Darmstädter Tagblatt 1913


27. März 1913

[  ][ ]

Abonnementspreis
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
176. Jahrgang
Inſerate
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen= verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage: Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
mren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
ſowie von unſeren Agenturen und
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
den
Annoncen=Expeditionen. Bei
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 24 Seiten.

Das Wichtigſte vom Tage.
Der Kaiſer hat ſich geſtern früh um 8.30 Uhr von der
Station Wildpark im Sonderzug nach Ahlbeck be=
geben
.
Bei dem Zuſammenſtoß eines Straßenbahn=
wagens
mit einem Droſchkenautomobil auf
der Schleſiſchen Brücke in Berlin wurden drei Per=
ſonen
getötet und vier ſchwer verletzt.
Das neue franzöſiſche Miniſterium Barthou
erhielt bei der Abſtimmung in der Kammer eine ſo ge=
ringe
Mehrheit, daß mit ſeiner Demiſſion gerechnet wird.
Im engliſchen Unterhauſe gab Staatsſekretär
Grey eine längere Erklärung über die Lage
auf dem Balkan ab.
Der engliſche Feldmarſchall Lord Wolſeley iſt in
Mentone geſtorben.
Adria nopel wurde geſtern von den Bul=
garen
eingenommen. Schükri Paſcha hat
ſich mittags 2 Uhr dem General Iwanoff ergeben.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
27. März 1813: Scharnhorſt verläßt mit ſeinen Truppen
Breslau.
Uebergabe der preußiſchen Kriegserklärung an
Kaiſer Napoleon.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.

In Erwartung!

** Auf den Ausgang der Balkankriſe iſt man jetzt
allenthalben lebhaft geſpannt, insbeſondere nach der Rich=
tung
hin, ob auch fernerhin internationale Verwicklungen
vermieden werden können. Wir in Deutſchland ſind an
dieſer Spannung nicht minder ſtark beteiligt, aber ſie wird
doch erheblich beeinträchtigt durch die allgemeine Erwar=
tung
, mit welcher man der für die nächſten Tage angekün=
digten
Veröffentlichung der Heeresvorlage und den offi=
ziellen
Angaben über die Koſtendeckung entgegenſieht.
Dieſe Fragen werden vorläufig von maßgebendem Ein=
fluſſe
für den Gang unſerer inneren Politik ſein, ſie wer=
den
nahezu das geſamte Intereſſe der öffentlichen Mei=
nung
beanſpruchen und können eventuell auch Verſchiebun=
gen
im Verhältnis der Parteien untereinander oder zur
Regierung herbeiführen.
Neue Heeresforderungen haben mehrfach zu heftigen
Kämpfen im Reichstage, ja ſogar zu deſſen Auflöſung
Anlaß gegeben. Jetzt iſt eine Oppoſition der bürgerlichen
Parteien, die von der Notwendigkeit einer Verſtärkung
unſerer Wehr überzeugt ſind, kaum zu befürchten, und es
ſteht vielmehr zu hoffen, daß die Vorſchläge der Regie=
rung
eine einmütige Billigung finden können. Kämpfe
ſind diesmal nur über die Deckungsfrage zu erwarten,
aber ſie werden nicht minder heftig ſein, falls die megie=
rung
hinſichtlich der Aufbringung der Mittel für die
dauernden Mehrausgaben nicht eine ebenſo glückliche
Hand hat wie bei dem Vorſchlage einer einmaligen Ver=
mögensſteuer
zur Deckung der einmaligen Koſten. Die
Aufgabe, das Richtige zu finden, iſt nicht leicht, ſie dürfte
dem Reichsſchatzſekretär die Feſtfreude ſtark beeinträchtigt
haben. Gegen alle Pläne, die in Frage kommen könnten,
war bald auf dieſer und bald auf jener Seite etwas aus=
zuſetzen
. Von der Vermögenszuwachsſteuer wollen die
Bundesſtaaten nichts wiſſen; gegen den Ausbau der Erb=
ſchaftsſteuer
machen die Konſervativen und das Zentrum
Front; Stempelſteuern erfreuen ſich nirgends einer Be=
liebtheit
; die Wehrſteuer fand früher ſtets lebhaften Wi=
derſpruch
, und ob ihre Ausſichten jetzt beſſer ſind, muß ſich
erſt zeigen. Auch an der Ausdehnung der Monopole
hat niemand eine Freude, ſie erfordern einen zu großen
Apparat, und ihr Erträgnis iſt unſicher; man kann auch
nicht ſofort damit rechnen. Wahrlich, die Staatsbürger
können froh ſein, daß ſie nicht in der Haut des Reichs=
ſchatzſekretärs
ſtecken, der jetzt vor der Notwendigkeit ſteht,
ſeine Pläne zu offenbaren und die Erwartung, in der ſich
aas deutſche Volk bezüglich der kommenden neuen Steuern
befindet, ſo zu ſtillen, daß er es allen Teilen recht macht.

Eine Niederlage des Kabinetts
Barthou.

* Die programmatiſche Erklärung des
Miniſteriums Barthou, die in der Kammer ver=
leſen
wurde, beſagt:
Für die Regierung gibt es keine dringendere Aufgabe,
als die Notwendigkeit, die Verteidigung des Lan=
des
durch die dringendſten erforderlichen Maßregeln zu
ſichern. Die Verſtärkung der militäriſchen
Kraft, die andere Völker bereits wahrgenommen haben,
legte dem vorhergehenden Kabinett die Pflicht auf, einen
Geſetzentwurf einzubringen, der die dreijährige Dienſtzeit
für alle gleichmäßig vorſchreibt. Die Regierung übernimmt
jede Pflicht über den Geſetzentwurf, ohne ſich die ſchwere
Belaſtung des Landes zu verhehlen, die daraus reſultieren
muß. Während die Verlängerung der Dienſtzeit die Frie=
densſtärke
der Truppen erhöhen wird, wird die Bewilli=
gung
des Militärkredits die Bewaffnung des Heeres auf
einen Stand bringen, der allen Erforderniſſen gewachſen
iſt. Die Annahme der Kadergeſetze für das Geniekorps
und die Kavallerie wird die Organiſation des Heeres=
deren
Neugeſtaltung ſich als nötig erwieſen hat, vervoll=
ſtändigen
. Schließlich wird die Entwicklung der
Kriegsmarine die Aufmerſiomtett nes Kabinetts in
Anſpruch nehmen. Das republikaniſche Frankreich bewies
während der letzten Ereigniſſe eine uneigennützige An=
hänglichkeit
an den Frieden der Welt, aber ohne Verrat
an ſich ſelbſt kann es nicht auf eine einzige Maßregel ver=
zichten
, die geeignet iſt, den Schutz ſeiner Intereſſen, ſeine
Sicherheit und ſeine Würde aufrechtzuerhalten.
Die Regierung wird eifrig daran arbeiten, die Einig=
keit
unter den Republikanern, die jetzt mehr als je not=
wendig
iſt, wieder herzuſtellen, da ein längerer Konflikt
zwiſchen den beiden Kammern nur den Feinden der Re=
publik
dienen kann. Sie hält es für möglich, eine ge=
rechte
Vertretung der Minoritäten viel=
leicht
durch eine interparlamentariſche Kommiſſion mit
dem Majoritätsprinzip, welches der Senat angenommen,
in Einklang zu bringen. Die Regierung wird auch ferner=
hin
für die Laienſchule eintreten, den finanziellen Kredit
Frankreichs unverſehrt erhalten und dafür ſorgen, daß die
Einnahmen und Ausgaben des Etats ſich das Gleichge=
wicht
halten. Auf der baldigen Abſtimmung über die
Einkommenſteuer wird die Regierung beharrlich
beſtehen. Die Erklärung ſagt weiter, daß die Regierung
ſich befleißigen wolle, in den Beratungen mit den euro=
päiſchen
Mächten den Geiſt der Verſöhnlichkeit
und Unparteilichkeit walten zu laſſen. Unbedingt
treu den mit unſeren Verbündeten und Freunden abge=
ſchloſſenen
Verträgen die die äußere Sicherheit
Frankreichs erhöhen, werden wir, heißt es zum
Schluß, mit allen Mächten an der friedlichen Regelung
des Balkankonfliktes arbeiten. Die Gerechtigkeit; deren
wir uns den Rechten Dritter gegenüber beſleißigen wer=
den
, ſcheint uns der beſte Schutz für die großen wirtſchaft=
lichen
, finanziellen und moraliſchen Intereſſen zu ſein,
die Frankreich ſich im Orient erworben hat.
Die in der Kammer verleſene Erklärung des Mini=
ſteriums
wurde mit Beifall aufgenommen. Das Zentrum
und auch die Linke applaudierten beſonders bei der Stelle,
die von den militäriſchen Verſtärkungen handelt, während
auf der äußerſten Linken Murren vernehmbar war. So=
fort
nach Beendigung der miniſteriellen Verleſung kündigte
Präſident Deschanel an, daß vier Interpellationen einge=
gangen
ſeien, und zwar drei über die allgemeine Politik
der Regierung, eine über die Wahlreform.
Der Radikale Franklin Bouillon kritiſierte leb=
haft
die Zuſammenſetzung des Miniſteriums, namentlich
die Zugehörigkeit des Progreſſiſten Thierry, die wie=
derum
die Verhältniſſe wie zu Zeiten des Miniſteriums
Meline herbeiführe. Der Redner erklärte, er werde allen
für die nationale Verteidigung unumgänglich nötigen Kre=
diten
zuſtimmen, aber der künſtlich im Lande geſchaffenen
Bewegung entgegentreten. Der radikale Abgeordnete Vio=
lette
kritiſierte die Regierungserklärung. Die Erklärung
der Regierung ſei ſo unbeſtimmt, daß ſie darauf be=
rechnet
erſcheine, niemanden zurückzuſtoßen, damit die Re=
gierung
eine möglichſt verſchwommene aber auch mög=
lichſt
große Mehrheit bekomme Weiter ſprachen die Radi=
kalen
Ferdinand Brun und Thalamas gegen die Re=
gierung
.
Nach den Anariffen der radikalen Redner nahm der
Miniſterpräſident Barthou das Wort. Er erwiderte auf
die verſchiedenen ihm geſtellten Fragen und ſchloß: Die
Regierung hat Ihnen ein Proaramm der nationalen Ver=
teidigung
und der republikaniſchen Aktion gebracht. Sie
bat Ihnen eine klare Methode zur Durchführung dieſes
Programms vorgeſchlagen. Sie hofft, durch die Ehrlichkeit
ihrer Sprache die Unterſtützung der republikaniſchen Mehr=
heit
zu finden und rechnet auf ein wohlüberlegtes und
Dauer verſprechendes Vertrauensvotum.
Diefe Rede des Miniſterpräſidenten wurde kühl auf=
genommen
. Die Debatte wurde geſchloſſen. Die Regierung
erklärte, daß ſie die vom Abgeordneten Mequillet einge=
brachte
Tagesordnung annehme, die lautet: Die
Kammer billigt die allgemeine Politik der Regierung. Sie
ſpricht ihr ihr Vertrauen aus und geht unter Ablehnung
jeden Zuſatzes zur Tagesordnung über.
Bei der Abſtimmung ſprachen ſich 217 Stim=
men
für und 151 gegen das Regierungs=

programm aus, während ſich 221 Abgeordnete
der Abſtimmung enthielten. Das Miniſterium
Barthou hat damit kein direktes Mißtrauensvotum er=
halten
, da jedoch den 217 Stimmen, die ſeine Politik unter=
ſtützen
, 372 Gegen= oder indifferente Stimmen gegenüber=
ſtehen
, ſo verfügt es nicht über die parlamen=
tariſche
Mehrheit, zumal der Senat von vornherein
gegen Barthou iſt. Ihm wird nun wohl nichts anderes
übrig bleiben, als wieder zurückzutreten.
*
Ein großer Teil der Pariſer Preſſe gibt der Anſicht
Ausdruck, daß nicht bloß die Stellung des Mini=
ſteriums
, ſondern die politiſche Lage überhaupt
eine ungewöhnlich ſchwierige ſei. Mehrfach wird betont,
daß der Geſetzentwurf über die dreijährige Dienſtzeit ernſt=
lich
gefährdet erſcheine. Der Figaro ſchreibt: Die geſtrige
Kammerſitzung, welche für das Miniſterium nicht gut, für
die Kammer und das Land bellagenswert war, bildete
einen beredten Beweis dafür, daß in den Wandelgängen
des Parlaments in unerhörter Weiſe gewühlt wird, um
die Ablehnung des Geſetzentwurfs über die dreijährige
Dienſtzeit oder zum mindeſten deſſen endloſe Verſchleppung
durchzuſetzen. Es iſt dies ungeheuerlich, aber es iſt ſo.
Das Echo de Paris ſchreibt: Die Sitzung zeigt den grellen
Gegenſatz, welcher zwiſchen dem Parlament und der öffent=
lichen
Meinung beſteht. Miniſterpräſident Barthou konnte
von der dreijährigen Dienſtzeit nur inmitten des Lärmes
und des Hohnes ſprechen. Was liegt an der nationalen
Verteidigung! Davon wird man ſprechen, wenn es zu
ſpät iſt. Die Verteidigung der Verweltlichung, die Ver=
teidigung
der Wahlmandate, das iſt wichtiger. Die
France ſchreibt: Die Lage wird immer unentwirrbarer.
Wie ſoll man aus einer ſolchen Sackgaſſe herauskommen?
Wie ſoll man mit einer ſo zerſplitterten Kammer fertig
werden? Dieſe Fragen müſſen alle diejenigen beunruhi=
gen
, denen die Zukunft der Republik am Herzen liegt.
Der Radieal meint, gewiß, die Lage wäre ernſt, wenn
das Miniſterium Barthou nicht begreife, daß ſein Ver=
bleiben
unter ſolchen Bedingungen unloaiſch, unparlamen=
tariſch
und verfaſſungswidrig wäre Man könne ebenſo=
wenig
gegen die republikaniſche Mehrheit regieren, wie
man ohne ſie regieren könne. Jaurés ſchreibt in der
Humanits: Welch groteske und zugleich traurige Komödie
bildet das Mißgeſchick dieſer armen ſozialiſtiſch=radikalen
Kabinettsmitalieder, die gegen den Willen ihrer Gruppe
in das Miniſterinm übergetreten und gleich am erſten
Tage bedroht ſind. Mögen ſich die Regierungsmänner
beeilen, das Geſetz über die dreijährige Dienſtzeit, das
ebenſo wie das Miniſterium Barthou nunmehr ein Leich=
nam
iſt, endgültig fallen zu laſſen. Iſt Poincaré imſtande,
dieſen Ruf zu vernehmen und über den Ernſt der gegen=
wärtigen
Kriſe nachzudenken? Seine Verantwortlichkeit
iſt bereits eine ſehr ſchwere; möge er ſie nicht noch ver=
ſchlimmern
.

Deutſches Reich.

Die Beratung der neuen Heeres=
und Deckungsvorlagen. Die neue Heeresvorlage
und die Deckungsgeſetze werden vorausſichtlich Freitag
veröffentlicht werden, nachdem der Bundesrat am ſelben
Tage die Steuergeſetze endgültig verabſchiedet haben wird.
Die Vorlagen werden nach der Meldung einer Parla=
mentskorreſpondenz
am Ende der Woche dem Reichstage
zugehen und beim Wiederzuſammentritt des Reichstags
in der nächſten Woche den Abgeordneten gedruckt vor=
liegen
. Nach den vorläufigen Plänen des Reichstages,
die in der nächſten Woche endgültig vom Seniorenkonvent
feſtgeſetzt werden ſollen, werden dieſe Vorlagen in der
zweiten Aprilwoche zur erſten Beratung geſtellt werden,
nachdem die Fraktionen ſich vorher über die Behandlung
der Vorlagen ſchlüſſig gemacht haben werden. Die Etats=
beratung
wird nach dem Wiederzuſammentritt des Reichs=
tages
zunächſt fortgeſetzt werden, und zwar mit dem Mi=
litäretat
, dem Etat des Auswärtigen Amtes, dem Etat
des Reichstags, dem Etat des Reichsſchatzamts und den
ſteuertechniſchen Etats. Außer der Etatsberatung und der
erſten Leſung der Heeres= und Steuergeſetze ſollen bis zur
Pfingſtvertagung noch das Staatsangehörigkeitsgeſetz
und das Poſtſcheckgeſetz verabſchiedet werden. Außerdem
ſoll verſucht werden, noch die Heeresvorlage bis Pfingſten
endgültig zu verabſchieden. Die Pfingſtferien werden
zwiſchen dem 25. und 30. April ihren Anfang nehmen und
mit Rückſicht auf die Landtagswahlen in Preußen bis
zum 27. Mai dauern. Man rechnet damit, daß die Bud=
getkommiſſion
die Beratung der Steuergeſetze in den
Pfingſtferien ſo fördern wird, daß dieſe Geſetze noch in
der erſten Hälfte des Juni endgültig verabſchiedet wer=
den
können. Die Budgetkommiſſion des Reichstags wird
ihre Arbeiten am 3. April wieder aufnehmen, und zwar
mit dem Etat des Auswärtigen Amtes; an dieſer Kom=
miſſionsſitzung
wird der Reichskanzler teilnehmen und
Aufſchluß über den gegenwärtigen Stand der auswärtigen
Politik, hauptſächlich des Balkankrieges, geben.

[ ][  ][ ]

Die neuen Kriegsbeorderungen für
1913/1914. Kurz vor Oſtern ſind, wie in jedem Jahre,
gegen Ende März an die Mannſchaften des Beurlaubten=
ſtandes
neue Kriegsbeorderungen für den Mobilmachungs=
fall
verſandt worden, die zum erſten Male eine Neuerung
zeigen. Es iſt ihnen eine Beſcheinigung beigefügt wor=
den
, die für den Kriegsfall nach Unterſtempelung durch
den Truppenteil des zur Fahne Einberufenen die Fami=
lienangehörigen
des Einberufenen berechtigt, die geſetz=
lichen
Unterſtützungsbeihilfen bei den kommunalen Be=
hörden
zu erheben. Dieſe Neuerung hat in den Kreiſen
der Bevölkerung Beunruhigung hervorgerufen, weil der
Gläube im Volke, ein Krieg ſtehe nahe bevor, hierdurch
neue Nahrung gefunden hat. Man iſt der Meinung, die
Militärbehörden rechneten mit Sicherheit in Bälde auf
einen Feldzug und hätten infolgedeſſen den Kriegsbeorde=
rungen
die neuen Empfangsberechtigungen beigefügt. Wie
mitgeteilt wird, hat dieſe Neuerung mit Kriegsvorberei=
tungen
an ſich nichts zu tun. Der neue Modus iſt ſchon
ſeit längerer Zeit beſchloſſen worden und ſtellt eine Ver=
einfachung
des bisherigen Geſchäftsganges dar. Durch
den neuen Modus werden die Familienunterſtützungs=
angelegenheiten
im Falle der Mobilmachung ſchneller ge=
regelt
werden können als bisher, wo im Falle eines Krie=
ges
erſt Nachfragen bei den Truppenteilen notwendig ge=
worden
wären, wenn über Unterſtützungsanträge zu ent=
ſcheiden
geweſen wäre. In militäriſchen Kreiſen wird
entgegen den Kriegsgerüchten im Publikum mit kriegeri=
ſchen
Verwicklungen in nächſter Zeit nicht gerechnet.
Reichswahlurnen. Nach der Oſterpauſe wird
dem Reichstag eine Vorlage zugehen zur Ergänzung der
Vorſchriften für die Reichstagswahlen. Durch dieſe Er=
gänzung
ſollen einheitliche Wahlurnen für das ganze Reich
eingeführt werden. Der Bundesrat hat bereits ſeine Be=
ſchlüſſe
über die Vorlage gefaßt. Das Wahlgeſetz vom
Jahre 1869 ſchreibt vor, daß Abänderungen des Regle=
ments
nur mit Zuſtimmung des Reichstags erfolgen kön=
nen
. Der Reichstag kann daher die vom Bundesrat be=
ſchloſſene
Ergänzung nur annehmen oder ablehnen, nicht
aber abändern. Die Einführung von Wahlurnen bedingt
eine Ergänzung des Wahlreglements. Denn gegenwärtig
iſt lediglich beſtimmt, daß auf den Tiſch, an welchem der
Wahlvorſtand Platz nimmt, ein verdecktes Gefäß zum Hin=
einlegen
der Stimmzettel geſtellt werden muß.
Zur Verbeſſerung der Wohnungs=
verhältniſſe
von Arbeitern in Staats=
betrieben
, ſowie von gering beſoldeten Beamten wer=
den
in einem dem preußiſchen Abgeordnetenhauſe über=
mittelten
neuen Geſetzentwurf weitere 15 Millionen Mark
gefordert. Bisher ſind durch das Geſetz von 1895 und
durch 13 gleichartige Geſetze für den gleichen Zweck ins=
geſamt
158 Millionen Mark zur Verfügung geſtellt worden.

Ausland.
Schweiz.

Der Gotthardvertrag. Der deutſche Ge=
ſandte
in Bern nahm im Verlaufe der letzten Wochen Ver=
anlaſſung
, ſich mit dem Bundesrat über die Interpretation
derjenigen Beſtimmungen auszuſprechen, welche von den
Vertragsgegnern unter Berufung auf Aeußerungen amt=
licher
deutſcher Stellen angefochten und anders als von
dem Bundesrat ausgelegt werden. Dabei hat ſich ergeben,
daß die Auffaſſung der deutſchen Reichsregierung mit der=
enigen
des Bundesrats ſich im weſentlichen deckt. Auf die
Initiative des deutſchen Geſandten beſtätigte dann die
deutſche Reichsregierung zur Hebung verſchiedener Miß=
verſtändniſſe
dem Bundesrat am 22. März in einer Note
ihre Auffaſſung. Im übrigen hat der diplomatiſche Ver=
treter
des Deutſchen Reiches bei der ſchweizeriſchen Eid=
genoſſenſchaft
die grundſätzliche Bereitſchaft der deutſchen
Reichsregierung verſichert, jederzeit in eine Reviſion des
Vertrages einzuwilligen, wenn wirklich eine Schädigung
ſchweizeriſcher Intereſſen vorliegen ſollte. Alle dieſe Zu=
ſicherungen
der deutſchen Regierung entſpringen lediglich
dem Wunſche, die von der Sorge um die nationale Selbſt=

ſtändigkeit eingegebenen ſchweizeriſchen Befürchtungen zu
zerſtreuen und zu einer gerechten Anerkennung der ſtets
freundſchaftlichen Geſinnung des Deutſchen Reiches beizu=
tragen
. Von dem Inhalt der Note wird vor dem Zu=
ſammentreten
der Bundesverſammlung den mit der Vor=
beratung
der Gotthardangelegenheit betrauten Ausſchüſſen
des Nationalrates und Ständerates Mitteilung gemacht
werden.

Belgien.

Der allgemeine Ausſtand. Der mit über
1300 Teilnehmern eröffnete ſozialiſtiſche Parteitag hat,
wie gemeldet, mit großer Mehrheit beſchloſſen, den ur=
ſprünglichen
Beſchluß der Partei über Einleitung des all=
gemeinen
Ausſtandes wieder aufzunehmen und dieſen nun
zum zweiten Male auf den 14. April feſtzuſetzen. Es ging
aus den ausgedehnten Verhandlungen mit aller Deutlich=
keit
hervor, daß nur ganz wenige noch ſich von dem Mit=
tel
des Ausſtandes den erwarteten politiſchen Erfolg ver=
ſprechen
, daß es vielmehr, wie einer der radikalſten Füh
rer und Befürworter durchblicken ließ, in der Hauptſache
auf eine ſozialiſtiſche Kundgebung ankäme, die man der
äußeren Form halber und um ſich nichts in ſeinem Selbſt=
bewußtſein
zu vergeben, auf ſich nehmen müſſe. Die Be=
ſonnenen
, und man kann wohl ruhig ſagen, Klügſten aus
der Partei, wie Vandervelde, Huysmans, Hector Denis,
de Brouchére ſind unumwunden der Anſicht, daß der Aus=
ſtand
unter den gegenwärtigen Umſtänden ein Fehler ſei
und derſelben Anſicht ſind alle maßgebenden Sozialiſten
von Antwerpen. Dieſe Anſchauung und damit den Zwei=
fel
an dem Erfolg des Unternehmens teilen weite bürger=
liche
Kreiſe.

Spanien.

Der Ausſtand der kataloniſchen Eiſen=
bahnangeſtellten
iſt im Prinzip beſchloſſen worden.
Die Verbandsleitung wird den Tag der Arbeitsnieder=
legung
beſtimmen. Vorkehrungen gegen Sabotage ſind
getroffen, und die Gendarmerie iſt in den Kaſernen zu=
ſammengezogen
worden.
Der Religionsunterricht in den Volks=
chulen
. Der Rat für das öffentliche Unterrichtsweſen
hat einen Antrag angenommen, nach welchem der Reli=
gionsunterricht
in den Volksſchulen obligatoriſch bleiben
oll. Befreit bleiben nur diejenigen Schüler, deren Väter
beim Schuleintritt erklären, daß ſie der katholiſchen Reli=
gion
nicht angehören.

China.

Keine Kriegsvorbereitung. Die Meldun=
gen
der ruſſiſchen Preſſe über die Kriegsvorbereitungen
Chinas werden für planmäßige Erfindungen erklärt.
Freilich gäre es in großen Teilen des Volkes wegen der
Vorgänge in der Mongolei. Die Regierung verhalte ſich
jedoch dagegen neutral. Großen Eindruck machen die
aus Tokio eingetroffenen Telegramme über die be=
geiſterte
Aufnahme, die der Vorſchlag Sunjatſens fand,
ein japaniſch=chineſiſches Bündnis zu ſchließen, dem das
neue japaniſche Kabinett nicht abgeneigt ſei.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 27. März.
Sonderausſtellungen
deuſcher Privatſammlungen auf der
Mathildenhöhe.

Auf Veranlaſſung Seiner Königl. Hoheit des
Großherzogs Ernſt Ludwig finden im ſtädtiſchen Aus=
ſtellungsgebäude
auf der Mathildenhöhe in den nächſten
Monaten Sonderausſtellungen deutſcher Privatſammlun=
gen
ſtatt, durch die dem kunſtliebenden Publikum ausge=
wählte
Schätze gezeigt werden ſollen, die ſonſt der
Oeffentlichkeit verſchloſſen ſind. Die Reihe dieſer Vorführ=
ungen
eröffnet am 28. März die Sammlung von Dr.
Karl Lanz in Mannheim, deſſen reicher Beſitz an Bil=
dern
der italieniſchen, holländiſchen, engliſchen und ſpani=
ſchen
Schule durch eine hervorragende Qualität ausge=

zeichnet iſt. Gegen Ende April wird als zweite Kunſt=
ſchau
dieſer Art die Gemäldeſammlung des Barmer
Kunſtfreundes G. F. Reber am gleichen Ort gezeigt
werden, die im Gegenſatz zu dem Charakter der Mann=
heimer
Privatſammlung neben einigen ausgewählten
Werken älterer Kunſt vornehmlich die führenden Geiſter
der franzöſiſchen Malerei des 19. Jahrhunderts in erleſe=
nen
Stücken repräſentiert.
Man wird es in weiten Kreiſen dankbar begrüßen,
daß ſich eine Anzahl erſter Sammler bereit gefunden
hat, einer Einladung des Großherzogs nach Darmſtadt
zu folgen, um damit auch im Sinne der großherzoglichen
Kunſtpflege Anregungen zu geben. Der Beſuch dieſer
Ausſtellungen iſt, ausgenommen an einem Tage in der
Woche, unentgeltlich. Zu der Sammlung des Herrn Dr.
Lanz iſt ein illuſtrierter Katalog erſchienen, zu dem Pro=
feſſor
Dr. Georg Biermann ein Vorwort geſchrieben hat,
das auf den Zweck dieſer Vorführungen näher hinweiſt
und den Charakter der Sammlung in knappen Strichen
umreißt.
* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
empfingen geſtern den Oberſt a. D. Becker, den
Major v. Oven im Kriegsminiſterium in Berlin, den
Major Frhrn. Schenck zu Schweinsberg im Generalſtabe
des III. Armeekorps in Berlin, den Oberleutnant v. Heſſe,
Adjutant der 34. Infanterie=Brigade (Großh. Mecklen=
burgiſchen
), den Leutnant Frhrn. Wambolt v. Umſtadt
im Küraſſier=Regiment von Drieſen (Weſtfäl.) Nr. 4, den
Leutnant Frhrn. Wambolt v. Umſtadt von der Reſerve
des Küraſſier=Regiments von Drieſen (Weſtfäl.) Nr. 4 in
Münſter, den Geh. Juſtizrat Profeſſor Dr. Leiſt, Mit=
glied
der Erſten Kammer der Landſtände, von Gießen,
den Kunſtmaler Pellar; zum Vortrag den Staatsminiſter
v. Ewald, den Finanzminiſter Braun, den Vorſtand des
Kabinetts Geheimerat Römheld.
* Ordensverleihung. Seine Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Oberſt a. D. Ernſt Becker
in Darmſtadt das Kommandeurkreuz 2. Klaſſe des Ludewigs=
Ordens verliehen.
Gerichtsperſonalien. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben den Notar mit dem Amtsſitz in
Gau=Algesheim Dr. Karl Gebhard zum Oberamts=
richter
bei dem Amtsgericht Wimpfen, den Notar mit
dem Amtsſitz in Bingen Dr. Philipp Adam Gärtner
zum Notar mit dem Amtsſitz in Gau=Algesheim, beide
mit Wirkung vom 7. April 1913, und den Gerichtsaſſeſſor
Hermann Allwohn in Ortenberg zum Amtsrichter
bei dem Amtsgericht Ortenberg ernannt.
* In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog den Hofſtallfouragemeiſter
Konrad Weber mit Wirkung vom 1. April d. J. an
unter gleichzeitiger Verleihung der Krone zum Silbernen
Kreuz des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen.
Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
den Vizewachtmeiſter im Leib=Dragoner= Regi=
ment
(2. Großh. Heſſ.) Nr. 24 Franz Dunſtadter aus
Heppenheim zum Hofſtallfouragemeiſter. Ernannt wurde
ferner der Reallehrer Ludwig Felſing in Darmſtadt
zum Anſtaltslehrer an der Zellenſtrafanſtalt Butzbach
unter Belaſſung des Amtstitels Reallehrer mit Wirkung
vom 1. April 1913.
Militärdienſtnachrichten. (Berichtigend wiederholt.)
Major Frhr. v. Schenck zu Schweinsberg (früher
im Leibgarderegiment Nr. 115) im Generalſtab des
3. Armeekorps in Berlin, als Bataillonskommandeur in
das 4. Badiſche Infanterie=Regiment Prinz Wilhelm
Nr. 1.12 verſetzt.
g. Strafkammer. Wegen Diebſtahls und Ur=
kundenfälſchung
ſtand geſtern die 23jährige Ehe=
frau
des Johannes Bickert zu Offenbach vor der hie=
ſigen
Strafkammer. Am 6. Juli 1912 wollte der Arbeiter
Karl Auguſtin in Offenbach von ſeinem Sparguthaben
auf der Frankfurter Sparkaſſe Geld abheben und als er
zu dieſem Zweck ſein Sparkaſſenbuch aus dem Schrank
nehmen wollte, bemerkte er zu ſeinem Schrecken, daß das
Buch verſchwunden war. Erkundigungen bei der Kaſſe er=
gaben
, daß das geſamte Guthaben von 218,16 Mark am
4. Juli abgehoben und darüber quittiert war. Die Quit=
tung
lautete auf den Namen der Ehefrau. Die Unterſchrift
erwies ſich als gefälſcht. Auf Grund der vom Gerichts=
chemiker
Dr. Popp=Frankfurt erhobenen Schriftproben
und der übrigen Erwägungen kam als einzige Täterin
des Diebſtahls die jetzige Angeklagte in Frage. Sie
wohnte in dem Hauſe ihrer Schwiegermutter und kannte
die Räumlichkeiten der Wohnung des Beſtohlenen, der ein
Schwager ihres Mannes iſt, genau. Sie wußte, daß der
Schlüſſel zu der Stube in der Küche lag und auch den

Türkiſches Kalenderweſen.
Von Joſeph Lößer.

Wie ſehr iſt durch die Machtſtellung des geeinten
Deutſchen Reiches, durch die ungeahnte Entwickelung ſei=
ner
Induſtrie, ſeines Handels und die Erweiterung der
Verkehrsmittel unſer Intereſſe an dem türkiſchen Reich
gewachſen. Dabei haben ſich politiſche, wirtſchaftliche
und finanzielle Beziehungen ausgebildet, auch hinſicht=
lich
wichtiger, öffentlicher Angelegenheiten der Türkei, ſo
in dem deutſchen Anteil an der osmaniſchn Staatsſchul=
denverwaltung
und dem Eiſenbahnbau in Kleinaſien
(Bagdadbahn). Möge nun die Entſcheidung nach dem
dermaligen Kampfe auf der Balkanhalbinſel fallen, wie
ſie wolle, dieſe Verhältniſſe werden auch bei den der
Türkei in Ausſicht ſtehenden Gebietsverluſten von deut=
ſcher
Seite feſtzuhalten, zu pflegen und zu fördern ſein.
Zudem iſt die Türkei unſerem Empfinden, auch bei Un=
beteiligten
, ſeit ihrem letzten Kriege mit Rußland
dem Berliner Kongreß (1878), der Orientreiſe unſeres
Kaiſers (1898), dem Krieg um Tripolis und ihrem
dermaligen Ringen, in ſteigendem Maße näher getreten,
unſere Teilnahme an ihren Schickſalen ſtändig gewachſen.
Alles das ſollte Anregung geben, uns mit den öffent=
lichen
Einrichtungen derſelben, ſoweit dies aus der
Ferne tunlich iſt, zu befaſſen. Zu dieſen gehört auch die
Zeitrechnung und das Kalenderweſen, eine beſondere
Seite der Kultur jedes Landes, die ja einen der Rahmen
bildet, in dem ſich die Lebensverhältniſſe ſeiner Bewoh=
ner
abſpielen. Im allgemeinen iſt uns aus der Türkei
hiervon wenig bekannt, obgleich wir an einſchlägige
Merkmale häufiger erinnert werden; ſo, daß die türkiſche
Zeitrechnung mit der ſogen. Hedſchra beginnt, dem Tag
der Flucht Mohammeds, des Stifters der mohammeda=
niſchen
Religion (des Iſlam) von Mekka nach Medina,
daß der Freitag der wöchentliche türkiſche Feiertag, der
Ramadan der Faſtenmonat iſt und an den Beiramfeſten
der Sultan ſich in großem, feierlichem Aufzug zur
Moſchee (ſpric: Mos=che) begibt (Selamlik).

Die Türken zählen wie wir nach einer ſiebentägigen
Woche und beginnen dieſelbe mit unſerem Sonntag
eigentlich mit dem Sonnenuntergang am vorausgegange=
nen
Tag, da die Tage von Sonnenuntergang bis wieder
Sonnenuntergang, eingeteilt in 24 gleiche Zeitabſchnitte
Stunden), gerechnet werden. Die Woche zahlt alſo von
unſerem Samstag abend bis wieder Samstag abend.
Der Einfachheit halber wollen wir aber von Sonntag
bis einſchließlich Samstag zählen. Die 5 erſten Tage
und der letzte Tag führen lediglich die Bezeichnung
1., 2., 3., 4., 5., 7. Tag, türkiſch: jaum el-ahad, jaum
el-isnain jaum el-salasa, jaum el-arbua, jaum el- dscha-
mis
, jaumel-sebt. Der 6. Tag, Freitag, hat den beſon=
deren
Namen jaum el-dschuma (Tag der Zuſammen=
kunft
). Abgeſehen davon, daß an dieſem Tage die Gläu=
bigen
Gottesdienſt in der Moſchee haben, wird derſelbe
wie ein Werktag angeſehen.
Der 46. Juli 622, von dem ab die mohammedaniſche
Aera (Hedſchra) gezählt wird, war ein Freitag, daher
dieſer als Feiertag gilt. Daß bei dem genannten Datum
ein Freitag herauskommt, läßt ſich aus den Oſtertabellen
feſtſtellen. Im Jahre 622 fiel Oſtern auf den 4. April
das war ein Sonntag. Nach Ablauf desſelben bis mit
16. Juli ſind nach Monatsabſchnitten 2631 30 16
103 Tage 103
14 Wochen 5 Tage verfloſſen.
Der erſte dieſer 5 Tage war alſo ein Montag, ſomit der
fünfte, der geſuchte, ein Freitag. Die Flucht Mohammeds
ſoll tatſächlich aber einige Zeit ſpäter, erſt im September
des Jahres 622, ſtattgefunden haben. Abweichend hier=
von
wird auch der 20. Juni 622 angegeben. Weil aber
mit dem 16. Juli dieſes Jahres ein neues arabiſches
Jahr begann, hat man die Hedſchra dahin verlegt, d. h.
die Zeitrechnung mit dieſem Tag begonnen.
So kommen wir zu dem mohammedaniſchen, unſe=
rem
türkiſchen Jahr. Da finden wir nun eine weſent=
liche
Verſchiedenheit gegenüber unſerer Zeitrechnung
Während dieſe das Sonnenjahr zur Grundlage hat, d. h.
die Zeit, in der ſich die Erde einmal um die Sonne dreht,

und 42 unſerer Monate annähernd dieſer Zeit gleichkom=
men
, beruht die türkiſche Zeitrechnung auf dem Umlauf
des Mondes um die Erde, dergeſtalt, daß die Zeit von
Neumond bis zum nächſten Neumond (welche übrigens
im allgemeinen mit dem Zeitraum zwiſchen zwei gleichen
Mondphaſen, alſo z. B. zwiſchen Vollmond und wieder
Vollmond, erſtem Viertel und nächſtem erſten Viertel
übereinſtimmt) als Grundmaß gilt; es iſt der Mond=
monat
. Er iſt gleich 29½ Tagen, da der Mond zu dem
in Rede ſtehenden Umlauf durchſchnittlich 29 Tage 12
Stunden 44 MMinuten braucht. Das mohammedaniſche
Jahr zählt nun 12 Monate mit durchſchnittlich je 29,5
Tagen, und richtet dieſe ſo ein, daß 6 Monate (die unge=
rader
Ordnungszahl) je 30 Tage, die übrigen 6 Monate
(diejenigen gerader Ordnungszahl) je 29 Tage erhalten
Nachſtehend folgen der Reihe nach die türkiſchen Namen
dieſer 12 Monate mit Angabe der Zahl der zugehörigen
Tage:
. Muharrem . . . 30 T.) 7. Redscheb . . . 30 T.
2. Safer . .
8. Schaban . . .
9
3. Rebi ul-ewwel 30 . 9. Ramasan . . 30
29
4, Rebi ul-akhir .
10. Schewwal . . .
9
5. Dschemazi ul-ewwel
11. Zilkade ..
5
6. Dschemazi ul-akhir 29 12. Zilhiddsche . . 29
zuſammen 354 Tage.
Der Monat beginnt, wenn ſich bei zunehmendem
Licht die erſte Mondſichel am Abendhimmel zeigt, wenn
alſo der Mond, nachdem er unſichtbar geblieben, neu am
Himmel ſteht. Dieſe Phaſe verdient die Bezeichnung
Neumond, während wir die vorausgehende Phaſe der
Unſichtbarkeit Neumond nennen. Iſt der Himmel trüb,
ſo daß die neue Mondſichel verdeckt iſt, ſo kommt erſt die
Mondſichel des folgenden Tages als Monatsanfang in
Betracht. Liegt auch da ein Hindernis für die Sichtbar=
keit
vor, ſo erinnert man ſich wohl, daß nunmehr 30 Tage
abgelaufen ſind, alſo mit einem neuen Monat zu rech=
nen
iſt, und richtet ſich danach ein. Man ſieht daraus,
daß im praktiſchen Leben der Monat nicht immer mit dem
Kalendermonat übereinſtimmt.

[ ][  ][ ]

Schlüſſel zu der Schublade wußte ſie. Weiter kam als
Verdachtsmoment hinzu, daß ſie am 5. Juli eine Rech=
nung
von 260 Mark für Möbel bezahlt hatte, und über
den Erwerb dieſes Geldes konnte ſie glaubhafte Erklär=
ungen
nicht machen; auch war ein weiteres Sparkaſſen=
buch
und andere leicht zu verkaufende Wertgegenſtände in
der Schublade unberührt geblieben. Die Angeklagte leug=
nete
von Anfang an ihre Täterſchaft. In der geſtrigen
Verhandlung gab Gerichtschemiker Dr. Popp ein um
faſſendes Gutachten über die angeſtellten Schriftvergleich=
ungen
, aus denen hervorgegangen ſei, daß die größte
Wahrſcheinlichkeit für die Täterſchaft der Angeklagten ſei.
Weitergehende Schlüſſe laſſen derartige Vergleichungen
nur zu, wenn andere Tatmomente mit herangezogen wer=
den
können. Das Gericht ſah auf Grund des Indizien=
beweiſes
die Schuld der Angeklagten als erwieſen an, und
erkannte auf eine Geſamtſtrafe von 2 Monaten Ge=
fängnis
. Nur die bisherige Unbeſtraftheit der Ange=
klagten
und die geſchwächte Widerſtandsfähigkeit gegen
Verſuchungen, da die Angeklagte in anderen Umſtänden
war, ließ das Gericht der Angeklagten mildernde Um=
ſtände
zubilligen, da ſonſt auf Zuchthaus hätte erkannt
werden müſſen.
Ibſen=Zyklus des Großh. Hoftheaters. Am Mon=
tag
, den 31. März, beginnt das Großh. Hoftheater mit
einem Ibſen=Zyklus, in deſſen Rahmen an vier aufeinan=
der
folgenden Montagen Werke des nordiſchen Dichters
zur Aufführung gelangen. Den Anfang macht am kom=
menden
Montag das Familiendrama Geſpenſter das ir
ſämtlichen Hauptrollen Neubeſetzungen aufweiſt. Für den
Zyklus, deſſen einzelne Abende im Abonnement ſtattfin=
den
, wird ein Extra=Abonnement zu Abonnementspreiſen
eröffnet, bei deſſen Bezug keine Vorverkaufsgebühr zu ent=
richten
iſt. Karten zu den einzelnen Vorſtellungen wer=
den
zu kleinen Preiſelegrhältlich ſein. Die Ausgabe der
Extra=Abonnements f für a ganzen, vier Abende umfaſſen=
den
Ibſen=Zyklus, inkg eſſen Verlaufe nach Geſpenſter
Die Wildente, Nora und Hedda Gabler in neuer
Einſtudierung in Szene gehen werden, beginnt heute an
der Tageskaſſe des Hoftheaters nachmittags von 3½ bis
5 Uhr.
* Meiſterprüfung. Mit Bezug auf frühere Mit=
teilungen
wird nochmals darauf hingewieſen, daß am
15. April d. Js. Meldeſchluß für die zweite außer=
terminliche
Meiſterprüfung der Provinz Starkenburg iſt.
Es iſt einigermaßen auffallend, daß unter den bis jetzt
eingelaufenen Meldungen verſchiedene Gewerbe ſehr
ſchwach und einige gar nicht beteiligt ſind; ſo fehlen
z. B. Bildhauer, Bürſtenmacher, Dentiſten, Feilenhauer,
Goldarbeiter, Graveure, Häfner, Kupferſchmiede, Litho=
graphen
, Optiker, Poſamentiere, Schriftgießer, Steinmetzen
und Wagner. Es iſt auch auffallend, daß der Sinn für
die Meiſterprüfung in einzelnen Gemeinden zu fehlen
ſcheint. Das Gebiet an der Bergſtraße iſt kaum
vertreten, während von Offenbach a. M. und Um=
gebung
, dem Ried, ſowie vom vorderen Odenwald
der Sache großes Intereſſe entgegengebracht wird. Wo
die Urſachen dieſer Verſchiedenheiten liegen, braucht heute
nicht noch unterſucht zu werden. Jedenfalls iſt die Ab=
legung
der Prüfung ſehr zu empfehlen; der fortſchreitende
Ausbau der Gewerbeordnung wird ſicher auch die
Meiſter im Handwerk entſprechend berückſichtigen. Schon
deshalb ſollte es das Beſtreben ſein, den gewählten
Beruf ſo vollkommen wie möglich abzuſchließen, gand
abgeſehen von der perſönlichen Bewertung und Hebung
des Handwerks im ganzen. Für die Ablegung der
Meiſterprüfung gelten bis 1. Oktober l. Js. die Ueber=
gangsbeſtimmungen
der Gewerbeordnung, ſo daß zur
zeit noch von der Geſellenprüfung Abſtand genommen
werden kann. Von dieſer Vergünſtigung ſollte daher
ſoviel wie möglich Gebrauch gemacht werden.
C. Der katholiſche Geſellenverein veranſtaltete am
Dienstag zu Ehren ſeines als Pfarrer nach Klein= Krotzen=
burg
verſetzten Herrn Präſes Moſer eine Abſchiedsfeier,
bei der die Geſangsabteilung des Männer= und Arbeiter=
vereins
unter ihrem Dirigenten, Herrn Grim, mitwirkte.
Herr Kaplan Wilhelm, als Vizepräſes, der Senior im
Namen des aktiven Vereins Herr Straub im Auftrag des
Schutzvorſtands, Herr V. Frühwein im Namen des
Rauchklubs, dankten dem Scheidenden für ſeine raſtloſe
und ſelbſtloſe Tätigkeit für den Verein, in den er neues
Leben gebracht hatte, und überreichten wertvolle Ge=
ſchenke
unter denen vor allem eine ſchöne Nachbildung
des Kölner Kolpingsdenkmals genannt ſei. Ein von
Herrn Rektor Peters verfaßtes ſinniges Abſchiedsgedicht,
das Herr Brandau verſtändnisvoll vortrug, und dem Herr
Weber eine künſtleriſche Faſſung in Form eines Buches
gegeben hatte, bot zu den Reden eine willkommene Er=
gänzung
. Herr Präſes Moſer dankte für all die Liebe
und Ehre, die ihm zuteil wurde, wies auf die reichen
Anregungen hin, die er im Verkehr mit den Mitgliedern

empfangen hatte und betonte die Notwendigkeit des Zu=
ſammenarbeitens
mit dem Männerverein. Die Rede
klang aus in einer herzlichen Ermahnung zur Auffaſſung
der Arbeit im Lichte des Chriſtentums. Möchte Gottes
Segen den Herrn Pfarrer in ſein neues Amt begleiten!
Künſtlerfeſt. Der Kartenverkauf beginnt
nächſten Samstag in der Hofmuſikalienhandlung von
G. Thies Nachf.
* Odenwaldklub. Auf die heute abend im Fürſten=
ſaal
, Grafenſtraße, ſtattfindende ordentliche Hauptver=
ſammlung
der hieſigen Ortsgruppe wird noch einmal
beſonders hingewieſen. Vollzähliges und pünktliches Er=
ſcheinen
iſt dringend erwünſcht.
* Fortſchrittliche Volkspartei. Auf die Anzeige in
heutiger Nummer, betr. Familienabend am 29. ds. Mts.,
wird hierdurch hingewieſen
Der Zweigverein Darmſtadt des Vogelsberger
Höhenklubs feiert kommenden Samstag abend im
Schützenhof ſein Dekorierungsfeſt. Eine ſtattliche An=
zahl
wanderfroher Schweſtern und Brüder ſoll wieder
den Preis für die geleiſteten, Körper und Geiſt erfriſchen=
den
Wanderfahrten in Gottes freier Natur feierlich ver=
liehen
erhalten: Das Goldene! Alle Hände ſind am
Werk, den Abend diesmal ganz beſonders glanzvoll zu ge=
ſtalten
, ſo daß die Teilnahme wärmſtens empfohlen wer=
den
kann. (Siehe Anzeige.)
* Lehrer=U lauv für das Deutſche Turnfeſt.
Die oberſte heſſiſche Schulbehörde hat verfügt, daß den
Lehrern, die an dem vom 12. bis 16. Juli d. Js. ir
Leipzig ſtattfindenden XII. Deutſchen Turnfeſt teilzu=
nehmen
wünſchen, ein entſprechender Urlaul
zu gewähren ſei, ſofern ſich dies ohne erhebliche
Störung des Unterrichts ermöglichen läßt und aus
dem Beſuche ein Nutzen für den betreffenden Lehrer zu
erwarten iſt.
Das Poſtblatt. Anfang April erſcheint eine neue
Nummer des Poſtblatts, das eine Beilage zum Reichs=
anzeiger
bildet, aber auch für ſich bezogen werden kann.
Im Poſtblatt, das im Reichspoſtamt zuſammengeſtellt
wird, ſind die wichtigſten Verſendungsbedingungen und
Tarife für Poſtſendungen aller Art, ſowie für Tele
gramme enthalten. Auf die ſeit dem Erſcheinen der voran
gegangenen Nummer (Anfang Januar) eingetretenen
Aenderungen wird in der neuen Nummer durch be=
ſonderen
Druck (Schrägſchrift) hingewieſen. Das Poſt=
blatt
kann auch neben anderen, umfangreicheren Hilfs=
mitteln
für den Verkehr mit der Poſt und Telegraphie
(Poſtbücher, Poſt= und Telegraphennachrichten für das
Publikum uſw.) mit Vorteil benutzt werden, weil es dieſe
bis auf die neueſte Zeit ergänzt. Der Bezugspreis des
Poſtblatts beträgt für das ganze Jahr 40 Pfg., für die
einzelne Nummer 10 Pfg. Beſtellungen werden von den
Poſtanſtalten entgegengenommen.
g. Diebſtahl im Gerichtsgebäude. Aus dem An=
waltszimmer
im Gerichtsgebäude wurden geſtern
vormittag von einem bisher noch unermittelten Täter
ein Spazierſtock mit ſilbernem Griff und
ein Ueberzieher geſtohlen.

Darmſtädter Schulen.

III. (Schluß.)
* Nach dem Jahresbericht des Großh. Realgym=
naſiums
für das Schuljahr 1912/13 zählte der Lehr=
körper
54 Mitglieder bei einem Schülerſtand von 269 in
der Vorſchule und 847 (darunter 31 Schülerinnen) im
Realgymnaſium, alſo von insgeſamt 1116. Davon waren
ihrer Konfeſſion nach 934 evangeliſch, 109 katholiſch und
73 iſraelitiſch. Mit Beginn des Schuljahres wurde die
dritte Oberprima eingerichtet. Die Reifeprüfung 1913
beſtanden 73 Abiturienten, darunter 2 Damen. Mitglie=
der
des pädagogiſchen Seminars waren 24 Herren. Der
Unterricht beginnt am 1. April. Verſchiedene Fälle, die
zur Kenntnis der Direktion gekommen ſind, veranlaßten
dieſe, die Eltern der Schüler vor Privatunterricht durch
ungeeignete Perſonen, auch durch Studenten und Schü=
er
anderer Lehranſtalten, zu warnen. Es empfiehlt ſich,
vor Beginn des Privatunterrichts Rückſprache mit dem
Fachlehrer, Klaſſenführer oder dem Direktor zu nehmen
Auf eine große Anzahl von Anfragen erklärte die Direk=
tion
, daß das Reifezeugnis des Realgymnaſiums zu allen
Berufen berechtigt; nur zum Studium der klaſſiſchen Phi=
lologie
und der Theologie ſind Ergänzungsprüfungen
notwendig. Die Eltern von Schülern, die ſchwach in
ihren Leiſtungen ſind, werden gebeten, nicht erſt gegen
Schluß des Halbjahres, ſondern möglichſt frühzeitig ſich
mit dem Direktor oder dem Klaſſenlehrer in Verbindung
zu ſetzen.
In dem 47. Jahresbericht der Großh. land=
wirtſchaftlichen
Winterſchule zu Darmſtadt

1912/13 wird mitgeteilt, daß die Geſamtſchülerzahl 57
betrug, wovon 29 auf die Obere und 28 auf die Un=
tere
Abteilung entfallen. Eingeſchloſſen in dieſe Zahl
ſind 6 Hoſpitanten der Oberen Abteilung‟
7 Schüler
hatten die Berechtigung zum Einjährig=Freiwilligen. Der
Lehrkörper der Schule zählt 10 Lehrkräfte. Der landwirt=
ſchaftliche
Unterricht für Soldaten wurde fortgeſetzt
und erweitert. Die Teilnehmerzahl erreichte die Zahl von
170 Mann. Da die Schulräume nicht mehr ausreichten, ſo
wurde mit Staatsmitteln der geräumige Mathildenhöh=
aal
gemietet. Zur Unterſtützung des Unterrichts wurde
das Hofgut Kranichſtein und das Landgeſtüt beſichtigt.
Die landwirtſchaftliche Winterſchule bezweckt die Ausbild=
ung
junger Landwirte in den Grundzügen der Natur=
und Landwirtſchaftswiſſenſchaft. Zur Aufnahme berech=
tigt
iſt jeder, der eine Volksſchule mit befriedigendem Er=
folg
beſucht hat. Wünſchenswert iſt es, daß derſelbe 1
bis 2 Jahre vor dem Eintritt praktiſch tätig war und ſo=
mit
das 15.16. Lebensjahr erreicht hat. Da die Schule
eine Fachſchule iſt, ſo kann das Berechtigungszeugnis zum
Einjährig=Freiwilligendienſt nicht von dem Beſuch der un=
teren
Abteilung entbinden. In beſonderen Fällen können
Ausnahmen geſtattet werden, worüber der Aufſichtsrat zu
entſcheiden hat. Der 48. Lehrgang beginnt am Dienstag,
den 4. November 1913, im Schulgebäude.

Die Bleichſtraße.

Wiederholt ſind in eindringlicher Weiſe die Nachteile,
die die Bewohner der Bleichſtraßen=Gegend infolge Ver=
legung
des Bahnhofes erlitten haben, eingehend dargeſtellt
und jeder Bürger der Stadt wird es lebhaft bedauern,
daß in der nächſten Umgebung des alten Bahnhofes die
wirtſchaftlichen, geſchäftlichen Verhältniſſe verſchiedener
Einwohner geſchädigt worden ſind. Die eindringlichen
und wiederholten Klagen der dortigen Einwohner werden
gewiß von der geſamten Bürgerſchaft verſtanden, und
man iſt allgemein beſtrebt, dahin zu wirken, den Schaden
der Einzelnen tunlichſt zu mildern. In dieſer Beziehung
ſcheint es durchaus gerechtfertigt, wenn immer wieder auf
die entſtandenen Nachteile hingewieſen wird. Es wird
aber bei dem Unbefangenen ſehr leicht die Meinung
erweckt, daß die beteiligten Behörden es bei den im Gang
befindlichen Arbeiten für die Durchführung der Straßen=
züge
Griesheimer Weg und Dornheimer Weg- Bismarck=
ſtraße
an dem nötigen Entgegenkommen und an der Be=
ſchleunigung
der Arbeiten hätten fehlen laſſen. Dies iſt
durchaus nicht der Fall. Im Gegenteil, wie den Vertre=
tern
der Intereſſenten der Bleichſtraße wiederholt münd=
lich
und ſchriftlich mitgeteilt wurde, ſind alle Maßregeln
zur Beſchleunigung der Durchführung der Straßenzüge
ohne jeglichen Aufſchub ergriffen worden. So wurde dem
Geſuch um eine vorläufige Durchlegung des Griesheimer
Weges trotz der erwachſenen Koſten alsbald entſprochen.
Obgleich die ſtädtiſche Verwaltung bei den Erdbewegungs=
arbeiten
auf dem alten Bahnhofsgebiete nicht beteiligt iſt,
iſt ſie wiederholt bei der Königl. Preußiſchen und Großh.
Heſſiſchen Eiſenbahndirektion auf das dringendſte vor=
ſtellig
geworden; ſie hat die Großh. Regierung um ihre
Mitwirkung angegangen, und dank des Entgegenkommens
dieſer Behörden iſt ein Verfahren für die Abräumungs=
arbeiten
erreicht worden, das unter Anwendung maſchinel=
ler
Einrichtungen die ſchnellſtmögliche und billige Be=
ſeitigung
der Erdmaſſen verbürgt. Dies iſt nicht allein in
der Stadtverordnetenverſammlung anerkannt worden,
ſondern auch in den ſtädtiſchen Deputationen, die ſich mit
der Angelegenheit befaßt haben. Alle Mitwirkenden ſind
von dem Beſtreben durchdrungen, die erforderlichen Ar=
beiten
zu beſchleunigen. Die Eiſenbahndirektion und
ebenſo der von ihr beauftragte Unternehmer haben ſelbſt
das größte Intereſſe, die Abräumungsarbeiten möglichſt
bald zu Ende zu führen. Daß bei dem mit Steinfunda=
menten
durchſetzten Untergrund ab und zu kleine Ver=
zögerungen
in der Förderung eintreten können, wird von
jedem Sachverſtändigen beſtätigt werden müſſen. Spreng=
arbeiten
ſind an jener Stelle ausgeſchloſſen.
Es iſt daher völlig unbegründet, den beteiligten Be=
hörden
oder auch den Stadtverordneten und den ſtädti=
ſchen
Deputationen, die ſich ſogar durch Ortsbeſichtigung
von der Sachlage überzeugt haben, irgend einen Vor=
wurf
zu machen. Es iſt auch unrichtig, daß die Ange=
legenheit
nicht weiter von der Stadtverwaltung betrieben
würde, denn die Verwaltung iſt unausgeſetzt mit dem
hieſigen Baubureau der Eiſenbahndirektion in Verbind=
ung
. Auch darf erwähnt werden, daß der Vorſteher des
hieſigen Baubureaus eifrig beſtrebt iſt, den Wünſchen der
Stadt nachzukommen. Jeder, der die Arbeitsſtelle beſich=
tigt
, wird zugeben müſſen, daß ſeit Beginn der Bagger=
und Abfuhrarbeiten ganz außerordentliche Leiſtungen zu
verzeichnen ſind, ſo daß von den 100000 Kubikmeter

Nach dem Angegebenen hat das türkiſche Jahr nur
354 Tage, es iſt das Mondjahr. Es liegt ihm die An=
nahme
zugrunde, daß es den Zeitraum von Neumond
bis zur zwölften Wiederkehr desſelben umfaßt. Nun
aber iſt, wie früher bemerkt, der zwölfte Teil davon, der
wahre Mondmonat, um 44 Minuten länger als 29½
Tage, ſo daß innerhalb eines Mondjahres 12X444 Minu=
ten
oder 8,8 Stunden verloren gehen. Bei 30 Jahren
macht dies 264 Stunden oder 11 Tage. Um daher mit
den Mondläufen in Uebereinſtimmung zu kommen oder
zu bleiben, werden in dieſer Periode, alſo in einem
Zyklus von 30 Jahren, 11 Tage zugelegt, und zwar in
Zwiſchenräumen von 3 oder 2 Jahren, wobei jeweils dem
letzten Monat (Zilhiddsche) der Schalttag angegliedert
wird. Der in Rede ſtehende Zyklus umfaßt demnach
30 X 354 11 10631 Tage, und zwar haben das 2., 5.,
7., 10., 13., 16., 18., 21., 24., 26. und 29. Jahr je 355, die
übrigen je 354 Tage. Es zählen z. B. die 10 erſten Jahre
desſelben zuſammen 3544, die 11 erſten 3898 Tage. Dieſe
Tagesſummen ſinden bei einer ſpäteren Berechnung An=
wendung
. Nach dem Geſagten hat das Mondjahr
1053
durchſchnittlichF 354,37 Tage; es fehlen
ihm an unſerem Sonnenjahr mit 365,24 Tagen rund 11
Tage. In 8 Jahren macht dies etwa 88 Tage oder ein
Vierteljahr, in 16½ Jahren 181 Tage oder ungefähr ein
Halbjahr aus uſw. Wenn alſo einmal ein Mondjahr
mit dem Winter anfängt, ſo beginnt es nach 8maligem
Verlauf mit dem Herbſt, ſpäter mit dem Sommer u. ſ.f
Bei 33 Mondjahren gehen annähernd 365 Tage, alſo ein
Sonnenjahr, ab, ſo daß 33 Mondjahre etwa 32 unſerer
Jahre entſprechen. Nach Ablauf eines ſolchen Zyklus
fallen hiernach die Tage des neuen Mondjahres wieder
ungefähr auf die gleichen Tage des Sonnenjahres wie
im erſten Mondjahr. Der türkiſche Landmann beſtellt
unter dieſen Verhältniſſen das Feld in den aufeinander=
folgenden
Jahren zu verſchiedenen Zeiten, wenn auch be
gleichem Sonnenſtand, und die auf beſtimmte Tage des
Kalenders fallenden Feſte der Türken werden nachein=
ander
zu den verſchiedenſten unſerer Jahreszeiten ge=
eiert
.

Nur nebenher möge hier bemerkt werden, daß in
Aegypten ſeit 1879 der Gregorianiſche Kalender gilt
vorher war der Julianiſche in Gebrauch und die Tür
ken ſeit 1677 in der Finanzverwaltung das Sonnenjahr
mit 365, bezw. 366 Tagen, genannt Malije=Jahr, über=
nommen
haben, welches dermalen mit unſerem 14. März
beginnt.
Es wird nun den geneigten Leſer intereſſieren, die
Umrechnung eines Datums in türkiſche Zeitrechnung zu
verfolgen. Es iſt die Frage, welches türkiſche Datum
iſt für einen gewiſſen Tag unſeres Kalenders zu ſetzen
Nehmen wir den 4. Februar d. J., an dem nach frucht=
loſer
Friedenskonferenz in London die Feindſeligkeiten
auf der Balkanhalbinſel wieder begannen. Dieſes
Datum iſt nach dem ruſſiſchen (Julianiſchen) Kalender
der 22. Januar, denn bis zum Jahre 2100 iſt in Rußland
1. Januar (Neujahr), wenn wir ſchon den 14. Januar
ſchreiben. Wir benutzen das ruſſiſche Datum, weil damit
die Rechnung etwas einfacher wird, indem beim Juliani=
ſchen
Kalender die Schalttage alle 4 Jahre wiederkehren
was bekanntlich bei unſerem, dem Gregorianiſchen Ka=
lender
, nicht durchgängig der Fall iſt. Es handelt ſich
alſo um die Feſtſtellung des letzten Tages des Zeitraumes
vom 16. Juli 622 bis 22. Januar 1913 in türkiſchem
Datum. Es ſind bis einſchließlich 15. Juli 1912: 1290
Jahre. Vom 16. Juli 1912 bis mit 22. Januar 1913 ſind
es 16 31 30 31 30 31 22 191 Tage. Jene
1290 Jahre durch 4 dividiert geben 322 Schaltperioden 2
Jahre. Jede Schaltperiode hat 3X365 366 1461
Tage, alſo entſprechen 322 Schaltperioden 470 442 Tagen;
dazu die 2 Jahre (2 X365 730 Tage) 191 Tage gibt
471363 Tage; ſo viel Tage ſind alſo an unſerem 4. Fe=
bruar
ſeit 16. Juli 622 zu zählen. Nun entſprechen,
wie früher angegeben, 10631 Tage einem 30jährigen
Zyklus des mohammedaniſchen Kalenders, es kommen
471363
44 Zyklen 3599 Tage in Betracht.
alſo 10631
Die 44 Zyklen geben 44X30 1320 Mondjahre. Die
3599 Tage ſind ebenfalls in Mondjahre zu verwandeln.
An früherer Stelle haben wir gezeigt, daß die erſten 10
Jahre eines ſolchen Zyklus 3544 Tage umfaſſen, das ſind

55 Tage weniger. Alſo ſind die 3599 Tage weitere
10 Mondjahre 55 Tage. Seit der Hedſchra ſind alſo
zu zählen 1320 10 1330 Mondjahre 55 Tage; d. h.
wir ſtehen im 1331. türkiſchen Jahre. Die 55 Tage zer=
legen
ſich in 30 Tage (Monat Muharrem) 25 Tage vom
Monat Safer. Dem 4. Februar d. J. entſpricht ſonach
das türkiſche Datum 25. Safer 1331, dem noch jaumel-
salasa
(Dienstag) beigeſetzt werden kann, da unſer Tag
ein Dienstag war
Der Ramaſan (arabiſch Ramadan) iſt der Faſten=
monat
, der 27. desſelben iſt beſonders heilig. Darauf
folgen vom 1. bis 3. des nächſten Monats Schewwal
(arabiſch Schawwal) der erſte als Haupttag die
Freudentage der Faſtenauflöſung, der Beiram. Am 10.
des letzten Monats Zilhiddſche (arabiſch Dhulhiddſche)
und die beiden folgenden Tage iſt das Opferfeſt, das
zweite Beiramfeſt, das den Abſchluß der mit der Mekka=
fahrt
verbundenen feierlichen Gebräuche bildet. Ein
eigenartiger Feſttag iſt noch der 15. des Monats Scha=
ban
, da in der betreffenden Nacht Gott alle Handlungen
der Menſchen, die in einem Jahre zu vollführen ſind,
regiſtriert und alle in dieſem Jahre zur Geburt oder zum
Tode beſtimmten Menſchen aufſchreibt, daher der Glaube
der Türken an ein voraus beſtimmtes Schickſal (Kismet)
und deren Ergebung in die Fügungen des Daſeins. Der
12. des Monats Rebi ul=ewwel iſt der Geburtstag des
Propheten. Da hier die kirchlichen Feſte zur Sprache
kamen, möge mit den Worten geſchloſſen werden, mit
denen der Mueſſin (Rufer zum Gebet) von den Mina=
retts
herab die Gläubigen täglich fünfmal laut und feier=
lich
zum Gebete mahnt:
Gott iſt groß! (dreimal). Ich bezeuge, daß es
keinen Gott gibt außer Allah! Ich bezeuge, daß
Mohammed der Geſandte Gottes iſt! Kommt zum
Gebet! Kommt zum Heil! Gott iſt groß! (je zwei=
mal
). Es gibt keinen Gott außer Allah! (Am frü=
hen
Morgen wird noch hinzugefügt: Das Gebet
iſt beſſer als der Schlaf! lzweimal)).

[ ][  ][ ]

Erde, die abzuräumen waren, bereits die Hälfte beſei=
tigt
iſt.
Ebenſo iſt die Kommiſſion der Vertreter der Inter=
eſſenten
in der Bleichſtraße genau davon unterrichtet, daß
ſich die Stadtverwaltung eingehend mit der Frage der
Errichtung einer Notbrücke über das Bahngelände befaßt
hat. Sie iſt auch davon unterrichtet, daß durch die ge=
dachte
Notbrücke eine Verzögerung der Abräumungs=
arbeiten
unvermeidlich geweſen wäre, daß häufige Unter=
brechungen
hätten ſtattfinden müſſen und daß mit Rück=
ſicht
auf die beträchtliche Höhe der Ueberführung kaum
eine Erleichterung für die Fußgänger geboten worden
wäre.
Im übrigen darf noch bemerkt werden, daß die übri=
gen
Arbeiten auf dem Vorplatze für die Straßenherſtel=
lung
, die Feſtſetzung der Straßenfluchtlinien und die Er=
bauung
des Kanals im Zuge des Griesheimer Wegs
wohl vorbereitet ſind und daß dieſe Arbeiten bei Eröff=
nung
des Durchbruchs gleichzeitig beendet ſein werden.

Allgemeiner Verein gegen Verarmung und
Bettelei.

In dem Sitzungsſaal des Städtiſchen Rathauſes
am Markt fand geſtern nachmittag um 3 Uhr die Haupt=
verſammlung
des Vereins gegen Ver=
armung
und Bettelei ſtatt, die ſich eines guten
Beſuches der Helfer und Helferinnen aus den Vereins=
bezirken
zu erfreuen hatte. Vor Eintritt in die Tages=
ordnung
ſtellte der Vorſitzende, Herr Geh. Oberkonſiſto=
rialrat
D. Peterſen, die ſatzungsmäßige Einberufung
und Beſchlußfähigkeit der Verſammlung feſt und gedachte
in warmen und anerkennenden Worten des im Berichts=
jahre
verſtorbenen langjährigen Vereinsvorſitzenden,
Herrn Geheimen Regierungsrat von Zangen, und des ver=
dienſtvollen
früheren Vorſtandsmitgliedes Herrn Kom=
merzienrat
Wittich, die ſich im Berichtsjahre ſchätzens=
werte
Verdienſte um den Verein erworben haben. Ange
ichts dieſer opferfreudigen Mitarbeit an den Vereinsbe=
ſtrebungen
werde man den Dahingeſchiedenen in Dank=
barkeit
ein treues Andenken bewahren. Die Verſamm=
lung
erhob ſich zum Gedächtnis von den Sitzen. Aus
dem von dem Geſchäftsführer, Herrn Bürgermeiſterei=
ſekretär
Löſchhorn, vorgetragenen Jahresbericht, der
mit Rückſicht auf die Verlegung des Geſchäftsjahres nur
den Zeitraum von dreiviertel Jahren umfaßt, wurde mit=
geteilt
, daß die im Vorjahr beſchloſſenen Satzungsände=
rungen
die miniſterielle Genehmigung erhalten haben.
Im Berichtsjahr fanden 17 Vorſtandsſitzungen mit 1142
Beratungsgegenſtänden ſtatt. 1085 Unterſtützungsanträge
liefen aus den einzelnen Stadtbezirken ein, von denen 907
mit einem Unterſtützungsaufwand von 13 187 Mark Be=
rückſichtigung
fanden. 178 Unterſtützungsgeſuche mußten
wegen mangelnder Würdigkeit der Bittſteller abgelehnt
werden. Der Verein hat als oberſten Grundſatz feſtgeſetzt,
die Unterſtützungsgeſuche nur auf die Würdigkeit der Ge=
ſuchſteller
zu prüfen und unwürdige Elemente der ſtädti=
ſchen
Armenpflege zu überweiſen. Wie in früheren Jah=
ren
, ſo ſind auch im Berichtsjahre alleinſtehenden Frauen
dauernde Jahresunterſtützungen zugewieſen worden.
Für derartige Unterſtützungen wurden insgeſamt in 27
Fällen 2100 Mark verwendet. Die vier dem Verein ge=
hörigen
Mietshäuſer brachten dem Verein einen Rein=
ertrag
von 1439,87 Mark, der zu Unterſtützungszwecken
Verwendung fand. Am Ende des Vereinsjahres 1912
zählte der Verein 779 Mitglieder mit 12537 M. Vereins=
beiträgen
. Gegen das Vorjahr iſt eine Mindereinnahme
von 155,50 Mark zu verzeichnen, ein Umſtand, der den
Vereinsvorſtand veranlaßt, an die Bürger unſerer Stadt
die herzliche Bitte zu richten, durch den Beitritt neuer
Mitglieder und angemeſſene Erhöhung der Vereinsbei=
träge
, ſowie durch Zuwendungen bei Familienfeiern uſw.
der ſegensreichen Tätigkeit des Vereins freundlich zu ge=
denken
.
Durch außerordentliche Zuwendungen hatte der Ver=
ein
im Berichtsjahre 2145 Mark zu verzeichnen. Auch
Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin hat die Huma=
nitätsbeſtrebungen
des Vereins durch Stiftung eines
außerordentlichen Zuſchuſſes, ſowie durch Stiftung von
Suppen=Marken reichlich unterſtützt, ebenſo die ver=
ſtorbenen
Mitglieder, u. a. Kommerzienrat F. Wittich
Oberlandesgerichtsrat Dr. Maurer und Geh. Rat von

Zangen. All dieſen edlen Menſchenfreunden wurde herz=
licher
Dank geſagt. Nach dem Bericht des Vereinsrech=
ners
, Herrn Rechnungsrat Keutzer, betrugen die Ein=
nahmen
17780,84 Mark, die Ausgaben 17394,06 Mark. Die
Rechnung wurde durch die Oberrechnungskammer geprüft
und richtig befunden. Mit Dankesworten des Vorſitzen=
den
wurde dem Rechner Entlaſtung erteilt. Bei der nun
erfolgten Vorſtandswahl wurden die ausgeſchiedenen
Herren Kabinettsrat Römheld, Bürgermeiſter Mueller,
Apotheker und Stadtv. Ramdohr und Fräulein von
Winterfeld durch Zuruf wiedergewählt. Nach Beſpre=
chung
einer Reihe von inneren Vereinsangelegenheiten
wurde die Verſammlung um 5 Uhr geſchloſſen.

Orpheum.

Nach der kurzen durch die Karwoche bedingten
Pauſe haben die Vorſtellungen in unſerem ſchönen
Varieté=Etabliſſement wieder begonnen und zwar iſt nach
dem an künſtleriſchen Erfolgen reichen Gaſtſpiel der
Tiroler Volksbühne wieder ein Varieté=Enſemble ein=
gezogen
, das in ſeiner Zuſammenſetzung ſo=vielſeitig und
in allen Einzelleiſtungen ſo unterhaltend iſt, daß wieder=
um
von einem hervorragenden Programm geſprochen
werden kann, jedem Geſchmack gerecht werdend und jedem
Vergleich mit den Weltetabliſſements der Großſtädte
ſieghaft ſtandhaltend. Da ſind zunächſt die 3 Watſons,
die ſich als ganz außergewöhnliche Kunſtturner an Ringen
Ketten und Trapez erweiſen und ſowohl durch die Ele=
ganz
und Sicherheit ihrer Arbeit, als auch durch ſtaunens=
werte
Kraftleiſtungen imponieren. Dann, wiederum kann
man nur in Superlativen ſprechen, der ganz hervor=
ragende
orientaliſche Zauberkünſtler Abdul Hamid
mit ſeiner Aſſiſtentin Sanoba. Es ſind eine Reihe
kleiner, an ſich harmloſer Zaubereien ohne großen Auf=
wand
an Aeußerlichkeiten, die der frohgemute und
liebenswürdige orientaliſche Hexenmeiſter zeigt, aber ſie
werden mit einer verblüffenden Schnelligkeit und Sicher=
heit
gegeben, die geradezu frappierend wirkt. Vor allem
die Kartenkunſtſtücke, dann die Manipulationen mit den
Seidentüchern u. a. m. Eine reizende Unterhaltungs=
nummer
, die um ſo ſchöner wirkt, als die ſelbſtverſtänd=
liche
elegante Sicherheit, mit der ſie ausgeführt wird, nicht
vermuten läßt welche Mühen und endlos langen Proben
nötig waren, ſie zu erreichen, bietet das Trio Groegs
mit ſeinen hübſchen Reifenſpielen und Keulenjonglier=
ungen
. Für Humor iſt ebenfalls in ausreichendem
Maße und durch vorzügliche Interpreten feiner und der=
ber
Komik und auch Pikanterie geſorgt. Da iſt zunächſt
der Humoriſt Max Walde, einer der immer ſeltener
werdenden Vertreter ſeiner Klaſſe, die vom eigenen
ſonnigen Humor zu geben haben, und das in einer Weiſe
zu geben verſtehen, die, weil ſie ungezwungen und natür=
lich
, in gleicher unmittelbarer Friſche und Heiterkeit wirkt,
von vornherein für den Künſtler einnimmt. Eine
ganze Sondervorſtellung, die ebenfalls auf den Humor
aber in etwas derberer Nüance, geſtimmt iſt, gibt Cle=
mens
Belling mit ſeinen urkomiſchen Vierfüßlern,
die er ganz auf ſeine Weiſe dreſſiert und zu hervorragen=
den
Mitkünſtlern erzogen hat. Fußballſpielende Eſel,
jonglierende Hunde uſw geben mit ihrem Herrn und
Meiſter eine reizende Zirkusvorſtellung.
Nach der Pauſe kommt dann der Clou des Programms,
wie folgt annoneiert: Ein Abenteuer‟. Eiſen=
bahncoupé
=Scherz in 1 Akt. Verfaßt und inſzeniert von
Eugen Zadeck, Regiſſeur am Leipziger Stadttheater. Per=
ſonen
: Er: Guſtav Bertram vom Operettentheater,
Leipzig. Sie: Lotte Holms vom Luſtſpielhaus,
Berlin, Schaffner, Schutzmann, Publikum. Ort der
Handlung: Im Eiſenbahncoupé II. Klaſſe. Vom Inhalt
des pikanten kleinen Scherzes, der mit beſter Wirkung ge=
ſpielt
wird, ſoll nichts verraten werden, um die Pointen
nicht zu töten. Dem Abenteuer folgt Lilli Walter
Schreiber die reizende, feſche Miniatur=Soubrette
vom Metropoltheater Berlin, die ebenſo ſchneidig als
Lebemann, Fähnrich, wie goldig als Backfiſch von noch
nicht 16 Jahren ihre dezenten wirkſamen Kouplets ſingt.
Die Olympiſchen Spiele der Rilvas=Teuppe die
viel Neues und Bekanntes in glänzender Aufmachung
und Ausführung bringt, und die Modernen Licht=

ſpiele beſchließen das Programm, deſſen Beſuch auf
Grund des Geſagten ſich von ſelbſt empfiehlt.

h- Von der Bergſtraße, 26. März. Nur noch wenige
Tage und unſere ſchöne Gegend wird ſich im prächti=
gen
Blütenſchmuck zeigen. Aprikoſen und Pfir=
ſiche
blühen vollſtändig und die Knoſpen der Kirſch= und
Pflaumenbäume an den Hängen ſind ſo herausgewachſen
daß ihre Entfaltung in aller Kürze erfolgt. Da die Kirſch
bäume dicht mit Knoſpen beſetzt ſind und namentlich an
der unteren Bergſtraße bis Zwingenberg die Kirſche
beſonders kultiviert wird, ſo ſteht für dieſe Gegend, wenn
keine Kälte mehr eintritt, eine reiche Ernte in Ausſicht. In
guten Kirſchenjahren fließen in die Orte Seeheim, Jugen=
heim
, Alsbach und Zwingenberg viele Tauſende von
Mark, und zwar in einer Jahreszeit, wo der Landwirt
faſt nichts zu verwerten hat. Auch die Birn= und Aepfel=
bäume
verſprechen einen guten Erfolg. Die Bau=
tätigkeit
iſt in dieſem Jahre ſo gering, wie ſchon
ſeit einer Reihe von Jahren nicht mehr. Maurer und
Zimmerer ſind mancherorts vollſtändig ohne Arbeit. Auch
die Ausſichten, daß es etwas beſſer wird, ſind ſehr gering.
Groß=Gerau, 26. März. Geſtern nachmittag während
einer Vorſtandsſitzung der Zuckerfabrik Groß=Gerau ſtarb.
infolge eines Herzſchlages Oekonomierat Heinrich Heil
von Habitzheim im 71. Lebensjahre. Der Verſtorbene
war lange Jahre Mitglied des Ausſchuſſes des früheren
Landwirtſchaftlichen Provinzialvereins, ſpäter der Land
wirtſchaftskammer für das Großherzogtum Heſſen. Er ge=
hörte
ferner dem Kreistag für den Kreis Dieburg und dem
Provinzialausſchuß für Starkenburg an.
Offenbach, 26. März. Ein Lehrling, der einen Ein=
bruch
verübt und Geld geſtohlen hatte, wurde verhaf=
tet
. Ebenſo ſein Freund, mit deriaer das Geld verjubelt
hatte. Der Portefeuiller Hohnſertein wurde von dem
Berufsgenoſſen Duttine mit eienek Schärfmeſſer ſchwer
verletzt.
Erbach, 26. März. In der im Odenwald ſtark ver=
breiteten
Zündholzinduſtrie bereitet ſich, Blätter=
meldungen
zufolge, eine große Arbeiterbeweg=
ung
vor. Verſuche der Arbeiter, ihre Lohnverhältniſſe
aufzubeſſern, ſeien fehlgeſchlagen, ſo daß ſie ſich vorberei=
ten
, zum Streik zu ſchreiten.
Worms, 26. März. Ein Ultimatum haben die
Zuckerfabriken den Rübenpflanzern ge=
ſtellt
, die um beſſere Preiſe und beſſere Lieferungs=
bedingungen
kämpfen. Die Zuckerfabrik Frankenthal, die
bisher die Verhandlungen geführt hat, läßt bekannt=
machen
, daß ſie ihr diesjähriges Akkordgeſchäft unwider=
ruflich
am 31. März ſchließt. Wer bis dahin ſich nicht be=
reit
erklärt hat, zu den von den Fabriken geſtellten Be=
dingungen
Rüben zu pflanzen, von dem werden über=
haupt
keine Rüben mehr angenommen. In wenigen Ta=
gen
ſcheint alſo die Entſcheidung im Rübenkrieg fallen
zu ſollen, wenn nicht noch eine Einigung erzielt wird.
g. Mainz, 26. März. In der Nacht zum 22. Januar
wurde in das zu Muſeumszwecken benutzte kurfürſtliche
Schloß eingebrochen und ein wertvoller Becher, in
dem Kaiſer Wilhelm II. im Jahre 1898 bei ſeinem erſten
Einzug in Mainz der Ehrentrunk gereicht wurde, ge=
ſtohlen
. Es war bisher trotz aller Bemühungen nicht
gelungen, den Täter zu ermitteln. Wie wir zuverläſſig
erfahren, hat der Gerichtschemiker Dr. Popp=Frankfurt
auf Grund von Vergleichungen der damals gemachten
Fingerabdrücke jetzt den Täter ermittelt. Nähe=
res
iſt noch nicht zu erfahren.
Mainz, 26. März. Die von uns geſtern bereits mit=
geteilte
Nachricht von einer Mordtat Sternickels
in Main z bewahrheitet ſich. Am Samstag war der
Staatsanwalt von Frankfurt a. O. bei dem zum
Tode verurteilten Mörder Sternickel in der Zelle und ſtellte
ihm ſeine hoffnungsloſe Lage dar. Er meinte, es ſei
beſſer, wenn er jetzt über alle ſeine Taten ein reumütiges
Geſtändnis ablege, es würde dadurch auch mancher Un=
ſchuldige
gerechtfertigt. Nach einigem Zögern gab Ster=
nickel
u. a. an, daß er im Dezember 1910 den Mord
in Mainz in der Uferſtraße an dem Dienſtmädchen
Diehl verübt habe. Er war in Mainz einige Tage in
einem großen Nahrungsmittelgeſchäft in der Nähe der=
Holzſtraße als Hausburſche tätig. Von hier brachte er=

Großherzogliches Hoftheater.
Dienstag, 25. März:
Der Bettelſtudent.

W-l. Millöckers luſtige Operette Der Bettel=
ſtudent
die hier mit Vorliebe an den ſogenannten
dritten Feiertagen aufgeführt wird, ging heute in neuer
Einſtudierung unter der temperamentvollen Leitung des
Herrn Kapellmeiſters Kleiber wieder in Szene. Der
Erfolg ſolcher Aufführungen hängt nicht am wenigſten von
der Stimmung ab, in der ſich das Publikum gerade be=
findet
, und da es heute offenbar in guter Laune war und
ſich amüſieren wollte, ſo ſah es wohl über manche Unzu=
länglichkeiten
der Aufführung hinweg und ſpendete nach
jeder Einzelnummer lebhaften Beifall, obwohl gerade die
Enſembleſzenen den effektvolleren Teil der Operette
bilden.
Die beiden Tenorpartien des Symon und des Jan
wurden von den Herren Thomſen und Jahn ge=
ſungen
. Erſterer hätte in ſeinem Spiel noch etwas beweg=
licher
ſein müſſen, auch bereitete ihm das Hinaufſteigen
in die höheren Regionen der Partie einige Schwierig=
keiten
; im übrigen ſoll nicht verkannt werden, daß er ſich
ſeiner Aufgabe heute mit mehr Glück unterzog. Herr
Jahn ſang ſeine Partie recht hübſch, wenn auch mehr
in dem Stile eines Heldentenors. Die gräfliche Familie
Nowalska war durch Frau Müller=Rudolph, die
aber äußerlich mehr einer polniſchen Jüdin glich, als Ober=
haupt
, Frau Kallenſee als Laura und Frl. v. Blank
als Bronislawa vertreten. Frau Kallenſee traf in
Spiel und Geſang den Stil der leichten Operette gut, und
Frl. v. Blank befleißigte ſich ſowohl im allgemeinen als
auch in der Hunger=Arie im beſonderen einer größeren
Diskretion in der Tongebung. Herr Schützendorf
ſpielte und ſang die Rolle des Oberſten des wohldiſzipli=
nierten
ſächſiſchen Offizierkorps, deſſen jüngſtes Mitglied
Frl. Gothe ſehr hübſch verkörperte, mit vieler Verve.
Die Maske à la Nußknacker war aber keine Verbeſſerung
gegen früher. Lobend zu erwähnen iſt noch der humor=
volle
Enterich des Herrn Jordan. Die Enſembleſzenen,
namentlich die des zweiten Aktes auf der Krakauer Meſſe,
waren wirkungsvoll in ihrem Arrangement und wohl=
elungen
in ihrer Ausführung.

Feuilleton.

* Zum Sängerwettſtreit in Frankfurt a. M. Nach den
bisherigen, aber noch nicht endgültigen Anmeldungen iſt
die Beteiligung der Geſangvereine am Wettſtreit größer
als zuletzt, nämlich 41 (zuletzt 34) Vereine mit rund 8400
zuletzt 7030) Sängern. Durch zweckmäßigere Einteilung
wird man jedoch mit der bisherigen Zeit für das Wett=
ſingen
auskommen. So ſollen am erſten Tage (6. Mat
ds. Js.) vor= und nachmittags je neun Vereine, am zweiten
Tage (7. Mai) vormittags neun und nachmittags acht Ver=
eine
, am dritten Vormittage (8. Mai) die übrigen ſechs
Vereine ſingen. Die am weiteſten von Frankfurt a. M.
wohnenden Vereine haben zuletzt aufzutreten, ſo daß
wunſchgemäß möglichſt wenig Reiſedauer beanſprucht
wird.
Tango. Der Vorſtand des Deutſchen Tanzlehrer=
Verbandes, e. V. (Sitz Düſſeldorf) ſchreibt uns: Auf dem
letzten Verbandstage, am 14. d. M., in Düſſeldorf, wurde
u. a. der heutigen Variation des Geſellſchafts=Rundtanzes
Erwähnung getan. Wie die Mode, ſo hat auch der Tanz
eine bedeutende Umwandlung durchgemacht. Via Boſton-
Paris-London iſt der neue Step=Tanz auch zu uns her=
übergekommen
; die neuen Step=Melodien bedingen den
gleitenden Tanzſchritt unter Ausführung rhythmiſcher Be=
wegungsfiguren
, die eine durchaus einwandfreie Tanztech=
nik
und mehr individuelles Können vorausſetzen, als der
früher übliche Rundtanz mit ſeiner rein ſchematiſchen Be=
handlung
. Somit iſt das Tanzbild von heute ein weſent=
lich
erfreulicheres geworden, und in der beſten Geſellſchaft
in Offiziers= und Beamtenkreiſen wird die neue Tanzform
mit großer Beliebtheit ausgeübt, wie in anderen Ländern
ſchon ſeit längerem. Die möglichſt ruhige, rhythmiſch=gleich
förmige Bewegung im Tanzen kann nur eine durchaus an=
ſtändige
Ausführung gelten laſſen; ſchon aus dieſem
Grunde erhellt, daß die Wackeltänze von jeher nur die
Ausgeburten der erregten Phantaſie von Nichttänzern ge=
weſen
ſind. Die Einführung der neuen Tanzform iſ
Sache des Berufslehrers. Damit dem in einwandfreier
Weiſe Rechnung getragen werde, hat die Direktion der
Hochſchule für Tanzkunſt Düſſeldorf, des D. V. V. (e. V.)
einen neuen Original=Geſellſchafts=Rundtanz Tango
arrangiert, welcher mit großem Beifall aufgenommen
wurde, und dürfte der Tanz den Wünſchen eines tanz=
liebenden
Publikums ebenfalls gerecht werden.
Schillers Räuber auf hiſtoriſchem Boden. Auf
der Höhe über Stuttgart, im Bopſerwald, wo heute noch
Baum= und Wegenamen an Schiller gemahnen und wo
der Dichter auch insgeheim ſein Erſtlingswerk im Kreiſe
der Freunde von der Karlsſchule vortrug, ſoll in dieſem
Jahre eine Freilichtbühne für die Aufführung von Schil=

lers Räuber erſtehen. Der Königl. Hofſchauſpieler
Bruno Peſchel hat die glückliche Idee erdacht und dem
guten Gedanken auch die Ausführung geſichert. Die Mit=
glieder
des Hoftheaters und die Studentenſchaft der Tech=
niſchen
Hochſchule werden mitwirken. Insgeſamt ſollen
200 Perſonen, darunter 80 zu Pferde, die ideal gelegene
Naturbühne füllen, und 3000 Perſonen werden auf dem
Zuſchauerraum Platz finden. Für die Aufführungen ſind
die Monate Juni und Juli in Ausſicht genommen.
* Die photographierten Kaſſenbeamten. Der Berl=
Lokalanzeiger ſchreibt aus Berlin: Die 1750 ſtädtiſchen
Kaſſenbeamten ſollen ſich von Amts wegenphoto=
graphieren
laſſen. Aber der Magiſtrat will ihre
Bilder nicht haben, um ſich an lächelnden Mienen zu er=
freuen
. Im Gegenteil, die Sache hat einen ernſten Hin=
tergrund
. Sie ſoll ein Memento ſein für ungetreue
Beamte. Keine Kundgebung des Mißtrauens gegen alle
oder gar gegen einzelne. Es ſind eben ein paar Fälle
vorgekommen, in denen unbeſchränktes Vertrauen nicht
am Platze war und wo dann die Perſonalbeſchreibung
ohne Bild nicht ausreichte. Darunter müſſen nun die an=
deren
leiden, ſo ſchmerzlich ſie das auch berühren muß=
Inzwiſchen haben ſich, wie berichtet wurde, die Berliner
Stadtſekretäre ihrer 1750 Kollegen von der Kaſſe ange=
nommen
; ſie proteſtieren gegen die Zwangsphotographien
So wurde die Maßregel zwar nicht aufgehoben, aber doch
immerhin gemildert. Der Magiſtrat hat geſtattet, daß die
Beamten ſelbſt ihre Bilder einſenden dürfen. An dem
Kern der Angelegenheit wird hierdurch freilich nichts ge=
ändert
. Was für die Betroffenen peinlich daran warg
bleibt peinlich. Aber ſie müſſen ſich ſagen, daß der
Magiſtrat ſeine Anordnung im öffentlichen Intereſſe ge=
troffen
hat, das ſelbſt auf berechtigte Empfindlichkeit keine
Rückſicht nehmen darf. Schließlich liegt doch nur in dem
Umſtand, daß es ſich um eine Neueinführung han=
delt
, das eigentlich Kränkende; alle jene, die von jetzt an
Anſtellung als ſtädtiſche Kaſſenbeamte finden, haben es
eben mit einer beſtehenden Vorſchrift zu tun, deren
Befolgung niemand zu Leide gereichen kann.
ml. Renntierfleiſch für Berlin. Die Berliner wer=
den
, wie die Politiken mitteilt, in nächſter Zeit Gelegen=
heit
haben, den Geſchmack von echtem Renntierfleiſch zu
erproben. Es ſind nämlich bei der letzten großen Renn=
tierſchlachtung
in der ſchwediſchen Provinz Jämtland von
einer däniſchen Firma etwa 4000 Stück im ganzen ge=
kauft
worden. Das Fleiſch dieſer Tiere ſoll exportiert
werden, und ein Teil von ihm wird nach Berlin gehen.
Im Norden iſt der Renntierbraten keine ganz ungewöhn=
liche
Speiſe, und es wird ſogar behauptet, daß ſein Wohl=
geſchmack
den Vergleich mit dem Rehbraten wohl aus=
halten
könne.

[ ][  ][ ]

auch Waren zu der Hauptmannswitwe Schwand, bei der
die Ermordete bedienſtet war. Er habe ausfindig ge=
macht
, daß die Hauptmannswitwe allein mit dem Dienſt=
mädchen
die Wohnung inne hatte, und darauf habe er den
Plan zu einer Beraubung gefaßt. Er ſei dann aus dem
Geſchäft weggeblieben und in Maſſenheim i T. auf einem
Gutshof als Knecht eingetreten. Zwei Tage vor der Tat
ſei er in Maſſenheim ausgetreten, um in Mainz bei der
Witwe den Raub auszuführen. Am nächſten Tage ſei er
in das Haus in der Uferſtraße gegangen, habe am Vor=
platz
geklopft, und als das Mädchen geöffnet habe, habe
er ihm den tödlichen Stich in die Bruſt verſetzt. Da ſie
geſchrien habe und die Treppe hinuntergelaufen ſei, habe
er ſchleunigſt das Haus verlaſſen und ſei aus Mainz und
der Umgegend weggegangen. Die Staatsanwaltſchaft hatte
am letzten Samstag die hieſige Behörde in Kenntnis ge=
ſetzt
, die zurzeit durch den Unterſuchungsrichter Dr. Krug
die näheren Feſtſtellungen macht. Ferner ſoll Sternickel
bei dieſer Vernehmung eingeſtanden haben, daß er vor
etwa drei Jahren in Dorndiel bei Groß=Umſtadt einen
Spezereihändler nachts in deſſen Laden erſchoſſen hat.
Die letztere Nachricht ſcheint müßige Vermutung zu ſein,
denn nach Erkundungen ſtellte ſich heraus, daß ſich Ster=
nickel
um die fragliche Zeit im Oderbruch aufhielt.
Mainz, 26. März. Der in einem hieſigen Café ver=
haftete
angebliche Werber der Fremdenlegion
ſcheint in angetrunkenem Zuſtande mit ſeiner Werbung
zur Fremdenlegion nur renommiert zu haben. Es iſt ihm
nichts Belaſtendes nachzuweiſen, er wird daher wieder
aus der Haft entlaſſen. Der Verhaftete iſt ein
Taglöhner aus Nieder=Olm, wohnhaft in Heidesheim.= Er
hatte kürzlich Berichte in den Zeitungen über die Frem=
denlegion
geleſen und wollte er ſich mit ſeiner Werbung
wichtig machen. In einem Hauſe der Kaiſerſtraße
ſtürzte geſtern abend der Hausmeiſter in einen Auf=
zugſchacht
. Der Verletzte ſtarb auf dem Transport
nach dem Krankenhaus. Ein Raubmordanfall
wurde in der letzten Nacht auf der von Mombach nach
Gonſenheim führenden Chauſſee auf einen Soldaten
des Feld=Art.=Regts. Nr. 27 hier unternommen.
Der Soldat war nach Mitternacht, mit dem Zuge vom
Oſterurlaub zurückkehrend in Mombach eingetroffen und
ſtattete dort noch einer Wirtſchaft einen Beſuch ab. Hier=
bei
ſoll er das aus der Heimat mitgebrachte Geld haben
ſehen laſſen. Als er ſpäter mit einem Kameraden den
Weg nach Gonſenheim angetreten hatte, trat er unterwegs
in den neben der Straße ſich hinziehenden Wald. Sein
Kamerad ging unterdeſſen weiter. Als der zurückgeblie=
bene
Artilleriſt aus dem Walde heraustreten wollte, ſprang
ein fremder Kerl mit vorgehaltenem Revolver
und unter dem Rufe: Das Geld her oder das Leben!
auf ihn zu. Als der anfangs verblüffte Soldat ſich zur
Wehr ſetzen wollte, gab der Straßenräuber mehrere
ſcharfe Schüſſe auf ihn ab. Der eine durchbohrte
die Mütze des Artilleriſten, während ein zweiter Schuſ=
die
vorgehaltene Hand des Soldaten traf und den Dau=
men
wegſchoß. Das Urlaubsgeld im Betrage von
48 Mark nahm der Räuber ſeinem Opfer ab. Bis der
vorausgehende Kamerad des Ueberfallenen zur Hilfe her=
beieilte
, war der Wegelagerer verſchwunden.
Mainz=Mombach, 26. März. Bei Bingen wurde geſtern
die Leiche einer männlichen Perſon gelän=
det
. Es ſtellte ſich aus einer in der Kleidung vorgefun=
denen
Verſicherungskarte heraus, daß es ſich um die Leiche
des aus Mombach ſtammenden Matroſen Franz Paul
handelte. Da die Leiche des im Jahre 1883 geborenen
Matroſen an der rechten Kopfſeite mehrere Stichwun=
den
aufweiſt, bedarf dieſe Angelegenheit noch der Auf=
klärung
.
(*) Gießen, 26. März. Der Verein für Luft=
fahrt
in Gießen verbindet eine Geldlotterie mit
dem vom 10. bis 19. Mai ſtattfindenden 3. Zuverläſſigkeits=
fluge
am Oberrhein. Der Flug ſoll bekanntlich auch Gießen
berühren.
Die rübenbauenden
Friedberg, 26. März.
Landwirte der Wetterau beſchloſſen, für das
Jahr 1913 keine Zuckerrüben zu bauen. Der für
den Bezirk in Frage kommenden Fabrik Wetterau wird
demnach im Herbſt der Ertrag von nur 2000 Morgen
Zuckerrüben zugeführt, die vertragsmäßig von den Aktio=
nären
gebaut werden müſſen. Die Fabrik kommt durch
das Vorgehen der Bauern inſofern in eine mißliche Lage,
als ſie dem ſüddeutſchen Ring angeſchloſſen und verpflich=
tet
iſt, der Frankenthaler Fabrik Rüben zu liefern, falls
dieſe infolge des Boykotts der Landwirte zu wenig Rüben
erhält.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 25. März. Wie mitgeteilt
wird, iſt ein großer Jubiläumsfeſtzug des Ber=
liner
Handwerks aus Anlaß des Regierungsjubi=
läums
des Kaiſers geplant. Der Innungsausſchuß der
vereinigten Berliner Innungen hat bereits die Vorarbei=
ten
eingeleitet und ſich die Mitarbeit hervorragender Ber=
liner
Künſtler geſichert, die die Aufſtellung des Feſtzuges
übernehmen und ihm eine würdige und künſtleriſche Aus=
geſtaltung
geben wollen. Die einzelnen Handwerkerberufe
werden in dem hiſtoriſchen Feſtzuge eine Darſtellung ihrer
Entwicklung vom Mittelalter bis zur Jetztzeit geben.
In zwei größeren Verſammlungen der ſtreikenden
Herrenkonfektionsſchneider wurde beſchloſſen
von heute ab den Streik auch auf die Loden= und Sport=
konfektion
und auf die großen Betriebe der Phantaſie=
weſten
=Branche auszudehnen. Die Hochbahngeſell=
ſchaft
teilt mit, daß ſie, um den zahlreichen Wünſchen
aus Raucherkreiſen nachzukommen, bei den zuſtändigen
Behörden die vorläufige Aufhebung des Rauchverbots be=
antragt
habe und die Entſcheidung in den nächſten Tagen
erwarte.
26. März. In der vergangenen Nacht um 2 Uhr er=
folgte
an der Schleſiſchen Brücke in der Nähe des Schleſi=
ſchen
Buſchs ein furchtbarer Zuſammenſtoß zwi=
chen
einem Straßenbahnwagen der Linie
Nr. 87 und einem aus der entgegengeſetzten Richtung
Die Kraft=
kommenden
Droſchkenautomobil.
droſchke beförderte 6 Perſonen von einer Vergnügungs=
fahrt
aus Niederſchöneweide zurück. An der Schleſiſchen
Brücke überholte der Chauffeur ein vor ihm fahrendes
Milchfuhrwerk, wobei das Auto, das ſich in raſender
Fahrt befand, die Richtung nicht mehr innehalten konnte
und ſehr ſtark ſchleuderte. Es ſtieß mit dem Straßen=
bahnwagen
mit großer Gewalt zuſammen. Die ſechs
Perſonen und der Chauffeur wurden herausge
ſchleudert und gerieten zum Teil unter den Straßenbahn=
wagen
. Von den ſieben Perſonen wurden der Schuhmacher
Peters, der Zimmermann Gürke und der Poſtſchaff=
ner
Gabel getötet. Der Chauffeur Koeveling aus
Wilmersdorf, der Schloſſer Bünger und ſeine Ehefrau
und der Zahntechniker Hedecke wurden ſchwer ver=
letzt
. Von den Inſaſſen der Straßenbahn erlitt nur
einer einen nicht erheblichen Nervenchok. Es ſind alſo
drei Perſonen getötet und vier ſchwer verletzt
worden.

München, 26. März. In der Kirche von Waidhaus
explodierte geſtern beim Gottesdienſt am Altar eine
Lampe. In kurzer Zeit ſtanden alle Lampen in Flam=
men
. Unter den Kirchenbeſuchern brach eine Panik aus.
Es gelang, den Brand zu löſchen und die Kirche zu retten.
Freiburg (Breisgau), 25. März. In dem am Kaiſer=
ſtuhl
gelegenen Orte Nimburg ſind heute früh zwei
Wohnhäuſer nebſt Oekonomiegebäuden abgebrannt,
darunter das Gaſthaus Zur Krone. Ein Bruder des
Beſitzers der Krone, der ſeit einiger Zeit verſchwunden
war, wurde von der ihn verfolgenden Gendarmerie im
Walde erſchoſſen aufgefunden. Er kommt als
Brandſtifter in Frage.
Stühlingen, 26. März. Zwecks einer Beſprechung
eines Eiſenbahnprojekts Freiburg im Breisg.-Neuſtadt
(Schwarzwald) -Egliſau-Zürich, durch deſſen Zuſtande=
kommen
der Schienenweg Freiburg-Zürich um 23 Kilo=
meter
verkürzt würde, ſo daß der Fremdenverkehr den kür=
zeren
Weg über den Schwarzwald der alten längeren Ver=
bindung
über Baſel vorziehen dürfte, fand am 24. März
hier eine Verſammlung ſtatt, auf der von 25 intereſſierten
Gemeinden 20 vertreten waren. Es wurde beſchloſſen, das
Projekt einer direkten normalſpurigen Bahn=
verbindung
Freiburg-Neuſtadt ( Schwarz=
wald
)-Egliſau-Zürich nach Kräften zu fördern.
Zu dieſem Zwecke wurde ein aus drei badiſchen und zwei
ſchweizeriſchen Vertretern zuſammengeſetztes Komitee ge=
wählt
, das die vorbereitenden Maßnahmen in dieſer An=
gelegenheit
möglichſt raſch in die Hand nehmen ſoll.
Hamburg, 25. März. Expräſident Caſtro iſt heute
nachmittag hier eingetroffen.
Reichenberg (Böhmen), 25. März. Zwei Teilnehmer
am Fünfzigkilometerrennen tſchechiſcher Skifahrer im Rie=
ſengebirge
wurden heute bei heftigem Schneeſturm bei der
Keszelkoppe und auf der Pantſchwieſe erfroren auf=
gefunden
; ein dritter Fahrer wurde faſt erſtarrt in die
Elbfallbaude gebracht.
Paris, 25. März. Das Journal berichtet: Ein Soldat
des 24. Infanterie=Regiments in Perpignan fand, wäh=
rend
er auf der Feſtung Wache hatte eine verſiegelte
Flaſche, die den Jahreszahlſtempel 1870 trug.
Die Flaſche enthielt einen Brief mit der Aufſchrift: Ver=
zeichnis
der Juwelen und Wertgegenſtände, die an dieſem
Tage einem Herrn Perez übergeben wurden, der ſie nach
Madrid zu der Gräfin von Montijo bringen ſoll. Es folgt
dann ein Verzeichnis koſtbarſter Schmuckſachen, an erſter
Stelle ſteht ein Perlenkollier, das der Kaiſerin Eugenie
von der Kaiſerin von Rußland geſchenkt wurde und das
einen Wert von 500000 Francs repräſentiert. Insgeſamt
werden für etwa ſieben Millionen Schmuck=
ſachen
angeführt Als Unterſcheift wies das Dokument
auf: 4. Dezember 1870. Großkanzler des Palais. Dann
folgt ein unleſerlich geſchriebener Name. Man glaubt,
daß es ſich um einen während des Krieges von den Unter=
tanen
der Kaiſerin Eugenie nach Spanien geſchafften
Schmuck handelt. Die an der Fundſtelle angeſtellten Nach=
grabungen
förderten einen Teil eines menſchlichen Ske=
letts
zutage, der aus derſelben Zeit ſtammen ſoll.
Paris. 26. März. An der Küſte von Criel=ſur=Mer
(Departement Seine=Inférieure) kenterte ein Boot, in
dem der bekannte Pariſer Arzt Dr. Quéry mit zwei
Freunden einen Ausflug unternommen hatte. Die beiden
Letzteren ertranken während Dr. Quéry mit großer
Mühe gerettet werden konnte.
Paris, 26. März. Das im Tuileriengarten befindliche
Denkmal des verſtorbenen Miniſterpräſidenten Wal=
deck
=Rouſſeau, bei dem ſeit Jahren ein Wachtpoſten auf=
geſtellt
iſt, um es gegen eine von dem Camelots du Roi
angedrohte Verunglimpfung zu ſchützen, wurde in der
vergangenen Nacht von bisher unbekannten Uebeltätern
mit einer roten Flüſſigkeit beſudelt
Vienne, (Departement Iſére), 26. März. Hier er=
krankte
eine aus fünf Perſonen beſtehende Familie
nach dem Genuß eines Eierkuchens. Eine Frau
und ein Knabe ſind der Vergiftung bereits erlegen. Die
Staatsanwaltſchaft hat eine Unterſuchung angeordnet.
London, 25. März. Feldmarſchall Lord Wolſeley
iſt heute in Mentone geſtorben. Garnet Joſeph,
Viscount Wolſeley of Cairo, war am 4. Juni 1833 in der
Grafſchaft Dublin geboren. Er kämpfte in der Krim, In=
dien
, China und Kanada, wo er 1870 die Indianer unter=
warf
. 1875 wurde er Gouverneur von Natal, 1878 von
Zypern. 1879 wurde unter ſeinem Oberbefehl der Zulu=
krieg
beendet. Am 13. September 1882 ſchlug er die Auf=
ſtändiſchen
in Aegypten unter Arabi Paſcha, 1890 wurde
Wolſeley Oberbefehlshaber in Irland, 1894 Feldmarſchall.
Von 1895 bis 1900 war er Oberbefehlshaber des britiſchen
Heeres.

Der Balkankrieg.

Eine Erklärung Sir Edward Greys über die Lage.
* London, 25. März. In der heutigen allgemeinen
Budgetdebatte gab Staatsſekretär Sir Edward Grey, wie
ſchon kurz gemeldet, eine bedeutſame Erklärung über die
Balkanlage ab. Er ſagte darin u. a.:
Folgenſchwer und ernſt wie es der Krieg iſt, war es
die dringendſte Aufgabe der Großmächte, dafür zu ſorgen,
daß der Krieg örtlich begrenzt bleibe und ſich nicht aus=
dehne
oder irgend welche Mächte in gegenſeitige Miß=
helligkeiten
verwickle, die zum Friedensbruch führen könn=
ten
. Die Großmächte haben einer Annahme den
Garaus gemacht und das bedeutet einen großen Aktiv=
poſten
für den Frieden , daß nämlich einige von ihnen
die Gelegenheit wahrnehmen wollten, um für ſich auf
dem Feſtlande oder auf den Inſeln Gebietsteile zu erwer=
ben
. Der ſchwierige und gefahrvolle Punkt war da die
Frage Albaniens und ſeiner Abgrenzung. In erſter
Linie iſt zwiſchen den Mächten eine Einigung darüber er=
reicht
worden, daß ein ſelbſtändiges Albanien geſchaffen
werden ſollte. Es war wichtig, daß auf dieſer Grund=
lage
eine Einigung erzielt worden iſt. Ebenfalls noch
vor Weihnachten kam zwiſchen den Mächten eine Einigung
über die Frage der adriatiſchen Küſte zuſtande.
Damit war ein anderer gefährlicher Punkt beſeitigt. Es
blieben zu erörtern die Landgrenze Albaniens, die eine
Frage von großer Bedeutung iſt, weil Albanien, wenn es
zu klein ausfallen ſollte, keine ſelbſtändige Exiſtenz haben
könnte, andererſeits aber, wenn es zu groß geraten würde
ungebührlich die berechtigten Aſpirationen und Anſprüche
Montenegros, Serbiens und Griechenlands beeinträchtigen
würde. Die Großmächte verhandeln jetzt noch über die
Südgrenze Albaniens. Wenn auch hinſichtlich der
ſüdlichen Grenze noch keine Uebereinſtimmung erzielt
worden iſt, obgleich Meinungsverſchiedenheiten in einzel=
nen
Punkten beſtehen mögen, die ſchwierig beizulegen ſein
mögen, ſo glauben wir doch, daß mit dieſem Teile der
Grenzen keine Frage im Zuſammenhang ſteht, die geeignet
wäre, eine derartige Differenz unter den Mächten zu ver=
urſachen
, die zur Quelle einer Gefahr und Beſorgnis wer=
den
könnte. An der Nord=und Nordoſt=Grenze
liegt die Sache anders. Der Unterſchied beſteht darin,
daß, wenn dieſe nicht zweifelsfrei feſtgelegt wäre, ſich

Fragen zwiſchen den Mächten ergeben können, welche nicht
nur eine Beſorgnis, ſondern eine Gefahr verurſacht hät=
ten
. Dieſe Unterſchiede ſind beſeitigt worden, beſonders
hinſichtlich Skutaris im Norden und einiger anderen
Städte im Norden und Nordoſten. Punkt für Punkt
kamen die Mächte tatſächlich zu einer Verſtändigung, und
ſo lange noch ein Punkt ausſtand, war man ſich darüber
klar, daß jede Verſtändigung über irgend einen Punkt
bedingt war durch die Verſtändigung über das Ganze. Es
iſt von weſentlicher Bedeutung, daß zum Schutze der
mohammedaniſchen und katholiſchen Mi=
noritäten
in den an Serbien und Montenegro abge=
tretenen
Gebietsteilen Bürgſchaften geſchaffen werden.
Die Raſſen und Stämme ſind in einigen Teilen des Ge=
bietes
ſo durcheinander gewürfelt, daß irgend eine Ga=
rantie
vorhanden ſein muß. Aber vor allem kommt es
darauf an, daß die Mächte nicht länger über die Gebiets=
abtretung
uneinig ſind. Was die geographiſche Grenz=
linie
angeht, ſo empfiehlt es ſich, vorſichtig mit Voraus=
ſagen
zu ſein. Wir ſind während der letzten Wochen ſtän=
dig
vor unvorhergeſehene Zwiſchenfälle geſtellt worden
und alle Berechnungen können über den Haufen geworfen
werden. Zu erwägen bleiben die Fragen der Staats=
ſchuld
, der kommerziellen Angelegenheiten und der Aegä=
iſchen
Inſeln.
Nach Wochen der Arbeit und Beſorgniſſen, welche die
Mächte zu ertragen hatten, können ſie wirklich dankbar
ſein, daß die Fragen, ſo ſchwierig ſie auch immer waren,
keine Beſorgnis in ſich ſchließen. Serbien und Mon=
tenegro
iſt mitgeteilt worden, daß die Mächte ein
Uebereinkommen erzielt haben, die Feindſeligkeiten ſeien
in den Gebieten einzuſtellen, die in Zukunft zu Albanien
gehören würden. Serbien und Montenegro ſollten ſich
obald als möglich von den in dieſen Gebieten beſetzten
Punkten zurückziehen und insbeſondere hätten die An=
griffe
auf Skutari aufzuhören, weil, indem das Schickſal
dieſes Platzes nicht durch die Belagerung entſchieden
wird, das Fortdauern der Belagerung ein unnützes Ge=
metzel
bedeuten und tatſächlich auf eine verbrecheriſche
Torheit hinauslaufen würde, die ihnen jede Sympathie
in England entfremden würde. Wenn die Entſcheidung
der Mächte nicht reſpektiert wird, ſo bin ich feſt überzeugt,
daß diejenigen, die ſich ihr widerſetzen, ſich nicht der Son=
deraktion
einer einzigen Macht, die die Mächte ausein=
ander
bringen könnte, ſondern dem gemeinſamen Drucke
aller Mächte gegenüberſehen werden. Nachdem die Einig=
ung
erzielt worden iſt, iſt es der erſte Schritt für die
Mächte, eine gemeinſame diplomatiſche Aktion in Belgrad
und Cetinje zu unternehmen, den Beſchluß, zu dem ſie
gekommen ſind, bekannt zu geben und die Einſtellung der
Feindſeligkeiten in den in Albanien beſetzten Gebieten
herbeizuführen. Ich habe die Zuverſicht, daß dieſer
Schritt ohne Verzug unternommen wird.
Was nun den zweiten Hauptpunkt angeht, nämlich
den Krieg zwiſchen der Türkei und den Ver=
bündeten
, ſo haben die Mächte ihre Vermittelung
angeboten und Bedingungen formuliert, die nach ihrer
Anſicht eine billige Grundlage für den Frieden abgeben.
Das Wichtigſte iſt die Grenzlinie, die ſie der Türkei vor=
geſchlagen
haben und die von Enos nach Midia läuft
Dieſe Grenze wird, wie ich hoffe, angenommen werden;
denn dann wird vermieden, daß ſich Fragen über Kon=
ſtantinopel
, die Dardanellen und natürlich auch über
Kleinaſien ergeben. Ein zweiter wichtiger Punkt iſt, daß
die Lage der Aegäiſchen Inſeln der Entſcheidung
der Mächte überlaſſen werden ſoll. Das kommt natürlich
für Kreta nicht in Betracht, wo die Türkei gemäß dieſem
Frieden bedingungslos auf alle Intereſſen verzichtet.
Es handelt ſich um eine Vermittelung der Mächte
Ich will nicht ſagen, daß die Mächte den Entſchluß haben,
auf einen zwingenden Schiedsſpruch zu dringen und Frie=
densbedingungen
aufzuerlegen. Es iſt eine Vermittelung:
aber ich will betonen, daß die Mächte eine Grenzlinie vor=
geſchlagen
haben und gegenwärtig ſich geneigt gezeigt
haben, alle Gebiete weſtlich dieſer Linie der Entſcheidung
der Verbündeten ſelbſt zu überlaſſen mit Ausnahme von
Albanien, über das ich ſchon geſprochen habe. Wenn dieſe
Bedingungen von der Türkei angenommen werden, dann
können ſich die Verbündeten verſichert halten, die Feſt=
legung
der Friedensbedingungen unter ſich ohne Inter=
vention
der Großmächte treffen zu können mit Ausnahme
ſo beſonderer Fragen, wie Albanien eine iſt. Wenn dieſe
Bedingungen nicht angenommen werden und eine Grenz=
linie
aufgezwungen wird, welche die mit Konſtantinope
und den Meerengen im Zuſammenhang ſtehenden Fragen
aufwirft, wenn der Krieg ſich verlängern würde und auch
die kleinaſiatiſchen Fragen aufgerollt werden ſollten, dann
würden ſicher bei der Feſtſetzung der Friedensbedingun=
gen
die eine oder die andere Macht nicht als unintereſſierte
Vermittler, ſondern als intereſſierte Parteien in Betracht
kommen. Wenn der Friede geſchloſſen iſt, ſo hoffen wir,
daß die Türkei in einer geſicherten Stellung ſich befin=
det
, die ihr geſtattet, ihren Beſitz in Kleinaſien zu
feſtigen, das Land zu entwickeln und gute Ordnung
und eine gute Regierung zu ſchaffen. Wenn ſich die Türkei
vor dieſe Aufgabe ſtellt, ſo wird ſie, wie ich glaube, dabei
auf die Unterſtützung und den guten Willen aller Mächte
rechnen dürfen. Wenn ſie aber irgend einen Erfolg bei
der Löſung der Aufgabe haben ſollte, ſo iſt es weſentlich,
daß ihr in den Friedensbedingungen nicht finanzielle
Laſten auferlegt werden, die es ihr unmöglich machen, ſich
der Aufgabe zuzuwenden, ihre Poſition zu ſtärken und zu
befeſtigen, zu entwickeln und in Kleinaſien und den übri=
gen
ihr verbliebenen Gebieten die Ordnung herzuſtellen.
Ein Kampf der Türkei mit dem Bankerott liegt nicht im
Intereſſe der Mächte, beſonders der in Kleinaſien inter=
eſſierten
Mächte. Die Mächte haben den Wunſch, daß die
Türkei, wie auch das Ergebnis des Krieges immer ſei,
unter allen Umſtänden imſtande ſein muß, einen neuen
Aufſchwung zu nehmen, wenn der Krieg vorüber iſt. Das=
ſelbe
möchte ich bezüglich der Balkanſtaaten ſagen.
Wenn ſie die Einigkeit und Freundſchaft untereinander
aufrecht erhalten und ſich daran machen, das Gebiet, das
ihnen nach dem Krieg zufällt, zu organiſieren und zu ent=
wickeln
, dann werden ſie dazu die Unterſtützung und den
guten Willen Europas brauchen, insbeſondere die finan=
zielle
Unterſtützung.
Grey ſchloß mit einigen Sätzen, die nochmals den
weſentlichen Inhalt der früheren Erklärungen zuſammen=
faſſen
. Nach Grey ergriff Bonar Law das Wort, um
ſeine allgemeine Zuſtimmung zu den Erklärungen Greys
auszuſprechen und ihn ſowie die Botſchafter der Mächte
zu dem großen Schritt auf dem Wege zum Frieden zu
beglückwünſchen. Premierminiſter Asquith begrüßte
die patriotiſche Unterſtützung, welche die Oppoſition der
Regierung zuteil werden laſſe, indem ſie den Dienſten
Greys ihre Anerkennung gezollt habe. Die Dankbarkeit
Europas für die ſichere Ausſicht, daß zwiſchen den Groß=
mächten
vorausſichtlich keine ernſten Schwie=
rigkeiten
entſtehen werden, gebühre dem bewun=
dernswerten
Geiſt der Geduld und Mäßigung, der bei den
beiden mehr beteiligten Mächten zutage getreten iſt. Wäre
dieſer loyale Geiſt des Gebens und Nehmens bei den
direkt beteiligten Großmächten nicht vorhanden geweſen,

[ ][  ][ ]

ſo hätte nach ſeiner Meinung auch der geſchickteſte Diplo=
mat
das Schiff, das in Wahrheit das Glück Europas trug,
nicht durch alle Untiefen und Klippen zu ſteuern ver=
mögen
. Asquith ſchloß, die Türkei und die Verbündeten
ſollten einſehen, daß ſie mit einer Fortſetzung des
Kampfes abſolut nichts zu gewinnen haben.
Völlige Unparteilichkeit und Billigkeit werden die Ent=
ſcheidungen
der Mächte in allen Fragen, welche ſie
vorbehalten haben, kennzeichnen, und es liegt gleichmäßig
im Intereſſe beider Parteien, daß die Verſtändigung raſch
erreicht wird und daß die nutzloſen Opfer an Gut und
Blut aufhören. Ich hoffe und glaube, daß das wohl er=
wogene
Urteil des Hauſes zu allen Parteien hinausdringt,
daß nach unſerer Meinung die Zeit gekommen iſt, daß
dieſer ſchreckliche Krieg ſein Ende findet.
* London, 26. März. Die Preſſe beſchäftigt ſich
mit der Rede Sir Edward Greys und des Pre=
mierminiſters
. Die Times ſchreibt: Die Erklärungen
Greys werden allgemeine Erleichterung und Befriedigung
hervorrufen, weil ſie das Siegel amtlicher Beſtätigung
auf die optimiſtiſchen Berichte ſetzen, die das Publikum
aus weniger zuverläſſigen Quellen erreicht haben. Das
Blatt betont, daß vor allem die Mäßigung und die Ge=
duld
der zunächſt beteiligten Mächte es der Diplomatie
ermöglicht haben, durch die Kriſis hindurchzuſteuern. Die
Times ſagt weiter, Serbien und Montenegro müßten ſo=
fort
das Gebiet räumen, deſſen Beſitz ihnen Europa nicht
laſſen wird; vor allem müßte das unnütze Morden vor
Skutari aufhören. Wenn die Verbündeten die Vermitt=
lung
der Mächte annehmen, ſo könnten ſie das große
Ländergebiet, das ſie erobert haben, ohne Intervention
von außen untereinander teilen. Wenn ſie aber eine an=
dere
Grenzlinie verlangten oder die Stellung der Türkei
in Aſien bedrohten, ſo würden eine oder mehrere der
Mächte intervenieren. Die Türkei ihrerſeits hätte von
einem Aufſchub gar nichts zu hoffen und ein ſchleuniger
Friedensſchluß läge im Intereſſe aller. Daily Chronicle
betont, daß jedermann Sir Edward Grey beiſtimmen
müßte, daß die Türkei ſtark genug bleiben müſſe, um den
ihr bleibenden Beſitzſtand regieren zu können. Man dürfe
ſie nicht durch Kriegsentſchädigungen bankerott machen.
Wenn ſie Konſtantinopel behielte, müßte ſie im unbeſtrit=
tenen
Beſitze der Ufer der Meerenge bleiben; aber die
Mächte wollten nicht nur dahin wirken, daß die Türkei
ſtark bleibe, ſondern auch in vernünftigen Grenzen ihren
Ermahnungen Gehör ſchenke, mindeſtens, wenn die
Mächte einig ſind.
Oeſterreich und Montenegro.
* Cetinje, 25. März. (Amtlich.) Die montene=
griniſche
Regierung übermittelte den Vertretern der Mächte
eine Zirkularnote, in der ſie gegen das Verlangen
Oeſterreich=Ungarns, die Operationen vor Skutari einzu=
ſtellen
, bis die dortige Zivilbevölkerung die Stadt verlaſſen
könne, und gegen die Drohung mit Zwangsmaßregeln,
falls Montenegro dieſem Verlangen nicht entſprechen
würde, Proteſt erhebt. Montenegro erklärt, dieſe Forde=
rung
Oeſterreich=Ungarns als eine Verletzung der
Neutralität zu betrachten. Es erklärt weiter in der
Note, daß ſie aus Menſchlichkeitsgefühl und um dem ein=
ſtimmigen
Wunſche der Mächte nachzukommen, beim Kom=
mandanten
Skutaris die notwendigen Schritte unterneh=
men
würde, um den Abzug der Zivilbevölkerung zu er=
möglichen
. Zu dieſem Behufe begab ſich heute früh ein
Parlamentär nach Skutari.
* Cetinje, 25. März. Von amtlich montenegri=
niſcher
Seite wurden am 19. März die Nachrichten aus=
wärtiger
Blätter, nach denen ein öſterreichiſch=ungariſcher
Dampfer im Hafen von San Giovanni di Medua am
Löſchen ſeiner Waren gehindert, und der Matroſen Leben
bedroht worden wäre, als durchaus unrichtig bezeichnet.
Dieſes Dementi iſt den Tatſachen und der Wahrheit ent=
ſprechend
; denn kein Schiff iſt verhindert worden, ſeine
handelsgeſchäftlichen Manipulationen vorzunehmen, noch
ſind Matroſen von montenegriniſchen Soldaten bedroht
worden. Von der Beſchwerde des Kapitäns und der
Maſchiniſten der Skodra erhielt die montenegriniſche
Regierung erſt vorgeſtern durch die Note der öſterreichiſch=
ungariſchen
Geſandtſchaft Kenntnis. Die Regierung hat
ſich ſofort beeilt, in offizieller Form die Erklärung ab=
zugeben
, ſie wolle den Verkehr der öſterreichiſch= ungari=
ſchen
Dampfer erleichtern und ſelbſt für die Bewegungen
alle Erleichterungen bieten. Die Regierung entſandte
unverzüglich einen beſonderen Funktionär behufs ſtren=
ger
Unterſuchung des Zwiſchenfalls und
gab gleichzeitig die Erklärung ab, eventuelle Schuldige
ſtreng zu beſtrafen.
Belgrad, 25. März. Das Bombardement
von Skutari iſt ſerbiſcherſeits, laut Prawa, geſtern
nachmittag auf Anordnung der ſerbiſchen Regierung ein=
geſtellt
worden.
* Cetinje, 26. März. Aus amtlicher Quelle wird
gemeldet: Nachdem die Vertreter der Großmächte bei der
montenegriniſchen Regierung einen Kollektivſchritt unter=
nommen
hatten, damit der nicht am Kampfe beteiligten
Bevölkerung Skutaris geſtattet werde, die Stadt zu ver=
laſſen
, ſandte der Oberkommandant Erbprinz Danilo durch
einen Parlamentär einen Brief an Eſſad Paſcha, worin
er bekannt gab, daß der König der nicht am
Kampfe beteiligten Bevölkerung freien
Abzug binnen 50 Stunden gewähre. Eſſad Paſcha
erwiderte brieflich, er danke für den Edelmut, könne je=
doch
das Anerbieten nicht annehmen, da er von ſeiner
Regierung hierzu nicht ermächtigt ſei.
Die Erſtürmung Adrianopels.
* Sofia, 26. März. (Meldung der Agence Bul=
gare
.) Heute bei Tagesanbruch bemächtigten ſich die
Bulgaren nach einem kühnen Angriff der ganzen
Oſtfront der Feſtung Adrianopel mit den
ſieben Forts Aivasbaba, Aidſchiog, Topiolu, Koſtenlik,
Kurutſcheſchm, Jildiz=Tabia und Kavas=Tabia, ſowie
ſämtlicher Batterien dieſer Forts. Die Bulgaren ha=
ben
jetzt auf dieſen Forts eine feſte Stellung inne.
* Sofia, 26. März. (Agence Bulgare.) Die
Türken in Adrianopel haben alle Depots in Baſchiuk,
Kemer, Hadilik, Kaik und Karachköi, das Arſenal, Ar=
tilleriedepot
, die kleinen Kaſernen zwiſchen Janik und
Kiſchla und die Spitäler, ſowie die Kaſernen im Norden
der Stadt in Brand geſteckt. Die Flammen ver=
heeren
an zahlreichen Punkten die Stadt. Die Bevöl=
kerung
flüchtet in wahnſinniger Aufregung längs der
Befeſtigungslinien.
* Sofia, 26. März. Die 8. Diviſion aus
Tundſcha beſetzte den ſüdlichen Sektor vor Adria=
nopel
und die vorgeſchobenen Stellungen des Feindes,
nachdem ſie zwanzig Kanonen und Maſchinengewehre er=
beutet
und 800 Türken gefangen genommen hatte.
* Sofia, 26. März. Der Einmarſch bul=
gariſcher
Truppen in Adrianopel wird be=

ſtätigt. Als erſte ſind um 9 Uhr früh Kavallerie und
zwei Infanterie=Regimenter in die Stadt eingedrungen;
ſie begegneten einem Flammenmeer, da Schukri Paſcha
Adrianopel hatte in Brand ſtecken laſſen.
Die Bevölkerung floh.
* Sofia, 26. März. Die Nachrichten aus Adria=
nopel
riefen bei der Bevölkerung große Begeiſte=
rung
hervor. Die Stadt iſt reich beflaggt. Die freudige
Erregung iſt unbeſchreiblich.
* Konſtantinopel, 26. März. (11 Uhr vorm.)
Offizieller Kriegsbericht: Seit vorgeſtern ſpielen ſich in
Adrianopel blutige Kämpfe ab. Nach heftiger
Kanonade griff der Feind unſere Vorpoſten an, die ſich
gegen die Hauptverteidigungslinie zurückzogen. Die er=
bitterten
Kämpfe dauern fort.
Sofia, 26. März. (Agence Bulgare.) An der
Tſchataldſchalinie wurde vorgeſtern nachmittag
die türkiſche Vorhut von einer Diviſion der Vorhut der
Bulgaren geſchlagen, worauf die Bulgaren einen
allgemeinen Angriff machten und die Dörfer
Delepos, Indjes Subatſchu und Serbeli beſetzten. Die
Türken zogen ſich zurück. Bei dem Sturm auf
Adrianopel waren bis morgens etwa 1300 Türken
von den Bulgaren gefangen genommen worden. Die
Bulgaren richteten die erbeuteten 21 Kanonen und ſechs
Maſchinengewehre mit voller Ausrüſtung ſofort gegen den
Feind. Nachts fanden um die Forts Tokatbei im
Südſektor und Papaſtepe im Weſtſektor erbitterte Kämpfe
ſtatt. Der im Nordweſtſektor befeſtiate Punkt Ekmektſchila
wurde von den Bulgaren beſetzt.

Die Einnahme Adrianopels.

* Sofia, 26. März. (Agence Telegraphique bul=
gare
): Adrianopel wurde eingenommen,
Schükri Paſcha hat ſich heute mittag 2 Uhr dem General
Iwanoff ergeben.

Luftfahrt.

* Friedrichshafen, 25. März. Mit der Ab=
nahmekommiſſion
an Bord ſtieg heute ſchon vor 8 Uhr
der neue Militärluftkreuzer L. Z. 16 zu
einer Uebungsfahrt auf. Das Wetter war klar, doch
wehte ein ſtarker Wind aus Oſten. Der Führer, Kapitän
Gluud, dirigierte das Luftſchiff gleich in große Höhen,
obwohl die Luftſtrömungen den Meſſungen der meteoro=
logiſchen
Station zufolge dort weſentlich ſtärker waren.
Mühſam kam das Fahrzeug vorwärts, dem Wind ent=
gegen
. Von großen Höhen aus wurden Verſuche mit
dem Abwerfen von Bomben auf den See
unternommen. Als Ziel waren Felder auf dem
Waſſer durch Flaggenzeichen abgeſteckt. Um ½1 Uhr ver=
ſuchte
das Luftſchiff zu landen, doch wurde der Kreuzer
durch den ſcharfen Oſtwind ſo ſtark abgetrieben, daß erſt
nach wiederholten Verſuchen, die bei dem wechſelnden
und böenhaft auftretenden Wind ſich ſchwierig geſtalteten,
die Landung vollzogen werden konnte.

Der Wirbelſturm in Amerika.

* New=York, 25. März. Die Zahl der Toten
in den von dem geſtrigen Orkan heimgeſuchten ſechs
Staaten wird auf vierhundert beziffert, die Zahl der Ver=
letzten
auf zwölfhundert. In Omaha wurden 350
Wohnhäuſer zerſtört und 1300 beſchädigt. Verzweifelt
ſuchen Tauſende in den von Trümmern angefüllten Stra=
ßen
ihre Angehörigen. Zahlreiche waren Augenzeugen
des Orkans von einem Bahnzuge aus, der durch die vom
Orkan heimgeſuchten Gebiete fuhr, ohne ſelbſt getroffen
zu werden. Die Fahrgäſte erlebten die Zerſtörung ver=
ſchiedener
Ortſchaften mit. Der Zug hielt wiederholt an,
um Verwundete und Tote aufzunehmen. Ein Fahrgaſt,
ein Geſchäftsmann, William Coon, erzählte, meilenweit
ſchien eine kupferfarbene Wolke den Zug zu
verfolgen. Die Luft war mit Getöſe angefüllt. Als der
Zug ſich Ralſton, einem Vororte Omahas, näherte, wuchs
die Wolke; ſie fegte pfeilgeſchwind dahin, wurde raben=
ſchwarz
und nahm eine Trichterform an. Die Trich=
terſpitze
ſchien 800 Meter im Durchmeſſer groß zu ſein
Plötzlich ſauſte das Trichterende über das Bahngeleiſe
nach Ralſton. Im nächſten Augenblick ſahen wir Häuſer
vie Kartenhäuſer zuſammenfallen, Dächer flogen davon.
Schreckgebannt ſahen die Fahrgäſte zu, dann ſchrien ſie voll
Entſetzen auf. Der Zug nahm zahlreiche Verletzte mit
weggeriſſenen Gliedmaßen auf. Ein anderer Reiſender
childert das Unglück alſo: Als der Zug in Omaha ein=
fuhr
, glühte der Himmel feuerrot; die Straßen waren
mit wahnſinnig ſich gebärdenden Menſchen angefüllt. Es
goß in Strömen. Das Geſtöhn der Verwundeten auf dem
Zuge wurde durch Donnergetöſe übertönt. Zahlreiche
ſchrien: Die Stadt brennt, wir werden verbrennen.
Als der Zug Omaha wieder verließ, um nach Chicago.
weiterzufahren, ſahen wir lauter brennende Gebäude.
Der Zug hatte Ralſton mit zehn Minuten Verſpätung
erreicht, ſonſt wäre er vom Orkan ereilt worden.
Weitere Depeſchen melden: Die Stadt Omaha
iſt telegraphiſch und telephoniſch von der Außenwelt ab=
geſchnitten
. Nur Kuriere bringen Nachrichten von dem
Orkan, der volle vier Stunden wütete. Der
Sturm begann um Mitternacht. Häuſer ſtürzten ein und
die entſetzten Bewohner flüchteten im Nachtgewand auf
die Straßen. Viele wurden von den einſtürzenden Häu=
ſern
getötet. Gegen 2 Uhr morgens brach im Zentrum
der Stadt ein heftiges Feuer aus. Die öffentlichen
Gebäude gingen in Flammen auf. Das Telephongebäude
ſtürzte in ſich zuſammen. 20 dienſttuende Telephoniſtin=
nen
wurden dabei getötet. Die großen Geſchäftshäuſer
ſind in Hoſpitäler umgewandelt. Gegen 4 Uhr morgens
ſetzte ein heftiger Regen ein, dem es allein zu verdanken
iſt, daß nicht noch größerer Schaden entſtand.
* Springfield (Ohio), 25. März. Nach einer
Meldung des Bürgermeiſters der Stadt Dayton ſind
bei der Kataſtrophe ſchätzungsweiſe 5000 Men=
ſchen
umgekommen und 30000 ſind obdachlos.
Hochwaſſer zerſtörte bei Piqua einen Damm.
450 Menſchen ſollen ertrunken ſein.
* New=York, 26. März. Im mittleren Weſten
ſteigen die Fluten fortwährend, allenthalben
Deiche durchbrechend, Brücken fortſchwemmend ganze
Städte überflutend und kleinere Ortſchaften überhaupt
fortreißend. Die Staaten Ohio und Indiana ſind
am ſchlimmſten, Illinois und Miſſouri ein wenig
leichter betroffen. Gewaltige Niederſchläge verſchlimmern
die Situation, dämmen aber andererſeits auch die aller=
orten
ausbrechenden Brände ein. Aehnliche Zuſtände
herrſchen in den Städten Hamilton, Columbus,
Delaware, Middleton, Springfield und an=
deren
. Auch oberhalb von Cincinnati ſollen bei
einem Dammbruch 5000 Menſchen fortgeſchwemmt wor=

den ſein. Dieſe Stadt war früh morgens von jeder Ver=
bindung
abgeſchnitten. Nach einer ſpateren Meldung riß
ein Dammbruch bei Piqua 540 Menſchen hinweg. Der
Ohiofluß und andere Ströme ſteigen rapide. Das=
überſchwemmte
Gebiet Treicht vom Miſſouri bis zum
Alleghany=Gebiet. Die Kataſtrophe iſt die ſchlimmſte, die
den mittleren Weſten je betroffen hat. Die Bürgermeiſten
vieler Städte im Ueberſchwemmungsgebiet erſuchen den
Gouverneur um Hilfe. Mancherorts laufen Hilfszüge aus
benachbarten Städten ein. Aus Peru (Indiana) wird von
00 Toten berichtet. Aus Columbus (Ohio) wird eine
Verſchlimmerung der Situation gemeldet, die gegen Mor=
gen
eintrat. Die Staatsmiliz iſt der Sttuation nicht ge=
wachſen
. Die das Flutgebiet durchfahrenden Bahnen
ſtellten ſämtlich den größten Teil ihres Dienſtes ein,
(Frkf. Ztg.)
* Dayton (Ohio), 26 März. Die Stadt iſt von
dem Miamifluß überſchwemmt, der in einer Breite
von drei Meilen das Land bedeckt. Die Zahl der Er=
trunkenen
wird auf 2000 bis 5000 geſchätzt. Ein
Schulhaus mit 400 Schülern ſoll weggeſchwemmt worden
ſein. Man befürchtet, daß alle Kinder ertrunken ſind. Das
Waſſer iſt nirgends weniger als ſechs, in den= niedrigen
Stadtteilen zwanzig Fuß tief. Die Lage wird noch ver=
ſchlimmert
durch Brände, die in etwa zwölf Orten zu=
gleich
in dem überſchwemmten Gebiet ausgebrochen ſind,
ohne daß geholfen werden kann. Die Männer in dem
Geſchäftsviertel können ihre Bureaus nicht verlaſſen.
Frauen und Kinder werden durch das Waſſer in die
höheren Stockwerke und auf die Dächer hinaufgetrieben.
Hunderte von Häuſer ſollen mit ihren Bewohnern weg=
geſchwemmt
ſein, darunter das Krankenhaus mit 600
Kranken. Die Stadt iſt ohne Beleuchtung. Eine Hungers=
not
ſteht bevor. Brot iſt nur für einen Tag vorhanden
und wird nur in kleinen Portionen ausgegeben.
* Chicago, 26. März. Bei Hamilton (Ohio)
iſt angeblich ein Waſſerreſervoir geborſten.
Man ſpricht von 1000 Ertrunkenen.

Vermiſchtes.

Am Quartalswechſel werden wieder zahl=
loſe
junge Männer aus allen Teilen des Landes nach der
Reichshauptſtadt überſiedeln, um hier ihr
An alle diejenigen, welche ſich dieſen
Glück zu macher
Glückſuchern anſchließen wollen, richtet die Geſellſchaft zur.
Fürſorge für die zuziehende männliche Jugend E. V.,
Berlin C. 54, Sophienſtraße 19, die dringende Warnung,
nicht unüberlegt die Heimat zu verlaſſen, ohne ſich vorher
durch ſchriftliche Bewerbung eine Stelle geſichert zu haben.
Die Arbeitsloſigkeit iſt in den Großſtädten und be=
ſonders
in Berlin durch den gewaltigen, durch falſche
Vorſpiegelung veranlaßten Zuzug andauernd groß. Die
Zahlen der Statiſtik des Reichsarbeitsblattes, von denen
wir nur einige mitteilen, müſſen auch den Unbeſonnenſten
zum Nachdenken bringen. Danach ſtanden ſich Arbeit=
ſuchende
und beſetzte Stellen (die in Klammern beigefügt
ſind), wie folgt gegenüber: Metallarbeiter 3092 (187),
Schmiede 412 (90), Maſchinenſchloſſer 801 (104), Bau=
ſchloſſer
2275 (205), Klempner und Inſtallateure 1287
(409), Eiſendreher und Former 3982 (255), Sattler 845
(142), Tiſchler 2918 (2007), Bäcker 3953 (2219), Brauer
1534 (375), Schuhmacher 620 (184), Maurer 787 (95), Ofen=
ſetzer
1456 (9), Bau= und Erdarbeiter 2228 (595). Ein der=
artiges
Ueberangebot iſt in allen Branchen vorhanden.
Tauſende fallen darum in kurzer Zeit der Armenpflege
zur Laſt, wenn nicht Geſetzesübertretungen, in der Not be=
gangen
, weit Schlimmeres zur Folge haben. Darum meidet
die Großſtadt beim Quartalswechſel.
Der Umzug ſteht vor der Tür; da möchts
mancher dem griechiſchen Philoſophen gleichen, der von
ſich ſagen konnte, daß er all ſein Hab und Gut an ſeinem
Leibe trug. Tauſend unnütze Habſeligkeiten kommen beim
Umzug zum Vorſchein und der Platz in Kiſten und
Käſten, in Koffer und Möbelwagen iſt nur beſchränkt. Zu
dem läſtigen Ballaſt gehören auch diejenigen Bücher,
die man ſelber nicht wieder leſen will. Solche Bücher
kann man zu einem guten Zwecke verwenden, wenn man
ie der Deutſchen Dichter=Gedächtnis=Stiftung in Ham=
burg
=Großborſtel zuſendet. Die Stiftung, die ein rein
gemeinnütziges Unternehmen zur Unterſtützung bedürf=
tiger
Volksbibliotheken iſt, ſtellt die Bücher kleinen
Bibliotheken zur Verfügung, oder verwendet ſie zu Prü=
fungszwecken
in ihrer Handbibliothek.

Literariſches.

Julius Neiger: Novellen vom Bal=
kan
Verlag: Vereinigte Kunſtanſtalten, A.=G Mün=
chen
. Preis 1,50 Mark. In den acht aparten Novellen,
die der vorliegende Band enthält, bringt der Verfaſſer
uns Menſchen und Völkerſchaften, die uns bis vor kurzem
faſt nur vom Hörenſagen bekannt waren, in feſſelnder
Weiſe näher; jede einzelne iſt ein kleines Meiſterwerk, be=
ſonders
die Erzählungen Mladen und Militza, Das
Waſſer rauſcht und Leila und der Giaur; man kann ſie
mit Recht als Perlen exotiſcher Novelliſtik bezeichnen.
Die Befreiung 1813, 1814, 1815. Urkun=
den
. Berichte, Briefe. Mit geſchichtlichen Verbindungen
von Dr. Tim Klein. 534 Seiten in haltbarem Papp=
band
1,80 Mark. (Wilhelm Langewieſche=Brandt, Eben=
hauſen
bei München). Anders als in den landläufigen
Lehr= und Leſebüchern der Geſchichte ſtellt ſich hier in den
Briefen und Berichten der führenden Männer die Wirk=
lichkeit
des gewaltigen Kampfes dar, den die Deutſchen
vor hundert Jahren um ihre Befreiung geführt haben.
Die mit Klarheit und Wärme geſchriebenen geſchichtlichen
Verbindungen halten ſich allem ſchönen Gerede fern. Ein
deutſches Buch aus einem Guß, das nur einen Ehrgeiz
hat: die Wahrheit, und nur eine Liebe: das Vaterland.
Mit geradezu unglaublicher Schnelligkeit folgt die
Leipziger Illuſtrirte Zeitung (Verlag von
J. J. Weber) den Ereigniſſen des Tages. Dies beweiſt
wiederum die neueſte Nummer, die ſchon innerhalb eines
halben Tages nach Eintreffen der erſchütternden Nach=
richt
vom Tode des Königs von Griechenland ein vorzüg=
lich
reproduziertes Bild dieſes ſo jäh aus dem Leben ge=
ſchiedenen
Herrſchers bringt. Zu rühmen iſt aber auch die
Reichhaltigkeit des aktuellen Teiles, in dem ſich noch zahl=
reiche
andere Geſchehniſſe der letzten Tage widerſpiegeln.
Die Grundſtimmung des vorliegenden reichen, vortrefflich
ausgeſtatteten Heftes iſt durch das Oſterfeſt gegeben.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Berlin, 26. März. Die Erſte Strafkammer des
Landgerichts I begann heute mit dem Spielerprozeß
des Privatiers Rudolf Stallmann, Leutnants Ed=
mund
Niemela und des Rentiers Benno Cramer,

[ ][  ][ ]

* Frankfurt, 26. März. Die Verwaltung der Kraft=
übertragungswerke
Rheinfellden bringt für
das Geſchäftsjahr 1912 wiederum die Verteilung einer
Dividende von 8 Prozent auf die 10 Millionen Mark
alte Aktien in Vorſchlag. Die Aktien der Neu=Emiſſion
in Höhe von 2 Millionen Mark, welche mit dem 1. Januar
1913 gleichberechtigt werden, erhalten die vorgeſehene
Dividende von 5 Prozent für ein Halbjahr.
* Baden=Baden, 26. März. Der Kronprinz von
Sachſen iſt geſtern abend hier eingetroffen und auf
Einladung der Frau Exz. v. Krupp in Villa Meineck ab=
geſtiegen
.
* Allahabad, 26. März. Leutnant Clark, der wegen
Ermordung des Gatten der Frau Fulham und wegen
Mitſchuld am Tode ſeiner Frau am 10. März zum Tode
verurteilt worden war, wurde heute hingerichtet.

Berlin=Reinickendorf, 26. März. Der Arbeiter
Marquardt erlitt beim Verſuche eines Diebſtahls rin
Bronzedraht der Ueberlandzentrale Neu=Ruppin ſchwere
Brandwunden, ſo daß er nach kurzer Zeit ſtarb.
2
Prag, 26. Mäcz. Bei dem Sechstage=Rennen er=
eignete
ſich anläßlich des Prämienfahrens ein Maſſen=
ſturz
. Moran iſt am ſchwerſten verletzt.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Hochdruckgebiet hat ſich oſtwärts verlagert und
uns völlige Aufheiterung gebracht. Infolgedeſſen war
es tagsüber mild, nachts kühl; ſtellenweiſe (beſonders
in höheren Lagen) trat Nachtfroſt ein. In Deutſchland
war es meiſt trocken. Von Weſten her fällt der Druck
wieder; jedoch haben wir morgen noch mit dem Einfluß
des Hochdruckgebietes zu rechnen.
Ausſichten für Donnerstag, den 27. März:
Wechſelnd bewölkt, meiſt trocken, tagsüber mild.
(Schluß des redaktionellen Teils.)

Er fühlt sich neugeboren!
Ich trank zur Stärkung Bioſon. Schon in den erſten
Tagen des Bioſongenuſſes ſtellte ſich wieder ein geſunder
kräftigender Schlaf ein, den ich ſeit langer Zeit ver=
mißte
. Auch iſt das Mattigkeitsgefühl in den Gliedern,
ſowie die anderen auf Schwäche zurückzuführenden Be=
ſchwerden
vollſtändig verſchwunden, ſo daß ich mich jetzt
wie neugeboren fühle. Hch. Schlößmann, Mainz, Wein=
thorſtr
. 30, I. Unterſchrift beglaubigt: 28. November 1912,
Juſtizrat Dr. Bing. Bioſon, Blechdoſe (zirka
Kilo)
III, 7210
3 Mk. erhältlich in Apotheken, Drogerien.


S Z

3
58
Grachit
3

Trauer-Kleider, TrauerCostüme
Trauer-Blausen Trauer-Röcke
Trauer-Mänkel, Trauer-Stoffe
In reicher Auswahl!
Anderungen sofart!
Hebr. Höslein.
Ludmigsplatz.
.
4

BS
S0!

der ideale poröse Wäschestoff für Herrenhemden
bester Schutz gegen Erkältungen
vorräfig in
Baumwolle Halbleinen Flanell
empfiehl!
Ferdinand Carl Winter
Heflieferant Sn Re
a1 Hoheil des Grossherzogs
I......
I.n
124a
Zur geſl. Beachtung!
Dahreld

)
Uinbader
deb
unſerer Geſchäftsſtelle Rhein=
ſtraße
23 befindet ſich der Ein=
gang
zu derſelben durch das
Hoftor rechts.
Darmſtädter Tagblatt.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſerer unvergeßlichen Mutter,
Großmutter und Schwiegermutter
(7235
Frau Dorothea Heist
geb. Zior
ſagen wir Allen unſeren innigſten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Philipp Heiſt, Schuhmachermeiſter,
Anna Elſinger Wwe.

Für die Teilnahme an dem uns ſo ſchter
getroffenen Verluſte unſerer unvergeßlichen
Liesel
ſowie für die zahlreichen Blumenſpenden, ſagen
wir hiermit Allen, ganz beſonders Herrn Pfarrer
Schneider und dem Heſſ. Diakonieverein, unſeren
tiefgefühlten Dank.
(7279
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Hermann Bräuning, Oberbahnassistent.
Darmſtadt, 26. März 1913.
Emilſtr. 44, I.

Tageskalender.
Großh. Hoftheater (Ab. C), Anfang 7 Uhr, Ende
gegen 10½ Uhr: Manon
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Sitzung des Kreistages des Kreiſes Darmſtadt
um 11 Uhr im Rathausſaal.
Hauptverſammlung des Schlittſchuhklub= Sportver=
eins
um 6 Uhr im Reſtaurant Kaiſerſaal
Hauptverſammlung des Odenwaldklubs um 8½
Uhr im Fürſtenſaal.
Verſammlung des Vereins hier anſäſſiger Kellner
um 12 Uhr im Reſtaurant Zum Ritzſtein.
Konzert um 8 Uhr im Rummelbräu
ilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23): König
Georg I. von Griechenland der neue König von
Griechenland; zum Präſidentſchaftswechſel in den Ver=
einigten
Staaten von Amerika; der Einzug der Griechen
in Janina; vom Oſterreiten in der Wendei.
Verſteigerungskalender,
Freitag, 28. März.
Hofreite=Verſteigerung der Chriſtoph Krauß
Witwe (Neue Niederſtraße 22) um 10 Uhr auf dem
Ortsgericht II.
Marktſtandplätze=Verſteigerung um 9 Uhr
in der Turnhalle am Woogsplatz.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 9 Uhr
Hügelſtraße 63.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 9 Uhr in
der Ludwigshalle‟
Nutzholz=Verſteigerung um 8½ Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz.
Dünger=Verſteigerung um 10 Uhr in der Train=
kaſerne
(Eſchollbrückerſtraße).
Naturwein=Verſteigerung um 12 Uhr zu
Mainz, Ernſt Ludwigſtraße 9.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

Far uch Schaldn

preiswerte Angebote!


Billiger Verkauf
von weissen und schwarzen
Spitzen-Handschuhen
reg. Verkaufspreis bis 9. Mk. das Paar
jetzt Serie 1 95 Serie II 1.95
Serie III 2.90

Schul-Cheviot, 130140 cm breit, für
Knabenanzüge, äusserst strapazierfähig,
Meter 3.50
Ia Qualitäten, reine Wolle . .

Schul-Cheviot, ausserst strapazierfähig,
hervorragend gute Qualitäten, 110 cm br.,
reine Wolle . . . . . . . . . Meter 1.50

Zum Schulanfang bringen wir einige Hundert
Knaben- u. Mädchenschürzen
in jeder Stoff- u. Machart zu horrend billigen Preisen zum Verkauf.

N in allen Grössen, solide
Stück 1.20
Knaben-Swentels Qualitäten,
in weiss und farbig
Stück von 10₰an
Taschentücher
Strümpfe in grosser Auswahl, . . Paar von 56 ₰an
Sport-Gürtel . . . . . . . . . Stück 65, 45

in Cretonne, vorzügl. Qualität.,
Mädchenhemden od.-Hosen in enorm grosser Auswahl, 1.20, 95
I
Knaben-Wäsche in grosser Auswahl.
Kragen, Steh-, Stehumleg- und Umlegkragen von 30₰an
Stück von 30₰an
Serviteurs, weiss und farbig
,
Krawatten, Lavalliers, in hübscher Auswahl von 25₰an



AE
C
2
1

AAN22!

Markt 7.

Guggenheim & Marx.

Rabattmarken.

[ ][  ][ ]

ar ule Schuie
.: empfehle ausserordentlich preiswert:
Schul-Anzüge
Schul-Mäntel
Schul-Capes
Schul-Kleider
Sonder-Angebot:
Ein Posten
Schul-Anzüge
(Sacco- u. Joppen-Fasson)
mit kurzen Hosen,
Einheitspreise
aus vorzüglichen
Strapazierstoffen
für das Alter von
10 u. 20 Mk.
1217 Jahren
Miahr Dorks
Ludwigsplatz Ecke Schulstrasse.

Klavierunterricht
für Anfänger und vorgeschrittene Schüler erteilt in und außer
dem Hause gegen mäßiges Honorar
(7276a
L. Indorf
Schwanenstr. 72, 3. Stock.

Bedeutendes Lager der in Darmstadt gebrauchten
neu und
Schulbucher antigant.
Schüler-Kalender Carl Köhler
werden
Buchhandlung und Antiqu.
umsonst
Schulstrasse 10. m
6522a) verabfolgt.

St
Gut erhalt. Sprungrahmen
zu verkaufen Steinſtr. 37. (*8008
Achtung!
isicon Schinär-
Kammerzasel Schwarz
empfiehlt sich zur Vertilgung von
Ratten, Mäusen, Schwaben, Wanzen u. Unge-
ziefer
jeder Art. Bitte Off. in der Exp.
schriftl, niederzulegen. (*8014df
Gutſingend. Kauarienvogel
(Stamm Seifert) b. zu verk. Näh. b.
Heß, Waldſtr. 22, Hinterh. (*7961
Panarienhähne, gute Sänger, u.
=Weibchen zu kauf. geſ. Off.
unt. T 43 an die Exv. (*7915md
Papagei
mit Bauer
Roſakakadu, jung, zahm, viel Nach=
ahmungstrieb
u. Luſt z. Sprechen,
mit ſchönem, großem Bauer, zuſ.
für 55 Mk. zu verkaufen (*8012
Ludwigſtraße 16, III.
Eberstadt
1,2 ſchöne Enten
(*8024
zu verkaufen.
Gasthaus Stadt Heidelberg.

gebraucht, wegen Platz=
mangel
zu verkaufen.
Viktoriaſtraße 30,
501d ses.
(*8017
Amagan m. Verdeck,
N
Asitziger Jaga naubn ſehr gut er=
halten
, billig zu verkauf. (*7977dfs
3. Komp., Train=Bat. 18.
Nähmaſchine
tadellos erhalten, Fußantrieb, zu
kaufen geſucht. Offert. unt. T 55
an die Exp. ds. Bl.
(7188

ittagstisch
Fleisch u. vog. Kost von
60 Pf. b. M. 1. im Abonn.
Abendtisch
Fleisch u. veget. Kost v.
50 Pf. b. 70 Pf. im äbonz.
Aneschant dn brühmten
:: Wormser Weinmostes::
Kein Trinkzwang. (114
Reform-Restaurant
4 Alexanderstrasse 4 1 Stock

Zum (6954a
Mhaldhfung
empfehle
Schulranzen
für Mädchen
v. M. 2. an b. M. 7.50
für Knaben
v. M. 2.75 an b. M. 9. prima Sattlerware.
Schreib-Etuis, Heft-
und Büchermappen
in allen Preislagen.
Eigene Anfertigung in
Offenbach a. M.
age 44
W. Nasstitier
Ernst-Ludwigstr. 21.

berſchiet
Faſt neuer Gasherd, gut erh.
Kleider bill. zu verk.; nur vormitt.
Näheres in der Expedition. (*8016

Hauswirtſchaftliche Fortbildungsſchule.

Das neue Schuljahr beginnt Montag, den 7. April d. Js.
Für Schülerinnen aus dem Stadtteil Beſſungen findet der Unterricht
im Mittelſchulgebäude an der Hermannsſtraße, für ſolche aus dem
Nordweſtviertel im Schulhauſe in der Lagerhausſtraße, für alle
übrigen im Schulhauſe in der Rundeturmſtraße ſtatt.
Anmeldungen für alle Abteilungen werden, ſoweit ſie nicht
bereits gelegentlich der Ausſtellung ſtattgefunden haben, Montag,
den 31. d. Mts., vormittags von 10 bis 12 Uhr, im Schul=
hauſe
in der Rundeturmſtraße (Eingang auch Landgraf Georgs=
ſtraße
40) von dem Leiter der hauswirtſchaftlichen Fortbildungs=
ſchule
entgegengenommen.
Unterrichtsgegenſtände: Hand= und Maſchinennähen, Flicken,
Stopfen und Sticken, Bügeln, Kochen, hauswirtſchaftliches Rechnen
und Deutſch, ſowie außerdem für vorgeſchrittene Schülerinnen An=
fertigung
von einfachen Kleidern.
Schulgeld:
a) für hieſige Schülerinnen vierteljährlich drei Mark,
b) für auswärtige Schülerinnen vierteljährlich neun Mark.
Es kann indeſſen in monatlichen Raten bezahlt werden. In
beſonderen Fällen können hieſige Schülerinnen Freiſtellen erhalten.
(7002ims
Darmſtadt, den 20. März 1913.
Der Vorſtand:
Dr. Gläſſing.

Jsraelitiſche Religionsgemeinde.
Bekanntmachung.

Das neue Schuljahr unſerer Religionsſchule
beginnt Mittwoch, den 2. April 1913.
Neuanmeldungen werden in der Knaben= Mittel=
ſchule
(Friedrichſtraße), mittags 2 Uhr, gleichzeitig
entgegengenommen.
(7228
Darmſtadt, den 20. März 1913.
Der Vorſtand.

Stenographie (Gabelsberger)
Verkehrs- und Redeschriftkurse
Schreibmaschinen-Unterricht.
Beginn neuer Kurse Montag, den 7. April.
Anmeldungen bis zum 3. April Soderstrasse 12, vom 4. April ab:
(7030im
Schützenstrasse 5, I.

Allee Rochschuie.

Der nächſte Kochkurſus
beginnt
Donnerstag, den 3. April.
Anmeldungen werden täglich bis 6 Uhr in der
Alice=Kochſchule entgegengenommen.
Der Vorſtand.
*7973)

Zeichen- und Malschule
Heinrich-
von
Mathilde Stegmayer straße 58, II.
Gründlicher Unterricht in allen Fächern.
Geometrie. Perspektive.
Schulanfang: Montag, den 31. März.
(7223a
Anmeldungen vormittags erbeten.

Selbständigen Damen
wird sachkundige, praktische Anleitung zur Ver-
mögensverwaltung
erteilt in der
Darmstädter Sprach- und Handelsschule
10 Luisenstrasse 10
durch die Leiter:
-
Hier. Schnelder,
Emil Held,
Handelslehrer und
Handelslehrer und
Bücher-Revisor.
Beeidigter Bücher-Revisor.
Beginn des Sonderkursus: Anfangs April.
Auskunft täglich zwischen 57 Uhr. (5995a

Unter hohem Protektorat Ihrer Durchlaucht der Fürstin Marie zu Erbach-Schönberg,
Prinzessin von Battenberg.
Proi F u. Schmikee Sche Knauchie lur Tenkand
zugleich Gesangschule für Konzert, Oper und Haus
Elisabethenstr. 36
Elisabethenstr. 36
Gegründet: 1851.
Fernsprecher: 1026 vom 1. April ds. J. abgeändert in Nr. 2482.
Das Sommersemester beginnt Montag, den 31. März.
Kunstschule: Vollständige Ausbildung in allen Fächern der Musik.
Dilettantenschule: Vom ersten Anfange bis zur höchstmöglichen Ausbildung.
Elementar-Klavier- und Violinschule: Für Kinder unter 10 Jahren zu ermässigtem Honorar.
Einzel- und Klassenunterricht je nach Wunsch. Schriftliche oder mündliche Anmeldungen
an die Direktion, Elisabethenstr. 36, erbeten. Sprechstunden vormittags von 1012½ Uhr.
Frospekte kostenfrei durch die Direktion, die Musikalienhandlungen und das Verkehrsbüro.
Die Direktion: Wilhelm Schmitt. Willy Hutter.
7066a)

[ ][  ][ ]

Niedrigste Preisel Feste Qualitäten!

Diese Bettstelle, bestes Fabrikat,
mit Ia Patent-Matratze . Mk.

18.50

Metall-Betten
Mk. 8.50 bis 42.-
Messing-Betten
Mk. 58. bis 98.-

Kinderbetten
Mk. 8.50 bis 46.
Pracntvolle Deckbetten Mk. 12., 13.50, 16.25, 18.50, 21.-
Daunen-Deckbetten
. . Mk. 20.-, 23., 28.-, 32.
Kissen, gute Füllung . . Mk. 4., 5.75, 7., 8.50, 9.75
Patent-Matratzen, Woll-, Seegras-,
Kapok-Matratzen.
(7245
Betten-
Markt 11
Spezial-Haus 392. Bachdahl Tel. 2188

Verſteigerungs-Anzeige.

Donnerstag, den 27. März 1913, nachm. 3 Uhr,
verſteigere ich im Saale Rundeturmſtr. 16 öffentlich zwaugs=
weiſe
gegen Barzahlung
a) für beſtimmt: Ca. 600 Paar Damenhandſchuhe (ſeidene
und Florhandſchuhe), 50 Paar lederne Damenhandſchuhe,
158 Paar Damen= u. Herrenhandſchuhe (farbige, lederne),
65 Paar Lederfutterhandſchuhe, 109 Paar Glacé= und
Venezianerhandſchuhe;
b) um 4 Uhr vorausſichtlich:
Pianino, 4 Büfetts, 6 Sofas, 9 Diwans, 4 Schreibtiſche,
3 Waſchtiſche, 8 Kleider=, 2 Spiegel=, 2 Glas= und 2 Kaſſen=
ſchränke
, 3 Betten, 3 Kommoden, 1 Landauer, 1 Viktoria=
wagen
, 1 Schreib= und 1 Nähmaſchine, 2 Regulateure,
10 Bilder, 7 Wirtstiſche, 49 Stühle, 1 große Partie Kokos=
und Ledermatten, 1 Partie Läufer, 1 Partie China= und
Japanmatten, 1 Kontrollkaſſe, 3 Ladentheken ꝛc.
Darmſtadt, den 25. März 1913.
(7219
Thüres Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 9.

Verſteigerungs=Anzeige.

Freitag, den 28. März I. J., vormittags 9 Uhr,
verſteigere ich aus einem Nachlaß auf freiwilligem Antrag der Erben,
im Verſteigerungslokale Ludwigshalle, Obergaſſe 12, folgende
Möbel und Haushaltungsgegenſtände:
1 Speiſezimmer=Einrichtung
1 Büfett, in Eichen geſchn., 1 Ausziehtiſch, 9 Stühle mit Rohr=
ſitz
, 1 Serviertiſch, 1 Schaukelſeſſel u. 1 Wiener Rohrſeſſel und
1 Regulator in Eichenholzgehäuſe
1 Schlafzimmer=Einrichtung
2 kompl. Betten mit Sprungfeder=Matratzen, 3 teil. Roßhaar=
Matratzen nebſt Bettwerk, 1 Waſchkommode mit Spiegel, zwei
Nachttiſche, 1 Kommode, 1 Spiegelſchrank, 1 Kleiderſchrank,
alles in nußb. poliert
ferner 1 Pianino, ſehr gut und volltönig, noch
wenig geſpielt, 1 Damenſchreibtiſch, 1 Nähtiſch, 1 Noten=
ſtänder
, 1 Bauerntiſch, 2 Säulen mit Büſten, 6 Stühle und
Bilder, 1 Küchenſchrank und Geräte aller Art;
ferner aus einem weiteren Nachlaß:
1 Sofa, 2 Seſſel mit Cretonne=Bezug, 1 nußbaum=polierten
Spiegelſchrank, 1 Prunkſchränkchen, 1 zweitürig. Kleiderſchrank,
eichen geſchnitzt, dazu paſſend eine Waſchkommode mit Spiegel
aufſatz u. 1 Nachttiſch, verſch. Tiſche und Stühle, 1 Küchen=
ſchrank
, Porzellan, Wäſche und Weißzeug u. a. m.
ntereſſenten empfehle die Beſichtigung Donnerstag
den 27. I. Mts., nachmittags zwiſchen 4 und 5 Uhr, da ſämtliche
Gegenſtände noch ſehr gut erhalten ſind.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden gegen
bare Zahlung ſtatt
(7052id
Darmſtadt, den 25. März 1913.
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.

Nachlaß=Verſtergerung.

Freitag, den 28. März, vormittags 9 Uhr,
verſteigere ich im Auftrag der Erben, den Nachlaß
des Fräulein E. Kinſcherf
63 Hügelſtraße 63
folgendes Mobiliar freiwillig meiſtbietend gegen Barzahlung:
3 komplette Betten, 3 Kleiderſchränke, 3 Kommoden, Schreib=
tiſch
mit Aufſatz, Vertiko, Diwan, Sofa, 12 Rohrſtühle,
4 Tiſche, 2 Waſchtiſche mit Marmor, 2 Nachttiſche, Steh=
leiter
, verſchiedene Spiegel, Bilder und Nipoſachen, Tep=
piche
, Reiſekoffer, Bettzeug, Plüſchgarnitur, beſtehend aus
Sofa, 2 Seſſeln, 4 Stühlen, Silberſchrank, Blumentiſch,
Blumen, Eisſchrank, Etagere, Bronce=Uhr, Regulator, Seſſel,
Nähmaſchine, verſchiedene Schmuckgegenſtände, goldene
Damenuhr und Kette, Steppdecke, Pelze, Kleider, ſämtliches
Weißzeug, ſämtliches Küchengeſchirr, ſowie Küchenmöbel,
Porzellan, Gläſer, ſilberne Leuchter, Meſſer, Gabeln, Löffel
(7199
und viel Ungenanntes.
Darmſtadt, den 20. März 1913.
. Kurtz, Kuktionator und Caxator
Telephon 1202. Pädagogſtraße 2.
Aufträge werden beſtens ausgeführt.

Das Ausladen der Kohlen
für das Elektrizitärswerk der unterzeichneten Eeſellſchaft am Dorn=
heimerweg
iſt für das Verwaltungsjahr 1913/14 zu vergeben.
Die Bedingungen ſind bei der Direktion der unterzeichneten
Geſellſchaft zu erhalten. Angebote ſind bis zum 25. d. M. einzureichen.
Heſſiſche Eiſenbahn=A.=G.
(6919sid
Möller.

Telefon
367

Empfehle 11
garantiert
frischester
Ware:

Alle Sorten
Lebendfriſche Seefiſche
Lebender Flußfiſche
Dieſe Woche beſonders
Lebende grosse
Rhein-Bresem
Austern, Seemuscheln
Hummer, Caviar (7225
Stockfisch, Laberdan
Herings-Salat
TA Konſerven
Marinaden
2i Räucherwaren
Ferner Donnerstag u. Freitag
Billige Konſumfiſche
Preiſe ungeputzt ab Laden
Goldbarſch 24 Pfe.
Cabliau
Schellfiſch 20 Pfg.
ſowie alles weitere billigſt.
Ludwig Mösinger
Maus-7. nur untere Inans-I.
4 Elisabethenstr. 4 2

zwiſchen Zimmer= u.
Saalbauſtraße.

Tabakspfeifen
aller Art und Preislagen
sämtliche Ersatzteile
Zigarren, Zigaretten
Tahake
Etuis, Meerschaum-
L
und Bernsteinwaren
Rauchartik., Spazierstöcke
etc. etc.
7
Grosse Ausw. Bill. Preise.
Pfeifenspezialist:
Fr. Marguth
Darmstadt, Ecke Gr. Ochsengasse,
Filiale: Marktstrasse 3. (6334a

Große Sendungen
Fahrrader
neueſte Modelle, ſind einge=
troffen
und offeriere:
Dürkopp, Neckarſulm,
Torpedo, Mars, Weil,
Panzer, Sport
zu äußerſt billigen Preiſen,
darunter welche
von 75 Mk. an.
Als unerreicht leichtlaufend
empfehle das neueſte Dür=
kopp
=Modell m. Ringlager,
ohne Konuſſe.
Eingetauſchte Fahrräder
von 10 Mk. an.
L. Beudt Nachf.
Inh.: L. Waldschmitt
Hölgesſtr. 1. (6155a

Gießener Pferdelose 1 Mr.
(Ziehung am 3. April) ſind bei allen
bekannt. Loſe=Verkäufern zu haben
30000 Loſe u. 15000 Mark Gew.
Hauptgew.: 3 Einſpänner, 7 Pferde
od. Fohlen, Fahrräder, Nähmaſch.
uſw. General=Vertrieb Richard
Buchacker, Gießen. Daſelbſt
11 Loſe für 10 Mk. Porto u. Liſte
25 Pfg. extra. Nachnahme 20 Pfg
(4970a
teurer.
euer gußeiſener Herd (links)
(*7976ds
N zu verkaufen.
Herdweg 10.
billig zu ver=
Ein Sofa kaufen (*7940
Lauteſchlägerſtr. 5½, 2. St.
Sport=Sitz= u. Liegewagen
auf Gummi bill. zu verk., 68 Uhr
(7192
nachm. Landwehrſtr. 63.

Die Erhebung einer ſtädtiſchen Kanalbenutzungsgebühr.

Der ſeither in Wirkſamkeit geweſene Tarif für die Erhebung
einer Kanalbenutzungsgebühr hat mit Wirkung vom 1. April d. Js. ab
eine Aenderung erfahren.
Ich bringe hiermit den Wortlaut der Ortsſatzung mit dem
geänderten Tarif zur öffentlichen Kenntnis.
Darmſtadt, 25. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter
Dr. Gläſſing.

Ortsſatzung
für die Erhebung einer Kanalbenutzungsgebühr.

Auf Grund des § 11 des Ortsſtatuts, betreffend die Anlage
von Hausentwäſſerungen, vom 1. Auguſt 1894 und des § 193 der
Städteordnung, wird zufolge Beſchluſſes der Stadtverordneten=
Verſammlung vom 6. März 1913 und mit Genehmigung Großh.
Miniſteriums des Innern vom 20. März 1913 nachſtehendes beſtimmt:
. Für alle an das ſtädtiſche Kanalnetz bereits angeſchloſſenen
oder ſpäter in Gemäßheit des obigen Ortsſtatuts zum Anſchluß
gelangenden Hofreiten und Grundſtucke iſt von den Eigentümern oder
Beſitzern eine Kanalbenutzungsgebühr an die Stadtkaſſe zu entrichten.
2. Als Maßſtab für die Berechnung dieſer Abgabe dienen die
Brandverſicherungskapitalien der einzelnen Hofreiten. Demgemäß
werden als Kanalbenutzungsgebühr erhoben:
Für Hofreiten mit einem Brandverſicherungskapital
unter 11000 Mk.
3 Mk. für das Jahr=
von
11000 bis ausſchließlich 21000 5 .
21000
31000 10
31000
41000
,
,,,,
51000
41000
, ,,
61000 2.
51000
,, ,,
61000
71000
,, , ,
71000
81000 35
91000
81000
40
,,
,
50
91000
100 000
,,,, ,
100000
110000
,,,
110000
120000
,,,

120000
130000
,,,
130000
140000 10
,,,
150 000 12
140000
,,,

150 000
160000 150
160000
ie
170000 175
180 000
170000
2
,
.
,,
180000
190000 2
, ,
190000
200000 250
200000
400000 350
600000 450
400 000
600000
800000 550
800 000
1000000 650

75
über 1 000 000 Mk.
Für unbebaute Grundſtücke mit Kanalanſchluß bleibt beſondere
Vereinbarung vorbehalten.
3. Die Feſtſtellung der zu erhebenden Gebühr erfolgt zu Beginn
jedes Verwaltungsjahres.
4. Die Zahlung der Kanalbenutzungsgebühr hat zu Anfang
jedes Verwaltungsjahres zu erfolgen. Zur Zahlung iſt zunächſt ver=
pflichtet
, wer am 1. April des Jahres, für das die Gebühr zur
Erhebung kommt, Eigentümer oder rechtlicher Beſitzer der fraglichen
Hofreite iſt. Im Laufe eines Verwaltungsjahres eintretende Zu=
und Abgänge von Hofreiten und Aenderungen an den Brandver=
ſicherungskapitalien
haben auf die Feſtſtellung und Entrichtung der
Gebühr für das laufende Verwaltungsjahr keinen Einfluß.
5. Dieſer Tarif tritt am 1. April 1913 in Kraft.
Darmſtadt, den 25. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
(7201ds

Steinkohlenbezugs=Geſellſchaft Friede‟.

Ein früherer Kohlenträger verſucht bei Mitgliedern, die in
letzter Zeit Kohlen erhalten haben, ohne Berechtigung den Betrag,
für Oktroi zu erheben.
Wir machen unſere Mitglieder wiederholt darauf aufmerkſam,
daß der Verein die Ausgaben für Oktroi, Fuhrlohn und das Ab=
tragen
ſelbſt trägt und Zahlungen nur an den Vereinsrechner
zu leiſten ſind.
(7271
Darmſtadt, 26. März 1913.
Der Vorſtand.

Ziehung am 8., 9., 10., II. u. 12. April
Geld-Lotterie
zum Ausbau der Veste COBURG
17553 Geldgewinne, bar ohne Abzug zahlbar Mark:

G

C


5
2

3ec


16060
ue. w.
Porto und Liste
Coburger Geld-Lose à 3 M. so Pfg. ertra
zu haben in allen Lotteriegeschäften, Loseverkaufsstellen, dem
Preuss. Landeskrieger-Verband, Berlin, Geisbergstr. 2 u. durch
H. C. KrögerLud. Müller & Co.
Berlin We
Berlin
Friedrichstraße 193a. Werderscher Markt 10.

Karelie Vch Heösch-Darmstau.
die grosse Landgräfin.
Ihr Aufenthalt in Prenzlau 1750 bis 1756.
Von E. Mentzel.
(16785)
Mit mehreren Illustrationen. Preis Mk. 2.50.
Zu beziehen in der Expedition des Tagblatts u. durch
alle Buchhandlungen.

[ ][  ][ ]

vollständige
Baby-Ausstattungen
zu Mk. 25.50, 18.50 und 11.50
Alle modernen hygienischen
Artikel f. Säuglingspflege
BABV- u. KIINDER-WASCHE
aus dichten u. meinen beliebten
porösen Stoffen.
EXTRA-ANFERTIGUNG
rasch und preiswert.

Gebrauchsfertige
Baby-Körbe und Kinder-
Betten
modern und praktisch ausgestattet
und äuserst preiswert.
Bettwäsche, Koltern und
Steppdecken
in grossem Sortiment.

Verlangen Sie Kataloge
und Preislisten.

Besichtigen Sie meine
Schaufenster!

Spezial-
Sohwab
Geschäft LudWid

23 Ernst-Ludwigstrasse 23.

7272

Säuberung der Bäume, Sträucher, Hecken
von Raupenneſtern uſw.

Zufolge Verfügung Großh. Kreisamts Darmſtadt vom 7. Ja=
nuar
d. Js. bringen wir die nachſtehende Polizeiverordnung mit dem
Anfügen zur Kenntnis der Intereſſenten, daß die Viſitationen durch
das Feldſchutzperſonal, zu welchen ſich die Grundeigentümer und
Pächter einfinden wollen, am 31. ds. Mts. beginnen und zu den fol=
jenden
Terminen in den hierbei angegebenen Gemarkungsteilen ſtatt=
finden
werden:
1. Im Oberfeld am 31. März d. Js.:
a) Von vormittags 7½ Uhr an in allen von der Erbacherſtraße
bis zu den drei Brunnen rechts, ſodann in den in der Mühl=
ſtraße
, der Soder= und Darmſtraße, der Nieder= Ramſtädter=
ſtraße
und der Kiesſtraße bis zur ſeitherigen Beſſunger Grenze
liegenden Gärten und Baumſtücken.
b) Von nachmittags 1 Uhr an in dem zwiſchen der Erbacherſtraße
und der Dieburgerſtraße bis zum Wald liegenden Gemarkungsteile.
2. Im Heinheimerfeld am 1. April ds. Js.:
a) Von vormittags 7½ Uhr an in den Baumſtücken und den
Gärten zwiſchen Dieburger= und Kranichſteinerſtraße bis zur
Faſaneriemauer.
b) von nachmittags 1 Uhr an in den Baumſtücken und Gärten
zwiſchen der Kranichſteiner= und Frankurterſtraße.
3. Im Löcher= und Niederfeld am 2. April ds. Js.:
a) von vormittags 7½ Uhr an in allen von der Frankfurterſtraße
inks liegenden Gärten ꝛc., ſodann in denjenigen vor den ſo=
genannten
Main= Rhein= und Neckartoren bis zur Arheilger=
reſp
. ſeitherigen Beſſunger Grenze.
b) von nachmittags 1 Uhr an in den Hausgärten.
4. Im ſeitherigen Beſſunger Feld, und zwar:
a) Am 3. April ds. Js., von vormittags 7½ Uhr an, in den
ſüdlich der Heinrichſtraße und öſtlich der Martinſtraße, ſowie
des Martinspfads belegenen Gärten und Baumſtücken.
b) Am 4. April ds. Js., von vormittags 7½ Uhr an, in den
zwiſchen Martinspfad, Martinſtraße, Heinrichſtraße und Heidel=
bergerſtraße
belegenen Gärten und Baumſtücken
c) Am 5. April ds. Js., von vormittags 7½ Uhr an, in den
weſtlich der Heidelbergerſtraße belegenen Gärten und Baum=
ſtücken
in der Gemarkung Beſſungen.
Die Beteiligten, die ſich bis zu den angeführten Terminen der
fraglichen Arbeit nicht unterzogen haben, werden auf Grund des § 3
nachſtehender Polizeiverordnung beſtraft, und es wird die nötig wer=
dende
Säuberung der Bäume und Entfernung der Aeſte und Zweige,
ſowie das Ausſchneiden der Miſteln auf ihre Koſten verfügt
(7061im
Darmſtadt, den 22. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jaeger.

Polizei=Verordnung.

Betreffend: Säuberung der Bäume, Sträucher, Hecken von
Raupenneſtern ꝛc.
Auf Grund des Artikels 43 Abſ. 2 und 37 des Feldſtrafgeſetz=
buches
vom 13. Juli 1904, der Artikel 78 und 48, V, Nr. 2 der Kreis=
und Provinzial=Ordnung vom 12. Juni 1874 und des § 368 Nr. 2
des Reichsſtrafgeſetzbuches wird mit Zuſtimmung des Kreis= Aus=
ſchuſſes
und mit Genehmigung des Großherzoglichen Miniſteriums
des Innern vom 10. Februar 1905 zu Nr. M. d. J. III 1335 für den
Kreis Darmſtadt nachſtehendes verordnet:
1. Jeder Beſitzer eines Grundſtücks iſt gehalten, alljährlich
bis ſpäteſtens 15. März ſämtliche auf ſeinem Grundſtück befindliche
Bäume, Sträucher und Hecken von Raupenneſtern zu ſäubern und
alle mit Raupenneſtern behafteten Zweige und Aeſte in geeigneter
Weiſe zu entfernen und zu vernichten.
§ 2. Desgleichen iſt jeder Beſitzer eines Grundſtücks gehalten,
alljährlich bis ſpäteſtens 15. März, die auf den Bäumen wachſenden,
denſelben ſchädlichen Miſteln auszuſchneiden.
§ 3. Zuwiderhandlungen gegen die in § 1 und § 2 getroffenen
Anordnungen werden auf Grund des § 368 Nr. 2 des Reichsſtraf=
geſetzbuches
, bezw. des Artikels 37 des Feldſtrafgeſetzbuches mit Geld=
ſtrafe
bis zu ſechzig Mark oder mit Haft bis zu vierzehn Tagen beſtraft
Auch wird die nötig werdende Säuberung der Bäume und
Entfernung der Aeſte und Zweige, ſowie das Ausſchneiden der Miſteln
auf Koſten der Säumigen verfügt.
Darmſtadt, den 14. Februar 1905.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.

Echter Friedrichsdörfer
Kronen-Zwieback

vielfach prämiiert
Hauptniederlage und Vertretung

(6246a

Grafenstr. 19
Edmund Turtmann releph. 1a25
Wiederverkäufer hohen Rabatt. Lieferung nach allen Stadtteilen

6
werden ſchön u. billg
Hute garniert, altes verw.,
auch außer dem Hauſe
5503a
Eliſabethenſtraße 49, 2. St.

Beitfedern-Reinigung
L. MENGER. (4726a
Bismarckſtraße 58. Tel. 1608.

Honig!
iſt als Volksheilmittel längſt be=
kannt
, indem er das Blut reinigt
und neue friſche Säfte bildet. Ich
mpfehle denſelben in garantiert
reiner Qual. zu 1,20 Mk. pro Pfd.
in Gläſ. m. Schraubendeckel (3978a
G. Roth, Dieburgerſtraße 9.
Taveten!
Kaufen Sie am billigſten bei
Leonhard Menger
Tapeziermeister, Bismarckstr. 58.
Telephon 1608. (4866a
Billigſtes
)
Achlan
Angebot
Herren=, Damen=, Knaben=, Mädch.. Kinderſtiefel zu äußerſt billigen
Preiſen, ſowie Sandalen, Leder= u.
Stoffpantoffel aller Art. Führe
als Fachmann unter Garantie nur
prima Qualität. Michael Fick,
Schuhmacherei, Holzſtr. 24. (6503a
Für altes Eisen, alte Metalle,
Papierahfälle aller Art, Ge-
schäftspap
. Bücher u. Akten
unter Garantie des Einſtampfens
zahle ſtets die höchſt. Preiſe. (157a
Lippmann May,
Tel. 157. Kl. Ochſengaſſe 14.
Aufträge werd. jederz. prompt erled.
Alte Briefmarken und Samm=
lungen
kauft A. Zell,
(5685a
Karlſtraße 14, part.
Haare
ausgekämmte und abgeſchnittene,
kauft fortwährend zu den höchſten
(2455a
Preiſen
G. Kanzler, Friſeur, Marktſtr. 3.
Kartoffeln!
Handverleſ. Induſtrie à Ztr.
Mk. 2,30. Mühlſtr. 5, part. (6882a
Gelegenheitskauf
für Kolonialwarengeſchäft.
1 Warenſchrank, oben u. unten
mit Schubkaſten, 1 Schrank mit
Oelbehältereinſätze, ferner 1 großer
Eisſchrank, 1 eiſernes Ruhebett,
1 Bücherſchrank, Diwan, Ma=
tratzen
, kl. Ziertiſchchen abzugeben
*8076) Mathildenplatz 8, Hinterbau.
billig
Leere Kisten abzugeb.
(*8071
Wendelſtadtſtraße 28.
volſtänd., wegen Umzug
Bell billigſt zu verkaufen. Näh.
*8074
in der Expedition.
Zu verkaufen:
2 guterhalt. Sprungfedermatratzen
180X95. Heinrichſtr. 152, III. (*7879md
n gut bürgerl. Privat=Mittag
A und Abendtiſch können ſich
noch einige beſſere Herren be=
teiligen
.
7998dfsc
Niederramſtädterſtr. 31, I. links.
Empfehle mich im Anfertigen
einfacher Wäſche, gehe auch außer
dem Hauſe zum Ausbeſſern. Näh.
Soderſtraße 37, H.
(*8055dfs
Orauntiger Jagdhündin, 10 Mo=
nate
alt, prima Stammbaum,
ehr feine Naſe, billig zu ver=
kaufen
. Offerten unter T 66 an
(*7999
die Exped. ds. Bl.
Fogtoif
gr werden
bstoltzende Gluckeu angekauft
Kranichſteinerſtr. 3, II.
(7273

Die Einführung einer ſtädtiſchen Billetſtener.

Ich bringe hiermit den Wortlaut der Ortsſatzung für die
Erhebung einer ſtädtiſchen Billetſteuer zur öffentlichen Kenntnisnahme.
Anmelde= und Steuererhebſtelle nach § 4 der Satzung iſt das
ſtädtiſche Steuerbureau, Stadthaus, Erdgeſchoß links. Daſelbſt wird
jede Auskunft bezüglich der Billetſteuer erteilt.
Darmſtadt, den 20. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.

Ortsſtatut
für die Erhebung einer Billetſteuer.

Auf Grund des Geſetzes, die Billetſteuer betreffend, vom
21. März 1910 wird auf Beſchluß der Stadtverordneten=Verſammlung
vom 13. Februar 1913 und mit Genehmigung Großh. Miniſteriums
des Innern vom 10. März 1913 zu Nr. M. d. J. 4152 nachſtehende
Ortsſatzung erlaſſen.
§ 1.
Die im Gemarkungsbezirk der Stadt Darmſtadt ſtattfindenden
Veranſtaltungen nachbenannter Art unterliegen einer vom Eintritts=
geld
zu berechnenden Abgabe (Billetſteuer).
Es kommen in Betracht:
Theatervorſtellungen aller Art einſchließlich derjenigen in
Varietétheatern, Muſik= und Geſangsaufführungen und
Konzerte jeder Art, Kabarett=, Zirkus=, Kunſtreiter= und
kinematographiſche Vorſtellungen, Darbietungen in Schau=
buden
und Panoramen, komiſche und ſpiritiſtiſche Vorträge,
Karnevalſitzungen, Masken= und Koſtümbälle, Koſtümbaſare,
Koſtümfeſte, Wettrennen, Wettfahren, Wettrudern, Wett=
ſchwimmen
, Wettſpiele, ſowie Unternehmen ähnlicher Art.
§ 2.
Der Steuer unterliegen nicht:
Die Theatervorſtellungen im Großh. Hoftheater.
Unternehmungen der in § 1 bezeichneten Art auf Meſſen
und Märkten, ſowie bei allgemeinen Volksfeſten.
3. Veranſtaltungen der in § 1 bezeichneten Art, bei denen der
Einzeleintrittspreis weniger als 20 Pfennig beträgt.
Die Veranſtaltungen von Vereinen, die Mitgliederbeiträge
erheben, unterliegen nur inſoweit der Steuer, als ein beſonderes
Eintrittsgeld in irgend einer Form erhoben wird.
Die Steuer kann von dem Oberbürgermeiſter in Ausnahme=
fällen
erlaſſen werden, wenn ein wohltätiger oder gemeinnütziger
Zweck in Betracht kommt.
§ 3.
Die Steuer beträgt 10% des Eintrittspreiſes, mindeſtens jedoch
5 Pfennig für den Einzeleintrittspreis.
Der bei der Berechnung ſich ergebende Steuerbetrag iſt ſtets
auf einen durch fünf teilbaren Betrag nach oben abzurunden.
Unentgeltlich ausgegebene Eintrittskarten (Freikarten) ſind nur
dann von der Steuer befreit, wenn ſie als ſolche von dem Ober=
bürgermeiſter
anerkannt ſind. Sie müſſen mit dem ſtädtiſchen Dienſt=
ſtempel
und dem amtlichen Vermerk ſteuerfrei verſehen ſein.
Werden Ausweiſe mit Berechtigung zum Beſuch einer beſtimmten
Zahl von Veranſtaltungen (Dutzendkarten, Abonnementskarten) aus=
gegeben
, ſo unterliegt der Geſamtwert eines derartigen Ausweiſes,
ohne Rückſicht auf den jeweiligen Kaſſenpreis der Veranſtaltungen,
der Steuer.
Jede ſteuerpflichtige Veranſtaltung muß ſpäteſtens 24 Stunden
vorher bei einer von dem Oberbürgermeiſter zu beſtimmenden Stelle
(Anmeldeſtelle) angemeldet werden.
Zur Anmeldung iſt ſowohl der Veranſtalter als auch der
Beſitzer der Räume uſw., in denen die Veranſtaltungen ſtattfinden,
verpflichtet.
Bei der Anmeldung müſſen die zur Beurteilung der Steuer=
pflicht
und der Steuerhöhe erforderlichen Merkmale angegeben und
das Lokal bezeichnet werden, in welchem die Veranſtaltung ſtattfindet.
Zugleich ſind auf Grund eines doppelt auszufertigenden Ver=
zeichniſſes
(Vordrucke hierzu ſind bei der Anmeldeſtelle erhältlich) ſämt=
liche
Eintrittsausweiſe zur Abſtempelung vorzulegen. Die Eintritts=
ausweiſe
müſſen fortlaufend numeriert ſein und den Namen des Ver=
anſtalters
, den Tag der Veranſtaltung und den Preis aufgedruckt
enthalten.
Ein Anmeldeverzeichnis, mit entſprechendem Vermerk verſehen,
wird mit den abgeſtempelten Karten zurückgegeben.
Am Vormittag des auf die Veranſtaltung folgenden Werktags
iſt alsdann eine Nachweiſung der eingenommenen ſteuerpflichtigen
Eintrittsgelder, unter Angabe der Einzelpreiſe, bei der Anmeldeſtelle
einzureichen. Die nichtverkauften Eintrittsausweiſe ſind hierbei vor=
zulegen
. Die Steuer wird berechnet und iſt ſofort bei der Anmelde=
ſtelle
zu bezahlen.
Die Anmeldeſtelle kann auch verlangen, daß die Steuer bei der
Abſtempelung von Eintrittsausweiſen im voraus entrichtet wird. Die
Rückvergütung etwa zuviel erhobener Steuer erfolgt alsdann nach Ein=
reichung
und Prüfung der Abrechnung.
Bei Veranſtaltungen kleineren Umfangs oder von längerer
Dauer iſt die Feſtſetzung eines Pauſchſteuerbetrags für jede Vor=
tellung
zuläſſig. Dieſer Pauſchbetrag iſt immer im voraus zu entrichten.
Dem Oberbürgermeiſter bleibt es vorbehalten, an Stelle der
vorerwähnten Steuerberechnungsverfahren andere Maßnahmen ein=
zuführen
, insbeſondere auch zu verlangen, daß für gewiſſe Veran=
ſtaltungen
ſämtliche Eintrittsausweiſe gegen Entrichtung der Selbſt=
koſten
von der Stadt bezogen werden müſſen. Wenn die für den
ſtädtiſchen Steueranſpruch maßgebenden Anmeldungen nicht oder nur
unvollſtändig erfolgen, auch nicht durch ordnungsmäßige Aufzeich=
nungen
nachgewieſen werden, ſo iſt der Oberbürgermeiſter vorbehältlich
der Strafbeſtimmung in § 6, befugt, für jeden Veranſtaltungstag
einen Pauſchbetrag feſtzuſetzen.
§ 5.
Für den richtigen Eingang der Steuer haften die Unternehmer
der Veranſtaltungen und die Beſitzer der Räume, in denen ſteuer=
pflichtige
Veranſtaltungen ſtattfinden, als Geſamtſchuldner.
Es iſt das Recht und die Pflicht der Saalbeſitzer uſw. ſich zu
vergewiſſern, daß für die in ihren Räumen uſw. ſtattfindenden Ver=
anſtaltungen
das für die Steuereinziehung vorgeſchriebene Verfahren
beobachtet wurde.
Sämtliche Eintrittsausweiſe müſſen mit dem ſtädtiſchen Steuer=
ſtempel
verſehen ſein, auch muß eine beſcheinigte Anmeldung vorliegen.
War die Steuer als Pauſchalſumme feſtgeſetzt worden, dann genügt
die erteilte Steuerquittung als Nachweis für die Erfüllung der Be=
timmungen
dieſer Ortsſatzung.
Den mit der Kontrolle des richtigen Steuereingangs betrauten
ſtädtiſchen Beamten iſt jederzeit freier Zutritt zu allen Veranſtaltungen
zu gewähren. Auf Verlangen iſt ihnen zum Zweck der Nachprüfung
der gemachten Angaben der Einblick in die vorhandenen Geſchäfts=
bücher
, Belege und ſonſtigen Geſchäftspapiere zu geſtatten.
6.
Wer den Vorſchriften dieſer Ortsſatzung zuwiderhandelt, wird
mit Geldſtrafe bis zu 500 Mark beſtraft, ſofern nicht nach geſetzlichen
Vorſchriften eine höhere Strafe verwirkt iſt. Die hinterzogene Ab=
gabe
iſt nachzuentrichten.
Die Strafe wird nach den Vorſchriften des Geſetzes vom
20. September 1890 über die Einführung des Verwaltungsſtrafbeſcheids
bei Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften über die Erhebung
öffentlicher Abgaben und Gefälle ausgeſprochen und fließt in die
Stadtkaſſe.
Im Falle der Uneinbringlichkeit iſt die Strafe nach den Vor=
chriften
des Strafgeſetzbuches in Haft umzuwandeln.
Dieſe Satzung tritt am 1. April 1913 in Kraft.
Darmſtadt, den 20. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
(7003imd

[ ][  ][ ]

Bekanntmachung.

Unter Hinweis auf die §§ 3, 1527 der Verordnung vom 6. Mai 1937, den
Radfahrverkehr betreffend, ſowie unter Hinweis auf die Strafbeſtimmungen im Falle
einer Verſäumnis wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Erhebung des
Stempels für Fahrräder für das Rechnungsjahr 1913
von heute ab bis 31. März 1913 an jedem
Wochentage, vormittags von 9 bis 12 Uhr,
bei Großh. Kreisamt Darmſtadt, Neckarſtraße Nr. 3, im Erdgeſchoß, Zimmer Nr. 9,
ſtattfindet.
Wir fordern daher alle Beſitzer von Fahrrädern, welche ſie auf öffentlichen
Wegen und Plätzen benutzen, auf, die Stempelabgabe während der oben erwähnten
Zeit, unter Vorlage der Radfahrkarten, zu entrichten oder, ſofern die Vorausſetzungen
hierzu vorliegen, während derſelben Zeit (ſ. § 19 Abſ. 2 der Verordnung) Antrag au
Befreiung von der Abgabe zu ſtellen.
Anſprüche auf Befreiung ſind:
1. für die Stadt Darmſtadt bei dem zuſtändigen Polizeirevier,
2. für die Landgemeinden des Kreiſes bei der Großh. Bürgermeiſterei des
Wohnorts
vorzubringen. Befreiungs=Anträge, die nach dem 1. April 1913 geſtellt werden,
können keine Berückſichtigung mehr finden.
Darmſtadt, den 17. Februar 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Michel.

Verordnung, den Radfahrverkehr betreffend.

Vom 6. Mai 1907, §§ 3, 1527 der Verordnung.
C. Der Radfahrer.
a) Ausweis über die Perſon des Radfahrers.
§ 3. Wenn ein Fahrrad auf öffentlichen Wegen und Plätzen benutzt werden ſoll,
hat der Beſitzer hiervon dem für ſeinen Wohnort zuſtändigen Kreisamt ſchriftlich oder
mündlich Anzeige zu erſtatten und die in Nr. 58 des Tarifes zum Urkundenſtempelgeſetz
in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907 vorgeſchriebene Stempelabgabe
für die Radfahrkarte zu entrichten.
Das Kreisamt erteilt dem Anmeldenden eine auf den Namen des Radfahrers
lautende Radfahrkarte, die nach anliegendem Muſter ausgeſtellt wird.
Der Radfahrer hat die Radfahrkarte bei ſich zu führen und auf Verlangen dem
zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
Für Perſonen unter 14 Jahren erfolgt die Ausſtellung auf Antrag des Vaters,
Vormundes oder ſonſtigen Gewalthabers
Die Radfahrkarte gilt für den Umfang des Deutſchen Reiches.
Radfahrer, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb des Deutſchen Reiches
haben, haben einen anderweiten genügenden Ausweis über ihre Perſon bei ſich zu
führen und auf Verlangen dem zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
E. Vorſchriften über die Stempelabgabe.
§ 15. Die Stempelabgabe für die Jahreskarte (§ 3, Abſ. 1), gültig vom 1. April
bis 31. März des folgenden Jahres, beträgt 5 Mark. Entſteht die Abgabepflicht in der
Zeit zwiſchen 1. Oktober und 31. März des folgenden Jahres, ſo iſt für dieſen Zeitraum
nur die Hälfte dieſes Betrages zu entrichten.
§ 16. Das Kreisamt trägt die Anmeldungen unter fortlaufenden Nummern in
ein Verzeichnis ein, erhebt die in § 15 erwähnte Abgabe und erteilt den Anmeldenden
1. eine Radfahrkarte (§ 3).
2. eine Nummerplatte, die der Nummer des Verzeichniſſes entſpricht,
§ 17. Auf der Rückſeite der Radfahrkarte ſind Stempelmarken im Betrage der
entrichteten Abgabe durch das Kreisamt aufzukleben und zu entwerten.
Bei den von der Stempelabgabe befreiten Perſonen (§ 23) erhalten die Radfahr=
karten
auf der Rückſeite den Vermerk Stempelfrei bis 31. März 19 . .".
§ 18. Die Nummerplatte trägt auf beiden Seiten auf weißem Grund in 6 cm
hoher lateiniſcher Schrift den Anfangsbuchſtaben der Behörde, die die Radfahrkarte
ausgeſtellt hat (für das Kreisamt Dieburg Di) und dahinter in 5 cm hohen Ziffern die
Nummer der Radfahrkarte (§ 16). Die Nummern werden, je nachdem ſie von einer
Behörde der Provinz Starkenburg, Oberheſſen oder Rheinheſſen zugeteilt worden ſind
in roter, blauer oder grüner Farbe aufgetragen. Bei den für den Landbezirk eines
Kreiſes ausgegebenen Nummerplatten iſt der betreffende Buchſtabe in der Farbe der
Nummer, bei den Nummerplatten für den Stadtbezirk eines Kreiſes dagegen in
ſchwarzer Farbe ausgeführt.
Das Fahrrad muß beim Befahren öffentlicher Wege und Plätze mit der Nummer=
platte
verſehen ſein. Letztere, deren Inſchrift ſtets in lesbarem Zuſtande erhalten wer=
den
muß, iſt in der Richtung der Längsaxe des Fahrrades und nach vorn gerichtet derart
zu befeſtigen, daß die Inſchrift von beiden Seiten gut ſichtbar iſt. Die Nummerplatte
wird von der Behörde beſchafft und den Beſitzern von abgabepflichtigen Fahrrädern
unentgeltlich geliefert. Wer von der Stempelabgabe befreit iſt, hat die Koſten der
Nummerplatte zu erſetzen.
Beſitzer von ſolchen Fahrrädern, die mit Nummerplatten verſehen ſind, dürfen
zur Kontrollierung der Abgabe nicht angehalten werden.
§ 19. Die Abgabe iſt von einer und derſelben Perſon, auch bei einem Wechſel des
Fahrrades, innerhalb desſelben Jahres (1. April bis 31. März) ſtets nur einmal, und
zwar erſtmalig bei der Anmeldung des Fahrrades und ſodann alljährlich im Monat
Marz für das darauffolgende Rechnungsjahr unter Vorlage der Radfahrkarte bei dem
Kreisamt zu entrichten.
Innerhalb der gleichen Friſten haben die Perſonen, die gemäß § 23 Befreiung
von der Abgabepflicht in Anſpruch nehmen, bei dem Kreisamt entſprechenden Antrag
zu ſtellen.
§ 20. Wer den Beſitz eines anmeldepflichtigen Fahrrades im Laufe eines Jahres
aufgibt oder verliert, hat dies dem Kreisamt ſeines Wohn= oder Aufenthaltsortes läng=
ſtens
binnen einer Woche unter Vorzeigung der Karte und Rückgabe der Nummerplatte
anzuzeigen.
Wer, ohne den Beſitz aufzugeben, das Fahrrad auf öffentlichen Wegen und
Plätzen nicht mehr benutzen will, kann ſich durch Abmelden des Rades unter Rückgabe
der Nummerplatte von der weiteren Abgabepflicht befreien.
Die Abmeldung iſt in das nach § 16 zu führende Verzeichnis einzutragen und dem
Abmeldenden auf Verlangen auf der ihm erteilten Karte zu beſcheinigen.
§ 21. Verlegt der Beſitzer eines anmeldepflichtigen Fahrrades ſeinen Wohn=
oder
Aufenthaltsort in einen anderen Kreis, ſo iſt das Rad bei dem Kreisamt, das die
Radfahrkarte ausgeſtellt hat, abzumelden und bei dem für den neuen Wohn= oder
Aufenthaltsort zuſtändigen Kreisamt unter Vorlage der Radfahrkarte anzumelden; das
letztere erteilt eine neue Nummerplatte und zieht die bisher geführte Nummerplatte
behufs Rückgabe an das zuſtändige Kreisamt ein.
§ 22. Es iſt verboten, Nummerplatten eigenmächtig anzufertigen, die Inſchrift
von Nummerplatten eigenmächtig zu ändern und ſolche Nummerplatten zu führer, die
nicht von der zuſtändigen Behörde erteilt ſind.
Der Beſitzer eines mit Nummerplatte verſehenen Fahrrades darf dieſes an
andere Perſonen zur Benutzung auf öffentlichen Wegen und Plätzen nur vorübergehend
überlaſſen
F. Ausnahmen.
§ 23. Von der Stempelabgabe ſind befreit:
1. Militärperſonen und ſonſtige Perſonen, die in Dienſten des Reiches oder eines
Bundesſtaates, einer Provinz, eines Kreiſes oder einer Gemeinde ſtehen und
Fahrräder überwiegend zur Erledigung der ihnen obliegenden Dienſt=
geſchäfte
benutzen;
2. Perſonen, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zur
Arbeitsſtelle oder zur Ausübung ihres Berufes oder Gewerbes benutzen, ſofern
ihr Einkommen den Betrag von jährlich 1500 Mark nicht erreicht;
3. Schüler, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zum Beſuche
der in einer anderen Gemeinde oder mindeſtens 2½ Kilometer von der Wohnung
entfernt gelegenen Schule benutzen;
4. Perſonen, die ſich zum Kurgebrauch oder weniger als 30 Tage lang im Groß=
herzogtum
aufhalten:
5. Perſonen, die ein Fahrrad, für das die Stempelabgabe bereits entrichtet iſt,
vorübergehend benützen (§ 22, Abſ. 2).
§ 24. Wird auf Grund des § 23 eine Befreiung von der Stempelabgabe in An=
ſpruch
genommen, ſo iſt vorzulegen:

L.in den Fälln der Ziſer 1 eine Beſcheinigung der vorgeſetzten Dienſbehörde das=
hingehend
, daß das Fahrad ü benwiegend zu dienſtlichen Zwecken
verwendet wird.
2. in den Fällen der Ziffer 2 der letzte Steuerzettel und eine Beſcheinigung der
Bürgermeiſterei odi? Polizeibehörde über das Vorliegen der weiteren Voraus=
ſetzung
. Bei Bedienſteten genügt hinſichtlich des letzten Punktes eine Beſcheinig=
ung
des Arbeitgebers, die jedoch durch die Bürgermeiſterei oder Polizeibehörde
beſtätigt ſein muß;
3. in den Fällen der Ziffer 3 eine Beſcheinigung der Bürgermeiſterei oder der
Polizeibehörde oder des Klaſſenlehrers.
Ueber den Anſpruch entſcheidet, vorbehaltlich der Beſchwerde an das Miniſterium
des Innern. das Kreisamt, bei dem die Stempelabgabe zu entrichten ſein würde
Die Steuerbehörden ſind verpflichtet, den Kreisämtern auf Verlangen jede zur
Entſcheidung erforderliche Auskunft zu geben.
§ 25. Eine Verpflichtung zum Führen einer Nummerplatte und zum Mit=
führen
einer Radfahrkarte beſteht nicht für die in § 23 Ziſſer 1 genannten Per=
ſonen
, wenn:
1. dieſe bei Benutzung des Rades Uniform, Amtskleidung oder ein Amtsabzeichen
tragen. oder
2. das Rad als zu Dienſtzwecke beſtimmt von der vorgeſetzten Behörde kenntlich
gemacht iſt.
§ 26. Ob und inwieweit Ausnahmen von den in Gemäßheit des § 13 ergangenen
Vorſchriften für den dienſtlichen Radfahrverkehr der Beamten der Poſt= und Tele=
graphenverwaltung
und anderer öffentlicher Verwaltungen, ſowie der Gendarmen
zuzulaſſen ſind, beſtimmt das Miniſterium des Innern.
G. Strafbeſtimmungen.
§ 27. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften über die Entrichtung der
Stempelabgabe werden nach dem Geſetz vom 12. Auguſt 1899 über den Urkunden=
ſtempel
in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907, Zuwiderhand=
lungen
gegen die übrigen Vorſchriften dieſer Verordnung und gegen die darin vor=
behaltenen
allgemeinen oder beſonderen polizeilichen Anordnungen (§ 13) in Gemäß=
heit
des § 366 Nr. 10 des Reichsſtrafgeſetzbuches mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder
mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
Urkundenſtempelgeſetz.
Artikel 31, Abſ. 1. Die im Art. 14 Nr. 2 bezeichneten Perſonen haben, wenn ſie
den Vorſchriften bezüglich der Verpflichtung zur Entrichtung des Stempels zuwider=
handeln
, unbeſchadet ihrer Haftpflicht für den fehlenden Stempel (Art. 14), eine Geld=
ſtrafe
verwirkt, welche dem vierfachen Betrage des hinterzogenen Stempels gleich=
kommt
, mindeſtens aber drei Mark beträgt. Jede zuwiderhandelnde Perſon trifft die
ganze Strafe. Auf Beamte findet dieſe Vorſchriſt keine Anwendung.
Abſ. 3. Die Verhängung der Strafe erfolgt nach Maßgabe der Vorſchriften
des Geſetzes, die Einführung des Verwaltungsſtrafbeſcheids bei Zuwiderhandlungen
gegen die Vorſchriften über die Erhebung öffentlicher Abgaben und Gefälle betreffend,
vom 20. September 1890.
Abſ. 4. Wenn ſich aus den Umſtänden ergibt, daß eine Stempelhinterziehung
nicht hat verübt werden können oder nicht beabſichtigt worden iſt, ſo tritt ſtatt der
vorgedachten Geldſtrafe eine Ordnungsſtrafe bis zu zweihundert Mark ein.
Art. 33. Wer es, den beſtehenden Beſtimmungen zuwider, unterläßt, die nach
den Tarifnummern 10, 35, 41, 49, 50, 53. 60, 90 erforderlichen Erlaubnisſcheine und
Karten zu löſen, verfällt in die im Artikel 31 Abſ. 1 beſtimmte Strafe. Die Vor=
chriſten
des Artikels 31. Abſ. 2 bis 4 ſinden entſprechende Anwendung.
Die hinterzogene Stempelabgabe iſt von demjenigen nachzuentrichten, der im
Falle der Löſung des Erlaubnisſcheines oder der Karte zur Zahlung des Stempels
verpflichtet geweſen wäre. Die Einziehung der Abgabe erfolgt nach Maßgabe der
Vorſchriften des Artikels 26.
Unterſteht die Perſon, die nach Abſ. 2 die Stempelabgabe nachzuentrichten hat,
wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres geiſtigen oder körperlichen Zuſtandes der
Beaufſichtigung, ſo haftet für die Entrichtung der Stempelabgabe auch derjenige,
welcher kraft Geſetzes zur Führung der Aufſicht verpflichtet iſt. Die Haftbarkeit tritt
nicht ein, wenn der Aufſichtspflichtige nachweiſt, daß er ſeiner Pflicht genügt hat oder
daß die Stempelhinterziehung auch bei gehöriger Aufſichtsführung erfolgt ſein würde,
Die Beſtimmung des Abſ. 2. Satz 2 findet Anwendung.
An die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Vorſtehende Bekanntmachung empfehlen wir Ihnen wiederholt in geeignel
erſcheinender Weiſe zur Kenntnis der Intereſſenten Ihrer Gemeinde zu bringen.
Darmſtadt, den 15. Februar 1913
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(4792a

Bekanntmachung.

Der Mühlenbeſitzer Emil Bauer in Eberſtadt iſt zum Vertrauensmann des
II. Bezirks der land= und forſtwirtſchaftlichen Berufsgenoſſenſchaft an Stelle des
Mühlenbeſitzers Peter Breitwieſer in Eberſtadt ernannt worden.
Darmſtadt, den 20. März 1913.
(7227
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V. Dr. Michel.

Bekanntmachung.

Gemäß § 2 Abſatz 4 der Polizeiverordnung über das Fahren mit Hunden
vom 29. November 1911 werden die Beſitzer von Zughunden hiermit aufgefordert,
bis ſpäteſtens 1. Mai 1913 die Erlaubnisſcheine zu erneuern. Die Erlaubnis=
ſcheine
werden in der Stadt Darmſtadt von dem Großh. Polizeiamt, in den Land=
gemeinden
von der Bürgermeiſterei des Wohnſitzes des Hundebeſitzers erteilt, nachdem
das Großh. Kreisveterinäramt bezw. ein prakt. Tierarzt amtlich beſcheinigt haben, daß
das ihnen vorgeführte Hundefuhrwerk den Erforderniſſen der genannten Verordnung
genügt. Hat der betr. Hundebeſitzer im Kreis keinen Wohnſitz, ſo iſt die Erlaubnis
bei uns zu erwirken.
(7226
Darmſtadt, den 20. März 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Z. V.: Dr. Reinhart.

Bekanntmachung.

Die nachſtehende Zuſammenſtellung bringen wir zur allgemeinen Kenntnisnahme.
Darmſtadt, den 19. März 1913.
(7015id
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.

Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppen=Uebungsplatz Darmſtadt
für die Zeit vom 27. bis 31. März 1913.

Dauer der
Die Abſperrung
Truppenteil
Abſperrung
Datum
Tag
erſtreckt ſich
von bis
500 N.
27. März Donnerstag Maſch.=Gew.=Komp. 2008
110 B 5o0 N.
Bis zum Land=
28. März Freitag
Maſch=Gew.=Komp. 1100 P.) 500 .
graben.
Samstag
29. März
Inf.=Regt. 115 u. 118 ze=V.120 M.
31. MärzMontag

An die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.

Inſofern in der Stammrolle für 1913 die 1893 geborenen Leute enthaltend
inzwiſchen noch zugegangene Militärpflichtige nachgetragen worden ſind, wollen
Sie die Stammrolle ſofort einſenden, andernfalls aber Fehl=Anzeige erſtatten.
(7203
Darmſtadt, den 25. März. 1913.
Der Zinil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Aushebungsbezirks
Darmſtadt.
Dr. Reinhart.

[ ][  ][ ]

Vekanntmachung.

Die nachſtehende Polizeiverordnung über den Verkehr von Fuhrwerken und Fahr=
zeugen
im Kreiſe Darmſtadt tritt am 1. April d. Js. in Kraft.
Wir weiſen die Intereſſenten, Beſitzer von Fuhrwerken und Fahrzeugen, ſowie
vornehmlich die Führer ſolcher beſonders auf die neuen Beſtimmungen in den 88
und 3 hin. Ihre genaueſte Beachtung muß mit Rückſicht auf den ſtändig wachſenden Ver=
lehr
von Fuhrwerken und Fahrzeugen auf den Straßen im Intereſſe der Verkehrsſicher=
heit
verlangt werden.
Darmſtadt, den 25. März 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Polizei=Verordnung
über den Verkehr von Fuhrwerken und Fahrzeugen im Kreiſe Darmſtadt.
Auf Grund des Artikels 64 des Geſetzes, betreffend die innere Verwaltung und
die Vertretung der Kreiſe und der Provinzen vom 12. Juni 1874 in der Faſſung der
Bekanntmachung vom 8. Juli 1911, ſowie des § 366, Ziffer 10 des Reichsſtrafgeſetz=
buches
, wird unter Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes und mit Genehmigung Großh.
Miniſteriums des Innern vom 17. März 1913 zu Nr. M. d. J. 4674 für den Kreis
Darmſtadt Folgendes verordnet:
§ 1.
Alle auf öffentlichen Straßen verkehrende Fuhrwerke und Fahrzeuge haben ſo=
fern
die Beſchaffenheit der Straßen es geſtattet, die rechte Seite der Fahrbahn einzu=
halten
.
Die Vorſchriften über das Ausweichen werden hierdurch nicht berührt.
Beim Einbiegen in eine andere Straße iſt nach rechts in kurzer Wendung, nach
links in weitem Bogen zu fahren.
Fahrzeuge im Sinne dieſer Polizei=Verordnung ſind insbeſondere auch alle Kraft=
fahrzeuge
und alle Fahrräder, ſofern dieſe die Fahrbahn benutzen.
§ 2.
Der Führer eines Fuhrwerks oder Fahrzeugs hat ſeinen Sitz auf dem Fuhrwerk
oder Fahrzerg ſo zu wählen, daß er die Fahrbahn auch ſeitlich des Fuhrwerks oder
Fahrzeugs ſtets gut überſehen kann.
§ 3.
Während der Dunkelheit, ſowie bei ſtarkem Nebel müſſen alle auf öffentlichen
Straßen oder Plätzen befindlichen Fuhrwerke mit hellbrennenden Laternen verſehen ſein.
Der Gebrauch von Laternen mit farbigen Scheiben iſt unterſagt. Fuhrwerke, welche
nach ihrer Bauart vorzugsweiſe der Perſonenbeförderung dienen, müſſen auf der Vor=
derſeite
oben rechts und links mit Laternen verſehen ſein, die ſo eingerichtet und an=
gebracht
ſind, daß ihr Lichtſchein von Entgegenkommenden und Ueberholenden deutlich
wahrgenommen werden kann. Ausnahmsweiſe kann bei Perſonenfuhrwerken von dem
Kreisrat eine von vorerwähnter Beleuchtungsart abweichende Beleuchtung für aus=
reichend
erachtet und zugelaſſen werden.
Bei Fuhrwerken anderer Art genügt in der Regel die Anbringung einer Laterne.
Dieſe iſt an der oberen linken Seite des Fuhrwerks zu befeſtigen und nur, wenn die Art
der Ladung (Feuergefährlichkeit uſw.) die Befeſtigung am Wagen ſelbſt ausſchließt, an
der linken Seite des Zugtieres (bei 2 Zugtieren des linken Zugtieres) anzubringen.
Außer dieſer einen Laterne iſt aber in folgenden Fällen noch eine zweite zu führen:
a) wenn der Lichtſchein der einen Laterne von rückwärts nicht deutlich wahr=
genommen
werden kann;
b) wenn die Ladung von Fuhrwerken ſeitlich oder nach hinten in gefahrbringender
Weiſe hervorſteht (z. B. Langholzfuhrwerke, Möbelwagen uſw.) und zwar an
dem hervorſtehenden Teil der Ladung.
4.
Fuhrwerke müſſen im Schrittmaß fahren auf allen Strecken, für welche das
Schrittfahren durch Lokalpolizei=Verordnung und durch öffentlichen Anſchlag angeord=
net
iſt.
§ 5
Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften dieſer Polizei=Verordnung werden
mit Geldſtrafe bis zu 60) Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
§ 6.
Dieſe Polizei=Verordnung tritt am 1. April 1913 in Kraft. In Kraft bleibt neben
den vorſtehenden Beſtimmungen die Polizei=Verordnung, betreffend den Verkehr von
Fuhrwerken in der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt, vom 20. Februar 1904
Mit Wirkung vom 1. April 1913 treten außer Kraft:
1. die Lokalpolizei=Verordnung, betreffend Vorkehrungen gegen Beſchädigung
durch Fuhrwerke zur Nachtzeit, vom 5. Februar 1875;
2. die Polizei=Verordnung vom 19. Juni 1890, betreffend Sicherung des Verkehrs
auf der Landſtraße
3. die Polizei=Verordnung vom 12. Juni 1893, betreffend die Verwendung rot
und grün leuchtender Laternen an Straßenfuhrwerken.
Darmſtadt, den 25. März 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Der Verein für Luftfahrt, e. V., in Gießen beabſichtigt mit dem in der Zeit
vom 10.19. Mai ds. Js. ſtattfindenden dritten Zuverläſſigkeitsflug am Oberrhein
eine Geldlotterie zu verbinden.
Großh. Miniſterium des Innern hat die nachgeſuchte Erlaubnis zur Veran=
ſtaltung
dieſer Verloſung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 50000 Loſe zu 1 Mk.
das Stück ausgegeben werden dürfen und der Wert der Geldgewinne im ganzen
mindeſtens 50 pCt. des Bruttoerlöſes nach Abzug der Reichsſtempelabgabe aus dem
Verkauf der Loſe betragen muß. Der Vertrieb der Loſe im Großherzogtum iſt geſtattet.

Der Odenwälder Reiterverein, e. V., in Erbach i. O. beabſichtigt mit dem am
21. Juli ds. Js. gelegentlich des Eulbacher Marktes zu Erbach ſtattfindenden Pferde=
rennen
eine Sachlotterie zu verbinden.
Großh. Miniſterium des Innern hat die nachgeſuchte Erlaubnis zur Veran=
ſtaltung
dieſer Verloſung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 5000 Loſe zu 1 Mk.
das Stück ausgegeben werden dürfen und mindeſtens 60 pCt. des nach Abzug der
Reichsſtempelabgabe verbleibenden Bruttoerlöſes aus dem Verkaufe der Loſe zum An=
kauf
von Gewinngegenſtänden zu verwenden ſind. Der Vertrieb der Loſe in der
(7063
Provinz Starkenburg iſt geſtattet.

Bekanntmachung.

Betreffend: Das Muſterungs=Geſchäft im Kreiſe Darmſtadt im Jahre 1913.
Für den Kreis Darmſtadt wird das Muſterungs=Geſchäft vom 26. März bis
12. April lfd. Js. im Hauſe der Turngemeinde, Woogsplatz 5 dahier, vorgenommen
werden.

Die Muſterung findet in ſolgender Weiſe ſat
Mittwoch, den 26. März: der ſämtlichen Militärpflichtigen 1. aus der Stadt
Darmſtadt, deren Namen mit A bis C beginnen, 2. der Gemeinde Nieder=
Beerbach.
Donnerstag, den 27. März: desgleichen 1. der Stadt Darmſtadt, Buchſtaben D
bis F, 2. Gemeinde Braunshardt, 3. Gemeinde Schneppenhauſen.
Freitag, den 28. März: desgleichen Stadt Darmſtadt, Buchſtaben G und H.
Samstag, den 29. März: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben J und K,
2. Gemeinde Hahn.
Montag, den 31. März: desgleichen Stadt Darmſtadt, Buchſtaben L. bis N.
Dienstag, den 1. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben O bis R,
2. Gemeinde Nieder=Ramſtadt mit Waſchenbach.
Mittwoch, den 2. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtabe 8, jedoch
nur die in den Jahren 1891 und 1892 geborenen Militärpflichtigen,
2. Gemeinde Erzhauſen.
Donnerstag, den 3. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtabe S, die
im Jahre 1893 geborenen Militärpflichtigen, 2. Gemeinde Meſſel,
3. Gemeinde Wixhauſen.
Freitag, den 4. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben I bis V,
2. Gemeinde Eich, 3. Gemeinde Roßdorf, 4. Gemeinde Weiterſtadt.
Samstag, den 5. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben W bis Z,
2. Gemeinde Gräfenhauſen, 3. Gemeinde Malchen.
Montag, den 7. April: desgleichen Gemeinde Arheilgen.
Dienstag, den 8. April: desgleichen 1. Gemeinde Eberſtadt, 2. Gemeinde
Eſchollbrücken.
Mittwoch, den 9. April: desgleichen Gemeinde Griesheim.
Donnerstag, den 10. April: desgleichen 1. Gemeinde Ober=Ramſtadt, 2. Ge=
meinde
Traiſa.
Freitag, den 11. April: desgleichen Gemeinde Pfungſtadt.
Sämtliche Militärpflichtige, welche im Jahre 1893 geboren und im Kreiſe
Darmſtadt geſtellungspflichtig ſind, die Ueberzähligen (dienſttaugliche Leute aus
früheren Jahren, welche infolge hoher Losnummer nicht eingeſtellt worden ſind und
über die noch nicht definitiv entſchieden iſt, die alſo keine andere Militär=Legitimation
haben, als ihre Loſungs= und Geſtellungsſcheine), ſowie die Zurückgeſtellten aus
früheren Jahren (im Jahre 1891 und 1892 Geborene) werden hiermit aufgefordert,
ſich an den vorbezeichneten Tagen jedesmal pünktlich 7¼ Uhr vormittags zur
Muſterung einzufinden.
Die Militärpflichtigen aus früheren Jahren haben ihre Loſungsſcheine, ſofern
dieſelben nicht ſchon bei der Anmeldung zur Stammrolle abgegeben worden ſind, bei
der Muſterung vorzulegen, damit ſie ergänzt und berichtigt werden können.
Auch werden unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 3. Januar l. Js.
(Amtsverkündigungs=Blatt Nr. 5 von 1913) die im Jahre 1893 geborenen, im Beſitz
des Berechtigungsſcheines zum einjährig=freiwilligen Dienſt befindlichen Militär=
pflichtigen
, welche bis jetzt ihre Zurückſtellung vom Militärdienſt noch nicht bean=
tragt
haben, wiederholt aufgefordert, dies alsbald und ſpäteſtens im Muſterungs=
termin
zu tun.
Samstag, den 12. April findet die Loſung ſtatt, und zwar von vormittags
8 Uhr ab für die Militärpflichtigen aus der Stadt Darmſtadt, von 10 Uhr ab für
die Militärpflichtigen aus den Landgemeinden.
Von der perſönlichen Geſtellung vor der Erſatz=Kommiſſion ſind nur entbunden:
1. Diejenigen im Beſitz des Berechtigungsſcheins zum einjährig=freiwilligen
Dienſt befindlichen Leute, welche vorſchriftsmäßig ihre Zurückſtellung bei
der Erſatz=Kommiſſion beantragt haben.
2. Diejenigen, welche ſich als Freiwillige bei einem Truppenteil gemeldet und
Annahmeſchein für die Einſtellung im Herbſt I. Js. erhalten haben.
3. Diejenigen, welche wegen ihres Geſundheitszuſtandes, z. B. Blödſinn, Ver=
krüppelung
ꝛc. nicht perſönlich ſich ſtellen können, was durch ein ärztliches
Zeugnis und eine Beſcheinigung der betreffenden Bürgermeiſterei beſtätigt
ſein muß.
Wer an Epilepſie zu leiden behauptet, hat auf eigene Koſten drei
glaubhafte Zeugen hierfür zu ſtellen oder ein Zeugnis eines beamteten
Arztes beizubringen.
Die Militärpflichtigen, welche ohne genügenden Entſchuldigungsgrund ſich zur
Muſterung nicht ſtellen oder nicht pünktlich zu derſelben erſcheinen, haben die Nachteile
zu erwarten, welche für dieſen Fall in der Wehrordnung feſtgeſetzt ſind. Dieſelben ver=
lieren
unter Umſtänden die Berechtigung, an der Loſung teilzunehmen, ſowie die aus
Reklamationsgründen erwachſenen Anſprüche und werden, neben Verurteilung in eine
Geldſtrafe bis zu 30 Mark oder 3 Tagen Gefängnisſtrafe, vorweg zum Militärdienſt
herangezogen.
Das perſönliche Erſcheinen bei der Loſung bleibt den Militärpflichtigen überlaſſen.
Bezüglich der Geſuche um Zurückſtellung und Befreiung vom Militärdienſt
in Berückſichtigung häuslicher, gewerblicher und Familienverhältniſſe ꝛc. wird auf
die §§ 32 u. 33 der Wehrordnung vom 22. November 1888 (Reg.=Bl. Nr. 68 von 1901),
das Reglement vom 12. Mai 1868 (Reg.=Bl. Nr. 26 von 1868) und die diesſeitige Bekannt=
machung
vom 5. Februar l. Js. (Amtsverkündigungs=Blatt Nr. 16) mit dem Anfügen
aufmerkſam gemacht, daß diejenigen Perſonen, zu deren Gunſten wegen Arbeits= und
Aufſichtsunfähigkeit die Zurückſtellung eines Militärpflichtigen in Anſpruch genommen
wird (Eltern und Geſchwiſter ꝛc. derſelben), vor der Erſatz=Kommiſſion an dem Tage
zu erſcheinen haben, an welchem die Muſterung der betreffenden Militärpflichtigen ſtatt=
findet
. Die Geſuche ſind alsbald, ſoweit noch nicht geſchehen, bei den Großherzoglichen
Bürgermeiſtereien vorzubringen.
Ebenſo haben diejenigen Reklamanten, deren Söhne 1911 und 1912 wegen häus=
licher
ꝛc. Verhältniſſe zurückgeſtellt worden ſind, inſofern ſie eine weitere Zurückſtellung
bezw. die Befreiung vom Militärdienſt für die Friedenszeit glauben in Anſpruch
nehmen zu können, ihre Geſuche bei den Großherzoglichen Bürgermeiſtereien zu erneuern
und mit ihren Söhnen vor der Erſatzkommiſſion zu erſcheinen, gegenfalls die Reklama=
tionen
unberückſichtigt bleiben.
Ferner wird darauf hingewieſen, daß ſpätere Geſuche um Zuweiſung zu einem
anderen Truppenteil unberückſichtigt bleiben; denen, die beſondere Wünſche für einen
Truppenteil oder Standort haben, wird empfohlen, ſich rechtzeitig zum freiwilligen
Dienſt zu melden.
Zugleich wird bekannt gemacht, daß über etwaige von Reſerve= und Landwehr=
mannſchaften
, ſowie Erſatz=Reſerviſten eingereichten Geſuche um Zurückſtellung wegen
häuslicher, gewerblicher oder Familienverhältniſſe an den Tagen verhandelt wird, an
welchen die Muſterung der betreffenden Ortsangehörigen angeſetzt iſt.
Darmſtadt, am 6. März 1913.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
(5767a
Dr. Reinhart Reg.=Rat.

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Gefunden: 1 lila Kinderportemonnaie mit Inhalt. 1 evan=
geliſches
Militärgeſangbuch. 1 Taſchentuch mit grünlichem Rand und
dem Zeichen O. 1 gelbes rundes Medaillon mit Kettchen. 1 goldener
Damenring mit rotem Stein. 1 Brille. 1 graues Damen=Jackett.
1 goldene Damenuhr mit ſilberner Kette.
(7202
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Dachshund, 1 Dobermann. 1 Dachshund, 1 Boxer
(zugelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern bei dem
5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht
ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um
10 Uhr, ſtatt.
(7216

Vergebung von Bauarbeiten.

Die zur Erbauung eines 14klaſſigen Schulhauſes in Ar=
heilgen
erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, wie Erd=, Maurer=,
Steinhauer=, Beton=, Terrazzo=, Zimmer=, Grobſchloſſer=, Spengler=
arbeiten
, die Trägerlieferung, Anſtrich derſelben und Blitzableiter
anlage ſollen durch öffentlichen Wettbewerb vergeben werden.
Pläne und Arbeitsbeſchreibungen liegen vom 1. bis 3. April,
vormittags, in den Dienſträumen der Großh. Bürgermeiſterei Arheilgen,
an den übrigen Tagen in den Dienſträumen des Großh. Kreisbau=
inſpektors
, Neckarſtraße 3, Darmſtadt, Zimmer 2, offen. Angebots
formulare werden zum Selbſtkoſtenpreis an beiden Stellen abgegeben.
Angebote mit entſprechender Aufſchrift ſind bis ſpäteſtens
Samstag, den 19. April I. Js., vormittags 10 Uhr,
bei Großh. Bürgermeiſterei Arheilgen abzugeben, woſelbſt die Eröff=
nung
in Gegenwart etwa erſchienener Bieter erfolgt.
Darmſtadt, den 25. März 1913.
(7197ds
Der Großh. Kreisbauinſpektor.

Kaualbenutzungsgebühren.

Das Hebregiſter über die für das
Verwaltungsjahr 1913 zur Er=
hebung
kommenden Kanalbenutz=
ungsgebühren
liegt in der Zeit
vom 27. März bis 10. April d. J.
während der Dienſtſtunden auf
dem Geſchäftszimmer der Stadt=
kaſſe
(Grafenſtraße 28) zur Ein=
ſicht
der Zahlungspflichtigen offen.
Etwaige Einwendungen ſind
innerhalb der gleichen Friſt, bei
Meidung des Ausſchluſſes, münd=
lich
oder ſchriftlich bei der genannten
Stelle vorzubringen.
(7200df
Darmſtadt, 25. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Ekert.

(I1
Steewel Reterd u. lacaf-
G
Behrolbmaschmon
auch leihweiſe (6413a
August Engel, Schuchardſtr. 8.

Zu verkaufen: Sofa
Achtung: Büfett, 2 groß
Waſchbütten, 1 gr. Vogelkäfi,
m. V., Wandſpiegel u. Verſchied
*7791md) Neue Ireneſtr. 15, I. 1

Verſteigerungs-Anzeige.

Donnerstag, den 27. März 1913, nachm. 4 Uhr,
verſteigere ich im Saale der Ludwigshalle, Obergaſſe dahier, öffent=
lich
meiſtbietend folgende Pfänder:
(7217
5 Sack Grasſamen, 1 Sack engliſch Raygras, 8 Samen=
behälter
, 26 Knäuel Bindfaden, 12 Rechen, 1 Sackkarren,
2 Diwans, 2 Vertikos, 1 Schreibſekretär, 1 Pianino, 1 Waſch=
kommode
, verſch. Schränke, 1 Grammophon u. a. m.
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Darmſtadt, Bleichſtraße 28.

Holzverſteigerung.

Montag, den 31. März, vormittags 9 Uhr,
ſollen im Diſtrikt Schloßberg verſteigert werden:
Derbſtangen: 676 Fichten 42,90 cbm,
Reisſtangen: 101 Fichten 0,78 cbm;
ferner:
Knüppel, rm: 33 Fichten, 15 Weißtannen,
Stöcke, rm: 5 Fichten.
Zuſammenkunft an der Brücke über dem Mühlgraben.
Ober=Ramſtadt, den 25. März 1913.
(7193
Großh. Oberförſterei Ober=Ramſtadt.
Daab.

gut
(Nußbaum)
erb. Pianino zu verkauf
*7989df)
Alexanderſtr. 1.

zut erh. Singer=Nähmaſchine,
Hand= u. Fußbetrieb, bill. zu
verk. Näh. in der Exp. (*7967

[ ][  ][ ]

Damr Schalaktantt
empfehlen wir:
Ranzen für Knaben und Mädchen
von Mk. 1. an. In garant. Rindleder von Mk. 5. an.
Büchertaschen
Bücherträger
Büchermappen
Schreibetuis, gut gefüllt, in Leder . . . . . . von Mk. 1. an
Schreibtafeln 1 Griffelkasten Schwammdosen
Füllfederhalter mit Goldfeder . . . . . von Mk. 1. an
Zänimaseninen 1 Brotblohsen f Frahetseteterbeien
Aktenmappen v. Mk. 180 an, aus einem Stück Leder v. Mk. 5. an

Eral Goohne

Hoflieferanten.

7195

Eine gute
Konrrrmanden Uhr

in Nickel Mk. 5. bis Mk. 8. Stahl Mk. 6. bis Mk. 20.
in Sliber Mk. 10. bis Mk. 30.
mit Goldrand
Goldene Mk. 20. bis Mk. 100.
für Damen und Herren

mit Kette und
elegantem Etul
Garantie

Meine empfehlenswerte
Spezial-Marken in billig.
Preislagen sind:
Eleonore, Diana‟Taschenuhren
Präzisionsuhren:
Omega, Monopol, Longines‟
und Glashütter Uhren Union‟.

liefert Ihnen die Firma
Uhren und

65

N
er. Goldwaren
4

Telephon 2579.
Rheinstrasse 33
Telephon 2579
Feste Preise.

Gegründet 1888. 25jähriges Bestehen der Firma 1913.

(7233


2
1
Tapeten
Linoleum 38888884 Linkrusta
in billigster bis hochfeinst. Ausführung. Hohen Rabatt an Hausbesitzer.
Verlangen Sie:
Musterbuch 1 mit Tapeten von 18 bis 60 Pf.
Musterbuch II mit Tapeten von 65 bis 300 Pf.
Moderne Künstler- u. Gobelin-Tapeten
Rosenkavalier-Tapeten
Alleinverkauf für Darmstadt:
LDarmstädter Tapeten-
Wilnelmkhrhardt: Versandhaus
Telephon 2143 und 486.
Eigene Verkaufsstellen in:
Darmstadt
Mainz
Mannheim
Ernst-Ludwigstrasse 4 Flachsmarktstr. 19
P. 4, 10.
am weiss. Turm.
(4022a

Wegen Aufgabe des Ladengeſchäfts
verkaufe billig Damen=Boxealfſtiefel und Schuhe zu 5 und 7.50 M.,
Chevreauxſtiefel und=Schuhe zu 5, 6, 8 und 9 M., kleine Kinder=
ſchuhe zu 70 Pfg., 1 M., 1.50 M.
(6853a
D. Herrmann, Ernſt=Ludwigſtraße 21, 1. St.

Suppen-Würze
unübertroffen
Literflaschen zu Mk. 4.20,
Korbllaschen per Kilo Mk. 3.20.
n überzeuge sich durch vorurteils-
17
(34a
e reie Erprobung.
Vertreter: Otto Caspary,
Darmstadt. Arheilgerstrasse 10. I. Fernanre-g. 816

Das Stärkſte.
Roman von Fritz Gantzer.
(Nachdruck verboten.)
12)

Brauchen wir überhaupt das Krankenhaus, Mutter?
preßte Signe heraus. Ich hatte nur an uns gedacht.
Unſer Haus iſt doch groß, und ich würde die Kranke
Na aber, Kind! ſchrie Frau Sörenſen ganz entſetzt auf.
Das wäre ja! Solch fremde Perſon ins Haus!
Hoha, Signe, das wäre, hoha! Herr Johannes blies
die Backen auf, als wäre er ein Poſaunenengel.
Signe war es ganz wirr im Kopf von dem vielen und
lauten Gerede. Hilfeſuchend ſah ſie auf ihre Mutter.
Die nickte ihr freundlich zu. Wenn’s nicht anders geht,
gewiß, liebes Kind. Unſer Haus ſteht immer offen, wenn
das Elend an ſeine Tür pocht. Aber in dieſem Falle tritt
zunächſt die öffentliche Krankenpflege und Fürſorge in
ihr Recht. Und Sie veranlaſſen wohl nun das Erforder=
liche
, Herr Bürgermeiſter?
Wenn’s nötig iſt, gewiß, Frau Bruns.
Es iſt dringend nötig, erklärte Signe mit hartem Klang
in der Stimme. Sie war tief enttäuſcht, daß es anders
kommen ſollte, als ſie ſich gedacht.
Nun, dann ſollen Rackelmann und noch einer gleich
mit dem Krankenkorbe ’raus, verſprach der Stadtgewaltige,
plötzlich ganz Entgegenkommen in Haltung und Stimme.
Aber ſein ganzes Innere war grollende Empörung, daß
ihm dieſe Signe Scherereien machte.
Sie kam exploſiv zum Ausdruck, als Frau Bruns und
Signe ſich verabſchiedet und kaum die Haustür hinter ſich
geſchloſſen hatten.
Hoha! ſtieß er hervor, mit ſeiner langen Pfeife wüſt
durch die Luft fahrend. Hoha! Solch einer gemeinen Kande

ſtreicherperſon wegen dieſes Lamento anzuſtellen! Einem
das Leben ſauer zu machen und der Stadt Laſten aufzu=
bürden
! Wenn man’s nicht der Brunſen wegen täte, hoha,
man würde ſich hüten. Ja hüten!
Natürlich, ſehr hüten! bekräftigte Frau Malwine mit
Nachdruck. Aber nun rege Dich um Gottes willen nicht
auf. Du weißt, Dein Herz verträgt das nicht. Deine Ner=
ven
ſind auch nicht feſt. Du kriegſt einen Anfall wie da=
mals
, als ſie Dir die Zulage nicht bewilligten.
Johannes Sörenſen fuhr wild auf. Hoha, Zulage!
Das laß, Malwine. . . . Und der Rackelmann ſoll raus
und erſt recherchieren. Schließlich iſt die Perſon ſchon über
alle Berge. Mit dem Krankenkorbe hat’s nachher noch Zeit.
So geſchah’s. Gegen zwei Uhr kam Rackelmann zu=
rück
, ſehr behäbig und gemächlich.
Na, Rackelmann, was iſt los?
Melde gehorſamſt, rapportierte der Ratsdiener mit
ſeiner ſchwammigen Stimme, daß Kranke dort. Eile nötig.
Das Fräulein Bruns iſt auch da. Es meint, wir ſollen
uns ſputen, und es wäre unverantwortlich, daß
Hoha, Unverſchämtheit das! fuhr Herr Johannes da=
zwiſchen
.
Daß noch nichts geſchehen, beendete Rackelmann nach
dem Einwurf unbeirrt.
Der Herr Bürgermeiſter redete noch ein Langes und
Breites von der Arbeit, die er mit der ganzen verfl .
Sache habe, und von dem Aerger, den ſie ihm mache. Und
ſein Sohn habe recht: Man hätte ſich mit dieſer Vaganten=
bagage
überhaupt nicht abgeben ſollen. Darauf wurde
Rackelmann huldvollſt entlaſſen.
Es war ſchon gegen die erſte matte Dämmerung des
Oktoberabends hin, der mit dunklen Wolken und einem
kalten Wehen kam, als der Krankenkorb durch die Straßen
getragen wurde.

Und ein Stück hinter ihm folgte Signe, traurig und
ihres Sinnens nicht mehr Herr. Das war wie ausgelöſcht.
Und als ſie ſich am Markte trennen mußte und mit ge=
ſenktem
Kopf allein weiterging, grübelte ſie um ſonſt über
eines verworrenen Rätſels Löſung.
Und das Rätſel blieb in all ſeiner Verworrenheit und
Wunderlichkeit.
Signe mühte ſich verzweifelt, von dem unerklärlichen
Dunkel frei zu kommen, es einfach abzuſchütteln, wie man
Staub von den Füßen entfernt. Sie wollte wieder die
alte Frohgeſinnte, die Leichtgeſtimmte ſein. Und unendlich
traurig war es ihr zu Sinn, daß ſie es nicht vermochte.
Sie verbrachte eine unruhige, faſt ſchlafloſe Nacht, in
der ſie dem Toben und Wüten eines wilden Herbſtſturmes
mit bangem Ohr lauſchte. Es war ihr, als irre ein Kla=
gen
um das Haus, aus dem es verſchwommen wie das
Rufen ihres Namens kam, und wenn der wüſte Wanderer
im Nachtmantel mit beſonderer Wucht an den Türen rüt=
telte
und an den Fenſtern hob, dann fuhr ſie in erſchrockener
Haſt hoch, weil es ſie deuchte, als begehre jemand Einlaß,
den niemand auf der Welt mochte, den jeder verſtieß.
Und immer, im verängſteten Wachſein und im wirren
Halbſchlummer, glaubte ſie ein Geſicht über ſich gebeugt,
das die Züge der Fremden trug.
Dieſes Geſicht! Sie kam nicht los von ihm. Erſt als
ſie gegen Morgen den gewiſſen Vorſatz faßte: Ich will
gleich in der Frühe nach dem Krankenhaus gehen, ließ das
zwingende Erinnern von ihr ab.
Ein feiner, ſprühender Regen fiel, als ſie ſich gegen
neun Uhr hin auf den Weg machte, von niemand im Hauſe
geſehen. Dieſes heimliche Tun laſtete auf ihr wie ein
dumpfer Druck. Aber trotzdem hatte ſie ein offenes Wort
geſcheut. Schon geſtern war man mit ihr nicht zufrieden

[ ][  ][ ]

Gardinen

Gardinen
abgep., in weiss, elfb. und créme,
eleg.Ausmusterung, 3,00, 3,20 lang.
Gardinen
am Stück, breit, moderne Dessins
alle Preislagen.
Gardinen
am Stück, schmal, weiss, créme,
elfenbein
grösste Auswahl.
Erbstüll
elfenbein, 130 cm, modern. Entwurf,
besonders geeignet für Bettdecken.
Allovanes
elfenbein, 140 cm
grosse Auswahl.

Teppiche
Vorlagen
Möbelstoffe
Portiéren
Läuferstoffe
Sofakissen
Kissenplatten
Gobelins
Tischdecken
Steppdecken
Kolter
Reisedecken
Bettdecken
Felle

Leinen-Garnituren
Entwürfe erster Künstler.

Spachtel-Stores
gelb und elfenbein, große Auswahl.

Rouleaux-Köper
weiss u. créme, 90140 cm breit.

Spachtel, Köper u. Leinenborden
Gardinen u. Tülldecken
elfenbein u. crème, über 1 u. 2 Betten
elegante Ausmusterungen.

Transparent
130 cm breit, elfenbein und gelb.

Brises-bises
abgepasst und am Stück.

Madras
70130 cm breit.

Congress-Stoffe
weiss, créme und bunt.

Heyl & John

DARMSTADT Fernsprecher 1074
Ludwigstraße 6

Mitglied des Rabatt-Spar-Vereins.

(7232ds

Gelegenheits-
käufe

Stück
6415a)
Fahrrad=Schläuche 1.95
Decken 2.90
or
Schläuche 2.75
Becken 3.75
4.50
Gebirgsdecken
Garantie
für friſche Ware.
August Engel
Schuchardſtraße 8.

Für Roſenfreunde
ſind wieder eine Anzahl ſchöner
Roſen edler Sorten, wie Kaiſerin,
Graf Zeppelin, Goimſon, Niel,
Kaiſer Wilhelm, Teſtont u. dergl.
Zu haben Heidenreichſtr. 17, pt.,
10 St. 2,50 Mk., 25 St. 5 Mk. (6867a

Herl & John, Haunlaktarwaren. (42a
Conserven
Brechspargel, 4 Sorten
Stangenspargel, 6 Sorten
Spargel-Köpfe, 2 Sorten
Erbsen, deutsche, 3 Sorten
Erbsen, franz., 5 Sorten
Erbsen m. Carotten, 2 Sorten
Schnitt- und Brechbohnen
7 Sorten
2 Pfd.-Dose von 35 an
Frincessbohnen, 3 Sorten
Dicke Bohnen, Flageolets
Gemischte Gemüse, 2 Sort.
Cardons, Kohlrabv.
engl. Géléris
Sellery in Scheiben
Spinat. Tomaten-Purée
Artischokenböden
Steinpilze, Morcheln,
Pliferlinge,
Champignons, 5 Sorten
Trüteln, 2 Sorten
A. Reichard
Colonialwarenhaus
Ecke Bleich- u. Casinostr.
Telephon 104. (2442a

Kompl. Schlafzimmer Speisezimmer, Herren-
zimmer
, Küchen, sowie einzelne Möbelstücke
kaufen Sie in nur solider Ausführung äusserst billig bei
(3904a
Hofstallstrasse 6
Hofstallstrasse 6
C (nächst dem Mathildenplatz)
öttin
(nächstdem Mathildenplatz) 62

genſen. Dodieg druns heite ſe geicdeit des ſe um
zweiten Mal bei der Fremden geweſen. Sie übertreibe,
gehe in ihrem Mitleid zu weit und erwerbe ſich damit
höchſtens ein verwundertes Kopfſchütteln der Leute. Und
Henning, der ſonſt immer ihre Partei genommen, hatte
kein Wort zu ihrer Verteidigung geſagt, ſondern ſie nur
groß und fragend angeſehen, wie es ihr vorgekommen: vor=
wurfvoll
und ſtrafend. Und die Mutter? Nun ja: ſie
hatte ihr freundlich zugenickt, als wenn ſie ſagen gewollt:
Laß nur, ich weiß, Dein gutes Herz treibt Dich. Aber es
war doch nicht der alte Blick geweſen. Etwas Fremdes,
Aengſtliches hatte wie ein verdunkelnder Schleier über den
guten Augen gelegen.
Vielleicht hätte man ſie heute überhaupt zurückgehal=
ten
, wenn ſie von ihrem Vorhaben geſprochen. Und nur
das nicht! Nein, nur das nicht! Sie mußte hinaus. Es
trieb und zog mit unwiderſtehlicher Gewalt.
Schwer und trübe hockte der junge Tag in den Straßen
und ſah dem lautloſen Blätterfall im toten Regengerinnſel
wie einer Unabänderlichkeit teilnahmslos zu. Signe ging
ſchnell, als fürchte ſie ein Zurückholen, und zeigte ein
ernſtes Geſicht, das über Nacht um Jahre gereift ſchien.
Der Weg war weit. Draußen vor der Stadt lag das
Krankenhaus. Wie ein ſtilles Frohſein kam es über ſie,
als ſie endlich vor dem einfachen Backſteinbau ſtand und die
Klingel zog. . . . .
Ja, das iſt leider unmöglich. Wir dürfen außerhalb
der feſtgeſetzten Beſuchszeit niemand annehmen . . . . Sie
meinen, eine Ausnahme machen? Bedauere, nein!
Die energiſch ſprechende Schweſter mit den etwas har=
ten
, ſcharfgeſchnittenen Zügen wollten nach dieſem Be=
ſcheide
ſchon die Tür ſchließen, als Signe, ganz und gar
enttäuſcht und traurig, noch eine Erkundigung an ſie rich=
tete
, die das Befinden der Fremden anging.
Die Gefrage überlegte kurz. Ja, alſo, die erſt geſtern
abend eingelieferte Kranke, Zimmer 15? Nun, nicht gut.

ic ſeit in Feireche Meſaneie nenmeine
Nervenfieber. Dazu ein völlig entkräfteter Körper,
Wird Hoffnung ſein? bebte es über Signes Lippen.
Ein ſtummes Heben der Schultern war die einzige
Antwort. Und dann ſehr kühl und gemeſſen: Alſo, um
3 Uhr nachmittags, bitte, falls Sie noch einmal vorſpre=
chen
wollen. Ob ein Beſuch jedoch dann möglich ſein
wird, kann ich Ihnen nicht ſagen. Ein kurzes Nicken noch,
dann ſchloß ſich die Tür.
Signe ſtand wie betäubt. Es vergingen Sekunden,
ehe ſie ſich zum Gehen wandte. Im alten, müden Re=
gengrau
wanderte ſie heim, ganz langſam und traurig.
Die fragenden Augen der Mutter empfingen ſie. Ein=
fach
die Unwahrheit zu ſagen, war ihr nicht möglich. Frau
Bruns ſchüttelte den Kopf. Bei dieſem Wetter, Kind!
Und nicht einmal ein Wort zu ſagen!
Weiter nichts. Signe ſtand bleich und mit geſenktem
Kopf. Sei mir nicht böſe, liebſte Mutter, preßte ſie end=
lich
mühſam hervor. Ich konnte nicht anders. Und dann,
nach einem kurzen, bedrückenden Schweigen zwiſchen ihnen,
das impulſive Hinzutreten und Umfaſſen: Mutter, liebſte
Mutter!
Frau Bruns war tief erſchrocken. Kind, mein Kind,
was iſt Dir? Beruhige Dich doch! Und ſprich und ſage
mir, was Dich bedrückt.
Ich weiß es nicht, ſtieß Signe ſchluchzend heraus.
Es iſt wie eine große Angſt in mir, wie eine entſetzliche
Unruhe, ich fürchte mich vor den nächſten Tagen, ich möchte
fort und weiß nicht wohin. Oh, hilf mir doch, meine
Mutter!
Das letzte klang wie ein Schrei. Frau Bruns war
bis in ihr Innerſtes erſchüttert und ſtreichelte das Haar
Signes in ratloſer Verwirrung. Keine Erwiderung ir=
gendwelcher
Art, nicht einmal ein freundliches Wort der
Beruhigung kam über ihre Lippen. Es lag wie eine preſ=
ſende
Hand auf ihrem Munde, wie ein würgendes Zu=

(annenſichet den ihre Rehie uind aus der ſenten,
dunkelſten, ſeit Jahren und vielen nicht mehr geöffneten
Kammer ihrer Seele kroch auf tauſend Füßen eine
ahnende Angſt, die Fragen über Fragen in den dunklen,
unergründlichen Augen trug, daß Frau Barbaras Herz in
wilden Schlägen hämmerte.
Konnte das ſein, was ſie dieſe ahnende Angſt ver=
muten
ließ? War es möglich, daß Signe ihre . . .
O Gott, es war nicht auszudenken!
Mit einem harten Ruck machte ſie ſich von der über
ſie dahinflutenden Verwirrung frei und gewann das
Vermögen, ruhig ſprechen zu können, mit ſtarker Energie
zurück.
Helfen, Kind? Oh, ſo gern. Nur ſage mir, wie ich
Dir helfen ſoll. Und danach ſprach ſie viel, haſtig, redete
von Krankſein und ſeeliſcher Mißſtimmung und heim=
lichen
Sorgen und fragte und fragte immer wieder, ob es
dies oder jenes ſei.
Ich weiß es ja nicht, ich kann Dir nichts ſagen. Ich
fühle nur, daß etwas über mir wie ein dunkles Geſchick
ſchwebt. Es iſt mir, als müſſe jeden Augenblick etwas
auf mich herabſtürzen, das mich vernichtet, zermalmt. Und
wie ſchutzſuchend preßte ſie ſich an die ratloſe Frau.
Sie wußte ihr ſchließlich nichts Beſſeres zu ſagen,
als ein tröſtendes: Beruhige Dich! Und dann, als Signe
wirklich gefaßter ſchien: Wir ſprechen nachher mehr dar=
über
. . . .
Worüber nur? . . . . Frau Bruns ging dieſer Frage
in grübelnder Unentſchloſſenheit nicht lange nach. Schon
die nächſte Viertelſtunde gab ſie ihrer alten ruhigen Stärke
wieder und wies ihr den einzigen möglichen Weg,
um aus quälender Ungewißheit herauszukommen: ſie
mußte die fremde Frau im Krankenhauſe aufſuchen und
mit ihr ſprechen.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

(3904a

Schwarz-weisse

Rabatt-Marken.

In hervorragend grosser Auswahl und neuen aparten Fassons:
in schwa
2, grau
und blau Lüster, in weiss und
Rinuer-Rerormschurzen farbigen waschechten Stoffen.
Damen-Empire- Prinzess- und Matinee-Schürzen
schwe
z, weiss Schw.
Pana
ma-.
Zier-Wrdgerschurzen und farbig. Lüster-u. seidene Zierschurzen 2
Servier- und Hausschürzen
Knabenschürzen

Rud. Nick Nchfo. W. Nagel

16 Ernst-Ludwigstrasse 16.

7241

Barock-Garnitur!

Sofa, 6 Stühle, 2 Seſſel u. ovaler,
geſchliff. Goldſpiegel zu verkaufen
*8062ds)
Soderſtraße 55, I.
Hillig zu verkauf. weg. Platzmang.
Geweihſammlung, 2 neue Diwan,
Chaiſelong., verſt., 3fl. Gash. m. Tiſch,
Sofa, 2 Bett., Tiſch, Stühle u. Verſch.
*8010df) Alte Schwanenſtr. 12, pt.
Motorrad
zwei Cylinder (Gelegenheitskauf).
Anzuſehen bei Benz & Co.,
Grafenſtraße 20.
(*8046
große Waſchbütte faſt neu,
billig zu verkaufen Dieburger=
ſtraße
41.
(*8073
Chaiselonque
neu, verſtellbar, la Bezug, 26 Mk.,
eleg. Diwan, modern, 38 Mk. (neu).
Näh. Heinheimerſtr. 42, part. (*8051.

Merauh
Wtw., Ende 30er J., Privatbeamt.
mit gutem Einkommen und einem
Kind, ſolider Charakter, ſucht ein=
fach
bügerliches Mädchen von Stadt.
oder Land zwecks baldiger Heirat.
Mädchen im Alter von 2535 J.,
evangeliſch, wollen Offerten mit
Photographie hauptpoſtlagernd
unt. L. H. 45 einſenden. Ano=
nym
zwecklos. Diskretion Ehren=
(*7908md
ſache.
121.
44 J., ev., m. 6i. Löchterch.,
Wilwe w. ſich wieder zu verheir.
Off. unt. T 70 a. d. E. (*8037

äfe

1
(6486a
Wer dort?
hier V. Schatz, Alexanderſtr. 15.
Ich komme ſof. u. zahle Ihnen für
getrag. Kleid., Schuhe, Wäſche, Zahn=
gebiſſe
, alte Federbett.ſtets die höchſt.
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt.
Beſter
Zahler Darmstadts
für getrag. Kleider, Stiefel, Wäſche
uſw. iſt S. Zarnicer, Kl. Bachg. 1.
Tel. 2085. (6620a) Poſtk. genügt.
Se
2085
Wer dort?
Hier Max Obstfeld, Kl. Bachgaſſe 7.
Ich kaufe getragene Kleider, Stiefel,
Wäſche, Beitfedern, Zahngebiſſe
ſowie alte Fahrräder. (6979simd
Poſtkarte genügt. Telephon 2085.
Raufe alle Möbel, ganze Einrich=
tung
. u. Nachläſſe geg. ſof. Kaſſe
J. Lich, Alexanderſtr. 3. (61a
Hier Lemler
15 Obergasse 15.
Zahle die beſten Preiſe für
getragene Kleider, Schuhe, Zahn=
gebiſſe
ꝛc. Poſtkarte M. Lemler,
Obergasse 15, genügt. (*7838mds

Preiswerte

Verten

Gr. Raſenmaſchine, guter 3flam.
Gasherd, Zeichengeſt., Zeichenbr.,
gr. Fellſchaukelpferd, Puppenſport=
karre
, viele Jahrg. Ueber Land und
Meer, Frauenzeitg. ꝛc., Schlittſch.,
Photogr.=Lampe, 2 einf. Vogelkäf.,
Garderobenleiſten, 2 Eich.=Konſol,
Büſten (Bisk.), Vaſen, kl. Schwarzw.=
Uhr, 2 Fenſt. rote Wollübergard. ꝛc.
bill. zu verk. Gutenbergstr. 38, I. (*8065

un

Benwaren

Matratzen

Patent-Matratze

Kettnetz mit Pitch- 1950
pine-Rahmen . . . .

Patent-Matratze
mit Gegendruck .

0 Eisenbettstellen für Erwach- 950
65
sene, in enorm gross. Auswahl,
solide Fabrikate, Mk. 48. bis 6

gef.m. 2Pfd. 190
Kopfkissen Federnnur
(an a. federdichtem
Kopfkissen Barchent, 980
mit 2 Pfd. guten Federn3
g0!
n4t 1½schläf., aus rot.
Deckbeit Cöper, mit 6 150
Pfund Federn . . .10
tf aus federdichtem
Deckbeit rot. Barch., 1.
gef. mit 6 Pfd. gut. Fed. 45%

Seegras-Matratze
aus rotem oder ge
Streiftem Drell, 3teil. 145
Woll-Matratze
3teilig, aus Ia rotem
Drell und tadelloser, 9900
nicht staub. Einlage &&

Matratzenschoner
soos 2.25

Bettfedern u. Daunen
doppelt gereinigt
Pfd. Mk. 4.50 bis

von 30 an

Eisenbettstellen für Kinder, 150
in einfacher, sowie eleganter
. . Mk. 28. bis
Ausführung

Bettcöper 80 cm br., *a
130 cm 425
Bettbarchent breit, v. A an
160 cm 440
Bettbarchent breit, v. Jan
120cm 140
Matratzendreis br., w. A an
oll 140cm 460
Matratzendreif br., v. Aan

ähmaſchine bill. abzug. (*8042dsi
Mathildenplatz 2, Seitenbau I.
Hillig zuverkaufen: Chaiſelongue,
Nähmaſchine, Gaszuglampe,
(*8067
Gasherd, Stehleiter
Gutenbergſtraße 50, p.
Gebrauchte Möbel
ſpottbillig zu verkaufen: 2 Bett=
ſtellen
, 1 Küchenſchrank, 1 Küchen=
tiſch
, 1 Kommode, 1 Nachttiſch.
Näh. Fuhrmannſtr. 8, II. (*8069
Gutgehendes
Zigarren=Spezial=Geſchäft
(Mitte der Stadt)
umſtändehalber zu verkaufen.
Offerten unter T84 an die
(*8080
Expedition d. Blattes.

Maizer Warenhaus

Guggenheim &Marx
Markry.

Haare
ausgekämmte und abgeſchnittene
kauft fortwährend zu den höchſten
(103a
Preiſen
Friedrich Tillmann,
Eliſabethenſtraße 21.
Plano billig zu kaufen geſucht.
Off. u. T 12 an die Exp. (*7823md
Kebr., gut erhalt. Gasbadeofen
zu kaufen geſucht. Anerb. unt.
F 53 an die Exp. ds. Bl. (*7982
zut erhaltener Zteilig. Spliegel
C.
zu kaufen geſucht. Off. unter
T 52 an die Exp. ds. Bl. (*7979

Mmhsetteer
Darmstädter Lonsum=Spar= u. e. 6.
Produktions-Genossenschaft, m. b. h.
Abteilung für Schuhwaren z: Grafenstrasse 27. 6
Für die Frühjahrssaison sind in unserem Lager


grosse Posten Schuhwaren zur Auswahl eingetroffen.
O

in allen Preislagen
f. Mädchen v. 5.00 an
PRohmmandenstieten f. Knaben v. 6.50 an

Halbschuhe mit und ohne Lackkappen v. 5.00 Mk. an
Braune Stiefel für Herren, Damen und Kinder in den
modernsten Formen. .. Schulranzen von Mk. 1.10 an.
Besichtigen Sie bitte vor Ihren Einkäufen unsere Schaufenster!


(6864a
Ferner empfehlen wir unsere

selbsthergestellten Limonaden u. Selterswasser

bestes unverfälschtes Erfrischungsgetränk.
Von 25 Flaschen an frei Haus.

Den ganzen Bedarf nur im eigenen Geschäft zu decken,
O
liegt im ureigensten Interesse der Mitglieder, weil Sie
Kunden und Besitzer zugleich sind. Die Genossenschaft
wird im Allgemeinen an Leistungsfähigkeit von

Lädchtſcke
gebraucht, billig zu verkaufen
Wendelſtadtſtraße 28.
(*8070)

Unerch

Stolze-
5
Schrey’sch
Stenograph.
Verein
Unterricht,
2
Fortbild. De-
6
battenschr.
Uebung Freitags, abends 8½ Uhr.
Hessischer Hof, Wihelminenstr. 1

keinem Geschäft übertroffen.
Der Vorstand.


Ragesgſtte
ſchwarze Wolfshündin zuge=
ſſirp
goldgeſtromt

zugelaufen
Deutsche Donue
Große Kaplaneigaſſe 9.
8033)

laufen, abzuholen Dornheimer
(*8039
Weg 71.

Hiermit die Anzeige, daß ich
für die Schulden meines Sohnes
Alexander Lohbeck nicht aufkommen
werde, Alexander Lohbeck, Kauf=
mann
zu St. Petersburg (Ruß=
(*8036ds
land).

Die Beleidigung
gegen Frau Lautenberger
(*8025
nehme ich zurück.
A. Koch, Obergaſſe 2.
Entlaufen:
Achtung:
Junge deutſche Schäferhündin,
dunkelwolfsfarben mit braunem
Lederhalsband, ſehr ſcheues Tier,
entlaufen in der Nähe des Herrn=
gartens
. Abzugeben gegen gute
(*7983
Belohnung
Mollerſtr. 12, 2. St.
Vor Ankauf wird gewarnt.

5874a

apright in Mathe-
Student ert. Unterricht mattk.

Off. unter T 72 Exp.

(*8023dsi

Bugel-Karsus.
Damen können in 12 Nachmittagen
Stärken u. Glanzbügelnerlernen
*7947) Luiſenſtr. 6, 2. Etage.
(6158a
An einem
erstklassig. Zuschneide-
u
. Weißnäh-Unterricht
können noch 23 junge Mädch.
teilnehmen
Pensionat Ross, Waldſtr. 1½, I.
Gründlicher
Biolin-Unterricht
wird erteilt von konſervatoriſch
gebild. Herrn. Näh. Alexander=
(*7392is
ſtraße 4, I.

[ ][  ][ ]

Von heute Donnerstag, den 27. März ab:
Sonderangebot in

Posten
Meter jetzt

Posten III
Meter jetzt

Posten
Meter jetzt

von Kleider- und Blusenstoffen,
geeignet zu Kleidern, Blusen, Röcken,
Jacken, Kinderkleidern etc.
jetzt weit unter Preis!

Oben angezeigte 3 Posten enthalten reinwollene Cheviots in allen Farben, Sommerstoffe,
schwarze Stoffe, Blusenstoffe u. s. w. Der frühere Preis war ein ganz bedeutend höherer.
Keine Muster!
Bitte Auslagen beachten!

Marktplatz 10

Am Rathaus

[ ][  ][ ]

Heute

Vonnerstag

Freitag:

Samstag

und Abschnitte
enorm billit

Reste in Kleiderstoffen
Reste in Kostümstoffen
Reste in Blusenstoffen
Reste in Waschstoffen
Reste in Baumwollwaren
wie Schürzenzeug, Bettkattun, Baumwollzeug etc.
Reste in Weisswaren
Reste in Buxkins.

Die reduzierten Preise
sind mit Blaustift neben
den sonstigen Verkaufs-
preisen
vermerkt.

Ausstellung
im linken
Eingangs-Fenster

Im Parterre auf
Extra-Tischen
ausgelegt.

Gebr.

(7267

Hoffärberei und chem. Reiniqungsanstalt
für Kostüme, Ballkleider, Anzüge, Teppiche, Plüsch, Pelzwerk, Gardinen, Federn, Handschuhe, Spitzen etc.
in bekannter, fachmännischer und schneller Ausführung.
(5271a
C. &ch. Reich
Telephon 1472 u. 1501
Fabrik Pallaswiesenstr. 146.

Heren mit trock, ſpröden, dümem
Haar, das zu Haarausfall, Juckreiz,
Haarschinn
neigt, ſei folgendes bewährte u. bil
lige Rezept zur Pflege des Haares
empfohlen: Wöchentlich 2maliges
Waſchen des Haares mit Zuckers
kombiniertem Kräuter- Sham-
poon
(Pak.203,daneben möglichſt
tägliches kräftiges Einreiben des
Haarbodens mit Zucker’s Orig.=
Kräuter-Haarwasser (Fl. 1.25),
alsdann gründliches Maſieren der
Kopfhaut mit Zucken's Spezial=
Kräuter-Haarnährfett (Doſe
60 Z). Großartige Wirkung, von
Tauſenden beſtätigt. Echt bei Chr.
Schwinn, Rheinſtr. 8, Anton
Logel, Eliſabethenſtr. 18 u. G. 15.
Frank, Eliſabethenſtr. 9. (II2906,21

Hess. Jachum-Reiniger-Gesellschaft
Ibel & Co.:: Elisabethenstr. 31- Telephon 461.
Zur gründlichen Entſtaubung von Wohnungen, Bureaus, Teppichen, Polſtermöbeln uſw.
empfehlen wir unſere beſtbewährte Vacuum=Entſtaubungsmaſchine. Teppiche und einzelne
Polſtermöbel entſtauben wir in unſeren eigens dazu eingerichteten Räumen.
Aufbewahren von Teppichen uſw. in beſonderen Räumen. Abholen und Abliefern gratis.
Spezial=Anſtalt zur Vernichtung von Motten, Holzwurm und Ungeziefer aller Art unter
voller Garantie.
Fachmänniſches Abziehen, Abreiben, Reinigen und Bohnen von Parkettböden und Linoleum=
belägen
billigſt. Auskunft wird bereitwilligſt erteilt.
(3977a

Densee, Vergißmeinnicht,
FMaßliebchen, rotstielige
Rhabarberpfianzen (*7971
M. Schubkegel, Alt. Schlachthauspl.

erden ſchich aritert
Hüte und alle nach neueſten
Modellen umgearbeitet (7261a
Eliſabethenſtr. 1, Seitenbau I.

e
Aeburch Krankheit ſehrzurückgek,
bittet um Unterſtützung. Off. unt.
T 74 an die Expd.
(*8058

Gebrauchte Möbel!
12 Kleiderſchränke, faſt neu, v. 13 M.
an, 8 Waſchkom. mit u. ohne Marm.
von 11 M. an, 8 Nachtſchränke mit
und ohne Marmor von 2.50 an,
3 Küchenſchr. 17, 18 u. 20 M., 2 Kom.,
pol., 4 Schubl. 18 u. 22 M., 2 Vertik.
25 M., mit 3 Spiegeln (neu) 56 M.,
2 Diwans (faſt neu) 29 und 38 M.,
12 Tiſche all. Art v. 4 M. an, 3 Rind=
lederſtühle
, eiche (neu), reeller Wert
p. Stück 14 M., p. Stück 7 M. neuer
Spiegelſchrank nußb. pol., 2türig,
Kriſtallglas, 125 cm breit, 72 M.,
Bücherſchr. (Fabrikat Alter) 60 M.,
Büroſchreibtiſch, nußb., groß, 40 M.,
Pfeilerſchrank 17 M., Staffelei5 M.,
Handtuchhalter, Stühle, Spiegel,
Grammophon, verſch. gute Betten,
Betteile, ſehr billig abzugeb. (*3034
J. Lich, Schreiner,
Alexanderſtraße 3, part.

[ ][  ][ ]

Der Arbeitsmarkt im Monat Februar.

L Die Lage des gewerblichen Arbeitsmarktes im
Februar 1913 weiſt gegenüber dem Vormonat eine Beſſer=
ung
auf, die aber hinter der ſtets um dieſe Jahreszeit
eintretenden Verbeſſerung und insbeſondere hinter der im
Vorjahre eingetretenen zurückzubleiben ſcheint.
Die Mehrzahl der aus der Induſtrie vorliegenden Be=
richte
bezeichnen den Geſchäftsgang als zufriedenſtellend.
Die Arbeiterzahl der hierüber berichtenden Firmen hat
um 5,56 v. H. gegen das Vorjahr zugenommen. Der
Steinkohlenbergbau im Ruhrgebiet. in Ober=
und Niederſchleſien war in reger Beſchäftigung. Dagegen
waren im Braunkohlenbergbau Mitteldeutſchlands und
der Niederlauſitz die Bergwerke zwar in voller Beſchäftig=
ung
, litten jedoch unter Rückgang des Abſatzes infolge
des anhaltend warmen Wetters Die Roheiſenerzeugung
erfuhr eine kleine Verſchlechterung gegen den Vormonat.
Die Eiſen=, Maſchinen=, elektriſche und chemiſche In=
duſtrie
waren im allgemeinen gut beſchäftigt, klagten
jedoch über ein Nachlaſſen im Eingang von Aufträgen.
Die Textil= und die Papierinduſtrie hatten im allgemei=
nen
mittelmäßige Beſchäftigung und es machte ſich auch
bei ihnen ein Rückgang der Aufträge bemerkbar. Das
Baugewerbe lag vollſtändig danieder.
Die Zahl der bei den berichtenden Kranken=
käſſen
am 1. März in Beſchäftigung ſtehenden Mitglie=
der
war um 29 211 größer als am 1. Februar. An dieſer
Zunahme war das männliche Geſchlecht mit 17996 und
das weibliche Geſchlecht mit 11215 Perſonen beteiligt.
Die Steigerung, die im Februar regelmäßig den im
Laufe des Januar eintretenden Rückgang ablöſt, war im
Februar des Vorjahres mit einem Mehr von 87669
(* 77244 männlichen, 10 425 weiblichen Mitgliedern)
weſentlich höher als im letzten Berichtsmonat. Die männ=
lichen
Mitglieder haben alſo in dieſem Jahre viel weni=
ger
, die weiblichen dagegen noch etwas mehr zugenom=
men
. Die ſtarke Erhöhung an weiblichen Mitgliedern ent=
fällt
in der Hauptſache auf die Ortskrankenkaſſen, wäh=
rend
bei den Betriebskrankenkaſſen ſogar eine Abnahme
der weiblichen Perſonen ſtattgefunden hat.
Ueber die Arbeitsloſigkeit im Februar d. J.
liegen Berichte von 49 Fachverbänden mit 2042806 Mit=
gliedern
vor. Von dieſen waren im Berichtsmonat
2,9 v. H. gegen 3,2 v. H. im Januar 1913 und 2,6 v. H.
im Februar 1912 arbeitslos. Bei den berichtenden Ar=
beitsnachweiſen
entfielen im Februar 1913 auf je
100 offene Stellen bei den männlichen Perſonen 190 Ar=
beitſuchende
gegen 191 im Vormonat und 178 im gleichen
Monat des Vorjahres; bei den weiblichen Perſonen waren
die entſprechenden Zahlen 91, 98 und 88. Danach hat ſich
bei beiden Geſchlechtern der Andrang der Arbeitſuchen=
den
gegenüber Januar ein wenig vermindert, er iſt aber
noch beträchtlich größer als im vorjährigen Februar. Im
Februar pflegt ſtets eine Entlaſtung des Arbeitsmarktes
einzutreten. Der Arbeitsmarkt in Berlin und in der Pro=
vinz
Brandenburg weiſt gegenüber dem Vormonat eine
kleine Verbeſſerung auf. In Schleswig=Holſtein, Lübeck
und Hamburg war die Geſamtlage in Anbetracht der
Jahreszeit nicht ungünſtig. Aus Rheinland und Weſt=
falen
konnte über eine weitere Beſſerung des Arbeits=
marktes
berichtet werden. In Heſſen, Heſſen=Naſſau und
Waldeck war die Beſchäftigung im allgemeinen zufrieden=
ſtellend
. In Bayern und Württemberg hat ſich die allge=
meine
Lage des Arbeitsmarktes gegen den Vormonat
wenig verſchoben doch konnte in einer Reihe von Ge=
werben
eine Beſſerung feſtgeſtellt werden. In Baden
war entſprechend der Jahreszeit die allgemeine Geſchäfts=
lage
recht zufriedenſtellend. Die Vermittelung landwirt=
ſchaftlicher
und induſtrieller Wanderarbeiter hat gegenüber
dem Vormonat zugenommen.

Die Einahme aus dem Güterverkehr deut=
ſcher
Eiſenbahnen ausſchließlich Bayerns betrug
im Februar 1913: 164070 452 Mark, das ſind 459 348 Mark
weniger als im Vormonat, dagegen 6805341 Mark mehr
als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Mehrein=
nahme
gegenüber dem Vorjahr beziffert ſich auf 96 Mark
oder 3,23 v. H. auf 1 Kilometer.
Im reinen Warenverkehre des Spezialhandels,
der die Ein= und Ausfuhr in den und aus dem freien
Verkehre, ſowie zur und nach der Veredelung auf inlän=
diſche
Rechnung umfaßt, hat im Monat Februar 1913 die
Einfuhr in das Deutſche Reich nach den vorläufigen Feſt=
ſtellungen
einen Wert von 860,69 Millionen Mark, die
Ausfuhr einen Wert von 837,21 Millionen Mark gegen
826.63 Millionen Mark und 698,63 Millionen Mark in der
entſprechenden Zeit des Vorjahres.

Luftfahrt.

sr. Ein Preis von 100000 Kronen für
einen Aeroplanrundflug durch Oeſterreich
wurde dem k. k. Oeſterreichiſchen Aeroklub und dem k. k.
Oeſterreichiſchen flugtechniſchen Verein von der Firma
Georg Schicht, A.=G., zur Verfügung geſtellt. Der Wett=
bewerb
wird vorausſichtlich im September dieſes Jahres
zum Austrag gelangen, und zwar in Geſtalt eines
Etappenfluges. Als Station kommt Wien, als Start und
Ziel Brünn, Prag und Peſt in Frage.

Sport, Spiel und Turnen.

sr. Eine 100000 Mark=Spende für das Leipziger
Turnfeſt. Für das 12. Deutſche Turnfeſt haben Rat und
Stadtverordnete der Stadt Leipzig 100000 Mark bewil=
ligt
, die dem Hauptausſchuß ſchon jetzt, je nach Bedarf,
vorſchußweiſe zur Verfügung geſtellt wurden. Von die=
ſen
100000 Mark wurde die eine Hälfte als Feſtbeitrag
und die andere zur Deckung eines etwaigen Fehlbetra=
ges
bewilligt.
sr. Die Radfernfahrt Rund durch Weſtdeutſchland,
die am Oſtermontag auf der 250,9 Kilometer langen Strecke
Betzdorf a. d. Sieg, Siegen, Lope, Siegburg, Köln, Bonn,
Neuwied, Sayn, Altenkirchen, Wiſſen, Betzdorf a. d. Sieg
ausgefahren wurde, ſah keinen der Favoriten in Front
Nachdem ſich bis Köln noch eine 38köpfige Spitzengruppe
beiſammen gehalten hatte, wurde ſchließlich einer nach
dem anderen von den ſchwächeren Fahrern abgehangen.
Nur Schenkel=Leipzig, Kotſch=Kyritz und Meck=Düſſeldorf
blieben bis zum Schluß beiſammen. Schenkel ſiegte dann
im Endſpurt nach 8 Stunden 17 Minuten 26 Sekunden
mit einer Viertellänge über Kotſch; zwei Längen zurück
Meck Dritter. Den vierten Platz beſetzte, wie bei der
Fernfahrt Berlin=Kottbus=Berlin, Aberger=Berlin in 8
Stunden 31 Minuten 43 Sekunden vor G. Schulze= Treb=
bin
in 8:46:50. In der Klaſſe der Amateure ſiegte
Reuß mit weitem Vorſprung vor Althoff und Thein.

Handel und Verkehr.

Gebrauchsmuſter=Erteilungen. ( Mit=
geteilt
von Dipl.=Ing. Klemens Herszberg u. Co., Pa=
tent
= und Ingenieurbureau, Darmſtadt.) 15e. 544 739.
Mit nur zeitweilig wirkender Bremſe verſehene Bron=
zier
=Abſtaub= und Talkumiermaſchine. Friedrich Heim
u. Co., G. m. b. H., Offenbach a. M. 21. 2. 13. H. 59 707.
19 a. 544 548. Gleismontierungsbock aus Walzeiſen zum
Seitlichmontieren von Eiſenbahngleiſen, paſſend bei jedem
Bahngebäude. Johann Hecker, Gießen. 5. 2. 13. H. 59 442.
52 a. 544 484. Nadeleinfädelvorrichtung. Eduard Heiſe,
Darmſtadt, Emilſtraße 15. 14. 2. 13. H. 59600. 54g.
544391. Hutnadelſtänder. Wilh. Ullrich u. Co., Offen=
bach
a. M. 25. 1. 13. U. 4297. 65 c. 544 772. Gelenkruder
zum Fortbewegen eines Bootes in der Geſichtsrichtung
des Fahrers. Heinrich Nagel, Bensheim (Heſſen).
30. 9. 12. N. 12 426. 71a. 544827. Durch Schrauben
auswechſelbarer Abſatz=Oberfleck aus Vulkanfiber für
Schuhe Stiefel u. dgl. Franz Knipp, Darmſtadt, Beſſun=
gerſtraße
51. 21. 2. 13. K 56 980. Patent= Er=
teilungen
. 45k. 258 577. Fangvorrichtung für Reb=
huhnhähne
. Paul Clauſius, Goddelau (Heſſen). 14. 4. 12.
C. 21816. Patent=Anmeldungen. 42g. R. 36 367.

Meichen iſahen en Serhenen nen en
melsberg, Bensheim a. d B. 24. 9. 12. 44b. H. 61029)
Aſchenſchale. Fa. E. Ph. Hinkel, Offenbach a. M. 8. 1. 13.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
8 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 20. März: dem Kaufmann Georg
Ferdinand Karl Rautenſtrauch, Landwehrſtraße 45, eine
T. Margarete Auguſte Eliſabeth. Dem Vizewachtmeiſter
im Garde=Dragoner=Regiment Nr 23 Heinrich Friedrich
Widekind, Neckarſtraße 4, eine T. Eliſabeth Maria. Am
22.: dem Schreiner bei der Staatsbahn Ludwig
Rühl III., Blumenthalſtraße 56, ein S. Ernſt Ludwig.
Am 20.: dem Apotheker Wilhelm Joſeph Platz, Frank=
furterſtraße
66, eine T. Hertha Eliſabeth. Am 22.: dem
Buchdrucker Karl Ludwig Scherzinger, Taunusſtraße 45,
ein S. Walter Georg. Am 18.: dem Schloſſermeiſter Ernſt
Emil Heinrich Karl Jacobi. Karlſtraße 34, ein S. Ernſt
Emil Jakob. Am 21.: dem Schneider Heinrich Leonhard
Grönig, Emilſtraße 4, ein S. Auguſt Ludwig. Am 24.:
dem techn. Eiſenbahnſekretär Otto Spieckermann, Guten=
bergſtraße
27, eine T. Margarete Luiſe. Am 20.: dem
Taglöhner Peter Liſt, Arheilgerſtraße 53, eine T. Emma=
Auguſte. Am 24.: dem Elektrotechniker Paulus Erni,
Viktoriaſtraße 26, ein S. Auguſt Juſtus. Am 19.: dem
Photographen Guſtav Friedrich van der Smiſſen, Beck=
ſtraße
81, ein S. Wolfgang. Am 24.: dem Taglöhner Lud=
wig
Friedrich Pfeffer, Hügelſtraße 75, eine T. Marie
Margarete Regina. Am 23.: dem Gärtnereibeſitzer Jo=
hann
Karl Walter, Arheilgerſtraße 132, ein S. Arthur.
Am 21.: dem Reſervelokomotivführer bei der Staatsbahn
Friedrich Nothnagel, Blumenthalſtraße 64, eine T.
Katharina Maria. Dem Bäckermeiſter Philipp Stein=
metz
, Gutenbergſtraße 54, ein S. Philipp Guſtav.
Aufgebotene. Am 22. März: Schokoladenfabrikarbei=
ter
Georg Auguſt Sulzbach, Thalwil (Kt. Zürich),
mit Emilie Anna Straßer, Nußbaumen (Kt. Thurgau).
Bäcker Reinhold Hortſcht mit Köchin Anna Mathilde
Lemke beide in Frankfurt a. M. Verſicherungsbeamter
Jakob Reinhard Guſtav Acker, hier, mit Pauline Eli=
ſabethe
Nuß, Seligenſtadt. Maurer Karl Nelius,
Groß=Zimmern, mit Dienſtmagd Eliſabeth Göbel, hier.
Am 25.: Tapezier Richard Emil Kleinke, Demmin, mit
Stubenmädchen Marie Reimer, Demmin. Taglöhner
Michael Bräunig, Lautenſchlägerſtraße 20, mit Fabrik=
arbeiterin
Katharina Gimbel, Ballonplatz 7. Hand=
lungsgehilfe
Reinhard Walter Lämmel, Dresden, mit
Eliſabethe Margarethe Welker, Dornheimer Weg 75.
Vizewachtmeiſter im Feldart.=Regt. Nr. 61 Friedrich
Lortz, Beſſunger Weg 125, mit Marie Margarethe
Kroll Pfründnerhausſtraße 18. Eiſenbahnſchaffner
Georg Fritz Lamp, Frankfurterſtraße 32, mit Dienſtbote
Ling Häfner, Steinbach. Dachdecker Karl Friedrich
Wilhelm Lorenz Krichbaum, Große Kaplaneigaſſe 39,
mit Fabrikarbeiterin Eliſabeth Heberer, Langegaſſe 41.
Eheſchließungen. Am 20.: Lackierer Leonhard. Breit=
wieſer
mit Köchin Katharina Lang, beide hier. Am 22.:
Gaſtwirt Adam Wolf, hier, mit Katharina Conrad
in Trebur. Gärtner Phil. Numrich mit Luiſe Lemp,
beide hier. Amtsgerichts=Schreibgehilfe Nikolaus
Schmidt in Offenbach a. M. mit Eliſabetha Schuſter,
hier. Zeichner Kurt Ziegs in Chemnitz mit Karoline
Weicker, hier. Gerichtsaſſeſſor Karl Brückmann in
Berlin mit Margareta Klinger hier. Schloſſermeiſter
Auguſt Ewald mit Margarete Werner, geb. Burger,
beide hier. Druckereibeſitzer Wilhelm Cramer mit Jo=
hanna
Stein, beide hier.
Geſtorbene. Am 20. März: Dorothea Heiſt, geb.
Zior, 63 J., ev., Ehefrau des Schuhmachermeiſters, Kies=
ſtraße
9. Am 21.: Kaufmann Adam Klepper, 48 J.,
ev., in Auerbach, Kr. Bensheim, hier Erbacherſtraße 25.
Am 23.: Dragoner im Leibdragoner=Regiment Nr. 24
Heinrich Altvater, 20 J.. ev., Alexanderſtraße 27. Pri=
vatier
Siegmund May, 67 J., iſr., Landwehrſtraße 19½:
Am 24.: Roſa Maria Ruth Sauerland, 1 J., kathol.,
T. des Zahlmeiſters in St. Avold in Lothr., hier Grafen=
ſtraße
9. Maria Elvira Karolina Lambertine von Voß,
geb. Reumont, 48 J., kath., Ehefrau des Ingenieurs,
Frankfurterſtraße 38.

C
Ein Heuesr dutes Rochffezebt!
Ein Maggi’s Suppen=Würfel Reis mit Tomaten (oder Erbs, Erbs mit Schinken uſw.) für 10 Pfg. wird fein zerdrückt, mit 100 gr Gries
vermiſcht, mit ½ Liter Waſſer glatt gerührt und unter ſtändigem Umrühren etwa 20 Minuten zu ſteifem Brei gekocht. Dieſen läßt man
abkühlen, vermengt ihn dann mit 12 Löffeln geriebener Semmel und einem gut verquirlten Eigelb. Nun formt man daraus nach
Belieben Frikandellen, Buletten und dergleichen und brät dieſe in gutem Bratfett von allen Seiten ſchön knuſprig. Man wird von
dem guten, fleischähnlichen Geschmack überrascht sein.
VI,7213

Nur noch 4 Tage
findet der
Totdr-Ausrerkauf m Ulädrren
wegen Geschäftsaufgabe statt.
(7057a
Aeusserst günstige Einkaufsgelegenheit für Händler, Wirte, etc.
W. Bauer, Ludwigstrasse 6.

Entſchte nich n=
Tapezierarbeiten!
Das Aufpolſtern von Ma=
tratzen
und ſonſtigen Möbeln wird
prompt und billig ausgeführt.
Peter Stork
Tavezier= und Polſter=Geſchäft
Alexanderſtraße 16. (3906a

Teſchna, 1 alle Ziher, 1Gaſolin=
Back= u. Kochofen billigſt zu verk.
*7985)
Viktoriaſtr. 81, part.

gebrauchtes Damenrad (Adler)
1 billig zu verkaufen
(*7949
Liebigſtraße 14, 1. St.

Quietamalz
kräftigr Kranke
verjüngt Gesunde
gibt Jugendkraft
und Frische.
Wirklicher Nährsslzgehelt!
Posen b. 1- und bl. 120.
Verlangen Sie Qulefamalz
In Apotheken und Drogerien.
Wo nicht erhältlich, schreiben
Sle en

Quietawerke:: Bad Dürkheim.

A. Braunwarth, Reformgeschäft, J. Eller, Bessunger Drogerie,
G. Hübner, Drogerie, Ant. Logel, Centr.-Drogerie, Engel-
Apotheke, Einhorn-Apotheke, Hof-Apotheke, Fr. Schä-
fer
, Drogerie, Ch. Schwinn, Hof-Drogerie, H. Wagenbrenner,
Bavaria-Drogerie.
(6549a

Empfehle mich bei vorkommenden
dor
Weilbinder-u. Lackterarbeiten
bei reeller Bedienung
und billigſten Preiſen.
Wilh. Reinheimer
Kiesſtraße 31.
(*7758ids
Sehr gut erh.
Sdunkelblauer Kinderwag.
gegen bar zu verkaufen.
(*7986
Näh. Frankenſteinſtr. 63, 2. St.

Srilitig usſt,gutechet
Badewanne
abzug. Mühlſtr. 50, p. (*7950

ſehr gut erhaltener Kinemato=
1 graph billigſt abzug.
(*7944
Näh. Georgenſtr. 12, part. Ein=
zuſehen
mittas zwiſchen 12 u. 1 Uhrz

[ ][  ][ ]

60
esta
Hrant
melbra
Heute Donnerstag Künstler-Konzert!
(7229
am 5. Abril
e
1
S
S
1010

Sonntag, den 30. März 1913, nachmittags
Beſtimmt bei jeder Witterung Gäſte ſtets willkommen
Fanen Wanderung
von Egelsbach, Forsthaus Nikolauspforte, Gross-
Gerauer Park (Damwildrevier), Ludwigseiche
nach Gross-Gerau.
Daſelbſt gemütliches Beiſammenſein mit dem Groß=Gerauer
Gewerbverein im Hotel Zum Adler‟ (Ph. Bender), Frankfurterſtraße.
Marſchzeit 4 Stunden. Bequeme Wege. Abfahrt 12½ Hauptbahn=
hof
IV. Kl. Egelsbach. 25 Pfg.
(7187ds

Ke
Derenn Lortſchetttliche Volksparter Darmſtadt.
Wir laden unſere verehrl. Mitglieder und deren eingeführte
Gäſte zu dem am Samstag, den 29. März 1913, abends 8 Uhr,
im Kaiſerſaal ſtattfindenden
(7234
4
Fammendbend Ir Tanz
höflichſt ein und erſuchen um recht zahlreichen Beſuch.
In der Pauſe findet eine Tombolaverloſung ſtatt.
Der Vorſtand.

V. H. C.
(Zweigverein Darmſtadt.)
Zu dem am Samstag, 29. März d. J.,
abends 8½ Uhr, im Saale des Schützen=
hofes
ſtattfindenden
Bekorierungsfeſt
werden hierdurch unſere Mitglieder freundlichſt eingeladen.
Gäſte ſind willkommen. Touriſten=Anzug erwünſcht.
Der Vorſtand.
7231)

Orpheum.

Tel.
389

abſolut erſtklaſſ. Fabrikat
Doppel-Phaeton Mk. 2200.
Landaulet . . 3000.

Nur noch 5 Tage
das glänzende Oster-Progr.

Müller & Ober
Ein Abenteuer‟

Karlstr. 30.
(6703a

Eleg. gut erhalt. Kostüme auf
Seide, engl. u. geſtr., Fig. 4244,
(*8003
ſehr billig zu verkauf.
Näheres in der Exped. d. Bl.

Dirigenten=
Geſuch.
Der Geſangverein Frohſinn
Arheilgen ſucht zum ſofortigen
(*8059) Antritt einen tüchtigen leiſtungs=
fähigen
Dirigenten. Bewerber
wollen gütigſt ihre Adreſſe nebſt
Gehaltsanſprüchen an den 1. Vor=
Arheilgen, Kranichſteinerſtr. 27,
einreichen. Meldeſchluß 29. März,
(7137md

Danker
Behdibier
vollständiger
Erlaß iur Manchicher ſitzenden Herrn Johannes Hübner,
Brauerentunung 3 Uhr abends.
Flaschenbier

I6
Berten Speziaigeschkatf
Prämiiert
,
Dagmstaut

1876
mit der
Preis-
T
T Medaille.
Wir empfehlen unser Lager in: Schlafzimmer-Einrichtungen,
Bettstellen in Holz und Eisen, Patent-Spiralmatratzen,
Rosshaar-, Woll- und Seegrasmatratzen,
Deckbetten, Kissen etc. etc.
Wir sind in der Fertigstellung sämtlicher Matratzen und Bettbezüge deshalb ganz
besonders leistungsfähig, da wir mit der Bettwarenbranche auch wirklich vertraut
(108a
sind und jedem Wunsche Rechnung zu tragen imstande sind.


Kochnagel& weler
Hoflieferanten Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs Marktplatz Nr. 4.
Eingang durch den Torweg.

Eisenbahncoupé-Scherz
in 1 Akt.

der gute Speiſekartoff z. verk.
8 Hll. Tauſche gegen Kohlen.
*8004)
Langgaſſe 37.

Lilli Walter-Schreiber
Glemens Belling 3 Groegs
Rilvas Truppe etc. etc.
Eine Kette erster Kunstkräfte.

achtkant., bill.
Aquarium, zu verkaufen
Mollerſtraße 1, 2. St. (*8053

Beim Umzug
findet ſich in Keller und Boden
ſo mancher noch gut brauchbare
Gegenſtand, der einmal wegen
Platzmangel zurückgeſtellt wurde.
Durch eine Anzeige im, Darmſtädter
Tagblatt ſind derartige Artikel
raſch verkauft.

Vorverkauf wie bekannt.
Num. Park. à 3 M. b. Hugo de Waal,
Rheinstrasse 14. (7281

Empiehle
Ia Export-(VII,7255
Hepfelwein
per Flaſche ohne Glas 28 Pfg.,
10 Flaſchen . . . . 2.60 Mk.

Felllst. Obst Scht
per Flaſche 1.50 Mk.
Samos
(feinſter Frühſtückswein)
per Flaſche . . 1.00 Mk.
10 Flaſchen . . 9.50 Mk.
Karlſtraße

47.
Telephon
Felnig 6at.

Stür. Kleiderſchr, Küchenſchr. b.
abzug. Beſſungerſtr. 34, p. (*8038

Stic, mrige
tägl. friſche Tafelbutter u. Eier,
Tafelbutter in Portionen billiger
empfiehlt (7194dsi
W. Pitthan, Karlshof
Ab Hof abgerahmte Milch
per Liter 14 Pfg.

25 neue und gebrauchte
billig zu verk.
Kaſſenſchränke Verkaufsſtelle
d. Ostertag-Werke, A.-G., Frankf. a. H.,
Alte Mainzergaſſe 90, Hof. (II,7224


1 zweiſchl.
Mazugsh. zuverk. . Bettſtelle,
3teil. neue Seegrasmatr 8 M., ein=
ſchläfige
3teil. Matr. 6 M., Schlaf=
Chaiſelong., neu übz., 5 M., Küchen=
tiſch
u. Anrichte zuſ. 6 M. (*7962
Neub. Sackgaſſe 20, 2. St. rechts.

Geseseseossbeeee36998e

Wichtig

für

E.

Magenleidende!
Reformkorsetten
z. Knöpfen mit Gummi an
den Seiten Mk. 2.75.
§ L. Ge M. Fuld,
Kirchstrasse 12,
gegenüb. der Stadtkirche.
& Schwarz-weisse Rabattmarken.

Sossossasssssssesee

Großherzogl. Hoftheater
Donnerstag, den 27. März 1913.
145. Abonnem.=Vorſtellung. C 36.
Manon.
Oper in 4 Akten (6 Bildern)
von J. Maſſenet.
Muſikal. Leiter: Richard Lert.
Spielleiter: Wilhelm Riechmann.
Perſonen:
Manon Lescaut . Gt. Geyersbach
Pouſſette Manons Kathar. Jüttner
Javotte 1 Freun= Hede Schaub
dinnen Anna Jacobs
Roſette
Der Chevalier Des
Aug. Globerger
Grieux
Der Graf Des
Grieux, deſſ. Vat. Georg Weber
Lescaut, Garde=
du
=Corps, Ma=
nons
Couſin.
Otto Semper
Guillot= Morfon=
täne
, ein reicher
. . Karl Bernhardt
Pächter .
De Brétigny
L. Schützendorf
Der Wirt
Auguſt Kräger
Ein Sergeant. . Adolf Klotz
Ein Gardiſt
Ad. Jungmann
Ein Soldat
Cornel. Dobski
Dienerin bei Ma=
non
. . . . . Luiſe Herbach

Reiſende

und
rinnen
Faſchſpieler . . Samska Asbel
Ein Spieler . . Franz Geibel

.. . Jean Sautier
. . . Ludwig Hinkel
. . . Marie Hartig
. . . M. Enzbrenner
. . . Marie Schott
. . . Kathar. Müller
. . . Br. Waigandt
Verkäufer) . . . Fritz Lang
. . . Kurt Schüppel
Verkäufe=) . . . Agnes Kräger
. . . Anna Guerdan
. . . Hel. Rungius
.. Elſa Daniel
Ein Poſtillon . . Cornel. Dobski
Ein Quackſalber . Adolf Braun
. W. Jachtmann
Ein Croupier . . Ludwig Indorf
Vorkommendes Ballett, ar=
rangiert
von Helene Thiele= Leon=
hardt
. Akt 3: 1. Bild: 1. Gavotte‟.
getanzt von 8 Damen des Corps
de Ballet. 2. Menuett, getanzt
von Sybille Huber, Adelh. Crone=
berg
, Luiſe Rehr, Marie Baranoff,
Frieda Lederer u. Luiſe Müller.
3. Finale, getanzt von den Da=
men
des Corps de Ballet.
Geſtaltung d. Bühnenbildes: Hof=
theatermaler
Kurt Kempin u. Ober=
inſpektor
Ernſt Schwerdtfeger.
Nach dem 3. Akte längere Pauſe.
Beurlaubt: Käthe Meißner, Bar=
bara
Uttmann.
Gewöhnliche Preiſe:
Proſzeniumsloge 6.10 M., Mittel=
loge
6.10 M., Balkonloge 5.10 M.,
I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.6.
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
Sperrſitz: 1.13. Reihe 4.10 M.,
14.20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.5. Reihe 2.80 M., 6.8. Reihe
2.25 M., I. Galerie 1.25 M.,
II. Galerie 0.65 M.
Anf. 7 Uhr. Ende geg. 10½ Uhr.
Kartenvk. v. 10½1½ u. v. 6 U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Freitag, 28. März. 146. Ab.=
Vorſtell. D 37. Neu einſt.: Die
Jungfrau von Orleans.
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Samstag, 29. März. Keine
Vorſtellung.
Sonntag, 30. März. Nachmitt.
2½ Uhr. 25. Volksvorſtellung zu
ermäßigten Preiſen. Die fünf
.
Vorverkauf
Frankfurter.
bis einſchließlich Samstag, den
29. März, nur im Verkehrsbüro,
Ernſt=Ludwigsplatz. Verkauf der
noch vorhandenen Karten an der
Tageskaſſe im Hoftheater am Tage
der Vorſtellung, vormittags von
11 Uhr ab. Abends 6 Uhr.
Außer Abonnem. Frühlinas=
Feſtſpiele. I. Abend. Leu
einſtudiert und neu inſzeniert:
Triſtan und Iſolde‟. Er=
höhte
Preiſe. (Val. beſ. Anzeige.)
Montag, 31. März. 147. Ab.=
Vorſt. A 37. Ibſen=Zyklus.
I. Abend. Neu einſtud.: Ge=
Kleine Preiſe. An=
ſpenſter
.
fang 7½ Uhr. (Vgl. beſ. Anz.)

[ ][  ][ ]

Wir haben 3 Serien in

elen
Danen u erf

stellt zu folgend
xcalf und Chevreauxleder zusammen

Serie

1100

Serie I

0
Sa

Ser
II

110

kauf nur Ludwigstrass

Sehanhaus Frreurfen-Soedef

Ludwigstrasse 12.

(7264)

Ludwigstrasse 12.

Unabhäng. Frau ſucht f. abends
ein Bureau zu reinig. Off. unt.
T. 82 an die Exped.
(*8077

Weiblich

Tunges Mädchen, welches in
Stenographie, Maſchinenſchr.
u. ſonſt. Kontorarbeiten bewandert
iſt, ſucht Anfangsſtelle als Volon=
tärin
auf größ. Büro. Off. unt.
T 83 an die Erp.
(*8075

Fraulein, welches den Handels=
kurſus
der Alice=Schule mit gutem
Erfolge beſucht hat, ſucht Anfangs=
ſtellung
. Näh. bei Frl. Scheid,
Lehrerin, Hochſtraße 11. (*8044

Aelteres, erf. Fräulein, lange
Jahre im Ausl., übern. gewiſſenh.
Krankenpflege, Nachtwachen, ſowie
Stütze von älteren Perſonen.
Näh. Expedition.
(*7946

Schneiderin empf. ſich i. Anfertig.
ſämtl. Damen-Konfektion, guter Gi
gar. Geht a. ins Haus. M. Vollbois,
Wienersſtr. 47 3. Stock. (*7754ids

ſucht Stelle
Beſſeres Mädchen als erſtes

Hausmädchen oder angehende
Jungfer zum 1. April oder ſpäter.
Offert. u. § 98 Exp. (*7813md

Ige. Frau ſucht morgens 2 Std.
Laufd., geht auch halbe Tage Waſch.
u. Putz. Gr Kaplaneigaſſe 42 II.(

Mädchen, das höhere Schule be=
ſucht
u. koch. gel. hat, ſucht bei feinen
Leuten Stelle. Wienersſtr. 52. (*7959

Ber Kath. Mädchenschutzverein

Nieder=Ramſtädterſtr. 30 (täglich
35 Uhr) empfiehlt zum 1. April
1 fein. Kinderm., mehr. ſchon ge=
diente
Alleinmädchen.
(*7943

Aelteres tücht. Mädchen ſucht
für den ganzen Tag Laufdienſt
Kahlertſtr. 51, bei Reſtle. (*7912

Junge Frau, w. i. beſ.Hauſe
gedient, ſucht Büro reinigen, oder
Laufſtelle in beſſ. Hauſe.
(*7941
Offert. unt. T 49 a. d. Exped.

Ein junges Mädchen ſ. morg.
u. mittags Laufd. u. abends noch
ein Laden od. Kontor aufzuwaſchen
Ludwigshöhſtr. 9, 2. St. (B7252

Mehr. Mädchen ſ. Stellg. Karolina
Beck, gewerhsmäßige Stellenver=
oso

mittlerin, Eliſabethenſtr. 22, II.(*

C.
ſucht leichte Be=
Junge Frau ſchäftigung.

Näheres Clemensſtr. 8. (*8063

Junger tüchtiger Kaufmann,
flotter Stenograph u. Maſchinen=
ſchreiber
, durchaus vertraut mit ein=
facher
u. doppelter Buchführung
ſowie amerikaniſch. Journal, ſucht
per ſofort Stellung auf Bureau
oder Reiſe, beſucht zurzeit für
Druckerei Landkundſchaft. Offerten
erbeten u. I 4 a. d. Exp. (7086mdf

Pr. 1. Mai ſuchen
wir eine branchek.
tüchtige, gewandte

Hieſiges Fabrikgeſchäft ſucht
zum ſofortigen Eintritt:

ſucht Aus=
Aeliere Perſon
hilfe
Schlosskeller, Gr. Ochſengaſſe 10. (*

Junge Frau ſucht vor= oder
nachm. 2 Stunden Laufdienſt
*8049) Beckerſtraße 27, part.

Uebernehme als Nebenerwerb
hand= oder maſchinenſchriftliche
Arbeiten (Abſchriften, Adreſſen=
ſchreiben
uſw.). Offerten u. T 57
an die Expedition ds. Bl. (*7965

Verkäuferin
mit la Zeugniſſen.

zwei jüngere
Lageriſtinnen.

Gewandtes Mädchen, welches
kochen kann u. alle Hausarbeit ver=
ſteht
, ſucht Stellung am liebſten in
Offiziershaushalt, auch Aushilfe.
Zu erfrag. bei Frau Kaffenberger,
Luiſenſtraße 34.
(*8052

Verh. Mann ſucht Stellung.
Off an R. D. Ludwigshöhſtr. 59,
(B7247
2. Stock links.

Lehrstelle

Jüngere zuverläſige Frau ſucht
morgens 3 Stunden Laufdienſt.
*8007)
Näh. Karlſtr. 11, II.

für einen jungen Mann ( Ter=
tianer
) aus guter Familie in einem
Engrosgeſch. geſ., Farb. u. Chem.
bev. Off u. I 48 Exped. (*7948

Anmeldungen im Comp=
toir
, Eingang durch d. Hof,
möglichſt vormittags er=
(7268ds
beten.
J. Dexheimer &Söhne
Nr. 5 Ernst Ludwigstr. Nr. 5.

Fräulein

Ofene Stellen

perfekte Schreibmaſchinenkraft und
Stenotypiſtin, mit Kenntnis in
Regiſtratur, geſucht. Off. u. T 69
(7242
an die Expd. d. Bl.

Männlieh

Weiblich

vm. Faltüren
II. Buchhafter u. Erpedient.-

Weſen beſt. vertr., ſucht p. 1. Apr. dau=
ernde
St. Off. u. T44 Exp. (*7929mds

mit erſtlaſigen
Gärtner
In= u. Ausland=
Zeugniſſen ſucht bei Herrſchaft
oder anderweitige Stellung. Off.
unter T 45 an die Exv. (*7933md

Tacht eherinen
u. Zuschneiderinnen

Ordentliche Frau

zum Roßhaarzupfen geſucht (7274
Ludwig Alter, Hofmöbelfabrik.

für dauernd bei guter Be=
(6267a
zahlung geſucht
Oppenheimer & Co.,
Schulſtraße 2.

Frenuen ud mrächen

finden dauernde u. lohn. Beſchäft.
Auch jugendl. Arbeiterinnen werd.

angen. Wolf Strauss, Sortier=
anſt
., Gräfenhäuſerweg 75. (7191dso

Andere Frauen

Beſſeres ält. Mädchen, das gut
kocht, in all. häuslichen Arbeiten
u. im Nähen gut erfahren iſt,
ſucht Aushilfeſtellung. Näheres
Riedeſelſtraße 68, III.
(*8035

Kinderwärterin, 28 Jahre alt,
mit prima Zeugniſſen kann nach=
gewieſen
werden. Emma Frank, ge=
werbsmäßige
Stellenvermittlerin,
Karlſtraße 31.
(7269

tragen elegantere Fußbekleidung und geben
weniger aus, denn die herrliche Politur ihrer
Stiefel erhält gleichzeitig das Leder und färbt
außerdem nicht bei Regen an die Kleider ab.
Sie verwenden aber auch nichts anderes mehr
wie Schuheréme

(II,7023

e

Auc

schwarz gelb braun

Nur durchaus einfache,
fleißige Bewerberinnen, die
möglichſt ſchon ähnliche Stel=
lung
verſahen, wollen ſich
unter Angabe der Gehalts=
forderung
und Beifügung
von Zeugnisabſchriften mel=
den
unter. T 80 an die
(7263ds
Exped. ds. Bl.

Geſucht ſelbſtändige und pünkt=
(7082mdf
che

Näherin

in erſtes Tapezier= u. Dekorations=
geſchäft
nach Baden=Baden für
dauernde Stellung b. freier Station.
Offerten mit Gehaltsanſprüchen
unter T3 an die Exped. d. Bl.

Ordentliche Mädchen
finden dauernde Beſchäftigung
J. W. Schneider, Cartonagenfabrik
Lauteſchlägerſtr. 26. (7237df

Nanerinnen

auch junge Mädchen, für leichte
Näharbeiten ſuchen =Vn

E. Grünbaum & Co.
Rheinſtraße 47. (*7990

a m. gut. Schulbildg.,
Lehrmädchen a. achtb. Fam., für
Laden u. Kontor geg. ſof. Vergüt. geſ.
Eintritt nach Oſtern.
(*77033id
A. Anton, Magaz. f. Haus u. Küche
Eliſabethenſtraße 1.

Ordentliches Laufmädchen von,
morgens bis nachmittags geſucht
7878md) Riegerplatz 11, II. Sta

[ ][  ][ ]

Lehrmädchen mit guten Schul=
zeugniſſen
, aus achtbarer Familie
gegen Vergütung per ſof. geſucht.
Geschwister Strauss, phot.
Atelier, Wilhelminenſtraße Nr. 9.
Vorzuſtellen Freitag zwiſchen
2 und 4 Uhr.
(7262
Fleißiges, ſauberes und ordent=
liches
Mädchen in mittleren Haus=
halt
per 1. April geſucht. (7080md
Liebigſtraße 13, II.
Ein älteres, zuverläſſiges Mäd=
chen
in einen lleinen Haushalt
geſucht.
(*7825md
Gervinusſtr. 47, I.
Zuverläſſiges, williges
das etwas kochen
Mädchen, kann, in einfach.
bürgerl. Haushalt zum 1. April
geſ. Gutenbergſtr. 11, p. (7157mdf
Braves,
Heibiges Mädchen
gegen hohen Lohn für tagsüber
per ſofort geſ. Kirchſtr. 27, I. (7158mdf
Junges Mädchen oder Junge
zum Milchaustragen geſucht. Off
u. T 1 a. d. Expedition. (*7808md
Ordentliche, fleißige Lauffrau
geſucht bis zum 1. April (*7798md
Rheinſtraße 49, part.
Tüchtige Lauffrau vormitt. über
geſucht. Anmeldung 34 Uhr
Mühlſtraße 45.
(*7980df
für tagsüber
Ein Laufmädchen geſucht.
Zu erfragen Expedition. (*7969df
Ehrliche Perſon zum Schuh=
austragen
von 68 Uhr abends
geſucht Mauerſtr. 32, Laden. (*728ids
Braves, zuverläſiges Dienſt=
mädchen
mit guten Zeugniſſen
für 1. oder 15. April geſucht. Zu
(*7997
erfragen Stiftſtraße 6.
Junges, ſauberes Dienſtmädchen
geſ. Hügelſtr. 2, im Laden. (*7994df
Junges Mädchen, das Liebe
zu Kindern hat, oder Kinder=
gärtnerin
wird von einer deutſchen
Familie nach Italien geſucht.
Offerten oder perſönl. Vor=
ſtellung
: Landgraf Georgſtraße
Nr. 62, parterre.
(*7993
oder Frau für
Mädchen Monatsdienſt
geſucht Allee 61.
(*7975dfs
Junge,
oder
ſaubere Tauffrau Mädchen
geſucht Hoffmannſtr. 1, II. (*7953
Ein Laufmädchen von 7 bis
10 Uhr morgens geſucht
*7963
Hügelſtraße 19, II.
Tüchtiges Hausmädchen
das Nähen u. Bügeln kann, be
gutem Lohn auf 1. April geſucht.
Offerten unter T 56 an die
Expedition ds. Blattes. (B7230
Keſucht nach Frankfurt a. M.
B ſol. Mädch., das koch. kann, als
Alleinmädch. zu ält. Dame. Guter
Lohn, frdl. Beh. Zu meld. b. Frau
*7932ds
Kraetzinger, Mühlſtr. 11.
Geſucht zum 1. April
ein Mädchen, das gut bürger=
lich
kochen kann. Näheres Hügel=
(7265ds
ſtraße Nr. 47.
guter
Beſſ. Dienſtmädchen, Lohn
per alsb. geſ. Frau Oppenheimer,
(*8022ds
Landwehrſtr. 24.

Unpartelischer ArDeisnachweis Darmslaat.
Grafenſtraße 30, part. (Tele=
1. Gewerbliche Abteilung, phon Nr. 371). Geſchäfts=
ſtunden
von 812½ Uhr und von 2½6 Uhr.
Allgemeiner unentgeltlicher Nachweis für Arbeitgeber
und Arbeitnehmer.
(1
Waldſtraße 6, Zimmer Nr. 6
2. Dienſtboten=Abtenung, (Telephon Nr. 371). Geſchäfts=
ſtunden
von 912 Uhr und von 36 Uhr.
(1763a
Von den Herrſchaften wird eine Einſchreibgebühr von
20 Pfg. und eine Vermittlungsgebühr von 1 Mk. erhoben.
Für Dienſtboten iſt die Benutzung der Abteilung koſtenlos.
Zentralanſtalt für Arbeits= und Wohnungsnachweis.

Mädchen, die kochen können,
und andere Mädchen erhalten ſehr
gute Stelle, hoher Lohn. Frau
Susanne Röse, gewerbsmäßige Stel=
lenvermittlerin
, Kiesſtr. 35. (*8005
Hotel z. Krone, Auerbach.
Wir ſuchen zum ſofortigen Ein=
tritt
ein kräftiges
(III,7205
Spülmädchen
in unſere Hotelküche. Lohn 35 M.
monatlich, bei freier Station.
Offerten erbeten.
Suche ein noch ſchulpflicht.
Mädchen als Laufmädchen
Louise Blum, Tapiſſerie
Ludwigplatz 8½. (*8031
Stellen finden: Köchinnen, feine
Haus= u. Alleinmädchen. Emma
Frank, gewerbsmäßige Stellenver=
mittlerin
, Karlſtraße 31. (7270
Saub. Laufmädchen wöchentl. drei=
mal
1 St. geſ. Hochſtr. 13, I. (*8041
Unabhängige Lauffrau oder
Mädchen ſofort oder 1. April
für den ganzen Tag geſucht
Roßdörferſtr. 26. (*8066
Suche mehr. Haus= u. Allein=
mädchen
in kleinen Haush. ſof
Johannette Weissmantel, gewerbs=
mäßige
Stellenvermittlerin,
Kaſinoſtr. 17.
(*8061
Suche Köchinnen, Haus= und
Küchenmädch. in Herrſchaftshäuſer,
Alleinmädchen, welche kochen und
etwas kochen verſtehen, in Privat=
häuſer
, Zimmer= u. Küchenmädchen
in Hotels, mehrere Mädchen, welche
kochen, nach auswärts für ſofort
u. ſpäter. Minna Dingeldein, ge
werbsmäßige Stellenvermittlerin
Eliſabethenſtr. 5, Tel. 531. (*8064
Reinliche Frau zum Brötchen=
tragen
geſ. Kaupſtr. 48.
(*8011
Geſucht zum 1. April ſaubere
Lauffrau von 911 Uhr Lands=
kronſtr
. 89, 2. Stock.
(B7246
Zum 1. April wird eine Lauf=
frau
für morgens 2 Stunden geſ.
Vorzuſt. nur zwiſch. 1112 Uhr
Waldſtr. 25, 1. St. rechts. (*8048
Sauberes Laufmädchen
für morgens von 810 Uhr und
nachmittags zum Spülen geſucht
*8054)
Gutenbergſtraße 37, II.
Männlieh
Junger Mann
für Buchhaltung, Reiſe u. Inkaſſo
von hieſiger Fahrradhandlung
per ſofort geſucht. Offerten mit
Zeugniſſen und Gehaltsanſprüchen
unter T 76 an die Exped. (*8047

Junger, tuchtiger
Kaufmann
welcher in der
Buchhaltung
und Stenographie bewandert und
flotter Rechner iſt, ſowie Schreib=
maſchine
bedienen kann, zum ſo=
fortigen
Eintritt geſucht. (7069imd
Geſuche mit Lebenslauf u. An=
gabe
der Gehaltsanſprüche ſind
unt. § 97 a. d. Exped. einzureichen.
4
3 bis S Harn Teagte
Nebenverdienſt durch häusliche
Schreibarbeit. G. Hönicke.
Nowawes, Wallſtr. 59. (*7876md
Einige Vertretungen der Le=
bensmittelbranche
ſind zu über
tragen gegen eine Vergütung.
Branchekundige Herren wollen ihre
Offerten unter T 10 a. d. Expd.
d. Bl. abgeben.
(7117mc
Chem. Fabrik
ſucht zum Vertrieb ihres vorzügl.
flüſſigen Metallputzes bei Hotels,
Reſtaurants eingeführte Vertre=
ter
gegen hohe Proviſion o. feſte
Rechnung. Evtl. kleine Kaution er=
forderlich
. Gefl. Anfrag. u. F. 617
befördert Annonc.=Exped. Inva=
lidendank
Krefeld. (IV,7107,67

tägl. zu verdienen.
210 Mk. Proſp. frei. Adressen-
Verlag Joh. H. Schultz, Cöln 80. (I,4742
Verläßlicher Mann
zur Uebernahme einer Verſand=
ſtelle
in jedem Bezirk für dauernd
geſucht. Beruf und Wohnort gleich,
ohne Kapitalbedarf, kein Riſiko, a.
als Nebenverd. geeignet. Eink. mon.
b. 350 M. Nur ſtrebſ. Leute werd. an=
geſtellt
. Ausk. koſtenlos u. R 2158
bef. Daube & Co., Cöln a. Rh. (III,7206
Agenten geſucht.
Londoner Tee=Export=Haus
Spezialität engl. Tee=Miſchungen
in 3, 5, 10, 20, 30 und 50 Kilos
Verpackung, ſucht überall Vertreter
Gute Kommiſſion an tüchtige Ver=
käufer
, welche ſpeziell bei Hotels,
Reſtaurants, Vereinen etc. einge=
führt
ſind. Gefl. Offerten an
Pruduce‟ clo Housekeeper 32 Fen-
church
Street, London E.C. (I,7207
ſofort
Schuhmachergeſelle geſucht
Lichtenbergſtr. 68, part (7090md
Fahrbursche zuverläſig, mit
guten Zeugniſſen für dauernd
geſucht. Pallaswieſenſtr. 30. (*7900md

Wir ſuchen
für d. Korreſpondenzabteilung einer
größeren Frankfurter Firma einen
jungen Mann, der befähigt iſt, die
Korreſpondenz ſelbſt teilweiſe zu
erledigen. Perfekter Stenograph
(Gabelsberger)
und
flotter
Maſchinenſchreiber (Underwood
Bedingung.
(7198
Kaufm. Stenographen-
Gesellschaft,Gabelsberger,
Abteilung Stellenvermittlung,
Mathildenplatz 8.
Koſtenfreie, nicht gewerbsmäßige
Stellenvermittlung, auch für Nicht=
Mitglieder.

Mark monatl.! verd. Je=
250 dermann. Auch als Neben=
verd
. garantiert pro Stunde 2 Mk.
Alles Nähere gratis und franko
Fischer, Leipzig. Südſtr. 98. (*7056a
1020
Elektro-Monteure
für Licht= u. Kraftanlagen per ſof.
geſ., i. dauernd. Stell. Elektr. Inſtit.
Elisabethen-
Gg. Keil str. 36. (7004imdf
10 ält. Maschinenschlosser
5 Former (f. Schabl.)
5 Maschinenformer
6 Modellschreiner
2 Feuerschmiede
2 Kesselschmiede
2 Eisenbohrer
1 Kranführer
ür mehrere hieſige Maſchinen=
fabriken
ſofort geſucht. (6925smd
Arbeitsnachwets für Induſtrie u.
Gewerbe in Frankenthal (Pfalz)
5 Sedanſtraße 5.
Mig
Tucht. Gärtnergehilfe
für Topfpflanzen u. Landſchaft per
ſofort oder 1. April geſucht
C. Völker, Handelsgärtner. (7110md
Metaldreher u. Gußputzer
geſucht (*7958dsi
Eckert & Haßlinger
Armaturenfabrik u. Metallgießerei.
Hausierer
für ſofort geſucht gegen hohe
Proviſion.
8079
Näh. in der Exped. d. Bl.
Junger Hausburſche
der Rad fahren kann, für leichte
Arbeit ſofort geſucht.
Hotel
Hess‟ Darmſtadt. (7156md
Stadtkundiger Fahrburſche ( Ein=
ſpänner
) ſofort geſucht bei (*7807md
Plößer, Arheilgerſtr. 57.
Kräft. Schuljunge f. Ausgänge
geſucht Bleichſtr. 46.
(*8043

Jüngerer Burſche, weicher
Rad fahren kann, geſucht (*7964ds
Hermann Schulz, Gärtnerei
Erbacherſtraße 101
Für ſof. ehrlicher, kräftiger
und
intelligenter Laufburſche
geſucht. Wo ? ſagt die Exped. (*7960
Kräftige Taglöhner per ſofort
geſucht. Anfangslohn 35 Pfg. pro
Stunde.
(7190
Wolf Strauss, Sortieranſtalt,
Gräfenhäuſerweg 75.
Tapezierlehrling ſof. geſ. (*7785ids
F. Albert, Wilhelminenſtraße 35.
Lehrling geſucht
Leonh. Menger, Tapeziermeiſter,
Bismarckſtr. 58, Tel. 1608. (6834a
geſucht Heinrich
Lehrling Leichtweiß, Tapezier=
meiſter
, Beſſungerſtr. 41. (B2922
Lackiererlehrling
geſucht
(7283a
Bleichſtraße 15.
Ein Lacktereriehring
geſucht
Chr. Hess. Mühlſtr. 39. (*7750ids

Strickmaschine
wenig gebraucht, iſt umſtändehalb.
ſofort zu verkaufen. Offert. unter
T 81 an die Exped.
(*8078
abzu=
40 Lit. Ia Vollmilch geben
Zu erfr. in der Exped. (7282dfs

Die naturreinen
alkoholfreien Wleine
und
Wormser Weinmoste
empfehlen hervorrag. Aerzte
bei Blutarmut, Bleichsucht,
Nervosität (Prof. Forel, Prof.
Eulenburg, Prof. Jordy, Dr.
Gilbert, Dr. Keferstein)
bei Herzkrankheiten, Rheu-
matismus
u. Cicht (Dr. Matzen,
Dr. Stoll-Nauheim, Dr. Kühne)
bei Magen-, Darm-, Leber-
u
. Nierenleiden (Prof. Bunge,
Prof. Winternitz)
bei allen akuten fieberhaften
Krankheiten (Dr. Järschky,
Prof. Bleuler, Dr. Albu, Dr
Schilling.)
(2415
Verlangen Sie Sorten-
und Preisliste u. auf-
klärende
Literatur von
Sehanhes Hern
Alexanderstr. 4, I.
Sendungen (auch Praben) frei Haus.

Kurſe vom 26. März 1913.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

InProz.
8i.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 98,90
3½ Deutſche Reichsanl. . 86, 10
75,70
3
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 98,90
3½ do. Conſols . . . 86,10
75,70
3. do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 97,30
91,90
do.
3½
.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,00
84,70
do.
3½
do.
4 Hamburger Staatsanl. 97,70
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 96,90
97,00
4 do. do. (unk. 1918)
84,7
31
do.
3
73,40
do.
76,80
3 Sächſiſche Rente. .
4 Württemberger v. 1907 98,
do. v. 1875 94,10
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 99,00
Griechen v. 1887 . . 54,60
Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 85,10
4 do. Goldrente . . . 90,00
4 do. einheitl. Rente . 82,90
3 Portug. unif. Serie I 62,80
3 do. unif. Ser. III 65,30
do. Spezial . . . . 9,60
3
5 Rumänier v. 1903 . . 99,20
4 do. v. 1890 . . 91,00
do. v. 1905 . . 87,00
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 89,00
4 do. v. 1902 . . . . 89,90
do. v. 1905 . . . . 99,70
½ Schweden . . . . . .
4 Serbier amort. v. 1895 80,20
4 Türk. Admin. v. 1903 77,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 85,80
4 Ungar. Goldrente . . . 85,6)
4 do. Staatsrente. . . 82.70

InProt.
Zi.
5 Argentinier . . . . . . 99,30
4
do.
4½ Chile Gold=Anleihe. 92,10
5 Chineſ. Staatsanleihe . 98,90
do.
92,20
41
4½ Japaner .
91,10
5 Innere Mexikaner . . . 90,20
3
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 81,10
5 Gold=Mexikaner . . . . 96,40
3 Buenos Aires Provinz 67,40
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt
. . . . . . . 152,50
5 Nordd. Lloyd . . . . . 114,75
6½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 127,20
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60½
Einz. Mk. 408 . . 111,50
6 Baltimore und Ohio . 100
6 Schantungbahn . . . . 125,75
6½ Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 23½
6 Pennſylvania R. R. . 118,30
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
3 Brauerei Werger . . 64,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
543,25
Fabrik . . . .
14 Chem. Fabrik Gries=
heim
. . . . . . .243,50
30 Farbwerke Höchſt . . 627,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . .
10 Cement Heidelberg . . 143,75
30 Chem. Werke Albert 440,00
14 Holzverkohlung Kon=
ſtanz
. . . . . . . 336,00
5 Lahmeyer. . . . . . . 120,00

Letzie
In Proz.
Divik
8 Schuchert, Nürnberg 141,1C
12 Siemens & Halske .210,25
5 Bergmann Electr.
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 160,10
0 Gummi Peter . . . . 70,10
0 Kunſtſeide Frankfurt 62,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 564,25
10 Maſchinenf. Badenia 176,00
16 Wittener Stahlröhren
8 Steana Romana Petr.
15 Zellſtoff Waldhof . . 233,25
12½ Bad. Zucker= Wag=
häuſel
. . . . .
O Neue Boden=A. A.=Geſ. 77,00
3 Südd. Immobilien . 55,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede .
173,75
14 Bochumer Bergb. u
Gußſt. . . . . . . 213,80
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 160,50
10 Gelſenkirchener . . . . 192, 90
9 Harpener . . . . . . . 190,00
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 297,50
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 81,80
6 Laurahütte . . . . . . 175,00
10 Kaliwerke Aſchersleben
Weſteregeln 207,25
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 87,75
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 91,30
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 86,50
3 Prag=Duxer
.. . 73,75
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 90,10
3
75,10
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 96,70
74,10
do.

Zf.
In Proz.
2¾0 Oeſt. Südb. (Lomb.) 52,60
3 Raab=Oedenburg
76,25
4 Kronprinz Rudolfbahn
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 86,00
4½ Moskau=Kaſan . . . 95,00
do.
86,00
4 Wladichawchas . . . . 86,00
4 Rjäſan Koslow . . . . 86,40
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 74,10
41
do.
24! Livorneſer
68,40
3 Salonique=Monaſtir . 61,60
4 Bagdadbahn . . . . . . 80,00
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 94,10
4 Miſſouri=Paciſic. . .. 69,80
4 Nocthern=Paciſic . . . 96,70
4 Southern=Pacific . . . 92,46
5 St. Louis und San
Francisco. . . . . 80,80
5 Tehuantepec . . . . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 185,00
7½ Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 150,50
9½ Berlin. Handelsgeſ. .167,75
6½ Darmſtädter Bank
75
22,
20
12½ Deutſche Bank . . .
6 Deutſche Vereinsbank . 115,90
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,00
10 Diskonto=Kommandit 180,00
81
Dresdener Bank
156,10
9½ Frankf. Hypoth.=B. 216,00
6½½ Mitteld. Kreditbank 114,50
7 Nationalb. für Deutſchl. 120,90
7 Pfälziſche Bank. . . . 130,00
5.86 Reichsbank . . . . 133,90
7 Rhein. Kreditbank. . . 135,90
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 114,00
7½ Wiener Bankverein . 133,80
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 97,70

Zupron.
3.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19. . . . .
86,20
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 52 . . . . .
95,60
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 97,00
3½
86,50
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 98,70
3½
do.
86,20
Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
98,20
S. 14, 15, 17, 24/26
1823. . . . . . .
98,30
3½Heſſ. Land.=Hyp.=Ban
S. 1 u. 2, 68 . . . 86,20
S. 35 . . . . . . . . 86,00
S. 911 . . . . . . . 86,10
4 Meininger Hyp.=Bank 97,40
3½
do.
86,10
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . 97,70
3½ do. (unk. 1914) . . 85,90
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 98,50
3½
do.
86,90
Städte=
Obligationen.
Darmſtadt . . . . . . 96,00
3½ do.
87, 10
Frankfurt. . . . . . . 98,30
3½
do.
95,20
Gießen . . . . . . . . 96,00
31
do.
4 Heidelberg . . . . . . 95,00
3½
do.
87,00
4 Karlsruhe . . .
96,50
31
do.
89,20
4 Magdeburg. . . . . . .
3½
do.
Mainz . . . . . . . . 95,10
3
do.
4 Mannheim . . . . . . 96,00
31
do.
89,80
99,30
4 München . . . . .
3½ Nauheim . . . . . .
4 Nürnberg. . . . . . . 96,50
31
do.
87,00
4 Offenbach . . . . .

Zf.
In Proz=
3½ Offenbach . . . . .
4 Wiesbaden . . . . . . 97,30
3
88,00
do
4 Worms . . . . . . . . 97,00
do.
3½
86,00
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 178,40
3½ Cöln=Mindner , 100 139,50
Holl. Komm. . fl. 100 108,25
3 Madrider . . Fs. 100 73,00
4 Meininger Pr.= Pfand=
briefe
. . . . . . . 136,70
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 176,50
3 Oldenburger . . . . . . 129,10
2½ Raab=Grazer fl. 150 111,80
Unverzinsliche
Anlehensloſe,
Augsburger . . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 197,00
Freiburger . . . . Fs. 15 100,10
Mailänder . . . . Fs. 45
do. . . . . Fs.10
Meininger .
.. fl. 7 2
Oeſterreicherv. 1864fl. 100
do. v. 1858fl. 100 472,00
Ungar. Staats . . fl.100
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 156,80
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,42
20 Franks=Stücke . . . . 16,26
Amerikaniſche Noten . . . 4,18½
Engliſche Noten . . . . . 20,48
Franzöſiſche Noten. . . . 81,05
Holländiſche Noten. . . . 168,45
Italieniſche Noten . .
79,45
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,30
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,20
Reichsbank=Diskonto.
Reichsbank=Lombard Zsf. 7

[ ][  ][ ]

Aparte Neuheiten, auffallend billige Preise!
Nebenstehendes Speisezimmer
dunkeleichen geräuchert, komplett, zum Preise von Mk. 1310.
Material Ia, Architektur und Durcharbeitung erstklassig
Garantie nach Wunsch

Georg Schmitt

Möbel u. Dekorationen

Telephon 891

Schlossgraben

Gegründet 1879.

neuzeit=
Artilleriestr. liches Ein=
familienhaus
mit 10 herrſchaftlichen
Zimmern, Badez., 5 Nebenräume
gr. Terraſſe, Gas, elektr. Lichtleit.,
Stall f. 4 Pferde f. 1. Juli z. verm
Näh. W. Holtz, Artillerieſtr. 9. (B6872

3 Zimmer

Ap
Riedeselstr. 35
Parterre=Wohnung, 6 Zimmer u.
2 Entreſol, im Preiſe von Mk.
900. per ſofort zu vermieten.
Dieſelbe eignet ſich auch für Bureau=
zwecke
. Zu erfr. im 1. Stock. (5063t

3 Zimmer

N.=Ramſtädterſtr. 32, 1. St.
geräumige 5 Zimmerwohnung
verm. Näheres daſelbſt. (6082t
Ecke d. Erbacher= u. Wingerts=
bergſtraße
2, 5 Zimmerwohnung
im 2. Stock mit Zubehör per
1. April zu vermieten. Näheres
daſelbſt parterre.
(999id

Kapellplatz 10, II.,
5 große Zimmer, 2 Boden=
ammern
, 2 Keller, Gas,
Waſchküche, Bleichplatz u
Trockenhalle z. 1. Juli. Ein=
zuſehen
v. 36 Uhr. Zu er=
fragen
Parterre. (6601ids

Parterrewohn.
Mühlſtr. 50 5 Zimmer etc
zu 600 Mk. zu vermieten. (7221ms

In freier Lage
feine herrſchaftl. 5 Zim.=W. m. Bad,
Veranda, Balk. z. vm., ev. ſof. beziehb.
N. daſ. od. Soderſtr. 48, p. Tel. 1348. (*ds

uer

mietet im Taunusſtr.=Viert.
Wer neu hergericht. 4 Z.=Wohn.,
1. St., z. n. 480 Mk.?
(7212dfs
Off. unt. T 59 an die Exped.

Kahlertstr. 28
4 Zimmerw., Küche, 2 Keller,
Bodenk., verſetzungsh. zu verm.
Näh. 1. Stock.
(7257t

3 Zimmer

Neue Niederſtraße 11 neu=
zeitliche
3=Zimmerwohnung
2. Stock, per 1. April.
(B6436
Eine freundliche, große 3 Zim.=
Manſardenwohnung im 2. Stock,
Gas und 2 Keller per 1. April zu
verm. Näh. Mühlſtr. 9, pt. (5380ids
Mathildenplatz 11, Seitenbau,
3 Zimmer=Wohnung mit Zubehör
zu vermieten.
(6354ids

Waldstr. 8, II.
3 Zimmerw., Manſarde, Gas und
Zubehör zu vermieten.
(*7954
Wienersstr.52, Vdh., 3 Zim.=Wohn.,
Pr. 23 Mk., b. 1 April, Werkſt. (*7957

Pareusſtr. 5, part., ſch. 3 Zimmer=
Wohn. mit allem Zubeh. ſofort zu
verm. Näh. 2. St., Jacoby. (*8006

Zimmer

Grafenſtr. 31, Stb., 1. Stock,
ein Zimmer mit Küche u. abgeſchl.
Vorplatz, ſofort.
(7277a
Hofgartenſtr. 7 ein Zimmer u.
Werkſtätte zu verm.
(B7251



Getee

Neue Darmstädter-
Eberstadt. strasse 14 iſt der
. Stock (3 Zim. u. Manſ.=Stube, Gas
Waſſerl. ꝛc.) per 1. April, event. auch
ſpäter, zu verm.
(6332a

Laden mit Magazin
für jedes Geſchäft geeignet, mit
oder ohne 3 Zimmerwohnung per
ſofort zu vermieten.
(6210od
Näheres Hügelſtraße 27.

Möblerte Zimmer

Nieder=Ramſtädterſtr. 18, II.
gut möbl. Zimm. ſof. z. verm. (6011t

Mühlſtr. 38, I., gut möbliert.
Zimmer per ſofort zu v. (6199t Waldſtr. 32 möbl. Zimmer=
(6540t
zu vermieten. Sandſtraße 4a, II., ſch. möbl.
Wohn= u. Schlafz., vollſt. ſep. Eing.,
zum 1. April zu vermieten. (6554t Hügelſtraße 89, freundl. möbl.
Zimmer für Schüler u. Kaufl. paſſ.,
5 Mk monatl., auch mit Penſion
zu vermieten.
(6711t Heidelbergerſtr. 89, II. Stoc
ſchön möblierte Zimmerſofort. (634 Elisabethenstr. 4, II.
Pension Mink
zut möblierte Zimmer m. 1 und
Bett. ſofort zu verm. (6064a Waldſtr. 30, Hinterh., 3 Trep.,
(*7792md
Schlafſtelle zu verm. Alexanderſtraße 5, II. I., möbl.
Zimmer zu vermieten. (*7818mdfs Hügelſtr. 2, I., ein Wohn= und
Schlafzimm. zu verm. (*7828mdf Eliſabethenſtr. 23, Hinterbau,
rdl. möbl. Zimm. z. verm. (7130ids Ecke Grafen= u. Wieſenſtr., I.,
chön möbl. Zimm. ſof. z. verm. (7123t Schützenſtr. 10, III. Etage, ein
zut möbliertes Zimmer ſofort zu
vermieten.
(7114a Riedeſelſtr. 70, II., gut möbl.
Zimmer ſofort zu verm. (*7683sid Grafenſtr. 24, I., großes, ſchön
möbl. Wohn= u. Schlafzimmer mit
elektr. Licht zu vermieten. (3380od Luiſenſtr. 32, Vorderh., 1. St.
einf. möbl. Zim. zu verm. (*7775id ſchön möbl.
Schulstr. 3, III., Zimmer an
ſoliden Herrn zu verm. (6600ids Karlſtr. 28½, part., gut möbl.
Zim., a. Wunſch m. Penſ. (6655ids

Großes, helles Zimmer
mit 2 Betten mit voller Penſion
ver 1. April zu verm. Zu erfrag.
Mathildenplatz 11, part. (6353ids

Elisabethenstr. 43, I., II., ſch. fr. Z.
ſof. oder 1. April zu verm. (7172a
Schulſtr. 15, II., gut möbliert.
Zimmer zu vermieten. (*7891mds

Kahlertſtr. 51.
Ecke Blumenthalſtr., I., gut möbl.
ep. Zimmer mit od. ohne Penſion
ſof. z. verm. (ev. auch m. 2 Bett.
Zu erfragen parterre.
(*8001

Fri

k. g. möbl. Zimm. p. 1. Apri
erh. Mathildenpl. 10, I. (*7970

Neckarſtr. 24, II., ſchön möbl.
Wohn= u. Schlafz. z. verm. (*7992dfs

Ludwigsplatz 4, 2. Et., kl. möbl.
Wohn= u. Schlafzimm. (*7978ds

Grafenſtr. 8, II., ſchöne möbl.
Manſardez., d. Woche 3 Mk. (*7968

Karlſtr. 28½, III., 2ſch. Schlaf=
ſtell
. je p. Woche nur 3 Mk. m. Kaffee,
auf Wunſch m. Koſt, ſof. (*7966ds

Vimm ev. m. Penſ.
chä
Schon. Mobl. Zilim. zu vermieten
Sandbergſtr. 27, I.
(7238ids

Schön möbl. Zimmer mit ſep
Eingang und voller Penſion zu
vermiet. Kiesſtr. 45, part. (7239ids

20) part., einf. möbl.
Schützenſtr. 20 ſep. Zimm. auf
1. April bill. zu vermieten. (7220ids

Waldstr. 8, II.
frdl. möbl. Zimmer, 18 Mark, zu
vermieten.
(*7955

an der Rheinſtr.
Saalbauſtr. 6
groß., gut möbl
Zimm. p. 1. April zu verm. (*7956

Bleichſtr. 39, 3. Stock, ein ſch.
möbl. Zimmer zu verm. (*8019df
Waldſtr. 1½, Manſ., bei Ph.
Harres, Zim., wöchentl. 3 M. (*ds

Landwehrſtr. 5, Ruchty, eleg.
möbl. Zimmer, mit und ohne Pen=
(*8021ds
ſion, zu vermieten.

Karlſtraße 104
gegenüber der Mittelſchule, ſch.
möbliertes Wohn= und Schlaf=
zimmer
mit 2 Betten, ſowie
Klavier, event. auch mit voller
Penſion, zu vermieten. (B7248

Schuchardſtr. 13, 2. St., hübſch
möbl. Zimmer mit Penſion an
beſſ. Herrn oder Dame. (7259a

Georgenſtr. 4, in gutem Hauſe,
freundl. kleines möbl. Zimmer für
euhigen, ſoliden Mieter. (7280ms

oder jung.
Israel. Schüler
Mann
findet Penſion in gutem Haush.
Slk. 65 a. 9. E. (*7972

Für Mieter
koſtenloſer Nachweis für Wohn.
möbl. Zimm., Läden u. Geſchäfts=
ofale
. Wohnungsnachweisbureau
Rückertſtraße 8.
(*7974

Me

Me
ue




Haus
zum Alleinbewohnen
mit etwa 10 Zimmern u. Zubeh,
elektr. Licht, wenn mögl. Zentral=
heizung
, zum 1. Juli zu mieten
geſucht. Offerten unter N 6 an
(7256ds
die Exvedition ds. Bl.

Rheinſtr. 28, Mittelbau II.,
freundlich möbliertes Zimmer zu
vermieten.
(*7951dfs

Karlsſtr. 10, II., I., freundlich
möbl. Zimmer.
(*7773dso

Schießhausſtr. 29, I., möbl
Zim. mit ſep. Eing. zu vm. (B7250
Schützenſtr. 12, 1. St. r., möbl.
Zimmer zu verm.
(*8027ds

Kaſinoſtr. 26, part., eleg. möbl.
Zimmer ſofort zu verm. (7258t

Zeughausſtr. 7 möbl. Z. m. Penſ.
p. 1. Apr. zu vm. Näh. Metzgerlad. (7266

of. zu
Großer, heller Laden verm.
4067ids) Lauteſchlägerſtraße 18.

Ecke Schuzen u. Obere Bugei=
ſtraße
19, 2. Etage, gut möbl.
Zimmer zu vermieten.
(7260t

Zu mieten gesucht
ab 1. Okt. auf läng. Jahre
Haus od. Etage m. Gart.
810 Zimmer im Süden
od. Süd=Oſt. Offert. mit
Preis unt. 892 Exp. (7040imdf

in Häuschen zum Alleinbewohn.
zu mieten geſucht. Off. unter
F 63 an die Exp.
(*7952

Eine 4 Zimmerwohnung
in gut. Hauſe von ält. Ehepaar bis
z. 1. Juli od. 1. Okt. geſucht. Offert.
unter T 64 an die Exp. (*7988

(3 Dam.) ſucht
Ruhrge Familie per 1. Juli
4 Zim.=Wohn. mit Manſardenzim.
Off. u. T 13 an die Exp. (*7868md

für die Monate Juni und Juli
2 wird eine gut möblierte
Winge
33 Zimmmerwehn
in der Nähe der roten Dragoner=
Kaſerne geſucht. Bedingung: Bad
und peinlichſte Sauberkeit. Gefl.
Offerten unter T 60 an die Exp.
ds. Blattes.
(7218df
Eine 3 Zim.=Wohn. u. e. 2 Zim.=
Wohn., event. 5 Z.=Wohn. in ruh.
Hauſe p. 1. Juli geſ. Off. m. Pr. u.
P 9 an die Exp.
(*7821md

Hesucht in beſſerem: Hauſe
ſchöne 23 Zimmer=Wohn.
von 2 einzelnen älteren Damen.
Off. u. T 37 an die Exp. (*7895md

elt. Dame ſucht auf 1. Juli od.
früher größ. unmöbl. Zimmer
m. kl. Nebenraum in g. Fam. ( Süd=
oſtviertel
). Off. u. T77 Exp. (*8040

Junger Kaufmann ſucht per
1. April möbliertes Zimmer
evtl. mit ſep. Eingang. Offerten mit
Preisang. u. I 68 a. d. Exp. (*8009
Einfach möbliertes, ſonniges
Wohnzimmer mit
Schlafſtube
einſchl. Frühſtück, ev. volle Penſion,
per 1. April geſucht. Angebote mit
Preiſen unter 7175 an die Expd.
dieſes Blattes.
(*8050dfs
Gut möbl. Wohn= u. Schlafz.,
m. gut. Schreibtiſch ev. Klavier,
in der Nähe der landw. Verſuchs=
tation
zum 1. April geſ. Gefl. Off.
unter A 100 an Hotel Prinz
Heinrich erbeten.
(*8056

Tunger Kaufmann ſucht möbl.
1 Zimmer mit Schreibtiſch und
Gas, mögl. Zentrum. Off. unter
T 50 an die Exp.
(*7984

ſucht 12
Junger Mann einf. möbl.
Zimmer, Part. od. 1. St., mögl.
m Zentr. der Stadt, z. 1. April.
Off. unt. T 51 an die Exp. (*7981 er ſucht z. 1. April möbl. Zim.
Ang. m. Preis inkl. Frühſt. unt
A. Z. 5 postl. Aachen erbet. (*8015 Junger Herr ſucht möbl. Zimmer
in der Nähe des Ludwigsplatzes
per 1. April. Off. m. Preisangabe
unter T 73 an die Exp. (*8018 uchf 2 ſehr gut möbl. ungen.
Geſuhl Zimmer im Zentrum
der Stadt. Offerten unter T 78
an die Expedi ion ds. Bl. (*8068 intnan ſucht z. 1. April möbl.
Medleinol Zimm. m. angenehm.
Bedien. u. wenn mögl. ſep. Eing.,
Mitte d. Stadt bevorz. Offert. m.
Preisana. u. T 71 a. d. E. (*8029 Tennisplatz
Schießhausſtr. noch einige Tage
frei. Näh. von 23 Uhr a. d. Platz
(*8045
oder Blitz=Radler. Wilh. Aberle jr.
Magdalenenstr. 9,
Drryn
Feine Hetlelschneiderei.
Reiche Auswahl in englischen und
deutschen Fabrikaten. (*8030
Muster werden versandt.
Billigste Preise. Feinste Refer. Opel-Rad
Freil., tadellos erh., für 40 Mk. ab=
zugeben
Ruthsſtr. 24, II. (*8026 Gartenmöbel, runder Tiſch u.
Stühle, Linoleumläufer,
dunkle Vorhänge, mehr. Galerien,
Meſſerputzmaſchine, billig zu verk.
Näh. in der Exp. ds. Bl. (*7995 Nußb. pol. Komm, kl. Schrank,
Sopha, Uhr, ant. Bild, 100 J. alt,
z. verk. Magdalenenſtr. 9, I. (*8032df
M

Se Geſchäftshaus=Verkauf. 60
Wegen Geſchäftsverlegung ſetze
mein Beſitztum Grafenſtraße 26
dem Verkauf aus. Großer Laden
mit anſtoßenden Räumlichkeiten,
paſſend für größeres Geſchäft, auch
für kleineres, weil ohne Koſten
gut zu teilen. Objekt iſt ſehr
entabel und in allerbeſtem
Zuſtand. Alleinige Auskunft nur
im Immobiliengeſchäft Hrch.
Caſtritius, Kahlertſtr. 38. (3951a Haus in Seeh. a. d. B., 8 Z., Gart
m. Obſtb., ſ. prw. z. vk. Näh. Darm=
ſtadt
, Fuchsſtr. 18, 2. St.
(*7945 eſchäftsh. i. d. Waldſtr., Vorder=
u
. Hinterh., m. Lad., Werkſtätt.,
Toreinf. u. Hof, gut rent., billig zu
verk. durch Heinrich Caſtritius,
Kahlertſtraße 38.
(7204a mein 4X4 Z=Haus,
Tauſche rent. verm. geg. klein.
Haus in Eberſtadt.
(7211dfs
Off. unt. T 58 an die Exped.

Or
Gutgehendes Wagneegeschäft
maſchinell eingerichtet, krankheits=
halber
ſofort zu verkaufen oder zu
vermieten. Das Anweſen eignet
ich auch für Schreinerei oder ähn=
lichen
Betrieb. Näheres Lauten=
ſchlägerſtr
. 9, I.
(7236ds
Sehr gute Existenz
Kolonialwarengeschäft
in guter Lage Darmſtadts,
in flottem Betriebe, unter
günſtigen Bedingungen zu
verkauf. Reflektanten wollen
ihre Adreſſe mit Angabe der
verfügbaren Mittel unt. T8
in der Exp. d. Bl. niederlegen.
(7113a)

Werſuchen Sie bitte meine Ia
prima ſchnittfeſte, hellrote
Salami und
Cervelat-Wurst
aus nur allerbeſtem unterſuchtem
Roß=, Rind= und Schweinefleiſch.
Trotz der hohen Fleiſchpreiſe
à Pfd. nur 110 Pfg. Schnitt=
feſte
Knackwurſt, geräuchert.
Zungenwurſt à Pfd. nur 70 Pfg.
(7222a
ab hier.
Jeder Verſuch führt zu dauernder
Kundſchaft. - Viele Anerkennungen.
Verſand nur gegen Nachnahme.
A. Schindler, Wurſtfabrik,
Chemnitz 32 i. Sa., Antonplatz 8.

Zu verkaufen:
Gebr. Möbel, Schränke, Tiſche,
Betten, Küchenſchr., Küchengeſchirr
und ſonſt. Hausrat, Waſchbütten
in verſchied. Größ., ſowie Holz u.
(7170
Kohlen billig zu verk.
Näh. Beſſungerſtr. 89, 2. St.

Gelegenheitskauf!
Apartes Kleid, moderne Machart,
wie neu, Weite 46, umſtändeh. bill.
abzugeben. Mühlſtr. 26, III. (*7996

Teraeh
Met

5000 Mark
ſind auf prima II. Hypothek aus=
zuleihen
. Offerten unter T 67
an die Exped. ds. Bl. (*7991ds

Beteiligung!
Wer beteiligt ſich ſtill an einem
Fabrikationsgeſchäft mit größerem
Kapital. Hohe Zinſen evtl. Ge=
winnanteil
garantiert. Nur ernſte
Refl. wollen gefl. Off. unt. T 62
in der Exped. niederlegen. (7214dsi

Beteiligung
oder Kauf!
Welcher Herr oder Dame würde
ſich ſtill an ein. Kauf eines Fabrik=
geſchäftes
beteiligen.
Größeres
Kapital erwünſcht. Ernſte Offert.
beliebe man unter T 61 in der
Expedition abzugeben. (7215dsi

aganhoitgn aller Art
Geld-Angelegonnolion beſorgt
Johs. Weſp, Weiterſtadt. Aus=
kunft
koſtenlos.
(7275a

Verkaufe ohne Agenten im Auftrag von Verwandten
Herrſchaftshaus in wunderſchöner
Lage Darmſtadts
20 Zimmer nebſt Garderoben und Vorräumen, elektriſches Licht,
Gas, Telephon, ſchöner Garten, 2 Gartenhäuſer, Wintergarten, vier
W.=Kloſett, geräumige Kutſcherwohnung
Remiſe für 5 Pferde
erner Autogarage ꝛc. Agenten Papierkorb. Nur Selbſtreflektanten
erhalten genaue Auskunft unter T 54 durch die Expedition dieſes
Blattes.
(7189dfs

[ ][  ][ ]

Achtung: Es gibt ganz wertloſe Nach=
ahmungen
in täuſchend ähnlicher Verpackung!
Man verlange ausdrücklich Forman!
(I,3964

Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)

An die Adreſſe der Güterabfertigung!
Schon des öfteren ſind Klagen laut geworden über
einen erheblichen Mangel an Entgegenkommen der Be=
amten
der Güterabfertigung, beſonders bei Auflieferung
von Sendungen des Abends. Dieſer Tage ſollten abends
von meinen Leuten eine Anzahl Güter zur Abfertigung
aufgeliefert werden, und die Frachtbriefe wurden auch
richtig am Schalter vorgeprüft und abgefertigt, welche
Arbeit um halb 6 Uhr beendet war. Da nun aber noch
drei Fuhrwerke vor meinen Leuten abzufertigen waren,
wurde es 6 Uhr, bis ſie mit dem Aufliefern der Fracht=
ſtücke
an die Reihe kamen und die Schalter wurden
ihnen vor der Naſe zugemacht. Auch Bitten und
Erſuchen beim Bahnvorſteher, doch veranlaſſen zu wollen,
daß die Güter noch angenommen würden, waren erfolg=
los
, und meine Leute mußten, trotzdem ihre Frachtbriefe
bereits ſeit einer halben Stunde fertig waren, mit den
Gütern wieder heimfahren. Man muß doch mindeſtens
erwarten, daß, ſo lange die Frachtbriefvorprüfungen noch
erledigt werden, auch die Güter noch angenommen wer=
den
, damit wenigſtens das nutzloſe Warten vermieden
würde. Gerade Bahnbeamte ſollten doch wiſſen, wie ſehr
heute Zeit Geld iſt!
-1C-
Von der Elektriſchen.
Obwohl die Heag ſich bisher den durch Eingeſandts
zum Ausdruck kommenden berechtigten Wünſchen der Be=
völkerung
gegenüber leider ſehr reſerviert verhält id
erinnere nur an die vergeblich geforderte Halteſtelle
Lichtenbergſtraße möchte ich eine etwas gar zu bureau=
kratiſche
Maßnahme öffentlich rügen, deren Abſtellung
ohne jede Benachteiligung in irgend einer Beziehung ſich
ermöglichen läßt. Wenn man in der Rheinſtraße in einen
Wagen der weißen (Herdweg)=Linie einſteigt, um nach der
Landskronſtraße zu fahren, verweigern die Schaffner
einen Umſteigfahrſchein! Man muß entweder doppelt
zahlen oder den Wagen wieder verlaſſen. Das iſt Bureau=
kratie
. Es iſt ganz natürlich, daß das Publikum beſonders
bei Regenwetter in den nächſten Wagen ſteigt, der zum
Ernſt=Ludwigsplatz fährt, den ſeit Jahren gewohn=
ten
Umſteigplatz für alle Linien. Warum alſo nun
mit einmal die ſtrenge Beſtimmung, nur in den Wagen
der richtigen Linie zu ſteigen? Es iſt doch auch nicht an=
genehm
, bei Regen zu warten, wo doch auf dem Ernſt=
Ludwigsplatz eine beſondere Wartehalle leider ja die
einzige erbaut wurde, die Schutz gegen Regen bietet!
Wenn der Heag daran liegt, ihre Verkehrseinrichtungen
populär zu machen, ſollte ſie mit derartigen vom Publikum
als Schikane empfundenen Beſtimmungen möglichſt bald
Tz.
aufräumen.
Den in Nummer 68 erſchienenen Artikel aus Anlaß
des Unglücks in der Mädchenmittelſchule möchten wir

doch nicht unerwidert laſſen, da die darin ausgeſprochene
Auffaſſung die Objektivität vermiſſen läßt. Wir ſind der
Schulbehörde dankbar, daß die Lehrpläne auch in den
Volks= und höheren Mädchenſchulen den Errungenſchaften
in Phyſik und Chemie Rechnung tragen und die Mädchen
einführen in die elementaren Kenntniſſe dieſer Wiſſens=
gebiete
, die für das häusliche und wirtſchaftliche Leben
von Bedeutung ſind. Wäre das Unglück in einer Knaben
ſchule geſchehen, ſo würde natürlich die Folgerung des
ungeeigneten Lehrſtoffes nicht gezogen worden ſein. Man
hätte dann nur von einem höchſt bedauernswerten Un=
glücksfall
geſprochen, der zur größten Vorſicht mahnt und
Veranlaſſung werden wird, noch mehr unfallverhütende
Maßregeln bei den notwendigen Experimenten zu ergrei=
fen
. Wenn der Verfaſſer von dem Mangel an tüchtigen
Hausfrauen als einer Volksnot ſpricht, ſo kann die Schule
nicht dafür verantwortlich gemacht werden; es liegt das
vielmehr an der ungenügenden häuslichen Erziehung. Die
Schule und die weiterführenden Bildungsanſtalten tun
was in ihren Kräften ſteht, um die wirtſchaftliche Tüchtig
keit unſerer Mädchen zu erhöhen. Es fehlt nicht an Ge
legenheit zur Erlangung von Kenntniſſen in Küche und
Haushalt, ſowie in Handarbeit und Kinderpflege. In der
Tat gibt es ſchon jetzt ſehr tüchtige Hausfrauen und Haus=
töchter
, nicht am wenigſten in den gebildeten Kreiſen. Es
iſt kurzſichtig, unſere Frauenwelt nach den Sportdamen zu
beurteilen, die uns in geſchmacklos moderner Toilette au
den Gaſſen begegnen. Es ſteckt in unſerer Frauenwelt eit
tüchtiger Kern, und die große Mehrzahl unſerer jungen
Mädchen hat einen idealen Sinn und ſucht Betätigung in
Erfüllung ihrer Aufgabe auf den verſchiedenſten Gebieten
Ob aber die Männer gerade dieſe tüchtigen und einfachen
Mädchen zu ſchätzen und zu finden wiſſen, wenn ſie nach
einer Lebensgefährtin ſuchen, iſt eine andere Frage. Bei
den heutigen ſchwierigen Lebensverhältniſſen ſpielt, beſon=
ders
bei Gründung einer Familie, die Mitgift der Frau
eine größere Rolle als früher, und es iſt einfach Pflicht
der Eltern, dafür zu ſorgen, daß ihre Töchter auf eigener
Füßen ſtehen können und nicht aus Verſorgungsrückſi=
ten
die erſte beſte Heiratsgelegenheit ergreifen müſſen. Es
iſt jedenfalls unbillig, den häufigen Wirtshausbeſuch der
Männer auf die Untüchtigkeit der Frauen zurückzuführen:
dieſe traurigen Zuſtände haben einen tieferen Grund. Und
wenn die Mädchen Berufe ergreifen, die außerhalb der
häuslichen Tätigkeit liegen, ſo folgen ſie einfach der ſozia
len Notwendigkeit. Sie müſſen den Kampf mit dem
Leben aufnehmen, ſie müſſen ſich einen Lebensinhalt ſchaf=
fen
, um tapfer und getroſt auch nötigenfalls ohne Hilfe des
Mannes die Frauenarbeit zu Anſehen zu bringen. Das
Recht der Perſönlichkeitsentwickelung muß der Frau in
gleichem Maße zugeſtanden werden wie dem Manne.
Den Herrn Volksſchullehrer E, erſuche ich höflichſt,
der Oeffentlichkeit und mir ſeinen Namen zu nennen, da
ch mich mit ihm über die in ſeinen Zeilen liegenden An=
griffe
privatim auseinanderſetzen möchte. Mit derartigen
perſönlichen, vollkommen unzutreffenden Redewendungen
hat er ſeinem Stand keinen Dienſt getan und der Oeffent=
lichkeit
keinen Gefallen! Vieles andere ſpricht er doch nur
meinem erſten Eingeſandt nach! Ueber die Pointe, die
auch nach dem maßgebenden Urteile des Herrn Profeſſors
Sonne verwertete, aber ungeeignete Eiſenretorte, ſchweigt
er ſich aus! Ich bitte meine erſten beiden Artikel zur
Hand zu nehmen und daneben den des Herrn Volksſchul=
lehrers
E., der hoffentlich nun auch den Mut hat, mit
ſeinem Namen für das einzuſtehen, was er ſich da geleiſtet
hat. Die beſte Antwort erhält er gleich hinter ſeinen un=
logiſchen
, nicht ſachlich bleibenden Ausführungen in den
klärenden, ſachlichen Worten des Herrn Profeſſors Sonne,
dem ich für das Indendienſtſtellen ſeiner reichen Erfahrung
dankbar bin. Etwas Küchen=, Hausgarten= und Medizi=
nalchemie
, in allgemeinverſtändlicher Vortragsform, habe
ch ganz und gar nicht aus den Mädchenmittelſchulen her=
ausbeißen
wollen, aber tödlich auslaufende Unglücksfälle
urch unvorteilhaft gewählte Retorten bei Verſuchen mit
Naturgewalten, wie ich wiederholen möchte! Herrn Prof.

Sonne darf ich wohl noch ergebenſt erklären, daß auch ich
nicht den Weg in die Oeffentlichkeit beſchritten hätte,
wenn mich nicht die offizielle Erklärung des Unfalls, die
zuerſt durch die öffentliche Preſſe ging, und von der maß=
gebenden
Schulbehörde erlaſſen war, dazu veranlaßt
hätte. Ihr Wortlaut griff meiner Anſicht nach der juriſti=
ſchen
Unterſuchung vor, indem, ſo gut ich mich entſinne
darin erklärt wurde, daß alle Vorſichtsmaßregeln getrof=
fen
geweſen wären und daß die Exploſion jedem hätte
paſſieren können. Das wollte mir und anderen nicht in
den Kopf, und das junge blühende Menſchenleben und die
armen Eltern taten mir zu leid, um derartige Verſuche
unbekämpft noch länger in den Klaſſenzimmern zu laſſen;
und der Zweck iſt erreicht, und ich hoffe nur noch von dem
Herrn Volksſchullehrer E., daß er ſeinen vollen Namen
der Oeffentlichkeit und mir in der nächſten Nummer be=
kannt
gibt. Vor der Oeffentlichkeit iſt hiermit der Fall
für mich erledigt.
Ernſt W. Müller.
Sie wiſſe doch, wos en Nationalpark is? Die
Amerikaner zum Beiſchbiel hawwe aan, der is ſo groß,
wies ganze Großherzogtum Heſſe un Umgegend. Un da
ſin Beem un Blume, un Diern, lawendige nadierlich, un
Sach und Zail drin, die wos ſunſt blooß ſo im ganze
Land perſtreit gewwe duht, die awwer valleicht emol aus=
ſterwe
kennte.
Jetzt wolle ſe aach in Daitſchland ſo en Park anlege.
Deß brauch uns Heiner awer weiter gar nix zu ſcheniern,
dann mir hawwe ſchun längſt unſern Nationalpark, wann
er aach net ſo überlewensgroß is. Mir hawwe de
Schloßgrawe, un deß is unſer Nationalpark. Dadrin
derf nemlich um Gotteswille kaa Aeſtche und kaan Aſt un
kaa Gebiſch un kaa Beemche abgeſääkt werrn, dann des
ganz Gemies fällt unnern Denkmalſchutz. Wann ich noch
e klaa bisje lang leb, wer ich’s gottverdebbel, hett ich bei=
nah
geſagt, noch erlewe, daß mer des Schloß, ſo groß
wie’s is, mit de Heckeſcheer ſuche muß, un daß mer vor
lauter Laab kaa Dächer mehr ſieht. Unſer Schloß is ſchee,
do is gor nix draa zu mache. Deß gibt aach e Fremder
zu, un wann’s en Frankforter is wann mer awwer, wie
jetzt, alles weiter ſo zuwachſe läßt, wie nach em Theater
un de Schloßgaß zu, do werd’s bald mit de Scheenheit
Eſſig ſei. Wie mir noch vor ſo Stücker zwanzig Johr
klaane Buwe worn un uff de alt Schloßgrawemauer Saal=
tänzer
Knieſches gemacht hawe, do hott’s ganz annerſt
ausgeſehe, deß derfe Se mer glaawe; oder frage Se meint=
wege
de Mundermann drauß am Eiſiedel; for en Zehner
werds der Ihne ſogar beſchwern. Do freit mer ſich als,
daß es mit de gute moderne Archidekdur un mit de große
baukünſtleriſche Gedanke bei uns vorwärts geht, daß mer
zum Beiſchbiel üwer unſern neue Bahnhofsplatz, wann
der mol ferdig is, gewaltig ſtolz ſei kenne. Da bobbert
aam es Herz, ſelbſt wann mer an alde Mann is, wann
mer den ſchee ausgebaute Louiſenplatz ſieht (freilich des
Gemieß vorm Heſſiſche Haus und vorm alde Palä mißt
noch ewäck), un dann ägert man ſich doppelt iwwer den
wildgewachſene Schloßgrawe und iwwer unſer Rathaus,
des wo ausſieht, als deht’s die nächſte Woch vum Owerohr.
abgerobbt wern. Un dann all die Naibaude um den
Maktblatz erum. Nadierlich, jed Haus muß en Giewel
hawwe, un wann die ganz Scheenheit vun dem Platz de
Ruſſ’ krickt. Do hett die Baubolizei mol e Wördche redde
kenne; aber ſie hott’s bleiwe loſſe. Ich wend mich an alle
alte Heiner; Hand uffs Hemderbrüſtche: War der alte
Maktblatz mit dem lange Schorſch=Willem=Paläl net
ſchenner, wie der verrobbt Haiſerfrond jetzt? Awer trotz=
dem
aach unſer Rathaus, des woe archidekdoniſch
Schmuckkäſtche ſei könnt, werd emol widder in en beſſere
Zuſtand verſetzt werrn. Es geht bloß langſamer bei uns,
wie wo annerſt. Es werd ſchun alles gemacht werrn,
awer da miſſe erſt ſo Leit üwerredt werrn, wie die von
uinſere Stadtväter, die de Exert net verbaue wollte, weje
e Ausſicht nach em Melibokus. Ich glaab, dadriwwer
hat der alte Melibokus ſelwer ſo gelacht, daß der Torm
owwe druff gewackelt hat.
Heiner D. R.

Nur Seelig’s

echter kandierter Korn-Kaffee wird in gelben Original-
paketen
mit roter Verschlussmarke verkauft, alle ähnlichen
Aufmachungen eind Nachahmungen, durch welche die
Hausfrau getäuscht werden soll! Achten Sie daher beim
Einkauf von Korn-Kaffee unbedingt darauf, dass Sie den
echten Seelig’s kandierten Korn-Kaffee erhalten!

artnäckigen
Wenn Sie
Flechten
juckenden Hautausſchlägen uſw.
geplagt ſind, ſo daß der Hautreig
Sie nicht ſchlafen läßt, bringt
Ihnen Zucker’s Saluderma
raſche Hilfe. Aerztl. warm empf
Doſe 50 Pf. u. 1 M. (ſtärkſte Form).
Bei F. Schaefer, Ludwigsplatz 7,
Chr. Schwinn, Rheinſtraße 8
A. Logel, Eliſabethenſtraße, und
Gg. F. Frank, Parfüm. (IV3833,22
Zetroleumherd (4fl.), faſt neu, zu
verk. Schuknechtſtr. 58, I. (*8013

ftige
Salat-Pflanzen
(Maikönig) (B7249
per 100 Stück 60 Pfennig.
Ph. Loos
Gärtnerei am Israelit. Friedhof
Leichter Federrollwagen
mit 2 Etagen, für Waſſer= oder
Bierhandlung paſſend, gut platt.
Einſpännergeſchirr zu verkaufen,
evtl. auch zu vertauſchen
Mauerſtraße 20.
*8002dfs)

Neueged. Möbel
w. unt. Preis abzugeb. Echt eichen
Schlafzimm., mod. Moqu.=Diwan
46 M., Flurgarderobe 16 M., pol.
2t. Spiegelſchrk. 75 M., Trumeau=
ſpiegel
33 M., Kleiderſchr., Büfett,
Salonſchrank, Schreibtiſch, Vertiko,
Waſchkommoden, Tiſche, Paneelbr.,
Servier=, u. Bauerntiſche, Blumen=
(*8057
krippen.
Bettstellen, Matratzen
in prima Ausführung.
Eliſabethenſtr. 46

Modes-Saloll
Aufe eicht
für
EllaAufer
Damen und Kinder (278a) Mauerstrasse 20.

[ ][  ]

er
ad
DARMSTADT
Gardinen-Dekorationen-Spezial-Abteilung.
Für den Umnzug
Sonder-Angebot in
abgepassten englischen Tüll-Gardinen
in modernsten Dessins, Tüll-Kombinationen
per Paar Mk. 3.30 4.50 5.75 7.00 8.50 9.75 12.
Meterware . . . . . . per Meter Mk. 0.75 1.00 1.30
Schweizer Tüll-Gardinen in reicher Point-Lacet-, Spachtel- und Spitzen-Ausführung
per Paar 16.50 22.50 30.

Die eleganteslen

Blumen-Arrangements

8

zu alllen Selegenheien licker
in bekannt geschmackvoller
Gsfalrung
Lina Hardt
Spezial-Beschaft fur moderne Hlumenbinderet
Rheinstr. 14 Sck. 1070
eizckt neben dem Staothaus.
(2492a
Ssaeesegegeesest

Hölgesstrasse 10
Maßgeſchäft

(5010a

feiner Damen-Schneiderei.
Elegante ſchicke Form.
Musterkollektion deutscher und englischer Stoffe.

Tüll-Allover-Net-Garnituren
komplette Dekorationen, 2 Chales, ca. 100 cm breit, mit Behang, fertig konfektioniert mit reicher
Spitzen- und Volantgarnierung
Garnitur Mk. 6.90 9.00 11.75 12.75

Etamine-Dekorationen
in neuester Ausmusterung, kompl. Garnituren, 2 Chales, 1 Behang
Garnitur Mk. 11.50 13.50 15.00 18.00

Künstler-Leinen-Dekorationen
mit reicher Stickerei oder Applikation für Wohn-, Herren-, Speise- oder Schlafzimmer
Garnitur Mk. 6.75 9.75 12.50 16.50 19.50
. . . . . Mk. 3.90 5.25
Englisch-Tüll-Stores . . .
Schweizer Tüll-Stores und Bonne femmes . . . 7.25 11.50 15.00 19.00

Tüllstoffe. Tüll-Allover-Net
in neuester Ausmusterung, Punkt-, Karo-, Filet-, Klöppel-Dessins, ca. 150 cm breit
per Meter 75 95 1.25 1.50 1.85

Englisch Tüll-Parade-Bettdecken
2betig 5.75 7.25. 10.50
Abetig 3.30 4.25 5.50
Schweizer Tüll-Parade-Bettdecken
2bettig 6.50 10.50 14.75
1bettig 5.00 6.00 8.50

Tüll-Vitragenstoffe per Meter
30 45 65 90
,
55 75 95
abgepasste Brises Bises, englisch Tüll per Stück
mit reicher Spitzen- und Volant-
75 1.10 1.45
abgepasste Brises Bises in Tüll garnierung per Stück . . . .
mit reicher Spachtel-Arbeit oder
abgepasste Cöper-Vitragen Spitzen-Garnierung, per Paar 2.50 3.25 4.25 5.75
mit reicher Spachtelarbeit oder Spitzen-
abgepasste
Cöper-Rolos garnierung . . 2.50 4.00 5.75 675

u 2

Fritz Aufeld
Samen- und Blumenzwiebelhandlung
Ladengeschäft: Obere Rheinstrasse
gegenüber der Merck’schen Apotheke
Telephon 939
Telephon 939
empfiehlt seine zuverlässigen und erprobten
Sämereien
für Feld und Garten.
Grassamen in allen Sorten und bewährten Misch-
(5002a
ungen für jede Bodenart.
Knollengewächse: Lilien, Gladiolen, Begonien, Cactus-
Dahlien usw., grosse Vorräte in reichster Sortenwahl.
Rhabarber, rotstengliger, starke Teilpflanzen.
Pflanzendünger Gartenwerkzeuge
Spezialität: Vogelfutter für alle Vögel.

=Briketts

in plombierten Säcken à 50 Kilo netto
(4218a
liefert prompt nach jedem Stadtteil
Max Ranis, Kohlenhandlung,
Telephon 395.
Victoriastrasse 53.
N. B. Kohlen werden auf Wunſch ebenfalls plombiert geliefert.

Zum Abonnement empfohlen:

Sonnen-Gardinen bezw. Zugvorhangstoffe
seidenglänzende Gewebe mit eingewirkten transparenten Mustern in elfenbein, champagner und goldfarbig
84 cm breit . . per Meter 95 1.15 1.35 130 cm per Meter 1,60 1.80 2.10

Querbehang-Borden
in Künstlerleinen mit reicher Stickerei . . . . . . per Stück 1.25 1.45 1.95
in Gobelin oder Tuch . . . . .
. . per Stück 1.45 2.10 2.50
Tüllbehang-Borden, Tüll-Volants
. . per Meter 70 90 1.10 1.35

Verstellbare Zugvorrichtungen
komplett, mit Kordel, Ringen, Quasten und Kloben
(7185
einteilig
.. 75
zweiteilig
85

Messing-Garnituren, Ia Material

komplett mit 12 Ringen, 2 Trägern, 2 Endknöpfen, Stange 180 cm lang

Mk

6.-

Meine aus Anlass dieses Sonder-Verkaufs in besonders reicher Weise aus-
gestatteten
Erker Elisabethen- Ecke Zimmerstrasse bitte ich höfl. zu besichtigen.
Auf oben angeführte Preise gewähre bei Kasse-
Zanlung auch den üblichen Skonto von 3%.

Das Buch für Alle.
Altbewährte, durchaus gediegene, bereits im
48. Jahrgang erſcheinende
:: illuſtrierke Jamilienzeitſchrift:
Große Reichhaltigkeit,
Beſondere Vorzuge:
ſorgfältig gewählter
intereſſanter Inhalt : :::: viele prachtvolle Illuſtrationen=
außerordentliche
Billigkeit.
Jährlich 28 Hefte. Preis für das Heft
nur 30 Pfennig.
Das über die ganze Welt verbreitete Buch für Alle iſt, getreu
einem Namen und unterſtützt von den erſten Schriftſtellern und
Künſtlern, jederzeit beſtrebt, ein
echtes deuttſches Jamilienbuch
zu ſein. Es iſt jedem zu empfehlen, der ſeine Erholungsſtunden
gern intereſſanter Lektüre widmet und Freude hat an echt
(V1576
lünſtleriſchen Illuſtrationen.
Beſtellungen bittet man an die nächſtgelegene Buchhandlung zu
richten: wo der Bezug auf Hinderniſſe ſtößt, wolle ſich dirett

au. Untergeichnete Verlaasbuchhandlung in Stutaart wenden.
Anion Deutſche Verlagsgeſellſchaft
in Stuttgart, Berlin, Leipzig.

Auſteſlver=

4
teil. Angebot
()Verlangen
Sie bitte
Proſpekt. Carl Lorsch, Pankra=
tiusſtraße
2½, Tel. 1613. (5582a

Wegen Umzug
billig zu verkaufen: 1 Ladenſchr.,
Theke,
Regiſtrierkaſſe,
2 Tiſche, 2 Schaufenſtergeſtelle,
1 gr. Portiere, 2 Schirmſtänder,
Kaffeeapparat, 1 Spiegel
7178md) Bleichſtr. 43, Laden.

Primaspeisekartoffel
(Induſtrie) Ztr. 2.50 Mk. empf.
J. Vetter, Wenckſtr. 60. (5979a

Gehrock=, Frack=, Smoking= An=
züge
, Zplinder zu verleihen
Rheinſtruße 5. 2. Stock. (5983a

2ch
Kartoffeln
handverleſen, prima Induſtrie,
per Zentner 2,50 Mk., frei Keller.
Karlſtraße 26.
Hofmann,
(*7756id