Darmstädter Tagblatt 1913


12. Februar 1913

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176. Jahrgang

monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
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angenommen in Darmſtadt,
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wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen= verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
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ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 24 Seiten.

Das Wichtigſte vom Tage.
Der Reichsanzeiger hat in eing Extra=Ausgabe die am
Montag in Karlsruhe vollioßne Verkobung der
Prinzeſſin Viktoria Ariſe mit dem Prinzen
Ernſt Auguſt, Herzog zu hraunſchweig und Lüne=
burg
, bekannt gegeben.
Das engliſche Unterhaus Ahm die zweite Leſung
eines Geſetzes zur Regelüha der Luftſchiff=
jahrt
an.
Die Zeitungen vom Montag abend kichten von großen
türkiſchen Erfolgen gege die Griechen bei
Janina.
Wie aus Mexiko gemeldet wird prlamierte ſich Diaz
zum Präſidenten und erklärteMadero für einen
Feind der Republik.
In Tokio iſt infolge der plötzlichen Ttagung des Ab=
geordnetenhauſes
am Montag ein ſufruhr ent=
ſtanden
.
Letzte Nachrichten ſiehe Seiti7.

Hohenzollern und Wien.

* Berlin, 11. Febr. 1 Uhrfrüh. Der
Reichs=Anzeiger veröffentlich in einer
Extra=Ausgabe folgende Bekanmachung:
Am Großherzoglich Badiſchen Hofein Karls=
ruhe
hat am heutigen Tage die Vetobung
der einzigen Tochter Ihrer Kaiſerlen und
Königlichen Majeſtäten, der Prileſſin
Viktoria Luiſe Adelheid Mathill Char=
lotte
von Preußen, Königliche Hoheit, meeiner
Königlichen Hoheit dem Prinzen frnſt
Auguſt, Herzog zu Braunſcheig
und Lüneburg, mit Genehmigung einer
Majeſtät des Kaiſers und Königs und Uner
Königlichen Hoheit des Herzogs von Cuher=
land
ſtattgefunden. Auf Allerhöchſten Whl
wird dieſes frohe Ereignis hiermit zur ößl=
lichen
Kenntnis gebracht. Karlsruhe, 10. Es
bruar 1913. Der Miniſter des Königlichen H.
ſes in Allerhöchſtem Auftrage: Graf zu Euli
burg.

daß eine nicht gerade erfreuliche Epiſode in der deutſchen
Staatengeſchichte dadurch ihr Ende gefunden hat.
Zu der mit der Verlobung des Prinzen und der Kai=
ſertochter
in ſelbſtverſtändlichen Zuſammenhang gebrachten
Löſung der braunſchweigiſchen Frage wird
uns aus Berlin geſchrieben: Unſicher erſcheint es auch, ob
die Anknüpfung verwandtſchaftlicher Beziehungen zwi=
ſchen
den Häuſern Hohenzollern und Cumberland ſchon
in der nächſten Zukunft die Löſung der braun=
ſchweigiſchen
Thronfolgefrage herbeiführt. Denn bisher
hat der Herzog von Cumberland durch ſein Schreiben vom
2. Oktober 1906 ſich lediglich dazu bereit erklärt, für ſich und
ſeinen älteſten inzwiſchen tödlich verunglückten Sohn
auf die Thronfolge in Braunſchweig zugunſten des Prin=
zen
Ernſt Auguſt zu verzichten. Bleibt es hierbei, dann
muß es auch bei dem Bundesratsbeſchluß vom
28. Februar 1907 bleiben, der ausſpricht, daß die
Sach= und Rechtslage durch die erwähnte Erklärung nicht
geändert ſei. Wenn alſo der Herzog von Cumberland, was
pſychologiſch nicht ausgeſchloſſen erſcheint, zu dem Ver=
zicht
auf Hannover ſich nach wie vor nicht ent=
ſchließt
, dann wird die Löſung der braunſchweigiſchen
Thronfolgefrage durch die bevorſtehende Verlobung wohl
angebahnt, jedoch nicht herbeigeführt. Selbſt=
verſtändlich
hätte die Verzichtleiſtung auf Hannover auch
von ſeiten des Prinzen Ernſt Auguſt zu erfolgen, bevor er
als Herzog in Braunſchweig einziehen könnte, mag ſich
ſein Vater zu dem Verzicht auf Hannover entſchließen oder
nicht. Auch damit wäre die wünſchenswerte Löſung der
braunſchweigiſchen Thronfolgefrage noch nicht gegeben.
Es kommt vielmehr noch ein Umſtand in Betracht, den
Fürſt Bülow betonte, als er am 1. Mai 1907 im
Reichstage u. a. folgendes ausführte:
Daß mit dem Einzuge des Hauſes Cumberland in
Braunſchweig die welfiſche Agitation in Han=
nover
einen neuen Aufſchwung und gleichzeitig einen
feſten Stützpunkt erlangen würde, wenn dagegen nicht rück=
haltloſe
Zuſicherungen und ausreichende Bürgſchaf=
ten
geboten werden, iſt ohne weiteres kar. z. Es
iſt keine ausreichende Bürgſchaft, wenn S. K. Hoh. der
Herzog von Cumberland erklärt, daß er ſich auf den Boden
der Reichsverfaſſung ſtelle, und daß er eine gewaltſame
Aenderung derſelben nicht begünſtigen würde. Ein ſolches
paſſives Verhalten reicht nicht aus. Der Herzog müßte
poſitiv auftreten, er müßte für ſich und ſein ganzes Haus

Mniente hte net etent en
haft bewegt und auch zu ſcharfen Kontroverſen Anlaß ge=
geben
hatte. Schon vor mehreren Monaten tauchten Ge=
rüchte
auf, daß Bemühungen im Werke ſeien, eine =
ſung
der Differenzen des Kaiſerhauſes
mit dem Hauſe Cumberland dadurch herbeizu=
führen
, daß beide Häuſer zueinander in verwandtſchaft=
liche
Beziehungen treten. Damals ſetzte aber ſofort
der Dementierapparat ein, der alle die Nachrichten in das
Bereich der Fabel verwies. Das war begreiflich, denn
es handelte ſich trotz allem um eine Privatangelegenheit,
die man auch anderwärts nicht gern vorzeitig der
Oeffentlichkeit unterbreitet. Man wird zugeben müſſen,
daß die Löſung nicht die ſchlechteſte war, die man finden
konnte, indem man ein Bismarckſches Rezept anwandke;
ſind doch bei der Eheſchließung Kaiſer Wilhelms II. ſelbſt
auch politiſche Gründe mit im Spiel geweſen, indem auf
dieſe Weiſe eine Ausſöhnung mit dem Herzogshauſe von
Schleswig=Holſtein erfolgte. Nach jahrzehntelangem pein=
lichſtem
Meiden iſt eine Wendung unzweifelhaft zu ver=
zeichnen
ſeit dem entſetzlichen Automobilunglück, dem der
älteſte Sohn des Herzogs von Cumberland, der ſeinerzeit
mit dem Vater auf die Thronfolgeſchaft von Braunſchweig
verzichtet hatte, zum Opfer fiel. Die dabei vom Kreiſen willan die Ausſöhnung freudig begrüßen,
Berliner Hofe bezeugte menſchliche Teilnahme hat in
Gmunden angenehm berührt, wie denn auch einige Mo=
nate
ſpäter Prinz Ernſt Auguſt eigens nach Berlin fuhr,
um im Namen ſeines Vaters den Dank auszuſprechen. Bei
haben, und es heißt jetzt, daß der Prinz mehrfach inkognito
Prinzeſſin zu erwerben. Die vor einigen Wochen erfolgte
Begegnung in Karlsruhe zwiſchen dem Prinzen Ernſt
Auguſt und Prinz Eitel Friedrich war wohl der Vor=
Baden, Schwiegerſohn des Herzogs von Cumberland,
eine vermittelnde Rolle übernommen hat, wie denn der völkerung Braunſchweit,
badiſche Prinz von jeher eifrig bemüht geweſen iſt, eine angenehmſte überraſcht, EEdurch die Verlobung aufs
Ausſöhnung zwiſchen den Häuſern Hohenzollern und
Cumberland zuwege zu bringen. Manche Verſtimmung
dürfte mit der Verbindung beider Häuſer beſeitigt werden,
und man wird es allenthalben mit Genuotuung, begrüßen,

iner folchen Erklärung ihrerſeils ebenſo rickhaltos an=
uſchließen
. Es handelt ſich in dieſer Frage nicht um ein
Ezifiſch preußiſches Intereſſe oder um ein Intereſſe des
uuſes Hohenzollern, ſondern es handelt ſich um ein
Lansintereſſe der geſamten Nation. ..
In unſerer
ſtierigen Weltlage . . müſſen wir um ſo mehr alles
Peleiden was den inneren Zuſammenhang des Reiches
unhie Kohäſion ſeiner einzelnen Beſtandteile, ſeiner
rechnden Fürſten und ſeiner verſchiedenen Territorien
locks könnte.
* ſind die Bedingungen für die Zulaſſung der wel=
fiſcheherrſchaft
in Braunſchweig mit der gebotenen Klar=
heit
½ Schärfe umſchrieben. Nur wenn dieſe Be=
dingun
erfüllt werden, iſt die Verlobung, die an ſich
als einpathiſches Gegenſtück zu der Ehe des kaiſer=
lichen
Pies ſelbſt gelten darf, vom deutſch=nationalen
Standpuhaus ohne Vorbehalt zu begrüßen.
*
Die V9.,
he Zeitung meldet aus Berlin: Der Führer
der Deutſſgannoveraner im Reichstage ( Wel=
fen
), Frhr. Acheele, iſt telegraphiſch von dem Herzog
von Cumberk nach Karlsruhe beſtellt wor=
den
, wo er SSonntag bereits eintraf. Weiter meldet
dasſelbe Blattß Braunſchweig: Auch in welfiſchen
denn von wenhgextremen Führern abgeſehen, weiſen
die braunſchweiger Welfen jede Gemeinſchaft mit den
hannoveraniſchenAfen zurück und würden auch gar
nichts gegen eine’gzicht des Hauſes Cumberland auf
dieſer Gelegenheit dürfte er auch die Prinzeſſin geſehen Hannover einzuwe haben. Eine beſſere Löſung wie
die jetzige, ſo erklätgnige welfiſche Führer, konnte der
ſeitdem in Berlin geweilt hat, um ſich die Zuneigung der Kaiſer für die welß=Frage gar nicht finden. Einige
welfiſche Adelige, dißs, Herzog beſonders nahe ſtehen,
hoben hervor, mit hg
der Herzog von der I Herzlichkeit und Hochachtung
ichen Art des Kaiſers ſprach,
läufer der jetzigen Reiſe, wobei zweifellos Prinz Max von mit der dieſer bei deſ De des Prinzen Wilhelm der
herzoglichen Familie
Teileid ausdrückte. Die Be=
die
Verlobung noch nicht Iönd die amtlichen Anzeigen
en, äußern die Zeitungen
ihre freudige Genugtuungd

Deutſches Reich.
Die Mittelmeerreiſe des Kaiſers.
Italieniſche Blätter meldeten, daß am 15. und 16. d. M.
eine Zuſammenkunft des Kaiſers mit dem König Viktor
Emanuel in Venedig ſtattfinden würde. Dieſes entſpricht,
wie jetzt mitgeteilt wird, nicht den Tatſachen, da aus An=
laß
der Jahrhundertfeiern am 10. und 17. März in Berlin
und in Breslau die Reiſe verſchoben worden iſt und erſt
Ende März ſtattfinden wird.
* Bayern und die Heeresvorlage.
Die Bayeriſche Staatszeitung bemerkt am Schluß eines
Artikels, der ſich mit der bisherigen Stellungnahme der
Parteien zur Heeresvorlage beſchäftigt: Unter den Ver=
hältniſſen
, wie die gegenwärtigen, und gegenüber den
Fragen, wie die bevorſtehenden, gibt es nur eine unſeres
nationalen Anſehens würdige Löſung: Die des ver=
trauensvollen
Zuſammenwirkens der bürgerlichen Par=
teien
. Jede hat ihre Opfer zu bringen, jede weiß aber
auch, daß die übrigen Parteien zu ähnlicher Entſagung
genötigt ſind Sich gegenſeitig mehr oder minder das
zu Opfernde vorrechnen zu wollen, hieße die Bedeutung
der Situation verkennen. Auch was da und dort an Groll
leben mag, muß zurücktreten. Es werden wieder andere
Zeiten kommen, in denen jede Partei ihre Packen Miß=
vergnügen
auf dem Tiſch des Hauſes gemächlich aus=
breiten
kann. Gegenwärtig iſt aber für derartige Dinge
kein Raum. Die Pflicht der bürgerlichen Parteien iſt
es, an die bevorſtehenden nationalen Aufgaben mit dem
entſchiedenen Willen heranzutreten, ſie ihrer Löſung zuzu=
führen
. Unter dem Zeichen des einmütigen Entſchluſſes
wird ſich die Frage Wie? in beſonnener Ausſprache er=
ledigen
laſſen.
Zum Straßburger Alarm. Der Kaiſer
hat, wie verlautet, ſich ſehr unmutig über den Vorfall
mit der plumpen Depeſchenfälſchung und Alarmierung
in Straßburg geäußert und u. a. geſagt: Ja, leſen denn
die Herren keine Zeitungen? Da ſtand es doch groß und
breit drin, wo ich geweſen bin. Vom Militärkabinett
iſt ein dienſtlicher Bericht aus Straßburg eingefordert
worden. Als ein eigenartiges Zuſammentreffen der Um=
ſtände
muß gelten, daß ſchon vor Monaten der Rücktritt
des Gouverneurs von Straßburg, des Generals der In=
fanterie
Freiherrn v. Egloffſtein, als mit der großen
Märzſtellenneubeſetzung bevorſtehend gegolten hat. Als
ſein vorausſichtlicher Nachfolger wurde der Kommandeur
der 29. Diviſion in Freiburg i. B., Generalleutnant von
Deimling, bezeichnet.
Der Volksverſicherungsverband
der privaten öffentlichen Lebensver=
ſicherungsanſtalten
hielt eine konſtituierende
Sitzung in Berlin ab, in der die Verbandsvertretung
einem aus drei Mitgliedern beſtehenden Ausſchuß über=
tragen
wurde. In den Ausſchuß wurden gewählt: Gene=
raldirektor
Loebinger=Berlin. Vorſitzender, Generalland=
ſchaftsdirektor
Dr. Kapp=Königsberg, ſtellvertretender
Vorſitzender, Generaldirektor Dr. Kahler=Magdeburg.
Dem Volksverſicherungsverband iſt neuerdings noch bei=
getreten
die Freia Bremen=Hannoverſche Lebensver=
ſicherungsbank
, Akt.=Geſ.
Tarifverhandlungen im deutſchen
Schneidergewerbe haben in Dresden unter dem
Vorſitz eines unparteiiſchen Kollegiums ihren Anfang
genommen und werden vorausſichtlich erſt Ende nächſter
Woche abgeſchloſſen werden. Die Arbeiterorganiſation
verlangt durchſchnittlich eine 12½prozentige Lohn=
erhöhung
, die Unternehmer wollen höchſtens eine drei=
prozentige
bewilligen.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Zündmittelſteuer. Der Finanzminiſter brachte
im öſterreichiſchen Abgeordnetenhauſe einen Geſetzent=
wurf
betr. die Zündmittelſteuer ein. Die Steuer beträgt
für geſchwefelte Zündhölzchen 2 Heller pro Schachtel ent=
haltend
60 bis 80 Hölzchen, für Zündkerzen 10 Heller.
Feuerzeuge ſollen einer 2 Kronen nicht überſteigenden
Steuer unterliegen. Der Steuerertrag wird auf 9,5 bis
15,5 Millionen Kronen berechnet. Das Haus nahm in
dritter Leſung mit 141 gegen 67 Stimmen das Epidemie=
geſetz
in namentlicher Abſtimmung an.
Frankreich.
Vermehrung der Artillerie? Das Echo
de Paris will wiſſen, daß infolge der von Deutſchland ge=
planten
Heeresvermehrung im Miniſterium des Aeußern
eine Konferenz ſtattgefunden habe, an der Miniſter=

[ ][  ][ ]

bräſden Briand, Minſter des Neußern Komart, Kriegs, deruſchen Dreadnonghis einſchließlich der Schlachtreuzer
miniſter Etienne und Finanzminiſter Klotz und ein
hoher Beamter des Kriegsminiſteriums teilnahmen. Hier= ſamte britiſche Flotte werde dann einſchließlich der Schiffe
bei ſei insbeſondere die Frage der Vermehrung der Ar= Neuſeelands und Auſtraliens und den beiden Lord Nel=
tillerie
und der Errichtung von Uebungslagern erörtert, ſons, aber ausſchließlich der von den malayiſchen Staaten
den, welche den Gegenſtand weiterer Beratungen bilden
würden.

England.

Geſetz zur Regelung der Luftſchiff=
fahrt
, Die Regierung hat im Unterhauſe eine Bill zur
Regelung der Luftſchiffahrt eingebracht. Dieſe Bill er=
mächtigt
die Behörden, im Intereſſe der Sicherheit oder
der Verteidigung des Landes das Fahren von Luft=
ſchiffen
über beſtimmte Bezirke zu verbieten und auch die
lande kommen, landen müſſen. Wenn ein Luftſchiff über
eine verbotene Gegend fliegt oder zu fliegen verſucht, oder
wenn es den Landungsvorſchriften nicht nachkommt, ſo
ſoll ein Warnungsſignal gegeben werden. Wird dieſes
Signal nicht beachtet, dann ſoll es geſtattet ſein, auf das Schon vor mehr als einem Jahre iſt gegen ſie die Ent=
die
Beachtung der geſetzlichen Beſtimmungen ſicherſtellen.
Die zweite Leſung der Bill wurde angenommen. Der
Staatsſekretär des Kriegsamts Oberſt Seely erklärte,
Macht, ſondern ſolle boshafte Menſchen verhindern, über
Plätze zu fliegen, wo Brennmaterialien liegen.
Der Effektivbeſtand der Territorial=
armee
. Im Oberhauſe fand eine längere Beratung
über den gegenwärtigen Effektivbeſtand der Territorial=
armee
ſtatt, an der ſich die Lords Roberts, Methuen,
Lansdowne und Haldane beteiligten. Der Vertreter des
Kriegsamts, Herrſchel, erklärte, die Regierung glaube
unter den gegenwärtigen Verhältniſſen dafür bürgen zu
können, daß Großbritannien gegen einen Stoß ins Herz
geſichert ſei. Die Regierung ſei der Anſicht, daß jede be=
deutende
Ausgabenſteigerung einzig und allein für die
Verteidigung des Mutterlandes eine verderbliche Politik
ſein würde. Indeſſen ſei die Regierung doch unzufrieden
darüber, daß an dem Sollſtand der Territorialarmee
52000 Mann fehlten. Darum habe ſie auch den Plan aus=
gearbeitet
, nach dem die Nationalreſerve zur Füllung der
Lücken in der Territorialarmee herangezogen werden ſolle.
Herrſchel führte weiter aus, daß viele neue Faktoren zu
berückſichtigen ſeien, ſeitdem der Reichsverteidigungsaus=
ſchuß
1908 dieſe Frage zu unterſuchen begonnen habe. Zu
dieſen Faktoren gehörten die Errichtung einer zweiten
Verkeidigungslinie der Flotte, die aus Torpedobooten
und Unterſeebooten beſtehe, die techniſche Vervollkomm=
nung
der Torpedos, Verbeſſerungen in der drahtloſen
Telegraphie, Benutzung von Luftfahrzeugen zu Erkun=
dungen
auf See, Entwickelung der Luftflotten des Aus=
landes
, Erhöhung der Größe und Schnelligkeit der frem=
den
Handelsfahrzeuge uſw. Dieſe Faktoren erſchwerten
ſicherlich das Problem, und Premierminiſter Asquith
habe vor einigen Wochen erklärt, die Zeit ſei gekommen,
wo die Beratung der Fragen durch den Reichsverteidi=
gungsausſchuß
fortgeſetzt werden ſollte.
Der Beſitzſtand der deutſchen und
engliſchen Flotte. Der Nationaliſt Middle More
richtete im Unterhauſe an Churchill die Anfrage, wie ſtark
nach dem gegenwärtigen Bauplane der vollſtändige Be=
ſitzſtand
der deutſchen Flotte an Dreadnoughts im April
1916 ſein werde und eine wie große Anzahl britiſcher
Schiffe erforderlich ſeien, um den Ueberlegenheitsſtandard
Englands, wie er am 18. März 1912 feſtgelegt worden ſei,
aufrecht zu erhalten. Churchill erwiderte, die Zahl der

werde in der genannten Zeit auf 26 berechnet. Die ge=
ſowie
verſchiedene andere Projekte ins Auge gefaßt wor= und Kanada in Ausſicht genommenen 43 Dreadnoughts
beſitzen. So werde der Ueberlegenheitsſtandard ge=
wahrt
ſein, wenn die im Parlament 1912 angekündigten
Baupläne durchgeführt werden.
Rumänien.
Spionagegeſetz. Der Senat nahm das Geſetz
gegen die Spionage in Friedenszeiten an.
Vereinigte Staaten.
Verletzung des Antitruſtgeſetzes. Die
Zone vorzuſchreiben, in denen Luftſchiffe, die vom Aus= Southern Wholeſale Grocers Aſſociation und ihre Be=
amten
in Birmingham (Alabama), die der Verletzung
des Antitruſtgeſetzes beſchuldigt waren, haben ſich der
mit Strafe bedrohten Mißachtung eines von der Regie=
rung
gegen ſie eingeleiteten Prozeſſes ſchuldig gemacht
Luftſchiff zu feuern oder andere Mittel anzuwenden, die ſcheidung des Gerichts ergangen. Der Fall begegnet leb=
haftem
Intereſſe, weil erwartet wird, daß er den Vor=
läufer
bildet für ähnliche Prozeſſe gegen andere Truſt=
geſellſchaften
, gegen welche ebenfalls die Beſchuldigung
die Bill richte ſich natürlich nicht gegen irgendeine fremde erhoben wird, Gerichtsentſcheidungen verletzt zu haben.
Beſonders hat man hierbei die Standard Oil Co. und
ihre früheren Tochtergeſellſchaften im Auge.

Stadt und Land.

Darmſtadt, 12. Februar.

Das Großherzogspaar von Sachſen
in Darmſtadt.

Geſtern nachmittag mit dem fahrplanmäßigen
Schnellzug 4.34 Uhr trafen das Großherzogspaar von
Sachſen=Weimar mit Gefolge zum Beſuch am Großher=
zoglichen
Hofe in Darmſtadt ein. Offizieller Empfang fand
nicht ſtatt, trotzdem hatte zahlreiches Publikum ſich am
Bahnhofe eingefunden.
Etwa 10 Minuten vor Eintreffen des Zuges fuhren
das Großherzogspaar zum Empfange am Bahnhof vor.
Als der Zug gemeldet wurde, traten die hohen Herrſchaf=
ten
auf den Bahnſteig hinaus. Weiter hatten ſich zum
Empfange eingefunden Prinz Leopold von Iſen=
burg
=Birſte in und Gemahlin, die eine geborene Prin=
zeſſin
von Sachſen=Weimar=Eiſenach iſt, ſowie Prinzeſſin
Franz Joſeph von Battenberg. Im Gefolge
des Großherzogspaares befanden ſich die Herren Ober=
ſtallmeiſter
Frhr. Riedeſel zu Eiſenbach, Ober=
kammerherr
Frhr. Riedeſel zu Eiſenbach, General=
adjutant
Generalmajor Hahn, die Hofdamen Freiin
v. Rotsmann und Freiin v. Bellersheim, die
Flügeladjutanten Frhr. v. Maſſenbach und von
Schröder. Der Zug, dem zwei Salonwagen eingefügt
waren, lief pünktlich ein. Die beiden Herrſcherpaare be=
grüßten
ſich herzlich mit Kuß und Handkuß. Im Gefolge
des Großherzogspaares von Sachſen=Weimar be=
finden
ſich die Frau Oberhofmeiſterin Gräfin v. Pückler,
Hofdame Edle von der Planitz, Flügeladjutant Major von
Uckro und Oberhofmarſchall Freiherr v. Fritſch.
Nach kurzem Aufenthalt in den Fürſtenempfangs=
räumen
fuhren die hohen Herrſchaften in offenem Zwei=
ſpänner
zum Neuen Palais, wo der hohe Beſuch ( Woh=
nung
nahm. Im erſten Wagen ſaßen die beiden Groß
herzoginnen, im zweiten die Großherzöge. D4
Prinzenpaar Iſenburg fuhr mit der Prinzeſſin Frs

Joſeph von Datenberg in Auomobil. Abends wohnten
die Großherzoglichen Herrſchaften nebſt hohem Beſuch der
Vorſtellung im Hoftheater in der Seitenloge
zur Rechten der Bühne bei. Die Abreiſe des hohen
Beſuchs wird vorausſichtlich am 13. Februar vormittags
ſtattfinden.

* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben nachſtehenden Perſonen die
Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihnen von.
Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog von Mecklen=
burg
=Schwerin verliehenen Auszeichnungen erteilt:
dem Oberhofmeiſter Dr. Freiherrn v. Leonhardi
des Großkomturkreuzes des Greifenordens, dem Leib=
kammerdiener
Jakob Dern der Silbernen Verdienſt=
medaille
am Bande des Hausordens der Wendiſchen
Krone, den Hoflakaien Leonhand Knapp, Wilhelm
Schüler, Friedrich Frank (und Paul Bott der
Silbernen (Friedrich Franz=) Medaille, ferner dem Herrn
Grafen Eberhard von Schwerin in Friedel=
hauſen
die Erlaubnis zur Mnahme und zum Tragen
des ihm von Sr. Maj. dem Kaiſer von China verliehenen
Ordens des Doppelten Drachens 3. Klaſſe 2. Stufe.
* Erteilt haben Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
dem Forſtwazt der Kommunalforſtwartei
Seeheim II Chriſtopb Büdinger III. zu Seeheim den
Charakter als Förſter.
* Perſonalnachrichten der Eiſenbahndireltion Mainz.
Ernannt: Komm. Eiſenbahnaſſiſtent Amberg in Darm=
ſtadt
zum Eiſenbahnaſſiſtenten; die Hilfsweichenſteller
Reiß in Auerbach (Heſſ.), Dörr in Kranichſtein, Börner in
Bensheim, Leonhard in Griesheim (Ried), zu Weichen=
ſtellern
. Dem Eiſenbahngſſiſtenten Buxmann in Seligen=
ſtadt
iſt der Titel Obgbahnaſſiſtent beigelegt worden.
Verſetzt: Regierungsſſeſſor Kilian von Darmſtadt
nach Hannover; Bahnlofsvorſteher Delp von Hainſtadt
nach Kranichſtein; die Oberbahnaſſiſtenten Bender von
Eberſtadt nach Fürth (Odw.), Eckhard von Rüſſelsheim nach
Hainſtadt als Bahnhofwerwalter;Eiſenbahnaſſiſtent Schuch=
mann
von Guſtavsbun nach Rüſſelsheim, komm. Eiſen=
bahnaſſiſtent
(U. A.) (Berg von Darmſtadt nach Alzey,
Laubenheimer von ſeppenheim nach Mainz, Bahnſteig=
ſchaffner
Ott und Naun von Darmſtadt nach Dieburg=
Belohnungen nd Auszeichnungen. Anläß=
lich
der Feier des (rönungs= und Ordensfeſtes in Berlin
wurden nachſtehern Eiſenbahnbeamten Auszeichnungen
verliehen, und zw½: der Kgl. Kronenorden 3. Klaſſe: dem
Ober= und Geh. egierungsrat Gallo in Mainz; der Rote
Adlerorden 4. 'Aſſe: dem Regierungs= und Baurat
Mettegang in Sginz.
Staats=Afung für den höheren Finanzdienſt.
Die ſchrif, iche Staatsprüfung für den
höheren Finanzdienſt findet am 2. April d. Js.
und an den Algenden Tagen von vormittags 9 Uhr an
in einem nr näher zu bezeichnenden Prüfungszimmer
ſtatt. Geſ. je um Zulaſſung zu dieſer Prüfung ſind
unter Vercadung eines Eingabeſtempels von 1,50 M.
bei Großk früfungskommiſſion für den höheren Finanz=
dienſt
zu Harmſtadt bis zum 22. März d. Js. einzu=
reichen
.
g. Krafkammer. Der 41jährige Taglöhner Jakob
Geye IIII. aus Lampertheim wurde geſtern von der
Strafk,mer wegen Verbrechens nach § 173 des Straf=
geſetzhehes
zu drei Jahren Zuchthaus und fünf
Jahre7 Ehrverluſt verurteilt Der Küfermeiſter Karl
Eck el. aus Fiſchweier erhielt vom Feldgericht Heppen=
heim
degen Feldfrevels eine Geldſtrafe von
20 Kark. Der mit ihm in Feindſchaft lebende Zeuge
Siefried hatte im Auguſt vorigen Jahres, morgens halb
5 Ur, beobachtet, wie der Angeklagte von einigen an der
Chuſſee ſtehenden Apfelbäumen Aepfel ſchüttelte und dann
dolit verſchwand. Er benachrichtigte die Gendarmerie,
d bei dem Angeklagten etwa 20 Pfund Aepfel vorfand
rch mußte der Gendarm auch feſtſtellen, daß die Angabe
es Eck, die Aepfel ſeien von ſeinem Baum, glaubwürdig
rſcheinen kann, denn ein Baum derſelben Sorte befindet
lich tatſächlich im Garten des Eck. Auf Grund der be=
(ſtimmten Ausſagen des Zeugen Siegfried wurde er jedoch
zu der erwähnten Geldſtrafe verurteilt. Er ſowie der An=
klagevertreter
legten gegen das Urteil Berufung ein. Der
Staatsanwalt beantragte eine Erhöhung der Strafe auf
50 Mark. Die Strafkammer beſtätigte das erſtinſtanzliche
Urteil und verwarf die beiden Berufungen.

Otto Ludwig.

Zu des Dichters 100jährigem Geburtstage
1813 12. Februar 1913.
Von R. Felſenegg.

(Nachdruck verboten.)

Jenen unglücklichen Dichtern, deren wir nicht ohne
ſtille Wehmut gedenken, wenn wir erwägen, welch reiche
Spenden wir ihrer Muſe noch hätten verdanken können,
wenn ihnen nicht ein hartes Geſchick allzufrüh durch un=
heilbare
Krankheit das Wirken im Dienſte der hohen
Göttin unmöglich gemacht hätte, einem Lenau, Hölderlin
u. a., reiht ſich der Thüringer Dramatiker Otto Ludwig
an, den eine grauſame Krankheit auf ein Jahrzehnte wäh=
rendes
Siechbett niederwarf, ehe der Erlöſer Tod ihm die
ſchaffensfrohe Feder aus der müden Hand nahm. Gleich=
wohl
gehört Ludwig zu den erfolgreichſten neueren Dich=
tern
, der nicht nur durch eine Anzahl noch heute gern ge=
ſpielter
Dramen (Der Erbförſter, Die Makkabäer
u. a.), ſondern auch durch ſeine dem Leben abgelauſchten
packenden Erzählungen und Novellen, namentlich aus
ſeiner Thüringer Heimat, ſich ein dankbares Publikum ge=
ſchaffen
hat. Sein Leben mutet ſelbſt wie eine ergreifende
Tragödie an, zumal wenn wir ſehen, wie der Genius trotz
ungünſtigſter äußerer Verhältniſſe und Widerwärtigkeiten
aller Art ſich endlich ſeinen Weg bahnte, dann aber, auf
dem Wege zu lichteſten Höhen, durch das tückiſche Verhäng=
nis
am Sonnenfluge gehindert ward
Otto Ludwig war als der Sohn eines Stadtſyndikus
in dem meiningenſchen Städtchen Eisfeld am 12. Februar
1813 geboren. Der geweckte Knabe, der den erſten Unter=
richt
im Elternhauſe genoß, galt ſchon im 4. Lebensjahre
als ſogenanntes Wunderkind und offenbarte bereits mit
8 Jahren poetiſches Talent. Auch muſikaliſch war er gut
veranlagt. Nach dem Beſuche der Stadtſchule bezog der
Knabe, 12 Jahre alt, das Gymnaſium in Hildburghauſen,
wo ihn ein Oheim nach des Vaters Tode in ſein Haus
aufgenommen hatte. Dieſe Gunſt ſollte ihm aber zum
Verhängniſſe werden. Denn der Oheim, der ſich vom
praktiſch=geſchäftlichen Standpunkte leiten ließ und für die
künſtleriſchen Neigungen und Anlagen ſeines Neſſen
offenbar wenig Verſtändnis übrig hatte, nahm ihn (1832)
in ſein Geſchäft. Und ſo ſehen wir eine neue Auf=
lage
von Pegaſus im Joche den phantaſiebegabten,
talentvollen jungen Dichter bis zum Jahre 1839 tagsüber
hinter dem Ladentiſche ein freudenloſes Jammerleben
führen, während er die Nächte mit poetiſchen und muſi=

kaliſchen Studien zubrachte! Durch dieſe UeberanſF'g=
ung
, die ihn um die gerade in dieſem Alter ſoFige
Nachtruhe brachte und ſein Nervenſyſtem aufs höch Jan=
ſpannte
, legte er den Grund zu jener ſchmerzvollen Lank=
heit
, die ihn 35 lange Jahre peinigte und von derſi erſt
der Tod erlöſte. Eine Frucht dieſer nächtlichen, Deiten
waren die Kompoſitionen der Goetheſchen Ballg,) Die
er die
wandelnde Glocke und Der Totentanz durch,
Aufmerkſamkeit des Kapellmeiſters Gruus in Miningen
erregte. Dieſer verwandte ſich für den jund Kompo=
niſten
beim Herzoge, der es jenem ermöglichtt Leipzig
Studien
unter Mendelsſohn=Bartholdy ſeine muſikaliß,
zu vollenden (1839). Aber bald ſtellte es ſig Fraus, daß
trotz größter Fortſchritte, die zu den ſchönſt Hoffnungen
berechtigten, die Muſik nicht das Feld wa’uf dem ſich
Ludwig berufsmäßig betätigen konnte. eine Nerven
drohten gänzlich zu verſagen, und ſo entſ? ½ er ſich, die=
ſes
Gebiet zu verlaſſen und ſich ausſchlzgch der Poeſie
zu widmen. Nach verſchiedenen Kreuz=/ Querfahrten,
die ihn u. a. auch nach Leipzig führten, Der akademiſche
Vorleſungen hörte, ließ er ſich im Jah=50 dauernd in
Dresden nieder. Kleinere dramatiſche Feiten hatten die
Aufmerkſamkeit Eduard Devrients, d' berühmten Dar=
ſtellers
und Leiters der Dresdener’fbühne, auf ihn
gelenkt. Im Jahre 1852 entſtand ſc½, Erbförſter ſein
erſtes größeres Drama, das auf faſllen bedeutenderen
Bühnen zur Aufführung gelangte. * iſt ein höchſt ſelt=
ſames
Stück, deſſen Fabel an Miel Kohlhaas von
H. v. Kleiſt erinnert. Ein Förſter, ße wacker ſeines Am=
tes
waltet und mit ſeinem Gutshez einen kleinen Streit
hatte, bildet ſich ein, er könne nisals entlaſſen werden,
weil ſeit undenklichen Zeiten daglmt in ſeiner Familie
gewiſſermaßen erblich geweſenk. Auf Befragen erklärt
ihm ein Anwalt, daß er ſich hieſ einem ſchweren Fertum
befinde. Dadurch gerät der För vollends außer ſich, und
es entwickeln ſich nun Konfliktliber Konflikte, die ihren
Höhepunkt erreichen, als der Oſter, der den Sohn ſeines
Feindes erſchießen will, ſein= igene Tochter tötet! Die
Tragödie hat etwas Unheim'les, Folterndes; gleichwohl
muß man ſagen, daß dieTſtalten aus dem Leben ge=
griffen
ſind und Fleiſch un alut haben. Noch mehr gilt
letzteres von ſeinen Meelläern (1854), in denen das
religiöſe Leben des j'Asen Volkes während dieſer
Heldenzeit zu ergreifen?? Ausdruck kommt. Die einzel=
nen
Perſonen, die im zilpfe gegen die ſyriſchen Unter=
drücker
auftreten, ſind Zylarkiger Kraft gezeichnet: ihres
Sieges, wenn auch Jenſeits, gewiß, erdulden ſie
glaübensfroh den greſoben Märthrertod. Das Stück iſt
reich an tiefergreifeng, Szenen, zwiſchen denen ſich frei=

lich wieder ſolche finden, denen man das Matte und
Skizzenhafte auf den erſten Blick anmerkt. Uebrigens
gründete ſich der Dichter auch in Dresden einen eigenen
Hausſtand indem er ſich (1852) mit einer Meißener Dame
(Emilie Winkler) vermählte. Gleichwohl zog er ſich durch
ſein folterndes Leiden gezwungen, von’ faſt allem Verkehr
zurück und beſchränkte ſeinen Umgang auf nur wenige
Freunde, die ihm ſeine trübe ausſichtsloſe Lage nach
Kräften zu erleichtern ſuchten. Ihnen iſt es auch zu dan=
ken
, daß dem Dichter, der vom Ertrag ſeiner Wecke nicht
im entfernteſten ſein Leben friſten konnte, mannigfache
Unterſtützungen zuteil wurden, daß er wenigſtens von
drückenden Nahrungsſorgen verſchont blieb. Am 25. Fe=
hruar
1865 erlöſte ihn, 52 Jahre alt, der Tod von ſeinen
mit bewundernswerter Geduld getragenen Leiden.
Es erübrigt noch, auf die ſonſtige dichteriſche Wirk=
ſamkeit
Ludwigs mit einigen Worten zurückzukommen.
Die Dramatiſierung der E. T. A Hoffmannſchen Novelle
Das Fräulein von Scudéry gehört einer früheren Zeit
an. Zahlreiche Dramenbruchſtücke wie Agnes Bernauer,
Marino Falieri Tiberius Gracchus u. a. zeugen da=
für
, daß der Dramatiker Ludwig, der in der letzten Zeit
ſeines dichteriſchen Schaffens durch den Novelliſten Lud=
wig
verdrängt worden war, noch mancherlei Taten hätte
vollbringen können, wenn das rauhe Geſchick nicht ſo un=
barmherzig
in dieſes ſchaffensfrohe Leben eingegriffen
hätte. Als Erzähler bekundete Ludwig ein gleich hervor=
ragendes
Talent Wir erwähnen vor allem die Geſchich=
ten
aus ſeiner Heimat Thüringer Naturen woraus er
die treffliche Novelle Die Heiterethei und ihr Widerſpiel
veröffentlichte (illuſtriert von Liebermann). Ein Meiſter=
werk
von pſychologiſcher Tiefe und reich an packenden
Momenten iſt die Erzählung Zwiſchen Himmel und
Erde Auch haben wir geiſtvolle Reflexionen von ihm,
die eine reiche Fundgrube äſthetiſcher Kenntniſſe ſind (aus
ſeinem Nachlaſſe Shakeſpeare=Studien). Seinen litera=
riſchen
Nachlaß mit ſachkundigen Einleitungen gab Heid=
rich
heraus während ſeine Tochter Cordelia ſpäter aus
ſeinem Nachlaſſe Gedanken veröffentlichte. Eine beſon=
ders
reiche und wertvolle Ausgabe ſeiner Werke (6 Bände)
iſt die von Adolf Stern und Erich Schmidt. Indes wird
nur der Fachgelehrte und Literaturkundige nach ſolchen
Sammelwerken greifen. Unſerem Volke hat der Dichter
in ſeinen oben erwähnten Dramen und Erzählungen das
Beſte und Reifſte geboten, was ihm in der ihm ſo karg be=
meſſenen
Friſt frohmütigen Schaffens gelungen iſt. Und
das genügt vollauf, ihm den Namen eines begnadeten
Dichters auch für die Zukunſt zu ſichern.

[ ][  ][ ]

Nummer 36.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Februar 1913.

Seire 3.

Die 8. ordentliche evangeliſche Landesſynode wird
ihre 19. Sitzung im Synodalgebäude zu Darmſtadt am
25. Februar 1913, vormittags 10 Uhr, mit folgender
Tagesordnung abhalten: 1. Eröffnung der Sitzung
und Gebet. 2. Anſprache und Mitteilungen des Präſiden=
ten
. 3. Verkündigung neuer Einläufe. 4. Berichtsanzei=
gen
. 5. Verpflichtung neu eingetretener Mitglieder. 6.
Wahlprüfungen. 7. Wahl eines zweiten Präſidenten (Geh.
Schulrat Schaub=Offenbach hat dies Amt niedergelegt)
8. Wahl eines Mitgliedes des Finanzausſchuſſes eventuel
eines Stellvertreters. 9 Beratung und Beſchlußfaſſung
über: 1. Eingabe des Deutſch=Evangeliſchen Frauenbun=
des
, Ortsgruppe Darmſtadt, ꝛc., Erweiterung der Frauen=
pflichten
und Rechte im kirchlichen Gemeindeleben betref=
fend
. 2. Anträge der Abgeordneten D. Herrmann und
Genoſſen und Walter, die Epiphaniaskollekte betreffend.
3. Antrag des Abgeordneten Marx, das Geſangbuch be=
treffend
. 4. Vorlage Großh. Oberkonſiſtoriums, die Auf=
löſung
der evangeliſchen Landpfarrei Offenbach und Bil=
dung
je einer Pfarrſtelle zu Bieber und Mühlheim betref=
fend
. 5. Vorlage Großh. Oberkonſiſtoriums, Nachforde=
rung
bezüglich der Rubrik 35 des Voranſchlags des Zen=
tralkirchenfonds
für 1910/14; hier die Gehaltsverhältniſſe
des Vereinsgeiſtlichen für Innere Miſſion betreffend.
* Ein parlamentariſcher Ausflug der Zweiten
Kammer iſt von ſeiten des Präſidenten vorgeſehen, und
zwar ſoll die Fahrt diesmal nach Oberheſſen gehen.
Vorläufig iſt der Beſuch der Grube Ludwigshoffnung mit
dem Elektrizitätswerk, ferner Saline und Bad Nauheim
mit den Kuranlagen, ſowie des großen Inheidener Waſ=
ſerwerkes
uſw. beabſichtigt. Wahrſcheinlich iſt aber auch,
daß diesmal der öſtliche Teil der Provinz, wie Büdingen
uſw., in den Bereich der Veranſtaltung gezogen wird.
Vom Großh. Hoftheater. Zur heutigen Aufführung
von Schwartz=Reimanns Operette Prima= Balle=
rina
die im Abonnement auf den Buchſtaben D) fällt,
gelten die kleinen Preiſe. Die Titelrolle ſingt Frau Jo=
ſephine
Becker als Gaſt. Beginn 7½ Uhr. Am
Donnerstag gelangt Webers Freiſchütz als 120.
Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe B 31, zur Aufführung.
Freitag geht neueinſtudiert Melchior Lengyels Schauſpiel
Taifun in teilweiſe neuer Beſetzung der Hauptrollen
als 121. Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe D 30, in
Szene. Es gelten die kleinen Preiſe. Samstag wird Karl
Rößlers erfolgreiches Luſtſpiel Die fünf Frank=
urter
für die Serie C wiederholt. Als Nachfeier von
Richard Wagners dreißigſtem Todestag wird am Sonntag
auf Allerhöchſten Befehl Der fliegende Hollän=
der
mit Kammerſänger Walter Soomer in der Titel=
partie
in vollkommener Neueinſtudierung und Neuinſze=
nierung
zur Aufführung gelangen. Das Abonnement iſt
an dieſem Abend aufgehoben, doch wurde den Abonnenten
eine Vergünſtigung in der Art eingeräumt, daß dieſelben
heute Mittwoch von 3½5 Uhr gegen Vorzeigung ihrer
Abonnementskarte einen Platz der gleichen Sitzkategorie
zu kleinen Preiſen an der Hoftheaterkaſſe beziehen können.
Der allgemeine Kartenverkauf beginnt am Donnerstag an
der Hoftheaterkaſſe und im Verkehrsbureau zu gewöhnlichen
Preiſen.
Techniſche Hochſchule. Profeſſor Dr. J. Koll=
mann
von der Techniſchen Hochſchule Dresden tritt
mit dem 1. April in den Lehrkörper der Techniſchen
Hochſchule in Darmſtadt über, um Vorleſungen und
Uebungen aus den Grenzgebieten zwiſchen techniſcher
Arbeit, Wirtſchaftslehre und Rechtskunde zu halten.
Geſetzliche Geſellenprüfungen des Ortsgewerbe=
vereins
Darmſtadt. Bei Anmeldung zur Ge=
ſellenprüfung
iſt neben den anderen Nachweiſen
auch die Vorlage des Lehrvertrags erforderlich. Dem
Geſuche ſind außer dem Lehrvertrag beizulegen; ein
kurzer, eigenhändig geſchriebener Lebenslauf des Lehrlings,
ein Lehrzeugnis, ſowie ein Zeugnis über den Beſuch
einer Fortbildungs=, Fach= oder Gewerbeſchule. Das
Lehrzeugnis muß Angaben über das Gewerbe, in dem
der Lehrling unterwieſen worden iſt, über die Dauer der
Lehrzeit, über die während derſelben erworbenen Kennt=
niſſe
und Fähigkeiten, ſowie das Betragen des Lehr=
lings
enthalten. Alle Zeugniſſe und Beſcheinigungen
müſſen bei den Prüfungsakten bleiben und tun die
Prüflinge daher gut, dieſe in beglaubigten Abſchriften
einzureichen. Meldeſchluß iſt der 1. März 1913. Nähere
Auskunft erteilt der Vorſitzende, Herr Hofſpenglermeiſter
V. Eberhard, Nieder=Ramſtädterſtraße 11.
V. V. Adreßbuchaustauſch. Wie ſchon ſeit Jahren,
hat der Verkehrsverein auch in dieſem Jahre wieder
einen Adreßbuchaustauſch mit anderen Städten vorge=
nommen
und liegen zur Zeit ca. 30 Adreßbücher zur
inſicht im Verkehrsbureau offen. Die dem Verein zum
Austauſch zur Verfügung ſtehenden Adreßbücher reichen
jedoch bei weitem nicht aus, allen Wünſchen entſprechen
zu können und wäre der Verein daher für weitere un=
entgeltliche
Ueberlaſſung von Adreßbüchern von 1912
ſehr dankbar.
Ausſtellung. Man ſchreibt uns: Die Hofkunſt=
handlung
Hermann Sonnthal, Eliſabethenſtraße, bringt
gegenwärtig eine Serie Original=Gemälde zur Ausſtel=

lung. Der größere Teil ſind vortreffliche Arbeiten von
V. Heller=Spieß, München, einer Künſtlerin, welche in den
letzten Jahren auf allen größeren Ausſtellungen ſtets mit
beſtem Erfolge vertreten war. Ihre Spezialität ſind Still=
leben
und Blumenſtücke, welche außerordentlich flott und
lebenswahr wiedergegeben ſind, das gleiche läßt ſich auch
von den übrigen Bildern, einem Fiſchſtilleben, ſowie drei
Blumenſtücken von R. Ehrhardt und E. Maxer behaupten,
welch' letztere erſt kürzlich durch Verkauf eines Gemäldes
an den Prinz=Regenten von Bayern ausgezeichnet wurde,
Verein Großh. Geometer II Klaſſe. Man ſchreibt
uns verſpätet: Der Verein Großh. Heſſiſcher
Geometer II. Klaſſe hielt am Sonntag im Kaiſer=
ſaal
zu Darmſtadt eine außerordentliche Haupt=
verſammlung
ab, die von etwa 140 Mitgliedern und
mehreren Landtagsabgeordneten beſucht war. Dieſelbe
befaßte ſich in erſter Linie mit den äußerſt ungünſtigen
Anſtellungsverhältniſſen, ſowie der Nichteinreihung in die
Gehaltsklaſſe der mittleren techniſchen Beamten. Auch die
vollſtändig unzulänglichen Gebühren der Privatgeometer
II. Klaſſe waren Gegenſtand der Beſprechung: ebenſo die
Einreihung in die Angeſtelltenverſicherung, da hiermit
dargetan iſt, daß die Geometer II. Klaſſe nicht als An=
wärter
für den Staatsdienſt in Betracht kommen. Nachdem
die Referate über die einzelnen Punkte von den verſchie=
denen
Rednern erſtattet waren, nahmen die Herren Land=
tagsabgeordneten
Dr. Oſann und Henrich das Wort
und verſicherten, die nach Lage der Sache wohlberechtigten
Wünſche der Geometer II. Klaſſe eingehend prüfen zu
wollen. Zum Schluſſe wurde folgende Reſolution
gefaßt: Die heute im Kaiſerſaal zu Darmſtadt tagende,
von ca. 140 Mitgliedern beſuchte außerordentliche Haupt=
verſammlung
des Vereins Großh. Heſſiſcher Geometer
II. Klaſſe hegt zu den geſetzgebenden Körperſchaften das
feſte Vertrauen, daß ihre ſchon ſeit Jahren vorgebrachten
Wünſche um Vermehrung der definitiven Stellen und Ge=
währung
der Anwartſchaft auf ſolche, Einreihung in die
Gehaltsklaſſe der mittleren techniſchen Beamten, ſowie Er=
höhung
der Gebühren der Privatgeometer II. Klaſſe end=
lich
in Erfüllung gehen mögen.
nn. Bezirksverein Südoſt. Der Bezirksverein
Südoſt hielt am Montag abend ſeine ordentliche
Hauptverſammlung im Saale der Reſtauration
Rehberger ab, zu der auch eine Anzahl Stadtverord=
nete
, ſowie der Vorſitzende der Vereinigten Bezirksvereine
Herr Sanitätsrat Dr. Kolb erſchienen waren. Der Vor=
ſitzende
, Herr Bäckermeiſter Finger erſtattete den Ge=
chaftsbericht
über das Vereinsjahr. In zahlreichen
Vorſtandsſitzungen wurden die Geſchäfte des Vereins er=
edigt
und insbeſondere die Durchführung der Teichhaus=
ſtraße
zum Schwimmbadplatz ſowie die Durchführung der
Wieners= und Gervinusſtraße eifrig betrieben. Ebenſo
wurde die Regelung des Bauquartiers ſüdlich der Hein=
richſtraße
und dem Friedhof bei der Stadtverwaltung an=
geregt
. Die Stiftung einer Uhr auf dem Platz am Fried=
hof
wurde mit Dank entgegengenommen. Die Frage der
Ermäßigung des Waſſergeldes, die Garten=
ſtadtbewegung
ſowie die Gaspreisfrage wurde in
Beſprechung gezogen. Die Zahl der Mitglieder iſt auf
301 geſtiegen. Nach dem Kaſſenbericht des Rechners,
Herrn K. Schwarz, betragen die Einnahmen 294 M.,
die Ausgaben 224 M. Das Vereinsvermögen beträgt
1694,24 M. Nach dem Beſchluß, dem Verkehrsverein für
1913 30 M. zu überweiſen und an dem Feſthaus= Unter=
nehmen
ſich zu beteiligen, wurde dem Rechner Entlaſtung
erteilt. Bei der Vorſtandswahl wurde Herr Finger
einſtimmig wiedergewählt. Die ausgeſchiedenen Vor=
ſtandsmitglieder
wurden durch Zuruf wiedergewählt. Als
Delegierte in den Vorſtand der vereinigten Bezirksvereine
wurden die Herren Bormet, Finger und Säng ernannt.
Eine längere Beſprechung veranlaßte die Gaspreis=
frage
, dieHerabſetzung desGaspreiſees und die Verſchlech=
terung
des Gaſes, ſowie die Verunreinigung des Ge=
brauchswaſſers
an der Hochzone und die Waſſergeldfrage.
Es wurde beſchloſſen, insbeſondere in der Waſſerfrage,
bei der Stadtverwaltung vorſtellig zu werden. Bei Be=
ſprechung
der in Ausſicht ſtehenden Schulhausbauten uſw.
beantragt Stadtverordneter Henrich, die Stadtverwaltung
zu erſuchen, jede Erweiterung der Betriebswerkſtätten am
Böllenfalltor, die eine dauernde Vergrößerung des Werk=
ſtättenbetriebes
nötig macht, abzulehnen. Der Antrag fand
einſtimmige Annahme. Eine längere Beſprechung veran=
laßte
noch die Durchführung der Teichhausſtraße, deren Er=
öffnung
bald in Ausſicht ſteht.
nn. Verein für das Deutſchtum im Auslande. Unter
dem Vorſitz des Herrn Geh. Schulrat Prof. Dr. Schweis=
gut
fand Montag abend im Saale der Vereinigten Geſell=
ſchaft
die Hauptverſammlung des Vereins für
das Deutſchtum im Ausland (Allg. Deutſcher
Schulverein, Ortsgruppe Darmſtadt) ſtatt. Aus dem Ge=
ſchäftsbericht
des Vorſitzenden für 1912 war zu ent=
nehmen
, daß der Verteidigungskampf für die Erhaltung
deutſcher Sprache und Volksart an den Sprachengrenzen
mit Energie und Eifer gepflegt wurde. Auch in dieſem
Jahre wurden für die Weihnachtsbeſcherungen der Kinder

in den Schutzgebieten 652 Mark, darunter 400 Mark nach
Tirol geſandt. Nach dem Kaſſenbericht des Schatzmeiſters
H. Ramdohr betragen die Einnahmen 1281 Mark, die
Ausgaben 1269 Mark. Die Mitgliederzahl beträgt zur=
zeit
323 gegen 355 im Vorjahr. Der Bankbeſtand beträgt
823,25 Mark. Ueber die Verwendung der vorhandenen
Mittel wurde wie folgt beſchloſſen: An den Hauptvor=
ſtand
Berlin 1000 Mark, dem Verein für Verarmung und
Bettelei 100 Mark, den Stipendienfonds 500 Mark, an=
die
Akademiſche Ortsgruppe 178 Mark und an die deutſche
Schule in Rio Grande do Sul durch den Hauptverein
100 Mark zu überweiſen. Dem Schatzmeiſter wurde Ent=
laſtung
erteilt. Bei der Vorſtandswahl wurde Herr Ge=
heimerat
Dr. Schweisgut wieder zum Vorſitzenden und
die übrigen Vorſtandsmitglieder wiedergewählt. Neu hin=
zugewählt
wurde Herr Gottwald.
3
Inſtrumental=Verein. Es ſei nochmals auf das
heute Mittwoch im Saalbau ſtattfindende 3. Konzert
in dieſem Winter aufmerkſam gemacht. Die Soliſtin des
Abends Fräulein Johanna M. E. Schot aus Berlin
ſingt außer der Arie =Ah! se tu dormie mit Orcheſter=
begleitung
von Vaccaj Von ewiger Liebe und Weit
über das Feld von Brahms, ſowie Der Sand=
und Frühlingsnacht von
mann, Zum Schluß
Schumann. An Orcheſterwerken gelangen zur Auf=
führung
: =L'Arlésiennes von Bizet, zwei elegiſche
Melodien (Herzwunden und Der Frühling) für
Streichorcheſter von Grieg und das grandioſe =Capriccio
ltaliens für großes Orcheſter von Tſchaikowski. Der
Kartenverkauf findet in der Hofmuſikalienhandlung von
Heinrich Arnold, Wilhelminenſtraße 9, und abends an
der Kaſſe ſtatt.
Kaufm. Sten.=Geſellſchaft Gabelsberger. Man
chreibt uns: Stenographie und Schreibmaſchine gehören
beinahe untrennbar zuſammen. Soll die Arbeitskraft
des Maſchinenſchreibers und die Leiſtungsfähigkeit der
Maſchine völlig ausgenützt werden, ſo kann man die
Mithilfe der Kurzſchrift dabei nicht umgehen. Die
Kaufmänniſche Stenographen=Geſellſchaft Gabelsberger
eröffnet, wie aus dem Anzeigeteil unſeres Blattes er=
ſichtlich
, am Freitag, den 14. und Dienstag,
den 18. Februar, neue Kurſe in der Gabelsbergerſchen
Stenographie und im Maſchinenſchreiben. Die Kurſe er=
folgen
unter bewährter Leitung mit Gründlichkeit in
den neuen Unterrichtsräumen der Geſellſchaft, Mathilben=
platz
8.
Schadenserſatzverpflichtung des Handwerkers. In
einer Zeit, in der die Schadensfälle immer mehr zuneh=
men
und die Geſchädigten immer weniger ſich ſelbſt als
die Verurſacher des Schadens betrachten, müſſen die Per=
onen
, die meiſtens als Verpflichtete herangezogen wer=
den
, Hausbeſitzer, Gewerbetreibende uſw., mit den ein=
ſchlägigen
Geſetzesbeſtimmungen vertraut gemacht wer=
den
. An Hand der wichtigſten neueſten Entſcheidungen
des Reichsgerichts und der Oberlandesgerichte wird Herr
Rechtsanwalt Geißner in ſeinem am Freitag abend
im Ortsgewerbeverein ſtattfindenden Vortrag
die Grundfragen der Schadenshaftung aus=
führlich
beſprechen und gerade durch die Heranziehung
der Fälle aus der Praxis für viele eine willkommene Ge=
legenheit
bieten, ſich von neuem über dieſe Fragen zu
unterrichten
Kaufmannsdeutſch. Man ſchreibt uns: Die Ge=
ſchäftsſprache
mußte in den letzten Jahrzehnten oft Spott
und Tadel über ſich ergehen laſſen. Wunderliche Verſtöße
gegen guten Satzbau, ſchwülſtige Geziertheit, Ueberladung
mit Fremdwörtern gelten als Merkmale unſerer kauf=
männiſchen
Ausdrucksweiſe. Ob dieſe Vorwürfe richtig
ſind, wird ein Fachmann auf dieſem Gebiete, Herr K.
Lettenbaur, der über eine umfangreiche Erfahrung
verfügt, nächſten Montag im Fürſtenſaale er=
örtern
. Dieſe Veranſtaltung (bei freiem Eintritt) ſei allen,
die es angeht, warm empfohlen. (Siehe Anzeige.)
* Vom Roten Kreuz. Wir werden erſucht, mitzuteilen=
daß
der in dem geſtrigen Bericht erwähnte Frauenchor
unter Leitung von Frl. Lili Keil nicht Frau Keil
ſtand.
Odenwaldklub, Ortsgruppe Darmſtadt. Infolge
Erkrankung des Herrn Geheimen Baurat Prof. Wickop
muß der auf Freitag anberaumte Vortrag über Die
Baudenkmäler Wimpfens ausfallen.
Der Odenwaldklub Frankonia hielt im feenhaft
dekorierten Kaiſerſaal ſeinen Maskenball ab. Die
originellſten Masken hatten ſich eingefunden und ent=
ſtand
in dem faſt überfüllten Saale bald ein gar
luſtiges und buntes Maskentreiben, an dem auch die
Nichtmaskierten und die Aelteren ihre Freude finden
konnten. Nur allzufrüh ließ die Kapelle der 25er ihre
fröhliche Muſik verſtummen.
§ Naturalverpflegungsſtation. Während des Jahres
1912 wurde die Hilfe der hieſigen Naturalverpflegungs=
ſtation
von 3765 mittelloſen Durchreiſenden in Anſpruch
genommen, und ſind hierdurch 3225 Mark Verpflegungs=
koſten
entſtanden. Im Jahre 1911 wurden 3810 (oder
mehr 45) Perſonen unterſtützt, welche einen Koſtenauf=

Konzerte.

* Mar Reger trat am Montag abend im
Richard Wagner=Verein mit einem populären
Programm vor das Konzertpublikum, d. h. nur das Pro=
gramm
war populär, nicht die Ausführung; denn unter
den Händen Meiſter Regers und ſeiner berühmten Kapelle
wird alles zur Kunſt, zu höchſter Kunſt. Ja, es gehört im
Grunde ein viel größerer Mut und größeres Selbſtver=
trauen
dazu, das allgemein Verſtändliche zur Kunſt zu
erheben und den Kampf mit der Trivialität aufzunehmen,
als ſich im Außergewöhnlichen als Künſtler zu zeigen.
Als ein Univerſitätsprofeſſor einmal eine Vorleſung über
Schillers Leben und Werke angekündigt hatte und ihm
vorgehalten wurde, daß das Thema trivial ſei, entgegnete
er ſtolz, der Vorwurf reize ihn gerade, denn er könne nie=
mals
trivial werden.
Wie hätte man ſich zum Beiſpiel an den mit vollende=
ter
Meiſterſchaft, rauſchender Klangpracht und hinreißen=
dem
Temperament geſpielten ungariſchen Tänzen von
Brahms und der Ouvertüre zu Nicolais Luſtigen Wei=
bern
, in deren wundervollen Klangſchattierungen ſich der
ganze Zauber einer romantiſchen Mondſcheinnacht wider=
ſpiegelte
, nicht ebenſo erbauen und eines reinen Kunſt=
genuſſes
teilhaftig werden ſollen, wie bei einer Beethoven=
ſchen
Sinfonie? Die zu höchſter Kunſt ausgebildete Be=
handlung
der Einzelinſtrumente, die Feinheit und der
Reichtum der Tonnüancierung, die Wunder der Klang=
effekte
und das muſtergültige Zuſammenſpiel kamen an
dieſem Abend vielleicht noch mehr als ſonſt zum Bewußt=
ſein
der Zuhörer.
Außer den genannten Stücken ſpielte die Kapelle noch:
Ouvertüre zu Figaros Hochzeit, Zwiſchenakts= und Bal=
lettmuſik
aus Schuberts Roſamunde, Webers Aufforder=
ung
zum Tanz, zwei Walzer von Strauß (Donauwalzer
und Künſtlerleben) und Römiſcher Karneval von Hector

Berlioz. Daß Max Reger in ſeiner Auffaſſung von der
des Wieners Eduard Strauß abweicht und nicht eine
bloße Kopie von ihm ſein will, iſt begreiflich, wenn jene
Auffaſſung auch populärer ſein mag. Von der glänzend
geſpielten Schlußnummer ging die ganze berauſchende und
faſzinierende Wirkung aus, deren die muſtergültig diſzi=
plinierte
Kapelle fähig iſt.
Das Publikum ſpendete begeiſterten Beifall. Daß
das Konzertpublikum des Richard Wagner=Vereins aber
die Aufforderung zum Tanz nicht kennt und nach dem
Beiſpiel eines Sommerkonzertpublikums vor Beendigung
des Stückes Beifall klatſchte, war niederſchmetternd.

Feuilleton.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.

* Der Neubau der Königlichen Oper in
Berlin. Die Budgetkommiſſion des preußiſchen Abge=
ordnetenhauſes
nahm einſtimmig folgenden Antrag
an: 1. Bei der Aufſtellung des ausführlichen Entwurfs
für einen Neubau des Königlichen Opernhauſes in Berlin
ſind die Ergebniſſe aus ſämtlichen neuerlichen Ideen:
Wettbewerben für ein Königliches Opernhaus, ins=
beſondere
diejenigen Ideeſkizzen zu berückſichtigen, die in
den Gutachten der Akademie des Bauweſens vom 26. No=
vember
1912 durch namentliche Hervorhebung der Bau=
künſtler
als bemerkenswerte gekennzeichnet ſind. Die
Kommiſſion empfiehlt, bei der Aufſtellung des Bauent=
wurfs
einen freien Künſtler zur Mitarbeit heranzuziehen.
2. Die Staatsregierung wolle darauf Bedacht nehmen, daß
für die ſtädtebauliche Geſtaltung des Königsplatzes ein
allgemeiner Wettbewerb der Künſtler=
ſchaft
ausgeſchrieben werde.
* Der Untergang der Scottſchen Süd=
volervedition
. Nach einer Depeſche des Globe aus

Neuſeeland erreichte Kapitän Scott den Südpol am
18. Januar 1912. Auf der Rückkehr zur Baſis wurde die
Expedition durch einen Schneeſturm verſchüttet. Kapitän
Sott und ſeine Begleiter kamen um. Zu dem Unter=
gange
der Scottſchen Expedition läßt ſich die Voſſiſche
Zeitung noch aus London melden: Das Expeditionsſchiff
Terranova kam am Sonntag mit der Hiobspoſt einen
Monat früher als geplant war, in Omeru in Neuſeeland
an. Scott hatte die Abſicht, mit 15 Gefährten das Haupt=
lager
zum letzten Vorſtoß nach dem Pol zu verlegen. Von
dieſem ſollten drei Gruppen zu je vier Mann in beſtimm=
ten
Abſtänden vor Erreichung des Pols zurückkehren
Wenn dieſes Programm eingehalten wurde, wären vier
Menſchenleben verloren. Frau Scott befindet ſich auf
hoher See zwiſchen San Francisco und Wellington auf
dem Wege nach Neu=Seeland wo ſie ihren Gatten treffen
wollte. Dem Berliner Lokal=Anzeiger wird über Lon=
don
aus New=York gemeldet: Man fand an Kapitän
Scotts Leiche Aufzeichnungen, wonach er am 18. Januar
1912 Kapitän Amundſens norwegiſche Flagge
auf dem Südpol fand. Auf eine Mitteilung der
Königlich Geographiſchen Geſellſchaft in London, in der
dem König von England der Tod des Kapitäns
Scott und fünf ſeiner Begleiter bekannt gegeben wurde,
ſandte der König folgende Antwort: Ich bin tief betrübt,
über die ſchlimme Nachricht, die Sie mir von dem Verluſt
des Kapitäns Scotts und fünf ſeiner Begleiter gegeben
haben, gerade als wir hofften, Sie binnen kurzem nach
ihrer Rückkehr von ihrer großen und ſchwierigen Unter=
nehmung
in der Heimat willkommen heißen zu können
Ich drücke der Königlich Geographiſchen Geſellſchaft mein
herzlichſtes Beileid aus über den Verluſt, der die Wiſſen=
ſchaft
und die Forſchung durch den Tod dieſer tapferen
Forſcher betroffen hat. Senden Sie mir bitte weitere
Einzelheiten. Georg.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Februar 1913.

Nummer 36.

wand von 3085 Mark (oder weniger 140 Mark) verurſach=
ten
. Der Staatsangehörigkeit nach verteilen ſich
die Stationsgäſte wie folgt: Preußen 1464, Bayern 781,
Königreich Sachſen 201, Württemberg 212, Baden 271,
Heſſen 249, Oldenburg 18, Mecklenburg=Schwerin 16,
Mecklenburg=Strelitz 3, Sachſen=Weimar 18, Anhalt=
Deſſau 19, Sachſen=Koburg=Gotha 13, Sachſen=Meiningen
12, Sachſen=Altenburg 13, Schaumburg=Lippe 2, Lippe=
Detmold, Schwarzburg=Rudolſtadt, Schwarzburg= Son=
dershauſen
, Reuß ältere Linie je 1, Reuß jüngere Linie 6,
Braunſchweig 17, Waldeck, Hamburg je 8, Lübeck 3, Bre=
men
10, Elſaß=Lothringen 64, England 3, Frankreich 14,
Rußland 4, Norwegen 2, Schweden 1, Dänemark 4,
Oeſterreich 205, Ungarn 14, Italien 3, Schweiz 88, Spa=
nien
4, Belgien 6, Holland 3, Luxemburg 7, Rumänien 1,
Serbien 2, Amerika 1. Den einzelnen Gewerben
nach verteilen ſich die Stationsgäſte: Bäcker 162, Barbiere
und Friſeure 22, Bildhauer 12, Bierbrauer 19, Buchbinder
36, Buchdrucker 21, Bürſtenmacher 9, Dachdecker 21, Dreher
und Drechſler 29. Färber 17, Feilenhauer 4, Former 52,
Fuhrleute und Kutſcher 20, Gärtner 65, Gerber 19, Glaſer
30, Gold= und Silberarbeiter 5, Gipſer 15, Handarbeiter
1486, Heizer 40, Inſtrumentenmacher 2, Kaminfeger 20
Kammacher 1, Kaufleute 31, Kellner 50, Keſſelſchmiede 18
Konditoren 12, Korbmacher 12, Kupferſchmiede 14, Küfer
8, Lithographen 10, Maler 111, Maurer 68, Metzger 121,
Mechaniker 22, Müller 27, Mützenmacher 11, Pfläſterer 3,
Photographen 4, Sattler und Portefeuiller 31, Schleifer
17, Schloſſer 240, Schmiede 77, Schneider 111, Schreiner
104, Schriftſetzer 29, Schuhmacher 102, Schweizer 59, Sei=
fenſieder
3, Seiler 7, Spengler 83, Steindrucker 22, Stein=
metzen
24, Tapezierer 34, Techniker 2, Töpfer 22, Uhrmacher
10, Vergolder 2, Wagner 62, Weber und Stricker 13, Weiß=
binder
31, Zigarrenmacher 8, Zimmerleute 21, Zinn=
gießer
2.
* Schlachtviehmarkt Darmſtadt. In der Woche vom
3. bis 8. Februar wurden 380 Schweine und 152 Kälber
aufgetrieben.
* Eine Seltenheit. Auf einem Teich in der Nähe des
Schlachthofes wurde geſtern ein kleines junges Teich=
huhn
, ſogen. Bläßhuhn, gefangen.
* Der erſte Darmſtädter Kino bringt ab Mittwoch
unter anderen; mit Erſtaufführungsrecht für Darmſtadt
einen ganz hkrvorragenden Schlager Der Flug des
Lebens ein Abentener in den Lüften. Derſelbe zeigt
die waghalſige Rettung der Tochter des Leuchtturmwäch=
ters
aus dem brennenden Leuchtturm mittels Flug=
maſchine
, eine der gewagteſten Leiſtungen. Auch das An=
ſchlußprogramm
, das unter anderem die herrlichen Natur=
aufnahmen
, wie die Jungfraubahn und eine Tigerjagd
in Indien zeigt, iſt erſtklaſſig und ganz hervorragend.
(Siehe Anzeige.
Reſidenztheater am weißen Turm. Das neue
Programm ab heute bringt den großen vaterlän=
diſchen
Film Die Königin Luiſe mit Frl. Arn=
ſtädt
vom Königl. Schauſpielhaus in Berlin in der Titel=
rolle
. Die äußerſt beifällige Aufnahme, welche der von
derſelben Firma herausgebrachte Film Theodor Körner
fand, hat die Firma veranlaßt, dieſen patriotiſchen
Film zu inſzenieren. Der Kaiſer hat genehmigt, daß
zu dieſer Aufnahme die in Frage kommenden Wagen
nebſt Pferden vom Königl. Obermarſtallamt zur Verfüg=
ung
geſtellt werden. Außerdem durften mit Bewilligung
der Königl. Hofgartendirektion die Familienſzenen auf
hiſtoriſchem Boden, der Pfaueninſel, aufgenommen wer=
den
. Um dieſen Film auch der Schülerwelt zu bieten,
veranſtaltet die Direktion heute nachmittag von 14 Uhr
Schülervorſtellungen zu ermäßigten Preiſen.
* Union=Theater (Kunſtlichtſpiele, Rheinſtr. 6). Eine
Neuerung unternimmt die Direktion mit den heute begin=
nenden
und auf drei Tage berechneten Sonder= Vor=
ſtellungen
, in denen das Drama Menſchen unter
Menſchen nach dem bekannten Roman von Viktor Hugo
zur Vorführung kommt. In dieſen Sonder=Vorſtellungen,
die jeden Abend ½9 Uhr ihren Anfang nehmen und bis
11 Uhr dauern, wird in 4 Serien und 9 Akten das Schick=
ſal
eines edlen Menſchen geſchildert, der ſelbſt unter den
ſchwerſten Schickſalsſchlägen nicht aufhörte, ſich ſelbſt und
der Menſchheit treu zu bleiben. Auch auf das intereſſante
Tagesprogramm ſei verwieſen, in dem u. a. das bekannte
Sudermannſche Schauſpiel Stein unter Steinen vor=
geführt
wird. (Siehe beſondere Anz.)
* American Bio. Ab heute vollſtändig neues Schla=
gerprogramm
: Die Königin von Saba orientaliſche Le=
gende
in zwei Akten, dargeſtellt von Künſtlern der Comédie
Francaiſe. Landſtreicher und Sträfling, hochſpannen=
des
amerikaniſches Drama. Der Ulk im Film und Max
und die Denkmals=Enthüllung ſind äußerſt humorvoll,
Verſuche mit mechaniſchen Schlitten ſehr intereſſante
Aufnahme der modernen Technik. (Siehe Anzeige.)
Brand. Am Montag abend gegen 12 Uhr iſt in
einer Schreinerwerkſtätte in der Sandbergſtraße ein
Brand ausgehrochen, welcher durch die herbeigerufene
Feuerwehrwache alsbald gelöſcht wurde. Der Schaden
iſt nicht bedeutend. Montag nacht 11 Uhr 35 Minuten
wurde der Feuerwache die Meldung: Feuer, Sandberg=
ſtraße
4
In der Schreinerwerkſtätte des Gg. Müller
iſt zum Trockenen ausgeſtelltes Holz in Brand geraten,
das Feuer hatte bis zur Ankunft der Feuerwehr ſchon

größere Ausdehnung angenommen, wurde aber unter
Verwendung einer Schlauchleitung in kurzer Zeit ab=
gelöſcht
, und ſo eine Weiterverbreitung des Feuers
verhindert.
§ Einbruch. In der Nacht zum Montag ſind aus
einer außerhalb der Stadt weſtlich der Heidelbergerſtraße
gelegenen Stallung mehrere Hühner und Tauben
geſtohlen und am Tatorte abgeſchlachtet worden.

Erbach, 11. Febr. Ein Streik der Diamant=
ſchleifer
währt hier und in der Umgegend nun ſchon
über ſieben Wochen. Es handelt ſich um zirka 5060 Dia=
mantſchleifer
der Firma Golde=Lauerbach, die aus=
ſtändig
geworden ſind, weil genannte Firma ſtatt dem ſeit=
herigen
hohen Konjunkturtarif den im Tarifvertrage auch
vorgeſehenen Minimaltarif einführen wollte, der in Gül=
tigkeit
zu treten hat, wenn das Diamantgeſchäft langſamer
geht. Die Firma ſah ſich durch die ſchlechte Geſchäftslage
genötigt, zum Minimaltarif zu greifen! Nach dieſem
der ſich zum höheren Konjunkturtarif wie 4 zu 5 verhält
verdienen aber gewandte Arbeiter immer noch 40 bis
45 Mark die Woche.
Klein=Steinheim, 11. Febr. Das vom Mühlheimer
Konſumverein in unſerem Orte errichtete Filialgebäude
wurde nachts in Brand zu ſtecken verſucht. Die
Täter hatten die Jalouſien mit Petroleum begoſ=
ſen
und in Brand geſteckt. Das Feuer konnte jedoch von
Paſſanten gelöſcht werden. Auf die Ergreifung der Täter
hat der Konſumverein eine Belohnung von 50 Mark aus=
geſetzt
. Am Sonntag ſtürzte beim Spiel der Mühlhei=
mer
Spieler Jakob Dudnee plötzlich zuſammen. Der ſo=
fort
herbeigerufene Arzt Dr. Runkel (Klein=Steinheim)
konnte nur noch den durch Herzſchlag eingetrete=
nen
Tod konſtatieren. Er ſtellte eine hochgradige links=
ſeitige
Lungenerweiterung feſt. Der Verſtorbene war vor=
her
ſchon viermal beim Spiel zuſammengeſtürzt, ſo daß es
verwunderlich erſcheint, daß er ſich die Anſtrengungen des
Spieles noch weiter zutraute.
Mainz, 11. Febr. Die Rekrutenbeſichtigun=
gen
des 1. Naſſ. Inf.=Regts. Nr. 87 finden in dieſer
Woche ſtatt, und zwar in den erſten drei Tagen der Woche
die Beſichtigung im Turnen und Exerzieren und im Unter=
richt
; in den übrigen Tagen der Woche ſchließt ſich die
Geländebeſichtigung an. Die Infanterie=Regimenter Nr.
87 und 88 begeben ſich am 23. Mai zum Regimentsexerzie=
ren
nach dem Truppenübungsplatz bei Darm=
ſtadt
, auf dem vom 25. Mai bis 5. Juni das Brigade=
exerzieren
ſtattfindet. Der Weg nach dem Uebungsplatze
wird von den hieſigen Truppenteilen zu Fuß über Groß=
Gerau zurückgelegt, während das 2. Bataillon des Inf.=
Regts. Nr. 88 von Hanau mit der Bahn befördert wird.
** Worms, 11. Febr. Das zum 70. Geburtstage
Frhrn. von Heyls geſandte Glückwunſchtelegramm
des Großherzogs lautete: Ich ſende Ihnen meine aller=
herzlichſten
Glückwünſche zum heutigen Tage. Meine Frau
ſchließt ſich mit an. Ernſt Ludwig. Der König von
Württemberg telegraphierte: Zum heutigen Tage
möchten die Königin und ich Ihnen unſere wärmſten und
herzlichſten Glückwünſche ausſprechen. Wilhelm. Das
Glückwunſchtelegramm des deutſchen Kronprinzen
lautete: Euer Exzellenz ſpreche ich zum 70. Geburtstage
meine aufrichtigſtenGlückwünſche aus. Wilhelm, Kronprinz.
Für die älteren Arbeiter und deren Frauen wurden
zwei Feſtvorſtellungen im ſtädtiſchen Spiel= und
Feſthaus mit Kleiſts vaterländiſchem Schauſpiel: Der
Prinz von Homburg gegeben. Die Beſucher der Nach=
mittagsvorſtellung
erhielten einen Barbetrag zu einem
Eſſen, während die Beſucher der Abendvorſtellung an dem
Abendeſſen im großen Feſthausſaale und im
Worretſchen Saale teilnahmen. Im Vereinshauſe der
Fabrik begann um 2½ Uhr eine feſtliche Ver=
anſtaltung
für die jugendlichen Arbeiter und Arbeiterin=
nen
, die mit Kaffee und Kuchen, ſpäter mit einem Veſper=
brot
bewirtet und mit Konzert und Lichtbildervorträgen
unterhalten wurden. Daran ſchloß ſich um 6 Uhr eine
Feier für die jüngere Arbeiterſchaft, in Form einer Abend=
unterhaltung
mit Konzert des Stadtorcheſters Hitzig mit
Abendeſſen und Tanz. In allen großen Sälen der
Stadt fanden Feſtlichkeiten für die Arbeiterſchaft und deren
Frauen ſtatt, denen ein Abendeſſen und ſchöne Unterhal=
tung
geboten wurde. Um halb 3 Uhr brachte die hieſige
Regimentskapelle Sr. Exzellenz ein Ständchen, um
5 Uhr die Kapelle der 23. Dragoner.
Budenheim, 10. Febr. Hier wurde eine Verſammlung
des Obſt= und Gartenbauvereins für den Kreis Mainz ab=
gehalten
, die ſich in der Hauptſache mit der Errichtung
eins Obſtmarktes in Mainz beſchäftigte. Die
Frage der Errichtung eines Obſtmarktes in Mainz iſt von
dem Oberbürgermeiſter der Stadt Mainz angeregt wor=
den
. Man war ſich im allgemeinen darin einig, daß die
Errichtung einer Obſthalle in Mainz möglichſt in der Nähe
des Güterbahnhofes wünſchenswert ſei. Auch in der geſtri=
gen
Verſammlung ſprachen ſich die meiſten Vertreter für
die Errichtung eines Obſtmarktes in Mainz aus, nur die
Vertreter von Gonſenheim und Mombach waren dagegen.
In einer Reſolution die gegen die Stimmen von
Gonſenheim und Mombach angenommen wurde, wird die

Stadt Mainz erſucht, eine Obſthalle mit den nötigen
Nebenräumen für die Verpackung des Obſtes in mög=
lichſter
Nähe des Güterbahnhofes zu errich=
ten
. Weiter ſoll eine beſſere Gelegenheit zum Einſtellen
von Pferden und Wagen den Landleuten geſchaffen werden.
Gau=Algesheim, 11. Febr. Der Feſtplatz für das
Gauturnfeſt des 5. Gaues Rheinheſſen am 28.30
Juni 1913 iſt etwa 25000 Quadratmeter groß. Der Platz
wurde von dem Protektor des Feſtes, Herrn Kommerzien=
rat
Aven arius, zur Verfügung geſtellt. Unmittelbar
bei dem Feſtplatz wird ein großer ſeparater Vergnügungs=
platz
hergerichtet. Die einzelnen Kommiſſionen ſind in leb=
hafte
Tätigkeit getreten. Auch die Wohnungsfrage dürfte
befriedigende Erledigung finden, da die geſamte Bürger=
ſchaft
mithilft, um den bekannten Ruf von Gau=Algesheim
als echte weinfröhliche Gaſt= und Feſtſtadt zu bewahren.
Klein=Linden, 11. Febr. Aus einem hieſigen Gehöfte
wurden heute nacht ein braunes Pferd nebſt Geſchirr und
ein Einſpännerwagen geſtohlen.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 10. Febr. Das Kron=
prinzenpaar
wird am Samstag, den 15. d. M., zu
der Taufe des Sohnes des Prinzenpaares Auguſt Wil=
helm
nach Berlin kommen. Prinz Adalbert, der
von ſeiner Krankheit völlig geneſen iſt, wird ſich zu län=
gerem
Aufenthalt nach der Schweiz begeben. Wie nach
dem Lokalanzeiger in parlamentariſchen Kreiſen ver=
lautet
, iſt zwiſchen der Regierung und den größeren Par=
teien
des preußiſchen Abgeordnetenhauſes
in dem Streit um das Eckgrundſtück neben dem Abgeord=
netenhaus
eine Einigung erzielt worden. Auf dem Grund=
ſtück
ſoll für die Abgeordneten ein Garten errichtet wer=
den
. Das daneben liegende Gebäude der Kriegskaſſe in
der Königgrätzer Straße kommt nach der Dorotheenſtraße
und das dadurch freiwerdende Terrain ſoll für den Neu=
bau
des Finanzminiſteriums beſtimmt werden. Dieſe
Abmachungen bedingen eine Nachtragsforderung von ſechs
Millionen Mark, mit der das Abgeordnetenhaus ſchon
in den nächſten Tagen befaßt werden ſoll. Anläßlich
des bevorſtehenden Regierungsjubiläums des Kaiſers
haben die Aelteſten der Kaufmannſchaft vor
Berlin beſchloſſen, eine Stiftung von 100000 Mark als
Kaiſer Wilhelm=Jubiläumsſtiftung zu er=
richten
. Sie ſoll der Friedrich Wilhelm=Viktoria= Stift=
ung
angegliedert werden, die im Jahre 1858 bei der Ver=
mählung
des ſpäteren Kronprinzen Friedrich Wilhelm
mit der Prinzeſſin Viktoria von Großbritannien und Ir=
land
durch freiwillige Beiträge der Mitglieder der Korpo=
ration
und der Kaufmannſchaft von Berlin gegründet
wurde und deren Zweck die Unterſtützung hilfsbedürftiger
Kaufleute, Kaufmannswitwen, erwerbsunfähiger Kauf=
mannstöchter
und die Gründung eines Aſyls für hilfs=
bedürftige
Kaufleute und deren Ehefrauen iſt. Das Ka=
pital
der Friedrich Wilhelm=Viktoria=Stiftung und ihrer
Zweigſtiftungen wird in Zukunft mehr als 1½ Millionen
Mark betragen.
Straßburg, 10. Febr. In der Beleidigungs=
ſache
(Offizialklage) des Unterſtaatsſekretärs Mandel
gegen den Wetterléſchen Nouvelliſte in Kolmar findet
Termin vor der Strafkammer am Mittwoch, den 19. Fe=
bruar
, ſtatt. Der Nouvelliſte hatte bekanntlich den Mint
ſter der indirekten Mitarbeiterſchaft an der Rheiniſch=
Weſtfäliſchen Zeitung bezichtigt.
Straßburg, 11. Febr. Gegenüber einer von einem
hieſigen Blatte verbreiteten Mitteilung, es ſei am ver=
gangenen
Mittwoch auf dem Polizeipräſidium ein Feld=
webel
, der vom Gouvernement die Nachricht von der be=
vorſtehenden
Alarmierung überbrachte, als vermeint=
licher
Schwindler verhaftet worden, wird feſtgeſtellt
daß dieſe Mitteilung nicht den Tatſachen entſpricht. Ein=
Verhaftung des Feldwebels iſt nicht erfolgt und natürlich
auch nicht beabſichtigt geweſen.
Münſter am Stein, 10. Febr. Geſtern wurde hier der
in Kirn wohnhafte Zahntechniker Bechtoldt unter dem
dringenden Verdacht, für die Fremdenlegion als
Werber tätig zu ſein, verhaftet. In der Begleitung
Bechtoldts befand ſich ein junger Mann aus Frankfurt am
Main, der mit einer Fahrkarte nach Belfort verſehen war.
Heute früh weilte ein Polizeibeamter aus Münſter am
Stein in Kirn, um in der Wohnung des Bechtoldt eine
Hausſuchung vorzunehmen.
Danzig, 10. Febr. Als geſtern abend in Pelplin bei
Dirſchau mehrere Arbeiter, die während einer Strei=
tigkeit
ein Gaſtlokal demolierten, auf dem Marktplatz ver=
haftet
werden ſollten, ſtürzten etwa 50 bis 60 Mann
auf den erſchienenen Gendarmeriewachtmeiſter und Amts=
diener
. Die Beamten zogen die Säbel, wurden jedoch mit
Füßen getreten. Der Amtsdiener erhielt einen Meſſer=
ſtich
. Als die Menge weiter auf die Beamten eindrang,
mußte der Gendarmeriewachtmeiſter, nachdem er die An=
greifer
vergeblich gewarnt hatte, von ſeiner Schußwaffe
Gebrauch machen, wobei er die beiden Hauptexzeden=
ten
, den Arbeiter Heron und deſſen Schwager, erſchoß
Ein Dritter, ein Bruder Herons, erlitt ſchwere Säbelhiebe.

Eine Klage gegen das literariſche Porträt. Hat
ein Schriftſteller das Recht, im Leben beobachtete Men=
ſchen
und Geſchehniſſe in einem Romane darzuſtellen?
Oder genauer, darf ein Schriftſteller die Sitten und Ge=
wohnheiten
eines beſtimmten Kreiſes von Menſchen ſo
ſchildern, wie er ſie wahrgenommen zu haben glaubt?
Haben die auf dieſe Weiſe in ihrem Ruf Geſchädigten
einen Anſpruch auf Genugtuung und auf Schadenerſatz?
Dieſe Frage wird in den nächſten Wochen in Frankreich
gerichtlich entſchieden werden müſſen. Es handelt ſich um
den von der Akademie Goncourt preisgekrönten Roman
Die Töchter des Regens von André Savignon. Der
Roman ſpielt auf der kleinen franzöſiſchen Inſel Queſſant,
und die Bräuche und Gewohnheiten der Inſelbewohner
werden in ſittlicher Beziehung in der Tat in ſehr wenig
ſchmeichelhafter Weiſe geſchildert. Kompliziert wird die
juriſtiſche Sachlage noch durch den Umſtand, daß der Dicht
ter vorſichtigerweiſe die herbſten Urteile über die Bewoh=
ner
von Queſſant Eingeborenen der Inſel in den Mund
legt. Der Widerhall des großen Aufſehens, den das Buch
in Paris machte, iſt erſt jetzt zu dem abgelegenen kleinen
Eiland gedrungen und hat dort große Entrüſtung hervor=
gerufen
. Die Folge davon iſt, daß der Bürgermeiſter jetzt
im Auftrage der Gemeinde eine Verleumdungsklage gegen
den Schriftſteller angeſtrengt hat, nachdem ſchon vorher
einzelne Bürger in den Zeitungen gegen dieſe Verun=
glimpfung
ihrer Heimat zornig Einſpruch erhoben hatten.
CK. Eine Statiſtik des Straßenverkehrs in den Welt=
ſtädten
. Ein amerikaniſcher Gelehrter Howard, der den
Straßenverkehr in den Weltſtädten zum Spezialſtudium
gemacht hat, veranſchaulicht durch eine intereſſante ver=

gleichende Statiſtik die Intenſität des Wagenverkehrs. Er
gibt die Geſamtzahl der Gefährte an, die in der Zeit von
7 Uhr morgens bis 7 Uhr abends an den belebteſten Stel=
len
der Weltſtädte vorbeikommen. Paris ſteht dabei
weitaus an erſter Stelle. An der Rue de Rivoli kamen
in der angegebenen Zeit 33 232 Gefährte vorbei, an der
Avenue de IOpéra 29460, am Boulevard des Italiens
20 124, am Boulevard de la Madelaine 17524, an der Rue
Saint=Honoré 16 598. Den zweiten Platz nimmt in dieſer
Verkehrsſtatiſtik London ein. Am Strand paſſierten
16 208 Wagen vorbei, an Gracechurch Street 12148 und an
Cheapſide 11019. Dann kommt Berlin; den Pots=
damer
Platz überquerten 14221 Gefährte, auf der Fried=
richſtraße
kamen 13 479 vorbei, auf der Leipziger Straße
9596. Die Zahl der Gefährte, die die Fünfte Avenue vor
New=York an der 58 Straße kreuzten, belief ſich auf
8665; am Broadway, in der Nähe der Franklin Street,
waren es 3277, an der Erſten Avenue 2301. Die belebteſte
Stelle von Philadelphia iſt Broad Street mit 6176
Wagen, und von Chicago Sheridan Road mit 5736
Wagen. Die Verkehrsſtärke an der Rue de Rivoli in
Paris iſt alſo noch mehr als doppelt ſo groß als am
Strand von London, der belebteſten Stelle der Großſtadt,
die im Wagenverkehr danach kommt. Berechnet man die
Zahl der Wagen in der angegebenen Zeit auf einen Yard
(0,90 Meter) der betreffenden Straße, ſo beträgt ſie 2767
für die Rue de Rivoli. für die Avenue de I'Opéra 17894
für den Strand 1430, für den Potsdamer Platz 1016 und
für die Fünfte Avenue 673. Ein analoges Verhältnis er=
gibt
ſich, wenn man der Berechnung das Geſamtgewicht
der Wagen zu Grunde legt, die in derſelben Zeit eine
gleiche Wegſtrecke zurücklegen.

C) Die Erfolge der Spiegel an der Straßenbiegung.
Der engliſchen Regierung ſind jetzt die Berichte jener Ge=
meinden
zugegangen, die auf Betreiben der großen Auto=
mobilvereine
an gefährlichen Straßenkurven und Weg=
biegungen
Spiegel aufgeſtellt haben, die es dem Wagen=
führer
ermöglichen, die ihm an den Kurven entgegen=
kommenden
Automobile und Gefährte ſchon vorher wahr=
zunehmen
, ſo daß die Automobile beizeiten gewarnt ſind
und einander beſſer ausweichen können. Die Einrichtung
hat ſich, wie die Fachzeitſchrift The Builder ausführt, über
Erwarten günſtig bewährt. Der Bürgermeiſter von Folke=
ſtone
führt in ſeinem Bericht an die Regierung aus: Der
aufgeſtellte viereckige Spiegel hat die Form eines Vier=
ecks
, deſſen Seiten 60 Zentimeter lang ſind. Die Koſten
betragen 30 Schilling. An jenem Punkte iſt der Auto=
mobilverkehr
ſehr lebhaft und die Unfälle waren häufig.
Seit der Aufſtellung des Spiegels iſt kein Unfall mehr
vorgekommen. Es wurde feſtgeſtellt, daß die Feuchtigkeit,
der Nebel, der Regen und der Froſt die Spiegel nicht be=
ſchädigten
; ſie werden von Zeit zu Zeit gereinigt. Das=
ſelbe
Ergebnis meldet der Bürgermeiſter von Malmes=
bury
, der einen 2,5 Meter langen und 1,5 Meter breiten
Spiegel aufrichten ließ. Der Spiegel brauchte nur alle
drei Monate gereinigt zu werden und lief nur an Nebel=
tagen
an.
CK. Ein Freund des Frauenſtimmrechts. Wie ſchade
daß wir in Frankreich keine Suffragetten haben! Ja
ſind Sie denn für das Frauenſtimmrecht? Nein, ic
bin Glaſermeiſter. . . .

[ ][  ][ ]

Nummer 36.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Februar

Seite 3.

Wien, 10. Febr. Die Meldung eines Berliner Blat=
tes
, daß der Geſundheitszuſtand des Erzher=
zogs
Franz Ferdinand ungünſtig ſei, iſt voll=
ſtändig
unrichtig.
Wien, 10. Febr. Das Neue Wiener Tagblatt meldet:
Der Eiſenbahnunfall bei Mediaſch hat ein
zweites Todesopfer gefordert. Frau Lebovics iſt
im Spital geſtorben. Das Befinden ihres gleichfalls im
Spital liegenden Gatten iſt beſorgniserregend.
Rom, 11. Febr. Der aus Südafrika ſtammende Maler
Soloma Dospek begab ſich nach Tripolis, um gegen=
über
der berühmten Syrenengruppe zu malen. Plötzlich
verlor er das Uebergewicht und ſtürzte in den 90 Meter
tiefen Abgrund. Ein Glück im Unglück war, daß der
Maler, bevor der brauſende Strom ihn verſchlang, im
Geſtrüpp hängen blieb und ſich an einem Felsvorſprung
feſtklammern konnte. Mit großer Mühe gelang es, den
Künſtler an einem Seil aus ſeiner heiklen Lage zu be=
freien
.
New=York, 10. Febr. Geſtern haben die New=
Yorker Autobanditen einen neuen Ueberfall ver=
übt
, ohne daß es gelang, ihrer habhaft zu werden. Mitten
auf dem Broadway hielten ſie in einem Auto, drangen
in ein Schuhgeſchäft und zwangen die Verkäufer, die
Kaſſe, in der ſich etwa 2000 Dollar befanden, herzugeben.
Darauf entfernten ſie ſich unter Todesdrohungen, ſtiegen
draußen in das wartende Automobil und fuhren in
raſender Fahrt davon.

Das Kaiſerpaar in Karlsruhe.

* Karlsruhe 11. Febr. Heute mittag um ½1 Uhr
fand auf dem Schloßplatz die Parade vor dem Kai=
ſer
ſtatt. Die Garniſon ſtand in Paradeaufſtellung feld=
marſchmäßig
und empfing den Kaiſer unter präſentiertem
Gewehr. Der Kaiſer begrüßte die einzelnen Truppenteile
mit einem kräftigen Guten Morgen‟ Der Parademarſch
erfolgte in Zügen. Den Auf= und Vorbeimarſch komman=
dierte
Generalmajor Ritter und Edler von Oetinger Kom=
mandzur
der 551 Infanterie=Brigade. An der Parade
nahmen teil das 1. Bad. Leib=Grenadier=Regiment Nr. 109
mit Maſchinengewehrabteilung, das Telegraphen= Batail=
on
Nr. 4, das 1. Bad. Leib=Dragoner=Regiment Nr. 20,
das Feldartillerie=Regiment Großherzog (1. Bad. Nr. 14)
und das 3. Bad. Feldartillerie=Regiment Nr. 50. Der
Großherzog von Baden führte als Regiments=Chef ſein
Leib=Dragoner=Regiment, das Leib=Grenadier=Regiment
Nr. 109 und ſein Feldartillerie=Regiment Großherzog‟
vorbei. Prinz Max von Baden à la suite des Leib= Dra=
goner
=Regiments Nr. 20, war bei dieſem Regiment ein=
getreten
. Die Kaiſerin und die anderen fürſtlichen
Damen ſahen der Parade vom Balkon des Schloſſes zu.
Prinz Ernſt Auguſt von Cumberland und Statthalter
Graf Wedel waren bei der Parade gleichfalls zugegen.
Nach der Parade hielt der Kaiſer vor dem verſammelten
Offizierskorps Beſprechung ab und nahm ſodann mili=
täriſche
Meldungen entgegen. Dem Abbringen der Fah=
nen
wohnte der Kaiſer im Schloßportal bei. Das Wetter
war bei bedecktem Himmel ſchön.
* Karlsruhe, 11. Febr. Die Vereinigten
Männergeſangvereine brachten heute vormittag
um ½10 Uhr dem Kaiſerpaar im Schloßgarten ein
Ständchen dar. Um dieſelbe Zeit erſchien das Militär=
luftſchiff
Erſatz Z. 1 über der Stadt und kreuzte län=
gere
Zeit über derſelben.
* Karlsruhe, 11. Febr. Prinz Adalbert
von Preußen iſt heute vormittag um 9 Uhr nach dem
Süden hier durchgereiſt. Auf dem Bahnſteig hatten ſich
zur Begrüßung eingefunden die Kaiſerin, ſowie Prinz
und Prinzeſſin Max von Baden.
* Karlsruhe 11. Febr. Der Statthalter
von Elſaß=Lothringen Graf v. Wedel, traf
um 11 Uhr hier ein und nahm im Schloß Wohnung.
Heute mittag findet im Reſidenzſchloß Familien= und
Marſchall=Tafel ſtatt. Zu letzterer ſind 42 Einladungen
ergangen.
Die Verlobung.
* Karlsruhe, 11. Febr. Die amtliche Karlsruher
Zeitung gibt die Verlobung durch ein Extrablatt bekannt,
in dem es heißt: Die Nachricht von der in Badens Haupt=
und Reſidenzſtadt vollzogenen Verlobung des Prinzen
Ernſt Auguſt mit der einzigen Tochter unſeres Kaiſer=
paares
wird ſicher überall mit größter Freude begrüßt
werden. Dieſe Freude darf ſich umſo rückhaltloſer äußern,
als man weiß, daß das Verlöbnis auf einem echten
Herzenbunde beruht. Darüber hinaus gewinnt die
Verlobung ihre beſondere frohe Bedeutung dadurch, daß
die Häuſer Hohenzollern und Braunſchweig=
Lüneburg in enge verwandtſchaftliche Beziehungen
treten. Die verſöhnende Seite dieſes Ereigniſſes iſt von
hohem Werte. Möge das Verlöbnis ſowohl für das
Brautpaar wie für die Häuſer Hohenzollern und Braun=
ſchweig
=Lüneburg und für unſer ganzes Vaterland von
Segen ſein!
* Berlin, 11. Febr. Wie man erfährt, bat Prinz
Ernſt Auguſt Herzog zu Braunſchweig und Lüne=
burg
, ſeine Verlobte, die Prinzeſſin Viktoria Luiſe, um
Aufnahme in die preußiſche Armee. Der
Kaiſer wird dieſem Wunſche willfahren und den Prinzen
in das Ziethen=Huſarenregiment einſtellen, ein Regiment,
welches ſeinen Großvater und Urgroßvater zu Chefs
hatte.
* Berlin, 11. Febr. Der Vizepräſident des Ab=
geordnetenhauſes
Dr. Krauſe, eröffnete die
heutige Sitzung mit folgender vom Hauſe ſtehend ange=
hörter
Anſprache: Das Haus iſt durch eine überaus
freüdige Botſchaft überraſcht: Am Großherzoglichen Hofe
in Karlsruhe fand geſtern die Verlobung der einzigen
Tochter des geliebten Kaiſerpaares, der Prinzeſſin Viktoria
Luiſe, mit dem Prinzen Ernſt Auguſt, Herzog zu Braun=
ſchweig
und Lüneburg, ſtatt. Ich nehme an, daß das Haus
es ſich nicht verſagen will, ſeine Teilnahme an dem glück=
lichen
Ereignis auszudrücken. Ich erbitte für das Prä=
ſidium
die Ermächtigung, dem Kaiſerpaare, dem hohen
Brautpaare und dem Vater des Bräutigams, Herzog von
Cumberland, die Glückwünſche des Hauſes auszuſprechen.
(Allſeitiger Beifall.) Sollten die Allerhöchſten Herrſchaften
die Glückwünſche nicht perſönlich entgegennehmen wollen,
werde ich mich für berechtigt halten, ſie ſchriftlich darzu=
bringen
. Dem Herzog von Cumberland werde er ſie mit
Genehmigung des Hauſes ſchriftlich ausſprechen.
* Braunſchweig, 11. Febr. In der Landes=
verſammlung
ergriff ſofort nach Eröffnung der Sitz=
ung
Staatsminiſter von Hartwig das Wort
und teilte dem Hauſe die Verlobung der Prinzeſſin Vik=
toria
Luiſe mit dem Prinzen Ernſt Auguſt mit. Die Mit=
teilung
wurde mit lebhaftem Bravo aufgenommen. Der
Staatsminiſter fuhr dann fort: Se. Hoheit der Herzog=
regent
und mit ihm das ganze Land begrüßen dieſen
Zorgang mit aufrichtiger, herzlicher Freude und Genug=

tuung und mit hoffnungsvollem Ausblick in die glückver=
heißende
Zukunft des Herzogtums. Zurzeit werden
ich politiſche Folgen daran nicht anſchlie=
ßen
. Wann dies der Fall ſein wird, ſteht dahin. Es iſt
dringend erwünſcht, daß die Regierung, die Landesver=
ſammlung
und das ganze Land ſich auf die Kundgebung
ihrer großen Freude und Genugtuung beſchränken. Ich
möchte der Landesverſammlung ergebenſt anheimſtellen,
in eine politiſche Erörterung nicht einzutreten. (Bravo!)
Der Staatsminiſter teilte ſodann mit, daß auf Befehl des
Herzogregenten anläßlich des frohen Ereigniſſes alle
Dienſtgebäude am 11. und 12. Februar zu flaggen haben.
Er erklärte, daß ſeitens des Staatsminiſteriums dem
Kaiſer, der Kaiſerin, dem Herzog von Cumberland, der
Prinzeſſin Viktoria Luiſe und dem Prinzen Ernſt Auguſt
telegraphiſch die ehrfurchtsvollen, herzlichſten Glückwünſche
dargebracht worden ſeien. Präſident Kreisdirektor Lan=
gerfeldt
erklärte im Namen der Landesverſammlung
ſeine große Freude über die Verlobung und knüpfte daran
die Hoffnung auf eine glückliche Entwickelung der Dinge,
nicht nur für das hohe Brautpaar, das ſich in reiner
menſchlicher Liebe zuſammengefunden, nicht nur für die
beiden hohen Herrſcherhäuſer, ſondern auch im Intereſſc
des geliebten Herzogtums. Alle hofften, daß dieſe Ver=
bindung
von ſegensreichen Folgen auch in politiſcher Be=
ziehung
ſein werde. (Bravo!) Er erbat dann die Er=
mächtigung
, an den Kaiſer, die Kaiſerin, den Herzog von
Cumberland, ſowie an das Brautpaar telegraphiſch die
Glückwünſche der Landesverſammlung zu übermitteln,
und ſchloß zum Zeichen der Freude die Sitzung, die auf
morgen vertagt wurde.
* Braunſchweig, 11. Febr. Die in frühen
Morgenſtunden durch Extrablätter veröffentlichte Bekannt=
machung
des Reichsanzeigers, wodurch die geſtern umlau=
fenden
Nachrichten über die Verlobung der Prin=
zeſſin
Viktoria Luiſe mit dem Prinzen Ernſt
Auguſt ihre Beſtätigung fanden, rief in der Bevölkerung
überall aufrichtige Freude hervor. Viele Häuſer zeigen
bereits Flaggenſchmuck. Ueberall wird das freudige Er=
eignis
, von dem man die baldige endgültige Löſung der
braunſchweigiſchen Frage erhofft, beſprochen. Die Zeitun=
gen
begrüßen in langen Artikeln das Ereignis der Karls=
ruher
Zuſammenkunft und drücken ihre herzlichſten
Wünſche für das junge Paar aus. Sie ſind übereinſtim=
mend
der Anſicht, daß das Herzogtum Braunſchweig vor
einer bedeutſamen Wendung des Schickſals ſtehe und zol=
len
dem Kaiſer Dank für das hochherzige Entgegen=
kommen
.
* Hannover, 11. Febr. Zahlreiche Privat=
häuſer
haben aus Anlaß der Verlobung der Prinzeſſin
Viktoria Luiſe mit dem Prinzen Ernſt Auguſt geflaggt.
H.B. München, 11. Febr. Von einer dem Prin=
zen
Ernſt Auguſt von Cumberland nahe ſtehen=
den
Seite werden folgende Einzelheiten bekannt:
Die Verlobung der Prinzeſſin Viktocia Luiſe mit dem
Prinzen Ernſt Auguſt ſollte ſchon im September vorigen
Jahres gefeiert werden. Man war über ſämtliche Punkte
im Hauſe Hohenzollern und Cumberland einig, als im
letzten Augenblick Kriegsgefahr am Horizont auftauchte.
Aus dieſem Grunde wurde die Angelegenheit des Hauſes
Hohenzollern vom Kaiſer im Einverſtändnis mit dem
Herzog von Cumberland zurückgeſtellt. In dem Vertrage
ſoll, wie mitgeteilt wird, der Fall des Eintrittes der Thron=
beſteigung
in Braunſchweig erwähnt ſein.

Deutſcher Reichstag.

* Berlin, 11. Febr. Präſident Dr. Kaempf
eröffnet die Sitzung um 1,04 Uhr. Das Haus iſt ſehr
gut beſucht. Vor Eintritt in die Tagesordnung richtete
der Präſident folgende Worte an das Haus: Eine freudige
Botſchaft geht durch das Haus. (Die Mitglieder aller
Parteien mit Ausnahme der Sozialdemokraten erheben ſich
von den Plätzen.) Die einzige Tochter unſeres Kaiſer=
paares
hat ſich geſtern abend in Karlsruhe mit S. Köngl.
Hoheit dem Prinzen Ernſt Auguſt von Cumberland, Her=
zog
zu Braunſchweig und Lüneburg, verlobt. Ich erbitte
vom Reichstage die Ermächtigung, zu dieſem glückver=
heißenden
Ereignis Seiner Majeſtät dem Kaiſer und
Ihrer Majeſtät der Kaiſerin ſowie den hohen Verlobten
die Glückwünſche des Reichstages ausſprechen zu dürfen.
Lebhafter Beifall.) Die Ermächtigung wird erteilt.
Zunächſt ſteht auf der Tagesordnung eine
kurze Anfrage
der Abgeordneten Dr. Müller=Meiningen. Lieſchina und
Dr. Wiemer, die lautet: Iſt der Herr Reichskanzler be=
reit
, über die letzten Vorgänge in Peking bezüglich des
Zuſtandekommens der Sechsmächte=Anleihe Aufſchluß zu
erteilen, insbeſondere über die Verteilung der Beratungs=
ſtellen
bei der Vergebung der Anleihe und deren Folgen?
Geheimer Legationsrat Lehmann: Ein Vertrag auf
ine Anleihe von 25 Millionen Pfund Sterling zu Reorga=
niſationszwecken
iſt zuſtandegekommen. Die chineſiſche Re=
gierung
hat der Anſtellung dreier ausländiſcher Berater zu=
geſtimmt
, darunter der eines Deutſchen und eines Italie=
ners
. Aus der Reihe Intereſſierter iſt Einſpruch dagegen
erhoben worden, in welcher Weiſe die Beraterpoſten zu
verteilen ſeien. Deutſchland nimmt auch ferner einen
Poſten für ſich in Anſpruch. Die Verhandlungen ſind aber
noch nicht abgeſchloſſen. Es darf aber ausdrücklich betont
werden, daß ſich dieſer Einſpruch nicht gegen den deut=
ſchen
Vertreter richtet.
Sodann wird in namentlicher Abſtimmung die ſozial=
demokratiſche
Reſolution zu dem Geſetz betreffend
vorübergehende Zollerleichterungen für die
Fleiſcheinfuhr welche verlangt, daß allen Gemein=
den
mit entſprechenden Einrichtungen die Fleiſcheinfuhr
geſtattet werde, wird mit 173 gegen 162 Stimmen bei einer
Stimmentbaltung abgelehnt. Eine Reſolution der
Fortſchrittlichen Volkspartei auf Schaffung, eines
Inſtituts für wiſſenſchaftliche Milch=
wirtſchaft
wird angenommen. Bei der Ab.
timmung über die ſozialdemokratiſche Reſolution zum
Reichsgeſundheitsamt betreffend das Kranken=
pflegeweſen
muß Hammelſprung ſtattfinden. Dieſer ergibt,
daß 118 Abgeordnete für 190 Abgeordnete dagegen ge=
ſtimmt
haben. Die Reſolution iſt mithin abgelehnt.
Die beiden von Polen und Sozialdemokraten geſtellten
Reſolutionen auf Unterſuchung der geſundheitlichen Ver=
hältniſſe
in den Bergwerken werden angenommen.
Hierauf wird die
zweite Leſung des Etats für die Juſtizverwaltung
fortgeſetzt. Abg. Liſt=Eßlingen (natl.): Der ſozial=
demokratiſche
Redner hat allerdings zugegeben, daß un=
ſere
Richter eine bewußte Rechtsbeugung nicht vornehmen.
Sie ſeien aber unfähig, ſich von Anſchauungen frei zu ma=
chen
, die ſie mit der Muttermilch einſogen. Das gilt aber
von allen Menſchen gleichmäßig, alſo auch von Kreiſen,
aus denen ſich der größte Teil der Sozialdemokratie zu=
ammenſetzt
. Dieſe Kreiſe werden großgezogen im Vor=
urteil
gegen die bürgerliche Geſellſchaft. Unſere Richter

ſind mit eiſernem Bemühen beſtrebt, den an ſie gerich=
teten
Forderungen gerecht zu werden. Daß es ihnen nicht
immer und überall gelingt, daß Fehlgriffe vorkommen und
Urteile, die auch wir auf das lebhafteſte bedauern und
mißbilligen, iſt ganz ſelbſtverſtändlich. Einer Verallge=
meinerung
müſſen wir aber entgegentreten. Unſere Ge=
ſetzgebung
iſt zweifellos vom modernen, ſozialen Geiſt
durchhaucht. Aber dieſer Grundſatz darf nicht zum Nach=
teil
gegen die Gläubiger ausgenützt werden. Auch auf
ihre Intereſſen muß billige Rückſicht genommen werden.
Daß gegenwärtig eine Gläubigernot beſteht, iſt nicht zu
leugnen. Der Reſolution Dr. Arendt zur Behebung der
Kreditnot und der Reſolution Dr. Belzer über den
Zwangsvergleich außerhalb des Konkurſes ſtimmen wir
zu. Dringend notwendig iſt es endlich, die Rechtsfähigkeit
der Berufsvereine geſetzlich zu regeln. Einer von uns
geſtellten Reſolution auf Vorlegung eines Geſetzentwurfs,
nach welchem alle von Behörden oder Beamten ergehen=
den
Entſcheidungen und anderweitige Verfügungen, deren
Anfechtung an die Innehaltung einer Friſt gebunden iſt.
am Schluß die Eröffnung enthalten müſſen, innerhalb wel=
cher
Friſt, in welcher Form und bei welcher Stellung die
Anfechtung einzubringen iſt, bitte ich zuzuſtimmen. Das
Rechtskonſulententum petitioniert fortdauernd um geſetz=
liche
Regelung ihres Standes und Schaffung einer Ge=
bührenordnung
. Auch ich würde ein derartiges Vorgehen
begrüßen.
Abg. Oertel (konſ.): Wir werden entgegen dem ſo=
zialdemokratiſchen
Antrag doch für einen ſechſten Reichs=
anwalt
ſtimmen. Die vereinsregiſterliche Eintragung des
Bundes der Landwirte iſt nicht erſchlichen, es iſt durchaus
geſetzlich verfahren worden. Die Prügelſtrafe wäre als
abſchreckendes Beiſpiel für Zuhälter und ſonſtiges Ge=
ſindel
wohl am Platze. Die Klagen über das Verhalten
der Preſſe bei großen Kriminalfällen und bei Prozeſſen
dürfen nicht verallgemeinert werden. Ganz verſchwiegen
werden können ſolche Fälle nicht, aber große Vorſicht iſt
nötig und die kriminale Behörde ſollte zweckmäßig mit der
Preſſe zuſammenwirken. Die halbe Oeffentlichkeit bei den
Prozeſſen hat ſich in letzter Zeit oft nicht bewährt. Die
Berichterſtattung mancher Blätter entſpricht nicht der
Würde von Gericht und Preſſe. Sie macht das Tribunal
zur Szene. zur Halbweltwürde, zur Poſſe. Mit Recht iſt
dagegen Stellung genommen worden. (Bravo.) Die Be
kämpfung von Schmutz in Literatur und Kunſt geſchieht
jetzt erfreulicherweiſe in ſchärferer Weiſe als früher. Wir
ſind dem Abgeordneten Roeren dankbar für ſeine uner=
müdliche
Arbeit bei der Bekämpfung des Schmutzes in
Literatur und Kunſt. (Bravo.) Es iſt in vieler Hinſicht
beſſer geworden, die beſtehenden Geſetze genügen aber
noch nicht; ſie genügen zwar, um Zoten und Eindeutig=
keiten
von der Jugend fernzuhalten, aber nicht um
Schlüpfrigkeiten, die mit dem Mäntelchen der Wiſſenſchaft
und Kunſt umgeben ſind, hintanzuhalten. Die Männer
der Wiſſenſchaft und der Kunſt ſollten dieſe Afterwiſſen=
ſchaft
verleugnen und dieſe falſche Wiſſenſchaft als das be=
zeichnen
, was ſie iſt, eine Vergiftung der Volksſeele, des
Volksgemüts (Lebhaftes Bravo.) Deshalb begrüßen
wir die in Ausſicht geſtellte Geſetzesvorlage. Die edle
Kunſt hat nichts zu fürchten. Gerade in ihrem Intereſſe
liegt es, daß eine ſcharfe Grenze gezogen werde. Die kurze
Friſt für Urheber muß verlängert werden. Der Parſifal=
Streit hat ſicherlich ſeine Berechtigung. Das Drama paßt
nicht auf die Bühnen, auf denen am nächſten Tage
Schlüpfrigkeiten gegeben werden. Darum iſt es unſere
Pflicht, den Willen des Dichters zu ſchützen. (Beifall.)
Abg. Müller=Meiningen (Fortſchr Volkspt.): Was
Dr. Oertel über den Schmutz in Literatur und Kunſt ſagt,
unterſchreibe ich vollſtändig. Eine Lex=Heinze wollen wir
nicht, wo ſich aber offenbare Mängel zeigen, ſind wir zu
geſetzgeberiſchen Maßnahmen bereit. Mag der hohe Adel
in der Ablehnung der Schmutzwerke vorangehen! (Sehr
gut!) Mit der Zenſur und vielen anderen Lächerlichkeiten
iſt es letzthin beſſer geworden. Notwendig wäre die Bil=
dung
eines Schutzverbandes gegen Verhunzung unſerer
Klaſſiker aus Gründen ſinnloſer Prüderie. Gegen die Ur=
lauber
aus Irrenanſtalten muß Schutz geſucht werden.
Hier handelt es ſich um gefährliche Verbrecher. Ein un=
haltbarer
Zuſtand iſt es, daß inkriminierte Werke der Li=
teratur
und Kunſt beſchlagnahmt und vernichtet werden,
trotzdem der Urheber freigeſprochen worden iſt. Eine wahr=
haft
brennende Frage iſt es, die Grabſchändungsparagra=
phen
auch auf die Aufbewahrung von Aſchenurnen anzu=
wenden
. Bei unſeren Gerichten beſteht vielfach eine Straf=
ſucht
. In einem Bundesſtagt beſteht die Vorſchrift, daß
uneheliche Geburten drei Monate vor der Geburt anzu=
melden
ſind. (Heiterkeit.) Mit dem Wuſt unſinniger, ver=
alteter
Polizeibeſtimmungen muß aufgeräumt werden.
Das Volk verſteht ſie nicht mehr. Die Jugendgerichte müſ=
ſen
feſt umgrenzte Aufgaben bekommen. Unſere Jugend=
geſetzgebung
reicht nicht aus Unſere Gerichte ſind be=
müht
, jeden Verdacht der Parteilichkeit zu vermeiden. ( La=
chen
und Zurufe bei den Sozialdemokraten.) Ganz zu
beſeitigen werden dieſe Dinge nicht ſein. Fanatiker aibt
es nun einmal. Ein gutes Mittel iſt hier die völlige Un=
abhängigkeit
der Richter, das Fundament einer guten
Rechtspflege. Die Nichteintragung des Aerztevereins in
das Vereinsregiſter iſt von eminenter politiſcher Bedeu=
tung
, nämlich ob alle Berufsvereine unter die Willkür
der Verwaltung auf Grund des § 22 des Bürgerlichen
Geſetzbuches geſtellt werden ſollen. Alle politiſchen Orga=
niſationen
mögen aus der Eintragung des Bundes der
Landwirte die Konſequenz ziehen und ihre Eintragung
beantragen. Dann werden wir ſehen, ob wirklich gleiches
Recht im Staate Preußen beſteht. So harmlos iſt die
Sache nicht. Wir erwarten von den deutſchen Richtern
Gerechtigkeit, wir wollen ſie aber ihnen ſelbſt auch nicht
vorenthalten. (Lebhafter Beifall links.)
Staatsſekretär Dr. Lisco: In Sachen des Aerzte=
vereins
hat der Miniſter des Innern den Standvunkt ein=
genommen
, daß dieſer Verein einen wirtſchaftlichen Ge=
ſchäftsbetrieb
hat. Deshalb war er durchaus berechtigt,
bezüglich der Eintragung Anregungen zu geben. Direk=
tiven
hat der Miniſter dem Gericht nicht erteilt.Die Frage
der Aſchenurnen und ihrer Unverletzlichkeit wird bei der
Reviſion des Strafrechts geregelt werden. Sobald die
Beiſetzungsſtätten als Begräbnisſtellen kenntlich gemacht
ſind, ſind ſie ſchon jetzt geſchützt. Wenn Abg. Trampczinski
meinte, ich hätte in der Enteignungspolitik gegen die Frei=
zügigkeit
in flagranter Weiſe verſtoßen, ſo weiſe ich ihn
darauf hin, was vor mehreren Jahren ſchon in dieſer Hin=
icht
mein Amtsvorgänger geſagt hat. Ich habe im
Herrenhauſe dem Enteignungsgeſetz zugeſtimmt, nach ge=
wiſſenhafter
Prüfung und nachdem ich geſehen, daß dieſes
Geſetz mit der Reichsverfaſſung ſehr wohl vereinbar ſei.
Gegen die Art, wie er dieſe Aeußerung hier vorbrachte,
kann ich nur ſcharf Proteſt erheben. Abg. Heine (Soz.):
Wir haben keine Veranlaſſung, einen weiteren Reichsan=
walt
zu bewilligen. Wir kämpfen nur mit geſetzlichen
Maßnahmen. Wenn wir von Klaſſenjuſtiz ſprechen, ſo
treiben wir keine Schaumſchlägereien, ſondern wir haben
auch ſtets Material vorgebracht. Wir bemühen uns ſtets
für die Einführung der gewerblichen Schiedsgerichte. Es
iſt nicht zu leugnen, daß bei vielen richterlichen Erkennt=
niſſen
weniger aus böswilliger Abſicht falſch geurteilt
wird. Mir iſt es auch viel lieber, daß dies in gutem
Glauben geſchiebt, wenn es auch nur vereinzelt vorkom=
men
mag. daß Verbrecher auf dem Richterſtuhl ſitzen.

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Februar 1913.

Nummer 30

(Präſident Dr. Kaempf rügt dieſen Ausdruck.) Eine
Reorganiſation des Strafgeſetzes iſt dringend notwendig
aber ſie darf kein Rückſchritt ſein. (Präſident Dr. Kaempi
ruft den Redner, der dem Reichsgericht Ehrabſchneiderei
vorwarf, zur Ordnung.) Abg. Bell (Zentr.): Wir
müſſen der Anſicht energiſch entgegentreten, als ob unſere
Haltung gegen den Juſtizetat nicht von ſachlichen Mo=
menten
diktiert ſei. Unſere Haltung richtet ſich überhaupt
nicht gegen den Staatsſekretär Dr. Lisco, ſondern gegen
den Reichskanzler. Wir werden den Kampfplatz ganz wo
anders hin verlegen und mit freien Intereſſen, offenem
Viſier und blanken Waffen kämpfen. In der Frage der
Leichenverbrennung ſtehen Weltanſchauung gegen Welt=
anſchauung
. Die Angriffe, die man in dieſer Frage gegen
das bayeriſche Epiſkopat richtete, muß ich entſchieden zu=
rückweiſen
. Unſere Preſſe ſollte ſich der Senſationsbe=
richte
enthalten. Auch die Kinofrage ſollte man im Auge
behalten. Die perſönliche Ehre des Richterſtandes muf
gewahrt werden und ihm ebenſo unlautere Charakter=
ferngehalten
werden, wie dem der Staatsanwälte. Eine
Reform der Juriſtenausbildung iſt notwendig, doch dart
dieſe Regelung nicht von Reichswegen erfolgen, das iſt
Sache der einzelnen Bundesſtaaten.
Hierauf wird vertagt. Nächſte Sitzung: Mittwoch
1 Uhr. Schwerinstag. Sozialdemokratiſche Interpella=
tion
und Petitionen. Schluß gegen 7 Uhr.

Luftfahrt.

Darmſtädter Flieger unterwegs.
* Heidelberg, 11. Febr. Geſtern nachmittag lan=
deten
auf dem hieſigen Exerzierplatz von Mannheim bzw.
von Frankfurt kommend drei Euler=Doppeldecker
von der Darmſtädter Flieg erſtation. Im erſten
Flugzeug, das 4,54 Uhr landete, ſaßen als Führer Leut=
nant
v. Mirbach und als Begleiter Leutnant v. Behr
Der zweite Apparat wurde geſteuert von Leutnant Som
mer und führte als Paſſagier den Hauptmann Dewald
mit ſich. Um 5,03 Uhr landete das dritte Flugzeug, das
Leutnant Reinhardt führte und in dem Oberleutnant
v. Blumbach als Paſſagier ſaß. Die beiden erſten Ap=
parate
legten den Flug von Mannheim in 600 Meter Höhe
zurück, wahrend die von Frankfurt kommenden Flieger in
1600 Meter Höhe dahingezogen waren. Die Flieger wur=
den
auf dem Exerzierplatze vom Bürgermeiſter empfangen
und waren am Abend Gäſte der Stadt.
* Heidelberg, 11. Febr. Von den geſtern nachmittag
hier eingetroffenen drei Fliegern haben heute vormittag
9 Uhr zwei in der Richtung auf Karlsruhe die Stadt
wieder verlaſſen. Der dritte Flieger konnte wegen
Auswechſelung des Motors nicht aufſteigen, er gedenkt
aber noch heute mittag in Karlsruhe einzutreffen, um dann
von dort gemeinſam mit ſeinen Kameraden heute abend
ach der Flugſtation Darmſtadt zurückzu=
kehren
. Wie uns von der Fliegerſtation noch mitgeteilt
wird, ſind die Herren noch nicht wieder in Darmſtadt ein=
getroffen
. Herr Leutnant Sommer iſt in Karlsruhe
Herr Leutnant von Mirbach in Heidelberg und Herr
Leutnant Reinhardt in Gernsheim a. Rh., woſelbſ
er auf dem Rückfluge nach Darmſtadt wegen Benzin=
mangels
niedergehen mußte.

* Bitterfeld, 11. Febr. Das kürzlich von der
Militärverwaltung abgenommene Militärluftſchiff P. 2
(bisher P. L. 8) iſt heute vormittag 8 Uhr 48 Minuten zu
einer Fahrt nach Köln aufgeſtiegen. An Bord
befinden ſich 9 Perſonen, darunter die Militärkommiſſion.
Die Führung liegt in den Händen des Oberleutnant
Stelling. Die Fahrt geht um den Harz herum, wahr=
ſcheinlich
über Kaſſel. Vielleicht wird auch Gotha berührt.
* Gotha, 11. Febr. Das Luftſchiff Erſatz P. 2"
welches um 8 Uhr 45 in Bitterfeld aufgeſtiegen war,
mußte 11 Uhr 14 in Gotha vor der Halle wegen undurch=
dringlichen
Nebels landen. Sobald ſich der Nebel
lichtet, fährt das Luftſchiff nach Köln weiter.

Der Balkankrieg.

Vom Kriegsſchauplatze.
* Konſtantinopel, 10. Febr. Ein offizielles
Communigué beſagt: Unſere Truppen, die ſich bei
Derkos befinden, beſetzten, ohne Widerſtand zu fin=
den
, die verſchanzten Stellungen des Feindes. Der linke
Flügel, der vorrückte, um den Feind auf den Höhen von
Omarli anzugreifen, zwang zwei feindliche Regimenter,
ſich zurückzuziehen. Der Feind griff unſere Stellungen
am großen See an und beſetzte unſere Deckungen, aber
unſere Truppen erwiderten lebhaft das Feuer und nahmen
ſie wieder ein. Die bei Scharkoej ausgeſchifften Truppen
kamen in einen Kampf mit dem Feinde und fügten ihm
einen Verluſt von 200 Toten zu. Ein bulgariſcher Offi=
zier
wurde gefangen. Das Bombardement von
Adrianopel dauert fort, aber nur ſehr ſchwach.
* Sofia, 10. Febr. Ueber den Verſuch der
Türken, bei Podima Truppen zu landen
werden folgende Einzelheiten bekannt: Geſtern früh er=
ſchienen
zwei Kreuzer, zwei Torpedoboote und ſechs
Boote, von Karaburun kommend, vor dem Dorfe Podima
und ſchifften 200 Mann aus. Das 10. Bataillon der bul=
gariſchen
Küſtenwache griff trotz des Feuers der Kreuzer
die Türken an, die unter Zurücklaſſung von 25 Toten und
16 Gefangenen in Unordnung wieder auf die Schiffe
fflohen. Auf Seiten der Bulgaren wurden 3 Mann ge=
tötet
, 18 verwundet. Gegen 1 Uhr nachmittags ſtachen
die türkiſchen Schiffe wieder in See. Alle Verſuche der
Türken, bei Tſchataldſcha die Offenſive zu ergreifen
ſind geſcheitert. Sie wurden mit großen Verluſten zurück=
geworfen
. Das Bombardement von Adrianopel wird er=
folgreich
fortgeſetzt.
* Konſtantinopel, 10. Febr., 8 Uhr 30 Minuter
jabends. Die Abendblätter berichten von großen tür=
kiſchen
Erfolgen bei Janina. Eſſad Paſcha
ſſoll dort einen Scheinrückzug gemacht haben. Die Grie
chen hätten darauf den türkiſchen Flügel angegriffen
welcher den Griechen eine furchtbare Niederlage beige=
bracht
habe. Beim Rückzug ſollen 1800 Griechen
unter dem Feuer des Forts Biſani getötet worden
ſein. Wenn auch über die Ereigniſſe bei Rodoſto nichts
offiziell veröffentlicht iſt, ſo ſind doch offizielle Nachrich=
ten
vorhanden, welche die glückliche Landung von bedeu=
tenden
Streitkräften beſtätigen, welche bereits mit den
Bulgaren, die ſich zurückgezogen hätten, den Kampf auf
nahmen. Die Pforte wartet auf das definitive Reſultat,
um die Nachrichten zu veröffentlichen. Es heißt bereits,
daß die Türken an Boden gewonnen und ſchon einige
bulgariſche Gefangene gemacht haben. Die Kämpfe au
der Halbinſel Gallipoli dauern an. Türkiſche Trup
pen griffen die Höhen bei Examilo an, vertrieben die
Bulgaren und eroberten zwei von den dort aufgeſtellten
vier Kanonen. Ifham meldet, daß vorgeſtern abend eine

Abteilung türkiſcher Freiwilliger einen heftigen Angriff
auf die bulgariſchen Stellungen bei Tſchataldſcha unter=
nahm
, durch das Drahtgitter brach und in die Verſchanz=
ungen
einrückte. Sie fügten durch Bomben den Bulgaren
ſtarken Schaden zu. Der Feind, welcher Verſtärkungen
erhielt, verſuchte, die Freiwilligenabteilung, die nicht mehr
als hundert Mann zählte, einzuſchließen. Es gelang den
Freiwilligen jedoch, durchzubrechen und die Toten und
Verwundeten mitzunehmen. Der Feind verlor
tauſend Mann an Toten und Verwundeten. Als
die Freiwilligen Verſtärkungen erhielten, gaben die Bul=
garen
ihre Stellungen auf und ließen Kanonen und 200
Gefangene zurück, von denen geſtern 38 hierher gebracht
wurden.
* Konſtantinopel, 10. Febr., 9 Uhr abends
Bezüglich der vorgeſtrigen Kämpfe zwiſchen Bu=
lair
und Examilo gibt eine wohlinformierte tür=
kiſche
Quelle folgende Einzelheiten: Die Bulgaren nahmen
die ungefähr tauſend Meter hohe Stellung auf einer An=
höhe
in der Nähe von Examilo ein. Am 8. Februar be=
gannen
die türkiſchen Streitkräfte bei Tagesanbruch die
feindlichen Stellungen anzugreifen, worauf der Feind
zurückwich. Andere türkiſche Abteilungen, die von der
Seite des Marmarameeres herankamen, zwangen die
Bulgaren, noch weitere ſechs Kilometer zurückzuweichen
Gegen 11 Uhr verhinderte dichter Nebel die Fortſetzung
des Kampfes. Als ſich nach dreiviertel Stunden, gegen
12 Uhr, der Nebel zerſtreute, begann der Kampf von
neuem. Nach einem energiſchen Angriff der Türken
wichen die Bulgaren zurück und ließen ungefähr 800 Tote
und Verwundete zurück, von denen 200 leicht verletzt ſind
Infolge des Nebels erlitten auch die Türken beträchtliche
Verluſte. Dieſelben werden auf 200 Tote und Ver=
wundete
geſchätzt. Am 9. Februar griffen die Türken
die bulgariſchen Stellungen in der Nähe der Mündung
des Fluſſes Kawak an. Der Kampf dauerte bis 1 Uhr
nachts. Die bulgariſchen Streitkräfte werden auf 8000
bis 10000 Mann geſchätzt. Es gelang den Türken, den
Kawak zu überſchreiten und nach Klemantini vor=
zurücken
. Die türkiſchen Truppen beſetzten Myrio=
phito
und rückten dann bis Kechan vor, das ſie eben=
falls
beſetzten. Türkiſche Patrouillen gelangten ſchon bis
Muradli. Bevor die Türken in der Gegend von Exa
milo dieſen Erfolg errangen, erlitten ſie eine kleine
Schlappe und mußten ſich bis Bulair zurückziehen, konn
ten aber dann das verlorene Terrain wiedergewinnen
und erheblich vorrücken und, wie ſchon berichtet, bis zum
Fluß Kawak gelangen. Nach anderen, bisher nicht amtlich
veröffentlichten Nachrichten wichen die Bulgaren bis in
die Nähe von Myriophito zurück. Die Türken machten
zahbreiche Gefangene; man ſpricht von 1800, von denen
600 verwundet ſein ſollen. Die Regierung überfandte
heute dem Kommandanten ein Telegramm, mit dem ſie
ihn zu den Erfolgen beglückwünſcht, wodurch die Stim=
mung
der Truppen ſehr gehoben ſei.
Neue Verhandlungen.
* Paris, 10. Febr. Wie die Agence Havas erfährt,
iſt die Nachricht von einem bevorſtehenden Zuſam=
mentritt
einer zweiten Botſchafterkonfe=
renz
in Paris, die die Frage der Verteilung der ſchwe=
benden
Schulden zwiſchen der Türkei und den Balkan
ſtaaten prüfen ſoll, verfrüht. Auf Vorſchlag des Staats=
ſekretärs
des Aeußern, Grey, bildete Voincaré gegen Ende
des letzten Jahres eine Kommiſſion aus Vertretern der
Miniſterien des Aeußern und der Finanzen, der Otto=
maniſchen
Bank und Mitgliedern der Botſchaften der
Großmächte. Die Kommiſſion hielt mehrere Sitzungen
ab und ſammelte alle für eine endgültige Regelung der
Schuld der Türkei nützlichen Nachweiſe. Aber erſt dann,
wenn das politiſche Statut der eroberten Gebiete be=
ſtimmt
ſein wird, wird auch das ökonomiſche Statut ge=
regelt
werden. Gegenwärtig leiſtet die Kommiſſion nur
vorübergehende Arbeit.
* Paris, 10. Febr. Aus London wird dem
Temps beſtätigt, daß der türkiſche Botſchafter Sir Grey
gebeten habe, eine Initiative der Mächte zu=
gunſten
des Friedens herbeizuführen. Auf die
Erklärung Greys, daß er dazu bereit ſei, falls die Türkei
ein amtliches Anſuchen ſtelle, antwortete der türkiſche
Botſchafter, er ſei nicht angewieſen, ein formelles An=
ſuchen
auszuſprechen, ſondern lediglich eine Initiative
bei den Mächten anzuregen, deren Sache es ſein würde,
dieſe Initiative zu ergreifen oder nicht. Grey bemerkte
daß unter dieſen Umſtänden ein genau gefaßtes türki=
ſches
Anfuchen notwendig ſei.
* Konſtantinopel, 11. Febr. Das Blatt Ifham
behauptet, daß noch während der Feindſeligkeiten Frie=
densunterhandlungen
ſtattfinden ſollen
die der ehemalige Großweſir Hakki Paſcha leiten wird.
Die Pforte bezeichnet dieſe Meldung für falſch; ſie er=
klärt
aber, daß Hakki Paſcha tatſächlich heute via Con=
ſtanza
in halbamtlicher Miſſion nach Europa reiſt. Er
werde Wien, Paris, London und ſpäter auch Ber=
lin
beſuchen. Reſchid Paſcha verbleibt in London
weil auch jede der Balkandelegationen ein Mitglied in
London zurückließ, das die Verhandlungen der Botſchaf=
terkonferenz
verfolgen ſolle. Ueber die Aufgabe Hakki
Paſchas erklären gut unterrichtete Kreiſe, daß er ſich
über einen eventuellen Friedensſchluß mit der Botſchafter=
konferenz
in Verbindung ſetzen ſolle. Hakki Paſchas Vor=
ſchlag
werde daraufhin hinauslaufen, die ſechs Mächte zu
erſuchen, die halbamtlichen Beſprechungen über den Frie=
den
im Namen der Türkei und auf der Grundlage der ir
der letzten türkiſchen Antwortnote enthaltenen Beding=
ungen
zu führen. Geſtern iſt die Miſſion der Groß=Scheiche
der Senuſſi in Konſtantinopel angekommen und von Ver=
tretern
der Pforte empfangen worden. Nach dem Ifham
ſoll die Pforte mit einigen europäiſchen Privatbankiers
in Anleihe=Unterhandlungen ſtehen, doch hätten deren Be=
dingungen
bisher ſich als unannehmbar erwieſen.
Rußland und Oeſterreich=Ungarn.
* Wien, 10. Febr. Nach einer halbamtlichen
Auslaſſung der Montagsrevue enthält das kaiſer=
liche
Handſchreiben an den Zaren nur allge=
mein
freundſchaftliche Verſicherungen und dürfte in der=
ſelben
Art beantwortet werden. Dieſer Briefwechſel
dürfte daher, wie ähnliche frühere, keine beſtimmende
Wirkung auf den weiteren Gang der Ereigniſſe haben.
Prinz Hohenlohe habe aber auch mit Kokowzow und
Saſonow beraten, die ihrerſeits wohl manche Einzel=
fragen
zur Sprache gebracht hätten. Die ruſſiſche Politik
habe ſich in allem dem Standpunkt der übrigen Mächte
angepaßt und verzichte namentlich auch auf Wunſch Eng=
lands
auf die Aufrollung der Dardanellen=
frage
. Nur an der Befürwortung der ſerbiſchen An=
ſprüche
bei der Regelung der Grenzen des zukünf=
tigen
Albaniens halte ſie aus bekannten Beweg=
gründen
noch feſt. Prinz Hohenlohe dürfte aber nicht in
der Lage geweſen ſein, auch wegen Serbien den ruſſiſcher
Andeutungen bedingungslos zuzuſtimmen. Die Sonn=

und Montagszeitung tritt halbamtlich den Verleumdun=
gen
der franzöſiſchen und engliſchen Preſſe entgegen, die
Hohenlohes Sendung als Canoſſagang und als Zeichen
für die Mutloſigkeit und Erſchöpfung Oeſterreich=Ungarns
hingeſtellt haben. Das kaiſerliche Handſchreiben bilde
ein Dokument aufrichtiger Friedensliebe des Kaiſers in
ernſter Zeit. Die ganze öffentliche Meinung Oeſterreich=
Ungarns ſei aber darin einig, daß, wenn auch die Folgen
der Kriſe ſchwer für die Monarchie, obgleich nicht ſchwe=
rer
als für andere Länder und lange nicht ſo ſchwer wie
für Rußland ſeien, die energiſche Verteidigung ihrer
Lebensintereſſen viel raſcher wieder zu regelmäßigen Ver=
hältniſſen
führen werde als ihr mutloſes Preisgeben.
Dasſelbe Blatt empfiehlt, der Londoner Botſchafter=
vereinigung
ein Ende zu bereiten, da ſie entgegen
der Abſicht ihrer Einberufung nicht mehr den Verkehr der
Kabinette erleichtere und vereinfache, ſondern ein ſcharfes
Aufeinanderſtoßen der Gegenſätze verurſache.

Die Revolution in Mexiko.

* New=York 10. Febr. Wie aus Mexiko gemel=
det
wird, proklamierte ſich Diaz zum Präſidenten und er=
klärte
Madero als einen Feind der Republik.
* Mexiko, 10. Febr. Ueber die geſtrigen
Kämpfe wird weiter gemeldet: Es fanden während des
Tages vier geſonderte Gefechte ſtatt, von dem das blutigſte
ſich vor dem Palais abſpielte und mit der formellen Ueber=
gabe
der Truppen endete. Die meuternden Truppen, an
deren Spitze Schüler der Kriegsſchule von Tlalpam mar=
ſchierten
, zogen dann zum Gefängnis, wo ſie Felix Diaz
befreiten. Madero erklärte den fremden diplomatiſchen
Vertretern auf eine Anfrage, er könne für die Sicher=
heit
der Ausländer keine Garantie übernehmen, da
es ihm unmöglich ſei, zu ihrem Schutze Mannſchaften von
Polizei und Artillerietruppen, von denen er über 2000 bis
3000 verfüge, abzuzweigen.
* Berlin, 10. Febr. Die mexikaniſche Geſandtſchaft
erhielt heute mittag folgendes Telegramm des Auswär=
tigen
Amts aus Mexiko: In der Stadt Mexiko brach
eine militäriſche Erhebung aus, die Regierung
beherrſcht jedoch die Lage. (2)
* Waſhington, 10. Febr. Die Regierung hat
beſchloſſen, je ein Schlachtſchiff nach Veracruz, Maz=
latlan
und Acapulco zu entſenden.

Aufruhr in Cokio.

* In Tokio iſt infolge der innerpolitiſchen
Vorgänge ein Aufruhr von anſcheinend nicht un=
bedenklichem
Charakter entſtanden. Es wird darüber ge=
meldet
:
* Tokio, 10. Febr. Als Saionji, der Führer der
Oppoſition, geſtern abend im königlichen Palaſt war, über=
gab
ihm der Kaiſer ein Reſkript, das ihm befahl, ſich
zu bemühen, die außerordentlich ſchwierige politiſche Lage
zu mildern, womit geſagt ſein ſollte, daß die Seiyukwar=
Partei das Mißtrauensvotum fallen laſſen ſollte. Darauf
hin beriet Saionji mit den Parteiführern. Das Reſultat
der Beratung war anſcheinend eine Spaltung der Par=
tei
Seiyukwai. Diejenigen, die für die Aufrechterhaltung
des Mißtrauensvotums waren, wurden von dem Führer
der Kokuminto=Partei unterſtützt, der ſagte, er würde ein
eigenes Mißtrauensvotum einbringen, wenn die Seiyuk=
wai
das ihrige fallen ließen. Trotz des ſtarken Polizeiauf=
gebots
ſammelte ſich heute eine große Menſchenmenge in
der Nähe des Parlamentsgebäudes. Die Miniſteriel=
len
wurden ausgepfiffen und auf die Oppoſitionel=
len
Hochrufe ausgebracht. Schließlich gelang es der
Polizei, die Menge zu zerſtreuen. Fünfzehn Perſonen
wurden dabei verletzt. Inzwiſchen hatten ſich Mitglieder
der Seiyukwai=Partei auf den Balkons des Parlaments=
gebäudes
verſammelt.
Nach einer eilig zuſammenberufenen Miniſterkonferenz
wurde das Abgeordnetenhaus, als es im Begriff
war, ſich zu verſammeln, durch einen kaiſerlichen
Erlaß vertagt. Das Parlamentsgebäude und die
benachbarten Straßen ſind von einer leidenſchaftlich er=
regten
Menge überfüllt. Die Gendarmen unterſtützten die
Polizei in der Aufrechterhaltung der Ordnung.
* Tokio, 10. Febr. (8 Uhr 50 Min. abends.) Die
politiſche Kriſis führte zu ernſten Tumulten.
Die erſten Zuſammenſtöße fanden zwiſchen einem Polizei=
aufgebot
, das um das Parlamentsgebäude zuſammenge
zogen war, und der Volksmenge ſtatt, die ſich zur Unter=
ſtützung
der Oppoſition angeſammelt hatte. Dann wur=
den
Angriffe auf verſchiedene Bureaus der Zeitungsredak=
tionen
gemacht. In einem oder zwei Fällen wurden ernſte
Verſuche unternommen Gebäude in Brand zu ſtel=
ken
. Das Perſonal der Zeitung Kokumin Shimbun leiſtete
energiſch Widerſtand und griff auch zu den Feuerwaffen.
Eine Perſon aus der Menge wurde getötet. Nur den an=
ſtrengenden
Bemühungen der Polizei gelang es, den Aus=
bruch
des Feuers zu verhüten. Darauf zog die Menge
durch die Stadt, demolierte die Polizeiwachen und ſteckte
Straßenbahnwagen in Brand. Schließlich
wollte der Pöbel die Richtung nach dem Schloß des Für=
ſten
Katſura einſchlagen, wurde aber durch ein ſtarkes
Polizeiaufgebot, das blank zog, daran gehindert.
Es kam wiederum zu einem Zuſammenſtoß. Endlich wur=
den
die Aufrührer zurückgetrieben. Soweit bisher be=
kannt
geworden iſt, ſind ſechs Perſonen getötet und bei=
nahe
70 verwundet wörden. Ein ſtarker Druck wird auf
den Fürſten Katſura ausgeübt, um ihn zum Rücktritt zu
veranlaſſen.
* Tokio 11. Febr. Jjiſimbo teilt mit, daß die Re=
gierung
beſchloſſen hat, zurückzutreten. Die Nach=
richt
ermangelt noch der Beſtätigung, aber man erwartet,
daß die Demiſſion heute oder am Mittwoch erfolgen wird,
jedoch jedenfalls, bevor die Seſſion des Reichstages wieder
aufgenommen werden wird.
270

Vermiſchtes.

Die Adria=Ausſtellung in Wien. Eine
der maleriſchſten, unterhaltendſten und dabei trotzdem
ſehr lehrreichen Ausſtellungen, die dieſes Jahr bringen
wird, dürfte wohl die öſterreichiſche Adria=Ausſtellung
ſein. Mitten im herrlichen Prater, in der Rotunde und
in dem unabſehbar großen Ausſtellungspark wird ſich
dieſe Ausſtellung ausbreiten, die ſich der Fürſorge
aller öſterreichiſchen Miniſterien, insbeſondere aber der
des Arbeitsminiſteriums erfreut, das alle Fremdenver=
kehrsangelegenheiten
auf geradezu vorbildliche Weiſe
fördert. Den Fremden wird, abgeſehen von den reichen
wiſſenſchaftlichen und marinetechniſchen Abteilungen, der
überaus intereſſanten Luxuswagenausſtellung der öſter
reichiſchen Südbahn, der pittoreske und unterhaltende
Teil der Anlage feſſeln. Dem Weſtportal der Rotunde

[ ][  ][ ]

Nummer 36.

Darmſtadter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Februar 1913.

Seite 7.

wird eine mit Pflanzen der ſüdlichen Flora geſchmückte
Eſtrade vorgebaut, von welcher aus man einen prächtigen
Rundblick über den großen Kanal und den anſchließen=
den
Ausſtellungsſee genießen wird. Ueber den Kanal
werden drei Brücken führen. Das ausgegrabene Erdreich
wird zur Errichtung eines Hügels verwendet, deſſen
Spitze eine alte küſtenländiſche Wallburg krönen wird,
und in deſſen Innern neben einer Grotte im Stile der
Adelsberger Grotte eine Troglodytenwohnung errichtet
wird. Im See liegt eine Halbinſel mit einem Kaffee=
haus
inmitten eines prächtigen Parkes und am Molo
liegt der Lloyddampfer Wien mit großem Reſtaurant.
Der Zugang zum Dampfer iſt über Schiffsbrücken und
Falltreppen von der Seeſeite aus für die mit Barken oder
Motorbooten Ankommenden. Zu beiden Seiten des
großen Kanals ziehen ſich große Häuſerblocks hin, durch=
wegs
Nachbildungen hervorragender Baudenkmäler
Iſtriens und des Küſtenlandes. In der Altſtadt, einem
Komplex kleiner Häuſer und Gäßchen, wie man ſie in
kleineren Städten Dalmatiens findet, ſoll das Volk nicht
nur bei der Arbeit, ſondern auch beim Vergnügen gezeigt
werden und der Rahmen für ein charakteriſtiſches dal=
matiniſches
Volksbild geſchaffen werden. In Wien, der
Stadt, in der man ſich auf gute Koſt verſteht, darf natür=
lich
auch nicht die Ernährungsavenue fehlen. Außer
Lurusreſtaurants und bürgerlichen, gemütlichen Wiener
Wirtſchaften wird man dort finden: Eine Würſtelhalle,
eine Riſottohütte, eine Geflügelbraterei, Oſterien, eine
dalmatiniſche und eine iſtrianiſche Weinkoſthalle. Im
Großen und Ganzen hat man die Erfahrung, die in
Paris und Brüſſel gewonnen wurden, mit Geſchick ver=
wertet
und Belehrung mit Unterhaltung, Ernſt und heite=
rem
Glanz geſchmackvoll kombiniert.

Literariſches.

Velhagen u. Klaſings Volksbücher.
Preis jedes Bandes 60 Pfg. Nr 63. Flugzeuge. Von
Oberleutnant Paul Neumann. Mit 47 Abbildungen und
einem farbigen Umſchlagbild. Nr. 64. Neue deutſche
Lyrik. Von Frida Schanz. Mit 19 Abbildungen und
einem farbigen Umſchlagbild. Nr. 65. Gerhart Haupt=
mann
. Von Dr. Heinrich Spiero. Mit 34 Abbildungen
und einem farbigen Umſchlagbild. Nr. 66. Yorck von
Wartenburg. Von Walter von Bremen. Mit 31 Ab=
bildungen
und einem farbigen Umſchlagbild. Nr. 67.
Mozart. Von Guſtav Thormälius. Mit 29 Abbildungen
und einem farbigen Umſchlagbild. Wie alle Bände der
ruhmlichſt bekannten Sammlung ſind auch dieſe reich, zum
Teil farbig illuſtriert. Neben einer Biographie Haupt=
manns
ſtehen unter den Neuerſcheinungen der Reihe andere
literarhiſtoriſche Bücher: eine Würdigung der Neuen
deutſchen Lyrik aus der nachfühlenden Feder von Frida
Schanz, ſowie die eingehende Lebensbeſchreibung Mozarts
von Guſtav Thormälius. Dem geſchichtlichen Intereſſe
dient die Schilderung des Tauroggener Helden Yorck von
Walter von Bremen.

Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)

* Berlin, 11. Febr. Im Plenarſitzungsſaale des Her=
renhauſes
wurde heute die 41. Vollverſammlung
des deutſchen Landwirtſchaftsrats vom Vor=
ſitzenden
Grafen Schwerin=Löwitz mit einem dreifachen
Hoch auf den Kaiſer, die deutſchen Bundesfürſten und die
freien Städte eröffnet. Staatsſekretär Dr. Delbrück be=
grüßte
den deutſchen Landwirtſchaftsrat im Auftrage des
Reichskanzlers und der verbündeten deutſchen Regierungen
Graf Schwerin=Löwitz teilte mit, daß morgen, Mittwoch,
der Kaiſer perſönlich an den Verhandlungen teilnehmen
werde. Morgen abend findet im Hotel Adlon ein Feſt=
eſſen
ſtatt, wozu der Reichskanzler, viele Staatsſekretäre
und Miniſter ihr Erſcheinen zuſagten. Den erſten Gegen=
ſtand
der Tagesordnung bildete der deutſche Weinbau,
worüber Dr. Buhl=Deidesheim berichtete.
* Meiningen, 11. Febr. Die Generalverſammlung der
Deutſchen Hypothekenbank in Meiningen
ſetzte die Dividende für das abgelaufene Geſchäftsjahr auf
7 Prozent feſt.
Cochem a. d. Moſel, 11. Febr. Durch ein geſtern
abend ausgebrochenes Feuer im älteſten Stadtteile, dem
Geſchäftsviertel am Markte, wurde ein Block von ſechs
Häuſern nebſt Nebengebäuden zerſtört, darunter das
ſogenannte Moſelhaus ein hölzernes Haus, das den
großen Brand der Stadt im 17. Jahrhundert überſtanden
hatte. Zehn Familien ſind obdachlos geworden. Eine
ältere Frau hat einen Schlaganfall erlitten. Der Schaden
wird auf 300000 Mark geſchätzt. Die Abgebrannten ſind
zum größten Teile nicht verſichert.
Rom, 11. Febr. Die älteſte Schweſter des
Papſtes, Roſa Sarto, iſt nach 25tägiger Krankheit infolge
eines Schlaganfalles heute mittag geſtorben.
* London, 11. Febr. Die Witwe des verunglückten
engliſchen Forſchers Scott befindet ſich auf der Reiſe
von San Franzisko nach Auckland. Man verſucht, das
Schiff durch Funkentelegraphie zu erreichen, um ihr den
Untergang der Expedition mitzuteilen.
* Waſhington, 11. Febr. Bezüglich der Entſend=
ung
der Kriegsſchiffe nach den ſüdameri=
kaniſchen
Häfen wird erklärt, daß dieſe Maßregeln
keine Aenderung in der amerikaniſchen Politik bedeute.

H. B. Zalopane, 11. Febr. Beim Bobſleigh= Fah=
en
in der hohen Tatra ſtürzte ein mit 8 Perſonen be=
ſetzter
Bobſleigh um. Zwei Perſonen wurden ſofort ge=
tötet
, die übrigen wurden ſchwer verletzt.

Eiſenbahnunfall.

* Erfurt, 11. Febr. (Amtliche Meldung.) Geſtern
abend 8 Uhr 30 Minuten entgleiſte der Perſonenzug
806 bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Vieſelbach infolge
falſcher Weichenſtellung auf dem Gleis 4 durch Auffahren
auf einen Prellbock beim Endſtellwerk. Die hinter der
Lokomotive laufenden drei Güterwagen mit Militärpfer=
den
, die nach Würzburg und Ludwigsburg beſtimmt
waren, ſind hierbei ineinander geſchoben worden. Der
Kanonier Wolpert vom Regiment Nr. 29, 6. Batterie, in
Ludwigsburg wurde getötet, ebenſo 3 Pferde. Der

Materialſchaden iſt erheblich. Verletzt wurde ſonſt nie=
mand
. Bis zur Wiederaufnahme des zweigleiſigen Be=
triebes
um 3 Uhr nachts wurde der Verkehr zwiſchen Vie=
ſelbach
und Erfurt eingleiſig aufrechterhalten. Die Unter=
ſuchung
iſt eingeleitet worden.
Erfurt, 11. Febr. (Amtlich.) Bei den Aufräumungs=
arbeiten
des in Vieſelbach entgleiſten Zuges wurde
noch die Leiche eines Dragoners des 7. Dragoner= Regi=
ments
gefunden, deſſen Name durch das Regiment noch
ermittelt wird.

Briefkaſten.

K. H. Hat der Inhaber der Konzeſſion ſeinen Ge=
werbebetrieb
während eines Zeitraumes von 3 Jahren
eingeſtellt, ohne eine Friſtung nachgeſucht und erhalten zu
haben, ſo erliſcht die Konzeſſion. (S. § 49, Abſ. 3, der
Gewerbeordnung.)

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Dampfernachrichten.

Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: Barcelona 6. Febr. 9 Uhr 30 Min.
morgens in Baltimore. Hamburg von Genua und
Neapel nach New=York, 6. Febr. 5 Uhr nachm. von
Palermo. Kaiſerin Auguſte Victoria nach New=York,
7. Febr. 6 Uhr 30 Min. morgens Dover paſſiert.
Preſident Lincoln 6. Febr. 9 Uhr abends von New=
York direkt nach Hamburg. Aſſyria 7. Febr. 10 Uhr
morgens in Baltimore. Breynton 1. Febr. 2 Uhr
nachm. von Baltimore nach Hamburg. Kaiſerin Auguſte
Victoria nach New=York, 7. Febr. 8 Uhr 45 Min.
abends von Cherbourg. Amerika 8. Febr 12 Uhr
mittags von New=York über Cherbourg und Southampton
nach Hamburg. Batavia von Boſton und Baltimore
kommend, 9. Febr. 6 Uhr abends in Hamburg. Emil
L. Boas 8. Febr. 11 Uhr 15 Min. morgens in New=
York. Hamburg von Genua und Neapel nach New=
York, 9. Febr.s 6 Uhr morgens Gibraltar paſſiert.
Savoia‟ 9. Febr. 7 Uhr morgens von Galveſton nach
Hamburg. Verſchiedene Fahrten: Cleveland, zweite
Weltreiſe, 6. Febr. 9 Uhr morgens von San Francisco
Kronprinzeſſin Cecilie von der drittten Weſtindien=
fahrt
, 6. Febr. 4 Uhr nachm. in Neworleans. Perſe=
polis
nach Perſien, 7. Febr. 2 Uhr morgens in Ant=
werpen
. Kurmark von Indien kommend, 8. Febr.
von Hort Said nach Hamburg. Victoria Luiſe, ſechſte
Weſtindienfahrt, 3. Febr. 1 Uhr nachm. von New=York.
Holland=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Aug. Cellarius in Darmſtadt, Bleichſtr. 53.
Rotterdam 14. Jan. vorm. in Rotterdam eingetroffen.
Nieuw Amſterdam 30. Jan. nachm. in Rotterdam
eingetroffen. Noordam 6. Febr. 9 Uhr vorm. Scilly
paſſiert, Ryndam 4. Febr. vorm. von New=York ab=
gegangen
. Potsdam 5. Febr. nachm. in New=York
eingetroffen.

Familiennachrichten.

Statt jeder beſonderen Anzeige.
Heute morgen 6 Uhr entſchlief ſanft nach
längerem Leiden mein lieber, einziger Sohn
Ernst Mittler.
Um ſtille Teilnahme bittet
die trauernde Mutter:
Auguste Mittler,
geb. Goes.
Darmſtadt, den 11. Februar 1913.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, nach=
mittags
2¼ Uhr, vom Trauerhauſe Stift=
(3878
ſtraße 1 aus, ſtatt.

Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
In der Nacht von Sonntag auf Montag
verſchied plötzlich an einem Herzſchlag im Alter
von 56 Jahren mein innigſtgeliebter Gatte
unſer treubeſorgter Vater, guter Bruder,
Schwager und Onkel
(3869
Herr

i. Fa.: Georg Ebert Nachfolger.
Die tieſtrauernden Hinterbliebenen:
Frau Emilie Schneider, geb. Eckert,
Willy Schneider,
Eliſe Hieronimus, Darmſtadt,
Franz Vlk u. Frau, geb. Schneider, Paris,
Georg Schneider u. Frau, Berlin
Wilh. Beck u. Frau, geb. Schneider, Darm=
ſtadt
,
Fritz Kaminsky u. Frau, geb. Schneider,
Forſt i. Lauſitz,
Frau Poſtmeiſter Hieronimus Witwe,
München.
Frankfurt a. M., den 11. Febr. 1913.
Die Beerdigung findet ſtatt: Donnerstag, den
13. Februar, vormittags 9 Uhr, vom Portal
des Frankfurter Friedhofs aus.

Heute abend verſchied ſanft nach kurzem
Leiden im 76. Lebensjahre meine gute Frau,
unſere liebe Mutter, Schwiegermutter, Groß=
mutter
, Schweſter und Tante
(3868
Frau
Anna Marie Klee.

Um ſtille Teilnahme bittet für die trauern=
den
Hinterbliebenen

Chr. H. Klee.

Darmſtadt, den 10. Februar 1913.
Beerdigung findet Donnerstag, den 13. Febr.,
vormittags 11 Uhr, ſtatt. Einſegnung eine
Viertelſtunde vorher im Trauerhauſe Hoff=
mannſtraße
14.

Todes=Anzeige.
Geſtern abend 9½ Uhr verſchied

ſanft
(3862

F
ädlem Luise Neuls
im 77. Lebensjahre.
Um ſtille Teilnahme bitten
im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Ludwig Göttmann,
Adolf Göttmann.
Darmſtadt, den 11. Februar 1913.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den
13. Februar, nachmittags 3 Uhr, vom Trauer=
hauſe
Pallaswieſenſtraße 12 aus, ſtatt.

unſere liebe Tante

Dankſagung.

Für die vielen Beweiſe aufrichtiger Teilnahme
an dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte ſagen
wir Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer Velte für
ſeine troſtreichen Worte am Grabe, den Schweſtern,
den Frauen aus dem Hauſe und der Nachbarſchaft
für ihre liebevolle Pflege, ſowie für die zahlreichen
Blumenſpenden unſeren tiefgefühlteſten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Adam Brohm & Sohn.
Darmſtadt, den 10. Februar 1913. (3848

er
Ae

nach ilsner Art
nach Münchner Art
Hell Export GaBh
feinste Tafelbiere
in Flaschen und Syphons,

3826a

[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Februar 1913.

Nummer 36.

Todes=Anzeige.
Heute Nacht verſchied ſanft unſere liebe Mutter,
Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter
Frau Apotheker

geb. Beyslegel, aus Katzenelnbogen
im Alter von 86 Jahren.
Freiburg i. B., Kaiſerslautern, Kiel, Katzeneln=
bogen
, Halle, Darmſtadt, den 11. Febr. 1913.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Apotheker Flick,

3891)

geb. Caesar.

Die Einäſcherung findet im Sinne der Ver=
ſtorbenen
in der Stille ſtatt. Von Kranz= und
Blumenſpenden bittet man abzuſehen.

Dankſagung.
Für die zahlreichen Beweiſe herz=
licher
Teilnahme bei dem uns ſo ſchwer
betroffenen Verluſte, ſagen wir allen Leid=
tragenden
, insbeſondere Herrn Pfarrer
Marx für die troſtreichen Worte bei der
Einſegnung im Hauſe, ſowie für die über=
aus
zahlreichen Blumenſpenden, unſeren
aufrichtigen Dank.
(3882
In tiefer Trauer:
Familie Fritz Dequis.

Darmſtadt, 12. Februar 1913.

Geſtern früh wurde nach kurzem, ſchwerem
Leiden mein inniggeliebter Sohn, mein guter
Bruder
Herr Fritz Weick
im Alter von 22 Jahren in ein beſſeres Jen=
ſeits
abgerufen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Minna Weick,
Hermann Weick.
Darmſtadt, den 11. Februar 1913.

Die Einäſcherung findet Freitag, nachmittags
um 4 Uhr in Karlsruhe ſtatt. (3888

Todes=Anzeige.
Am 10. ds. Mts. entſchlief nach ſchwerem
Leiden in Darmſtadt im 67. Jahre nach einem
arbeitsreichen Leben meine letzte treue, ſorg=
(3892
ſame Schweſter
Fräulein
Johanna Fölsing
Tochter des ehemaligen Stadtrates
Dr. Fölsing.
In tiefer Betrübnis:
Adolf Fölsing
auch im Namen der Hinterbliebenen.
Berlin W. 56, Schinkelplatz 5.
Die Beerdigung findet in Darmſtadt am
Donnerstag, 13. Februar, nachmittags 3 Uhr,
vom Portale des Friedhofes aus, ſtatt.

Städtiſches Muſeum (Schloßgraben 9). Geöffnet
Sonn= und Feiertags, ſowie Mittwochs und Freitags
von 111 und 24 Uhr, bei freiem Eintritt.
Dienstags, Donnerstags und Samstags von 101 Uhr
(Eintritt 30 Pfg.).

Kirchliche Nachricht.

Johanneskirche. Mittwoch, den 12. Februar,
abends 8 Uhr: II. Paſſionsandacht. Pfarrer Marx.

Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.

Das Hochdruckgebiet bedeckt ganz Mitteleuropa. Die
nordweſtliche Depreſſion hat einen flachen Randwirbel=
gebildet
, der heute über der Nordſee liegt. Unter dem
Einfluß von Teilwirbeln fielen geſtern in Deutſchland
unerhebliche Niederſchläge, ſonſt war es meiſt wolkig.
Heute morgen hat ſich die Witterung nicht geändert; die
Temperaturen ſind normal. Auch morgen wird das
Hochdruckgebiet noch ausſchlaggebend ſein.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 12. Febr.:
Wechſelnd bewölkt, meiſt trocken, Temperatur wenig ge=
ändert
, ſtellenweiſe nebelig.

Tageskalender.

Großh. Hoftheater (Ab. D), Anfang 7½ Uhr, Ende
gegen 10½ Uhr: Prima=Ballerina‟
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Konzert des Inſtrumental=Vereins um 8¼ Uhr im
Saalbau.
Hauptverſammlung des Kriegervereins um 8
Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz
Hauptverſſammlung des Bezirksvereins Johan=
nesviertel
um 8½ Uhr im Frankfurter Hof
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. Hotel Heß um
3 und 8 Uhr. Bürgerkeller um 8 Uhr.
Reſidenztheater (am weißen Turm): Vorſtellungen
von 411 Uhr.
Uniontheater (Kunſtlichtſpiele), Rheinſtraße 6.
American=Bio beim Bismarckdenkmal. Vor=
ſtellungen
von 311 Uhr täglich.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein=
u
. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 411 Uhr.

Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 13. Februar.

Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 3 Uhr in
der Ludwigshalle‟
Dünger=Verſteigerung um 9½ Uhr in der Dra=
goner
=Kaſerne (Regt. Nr. 23).
Brennholz=Verſteigerung um 9½ Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz.
Stamm= und Brennholz=Verſteigerung um
9 Uhr im Nieder=Ramſtädter Gemeindewald ( Zuſam=
menkunft
im Bonstal).
Faſelvieh=Verſteigerung um 3 Uhr im Faſel=
ſtall
zu Zeilhard.
Jagdverpachtungen: Um 1 Uhr auf der Bürger=
meiſterei
Zeilhard, um 3 Uhr im Gemeindehaus Ge=
orgenhauſen
.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.


Heſſenbrau
Original=Flaſchen=Füllung direkt vom Lagerfaß

überall erhältlſch, auch direkt aus der Brauerei. Telephon 181.

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ihr Aufenthalt in Prenzlau 1750 bis 1756.
Von E. Mentzel.
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Mit mehreren Illustrationen. Preis Mk. 2.50.
Zu beziehen in der Expedition des Tagblatts u. durch
alle Buchhandlungen.

Kurſe vom 11. Februar 1913.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

In Proz. Zf.
3i.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,40
3½ Deutſche Reichsanl. . 88,30
77,70
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
3½ do. Conſols . . . 88,50
77,70
do.
do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,40
93,00
3½
do.
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 99,90
3½
87,00
do.
3
do.
4 Hamburger Staatsanl. 98,70
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 99,3)
4 do. do. (unk. 1918) 99,20
3½
do.
87,00
do.
75,80
3 Sächſiſche Rente.
78,80
4 Württemberger v. 1907 99,75
do. v. 1875 93,70
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
Griechen v. 1887 . . 54,80
3¾ Italiener Rente .
4½ Oeſterr. Silberrente 87,60
4 do. Goldrente . . . 91,20
do. einheitl. Rente 84,50
3 Portug. unif. Serie I 63,30
3 do. unif. Ser. III 66,30
3 do. Spezial . . . .
5 Rumänier v. 1903 . . 99,90
4 do. v. 1890 . . 93,00
do. v. 1905 . . 87,00
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 89,40
do. v. 1902 . . . . 90,40
do. v. 1905 . . . . 100,00
Schweden . . . .
4 Serbier amort. v. 1895 81,50
4 Türk. Admin. v. 1903 78,40
4 Türk. uniſiz. v. 1903 86,00
4 Ungar. Goldrente . . . 87,60
4 do. Staatsrente. . . 84,60

InProt
101,00
5 Argentinier . .
87,00
do.
41 Chile Gold=Anleihe. 91,60
5 Chinef. Staatsanleihe. 98, 10
41
91,30
do.
4½½ Japaner . .
.. . 91,20
5 Innere Mexikaner . . . 92,00
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 84,00
5 Gold=Merikaner . . . . 99,00
3 Buenos Aires Provinz 68,50
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt
. . . . . . . 150,90
5 Nordd. Lloyd . . . . . 116,50
6½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 128,20
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 113,25
6 Baltimore und Ohio . 105,00
6 Schantungbahn . . . . 130,50
6½ Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 23½
6 Pennſylvania R. R. . 123,00
Letzte Induſtrie=
Aktien.
Divid.
3 Brauerei Werger . . 65,00
25 Bad. Anilin= u. Soda
Fabrik
538,00
14 Chem. Fabrik Gries=
heim
. . .
.247,50
30 Farbwerke Höchſt . . 632,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . .349,89
10 Cement Heidelberg . . 144,60
30 Chem. Werke Albert 442,00
14 Holzverkohlung Kon=
ſtanz
. . . . . . . 330,25
5 Lahmeyer . . . . . . . 124,00

In Proz.
Letzte
Divid.
7½ Schuchert, Nürnberg 145,90
12 Siemens & Halske .217,00
5 Beramann Electr. .
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 163,70
25 Gummi Peter . . . . 75,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 73,75
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer
. . . . . . 615,00
10 Maſchinenf. Badenia 180,00
16 Wittener Stahlröhren
8 Steana Romana Petr. 151,50
15 Zellſtoff Waldhof . . 235,00
12½ Bad. Zucker=Wag=
. . . 199,80
häuſel.
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 92,80
3 Südd. Immobilien 60,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede .
176½
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 216,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 163,00
10 Gelſenkirchener . . . . 195,75
9 Harpener . . . . . . . 194,00
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 260,25
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Carv. . . . . . . . 86,00
6 Laurahütte . . . . . . 178,00
10 Kaliwerke Aſchersleben 160,00
11
Weſteregeln 207,50
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ.
½ Nordd. Lloyd=Obl. 99,30
4 Eliſabethbahn, freie . . 92,70
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 87,10
3 Prag=Duxer . . . . . . 74,40
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 92,90
do.
75,90
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,00
4
do.

In Proz.
Zf.
2¾/10 Oeſt. Sübb. (Lomb.) 53,70
76,90
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 93,00
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 87,30
4½ Moskau=Kaſan . . . 95,80
do.
4 Wladichawchas . . . .
4 Rjäſan Koslow . . . . 87,90
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 73,50
½
do.
2% Livorneſer . . . . . 69,00
3 Salonique=Monaſtir . 62,60
4 Baadadbahn . . . . . . 80,70
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 94,30
4 Miſſouri=Paciſic. . .. 71,00
4 Northern=Paciſic . . . 98,90
4 Southern=Pacific . . . 94,00
5 St. Louis und San
Francisco. . . . . 82,30
5 Tehuantepec . . . . . . 98,20
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 188,60
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 149,70
9½ Berlin. Handelsgeſ. .168,50
6½ Darmſtädter Bank . 124,70
12½ Deutſche Bank . . . 256,00
6 Deutſche Vereinsbank . 123,75
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,50
10 Diskonto=Kommandit 189,90
8½ Dresdener Bank . . 157,10
9½ Frankf. Hypoth.=B. 216,00
6½ Mitteld. Kreditbank 120,00
Nationalb. für Deutſchl. 123,50
7 Pfälziſche Bank. . . . 130,00
5.86 Reichsbank . . . .137,50
7 Rhein. Kreditbank. . . 136,70
7½ A. Schaaffhauſen
Bankverein . . . . 115,00
7½ Wiener Bankverein . 132,60
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . .. 98,00

Zf.
In Proz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
87,00
5. 19.
4 Frankf. Hyp.=Kreditv
98,00
S.52 . . .
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 97,
3½
87,25
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,30
3½
87,30
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
98.60

S. 14, 15, 17, 24/26
1823. . . . . . . . . 98,90
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Banl
S. 1 u. 2, 68 . . . 87,30
S. 35 . . . . . . . . 87,10
S. 911 . . . . . . . 87,20
4 Meininger Hyp.=Bank 98,00
3½
do.
86,50
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 98,00
31 do. (unk. 1914) . . 87,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,00
do.
87,80
Städte=
Obligationen.
Darmſtadt . . . . . .
3½
do.
Frankfurt. . . . . . . 98,80
31
do.
96,00
4 Gießen . . . . . . . . 96,50
31
do.
87,70
4 Heidelberg . . . . . . 97,00
3½
do.
87,70
4 Karlsruhe . . . . . . 96,70
do.
3½
88,40
Magdeburg. . . . . .
3½
.
4 Mainz . . . . . . . . 97,50
do.
88,80
3½
4 Mannheim . . . . . . 97,50
3½
do.
90,00
4 München . . . . . . . 99,30
3½ Nauheim . . . . . . 88,00
4 Nürnberg. . . . . . . 98,0
do.
87,60
4 Offenbach . . . . . .

In Proz
Zf.
3½ Offenbach . . . . . . 86,30
4 Wiesbaden . . . . . . 98,60
95,30
3½
do.
4 Worms . . . . . . . . 97,40
do.
3½
88,50
-
Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
Badiſche . . . Tlr. 100 170,60
3½ Cöln=Mindner , 100 139,00
Holl. Komm. . fl. 100 112,00
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.= Pfand=
briefe
. . . . . . . 137,75
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 178,00
3 Oldenburger . . . . . . 130,40
2½ Raab=Grazer fl. 150 112,00
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7 35,50
Braunſchweiger Tlr. 20 197,80
Freiburger . . . . Fs. 15
Mailänder . . . . Fs.45
do. . . . . Js.10 34,00
Meininger . . . . . fl. 7. 34,50
Oeſterreicher v. 1864fl. 100
do. v. 1858fl. 100 470,00
Ungar. Staats . . fl. 100
Venediger . . . . Fs. 30 53,00
Türkiſche . . . . Fs. 400
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,43
20 Franks=Stücke . . . . 16,29
Amerikaniſche Noten . . . 4,18½
Engliſche Noten . . . . . 20,46
Franzöſiſche Noten. . . . 81,30
Holländiſche Noten. . . . 169,20
Italieniſche Noten . . . . 80,05
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,60
Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,80
Reichsbank=Diskonto
Reichsbank=Zomhard

[ ][  ][ ]

Nummer 36.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Februar 1913.

Seite 9.

Littwoch, den 12. Fepruar
eröffne in meinem Hause
Markt 11 Ecke Marktstrasse
meine durch Umbau
bedeutend vergrösserten Verkaufslokalitäten
(3847
Die J grossen Schadfenster
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Grafenſtraße 30, part. (Tele=
1. Gewerbliche Abteilung, phon Nr. 371). Geſchäfts=
ſtunden
von 812½ Uhr und von 2½6 Uhr.
Allgemeiner unentgeltlicher Nachweis für Arbeitgeber
und Arbeitnehmer,
Waldſtraße 6, Zimmer Nr. (
2. Dienſtboten=Abteilung, (Telephon Nr.371). Geſchäfts=
ſtunden
von 912 Uhr und von 36 Uhr.
(1763a
Von den Herrſchaften wird eine Einſchreibgebühr von
20 Pfg. und eine Vermittlungsgebühr von 1 Mk. erhoben.
Für Dienſtboten iſt die Benutzung der Abteilung koſtenlos.
Zentralanſtalt für Arbeits= und Wohnungsnachweis.
möglichſt branchekundig,
Verkauferin,
ſucht
(3414fsm

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Konfektionshaus Markt 11½, Beke Marktstr.

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Nieder-Bamstädterstr. 31, Vdh., III. 1.

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an die Exped. ds. Bl. (*3768md

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Schneiderin auszugehen (*3789
Karlſtraße 46, Seitenb., 1. St.

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empfiehlt ſich in u. auß. d. Hauſ.
Beſſungerſtr. 66, Hth., II. r. (*3442sm

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78 Putz. Riegerplatz 14, M. (*3681im
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lung
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8 Uhr ab bis nach d Spülen Fuhr=
mannsſtr
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morgens 2 Stunden Laufdienſt
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Junge Frau ſucht Laufſtelle für
3 mal in der Woche, auch für Laden
od. Büro zu rein. Kiesſtr. 26. (*3807

Junges, ſauberes Mädchen
ſucht Laufdienſt
(*3817
Taunusſtraße 44, III. rechts.

Junge Frau ſucht Samstags v
5 Uhr ab u. Sonntags z. Spülen.
*3882) Neue Ireneſtr. 12, II. r.

Aelt. Mädch. ſ. Stelle als Haus=
hälterin
zu alleinſt. ält., einf. Herrn.
Näh. Martinſtr. 27, 2. Stock. (*3887

Junge Frauſ. 12 St. Laufdienſt
*3885) Woogſtr. 1, 1. St. (Luft).

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Beck, gewerbsmäßige Stellenver=
mittlerin
, Eliſabethenſtr. 22, II. (*3860

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Bautechniker
welcher einige Fächer an der techn.
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Jahre in g. Fabrik t., mit allen
Bureauarbeit. vertraut, d. Handels=
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beſucht, ſucht Stellung bei
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Selbſtändiger Schreiner, auf
Bau und Mobel, auf Wunſch mit
Werkzeug, ſucht Arbeit. Näheres
Liebfrauenſtraße 95, III. (*3870

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ſucht Stelle als Fahrburſche. Näh.
(B3858
Ludwigshöhſtraße 34.

Suche für meinen Sohn auf
Oſtern
eine Lehrstelle

als Friſeur. Näh. Exped. (*3871

Fräulein, welches ſich in der
feineren Hotelküche ausbilden
möchte, ſucht per April Stellg. Verg.
erw., jedoch nicht Beding., hilft auch
ſonſt im Haushalt mit. Offert. unt.
F 73 an die Exped. ds. Bl. (*3776

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Konfektion, Nieder-Ramstädterstr. 49.

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Stenogr. u. Maſchinenſchreiben be=
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franz. Korreſpond. erwünſchl. Re= das etw. koch. kann, p. ſofort od.
flektantinnen bel. ihre Offerten m.
u. B 65 a. d. Exp. z. richten. (2606a

die Abteilung:
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Putz, Tapiſſerie,
Beſatz u. Seidenſtoffe.
Adolf Geiger.

Fräulein
geſucht. Offerten mit Gehalts=
anſprüchen
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Kino geſucht. Beſchäftigung
v. 4 bis 10 Uhr, auch Sonntags
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Junges, kräftiges Mädchen,
welches auch im Geſchäft etwas
tätig ſein kann, per 1. März. evt.
auch ſpäter geſucht.
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unſere Werkſtatt bei guter Be=
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3792msi) Schulſtraße 2.

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auf einige Tage geſucht Heinrich=
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ſtraße 78, II.

Arbeiterinnen
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G. m. b. H., Wienersſtr. 66. (*3900

Modistin
oder Dame, welche im Verarbeiten
von Band, Binden v. Schleifen ꝛc.
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Offert. unt. G 14 Exped. (*3899

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der Schule entlaſſen werden,
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Gebr. Rothschild,
Markt 2.

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(*3830
Konfektion, Nieder-Ramstädterstr. 49.

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beiterinnen
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Landgraf, Grafenſtr. 27. (*3684im Lehrmädchen geſucht
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geſchäft
ſuche zu Oſtern ein Lehr=
mädchen
aus braver Familie. Off
u. F 20 an die Exped.
(3686a 1
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15. Februar in einfach. bürgerl.
Gehaltsanſpr. ſowie Zeugnisabſchr. Haushalt geſucht. Gutenberg=
ſtraße
11, part.
(**1293t Spülfrau
ſucht per 1. März oder April für ſofort geſucht im Artillerie= Offi=
zierskaſino
25er.
(B3687 Tüchtige, ſelbſtändige


Kuchtn
geſ. Eintritt ſof. od. 15. Febr. Hoh
Lohn. Nur ſolche mit guten Zeug=
niſſen
wollen ſich melden. (*3651im
Wo? ſagt die Exp. ds. Blattes. mit guter Handſchrift für Kontor Tüchtiges Mädchen, das alle
Hausarbeit verſteht, zum 15. Febr.
oder 1. März geſucht.
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morgens
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vor= und nachmittags geſucht
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aus gut. Fam. zur Beaufſichtigung
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Nachmittagsſtunden geſucht.
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Expedition d. Bl.
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tagsüber für den Haush. geſucht
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Grafenſtr. 33., II.

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bei gutem Lohn geſucht
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welches bürgerlich kochen kann und
allen Hausarbeiten ſelbſtändig vor=
tehen
kann, zum 15. März, eventl.
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Heidelbergerſtr. 61, II. (*3864md
Aat
Jüngeres, ordentl. Lädchen
möglichſt vom Lande, in einf. Haus=
halt
geſucht. Näh. Exped. (*3868

Tüchtige, anſtändige,
geſunde Haushälterin
Ende 30 er, oder anfangs 40 er, für
ein klein. Bahnhofreſtaurant Nähe
Hanaus bei gutem Lohn ſofort
geſucht. Off. u. G 7 Exped. (*3880
Laufrau für vormittags zwei
und mittags eine Stunde geſucht
3885mdf) Roßdörferſtr. 51½, I.

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per ſofort geſucht
(*3837
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Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Februar 1913.

Nummer 36.

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[ ][  ][ ]

Nummer 36.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Februar 1913.

Seite 11.

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Gefunden: 1 weißes Kinder=Unterhöschen. 1 goldener Ring
ohne Stein (Trauring). 1 Strick. 1 rotledernes Portemonnaie mit
über 2 Mark Inhalt. Eine Anzahl Schlüſſel. 1 ſchwarze Pelzboa.
1 weißes Taſchentuch, gez. L. K. 1 Zwicker. 1 Taſchentuch mit
Zeichen und einem Geldſtück. 1 ſilbernes gedrehtes Armband. 1 kl.
ſchwarzes Kinderportemonnaie mit einigen Pfennigen. 1 ſchwarzer
Damenhandſchuh. 1 kleine Vorſtecknadel mit 2 kleinen weißen Perlen.
1 grüner geknüpfter Beutel. 1 grauer Damenhandſchuh. 1 Peitſche
mit gelbem Stiel. 1 grauer Kindermuff. 1 Aufſteckkamm. 1 ſchwarz=
ſeidenes
Kopftuch. 2 Schlüſſel an einem Ring. 1 goldene Spangen=
nadel
mit Ziſelierung (im Oktober gefunden). 1 Herrenremontoiruhr.
1 vergoldete Broſche mit 2 roten und 1 weißen Steinchen. 1 Porte=
monnaie
mit Inhalt. 1 großer Handwagen (angeſchloſſen). 1 Aus=
hängekaſten
mit Poſtkarten.
(3837

Lieferung von Leder

für die Armenverwaltung und das Ohlyſtift in Gräfenhauſen.
Wir bedürfen:
50 kg ſchweres Wildkuhſohlleder,
50 mittelſchweres Wildkuhſohlleder,
200 gewalztes Sohlleder, ſchwere Qualität,
105 braune Raupen,
150 mittelſchwere Croupon,
Dutzend Schaffelle,
in beſter, tadelloſer Ware, und laden Lieferungsluſtige ein, ihre mit
bezüglicher Aufſchrift verſehenen Angebote Samstag, den 15. Ifd.
Mts., pormittags zwiſchen 1011 Uhr, in den im unteren linken
Hausflur des Stadthauſes aufgehängten Kaſten für Verdingungs=
angebote
einzulegen. Proben ſind bei Herrn Oberverwalter Weidner
im Pfründnerhaus, Frankfurterſtraße 35, einzureichen. Derſelbe wird
auf Verlangen jede gewünſchte Auskunft über die Lieferung erteilen.
Darmſtadt, den 1. Februar 1913.
Städt. Armen= und Fürforgeamt Darmſtadt
Krapp.
(3286mm

as Bureangebäude auf dem ehemaligen Gelände des Main=
Neckar=Bahnhofes, an der Feldbergſtraße, zwiſchen Griesheimer
L
und Dornheimer Weg, in Darmſtadt, ſoll auf Abbruch verkauft
werden. Angebotsunterlagen können gegen porto= und beſtellgeld=
freie
Einſendung von 50 Pfennig, ſoweit der Vorrat reicht, von der
unterzeichneten Dienſtſtelle bezogen werden. Oeffnung der Angebote
am 20. Februar ds. Js., vormittags 10 Uhr, im Bureau der
unterzeichneten Dienſtſtelle früheres Empfangsgebäude der Main=
(IV,3822,63
Neckarbahn nordöſtlicher Flügel.
Großh. Eiſenbahnbanabteilung Darmſtadt.

Die Lieferung von Betriebs= und Werkſtätten=Materialien
pro 1913/14 für unſere Bahnen ſoll auf dem Submiſſionswege ver=
geben
werden. Angebote mit der Aufſchrift
Submiſſion auf Betriebs= u.
Werkſtätten=Materialien
ſind bis ſpäteſtens am 1. März cr., vormittags 10 Uhr, an unſer
Maſchinen techniſches Büro hier einzureichen, bei welchem auch die
Lieferungsbedingungen eingeſehen, reſp. gegen portofzeie Einſendung
von 80 Pfennig bezogen werden können.
3737im
Darmſtadt, im Februar 1913.
Hüddeutſche Eiſenbahn=Geſellſchaft.

Autzholz=Verſteigerung Nr. 8.

(Stadtwald.)
Freitag, den 14. Februar l. J., vormittags 8 Uhr.
werden im Saale der hieſigen Turngemeinde (Woogsplatz 5)
304,43 fm Nutzholz aus der Forſtwartei Heiligkreuz (Forſtwart
Hofmann) verſteigert, und zwar aus der Abteilung Sauſchwanz (48),
Rücksbrünnchen (49), Holzſchlag (22 und 23), Wildſcheuerteil (18), Vor=
derſter
Woogsberg (40 und 41), Nachtweide (43):

Eichen
=Stämme 2 Stück I. Kl. 3,81 fm
II. 2,61
,
,
13
III. 11,77
,
2
2.
, IV. = 14,71

3,58
1.
. ,
,
VI. 0,21
7
Eſchen
, 2,43
65
VI. 10,46
Buchen
II. 2,92
2
III. = 20,10
7,42

IV. = 1,33
Hainbuchen
3,02.
A
VI. 5,10
IV. 0,43
Birken
VI. 0,46
,
Linden
IV. 0,79
II. 15,84
Fichten
III. 41,99
V.
= 58,45
0
V. 96,43
262
0,57
Fichten=Reisſtangen 48

Sämtliches Holz iſt an gut fahrbare Wege gerückt. Unter=
ſtrichene
Nummern kommen nicht zur Verſteigerung. Nummerver=
zeichniſſe
ſind bei dem oben genannten Forſtwart zu haben.
Darmſtadt, den 30. Januar 1913.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
(3410fm
Kullmann.

Stammholz=Verſteigerung.
Montag, den 17. Februar, vormittags 10 Uhr,

werden im Schaafheimer Gemeindewald, Diſtrikt Schwarzwaſſer,
Harreshäuſerbuſch und Loosäcker, verſteigert
257 Kiefernſtämme, 280,57 Feſtmeter
95 Fichtenſtämme, 31,28
Die Zuſammenkunft iſt auf dem Stockſtädter Weg am Eingang
des Waldes.
(3785ms
Schaafheim, am 10. Februar 1913.
Großh. Bürgermeiſterei Schaafheim.
Hauck.

Jagd=Verpachtung.
Montag, den 17. Februar, nachmittags 1 Uhr,

wird die hieſige Feldjagd öffentlich verpachtet. Größe der Gemar=
kung
913 ha. Der Bahnhof Lengfeld liegt inmitten des Jagdgebiets.
Sehr guter Wildſtand iſt vorhanden.
(3784ms
Großh. Bürgermeiſterei Lengfeld.
Bundſchuh, Bürgermeiſter.

fin gut erhaltener Kinderwagen
(*3674im
billig zu verkaufen
Pankratiusſtraße 57, 2. St.

N

iwan, Glasschräukch., ant. Trumeau zu
perk. Soderſtr. 79, II. (*3699im

mit Freilauf in
Fahrrad beſt. Zuſtand u.
allem Zubeh. bill. zu verk., ebenſo
Bettſtelle nebſt Sprungrahmen.
Beſſungerſtr. 66, III., I. (*3737im

Weißbinder=Arbeiten

bei Herrichtung des Gebäudes
Fuchsſtraße Nr. 19 ſollen vergeben
werden.
Die Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Angebote ſind bis
Mittwoch, 19. Februar 1913,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzu=
reichen
.
(3790md
Darmſtadt, 11. Februar 1913.
Stadtbauamt.
Buxbaum.

Die Lieferung

von 125 Stück Schulbänken für
die ſtädtiſchen Schulen ſoll ver=
geben
werden.
Die Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Angebote ſind bis
Mittwoch, 19. Februar 1913,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzu=
reichen
.
(3838md
Darmſtadt, 11. Februar 1913.
Stadtbauamt.
Buxbaum.

Bekanntmachung.
Mittwoch, 12. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,

ſoll die dem Lithographen Jakob
Grab dahier und Genoſſen zuge
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
I 1162 378 Hofreite Nieder=
Ramſtädterſtr.
Nr. 37,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K84/12
Falls andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen, wird Ge=
nehmigung
der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht er=
reicht
.
Darmſtadt, 24. Januar 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(V2825

Bekanntmachung.
Mittwoch, den 26. März l. Js.,
vormittags 10 Uhr,

ſollen die den Gaſtwirt Ludwig
Finger Eheleuten dahier zuge=
ſchriebenen
Immobilien:
Flur Nr.
qm
III 617 481 Stall mit Hof=
raum
Rhön=
ring
1,
III 618 345 Hofreite daſelbſt
III 618¾/10 98 Grasgarten
Vorgarten)
daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K11/13
Darmſtadt, 5. Februar 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V,3812

Dunger=Verkau).

Beim unterzeichneten Regiment
findet am
Donnerstag, den 13 ds. Mts.,
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1 Sack Senf, 1 Sack Gras= und 1 Sack Diſtelſamen und
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Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Februar 1913.

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(Nachdruck verboten.)
8)

Die ſchmeichelnde Frühlingsluft verwirrte ihn immer
mehr und mehr. Da war er nun im einſamen Grenzwald
allein mit Nika und durfte ihr doch nicht geſtehen, daß
er ſie liebte, daß ſie die Herrin auf Heidegg werden ſollte
dereinſt. Aber Nika war die einzige Erbin ihrer Groß=
mutter
, ſie erbte auch noch ihr elterliches Vermögen, ſo=
bald
ſie mündig war. Und er ſtand mit leeren Händen
vor ihr. Sein Vater war noch rüſtig und um eine
Pachtung zu übernehmen, dazu fehlte es ihm an Geld.
Editha und Erika waren ja nun reich wenn er die
bitten würde, ihm eine größere Summe zu leihen! Nein,
nein, dazu könnte er ſich unter keinen Umſtänden ver=
ſtehen
. Sie waren ja auch beide noch ſo jung, er und
Nika, ſie konnten warten.
Du biſt ſo ſtill, Fabi, ſagte ſie, und ihr Blick glitt
mit fragendem Ausdruck über ſeine ſchlanke Figur.
Er rückte an ſeinem Gewehrriemen. Wir wollen die
Schnepfen nicht verſcheuchen, erwiderte er ausweichend
und ſie werden gleich
wir ſind ja hier am Stand
ziehen.
Ach ja, ſagte Monika ſchuldbewußt, da plaudere ich
nun wie eine Schnarrwachtel und verderbe Dir die Jagd.
Herrgott noch einmal Fabian biß die Zähne zu=
ſammen
; der Frühlingswald und das entzückende kleine
Mädchen neben ihm machten ihn rein verwirrt.

Nika, murmelte er gepreßt, Nika.
Sie legte den Zeigefinger an ihre Lippen. Scht!
Fabi aufgepaßt! Die Vögel ringsum ſchlafen ſchon ein
und die Sonne iſt faſt weg. Jetzt kommen die Schnepfen
gleich.
Sie ließ ſich auf einem Baumſtumpf nieder in ge=
ſpannt
lauſchender Haltung. Ein paar Schritte entfernt
von ihr ſtand ſchußbereit Fabian. Aber ſeine Gedanken
waren heute nicht bei der Jagd.
Vereinzelte Vogelrufe, ſchlaftrunken, erſterbend, er=
ſchallten
im Gebüſch dazwiſchen klang mißtönig der
laute Schrei einer Krähe.
Dann wurde es märchenhaft ſtill in dem vom blaſſen
Abendrot erhellten Wald. Nika hielt den Atem an
ſie war ganz Erwartung und ahnte nicht, daß dem armen
Jungen da, ein paar Schritte weit von ihr, das Herz
erzitterte in Liebesſehnſucht und eiferſüchtiger Furcht.
Wie, wenn ein anderer kam und ihm ſeine Nika wegholte?
Krr! krr! krr! ertönte es in den Lüften. Mit leich=
tem
Flügelſchlag ſchwirrte eine Schnepfe daher. Fabian
achtete nicht darauf. Nika machte ihm aufgeregt Zeichen
nun war die Jagdbeute verpaßt.
Aber, Fabian, ſchalt ſie, Du träumſt wohl, ſo ſchuß=
gerecht
war der Vogel wie ſelten.
Da ſah ſie, daß Fabian blaß war. Mitleidig ergriff
ſie ſeine Hand. Du Armer, Dir iſt wohl ſchlecht gewor=
den
? Kopfweh was?
Da riß er ſich zuſammen.
Ach nein, Nika, aber ich weiß nicht mit der Jagd
iſt es heute wohl nichts. Darf ich Dich heimbegleiten?

Ja, aber nur bis zur Allee, lachte ſie. Wehe, wenn
Großmama ſieht, daß ich mit einem Heidegger einträchtig
daherwandle.
Fabian hätte in ohnmächtigem Grimm mit dem Fuße
aufſtampfen mögen. Zu alledem noch dieſer törichte Zorn
der alten Gräfin! Es war lächerlich und doch zum Ver=
zweifeln
. Durch den Eigenſinn dieſer Frau wurde er
der Möglichkeit beraubt, ſeine Nika täglich zu ſehen.
Von ſeinem gequälten Geſichtsausdruck betroffen, ver=
lor
Nika ein wenig ihre Unbefangenheit und wurde ein=
ſilbig
. Was hatte denn Fabian heute nur? Sie gingen
ſo ſtill nebeneinander her.
Kurz vor der Allee, die zum Edelhof führte, überholte
ſie der Wagen, welcher Sergius Lansky von der Bahn ab=
geholt
hatte. Ein ſcharfgeſchnittener Männerkopf bog ſich
ein wenig unter dem Verdeck der Kaleſche hervor
Lansky erkannte Nika und grüßte. Sie nickte ein wenig
hochmütig. Sie mochte Großmamas ruſſiſche Verwandt=
ſchaft
nicht recht leiden.
Als der Wagen vorüber war, blickte ſie Fabian an.
Er hatte höflich ſeine Jagdütze gelüftet und vergeſſen,
ſie wieder aufzufetzen. Der Wind, der ſeine glühende
Stirn kühlte, tat ihm wohl.
Plötzlich begriff Nika ſein Schweigen und ſein ganzes
verändertes Weſen ihr gegenüber. Sie erſchrack. Der In=
ſtinkt
des erwachenden jungen Weibes ſagte ihr, daß Fa=
bian
ſie liebte und auf Lansky, der in ihrer Nähe weilen
durfte, eiferſüchtig war.
Guter, lieber Fabi wie töricht war es doch ach,
ſie hatte ihn wohl ja auch gern wie einen Bruder, liebte

[ ][  ][ ]

Nummer 36.

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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Februar 1913.

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ſie ihn und nun nun konnte ſie ihm nicht mehr un=
befangen
in die Augen blicken.
Sie ſtanden auf dem Kreuzweg, von dem aus ſich die
Landſtraße nach Heidegg abzweigte. Stumm gaben ſie
einander die Hände ſie ſagten nicht auf Wiederſehen.
Danke Dir, murmelte Nika und eilte davon.
Grüße Deine Mutter, hatte ſie ſich noch ſagen wollen,
aber er hatte ſich ſchon zum Gehen gewandt.
Wann treffen wir uns wieder im Grenzwald? hatte
er bittend fragen wollen, aber es war bereits zu ſpät dazu.
Auf ihrem Zimmer weinte Nika, ſich ungeſtüm, noch
mit dem Gewehr über der Schulter, auf ihr Bett werfend,
darüber, daß ſie einen Bruder verloren hatte. Als ſie
zum Tee gerufen wurde, wunderte ſich die Großmutter
über ihre rotumrandeten Augen.
Das macht der Frühlingswind, bemerkte Sergius
Lansky, und Nika errötete unter ſeinem Blick.
Sie ſah ihn nicht an ſie wußte noch immer nicht
nicht recht, wie er ausſah. Er trug einen goldenen Knei=
fer
auf der feinen, geraden Naſe, ſo daß man die Farbe
ſeiner Augen nicht gleich erkennen konnte. Nach Nikas
Meinung mußte er als Großmamas Neffe ſehr alt ſein,
in Wahrheit zählte er kaum Vierzig.
Am folgenden Tage kurz vor dem Diner die erſten
Wagen rollten bereits in den Hof ließ die Gräfin Nika
zu ſich in ihr Kabinett rufen. Im Putz, den ſie heute
trug, merkte man es der Gräfin ſo recht an, daß ſie doch
ſchon ſehr alt war.

Sie fühlte ſich auch beſonders ſchlecht heute, aber ſie
zwang ſich mit eiſerner Energie dazu, ihr altgewohntes,
verbindliches Geſellſchaftslächeln feſtzuhalten.
Nika trat eilig ein mit einem Primelſtrauß am
Halsausſchnitt.
Du haſt mich rufen laſſen, Großmama, fühlſt Du Dich
am Ende ſchlechter, ach, mute Dir nur nicht ſo viel heute
zu. Die vielen Menſchen, das lange Sitzen bei Tiſch
alles wird Dich angreifen.
Nika ſchlang den ſchlanken, entblößten Arm um die
ſpitze Schulter der alten Frau.
Nein, nein, Kind, ich fühle mich ſo wohl wie lange
nicht es iſt ein Freudentag heute komm, Kind, laß
Dich herzen, Dir Glück wünſchen! Sergius Lansky hat
heute bei mir um Dich angehalten, und ich habe in
Deinem Namen Ja geſagt.
Großmutter, ſchrie Nika entſetzt auf.
Was ſoll das? rief die alte Gräfin zürnend. Keine
Szene, wenn ich bitten darf. So was gehört auf die
Bühne. Als ich Deine Mutter verheiratete, war ſie mir
dankbar. Willſt Du mir meine Todesſtunde verbittern
durch die Sorge, dich ſchutzlos zurücklaſſen zu müſſen?
Großmama, den fremden Mann ſoll ich heiraten!
Nikas Augen flammten vor Empörung. Du darfſt mich
nicht zwingen ich laufe davon, Großmutter, haſt Du
gehört?
Still! Die Geſtalt der Greiſin im raſchelnden Seiden=
kleide
reckte ſich gebieteriſch auf. Du willſt alſo meinen

Tod, wie es ſcheint Gemütsbewegungen ſind Gift für
mich Du weißt es.
Aber ich kenne ihn ja gar nicht und was hat er
an mir er weiß nichts von mir, wimmerte Nika mit
blaſſen, zuckenden Lippen.
Närrchen, er ſieht, daß Du ſchön biſt, noch ſchöner ſein
wirſt als Frau. Dein Haar allein macht die Männer ver=
wirrt
lächelte die Gräfin.
Nika griff mit einer verzweifelten Gebärde in den
weichen, wundervollen Knoten, der wie eine ſchwere Laſt
ihr im Nacken lag.
Es war ja alles Wahnſinn Spuk am hellen Tage,
Sie Sergius Lanskys Braut? War denn niemand da,
der ihr half niemand? Keine Mutter an ihrer Seite,
kein Bruder nur dieſe alte, gebrechliche Frau, mit ihrer
Sucht, Ehen zu ſtiften. Vielleicht würde ſie ebenſo jung
ſterben, wie ihre Mutter. Nika ſchüttelte ſich innerlich, es
war ja furchtbar, was mit ihr geſchah .
Gib mir Deinen Arm, klang die Stimme der Gräfin
ſtreng an ihr Ohr.
Wie eine Nachtwandlerin faſt ſchritt ſie mit der Groß=
mutter
in den Kuppelſaal, du dte es, daß Lansky auf ſie
zutrat, ihr die Hand küßte und ſie zu Tiſch führte. Gleich=
ſam
wie verſteinert ſaß ſie dann an ſeiner Seite und
rührte kaum einen Biſſen an. Ihre faſt geiſterhafte Bläſſe
fiel allen auf.
(Fartzezunz folgt.)

[ ][  ][ ]

Seite 14.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Februar 1913.

Nummer 36.

Zweite Kammer der Stände.

45. Sitzung.
St. Darmſtadt, 11, Febr.
Die Zweite Kammer der Stände trat heute vormittag
zu einer längeren Tagung zuſammen, die in erſter Linie
der Beratung des Hauptvoranſchlags gewidmet ſein ſoll.
Am Regierungstiſche: Staatsminiſter v. Ewald
Exz., Finanzminiſter Braun Exz., Miniſter des Innern
v.Hombergk zu Vach Exz., Miniſterialräte Geheime=
rat
Lorbacher, Hölzinger, Dr. Kratz, Geh. Ober=
finanzrat
Dr. Rohde, Geh. Oberbaurat Kilian.
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 10¼
Uhr und widmet vor Eintritt in die Tagesordnung dem
verſtorbenen Geheimerat W. Haas einen warmen
Nachruf:
M. ſ. g. H.! Vergangenen Samstag iſt Herr Ge=
heimerat
Wilhelm Haas verſtorben. (Die Abgeord=
neten
erheben ſich von den Sitzen.) Mit ihm iſt eine
hervorragende, markante Perſönlichkeit dahingegangen,
die weit über die Grenzen des Vaterlandes hinaus
geehrt und geachtet wurde. Was er auf dem Gebiete
der Organiſation der Landwirtſchaft des engeren
Vaterlandes und der des Reiches geleiſtet hat, wird
unter den Landwirten des Reiches unvergeſſen bleiben.
Ueber ein Menſchenalter hindurch war er Mitglied der
Zweiten Kammer der Landſtände. Zahlreich waren die
Anregungen, die dieſer gewandte, wohl unterrichtete,
auf dem Gebiete der Organiſation hervorragend begabte
Mann, hier im Hauſe gegeben hat. Die Kammer hat
ihm die hohe Ehre erwieſen, ihn faſt 15 Jahre lang hier
auf dieſem Präſidentenſtuhl zu ſehen. Viele von den
verehrten Herren, die heute in der Kammer ſitzen, haben
mit dem Verewigten zuſammen gearbeitet und ſeine
ausgezeichneten Eigenſchaften kennen gelernt und ge=
ſchätzt
. Sie alle, die Sie den Verſtorbenen näher ge=
kannt
haben, Sie wiſſen es, was wir in ihm verloren
haben. Der Name des Geheimerat Wilhelm Haas
wird in dem parlamentariſchen Leben des Heſſenlandes
unvergeſſen bleiben.
Ich ſtelle feſt, daß Sie ſich zum Zeichen der Trauer
von Ihren Plätzen erhoben haben. Ich danke Ihnen!
Die Beiſetzung findet morgen. mittags 2½ Uhr, ſtatt;
ich erſuche die Herren, an der Trauerfeier teilzunehmen.
Darauf wird in die Tagesordnung eingetreten. Erſter
Gegenſtand iſt die Anfrage des Abgeordneten Wolf=
Stadecken, betreffend:
die Geſchäftsführung der heſſiſchen Land=
wirtſchaftskammer
:
Iſt der Großherzoglichen Regierung bekannt, daß ſeit
Jahren in Rheinheſſen von freiſinnigen und jungliberalen
Politikern mit Erfolg behauptet wird, daß die diesſeitigen
Landwirte durch die Landwirtſchaftskammer bei der Ver=
teilung
der Staats= und Kammermittel ungerecht behan=
delt
werden? Iſt die Großherzogliche Regierung, als
Aufſichtsbehörde, bereit, genaue Auskunft zu geben und
gegebenenfalls Abhilfe zu ſchaffen?
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach
Exz. verlieſt hierauf eine Regierungsantwort, in der es
u. a. heißt:
Die Verteilung der Mittel der Landwirtſchaftskammer
geſchieht durch ſie ſelbſt unter Mitwirkung ihrer hierzu
beſtimmten Organe (Provinzausſchüſſe, Vorſtand und
Hauptverſammlung). Die Verteilung auf die 3 Ausſchüſſe
in den Provinzen, welchen die Verwendung der Staats=
mittel
im weſentlichen übertragen iſt, erfolgte für die Rech=
nungsjahre
1907 und 1908 nach dem ſeither üblichen Maß=
ſtab
, und zwar mit 32 Prozent für Starkenburg, 43 Pro=
zent
für Oberheſſen und 25 Prozent für Rheinheſſen. Die
vorgeſehenen Kredite entſprachen den Anforderungen der
Ausſchüſſe in den Provinzen. Der Vorſtand der Land=
wirtſchaftskammer
kam in ſeiner Sitzung vom 29. Dezember
1908 nach eingehender Prüfung der für 1909 zur Verfüg=
ung
ſtehenden Mittel zu der Ueberzeugung, daß der ſeit=
herige
Verteilungsmaßſtab mit 32, 43 und 25 Prozent der
zur Verfügung ſtehenden Mittel einer Nachprüfung unter=
zogen
werden müßte und man war hier der Anſicht, daß
dieſe ſeinerzeit von dem heſſiſchen Landwirtſchaftsrat feſt=
gelegten
Verteilungsziffern für die Folge nicht ganz auf=
recht
erhalten werden könnten. Dies entſprach auch einer
bereits in der Hauptverſammlung gegebenen Anregung.
Um den Ausſchüſſen eine ſachgemäße Verwendung aller
überwieſenen Mittel zu ermöglichen, hielt es der Vorſtand
der Landwirtſchaftskammer für angezeigt, daß die für die
einzelnen Zweige der landwirtſchaftlichen Technik bewil=
ligten
Staatszuſchüſſe, die nach dem Etatsgeſetz zurzeit
nicht gegenſeitig übertragbar ſind, wie folgt zur Verteilung
gelangen: 1. Für Tierzucht mit Ausſchluß der Geflügel=
zucht
nach dem Beſtand der letzten Viehzählung (1907).
2. Für Geflügelzucht nach der Ausdehnung dieſes Zucht=
betriebes
. 3. Für Obſt=, Gemüſe= und Gartenbau, ent=
ſprechend
den betreffenden Anbau= und Wirtſchaftsverhält=
niſſen
. 4. Für Bodenkultur nach der Geſamtprodnktions=
fläche
.
Der Prozentſatz hat ſich ſeit Inkrafttreten des Geſetzes
über die Landwirtſchaftskammer nicht weſentlich verſcho=
ben
. Bei Starkenburg hat er ſich erhöht um etwa 0,4 Pro=
zent
, bei Oberheſſen hat er ſich vermindert um etwa 2,7
Prozent, bei Rheinheſſen hat er ſich erhöht um etwa 2,3
Prozent. Eine Behauptung, die rheinheſſiſchen Landwirte
würden durch die Landwirtſchaftskammer bei der Verteil=
ung
der Staats= und Kammermittel ungerecht behandelt,
wird nicht mit Erfolg aufgeſtellt werden können.
Nach kurzen Darlegungen der Abgg. Wolf=Stadecken
und Reh wird von letzterem Drucklegung der Antwort
und Vertagung der Beſprechung beantragt und vom
Hauſe beſchloſſen.
Eine dringliche Anfrage der Abgeordneten Brauer
und Genoſſen, betreffend:
die Notariatsgebühren,
lautet: Im Anſchluß an das von dem Präſidenten des
Finanzausſchuſſes der Erſten Kammer an Großh. Regier=
ung
gerichtete Erſuchen fragen die Unterzeichneten bei
Großh. Regierung an: a) welches Gebühreneinkommen
hatten in den Jahren 1909, 1910 und 1911 die ſämtlichen
einzelnen Notare des Großherzogtums?
wieviel
Immobiliargeſchäfte (Immobiliarveräußerungsverträge,
Hypothekerrichtungen uſw.) ſind in jedem der 3 Jahre
von jedem Notar beurkundet worden? e) welcher Betrag
der unter a) aufgeführten Einnahmen entfällt auf die
Immobiliargeſchäfte unter b)? d) wie hoch belauſen ſich
die in jedem der 3 Jahre von jedem Notar vereinnahmten
Schreibgebühren? e) welcher Betrag iſt in jedem der
Jahre 1900 bis 1910 von den Amtsgerichten Darmſtadt I,
Gießen und Offenbach an Stempelzuſchlag ( Notariats=
gebühr
) für ortsgerichtlich beikrkundete Immobiliarver=
äußerungsverträge
und altrechtliche Hypotheken verein=
nahmt
worden? Wir bitten, die Auskunft bis ſpäteſtens
Mitte Januar zu erteilen; ſollte dies bezüglich der Poſ. b)

nicht möglich ſein, ſo bitten wir, ſpäter unter möglichſter
Beſchleunigung geſondert uns Mitteilung zukommen zu
laſſen.
Staatsminiſter v. Ewald Exz. verlieſt hierauf eine
ſehr eingehende Regierungsantwort, auf die wir bei Ge=
legenheit
der Beſprechung zurückkommen werden.
Auf Antrag des Abg. Brauer wird auch hierzu
Drucklegung und Vertagung der Beſprechung beſchloſſen.
Eine dringliche Anfrage der Abgeordneten Brauer
und Genoſſen, betreffend:
Beurkundung von Immobiliarveräußer=
ungen
und Verfehlungen eines Notars
in Rheinheſſen,
die ſich auf ein Schriftſtück des Großh. Amtsgerichts Alzey
gründet, lautet: Iſt es richtig, daß die Regierung ent=
gegen
dem Geſetz und zum Schaden der Staatskaſſe Ge=
richte
veranlaßt, Beurkundungen, um die ſie angegangen
werden, abzulehnen oder doch die Beurkundungen durch
Notare zu begünſtigen? Aus Oppenheim und Mainz
kommt das Gerücht, daß die kürzlich erfolgte Entlaſſung
eines Notars in Rheinheſſen auf ſehr erhebliche Verfehl=
ungen
zurückzuführen ſei. Wir fragen deshalb weiterhin
an: Sind Verfehlungen eines Notars in Rheinheſſen der
Großh. Regierung bekannt und wie hoch belaufen ſich
deſſen Unterſchlagungen?
Staatsminiſter v. Ewald Exz. verlieſt hierauf eine
längere Regierungsantwort, aus der wir folgendes
wiedergeben:
In der Begründung zu dem Entwurf eines Geſetzes,
das Notariat betreffend, iſt in der Einleitung unter Zif=
fer
2 ausgeführt:
Aus der neuen Einrichtung (nämlich des Notariats
in den rechtsrheiniſchen Provinzen) ſoll jedoch der Bevöl=
kerung
kein läſtiger Zwang, ſondern nur eine den Verkehr
fördernde Erleichterung erwachſen. Der Entwurf iſt des=
halb
auf dem Grundgedanken aufgebaut, daß den Betei=
ligten
regelmäßig die Wahl freibleibt, ob ſie eine Tätig=
keit
, für welche die Notare zuſtändig ſind, von einem Notar
oder von einem Amtsgericht fordern wollen. Werden der
Bevölkerung Amtsgerichte und Notariate nebeneinander
als Urkundämter zur Verfügung geſtellt, ſo ergibt ſich
zwiſchen den verſchiedenen Gewohnheiten der diesſeitigen
Provinzen und Rheinheſſen ein Ausgleich, der Rheinheſſen
vor dem Verluſte des Notaciats bewahrt, den Bewohnern
von Starkenburg und Oberheſſen aber freiſtellt, ſich in die
neue Einrichtung einzuleben.
Der hier zum Ausdruck gelangte oberſte Grundſatz
unſerer Geſetzgebung über die Organiſation des Beurkun=
dungsweſens
verlangt, daß es den Beteiligten vollkommen
freigeſtellt ſein ſoll, ob ſie im Bedürfnisfalle ein Amts=
gericht
oder einen Notar zum Zwecke der Beurkundung
eines Geſchäfts oder der Bewirkung einer Auseinander=
ſetzung
zwiſchen Teilhabern einer Erbengemeinſchaft oder
einer ehelichen Gütergemeinſchaft in Anſpruch nehmen
wollen. Aus dieſem Grundſatz in Verbindung mit der
aus der Stellung der Beamten ſich ergebenden allgemeinen
Verpflichtung, ſich allen in ihr Amt einſchlagenden Oblie=
genheiten
zu unterziehen, folgt, daß weder die Amts=
gerichte
, noch die Notare, wenn ſie um eine Amtshandlung,
für deren Vornahme ſie zuſtändig ſind, angegangen wer.
den, dieſe, von den geſetzlich zugelaſſenen Ausnahmefällen
abgeſehen, ablehnen dürfen.
2. Im Jahre 1911 wurden Tatſachen bekannt, welche
die Vermutung begründeten, daß ein Mainzer Notar
ſich Unregelmäßigkeiten im Geldverkehre habe zu
Schulden kommen laſſen. Eine ſofort angeſtellte Unter=
ſuchung
ergab, daß der Notar den beſtehenden Vorſchriften
zuwider einen Betrag von ungefähr 30000 Mark, der ihm
in einer Hypothekenangelegenheit zur Abſtoßung älterer
Schulden übergeben worden war nicht in das Hinterleg=
ungsregiſter
eingetragen hatte, ſondern bei der Mainzer
Volksbank und bei der Diskontogeſellſchaft Mainz auf ſein
Privatkonto hatte buchen laſſen, ſowie daß er ferner einer
Betrag von 10000 Mark aus einem ihm in einer Erb=
ſchaftsangelegenheit
anvertrauten Sparkaſſebuch erhoben
und nicht an die Berechtigten abgeführt, ſondern zu an=
deren
Zwecken verwendet hatte. Die genannten Beträge
wurden aber vom Notar ſofort zur Stelle geſchafft und,
ſoweit ſie nicht alsbald an die Berechtigten ausgezahlt
wvurden, vorſchriftsmäßig hinterlegt. Die Großh. Staats=
anwaltſchaft
in Mainz, die von der Sache Kenntnis hatte,
hielt den Tatbeſtand einer ſtrafbaren Amtsunterſchlagung
nicht für genügend dargetan; wohl aber erachtete man
mehrere ſchwere diſziplinariſche Verfehlungen für vorlie=
gend
. Der Notar wurde wegen derſelben von der Diſzip=
linarkammer
für Notare in der Provinz Rheinheſſen
unterm 15. April 1912 in zwei Geldſtrafen von je 3000
Mark und eine Geldſtrafe von 300 Mark, ſowie in die
Ordnungsſtrafe des Verweiſes verurteilt. Die Vorgänge
veranlaßten uns, die untere Aufſichtsbehörde mit einer be=
ſonders
ſcharfen Ueberwachung der Geſchäftsführung des
betreffenden Notars zu beauftragen. Eine von dem Herrn
Landgerichtspräſidenten am 13. Juni v. Js. vorgenom=
mene
Geſchäftsreviſion ergab weitere Unregelmäßigkeiten.
Wie durch eine Nachreviſion vom 14. Juni feſtgeſtellt
wurde, fehlte am 13. Juni bei den amtlichen Depoſiten
des Notars ein Geldbetrag von mindeſtens 75000 Mark,
der auch nicht bei einer Bank hinterlegt war. Der Notar
hatte die Hinterlegungsgeſchäfte, zu denen die Hinterleg=
ungen
in vorgenannter Höhe fehlten, bis zu dieſem Tage
zum Teil überhaupt nicht, zum Teil in Einnahme und
Ausgabe unvollſtändig in das Hinterlegungsregiſter ein=
getragen
und, ſoweit Einträge überhaupt nicht vorhanden
waren, die hierfür erforderlichen Zwiſchenräume und die
Reihenfolge der Ordnungsnummern im Hinterlegungs=
regiſter
offen gelaſſen. Die Richtigſtellung und Ergänz=
ung
des Regiſters nahm der Notar erſt in der Zeit vom
13. Juni abends bis 14. Juni vormittags 10½ Uhr vor,
ſo daß bei Beginn der Nachreviſion am 14. Juni das Hin=
terlegungsregiſter
im weſentlichen in Ordnung war. Auch
das Geld, das am Tage vorher gefehlt hatte, war zur
Stelle; er hatte es in der Zwiſchenzeit ſich von ſeinem
Schwager verſchafft. Da der objektive Tatbeſtand der
§§ 350, 351 St. G. B. gegeben war, wurde auf Antrag der
Staatsanwaltſchaft gerichtliche Vorunterſuchung eingelei=
tet
. Das Verfahren endete damit, daß der Angeſchuldigte
durch Beſchluß der II. Strafkammer Großh. Landgerichts
der Provinz Rheinheſſen vom 14. Dezember v. Js. außer
Verfolgung geſetzt wurde.
Eine Benachteiligung der Hinterleger hat in keiner
Weiſe ſtattgefunden und es war nicht erforderlich, die Ver=
ſicherungsgeſellſchaft
, bei der die Hinterlegungen der No=
tare
bis zum Betrage von 100000 Mark jährlich verſichert
ſind, in Anſpruch zu nehmen. Einer wiederholten diſzip=
linariſchen
Beſtrafung entzog ſich der Notar dadurch, daß
er auf Grund des Artikel 54 des Geſetzes, das Notariat
betreffend, vom 15. März 1899 und des entſprechend an=
wendbaren
Artikels 54 des Geſetzes, die Rechtsverhältniſſe
der Richter betreffend, vom 31. Mai 1879 unter Verzicht
auf Titel und Reliktenverſorgung ſeine Entlaſſung aus
dem Amte eines Notars bewirkte.

Auch hierzu wird Drucklegung und Vertagung be=
ſchloſſen
.
Ein dringlicher Antrag des Abgeordneten Uebel,
betreffend:
die Einrichtung beſſerer Fahrtgelegen=
heiten
für die in Frankfurt a. M. beſchäf=
tigten
Bauarbeiter aus Groß=Zimmern,
Dieburg, Münſter uſw.,
lautet: Ich beantrage: Hohe Kämmer wolle beſchließen,
die Großherzogliche Regierung zu erſuchen, mit der
Königlich Preußiſchen=Großh. Heſſiſchen Eiſenbahndirek=
tion
Frankfurt a. M. alsbald in Verhandlungen einzu=
treten
, um den in Frankfurt a. M. beſchäftigten Bauarbei=
tern
aus Groß=Zimmern, Dieburg, Münſter uſw. durch
Einrichtung beſſerer Fahrtgelegenheit die allabendliche
Rückkehr zu ihren Familien zu ermöglichen.
er Ausſchuß erkennt an, daß durch die ge=
troffenen
Maßnahmen den in dem Antrag des Abg. Uebel
vorgetragenen berechtigten Beſchwerden in der Hauptſache
entſprochen iſt, und beantragt: 1. Die Großh. Re=
gierung
zu erſuchen, bei den Königlich Preußiſchen und
Großh. Heſſiſchen Eiſenbahndirektionen Mainz und Frank=
furt
a. M. dahin zu wirken, daß auch für die übrige Zeit
des Jahres die Fahrtgelegenheit für die in dem Antrag
genannten Arbeiter ſo geregelt wird, daß kein Grund zu
ähnlichen Beſchwerden mehr gegeben wird, 2. im übrigen
den Antrag des Abg. Uebel für erledigt zu erklären.
Das Haus beſchließt demgemäß.
Einführung des Fortbildungsſchul=
zwangs
für weibliche kaufmänniſche
Angeſtellte.
Der Verband deutſcher Handlungsgehil=
fen
zu Leipzig richtet an die Zweite Kammer der Land=
ſtände
eine Eingabe, durch welche in einer ausführlichen
Begründung gefordert wird: 1. Einbeziehung der weib=
lichen
Angeſtellten in den Fortbildungsſchulzwang mit
gleicher Stundenzahl wie die männlichen; 2. Einbeziehung
der hauswirtſchaftlichen Unterweiſung in den Fortbild=
ungsſchulunterricht
für weibliche Angeſtellte und Speziali=
ierung
des berufskundlichen Unterrichts auf die ſpeziellen
Fertigkeiten, die nach der Lage der Dinge in der Regel
von ihnen verlangt werden (Trennung in Verkäuferin=
nen
= und Kontoriſtinnenklaſſen). Die Petenten begründen
dieſe Forderung in der Hauptſache damit, daß den männ=
lichen
Angeſtellten durch die weiblichen eine unliebſame
Konkurrenz dadurch bereitet wird, daß die weiblichen
Lehrlinge im Handelsgewerbe von den Unternehmern
bevorzugt werden, weil dieſelben nicht dem Fortbildungs=
ſchulzwang
unterliegen. Neben dem allgemein billigeren
Angebot der weiblichen Arbeitskräfte ſei durch das Weg=
fallen
von Arbeitszeitverſäumniſſen durch den Beſuch der
Fortbildungsſchule für kurzſichtige Prinzipale Grund zur
Bevorzugung von weiblichen Lehrlingen gegeben.
Die Regierung erklärt, daß die landesgeſetzliche
Einführung des Fortbildungsſchulzwanges für Mädchen
eine Aenderung des Artikels 16, Abſatz 2 des Volksſchul=
geſetzes
vorausſetze. Bei der bevorſtehenden Reviſion die=
ſes
Geſetzes wolle ſie die angeregte Frage in Erwägung
ziehen. Der Ausſchuß hält in ſeiner Mehrheit die
einſeitige Einführung des Fortbildungsſchulzwanges für
Mädchen in einzelnen Betrieben nicht für angängig.
Wenn der Fortbildungsſchulzwang für Mädchen allge=
mein
durch das Schulgeſetz zur Einführung gelange
könne auch die Spezialiſierung des berufskundlichen Un=
terrichts
erwogen werden. Der Ausſchuß beantragt:
Die Kammer wolle beſchließen, die Eingabe des Verban=
des
deutſcher Handlungsgehilfen zu Leipzig der Regier=
ung
als Material bei der bevorſtehenden Reviſion des
Volksſchulgeſetzes zur Erwägung zu überweiſen.
Abg. Korell=Ingelheim befürwortet die Eingabe
und hält beſonders auch die Spezialiſierung des berufs=
kundlichen
Unterrichts für wohl durchführbar. Abg.
Raab tritt in längeren Ausführungen für die allgemeine
obligatoriſche Fortbildungsſchule auch für die Mäd=
chen
ein. Der Ausſchußantrag wird dann ange=
nommen
.
Erhaltung der deutſchen Schreib= und
Druckſchrift.
Der Allgemeine Deutſche Schriftverein hat eine Vor=
ſtellung
eingereicht, welche im weſentlichen folgenden
Inhalt hat:
Der Verein für Altſchrift hat zur Förderung ſeiner
Beſtrebungen, welche auf die Ausrottung der deutſchen
Schrift gerichtet ſind, Vorſtellungen ſowohl an den deut=
ſchen
Reichstag, als auch an die württembergiſche Erſte
Kammer gerichtet, allerdings mit negativem Erfolg. Die=
ſes
Vorgehen der Gegner der deutſchen Schrift veranlaßt
den Allgemeinen Deutſchen Schriftverein, auch ſeinerſeits
an die deutſchen Landtage Vorſtellungen zu richten, um
die Beſtrebungen der Gegner zu paralyſieren. Praktiſche.
äſthetiſche und vaterländiſche Erwägungen ſprechen ent=
chieden
für die Erhaltung unſerer Bruchſchrift‟ Die
Deutſchſchrift wird von Ausländern gern geleſen. Sie ſei
ihres Formenreichtums wegen ſchneller zu erfaſſen und
daher ſchneller zu leſen. Auch vom äſthetiſchen Stand=
punkte
aus verdiene ſie den Vorzug vor der Antiqua, die
einſeitig praktiſchen Charakter trage. Die Deutſchſchrift
ſei ein wertvoller völkiſcher Beſitz für deſſen Erhaltung
ſich der allgemeine Volkswille durch Abgabe von 800000
Unterſchriften und durch Gründung neuer Vereine zur
Verteidigung derſelben deutlich ausgeſprochen habe. Auch
die Schreibmaſchinenfabriken ſeien neuerdings beſtrebt,
dieſer Vorliebe des deutſchen Volkes für ſeine Schrift
Rechnung zu tragen. Die Bitte des Allgemeinen Deut=
ſchen
Schriftvereins geht dahin, den Beſtrebungen (des
Vereins für Altſchrift), die ſich itz unkünſtleriſcher Gleich=
macherei
gegen einen wertvollen nationalen Beſitz rich=
ten
, die nachgeſuchte Mithilfe geneigteſt verſagen zu
wollen
Die Regierung hat ſich zu dieſer Vorſtellung ge=
äußert
wie folgt: Unter Rückgabe der Anlage beehren
wir uns, ohne zu der angeregten Frage prinzipiell Stel=
lung
zu nehmen, ergebenſt zu bemerken, daß zur Zeit eine
Aenderung an den beſtehenden Verhältniſſen von
uns nicht beabſichtigt wird. Alle Schüler fangen
mit der deutſchen Schrift an: im vierten bezw. fünften
Schuljahre tritt die lateiniſche hinzu, die in den Volksſchu=
len
nur zur Uebung geſchrieben wird, während in den
oberen Klaſſen der höheren Schulen deren Anwendung ins
Belieben der Schüler geſtellt wird.
Im Hinblick auf dieſe Rückäußerung, nach welcher
eine Aenderung in den beſtehenden Verhältniſſen nicht be=
abſichtigt
iſt, dürfte für die Zweite Kammer der Land=
ſtände
keine Veranlaſſung vorliegen, auf die Vorſtellung
des weiteren einzugehen, zumal die materielle Seite der
rein wiſſenſchaftlichen Streitfrage zur Verhandlung im
Landtage wohl kaum geeignet ſein dürfte. Der Aus=
chuß
beantragt daher einſtimmig: Die Vorſtellung
für erledigt zu erklären.

[ ][  ][ ]

Nummer 36.

Seire 15.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Februar 1915.

Der Abg. Wolf. Stadecken iſt mit der Regierungs=
antwort
nicht einverſtanden. Es dürfe nicht in das Be=
lieben
der Schüler geſtellt werden, ſondern ſie ſollten an=
gehalten
werden, die deutſche Schrift zu ſchreiben. Der
Ausſchußantrag wird angenommen.
Zur Vorſtellung der Philipp Volk II. Witwe Erben
zu Höchſt i. Odw., betreffend:
Entſchädigung für die durch Einführung
des Zündholzſteuergeſetzes erlittenen
Verluſte
beantragt der Ausſchuß: Die Kammer wolle dem er=
neuten
Geſuch der Philipp Volk II. Witwe Erben keine
Der Antrag wird debattelos ange=
Folge geben.
nommen.
Zur Vorſtellung der Schachtelmacher Philipp Hof=
mann
III. und Georg Trinkaus III. von Brensbach.
in gleichem Betreff beantragt der Ausſchuß: 1. Mit
allen Stimmen der Vorſtellung des Philipp Hofmann III.
keine Folge zu geben; 2. mit allen gegen eine
Stimme der Vorſtellung des Georg Trinkaus III. Folge
zu geben. Die Ausſchußanträge werden nach kurzer
Debatte angenommen.
Für erledigt erklärt
werden entſprechend den Ausſchußanträgen: die Vorſtel=
lung
der Witwe des Gerichtsdiener=Subſtituten Adam
Hauſt in Viernheim um Gewährung einer Gnadenpen=
ſion
, und die Vorſtellung des Jakob Leonhard zu Darm=
ſtadt
, Vorſitzender des Ortsvereins Darmſtadt des Ver=
bandes
Deutſcher Eiſenbahn=Handwerker=Kolonnenführer,
Aufnahme in das Beamtenverhältnis be=
treffend
.
Eine Vorſtellung der Steueraufſeher Gimbeel und
Genoſſen zu Mainz betrifft
Erlaß der Rückzahlung der zu viel erhal=
tenen
Schiffsbegleitungsvergütung.
Infolge eines Verſehens des Hauptſteueramts Mainz
ſind den am Schiffsbegleitungsdienſt beteiligten Steuer=
aufſehern
Gimbel und Genoſſen für das Rechnungsjahr
1910 im ganzen 839 Mark zu viel für dieſen Dienſt ver=
gütet
worden. Die Berechnung wurde von dem Großh.
Miniſterium der Finanzen, Abteilung für Steuerweſen,
beanſtandet. Das Hauptſteueramt ſollte die zuviel be=
hlten
Beträge, die auf den einzelnen Beamten 9,50 Mk.
11,50 Mk. ausmachen, wieder einziehen. Ein Geſuch
er Beamten an das Miniſterium um Erlaß der Rück=
zahlung
wurde abgeſchlagen. Sie wenden ſich nun an die
Kammer mit der gleichen Bitte. Die Regierung er=
klärt
in ihrer Antwort vom 30. Oktober 1912, der Betrag
von 839 Mark ſei als Defekt zu behandeln und könne nach
Artikel 10 des Geſetzes, die Verwaltung der Einnahmen
und Ausgaben des Staates betreffend, vom 14. Juni 1879,
von ihr nicht erlaſſen werden, da weder ein gerichtliches
Urteil dieſen Erlaß ausſpreche, noch die Unmöglichkeit der
Beitreibung des Defektes nachgewieſen ſei. Dagegen will
das Miniſterium bei der Rückzahlung Erleichterung durch
günſtige Ratenzahlung bewilligen. Es ſollen den Beam=
ten
monatliche Abzüge von höchſtens 3 Mark gemacht wer=
den
. Das könne geſchehen, ohne daß eine Beeinträchtig=
ung
der Lebenshaltung erfolge, zumal, wenn man die
durch das Geſetz vom 17. Juli 1912 bewilligten Zulagen in
Betracht ziehe.
Gründe der Billigkeit ſprechen nach Anſicht des Aus=
ſchuſſes
dafür, daß den nicht hoch bezahlten Beamten,
deren Lage auch durch das Geſetz vom 17. Juli 1912 nicht
ſo geworden iſt, daß ihnen Rückzahlungen längſt ver=
brauchter
Einnahmen nicht fühlbar würden, die Rückzah=
lung
erlaſſen wird. Der Ausſchuß beantragt da=
her
einſtimmig: Die Kammer wolle beſchließen, der
Großh. Regierung den Erlaß der Herauszahlung und die
Uebernahme auf die Staatskaſſe zu empfehlen.
Geheimerat Dr Becker: Die finanzielle Bedeutung
der vorliegenden Angelegenheit iſt zwar nicht erheblich,
dennoch muß die Regierung erſuchen, der Vorſtellung,
reſp. dem Ausſchußantrag, keine Folge zu geben. Wenn
das Haus heute die Uebernahme beſchließt, ſo wird man
in Zukunft keinem Beamten mehr zumuten können, irgend=
wie
zu viel erhaltene Diäten zurückzuzahlen. Die Rück=
zahlung
kann unmöglich von den Steueraufſehern als
drückend empfunden werden, denn ſie fällt ja mit der Be=
ſoldungserhöhung
zuſammen und ſoll auch in ganz klei=

nen Raten, niht über 3 Mart monalich, erfolgen. Es
muß weiter darauf hingewieſen werden, daß die Beträge
zum Teil ſchon an die Staatskaſſe zurückgezahlt ſind, und
nun, trotzdem ſie unberechtigt ſind, wieder ausgezahlt wer=
den
müßten.
Abg. Korell=Ingelheim: Die Regierung iſt ja
ſelbſt ſchuld, daß der Ausſchuß zu ſeinem Antrag kam,
denn ſie deutete in ihrer Antwort ja an, daß man einen
Kammerbeſchluß herbeiführen ſolle. Die Schuld an der
Zuvielzahlung trägt doch auch die Steuerbehörde in
Mainz und nicht die Beamten.
Abg. Molthan
ſpricht ſich in gleichem Sinne aus. Er befürwortet die
Niederſchlagung ſchon aus dem Grunde, weil die heſſiſchen
Steueraufſeher phnehin weniger bekommen für die gleiche
Arbeit als ihre preußiſchen Kollegen. Geheimerat
Dr. Becker weiſt darauf hin, daß die Bemeſſung der
Diäten dieſer Beamten ja Reichsbeſtimmung iſt. Nach
weiteren Ausführungen des Abg. Bach wird der Aus=
ſchußantrag
angenommen.
Zur Vorſtellung des Vorſtandes des Verkehrs=
verbandes
der Strecke Frankfurt a. M.
Darmſtadt zu Neu=Iſenburg, betreffend:
Verkehrswünſche,
hat die Eiſenbahnbehörde ſich ſehr eingehend wiederholt
geäußert. Danach ſind eine Reihe der vorgetragenen
Verkehrs= und Fahrplan=Wünſche bereits berückſichtigt
und die Berückſichtigung anderer in baldige Ausſicht ge=
ſtellt
worden, während eine weitere Anzahl von gemach=
ten
Vorſchlägen aus betriebstechniſchen Gründen zurzeit
als undurchführbar bezeichnet werden. Die Eiſenbahn=
direktion
Frankfurt a. M. behält ſich vor, demnächſt noch=
mals
zu prüfen, ob und inwieweit innerhalb der be=
ſchränkten
Leiſtungsfähigkeit der Triebwagen dem Wunſche
auf neue Triebwagenfahrten entſprochen werden kann.
Der Ausſchuß erkennt die in der Eingabe vorge=
tragenen
Verkehrswünſche formell und ſachlich durchaus
als berechtigt an, und beantragt: 1. Die Kammer
wolle die Regierung erſuchen, bei der Eiſenbahnverwalt=
ung
dahin zu wirken, daß den geäußerten Verkehrs= und
Fahrplanwünſchen, ſoweit dies unter Berückſichtigung der
betriebstechniſchen Verhältniſſe irgend möglich erſcheint,
Rechnung getragen werde, 2. die Vorſtellung des Verkehrs=
verbandes
der Strecke Frankfurt a. M.Darmſtadt für
erledigt zu erklären.
Abg. Dr. Fulda iſt mit der Antwort der Behörden
nicht einverſtanden. Beſonders rügt er, daß ein Arbeiter=
zug
, der Montags geht, nicht auch täglich ſoll gehen können.
Der Feſtſtellung, daß dem Verkehrsbedürfnis auf der
Strecke Frankfurt-Darmſtadt weiteſtgehend Rechnung ge=
tragen
iſt, könne unter keinen Umſtänden zugeſtimmt wer=
den
. Namentlich iſt zu beanſtanden, daß eine Anzahl Ar=
beiterzüge
in Zukunft nur bis Sachſenhauſen geführt wer=
den
ſoll, anſtatt bis Frankfurt. Dadurch wird der Ver=
kehr
teurer und umſtändlicher. Weiter verbreitet ſich Red=
ner
über zahlreiche Einzelheiten. Abg. Raab ſpricht
ſich in gleichem Sinne aus.
Finanzminiſter Braun Exz. verlieſt eine geſtern
eingelaufene Antwort der Eiſenbahnbehörde auf eine An=
frage
betr. Umleitung von Arbeiterzügen uſw. in der
feſtgeſtellt wird, daß die geäußerten Beſchwerden durch=
weg
unbegründet ſind, da keinerlei Abſicht beſteht, an den
beſtehenden Einrichtungen irgendwie etwas zu ändern.
Nur während des Umbaues des Hauptbahnhofs Frank=
furt
machen betriebstechniſche Gründe es notwendig, einige
Züge in Sachſenhauſen münden zu laſſen. Die in den
Eingaben des Verkehrsverbandes geäußerten Beſchwer=
den
werden als maßlos übertrieben bezeichnet, und als
geeignet, die Bevölkerung zu beunruhigen. Auch ſei der
darin angeſchlagene Ton derart, daß ein Eingehen der
Eiſenbahnbehörde auf die Eingaben nicht angängig er=
ſcheint
. (Hört, hört!) Der Finanzminiſter verlieſt zur
Begründung dieſer Feſtſtellung Teile aus den Eingaben
der Verkehrsverbände Wixhauſen und Neu=Iſenburg, die
in der Tat die Stellungnahme der Eiſenbahnbehörde als
berechtigt erſcheinen laſſen. Es wird wiederholt feſtge=
ſtellt
, daß eine Aenderung der beſtehenden Verhältniſſe
überhaupt nicht beabſichtigt war.
Abg. Raab: Wenn die Eiſenbahndirektion uns oder
den betreffenden Petenten dieſe Antwort früher gegeben
hätte, wäre die letzte Eingabe erſpart worden und der
Ton wäre vielleicht auch weniger ſcharf geworden.
Abg. Dr. Fulda iſt nicht ſo optimiſtiſch, wie der Vor=

rehner, er hüt vielinehr die in den Eingaden gefſührten
Beſchwerden aufrecht, da die Ausführungen des Herrn
Miniſters eigentlich eine Beſtätigung dafür waren. Es
wird doch zugegeben, daß tatſächlich Schüler= und Arbei=
terzüge
umgeleitet werden ſollen. Und wenn dies auch
nur für die Zeit des Bahnhofsumbaues ſein ſoll, ſo ſind
das doch Jahre und den Arbeitern wird dadurch großer
Schaden zugefügt. Der Ton der Eingaben war übrigens
keineswegs ſo fürchterlich, als der Herr Miniſter es dar=
ſtellte
. Es handelt ſich dabei doch nicht um Bittſchriften,
ſondern um berechtigte Beſchwerden, die einen energiſchen
Ton rechtfertigen.
Finanzminiſter Braun Exz. wiederholk, daß eine
Aenderung in dem beſtehenden Zuſtand keineswegs beab=
ſichtigt
iſt. Darüber läßt die Antwort der Eiſenbchn=
behörde
keinen Zweifel. Daß der Ton der Eingaben
nicht gerechtfertigt iſt, dürfte ebenfalls nicht zu bezwei=
feln
ſein.
Der Ausſchußantrag wird dann ange=
nommen
.
Für erledigt erklärt
werden gemäß den Ausſchußanträgen ohne Debatte: die
Vorſtellung des Stationsaſſiſtenten i. P. Balthaſar
Schmidt in Darmſtadt, Aufbeſſerung ſeiner Penſion be=
treffend
und die Vorſtellung des Bahnhofsverwal=
ters
i. P. C. Keller zu Worms, Erhöhung der Penſio=
nen
der ehemaligen Heſſiſchen Ludwigs=
bahnbeamten
betreffend.
Ein Antrag der Abgeordneten Ulrich und Genoſſen,
betreffend:
die Ausbildung befähigter Kinder
unbemittelter Eltern,
lautet: Wir beantragen, die Kammer wolle Großh. Re=
gierung
erſuchen, in das Budget einen Ausgabepoſten
von 50000 Mark einzuſtellen, der dazu beſtimmt iſt, be=
fähigten
Kindern unbemittelter Eltern die koſtenfreie Aus=
bildung
und Unterhaltung auf den höheren Schulen und
der Univerſität zu ermöglichen.
Der Ausſchuß beantragt, den Antrag für er=
ledigt
zu erklären.
Abg. Urſtadt hält die beſtehenden Beſtimmungen
hierzu nicht für ausreichend. Wohl gibt es Stipendien,
die beſonders befähigten Kindern das Schulgeld er=
laſſen
, aber das genügt nicht. Die Ausgaben für Bücher
uſw. ſind ſo geſtiegen, daß ſelbſt nicht ganz unbemittelte
Eltern ſchwer darunter zu leiden haben. Es könnte noch
vielfach geſpart werden. Die Leſebücher werden oft nur
zu einem Drittel ausgeleſen, trotzdem muß in jeder Klaſſe
ein neues Leſebuch gekauft werden. Im Rahmen be=
ſtehender
Verhältniſſe kann man ſchon etwas tun, wenn
man die Stipendien nicht auch an Bemittelte erteilt, ſon=
dern
dafür lieber 2 bis 3 Stipendien an ganz Unbemit=
telte
. Auch der Unterrichtsplan müßte anders geſtaltet
werden. Im Prinzip ſtimme er dem Antrag Ulrich zu,
doch bitte er, ſolange dieſer noch nicht angenommen iſt,
ſchon im Sinne ſeiner Ausführungen zu verfahren.
Abg. Ulrich iſt dem Vorredner dankbar dafür, daß er
einen Weg gezeigt, wie auch dermalen ſchon geholfen wer=
den
kann, ohne daß die geforderten 50000 Mark bewilligt
werden. Die Unſtimmigkeiten im Unterrichtsplan, der
keinerlei Verbindung zwiſchen der Volksſchule und den
höheren Schulen zeigt, ſind bekannt und die Abänderung
iſt mehrfach beantragt. Der heutige Antrag ſoll be=
zwecken
, auch die Lebensunterhaltung des betreffenden
Kindes zu ermöglichen. Die Freiſtellen allein genügen
Abg. Wolf=Stadecken: Der Antrag habe
nicht.
ſicher etwas ſehr menſchenfreundliches, die praktiſche Aus=
führung
aber hat doch ſehr erhebliche Schwierigkeiten.
Man müſſe doch auch nicht außer Acht laſſen, daß es ohne=
hin
ein großes Geiſtesproletariat gibt daß der Staat
vielleicht manchem einen ſchlechten Dienſt mit der Wohltat
Abg. Joutz (ſchwer verſtändlich) ſpricht ſich
erweiſt.
für den Antrag aus. Man ſolle den Antrag Ulrich nur
annehmen, ein Weg zur praktiſchen Durchführung werde
Abg. Ulrich polemiſiert noch kurz
ſich wohl finden.
gegen den Abg. Wolf, deſſen Anſichten er nicht beipflichten
kann. Der Ausſchußantrag wird dann ange=
nommen
.
Darauf wird die Sitzung um 1,20 Uhr geſchloſſen.
Nächſte Sitzung Mittwoch 9 Uhr.

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2.
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§ 36.

Mittwoch, 12. Februar.

1913.

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* Pferdeſport. Der deutſche Traber Goud=
ſter
ſtartete bei den Rennen zu Paris-Vincennes im
Prix du Conſeil General de la Seine, einem mit 15000
Francs ausgeſtatteten Trabfahren über 2500 Meter. Der
Hengſt des Freiherrn v. Hohenfels ging als kraſſer Außen=
ſſeiter
an den Ablauf und vermochte auch keine Rolle in
dem von 23 Konkurrenten beſtrittenen Rennen zu ſpielen.
Der Sieg fiel an Monſ. C. Rouſſeaus Gervaiſe, die den
Kilometer in 1:26,1 zurücklegte.
Der 30. Bundestag des Deutſchen Radfahrerbundes
findet vom 1. bis 5. Auguſt in Breslau ſtatt. Der Feſt=
ausſchuß
hat bereits in großen Zügen das Geſamtpro=
gramm
feſtgelegt. Den Auftakt wird eine gemeinſchaft=
liche
Dampferfahrt auf der Oder in die reizvolle Umgeb=
jung
Breslaus geben. Der folgende Samstag iſt zunächſt
dem Beſuche der großen Breslauer Jubiläumsausſtellun=
gen
gewidmet. Außerdem finden in der neuen Feſthalle
die Vorſpiele der Saalkonkurrenzen ſtatt. Am Abend iſt
das geplante Begrüßungsfeſt im Rieſenbau der Kuppel=
halle
. Die feierliche Uebergabe des Bundesbanners geht
am Sonntag vormittag im Rathauſe vor ſich, und daran
ſichließt ſich der Feſtkorſo. Feſteſſen, die Radrennen auf
der Zementbahn in Grüneiche und das Gala=Saalſportfeſt
in der Feſthalle füllen den übrigen Teil des Sonntags.
Der folgende Tag führt die Straßenfahrer zu Rund um
Breslau an den Start, die Bundesausſchußmitglieder
beginnen im Konzerthauſe ihre Beratungen. Nachmit=
lags
findet das große Gartenfeſt im Südpark ſtatt, welches
mit der Preisverteilung endet. Zum Gedenken der Ein=
jegnung
des Lützowſchen Korps in der Dorfkirche zu
Rogau am Fuße des Zobtenberges vor 100 Jahren wer=
den
am Dienstag von der Zobtener Bürgerſchaft an den
hiſtoriſchen Stätten vor den Bundestagsbeſuchern Feſt=
ſpiele
aufgeführt. Die Radfahrer werden nachher gemein=
ſchaftlich
den Zobten beſteigen, und es wird geplant, zur
Erinnerung an die Befreiungskriege und den 30. Bundes=
ſag
dort einen ſogenannten Malhügel aus Gedenkſteinen
zu errichten. Den Beſchluß des Bundesfeſtes bilden die
Fernfahrten nach dem Glatzer= und Rieſengebirge,
Wien, Peſt, Bosnien und der. Herzegowina.
sr. Die Radmeiſterſchaften von Europa 1913 wurden
bei dem in Paris ſtattgehabten Kongreß der Union=Cyeliſte
Internationale Belgien und Frankreich zuerteilt.
Während die lange Meiſterſchaft in Antwerpen ſtattfindet,
bat Frankreich, dem die Fliegermeiſterſchaften zugewieſen
wurden, noch keinen definitiven Beſchluß über den Aus=
tragungsort
gefaßt. Vorausſichtlich wird Paris gewählt
werden. Von den Ergebniſſen des Kongreſſes iſt ferner
nachzutragen, daß Kanada, Südafrika und Auſtralien als
ſelbſtändige Länder zu betrachten ſind und als ſolche in
die U.=C. J. aufgenommen wurden. England wurde da=
gegen
mit Irland und Schottland und Oeſterreich mit
Ungarn als ein Land betrachtet. Ferner wurde auf An=
egung
Deutſchlands eine Kommiſſion gebildet die aus
den Herren Strohbach=Deutſchland, Breton=Frankreich und
Roſſeels=Belgien beſteht und die den Auftrag bekam, ein
einheitliches Internationales Motorſchrittmacherreglement
aufzuſtellen. Auf Vorſchlag Belgiens wurde endlich noch
Feſchloſſen, daß die nationalen Meiſterſchaften in allen
Ländern am gleichen Tage abgehalten werden ſollen.
Sr. Davoſer Kaiſerpreis Auf der Schatzalp=Bobbahn
in Davos fand das alljährliche Vierſitzer= Bob=
rennen
um den Pokal Kaiſer Wilhelms II. ſtatt. Das
Kennen ergab einen großen Erfolg Deutſchlands, das mit
dem Bob Torpedo (Steuer: R. Lüders=Charlottenburg;
M. Fick Leutnant Clauſius; Bremſe: M. Becci=Mailand)
in 3 Min. 39,2 Sek. ſiegen konnte. Zweiter wurde der

Boh. nach 3 41,2
und Dritter der Bob Sport (Julius Wagener) nach
3:42,1. Die von Torpedo erzielte Zeit war die bisher
beſte in dieſer Saiſon. Der erſte Handicap=Preis fiel an
den Bob Schwalbe II‟ (Steuer: Pulvermacher=Berlin)
vor den Bobs Beowulf, Jeanne d’Arc‟, Ragtime‟,
Splendid und Pontreſina.
sr. Neuer Automobil=Weltrekord. Auf der Brook=
lands
=Automobil=Rennbahn bei London legte Percy Lam=
bert
auf einem 25,6 PS. Talbot=Wagen 50 engliſche Meilen
in 29 Min. 10,5 Sek. zurück. Er ſchlug damit den früheren
Weltrekord um 8 Sekunden. Die Stundengeſchwindigkeit
Lamberts betrug 102,8 engliſche Meilen 165,4 Kilometer.

Landwirtſchaftliches.

Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 4. bis 10. Februar.
Die Situation auf dem Getreidemarkt hat in der
Berichtswoche keine nennenswerte Veränderung erfahren.
Die Weltverſchiffungen waren wieder ſehr umfangreich,
übten aber keinen Druck auf die Stimmung aus, da Ar=
gentinien
an ſeinen Forderungen feſthielt. Man rechnet
am La Plata anſcheinend mit weiterer ſtarker Aufnahme=
fähigkeit
Weſteuropas, aber auch der Umſtand, daß
Schiffsraum knapp und teuer iſt, ſpielt eine gewiſſe Rolle.
In Nordamerika beginnen die Zufuhren nachzulaſſen, und
dies, ſowie Beſorgniſſe wegen der Saaten trugen dazu bei,
die Preiſe an den amerikaniſchen Märkten zu ſtützen. Von
Indien wurden diesmal leichte Niederſchläge gemeldet,
die indes als ungenügend bezeichnet werden. In eng=
liſchen
Fachkreiſen beurteilt man die Ausſichten für die in=
diſche
Weizenernte jedenfalls recht ungünſtig, und das
war auch der Grund, daß ſich in England zunehmendes
Intereſſe für Weißweizen bemerkbar machte. In Ruß=
land
iſt zuletzt wieder milderes Wetter eingetreten wo=
durch
die Zufuhr zu den Häfen neuerdings behindert
wird. Die Berichte über den Felderſtand in den weſt=
europäiſchen
Anbaugebieten lauten nicht ſonderlich gün=
ſtig
, namentlich in Frankreich gibt das Ausſehen der
Weizenſaaten Anlaß zu Klagen. In wie weit die Winter=
äcker
in Deutſchland gelitten haben, läßt ſich noch nicht
überſehen. In der Berichtswoche herrſchte frühjahrs=
mäßiges
Wetter, für deſſen Beſtand die jetzige Jahreszeit
zwar wenig Gewähr bietet, das aber immerhin mit dazu
beitrug, die Unternehmungsluſt unter Druck zu halten.
Vom Inlande zeigte ſich in allen Getreidearten ſtärkeres
Angebot, für das nur zu niedrigeren Preiſen Abſatz zu
finden war, zumal der Exportbegehr zu wünſchen übrig
ließ und die Seeplätze ihre Gebote infolgedeſſen herab=
ſetzten
. Es gilt dies beſonders für Roggen, der zuletzt
auch unter der Konkurrenz der ruſſiſchen Offerten zu leiden
hatte. Letztere ſtellen ſich zwar für Berlin noch zu teuer,
machen ſich aber inſofern fühlbar, als der Abſatz deutſchen
Roggens nach dem Rhein dadurch erſchwert wird. Ver=
hältnismäßig
beſſer vermochte Weizen ſeinen Preisſtand
zu behaupten, zumal wenn es ſich um gute Qualitäten
handelte.: Dem Hafergeſchäft hat auch die abgelaufene
Woche keine Beſſerung gebracht; begehrt iſt nur ganz feine
Ware, geringe und mittlere Qualitäten blieben ſelbſt zu
gedrückten Preiſen ſchwer verkäuflich. Von dem inländi=
ſchen
Gerſtenangebot geht manche zu Brauzwecken geeig=
nete
Partie als Futterware fort, da die Brauereien und
Mälzereien faſt nichts kaufen. Ruſſiſche Gerſte war ver=
nachläſſigt
und in ſchwimmender Ware bis 10 Mark bil=
liger
. Mais hatte bei behaupteten Preiſen ruhigen Ver=

kehr. Es ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches Getreide
am letzten Markttage wie folgt:

Roggen
Hafer
Weizen
*2
166
Gönigsberg
173 (1
. 208½ (3*1
165½ (1
Danzig .
163 (3
161 (5
Stettin . . . 189 (4
159 (3 ) 163 ( )
. . 188 (5
Poſen
163 ()
162 (1
Breslau . . . 192 (

167 (2 ) 200 (
Berlin . . . 197 (2
185 ( )
(3 ) 167 (3
Magdeburg . 195
195 (1.
170½ (1
Halle . . . . 197 (2
167 (4
87 (1
Leipzig . . . 193 (2
17
*9 (2
Dresden . . . 195 (3 ) 164 (3
165 (
-
165 (1
Roſtock . .
175 (3 ) 190 (
Hamburg . . 205 (2
(
185 (
180 (*5 )
Düſſeldorf .
210
-
195 (
31½
(
Frankfurt a. M.
181
(
190 ( )
18
½ (
Mannheim. . 21
195 ()
185 (
Straßburg . . 217½ (
178 (
182 (
219
München .

Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 209,25 (0,25),
Peſt April 196,50 ( 1,55), Paris Febr. 223,45 (5.30),
Liverpool März 169,10 (* 1,65), Chicago Mai 145,35
(**1,15), Roggen: Berlin Mai 174 (0,75), Hafer:
Berlin Mai 173,25 (1,25), Futtergerſte fr. Hamburg un=
verzollt
, Südruſſ. ſchwim. 136,50 ( 9.50), Febr. 137,75
(0,75), Mais: La Plata ſchwim. 113,50 (0,50), Mixed
Jan. 110 ( 0,50) Mk.

Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich)

Bei dem letzten Konzert des Richard Wagner= Ver=
eins
machten ſich verſchiedene Uebelſtände bemerkbar, deren
öffentliche Beſprechung im Intereſſe des Publikums und
des Vereins nötig erſcheint.
Der Verein gibt offenbar viel mehr Karten aus, als
der Saal zu faſſen vermag. Dabei verkauft er noch weiter
Sperrſitzkarten an Nichtmitglieder, ſo daß die Mehrzahl
der Mitglieder gezwungen iſt, ſich mit einem Sitzplatz in
den hinterſten Reihen, namentlich aber mit Stehplätzen in
den Gängen und auf den Galerien und zum Teil auch mit
in die Zugänge eingeſchobenen Stühlen zu begnügen. Das
hat zur weiteren Folge, daß Saal und Galerien überfüllt
und die Zugänge zu den Sitzen verſperrt werden.
Vor allen Dingen möge ſich der Vorſtand des Vereins
vor Augen halten daß jedes Mitglied des Vereins ein
Recht auf einen Sitzplatz hat, und daß daher weitere
Karten an Nichtmitglieder erſt dann ausgegeben werden
ſollten, wenn die erforderlichen Sitzplätze für die Mit=
glieder
vorhanden ſind.
Außerdem kann man verlangen, daß man auf ſeinen
Sitzplatz leicht gelangen kann, und daß die Zugänge unter
allen Umſtänden freibleiben müſſen. Es läßt ſich ja gar
nicht ausdenken, welches Unglück bei einem derartig über=
füllten
Saal bei dem kleinſten außergewöhnlichen Vor=
kommnis
während des Konzerts geſchehen kann, wenn die
Zugänge in dem Saal wie geſchehen verſtellt und verſperrt
werden.
Weiter ſtellt das neue Verfahren, ¾4 aller Plätze in
Sperrſitze zu verwandeln, um die Mitglieder zu veran=
laſſen
, noch einen weiteren Zuſchlag zu dem Mitglieds=
beitrag
zu entrichten, zwar dem Geſchäftsſinn der Herren
des Vorſtands ein glänzendes Zeugnis aus dürfte aber
den Wünſchen der Mehrheit der Mitglieder ſchwerlich ent=
ſprechen
. Der Vorſtand ſollte gegenüber den Intereſſen
der Vereinskaſſe, die Intereſſen ſeiner Mitglieder nicht
allzu ſehr zurücktreten laſſen.
Zu dem Vorſtand des Richard Wagner=Vereins, der
ſich um das muſikaliſche Leben unſerer Stadt zweifellos
große Verdienſte erworben hat, darf man wohl das Ver=
trauen
haben, daß er die aufgetretenen Uebelſtände für die
Folge zu vermeiden ſuchen wird.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt i.

Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
6 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 31. Januar: dem Hausverwalter
Karl Fiſcher, Heinheimerſtr. 21, ein S. Ludwig. Am
6. Februar: dem Buchdruckereifaktor Chriſtian Wilhelm
Dulke, Eliſabethenſtr. 45, eine T. Dorothea Katharina.
Dem Hilfsſchaffner bei der Staatsbahn Heinrich
Pfarrer, Lauteſchlägerſtr. 26, ein S. Ernſt Ludwig. Am
3.: dem Kaufmann Bernhard Fuchs, Lauteſchlägerſtr. 5,
eine T. Roſa. Am 10.: dem Zahnarzt Richard Oeſt=
reicher
, Rheinſtr. 39, ein S. Karl Heinz. Am 7.: dem
Hausburſchen Rudolf Brenneis, Schwanenſtr. 1a, eine T.
Roſa. Dem Kaufmann Ludwig Adam Fertig, Karlſtr.
47, eine T. Elfriede Meta Barbara. Am 6.: dem Zuſchneider
Otto Wilhelm Linder, Wendelſtadtſtr. 13, e. T. Hildegard
Frieda Elſa. Am 4.: dem Polizei=Sekretariats=Aſſiſtent
Otto Friedrich Wilhelm Stegmüller, Pfründnerhausſtr.
8, eine T. Irmgard Katharina Maria Erna.
Aufgebotene. Am 6. Februar: Bäcker Philipp
Bormuth, Bleichſtr. 34, und Köchin Anna Maria Mi=
halski
auch Michalsky, Waldſtr. 30. Am 7.: Doktor phil.,
Aſſiſtenten am geologiſchen Inſtitut zu Erlangen Friedr.
Ludwig Stellwaag zu Erlangen, und Maria Dorothea
Hedwig Kittler, hier. Metzger Guſtav Albert Fiſcher
zu Eßlingen, und Stütze Katharina 5 Dörſam, hier. Glaſer
Phil. Engelhardt II., und Dienſtmädchen Marie Fick,
beide zu Pfungſtadt. Schuhmacher StefanBeitzel, Pan=
kratiusſtr
. 26½ und Marie Hehner zu Heubach. Am 10.:
Fabrikarbeiter Adam Joſt zu Birkenau, und Magdalena
Barbara Hüttner zu Naſſau in Württemberg. Stations=
gehilfe
Auguſt Friedr. Nies zu Dieburg und Dienſt=
mädchen
Johanna Elſa Fanny Engel zu Dieburg.
Geſtorben. Am 7. Februar: Chriſtiane Anna Emilie
Dequis, T. d. Lokomotivführers, 1 J., ev., Liebigſtr. 71.
Am 5.: Schreiner Adam Schäfer, 54 J., ev., Rieger=
platz
8. Am 7.: Marie Breunig, geb. Schader, Ehefrau
des Arbeiters, 58 J., kath., Rhönring 1. Am 6.: Schülerin
Jenny Anna Berthold T. des Spenglers, 14 J., ev.,
Große Ochſengaſſe 37. Am 7.: Privatin Klara Dorothea
Auguſte Vogel, 84 J., ev., Mathildenſtr 48. Privatin
Chriſtiane Helferich, 66 J., ev., Erbacherſtr. 25. Katha=
rine
=Sommer, geb. Gölzinger, Ehefrau des Kaufmanns,
64 J., ev., Lindenfels Kaufmann Otto Hechler, 21 J.,
ev., Hofſtallſtr. 8. Eliſabetha Brohm, geb. Rühl, Ehe=
frau
des Schuhmachermeiſters, 56 J., ev., Eliſabethenſtr.
45. Am 8.: Geheimerat und Generalanwalt des Reichs=
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Seite 18

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Februar 1913.

Nummer 36.

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[ ][  ][ ]

Nummer 36.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Februar 1913.

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[ ][  ][ ]

Nummer 36.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Februar 1913.

Seite 21.

Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
ſtehenden
Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.

5. Sinfonie=Konzert der Hofkapelle.
In Alfred Cortot, dem Soliſten des am 17. Februar
im Hoftheater ſtattfindenden Hofmuſik=Konzertes, er=
ſcheint
in Darmſtadt zum erſten Male einer der größten
Pianiſten der Gegenwart. Cortot wurde im Jahre 1877
in Nyon (franz. Schweiz) geboren. Seine Studien vol=
lendete
er auf dem Konſervatorium in Paris, woſelbſt er
im Jahre 1896 einſtimmig den premier prix erhielt.
Im Jahre 1905 begründete er mit Thibaud und Caſals
das weltberühmte Pariſer Trio. Der Künſtler veran=
ſtaltet
ſeit 3 Jahren allwinterlich eine Reihe von Kon=
zerten
in Berlin, die trotz der Hochflut von Soliſten=
Abenden in der deutſchen Metropole ſich ſtarken Zuſpruchs
erfreuen. Die Allgem. Muſik=Zeitung ſchreibt über ſein
dortiges Auftreten: In Herrn Cortot erſcheint mal wieder
ein Vollblutkünſtler, in dem nicht der fingerfertige Pianiſt,
ſondern der geiſtvolle Muſiker vorherrſcht. Sein Spiel iſt
durch und durch Geiſt und Seele.
* Ueber Gertrud Leiſtikow ſchreibt Hans
Brandenburg=München, der heute neben Profeſſor Oskar
Bie für den bedeutendſten Kritiker und Forſcher der Tanz=
kunſt
gilt: Der Tanz Gertrud Leiſtikows iſt große Kunſt,
die uns mit der Kraft eines mächtigen Ereigniſſes er=
ſchüttert
, entzückt und erhebt, alſo nicht etwa ein bloßes
reizendes Spiel für das Auge, ſondern Geſtaltung aller
menſchlichen Gefühle von der größten Freude bis zum
größten Schmerz. Gertrud Leiſtikow tanzt keine Ver=
gangenheiten
, ſie gibt nicht in hübſchen Bildern und
Poſen Erinnerungen an frühere Kulturen wieder, ſondern
ſie ſchafft aus der Tiefe des perſönlichen Erlebniſſes her=
aus
, aber dieſe Erlebniſſe nehmen typiſche Masken und
Geſtalten an, ſie ſind in Koſtüm und Gebärde ſo ſinnfällig,
ſo überzeugend und allgemein verſtändlich ausgedrückt,
daß ſie jedem etwas zu ſagen haben und für den empfin=
denden
Zuſchauer unvergeßlich ſind. Gertrud Leiſtikow
hat auf ihrem Programm ihr Beſtes vereinigt und zeigt
ihre ganze erſtaunliche Vielſeitigkeit. Und da das Auf=
treten
dieſer ſeltenen Künſtlerin ein ſeltenes und wirk=
liches
Ereignis iſt, muß es Sache des Publikums ſein, ein
ſolches Ereignis mit allem Danke würdig aufzunehmen.
Die Künſtlerin tanzt bekanntlich am 14. ds. Mts in der
Freien Literariſchen Geſellſchaft. (Vergl. heutige Anzeige.)

Luftfahrt.

Prinz Heinrich=Flug 1913.
* Der dritte Zuverläſſigkeitsflug am
Oberrhein wird, wie wir bereits berichtet, im Mai
von der Südweſtgruppe des Deutſchen Luft=
fahrverbandes
veranſtaltet.
Das Programm der Veranſtaltung iſt folgendes:
Samstag, 10. Mai: Vorprüfung der nicht der Heeres=
verwaltung
gehörigen Flugzeuge. Pfingſtſonntag,

11 Mai: Zuverläſſigkeitsflug Wiesbaden-Kaſſel mit einer
Zwiſchenlandung in Gießen. (Entfernung Wiesbaden-
Gießen zirka 65 Kilometer, Gießen-Kaſſel zirka 100 Kilo=
meter
.) Pfingſtmontag, 12. Mai: Zuverläſſig=
keitsflug
von Kaſſel nach Koblenz, zirka 170 Kilometer.
Dienstag, 13. Mai, Ruhetag in Koblenz. Mitt=
woch
, 14. Mai: Flug Koblenz-Karlsruhe. Die zirka
200 Kilometer lange Flugſtrecke Koblenz-Karlsruhe kann
durch die Beſtimmung der Oberleitung, gewiſſe Kontroll=
ſtellen
zu überfliegen, auf 300 Kilometer verlängert wer=
den
. Donnerstag, 15. Mai, Ruhetag in Karls=
ruhe
. Freitag, 16. Mai: Flug Karlsruhe- Straß=
burg
in Verbindung mit einer Aufklärungsübung bei
Stuttgart. Samstag, 17. Mai: Flug Straßburg-
Freiburg-Straßburg mit einer Aufklärungsübung ſüd=
lich
dieſer Orte. Die Mitnahme eines Paſſa=
giers
, der aktiver Offizier, in Uniform verabſchiedeter
Offizier oder Offizier des Beurlaubtenſtandes ſein muß,
iſt vorgeſchrieben. Die Perſon des Paſſagiers kann von
Etappe zu Etappe wechſeln. Bei den Aufklärungsübun=
gen
ſtellt der Chef des Generalſtabs der Armee die Auf=
gaben
. Die Bewertung geſchieht lediglich nach militäri=
ſchen
Rückſichten. Die Flugzeuge müſſen in Deutſchland
hergeſtellt ſein, doch ſind Motoren beliebiger Herkunft zu=
gelaſſen
. Die Zuverläſſigkeitsetappen einerſeits und die
beiden Aufklärungsübungen anderſeits müſſen mit dem=
ſelben
Flugzeug zurückgelegt werden.
Als Preiſe ſind ausgeſetzt: Ehrenpreis S. M. des
Kaiſers für den Wettbewerber, der bei den Zuverläſ=
ſigkeitsetappen
die geringſte Geſamtflugdauer erzielte und
die Aufklärungsübungen mit Erfolg erledigte. Ehren=
preis
S. K. Hoheit des Prinzen Heinrich von
Preußen Prinz=Heinrich=Preis der Lüfte für die
beſte Leiſtung bei der Aufklärungsübung. Weitere Zu=
verläſſigkeitspreiſe
und Aufklärungs=
preiſe
. Beim Zuverläſſigkeitswettbewerb ſteht für
jeden Flugzeugführer, der die drei Zuverläſſigkeitsetappen
zurückgelegt hat, ein Preis zur Verfügung. Auch die übri=
gen
Wetbewerber und alle Paſſagiere erhalten Erinner=
ungsgaben
. Beim Aufklärungswettbewerb ſteht für
je zwei Flugzeugführer ein Ehrenpreis zur Verfügung.
Die beobachtenden Paſſagiere erhalten gleichwertige
Preiſe wie die Führer. Ferner ſtehen 70000 Mark
für Geldentſchädigungen zur Ve rfügung.
Obmann des Schiedsgerichts iſt Herr Geh.
Regierungsrat Profeſſor Dr. Hergeſell=Straßburg.
An einzelnen Etappenorten finden gleichzeitig mit dem
Ueberlandflug lokale Wettbewerbe ſtatt. An die=
ſen
dürfen die Flugzeugführer, die den Prinz=Heinrich=
Flug beſtreiten, nicht teilnehmen oder ſie müſſen vorher
aus dem Ueberlandflug=Wettbewerb ausſcheiden.

sr. Neuer Paſſagier=Höhenweltrekord.
Auf dem Flugfelde von Etampes in Frankreich ſtellte
der Pilot der Farman=Schule Gugenheim einen neuen
Weltrekord für Höhenflug mit vier Paſſagieren auf, in=
dem
er auf ſeinem mit 80 PS. Gnome=Motor ausgerüſteten
Henry Farman=Doppeldecker eine Höhe von 740 Metern

erreichte. Der bicherige Relord war von dem Beigler
Verſchaeve im Dezember vorigen Jahres mit 596 Metern
aufgeſtellt worden.

Handel und Verkehr.

H Frankfurt a. M., 11. Febr. ( Fruchtmarkt=
bericht
.) Am Wochenmarkt war der Verkehr ſehr ruhig,
obwohl Landweizen und Landroggen reichlich offeriert
wurden. Die wenigen Umſätze vollzogen ſich vorwiegend
für beſſere Qualitäten, wobei Landweizen williger lag
und Landroggen gut behauptet blieb. Gerſte und Mais
waren preishaltend. In Hafer zeigte ſich einige Konſum=
nachfrage
, die zu unveränderten Preiſen befriedigt wurde.
Futtermittel ſtetig. Das Geſchäft in Mehl iſt nur gering=
fügig
, weil die Forderungen noch immer verhältnismäßig
hochgehalten ſind.
Der Mannheimer Getreidemarkt war feſt,
bei kleinen Umſätzen. An der Berliner Produk=
ten
börſe herrſchte für Getreide feſtere Stimmung auf
Nachrichten über lebhaftere Kaufluſt von Weſtdeutſchland,
England und Frankreich für ausländiſche Ware und die
Erhöhung der ausländiſchen Offerten. *Das inländiſche
Angebot blieb noch ziemlich reichlich; auch für Hafer bei
ſehr kleinem Konſum. Nach den letzten Kabelmeldungen
von den amerikaniſchen Getreidemärkten
(New=York und Chikago) war Weizen im ganzen matter
auf größere Zufuhren im Innern der Vereinigten Staa=
ten
. günſtiges Wetter im Südweſten und Regenberichte aus
Indien. Mais ebenfalls williger, beeinflußt auf den
baiſſegünſtig lautenden Viſible=ſupply=Ausweis. Die ſicht=
baren
Weizenvorräte ſind dort in dieſer Woche von 68,06
Mill. Buſh. auf 68,26 Mill. Buſh und die Maisvorräte
von 9,72 Mill. Buſh. auf 12,34 Mill. Buſh. geſtiegen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer 2121,10. Norddeut=
ſcher
2121,15, Kurheſſiſcher 2121,15. Ruſſiſcher 23,50
bis 24,50, Kanſas 2323,75. Rumäniſcher 23,5024,2
Redwinter 23,2524, Manitoba 23,2523,75, Laplata
2323,75, Walla=Walla 2323,75: Roggen, hieſiger
18,1018,20. Bayeriſcher (Pfälzer) 18,1018,25. Ruſſiſcher
18,7519, Rumäniſcher 18.5018,75, Amerikaniſcher .
Gerſte, Pfälzer 19,5020,25, hieſige und Wetterauer
19,5020, Riedgerſte 19,5020, Fränkiſche 19.5020,25,
Ungariſche ; Hafer hieſiger 1919,50, Bayeriſcher
19,2519,75. Ruſſiſcher 2021. Rumäniſcher 2020,75,
Amerikaniſcher 17,5018,50; Mais, mired 15,2515,30,
Ruſſiſcher 15,4015,60, Donaumais 15,2515,50, Rumä=
niſcher
15,4015,60, Laplata 15,2515,40. Weißer Mais
15,251550: Weizenſchalen 10,2510,50, Weizenkleie 10,25
bis 10,50, Roggenkleie 10,5010,75, Futtermehl 1416,
Biertreber getrocknet 13,7514,50, Futtergerſte 1616,50;
Weizenmehl, hieſiges (Baſis ab Mannheim) Nr
3131,25, feinere Marken 31.5031,75. Nr. 1 3030,25,
feinere Marken 30.5030,75. Nr. 2 2929,25, feinere Mar=
ken
29,5029,75. Nr. 3 2727,25. feinere Marken 27,50 bis
27,75, Nr. 4 2425,25, feinere Marken 24,5024,75; Rog=
genmehl
, hieſiges Nr. 0 2727,25, Nr. 1 24,7525,
Nr. 2 2222,25.

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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Februar 1913

Nummer 36.

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Nummer 36,

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Februar 1913.

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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Februar 1913.

Nummer 36.

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Heiraten Sie nicht
bev. Sie über zukünft. Perſon
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Belohnung.
Polizeirevier Hügelſtraße.

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abzugeben gegen Belohnung
*3883) Erbprinz, Marktplatz.

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Buchſt. A, für den Reſt der lfd.
Saiſon abzugeben. Näh. Hügel=
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Programm
zu dem am Mittwoch, den
12. Febr., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle
des Großh. Train=Bat. Nr. 18.
Die Hanſeaten bei Loigny
Marſch von Warnken. 2. Ouver=
ture
zur Oper Leichte Kavallerie‟
von Suppé. 3. Pilgerchor und
Lied an den Abendſtern aus der
Oper Tannhäuſer von Wagner.
4. Fantaſie aus der Operette The
Geisha von Jones. 5. Walzer
aus der Operette Die moderne
Eva von Gilbert. 6. Leibmarſch
der Ehrengarde der Stadt Köln
(neu) von W. Klein.