Abonnementspreis
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176. Jahrgang
Lngtl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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werden angenommen in Darmſtadt,
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
ſrts nehmen die Poſtämter u. die Agen= verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
ſten Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei.
Aufnahme von Anzeigen an
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gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſtriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Pegan für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
r frühere Staatsſekretär des Reichsmarineamtes,
Ad=
ral a. D. Friedrich Hollmann, iſt im 72.
Lebens=
jahre in Berlin geſtorben.
Hamburger Senat gab am Montag abend zu
Uhren des in Hamburg eingetroffenen Staatsſekretärs
ſr. Solf ein Feſtmahl.
Arbeitgeberſchutzverband für die Holzinduſtrie
Ut für den 16. Februar die Ausſperrung der
Ar=
liter verfügt.
Piand hat die Neubildung des franzöſiſchen
abinetts übernommen.
Geſamtzahl der bei der Strandung des Dampfers
Weroneſe‟ Ertrunkenen und Vermißten
ſträgt 43. 16 ſind ſchwerverletzt.
ſe nächſte Zuſammenkunft der Botſchafter in
London findet heute, Mittwoch, ſtatt.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
Januar: 1813: Abreiſe des Königs von Preußen von
lotsdam nach Breslau.
Freiherr von Stein trifft in Königsberg ein.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Die internationale Lage.
— Nachdem nunmehe die Note der Mächte in
Hrfſtantinoprl überreicht worden iſt und es mit ziemlicher
ßcherheit feſtſteht, daß die Antwort der Pforte
ublehnendem Sinne erfolgen wird, iſt leider zu
be=
lfrten, daß die geſamte Lage eine erneute Zuſpitzung
Fehren wird. Es wäre ja denkbar, daß die Antwort
Türkei, die bis ſpäteſtens Mittwoch erfolgen ſoll, ſo
ſhalten iſt, daß die Möglichkeit einer Weitervermittlung
lſtehen bleibt, indem die Türkei im Hinblick auf die
ſteſtuellen ſchweren Folgen ſich ſcheut, ein entſchiedenes
Eiei zu ſagen, aber andererſeits iſt es fraglich, ob ſich
ungeduldigen Balkanſtaaten noch weiter werden
hin=
leen laſſen. Mit dieſem Moment hat man ſtark zu
rech=
y und vor allem darf man nicht vergeſſen, daß man
un=
ruſſiſcher Führung auf ſeiten der Tripel=Entente für
Türkei nicht viel übrig hat, ſondern vielmehr
augen=
ſſei nlich die verbündeten Balkanmächte begünſtigt. Wenn
llſentſchland mit Italien und Oeſterreich=Ungarn trotzdem
in jüngſten Kollektivſchritt mitgemacht hat, ſo geſchah
ſſei wohl in der Hauptſache nur, um eine weitere
Ver=
ſſänfung der Weltlage zu vermeiden; hätte man das
Ter=
ſin völlig der Tripel=Entente überlaſſen, ſo hätte ſich
kraus zweifellos ein Gegenſatz zwiſchen den beiden
r ßmächtekonſtellationen herausgebildet, der den Stoff
weiteren Konflikten leicht mit ſich hätte bringen können.
ſielher iſt man auf der Botſchafterkonferenz in London
lſikllich miteinander ausgekommen, eine Trennung würde
ſper auch dieſen Beſprechungen ein vorzeitiges Ende
be=
ſieet haben.
Deutſchlands Bemühungen ſind darauf gerichtet
ge=
ſſeden, der Kollektivnote nach Möglichkeit die Schärfe zu
hanen, die allem Anſchein nach der urſprüngliche Ent=
Auf enthielt. Man ſagte ſich mit Recht, daß ein gar zu
Aherfer Ton verletzend wirken und die ganze Aktion in
raege ſtellen müſſe. Gleichwohl ſchlägt die Kollektivnote
merhin noch eine Tonart an, über die man am Goldenen
orn nicht ſehr erbaut iſt, und ſo ganz unrecht haben die
ürken nicht, wenn ſie behaupten, daß die Mächte mehr
e Intereſſen der Balkanſtaaten vertreten, als einen
Aus=
leich herbeizuführen ſuchen. Jedenfalls ſtehen die Dinge
tzir auf des Meſſers Schneide, man ſteht am Vorabend
ſlichtiger Ereigniſſe, die ſich augenblicklich nicht überſehen
iſſeen. Nicht unzutreffend ſchildert der Matin die
augen=
ſickliche Lage, indem er ſchreibt:
Die europäiſche Lage iſt äußerſt ernſt. Wenn die
ürkei auf ihrer Weigerung, Adrianopel zu übergeben,
ſeharrt, werden die Delegierten der Balkanſtaaten ohne
weifel die Verhandlungen abbrechen. Was wird
Oeſter=
lich mit ſeiner Million mobiliſierter Soldaten tun? Wie
bir d die Haltung Rumäniens ſein? Oeſterreich könnte
nach verlangen, daß Serbien ſofort auf Albanien
Ver=
ſicht leiſte. Oeſterreich würde ſeine Forderungen der
Bot=
ſterkonſerenz mitteilen. Die Mächte der Tripel=
En=
inge würden die Forderungen Oeſterreichs nicht alzep=
tieren, und die Botſchafterkonferenz wäre hiermit zu
Ende In dieſem Falle wäre alles aus. Man ſagt,
nie=
mand will den Krieg; aber ſagte nicht der ruſſiſche Kaiſer
Ende Januar 1904 zu dem franzöſiſchen Botſchafter: Ein
Krieg mit Japan iſt unmöglich, denn ich will keinen
Krieg. Acht Tage ſpäter bombardierten die Japaner
Port Arthur.
Aus Berlin wird uns zu dem Stande der
Angelegen=
heit geſchrieben: Die aus Konſtantinopel eingetroffenen
Meldungen laſſen erkennen, daß die Kollektivnote der
Großmächte im politiſchen Zentrum der Türkei einen
tie=
fen Eindruck gemacht hat. Welche Antwort die Pforte
er=
teilen wird, weiß man zwar noch nicht, doch ſprechen
ver=
ſchiedene Kundgebungen für die Richtigkeit der
halbamt=
lichen Wiener Meldung, daß die Antwort keine Ablehnung
der Note enthalten, ſondern Anlaß zu weiterem Verkehr
mit den Mächten geben werde. Beſtätigt ſich, wie zu
er=
warten iſt, dieſe Ankündigung, dann können die
fortgeſetz=
ten Verhandlungen der Großmächte mit der Pforte ohne
formale Schwierigkeiten die Brücke zur Wiederaufnahme
der eigentlichen Friedensverhandlungen werden. Nach
Aeußerungen des Großweſirs zu dem Vertreter eines
Londoner Blattes täuſcht ſich die Pforte nicht darüber,
daß ſie vor dem Friedensſchluß auf eine finanzielle
Unter=
ſtützung des Auslandes nicht rechnen könne. Wenn
Kia=
mil Paſcha die Fortſetzung des Krieges trotzdem mit Hilfe
einer inneren türkiſchen Anleihe für möglich hält, ſo liegt
in dieſer Auffaſſung doch wohl ein übertriebener
Optimis=
mus. Die Pforte hat ſoeben erſt in London eine Anleihe
aufnehmen müſſen, um rückſtändige Beamtengehälter
be=
zählen zu können. Unter ſolchen Umſtänden erſcheint eine
Wiener Meldung, derzufolge gerade der Großweſir die
Frage der Geldbeſchaffung als ausſichtslos beurteilt
habe, der Wahrheit näher zu kommen, als jener
Optimis=
mus. Die internationale Geldteuerung tut ein übriges,
unabhängig von politiſchen Erwägungen der finanziellen
Seite einer Fortſetzung des Krieges doppeltes Gewicht zu
verleihen. Daher wird der Geldpunkt die türkiſche
Ant=
wort höchſtwahrſcheinlich in friedlichem Sinne
beein=
fluſſen.
Deutſches Reich.
— Eine Paläſtinafahrt des Kaiſers?
Von unterrichteter Seite wird uns geſchrieben: Ein
fran=
zöſiſches Wochenblatt erzählt, daß der Kaiſer eine neue
Reiſe nach Paläſtina machen werde. An dieſer Nachricht
iſt kein wahres Wort. Wurde ſie trotzdem
ver=
breitet, dann dürfte dabei die Abſicht beſtimmend geweſen
ſein, durch die Erdichtung eines deutſchen Intereſſes an
jenem Teil der aſiatiſchen Türkei die Aufmerkſamkeit von
den ſyriſchen Plänen Frankreichs abzulenken,
deren Verhüllung immer größere Schwierigkeiten bereitet.
— Anfragen im Reichstage. Der
Abgeord=
nete Müller=Meiningen (Fortſchr. Vpt.) hat im
Reichs=
tage folgende Anfrage eingebracht: Iſt die öffentlich
auf=
geſtellte Behauptung richtig, daß in der letzten Zeit die
Werbetätigkeit der franzöſiſchen Fremdenlegion eine
be=
ſonders intenſive war, und daß vor allem die Anwerbung
minderjähriger deutſcher Staatsangehöriger, ſogar
an=
geblich teilweiſe auf deutſchem Boden, zunahm?
Be=
jahendenfalls: Was gedenken die verbündeten
Regierun=
gen zu tun, um dieſem Unweſen Einhalt zu tun?
Die wirtſchaftliche Lage
Deutſch=
lands. Auf dem Feſtmahl des Vereins zur Beförderung
des Gewerbefleißes in Berlin gab der preußiſche
Han=
delsminiſter einen Rück= und Ausblick auf die
wirtſchaft=
liche Lage. Er ſagte nach der Voſſiſchen Zeitung: „Faßt
man unſere ganze wirtſchaftliche Lage zuſammen, ſo
er=
gibt ſich: Auch jetzt noch iſt unſer Wirtſchaftsleben durch
und durch geſund. Es wird von Jahr zu Jahr kräftiger.
Der inländiſche Konſum ſteigt jedes Jahr. Daß wir im
Frieden leben, macht Deutſchland wirtſchaftlich und
finan=
ziell vom Auslande unabhängig. Wenn uns der Friede
noch erhalten bleiben wird, was wir ja alle hoffen
dür=
fen, wird die Meinung des Auslandes, daß Deutſchland
nicht auf eigenen Füßen ſtehen könne, bald widerlegt ſein.”
— Das Reichswohnungsgeſetz
geſchei=
tert? Den Münch. N. Nachr. wird aus Berlin
geſchrie=
ben: Das Vorhaben der Reichsleitung, der einmütigen
Aufforderung des Reichstages entſprechend, ein
Reichs=
wohnungsgeſetz vorzulegen, das vornehmlich die
geſund=
heitliche Seite der Wohnungsfrage regeln ſollte, iſt, wie
verlautet, an dem Widerſpruch Preußens geſcheitert. Die
Meldung bedarf der Beſtätigung.
Das Penſionsverſicherungsgeſetz
für Angeſtellte, das bereits am 1. Januar 1913 in
Kraft getreten iſt, hat zu einer außerordentlichen Fülle von
Zweifelsfragen Anlaß gegeben, für deren Löſung die
Ver=
waltung ſich nicht als zuſtändig erklärte. Sie will die
Bildung der im Penſionsverſicherungsgeſetz vorgeſehenen
Rechtſprechungsinſtanzen abwarten und dieſen die
Ent=
ſcheidung vorbehalten. Wie uns der „Verband deutſcher
Waren= und Kaufhäuſer” mitteilt, verlautet, daß nur ein
Rentenausſchuß und ein Schiedsgericht vorläufig gebildet
werden ſollen. Es iſt daher zu befürchten, daß wegen der
Fülle der Arbeiten die Klärung der vielen Zweifelsfragen
ſehr verzögert wird, und es wäre deshalb dringend zu
wünſchen, daß von vornherein eine leiſtungsfähige
Ver=
waltungs= und Rechtſprechungsorganiſation geſchaffen
würde.
Die Verkehrseinnahmen de ucſcher
Eiſenbahnen für den Monat Dezember
be=
tragen nach der im Reichseiſenbahnamt aufgeſtellten
Ueberſicht im Perſonenverkehr 68071309 Mk. (ein Mehr
gegen das Vorjahr von 5988 531 Mk. im ganzen oder 8,47
Prozent auf 1 Km.); im Güterverkehr 164884792 Mk.
(ein Mehr gegen das Vorjahr von 11457401 Mk. im
ganzen oder 6,20 Prozent auf 1 Km.). Für die Bahnen
mit dem Rechnungsjahr April bis März in der Zeit vom
1. April 1912 bis Ende Dezember 1912 im Perſonenverkehr
608 547 420 Mk. (ein Mehr gegen das Vorjahr von
36 115 291 Mk. im ganzen oder 5,01 Prozent auf 1 Km.);
im Güterverkehr 1377858 290 Mk. (ein Mehr gegen das
Vorjahr von 82 171600 Mk. im ganzen oder 4,95 Prozent
auf 1 Km.). Für die Bahnen mit dem Rechnungsjahr
Januar bis Dezember in der Zeit vom 1. Januar 1912
bis Ende Dezember 1912 im Perſonenverkehr 113 024707
Mark (ein Mehr gegen das Vorjahr von 4314687 Mk. im
ganzen oder 3,25 Prozent auf 1 Km.); im Güterverkehr
216 143 588 Mk. (ein Mehr gegen das Vorjahr von
10 569 462 Mk. im ganzen oder 4,19 Prozent auf 1 Km.).
Ausſperrung in der Holzinduſtrie.
Nachdem die Verhandlungen zwiſchen Arbeitgebern und
Arbeitern in der Holzinduſtrie geſcheitert ſind, hat der
Arbeitgeberſchutzverband für den 16. Februar die
Aus=
ſperrung verfügt. Die Mitglieder haben ſich in der
Ver=
gebung neuer Akkorde ſo einzurichten, daß alle in ihren
Betrieben beſchäftigten Arbeiter zum 16. Februar
ent=
laſſen werden können. Mit dem gleichen Tage tritt auch
der Beſchluß der außerordentlichen Generalverſammlung
vom 3. Januar in Kraft, nach dem kein Verbandsmitglied
Aufträge aus den geſperrten Städten annehmen darf.
Un=
ter gar keinen Umſtänden dürfen während der
Aus=
ſperrung fremde Arbeiter eingeſtellt werden.
Der neugewählte Landtag des
Für=
ſtentums Schwarzburg=Rudolſtadt wurde
von dem Staatsminiſter Frhrn. v. d. Recke eröffnet. In
der Thronrede wird die Abänderung des
Staatsgrund=
geſetzes, das die Rechte des Landtags genauer regelt,
fer=
ner ein neues Wahlgeſetz angekündigt. Statt der
bis=
herigen 13 Abgeordneten ſollen in Zukunft 24
Abgeord=
nete, von denen 12 aus allgemeinen Wahlen, 12 aus
Ver=
tretern der verſchiedenen Stände gewählt werden, den
Landtag bilden.
AAusland.
Oeſterreich=Ungarn.
Der Rücktritt des Kabinetts Lukges
iſt, Blättermeldungen zufolge, in Kürze zu erwarten.
Mi=
niſterpräſident Lukacs wurde von dem Kaiſer in Wien in
beſonderer Audienz empfangen. Dieſe ſoll damit
zuſam=
menhängen, daß der mit der Haltung der Regierung in
der Steuerreform nicht einverſtandene Finanzminiſter dem
Miniſterpräſidenten ſeine Demiſſion bereits überreicht hat.
Frankreich.
Die Neubildung des Kabinetts.=Briand
hat die Kabinettsbildung übernommen. Die
Zuſammen=
ſetzung des Kabinetts dürfte folgende ſein: Präſidium
und Inneres: Briand; Juſtiz: Barthou; Aeußeres: Ribot
oder Jonnart; Krieg: Etienne; Marine: Baudin;
Finan=
zen: Klotz; Unterricht: Steeg; Oeffentliche Arbeiten:
Jean Dupuy; Handel: Jean Morel; Ackerbau: Fernand
David; Kolonien: Guiſt’Hau; Arbeiten und ſoziale
Für=
ſorge: René Besnard. Wie verlautet, weigerte ſich
Bour=
geois, Poincarés Nachfolger für das Auswärtige zu
wer=
den, Delcaſſé wolle weder die Marine behalten, noch
Kriegsminiſter werden, obgleich Briands wiederholtes
Erſuchen an die beiden von Fallieres und Poincaré warm
unterſtützt wurde. Bourgeois und Delcaſſé begründen
ihre Weigerung mit ihrer erſchütterten Geſundheit.
England.
Das Schiffsgeſchenk der malayiſchen
Schutzſtaaten. Die Times erklärt, daß die
Vorbe=
reitungen für den Bau des Panzerſchiffes, das die
ma=
layiſchen Schutzſtaaten dem britiſchen Reich zum Geſchenk
machen, vollendet ſind und daß der Bau=Auftrag in ein
paar Tagen vergeben werden würde. Es iſt noch nicht
be=
kannt, ob es ein Linien= oder ein Schlacht=Kreuzer ſein
werde.
Die Tibet=Angelegenheit. Im Unterhauſe
fragte der Unioniſt Rees, ob die Unabhängigkeit Tibets
in Urga proklamiert worden ſei und ob ein tibetaniſcher
Abgeſandter in Urga erklärt habe, daß er autoriſiert ſei,
ein Uebereinkommen mit der Mongolei abzuſchließen und
mit Rußland über die Stellung Tibets unter ein
eng=
liſch=ruſſiſches Protektorat zu verhandeln. Parlaments=
Unterſekretär Acland erwiderte: Ich habe die in dieſem
Sinne gehaltenen Meldungen in der Preſſe geſehen und
erfahren, daß ein Abkommen in Urga unterzeichnet
wor=
den iſt. Was der Abgeſandte Tibets in Urga erklärt hat,
kann ich nicht ſagen, doch iſt die Frage, Tibet unter ein
engliſch=ruſſiſches Protektorat zu ſtellen, von der britiſchen
Regierung niemals erörtert oder erwogen worden.
Japan.
Gründung einer neuen Partei. Der
Mi=
niſterpräſident Fürſt Katſura verkündete die Gründung
einer neuen Partei angeſichts der Unmöglichkeit, mit den
beſtehenden Parteien eine Vereinigung und ein
Kom=
promiß zu erzielen. Der Miniſterpräſident bezeichnete
als ihre Abſicht, eine ſtreng konſtitutionelle Regierung
durchzuführen. Die Mitglieder der neuen Partei nennen
ſich wahrſcheinlich konſtitutionelle Unioniſten.
China.
Die Sechsmächte=Anleihe. Die
Sechs=
mächtegruppe hat eine Note übergeben, worin ſie den
Fi=
nanzminiſter davon in Kenntnis ſetzt, daß die Gruppe
be=
reit wäre, den Anleihevertrag zu unterzeichnen, daß es
aber wegen der Geldverſteifung in Europa unmöglich
ſei, unverzüglich in eine Verpflichtung einzutreten, die
Vorſchüſſe zu liefern, welche China verlangt. China
ant=
wortete, indem es ſeinem Bedauern über dieſe
Eröffnun=
gen Ausdruck gab und den Wunſch hervorhob, mit der
Sechsmächtegruppe zu verhandeln. In der Antwort wird
weiter ausgeführt, daß China während der jüngſt wieder
aufgenommenen Verhandlungen ſich gewiſſenhaft
gewei=
gert habe, andere Anerbietungen in Betracht zu ziehen,
und daß es die Hinderniſſe beſeitigen werde, die mit der
Crispſchen Anleihe im Zuſammenhang ſtänden. Aber die
baldige Auszahlung gewiſſer Beträge ſei notwendig.
China ſei daher gezwungen, andere Anleiheverhandlungen
anzuknüpfen. Die einheimiſchen Bankiers hätten die
Rich=
tigkeit dieſer Ausführungen anerkannt. Beide Noten
wa=
ren im freundlichſten Tone gehalten. Die chineſiſche Note
läßt den Weg für den Abſchluß der ſechsfachen Anleihe
offen, wenn die Sechsmächtegruppe bereit iſt, ſie
auszu=
führen. Inzwiſchen ſind angeblich Vorſchläge durch
an=
dere Finanziers angeboten worden, wobei die Sicherheit
durch die unverpfändeten Ueberſchüſſe aus der Salz= und
Likinſteuer, ſowie aus der Wein= und Tabakſteuer der
Provinzen Chili, Schantung, Honan und Kiangſu
ge=
geben werden ſollen. Der Miniſter des Aeußern
beabſich=
tigt, die Geſandten der ſechs Mächte zu beſuchen, um
ihnen die Lage Chinas und ſeine Gründe
auseinanderzu=
ſetzen, die dem Abſchluß eines ungeſicherten Vertrages
entgegenſtehen.
Das Abkommen zwiſchen der
Mongo=
lei und Tibet enthält folgende Hauptpunkte: Der
Dalai Lama erkennt die Proklamierung des Hutuchtu
zum Herrſcher des Mongolenvolkes an, der ſeinerſeits die
Bildung eines ſelbſtändigen Tibets und die Proklamie=
rung des Dalai Lama zum Herrſcher Tibets anerkennt. Die
Mongolei und Tibetverpflichtenſichgegenſeitig, zur
Verbrei=
tung des Buddhismus beizutragen, einander für ewige
Zeiten gegenſeitige Hilfe zu leiſten und den Untertanen
beider Reiche Schutz zu erweiſen. Die Mongolei und Tibet
öffnen ihre Länder dem gegenſeitigen Waren= und
Pro=
duktenhandel, wobei den Untertanen geſtattet wird,
in=
duſtrielle und Kreditinſtitute zu gründen.
*
*. Potsdam, 20. Jan. Die Prinzeſſin
Viktoria Margarete von Preußen, die
ein=
zige Tochter des Prinzen Friedrich Leopold von Preußen,
hat ſich heute mit dem Prinzen Heinrich
Reuß XXXIII, verlobt. Die Braut iſt 22 Jahre alt,
der Bräutigam, Dr. phil., Botſchaftsſekretär bei der deut
ſchen Botſchaft in Wien und Leutnant à la suite der
Armee, 33 Jahre. Er iſt der zweite Sohn des bekannten
früheren Botſchafters in Wien, der mit einer Tochter des
Großherzogs Karl Alexander vermählt war. Ihre Söhne
wurden ſeinerzeit als Thronanwärter für die Thronfolge
in Holland vielfach genannt.
* Dr. Solf in Hamburg. Der Staatsſekretär
des Reichskolonialamts Dr. Solf traf am Montag in
Hamburg ein. Er beſuchte die Handelskammer und machte
einen Rundgang durch die Börſe. Ferner beſichtigte er
das Kolonialinſtitut eingehend. Der Senat gab abends
im Rathaus zu Ehren Dr. Solfs ein Feſtmahl, an dem
außer dem Senat unter anderem der Vorſtand der
Bür=
gerſchaft, eine große Anzahl von Mitgliedern und die
Syndicis der Handelskammern, der kaufmänniſche Beirat
und die Mitglieder des Profeſſorenrates des
Kolonial=
inſtituts, eine Anzahl der am Handel nach den Kolonien
beteiligten Kaufleute, der preußiſche Geſandte v. Bülow,
der ruſſiſche Geſandte v. Demerik und andere teilnahmen.
Während des Mahles hielt der Präſident des Senats,
Bürgermeiſter Dr. Schröder, eine Anſprache, in der er den
Staatsſekretär herzlich willkommen hieß. Er ſchloß ſeine
Rede mit einem Hoch auf den Staatsſekretär.
Staats=
ſekretär Dr Solf dankte für die ihm zuteil gewordene
Ein=
ladung. Er betonte dann die Notwendigkeit des
Zuſam=
menarbeitens zwiſchen dem Auswärtigen Amt und der
Kolonialverwaltung und gedachte hierbei in warmen
Worten des verſtorbenen Staatsſekretärs v. Kiderlen=
Waechter, mit deſſen Anſchauungen über auswärtige
Po=
litik und Kolonialpolitik und deren Ineinandergreifen er
ſelber ſtets übereingeſtimmt habe; insbeſondere ſei er
mit Herrn v. Kiderlen=Waechter darin einer Anſicht
ge=
weſen, daß in Afrika nicht eine oder die andere Macht
be=
ſondere Rechte für ſich in Anſpruch nehmen dürfe, ſondern
daß Afrika eine internationale Aufgabe biete, an deren
Löſung alle Nationen zu arbeiten berufen ſeien. Der
Staatsſekretär gab dann ſeiner Anerkennung für das
heute in Hamburg Geſehene, vor allem für das
Kolonial=
inſtitut Ausdruck. Er habe dieſes bisher nur theoretiſch
aus ſeinen Akten gekannt. und ſei überraſcht geweſen. von
der wiſſenſchaftlichen Arbeit, die hier praktiſch geleiſtet
werde. Er ſchloß mit einem Hoch auf den Senat und
Hamburg.
* Kapſtadt, 21. Jan. Die Offiziere und
Mannſchaften des deutſchen Kriegsſchiffes
„Seeadler” und des britiſchen Flaggſchiffes „Hermes”
folgten am Samstag einer Banketteinladung des
hieſigen Bürgermeiſters, der auf eine beſſere
Verſtändi=
gung zwiſchen England und Deutſchland toaſtete. Der
Kapitän des „Seeadlers” brachte drei Hochs auf die
Be=
ſatzung des „Hermes” aus. Am Sonntag fand zu Ehren
der deutſchen Gäſte eine Parade ſtatt.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 22. Januar.
Vom Hofe. Die Fürſtin zu Solms=Lich iſt am
Montag nachmittag 2 Uhr 26 Minuten zum Beſuch im
Neuen Palais eingetroffen. — Nachmittags 3 Uhr
wohnten die Großherzogin und die Fürſtin zu Solms=
Lich im Alten Palais einer Sitzung des Alice=Frauen=
Vereins an. (Darmſt. Zta.)
Hoffeſt. In den prächtig mit Blumen geſchmückten
Räumen im erſten Stock des Neuen Palais fand geſtern
abend die dritte Hoffeſtlichkeit dieſer Saiſon im Rahmen
eines Thé dansant ſtatt. Das Großherzogspaar
hatte hierzu etwa 100 Einladungen eergehen laſſen. Die
Tafel= und Ballmuſik ſtellte die Kapelle des Groß.
Artil=
lleriekorps.
* Keine Audienzen. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog werden am Mittwoch, den 22. Januar d. J., wede
Audienzen erteilen, noch Meldungen und Vorträge en
gegennehmen.
* Ordensverleihung. Seine Königl. Hoheit
Großherzog haben dem Fabrikanten Ernſt Leitz’sen
in Wetzlar das Ritterkreuz 1. Klaſſe des Verdienſtordens
Philipps des Großmütigen verliehen.
* Ernannt wurden durch Entſchließung Großh.
niſteriums des Innern die Referendare Karl Rhumbla
zu Alzey, Dr. Adolf Thomas zu Mainz und Dr. Guſtan
Wittekind zu Gießen zu Regierungsaſſeſſoren.
* Beſtätigt wurde der von dem Herrn Graff
zu Solms=Laubach auf die erſte Lehrerſtelle an der
meindeſchule zu Gonterskirchen, Kreis Schotten, präſen
tierte Inhaber der zweiten Lehrerſtelle daſelbſt, Lehne
Ernſt Jakob für dieſe Stelle.
* Kirchliche Dienſtnachricht. Ernannt wurd
Pfarramtstandidat Weidner zu Herchenhain, zue
Pfarrverwalter in Langen, zum Pfarrverwalter
Ortenberg.
* Eingeſchriebene Hilfskaſſe. Die der Kranken
Unterſtützungskaſſe zu Florſtadt (E. Ha
Nr. 21) in Nieder=Florſtadt nach § 75ad
Krankenverſicherungsgeſetzes erteilte Beſcheinigung wur
widerrufen.
* Die militäriſche Feier von Kaiſers Geburtstag.
Kommandantur teilt mit, daß die militäriſch
Feier des Geburtstags des Kaiſers un
Königs in folgender Weiſe ſtattfinden wird: Am
Januar, 8 Uhr abends, großer Zapfenſtreichdu
die Kapellen des Leibgarde=Inf.=Regts. Nr. 115, Gard
Drag.=Regts. Nr. 23, Leib=Drag.=Regts. Nr. 24, Feldan
Regts. Nr. 25 und Train=Batls. Nr. 18 vor der Wohll
ung Seiner Exzellenz Herrn Generalleutnant v. Plün
kow (Wilhelminenſtraße Nr. 44). ZZuſammentritt
Muſikkorps auf dem Marienplatz um 7,30 Uhr aben
Abmarſch 7,40 Uhr abends. Weg: Neckar=, Rhei
Wilhelminenſtraße nach der Wohnung des Herrn D
ſionskommandeurs. Dort werden 3 Stücke geſpielt
dann folgt der Zapfenſtreich. — Abmarſch: Wilhelm
Heidelbergerſtraße, Marienplatz. Die Wilhelminenſtra
zwiſchen Annaſtraße und dem Schnittpunkt der Karl=u
Wilhelmſtraße wird von 7 Uhr ab für den öffentlich
Verkehr bis zur Beendigung des Zapfenſtreichs imEſſ
vernehmen mit dem Großh. Polizeiamt geſperrt
den. Durchlaßkarten zum Anhören des Zapfenſtreich
werden von der Kommandantur in beſchränkt
Zahl verausgabt werden und wird um gefällige Mittell
ung gebeten, wieviel Karten und für wen gewünſcht
den. — Am 27. Januar, 7,30 Uhr vormittags, große
Wecken durch das Muſikkorps des Leibgarde=Inf.=Reg
Nr. 115 von der Kaſerne Alexanderſtraße. We
Alexanderſtraße, Paradeplatz; Rhein=, Neckar=, Hügel
Wilhelminenſtraße nach der Wohnung des Herrn Di
ſionskommandeurs. Dort werden 2
Stücke geſpielt
Rückweg: Wilhelminen=, Rheinſtraße, Paradepla
nach der Kaſerne zurück. — 7,30 Uhr vormittags bläſtd
Trompeterkorps des Garde=Drag.=Regts. Nr. 23 einn
Choral von der Stadtkirche; 10 Uhr vormittags Gotte
dienſt in der Stadtkirche und in der katholiſchenilch
St. Ludwig; 12 Uhr mittags Parade der geſam
ten Truppen des Standortes auf dem klein
Exerzierplatz vor dem Rheintor.
sk. Lieferung mangelhafter Kohlen. (Urteil
Reichsgerichts vom 22. November 1912. Bearbeitet vol
Rechtsanwalt Dr. F. Walther=Leipzig. Nachdruck,au
im Auszug, verboten.) Wenn in einem Kaufvertrag
ferung von Prima=Kohlen aus einer beſtimmten
vorgeſehen iſt, dieſe Grube aber gar nicht la. Kohle
dert, kann dann der Käufer trotzdem den Kaufvertrag wal
deln mit der Begründung, daß ihm mangelfreie Kohle
geſichert ſei? Dieſe intereſſante Frage wurde in folge
dem Rechtsſtreite behandelt. Die Klägerin, eine Geſell
ſchaft für Malzfabrikation und Hopfenhandel, hatte vol
der Firma B., einer Reederei und Kohlenhandlung,
kauft: zweimal je 1500 Tonnen Prima=Stückkohlen mittll
bis 80 Prozent Stücken aus der Zeche „Freier Vogel un
Unverhofft” in Hörde, zum Preiſe von 198 bezw. 200 Mäh
für 10 Tonnen, frei Schiff Weismann zu liefern. Die
folgedeſſen von der Firma B. angelieferten Kohlen wu
den von der Klägerin, weil übermäßig ſteinhaltig und Von
geringer Qualität, beanſtandet. Mit der Klage begehn
die Klägerin Wandelung bezüglich der gelieferten Kohlen
Feſtſtellung, daß ſie nicht verpflichtet ſei, die Kohlen all
zunehmen oder zu behalten, und Verurteilung der
klagten Firma B. zum Erſatz der ihr durch die Ausladun
Das Signal der Freiheitskriege.
** Die Abreiſe König Friedrich Wilhelms
nach Breslau am 22. Januar früh bedeutet den
eigentlichen Anbruch der großen Zeit vor 100 Jahren;
nach mancherlei Schwanken und Zaudern ward nun das
Signal zum Freiheitskriege gegeben, und Schlag auf Schlag
folgten die Befehle zur Einleitung des großen Kampfes.
Schon ſeit vielen Wochen war in der Umgebung Friedrich
Wilhelms der Plan erwogen worden, daß ſich der König
in das von franzöſiſcher Seite für neutral erklärte
Schle=
ſien und zwar am beſten nach Breslau begeben ſolle. Aber
der Monarch zögerte noch immer, während im Volke
immer lauter das Gerücht auftauchte, die Franzoſen
be=
abſichtigten, ſich der Perſon des Königs zu bemächtigen
und ihn als Geiſel fortzuführen. Steffens erzählt in
ſeinen Erinnerungen, wie tief man von der Angſt betroffen
war, „die Reſte der franzöſiſchen Armee könnten ſich in dem
von ihnen beſetzten Berlin Gewalttätigkeiten gegen ſeine
geheiligte Perſon erlauben” „Jetzt erſt trat jene geheim
bewahrte Treue, die den rechten Mittelpunkt aller
zukünf=
tigen That gefunden hatte, wie ſie mächtig während des
Krieges heranſchwoll, wie ſie während des langen Leidens
ſtill im Innerſten, oft denen, die ſie pflegten, unbemerkbar,
ſich erhielt, hervor, und Alles, wozu ein Jeder bereit war,
hatte ſein göttliches Siegel erhalten.‟ Ein ſchleſiſcher
Ad=
liger wandte ſich in einem Briefe direkt an den König und
beſchwor ihn, Berlin zu verlaſſen; aber er wurde
aufge=
hoben und nach der Hausvogtei in Berlin gebracht. „Die
unſchickliche Ermahnung eines Einzelnen, Unberufenen,
ſollte nicht herbeiführen, was das Reſultat der reifen
Be=
rathungen derer ſein müſſe, denen der König ſich ſelbſt
an=
zuvertrauen ſich entſchließen wollte.”
Die Abreiſe erhielt erſt ihren politiſchen Zweck
nachdem die Ziele und Abſichten des Zaren Alexander
klargelegt waren. Als nun der an ihn abgeſandte Major
von Natzmer am 19. Januar auf Umwegen vor den
Häſchern Eugen Beauharnais nach Berlin zurückkehrte
und völlig befriedigende Zuſicherungen Alexanders
mit=
brachte, war der rechte Moment da. Die Gefahr für die
Perſon des Königs erſchien größer als je. Mitte Januar
bereits war die italieniſche Diviſion Grenier in Berlin er=
ſchienen; nur mit Mühe gelang es ſie abzuhalten, in
Potsdam, der Reſidenz des Königs, die nach dem Vertrag
von 1812 von franzöſiſcher Beſatzung frei bleiben ſollte,
Quartier zu nehmen. Am 17. Januar verſuchten ſie in
Potsdam einzurücken; an demſelben Tage ſah man
be=
reits das Sechsgeſpann am Wagen des Staatskanzlers
Hardenberg angeſpannt. Nun ergriff auch den König die
allgemeine Beſorgnis; noch am Abend des 17. ließ er
unter dem Vorwand eines militäriſchen Schauſpiels für
den Herzog von Koburg die Truppen der Potsdamer
Garniſon mit ſcharfen Patronen ausrücken. In Berlin,
wo das Leibregiment zum Abmarſch Befehl erhielt, kam
es zu tumultuariſchen Auftritten. Man war auf das
Aeußerſte gefaßt und dachte daran, das Volk durch
Glocken=
geläut von den Kirchtürmen zum Schutze des Herrſchers
aufzurufen. Trotzdem zögerte Friedrich Wilhelm noch
immer, Potsdam zu verlaſſen; Boyen erzählt in ſeinen
Erinnerungen, Hardenberg ſei, von der Größe des
Augen=
blicks fortgeriſſen, vor dem König auf die Knie gefallen
und habe ſeine Hand mit Tränen bedeckt, ohne indes von
ihm einen feſten Entſchluß erhalten zu können. Am 20.
aber gab der König endlich den Befehl zum Abmarſch der
Potsdamer Garniſon nach Schleſien. Dann feierte noch
am 21. Januar das königliche Haus die Konfirmation des
Kronprinzen. „Kein Auge blieb thränenleer; Allen war,
als ob der Schatten der verklärten Königin unter ihren
Kindern erſchiene, während das bedeutungsvolle
Bekennt=
nis des Thronfolgers verleſen wurde: „Feſt und ruhig
glaube ich an den, der zum Uebermuthe ſpricht: hier ſollen
ſich legen deine ſtolzen Wellen! Das Morgenroth eines
beſſeren Tages bricht an.”
Am 22. reiſte der König ab; Hardenberg folgte,
eben=
ſo der franzöſiſche Geſandte Graf St. Marſan. Der
Staatskanzler hatte am Tage vorher dem Geſandten und
den höchſten Offizieren der franzöſiſchen Beſatzung bei
einem Diner des Königs Abreiſe und ſeine Abſicht
mitge=
teilt dort eine neue Armee für Frankreich zu ſchaffen
Berlins Einwohner erfuhren die Tatſache am 23., zugleich
mit der Bekanntmachung von der Einſetzung einer
Regie=
rungskommiſſion, die in des Königs Namen die laufenden
Geſchäfte erledigte. Manchem erſchien die Tat des
Herr=
ſchers wie eine plötzliche Flucht; die meiſten aber wurden
wie von einem Alp befreit und bejubelten dieſes Signal
als die Einleitung zum Befreiungskampf. In Breslall
wurden unterdeſſen mit fieberhafter Eile die Vocberel
tungen getroffen, alle disponiblen Lokale mit Beſchal
belegt. Und dann kam der König, begleitet von den kön
lichen Kindern, Hardenberg an ſeiner Seite, die höchſte
Beamten und Generale um ihn her. „Ich lief hina
vor’s Tor,” erzählt Holtei, „und erwarte mit ein
Häuflein Breslauer an dem Gaſthauſe zum „Bären”e
Viertelſtunde von der Stadt, auf der Landſtraße den
ſehnten, den geliebten, den guten König; den redlichg
Friedrich Wilhelm den Dritten! Als der Wagen ſichtht
wurde, ſchwenkten wir die Mützen und ſchrien ihm jubell
entgegen, und Alle jauchzten ihm zu: Gegen Frankreich
Und ich jauchzte mit, die Augen voll Thränen, zum ecſtell
Male von einem Gedanken ergriffen, von einer Meinung
von einem Gefühle des Vaterlandes!” Im Theater
man gab Kotzebues „Deutſche Hausfrau” — entfaltete ſich
dann die erſte ſpontane Huldigung. „Die verſammelten
Zuſchauer achteten wenig oder gar nicht auf die Dar
ſtellung. Alle Blicke waren auf eine Loge gerichtet.
König fand ſich erſt in der Mitte des zweiten Aktes ein
Heiliger Gott, welch’ ein Augenblick! Das waren nich
Unterthanen, weil es eben hergebracht iſt, von flüchtigem
Enthuſiasmus oder von eingeborener Anhänglichkeit
be=
wegt, dem Monarchen huldigen wollen; das war nicht eil
König, der dieſe Huldigung mit gnädigem Lächeln
hin=
nimmt und ſich dann bequem nach der Bühne wendet
Nein, das waren Menſchen, die in rein menſchlicher
Emp=
findung dem Manne Treue ſchwuren, den ſie in Seinen
Unglück achten und lieben gelernt. Ihm wollten ſie ſagen
Da ſind wir, Alle für Einen, und Du, unſer König: Einer
für Alle! Niemand mochte in dieſem Augenblicke an Orden
und Ehrenſtellen denken: Kampf, Blut, Rache, Freiheih
Sieg und Tod! Um Ihm näher zu ſein, dem ritterlichen
Vater, von Seinen holden Kindern umgeben, ſtiegendie
Leute im Parterre auf die Bänke. Die „Deutſche
Haus=
frau” ging dabei zu Grunde. Die Schauſpieler hatten gut
weiter ſpielen, ſie brachten Nichts mehr zu Stande; denn
theils erregte jede Silbe in ihren Reden, die nur
irgend=
wie eine Beziehung geſtattete, neuen Ausbruch der dröht
nenden Freude . . .
Lagerung der Kohlen entſtandenen Koſten. Das
ericht Mainz wies die Klage ab, das
Ober=
lüdesgericht Darmſtadt erkannte jedoch
vollſtän=
dirch den Anträgen der Klägerin. Auf Berufung der
gten führte nun der 2. Zivilſenat des Reichsgerichts
Das Berufungsgericht nimmt an, in beiden hier
ichen Kaufverträgen ſei als Eigenſchaft der zu
lie=
hert Kohlen vertraglich zugeſichert, daß ſie von
Prima=
tät ſeien mit bezug auf ihre der Beklagten dem Kauf=
Mluſſe bekannte Zweckbeſtimmung, für die
Keſſelfeuer=
zur Inbetriebſetzung der Dampfmaſchinen der
Rhei=
ninſt
r Brauerei in Mainz verwendet zu werden. Dieſe
Whme des Berufungsgerichts beruht auf der
Würdig=
mides Inhalts der Schlußſcheine und der denſelben
bmisgegangenen Korreſpondenz der Beklagten mit der
Aniſchen Brauerei und der Klägerin. Einen
Rechts=
wim läßt ſie nicht erkennen. Daß jene vertraglich
zu=
golſſterte Eigenſchaft den gelieferten Kohlen zur Zeit des
Ahrübergangs gefehlt habe, ſtellt das Berufungsgericht
Es hält für dargetan, daß die Kohlen von ſteinhal=
Mluind mangelhafter Beſchaffenheit waren derart, daß
k die Verwendung unter dem Keſſel erheblich
min=
ertig und nahezu unbrauchbar ſich erwieſen. Weiter
fht das Berufungsgericht an, daß die von der
Beklag=
elieferten Kohlen auch nicht Prima=Kohlen der Zeche
ſier Vogel und Unverhofft” welche lediglich die
Be=
lſſe nach ihrer, von dem Landgericht gebilligten
Aus=
ig der Schlußſcheine liefern zu müſſen behauptet, ge=
Mi ſeien, weil dieſe Zeche wie das Berufungsgericht
Melt, in der Lage war, beſſere, für die Zwecke der
Klä=
brauchbare Kohlen zu liefern. Endlich nimmt das
Afngsgericht an, daß, abgeſehen von irgend einer
ver=
nichen Zuſicherung, die Kohlen zur Zeit des Gefahr=
Langes auf die Klägerin mit Fehlern behaftet waren,
hre Tauglichkeit zu dem nach dem Vertrage
voraus=
ßten Gebrauch, nämlich zur Keſſelfeuerung im Betriebe
Rheiniſchen Brauerei verwendet zu werden, echeblich
hern. Letzteres nimmt das Berufungsgericht ſchon
ſalb an, weil nach der eigenen Darſtellung der
Be=
ſen die gelieferten Kohlen nur unter Beimiſchung mit
Fett= und Flammkohle, nicht für ſich allein, zur
ſleuerung geeignet ſeien. Keiner der 3 vom
Beruf=
gericht angeführten Gründe würde geeignet ſein, ſeine
ſheidung zu rechtfertigen, wenn die Klägerin bei dem
hriſſe der Kaufverträge gewußt hätte, daß die Zeche
ſier Vogel und Unverhofft” derartig ſteinhaltige
Koh=
lwie die gelieferten, fördere. Denn dann würde die
ſfte nach § 460 des Bürgerlichen Geſetzbuches die auf
chem Steingehalt beruhende mangelhafte
Beſchaffen=
der Kohlen nicht zu vertreten gehabt haben. Die von
keklagten behauptete Kenntnis der Klägerin hat das
fungsgericht indes für nicht erwieſen erachtet und es
ſferrner den Beweisantrag der Beklagten, daß in
Fach=
n die Qualität der Kohlen der Zeche „Freier Vogel
Alenverhofft” bekannt ſei, und daß zu dieſen Fachkreiſen
bloß Kohlenhändler, ſondern auch Induſtrielle, welche
ſiohlen verbrauchten, zu rechnen ſeien, abgelehnt. Das
Pfungsgericht hat unterſtellt, daß der allgemein die
Aatrtis auch bei den Induſtriellen, welche die Kohlen
rruchten, bejahende Beweisſatz richtig ſei, aber
ange=
neen, daß aus ſolcher im allgemeinen bei den Indu=
Ailm beſtehenden Kenntnis noch nicht die Kenntnis der
Merein ſich ergebe. Dieſe Annahme hält ſich innerhalb
Mrahmens der dem Berufungsgericht zuſtehenden freie:
hesswürdigung und rechtfertigt ſchon allein die
Ab=
hurg des Beweisantrages. Auch die anderen Angriffe
Weviſion waren erfolglos; die Reviſion wurde daher
Elgewieſen.
—. Strafkammer. Ein ſchon wiederholt vorbeſtrafter
hatte ſich geſtern abermals wegen eines Hühner=
Mbſſtahls vor der hieſigen Strafkammer zu
verant=
en. Einem Nachbarn des Angeklagten waren
an=
s Oktober zwei Hühner geſtohlen worden. Als der
ringend verdächtig wurde der 52jährige
Schuh=
e: Matthias Moos III. aus Lampertheim in Haft
rmen. Die friſchen Spuren im nachbarlichen Garten
Meten auf ſeine Täterſchaft hin und auch die Gips=
Miſie ſtimmten mit den Schuhen überein. Außerdem
Alate ein auf die Spur geſetzter Polizeihund die Fährte
bis zu dem Hauſe des Moos. Als man Hausſuchung bei
ihm vornahm, befand ſich im Topfe ein Hühnchen, das
an=
geblich ſeiner Hühnerzucht entſtammte, von den Federn
fand man jedoch nichts in ſeiner Behauſung. Die
geſtoh=
lenen Hühner waren nämlich ſofort am Tatort gerupft
worden. Am 24. Oktober, drei Tage nach ſeiner
Verhaf=
tung, benutzte er eine ſich bietende Gelegenheit und
ent=
floh aus dem Haftlokal in Lorſch. Er ſtellte ſich jedoch
vier Wochen ſpäter ſelbſt dem Gericht. Seine Flucht, die
durchaus nicht für ſein reines Gewiſſen zeugte, hatte noch
ein Nachſpiel für den Gefangenenaufſeher St. wegen
Fahrläſſigkeit im Dienſt. Dieſer hatte
wäh=
rend des täglichen Spazierganges der Gefangenen den
Moos einen Augenblick unbewacht gelaſſen. Da auch die
Tür ins Freie einfach mit einem Drücker geöffnet werden
konnte, gelang es Moos mit Leichtigkeit, zu entfliehen.
Moos wird zu 1 Jahr Gefängnis und der
Ge=
fangenenaufſeher zu 30 Mark Geldſtrafe, die even
tuell mit 6 Tagen Gefängnis zu verbüßen ſind, verurteilt.
Der 23jährige Fabrikarbeiter Johannes Göbel und
der 19jährige Joh. Jak. Müller, beide aus
Lampert=
heim, waren wegen Körperverletzung bezw. Ruheſtörung
zu 4 Monaten Gefängnis und 10 Tagen
Haft ſowie 3 Wochen Haft verurteilt worden.
Ge=
gen dieſes Urteil wurde ſowohl von den Angeklagten als
auch von der Amtsanwaltſchaft Berufung verfolgt. Die
Angeklagten waren am 6. September abends zu dem
Gaſtwirt Lerch in Lampertheim gekommen und hatten
dort bald Händel angefangen, weshalb ſie an die Luft
befördert wurden. Die Ruheſtörer vollführten jedoch auf
der Straße weiter einen ſolchen Lärm, daß ein Gaſt Ruhe
ſtiften wollte. Dieſer wurde von Göbel mit dem Meſſer
bedroht. Als der Wirt nun dem vordringenden Göbel
entgegentrat, wurde er zu Boden geriſſen und danach
er=
hielt er einen Meſſerſtich von Göbel in den Rücken. Nur
dem glücklichen Umſtand, daß er dieſen heimtückiſchen
Angriff rechtzeitig bemerkte und ausweichen konnte,
wa=
es zu verdanken, daß die Verwundung nicht ſchwer wurde.
Das Gericht erhöhte die Strafe für Göbel auf 6
Mo=
nate Gefängnis und 10 Tage Haft und für
Müller auf 4 Wochen Haft
Der 22jährige
Chauffeur Hans Hofmann aus Frankfurt erhielt einen
Polizeibefehl über 35 Mark, weil er am 14. Juni in der
Ludwigsſtraße zu Heppenheim über die zuläſſige
Ge=
ſchwindigkeit hinaus gefahren ſei. Das Schöffengericht
beſtätigte dieſe Strafe. Auf die Berufung des
Beſchul=
digten beſchäftigte ſich geſtern die Strafkammer mit dieſer
Sache. Ein Zeuge, der in dem Automobil ſaß, bekundete,
daß er in dem Augenblick, als er die beiden Gendarmen
ſah. auf den Geſchwindigkeitsmeſſer geſehen hätte und
feſtſtellte, daß nur mit 12 Kilometer in der Stunde
ge=
fahren wurde. Die beiden Gendarmen bekunden, daß die
Geſchwindigkeit mindeſtens 40 Kilometer betragen habe.
Das Gericht verwarf die eingelegte
Be=
rufung.
— Vom Großh. Hoftheater. Die junge amerikaniſche
Koloraturſängerin Miß Florence Macbeth, die ſich
bereits eines internationalen Rufes erfreut und kürzlich in
den Kaſinokonzerten in Oſtende, in welchen nur Stars
vom Range Caruſos, der Deſtinn u. ä. mitwirken, mit
ganz ungewöhnlichem Erfolg auf dem europäiſchen
Konti=
nent debütierte, wird am Donnerstag und Sonntag in
zwei Hauptpartien des Koloraturfachs am Hoftheater als
Gaſt erſcheinen. Die Künſtlerin ſingt morgen die Gilda
in Verdis „Rigoletto” und verabſchiedet ſich bereits
am Sonntag wieder als Roſine im „Barbier von
Sevilla‟. Es ſei beſonders bemerkt, daß Miß
Mac=
beth für dieſes Gaſtſpiel die Partien in deutſcher Sprache
ſtudiert hat. Von Intereſſe iſt die Kritik, die Het
Vater=
land über das Oſtender Debüt ſchreibt: Was ihr
Aeuße=
res verrät, das liegt auch in ihrer Stimme: Die Anmut
der Jugend. Die Taufriſche ihres einſchmeichelnden
So=
prans, der natürliche, ungezwungene Vortrag und eine
erſtklaſſige Technik waren die Faktoren, die nach der Arie
aus „Lakmé” Stürme von Applaus entfeſſelten. Man
be=
reitete der Sängerin einen Empfang, daß Frl. Macbeth
mit vollem Recht ſagen kann: Kam, ſang und ſiegte. —
Heute geht Karl Rößlers Luſtſpiel „Die fünf
Feank=
furter” als 102. Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe
A 26, in Szene. Beginn 7½ Uhr. Morgen findet das
erſte Auftreten von Florence Macbeth als Gilda in
Verdis „Rigoletto” ſtatt. (Serie B 26). Am Freitag
ge=
langt Mascagnis „Cavalleria ruſticana” und
Leon=
cavallos „Bajazzo” als 104. Abonnementsvorſtellung,
Buchſtabe C 27, zur Aufführung. Mit Ausnahme der Lola,
die Hede Schaub ſingt, und der Mutter Lucia, die zum
erſtenmal von Frau Hartmut zur Darſtellung gelangt,
weiſen die beiden Opern die gewohnte Beſetzung auf. Am
Sonntag wird der hiſtoriſche Poſſen=Zyklus mit der
Re=
priſe von Neſtroys „Der Zerriſſene” ſeinen Abſchluß
fin=
den. Das Werk des Alt=Wiener Meiſters iſt hier ſeit
einem halben Jahrhundert, nicht mehr in Szene
ge=
gangen.
* Poſtdienſt an Kaiſers Geburtstag. Am
Geburts=
tage des Kaiſers ſind die Poſtſchalter bei dem
Poſtamt 1 (Rheinſtraße) und beim Poſtamt 2 (Bahnhof)
von 8—9 Uhr vorm., 11 Uhr vorm. bis 1 Uhr nachm. und
von 5—7 Uhr nachm. geöffnet. Die Zweigſtellen in
der Hermannſtraße und Stiftſtraße bleiben
ge=
ſchloſſ en. Die Beſtellung aller
Poſtſendun=
gen findet einmal (vormittags) und die
Briefkaſten=
leerung tagsüber ſechsmal in angemeſſenen
Zwiſchen=
räumen ſtatt.
O Einen Kurſus in ſtatiſcher Berechnung einfacher
Baukonſtruktionen für Handwerker und Techniker
beabſich=
tigt die Großh. Zentralſtelle für die Gewerbe
in Darmſtadt bei ausreichender Beteiligung in dem
Monat Februar I. J. zu veranſtalten. Hierdurch
wird bezweckt, den Teilnehmern die zur Leitung eines
Maurer= oder Zimmergeſchäfts heute unentbehrlichen
Kenntniſſe in der Statik zu vermitteln und ſie in Stand
zu ſetzen, einfache ſtatiſche Berechnungen auszuführen.
Der Beſuch dieſes Kurſus iſt aber auch ſolchen
Bauhand=
werkern und Technikern zu empfehlen, welche einen Kurſus
im Eiſenbetonbau zu einem ſpäteren Zeitpunkt beſuchen
wollen. In dem Unterricht wird unter anderem gelehrt:
Das Gleichgewicht, das Vereinigen und Zerlegen von
Kräften und deren zeichneriſche Darſtellung. Im
weite=
ren werden die Eigenſchaften der verſchiedenen in
Be=
tracht kommenden Baumaterialien, ſowie die bei
Aus=
führung von Bauten in Betracht kommenden
baupolizei=
lichen Beſtimmungen durchgeſprochen. Ferner werden die
erforderlichen Berechnungen an einfachen, täglich in der
Baupraxis vorkommenden Beiſpielen geübt. Der im
Monat Februar vorgeſehene Kurſus wird vier Wochen
dauern. Unterrichtet wird nach Vereinbarung mit den
Teilnehmern etwa an je drei Wochen=Nachmittagen oder
Abenden während je 2—3 Stunden. Anmeldungen ſind
baldigſt an die obengenannte Behörde zu richten, damit
die erforderlichen Vereinbarungen rechtzeitig getroffen
werden können.
Handfertigkeit. Zu den Erforderniſſen unſerer
vor=
wärtsringenden Zeit gehört auch das Beſtreben, unſerer
vorwiegend auf theoretiſchem Wiſſen aufgebauten
Schul=
bildung eine Ergänzung zu gewähren durch eine mehr
auf die ſchaffende Betätigung und die Erfindungsgabe
be=
rechnete Tätigkeit. Dieſer Gedanke hat bereits bei der
Behandlung des Schulunterrichts auch in den Schulfächern
Platz zu greifen angefangen. Noch faſt unausgebaut iſt
da=
gegen das Beſtreben, das in unſerer Jugend liegende
Verlangen nach Handfertigkeit zu erfüllen und in richtige
Bahnen zu leiten. Wohl jedes Kind bemüht ſich einmal
und öfters, einen für es beſtimmten Gebrauchsgegenſtand
oder ein Geſchenk für andere herzuſtellen. Dies gelingt
ihm aber in den meiſten Fällen nur unvollkommen und
die umgebenden Erwachſenen wiſſen ihm in den wenigſten
Fällen behilflich zu ſein. Daher hat ſich, auf Grund der
Fröbelſchen Anſchauungen, das Bedürfnis ergeben,
eigens für dieſen Zweck beſtimmte Kräfte auszubilden, und
die Ausbildung der Kindergärtnerinnen hat bei ihrer
er=
zieheriſchen Tätigkeit auch dieſen Geſichtspunkt. Dabei ſoll
nicht etwa ein neuer Lernſtoff eingeführt werden, ſondern
der Tätigkeitsdrang der Jugend, dem ſie in freien
Stun=
den nachgibt, erfüllt und geleitet werden, und zwar in
einer WWeiſe, die zugleich dem erfinderiſchen Sinn zugute
kommt. (Vergleiche auch die Anzeige in dieſem Blatte.)
Die Heimſparbüchſen der ſtädtiſchen
Spar=
kaſſe erfreuen ſich einer immer mehr ſteigenden
Beliebt=
heit. Nachfolgende Zahlen geben dafür den beſten
Be=
weis. Seit 1. Mai 1912, dem Tage der Einführung,
Feuilleton.
Der Kaiſer=Geſangswettſtreit 1913.
Täe Vorbereitungen für den 4. Wettſtreit deutſcher
nergeſangvereine um den vom Kaiſer geſtifteten
tterpreis, der Ende Mai oder Anfang Juni in
ſtrdtiſchen Feſthalle zu Frankfurt a. M. in
Gegen=
des Kaiſers ſtattfinden wird, ſind tüchtig im Gange.
leaben ſich 43 auswärtige Vereine mit etwa 19000
gern zur Teilnahme gemeldet. Das Feſt wird, wie
1.909, drei Tage in Anſpruch nehmen. Es wird
einem großen Begrüßungskonzert Frankfurter
Sän=
ſſenöffnet werden und mit der feierlichen
Preisverteil=
ſchließen. Von einem gleichzeitigen Auftreten aller
Affurter Geſangvereine mußte diesmal wegen der
Oünartigen akuſtiſchen Verhältniſſe der Feſthalle
abge=
werden zumal da das bis weit unter die Kuppel
Aliende Rieſenpodium von 1909 ſich für die wettſingen=
Vereine als ſehr unzweckmäßig erwieſen hat. Es
ſin ſich deshalb die beiden großen Verbände, der
lgerbund Frankfurt a. M. und die Frankfurter Sän=
Peneinigung, mit Zuſtimmung des Hauptausſchuſſes
lin geeinigt, daß der Bund allein das Begrüßungs=
Aſterſt, die Vereinigung die Chöre bei der Preisver=
Alng und den Feſtkommers übernimmt. Zum
Diri=
en des Feſtkonzerts wurde, wie 1909, vom Vor=
Alde des Sängerbundes einſtimmig der bewährte Leiter
größten Frankfurter Vereins, Prof. Maximilian
ſifſch gewählt. Die dieſer Tage verſchiedene
ſungen durchlaufenden, in Sängerkreiſen
Auf=
i erregenden Notizen, nach denen unter den
Frank=
r Dirigenten wegen dieſer Wahl Unſtimmigkeiten
Allamden ſeien, treffen, wie uns der Vorſitzende des
Milausſchuſſes und Vertreter des Sängerbundes mit=
Anicht zu. Es war von vornherein kein anderer als
rom Kaiſer zum Mitglied des Ortsausſchuſſes er=
Unte und um die Förderung des Männergeſangs
hoch=
iente Senioc unter den Frankfurter Chorleitern in
Aiſicht genommen, und keiner der übrigen Frankfurter
lgernten hat gegen dieſe Wahl irgendwelche Einwen=
Aen erhoben oder ſie für nicht ſelbſtverſtändlich
ge=
lien. Allerdings hatte der Neebſche Männerchor den
ich, daß außer Prof. Fleiſch noch der eine oder der
oltre: Dirigent zugelaſſen werden möge; doch wurde die=
Amtrag mit allen gegen die Stimme des Antragſtellers
Adiee künſtleriſche Einheit des Konzerts gefährdend und
Aentlich bei dieſer Gelegenheit als unangebracht abge=
Uſſt. Daraufhin hat ſich der betreffende Verein zwar
der Mitwirkung beim Feſtkonzert zurückgezogen, ohne
aber formell aus dem Bunde auszutreten. Die
Ausführ=
ung des geplanten Begrüßungskonzerts wird dadurch in
keiner Weiſe berührt.
— Ein Märtyrer der Wiſſenſchaft. Aus London wird
berichtet: Die Verleihung des Adelsprädikates an den
engliſchen Arzt De. George Turner, die auf die perſönliche
Initiative des Königs zurückgeht, lenkt den Blick der
Oeffentlichkeit auf dieſen verdienſtvollen Forſcher und
Arzt, der ſich beſonders während ſeines Aufenthaltes in
Südafrika durch ſeine Leiſtungen auf dem Gebiete der
Lepraforſchung bleibende Verdienſte errungen hat. De
Turner, der auch in Südafrika bei der Bekämpfung der
Rinderpeſt und während der Kriegsjahre durch die
Ein=
dämmung der Typhusepidemie Segensreiches geleiſtet
hat, arbeitete ſpäter unausgeſetzt in dem Lepra=Aſyl von
Pretoria und ſetzte nach ſeiner Rückkehr nach England im
Laboratorium ſeine bakteriologiſchen Studien über die
Lepra fort. Eines Tages beim Raſieren fielen ihm
ge=
wiſſe Flecken auf ſeiner Hand auf und die nähere
Betrach=
tung ergab, daß er ſich während ſeines Kampfes gegen die
Lepra angeſteckt hatte. Sir George Turner führt ſeitdem
das Leben eines Einſiedlers; völlig abgeſchloſſen von der
Menſchheit ſetzt er, von Schmerzen gepeinigt, ſeine
Forſch=
ungsarbeit fort, und vor einiger Zeit mußte der kranke
Gelehrte ſeinen linken Arm bereits amputieren laſſen.
Nun lenkt ſeine Standeserhöhung wieder die
Aufmerk=
ſamkeit auf dieſen Märtyrer mediziniſcher Forſchung.
* Die Photographie des Präſidenten. Während bei
der Präſidentenwahl in den Korridoren des Schloſſes von
Verſailles ein aufgeregtes Treiben herrſchte, ſtand in einem
Zimmer ſeelenruhig und unbeachtet ein Mann, der
ge=
mächlich in den Hof hinabſchaute und nur hin und wieder
ſich davon überzeugte, daß hinter ihm noch alles in
Ord=
nung war. Denn hinter ihm ſtand aktionsbereit ein
gro=
ßer photographiſcher Apparat und daneben lag in einer
kleinen Schachtel das rote Band der Ehrenlegion. Der
Mann aber, der hier auf etwas zu warten ſchien, war
nie=
mand anders als der offizielle Photograph, der nach
altem Brauch die Pflicht hat, unmittelbar nach dem
Be=
kanntwerden des Wahlreſultates den neuen Präſidenten
der Republik photographiſch auf die Platte zu bannen
Denn die Tradition fordert es, daß am Tage nach der
Wahl das amtliche Bild des neuen Präſidenten bereits an
alle Präfekturen Frankreichs unterwegs iſt, um ſofort neben
den Bildern Fallieres’ und der früheren Präſidenten
ſeinen Ehrenplatz in den Amtszimmern einzunehmen.
Schon am Dienstag hatte, wie der Figaro berichtet, der
amtliche Photograph im Schloſſe der franzöſiſchen Könige
ſein Quartier aufgeſchlagen, ein beſonderes Zimmer war
für ihn bereitgeſtellt und man hatte auch nicht vergeſſen,
den nötigen Vorrat von Magneſium bereitzuſtellen, da
man damit rechnete, die Aufnahme ſpät am Abend
vor=
nehmen zu müſſen. Die Szenerie war vorbereitet, der
Tiſch ſtand da und auf ihm lag das Geſetzbuch, auf das
nach der traditionellen Poſe der neugewählte Präſident
bei der Aufnahme die Hand ſtützt. Und den Hintergrund
zierte die Tricolore. Und ſo entſtand das Bild
Poin=
carés, das jetzt bereits fix und fertig nach den Präfekturen
unterwegs iſt und am heutigen Tage ſchon in einer ganzen
Reihe von Amtsſtuben, deren Inſaſſen beſonders
pflicht=
eifrig ſind, an der Wand prangt.
* Ein Mann, der mit Banknoten hauſiert. Am
Samstag ſtand in London am Trafalger Square ein
Mann, der ein Bündel von Fünfpfundnoten in der Hand
hielt und dieſe für einen Penny den Vorübergehenden
an=
bot. Achtlos gingen die meiſten Leute an ihm vorüber.
Einige hielten ihn für verrückt, andere meinten, es handle
ſich um nachgemachte Noten, deren Rückſeite irgend einer
Reklame diente. Auch vor dem Piccadilly=Hotel und
ſpä=
ter an Oxford=Street wurde der Mann geſehen. Das
Bündel Banknoten ſchien ſich nicht verringert zu haben,
kein Menſch ſchien vier Pfund neunzehn Schilling und elf
Pence ſo leicht verdienen zu wollen. In der Tat waren
es echte Banknoten, die der Mann da für einen Penny
das Stück ausbot. Es war der als Hauſierer verkleidete
bekannte Schauſpieler Elder Hearn, der da eine Wette
zum Austrag brachte. Herr Hearn hatte im Garrickklub
vor einigen Tagen behauptet, daß, wenn man echte
Fünf=
pfundnoten in den Straßen Londons ausbiete, man keine
Abnehmer finden werde, während die Londoner ſonſt auf
jeden Schwindel hineinfielen. Ein Theaterdirektor nahm
die Wette auf. Zwei Stunden lang hat Mr. Hearn mit
ſeinen Banknoten hauſiert und nur drei Kunden gefunden.
Einer war der Generalpoſtmeiſter von Britiſch=Nord=
Borneo, der zweite deſſen Frau und der dritte ein
bekann=
ter Pelzhändler. Die Frau des Poſtmeiſters wünſchte ein
Dutzend der Noten für einen Schilling zu kaufen, aber der
Hauſierer ecklärte, vielleicht unvorſichtigerweiſe, daß er
nur eine Banknote an je eine Perſon abgeben könne.
Hearn hat ſeine Wette gewonnen, denn der
Theater=
direktor hatte behauptet, er werde von zwanzig Banknoten
mindeſtens fünfzehn in zwei Stunden los werden.
* Deutſche Jubiläums=Marken. Die Voſſiſche
Zei=
tung meldet aus Berlin: Zum Regierungsjubiläum des
Kaiſers werden von der Reichspoſtverwaltung im
Früh=
jahr Jubiläumsmarken in beſchränkter Zahl zur Ausgabe
gelangen. Anſtatt der Germania wird die Marke das
Kopfbild des Kaiſers in mehrfarbigem Druck zeigen.
wurden 2020 Stück ausgegeben. Hierauf wurden
ein=
gelegt: im Monat Mai in 16 Poſten 212,98 Mk., im
Monat Juni in 53 Poſten 1751,30 Mk., im Monat
Juli in 104 Poſten 2999,08 Mk., im Monat Auguſt ir
153 Poſten 3859,84 Mk., im Monat September in 178
Poſten 4594,50 Mk., im Monat Oktober in 187 Poſten
5116,95 Mk., im Monat November in 189 Poſten
6456 Mk., im Monat Dezember in 283 Poſten 11744,35 Mk.,
zuſammen in 1163 Poſten 36735 Mk.
Steuern zahlen. Wir machen unſere Leſer an
dieſer Stelle nochmals darauf aufmerkſam, daß das
5. Ziel der Gemeindeſteuern für das Rechnungsjahr 1912
bis längſtens Ende Januar an die Stadtkaſſe zu
ent=
richten iſt.
Anläßlich der Wiederkehr des Todestages von
Kapitänleutnant Fiſcher wurden am Denkmal im
Schulhof des Realgymnaſiums Kränze niedergelegt,
darunter einer von ſeinen Kameraden auf der
Unter=
ſeeboot=Flottille.
D. Jubiläum des Kirchengeſangvereins der
Martins=
gemeinde. Am Montag abend verſammelten ſich die
ak=
tiven Mitglieder des Vereins zu einem Feſtmahl auf
dem „Heiligen Kreuzberg” das einen ſehr angeregten
ſchönen Veclauf nahm. Der Vorſitzende, Herr Pfarrer
D. Waitz, feierte nach einer kurzen
Begrüßungs=
anſprache die Jubilare Frl. Neudecker und Frl. Haller, ſo
wie die Herren Hummel, Storck und Vogel, die 25
Jahre lang treu zum Verein gehalten haben. Im
Auftrage des Vereins überreichte er jedem von ihnen ein
Bild mit Widmung, das Johann Sebaſtian Bach
im Kreiſe ſeiner Familie bei der Morgenandacht zeigt
Mit einem Hoch auf die Jubilare ſchloß er ſeine herzliche
Anſprache. Im Namen der Jubilare ergriff Herr Diplom=
Ingenieur Vogel das Wort und dankte für die zuteil
ge=
wordene Ehrung. Er führte weiter aus, daß eigentlich
nicht der Verein ihnen Dank auszuſprechen habe, ſondern
daß die Jubilare dem Verein und beſonders dem
Diri=
genten, Rechnungsrat Colin, zu großem Dank ſich
verpflichtet fühlten, indem ſie durch beide in die
wunder=
baren Schönheiten der Musica sacra eingeführt und
da=
durch manche Weiheſtunde der Kunſt erlebt hätten. Er
ließ ſeine Rede ausklingen in einem Hoch auf die beiden
Vorſitzenden, Herren Pfarrer D. Waitz und Widmann
das bei der Verſammlung ein freudiges Echo fand. Herr
Pfarrer Widmann gedachte der Gemahlin des
Diri=
genten, Frau Colin die doch eigentlich auch in
ge=
wiſſem Sinne zu den Jubilaren gehöre. Auch auf ſie
wurde ein Hoch ausgebracht. Nach dem Feſtmahl
ver=
weilte die Verſammlung noch mehrere Stunden, die durch
ernſte und heitere Rezitationen und Geſangsvorträge aufs
beſte ausgefüllt wurden. Mit Stolz kann der Verein auf
ſein Jubelfeſt zurückblicken, das mit dem Feſtmahle einen
würdigen Abſchluß fand.
*Darmſtädter Lehrerverein. Man ſchreibt uns
ver=
ſpätet! Am Samstag, den 18. Jan., hielt der Darmſtädter
Lehrerverein ſeine diesjährige Hauptverſammlung ab.
Zum allſeitigen größten Bedauern der Vereinsmitglieder
legte der 1. Vorſitzende des Vereins, Hauptlehrer Löſch,
aus Geſundheitsrückſichten und wegen Ueberlaſtung mit
Arbeit ſein Amt nieder. Er ſtand 10 Jahre lang an
der Spitze des Vereins und war ſtets in
unermüd=
licher, erſprießlicher Weiſe im Dienſte der Lehrerſchaft
tätig. Neben der engeren Vereinsarbeit, die unter ſeiner
Leitung blühte und gedieh, vertrat er den Lehrerverein
in der Oeffenklichkeit ſtets in würdiger, allgemeine
An=
erkennung verdienender Weiſe. Man wird im Verein
die Dienſte, die er ihm in uneigennütziger,
aufopferungs=
voller Tätigkeit während der 10 Jahre geleiſtet hat, nicht
vergeſſen. An die Stelle von Herrn Löſch tritt der
1. Schriftführer des Lehrervereins, Lehrer Gerbig.
Heſſiſcher Jugendtag. Der heſſiſche Landes
verband der Jungdeutſchland=Organiſation
hat, wie die Blätter melden, zum 19. Februar einen
heſſiſchen Jugendtag einberufen, mit dem
die erſte Mitgliederverſammlung der heſſiſchen
Jung=
deutſchlandvereine verbunden werden ſolf
Das Zentralbureau der Zioniſtiſchen Vereinigung
für Deutſchland veranſtaltet heute abend im Saale des
„Hotel Heß” eine Verſammlung, in der Herr Julius
Simon=Mannheim, Mitglied des Zioniſtiſchen Aktions=
Komitees, über Deutſchtum und Judentum ſprechen wird.
Herr Simon hat ſchon in verſchiedenen Städten mit
gro=
ßem Erfolge geſprochen, und dürfte ſpeziell das heutige
aktuelle Thema viel Intereſſe bieten. Nach dem Vortrage
findet eine Diskuſſion ſtatt.
Cereie francais. Die Damen und Herren, die
ſich für die franzöſiſche Sprache intereſſieren, werden
darauf aufmerkſam gemacht, daß die nächſte
Ver=
ſammlungdes Cerele kraucais am Donnerstag,
im Inſtitut, Herderſtraße 3, ſtattfindet. (Siehe Anzeige.)
* Turngemeinde Darmſtadt. Man ſchreibt uns:
Nächſten Samstag, abends, findet im närriſch=feſtlich
dekorierten Saale der Turnhalle am Woogsplatz der
ein=
ige große Familien=Maskenball der
Turngemeinde ſtatt. Selbſtverſtändlich wird ſich
wieder ein ungezwungenes fröhliches Maskentreiben
ent=
wickeln. Wunderbar hergerichtete Lauben, Wintergärten
Sektkeller und Chambres ſeparées ſind in großartiger
Ausſtattung zu haben, ſo daß ſelbſt dem
Anſpruchsvoll=
ſten Rechnung getragen iſt. Auch ein echt Münchener
Biergarten mit feſcher Bedienung hat Platz gefunden.
Zwei Muſikkapellen werden abwechſelnd ihre Weiſen
er=
tönen laſſen, und noch viele große effektvolle
Ueberraſch=
ungen werden geboten. Der Kartenverkauf iſt wieder
bei den bekannten Verkaufsſtellen. (Siehe Anz.)
Der Marine=Verein Darmſtadt feiert am
26. Januar in ſämtlichen Räumen des
Mathildenhöh=
ſaales den Geburtstag Sr. Majeſtät des Kaiſers. Daß
es der Marine=Verein unter der Leitung ſeines
ſtreb=
ſamen 1. Vorſitzenden, Herrn Schnellbacher, verſteht,
Feſtlichkeiten zu arrangieren, beweiſt, daß dieſelben ſich
ſtets ſtarken Beſuches erfreuen. Der Marine=Verein iſt
ſtets beſtrebt, bei ſeinen Veranſtaltungen Szenen aus
dem Seeleben vorzuführen, welchen vom Publikum das
lebhafteſte Intereſſe entgegengebracht wird.
American Bio hat ab heute wieder ein neues
Programm. Dasſelbe iſt in jeder Beziehung
unter=
haltend und lehrreich. Für jede Geſchmacksrichtung iſ
beſtens geſorgt. „Fräulein Chef‟ Liebesgeſchichte in
2 Kapiteln, iſt ſpannend und unterhaltend. „Ein Fluß
in den Seealpen” bietet eine hochfeine Naturaufnahme.
„Der Millionär als Milchausträger
„Der galante
Detektiv” und „Die Sirene des Hotels” bringen guten
Humor. (Siehe Anzeige.)
* Der Erſte Darmſtädter Kino, Grafenſtraße 12,
bringt ab Mittwoch einen großen Dreiakter, betitelt
„Dornenpfade‟ Dieſer Film führt dem Zuſchauer
eine äußerſt intereſſante Szene aus dem täglichen Leben
vor die Augen. „In der Wildnis verloren”, „Moderne
Porzellanmanufaktur”, ſowie „Das Ende Robespierres”
Epiſode aus der franzöſiſchen Revolutionszeit, ſind
wei=
ter ſehr erwähnenswert.
Was fangen wir mit unſeren ſchulentlaſſenen
Töchtern an?
Dieſe Frage beſchäftigt in der Zeit vor der
Schulent=
laſſung gewiß viele Eltern. Auch das weibliche Geſchlecht
ſteht heute draußen in vielen Berufszweigen, manchmal
vielleicht aus innerem Drang, oft aber auch
gezwun=
gen durch die Verhältniſſe. Doch nach kürzerer oder
län=
gerer Tätigkeit in dem anfangs erwählten Berufe kehren
zum Glück die meiſten Mädchen wieder zurück in das
Haus, um ſich nun in dem Berufe zu betätigen, der von
jeher der Wirkungskreis des Weibes war; ſie werden
Hausfrauen. Deshalb ſollte es niemals verſäumt werden,
unſere heranwachſenden Töchter vor allem,
hauswirt=
ſchaftlich” erziehen zu laſſen. An Anſtalten, in denen
das geſchehen kann, fehlt es ja in unſerer Vaterſtadt nicht.
Wir möchten indeſſen die Eltern hier beſonders auf die
Anſtalt hinweiſen, welche ſeit 24 Jahren hier beſteht und
die für Mädchen aus den breiteſten Volksſchichten
be=
ſtimmt iſt: die ſtädtiſche hauswirtſchaftliche
Fortbildungsſchule. Da anzunehmen iſt, daß es
vielen Eltern erwünſcht ſein wird, wenn ſie einiges über
dieſe Schule erfahren, ſo laſſen wir hier das
Bemerkens=
werteſte aus dem Jahresbericht der Anſtalt für 1911/12
folgen:
Die hauswirtſchaftliche Fortbildungsſchule beſteht aus
drei Abteilungen. Die erſte iſt in dem Schulhauſe in der
Rundeturmſtraße, die zweite im Schulhauſe in der
Lagerhausſtraße und die dritte im
Mittelſchulge=
bäude in der Hermannſtraße untergebracht. Jede
Abteilung verfügt über eine zweckmäßig eingerichtete
Küche, einen Bügelraum und die nötigen Klaſſenſäle für
Handarbeitsunterricht uſw. In allen Abteilungen wird
in folgenden Fächern unterrichtet: Hand= und
Ma=
chinennähen, Flicken, Stopfen und Sticken,
Kleidermachen, Bügeln, Kochen, Waſchen
und Putzen, Haushaltungskunde, Deutſch
und hauswirtſchaftlichem Rechnen. Die
Un=
terrichtsſtunden liegen täglich vormittags von 8—12 Uhr
und nachmittags zwiſchen 3—7 Uhr. Um jedoch auch
Frauen und Mädchen, denen durch Erwerbstätigkeit der
Beſuch der Tageskurſe unmöglich iſt, Gelegenheit
zur Erweiterung und Vertiefung ihrer
hauswirtſchaft=
lichen Ausbildung zu geben, werden noch beſondere
Abendkurſe im Kochen, Einmachen und Einkochen,
Backen, Nähen und Flicken abgehalten. Die
Unterrichts=
tunden für dieſe Kurſe liegen zwiſchen 7—10 Uhr abends.
Selbſtverſtändlich kann bei der kürzeren Unterrichtszeit in
den Abendkurſen nicht das erreicht werden, was die
Schü=
lerinnen der Tageskurſe erlernen können. Im allgemeinen
ſollen in die Abendkurſe indeſſen nur Schülerinnen
auf=
genommen werden, die mindeſtens im 17. Lebensjahre
ſtehen.
Ein Mädchen, das die hauswirtſchaftliche
Foribild=
ungsſchule ein Jahr mit Eifer und Fleiß beſucht hat,
nimmt eine ganz anſehnliche Summe von
hauswirtſchaft=
lichen Kenntniſſen und Fertigkeiten mit ins Leben hinaus.
Es iſt deshalb nicht zu verwundern, daß nach
Schülerin=
nen der Anſtalt, die Stellen im Haushalt nehmen wollen,
immer mehr bei der Schulleitung angefragt wird. Aber
auch im Haushalte der Eltern und ſeinerzeit im eigenen
Haushalt werden die ſegensreichen Früchte einer
gründ=
lichen Ausbildung im Hauswirtſchaftsweſen bemerkbar
werden. — Das Schulgeld beträgt für Schülerinnen der
Tageskurſe vierteljährlich 3 Mark; Teilnehmerinnen der
Abendkurſe zahlen 2 Mark für den Kurſus. Für Speiſen,
welche die Schülerinnen in den Küchen genießen, wird
ein beſonderes Speiſegeld von 15 Pfg. für jede Mahlzeit
erhoben. — Die Geſamtzahl der Schülerinnen betrug in
1911/12: 420, in 1912/13 wird ſie faſt auf 500 ſteigen. Von
den 420 Schülerinnen in 1911 waren 87 über 21 Jahre alt,
die älteſte Teilnehmerin der Abendkurſe zählte 47 Jahre.
141 Mädchen waren direkt nach der Schulentlaſſung in
die Fortbildungsſchule eingetreten. Das laufende
Schul=
jahr wird am 16. und 17. März mit einer Ausſtellung von
Schülerinnenarbeiten in der Abteilung II,
Lagerhaus=
ſtraße, beſchloſſen. Dort werden auch Anmeldungen für
das neue Schuljahr, das am 7. April beginnt,
entgegen=
genommen.
Pfungſtadt, 21. Jan. Die Fiſchkochkurfe
welche mit dem Beginn des neuen Jahres hier
einge=
richtet worden ſind, erfreuen ſich eines ſehr zahlreichen
Zuſpruchs. Nicht nur ſchulentlaſſene Mädchen, ſondern
auch viele Frauen nahmen die von der Gemeinde
ge=
botene Gelegenheit wahr, um ſich in die Geheimniſſe der
verſchiedenartigen Zubereitung der Fiſche einweihen zu
laſſen. Zu den anfänglich angemeldeten 180
Teilnehme=
rinnen geſellten ſich immer noch mehr Damen, ſo daß die
vorgeſehene Anzahl der Kurſe noch vermehrt werden
muß. Unter der ſtrefflichen Anleitung der Kochlehrerin,
Frl. Zimmer aus Darmſtadt, lernen die Kurſiſtinnen aus
den Seefiſchen faſt alle jene Gerichte herſtellen, welche
auch aus dem Fleiſch unſerer Haustiere bereitet werden
können; außer gekochten und gebratenen Fiſchen ſtellen
ſie aus dem Fleiſch der Fiſche beiſpielsweiſe folgende
ſchmackhaften Speiſen her: Frikaſſee, Salat, Kotelette,
Hackbraten, Klöße, Frikadellen, Krokettes uſw. Auch die
zu dieſen Fiſchgerichten paſſenden Beigaben und das
entſprechende Gemüſe werden dabei zubereitet. Die
Er=
zeugniſſe der Fiſchkochkunſt verzehren die
Teilnehmerin=
nen, wofür ſie ein kleines Entgelt entrichten. Bei den
ſtetig ſteigenden Fleiſchpreiſen erweiſen ſich dieſe
Fiſch=
kochkurſe als eine dringende Notwendigkeit.
Mörfelden, 21. Jan. Hier machten am Samstag
abend vier Einbrecher einen Einbruchsverſuch
in das Spezereigeſchäft von Jakob Schulmeyer. Drei
von ihnen wurden verhaftet, während der vierte entkam.
Nach den bei ihnen vorgefundenen Papieren ſtammt die
Bande aus Gelſenkirchen. Ein vor acht Tagen bei einem
Gaſtwirte in Mörfelden ausgeführter Einbruchsdiebſtahl
ſoll auch auf das Konto der in Haft genommenen
Bur=
ſchen fallen. Der Entkommene wurde ſpäter ebenfalls
verhaftet. Er heißt Joſeph Kellas.
Dornheim, 21. Jan. Eine ganz beiſpielloſe Stei
gerung erfuhr die hieſige Gemeindejagd bei der
diesmaligen Verpachtung. Während die Jagd bisher nur
1700 Mark koſtete, wurden diesmal nicht weniger als 6400
Mark, alſo nahezu 300 Prozent mehr, erlöſt. Der
Ge=
meindekaſſe bringt dies für die ſechsjährige Pachtzeit eine
Mehreinnahme von 28200 Mk. Pächter ſind die Herren
Bürgermeiſter Biebel von hier (½), Kommerzienrat Opel
Rüſſelsheim (½) und das Großh. Hofjagdamt (¼).
Reinheim i. O., 21. Jan. Die diesjährige
Deko=
rierung ihrer Mitglieder beging die Ortsgruppe
Reinheim des Odenwaldklubs durch ein
ſtim=
nungsvolles Feſt. Nach dem von der Kapelle des Feld=
Artillerie=Regiments 61 unter Leitung des Herrn
Muſik=
meiſters (Weber vorgetragenen Eröffnungsmarſch
be=
grüßte der Vorſitzende der Ortsgruppe, Herr Apotheker
Scriba, die Erſchienenen, insbeſondere die Vertreter
der Ortsgruppen Darmſtadt, Groß=Bieberau, Groß=
Um=
ſtadt, Lengfeld, Lichtenberg, Ober=Ramſtadt und
Reichels=
heim. Vom Zentralausſchuß des Vogelsberger Höhen
klubs war ein Begrüßungstelegramm eingelaufen,u
vom Ehrenmitglied K. Schäfer war ein Bild fürd
Klubzimmer der Ortsgruppe mit einem herrlichen Gedich
geſtiftet. Dem verehrten Dichter wurde ein
Danktel=
gramm geſandt. Bei gemeinſchaftlichen Geſängen un
Darbietungen der Kapelle verging die Zeit in der angs
regteſten Stimmung. Ein Gedicht des Odenwalddichte
Karl Schäfer: „Gruß an Reinheim” trug Herr App
theker Zorn in entſprechender Stimmung vor, und
ter und Vortragender wurden mit Beifall ausgezeich
Herr Poſtſekretär Weber aus Ober=Ramſtadt dankte
Namen der Gäſte für die freundliche Einladung
brachte ein froh aufgenommenes „Friſch auf” der
gruppe und dem Vorſitzenden. Im weiteren Verlaufe
Abends kam noch ein paſſendes Theaterſtück zur
führung. Herr Lehrer Adelsberger gab Schilderunge
und eine Statiſtik über Wanderungen, worauf der
korierungsakt nach einer Einleitung mit einembol
Fräulein Scriba geſprochenen Prolog erfolgte.
Sonntag erfolgte dann im Anſchluß eine Wanderung
dem Otzberg.
Wimpfen, 21. Jan. Heute früh brannte die
here Papierfabrik, in der ein Elektrizitätswerk
von der Allgemeinen Bayeriſchen Elektrizitätsgeſellſch
betrieben wird, vollſtändig nieder. Die geſamten
ſchinen und Gebäude wurden zerſtört.
Viernheim, 21. Jan. Der 36 Jahre alte verheira
Bäckermeiſter Franz Diehl von hier brachte ſich geſtell
vormittag, während ſeine Frau einen Kirchgang un
nommen hatte, drei Revolverſchüſſe, einen in
Kopf und zwei in den Hals, bei. Der ſchwer verſe
Mann wurde in das Mannheimer Allgemeine Krane
haus übergeführt. Die Urſache der Tat iſt in mom
taner geiſtiger Störung zu ſuchen.
Mainz, 20. Jan. Mit drei aufeinanderfolgenden
lichen Veranſtaltungen in dieſer Woche erreicht die
feier des diesjährigen Jubel=Karnevalsih
Höhepunkt. Am Freitag iſt große Jubelfeſtſitzung, zu
Gäſte aus allen Teilen des Rheinlandes, von Mannhel
bis Köln, aber auch weiter her, aus Kreuznach, Leip
und Berlin erwartet werden; für Samstag
abend=
dann der große „Maskenball im Jahre 1838” angeſ
und am Sonntag wird die weithin wegen ihrer Luſſſ
keit bekannte „Fremdenſitzung” (von nachmittags 4
abends 8 Uhr) vom Stapel gelaſſen.
Mainz, 21. Jan. Die Einigung im Buchhi
dergewerbe, von deren Bevorſtehen wir geſtern
richteten, iſt geſtern nachmittag nach längeren Verhan
lungen zuſtande gekommen.
Worms, 21. Jan. Der in der Nacht auf Sonntag
der Ludwigſtraße durch den Tünchergehilfen Augll
Eberle lebensgefährlich verletzte 27 Jahre alte Händl
er Simon Biegi iſt heute morgen im Krankenhall
ſeinen Verletzungen erlegen. Der Verſtorbe
hinterläßt Frau und 3 Kinder.
Ober=Ingelheim, 21. (Jan. Ein auf dem Weſterhall
beſchäftigter Dienſtknecht erhielt am Sonntag abeſſ
auf offener Straße ohne Urſache einen gefähn
lichen Meſſerſtich in den Rücken. Die Wund
wurde durch den Arzt Dr. Levy vernäht. Als Tätel
wurde der frühere Zwangszögling Johann Walte
der bei einem hieſigen Landwirt beſchäftigt iſt, fel
geſtellt.
Gießen, 21. Jan. Der Verwaltungsberich
der Bürgermeiſterei der Stadt Gießen fürd
Jahr 1911 liegt nunmehr im Druck vor. Nach dem
richt ſchließt die Rechnung recht günſtig ab, da
Betriebsrechnung bei 3 497984,42 Mark Einnahu
(gegen voranſchlagsmäßige 3 147008,90 Mark)
3 022 317,91 M. Ausgaben (gegen 3 147 008.90) einen Uch
ſchuß von rund 475000 Mark aufweiſt. Die Vermögeſl
einnahmen ſchließen mit 1931372,89 Mark (gegen vor
ſchlagsmäßige Einnahmen von 1908 92625 Mark)
nahmen und 1 175306,03 Mark (gegen 1908 926,25 M
im Voranſchlag) Ausgaben ab. Während in der
nögensrechnung der erhöhte Ueberſchuß mehr rechne
ſcher Natur iſt, handelt es ſich bei der Betriebsrechnü
zum großen Teil um wirkliche Mehreinnahmen.Es
trug unter anderem gegen den Voranſchlag mehr derReſ
aus früheren Jahren 148 702 Mk., der Erlös aus denſtäht
tiſchen Waldungen 24155 Mk., der des Gaswerks 150
Mark, der der Kanäle 14106 Mk., der der allgemeinem
Verwaltung 16040 Mk., der Beiträge von den ſtädtiſch
Werken für die Schuldentilgung (alſo Mehrüberſchüſſe de
Werke) 85 786 Mk., aus der Wertzuwachsſteuer 12556
und aus den Gemeindeſteuern 21966 Mk. Bei denA
gaben wurde u. a. weniger, als vorgeſehen war, aus
geben für die Straßenunterhaltung 8896 Mk., für
elektriſche Straßenbahn 4750 Mk., für Zwecke des Kreiſe
und der Provinz 14963 Mk., für Kapitalzinſen 18 292
Das Vermögen der Stadt beträgt 27553 360 Mk.
An Schulden ſind vorhanden 18 995 745,67 Mk., ſo daß
Reinvermögen von 8 557615,05 Mk. vorhanden iſt.
Stiftungskapitalien ſtehen außer den bei den Schulden
der Stadt angeführten 436 710,13 Mk. noch 153 706,02
unter ſtädtiſcher Verwaltung.
Büdingen, 21. Jan. Die Vorverhandlunge
des in der Konkursangelegenheit der
ſchuß= und Kreditkaſſe Ober=Mockſtad
gebildeten Hilfsvereins, der ſeinen Sitz inRan
ſtadt hat, ſind jetzt beendet. Alle dem Hilfsverei
bis zum 31. Januar abgetretenen Forderungen komme
päteſtens bis zum 17. Februar in Auszahlung. Die
jenigen Gläubiger, die die Begleichung ihrer Forderun
in bar verlangen, erhalten ihr Geld am 17. Februarbe
der Bezirkskaſſe in Nidda, ſolche, die das Geld etwahe
den Bezirkskaſſen Nidda oder Büdingen aulegen wolle
erhalten Spareinlagebücher im Betrage ihrer Forden
ungen. Abtretungen, die nach dem 31. Januar eingehen,
können erſt ſpäter befriedigt werden. Die Geſchäftes
Hilfsvereins beſorgt Bürgermeiſter Birkenſtock
Ranſtadt.
(*) Nieder=Weiſel, 20. Jan. Der Kolonialbeam
Dern, der in Berlin plötzlich an den Folgen ſeiner
Tro=
penkranlheit geſtorben war, wurde geſtern unter ſehr
ſtar=
ker Beteiligung in ſeinem Heimatsdorfe zu Grabe ge
tragen. Die ganze Gemeinde, die Vereine, Vertreter ſe
ner Behörde nahmen an der Beerdigung teil. Poſtſeln
tär Dern war zehn Jahre im Kolonialdienſt zu Darees
Salaam in Deutſchoſtafrika tätig. Seine Schulbildun
genoß er auf der Realſchule zu Butzbach.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 20. Jan. In der heutigen
Sitzung des Kuratoriums für das ſtädtiſche Rettungs
weſen wurde darüber beraten, inwieweit man mit den
unmittelbar an das Stadtgebiet von Berlin angrenzen
den Vororten in Verhandlungen über ein einheit
liches Großberliner Rettungsweſen ein
kreten könnte, und ob man die ſtädtiſche Zentralmelde
ſtelle im Rathaus zu Berlin nicht auch für die
Vorotte=
nutzbar machen könnte. Dem Gedanken wurde grund
ich zugeſtimmt, doch ſoll an die Ausführung erſt nach
um 1. April d. J. eintretenden Verſtadtlichung des
l ner Rettungsweſens herangegangen werden.
Wolf Wertheim hat ſich geſtern abend
wohl=
ten wieder bei ſeiner Familie eingefunden. — In
Kölln hatte in einem Hauſe der Wartheſtraße der
ſere Gaſtwirt Favian, der ſeit 14 Jahren verhei=
und Vater dreier Kinder iſt, einen heftigen
Wort=
eb mit ſeiner Frau. Gegen 7 Uhr abends bemerk=
Hausbewohner, daß aus der Wohnung ein
Gas=
ſuch drang. Erſt gegen 11 Uhr, als der Geruch immer
unſiver wurde und auf Klopfen keine Antwort erfolgte,
ſitt man zur gewaltſamen Oeffnung der Wohnung. In
Stube fand man Frau Fabian mit ihren drei
Kin=
im Alter von ſieben bis zwölf Jahren leblos auf
Betten liegen. Sie hatte einen Verſchlußknopf der
ßleitung abgeſchraubt, ſo daß das Gas mit voller
Ge=
ausſtrömte. Sofort aufgenommene
Rettungsver=
ſe der Feuerwehr mit Sauerſtoffapparaten waren
er=
los.
Neunkirchen (Saar), 21. Jan. Die Veröffentlichung
Photographie des Ortwiger Mörders
Ster=
lel hat hier den Verdacht wachgerufen, daß Ster=
Pl auch den bis jetzt unaufgeklärt gebliebenen
Luſt=
ſd an der 13jährigen Martha Pirrung aus
Schiff=
ler bei Neunkirchen im Oktober 1908 begangen hat.
ch der Tat wurde ein Stallſchweizer namens Johann
lik, der bei dem Oekonomen Schäck in Neunkirchen in
Allung war, als der Tat verdächtig verhaftet, ſpäter
ſh wieder freigelaſſen. Aus der Photographie, wie
ir einer Berliner illuſtrierten Zeitung erſchienen iſt,
ſen nun einige Neunkirchener Bürger den Stallſchwei=
Weiß wiede: erkennen. Auch die Kinder des Schäck.
ſen die Photographie gezeigt wurde, ſagten: Das iſt
ſürſer Johann. Als Beſtätigung der gehegten
Vermut=
n erſcheint es, daß der Mord an der kleinen Martha
ſring ebenfalls durch Erdroſſelung geſchehen war. Der
ſider hatte dem kleinen Opfer einen Strick um den
gelegt; bekanntlich war es eine Eigenart des
Scheu=
von Ortwig, ſeine Opfer zu erdroſſeln. Dieſe
Um=
de erſchienen der Behörde ſo wichtig, daß ſie ſofort
ſtforſchungen nach dem ſpäteren Aufenthalte des Weiß
ſtfUte.
Saargemünd, 21. Jan. Zu dem Brandunglück
der Hottweiler=Mühle wird noch
ge=
lbet, daß der Beſitzer Conrad durch Einſtürzen der
üiſer getötet wurde, als er einen Motor aus den
ümenden Baulichkeiten herausſchaffen wollte. Von den
den Feuerwehrleuten, deren Tod man zuerſt annahm,
ſſer erſte lebensgefährlich, der zweite leicht verletzt
ſien.
Thailfingen (Oberamt Balingen), 21. Jan. Heute
n um 11½ Uhr brach in der Trikotagenfabrik
Hilde=
inid u. Ko. auf bisher unaufgeilärte Weiſe Feuer
das das Fabrikanweſen in Aſche legte. Die
Feuer=
ſhe mußte wegen des herrſchenden Windes ihre
Tätig=
auf die Nachbargebäude beſchränken, die in großer
fihr ſchwebten. Der Schaden iſt beträchtlich.
Köln, 21. Jan. Die Kriminalpolizei verhaftete geſtern
jugendliche Arbeiter einer Deutzer Fabrik unter
Verdacht, den Bäckermeiſter Sieger in Köln=Riehl
mordet zu haben. Einer, der 17jährige Arbeiter
ill, geſtand die Tat ein, behauptet aber, in der
Not=
be gehandelt zu haben.
EEdenkoben, 21. Jan. Geſtern abend hat ſich in ſeiner
bnnung der hieſige Wollhändler Fritz Croiſſant
ſſchoſſen, nachdem er vorher Konkurs angemeldet
te. Durch verſchiedene Falliſſements in Heſſen und in
Pfälz hat Croiſſant in den letzten Jahren faſt ſein
ſiges Vermögen verloren; außerdem war er durch ein
tenleiden faſt erblindet.
Wien, 20. Jan. Erzherzog Rainer erkrankte
reinigen Tagen an fieberiſcher Influenza. Am Abend
Erkrankungstages trat ein Schüttelfroſt ein. Die
ſriperatur ſtieg auf 39 Grad. Die Nacht auf den 19.
Ja=
har wurde durch Huſtenreiz geſtört, der Morgen des 19.
ieberfrei. Am Sonntag nachmittag ſtellte ſich ein
heftiger Kolikanfall, von ſchwerem Schüttelfroſt
Le=
ſet, ein. Die Temperatur ſtieg wiederum bedeutend.
ſt ganze Krankheitsbild deutet auf den Fall eines
iuen Darmverſchluſſes hin. Das Symptom iſt bis heute
h: behoben. Demgemäß gibt der Zuſtand zu ernſten
eſſorgniſſen Anlaß, zumal beſonders
Darmlähm=
gserſcheinungen eintraten. Der Kaiſer und die
Mit=
ewer des Kaiſerhauſes erkundiaten ſich im Laufe des
ees wiederholt nach dem Befinden des Erzherzogs.
verzog Rainer iſt 86 Jahre alt.
Paris, 21. Jan. Aus Rochechouart im Departement
gute Vienne wird gemeldet, daß während der Arbeiten
teinem Steinbruche die Ueberreſte der
gallo=
miſchen Stadt Baſſinu=Ragus bloßgeleg:
unden. Von ſeiten der Behörden wurden Maßnahmen
ſtroffen, um die Ausgrabungen unter Aufſicht von
Sach=
rrändigen fortzuſetzen.
Monte=Carlo, 21. Jan. Geſtern ſollte das
Zivil=
icht von Monaco über das Anſuchen der
Wagner=
em Erben um das Verbot der Aufführung des
arſifal verhandeln. Infolge der Entſcheidung des
iſſten, wonach die Aufführung zum mindeſten im Laufe
iees Jahres nicht ſtattfinden dürfe, wurde das
Be=
bren der Wagnerſchen Erben gegenſtandslos. Dem
ge=
offenen Ausgleich zufolge tragen die beiden Parteien
Gerichtskoſten zu gleichen Hälften.
Madrid, 20. Jan. Die Blätter beſtätigen, daß der
ſa mpfer „Veroneſe” vollſtändig
aufgege=
em worden iſt. Die Geſamtzahl der Ertrunkenen
nid Vermißten beträgt 43; außerdem befinden ſich
Schwerverletzte im Krankenhaus von Oporto. Der
anitän und die Offiziere verließen den Dampfer heute
rsmittag, nachdem die Rettung der Beſatzung und der
ſſagiere vollſtändig beendet war.
Der Verhaftung des
London, 21. Jan.
randſtifters Stein ſind in der vorigen Woche
hrreiche weitere Verhaftungen gefolgt. Die
Anklage=
re hat fünf neue Anklagen erhoben, darunter eine gegen
n Verſicherungsagenten und Feuerinſpektor Freesman,
ſelchen Stein als einen Mitſchuldigen bezeichnet hat.
teiin erklärte in einem Verhör, daß mehr als tauſend
ewohner des dichtbevölkerten öſtlichen Stadtviertels
n gebeten hätten, ihre Häuſer in Brand zu ſtecken,
da=
it ſie ihre Verſicherungsprämien
erhiel=
n. Stein ſagte weiter aus, daß Würſte, die mit
Ben=
n gefüllt waren, in den Häuſern, wo Feuer gelegt
urde, aufgehängt wurden, die dann explodierten und den
krand weiter verbreiteten. Ferner wurden beſonders
Preitete Brandſtiftungspulver verwendet, die nur ſehr
ngſam brannten und es dem Brandſtifter ermöglichten,
h in Sicherheit zu bringen, bevor der Brand entdeckt
urrde.
Delhi, 21. Jan. Die Beſſerung im Befinden
ſes Vizekönigs dauert an. Lord Hardinge fährt
lich aus. Die große Wunde am Rücken iſt noch nicht
ol ſtändig geheilt.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 21. Jan. Der
Finanzaus=
ſchuß der Zweiten Kammer hat heute in einer
bis nachmittags 4 Uhr andauernden Sitzung die letzte
gemeinſame Budgetberatung mit der
Regier=
ung abgehalten. Zuerſt fand eine Ausſchußberatung ohne
Regierung ſtatt, in welcher über die ſpruchreifen Kapitel
die Abſtimmung vollzogen wurde. Der Bau einer neuen
Oberförſterwohnung im ehemaligen Schloſſe zu Groß=
Umſtadt wurde bewilligt. Im Anſchluß daran wurde
dann bei Beſprechung des Domänen=Akquiſitionsfonds
vom Ausſchuß beſchloſſen, die Regierung zu erſuchen, einen
Geſetzentwurf vorzulegen, der das
Ver=
mögen des Großherzoglichen Hauſes (
Fa=
milieneigentum) in das Staatseigentum
überführt und hiermit ein verfaſſungsmäßiges
Mit=
wirkungsrecht der Landſtände beim An= und Verkauf von
Grundeigentum durch die Staatsverwaltung gewährleiſtet.
Damit iſt auch die Frage der rechtlichen Stellung des
Domänen=Akquiſitionsfonds ins Rollen gebracht, und
dieſer müßte aufgehoben werden, wenn dem Antrag des
Finanzausſchuſſes entſprochen würde. Der Ausſchuß
be=
willigte weiter die Anforderungen der Regierung für
Bad Nauheim und Grube Ludwigshoffnung und
ſtimmte hierbei dem Antrag Henrich zu, daß den Etats
eine nach kaufmänniſchen Grundſätzen aufgeſtellte Bilanz
beigefügt werden ſoll, ſowie, daß neben den Anſätzen im
Etat auch noch eine Aufſtellung gemacht werden ſoll, in
welcher unter den Betriebsausgaben zugleich auch die
Zinſen des Schuldkapitals für die Errichtung des
Be=
triebes und eine angemeſſene Amortiſationsquote
einge=
ſtellt ſind. Bei der alsdann mit der Regierung
abgehal=
tenen Beratung ſagte zunächſt bei Kapitel „Provinzial=
Siechenhaus” die Regierung zu, aus dem Fonds für
öffentliche und gemeinnützige Zwecke auch für das Jahr
1913 einen Betrag von 40000 Mark für die Siechenhäuſer
zu bewilligen. Auch über die Ausgaben dieſes Fonds ſoll
Rechnung geſtellt werden. Beim Kapitel 82:
Dampfkeſſel=
prüfung, erklärte die Regierung, daß ſie die
Anſäſſigmach=
ung eines Teiles der Beamten der Dampfkeſſelprüfung in
Oberheſſen, wie dies von einzelnen Ausſchußmitgliedern
gewünſcht worden war, nicht für richtig erachte. Beim
Etat des Juſtizminiſteriums legte die Regierung
dar, daß weitere Erſparniſſe im Miniſterium ſelber nicht
möglich ſeien. Eine Vereinigung der beiden Amtsgerichte
Darmſtadt I und II erſcheine ebenfalls untunlich, da die
Bezirke zu groß ſeien und der gleich große Bezirk Mainz
bereits darum eingekommen ſei, eine Teilung eintreten
zu laſſen. Eine längere Erörterung mit der Regierung
erfolgte dann über die Lage der Schreibgehilfen.
Von verſchiedenen Mitgliedern des Ausſchuſſes wurde
betont, daß etwa 160 Gerichtsſchreibgehilfen Dienſte als
Hilfsgerichtsſchreiber verſehen, ohne etatsmäßig angeſtellt
zu werden, wiewohl ſie vom Miniſterium mit der
Ver=
ehung dieſer Stellen beauftragt wurden. Ueber dieſe
ſchlechten Vorrückungs= und Anſtellungsverhältniſſe wurde
lebhafte Klage geführt. Es ſei auch bei Einführung des
Bürgerlichen Geſetzbuches, wie auch bei der
Zuſtändig=
keitsänderung der Gerichte nicht eine Anzahl von Stellen
für Aktuariatsaſſiſtenten neu geſchaffen worden. Dies
räche ſich jetzt, und es habe auch weiter der Prozentſatz
zwiſchen den Angeſtellten und proviſoriſch Verwendeten
in dem Gerichtsſchreiberfach eine unverhältnismäßige
Größe angenommen; die Anſtellungsmöglichkeit als
Hilfs=
gerichtsſchreiber oder gar als Aktuar ſei für eine große
Reihe von Aſpiranten überhaupt nicht mehr möglich. Zur
Zeit würden noch Bewerber aus der Examenszeit von
11898 nicht angeſtellt. Das Juſtizminiſterium gab eine
Er=
klärung dahin, daß es bei wichtigeren Stellen die
Schaf=
ſung neuer Anſtellungen zuſagen könne; es könne aber
nicht ſo weit gehen, daß die von den mittleren
Gerichts=
beamten verlangten Anſtellungen, zirka 58, bewilligt
wür=
den. Die Abſtimmung über dieſen Punkt iſt im Ausſchuß
noch nicht erfolgt. Bei Kapitel 75: Landwirtſchaft,
vertrat Abg. Raab einen Antrag auf Bewilligung von
3000 Mark zur Förderung der
Kaninchen=
zucht. Die Regierung hält eine ſo hohe Summe dafür
nicht für erforderlich. Beim gleichen Kapitel wurde
ſei=
tens der landwirtſchaftlichen Vertreter darauf hingewies
ſen, daß für die Landwirtſchaftskammer noch
Anforder=
ungen in Höhe von etwa 45000 Mark geſtellt werden
wür=
den. Gegen den Antrag Bähr, anſtatt 2000 Mark 4000
Mark zur Bekämpfung der Rebſchädlinge zu gewähren,
wandte ſich die Regierung mit dem Hinweis darauf, daß
ja auch von ihr die Rebſchädlinge bekämpft wurden und
Parallelaktionen nur unnütze Koſten verurſachten. Beim
Kapitel „Gewerbeaufſicht” beantragt Abg. Raab,
die Arbeitergehilfen bei der Gewerbeinſpektion anzuſtellen
und ihnen ein Gehalt von 2100—2700 Mark zu gewähren.
Dieſe Anregung wurde im Ausſchuß lebhaft vertreten, und
die Regierung ſagte eine anderweitige Bemeſſung des
Gehalts zu. Beim Miniſterium der Finanzen
betonte Herr Finanzminiſter Braun Exz. die
Notwen=
digkeit eines vierten Miniſterialrats im Finanzminiſterium,
welche Stelle in den letzten Jahren auf Antrag der
Re=
gierung abgeſetzt worden ſwar. Nach den Ausſchuß= und
Kammerbeſchlüſſen der letzten Jahre ſoll dieſe Frage
er=
neut geprüft werden, wenn die Organiſationsänderungen
im Finanzminiſterium zum Abſchluß gekommen ſeien.
Auf dieſem Standpunkt mußte entſprechend den früheren
Beſchlüſſen der Ausſchuß beharren, womit ſich der
Finanz=
miniſter einverſtanden erklärte. Beim Kapitel 116:
Ma=
trikularbeiträge, hat ſich durch den Reichsetat ergeben, daß
der heſſiſche Zuſchuß 30000 Mark weniger beträgt.
Die=
ſer Betrag wird abgeſtrichen werden. Im
Vermögens=
teil des Etats wurden noch die Anforderungen für die
Eiſenbahn=Neueinrichtungen und=Bauten einer
Erörter=
ung unterzogen. Auch hierüber wird die Abſtimmung
des Ausſchuſſes erſt in ſeiner nächſten Sitzung erfolgen,
die am Freitag, den 24. Januar, ſtattfinden ſoll.
*X* Darmſtadt, 21. Jan. Der Vierte
Aus=
chuß der Zweiten Kammer beſchäftiate ſich in
ſeiner heutigen Sitzung ausſchließlich mit der Vorſtellung
des Wilh. Dutenhöfer, betr. die Abänderuna des
Berggeſetzes. Der wichtigſte Punkt der Vorſtellung
verlangt zu beſtimmen, daß eine Arbeitsordnung in
Berawerken nur dann gültig erlaſſen werden kann, wenn
die Mehrzahl der auf dem Werk beſchäftigten großjährigen
Arbeiter der Arbeitsordnung zugeſtimmt hat. Im
Aus=
ſchuß wurde betont, daß dieſe Beſtimmung gegen § 134
der Gewerbeordnung verſtoße, worin geſagt iſt, daß die
Arbeitsordnung nach Anhörung” uſw. erlaſſen werden
kann. Weiter wünſcht der Petent, daß in dem
Entlaſſungs=
paragraphen die Worte „oder einen liederlichen
Lebens=
wandel” geſtrichen und dafür geſetzt wird: „in böswilliger
Abſicht‟ Die Abſtimmung über dieſe beiden Punkte wurde
bis zur nächſten Sitzung vertagt. Die übrigen Punkte der
Vorſtellung erledigen ſich zumeiſt durch die
Reichsverſiche=
rungsordnung.
*X* Darmſtadt, 21. Jan. Die
Kammerfrak=
tion des Zentrums hielt heute nachmittag eine
län=
gere Beratung unter Vorſitz des Abg. v. Brentano ab.
die ſich eingehend mit dem neuen Budget beſchäftigte. Das
Referat darüber erſtattete der ſtellvertretende Vorſitzende
des Finanzausſchuſſes, Abg. Molthan. Die Fraktion
timmte im allgemeinen den Forderungen des Budgets zu.
doch wurde auch eine Anzahl einzelner Anforderungen
ge=
ſtrichen.
Deutſcher Reichstag.
Präſident Dr. Kaempf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr
5 Minuten.
Kurze Anfragen.
Abg. Rühle (Soz.) fragt, weshalb die Ergebniſſe
der am 15. November 1904 im Deutſchen Reiche
vorge=
nommenen Erhebung über die Lohnbeſchäftigung von
Kindern im Haushalt, in der Landwirtſchaft und deren
Nebenbetrieben bisher mit Ausnahme von Bayern noch
nicht veröffentlicht ſind, und ob ſie bald veröffentlicht
wer=
den ſollen.
Miniſterialdirektor Dr. Caſpar: Das Material,
welches auf Grund einer vom Reichstag beſchloſſenen
Re=
ſolution in dieſer Angelegenheit geſammelt wird, iſt aus
mehreren größeren Bundesſtaaten noch nicht
eingegan=
gen. Bevor weiter Stellung zu der Frage genommen
wird und bevor dem Reichstag nähere Mitteilungen
ge=
macht werden können, muß der Eingang der betreffenden
Antworten zunächſt abgewartet werden.
Die Beratung des
Etats des Innern
wird fortgeſetzt. (6. Tag.) Graf Weſtarp berichtet
über die Verhandlungen der Kommiſſion. In dem
Artikel betreffs Beſoldung wird die Neuſchaffung einer
weiteren Stelle leines Miniſterialdirektors angefordert.
Dieſe Stelle iſt nötig für die Handels= und
wirtſchafts=
politiſche Abteilung des Reichsamts des Innern, die
bis=
her von dem Unterſtaatsſekretär geleitet wurde, deſſen
Ueberlaſtung aber den bisherigen Zuſtand nicht
recht=
fertigt. Weiter empfiehlt der Berichterſtatter eine in der
Kommiſſion einſtimmig beſchloſſene Reſolution gegen die
durch die Valoriſation herbeigeführte künſtliche
Verteue=
rung des Kaffees. — Abg. Nacken (Ztr.): Dieſe in der
Kommiſſion angenommene Kaffeereſolution geht von
un=
ſerer Partei aus. Sie hat den Zweck, im Intereſſe des
ganzen deutſchen Volkes gegen die Maßnahmen einer
in=
ternationalen Kapitaliſtengemeinſchaft dieſes
Volksge=
tränk vor einer künſtlichen Verteuerung zu ſchützen. Dieſe
Valoriſation erſtreckte ſich im Jahre 1906/07 auf acht
Mil=
lionen Sack Kaffee, die ſomit dem Konſum entzogen
wur=
den. Deutſchland muß unter allen Umſtänden energiſch
vorgehen, um die Freigabe des eingelagerten Kaffees zu
erzwingen. Die künſtliche Preisſteigerung beläuft ſich für
das Pfund auf 69 Pfg. Aufgabe unſerer Diplomatie ſollte
es ſein, ſich mit den anderen Nationen zu gemeinſamem
Vorgehen in Verbindung zu ſetzen. Auch muß erwogen
werden, ob nicht die Anpflanzung von Kaffee in unſeren
Kolonien weiter zu fördern ſei.
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Auch die verbündeten
Regierungen beklagen die durch die Valoriſation
einge=
tretene Verteuerung des Kaffees. Ich habe mich in der
Kommiſſion eingehend über dieſe Frage, die ſtark auf das
internationale Gebiet übergreift, geäußert. Ich verſpreche
Ihnen, die Sache weiter im Auge zu behalten und
noch=
mals zu prüfen.
Abg. Molkenbuhr (Soz.): Es wäre vom
Zen=
trum angebracht geweſen, die energiſchen Töne und
ſchö=
nen Redewendungen im Jahre 1909 bei der Frage der
Kaffeeverſteuerung vorzutragen. Nicht nur im wilden
Lande Sao Paulo haben wir derartige wucheriſche
Be=
ſtrebungen, wir können ſie auch viel näher finden.
Die Reſolution wird angenommen, ebenſo werden
eine weitere Reihe von Titeln bewilligt. Kapitel
Förderung der Seefiſcherei
fordert den Betrag von 500000 Mk., das ſind 125000 Mk.
mehr als im vorigen Jahre. Eine ſoeben eingebrachte
Re=
olution verlangt für das kommende Jahr eine weitere
Erhöhung dieſes Betrages auf 610000 Mk.
Abg. v. Böhlendorff=Kölpin (konſ.): Es iſt zu
verwundern, daß wir in bezug auf die ſtaatliche
Unter=
ſtützung der Seefiſcherei unter allen Nationen an letzter
Stelle ſtehen. Darin muß Wandel geſchaffen werden.
Für die Schaffung von Motoren müſſen größere Summen
eingeſtellt werden, damit es den Fiſchern ermöglicht wird,
möglichſt ſchnell nach ihrer Heimatsſtätte und ihrem
Hei=
matshafen gelangen zu können. Der Bevölkerungszuwachs
verlangt energiſche Maßnahmen zur Förderung des
hei=
miſchen Fiſchereigewerbes. Abg. Dr. Preuß (Ztr.): Ich
ſchließe mich der Forderung des Vorredners durchaus an.
Auch ich bezweifle, daß die Erhöhung des diesjährigen
Etatstitels ausreichend iſt. Auch die Fiſcherei an den
Küſten unſerer (Kolonien muß im Intereſſe einer
billi=
gen Volksernährung gefördert werden.
Abg. Noske (Soz.): Wenn der Fiſcheinfuhr aus
den Kolonien das Wort geredet wird, ſollte man auch
die Fleiſcheinfuhr von dort erleichtern. Erfreulich iſt es,
daß der Fiſchkonſum zunimmt. Nun ſollte man aber auch
den Fiſchzoll beſeitigen, namentlich für Heringe. Eine
weitere Unterſtützung der Fiſcherbevölkerung beſonders für
verlorengegangene Netze iſt uns durchaus ſympathiſch. —
Abg. Dr Struve (Fortſchr. Vpt.): Wir halten den
Zu=
ſchuß, wie er im diesjährigen Etat enthalten iſt, für nicht
ausreichend. Auch wir unterſtützen dringend die
For=
derung zur Hebung der Fiſcherei in den Kolonien. Zur
gründlichen Ausnutzung des Fiſchfanges iſt es nötia, die
Verkehrsmöglichkeiten gut auszugeſtalten, um die Fiſche
ſchnell nach den Abſatzgebieten ſchaffen zu können. — Abg.
Richtbofen (natl.): Wir befürworten die Einführung
der drahtloſen Telegraphie im Intereſſe der Sicherheit
der Seefiſcher, ſowie eine Verbeſſerung der Transvort=,
mittel für Fiſche nach dem Vorbild der Vereinigten
Staa=
ten von Nordamerika. Wir werden auch fernerhin der
Seefiſcherei unſer volles Intereſſe zuwenden. — Aba.
Körſten (Soz.): Die Vervachtung der Fiſcherei, in
fis=
kaliſchen Gewäſſern muß liberaler gehandhabt werden.
Wenn die kleinen Uebertretungen der Fiſcher ſo ſcharf
ge=
ahndet werden, dann muß man auch den Polizeibehörden
ſchärfer auf die Finger ſehen. — Abg.v. Böhlendorff=
Kölpin (konſ.): Gerade im preußiſchen Abaeordnetenhauſe
iſt von unſerer Seite immer Front gemacht worden gegen
die polizeiliche Willkür den Fiſchern gegenüber.
Der Titel wird bewilliat und die Reſolntion auf
wei=
tere Erhöhung des Fonds im letzten Etat einſtimmig
an=
genommen. — Bei dem Titel
Unterſtützung deutſcher Seemannsheime im Auslande
bittet Abg. Beyer=Herford (ntl.) um eine Erhöhung
dieſes Fonds, wie er es bereits im vorigen Jahre angeregt
hätte, damit möglichſt in allen Häfen des Auslandes
der=
artige Ruheſtätten der Seeleute eingerichtet werden
kön=
nen. Ich bitte um Annahme unſerer diesbezüglichen
Re=
ſolution. — Abg. Sivkovich (Fortſchr. Vpt.) Die
Summe, die das Deutſche Reich für dieſe Zwecke ausgibt.
iſt geradezu lächerlich gering. Wir ſchließen uns deshalb
der Forderung auf Erhöhung des Fonds an. — Ahg.
Henke (Soz.): Die Bedeutung des Seemannsheims
be=
ſtreiten wir nicht. Sie müſſen aber neutral geleitet
wer=
den. Die 22000 Mk., die hier für die Seemannsheime
ausgeworfen, ſind nichts als eine Unterſtützung der
deut=
ſchen Reeder. Haben die deutſchen Reeder ſelber ein
In=
tereſſe an dem Wohlergehen ihrer Leute, ſo mögen ſie
allein die Summe erhöhen.
Miniſterialdirektor v. Jonq uiéres: Wir ſchätzen
die Tätigkeit der Seemannsheime außerordentlich hoch
ein und können nicht zugeben, daß wir die Hände in den
Schoß gelegt haben. Wir haben im vorigen Jahre in
den Vereinigten Staaten 15 Seemannsheime unterſtützt.
Davon kann keine Rede ſein, daß die Seemannsheime ein
Hilfsmittel der Reedereiintereſſen ſeien
Abg. Erzberger (Ztr.): Es iſt dringend erwünſcht,
ſchon im nächſten Jahre eine weſentliche Erhöhung des
Fonds eintreten zu laſſen, zumal auch die katholiſchen
Ge=
ſellenvereine ſich der Seemannsmiſſion annehmen.
Abg. Beyer=Herford (Natl.). Wir haben uns bei
unſerer Reſolution lediglich von dem Geſichtspunkte leiten
laſſen, unſeren wackeren Seeleuten zu helfen. Für unſere
wackeren Seeleute wollen wir gern betteln gehen. (
Leh=
hafter Beifall.) — Abg. Henke (Soz.): Tatſächlich
wer=
den doch lediglich die Intereſſen der Reeder in dieſer
In=
ſtitution gewahrt. Wenn man zugunſten der Seeleute
Schutzgeſetze ſchaffen will, wird man uns gern an der
Seite der bürgerlichen Parteien finden. — Abg.
Siv=
kovich (Fortſchr. Vpt.): Auch wir wollen, daß den
Ar=
beitnehmern geholfen werde. — Hierauf wird der Titel
bewilligt und die Reſolution angenommen.
Weitere Kapitel werden debattelos erledigt.
Beim
Titel,
Maßnahmen gegen die Reblauskrankheit
beantragen die Nationalliberalen Einſetzung einer
Kom=
miſſion zur Prüfung der Beſchwerden der Winzer über
die Ausführung des Reblausgeſetzes. Die Sozialdemo
kraten beantragen eine Reſolution, die ſich in gleicher
Rich=
tung bewegt — Abg. Dr. Paaſche (Natl.) empfiehlt die
Reſolution ſeiner Partei. Große Mißſtände ſind
zweifel=
los bei der Unterſuchung von kranken Weinbergen
vor=
handen. Die Winzer müßten vor allem Vertrauen zu der
Unterſtützung der Behörden haben. — Abg. Dr. Weill
(Soz.): Die Schäden ſind nach unſerer Meinung auf das
Geſetz zurückzuführen, das zur Bekämpfung der Reblaus
dienen ſollte. Die Kommiſſion ſoll Abänderungsvorſchläge
machen, insbeſondere ſollten die amerikaniſchen Reben
viel mehr eingeführt werden. Die bisher aufgewendeten
20 Millionen konnten den Siegeszug der Reblaus nicht
verhindern. — Miniſterialdirektor von Jonquieres:
Eine amtliche Unterſuchung iſt im Gange. Wenn das
Material vorliegt, werden wir eine entſprechende
Vor=
lage machen. Ein Bedürfnis zur Einberufung einer
Kon=
ferenz kann ich nicht aneckennen. Von einem völligen
Fiasko der Reblausbekämpfung kann nicht die Rede ſein
Die Fläche der Weinberge, die vernichtet wurden, iſt im
Verhältnis zur Geſamtfläche äußerſt gering. Die Frage
der Entſchädigung muß Sache der Einzelſtaaten ſein und
nicht des Reiches. — Abg. Baumann (Ztr.): Es muß
Sorge dafür getragen werden, daß das Mißtrauen der
Winzer gegen die Maßnahmen der Behörden ſchwindet,
und daß das Geſetz als ein Fürſorgegeſetz betrachtet wird.
Schikanöſe Anwendungen des Geſetzes ſollten unmöglich
gemacht werden. — Abg. Heck (Natl.): Wir an der
Grenze begreifen nicht, daß Elſaß=Lothringen nicht den
Sicherheitskordon gezogen hat, der doch die
Vorausſetz=
ung für die Bekämpfung der Reblaus iſt. Die
Einführ=
ung der amerikaniſchen Reben dürfte nicht ohne weiteres
auf unſeren Kalkböden von Vorteil ſein, noch dazu iſt die
Lebensdauer dieſer Reben äußerſt gering. Sie brauchen
mehrere Jahre, um ſich zu akklimatiſieren, und deshalb
dürfte ihre Widerſtandsfähigkeit zu wünſchen übrig laſſen.
— Abg. Dr. David (Soz.): Wir wollen es der
Regier=
ung nicht unmöglich machen, die Bekämpfung der
Reb=
laus durch Vernichtung der Herde zu erwirken. — Damit
ſchließt die Debatte. — Die ſozialdemokratiſche Reſolution
wird abgelehnt, die der Nationalliberalen
ein=
ſtimmig angenommen
Die Weiterberatung wird auf Mittwoch 1 Uhr
vertagt. — Abſtimmung über die noch anſtehenden
Reſo=
lutionen, namentlich Abſtimmung über die konſervative
Reſolution über das Verbot des Streikpoſtenſtehens.
Schluß halb 7 Uhr.
* Berlin, 21. Jan. In der
Budgetkommiſ=
ſion des Reichstages teilte Staatsſekretär Dr.
Delbrück mit, die Mehrzahl der Bundesſtaaten würde
ſich der reichsgeſetzlichen Regelung der Wohnungsfrage
widerſetzen, da ſie ſelbſt die nötigen Maßnahmen treffen
wollten. Die Frage des Erbbaurechts ſoll jedoch
reichs=
geſetzlich geregelt werden, insbeſondere hinſichtlich der
Be=
leihung. Die nötigen Vorarbeiten ſind noch nicht erledigt.
Auch erklärte der Staatsſekretär, wenn nicht in Preußen
bis nächſten Herbſt ein Wohnungsgeſetzentwurf vorgelegt
werde, ſo werde er ſeinerſeits dem Reichstage eine
Vor=
lage machen. Die Kommunen müßten an der
Beſchaff=
ung nötiger Wohnungen mehr als bisher beteiligt
wer=
den. Das Reich müßte die Kreditgebahrung regeln.
Heſſiſche Handwerkskammer.
Mainz, 21. Jan. Der Vorſtand der
Heſſi=
chen Handwerkskammer trat am Dienstag hier
zu einer Vorſtandsſitzung zuſammen, der auch der
Staatskommiſſär der Kammer, ſowie die Vorſitzenden der
Meiſterprüfungskommiſſionen der 3 Provinzen
beiwohn=
ten. Nach Erledigung der Tagesordnung widmete der
Vorſitzende der Kammer, Gewerberat Falk, dem infolge
beruflicher Ueberlaſtung von ſeinem Amt zurücktretenden
Vorſitzenden der Meiſter=
Prüfungskommiſ=
ſion für Starkenburg, Ingenieur Markwort
von Darmſtadt herzliche Worte des Dankes für ſeine
zehn=
jährige erſprießliche Tätigkeit und überreichte ihm namens
der Handwerkskammer eine künſtleriſch ausgeführte
Ehrenurkunde. In bewegten Worten dankte Ingenieur
Markwort für die ihm erwieſene Ehre. Weiter ſagte er
Dank ſeinen Mitarbeitern für die ihm ſtets gewährte
Un=
terſtützung; die Handwerkskammer, ſowie die
Meiſterprü=
fungskommiſſion dürfte ſich verſichert halten, daß er auch
ernerhin den Beſtrebungen zur Förderung des
Hand=
werks jederzeit ſeine Dienſte gerne zur Verfügung ſtelle.
Handel und Verkehr.
* Berlin, 21. Jan. In der heutigen Sitzung des
Aufſichtsrats der Friedrich Wilhelm,
Preu=
ßiſche Lebens= und Garantie=
Verſicher=
ungs=Aktien=Geſellſchaft Berlin wurden
unter dem Vorſitz des Herzogs von Ratibor Direktor
Stel=
zer und Dr. Paul Liebetanz zu ordentlichen Mitgliedern
des Vorſtandes ernannt. Der
Volksverſicherungsgemein=
ſchaft der privaten und öffentlichen
Lebensverſicherungs=
anſtalten ſind bis jetzt auch die Lebensverſicherungsanſtalt
und die Sterbekaſſe des deutſchen Kriegerbundes mit
einem Beſtand von rund 40 Millionen Mark
Verſicher=
ungsſumme beigetreten. Der Gemeinſchaft gehören
nun=
mehr folgende Geſellſchaften an: Friedrich Wilhelm,
Wilhelma, Deutſchland, Urania, Rothenburger, Iduna,
und der Kriegerbund.
* Eſſen a. d. Ruhr, 21. Jan. (
Kohlenſyndi=
kat.) In der heutigen Zechenbeſitzerverſammlung, zu
deren Beginn der Vorſitzende, Geheimrat Kirdorf, des
Ab=
lebens des Gewerkekonſuls Hagedorn mit ehrenden
Wor=
ten gedachte, wurden zu Punkt 1 der Tagesordnung die
beantragten Ernennungen der Beiratsmitglieder
geneh=
migt. Zu Punkt 2, 3, 4 und 6 wurden ſodann die in der
erſten Zechenbeſitzerverſammlung des Jahres üblichen
Gegenſtände erledigt. Der Antrag der Gewerkſchaft „
Ver=
einigte Trappe” im Monat November wegen des
Wagen=
mangels aus der Förderungs= und der Abſatzrechnung
des Jahres 1912 auszuſcheiden, wurde durch die Erklärung
erledigt, daß Minder= und Mehrförderung in den durch
den Wagenmangel beeinflußten Monaten September bis
November auf die Abrechnung ohne Einfluß ſind, da für
dieſe Zeit Minderförderungen nicht zu entſchädigen ſind.
Die Verſammlung ſetzte darauf die Beteiligungsanteile
für Februar und März in Koks auf 90 Prozent (bisher
85 Prozent) und in Briketts auf 85 Prozent (wie bisher)
feſt. Die Entſchließung des in der
Zechenbeſitzerverſamm=
lung vom 22. September 1912 eingeſetzten Ausſchuſſes
zur Nachprüfung der Geſamtrechnung für die Koks= und
Brikettkommiſſion wurde dem Erneuerungsausſchuß als
Material überwieſen. Danach erſtattete noch der
Vor=
ſtand den üblichen Monatsbericht. Zu Geſchäftliches
wur=
den Mitteilungen über die am 1. Januar 1913 erfolgten
Veränderungen in den Beteiligungsziffern gemacht. In
der ſich daran anſchließenden Beiratsſitzung wurde der
bisherige Vorſitzende des Beirats und deſſen bisherige
Stellvertreter durch Zuruf wiedergewählt. Ferner
wur=
den die Mitglieder der ſtändigen Ausſchüſſe wieder= bezw.
neugewählt.
Literariſches.
„Neueſte Erfindungen und Erfahr
ungen” auf dem Gebiete der praktiſchen Technik, der
Elektrotechnik, der Gewerbe, Induſtrie, Chemie, der Land=
und Hauswirtſchaft ꝛc. XXXX. Jahrgang 1913
Hartlebens Verlag, Wien). Pränumerationspreis
ganz=
jährig für 13 Hefte 8,50 Mark. Einzelne Hefte f
70 Pfg. Die Zeitſchrift bringt eine Reihe ausgewählte
Artikel, welche Intereſſe für jeden Gewerbetreibende
bieten. Eine weitere Rubrik iſt für Fragen eröffnet,
welcher ſachgemäßer Aufſchluß über die verſchieden
artigſten Materien gegeben wird. Die fruchtbringend
Tätigkeit der Zeitſchrift iſt anerkannt. Nützlich für jede
mann iſt die Zeitung durch ihren vielſeitigen Inhalt,de
kaum ein anderes Journal auſzuweiſen hat.
— Konſtantinopel. Sonderheft (Heft 12, 1919)
der „Zeiten und Völker”, Monatshefte für Geſchich
Kulturgeſchichte, Länder= und Völkerkunde (12 Hefte und
zwei Buchbeilagen jährlich für 4,80 Mk.). Mit einem fah
bigen Titelbild von W. Planck und zahlreichen Illuſtrag
tionen. Einzelpreis 0,80 Mk. Franckhſche Verlagshand
lung, Stuttgart. Es iſt ein kleines hiſtoriſches Werk,das
uns da in dem ſtattlichen, mit einem charakteriſtiſchen fah
bigen Titelbilde geſchmückten Hefte geboten wird.
Kol=
ſtantinopels Geſchichte entrollt ſich vor uns und mit
ein gutes Stück türkiſcher Geſchichte überhaupt. Konſtall
tinopels Entſtehen und Entwicklung, ſeine geographiſch
Lage, ſeine Bauten und Sehenswürdigkeiten, ſeine
deutung als Feſtung und ſeine heutigen kulturellen
ſtände erfahren in längeren Aufſätzen durch bekannte
faſſer eine eingehende und hiſtoriſch wertvolle Behan
lung. Die meiſten Artikel ſind reich illuſtriert, unde
iſt ſo gewählt, daß das Ganze eine kleine erſchöpfen
Monographie über die Metropole der Türkei gibt.
Der Balkankriege
Die Beantwortung der Kollektivnote.
* Konſtantinopel, 21. Jan. Nach dem Ale
dar trat der Königsrat und ein vorbereitender Ausſchul
zur Nationalverſammlung unter dem Vorſitz des Groß
weſirs im Sultanspalaſt zuſammen. Die Antwo
auf die Note der Mächte wird nicht vor Donne
tag erfolgen.
* Konſtantinopel, 20. Jan. Die inſpirien
türkiſche Preſſe bereitet die öffentliche Meinun
auf die Antwort vor, welche der Note der Mächte ent
gegenkommt. Jeni Gazetta hebt hervor, welc
großen Schwierigkeiten für die Türkei ſeitens
Mächte durch die Ablehnung entſtehen würden, und
klärt, es ſei in einem ſolchen Augenblick nicht geboten
Rechtsprinzipien und Verträge zu prüfen. Die Rettun
des Landes ſei nur möglich, wenn man mit den Tatſache
rechnete und ohne Zaudern vernunftgemäße Entſchlüſſe
faſſe. Ikdam behandelt die Mitteilungen einiger Zeſ
tungen, in denen erklärt wird, die Pforte würde durch
fortgeſetztes Nachgeben ihr Preſtige veklieren und durch
Opfer nichts erreichen, und ſagt, die Pforte müßted
politiſche und militäriſche Lage berückſichtigen und nich
zaudern, den durch die Umſtände ihr auferlegten Opfen
zuzuſtimmen und verſuchen, die von den Großmächten
machten Verſprechungen auszunützen.
Die türkiſche Nationalverſammlung.
* Konſtantinopel, 20. Jan. Trotz des uſt
ziöſen Kommuniqués iſt der Tag der Zuſamme
kunft der beratenden Verſammlung
nicht endgültig feſtgeſetzt. Da der Miniſterrat morge
zuſammentreten ſoll, könnte die Verſammlung erſt üben
morgen zuſammentreten. Die ratgebende Verſammlun
wird im Palais unter dem Vorſitz des Großweſirs tagel
und es werden an ihr die meiſten Senatoren, die Präſſ
denten der Sektionen des Staatsrats, die Unterſtaatsſelte
täre, die Sektionschefs der Miniſterien für Juſtiz, Krief
und Marine und einige Direktoren der Departementsde
Kulte teilnehmen. Das Beamtenelement ſcheint vorhern
ſchen zu ſollen. Soweit bisher bekannt iſt, werden die bis
herigen Großweſire und ehemaligen Miniſter der jung
türkiſchen Kabinette nicht eingeladen werden. Ifhamb
kämpft den Plan des Zuſammentritts einer ratgebenden
Verſammlung und meint, derartige Divans ſeien vo
dem verfaſſungsmäßigen Regime möglich geweſen. Heuſt
würde eine derartige Verſammlung ungeſetzlich ſein und
würde die Regierung ihrer Verantwortung nicht entheben
Ueber den Verlauf der Verſammlung wird ein Kommſ
nigué ausgegeben werden. Die Verſammlung wird n
gefähr 100 Mitglieder zählen.
* London, 20. Jan. Wie das Reuterſche Burea
erfährt, ermächtigte der bulgariſche
Premierminiſter=
ſchow die Delegierten in London, dem oberkomman
dierenden General Sawow direkt zu telegraphieren.die
Feindſeligkeiten wieder aufzunehmen, wenn ſie meinen
ſollten, daß für den Friedensſchluß keine begründete
Aus=
ſicht mehr beſtehe. Im Zuſammenhang damit wird darauf
hingewieſen, daß die Soldaten der Balkanverbündeten
ſpäteſtens im Februar zur Beſtellung ihrer Aecker
zurück=
kehren müſſen, da ſonſt eine Hungersnot unvermeidlich
wäre.
* London. 21. Jan. Die bulaariſchen
legierten erklären, ſie würden unfehlbar von der ihnen
durch ihre Regierung gegebenen Ermächtiaung, den Ges
neral Sawow direkt zur Kündigung des Waffenſtillſtandes
aufzufordern, Gebrauch machen, wenn die Türken nicht
bis Ende Januar klein beigeben. Jedoch wird die
Feſtig=
keit dieſer Erklärung ebenſo bezweifelt wie die türkiſche
Weigerung, Adrianopel aufzugeben.
Die griechiſch=türkiſchen Kämpfe.
* Athen, 21. Jan. Das Kriegsminiſterium ver
öffentlicht folgenden Bericht aus Haniftelias vom 20.
Ja=
nuar: Der allgemeine Anariff wurde heute auf der ganzen
Front aufgenommen. Die Artillerie begann den Kampf
um 8 Uhr morgens und ſetzte das Feuer bis 6 Uhr abends
mit ausgezeichnetem Erfolge fort. Die Artillerie Biſanis
ſchoß nach 11 Uhr nur ſehr ſchwach. Das Artilleriefeuer
im Zentrum wurde nicht erwidert. Darauf erfolgte ein
allgemeiner Angriff, durch den der Feind von den Höhen
bei Leſſiani vertrieben wurde. Die Griechen beſetzten
Lozzeſſi, während die Türken in Unordnung ſich auf
Bi=
ſani zurückzogen. Gleichzeitig rückte der linke Flügel
gegen die Höhen von Manoliaſſa vor.
Letzte Naghrichten.
* Wien, 21. Jan. Die Neue Freie Preſſe läßt ſich
aus Konſtantinopel melden: Der Friede ſ6
geſichert. (?) Der Miniſterrat beſchloß, vorbehaltlich
der Beſtätigung durch den Sultan, grundſätzlich, eine der
vorliegenden friedlichen Löſungen anzunehmen. Die
Entſcheidung wird am Donnerstag fallen.
Vorträge.
St. Im Heſſiſchen Goethebund ſprach geſtern
abend vor einem ziemlich zahlreichen Auditorium der
frühere langjährige Vorſitzende des Bundes, Herr Prof
Harnack, über Leo Tolſtoi. Die Stellung des
Vortragenden zu dem großen ruſſiſchen Dichter und
Kün=
der einer neuen Ethik wurzelt in dem erſten Satz ſeines
Vortrages, der die Verſicherung gab, daß er Tolſtoi für
den Größten unter den Lebenden ſeiner Zeit halte.
Tol=
ſtois Schaffensbeginn, ſein Erwachen zu dichteriſchem
Kulturwerk fällt in eine Zeit, in der zweifellos die Wurzel
unſerer heutigen Kultur liegen. Man kann zu Tolſtois
Verkündigungen heute ſtehen wie man will, an der
ſitt=
lichen Bröße des Menſchen und an der kulturellen
Be=
deutung des Dichters nicht für Rußland, ſondern für die
ganze Kulturwelt darf niemand zweifeln. Er war ein
vollkommen unabhängiger Urteilsfinder und
Urteilsſpen=
der. Allein auf ſeine eigene Anſchauung von Ethik und
Lebensauffaſſung baute er ſeine ſittlichen Forderungen
auf, deren Berechtigung, ja Notwendigkeit ſich ihm
offen=
barten in ſchweren inneren Kämpfen, die ihn faſt ſein
ganzes Leben hindurch nicht zur Ruhe kommen ließen.
Im Laufe von drei Jahrzehnten hat Tolſtoi die Mitwelt
in ſeinen Bann gezwungen, und trotz Verkennung und
Bekämpfung hat er mit ſeltener eiſerner Konſequenz ſeine
Lebensanſchauungen vertreten.
Von beſonderem Intereſſe und von einer bei der
Perſon des Vortragenden allerdings ſelbſtverſtändlichen
überzeugenden Literatur= und Sachkenntnis war das
Bild, das der Redner von dem geiſtigen Lebensgang des
großen Ruſſen entwarf. Wie Tolſtoi zuerſt als Soldat,
während der Belagerung von Sebaſtopol, durch ſeine
an=
geſichts der Greuel des Kampfes geſchriebenen Skizzen,
durch deren faſt furchtbaren Realismus Aufſehen erregte,
dergeſtalt, daß ſogar der Kaiſer ſelbſt befahl, Tolſtoi von
der Stellung in der beſonders gefährdeten Schanze zu
entbinden, damit ſein Leben geſchont werde, wie dann
ſein erſter großer Roman: „Krieg und Frieden” ihn mit
einem Schlage als einen der Größten ſeiner Zeit
kenn=
zeichnete, wie dann ſein zweiter großer Roman erſchien:
„Anna Karenina”, der mit bewundernswerter Schärfe das
geſellſchaftliche Leben Rußlands ſchilderte, und wie in
dieſen und in kleineren folgenden Schriften immer mehr
die unerbittliche Strenge ſeiner ſittlichen Lebensauffaſſung
ſo weit ging, daß er ſelbſt ehedem aufgeſtellte Grundſätze,
wie der, daß die Ehe eine Entſittlichung bedeute u. dgl.,
verlaſſen mußte, nach ſchweren inneren Kriſen, die ihn an
den Rand der Verzweiflung brachten. In ſeinem erſten
dramatiſchen Werke: „Die Macht der Finſternis” in dem
wiederum die neue Erkenntnis nach Ausdruck ringt, iſt
es Tolſtoi nach Anſicht des Vortragenden noch gelungen,
das, was ihm in ſeinem Wollen vorgeſchwebt, künſtleriſch
zu geſtalten; hingegen kann die „Kreuzer=Sonate” die bei
ſeinem Erſcheinen bekanntlich eine Senſation erregte, an
der der Dichter ſelbſt keine Benugtuung fühlen konnte,
keinen Anſpruch mehr darauf erheben. Auf die darin
verfochtenen Hypotheſen iſt der Dichter ſpäter nicht mehr
zurückgekommen. Lange Zeit dauerte es, bis wieder ein
Werk von Tolſtoi erſchien. Es war der Roman „
Auf=
erſtehung” in dem unverkennbar eine Verjüngung des
Dichters zutage tritt, beſonders in dem blühenden
Liebes=
leben und der die Exkommunikation des Dichters zur
Folge hatte. Dieſe ſelbſt findet der Vortragende
durch=
aus verſtändlich, da Tolſtoi ſſich tatſächlich von dem
Bo=
den ſeiner Kirche entfernt hatte und ihre Grundſätze
miß=
achtete, obwohl er keineswegs unchriſtlich fühlte.
Anderer=
ſeits iſt es ebenſo verſtändlich, daß Tolſtoi ſich aus der
Ausſtoßung aus der Kirche wenig machte. Denn für ihn
war die eigene ſittliche Lebensanſchauung Erſatz für alles.
für Kunſt und Wiſſenſchaft und für Religion. Das letzte
Jahrzehnt des Dichters bringt kein künſtleriſches Schaffen
mehr; es konzentriert ſich alles auf die Verkündigung
ſei=
ner ſittlichen Ideen, die ihn ganz und gar erfüllen.
Den vielfach erhobenen Vorwurf, daß der Dichter
nicht ſelbſt in ſeiner Lebensführung die Forderungen der
eigenen „ethiſchen Lebensgrundſätze” erfüllte, muß man
zurückweiſen nach Anſicht des Vortragenden, weil niemand
dieſe Forderungen ſtellen kann allein und völlig für ſich
und ſeine Angehörigen, ſo lange fie nicht Allgemeingut
geworden. Daß er ſelbſt den Konflikt, der ſich für ihn
daraus ergab, fühlte, beweiſt ſein tragiſches Ende. Kurz
vor ſeinem Tode hat er alles von ſich geworfen und iſt,
genau wie er es ſtets in ſeiner Ethik gefordert, in die
Ein=
ſamkeit geflohen; allem entſagend, was Leben heißt und
heiſcht.
Die intereſſanten und überzeugenden Ausführungen
des Vortragenden fanden lebhaften Beifall.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Berlin, 21. Jan. Dem Militärwochenblatt zufolge
Freiherr v. Lyncker, General der Infanterie und
Aralinſpektor des Militär=Verkehrsweſens zur
Dispo=
iſin. geſtellt worden und gleichzeitig à la suite des
Luft=
ferbataillons Nr. 2. Prinz Friedrich von
hſen=Meiningen, Herzog zu Sachſen, General=
Mor und Kommandeur der 20. Feldartillerie=Brigade
gleichfalls zur Dispoſition und gleichzeitig à la suite
5. Badiſchen Feldartillerie=Regiments Nr. 76 geſtellt
den.
: Berlin, 21. Jan. Die Norddeutſche Allgemeine Ztg.
ſſſeibt: Die von der Braunſchweigiſchen Landeszeitung
r die beabſichtigte Marinevorlage gemachten
aben ſind falſch, da für die Marine lediglich eine
ſſhtragsforderung für Luftzwecke in Frage kommt.
* Wiesbaden, 21. Jan. Der 34jährige Arbeiter Max
ſuch aus Breslau, der am 19. Auguſt vorigen Jahres
Pöchſt a. M. ſeine Geliebte, die 16jährige Luiſe
aus Unterliedersbach erſchoſſen hatte, wurde
Mie vom hieſigen Schwurgericht wegen Totſchlags
Verſagung mildernder Umſtände zu 7 Jahren
ſchthaus verurteilt.
Karlsruhe, 21. Jan. Zur (Feier ihres 200
jähri=
t Stadtjubiläums im Jahre 1915 wird die
At Karlsruhe auch eine Jubiläums=Kunſtaus=
Alung veranſtalten, deren Eröffnung auf Anfang
i 1915 feſtgeſetzt iſt. Mit dieſer Ausſtellung, die ein
Ifaſſendes Bild zeitgenöſſiſcher Kunſt geben ſoll, wird
ſleich das ſtändige Ausſtellungsgebäude,
die Stadt errichten läßt, eingeweiht werden. Mit der
üftleriſchen Leitung der Ausſtellungsarbeiten iſt Prof.
ſtolf Hellwag in Karlsruhe betraut.
* Mannheim, 221. Jan. Geh. Kommerzienrat Karl
ß und Fräulein Anna Reiß haben in neuerlichen
ünd erungen und Erweiterungen ihrer jetzt ſchon
beſtehen=
teſtamentariſchen Beſtimmungen, nach welchen ihr
ſties hinterlaſſenes Barvermögen von der
Stadt=
nreinde zum Bau eines Muſeumsgebäudes
dem Friedrichplatz zu verwenden iſt, beſtimmt, daß
Reiß=Muſeum auf dem Friedrichplatz mit dem Koſten=
Mamſchlag von 3,5 Millionen Mark im weſentlichen als
ſitſammlung auf dem Goetheplatz errichtet wird. Die
ben können ſofort begonnen werden. Der Stadtrat
Geſchloſſen, zu Ehren des großmütigen Stifterpaares
Straße von der Auguſta=Anlage zum Rennplatz Karl
= Straße zu benennen, Fräulein Anna Reiß das
enbürgerrecht der Stadt Mannheim zu verleihen und
Monumentalbüſten der Geſchwiſter im künftigen
Reiß=
reum aufſtellen zu laſſen.
* Wolfach (Baden), 21. Jan. Von den bei der großen
hmamitexploſion ſchwer verletzten Arbeitern ſind
2 weitere namens Pöſchel und Schoch geſtorben.
— Mülhauſen, 21. Jan. In vergangener Nacht wurde
tas Schlachthauseingebrochen und der
Kaſ=
ſchrank zum Teil demoliert. Die Diebe erbeuteten
hrem 3000 Mark Schwere Einbrüche erfolgen zurzeit
waar Tage. Es ſcheint, daß eine gut organiſierte Die=
Bhande ſich die hieſige Stadt und Umgebung als ihr
ſſterationsfeld ausgewählt hat. Vergangenen Sonntag
ins den Räumlichkeiten der=Steuerkaſſe in der Blumſtraße.
ßeebrochen worden. Die Diebe waren ſchon dabei, den
lfenſchrank durch ein Fenſter ins Freie zu ſchaffen, als
teerjagt wurden. Vor zwei Wochen wurde in der
Bo=
hh eimer (Mühle der Geldſchrank durchs Fenſter
traus=
ſetrert und ſpäter im Felde erbrochen aufgefunden.
lenſo zeigte ſich das bei dem Einbruch in das Bureau
Pess Baugeſchäfts. Die Einbrecher ſind offenbar
Spezia=
ſen in der Behandlung von Kaſſenſchränken.
** Altenburg, 21. Jan. Bisher iſt es nicht
gelun=
den unterirdiſchen Brand des
Kohlen=
ſzes bei Haſelbach einzudämmen. Das anfangs
ſttirrnommene Eintreiben eines Schachtes wurde von der
hr oglichen Berginſpektion wegen der damit
verbun=
hen Lebensgefahr unterſagt. Jetzt wird verſucht, durch
legung eines Tagebaues an den Brandherd zu gelan=
Nach Feſtſtellungen Sachverſtändiger muß der Brand
he ungeheuere Ausdehnung angenommen haben und
ſon ſeit Jahren wüten.
* Peſt, 21. Jan. Gegenüber den Blättermeldungen
bedeutenden Verluſten, welche die Peſter Landes
lemtralſparkaſſe bei der Affäre des verhafte=
Bauunternehmers Pallos erlitten haben
0 erklärt das genannte Inſtitut, daß es im Jahre 1908
Priortäsallen der Paloſichen Bizinalbahn im Werie
von 2,4 Millionen Kronen belehnt habe, daß aber das
Ge=
ſchäft ſchon längſt abgewickelt ſei. Es ergab ſich daraus
ein Verluſt von 128000 Kronen.
Frankfurt a. O., 21. Jan. Die Behauptung
Ster=
nickels, ſein Vater lebe ſchon ſeit Jahren nicht mehr,
erwies ſich als falſch. Er lebt in der Nähe von
Dort=
mund. Seit 1906 ſtand Sternickel mit ſeiner Familie in
keiner Verbindung.
Staatsſekretär a. D. von Hollmann 1.
* Berlin, 21. Jan. Der frühere Staatsſekretär des
Reichsmarineamtes, Admiral z. D. und Mitglied des
Herrenhauſes von Hollmann iſt in der vergangenen
Nacht in ſeiner Wohnung geſtorben. Die Beerdigung
findet vorausſichtlich am 24. Januar auf dem St.
Georgen=
kirchhof bei Berlin ſtatt.
Fritz von Hollmann war am 19. Januar 1842 in
Ber=
lin geboren und trat 1857 in den Marinedienſt. Er war
lange Zeit Korvettenkapitän. 1888 wurde er
Konter=
admiral und Führer des Schulgeſchwaders im
Mittel=
meer. Im Jahre 1890 wurde er Staatsſekretär des
Reichsmarineamtes, welche Stellung er ſieben Jahre lang
bekleidete. Sein Nachfolger wurde Herr von Tirpitz.
von Hollmann war Ritter des Schwarzen Adlerordens
Es gibt immer noch Mütter, welche ihren Säuglingen
zuviel Kuhmilch geben und dadurch deren
Er=
nährung ſtören. Nur durch richtige Verdünnung macht
man die Kuhmilch zu einer zweckmäßigen
Säuglings=
nahrung und erſt der Zuſatz von „Kufeke” macht ſie
ſo leicht verdaulich wie die Muttermilch
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Heute vormittag entſchlief ſanft nach kurzer
aber ſchwerer Krankheit meine liebe Frau,
unſere treue Mutter, Schweſter, Schwieger=
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tochter, Schwägerin und Tante
Frau Lina Kühn, geb. Orth.
Karlsruhe, Darmſtadt, Wiesbaden,
20. Januar 1913.
Namens der tieftrauernd Hinterbliebenen:
Dr. Adolf Kühn, Geheimerat u.
Miniſterial=
direktor,
Heinz Kühn, Gerichtsaſſeſſor,
Adolf Kühn, stud. medl.,
Adi Kühn, alle in Karlsruhe.
Die Feuerbeſtattung findet Donnerstag, den
23. ds. Mts., vormittags 11½ Uhr, im
Kre=
matorium zu Karlsruhe ſtatt.
Todes=Anzeige.
Heute vormittag 5 Uhr verſchied ſanft
nach langem, ſchwerem Leiden unſere
innigſt=
geliebte, treubeſorgte Mutter,
Schwieger=
mutter, Schweſter und Schwägerin
Frau
Elisabethe Lang
geb. Jöckel
im 63. Lebensjahre.
((2341
Um ſtille Teilnahme bittet
im Namen
der trauernden Hinterbliebenen;
A. Lang,
Alexanderſtraße 18.
Darmſtadt, 21. Januar 1913.
Kondolenzbeſuche dankend verbeten.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den
23. ds. Mts., nachmittags 3 Uhr, vom
Portale des Darmſtädter Friedhofes aus,
ſtatt.
Wetter.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 22. Jan.:
Wechſelnd bewölkt, Regen= und Schneeſchauer, etwas
kälter, weſtliche Winde.
Schneebericht.
* Schierke, 20. Jan. Morgens 8 Uhr 2 Grad
Kälte, Schneelage unverändert, Sportfeſt fand
programm=
mäßig ſtatt.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater (Ab. A), Anfang 7½ Uhr: „Die
fünf Frankfurter”.
Vorſtellung um 8½ Uhr im Orpheum.
Vortrag von Julius Simon um 8½ Uhr im Hotel
Heß (Zioniſtiſche Ortsgruppe Darmſtadt).
Monatsverſammlung des Deutſchen und öſterr,
Alpenvereins um 8½ Uhr im Reſtaurant Sitte.
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Donnerstag, 23. Januar.
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Weinbergſtraße 32) um 9 Uhr auf dem Ortsgericht II.
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Rundeturmſtraße 16.
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ſtädter Gemeindewald (Zuſammenkunft auf der
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Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
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ſchon zu außerordentlich billigen Preiſen zum Verkauf. Es gelangen ſämtliche Waren, unabhängig von ihren ſeitherigen Verkaufspreiſen, zu ganz
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gewöhnlich billigen Preiſen zum Verkauf. Viele Waren werden zum Einkaufspreiſe, manche ſogar weit unter Einkaufspreis, abgegeben, trotzdem mein Rieſen=
Umſatz mir ermöglicht, ſchon durch Einkauf großer Partien ganz beſondere Vorteile zu erzielen. — Jedes Stück trägt in deutlichen Zahlen den
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gewöhnlich billigen, aber ſtreng feſten Ausverkaufspreis. Da erfahrungsgemäß mein Inventur=Ausverkauf ſich ſeit Jahren eines außerordentlich großen
Zuſpruchs erfreut, ſo möchte ich meine Kundſchaft höflichſt bitten, des großen Andrangs wegen auch die Vormittagsſtunden nach Möglichkeit zum Einkauf zu benutzen.
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AUT
IV
ossernventur-Ausverkauf
Coſtume=Röcke.
Kinder=Konfektion. Schlafröcke u. Matinées.
Großer Poſten Coſtume=Röcke aus Stoffen engl.
Art, jetzt per Stück Mk. 1.10
Ein großer Poſten Coſtume=Röcke aus Stoffen engl.
Art mit Samtgarnierung, jetzt per Stück Mk. 1.75
Ein großer Poſten moderner Coſtume=Röcke aus
Stoffen engl. Art mit Samtgarnierung, jetzt per
Stück Mk. 2.50 u. 1.90
Ein Poſten Coſtume==Röcke in braun= und
grau=
geſtreiften Stoffen, jetzt per Stück Mk. 2.25
Ein Poſten Coſtume=Röcke aus blau Cheviot, jetzt
per Stück Mk. 2.25
Ein Poſten Coſtume=Röcke aus guten graugeſtreiften
Stoffen nach engl. Art, jetzt per Stück Mk. 2.50
Ein großer Poſten reinwollener Cheviot=Röcke in
ſchwarz, weiß und blau, mit moderner
Knopf=
verzierung, jetzt per Stück Mk. 3.50
Ein Poſten eleganter ſchwarzer Voile= u. Etamine=
Röcke mit reicher Kurbelſtickerei, früherer Preis
bis Mk. 28.—, jetzt per Stück Mk. 10.— u. 8.-
Ein Poſten Taffet=Coſtume=Röcke, früherer Preis
bis Mk. 30.—, jetzt per Stück Mk. 12.— u. 9.—
Mehrere Tauſend Coſtume=Röcke in uni und
ge=
muſterten Wollſtoffen, Alpacca, Voile, Seide und
Samt, jetzt zu bedeutend reduzierten Preiſen.
Sommer=Konfektion.
Ein Poſten Mäntel aus leinenartigen Stoffen, in
weiß und Scru, ſeitheriger Preis bis Mk. 12.—,
jetzt per Stück Mk. 4.50 u. 3.—
Ein Poſten weiße Waſch=Jackenkleider aus
leinen=
artigen und geſtreiften Stoffen, jetzt per Stück
Mk. 5=—
Ein Poſten Mäntel aus baſtartigen Stoffen, etwas
beſtaubt, jetzt per Stück Mk. 8.—
Ein Poſten farbige, baſtſeidene Jackenkleider,
ſowie eleganter Leinen=Jackenkleider, zum Teil
mit breiten Einſätzen, früher bis Mk. 70.—, jetzt
per Stück Mk. 15.—, 12.— und 10.-
Ein Poſten 130 cm lange Alpacca=Mäntel, jetzt
Stück Mk. 8.—, früherer Preis bis Mk. 18.
Ein Poſten waſſerdichte Gummytine=Paletots. jetzt
per Stück Mk. 11.— und 9.—
Ein Poſten modefarbige Popeline und Alpacca=
Mäntel, 120 u. 130 cm lang, früher bis Mk. 22.—,
jetzt per Stück Mk. 8.—
Ein Poſten langer ſchwarzer Voile= und Etamine=
Mäntel, jetzt per Stück Mk. 15.—, früher bis
Mk. 36.—
Ein Poſten baſtſeidener Jacken, jetzt p. Stück Mk. 9.—
Ein Poſten halblange, farbige ſeidene Mäntel,
jetzt per Stück Mk. 7.—
Ein kleiner Poſten Pointelace=Jacken, jetzt per Stück
Mk. 6.— und Mk. 4.—, früher bis Mk. 30.—
Ein Poſten Kinderkleider aus Baumwollflanell und
Waſchſtoffen, jetzt per Stück 45 Pfg,
Ein Poſten Ruſſenkittel aus guten Waſchſtoffen,
jetzt per Stück 55 Pfg.
Ein Poſten Waſch=Kinderkleider, 45 bis 55 cm groß,
jetzt per Stück Mk. 1.-
Ein Poſten Waſch=Kinderkleidchen aus prima
Zephyr= und leinenartigen Stoffen. 45 bis 65 cm
lang, mit weißem Batiſtkragen, jetzt per Stück
Mk. 2.50
Ein großer Poſten Waſch=Kinderkleider, für das
Alter von 10 bis 14 Jahren, jetzt per Stück 6.—
4.50 und 3.50
Ein Poſten wollene Kinderkleider, in kleineren
Größen, jetzt per Stück Mk. 3.75, 3.50 und 2.75
Ein großer Poſten Kinderkleidchen ausprima
Woll=
ſtoffen und reinwollener Mouſſeline, für das Alter
von 8 bis 13 Jahren, jetzt per Stück Mk. 9.—
8.50, 7.— und. 6.—
Ein Poſten Kinderjacken aus Stoffen engl. Art, jetzt
per Stück Mk. 1.50
Ein großer Poſten Kinderjacken aus uni Stoffen und
Stoffen engl. Charakters, jetzt per Stück Mk. 3.
Ein Poſten Kinder=Paletots und=Mäntel aus ſolid.
Stoffen, jetzt per Stück Mk. 4.-
Ein Poſten lange Kindermäntel aus Stoffen engl.
Art, für das Alter von 10 bis 14 Jahren, jetzt
per Stück Mk. 6.50
Ein Poſten Samt=Kindermäntel für das Alter
bis 6 Jahre, aus gutem Velvet, mit hübſchem
Kragen, früherer Preis bis Mk. 18.—, jetzt per
Stück Mk. 7.—
Ein Poſten langer Samt=Mäntel für das Alter
von 11—14 Jahren, ſeitherig. Preis bis Mk. 27.—,
jetzt per Stück Mk. 14.— 13.— und 12.—
Mehrere Tauſend Kindermäntel u. Kinderkleider
aus Sammt, Wollſtoffen, Waſchſtoffen u. Batiſt,
darunter elegante Modelle, jetzt zu bedeutend
herabgeſetzten Preiſen.
Unterröcke.
Ein großer Poſten Unterröcke aus geſtreiften
Waſch=
ſtoffen ietzt per Stück Mk. 1.25 und 1.—
Großer Poſten Alpacca=Unterröcke, prima Qualität,
etwas gelitten, früherer Preis bis Mk. 9.—, jetzt
per Stück Mk. 2.50
Ein Poſten Tricot=Unterröcke mit Moiré=Volant in
ſchönen, modernen Farben, jetzt per Stück Mk. 3.25
Ein Poſten halbſeidene Atlas=Unterröcke jetzt per
Stück Mk. 5.—
Ein Poſten Taffet= und Liberty=Unterröcke in
hübſchen hellen Farben, früher bis Mk. 14.—, jetzt
per Stück Mk. 7.50
Ein großer Poſten Schlafröcke aus Baumwollflanell
und Waſchſtoffen, jetzt per Stück Mk. 2.30
Ein großer Poſten Schlafröcke in warmen
Lamm=
ſellſtoffen, jetzt per Stück Mk. 3.40
Ein Poſten Original=Japaniſche Geiſha=Schlafröcke
zu Maskenzwecken geignet, jetzt per Stüick
Mk. 5.50
Ein großer Poſten Schlafröcke aus reinwollenen
Tuch= und Fouléſtoffen in eleganter Verarbeitung,
ſeither bis Mk. 24.—, jetzt Stück Mk. 10.50
Großer Poſten Schlafröcke aus Stickerei und
ge=
ſtickten Mullſtoffen, darunter Original=Pariſer,
jetzt per Stück Mk. 12.—
Ein großer Poſten Lammfell=Matinées, jetzt per
Stück Mk. 1.45
Ein Poſten Taſchentuch=Matinées, jetzt per Stück
Mk. 1.40
Ein Poſten Original Japaniſche Geiſha=Matinees,
jetzt per Stück Mk. 3.50
Ein Poſten reinſeidene Matinées, jetzt per Stück
Mk. 12.— und 10.−
Ein Poſten Servierkleider, aus guten Waſchſtoffen,
jetzt per Stück Mk. 2.75
Pelz=Konfektion.
Ein Poſten diverſe einzelne Pelz=Colliers u.=Muffe,
ſow. Kinder=Colliers u.=Muffe aus Moufflon,
Murmel, Sealcanin und Oppoſſum, teils mit
kleinen Fehlern, früher bis Mk. 20.—, jetzt per
Stück Mk. 5.—, 2.50 und 1.-
Mein Vorrat in langen Moufflon=Colliers, ohne
Rückſicht auf den früheren Preis, jetzt per Stück
Mk. 4.50
Ein Poſten Sealcanin=Colliers jetzt per Stück 6.50
Ein Poſten Nerzmurmel=Colliers, früh. ca. Mk. 15.—,
jetzt per Stück Mk. 7.50
Großer Poſten Cravatten und Colliers aus
Feh=
rücken jetzt per Stück Mk. 12.— und 8.—
Großer Poſten Colliers aus grau amerikaniſchem
Oppoſſum, jetzt per Stück Mk. 7.—
Großer Poſten echte Maulwurfs=Cravatten in
aparter Ausführung, jetzt per Stück Mk. 24.—
und 16.-
Ein Poſten Kinder=Pelzmützen, früher bis Mk. 6.—,
jetzt zum Ausſuchen per Stück 70 Pfg.
Großer Poſten Colliers aus Panis (China=Marder),
jetzt per Stück Mk. 13.50
Ein Poſten echter Skunks=Colliers, Wert bis
Mk. 45.—, jetzt per Stück Mk. 22.— und 15.—
100 Pelzmäntel in echt Seal, Sealbiſam,
Seal=
canin, Perſianer, Caracul. Murmel, jetzt bis zur
Hälfte des früheren Preiſes.
In meinen früheren Lokalitäten Fahrgasse 89, 91, 93 werden mit bedeutendem Verluste folgende
Konfektions-Artikel e.
meist aus früherer Saison stammend, ausverkauft, da ich diese Artikel unter allen Umständen räumen will.
Große Poſten ſchwarze Jacketts,
jetzt per Stück Mk. 3.—, 2.— und 1.—
Ein Poſt. farb. Tuchjacketts, jetzt p. Stück Mk. 1.50
Große Poſten Paletots engl. Charakters,
jetzt per Stück Mk. 6.—, 5.—, 4.— und 3.—
Ein Poſten Jackenkleider aus uni Stoffen und
engl. Charakter, jetzt Stück Mk. 4.— u. 3.—
Ein Poſten lange, ſchwarze Frauenpaletots in
Kammgarn und Tuch, zum Teil auf Seidenfutter,
jetzt per Stück Mk. 6.50
Ein Poſten Tuch=Abendmäntel in Paletot= und
Kimonofaſſon, jetzt per Stück Mk. 9.—
Ein Poſten Mäntel aus Stoffen engliſcher Art,
jetzt per Stück Mk. 2.—
Ein Poſten weiße Cheviot=Jacketts und=Mäntel,
etwas trüb, jetzt Mk. 5.— und 3.—
Ein Poſten blaue Popeline= und Alpacca=Mäntel,
jetzt per Stück Mk. 8.— und 7.—
Ein Poſten Abend=Capes mit Pelzbeſatz, etwas
beſtaubt, jetzt per Stück Mk. 5.50 und 4.50
Ein Poſten farbiger Samt=Jacketts,
jetzt per Stück Mk. 5.—
Ein Poſten Taillenkleider aus früherer Saiſon,
früher bis Mk. 40.—, jetzt Mk. 8.— u. 6.—
Ein Poſten Kinder=Jacketts aus uni Tuch und
Stoffe engl. Art, jetzt per Stück Mk. 3.— u. 1.50
Ein Poſten Seiden= u. Spitzenblouſen, aus früherer
Saiſon, jetzt per Stück Mk. 1.75
Ein Poſten Wollbloufen, aus früherer Saiſon,
jetzt per Stück Mk. 2.25 und 1.75
Ein Poſten ſchwerer Woll=Röcke, aus früherer
Saiſon, jetzt per Stück Mk. 3.50 und 2.50
Ein Poſten weißer wollener Coſtumes=Röcke,
etwas beſtaubt, jetzt per Stück Mk. 4.—
Ein Poſten pliſſierter weißer Voile=Röcke.
angetrübt, jetzt per Stück 50 Pfg.
Ein kleinerer Poſten ſeidene Blouſen, etwas defekt,
jetzt per Stück Mk. 1.—
Ein Poſten weiße Wollbattiſt=Blouſen, etwas
trüb, jetzt per Stück Mk. 1.
320 Stück farb. Waſch=Blouſen, jetzt p. St. 60 Pfg.
Großer Poſten Velour= und Barchent=Blouſen
jetzt per Stück Mk 1.25 und 70 Pfg
206 Waſch=Blouſen, jetzt per Stück 30 Pfg.
230 Baumwollflanell=Schlafröcke, ſchwere Qualität,
jetzt per Stück Mk. 2.—
Ein Poſten reinwollene Matinées, etwas beſtaubt,
jetzt per Stück Mk. 3.—
Große Poſten Schlafröcke, aus reinwoll. Stoffen
und Mouſſeline, ietzt per Stück Mk. 5.—
Ein Poſten reinwollene Schlafröcke, früher bis
Mk. 25.—, jetzt per Stück Mk. 8.—
Ein Poſten Matinées aus Baumwollflanell, jetzt
per Stück 80 Pfg.
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keine Einreibung, ſondern aus reinem Flanell; wer meinen Schützer
trägt, wird nie mehr ohne denſelben ſein wollen. Aber auch Geſunde
ſollten dieſen Nierenſchützer tragen, um Krankheiten zu verhüten. Pro
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Trotzdem ich ſchon mal in
Darm=
ſtadt Sprechſtunde abgehalten habe,
laufen ſtändig noch Anfragen bei
mir ein, worin ich um Auskunft über
meine Methode gebet. werde.
Ichha=
be mich desh. entſchloſſ., am
Sonn=
tag, 26. Januar, v. 10—3 Uhr, im
Hotel „Prinz Heinrich‟, Bleichſtr. 48,
nochm. Sprechſtd. abzuhalten. Ich
bitte alle Leidenden, ſich
vertrauens=
voll an mich zu wenden. Jed.
Sto=
tterer kann ſich m. Hilfemein einf.
Methode durch Selbſtunterrichti.
kurz. Zeit v. d. Stottern befreien
(oh. Medikamente), b. Kindern kann
das Uebel v. d. Eltern beſeitigt werd.
(Es iſt nicht notwend., daß Kinder z.
Sprechſtd. mitgebracht werd.) Viele
Hunderte haben ſich in kurz. Zeit mit
mein. Meth. ſelbſt v. Stottern befreit.
Imletzt. Jahre gingen bei mir eine
gr. Anzahl Dankſagebriefe von Perſ.
ein, die ſich ſelbſt m. Hilfe mein.
Me=
thode von d. Stottern befreit haben.
Eine große Anzahl Original=
Dank=
ſagebriefe lieg. i. d. Sprechſt. zur gefl.
Einſ. aus. (Manche h. vorh. Anſtalt.
oh. d. gew. Erfolg beſ.). D.
Auskunft=
erteil. nim. f. jed. Beſucher nur etwa
10 Min. in Anſpr. Meine Meth. iſt
d. bill. u. einf. Weg z. ſich. u. gründl.
Beſeitig. des Stotterübels. Für die
Auskunftserteil. iſt eine Gebühr v.
1 Mark zu entrichten.
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diplömé de la Ligue de
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Lit. Sprachen im Ausland erlernt. Grüner
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Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
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laterne. 1 Doublézwicker. 1 mittelgroßer Schlüſſel an einem Ring.
Samtdeckchen (Muff). 1 Schlittſchuh.
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Zwei=
narkſtück). 1 braunſeidener Damenſchirm mit geradem Stock.
-
Zu=
gelaufen: 1 Rehpinſcher.
(2302
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
icher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Dobermann. 1 Boxer (zugelaufen). Die Hunde können
von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
Tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(2291
Bekanntmachung.
Betr.: Ausnahmen vom Verbot der Sonntagsarbeit in
hand=
werksmäßigen Betrieben.
Nachdem in letzter Zeit wiederholt in Betrieben des
Hand=
werks Verſtöße gegen die Vorſchriften über die Sonntagsruhe
feſt=
geſtellt und zur gerichtlichen Anzeige gebracht worden ſind, bringen
wir nachſtehend aus der Bekanntmachung des Bundesrats vom
5. Februar 1895 (R. G. Bl. S. 12) die für die bezeichneten Gewerbe=
Setriebe zugelaſſenen Ausnahmen von dem Verbot der
Sonntags=
arbeit erneut zur Kenntnisnahme und Nachachtung.
Darmſtadt, den 18. Januar 1913.
(2290
Großherzogliches Polizeiamt
Gennes.
In den nachſtehend aufgeführten Gewerbebetrieben iſt an Sonn=
und Feſttagen die Beſchäftigung von Arbeitern zu den in der
nach=
olgenden Tabelle angegebenen Zeiten und Bedingungen geſtattet:
Bezeichnung
Art der Betriebe
Bedingungen
der zugelaſſenen Arbeitszeit
. Schneiderei
Der Verieb it geſtatet an 1Werden 10 Arbeiter
im handwerks=6 nach Wahl des Arbeit= 1 oder mehr in dem
mäßig. Betrieb) gebers zu beſtimmenden 1 Betriebe regelmäßig
Sonn= und Feſttagen bis 1 beſchäftigt, ſo dürfen
12 Uhr mittags. Dieſe Be= jugendliche Arbeiter
fugnis findet auf das Weih= (Perſonen unter 16
nachts=, Neujahrs=, Oſter=, 1 Jahren) zur Sonn=
Himmelfahrts= und Pfingſt=1 tagsarbeit nicht
her=
feſt keine Anwendung.
angezogen werden.
2. Damenkonfek=wie zu 1
Für jugendliche
Ar=
tion und
Putz=
beiter verboten.
macherei
E. Schuhmacherei wie zu 1
wie zu 1.
L. Kürſchnerei
wie zu 1
wie zu 1.
v. Herſtellen von wie zu 1, jedoch nur an wie zu 1.
Strohhüten
6 Sonntagen
w. Chemiſche
wie zu 1
wie zu 1.
Wäſcherei und
Schönfärberei f.
Kleidungsſtücke
Wenn Arbeitgeber von dem Recht der Sonntagsarbeit nach
den obigen Vorſchriften Gebrauch machen wollen, müſſen ſie dies
vor dem Beginn der Beſchäftigung der Ortspolizeibehörde (Großh.
Polizelamt) anzeigen, ſowie innerhalb der Betriebsſtätte an geeigneter,
den Arbeitern zugänglichen Stelle eine Tafel aushängen, welche in
woeutlicher Schrift die für die Beſchäftigung von Arbeitern an
Sonn=
agen geltenden Vorſchriften, wie ſie ſich nach dieſer Bekanntmachung
auf Grund der vorerwähnten Bundesratsbekanntmachung vvm 5. 2.
895 für ihre Betriebe ergeben, enthält. (Solche Tafeln ſind in L.
Kunzes Druckerei dahier, Nieder=Ramſtädterſtraße 35, zum Preiſe von
500 Pfennig erhältlich.)
Wer den vorſtehenden Beſtimmungen zuwider Arbeiter an
Sonn= und Feſttagen beſchäftigt, wird gemäß § 146a der R.=
Ge=
werbeordnung mit Geldſtrafe bis zu 1000 Mark, im
Unver=
mögensfalle mit Haft beſtraft.
Lieferung von Lernmitteln für Schulkinder.
Die Lieferung des Bedarfs an Schulbüchern, Schreib= und
Zeichenmaterialien und Materialien für den
Handarbeitsunter=
richt (Cretonne, Leinen, Wolle uſw.) im Schuljahr 1913/14 ſoll
alsbald vergeben werden.
Bedingungen nebſt Verzeichnis der zu liefernden Materialien
liegen im Stadthaus, Zimmer Nr. 39, zur Einſicht offen.
Angebote ſind, verſchloſſen und mit Aufſchrift verſehen, nebſt
Muſter bis Samstag, den 25. Januar 1913, vormittags zwiſchen
10—11 Uhr bei mir einzureichen.
Darmſtadt, den 11. Januar 1913.
(1976fm
Der Oberbürgermeiſter
Dr. Gläſſing.
Stammholz-Verſteigerung.
Montag, den 27., und Dienstag, 28. Januar 1913,
jedesmal von vormittags 9 Uhr an,
werden im hieſigen Gemeindewald, Diſtrikt Malchertanne,
519 Kiefernſtämme
von 3—16 m Länge und 20—46 cm Durchmeſſer an Ort und Stelle
neiſtbietend verſteigert. — Die Zuſammenkunft iſt am erſten Tag am
Bahnwärterhaus am Malcherweg und am zweiten Tag am
Bahn=
wärterhaus am Seeheimerweg.
Holzverzeichniſſe werden von hieſiger Bürgermeiſterei auf Wunſch
unentgeltlich verabfolgt.
Bemerkt wird, daß ſich ſchönes Schnittholz darunter befindet.
Auskunft erteilt Forſtwart Weingärtner, Bahnhofſtraße 49.
(II,2062
Pfungſtadt, am 15. Januar 1913.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
Lang.
i auch wagen=
Eine Kaute Miſt, weiſe abzug.
*1850)
Heidelbergerſtr. 26.
Aeine obale Waſchbütte zu
kaufengeſucht. Off m. Preisang.
unt. A 81 an die Exp. (*1904
Infolge fortwährend vorkommender Verwechslungen meiner
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Sofas, 3 Waſchtiſche, 1 Parfümerieſchrank, 1 Gehrock,
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Donnerstag, den 23. d. Mts., nachm. 4 Uhr,
verſteigere ich im Saale der Ludwigshalle, Obergaſſe dahier,
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4 Vertikos, 3 große Spiegel, 2 Diwans, 8 Kleider=, 2 Flaſchen=,
Fliegen= und 1 Wandſchrank, 1 Seſſel, 1 Kommode,
1 Zeichen=, 1 Blumen=, 1 Rauch= und 1 Ziertiſch, 4 Sofas,
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1 Dezimalwage, 2 Eisſchränke, 1 Gasmotor, 1 Grammophon,
Weckeruhr, 40 Flaſchen Parfüm, 1 Flaſche Eſſigſprit,
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Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher
Darmſtadt, Bleichſtraße 28.
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werden in den hieſigen Anlagen an der Sandbach 18 Stück Pappel=
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Sand=
bach in der Nähe des Philippshoſpitals.
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in jeder Höhe geſtellt werden.
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Kaufmann, bilanzſicher, ſucht
p. ſof. Stelle für Kontor u. Reiſe.
Off. unt. A 62 Exped. (*1884mdf
ung., ſtrebſ. Mann, 23 J. alt,
mit Einjähr.=Freiw.=Berechtigung,
militärfrei, der ¾ Jahre als
Lehr=
ling in Buchhandlung tätig war,
aber weg. Erkrankung dieſen
Be=
ruf aufgeben mußte, danach die
Handelsſchule in Darmſtadt
ab=
ſolviert hat, ſucht p. 1. April d. J.
geg. geringe Vergütg. eine Stellg.
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geſucht als Kaſſier, Kommiſſionär,
Vertrauensmann, Reiſepoſten oder
in ſchriftl. Arbeiten. Offert. unt.
A70 an die Expedition. (*1866ms
Sherig. Geſchäft aufgibt, ſucht neue
Existenz
durch Uebernahme einer gut. Gene=
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oder dergl. Kaution oder Kapital
genügend vorhanden. Offert. unt.
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2197oms)
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die auch Flickarbeit übernimmt,
ſowie eine Servierfrau geſucht.
Adreſſen abzugeben in der Exped.
unter W75.
(*1592sm Deitungs=Trägerinnen, nurtücht.
Leute, werden per 1. Februar
(*1877
geſucht.
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zu ſofort geſucht
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Geſellſchaft m. beſchränkt. Haftung,
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Haush. Gute Zeugn. erforderlich.
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das etwas kochen kann, z. 1. Febr.
n einfach. bürgerl. Haushalt ge=
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geſetzt. Alters u. ſelbſtändig, für
kl. Werks=Kaſino f. 1. Febr. geſ.
Off. u. A 41 Exped. (2240im Sleiſt. Alimmädch. p. 1. Zebr.,
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gründlich verſteht, zum 1. Februar
geſucht; evtl. Vermittlung. Roß=
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Roßdörferſtraße 24.
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1. oder 15. Februar geſucht. Offert.
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Hoffmannſtraße 4.
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1. Febr. für Hausarbeit geſucht
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1. Februar geſucht
(*1937
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Alleinmädchen, kocht u. Haus=
arbeit tut, zum 15. Febr. in feines
Haus z. einzeln. Dame nach Mainz
geſucht. Vorzuſtellen: Hobrecht=
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Restauration „Zur Lilie‟
Gr. Kaplaneigaſſe 16. (*1966
kochen kann und ſich in der feinen
Küche u. Hausarbeit vervollk. will,
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(87)
Er ſah, was in ihr vorging, und beſchwörend faßte er
ntach ihrer Hand —
Margareta, vergeſſen Sie nicht, ich war damals ein
örichter, unerfahrener Jüngling! Aber gar bald wurden
nir die Augen geöffnet und damit ſtarb das Gefühl für
ene Frau in mir ſo vollſtändig, daß nicht ein Gedanke
unehr an ſie in mir aufkam! — Konnte ich aber jemals zu
Ihnen darüber ſprechen? — Es war auch gar nicht
anzu=
mehmen, daß Claudia auf die Vergangenheit zurückgreifen
wpürde — — — ſie muß an jenem Tage von Sinnen
ge=
uveſen ſein! Und daß Sie, Margareta, gerade in jenem
Alugenblicke kommen mußten —
Ich kam früher zurück als geplant — — als ich erfuhr,
woaß Sie da waren, drängte es mich, Sie zu begrüßen
da hörte ich Claudias Worte und ſah, wie — — ein
zZittern durchlief es ihre ſchlanke Geſtalt noch jetzt bei der
Er=
nnnerung an jenen verhängnisvollen Augenblick — — und
Sie
ſiie hat mich auch geſehen, an der Tür ſtand ich —
wvandten mir den Rücken —
Und weil ich ihr kurz vorher erklärt hatte, daß ich Sie
werehrte, deshalb hat ſie auch den Brief unterſchlagen aus
Furcht, daß alles ans Tageslicht kommt! Ihre Eiferſucht,
Uhr Groll und Haß hat unſer Glück zerſtört
Und ich konnte ſo leichtgläubig ſein, warf Gretchen
leiſe ein, und ihre Stimme war von Tränen erſtickt.
S mem ichdas füher gomiſt hie r ic wirde
ſt=
zur Rechenſchaft gezogen haben, ſeine Augen flammten
düſter, und unwillkürlich ballten ſich ſeine Hände, und
noch jetzt —
Denken Sie an Papa — flehte Gretchen — wie hat er
doch dieſe Frau geliebt, und wie leidet er jetzt unter ihrer
Undankbarkeit und ihrem Egoismus! — — Gegen mich
hatte ſie ſtets eine Abneigung; doch Sie wiſſen ja alles —
Ja, weil ſie inſtinktiv Ihre Ueberlegenheit in jeder
Hinſicht fühlte, ohne es ſich zuzugeben! Und darum hat
ſie ſtets verſucht, Sie in meinen Augen herabzuſetzen — ja,
ſie hat mir Ihre Verlobung mit Mr. Catlin als Produkt
Ihrer Berechnung hingeſtellt — ich ſollte Sie durchaus für
kalt und herzlos halten — — und ich hab’s getan,
Mar=
gareta — — war es ein Wunder? Sie ſelbſt reich — —
was ſollte Sie ſonſt bewogen haben, ſich mit dem reichen
Amerikaner zu verloben? — Jetzt weiß ich es allerdings
beſſer
Aus Margaretas Augen tropften zwei ſchwere
Tränen; ſie konnte es nicht verhindern.
Was ſie in dieſer Stunde erfahren hatte, war zu viel
ſie herzlos und berechnend — und dabei hatte ſie ſich
geopfert, weil durch die Schlechtigkeit jener Frau der
Vater dem Ruin entgegengebracht und der Tochter der
Glaube an den Geliebten zerſtört worden war.
Claudia war wirklich raffiniert zu Werke gegangen
und ſie hatte Glück gehabt!
Und jetzt ſollte Gretchen wieder unter einem Dache
mit ihr leben, nachdem ſie alles erfaßeen — ez erſchien ihr
mmntich, der Kaut uit der bicheigen bihe nd
E=
laſſenheit entgegenzutreten — — könnte ſie nur den Vater
von ihr befreien!
Margaretas Hände krampften ſich ineinander, und der
liebliche Mund war feſt geſchloſſen.
Grau und öde lag das Leben vor ihr, doppelt, nun ſie
wußte, daß der Geliebte ſchuldlos war!
Und da ſprach er jetzt zu ihr in ſeiner zwingenden
Weiſe, während in ſeine Augen das alte zärtliche Leuchten
trat:
Nachdem wir nun wiſſen, daß wir das Opfer einer
Täuſchung geworden ſind, Gretchen, da halte ich es für
kein Unrecht, wenn ich Ihnen ſage, wie ich Ihrar gedacht
in Liebe und Schmerzen, wie ich in Sehnſucht faſt
ver=
gangen bin — heiß und leidenſchaftlich klang ſeine
Stimme bei dieſen letzten Worten — denn ich bete Sie an,
für mich gibts nichts anderes auf der Welt als —
Dich—
Halten Sie ein, Ernſt, ich darf das doch nicht hören
ich bin ja die Frau eines anderen — ſagte ſie mit
er=
ſtickter Stimme und lauſchte doch mit heimlichem Beben
ſeiner Rede.
Die Frau eines andern, wiederholte er dumpf, ja, ich
vergaß es, und an ihn gekettet durch die Schuld einer
anderen —
Und durch die Pflicht der Dankbarkeit, fuhr ſie ernſt
fort, ſehen Sie mich nicht ſo verwundert an; es iſt ſo!
Durch Claudia hat mein Vater ſein Vermögen eingebüßt
— und als ich mich mit Lionel Catlin verlobte, war ich
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ein armes Mädchen, Ernſt! Ich kann Ihnen das alles
nicht ſo ſagen — mich jammerte mein Vater, ich fürchtete
für ſeine Augen — und da mein Glück und meine Liebe
geſtorben war, willigte ich in alles ein! Das iſt nun mein
Schickſal, und wir müſſen uns drein ergeben —
Müſſen wir, Gretchen? Ach, ich möchte Dich auf
meinen Armen fortragen, weit, weit fort — denn Du
ge=
hörſt zu mir, Du biſt mein, Du geliebtes Weib — kam es
in unterdrückter Leidenſchaft von ſeinen Lippen.
Flehend ſah ſie ihn mit den wunderſchönen Augen an
— Ernſt, mache es mir doch nicht ſo furchtbar ſchwer —
glaubſt Du denn, ich leide nicht, und die Erinnerung an
Dich iſt nicht manchmal übermächtig in mir geworden
— und die Sehnſucht, Dich wiederzuſehen, und ganz leiſe
fügte ſie hinzu: Deshalb bin ich ja auch hierher
ge=
kommen
--
Er preßte ihre Hand, daß ſie es faſt ſchmerzte.
Gretchen —
Sie ſtand auf und trat an ein Fenſter, um nach dem
Wetter zu ſehen — die Erregung in ihr war zu
über=
mächtig — ſie bedurfte einer Minute der Sammlung.
Es hatte faſt aufgehört zu regnen, und die Sonne
durchbrach die Wolken.
Da wandte ſie ſich an den Beſitzer des Cafés mit der
Bitte/ihr einen Wagen zu beſorgen. Als ſie zu Ernſt an
den Tiſch zurückkehrte, trug ihr Geſicht den gewohnten,
rühigen Ausdruck; nur ihre Lippen zitterten etwas.
Es wird Zeit, daß wir uns trennen; ich habe mir
ſo=
eben einen Wagen beſtellt; der Regen hat nachgelaſſen,
und ich möchte nicht, daß mein Mann ſich unnütze
Ge=
danken macht! — Ich will Ihnen jetzt Lebewohl ſagen,
Ernſt —
Gretchen, wann werden wir uns wiederſehen? Es
kann doch nicht das letztemal geweſen ſein — nein, nein
Doch, mein Ernſt! Es muß — es iſt auch beſſer ſo!
Ich bin froh, daß wir uns noch einmal geſehen und
aus=
geſprochen haben — ſo denkt wenigſtens keiner mehr
ge=
ring vom anderen! — Sie ſind ein großer, berühmter
Künſtler geworden, und manchmal werde ich von Ihnen
hören und leſen — und mich dann an ihrem Ruhm
freuen — Ihre Stimme brach doch bei ihren letzten
Wor=
ten, der Augenblick des Scheidens zeigte ihr, wie er tief
mit ihrem Innerſten verwachſen war. Ihr war, als ob
ſie ein Stück ihres Herzens wegreißen müßte
Gretchen, mein einziges Glück — —
Nicht Ernſt, ſprich nicht mehr! Mach’s mir doch nicht
gar zu ſchwer, von Dir zu gehen und zu meiner Pflicht
zurückzukehren — es kann doch nun mal nicht anders ſein
—. Unwillkürlich ſtahl ſich wieder das Du über ihre
Lip=
pen, und ſie ſtreckte ihm die Rechte entgegen, an der der
breite Ehering glänzte. Mit ſeinen beiden Händen hielt
er ſie feſt, als ob er ſie nicht wieder laſſen wollte, und ſeine
Augen ruhten lange und verzehrend auf ihrem ſchönen
Geſicht. Sie las ſo viel darin, was ihr ſein Mund
ver=
ſchweigen mußte.
Heiß lagen ſeine Lippen auf ihrer Hand, und ihren
Körper durchlief bei ihrer Berührung ein Zittern. Sie
fühlte ja, es war ein Abſchied auf Nimmerwiederſehen
und ſie waren beide in dieſem Augenblick ſo durchdrungen
von dem Bewußtſein ihrer Zuſammengehörigkeit, daß
ihnen das Voneinandergehen ſo unſagbar ſchwer wurde.
Behüt Dich Gott, mein Ernſt, hauchte ſie.
Lebe wohl Du mein Liebſtes auf Erden!
Sie ſah, wie ſeine Augen ſich verdunkelten, wie er mit
aufſteigenden Tränen kämpfte; da riß ſie ſich los und
ver=
ließ haſtig den Raum, ihm mit einer Bewegung
bedeu=
tend, ſie allein gehen zu laſſen.
Denn ihre Selbſtbeherrſchung war zu Ende — kaum
hatte der Wagenſchlag ſich hinter ihr geſchloſſen, brach ſie
in bitterliches Weinen aus Laut hätte ſie aufſchreien
mögen; ſie preßte ihr Taſchentuch feſt an den Mund, den
Schrei ihres gequälten Herzens zu erſticken.
Aber nur kurze Minuten blieben ihr, ihren Schmerz
auszuweinen; ſie mußte ſich zurechtfinden, damkt bei ihrer
Rückkehr ins Hotel niemand merkte, welche Stürme und
Aufregungen ihr Inneres durchrüttelt hatten,
und es gelang iht auch.
Auf die beſorgten, ein wenig vorwurfsvollen Fragen
ihres Gatten gab ſie ihm die beruhigende Verſicherung
daß ihr nichts zugeſtoßen und ſie wirklich wohlaufgehoben
in dem kleinen Café geweſen ſei.
Für jetzt bat ſie um Entſchuldigung, da ſie ſich un
kleiden wolle. Sie kühlte die brennenden Augen und wal
froh, noch einige Minuten für ſich zu haben. Ihre
danken überſtürzten ſich förmlich; wie war das allesu
möglich, was ſie vorhin gehört? Aber es mußte ja ſo ſein
und es ſtimmte ſo genau eins mit dem andern; leuchtend
ſtand es vor ihr — der Geliebte war unſchuldig, und
hatte ſich zum unſeligſten Weibe gemacht! —
Als ſie ſich dann wieder ihren Angehörigen anſchloß
hätte auch der aufmerkſamſte Beobachter nicht entdecken
können, was in ihr vorgegangen war.
Claudia verſuchte mehrmals, ſpitze Bemerkungen
voller Anzüglichkeiten anzubringen; aber Margareta
ignd=
rierte dieſelben mit ſo viel hochmütiger Geringſchätzung,
die ihr ſonſt gar nicht eignete, daß die Majorin doch vol
zog, zu ſchweigen — allerdings mit einem Herzen voller
Erbitterung.
Sie hielt an dem beſtimmten Gedanken feſt, daß
Mak=
gareta noch eine Begegnung mit Ernſt Brand gehabt
hatte, und es quälte ſie, zu wiſſen, was da vorgegangen
war.
Aber mit ihren Andeutungen hatte ſie durchaus kein
Glück; Margareta war verſchloſſen und hatte dabei eine ſo
ſelbſtbewußte Haltung, der nicht beizukommen war.
Den Künſtler bekam man nicht mehr zu ſehen. Er
ſchrieb dem Major einige liebenswürdige Abſchiedsworte
und bedauerte, durch eine Einladung nach Villa „
Wahn=
fried” verhindert zu ſein, ihm den heutigen Abend zu
widmen.
Und am nächſten Morgen reiſte man ab.
(Fortſetzung folgt.)
ſarl Weyprecht, der Nordpolars
forſcher.
Zur Erinnerung an die 40jährige Wiederkehr der
noßen Polarreiſe und der Entdeckung von Franz Joſefs=
und durch Carl Weyprecht, hielt Herr Profeſſor Dr.
Ihne auf der 282. Sitzung des Naturwiſſenſchaftlichen
Pereins einen Vortrag, in dem der Rednec etwa
fol=
tuides ausführte:
Geboren den 8. September 1838 zu Darmſtadt im
bruſe Grafenſtraße 41 als der 3. Sohn des
Hofgerichts=
ſtwokaten Ludwig Weyprecht, verlebte Carl Weyprecht den
ößten Teil ſeiner Ingend in König, wo ſein Vater ſeit
en2 als Kammerdirektor des Grafen Erbach=Schönberg
Stellung war. Nachdem er den erſten Unterricht durch
Fivatlehrer erhalten hatte und nachdem er 1852 das
Gym=
ſſium, 1853—56 die höhere Gewerbeſchule zu Darmſtadt
e ucht hatte, trat er 1356 als proviſoriſcher Kadett in die
ſeerreichiſche Marine ein, machte größere Reiſen und
parde 1863 Offizier. In der Seeſchlacht bei Liſſa, am
0 Juli 1866, war er jüngſter Offizier auf der
Panzer=
lrggatte „Drache” und zeichnete ſich in ganz beſonderer
Keiſe aus. Nach dem Kriege weilte er auf dem Panzer
liſabeth” ein Jahr in den mexikaniſchen Gewäſſern; das
Ehiff ſtand zur Verfügung des Kaiſers Maximilian. 1868
urde er Linienſchiffsleutnant und erhielt darauf mehrere
ſſſenſchaftliche Kommandos, ſo bei der Küſtenaufnahme
s Adriatiſchen Meeres und bei Beobachtung einer totalen
ſonnenfinſternis in Tunis. Schon vor dem Kriege 1866
tte er die perſönliche Bekanntſchaft des Gothaer
Geo=
aphen A. Petermann gemacht und ſich, veranlaßt durch
ieſen, eifrig der Nordpolarforſchung zugewendet, auch die
ſicherung erhalten, daß er an einer geplanten Expedition
lnehmen ſolle. 1871 kam der Plan, weſentlich gefördert
urch die Unterſtützung des Grafen Wilczek, zur
Ausführ=
g: es ſollte von Nowaja=Semlja aus nördlich
vorge=
ungen werden. (Die deutſche Nordpolarexpedition
59/70, auch von Petermann veranlaßt, drang längs der
grönländiſchen Küſte vor.) In Verbindung mit J.
yer unternahm Weyprecht im Sommer 1871 auf dem
inen Segelſchiff „Eisbär” eine Erkundigungsfahrt von
vomſö in Norwegen aus: bis etwa 79’n Br. und 600
L. wurde eisfreies oder faſt eisfreies Meer gefunden,
d eine größere Expedition auf dieſem Wege und weiter
ſtlich und nördlich erſchien daher durchaus ausſichtsreich.
achdem die nötigen Mittel in ſehr kurzer Zeit durch
Mit=
vrkung aller Volkskreiſe zuſammengebracht waren, wurde
Expedition ausgerüſtet. Das Schiff, in Bremerhaven
urn großen Teil nach den Angaben Weyprechts gebaut,
ſifß „Admiral Tegetthoff” Kommandant war Weyprecht,
uer bei Land= und Schlittenreiſen Payer; die Beſatzung
errug 23 Mann alle Mateoſen waren aus dem öſterreichi=
ſchen Küſtenland; Proviant wurde für 3 Jahre
mitgenom=
men. Am 19. Juli 1872 trat der „Tegetthoff” von Tromſö
ſeine Polarfahrt an, geriet jedoch ſchon am 20. Auguſt bei
etwa 76n. Br. in das Eis, wurde bald völlig
eingeſchloſ=
ſen und mit der Strömung langſam nach NO. geführt.
Der Winter 1872/73 brachte höchſt gefährliche
Eispreſſun=
gen, auch im Sommer 1873 blieb das Schiff „unfreiwilliger.
Paſſagier” des Eiſes. Am 30. Auguſt wurde neues Land
entdeckt und Franz Joſefs=Land genannt. Kurz darauf
trieb die das Schiff umpackende Scholle an einer Inſel
der Südküſte feſt. Hier verbrachten die Männer den
Win=
ter 1873/74 und Anfang Sommer 1874. Ein dritter
Win=
ter durfte aber nicht abgewartet werden, und am 20. Mai
wurde der Rückzug über das Eis nach Nowaja=Semlja
mittels Boot und Schlitten angetreten; vorher erforſchte
Payer das neue Land ein wenig und drang bis 829 7 vor.
Auf dem äußerſt anſtrengenden und entbehrungsreichen
Rückzug, zuerſt und zumeiſt über das zerklüftete Eis, dann
durch das offene Meer, hat ſich Weyprechts Führertalent
hervorragend bewährt. Nach mehr als zwei Monaten
trafen die Reiſenden endlich an der Küſte von Nowaja=
Semlja ein ruſſiſches Fahrzeug, das ſie freundlich
auf=
nahm, und am 3. September 1874 nach Vördö in Nord=
Norwegen brachte. — Während der Expedition war 1873
Weyprechts Vater geſtorben, die Mutter nach Michelſtadt
gezogen. — Nachdem die vielen Feſtfeiern der Rückkehr
überſtanden waren, beſchäftigte ſich Weyprecht, der zuerſt
in Wien, dann in Trieſt und ſpäter wieder in Wien lebte,
damit, die wiſſenſchaftlichen Ergebniſſe der Expedition zu
veröffentlichen und zu verarbeiten; von der Marinebehörde
bekam er bereitwilligſt Urlaub. Die großen, in den
Denk=
chriften der Wiener Akademie der Wiſſenſchaft erſchienenen
Arbeiten ſind: Die aſtronomiſchen und geodätiſchen
Be=
ſtimmungen, die magnetiſchen Beobachtungen die
Nord=
lichtbeobachtungen; die übrigen meteorologiſchen Faktoren
bearbeitete der Admiral v. Wüllerſtorf=Urbair, Weyprecht
lieferte dabei manche Abſchnitte und Rechnungen. Unter
welchen ſchwierigen Umſtänden oft die Beobachtungen
während der Reiſe angeſtellt wurden, hob der
Vortra=
gende ſcharf hervor und betonte, daß Weyprecht nicht nur
Polarfahrer, ſondern Polarforſcher war. Ein mehr
popu=
läres Buch iſt das Werk: Die Metamorphoſen des
Polar=
eifes, 1879, ausgezeichnet nach Inhalt und Form.
Der Polarforſchung widmete er ſich unabläſſig weiter
und trat alsbald (ſeit 1875) mit Eifer und
Ueberzeug=
ungskraft in Wort und Schrift dafür ein, daß nicht die
Auffindung neuer Länder oder des Poles ſelbſt der
Hauptzweck der Expeditionen ſein müſſe, ſondern die
wiſſenſchaftliche Forſchung der Polarnatur. Deshalb
ent=
warf er Vorſchläge und Inſtruktionen für internationale
Polarſtationen die ringsum den Pol in zugänglichen
Ge=
bieten gleichzeitige meteorologiſche und ſonſtige
kosmiſch=
phyſikaliſche Beobachtungen mit gleichen Inſtrumenten
nach gleicher Inſtrukion anſtellen ſollten. Seine
Bemüh=
ungen hatten Erfolg, und 9 Staaten Europas und die
nordamerikaniſche Union beſchloſſen die Errichtung vor
14 Polarſtationen. Das war die zweite große Tat
Wey=
prechts in der Geſchichte der Polarforſchung. Die
Statio=
nen waren vom Sommer 1882 bis Sommer 1883 in
Tätig=
keit. Die Leitung der öſterreichiſchen Station auf der
Inſel Jan Mayen war natürlich Weyprecht zugedacht.
Leider aber erlebte der Schöpfer des ganzen
Unter=
nehmens deſſen Ausführung nicht mehr. Im Frühjahr
1881 verſchlimmerte ſich ein Hals= und Bruſtleiden,
wo=
zu der Keim durch die Nordpolexpedition gelegt worden
war, ſehr ſtark. Der von Michelſtadt herbeigeeilte Bruder
(Robert, Arzt) konnte nur einen Schwerkranken mit in die
Heimat führen. Am 29. März ſtarb Carl Weyprecht in
Michelſtadt und wurde am 31. März in dem
Familien=
grabe zu König unter überaus zahlreicher Begleitung
be=
ſtattet.
Der Vortragende verſtand es, die im Vorſtehenden
angeführten kurzen biographiſchen Daten zu einem
an=
ſchaulichen, feſſelnden Lebensbilde zu geſtalten. Nachdem
er noch aus einem Nachruf eines Trieſter Freundes von
Weyprecht eine treffende Schilderung der ganzen
Perſön=
lichkeit des Verſtorbenen gegeben hatte, ſchloß er wörtlich:
„Das Grab Weyprechts auf dem ſtillen Friedhofe bei
König trägt ein hohes Steindenkmal, in König heißt nach
ihm eine beſcheidene Straße und ein kleiner
Ausſichts=
tempel oberhalb des Ortes, Weyprecht=See nannte
Nan=
ſen einen Meeresteil im fernen Franz Joſefs=Lande. Hier
in Darmſtadt führt ſeinen Namen die Weyprechtſtraße.
Ich möchte aber dem Wunſche Ausdruck verleihen — und
vielleicht ſpreche ich im Sinne vieler von Ihnen —, daß,
ähnlich wie bei anderen bedeutenden Söhnen unſerer
Stadt, z. B. Liebig und Gervinus, auch ſein Geburtshaus
bald eine Gedenktafel zieren möge, damit auch in dieſer
Weiſe die Erinnerung an ihn feſtgehalten bleibe. Denn
obgleich Weyprecht Oeſterreich als ſein eigentliches
Vater=
land betrachtete und in Oeſterreich und für Oeſterreich
wirkte, ſo gehört er doch durch ſeine Familie, durch ſeine
Geburt und durch ſein Grab dem Heſſenland an, und ich
glaube, Heſſen kann auf Carl Weyprecht, den zu Waſſer
und zu Land, in Krieg und Frieden beſt bewährten
Offi=
zier und Führer, der gleich hochſteht als Polarreiſender,
als Mann der Wiſſenſchaft und als Menſch, mit Recht
und mit Freude ſtolz ſein, ſo ſtolz wie auf irgend einen.”
Der Vorſitzende, Prof. De. Liſt, erklärte ſich mit der
An=
regung des Vortragenden vollkommen einverſtanden und
ſchlug vor, daß der Naturwiſſenſchaftliche Verein aus
ſeinem Vermögen einen größeren Betrag für die
Gedenk=
tafel ſtiften ſollte, was einſtimmig angenommen wurde,
und ebenſo der weitere Vorſchlag des Geh. Oberforſtrates
Dr. Seyd, die fehlende Summe durch freiwillige Beiträge
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* Baden=Oos, 20. Jan. Das Luftſchiff
„Erſatz Z. 1‟ iſt heute nachmittag um 3 Uhr 34 Min.
vor der hieſigen Luftſchiffhalle glatt gelandet. Das Schiff
hatte auf ſeiner Fahrt mit ſtarken Gegenwinden zu
kämpfen.
* Friedrichshafen, 20. Jan. Die Ueberfahrt des
um 3 Uhr 34 Minuten vor der Halle in Oos glatt
gelan=
deten neuen Luftſchiffes „Erſatz Z. 1” war zugleich als
Höhenfahrt geplant und wurde als ſolche bis zu
Köhen von 2200 Metern durchgeführt. Das Luftſchiff fuhr
mehrere Stunden lang in dieſer Höhenlage. Es hatte
anfangs mit ſtarkem Winde, dann wieder mit heftigem
Schneegeſtöber zu kämpfen. In den größeren Höhen trat
aber eine ſtarke Sonnenbeſtrahlung ein. Die Probeſahrten
werden nunmehr von Baden=Oos aus fortgeſetzt. — Ein
u eues Militärluftſchiff iſt auf der Werft der
Luftſchiffbaugeſellſchaft bereits zur Hälte fertiggeſtellt.
sr. Luftfahrerverband und Induſtrie.
Wie ſeinerzeit mitgeteilt, hatte der Vorſtandsrat des
Deut=
ſchen Luftfahrerverbandes in der Sitzung vom 8.
Dezem=
ber v. J. den überraſchenden Beſchluß gefaßt, daß in
Ver=
bands=Flugveranſtaltungen, d. h. bei Meetings mit mehr
als ſechs Fliegern, künftig nur noch Flugzeuge von
Mit=
gliedern der im Verein Deutſcher Motorfahrzeug=
Indu=
ſrrieller zuſammengeſchloſſenen Flugzeug=Konvention
teil=
rehmen können. Der Beſchluß hatte zu ſehr lebhaften
* ontroverſen geführt und war auch Gegenſtand der
Berat=
tingen in den verſchiedenen Sitzungen der Flugzeug=
Kon=
tention, des Deutſchen Luftfahrerverbandes, ſowie des
worſtandes. Wie zu erwarten war, hat ſich der
Vorſtands=
int ſchließlich entſchloſſen, die betreffenden Beſtimmungen,
tie bereits in dem neuen Flugzeug=Reglement
aufgenom=
taen waren, entſprechend abzuändern. In einer am
Sonn=
tag abgehaltenen Sitzung wurde beſchloſſen, daß außer
ten Flugzeugen von Konventionsfirmen auch ſolche
Appa=
inte von nichtkonventionierten Firmen teilnehmen können,
tie vorher bei einem Probefluge in 15 Minuten eine
§ öhe von 500 Metern zu erreichen vermögen. Dieſe
Be=
ſümmungen decken ſich mit denjenigen des
Kriegsminiſte=
mums für die Abnahme der für Heereszwecke beſtimmten
Apparate und bedeuten zwar eine kleine Unbequemlichkeit
für die nichtkonventionerten Firmen, im übrigen iſt aber
durch dieſen Beſchluß die in dem erſten Beſchluß
enthal=
tene Beſchränkung und Begünſtigung einzelner Firmen
aufgehoben worden.
Sport, Spiel und Turnen.
Gauturnwart=Verſammlung.
Die 53. Verſammlung der Gauturnwarte
des Mittelrheinkreiſes fand am Sonntag in
der Turnhalle des Turnvereins Mainz=Kaſtel ſtatt. Die
Uebungsſtunde wurde morgens 9 Uhr von dem 1.
Kreis=
turnwart Volze, Frankfurt a. M., eröffnet. Anweſend
waren die meiſten Mitglieder des Geſchäftsführenden und
des Turnausſchuſſes, ſowie die Vertreter aller 25 Gaue
des Kreiſes. Gauturnwart Poller, Saarbrücken,
er=
öffnete den praktiſchen Teil mit einer Gruppe Ordnungs=
und Freiübungen (langſamer Schritt, Ausfallgang,
Knie=
beuge, Liegeſtütz mit Armſchwingen und Armſtoßen,
Lau=
fen mit Armtätigkeiten), die außerordentlich wirkungsvolle
Stellungen und Haltungen boten. Die beiden folgenden
Gruppen galten dem 12. Deutſchen Turnfeſt in
Leipzig: Die allgemeinen Freiübungen
mit ihren ſchönen Bildern unter Leitung der beiden
Kreis=
turnwarte und Längsſprünge am Pferd als Maſſenübung
des Kreiſes, zuſammengeſtellt und geleitet von
Gauturn=
wart Braun, Frankfurt a. M. Den Keulenübungen der
früheren Verſammlungen ſchloß diesmal Kreisturnwart
Volze Kreisſchwünge in wagrechter Ebene an. Die
Muſter=
riege des Turnvereins Kaſtel unter dem Vorturner
He=
b ach mit Umſchwüngen verſchiedener Art am niederen
Reck war neben der ſchönen Zuſammenſtellung beſonders
lehrreich durch die dabei gezeigte Hilfeſtellung. Der
ge=
ſelligen Freude galten die zum Schluſſe von
Kreisſpiel=
wart Bär und Gauturnwart Eppſtein vorgeführten
Neck=
ſpiele. Zu Beginn des zweiten Teiles begrüßte Herr
Herrmann, der Vorſitzende des Turnvereins Kaſtel,
die Verſammlung auf das herzlichſte. Dem bei dem
Kreisturntag zu ſtellenden Antrag des Turnausſchuſſes, daß
Turner, die an ſportlichen Wettkämpfen teilnehmen,
Wert=
preiſe nicht annehmen ſollen, ſtimmten die Gauturnwarte
widerſpruchslos zu. Von verſchiedenen Seiten wurde den
Anweſenden dringend ans Herz gelegt, für weite Verbrei=
ung der Zunadeutſchland=Poſ, dem neuen Zugendblaſt
des Jungdeutſchlandbundes und der Deutſchen
Turner=
ſchaft, unter den Zöglingen zu wirken. Die vorläufigen
Anmeldungen für das Deutſche Turnfeſt in Leipzig haben
ergeben: 2700 Feſtteilnehmer, 1250 Freiübungsturner
900 Riegenturner, 239 Wetturner im Zwölfkampf. 267
Wetturner im Sechskampf, 34 Ringer, 22
Spielmannſchaf=
ten, 73 Fechter und 52 Schwimmer. Für das Turnen der
Alten werden 3 Riegen, und zwar an Reck, Barren und
Pferd, in Ausſicht genommen. Die Eilbotenläufe zur
Einweihung des Völkerſchlachtdenkmals in Leipzig von
geſchichtlich denkwürdigen Orten aus werden zuſtande
kommen. Die für unſeren Kreis in Betracht kommenden
Gauturnwarte werden die weiteren Vorarbeiten in die
Hand nehmen. Dem 2. Kreisturnwart Münch,
Hachen=
burg, der nunmehr 50 Verſammlung der Gauturnwarte
beſucht hat, wurde zum Schluſſe die beſondere
Anerken=
nung für ſeine geleiſteten Dienſte ausgeſprochen.
sr. Eislauf. Die Deutſchen Schnellauf=
Meiſterſchaften auf dem Eiſe, die auf dem
Halenſee bei Berlin zum Austrag gelangten, erbrachten
den Ueberraſchungsſieg des Berliner Kretzer, der den
Ver=
teidiger Mercker=München auf den zweiten Platz verwies.
Kretzer ſiegte über 500, 1500 und 5000 Meter und gewann
im Geſamtklaſſement vor Mercker, Leonhard und Stutz.
Amateurphotographie. Das zweite Januarheft der
Amateurzeitſchrift Photographie für Alle bringt u. a.
einen intereſſanten Artikel über Porträts
beikünſt=
lichem Licht. Dieſer Artikel berichtet beſonders über
ſolche, die im Zimmer bei Lampenlicht aufgenommen
wer=
den. Es heißt da unter anderem: Wollen wir den ganzen
Reiz einer traulichen Zimmerbeleuchtung im Bild
wieder=
geben, dann können wir auch bei unſerer normalen
Gas=
glühlicht= reſpektive Lampenbeleuchtung im Zimmer
arbei=
ten, müſſen uns dann aber naturgemäß mit noch größeren
Schwierigkeiten abfinden lernen. Die
Gasglühlichtbe=
leuchtung, ſo hell ſie auch unſerem Auge erſcheint, iſt
photo=
graphiſch doch nicht wirkſam genug, um kurze
Zeitaufnah=
men zu ermöglichen, und wir müſſen mit Belichtungen
von 12—18 reſpektive 20 Sekunden rechnen. Um dem
Raume möglichſt viel Helligkeit zu geben, iſt es ratſam,
ſämtliche Lampen der Deckenbeleuchtung brennen zu laſſen,
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(VII2336
Danberdu
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Tiſchlaune. Sehr ſorgſältig ſind durch weiße Reſteloren
die Schattenſeiten aufzuhellen. Die große Schwierigkeit
iſt in der Unruhe der Modelle zu überwinden, die im
An=
fange wohl 3—5, aber nicht 12—20 Sekunden ſtillhalten.
Es iſt deshalb nötig, im Anfang den Modellen eine
ſitzende, leſende oder nachdenkende Haltung zu geben; erſt
ſpäter kann man ſich an ſtehende Stellungen oder
Grup=
pen wagen. Die Hauptſache iſt, die Modelle für die Arbeit
ſelbſt zu intereſſieren, ſie mitarbeiten zu laſſen; das wird
am beſten durch eine ſachliche, auf die ſchwere, aber doch
mögliche Leiſtung der Aufgabe hinzielende Unterhaltung
geſchehen.
Vorträge.
Verein für Verbreitung von
Volks=
bildung. Auch der vierte Vortrag Prof. Dr. A. E.
Bergers über die „Kulturgeſchichte des
Mit=
telalters” brachte dem Hörerkreis, der ſich
erfreulicher=
weiſe aus allen Kreiſen zuſammenſetzte und viele Frauen
aufwies, wieder überaus viel des Feſſelnden und
Belch=
renden. Werden doch in dieſer ganzen Vortragsreihe
ſtets die großen leitenden Motive geſchichtlicher
Entwick=
lung und kulturellen Werdeganges aufs anſchaulichſte
feſt=
gehalten und durch ein wohl abgewogenes Eingehen auf
Einzelheiten wirkungsvoll beleuchtet. Die Literatur und
Kunſt auf ritterſchaftlicher Grundlage, wie ſie vom 12.
bis 14. Jahrhundert zu ſchöner Blütezeit gediehen, fanden
in dem Vortrag Würdigung. In jener Kulturepoche übte
das Rittertum und ſeine Lebenshaltung ſtärkſten Einfluß
auf die anderen geſellſchaftlichen Stände aus, bis der
Ver=
fall der höfiſch=ritterlichen Kultur einſetzte und mit dem
Aufſchwung der Städte das Bürgertum an die Stelle trat.
Das auf agrariſch=naturakwirtſchaftlichem Boden fußende
Rittertum vermochte der neuen geldwirtſchaftlichen
Ge=
ſtaltung der Verhältniſſe nicht mehr zu entſprechen, wenn
jes auch in bezug auf äußere Formen, geſellſchaftliches
Leben uſw. noch für lange vorbildlich blieb. Mit dem
ſteigenden Handel und Verkehr mehrte ſich der Wohlſtand
der Städte. Innungen der Handwerker und Gilden der
Kaufleute ſpielen dabei eine wichtige Rolle; deutſche
Han=
delsherren gründen auch im Auslande (England
Nor=
wegen, Italien uſw.) Sitze deutſchen Handels, und es
kommen zur Wahrung gemeinſamer Intereſſen mächtige
Städtevereinigungen zuſtande. Hatte Deutſchland im
Jahre 1000 erſt 80 Städte aufzuweiſen, ſo verdoppelte
bezw. verdreifachte ſich dieſe Zahl in den beiden nächſten
Jahrhunderten und erreichte in der behandelten Epoche
die auch während des ganzen ſpäteren Mittelalters etwa
gleichbleibende Zahl von 1000, ein äußerliches
Kennzei=
chen der ſtädtiſchen Entwicklung. Die Kirche blieb durch
das Emporkommen des neuen Kulturträgers und die
Um=
geſtaltung wirtſchaftlicher Verhältniſſe, ſowie religiöſer
Anſchauungen nicht unberührt, ſuchte ſich dem anzupaſſen
und den ſchwindenden Einſtluß zu behaupten. Auf lange
Zeit hinaus erfahren die geiſtlichen Machtbeſtrebungen
gegenüber der Weltlichen Autorität eine zuverkäſſige
Stütze, ſo daß Bonifazius VIII. in ſtolzem Gefühl alle
weltliche Macht auf das Papſttum als Urſprung
zurück=
führen konnte, und auch der 70jährige Aufenthalt in
Abig=
non (dieſe örtliche Loslöſung von Rom), ſowie das
Schisma, das längere Doppelpapſttum, nebſt den
biſchöf=
lichen Reformkonzilien hieran auf die Dauer nichts zu
ändern vermochten. Gleichzeitig wurde allmählich der
Schwerpunkt des Reiches von Weſten und Südweſten
mehr oſtwärts gerückt, da dank einer Errungenſchaft der
großen Hohenſtaufenzeit ſich jenſeits der Elbe durch das
Vordringen des Deutſchtums ein neues Kulturfeld
er=
ſchloſſen hatte und ein weiteres Ländergebiet dem
Deut=
ſchen Reiche durch die Arbeit des Ritterordens
angeglie=
dert worden war.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrates
vom 14.—20. Januar.
Die feſte Tendenz auf dem Getreidemarkt machte zu
Beginn der Verichtswoche zunächſt weitere Fortſchritte,
da der ſchneeloſe Froſt Beſorgniſſe für die Saaten
hervor=
rief und die lebhafte Kaufluſt der weſteuropäiſchen
Ver=
brauchsgebiete die amerikaniſchen und argentiniſchen
Exporteure zu einer weiteren Erhöhung ihrer
Preisan=
ſprüche ermutigte, zumal Rußland trotz gebeſſerter
Ver=
kehrsverhältniſſe mit Offerten zurückhielt. Hinzu kam, daß
ſich auch in Deutſchland zunehmendes Intereſſe für frem=
den Weizen bemerlbar machte, während gleichzeitig ſo
wohl für Weizen, als auch für Roggen Nachfrage zu
Er=
vortzwecken beſtand. Als jedoch in der zweiten
Wochen=
hälfte das Wetter wieder einen milderen Charakter
an=
nahm, Amerika mit ſeinen Preiſen zurückging und der
Exportbegehr nachließ, wurde die Haltung matt, ſo daß
auf dem Berliner Lieferungsmarkte die Preiſe für Weizen
und Roggen um zirka 3 Mark unter den zu Anfang der
Woche eingenommenen Stand zurückgehen mußten. Noch
ſtärker als für Weizen brachte ſich die matte Stimmung
im Roggengeſchäft zum Ausdruck, da man das kalte
trok=
kene Wetter anſcheinend zum Dreſchen ausgenützt hatte
und das Angebot infolgedeſſen größeren Umſatz zeigte,
während die Küſte ihre Anſchaffungen einſchränkte. Hafer
behielt in den reichlich angebotenen geringen Qualitäten
ſchleppenden Abſatz, nur feine Ware zu Saat= und
Ervort=
zwecken war gut geſucht und vorteilhaft zu verwerten.
Fremder Hafer hielt ſich infolge guter Nachfrage des
Aus=
landes im Preiſe, fand aber hier nur wenig Beachtung.
Lieferung war während des größten Teiles in der Woche
gut behauptet, mußte aber zum Schluß gleichfalls
nach=
geben. Etwas mehr Intereſſe als in den letzten Wochen
gab ſich für Braugerſte kund, doch fanden in der
Haupt=
fache nur die ſpärlich vorhandenen feinen Qualitäten
Beachtung. Ruſſiſche Futtergerſte blieb bei ſpärlicher
Zu=
fuhr in feſter Haltung, und man wandte ſich daher wieder
mehr der amerikaniſchen Gerſte zu, die weiter im Preiſe
anzog, ſich aber immer noch um zirka 6 Mark billiger ſtellt,
als das ruſſiſche Produkt. Eine weitere Steigerung der
Maispreiſe hing mit Beſorgniſſen zuſammen, zu denen
die in Argentinien herrſchende heiße und trockene
Witter=
ung für die neue Maisernte Veranlaſſung gibt. Es
ſtell=
ten ſich die Preiſe für inländiſches Getreide am letzten
Markttage bei 1000 Kilogramm wie folgt:
Roggen
Weizen
Hafer
169 (—2
Königsberg.
. . 206 (—1½) 169 (—1
Danzig .
175 (45
168 (*2
167 (*1
Stettin . . . 195 (*1
163 (—3
166
Poſen . . . 194 (—1
193 (—
164 (—
Breslau.
162 (*1
170 (—3
. 198 (—2
200 (—
Berlin
-
18
168 (41
Magdeburg . 199 (*3
-
190
172 (41
Leipzig . . . 194
186 (*2
Dresden . . . 198 (—1 ) 168
165 (42
Roſtock . .
178 (*2
2 ) 190 (—
Hamburg . . 207 (*2
180 (*4 ) 175 (—
2 (*4
Hannover . . 192
(*4
182 (*1 ) 186 (*1
Köln . .
212.
Frankfurt a. M. 21
(—1 ) 182 (- ½) 195 (—
-
185 (—%) 190 (—
Mannheim . . 215
Straßburg . . 217½ (42½) 187½ (— ) 195 (—
178 (—
181
München . . 219
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 209,25 (—2),
Peſt April 202,20 (*-2,20), Paris Jan. 238,05 (4. 8,50),
Liverpool März 168,30 (F0,45), Chicago Mai 144,20
(* 0,75), Roggen: Berlin Mai 174 (—3), Hafer: Berun
Mai 172 (— 2,50), Futtergerſte Südruſſ. frei Hamburg
unverzollt ſchwim. 148 (*1,50), Jan. 145,75 (*0,75),
Amerik. ſchwim. 143 (* 2,50), Jan. 139,50 (* 2.50),
Mais: La Plata ſchwim. 114,50 (* 1), Mixed Jan.
113,50 (*1) Mark.
H. Frankfurt a. M., 21. Jan. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Am Wochenmarkt erfolgte für Landweizen
eine kleine Preisermäßigung, doch waren gute
Quali=
täten wieder mehr bevorzugt und eher feſt. Landroggen,
Gerſte und Hafer wurden nur wenig gehandelt und ſind
unverändert. Mais war etwas belebter bei
anziehen=
dem Preis. Ausländiſche Brotfrüchte, beſonders
über=
ſeeiſche, jetzt reichlicher angeboten, aber ruhig.
Futter=
mittel und Mehl ſtetig.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer, 21—21,10,
Norddeut=
ſcher 21—21,10, Kurheſſiſcher 21—21,15, Rumäniſcher 23,25
bis 24,25, La Plata 2225—23, Ruſſiſcher 23,50—24.25,
Redwinter 23—23,50, Manitoba 22,25—23,25, Kanſas 23,50
bis 23,75, Walla Walla 22,75—23,50; Roggen, hieſiger
18, Bayeriſcher (Pfälzer) 18—18,10. Ruſſiſcher 18,50—19,
Amerikaniſcher — Rumäniſcher ſ48,50—19: Gerſte,
Pfäl=
zer 21,50—22, hieſige und Wetterauer 20,75—2125,
Ried=
gerſte 21,25—21,75, Ungariſche —, Fränkiſche 21,25—21,75;
Hafer, hieſiger 19—19.50, Bayeriſcher 19—1950,
Ruſſt=
ſcher 20—21, Amerikaniſcher 18—18.50. Rumäniſcher 20
bis 20,75; Mais mired 14,50—15, Ruſſiſcher 14,75—15,75,
Donaumais 14,50—15,75, Rumäniſcher 14,50—15,75, La
Plata 14,75—15,25, weißer Mais 14,25—15, Weizenſchalen
10,25—10,50, Roggenkleie 10,50—10,75, Weizenkleie 10,25
bis 10,50, Futtermehl 14—16, Biertreber, getrocknet, 13,75
bis 14,50, Futtergerſte 16,50—16,75; Weizenmehl, hieſiges,
Nr. 0. 31.— 3. 0, ſeinere Marten 31 30.=91,r5, Nr. 1. 20
bis 30,25, feinere Marken 30,50—30,75, Nr. 2: 28,50—28,75,
feinere Marken 29—29,25, Nr. 3: 27—27,25, feinere
Mar=
ken 2750—27,75, Nr. 4: 24—24,25, feinere Marken 2450
bis 24,75; Roggenmehl, hieſiges, Nr. O: 27—27,25, Nr. 13
24,75—25, Nr. 2: 22—22,50.
Literariſches.
— Ueber München zum Jahresanfang. Ueber dieſes
fröhliche Thema veröffentlicht das (9.) Heft der
illuſtrier=
ten Zeitſchrift Moderne Kunſt (Verlag von Rich,
Bong, Berlin W. 57. Preis des Vierzehntagsheftes 60
Pfg.) eine flotte, voll Uebermut ſprudelnde Plauderei aus
der Feder von Robert Kohlrauſch, die mit einer Reihe
vortrefflicher Zeichnungen von Hans Stubenrauch
ge=
ſchmückt iſt. Aus dem übrigen Inhalt des glänzend
aus=
geſtatteten Heftes heben wir noch beſonders den
illuſtrier=
ten Aufſatz Dr. Benno Rüttenauers über Herman
Frobe=
nius hervor, der wiederum mit Abbildungen nach
Ge=
mälden dieſes Künſtlers geſchmückt iſt. Das Gleiche gilt
von Dr. Adolf Heilborns Plauderei über „Graphiſche
Ge=
legenheitskunſt”. Für ſpannende Unterhaltung im
belle=
triſtiſchen Sinne ſorgt die Erzählung Olga Wohlbrücks
aus Berliner Beamtenkreiſen „Der eiſerne Ring” und
feſſelnden Aufſätze E. Velys und Dr. Ludwig Stabys.
Hierzu geſellen ſich zahlreiche Abhandlungen, die artuelle
Perſönlichkeiten und Ereigniſſe der Kunſtwelt getreulich
wiedergeben, ſodaß dieſe reichhaltige Nummer den
weit=
gehendſten Wünſchen gerecht wird.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
8 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene Am 15. Jan.: dem Tapezier Ludwig
Schaaf, Holzſtraße 3, ein S. Chriſtian Ludwig. Am 11.
dem Eiſenbahnaſſiſtent Karl Otto Hentſchel, Wenckſtraße
4, eine T. Frieda Margarete. Am 12.,; dem Kellner Luhdl
wig Seeger, Kiesſtraße 27, ein S. Willi. Am 15.: dem
Lokomotivheizer bei der Staatsbahn Gg. Jakob Schä
ſer, Schulnechtſtraße 59, ein S. Karl. Am 13.,; dem Land
wirt Heinrich Vogel, Arheilger Straße 25, ein S. Joh.
Friedrich. Am 18.: dem Bahnſchloſſer Georg Kern,
Mathildenplatz 2. eine T. Eliſab. Dorothea. Am 16.: dem
Schaffner und Wagenführer bei der elektriſchen
Straßen=
bahn Johann Martin Scheuermann, Wienersſtraße 82,
eine 2 Luiſe Maria. Am 18.: dem Maſchinenmeiſter
Johannes Pfeffer, Arheilger Straße 25, ein S. Albert
Georg Ludwig.
Aufgebote. Am 16. Jan.: Schneider Leonh. Müller
in Höchſt i. Odw. mit Magdalena o Rebſcher in Mümlings
Grumbach. Taglöhner Adam Fußmann in Höchſt mit
Dienſtmagd Eliſabetha Berres in Vielbrunn.
Zimmer=
mann Heinrich Wilhelm Reidel, Soderſtraße 30, mit
Dienſtbote Chriſtine Schäfer, Große Ochſengaſſe 291
Ofenſetzer Friedrich Röder, Lauteſchlägerſtraße 4, mit
Babette Lehner, Lauteſchlägerſtraße 6. Am 17.:
Porte=
feuiller Joſeph Rau in Mühlheim mit Dienſtmädchen
Karoline Straub in Frankfurt a. M. Zimmermanſi
Joh. Joſ. Lieſe in Neuenburg, Kr. Fulda, mit Minng
Roth in Hungen. Am 20.: Poſtbote Val. Schmidt
Luiſenſtraße 30, mit Schneiderin Kathar. o Götzinger in
Lindenfels i. Odw. Vierbrauer Thomas Bachhuber,
Landwehrſtraße 26, mit Köchin Maria Michel,
Land=
wehrſtraße 26.
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in Godelau mit Marie o Becker hier. Am 18.: Schall
ſpieler Chriſtian Ungemach mit Schauſpielerin Frieda
Meier, beide hier. Schreiner Georg s Binſtadt hier mitl
Maria Rettig in Wilmshauſen. Hilfsheizer Simon
Spengler in Biſchofsheim mit Verkäuferin Eliſabetha
=Weſp. hier. Maurer Peter o Fleck mit Kathar. 2 Abrian
beide hier. Lackierer Jakob Fleck II. in Arheilgen mit
Marie Müller geb. Weitzel, hier.
Geſtorbene. Am 16. Jan.: Weißzeugnäherin
Wilhel=
mine Aßmus, 38 Jahre, ev., Pankratiusſtr. 10. Am 18.4
Katharina Mohr geb. Grebe, Witwe des Poſtſekretats
85 Jahre, kath., Nieder=Ramſtädter Straße 30.
Armen=
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laswieſenſtraße 60. Am 19.: Anna Margarethe e Hoßl
geb. Metzger, Ehefrau des Fabrikarbeiter 69 Jahre, eß.,
Heinheimerſtraße 2. Hoflakai i. P. Philipp Schmitt
74 Jahre, kath., Kiesſtraße 10. Am 18.: Kellner Kall
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bergſtr. 33, II. Beſuchsz. 1—3. (*1929
DARM-AsMADTE
GRAFENSTR.2EcRE RHEINSTR
Aelteste und beste Kunst-
Lichtspiele Darmstadts.
22.
24.
Jan. Ab Mittwoch Jan.
Das Feingespielte zu
Her-
zen gehende Meisterwerk
betitelt:
3 Akter.
Dieser Film führt dem
Zuschauer eine äusserst
interessante Szene aus
dem täglichen Leben vor
die Augen und entrollt
eines der interessantesten
Gemälde, die jemals auf
einem Filmgebanntwurden.
(Schlager)
schildert die Irrfahrten
zweier verstossenen Kinder.
Hochdramatisch, mit
wun-
derbarer Koloration.
Nachfolgend
erstklass.
Anschluss-
programm, bestehend
aus neuen, hier noch nicht
gezeigten
Schlagern.
Abonnements
zu äusserst billigen Preisen
an der Kasse.
(836
Verein der Innenſtadt
Hauptverſammlung
am Donnerstag, 23. Januar 1913, abends 9 Uhr pünktlich
im Reſtaurant Trautmann, Bismarckſtraße 82.
Tagesordnung: 1. Bericht des Vorſitzenden.
2. Beſprechung ſtädtiſcher Angelegenheiten.
3. Rechnungsablage.
4. Neuwahl des Vorſtandes.
5. Wahl der Vertreter in den Ausſchuß der
Be=
zirksvereine.
6. Wahl der Rechnungsprüfer für 1913.
Wir bitten um eine recht zahlreiche Beteiligung der verehrlichen
Mitglieder.
(2299
Für den Vorſtand: Dr. Kolb, Vorſitzender.
Gegründet
gatan
Bodtscher u. Sosterrolchischer
Sektion
Darmstadt. Alpehverelll 1870.
Mittwoch, 22. Januar 1913, abends 8½ Uhr,
im Fürſtenſaal, Grafenſtraße 20
Monats=Versammlung.
Vortrag des Herrn Telegrapheninſpektors A. Wahl
„Ausflüge und Hochtouren bei Berchtesgaden und Zell am
See”, mit Vorführung von Lichtbildern.
Die Familienangehörigen der Mitglieder und eingeführte Gäſte
ſind willkommen.
(2303
Der Vorstand.
Richard Wagner-Verein Darmstadt.
Freitag, den 24. Januar 1913, abends 8 Uhr,
— im Festsaale der Turngemeinde
zum Besten des Festhausvereins Darmstadt:
Lieder-Abend
des Darmstädter Vokalquartetts:
Frau Sophie Schmidt-llling (Sopran), Fräulein
Eise Diefenthäler (Alt), Herr Franz Müller
(Tenor) und Herr Alfred Stephani (Bass).
Am Klavier Hofkonzertmeister Ernst Schmidt und
Pro-
fessor Arnold Mendelssohn. — Der Perzina-Flügel ist aus
dem Lager der Firma Hoflieferant Karl Arnold (Ecke der
Mühl- und Erbacherstrasse),
Eintrittskarten für Nichtmitglieder: Sperrsitz im Saal zu
5 Mk., Numerierter Balkon zu 3 Mk., Galerie zu 1.50 Mk.,
Studen-
tenkarten zu 1.— Mk. und Schülerkarten (für Schüler unter 21
Jah-
ren) zu 50 Pfg. bei Heinrich Arnold, im Verkehrsbureau und
abends an der Kasse. — Beitrittserklärungen für das am
1. Januar 1913 begonnene neue Vereinsjahr, die noch vor dem
obigen Konzerte erfolgen, berechtigen zu dessen freiem Besuche.
Der Jahresbeitrag beträgt 12 Mk., für einen Sperrsitzplatz
20 Mk.
(2286
Zu obigem Konzert, das ursprünglich für den
30. Dezember vorgesehen war, haben auch diejenigen
Mit-
glieder von 1912, die dem Verein jetzt nicht mehr
an-
gehören, freien Eintritt. Gegen Vorzeigung der
Mit-
gliedskarte des Jahres 1912 wird ihnen an der
Abend-
kasse eine Eintrittskarte eingehändigt, wobei etwaige
frühere Sperrsitz-Abonnenten besonders darauf
aufmerk-
sam gemacht seien, dass inzwischen eine Neueinteilung
der Sperrsitzplätze stattgefunden hat.
Der Vorstand.
Schlafzimmer,
Hochf. Küche Ia Schreinerarb.,
Blumenkrippen, Diwan, Umbau,
Bettſtellen, Matratz., Trumeaus,
Flurgarderoben billigſt
Hügel=
ſtraße 29, Möbelwerkſtätte. (*1957
Der Herr
der am Sonntag Ueberzieher im
„Perkeo” vertauſchte, wird erſucht,
denſ. Müllerſtr. 9, I., abzug.,
andern=
falls Anzeige erfolgt.
(*1843
am
weiß. Turm
Inmmm
Mhe
(2
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Neues Programm
unter anderem:
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Gespenster e
Das Drama einer Familie
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und das übrige Schlagerprogramm!
Warmes und kaltes fliessendes Wasser in Schlafräumen.
Konferenzzimmer, Kofferraum, Garage. — Separates Wein- u. Bier-Restaurantz
Zimmer inkl. Frühstück von Mk. 3.— aufwärts. — Telephon Nr. 73.
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Das Tagesgespräch in
Darmstadt bildet:
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Hotel Europäischer Hof (G. m. b. H.)
Eröffnet 1. Januar 1913.
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rumeau, nußb., pol., billig
ab=
zugeb . Mauerſtr. 27, part (*1948
Programm
zu dem am Mittwoch, den
22. Jan., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Leib=Drag.=Regts. Nr. 24.
. „Friſch voran”, Marſch von
A. Reckling. 2. Ouverture zur Op.
Die Italiener in Algier” von G.
Roſſini. 3. „Anna, was iſt denn
mit dir ?‟, Walzer a. d. Operette
„Der liebe Auguſtin” von L. Fall.
4. „Einzug der Götter in Walhall”
aus „Das Rheingold” von Rich.
Wagner. 5. „Ach, könnt’ ich die
Welt dir ſchenken” amerikaniſches
Lied von Hayden=Clarendon.
3. „Gott mit uns”, Marſch von
M. Schröder.
„Etwas Neues, noch nie
Gesehenes, ein Einfall voh
grandios. Witz! Im ganzen
Hause ein einziges
dröhnen-
des Gelächter!
(Kunst-Lichtspiele) Rheinstraße 2,
im Schloßcafé.
„Aber unsere Kunst liegt im
Arrangement der Programme‟
Bedenken Sie
unsere Programme sind
zweifellos die Besten!
Nicht der Käfig machts, sondern
der Vogel.
1
Heute und einige Tage:
Kolossal- Programm,
einfach hervorragend.
Die beste Kopenhagener
Schau-
spielerin Frau Lilli Beck,
bekannt vom Fliegenden Zirkus
etc, her, gastiert im Film in
2 Dramen:
1) Die schwarze Maske
III Akte (s. Anmerkung).
Ein Film von vollendeter
Schönheit — sehr spannend
— Atemanhaltend —
gedie-
gen — seriös. —
2) Gebrochene
Frühlings-
rose (II Akte).
Packend! Sehr ergreifend!
Weihnachtsschmaus beim Sheriff.
Spannender Wild-West-Film
mit einem Ueberfall auf eine
Postkutsche. (2264im
Das goldene Horn (Konstantinopel)
Die Bucht, Stambul u. Galata-
Pera, Mondnacht. Die Quelle
von Tausend und eine Nacht.
— Herrliche Naturbilder. —
Lotti, Mizi und der Bullenbeißer
famoser Humor.
Humoristische Einlagen.
Anmerkung. Der neueste,
epoche-
machende Film: „Die sohwarze
Maske” seinen sehr geehrten
Stammkunden u. Besuchern zum
Abschied von Darmstadt.
Der Geschäftsführer:
Rene Tiedemann.
und weitere 8. Kunstkräffen
der internat. Schaubühnes
Nur eine Stimme
des Lobes herrscht allenthalbg
über das vorzügliche
II. Januar-Programm
Num. Park. bei Hugo de Waal
Rheinstrasse 14. (2369
ert. u. raie h
Musikbestellung. jed. Art
werdgan=
genomm. u. prima ausgef. d. Arnoldt
Mollerſtr. 36, Darmſtadt. (*1933
Gübſch. Trauerhut, wenig getrg
zu verk. Grafenſtr. 22, p. (*1946
1 22
Stühle, Korbe, Stuhle
werd. bill. u. dauerhaft geflochten
Korbreparatur. prompt ausgeführt.
Korb= und Stuhlflechterei vön
Ludwig Schmidt
2 Rundeturmſtr. 2. (*1959
Arbeit wird abgeholt. Poſtkarte gen.
Großherzogl. Hoftheater
Mittwoch, den 22. Januar 1913.
102. Abonnem.=Vorſt. A 26.
Die fünf Frankfurter.
Luſtſpiel in 3 Akten v. Carl Rößler,
Perſonen:
Die alte Frau) Minna Müller=
Gudula
Rudolph.
Briefmarkensammlung
ältere, zu kauf. geſ. Off. m. Preis
unt. A 94 a. d. Exped. (*1954mdf
Anſelm,
Nathan,
Salomon,
Karl,
Jakob,
Charlotte, Salo=
Adolf Jordan
Guſtav Semler
Richard Jürgas
Kt. Weſtermann.
Franz Schneider
mons Tochter . Käthe Gothen
Guſtav, Herzog v.
. Kurt Ehrle
Taunus
Prinzeſſin Eveline Barb. Uttmanſt
Fürſt von
Klaus=
thal=Agordo . . Heinrich Hacken
Die Fürſtin
Hanna Raffay=
Graf Fehrenberg,
Hofmarſchall .
W. Riechmann
Frau v. St. Ge=
Tilli Art’l
orges
Baron Seulberg. Emil Kroczak
Paul Eisner
Der Domherr
KabinettsratYſſel Paul Peterſen
Erſter Kammerd. K. Enzbrenner
Zweiter d. Herzogs Frz. Herrmann
Hofjuwelier Boel Herm. Knispel=
Roſa, ) im Hauſe Agn. Wisthaler
Lies= der Frau
chen, ) Gudula Em. Mühlpfort
Nach dem 1. u. 2. Akte je läng. Pauſe,
Gewöhnliche Preiſe:
Proſzeniumsloge 6.10 M.,
Mittel=
loge 6.10 M., Balkonloge 5.10 M.,
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Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
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14.—20. Reihe 3.30 M., Parterre
1.—5. Reihe 2.80 M., 6.—8. Reihe
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Anf. 7½ Uhr. Ende vor 10 Uhr.
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Donnerstag, 23. Jan. 103. Ab.=
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von Florence Macbeth. „
Rigo=
letto.‟ Gilda: Florence
Mac=
beth. Gew. Preiſe. Anf. 7½ Uhr=
Freitag, 24. Jan. 104. Ab.=Vſt.
C 27.Cavalleria
rusti-
cana.: Hierauf: „Der
Ba=
jazzo.” Gew. Pr. Anf. 7 Uhr.
Samstag, 25. Jan. Außer Ab.
Poſſen=Zyklus (zu ermäß.
Preiſen). Vierter u. letzter Abend.
Neu einſtudiert: „Der Zer=
Poſſe von Neſtroy.
iſſene‟
Anf. 7½ Uhr. (Vgl. beſ. Anzeige.)
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