Hängen ſind ſo herausgewachſen
daß ihre Entfaltung in aller Kürze erfolgt. Da die Kirſch
bäume dicht mit Knoſpen beſetzt ſind und namentlich an
der unteren Bergſtraße bis Zwingenberg die Kirſche
beſonders kultiviert wird, ſo ſteht für dieſe Gegend, wenn
keine Kälte mehr eintritt, eine reiche Ernte in Ausſicht. In
guten Kirſchenjahren fließen in die Orte Seeheim,
Jugen=
heim, Alsbach und Zwingenberg viele Tauſende von
Mark, und zwar in einer Jahreszeit, wo der Landwirt
faſt nichts zu verwerten hat. Auch die Birn= und
Aepfel=
bäume verſprechen einen guten Erfolg. — Die
Bau=
tätigkeit iſt in dieſem Jahre ſo gering, wie ſchon
ſeit einer Reihe von Jahren nicht mehr. Maurer und
Zimmerer ſind mancherorts vollſtändig ohne Arbeit. Auch
die Ausſichten, daß es etwas beſſer wird, ſind ſehr gering.
Groß=Gerau, 26. März. Geſtern nachmittag während
einer Vorſtandsſitzung der Zuckerfabrik Groß=Gerau ſtarb.
infolge eines Herzſchlages Oekonomierat Heinrich Heil
von Habitzheim im 71. Lebensjahre. Der Verſtorbene
war lange Jahre Mitglied des Ausſchuſſes des früheren
Landwirtſchaftlichen Provinzialvereins, ſpäter der Land
wirtſchaftskammer für das Großherzogtum Heſſen. Er
ge=
hörte ferner dem Kreistag für den Kreis Dieburg und dem
Provinzialausſchuß für Starkenburg an.
Offenbach, 26. März. Ein Lehrling, der einen
Ein=
bruch verübt und Geld geſtohlen hatte, wurde
verhaf=
tet. Ebenſo ſein Freund, mit deriaer das Geld verjubelt
hatte. — Der Portefeuiller Hohnſertein wurde von dem
Berufsgenoſſen Duttine mit eienek Schärfmeſſer ſchwer
verletzt.
Erbach, 26. März. In der im Odenwald ſtark
ver=
breiteten Zündholzinduſtrie bereitet ſich,
Blätter=
meldungen zufolge, eine große
Arbeiterbeweg=
ung vor. Verſuche der Arbeiter, ihre Lohnverhältniſſe
aufzubeſſern, ſeien fehlgeſchlagen, ſo daß ſie ſich
vorberei=
ten, zum Streik zu ſchreiten.
Worms, 26. März. Ein Ultimatum haben die
Zuckerfabriken den Rübenpflanzern
ge=
ſtellt, die um beſſere Preiſe und beſſere
Lieferungs=
bedingungen kämpfen. Die Zuckerfabrik Frankenthal, die
bisher die Verhandlungen geführt hat, läßt
bekannt=
machen, daß ſie ihr diesjähriges Akkordgeſchäft
unwider=
ruflich am 31. März ſchließt. Wer bis dahin ſich nicht
be=
reit erklärt hat, zu den von den Fabriken geſtellten
Be=
dingungen Rüben zu pflanzen, von dem werden
über=
haupt keine Rüben mehr angenommen. In wenigen
Ta=
gen ſcheint alſo die Entſcheidung im „Rübenkrieg” fallen
zu ſollen, wenn nicht noch eine Einigung erzielt wird.
g. Mainz, 26. März. In der Nacht zum 22. Januar
wurde in das zu Muſeumszwecken benutzte kurfürſtliche
Schloß eingebrochen und ein wertvoller Becher, in
dem Kaiſer Wilhelm II. im Jahre 1898 bei ſeinem erſten
Einzug in Mainz der Ehrentrunk gereicht wurde,
ge=
ſtohlen. Es war bisher trotz aller Bemühungen nicht
gelungen, den Täter zu ermitteln. Wie wir zuverläſſig
erfahren, hat der Gerichtschemiker Dr. Popp=Frankfurt
auf Grund von Vergleichungen der damals gemachten
Fingerabdrücke jetzt den Täter ermittelt.
Nähe=
res iſt noch nicht zu erfahren.
Mainz, 26. März. Die von uns geſtern bereits
mit=
geteilte Nachricht von einer Mordtat Sternickels
in Main z bewahrheitet ſich. Am Samstag war der
Staatsanwalt von Frankfurt a. O. bei dem zum
Tode verurteilten Mörder Sternickel in der Zelle und ſtellte
ihm ſeine hoffnungsloſe Lage dar. Er meinte, es ſei
beſſer, wenn er jetzt über alle ſeine Taten ein reumütiges
Geſtändnis ablege, es würde dadurch auch mancher
Un=
ſchuldige gerechtfertigt. Nach einigem Zögern gab
Ster=
nickel u. a. an, daß er im Dezember 1910 den Mord
in Mainz in der Uferſtraße an dem Dienſtmädchen
Diehl verübt habe. Er war in Mainz einige Tage in
einem großen Nahrungsmittelgeſchäft in der Nähe der=
Holzſtraße als Hausburſche tätig. Von hier brachte er=
Großherzogliches Hoftheater.
Dienstag, 25. März:
Der Bettelſtudent.
W-l. Millöckers luſtige Operette „Der
Bettel=
ſtudent” die hier mit Vorliebe an den ſogenannten
dritten Feiertagen aufgeführt wird, ging heute in neuer
Einſtudierung unter der temperamentvollen Leitung des
Herrn Kapellmeiſters Kleiber wieder in Szene. Der
Erfolg ſolcher Aufführungen hängt nicht am wenigſten von
der Stimmung ab, in der ſich das Publikum gerade
be=
findet, und da es heute offenbar in guter Laune war und
ſich amüſieren wollte, ſo ſah es wohl über manche
Unzu=
länglichkeiten der Aufführung hinweg und ſpendete nach
jeder Einzelnummer lebhaften Beifall, obwohl gerade die
Enſembleſzenen den effektvolleren Teil der Operette
bilden.
Die beiden Tenorpartien des Symon und des Jan
wurden von den Herren Thomſen und Jahn
ge=
ſungen. Erſterer hätte in ſeinem Spiel noch etwas
beweg=
licher ſein müſſen, auch bereitete ihm das Hinaufſteigen
in die höheren Regionen der Partie einige
Schwierig=
keiten; im übrigen ſoll nicht verkannt werden, daß er ſich
ſeiner Aufgabe heute mit mehr Glück unterzog. Herr
Jahn ſang ſeine Partie recht hübſch, wenn auch mehr
in dem Stile eines Heldentenors. Die gräfliche Familie
Nowalska war durch Frau Müller=Rudolph, die
aber äußerlich mehr einer polniſchen Jüdin glich, als
Ober=
haupt, Frau Kallenſee als Laura und Frl. v. Blank
als Bronislawa vertreten. Frau Kallenſee traf in
Spiel und Geſang den Stil der leichten Operette gut, und
Frl. v. Blank befleißigte ſich ſowohl im allgemeinen als
auch in der Hunger=Arie im beſonderen einer größeren
Diskretion in der Tongebung. Herr Schützendorf
ſpielte und ſang die Rolle des Oberſten des
wohldiſzipli=
nierten ſächſiſchen Offizierkorps, deſſen jüngſtes Mitglied
Frl. Gothe ſehr hübſch verkörperte, mit vieler Verve.
Die Maske à la Nußknacker war aber keine Verbeſſerung
gegen früher. Lobend zu erwähnen iſt noch der
humor=
volle Enterich des Herrn Jordan. Die Enſembleſzenen,
namentlich die des zweiten Aktes auf der Krakauer Meſſe,
waren wirkungsvoll in ihrem Arrangement und
wohl=
elungen in ihrer Ausführung.
Feuilleton.
* Zum Sängerwettſtreit in Frankfurt a. M. Nach den
bisherigen, aber noch nicht endgültigen Anmeldungen iſt
die Beteiligung der Geſangvereine am Wettſtreit größer
als zuletzt, nämlich 41 (zuletzt 34) Vereine mit rund 8400
zuletzt 7030) Sängern. Durch zweckmäßigere Einteilung
wird man jedoch mit der bisherigen Zeit für das
Wett=
ſingen auskommen. So ſollen am erſten Tage (6. Mat
ds. Js.) vor= und nachmittags je neun Vereine, am zweiten
Tage (7. Mai) vormittags neun und nachmittags acht
Ver=
eine, am dritten Vormittage (8. Mai) die übrigen ſechs
Vereine ſingen. Die am weiteſten von Frankfurt a. M.
wohnenden Vereine haben zuletzt aufzutreten, ſo daß
wunſchgemäß möglichſt wenig Reiſedauer beanſprucht
wird.
Tango. Der Vorſtand des Deutſchen Tanzlehrer=
Verbandes, e. V. (Sitz Düſſeldorf) ſchreibt uns: Auf dem
letzten Verbandstage, am 14. d. M., in Düſſeldorf, wurde
u. a. der heutigen Variation des Geſellſchafts=Rundtanzes
Erwähnung getan. Wie die Mode, ſo hat auch der Tanz
eine bedeutende Umwandlung durchgemacht. Via Boſton-
Paris-London iſt der neue Step”=Tanz auch zu uns
her=
übergekommen; die neuen Step=Melodien bedingen den
gleitenden Tanzſchritt unter Ausführung rhythmiſcher
Be=
wegungsfiguren, die eine durchaus einwandfreie
Tanztech=
nik und mehr individuelles Können vorausſetzen, als der
früher übliche Rundtanz mit ſeiner rein ſchematiſchen
Be=
handlung. Somit iſt das Tanzbild von heute ein
weſent=
lich erfreulicheres geworden, und in der beſten Geſellſchaft
in Offiziers= und Beamtenkreiſen wird die neue Tanzform
mit großer Beliebtheit ausgeübt, wie in anderen Ländern
ſchon ſeit längerem. Die möglichſt ruhige, rhythmiſch=gleich
förmige Bewegung im Tanzen kann nur eine durchaus
an=
ſtändige Ausführung gelten laſſen; ſchon aus dieſem
Grunde erhellt, daß die „Wackeltänze” von jeher nur die
Ausgeburten der erregten Phantaſie von Nichttänzern
ge=
weſen ſind. Die Einführung der neuen Tanzform iſ
Sache des Berufslehrers. Damit dem in einwandfreier
Weiſe Rechnung getragen werde, hat die Direktion der
Hochſchule für Tanzkunſt Düſſeldorf, des D. V. V. (e. V.)
einen neuen Original=Geſellſchafts=Rundtanz „Tango”
arrangiert, welcher mit großem Beifall aufgenommen
wurde, und dürfte der Tanz den Wünſchen eines
tanz=
liebenden Publikums ebenfalls gerecht werden.
Schillers „Räuber” auf hiſtoriſchem Boden. Auf
der Höhe über Stuttgart, im Bopſerwald, wo heute noch
Baum= und Wegenamen an Schiller gemahnen und wo
der Dichter auch insgeheim ſein Erſtlingswerk im Kreiſe
der Freunde von der Karlsſchule vortrug, ſoll in dieſem
Jahre eine Freilichtbühne für die Aufführung von Schil=
lers „Räuber” erſtehen. Der Königl. Hofſchauſpieler
Bruno Peſchel hat die glückliche Idee erdacht und dem
guten Gedanken auch die Ausführung geſichert. Die
Mit=
glieder des Hoftheaters und die Studentenſchaft der
Tech=
niſchen Hochſchule werden mitwirken. Insgeſamt ſollen
200 Perſonen, darunter 80 zu Pferde, die ideal gelegene
Naturbühne füllen, und 3000 Perſonen werden auf dem
Zuſchauerraum Platz finden. Für die Aufführungen ſind
die Monate Juni und Juli in Ausſicht genommen.
* Die photographierten Kaſſenbeamten. Der Berl=
Lokalanzeiger ſchreibt aus Berlin: Die 1750 ſtädtiſchen
Kaſſenbeamten ſollen ſich von Amts
wegenphoto=
graphieren laſſen. Aber der Magiſtrat will ihre
Bilder nicht haben, um ſich an lächelnden Mienen zu
er=
freuen. Im Gegenteil, die Sache hat einen ernſten
Hin=
tergrund. Sie ſoll ein Memento ſein für ungetreue
Beamte. Keine Kundgebung des Mißtrauens gegen alle
oder gar gegen einzelne. Es ſind eben ein paar Fälle
vorgekommen, in denen unbeſchränktes Vertrauen nicht
am Platze war und wo dann die Perſonalbeſchreibung
ohne Bild nicht ausreichte. Darunter müſſen nun die
an=
deren leiden, ſo ſchmerzlich ſie das auch berühren muß=
Inzwiſchen haben ſich, wie berichtet wurde, die Berliner
Stadtſekretäre ihrer 1750 Kollegen von der Kaſſe
ange=
nommen; ſie proteſtieren gegen die Zwangsphotographien
So wurde die Maßregel zwar nicht aufgehoben, aber doch
immerhin gemildert. Der Magiſtrat hat geſtattet, daß die
Beamten ſelbſt ihre Bilder einſenden dürfen. An dem
Kern der Angelegenheit wird hierdurch freilich nichts
ge=
ändert. Was für die Betroffenen peinlich daran warg
bleibt peinlich. Aber ſie müſſen ſich ſagen, daß der
Magiſtrat ſeine Anordnung im öffentlichen Intereſſe
ge=
troffen hat, das ſelbſt auf berechtigte Empfindlichkeit keine
Rückſicht nehmen darf. Schließlich liegt doch nur in dem
Umſtand, daß es ſich um eine Neueinführung
han=
delt, das eigentlich Kränkende; alle jene, die von jetzt an
Anſtellung als ſtädtiſche Kaſſenbeamte finden, haben es
eben mit einer beſtehenden Vorſchrift zu tun, deren
Befolgung niemand zu Leide gereichen kann.
ml. Renntierfleiſch für Berlin. Die Berliner
wer=
den, wie die Politiken mitteilt, in nächſter Zeit
Gelegen=
heit haben, den Geſchmack von echtem Renntierfleiſch zu
erproben. Es ſind nämlich bei der letzten großen
Renn=
tierſchlachtung in der ſchwediſchen Provinz Jämtland von
einer däniſchen Firma etwa 4000 Stück im ganzen
ge=
kauft worden. Das Fleiſch dieſer Tiere ſoll exportiert
werden, und ein Teil von ihm wird nach Berlin gehen.
Im Norden iſt der Renntierbraten keine ganz
ungewöhn=
liche Speiſe, und es wird ſogar behauptet, daß ſein
Wohl=
geſchmack den Vergleich mit dem Rehbraten wohl
aus=
halten könne.
auch Waren zu der Hauptmannswitwe Schwand, bei der
die Ermordete bedienſtet war. Er habe ausfindig
ge=
macht, daß die Hauptmannswitwe allein mit dem
Dienſt=
mädchen die Wohnung inne hatte, und darauf habe er den
Plan zu einer Beraubung gefaßt. Er ſei dann aus dem
Geſchäft weggeblieben und in Maſſenheim i T. auf einem
Gutshof als Knecht eingetreten. Zwei Tage vor der Tat
ſei er in Maſſenheim ausgetreten, um in Mainz bei der
Witwe den Raub auszuführen. Am nächſten Tage ſei er
in das Haus in der Uferſtraße gegangen, habe am
Vor=
platz geklopft, und als das Mädchen geöffnet habe, habe
er ihm den tödlichen Stich in die Bruſt verſetzt. Da ſie
geſchrien habe und die Treppe hinuntergelaufen ſei, habe
er ſchleunigſt das Haus verlaſſen und ſei aus Mainz und
der Umgegend weggegangen. Die Staatsanwaltſchaft hatte
am letzten Samstag die hieſige Behörde in Kenntnis
ge=
ſetzt, die zurzeit durch den Unterſuchungsrichter Dr. Krug
die näheren Feſtſtellungen macht. — Ferner ſoll Sternickel
bei dieſer Vernehmung eingeſtanden haben, daß er vor
etwa drei Jahren in Dorndiel bei Groß=Umſtadt einen
Spezereihändler nachts in deſſen Laden erſchoſſen hat.
Die letztere Nachricht ſcheint müßige Vermutung zu ſein,
denn nach Erkundungen ſtellte ſich heraus, daß ſich
Ster=
nickel um die fragliche Zeit im Oderbruch aufhielt.
Mainz, 26. März. Der in einem hieſigen Café
ver=
haftete angebliche Werber der Fremdenlegion
ſcheint in angetrunkenem Zuſtande mit ſeiner Werbung
zur Fremdenlegion nur renommiert zu haben. Es iſt ihm
nichts Belaſtendes nachzuweiſen, er wird daher wieder
aus der Haft entlaſſen. Der Verhaftete iſt ein
Taglöhner aus Nieder=Olm, wohnhaft in Heidesheim.= Er
hatte kürzlich Berichte in den Zeitungen über die
Frem=
denlegion geleſen und wollte er ſich mit ſeiner „Werbung”
wichtig machen. — In einem Hauſe der Kaiſerſtraße
ſtürzte geſtern abend der Hausmeiſter in einen
Auf=
zugſchacht. Der Verletzte ſtarb auf dem Transport
nach dem Krankenhaus. — Ein Raubmordanfall
wurde in der letzten Nacht auf der von Mombach nach
Gonſenheim führenden Chauſſee auf einen Soldaten
des Feld=Art.=Regts. Nr. 27 hier unternommen.
Der Soldat war nach Mitternacht, mit dem Zuge vom
Oſterurlaub zurückkehrend in Mombach eingetroffen und
ſtattete dort noch einer Wirtſchaft einen Beſuch ab.
Hier=
bei ſoll er das aus der Heimat mitgebrachte Geld haben
ſehen laſſen. Als er ſpäter mit einem Kameraden den
Weg nach Gonſenheim angetreten hatte, trat er unterwegs
in den neben der Straße ſich hinziehenden Wald. Sein
Kamerad ging unterdeſſen weiter. Als der
zurückgeblie=
bene Artilleriſt aus dem Walde heraustreten wollte, ſprang
ein fremder Kerl mit vorgehaltenem Revolver
und unter dem Rufe: „Das Geld her — oder das Leben!”
auf ihn zu. Als der anfangs verblüffte Soldat ſich zur
Wehr ſetzen wollte, gab der Straßenräuber mehrere
ſcharfe Schüſſe auf ihn ab. Der eine durchbohrte
die Mütze des Artilleriſten, während ein zweiter
Schuſ=
die vorgehaltene Hand des Soldaten traf und den
Dau=
men wegſchoß. Das Urlaubsgeld im Betrage von
48 Mark nahm der Räuber ſeinem Opfer ab. Bis der
vorausgehende Kamerad des Ueberfallenen zur Hilfe
her=
beieilte, war der Wegelagerer verſchwunden.
Mainz=Mombach, 26. März. Bei Bingen wurde geſtern
die Leiche einer männlichen Perſon
gelän=
det. Es ſtellte ſich aus einer in der Kleidung
vorgefun=
denen Verſicherungskarte heraus, daß es ſich um die Leiche
des aus Mombach ſtammenden Matroſen Franz Paul
handelte. Da die Leiche des im Jahre 1883 geborenen
Matroſen an der rechten Kopfſeite mehrere
Stichwun=
den aufweiſt, bedarf dieſe Angelegenheit noch der
Auf=
klärung.
(*) Gießen, 26. März. Der Verein für
Luft=
fahrt in Gießen verbindet eine Geldlotterie mit
dem vom 10. bis 19. Mai ſtattfindenden 3.
Zuverläſſigkeits=
fluge am Oberrhein. Der Flug ſoll bekanntlich auch Gießen
berühren.
Die rübenbauenden
Friedberg, 26. März.
Landwirte der Wetterau beſchloſſen, für das
Jahr 1913 keine Zuckerrüben zu bauen. Der für
den Bezirk in Frage kommenden Fabrik Wetterau wird
demnach im Herbſt der Ertrag von nur 2000 Morgen
Zuckerrüben zugeführt, die vertragsmäßig von den
Aktio=
nären gebaut werden müſſen. Die Fabrik kommt durch
das Vorgehen der Bauern inſofern in eine mißliche Lage,
als ſie dem ſüddeutſchen Ring angeſchloſſen und
verpflich=
tet iſt, der Frankenthaler Fabrik Rüben zu liefern, falls
dieſe infolge des Boykotts der Landwirte zu wenig Rüben
erhält.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 25. März. Wie mitgeteilt
wird, iſt ein großer Jubiläumsfeſtzug des
Ber=
liner Handwerks aus Anlaß des
Regierungsjubi=
läums des Kaiſers geplant. Der Innungsausſchuß der
vereinigten Berliner Innungen hat bereits die
Vorarbei=
ten eingeleitet und ſich die Mitarbeit hervorragender
Ber=
liner Künſtler geſichert, die die Aufſtellung des Feſtzuges
übernehmen und ihm eine würdige und künſtleriſche
Aus=
geſtaltung geben wollen. Die einzelnen Handwerkerberufe
werden in dem hiſtoriſchen Feſtzuge eine Darſtellung ihrer
Entwicklung vom Mittelalter bis zur Jetztzeit geben. —
In zwei größeren Verſammlungen der ſtreikenden
Herrenkonfektionsſchneider wurde beſchloſſen
von heute ab den Streik auch auf die Loden= und
Sport=
konfektion und auf die großen Betriebe der
Phantaſie=
weſten=Branche auszudehnen. — Die
Hochbahngeſell=
ſchaft teilt mit, daß ſie, um den zahlreichen Wünſchen
aus Raucherkreiſen nachzukommen, bei den zuſtändigen
Behörden die vorläufige Aufhebung des Rauchverbots
be=
antragt habe und die Entſcheidung in den nächſten Tagen
erwarte.
26. März. In der vergangenen Nacht um 2 Uhr
er=
folgte an der Schleſiſchen Brücke in der Nähe des
Schleſi=
ſchen Buſchs ein furchtbarer Zuſammenſtoß
zwi=
chen einem Straßenbahnwagen der Linie
Nr. 87 und einem aus der entgegengeſetzten Richtung
Die
Kraft=
kommenden Droſchkenautomobil.
droſchke beförderte 6 Perſonen von einer
Vergnügungs=
fahrt aus Niederſchöneweide zurück. An der Schleſiſchen
Brücke überholte der Chauffeur ein vor ihm fahrendes
Milchfuhrwerk, wobei das Auto, das ſich in raſender
Fahrt befand, die Richtung nicht mehr innehalten konnte
und ſehr ſtark ſchleuderte. Es ſtieß mit dem
Straßen=
bahnwagen mit großer Gewalt zuſammen. Die ſechs
Perſonen und der Chauffeur wurden herausge
ſchleudert und gerieten zum Teil unter den
Straßenbahn=
wagen. Von den ſieben Perſonen wurden der Schuhmacher
Peters, der Zimmermann Gürke und der
Poſtſchaff=
ner Gabel getötet. Der Chauffeur Koeveling aus
Wilmersdorf, der Schloſſer Bünger und ſeine Ehefrau
und der Zahntechniker Hedecke wurden ſchwer
ver=
letzt. Von den Inſaſſen der Straßenbahn erlitt nur
einer einen nicht erheblichen Nervenchok. Es ſind alſo
drei Perſonen getötet und vier ſchwer verletzt
worden.
München, 26. März. In der Kirche von Waidhaus
explodierte geſtern beim Gottesdienſt am Altar eine
Lampe. In kurzer Zeit ſtanden alle Lampen in
Flam=
men. Unter den Kirchenbeſuchern brach eine Panik aus.
Es gelang, den Brand zu löſchen und die Kirche zu retten.
Freiburg (Breisgau), 25. März. In dem am
Kaiſer=
ſtuhl gelegenen Orte Nimburg ſind heute früh zwei
Wohnhäuſer nebſt Oekonomiegebäuden abgebrannt,
darunter das Gaſthaus „Zur Krone. Ein Bruder des
Beſitzers der „Krone”, der ſeit einiger Zeit verſchwunden
war, wurde von der ihn verfolgenden Gendarmerie im
Walde erſchoſſen aufgefunden. Er kommt als
Brandſtifter in Frage.
Stühlingen, 26. März. Zwecks einer Beſprechung
eines Eiſenbahnprojekts Freiburg im Breisg.-Neuſtadt
(Schwarzwald) -Egliſau-Zürich, durch deſſen
Zuſtande=
kommen der Schienenweg Freiburg-Zürich um 23
Kilo=
meter verkürzt würde, ſo daß der Fremdenverkehr den
kür=
zeren Weg über den Schwarzwald der alten längeren
Ver=
bindung über Baſel vorziehen dürfte, fand am 24. März
hier eine Verſammlung ſtatt, auf der von 25 intereſſierten
Gemeinden 20 vertreten waren. Es wurde beſchloſſen, das
Projekt einer direkten normalſpurigen
Bahn=
verbindung Freiburg-Neuſtadt (
Schwarz=
wald)-Egliſau-Zürich nach Kräften zu fördern.
Zu dieſem Zwecke wurde ein aus drei badiſchen und zwei
ſchweizeriſchen Vertretern zuſammengeſetztes Komitee
ge=
wählt, das die vorbereitenden Maßnahmen in dieſer
An=
gelegenheit möglichſt raſch in die Hand nehmen ſoll.
Hamburg, 25. März. Expräſident Caſtro iſt heute
nachmittag hier eingetroffen.
Reichenberg (Böhmen), 25. März. Zwei Teilnehmer
am Fünfzigkilometerrennen tſchechiſcher Skifahrer im
Rie=
ſengebirge wurden heute bei heftigem Schneeſturm bei der
Keszelkoppe und auf der Pantſchwieſe erfroren
auf=
gefunden; ein dritter Fahrer wurde faſt erſtarrt in die
Elbfallbaude gebracht.
Paris, 25. März. Das Journal berichtet: Ein Soldat
des 24. Infanterie=Regiments in Perpignan fand,
wäh=
rend er auf der Feſtung Wache hatte eine verſiegelte
Flaſche, die den Jahreszahlſtempel 1870 trug.
Die Flaſche enthielt einen Brief mit der Aufſchrift: „
Ver=
zeichnis der Juwelen und Wertgegenſtände, die an dieſem
Tage einem Herrn Perez übergeben wurden, der ſie nach
Madrid zu der Gräfin von Montijo bringen ſoll. Es folgt
dann ein Verzeichnis koſtbarſter Schmuckſachen, an erſter
Stelle ſteht ein Perlenkollier, das der Kaiſerin Eugenie
von der Kaiſerin von Rußland geſchenkt wurde und das
einen Wert von 500000 Francs repräſentiert. Insgeſamt
werden für etwa ſieben Millionen
Schmuck=
ſachen angeführt Als Unterſcheift wies das Dokument
auf: 4. Dezember 1870. Großkanzler des Palais. Dann
folgt ein unleſerlich geſchriebener Name. Man glaubt,
daß es ſich um einen während des Krieges von den
Unter=
tanen der Kaiſerin Eugenie nach Spanien geſchafften
Schmuck handelt. Die an der Fundſtelle angeſtellten
Nach=
grabungen förderten einen Teil eines menſchlichen
Ske=
letts zutage, der aus derſelben Zeit ſtammen ſoll.
Paris. 26. März. An der Küſte von Criel=ſur=Mer
(Departement Seine=Inférieure) kenterte ein Boot, in
dem der bekannte Pariſer Arzt Dr. Quéry mit zwei
Freunden einen Ausflug unternommen hatte. Die beiden
Letzteren ertranken während Dr. Quéry mit großer
Mühe gerettet werden konnte.
Paris, 26. März. Das im Tuileriengarten befindliche
Denkmal des verſtorbenen Miniſterpräſidenten
Wal=
deck=Rouſſeau, bei dem ſeit Jahren ein Wachtpoſten
auf=
geſtellt iſt, um es gegen eine von dem „Camelots du Roi”
angedrohte Verunglimpfung zu ſchützen, wurde in der
vergangenen Nacht von bisher unbekannten Uebeltätern
mit einer roten Flüſſigkeit beſudelt
Vienne, (Departement Iſére), 26. März. Hier
er=
krankte eine aus fünf Perſonen beſtehende Familie
nach dem Genuß eines Eierkuchens. Eine Frau
und ein Knabe ſind der Vergiftung bereits erlegen. Die
Staatsanwaltſchaft hat eine Unterſuchung angeordnet.
London, 25. März. Feldmarſchall Lord Wolſeley
iſt heute in Mentone geſtorben. Garnet Joſeph,
Viscount Wolſeley of Cairo, war am 4. Juni 1833 in der
Grafſchaft Dublin geboren. Er kämpfte in der Krim,
In=
dien, China und Kanada, wo er 1870 die Indianer
unter=
warf. 1875 wurde er Gouverneur von Natal, 1878 von
Zypern. 1879 wurde unter ſeinem Oberbefehl der
Zulu=
krieg beendet. Am 13. September 1882 ſchlug er die
Auf=
ſtändiſchen in Aegypten unter Arabi Paſcha, 1890 wurde
Wolſeley Oberbefehlshaber in Irland, 1894 Feldmarſchall.
Von 1895 bis 1900 war er Oberbefehlshaber des britiſchen
Heeres.
Der Balkankrieg.
Eine Erklärung Sir Edward Greys über die Lage.
* London, 25. März. In der heutigen allgemeinen
Budgetdebatte gab Staatsſekretär Sir Edward Grey, wie
ſchon kurz gemeldet, eine bedeutſame Erklärung über die
Balkanlage ab. Er ſagte darin u. a.:
Folgenſchwer und ernſt wie es der Krieg iſt, war es
die dringendſte Aufgabe der Großmächte, dafür zu ſorgen,
daß der Krieg örtlich begrenzt bleibe und ſich nicht
aus=
dehne oder irgend welche Mächte in gegenſeitige
Miß=
helligkeiten verwickle, die zum Friedensbruch führen
könn=
ten. Die Großmächte haben einer Annahme den
Garaus gemacht — und das bedeutet einen großen
Aktiv=
poſten für den Frieden —, daß nämlich einige von ihnen
die Gelegenheit wahrnehmen wollten, um für ſich auf
dem Feſtlande oder auf den Inſeln Gebietsteile zu
erwer=
ben. Der ſchwierige und gefahrvolle Punkt war da die
Frage Albaniens und ſeiner Abgrenzung. In erſter
Linie iſt zwiſchen den Mächten eine Einigung darüber
er=
reicht worden, daß ein ſelbſtändiges Albanien geſchaffen
werden ſollte. Es war wichtig, daß auf dieſer
Grund=
lage eine Einigung erzielt worden iſt. Ebenfalls noch
vor Weihnachten kam zwiſchen den Mächten eine Einigung
über die Frage der adriatiſchen Küſte zuſtande.
Damit war ein anderer gefährlicher Punkt beſeitigt. Es
blieben zu erörtern die Landgrenze Albaniens, die eine
Frage von großer Bedeutung iſt, weil Albanien, wenn es
zu klein ausfallen ſollte, keine ſelbſtändige Exiſtenz haben
könnte, andererſeits aber, wenn es zu groß geraten würde
ungebührlich die berechtigten Aſpirationen und Anſprüche
Montenegros, Serbiens und Griechenlands beeinträchtigen
würde. Die Großmächte verhandeln jetzt noch über die
Südgrenze Albaniens. Wenn auch hinſichtlich der
ſüdlichen Grenze noch keine Uebereinſtimmung erzielt
worden iſt, obgleich Meinungsverſchiedenheiten in
einzel=
nen Punkten beſtehen mögen, die ſchwierig beizulegen ſein
mögen, ſo glauben wir doch, daß mit dieſem Teile der
Grenzen keine Frage im Zuſammenhang ſteht, die geeignet
wäre, eine derartige Differenz unter den Mächten zu
ver=
urſachen, die zur Quelle einer Gefahr und Beſorgnis
wer=
den könnte. An der Nord=und Nordoſt=Grenze
liegt die Sache anders. Der Unterſchied beſteht darin,
daß, wenn dieſe nicht zweifelsfrei feſtgelegt wäre, ſich
Fragen zwiſchen den Mächten ergeben können, welche nicht
nur eine Beſorgnis, ſondern eine Gefahr verurſacht
hät=
ten. Dieſe Unterſchiede ſind beſeitigt worden, beſonders
hinſichtlich Skutaris im Norden und einiger anderen
Städte im Norden und Nordoſten. Punkt für Punkt
kamen die Mächte tatſächlich zu einer Verſtändigung, und
ſo lange noch ein Punkt ausſtand, war man ſich darüber
klar, daß jede Verſtändigung über irgend einen Punkt
bedingt war durch die Verſtändigung über das Ganze. Es
iſt von weſentlicher Bedeutung, daß zum Schutze der
mohammedaniſchen und katholiſchen
Mi=
noritäten in den an Serbien und Montenegro
abge=
tretenen Gebietsteilen Bürgſchaften geſchaffen werden.
Die Raſſen und Stämme ſind in einigen Teilen des
Ge=
bietes ſo durcheinander gewürfelt, daß irgend eine
Ga=
rantie vorhanden ſein muß. Aber vor allem kommt es
darauf an, daß die Mächte nicht länger über die
Gebiets=
abtretung uneinig ſind. Was die geographiſche
Grenz=
linie angeht, ſo empfiehlt es ſich, vorſichtig mit
Voraus=
ſagen zu ſein. Wir ſind während der letzten Wochen
ſtän=
dig vor unvorhergeſehene Zwiſchenfälle geſtellt worden
und alle Berechnungen können über den Haufen geworfen
werden. Zu erwägen bleiben die Fragen der
Staats=
ſchuld, der kommerziellen Angelegenheiten und der
Aegä=
iſchen Inſeln.
Nach Wochen der Arbeit und Beſorgniſſen, welche die
Mächte zu ertragen hatten, können ſie wirklich dankbar
ſein, daß die Fragen, ſo ſchwierig ſie auch immer waren,
keine Beſorgnis in ſich ſchließen. Serbien und
Mon=
tenegro iſt mitgeteilt worden, daß die Mächte ein
Uebereinkommen erzielt haben, die Feindſeligkeiten ſeien
in den Gebieten einzuſtellen, die in Zukunft zu Albanien
gehören würden. Serbien und Montenegro ſollten ſich
obald als möglich von den in dieſen Gebieten beſetzten
Punkten zurückziehen und insbeſondere hätten die
An=
griffe auf Skutari aufzuhören, weil, indem das Schickſal
dieſes Platzes nicht durch die Belagerung entſchieden
wird, das Fortdauern der Belagerung ein unnützes
Ge=
metzel bedeuten und tatſächlich auf eine verbrecheriſche
Torheit hinauslaufen würde, die ihnen jede Sympathie
in England entfremden würde. Wenn die Entſcheidung
der Mächte nicht reſpektiert wird, ſo bin ich feſt überzeugt,
daß diejenigen, die ſich ihr widerſetzen, ſich nicht der
Son=
deraktion einer einzigen Macht, die die Mächte
ausein=
ander bringen könnte, ſondern dem gemeinſamen Drucke
aller Mächte gegenüberſehen werden. Nachdem die
Einig=
ung erzielt worden iſt, iſt es der erſte Schritt für die
Mächte, eine gemeinſame diplomatiſche Aktion in Belgrad
und Cetinje zu unternehmen, den Beſchluß, zu dem ſie
gekommen ſind, bekannt zu geben und die Einſtellung der
Feindſeligkeiten in den in Albanien beſetzten Gebieten
herbeizuführen. Ich habe die Zuverſicht, daß dieſer
Schritt ohne Verzug unternommen wird.
Was nun den zweiten Hauptpunkt angeht, nämlich
den Krieg zwiſchen der Türkei und den
Ver=
bündeten, ſo haben die Mächte ihre Vermittelung
angeboten und Bedingungen formuliert, die nach ihrer
Anſicht eine billige Grundlage für den Frieden abgeben.
Das Wichtigſte iſt die Grenzlinie, die ſie der Türkei
vor=
geſchlagen haben und die von Enos nach Midia läuft
Dieſe Grenze wird, wie ich hoffe, angenommen werden;
denn dann wird vermieden, daß ſich Fragen über
Kon=
ſtantinopel, die Dardanellen und natürlich auch über
Kleinaſien ergeben. Ein zweiter wichtiger Punkt iſt, daß
die Lage der Aegäiſchen Inſeln der Entſcheidung
der Mächte überlaſſen werden ſoll. Das kommt natürlich
für Kreta nicht in Betracht, wo die Türkei gemäß dieſem
Frieden bedingungslos auf alle Intereſſen verzichtet.
Es handelt ſich um eine Vermittelung der Mächte
Ich will nicht ſagen, daß die Mächte den Entſchluß haben,
auf einen zwingenden Schiedsſpruch zu dringen und
Frie=
densbedingungen aufzuerlegen. Es iſt eine Vermittelung:
aber ich will betonen, daß die Mächte eine Grenzlinie
vor=
geſchlagen haben und gegenwärtig ſich geneigt gezeigt
haben, alle Gebiete weſtlich dieſer Linie der Entſcheidung
der Verbündeten ſelbſt zu überlaſſen mit Ausnahme von
Albanien, über das ich ſchon geſprochen habe. Wenn dieſe
Bedingungen von der Türkei angenommen werden, dann
können ſich die Verbündeten verſichert halten, die
Feſt=
legung der Friedensbedingungen unter ſich ohne
Inter=
vention der Großmächte treffen zu können mit Ausnahme
ſo beſonderer Fragen, wie Albanien eine iſt. Wenn dieſe
Bedingungen nicht angenommen werden und eine
Grenz=
linie aufgezwungen wird, welche die mit Konſtantinope
und den Meerengen im Zuſammenhang ſtehenden Fragen
aufwirft, wenn der Krieg ſich verlängern würde und auch
die kleinaſiatiſchen Fragen aufgerollt werden ſollten, dann
würden ſicher bei der Feſtſetzung der
Friedensbedingun=
gen die eine oder die andere Macht nicht als unintereſſierte
Vermittler, ſondern als intereſſierte Parteien in Betracht
kommen. Wenn der Friede geſchloſſen iſt, ſo hoffen wir,
daß die Türkei in einer geſicherten Stellung ſich
befin=
det, die ihr geſtattet, ihren Beſitz in Kleinaſien zu
feſtigen, das Land zu entwickeln und gute Ordnung
und eine gute Regierung zu ſchaffen. Wenn ſich die Türkei
vor dieſe Aufgabe ſtellt, ſo wird ſie, wie ich glaube, dabei
auf die Unterſtützung und den guten Willen aller Mächte
rechnen dürfen. Wenn ſie aber irgend einen Erfolg bei
der Löſung der Aufgabe haben ſollte, ſo iſt es weſentlich,
daß ihr in den Friedensbedingungen nicht finanzielle
Laſten auferlegt werden, die es ihr unmöglich machen, ſich
der Aufgabe zuzuwenden, ihre Poſition zu ſtärken und zu
befeſtigen, zu entwickeln und in Kleinaſien und den
übri=
gen ihr verbliebenen Gebieten die Ordnung herzuſtellen.
Ein Kampf der Türkei mit dem Bankerott liegt nicht im
Intereſſe der Mächte, beſonders der in Kleinaſien
inter=
eſſierten Mächte. Die Mächte haben den Wunſch, daß die
Türkei, wie auch das Ergebnis des Krieges immer ſei,
unter allen Umſtänden imſtande ſein muß, einen neuen
Aufſchwung zu nehmen, wenn der Krieg vorüber iſt.
Das=
ſelbe möchte ich bezüglich der Balkanſtaaten ſagen.
Wenn ſie die Einigkeit und Freundſchaft untereinander
aufrecht erhalten und ſich daran machen, das Gebiet, das
ihnen nach dem Krieg zufällt, zu organiſieren und zu
ent=
wickeln, dann werden ſie dazu die Unterſtützung und den
guten Willen Europas brauchen, insbeſondere die
finan=
zielle Unterſtützung.
Grey ſchloß mit einigen Sätzen, die nochmals den
weſentlichen Inhalt der früheren Erklärungen
zuſammen=
faſſen. Nach Grey ergriff Bonar Law das Wort, um
ſeine allgemeine Zuſtimmung zu den Erklärungen Greys
auszuſprechen und ihn ſowie die Botſchafter der Mächte
zu dem großen Schritt auf dem Wege zum Frieden zu
beglückwünſchen. Premierminiſter Asquith begrüßte
die patriotiſche Unterſtützung, welche die Oppoſition der
Regierung zuteil werden laſſe, indem ſie den Dienſten
Greys ihre Anerkennung gezollt habe. Die Dankbarkeit
Europas für die ſichere Ausſicht, daß zwiſchen den
Groß=
mächten vorausſichtlich keine ernſten
Schwie=
rigkeiten entſtehen werden, gebühre dem
bewun=
dernswerten Geiſt der Geduld und Mäßigung, der bei den
beiden mehr beteiligten Mächten zutage getreten iſt. Wäre
dieſer loyale Geiſt des Gebens und Nehmens bei den
direkt beteiligten Großmächten nicht vorhanden geweſen,
ſo hätte nach ſeiner Meinung auch der geſchickteſte
Diplo=
mat das Schiff, das in Wahrheit das Glück Europas trug,
nicht durch alle Untiefen und Klippen zu ſteuern
ver=
mögen. Asquith ſchloß, die Türkei und die Verbündeten
ſollten einſehen, daß ſie mit einer Fortſetzung des
Kampfes abſolut nichts zu gewinnen haben.
Völlige Unparteilichkeit und Billigkeit werden die
Ent=
ſcheidungen der Mächte in allen Fragen, welche ſie
vorbehalten haben, kennzeichnen, und es liegt gleichmäßig
im Intereſſe beider Parteien, daß die Verſtändigung raſch
erreicht wird und daß die nutzloſen Opfer an Gut und
Blut aufhören. Ich hoffe und glaube, daß das wohl
er=
wogene Urteil des Hauſes zu allen Parteien hinausdringt,
daß nach unſerer Meinung die Zeit gekommen iſt, daß
dieſer ſchreckliche Krieg ſein Ende findet.
* London, 26. März. Die Preſſe beſchäftigt ſich
mit der Rede Sir Edward Greys und des
Pre=
mierminiſters. — Die Times ſchreibt: Die Erklärungen
Greys werden allgemeine Erleichterung und Befriedigung
hervorrufen, weil ſie das Siegel amtlicher Beſtätigung
auf die optimiſtiſchen Berichte ſetzen, die das Publikum
aus weniger zuverläſſigen Quellen erreicht haben. Das
Blatt betont, daß vor allem die Mäßigung und die
Ge=
duld der zunächſt beteiligten Mächte es der Diplomatie
ermöglicht haben, durch die Kriſis hindurchzuſteuern. Die
Times ſagt weiter, Serbien und Montenegro müßten
ſo=
fort das Gebiet räumen, deſſen Beſitz ihnen Europa nicht
laſſen wird; vor allem müßte das unnütze Morden vor
Skutari aufhören. Wenn die Verbündeten die
Vermitt=
lung der Mächte annehmen, ſo könnten ſie das große
Ländergebiet, das ſie erobert haben, ohne Intervention
von außen untereinander teilen. Wenn ſie aber eine
an=
dere Grenzlinie verlangten oder die Stellung der Türkei
in Aſien bedrohten, ſo würden eine oder mehrere der
Mächte intervenieren. Die Türkei ihrerſeits hätte von
einem Aufſchub gar nichts zu hoffen und ein ſchleuniger
Friedensſchluß läge im Intereſſe aller. — Daily Chronicle
betont, daß jedermann Sir Edward Grey beiſtimmen
müßte, daß die Türkei ſtark genug bleiben müſſe, um den
ihr bleibenden Beſitzſtand regieren zu können. Man dürfe
ſie nicht durch Kriegsentſchädigungen bankerott machen.
Wenn ſie Konſtantinopel behielte, müßte ſie im
unbeſtrit=
tenen Beſitze der Ufer der Meerenge bleiben; aber die
Mächte wollten nicht nur dahin wirken, daß die Türkei
ſtark bleibe, ſondern auch in vernünftigen Grenzen ihren
Ermahnungen Gehör ſchenke, mindeſtens, wenn die
Mächte einig ſind.
Oeſterreich und Montenegro.
* Cetinje, 25. März. (Amtlich.) Die
montene=
griniſche Regierung übermittelte den Vertretern der Mächte
eine Zirkularnote, in der ſie gegen das Verlangen
Oeſterreich=Ungarns, die Operationen vor Skutari
einzu=
ſtellen, bis die dortige Zivilbevölkerung die Stadt verlaſſen
könne, und gegen die Drohung mit Zwangsmaßregeln,
falls Montenegro dieſem Verlangen nicht entſprechen
würde, Proteſt erhebt. Montenegro erklärt, dieſe
Forde=
rung Oeſterreich=Ungarns als eine Verletzung der
Neutralität zu betrachten. Es erklärt weiter in der
Note, daß ſie aus Menſchlichkeitsgefühl und um dem
ein=
ſtimmigen Wunſche der Mächte nachzukommen, beim
Kom=
mandanten Skutaris die notwendigen Schritte
unterneh=
men würde, um den Abzug der Zivilbevölkerung zu
er=
möglichen. Zu dieſem Behufe begab ſich heute früh ein
Parlamentär nach Skutari.
* Cetinje, 25. März. Von amtlich
montenegri=
niſcher Seite wurden am 19. März die Nachrichten
aus=
wärtiger Blätter, nach denen ein öſterreichiſch=ungariſcher
Dampfer im Hafen von San Giovanni di Medua am
Löſchen ſeiner Waren gehindert, und der Matroſen Leben
bedroht worden wäre, als durchaus unrichtig bezeichnet.
Dieſes Dementi iſt den Tatſachen und der Wahrheit
ent=
ſprechend; denn kein Schiff iſt verhindert worden, ſeine
handelsgeſchäftlichen Manipulationen vorzunehmen, noch
ſind Matroſen von montenegriniſchen Soldaten bedroht
worden. Von der Beſchwerde des Kapitäns und der
Maſchiniſten der „Skodra” erhielt die montenegriniſche
Regierung erſt vorgeſtern durch die Note der
öſterreichiſch=
ungariſchen Geſandtſchaft Kenntnis. Die Regierung hat
ſich ſofort beeilt, in offizieller Form die Erklärung
ab=
zugeben, ſie wolle den Verkehr der öſterreichiſch=
ungari=
ſchen Dampfer erleichtern und ſelbſt für die Bewegungen
alle Erleichterungen bieten. Die Regierung entſandte
unverzüglich einen beſonderen Funktionär behufs
ſtren=
ger Unterſuchung des Zwiſchenfalls und
gab gleichzeitig die Erklärung ab, eventuelle Schuldige
ſtreng zu beſtrafen.
Belgrad, 25. März. Das Bombardement
von Skutari iſt ſerbiſcherſeits, laut Prawa, geſtern
nachmittag auf Anordnung der ſerbiſchen Regierung
ein=
geſtellt worden.
* Cetinje, 26. März. Aus amtlicher Quelle wird
gemeldet: Nachdem die Vertreter der Großmächte bei der
montenegriniſchen Regierung einen Kollektivſchritt
unter=
nommen hatten, damit der nicht am Kampfe beteiligten
Bevölkerung Skutaris geſtattet werde, die Stadt zu
ver=
laſſen, ſandte der Oberkommandant Erbprinz Danilo durch
einen Parlamentär einen Brief an Eſſad Paſcha, worin
er bekannt gab, daß der König der nicht am
Kampfe beteiligten Bevölkerung freien
Abzug binnen 50 Stunden gewähre. Eſſad Paſcha
erwiderte brieflich, er danke für den Edelmut, könne
je=
doch das Anerbieten nicht annehmen, da er von ſeiner
Regierung hierzu nicht ermächtigt ſei.
Die Erſtürmung Adrianopels.
* Sofia, 26. März. (Meldung der Agence
Bul=
gare.) Heute bei Tagesanbruch bemächtigten ſich die
Bulgaren nach einem kühnen Angriff der ganzen
Oſtfront der Feſtung Adrianopel mit den
ſieben Forts Aivasbaba, Aidſchiog, Topiolu, Koſtenlik,
Kurutſcheſchm, Jildiz=Tabia und Kavas=Tabia, ſowie
ſämtlicher Batterien dieſer Forts. Die Bulgaren
ha=
ben jetzt auf dieſen Forts eine feſte Stellung inne.
* Sofia, 26. März. (Agence Bulgare.) Die
Türken in Adrianopel haben alle Depots in Baſchiuk,
Kemer, Hadilik, Kaik und Karachköi, das Arſenal,
Ar=
tilleriedepot, die kleinen Kaſernen zwiſchen Janik und
Kiſchla und die Spitäler, ſowie die Kaſernen im Norden
der Stadt in Brand geſteckt. Die Flammen
ver=
heeren an zahlreichen Punkten die Stadt. Die
Bevöl=
kerung flüchtet in wahnſinniger Aufregung längs der
Befeſtigungslinien.
* Sofia, 26. März. Die 8. Diviſion aus
Tundſcha beſetzte den ſüdlichen Sektor vor
Adria=
nopel und die vorgeſchobenen Stellungen des Feindes,
nachdem ſie zwanzig Kanonen und Maſchinengewehre
er=
beutet und 800 Türken gefangen genommen hatte.
* Sofia, 26. März. Der Einmarſch
bul=
gariſcher Truppen in Adrianopel wird be=
ſtätigt. Als erſte ſind um 9 Uhr früh Kavallerie und
zwei Infanterie=Regimenter in die Stadt eingedrungen;
ſie begegneten einem Flammenmeer, da Schukri Paſcha
Adrianopel hatte in Brand ſtecken laſſen.
Die Bevölkerung floh.
* Sofia, 26. März. Die Nachrichten aus
Adria=
nopel riefen bei der Bevölkerung große
Begeiſte=
rung hervor. Die Stadt iſt reich beflaggt. Die freudige
Erregung iſt unbeſchreiblich.
* Konſtantinopel, 26. März. (11 Uhr vorm.)
Offizieller Kriegsbericht: Seit vorgeſtern ſpielen ſich in
Adrianopel blutige Kämpfe ab. Nach heftiger
Kanonade griff der Feind unſere Vorpoſten an, die ſich
gegen die Hauptverteidigungslinie zurückzogen. Die
er=
bitterten Kämpfe dauern fort.
Sofia, 26. März. (Agence Bulgare.) An der
Tſchataldſchalinie wurde vorgeſtern nachmittag
die türkiſche Vorhut von einer Diviſion der Vorhut der
Bulgaren geſchlagen, worauf die Bulgaren einen
allgemeinen Angriff machten und die Dörfer
Delepos, Indjes Subatſchu und Serbeli beſetzten. Die
Türken zogen ſich zurück. Bei dem Sturm auf
Adrianopel waren bis morgens etwa 1300 Türken
von den Bulgaren gefangen genommen worden. Die
Bulgaren richteten die erbeuteten 21 Kanonen und ſechs
Maſchinengewehre mit voller Ausrüſtung ſofort gegen den
Feind. Nachts fanden um die Forts Tokatbei im
Südſektor und Papaſtepe im Weſtſektor erbitterte Kämpfe
ſtatt. Der im Nordweſtſektor befeſtiate Punkt Ekmektſchila
wurde von den Bulgaren beſetzt.
Die Einnahme Adrianopels.
* Sofia, 26. März. (Agence Telegraphique
bul=
gare): Adrianopel wurde eingenommen,
Schükri Paſcha hat ſich heute mittag 2 Uhr dem General
Iwanoff ergeben.
Luftfahrt.
* Friedrichshafen, 25. März. Mit der
Ab=
nahmekommiſſion an Bord ſtieg heute ſchon vor 8 Uhr
der neue Militärluftkreuzer „L. Z. 16” zu
einer Uebungsfahrt auf. Das Wetter war klar, doch
wehte ein ſtarker Wind aus Oſten. Der Führer, Kapitän
Gluud, dirigierte das Luftſchiff gleich in große Höhen,
obwohl die Luftſtrömungen den Meſſungen der
meteoro=
logiſchen Station zufolge dort weſentlich ſtärker waren.
Mühſam kam das Fahrzeug vorwärts, dem Wind
ent=
gegen. Von großen Höhen aus wurden Verſuche mit
dem Abwerfen von Bomben auf den See
unternommen. Als Ziel waren Felder auf dem
Waſſer durch Flaggenzeichen abgeſteckt. Um ½1 Uhr
ver=
ſuchte das Luftſchiff zu landen, doch wurde der Kreuzer
durch den ſcharfen Oſtwind ſo ſtark abgetrieben, daß erſt
nach wiederholten Verſuchen, die bei dem wechſelnden
und böenhaft auftretenden Wind ſich ſchwierig geſtalteten,
die Landung vollzogen werden konnte.
Der Wirbelſturm in Amerika.
* New=York, 25. März. Die Zahl der Toten
in den von dem geſtrigen Orkan heimgeſuchten ſechs
Staaten wird auf vierhundert beziffert, die Zahl der
Ver=
letzten auf zwölfhundert. In Omaha wurden 350
Wohnhäuſer zerſtört und 1300 beſchädigt. Verzweifelt
ſuchen Tauſende in den von Trümmern angefüllten
Stra=
ßen ihre Angehörigen. Zahlreiche waren Augenzeugen
des Orkans von einem Bahnzuge aus, der durch die vom
Orkan heimgeſuchten Gebiete fuhr, ohne ſelbſt getroffen
zu werden. Die Fahrgäſte erlebten die Zerſtörung
ver=
ſchiedener Ortſchaften mit. Der Zug hielt wiederholt an,
um Verwundete und Tote aufzunehmen. Ein Fahrgaſt,
ein Geſchäftsmann, William Coon, erzählte, meilenweit
ſchien eine kupferfarbene Wolke den Zug zu
verfolgen. „Die Luft war mit Getöſe angefüllt. Als der
Zug ſich Ralſton, einem Vororte Omahas, näherte, wuchs
die Wolke; ſie fegte pfeilgeſchwind dahin, wurde
raben=
ſchwarz und nahm eine Trichterform an. Die
Trich=
terſpitze ſchien 800 Meter im Durchmeſſer groß zu ſein
Plötzlich ſauſte das Trichterende über das Bahngeleiſe
nach Ralſton. Im nächſten Augenblick ſahen wir Häuſer
vie Kartenhäuſer zuſammenfallen, Dächer flogen davon.
Schreckgebannt ſahen die Fahrgäſte zu, dann ſchrien ſie voll
Entſetzen auf.‟ Der Zug nahm zahlreiche Verletzte mit
weggeriſſenen Gliedmaßen auf. Ein anderer Reiſender
childert das Unglück alſo: „Als der Zug in Omaha
ein=
fuhr, glühte der Himmel feuerrot; die Straßen waren
mit wahnſinnig ſich gebärdenden Menſchen angefüllt. Es
goß in Strömen. Das Geſtöhn der Verwundeten auf dem
Zuge wurde durch Donnergetöſe übertönt. Zahlreiche
ſchrien: „Die Stadt brennt, wir werden verbrennen.”
Als der Zug Omaha wieder verließ, um nach Chicago.
weiterzufahren, ſahen wir lauter brennende Gebäude.
Der Zug hatte Ralſton mit zehn Minuten Verſpätung
erreicht, ſonſt wäre er vom Orkan ereilt worden.”
Weitere Depeſchen melden: Die Stadt Omaha
iſt telegraphiſch und telephoniſch von der Außenwelt
ab=
geſchnitten. Nur Kuriere bringen Nachrichten von dem
Orkan, der volle vier Stunden wütete. Der
Sturm begann um Mitternacht. Häuſer ſtürzten ein und
die entſetzten Bewohner flüchteten im Nachtgewand auf
die Straßen. Viele wurden von den einſtürzenden
Häu=
ſern getötet. Gegen 2 Uhr morgens brach im Zentrum
der Stadt ein heftiges Feuer aus. Die öffentlichen
Gebäude gingen in Flammen auf. Das Telephongebäude
ſtürzte in ſich zuſammen. 20 dienſttuende
Telephoniſtin=
nen wurden dabei getötet. Die großen Geſchäftshäuſer
ſind in Hoſpitäler umgewandelt. Gegen 4 Uhr morgens
ſetzte ein heftiger Regen ein, dem es allein zu verdanken
iſt, daß nicht noch größerer Schaden entſtand.
* Springfield (Ohio), 25. März. Nach einer
Meldung des Bürgermeiſters der Stadt Dayton ſind
bei der Kataſtrophe ſchätzungsweiſe 5000
Men=
ſchen umgekommen und 30000 ſind obdachlos.
Hochwaſſer zerſtörte bei Piqua einen Damm.
450 Menſchen ſollen ertrunken ſein.
* New=York, 26. März. Im mittleren Weſten
ſteigen die Fluten fortwährend, allenthalben
Deiche durchbrechend, Brücken fortſchwemmend ganze
Städte überflutend und kleinere Ortſchaften überhaupt
fortreißend. Die Staaten Ohio und Indiana ſind
am ſchlimmſten, Illinois und Miſſouri ein wenig
leichter betroffen. Gewaltige Niederſchläge verſchlimmern
die Situation, dämmen aber andererſeits auch die
aller=
orten ausbrechenden Brände ein. Aehnliche Zuſtände
herrſchen in den Städten Hamilton, Columbus,
Delaware, Middleton, Springfield und
an=
deren. Auch oberhalb von Cincinnati ſollen bei
einem Dammbruch 5000 Menſchen fortgeſchwemmt wor=
den ſein. Dieſe Stadt war früh morgens von jeder
Ver=
bindung abgeſchnitten. Nach einer ſpateren Meldung riß
ein Dammbruch bei Piqua 540 Menſchen hinweg. Der
Ohiofluß und andere Ströme ſteigen rapide.
Das=
überſchwemmte Gebiet Treicht vom Miſſouri bis zum
Alleghany=Gebiet. Die Kataſtrophe iſt die ſchlimmſte, die
den mittleren Weſten je betroffen hat. Die Bürgermeiſten
vieler Städte im Ueberſchwemmungsgebiet erſuchen den
Gouverneur um Hilfe. Mancherorts laufen Hilfszüge aus
benachbarten Städten ein. Aus Peru (Indiana) wird von
00 Toten berichtet. Aus Columbus (Ohio) wird eine
Verſchlimmerung der Situation gemeldet, die gegen
Mor=
gen eintrat. Die Staatsmiliz iſt der Sttuation nicht
ge=
wachſen. Die das Flutgebiet durchfahrenden Bahnen
ſtellten ſämtlich den größten Teil ihres Dienſtes ein,
(Frkf. Ztg.)
* Dayton (Ohio), 26 März. Die Stadt iſt von
dem Miamifluß überſchwemmt, der in einer Breite
von drei Meilen das Land bedeckt. Die Zahl der
Er=
trunkenen wird auf 2000 bis 5000 geſchätzt. Ein
Schulhaus mit 400 Schülern ſoll weggeſchwemmt worden
ſein. Man befürchtet, daß alle Kinder ertrunken ſind. Das
Waſſer iſt nirgends weniger als ſechs, in den= niedrigen
Stadtteilen zwanzig Fuß tief. Die Lage wird noch
ver=
ſchlimmert durch Brände, die in etwa zwölf Orten
zu=
gleich in dem überſchwemmten Gebiet ausgebrochen ſind,
ohne daß geholfen werden kann. Die Männer in dem
Geſchäftsviertel können ihre Bureaus nicht verlaſſen.
Frauen und Kinder werden durch das Waſſer in die
höheren Stockwerke und auf die Dächer hinaufgetrieben.
Hunderte von Häuſer ſollen mit ihren Bewohnern
weg=
geſchwemmt ſein, darunter das Krankenhaus mit 600
Kranken. Die Stadt iſt ohne Beleuchtung. Eine
Hungers=
not ſteht bevor. Brot iſt nur für einen Tag vorhanden
und wird nur in kleinen Portionen ausgegeben.
* Chicago, 26. März. Bei Hamilton (Ohio)
iſt angeblich ein Waſſerreſervoir geborſten.
Man ſpricht von 1000 Ertrunkenen.
Vermiſchtes.
— Am Quartalswechſel werden wieder
zahl=
loſe junge Männer aus allen Teilen des Landes nach der
Reichshauptſtadt überſiedeln, um hier „ihr
An alle diejenigen, welche ſich dieſen
Glück zu macher
Glückſuchern anſchließen wollen, richtet die Geſellſchaft zur.
Fürſorge für die zuziehende männliche Jugend E. V.,
Berlin C. 54, Sophienſtraße 19, die dringende Warnung,
nicht unüberlegt die Heimat zu verlaſſen, ohne ſich vorher
durch ſchriftliche Bewerbung eine Stelle geſichert zu haben.
Die Arbeitsloſigkeit iſt in den Großſtädten und
be=
ſonders in Berlin durch den gewaltigen, durch falſche
Vorſpiegelung veranlaßten Zuzug andauernd groß. Die
Zahlen der Statiſtik des Reichsarbeitsblattes, von denen
wir nur einige mitteilen, müſſen auch den Unbeſonnenſten
zum Nachdenken bringen. Danach ſtanden ſich
Arbeit=
ſuchende und beſetzte Stellen (die in Klammern beigefügt
ſind), wie folgt gegenüber: Metallarbeiter 3092 (187),
Schmiede 412 (90), Maſchinenſchloſſer 801 (104),
Bau=
ſchloſſer 2275 (205), Klempner und Inſtallateure 1287
(409), Eiſendreher und Former 3982 (255), Sattler 845
(142), Tiſchler 2918 (2007), Bäcker 3953 (2219), Brauer
1534 (375), Schuhmacher 620 (184), Maurer 787 (95),
Ofen=
ſetzer 1456 (9), Bau= und Erdarbeiter 2228 (595). Ein
der=
artiges Ueberangebot iſt in allen Branchen vorhanden.
Tauſende fallen darum in kurzer Zeit der Armenpflege
zur Laſt, wenn nicht Geſetzesübertretungen, in der Not
be=
gangen, weit Schlimmeres zur Folge haben. Darum meidet
die Großſtadt beim Quartalswechſel.
— Der Umzug ſteht vor der Tür; da möchts
mancher dem griechiſchen Philoſophen gleichen, der von
ſich ſagen konnte, daß er all ſein Hab und Gut an ſeinem
Leibe trug. Tauſend unnütze Habſeligkeiten kommen beim
Umzug zum Vorſchein und der Platz in Kiſten und
Käſten, in Koffer und Möbelwagen iſt nur beſchränkt. Zu
dem läſtigen Ballaſt gehören auch diejenigen Bücher,
die man ſelber nicht wieder leſen will. Solche Bücher
kann man zu einem guten Zwecke verwenden, wenn man
ie der Deutſchen Dichter=Gedächtnis=Stiftung in
Ham=
burg=Großborſtel zuſendet. Die Stiftung, die ein rein
gemeinnütziges Unternehmen zur Unterſtützung
bedürf=
tiger Volksbibliotheken iſt, ſtellt die Bücher kleinen
Bibliotheken zur Verfügung, oder verwendet ſie zu
Prü=
fungszwecken in ihrer Handbibliothek.
Literariſches.
— Julius Neiger: „Novellen vom
Bal=
kan” Verlag: Vereinigte Kunſtanſtalten, A.=G
Mün=
chen. Preis 1,50 Mark. In den acht aparten Novellen,
die der vorliegende Band enthält, bringt der Verfaſſer
uns Menſchen und Völkerſchaften, die uns bis vor kurzem
faſt nur vom Hörenſagen bekannt waren, in feſſelnder
Weiſe näher; jede einzelne iſt ein kleines Meiſterwerk,
be=
ſonders die Erzählungen „Mladen und Militza”, „Das
Waſſer rauſcht” und „Leila und der Giaur”; man kann ſie
mit Recht als Perlen exotiſcher Novelliſtik bezeichnen.
— Die Befreiung 1813, 1814, 1815.
Urkun=
den. Berichte, Briefe. Mit geſchichtlichen Verbindungen
von Dr. Tim Klein. 534 Seiten in haltbarem
Papp=
band 1,80 Mark. (Wilhelm Langewieſche=Brandt,
Eben=
hauſen bei München). Anders als in den landläufigen
Lehr= und Leſebüchern der Geſchichte ſtellt ſich hier in den
Briefen und Berichten der führenden Männer die
Wirk=
lichkeit des gewaltigen Kampfes dar, den die Deutſchen
vor hundert Jahren um ihre Befreiung geführt haben.
Die mit Klarheit und Wärme geſchriebenen geſchichtlichen
Verbindungen halten ſich allem ſchönen Gerede fern. Ein
deutſches Buch aus einem Guß, das nur einen Ehrgeiz
hat: die Wahrheit, und nur eine Liebe: das Vaterland.
Mit geradezu unglaublicher Schnelligkeit folgt die
Leipziger Illuſtrirte Zeitung (Verlag von
J. J. Weber) den Ereigniſſen des Tages. Dies beweiſt
wiederum die neueſte Nummer, die ſchon innerhalb eines
halben Tages nach Eintreffen der erſchütternden
Nach=
richt vom Tode des Königs von Griechenland ein
vorzüg=
lich reproduziertes Bild dieſes ſo jäh aus dem Leben
ge=
ſchiedenen Herrſchers bringt. Zu rühmen iſt aber auch die
Reichhaltigkeit des aktuellen Teiles, in dem ſich noch
zahl=
reiche andere Geſchehniſſe der letzten Tage widerſpiegeln.
Die Grundſtimmung des vorliegenden reichen, vortrefflich
ausgeſtatteten Heftes iſt durch das Oſterfeſt gegeben.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Berlin, 26. März. Die Erſte Strafkammer des
Landgerichts I begann heute mit dem Spielerprozeß
des Privatiers Rudolf Stallmann, Leutnants
Ed=
mund Niemela und des Rentiers Benno Cramer,
* Frankfurt, 26. März. Die Verwaltung der
Kraft=
übertragungswerke Rheinfellden bringt für
das Geſchäftsjahr 1912 wiederum die Verteilung einer
Dividende von 8 Prozent auf die 10 Millionen Mark
alte Aktien in Vorſchlag. Die Aktien der Neu=Emiſſion
in Höhe von 2 Millionen Mark, welche mit dem 1. Januar
1913 gleichberechtigt werden, erhalten die vorgeſehene
Dividende von 5 Prozent für ein Halbjahr.
* Baden=Baden, 26. März. Der Kronprinz von
Sachſen iſt geſtern abend hier eingetroffen und auf
Einladung der Frau Exz. v. Krupp in Villa Meineck
ab=
geſtiegen.
* Allahabad, 26. März. Leutnant Clark, der wegen
Ermordung des Gatten der Frau Fulham und wegen
Mitſchuld am Tode ſeiner Frau am 10. März zum Tode
verurteilt worden war, wurde heute hingerichtet.
— Berlin=Reinickendorf, 26. März. Der Arbeiter
Marquardt erlitt beim Verſuche eines Diebſtahls rin
Bronzedraht der Ueberlandzentrale Neu=Ruppin ſchwere
Brandwunden, ſo daß er nach kurzer Zeit ſtarb.
2
Prag, 26. Mäcz. Bei dem Sechstage=Rennen
er=
eignete ſich anläßlich des Prämienfahrens ein
Maſſen=
ſturz. Moran iſt am ſchwerſten verletzt.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Hochdruckgebiet hat ſich oſtwärts verlagert und
uns völlige Aufheiterung gebracht. Infolgedeſſen war
es tagsüber mild, nachts kühl; ſtellenweiſe (beſonders
in höheren Lagen) trat Nachtfroſt ein. In Deutſchland
war es meiſt trocken. Von Weſten her fällt der Druck
wieder; jedoch haben wir morgen noch mit dem Einfluß
des Hochdruckgebietes zu rechnen.
Ausſichten für Donnerstag, den 27. März:
Wechſelnd bewölkt, meiſt trocken, tagsüber mild.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Er fühlt sich neugeboren!
Ich trank zur Stärkung Bioſon. Schon in den erſten
Tagen des Bioſongenuſſes ſtellte ſich wieder ein geſunder
kräftigender Schlaf ein, den ich ſeit langer Zeit
ver=
mißte. Auch iſt das Mattigkeitsgefühl in den Gliedern,
ſowie die anderen auf Schwäche zurückzuführenden
Be=
ſchwerden vollſtändig verſchwunden, ſo daß ich mich jetzt
wie neugeboren fühle. Hch. Schlößmann, Mainz,
Wein=
thorſtr. 30, I. Unterſchrift beglaubigt: 28. November 1912,
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unſerer Geſchäftsſtelle
Rhein=
ſtraße 23 befindet ſich der
Ein=
gang zu derſelben durch das
Hoftor rechts.
„Darmſtädter Tagblatt”.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſerer unvergeßlichen Mutter,
Großmutter und Schwiegermutter
(7235
Frau Dorothea Heist
geb. Zior
ſagen wir Allen unſeren innigſten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Philipp Heiſt, Schuhmachermeiſter,
Anna Elſinger Wwe.
Für die Teilnahme an dem uns ſo ſchter
getroffenen Verluſte unſerer unvergeßlichen
Liesel
ſowie für die zahlreichen Blumenſpenden, ſagen
wir hiermit Allen, ganz beſonders Herrn Pfarrer
Schneider und dem Heſſ. Diakonieverein, unſeren
tiefgefühlten Dank.
(7279
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Hermann Bräuning, Oberbahnassistent.
Darmſtadt, 26. März 1913.
Emilſtr. 44, I.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater (Ab. C), Anfang 7 Uhr, Ende
gegen 10½ Uhr: „Manon”
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Sitzung des Kreistages des Kreiſes Darmſtadt
um 11 Uhr im Rathausſaal.
Hauptverſammlung des Schlittſchuhklub=
Sportver=
eins um 6 Uhr im Reſtaurant „Kaiſerſaal
Hauptverſammlung des Odenwaldklubs um 8½
Uhr im „Fürſtenſaal”.
Verſammlung des Vereins hier anſäſſiger Kellner
um 12 Uhr im Reſtaurant „Zum Ritzſtein”.
Konzert um 8 Uhr im „Rummelbräu”
ilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23): König
Georg I. von Griechenland der neue König von
Griechenland; zum Präſidentſchaftswechſel in den
Ver=
einigten Staaten von Amerika; der Einzug der Griechen
in Janina; vom Oſterreiten in der Wendei.
Verſteigerungskalender,
Freitag, 28. März.
Hofreite=Verſteigerung der Chriſtoph Krauß
Witwe (Neue Niederſtraße 22) um 10 Uhr auf dem
Ortsgericht II.
Marktſtandplätze=Verſteigerung um 9 Uhr
in der Turnhalle am Woogsplatz.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 9 Uhr
Hügelſtraße 63.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 9 Uhr in
der „Ludwigshalle‟
Nutzholz=Verſteigerung um 8½ Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz.
Dünger=Verſteigerung um 10 Uhr in der
Train=
kaſerne (Eſchollbrückerſtraße).
Naturwein=Verſteigerung um 12 Uhr zu
Mainz, Ernſt Ludwigſtraße 9.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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Näheres in der Expedition. (*8016
Hauswirtſchaftliche Fortbildungsſchule.
Das neue Schuljahr beginnt Montag, den 7. April d. Js.
Für Schülerinnen aus dem Stadtteil Beſſungen findet der Unterricht
im Mittelſchulgebäude an der Hermannsſtraße, für ſolche aus dem
Nordweſtviertel im Schulhauſe in der Lagerhausſtraße, für alle
übrigen im Schulhauſe in der Rundeturmſtraße ſtatt.
Anmeldungen für alle Abteilungen werden, ſoweit ſie nicht
bereits gelegentlich der Ausſtellung ſtattgefunden haben, Montag,
den 31. d. Mts., vormittags von 10 bis 12 Uhr, im
Schul=
hauſe in der Rundeturmſtraße (Eingang auch Landgraf
Georgs=
ſtraße 40) von dem Leiter der hauswirtſchaftlichen
Fortbildungs=
ſchule entgegengenommen.
Unterrichtsgegenſtände: Hand= und Maſchinennähen, Flicken,
Stopfen und Sticken, Bügeln, Kochen, hauswirtſchaftliches Rechnen
und Deutſch, ſowie außerdem für vorgeſchrittene Schülerinnen
An=
fertigung von einfachen Kleidern.
Schulgeld:
a) für hieſige Schülerinnen vierteljährlich drei Mark,
b) für auswärtige Schülerinnen vierteljährlich neun Mark.
Es kann indeſſen in monatlichen Raten bezahlt werden. In
beſonderen Fällen können hieſige Schülerinnen Freiſtellen erhalten.
(7002ims
Darmſtadt, den 20. März 1913.
Der Vorſtand:
Dr. Gläſſing.
Jsraelitiſche Religionsgemeinde.
Bekanntmachung.
Das neue Schuljahr unſerer Religionsſchule
beginnt Mittwoch, den 2. April 1913.
Neuanmeldungen werden in der Knaben=
Mittel=
ſchule (Friedrichſtraße), mittags 2 Uhr, gleichzeitig
entgegengenommen.
(7228
Darmſtadt, den 20. März 1913.
Der Vorſtand.
Stenographie (Gabelsberger)
Verkehrs- und Redeschriftkurse
Schreibmaschinen-Unterricht.
Beginn neuer Kurse Montag, den 7. April.
Anmeldungen bis zum 3. April Soderstrasse 12, vom 4. April ab:
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Schützenstrasse 5, I.
Allee Rochschuie.
Der nächſte Kochkurſus
beginnt
Donnerstag, den 3. April.
Anmeldungen werden täglich bis 6 Uhr in der
Alice=Kochſchule entgegengenommen.
Der Vorſtand.
*7973)
Zeichen- und Malschule
Heinrich-
von Mathilde Stegmayer straße 58, II.
Gründlicher Unterricht in allen Fächern.
Geometrie. — Perspektive.
Schulanfang: Montag, den 31. März.
(7223a
Anmeldungen vormittags erbeten.
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Darmstädter Sprach- und Handelsschule
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Beeidigter Bücher-Revisor.
Beginn des Sonderkursus: Anfangs April.
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Unter hohem Protektorat Ihrer Durchlaucht der Fürstin Marie zu Erbach-Schönberg,
Prinzessin von Battenberg.
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zugleich Gesangschule für Konzert, Oper und Haus
Elisabethenstr. 36
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Gegründet: 1851.
Fernsprecher: 1026 vom 1. April ds. J. abgeändert in Nr. 2482.
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Einzel- und Klassenunterricht je nach Wunsch. Schriftliche oder mündliche Anmeldungen
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weiſe gegen Barzahlung
a) für beſtimmt: Ca. 600 Paar Damenhandſchuhe (ſeidene
und Florhandſchuhe), 50 Paar lederne Damenhandſchuhe,
158 Paar Damen= u. Herrenhandſchuhe (farbige, lederne),
65 Paar Lederfutterhandſchuhe, 109 Paar Glacé= und
Venezianerhandſchuhe;
b) um 4 Uhr vorausſichtlich:
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3 Waſchtiſche, 8 Kleider=, 2 Spiegel=, 2 Glas= und 2
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ſchränke, 3 Betten, 3 Kommoden, 1 Landauer, 1
Viktoria=
wagen, 1 Schreib= und 1 Nähmaſchine, 2 Regulateure,
10 Bilder, 7 Wirtstiſche, 49 Stühle, 1 große Partie Kokos=
und Ledermatten, 1 Partie Läufer, 1 Partie China= und
Japanmatten, 1 Kontrollkaſſe, 3 Ladentheken ꝛc.
Darmſtadt, den 25. März 1913.
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Thüres Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 9.
Verſteigerungs=Anzeige.
Freitag, den 28. März I. J., vormittags 9 Uhr,
verſteigere ich aus einem Nachlaß auf freiwilligem Antrag der Erben,
im Verſteigerungslokale Ludwigshalle, Obergaſſe 12, folgende
Möbel und Haushaltungsgegenſtände:
1 Speiſezimmer=Einrichtung
1 Büfett, in Eichen geſchn., 1 Ausziehtiſch, 9 Stühle mit
Rohr=
ſitz, 1 Serviertiſch, 1 Schaukelſeſſel u. 1 Wiener Rohrſeſſel und
1 Regulator in Eichenholzgehäuſe
1 Schlafzimmer=Einrichtung
2 kompl. Betten mit Sprungfeder=Matratzen, 3 teil. Roßhaar=
Matratzen nebſt Bettwerk, 1 Waſchkommode mit Spiegel, zwei
Nachttiſche, 1 Kommode, 1 Spiegelſchrank, 1 Kleiderſchrank,
alles in nußb. poliert
ferner 1 Pianino, ſehr gut und volltönig, noch
wenig geſpielt, 1 Damenſchreibtiſch, 1 Nähtiſch, 1
Noten=
ſtänder, 1 Bauerntiſch, 2 Säulen mit Büſten, 6 Stühle und
Bilder, 1 Küchenſchrank und Geräte aller Art;
ferner aus einem weiteren Nachlaß:
1 Sofa, 2 Seſſel mit Cretonne=Bezug, 1 nußbaum=polierten
Spiegelſchrank, 1 Prunkſchränkchen, 1 zweitürig. Kleiderſchrank,
eichen geſchnitzt, dazu paſſend eine Waſchkommode mit Spiegel
aufſatz u. 1 Nachttiſch, verſch. Tiſche und Stühle, 1
Küchen=
ſchrank, Porzellan, Wäſche und Weißzeug u. a. m.
ntereſſenten empfehle die Beſichtigung Donnerstag
den 27. I. Mts., nachmittags zwiſchen 4 und 5 Uhr, da ſämtliche
Gegenſtände noch ſehr gut erhalten ſind.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden gegen
bare Zahlung ſtatt
(7052id
Darmſtadt, den 25. März 1913.
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
Nachlaß=Verſtergerung.
Freitag, den 28. März, vormittags 9 Uhr,
verſteigere ich im Auftrag der Erben, den Nachlaß
des Fräulein E. Kinſcherf
63 Hügelſtraße 63
folgendes Mobiliar freiwillig meiſtbietend gegen Barzahlung:
3 komplette Betten, 3 Kleiderſchränke, 3 Kommoden,
Schreib=
tiſch mit Aufſatz, Vertiko, Diwan, Sofa, 12 Rohrſtühle,
4 Tiſche, 2 Waſchtiſche mit Marmor, 2 Nachttiſche,
Steh=
leiter, verſchiedene Spiegel, Bilder und Nipoſachen,
Tep=
piche, Reiſekoffer, Bettzeug, Plüſchgarnitur, beſtehend aus
Sofa, 2 Seſſeln, 4 Stühlen, Silberſchrank, Blumentiſch,
Blumen, Eisſchrank, Etagere, Bronce=Uhr, Regulator, Seſſel,
Nähmaſchine, verſchiedene Schmuckgegenſtände, goldene
Damenuhr und Kette, Steppdecke, Pelze, Kleider, ſämtliches
Weißzeug, ſämtliches Küchengeſchirr, ſowie Küchenmöbel,
Porzellan, Gläſer, ſilberne Leuchter, Meſſer, Gabeln, Löffel
(7199
und viel Ungenanntes.
Darmſtadt, den 20. März 1913.
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Telephon 1202. Pädagogſtraße 2.
Aufträge werden beſtens ausgeführt.
Das Ausladen der Kohlen
für das Elektrizitärswerk der unterzeichneten Eeſellſchaft am
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Die Bedingungen ſind bei der Direktion der unterzeichneten
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Die Erhebung einer ſtädtiſchen Kanalbenutzungsgebühr.
Der ſeither in Wirkſamkeit geweſene Tarif für die Erhebung
einer Kanalbenutzungsgebühr hat mit Wirkung vom 1. April d. Js. ab
eine Aenderung erfahren.
Ich bringe hiermit den Wortlaut der Ortsſatzung mit dem
geänderten Tarif zur öffentlichen Kenntnis.
Darmſtadt, 25. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter
Dr. Gläſſing.
Ortsſatzung
für die Erhebung einer Kanalbenutzungsgebühr.
Auf Grund des § 11 des Ortsſtatuts, betreffend die Anlage
von Hausentwäſſerungen, vom 1. Auguſt 1894 und des § 193 der
Städteordnung, wird zufolge Beſchluſſes der Stadtverordneten=
Verſammlung vom 6. März 1913 und mit Genehmigung Großh.
Miniſteriums des Innern vom 20. März 1913 nachſtehendes beſtimmt:
. Für alle an das ſtädtiſche Kanalnetz bereits angeſchloſſenen
oder ſpäter in Gemäßheit des obigen Ortsſtatuts zum Anſchluß
gelangenden Hofreiten und Grundſtucke iſt von den Eigentümern oder
Beſitzern eine Kanalbenutzungsgebühr an die Stadtkaſſe zu entrichten.
2. Als Maßſtab für die Berechnung dieſer Abgabe dienen die
Brandverſicherungskapitalien der einzelnen Hofreiten. Demgemäß
werden als Kanalbenutzungsgebühr erhoben:
Für Hofreiten mit einem Brandverſicherungskapital
unter 11000 Mk.
3 Mk. für das
Jahr=
von 11000 „ bis ausſchließlich 21000 „ 5 „ . „ „
„ 21000 „ „
31000 „ 10 „ „ „
„ 31000 „ „
41000 „
,
,,,, „
51000 „
„ 41000 „ „
, ,,
61000 „ 2.
„ 51000 „ „
,, ,,
„ 61000 „
71000 „
,, , ,
„ 71000 „ „
81000 „ 35 „ „ „
91000
„ 81000 „
40
,,
,
50
91000 „
100 000 „
,,,, ,
„ 100000 „
110000 „
,,,
110000 „
120000 „
,,,„
120000
130000
,,,
„ 130000 „
140000 „ 10
,,,
150 000 „ 12
„ 140000 „„
,,,
150 000
160000 „ 150 „ „ „
160000 „
ie
170000 „ 175 „ „ „ „
180 000
„ 170000 „
2
,
.
,,
„ 180000 „ „
190000 „ 2
, ,
„ 190000 „ „
200000 „ 250 „ „ „
„ 200000 „ „
400000 „ 350 „ „ „
600000 „ 450 „ „ „
„ 400 000 „ „
„ 600000 „ „
800000 „ 550 „ „ „
800 000
1000000 „ 650 „ „ „ „
„
75
über 1 000 000 Mk.
Für unbebaute Grundſtücke mit Kanalanſchluß bleibt beſondere
Vereinbarung vorbehalten.
3. Die Feſtſtellung der zu erhebenden Gebühr erfolgt zu Beginn
jedes Verwaltungsjahres.
4. Die Zahlung der Kanalbenutzungsgebühr hat zu Anfang
jedes Verwaltungsjahres zu erfolgen. Zur Zahlung iſt zunächſt
ver=
pflichtet, wer am 1. April des Jahres, für das die Gebühr zur
Erhebung kommt, Eigentümer oder rechtlicher Beſitzer der fraglichen
Hofreite iſt. Im Laufe eines Verwaltungsjahres eintretende Zu=
und Abgänge von Hofreiten und Aenderungen an den
Brandver=
ſicherungskapitalien haben auf die Feſtſtellung und Entrichtung der
Gebühr für das laufende Verwaltungsjahr keinen Einfluß.
5. Dieſer Tarif tritt am 1. April 1913 in Kraft.
Darmſtadt, den 25. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
(7201ds
Steinkohlenbezugs=Geſellſchaft „Friede‟.
Ein früherer Kohlenträger verſucht bei Mitgliedern, die in
letzter Zeit Kohlen erhalten haben, ohne Berechtigung den Betrag,
für Oktroi zu erheben.
Wir machen unſere Mitglieder wiederholt darauf aufmerkſam,
daß der Verein die Ausgaben für Oktroi, Fuhrlohn und das
Ab=
tragen ſelbſt trägt und Zahlungen nur an den Vereinsrechner
zu leiſten ſind.
(7271
Darmſtadt, 26. März 1913.
Der Vorſtand.
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Säuberung der Bäume, Sträucher, Hecken
von Raupenneſtern uſw.
Zufolge Verfügung Großh. Kreisamts Darmſtadt vom 7.
Ja=
nuar d. Js. bringen wir die nachſtehende Polizeiverordnung mit dem
Anfügen zur Kenntnis der Intereſſenten, daß die Viſitationen durch
das Feldſchutzperſonal, zu welchen ſich die Grundeigentümer und
Pächter einfinden wollen, am 31. ds. Mts. beginnen und zu den
fol=
jenden Terminen in den hierbei angegebenen Gemarkungsteilen
ſtatt=
finden werden:
1. Im Oberfeld am 31. März d. Js.:
a) Von vormittags 7½ Uhr an in allen von der Erbacherſtraße
bis zu den drei Brunnen rechts, ſodann in den in der
Mühl=
ſtraße, der Soder= und Darmſtraße, der Nieder=
Ramſtädter=
ſtraße und der Kiesſtraße bis zur ſeitherigen Beſſunger Grenze
liegenden Gärten und Baumſtücken.
b) Von nachmittags 1 Uhr an in dem zwiſchen der Erbacherſtraße
und der Dieburgerſtraße bis zum Wald liegenden Gemarkungsteile.
2. Im Heinheimerfeld am 1. April ds. Js.:
a) Von vormittags 7½ Uhr an in den Baumſtücken und den
Gärten zwiſchen Dieburger= und Kranichſteinerſtraße bis zur
Faſaneriemauer.
b) von nachmittags 1 Uhr an in den Baumſtücken und Gärten
zwiſchen der Kranichſteiner= und Frankurterſtraße.
3. Im Löcher= und Niederfeld am 2. April ds. Js.:
a) von vormittags 7½ Uhr an in allen von der Frankfurterſtraße
inks liegenden Gärten ꝛc., ſodann in denjenigen vor den
ſo=
genannten Main= Rhein= und Neckartoren bis zur
Arheilger=
reſp. ſeitherigen Beſſunger Grenze.
b) von nachmittags 1 Uhr an in den Hausgärten.
4. Im ſeitherigen Beſſunger Feld, und zwar:
a) Am 3. April ds. Js., von vormittags 7½ Uhr an, in den
ſüdlich der Heinrichſtraße und öſtlich der Martinſtraße, ſowie
des Martinspfads belegenen Gärten und Baumſtücken.
b) Am 4. April ds. Js., von vormittags 7½ Uhr an, in den
zwiſchen Martinspfad, Martinſtraße, Heinrichſtraße und
Heidel=
bergerſtraße belegenen Gärten und Baumſtücken
c) Am 5. April ds. Js., von vormittags 7½ Uhr an, in den
weſtlich der Heidelbergerſtraße belegenen Gärten und
Baum=
ſtücken in der Gemarkung Beſſungen.
Die Beteiligten, die ſich bis zu den angeführten Terminen der
fraglichen Arbeit nicht unterzogen haben, werden auf Grund des § 3
nachſtehender Polizeiverordnung beſtraft, und es wird die nötig
wer=
dende Säuberung der Bäume und Entfernung der Aeſte und Zweige,
ſowie das Ausſchneiden der Miſteln auf ihre Koſten verfügt
(7061im
Darmſtadt, den 22. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jaeger.
Polizei=Verordnung.
Betreffend: Säuberung der Bäume, Sträucher, Hecken von
Raupenneſtern ꝛc.
Auf Grund des Artikels 43 Abſ. 2 und 37 des
Feldſtrafgeſetz=
buches vom 13. Juli 1904, der Artikel 78 und 48, V, Nr. 2 der Kreis=
und Provinzial=Ordnung vom 12. Juni 1874 und des § 368 Nr. 2
des Reichsſtrafgeſetzbuches wird mit Zuſtimmung des Kreis=
Aus=
ſchuſſes und mit Genehmigung des Großherzoglichen Miniſteriums
des Innern vom 10. Februar 1905 zu Nr. M. d. J. III 1335 für den
Kreis Darmſtadt nachſtehendes verordnet:
1. Jeder Beſitzer eines Grundſtücks iſt gehalten, alljährlich
bis ſpäteſtens 15. März ſämtliche auf ſeinem Grundſtück befindliche
Bäume, Sträucher und Hecken von Raupenneſtern zu ſäubern und
alle mit Raupenneſtern behafteten Zweige und Aeſte in geeigneter
Weiſe zu entfernen und zu vernichten.
§ 2. Desgleichen iſt jeder Beſitzer eines Grundſtücks gehalten,
alljährlich bis ſpäteſtens 15. März, die auf den Bäumen wachſenden,
denſelben ſchädlichen Miſteln auszuſchneiden.
§ 3. Zuwiderhandlungen gegen die in § 1 und § 2 getroffenen
Anordnungen werden auf Grund des § 368 Nr. 2 des
Reichsſtraf=
geſetzbuches, bezw. des Artikels 37 des Feldſtrafgeſetzbuches mit
Geld=
ſtrafe bis zu ſechzig Mark oder mit Haft bis zu vierzehn Tagen beſtraft
Auch wird die nötig werdende Säuberung der Bäume und
Entfernung der Aeſte und Zweige, ſowie das Ausſchneiden der Miſteln
auf Koſten der Säumigen verfügt.
Darmſtadt, den 14. Februar 1905.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
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(7273
Die Einführung einer ſtädtiſchen Billetſtener.
Ich bringe hiermit den Wortlaut der Ortsſatzung für die
Erhebung einer ſtädtiſchen Billetſteuer zur öffentlichen Kenntnisnahme.
Anmelde= und Steuererhebſtelle nach § 4 der Satzung iſt das
ſtädtiſche Steuerbureau, Stadthaus, Erdgeſchoß links. Daſelbſt wird
jede Auskunft bezüglich der Billetſteuer erteilt.
Darmſtadt, den 20. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.
Ortsſtatut
für die Erhebung einer Billetſteuer.
Auf Grund des Geſetzes, die Billetſteuer betreffend, vom
21. März 1910 wird auf Beſchluß der Stadtverordneten=Verſammlung
vom 13. Februar 1913 und mit Genehmigung Großh. Miniſteriums
des Innern vom 10. März 1913 zu Nr. M. d. J. 4152 nachſtehende
Ortsſatzung erlaſſen.
§ 1.
Die im Gemarkungsbezirk der Stadt Darmſtadt ſtattfindenden
Veranſtaltungen nachbenannter Art unterliegen einer vom
Eintritts=
geld zu berechnenden Abgabe (Billetſteuer).
Es kommen in Betracht:
Theatervorſtellungen aller Art einſchließlich derjenigen in
Varietétheatern, Muſik= und Geſangsaufführungen und
Konzerte jeder Art, Kabarett=, Zirkus=, Kunſtreiter= und
kinematographiſche Vorſtellungen, Darbietungen in
Schau=
buden und Panoramen, komiſche und ſpiritiſtiſche Vorträge,
Karnevalſitzungen, Masken= und Koſtümbälle, Koſtümbaſare,
Koſtümfeſte, Wettrennen, Wettfahren, Wettrudern,
Wett=
ſchwimmen, Wettſpiele, ſowie Unternehmen ähnlicher Art.
§ 2.
Der Steuer unterliegen nicht:
Die Theatervorſtellungen im Großh. Hoftheater.
Unternehmungen der in § 1 bezeichneten Art auf Meſſen
und Märkten, ſowie bei allgemeinen Volksfeſten.
3. Veranſtaltungen der in § 1 bezeichneten Art, bei denen der
Einzeleintrittspreis weniger als 20 Pfennig beträgt.
Die Veranſtaltungen von Vereinen, die Mitgliederbeiträge
erheben, unterliegen nur inſoweit der Steuer, als ein beſonderes
Eintrittsgeld in irgend einer Form erhoben wird.
Die Steuer kann von dem Oberbürgermeiſter in
Ausnahme=
fällen erlaſſen werden, wenn ein wohltätiger oder gemeinnütziger
Zweck in Betracht kommt.
§ 3.
Die Steuer beträgt 10% des Eintrittspreiſes, mindeſtens jedoch
5 Pfennig für den Einzeleintrittspreis.
Der bei der Berechnung ſich ergebende Steuerbetrag iſt ſtets
auf einen durch fünf teilbaren Betrag nach oben abzurunden.
Unentgeltlich ausgegebene Eintrittskarten (Freikarten) ſind nur
dann von der Steuer befreit, wenn ſie als ſolche von dem
Ober=
bürgermeiſter anerkannt ſind. Sie müſſen mit dem ſtädtiſchen
Dienſt=
ſtempel und dem amtlichen Vermerk „ſteuerfrei” verſehen ſein.
Werden Ausweiſe mit Berechtigung zum Beſuch einer beſtimmten
Zahl von Veranſtaltungen (Dutzendkarten, Abonnementskarten)
aus=
gegeben, ſo unterliegt der Geſamtwert eines derartigen Ausweiſes,
ohne Rückſicht auf den jeweiligen Kaſſenpreis der Veranſtaltungen,
der Steuer.
Jede ſteuerpflichtige Veranſtaltung muß ſpäteſtens 24 Stunden
vorher bei einer von dem Oberbürgermeiſter zu beſtimmenden Stelle
(Anmeldeſtelle) angemeldet werden.
Zur Anmeldung iſt ſowohl der Veranſtalter als auch der
Beſitzer der Räume uſw., in denen die Veranſtaltungen ſtattfinden,
verpflichtet.
Bei der Anmeldung müſſen die zur Beurteilung der
Steuer=
pflicht und der Steuerhöhe erforderlichen Merkmale angegeben und
das Lokal bezeichnet werden, in welchem die Veranſtaltung ſtattfindet.
Zugleich ſind auf Grund eines doppelt auszufertigenden
Ver=
zeichniſſes (Vordrucke hierzu ſind bei der Anmeldeſtelle erhältlich)
ſämt=
liche Eintrittsausweiſe zur Abſtempelung vorzulegen. Die
Eintritts=
ausweiſe müſſen fortlaufend numeriert ſein und den Namen des
Ver=
anſtalters, den Tag der Veranſtaltung und den Preis aufgedruckt
enthalten.
Ein Anmeldeverzeichnis, mit entſprechendem Vermerk verſehen,
wird mit den abgeſtempelten Karten zurückgegeben.
Am Vormittag des auf die Veranſtaltung folgenden Werktags
iſt alsdann eine Nachweiſung der eingenommenen ſteuerpflichtigen
Eintrittsgelder, unter Angabe der Einzelpreiſe, bei der Anmeldeſtelle
einzureichen. Die nichtverkauften Eintrittsausweiſe ſind hierbei
vor=
zulegen. Die Steuer wird berechnet und iſt ſofort bei der
Anmelde=
ſtelle zu bezahlen.
Die Anmeldeſtelle kann auch verlangen, daß die Steuer bei der
Abſtempelung von Eintrittsausweiſen im voraus entrichtet wird. Die
Rückvergütung etwa zuviel erhobener Steuer erfolgt alsdann nach
Ein=
reichung und Prüfung der Abrechnung.
Bei Veranſtaltungen kleineren Umfangs oder von längerer
Dauer iſt die Feſtſetzung eines Pauſchſteuerbetrags für jede
Vor=
tellung zuläſſig. Dieſer Pauſchbetrag iſt immer im voraus zu entrichten.
Dem Oberbürgermeiſter bleibt es vorbehalten, an Stelle der
vorerwähnten Steuerberechnungsverfahren andere Maßnahmen
ein=
zuführen, insbeſondere auch zu verlangen, daß für gewiſſe
Veran=
ſtaltungen ſämtliche Eintrittsausweiſe gegen Entrichtung der
Selbſt=
koſten von der Stadt bezogen werden müſſen. Wenn die für den
ſtädtiſchen Steueranſpruch maßgebenden Anmeldungen nicht oder nur
unvollſtändig erfolgen, auch nicht durch ordnungsmäßige
Aufzeich=
nungen nachgewieſen werden, ſo iſt der Oberbürgermeiſter vorbehältlich
der Strafbeſtimmung in § 6, befugt, für jeden Veranſtaltungstag
einen Pauſchbetrag feſtzuſetzen.
§ 5.
Für den richtigen Eingang der Steuer haften die Unternehmer
der Veranſtaltungen und die Beſitzer der Räume, in denen
ſteuer=
pflichtige Veranſtaltungen ſtattfinden, als Geſamtſchuldner.
Es iſt das Recht und die Pflicht der Saalbeſitzer uſw. ſich zu
vergewiſſern, daß für die in ihren Räumen uſw. ſtattfindenden
Ver=
anſtaltungen das für die Steuereinziehung vorgeſchriebene Verfahren
beobachtet wurde.
Sämtliche Eintrittsausweiſe müſſen mit dem ſtädtiſchen
Steuer=
ſtempel verſehen ſein, auch muß eine beſcheinigte Anmeldung vorliegen.
War die Steuer als Pauſchalſumme feſtgeſetzt worden, dann genügt
die erteilte Steuerquittung als Nachweis für die Erfüllung der
Be=
timmungen dieſer Ortsſatzung.
Den mit der Kontrolle des richtigen Steuereingangs betrauten
ſtädtiſchen Beamten iſt jederzeit freier Zutritt zu allen Veranſtaltungen
zu gewähren. Auf Verlangen iſt ihnen zum Zweck der Nachprüfung
der gemachten Angaben der Einblick in die vorhandenen
Geſchäfts=
bücher, Belege und ſonſtigen Geſchäftspapiere zu geſtatten.
6.
Wer den Vorſchriften dieſer Ortsſatzung zuwiderhandelt, wird
mit Geldſtrafe bis zu 500 Mark beſtraft, ſofern nicht nach geſetzlichen
Vorſchriften eine höhere Strafe verwirkt iſt. Die hinterzogene
Ab=
gabe iſt nachzuentrichten.
Die Strafe wird nach den Vorſchriften des Geſetzes vom
20. September 1890 über die Einführung des Verwaltungsſtrafbeſcheids
bei Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften über die Erhebung
öffentlicher Abgaben und Gefälle ausgeſprochen und fließt in die
Stadtkaſſe.
Im Falle der Uneinbringlichkeit iſt die Strafe nach den
Vor=
chriften des Strafgeſetzbuches in Haft umzuwandeln.
Dieſe Satzung tritt am 1. April 1913 in Kraft.
Darmſtadt, den 20. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
(7003imd
Bekanntmachung.
Unter Hinweis auf die §§ 3, 15—27 der Verordnung vom 6. Mai 1937, den
Radfahrverkehr betreffend, ſowie unter Hinweis auf die Strafbeſtimmungen im Falle
einer Verſäumnis wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Erhebung des
Stempels für Fahrräder für das Rechnungsjahr 1913
von heute ab bis 31. März 1913 an jedem
Wochentage, vormittags von 9 bis 12 Uhr,
bei Großh. Kreisamt Darmſtadt, Neckarſtraße Nr. 3, im Erdgeſchoß, Zimmer Nr. 9,
ſtattfindet.
Wir fordern daher alle Beſitzer von Fahrrädern, welche ſie auf öffentlichen
Wegen und Plätzen benutzen, auf, die Stempelabgabe während der oben erwähnten
Zeit, unter Vorlage der Radfahrkarten, zu entrichten oder, ſofern die Vorausſetzungen
hierzu vorliegen, während derſelben Zeit (ſ. § 19 Abſ. 2 der Verordnung) Antrag au
Befreiung von der Abgabe zu ſtellen.
Anſprüche auf Befreiung ſind:
1. für die Stadt Darmſtadt bei dem zuſtändigen Polizeirevier,
2. für die Landgemeinden des Kreiſes bei der Großh. Bürgermeiſterei des
Wohnorts
vorzubringen. Befreiungs=Anträge, die nach dem 1. April 1913 geſtellt werden,
können keine Berückſichtigung mehr finden.
Darmſtadt, den 17. Februar 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Michel.
Verordnung, den Radfahrverkehr betreffend.
Vom 6. Mai 1907, §§ 3, 15—27 der Verordnung.
C. Der Radfahrer.
a) Ausweis über die Perſon des Radfahrers.
§ 3. Wenn ein Fahrrad auf öffentlichen Wegen und Plätzen benutzt werden ſoll,
hat der Beſitzer hiervon dem für ſeinen Wohnort zuſtändigen Kreisamt ſchriftlich oder
mündlich Anzeige zu erſtatten und die in Nr. 58 des Tarifes zum Urkundenſtempelgeſetz
in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907 vorgeſchriebene Stempelabgabe
für die Radfahrkarte zu entrichten.
Das Kreisamt erteilt dem Anmeldenden eine auf den Namen des Radfahrers
lautende Radfahrkarte, die nach anliegendem Muſter ausgeſtellt wird.
Der Radfahrer hat die Radfahrkarte bei ſich zu führen und auf Verlangen dem
zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
Für Perſonen unter 14 Jahren erfolgt die Ausſtellung auf Antrag des Vaters,
Vormundes oder ſonſtigen Gewalthabers
Die Radfahrkarte gilt für den Umfang des Deutſchen Reiches.
Radfahrer, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb des Deutſchen Reiches
haben, haben einen anderweiten genügenden Ausweis über ihre Perſon bei ſich zu
führen und auf Verlangen dem zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
E. Vorſchriften über die Stempelabgabe.
§ 15. Die Stempelabgabe für die Jahreskarte (§ 3, Abſ. 1), gültig vom 1. April
bis 31. März des folgenden Jahres, beträgt 5 Mark. Entſteht die Abgabepflicht in der
Zeit zwiſchen 1. Oktober und 31. März des folgenden Jahres, ſo iſt für dieſen Zeitraum
nur die Hälfte dieſes Betrages zu entrichten.
§ 16. Das Kreisamt trägt die Anmeldungen unter fortlaufenden Nummern in
ein Verzeichnis ein, erhebt die in § 15 erwähnte Abgabe und erteilt den Anmeldenden
1. eine Radfahrkarte (§ 3).
2. eine Nummerplatte, die der Nummer des Verzeichniſſes entſpricht,
§ 17. Auf der Rückſeite der Radfahrkarte ſind Stempelmarken im Betrage der
entrichteten Abgabe durch das Kreisamt aufzukleben und zu entwerten.
Bei den von der Stempelabgabe befreiten Perſonen (§ 23) erhalten die
Radfahr=
karten auf der Rückſeite den Vermerk „Stempelfrei bis 31. März 19 . .".
§ 18. Die Nummerplatte trägt auf beiden Seiten auf weißem Grund in 6 cm
hoher lateiniſcher Schrift den Anfangsbuchſtaben der Behörde, die die Radfahrkarte
ausgeſtellt hat (für das Kreisamt Dieburg Di) und dahinter in 5 cm hohen Ziffern die
Nummer der Radfahrkarte (§ 16). Die Nummern werden, je nachdem ſie von einer
Behörde der Provinz Starkenburg, Oberheſſen oder Rheinheſſen zugeteilt worden ſind
in roter, blauer oder grüner Farbe aufgetragen. Bei den für den Landbezirk eines
Kreiſes ausgegebenen Nummerplatten iſt der betreffende Buchſtabe in der Farbe der
Nummer, bei den Nummerplatten für den Stadtbezirk eines Kreiſes dagegen in
ſchwarzer Farbe ausgeführt.
Das Fahrrad muß beim Befahren öffentlicher Wege und Plätze mit der
Nummer=
platte verſehen ſein. Letztere, deren Inſchrift ſtets in lesbarem Zuſtande erhalten
wer=
den muß, iſt in der Richtung der Längsaxe des Fahrrades und nach vorn gerichtet derart
zu befeſtigen, daß die Inſchrift von beiden Seiten gut ſichtbar iſt. Die Nummerplatte
wird von der Behörde beſchafft und den Beſitzern von abgabepflichtigen Fahrrädern
unentgeltlich geliefert. Wer von der Stempelabgabe befreit iſt, hat die Koſten der
Nummerplatte zu erſetzen.
Beſitzer von ſolchen Fahrrädern, die mit Nummerplatten verſehen ſind, dürfen
zur Kontrollierung der Abgabe nicht angehalten werden.
§ 19. Die Abgabe iſt von einer und derſelben Perſon, auch bei einem Wechſel des
Fahrrades, innerhalb desſelben Jahres (1. April bis 31. März) ſtets nur einmal, und
zwar erſtmalig bei der Anmeldung des Fahrrades und ſodann alljährlich im Monat
Marz für das darauffolgende Rechnungsjahr unter Vorlage der Radfahrkarte bei dem
Kreisamt zu entrichten.
Innerhalb der gleichen Friſten haben die Perſonen, die gemäß § 23 Befreiung
von der Abgabepflicht in Anſpruch nehmen, bei dem Kreisamt entſprechenden Antrag
zu ſtellen.
§ 20. Wer den Beſitz eines anmeldepflichtigen Fahrrades im Laufe eines Jahres
aufgibt oder verliert, hat dies dem Kreisamt ſeines Wohn= oder Aufenthaltsortes
läng=
ſtens binnen einer Woche unter Vorzeigung der Karte und Rückgabe der Nummerplatte
anzuzeigen.
Wer, ohne den Beſitz aufzugeben, das Fahrrad auf öffentlichen Wegen und
Plätzen nicht mehr benutzen will, kann ſich durch Abmelden des Rades unter Rückgabe
der Nummerplatte von der weiteren Abgabepflicht befreien.
Die Abmeldung iſt in das nach § 16 zu führende Verzeichnis einzutragen und dem
Abmeldenden auf Verlangen auf der ihm erteilten Karte zu beſcheinigen.
§ 21. Verlegt der Beſitzer eines anmeldepflichtigen Fahrrades ſeinen
Wohn=
oder Aufenthaltsort in einen anderen Kreis, ſo iſt das Rad bei dem Kreisamt, das die
Radfahrkarte ausgeſtellt hat, abzumelden und bei dem für den neuen Wohn= oder
Aufenthaltsort zuſtändigen Kreisamt unter Vorlage der Radfahrkarte anzumelden; das
letztere erteilt eine neue Nummerplatte und zieht die bisher geführte Nummerplatte
behufs Rückgabe an das zuſtändige Kreisamt ein.
§ 22. Es iſt verboten, Nummerplatten eigenmächtig anzufertigen, die Inſchrift
von Nummerplatten eigenmächtig zu ändern und ſolche Nummerplatten zu führer, die
nicht von der zuſtändigen Behörde erteilt ſind.
Der Beſitzer eines mit Nummerplatte verſehenen Fahrrades darf dieſes an
andere Perſonen zur Benutzung auf öffentlichen Wegen und Plätzen nur vorübergehend
überlaſſen
F. Ausnahmen.
§ 23. Von der Stempelabgabe ſind befreit:
1. Militärperſonen und ſonſtige Perſonen, die in Dienſten des Reiches oder eines
Bundesſtaates, einer Provinz, eines Kreiſes oder einer Gemeinde ſtehen und
Fahrräder überwiegend zur Erledigung der ihnen obliegenden
Dienſt=
geſchäfte benutzen;
2. Perſonen, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zur
Arbeitsſtelle oder zur Ausübung ihres Berufes oder Gewerbes benutzen, ſofern
ihr Einkommen den Betrag von jährlich 1500 Mark nicht erreicht;
3. Schüler, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zum Beſuche
der in einer anderen Gemeinde oder mindeſtens 2½ Kilometer von der Wohnung
entfernt gelegenen Schule benutzen;
4. Perſonen, die ſich zum Kurgebrauch oder weniger als 30 Tage lang im
Groß=
herzogtum aufhalten:
5. Perſonen, die ein Fahrrad, für das die Stempelabgabe bereits entrichtet iſt,
vorübergehend benützen (§ 22, Abſ. 2).
§ 24. Wird auf Grund des § 23 eine Befreiung von der Stempelabgabe in
An=
ſpruch genommen, ſo iſt vorzulegen:
L.in den Fälln der Ziſer 1 eine Beſcheinigung der vorgeſetzten Dienſbehörde
das=
hingehend, daß das Fahrad ü benwiegend zu dienſtlichen Zwecken
verwendet wird.
2. in den Fällen der Ziffer 2 der letzte Steuerzettel und eine Beſcheinigung der
Bürgermeiſterei odi? Polizeibehörde über das Vorliegen der weiteren
Voraus=
ſetzung. Bei Bedienſteten genügt hinſichtlich des letzten Punktes eine
Beſcheinig=
ung des Arbeitgebers, die jedoch durch die Bürgermeiſterei oder Polizeibehörde
beſtätigt ſein muß;
3. in den Fällen der Ziffer 3 eine Beſcheinigung der Bürgermeiſterei oder der
Polizeibehörde oder des Klaſſenlehrers.
Ueber den Anſpruch entſcheidet, vorbehaltlich der Beſchwerde an das Miniſterium
des Innern. das Kreisamt, bei dem die Stempelabgabe zu entrichten ſein würde
Die Steuerbehörden ſind verpflichtet, den Kreisämtern auf Verlangen jede zur
Entſcheidung erforderliche Auskunft zu geben.
§ 25. Eine Verpflichtung zum Führen einer Nummerplatte und zum
Mit=
führen einer Radfahrkarte beſteht nicht für die in § 23 Ziſſer 1 genannten
Per=
ſonen, wenn:
1. dieſe bei Benutzung des Rades Uniform, Amtskleidung oder ein Amtsabzeichen
tragen. oder
2. das Rad als zu Dienſtzwecke beſtimmt von der vorgeſetzten Behörde kenntlich
gemacht iſt.
§ 26. Ob und inwieweit Ausnahmen von den in Gemäßheit des § 13 ergangenen
Vorſchriften für den dienſtlichen Radfahrverkehr der Beamten der Poſt= und
Tele=
graphenverwaltung und anderer öffentlicher Verwaltungen, ſowie der Gendarmen
zuzulaſſen ſind, beſtimmt das Miniſterium des Innern.
G. Strafbeſtimmungen.
§ 27. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften über die Entrichtung der
Stempelabgabe werden nach dem Geſetz vom 12. Auguſt 1899 über den
Urkunden=
ſtempel in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907,
Zuwiderhand=
lungen gegen die übrigen Vorſchriften dieſer Verordnung und gegen die darin
vor=
behaltenen allgemeinen oder beſonderen polizeilichen Anordnungen (§ 13) in
Gemäß=
heit des § 366 Nr. 10 des Reichsſtrafgeſetzbuches mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder
mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
Urkundenſtempelgeſetz.
Artikel 31, Abſ. 1. Die im Art. 14 Nr. 2 bezeichneten Perſonen haben, wenn ſie
den Vorſchriften bezüglich der Verpflichtung zur Entrichtung des Stempels
zuwider=
handeln, unbeſchadet ihrer Haftpflicht für den fehlenden Stempel (Art. 14), eine
Geld=
ſtrafe verwirkt, welche dem vierfachen Betrage des hinterzogenen Stempels
gleich=
kommt, mindeſtens aber drei Mark beträgt. Jede zuwiderhandelnde Perſon trifft die
ganze Strafe. Auf Beamte findet dieſe Vorſchriſt keine Anwendung.
Abſ. 3. Die Verhängung der Strafe erfolgt nach Maßgabe der Vorſchriften
des Geſetzes, die Einführung des Verwaltungsſtrafbeſcheids bei Zuwiderhandlungen
gegen die Vorſchriften über die Erhebung öffentlicher Abgaben und Gefälle betreffend,
vom 20. September 1890.
Abſ. 4. Wenn ſich aus den Umſtänden ergibt, daß eine Stempelhinterziehung
nicht hat verübt werden können oder nicht beabſichtigt worden iſt, ſo tritt ſtatt der
vorgedachten Geldſtrafe eine Ordnungsſtrafe bis zu zweihundert Mark ein.
Art. 33. Wer es, den beſtehenden Beſtimmungen zuwider, unterläßt, die nach
den Tarifnummern 10, 35, 41, 49, 50, 53. 60, 90 erforderlichen Erlaubnisſcheine und
Karten zu löſen, verfällt in die im Artikel 31 Abſ. 1 beſtimmte Strafe. Die
Vor=
chriſten des Artikels 31. Abſ. 2 bis 4 ſinden entſprechende Anwendung.
Die hinterzogene Stempelabgabe iſt von demjenigen nachzuentrichten, der im
Falle der Löſung des Erlaubnisſcheines oder der Karte zur Zahlung des Stempels
verpflichtet geweſen wäre. Die Einziehung der Abgabe erfolgt nach Maßgabe der
Vorſchriften des Artikels 26.
Unterſteht die Perſon, die nach Abſ. 2 die Stempelabgabe nachzuentrichten hat,
wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres geiſtigen oder körperlichen Zuſtandes der
Beaufſichtigung, ſo haftet für die Entrichtung der Stempelabgabe auch derjenige,
welcher kraft Geſetzes zur Führung der Aufſicht verpflichtet iſt. Die Haftbarkeit tritt
nicht ein, wenn der Aufſichtspflichtige nachweiſt, daß er ſeiner Pflicht genügt hat oder
daß die Stempelhinterziehung auch bei gehöriger Aufſichtsführung erfolgt ſein würde,
Die Beſtimmung des Abſ. 2. Satz 2 findet Anwendung.
An die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Vorſtehende Bekanntmachung empfehlen wir Ihnen wiederholt in geeignel
erſcheinender Weiſe zur Kenntnis der Intereſſenten Ihrer Gemeinde zu bringen.
Darmſtadt, den 15. Februar 1913
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(4792a
Bekanntmachung.
Der Mühlenbeſitzer Emil Bauer in Eberſtadt iſt zum Vertrauensmann des
II. Bezirks der land= und forſtwirtſchaftlichen Berufsgenoſſenſchaft an Stelle des
Mühlenbeſitzers Peter Breitwieſer in Eberſtadt ernannt worden.
Darmſtadt, den 20. März 1913.
(7227
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V. Dr. Michel.
Bekanntmachung.
Gemäß § 2 Abſatz 4 der Polizeiverordnung über das Fahren mit Hunden
vom 29. November 1911 werden die Beſitzer von Zughunden hiermit aufgefordert,
bis ſpäteſtens 1. Mai 1913 die Erlaubnisſcheine zu erneuern. Die
Erlaubnis=
ſcheine werden in der Stadt Darmſtadt von dem Großh. Polizeiamt, in den
Land=
gemeinden von der Bürgermeiſterei des Wohnſitzes des Hundebeſitzers erteilt, nachdem
das Großh. Kreisveterinäramt bezw. ein prakt. Tierarzt amtlich beſcheinigt haben, daß
das ihnen vorgeführte Hundefuhrwerk den Erforderniſſen der genannten Verordnung
genügt. Hat der betr. Hundebeſitzer im Kreis keinen Wohnſitz, ſo iſt die Erlaubnis
bei uns zu erwirken.
(7226
Darmſtadt, den 20. März 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Z. V.: Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Die nachſtehende Zuſammenſtellung bringen wir zur allgemeinen Kenntnisnahme.
Darmſtadt, den 19. März 1913.
(7015id
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppen=Uebungsplatz Darmſtadt
für die Zeit vom 27. bis 31. März 1913.
Dauer der
Die Abſperrung
Truppenteil
Abſperrung
Datum
Tag
erſtreckt ſich
von bis
500 N.
27. März Donnerstag Maſch.=Gew.=Komp. 2008
110 B 5o0 N.
Bis zum Land=
28. März Freitag
Maſch=Gew.=Komp. 1100 P.) 500 .
graben.
Samstag
29. März
Inf.=Regt. 115 u. 118 ze=V.120 M.
31. MärzMontag
An die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Inſofern in der Stammrolle für 1913 — die 1893 geborenen Leute enthaltend
inzwiſchen noch zugegangene Militärpflichtige nachgetragen worden ſind, wollen
Sie die Stammrolle ſofort einſenden, andernfalls aber Fehl=Anzeige erſtatten.
(7203
Darmſtadt, den 25. März. 1913.
Der Zinil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Aushebungsbezirks
Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
Vekanntmachung.
Die nachſtehende Polizeiverordnung über den Verkehr von Fuhrwerken und
Fahr=
zeugen im Kreiſe Darmſtadt tritt am 1. April d. Js. in Kraft.
Wir weiſen die Intereſſenten, Beſitzer von Fuhrwerken und Fahrzeugen, ſowie
vornehmlich die Führer ſolcher beſonders auf die neuen Beſtimmungen in den 88
und 3 hin. Ihre genaueſte Beachtung muß mit Rückſicht auf den ſtändig wachſenden
Ver=
lehr von Fuhrwerken und Fahrzeugen auf den Straßen im Intereſſe der
Verkehrsſicher=
heit verlangt werden.
Darmſtadt, den 25. März 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Polizei=Verordnung
über den Verkehr von Fuhrwerken und Fahrzeugen im Kreiſe Darmſtadt.
Auf Grund des Artikels 64 des Geſetzes, betreffend die innere Verwaltung und
die Vertretung der Kreiſe und der Provinzen vom 12. Juni 1874 in der Faſſung der
Bekanntmachung vom 8. Juli 1911, ſowie des § 366, Ziffer 10 des
Reichsſtrafgeſetz=
buches, wird unter Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes und mit Genehmigung Großh.
Miniſteriums des Innern vom 17. März 1913 zu Nr. M. d. J. 4674 für den Kreis
Darmſtadt Folgendes verordnet:
§ 1.
Alle auf öffentlichen Straßen verkehrende Fuhrwerke und Fahrzeuge haben
ſo=
fern die Beſchaffenheit der Straßen es geſtattet, die rechte Seite der Fahrbahn
einzu=
halten.
Die Vorſchriften über das Ausweichen werden hierdurch nicht berührt.
Beim Einbiegen in eine andere Straße iſt nach rechts in kurzer Wendung, nach
links in weitem Bogen zu fahren.
Fahrzeuge im Sinne dieſer Polizei=Verordnung ſind insbeſondere auch alle
Kraft=
fahrzeuge und alle Fahrräder, ſofern dieſe die Fahrbahn benutzen.
§ 2.
Der Führer eines Fuhrwerks oder Fahrzeugs hat ſeinen Sitz auf dem Fuhrwerk
oder Fahrzerg ſo zu wählen, daß er die Fahrbahn auch ſeitlich des Fuhrwerks oder
Fahrzeugs ſtets gut überſehen kann.
§ 3.
Während der Dunkelheit, ſowie bei ſtarkem Nebel müſſen alle auf öffentlichen
Straßen oder Plätzen befindlichen Fuhrwerke mit hellbrennenden Laternen verſehen ſein.
Der Gebrauch von Laternen mit farbigen Scheiben iſt unterſagt. Fuhrwerke, welche
nach ihrer Bauart vorzugsweiſe der Perſonenbeförderung dienen, müſſen auf der
Vor=
derſeite oben rechts und links mit Laternen verſehen ſein, die ſo eingerichtet und
an=
gebracht ſind, daß ihr Lichtſchein von Entgegenkommenden und Ueberholenden deutlich
wahrgenommen werden kann. Ausnahmsweiſe kann bei Perſonenfuhrwerken von dem
Kreisrat eine von vorerwähnter Beleuchtungsart abweichende Beleuchtung für
aus=
reichend erachtet und zugelaſſen werden.
Bei Fuhrwerken anderer Art genügt in der Regel die Anbringung einer Laterne.
Dieſe iſt an der oberen linken Seite des Fuhrwerks zu befeſtigen und nur, wenn die Art
der Ladung (Feuergefährlichkeit uſw.) die Befeſtigung am Wagen ſelbſt ausſchließt, an
der linken Seite des Zugtieres (bei 2 Zugtieren des linken Zugtieres) anzubringen.
Außer dieſer einen Laterne iſt aber in folgenden Fällen noch eine zweite zu führen:
a) wenn der Lichtſchein der einen Laterne von rückwärts nicht deutlich
wahr=
genommen werden kann;
b) wenn die Ladung von Fuhrwerken ſeitlich oder nach hinten in gefahrbringender
Weiſe hervorſteht (z. B. Langholzfuhrwerke, Möbelwagen uſw.) und zwar an
dem hervorſtehenden Teil der Ladung.
4.
Fuhrwerke müſſen im Schrittmaß fahren auf allen Strecken, für welche das
Schrittfahren durch Lokalpolizei=Verordnung und durch öffentlichen Anſchlag
angeord=
net iſt.
§ 5
Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften dieſer Polizei=Verordnung werden
mit Geldſtrafe bis zu 60) Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
§ 6.
Dieſe Polizei=Verordnung tritt am 1. April 1913 in Kraft. In Kraft bleibt neben
den vorſtehenden Beſtimmungen die Polizei=Verordnung, betreffend den Verkehr von
Fuhrwerken in der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt, vom 20. Februar 1904
Mit Wirkung vom 1. April 1913 treten außer Kraft:
1. die Lokalpolizei=Verordnung, betreffend Vorkehrungen gegen Beſchädigung
durch Fuhrwerke zur Nachtzeit, vom 5. Februar 1875;
2. die Polizei=Verordnung vom 19. Juni 1890, betreffend Sicherung des Verkehrs
auf der Landſtraße
3. die Polizei=Verordnung vom 12. Juni 1893, betreffend die Verwendung rot
und grün leuchtender Laternen an Straßenfuhrwerken.
Darmſtadt, den 25. März 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Der Verein für Luftfahrt, e. V., in Gießen beabſichtigt mit dem in der Zeit
vom 10.—19. Mai ds. Js. ſtattfindenden dritten Zuverläſſigkeitsflug am Oberrhein
eine Geldlotterie zu verbinden.
Großh. Miniſterium des Innern hat die nachgeſuchte Erlaubnis zur
Veran=
ſtaltung dieſer Verloſung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 50000 Loſe zu 1 Mk.
das Stück ausgegeben werden dürfen und der Wert der Geldgewinne im ganzen
mindeſtens 50 pCt. des Bruttoerlöſes nach Abzug der Reichsſtempelabgabe aus dem
Verkauf der Loſe betragen muß. Der Vertrieb der Loſe im Großherzogtum iſt geſtattet.
Der Odenwälder Reiterverein, e. V., in Erbach i. O. beabſichtigt mit dem am
21. Juli ds. Js. gelegentlich des Eulbacher Marktes zu Erbach ſtattfindenden
Pferde=
rennen eine Sachlotterie zu verbinden.
Großh. Miniſterium des Innern hat die nachgeſuchte Erlaubnis zur
Veran=
ſtaltung dieſer Verloſung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 5000 Loſe zu 1 Mk.
das Stück ausgegeben werden dürfen und mindeſtens 60 pCt. des nach Abzug der
Reichsſtempelabgabe verbleibenden Bruttoerlöſes aus dem Verkaufe der Loſe zum
An=
kauf von Gewinngegenſtänden zu verwenden ſind. Der Vertrieb der Loſe in der
(7063
Provinz Starkenburg iſt geſtattet.
Bekanntmachung.
Betreffend: Das Muſterungs=Geſchäft im Kreiſe Darmſtadt im Jahre 1913.
Für den Kreis Darmſtadt wird das Muſterungs=Geſchäft vom 26. März bis
12. April lfd. Js. im Hauſe der Turngemeinde, Woogsplatz 5 dahier, vorgenommen
werden.
Die Muſterung findet in ſolgender Weiſe ſat
Mittwoch, den 26. März: der ſämtlichen Militärpflichtigen 1. aus der Stadt
Darmſtadt, deren Namen mit A bis C beginnen, 2. der Gemeinde Nieder=
Beerbach.
Donnerstag, den 27. März: desgleichen 1. der Stadt Darmſtadt, Buchſtaben D
bis F, 2. Gemeinde Braunshardt, 3. Gemeinde Schneppenhauſen.
Freitag, den 28. März: desgleichen Stadt Darmſtadt, Buchſtaben G und H.
Samstag, den 29. März: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben J und K,
2. Gemeinde Hahn.
Montag, den 31. März: desgleichen Stadt Darmſtadt, Buchſtaben L. bis N.
Dienstag, den 1. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben O bis R,
2. Gemeinde Nieder=Ramſtadt mit Waſchenbach.
Mittwoch, den 2. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtabe 8, jedoch
nur die in den Jahren 1891 und 1892 geborenen Militärpflichtigen,
2. Gemeinde Erzhauſen.
Donnerstag, den 3. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtabe S, die
im Jahre 1893 geborenen Militärpflichtigen, 2. Gemeinde Meſſel,
3. Gemeinde Wixhauſen.
Freitag, den 4. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben I bis V,
2. Gemeinde Eich, 3. Gemeinde Roßdorf, 4. Gemeinde Weiterſtadt.
Samstag, den 5. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben W bis Z,
2. Gemeinde Gräfenhauſen, 3. Gemeinde Malchen.
Montag, den 7. April: desgleichen Gemeinde Arheilgen.
Dienstag, den 8. April: desgleichen 1. Gemeinde Eberſtadt, 2. Gemeinde
Eſchollbrücken.
Mittwoch, den 9. April: desgleichen Gemeinde Griesheim.
Donnerstag, den 10. April: desgleichen 1. Gemeinde Ober=Ramſtadt, 2.
Ge=
meinde Traiſa.
Freitag, den 11. April: desgleichen Gemeinde Pfungſtadt.
Sämtliche Militärpflichtige, welche im Jahre 1893 geboren und im Kreiſe
Darmſtadt geſtellungspflichtig ſind, die Ueberzähligen (dienſttaugliche Leute aus
früheren Jahren, welche infolge hoher Losnummer nicht eingeſtellt worden ſind und
über die noch nicht definitiv entſchieden iſt, die alſo keine andere Militär=Legitimation
haben, als ihre Loſungs= und Geſtellungsſcheine), ſowie die Zurückgeſtellten aus
früheren Jahren (im Jahre 1891 und 1892 Geborene) werden hiermit aufgefordert,
ſich an den vorbezeichneten Tagen jedesmal pünktlich 7¼ Uhr vormittags zur
Muſterung einzufinden.
Die Militärpflichtigen aus früheren Jahren haben ihre Loſungsſcheine, ſofern
dieſelben nicht ſchon bei der Anmeldung zur Stammrolle abgegeben worden ſind, bei
der Muſterung vorzulegen, damit ſie ergänzt und berichtigt werden können.
Auch werden unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 3. Januar l. Js.
(Amtsverkündigungs=Blatt Nr. 5 von 1913) die im Jahre 1893 geborenen, im Beſitz
des Berechtigungsſcheines zum einjährig=freiwilligen Dienſt befindlichen
Militär=
pflichtigen, welche bis jetzt ihre Zurückſtellung vom Militärdienſt noch nicht
bean=
tragt haben, wiederholt aufgefordert, dies alsbald und ſpäteſtens im
Muſterungs=
termin zu tun.
Samstag, den 12. April findet die Loſung ſtatt, und zwar von vormittags
8 Uhr ab für die Militärpflichtigen aus der Stadt Darmſtadt, von 10 Uhr ab für
die Militärpflichtigen aus den Landgemeinden.
Von der perſönlichen Geſtellung vor der Erſatz=Kommiſſion ſind nur entbunden:
1. Diejenigen im Beſitz des Berechtigungsſcheins zum einjährig=freiwilligen
Dienſt befindlichen Leute, welche vorſchriftsmäßig ihre Zurückſtellung bei
der Erſatz=Kommiſſion beantragt haben.
2. Diejenigen, welche ſich als Freiwillige bei einem Truppenteil gemeldet und
Annahmeſchein für die Einſtellung im Herbſt I. Js. erhalten haben.
3. Diejenigen, welche wegen ihres Geſundheitszuſtandes, z. B. Blödſinn,
Ver=
krüppelung ꝛc. nicht perſönlich ſich ſtellen können, was durch ein ärztliches
Zeugnis und eine Beſcheinigung der betreffenden Bürgermeiſterei beſtätigt
ſein muß.
Wer an Epilepſie zu leiden behauptet, hat auf eigene Koſten drei
glaubhafte Zeugen hierfür zu ſtellen oder ein Zeugnis eines beamteten
Arztes beizubringen.
Die Militärpflichtigen, welche ohne genügenden Entſchuldigungsgrund ſich zur
Muſterung nicht ſtellen oder nicht pünktlich zu derſelben erſcheinen, haben die Nachteile
zu erwarten, welche für dieſen Fall in der Wehrordnung feſtgeſetzt ſind. Dieſelben
ver=
lieren unter Umſtänden die Berechtigung, an der Loſung teilzunehmen, ſowie die aus
Reklamationsgründen erwachſenen Anſprüche und werden, neben Verurteilung in eine
Geldſtrafe bis zu 30 Mark oder 3 Tagen Gefängnisſtrafe, vorweg zum Militärdienſt
herangezogen.
Das perſönliche Erſcheinen bei der Loſung bleibt den Militärpflichtigen überlaſſen.
Bezüglich der Geſuche um Zurückſtellung und Befreiung vom Militärdienſt
in Berückſichtigung häuslicher, gewerblicher und Familienverhältniſſe ꝛc. wird auf
die §§ 32 u. 33 der Wehrordnung vom 22. November 1888 (Reg.=Bl. Nr. 68 von 1901),
das Reglement vom 12. Mai 1868 (Reg.=Bl. Nr. 26 von 1868) und die diesſeitige
Bekannt=
machung vom 5. Februar l. Js. (Amtsverkündigungs=Blatt Nr. 16) mit dem Anfügen
aufmerkſam gemacht, daß diejenigen Perſonen, zu deren Gunſten wegen Arbeits= und
Aufſichtsunfähigkeit die Zurückſtellung eines Militärpflichtigen in Anſpruch genommen
wird (Eltern und Geſchwiſter ꝛc. derſelben), vor der Erſatz=Kommiſſion an dem Tage
zu erſcheinen haben, an welchem die Muſterung der betreffenden Militärpflichtigen
ſtatt=
findet. Die Geſuche ſind alsbald, ſoweit noch nicht geſchehen, bei den Großherzoglichen
Bürgermeiſtereien vorzubringen.
Ebenſo haben diejenigen Reklamanten, deren Söhne 1911 und 1912 wegen
häus=
licher ꝛc. Verhältniſſe zurückgeſtellt worden ſind, inſofern ſie eine weitere Zurückſtellung
bezw. die Befreiung vom Militärdienſt für die Friedenszeit glauben in Anſpruch
nehmen zu können, ihre Geſuche bei den Großherzoglichen Bürgermeiſtereien zu erneuern
und mit ihren Söhnen vor der Erſatzkommiſſion zu erſcheinen, gegenfalls die
Reklama=
tionen unberückſichtigt bleiben.
Ferner wird darauf hingewieſen, daß ſpätere Geſuche um Zuweiſung zu einem
anderen Truppenteil unberückſichtigt bleiben; denen, die beſondere Wünſche für einen
Truppenteil oder Standort haben, wird empfohlen, ſich rechtzeitig zum freiwilligen
Dienſt zu melden.
Zugleich wird bekannt gemacht, daß über etwaige von Reſerve= und
Landwehr=
mannſchaften, ſowie Erſatz=Reſerviſten eingereichten Geſuche um Zurückſtellung wegen
häuslicher, gewerblicher oder Familienverhältniſſe an den Tagen verhandelt wird, an
welchen die Muſterung der betreffenden Ortsangehörigen angeſetzt iſt.
Darmſtadt, am 6. März 1913.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
(5767a
Dr. Reinhart Reg.=Rat.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 lila Kinderportemonnaie mit Inhalt. 1
evan=
geliſches Militärgeſangbuch. 1 Taſchentuch mit grünlichem Rand und
dem Zeichen O. 1 gelbes rundes Medaillon mit Kettchen. 1 goldener
Damenring mit rotem Stein. 1 Brille. 1 graues Damen=Jackett.
1 goldene Damenuhr mit ſilberner Kette.
(7202
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Dachshund, 1 Dobermann. 1 Dachshund, 1 Boxer
(zugelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern bei dem
5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht
ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um
10 Uhr, ſtatt.
(7216
Vergebung von Bauarbeiten.
Die zur Erbauung eines 14klaſſigen Schulhauſes in
Ar=
heilgen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, wie Erd=, Maurer=,
Steinhauer=, Beton=, Terrazzo=, Zimmer=, Grobſchloſſer=,
Spengler=
arbeiten, die Trägerlieferung, Anſtrich derſelben und Blitzableiter
anlage ſollen durch öffentlichen Wettbewerb vergeben werden.
Pläne und Arbeitsbeſchreibungen liegen vom 1. bis 3. April,
vormittags, in den Dienſträumen der Großh. Bürgermeiſterei Arheilgen,
an den übrigen Tagen in den Dienſträumen des Großh.
Kreisbau=
inſpektors, Neckarſtraße 3, Darmſtadt, Zimmer 2, offen. Angebots
formulare werden zum Selbſtkoſtenpreis an beiden Stellen abgegeben.
Angebote mit entſprechender Aufſchrift ſind bis ſpäteſtens
Samstag, den 19. April I. Js., vormittags 10 Uhr,
bei Großh. Bürgermeiſterei Arheilgen abzugeben, woſelbſt die
Eröff=
nung in Gegenwart etwa erſchienener Bieter erfolgt.
Darmſtadt, den 25. März 1913.
(7197ds
Der Großh. Kreisbauinſpektor.
Kaualbenutzungsgebühren.
Das Hebregiſter über die für das
Verwaltungsjahr 1913 zur
Er=
hebung kommenden
Kanalbenutz=
ungsgebühren liegt in der Zeit
vom 27. März bis 10. April d. J.
während der Dienſtſtunden auf
dem Geſchäftszimmer der
Stadt=
kaſſe (Grafenſtraße 28) zur
Ein=
ſicht der Zahlungspflichtigen offen.
Etwaige Einwendungen ſind
innerhalb der gleichen Friſt, bei
Meidung des Ausſchluſſes,
münd=
lich oder ſchriftlich bei der genannten
Stelle vorzubringen.
(7200df
Darmſtadt, 25. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Ekert.
(I1
Steewel Reterd u. lacaf-
G
Behrolbmaschmon
auch leihweiſe (6413a
August Engel, Schuchardſtr. 8.
Zu verkaufen: Sofa
Achtung: Büfett, 2 groß
Waſchbütten, 1 gr. Vogelkäfi,
m. V., Wandſpiegel u. Verſchied
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Das Stärkſte.
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(Nachdruck verboten.)
12)
Brauchen wir überhaupt das Krankenhaus, Mutter?
preßte Signe heraus. Ich hatte nur an uns gedacht.
Unſer Haus iſt doch groß, und ich würde die Kranke
Na aber, Kind! ſchrie Frau Sörenſen ganz entſetzt auf.
Das wäre ja! Solch fremde Perſon ins Haus!
Hoha, Signe, das wäre, hoha! Herr Johannes blies
die Backen auf, als wäre er ein Poſaunenengel.
Signe war es ganz wirr im Kopf von dem vielen und
lauten Gerede. Hilfeſuchend ſah ſie auf ihre Mutter.
Die nickte ihr freundlich zu. Wenn’s nicht anders geht,
gewiß, liebes Kind. Unſer Haus ſteht immer offen, wenn
das Elend an ſeine Tür pocht. Aber in dieſem Falle tritt
zunächſt die öffentliche Krankenpflege und Fürſorge in
ihr Recht. Und Sie veranlaſſen wohl nun das
Erforder=
liche, Herr Bürgermeiſter?
Wenn’s nötig iſt, gewiß, Frau Bruns.
Es iſt dringend nötig, erklärte Signe mit hartem Klang
in der Stimme. Sie war tief enttäuſcht, daß es anders
kommen ſollte, als ſie ſich gedacht.
Nun, dann ſollen Rackelmann und noch einer gleich
mit dem Krankenkorbe ’raus, verſprach der Stadtgewaltige,
plötzlich ganz Entgegenkommen in Haltung und Stimme.
Aber ſein ganzes Innere war grollende Empörung, daß
ihm dieſe Signe Scherereien machte.
Sie kam exploſiv zum Ausdruck, als Frau Bruns und
Signe ſich verabſchiedet und kaum die Haustür hinter ſich
geſchloſſen hatten.
Hoha! ſtieß er hervor, mit ſeiner langen Pfeife wüſt
durch die Luft fahrend. Hoha! Solch einer gemeinen Kande
ſtreicherperſon wegen dieſes Lamento anzuſtellen! Einem
das Leben ſauer zu machen und der Stadt Laſten
aufzu=
bürden! Wenn man’s nicht der Brunſen wegen täte, hoha,
man würde ſich hüten. Ja hüten!
Natürlich, ſehr hüten! bekräftigte Frau Malwine mit
Nachdruck. Aber nun rege Dich um Gottes willen nicht
auf. Du weißt, Dein Herz verträgt das nicht. Deine
Ner=
ven ſind auch nicht feſt. Du kriegſt einen Anfall wie
da=
mals, als ſie Dir die Zulage nicht bewilligten.
Johannes Sörenſen fuhr wild auf. Hoha, Zulage!
Das laß, Malwine. . . . Und der Rackelmann ſoll raus
und erſt recherchieren. Schließlich iſt die Perſon ſchon über
alle Berge. Mit dem Krankenkorbe hat’s nachher noch Zeit.
So geſchah’s. Gegen zwei Uhr kam Rackelmann
zu=
rück, ſehr behäbig und gemächlich.
Na, Rackelmann, was iſt los?
Melde gehorſamſt, rapportierte der Ratsdiener mit
ſeiner ſchwammigen Stimme, daß Kranke dort. Eile nötig.
Das Fräulein Bruns iſt auch da. Es meint, wir ſollen
uns ſputen, und es wäre unverantwortlich, daß —
Hoha, Unverſchämtheit das! fuhr Herr Johannes
da=
zwiſchen.
Daß noch nichts geſchehen, beendete Rackelmann nach
dem Einwurf unbeirrt.
Der Herr Bürgermeiſter redete noch ein Langes und
Breites von der Arbeit, die er mit der ganzen verfl .
Sache habe, und von dem Aerger, den ſie ihm mache. Und
ſein Sohn habe recht: Man hätte ſich mit dieſer
Vaganten=
bagage überhaupt nicht abgeben ſollen. Darauf wurde
Rackelmann huldvollſt entlaſſen.
Es war ſchon gegen die erſte matte Dämmerung des
Oktoberabends hin, der mit dunklen Wolken und einem
kalten Wehen kam, als der Krankenkorb durch die Straßen
getragen wurde.
Und ein Stück hinter ihm folgte Signe, traurig und
ihres Sinnens nicht mehr Herr. Das war wie ausgelöſcht.
Und als ſie ſich am Markte trennen mußte und mit
ge=
ſenktem Kopf allein weiterging, grübelte ſie um ſonſt über
eines verworrenen Rätſels Löſung.
Und das Rätſel blieb in all ſeiner Verworrenheit und
Wunderlichkeit.
Signe mühte ſich verzweifelt, von dem unerklärlichen
Dunkel frei zu kommen, es einfach abzuſchütteln, wie man
Staub von den Füßen entfernt. Sie wollte wieder die
alte Frohgeſinnte, die Leichtgeſtimmte ſein. Und unendlich
traurig war es ihr zu Sinn, daß ſie es nicht vermochte.
Sie verbrachte eine unruhige, faſt ſchlafloſe Nacht, in
der ſie dem Toben und Wüten eines wilden Herbſtſturmes
mit bangem Ohr lauſchte. Es war ihr, als irre ein
Kla=
gen um das Haus, aus dem es verſchwommen wie das
Rufen ihres Namens kam, und wenn der wüſte Wanderer
im Nachtmantel mit beſonderer Wucht an den Türen
rüt=
telte und an den Fenſtern hob, dann fuhr ſie in erſchrockener
Haſt hoch, weil es ſie deuchte, als begehre jemand Einlaß,
den niemand auf der Welt mochte, den jeder verſtieß.
Und immer, im verängſteten Wachſein und im wirren
Halbſchlummer, glaubte ſie ein Geſicht über ſich gebeugt,
das die Züge der Fremden trug.
Dieſes Geſicht! Sie kam nicht los von ihm. Erſt als
ſie gegen Morgen den gewiſſen Vorſatz faßte: Ich will
gleich in der Frühe nach dem Krankenhaus gehen, ließ das
zwingende Erinnern von ihr ab.
Ein feiner, ſprühender Regen fiel, als ſie ſich gegen
neun Uhr hin auf den Weg machte, von niemand im Hauſe
geſehen. Dieſes heimliche Tun laſtete auf ihr wie ein
dumpfer Druck. Aber trotzdem hatte ſie ein offenes Wort
geſcheut. Schon geſtern war man mit ihr nicht zufrieden
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zweiten Mal bei der Fremden geweſen. Sie übertreibe,
gehe in ihrem Mitleid zu weit und erwerbe ſich damit
höchſtens ein verwundertes Kopfſchütteln der Leute. Und
Henning, der ſonſt immer ihre Partei genommen, hatte
kein Wort zu ihrer Verteidigung geſagt, ſondern ſie nur
groß und fragend angeſehen, wie es ihr vorgekommen:
vor=
wurfvoll und ſtrafend. Und die Mutter? Nun ja: ſie
hatte ihr freundlich zugenickt, als wenn ſie ſagen gewollt:
Laß nur, ich weiß, Dein gutes Herz treibt Dich. Aber es
war doch nicht der alte Blick geweſen. Etwas Fremdes,
Aengſtliches hatte wie ein verdunkelnder Schleier über den
guten Augen gelegen.
Vielleicht hätte man ſie heute überhaupt
zurückgehal=
ten, wenn ſie von ihrem Vorhaben geſprochen. Und nur
das nicht! Nein, nur das nicht! Sie mußte hinaus. Es
trieb und zog mit unwiderſtehlicher Gewalt.
Schwer und trübe hockte der junge Tag in den Straßen
und ſah dem lautloſen Blätterfall im toten Regengerinnſel
wie einer Unabänderlichkeit teilnahmslos zu. Signe ging
ſchnell, als fürchte ſie ein Zurückholen, und zeigte ein
ernſtes Geſicht, das über Nacht um Jahre gereift ſchien.
Der Weg war weit. Draußen vor der Stadt lag das
Krankenhaus. Wie ein ſtilles Frohſein kam es über ſie,
als ſie endlich vor dem einfachen Backſteinbau ſtand und die
Klingel zog. . . . .
Ja, das iſt leider unmöglich. Wir dürfen außerhalb
der feſtgeſetzten Beſuchszeit niemand annehmen . . . . Sie
meinen, eine Ausnahme machen? Bedauere, nein!
Die energiſch ſprechende Schweſter mit den etwas
har=
ten, ſcharfgeſchnittenen Zügen wollten nach dieſem
Be=
ſcheide ſchon die Tür ſchließen, als Signe, ganz und gar
enttäuſcht und traurig, noch eine Erkundigung an ſie
rich=
tete, die das Befinden der Fremden anging.
Die Gefrage überlegte kurz. Ja, alſo, die erſt geſtern
abend eingelieferte Kranke, Zimmer 15? Nun, nicht gut.
ic ſeit in Feireche Meſaneie nenmeine
Nervenfieber. Dazu ein völlig entkräfteter Körper,
Wird Hoffnung ſein? bebte es über Signes Lippen.
Ein ſtummes Heben der Schultern war die einzige
Antwort. Und dann ſehr kühl und gemeſſen: Alſo, um
3 Uhr nachmittags, bitte, falls Sie noch einmal
vorſpre=
chen wollen. Ob ein Beſuch jedoch dann möglich ſein
wird, kann ich Ihnen nicht ſagen. Ein kurzes Nicken noch,
dann ſchloß ſich die Tür.
Signe ſtand wie betäubt. Es vergingen Sekunden,
ehe ſie ſich zum Gehen wandte. Im alten, müden
Re=
gengrau wanderte ſie heim, ganz langſam und traurig.
Die fragenden Augen der Mutter empfingen ſie.
Ein=
fach die Unwahrheit zu ſagen, war ihr nicht möglich. Frau
Bruns ſchüttelte den Kopf. Bei dieſem Wetter, Kind!
Und nicht einmal ein Wort zu ſagen!
Weiter nichts. Signe ſtand bleich und mit geſenktem
Kopf. Sei mir nicht böſe, liebſte Mutter, preßte ſie
end=
lich mühſam hervor. Ich konnte nicht anders. Und dann,
nach einem kurzen, bedrückenden Schweigen zwiſchen ihnen,
das impulſive Hinzutreten und Umfaſſen: Mutter, liebſte
Mutter!
Frau Bruns war tief erſchrocken. Kind, mein Kind,
was iſt Dir? Beruhige Dich doch! Und ſprich und ſage
mir, was Dich bedrückt.
Ich weiß es nicht, ſtieß Signe ſchluchzend heraus.
Es iſt wie eine große Angſt in mir, wie eine entſetzliche
Unruhe, ich fürchte mich vor den nächſten Tagen, ich möchte
fort und weiß nicht wohin. Oh, hilf mir doch, meine
Mutter!
Das letzte klang wie ein Schrei. Frau Bruns war
bis in ihr Innerſtes erſchüttert und ſtreichelte das Haar
Signes in ratloſer Verwirrung. Keine Erwiderung
ir=
gendwelcher Art, nicht einmal ein freundliches Wort der
Beruhigung kam über ihre Lippen. Es lag wie eine
preſ=
ſende Hand auf ihrem Munde, wie ein würgendes Zu=
(annenſichet den ihre Rehie uind aus der ſenten,
dunkelſten, ſeit Jahren und vielen nicht mehr geöffneten
Kammer ihrer Seele kroch auf tauſend Füßen eine
ahnende Angſt, die Fragen über Fragen in den dunklen,
unergründlichen Augen trug, daß Frau Barbaras Herz in
wilden Schlägen hämmerte.
Konnte das ſein, was ſie dieſe ahnende Angſt
ver=
muten ließ? War es möglich, daß Signe ihre . . .
O Gott, es war nicht auszudenken!
Mit einem harten Ruck machte ſie ſich von der über
ſie dahinflutenden Verwirrung frei und gewann das
Vermögen, ruhig ſprechen zu können, mit ſtarker Energie
zurück.
Helfen, Kind? Oh, ſo gern. Nur ſage mir, wie ich
Dir helfen ſoll. Und danach ſprach ſie viel, haſtig, redete
von Krankſein und ſeeliſcher Mißſtimmung und
heim=
lichen Sorgen und fragte und fragte immer wieder, ob es
dies oder jenes ſei.
Ich weiß es ja nicht, ich kann Dir nichts ſagen. Ich
fühle nur, daß etwas über mir wie ein dunkles Geſchick
ſchwebt. Es iſt mir, als müſſe jeden Augenblick etwas
auf mich herabſtürzen, das mich vernichtet, zermalmt. Und
wie ſchutzſuchend preßte ſie ſich an die ratloſe Frau.
Sie wußte ihr ſchließlich nichts Beſſeres zu ſagen,
als ein tröſtendes: Beruhige Dich! Und dann, als Signe
wirklich gefaßter ſchien: Wir ſprechen nachher mehr
dar=
über. . . .
Worüber nur? . . . . Frau Bruns ging dieſer Frage
in grübelnder Unentſchloſſenheit nicht lange nach. Schon
die nächſte Viertelſtunde gab ſie ihrer alten ruhigen Stärke
wieder und wies ihr den einzigen möglichen Weg,
um aus quälender Ungewißheit herauszukommen: ſie
mußte die fremde Frau im Krankenhauſe aufſuchen und
mit ihr ſprechen.
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Der Arbeitsmarkt im Monat Februar.
L Die Lage des gewerblichen Arbeitsmarktes im
Februar 1913 weiſt gegenüber dem Vormonat eine
Beſſer=
ung auf, die aber hinter der ſtets um dieſe Jahreszeit
eintretenden Verbeſſerung und insbeſondere hinter der im
Vorjahre eingetretenen zurückzubleiben ſcheint.
Die Mehrzahl der aus der Induſtrie vorliegenden
Be=
richte bezeichnen den Geſchäftsgang als zufriedenſtellend.
Die Arbeiterzahl der hierüber berichtenden Firmen hat
um 5,56 v. H. gegen das Vorjahr zugenommen. Der
Steinkohlenbergbau im Ruhrgebiet. in Ober=
und Niederſchleſien war in reger Beſchäftigung. Dagegen
waren im Braunkohlenbergbau Mitteldeutſchlands und
der Niederlauſitz die Bergwerke zwar in voller
Beſchäftig=
ung, litten jedoch unter Rückgang des Abſatzes infolge
des anhaltend warmen Wetters Die Roheiſenerzeugung
erfuhr eine kleine Verſchlechterung gegen den Vormonat.
Die Eiſen=, Maſchinen=, elektriſche und chemiſche
In=
duſtrie waren im allgemeinen gut beſchäftigt, klagten
jedoch über ein Nachlaſſen im Eingang von Aufträgen.
Die Textil= und die Papierinduſtrie hatten im
allgemei=
nen mittelmäßige Beſchäftigung und es machte ſich auch
bei ihnen ein Rückgang der Aufträge bemerkbar. Das
Baugewerbe lag vollſtändig danieder.
Die Zahl der bei den berichtenden
Kranken=
käſſen am 1. März in Beſchäftigung ſtehenden
Mitglie=
der war um 29 211 größer als am 1. Februar. An dieſer
Zunahme war das männliche Geſchlecht mit 17996 und
das weibliche Geſchlecht mit 11215 Perſonen beteiligt.
Die Steigerung, die im Februar regelmäßig den im
Laufe des Januar eintretenden Rückgang ablöſt, war im
Februar des Vorjahres mit einem Mehr von 87669
(* 77244 männlichen, — 10 425 weiblichen Mitgliedern)
weſentlich höher als im letzten Berichtsmonat. Die
männ=
lichen Mitglieder haben alſo in dieſem Jahre viel
weni=
ger, die weiblichen dagegen noch etwas mehr
zugenom=
men. Die ſtarke Erhöhung an weiblichen Mitgliedern
ent=
fällt in der Hauptſache auf die Ortskrankenkaſſen,
wäh=
rend bei den Betriebskrankenkaſſen ſogar eine Abnahme
der weiblichen Perſonen ſtattgefunden hat.
Ueber die Arbeitsloſigkeit im Februar d. J.
liegen Berichte von 49 Fachverbänden mit 2042806
Mit=
gliedern vor. Von dieſen waren im Berichtsmonat
2,9 v. H. gegen 3,2 v. H. im Januar 1913 und 2,6 v. H.
im Februar 1912 arbeitslos. Bei den berichtenden
Ar=
beitsnachweiſen entfielen im Februar 1913 auf je
100 offene Stellen bei den männlichen Perſonen 190
Ar=
beitſuchende gegen 191 im Vormonat und 178 im gleichen
Monat des Vorjahres; bei den weiblichen Perſonen waren
die entſprechenden Zahlen 91, 98 und 88. Danach hat ſich
bei beiden Geſchlechtern der Andrang der
Arbeitſuchen=
den gegenüber Januar ein wenig vermindert, er iſt aber
noch beträchtlich größer als im vorjährigen Februar. Im
Februar pflegt ſtets eine Entlaſtung des Arbeitsmarktes
einzutreten. Der Arbeitsmarkt in Berlin und in der
Pro=
vinz Brandenburg weiſt gegenüber dem Vormonat eine
kleine Verbeſſerung auf. In Schleswig=Holſtein, Lübeck
und Hamburg war die Geſamtlage in Anbetracht der
Jahreszeit nicht ungünſtig. Aus Rheinland und
Weſt=
falen konnte über eine weitere Beſſerung des
Arbeits=
marktes berichtet werden. In Heſſen, Heſſen=Naſſau und
Waldeck war die Beſchäftigung im allgemeinen
zufrieden=
ſtellend. In Bayern und Württemberg hat ſich die
allge=
meine Lage des Arbeitsmarktes gegen den Vormonat
wenig verſchoben doch konnte in einer Reihe von
Ge=
werben eine Beſſerung feſtgeſtellt werden. In Baden
war entſprechend der Jahreszeit die allgemeine
Geſchäfts=
lage recht zufriedenſtellend. Die Vermittelung
landwirt=
ſchaftlicher und induſtrieller Wanderarbeiter hat gegenüber
dem Vormonat zugenommen.
Die Einahme aus dem Güterverkehr
deut=
ſcher Eiſenbahnen ausſchließlich Bayerns betrug
im Februar 1913: 164070 452 Mark, das ſind 459 348 Mark
weniger als im Vormonat, dagegen 6805341 Mark mehr
als im gleichen Monat des Vorjahres. Die
Mehrein=
nahme gegenüber dem Vorjahr beziffert ſich auf 96 Mark
oder 3,23 v. H. auf 1 Kilometer.
Im reinen Warenverkehre des Spezialhandels,
der die Ein= und Ausfuhr in den und aus dem freien
Verkehre, ſowie zur und nach der Veredelung auf
inlän=
diſche Rechnung umfaßt, hat im Monat Februar 1913 die
Einfuhr in das Deutſche Reich nach den vorläufigen
Feſt=
ſtellungen einen Wert von 860,69 Millionen Mark, die
Ausfuhr einen Wert von 837,21 Millionen Mark gegen
826.63 Millionen Mark und 698,63 Millionen Mark in der
entſprechenden Zeit des Vorjahres.
Luftfahrt.
sr. Ein Preis von 100000 Kronen für
einen Aeroplanrundflug durch Oeſterreich
wurde dem k. k. Oeſterreichiſchen Aeroklub und dem k. k.
Oeſterreichiſchen flugtechniſchen Verein von der Firma
Georg Schicht, A.=G., zur Verfügung geſtellt. Der
Wett=
bewerb wird vorausſichtlich im September dieſes Jahres
zum Austrag gelangen, und zwar in Geſtalt eines
Etappenfluges. Als Station kommt Wien, als Start und
Ziel Brünn, Prag und Peſt in Frage.
Sport, Spiel und Turnen.
sr. Eine 100000 Mark=Spende für das Leipziger
Turnfeſt. Für das 12. Deutſche Turnfeſt haben Rat und
Stadtverordnete der Stadt Leipzig 100000 Mark
bewil=
ligt, die dem Hauptausſchuß ſchon jetzt, je nach Bedarf,
vorſchußweiſe zur Verfügung geſtellt wurden. Von
die=
ſen 100000 Mark wurde die eine Hälfte als Feſtbeitrag
und die andere zur Deckung eines etwaigen
Fehlbetra=
ges bewilligt.
sr. Die Radfernfahrt Rund durch Weſtdeutſchland,
die am Oſtermontag auf der 250,9 Kilometer langen Strecke
Betzdorf a. d. Sieg, Siegen, Lope, Siegburg, Köln, Bonn,
Neuwied, Sayn, Altenkirchen, Wiſſen, Betzdorf a. d. Sieg
ausgefahren wurde, ſah keinen der Favoriten in Front
Nachdem ſich bis Köln noch eine 38köpfige Spitzengruppe
beiſammen gehalten hatte, wurde ſchließlich einer nach
dem anderen von den ſchwächeren Fahrern abgehangen.
Nur Schenkel=Leipzig, Kotſch=Kyritz und Meck=Düſſeldorf
blieben bis zum Schluß beiſammen. Schenkel ſiegte dann
im Endſpurt nach 8 Stunden 17 Minuten 26 Sekunden
mit einer Viertellänge über Kotſch; zwei Längen zurück
Meck Dritter. Den vierten Platz beſetzte, wie bei der
Fernfahrt Berlin=Kottbus=Berlin, Aberger=Berlin in 8
Stunden 31 Minuten 43 Sekunden vor G. Schulze=
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Buchdrucker Karl Ludwig Scherzinger, Taunusſtraße 45,
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Emil Heinrich Karl Jacobi. Karlſtraße 34, ein S. Ernſt
Emil Jakob. Am 21.: dem Schneider Heinrich Leonhard
Grönig, Emilſtraße 4, ein S. Auguſt Ludwig. Am 24.:
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bergſtraße 27, eine T. Margarete Luiſe. Am 20.: dem
Taglöhner Peter Liſt, Arheilgerſtraße 53, eine T. Emma=
Auguſte. Am 24.: dem Elektrotechniker Paulus Erni,
Viktoriaſtraße 26, ein S. Auguſt Juſtus. Am 19.: dem
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ſtraße 81, ein S. Wolfgang. Am 24.: dem Taglöhner
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wig Friedrich Pfeffer, Hügelſtraße 75, eine T. Marie
Margarete Regina. Am 23.: dem Gärtnereibeſitzer
Jo=
hann Karl Walter, Arheilgerſtraße 132, ein S. Arthur.
Am 21.: dem Reſervelokomotivführer bei der Staatsbahn
Friedrich Nothnagel, Blumenthalſtraße 64, eine T.
Katharina Maria. Dem Bäckermeiſter Philipp
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wieſer mit Köchin Katharina Lang, beide hier. Am 22.:
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Schmidt in Offenbach a. M. mit Eliſabetha Schuſter,
hier. Zeichner Kurt Ziegs in Chemnitz mit Karoline
Weicker, hier. Gerichtsaſſeſſor Karl Brückmann in
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Auguſt Ewald mit Margarete Werner, geb. Burger,
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Donnerstag, den 27. März 1913.
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Manon.
Oper in 4 Akten (6 Bildern)
von J. Maſſenet.
Muſikal. Leiter: Richard Lert.
Spielleiter: Wilhelm Riechmann.
Perſonen:
Manon Lescaut . Gt. Geyersbach
Pouſſette Manons Kathar. Jüttner
Javotte 1 Freun= Hede Schaub
dinnen Anna Jacobs
Roſette
Der Chevalier Des
Aug. Globerger
Grieux
Der Graf Des
Grieux, deſſ. Vat. Georg Weber
Lescaut,
Garde=
du=Corps,
Ma=
nons Couſin.
Otto Semper
Guillot=
Morfon=
täne, ein reicher
. . Karl Bernhardt
Pächter .
De Brétigny
L. Schützendorf
Der Wirt
Auguſt Kräger
Ein Sergeant. . Adolf Klotz
Ein Gardiſt
Ad. Jungmann
Ein Soldat
Cornel. Dobski
Dienerin bei
Ma=
non . . . . . Luiſe Herbach
Reiſende
und
rinnen
Faſchſpieler . . Samska Asbel
Ein Spieler . . Franz Geibel
.. . Jean Sautier
. . . Ludwig Hinkel
. . . Marie Hartig
. . . M. Enzbrenner
. . . Marie Schott
. . . Kathar. Müller
. . . Br. Waigandt
Verkäufer) . . . Fritz Lang
. . . Kurt Schüppel
Verkäufe=) . . . Agnes Kräger
. . . Anna Guerdan
. . . Hel. Rungius
.. Elſa Daniel
Ein Poſtillon . . Cornel. Dobski
Ein Quackſalber . Adolf Braun
. W. Jachtmann
Ein Croupier . . Ludwig Indorf
Vorkommendes Ballett,
ar=
rangiert von Helene Thiele=
Leon=
hardt. Akt 3: 1. Bild: 1. „Gavotte‟.
getanzt von 8 Damen des Corps
de Ballet. 2. „Menuett”, getanzt
von Sybille Huber, Adelh.
Crone=
berg, Luiſe Rehr, Marie Baranoff,
Frieda Lederer u. Luiſe Müller.
3. „Finale”, getanzt von den
Da=
men des Corps de Ballet.
Geſtaltung d. Bühnenbildes:
Hof=
theatermaler Kurt Kempin u.
Ober=
inſpektor Ernſt Schwerdtfeger.
Nach dem 3. Akte längere Pauſe.
Beurlaubt: Käthe Meißner,
Bar=
bara Uttmann.
Gewöhnliche Preiſe:
Proſzeniumsloge 6.10 M.,
Mittel=
loge 6.10 M., Balkonloge 5.10 M.,
I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.—6.
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 4.10 M.,
14.—20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.—5. Reihe 2.80 M., 6.—8. Reihe
2.25 M., I. Galerie 1.25 M.,
II. Galerie 0.65 M.
Anf. 7 Uhr. Ende geg. 10½ Uhr.
Kartenvk. v. 10½—1½ u. v. 6 U. an.
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Samstag, 29. März. Keine
Vorſtellung.
Sonntag, 30. März. Nachmitt.
2½ Uhr. 25. Volksvorſtellung zu
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bis einſchließlich Samstag, den
29. März, nur im Verkehrsbüro,
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der Vorſtellung, vormittags von
11 Uhr ab. — Abends 6 Uhr.
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einſtudiert und neu inſzeniert:
„Triſtan und Iſolde‟.
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höhte Preiſe. (Val. beſ. Anzeige.)
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Vorſt. A 37. Ibſen=Zyklus.
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InProz.
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75,70
3
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 98,90
3½ do. Conſols . . . 86,10
75,70
3. do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 97,30
91,90
do.
3½
.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,00
84,70
do.
3½
do.
4 Hamburger Staatsanl. 97,70
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 96,90
97,00
4 do. do. (unk. 1918)
84,7
31
do.
3
73,40
do.
76,80
3 Sächſiſche Rente. .
4 Württemberger v. 1907 98,
do. v. 1875 94,10
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 99,00
Griechen v. 1887 . . 54,60
Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 85,10
4 do. Goldrente . . . 90,00
4 do. einheitl. Rente . 82,90
3 Portug. unif. Serie I 62,80
3 do. unif. Ser. III 65,30
do. Spezial . . . . 9,60
3
5 Rumänier v. 1903 . . 99,20
4 do. v. 1890 . . 91,00
do. v. 1905 . . 87,00
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 89,00
4 do. v. 1902 . . . . 89,90
do. v. 1905 . . . . 99,70
½ Schweden . . . . . .
4 Serbier amort. v. 1895 80,20
4 Türk. Admin. v. 1903 77,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 85,80
4 Ungar. Goldrente . . . 85,6)
4 do. Staatsrente. . . 82.70
InProt.
Zi.
5 Argentinier . . . . . . 99,30
4
do.
4½ Chile Gold=Anleihe. 92,10
5 Chineſ. Staatsanleihe . 98,90
do.
92,20
41
4½ Japaner .
91,10
5 Innere Mexikaner . . . 90,20
3
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 81,10
5 Gold=Mexikaner . . . . 96,40
3 Buenos Aires Provinz 67,40
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 152,50
5 Nordd. Lloyd . . . . . 114,75
6½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 127,20
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60½
Einz. Mk. 408 . . 111,50
6 Baltimore und Ohio . 100
6 Schantungbahn . . . . 125,75
6½ Luxemb. Prince Henri —
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 23½
6 Pennſylvania R. R. . 118,30
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
3 Brauerei Werger . . 64,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
543,25
Fabrik . . . .
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim . . . . . . .243,50
30 Farbwerke Höchſt . . 627,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . .
10 Cement Heidelberg . . 143,75
30 Chem. Werke Albert 440,00
14 Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 336,00
5 Lahmeyer. . . . . . . 120,00
Letzie
In Proz.
Divik
8 Schuchert, Nürnberg 141,1C
12 Siemens & Halske .210,25
5 Bergmann Electr.
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 160,10
0 Gummi Peter . . . . 70,10
0 Kunſtſeide Frankfurt 62,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 564,25
10 Maſchinenf. Badenia 176,00
16 Wittener Stahlröhren —
8 Steana Romana Petr.
15 Zellſtoff Waldhof . . 233,25
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel. . . . .
O Neue Boden=A. A.=Geſ. 77,00
3 Südd. Immobilien . 55,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede .
173,75
14 Bochumer Bergb. u
Gußſt. . . . . . . 213,80
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 160,50
10 Gelſenkirchener . . . . 192, 90
9 Harpener . . . . . . . 190,00
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 297,50
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 81,80
6 Laurahütte . . . . . . 175,00
10 Kaliwerke Aſchersleben
Weſteregeln 207,25
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 87,75
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 91,30
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 86,50
3 Prag=Duxer
.. . 73,75
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 90,10
3
75,10
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 96,70
74,10
do.
Zf.
In Proz.
2¾0 Oeſt. Südb. (Lomb.) 52,60
3 Raab=Oedenburg
76,25
4 Kronprinz Rudolfbahn —
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 86,00
4½ Moskau=Kaſan . . . 95,00
do.
86,00
4 Wladichawchas . . . . 86,00
4 Rjäſan Koslow . . . . 86,40
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 74,10
41
do.
24! Livorneſer
68,40
3 Salonique=Monaſtir . 61,60
4 Bagdadbahn . . . . . . 80,00
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 94,10
4 Miſſouri=Paciſic. . .. 69,80
4 Nocthern=Paciſic . . . 96,70
4 Southern=Pacific . . . 92,46
5 St. Louis und San
Francisco. . . . . 80,80
5 Tehuantepec . . . . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 185,00
7½ Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 150,50
9½ Berlin. Handelsgeſ. .167,75
6½ Darmſtädter Bank
75
22,
20
12½ Deutſche Bank . . .
6 Deutſche Vereinsbank . 115,90
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,00
10 Diskonto=Kommandit 180,00
81
Dresdener Bank
156,10
9½ Frankf. Hypoth.=B. 216,00
6½½ Mitteld. Kreditbank 114,50
7 Nationalb. für Deutſchl. 120,90
7 Pfälziſche Bank. . . . 130,00
5.86 Reichsbank . . . . 133,90
7 Rhein. Kreditbank. . . 135,90
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 114,00
7½ Wiener Bankverein . 133,80
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 97,70
Zupron.
3.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19. . . . .
86,20
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 52 . . . . .
95,60
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 97,00
3½
86,50
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 98,70
3½
do.
86,20
Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
98,20
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23. . . . . . .
98,30
3½Heſſ. Land.=Hyp.=Ban
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 86,20
S. 3—5 . . . . . . . . 86,00
S. 9—11 . . . . . . . 86,10
4 Meininger Hyp.=Bank 97,40
3½
do.
86,10
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . 97,70
3½ do. (unk. 1914) . . 85,90
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 98,50
3½
do.
86,90
Städte=
Obligationen.
Darmſtadt . . . . . . 96,00
3½ do.
87, 10
Frankfurt. . . . . . . 98,30
3½
do.
95,20
Gießen . . . . . . . . 96,00
31
do.
4 Heidelberg . . . . . . 95,00
3½
do.
87,00
4 Karlsruhe . . .
96,50
31
do.
89,20
4 Magdeburg. . . . . . .
3½
do.
Mainz . . . . . . . . 95,10
3
do.
4 Mannheim . . . . . . 96,00
31
do.
89,80
99,30
4 München . . . . .
3½ Nauheim . . . . . . —
4 Nürnberg. . . . . . . 96,50
31
do.
87,00
4 Offenbach . . . . .
Zf.
In Proz=
3½ Offenbach . . . . .
4 Wiesbaden . . . . . . 97,30
3
88,00
do
4 Worms . . . . . . . . 97,00
do.
3½
86,00
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 178,40
3½ Cöln=Mindner , 100 139,50
Holl. Komm. . fl. 100 108,25
3 Madrider . . Fs. 100 73,00
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 136,70
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 176,50
3 Oldenburger . . . . . . 129,10
2½ Raab=Grazer fl. 150 111,80
Unverzinsliche
Anlehensloſe,
Augsburger . . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 197,00
Freiburger . . . . Fs. 15 100,10
Mailänder . . . . Fs. 45
do. . . . . Fs.10 —
Meininger .
.. fl. 7 2
Oeſterreicherv. 1864fl. 100
do. v. 1858fl. 100 472,00
Ungar. Staats . . fl.100
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 156,80
Gold, Silber und
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Engl. Sovereigns . . . . 20,42
20 Franks=Stücke . . . . 16,26
Amerikaniſche Noten . . . 4,18½
Engliſche Noten . . . . . 20,48
Franzöſiſche Noten. . . . 81,05
Holländiſche Noten. . . . 168,45
Italieniſche Noten . .
79,45
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,30
Ruſſiſche Noten . . . .
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(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
An die Adreſſe der Güterabfertigung!
Schon des öfteren ſind Klagen laut geworden über
einen erheblichen Mangel an Entgegenkommen der
Be=
amten der Güterabfertigung, beſonders bei Auflieferung
von Sendungen des Abends. Dieſer Tage ſollten abends
von meinen Leuten eine Anzahl Güter zur Abfertigung
aufgeliefert werden, und die Frachtbriefe wurden auch
richtig am Schalter vorgeprüft und abgefertigt, welche
Arbeit um halb 6 Uhr beendet war. Da nun aber noch
drei Fuhrwerke vor meinen Leuten abzufertigen waren,
wurde es 6 Uhr, bis ſie mit dem Aufliefern der
Fracht=
ſtücke an die Reihe kamen und — die Schalter wurden
ihnen vor der Naſe zugemacht. Auch Bitten und
Erſuchen beim Bahnvorſteher, doch veranlaſſen zu wollen,
daß die Güter noch angenommen würden, waren
erfolg=
los, und meine Leute mußten, trotzdem ihre Frachtbriefe
bereits ſeit einer halben Stunde fertig waren, mit den
Gütern wieder heimfahren. Man muß doch mindeſtens
erwarten, daß, ſo lange die Frachtbriefvorprüfungen noch
erledigt werden, auch die Güter noch angenommen
wer=
den, damit wenigſtens das nutzloſe Warten vermieden
würde. Gerade Bahnbeamte ſollten doch wiſſen, wie ſehr
heute Zeit Geld iſt!
-1C-
Von der Elektriſchen.
Obwohl die „Heag” ſich bisher den durch „Eingeſandts”
zum Ausdruck kommenden berechtigten Wünſchen der
Be=
völkerung gegenüber leider ſehr „reſerviert” verhält — id
erinnere nur an die vergeblich geforderte Halteſtelle
Lichtenbergſtraße — möchte ich eine etwas gar zu
bureau=
kratiſche Maßnahme öffentlich rügen, deren Abſtellung
ohne jede Benachteiligung in irgend einer Beziehung ſich
ermöglichen läßt. Wenn man in der Rheinſtraße in einen
Wagen der weißen (Herdweg)=Linie einſteigt, um nach der
Landskronſtraße zu fahren, verweigern die Schaffner
einen Umſteigfahrſchein! Man muß entweder doppelt
zahlen oder den Wagen wieder verlaſſen. Das iſt
Bureau=
kratie. Es iſt ganz natürlich, daß das Publikum beſonders
bei Regenwetter in den nächſten Wagen ſteigt, der zum
Ernſt=Ludwigsplatz fährt, den ſeit Jahren
gewohn=
ten Umſteigplatz für alle Linien. Warum alſo nun
mit einmal die ſtrenge Beſtimmung, nur in den Wagen
der richtigen Linie zu ſteigen? Es iſt doch auch nicht
an=
genehm, bei Regen zu warten, wo doch auf dem Ernſt=
Ludwigsplatz eine beſondere Wartehalle — leider ja die
einzige — erbaut wurde, die Schutz gegen Regen bietet!
Wenn der „Heag” daran liegt, ihre Verkehrseinrichtungen
populär zu machen, ſollte ſie mit derartigen vom Publikum
als Schikane empfundenen Beſtimmungen möglichſt bald
Tz.
aufräumen.
Den in Nummer 68 erſchienenen Artikel aus Anlaß
des Unglücks in der Mädchenmittelſchule möchten wir
doch nicht unerwidert laſſen, da die darin ausgeſprochene
Auffaſſung die Objektivität vermiſſen läßt. Wir ſind der
Schulbehörde dankbar, daß die Lehrpläne auch in den
Volks= und höheren Mädchenſchulen den Errungenſchaften
in Phyſik und Chemie Rechnung tragen und die Mädchen
einführen in die elementaren Kenntniſſe dieſer
Wiſſens=
gebiete, die für das häusliche und wirtſchaftliche Leben
von Bedeutung ſind. Wäre das Unglück in einer Knaben
ſchule geſchehen, ſo würde natürlich die Folgerung des
ungeeigneten Lehrſtoffes nicht gezogen worden ſein. Man
hätte dann nur von einem höchſt bedauernswerten
Un=
glücksfall geſprochen, der zur größten Vorſicht mahnt und
Veranlaſſung werden wird, noch mehr unfallverhütende
Maßregeln bei den notwendigen Experimenten zu
ergrei=
fen. — Wenn der Verfaſſer von dem Mangel an tüchtigen
Hausfrauen als einer Volksnot ſpricht, ſo kann die Schule
nicht dafür verantwortlich gemacht werden; es liegt das
vielmehr an der ungenügenden häuslichen Erziehung. Die
Schule und die weiterführenden Bildungsanſtalten tun
was in ihren Kräften ſteht, um die wirtſchaftliche Tüchtig
keit unſerer Mädchen zu erhöhen. Es fehlt nicht an Ge
legenheit zur Erlangung von Kenntniſſen in Küche und
Haushalt, ſowie in Handarbeit und Kinderpflege. In der
Tat gibt es ſchon jetzt ſehr tüchtige Hausfrauen und
Haus=
töchter, nicht am wenigſten in den gebildeten Kreiſen. Es
iſt kurzſichtig, unſere Frauenwelt nach den Sportdamen zu
beurteilen, die uns in geſchmacklos moderner Toilette au
den Gaſſen begegnen. Es ſteckt in unſerer Frauenwelt eit
tüchtiger Kern, und die große Mehrzahl unſerer jungen
Mädchen hat einen idealen Sinn und ſucht Betätigung in
Erfüllung ihrer Aufgabe auf den verſchiedenſten Gebieten
Ob aber die Männer gerade dieſe tüchtigen und einfachen
Mädchen zu ſchätzen und zu finden wiſſen, wenn ſie nach
einer Lebensgefährtin ſuchen, iſt eine andere Frage. Bei
den heutigen ſchwierigen Lebensverhältniſſen ſpielt,
beſon=
ders bei Gründung einer Familie, die Mitgift der Frau
eine größere Rolle als früher, und es iſt einfach Pflicht
der Eltern, dafür zu ſorgen, daß ihre Töchter auf eigener
Füßen ſtehen können und nicht aus
Verſorgungsrückſi=
ten die erſte beſte Heiratsgelegenheit ergreifen müſſen. Es
iſt jedenfalls unbillig, den häufigen Wirtshausbeſuch der
Männer auf die Untüchtigkeit der Frauen zurückzuführen:
dieſe traurigen Zuſtände haben einen tieferen Grund. Und
wenn die Mädchen Berufe ergreifen, die außerhalb der
häuslichen Tätigkeit liegen, ſo folgen ſie einfach der ſozia
len Notwendigkeit. Sie müſſen den Kampf mit dem
Leben aufnehmen, ſie müſſen ſich einen Lebensinhalt
ſchaf=
fen, um tapfer und getroſt auch nötigenfalls ohne Hilfe des
Mannes die Frauenarbeit zu Anſehen zu bringen. Das
Recht der Perſönlichkeitsentwickelung muß der Frau in
gleichem Maße zugeſtanden werden wie dem Manne.
Den Herrn Volksſchullehrer E, erſuche ich höflichſt,
der Oeffentlichkeit und mir ſeinen Namen zu nennen, da
ch mich mit ihm über die in ſeinen Zeilen liegenden
An=
griffe privatim auseinanderſetzen möchte. Mit derartigen
perſönlichen, vollkommen unzutreffenden Redewendungen
hat er ſeinem Stand keinen Dienſt getan und der
Oeffent=
lichkeit keinen Gefallen! Vieles andere ſpricht er doch nur
meinem erſten Eingeſandt nach! Ueber die Pointe, die
auch nach dem maßgebenden Urteile des Herrn Profeſſors
Sonne verwertete, aber ungeeignete Eiſenretorte, ſchweigt
er ſich aus! Ich bitte meine erſten beiden Artikel zur
Hand zu nehmen und daneben den des Herrn
Volksſchul=
lehrers E., der hoffentlich nun auch den Mut hat, mit
ſeinem Namen für das einzuſtehen, was er ſich da geleiſtet
hat. Die beſte Antwort erhält er gleich hinter ſeinen
un=
logiſchen, nicht ſachlich bleibenden Ausführungen in den
klärenden, ſachlichen Worten des Herrn Profeſſors Sonne,
dem ich für das Indendienſtſtellen ſeiner reichen Erfahrung
dankbar bin. Etwas Küchen=, Hausgarten= und
Medizi=
nalchemie, in allgemeinverſtändlicher Vortragsform, habe
ch ganz und gar nicht aus den Mädchenmittelſchulen
her=
ausbeißen wollen, aber tödlich auslaufende Unglücksfälle
urch unvorteilhaft gewählte Retorten bei Verſuchen mit
Naturgewalten, wie ich wiederholen möchte! Herrn Prof.
Sonne darf ich wohl noch ergebenſt erklären, daß auch ich
nicht den Weg in die Oeffentlichkeit beſchritten hätte,
wenn mich nicht die offizielle Erklärung des Unfalls, die
zuerſt durch die öffentliche Preſſe ging, und von der
maß=
gebenden Schulbehörde erlaſſen war, dazu veranlaßt
hätte. Ihr Wortlaut griff meiner Anſicht nach der
juriſti=
ſchen Unterſuchung vor, indem, ſo gut ich mich entſinne
darin erklärt wurde, daß alle Vorſichtsmaßregeln
getrof=
fen geweſen wären und daß die Exploſion jedem hätte
paſſieren können. Das wollte mir und anderen nicht in
den Kopf, und das junge blühende Menſchenleben und die
armen Eltern taten mir zu leid, um derartige Verſuche
unbekämpft noch länger in den Klaſſenzimmern zu laſſen;
und der Zweck iſt erreicht, und ich hoffe nur noch von dem
Herrn Volksſchullehrer E., daß er ſeinen vollen Namen
der Oeffentlichkeit und mir in der nächſten Nummer
be=
kannt gibt. Vor der Oeffentlichkeit iſt hiermit der Fall
für mich erledigt.
Ernſt W. Müller.
Sie wiſſe doch, wos en Nationalpark is? — Die
Amerikaner zum Beiſchbiel hawwe aan, der is ſo groß,
wies ganze Großherzogtum Heſſe un Umgegend. Un da
ſin Beem un Blume, un Diern, lawendige nadierlich, un
Sach und Zail drin, die wos ſunſt blooß ſo im ganze
Land perſtreit gewwe duht, die awwer valleicht emol
aus=
ſterwe kennte.
Jetzt wolle ſe aach in Daitſchland ſo en Park anlege.
Deß brauch uns Heiner awer weiter gar nix zu ſcheniern,
dann mir hawwe ſchun längſt unſern Nationalpark, wann
er aach net ſo überlewensgroß is. Mir hawwe de
Schloßgrawe, un deß is unſer Nationalpark. Dadrin
derf nemlich um Gotteswille kaa Aeſtche und kaan Aſt un
kaa Gebiſch un kaa Beemche abgeſääkt werrn, dann des
ganz Gemies fällt unnern Denkmalſchutz. Wann ich noch
e klaa bisje lang leb, wer ich’s gottverdebbel, hett ich
bei=
nah geſagt, noch erlewe, daß mer des Schloß, ſo groß
wie’s is, mit de Heckeſcheer ſuche muß, un daß mer vor
lauter Laab kaa Dächer mehr ſieht. Unſer Schloß is ſchee,
do is gor nix draa zu mache. Deß gibt aach e Fremder
zu, un wann’s en Frankforter is wann mer awwer, wie
jetzt, alles weiter ſo zuwachſe läßt, wie nach em Theater
un de Schloßgaß zu, do werd’s bald mit de Scheenheit
Eſſig ſei. Wie mir noch vor ſo Stücker zwanzig Johr
klaane Buwe worn un uff de alt Schloßgrawemauer
Saal=
tänzer Knieſches gemacht hawe, do hott’s ganz annerſt
ausgeſehe, deß derfe Se mer glaawe; oder frage Se
meint=
wege de Mundermann drauß am Eiſiedel; for en Zehner
werds der Ihne ſogar beſchwern. Do freit mer ſich als,
daß es mit de gute moderne Archidekdur un mit de große
baukünſtleriſche Gedanke bei uns vorwärts geht, daß mer
zum Beiſchbiel üwer unſern neue Bahnhofsplatz, wann
der mol ferdig is, gewaltig ſtolz ſei kenne. Da bobbert
aam es Herz, ſelbſt wann mer an alde Mann is, wann
mer den ſchee ausgebaute Louiſenplatz ſieht (freilich des
Gemieß vorm Heſſiſche Haus und vorm alde Palä mißt
noch ewäck), un dann ägert man ſich doppelt iwwer den
wildgewachſene Schloßgrawe und iwwer unſer Rathaus,
des wo ausſieht, als deht’s die nächſte Woch vum Owerohr.
abgerobbt wern. Un dann all die Naibaude um den
Maktblatz erum. Nadierlich, jed Haus muß en Giewel
hawwe, un wann die ganz Scheenheit vun dem Platz de
Ruſſ’ krickt. Do hett die Baubolizei mol e Wördche redde
kenne; aber ſie hott’s bleiwe loſſe. Ich wend mich an alle
alte Heiner; Hand uffs Hemderbrüſtche: War der alte
Maktblatz mit dem lange Schorſch=Willem=Paläl net
ſchenner, wie der verrobbt Haiſerfrond jetzt? Awer
trotz=
dem — aach unſer Rathaus, des woe archidekdoniſch
Schmuckkäſtche ſei könnt, werd emol widder in en beſſere
Zuſtand verſetzt werrn. Es geht bloß langſamer bei uns,
wie wo annerſt. Es werd ſchun alles gemacht werrn,
awer da miſſe erſt ſo Leit üwerredt werrn, wie die von
uinſere Stadtväter, die de Exert net verbaue wollte, weje
e Ausſicht nach em Melibokus. — Ich glaab, dadriwwer
hat der alte Melibokus ſelwer ſo gelacht, daß der Torm
owwe druff gewackelt hat.
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