Abonnementspreis
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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
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turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Anzoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
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gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der württembergiſche Landtag iſt auf den 9.
Januar 1913 einberufen worden.
In Eimswold in Norwegen fuhr beim Rodeln ein
von einem fünfjährigen Knaben geführter Schlitten, auf
dem ſich noch ſeine dreijährige Schweſter befand, in
einen tiefen Gebirgs bach. Die Mutter ſprang
den beiden Kindern nach, um ſie zu retten, verſank aber
vor den Augen des herbeieilenden Vaters. Nun ſprang
auch dieſer Frau und Kindern nach, ging aber ebenfalls
unter. Die vier Leichen ſind noch nicht geborgen.
Die Kandidatur Poincarés für die
Präſident=
ſchaft wird von der Pariſer Preſſe mit Befriedigung
begrüßt.
Der engliſche Dampfer „Marrung” ſchwebt auf
der Höhe von Uſchant am Nordende der Bucht von Bis=
Scaya in ſchwerer Seegefahr. Das Schiff iſt ſtark
beſchädigt. Mehrere Dampfer ſind zur Unterſtützung
ab=
gegangen.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Politiſche Jahresſchau.
H. Deutſchland.
— Das Jahr 1912 geht zur Rüſte, mit wenig
Be=
dauern ſieht man es ſcheiden, denn es war kein Jahr der
„Freude, an inneren und äußeren Wirren iſt es reich
ge=
weſen, und wenn etwas tröſten kann, ſo iſt es der ſich
(Ende des Jahres erfreulicherweiſe eröffnende Ausblick,
fdaß die Dinge ſich jetzt zum Beſſern wenden werden.
Auch bei uns in Deutſchland ſah es nicht zum Beſten aus,
auf dem Gebiete der inneren Politik gab es ſcharfe
Diffe=
frenzen, und was die Außenpolitik anlangt, ſo drohte uns
die Gefahr eines folgenſchweren ungeheuren Krieges. Der
Anfang des Jahres 1912 brachte uns den Kampf, der
(Reichstagswahl, der mit der größten Erbitterung geführt
ſwurde, und wenn man auch auf einen beträchtlichen
Zu=
twachs der Sozialdemokratie gerechnet hatte, ſo kam das
Endreſultat doch überraſchend da 110 Sozialdemokraten
ihren Einzug im Wallotbau hielten. Die Situation im
Reichstage hatte ſich dahin verſchoben, daß die Linke über
eine, wenn auch geringe, Mehrheit verfügte, und es war
begreiflich, daß es nicht an Prophezeiungen fehlte, die
die=
ſſem Reichstage eine nur kurze Lebensdauer ankündigten.
Und doch iſt es beſſer gegangen, als man geglaubt hatte,
denn in einer ganzen Reihe von Fragen iſt die bürgerliche
fLinke mit den übrigen Parteien zuſammengegangen, und
Werr von Beihmann Hollweg könnte mit dem, was er er=
Freicht hat, zufrieden ſein. Namentlich in den Fragen der
ſLandesverteidigung ſteht eine kompakte Mehrheit in einer
Stärke zur Verfügung, wie man ſie in früheren Jahren
fnicht kannte. Auch muß man anerkennen, daß der neue
zReichstag bei einer ganzen Reihe von Vorlagen ſchnell und
prompt und vor allem auch zur Zufriedenheit der Nation
zgearbeitet hat. Freilich drückte und drückt auch heute noch
manch ſchwere Sorge das deutſche Volk, ohne daß es auf
parlamentariſchem Wege gelungen wäre die Laſt zu
be=
kſeitigen, und dies gilt in erſter Linie von der herrſchenden
Fleiſchteuerung, die nach wie vor beſteht, ohne daß die
cparlamentariſche Kampagne eine ſonderliche Beſſerung
ſherbeigeführt hätte. Immerhin muß man es dem
Reichs=
ſkanzler danken, daß er durch verſchiedene Maßnahmen die
Fleiſchzufuhr aus dem Auslande erleichterte und ſo einer
iganzen Reihe von kommunalen Verwaltungen es
ermög=
licht hat, billigeres Fleiſch zu lieſern. Eine weitere
Ver=
tänderung der innerpolitiſchen Kanſtellation brachte in der
letzten Zeit die Jeſuitenfrage, die infolge des bekannten
bayeriſchen Erlaſſes lange die Gemüter auf das lebhafteſte
beſchäftigt hatte. Nach eingehenden Beratungen beſchloß
der Bundesrat, daß die bayeriſche Auslegung nicht die
richtige ſei. Wie die Dinge ſich weiter entwickeln werden,
läßt ſich heute noch nicht ſagen, indeſſen braucht ſich Herr
von Bethmann Hollweg, wenn er ſie noch nicht hätte,
dar=
über keine grauen Haare wachſen zu laſſen, denn trotz der
angekündigten Fehde dürfte das Zentrum bei wichtigen
Geſetzesvorlagen doch mit ja ſtimmen, um ſie nicht zu
Falle zu bringen. In einer Frage dürfte allerdings die
Regierung wenig Glück haben, und das iſt das Petro=
Aeum=Vertriebsmonopol, das aller Vorausſicht nach
zu=
mindeſtens in der von der Regierung vorgeſchlagenen
(Form ſcheitern dürfte.
Auch in den einzelnen Bundesſtaaten hat es an
wich=
itigen Ereigniſſen nicht gefehlt Bayern hat kurz vor
Jah=
resſchluß ſeinen langjährigen trefflichen Regenten
Luit=
pold durch den Tod verloren, und mit Bayern teilte ganz
Deutſchland die Trauer über den Verluſt eines Mannes,
der, einſt mehr als kühl empfangen es doch verſtand, ſich
aller Herzen zu erobern und in ſtiller, aber zielbewußter
und die Rechte des Volkes ſtets achtender Form die
Ent=
wicklung des Landes zu fördern beſtrebt war. Wie er, iſt
auch ſein Nachfolger, Prinz Ludwig, von kerndeutſcher
Ge=
ſinnung erfüllt, und die Herzlichkeit der Beziehungen
zwi=
ſchen Hohenzollern und Wittelsbachern bewies die
per=
ſönliche Teilnahme des Kaiſers mit mehreren ſeiner Söhne
an der Beiſetzung Luitpolds. Sein Tod brachte die
Re=
gentſchaftsfrage erneut zur Aufrollung, allgemein glaubte
man an eine bevorſtehende Verfaſſungsänderung, die es
dem neuen Regenten ermöglichen würde, die Königswürde
mzunehmen, aber in dieſer Erwartung hat man ſich doch
getäuſcht, bei einzelnen Parteien erhoben ſich gewiſſe
ver=
faſſungsrechtliche Bedenken und ſo hat der Prinz=Regent
aus eigener Initiative erſucht, von dem Plane Abſtand zu
nehmen, da die daran ſich knüpfende Diskuſſion ihm
pein=
lich ſein mußte. — In Württemberg haben Neuwahlen
ſtattgefunden, die der Volksvertretung ein anderes Geſicht
gegeben haben, nur daß hier die Schwenkung nach rechts
gekommen iſt. Beide Seiten, links und rechts, haben die
gleiche Zahl von Mandaten, je 46, und die parlamentariſche
Arbeit wird unter dieſen Umſtänden eine ziemlich
ſchwie=
rige ſein. — In Sachſen iſt die große Volksſchulvorlage
geſcheitert, nachdem ſie in der Zweiten Kammer eine Form
erhalten hatte, die der Erſten Kammer wie der Regierung
nicht genehm war. Es wird daher in dieſer Hinſicht in
Sachſen alles beim alten bleiben. Auch der Kultusminiſter
beabſichtigt nicht, aus dieſem Fiasko die Konſequenzen zu
ziehen.
In der äußeren Politik brachten, wie erwähnt, die
Balkanwirren die Gefahr einer kriegeriſchen Verwicklung
auch für Deutſchland, und wenn auch der politiſche
Hori=
zont ſich aufgehellt hat, ſo heißt es für Deutſchland, die
Augen offen halten, da ein kleiner Anlaß folgenſchwere
Verwicklungen nach ſich ziehen kann. Erfreulicherweiſe hat
ſich gerade in den letzten Monaten ein zielbewußtes
ein=
heitliches Vorgehen der Dreibundſtaaten herausgeſtellt, die
Beziehungen untereinander waren ſelten ſo aufrichtig wie
jetzt, und die mehrfachen gegenſeitigen Ausſprachen der
leitenden Perſönlichkeiten hatten das Ergebnis, daß der
Dreibund unverändert. erneuert worden iſt. Man hatte
vielfach auf ein Abſchwenken Italiens gerechnet,
zuminde=
ſtens erwartet, daß dieſes ſich weitgehende Sonderrechte
ſichern würde, aber nichts von alledem. und man hat
mehr=
fach der Welt gezeigt, daß mit der Feſtigkeit und
Einmütig=
keit des Dreibundes als Gegengewicht zur Triple=Entente
unbedingt gerechnet werden muß. Unſere Beziehungen
zu den übrigen Mächten haben keine ſonderlichen
Verände=
rungen erfahren, vor allen Dingen wenigſtens keine
Ver=
ſchlechterung, und der Marokkovertrag mit Frankreich hat
manche Differenzen aus dem Wege geräumt, wenn er auch
verſchiedentlich in Deutſchland mit recht gemiſchten
Gefüh=
len aufgenommen worden iſt, weil man glaubte, daß wir
zu ſchlecht dabei weggekommen wären. Das Verhältnis zu
England iſt ziemlich das gleiche geblieben. Die Politik
Greys wurzelt unbedingt auf der Triple=Entente, die für
ihn ein gefügiges Werkzeug darſtellt. Von Bedeutung für
die Beziehungen hätte vielleicht die Entſendung des
Frei=
herrn von Marſchall auf den Londoner Botſchafterpoſten
werden können, leider iſt dieſe Hoffnung durch den Tod
dieſes trefflichen Diplomaten zu Waſſer geworden. Unſer
Verhältnis zu Rußland war infolge der Potsdamer
Ab=
machung im großen und ganzen ein recht gutes, und es
ſteht wohl außer Frage, daß Deutſchland bei der Zuſpitzung
der Dinge zwiſchen Rußland und Oeſterreich nach beiden
Seiten hin vermittelnd eingegriffen hat. Die treue
Be=
kundung unſerer Sekundantenrolle gegenüber Oeſterreich=
Ungarn und der energiſche Ton, den dabei der
Reichskanz=
ler anſchlug, hat ſeinen Eindruck nirgends verfehlt. Es hat
ſich gezeiot, daß man ſich in Deutſchland noch immer ſtark
genug fühlt, die Güter der Nation zu ſchützen und daß man
ſich in dieſem Beſtreben in Deutſchland einig weiß.
Die Präſidentſchaftskandidatur
Poincarés.
* Eine Note der Agence Havas beſagt: Nachdem
zahl=
reiche republikaniſche Senatoren und Deputierte ſeit
eini=
gen Tagen bei dem Miniſterpräſidenten
Poin=
caré Schritte unternommen haben, um ihn zu
beſtim=
men, ſeine Kandidatur für die Präſidentſchaft der Republik
aufzuſtellen, ließ ſie der Miniſterpräſident von ſeiner
Ein=
willigung in Kenntnis ſetzen. Die Kandidatur
Poin=
carés für die Präſidentſchaft der Republik wird von
meh=
reren Pariſer Blättern mit Befriedigung begrüßt.
Der gemäßigte Figaro ſchreibt: Der Nebel iſt
end=
lich zerſtreut. Wir kennen den Mann, der am 17. Januar
aus der Wahlurne hervorgehen wird, noch nicht. Aber
Frankreich beſitzt endlich einen Mann, der öffentlich die
große Ehre angenommen hat, ſein Vertreter zu ſein, wenn
die Nationalverſammlung ihn wählen ſollte Das eine iſt
ſicher, daß Poincaré morgen Präſident der Republik wäre.
wenn das Land befragt würde. Das Land kennt den Ernſt
der internationalen Lage und weiß, welche angeſehene
Stellung Poincaré ſich zum Nutzen Frankreichs nach außen
und nach innen errungen hat. Er hat in der glücklichſten
Weiſe der Sache Frankreichs gedient, für den Frieden
ge=
kämpft und am unzweideutigſten vor Europa die
unzer=
ſtörbaren Bande der Triple=Entente bekräftigt. Es iſt auch
mehr der Miniſter des Aeußern, als der Miniſterpräſident,
der als Kandidat für das Elyſée vorgeſchlagen wird. Er
würde als Staatsoberhaupt für die weiſe Fortſetzung
ſei=
ner vorſichtigen äußeren Politik ſorgen. — Die radikale
Lanterne ſagt: Der Entſchluß Poincares wird
nieman=
den überraſchen, der weiß, wie dringend er ſeit der
Wei=
gerung Bourgeois’ von zahlreichen Republikanern erſucht
wurde, die Kandidatur anzunehmen. Man kann nur
wün=
ſchen, daß er jene Verworrenheit beſeitigt, welche die
be=
vorſtehende Präſidentenwahl in der republikaniſchen
Par=
tei verurſacht hat.— Das Echo de Paris behauptet, daß
auch Ribot ſeine Kandidatur aufſtellen werde, ebenſo
würden Kammerpräſident Deschanel und Senatspräſident
Duboſt ihre Bewerbungen um die Präſidentſchaft
aufrecht=
erhalten.
Deutſches Reich.
Eineneue Anfrage im Reichstage. Im
Reichstage hat der Abg. Werner=Hersfeld (Refpt.) eine
Anfrage an den Reichskanzler gerichtet, ob ihm bekannt
ſei, daß die mittleren Poſtbeamten eine verſchiedenartige
Behandlung der aus dem Zivil= und
Militäranwärter=
ſtande hervorgegangenen Aſſiſtenten in bezug auf
Beför=
derungs= und Beſoldungsverhältniſſe erſtrebten, und ob
eine ſolche unterſchiedliche Behandlung mit den
maß=
gebenden Verwaltungsgrundſätzen in Einklang zu
brin=
gen ſei. — Die Antwort ſoll ſchriftlich erfolgen.
Reich und Bundesſtaaten. Wie Berliner
Blätter erfahren, wird dem Bundesrat bald nach Neujahr
eine Vorlage zugehen, die die Bemeſſung der
Entſchä=
digungen anders regelt, die den Bundesſtaaten für die
ihnen durch die Erhebung der Zölle und indirekten Steuern
erwachſenden Koſten gewährt werden. Es hat ſich im
Laufe der Zeit herausgeſtellt, daß die Formel, nach der
dieſe Entſchädigung erfolgt, vielfach unzulänglich iſt. Mit
Rückſicht darauf ſoll ſie einer Aenderung unterzogen
wer=
den. Es läßt ſich ſchon jetzt ſagen, daß Preußen bei der
Neuregelung ein Opfer bringen wird.
— Ueber die Bayeriſche Staatszeit ung,
das zum 1. Januar erſcheinende bayeriſche
Regierungs=
organ, veröffentlicht die Münchener Poſt allerlei
Einzel=
heiten. Falls die Angaben des Blattes über die
Organi=
ſation und Ausgeſtaltung der Staatszeitung auf
Wahr=
heit beruhen, bedeutet die neue Bayeriſche Staatszeitung
nicht mehr und nicht weniger als einen Verſuch, die
ge=
ſamte große Preſſe in Bayern lahmzulegen. Das neue
Blatt ſoll berufen ſein, die übrige bayeriſche Preſſe
aus=
zuſchalten, ſoweit regierungsſeitige und polizeiliche
In=
formationen in Frage kommen, ſo daß alſo in Zukunft
allein dieſes Organ noch amtlich mit Nachrichten geſpeiſt
werden ſoll. Bezeichnend iſt weiter, daß das Blatt auch
von den bayriſchen Geſandten im Auslande alle Woche
eine genaue Wochenrundſchau erhalten ſoll, da die geſamte
bayeriſche Preſſe, ſoweit die auswärtige Politik in Frage
kommt, minderwertig bedient ſei.
— Die badiſche Geſandtſchaft in
Mün=
chen. Der badiſche Geſandte in München wurde, nachdem
der Landtag die Mittel für dieſen Poſten nicht mehr
be=
willigt hat, mit Wirkung auf 1. Januar kommenden
Jah=
res einſtweilen in den Ruheſtand verſetzt. Gleichzeitig
wird mitgeteilt, daß der Großherzog von Baden aus
Eige=
nem die Mittel bereitſtellt, um den bisherigen Geſandten
auch nach Verſetzung in den einſtweiligen Ruheſtand auf
dem Poſten zu belaſſen. Der Geſandte hat für die Dauer
dieſer Zuwendung, die ſtets widerruflich iſt, auf ſein
Ruhe=
gehalt verzichtet. Damit iſt der Zuſtand wiederbergeſtellt.
wie er bereits 1894 bis 1908 beſtanden hat.
Ausland.
Frankreich.
Beſchleunigung der Schiffsbauten. Aus
Lorient wird gemeldet: Der Marineminiſter will den Bau
der in dem neuen Flottenbauprogramm vorgeſehenen
Panzerſchiffe beſchleunigen. Er will zu dieſem Behuf dem
Seepräfekten mitteilen, daß er vom Parlament die
Er=
mächtigung verlangen werde, die Kiellegung des auf der
Werft von Lorient im Jahre 1914 zu erbauenden
Panzer=
ſchiffes anſtatt am 1. Januar 1914 bereits am 1. Otober
1913 vorzunehmen.
Antimilitarismus in der Schule.
Die=
ſer Tage wurde die Pariſer Unterrichtsbehörde davon
ver=
ſtändigt, daß mehrere Zöglinge einer Pariſer Realſchule
antimilitariſtiſche und revolutionäre Flugſchriften unter
ihre Mitſkchüler verteilt haben. Wie nun offiziös
mitge=
teilt wird, iſt es durch ſtrenge Ueberwachung gelungen,
die=
ſen Treibereien ein Ende zu machen.
England.
Eine engliſche Note in der Opiumfrage.
Aus Peking wird gemeldet, daß Sir John Jordan, der
dortige britiſche Geſandte, der chineſiſchen Regierung eine
Note überreichte, in der erklärt wird, daß die Haltung der
chineſiſchen Provinzen in der Opiumfrage eine ſchwere
Verletzung der britiſch=chineſiſchen Verträge bedeute und
ganz ungerechtfertigt ſei. Die britiſche Regierung werde
ſehr ſcharfe Maßregeln ergreifen, wenn China ſeinen
Ver=
pflichtungen nicht nachkomme. Englands Standpunkt iſt
folgender: Die Opiumeinfuhr ſollte nur ſtaffelweiſe
ver=
mindert werden; tatſächlich häuft ſich aber in Indien eine
Seite 2.
Nummer 305
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 28. Dezember 1912.
ungeheure Maſſe Opium an, die unverkäuflich bleibe.
Außerdem ſei die Opiumproduktion in chineſiſchen
Pro=
vinzen ungeachtet der gegenteiligen geſetzlichen
Beſtim=
mungen nicht abgeſchafft. China ſteht dagegen auf dem
Standpunkt, daß die Anhäufung des Opiums in Indien
eine Folge der Spekulation der Händler ſei, daß der
Ver=
kauf von Opium nicht garantiert ſei, und daß keine
Ver=
letzung der Verträge vorliege. Weiter wird aus Peking
gedrahtet, daß in Shanghai trotz aller Gegenbemühungen
der chineſiſchen Regierung für elf Millionen Pfund
Ster=
ling indiſches Opium aufgeſtapelt iſt. In verſchiedenen
Jangtſeprovinzen wird energiſch gegen den Opiumhandel
gearbeitet. Man wünſcht ſogar die Abſchaffung der
eng=
liſch=chineſiſchen Konvention, die bis 1916 eine allmähliche
Unterdrückung des Opiumhandels vorſieht. Gelingt es
der gegenwärtigen Agitation, den Opiumhandel noch mehr
als bisher einzuſchränken, ſo droht eine ſchwere
Finanz=
kriſe; denn drei britiſche Banken ſind mit ſehr hohen
Sum=
men beteiligt.
Rußland.
Die auswärtige Politik. In der Reichsduma
erörterte der Miniſterpräſident die innere Politik und
ſchloß ſeine Rede mit folgender Feſtſtellung: Wie groß auch
immer die Verſchiedenheit der Anſichten und Meinungen
über die Lage im Innern und über die Abſichten der
Re=
gierung iſt, dieſe Verſchiedenheit verſchwindet bei der
Be=
urteilung der auswärtigen Lage. Das iſt ein großer Troſt
und beweiſt, daß die Leitung der auswärtigen Politik
Rußlands gut und gerecht iſt, da ſie begründet iſt auf den
hiſtoriſchen Traditionen des ruſſiſchen Reiches und auf
dem Schutze der wahren Intereſſen des Vaterlandes.
Griechenland.
Schiffsbauten. Das Kabinett hat beſchloſſen,
die Baupläne für das bereits bei der Vulkanwerft in
Stettin beſtellte Schlachtſchiff ſo abzuändern, daß das
Schiff in ſeiner Offenſiv= und Defenſivkraft den
modern=
ſten Anforderungen entſpricht. Es wird nun ſtatt des
an=
fangs beabſichtigten Deplacements von 13 000 Tonnen ein
ſolches von 19500 Tonnen erhalten. Die Hauptarmierung
wird aus acht Geſchützen von 356 Millimeter Kaliber
be=
ſtehen, die in vier Türmen in der Mittſchiffslinie
aufge=
ſtellt ſind. Die Geſchwindigkeit wird von 21,5 auf 23
Kno=
ten erhöht. Die neuen Kontrakte wurden bereits mit
Ver=
tretern des Vulkan unterzeichnet.
Perſien.
Aufruhr der Bachtiaren. Der General=
Schatz=
meiſter Mornard, ein Belgier, wurde am Mittwoch in das
Haus des Premierminiſters gerufen und fand die
Um=
gebung und den Garten voll von bewaffneten Bachtiaren,
welche eine drohende Haltung einnahmen. Im Hauſe des
Premierminiſters waren alle Miniſter mit Ausnahme des
Miniſters des Aeußern verſammelt. Nach einer
Er=
örterung der finanziellen Lage, in der Mornard ſeine
An=
ſicht ausdrückte, daß unmöglich Geldmittel zu erhalten
ſeien, wenn nicht die Eiſenbahnverhandlungen geſchloſſen
würden, äußerte Mornard auf eine Bemerkung des
Pre=
mierminiſters, es gebe kein Geld für die Bachtiaren.
Darauf verließ der Kriegsminiſter, der ein Bachtiare iſt,
das Zimmer. Unmittelbar darauf entſtand ein furchtbarer
Aufruhr der Bachtiaren, welche Mornards Kutſcher und
Gendarmerieeskorte ernſtlich mißhandelten. Der engliſche,
der ruſſiſche und der belgiſche Geſandte erhoben ernſtliche
Vorſtellungen bei dem Premierminiſter, welcher
Be=
ſtrafungen der Demonſtranten verſprach. In
Verſamm=
lungen aller Klaſſen der Bevölkerung wurde beſchloſſen,
das Kabinett telegraphiſch um die Uebergabe der
Ver=
waltung des Landes an Saad ed Dauleh zu erſuchen. Im
Falle der Nichterfüllung der Forderung wäre zu befürchten,
daß ſich die Bachtiaren nicht unterordnen.
* Südweſtafrikaniſche
Diamantförde=
rung. In der Preſſe des Schutzgebietes finden ſich
An=
gaben über die geſamten ſeit dem Jahre 1908 bis Ende
September 1912 von der Diamantregie verwerteten
ſüd=
weſtafrikaniſchen Diamanten. Im Jahre 1908, wo
bekannt=
lich im Juli die erſten glitzernden Steine bei Lüderitzbucht
gefunden wurden, verkaufte die Regie rund 16000 Karat
zum Preiſe von 343000 Mark, ſo daß der Erlös
durch=
ſchnittlich 21,75 Mark auf das Karat betrug. Im Jahre
1909 bis 1910 wurden verkauft 790000 Karat für
insge=
ſamt 21049000 Mark, was einem Durchſchnittserlös von
29,67 Mark entſpricht. Im Jahre 1910 bis 1911 wurden
verkauft 793000 Karat im Werte von etwa über 20¾
Mil=
lionen Mark, ſo daß der Durchſchnittserlös nur wenig über
26 Mark betrug. Er ſank im nächſten Berichtsjahr auf
25,81 Mark, denn die Verkaufsmenge aing herab auf
766 000 Karat im Werte von 19 785000 Mark. Das letzte
Jahr hat eine weſentliche Verbeſſerung gebracht. Zwar
war die Ausbeute des Monats Mai mit 61000 Karat
ge=
ringer als der Durchſchnittsmonat der Vorjahre, aber der
Durchſchnittserlös war höher, und die folgenden Monate
haben noch beſſere Erträge ergeben, insbeſondere, ſeitdem
vom September ab die Pomonagrube in Angriff
genom=
men worden iſt. So wird der Geſamterlös dieſes
Mo=
nats in der erwähnten Nachweiſung mit 2.8 Millionen
Mark geſchätzt. Insgeſamt ſind alſo ſeit Juli 1908 bis
Ende September 1912 in Deutſch=Südweſtafrika für rund
73 Millionen Mark Diamanten gefördert und verkauft
worden.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 28. Dezember.
* Vom Hofe. Am Dienstag nachmittag 4¾ Uhr
fand im Neuen Palais Weihnachtsbeſcherung für die
Hofdienerſchaft ſtatt und am Mittwoch nachmittag 4 Uhr
im Alten Palais diejenige für die Kinder der
Hofdiener=
ſchaft. — Die Großherzoglichen Herrſchaften beſuchten
am 1. Weihnachtsfeiertag vormittags 6 Uhr und 10 Uhr
den Gottesdienſt in der Hofkirche. — Freiherr von Wolff=
Waldenrode nahm am 2. Weihnachtsfeiertag an der
Frühſtückstafel im Neuen Palais teil. (Darmſt. Ztg.)
* Perſonalien von der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſen=
bahngemeinſchaft. Se. Königl. Hoheit der
Großher=
zog haben den Bahnhofsvorſtehern Georg Schmidt
zu Joſſa, Jakob Eſchborn zu Selters i. W.; dem
Bahnhofsverwalter Heinrich Achenbach zu Rennerod;
dem Oberbahnaſſiſtenten Karl Reichert zu Frankfurt
a. M.; den Eiſenbahnaſſiſtenten Georg Löb Anton
Degenhart zu Frankfurt a. M. und Friedrich
Bäuerlen zu Fulda und dem Werkführer Chriſtian
Helfmann zu Frankfurt a. M.; den
Bahnhofsauf=
ſehern Karl Schäfer zu Dorheim, Philipp Kaiſer zu
Lieblos; den Eiſenbahnunteraſſiſtenten Georg Schmidt
zu Offenbach a. M., Karl Dönges zu Burg= und
Nieder=Gemünden, Andreas Hohmeyer zu Nauſis,
Anton Wagner zu Gladenbach; den Lokomotivführern
Wilhelm Franz und Jakob Friedrich zu Gießen,
Wilhelm Beckenhaub zu Ober=Roden; den
Zug=
führern Wilhelm Schmidt und Karl Erk zu Nidda,
Wilhelm Häuſer, Johannes Honig, Heinrich
Linckmann, Georg Dönges, Franz Günther
und Johannes Faber zu Gießen; den Weichenſtellern
1. Klaſſe Georg Cezanne zu Goldſtein, Wilhelm
Walther Heinrich Keßler, Heinrich Mäſer und
Chriſtian Möſer zu Gießen die unkündbare Anſtellung
verliehen.
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den Fagottbläſer in der Hofkapelle Guſtav
Wendorf zum Großh. Hofmuſiker.
* Verliehen wurde das Ehrenzeichen für Mitglieder
Freiwilliger Feuerwehren durch Entſchließung Sr. Königl.
Hoheit des Großherzogs an Heinrich
Eſchen=
felder II. und Franz Ludwig Nolte, beide zu
Oſthofen.
* In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog mit Wirkung vom 1. Januar
1913 an, den Hofwagenwärter Ludwig Metzger bis
zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit und den Hof=
ſtallbeiknecht Jakob Helmus aus Gumbsheim, Kreis
Alzey, zum Hofwagenwärter ernannt.
* Erledigte Stellen. Die Stelle eines
Real=
lehrers an der Auguſtinerſchule (Gymnaſium und
Real=
ſchule) in Friedberg vom 1. Januar 1913 an. Der
Stelleninhaber muß Schülerchor und Schülerorcheſter
leiten können. Meldungen ſind bis zum 15. Januar bei
der vorgeſetzten Kreisſchulkommiſſion oder Direktion
ein=
zureichen und von dieſer mit Würdigung der
Mini=
ſterialabteilung für Schulangelegenheiten vorzulegen. —
Die mit einem evangeliſchen Lehrer zu beſetzende
erſte Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Rimhorn,
Kreis Erbach. Mit der Stelle iſt Organiſtendienſt
ver=
bunden. Dem Herrn Fürſten zu Löwenſtein=Wertheim=
Roſenberg und dem Herrn Fürſten und Grafen zu
Erbach=Schönberg ſteht das Präſentationsrecht zu. —
Die mit einem evangeliſchen Lehrer zu beſetzende
zweite Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu
Glau=
bera, Kreis Büdingen.
* Geh. Medizinalrat Dr. Lehr . Am Donnerstag
morgen iſt Geh. Medizinalrat Dr. Ludwig Lehr im=
Alter von faſt 64 Jahren geſtorben. Er war am 16.
Ja=
nuar 1849 in Michelſtadt geboren. Nach ſeiner
Maturi=
tätsprüfung im Herbſt 1867 widmete er ſich dem Studium
der Medizin. Noch während ſeiner Studienzeit betätigte
er ſich, der Darmſt. Ztg. zufolge, im Kriegsjahr als
Aſſi=
ſtenzarzt am Garniſonlazarett in Darmſtadt. Seine
Pro=
motion zum Dr. med. und ſeine Approbation als Arzt
er=
folgten im Juni 1873 nach „ſehr gut” beſtandenem Examen.
Sofort nach der Prüfung trat Lehr als zweiter
Aſſiſtenz=
arzt am Landeshoſpital Hofheim, der heutigen Landes=
Heil= und Pflegeanſtalt Philippshoſpital, ein, wo er im
Jahre 1875 in die Stellung des erſten Aſſiſtenzarztes
ein=
rückte. Im April 1877 beſtand er die Staatsprüfung für
das Medizinalfach. Von 1878 bis 1883 war er praktiſcher
Arzt in Flomborn. — Durch dieſe Laufbahn für den
Staatsdienſt vorzüglich vorbereitet, wurde er am 8.
Sepz=
tember 1883 zum Kreis=Aſſiſtenzarzt für die Kreiſe Schotten
und Büdingen mit dem Amtsſitz in Gedern ernannt. Ein
Jahr ſpäter wurde er Kreis=Aſſiſtenzarzt in Offenbach und
1885 Kreis=Aſſiſtenzarzt in Mainz. Dort machte er ſich bei
der Bekämpfung der Cholera verdient, die im Jahre 1886
in den beiden Vororten von Mainz, Gonſenheim und
Fin=
then, ganz unerwartet, und als einziger Seuchenherd in
Deutſchland, ausgebrochen war. 1888 wurde er Kreisarzt
in Heppenheim und 1890 Kreisarzt in Oppenheim; ſeit
dem 6. Juni 1891 wirkte er als Kreisarzt in Darmſtadt.
Im Jahre 1896 erfolgte ſeine Ernennung zum
Medizinal=
rat, 1905 die Verleihung des Philipp=Ordens erſter Klaſſe,
1911 die Ernennung zum Geheimen Medizinalrat. Mit
gründlichem Wiſſen und einer reichen Erfahrung auf allen
Gebieten kreisärztlicher Tätigkeit verband der
Dahinge=
ſchiedene perſönliche Anſpruchsloſigkeit und Beſcheidenheit.
Ein ehrenvolles Andenken bei allen, die ihn kannten, iſt ihm
ſicher. R. i. p.
Vom Großh. Hoftheater. Heute wird nach längerer
Pauſe Offenbachs burleske Operette „Die ſchöne Heleng”
als 85. Abonnementsvorſtellung, Buchſt. B 22, bei kleinen
Preiſen zur Aufführung gelangen. Am Sonntag
nach=
mittag wird der Zyklus der Volksvorſtellungen zu
er=
mäßigten Preiſen mit einer Aufführung des Kraatz=
Neal=
ſchen Schwankes „Der Hochtouriſt” weitergeleitet. Der
Vorverkauf, der bis Samstag abend im Verkehrsbureau
ſtattfindet, wird auch am Tage der Vorſtellung von 11 Uhr
vormittags ab an der Hoſtheaterkaſſe aufrecht erhalten.
Am Sonntag gelangt zum erſten Male in dieſer Spielzeit
„Rienzi” zur Aufführung. (86. Abonnementsvorſtellung,
Buchſtabe D 21.) Die muſikaliſche Leitung hat Herr
Hof=
rat de Haan. Für Montag iſt eine Repriſe von „Undine‟
mit Katharina Jüttner in der Titelrolle bei kleinen
Prei=
ſen angeſetzt. — Die Wahl für die Silveſtervorſtellung
fiel auf Neſtroys Poſſe „Lumpazivagabundus” in deren
zweiten Akt ein Konzert eingelegt wurde, in welchem
neben Elſa Laura von Wolzogen erſte Opernſoliſten des
Enſembles neben den Komikern mit Vorträgen mitwirken
werden.
O Von der Techniſchen Hochſchule. Der ordentliche
Profeſſor der Mathematik an der hieſigen Techniſchen
Hochſchule Herr Dr. Jakob Horn hat einen ehrenvollen
Ruf als ordentlicher Profeſſor an die Großherzogliche
Landesuniverſität zu Gießen erhalten. Hoffentlich gelingt
es, die bewährte Kraft unſerer Hochſchule zu erhalten.
Rentenquittungen. Trotz mehrfacher
Bekannt=
machungen ſind die Rentenempfänger zum größten Teil
immer noch nicht richtig unterrichtet darüber, welches die
alten und welches die neuen Quittungsformulare
Die deutſchen Ausgrabungen
von Numantia.
** Eine Großtat deutſcher Wiſſenſchaft auf ſpaniſchem
Boden bedeutet die in acht Kampagnen von 1905 bis 1912
unternommene Ausgrabung der altberühmten
keltiberi=
ſchen Stadt Numantia und der 14 römiſchen
Lager, die zu ihrer Belagerung und endlichen
Ver=
nichtung angelegt wurden. Der Tatkraft und dem
Finder=
glück eines deutſchen Gelehrten, Profeſſor Adolf
Schul=
ten iſt es zu danken, daß die von Scipio zerſtörte Feſte
mit ihren merkwürdigen Altertümern wieder gefunden
wurde und daß man durch die Aufdeckung der Lager einen
wertvollen, ganz neuartigen Einblick in das altrömiſche
Kriegsweſen erhielt. In einer umfaſſenden Abhandlung
in der Internationalen Monatsſchrift berichtet der
glück=
liche Entdecker von ſeinen Arbeiten und gibt zum erſten
Male eine abgeſchloſſene Darſtellung der gewonnenen
Reſultate.
Nach dem furchtbaren Strafgericht, das Scipio über
die ein Jahrzehnt lang ſich heldenmütig bis zum letzten
Mann verteidigende Stadt gehalten hatte, war der Name
Numantia vom Erdboden verſchwunden; ihr Ruhm
wurde erſt wieder in der Renaiſſance lebendig, als man
aus den alten Schriftſtellern von dem heroiſchen
Frei=
heitskampf der Keltiberer hörte. Man nahm ſchon damals
an, daß die Stadt auf dem Hügel von Garray gelegen
habe; aber Ausgrabungen, die das hätten beweiſen
kön=
nen, wurden erſt in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts
von dem Ingenieur Edoardo Saavedra unternommen,
der jedoch nur Reſte einer römiſchen Stadt, nicht einer
älteren iberiſchen fand. So war dem Zweifel über die
Lage von Numantia neue Nahrung gegeben, bis endlich
Schulten die Löſung der heiß umſtrittenen Frage brachte.
Nachdem er zunächſt in einer philologiſchen Schrift die
Bedeutung der Schilderung Appians erwieſen und
ge=
zeigt hatte, daß dieſe Beſchreibung des alten Numantia
auf Polybius, den Begleiter Scipios und Augenzeugen
der Belagerung von Numantia, zurückging, begab er ſich
nach Spanien und begann auf eigene Hand am 12. Auguſt
mit fünf Arbeitern die Grabungen auf dem Hügel von
Garray. Schon nach wenigen Stunden zeigte ſich, daß
unter dem Niveau des alten römiſchen Provinzſtädtchens,
das unter Auguſtus entſtanden war, in rotem, von ver=
brannten Lehmziegeln herrührenden Schutt Stücke von
gemalten iberiſchen Gefäßen zum Vorſchein kam. Nun
war kein Zweifel mehr möglich: die alte Ibererſtadt
Nu=
mantia war gefunden. Ueberall kam der rote
Schutt, der durch heftiges Feuer zerſtörten und rot
ge=
brannten Lehmziegelwände zum Vorſchein.
Der Fund erregte das höchſte Aufſehen in Spanien,
nicht nur bei der Regierung, ſondern auch beim Volke;
man verlangte die Fortführung der Grabungen durch
Spanien, und ein Blatt leiſtete ſich den ſchönen Satz, die
Wellen des Duero müßten ſich ſchwarz färben ob der
Schmach, daß fremde Hände die Aſche der Numantiner
berührten. Die ſpaniſche Regierung aber hob die einmal
gegebene Erlaubnis nicht auf, und ſo gelang es Schulten,
ein Bild der ganzen Stadt zu gewinnen. Die
Altſtadt von Numantia lag auf einem kleinen, nur ſieben
Hektar großen Plateau des Hügels und war von einer
breiten Mauer umgeben; die jüngere Unterſtadt erſtreckte
ſich auf Terraſſen den Berg hinab. Dieſe kunſtvoll erbaute
Anſiedelung war eine Lehmziegelſtadt. Die Häuſer
ſind 11—12 Meter lang und haben nur drei Räume, einen
unterkellerten Vorratsraum nach vorn, in der Mitte den
Herd=, hinten den Schlafraum. Der Kellerraum diente
zu=
gleich als Winterwohnung und Spinnſtube der Weiber.
Der Hausrat war ſehr primitiv. In erſtaunlicher
Menge ſind tönerne Gefäße mit reicher Ornamentik
vor=
handen. Die Keltiberer beſaßen eine mannigfaltige,
ur=
ſprünglich von griechiſchen Muſtern abhängige, dann aber
ſelbſtändig weiter entwickelte Töpferinduſtrie. Unter der
iberiſchen Stadt wurden zwei prähiſtoriſche
An=
ſiedelungen gefunden, die von den Ligurern und
Kelten angelegt ſein mögen. In drei weiteren Kampagnen
von 1906 bis 1908 entdeckte nun der Forſcher die ſieben
Lager Scipios: die Topographie einer der
berühm=
ten Stätten des Altertums und ein Stück altrömiſcher
Geſchichte war wiedergewonnen. Während man bisher
nur Lager aus der Kaiſerzeit beſaß, waren hier ſolche
aus dem Jahre 133 v. Chr. gefunden, und damit die
Ge=
ſchichte eines römiſchen Lagers um 200 Jahre nach
rück=
wärts erweitert. Das Hauptquartier des Scivio, die
mächtigen Uferkaſtelle und die breiten, mit Türmen und
Geſchützen beſetzten Lagermauern, laſſen eine
imponie=
rende gewaltige Anlage erkennen; außerdem wurden
zahlreiche Reliquien des römiſchen Heeres, Exemplare
der berühmten Wurfwaffe der Legionen, des Pilum,
kunſt=
reich verzierte Waffengurte uſza. gefunden und Unmaſſen
der damaligen Keramik, die ein ganz neues Kapitel
der römiſchen Gefäßkunde eröffnen.
Neben dieſen befeſtigten Scipioniſchen Lagern fehlte
aber das gleichzeitige von Polybius beſchriebene
Feld=
lager; dieſes aufzufinden, gelang dem Forſcher bei
ſeiner fünften und ſechſten Grabung auf dem Hügel „La
Gran Atalaya” bei Renieblas, ſechs Kilometer öſtlich von
Numantia. 1909 wurden zwei ſich durchſchneidende, alſo
aus verſchiedener Zeit ſtammende Lager feſtgeſtellt; 1910
noch drei weitere, ſo daß der Hügel nicht weniger als
fünf römiſche Lager trug. Auf dem kahlen,
ſturm=
umbrauſten Plateau waren die Mauern in den 2000
Jah=
ren ihres Beſtehens nur wenig von Erde verdeckt
wol=
den und konnten ſo leicht auseinder gehalten werden.
Das wichtigſte Lager war das dritte, eben das von
Poly=
bius beſchriebene Feldlager mit weiten Kaſernen, Ställen
und Höfen; es wurde im Jahre 153 von dem Konſul
Nobilior erbaut und iſt jünger als das erſte und zweite
Lager, die wohl im Jahre 195 von dem berühmten
Kon=
ſul Cato angelegt ſein dürften. Jünger als das
Nobi=
liorlager ſind das vierte und fünfte Lager, die erſt nach
dem Fall von Numantia während der Kämpfe des
Pom=
pejus und Sertorius um die Duerolinie entſtanden ſein
werden. Beſonders ſchön und regelmäßig iſt das fünfte
Lager, deſſen vollkommen eingerichtete Wohnhäuſer
neue wichtige Denkmäler für die Geſchichte des antiken
Wohnhauſes darbieten. Dies 60 Hektar umfaſſende Lager
iſt bei weitem das größte aller bisher
gefun=
denen Römerlager. Schließlich entdeckte Schulten
dann noch bei Almazan, ſüdlich von Numantia, ein
dreizehntes Lager, ein Sommerlager, das vielleicht auch
von Konſul Nobilior herrührt, und ein vierzehntes Lager
auf einer Höhe am Tajunafluß, zwiſchen den Dörfern
Aguilar und Angita.
So waren die Ausgrabungen von Numantia, deren
40000 Mark betragende Koſten zur Hälfte aus dem
Dispoſitionsfonds des Kaiſers und dann zum größten
Teil vom preußiſchen Kultusminiſterium, dem
Archäolo=
giſchen Inſtitut und der Geſellſchaft der Wiſſenſchaften
in Göttingen, ſowie der Berliner Akademie der
Wiſſen=
ſchaften zur Verfügung geſtellt waren, glücklich beendet.
Aus der Oede der caſtiliſchen Hochebene iſt die Stätte
des heldenmütigen Freiheitskampfes der Keltiberer und
eine beſonders intereſſante, durch die großen Namen des
Scipio und Polybius verklärte Epiſode der römiſchen
Geſchichte wiedererſtanden.
Nummer 305.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 28. Dezember 1912.
Seite 3.
ſind. Die Landesverſicherungsanſtalt Großh. Heſſen
in Darmſtadt bittet uns deshalb, ihre Rentenempfänger
darauf hinzuweiſen, daß von Januar 1913 ab nur
die=
jenigen Quittungsformulare von den Poſtämtern als
gültig anerkannt und angenommen werden, die in der
Ecke unten links folgenden Vermerk tragen: bei
Alters=
renten: (braune Quittungen) Muſter A 4. Altersrente.
Form. I. 7. XII. 11. 20000; bei Invalidenrenten (grüne
Luittungen) Muſter J 4. Invalidenrente. Form. II. 7.
XII. 11. 250000; bei Krankenrenten: (gelbe Quittungen)
Muſter K 4. Krankenrente. Form. III. 4. XII. 11. 5000.
Auszeichnung. Wie wir erfahren, hat einer der
größten Leyrverbände in Paris „Ia Ligue francaise de
Tenseignement” dem Herrn Profeſſeur J. Berryer,
dem hier und in zahlreichen Städten Deutſchlands
wohl=
bekannten Vortragenden, ein Ehren=Diplom
zu=
erkannt.
* Silberne Hochzeit. Man ſchreibt uns aus
Beſſungen: Welch außerordentlicher Beliebtheit ſich
der Großh. Hochbauamtsdiener Gottfried Krüger und
ſeine Gemahlin erfreuen, bewieſen die großen Ovationen,
die denſelben am Tage ihrer ſilbernen
Hoch=
zeit von allen Seiten dargebracht worden ſind. Der
Bürgerverein Darmſtadt=Beſſungen, den der Jubilar
lange Jahre als Dirigent leitete, ließ es ſich nicht nehmen,
das Jubelpaar mit einer Serenade zu beehren, in deren
Verlauf der Vorſitzende des Vereins, Herr Fr. Müller,
in zu Herzen gehenden Worten die Verdienſte des
Jubilars hervorhob und das glückliche Familienleben
desſelben ſchilderte. Herr Obermuſikmeiſter Weber mit
ſeiner Kapelle brachte dem alten Kameraden ein Ständchen
und ſchuf mit dem Vortrag herrlicher Choräle eine
weihe=
volle Stimmung.
* Frau Cotta=Spiel. Man ſchreibt uns: Nachdem
ſchon auf das Frau Cotta=Spiel hingewieſen und dieſes
kurz erläutert wurde, ſei hiermit nochmals bekannt
ge=
geben, daß es am Sonntag, den 29. Dezember, im
Ge=
meindehaus (Mollerſtraße 23) zur Aufführung gelangt,
und zwar findet die erſte Aufführung nachmittags 4 Uhr
ſtatt, während die zweite abends 8 Uhr beginnt. Ein
Be=
ſuch dieſer Aufführungen ſei — da es Profeſſor A. Thoma
in dem Frau Cotta=Spiel in vortrefflicher Weiſe
verſtan=
den hat, uns die Lern= und Schulzeit unſeres großen
Re=
formators Martin Luther vor Augen zu führen —
jeder=
mann beſtens empfohlen. Der Vorverkauf der
Eintritts=
karten (1 Mark, 60 Pfg. und 30 Pfg., Kinder auf allen
Plätzen die, Hälfte) findet ſtatt bei der Firma Müller=
Merckel, Pankratiusſtraße 23, ferner bei dem
Hausverwal=
ter im Gemeindehaus, H. Eidenmüller, Mollerſtraße 23,
ſowie nachmittags und abends an der Kaſſe.
* Evang. Arbeiter= und Handwirker=Verein.
Viel=
fachen Wünſchen entſprechend und, um auch denen
Rech=
nung zu tragen, welche am zweiten Feiertag keinen Platz
erhalten konnten, findet eine nochmalige
Aufführ=
ung des mit vielem Beifall aufgenommenen
Weih=
nachtsſtückes Chriſtroſen” morgen Sonntag im „
Feier=
abend”, Stiftſtraße 51, ſtatt. Anſchließend an dieſes wird
das am zweiten Feiertage der vorgeſchrittenen Zeit wegen
zurückgeſtellte Weihnachtsfeſtſpiel „Weihnachten, das Feſt
der Liebe” von F. Renker, zur Darſtellung gebracht. Zur
Deckung der Unkoſten wird an dieſem Abend auch von
Mitgliedern Eintrittsgeld erhoben. (Näheres ſiehe Anz.
in heutiger Nummer.)
m. Die Kanalarbeiten unter der alten
Eiſenbahn=
ſtrecke an der Pallaswieſenſtraße ſind vor den Feiertagen
beendet worden. Die ſchwierigen und intereſſanten
Arbeiten ſind in ganz kurzer Zeit ausgeführt worden.
Durch dieſe letzte Strecke der Kanaliſation iſt der vor 1½
Jahren fertiggeſtellte gemauerte Kanal von der
Frank=
furter= durch die Irene= und Viktoriaſtraße und =platz,
Emil=, Liebig= und Pallaswieſenſtraße mit dem breiten,
hochgewölbten Kanal weſtlich der alten Bahnſtrecke
ver=
bunden worden.
* Orpheum. Das vorzügliche neue
Weihnachts=
programm, welches am zweiten Feiertage
ausver=
kaufte Häuſer erzielte, bleibt nur noch für drei Tage
be=
ſtehen. — Morgen Sonntag findet in zwei
Vorſtel=
lungen das vorletzte Auftreten dieſer brillanten Serie
der zweiten Dezember=Kunſtkräfte ſtatt; nachmittags um
4 Uhr die letzte Volksvorſtellung bei kleinen Preiſen mit
dem Weihnachtsſpielplan, welcher ſich bereits am
Mon=
tag, 30. Dezember, verabſchiedet und hiermit die
Vorſtel=
lungen im alten Jahre beſchließt. (S. Anz.)
Die Karnevalgeſellſchaft Narrhalla, die ihre
Ver=
anſtaltungen für die leider ſo kurze Herrſchaft des
Prin=
zen Karneval im kommenden Jahre mit einer ſo
glän=
zend verlaufenen Generalverſammlung am 11. im 11.
ein=
leitete, rüſtet zur erſten Feſtveranſtaltung, dem großen
Eröffnungskonzert am 4. Januar. Wie alle
Veranſtaltungen der Karnevalgeſellſchaft Narrhalla,
fin=
det dieſes Konzert im Städtiſchen Saalbau
ſtatt und wird einen glänzenden Auftakt zu den folgenden
Veranſtaltungen der Saiſon bilden. Die Vorbereitungen ſind
bereits ſoweit gediehen, daß für das Eröffnungskonzert das
Beſte in Ausſicht geſtellt werden kann. Die Leitung der
Veranſtaltungen liegt in den bewährten Händen des
neu=
gewählten Präſidenten Herrn Albert Supp,
deſſen langjährige erfolgreiche Tätigkeit als Elferrat die
beſte Gewähr dafür bietet, daß in der Karnevalgeſellſchaft
Narrhalla auch in Zukunft das Banner des Prinzen
Kar=
neval hochgehalten wird, und daß, wie in der glanzvollen
Vergangenheit, die unter Max Anſpachs Regiment
ein fortgeſetztes Aufſteigen des echten und rechten
karne=
valiſtiſchen Lebens in Darmſtadt gezeitigt hat, auch in
Zukunft die Pflege wahren Karnevals unter dem
Wahl=
ſpruch „Allen wohl und Niemand weh”, das
Ziel der Karnevalgeſellſchaft Narrhalla bleiben wird.
Nähere Mitteilungen über das Programm 1913 folgen.
Lieder zum Eröffnungskonzert und Lieder und Vorträge
zur erſten Sitzung ſind beim Präſidenten, Albert Supp,
einzureichen.
* Turngemeinde. Der Karneval in Darmſtadt
hat ſeine Wiege in der Turnhalle am Woogsplatz, weshalb
der Karneval=Ausſchuß der Turngemeinde Darmſtadt mit
Beginn des neuen Jahres jeweils die Faſchingszeit
er=
öffnet. Wie alljährlich, wird am Neujahrstage in
alther=
gebrachter Weiſe das erſte karnevaliſtiſche
Kon=
zert veranſtaltet, wozu die Kapelle unſerer 61er unter
Meiſter Webers bewährter Leitung gewonnen wurde. Es
dürfte deshalb für ſehr reichliche humorvolle Unterhaltung
geſorgt ſein, ſo daß ein guter Beſuch ſehr zu wünſchen
wäre. Schon bei dem erſten Konzert wird der große
Feſt=
ſaal der Turnhalle eine feenhafte karnevaliſtiſche Dekoration
erhalten. Auch das Programm ſoll erſtklaſſig
ausge=
ſtattet und den Beſuchern Ueberraſchungen und gute
Schlager geboten werden. Die Eintrittspreiſe ſind ſo
bil=
lig gehalten, daß es jedermann ermöglichen kann, trotz
der teuren Zeiten das Konzert zu beſuchen. Alles
wei=
tere iſt aus den Anzeigen erſichtlich.
* Hotel Zur Traube. Auf vielſeitigen Wunſch
findet, wie in größeren Städten, zum erſtenmal eine
große Neujahrsfeier am 1. Januar 1913 im
Hotel Traube ſtatt. Wie im Anzeigenteil erſichtlich,
dürfte dieſe Feier ſich zu einem großen Freudenfeſte des
hieſigen Publikums geſtalten, zumal mit der Feſtlichkeit
Réunion verbunden iſt. Die Konzert= und Tafelmuſik
ſtellt die Kapelle des Großh. Artilleriekorps unter
per=
ſönlicher Leitung des Herrn Obermuſikmeiſters F,
Mickley mit einem beſanders reichhaltigen Pragramm.
* Ludwigshöhe. Morgen Sonntag konzertiert die
Kapelle des Leibgarde=Regiments unter Leitung des
Herrn Obermuſikmeiſters Hauske. Es ſei auch hier auf
das beſonders ſchöne Programm aufmerkſam gemacht.
(Siehe Anzeige.)
* Reſtausant Rummelbräu. Morgen Sonntag finden
nachmittags und abends wiederum zwei große
Kon=
zerte der Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61
unter Herrn Obermuſikmeiſter Webers Leitung ſtatt.
Das Programm iſt abwechſelungsreich und iſt zum Teil
aus der Anzeige erſichtlich. Im Abend=Konzert wird der
Heldentenorhorniſt Herr Müller „Die beiden Grenadiere‟
von R. Schumann zu Gehör bringen. Außerdem enthält
das Programm als Novität das Potpourri „Berlin
wak=
kelt” von Kamillo Morena. Es ſind dies die letzten
Kon=
erte im alten Jahre.
* Der I. Darmſtädter Kino, Grafenſtraße 12, bringt
ab heute vier Tage als Hauptſchlager mit alleinigem
Auf=
führungsrecht für Darmſtadt das Senſationsdrama aus
dem Hochgebirge, betitelt: „Die Wildkatz” ein
Cha=
rakterbild aus den bayeriſchen Alpen in drei Abteilungen.
In der Titelrolle entzückt und feſſelt Fräulein Liſſi
Ne=
buſchka, die trotz ihrer Jugend ſo ſchnell beliebt
ge=
wordene, in ihrer Art einzig daſtehende Künſtlerin. Auch
das übrige Zuſatzprogramm iſt erſtklaſſig und
hervor=
ragend.
§ Selbſtmordverſuch. Ein Dienſtmädchen aus
Biebrich a. Rh. hat am Dienstag abend gegen 6 Uhr
im Herrngarten in ſelbſtmörderiſcher Abſicht
Eſſig=
äther getrunken. Das Mädchen wurde durch die
Sanitätswache in das Städtiſche Krankenhaus verbracht.
§ Ueberfall. Am Dienstag abend kurz vor 6 Uhr
hat ein 28 Jahre alter Dienſtknecht eine 63 Jahre alte
Frau in ihrer Wohnung überfallen und tätlich
an=
gegriffen.
Weihnachtsfeiern.
* Am erſten Weihnachtsfeiertage fand in der
Jo=
anneskirche eine Aufführung des volkstümlichen
Weihnachtsoratoriums „Euch iſt heute der
Hei=
land geboren” für Soli, Chor, Poſaunen und
Gemeinde=
geſang nach Worten der Bibel von Erwin Degen ſtatt.
Der Kirchengeſangverein der Johannesgemeinde unter
der tüchtigen Leitung des Herrn Hofmuſikers Adam bot
treffliche, von ſorgfältiger Einübung zeugende Leiſtungen.
Einen weſentlichen Teil des Werkes bilden die Soli, die
durch Frl. Anna Müller (Sopran) und Herrn Chr.
Moll (Tenor) in beſter Weiſe vertreten waren. Auch
das kurze Baßſolo wurde von Herrn E. Sulzmann
ſtimmungsvoll wiedergegeben. Dem Werk ging ein von
Herrn Muſikdirektor M. Klaſſert komponiertes und
von ihm ſelbſt vorgetragenes Weihnachtsſtück „Fröhliche
Weihnachten” für Orgel voraus, das eine beſondere
Ein=
leitung zu dem Oratorium bildete. Die Wahl des
letz=
teren für eine Weihnachtsaufführung erwies ſich als ein
ſehr glücklicher Gedanke, und das Auditorium, das die
Kirche faſt bis auf den letzten Platz füllte, lauſchte
mit größter Aufmerkſamkeit und Andacht.
* Der Geſangverein „Sängerluſt”
veranſtal=
tete am 1. Feiertag ſeine Weihnachtsfeier in
ſämt=
lichen Räumen des „Mathildenhöhſaales”. Ein
präch=
tig von 40 Herren und 25 Knaben vorgetragener Chor
„Weihnachten” eröffnete den feierlichen Abend. Ihm
folgten im Laufe der Feier noch einige gemiſchte Chöre,
ſowie mehrere Männerchöre, die exakt unter der trefflichen
Leitung des Dirigenten, Herrn K. Grimm, zu Gehör
gebracht wurden. Nach dem Eröffnungschor ſprach Frl.
Drechsler einen Prolog in ausdrucksvoller ſinniger
Weiſe. Alsdann erfreute Frl. Bürſtlein durch
meh=
rere Lieder für Sopran, wie Ave Maria von Schubert,
Geburtstagslied von Sachs u. a. m. Hierauf hatte man
das rührende und doch zum Schluß erfreuliche
Weih=
nachtsfeſtſpiel „Die heilige Chriſtnacht” in Szene geſetzt,
das von den Damen: Leußler, Haller, Alberth, Herren:
Breuer, Kläden, Adam, Kilian und den Kindern: Elſe
Kuhn, Thereſe Schulze, Adam Breuer, Fritz Leußler und
Koch vortrefflich geſpielt wurde. Der zweite Teil enthielt
ein mehr lebhaftes und humoriſtiſches Programm. Der
Humor zeigte ſich beſonders in dem Duett „Wenn man
verliebt iſt”, komiſche Szene für zwei Damen,
vorgetra=
gen von den Damen Drechsler und Alberth; der nötige
Lacherfolg blieb denn nicht aus. Für den muſikaliſchen
Teil war Herr Haas gewonnen, der durch mehrere
Tylo=
phon=Vorträge erfreute. Einige lebende Bilder: „
Rad=
fahrer=Pech” wurden originell dargeſtellt. Der beliebte
und bekannte Salonhumoriſt, Herr Mechler, brachte
wie=
der neue humoriſtiſche Vorträge, ebenſo der beliebte
Hu=
moriſt Herr Kilian. Den Schluß der Feier bildete ein
von der Dame Alberth und den Herren Breuer, Drechsler
und Kläden flott geſpieltes humoriſtiſches Geſamtſpiel
„Flora” oder „Zur blauen Birne” Auf die Nachfeier am
Sonntag, den 29. Dezember, im Saale der Turngemeinde
ſei nochmals hingewieſen.
* Turngemeinde Darmſtadt. Zu einer
ein=
drucksvollen Weihnachtsfeier hatte auf vorgeſtern
abend der Vergnügungsausſchuß die Mitglieder nebſt
An=
gehörige eingeladen. Alt und jung waren dem Ruf gefolgt,
ſo daß der große Feſtſal bis auf den letzten Platz beſetzt
war. Mit einem Prolog, den Fräulein Aenne Münch
ſehr ausdrucksvoll vortrug, wurde die Feier eingeleitet.
Dann folgte das Weihnachtslied „Stille Nacht”,
geſun=
gen von einem Kinderchor, der zur Weihnachtsfeier
jeweils ins Leben gerufen wird. Andachtsvoll gaben die
Kleinen, unter Leitung des Dirigenten der
Singmann=
ſchaft, Herrn W. Etzold, das ſchöne Lied wieder. Der
gemiſchte Chor, welcher ſich mit dem Lied „
Weihnachts=
glocken” und den Chören „Der Goldſchmied” und „
Minne=
lied” beteiligte, brachte dies ganz vorzüglich zum
Vor=
trag; ebenſo fanden der Frauenchor „Chriſtnacht” der
mit Klavier und Violine begleitet wurde, ſowie der
Männerchor „Stern des Meeres”, welche alle unter W.
Etzolds Leitung ſtanden, volle Anerkennung und reichen
Beifall. In Herrn L. Müller lernte man einen
Teno=
riſten kennen, der „Lohengrins Herkunft” und die zwei
Lieder „Wanderlied” und „Was i hab” mit guter Stimme
und verſtändnisvoll zu Gehör brachte. Nicht
enden=
wollender Beifall veranlaßte den Sänger, noch einige
weitere Stücke zum Beſten zu geben. Ein Terzett der
Herren Otto Nold (Violine), Otto Hauske (Klavier) und
W. Etzold (Violincello), deren Leiſtungen ſchon
wieder=
holt anerkannt wurden, fand ein dankbares Publikum.
Den turneriſchen Teil der Veranſtaltung hatte die
Damen=
riege mit Blitzſtabübungen, eine Turnerriege mit
Keulen=
ſchwingen und Marmorgruppen übernommen. Bei der
diesjährigen Feier wurde der Schwank „Turnerliebe‟
aufgeführt, der als Spielleiter den Turner R.
Hierony=
mus hatte. Die einzelnen Rollen fanden in den
Spielen=
den würdige Vertreter. Das ſchöne Zuſammenſpiel und
der in dem Stückchen zum Ausdruck kommende Humor
brachten den verdienten Erfolg. Der erſte Sprecher
ge=
dachte dann in ſeiner kernigen Anſprache allen
Mitwir=
kenden, denen er den Dank in einem kräftigen „Gut Heil”
zum Ausdruck brachte. Eine Verloſung, welche die Feier
beendete, gab vielen eine Ueberraſchung mit auf den
Nachhauſeweg.
* Der Krieger= und Militärverein
„Blücher” feierte am Mittwoch abend im Lokal Wenz,
Feuilleton.
C) Was die Toiletten für die Londoner
Weihnachts=
pantomimen koſten. Welch ein ungeheurer Aufwand bei
den Londoner Weihnachtspantomimen, die in dieſen
Tagen wieder ihre Wunder entfalten, getrieben wird,
zeigt ein Blick in das Koſtümbudget einer großen
Lon=
doner Bühne, den uns ein engliſches Blatt tun läßt. Viele
der Phantaſiekoſtüme koſten 1000 bis 2000 Mark das
Stück; ſie ſind von Künſtlern entworfen, aus den beſten
Stoffen hergeſtellt und gehen durch die Hände von wohl
zehn Spezialiſten, bevor ſie vollendet ſind. Sind die
Kleider handgemalt, dann geſchieht dies durch die
erfah=
renſten Künſtler, damit die Malerei geſchmackvoll und
haltbar iſt. Da eine einzige Künſtlerin in einer ſolchen
Pantomime viele Koſtüme trägt, ſo koſtet ihre
Equipier=
ung 4000 Mark und mehr. Die Unterkleider ſind von den
feinſten Spitzen gemacht; die Strümpfe von der feinſten
Seide koſten 25 Mark und mehr das Paar. Dazu kommt
der Luxus der Schuhe, die reich mit bunten Steinen
be=
ſetzt ſind und die bis zu 100 Mark das Paar koſten;
äußerſt koſtſpielig ſind die vielen vielen Meter
Garnier=
ung, mit denen die Röcke beſetzt ſind. Die Koſtüme für
die drei erſten Tänzerinnen einer Pantomime, die in
die=
ſem Jahre ſtattfindet, wurden allein auf 10000 Mark
be=
rechnet. Zu den Galatoiletten für die Stars kommen
aber noch die zahlreichen Koſtüme für die Statiſterie, die
Prunkkleider zu den großen hiſtoriſchen Aufzügen, bei
denen auch viel „Volk” ſein muß, uſw. Zieht man dieſe
Unſummen in Betracht, die für Kleider ausgegeben
wer=
den, ſo iſt es begreiflich, daß das Toilettenbudget für die
große Weihnachtspantomime des Drury Lane=Theaters
mit 100000 Mark angeſetzt iſt, während die Geſamtkoſten
dieſer Aufführung 400000 Mark überſteigen.
** Die Venus von Brooklyn. In leidlich
regelmäßi=
gen Zwiſchenräumen erhebt jeweils dieſe oder jene
ame=
rikaniſche Stadt den Anſpruch, die „vollkommenſte
Schön=
heit”, die „vollkommenſte Frau” entdeckt zu haben und
in ihren Mauern zu bergen. Dann füllen ſich die Spal=
ten der Zeitungen mit Nachrichten über dieſes neue
Welt=
wunder und zahlreiche Photographien und wunderliche
Zeichnungen ergänzen die mehr oder minder
enthuſiaſti=
ſchen Berichte. In dieſem Jahre legt ſich die Stadt
Brooklyn dieſen Ruhm als Weihnachtsangebinde bei:
ſeit drei Tagen iſt Miß Elſie Scheel, Studentin an der
Cornell=Univerſität, eine der berühmteſten Damen der
Vereinigten Staaten. Und ihre Berühmtheit fußt auf
den vergleichenden Meſſungen, die Dr. Eſther Parker
von der Cornell=Univerſität an der jungen Dame
vorge=
nommen hat und deren Ergebnis iſt, daß Miß Elſie
Scheels Körperlichkeit genau dem Vorbild der Venus
von Milo entſpricht. Die Privatdozentin ſagt aus, daß
Frl. Scheel von der Natur mit einer vollkommen
fehler=
freien und makelloſen Körperbildung beſchenkt worden iſt,
und daß ihr allein der Preis gebuhre, der jährlich der
ſchönſten Frau Amerikas geſpendet wird. „450
Studen=
tinnen der Cornell=Univerſität” ſo erklärte das Fräulein
Dr. Parker, „die ſich auch als körperlich vollkommen
an=
ſahen, mußten davon unterrichtet werden, daß ſie ſich auch
nicht im entfernteſten mit dieſem neuen Wunder von
Brooklyn vergleichen können, weder in den Proportionen,
noch in der Schönheit und auch nicht in körperlicher
Aus=
dauer.” Fräulein Scheel, die Venus von Brooklyn, iſt 25
Jahre alt, 5 Fuß und 7 Zoll groß und verfügt über das
hübſche Körpergewicht von 155 Pfund. Ihre
gewöhn=
liche Bruſtweite beträgt 34½ Zoll, ihre Taillenweite
etwas über 30 Zoll und ihre Hüftenbreite etwas über
40 Zoll. Sie iſt blond, blauäugig und ſoll einen
hervor=
ragend ſchönen und reinen Teint beſitzen. Obgleich
Fräulein Scheel größer iſt als die Venus von Milo,
ſtimmt ſie in den Verhältniſſen mit dem berühmten
grie=
chiſchen Vorbild beſſer überein „als jede andere Studentin
der Cornell=Univerſität ſeit der Zeit, da Dr. Eſther
Par=
ker an der Hochſchule wirkt” Im übrigen hat die neue
Venus eine ausgeſprochene Vorliebe für
Automobilfahr=
ten, ſpielt eifrig Ball und geht auch gern ſpazieren. Ihr
Hauptſtudium iſt Gartenbau und Botanik, aber wenn ſie
als Mann zur Welt gekommen wäre, würde ſie, ihrer
Ausſage nach, Ingenieur geworden ſein. Damit andere
Frauen erfahren, welche Lebensweiſe die neue Venus
Amerikas bevorzugt, um ihr unter Umſtänden
nachzu=
eifern, wird auch verraten, daß Miß Elſie Scheel mit
Vorliebe Beefſteak ißt, für Delikateſſen nicht viel übrig
hat und Süßigkeiten verſchmäht. Sie hat nie Kaffee oder
Tee getrunken und behauptet, gutes kaltes Waſſer ſei die
beſte Medizin.
* 53 Millionen Sterne. Eine neue Sternzählung
wird der Aſtronom Chapman an der Greenwicher
Stern=
warte in Kürze beenden. Sein Verzeichnis umfaßt nicht
weniger als 53 Millionen Sterne. Dieſe 53 Millionen ſind
nun nicht etwa Stück für Stück gezählt, ſondern auf
rech=
neriſchem Wege ermittelt. So wurden an einer großen
Anzahl von Stellen am Himmel Ausſchnitte ausgewählt,
und innerhalb dieſer wurde dann, wie die
Naturwiſſen=
ſchaftliche Umſchau der Chemiker=Zeitung berichtet, auf
Grund von Photographien die Zählung vorgenommen.
Der ganze Himmel iſt auf 206 Aufnahmen feſtgehalten,
die Aufnahmen ſind dann mit dem Mikroſkop unterſucht
worden. Die erſten Arbeiten mußten für untauglich
er=
klärt werden, denn es ſtellte ſich heraus, daß die
Aſtrono=
men ihre Augen mittlerweile ſo geſchärft hatten, daß ſie
doppelt ſo viele Sterne ſahen als bei der erſten
Unter=
ſuchung.
* Das Allergefährlichſte. Alles ging vortrefflich.
Der Arzt der Verſicherungsgeſellſchaft hatte einen
begei=
ſterten Bericht erſtattet, daß der Herr, der ſich verſichern
wollte, kerngeſund und in ſeinem Beruf auch nicht den
min=
deſten Gefahren ausgeſetzt ſei. Nun will ſich der
Direk=
tor noch ſelbſt überzeugen. „Alſo Sie haben einen
ruhi=
gen, ganz gefahrloſen Beruf? Wie iſt’s aber mit Sport?
Spielen Sie Fußball, Hockey, boxen Sie oder ringen Sie?”
„Nicht im geringſten, ich treibe keinen Sport.” „Nun, und
fahren ſie manchmal ſehr ſchnell?” „Nein, wie ſollte ich
denn? Ich fahre überhaupt nicht Auto.” „Ja, aber wie
bewegen Sie ſich dann fort?” „Ich gehe”, ſagt der Klient
etwas nervös. „Um Gottes Willen!” ruft der Direktor.
„Sie gehen? Aber das iſt ja das Allergefährlichſte. Da
können wir Sie in die Verſicherung nicht aufnehmen.”
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 28. Dezember 1912.
Nummer 305.
Wendelſtadtſtraße, ſein Weihnachtsfeſt unter ſehr
ſtarker Beteiligung ſeiner Mitglieder und Freunde. Nach
einer zu Herzen gehenden Anſprache des 1. Vorſitzenden
Herrn Kneipp, welcher das geliebte Deutſche
Vater=
land als den urwüchſigen Boden des unvergleichlich
ſchönen und einzigen Chriſtfeſtes pries, eröffnete den
Reigen der Darbietungen ein von Frl. Ottilie Schedel
gemütvoll geſprochener Prolog, deſſen tiefer Sinn in
ſeiner Schlichtheit wahrhaft ergreifend wirkte. Die Krone
des Gebotenen aber war „Des Seemanns Weihnacht”
lebende Bilder in 4 Aufzügen mit dem von Frl. A. Wenz
vorgetragenen Text. Den Mitwirkenden wurde ob ihres
meiſterhaften Spieles reicher wohlverdienter Beifall. Auch
die Kinder hatten ihre geſanglichen Kräfte durch Vortrag
der beiden ſchönſten Weihnachtslieder in den Dienſt der
Sache geſtellt; auch ſei hier mit beſonderem Lob der
bei=
den jungen Vereinsdamen Greta und Eliſabeth Schmunk
gedacht, die ſich mit zwei ausdrucksvoll vorgetragenen
Weihnachtsgedichten die Herzen Aller gewannen.
Schließ=
lich wurde der reich ausgeſtattete Chriſtbaum verſteigert,
wobei die eifrige Teilnahme und heiße Konkurrenz zum
Teil gute Preiſe erzielen ließen.
* Traiſa, 27. Dez. Einen köſtlichen Genuß lieferte
am 2. Weihnachtsfeiertag unſeren Einwohnern die
Turn=
gemeinde mit der Aufführung von „Sou mußt’s
kumme‟ Dieſer Odenwälder Schwank bereitet ſeinem
Verfaſſer, Herrn Turnwart Gg. Löffler (Roßdorf), alle
Ehre und dürfte ein Zugſtück für alle
Vereinsveranſtal=
tungen ſein.
— Pfungſtadt, 26. Dez. Für die Beamten und
Be=
dienſteten hieſiger Stadt wurde ein neues
Gehalts=
regulativ aufgeſtellt, das nach ſeiner Durchberatung
ſeitens des Gemeinderats am 1. April 1913 in Kraft treten
ſoll. Danach ſind weſentliche Aufbeſſerungen für
ſämt=
liche ſtädtiſchen Angeſtellten vorgeſehen. Einzelne
Beamtenſtellen ſind gegen früher mit einem um 400 Mark
erhöhten Gehalt dotiert. Die Bedienſteten ſind in 16
Kategorien eingeteilt und 6 Gehaltsſtufen gebildet. Das
Höchſtgehalt wird nach vollendetem 18. Dienſtjahre
er=
reicht. Dazu kommt bei manchem Beamten freie
Wohn=
ung, außerdem wird auch den meiſten Licht und Brand
von der Stadt geſtellt. Die Mehrausgaben für die
Beamtenbeſoldungen belaufen ſich im erſten Jahre auf
annähernd 4000 Mark und ſteigern ſich mit jedem
weite=
ren Jahre. — Herrn Polizeidiener Liebig, der lange
Zeit im Dienſte unſerer Stadt ſtand und vor einigen
Jahren in den Ruheſtand getreten iſt, war es dieſer Tage
vergönnt, mit ſeiner Ehefrau das ſeltene Feſt der
gol=
denen Hochzeit zu feiern.
— Weiterſtadt, 27. Dez. Da nach der neuen
Reichs=
verſicherungsordnung die ſeitherigen Hilfskaſſen nicht mehr
als ſolche fortbeſtehen können, geht auch die Hilfskaſſe 13
Weiterſtadt ihrem Ende entgegen, und es ſoll deshalb eine
Zuſchußkaſſe gebildet werden, wozu die erſte
Ver=
ſammlung am 19. Januar 1913 bei dem Mitglied
Schön=
berger ſtattfindet.
A Beerfelden, 25. Dez. Die hieſige
Kleinkinder=
ſchule, geſtiftet und unterhalten von Ihrer Durchlaucht
der Gräfin Mutter zu Erbach=Fürſtenau,
beging geſtern eine ſehr ſchöne Weihnachtsfeier.
Mittags 2 Uhr verſammelten ſich die Kleinen im
Vorder=
hauſe und zogen in feierlichen Reihen in ihre Schulräume
ein, wo der prächtig geſchmückte Baum und die Gaben
ihrer harrten; auch die Eltern füllten den noch übrigen
Raum. Wohlgeübte Geſänge und eine Menge von
Wiſſen über Weihnachten, friſch und frank gegeben,
er=
freuten dann die anweſenden Erwachſenen. Der Schluß
der Feier war auch deren Gipfel, denn nun erhielt jedes
ſeine Gaben: Nützliches, Unterhaltendes und
Wohl=
ſchmeckendes, auch geſtiftet von der hohen Protektorin der
Anſtalt.
Offenbach, 27. Dez. Heute vormittag gegen 10 Uhr
war das 8 Jahre alte Töchterchen Anna des
Hilfs=
maſchiniſten Grochowski in der Wohnung ſeiner
Eltern, Glockengaſſe 13, im 2. Stock des Hinterhauſes, in
der Küche mit Kartoffelkochen beſchäftigt. Als das Kind
den Topf mit kochenden Kartoffeln vom Herd nehmen
wollte, fingen die Kleider des Kindes Feuer,
und im Nu ſtand das bedauernswerte Weſen in Flammen.
In ſeiner Todesangſt lief das Kind, um Hilfe ſchreiend,
in den Hof, wo die Hausbewohner die Flammen
er=
ſtickten. Das Mädchen hatte indes bereits ſo ſchwere
Brandwunden erlitten, daß die ſchnell herbeigerufene
Rettungswache, die einen Notverband anlegte, die
Ueber=
führung der Schwerverletzten in das ſtädtiſche
Kranken=
haus bewerkſtelligte, wo ſie in bedenklichem
Zu=
ſtande darniederliegt.
Offenbach, 27. Dez. Der 30 Jahre alte Arbeiter Joſef
Schmidt iſt bekanntlich am 7. Juni 1912 bei dem
Ver=
ſuch, das fünfjährige Söhnchen des Fuhrmanns Schiller
den Fluten des Maines zu entreißen, ertrunken. Der
Oberbürgermeiſter hat die Angehörigen des tapferen
Ver=
unglückten in ihrer Notlage bisher aus ihm zur Verfügung
ſtehenden Stiftungszinſen unterſtützt und nun bei dem
Ku=
ratorium der Carnegie=Stiftung für
Lebens=
retter erreicht, daß dieſes in Anbetracht des bewieſenen
Heldenmutes des Joſef Schmidt und der Würdigkeit und
Bedürftigkeit ſeiner Hinterbliebenen einmalige
Bei=
hilfen von mehreren Hundert Mark für den Vater und
für das Kind des Verunglückten gewährt hat. Das Kind
erhält außerdem bis zu ſeinem 16. Lebensjahre eine
lau=
fende jährliche Rente ausbezahlt.
Sprendlingen, 27. Dez. Billige
Weihnachts=
zigarren glaubten hier viele eingekauft zu haben. Das
dicke Ende kam jedoch nach. Am Samstag mußten
näm=
lich auf der hieſigen Station mehrere Tauſend Zigarren
verkauft werden, weil der Empfänger nicht zu finden war.
Die erzielten Preiſe waren befriedigend. Einer der
Käu=
fer wollte jedoch auch das Innere prüfen und öffnete eine
Zigarre, wobeiges ſich herausſtellte, daß nur Staub
und Schmut in eine Hülle eingewickelt waren, die
ſelbſt nicht von Tabak, ſondern von Papier hergeſtellt war
ohne daß man es merken konnte.
Mainz, 27. Dez. In einem Hauſe der Petersſtraße
wurden geſtern eine alte Dame und ibre
Pfle=
gerin in der Wohnung tot aufgefunden. Durch einen
Hausbewohner war ein den Frauen bekannter Herr
be=
nachrichtigt worden, daß ſie ſchon ſeit zwei Tagen nicht
mehr geſehen worden ſeien. Man unterrichtete die
Poli=
zei, die Wohnung wurde geöffnet und beide Frauen fand
man tot in den Betten liegend. Es iſt wahrſcheinlich,
daß der Tod durch Kohlengasvergiftung in der
Nacht auf Donnerstag eingetreten iſt; Gewißheit hierüber
kann erſt die Leichenöffnung geben. — Ein Unteroffizier
des Inf.=Regts Nr. 117 hat ſich am Chriſtabend,
anſchei=
nend aus Liebeskummer, mit einem Raſiermeſſer
ſchwere Verletzungen am Halſe beigebracht
Der im Oktoher zum Naſſ. Feld=Art.=Regt. Nr. 27 in
Gon=
ſenheim einberufene Landwirt Bopp aus
Waldalges=
heim wurde am Dienstag während der Stallwache durch
den Hufſchlag eines Pferdes ſchwer im Geſicht
ver=
letzt. Der Verletzte kam ins Lazarett, wo er am anderen
Tage an den Folgen der Verletzung verſtarb.
— Mainz, 27. Dez. Der 30jährige Tagelöhner Julius
Bachmann aus Mainz, der ſich heute früh kurz nach
6 Uhr nach ſeiner Arbeitsſtelle in Rüſſelsheim begeben
wollte, ſprang auf das Trittbrett eines einfahrenden
Zu=
ges auf dem Südbahnhof, rutſchte aus und geriet unter
die Räder, wobei ihm beide Beine abgefahren wurden.
Der Verunglückte ſtarb auf dem Transport nach dem
Krankenhauſe.
Ockenheim, 27. Dez. Wie jetzt bekannt wird, hätte der
vor den Feiertagen herrſchende undurchdringliche Nebel auf
der Bahnlinie Gau=Algesheim=Münſter a. St. beinahe
ein folgenſchweres Eiſenbahnunglück zur
Folge gehabt. Der um 4.17 Uhr morgens von Worms
ab=
gehende Perſonenzug Worms=Alzey=Bingen hatte kurz nach
7 Uhr die Station Büdesheim=Dromersheim erreicht und
geriet auf letzterer Station, ſtatt die Fahrt über Kempten
nach Bingen fortzufahren, auf das Gleis der hier
kreuzen=
den Bahnlinie Gau=Algesheim=Büdesheim=Münſter a. St.
Der Zug dampfte auf dem falſchen Gleis im
un=
durchſichtigen Nebel bis in die Nähe der Station
Ocken=
heim, wo der Lokomotivführer erſt die falſche Fahrtrichtung
entdeckte und eiligſt durch Gegendampf rückwärts fuhr.
Wie verlautet, ſoll der Irrtum durch falſche Weichenſtellung
entſtanden ſein. Hätte der Maſchinenführer den Irrtum
nicht ſo bald entdeckt, ſo wäre ein ſchweres
Eiſenbahn=
unglück wohl unvermeidlich geweſen.
(*) Gießen, 27. Dez. Die Kinderklinik in der
Friedrichſtraße konnte jetzt in Betrieb genommen
wer=
den. Die Baukoſten mit der inneren Ausſtattung ſtellen
ſich auf 110000 Mark. Die mediziniſche Fakultät iſt durch
Vollendung der Kinderklinik in ihrem Unterrichtsbetrieb
weſentlich erweitert worden. In der Anſtalt werden
auch Krankenſchweſtern für die
Säuglings=
pflege und die Mutterſchutzbeſtrebungen
ausgebildet.
— Gießen, 27. Dez. Der Getreidehändler Leopold
Borngäſſer, der nach Verübung zahlreicher
Wechſel=
fälſchungen und Unterſchlagungen geflüchtet war, hat ſich
heute freiwillig der hieſigen Staatsanwaltſchaft geſtellt.
(*) Butzbach, 27. Dez. Die ſchon ſo oft geforderte
Unterführung am hieſigen
Staatsbahn=
hof iſt jetzt in der Ausführung begriffen. Infolge des
ſtarken Bahnverkehrs müſſen die Fuhrwerke und
Fabrik=
arbeiter oſt eine Viertelſtunde, ja noch länger, warten
Leider wird nur eine Unterführung für Perſonenverkehr
hergeſtellt.
Schotten, 27. Dez. Im nächſten Jahre ſollen bei der
Anlage von Meliorationen und Weidegelegenheiten in 15
Gemarkungen der Kreiſe Schotten und Lauterbach größere
Anlagen von Weißdorn= und Haſelnußhecken
gemacht werden, die dem Vogelſchutz dienen ſollen.
In Betracht kommen die Gemarkungen Gedern,
Herchen=
bain, Oberſeemen, Feldkrücken, Bannerod, Crainfeld,
Heiſters, Bermutshain, Grebenhain, Reichlos. Lanzenhain,
Herbſtein und Obermoos.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 26. Dez. Ueber das
Theater Groß=Berlin wurde der Konkurs
er=
öffnet. — Die übriggebliebenen Tannenbäume
wurden am heiligen Abend für 20 und 10 Pfg. das Stück
losgeſchlagen. Trotzdem blieben noch viele zurück. Auf
dem Tempelhofer Felde haben die Großhändler noch eine
Menge von Bäumen übrig. Seit Jahren iſt das Geſchäft
nicht ſo ſchlecht geweſen. — Der Berliner Rechtsanwalt
Tetzall hatte ſich mit ſeiner Gemahlin kurz vor
Weih=
nachten nach der Peterbaude begeben, um dort Winterſport
zu treiben. Am 24. Dezember, nachmittags, fuhr er die
vereiſte Rodelbahn nach Krumhübel hinab. Als er in
die Nähe der Schlingelbaude kam, verlor er plötzlich die
Gewalt über den Schlitten und fuhr mit voller Wucht
ge=
gegen eine Telegraphenſtange, bei der er mit ſchweren
in=
neren Verletzungen liegen blieb. Man ſchaffte den
Ver=
unglückten zu Tal, um ihn in das Krankenhaus Hirſchberg
zu bringen. Ehe er dort ankam, erlag er ſeinen
Verletzun=
gen. — Die Verhaftung dreier Einbrecher
gelang geſtern der Polizei in Alt=Glienicke. Die Verbrecher
wurden auf friſcher Tat ergriffen und gefeſſelt nach dem
Polizeiamt in Adlershof gebracht, von wo ſie dem
Amts=
gericht Köpenick zugeführt wurden. In Adlershof
verbrei=
tete Gerüchte, daß ſich unter den Verhafteten der Britzer
Raubmörder befinde, haben bis jetzt keine Beſtätigung
gefunden.
Hanau, 27. Dez. Von den Typhuskranken des
1. Bataillons des Eiſenbahn=Regiments 3 ſind wiederum
zwei Mann geſtorben, und zwar die Pioniere
Vollrath und Bruhns. Die Zahl der Todesfälle beträgt
nunmehr ſechs — Nach den bisherigen Ermittelungen iſt
die Infektionsquelle der in der
Eiſenbahner=
kaſerne aufgetretenen Typhuserkrankungen auf ein Ende
November verabreichtes Kartoffelgericht
zurückzu=
führen, in welches durch eine der bei dem Kartoffelſchälen
beſchäftigten Frauen die Typhusbazillen hineingelangt
ſind. Die Bazillenträgerin, die vor 12 Jahren an Typhus
erkrankt war, iſt ſofort in das Landkrankenhaus gebracht
worden. Es iſt vor dem Genuſſe des Mainwaſſers
ge=
warnt worden, weil trotz der peinlichſten Desinfektion
der Abwäſſer ſeitens der Stadt eine Garantie dafür, daß
das Mainwaſſer ganz frei von Typhusbazillen iſt, nicht
übernommen werden kann.
Eſſen (Ruhr), 27. Dez. In der Nacht vom erſten zum
zweiten Weihnachtsfeiertag gerieten zwiſchen
Horſten=
mark und Buer einige Bergleute in Streit. Zwei
derſelben wurden getötet und zwei ſchwer verletzt. Die
Täter ſind noch nicht ermittelt worden.
Altena (Weſtfalen), 26. Dez. (Amtlich.) Heute, um
6 Uhr nachmittags ſtieß die Zuglokomotive eines
aus dem Bahnhof Finnentrop ausfahrenden Perſonenzuges
Nr. 1407 ſeitlich gegen einen zu nahe an der
Ausfahr=
weiche ſtehenden Wagen. Durch dieſen wurde von
einem Wagen vierter Klaſſe die Rückwand abgeriſſen und
das Endabteil eines Wagens dritter Klaſſe eingedrückt.
Zwei Reiſende wurden leicht verletzt. Nach Anlegung eines
Verbandes ſetzten ſie ihre Reiſe fort. Die Schuldfrage iſt
noch nicht geklärt.
Eiſenach, 26. Dez. Die ſeit langer Zeit geplante
Er=
richtung eines Burſchenſchaftshauſes kann
nunmehr vor ſich gehen, da die großherzogliche
Betriebs=
direktion Eiſenach jetzt dem Gemeindevorſtand mitgeteilt
hat, daſ ſie Bedenken dagegen nicht mehr geltend macht,
ſofern die entſprechenden Bedingungen erfüllt werden. Der
Bau kommt in der Nähe des Burſchenſchaftsdenkmals auf
der Göpelskuppe nach einem Projekt des Profeſſors
Wil=
helm Kreis zu Düſſeldorf zur Ausführung. Die
Projeitie=
rung dieſes Baues war eine ungemein ſchwierige, ka ſich
vor allen Dingen das Burſchenſchaftshaus völlig dem
vor=
handenen Denkmal anpaſſen mußte.
Erfurt, 27. Dez. Der Kaſſierer der Gewerbebank in
Tennſtedt, Repte, wurde am erſten Feiertag in ſeiner
Woh=
nung tot aufgefunden. Eine klaffende Wunde an
der Stirn war augenſcheinlich durch einen wuchtigen
Schlag mit einem harten Gegenſtand hervorgerufen. Das
Geld, das Repte in der Wohnung aufbewahrt hatte, war
verſchwunden.
Rom, 26. Dez. Am erſten Feiertag um ½6 Uhr
früh=
geriet ein Straßenbahnwagen mit Anhänger, der
die Krankenwärter der Poliklinik nach getanem Dienſt
in das Stadtzentrum bringen wollte, auf den ſchlüpfrigen
Schienen ins Rollen. Der Wagenführer konnte die Bremſe
nicht mehr anziehen. Nach raſender Fahrt durch die
ab=
ſchüſſige Straße entgleiſte der vordere Wagen, riß den
An=
hänger mit ſich und fuhr mit voller Wucht in einen
Muſikalienladen, der teilweiſe zertrümmert wurde,
Der Wagenführer und 16 Perſonen wurden zum Teil
ſehr=
ſchwer verletzt.
Brüſſel, 26. Dez. Ueber die Kataſtrophe in dem
Kinematographentheater in Baraques,
wor=
über berichtet worden iſt, wird noch gemeldet, daß ſich
in dem Augenblick, als der Film in Brand geriet, etwar
700 Perſonen in dem Saal befanden. Das Theater, um
das es ſich handelt, gibt in einem Tanzſaal jeden
Sonn=
tag für die Bevölkerung der geſamten Umgebung, ſowohl
aus Belgien als auch aus Frankreich, Vorſtellungen. Am
letzten Sonntag war der Zudrang beſonders ſtark. Das=
Feuer ſoll durch Kurzſchluß entſtanden ſein, und es wäre
nichts paſſiert, wenn nicht die Rufe „Feuer!” ertönt wären.
Ein Beſucher der Galerie ſprang ins Theater, wodurch
eine große Panik verurſacht wurde. Bänke und Stühle
wurden umgeworfen, und alles drängte nach dem
Aus=
gang. Das entſtandene Gedränge wurde noch dadurch
verſtärkt, daß die Treppe nach der Galerie zuſammenbrach.
Nach Feſtſtellungen der Aerzte ſind von den zwölf Toten
nur einige erſtickt, dagegen ſind mehrere durch innere
Blu=
tungen, die wahrſcheinlich durch Herzkrämpfe veranlaßt
waren, geſtorben. Die ganze Umgebung befindet ſich in
Trauer, da die Anzahl der Verwundeten offenbar größer
iſt, als angenommen wurde. Nach einer Lesart ſind es
deren dreißig, nach einer anderen fünfzig. Lebensgefahr
ſcheint aber bei keinem der Verletzten zu beſtehen.
Viel=
leicht wird dieſe Kataſtrophe die belgiſche Polizei
veranlaſ=
ſen, einmal in den verſchiedenen Kinematographentheatern
nach dem Rechten zu ſehen. Es werden auch in Brüſſel
noch Säle zu derartigen Zwecken verwandt, die völlig
un=
geeignet ſind und die namentlich in bezug auf
Notaus=
gänge keine Sicherheit bieten, was beſonders deshalb
ſchwer ins Gewicht fällt, weil die Vorſtellungen im
ver=
dunkelten Raum ſtattfinden. Auf dieſem Gebiet wird hier
ſehr viel geſündigt, und es ſcheint faſt, als wenn die
Po=
lizei über die Kientöppe überhaupt keine Aufſicht ausübe.
Nizza, 27. Dez. Auf der Straße zwiſchen Nizza
und Montearlo wurde ein Chauffeur von den beiden
Autoinſaſſen überfallen und durch
Revolver=
ſchüſſe verletzt. Nach Ausſage des Ueberfallenen
ſoll=
ſich um Deutſche handeln, die den Chauffeuc ermorden
und ſich des Autos bemächtigten wollten.
London, 25. Dez. Seit einigen Tagen iſt in mehreren
Hoſpitälern ein geheimnisvoller Wohltäter
aufgetaucht. Von mehreren Seiten wird der überraſchende
Vorgang, der ſich dort abſpielte, gleichmäßig ſo geſchildert:
Die Tür zum Bureau des Krankenhauſes öffnete ſich. Ein
elegant gekleideter Herr trat ein und ſtellte einige Fragen
über die finanzielle Lage des Hauſes und über ſeine
In=
ſaſſen. Plötzlich zog er ein Päckchen Banknoten über 10000
Mark (500 Pfund) aus der Taſche, legte ſie auf den Tiſch
und verſchwand. Ebenſo erhielt der Schatzmeiſter einer
chriſtlichen Miſſionsgeſellſchaft von demſelben Herrn 500
Pfund. Schließlich ſtellte ſich der unbekannte Wohltäter
noch bei der Geſellſchaft für Verbreitung des Evangeliums
in fremden Ländern und bei dem Krüppelhoſpital in
Al=
ton ein und deponierte je 20000 Mk. für die Inſtitute.
Daß=
es in allen Fällen ſich um denſelben Herrn handelt, ſteht
unbedingt feſt. Doch, alle Bemühungen, näheres über ſeine
Perſönlichkeit zu erfahren, ſind vergeblich geweſen.
London, 25. Dez. Die beiden Kiſten mit der
Goldſendung der Bank von England nach Alexandra,
die, wie wiederholt berichtet, ſtatt 10000 Sovereigns eine
gleiche Quantität Blei enthielten, ſind nach London
zurück=
gelangt und geſtern in Gegenwart der Geheimpolizei und
von Vertretern der beteiligten Banken geprüft worden. Es
ergab ſich, daß es die Originalkiſten waren, keine
nachge=
machten, wie man zuerſt annahm. Die Kiſten zeigten
Spuren, daß ſie aufgebrochen worden waren, aber dieſe
waren geſchickt verwiſcht und nur dem Auge der
Sachver=
ſtändigen ſichtbar. An acht Stellen waren die Kiſten
ver=
ſiegelt geweſen. Die Siegel waren beim Erbrechen der
Kiſten verletzt worden und mußten deshalb durch
nachge=
machte erſetzt werden. Die chemiſche Unterſuchung des
Siegellacks ergab daß dieſer nicht engliſches Fabrikat war.
Daß die Diebe ſich die Siegel verſchaffen konnten, läßt
vermuten, daß ſie entweder in der Bank von England oder
im Crédit Lyonnais, auf deſſen Rechnung das Gold nach
Alexandria verſchifft wurde, Spießgeſellen haben.
London, 27 Dez. Die auswärts verbreitete Meldung,
daß der Dampfer der White Star=Line „Oceanic” mit
dem Dampfer „Merion” bei Philadelphia
zuſammenge=
ſtoßen iſt, beſtätigt ſich nicht. Es handelt ſich vielmehr um
den norwegiſchen Dampfer „Oceana”
Sport, Spiel und Turnen.
* Radſport. Brüſſeler Sechstage=Rennen.
Das Brüſſeler Sechstage=Rennen brachte am letzten Tage
noch weitere vergebliche Verſuche der Franzoſen, die
ver=
lorene Runde wieder aufzuholen. Noch in der letzten
Stunde gelang es Comes durch einen prachtvollen Spurt,
dreiviertel Runden aufzuholen, aber Vandenberghe
brachte das Feld wieder an den Franzoſen heran. Das
Endklaſſement iſt: Lapize-Vandanberghe
4134,450 Kilometer, 2. Petit Breton-Comes 1 Runde
zu=
rück, 3. Charron-Debaets 4 Runden zurück, 4. Arthur
Vanderſtuyft-Verlinden 8 Runden zurück, 5. Gebrüder
Eſſer, 6. Vandervelde-Perſyn.
Sturm.
* London 26. Dez. Der außerordentlich
heftige Sturm hat an allen Küſten und im Innern
des Landes großen Schaden verurſacht. In
Ply=
mouth wurden einige Dächer abgedeckt und mehrere Schiffe
an die Küſte getrieben. Der italieniſche Dampfer „
Tripo=
litania” ſcheiterte in der Mountsbay, wobei ein Mann
von der Beſatzung ertrank. In Southampton trat eine
Flut ein, die die höchſte ſeit 50 Jahren iſt. Die Wogen
überſpülten am Nachmittag die Eiſenbahnen, ſodaß die
Züge bis an die Achſen im Waſſer fuhren. Auch die
Elek=
trizitätswerke wurden überſchwemmt. Der Dienſt der
Straßenbahn wurde daher für einen großen Teil des
Ta=
ges eingeſtellt. Viele Straßen wurden überflutet. Die
Fußgänger mußten in Booten nach Hauſe gebracht werden.
Auf der Tyne ſind viele Schiffe drei bis vier Tage
über-
fällig.
Nummer 305.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 28. Dezember 1912.
Seite 5.
Jubelfeier der Verlagsanstalt Alexander Koch.
„Wäre Hofrat Koch nur der feinſinnige
Aeſthet oder nur die willensſtarke
Perſönlich=
keit, ſein Haus würde heute nicht den
Welt=
ruf beſitzen, auf den auch unſere Stadt allen
Grund hat ſtolz zu ſein. Aber ein gütiges
Geſchick hat ihm beide Gaben in die Wiege
gelegt und er hat verſtanden, ſie weiſe zu
gebrauchen. Der Geſchmack hat der Tatkraft
die künſtleriſche Legitimation gegeben und
die Richtung gewieſen; die Tatkraft
wieder=
um hat die aus dem Geſchmack geborenen
Gedanken großzügig verwirklicht. So
be=
glückwünſchen wir Hofrat Alexander Koch
als den Schöpfer eines Kulturwerks, der die
Schönheit geſucht und ſie gefunden hat.”
Herr Bürgermeiſter Mueller faßte in dieſe Worte
ſeine Glückwünſche zu der Jubiläumsfeier zuſammen, die
geſtern das Haus Alexander Koch begehen konnte und die
in gleichem Maße umfangreich und offiziell ward, als ſie
geplant war im kleinen privaten Kreiſe. Keine
treffen=
dere und ſchönere Einleitung können wir unſerem
Feſt=
bericht voranſetzen. Die Gelegenheit der Feier des
fünfundzwanzigjährigen Jubiläums haben zahlreiche
Freunde des Verlages und ſeines Gründers,
aber auch gleich zahlreiche berufene
Perſönlich=
keiten des In= und Auslandes gerne
wahrgenom=
men, der Verlagsanſtalt Alexander Koch ihrer
Wertſchätz=
ung zu verſichern und Anerkennung in höchſtem Maße
auszuſprechen. Und wenn je der Gründer dieſes
blühen=
den Unternehmens die gleiche Befriedigung in der
An=
erkennung aus berufenem Munde findet, als das eigene
Bewußtſein, etwas Großes geſchaffen zu haben, ſie
ver=
leiht, ſo darf er an den Tag der Vollendung des erſten
Vierteljahrhunderts ſeines Lebenswerkes mit freudigem
Stolz und Genugtuung zurückdenken.
Im Kreiſe der Angehörigen des Jubilars und der
Angeſtellten und Mitarbeiter der Verlagsanſtalt fand
zu=
erſt ein
nkademiſcher Feſtakt
in den Räumen der Redaktionen ſtatt. Hier hielt Herr
Hofrat Alexander Koch zur Einleitung der Feier
eine Anſprache, in der er etwa folgendes ſagte:
Meine Lieben und Getreuen! Es iſt mir eine
beſon=
dere Freude, daß ich Sie heute an meinem Jubiläumstag
in feſtlicher Stimmung um mich ſehe und Ihre
Anteil=
nahme am Geſchicke meines Verlags in (Ihren Mienen
leſen kann. Die häufig gebrauchten Ausdrücke: „Kampf
gegen Geſchmackloſigkeit” oder „Ringen um eine moderne
Kultur” legen es mir nahe, mich heute als Ihren Führer,
Ihren General zu fühlen. Ein ſolcher braucht zur Schlacht
und zum Sieg ein Heer, mit dem er fechten, auf das er ſich
verlaſſen kann. Aber der Sieg iſt ihm nur dann möglich,
wenn der Geiſt der Truppe von unten bis zur höchſten
Spitze vollkommenes und abſolutes Vertrauen iſt.
Im Vertrauen auf die Tapferkeit werden die Befehle nach
unten abgegeben; im Vertrauen auf eine bewährte
Leit=
ung befolgt! So iſt jedes dem anderen nötig, und das
Gefühl gemeinſamer Pflichten gibt auch das Recht auf
gemeinſame Freude am Erfolg!
Heute dürfen wir nun alle mit Stolz auf das
Er=
rungene zurückblicken. Und wir dürfen wohl alle ſagen:
Der Herr hat unſeren Waffen Sieg verliehen! Ueberall
regt es ſich, in einem prächtigen Blühen, wie es vor 25
Jahren, als ich in einer kleinen Stube, mit 100 Mark in
der Taſche, meinen Verlag begann, von vielen, ja von
den meiſten nicht geglaubt wurde. Es war ein kleiner
Kreis, beſeelt von freudigem Hoffen, der ſich damals um
mich ſcharte, und man wird mir glauben, wenn ich mit
tiefer Wehmut derer gedenke, die damals mit mir hofften,
lange mit mir und für mich kämpften, aber viel zu früh
zur ewigen Ruhe abberufen wurden, ſo daß ſie dieſen
Ehrentag der Erfüllung nicht mehr erlebten. Wenn ich
dabei zuerſt meines damaligen Prokuriſten Herrn Max
Röſtel gedenke, der über zehn Jahre mir ein treuer,
ſchaf=
fensfreudiger Mitarbeiter war, ſo tue ich es mit heißem
Danke für ſeine Treue! Ein Kranz, den ich heute auf
ſeinem Grabe niederlegen ließ, ſoll dartun, daß ſein
Ge=
dächtnis in mir unauslöſchlich iſt! Von denen, die
eben=
falls ſeit Anfang zu den Mitſtreitern zählen, begrüße ich
heute Herrn Herm. Zieger, der ſeit annähernd 23 Jahren
aufs gewiſſenhafteſte meine buchhändleriſchen Intereſſen
in Leipzig vertritt. — Sie werden ſich beſonders freuen,
lieber Freund, dieſen Tag mit mir zu feiern, und ich
drücke Ihnen mit herzlichem Dank die HHand. Aber auch
die Herren, die erſt nach der Gründung, aber im Laufe
der verfloſſenen 25 Jahre eingetreten ſind, haben ihr
Ver=
trauen zur guten Sache bekundet und tapfer mitholfen,
den Sieg zu erringen. Ich danke beſonders den Herren
Veith, Gebhardt, Stanger, ferner Herren Lang=Danoli,
Peſchko und Lange=Koſak, und hoffe, mich noch lange
ihrer tatkräftigen, wertvollen Unterſtützung erfreuen zu
können. Leider kann ich nicht alle Namen neuerer
perſön=
licher Mitarbeiter nennen; ich will deshalb nur ſagen: ich
gedenke jetzt in wärmſter Anerkennung aller Mithilfe,
von wem ſie auch geleiſtet ſei, in der Redaktion, Druckerei,
Buchbinderei, Expedition, in der Vertriebs= und
Propa=
ganda=Abteilung, bis zur Hinausbeförderung unſerer
=Erzeugniſſe auf die Bahn und zur Poſt! Jeder und jeder
darf meiner aufrichtigen Dankbarkeit verſichert ſein!
Und ſo ſage ich nochmals: Wir haben durch zähe
Energie und Ausdauer eine große, heiße Schlacht
gewon=
nen; der Sieg iſt unſer! Haben Sie herzlichen Dank, daß
Sie dieſen Tag der Freude mit mir genießen! Möge ein
gütiges Geſchick uns alle geſund erhalten, damit wir in
derſelben Gemeinſchaft noch recht lange miteinander
wir=
ken können, zum Segen deutſcher Kunſt und
deutſchen Kunſtgewerbes!
Im Namen der Angehörigen des Verlages ſprach
dann Herr Prokuriſt Peſchko, der nach dem Glückwunſch
etwa ausführte: Mein hochverehrter Herr Hofrat!
Fünfundzwanzig Jahre! An einem Menſchenleben
ge=
meſſen, eine lange Zeit. Nehmen wir den Maßſtab aber
an Werken der Kunſt, der Kultur, ſo iſt’s faſt nicht mehr,
als eine Spanne, kaum hinreichend, um Bleibendes zu
ſchaffen. Aber was ſehen wir heute von Ihnen in dieſen
25 Jahren erſchaffen. Wenn wir uns die Zeit vor 25
Jahren zurückrufen, ſo muß geſagt ſein, daß ein Werk wie
das Ihre damals unmöglich war. Nahezu alle
Vorbe=
dingungen dafür fehlten. Das Kunſtleben ſtagnierte, die
Akademien und Lehrſtätten waren vollgepfropft von
klaſ=
ſiſcher Kunſt, von Ornamenten und Motiven der klaſſiſchen
Stile, die zu bewältigen, zu verſtehen, deren Lehre
wei=
ter zu geben man eifrig und ausſchließlich bemüht war.
Ein Neues hatte kaum Platz; es galt als Verſündigung
an dem heiligen Geiſt der Kunſt, an Neues auch nur zu
denken. Die kunſtbegeiſterte Jugend ſollte immer und
immer wieder aus alter Kunſt alles Heil ſuchen. Gar
Manchem wurden die Flügel ſo beſchnitten, daß die junge
Kraft lahm wurde. Das Wort „Die Kunſt geht betteln”
war an der Tagesordnung. Bildlich geſprochen, es gab
für den jungen Moſt keine Fäſſer; dieſe waren eben mit
altem vertrauten Wein noch voll. So war es einfach, die
Jugendſtürmerei als Krankheit zu betrachten und kurzer
Hand abzulehnen.
Da kamen nun Sie, verehrter Herr Hofrat, mit jungem
Herzen, mit einem Herzen für die Jugend, um ſich, kurz
entſchloſſen, in den Dienſt dieſer feurigen Jugend zu
ſtel=
len. Ihr Beruf hatte Ihnen den Blick für die Bedürfniſſe
der Kunſt, für die Nöte der Künſtler, für die Forderungen
des Tages gegeben. Sie waren der rechte Mann, für die
bedrängte deutſche Kunſt eine Lanze zu brechen. Sie
ſchlugen den jungen Moſt in Fäſſer, gaben ihm Zeit, ſich
zu klären und verzapften ihn dann kühn und mutig in
ſchönen Gefäßen der nach „neuem Stoff” dürſtenden Welt.
Wettbewerbe, die Sie ausſchrieben, Ausſtellungen, für die
Sie zeitgemäße Anregung gaben, ließen neue Talente
ans Licht kommen, weckten neue Bedürfniſſe und ſchafften
den Induſtrien und dem Handwerk neue, lohnende
Auf=
gaben. So erblühte aus dem anfänglich engen
Darm=
ſtädter Kreiſe eine neue Kunſtrichtung. Künſtler und
Handwerker lernten ſſich wieder verſtehen und ihre
gemein=
ſame Arbeit ſchaffte das heute blühende, im Siegeszuge
über die Lande ziehende deutſche Kunſtgewerbe. Es iſt
nicht meines Amtes, den Dank der deutſchen Künſtlerſchaft
abzuſtatten, dieſe tut das wohl ſelbſt und hat auch für
den heutigen Jubeltag ihre Stimme erhoben. Ich möchte
dagegen unſere hohe Bewunderung darüber zum
Aus=
druck bringen, daß Sie, verehrter Herr Hofrat, mit
ge=
radezu unermüdlicher Arbeitskraft und Energie den Weg
gefunden, es durchgeſetzt haben, Kunſt und Handwerk, die
ehemals vereinigt ſo Großes geleiſtet hatten, erneut
zu=
ſammenzuſchweißen, um ſo die Arbeit beider wieder
har=
moniſch und nutzbringend zu geſtalten. Liebe zur Kunſt,
feines Verſtändnis, verbunden mit erleſenem Geſchmack,
und ein organiſatoriſch kaufmänniſches Talent ſeltener
Art, ließen Sie die vielen, faſt unüberwindlich
ſcheinen=
den Schwierigkeiten überwinden, ſo daß wir es heute
er=
leben dürfen, daß der Ruf der Darmſtädter
Kunſtzeit=
ſchriften und der Buchwerke der Verlagsanſtalt Koch über
die ganze Welt verbreitet iſt; daß eine große Zahl von
Männern der Kunſt, der Feder, Männer der Technik und
des Handels, dankbare Lebensaufgaben, lohnende Arbeit
finden. Dafür ſei Ihnen, verehrter Herr Hofrat, herzlich
Dank geſagt.
Im Namen unſerer Beamten habe ich zu danken für
die reiche Jubiläumsſpende, die uns alle aufrichtig
er=
freut hat; im Namen des Buchhandels für das dem
Un=
terſtützungsverein Deutſcher Buchhändler und
Buchhand=
lungsgehilfen überwieſene Geſchenk. Dabei darf ich
aus=
ſprechen, wir alle, wir arbeiten mit Ueberzeugung für Ihr
ideales Werk, wir ſind ſtolz, mit Ihnen am Kulturwerk
ſchaffen zu dürfen: Unſere Wünſche können deshalb nur
darin gipfeln, daß es uns vergönnt ſein möge, mit Ihnen,
dem Begründer des heute ſo ſtolz dreinſchauenden Hauſes,
dieſem unſere beſten Kräfte noch recht lange widmen zu
dürfen. — Die Rede klang aus in ein kraftvoll
widerhal=
lendes dreifaches Hoch.
Darauf überreichte Herr Redakteur Stanger als
ein ebenſo ſinniges wie unſchätzbar wertvolles Geſchen!
ein
Goldenes Buch,
eine Sammlung von zirka 250 Widmungen, Gedichten,
Briefen hochſtehender Perſönlichkeiten, geiſtiger Führer
uſw., von Gemälden, Radierungen, Zeichnungen
nam=
hafter Künſtler, Zeichner u. v. a., in zwei Bänden in echt
Pergament gebunden. Herr Stanger betonte
be=
ſonders welch große Freude und Ehre es ſei, gerade
dieſes einzigartige Geſchenk darbringen zu dürfen, in dem
mehr als 250 Künſtler, Schriftſteller, Induſtrielle und
Großkaufleute ihre Glückwünſche ausſprechen. Es gelte,
ein ſtolzes Denkmal zu enthüllen; zwar aus Papier, doch
beredter und verdienter als manches andere aus Marmor,
Stein und Bronze. Der freudigen Anerkennung Ihrer
hervorragenden Verdienſte um Kunſt und Kultur, die Sie
ſich durch die Herausgabe Ihrer Zeitſchriften erworben
haben, iſt in dieſen Bänden überwältigender Ausdruck
geworden. Geiſtige Führer und hervorragende Künſtler
aus Deutſchland, aus Oeſterreich, Italien, Spanien,
Frankreich, Belgien, Holland, England und Rußland ſind
die Autoren dieſer Zeichnungen, Gedichte, Sprüche und
Briefe. Um ihren Inhalt zu leſen, dürften die Stunden
eines Tages nicht genügen. Doch darf ich wohl bitten,
mir zu geſtatten, wenigſtens den einen ganz kurzen, aber
treffenden Ausſpruch vorzuleſen, den Paul Poiret=
Paris, der große franzöſiſche Modekünſtler, ſchrieb: „
Mon=
ſieur Alexander Koch! Je voudrais, que vous ſoyez
Frangais!”, was ich dem Sinne nach überſetzen darf in
„Ich wollte, Frankreich, mein Vaterland, hätte einen
Alexander Koch!”
In dem Goldenen Buche ſind, um nur wenige
heraus=
zugreifen, vertreten: Hans Thoma, Franz von Stuck,
Peter Behrens, L. von Hofmann, Graf von Kalckreuth,
W. Trübner, E. von Seidl, A. von Hildebrand, H. von
Volkmann, Hengeler, Bracht, Julius Diez, Habermann,
Erler, Münzer, Georgi, Eichler, Niemeyer, P Bürck,
Unger, Hoetger, Pellar, Banzer, O. H. Engel, Püttner,
Ubbelohde, Zwintſcher, Wackerle, Ehmcke, Ciſſarz,
Hohl=
wein. E. Liebermann, Schultze=Naumburg, van de Velde,
G. Metzendorf, O. March und viele andere; Geheimrat
Albert, Lichtwark, Ludwig Juſti, G. Pauli, Peter Jeſſen,
Cornelius Gurlitt, Geheimerat Ludwig Hoffmann,
Domkapitular Schnütgen, Thormälen, Schliepmann,
Volbehr, Geheimer Kabinettsrat Römheld,
Oberbürger=
meiſter Gläſſing, Guſtav Falke, Karl Hauptmann,
Cäſar Flaiſchlen, F. von Oſtini, die Großh. Techniſche
Hochſchule, Verband der Fachpreſſe, Deutſcher
Buch=
gewerbeverein Leipzig u. a. m. — Aus dem
Aus=
lande: Geheimrat Ad. Vetter, Geheimrat Otto Wagner,
Joſef Hoffmann, Kolo Moſer, Roller, Servaes u. a. m.
aus Wien, Sturſa=Prag, Saſcha Schneider=Florenz,
Otto Greiner=Rom, M. Behmer=Florenz, M. Buri=
Brienz, Poiret=Varis, Zak. Dollerſchell=Paris,
Zu=
biaurre=Segovia, Berlage=Amſterdam, Baillie Scott=
Bed=
ford, Aſhbee=London, Jeſſie King=Glasgow u. v. a.
Nachſtehend einige der Glückwünſche im Wortlaut:
Sehr geehrter Herr Hofrat! Sie blicken an dem
heu=
tigen Tage auf 25 Jahre einer außerordentlich ehrenvollen,
dem Kunſtſchaffen der Gegenwart gewidmeten Tätigkeit
zurück. An dieſem, Ihrem Ehrentage darf die ſtädtiſche
Verwaltung nicht fehlen. Sie übermittelt durch mich zu
dem 25jährigen Berufs= und Verlagsjubiläum die
auf=
richtigſten Glückwünſche. Ihrer Energie und Initiative
iſt es gelungen, die Zeitſchriften „Deutſche Kunſt und
De=
koration”. „Innen=Dekoration”, „Stickerei=Zeitung und
Spitzen=Revue”, „Tapeten=Zeitung” zu gründen, auf ihrer
Höhe zu erhalten und zu führenden Organen für die
Ge=
genwart emporzuarbeiten. Der künſtleriſche Inhalt der
Hefte iſt im Verein mit der Sorgfalt und Klarheit des
prächtigen Bildſchmuckes als Kulturfaktor im Inland und
Ausland anerkannt. So darf ich mit berechtigtem Stolz
ſagen, daß Sie durch Ihre Tätigkeit auch den künſtleriſchen
Ruf der Stadt Darmſtadt in vorbildlicher Weiſe gefördert
haben. Möge es Ihnen vergönnt ſein, in Ihrem
künſt=
leriſchen Berufe ſo wie ſeither weiter zu wirken: Ihr
Lebenswerk auf ſeiner Höhe zu erhalten und ſo national
zu arbeiten zur Förderung deutſcher Art, deutſchen
Kunſt=
handwerks und deutſcher Wohnkultur. Auf ein weiteres
Blühen, Wachſen und Gedeihen der im Inlande und
Aus=
lande verehrten Darmſtädter Kunſtzeitſchriften! Mit dem
Ausdruck vorzüglicher Hochachtung ergebenſt
gez. Dr. Gläſſing, Oberbürgermeiſter.
Sehr verehrter Herr Hofrat! Ein Vierteljahrhundert
lang haben Sie nun gearbeitet, um die Entwicklung einer
der neuen Zeit gemäßen künſtleriſchen Kultur zu fördern,
ſie dem Verſtändnis der Zeitgenoſſen nahe zu bringen.
Mögen Ihre Erfolge Sie ermutigen, treu den Idealen,
denen Sie ſo lange gedient haben, weiter zu ſchreiten in
dem Bewußtſein, Gutes erſtrebt und erreicht zu haben
In aufrichtiger Hochſchätzung Ihr ergebener
gez. Römheld, Geh. Kabinettsrat.
Eine Baukultur iſt undenkbar ohne Ueberlieferung
ohne künſtleriſche Erziehung. Baukünſtler und Bauherren
bedürfen ihrer. Nur wenn beide dem gleichen Ziel
zu=
ſtreben, iſt ein harmoniſches Werk zu erwarten. Daß
heute ſo zahlreiche erfreuliche Leiſtungen der Baukunſt
an=
zutreffen ſind, danken wir nicht nur der reiferen Einſicht
und geſteigerten Tätigkeit der Schaffenden, ſondern nicht
minder der zielbewußten allgemeinen Erziehung zum
Kunſtverſtändnis An der Spitze der dazu führenden
Kul=
turbeſtrebungen ſehen wir Ihren Verlag. Am 25jährigen
Ehrentage wird keiner Ihrer Freunde fehlen, Ihnen die
beſten Glückwünſche auf weiteres, gleich erfolgreiches
Wir=
ken darzubringen, und zu dieſen Freunden wollen Sie auch
zählen die Fachprofeſſoren der Architektur=
Abtei=
kung an der Großh. Techniſchen Hochſchule
zu Darmſtadt.
gez. Hofmann, Wickop, Walbe, Pützer.
Nur wer praktiſch ſelbſt das Feld der modernen
Kul=
tur beſtellt hat, vermag die ungeheuren Schwierigkeiten
ab=
zuſchätzen, die einer ſolchen Arbeit, wie ſie Herrn Hofrat
Koch gedankt wird, entgegenſtehen. Was er geleiſtet und
durch ſeine Zeitſchriften für die deutſche Kunſt gewirkt hat
wird im Buche der Geſchichte unſeres Volkes verzeichnet
werden. Daß es ſeine ureigenſten Ideen geweſen ſind,
denen er durch die Tat Ausdruck verliehen hat, daß dem
opferfreudigen Mute auch der Erfolg beſchieden geweſen
iſt, krönt ſeine Arbeit durch ſich ſelbſt.
gez. Prof. Dr. Georg Biermann.
Wer die Tätigkeit des Kochſchen Verlages verfolgt
hat, der kennt den Grundzug ſeines Wirkens: der lautet
„Vorwärts”.
gez. Cornelius Gurlitt.
Wenn Darmſtadt eine Kunſtſtadt von Rang und
An=
ſehen geworden, ſo dankt ſie dies nicht allein der
auserleſe=
nen und temperamentvollen Künſtlerſchar, die der
Groß=
herzog ſtets mit beſonderem Geſchick herauszugreifen und,
wenn auch vorübergehend, an ſeine Reſidenz zu feſſeln
weiß, ſondern gewiß nicht in letzter Linie der
unermüd=
lichen Arbeit des Verlegers Alexander Koch. Was
wä=
ren die Pappenheimer, wenn ſie keinen
Schiller gefunden hätten!
gez. Guſtav E. Pazaurek=Stuttgart,
Direktor des Landesgewerbemuſeums.
Ein öſterreichiſcher Volkswirt entbietet Herrn Hofrat
Koch zur heutigen Feier herzlichen Gruß, Dank und
Glück=
wunſch! Denn er hat uns eine der ſtärkſten Kraſtquellen
der öſterreichiſchen Volkswirtſchaft — das Schaffen
un=
ſerer beſten heutigen Künſtler und Geſtalter — faſſen
hel=
fen. Die Heimat muß wieder einmal der Fremde danken.
gez. Hofrat Dr. Adolf Vetter,
Direktor des k. k. Gewerbeförderungs=Amtes Wien.
Zu den ſtarken Kräften, die mit einheitlichem Willen
das neue deutſche Kunſtgewerbe vorwärts und aufwärts
geführt haben, zählt ſeine blühende Fachpreſſe, die beſte
ihrer Art vor allen übrigen Ländern. In ihr haben Sie,
ſehr geehrter Herr Hofrat, ſeit Beginn der Bewegung in
der erſten Reihe geſtanden, allem Jungen, Friſchen,
Tüch=
tigen zugänglich, ein Förderer der Werdenden, auf der
Wacht dafür, daß die Ziele und Maßſtäbe ſich weiten, daß
das große Werk nicht nur in die Breite, ſondern auch in
die Höhe wachſe. Die Freunde des deutſchen
Kunſtgewer=
bes ſchulden Ihnen dafür Dank und wünſchen, daß Sie
noch lange mit gleicher Energie auf dem wichtigen Poſten
wirken mögen, den Sie ſich ſelbſt geſchaffen haben.
gez. Direktor Peter Jeſſen.
Gratulationscour.
Bald nach dem Feſtakt fanden ſich zahlreiche
Gratu=
lanten und behördliche Abordnungen zur
Beglückwün=
ſchung ein, und die Redaktionsräume begannen ſich nach
und nach in duftende Blumenhallen zu verwandeln, ſo
reich waren die Spenden an Blumen und Geſchenken, die
im Laufe des Tages überreicht wurden. Herr Geheimerat
Römheld überreichte im Auftrage Sr. Kgl. Hoh. des
Großherzogs Herrn Hofrat Alexander Koch die
Me=
daille für Kunſt und Wiſſenſchaft. Im
Auf=
trage der Techniſchen Hochſchule erſchienen die
Herren Prorektor Geheimrat Profeſſor Schenck und Geh.
Oberbaurat Hofmann und überreichten eine
geſchmack=
voll=künſtleriſch ausgeführte, auf echtem Pergament
ge=
malte Adreſſe, die folgenden Wortlaut hat:
„Die 25 Jahre, auf die der Verlag Alexander Koch
zurückblicken darf, haben auf dem Gebiete der künſtleriſchen
Kultur eine Bewegung heraufkommen ſehen, von der für
die Zukunft Deutſchlands Großes erwartet wird. Dies
wurde möglich durch vielerlei wirkende Kräfte nicht nur
des Erſinnens und Schaffens, ſondern auch jenes
Wir=
kens und Vermittelns, wie es die Verlagsanſtalt Alexander
Koch zu dem ihren gemacht hat.
Dank und Anerkennung für dieſe Verdienſte des
Ver=
lags um die große und gemeinſame Sache möchte in auf=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 28. Dezember 1912.
Nummer 305.
eichtigem Glückwunſche für die Zukunft zum Ausdruck
bringen
Die Großh. Techniſche Hochſchule zu Darmſtadt.
Der Rektor: Wickop.”
Herr Landtagsabgeordneter Dr. Oſann überreichte
im Auftrage des Verkehrsvereins mit herzlicher
Anſprache ebenfalls eine auf Pergament gedruckte
Glück=
wunſchadreſſe folgenden Wortlauts:
Urkunde.
In Anerkennung ſeiner hohen Verdienſte um den
Na=
men Darmſtadt und um die Hebung aller
Kunſtbeſtre=
bungen, in Bewunderung für das Zielbewußtſein und
den Weitblick, mit dem er in gärenden Zeiten die Wege
zu einem modernen Geſchmack geebnet und reichen
kultu=
rellen Segen erwirkt hat, zum Ausdruck ſeines freudigen
Stolzes, ihn zu den Seinen zählen zu dürfen, ernennt
der Verkehrsverein Herrn Hofrat Alexander Koch zu ſeinem
Ehrenmitgliede. Wenn in unſerer Zeit der Name
Darm=
ſtadt ſich wohltuend von denen anderer Städte
unter=
ſcheidet und ſein Ruf als Kunſtſtadt feſt begründet iſt, ſo
muß das in erſter Linie der weiſen Fürſorge für die Kunſt
gedankt werden, die Se Kgl. Hoheit der Großherzog dem
Lande zuteil werden läßt. Niemals aber wäre die
Be=
deutung dieſer für Darmſtadts Entwicklung ſo
entſchei=
denden hohen Förderung in ſolch weitem Umfange bekannt
geworden, wenn nicht eine verſtändnisvolle Preſſe geholfen
hätte, den Namen Darmſtadt, man darf wohl ſagen, über
die ganze Welt zu tragen. Zu den führenden Meiſtern
dieſer Preſſe zählen wir Herrn Hofrat Alerander Koch, der
jetzt auf eine 25jährige, an Mühen aber auch Erfolgen
reiche Tätigkeit zurückblicken kann. Der Geſamtvorſtand
will durch die dem Verein höchſtmögliche Auszeichnung
der hochverdienten Verlagsanſtalt ſeine Freude und
Teil=
nahme zu ihrem Ehrentage zum Ausdruck bringen und
wünſcht dem Jubilar noch ein langes ſegensreiches Wirken.
Darmſtadt, am 27. Dezember 1912.
Verkehrsverein Darmſtadt.
Geſchenke wurden überbracht u. a. von Herrn
Kom=
merzienrat Carl Wittich, Dr. Adolf Koch uſw. Zur
Beglückwünſchung fanden ſich ferner perſönlich ein u. a.
die Herren Oberbürgermeiſter Gläſſing, Geh. Rat
Schenck, Maler Pellar als Vertreter der
Künſtler=
kolonie, Herr Zieger=Leipzig im Namen des
Buchhan=
dels, Caſpar Wolff=Frankfurt im Namen der
Tapeten=
induſtrie, ferner Profeſſor Vetterlein, der Wiener
Graphiker Jungnickel, Profeſſor Heinrich Werner=
Berlin, Profeſſor Biermann=Darmſtadt, Hofrat
Hilsdorf und viele andere.
Herr Provinzialdirektor Fey ſandte folgendes
Glück=
wunſchſchreiben: „Zur heutigen Jubelfeier Ihrer
Ver=
lagsanſtalt geſtatte ich mir, Ihnen die herzlichſten
Glück=
wünſche zu übermitteln. An dieſer Jubelfeier nehmen
auch Kreis und Provinz lebhaften und freudigen
Anteil. Hervorragendes und Ausgezeichnetes haben Sie
zur Entwicklung und Förderung von Kunſt und
Kunſt=
gewerbe getan und erreicht, neue Wege angebahnt,
Schwie=
rigkeiten überwunden und vielen das Feld zu ſchönem und
gedeihlichem Schaffen geebnet. Sie haben dem
öffent=
lichen Leben im engeren und weiteſten Umkreiſe dadurch
reiche Belebung zuteil werden laſſen, ſowie künſtleriſcher
und gewerblicher Betätigung nach Innen und Außen einen
kräftigen Halt erwieſen. Möge es Ihren Werken gelingen,
den veredelnden, ſegensreichen Einfluß der Kunſt in immer
weitere Volkskreiſe zu tragen und dadurch unſerer Heimat
und unſerem Vaterlande auch in Zukunft aufs Beſte zu
nützen.”
Auch die Handelskammer und viele andere
Kor=
porationen und Vereine hatten Glückwunſchſchreiben
ge=
ſandt. Die Zahl der Telegramme betrug ſchon am
frühen Nachmittag weit über 200 Stück.
Anerkennungen der Preſſe,
die den Erſcheinungen der Verlagsanſtalt Alexander Koch
im In= und Auslande ſtets lebhaftes Intereſſe und
ſtei=
gende Anerkennung zuteil werden läßt, wurden ihnen
auch aus Anlaß des Jubiläums in ſeltener Einmütigkeit
zuteil. Viele führende Blätter brachten längere Artikel.
Wir entnehmen deren einem, im Feuilleton der Frankf.
Ztg., das Nachſtehende: . . . . Einen entwickelten, aus
ſachlicher Erfahrung erwachſenen Geſchmack ſpürt man
in allen Publikationen der Verlagsanſtalt Koch.
Ge=
ſchmack: das heißt nicht ein ſchnell fertiges Aufſchnappen
jeder neueſten artiſtiſchen Senſation, ſondern das ruhige
Erfaſſen bleibender oder doch fortwirkender Werte in der
jeweiligen Entwicklungsphaſe der Künſte. Dieſer
vor=
nehme Geſchmack gibt den drei Darmſtädter
Kunſtzeit=
ſchriften das Gepräge: ſie halten Schritt mit der Zeit (die
füngſte Wendung des Kunſtgewerbes zum Beiſpiel, von
der rein konſtruktiven Zweckform zur organiſch bewegten
Linie und zur reicheren Farbigkeit, ſpiegelt ſich deutlich
in ihnen); aber ſie ſcheiden gewiſſenhaft alles aus, was
die Vergänglichkeit deutlich an der Stirn geſchrieben
trägt, knabenhafte Verſuche der Allzujungen oder
ſnobi=
ſtiſche Extravaganzen. Daher der dauernd erfreuliche
Eindruck auch der älteren Jahrgänge, etwa der Deutſchen
Kunſt und Dekoration, daher andererſeits die erfolgreiche
erzieheriſche Einwirkung auf ein breiteres Publikum, das
durch herausfordernde Abſonderlichkeiten von vornherein
zurückgeſtoßen worden wäre. Nur einem zielbewußten,
auf das ſchlechthin Gute und Lebenskräftige gerichteten
Geſchmack konnte es gelingen, reine Kunſtzeitſchriften ohne
Zugeſtändniſſe an das Kitſchbedürfnis der Philiſtermaſſe
gegenüber der trüben Flut der ſogenannten
Familien=
blätter zu behaupten.
. . . Die beſtechende
Wirkung, die von faſt allen Publikationen der
Verlags=
anſtalt Koch ausgeht, ruht letzten Endes in ihrer eigenen
buchgewerblichen Güte. Es iſt immer ein kleines Feſt der
Augen, eine der Kochſchen Zeitſchriften durchzuſehen; jede
Seite vereint Satz und Illuſtration zu einem geſchloſſenen
Bilde, und aus der autotypiſchen Reproduktion, die an
ſich gewiß nicht ein Ideal bedeutet, ſind hier Reize
heraus=
geholt, die ſelbſt das Fehlen der Farbe oft vergeſſen
machen. — Deshalb gebührt der Darmſtädter
Ver=
lagsanſtalt der Dank der Künſtler und Kunſtgewerbler ſo
gut wie der des Publikums. Und man darf ohne
Ueber=
treibung behaupten, daß die Zeitſchriften und
Monogra=
phien des Kochſchen Verlages ihr gut Teil mitgeholfen
haben, der Welt die Dinge um uns, den Häuſern und
Räumen mit all ihrem Inhalt, ein ehrlicheres und
ſchö=
neres Geſicht zu geben. Die Verlagsanſtalt Alexander
Koch hat praktiſche Kulturarbeit im höchſten Sinne
ge=
leiſtet; man braucht ihr für das zweite Vierteljahrhundert
nichts anderes zu wünſchen, als daß ſie in dem gleichen
guten Geiſte weiterarbeiten möge.
Den Beſchluß des Feſttages bildete abends ein
Feſtmahl
im Kreiſe der Familie und einer Anzahl intimer Freunde
des Hauſes, in der Wohnung des Herrn Hofrats Koch. An
dem Mahl nahmen etwa 30 Herren teil, u. a. die Herren
Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing, Bürgermeiſter Mueller,
Landtaasaba. Dr. Oſann. Auch bei dieſer Gelegenheit
kam in den vielerlei Trinkſprüchen, die das Mahl
würz=
ten, die hohe Wertſchätzung des Jubilars, ſeiner Familie
und ſeines Hauſes aus beredtem Munde und in
herz=
lichſter Form zum Ausdruck. Herr Oberbürgermeiſter Dr.
Gläſſing toaſtete auf den Jubilar und auf die
Ver=
lagsanſtalt; Herr Bertel von Braunhorſt=
Stutt=
gart gab in poetiſcher Dichtung ſeiner Verehrung und
Freundſchaft Ausdruck; Herr Redakteur Stanger
toaſtete auf Herrn Alexander Koch jun.; Herr Redakteur
Lang=Danoli auf Alexander Koch, den, Ewig=Jungen”
und Herr Kommerzienrat Carl Wittich als Vertreter
des Buchdruckgewerbes, das Herrn Hofrat Kochs
tatkräf=
tiger Förderung, die im weſentlichen in den ins Höchſte
geſteigerten Anforderungen beruht, mit ſeine heutige
Blüte verdanke, nochmals auf den Jubilar.
Darmſtadt, 27. Dezember.
M. St.
Der Balkankrieg.
Die Bedingungen der Türkei.
* Wien, 27. Dez. Nach einer Konſtantinopeler
Mel=
dung der Neuen Freien Preſſe wird die türkiſche
Ant=
wort am Samstag wie folgt lauten: „Die Türkei lehnt
die Abtretung von Adrianopel und Dedeagatſch ab und
nimmt die Autonomie von Albanien an. Betr. Kreta
wird die Türkei auf die Souveränität verzichten, wenn
die Mächte damit einverſtanden ſind. Die Abtretung der
Inſeln im Aegäiſchen Meer wird die Türkei ablehnen.
Imbros, Lemnos, Tenedos und Samothrake will die
Tür=
kei ganz für ſich behalten. Betr. der anderen Inſeln will
ſie eine Autonomie im gleichen Stil gewähren. Die
Tür=
kei wird die Großmächte bitten, die Bulgaren zu
überzeu=
gen, daß die Türkei Adrianopel unter keinen Umſtänden
abtreten kann, es ſei denn, daß die Feſtung falle.
Die Friedensverhandlungen.
* London, 27. Dez. Die Delegierten der
Friedens=
konferenz ſind faſt ſämtlich über Weihnachten hier
geblie=
ben. Die Balkandelegierten beſchäftigen ſich mit den
Fra=
gen, die nach Friedensſchluß zwiſchen den einzelnen
Staa=
ten zu regeln ſind.
* Konſtantinopel, 26. Dez. General Sawow
der unter dem Namen eines Bankiers Kaltſchew hier
eingetroffen iſt, hatte vorgeſtern nacht und geſtern morgen
lange währende Unterredungen mit dem Großweſir. Es
ſoll dabei ein Einverſtändnis über die zukünftige
türkiſch=
bulgariſche Grenze und andere Fragen erzielt worden ſein.
Der Friedensabſchluß wird als ſicher angeſehen.
Serbien und Montenegro.
* Belgrad, 25. Dez. Das Regierungsblatt
Sa=
mouprava nimmt auf Blättermeldungen Bezug, nach
wel=
chen der Thron des Königs infolge der Mißerfolge der
montenegriniſchen Armee erſchüttert ſei und zwiſchen
Serbien und Montenegro und ſeinen Dynaſtien
Eiferſucht beſtehe. Samouprava bezeichnet dieſe
Nachrich=
ten als auf Intriguen beruhend, die den Zweck verfolgen,
zwiſchen Serbien und Montenegro Zwietracht zu ſaen.
Beide Königreiche ſeien treu verbündet und Serbien ſei
jederzeit bereit, für die montenegriniſchen Brüder und
ihren heldenhaften Herrſcher, ſo weit es in ſeinen Kräften
ſtehe, materielle und moraliſche Opfer zu bringen.
* Cetinje 25. Dez. Das montenegriniſche
Preß=
bureau erklärt die Meldungen ausländiſcher Blätter über
angebliche Unzufriedenheit in Montenegro mit
der Dynaſtie für unbegründet und bezeichnet die
zur Erklärung der Unzufriedenheit angeführten Gründe
als reine Erfindung. Ebenſo erklärt das Bureau die
Blät=
termeldungen über Intriguen zwiſchen den beiden
König=
reichen ſerbiſcher Nation für erfunden.
Ein Armeebefehl des Königs Ferdinand.
* Sofia, 25. Dez. Der König hat an die Armee
einen Tagesbefehl gerichtet, in welchem angeordnet
wird: 1. Strenge Anwendung aller von der
Sanitäts=
inſpektion getroffenen Maßregeln zur Beſſerung des
Ge=
ſundheitszuſtandes der Armee; 2. tägliche Uebungen mit
daran anſchließenden Vorträgen über die militäriſchen
Operationen der Bulgaren und Türken; 3. Vorſorge für
die Unterhaltung der Truppen, namentlich auch durch
Spiel der Militärkapellen; 4. ſtrenge Aufrechterhaltung der
Diſziplin unter den Truppen, die allenthalben Muſter der
Ordnung und Geſetzlichkeit ſein ſollen und das Leben und
das Eigentum aller Bürger ohne Unterſchied der Religion
und Nationalität in gleichem Maße ſchützen, ſowie ſi
jeder Ausſchreitung enthalten müßten, die die Ehre des
Waffenrocks und den guten Ruf der Bulgaren in den
Augen des Auslandes kompromittieren können.
Die türkiſch=griechiſchen Kämpfe.
* Athen, 25. Dez. Das Kriegsminiſterium
veröf=
fentlicht folgendes Communigué: Vor Janina fand
ge=
ſtern ein Artilleriegefecht mit Zwiſchenpauſen
ſtatt. Es ließ ſchließlich nach. Die zweite Diviſion, die im
Vorpoſtengefecht war, verließ ihre Stellungen nicht. Der
rechte Flügel, der durch die von Athen geſandten Truppen
verſtärkt war, unternahm mit großem Erfolg einen
Re=
kognoszierungsangriff. In den rekognoszierten Stellungen
wurden die Leichen von 120 türkiſchen Soldaten gefunden.
Letzte Nachrichten.
* Konſtantinopel, 27. Dez. Am Mittwoch
wurden hier 34 Cholerafälle gemeldet, von denen
5 tödlich verliefen. Hinzu kamen 16 Sterbefälle nach
frü=
heren Erkrankungen. Im ganzen ſind 2228 Erkrankungen
und 1107 Todesfälle vorgekommen.
* Sofia, 27. Dez. Die Meldung, daß General
Sa=
wow nach Konſtantinopel gekommen ſei, um mit Kiamil
Paſcha über Fragen, die den Gegenſtand der
Friedens=
verhandlungen betreffen, zu konferieren, wird von der
Agence Bulgare als eine Intrigue bezeichnet. Die
bulga=
riſche Regierung habe keinen Augenblick an beſondere und
geheime Beſprechungen mit der Türkei gedacht.
Darmſtadt, 28 Dezember.
D Vom Großh. Hoftheater. An Stelle des erkrankten
Herrn Stephani hat Herr Kammerſänger R
iech=
mann die Partie des Colonna in der Rienzi=
Aufführ=
ung übernommen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Burean.)
* Berlin, 27. Dez. In der Sitzung des Magiſtrats
wurde beſchloſſen, auf dem Vieh= und Schlachthof für den
Bezug von ruſſiſchem Fleiſch während des
Som=
mers neue Kühlanlagen zu ſchaffen.
* Berlin, 27. Dez. Anläßlich des Anſchlages
auf den Fürſten Yamagata ſchreibt die
Nord=
deutſche Allgemeine Zeitung: In der deutſchen Preſſe
wird die Genugtuung über die glückliche Errettung des
hochverdienten japaniſchen Heerführers und
Staats=
mannes ausgedrückt und dabei der militäriſchen und
poli=
tiſchen Laufbahn desſelben gedacht. Dieſen Empfin=
dungen ſchließen wir uns an und beglückwünſchen Japan,
daß einer der größten Söhne ihm erhalten geblieben iſt.
* Heidelberg, 26. Dez. Der hieſige Anthropologe
Pro=
feſſor Dr. Otto Schoetenſack, vornehmlich bekannt
durch ſein Werk über den Homo heidelbergensis iſt am
23. Dezember in Oſpedaletti, in Italien, plötzlich infolge
eines Schlaganfalles geſtorben.
* Bad Homburg v. d. H., 27. Dez. Infolge Herzſchlags.
verſchied geſtern nachmittag der hieſige Rabbiner Dr. H.
Kottek im 52. Lebensjahre. Der Verſtorbene war üben
25 Jahre hier tätig.
* Stolp, 27. Dez. Nach dem amtlichen Wahlergebnis
wurden bei der Reichstagserſatzwahl im erſten
Kösliner Wahlkreis Stolp-Lauenburg am 23.
Dezember=
insgeſamt 24545 Stimmen abgegeben. Davon erhielten
von Böhn, Rittergutsbeſitzer, Deutſch=Buckow (Konſerv.)
15341, Vereinsdirektor Schuchow=Steglitz (Fortſchr.
Volks=
partei) 6477, Parteiſekretär Sickfeld=Danzig (
Sozialdemo=
krat) 2397 und Buchdruckereibeſitzer Czyzewsky=Danzig
(Pole) 324 Stimmen. Zerſplittert ſind 6 Stimmen.
* Paris, 27. Dez. Der France militaire zufolge
wer=
den die durch das Infanterie=Kadre=Geſetz geſchaffenen
neuen Regimenter folgendermaßen verteilt
wer=
den: In Verdun und Toul je drei Regimenter zu vier
Bataillonen, in Epinay ein Regiment zu drei, in Belfort
zwei Regimenter zu drei und in Nizza ein Regiment zu
vier Bataillonen.
* London, 27. Dez. Der der Peninſular
Orien=
tal Co. gehörige Dampfer „Narrung” mit 248
Paſſa=
gieren an Bord und von London nach Sydney unterwegs,
erſuchte geſtern nachmittag durch Funkſpruch von
Queſſant=
aus um Hilfeleiſtung, da ſich im Schiffsraum viel
Waſſer befinde. Sodann fuhr er nach London zurück. Er
verzichtete, da er mit 10 Knoten Geſchwindigkeit dampfen
konnte, heute früh nach einer amtlichen Bekanntmachung
auf Hilfeleiſtung, da ſich auch das Wetter gebeſſert hatte,
* Petersburg, 27. Dez. Die Reichsduma
be=
ſchloß auf den Antrag der Progreſſiſten und Kadetten
ein=
ſtimmig, wegen der Verhaftung von 34 Schülern die am
22. Dezember ſich in einer Privatſchule zu einer
Verſamm=
lung vereinigten eine Anfrage an die Miniſter des
Unter=
richts und des Innern zu richten.
— Gera, 27. Dez. Das 4jährige Töchterchen
des Hotelbeſitzers Puff wurde beim Spielen mit einer
mit Sptritus zu heizenden Maſchine von den Flammen
erfaßt und ſtarb an den erlittenen Brandwunden.
— Allenſtein, 27. Dez. In dem Grenzdorf Kaslau
wurden vier Bauern von ruſſiſchen Landſtreichern
niedergeſchoſſen und beraubt. Die Täter
wur=
den verhaftet.
— Stubbenkammer (Rügen), 27. Dez. Unweit von
hier wurden in einer Bodenvertiefung die Leichen eines
Mannes in den dreißiger Jahren und einer zehn Jahre
jüngeren Frau gefunden. Sie wieſen Schußwunden in
der rechten Schläfe auf. Die Leichen müſſen mindeſtens
ſechs Wochen dort liegen. Selbſtmord liegt beſtimmt vor.
— Kriſtiania, 27. Dez. Bei Eimswold geriet ein
mit 2 Kindern beſetzter Rodelſchlitten in einen
Gebirgs=
bach. Die zur Hilfe herbeieilende Mutter verſank
eben=
falls in den Fluten, desgleichen der Vater. Alle vier
Perſonen ertranken.
H. B. London, 27. Dez. In der Nähe von Potters
Bar auf der Great Northern Railway=Linie haben
Suf=
fragetten die Hebelwerke von zwei Signalen
außer Betrieb geſetzt. Aus einem daran befindlichen
Brief ging hervor, daß weitere Attentate folgen werden
und erſt aufhören würden, wenn die Frauen das
Stimm=
recht erhalten haben würden. Glücklicherweiſe wurde der
Anſchlag entdeckt, ſodaß Unheil verhütet werden konnte,
Schluß des redaktionellen Teils.
Ein neuer Weg zur Erhaltung
der Schönheit
Von einer Sachverſtändigen.
Nachdem ich alle mit der Entwicklung und Erhaltung
der Schönheit des Antlitzes zuſammenhängenden Fragen
ſeit Jahren ſtudiert habe, muß ich dem höchſt einfachen
ſogenannten „Abſorbierungs=Prozeß”, der von Tag zu Tag
populärer wird, vollſte Anerkennung zollen.
Hunderte von Frauen wenden dieſe Methode im Hauſe
ſtändig an. Sie handeln nach einem Grundſatz, der nach
meiner Ueberzeugung ein äußerſt geſunder iſt, indem
ſie verſuchen, die äußere, blaſſe, verwelkte Teintſchicht
vollſtändig zu entfernen. Dieſe iſt durch die Einwirkung
der Atmoſphäre, durch den Gebrauch ſchlechter Seifen
und kosmetiſcher Mittel hoffnungslos verunſtaltet worden
und mit Falten und Runzeln durchzogen. Sie erſtickt
die neue Schicht darunter, die nur darauf wartet, befreit
zu werden, um ihre junge Schönheit zu zeigen.
Um dieſen Zweck zu erreichen, gebrauchen vernünftige
Frauen halbſtarkes Cleminit, das in jeder Apotheke
er=
hältlich iſt. Eine Quantität von ungefähr fünfunddreißig=
Gramm ſollte völlig genügen. Sie legen es einige Nächte in
derſelben Weiſe wie Goldcream auf, um die häßliche
und lebloſe äußere Teintſchicht abſorbieren zu laſſen.
Gutes Cleminit iſt durchaus nicht unangenehm, und die
Reſultate, die auf dieſem Wege erreicht worden ſind,
(263800
ind in der Tat äußerſt bemerkenswert.
Bei Appetitlosigkeit
Dr. Hommel’s Haematogen
2Ojähriger Erfolg! (VI2711
Warnung! Man verlange ausdrücklich den
Namen Dr. Hommel.
Gedankenlos ſchickt man das Liebſte fort,
hinaus in Wind und Wetter, wenn es kaum
Tag=
geworden iſt, und ſo ein Schulgang bei ſchlechtem
Winterwetter iſt eine Häufung ernſter Gefahren
für ein kleines Menſchenkind. Darum laſſen Sie
ſich raten, verehrte Hausfrau und Mutter: Geben
Sie den Kleinen immer ein paar Fays Sodener
Mineral=Paſtillen mit auf den Schulweg, die
er=
fahrungsgemäß auch als Schutzmittel die denkbar
beſten Dienſte tun. Die Schachtel, die nur
„85 Pfg. koſtet, reicht eine ganze Woche und iſt
überall erhältlich.
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Nummer 305.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 28. Dezember 1912.
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(26379
Die glückliche Geburt ihres
zweiten Sohnes
zeigen hiermit an
Professor Kayser und Frau.
Darmstadt, den 25. Dezember 1912.
Statt besonderer Anzeige.
Heute morgen 9¼ Uhr
ent-
schlief sanft nach langem Leiden
meine geliebte Frau, unsere gute
Mutter und Schwiegermutter
Frau
Veronika Schreiner
geb. Linden.
Darmstadt, den 27. Dez. 1912.
Aegidius Schreiner,
Margarete Kranich,
geb. Schreiner,
Dr. Jalins Kranich.
Die Beerdigung findet in Darmstadt in
aller Stille statt. Von
Blumenspen-
den und Beileidsbesuchen bittet man
ab-
sehen zu wollen. (*14968
Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Heute abend entſchlief ſanft nach längerem
Leiden meine liebe Schweſter
(26388
Fräulein Katharina Nahrgang
im Alter von 81 Jahren.
Die trauernde Schweſter:
Christine Nahrgang.
Darmſtadt, den 26. Dezember 1912.
Die Beerdigung findet am Sonntag, 29.
De=
zember, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle
des Friedhofes aus, ſtatt.
Von Kondolenzbeſuchen bittet man abzuſehen.
Danksagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meines lieben Gatten, unſeres
teuren Vaters, Schwiegervaters, Großvaters,
Bruders und Schwagers
(26387
des Rentners
Herrn Karl Krämer
ſagen wir aufrichtigen Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 26. Dezember 1912.
Dieburgerſtr. 28.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Nach langem, ſchwerem Leiden iſt heute
vormittag ¾12 Uhr unſere liebe, gute Mutter,
Großmutter, Schwiegermutter und Tante
Frau
im 76. Lebensjahre ſanft verſchieden.
Um ſtilles Beileid bitten
im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Burkhard,
Marie Simon, geb. Burkhard,
Kranichſteinerſtraße 54.
Darmſtadt, 27. Dezember 1912. (26443
Die Beerdigung findet Sonntag, 29. Dezember,
nachmittags 3 Uhr, von der Friedhofskapelle
aus, ſtatt.
Von Kondolenzbeſuchen bittet man abzuſehen.
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Allen Verwandten, Freunden und
Be=
kannten hiermit die Trauerkunde, daß unſere
innigſtgeliebte, treue, gute Tochter, Schweſter,
Nichte und Braut
(26396
Hedi Köhler
im 21. Lebensjahre infolge ſchweren Herzleidens
geſtern morgen ſanft entſchlafen iſt.
Darmſtadt, den 27. Dezember 1912.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Familie Zahnarzt Köhler.
Die Beerdigung findet am Sonntag, den 29.
De=
zember, nachmittags 2½ Uhr, von der
Fried=
hofskapelle aus, ſtatt.
Kondolenzbeſuche dankend verbeten.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Verwandten, Freunden und Bekannten die
traurige Nachricht, daß unſere liebe Schweſter,
Tante und Schwägerin
Fräulein
Eva Kissel
nach kurzem, ſchwerem Leiden ſanft verſchieden iſt.
Darmſtadt, Mannheim, 27. Dezember 1912.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Simon Best u. Frau
26455)
geb. Kissel.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 29. Dez.,
nachmittags 3 Uhr, in Gernsheim ſtatt.
Danksagung.
Aufrichtigen Dank sagen wir Allen,
die uns beim Hinscheiden unserer
lieben Schwester und Tante so
herz-
liche Teilnahme erwiesen haben.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Marie Stockhausen.
(*14952
Danksagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme bei dem ſchweren Verluſte,
der uns betroffen hat, ſagen wir
innigen Dank.
Familien
Kling u. Plöser.
Pfungſtadt, Gießen u. Groß=Gerau,
den 26, Dezember 1912. (26379
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. Dezember 1912.
Nummer 301.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſeres unvergeßlichen Sohnes,
(26378
Bruders und Schwagers
Jakob Nold
ſagen wir Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer Vogel
für die troſtreiche Grabrede, unſeren innigſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 25. Dezember 1912.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe treuer Liebe und
An=
teilnahme bei dem Heimgang unſerer lieben
(*14918
Schweſter
Diakonissin
Margarethe Kraft
ſagen wir Allen innigſten Dank.
Geschwister Kraft.
Tageskalender.
Samstag, 28. Dezember.
Großh. Hoftheater (Ab. B), Anfang 7 Uhr: „Die
ſchöne Helena”.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Verkoſung un 8 Uhr in der Kunſthall am Rheintor
(Kunſtverein).
Weihnachtsfeiern: Bürgerverein und Darmſtädter
Fechtklub um 83 Uhr im Vereinshaus (
Saalbau=
ſtraße 67). — Darmſtädter Oberheſſenverein um
8½ Uhr im „Schützenhof”.
Sonntag, 29. Dezember.
Großh. Hoftheater (Volksvorſtellung), Anfang
2½ Uhr: „Der Hochtouriſt”. — Abends 7 Uhr (Ab. D):
„Rienzi”
Vorſtellung um 4 und 8¼ Uhr im Orpheum.
Weihnachtsfeiern: Geſangverein „Frohſinn” um
8 Uhr im „Schützenhof”. — Gabelsberger
Stenographen=
verein um 6½ Uhr im „Kaiſerſaal”
Frau Cotta=Spiel um 4 und 8 Uhr im
Gemeinde=
haus Mollerſtraße 23.
Weihnachts=Aufführungen („Chriſtroſen” uund=
„Weihnachten, das Feſt der Liebe”) um 8 Uhr im
„Feierabendſaal”
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Rummelbräu
um 4 und 8 Uhr. — Kölniſcher Hof um 4 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Montag, 30. Dezembec.
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(Ireneſtraße) um 11 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckereg
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt=
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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Nummer 305₰
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 28. Dezember 1912.
Seite 9.
Fansen- Hssehsen
Kortt
2 Krarx
26454)
Männtiek
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Stel=
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Nummer 305.
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 28. Dezember 1912.
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für die ſteigende Beliebtheit
des eoffelnfreien
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Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag nach Weihnachten, den 29. Dezember 1912
Hofkirche: Kein Gottesdienſt.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Vogel.
— Abends um 6 Uhr: Kandidat Fuchs.
Stadtkapelle: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer D.
Dr. Diehl.
Militärgemeinde: Kein Gottesdienſt. —
Kindergottes=
dienſt fällt aus.
Johanneskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Marx.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr:
Pfarraſſi=
ſtent Lautenſchläger.
Eliſabethenſtift: Vormittags um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Hickel.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Pfarrer Wagner. — Abends um 5 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger.
Pauluskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Herpel.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 29. Dez.,
nachm. um 4 Uhr: Weihnachtsfeier des Blauen Kreuzes.
Eintritt frei. — Dienstag, den 31. Dez., abends um 8 Uhr:
Silveſterandacht. — Abends um 10 Uhr: Silveſterfeier
des Blauen Kreuzes. — Mittwoch (Neujahrsfeſt), den
1. Jan., nachm. um 4 Uhr: Bibelſtunde. — Zweig
der Stadtmiſſion (Beſſungerſtraße 88, Hth.).
Sonn=
tag, den 29. Dez., vormittags um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. — Abends um 8 Uhr: Weihnachtsfeier des
Jugendbundes. Eintritt frei. — Mittwoch (Neujahrsfeſt),
den 1. Jan., abends um 8½ Uhr: Evangeliſation.
Sreireligiöſe Gemeinde: Sonntag, den 29. Dez., abends
um 6 Uhr in der Freimaurer=Loge, Sandſtraße 10:
Er=
bauung. Prediger Dr. Hermann Ohr.
Altkatholiſche Gemeinde: Sonntag, den 29. Dez., vorm.
um 10 Uhr im evang. Gemeindehauſe, Kahlertſtr. 26:
Deutſche Meſſe mit Predigt und Gelegenheit zum
Em=
pfang des hl. Abendmahls. Herr Pfarrverweſer Frey
von Heßloch.
Gottesdienſt der Aenapoſtoliſchen Hemeinde (
Lagerhaus=
ſtraße 4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, nachm. um 4 Uhr.
Gemeinde gläußig getauſter Chriſten (Baptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 29. Dez., vorm. um 9½ Uhr:
Erbauungs= und Gebetſtunde. — Um 10½ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. — Nachm. um 4 Uhr: Predigt. Prediger
Höpfner. — Um 6 Uhr: Weihnachtsfeier des
Jugend=
vereins.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 29. Dez., nachm. um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule. —
Abends um 8 Uhr: Predigt. — Freitag, den 3. Jan.,
abends um ½9 Uhr: Bibelſtunde. Prediger Eckert aus
Offenbach.
Katholiſche Gemeinden
Sonntag nach Weihnachten, den 29. Dezember 1912
St. Ludwigskirche: Samstag, den 28. Dez.,
nach=
mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um
7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr:
hl. Meſſe. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. —
Um 11 Uhr: letzte heil. Meſſe. — Nachm. um 3 Uhr:
Armenſeelenandacht für die Abgeſtorbenen der Gemeinde.
— Dienstag, abends um 6 Uhr: Silveſterandacht mit
Predigt und Te Deum.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachmittags um 6 Uhr:
Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Kapelle in Griesheim: Sonntag, vorm. um 9 Uhr:
Singmeſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 28. Dez.,
nach=
mittags um 4½ Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil., Beichte. — Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr:
heil. Meſſe. — Um 9½ Uhr: Hochamt ohne Predigt. —
Nachm. um 2 Uhr: Andacht und Segen.
Kapelle in Arheilgen: Vorm. um ½10 Uhr: Hochamt.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
28. Dez., nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um 9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Weihnachtsandacht.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 28. Dez., nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, vormittags um ½6 Uhr: Beichte. — Um
½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um
¼10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachm. um ½ 2 Uhr:
Chriſtenlehre. — Um 2 Uhr: Andacht. — Werktags um
¾8 Uhr: Singmeſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, vorm. um 7 Uhr:
Beichte. — Um ½8 Uhr: Amt und Predigt. —
Nach=
mittags um ½2 Uhr: Andacht.
The Church of England Service
First Sunday after Christmas, 29th Dec. 1912.
The Service will be held in the Hofkirche
at 3,15 p. m.
The Rev. H. M. de Ste Croix, British Chaplain at
Heidel-
berg, will officiate.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Johannesgemeinde: 22. Dez.: Dem Schriftſetzer
Franz Grünig S. Karl Wilhelm Fritz, geb. 26. Nov.
Eine unehel. Tochter Anna Katharine, geb. 11. Nov.
25. Nov.: Dem Fuhrmann Nikolaus Veith S. Johannes,
geb. 27. Nov. 26. Nov.: Dem Schneidermeiſter Peter
Hebel S. Erwin Wilhelm Friedrich, geb. 21. Okt. Dem
Heizer Chriſtoph Steinmetz S. Adam, geb. 13. Nov.
Dem Maſchiniſt Georg Gehbauer S. Karl Heinrich, geb.
23. Aug.
Petrusgemeinde: 22. Dez.: Dem Bademeiſter
Jakob Piſter T. Dora, geb. 7. Dez. 25. Dez.: Dem
Montenr Joh. Adam Friedrich Wilhelm Sulzmann T.
Katharina Philippine Margarethe, geb 20. Sept. Dem
Schloſſer Philipp Berſch T. Paula Margarethe, geb,
8. Nov. Dem Schloſſer Wilhelm Kaiſer S. Georg, geb.
17. Nov. Eine uneheliche Tochter Eliſabeth, geb. 27. Nov.
26. Dez.: Dem Depotarbeiter Wilhelm Sander S. Wilh.
Ludwig, geb. 2. Nov. Dem Schneider Heinrich Auguſt
Steinmetz T. Emilie, geb. 14. Okt.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Petrusgemeinde: 25. Dezbr.: Dreher Jacob
Reinhard und Maria Lotter hier.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Johannesgemeinde: 25. Dez.: Anna Luiſe
Trenca, geb. Vulliemin, Witwe des Rentners aus
Men=
tone, 85 J., ſtarb 23. Dez.
Petrusgemeinde: 14. Dez.: Geh. Oberbaurat
Adolf Pfarr, Profeſſor an der Techniſchen Hochſchule.
19. Dez.: Förſter i. P. Ernſt Vöglin dahier, 70 J., ſtarb
16. Dez. 22. Dez.: Anna Marie Hofmann, Witwe, 76 J.,
ſtarb 19 Dez. Heinrich Hermann Schmoll, Sohn des
Schmieds, 2 J., ſtarb 19. Dez. 26. Dez.: Konſtanza Luiſe
Gerling, geb. Weber, Witwe des Doktors, 76 J., ſtarb
24. Dezember.
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Bekanntmachung.
I. Wir machen darauf aufmerkſam, daß nach der Verordnung vom 21. September
1905 (Reg.=Bl. 1905 S. 251) die Abgabe von Sprengſtoffen an Perſonen, von welchen
ein Mißbrauch derſelben zu befürchten iſt, insbeſondere an Perſonen unter
16 Jahren, verboten iſt. Zu dieſen Sprengſtoffen ſind u. a. zu rechnen: Pulver,
Kartuſchen, Petarden, Feuerwerkskörper (Kanonenſchläge Fröſche, Schwärmer
u. dergl.), ſprengkräftige Zündungen (Sprengkapſeln, Zündplättchen).
Wer ſolche Sprengſtoffe feilhalten will, hat hiervon der Ortspolizeibehörde
Anzeige zu machen.
WWer mit Pulver (Sprengſalpeter, brennbarem Salpeter), Feuerwerkskörpern
und Zündplättchen Handel treibt, darf
1. im Kaufladen nicht mehr als 2½ Kilogramm,
2. im Hauſe außerdem nicht mehr als 10 Kilogramm verrätig halten.
Die Aufbewahrung muß in einem auf dem Dachboden (Speicher) belegenen,
mit keinem Schornſteinrohre in Verbindung ſtehenden abgeſonderten Raume erfolgen,
welcher beſtändig unter Verſchluß gehalten und mit Licht nicht betreten wird.
Die Behälter, in denen dieſe Stoffe aufbewahrt werden, müſſen von geeigneter, in 8 6
Abſ. 1 und 2 der oben vermerkten Verordnung näher bezeichneten Beſchaffenheit und
mit ſtets feſtgeſchloſſenem Deckel verſehen ſein.
Zuwiderhandlungen gegen dieſe Vorſchriften ſind nach § 36 oben erwähnter
Verordnung mit Geldſtrafe bis zu 150 Mk. oder mit Haftſtrafe bedroht.
II. An bewohnten oder von Menſchen beſuchten Orten iſt das Abbrennen von
Feuerwerkskörpern verboten.
Zuwiderhandlungen werden nach § 367 Ziff. 8 des Reichsſtrafgeſetzbuchs mit
Geldſtrafe bis 150 Mark oder mit Haft bis zu 6 Wochen beſtraft.
Wenn Eltern, Vormünder oder andere Perſonen, deren Obhut Kinder unter
12 Jahren oder ſonſtige unzurechnungsfähige Perſonen anvertraut ſind, es an
der erforderlichen Auficht haben fehlen laſſen und dieſe Perſonen während der
Zeit, wo ſie ohne ſolche Aufſicht waren, eine derartige Uebertretung begangen haben,
ſo werden nach Art. 44 des Heſſiſchen Polizeiſtrafgeſetzes die zur Beaufſichtigung
verpflichteten Perſonen beim erſten Falle polizeilich verwarnt, im
Wiederholungs=
fall bis zu einem Dritteil der auf die Uebertretung ſelbſt geſetzten Strafe belegt.
Darmſtadt, den 18. Dezember 1912.
(26240is
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
An die Ortspolizeibehörden der Landgemeinden und die Gendarmerie
des Kreiſes.
Wir beauftragen Sie den Befolg obiger Vorſchriften, ſowie überhaupt diejenigen
der Verordnung vom 21. September 1905 (Reg.=Bl. von 1905 S. 251) (vergl. auch die
Bekanntmachung Großh. Miniſteriums des Innern vom 5. Auguſt 1904 im Reg.=Bl.
Nr. 62) zu überwachen.
Darmſtadt, den 18. Dezember 1912.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Nachſuchung der Berechtigung zum einjährig=freiwilligen Dienſt auf
Grund von Schulzeugniſſen.
Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugniſſe die
Berech=
tigung zum einjährig=freiwilligen Dienſt nachſuchen wollen, werden hierdurch auf die
nachfolgenden, bei Anbringung der Geſuche zu beachtenden Vorſchriften mit dem
An=
fügen aufmerkſam gemacht, daß hiernach unvollſtändige Geſuche ohne weiteres
zurück=
gegeben werden.
Das Gere
einzureichen, wenn der ſich Meldende im Großherzoalum geſtellungspflichtig iſt,
d. h. ſeinen dauernden Aufenthaltsort hat.
2. Die Berechtigung zum einjährig=freiwilligen Dienſt kann nicht vor vollendetem
17. Lebensjahr und muß ſpäteſtens bis zum 1. Februar des Jahres nachgeſucht
werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird.
Sollten einzelne der nachſtehend unter a—d aufgeführten Papiere und insbeſondere
das Schulzeugnis wegen noch nicht vollendetem Schulbeſuch bis zu vorangeführtem
Termin nicht vorgelegt werden können, ſo iſt gleichwohl das Geſuch bis zu dieſem
Zeit=
punkt einzureichen und in demſelben anzugeben, daß die etwa noch fehlenden Papiere
nachfolgen würden. Die Einreichung dieſer Papiere muß bei Verluſt des Anrechts
der Berechtigung ſpäteſtens bis 1. April desſelben Jahres erfolgen.
3. Das Geſuch muß von dem Betreffenden ſelbſt geſchrieben ſein und iſt hierzu
ein Bogen im Aktenformat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch iſt die nähere
Adreſſe anzugeben. Das Geſuch iſt an die unterzeichnete Behörde, ohne perſönliche
Adreſſe zu richten.
4. Dem Geſuche ſind folgende Papiere beizufügen:
a) Geburtszeugnis (Auszug aus dem Zivilſtandsregiſter, nicht Taufſchem).
b) Die Einwilligung des geſetzlichen Vertreters mit der Erklärung, daß für
die Dauer des einjährigen Dienſtes die Koſten des Unterhalts, mit Einſchluß
der Koſten der Ausrüſtung, Bekleidung und Wohnung, von dem Bewerber
ge=
tragen werden ſollen; ſtatt dieſer Erklärung genügt die Erklärung des
geſetz=
lichen Vertreters oder eines Dritten, daß er ſich dem Bewerber gegenüber zur
Tragung der bezeichneten Koſten verpflichte und daß, ſoweit die Koſten von
der Militärverwaltung beſtritten werden, er ſich dieſer gegenüber für die
Er=
ſatzpflicht des Bewerbers als Selbſtſchuldner verbürge.
Die Unterſchrift des geſetzlichen Vertreters und des Dritten, ſowie die
Fähigkeit des Bewerbers, des geſetzlichen Vertreters oder des Dritten, zur
Be=
ſtreitung der Koſten iſt obrigkeitlich zu beſcheinigen. Uebernimmt der geſetzliche
Vertreter oder der Dritte die in vorſtehendem Abſatze bezeichneten
Verbindlich=
keiten, ſo bedarf ſeine Erklärung, ſofern er nicht ſchon kraft des Geſetzes zur
Gewährung des Unterhalts verpflichtet iſt, der gerichtlichen oder notariellen
Beurkundung.
Der Regel nach iſt dem Schulzeugnks ein entſprechendes Formular
bei=
gefügt, auf welches ausdrücklich Bezug genommen wird.
c) Ein Unbeſcholtenheitszeugnis, welches für Zöglinge von höheren Schulen
(Gymnaſien, Realaymnaſien, Ober=Realſchulen, Progymnaſien, Realſchulen,
Realprogymnaſien, höheren Bürgerſchulen und ſonſtigen militärberechtigten
Anſtalten) durch den Direktor der Anſtalt, für alle übrigen jungen Leute durch
die Polizei=Obrigkeit oder ihre vorgeſetzte Dienſtbehörde auszuſtellen iſt.
d) Das Schulzeugnis.
Sodann wird noch beſonders bemerkt:
zu pos. d) daß die Schulzeugniſſe, mit Ausnahme der Reifezeugniſſe, für die
Uni=
verſität und die derſelben gleichgeſtellten Hochſchulen und Reifezeugniſſe
für die Prima der Gymnaſien, Realgymnaſien und Ober=Realſchulen,
ſowie Reifezeugniſſe (Zeugniſſe über die beſtandene Schlußprüfung) der
Progymnaſien, Realprogymnaſien und Realſchulen, ſämtlich nach Muſter 18
zur Wehr=Ordnung vom 22. November 1888 — Neuabdruck Reg.=Bl.
Nr. 68 von 1901 — ausgeſtellt ſein müſſen.
Im übrigen wird auf die Beſtimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und 94 der
an=
geführten Wehrordnung verwieſen.
Großherzogliche Prüfungs=Kommiſſion für Einjährig=Freiwillige zu Darmſtadt.
Der Vorſitzende:
von Werner, Regierungsrat.
(24005a
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Bund Schlüſſel an einem Ring. 1 Paar
Herren=
ſchnürſtiefel. 1 ſchwarzer Damenpelz. 1 Regenſchirm. 1 Kinderſchirm.
1 Damenſchirm. 1 Päckchen, enth. 1 Kragenſchoner und 2 Stränge
ſchwarzes Garn. 1 braune Mädchenmütze. 1 Raſiermeſſer. Zwei
ſchwarze Portemonnaies mit Inhalt. 1 gelbes Kordelhandtäſchchen
mit Inhalt.
(26363
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Dobermann. 1 Pinſcher, 1 Boxer (zugelaufen). Die
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
aus=
gelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(26374
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 29. Dez.,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apo=
theken geöffnet: Hof=Apotheke, Ballonplatz, und Adler=Apotheke,
Wilhelminenplatz. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab
geſchloſſen.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren t. d. Haupt= u. ReſidenzſtadtNarmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
per ½ kg
. 100 Pfg.
Ochſenfleiſch
90
Rindfleiſch
, 70
Fet, roh
Fett, ausgelaſſen . . . 80
. 80
Leber
100
Kalbfleiſch
. 100
Hammelfleiſch
Bruſt . . 70
. 100 „
Schweinefleiſch .
Rippchen, Kammſtück,
ge=
ſalz. Fleiſch u. Kottelets 110
per ½
. 120 Pfg.
Speck, geräuchert
.120
Dörrfleiſch
. 120
Schinken m. Bein.
Rollſchinken .
.140 „
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen . . . 96 „
Schwartenmagen,
Fleiſch= u. Bratwurſt . 96
Leber= u. Blutwurſt . . 80 „
Friſelen an den Kittelſchulen.
Geſuche um Freiſtellen an den Mittelſchulen für das
Schul=
jahr 1913/14 ſind bis zum 10. Januar 1913 bei mir einzureichen.
Frei=
ſtellen können nur bis zu 5% der Zahl der Schüler und
Schülerin=
nen und nur in den fünf oberſten Klaſſen vergeben werden.
Voraus=
ſetzung der Bewilligung iſt Bedürftigkeit der Eltern, ſowie
regel=
mäßiger Schulbeſuch, Fleiß, Ordnungsliebe, Reinlichkeit und gutes
Betragen des betreffenden Kindes.
Die Vergebung der Freiſtellen erfolgt auf ein Jahr und in
ſtets widerruflicher Weiſe; es muß daher für diejenigen, die im
ablaufenden Schuljahr bereits Freiſtellen hatten, nm weitere
Verleihung nachgeſucht werden.
In den Geſuchen iſt neben deutlicher Angabe des Berufs und
der Wohnung der Eltern oder Pflegeeltern, noch die Schulgruppe,
die das betreffende Kind beſucht, näher zu bezeichnen.
(26355sis
Darmſtadt, den 21. Dezember 1912.
Der Oberbürgermeiſter
Dr. Gläſſing.
Zuchwiehmärkte in Darmſtadt.
Der nächſte Zuchtviehmarkt findet am 31. ds. Mts. ſtatt.
Gleichzeitig werden die im Jahre 1913 abzuhaltenden Zuchtviehmärkte
zur öffentlichen Kenntnis gebracht:
14. und 28. Januar,
11. „ 25. Februar,
11. „ 25. März,
8. April,
20. Mai,
17. Juni,
1., 15. und 29. Juli,
19. Auguſt,
2., 16. „ 30. September,
28. Oktober,
14.
25. Rovember,
11.
23. Dezember.
Jeder Markt beginnt morgens 8 Uhr. Für das auf dem
Markt feilgebotene oder eingeſtellte Vieh wird bei deſſen Eintrieb
(26264is
folgendes Standgeld erhoben:
für Pferde, Ochſen, Bullen, Kühe und Rinder je 30 Pf.
. „ 10 „
„ Kälber, Schafe und Hämmel
Darmſtadt, den 20. Dezember 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Schmitt.
Fluchtlinienplan
für die. Südſeite der
Schieß=
hausſtraße zwiſchen Nieder=
Ramſtädterſtraße und
Martin=
ſtraße.
Der von der Stadtverordneten=
Verſammlung angenommene Plan
liegt vom 20. ds. Mts. bis
ein=
ſchließlich 8. k. Mts. bei dem
Stadtbauamte, Grafenſtraße 30,
in den Dienſtſtunden ofen.
Einwendungen gegen den Plon
ſind, bei Vermeidung des
Aus=
ſchluſſes, innerhalb der
Offen=
legungsfriſt bei dieſem Amte
an=
zubringen.
(25979a
Darmſtadt, 17. Dezember 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jaeger.
En unſer Handels=Regiſter, Ab=
I teilung B, wurde heute
einge=
tragen hinſichtlich der Firma:
Max Pfaelzer, Geſellſchaft
mit beſchränkter Haftung,
Darmſtadt.
Der Geſchäftsführer Karl Noll
iſt ausgeſchieden; an ſeiner Stelle
iſt der Kaufmann Wilhelm
Mein=
zer in Darmſtadt zum
Geſchäfts=
führer beſtellt.
(26385
Darmſtadt, 18. Dezember 1912.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt 1.
In unſer Handels=Regiſtet,
Ab=
teilung A, wurden folgende
Einträge vollzogen:
Am 13. Dezember 1912.
Neu eingetragen die Firma:
Ferdinand Wartensleben,
Pferdehandlung,
Darm=
ſtadt.
Inhaber: Ferdinand
Wartens=
leben, Pferdehändler in Darmſtadt.
Am 16. Dezember 1912.
Neu eingetragen die Firma:
Erſte Darmſtädter
Werk=
ſtätten für Grabmalkunſt
und Kunſtgewerbe
Wil=
helm Götze, akademiſcher
Bildhauer, Darmſtadt.
Inhaber: Wilhelm Göße
Bild=
hauer in Darmſtadt. Wilhelm
Götze, Bildhauer, Ehefrau
Eliſa=
beth, geb. Wulfers, in
Darm=
ſtadt, iſt zur Prokuriſtin be=
(26386
ſtellt.
Darmſtadt, 23. Dezember 1912.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Breunholz-Abschlagf
la. Ruhrkohlen
Union-Briketts
in Fuhren und einzelne Zentner.
Man verlange Preisliſte.
Georg Schött, Karlſtraße 54,
(B21261
Telephon 1503.
Die ſtädtiſchen Fleiſchverkaufsſtellen
im Schlachthof (Markthalle) und Kiesſtraße 21 ſind wieder eröffnet.
Es gelangt zum Verkauf beſtes holländiſches Rindfleiſch, alle
Stücke
zu 82 Pfg. das Dfund.
Weitere Verkaufsſtellen befinden ſich bei Herrn Karl Bauer,
Lauteſchlägerſtr. 13und Beſſungerſtraße 92. Hier gelten die gleichen Preiſe.
Zungen, Nieren, Leber, Hirn und Fett werden zu beſonderen
Preiſen verkauft.
(25470a
Der Oberbürgermeiſter.
Siädiſche Sparkaſe=
Bei unſren im unterſten Stockwerk gelegenen Kaſſen können
im Monat Januar 1913 die Zinſen für das abgelaufene Jahr
erhoben werden. Nicht erhobene Zinſen werden dem Kapital
zu=
geſchrieben. Dieſes Zinſen=Beiſchreiben beginnt am 1. Februar 1913.
Dabei iſt darauf zu achten, daß durch das Beiſchreiben der Zinſen
bei Ueberſchreitung des Betrages von Mk. 10000.— eine Verzinſung
von nur 3 Prozent eintritt, und zwar für die ganze Einlage (nicht
nur für den Ueberſchuß über M. 15 000.—).
In der Zeit vom 2. bis 15. Januar ſind die Kaſſen, außer den
ſonſt üblichen Zahlſtunden, vormittags von 8½—12½ Uhr,
ausnahms=
weiſe auch nachmittags von 3—5 Uhr geöffnet.
Samstags nachmittags ſind die Kaſſen geſchloſſen.
Gleichzeitig wird bemerkt, daß wegen des außergewöhnlich
ſtarken Andranges in der Zeit vom 2. bis 15. Januar die
Aus=
zahlung der Jahreszinſen nur nachmittags von 3—5 Uhr ſtattfindet.
Städtiſche Sparkaſſe Darmſtadt
Netz, Direktor.
(26361si
Stamm= und Brennholz=Verſteigerung.
Freitag, den 3. und Samstag, den 4. Januar,
vormittags 9½ Uhr anfangend werden aus dem Ober=Ramſtädter
Gemeindewald, Diſtrikt Schoorsberg, an Ort und Stelle
nachverzeich=
nete Holzſortimente verſteigert:
4 Lärche Stämme von 12—13 cm Durchm. u. 6—10 m Länge
„ 12—26 „
244 Fichte
—18
7—10 „
61 Lärche Derbſtg.
11—13 „
1070 Fichte
—16
82 Weißtanne „
—11
2695 Fichte Reisſtg.
3— 8
Brennholz.
Knüppel 2 rm Buche, 69 rm Fichte Reiſig, 990 Fichte Wellen
und 36 rm Fichte Stöcke.
Das Stamm= und Brennholz kommt am erſten Tag, Derb= und
Reisſtangen am zweiten Tag zur Verſteigerung.
Die Zuſammenkunft iſt auf der Straße Ober=Ramſtadt-Nieder=
Modau am Eingang des Waldes.
Ober=Ramſtadt, den 23. Dezember 1912.
(26376si
Großh. Bürgermeiſterei Ober=Ramſtadt.
Rückert.
Bau=Materialien=Verkauf
An dem alten Lokomotiven=Schuppen der
ehe=
maligen Main=Neckar=Bahn ſind zu verkaufen: 10000
Falzziegel, Sparren, Sandſteine, Ruſſenſteine,
Bau=
holz in allen Stärken. Näheres an der
Abbruch=
ſtelle.
(26378a
Seite 12.
Nummer 3 05.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 28. Dezember 1912.
Schlachthofordnung.
(Betriebs= und Verkehrsordnung für den ſtädtiſchen Schlachthof zu Darmſtadt.)
Auf Grund des § 6 der Schlacht= und
Fleiſchverkaufs=
onung für die Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt vom
25. Juli 1907 werden mit Zuſtimmung der
Stadtverord=
netenverſammlung vom 25. April 1912 für die Benutzung
des Schlachthofes und ſeiner Einrichtungen ſowie der mit
ihm in Betriebsgemeinſchaft ſtehenden, dem
Schlachtvieh=
verkehr dienenden ſtädtiſchen Anlagen und für den
Ver=
kehr in ihnen die nachfolgenden Beſtimmungen erlaſſen.
§ 1.
Aufrechterhaltung der Ordnung.
Die Ordnung im Schlachthof und in den mit dieſem
in Betriebsgemeinſchaft ſtehenden Einrichtungen wird von
dem Schlachthofdirektor und dem Schlachthofverwalter
ge=
handhabt, die hierbei durch das Perſonal des
Schlacht=
hofs, der Fleiſchbeſchau und der Trichinenſchau unterſtützt
werden.
Den Anordnungen der Beamten iſt unweigerlich
Folge zu leiſten.
Beſondere Anordnungen zur Aufrechterhaltung der
Ordnung werden durch Anſchlag bekannt gegeben. Wenn
nichts anderes ausdrücklich bemerkt wird, treten dieſe
An=
ordnungen drei Tage nach der Bekanntgabe in Kraft.
Bei wiederholter Weigerung, die zur
Aufrechterhal=
tung der Ordnung erlaſſenen Anordnungen zu befolgen,
kann Ausweiſung und Anzeige gemäß § 30 der Schlacht=
und Fleiſchverkaufsordnung ſtattfinden. Beſchwerden
gegen Anordnungen der Beamten ſind ſofort bei dem
Schlachthofdirektor, Beſchwerden gegen deſſen
Anordnun=
gen binnen acht Tagen bei dem Oberbürgermeiſter
vor=
zubringen. (S. auch § 25).
Der Perſonen=, Eiſenbahn= Fuhrwerks= und
Viehver=
kehr hat ſich, ſoweit nicht nachſtehend beſondere
Beſtim=
mungen getroffen ſind, nach den durch Anſchläge gegebenen
Weiſungen zu richten.
Störungen der Ordnungen und des Verkehrs,
insbe=
ſondere ruheſtörender Lärm und ſonſtiger Unfug,
Beläſti=
gungen anderer in der Benutzung der Schlachthof=
Einrich=
tungen, Beſchädigungen und Mißbrauch von Geräten und
Inventarſtücken, der Waſſer=, Gas=, Licht= und
Dampf=
leitungen, der Betriebseinrichtungen für den Bahnverkehr
ſowie ungebührliche Verunreinigungen ſind verboten,
ebenſo das Rauchen in den Betciebsgebäuden und
Stal=
lungen.
§ 2.
Zutritt.
einzelnen Be=
Der Zutritt zum Schlachthof.
triebsgebäuden und den mit dem Schlachthof in
Betriebs=
gemeinſchaft ſtehenden Einrichtungen iſt allgemein
ge=
ſtattet:
a) Den dienſtlich erſcheinenden Beamten und
Bedien=
ſteten des Schlachthofs, der Fleiſchbeſchau und
Trichinen=
ſchau, den Gerichts=, Polizei=, Geſundheits= und
Veterinär=
polizei=Behörden ſowie den Beauftragten des
Oberbür=
germeiſters.
b) Den Metzgern und dem ihrem eigenen
Geſchäfts=
betrieb angehörigen Perſonal iſt der Zutritt nur zu
den=
jenigen Betriebsgebäuden und Einrichtungen erlaubt, in
denen ſie auf das Schlachten bezügliche Geſchäfte
augen=
blicklich zu erledigen haben. Das gleiche gilt für
Händ=
ler. Makler, Eigentümer von Schlachtvieh und deren
Be=
auftragte.
c) Den Angehörigen der im Schlachthof wohnenden
Beamten und Bedienſteten iſt der Aufenthalt im
Schlacht=
hof während der Schlachtzeit nur an den vom
Schlachthof=
direktor zugewieſenen Plätzen geſtattet.
d) Allen ſonſtigen Perſonen iſt der Zutritt nur mit
beſonderer Erlaubnis des Schlachthofdirektors oder ſeines
Stellvertreters nach Empfangnahme der Eintrittskarte und
nach Abgabe der Erklärung geſtattet, daß kein Anſpruch
auf Schadenerſatz aus Vorkommniſſen irgend welcher Art
erhoben wird.
Kinder unter 14 Jahren dürfen die Schlachthallen
nicht, den Schlachthof im übrigen nur dann betreten, wenn
ſie ſich in Begleitung erwachſener Perſonen befinden.
§ 3.
Aufenthalt.
Der Aufenthalt im Schlachthofgebiet hat ſich auf die
Dauer der dort zu erledigenden Geſchäfte zu beſchränken.
§ 4.
Fuhrwerke.
a) Zufahrt. Fuhrwerke dürfen bei dem Abbiegen von
und zu der Frankfurter Straße auf dem Wege von und
nach dem Schlachthof, im Schlachthof ſelbſt und auf der
Schlächthofſtraße nur im Schritt gefahren werden.
b) Aufſtellung. Es iſt verboten, Fuhrwerke länger vor
den Betriebsgebäuden ſtehen zu laſſen, als zur Be= und
Entladung notwendig iſt.
Beſpannte Fuhrwerke müſſen von einer erwachſenen
Perſon unmittelbar beaufſichtigt werden.
c) Zugtiere. Das Anbinden von Zugtieren auf den
freien Plätzen, in den Straßen und in den Wagenhallen
iſt nur mit Erlaubnis der Verwaltung geſtattet.
d) Kraftfahrzeuge. Die Benutzung von
Kraftfahr=
zeugen im Schlachthof unterliegt beſonderer von der
Ver=
waltung zu gebender Anweiſungen.
§ 5.
Handel mit Fleiſch.
a) Metzger. Der Handel mit Fleiſch und
Schlacht=
produkten iſt im Schlachthof ſelbſt nur den hieſigen
Metz=
gern unter ’ſich erlaubt. Metzger, welche das Patent als
nicht ſtändia ſchlachtende Metzger beſitzen, dürfen im
Schlachthof nur die Produkte aus eigener Schlachtung im
Anſchluß an dieſe verwerten.
b) Perſonal. Dem Perſonal des Schlachthofs, der
Fleiſchbeſchau und Trichinenſchau, den Schächtern,
Lohn=
ſchlächtern, den Gehilfen der Metzger und Händler, den
Lohnfuhrleuten und deren Perſonal iſt der An= und
Ver=
kauf von Schlachtvieh, von Fleiſch, Schlachtprodukten und
Abfällen ſowie jeder Zwiſchenhandel oder die Beteiligung
an ſolchem innerhalb des Schlachthofgebiets unterſagt.
Den im Schlachthof wohnenden Beamten und
Bedien=
ſteten iſt es mit Genehmigung des Direktors geſtattet,
Fleiſch für ihren Bedarf im Schlachthof zu kaufen.
§ 6.
Schlachtvieh.
a) Zutrieb. Das Einbringen von
Schlacht=
vieh iſt, abgeſehen von den Fällen, in denen eine
Not=
ſchlachtung ſofort vorgenommen werden muß, nur durch
das. Tor in der Schlachthofſtraße zuläſſig.
Andere Zugänge dürfen nicht benutzt werden, auch wenn
ſie geöffnet ſind.
Ueber die Zufuhr auf der Eiſenbahn gilt der § 24 der
Schlachthofordnung.
b) Aufſtellung. Das Anbinden von Schlachtvieh auf
ffreien Plätzen und den Straßen iſt nur mit Erlaubnis der
Verwaltune, geſtattet.
c) Handel. Der Handel mit Vieh iſt im Schlachthof
unterſagt.
d) Ausländiſches Vieh; Sperrvieh. Die Behandlung
ausländiſchen und des unter polizeilicher Beobachtung
ſtehenden Viehes richtet ſich nach den jeweils gegebenen
veterinärpolizeilichen Beſtimmungen. Dieſe werden durch
Anſchlag an geeigneten Stellen bekannt gemacht.
e) Schweine und Kleinvieh. Schweine und Kleinvieh
ſind alsbald nach der Ankunft in die hierzu beſtimmten
Räume zu verbringen und dürfen von dort erſt nach
er=
folgter Beſichtigung durch den Fleiſchbeſchauer oder einen
Schlachthoftierarzt nach den Schlachthallen übergeführt
werden.
t) Wartezeit. Die Ueberführung nach den
Schlacht=
hallen darf früheſtens eine Stunde nach dem Eintreffen
erfolgen.
§ 7.
Hunde.
a) Einfuhrverbot. Das Einbringen von Hunden, die
nicht zum Ziehen benutzt werden, oder nicht geſchlachtet
werden ſollen, iſt verboten.
b) Maulkorbzwang. e) Leinenführung. Zughunde
müſſen mit einem das Beißen verhindernden Maulkorb
verſehen ſein, ſtets an der Leine geführt und für die Dauer
des Aufenthalts im Schlachthof in den Hundeſtällen
unter=
gebracht werden.
d) Verwahrung. Für die gehörige Verwahrung der
Hunde ſowie für jeden Schaden, den ſie anrichten, iſt der
Eigentümer verantwortlich.
Es iſt verboten, Hunde frei umherlaufen zu laſſen.
e) Biſſige Hunde. Biſſige und leicht reizbare
Zug=
hunde dürfen nicht eingeführt werden.
§ 8.
Stallungen.
a) Gebührenpflicht. Die Benutzung aller
Stallungen iſt gebührenpflichtig; ausgenommen von
der Gebührenpflicht iſt die Stallung für die Zugpferde
und die Zughunde hieſiger Metzger.
b) Aufſtellung der Tiere. Großvieh und Pferde ſind
in den Ställen an den vorhandenen Ketten feſtzulegen.
Das Anbinden mit Stricken iſt verboten. Kleinvieh und
Schweine ſind in den Buchten unterzubringen, deren
Türen geſchloſſen zu halten ſind.
Das unbefugte Verſtellen von Vieh, ſowie das
Oeff=
nen der Stalltüren oder Fenſter iſt unterſagt.
c) Verſicherung gegen Brandſchaden. Die
Verwal=
tung verſichert alles eingeſtellte Vieh unter Einſchluß der
Zugtiere gegen Feuersgefahr, und es wird im Falle des
Brandſchadens nach Maßgabe der von den
Verſicherungs=
geſellſchaften bezahlten Entſchädigungsſummen Erſatz
ge=
leiſtet. Eine Haftung für Unfälle jeder Art der
oben=
genannten Tiere innerhalb des Schlachthofgebietes
über=
nimmt die Verwaltung oder die Stadt nicht.
§ 9.
Behandlung des Viehes.
a) Melken der Kühe. Die Verwaltung kann das
Mel=
ken der Kühe anordnen.
b) Fütterungszwang. Alle aufgeſtellten Schlachttiere
werden zu den feſtgeſetzten Futterzeiten von Bedienſteten
des Schlachthofes gefüttert; Ausnahmen werden zugelaſſen,
wenn die Schlachtung innerhalb der nächſten ſechs Stunden
erfolgen ſoll und der Antrag auf Unterlaſſung der
Fütte=
rung eine Stunde vor der Futterzeit bei der Verwaltung
geſtellt worden iſt.
c) Futterabgabe und Fütterung. Die Verwaltung
ſtellt die Futtermittel und übernimmt die Fütterung,
beides gegen Bezahlung. Den Eigentümern oder deren
Vertretern iſt es nicht geſtattet. eigene Futtermittel
mit=
zubringen und verfüttern zu laſſen.
d) Futterzeiten. Die Futterzeiten werden durch
An=
ſchlag an den Zugängen zu den Ställen bekannt gegeben,
ebenſo die Art und Menge des für ein Stück Vieh zu
ver=
abreichenden Futters.
Anträge auf Abgabe anderer Futtermittel und
grö=
ßerer Mengen ſind bei der Verwaltung vorzubringen;
den Anträgen wird tunlichſt, jedoch nur gegen
Voraus=
zahlung entſprochen. Beſchwerden über ungenügendes
Gewicht oder mangelhafte Beſchaffenheit der Futtermittel
ſind ſofort bei der Verwaltung vorzubringen.
Den Schlachthofbedienſteten iſt jede ſelbſtändige
Ab=
gabe von Futter und Streu unterſagt.
e) Zurückgelaſſenes Futter. Das im Stalle
zurück=
gelaſſene Futter geht in das Eigentum der Verwaltung
über, ſoweit es nicht für andere gleichzeitig eingeſtellte
Schlachttiere desſelben Beſitzers ſofort verwendbar iſt.
§ 10.
Viehtransport.
a) Schweine und Kleinvieh. Der Transport von
Schweinen und Kleinvieh hat auf Wagen oder mittelſt
Strickführung zu geſchehen. Es iſt unterſagt, dieſe Tiere
frei, wenn auch unter Aufſicht, umher laufen zu laſſen.
b) Großvieh. Großvieh muß an Stricken geführt
werden: mehr als zwei Stück dürfen von einer Perſon
nicht gleichzeitig geführt werden.
e) Bullen. Für den Transport von Bullen im
Schlachthof gelten die Beſtimmungen der Schlacht= und
Fleiſchverkaufsordnung vom 25. Juli 1907, II, § 2, Abſ. 3.
d) Transportwagen. Der für den Großviehtransport
außerhalb des Schlachthofs beſtimmte Wagen wird an
Metzger und Private abgegeben. Die Benutzung des
Wagens iſt gebührenpflichtig. (Siehe Tarif.)
Die Hergabe des Wagens kann von der Hinterlegung
einer Geldſumme bis zu zehn Mark abhängig gemacht
werden. Der Entleiher hat vor der Empfangnahme des
Wagens auf der Verwaltung einen Revers zu
unterſchrei=
ben, der die näheren Bedingungen enthält.
§ 11.
Krankes Vieh.
Erkrankt ein Stück Vieh in Abweſenheit des Beſitzers,
ſo kann die ſofortige Tötung und, wenn geſetzlich zuläſſig,
auch die Ausſchlachtung von dem Schlachthofdirektor oder
ſeinem Stellvertreter angeordnet werden. Die Herausgabe
des Schlachtobjekts oder einzelner ſeiner Teile erfolgt
gegen Erſtattung der entſtandenen Koſten.
§ 12.
Verendetes Vieh.
Tot angekommenes, oder nach der Einfuhr verendetes
Vieh wird nach erfolgter tierärztlicher Beſichtigung von
der Verwaltung der Abdeckerei überwieſen. Der
Eigen=
tümer wird telephoniſch oder ſchriftlich benachrichtigt. Er
hat aber keinen Anſpruch darauf daß das tote Vieh bis
zu ſeiner weiteren Verfügung im Schlachthof verbleibt.
Von der Verwaltung wird jeweils der Tatbeſtand
feſt=
geſtellt. Die Vornahme von Sektionen verendeter Tiere
iſt im Schlachthof verboten.
§ 13.
Fundſtücke.
a) Behandlung. Gefundene Gegenſtände oder
herren=
los angetroffene Tiere ſind bei der Schlachthofverwaltung
abzuliefern. Leichtverderbliche Gegenſtände werden, wenn
ihre Verwertung tunlich iſt, früheſtens ſechs Stunden nach
der im Schlachthof durch Anſchlag bekannt gemachten
Ein=
lieferung des Fundes meiſtbietend mit unbedingtem
Zu=
ſchlag im Schlachthof verſteigert. In gleicher Weiſe wird
verfahren mit herrenlos angetroffenen Tieren früheſtens
24 Stunden nach der Bekanntgabe durch die Verwaltung.
Dieſe iſt berechtigt, in dringenden Fällen die
Notſchlach=
tung vornehmen zu laſſen.
b) Abgabe. Gegen gehörigen Ausweis können die
Fundſtücke oder der Erlös aus deren Verſteigerung, in
jedem Falle jedoch erſt nach Erſtattung der entſtandenen
Koſten, von dem Eigentümer in Empfang genommen
werden.
c) Erlös. Der Erlös für verwertete Fundſtücke wird
ein Jahr lang zur Verfügung des Empfangsberechtigten
gehalten; nach dieſer Zeit fällt er der Schlachthofkaſſe
an=
heim.
§ 14.
Betriebszeit.
Der Schlachthof iſt geöffnet:
I. Für die Benutzung der Schlachträume gemäß § 7
der Schlacht= und Fleiſchverkaufsordnung vom 25. Juli 1907:
a) vom 1. September bis einſchließlich 30. April von 7 Uhr
vormittags bis 6 Uhr abends.
b) vom 1. Mai bis einſchließlich 31. Auguſt von 6 Uhr
vormittags bis 6 Uhr abends.
II. Für den Kühlhausverkehr:
a) vom 16. April bis einſchließlich 31. Auguſt an
Werk=
tagen von 5 Uhr früh ab, an Sonn= und
Feier=
tagen von 5—9 Uhr früh.
b) vom 1. September bis einſchließlich 30. November an
Werktagen von 6 Uhr früh ab, an Sonn= und
Feiertagen von 6—9 Uhr früh.
c) vom 1. Dezember bis einſchließlich 15. Februar an
Werktagen von 7 Uhr früh ab, an Sonn= und
Feiertagen von 7—9 Uhr früh.
d) vom 15. Februar bis ſchließlich 15 April an
Werktagen von 6 Uhr früh ab, an Sonn= und
Feiertagen von 6—9 Uhr früh.
III. für die Nachunterſuchung von eingeführtem
friſchem Fleiſch an Werktagen von 7 Uhr früh ab, an
Sonn= und Feiertagen von 9—10 Uhr früh (Eingangstor
iſt Frankfurter Straße).
§ 15.
Zutrieb und Zufuhr von Schlachttieren.
Der Zutrieb und die Zufuhr von Schlachttieren in den
Schlachthof iſt nur für die Dauer der Schlachtzeiten (§ 7
der Schlacht= und Fleiſchverkaufsordnung vom 25. Juli
1907) geſtattet.
Zu andren Zeiten eintreffendes Vieh iſt in beſonderen
Ställen einzuſtellen.
§ 16.
Kontrolle des Eintriebs.
Die Einführung von Schlachtvieh in den Schlachthof
iſt erſt nach Abgabe der Quittung über die bezahlten
Ge=
bühren (Abſchnitt des Schlachtſcheins für den Eintrieb)
zuläſſig.
§ 17.
Ausfuhrverbot für eingeführte Tiere.
Zum Schlachten beſtimmte Tiere welche in den
Schlachthof eingeführt worden ſind, dürfen aus demſelben
nicht mehr lebend fortgebracht werden; ausgenommen ſind
Schlachttiere, die nach § 13 der Schlacht= und
Fleiſchver=
kaufsordnung durch die Fleiſchbeſchau im lebenden
Zu=
ſtand zurückgewieſen worden ſind. Eine Rückvergütung
der Beſchaugebühren findet in dieſem Falle nicht ſtatt.
§ 18.
Benutzung der Wagenhalle
Die Fuhrwerke der Metzger ſind in der Reihenfolge
der Ankunft in der Wagenhalle ordnungsgemäß
unter=
zubringen.
Iſt die Wagenhalle beſetzt, ſo ſind die Fuhrwerke an
beſonders anzuweiſenden Stellen aufzuſtellen.
§ 19.-
Fahrräder.
Fahrräder dürfen nicht in die Betriebsgebäude
mit=
genommen werden.
§ 20.
Schlachthofſtallung.
Viehbeſchau vor Eintritt. Vor dem Einbringen des
Schlachtviehes in die Stallungen oder in die
Schlacht=
räume hat der Einführende die Vornahme der
Schlacht=
viehbeſchau zu veranlaſſen; die Beſchauer ſind verpflichtet,
die beſchauten Tiere amtlich zu kennzeichnen.
Die Kennzeichnung beſteht in dem Abdruck des
Dienſt=
ſtempels eines Fleiſchbeſchauers auf den Rücken des Tieres.
Der Einführende hat ſich zu überzeugen, ob das Tier
von dem Fleiſchbeſchauer beſchaut worden iſt.
Das Einbringen unbeſchauten Viehes in die
Stal=
lungen und die Schlachthallen iſt verboten.
§ 21.
Kennzeichnung des Viehes. Alles in die
Stallun=
gen des Schlachthofes eingeſtellte Schlachtvieh muß durch
Haarſchnitt oder auf andere Weiſe derart gekennzeichnet
ſein, daß ſich aus dem Zeichen der Eigentümer ermitteln
läßt.
§ 22.
Wartezeit vor der Schlachtung. Die Schlachtung des
Viehs darf erſt eine Stunde nach deſſen Eintreffen
er=
folgen. Ausnahmen ſind zuläſſig bei Schlachtvieh, das
direkt von auswärtigen Märkten auf der Eiſenbahn nach
dem Schlachthof gebracht wird, und bei denjenigen Tieren,
die alsbald nach der Ankunft im Schlachthof notgeſchlachtet
werden müſſen.
§ 23.
Schlachthalle.
a) Schlachtſcheine. Sofort nach dem Einbringen der
Tiere in die Schlachthallen ſind die Schlachtſcheine an den
dienſttuenden Fleiſchbeſchauer unaufgefordert abzugeben.
Vor Abgabe der Schlachtſcheine darf mit der
Schlach=
tung nicht begonnen werden.
Die Benutzung von Schlachtſcheinen, die auf einen
anderen Namen als den des Schlachtenden ausgeſtellt ſind,
iſt verboten.
Anträge auf Ueberſchreibung der Scheine auf andere
Namen find bei der Verwaltung vorzubringen.
b) Das Schlachten. Das Schlachten des Groß= und
Kleinviehs ſowie der Pferde und Schweine darf nur in
den hierzu beſtimmten Räumen und nur unter Benutzung
der dafür beſtimmten Gegenſtände erfolgen. Das gleiche
gilt für das Brühen von Schweinen, von Kalbsfüßen,
Sülzen und dergl.
c) Schlachträume. Die Verteilung der Schlachträume
und die Beſtimmung der Reihenfolge des Schlachtens
er=
folgt durch die hierzu beſtimmten Beamten des Schlacht=
Nummer 305,
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 28. Dezember 1912.
Seite 13.
hofs, deren Anordnungen wegen Aufrechterhaltung der
Ordnung, Ruhe, Reinlichkeit uſw. bei Meidung von Strafe
und Ausweiſung unbedingt Folge zu leiſten iſt.
Montags nach 2 Uhr nachmittags hat ein Metzger
nur Anſpruch auf einen Schlachtplatz. Die
Arbeits=
plätze ſind während der Benutzung rein zu halten. Etwaige
Berunreinigungen ſind durch den Schlachtenden zu
be=
ſeitigen.
d) Geräte. Die von der Verwaltung geſtellten
Schlacht=
gerätſchaften, Karren und dergleichen, ſind nach der
Be=
nutzung zu reinigen und alsbald an den
Aufbewahrungs=
ort zu verbringen.
Sie dürfen nicht beſchädigt und nur zu ſolchen
Ver=
richtungen verwendet werden, zu denen ſie ordnungsgemäß
beſtimmt ſind.
e) Verkehr. Der mittlere Gang in den Schlachthallen
iſt für den Verkehr frei zu halten.
f) Anbinden von Vieh. Das Anbinden von Vieh an
Winden. Säulen und Zapfſtellen uſw. iſt verboten.
g) Abfälle. Die Haare von Kalbsköpfen und Füßen
dürfen nicht in die Brühkeſſel geworfen, die Klauen nicht
an den Rändern der Bottiche ausgeſchlagen werden. Das
Ausſchlagen und Ausſtechen der Rinderklauen darf nicht
in den Hallen und Kutteleien vorgenommen werden,
Darmſtücke, Haare und andere Teile von Schlachttieren
dürfen nicht in die Dunggefäße geworfen werden.
h) Häute. Die Häute ſeuchekranker oder
ſeuchever=
dächtiger Schlachttiere werden bis zur Ablieferung an den
Gerber oder bis zur völligen Trocknung von dem
Schlacht=
hofverwalter in polizeilichen Verwahr genommen.
1) Ordnung. Jeder Schlachtende hat bei ſeinen
Ver=
richtungen im Schlachthof für Aufrechterhaltung der
Ord=
nung und des Friedens ſowie für Förderung der
Ge=
ſchäfte zu ſorgen. Jeder Meiſter hat hierzu ſeine Geſellen,
Lehrlinge und ſonſtige für ihn arbeitende Perſonen
anzu=
halten. Er haftet für allen Schaden, der durch ſeine Leute
im Schlachthofe dem ſtädtiſchen Eigentum zugefügt wird.
k) Waſſerleitung. Die Benutzung der Waſſerleitung
ſteht jedem Schlachtenden nach der Reihenfolge des
Ein=
treffens frei. Schlachtprodukte ſowie Geſchirre, als
Stän=
der, Kübel uſw., dürfen unter den Zapfſtellen nicht ſtehen
gelaſſen, ſondern müſſen, ſobald ſie gefüllt ſind,
hinweg=
genommen werden.
1) Licht. Das Anzünden von Licht, die Handhabung
der Beleuchtungs= und Ventilationseinrichtungen, der
Dampf= und Waſſerzuleitungen zu den Brühkeſſeln iſt
lediglich Sache des Schlachthofperſonals und anderen
Perſonen verboten.
m) Leitungen. Das Behängen der Dampf=, Waſſer=
und Lichtleitungen ſowie der Fenſterverſchlüſſe und der
Winden mit Gegenſtänden iſt unterſagt.
n) Reinlichkeit. Die Entleerung und Reinigung der
Großviehmägen hat an den dazu beſtimmten Plätzen,
die=
jenigen der Mägen und Gedärme von Kleinvieh und der
Gedarme von Großvieh hat in den Kutteleien zu erfolgen.
Der Inhalt der Großviehmägen darf nicht auf den
Fußboden entleert werden.
Der Magen= und Darminhalt von Kleinvieh und der
Darminhalt von Großvieh iſt in die unter den
Arbeits=
tiſchen ſtehenden Kübel zu entleeren.
Die Harnblaſen der geſchlachteten Tiere ſind
unmittel=
bar in die Abflußrinnen zu entleeren.
o) Abfälle. Es iſt verboten, von anderen Metzgern
zurückgelaſſene Schlachtabfälle aufzuheben und
ungewen=
dete Därme, die auf dem Fußboden gelegen haben, einer
weiteren Bearbeitung zu unterziehen.
p) Räumung der Schlachtſtelle. Nach vollendeter
Schlachtung ſind die Schlacht= und Arbeitsplätze völlig zu
räumen und es ſind, abgeſehen von dem Fleiſch, alle Teile
alsbald aus der Schlachthalle zu entfernen. Im
Unter=
laſſungsfalle iſt die Verwaltung befugt, die ſofortige
Räumung zu verlangen und dieſe nötigenfalls auf Koſten
und Gefahr des Eigentümers des Schlachtviehs
vor=
nehmen zu laſſen.
Zurückgelaſſene Teile, außer dem Fleiſch, namentlich
Schlachtabfälle, gehen in das Eigentum des Schlachthofs
über und werden zu Gunſten des Schlachthofs tunlichſt
verwertet. Fleiſch, das über Nacht in den Schlachthallen
hängen bleiben ſoll, iſt derart zu kennzeichnen, daß der
Eigentümer ſofort ermittelt werden kann. Winden,
Hakenrahmen, Laufkatzen müſſen bis 11 Uhr vormittags
von dem Fleiſch der tags zuvor geſchlachteten Tiere
ge=
räumt ſein. Im Unterlaſſungsfalle iſt die Verwaltung
befugt, die ſofortige Räumung zu verlangen und ſie
nötigenfalls auf Koſten und Gefahr des Eigentümers des
Schlachtviehs vornehmen zu laſſen.
g) Schlachtungen nach Schluß der Schlachtzeit. Für
die Schlachtungen nach Schluß der Schlachtzeit ſind
be=
ſondere Gebühren zu bezahlen. (Siehe Tarif.)
r) Lohnſchlächter. Arbeitshilfe jeglicher Art darf auf
dem Schlachthof nur durch ſolche Perſonen (Lohnſchlächter
uſw.) geleiſtet werden, die nach Benehmen mit der Metzger=
Innung von dem Oberbürgermeiſter zugelaſſen worden
ſind.
Der Oberbürgermeiſter iſt befugt, ſolche Perſonen auf
einen beſtimmten Gebührentarif zu verpflichten.
Der Tarif wird im Einvernehmen mit der Metzger=
Innung und nach Anhörung der Lohnſchlächter pp.
feſt=
geſetzt.
Das Entgelt für Arbeitsleiſtungen muß in barem
Geld gegeben werden. Die ganze oder teilweiſe
Aus=
lohnung durch Ueberlaſſung oder Annahme von
Schlacht=
produkten iſt verboten.
s) Lohnfuhrleute. Für die Lohnfuhrleute und deren
Perſonal gelten die Beſtimmungen des vorſtehenden
Satzes hinſichtlich der Entlohnung für Fuhrleiſtungen.
§ 24.
Bahnverkehr.
a) Bahnſendungen. Alle Bahnſendungen, die über
das Schlachthofgeleiſe gehen ſollen, ſind der Verwaltung
rechtzeitig vorher anzumelden; ausgenommen ſind die
regelmäßigen Großviehtransporte von den benachbarten
Schlachtviehmärkten.
b) Gebühren. Die Benutzung des
Schlachthof=
geleiſes iſt gebührenpflichtig. (Siehe Tarif.)
Bei nicht gemeldeten Sendungen kann die Annahme
verweigert werden. Das Entladen der mit Vieh
be=
ladenen Wagen iſt erſt nach erfolgter Gebührenzahlung
und im Beiſein eines Schlachthofbeamten zuläſſig.
Für den Eingang der Gebühren für die regelmäßigen
Viehſendungen von auswärtigen Märkten haftet zunächſt
der Verlader, und im weiteren der Beſitzer der Tiere.
c) Entladen. Mit Vieh beladene Wagen ſollen über
Nacht nicht auf dem Schlachthofgeleiſe ſtehen bleiben.
In der Abweſenheit des Empfängers oder in Fällen
der Gefahr, oder zur Verhütung von Tierquälerei iſt die
Verwaltung befugt, eingetroffene Viehwagen zu öffnen
und zu entladen, eventuell auch Notſchlachtungen
vorzu=
nehmen. Sie übernimmt jedoch keine Haftung für die
Folgen dieſer Handlungen. Es iſt verboten, Großvieh
nach dem Ausladen frei auf den Rampen laufen zu laſſen.
Vor erfolgter amtlicher Beſichtigung iſt das
Ent=
fernen des Viehs von den Rampen verboten.
d) Entladeſtelle. Zur alsbaldigen Schlachtung
be=
ſtimmtes Großvieh iſt auf der ſüdlichen Rampe im
Schlachthof auszuladen. Vieh, das nicht alsbald zur
Schlachtung kommen ſoll, ſowie unverkauftes oder
aus=
wärtigen Metzgern gehöriges Vieh darf auf dieſer Rampe
nicht ausgeladen werden. Metzger, die das Ausladen
ihres Viehs bei den regelmäßigen Sendungen verſäumen.
haben eine Gebühr (ſiehe Tarif) für die Aufwendungen
der Verwaltung an die Kaſſe im Schlachthof zu bezahlen,
abgeſehen von der Verpflichtung zur Zahlung des
eiſen=
bahnſeitig angeforderten Wagenſtandgeldes.
Das gleiche gilt für die Fälle, in denen die Verwaltung
veranlaßt war, in Abweſenheit des Eigentümers die
Ent=
ladung vorzunehmen, oder auf Anſuchen Beihilfe zu
leiſten.
e) Verkehr auf der Schlachthofſtraße. Für die Dauer
des Bahnverkehrs auf der Schlachthofſtraße iſt das
Ueber=
ſchreiten der Geleiſe, das Treiben von Vieh auf der Straße
ſowie das Befahren der Straße mit beſpannten
Fuhr=
werken verboten, es ſei denn, daß die Tiere geführt werden.
§ 25.
Strafbeſtimmungen.
Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften der
Schlachthof=Ordnung werden auf Antrag der Schlachthof=
Verwaltung oder des Oberbürgermeiſters gmäß § 30
der Schlacht= und Fleiſchverkaufsordnung beſtraft.
§ 26.
Zeit des Inkrafttretens.
Dieſe Verordnung tritt mit dem Tage der
Bekannt=
gabe in Kraft.
Darmſtadt, den 18. Dezember 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
Dr. Gläſſing.
Bekanntmachung.
Montag, 6. Januar 1913,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Weißbinder Georg
Stier dahier zugeſchriebene
Lie=
genſchaft:
Flur Nr. qm
Nieder=
II 846 400 Hofreite Ram=
II 847 479
Grab=
ſtädter
ſtädter=
garten ſtraße 20,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K83/12
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 9. Dezember 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V25623
Bekanntmachung.
Dienstag, 14. Januar 1913,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Kaufmann Julius Nau
Eheleuten dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 816¾/10 21¾/10
Gras=
garten
II 816710 196
Hof=
reite
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K95/12
verſteigert werden.
Darmſtadt, 4. Dezember 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V25622
Bekanntmachung.
Montag, 6. Januar 1913,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Heinrich Schäfer
und deſſen Ehefrau Karoline, geb.
Geiger, in Darmſtadt
zugeſchriebe=
nen Liegenſchaften:
Flur VIII Nr. 699/100, 510 qm
Hofreite Heidelbergerſtraße Nr. 130
und Flur VIII Nr. 67¾/10, 365 qm
Hofreite Moosbergſtraße Nr. 94,
jetzt Flur VI Nr. 487, 77 qm
Grasgarten Moosbergſtr., Flur VI
Nr. 487¾/10, 193 qm Hofreite
Moos=
bergſtr. Nr. 94, Flur VI Nr. 4877/10
95 qm Grasgarten (Vorgarten)
Moosbergſtraße, Flur VI Nr. 488
123 qm Grasgarten (Vorgarten)
Heidelbergerſtr., Flur VI Nr. 488¾/10
285 qm Hofreite Heidelbergerſtr.
Nr. 130, Flur VI Nr. 489 103 qm
Grabgarten Heidelbergerſtraße ſin
unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, wiederholt
zwangs=
weiſe verſteigert werden.
Die Genehmigung der
Verſteige=
rung wird auch dann erfolgen, wenn
der Schätzungspreis nicht erzielt
wird und anderweite rechtliche
Hinderniſſe nicht entgegenſtehen.
Darmſtadt, 13. Dezember 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (VI25744
Bekanntmachung.
Mittwoch, 8. Januar 1913,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Friedrich Ballé zu
Offenbach a. M. und dem Jakol
Mohr zu Darmſtadt im Grundbuch
hieſiger Gemarkung zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 112 3723¾/10 Hof= 1
Die=
reite (burger=
III 110¾/10 198 Grab=ſtraße
garten! Nr. 96,
nebſt Zubehör, insbeſondere
Brauereieinrichtung, in unſerem
Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K51/12
werden.
Darmſtadt, 22. November 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V24520
Bekanntmachung.
Freitag, 7. Februar 1913,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Wirt Georg Martin
Junghans II. Eheleuten zu
Rein=
heim, im Grundbuch hieſiger
Ge=
markung zugeſchriebene
Liegen=
ſchaft:
Flur Nr. qm
XVII 17 768 Hofreite
Sandſtraße
Nr. 42,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K108/12
Darmſtadt, 20. Dezember 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V26394
Bekanntmachung.
Mittwoch, 15. Januar 1913,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Philipp Maul V.
zu Ernſthofen im Grundbuch der
hieſigen Gemarkung zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 1035½0 213 Hofreite
Beck=
ſtraße,
II 1035¾/10 65 Grabgarten
daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K102/12
Darmſtadt, 5. Dezember 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V25625
Bekanntmachung.
Montag, 30. Dezember I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die dem Metzger Philipp
Krämer und deſſen Kindern
da=
hier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
28 3214½/1000 128 Hofreite
Irene=
ſtraße,
28 32145/1000 59 Grasgarten
(Bleichplatz)
daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſ
verſteigert werden. (K97/12
Darmſtadt, 25. November 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V24522
Bekanntmachung.
Mittwoch, 8. Januar 1913,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Weißbindermeiſter Karl
Blümlein dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 1002¾/10 688/10 Hofreite
Darmſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K100/12
Darmſtadt, 27. November 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V24521
Bekanntmachung.
Montag, 13. Januar 1913,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Gaſtwirt Georg Rühl
Eheleuten dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 3177/0 786 Hofreite
Mühl=
ſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K99/12
Darmſtadt, 9. Dezember 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V25626
Bekanntmachung.
Mittwoch, 29. Januar 1913,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Gottlieb Münſter
dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 1276 305 Hofreite Neue
Ireneſtraße
Nr. 12,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K107/12
Darmſtadt, 24. Dezember 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V26362
Bekanntmachung.
Mittwoch, 8. Januar 1913,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die dem Philipp Adam und
deſſen Sohn Philipp Wilhelm
Adam zu Nieder=Modau, im
Grundbuch hieſiger Gemarkung
zu=
geſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
19 90 2781 Acker über der
Pallaswieſe,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K104/12
Darmſtadt, 9. Dezember 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V25624
Konkursverfahren.
Das Konkursverfahren über das
Vermögen der Firma J.
Hachen=
burger jr., Inhaber Hermann
Hachenburger in Darmſtadt, iſt,
nachdem der in dem
Vergleichs=
termine vom 15. Oktober 1912
angenommene Zwangsvergleich
durch rechtskräftigen Beſchluß vom
gleichem Tage beſtätigt iſt,
auf=
gehoben worden.
(26397
Darmſtadt, 21. Dezember 1912.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts I.
I der Vernst Zudwig Nenanstatt
(Dr. Lossen’s Klinik)
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eröffnet worden.
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Johanna Georg geb. Ierz
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Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 28. Dezember 1912.
Nummer 305.
Hauptverſammlung
des Heſſiſchen Landesvereins vom Roten Kreuz.
Die Mitglieder des Heſſiſchen Landesvereins vom Roten Kreuz
werden hierdurch zur Teilnahme an der
Samstag, den 11. Januar 1913, nachmittags 3 Uhr,
in einem oberen Zimmer der Vereinigten Geſellſchaft dahier, Ecke
der Rhein= und Neckarſtraße, Eingang Neckarſtraße, ſtattfindenden
ordentlichen Hauptverſammlung eingeladen.
Gegenſtände der Tagesordnung ſind die regelmäßigen in § 13,
Ziffer 3, § 22, verglichen mit § 23 der Statuten bezeichneten, ſowie
die Vereinstätigkeit in den Jahren 1911 und 1912.
Stimmberechtigt ſind nach § 21 alle Perſonen, welche dem
Verein als Mitglieder bereits vor der Einladung zur Hauptverſamm=
(26450
lung beigetreten waren.
Darmſtadt, den 27. Dezember 1912.
Der Vorstand
des Hessischen Landesvereins vom Roten Kreuz.
Dr. Weber
Korwan
Miniſterialrat
Generalleutnant z. D.
als Schriftführer.
als Vorſitzender.
Fadeeld-Splel
Weihnachtsspiel in 4 Bildern von Prof. A. Thoma.
Sonntag, den 29. Dezember, im Gemeindehaus, Mollerstr. 23
I. Aufführung nachmittags 4 Uhr, II. Aufführung abends 8 Uhr.
Eintrittskarten: Sperrsitz 1 Mk., numerierter Saal 60 Pfg.,
Vorsaal 30 Pfg., Kinder auf allen Plätzen die Hälfte, im
Vorver-
kauf zu haben bei Firma Müller-Merkei, Pankratiusstrasse 23, bei
dem Hausverwalter im Gemeindehaus, Mollerstrasse 23 (Eidenmüller).
(26406
sowie nachmittags und abends an der Kasse.
Eu. Arbeiter- und Handwerker-Verein
Sonntag, den 29. Dezember, abends 8 Uhr, im „Feierabend”,
Stiftſtraße 51:
Wiederholung der
Weihnachtsaufführung „Christrosen”.
Lebensbild in 2 Akten von E. Braune. — Hierauf:
„Weihnachten, das Fest der Liebe‟
Weihnachtsfeſtſpiel in 4 Bildern von F. Renker.
Eintritt: Mitglieder 10 Pfg., Nichtmitglieder 30 Pfg.
Zu zahlreichem Beſuche ladet frdl. ein
Der Vorſtand.
26418)
Farmane am Woogsplalz
Mittwoch, den 1. Januar 1913, Neujahrstag,
abends 8 Uhr 11 Minuten
Erstes großes karnevalistisch
Konzerr Inr Fanz
ausgeführt von der ganzen Kapelle des Feld-Artillerie-Regts. Nr. 61
unter persönlicher Leitung des Herrn Obermusikmeisters Weber
Die Mitglieder erhalten Karten
zum ermässigten Preise beim Eintritt 50 Pf.
Eintreltt50 Pf
Hausmeister.
26395)
Der Karneval-Ausschuss.
Hoter Fraube
1. Januar 1913
in sämtlichen Parterreräumen
Große Heujahtsteler mrkeunion
ausgeführt von der Kapelle des Grossh.
Konzert Artilleriekorps unter persönlicher
Leitung des Herrn Obermusikmeisters F. Mikley.
Anfang 8 Uhr abends
Eintritt 50 Pfg. pro Person
Soupers zu 3 Mk. an kleinen Tischen. Restauration à la carte.
Bestellungen von Tischen und Soupers bitte rechtzeitig aufgeben
zu wollen: — Kartenverkauf bei dem Portier des Hotels. (26364
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Sonntag, den 29. Dezember, nachm. 4 u. abends 8 Uhr:
Zwei populäre Konzerte
Kapelle des Grossh. Hess. Art.-Regts. Nr. 61
(Leitung: Obermusikmeister Weber.)
Nachmittags: Die Stumme von Portici. Troubadour.
Glöckchen des Eremiten. Fidele Bauer. Tirol
in Lied und Tanz.
Abends: Schöne Galathe. Zampa. Orpheus in der
Unterwelt. Schmiede im Walde. Maritana.
Solo-
vorträge des Heldentenorhornisten Herrn Müller.
Zum ersten Male:
Berlin wackelt!-
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Sonntag, den 29. Dezember 1912:
Iiiitur (rreichyRonzert
der Kapelle des Leibgarde-Regiments
Dirigent: Obermusikmeister Hauske.
Aus der Vortragsordnung.
Westmeyer: Ouvertüre zu 2Der Wald bef
Hermann=
stadts. Gounod: Fantasie aus =Romeo und Julies: Petriz
„Maggär-Czardass. Strauß: Fragmente aus Prinz Methus
salems u. a. m.
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Eintritt 25 Pf.
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Bleichstrasse.
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Programm
zu dem am Samstag, den
28. Dez., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Art.=Korps.
1. „Im bunten Rock” Marſch
von Teike. 2. Jubel=Ouverture
von Bach. 3. „Wo ſteht denn
das geſchrieben” aus der Operette
„Der liebe Auguſtin” von L. Fall.
Paraphraſe über das italieniſche
Lied „O sole mio” von Capua.
5. Tanz=Suite von Waldteufel.
6. „Baritaria” Marſch v. Sullivan.
Eintritt 25 Pfg.
Durch Gaben an die
Kleinkinder=
ſchule haben ſich weiter wegen
Unterlaſſung der
Neujahrs=
beſuche nachſtehende Perſonen
entſchuldigen laſſen und gleichzeitig
auf Ueberſendung von Neujahrs=
Gratulationskarten verzichtet:
Dr. Gläſſing und Frau,
Bürger=
meiſter Mueller und Frau, Wilh.
Hufer, Volk, Vornoff, Direktor
Daub und Frau, Amtmann Krölk
und Frau, Regierungsbaumeiſter
Schilling, Beigeordneter Baurat
Jäger und Frau, Beigeordneter
Schmitt und Frau, Geh.
Medi=
zinalrat Köhler und Frau, Frl.
Gertrud Köhler, Wilhelm Köhler,
Telegraphenſekretär Spahn und
Frau, Prof. Dr. Staudinger, Prof.
Dr. Röll, Fleckenſtein.
wünscht seinen werten Besuchern ein glüchliches
Neues Jahr!
28. Dezbr. Programm 31. Dezbr.
Als Hauptschlager bringen wir die in allen
Groß-
städten wahre Sensation gefeierte Tragödie aus dem
Hochgebirge, betitelt
Die Whaldtz
Ein Charakterbild aus Oberbayern in 3 Abteilungen
Alleiniges Aufführungsrecht f. Darmstadt.
Herrliches Alpendrama aus dem Bayrischen
Hoch-
gebirge. In der Titelrolle entzückend und fesselnd,
Fräulein Lissi Nebuschka
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ihrer Art einzig dastehende Künstlerin.
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Der losgelassene Elefant
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Der Irrtum der weissen Gazelle
äußerst spannendes Wildwest-Drama.
Lehmann als Kürassier
gut humoristisch.
La Granje Segoria, wundervolles Naturbild.
Die Ueberspannten, spannendes Drama.
Einlagen.
Nummer 305.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 28. Dezember 1912.
Seite 15.
am
weiß. Turm
Abheute das neue Programm
unter anderem:
Kordlcher Kunffmm
Die große
Sehlalon!
Der bedeutendste Attraktionsfilm der Gegenwart
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Die neuesten Ereignisse vom
U Keild San
Japanische Tragödie.
Dalan.
Fussballspielende
Katzen
Humoreske.
Der glückbringende
Zaun
Amerikanische Komödie
mit Herrn Bunny.
Olympiatheater
(Lichtspiele) Rheinstr. 2
Tab heute im neuesten Programm
Saharet
der neue Kinostern
in der Hauptrolle in:
Unter der Maske
Roman zweier Schwestern.
Der entzückendste Schlager in 3 Akten. Der zweite bisher
erschienene Film mit Miss Saharet. Ferner:
Das neue Kindermädchen ist zu hübsch! Humor. Schlager.
Und das Unglück kam. Drama gediegenen Inhalts.
Aumoristische Einlagen.
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nicht gekürzt!
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Dezember
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Samstag, den 28. Dezember 1912.
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Sperrſitz: 1.—13. Reihe 3.60 M.,
14.—20. Reihe 3.10 M., Parterre:
1.—5. Reihe 2.25 M., 6.—8. Reihe
1.85 M., I. Galerie 1.05 M., II. Ga
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Anfang 7 Uhr. — Ende 10 Uhr.
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Sonntag, 29. Dez. Nachmittags
2½ Uhr: 13. Volksvorſtellung zu
ermäß. Preiſen. „Der
Hoch=
touriſt.” Verkauf der noch
vor=
handenen Karten an der Tageskaſſe
im Hoftheater am Tage der
Vor=
ſtellung, vormittags von 11 Uhr
ab. — Abends 7 Uhr: 86. Ab.=Vſt.
D 21. „Rienzi.” Gew. Preiſe.
Montag, 30. Dez. 87. Ab.=Vſt.
C 22. „Undine.” Kleine Pr.
Anfang 7 Uhr.
Dienstag, 31. Dez. Außer Ab.
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Volks=
vorſtellungspreiſen. „
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vagabundus.” (Im 2. Akte:
Konzert=Einlagen.) Anf. 7½ Uhr.
Sonntag, den 29. Dezember 1912.
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lius, Direktor
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Auguſt Mertens,
Schw. v. Mylius Johannes Heinz
Dr. Karl Mertens,
ſein Sohn. . . Kt. Weſtermann
v. Stuckwitz . . Guſtav Semler
Hans Lindenburg,
Schriftſteller . . FranzSchneider
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Paul Peterſen
Redakteur
Der alte Rain=
Ludw. Wagner
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Sepp, ſein Sohn Emil Kroczak
Regerl, ſ.
Pflege=
tochter
Elſa von Blank
Hirtenbub
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Proſzeniumsloge 2.05 M.,
Mittel=
loge 2.05 M., Balkonloge 2.05 M.,
I. Rang 2.05 M., II. Rang 1.05 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 1.55 M.,
14.—20. Reihe 1.05 M., Parterre
1.05 M., I. Galerie 0.45 M.,
II. Galerie 0.35 M.
Anfang 2½ Uhr. — Ende 5 Uhr.
Sonntag, den 29. Dezember 1912.
86. Abonnem.=Vorſt. D 21.
Rienzi.
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mit Ballett von Rich. Wagner.
Perſonen:
Cola Rienzi,
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licher Notar . . Georg Becker
Irene, ſ. Schweſter Gt. Geyersbach
Steffano Colonna,
Haupt d. Familie
Colonna
Alfr. Stephani
Adriano, ſ. Sohn Milena v. Sugh
Paolo Orſini,
Haupt der
Fa=
milie Orſini . . Georg Weber
Raimondo,
päpſt=
licher Legat . . Otto Semper
Baroncelli
Karl Bernhardt
Cecco del Vecchio L. Schützendorf
Ein Triedensbote Hede Schaub
Vorkommendes Ballett,
arran=
giert von Helene Thiele=Leonhardt.
Im 2. Akte: 1) „Waffenſpiele und
Gladiatoren=Gruppen”, ausgeführt
von 28 Turnern der Turngemeinde
Darmſtadt. — 2) „Großes Adagio”.
Sybilla Huber, Adelheid Croneberg
u. die Damen des Corps de Ballet.
— 3) „Großer Feſttanz”: Sybilla
Huber, Adelheid Croneberg u. die
Damen des Corps de Ballet. —
4)Minerva den Frieden verkündend
(„Schluß=Gruppe‟).
Nach d. 1., 2. u. 4. Akte je läng. Pauſe.
Gewöhnliche Preiſe:
Proſzeniumsloge 6.10 M.,
Mittel=
loge 6.10 M., Balkonloge 5.10 M.,
I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.—6.
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 4.10 M.,
14.—20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.—5. Reihe 2.80 M., 6.—8. Reihe
2.25 M., I. Gal. 1.25 M., II. Gal.
0.65 M.
Anfang 7 Uhr. — Ende 11 Uhr.
Kartenverk. v. 10½—1½ u. v. 6 U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Montag, 30. Dez. 87. Ab.=Vſt.
C 22. „Undine”. Kleine Pr.
Anfang 7 Uhr.
Dienstag, 31. Dez. Außer Ab.
Silveſter=Vorſtellung zu
Volks=
vorſtellungspreiſen. „
Lumpaci=
vagabundus.” (Im 2. Akte:
Konzert=Einlagen). Anf. 7½ Uhr.
Mittwoch, 1. Jan. 1913.
Nach=
mittags 2½ Uhr. 14.
Volksvor=
ſtellung zu ermäßigten Preiſen.
„Meyers” Vorverkauf bis
ein=
ſchließlich Dienstag, 31. Dez., nur
im Verkehrsbüro, Ernſt=
Ludwigs=
platz. Verkauf der noch
vorhan=
denen Karten an der Tageskaſſe
im Hoftheater am Tage der
Vor=
ſtellung, vormittags von 11 Uhr
ab. — Abends 7½ Uhr. 88. Ab.=
Vorſt. B 23. Neu einſtudiert u.
neu inſzeniert (im Koſtüm der
Ent=
ſtehungszeit): . Die
Fleder=
maus.” Gewöhnliche Preiſe.
Die Abgabe der
Abonnements=
karten für die mit den Vorſt. A 23,
B 23, C 23, u. D 23 neu hinzugetret.
Abonnen. findet v. Freitag, 27. Dez.
an, in den Vormittagsſtunden von
10—12½ Uhr b. der Hauptkaſſe ſtatt.
Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 28. Dezember 1912.
Nummer 305.
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unseres Lagers in soliden und
eleganten Damen- und Mädchen-
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Gretchens Roman.
Von Fr. Lehne.
(Nachdruck verboten.)
17)
Sie fand ihn am Schreibtiſch ſitzend, den Kopf in die
Hand geſtützt und trübe vor ſich hinſtarrend, während
ſeine Linke nervös mit dem Brieföffner ſpielte.
Was iſt Dir nur, lieber Papa? Du gefällſt mir gar
nicht — ſchmeichelnd lehnte ſie ihre Wange an die ſeine
und ſtrich über ſein volles dunkelblondes Haar. Sie bat
und ſchmeichelte — früher haſt Du Deinem Gretchen doch
alles anvertraut —
Ach, Kind, mir iſt nichts — ich habe etwas Kopfweh,
und die Augen ſchmerzen wieder, und Du weißt, wie mich
das verſtimmt! Am Ende war es doch ein wenig viel
geſtern abend — das helle Licht, der Zigarrenrauch; ich
vertrage es doch nicht mehr ſo recht — ich war zu lange
entwöhnt — — entgegnete er müde.
Die Augen tun Dir weh? o Papa, das darf doch nicht
ſein — und nun willſt Du gar noch ſelbſt ſchreiben?
das erlaube ich nicht! wozu haſt Du mich? und von jetzt
an wird mehr zu Haus geblieben — wir ſind in letzter
Zeit auch gar zu häufig ausgegangen — und während ſie
ihm gut zuredete, klang doch eine Angſt aus ihrer Stimme,
eine Angſt und Beſorgnis, die ihn tief rührte — — wenn
ſein Weib ſo geweſen wäre!
Wiederum empfand er den Unterſchied zwiſchen der
kaltherzigen Claudia und dem warmfühlenden Gretchen.
Und dieſe Erkenntnis bereitete ihm mehr Kummer, als
der drohende Vecluſt ſeines Vermögens.
Ardenen ſchniegt ſch auf ſehne Ine und nedeie
von allem möglichen, ihn von ſeinen Gedanken
abzu=
lenken; ſie wußte genau, daß er ihr nicht geſagt, was ihn
quälte, und ſie wollte doch ſo gerne mit ihm tragen!
Sie plauderte vom geſtrigen Abend. Da drückte er
ihren blonden Kopf feſt an ſeine Bruſt.
Mein Herzenskind, wie haſt Du mich ſtolz gemacht!
Du haſt Dich in Deinem Spiel ja ſelbſt übertroffen! Was
man mir alles geſagt, wie man mich beglückwünſcht hat,
Du hätteſt es hören müſſen. Und die Freude leuchtete
aus ſeinen ernſten Zügen.
Ich hab nur für Dich geſpielt Papa, entgegnete ſie
und in Gedanken fügte ſie hinzu: — und für Ernſt
Brand —
Als ob ihr Vater dies erraten hätte, fing er von dem
jungen Künſtler an zu ſprechen, deſſen vornehme Art ihm
ſo ſehr gefallen hatte und mit vor Freude hochklopfendem
Herzen lauſchte ſie ſeinen Worten.
Nachdem nun von Weihnachten geſprochen wurde,
ſagte Gretchen: Du, Papa, ich weiß, was wir Claudia
ſchenken werden, worüber ſie ſich ſehr freuen wird — nun,
errätſt Du es nicht? Sie wünſcht doch eine Equipage zu
beſitzen — könnten wir — — Sie hielt aber betroffen
inne, denn ihr Vater war aufgeſprungen und ging
un=
ruhig im Zimmer umher, und ſolche Erregtheit konnte ſie
an dem ſonſt ſo gehaltenen Manne nicht!
In dieſem jagten ſich die Gedanken — wie kam nur
Gretchen darauf? Das war doch unmöglich — ſolche
Aus=
gaben jetzt — nein, das ging nicht! Er ſchüttelte den
Kopf, und der ſorgenvolle Zug in ſeinem Geſicht trat
ſchär=
fer hervor.
Siſe ein Bltbſaſt duchſcht es de des ſunge Ad.
chen. Du haſt Sorgen. Kümmerniſſe, Papa — ſo ſag es
mir doch — ich ſehe es Dir ja an —
Er ſchwankte einen Augenblick, ihr Rede zu ſtehen,
ſah dann aber doch ein, daß es das beſte wäre, und in
kurzen Worten ſagte er, was er für nötig hielt, ſie wiſſen
zu laſſen ließ ſie auch jenen Brief leſen, den er heut’
be=
kommen.
Als er geendet, ſchwieg ſie nachdenklich, dann ſagte
ſie lächelnd: Und darum ſorgſt Du Dich ſo?. Iſt nicht
auch Dein, was mein iſt? Und hab ich nicht im
Ueber=
fluß? Iſt denn mein Geld nicht ſo ſicher angelegt —?
Da wurde er lebhaft; er zeigte ihr Berichte und
Aus=
züge der Geſellſchaft, wo Gretchens Kapital
gewinn=
bringend arbeitete — wie günſtig die Bedingungen
waren, wie hoch die Dividende — bis ſie ihm Einhalt
ge=
bot. Schon gut, Paapa, ich verſtehe doch= von all den
Sachen nichts! Verſchone mich, bitte, mit
Geſchäftsange=
legenheiten — Du handelſt für mich nach beſtem Ermeſſen,
davon bin ich überzeugt! — Mir tut es nur leid, daß Du
Claudias Wunſch nach einem Wagen nicht erfüllen willſt
— geht es denn wirklich nicht?
Du Gute! Er küßte ſie auf die Stirn. Nein, es iſt
unmöglich, wenn ich nicht unverantwortlich handeln will.
Claudia muß ſichebeſcheiden — bis ſpäter — bis unſere
Geſchäfte Erfolg haben.
Er war tief gerührt von Gretchens ſelbſtloſem Sinn,
die nur darauf bedacht war, anderen Freude zu bereiten!
Da wurde etwas geräuſchvoll die Tür geöffnet, und
Claudig ſtand auf der Schwelle derſelben, einen Korb,
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haltend.
Ein ſpöttiſcher Zug bog ihre Mundwinkel herab, als
ſie Vater und Tochter Arm in Arm beiſammen ſah.
Ah, ich ſtöre wohl ein Familienidyll? — Hier, Grete,
das iſt für Dich abgegeben worden
Gretchens Geſicht übergoß ſich mit roſiger Glut—
ſollte er —? Als ſie aber das begleitende Briefchen
ge=
leſen, machte der ſonnige Glanz in ihlren Zügen einem
gleichgültigen Ausdruck Platz.
Mr. Catlin ſendet mir einen Morgengruß. Achtlos
warf ſie das Briefchen auf den Tiſch. Claudia griff
neu=
gierig danach.
Iſt’s erlaubt? Und ſie las, in welch
überſchwäng=
licher Weiſe der Amerikaner der holden, unvergleichlichen
Künſtlerin ſchrieb. Der ſcheint eher tüchtig Feuer
ge=
fangen zu haben; er geht ordentlich ins Zeug, der
intereſ=
ſante Amerikaner — Du, Grete, er iſt eine ſehr gute
Partie
Ich habe nicht nötig, danach zu ſehen, entgegnete die
Angeredete ruhig, wenngleich ihr die Art der Stiefmutter
unſäglich zuwider war.
Das weiß ich ja, haſt es mir ſchon mehr als einmal
klar gemacht! Deshalb biſt Du auch ſo wähleriſch
leiner iſt Dir gut genug, und außerdem behandelſt Du
Deine Verehrer miſerabel — Riedberg z. B. tut mir
wirk=
lich leid, wie haſt Du ihn geſtern abend vernachläſſigt
und warum? Weil der edle Tenor Euch alle bezaubert
hat. — Wie Hildegard Oſten ihm Avancen gemacht hat,
var nicht mehr ſchön, und Du biſt ebenfalls ſehr
ent=
gegenkommend geweſen — der Mann muß ja ganz
ein=
gebildet werden. Riedberg war außer ſich
Ueberlaſſe mir, bitte, zu handeln, wie ich will,
be=
merkte Gretchen, ſich mit Mühe zur Ruhe zwingend. Ich
weiß genau, wie weit ich zu gehen habe und bedarf
keiner Vorſchriften! — Deine Bemühungen betreffs
Ried=
bergs ſind ganz zwecklos; ich habe es wirklich nicht ſo
eilig, aus dem Hauſe zu kommen.
Das Stubenmädchen unterbrach die Unterhaltung
Verzeihung — doch dies iſt für das gnädige Fräulein
ab=
gegeben
Sie trug einen Roſenſtrauß und einen Korb mit
Veil=
chen in der Hand, die das Zimmer mit köſtlichem Duft
er=
füllten.
Sieh, wie rührend von Riedberg — natürlich ſind die
Roſen von ihm, ich kenne doch ſeine Handſchrift! — Armer
Kerl, gibt ſich ſo viel Mühe, ſagte Claudia.
Schnell las Gretchen die beiden Briefe, die den
Blumen beigefügt waren. Du haſt recht, Claudia,
Ried=
berg ſendet mir die Roſen und läßt ſich Euch
em=
pfehlen
Und die Veilchen, Oder bleibt es ein Geheimnis,
wer Dich damit beglückt hat?
Die Majorin wußte genau, daß niemand anders als
Brand der Abſender dieſer Blumen war, und ſoeben
hörte ſie auch die Beſtätigung von Gretchens Lippen,
Weshalb ſollte das ein Geheimnis ſein? Herr Brand hat
ſich erlaubt, mir die Blumen zu ſenden.
Sieh, ſieh, Margareta, Du kannſt wirklich ſtolz ſein
— ſo umſchwärmt — ſo gefeiert — aber ſo unnahbar.
Spöttiſch klang Claudias Stimme doch mit einem leiſen
Unterton von Neid.
Lächelnd blickte der Major auf ſein ſchönes Kind, das
ſo hold errötend vor ihm ſtand. Mit einem leiſen Seufzer
ſagte er: Ja, die Vögel werden flügge — wie lange wird
es dauern, und Du folgſt dem Grwählten Deines
Herzens
Da barg ſie ihr erglühendes Geſicht an ſeiner Bruſt.
Nein, nein, Papa, ich denke noch nicht daran
Aber es hat doch den Anſchein, als ob Du ſchon
ge=
wählt haſt. Dein Erröten verrät Dich Grete. Es
be=
reitete Claudia ein großes Veranügen, die Stieftochter
zu quälen.
Iſt das wahr, mein Kind? — Nun, ich dringe nicht
in Dich, wenn Du jetzt noch nichts ſagen willſt! — Du
wirſt mir ſchon zurzeit Dein Herz öffnen — ich bin
über=
zeugt, daß Du niemals unwürdig wählen wirſt!
Begütigend ſtreichelte er ihre Wangen und brachte
das Geſpräch auf ein anderes Thema. Er kannte die
empfindſame Art ſeiner Tochter, der man in dieſer
Hin=
ſicht durch ein Wort weh tun konnte.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 305.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 28. Dezember 1912.
Seite 28.
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Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
Oſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
Das Darmſtädter Vokalquartett, das
be=
kanntlich aus Frau Sofie Schmidt=Illing (Sopran), Frl. Elſe
Diefenthäler (Alt), Herrn Konzertſänger Franz Müller
(Tenor) und Herrn Hofopernſänger Alfred Stephani (Baß)
beſteht, hat für ſeinen am nächſten Montag im Richard
Wagner=Verein veranſtalteten Liederabend ein
be=
ſonders intereſſantes und vielſeitiges Programm
zuſam=
mengeſtellt. Es enthält u. a. zwei Quartette aus Mozarts
„Requiem”, vier Madrigale aus dem 16. Jahrhundert,
vier à capella geſungene Volkslieder, bearbeitet von Max
Reger und Arnold Mendelsſohn, ſowie eine Reihe der
berühmteſten Quartette von Johannes Brahms, darunter
ſeine Liebeslieder=Walzer. Außerdem werden Frau
Schmidt=Illing und Frl. Elſe Diefenthäler drei Duette
von Dvorak und Herr Stephani zwei der ſchönſten
Balladen von Carl Loewe ſingen.
— Das Deutſche Reich und der Islam.
Seit einigen Jahren leben wir in einer Zeit, in der die
politiſchen Verhältniſſe ſo geſpannt ſind daß wir ſchon
mehrmals dicht vor dem Ausbruch eines großen
euro=
päiſchen Krieges geſtanden haben. Zwar wurde durch die
Nachgiebigkeit unſerer Regierung bis jetzt das Aeußerſte
verhindert, aber die allgemeine Spannung hat ſich eher
verſchärft als vermindert, ſo bereitwillig auch unſere
amt=
lichen und halbamtlichen Blätter ſind, immer und immer
wieder von der jetzt eingetretenen endgültigen
Entſpann=
ung zu reden. Das zeigt ſchon der ſich von Tag zu Tag
enger zuſammenſchließende Ring unſerer Gegner. Und
wenn das Deutſche Reich heute gezwungen würde, zum
Schwerte zu greifen, ſo würde es einer Verbindung von
Feinden entgegenſtehen, die mit der berühmten Kaunitzſchen
Koalition, der Friedrich der Große die Spitze bieten
mußte, eine verzweifelte Aehnlichkeit hätte. Seither waren
wir, ſowohl als auch unſere Gegner gewohnt, bei einer
allgemeinen Abrechnung die Türkei als wichtigen Faktor
zu unſeren Gunſten in Anſatz zu bringen. Durch die
Er=
eigniſſe der letzten drei Monate iſt uns auch dieſe Stütze
genommen worden. Wir ſind nun allein auf die
Gefolg=
ſchaft Oeſterreichs angewieſen, da bekanntermaßen Italien
im Dreibund den unbeteiligten Dritten zu ſpielen pflegt.
In einer politiſch ſo trüben Zeit iſt es gewiß von
Inter=
eſſe, die Anſicht eines Kenners des nahen Oſtens über
unſer Verhältnis zum Islam und unſere
Bezieh=
ungen zu den Staaten der islamitiſchen
Welt kennen zu lernen, wie ſie ſich nach der neuen Lage
der Dinge geſtaltet haben. Der Alldeutſche
Ver=
band hat in Herrn Dr. Ritter aus Mainz einen
Red=
ner gewonnen, der ſich in der nächſten Zeit hier eingehend
über dieſe Fragen ausſprechen wird.
Luftfahrt.
sr. Neuer Flugweltrekord. Dem belgiſchen
Farman=Pilot Verſchaeve iſt es gelungen, einen neuen
Paſſagierweltrekord mit 4 Paſſagieren
aufzuſtellen. Verſchaeve ſtieg in dem Aerodrom von St.
Job (Belgien) mit vier Offizieren an Bord auf und hielt
ſich 37 Minuten 6 Sekunden in der Luft. Bei der
ausge=
zeichneten Leiſtung war der Henry Farman=Apparat nur
mit einem 80 HP. Gnome=Motor montiert. Der bis
herige Weltrekordinhaber war Schirmeiſter=Leipzig, der
dort am 5. Juli 33 Minuten 59 Sekunden mit vier
Paſſa=
gieren geflogen war.
Sport, Spiel und Turnen.
* Fußballſport. Berliner Weihnachts=Fuß
ballſpiele. Die mit Spannung erwartete Begegnung
zwiſchen den beiden ehemaligen deutſchen Meiſtern, des
Karlsruher Fußball=Klub Phönix=Alemannia mit Viktoria=
Berlin, endete nach intereſſantem Kampfe mit dem Siege
der Berliner Mannſchaft von 211. Die Gäſte zeigten nicht
die erwarteten Leiſtungen; nuc der linke Läufer Reeb, der
halbrechte Stürmer Andres und der Verteidiger
Neu=
mayer zeichneten ſich aus. Der durchweg ſchnell geführte
Kampf zeigte anfangs eine Ueberlegenheit der mit dem
Winde ſpielenden Gäſte. Aber nur durch ein Selbſttor
kamen die Karlsruher in der 13. Minute zu ihrem
ein=
zigen Tore. Nach dem Seitenwechſel wurde Viktoria
er=
heblich beſſer und ſchon in der zweiten Minute glich der
halblinke Stürmer Koch aus. Trotzdem Viktoria
weiter=
hin überlegen ſpielte, vereitelte die energiſche gegneriſche
Verteidigung vorerſt weitere Erfolge. Erſt drei Minuten
vor Schluß fiel das ſiegbringende Tor durch Ladwig,
nach=
dem vorher der Torwächter das Tor verlaſſen hatte.
Auch der Bremer Sport=Klub unterlag nach völlig
gleich=
mäßigem Spiel bei glattem Boden gegen die durch gutes
Zuſammenarbeiten glänzende Mannſchaft des F.=K.
Tas=
mana in Neukölln mit 1:3, nachdem die Seiten mit 1:0
zugunſten der zuerſt mit Wind ſpielenden Gäſten gewechſelt
worden waren. Minerva war trotz Erſatz Norden=
Nord=
weſt überlegen und entſchied den ſchnell durchgeführten
Kampf mit 512 (2:2) zu ſeinen Gunſten. — Die
Matroſen=
mannſchaft S. M. S. „Poſen”, der Meiſter der deutſchen
Hochſeeflotte, ſchlug die Charlottenburger Union knapp
mit 211 (1:0). — Das traditionelle Berliner
Weihnachts=
ſpiel zweier kombinierter Mannſchaften der Nord= und
Süd=Vereine am zweien Feiertage endete mit dem
erwar=
teten Siege des Südens, der ſeinen hartnäckigen Gegner
knapp mit 211 ſchlagen konnte.
Auswärtige Fußballſpiele. Der Berliner
F.=K. Union weilte während der Feiertage in
Süddeutſch=
land und verlor in Nürnberg mit 1:6 gegen Pfeil=Nürn
berg und am nächſten Tage gegen die tüchtige Mannſchaft
der Fürther Spiel=Vereinigung mit 2:5. — Vorwärts=
Berlin gewann in Halle mit 411 gegen den dortigen F.=K.
Wacker, verlor aber in Leipzig mit 1:6 gegen den
Leip=
ziger Ballſpiel=Klub. — Der Süddeutſche Meiſter, der
Karlsruher Fußball=Verein, ſpielte am erſten Feiertag in
Leipzig gegen den dortigen Verein für Bewegungsſpiele
010. — In Hannover unterlag Phönix=Alemannia=
Karls=
ruhe gegen den dortigen Fußball=Klub Hannover 1896
mit 1.5.
sr. Berliner Hockey=Spiele. Zu einem
Geſell=
ſchaftsſpiel empfing der Berliner Hockey=Klub am
zweiten Feiertag auf ſeinem Sportplatze in Dahlem die
Hockey=Mannſchaft des Fußball=Klub Britannia. Nach
völlig überlegen geführtem Spiele ſiegte der Berliner
Hockey=Klub mit 14:0 (8:0). Die 2. Mannſchaft des
Ber=
liner Hockey=Klub gewann mit 6:0 gegen die erſte des
Zeh=
lendorfer Sportvereins. Ferner zeigte ſich die 2.
Damen=
mannſchaft des Berliner Hockey=Klubs mit 510 der 1.
Da=
menmannſchaft des Zehlendorfer Sportvereins überlegen.
sr. Weihnachtsſchwimmen durch die Seine. Jetzt, zu
Weihnachten, wo man in anderen Ländern nicht mehr an
ſchwimmſportliche Konkurrenzen im Freien denkt, findet
in Paris alljährlich ein Wettſchwimmen in der
Seine ſtatt. Auch in dieſem Jahre ſtürzten ſich zwölf
abgehärtete Sport=Jünglinge in das naſſe Element, trotz
dem das Waſſer empfindlich kalt war. Der franzöſiſche
Meiſterſchwimmer Meiſter zeigte ſich auch bei dieſer
Konkurrenz als der Beſte und legte die 160 Meter als
Erſter in 1 Min. 54 Sek. zurück. Meiſter hatte das
Ren=
nen bereits im Jahre 1908 gewonnen. An zweiter Stelle
endete ein Deutſcher namens Beil, zuſammen mit dem
Franzoſen Decoin, im toten Rennen in 1.56.
* Radſport. Brüſſeler Sechstage=Rennen.
Der dritte Tag des Brüſſeler Sechstage=Rennens brachte
heiße Kämpfe. In der 67. Stunde ereignete ſich bei
einem ſcharfen Vorſtoß ein ſchwerer Sturz. Das
Paar Vandervelde-Perſyn war nahe daran, wieder
über=
rundet zu werden, als Vandervelde zu Fall kam. In den
Sturz wurden Lamon, Verſtraeten und Vandenberghe
verwickelt, ſodaß das Rennen auf zehn Minuten
unter=
brochen werden mußte. Außer Vandervelde, der die
Be=
ſinnung verloren hatte, war keiner der Geſtürzten verletzt.
Die 71. Stunde brachte das Ausſcheiden der Favoriten
Goullet-Lawſon aus der Spitzengruppe. Die drei
Fran=
zoſen Comes, Lapize und Petit Breton unternahmen einen
Vorſtoß und nach halbſtündiger Jagd gelang es Lapize-
Vandenberghe und Comes-Petit Breton endlich, alle
Paare zu überrunden. Lawſon-Goullet, Charron-
De=
baets folgten mit einer Runde, die Gebrüder Vanderſtuyft
und Lamon-Verlinden mit vier, d’Awans-Verſtraeten
mit fünf und die Gebrüder Eſſer mit ſechs Runden im
Rückſtand. Der Proteſt der Fahrer die eine Zeitlang
ſtreikten, änderte nichts an dem Klaſſement. Goullet-
Lawſon holten ſpäter die verlorene Runde ziemlich
wie=
der auf, doch kam Comes, jedenfalls abſichtlich, zu Fall,
ſodaß die Runde nicht anerkannt wurde. Nach kurzer
Pauſe ſetzte Lawſon zuſammen mit Lapize zu einem
neuen Vorſtoß ein, der auch von Erfolg gekrönt war.
76 Stunden war das Klaſſement folgendes: Spitze: Lapize
—Vanderberghe 2329,750 Kilometer: Goullet-Lawſon
und Petit Breton-Comes eine Runde, Charron-
De=
baets und Lamon-Verlinden drei Runden, Vandervelde
—Perſyn und Gebrüder Vanderſtuyft fünf Runden, Goupy
—d’Awans und die Gebrüder Eſſer ſieben Runden zurück.
Im weiteren Verlaufe behaupteten Petit Breton-
Comes und Lapize-Vandenberghe, unentwegt ihren
Vorſprung von einer Runde. Nach der 93. Stunde liegen
Goullet-Lawſon und Charron-Debaets bereits zwei,
Verlinden-Lamon vier, Perſyn-Vandervelde fünf,
Ge=
brüder Vanderſtuyft ſechs, Gebrüder Eſſer acht Runden
zurück. In der 96. Stunde kommt Lawſon mit Comes
zuſammen zu Fall und erleidet einen
Schlüſſelbein=
bruch, ſodaß er aufgeben muß. Goullet bildet dann mit
A. Vanderſtuyft eine neue Mannſchaft mit zwei
Vecluſt=
runden. Der Schlußtag begann mit einer 20 Minuten
dauernden Jagd, bei der Lapize-Vandenberghe das
ganze Feld überrundeten, ſodaß ſie nunmehr allein an der
Spitze ſind. Das Klaſſement nach der 121. Stunde iſt
fol=
gendes: Lapize-Vandenberghe 3491,320 Kilometer;
Comes- Petit Breton 1 Runde, Charron-Debaets drei
Runden, Goullet-A. Vanderſtuyft vier Runden,
Ver=
linden-Lamon, Vandervelde-Perſyn acht Runden und
Gebr. Eſſer 12 Runden zurück. Bald darauf holen Comes
— Petit Breton die verlorene Runde wieder auf, als ſie
aber mit dem Felde aufſchließen wollen, muß das Rennen
wegen eines Sturzes abgeläutet werden, ſo daß der
Ge=
winn nicht zählte. Goullet gab gleich darauf wegen
Ge=
ſchwüren an den Beinen auf. In der 123. Runde haben
Lapize-Vandenberghe 3554,257 Kilometer zurückgelegt.
Auf der Pariſer Winterbahn nahm am
erſten Feiertage das Weihnachtsmeeting ſeinen Fortgang.
Den Mittelpunkt des Programms bildeten wiederum ſechs
Matches von Dauerrennen über je 12,5 Kilometer hinter
Motoren. Beſonders zeichnete ſich der Amerikaner Wiley
aus, der den Bahnrekord von 10 Kilometer auf 8 Min
1½ Sek. verbeſſerte. Einen irregulären Verlauf nahm
das Match Parent=Seres, in welchem Seres bei 9,0
Kilo=
meter von einem Defekte ereilt wurde. Seres erhielt drei
Minuten Zeit, um den Schaden auszubeſſern, und als er
nach deren Verſtreichen das Rad noch nicht wieder beſtieg,
fuhr Parent das Rennen allein zu Ende: Die einzelnen
Läufe ergaben folgende Reſultate: Wiley ſchlägt Van Neck
in 10:33¾ mit 150 Metern; Seres ſchlägt Darragkon in
10:10½ mit drei Runden; Parent ſchlägt Van Neck in
in 10:33½ mit 150 Metern; Seres ſchlägt Darragon in
9.55½ mit 7 Runden; Van Neck ſchlägt Lavalade mit
3 Runden und Parent ſchlägt Seres. — Ein Verfolgungs
nannſchaftsrennen über 5,0 Kilometer gewann die
Mann=
ſchaft Seigneur=Godevier=Beyl in 6 Min. 32 Sek. gegen
Dupuy=Schilles=Jacquard Ein Prämienfahren landete
Devoiſſou vor Rudi Ruſſe und dem Berliner Schrage.
Demnach haben bisher Parent vier, Wiley und Van Neck
je drei, Seres zwei, Lavalade einen und Darragon und
Scheuermann keinen Sieg zu verzeichnen.
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