Darmstädter Tagblatt 1913


15. Februar 1913

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176. Jahrgang

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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 34 Seiten.

Das Wichtigſte vom Tage.

er König und die Königin von Dänemark
werden am 24. d. M. ihren Antrittsbeſuch in
Berlin machen.
1
ie Kommiſſion der franzöſiſchen Kammer für
auswärtige Angelegenheiten nahm einſtimmig den
franzöſiſch=ſpaniſchen Marokkovertrag
und das Protokoll betreffend die Eiſenbahn Tanger=
Fez an.
1
Fräſident Taft hat ſich entſchieden gegen jede In=
tervention
der Vereinigten Staaten in
Mexiko erklärt, da er nur noch 19 Tage im Amte ſei.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.

Politiſche Wochenſchau.

In den letzten Tagen ſtand die Verlobung der
Kaiſertochter mit dem Sohne des Herzogs von Cumber=
land
im Mittelpunkte des Intereſſes Wie ſie allgemein
überraſcht hat, hat ſie auch allgemein befriedigt, da ſie
in abſehbarer Zeit zu einer befriedigenden Löſung der
braunſchweigiſchen Frage führen muß. Man darf ſich
wohl der Hoffnung hingeben, daß eine Formel gefunden
werden wird, die dem Herzog von Cumberland den Ver=
zicht
auf Hannover erleichtert. Es wäre ein eigenartiger
Zuſtand, wenn Prinz Ernſt Auguſt, obwohl er Schwieger=
ſohn
des Kaiſers geworden iſt, nicht nach Braunſchweig
hinein könnte, weil ſein Vater unter keinen Umſtänden
dazu zu bewegen iſt, auf ſeine Anſprüche auf Hannover
zu verzichten. Gar ſo groß könnten die Schwierigkeiten
eigentlich nicht mehr ſein, nachdem eine Brücke zwiſchen
den Häuſern Hohenzollern und Cumberland geſchlagen iſt.
Erfolgt doch auch der Uebertritt des Prinzen in die preu=
fiſche
Arme ſicherlich unter Zuſtimmung des Herzogs von
Cumberland. Die definitive Löſung braucht noch nicht
von heute auf morgen zu erfolgen. Der Vorgang iſt auch
naturgemäß von hoher Bedeutung für das Schickſal der
Pelfenpartei, deren Exiſtenzberechtigung damit vernichtet
wird.
Auch in der äußeren Politik will Wilhelm II. nach
wie vor als Friedenskaiſer gelten. Staatsſekretär
v. Tirpitz hätte ſicherlich nicht jene aufſehenerregende Er=
klärung
in der Budgetkommiſſion des Reichstages über das
Verhältnis der Marinerüſtungen Deutſchlands und Eng=
lands
abgegeben, wenn er nicht zuvor die Zuſtimmung
des Kaiſers eingeholt hätte. Die Darlegungen des Staats=
ſekretärs
haben ungemeines Aufſehen in der ganzen Welt
hervorgerufen, begreiflicherweiſe am meiſten in London,
wo ſie ein fehr friedliches Echo weckten. Damit wäre einer
der ſchwierigſten Punkte der ſtändigen Gegnerſchaft zu
England behoben und naturgemäß wäre damit auch eine
Beſſerung der beiderſeitigen Beziehungen verbunden. Mie
es heißt, ſoll an dem unerwarteten Zuſtandekommen die=
ſſer
Verſtändigung der neue deutſche Botſchafter in London,
Fürſt Lichnowsky, in erſter Linie beteiligt ſein, wenn=
gleich
er den Boden durch die kurze Amtstätigkeit des
Freiherrn von Marſchall wohl vorbereitet fand. Jeden=
falls
dürfen wir uns über dieſe Wendung freuen, nament=
lich
, wenn dafür geſorgt ſein ſollte, daß wir uns nicht gar
zu ſehr feſtlegen, ſondern unter Umſtänden eine gewiſſe
Bewegungsfreiheit haben. Daß man an der Seine in
dem Umſchwunge des Verhältniſſes Deutſchlands zu Eng=
land
ziemlich ſcheelen Auges zuſieht, ſoll uns nicht weiter
ſtören.
Große Genugtuung würde darüber herrſchen wenn
es gelingen könnte, den Frieden bald auch dem Balkan zu
bringen. Dort tobt der Kampf jetzt wieder auf der ganzen
Linie, und wie immer wollen beide Teile geſiegt haben,
und jeder beſchuldigt die Gegenſeite wegen ihrer Sieges=
berichte
als Lügner. In Sofia bezeichnet man die türki=
ſchen
Siegesmeldungen als plumpen Schwindel und in
Konſtantinopel tut man entrüſtet darüber, daß die Bul=
aren
eine ſolche Behauptung auftellen können. Die
Bahrheit wird die ſein, daß die Bulgaren bei Gallipoli
erfolgreich operteren, während ſie an der Tſchataldſcha=
Linie vom Kriegsglück weniger begünſtigt werden. Allzu=
lange
wird der Krieg wohl nicht mehr dauern, denn man
ſehnt ſich allenthalben nach Frieden, und auch bei den
Siegern iſt die Kriegsluſt begreiflicherweiſe herabgegan=
gen
, da eine Mißernte droht, falls nicht bald an die Be=
ſtellung
der Ländereien herangegangen werden kann, was
Abei längerer Einbehaltung der Reſerven faſt unmöglich
iſt. Auf türkiſcher Seite iſt allem Anſcheine nach das Geld
ausgegangen, nachdem die ausländiſchen Banken ſtrikte
erklärten, keine Vorſchüſſe mehr leiſten zu wollen. Haupt=
ſächlich
aus dieſem Grunde dürſte Halti Paſcha nach Lon=
don
gereiſt ſein, um hier erneut Verhandlungen anzu=
knüpfen
. Auch um Vermittlung der Mächte hat die Pforte
erneut nachgeſucht, allerdings vergeblich, denn dieſe er=
klären
, ſolange nicht eingreifen zu können, als ſich die
Türkei nicht auf den von den Mächten in ihrer letzten
Note eingenommenen Standpunkt ſtellt. Im großen und
ganzen aber gewinnt man den Eindruck, als wenn es ſich
um den letzten Verzweiflungskampf der Türkei handelt,
aus dem ſie kaum ſiegreich hervorgehen dürfte.

Auch im entfernteren Orient regt es ſich erneut und
ein Gewitter ſcheint ſich dort zuſammenziehen zu wollen.
Die mongoliſche Frage drängt nach Löſung, und bei dem
Intereſſengegenſatze zwiſchen Rußland und China wird
es hier wohl nicht ſo ganz glatt abgehen. Rußland
übt bekanntlich durch den Vertrag von Urga eine Art Pro=
tektorat
über die Mongolei aus, während China dieſe nicht
anerkennt und eine Grenzregulierung vorgenommen wiſ=
ſen
will. Chineſiſcherſeits ſind auch bereits Truppen
an die Grenze geſandt worden, und es ſieht faſt ſo aus,
als wenn die Pekinger Regierung in dieſer Frage ſich
nicht ſo nachgiebig erweiſen wird. Man wird daher der
weiteren Entwickelung der Dinge in jener Gegend mit gro=
ßer
Spannung entgegenſehen müſſen.
Die Flamme des Krieges iſt jetzt auch auf der weſt=
lichen
Erdhälfte entbrannt. Allerdings iſt es hier ein
Bürgerkrieg, der aber mit nicht geringer Heftigkeit und
leider auch Grauſamkeit geführt wird. In Meriko har
man wieder einmal eine Rebellion, und es iſt dabei zu
ſchweren blutigen Zuſammenſtößen gekommen. Uns hier
intereſſiert weniger die innere Entwickelung der Dinge,
als vielmehr die Haltung der nordamerikaniſchen Regie=
rung
, die ſich für befugt hält, eventuell einzugreifen. Man
trifft in Waſhington bereits entſprechende Vorkehrungen
und mehrere Kriegsſchiffe ſind nach den merikaniſchen Ge=
wäſſern
abgegangen. Es gibt viele Leute in der Union,
die eine Vereinigung mit Merko wünſchen und es kann
leicht eines Tages dahin kommen, daß dieſes Land der
nordamerikaniſchen Union angegliedert wird Ob das
freilich ohne Kampf abgehen würde, iſt eine andere Frage.

Rußland und Oeſterreich.

** Aus dem Schweigen der Wiener offiziöſen
Kreiſe über die Miſſion des Prinzen Hohen=
lohe
, der bekanntlich ein Handſchreiben Kaiſer Franz
Joſefs an den Zaren überbracht hatte, glaubte man ſchon
auf einen Mißerfolg der kaiſerlichen Aktion ſchließen zu
können, und Eingeweihte wollten ſogar wiſſen, daß das
Antwortſchreiben des Zaren in recht kühlem Tone ge=
halten
geweſen ſei. Dies würde natürlich die internatio=
nale
Lage in einem weniger günſtigen Lichte erſcheinen
laſſen und geeignet ſein, Beunruhigung hervorzurufen.
Es iſt deshalb um ſo erfreulicher, daß die öſterreichiſch=
ungariſche
Regierung jetzt Veranlaſſung genommen hat,
ſich ausführlich über den Verlauf jener Miſſion zu äußern.
Das offiziöſe Wiener Fremdenblatt erklärte, daß die
Miſſion überall als ein Zeichen des Friedens betrachtet
werde, und daß ſie tatſächlich den Zweck hatte, zu verhüten,
daß politiſche Meinungsverſchiedenheiten ſich auf die Be=
ziehungen
zwiſchen den beiden Höfen übertrügen, und
fährt fort:
Was die politiſchen Fragen anlangt, welche ſich im
Laufe der letzten Monate zwiſchen den Regierungen
Oeſterreich=Ungarns und Rußlands ergaben, ſo handelt es
ſich bei den etwa noch vorhandenen Divergenzen eigentlich
nicht um reale Intereſſengegenſätze, ſondern eher um ein
Ueberbleibſel von früheren Zeiten, um bisher nicht auf=
gelöſte
Bodenſätze der Vergangenheit, die durch die ge=
ſchichtlichen
Entwicklungen der letzten Monate überholt
ſind. Denn über die alten Rivalitäten auf dem Balkan
ſind die kriegeriſchen Ereigniſſe hinweggeſchritten. Der
Balkan gehört den unabhängigen Balkanvölkern. Die
Balkanvölker ſind frei und ſtehen auf eigenen Füßen. Da=
mit
ſind auch die ſonſtigen Quellen des Zwiſtes zwiſchen
Wien und Petersbura endgültig verſchüttet. Das ſeit
Jahrzehnten befolgte Programm Oeſterreich=Ungarns, das
es praktiſch wiederholt betätigte, wurde durch die ge=
ſchichtliche
Entwicklung bereits der Verwirklichung näher=
gebracht
. Der werktätigen Mitarbeit Oeſterreich=Ungarns
iſt es in erſter Linie zuzuſchreiben, wenn das Prinzip.
daß der Balkan von den unabhängigen Balkanvölkern
beherrſcht werden ſoll, auf der ganzen Linie für alle
Völker der Halbinſel ſeiner Durchführung entgegengeht.
In voller Unabhängigkeit, ohne unnatürliche weſens=
fremde
Hinderniſſe werden ſie ihrer Entwicklung und
ihren Intereſſen ſich widmen können. Dieſes natürliche
Verhältnis wird auch für ihre Beziehungen zu den übri=
gen
Staaten maßgebend ſein. Oeſterreich=Ungarn iſt die
einzige Großmacht, welche unmittelbar an die Balkan=
ſtaaten
grenzt, ja die Monarchie iſt zum Teil ſelbſt Bal=
kanſtaat
, da ja faſt ein Neuntel ihrer Bodenfläche, geo=
graphiſch
genommen, auf der Balkanhalbinſel liegt. In=
folge
der jüngſten Entwicklung iſt die Grenze zwiſchen dem
Okzident und Orient noch weiter zurückgeſchoben worden,
Die ganze Balkanhalbinſel tritt in den Bereich der weſt=
europäiſchen
Völkerfamilie Das benachbarte Oeſterreich=
Ungarn wird die kulturellen Anforderungen dieſer Ge=
biete
der ſie bewohnenden Völker mit beſonders warmem
Intereſſe verfolgen und ſie zu fördern trachten. Mit den
neuen Verhältniſſen ſchwinden allmählich die Reibungs=
flächen
zwiſchen Oeſterreich=Ungarn und Rußland, und
die freundſchaftlichen Beziehungen zwiſchen den Höfen
von Petersbura und Wien, welche durch die Miſſion des
Prinzen Hohenlohe neuerlich in Erſcheinung getreten ſind,
werden gewiß eine weſentliche Wirkung in dieſem Sinne
ausüben.
In Wien ſteht man alſo auf dem Standpunkt, daß der
Reibungspunkt, der bisher eine Gefahr für das Verhält=
nis
der beiden Reiche zueinander war, nämlich die Kon=
kurrenz
auf der Balkanhalbinſel, durch die neueſten Er=

eigniſſe beſeitigt worden iſt. Die Balkanſtaaten bieten
heute keinen Raum mehr für die Rivalität anderer Groß=
mächte
, da ſie keiner derſelben eine politiſche Beeinfluſſung
ferner geſtatten werden. Das leuchtet ein, und in der
Tat iſt durch die Emanzipation der Balkanvölker, wenn
dieſe ſich von jeglichem fremden Einfluſſe frei zu halten
wiſſen, eine Quelle des Zwiſtes zwiſchen Oeſterreich und
Rußland beſeitigt. Es gab eine Zeit, wo die Balkan=
politik
beider Staaten harmonierte wir denken an das
Mürzſteger Abkommen , aber lange dauerte dieſes
freundliche Verhältnis nicht, es machte bald wieder der
alten Rivalität Platz. Für dieſen Standpunkt Oeſter=
reichs
ſcheint man in Petersburg Verſtändnis gefunden zu
haben, wenigſtens geht dies aus den hoffnungsvollen
Auslaſſungen der Wiener Regierung über die künftigen
Beziehungen zwiſchen beiden Reichen hervor. Das beſagt
auch die außerordentliche Wärme des Tones, womit der
Aufnahme des Prinzen Hohenlohe an der Newa gedacht
und erklärt wird, durch die Miſſion des Prinzen ſei der
Beweis erbracht, daß die freundſchaftlichen Beziehungen
beider Höfe zueinander keinerlei Trübung erfahren hätten.
Wie ſchon eingangs erwähnt, iſt die offiziöſe Feſt=
ſtellung
, daß zwiſchen Oeſterreich=Ungarn und Rußland
keine Gegenſätze mehr beſtehen, angeſichts der noch fort=
dauernden
Balkanwirren von großer Bedeutung. Nur
das Verhältnis zwiſchen dieſen beiden Staaten könnte
Komplikationen heraufbeſchwören, welche den Frieden
Europas ernſtlich bedrohen. Man hat alſo alle Urſache,
mit mehr Vertrauen auf Erhaltung des Einvernehmens
der Mächte allen Eventualitäten entgegenzuſehen.

Zu dem Artikel des Wiener Fremdenblattes über die
Miſſion des Prinzen zu Hohenlohe ſchreibt die offiziöſe
Roſſija:
Wir begrüßen dieſe ſchönen Gedanken um ſo mehr,
als ſie ſtets zur Grundlage unſeres Verhältniſſes zu den
Balkanſtaaten gedient haben. Wir unſererſeits wünſchen
aufrichtig, daß ſie bei der Entſcheidung über die durch
die letzten Ereigniſſe auf der Balkanhalbinſel bedinaten
politiſchen Fragen eine leitende Rolle ſpielen mögen. Das
politiſche Programm Rußlands wurzelt gleichfalls in der
tiefen Ueberzeugung, daß die Balkanhalbinſel von den
Balkanſtaaten beherrſcht werden müſſe, und ebenſo in
der Ueberzeugung, daß mit der allgemeinen Anerkennung
dieſes Prinzips und mit ſeiner realen Anwendung auf
die Entſcheidung von politiſchen Fragen, die daraus
entſtehen die Urſachen zu Reibungen zwiſchen Rußland
und Oeſterreich=Ungarn von ſelbſt wegfallen. Für die
Aufrichtigkeit, mit welcher Rußland nach der Verwirk=
lichung
dieſes Programms ſtreben wird, bürgt die un=
wandelbare
Ausführung ſeiner glorreichen hiſtoriſchen
Miſſion.

Deutſches Reich.

Die Reichstagskommiſſion für die
Konkurrenzklauſel iſt noch nicht zu einer Ab=
ſtimmung
über den grundlegenden Paragraphen gekom=
men
. Nachdem aber das Zentrum dem Antrage der Li=
beralen
, der die Geltungsdauer auf nur ein Jahr bei
voller Gehaltsentſchädigungspflicht feſtſetzt, beigetreten iſt,
dürften dieſe Vorſchläge wohl eine ſichere Mehrheit fin=
den
. Am Dienstag werden die Beratungen fortgeſetzt.
Neuregelung der Sonntagsruhe in
gewerblichen Betrieben. Der Entwurf über
die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe, deſſen weſent=
lichſte
Beſtimmungen bereits bekanntgegeben ſind, liegt
zurzeit dem Bundesrat vor und wird von ihm durchbe=
raten
. Er dürfte in nicht ferner Zeit an den Reichstag
gelangen.
Die Austragung des Konfliktes
zwiſchen dem Staatsſekretär des Reichs=
marineamts
v. Tirpitz und dem Zentrum
iſt um einige Tage hinausgeſchoben. Das Reichsmarine=
amt
hat den Mitgliedern der Budgetkommiſſion die ge=
wünſchte
Denkſchrift über die Tafel= und Meſſegelder der
Marineoffiziere zukommen laſſen. Auf Vorſchlag des
Vorſitzenden der Budgetkommiſſion wurde die Entſchei=
dung
über den ſtrittigen Titel bis Dienstag vertagt, um
den Abgeordneten Zeit zum Studium der Denkſchrift zu
geben. Erſt dann ſoll die Debatte wieder aufgenommen
und über den Poſten abgeſtimmt werden. In Abgeord=
netenkreiſen
nimmt man mit Sicherheit eine friedliche
Löſung des Streites an.
Volksverſicherung. Durch einen Erlaß des
preußiſchen Miniſters des Innern vom 11. Februar iſt
dem Verband öffentlicher Lebensverſicherungsanſtalten
in Deutſchland die Ausdehnung ſeines Geſchäftsbetriebs
auf das Gebiet der Volfsverſicherung genehmigt worden.

[ ][  ][ ]

Der Verband wird unverzüiglich mit der Durchführung
des Betriebes der Volksverſicherung beginnen.
Tarifverhandlungen für das deut=
ſche
Holzgewerbe. Der Schiedsſpruch, den der frü=
here
Staatsminiſter Freiherr v. Berlepſch den Vertrags=
parteien
bei den unter ſeinem Vorſitz ſtattfindenden Tarif=
verhandlungen
für das deutſche Holzgewerbe vorgeſchlagen
hat, iſt in der Verſammlung der Vertrauensmänner des
Deutſchen Holzarbeiterverbandes mit großer Majorität
angenommen worden.
Von den Arbeiterorganiſationen
der Binnenſchiffahrt war die Nachricht verbreitet
worden, daß ſich ein großer Teil der Arbeitgeber den
Forderungen der Organiſationen auf ſofortige Einfüh=
rung
der Nachtruhe unterworfen habe und daß die übri=
gen
Arbeitgeber nunmehr gezwungen ſeien, ſich ebenfalls
zu fügen. Von beteiligter Seite erfährt das Wolff=
Bureau demgegenüber, daß dieſe Nachricht in jeder Be=
ziehung
unrichtig iſt. In der letzten Sitzung des Arbeit=
geberverbandes
für die Binnenſchiffahrt trat eine große
Anzahl bisher außenſtehender Schiffahrtsunternehmer
dem Verbande bei, von der Ueberzeugung geleitet, daß die
Forderungen der Arbeitnehmerorganiſationen bei der
Eigenart des Binnenſchiffahrtsbetriebes unannehmbar
ſeien.
Der Sondierungsverſuch des Zen=
trums
. Gegenüber der parteioffiziöſen Dementierung
der Germania hält auch die Mannheimer Volksſtimme
ihre Mitteilung, die von Unterhaltungen zum Zwecke
der Sondierung berichtete, aufrecht und ſchreibt:
Vielleicht erkundigt ſich die Zentrumsfraktion bei
ihren Mitgliedern, nicht ob ſie Verhandlungen, ſondern
Unterhaltungen darüber geführt, deren Zwecke auf der
Hand lagen. Im übrigen können wir mitteilen, daß es
nicht ein Zentrumsabgeordneter allein war, ſondern
neben ihm noch eine Anzahl anderer, die ſozialdemokra=
tiſche
Abgeordnete von der Abſicht des Zentrums, es zur
Reichstagsauflöſung zu treiben, in Kenntnis ſetzten und
die Stimmung unſerer Partei hierüber ſondieren wollten.

Ausland.

Oeſterreich=Ungarn.
Die ungariſche Wahlreform. Im Aus=
ſchuß
des Abgeordnetenhauſes erklärte Miniſterpräſident
Lukacs u. a., er müſſe an der Altersgrenze von 30 Jahren
feſthalten. Auch ſo ſchon werde eine Vermehrung der
Wähler um 80 Prozent eintreten. Angeſichts der Anti=
pathien
, mit der die für die Städte zugelaſſene geheime
Abſtimmung im Ausſchuß aufgenommen werde, fürchte er,
daß er nicht in der Lage ſein werde, der Mehrheit des Ab=
geordnetenhauſes
entgegenzutreten, falls ſie dagegen
Stellung nähme, um ſo mehr, als die Drohung, mit welcher
die Arbeiterklaſſe auf die Regierung zu drücken ſucht, einen
fehr ſchlechten Eindruck mache. Er fügte jedoch hinzu, falls
einzelne Beſtimmungen der Vorlage vom Geſichtspunkt
der Arbeiterklaſſe aus eine Verbeſſerung erheiſchen ſollten,
werde die Regierung Aenderungen vornehmen, damit das
Geſetz nicht nur auf dem Papier ſtehen bleibe, ſondern
auch praktiſche Bedeutung erlange.
Frankreich.
Der franzöſiſch=ſpaniſche Marokko=
vertrag
. Die Kommiſſion der Kammer für auswärtige
Angelegenheiten nahm einſtimmig den franzöſiſch= ſpani=
ſchen
Marokkovertrag und das Protokoll, betr. die Eiſen=
bahn
Tanger-Fez, an. In der Kommiſſion führte
Jonnart in bezug auf den franzöſiſch=ſpaniſchen Vertrag
aus, jede Nation ſolle in der ihrer Oberhoheit unter=
ſtehenden
Zone für das Verbrechen des Aufruhrs verant=
wortlich
ſein. Auf die Frage, ob die Aktion einer Macht
in einem ſolchen Falle auch über die Grenzen des Landes
ausgedehnt werden ſolle, in welchem die Rebellion ent=
ſtanden
ſei, erwiderte Jonnart, die Mächte verzichteten auf
dieſes Recht. Auf die Frage, ob der religiöſe Einfluß
in Marokko dem ſpaniſchen Vikariat überlaſſen bleiben,
oder ob Frankreich deswegen mit dem Vatikan verhan=
deln
ſolle, erwiderte der Miniſter, die Regierung werde
nur mit der Autoriſation durch das Parlament verhan=
deln
. Die intereſſierten Mächte hätten keinerlei Einwen=
dungen
wegen des Statuts von Tanger erhoben. Die
Eiſenbahnlinie Tanger-Fez würde vor den anderen
Eiſenbahnen gebaut werden. Endlich erklärte Jonnart,
daß das franzöſiſch=deutſche Marokko=Abkommen allge=
meine
Billigung gefunden habe. England allein hätte ſich

die Zuſtimmung bis nach der Regelung der Frage eines
internationalen Territoriums in Fez vorbehalten.
England.
Das Oberhaus hat nach dreitägiger Debatte
die Bill über die Trennung von Kirche und Staat in Wa=
les
mit 255 gegen 51 Stimmen abgelehnt. Zwei Biſchöfe
ſtimmten für die Bill.
Ein inter=
Fleiſcheinfuhr in England.
eſſanter Umſchwung iſt in der letzten Zeit im britiſchen
Fleiſchimport vor ſich gegangen: die Einfuhr lebendiger
Tiere hat ſich beträchtlich verringert und iſt durch den Im=
port
von geſchlachteten Tieren, zumeiſt in gefrorenem Zu=
ſtande
, erſetzt worden. Die Zahl der lebenden Rinder, die
aus den beiden einzigen für Großbritannien in Betracht
kommenden Ländern, aus Kanada und den Vereinigten
Staaten, ſtammen, iſt von 200000 Stück im Jahre 1911
auf 48 000 Stück im Jahre 1912 gefallen. Dagegen iſt die
Menge des eingeführten Rindfleiſches von 7360000
Zentnern auf 8015000 Zentner geſtiegen. Nach den Be=
rechnungen
der engliſchen Landwirtſchaftskammer beträgt
das Gewicht des durch die lebenden Tiere repräſentierten
Fleiſchimportes nur 4 Prozent von der geſamten Fleiſch=
einfuhr
. Dies Verhältnis beſteht nicht nur beim Rind=
fleiſch
, ſondern auch beim Hammelfleiſch.
Belgien.
Tumult in der Kammer. Die Kammer be=
gann
am Donnerstag die Beratung über die Heeres=
reform
. Auf Antrag des Kriegsminiſters wurde zu Be=
ginn
der Sitzung die Oeffentlichkeit ausgeſchloſſen, um
der Regierung Gelegenheit zu geben, Aufklärungen über
die internationale Lage, durch die die Vermehrung des
Heeres geboten erſcheine, zu machen. Der Kriegsminiſter
konnte aber die vertraulichen Mitteilungen nicht abgeben,
da die Sozialiſten erklärten, ſich zur ſtrengen Geheim=
haltung
nicht verpflichten zu können; jeder Abgeordnete
müſſe das mit ſeinem Gewiſſen abmachen. Dieſe Er=
klärung
gab Anlaß zu einer längeren, teilweiſe tumul=
tuariſchen
Auseinanderſetzung. Woeſte (Kler.) bemerkte,
daß die Linke unter ſolchen Umſtänden kein Vertrauen
verdiene. Hubin (Soz.) ſtürzte darauf in großer Er=
regung
auf Woeſte zu und rief ihm Schimpfworte wie
Gauner! und Lump! entgegen; von Tätlichkeiten
konnte er nur mit Mühe zurückgehalten werden. Die
Sitzung mußte abgebrochen werden. Der Kriegsminiſter
wird in der nächſten Sitzung wiederum verſuchen, vor der
Kammer ſeine vertrauliche Erklärung alzugeben.
Gegen den Generalſtreik. Die Großindu=
triellen
Waroque und Boel, die dem Parlament ange=
hören
, werden demnächſt eine Verſammlung aller belgi=
ſchen
Großinduſtriellen nach Brüſſel einberufen, um
Schritte bei der Regierung zur unbedingten Vermeidung
des Generalſtreiks in die Wege zu leiten.
Vereinigte Staaten.
Franzöſiſch=amerikaniſches Schieds=
abkommen
. Der franzöſiſche Botſchafter Juſſerand hat
mit dem Staatsſekretär des Aeußern Knox den Ver=
trag
unterzeichnet, durch welchen das franzöſiſch= ameri=
kaniſche
Schiedsabkommen, das am 12. März abläuft, um
weitere fünf Jahre verlängert wird.
Antitruſtgeſetze. Der Senat des Staates
New=Yerſey hat alle von dem Gouverneur Wilſon unter=
ſtützten
Antitruſtgeſetze angenommen. Die Geſetze ſollen
in der nächſten Woche im Repräſentantenhauſe zur Be=
ratung
kommen.
China.
Ein Proteſt Rußlands. Der ruſſiſche Ge=
ſandte
wies die chineſiſche Regierung auf den Schaden
hin, welchen das Räuberweſen in der Nord=Mandſchurei
der ausländiſchen Kaufmannſchaft zufüge. Er erklärte,
das Ueberhandnehmen der Räuberei ſei durch die Läſſig=
keit
der Behörden und die Anweſenheit undiſziplinierter
chineſiſcher Truppen bedingt. Falls die chineſiſche Regie=
rung
nicht imſtande ſei, dieſen Zuſtänden ein Ende zu
machen, ſo ſei die ruſſiſche Regierung genötigt, ſelbſt Maß=
regeln
dagegen zu ergreifen. Die chineſiſche Regierung er=
widerte
, demnächſt werde ein Erlaß über die Bekämpfung
des Räuberweſens in der Nordmandſchurei erſcheinen,
über den Schutz der dortigen Ausländer und die Pflicht
der chineſiſchen Behörden.

* Der König und die Königin von Däne=
mark
werden am Montag, den 24. Februar, in Berlin
eintreffen, um am deutſchen Kaiſerhofe ihren Antritts=
beſuch
zu machen. Der Berliner Aufenthalt des Königs=
paares
iſt auf mehrere Tage feſtgeſetzt. In Ausſicht ge=
nommen
ſind ein großer Empfang bei der Ankunft und
mehrere Feſtlichkeiten, darunter ein Hofkonzert.
* Karlsruhe, 13. Febr. Aus Anlaß ihres heu=
tigen
25jährigen Beſtehens hielt die hieſige Abteilung
der Deutſchen Kolonialgeſellſchaft eine
Feſtſitzung mit ſich anſchließendem Bankett in dem großen
Muſeumsſaale ab. Der Präſident der Deutſchen Kolo=
nialgeſellſchaft
. Herzog Johann Albrecht zu
Mecklenburg, nahm mit dem Großherzog anz
der Feſtſitzung teil. Der Präſident Dr. v. Oechelhäuſer
als Vorſitzender der Abteilung Karlsruhe, eröffnete die=
elbe
mit einer Anſprache, in der er einen hiſtoriſchen
Rückblick auf die verfloſſenen 25 Jahre gab und mit einem
Hoch auf den Kaiſer ſchloß. Nach einer Anſprache des
Herzogs Johann Albrecht zu Mecklenburg hielt Geh. Rat
Prof. Dr. Paaſche einen Vortrag über die deutſche Kultur
Morgen findet die Generalver=
in
Oſtaſien.
ſammlung des Landesverbandes Baden
vom Deutſchen Frauenverein vom Roten Kreuz für die
Kolonien ſtatt, in welcher über die Errichtung eines Kran=
kenhauſes
und Geneſungsheimes in Kamerun entſchieden
werden ſoll. Die Ehrenvorſitzende des genannten Ver=
eins
iſt die Gemahlin des Herzogs, die an den morgigen
Beratungen teilnehmen wird.

Stadt und Land.

Darmſtadt, 15. Februar.
Vom Hofe. Die Ankunft des Herzog=
Regenten von Braunſchweig und Gemahlin
erfolgt heute mittag 12 Uhr 12 Min., die Abreiſe voraus=
ſichtlich
am Montag abend.
Ordensverleihung. Dem Generaldirektor des
Hoftheaters, Dr. Paul Eger, wurde vom Großherzog
von Sachſen=Weimar das Ritterkreuz 1. Klaſſe des Falken=
Ordens verliehen.
Ernannt wurde der Militäranwärter Sanitäts=
feldwebel
Johannes Ludwig Schwinn aus Wildentall
in Bayern vom 21. Februar 1913 an zum Steueraufſeher
und ihm der Steueraufſichtsbezirk Lauterbach II zuge=
wieſen
.
In den Ruheſtand verſetzt wurden: der Rangier=
meiſter
Nikolaus Schimpf zu Kranichſtein, der Schaffner
Peter Schnellbacher zu Hanau=Oſt, die Weichen=
ſteller
Peter Maurer zu Mainz=Mombach und Simon
Steinberger zu Bodenheim, die Bahnwärter Johann
Bitz zu Laubenheim (Rhein), Friedrich Müller zu
Ockenheim und Mathias Schneider zu Nierſtein, ſämt=
lich
in der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft,
vom 1. April 1913 an.
* Erledigte Stelle. Die Stelle des Pfandmeiſters
für den Beitreibungsbezirk Lamvertheim.
g. Strafkammer. Der 40jährige Metzger Philipp
Lorz und deſſen 37jährige Ehefrau hatten ſich geſtern in
zweiter Inſtanz vor der hieſigen Strafkammer wegen
Betrugs und Gläubigerſchädigung zu ver=
antworten
. Die beiden Angeklagten, die zunächſt in Sach=
ſenhauſen
eine Metzgerei betrieben, verlegten ſpäter ihr
Geſchäft nach Neu=Iſenburg, wo ſie ein eigenes Grund=
ſtück
erwarben. Geſchäftliche Mißerfolge veranlaßten die
Angeklagten, im Jahre 1908 Gütertrennung einzugehen.
Die Frau erhielt hierbei das Geſchäft und das Anweſen,
und auf ihren Namen wurde das Geſchäft weitergeführt.
Trotzdem hatten nur ſehr wenige eine Ahnung davon
daß Gütertrennung ſtattgefunden habe, denn die Ange=
klagten
verſtanden es, den Anſchein zu erwecken, als ob
noch alles beim alten geblieben ſei. Beſonders die Liefe=
ranten
des Geſchäfts wurden in dieſem Glauben erhalten
und ſo ſchloß denn auch der Ehemann die Verträge mit
den Lieferanten ab, die natürlich in dem Glauben ſich be=
fanden
, mit dem Inhaber des Geſchäfts zu verhandeln.
Als dann auf Zahlung geklagt wurde, ſtellte ſich heraus,
daß der Ehemann gar nicht befugt war, im Namen des
Geſchäfts über Lieferungen uſw. zu beſchließen. Die Gläu=
biger
fielen infolgedeſſen mit ihren Anſprüchen ab, denn
Lorz leiſtete Ende 1909 den Offenbarungseid. Außer=
dem
ſoll die Geſchäftsinhaberin unter Beihilfe des Man=
nes
bei der drohenden Zwangsvollſtreckung einem Gläu=
biger
für eine Forderung Vermögensſtücke abgetreten ha=
ben
, die in keinem Vergleich zu der angeblichen Forderung=
ſtanden
. Das Schöffengericht Offenbach, vor dem ſich die
Angeklagten zunächſt zu verantworten hatten, ſah als er=
wieſen
an, daß beide abſichtlich den Irrtum bei den
Gläubigern erweckt haben, als ſei der Mann Geſchäfts=
inhaber
, wodurch die Gläubiger in ihrem Vermögen ge=
ſchädigt
wurden. Es erkannte deshalb gegen Lorz auf
wei Monate eine Woche und gegen die Ehe=
rau
auf ſechs Wochen Gefängnis. Sie verfolg=
ten
gegen das Urteil Berufung, ebenſo die Staatsan=
waltſchaft
. Nach der ſehr eingehenden Beweiserhebung
erhöhte die Strafkammer die Strafe für beide Ange=
klagten
auf je drei Monate Gefängnis.
Provinzialausſchuß. Die Tagesordnung
zur Sitzung des Provinzialausſchuſſes der Provinz.
Starkenburg am Freitag, den 21. Februar, vormittags
9½ Uhr, lautet: a) Oeffentliche Sitzung: 1. Wirtſchafts=

Der Karneval in Braſilien.
Von H. Schüler.

Der Karneval in Braſilien iſt in dieſem Jahre in
allen größeren Städten, beſonders in der Bundeshaupt=
ſtadt
, ſehr animiert verlaufen. Nirgends in der Welt
ſcheint mir der Karneval ſo gut zu ſeiner Umgebung zu
paſſen, ſo gleichſam aus ihr herausgewachſen zu ſein wie
in Braſilien. Der lachende Himmel, die Farbenpracht der
Tropen und die Bevölkerung vom hellblonden Germanen
bis zum tiefſchwarzen Afrikaner geben zuſammen ein
fröhliches, abwechſelungsreiches Bild. Hinzu kommt, daß
an die Stelle der im kälteren Europa üblichen dunklen
Straßenkleider in Braſilien, beſonders im Sommer, zur
Zeit des Karnevals, lichte, helle Farben treten.
Der leichtlebige Sinn der Bevölkerung trägt dazu bei,
daß der Karneval das beliebteſte Volksfeſt des Jahres ge=
worden
iſt. Sein Verlauf iſt ein Barometer für die wirt=
ſchaftliche
und politiſche Lage des Landes und daher tat=
ſächlich
von Wichtigkeit. Die ausgelaſſene Fröhlichkeit des
Volkes wird weder durch übertriebene Polizeimaßregeln
noch durch das Eingreifen der Unfehlbaren der Kunſt und
des guten Geſchmackes gehemmt. Die großen Karnevals=
geſellſchaften
veranſtalten prachtvolle Umzüge von einer
Pracht, wie man ſie in Europa auch nur annähernd kaum
zu ſehen bekommen dürfte. Dieſe Umzüge beginnen
abends und dauern mehrere Stunden, indem ſie ſich durch
die Hauptſtraßen langſam auf und ab bewegen, ihnen
ſchließt ſich eine lange Reihe von Automobilen und elegan=

ten Equipagen an. Es bildet ſich ein reizvoller Korſo,
bei dem mit Konfetti. Papierſchlangen und niedlichen Par=
fümſpritzen
eine unglaubliche Verſchwendung getrieben
wird. Balkone, Straßenlaternen und die Fuhrwerke ſind
bald über und über mit den Papierſchlangen behangen,
der Boden mehrere Zentimeter hoch mit Konfetti bedeckt.
Ueberall wohin man blickt lachende Menſchen, Flirt, Mas=
ken
und Muſik. Erſt lange nach Mitternacht fangen die
Straßen an leerer zu werden. Dagegen beleben ſich nun
die vornehmeren oder beſcheideneren Säle, in denen die
Maskenbälle abgehalten werden. In den Klubs der höhe=
ren
Kreiſe und der fremden Kolonien geht es einiger=
maßen
ſteif zu, denn die Geſellſchaften ſind in der Regel
nicht ſehr zahlreich, man kennt ſich zu genau unterein=
ander
, um ſich wirklich einmal nach Herzensluſt aussoben
zu können. Je weiter nach unten je freier und ungebun=
dener
werden die Luſtbarkeiten, da ſind die Bälle, be=
ginnend
von denen der vornehmen Halbwelt, bei der
die Damen ſo unglaublich ſparſam in bezug auf Klei=
dung
ſind, das heißt nur was die Quantität, nicht was
die Qualität anbetrifft, bis herab zu denen, auf welchen
die Viertel und Unterwelt Schiebetänze tanzt, die
alles hinter ſich laſſen, was zu ſchauen je dem Auge eines
rechtſchaffenen preußiſchen Schutzmannes vergönnt war.
Aber eines iſt allen dieſen Vergnügungen gemeinſam.
Sei es auf der Straße ſei es im Ballſaal bei Reich oder
Arm, Vornehm oder Gering, Weiß oder Schwarz ( letzte-
teres
nicht in deutſchem politiſchen Sinne), nirgends wird
derjenige beläſtigt, der ſich nur als Zuſchauer beteiligen
will. Nur Parfümſpritzen und Konfetti=Werfen iſt er=
laubt
, niemals wird ein Maskierter oder Unmaskierter

einer Dame in irgend einer Weiſe zu nahe treten oder ſie
erühren, wenn ſie ihm nicht deutliche Zeichen der Auf=
forderung
gibt. Auf der Straße wird man ſelbſt lange
nach Mitternacht keine Betrunkenen ſehen, auch nur ſehr
ſelten oder nie Auftritte erleben, welche gegen den An=
tand
oder die gute Sitte verſtoßen. Dieſe Wohlanſtändig=
keit
beruht aber nicht auf Polizeiverordnungen, ſondern
ſie entſpringt dem Volksempfinden und der großen
Mäßigkeit im Genuſſe alkoholiſcher Getränke. Dabei iſt
man keineswegs zimperlich in bezug auf das, was zur
Schau geſtellt wird. Die Damen, welche in den großen
Karnevalumzügen mitwirken, ſind ausnahmslos Halb=
weltdamen
, den ſchönſten und gefeiertſten klatſchen Män=
ner
und Frauen begeiſtert zu und ſie lächeln aus ihren
Blumenkelchen, oder von den Monden, auf denen ſie gra=
ziös
ſitzen, huldvoll herab auf das ſie bewundernde Volk.
Da kommt die weibliche Garde der Prinzeſſin Karneval,
ſie reitet auf Art der Männer auf weißen Pferden und
außer einem fleiſchfarbenen Trikot haben dieſe Gar=
diſtinnen
nichts an, was ihre Körperformen dem Publikum
verbergen könnte.
In Braſilien geht neben dem eigentlichen Karneval
ein ſolcher der Neger nebenher. Dieſe feiern hier, mitten
in dem tollen Getümmel, ein religiöſes Feſt aus ihree
afrikaniſchen Heimat. Die meiſten dieſer Kinder Afrikas
wiſſen wohl kaum noch, um was es ſich handelt, aber man
trifft auch noch alte weißhaarige Neger, denen die Er=
innerung
geblieben iſt.
Man könnte ein ganzes, volkspſychologiſch intereſſan=
tes
Werk über den braſilianiſchen Karneval ſchreiben.

[ ][  ][ ]

geſuch der Friedrich Schleicher Ehefrau von Offenbach
um Erlaubnis zum Berriebe einer Schankwirtſchaft.
2. Geſuch des Jakob Landgraf VIII. in Bürſtadt um
Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtſchaſt in dem
Hauſe Ecke Bürgel= und Bonifaciusſtraße. b) Nicht=
öffentliche
Sitzung: Beratung des Provinzvoranſchlags
für 1913.
L.
In der nichtöffentlichen Sitzung der Stadt=
verordneten
=Verſammlung wurde die Verpachtung
r Badeanſtalt ꝛc am Woog an den ſeitherigen
Pächter J. Gunder auf weitere 6 Jahre genehmigt.
* Zum Geburtenrückgang im Großherzogtum
Heſſen. In den 4 größten Städten des Landes (Mainz,
Darmſtadt, Offenbach und Worms) hat ſich der Darmſt.
Btg. zufolge, die Zahl der Lebendgeborenen in den ein=
zelnen
Jahren des Zeitraums 1906 bis 1912 zuſammen=
gefaßt
wie folgt vermindert: 8855 8909 8773
8457 7954 7437 7167. Allerdings iſt auch die
Säuglingsſterblichkeit geſunken, von 16,5 im Jahre 1906
auf 11,9 in 1912, berechnet auf 100 Lebendgeborene.
Im Jahr 19.6 ſtarben in den genannten Städten
1465 Kinder im erſten Lebensjahr, im Jahr 1912 nur 850.
Aber nicht nur in den großen Städten macht ſich der
Geburtenrückgang bemerkbar, ſondern auch auf dem
Lande. Zum Beweis hierfür möge im nachfolgenden
auf diejenigen ländlichen Kreiſe des Großherzogtums
verwieſen ſein, deren Einwohnerzahl in den letzten
40 Jahren faſt unverändert geblieben iſt, ſo daß man
alſo hätte erwarten können, daß die Zahl der Lebend=
geborenen
gleich geblieben wäre. Dies iſt jedoch nicht
der Fall. Im Kreis Erbach betrug vor 40 Jahren die
Zahl der Lebendgeborenen jährlich 1800, heute dagegen
nur 1300. Für den Kreis Alsfeld ſind die entſprechen=
den
Zahlen 1200 und 850, für den Kreis Lauterbach 1000
und 700 und für den Kreis Schotten 850 und 620.
Auch Rheinheſſen iſt von dem Geburtenrückgang nicht
verſchont geblieben. So kommen im Kreis Bingen heute
ſur 900 Kinder lebend zur Welt gegen 1200 vor
10 Jahren, trotzdem der Kreis in dieſer Zeit ſeine Ein=
wohnerzahl
von 32000 auf 42000 erhöht hat. Die
Geburtenzahl des Großherzogtums im Jahr 1912 iſt
noch nicht feſtgeſtellt, es kann aber ſchon jetzt voraus=
geſagt
werden, daß ſie hinter dem Ergebnis der Vor=
jahre
wieder zurückbleiben wird.
* Bei der Landesverſicherungsanſtalt Großh. Heſſen
ſind im Monat Januar = 376 Anträge eingegangen,
und zwar: 280 Anträge auf Invaliden= und Krankenrente
J. und K.), 18 Anträge auf Altersrente (A.), 26 Anträge
auf Witwen= und Witwerrente (W.), 36 Anträge auf Wai=
ſenrente
(O.), 16 Anträge auf Witwengeld (Wg.). Uner=
edigt
wurden in dieſen Monat übernommen 371 Anträge,
ſo daß 747 Rentengeſuche in Bearbeitung ſtanden. Es
fanden Erledigung: 224 Anträge durch Bewilligung (183
S., 11 K., 10 A., 4 W., Wg., 16 O.), 10 Anträge durch
Unwartſchaftsbeſcheid (§§ 1258 und 1743 R. V.O.), 34 An=
träge
durch Ablehnung, weil unbegründet (2
J., 5 A.,
W., Wg., 3 O.), 21 Anträge durch andere Weiſe
Zurücknahme uſw. (14 J., 1 A., 1 W., 2 Wg., 3 O.), zu=
ſammen
289 Anträge, hiervon wurden 13 durch Umwand=
lung
erledigt, ſo daß 458 als unerledigt auf den Monat
Februar I. J. übernommen werden mußten. In welchem
Umfange die Landesverſicherungsanſtalt Großh. Heſſen
beilverfahrenskoſten für ihre Verſicherten über=
immt
, ergibt ſich aus nachſtehenden Erläuterungen: Ende
Fanuar 1913 waren in den nachverzeichneten Anſtalten
erſicherte Perſonen untergebracht: 1. Ernſt
Ludwig=Heilſtätte bei Sandbach 97, 2. Eleonoren= Heil=
ſtätte
bei Winterkaſten 41, 3. Göttmannſche Anſtalt in
Reichelsheim i. O. 35. 4. Bad Nauheim 18, 5. Bad Orb
6. Dr. Loſſenſche Anſtalt in Darmſtadt 4, 7. Verſchie=
dene
Anſtalten, wie (Krankenhäuſer, Kliniken u. dergl. m.)
(8, Summa 220.
Vom Großh. Hoftheater. Heute geht aus Anlaß
der Anweſenheit Sr. Hoheit des Herzog=Regenten von
Braunſchweig auf Allerhöchſten Befehl Karl Rößlers er=
folgreiches
Luſtſpiel Die fünf Frankfurter in
Szene. Die Vorſtellung, die im Abonnement auf die
Serie C fällt, beginnt um 7½ Uhr. In der morgen 2½
Uhr nachmittags ſtattfindenden Repriſe des Schwankes
Charleys Tante ſind beſchäftigt die Damen Heu=
nann
, Artl, Gothe und von Sonnenthal, ſowie die Herren
Heinz. Peterſen, Schneider, Kroczak, Jürgas und Knispel.
Spielleiter iſt Herr Hacker. Karten ſind zu ermäßigten
Jolksvorſtellungspreiſen am Tage der Vorſtellung an der
Hoftheaterkaſſe erhältlich, welche zu dieſem Zwecke von 11
hr vormittags an geöffnet gehalten werden wird. Am

Sonntag abend gelangt auf Allerhöchſten Befehl zur
Nachfeier von Richard Wagners dreißigſtem Todestag
Der fliegende Holländer mit Kammerſänger
Walter Soomer von der Königl. Hofoper in Dresden
als Gaſt in der Titelrolle zur Aufführung. Das Auftre=
ten
des Künſtlers, deſſen Ruf als hervorragendſter Wag=
nerſänger
ſich von ſeiner Bayreuther Tätigkeit her ſchreibt,
geſtaltet die Aufführung des Holländer zu einem Kunſt=
ereignis
. Neben dem Gaſt wird es die neue ſtilvolle In=
ſzenierung
ſein, die dem Werk das erhöhte Intereſſe
ſichert. Unſere heimiſchen Künſtler, die Damen Geyersbach
und Jacobs, ſowie die Herren Stephani, Becker und
Jahn, ſind im Beſitzer der von ihnen bislang vertretenen
Rollen verblieben. Die muſikaliſche Direktion hat Herr
Hofrat de Haan, als ſzeniſcher Leiter iſt zum erſtenmal
Richard Lert tätig. Der Beginn der Vorſtellung iſt auf
7½ Uhr angeſetzt.
Der Spielplan der nächſten Woche bringt fol=
gendes
: Montag, den 17. Februar: Fünftes Konzert der
Hofmuſik. Anfang 7 Uhr. Dienstag, den 18. Februar:
Keine Vorſtellung. Mittwoch, den 19. Februar: 123.
Abonnementsvorſtellung. D 31. Zum erſten Male: Onkel
Dazumal. Komiſche Oper in 1 Akt von Dalcroze. Hierauf,
neu einſtudiert: Die ſchöne Galathee. Zum Schluß:
Champagner=Viſionen (Ballett). Gewöhnliche Preiſe.
Anfang 7½ Uhr. Donnerstag, den 20. Februar. 124.
Abonnementsvorſtellung. B 32. Mignon. Kleine Preiſe.
Anfang 7½ Uhr. Freitag, den 21. Februar. 125. Abonne=
mentsvorſtellung
. A 31. Zum erſten Male wiederholt:
Anatol von Arthur Schnitzler. Gewöhnliche Preiſe. An=
fang
7½ Uhr. Samstag, den 22. Februar. 8. Sonder=
Vorſtellung. Der Zerriſſene. Anfang 8 Uhr. Zu die=
ſer
Vorſtellung findet ein Kartenverkauf nicht ſtatt. Sonn=
tag
, den 23. Februar, nachmittags 3 Uhr: Hänſel und
Gretel. (Einundzwanzigſte Volksvorſtellung zu ermäßig=
ten
Preiſen.) Der Vorverkauf zu dieſer Vorſtellung findet
bis einſchließlich Samstag, den 22. Februar, nur im Ver=
kehrsbureau
, Ernſt=Ludwigsplatz, ſtatt. Der Verkauf der
noch vorhandenen Karten erfolgt an der Tageskaſſe im
Hoftheater am Tage der Vorſtellung, vormittags von 11
Uhr ab. Abends 7½ Uhr: 126. Abonnementsvorſtellung.
C 32. Zum erſten Male: Eva. Operette in 3 Akten von
Lehär. Gewöhnliche Preiſe.
A Großh. Techniſche Hochſchule. Unſere Leſer machen
wir auf die im Anzeigenteil enthaltene Bekannt=
machung
der Techniſchen Hochſchule auf=
merkſam
. Dieſelbe gewährt eine vollſtändige wiſſen=
ſchaftliche
und künſtleriſche Ausbildung für den techniſchen
Beruf. In beſonderen Abteilungen werden Architekten,
Bau=Ingenieure, Kultur=Ingenieure. Maſchinen= In=
genieure
, Papier=Ingenieure, Elektro=Ingenieure, Che
miker, Elektro=Chemiker und Apotheker ausgebildet; des=
gleichen
in der allgemeinen Abteilung Lehrer für Mathe=
matik
und Naturwiſſenſchaften, ſowie Geometer. Auch
Frauen werden zum Studium zugelaſſen. Akademiſch
ebildete Perſonen und ſelbſtändige Männer, die ihrer
äußeren Lebensſtellung nach nicht als Studierende oder
Hörer eintreten können, ebenſo Frauen können als Gäſte
zum Beſuch einzelner Vorleſungen und Uebungen zuge=
laſſen
werden. Die Techniſche Hochſchule hat das Recht,
auf Grund beſonderer Prüfungen den Grad eines Diplom=
Ingenieurs und die Würde eines Doktor=Ingenieurs zu
erteilen. Infolge Vertrags zwiſchen der Großh. Heſſiſchen
und Kgl. Preußiſchen Landesregierung beſteht Gleich=
ſtellung
und gegenſeitige Anerkennung für die Vorprüfung
und erſte Hauptprüfung für den Staatsdienſt im Hoch=
bau
=, Ingenieurbau= und Maſchinenbaufache ſowohl hin=
ſichtlich
der ſeitherigen vor dem Techniſchen Prüfungs=
amte
abgelegten Staatsprüfungen als auch hinſichtlich
der an deren Stelle getretenen auf Grund neuer Diplom=
prüfungsvorſchriften
abzuhaltenden Diplomprüfungen
Ferner werden an der Techniſchen Hochſchule Fachprüfun=
gen
abgehalten. Für die Reichsprüfung der Apotheker
iſt der Beſuch der Techniſchen Hochſchule dem einer Uni=
verſität
gleichgeſtellt; auch iſt der pharmazeutiſchen Prü=
fungskommiſſion
zu Darmſtadt durch Bundesratsbeſchluß
die Berechtigung zur Erteilung für das ganze Reich gül=
tiger
Approbationen gegeben worden. Die Vorbereitung
zum höheren Staatsdienſt des Großherzogtums Heſſen
im Forſtfach kann teilweiſe auf der Techniſchen Hochſchule
erlangt werden; für die Vorbereitung zum Gymnaſial=
und Real=Lehramt, ſoweit dieſelbe Mathematik und Na=
turwiſſenſchaften
betrifft, wird das Studium an der Tech=
niſchen
Hochſchule dem Studium an Univerſitäten bis zu
drei Halbjahren gleichberechnet. Beſonders iſt noch her=
vorzuheben
, daß durch die eingerichteten Herbſt= und
Oſterkurſe es möglich iſt, zu Oſtern oder im Herbſt mit dem
Studium zu beginnen und ſomit ohne Zeitverſäumnis

nach je vier Semeſtern die Vorprüfung und nach je acht
Semeſtern die Hauptprüfung abzulegen.
Geſchäftsjubiläum. Herr Weißbindermeiſter Fried=
rich
Müller, Neue Niederſtraße 5, kann heute auf ein
25jähriges Beſtehen ſeines Maler=, Lackier= und
Weißbindergeſchäfts zurückblicken und damit ſein ſilber=
nes
Geſchäftsjubiläum feiern.
Arbeitsjubilaum. Frau Julie Sauer war am
Donnerstag 25 Jahre bei der Firma Plaut & Sohn
als Kaffeebeleſerin tätig. Sie wurde aus dieſem Anlaß
von der Firma mit einem Geldgeſchenk bedacht und auch
vom Perſonal beſchenkt.
Silberne Hochzeit. Am 18. Februar begehen
Ernſt Poth und Frau geb. Münk in voller Rüſtigkeit
das Feſt ihrer Silbernen Hochzeit.
Kirchenkonzert in der Stadtkirche. Am nächſten
Sonntag, abends 6 Uhr, wird in der Stadtkirche vom
Kirchengeſangverein und der Chorſchule ein Kirchen=
konzert
mit nachfolgendem Programm veranſtaltet
werden: Chor: Sieut cervus desiderat von Paleſtrina;
Die Einſetzungsworte des Abendmahls von Heinrich
Schütz; Gott der Vater wohn' uns bei von Johann
Eccard. Frauenchöre mit Begleitung der Orgel und
Solovioline ( Herr, wie Du willſt‟, Wunderbarer König‟),
neue Kompoſitionen von Arnold Mendelsſohn. Von
dieſem ſind auch die beiden Chorgeſänge der Chorſchule
Zu Karfreitag und Alles iſt an Gottes Segen
komponiert. Violine mit Orgel: Adagio religioso‟
von Vieuxtemps und Andante von Couperin=Kreisler=
Orgel: Choralvariationen von J. S. Bach und Paſſa=
caglia
von J. Rheinberger. Die Violinpartie hat
Fräulein L. Hickler gütigſt übernommen, die Orgel wird
der weithin bekannte Organiſt an der St. Katharinen=
kirche
in Frankfurt a. M. Herr Karl Breidenſtein ſpielen.
Um das Kirchenkonzert weiteſten Kreiſen zugänglich zu
machen, wird es dei freiem Eintritt ſtattfinden,
doch werden am Ausgang Beiträge für die Er=
bauung
der Reformationskirche herzlich und
dringend erbeten. Kinder unter 14 Jahren ohne Be=
gleitung
Erwachſener werden nicht zugelaſſen, um
Störungen zu vermeiden und den Erwachſenen Plätze
zu ſichern. Für die inaktiven Mitglieder des Vereins
werden auf der Empore gegenüber der Orgel drei Sitz=
reihen
bis zu Be inn des Konzertes reſerviert.
Das Künſtlerfeſt zum Beſten der Wohlfahrtsein=
richtungen
der Deutſchen Bühnengenoſſenſchaft findet, wie
uns mitgeteilt wird, am Samstag, 5. April, in den Räu=
men
des Saalbaues ſtatt.
2
Der Gaſtwirteverein Stadt= und Landkreis Darm=
ſtadt
hielt am Mittwoch eine allgemeine Mitglieder=
verſammlung
in der Beſſunger Turnhalle bei
Herrn Geyer ab. Der erſte Vorſitzende, Herr Heppen=
heimer
, eröffnete die Verſammlung und gab die Ein=
läufe
bekannt; er verlas ein Schreiben an das Großh.
Kreisamt Darmſtadt mit Bezug auf die Wiedereinführ=
ung
der Polizeiſtunde und die Antwort des Kreis=
amts
darauf. Die Mitglieder konnten ſich mit den Aus=
führungen des Kreisamts nicht einverſtanden erklären,
nachdem von einem Entgegenkommen des Polizeiantts
Darmſtadt gegenüber den Wiener Cafés nichts zu ver=
ſpüren
iſt. Gleichzeitig wurde ein Urteil eines preußi=
ſchen
Landgerichts in Sachen der Polizeiſtunde zur Kennt=
nis
gebracht, daß eine Polizeiſtunde in den Morgen= und
Abendſtunden überhaupt nicht durchgeführt werden kann,
alſo daß die Polizeiſtunde nur für den Schluß in der
Nacht, aber nicht für den Anfang feſtgeſetzt werden kann.
Eine längere Debatte entſtand über die ſchlechte Beſchaf=
fenheit
des hieſigen Gaſes und darüber, daß die Großh.
Bürgermeiſterei und das Stadtverordneten=Kollegium
auch nicht das geringſte Entgegenkommen in bezug auf
Verbilligung des Gaspreiſes zeigen. Es
wurde beſchloſſen, wiederholte Eingaben zu machen. Be=
züglich
der bevorſtehenden Billettſteuer ſoll ein
ſcharfes Augenmerk darauf gerichtet werden, daß nicht
die Gaſtwirte mit einer weiteren Luſtbarkeitsſteuer be=
laſtet
werden. Ueber das Urheberrecht der Kom=
poniſten
und Tonſetzer wurde an Hand von Reichs=
gerichtsurteilen
den Gaſtwirten klargelegt, daß es unbe=
dingt
nötig iſt, ſich gegen die Geſetzesübertretungen in
dieſer Richtung zu ſichern, und daß aus dieſen Gründen
der Verein einen Vertrag mit der Geſellſchaft der Wie=
ner
Autoren abgeſchloſſen habe, nach welchem die ein=
elnen
Mitglieder des Vereins weſentliche Vergünſtigun=
gen
erhalten. Bezüglich des neuen Reichseichgeſetzes hat
ſich Herr Leonhard Kapfenberg bereit erklärt, die bisher
im Gebrauch befindlichen Biergläſer entſprechend den
neuen geſetzlichen Beſtimmungen gegen eine kleine Ver=

Syſtemſpieler in Monte Carlo.

** Der Fremde, der vielleicht zum erſten
Male Monte Carlo beſucht, und am Morgen nach
ſeiner Ankunft in den Gartenanlagen einherwandelt
blickt gewöhnlich mit Erſtaunen auf eine ſtille Gruppe
von Herren und einigen Damen, die ſich regel=
mäßig
kurz nach 9 Uhr auf dem Bürgerſteig gegen=
über
des Kaſinos anſammeln. Denn ſie ſehen aus wie
Männer, die an ein Tagewerk geregelter Arbeit gehen, an
hnen erinnert nichts an die familiären Geſtalten elegan=
er
Riviera=Bummler, auf ihren Zügen liegt Ernſt, ja faſt
ein Ausdruck von Anſtrengung, und ſelten ſieht man in
dieſer Gruppe jemanden mit dem Nachbar ſprechen und
plaudern. Plötzlich erhebt ein Portier in Livree die
Hand, und ſofort eilt dieſe Schar geſchloſſen über die
Straße zum Eingange des Kaſinos und drängt ſich hier
dicht um die geſchloſſenen Pforten. Das ſind die
Syſtemſpieler, die auf die Eröffnung der Spiel=
äle
warten. Ihnen iſt das Kaſino Bureau und Arbeits=
tätte
und der Spieltiſch Bureau oder Werkſtatt, wo täg=
lich
, das Notizbuch in der Hand, gearbeitet werden muß,
damit das große Werk gelingt und das unfehlbare
Syſtem dereinſt zur Tatſache werde. Sie ſind im Grunde
nricht gern geſehen, dieſe Syſtemſpieler, von denen C. N.
Williamſon in Moclures Magazine allerlei Intereſſantes
erzählt, denn wenn ſie auch nur ſelten größere Gewinne
nachen, ſie verlieren nur ſelten, oder ſie verlieren wenig=
ſtens
nicht viel, und große Umſätze und Einnahmen darf
die Bank von dieſen pflichtgetreuen Erforſchern der
Glückslaunen nicht erwarten. Sie wiſſen auch, daß ſie
venig Ausſicht haben, vom Schickſal wie jener berühmte
Jaggers begünſtigt zu werden, jener kleine engliſche Tech=
niker
, der eines Tages, nur von der Neugier getrieben,
nach Monte Carlo kam, um es als Millionär wieder zu
verlaſſen. Sein fabelhaftes Glück wirkte wie eine Sen=
ſation
: alſo endlich war der Mann gekommen, der das
unfehlbare Syſtem ſein eigen nannte. Und in der Tat,
es war ein verblüffender Anblick, wenn man dieſen Mann
beobachtete, der mit größter Ruhe die höchſten Einſätze
nachte und faſt immer gewann. Erſt hatte er gar nicht
pielen wollen, ihn intereſſierte nur die Technik des Rou=
lette
, aber da er, um den Gang des Rades beobachten zu

können, wohl oder übel etwas ſetzen mußte, riskierte er
ſchließlich zögernd ein paar Fünffrancsſtücke. Seinem be=
obachtenden
Blick fiel es plötzlich auf, daß gewiſſe Num=
mern
verhältnismäßig öfter herauskamen, als die Geſetze
des Zufalls es wahrſcheinlich gemacht hätten. Aufmerk=
ſam
ſetzte Jaggers ſeine Beobachtungen fort. Und nach
ein paar Tagen war er zufrieden und ſeiner Sache ſicher:
jene Roulette war nicht ganz genau ausbalanciert, hatte
einen kleinen Fehler, der immer wieder beſtimmte Num=
mern
häufiger herauskommen ließ als andere. Der kluge
Engländer ſagte keinem Menſchen etwas von ſeiner Be=
obachtung
, beſchloß, ſein ganzes Geld zu wagen, denn er
wußte, er würde zwar bisweilen verlieren, aber doch viel
öfter gewinnen. Mit kleinen Einſätzen begann er, ſteigerte
ſie dann bis zum Maximum und gewann rieſenhafte
Summen. Er engagierte ſogar Leute, die in ſeinem Auf=
trage
mitſetzen mußten, und die Verluſte des Kaſinos
waren ſo groß, daß die Verwaltung es mit der Angſt be=
kam
. Es fiel auf, daß er immer am gleichen Tiſche ſpielte,
und eines Nachts tauſchte man die Roulette um. Aber
Jaggers hatte ſich einen kleinen Fehler an der Roulette
gemerkt, er erkannte ſie auf einem anderen Tiſche wieder,
und die Glücksſerie blieb ihm treu, bis ſchließlich der
Fehler entdeckt wurde und jene Roulette verſchwand.
Jaggers verlor nun, aber nachdem er ungefähr eine Mil=
lion
eingebüßt hatte, hörte er als vorſichtiger Mann auf,
reiſte mit einem Reingewinn von rund zwei Millionen
Francs von Monte Carlo ab und ward nie mehr an der
Riviera geſehen.
Ein paar Jahre ſpäter erreaten zwei junge Spanier,
die Brüder Garcia, Senſation, weil ſie mit ihrem Syſtem
in einer Saiſon gewaltige Summen gewannen; aber ſie
waren unklug genug, das Glück noch einmal zu verſuchen,
verloren ihr ganzes Geld, der eine der Brüder beging
Selbſtmord und der zweite endete als Kellner. Ein Rätſel
für viele ſtändige Gäſte der Spielſäle iſt auch das Syſtem
des Großfürſten Michael, der jedes Jahr während ſeines
Riviera=Aufenthaltes nach Monte Carlo kommt. Seine
Lieblingsnummern ſind 29 und 36, er ſetzt ſtets das Maxi=
mum
, und bisher hat er, zur Verblüffung aller Syſtem=
erfinder
faſt immer gewonnen. Aber die jüngſte und
größte Senſation iſt ein junger Amerikaner, der zuerſt im
Jahre 1910 in Monte Carlo auftauchte. Viele kennen
ſeinen Namen, aber da er noch lebt und wohl öfter wie=

derkehren wird, möge er verſchwiegen bleiben. Auch er
hatte ein beſtimmtes Syſtem, mit dem er in wenigen
Tagen ſo große Erfolge erzielte daß ſeine Triumphe
Tagesgeſprach wurden. Er kehrte 1911 wieder, und als
er am Schluſſe der Saiſon mit einem Gewinn von nahezu
2½ Mill. Francs wieder abreiſte, war die Aufregung groß:
Aber die Kaſinoverwaltung braucht ſich trotz ſolcher ver=
einzelter
und erfahrungsgemäß niemals andauernden
Glücksfälle nicht zu ängſtigen, ſchüttet ſie doch, außer dem
ſchönen Einkommen, das es dem Fürſten von Monaco ge=
währt
, alljährlich rund ſeine 30 Millionen Francs Rein=
gewinn
an die Aktionäre aus.

Konzerte.

* Innerhalb eines Jahres trat der Klaviervirtuoſe
Télémaque Lambrino am Donnerstag zum drit=
ten
Male vor das hieſige Publikum, und zwar mit einem
Programm, das ebenſo ſehr durch die Bedeutung und den
Gehalt der vorgetragenen Stücke, wie durch ſeine glän=
zende
pianiſtiſche Ausführung die Zuhörer zu feſſeln ge=
eignet
war. Der Sonate in Es=dur Opus 31 Nr. 3
von Beethoven, deren großzügige Auffaſſung und Inter=
pretation
von imponierendem Eindruck waren, folgte der
Schumannſche Carnaval, in deſſen Vortrag der Künſtler
eine ſouveräne Technik und eine für ſeine Kunſt charakte=
riſtiſche
Plaſtik des Tones und reiches Geſtaltungsver=
mögen
entfaltete. Als berufener Interpret Schumannſcher
Muſik hat ſich Herr Lambrino ſchon an ſeinen erſten bei=
den
Klavierabenden bewährt. Die hervorragendſte
Leiſtung des Abends bot er indeſſen ohne Zweifel mit
dem prachtvoll gelungenen Vortrag der großen Chopin=
chen
Sonate in H=moll, Opus 58, deren poetiſchen Stim=
mungsgehalt
der Künſtler mit ganzer Seele erfaßte und
aus künſtleriſchem Empfinden heraus und mit echt künſtle=
riſcher
Geſtaltungskunſt zu interpretieren und den Zuhörerm
u übermitteln wußte. Nicht minder glücklich war
Lambrino mit dem Vortrag dreier weiterer Chopinſcher
Kompoſitionen, nämlich Etude Gis=moll, Etude Ges=dur
und Berceuſe, Opus 57. Die Schlußnummer bildete die
mit großer Bravour geſpielte Rhapſodie Nr. 6 von Liſzt,
der er auf Begehren des Publikums noch eine Zugabe
folgen ließ.

[ ][  ][ ]

ſgütung ſelbſt umzueichen. Auf dem Lande empfiehlt es
ſich, wenn ſich die Wirte zuſammentun, alle Gläſer zu
einem Wirt bringen zu laſſen und dort auf einen beſtimm=
ten
Tag Herrn Kapfenberger zur Vornahme der Umeich=
ſung
einzuladen.
Bezirksverein Martinsviertel. In der Vor=
ſtandsſitzung
des Vereins lam nach eingehender
Debatte als einhellige Auffaſſung zum Ausdruck, die
nächſte Haupttätigkeit des Vereins der Löſung der für
das Martinsviertel ſo überaus wichtigen Verkehrs=
ffragen
(elektriſche Bahn) zu widmen. Zu dieſem
Zwecke wird in aller Kürze eine Verſammlung ſtattfin=
den
, über die noch nähere Mitteilungen an die Oeffent=
lichkeit
ergehen ſollen. Des weiteren wurden gewählt
zum zweiten Vorſitzenden Herr Bornemann, als
Schriftführer die Herren Hamann und Diefenbach.
An die Beſprechung des Fahrplanes ſchloß ſich eine leb=
hafte
Diskuſſion an über Beſtrebungen einiger bisheri=
ger
Vorſtandsmitglieder. Es wurde beſchloſſen, drei der
in Frage ſtehenden Herren aus dem Verein auszuſchlie
ßen, weil deren diesbezügliche Tätigkeit den Verein
ſchädigt.
Frauenberufe, Für die Berufstätigkeit einer
Frau kann wohl nichts geeigneter ſein, als die Erziehung
nach Fröbelſcher Methode. Mütter wollte Fröbel bilden
und bildet ſie auch, ob ſie nun eigene oder fremde Kinder
pflegen. Dus Verlangen, Kinder zu pflegen und zu er=
ziehen
, iſt, bis auf Ausnahmen, dem weiblichen Geſchlecht
angeboren, doch die Wiſſenſchaft hierzu muß erſt erworben
werden, und ſo wäre die Fröbelſche Ausbildung wohl
der einfachſte und ausſichtsvollſte Weg für ein junges
Mädchen, einen Beruf zu erlangen, der ihr Befriedigung
verſpricht. Es ſeien daher alle Eltern und Vormünder
rauf den Beruf einer Fröbelſchen Kindergärtnerin
und Erzieherin hingewieſen. (Siehe Anz.)
Deutſche Kolonialgeſellſchaft. Se. Hoheit der
Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg
Präſident der Deutſchen Kolonialgeſell=
ſchaft
, wird auf Einladung ihrer Abteilung Darm=
ſtadt
zu einem Herrenabend am Montag, den
17. Februar, abends 8½ Uhr, in den oberen Räumen
der Vereinigten Geſellſchaft ſich einfinden. Anmeldungen
hierzu ſind an den Vorſitzenden Geh. Juſtizrat Grüne=
wald
, Bismarckſtraße 18, zu richten.
Vortrag im Naturheilverein. Freitag, den
21. Februar, abends 8¼ Uhr, wird Herr Paul Schirr=
meiſter
aus Berlin im Kaiſerſaal (Grafenſtraße) einen
öffentlichen Vortrag für Damen und Herren halten über
das Thema: Lebenskunſt, eine Quelle innerer Freiheit
und neuer Volkskraft. Näheres iſt aus der Anzeige
ſerſichtlich.
Verein für Frauenſtimmrecht. Am Donnerstag,
den 27. Februar, hält Herr Richard Feldhen Redner
des Internationalen Friedensbureaus, einen öffent=
lichen
Vortrag über das Thema: Der Balkan=
krieg
und die Friedensbewegung. Lichtbilder, die
Szenen aus dieſem Kriege veranſchaulichen, werden den
Vortrag unterſtützen.
Der Akademiſche Chor gibt heute Samstag ſein
diesſemeſtriges Konzert in den Räumen der Vereinig=
ten
Geſellſchaft vor geladenem Publikum. Die muſika=
liſche
Leitung des Konzerts liegt in Händen des Herrn
Konzertmeiſters Schmidt.
* Der Damenfriſeur= und Perückenmacher=Gehilfen=
Verein Darmſtadt feiert am Sonntag im Kaiſerſaal
Grafenſtraße 18, ſein 8. Stiftungsfeſt, verbunden
mit Schlußfriſieren der Fachſchule, ſowie einer Moden=
Revue modernſter Ball= und Geſellſchaftsfriſuren. (Siehe
Anzeige.
Orpheum. Heute findet der übliche Samstag
Familienabend, morgen, Sonntag, 2 Vor=
ſtellungen
ſtatt, nachmittags bei den bekannten volks=
tümlichen
Preiſen. Die neue Revue der beliebten
Dresdener Gäſte, deren heitere Kunſt fortgeſetzt unge=
minderte
Zugkraft ausübt, Darmſtadt, das iſt was für
dich, gelangt auch in der Sonntag=Nachmittags= Vorſtel=
lung
zur Darſtellung. (S. Anz.)
Ludwigshöhe. In dem morgigen Konzert wird
zur Nachfeier des 30. Todestages Richard Wagners
die Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61 eine
Wagner=Abteilung zu Gehör bringen, worauf
an dieſer Stelle beſonders aufmerkſam gemacht ſei. Das
übrige Programm wird noch eine Reihe auserleſener und
gern gehörter Tonſtücke aufweiſen. (Siehe Anzeige.)
Rummelbräu. Morgen Sonntag, nachmittags und
abends, konzertiert die Kapelle des Leibgarde=Regiments
unter Obermuſikmeiſter Hauske. Die Programme ent=
halten
meiſt beſſere und gehaltvolle Tonwerke und ſind in
der Zuſammenſtellung recht abwechslungsreich gehalten.
(Siehe Anzeige.)

* American Bio bringt ab heute die ſpannende De=
tektiv
=Tragödie Der Börſenkönig in drei Akten. Der
Wochenbericht bringt ſtets die neueſten Weltereigniſſe:
Die Aufopferung des Schäfers iſt ein tief ergreifendes
Drama. Moritz als Pflegevater und Nächtliche Zu=
ammenkunft
ſind originelle Humoresken. Am Mittel=
meer
iſt eine wunderbare, prächtig kolorierte Naturauf=
nahme
von der Riviera.
Das Reſidenztheater am weißen Turm bringt ab
heute ein Rieſenprogramm, und zwar neben dem ſpannen=
den
zweiaktigen Film Gequälte Herzen als alleiniges
Aufführungsrecht für Darmſtadt, die neue Treumann=
Larſen=Serie; die Ehe=Tragödie in 3 Akten, Freiheit oder
Tod, wird von den beiden Künſtlern Wanda Treu=
mann
und Viggo Larſen geſpielt. Von dem anderen
Schlagerprogramm ſei noch der humoriſtiſche Trickfilm
Die Handſchuhe Rocamboles und die beiden amerika=
niſchen
Komödien Die angeſchmierten Rivalen und Wo
die Liebe hinfällt erwähnt. (Siehe Anzeige.)

Offenbach, 14. Febr. In öffentlicher Sitzung beſchäf=
tigte
ſich der Kreisausſchuß mit der Reklamation
gegen die Bürgermeiſterwahl zu Jüges=
heim
. Die Reklamation war erhoben worden, weil an=
geblich
bei der Wahl Unregelmäßigkeiten entſtanden und
nichtwahlberechtigte Wähler in die Wählerliſte einge=
tragen
geweſen ſeien. Der Kreisausſchuß kam zu der
Entſchließung, daß die Reklamation als unbegrün=
det
zu verwerfen ſei und die Reklamanten die
Koſten des Verfahrens zu tragen haben. Geſtern nach=
mittag
erhängte ſich der 24 Jahre alte Vorrichter bei
der Firma Heroux auf ſeiner Arbeitsſtelle mit den Schnü=
ren
ſeiner Schürze. Arbeitskollegen, die ihn kurz nach der
Tat fanden, riefen ſofort ärztliche Hilfe herbei, doch konnte
der erſchienene Arzt nur noch den Tod feſtſtellen.
Offenbach, 14. Febr. Am Mittwoch verſchied der
Seniorchef der Firma O. Fritze u. Ko., Lack=, Farben= und
Firnisfabrik, G. m. b. =H., Ludwig Fritze, im 65.
Lebensjahre. Die hieſige Ortsgruppe des Deutſchen
Vereins gegen den Mißbrauch geiſtiger
Getränke beabſichtigt hier die Errichtung einer Trin=
kerfürſorgeſtelle
. Eine beſondere Kommiſſion
wurde mit den Vorarbeiten betraut. In der Schuh=
fabrik
von Liebmann (Haſſia), die 400 Arbeiter be=
ſchäftigt
, haben 239 organiſierte Arbeiter ihre Kün=
digung
eingereicht. Den Anlaß zu dem Vorgehen der
Arbeiter hilden Lohndifferenzen.
sd. Bürſtadt, 14. Febr. Von einem Herzſchlag
getroffen ſank heute die Ehefrau des Landwirts Michael
Häuſer während einer Arbeit auf dem Hofe tot zu Bo=
den
. Die Verſtorbene iſt Mutter von zehn Kindern.
M. Stockſtadt a. Rh., 14. Febr. Im Saale des Rhei=
niſchen
Hofes fand eine von Herrn Landtagsabgeord=
neten
Friedrich von Groß=Rohrheim einberufene
Verſammlung der zuckerrübenbauenden
Landwirte unſeres Dorfes ſtatt. Da die vereinig=
ten
Zuckerfabriken dieſes Jahr nur 1,10 Mark pro
Zentner geben wollen, was aber nicht im Verhältnis zu
dem Zuckerpreis und dem Gewinn der Fabriken ſtebt, ſo
forderte der Redner die Bauern auf, nicht unter 1,20 Mark
zu alkordieren. Wie die Zuckerfabriken, ſo ſollen auch
die Landwirte zuſammenhalten und einfach keine Rüben
unter 1,20 Mark pro Zentner bauen. In der ſehr ange=
regten
Diskuſſion wurde auch erwähnt, daß die ſogen.
Gratisſchnitzel wegfallen ſollen, alſo die Fabriken nur
noch künftighin Kaufſchnitzel abgeben, wobei ſie nod
einen enormen Abſatz und Gewinn erzwingen. Man will
nun einen Verein gründen, der den Zweck hat, das Ein=
verſtändnis
zwiſchen den Fabriken und Landwirten
wieder herzuſtellen.
Lindenfels, 13. Febr. Die hieſige Ortsgruppe
des Odenwaldklubs hielt geſtern abend ihre Ge=
neralverſammlung
ab. Sie zählt 54 Mitglie=
der
und hatte eine Einnahme von 192,77 Mark und eine
Ausgabe von 191,72 Mark zu verzeichnen. In den Vor=
ſtand
wurden gewählt die Herren: Dr. Weißmann, Vor=
itzender
; Fabrikant L. Böhringer, Stellvertreter; Lehrer
Berg. Schriftführer; Buchhalter Backofen, Rechner; die
Buchhalter Keil und Schobert Beiſitzer. Am 23. Februar
veranſtaltet die Ortsgruppe im Hotel Odenwald einen
Lichtbildervortrag über Aeaypten
Reichelsheim i. O., 14. Febr. Die Bilanz der
Spar= und Kreditkaſſe hier ſchließt in Aktiva und
Paſſiva mit 1 793808 Mark ihr Rechnungsjahr ab. Der
Reingewinn pro 1912 beträgt 17540 Mark.
Lorſch, 14. Febr. Die Leiche, die am 31. Januar
in der Gemarkung Lorſch aufgefunden wurde, iſt als die
des Johann Zweifel aus Schaffhauſen nunmehr er=
kannt
worden. Dieſer war nie längere Zeit in ſtändiger
Arbeit und war zuletzt auf dem Hofgut Stubenwald bei
Bensheim aushilfsweiſe als Schweizer beſchäftigt. Man

nimmt an, daß eher ein Unglücksfall als Selbſtmord
vorliegt.
Mainz, 14. Febr. Auf der Kaiſerbrücke wurde
heute vormittag 11 Uhr ein Mann von einem Triebwagen
überfahren und zu einer formloſen Maſſe zerſtückelt.
Anſcheinend liegt Selbſtmord vor.
Bingen, 14. Febr. Die geſtrige Stadtverordne=
tenſitzung
beſchloß die Einführung einer
Filial= und Warenhausſteuer, ſowie einer
Billettſteuer. Für den Ausbau der Zeppelinſtraße
und die Pflaſterung der Friedhofſtraße einſchließlich
Kanalanlage wurde die Summe von 28000 Mark gemäß
den Anträgen des Bauausſchuſſes genehmigt.
Ober=Ingelheim, 13. Febr. Gegen die Geſchäfts=
leitung
des hier erſcheinenden Rheinheſſiſchen
Beobachters iſt von der Staatsanwaltſchaft in Mainz
ein Strafverfahren wegen Vergehens gegen das
Preßgeſetz eingeleitet worden. Das Vergehen wird darin
erblickt, daß die diesjährige Faſchingsnummer nicht von
dem angeſtellten Redakteur, ſondern von zwei fünfzehn=
jährigen
Lehrjungen verantwortlich gezeichnet worden
ei. Gegen die beiden Redakteure ſind wegen angeblicht
in der Faſchingsnummer begangener Beleidigungen ver=
ſchiedene
Privatklagen anhängia gemacht worden.
Waldülversheim, 14. Febr. Man ſchreibt uns
Die auf Donnerstag abend von der Freien Vereini=
gung
heſſiſcher Nationalliberaler einbe=
rufene
, von Herrn Emil Stollmann geleitete, öf
fentlich=politiſche Verſammlung war von
mehr als hundert Perſonen aus Waldülversheim und
Umgegend beſucht. Nachdem der nationalliberale Reichs=
tagskandidat
des Wahlkreiſes Mainz=Oppenheim. Dr.
Otto Keller, die Anläſſe dargelegt hatte, die zur Grün=
dung
der Freien Vereinigung innerhalb der Landespartei
geführt haben, und ſich über den Zweck dieſer Vereinigung
ausgeſprochen hatte, verbreitete ſich der Hauptredner des
Abends, Dr. Otto Linſe=Mainz, über das Theman
Politiſche Tagesfragen Beiden Referenten
dankte die Verſammlung mit lebhaftem Beifall. In der
ſich anſchließenden Debatte wurde auf die Notwen=
digkeit
verwieſen, den ſchon 1908 gegründeten national=
liberalen
Verein Waldülversheim im Sinne der von der
Freien Vereinigung vertretenen Politik zu neuem Leben
zu erwecken, ein Vorſchlaa, der ſeitens der Verſammlung
lebhafte Zuſtimmung fand. Eine Generalverſammlung
mit der Tagesordnung Neuwahl des Vorſtandes ſoll
ſpäteſtens im Verlauf der kommenden Woche einberufen
werden. Mit dem Wunſch, Herrn Dr. Linſe recht oft als
Redner in Waldülversheim begrüßen zu dürfen, ſchloß
der Vorſitzende die einmütig und anregend verlaufene
Verſammlung um ½12 Uhr
Bad=Nauheim, 14. Febr. Hunderte von Arbeitern
ſind hier beſchäftigt, um bis zur Ankunft der Kai=
erin
alles in Stand zu ſetzen. Am Bahnhof wird die
nnere Ausſtattung der Wände durch Anbringung von=
Plättchen fertiggeſtellt. Die Bildhauerarbeiten am
Empfangsgebäude, wie im Sprudelhof und die Trinkkur=
anlagen
werden vollendet. Am Sprudelhof wird auf
einem Poſtament der heſſiſche Löwe angebracht. Im Park
werden neu angelegte Wege fertiggeſtellt. Am 15. Fe=
bruar
wird der Badearzt Geh. Rat Profeſſor Groedel
mit dem Leibarzt der Kaiſerin eine Konferenz in Berlin
haben.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 13. Febr. Prinz Karl
von Rumänien traf um 4 Uhr 40 Minuten auf dem
Bahnhof Friedrichſtraße ein. Zum Empfange waren er=
ſchienen
die Prinzen Eitel Friedrich und Auguſt Wilhelm=
Die Ehrenkompagnie ſtellte das zweite Garderegiment zu
Fuß. Beim Reichskanzler fand heute abend ein
Diner für das Präſidium und die Fraktionsvorſitzenden
Der Präſident des Preußiſchen
des Reichstags ſtatt.
Abgeordnetenhauſes und des Deutſchen Landwirtſchafts=
rats
, Graf v. Schwerin=Löwitz, und Gemahlin veranſtal=
teten
heute einen parlamentariſchen Abend, an
dem über 300 Perſonen teilnahmen, darunter mehrere Mi=
niſter
, Staatsſekretäre, hohe Staatsbeamte, viele Parla=
mentarier
und prominente Perſönlichkeiten des Deutſchen
Landwirtſchaftsrats. Ein intereſſanter Brücken=
bau
wurde heute nacht auf der Strecke der Berlin- Pots=
damer
Bahn ausgeführt. Umfangreiche bauliche Verände=
rungen
am Wannſeebahnhof Zehlendorf=Mitte machten es
notwendig, die Gleiſe des Berlin-Potsdamer Vorort=
verkehrs
und die von ihm benutzte eiſerne Brücke zu ver=
legen
. Nachdem die Untermauerungsarbeiten der neuen
Brücke geſtern zu Ende geführt und das neue Gleis fertig=
gelegt
war, wurde heute nacht die fünf Meter breite und
ungefähr 15 Meter lange, auf Hilfsſchienen laufende
Eiſenbahnüberführuig, die einen Teil der am Bahnhof
Zehlendorf die Straße überſpannenden mehrteiligen Brücke
bildet, mit Hilfe von Flaſchenzügen an ihren neuen Platz
gerückt. Sodann wurde der auf der Brücke liegende Gleis=
teil
an das neue Gleis angeſchloſſen. Die Arbeiten, zu
denen eine Anzahl Ingenieure und ein großes Aufgebot
von Arbeitern herangezogen worden war, begannen kurz
nach 12 Uhr nachts und dauerten ungefähr vier Stunden,
ſo daß die erſten Frühzüge bereits die neue Brücke paſ=
ſieren
konnten. In der Narkoſe erlitt heute mittag
die 26 Jahre alte Frau des Kaufmanns Dieckmann aus
der Fiſcherſtraße einen plötzlichen Tod. Sie hatte ſich einer
geringfügigen Operation zu unterziehen, auf ihren
eigenen Wunſch wurde ſie aber doch chloroformiert. Wäh=
rend
der Ehemann im Nebenzimmer wartete, nahm der
Arzt im Beiſein zweier Aſſiſtenten die Operation vor und
gab der Frau zuvor einige Tropfen Narkotin. Kurz vor
Beendigung der Operation, die einen durchaus gelungenen
Verlauf genommen hatte, ſetzte plötzlich die Herztätigkeit
der Patientin aus. Die Doktoren wandten ſofort ent=
ſprechende
Gegenmittel an, doch war ihr Bemühen ver=
geblich
. Der Kaſſenbote Bruning, der die Dres=
dener
Bank ſchädigte, war mit den Ausweispapieren eines
Heizers Berend nach Amerika entkommen. Der Heizer
Berend iſt jetzt ermittelt worden. Er fuhr auf der Har=
monia
zwiſchen Hamburg und Rußland. Er wurde von
der Hamburger Kriminalpolizei feſtgenommen. Der tat=
ſächliche
Berend hatte dem Bruning im Auguſt 1912 die
Ausweispapiere für 70 Mark in einer Kaſchemme verkauft.
Mörs, 14. Febr. Infolge ſtarken Nebels ſtießen auf
der Strecke Baerl-Homberg zwei Straßenbahn=
wagen
zuſammen und wurden zertrümmert. 6 Per=
ſonen
wurden dabei ſchwer verletzt.
Kreuznach, 14. Febr. Der Zahntechniker Bechtoldt,
der unter dem Verdacht der Werbung für die
franzöſiſche Fremdenlegion verhaftet
wurde, iſt auf Verfügung der Königlichen Staatsauwalt=
ſchaft
zu Koblenz wieder aus der Haft entlaſſen worden.
Die Unterſuchung ergab keinen Beweis ſeiner Schuld.
Bechtoldt gibt an, jungen Leuten zwecks zahntechniſcher
Ausbildung Stellung in Frankreich beſorgt zu haben.
Die Unterſuchung wird trotzdem weitergeführt.
Dornach, 14. Febr. Durch ein ſpielendes Kind ſind
geſtern Briefmarken im Werte von 57800 Mark,

Feuilleton.

CK. Eine geronantiſche Wetterſtation in England.
Die engliſche Zentralſtelle für Meteorologie hat jetzt einen
beſonderen Dienſt in Verbindung mit der königlichen
Flugmaſchinenfabrik in South Farnborough eingerichtet,
um die meteorologiſchen Beobachtungen und Vorausſagen
direkt in den Dienſt der Flieger zu ſtellen und anderer=
ſeits
auch die Flieger zu einer ſchärferen Beobachtung der
meteorologiſchen Probleme zu veranlaſſen. Ein wiſſen=
ſchaftlich
geſchulter Meteorologe, J. S. Dines, iſt zum
Leiter dieſer Station ernannt, und ſo ſollen alle Methoden
und Apparate der Wetterbeobachtung in engſtem Zu=
ſammenhange
mit der Flugtechnik zur Anwendung ge=
langen
. Ein ſpezieller telephoniſcher Dienſt verbindet
dieſe Station mit der Hauptſtelle in South Kenſington,
ſo daß auch von dort für die Flieger wichtige Nachrichten
ſofort nach South Farnborough übermittelt werden
können.
* Kiſſenbombardement. In irgendeinem lateiniſchen
Poeten haben wir auf der Prima des Gymnaſiums ge=
leſen
, daß die Beſucher der altrömiſchen Theater
nach der Vorſtellung einander mit den Kiſſen zu werfen
pflegten, die zur Bequemlichkeit über die ſteinernen Sitz=
ſtufen
gelegt waren. Die antike Sitte oder Unſitte iſt
auch heute in Italien noch nicht völlig außer Uebung ge=
kommen
. Man kann das Kiſſenbombarde ment
nach jeder Vorſtellung im römiſchen Stadion bei Via
Flaminia erleben, und vor wenigen Tagen hat auch das
Politeama Verdi in Saſſari (Sardinien) ein ſolches
Hagerwetter von Sitzpolſtern geſehen. Dort war während
einer Vorſtellung der Traviata ein Lohnſtreit zwiſchen
dem Orcheſter und dem Theaterunternehmen ausge=
brochen
, infolgedeſſen die Pauſe vor dem dritten Akt ſich
ungebührlich lange ausdehnte, weil die Muſiker nicht
weiterſpielen wollten, bevor ſie ihren Lohn hätten. Die
Zuſchauer wurden ungeduldig, pfiffen ſchrien und warfen
endlich, als ihr Lärm ohne Erfolg blieb, ihre Sitzpolſter
gegen die Bühne. Wer gerade kein Kiſſen mehr erwiſchen
konnte, wählte als Wurfgeſchoß auch ein Inſtrument oder
ein Notenpult aus dem leeren Orcheſterraum. Ein Po=
lizeikommiſſar
, der Ruhe ſtiften wollte, trat aus dem Vor=

hang heraus und wollte ſeine Ermahnungen an die
Menge richten; da dieſe ihn aber für den Theaterdirektor
hielt, ſo wurde er nun zum Zielpunkt der Wurfgeſchoſſe
gemacht, bis keine mehr zu verſenden waren. Ein Teil
der Zuſchauer war während dieſer Beſchießung aus dem
Theater geflohen; die Hartnäckigen blieben und erzwangen
die Fortſetzung der Vorſtellung, die um 1 Uhr nachts
wieder aufgenommen wurde.
* Der ſpringende Punkt. Ein amerikaniſcher Fa=
milienvater
erzählt folgende Geſchichte: Mein kleiner
Sohn ſtand mit offenem Munde da, während ein Be=
kannter
die Geſchichte eines plötzlichen Todes erzählt
Man hatte den Patienten nicht als ernſtlich krank ange=
ſehen
, die Krankenſchweſter trat ins Zimmer und trug
einen Teller mit einer geröſteten Kartoffel, auf die der
Kranke Appetit hatte. Aber ſo erzählte der Bekannte
ernſt, bevor er ſie koſten konnte, ſtarb er.
Ich hatte
das Gefühl, daß eine ſolch düſtere Geſchichte nicht vor
einem kleinen Kinde hätte erzählt werden ſollen. Aber
meine Sorge war vollkommen überflüſſig. Ehe ich zu
Worte kommen konnte, rief mein Junge ſchon mit größter
Anteilnahme: Und was wurde dann aus der Kartoffel?
* Türkiſcher Vandalismus. Gegen die Mißhandlung
des Brunnens auf dem Platz Sultan Ahmed hat die Kon=
ſtantinopeler
Zeitung Der Jungtürke öffentlich Einſpruch
erhoben. Es handelt ſich um das Geſchenk, das unſer
Kaiſer dem Sultan nach ſeinem Beſuche in Konſtantinopel
im Jahre 1898 gemacht hat: einen ſteinernen Brunnen
aus edlem Material, mit zahlreichen Moſaiken verziert
die vor zehn Jahren von aller Welt bewundert wurde
Die türkiſche Regierung hat es aber nicht für notwendig
gehalten, irgend etwas zur Erhaltung des Bauwerkes
zu tun. Ganze Blöcke ſind geſtohlen worden, und Kin=
der
graben die Steinchen der Moſaiken heraus, ſo daß
das Ganze ſchon jetzt den Eindruck einer Ruine macht.
Von den Waſſerhähnen iſt kaum noch einer da, und der
Schmuck iſt abgebrochen. Die genannte türkiſche Zeitung
erinnert an die orientaliſche Gaſtfreundſchaft und nennt
es eine Schmach, daß man das Gaſtgeſchenk unſeres
Monarchen ſo verkommen laſſe, um ſo mehr, als die Tür=
ken
gerade dem Kaiſer zu beſonderem Danke verpflichte
ſind.

[ ][  ][ ]

herrührend von dem vor acht Tagen im hieſigen Poſtamt
erfolgten Diebſtahl, etwa 400 Meter von der Fund=
telle
des geraubten Kaſſenſchrankes entdeckt worden. Das
Kind, reſp. die Eltern, werden den Finderlohn beanſpru=
chen
. Jetzt fehlen von dem Diebſtahl noch 3200 Mark in
10=Pfennig=Marken.
Leipzig, 13. Febr. Das Reichsgericht hob das
Todesurteil gegen den Bergmann Johann Her=
resheim
auf, der am 21. November 1912 vom Schwur=
gericht
in Metz wegen Mordes an dem Bergmann Max
Neuſchäfer in Aldringen und wegen des Totſchlages an
dem Polizeidiener Schmitz zum Tode und zu neun Jah=
ren
Zuchthaus verurteilt worden war. Die Aufhebung
erfolgte, weil der Antrag der Verteidiger auf Vertagung
zur Vernehmung eines weiteren Sachverſtändigen abge=
lehnt
worden war.
Leipzig, 14. Febr. Heute findet vor dem vereinigten
zweiten und dritten Strafſenat des Reichsgerichts der
Spionageprozeß gegen den 26jährigen, bereits
vorbeſtraften Kontoriſten Paul Neumann aus Dirſchau
ſtatt, der der verſuchten Spionage beſchuldigt iſt. Neu=
mann
bot ein dem Jäger zu Pferde Heine entwendetes
Karabinerſchloß einer franzöſiſchen Behörde an. Er
wurde feſtgenommen, als er den poſtlagernden Brief der
franzöſiſchen Behörde von dem Danziger Poſtamt ab=
holen
wollte. Die Oeffentlichkeit iſt während der Dauer
der Verhandlungen ausgeſchloſſen. Das Urteil iſt heute
nachmittag zu erwarten.
Kiel, 13. Febr. Der wegen Amtsverbrechen kürzlich
verhaftete Regierungsaſſeſſor Lewicki aus Köslin iſt
heute in das hieſige Unterſuchungsgefängnis eingeliefert
worden. Er wird beſchuldigt, Erpreſſungen im Be=
trage
von 140000 Mark verübt zu haben.
Beuthen, 13. Febr. Der Holzkaufmann Albert Gold=
ſtein
=Königshütte, deſſen Ende 1911 erfolgte
Zahlungseinſtellung den Zuſammenbruch des Beuthener
Bankhauſes Sorauer u. Förſter herbeigeführt hat und
der kürzlich mit einer Million Unterbilanz in Konkurs
geriet, iſt auf Anordnung der Staatsanwaltſchaft Wil=
mersdorf
=Berlin unter dem Verdacht des betrügeriſchen
Bankerotts verhaftet und in das Beuthener Gerichts=
gefängnis
eingeliefert worden.
Königsberg, 14. Febr. Dem Berliner Tageblatt wird
folgende Begebenheit anläßlich der Hundertjahrfeier, an
der ſich bekanntlich der Kaiſer beteiligte, berichtet: An
dieſer Feierlichkeit nahmen auch die verſchiedenen Kor=
porationen
der Königsberger Studentenſchaft
teil. Sie hatten beſchloſſen, ein Kaiſerhoch durch ein
Mitglied der Studentenſchaft ausbringen zu laſſen. Es
ſollte ausgeloſt werden, welche Korporation den Redner
zu ſtellen habe. Das Los fiel auf die Gruppe der konfeſ=
ſionellen
Verbindungen. Unter dieſen entſchied das Los
wiederum für den Verein jüdiſcher Studenten. Der erſte
Chargierte ſchickte ſich nun bei der Feier bereits an, die
Tribüne zu betreten, um das Hoch auszubringen, als der
erſte Chargierte des Vereins deutſcher Studenten ihm
vorgneilte und das Hoch auf den Kaiſer ausbrachte. Auf
die Interpellation des Vereins jüdiſcher Studenten bei
dem Sekretär der Univerſität wurde dem Verein, wie der
Korreſpondent des B. T. weiter ſchreibt, mitgeteilt, daß
der erſte Chargierte des Vereins deutſcher Studenten auf
einen ausdrücklichen Wunſch gehandelt habe, denn das
Oberhofmarſchallamt habe den Wunſch ausge=
ſprochen
, daß das Kaiſerhoch nicht von einem Mitglied
einer konfeſſionellen Verbindung ausgebracht werde. Die
Folge war zunächſt eine Forderung zwiſchen den bei=
den
Chargierten und dann weiter eine Chargenforder=
ung
zwiſchen dem Verein jüdiſcher Studenten und dem
Verein deutſcher Studenten. (Die Sache wird ſich wohl
anders verhalten.)
Gablonz (Böhmen), 13. Febr. Die hieſige Polizei iſt
einer großen Falſchmünzerbande auf die Spur
gekommen. Sechs Perſonen, meiſt hieſige Graveure, wur=
den
verhaftet. Die Affäre ſcheint weitere Kreiſe zu ziehen.
Die Falſchmünzer fertigten ausſchließlich braſiliani=
ches
Geld an und ſandten es bereits ſeit zehn Jah=
ren
in Fäſſern, deren Inhalt als Zement deklariert war,
ins Ausland. Verbreitungsorte waren Curitiba ( Braſi=
lien
) und Valparaiſo. Das umgeſetzte falſche Geld be=
trägt
über eine viertel Million Kronen. Der Hauptſchul=
dige
iſt angeblich der in dem Nachbarorte Bad=Schlaa
wohnende Privatier Leubner, von dem man erzählt, daß
er früher Großkaufmann in Curitiba geweſen ſei, von

dort aber wegen unlauterer Machenſchaften flüchten mußte.
Die Fäſſer enthielten Zement, die Falſifikate waren in
der Mitte der Fäſſer verpackt, ſo daß das falſche Geld nie=
mals
entdeckt wurde.
Rennes, 14. Febr. Vor dem Polizeigericht begann
geſtern infolge einer Strafanzeige des Aerzte= und Apo=
theker
=Syndikates des Departements Jle=et=Vilaine ein
Prozeß wegen Kurpfuſcherei gegen den Abbé
Chaupitre, der ſich in der dortigen Bevölkerung eines
großen Rufes als Heilkünſtler erfreut. Die Verteidigung
des Abbé hat der ſozialiſtiſche Deputierte Willm über=
nommen
, welcher der Rechtsbeiſtand des Krankenſyndi=
kats
von Frankreich iſt und dem Gerichtshof eine Liſte
von mehr als 5000 Perſonen vorlegte, die angaben, von
Chaupitre geheilt worden zu ſein.
Nizza, 14. Febr. Der ruſſiſche Prinz Nariſchkin und
Pauline Schanſchieff, die das bereits gemeldete Auto=
mobilunglück
verurſacht haben, wurden wegen fahr=
läſſiger
Tötung in Haft genommen.

Deutſcher Reichstag.

* Berlin, 14. Febr. Präſident Dr. Kaempf
eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 18 Minuten. Die
zweite Beratung des Etats für die Reichspoſt= und
Telegraphen=Verwaltung
wird fortgeſetzt. Abg. Nacken (Zentr.): Wir können
der Poſtverwaltung bei gerechter Beurteilung die Aner=
kennung
nicht verſagen, daß ſie den ſtets ſteigenden An=
forderungen
des Poſtverkehrs gerecht zu werden, bemüht
geweſen iſt. Trotzdem haben wir noch verſchiedene Wün=
ſche
, ſo u. a., daß die Verhandlungen bezüglich der Porto=
freiheit
beziehungsweiſe deren Beſeitigung bald zu einem
Reſultat führen, daß die bisher von den Telephoninhabern
für die Aufgabe von Telegrammen erhobene Gebühr in
Wegfall kommt. Ferner wünſchen wir die Einführung
von Poſtkreditbriefen, zur Förderung des poſtaliſchen
Verkehrs, vermehrte Aufſtellung von Briefmarkenauto=
maten
und eine Reform der Fernſprechgebühren, die wir
ſchon wiederholt angeregt haben. Im Intereſſe von Han=
del
und Verkehr hat die Poſtverwaltung die Pflicht, für
genügend zahlreiche Telephonlinien zu ſorgen. Für poſt=
lagernde
Briefe ſollte man beſondere Gebühren erheben.
Bei der Vergebung von Lieferungen ſollte man durch
kleinere Loſe mehr den Mittelſtand, den kleinen Hand=
werker
, berückſichtigen. Eine Verminderung des Schreib=
werks
bei der Poſtverwaltung iſt erforderlich. Für eine
Hebuna des Poſtagentenſtandes, der ſich aus ſeßhaften
Bürgern rekrutiert, müßte mehr getan werden. Dieſe
Leute verdienen dasſelbe Vertrauen, wie die Beamten.
Die Beförderungsverhältniſſe der höheren Poſtbeamten
laſſen ſehr zu wünſchen übrig. Hier muß Abhilfe geſchaf=
fen
werden. Wir ſtimmen deshalb der diesbezüglichen
Kommiſſionsreſolution zu, wie auch der Reſolution be=
züglich
der Wiederholung der Poſt= und Telegraphen=
Sekretär=Prüfung. Die geſtrigen Ausführungen des
Staatsſekretärs Kühn über die Gehaltsfrage treffen nicht
zu. Sie verſtoßen gegen die Maßnahmen, die der Reichs=
tag
bei früheren Gelegenheiten getroffen hat. Ich muß
gegen dieſe Ausführungen des Staatsſekretärs namens
meiner Partei Proteſt erheben. (Bravo im Zentrum.) Es
handelt ſich bei den Kommiſſionsbeſchlüſſen nicht um Aen=
derung
der Gehälter, ſondern um das Zulageſyſtem. Das
Beſoldungsgeſetz ſagt ausdrücklich, daß Zulagen nur in=
ſoweit
bewilliat werden können, als der Reichshaushalts=
etat
dies beſtimmt. Wir halten es für eine Staatsnot=
wendigkeit
, den berechtigten Klagen der unteren und mitt=
leren
Beamten nachzukommen im Intereſſe der Sicherung
unſeres Vaterlandes. Es genügt nicht, nur nach außen
hin für Ruhe und Sicherheit zu ſorgen, ſondern auch nach
innen, damit die tiefgebende Verſtimmung der Beamten
nicht zu einer Staatsgefährdung werde. Die Gehälter der
Poſtboten wollen wir um 10 Prozent erhöhen aber auch
die der Poſtaſſiſtenten. Unterbeamten und gehobene Un=
terbeamten
müſſen aufgebeſſert werden gemäß jenen Ge=
haltsſätzen
, die der Reichstag im Jahre 1909 in zweiter
Leſung beſchloſſen hat. Der Reſolution auf Einführung
von Kinderzulagen für die Reichsbeamten ſtimmen wir
gleichfalls zu. Die Wünſche der Telegraphenarbeiter müſ=
ſen
berückſichtigt werden. Poſtagenten müſſen unentgelt=
lich
Vertretung in Krankheitsfällen bekommen. Die Ta=
rifermäßigung
für Ueberſee=Telegramme wünſchen wir,

um uns vom Ausland im Nachrichtenweſen unabhängig
zu machen. Wir wünſchen, daß die Poſt eine Entwicklung
nimmt, damit dieſe Inſtitution für Handel und Verkehr
Nutzen und Vorteil bringt. (Beifall.)
Staatsſekretär des Reichsſchatzamtes Kühn: Auf
Beſchluß des Reichstages iſt hinſichtlich der Anwendung
des Beſoldungsgeſetzes ausdrücklich beſtimmt, daß als Zu=
lagen
bewilligt werden dürfen: Funktionszulagen an
olche Beamte, die durch die Art ihrer Beſchäftigung aus
den Reihen der gleichſtehenden Beamten herausgehoben
ſind. Dies trifft zu beim zweiten Direktor des Reichs=
verſicherungsamtes
. Ganz anders liegt es bei denjenigen
Erhöhungen von Bezügen, die ſich als Gehaltserhöhung
im allgemeinen darſtellen. Dieſe Zulagen ſollten nach
der früheren Meinung des Reichstages nur durch Aen=
derung
des Beſoldungsgeſetzes eingeführt werden können.
Zwiſchen beiden Arten von Zulagen beſteht eine derartige
fundamentale Verſchiedenheit, die meine Haltung voll=
berechtigt
erſcheinen läßt. Staatsſekretär Kraetke:
Der Vorredner hat den Wunſch ausgeſprochen, daß wir
uns mit der Schaffung von Poſtkreditbriefen befaſſen =
gen
. Seit Anfang vorigen Jahres ſind wir mit dieſer
Frage beſchäftigt. Wir werden alsbald mit den ſüddeut=
ſchen
Poſtverwaltungen ins Einvernehmen kommen. In
der Aufſtellung der Automaten gehen wir rüſtig vorwärts.
Ich hoffe auch, daß die Maſchinen zur Beklebung und
Stempelung von Briefſachen in vermehrtem Maße in Be=
trieb
geſetzt werden können. Die Poſtverwaltung iſt
dauernd bemüht, für eine genügend große Anzahl von
Fernſprechleitungen zu ſorgen. Da die Koſten für eine
oberirdiſche Leitung aber ſehr groß ſind ſo koſtet zum
Beiſpiel eine oberirdiſche Leitung von Berlin nach Köln
über 300000 Mark
, ſo haben wir mit der Legung
unterirdiſcher Kabel begonnen, die 50 Leitungen enthalten.
Für die Leiſtungsfähigkeit der Kabel beſitzen wir eine
Garantie, ſo daß, ſobald dieſe unterirdiſchen Kabel fertig=
geſtellt
ſind, wir vorläufig mit keiner neuen Forderung
an den Reichstag heranzutreten brauchen. Mit dem
Reklameweſen in den Telephonbüchern und auf den Löſch=
blättern
in den Poſtanſtalten habe ich keine auten Er=
fahrungen
gemacht. Ich bekomme jetzt von allen Seiten
Prügel. (Heiterkeit.) Mit der Einführung der Automa=
tenämter
haben wir, trotzdem ſie für die Fernſprechabon=
nenten
etwas teurer ſind, meiſt gute Erfahrungen gemacht.
Den Privatgeſellſchaften, die Apparate für den Anſchluß
an das Fernſprechamt liefern, kommen wir möglichſt weit
entgegen. Klagen, daß wir ihnen gegenüber voreinge=
nommen
ſind, ſind ungerechtfertiat; wenn aber die Reichs=
poſtverwaltung
die Apparate billiger liefert, als dieſe Ge=
ſellſchaften
, ſo kann man ihr daraus keinen Vorwurf
machen. Bezüglich der Konſumvereine ſtehe ich auf dem
Standpunkt, daß der Vertrieb von Luxusartikeln ausge=
ſchloſſen
bleibt. Hinſichtlich des Telegraphenverkehrs mit
den Schutzgebieten iſt es nicht richtig, daß unſere Kolonien
noch immer ſchlechter geſtellt ſind als die engliſchen Ko=
lonien
, die direkten Nachrichtenverkehr mit der Heimat
haben. Wir legen großen Wert darauf, daß die geſam=
ten
Kolonien in Afrika ungeſchminkte Nachrichten erhalten,
unabhängig vom Ausland. Deshalb iſt die Einrichtung
getroffen, daß vom Wolffſchen Bureau Depeſchen gegen
eine ſehr geringe Tare von 60 bis 70 Pfennig während
ſie ſonſt 2 bis 3 Mark beträgt dorthin gegeben wer=
den
. (Bravo.) Die Verſendung von Geſchäftspapieren
der Krankenkaſſen ſoll nicht anders behandelt werden, als
die der Verſicherungsgeſellſchaften, ſo lange eine aktive
Korreſpondenz in dieſen Briefen nicht enthalten iſt. Eine
diesbezügliche ausdrückliche Beſtimmung wird in die Poſt=
Abg. Beck=Heidelberg
ordnung eingefügt werden.
(natl.): Die Poſtverwaltung würde viel ſchneller zur Be=
willigung
des ganzen Etats gelangen, wenn ſie unſeren
jahrelangen dringenden Wünſchen um Aufbeſſerung der
Beamten mehr entgegengekommen wäre. Die weitgehende
Mißſtimmung muß beſeitiat werden. Lange genug haben
wir es ſchon gefordert. Bei den Ober=Poſtinſpektoren
ſollte auf eine Verleihung höherer Titel Bedacht genom=
men
werden. Den gehobenen Unterbeamten gegenüber
ſollte mehr Vereinheitlichung in der Beſoldung herbeige=
führt
werden um zu verhindern, daß die vor dem 1. April
1905 in gehobenen Stellungen befindlichen Unterbeamten
geringer bezahlt werden als die nach dieſem Zeitvunkte
eingeſtellten Beamten dieſer Kategorie. Der Reſolution
auf Gewährung von Kinderzulagen ſtimmen wir zu. Der
freiſinnigen Reſolution, derzufolge die kündbare Anſtel=
lung
der Poſt= und Telegraphen=Gehilfinnen nach Ablauf
einer angemeſſenen Friſt in unkündbare umgewandelt
wird, werden wir trotz mancherlei Bedenken zuſtimmen.

Gertrud Leiſtikotz

Orcheſtiſche Tanzſpiele.
Gertrud Leiſtikow iſt eine Sondererſcheinung auf dem
Gebiete moderner Tanzkunſt. Sie ragt als Sonder=
erſcheinung
hervor aus dem Kranz ſchöner Tanzkünſtle=
rinnen
, die wir im Laufe der Jahre hier bewundern durf=
ten
, nicht weil ſie abſolut Neues und Einzigartiges
bringt Tanzkunſt iſt immer an beſtimmte rhythmiſche
Ausdrucksformen gebunden , ſondern weil ſie ihre eigene
Art hat. den Rhythmus ihrer muſikaliſchen Empfindungen
plaſtiſch zu beleben und mitempfinden zu laſſen. Gertrud
Leiſtikow verkörpert keine Melodie und ſie löſt keine Tanz=
voſen
in Muſik auf. Für ſie iſt Tanz eben Tanz und
Muſik Muſik und in ihrer Kunſt iſt das iſt das größte
an ihr Tanz von Muſik nicht zu trennen. Ihre Kunſt
iſt vielleicht definiert in der Feſtſtellung, daß ſie es in
meiſterhafter überzeugender Weiſe verſteht, den Rhyth=
mus
, der aus der Welt der Töne uns entgegenklingt, in
einen gleichgeſtimmten Rhythmus der Bewegung, der
plaſtiſch belebt in der Künſtlerin nach Ausdruck drängt,
uns bildlich greifbar, richtiger ſichtbar zu vermitteln.
Es iſt letzten Grundes keine große künſtleriſche Offen=
barung
, was Gertrud Leiſtikow brachte, ſondern eigentlich
ein Selbſtverſtändliches. Nur iſt dieſes Selbſtverſtänd=
liche
unendlich ſenſitiv empfunden und wird uns, da eine
Künſtlerin im beſten Sinne des Wortes es bietet,
unendlich veredelt. Muſik kann Gebet ſein, kann
Trauer, kann Freude verkörpern. Beten aber kann der
Menſch auch ohne Muſik, ſeinen Schmerz kann er in lin=
dernden
Tränen löſen und Freude in Jauchzen und Lachen.
Den Tanz aber von Muſik zu ſcheiden, iſt ein Unding. Da=
rum
bleibt es eine künſtleriſche Tat, wenn Gertrud Leiſti=
kow
uns ihre Tanzſpiele als ein Selbſtverſtändliches. Un=
trennbares
mit hervorragenden Tonſchöpfungen bietet.
Und noch eins iſt es, was ihren Darbietungen ein ſo warm
pulſierendes Leben einhaucht, zuerſt das Sinnfällige
und dann das Sinnliche in des Wortes edelſter De=
finition
ihrer Ausdrucksformen. Die gleiche lebens=
warme
Sinnlichkeit iſt das, die Gudrun Hildebrandts und
Rita Sacchettos Tanzkunſt ſo unmittelbar und lebendig
wirken läßt, die über der Hildebrandt Tanzpoeſien
allerdings noch wie ein blütenzarter Hauch ſich ergießt,
bei der Sacchetto aber ſchon zur Leidenſchaft erblüht iſt.
wie bei Gertrud Leiſtikow, womit übrigens keineswegs
die jeweils eigene Kunſt der drei Damen irgendwie als
gleichartig bezeichnet ſein ſoll. Dieſe ſinnliche Leidenſchaft
iſt bei Gertrud Leiſtikow allein begründet in ihren Tän=

zen ſelbſt, nicht etwa in ihrem nicht ſonderlich formen=
reichen
, aber prachtvoll trainierten ſchlanken Körper, auch
nicht, wenn er nur wenig bekleidet iſt. Ihre Tänze wirken
durch das Bildmäßige der plaſtiſchen Bewegungen und
Poſen. Um dieſe Bildwirkung zu erzielen oder zu heben,
tanzt die Künſtlerin vor ſchwarzem oder ſonſt ein=
farbigem
matten Stoffhintergrund im farbloſen oder
leicht getönten Scheinwerferlicht. Sie erſcheint bei
verdunkelter Bühne und verſchwindet mit dem
letzten Takte der Muſik wieder ins Dunkle. Dadurch
wird die Aufmerkſamkeit ausnahmslos auf die Tänzerin
ſelbſt konzentriert und auf ihren Tanz, von dem auch
keine Nuance dem Auge verloren geht. Da keine ihrer Be=
wegungen
unberechnet, noch weniger etwa künſtleriſch
unberechtigt iſt, darf ſie das wagen, durfte ſie auch wagen
in dem übrigens charakteriſtiſchten ihrer Tänze Gottesan=
beterin
einzig durch die Bewegungen ihres meiſt an eine
Stelle gebannten Körpers in einer Fülle von Poſen
eine ganze Skala leidenſchaftlicher Gefühle zum Ausdruck
zu bringen, im Gegenſatz zum Totentanz in dem zur
Entwicklung dieſer Leidenſchaften Ekſtaſe die Tanz=
bewegungen
zu wildem Gebärdenſpiel geſtaltete. Tanz=
bilder
von entzückender Heiterkeit und jugendfrohem Reiz
brachte die den erſten Teil des Abends abſchließende
Nantſch‟. Ebenſo der in ſeiner anſpruchsloſen Lieblich=
keit
ganz entzückende Tanz als Adonis im zweiten Teil
des Abends, der den ſtärkſten Beifall fand.
Im Gegenſatz zu ihren Kolleginnen, verſchmäht die
Künſtlerin es nicht, auch das Groteske in den Bereich ihrer
Kunſt zu ziehen. Uns dünkt, es wäre kein Verluſt ge=
weſen
wenn der Maskentanz weggeblieben wäre. Im=
merhin
ſei anerkannt, daß der Verſuch, künſtleriſch grotesk
zu tanzen, nicht mißlang. Eine feine Chargkteriſtik und
hübſcher Humor lag hingegen in dem ähnlich gearteten
Faun=Tanz. Ein Charitentanz bildete den Schluß
des Programms.
Der muſikaliſche Teil des Abends, der Kompoſitionen
von Maſſenet, Saint=Saéns, Delibes, Hubay und Sibe=
lius
brachte, lag in den Händen von Heinz Nesper
(Klavier), Hermann Breitſchuck (Harfe) und Konzert=
meiſter
Schnurrbuſch=Darmſtadt (Geige). Das
Künſtlertrio brachte ſeine muſikaliſchen Aufgaben zu ſchö=
nem
künſtleriſchen Gelingen. Die Koſtüme waren ent=
worfen
von Ernſt Stern=Berlin und Siegfried W.
Müller=München.
Dem hochintereſſanten Abend, den wir der Freien
literariſch=künſtleriſchen Geſellſchaft dan=
ken
, und der geſtern im Mathildenhöhſaale ſtattfand,
wohnten auch Ihre Kgl. Hoheiten der Großherzog
M. St.
und die Großherzogin bei.

Vorträge.

g. Was heißt glauben? Auf Einladung der
Freien landeskirchlichen Vereinigung für
das Großherzogtum Heſſen ſprach geſtern abend
im vollbeſetzten Saale der Turnhalle am Woogsplatz Liz.
Gottfried Traub aus Dortmund über das Thema:
Was heißt glauben? Der Vorſitzende der Vereinig=
ung
, Profeſſor Dr. A. E. Berger, begrüßte die Er=
ſchienenen
und betonte, daß mit dem Vortrag von Traub
nicht beabſichtigt ſei, das Urteil, das über Traub von dem
preußiſchen Oberkirchenrate gefällt worden ſei, einer Kri=
tik
zu unterziehen. Dazu ſei dies nicht der geeignete Ort.
Aber darüber könne geſprochen werden, daß in Preußen
eine kirchliche Behörde die Anklägerin ſei und auch gleich=
zeitig
Richter, und damit Richter in eigener Sache.
Das ſei allerdings in Heſſen durch die geſetzlichen Be=
ſtimmungen
unmöglich. Er unterzog dann in kurzen Aus=
führungen
die Tätigkeit Traubs und das Verfahren
gegen ihn einer näheren Erörterung und betonte, daß
Traub, wenn er gefehlt habe, dies nur aus Idealismus
getan habe, und daß er in dieſer Beziehung nicht der
erſte geweſen wäre und wohl auch nicht der letzte ſein
würde. Redner wandte ſich dann gegen die beſonders in
Preußen ſich entwickelnde Beamtenkirche und ſtellte die
Forderung nach einer allgemeinen evangeliſchen Volks=
kirche
.
Es ergriff ſodann Liz. Traub das Wort zu
einem Vortrag. Wir leben augenblicklich in einer Zeit
der religiöſen Auseinanderſetzungen, führte er aus, und
alle die Fragen, die ſonſt nur in den Kirchen beſprochen
wurden, ſind heute in die weite Oeffentlichkeit hinaus=
gewandert
. Man könne beinahe ſagen, es ſei das alte
Thema Glaube oder Unglaube wieder aufgeworfen. Es
könne tatſächlich davon geſprochen werden, daß die Reli=
gioſität
ſich in einer aufſteigenden Kurve bewege. Er
freue ſich, daß er ſich vor den Erſchienenen in rein per=
ſönlichen
Gedanken ausſprechen könne. Heute werden die
Gläubigen und Ungläubigen ruhig eingeteilt, klaſſifiziert,
wie das Korn eingeteilt wird in verſchiedene Sorten. Es
ei aber ganz außerordentlich ſchwierig, mit
dem Wort Glauben oder Unglauben zu operieren. Jatho
ei vor kurzem wegen ſeines Ausſpruches, er möchte ein=
ſchlafen
ohne aufzuwecken, bitter angefeindet worden von
rechts und von links. Es wurde nicht geprüft, warum
wohl der Mann zu dieſem Ausſpruch gekommen iſt, ob
er nicht etwa aus innerer Demut, aus innerem Verzichten

[ ][  ][ ]

Die erſte Aufgabe der Verwaltung ſollte ſein, ſich zufrie=
dene
Beamte zu ſchaffen. Abg. Oertel (konſ.) er=
kennt
die umſichtige und überſichtliche Aufſtellung des
Etats an. Das Beſtreben, allen Wünſchen nachzukommen,
ſei anzuerkennen. Die Haltung des Staatsſekretars gegen=
über
den Sozialdemokraten iſt durchaus gerechtfertigt. Für
Angehörige einer ſolchen Partei iſt in der Verwaltung
kein Platz. Redner wendet ſich gegen die zahlreiche Ein=
ſtellung
von Poſtgehilfinnen, dadurch werden künftigen
Familienvätern die Stellungen weggenommen. Durch die
Streichung der Oſtmarkenzulage würde das Vertrauen der
Beamtenſchaft zur Reichsverwaltung lebhaft erſchüttert
Um es dem Zentrum möglich zu machen, zuzuſtimmen, iſt
es angängig, dieſer Vorlage einen anderen Namen zu
geben und ihr ihren politiſchen Charakter zu nehmen, in
dem dieſe Zulage auch den Beamten in Elſaß= Lothrin=
gen
zugebilligt wird. Es iſt unbedingt erforderlich, daß
die bürgerlichen Parteien zuſammengehen wegen der
Fragen, die in wenigen Wochen gebieteriſch an uns her=
antreten
werden. Abg. Kopſch (Fortſchr. Volkspt.):
Angeſichts der hohen Ueberſchüſſe ſollte die Verwaltung
vor den gewünſchten Reformen nicht zurückſchrecken. So
wird das Strafporto vielfach als zu hoch empfunden, das
Porto für Druckſendungen ſollte ebenfalls ermäßigt wer=
den
. Handelskreiſe wünſchen Verbilligung der Brief
telegramme und Herabſetzung der Telegrammgebühren
für Telegrammadreſſen. Der koſtenloſe Fernſprechanſchluſ
der,Fürſten iſt ungerechtfertigt. Die von der Kommiſſion
gewünſchte Zulage ſollte penſionsfähig ſein. Wir ver=
langen
, daß den Poſtbeamten außerhalb ihres Dienſtes
volle Freiheit bezüglich ihrer Beſchäftigung und ſonſtigen
Betätigung gewährt wird.
Weiterberatung Samstag 11 Uhr. Schluß
½7 Uhr.
* Berlin, 14. Febr. In der heutigen Sitzung der
Budgetkommiſſion des Reichstags wurde die
Forderung auf Gewährung einer Zulage für den Marine
attaché in Buenos Aires durch die Mehrheit, welche
aus dem Zentrum, den Polen und Sozial=
demokraten
beſtand, abgelehnt. Während der
Weiterberatung der Tafel= und Meſſegelder gab der Vor=
ſitzende
Spahn bekannt, daß das in Ausſicht geſtellte Ma=
terial
, betreffend die Meſſegelder, eingegangen ſei. Er
empfahl, die weitere Debatte bis nach deſſen Prüfung zu
verſchieben. Dieſem Erſuchen iſt ſtattgegeben worden.
Berlin, 14. Febr. Die Leuchtölkommiſ=
ſion
des Reichstags nahm § 3 in folgender Faſſung
nach dem ſozialdemokratiſchen Antrag an: Die Vertriebs=
geſellſchaft
unterſteht der Aufſicht des Reichskanzlers. § 4,
Ziffer 1, wurde nach dem abgeänderten ſozialdemokra-
tiſchen
Antrag angenommen und zwar wie folgt: Die dem
Reiche eingeräumten Befugniſſe ſind von dem Bundesrat
nur unter folgenden Beſtimmungen der Vertriebsgeſell=
ſchaft
zu übertragen. Ziffer 1: Das Grundkapital beſteht
zu vier Fünftel aus Inhaberaktien, ein Fünftel aus Na
mensaktien. Die Namensaktien werden auf den Namen
des Reiches ausgeſtellt und ſind unübertragbar. Der
Reichskanzler wird ermächtigt, zur Deckung der Koſten
eine Reichsanleihe aufzunehmen. Der Gewinn aus dieſen
Aktien iſt in den Reichsetat einzuſtellen. In der General=
verſammlung
haben die Namensaktien 52 vom Hundert
Stimmen, die Inhaberaktien je eine Stimme für je 1000
Mark Nennwert. Bei der Verteilung des Gewinnes wird
zwiſchen beiden Arten keine Unterſcheidung getroffen. Im
Falle der Liquidation wird die Liquidationsmaſſe unter
die Aktionäre bis zur Höhe der Einzahlungen gleichmäßig
verteilt; von dem noch vorhandenen Reſte entfällt die
Hälfte auf das Reich als Eigentümer der Namensaktien,
die andere Hälfte auf die Beſitzer der Inhaberaktien.

Zum Tode Geheimrat Haas‟.

Anläßlich des Hinſcheidens von Geheimerat Haas
ſind überaus zahlreiche Trauerkundgebungen aus dem In=
und Auslande eingegangen. Als beſonders bemerkens=
wert
ſeien erwähnt: Eines der erſten Beileidstelegramme
lief von Sr. Königl. Hoheit dem Prinz=Regenten Ludwig
von Bayern ein, welcher Frau Geheimerat Haas der be=
ſonderen
Wertſchätzung ihres dahingeſchiedenen Gatten
verſicherte, ſowie aufrichtige und herzliche Teilnahme zum
Ausdruck brachte. Ferner bekundeten ihr Beileid die
Großherzöge von Baden und Oldenburg. Des weiteren
Reichskanzler von Bethmann Hollweg, Staatsſekretär des
Reichsamts des Innern Dr. Delbrück, Staatsſekretär des
Reichskolonialamts Dr. Solf, Landwirtſchaftsminiſter
Freiherr von Schorlemer, Oberpräſident. Staatsminiſter
Freiherr von Rheinbaben. Miniſter des Innern Freiherr
von Soden=München, Miniſter des Innern Freiherr von
Bodmann=Karlsruhe der öſterreichiſche Ackerbauminiſter
Zenker, die drei heſſiſchen Miniſter, der Unterſtaatsſekretär
in der Reichskanzlei, Wahnſchaffe, die Fürſten von Yſen=
burg
Birſtein, Yſenburg=Wächtersbach, Erbach=Schönberg,
Prinz Löwenſtein=Karlsruhe, Graf Schlitz gen. von Görtz,
Präſident der Erſten Kammer, Graf Wilhelm von Solms
Laubach, der frühere italieniſche Landwirtſchaftsminiſter
Raineri, der frühere Reichstagspräſident Graf Schwerin=
Löwitz, Reichsbankpräſident Havenſtein, Präſident der
Preuß. Zentralgenoſſenſchaftskaſſe Wirkl. Geh. Oberregier=
ungsrat
Heyligenſtadt, Wirkl. Geheimrat Mehnert= Dres=
den
, Sektionschef im öſterr. Ackerbauminiſterium Ritter

von Ertel, Regierungspräſident von Meiſter=Wiesbaden,
die Deutſche Landwirtſchaftsgeſellſchaft, Königl. Preuß.
Landesökonomie Kollegium mit dem beſonderen Hinweis,
daß noch in einer am Todestage ſtattgehabten Sitzung die
unvergänglichen Verdienſte des Verſtorbenen um das Ge=
noſſenſchaftsweſen
gewürdigt worden ſeien, Bayeriſche
Landwirtſchaftsrat, Internationales Agrar=Inſtitut in
Rom, Bund der Landwirte, die nationale Fraktion des
Reichstages, in deren Auftrag Reichstagsabgeordneter
Baſſermann, uſw.

Luftfahrt.

* Darmſtadt, 14. Febr. Der Straßburger Flieger
Leutnant von Donnevert, der geſtern mittag vom
hieſigen Truppenübungsplatz zum Ueberlandflug aufge=
ſtiegen
iſt. landete nach glattem Fluge geſtern nach=
mittag
5 Uhr 30 Minuten in Gotha.
* Straßburg, 14. Febr. Der Flieger Faller
ſtellte geſtern zum ſechſten Male auf dem Flugfeld Habs=
heim
einen neuen Weltrekord auf. Er flog mit zwei
Paſſagieren auf einem Aviatik=Doppeldecker 2 Stunden
15 Minuten 30 Sekunden. Die Perſonen wogen 217
Kilo, der Benzinvorrat 100 Kilo.

Vermiſchtes.

Anläßlich des bevorſtehenden Kaiſer=Jubiläums
iſt unter dem Protektorat des Herzogs Johann Albrecht
zu Mecklenburg, Regenten des Herzogtums Braunſchweig,
Präſidenten der Deutſchen Kolonialgeſellſchaft, eine Na=
tionalſpende
für diechriſtlichen Miſſionen
in unſeren Schutzgebieten in Ausſicht genom=
men
. Das Aktionskomitee, an deſſen Spitze der Präſident
des Herrenhauſes v. Wedel Exzellenz und der Präſiden:
des Hauſes der Abgeordneten Graf v. Schwerin=Löwitz
Exzellenz ſtehen, hat einen Aufruf verfaßt, welcher die An=
gelegenheit
unſerem deutſchen Volke nahebringen und
möglichſt viele Hände und Herzen willig machen möchte
für die große nationale Pflicht, das menſchenfreundliche
Kulturwerk der chriſtlichen Miſſionen in den Schutzgebieter
zu fördern. Die erſten Beiträge für die Nationalſpende
ſind bereits gezeichnet, und zwar: für die katholiſche Miſ
ſion Graf Balleſtrem 20000 Mark, für die evangeliſche
Miſſion Graf Hohenthal=Dölkau 6000 Mark und Super=
intendent
Goebel 1000 Mark.
Zur Kalenderreform. Ueber den Stand
der angeſtrebten Kalenderreform läßt ſich, wie uns der
Verband Deutſcher Waren= und Kaufhäuſer. E. V.
ſchreibt, zurzeit ſchwer ein richtiges Bild gewinnen. Der
Bundesrat hat ſich hierüber kürzlich folgendermaßen geäu
ßert: Kalenderreform und Feſtlegung des Oſterfeſtes
ſind ohne Mitwirkung der beteiligten kirchlichen Inſtanzen
nicht durchführbar. Amtlichen Nachrichten zufolge beſteht
zurzeit weder bei der römiſchen Kurie noch bei den für
die griechiſch=katholiſche Kirche maßgebenden Stellen Ge=
neigtheit
, auf die Reformpläne einzugehen. Es fehlt des=
halb
die Vorausſetzung, um die Angelegenheit mit Aus=
ſicht
auf Erfolg zu betreiben. Eine Nachricht, die im
letzten Sommer durch die Preſſe ging, beſagte dagegen,
daß die römiſche Kurie einer Einſchränkung der Beweg=
lichkeit
des Oſterfeſtes geneigt ſei. Man muß daher lei
der annehmen, daß dieſe Mitteilung auf falſcher Infor=
mation
beruht habe. Da aber die Beweglichkeit des
Oſtertermins zwiſchen dem 22. März und dem 25. April
für Handel und Induſtrie große Unzuträglichkeiten und
bedeutenden Schaden zur Folge hat, und da alle intereſſier=
ten
Kreiſe, einſchließlich der Handelskammern, den zwei=
ten
Sonntag im April als den geeignetſten Termin für
das Oſterfeſt empfohlen haben, ſo iſt die Feſtlegung des
Oſterfeſtes, bezw. die Einſchränkung der Beweglichkeit des
Feſtes, von großer allgemeiner Bedeutung; Handel und
Induſtrie, Beamte und Angeſtellte haben daran, daß die=
ſes
Frühlingsfeſt auch wirklich in die Zeit fällt, in die es
gehört, ein ſo lebhaftes Intereſſe, daß man keine Mühe
ſcheuen ſollte, um endlich zum Ziele zu kommen.
CK. Das moderne Schiff der Wüſte. Wie
im großſtädtiſchen Verkehr das Pferd immer mehr von
dem Automobil verdrängt wird, ſo wird in abſehbarer
Zeit auch das Kamel ſeinen Ehrentitel des Schiffes der
Wüſte an einen Rivalen abtreten müſſen, den der eng=
liſche
Ingenieur Roobrew Lallan aus Kairo konſtruiert
hat. Es handelt ſich um ein regelrechtes Wüſtenauto=
mobil
, oder, wie es der Konſteukteur getauft hat, um ein
Sandautomobil, das ſeinem Bau und ſeiner Beſonder=
heit
nach beſtimmt iſt, transafrikaniſche Wüſtenreiſen zu
machen. Das Automobil unterſcheidet ſich von anderen
Kraftwagen, von ſeiner Größe abgeſehen, durch ſeine un=
gewöhnliche
hohe Lage der Karoſſerie und durch die
eigentümliche Form der Räder. Es kam darauf an, Räder
zu konſtruieren, die nicht zu tief in den Sand einſinken
können. Der Ingenieur löſte das Problem, indem er die
Reifen gewaltig verbreiterte. Die Räder ſind aus Holz
konſtruiert und man hat auch von der Verwendung von
Kautſchukreifen abgeſehen, weil der Kautſchuk unter der
Einwirkung der Sonnenhitze ſich zu raſch abnützt. Statt
der Gummireifen ſind dieſe mannshohen Räder mit
Leder gepolſtert und mit Lederreifen benagelt. Die Sitz=
plätze
werden hoch angeordnet, damit die Reiſenden
durch die während der Fahrt aufgewirbelten Sand=

maſſen nicht beläſtigt werden. Beſondere Aufmerkſamkeit
erforderte der Motor, der gegen das Eindringen feiner
Sandpartikel geſchützt werden muß. Bei dem neuen
Wüſtenautomobil iſt er vollkommen hermetiſch gegen die
Außenwelt abgeſchloſſen. Dies moderne Schiff der Wüſte
hat in der Umgebung der Pyramide von Gizeh ſeine erſten
Probefahrten bereits abſolviert, und deren Ergebniſſe
haben vollauf befriedigt.

Literariſches.

Deutſche Rangliſte, umfaſſend das geſamte
aktive Offizierkorps (einſchließlich der Sanitäts= und
Veterinär=, Zeug= und Feuerwerksoffiziere, ſowie der
wiederverwendeten z. D.) der deutſchen Armee und Ma=
rine
und ſeinen Nachwuchs mit den Dienſtaltersliſten der
Generale bezw. Admirale und Stabsoffiziere, und alpha=
betiſchen
Namenverzeichniſſen ſämtlicher Offiziere des
Landheeres und der Marine. Nach dem Stande vom 8.
Oktober 1912. Preis kartoniert 3 Mk., in Leinen gebun=
den
3,75 Mk. Verlag von Gerhard Stalling in Olden=
burg
i. Gr. Die Deutſche Rangliſte hat ſich in den weni=
gen
Jahren ihres Beſtehens einen feſten Platz erobert
und den großen Kreis ihrer Freunde von Jahr zu Jahn
erweitert. Dieſe Tatſache iſt begründet in der Zweck=
mäßigkeit
ihrer Anlage, ihrem zuverläſſigen und reichen
Inhalt bei außerordentlich billigem Preiſe. In dem hand=
lichen
Buche ſind das geſamte aktive Offizierkorps der
deutſchen Armee und Marine vereinigt, ſomit ein Wer
von nationaler Bedeutung, das uns die Wehrkraft in
ihrer Vollſtändigkeit vorführt.
Es erübrigt ſich, der jetzt bei Ed. Wartigs Verlag
erſcheinenden Mnemotechniſchen Bibliothel
des Dr. Klein: Ich lerne ſpielend Lateiniſch, Franzö=
ſiſch
, Engliſch, Geſchichte ein Wort der Empfehlung mi.
auf den Weg zu geben, da die Methode des Verfaſſers
bereits von hervorragenden Schulmännern anerkannt iſt.
So äußert ſich ein Gymnaſtaldirektor über Dr. Kleins
Mnemonik: Die M. kann auch für die Schule eine nütz=
liche
Kunſt ſein, wenn ſie dem Gedächtnis der Schüler, zu
mal der weniger begabten, für das ſichere Merken und Be=
halten
praktiſche Erleichterungsmittel darbietet. Dr. K
hat die Geſetze der Mnemotechnik mit Scharfſinn und Ge=
ſchick
auf den Gedächtnisſtoff der einzelnen Unterrichts=
fächer
übertragen. Der Direktor einer Studienanſtalt
für Mädchen rühmt übrigens dem Verfaſſer das Streben
nach, das Gedächtnis durch geiſtreiche Hilfe zu ſtützen und
zu ſtärken Erſchienen ſind 25 Hefte à 50 Pfg. und werden
dieſelben von jeder Buchhandlung einzeln verkauft. Die
Ausſtattung iſt vorzüglich, ebenſo iſt das Taſchenformat
ſehr beqnem. Verlag von Ed. Wartig, Leipzig=R.
Von dem neuen Lieferungswerk: 18131815:
Illuſtrierte Geſchichte der Befreiungs=
kriege
. Ein Jubiläumswerk zur Erinnerung an die
große Zeit vor hundert Jahren. Von Profeſſor Dr. J.
v. Pflugl=Harttung. 414 Seiten Text mit 343
Abbildungen, 40 Kunſtbeilagen und 15 Fakſimiledrucken
Vollſtändig in 40 Lieferungen zu je 40 Pfennig. Union
Deutſche Verlagsgeſellſchaft, Stuttgart, Berlin, Leipzig,
ſind die Lieferungen 2125 erſchienen. In ihnen wird
von General Kleiſt von Nollendorf gehandelt. Kleiſt iſt
vielleicht die anziehendſte Heerführererſcheinung des gan=
zen
Krieges. Seine hervorragende militäriſche und per=
ſönliche
Begabung brachte ihn ſchon mit achtundzwanzi
Jahren in das, was wir heute Generalſtab nennen: 179
zeichnete er ſich durch Tapferkeit und Umſicht bei der Rhein=
armee
aus 1803 erhielt er die einflußreiche Stellung eines
Generaladjutanten, die er vortrefflich ausfüllte und die
ihm die dauernde Zuneigung und Hochachtung ſeines
Königs ſicherte, weshalb dieſer ihm in der ſchweren Zeit
von 1809 den heiklen Poſten eines Kommandanten von
Berlin übertrug. 1812 wurde er Brigadeführer unter
Yorck. Kleiſt galt damals als Held des Tages. Schon auf
dem Schlachtfelde ſuchte ihn der König, um ihm ſeinen
perſönlichen Dank auszuſprechen, und er erhielt in Er=
innerung
an ſeine glückliche Heeresleitung den Beinamen
von Nollendorf. Als Führer gina er auf der Bahn der
Ehre und Pflicht mit unerſchütterlicher Sicherheit voran.

Der Balkankrieg.

Vom Kriegsſchauplatze.
* Sofia 13. Febr. Bei Tſchataldſcha haben
geſtern vereinzelte Scharmützel zwiſchen türkiſchen und
bulgariſchen Vorpoſten ſtattgefunden. Auf Gallipoli be=
feſtigt
der Feind ſeine Stellungen bei Bulair, ohne
irgend eine Feindſeligkeit zu unternehmen. Bei ihrem
Rückzug nach der verunglückten Landung bei Tſcharköj
haben die Türken gegen 150 eingeborene Chriſten, meiſt
Frauen und Kinder, niedergemetzelt und verſtümmelt.
* Konſtantinopel, 13. Febr. Authentiſchen Nach=
richten
zufolge ſind die Landungsverſuche Enver
Beys mißlungen. Ungefähr 20000 Mann verſuch=
ten
zwiſchen Rodoſto und Tſcharköj zu landen, ſtießen je=
doch
auf eine größere Truppenmacht und mußten ſich zu=
rückziehen
und wieder einſchiffen. Sie ſollen jetzt nach
Gallipoli dirigiert werden.
Kriegsgreuel.
* London, 13. Febr. Im Unterhauſe fragte
heute der Unioniſt Walther Guinneß bei Grey abermals
wegen der angeblich durch die Truppen der Balkanverbün=
deten
verübten Metzeleien an und verlangte zu wiſſen,
ob Greys Aufmerkſamkeit auf die Erklärung gelenkt wor=
den
ſei, die der römiſch=katholiſche Biſchof von Prizrend
in Wien abgegeben habe, und ob Grey Erkundigungen
einziehen wolle. Grey erwiderte, es ſei während des
Krieges unmöglich, über jede Beſchuldigung eine Unter=
ſuchung
einzuleiten. Guinneß fragte dann, ob Grey nicht
wenigſtens die mohammedaniſchen Untertanen
Englands beruhigen und ſein Entſetzen über be=
ſtätigte
Metzeleien ausdrückend bei den Regierungen der
Balkanſtaaten freundſchaftliche Vorſtellungen erheben könne.
Grey erwiderte, derartige Darſtellungen, von welcher
Seite ſie auch herrührten, ſeien ihm natürlich ſehr ſchmerz=
lich
und betrübend. So oft ihm anſcheinend begründete
Konſularberichte zugegangen ſeien, auch wenn ſie nicht auf
perſönliche Erfahrung oder Information aus erſter Hand
beruhten, habe er ſie zur Kenntnis der bulgariſchen, ſer=
biſchen
und griechiſchen Regierung gebracht und dabei die
Erwartung augeſprochen, daß Schritte getan würden, um
allen derartigen Dingen ein Ende zu bereiten. Von der
bulgariſchen und der ſerbiſchen Regierung ſeien Antworten
eingetroffen des Inhalts, daß jegliche derartige Ausſchrei=
tung
beſtraft werde. Alle bisherigen Ausſchreitungen
ſeien den Informationen der beiden Regierungen zufolge
von irregulären Banden verübt worden.
Zur inneren Lage der Türlei.
* Konſtantinopel, 13. Febr. Das amtliche Pu=
bſikationsorgan
veröfſentlicht ein proviſoriſches Geſetz, das
für alle his zum 11. Februar begangenen politiſchen

entſtanden iſt. Redner führt dann in verſchiedenen Typen
die einzelnen Gläubigen an, die Anatomen des Glaubens,
die einen Sokrates, einen Jeſus und einen Jatho außer=
halb
der Gläubigen gehen laſſen, und die Anatomen der
Gläubigkeit der Wiſſenſchaft mit ihrem äußeren Glauben,
die nicht zu verſtehen imſtande ſeien, die aufſtrebende Glut=
welle
eines inneren Glaubens, die nicht verſtehen können
die Inidividualität und die Mannigfaltigkeit eines inneren
gläubigen Lebens. Es kommt nicht darauf an, was der
Menſch glaubt, ſondern wie er glaubt, ob ſein Glaube aus
reinem Herzen kommt oder ob er unreinem Willen ent=
ſpringt
. Hauptbedingung allen echten Glaubens iſt die
Reinheit des Willens. Auch der Egoismus in der
ſeinſten innerſten Form iſt unvereinbar mit einem rei=
nen
Glauben. Auch der Glaube iſt nicht echt, um den der
Menſch Angſt hätte, er könnte in Gefahr kommen. Als
Motive des wirklichen Glaubens können die Worte der
Bergpredigt: Selia ſind, die reinen Herzens ſind be=
zeichnet
werden. Die Quellen des Glaubens ſeien ſo
mannigfaltig, daß er nur eine Seite beleuchten wolle,
von der die Quellen des wahren Glaubens entſpringen
ſollen. Die Anſchauung, daß er aus der Geſchichte ſein=
Kraft ziehe und daß er an beſtimmte geſchichtliche Tat=
ſachen
geknüpft ſei, ſei falſch. Nicht in Tatſachen liege der
Glaube, um die ſich die Gelehrten ſtreiten, nicht rückwärts
ſchreiten die Menſchen, ſondern nach vorwärts. Der
Glaube iſt etwas, der heute in die Wolken hinein Burgen
baut, der die Kraft gibt, daß man heute, daß man mor=
gen
lebt und übermorgen nicht untergeht. Der Charakter
des wahren Glaubens ſei mit dem einfachen Wort trotz
und dennach zu bezeichnen. Der Glaube, der trotz der

größten Enttäuſchungen, des größten Schmerzes, nicht
ſchwindet, das iſt der wahre Glaube. Der Menſch, der
beſſer wird, glaubt, der hat eine Zukunft, der kämpft und
ringt und wird größer. Der Menſch, der nicht glaubt,
wird getreten, geſchoben, und wird nicht beſſer. Nur der=
jenige
, der gut iſt, hat Teil am Guten. Glauben iſt Poeſie
und wer glaubt, der dichtet ſein Leben.
Der Vortragende ſchloß mit den Worten: Glauben
bedeutet nicht Dogmen, ſondern Kräfte. Lebhafter Bei=
fall
folgte den mit Spannung verfolgten Ausführungen.
Herr Geh. Hofrat Prof. Dr. Back dankte dem Redner
für ſeinen Vortrag. Wenn auch in Heſſen diejenigen Ein=
richtungen
, die in Preußen angeſtrebt werden, ſchon be=
ſtänden
, ſo ſeien doch die Ausführungen geeignet, das In=
tereſſe
der Bevölkerung am kirchlichen Leben zu beleben.
Pfarrer Rückert beſprach die Verfahren gegen Jathr
und Traub und meinte, daß dabei der evangeliſche Pfarrer=
ſtand
ins Innerſte getroffen wurde und es ſei zu be=
dauern
, daß danach nicht ein Sturm der Entrüſtung durdk
die Lande ging. Pfarrer Lic. Fuchs (Rüſſelsheim)
ſprach im Namen der Freunde der chriſtlichen Welt und
brachte zum Ausdruck, daß auch ſie mit ſchwerem Herzer
auf jene Seite getreten ſind, die die Gefahren bekämpft
die entſtehen, wenn Männer mit feſter Ueberzeugung aus
der Landeskirche entfernt werden. Wenn ſie auch nicht
alles vertreten, was Jatho und Traub geſagt haben und
vertreten, ſo ſeien ſie doch einig in der Abwendung jener
drohenden Gefahr, denn die Kirche brauche ſolche Männer.
Redner trat dann energiſch gegen den Bekerintniszwan
auf. Allen Rednern wurde lebhafter Beifall zuteil
Herr Lic. Traub ſprach ſodann ein kurzes Schlußwort.

[ ][  ][ ]

Verbrechen Amneſtie gewährt, außer für Kriegs=
niederlagen
und moraliſche oder materielle Unterſtützung
des Feindes. Die Amneſtie erſtreckt ſich auch auf die Vor=
gänge
vom 23. Januar. Das Gerücht von einer angeb=
lichen
Demiſſion des Miniſters des Innern wird
offiziös dementiert. Der Miniſter, der ſeit drei
Tagen nicht im Miniſterium erſchienen war, wohnte heute
wieder einer Sitzung des Kabinetts bei.
Letzte Nachrichten.
* Konſtantinopel, 14. Febr. Authentiſch ver=
lautet
, daß der Initiativvorſchlag des türkiſchen
Botſchafters in London, Tewfik Paſcha, bei Sir Ed=
ward
Grey zur Wiederaufnahme der Friedensverhand=
lungen
geſcheitert ſei.
* Konſtantinopel, 14. Febr. Der erſte Adjutant
des Sultans begab ſich nach Tſchataldſcha, um den
Truppen die Befriedigung des Sultans über ihre Erfolge
auszuſprechen. Der Tanin dementiert die Meldung von
der Konzentration ruſſiſcher Truppen im Kaukaſus.
* Konſtantinopel, 14. Febr. In einem neuen
Telegramm aus Adrianopel ſoll Schukri Paſcha
erklärt haben, er würde bis zur letzten Patrone kämpfen;
wenn er zur Kapitulation gezwungen würde, ſo würde er
zuerſt die Stadt einäſchern.
Es verlautet, daß der im Marmarameer bei
Tſcharköj geſunkene Dampfer der Dampfer Nr. 41 der
Bosporusgeſellſchaft Schirket ſei. Er ſoll von bulgariſchen
Geſchoſſen getroffen worden ſein, es ſei jedoch gelungen,
den Dampfer auflaufen zu laſſen und alle Truppen zu
retten.
Entgegen früheren Nachrichten verweigerte die Pforte
dem ökumeniſchen Patriarchat die Erlaubnis, Dampfer
zur Aufnahme der griechiſchen Frauen und Kinder von
Tſchacköj, Myriophito, Kalikratia, Kumburgas, Jalos und
Kſaſteros zu entſenden. Dieſes Anſuchen des Patriarchats
wird von der ruſſiſchen Botſchaft in nicht amtlicher Form
unterſtützt.

Die Revolution in Mexiko.

* Mexiko, 13. Febr. Der Kampf begann heute
vormittag um 8 Uhr durch Artilleriefeuer der Bundes=
truppen
, die die Aufſtändiſchen mit einem dichten Regen
von Schrapnells überſchütteten. Die Aufſtändiſchen lei=
ſteten
hartnäckigen Widerſtand und erwieſen ſich als aus=
gezeichnete
Schützen. Die Bundestruppen verwandten
größere Geſchütze mit guter Wirkſamkeit. Madero
drückte die Hoffnung aus, Diaz noch vor Anbruch der
Nacht zur Uebergabe zu zwingen. Die Bevölkerung iſt
geflohen und verbirgt ſich in den Häuſern.
* MMexiko, 13. Febr. Der heutige mehrſtündige
Kampf war in der Hauptſache ein Artillerie=
duell
, nur gelegentlich entſpann ſich ſcharfes Gewehr=
feuer
. 7000 Mann Bundestruppen bombardierten die
Poſitionen Diaz’, die von 3000 Mann beſetzt waren, hef=
tiger
als an den vorhergehenden Tagen. Die Schrapnells
ſchlugen wieder im Stadtzentrum ein, durchſchlugen die
Bibliothekswände des amerikaniſchen Klubs und fielen
auf dem Terrain der amerikaniſchen Botſchaft nieder.
Trotz des mörderiſchen Feuers blieben die Stellun=
gen
der Aufſtändiſchen ungeſchwächt. Die
Aufſtändiſchen gehen anſcheinend ſparſam mit der Muni=
tion
um. Am Nachmittag ſchienen die Aufſtändiſchen
ihre Stellungen etwas vorzurücken. Ihre ſchweren Ge=
ſchütze
am Arſenal bombardierten fortgeſetzt das Stadt=
zentrum
und den Nationalpalaſt. Später wurde auf den
Nationalpalaſt auch aus dem Südweſten geſchoſſen, wo
Diaz während der Nacht Mannſchaften poſtiert hatte.
Gleichzeitig wurde auf die anrückenden Bundestruppen
aus den Häuſern geſchoſſen. Vor der Stadt wurde eine
Abteilung Bundestruppen aufgerieben. Die Lebens=
mittelfrage
wird ernſt, ſowohl für den Nichtkombattanten,
als für den Soldaten.
* Mexiko, 14. Febr. Infolge der eingeengten Stel=
lung
iſt es den Truppen Diaz’ unmöglich, Verſtärkungen
zu erlangen. Die Streitkräfte der Aufſtändiſchen
ſind jetzt auf etwa 2500 Mann vermindert, während die
Zahl der Bundestrupen während der Nacht auf 7000
Mann mit zwei ſchweren Geſchützen geſtiegen iſt. Die
Zapatiſten ſcheinen keinen Verſuch gemacht zu haben, den
Aufſtändiſchen zu Hilfe zu kommen, obwohl die Bundes=
truppen
, die gegen ſie im Felde ſtanden, zum großen Teil
n die Hauptſtadt zurückgerufen wurden. In Regierungs=
kreiſen
nimmt man an, daß die Zapatiſten in letzter Linie
doch lieber Madero, als den Neffen des Expräſidenten
unterſtützen werden, der ſich ihnen ſo unnachgiebig wider=
etzte
. Die Fremden der Stadt befinden ſich mit den Ein=
heimiſchen
zuſammengepfercht in den gefährdeten Häuſern.
* Mexiko, 13. Febr. Auf der ganzen Linie iſt von
beiden Seiten um 2,20 Uhr nachmittags das Feuer
eingeſtellt worden. Um dieſe Zeit ſollen die Re=
bellen
im Beſitze der San Lazaro=Bahnſtation geweſen
ſein.
* New=York, 13. Febr. Nach einer Depeſche aus
Mexiko errang Diaz, als geſtern abend der Kampf
auf allen Punkten aufhörte, einige Vorteile. Er hatte
ein furchtbares Feuer gegen die Stadt ge=
richtet
, die Gefechtszone ausgedehnt und die Truppen
gegen den Palaſt geſchickt. Madero blieb jedoch optimi=
ſtiſch
und arbeitete während des Bombardements im
Palaſt. Er zeigte großen Mut und ließ ſich nicht beirren.
In Veracruz ſollen Unruhen ausgebrochen ſein.
Die Regierung zog von dort ſogar Polizei nach der
Hauptſtadt, damit ſie dort bei der Niederwerfung Diaz‟
Hilfe leiſte. Da die Wiederaufnahme von Feindſeligkei=
ten
für heute vorauszuſehen war, verließen geſtern
abend 600 Amerikaner und andere Ausländer ihre
Wohnungen und ſuchten ein Unterkommen außerhalb der
Stadt, wo die Gefahr geringer iſt. Während zweier Tage
ſind 300 Mann getötet, 1500 verwundet worden. Geſtern
abend herrſchte Ruhe in der Stadt.
Der amerikaniſche
* Waſhington, 13. Febr.
Botſchafter in Mexiko, Wilſon, meldet, daß zahlreiche
Amerikaner und andere Ausländer durch den
Kugelregen, der den Wohnungsdiſtrikt der Stadt traf, er=
ſchreckt
in der Botſchaft Schutz ſuchten. Der Botſchafter
gewährte Hunderten Aſyl. Das Staatsdepartement be=
auftragte
den Botſchafter, den Flüchtigen jeden Schutz
und jede Hilfe zu gewähren, ſoweit dies in ſeiner Macht
ſtehe.
* Waſhington, 13. Febr. Heute fand eine ge=
gemeinſchaftliche
Sitzung des Kriegs= und
Marineamts ſtatt. Gegenſtand der Beratung kil=
dete
ein Zwiſchenfall, der ſich geſtern in Aca=
pulco
ereignete und der in amtlichen Kreiſen für die
Sicherheit der Amerikaner Befürchtungen hervorgerufen
hat. Es wurden nämlich zwei Offiziere des Kreuzers
Denver auf der Straße in Acapulco vom Pöbel ange=
griffen
und inſultiert, wobei ſie leichte Verletzungen er=

litten. Es gelang ihnen, ſich auf ein Fahrzeug zu retten,
das nach Acaputla ſegelte. Der Angriff iſt nicht anders
zu erklären als durch Haß gegen die Amerikaner.
* Waſhington, 13. Febr. Mit Rückſicht auf die
efährdete Lage der Amerikaner und anderer Ausländer
in der Stadt Mexiko hat der amerikaniſche Botſchaf=
ter
in Mexiko, Wilſon, die Weiſung erhalten, von dem
Staatsdepartement 10000 Dollars zu erheben, die zur
Unterſtützung hilfsbedürftiger Ausländer in Mexiko ver=
wendet
werden ſollen.
* Laredo (Texas), 13. Febr. Bis heute fehlt jede
Nachricht von dem Verbleib des Perſonenzuges,
der am Dienstag abend von der Stadt Mexiko in
der Richtung nach Norden abgefahren iſt. Man fürchtet
ür die Paſſagiere, da am ſelben Tage auf den von hier
in der Richtung nach Süden abgegangenen Zug ein aller=
dings
erfolgloſer Ueberfall gemacht worden iſt. Mehrere
Güterzüge ſollen geplündert und in Brand geſteckt wor=
den
ſein. Ein aus der Stadt Mexiko hier eingetroffener
Reiſender berichtete, daß viele Ausländer ohne Mittel
in Mexiko feſtſitzen, da die Banken ſeit Samstag ge=
ſchloſſen
ſind. Viele von ihnen ſind ohne Nahrung und
Obdach. Die Eiſenbahnbeamten tun alles, was in ihren
Kräften ſteht, um wenigſtens für die Frauen und Kinder
Obdach zu ſchaffen.
* Laredo (Texas), 13. Febr. Die Inſurgen=
ten
ſollen den Bahnhof der mexikaniſchen Nationalbah=
nen
im Mittelpunkt der Stadt Mexiko niederge=
hrannt
haben. Der Schaden würde 400000 Dollars be=
tragen
.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 14. Febr. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung meldet: Prinz und Prinzeſſin Max
von Baden beſuchten den Reichskanzler von Bethmann
Hollweg und deſſen Frau.
* Berlin, 14. Febr. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung meldet: Die mündlichen Verhandlungen über den
Abſchluß des deutſch=ruſſiſchen Urheberver=
trages
werden am 17. Februar in Petersburg be=
ginnen
.
* München, 14. Febr. Prinz=Regent Ludwig
wird unmittelbar anſchließend an den Beſuch bei dem
Berliner Hofe mit ſeiner Gemahlin dem Dresdener Hof
einen Beſuch abſtatten.
* München, 14. Febr. Durch ein Handſchreiben des
Prinz=Regenten Ludwig vom 13. Februar wird Prinz
Ernſt Auguſt, Oberleutnant im 1. Bayeriſchen ſchwe=
ren
Reiter=Regiment, à la suite des Regiments geſtellt.
Leipzig, 14. Febr. In dem Spionageprozeß
gegen den Kontoriſten Neumann aus Danzig wurde
heute nachmittag das Urteil verkündet. Der Ange=
klagte
wurde wegen verſuchten Verrats militäriſcher Ge=
heimniſſe
zu 2 Jahren Zuchthaus, 5 Jahren Ehrverluſt
und Zuläſſigkeit der Stellung unter Polizeiaufſicht ver=
urteilt
. Ein Monat der erlittenen Unterſuchungshaft
wurde auf die Strafe angerechnet. Mildernde Umſtände
wurden verſagt; auch das Geſtändnis des Neumann, als
er ſich überführt ſah, konnte nicht als ſtrafmildernd in
Betracht kommen.
London, 14. Febr. Die Gedächtnisfeier für
die Opfer der Expedition Scott fand heute
mittag in der St. Pauls=Kathedrale ſtatt. Der König,
die Miniſter, das diplomatiſche Korps, der Lordmayor
von London und Vertreter aller Schichten der Bevölker=
ung
waren anweſend. Der Könia erſchien im Wagen,
ohne Eskorte; er trug Admiralsuniform. Ueberall waren
Trauerfahnen gehißt. Eine ungeheure Menſchenmenge
umgab die Kirche. Bei den Chören war eine Abteilung
Marineſoldaten aufgeſtellt. Die Angehörigen der Verun=
glückten
ſaßen neben den Miniſtern.
* London, 14. Febr. Die Times meldet aus Paris, die
britiſche Regierung würde unter keinen Umſtänden einer
engliſch=franzöſiſch=ſpaniſchen Erledigung der Frage derIn=
ternationaliſierung
von Tanger zuſtimmen.
Nach britiſcher Auffaſſung müſſe die Uebereinkunft allen
Signatarmächten der Algeciras=Akte vorgelegt werden.
Ferner könne die britiſche Zuſtimmung zu dem Vertrag
Frankreichs mit dem Sultan, der das franzöſiſche Pro=
tektorat
über Marokko begründet, nicht erteilt werden, ehe
die Frage von Tanger zur Zufriedenheit erledigt ſei.
* Trenton, 14. Febr. Die Bundesregierung
hat eine weitere geſetzliche Verfolgung des Hartkohlen=
Truſtes eingeleitet, indem ſie gegen die Delaware und
Lackawanna=Kohlen=Company Anklage wegen Verletzung
des Antitruſtgeſetzes und des Geſetzes über den
zwiſchenſtaatlichen Handelsverkehr erhoben hat. Man er=
fährt
, daß eine oder mehrere ähnliche Anklagen gegen
Kohlenbahnen und die ihnen angeſchloſſenen Kohlengeſell=
ſchaften
folgen werden.
HB. Berlin, 14. Febr. Der Nachtrags=Etat
zur Verſtärkung unſerer Luftflotte für die
Armee iſt jetzt fertiggeſtellt und ſoeben dem Reichsſchatz=
amt
zugegangen. Die neuen Forderungen dürften ſich im
ganzen auf über 20 Millionen belaufen.
(Schluß des redaktionellen Teils.)

Wie magere Leute volle Körperformen erlangen
können.
Den zahlloſen Präparaten und Behandlungen nach zu
chließen, welche fortwährend gegen Magerkeit, zur Entwick=
lung
der Büſte, ſowie im allgemein. z. Umwandlung hagerer,
eckiger Formen in die normale Fülle blühend. Geſundheit
u. Schönheit annonciert werden, exiſtieren augenſcheinl. eine
Menge Leute beiderlei Geſchlechts, denen ihr mageres, über=
ſchlankes
Ausſehen ſehr nahegeht. Für dieſe dürfte die nach=
ſtehende
Vorſchrift für ein fleiſchbildendes Nähr= u. Kräftig=
ungsmittel
zweifellos von Intereſſe ſein, mit dem in ſolchen
Fällen Abhilfe geſchaffen werden kann. Bei einigermaßen
regelmäßiger Anwendung erzielt man nämlich meiſt ſchon in
kurz. Zeit eine ganz erfreuliche Gewichtszunahme. Mit dieſer
geht eine Hebung des Allgemeinbefindes Hand in Hand, u.
das Auftreten von großer Schwäche, Nervoſität u. anderer
läſtiger Begleiterſcheinungen übergroßer Magerkeit wird ver=
hindert
; trübe Augen werden hell, u. friſche, roſige Wangen
(4127
zeugen von guter Geſundheit.
Das abſolut harmloſe Mittel kann man ſich in jed. Apotheke
nach folgendem Rezept zuſammenſtellen laſſen: 15gr Carda-
mommtinktur
, 90greinfach. Zuckersirup 60gr Salrado comp
Man miſche die Beſtandteile in einer Flaſche v. 250 gr Inhalt
gut durcheinander u. fülle dann mit deſt. Waſſer vollſtändig
auf. Man nehme davon 12 Eßlöffel etwa 20 Minuten vor
jed. Mahlzeit u. vergeſſe beim Eſſen nicht, alles tücht. z. kauen.
Zur Beachtung! Obwohl das obige Rezept ſich auch
bei körperlich. Entkräftung uſw. vorzügl. bewährt hat, ſollte
es weg. ſeiner fleiſchbildend. Eigenſchaften doch nur v. ſolchen
angew. werden, welche an Körpergewicht zunehmen möchten.

Wenn Sie Ihr Kind
gesund, munter und geistig frisch sich
entwickeln sehen wollen, so geben Sie ihm
Dr. Hommel’s Haematogen.
VARNUNG! Man verlange ausdrück-
lich
den Namen Dr. Hommel. (VI676

enn Mutter= oder Ammenmilch in nicht genügender
Menge vorhanden ſind, ſo ergänze man dieſe durch
eine keimfreie milchhaltige und leicht lösliche Nahrung.
Eine ſolche iſt Neſtle’s Kindermehl, welches dem
zarteſten Körper alle in der Muttermilch vertretenen
organiſchen und unorganiſchen Stoffe in äußerſt leicht
verdaulicher und wohlſchmeckender Form zuführt. (I,4082

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Dampfernachrichten.

Nordd. Lloyd Bremen. Mitgeteilt von dem Ver=
treter
Anton Fiſcher in Darmſtadt, Frankfurterſtr. 12/14.
Der Doppelſchraubendampfer Chemnitz iſt am 11. Febr.
3 Uhr morgens wohlbehalten in Philadelphia angekom=
men
. Kronprinzeſſin Cecilie 10. Febr. 8 Uhr 15 Min.
abends von Cherbourg nach Bremen abgegangen.
Seydlitz 11. Febr. 2 Uhr vorm. in Bremerhaven an=
gekommen
. Derfflinger 11. Febr. 7 Uhr vorm. in
Schanghai angekommen. Rheinland 10. Febr. 7 Uhr
vorm. in Sydney angekommen. Coburg 10. Febr. von
Vigo nach La Plata abgegangen. Alſter 11. Febr.
von Bremen nach Kuba abgegangen. Halle‟ 11. Febr.
in Antwerpen angekommen. Prinz Heinrich 10. Febr.
11 Uhr vorm. in Alexandrien angekommen. Prinz
Waldemar 10. Febr. 9 Uhr abends von Brisbane nach
Yokohama abgegangen.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolf Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: Bosnia 11. Febr. 3 Uhr 45 Min. nachm.
von Baltimore nach Hamburg. Prinz Adalbert
9. Febr. 11 Uhr morgens von Philadelphia direkt nach
Hamburg. Aſſyria 12. Febr. 4 Uhr nachmittags von
Baltimore nach Hamburg. Weſtindien, Mexiko:
Fürſt Vismarck, heimkehrend, 11. Febr. von Tampico,

[ ][  ][ ]

Spreewald 11. Febr. in Tampico. Verſchiedene
Fahrten: Uckermark nach Indien, 10. Febr. 5 Uhr
30 Min. nachm. von Middlesborough nach Genua.
Victoria Luiſe, ſechſte Weſtindienfahrt, 11. Febr. in
Havana. Cleveland, zweite Weltreiſe, 12. Febr. in
Honolulu. Ninive nach Perſien, 12. Febr. morgens
in Port Said. Oſtmark, von Indien kommend,
12. Febr. in Antwerpen.
Holland=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Aug. Cellarius in Darmſtadt, Bleichſtr. 53.
Rotterdam 14. Jan. vorm. in Rotterdam eingetroffen.
Nieuw Amſterdam 8. Febr. 3 Uhr 15 Min. nachm.
von Boulogne abgegangen. Noordam 7. Febr. nachm.
4. Febr. vorm.
in Rotterdam eingetroffen. Ryndam
von New=York abgegangen. Potsdam 11. Febr. vorm.
von New=York abgegangen.

Familiennachrichten.

Statt Karten!
(4103
Februar 1913
Eva Hanny Brendel
Ludwig Petri
VERLOBTE
Liegnitz i. Schl. Weiterstadt.

Statt jeder beſonderen Anzeige.
Todes=Anzeige.
Heute nacht entſchlief ſanft nach längerem
Leiden in ihrem 72. Lebensjahre unſere gute
Schweſter, Schwägerin und Tante
(B4181
Fräulein Marie Rothe.
Darmſtadt, den 14. Februar 1913.
Für die Hinterbliebenen:
Anna von Hahn, geb. Rothe,
Bernhard Rothe, General der Ar=
tillerie
z. D.,
Marie Rothe, geb. Merck.
Die Beerdigung findet auf dem Darmſtädter
Friedhof in der Stille ſtatt.

Todes=Anzeige

Heute morgen 5 Uhr verſchied nach langem,
ſchwerem Leiden meine liebe Frau, meine gute
Mutter
(4138
Frau Marie Becker
geb. Hamann
im 57. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Ludwig Becker, Lokomotivführer.
Darmſtadt, den 14. Februar 1913.
Bleichſtraße 51.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 16. Febr.,
nachmittags ½3 Uhr, von der Friedhofskapelle
aus, ſtatt.

Dankſagung.
Für die wohltuende Anteilnahme beim Heim=
gange
meiner berzensguten Schweſter
(4035
V
Fräulein Johanna Folsing
Darmstadt
ſage ich hierdurch aufrichtigen Dank.
Adolf Fölsing.
Berlin W. 56, Schinkelplatz 5.

Todes=Anzeige.
Heute verſchied nach langen, ſchweren Lei=
den
im 74. Lebensjahre unſere innigſtgeliebte,
teuere Mutter, Großmutter, Urgroßmutter,
Schweſter, Tante und Schwägerin
(4180
Frau

Woll Str auss wwe.
Henriette, geb. Mainzer.
Um ſtille Teilnahme wird gebeten.
Darmſtadt, den 14. Februar 1913.
Die tieſtrauernden Hinterbliebenen
i. d. N.: Heinrich Strauss.
Kondolenzbeſuche und Blumenſpenden dankend
verbeten.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 16. Febr.,
vormittags 11 Uhr, vom Portale des iſrael.
Friedhofes aus, ſtatt.

Für die innige Anteilnahme anläßlich des
Hinſcheidens unſerer lieben teueren Entſchlafenen
Frau Anna Marie Klee
ſagen herzlichſten Dank.
(4156
Darmſtadt, 13. Februar 1913.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Chr. H. Klee.

Patentſchriften=Auslegeſtelle in der Gewerbe=
Bibliothek, Neckarſtr. 3. Zeit der Benutzung: an allen
Wochentagen von 1012½ u. 35½ Uhr (Samstag=
Mittag ausgenommen).

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das kontinentale Hoch hat ſich verflacht, bedeckt aber
noch ganz Mitteleuropa. Unter ſeinem Einfluß haben
wir ruhiges, trockenes, vielfach nebliges Wetter. Die
Temperaturen liegen in Deutſchland, von Süd nach Nord
zunehmend, zwiſchen 0 und 5 Grad. Niederſchläge fielen
nur ganz vereinzelt und in ganz geringer Menge. Von
Nordoſten her dringt hoher Druck vor, der uns in ſeinen
Bereich zu ziehen ſucht.
Ausſichten für Samstag, 15. Februar: Wechſelnd
bewölkt, meiſt trocken, kälter.

Tageskalender.

Kunſthalle am Rheintor, geöffnet Werktags von
114 und Sonntags von 104 Uhr.
Uniontheater (Kunſtlichtſpiele), Rheinſtraße 6.
lympia=Theater, Rheinſtr. 2, 1. Etage:
Vorſtellungen von 411 Uhr.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein=
u
. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 411 Uhr.
American=Bio beim Bismarckdenkmal. Vor=
ſtellungen
von 311 Uhr täglich.
Reſidenztheater (am weißen Turm): Vorſtellungen
von 411 Uhr.

Samstag, 15. Februar.
Großh. Hoftheater (Ab. C), Anfang 7½ Uhr, Ende
10 Uhr: Die fünf Frankfurter
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Feier des 50jährigen Beſtehens mit General=
verſammlung
des Verſchönerungsvereins um 8 Uhr im=
Saalbau.
Riegenturnen der Turngemeinde Darmſtadt um
9 Uhr, hierauf Mannſchaftskneipe.
Maskenball des Geſangvereins Frohſinn um 9 Uhr
im Schützenhof
Konzerte: Hotel Heß um 3 und 8 Uhr. Ludwigshöher
um 4 Uhr. Bürgerkeller um 8 Uhr.
Sonntag, 16. Februar.
Großh. Hoftheater (Volksvorſtellung), Anfang 2½
Uhr, Ende gegen 5 Uhr: Charleys Tante‟. Abends
7½ Uhr, Ende 10½ Uhr (außer Abonnement): Dey
fliegende Holländer
Nornellung um 4 und 8¼ Uhr im Orpheum.
Kirchenkonzert des Kirchengeſangvereins der Stadt=
gemeinde
um 6 Uhr in der Stadtkirche unter Mitwirk=
ung
von Soliſten und der Chorſchule. Eintritt frei=
Kollekte für die Reformationskirche.
Stiftungsfeſt des Damenfriſeur= und Perücken=
macher
=Gehilfenvereins um 7½ Uhr im Kaiſerſaal
Dreſſurübungen des Heſſiſchen Polizei= und Schutz=
hunde
=Vereins von 8½11½ Uhr auf dem Gelände der
Ziegeleien.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. Rummelbräu
um 4 und 8 Uhr. Hotel Heß und Bürgerkeller um
4 und 8 Uhr.

Verſteigerungskalender,

Montag, 17. Februar.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 10 Uhr =
dagogſtraße
2.
Bau= und Brennholz=Verſteigerung um 10
Uhr am ehemaligen Lokomotivſchuppen der Main=
Neckar=Bahn.
Stamm= und Brennholz=Verſteigerung um
10 Uhr im Zeilharder Gemeindewald (Zuſammenkunft
bei Gaſtwirt Heberer, Station Meſſel).
Stammholz=Verſteigerung um 10 Uhr im
Schaafheimer Gemeindewald (Zuſammenkunft auf dem
Stockſtädter Weg am Eingang des Waldes).
Jagdverpachtung um 1 Uhr auf der Bürgermeiſterei
Lengfeld.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

Kurſe vom 14. Februar 1913.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

InProz.
Zf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,40
3½ Deutſche Reichsanl. . 88,50
77,70
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
3½ do. Conſols . . . 88,3)
77,70
3 do.
do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,40
92,70
3½
do.
34,00
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 99,75
86,90
do.
3½
do.
77,60
4 Hamburger Staatsanl. 98,60
99,30
4 Heſſ. Staatsanleihe .
4 do. do. (unk. 1918) 99,50
3½
do.
86,80
do.
75,8
3 Sächſiſche Rente. .
78,75
4 Württemberger v. 1907 99,75
31
do. v. 1875 93,95
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¼ Griechen v. 1887 . . 55,00
Italiener Rente .
4½ Oeſterr. Silberrente 87,20
do. Goldrente . . . 91,20
4 do. einheitl. Rente 84,20
3 Portug. unif. Serie I 63,69
3 do. unif. Ser. III 66,59
3 do. Spezial . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 99,6)
4 do. v. 1890 . . 92,60
do. v. 1905 . . 86.50
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 89,50
3. do. v. *1902 . . . . 89,9)
4½ do. v. 1905 . . . . 99,80
4½ Schweden . . . . .
4 Serbier amort. v. 1895 80,70
4 Türk. Admin. v. 1903 77,80
4 Türk. unifiz. v. 1903 85,80
4 Ungar. Goldrente . . . 87,60
4 do. Staatsrente. . . 84,40

Zf.
InProt.
5 Argentinier . . . . . . 100,10
86,60
do.
4½ Chile Gold=Anleihe. 91,50
5 Chineſ. Staatsanleihe. 98,70
4½
do.
4½ Japaner . . . . . . . 91,50
5 Innere Merikaner . . . 90,30
do.
4 Gold=Merikanerv. 1904 84,00
5 Gold=Merikaner . . .
98.90
3 Buenos Aires Provinz 68½
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt
. . . . . . . 150,50
5 Nordd. Lloyd . . . . . 116,25
6½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 128,20
Aktien ausländiſcher
Transvortanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 112,75
6 Baltimore und Ohio . 104,00
6 Schantungbahn . . . . 129,00
6½ Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 24,75
6 Pennſylvania R. R. . 122,00
Letzte Induſtrie=
Aktien.
Divid
3 Brauerei Werger
65,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . .
536,00
4 Chem. Fabrik Gries=
heim
. . . .
.241,00
30 Farbwerke Höhſt . . 629,50
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 349,8)
10 Cement Heidelberg . . 146,50
30 Chem. Werke Albert 445,00
14 Holzverkohlung Kon=
ſtanz
. . . . . . . 327,50
5 Lahmeyer. . . . . . . 123,00

In Proz.
etzte
vid.
7½ Schuchert, Nürnberg 145,50
12 Siemens & Halske .216½
5 Beramann Electr. . . 120,00
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 163,25
75,50
25 Gummi Peter . . .
0 Kunſtſeide Frankfurt 72,10
30 Adler=Fahrradwerke
. . 613,00
Kleyer .
10 Maſchinenf. Badenia 180,00
16 Wittener Stahlröhren
8 Steana Romana Petr. 149,60
15 Zellſtoff Waldhof . . 234,00
12½ Bad. Zucker=Wag=
199,00
häuſel. . . . .
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 93,00
3 Südd. Immobilien 60,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumeß=Friede . . . . 175,75
12½Bochumer Bergb. u.
Gußſt.
. .214,60
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 162,30
10 Gelſenkirchener . . . . 195,25
9 Harpener . . . . . . . 191,77
18 Phönir Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 258,25
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 103,00
6 Laurahütte
.176,50
,
10 Kaliwerke Aſchersleben 158,00
Weſteregeln 204,00
7½ South Weſt Africa 127,75
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 83,00
-
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 92,50
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 87,50
3 Prag=Durer . . . . . . 74,20
5 Oeſterr. Staatsbahn .
4 Oeſterr. Staatsbahn . 94,10
do.
76,40
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,00
ha

In Prot.
Bf.
2¾ Oeſt. Südb. (Lomb.) 53,30
76,80
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 92,50
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 87,40
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,00
do.
4 Wladichawchas . . . . 87,00
4 Rjäſan Koslow . . . .
3 Portugieſ. Eiſenb. .. 74,50
4
87,50
do.
2½ Livorneſer
68,90
3 Salonique=Monaſtir . 62,60
4 Baadadbahn . . .
.. 80,50
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 94,30
4 Miſſouri=Paciſic. . . . 70,50
4 Northern=Paciſic . . . 98,90
4 Southern=Pacific . . . 94,00
5 St. Louis und San
Francisco. . . . . 82,20
5 Tehuantepec . . . . . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich
188,60
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn .
149,70
9½ Berlin. Handelsgeſ. .168,50
8½ Darmſtädter Bank . 124,25
121
.Deutſche Bank . . . 256,50
6 Deutſche Vereinsbank . 123,50
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,50
10 Diskonto=Kommandit 189,10
8½ Dresdener Bank
156,40
9½ Frankf. Hypoth.=B. 215,50
6½ Mitteld. Kreditbank 120, 15
Nationalh. für Deutſchl. 123,25
7 Pfälziſche Bank. . . . 130,00
5.86 Reichsbank . . . . . 137,90
7 Rhein. Kreditbank.
136,50
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 114,50
7½ Wiener Bankverein . 132,50
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 98,00

In Proz.
Zf.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . .
87,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
97,80
S. 52 . . .
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 97,50
3½
do.
87,25
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,30
3½
do.
87,30
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
98.60
S. 14, 15, 17, 24/26
1823 . .
98,90
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 68 . . . 87,30
S. 35 . . . . . . . . 87,10
87,20
S. 911 . . .
Meininger Hyp.=Bank 98,00
31
86,50
do
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 97.90
8½ do. (unk. 1914)
86,80
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,00
do.
87,80
3½
Städte=
Obligationen.
-
Darmſtadt . . . .
3½ do.
87,80
Frankfurt. . . . . . . 99,00
do.
3½
96,00
Gießen . . . . . . . .
do.
3

4 Heidelberg . . . . . . 97,10
3½
do.
87,10
4 Karlsruhe . . . . . . 96,70
31
do.
88,10
1 Magdeburg. . . . .
3½
do.
Mainz . . . . . . . .
3½
do.
88,40
Mannheim . . . . . . 97,30
3½
do.
90,00
München . . . . . . . 98,00
Nauheim . . . . . .
Nürnberg . . . . . . . 98,50
3½
do.
87,60
4 Offenbach . . . . . . .

In Proz
Zf.
3½ Offenbach . . . . . .
Wiesbaden . . . . . . 98,60
3
do.
89,00
Worms . . . . . . . . 97,30
3
89,10
do.
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
Badiſche . . . Tlr. 100 172,75
3½ Cöln=Mindner 100 142,00
Holl. Komm. . fl. 100 112,00
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.= Pfand=
briefe
. . . . . . . 137,75
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 178,00
3 Oldenburger . . . . .
2½ Raab=Grazer fl. 150 112,00
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl.
Braunſchweiger Tlr. 20
Freiburger . . . . Fs. 15 81,00m
Mailänder . . . . Fs. 45
do.
.. . Fs. 10 34,40
I. 7 36,00
Meininger . . .
Oeſterreicherv. 1864fl. 100
do. v. 1858 fl. 100 470,00
Ungar. Staats . . fl. 100 378,00
Venebiger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 157,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,43
20 Franks=Stücke . . . . 16,25
Amerikaniſche Noten . . . 4,18½
Engliſche Noten . . . . . 20,44
Franzöſiſche Noten. . . . 81,20
Holländiſche Noten. . . . 168,95
9,95
Italieniſche Noten . . .
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,60
Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,70
Reichsbank=Diskonto.
Reichshank=Lombard Zsf. 7

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Das Beſchneiden der Hecken.
Nachſtehende Polizeiverordnung bringe ich zur Kenntnis der
Beteiligten. Das Feldſchutzperſonal iſt angewieſen, dieſenigen, die
ſich der fraglichen Arbeit bis Ende d. Mts. nicht unterzogen haben,
zur Anzeige zu bringen, worauf Beſtrafung der Säumigen mit 1
bis 30 Mark und Ausführung des Zurückſchneidens auf deren Koſten
von Amts wegen eintritt.
Darmſtadt, den 3. Februar 1912.
(3480ss
Der Oberbürgermeiſter:
I V.: Jäger.
Polizeiverordnung.
Auf Grund des Art. 43 Abſ. 2 des Feldſtrafgeſetzbuchs vom
13. Juli 1904, der Artikel 78 und 48, V, 2 der Kreis= und Provinzial=
Ordnung vom 12. Juni 1874 wird mit Zuſtimmung des Kreisausſchuſſes
und mit Genehmigung des Großh. Miniſteriums des Innern vom
10. Februar 1905 zu Nr. M. d. J. III. 1336 für den Kreis Darmſtadt
nachſtehendes verordnet:
§ 1.
Jeder Beſitzer eines Grundſtücks iſt gehalten, die auf
dem Grundſtück befindlichen Hecken und Sträuche, ſoweit ſie an öffent=
liche
Fahr= und Fußwege oder Plätze angrenzen, alljährlich, und
zwar in der Zeit zwiſchen dem 1. Auguſt des einen und dem 1. März
des folgenden Jahres ſoweit zurückzuſchneiden und jederzeit ſoweit
zurückzubinden, daß ſie nicht über die Nachbar= und Weggrenze hin=
ausragen
.
§ 2. Desgleichen iſt jeder Beſitzer eines Grundſtücks gehalten,
die zu demſelben gehörigen Garten=Einfriedigungen, ſoweit ſie an
öffentliche Wege oder Plätze angrenzen, ſtets in ordnungsmäßigem
Zuſtande zu erhalten und etwaige Lücken in ihnen auszubeſſern.
Zuwiderhandlungen unterliegen einer Geldſtrafe von einer
bis dreißig Mark, außerdem wird das Zurückſchneiden der Hecken und
Sträuche, Zurückbinden der Schößlinge und die Ergänzung der
mangelhaften Garteneinfriedigung erforderlichenfalls auf Koſten der
Säumigen von Amts wegen ausgeführt.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.

Elektriſche Lichtanlage.
Die Ausführung der elektriſchen Lichtanlage für das Haus
Fuchsſtraße 19 ſoll vergeben werden.
Die Bedingungen liegen bei dem unterzeichneten Amte, Grafen=
ſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen. Nach auswärts werden dieſe
nicht verſandt.
(3937ds
Angebote ſind bis
Freitag, den 21. Februar 1913, vormittags 10 Uhr,
einzureichen.
Darmſtadt, den 11. Februar 1913.
Stadtbauamt: Buxbaum.

Unter
strengster Verschwiegenheit
jerteilt Christ Rat u. Auskunft in
allen Rechts-Sachen, vermeide
Konkurse usw. Off. unter § 14332
an Haasenstein & Vogler, A. G.,
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Wilhelminenstr. 35, Ecke Hügelstr.
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Frankfurt am main
Friedensſtraße No. 1

2

Darmſtädter Frühjahrsmeſſe 1913.
Für die in der Zeit vom 13. bis 22. April 1913 ſtatt=
findende
Frühjahrsmeſſe werden auf Grund eines neuen Belegungs=
plans
vergeben:
I. Auf dem Wege des ſchriftlichen Angebots die
Plätze für Karuſſells und Schaubuden ꝛc., und zwar:
1. für ein Dampfkaruſſell bis 18 m Durchmeſſer.
2. für zwei Karuſſells oder Schankeln (ohne Dampfbetrieb)
bis 12 und 15 m Durchmeſſer,
3. für ein Hippodrom oder großes Schaugeſchäft bis 22 m
Durchmeſſer,
4. für einen Kinematographen oder ein Schaugeſchäft bis
22 m Front und 1214 m Tiefe (einſchl. Stützen),
5. für mehrere Schaubuden in verſchiedenen Größen,
6. für mehrere Schießbuden und
7. für eine Photographiebude.
Die Bedingungen mit Angebotſchein und Plan ſind gegen
Einſendung von 50 Pfg. von mir zu beziehen. Sie liegen nebſt dem
Plan auch bei dem ſtädtiſchen Marktmeiſter (Rathaus am Marktplatz)
zur Einſicht offen.
Allen Angeboten ſind genaue Angaben über die Größe und
die einzelnen Abmeſſungen der Geſchäfte beizufügen. Angebote auf
Schaubudenplätze müſſen außerdem eingehende Angaben über die
Art des Unternehmens enthalten.
Angebote ſind, unter Verwendung der vorgeſchriebenen An=
gebotsſcheine
und mit der Aufſchrift Angebot auf Meßplätze ver=
ſehen
, bis ſpäteſtens
Dienstag, den 25. Februar, vormittags 11 Uhr,
bei dem Unterzeichneten einzureichen.
II. Die ſämtlichen übrigen Plätze werden öffentlich
verſteigert, und zwar:
1. mehrere Plätze für große Zuckerbuden von 8 X 2½ m,
2.
Waffelbuden bis 8 X 4 m,
3. die ſämtlichen Plätze für Verkaufsbuden und
Plätze für Geſchirr Glas und Porzellan.
Die Verſteigerung findet ſtatt am Dienstag, den 18. März,
vormittags 9 Uhr, im oberen Lokal der Turnhalle am Woogsplatz.
Der Meßplan und die Verſteigerungsbedingungen liegen bei
dem ſtädtiſchen Marktmeiſter zur Einſicht offen.
Darmſtadt, den 29. Januar 1913.
(3160a
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Schmitt.

stg m. Kiesbew.,
Eine Giebelſene 150gm., z. ver=
geben
geg. ſof. Kaſſe. Offert. m.
Preisang. unt. G 88 a. d. E. (*4161

Wer Rlennatiemus, Ischlas. Feren
Wschuss, Genick-, Gelenk-, Gesichts-
schmerzen
usw. hat, verl. Gratisprob.
von J. Zahn, Ober=Ingelheim. (4154

[ ][  ][ ]

Bekanntmachung.

Dienstag, den 18. ds. Mts., von vormittags 9 Uhr bis nachmittags 3 Uhr,
finden Scharfſchießübungen der Inſanterie auf dem Truppenübungsplatz bei Darm=
ſtadt
ſtatt. Der Platz wird hierzu von 9 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags ab=
geſperrt
. Die Abſperrung erſtreckt ſich bis zum Landgraben.
(4055
Darmſtadt, den 8. Februar 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.

Bekanntmachung.

Die freie Innung der Friſeure und Perückenmacher in den Landgemeinden
des Kreiſes Darmſtadt hat bei uns beantragt für die Landgemeinden des Kreiſes
Darmſtadt Beſtimmungen zu treffen, daß der Gewerbebetrieb im geſamten Barbier,
Friſeur= und Verückenmachergewerbe ſowohl innerhalb wie außerhalb der Betriebs=
ſtätten
am 2. Weihnachts=, Oſter= und Pfingſtfeiertage unterſagt, dieſer Gewerbebetrieb,
ſowie die Beſchäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern an dieſen Tagen
jedoch inſoweit geſtattet werde, als dies zur Vorbereitung der öffentlichen Theater=
vorſtellungen
und Schauſtellungen erforderlich ſein ſollte:
Gemäß §§ 171, 122 der Ausführungsanweiſung zur Gewerbeordnung vom
20. März 1912 machen wir hiermit öffentlich bekannt, daß wir den Großh. Kreisamts=
gehilfen
Herling zum Kommiſſär zur Herbeiführung und Leitung der Abſtimmung
der beteiligten Gewerbetreibenden beſtellt haben.
Darmſtadt, den 6. Februar 1913
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
In Vertr.: Dr. Michel.

Im Anſchluß an obige Bekanntmachung des Großherzoglichen Kreisamts Darm=
ſtadt
vom 6. Februar l. Js. mache ich hierdurch bekannt, daß die Liſten der beteiligten
Gewerbetreibenden bei mir offen liegt und Einwendungen gegen deren Vollſtändigkeit
und Richtigkeit, ſowie Aeußerungen für und gegen den oben mitgeteilten Antrag
ſchriftlich bis zum 28. Februar ds. Js. einſchließlich oder mündlich in der Zeit vom
20. Februar bis 28. Februar l. Js. einſchließlich bei mir abzugeben ſind.
Die Angabe der mündlichen Aeußerungen kann während des angegebenen Zeit=
raumes
werktäglich von 11 bis 12 Uhr vormittags in den Dienſträumen des Groß=
herzoglichen
Kreisamts, Neckarſtraße 3, 1. Stock, Zimmer Nr. 19, erfolgen.
Ich fordere daher alle Gewerbetreibenden, welche im Bezirke der Landgemeinden
des Kreiſes Darmſtadt das Friſeur= oder Perückenmachergewerbe ausüben, zur Abgabe
ihrer Aeußerungen mit dem Bemerken auf, daß nur ſolche Erklärungen, welche
erkennen laſſen, ob der Erklärende dem oben mitgeteilten Antrag zuſtimmt oder nicht,
gültig ſind und daß nach Ablauf des odigen Zeitpunktes eingehende Aeußerungen
unberückſichtigt bleiben.
Darmſtadt, den 14. Februar 1913.
(4146
Der Kommiſſar: Herling, Kreisamisgehilfe.

Bekanntmachung.

Betreffend: die Zurückſtellung von Reſerviſten, Wehrleuten I. und II. Aufgebots,
Erſatz=Reſerviſten und ausgebildeten Landſturmpflichtigen infolge häus=
licher
ꝛc. Verhältniſſe.
Diejenigen Reſerviſten, Wehrleute I. und II. Aufgebots, Erſatz=Reſerviſten
und ausgebildete Landſturmpflichtige, welche auf Grund der nachſtehend abge=
druckten
Beſtimmungen des § 122 der Wehrordnuna vom 22. November 1988 eine
Zurückſtellung hinter den älteſten Jahrgang der Reſerve, der Landwehr I. bezw.
II. Aufgebots, Erſatz=Reſerve und des Landſturms in Anſpruch nehmen zu können
glauben, werden hiermit aufgefordert, ihre bezüglichen Geſuche baldigſt und ſpäteſtens
bis zum 10. März 1. Js. bei den betreffenden Großherzoglichen Bürgermeiſtereien
einzureichen. Die nach dieſer Zeit eingehenden Geſuche können für das laufende
Jahr (d. h. bis zum nächſtjährigen Zurückſtelluugstermin) keine Berückſichtigung
mehr finden.
Die eingereichten Geſuche unterliegen der Entſcheidung der verſtärkten Erſatz=
Kommiſſion gelegentlich des Muſterungsgeſchäftes. Dieſe Entſcheidungen behalten ihre
Gültigkeit nur bis zum nächſten Zurückſtellungstermin. Im Falle des Bedürfniſſes
ſind die Anträge auf weitere Zurückſtellung zu erneue n.
Außerterminlich kann Geſuchen um Zurückſtellung durch ſchriftliches Ueberein=
kommen
der ſtändigen Mitglieder der Erſatz=Kommiſſion nach § 124, 2 der Wehr=
Ordnung nur dann ſtattgegeben werden, wenn nach dem allgemeinen Entlaſſungs=
Termin der Reſerven dringende Verhältniſſe die ſofortige Zurückſtellung einzelner der
entlaſſenen Mannſchaften gerechtfertigt erſcheinen laſſen.
(4057a
Darmſtadt, am 5. Februar 1913.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
Dr. Reinhart, Reg.=Rat.
Abdruck.
§ 122 der Wehrordnung.
1.
Zurückſtellung im Sinne der in § 118, 3 und 120, 5 enthaltenen Feſtſetzungen
düefen aus folgenden Gründen (Zurückſtellungsgründe) eintreten:
a) wenn ein Mann als der einzige Ernährer ſeines arbeitsunfähigen Vaters
oder ſeiner Mutter bezw. ſeines Großvaters oder ſeiner Großmutter, mit
denen er dieſelbe Feuerſtelle bewohnt, zu betrachten iſt und ein Knecht oder
Geſelle nicht gehalten werden kann, auch durch die der Familie bei der Ein=
berufung
geſetzlich zuſtehende Unterſtützung der dauernde Niedergang des
elterlichen Hausſtandes nicht abgewendet werden könnte;
b) wenn die Einberufung eines Mannes, der das dreißigſte Lebensjahrſvollendet
hat und Grundbeſitzer, Pächter oder Gewerbetreibender oder Ernährer einer
zahlreichen Familie iſt, den gänzlichen Verfall des Hausſtandes zur Folge
haben und die Angehörigen ſelbſt bei dem Genuſſe der geſetzlichen Unter=
ſtützung
dem Elend preisgegeben würden;
e) wenn in einzelnen dringenden Fällen die Zurückſtellung eines Mannes, deſſen
geeignete Vertretung auf keine Weiſe zu ermöglichen iſt, im Intereſſe der
allgemeinen Landeskultur und der Volkswirtſchaft für unabweislich notwen=
dig
erachtet wird.
2. Mannſchaften, welche wegen Kontrollentziehung nachdienen müſſen, haben
jedoch auch in den vorgenannten Fällen keinerlei Anſpruch auf Zurückſtellung.

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Da
adt.
t.
rmſta

Gefunden: 1 Päckchen, enthaltend 1 weißes Herrenhemd. 1 Tür=
drücker
. 1 Zwicker ohne Faſſung. 1 Paar weißblaue Glacéhandſchuhe.
ſchwarzes Portemonnaie mit Inhalt. 1 ſchwarzſeidener Beutel.
1 Paket mit Arbeitskleidern, Ruckſack ꝛc. nebſt Palethalter für ein
Fahrrad. 1 ſilberne Nadel mit Amethyſt. 36 Pfg. in bar. 3 Schlüſſel
(zuſammengebunden) 1 Roſenkranz. 1 Handwagen mit dunkeblauem
Anſtrich. 1 leeres Herrenportemonnaie. 1 graues Plüſchhandtäſchchen
mit Portemonnaie und Inhalt. 1 goldene Spangennadel mit Ziſe=
lierung
(im Oktober gefunden). 1 goldener Herrenring mit Ziſelierung
und den Buchſtaben P. J. Im Monat Januar im Großh. Hof=
theater
liegen geblieben und bei der dortigen Verwaltung in Ver=
wahr
: 1 ſchwarzer Pelz. 1 Autoſchleier. 1 Broſche. 1 Stock. 1 Samt=
handtäſchchen
. 1 Opernglasfutteral. 1 ſilbernes Armband. 2 kleine
Portemonngies. 2 weiße Kragenſchoner. 2 Zwicker. 6 Damen=
ſchirme
. 9 Taſchentücher, gez. J., J. S., M. M., 5 ohne Zeichen.
12 Paar farbige Handſchuhe:
(4106
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 16. Febr.,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends, folgende Apo=
theken
geöffnet: Hof=Apotheke, Ballonplatz, und Adler=Apotheke,
Wilhelminenplatz. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab
geſchloſſen.

Bekanntmachung.

Die Polizeiverordnung, betr. die Bekämpfung der Schnaken=
plage
, vom 11. März 1911 iſt aufgehoben worden. An ihre Stelle
treten die nachſtehend abgedruckten Vorſchriften. Nach dieſen ſind
zur Bekämpfung der Schnakenplage hinfort nicht mehr allein die
Grundſtückseigentümer (Vermieter, Verpächter) ſondern, falls die
Grundſtücke vermietet oder verpachtet ſind, die Mieter oder
Pächter verpflichtet.
Darmſtadt, den 11. Februar 1913.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.

Polizeiverordnung.

Auf Grund des Artikel 64 der Kreis= und Provinzialordnung
vom 8. Juli 1911 wird nach Zuſtimmung des Kreisausſchuſſes mit
Genehmigung des Großh. Miniſteriums des Innein vom 29. Januar
1913 zu Nr. M. d. J. II. 464 für den Kreis Darmſtadt verordnet,
was folgt:
Wenn die Gemeindeverwaltungen die Bekämpfung der Schnaken=
plage
beſchließen und vornehmen, ſind die Grundſtückseigentümer
oder, falls die Grundſtücke vermietet oder verpachtet ſind, die Mieter
oder Pächter, ſoweit ſie nicht nachſtehend zu einer unmittelbaren
Mitwirkung herbei berufen ſind, zur Duldung der gemeindepolizei=
lichen
Maßnahmen verpflichtet.
§ 2.
Jeder Verpflichtete hat auf Aufforderung der Ortspolizei=
behörde
in ſeinen Kellern mindeſtens einmal in der dazu geeigneten,
von der Ortspolizeibehörde bezeichneten Zeit und zwar bei Froſt=
wetter
, die überwinterten Schnaken durch Ausbrennen oder, wo dies
nicht angängig iſt, durch Ausräuchern zu vernichten.
Jeder Verpflichtete hat auf Aufforderung der Ortspolizeibehörde
in den von ihr bezeichneten Orts= und Gemarkungsteilen in den
Monaten April bis September einſchließlich mindeſtens einmal
monatlich die auf ſeinem Grundſtück befindlichen Jauchen= und Abort=
gruben
mit einem zur Vernichtung der Schnakenbrut geigneten
Mittel (Saprol, Petroleum oder dgl.) zu übergießen.
Falls die Verpflichteten ungeachtet der Aufforderung der Orts=
polizeibehörden
die ihnen nach den §§ 2 und 3 obliegenden Maß=
nahmen
nicht ausführen, ſo ſind die Ortspolizeibehörden berechtigt,
das Erforderliche auf Koſten der Säumigen zu veranlaſſen.
§ 5.
Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften der §§ 2 und 3
können nach geeigneter Verwarnung auf Grund des Artikel 64 der
Kreis= und Provinzialordnung vom 8. Juli 1911 mit Geldſtrafe bis
zu 30 Mark beſtraft werden.
§ 6.
Dieſe Verordnung tritt mit dem Tag ihrer Verkündigung in Kraft.
Mit dem gleichen Tage iſt die Polizeiverordnung, betr. die
Bekämpfung der Schnakenplage, vom 11. März 1911 aufgehoben.
Darmſtadt, den 6. Februar 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.

Deffentliche Aufforderung.

Nach § 2 der Polizeiverordnung des Großh. Kreisamts
Darmſtadt vom 6. Februar 1913 über die Bekämpfung der Schnaken=
plage
haben nicht mehr allein die Grundſtückseigentümer ſondern,
falls die Grundſtücke vermietet oder verpachtet ſind, die Mieter oder
Pächter auf Aufforderung der Ortspolizeibehörde in den Kellern
ihrer Hofreiten mindeſtens einmal in der dazu geeigneten Zeit, und
zwar bei Froſtwetter, die überwinternden Schnaken durch Ausbrennen
oder, wo dies nicht angängig iſt, durch Ausräuchern zu pernichten.
Wir fordern daher ſämtliche hieſigen Grundſtückseigen=
tümer
und ſoweit die Grundſtücke vermietet oder verpachtet
ſind, ſämtliche Mieter und Pächter hiermit auf, alsbald und
zwar ſpäteſtens bis zum 1. März das Ausbrennen der Keller
vornehmen zu laſſen.
Das Aushrennen der Keller geſchieht am beſten mit einer
Spiritusfackel, die man ſich leicht ſelbſt herſtellen kann. Man befeſtige
am Ende einer Stange Lappen, Werg oder einen ähnlichen Stoff,
tränkt dieſen mit Spiritus und zündet ihn an. Vor einem allzu
reichlichen Tränken des Stoffes mit Spiritus wird nachdrücklich
gewarnt, da der Spiritus ſich beim Brennen ausdehnt und dann
leicht brennender Spiritus abtropft, wodurch Unfälle entſtehen können.
Ebenſo iſt es ſtets zu vermeiden, daß in der Nähe des Ausbrennenden
ein Gefäß oder eine Kanne mit Spiritus ſteht, weil die von dem
Spiritus ausgehenden Dämpfe an der offenen Flamme leicht ent=
zündbar
ſind.
Da bei dem Ausbrennen der Keller zur Vermeidung von
Brandfällen große Vorſicht geboten iſt, empfiehlt es ſich, das
Ausbrennen von Feuerwehrleuten vornehmen zu laſſen. Geſuche
um Ueberlaſſung von Feuerwehrleuten für genannten Zweck ſind
entweder an die zuſtändigen Polizeireviere oder direkt an die
ſtändige Feuerwache hinter der Stadtkirche (Telephon Nr. 1772)
zu richteu. Die Koſten für das Ausbrennen (50 Pfennig für
die Stunde einſchl. Fackeln) ſind von den Grundſtückseigentümern,
Mietern oder Pächtern gegen Quittung an die Feuerwache zu
zahlen.
Das Abbrennen der Schnaken, die erfahrungsgemäß in dunklen
Ecken und Winkein in großen Haufen zuſammenſitzen, hat in der
Weiſe zu geſchehen, daß man an der höchſten Stelle des Kellers
beginnt und von da aus langſam an den Wänden herunterfährt.
Man darf auf keinen Fall unten anfangen, weil die anſteigende
Wärme die weiter oben ſitzenden Schnaken verſcheucht.
In Kellern, in denen Petroleum, Benzin, Spiritus oder ähn=
liche
feuergefährliche Stoffe lagern, muß das Ausbrennen wegen der
damit verbundenen Feuersgefahr unterlaſſen werden. Solche Keller
ſind auszuräuchern. Das Ausräuchern geſchieht am einfachſten
mittels Schwefels, der auf eine Pfanne einen Tiegel oder einen
Blechtopf zu legen und anzuzünden iſt. Die Kellerluken und =Fenſter
müſſen vorher geſchloſſen werden.
Vom 1. März ds. Js. an werden Polizeibeamte und
Feuerwehrleute kontrollieren, ob die Grundſtückseigeutümer,
Mieter oder Pächter ihrer Verpflichtung zum Ausbrennen der
Keller ſämtlich nachgekommen ſind. Im Falle der Unterlaſſung
wird das Ausbrennen der Keller durch Feuerwehrleute auf
Koſten der ſäumigen Grundſtücksbeſitzer, Mieter oder Pächter
ausgeführt werden. Die Genannten haben zu dieſem Zwecke
ihre Keller den Polizeibeamten oder Feuerwehrleuten zugänglich
zu machen. (§ 1, 2 und 4 der genannten Polizeiverordnung.)
Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften der erwähnten
Polizeiverordnung können nach geeigneter Verwarnung mit Geld=
ſtrafe
bis zu 30 Mark beſtraft werden.
Darmſtadt, den 11. Februar 1913.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
(4051sid

Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren i. d. Haupt= u. Reſidenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)

per ½ kg
Ochſenfleiſch . . . . . 100 Pfg.
Rindfleiſch
90
, , ,
70
Fett, roh
,
Fett, ausgelaſſen . . . 80
1
Leber . . . . . . . 80
Kalbfleiſch
. . . . 100
. . 105
Hammelfleiſch
70
Bruſt .
Schweinefleiſch
94
Rippchen, Kammſtück, ge=
ſalz
. Fleiſch u. Kottelets 104

peri! kg
Speck geräuchert . . . 120 Pfg.
Dörrfleiſch
. . 120
Schinken m. Bein . . . 120
Rolſchinken.
140
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen
. . 96
Schwartenmagen,
Fleiſch=u Bratwurſt . 96
Leber= u. Blutwurſt
80

Die Fuſtieſungen

bei dem Stadtbauamt, ſowie die
Anfuhr des für die ſtädtiſchen
Schulanſtalten ꝛc. benötigten Koh=
len
im Verwaltungsjahr 1913 ſollen
geirennt vergeben werden.
Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Angebote ſind bis
Montag, 24. Februar 1913,
vormittags 10 Uhr,
(3958ds
einzureichen.
Darmſtadt, 12. Februar 1913.
Stadtbauamt.
Buxbaum.

Bekanntmachung.

Mittwoch, 19. Februar I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die dem Friedrich Ballé zu
Offenbach a. M. und dem Jakob
Mohr zu Darmſtadt im Grundbuch
hieſiger Gemarkung zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
Die=
II 550 3724 Hof=
reite
burger=
II 553 203 Grab=ſtraße
garten) Nr. 96,
nebſt Zubehör und Brauereiein=
richtung
in unſerem Bureau
zwangsweiſe verſteigert werden.
Falls andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen, kann Ge=
nehmigung
der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht er=
reicht
.
Darmſtadt, 20. Januar 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
K25/12)
Müller.
(V2546

Bekanntmachung.

Mittwoch, 19. März l. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſollen die dem Fuhrunternehmer
Philipp Andel dahier zugeſchrie=
benen
Grundſtücke:
qm
Flur Nr.
37 1873 Acker im tiefen
14
See,
65 2300 Acker daſelbſt,
14
26 44 144 Acker vor dem
Eichelacker,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K5/13
Darmſtadt, 6. Februar 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V,4091

Bekanntmachung.

Montag, 17. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Ingenſeur Georg
Stiegler zu Oberviechtach, im
Grundbuch hieſiger Gemarkung
zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. am
II 1428 188 Hofreite Pan=
kratiusſtraße

Nr. 8,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K11412
verſteigert werden.
Darmſtadt, 10. Februar 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V,4089

[ ][  ][ ]

Kerren-Sarderobe

nach Mass,

hergestellt in eigener Werkstätte, in vollendeter, über das Durch-
schnittsangebot
weit hinausgehender erstklassiger Ausführung.
Neueste Stoffe in sehr grosser Auswahl.

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Ludwigsplatz
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Scke Schulstrasse.

(4164

Brennholz=Verſteigerung Nr. 10.

(Stadtwald.)
Dienstag, den 18. Februar I. Js., vorm. 9 Uhr,
werden in der Turnhalle (Woogsplatz 5) hier aus der Forſtwartei
Städtiſche Tanne (Forſtwart Ahlheim) das in den Diſtrikten:
Unter dem Bahnhof (33, 34), Bürgerſchlag (31), Landwehr (7) ſitzende
Holz mit den laufenden Nummern 1187, ſowie das Dürr= und
Windfallholz aus verſchiedenen Diſtrikten mit den laufenden Num=
mern
188464 verſteigert, und zwar:
Kiefern: 275rm Scheiter, 8 rm Knüppel, 146 rm Reiſigknüppel,
74 rm Stöcke (fein), 77 rm Stöcke (grob).
Unterſtrichene Nummern kommen nicht zum Ausgebot. Um
(3894ds
vorherige Einſichtnahme wird gebeten.
Darmſtadt, den 11. Februar 1913.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
J. V.: Joſeph, Großh. Forſtaſſeſſor.

Stammholz-Verſteigerung.

Montag, den 17. Februar, vormittags 10 Uhr,
werden im Schaafheimer Gemeindewald, Diſtrikt Schwarzwaſſer,
Harreshäuſerbuſch und Loosäcker, verſteigert:
257 Kiefernſtämme, 280,57 Feſtmeter
95 Fichtenſtämme, 31,28
Die Zuſammenkunft iſt auf dem Stockſtädter Weg am Eingang
des Waldes.
Schaafheim, am 10. Februar 1913.
(3785ms
Großh. Bürgermeiſterei Schaafheim.
Hauck.

Holz=Verſteigerung.

Dienstag, den 18. Februar I. J., vormittags 9 Uhr be=
ginnend
werden in Weiterſtadt in der Deußer’ſchen Wirtſchaft aus
dem Gemeindewald, Diſtrikt Täubcheshöhl und Löſer, verſteigert:
1. 217½ Raummeter Kiefern=Scheiter,
Knüppel,
2. 187
3. 9330
Wellen,
,
Stöcke.
4. 188½
Das Holz wolle man vorher einſehen. Auskunft erteilt Forſt=
wart
Becker, Weiterſtadt.
Weiterſtadt, 11. Februar 1913.
(3915dfs
Großherzogliche Bürgermeiſterei.
Becker.

Autz= und Brennholz=Verſteigerung.

Dienstag, den 18. Februar d. J.
ſollen im Eberſtädter Gemeindewald, Diſtrikt Klingsacker=
tanne
, nachverzeichnete Holzſortimente öffentlich, meiſtbietend an Ort
und Stelle verſteigert werden. Es gelangen zum Ausgebot:
16 rm Kiefern=Zaunpfoſten à 2,20 Meter lang
55
Scheitholz
4 rm Buchen=Scheiter
Knüppelholz
,
Knüppel
230
Stockholz
300 Stück Wellen.
Die Zuſammenkunft der Steigerer findet auf dem Bäckerweg
am Eingang des Waldes vormittags 9½ Uhr ſtatt.
Nähere Auskunft erteilt Forſtwart Pfeiffer in Eberſtadt,
Schulſtraße Nr. 5.
Eberſtadt, den 14. Februar 1913.
(4192
Großh. Bürgermeiſterei Eberſtadt.
Schäfer.

Jagd=Verpachtung.

Montag, den 17. Februar, nachmittags 1 Uhr,
wird die hieſige Feldjagd öffentlich verpachtet. Größe der Gemar=
kung
913 ha. Der Bahnhof Lengfeld liegt inmitten des Jagdgebiets.
Sehr guter Wildſtand iſt vorhanden.
(3784ms
Großh. Bürgermeiſterei Lengfeld.
Bundſchuh, Bürgermeiſter.

Grosser freihändiger Möbel-Verkauf im
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Tiſche u. Stühle aller Art, 1 groß. eich. Ausziehtiſch, Kredenz,
Flurgarderoben, 1 Salon=Garnitur: Diwan u. 2 Seſſel, Diwan,
Chaiſelongues, Sofa u. Klubſeſſel, Rindleder, Sofa=Umbauten,
Waſchtiſch mit Spiegel, 5 kompl. ſehr gute Betten, Bettzeug,
einz., 10 Teppiche u. Chaiſelongue=Decken, Bilder, Aufſtellſachen,
Gas= u. elektr. Lüſter, goldene u. ſilberne Herren= u. Damenuhren
u.=Ringe, Alabaſter= u. Bronze=Standuhren, Kleiderſtoffe,
1 Handwagen, vierräd., ſowie 1 großer Kaſſenſchrank.
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Antike Möbel. u. Tiſch in Kirſchbaum, Schränke,
Truhen, Kommode, Pult, Oelgemälde, Porzellan u. Elfenbein=
ſchnitzereien
, orig. Sachen.
(4165
Johannes Krummeck, Auktionator u. Taxator.
Verkauf täglich; unnnterbrochen geöffnet.
NB. Annahme von Verſteigerungen, Taxationen u. Verkäufe. Beſte Ref.

Bekanntmachung.

Mittwoch, den 19. Februar 1913,
vormittags 11½ Uhr,
läßt die Gemeinde Ober=Ramſtadt in der Faſelhofreite dahier, zwei
gutgehaltene zur Zucht untauglich gewordene
Faſelschſen
meiſtbietend öffentlich verſteigern.
Die Gemeinde beabſichtigt wieder
2junge, ſprungfähige Faſelochſen (SimmentalerRaſſe
anzukaufen und ſind Offerten innerhalb 8 Tagen an die Großh.
Bürgermeiſterei dahier einzuſenden.
Ober=Ramſtadt, den 14. Februar 1913.
Großherzogl. Bürgermeiſterei Ober=Ramſtadt.
Rückert.
(4200si

Faſelvieh-Verkauf.

Ein der Gemeinde Hahn gehöriger, gut genährter Faſeleber,
ſowie ein Ziegenbock ſollen im Submiſſionswege verkauft werden.
Angebote ſind bis
Mittwoch, 19. Februar 1913, vormittags 11 Uhr
bei der Bürgermeiſterei daſelbſt einzureichen, woſelbſt auch die Be=
dingungen
vorher eingeholt werden können.
(4174
Hahn bei Pfungſtadt, den 12. Februar 1913.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Hahn.
Geibel.

Günſtige Gelegenheit!
Wegen Geſchäftsaufgabe ſind ſämtl. Italieniſche Kunſt=
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geführt
, 5 Pfd. 65 Pfg. Offerten
u. H 12 an die Exped. (*42581

Bekanntmachung.

Montag, 17. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Küfer Auguſt Rädge
Eheleuten dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 564 284 Hofreite Schwa=
nenſtraße

Nr. 49,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K9/13
Darmſtadt, 10. Februar 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V,4090

Bekanntmachung.

Die Firma Ober=Ramſtädter
Kammfabrik, Inhaber Philipp
Glückert in Darmſtadt, ſoll von
Amtswegen in dem Handels= Re=
giſter
des unterzeichneten Gerichts
gelöſcht werden.
(4096
Es ergeht hiermit an den ein=
getragenen
Inhaber Philipp
Glückert, zur Zeit unbekannten
Aufenthalts, oder deſſen Rechts=
nachfolger
die Aufforderung, bin=
nen
einer Friſt von ſechs Monaten
ſeinen etwaigen Widerſpruch gegen
die beabſichtigte Löſchung geltend
zu machen, andernfalls die Firma
von Amtswegen gelöſcht wird.
Darmſtadt, 10. Februar 1913.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.

In unſer Genoſſenſchafts=Regiſter,
wurde heute eingetragen hin=
ſichtlich
der Firma:
Verwertungsgenoſſenſchaft
für landwirtſchaftliche Er=
zeugniſſe
, eingetragene Ge=
noſſenſchaft
mit beſchränkter
Haftpflicht, Darmſtadt.
Durch Beſchluß der Generalver=
ſammlung
vom 11. Mai 1912 ſind
die Beſtimmungen über die Er=
richtung
der Genoſſenſchaft, Mit=
gliedſchaft
und die Geſchäftsan=
teile
(§§ 1, 3, 36 des Statuts) ge=
(4095
ändert.
Darmſtadt, 6. Februar 1913.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.

Bekanntmachung.

In unſerem Handelsregiſter A.
wurde heute bei der Firma
Wacker & Dörr in Ober= Ram=
ſtadt
folgendes eingetragen:
Der Sitz der Geſellſchaft iſt nach
Nieder=Ramſtadt verlegt. (4145
Darmſtadt, 8. Februar 1913.
Großherzogliches Amtsgericht
Darmſtadt II.


Teffentliche
Aufforderung.

Etwaige Forderungen und An=
ſprüche
an den Nachlaß des am
20. Dezember 1912 dahier ver=
ſtorbenen
Herrn Regierungsrats
P. Auguſt Rach bitte ich,
ſoweit nicht bereits geſchehen, bis
ſpäteſtens 25. ds. Mts. bei mir
anzumelden, damit ſie bei der Re=
gulierung
des Nachlaſſes Berück=
ſichtigung
finden können. (4166
Darmſtadt, 13. Februar 1913.
Der Teſtamentsvollſtrecker:
Juſtizrat Hallwachs
Rechtsanwalt und Großherzogl.
Notar
Hügelſtraße Nr. 47.

Große Lau= u. Freuſol=
Verſteigerung.

Montag, den 17. Februar,
vormittags 10 Uhr,
werden an dem ehemal. Lokomotiv=
Schuppen der Main=Neckar=Bahn
(Eing. Feldbergſtr.) 54 Haufen
Brennholz, 1 große Partie Bord
in verſch. Längen, Balken, Pfoſten,
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(*4265

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form
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[ ][  ][ ]

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(4186.

Großh. Realgymnaſtum zu Darmſtadt.
Die Anmeldungen neuer Schüler für das Schuljahr 1913/14
werden im Realgymnaſialgebäude (Eingang durch das Portal am
Kapellplatz) auf dem Direktorzimmer
Dienstag, den 25. Februar ds. Js.,
von 912 Uhr vormittags
entgegengenommen.
Geburts= und Impfſchein ſind dabei vorzulegen.
(4027a
Großh. Direktion des Realgymnaſiums.
Münch.

Grossh. Technische Hochschule zu Darmstadt. (21s
Abteilungen für Architektur, Ingenieurwesen, Maschinenbau, Papier-
ingenieurwesen
, Elektrotechnik, Chemie (Elektrochemie u. Pharmazie).
Allgemeine Abteilung (insbesondere für Mathematik und Naturwissen-
schaften
). Kursus für Geometer I. Klasse. Prüfungen zur Erteilung
des Grades eines Diplom-Ingenieurs und der Würde eines Doktor-
Ingenieurs. Fachprüfungen, Reichsprüfung für Pharmazeuten und
Nahrungsmittel-Chemiker (Gegenseitige Anerkennung der Diplom-,
Vor- und Hauptprütung in Hessen und Preussen für den Staatsdienst
im Hochbau-, Ingenieurbau- und Maschinenbaufache). Beginn det
Studiums im Herbst oder zu Ostern. Aufnahmen vom 18. April bis
20. Mai. Beginn des Unterrichts 22. April. Programm gegen postfreie
Einsendung von 60 Pfg.. Ausland 80 Pfg.
Das Rektorat.

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Militärprüfungen in durchaus individuellem Unterricht; kleines
Familienpenſionat (höchſtens 6 Penſionäre). In beſonderen Nach=
mittagskurſen
können Schüler hieſiger höherer ſtgatlicher Lehranſtalten
erfolgreichen Nachhilfeunterricht erhalten und ihre Aufgaben unter
Aufſicht von Lehrern der Anſtalt anfertigen. Proſpekte und Prü=
fungsergebniſſe
durch den Vorſteher. Anmeldungen werden täglich
zwiſchen 12 und 1 Uhr und nachmittags zwiſchen 3 und 5 Uhr
entgegengenommen.
H. Rupp.

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Der nächſte Koch= Kur=
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den 3. April. Anmel=
dungen
dazu werden täglich
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Der Vorstand.

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Montag und Donnerstag zwiſchen 10 und 12 Uhr (bei vorheriger
Anmeldung jederzeit) von der unterzeichneten Vorſteherin entgegen=
genommen
. Reflektantinnen haben die beſte Ausſicht, lohnende
Stellung durch den Heſſiſchen Fröbel=Verein zu erhalten.
Proſpekte ſind daſelbſt, ſowie im Seminar zu haben. (4124a
Th. Schultz-Gora, Bismarckſtr. 18.

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B681) Herdweg 91, II.

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ſchritten
haben und in der Lage ſind, monatlich hundert Mark zu
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Sendungen (auch Proben) frei Haus.

[ ][  ][ ]

Handel und Verkehr.

* Hypothekenbank in Hamburg. Auf die
im heutigen Anzeigenteil enthaltene Bilanz ultimo
Dezember 1912 der Hypothekenbank in Hamburg,
ſei hiermit beſonders hingewieſen.
* Berlin, 14. Febr. In der heutigen Sitzung des
Zentralausſchuſſes der Reichsbank gab Exz.
Havenſtein im Anſchluß an die Wochenüberſicht vom
7.13. Februar einſchließlich die eingetretenen Veränder=
ungen
des Status bekannt. Es liegen allerdings noch
nicht die Nachweiſe ſämtlicher Bankanſtalten vor. Eine
weſentliche Verſchiebung würden aber die noch fehlenden
nicht herbeiführen. Der Metallbeſtand nahm um 39 Mil=
lionen
gegen 40 im Vorjahre zu. Die Anlagen erfuhren
eine Abnahme von 47 Millionen, gegenüber einer vorjäh=
rigen
Zunahme von 24 Millionen. Die fremden Gelder
vermehrten ſich in dieſem Jahre um 93 Millionen (i. V
198 Millionen). Es beſtand am 13. Februar eine ſteuer=
freie
Notenreſerve von 30 Millionen gegenüber einer ſol=
chen
von 323 Millionen im Vorjahre. Bei dem Vergleich
iſt zu berückſichtigen, daß im vorigen Jahre in dieſen Ta=
gen
die Einzahlungen auf die neue Reichsanleihe erfolg=
ten
. Dann wurde der Geſchäftsbericht für das Jahr 1912
verleſen, gegen welchen Einwendungen nicht gemacht
wurden.
H. Frankfurt a. M., 14. Febr. ( Börſenwochen=
bericht
.) Die allzu frühen Hoffnungen eines baldigen
Friedensſchluſſes haben ſich bisher leider nicht erfüllt, und
nachdem die Feindſeligkeiten wieder aufgenommen, lau=
ten
die Nachrichten vom Balkan weiter unklar, wie auch
die geſamte politiſche Lage eine völlige Unſicherheit be=
kundet
. Dazu hört man von verſtärkten Unruhen in
Mexiko, wo immerhin ein recht bedeutendes Intereſſe
Deutſchlands vorhanden iſt. Unter dieſen Umſtänden
waren die Börſen bis Mittwoch nicht beſonders zur
Feſtigkeit geſtimmt und erſt Donnerstag konnte eine Er
holung Platz greifen, da ſich der Geldmarkt etwas leichter
geſtaltete, ferner die Engliſche Bank ihren Diskontſatz
unverändert ließ und erfreulicherweiſe neuerdings Pen=
ſionen
aus Paris vorlagen, die zum Teil auch akzeptiert
wurden. Die Ungewißheit über die weitere Geſtaltung
der politiſchen Verhältniſſe beeinflußt getzt auch den rhei=
niſch
=weſtfäliſchen Induſtriebezirk und lähmt daſelbſt jede
größere politiſche Unternehmung. Das machte ſich an dem
Stabeiſenmarkt beſonders bemerkbar, an welchem vom
Berliner Großhandel neuerdings wieder Angebote er=
ſcheinen
, die ſich erheblich unter den bisherigen Markt=
preiſen
hielten . Den weiterverarbeitenden Werken,
namentlich den Walzwerken, machte ſich die Zurückhalt=
ung
der Käufer weit ſtärker fühlbar, als den großen ge=
miſchten
Werken, die auf Monate hinaus noch durch ihren
Auftragbeſtand mit Arbeit wohl verſorgt ſind. In Roh=
eiſen
beſteht ſogar noch ein erheblicher Mangel trotz ſtei=
gender
Produktion. Schwierig liegt die Sache bei den
Werken, deren Spezialerzeugniſſe in Baueiſen, Form=
eiſen
und Trägern beſtehen. Für dieſe Werke müßte das
in normalen Zeiten jetzt einſetzende Frühjahrsgeſchäft
reichlich Arbeit bringen. Die Frühjahrsbeſtellungen gehen
aber vorerſt nur ſehr ſpärlich ein und umfaſſen den Be=
darf
an Baueiſen nur für ſolche Bauausführungen, die
nicht in das Gebiete der eigentlichen Bauunternehmung
fallen. Infolge der politiſchen Unſicherheit ſind die Ver=
hältniſſe
am Geld= und Hypothekenmarkt andauernd ſehr
angeſpannt und Hypothekengelder beſonders ſchwieriger
erhältlich. Hierdurch wird ſelbſtverſtändlich die Bau=
unternehmung
zum Frühjahr unter Druck gehalten und
kann ſich nicht in gewohnter Weiſe betätigen. Da dieſe
Verhältniſſe internationaler Natur ſind, auf ſämtliche
Handels= und Induſtrieſtaaten ſich erſtrecken, wird auch
der Weltmarkt in Mitleidenſchaft gezogen und hat an der
bisherigen Feſtigkeit und Aufnahmefähigkeit ſchon merk=
lich
verloren. So werden denn auch vom engliſchen und
belgiſchen Eiſenmarkt bereits niedrigere Preiſe gemeldet.
Ebenſo leidet der amerikaniſche Eiſen= und Stahlmarkt
unter dem Druck der europäiſchen und dazu gekommenen
mexikaniſchen politiſchen Lage. Einen Lichtpunkt bildet
der Ruhrkohlenmarkt, wo die gute Nachfrage nach Indu=
ſtriekohlen
und Koks fortdauert. Die Förderung der
Syndikatszechen geht unmittelbar in den Verbrauch über.
Der günſtige Rheinwaſſerſtand ermöglichte einen umfang=
reichen
Kohlenverſand nach den oberrheiniſchen Häfen,
wie auch nach Holland und Belgien.

Zu den Einzelheiten des Verkehrs übergehend, blie=
ben
die deutſchen Rentengattungen mit 4 und 3 ½prozen=
tiger
Verzinſung gut behauptet, wogegen 3proz. ſchwächer
lagen. Die ſtattgehabte Subſkription auf die 4prozentige
Anleihe der Provinz Oberheſſen hat einen günſtigen Ver=
auf
genommen. Die Stadt Mainz beſchloß die Auf=
nahme
eines Darlehens von zwei Millionen Mark bei der
Heſſiſchen Landeshypothekenbank in Darmſtadt. Auslän=
diſche
Staatsfonds waren ſehr ſtill, bei kleinen Veränder=
ungen
, nur ſerbiſche Renten und beſonders Mexikaner
nachgebend; letztere auf die ernſten innerpolitiſchen Vor=
gänge
. Chineſen und Japaner ebenfalls in ſchwacher
Haltung; bei erſteren verſtimmte die weitere Verſchlep=
pung
in der Sechsmächteanleihe, bei letzteren die Uneinig=
keit
im Kabinett, wobei vereinzelte Volksunzufriedenheit
auftrat.
Am Markt für Transportwerte iſt die Steigerung für
Orientbahnen bis 184 erwähnenswert. Der Wiener Platz
trat fortgeſetzt als Käufer auf; auch Lombarden wieder
recht lebhaft, ebenſo 3proz. Südbahn=Prioritäten. Es
ſcheint, daß die Sanierungsfrage der Südbahn ( Lom=
barden
) wieder näher gerückt iſt. Süddeutſche Eiſenbahn=
Geſellſchaft waren reger geſucht und höher, wogegen
Schantung und beide Schiffahrtsaktien matter ſchließen.
Bankaktien waren dieſe Woche weniger beachtet und im
ganzen eher etwas niedriger. Die Deutſche Vereinsbank
verteilt wieder 6 Proz. Dividende, wie in den vorhergehen=
den
Jahren. Allgemeine Elſäſſiſche Bankgeſellſchaft, die
bei der Schlettſtädter Niederlaſſung bis etwa 500000 Mk.
Schaden durch Veruntreuung ihres dortigen Direktors er=
litten
hat, nimmt dieſen Betrag aus der Extrareſerve und
zahlt wieder 6½ Prozent, wie im Vorjahre. Der Kurs
dieſer Aktien ſtellte ſich zuletzt auf 124½. Am Montan=
gebiet
vollzogen ſich größere Umſätze, zu ſchließlich mat=
teren
Kurſen auf die Befürchtungen, daß die politiſchen
Verhältniſſe die Induſtrie doch lähmend beeinfluſſen
könnte. Nur Eſchweiler erhöhten ſich auf 205 auf den
Abſchluß der Intereſſengemeinſchaft mit der Burbacher
Hütte.
Der Kaſſainduſtriemarkt war weniger animiert, wie
ſeither, und man bemerkte zeitweiſe Realiſationen. So
ſchwankten Kleyer zwiſchen 621609615613. Dieſe
Geſellſchaft hat von der rumäniſchen Regierung einen
Auftrag von 30 Laſtmotorwagen erhalten, nachdem ſie
ſchon vorher ſeitens der ruſſiſchen Regierung eine ähn=
liche
Beſtellung bekam. Maſchinenfabrik Moenus ſtiegen
von 301,10 auf 316, um 311,75 zu ſchließen. Es iſt hier
eine Kapitalerhöhung geplant, wobei man ein hohes Be=
zugsrecht
erwartet; auch ſoll dasJahresergebnis hinter dem
vorhergegangenen nicht zurückſtehen, ſo daß man vielleicht
mindeſtens 22 Prozent erwartet. Die Mannesmann=
Röhrenwerke verhandeln mit dem Röhrenwerk Raunheim
am Main, das mit 800000 Mark Stammkapital arbeitet,
wegen Angliederung. Spinnerei Hüttenheim erholten ſich
auf 22,10, Hafenmühle bis 130,25, Motoren Oberurſel
bis 136. Sonſt ſind vorwiegend Einbußen zu verzeich=
nen
: Daimler bis 308, Akkumulatoren bis 406, Deutſche
Gold= und Silberſcheide=Anſtalt bis 652, Holzverkohlung
bis 327¼. Höchſter Farbwerke bis 630, Badiſche Anilin
bis 536, Allgemeine Elektrizitäts=Geſellſchaft bis 236½,
Schuckert bis 145½, Kunſtſeide bis 72,10, Benz bis etwa
245½, Naphtha bis 341, Steana Romana bis 149,60. Der
Wochenſchluß war zu Beginn in ſchwacher Stimmung, da
die politiſchen Nachrichten wenig befriedigend lauteten.
Später erfolgte eine kleine Beſſerung auf London, das
ebenfalls mäßig erholt war. Das Geſchäft blieb jedoch
in engen Grenzen, da die Spekulation gänzlich mangelt.
Privatdiskont 5¾105½ Prozent.
Von Loſen notieren: Augsburger 34,10, Braunſchwei=
ger
197,40, Meininger 34,50, Genuaer 206, Türkiſche
158,60, Freiburger 80,90, Ungariſche 379,90, Mailänder
45=Fr.=Loſe 145, Venediger 48,75, Mailänder 10=Fr.=Loſe
34,75, Raab=Grazer Anr.=Sch. 39,90 in Reichsmark,
Gothaer Prämie II 117,50, Madrider 74,50, Donau= Re=
gulierung
170 in Prozenten; ferner ſchließen: 4proz.
Reichs (rückzb. 1918) 100 B, 3½proz. Reichs 88,15, 3proz.
Reichs 77,40, 4proz. Heſſen von 1899 9890, 4proz. Heſſen
von 1906 99, 4proz. Heſſen von 1908/09 99,50, 4proz.
Heſſen (rückzb. 1921) 100,20, 3½proz. Heſſen 87,10, 3proz.
Heſſen 75,80, 4proz. Darmſtädter 97,30, 3½proz. Darm=
ſtädter
87,50, 4proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 1823)
99,20, 4proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 2425) 99,30 G,

3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 35) 87,10 G,
3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 911) 87,20, 4proz.
Heſſ. Komm.=Pfdbr. (S. 1012) 99,20 G, 4proz. Heſſ.
Komm.=Pfdbr. (S. 1314) 99,30 G, 3½proz. Heſſ. Komm.=
Pfdbr. (S. 13) 87,30G, 3½proz. Heſſ. Komm.=Pfdbr.
S. 4) 87,20 G, Darmſtädter Bank 124½ G, Südd. Eiſ.=
Geſellſch. 128,20 G, Südd. Immob.=Geſellſch. Mainz 60 B,
Lederwerke, vorm. Spicharz, Offenbach a. M. 65 B, Lack=
und Farb.=Fabr. Schramm, Offenbach a. M. 276 B, Che=
miſche
Mühlheim a. M. 68,25, Faber u. Schleicher, A.=G.,
Offenbach a. M., 133, Schantung 129½, South=Weſtafrika
127,25, Otavi=Anteile 108, Otavi=Genußſch. 78, 4½proz.
Ruſſen 99,90 B, 4proz. 1880er Ruſſen 89,75, 4proz. 1902er
Ruſſen 90,25, 3¼proz. Ruſſen 86,50, 3½proz. Ruſſen
81,60, 3proz. Ruſſen 74, 4proz. unifiz. Türken 85,80 G,
4proz. Adminiſtr.=Türken 77,80 G, 4proz. Bagdad=Türken
80,40, 4proz. konvert. Türken 1905/11 75,20 G, 5proz. Bul=
garen
99 6, 4½proz. Serben 88,706, 4proz. Serben
80,80 G, Griechen von 1890 58,60 G, Griechen von 1887
54,80 G, 5proz. Chineſen 98,60, 4½proz. Chineſen 91,75,
5proz. Chineſen (Tientſin=Pukow) 94½ B, 4½proz. Ja=
paner
91,30, 4proz. Japaner 85.

Sport, Spiel und Turnen.

* Fußballſport. Darmſtädter Sportklub 1905.
Das am Sonntag nachmittag 3 Uhr auf dem Sportplatz
am alten Schießhaus ſtattfindende Fußballwett=
ſpiel
gegen die Sportvereinigung Metz um die Mei=
ſterſchaft
des Weſtkreiſes, bietet dem Darmſtädter
Sportpublikum einen Wettkampf, wie er ſelten hier ge=
zeigt
wurde,

Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)

Dem Milchhändlerverein Darmſtadt und Umgeb=
ung
möchte ich hierdurch von vornherein mitteilen, daß
ich nicht gewillt bin, auf eine große Zeitungsſchlägerei ein-
zugehen
. Weil der Artikel in Nc. 38 jedoch ganz und gar
perſönliche Angriffe enthält muß ich doch etliche Sachen
mal etwas beleuchten. Ueberhaupt die Erwiderung!
Klingt das nicht wie vom getroffenen Hunde? Ein paar
Tatſachen nur: 1. Jede Regel, falls es ſo genommen, ver=
trägt
eine Ausnahme, wenn nicht ausdrücklich ohne Aus=
nahme
angeführt wurde. 2. Verunreinigung der Milch,
von ſeiten der Händler, kommt alſo ſelbſt nach dem
Artikel des Milchhändlervereins Darmſtadt und umgeb=
ung
vor. 3. Iſt die Berührung des Maßes mit dert
Kleidung ſtets unappetitlich. Ich will mir jetzt mal die
Hände furchtbar ſauber waſchen und den Herren dann ein
Glas Trinkwaſſer ſo zutragen, daß mein ſauberer Finger
in das Waſſer eintaucht. Wie das wohl wirken wurde?!
4. Bei der örtlichen Meſſerei wird ebenſo gut Milch ver=
panſcht
, wie bei der erwähnten, nur, daß bei der örtlichen
eigontlich das Maß irgendwie geſäubert werden muß und
wird, dies jedoch bei der anderen nicht notwendig iſt.
Wenn die Herren vom Milchhändlerverein Darmſtadt und
Umgebung aber die angegebene Art mal probieren woll=
ten
, würden ſie ſehen, daß ein leidlich geſchickter Ausmeſſer
ebenſo wenig Milch vertropfen läßt, wie bei der hieſigen
Weiſe. 5. Von Schmutz an den vorgeſchlagenen Inſtru=
menten
iſt nicht eher die Rede, als wenn ſolche auch ſo ge=
tragen
werden, wie es bei den hieſigen Milchhändlern
üblich iſt. 6. Iſt Folgendes ein leiſes, ſchlecht verhaltenes
Eingeſtändnis: Ganz abgeſehen von dieſen Geſichtspunß=
ten
, iſt bei der Beſchaffenheit der im Gebrauch befindlichen
Gefäße ein Anbringen der Maßinſtrumente im Innern
der Kannen ganz unmöglich. Und nun zum Schluß! Wie
wäre es, wenn die Milchproben auch mal aus den Häuſern
geholt würden, ſtatt von der Straße? Nach dem Aus=
meſſen
, meine ich. Das mit den Produzenten iſt ein Ding
an ſich und geſtatte ich den Herren des Milchhändlerver=
eins
Darmſtadt und Umgebung gern, ſolchen ihren Wunſch
beſonders noch mal mitzuteilen. Damit erachte ich die
Sache für mich als erledigt und ſpreche ich dem Milch=
händlerverein
Darmſtadt und Umgebung für das In=
tereſſe
, welches er in der Angelegenheit bekundete und
welches anhalten möge, meinen beſten Dank aus. Dixi.

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Sind im Preise stark ermässigt, um eine vollständige Räumung des Lagers herbeizuführen,

Ich habe einen grossen Posten nur guter Anzugstoffe (früherer Preis bis
Mk. 12.) zusammengestellt und verkaufe diese Ware jetzt Meter Mk.
Auch in billigeren, guten Qualitäten sind die Preise bedeutend zurückgesetzt.

Der billige Verkauf von Damenwäsche, Weisswaren, Ausstattungs-
artikeln
, Bettstellen dauert fort.

Ich bitte um Beachtung der Schaufenster, in denen ein Teil der annoncierten Artikelausgestellt ist.

Marktplatz 10.

Am Rathaus

[ ][  ][ ]

beweist die hervor-
ragende
Qualität der
Sulima-
Cigarette

I1320

Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
ſtchenden
Erwähnung geſchieht, behält ich die Rebaktion ihr Urteit von.

5. Sinfonie=Konzert der Hofkapelle.
Den zahlreichen Freunden der großen Klaſſiker wird durch
Mozarts jugendfriſche Es=dur=Sinfonie eine beſondere
Freude bereitet. In der 2. Inſtrumentalnummer der
Serenade für 13 Blasinſtrumente von Strauß erhalten
unſere vorzüglichen Bläſer ausgiebige Gelegenheit, ihre
Kunſt zu zeigen. Mit der Wiedergabe dieſes Stückes
durch die gleichen Herren wurde im vergangenen Winter
in Saarbrücken ein glänzender Erfolg errungen. Die
Kompoſition iſt aus einer früheren Schaffensperiode
Straußens und läßt in der ganzen Behandlung des Ton=
ſatzes
noch die berühmten Vorbilder Mozart und Beet=
hoven
erkennen. Staunenswert iſt aber auch hier ſchon
die Meiſterſchaft in der polyphonen Behandlung der In=
ſtrumente
. In dem Pariſer Konſervatoriums=Profeſſor
Alfred Cortot hat die Konzertleitung einen der hervor=
ragendſten
Pianiſten der Gegenwart gewonnen. Seine
Programmnummern beſtehen in dem 4. Konzert von
Saint=Saens mit Orcheſter einem Solo=Konzert von Vi=
valdi
=Bach und der 2. Liſztſchen Rhapſodie.
Tilly Koenens Wiedererſcheinen in den
Darmſtädter Konzertſälen, das am nächſten Dienstag be=
vorſteht
, wird nach dem ungewöhnlichen Erfolge, den die
Künſtlerin vor einem Jahre hier hatte, von unſeren
muſikliebenden Kreiſen mit beſonderer Freude begrüßt.
Fräulein Koenen hat inzwiſchen ungemein erfolgreiche
Konzertreiſen durch Rußland, Dänemark, Norwegen,

M
rüber u. a. folgende Preſſeſtimmen vor: Die Stimme
Tilly Koenens iſt von ſeltener Schönheit und klangvollem
Alttimbre, ausgeglichen in allen Regiſtern.
. ( Peters=
burger
Tageblatt.) Schon die herrliche Altſtimme, die an
einen vollen, ſchönen Glockenton erinnern mag, bildet eine
hervorragende Beſonderheit. Dazu nun noch eine Fülle
geiſtiger Belebung, ein Reichtum des Empfindungsaus=
drucks
, die jeden Stoff in den Eigentümlichkeiten ſeines
Weſens erfaſſend, dem Pathos wie der Grazie gleich vol=
lendet
dienen. . . . (Rigaer Tagebl.). Keine Sängerin
hat mit ſolcher Fülle goldener Töne und ſolch vollkomme=
ner
Geſangskunſt unſern großen Muſikſaal erfüllt, als
Tilly Koenen. Welch eine herrliche Stimme, welch eine
göttliche Sängerin! . . . (Kopenhagen, Politiken.) Man
lernte in ihr eine ſeltſam reizende und bedeutende Sänge=
rin
kennen. Sie beſitzt eine große ſchöne, fein ausgebil=
dete
Altſtimme, glutvoll in der Behandlung des vollen
markigen Klanges. . . (Kriſtiania, Dagbladet.) Ihre
herrliche, große und ſtrahlende Stimme, ihr leidenſchaft=
licher
Zug, ihr Jubeln und Wehklagen im Vortrage war
ergreifend, von wunderbarem Zauber‟ (Muſikaliſches
Wochenblatt.) Kein Wunder, daß Tilly Koenen überall
in Amerika einen ſo großen Erfolg erzielte. Sie ſteht als
Geſangskünſtlerin ſo hoch, und iſt ſo wahr in ihrer Auf=
faſſung
, daß ſelbſt kein Superlativ in der Beſchreibung
ihrer Leiſtung übertrieben erſcheint. . . . (Amerika.)

Bekämpfung der Schnakenplage.

Die Verordnung des Kreisamts Darmſtadt über die
Bekämpfung der Schnakenplage iſt jetzt dahin abgeändert
worden, daß nicht mehr allein die Grundſtückseigentümer,
ſondern, falls die Grundſtücke vermietet oder verpachtet
ſind die Mieter oder Pächter verpflichtet ſind, die
Maßnahmen zur Bekämpfung der Schnakenplage (das
Ausbrennen oder Ausräuchern der Keller im Winter,
ſowie das Uebergießen der Jauchen= und Abortgruben
mit Saprol oder Petroleum im Sommer) vorzunehmen.
Demgemäß fordert das Polizeiamt öffentlich alle hieſigen
Grundſtückseigentümer bezw. Mieter und Pächter auf,
bis zum 1. März ſpäteſtens die Keller aus=
zubrennen
oder auszuräuchern. Das Aus=
brennen
der Keller geſchieht am beſten mit einer Spiritus=
fackel
, die man ſich leicht ſelbſt herſtellen kann. Man be=
feſtige
am Ende einer Stange Lappen, Werg oder einen
ähnlichen Stoff, tränkt dieſen mit Spiritus und zündet
ihn an. Vor einem allzu reichlichen Tränken des Stoffes
mit Spiritus wird nachdrücklich gewarnt, da der Spiri=
tus
ſich beim Brennen ausdehnt und dann leicht brennen=
der
Spiritus abtropft, wodurch Unfälle entſtehen können.
Ebenſo iſt es ſtets zu vermeiden, daß in der Nähe des
Ausbrennenden ein Gefäß oder eine Kanne mit Spiritus
ſteht, weil die von dem Spiritus ausgehenden Dämpfe an
der offenen Flamme leicht entzündbar ſind.

Da bei dem Ausbremnen der Keler zur Vermeldung
von Brandfällen große Vorſicht geboten iſt, empfiehlt es
ſich, das Ausbrennen von Feuerwehrleuten vornehmen zu
laſſen. Geſuche um Ueberlaſſung von Feuerwehrleuten
für genannten Zweck ſind entweder an die zuſtändigen
Polizeireviere oder direkt an die ſtändige Feuerwache
hinter der Stadtkirche (Telephon Nr. 1772) zu richten. Die
Koſten für das Ausbrennen (50 Pfg. für die Stunde ein=
ſchließlich
Fackeln) ſind von den Grundſtückseigentümern,
Mietern oder Pächtern gegen Quittung an die Feuer=
wache
zu zahlen.
Das Abbrennen der Schnaken, die erfahrungsgemäß
in dunklen Ecken und Winkeln in großen Haufen zu=
ſammenſitzen
, hat in der Weiſe zu geſchehen, daß man an
der höchſten Stelle des Kellers beginnt und von da aus
langſam an den Wänden herunterfährt. Man darf auf
keinen Fall unten anfangen,, weil die anſteigende Wärme
die weiter oben ſitzenden Schnaken verſcheucht.
In Kellern, in denen Petroleum, Benzin, Spiritus
oder ähnliche feuergefährliche Stoffe lagern, muß das
Ausbrennen wegen der damit verbundenen Feuersgefahr
unterlaſſen werden. Solche Keller ſind auszuräuchern.
Das Ausräuchern geſchieht am einfachſten mittels Schwe=
fels
, der auf eine Pfanne, einen Tiegel oder einen Blech=
topf
zu legen und anzuzünden iſt. Die Kellerluken und
=Fenſter müſſen vorher geſchloſſen werden.
Vom 1. März ds. Js. an werden Polizeibeamte und
Feuerwehrleute kontrollieren, ob die Grundſtückseigen=
tümer
, Mieter oder Pächter ihrer Verpflichtung zum Aus=
brennen
der Keller ſämtlich nachgekommen ſind. Im Falle
der Unterlaſſung wird das Ausbrennen der Keller durch
Feuerwehrleute auf Koſten der ſäumigen Grundſtücks=
beſitzer
, Mieter oder Pächter ausgeführt werden. Die Ge=
nannten
haben zu dieſem Zwecke ihre Keller den Polizei=
beamten
oder Feuerwehrleuten zugänglich zu machen.

Sport, Spiel und Turnen.

* Hockey. Am Sonntag haben die Darmſtädter
ſeit langer Zeit wieder Gelegenheit, ein Wetſpiek
zu ſehen. Auf dem Sportplatz an der Heidelbergerſtraße
treten ſich die erſten Mannſchaften des Vereins für
Raſenſpiele, Mannheim und des hieſigen F.=K. Olym=
pia
gegenüber. Die Mannheimer Elf hat in dieſer Sai-
ſon
eine recht annehmbare Spielſtärke gezeigt und mußten
ſich auch die Darmſtädter von ihr geſchlagen bekennen.
Doch hat auch die Olympia=Mannſchaft inzwiſchen bedeu=
tende
Fortſchritte gemacht, worauf der Sieg am letzten
Sonntag in Worms hindeutet.

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Haus Heidegg.
Von Hedda v. Schmid.
(Nachdruck verboten.)

Die Gräfin Suhr, wenn ſie noch am Leben geweſen
wäre, hätte höchſt wahrſcheinlich ſehr erſtaunt mit dem
Kopf geſchüttelt über das Bild, das Haus Heidegg in dem
Jahre bot, als Edelchen und Iſa, die nun ſechzehn und
ſiebzehn Jahre zählten, eingeſegnet werden ſollten: es
ſpielten ſich nämlich keinerrei Romane be: den Heideggs
b. Alles lief am alltäglichen Geleis dahin; die Ernten
wurden immer ſchlechter, die Kornpreiſe fielen und die
Arbeitslöhne ſtiegen. Allmählich hatte man ſich in der
Familie auch daran gewöhnt, daß Diez Schulden machte
und ſeinem Vater reumütige Beicht= und Bittbriefe ſchrieb.
Er ſtand in einem Linienregiment und kam doch niemals
mit der Zulage aus, die er von Hauſe erhielt. Fabian
koſtete dem Vater nichts mehr er war nun ſeit einem
Jahre Oberverwalter auf einem benachbarten Rittergut.
Eine Perle, ſagten die Mütter heiratsfähiger Töchter
von Fabi Heidegg. Er aber ſah kein einziges junges
Mädchen an, außer ſeine beiden kleinen Schweſtern, die
ihre großen Brüder vergötterten.
Der Freiherr hatte das Opfer gebracht, Klaus für ein
Jahr lang auf Reiſen zu ſchicken. Klaus vervollkomm=

nete in Frankreich ſeine Kenntniſſe im Franzöſiſchen, er
wollte Diplomat werden, und ſein Vater beſann ſich be=
reits
, wenn auch innerlich widerſtrebend, auf ſeine frühe=
ren
Beziehungen zu einflußreichen Leuten in Petersburg,
um ſeines zweiten Sohnes Laufbahn ein wenig zu ebnen.
Er haßte dergleichen, aber ohne Protektion würde auch
Klaus ſchwer durchkommen.
Wutzelchen war ein ſchlanker, hübſcher, blonder Stu=
dent
der Medizin, ſehr mädchenhaft ausſehend.
Im Pfarrhauſe waren jetzt nur die beiden Alten,
Käte hatte einen Landdoktor geheiratet, und Lenchen,
Diez’ ehemalige Flamme, war barmherzige Schweſter
geworden.
Im Herrenhauſe zu Eldenau waren die Fenſterläden
geſchloſſen. In der Inſpektorwohnung lebte der Bevoll=
mächtigte
der Baronin Lansky, ſo nannte ſich ſehr an=
ſpruchsvoll
Herr Heinemann, der Eldenau verwaltete. Im
übrigen war er ein älterer, beſcheidener Familienvater,
der nicht ſo ganz zur Geſellſchaft zählte, und den Takt be=
ſeſſen
hatte, keine Beſuche auf den Gütern der Nachbar=
ſchaft
zu machen.
Zu Pfingſten wurden Edelchen und Iſa eingeſegnet,
und zu dem Tage wurden alle Heidegger Kinder die
älteſten Baroneſſen ausgenommen zu Hauſe erwartet.
Reginald bereitete ſeiner Schweſter eine Pfingſtfreude
durch die Nachricht, daß er ſich mit der Tochter ſeines Re=

gimentskommandeurs verlobt hatte. Die Hochzeit ſollte
dem Verlöbnis ſchon nach ein paar Wochen folgen. Frau
Chriſta hatte zwar einige Bedenken: dieſe ſlawiſchen
Frauen waren meiſt launiſch und anſpruchsvoll Wa=
rinka
, Regis Braut, war einzige Tochter, ihr Vater Fürſt,
und ſehr reich. Die Mutter war bei Warinkas Geburt
geſtorben. Es war ja eigentlich ein unerhörter Glücks=
fall
für Regi aber, es war eben doch ein Aber dabei.
Er ſandte das Brautbild er und Warinka gaben ein
entzückendes Paar Regi war noch viel hübſcher ge=
worden
ſeit jener Edithaepiſode; Warinka ein ſchlankes,
raſſiges Geſchöpf, eigentlich mehr pikant als hübſch.
Diesmal war auch ſie das Karnickel, das anfing, be=
hauptete
der Freiherr, nachdem er die Photographie ein=
gehend
betrachtet hatte.
Ja, lieber Matthias, Regi wäre vielleicht ſonſt gar
nicht ſo kühn geweſen ein armer Leutnant . . .
Ach was, Chriſtel, die Steenhuſens kamen unter Al=
brecht
von Brandenburg hierher ins Land, ein Steen=
huſen
war in der Schlacht am Melnoſee dabei, und die
Kornſchwes ſind wahrſcheinlich erſt unter Katharina ge=
adelt
worden. Nein, nein, Regi durfte ſchon anklopfen,
doch von ſelber tat er es ſicherlich nicht und ſeine Wa=
rinka
liebt er ebenſo wenig, wie er ſeinerzeit für unſere
Dame Editha geglüht hat.
Zuweilen war der Freiherr, zum Erſtaunen ſeiner

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Wie leiſe Wehmut, die jede laute Freude dämpfte, lag
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Klaus ſaß bei Tiſch neben ſeiner Mutter. Ihn hatte
ſie am längſten von ihren Söhnen entbehren müſſen
erſt ſeit drei Tagen war er wieder daheim. Er ſah männ=
lich
und ſtattlich aus und hatte ſeine Reiſezeit mit Ver=
ſtändnis
ausgenutzt. In Deutſchland hatte er ſeine Stief=
ſchweſter
getroffen. Ihr würdet Editha und Erika nicht
wiedererkennen, bemerkte er im Laufe der Unterhaltung
bei Tiſch.
Der Freiherr fragte nicht nach dem Warum. In ſei=
nem
Herzen hatten ſeine beiden älteſten Töchter keinen
rechten Platz mehr. Aber Edeltraut und Iſa waren neu=
gierig
: Wie ſind ſie denn?
Gar nicht wiederzuerkennen, verſetzte Klaus lächelnd,
vor allen Dingen ſehr ſchick. Editha hört philoſophiſche
Vorträge, iſt in einem Verein von Frauenrechtlerinnen,
malt auf Porzellan, verkauft auf Wohltätigkeitsbaſaren
und lebt im übrigen für ihre Toilette. Mit einem
Wort ſie bewegt ſich in lauter Widerſprüchen.
Und Erika! rief Iſa.
Erika nimmt Reitſtunden und iſt Mitglied eines
Tennisklubs; ſie hat jetzt ſogar, wie es mir ſchien, zu=
weilen
eine eigene Meinung, ſchloß Klaus mit einer bei
ihm ſelten ſich äußernden Bosheit.
Es war auch ein Glückwunſch zur Einſegnung da von
den beiden Baroneſſen, die bald in München, bald in
Berlin in vornehmen Fremdenpenſionen lebten. Edel=
chen
, an welche der Brief adreſſiert war, hatte ſich noch
nicht die Zeit genommen, ihn zu leſen. Sie trat nun nach

aufgehobener Tafel an ihren Gabentiſch und ſuchte das
Schreiben unter den Einſegnungsgeſchenken hervor. Der
Glückwunſch, den die Stiefſchweſtern geſandt hatten, war
ſchablonenhaft, leere Worte, ohne Herzlichkeit, für Editha
und Erika waren die beiden Kleinchen auf Heidegg immer
Gegenſtände ihrer Abneigung geweſen. Aber von wem
war denn hier am Rande des Briefbogens die Nach=
ſchrift
? Denkt Ihr noch zuweilen an mich, Traute und
Iſa? Wir waren doch Nachbarkinder. Ich wünſche Euch
von Herzen alles Liebe und Schöne und hoffe, Euch ſehr
bald wiederzuſehen. Mein Mann und ich kommen in die=
ſem
Sommer, vielleicht ſchon nach ein paar Wochen nach
Eldenau. Grüßt Euer liebes Heidegg und alle, alle dort!
Tauſend Grüße Euch von Eurer Nika.
Nein, wie lieb von Nika, an uns zu denken, rief
Edelchen erfreut, ſie iſt alſo mit Editha und Erika zu=
ſammen
in München, wahrſcheinlich ſchon auf der Reiſe
hierher. Und wir haben die ganze Zeit ſo gut wie nichts
von ihr gehört. Da lies doch, Fabi, Nika kommt!
Fabi betrachtete ein Kettenarmband, das Klaus
Iſa mitgebracht hatte, es fiel klirrend auf den Tiſch. Er
wandte ſich um und entfernte ſich; es war, als habe er
Edelchens Anruf gar nicht vernommen.
Was hat er nur? dachte dieſe betroffen.
Aber gleich darauf vergaß ſie Nikas Nachſchrift, denn
ein paar Equipagen mit Gäſten aus der Nachbarſchaft,
welche gratulieren wollten, fuhren in den Hof, es gab nun
doch mehr geſelligen Verkehr auf Heidegg, denn die Ju=
gend
auf den umliegenden Herrenſitzen war herange=
wachſen
.
Fabian eilte über die Glasveranda in den Garten.
Am ehemaligen Schloßgraben war es am einſamſten. Dort
ſetzte er ſich auf eine der alten, mit Moos überzogenen

Steinbänke und ſtarrte, eine tiefe Falte in der jungen,
glatten Stirn, auf den Wegkies. Wie er ſo ſorgenvoll
ſinnend daſaß, trat eine gewiſſe Aehnlichkeit mit ſeinem
Vater ſcharf hervor. Uralte Weiden neigten ihre Zweige
über den ausgetrockneten Graben. Ein paar Bienen
ſummten ſonſt war alles feiertagsſtill um Fabi Hei=
degg
. Er ſah aus, als dächte er über die Löſung irgend
eines ſchwierigen Problems nach, er wiederholte aber in
ſchweren Gedanken immer nur die zwei Worte: Nika
kommt! Ich glaubte, alle früheren Empfindungen hinter
mir zu haben, fuhr er bei ſich fort, und ſehe nun, daß ich
noch in der Vergangenheit ſtecke. Die Jahre haben nichts
daran geändert. Vielleicht habe ich auch nicht den ernſt=
haften
Willen gehabt, um vergeſſen zu können. Ich habe
nicht genügend verſucht, nicht an Nicha zu denken. Aber
ich kann ſie ſo nicht wiederſehen. Ich muß irgendwie ein
Ende machen.
Er ſaß da, die Augen mit der Hand beſchattet, in =
der
, hoffnungsloſer Haltung.
Fabian ſah klar, daß es mit Haus Heidegg von Jahr
zu Jahr mehr zurück ging, aber ſein Vater ließ ſich ja
niemals in ſeine Wirtſchaft dreinreden. Fabi, der durch
eine moderne landwirtſchaftliche Schule gegangen war,
konnte all die Mißſtände auf Heidegg nun ſehr wohl be=
urteilen
. Sollte er etwa reich heiraten, um den Familien= zu erhalten? Nein um alles in der Welt, keine
reiche Frau überhaupt, wie kam er nur in dieſer troſt=
loſen
Stimmung ſo plötzlich auf Heiratsgedanken
Vielleicht aber war ein ſchneller Entſchluß die einzige
Rettung vor der Vergangenheit, die in keiner Weiſe für
ihn wiederaufleben durfte.
(Fortſetzung folgt.)

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Zweite Kammer der Stände.

48. Sitzung.
St. Darmſtadt, 14. Februar.
Am Regierungstiſch: Staatsminiſter von Ewald
Exz., Finanzminiſter Braun Exz., Geheimeräte Wil=
brand
, Beſt, Dr. Becker, Miniſterialrat Dr. Kratz,
Geh. Oberfinanzrat Dr. Rohde, Oberfinanzrat
Balſer.
Vizepräſident Dr. Schmitt eröffnet die Sitzung um
9,20 Uhr. Das Haus tritt alsbald in die Tagesordnung
ein und ſetzt die Beratung des
Hauptvoranſchlags
bei Kap. 1 im erſten Teil, Für die Verwaltung,
fort. Das Kapitel Reſte aus früheren Jahren wird
debattelos angenommen. Zu Kap. 2: Kameral=
und Forſtdomänen, macht Abg. Mergell län=
gere
Ausführungen zu der Verlegung der Oberförſterei
Groß=Umſtadt, die auf der Tribüne ſehr ſchwer zu ver=
ſtehen
ſind. Er tritt für Belaſſung der Oberförſterei auf
dem Zipfen ein, wo ſich eine gute Oberförſterwohnung
befindet, während in Groß=Umſtadt erſt eine ſolche mit
hohen Koſten erbaut werden ſoll. Einem einſtimmigen
Beſchluſſe der Zweiten Kammer bezüglich Verlegung der
Oberförſterei Lengfeld nach Groß=Umſtadt nachkommend,
werden nämlich für den Neubau einer Oberförſterwohn=
ung
mit Dienſträumen und Nebenanlagen 30100 Mark
gefordert. Dieſer Neubau ſoll an die Stelle des baufälli=
gen
und deshalb niederzulegenden weſtlichen Flügels des
Schloſſes in deſſen öſtlichem Teile die Bezirkskaſſe unter=
gebracht
iſt, errichtet werden. Für Erneuerung des Daches
und des Verputzes an dem alten Flügel werden dann
weitere 9700 Mark erforderlich, ſo daß ſich die Geſamt=
koſten
auf 39800 Mark belaufen, die hier aus laufenden
Mitteln der Verwaltung, nicht durch Kapitalaufnahme
gedeckt werden ſollen.
Redner beantragt Streich=
ung
der 39800 Mark.
Geheimerat Wilbrand weiſt darauf hin, daß die
Vereinfachungskommiſſion das Eingehen der Oberförſterei
gefordert und daß die Zweite Kammer einſtimmig ſich
für die Verlegung nach Groß=Umſtadt ausgeſprochen hat.
Allerdings wurde dann vielfach gewünſcht, daß der Ober=
förſter
auf dem Zipfen wohnen bleibt. Dienſtliche Gründe
liegen nicht vor, das zu verhindern, aber es ſprechen ſehr
viele praktiſche Gründe für die Wohnung in Groß=
Umſtadt. Finanziell iſt die Frage von keiner großen Be=
deutung
. Der Betrag wird nämlich nur für den Fall an=
gefordert
, daß die eingeleiteten Verhandlungen mit der
Gemeinde Groß=Umſtadt wegen Verkaufs der Forſthof=
reite
auf dem Zipfen zu einem befriedigenden Abſchluß
gelangen. Eine Verwendung dieſes Erlöſes zur Be=
ſtreitung
des Neubaues iſt nach Anſicht der Großh. Re=
gierung
nicht zuläſſig, da nach den Vereinbarungen des
Landtagsabſchiedes von 1841 die Koſten für Unterhalt=
ung
und Erneuerung der dem Großh. Haus= Familien=
eigentum
gehörigen Gebäude der Staatskaſſe zur Laſt
fallen, während der Verkaufspreis in den Domänen=
akquiſitionsfonds
fließt. Die Wohnung auf dem Zipfen
iſt 50000 Mark wert, deren Zinſen der Staatskaſſe wie=
der
zufallen.
Abg. Brauer: Der Antrag Mergell kommt heute
überraſchend. Die Sache iſt durchaus nicht neu und ſchon
ſehr eingehend in der Kammer erörtert worden. Die
Summe muß ohnehin gefordert werden, da das Schloß

baufällig iſt und undedingt abgetragen reſp. reuoviert
werden muß. Abg. Henrich hält an dem Ausſchuß=
antrag
feſt.
Das Kapitel wird angenommen, der An=
trag
Mergell abgelehnt.
Zu Kap. 3: Weinbaudomänen, möchte Abg.
Korell=Ingelheim zwei Wünſche äußern, nämlich
erſtens, die Weinbaudomänenverwaltung möge, wenn ſie
einmal wieder zu Neuerwerbungen ſchreitet, nicht nur in
bevorzugten Lagen Rheinheſſens, ſondern auch einmal im
Innern Rheinheſſens Weinbaudomänen erwerben, reſp.
neu anlegen, und zweitens, ſie möge im Intereſſe des
heſſiſchen Rotweinbaues auch einmal die Neuanlage von
Rotweinbergen ins Auge faſſen. Abg. Molthan
weiſt darauf hin daß, was den erſten Wunſch betrifft,
mancherlei praktiſche Gründe dagegen ſprechen; vor allem
würden die Verwaltungskoſten erheblich vergrößert und
die Rentabilität der Domänen noch mehr in Frage geſtellt
werden. Der zweite Wunſch dagegen iſt der Unterſtütz=
ung
wohl wert, umſomehr, als der Abg. Korell ja nicht
auf momentaner Erfüllung beſteht, ſondern nur eine An=
regung
gibt, die auch der Finanzausſchuß unterſtützen
kann. Abg. Wolf=Stadecken möchte zunächſt feſt=
ſtellen
, daß der 1912er vielfach bedeutend beſſer wird als
ſein Ruf. Die Wünſche des Abg. Korell unterſtütze er um
ſo mehr, als er ſelbſt ſchon ſeit Jahren dahingehende An=
träge
ſtellte und ſtets dafür eingetreten ſei. Er fordert
dann weiter, daß die Regierung alles tue, um ſich einen
Stamm guter Weinbergsarbeiter zu erhalten. Denn viel=
fach
wandern dieſe Arbeiter leider ab.
Abg. Beſt
bittet die Regierung, doch einmal nachzuprüfen, ob nicht
in der Verwaltung der Weinbaudomänen etwas geſpart
werden könnte. Dieſe Koſten haben ſich ungeheuer ge=
ſteigert
.
Geheimerat Dr. Becker: Wenn heute angeregt wird,
neue Domänen auch in Rotweinbergen anzulegen, ſo ſteht
das in Widerſpruch mit den ſeitherigen Forderungen, den
Domänenbeſitz nicht zu vergrößern. Ich glaube, das beſte
iſt, wenn die Regierung da einen Mittelweg einſchlägt,
und den Domänenbeſitz dann wieder erweitert, wenn er
eine normale Rente abzuwerfen beginnt. Ein Bedürfnis
zur Vergrößerung des Domänenbeſitzes beſteht nicht. Die
Domänen ſollen in erſter Linie dadurch ſegensreich wir=
ken
, daß ſie den Weinbauern durch das praktiſche Beiſpiel
zeigen, wie muſtergültig und mit Erfolg gearbeitet wer=
den
kann. Zu den Ausführungen des Abg. Wolf bezüg=
lich
der Weinbergsarbeiter iſt zu bemerken, daß in den
Domänen ſowohl im Taglohne als im Akkord gearbeitet
wird. Die Verwaltung richtet ſich darin nach den in den
verſchiedenen Gegenden herrſchenden Bräuchen. Richtig
iſt, daß die Akkordarbeit nicht ſo anſtrengend iſt, als in
Fabriken uſw., und daß die Leute vielfach lieber in Akkord
arbeiten als im Taglohn, weil ſie an den langen Som=
mertagen
viel mehr verdienen. Daß die Weinbaudomä=
nen
niedrigere Löhne zahlen als die Privatweinbaubeſitzer,
iſt nicht richtig. Es wird im Gegenteil vielfach darüber ge=
klagt
, daß die Domänen höhere Löhne bezahlen und da=
mit
andere zwingen, ebenfalls mehr zu bezahlen. Beides
iſt unrichtig; wir richten uns, wie geſagt, auch darin nach
dem herrſchenden Brauch. Zu den Ausführungen des
Abg. Beſt möchte ich kurz bemerken, daß die Steigerung
der Verwaltungskoſten im weſentlichen begründet iſt in
der Beſoldungserhöhung der Beamten und in der Zu=
nahme
der Koſten für die Schädlingsbekämpfung.
Das Kapitel wird dann angenommen. Ebenſo
ohne Debatte Kapitel 5: Holzmagazin zu Darm=
ſt
adt.
Die Abgg. Dr. Oſann und Genoſſen haben zu Ka=
pitel
6 des Hauptvoranſchlags für 1913, betreffend:
den Domänenakquiſitionsfonds,
den Antrag geſtellt: Den erſten Satz des Antrages des
Finanzausſchuſſes abzulehnen und den zweiten Satz an=
zunehmen
. Ferner ſtellen ſie zu dieſem Kapitel folgen=
den
Antrag: Die Kammer wolle beſchließen, die Regie=
rung
zu erſuchen:
Dem Landtag eine Denkſchrift vorzulegen, aus
welcher ſich der derzeitige Beſtand des Fonds zur Ergänz=
ung
des Großh. Familieneigentums und die Zwecke er=
geben
, zu welchen in den letzten 20 Jahren, deren Rech=
nungen
bereits geprüft ſind, Mittel aus dieſem Fonds
verwendet worden ſind, unter Darlegung der Grundſätze,

weiche bei der Verwendung dieſer Mitel maßgebend
waren.
2. In Zukunft nach erfolgter Prüfung der Rechnung
eines jeden Jahres eine Ueberſicht vorzulegen über die in
demſelben aus dem genannten Fonds verwendeten Mittel=
Abg. Stephan begründet ſehr eingehend zunächſt
die Tatſache, daß der Antrag erſt heute eingebracht wird,
der am Dienstag wohl dem Staatsminiſter mitgeteilt
worden war, aber erſt, nachdem er in der Fraktion bereits
längſt beſchloſſen war, und gibt dann eine ſehr ausführliche
Begründung des Antrages ſelbſt. In der fortgeſetzten
Unruhe des Hauſes ſind ſeine Ausführungen ſchwer zu
verſtehen, zumal die Unruhe trotz mehrfachen Erſuchens
des Präſidenten, Ruhe zu halten, anhält. Er tritt den
Bedenken entgegen, die der Abg. Weber gegen den An=
trag
geäußert. Der Ausſchußantrag gehe zu weit, darum
habe ſeine Partei ſich entſchloſſen, dieſen neuen Antrag
einzubringen. Man muß damit rechnen, daß die Höhe
der Zivilliſte geändert werden kann; ſie für alle Zeiten
feſtzulegen, iſt nicht angängig. Da der jetzige Großherzog
ſeine Regierung in jungen Jahren ſchon angetreten,
mußte man doch von vornherein mit einer Aenderung
rechnen. Um, wenn’s notwendig, ſchnell und im rechten
Augenblick verkaufen zu können, muß es bei der gegen=
wärtigen
Uebung bleiben. Die Intereſſen der Landwirt=
ſchaft
müſſen zum Beſten des Landes geſchützt werden.
Abg. Molthan beantragt, das Kapitel mit dem
neuen Antrag Oſann an den Finanzausſchuß zurückzu=
verweiſen
. Es ſei befremdend, daß heute ein Antrag ein=
gebracht
wird, der im Gegenſatz ſteht zu dem auch vom
Abgeordneten Oſann im Finanzausſchuß eingenommenen
Standpunkt. Allerdings hat geſtern der Staatsminiſter
eine Reihe gewichtiger Bedenken geäußert; aber der heu=
tige
Antrag iſt ein Rückzug auf der ganzen Linie. Eine
Denkſchrift iſt nach alter Erfahrung ein Begräbnis erſter
Klaſſe. (Heiterkeit.) Der Abg. Stephan hat in ſeinen
heutigen Ausführungen den beſtehenden Zuſtand vertei=
digt
. Danach iſt dann überhaupt eine Denkſchrift nicht
nötig.
Geheimerat Wilbrand bemerkt zu der vom Abg.
Molthan angezogenen Abſicht, in Rockenberg den fiskali=
ſchen
Beſitz zu verkaufen, was in der dortigen Bevölkerung
Unwillen erregt haben ſoll, daß noch keinerlei Beſtimmun=
gen
getroffen ſind, ob dort parzelliert werden ſoll oder
im ganzen verkauft. Die Regierung iſt noch in den
Erwägungen darüber begriffen und hat in Rockenberg zu=
nächſt
nur die Abſicht, zu verkaufen, verlautbaren laſſen,
um nun zu hören, welche Regelung die Rockenberger
wünſchen. Dieſe haben aber noch gar nichts hören laſſen,
ſcheinen vielmehr zum Abg. Molthan gelaufen zu ſein.
(Heiterkeit.) Die Regierung hätte Wünſche von Rocken=
berg
gerne entgegengenommen.
Abg. Dr. Weber iſt ebenfalls über den Antrag er=
ſtaunt
. Die Annahme kann jedenfalls nicht erfolgen, ehe
wir uns nicht in Ruhe über die ganze Angelegenheit noch=
mals
klar geworden ſind. Ich bitte darum ebenfalls, die
Rückverweiſung zu beſchließen. Abg. Henrich hält
an dem Antrag feſt, den der Finanzausſchuß geſtellt hat
nach gründlicher Ueberlegung. Die Denkſchrift kommt ja,
da ſie von der Regierung zugeſagt, ohnehin, und wenn
der Ausſchußantrag angenommen wird, bleibt die Sache
wenigſtens im Fluß.
Vizepräſident Schmitt ſchlägt vor, im Intereſſe
der Budgeterledigung die Poſition 2 des Ausſchußantrags
anzunehmen, damit wenigſtens das Zahlenmäßige er=
ledigt
wird. Die Poſ. 2 lautet: Die Einnahme mit
64 735 Mark und die Ausgabe mit 28000 Mark zu
bewilligen.
Abg. Ulrich iſt über die ganze Sache, wie fie nun
geſtaltet wird, ſehr erſtaunt. Es ſcheint, als ob die Her=
ren
des Ausſchuſſes nun plötzlich Angſt bekommen haben
über den großen Mut, den ſie hatten. Man hat ſich doch
im Ausſchuß ſehr eingehend über die ganze Materie
unterhalten und iſt nach ſehr ausführlichen Darlegungen
zu dem wohlüberlegten Antrag gekommen: Die Kammer
wolle beſchließen, die Regierung zu erſuchen, einen Geſetz=
entwurf
vorzulegen, der das Vermögen des Großherzog=
lichen
Hauſes (Familieneigentum) in Staatseigentum
überführt und hiermit ein verfaſſungsmäßiges Mitwirk=
ungsrecht
der Landſtände bei An= und Verkauf von
Grundeigentum durch die Staatsverwaltung gewähr=
leiſtet
. Man müſſe unbedingt zu einer Verſtändigung

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Passiva.
Bilanz ultimo Dezember 1912.
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(3
4
4ſ5t
ſ8
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15 100000
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375 539 107
Kassenbestand
Giroguthaben bei der Reichsbank
Reserve-Conto II (erhöht sich durch
295 216 93)
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die diesjährige Zuwendung aus
5 220 751 156
Guthaben in laufender Rechnung
dem Reingewinn auf 5 640 000.84)
bei der Deutschen Bank und
Hypothekenpfandbriefe
anderen ersten Bankhäusern .
20 577374 04) 21248130 104
4%ige Pfandbriefe . . . . . 422 497700
112904200
362 607 (g
3½%ige
, ,
Wechsel-Conto
535 401 900
Effekten-Conto (nom 11 210000.
Fällige Hypothekenpfandbriefe
6048
3%ige Reichs- und bundesstaat-
Pfandbrief-Zins. (dav. 2 941 982.75
licheAnleihen, eingesetzt mit 75%)
b
6 674 704
fällige Zinsscheine) .
8 488 206 25
plus laufender Zinsen
10 597 150
Dividenden-Conto (Restanten)
davon ins Pfandbriefdeckungs-
Pfandbrief-Aglo-Conto (§ 26 des
register eingetragen 4 150000.
1432 454 05
Reichshypothekenbankgesetzes)
370000
Darlehen auf Hypotheken
2901 629
Vorträge auf Provisions-Conto
Hypotheken (davon ins Deckungs-
639 812 (11
571 640 119 111 Vorträge auf Hypothekenz.-Conto
register eingetragen 551 164 308.16.
90 000
Vorträge auf Unkosten-Conto . .
Fällige Hypotheken-Darlehnszinsen
468 283 66
5 972317 16 Taionsteuer-Conto
(rückständig 87 145.49)
1 199027
Beamten-Unterstützungsfonds
700 000
72
Bankgebäude-Conto Hamburg
50 00 *2
Dr. Karl-Stiftung .
500 000
Bankgebäude-Conto Berlin
506 445 13
1343 766 28 Creditoren in laufender Rechnung
Debitoren in laufender Rechnung
4923 492 (13
Gewinn- und Verlust-Conto . .
4 1 eio 65 15 fos
(610 65 145 forl
Kredit.
Gewinn- und Verlust-Konto ultimo Dezember 1912.
Debet.

24
4
21
2
730 999 134
20 789657 1971 Per Bilanz-Conto

An Pfandbriefzinsen .
24 921116 43
Hypotheken-Zinsen . . .
Unkosten-Conto:
777889 (34
Zinsen-Conto
758056 134
Saldo des Contos
241 486 157
Provisions-Conto
90000
Vortrag auf neue Rechnung
848056 341 Pfandbrief-Aglo-Conto
289714 176
400 000
Talonsteuer-Conto
4 923 492 113
Überschuss . .
2001 20 ſt4t
26 961 206 144
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Hamburg, den 31. Dezember 1912.
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4
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[ ][  ][ ]

mit der Regterung kommen, damit Mihſtände,wie ſie ſicht
aus der gegenwärtigen Situation fortgeſetzt ergeben, be=
ſſeitigt
werden. Zugegeben muß werden, daß die Regie=
frung
im Falle von Ver= und Ankäufen freie Hand haben
muß. Redner bittet, dem Vorſchlag des Präſidenten zu=
zuſtimmen
.
Abg. Dr. Oſann: Ich geſtehe gern, daß es formell
richtiger geweſen wäre, wenn die Namen Oſann und Beſt
nicht unter dem Antrag geſtanden hätten. Tatſächlich ſind
ſie irrtümlich darunter gekommen. Wenn man mir nun
aber ſo ſchwere Vorwürfe darüber macht, weil ich meine
Meinung geändert hätte, ſo möchte ich doch den Abg.
Molthan fragen, wie oft er ſchon ſeine Anſicht geändert
hat. (Zuſtimmung und HHeiterkeit.) Ich halte es nicht
für ein Verbrechen, wenn jemand, nachdem die Regierung
kauf die ſehr großen Schwierigkeiten, die der Angelegen=
heit
entgegenſtehen, hingewieſen hat, ſeine Anſicht ändert.
Ich habe im Finanzausſchuß ſtets gezögert, den Antrag
zu unterſchreiben und mehrfach meine Bedenken geäußert
rund vorgeſchlagen, in Beratungen mit der Regierung
darüber einzutreten. In der Kürze der Zeit war es nicht
möglich, und ich habe dann den Antrag mit unterſchrieben
mit der ausdrücklichen Begründung, nur damit die Sache
in Fluß kommt. Nach den geſtrigen Ausführungen des
Staatsminiſters müſſen die Verhältniſſe doch als ſo un=
geklärt
betrachtet werden, daß es ein Unding iſt, wenn
die Kammer trotzdem heute den Beſchluß faßt, einen Ge=
ſetzentwurf
, wie er gefordert, vorzulegen. Wäre dieſer
Ausſchußantrag ohne weiteres angenommen, hätte die
Regierung überhaupt keine Denkſchrift vorgelegt. Es iſt
alſo durchaus loyal verfahren worden.
Abg. Joutz: Es muß gerügt werden, daß die Regie=
rung
auf Spekulation kauft. Das liegt nicht im Intereſſe
der kleinen Landwirte. Ich bin von Landwirten in Bad
Nauheim beauftragt, die Ankäufe in Bad Nauheim zu
ſiſtieren zu verſuchen. Ich halte die Denkſchrift gar nicht
für notwendig und bitte, den Ausſchußantrag anzu=
mehmen
.
Abg. Uebel: Es iſt ſicher nichts dagegen zu ſagen,
daß der Aba. Oſann heute ſeine Anſicht geändert hat.
Mein Parteifreund Molthan hat auch das nicht gerügt,
ſondern er hat die Tatſache gerügt, daß der Abg. Oſann
as Vorſitzender des Finanzausſchuſſes dieſem von ſeiner
geänderten Anſicht keine Kenntnis gegeben hat. Wäre das
geſchehen, hätte kein Anlaß zu Angriffen vorgelegen. Was
die Angelegenheit Rockenbera betrifft ſo liegen dort die
Dinge ſo, daß eigentlich überhaupt kein Anlaß zu Verkäu=
fen
vorlag, da die Pächter das Land behalten wollten,
und zwar zu 180 Mark pro Morgen. Es hat nun den An=
ſchein
erweckt, als habe man von ſeiten der Regierung
gedroht, das Gut zu verkaufen, um höhere Pacht herauszu=
ſchlagen
. Derartige Manöver von ſeiten einer Staatsbe=
hörde
ſind allerdings zu rügen. Die Leute ſind übrigens
vorher zu dem Oberförſter gegangen und haben ihre
Wünſche geäußert, allerdings ohne Erfolg.

Abg. Dr. Heidenreich ſchwer verſähndlich ſpricht
ſich in längeren Darlegungen für den Antrag Oſann aus,
Es iſt nicht in Zweifel zu ziehen, daß der Domänenakqui=
ſitionsfonds
volkswirtſchaftlich außerordentlich ſegens=
reich
gewirkt hat.
Abg. Adelung möchte vom Abg. Oſann wiſſen,
welchen Standpunkt er nun eigentlich einnehme. Das iſt
bis jetzt unklar geblieben. Dem Abg. Heidenreich iſt zu
erwidern, daß die ſegensreiche Wirkung des Akquiſitions=
fonds
nicht beeinträchtigt wird, wenn die Familiengüter
in Staatseigentum übergehen.
Präſident Köhlex gibt Kenntnis von dem Antrag
Molthan die Poſition 1 des Finanzausſchußantrages
an den Ausſchuß zurückzuverweiſen.
Es folgt Abſtimmung. Der Antrag Molthan
wird angenommen. Der Antrag Oſann und
Benoſſen an den Ausſchuß zurückverwieſen
und die Poſition 2 des Ausſchußantrages
angenommen.
Zu Kapitel 7: Kameral= und Forſtdomänen,
beantragt Abg. Raab, der Gemeinde Aſtheim die
Koſten für die Wiederherſtellung des Landdammes, der
ſeiner Zeit zur Benutzung freigegeben wurde, zu erlaſſen,
zumal die Gemeinde früher ſchon erhebliche Schäden er=
litten
hat. Abg. Buſold rügt das Eingreifen einiger
Oberförſter in die Kompetenzen von Gemeinden bei Ver=
gebung
von Holzhauerarbeiten.
Miniſterialrat Dr. Kratz: Zu den Anregungen des
Abg. Raab iſt zu bemerken, daß alles, was er vorgebracht,
ſchon von der Regierung bei den Anforderungen an die
Gemeinde Aſtheim berückſichtigt worden iſt. Man hat
natürlich nur einen Teil der Koſten angefordert. Die Ge=
meinde
wäre vielleicht billiger weggekommen, wenn ſie
ſich ſeiner Zeit ſelbſt an der Erbauung des Dammes be=
teiligt
hätte; ſie hat das Anſinnen aber abgelehnt. Die
Regierung iſt hingegen, obwohl der angeforderte Betrag
nicht erheblich iſt, bereit, nochmals in eine Prüfung der
Angelegenheit einzutreten. Das Kapitel wird dann
genehmigt.
Zu Kapitel 7a: Braunkohlenbergwerk und Kraftwerk
Ludwigshoffnung, begründet der Abg. Henrich
eingehend ſeinen Antrag: Unter den Betriebsausgaben
zugleich die Zinſen von dem für die Einrichtung des Be=
triebes
tatſächlich aufgenommenen Schuldkapitals, ſowie
eine angemeſſene Amorkiſationsquote einzuſtellen und
dieſe Beträge an die Staatsſchuldenverwaltung abzulie=
fern
, und 2. anmerkungsweiſe eine nach kaufmänniſchen
Geſichtspunkten aufgeſtellte Bilanz beizufügen, aus der
der jeweilige Kapitalwert des Geſamtunternehmens und
deſſen Rente ohne weiteres erſehen werden können.
Abg. Dorſch wünſcht die Zuſammenlegung der bei=
den
Bureaus von Friedberg und Wölfersheim. Es ſei
das ſchon durch die Forderung der Vereinfachung der

Statsverwallung geboten. Die Beamten in Friedberg
haben ſehr viel Zeit für ihre Privattätigkeit. Auch aus
Gründen der Sicherheit uſw. iſt die Anweſenheit des Di=
rektors
in Wölfersheim dringend erwünſcht. Abg.
Buſold rügt, daß in der Grube Ludwigshoffnung ſo
miſerable Löhne bezahlt werden. Jetzt, da das Werk doch
in beſſere finanzielle Verhältniſſe kommt, müßte doch auch
für die Arbeiter beſſer geſorgt werden; es könnte ſonſt
vielleicht dazu kommen, daß, wenn das Kraftwerk endlich
in Btrieb geſetzt werden kann, die Arbeiter ſtreiken.
Abg. Molthan weiſt demgegenüber darauf hin, daß die
Löhne bereits erhöht wurden und daß man ſich nach den
Löhnen in den Gruben der Umgegend richten müſſe. Der
Wunſch des Abg. Dorſch, daß der Direktor des Werkes
ſeinen Wohnſitz am Orte des Werkes haben ſolle, ſei
dringend zu befürworten. Namentlich, wenn es nicht
notwendig ſein ſollte, daß gleich eine Direktorwohn=
ung
für vieles Geld erbaut werden muß, ſollte man
ſchleunigſt dem Wunſche Rechnung tragen.
Abg. Ko=
rell
=Ingelheim fragt, ob die Kohleneinkaufszentrale
auch in dieſem Jahre wieder die Kohlen außerhalb
Heſſens kaufen müßte.
Abg. Raab wünſcht beſſeren Schutz der Arbeits=
gelegenheiten
für die Uebertagarbeiten. Nach weiteren
kurzen Ausführungen der Abgg. Molthan und Buſold
ſchließt die Debatte. Das Kapitel wird angenom=
men
nach dem Antrag des Ausſchuſſes: 1. Be=
willigung
der Einnahmen mit 368 676 Mark und der Aus=
gaben
mit 337302 Mark: 2. Annahme des Antra=
ges
des Abg. Henrich in ſeinem zweiten Teil, den
erſten Teil des Antrages des Abg. Henrich in dem Sinne
anzunehmen, die Großh. Regierung zu erſuchen, im näch=
ſten
Jahre außerhalb des Budgets eine Darſtellung der
hier in Betracht kommenden Kapitel 7a und 8 im Sinne
des Antrages Henrich vorzulegen, um die finanzielle und
rechneriſche Wirkung dieſes Antrages zunächſt genau über=
ſehen
zu können.
Zu Kapitel 8: Saline, Badeanſtalt und
Tiefbauamt Bad Nauheim und Badeanſtalt
Bad Salzhauſen, fragt Abg. Joutz an, ob die
Regierung nicht endlich in Nauheim Gewerbeſteuer zahlen
will. Abg. Damm rügt, daß den Abgeordneten nicht
freier Zutritt zu den Terraſſen uſw. geſtattet wird, wäh=
rend
die Offiziere und Studenten dieſe Freiheit genießen.
Der Ausſchußantrag: 1. Bewilligung der Ein=
nahme
mit 1 762872 Mark und der Ausgabe mit 1562872
Mark; 2. Annahme des Antrages des Abg. Henrich wie
zu Kapitel 7a wird angenommen.
Kapitel 9: Samenklenganſtalt zu Gam=
melsbach
i. O. wird angenommen nach kurzen Aus=
führungen
des Abg. Hartmann, die auf der Tribüne
nicht zu verſtehen ſind.
Dann wird Vertagung beſchloſſen. Nächſte
Sitzung Dienstag 10 Uhr.

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[ ][  ][ ]

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Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
8 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene Am 6. Februar: dem Schreiner Georg
Walter, Obergaſſe 44, ein S. Philipp. Am 7.: dem
Gärtner Heinrich Karl Buchert, Liebfrauenſtr. 36, eine
T. Karoline Eliſabeth. Am 12.: dem Formmaſchinen=
arbeiter
Adam Jakob Heip, Lauteſchlägerſtr. 14, eine T.
Minna Eliſa. Am 9.: dem Milchverkäufer Philipp
Schmitt, Erbacherſtr. 13, ein S. Willi. Am 13.: dem
Laboratoriumsgehilfen Georg Schoch, Heinheimerſtraße
90, eine T. Margarete. Am 8.: dem Bankbeamten Wil=
helm
Karl Ludwig Metzger Kiesſtr. 80½, ein S. Fritz.
Am 10.: dem Lehrer Julius Wilhelm Borngäſſer,
Grünerweg 9, eine T. Anna Marie Katharina. Dem
Fahrburſchen Thomas Bauer, Pallaswieſenſtr. 63, ein
S. Willi Thomas. Am 12.: dem Lokomotivheizer bei der
Staatsbahn Johann Friedrich Georg Simon, Kaup=
ſtraße
1, eine T. Anna Margarete.
Aufgebotene. Am 10. Februar: Friſeur Carl Fried-
rich
Lang, Sandbergſtraße 46, und Köchin Frieda
Roth, Friedrichſtr. 24. Laternenwärter Georg Speng=
ler
, Pankratiusſtr. 71, und Marie Lang, ebendaſelſt.
Am 11.: Ackersburſche Adam Groh zu Blödesheim und
Dienſtmagd Katharina Eller zu Alzey. Ackerer Chri=
ſtian
Riedinger, und Marie Würmel, beide zu Hoerdt.
Schreiner Philipp Korſch und Margarethe Vonhof,
beide zu Ober=Ramſtadt. Kutſcher Bernhard Emil
Schubert, Wilhelmſtr. 17, und Dorothea Carl zu
Gräfenhauſen. Am 12.: Lehrer Adam Dexheimer,
Beſſungerſtr. 9, und Lehrerin Ida Beck zu Pfungſtadt.
Zimmermann Heinrich Friedrich Karl Nolte, Kahlert=
ſtraße
1½, und Hausmädchen Henriette Eliſabethe Hold,
Niederſtr. 27. Kaufmann Maximilian Adler zu Frank=
furt
a. M. und Köchin Hedwig Marx zu Roßdorf. Hilfs=
bahnſteigſchaffner
Heinrich Hofferberth zu Ober= Ram=
ſtadt
und Dienſtmagd Eliſe Hild zu Heubach.
Geſtorbene. Am 10. Februar: Privatin Luiſe Heuß,
77 J., ev., Pallaswieſenſtr. 12. Privatin Johanna Föl=
ſing
, 68 J., ev., Beckſtr. 14. Anna Marie Klee, geb.
Schäfer, Ehefrau des Kirchendieners, 75 J., ev., Hoff=
mannſtr
. 14. Luiſe Brennemann, Küchengehilfin, 45 J.,
ev., Gräfenhauſen. Am 11.: Privatier Ernſt Mittler,
50 J., ev., Stiftſtr. 1. Dentiſt Friedrich Weick, 22 J.,
ev., Gartenſtr. 18. Katharine Chriſtine Auguſte Ram=
melt
, ohne Beruf, 34 J., ev., Wenckſtr. 31. Am 12.: Kauf=
mann
Hans Zahn, 52 J., ev., Bismarckſtr. 72. Am 13.:
Johanna Emilie Rohde, geb. Hermoneit, Ehe=
frau
des Kammermuſikers Ulrich Rohde, Taunusſtr. 25.
Am 12.: Karl Friedrich Hirſch, 1 Monat, ev., Sohn des
Taglöhners Johann Ludwig Hirſch, Soderſtr. 7. Marie
Hartmann, geb. Weber, 74 J., ev., Witwe des Zieglers
Martin Hartmann, Kranichſteinerſtr. 66.

Gottesdienſtliche Anzeigen.

Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Reminiscere, den 16. Februar 1913
Hofkirche: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Mittwoch, den 19. Febr., abends um 6 Uhr: 3. Paſſions=
andacht
.
Stadtkirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer Kle=
berger
. Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Velte.
Stadtkapelle: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Dr.
Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottes=
Diehl.
dienſt. Pfarrer Kleberger. Freitag, den 21. Febr.,
abends um 8 Uhr: Paſſionsandacht. Pfarrer D. Dr.
Die
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8½ Uhr.
Vormittags um 10½ Uhr: Kindergottesdienſt ( Stein=
ſtraße
24, Muſikſaal).
Johanneskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Dingeldey. Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottes=
dienſt
.
Mittwoch, den 19. Febr., abends um 8 Uhr:
3. Paſſionsandacht. Pfarrer Dingeldey.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Profeſſor Kunkel.
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den
Abends um 8 Uhr:
Oſt bezirk. Pfarrer Widmann.
Paſſionsgottesdienſt. Pfarraſſiſtent Lautenſchläger.
Nachm. um 4 Uhr: Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer
Veller.
Eliſabethenſtift: Vormittags um 10 Uhr: Haupt=
gottesdienſt
. Pfarrer Hickel. Vormittags um 11½ Uhr:
Kindergottesdienſt. Donnerstag, den 20. Februar,
nachm. um 3 Uhr: 3. Paſſionsandacht.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt. Pfarrer Wagner. Vormittags

um 1 Uhr: Kindergotesdienſt. Pfarer Wagner=
Abends um 6 Uhr: 2. Paſſionsandacht. Pfarraſſiſtent
Lic. Adolph.
Pauluskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Rückert.
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Rückert. Abends um 6 Uhr: 2. Paſſionsandacht.
Pfarrer Rückert.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 16. Febr.,
vormittags um 11¼ Uhr‟ Kindergottesdienſt. Nach=
mittags
um 4 Uhr: Bibelſtunde. Abends um 8½ Uhr:
Evangeliſation. Montag, den 17. Febr., abends um
8½ Uhr: Bibelſtunde für Frauen. Dienstag, den
18. Febr., abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde für Jung=
frauen
und Blaukreuzſtunde. Donnerstag, den 20. Febr.,
abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Samstag, den
22. Febr., abends um 9 Uhr: Bibelbeſprechſtunde für
Beamte. Zweig der Stadtmiſſion ( Beſſunger=
ſtraße
88, Hth.). Sonntag, den 16. Febr., vormittags um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Nachm. um 3 Uhr:
Bibelſtunde für Jünglinge. Um 4½ Uhr: Bibelſtunde
für Jungfrauen. Freitag, den 21. Febr., abends um
8½ Uhr: Bibelſtunde.

Gottesdienſt der Renapoſtoliſchen Gemeinde ( Lagerhaus=
ſtraße
4): Sonntag, nachmittags um 3½ Uhr. Mitt=
woch
, abends um 8½ Uhr.

Geneinde gländig getauſer Griſten (Lapiſten), Mauer=
ſtraße
17: Sonntag, den 16. Febr., vorm. um 9½ Uhr:
Erbauungs= und Gebetsſtunde. Um 10½ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Nachm. um 4 Uhr: Predigt. Prediger
Höpfner. Abends um 6 Uhr: Jugendgottesdienſt.
Mittwoch, den 19. Febr., abends um 8½ Uhr: Predigt.

Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 16. Febr., nachm. um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule.
Um 4 Uhr: Predigt. Prediger Lutz aus Frankfurt a. M.
Freitag, den 21. Februar, abends um ½9 Uhr:
Gebetſtunde.

Katholiſche Gemeinden
2. Faſten=Sonntag, den 16. Februar 1913
St. Lndwigskirche: Samstag, den 15. Februar, nach=
mittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:, Gelegen=
heit
zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. Um
Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. Um 8 Uhr:
hl. Meſſe.
Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Um 11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt. Nachmittags
um 3 Uhr: Sakramentaliſche Bruderſchaftsandacht mit
Predigt. Mittwoch, abends um 6 Uhr: Faſtenpredigt.
Freitag, abends um 6 Uhr: Kreuzwegandacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½7 Uhr: heil. Meſſe. Nachm. um 5 Uhr: Ver=
ſammlung
des 3. Ordens. Um 6 Uhr: Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Militärgemeinde: Sonntag, vormittags um 9¼ Uhr:
Auf dem Uebungsplatz bei Griesheim Singmeſſe mit
Predigt.
Kapelle zu Ober=Ramſtadt: Sonntag, vorm. um 9 Uhr:
hl. Meſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 15. Febr., nach=
mittags
um 4½ Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte.
Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr:
hl. Meſſe mit Predigt und Generalkommunion.
Um
9½ Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachm. um 2 Uhr:
Sakramentaliſche Andacht, danach Sodalität. Abends
um 8 Uhr: Faſtenpredigt des Paters Cletus=Frankfurt.
Dienstag und Freitag, abends um ½6 Uhr: Faſten=
andacht
.
Kapelle in Arheilgen: Sonntag, vorm. um ½10 Uhr:
Amt und Predigt.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
15. Febr., nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Beginn der hl. öſterlichen Zeit
Sonntag, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. Um 7 Uhr: hl. Meſſe.
Um 9 Uhr:
Amt mit Predigt. Nachmittags um ½3 Uhr: Sakra=
mentaliſche
Bruderſchaftsandacht. Freitag, abends um
6 Uhr: Faſtenandacht.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 15. Febr., nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Beginn der Oſterkommunion
Sonntae vormittags um ½ 6 Uhr: Beichte.
Um
½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. Um

½ 10 Uhr: Hochamt, Bredigt und gemeinſame Kom=
munion
der vorjährigen Erſtkommunikanten. Nachm.
um ½2 Uhr: Chriſtenlehre. Um 2 Uhr: Prozeſſion
und Andacht. Werktags um ¼8 Uhr: Singmeſſe.
Donnerstag, abends um 5 Uhr: Faſtenandacht.
In der Provinzial=Pflegeanſtalt bei
Eberſtadt: Sonntag, vormittags um 8 Uhr: heil.
Meſſe mit Predigt.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, nachm. um 4 Uhr:
Andacht und Predigt. Montag, abends um 5 Uhr:
Faſtenandacht.

The Church of England Service
2nd Sunday in Lent, 15th Febr. 1913.
Divine Service will be held in the Hofkirche at
3,15 p. m.
The Rev. H. M. de Ste Croix, British Chaplain at Heidel-
berg
, will officiate.

Getaufte, Getraute und Beerdigte.

Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 9. Febr.: Dem Hausburſchen
Auguſt Guſtav Albert T. Anna Martha, geb. 25. Dez.
10. Febr.: Dem Kellner Ludwig Seeger S. Willi, geb.
12. Jan. 9. Febr.: Dem Former Karl Landzettel T.
Juliane, geb. 20. Jan. Dem Schneider Wilhelm Kiefer
S. Wilhelm, geb. 6. Jan. 12. Febr.: Dem Maurer
Chriſtoph Bärenz T. Kätha, geb. 13. Nov.
Johannesgemeinde: 9. Febr.: Dem Maſchinen=
meiſter
Guſtav Grürmann T. Emma Sophie geb. 24. Okt.
Dem Metzgermeiſter Heinrich Sehnert S. Philipp Ludwig,
geb. 12. Dez. Dem Lokomotivheizer Peter Ries T. Irm=
gard
Margarete, geb. 18. Dez.
Martinsgemeinde: 9. Febr.: Dem Aushilfs=
ſchaffner
Johannes Lortz S. Karl, geb. 14. Dez. 6. Febr.:
Dem Packer Johannes Werner T. Auguſte, geb. 28. Nov.
9. Febr.: Dem Magazinarbeiter Ludwig Horch T. Mar=
garethe
Eliſabeth, geb. 8. Nov. 11. Febr.: Dem Loko=
motivheizer
bei der Staatsbahn Georg Jakob Schäfer
S. Karl, geb. 15. Jan.
Paulusgemeinde: 6. Febr.: Dem Kellner Hch.
Raſch S. Paul Erwin, geb. 1. Jan. 7. Febr.: Dem
Weißbinder Friedrich Wilhelm Dick S. Leonhard, geb.
2. Jan. 11. Febr.: Dem Taglöhner Johann Säemann
T. Philippine Eliſabeth, geb. 22. Dez.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 9. Febr.: Eiſengießer Jakob
Heß und Eliſabetha Neff.
Johannesgemeinde: 9. Febr.: Schloſſer Fr.
Schönbein und Eliſabeth Weyrauch von hier.
Martinsgemeinde: 8. Februar: Eierhändler
Nikolaus Göttmann und Katharine Johannette Schwab,
geb. See, hier.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden=
Hofgemeinde: 6. Febr.: Kath. Gerſt, Tochter
des verſt. Großh. Hofkutſchers, 16 J., ſtarb 4. Febr.
Stadtgemeinde: 9. Febr.: Jenny Anna Berthold,
Tochter der Spenglersehefrau, 14 J., ſtarb 6. Febr.
7. Febr.: Karoline Friederike Becker, geb. Maurer, Witwe
des Großh. Amtsrichters, 81 J., ſtarb 4. Febr. 12. Febr.:
Maſchinenmeiſter i. P. Ludwig Meyenberg, 76 J., ſtarb
10. Febr. in Eberſtadt. 13. Febr.: Anna Marie Klee,
geb. Schäfer, Ehefrau des Schuldieners i. P., 75 J.,
ſtarb 10. Febr. Ernſt Mittler, 50 J. 4 M., ſtarb 11. Febr.
Privatin Johanna Fölſing, 68 J. 6 M., ſtarb 10. Febr.
Johannesgemeinde: 9. Febr.: Kaufmann Otto
Hechler, Sohn des verſt. Lehrers, 21 J., ſtarb 7. Febr.,
Martinsgemeinde: 8. Febr.: Schreiner Adam
Schäfer, 55 J., ſtarb 5. Febr. 6. Febr.: Briefträger Jo=
hannes
Höbel, 37 J.
Petrusgemeinde: 7. Febr.: Katharina Eleonorei
Bauer, geb. Kohl, Witwe des Fabrikbeamten, 67. J.,
ſtarb 4. Febr.
Paulusgemeinde: 9. Febr.: Privatin Auguſte
Vogel, Tochter des Majors, 85 J., ſtarb 7. Febr.
11. Febr.: Marie Geiſt, geb. Cellarius, Witwe des Kreis=
veterinärarztes
, 66 J., ſtarb 8. Febr. 12. Febr.: Kath.
Henriette Caeſar, geb. Beyſiegel, Witwe des Apothekers,
86 J., ſtarb 11. Febr. (Einſegnung.;

Trauungen auswärtiger Paare: Pfarrer Vogel.
Beerdigungen auswärts Verſtorbener: Pfarrer
Kleberger.

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Schluss-Tag
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[ ][  ][ ]

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Dienstag, den 18. d. Mts., abends ½9 Uhr,
im gelben Saal des Reſtaurants Sitte, hier, Karlſtr. 15.
Tagesordnung:
Vortrag des Herrn Reallehres Hans Kahl über:
Deutſches Bürgertum u. deutſcher Arbeiterſtand.
Zu dieſer Verſammlung laden wir unſere Mit=
glieder
und alle Intereſſenten ergebenſt ein. (4199so
Der Vorſtand des nationalliberalen Vereins.

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Freunde und Gönner des Vereins ſind herzlichſt eingeladen.
Eintritt pro Perſon 50 Pfg.
Der Vorstand

Kirchen-Konzert
veranſtaltet von dem Kirchengeſangverein unter
Mitwirkung von Soliſten und der Chorſchule
Sonntag Abend 6 Uhr in der Stadtkirche

Eintritt frei.

Kollekte für die Reformationskirche.

WrrtscharvZum Grunehhaup
Samstag, den 15. Februar:
eee

Verzeisappe
wozu freundlichſt einladet
(*4236
Heinrich Eisenhauer.

American

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eeeehsghhh

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G93 an die Exped. ds. Bl. (*4178

Ende 40er, evang., in
Herr ſicherer Stellung, ſo=
lider
Charakter, wünſcht b. alleinſt.,
anſtändiger Frau gemütl. Heim.
Off. u. G 57 an die Exp. (*4107

Ehevermittlung, diskret. Frau
Hartmann, Wiesbaden,
Neroſtraße 42, 1. Stock. (II680

Naturbilder, Humoresken etc.
(4140

Dame, Ende zoer,
v. liebensw. Charakter u. m. ungef.
15000 Mk. Vermögen, ſucht auf
dieſem Wege die Bekanntſchaft ein.
ält. ſoliden Herrn, beſſ. Beamten,
Junggeſelle, zwecks ſpät. Heirat zu
machen. Off. u. G 97 Exp. (*4199

Damen
finden ſtreng diskrete liebevolle
Aufnahme bei deutſcher Hebamme
a. D.; kein Heimbericht, kein Vor=
mund
erforderlich, was überall un=
umgänglich
iſt.
(VII62
Witwe L. Baer, Nancy
(Frankreich), Rue Paſteur 36.

Klein. Kind in Pflege zu geben.
Näheres Expedition. (*4229

am weissen Turm.
Ab heute das neue
Riesenprogramm

1. Bild

der

Eine Tragödie unter
Waſſer in 3 Akten mit
Wanda Freuman
und
Viggo Larsen
in der Hauptrolle.

des R.=T.

Humoriſt. Trickfilm.

Der Roman einer
Waiſe in zwei Abtei=
lungen
mit Fräulein
Lind i. d. Hauptrolle.

Wo die Liebe
hinfällt
Amerikan. Komödie.

Die (4141
Schöne Juanitta
Mexikan. Drama.
Die angeschmierter
Rivalen
Amerikan. Humoreske.
Val Maggia
Naturaufnahme.

Aur noch. kurze. 20

Orpheam

Tel.

Gastspiel des Ensemble
vom

Dresden.

ze Heitere Kunst :s
Neuer Spielplan!
Neue Revue:
Darmstaut,
uf mac
uas i5t Was lar dion.
vorspiel:!
Faust III. und unwiderruflich
letzter Teil.

Der
Modernes Spielzeug.
Hygiene-Mensch, ein Opfer der
Ausstellung. Die konfiszierte
Nackttänzerin. Schäfer-Idyll
nach Watteau. Im Mädchen-
Pensionat. Auf in’s Kino.
Beim Rosen-Kavalier.
In
der Tanz-Bar.

Vorber:
Bunter Teil.
Käte Funk, Trude Troll,
Alfred Indra, Bruno Müller,
Walter Ritter.

Heute

Samstag
15. Febr.

Familien-Abend

Morgen

Sonntag
16. Febr.

Nachmittags
4 Uhr:

hei klein Preisen
Abends 8¼ Uhr übl. Preise.

Ermässigter Vorverkauf wie bekannt.
Num. Park. à 3 M. b. Hugo de Waal,
Rheinstrasse 14. (4198
Lete e re
Klüſch=Garnitur (Barock), ovaler
Goldſpiegel u. klein. Handkoffer
z. verk. Soderſtraße 55, I. (*4232
Programm
zu dem am Samstag, den
15. Febr., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle
des Großh. Train=Bat. Nr. 18.
1. Klar zum Gefecht Marſch
von Blankenburg. 2. Ouverture
z. Operette Banditenſtreiche von
Suppé. 3. Introduktion und Chor
aus der Oper Carmen von Bizet.
4. Walzer aus der Operette Die
keuſche Suſanna von Gilbert.
5. Fantaſie aus der Oper Das
Glöckchen des Eremiten
von
Maillart. 6. Boruſſia=Marſch von
Teike.
Sonntag, den 16. Februar
vormittags 11½12¼ Uhr auf dem
Paradeplatz Konzert d. Kapelle
des Großh. Art.=Regts. Nr. 61.
Als Nachfeier zum 30. Todestag
des großen Meiſters Richard
Wagner.
Programm:
1. Vorſpiel zum Bühnenweih=
feſtſpiel
Parſifal. 2. Divertiſſe=
ment
aus dem Vorſpiel Das
Rheingold 3. Tonbilder aus
Walküre, arrang. von A. Seydel.
4. Große Fantaſie aus Siegfried‟
arrang. von M. Weber. 5. Steuer
mannslied und Matroſenchor aus
d. Oper Der fliegende Holländer
6. Marſch über Motive aus der
Trilogie Der Ring des Nibelun=
gen
von G. Sontag.
Großherzogl. Hoftheater
Samstag, den 15. Februar 1913.
122. Abonnem.=Vorſt. C 31.
Auf Allerhöchſten Befehl:
Die fünf Frankfurter.
Luſtſpiel in 3 Akten v. Carl Rößler.
Perſonen:
Die alte Fraul Minna Müller=
Rudolph
Gudula
Adolf Jordan
Anſelm,
Guſtav Semler

Nathan,
Salomon, 19 . Richard Jürgas
. Kt. Weſtermann
Karl,
Jakob,
S. Franz Schneider
Charlotte, Salo=
mons
Tochter . Käthe Gothe
Guſtav, Herzog v
Taunus . . . Kurt Ehrle

thal=Agordo . . Heinrich Hacker=
Ilſe Berka
Hofmarſchall . . W. Riechmann
Tilli Art’l

Prinzeſſin Eveline Hel. v. Sonnen=
thal

Fürſt von Klaus
Die Fürſtin
Graf Fehrenberg,
Frau v. St. Ge=
orges
.
Baron Seulberg . Emil Kroczak
Der Domherr .
Paul Eisner
KabinettsratYſſel Paul Peterſen
Erſter Kammerd. K. Enzbrenner
Zweiter)d. Herzogs Frz. Herrmann
Hofjuwelier Boel Herm. Knispel
Roſa, ) im Hauſe Agn. Wisthaler
Lies= der Frau
chen, ) Gudula Em. Mühlpfort
Nach d. 1. u. 2. Akte je läng. Pauſe.
Gewöhnliche Preiſe:
Proſzeniumsloge 6.10 M., Mittel=
loge
6.10 M., Balkonloge 5.10 M.,
I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
Sperrſitz: 1.13. Reihe 4.10 M.,
14.20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.5. Reihe 2.80 M., 6.8. Reihe
2.25 M., I. Galerie 1.25 M.,
II. Galerie 0.65 M.
Anfang 7½ Uhr. Ende 10 Uhr.
Kartenvk. v. 9½1½ u. v. 6½ U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Sonntag, 16. Febr. Nachmitt.
2½ Uhr: Zwanzigſte Volksvor=
ſtellung
zu ermäßigten Preiſen.
Charley’s Tante. Verkauf
der noch vorhand. Karten an der
Tageskaſſe im Hoftheater am Tage
der Vorſtellung, vorm. von 11 Uhr
ab. Abends 7½ Uhr: Außer
Abonnement. Als Nachfeier von
Richard Wagners Todestag. Auf
Allerhöchſten Befehl. Der
liegende Holländer‟ Der
Holländer: Walter Soomer, vom
Kgl. Hoftheater in Dresden, a. G.
Gewöhnliche Preiſe.
Dienstag, 18. Febr. Keine Vorſt.
Sonntag, den 16. Februar 1913.
20. Volksvorſtellung
zu ermäßigten Preiſen.
Charley’s Tante.
Schwank in 3 Akten von Brandon
Thomas.
Spielleiter: Heinrich Hacker.
Perſonen:
Colonel Sir Fran=
zis
Chesney, Ba=
ronet
, früher in
indiſch. Dienſten Johannes Heinz
Stephen Spitti=
gue
, Advokat in
Oxford
. Paul Peterſen
Jack Chesney, Frz. Schneider
Charl. Whyke=
ham
,
Emil Kroczak
LordFancourt
Babberley,
5 Rich. Jürgas
Braſſet, Faktotum
im Kollege
Herm. Knispel
Donna Luzia d’Al=
vadorez
, Charleys
Tante
Sofie Heumann
Anny, Spittigues
Nichte
Tilli Art’l
Kitty Verdun,
Spittigues Münd. Käthe Gothe
Ella Delahay, e. Hel. v. Sonnen=
Waiſe .
thal
Nach dem 1. Akte längere Pauſe.
Preiſe der Plätze=
Proſzeniumsloge 2.05 M., Mittel=
loge
2.05 M., Balkonloge 2.05 M.,
I. Rang 2.05 M., II. Rang 1.05 M.,
Sperrſitz: 1.13. Reihe 1.55 M.,
14.20. Reihe 1.05 M., Parterre
1.05 M., I. Galerie 0.45 M.,
II. Galerie 0.35 M.
Anf. 2½ Uhr. Ende gegen 5 Uhr.
Sonntag, den 16. Februar 1913.
Außer Abonnement.
Als Nachfeier von Rich. Wagners
30. Todestag.
Auf Allerhöchſten Befehl.
Neu einſtudiert u. neu inſzeniert:
Der fliegende Holländer.
Romantiſche Oper in 3 Akten von
Richard Wagner.
Perſonen:
Daland, ein nor=
weg
. Seefahrer AlfredStephani
Senta, ſ. Tochter Gt. Geyersbach
Erik, ein Jäger . Georg Becker
Mary, Senta’s
Amme . .
Anna Jacobs
Der Steuermann
Daland’s . . Karl Jahn
Der Holländer
Der Holländer . . . Walter
Soomer, vom Kgl. Hoftheater in
Dresden, als Gaſt.
Nach d. 1. u. 2. Akte je läng. Pauſe.
Gewöhnliche Preiſe.
Anf. 7½ Uhr. Ende 10½ Uhr.
Kartenvk. v. 10½1½ u. v. 6½ U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Dienstag, 18. Febr. Keine Vorſt.
Mittwoch, 19. Febr. 123. Ab.=Vſt.
D 31. Zum erſten Male: Onkel
Dazumal Komiſche Oper in
1 Akt von Dalcroze. Hierauf, neu
einſtudiert: Die ſchöne Ga=
lathee
. Zum Schluß: Cham=
pagner
=Viſionen (Ballett).
Gewöhnl. Preiſe. Anf. 7½ Uhr.
Donnerstag, 20. Febr. 124. Ab.=
Vorſt. B 32. Mignon. Kl.
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.

[ ][  ][ ]

Kattonalſpende zum Kaiſerzabnlaum

für die chriſtlichen Miſſionen in unſeren Kolonien
und Schutzgebieten.
Unter dem Protektorat Sr. Hoheit des Herzogs Johann Albrecht
zu Mecklenburg, Regenten des Herzogtums Braunſchweig,
Präſidenten der Deutſchen Kolonial=Geſellſchaft.
Das Regierungsjubiläum unſeres Kaiſers ſteht bevor. Auf ihn
blickt in Verehrung und Dankbarkeit das Deutſche Volk und es ſucht
einen Weg, dieſe Gefühle zum Ausdruck zu bringen.
Die 25 Jahre ſeiner Regierung ſind eine Zeit großen nationalen
Aufſchwungs auf wirtſchaftlichem und geiſtigem Gebiete geweſen. Das
Deutſche Reich hat nicht nur unter den Völkern Europas ſeine Groß=
machtſtellung
behauptet, es hat ſich eine Weltmachtſtellung und ent=
ſcheidenden
Anteil an den Aufgaben der Weltpolitik errungen, es hat
ſeine Kolonien ausgebaut und in Blüte gebracht.
Deutſches Weſen und Deutſche Kultur ſind die ſtärkſten Träger
von Deutſchlands Macht in fernen Weltteilen, ſind ihre Grundfeſten
in den eigenen Schutzgebieten.
Zu den wirkſamſten Pionieren Deutſcher Geſittung in den
Schutzgebieten gehören die chriſtlichen Miſſionen.
Das ganze Deutſche Volk hat die Pflicht, das nationale und
menſchenfreundliche Kulturwerk der chriſtlichen Miſſionen in den
Schutzgebieten anzuerkennen und zu fördern. Andere Kolonialſtaaten
haben das für ſich längſt erkannt und bringen unabhängig von po=
litiſcher
Ueberzeugung und vom Glaubens= und Bekenntnisſtand des
Einzelnen aus nationalen Gründen für ihre Miſſionen reiche Opfer.
Daran fehlt es noch bei uns.
Das Regierungsjubiläum des Kaiſers fordert dazu auf, dieſe
Lücke in der Erfüllung unſerer nationalen Pflicht zu ſchließen und
den unter Geldmangel leidenden Miſſionen in unſeren Kolonien
wirkſam zu helfen.
So haben ſich Vertreter beider Konfeſſionen in dem Gedanken
gefunden, den Ehrentag des Kaiſers durch eine, wie wir wiſſen, ihm
willkommene Spende für ihre Miſſionen in den Deutſchen Schutz=
gebieten
zu feiern.
Der Herr Reichskanzler und die Herren Staatsſekretäre des
Reichsmarineamts und des Reichskolonialamts haben die Förderung
dieſes Unternehmens zugeſagt.
Die evangeliſchen Glaubensgenoſſen haben die Arbeit in den
Kolonien und Schutzgebieten mutig in Angriff genommen. Neben
ihren religiöſen Aufgaben haben die Miſſionen ein ausgedehntes
Schulweſen und einen umfaſſenden ärztlichen Samariterdienſt ein=
gerichtet
. Es gilt, den Eingeborenen zu einem verſtändigen brauch=
baren
Arbeiter, zu einem zuverläſſigen Menſchen, zu chriſtlichen Lebens=
anſchauungen
zu erziehen. Außerdem aber bedarf die eingeborene
Bevölkerung dringend ärztlicher Hilfe zur Bekämpfung der verheeren=
den
Seuchen und der Kinderſterblichkeit, die das ſchwerſte Hindernis
einer gedeihlichen wirtſchaftlichen Entwicklung bilden.
Das Regierungsjubiläum des Kaiſers bietet uns die Gelegen=
heit
, durch eine Spende unſeren Miſſionen zu helfen und damit zu=
gleich
ein nationales Intereſſe zu fördern. Möge auch jetzt die Opfer=
willigkeit
ſich bewähren und der Größe des Bedürfniſſes wie dem
hohen Zwecke entſprechen.
Alle Gaben, große wie kleine, ſind willkommen.
Bei Uebergabe der Spende wird Seine Majeſtät gebeten wer=
den
, die von den Gebern etwa ausgeſprochenen Wünſche wegen der
Verwendung ihrer Gaben zu berückſichtigen.
Zur Einſammlung der Gaben werden in den einzelnen Bundes=
ſtaaten
und Provinzen beſondere Ausſchüſſe gebildet werden.
Hauptſammelſtelle der Gaben für die evangeliſchen Miſſionen
iſt das Bankhaus Delbrück Schickler & Co., Berlin W. 66,
(4053
Mauerſtraße 61/62.
Dr. Graf von Schwerin=Löwitz,
vou Wedel,
Präſident des Herrenhauſes. Präſident des Hauſes der Abgeordneten.

GRAFENSTR-I2EKE RHEINH

Kunstlichtspiele
bringt abheute Samstag, d. 15. Febr.
den grossen
Kriminalschlager
betitelt:
Aus uch Tügebdch enter
Henennuger
grossartiger Detektivschlager
ersten Ranges
in 3 Akten
sowie das anschliessende erstklassige
Schlagerprogramm. (*4252

Iinlpia
Theaten
M
Programm
vom 15. Febr. bis inkl.
17. Februar 1913:
Sommeraufenthalt
in Italien.
Herrliche Naturaufnahme.
Flammen des
Schicksals.
Grosser dramat. Schlager
in 3 Akten aus Wild-West.
Nie wieder.
Humoreske.
Der Mut einer
Telegraphistin.
Spannendes Drama.
Fritzchen als
Apothekergehilfe.
Humoristischer Schlager.
Ihr
Enkelkind
Tiefergreifendes Drama.
Gaumont-Woche
Das Neueste aus aller Welt.
(4148

(auch Ratenzahl.
Zu verkaufen geſtattet) 3kompl.
gute Betten, 3 teilig, Wollmatratze,
Kommode, ovaler Tiſch, Vertiko,
*4197
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an einem ſehr guten u. bill.
Privat-Mittag- und Abendtisch
im Zentrum d. Stadt teilnehmen.
Gefl. Off. u. F 86 Exp. (*3816msm
Es könn. ſich Damen o. Herren am
Privat- Mittag-
u
. Abendessen
beteiligen Schützenſtr. 6, II. (*4185
Feiner veg. Mittagstisch
zu vergeben Neckarſtr. 22, II. (4938a

Uilion Mneater
Ranstlichtspiele
Rheinstr. 6 Tel. 2170
in I. Abteilung
Dess Nachsten Welb.
Drama in 3 Akten.
Ver Eineug des
Frinzenbraur
padresnsernn.
Als Einlage:
Jugend und
Fonhele
Mim. Schauspiel in 3 Akten
von Urban Gad
in der Hauptrolle
Asta Nielsen.
(*4274

Vorträge zu Gunſten des Photographiſchen Inſtituts
der Großh. Techniſchen Hochſchule
18. Februar 1913, abends pünktlich 8 Uhr, im großen
phyſikaliſchen Hörſaal
(3277a
2. Vortrag: Prof. Dr. Fr. Limmer
Ueber Farbenphotographie‟
Vorverkauf im Bureau des Verkehrsvereins. Num. Platz:
Saal 1.50 M. (Stud.) 1 M., Galerie 0.50 M., Galerie=Stehpl. 0.30 M.
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Toast od. englisches Teebrot Französisches Weißbrot
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Grafenstr. 19,
Niederlage: Ed. Türtmann, Tel. 1425.(1803a
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Truppenübungsplatz
Halteſtelle der Straßenbahn: Brauerei
hält den geehrten Herrſchaften ſeine renovierten Lokalitäten,
ſowie anerkannt vorzüglichen Speisen und Getränke beſtens
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werden promp
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Gervinusstr. 36

[ ][  ][ ]

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Untertaillen, Taschentücher, Schürzen und Stickereistoffe.


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Deids
Sehuate

Die Schwarz-weisse Woche der Firma GEBR. HOsLEIN bedeutet
für den Einkauf schwarzer und weisser Ware jeder Art eine ganz be-
sondere
Einkaufsgelegenheit. Für diese zum erstenmale stattfindende
Veranstaltung zum Osterfest haben wir seit langem besondere Vor-
bereitungen
getroffen und bieten in jeder Abteilung die vorteilhaftesten
Gelegenheitskäufe.
4152

HERVORRAGENDE AUSWAHL!
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Weisswaren jeder Art, Jackenkleider, Taillenkleider, Mäntel, Blusen,
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Fertige schwarze Konfirmandinnen-Kleider.
Fertige weisse Kommunikantinnen-Kleider.

Gehr. Hostein

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Telefon 795.

Atslier-Fratschner, Darmatadt-Eberstadf.

[ ][  ][ ]

Samstag, 15. Februar.

Februarausstellungin Kunstverein
Staetten der Arbeit
Kunsthalle am Rheintor, geöffnet von 114 Uhr.
An Sonntagen-von 104 Uhr.

(3044a

Darmſtädter Konſum=, Spar= u. Produktions= Genoſſen=
ſchaft
, e. G. m. b. H.

Einladung zur
ordentlichen Generalverſammlung
am Sonntag, den 23. Februar, nachm. 3 Uhr
im Mathildenhöhſaale, Dieburgerſtraße 26.
Tagesordn ung:
1. Bericht des Aufſichtsrats und des Vorſtandes über das Ergebnis
der erſten 6 Monate des laufenden 13. Geſchäftsjahres. (Siehe
§ 39 Abſ. 3 des Statuts.)
2. Ergänzungswahl zum Aufſichtsrat.
Es ſcheiden lt. § 14 des Statuts folgende Genoſſen aus:
Heinrich Eberhardt, Joſef Raab, Peter Hillinger und
Jakob Gils. Die ausſcheidenden Genoſſen ſind wiederwählbar.
3. Antrag der Verwaltung auf Grund von § 38 Abſatz 5 des
Statuts:
Die Generalverſammlung wolle beſchließen, ein zwiſchen
der Weiterſtädterſtraße und dem Landwehrweg gelegenes,
4751 Quadratmeter großes Grundſtück mit Bahnanſchluß auf=
zukaufen
. Die Pläne liegen in der Generalverſammlung zu
jedermanns Einſicht auf.
4. Anträge der Mitglieder.
Anträge von Mitgliedern müſſen ſchriftlich bis ſpäteſtens
Mittwoch, den 19. Februar in Händen des Vorſtandes ſein.
Es iſt Pflicht der Mitglieder zu dieſer wichtigen Verſammlung
pünktlich und zahlreich zu erſcheinen.
Das Mitgliedsbuch oder die Legitimationskarte müſſen am
Saaleingang vorgezeigt werden. Auch zur Abſtimmung ſind dieſe
erforderlich, lt. § 36 des Statuts.
Der Aufſichtsrat:
Kein Trinkzwang!
J. Jung. (4047

Mie‟
Verein für Getlugel- u. Oogelzucht eliis
Montag, den 17. Febr. 1913
abends 8½ Uhr
E. Monats=Verſammlung
Ge im Vereinslokal Zur Stadt Pfungſtadt‟

U. A. Reichhaltige Verloſung von Wyandottes, Bantams,
Orpingtonhühnern, Raſſetauben, Bruteier und Zuchtartikel.
4098)
Der Vorſtand.

Schlachtviehverſicherung für den Landkreis
Darmſtadt.
Generalverſammlung
Sonntag, den 23. Februar 1913, nachm. 3 Uhr,
im Perkeo zu Darmſtadt, Alexanderſtraße.
Tagesordnung:
1. Rechnungsablage.
2. Wahl der Vorſtandsmitglieder und der Schiedsrichter.
3. Beſprechung über die Verwertung der Häute.
4. Verſchiedenes.
(4154

Verein für naturgemäße Lebens= u. Heilweiſe e. V.
(Naturheilverein) Darmſtadt.
Freitag, den 21. Februar, abends 8¼ Uhr, wird Herr
Paul Schirrmeister aus Berlin im Kaiſerſaal (Grafenſtr.) einen
öffentlichen Vortrag für Damen und Herren halten über das Thema:
Lebenskunſt, eine Quell innerer Freiheit und
(4104sf
neuer Volkskraft.
Der Redner iſt aus ſeinen früheren Vorträgen hier vorteilhaft
bekannt. Wir laden zu recht zahlreichem Beſuche ein. Mitglieder und
neubeitretende Mitglieder haben freien Eintritt, von Nichtmitgliedern
Der Vorstand.
wird 30 Pfg. Eintrittsgeld erhoben.

Verem für Verbreitung von Volksbildung.
Donnerstag, den 20. Februar 1913, abends 8¼ Uhr,
im Hörſal 326 der Techu. Hochſchule (Eingang Weſtportal)
Vortrag mit Lichtbildern von Dr. O. Haupt,
(4052sd
Kuſtos am Großh. Landesmuſeum:
Urtprung, Entwicklung und
Zukunft unſerer Erde‟
Eintrittskarten zu 30 Pfg., für Mitglieder und angeſchloſſene
Vereine zu 20 Pfg. im Verkehrsbureau und bei I. Mylius, Herdweg 2.

Kathonnen vercm Darmstaut.
Am Sonntag, 23. Februar, nachm. 5 Uhr
Generalversammlung.
Die Jahresrechnung liegt zur Einſicht der Mitglieder bei dem
(4097ss
Rechner des Vereins auf

Fleiſchverkauf
Kiesstr. 21
*4186
prima Maſtfleiſch Pfd. 82 Pf.
pr. Schweinefleiſch 88 Pf.
Leber=u. Blutwurſt , 70 Pf.
Schwartenmagen 80 Pf.
Würſtchen Stück 15 Pf.

Heute
Samstag, den
15. Februar


Oen
Merzelsappe

wozu freundlichſt einladet
Maef
Friedrich Enes
Beſſungerſtraße 66. (B4076

Zum Heſſiſchen Haus
Heute, 15. Febr.
Mc.
Metzel-

suppe
eten
wozu freundlichſt einladet (*4180
Friedrich Rummel
Ecke Wald= und Grafenſtraße.

Stachel= und Johannisbeeren=
ſträucher
, Zwetſchen=, Pflaumen=,
Pfirſichbäumchen, Weinreben
zu verk. Pankratiusſtr. 6, I. (*4009

Waſchkommode, ſchön lack., für
10 M. abzug. Taunusſtr. 47, I. (*4093

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Schutzhunde=Vereins Darmſtadt,
Zweigverein Griesheim. (*4121so

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(*4148
tenbau, 1. Stock links.

Romtag, 17.1
Tu
im Großherz.
zum Besten des Wir
Großh. Hofmusik, und u.
Altred Corter Tarts

8 Herrn
(Klavier).

PROGRAMM:
1. Sinfonie Es-dur
von Mozart.
IV. Klavierkonzert m. Orchesterbegleitung von Saint-Saéns.
3. Serenade für 13 Blas-Instrumente . . . von Rich. Strauß.
4. a) Konzert für Klavier allein . . . . . von Vivaldi-Bach.
b) II. Rhapsodie .
. . . . . von Liszt.
,

vormittags 10 Uhr. Karten zur Haupt=
Hauptprobe probe à Mk. 1.50 sind an der Hoftheater-
Tageskasse sowie in der Musikalienhandlung von Leopold
Schutter, Elisabethenstrasse 12, zu haben.
Der Bechstein-Konzertflügel ist aus dem Lager
von A. W. ZIMMERMANN, hier, Rheinstrasse 14.
NB. In dieser Hauptprobe werden alle Nummern des Programms
zu Gehör gebracht.
(3791ms

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Täglich
nachmittags ab 3 Uhr:

Kaffee-Konzert
Hotel Hess‟.
Reichhaltige Auswahl in Torten und Gebäck.
Die Konzerte finden im Haupt-Restaurant
statt und ist der Zutritt frei.

EZZi

ZEEiE

3666a

Inhaber: E. Eckey.
Sonntag, den 16. Februar
Zwer Mitar-Streichkonzerte
der Kapelle des Leibgarde-Regiments
unter Leitung des Obermusikmeisters H. Hauske.
Aus der Vortragsordnung: (Nachmittags) Westmeyer:
Ouvertüre z. Der Wald bei Hermannstadt‟. Mozart: Fragmente.
aus Figaros Hochzeit. Schubert: Zwischenaktsmusik aus
Rosamunde‟. Strauss: An der schönen blauen Donau usw.
(Abends) Nicolai: Ouvertüre z. Die lustigen Weiber von Windsor‟.
Meyerbeer: Fantasie aus Der Prophet‟. Wagner: Steuermanns-
lied
und Matrosenchor‟. Reindel: Ungarische Rhapsodie‟. Strauss:
Künstlerleben, Walzer u. a. m.
(4185

Anfang 4 u. 8 Uhr.

Eintritt 25 Pfg.

Ludwigshöhe.
Morgen Sonntag, den 16, Februar, nachmittags 4 Uhr
59M5M.
Mnltar Streichmusi Konzert
Kapelle des Großh. Heſſ. Artillerie=Regiments Nr. 61
(Leitung: Obermuſikmeiſter M. Weber).
Zur Nachfeier des zo. Todestages (13. Februar)
des grossen Meisters
Richard Wagner
besonderes Programm
Tannhäuſer, Lohengrin, Der fliegende
Holländer, Die Meiſterſinger von Nürnberg.
Eintritt 25 Pfg.
Eintritt 25 Pfg.
(B4151
Obere Räume für Nichtkonzertbeſucher.
Der Weg nach dem Böllenfalltor iſt beleuchtet.
eiſerne Bettſtelle mit Matratze,
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1ar Tiſch mit 2 Schubladen,
20 Stück Hähne, 60 Stück Weib=1 Gasherd und 2 Lampen um=
(B3389zugshalber billig zu verkaufen
chen, billig abzugeben
Kaupſtraße 51, 1. Stock.
Ludwigshöhſtr. 1½, 3. St. 1*4175)

[ ][  ]

Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg
Nachdruck verboten.)

Frohe Ereigniſſe. Das fleißige Berlin und das luſtige.
Die Stadt der Arbeit und die des Vergnügens.
Wann ſchläft man hier? Von allerhand Bällen. Das
Winterfeſt des Vereins Berliner Journaliſten. O Ber=
lin
, wie haſt du dich verändert! Der Zug ins Maſſen=
hafte
. Vom lieblichen Two=ſtep! Wenn man ſo
wackelt! Berlins Geſelligkeitsbedürfnis. Ein Blick
hinter die Kuliſſen. Erinnerungen. Die Dramen des
täglichen Lebens. Zwei Erſtaufführungen.
Die mit der Kaiſerfamilie zuſammenhängenden
Ereigniſſe überſtürzen ſich: erſt die plötzliche Abreiſe des
Kaiſerpaares nach Karlsruhe, dann die völlig unvermutete
Verlobung und nun der im letzten Augenblick bekannt ge=
wordene
Berliner Einzug des prinzlichen
Paares am Donnerstag Morgen. Trotz der verſpäteten
Mitteilung ſäumten doch dichte Mengen die Straßen vom
Potsdamer Bahnhofe bis zum Schloſſe ein und bereiteten
der Jungverlobten einen ſehr herzlichen Empfang, wie
man nicht minder dem im ſelben Galawagen ſitzenden
Kaiſerpaare zujubelte, das ſichtlich freudigſter Stimmung
war. Diesmal wurden die Nachtſchwärmer die im Her=
zen
Berlins in der Lindengegend, ihren Morgenkaffe ein=
genommen
, belohnt. Berlin wird in faſt allen Berichten
einheimiſcher und ausländiſcher Beurteiler als eine der
fleißigſten Städte hingeſtellt, einfach als die Stadt
der Arbeit aber grad in dieſen Wochen kann man ſich
fragen: Wann ſchlafen denn eigentlich viele der ſo emſig
tätigen Menſchen, die, jeder für ſein Teil, zu dem obigen
Rufe der deutſchen Weltſtadt beigetragen und fortgeſetzt
beitragen? Der Endreim eines einſt vielgeſungenen Lie=
des
: Nach Hauſe geh’n wir nicht, nach Hauſe geh’n wir
lange nicht, ſcheint jetzt zur vollen Wirklichkeit geworden
zu ſein, denn zahlloſe Tauſende der unermüdlich tätigen
Bewohner Berlins verlängern gegenwärtig die Tage ſtets
bis zu dem folgenden. Wie aus dem früher ſo nüchternen
und haushälteriſchen Preußiſch=Berlin das Groß=Berlin
geworden iſt, ſo wurden auch aus den einſtigen, meiſt in
ſich abgeſchloſſenen winterlichen Vergnügungen, die, wenn
ſie mehrere hundert Perſonen verſammelten, ſchon als
ganz beſondere Begebenheiten betrachtet wurden, rau-
ſchende
Feſtlichkeiten mit einem Beſuche von tauſenden
von Menſchen. Dieſer Zug ins Große hat ja gewiß viel
Weltſtädtiſches an ſich, aber das Behagliche und Freund=
liche
geht dadurch den öffentlichen geſelligen Vergnügungen
völlig verloren. Das alte Wort: Eines ſchickt ſich nicht
für Alle oewahrheitet ſich auch hier von neuem. Mehr=
fach
konnte man im Verlaufe des bisherigen Winters be=
obachten
, daß, wenn ſich aus den früheren kleineren und
ein ſich abgeſchloſſenen Feſten ſolche vielumfaſſenden Cha=
rakters
entwickelten, ihnen völlig der einſtige Reiz abge=
ſtreift
ward und ſie mit ihren Maſſenanſammlungen ver=
gnügungsſüchtiger
Leute jenen Charme verloren, der ihre
ehemalige Anziehungskraft gebildet.
Das trifft natürlich nicht auf jene lang vorbereiteten

Feſte zu, die an ſich ſchon ganz Berlin verkörpern ſollen,
wie etwa der Preſſeball, der Alpenball und das Winter=
feſt
des Vereins Berliner Journaliſten.
Letzteres hatte auch diesmal wieder eine außerordentliche
Anziehungskraft ausgeübt und am Dienstag abend nach
den Feſtſälen des Zoologiſchen Gartens dichte Scharen
gelockt, die wieder einmal aus der Nacht einen Morgen
machten. Das umfaſſende Programm hatte dies ſchon von
vornherein in Betracht gezogen, brachte es uns doch neben
einem erleſenen Einleitungskonzert mit hervorragenden
geſanglichen Darbietungen des Hofopernſängers Cor=
nelius
Bronsgeeſt vom Königlichen Opernhauſe
und den meiſterhaften Vorträgen der Violinkünſtlerin
Irene von Brennerberg, die man jetzt als erſte
Meiſterin ihrer Kunft betrachten darf, noch ein abwechs=
lungsreiches
Kabarett, dann treffliche kinematographiſche
Dinge, ferner ein Tiroler Konzert und volkstümliche Be=
luſtigungen
aller Art. Die Hauptſache war natürlich der
Ball mit ſeinem Gewirr und Geflirr feſſelnder weiblicher
Erſcheinungen, die dem ruhigen Beobachter wahrhaft ge=
nußreiche
Studien der Koſtüm= und Friſeurgeheimniſſe
ermöglichten. Wie einſt der alte Feldmarſchall Graf
Wrangel vor dem von einem Maler nach Ueberlieferungen
gefertigten Bildniſſe ſeines Vaters ſchluchzend in die
Worte ausbrach: Vater, lieber Vater, wie haſt Du Dir
verändert! ſo kann man heute ſagen: Berlin, wie haſt
du dich verändert! Das gilt auch für die Tänze, unter
denen diesmal der uns von den Amerikanern gebrachte
Two=Step den erſten Platz einnimmt und allmählich
die übrigen Tänze faſt völlig verdrängt die Tanzkarte
der kürzlichen Schwarz=Gelben Kopfredoute des hieſigen
Vereins der Oeſterreicher wies unter 42 Tänzen achtzehn=
mal
den Two=Step auf! Statt des engliſchen Namens
kann man dieſe liebliche Bereicherung unſeres Ballebens
mit einem guten deutſchen Namen als Wackeltanz be=
zeichnen
, denn die betreffenden Paare ſcheinen es als In=
begriff
anmutiger Vollendung zu betrachten, wenn ſie im
Zweiſchritt, dicht aneinandergeſchmiegt, hin= und her=
wackeln
, als ob ſie auf dem Verdeck eines von den Wellen
umhergeſchleuderten Schiffes weilen. Nur daß hier die
Zuſchauer ſeekrank werden können vor Ekel, um mal einen
ganz ehrlichen Ausdruck zu wählen, über eine derartige
Verunglimpfung deſſen, was man als Tanz bezeichnet.
Wenn dann ein ſchmeichelnder Walzer ertönt mit ſeinen
lockenden Klängen, glaubt man in eine andere Welt ver=
ſetzt
zu ſein, und zwar in eine beſſere!
In die Geſellſchaftsräume der Häuslichkeit unſerer ge=
bildeten
Kreiſe haben jene tanzlichen Verirrungen man
kann dies mit Recht ſagen keinen Eingang gefunden
und ſelbſtverſtändlich auch nicht in die Ballſäle der Hof=
geſellſchaft
. Dieſe hat durch das frühe Ausklingen
der Hoffeſte ihren eigentlichen Zuſammenhalt verloren,
nur ſehr karg war diesmal das feſtfreudige Ergebnis. Der
Ausfall dieſer vom Hofe abhängigen Kette von Bällen,
Empfängen, Diners bedeutet ſtets einen ſchweren wirt=
ſchaftlichen
Verluſt für die verſchiedenen Kreiſe unſerer
Stadt. Nicht nur zählen die baren Ausgaben unſerer
Hofverwaltung in zwei Wintermonden, wenn dieſe richtig
zur Geltung gelangen, nach hunderttaufenden von Mark,
man muß auch die ſehr beträchtlichen Summen rechnen,
die von den Eingeladenen für Toiletten, Putz, Schmuck,
Wagen uſw. verausgabt werden und ferner die Anweſen=
heit
vieler Familien aus der Provinz, die hier einen
längeren Aufenthalt nehmen, nur aus Rückſicht auf den
Hof. Dem Beiſpiele desſelben folgen außerdem zahlreiche
begüterte Familien des hohen Adels, der Fortfall der
Hoffeſte bedingt ſomit auch jenen einer Reihe anderer
Feſte, die ſtets viel Geld unter die Leute bringen.
Letzteres iſt ja eine ſehr gute Sache, aber ſie hat auch
ihre recht trübe Kehrſeite für Jene, die ſich aus irgend.
welchen Gründen veranlaßt fühlen, dem Vorbilde der
Großen nachzueifern und die nicht die Mittel dazu haben
Ja, warum tun ſie es denn? hört man fragen. Wir
müſſen Rückſicht auf Die und Die und Das und Das neh=
men
, lautet die Antwort der Beteiligten. Mit jeder
höheren öffentlichen Stellung iſt leider bei uns auch ein
ganzes Schock von Verpflichtungen verknüpft, von denen
die geſelliger Art meiſt am drückendſten ſind. Nun heißt
es oft: Berlin iſt groß, da kann ſich der Einzelne leichter
verkrümeln, er verſchwindet in der Maſſe! Ja hat ſich
was! Die Berufsgenoſſen des Betreffenden üben hier faſt
immer die gleiche ſtrenge Aufſicht aus, wie in der Pro=
vinz
, einer beſtimmten Geſelligkeit kann ſich niemand ohne
beſonderen Grund entziehen, und erſchwerend kommt für
Berlin hinzu, daß ſich hier die Anforderungen in
geſelliger Hinſicht von Jahr zu Jahr ſteigern.
Kein Wunder. Viele der Gäſte, die heute beim Regie=
rungsrat
T. eingeladen ſind und morgen bei Major Z.,
ſie ſaßen wenige Tage zuvor am Tiſche des Bankiers W.
oder des Juſtizrats U., und unwillkürlich ſtellen ſie Ver=
gleiche
an zwiſchen dem hier und dort Gebotenen. Das
iſt ſelbſtverſtändlich falſch, denn der Regierungsrat wie
der Major haben, falls ſie nicht über Privatvermögen ver=
fügen
, ihr feſtumgrenztes, durchaus nicht beträchtliches
Einkommen, ſo daß ſie tatſächlich mit jeder Mark rechnen

müſſen; bei dem Bankier und Juſtizrat iſt das was ar
deres; ich kenne Notare, die auf einen Schlag 50000 Ma
und mehr eingeſtrichen haben und von den Bankier
wollen wir ganz ſchweigen. Wer Gelegenheit hat, hinte
die Kuliſſen Unſeres geſellſchaftlichen Lebens zu blicke
der wird oft vom tiefſten Mitleid ergriffen über die ſchw.
ren Opfer, die Beamten= und Offiziersfamilien bringe
müſſen, um ihre ſogenannten Repräſentationspflichten
erfüllen. Wie oft iſt dort Schmalhans Küchenmeiſter, wiſ
oft werden die letzten Notgroſchen ausgegeben oder wir
zu drückenden Zinſen ein Darlehen aufgenommen, nu
um einige Geſellſchaften zu veranſtalten denn ſon
kommt man ins Gerede und als Dank heimſt man wo
möglich noch allerhand ſpöttiſche Bemerkungen ein übeſ
den ſauren Moſel und die zähe Pute wie das unvollkomg
mene Eis! Hier wäre ein energiſches Eingreifen ſehl
von Nöten, es kann einzig von oben her geſchehen durd
ernſte Verordnungen und am beſten durch gutes Beiſpielſt!
Ach, daß man doch immer ſo leichtgläubig iſt, außerordentn
lich vernünftige Dinge zu erhoffen, die doch nicht in Erſ
füllung gehen!
War diesmal die feſtliche Zeit bei Hofe nur äußerſt
gering bemeſſen, ſo wird ſie dafür ihre Fortſetzung im
Laufe des Sommers finden durch eine Reihe großer Feſtd
anläßlich des Regierungsjubiläums des Kaiſers und der
höchſtwahrſcheinlich mit demſelben verknüpften Hochzeits=
feier
der Prinzeſſin Viktoria Luiſe mit dem Fürſtenſohne
welfiſchen Geblüts. Wie ſchade, daß die frohe Nachricht
dieſer Verbindung nicht mehr der ehemalige hieſige Braun=
ſchweigiſche
Geſandte Freiherr von Cramm=
Burgdorf erlebte, deſſen Tod wenige Tage zuvor er=
folgte
. Neulich, bei dem Preſſe=Tee im Zoo, als uns der
im Winter 1900 ſtattgefundene Preſſeball im Film wieder
vor Augen geführt wurde, tauchte vor uns auch die
liebenswürdige Figur des Geſandten auf: eine ſchmäch=
tige
Geſtalt, mit feinem, klugen Geſicht, das weiße Haau
noch voll und ſorgſam geſcheitelt, ein Kavalier der gutenz
alten Schule im beſten Sinne des Wortes, dabei von
großer geiſtiger Regſamkeit, ſtets und zu Jedem von auf=
merkſamſtem
Entgegenkommen, ſchwer imſtande, einel
Bitte abzuſchlagen, für alle wohltätigen Beſtrebungen
warm eintretend und ihnen Zeit wie Geld opfernd. Soll
gehörte der Freiherr zu den bekannteſten Berliner Per=
ſönlichkeiten
und fehlte nur auf wenigen Feſten des Ganz=
Berlin wie auf jenen des geiſtigen und künſtleriſchen. Aus
ſeinen literariſchen Neigungen machte Herr v. Cramm nie
ein Hehl, er hatte ein hübſches Talent, auch mit der Feder
anregend zu plaudern, und mehrere ſeiner einaktigen Luſt=
ſpiele
wanderten mit Glück über die Bühne. Für das
Theater bewies er immer großes Intereſſe und die Ge=
noſſenſchaft
deutſcher Bühnenangehöriger erkannte dies
durch ſeine Ernennung zum Ehrenmitgliede an. Dann
im Dezember 1905, erfolgte plötzlich ſein finanzieller Zu=
ſammenbruch
; die mit einem Male plötzlich verarmte Ex=
zellenz
mußte die Verabſchiedung nachſuchen und wenigel
Tage ſpäter den Konkurs über das Vermögen beantragen
zu weitgehende Gutmütigkeit und eine übernommene
Bürgſchaft für eine einen tönenden Grafennamen füh=
rende
Dame, die vor ihrer Verheiratung der Bühne an=
gehörte
, bildeten die Urſache.
Die Dramen, die uns das tägliche Leben darbietet,
ſind ja meiſtenteils weit erſchütternder, als die uns auf
der Bühne vorgeführten. Wie ergreifend, um nur ein
Beiſpiel hervorzuheben, iſt das jähe Ende des braven
Kapitäns Vahſel, des Führers der Deutſchland‟,
welches Schiff die Mitglieder unſerer Südpolar= Ex=
pedition
beherbergte. Letztere ſcheint nach allem, was
aus mancherlei Quellen verlautbarte, nicht die Erwar=
tungen
erfüllt zu haben, die man auf ſie geſetzt, und es
ſollen ſchon Manche die erheblichen Geldopfer bedauern,
die ſie für das Unternehmen im Hinblick auf das Anſehen
deutſcher Forſchertätigkeit gegeben. Auch von recht uner=
quicklichen
Unſtimmigkeiten innerhalb der Expedition
ſickerte allerhand durch, und es wäre dringend zu wün=
ſchen
, daß hier einmal klarer Wein eingeſchenkt wird, um
verſchiedenen trüben Gerüchten zu begegnen.
Betrübliches brachten uns unſere Theater mit denſ
Darbietungen zweier moderner Dichter, die ſich dieſe Be=
zeichnung
redlich verdient. Das Deutſche Schau=
pielhaus
ſah ſich aus irgendeinem Grunde veran=
laßt
, Ernſt Hardt’s Jugendwerk: Der Kampt
ums Roſenrote an die Oeffentlichkeit zu zerren, und
es genügt, mit tiefem Bedauern davon Kenntnis zu neh
men. Wie ſchlecht beraten oder wie ſehr von ſich einge=
nommen
muß der ſchnell zu Ruhm gelangte Verfaſſer ſein,
daß er einwilligte, dieſen verfehlten Verſuch vor die Ram=
pen
zu bringen. Und auch bei Heinrich Mann’s=
dreiaktigem
Schauſpiel Die große Liebe zum
erſten Male im Leſſing=Theater aufgeführt, drangt
ſich eine ähnliche Frage auf. Der prachtvolle Roman=
ſchriftſteller
iſt hier arg entgleiſt, und ſo willig wir ſonſt=
ſeinen
phantaſtiſchen und ſprachlich glänzenden Proſa=
ſchöpfungen
folgen, ſo wenig können wir dies bei ſeinem,
Weg auf die Bühne tun. Langatmiges miſcht ſich mit
Kriminellem zu einem ſehr unerquicklichen Bunde.

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