Abonnementspreis
Inſerake
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80) Mk.,
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werden angenommen in Darmſtadt.
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Statthalter Dr. Bobrzynſki hat in einer
Vollverſamm=
lung der polniſchen Landtags= und
Reichsratsabgeord=
neten erklärt, daß den Gerüchten über eine bevorſtehende
Kriegsgefahr kein Glauben beizumeſſen ſei.
In dem Orte Faulbach bei Aſchaffenburg ſind auf
einem zugefrorenen Waſſerbau des Mains ſechs
Mädchen ertrunken.
Der chineſiſche Finanzminiſter hat mit der
Sechsmächte=Gruppe die Grundzüge eines Abkommens
über eine Anleihe bis zu 25 Millionen Pfund
ver=
einbart.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
Die Erneuerung des
Drei=
bundes.
*⁎* Wenn die offiziöſe Norddeutſche Allgemeine
Zeitung an die Meldung von der Erneuerung des
Drei=
bundes die Bemerkung knüpft, daß dieſes Ereignis
nir=
gends eine Ueberraſchung bieten dürfte, ſo iſt das nur
eum grano salis zu verſtehen. Man hielt ſogar die in
den letzten Tagen verbreitete Nachricht von der
Verlänge=
lung der Tripelallianz für unzutreffend, weil ja der
Ver=
trag erſt am 18. Juni 1914 ablief und bis zur definitiven
Entſcheidung darüber, was dann werden ſolle, noch
ſie=
ben Monate lagen. Inſofern mußte die amtliche Notiz
notwendigerweiſe überraſchen. Unſeres Erachtens liegr
auch die Bedeutung des Ereigniſſes in ſeinem vorzeitigen
Eintreten und in dem Zeitpunkte, zu welchem es erfolgte
und veröffentlicht wurde. Niemand wird glauben, daß
dies ganz abſichtslos geſchah, ſondern es iſt nicht daran
zu zweifeln, daß die Erneuerung ſowohl wie die
Ver=
öffentlichung unter dem Einfluſſe einer politiſchen
Not=
wendigkeit ins Werk geſetzt wurde. Wir möchten
anneh=
men, daß ähnliche Motive, wie ſie am 3. Februar 1888
zur Veröffentlichung des deutſch=öſterreichiſchen
Bündniſ=
ſes führten, auch jetzt bei der Erneuerung des Dreibundes
und bei der Bekanntgabe dieſes Ereigniſſes maßgebend
waren. Damals, vor faſt einem Vierteljahrhundert, ſollte
durch die Publizierung des Vertrages ein Druck auf alle
diejenigen ausgeübt werden, welche an der Newa und
anderswo den europäiſchen Frieden bedrohten. Die
öffentliche Meinung ſollte in bezug auf die friedlichen
Abſichten Deutſchlands und Oeſterreichs beruhigt, ihr aber
auch die Gefahr vor Augen geführt werden, mit der ein
Friedensſtörer an den einigen beiden Reichen zu rechnen
haben würde.
Auch jetzt ſteht Europa wieder vor ſchwerwiegenden
Entſcheidungen. Die Beharrlichkeit, mit welcher Serbien
ſeine Anſprüche gegenüber Oeſterreich=Ungarn aufrecht
er=
hält, bildet nach wie vor eine große Gefahr für den
Frie=
den, und trotz aller beruhigenden Verſicherungen der
leitenden Petersburger Kreiſe bleibt die Lage ſehr ernſt.
Die Tatſache militäriſcher Vorbereitungen der Großmächte
läßt ſich nicht aus der Welt ſchaffen, und mag man auch
nur rüſten, um den Frieden zu ſichern, ſo kann doch über
Nacht der Konflikt geboren werden. Iſt es nun unter
Be=
rückſichtigung aller dieſer Umſtände ungerechtfertigt, in
der Erneuerung des Dreibundvertrages gerade im
gegen=
wärtigen Augenblick, noch geraume Zeit vor dem
eigent=
lichen Verlängerungstermine, eine Mahnung und
War=
nung an alle diejenigen zu ſehen, welche etwa die Abſicht
haben, Verwickelungen heraufzubeſchwören oder
ſonſt=
wie den Frieden in Frage zu ſtellen? Auch die
ausdrück=
liche Betonung, daß der Vertrag ohne jede Aenderung
erneuert worden ſei, iſt beachtenswert, denn ſie
wider=
legt die Meldungen, Italien ſei nur noch unter beſonderen
Bedingungen bereit geweſen, dem Dreibunde weiter
an=
zugehören. Auch die Gerüchte von einer Erweiterung
des Vertrages in maritimer Hinſicht werden nun
hin=
fällig, jedoch ſind wir überzeugt, daß darüber alles
Er=
forderliche ſchon in dem Urtexte vorgeſehen war.
Die Baſis des Dreibundvertrages bildete das
deutſch=öſterreichiſche Bündnis vom 7. Oktober 1879,
wel=
chem Italien im Jahre 1883 beitrat. Die erſte Erneuerung
fand im Jahre 1891 ſtatt, wo der Bund auf zwölf Jahre
verlängert wurde. Weitere Erneuerungen vereipbarte
man im Juni 1902 und im Juni 1907, wenigſtens wurde
zu letzterem Termine der Vertrag nicht gekündigt, ſo daß
derſelbe, wie ſchon eingangs geſagt, bis zum 18. Juni
1914 Geltung hatte. Hoffentlich wird die jetzige
Erneue=
rung die ohne Zweifel beabſichtigte Wirkung auf die
Er=
haltung des Friedens nicht verfehlen und der Bund ſich
auch ferner als ein rocher de bronze erweiſen, an dem
alle Kriegsgelüſte in Europa abprallen.
Die innerpolitiſche
Etats=
debatte.
— Fünf Tage nur hat diesmal die
Etatserörte=
rung gedauert, die nach alter parlamentariſcher
Ge=
pflogenheit weniger dem Etat als ſolchen gilt, als
viel=
mehr der allgemeinen Ausſprache über die geſamte innere
und äußere Politik. Zwei Tage galten der Behandlung
der äußeren Politik, wobei man aus dem Munde des
Herrn von Bethmann Hollweg eine, wenn auch kurze, ſo
doch treffliche Rede hörte, und auch bei der drei Tage
umfaſſenden Beſprechung der inneren Politik ergriff er
das Wort, allerdings nicht zu der inneren Politik
über=
haupt, ſondern nur zu der in der Debatte
begreiflicher=
weiſe angeſchnittenen Jeſuitenfrage, die in dieſer
Dis=
kuſſion überwog. Der Stein iſt ins Rollen gekommen,
die Rede Dr. Spahns mit ihrer von ihm verleſenen
partei=
offiziellen Erklärung wurde ergänzt durch eine große Rede
des ſüddeutſchen Zentrumsabgeordneten Gröber, der
gleichfalls in entſchiedener Weiſe gegen die
Reichsregie=
rung wegen ihrer Haltung in der Jeſuitenfrage Front
machte. Bei den übrigen Parteien, mit Ausnahme der
Polen, fand das Zentrum keine Unterſtützung. Allſeitig
pflichtete man der Stellungnahme des Bundesrates bei,
und auch von ſozialdemokratiſcher Seite wurde, was
wohl niemand anders erwartet hatte, erklärt, daß die
Partei nicht daran denke, mit dem Zentrum gemeinſam
an einem Strange zu ziehen. Demnach ſteht das Zentrum
iſoliert da, indeſſen wäre es verfehlt, anzunehmen, daß
die Partei mit ihrer Abſage an die Reichsregierung ſich
gleichzeitig auch entſchloſſen hätte, ſich in negierendem
Sinne an den Parlamentsarbeiten zu beteiligen, vor
al=
len Dingen ſteht das eine feſt, daß es zu einer
Etatsver=
weigerung von dieſer Seite nicht kommen wird.
Ständen Zentrum und Sozialdemokratie zuſammen,
ſo beſtände die Gefahr ſchwerer innerer Konflikte, die
ſehr mißliche Zuſtände in der inneren Entwickelung
Deutſchlands zur Folge haben könnten. Zu einem
Kul=
turkampf, wie verſchiedentlich angenommen wird, dürfte
es daher ſchwerlich kommen, man darf wohl
annehmen, daß es über kurz oder lang doch
wieder zu einer Einigung kommen wird, zum
mindeſten, daß die Gegnerſchaft ſich in mildere Formen
kleiden dürfte. Jedenfalls kann man im gegenwärtigen
Augenblick den Lauf der Dinge nicht genau überſchauen,
und es wäre daher müßige Arbeit, ſich in haltloſen
Pro=
phezeiungen zu ergehen.
Im übrigen iſt vom Etat und den ſonſtigen inneren
Dingen wenig die Rede geweſen. Erwähnt ſei nur, daß
von ſeiten aller bürgerlichen Parteien die größte
Geneigt=
heit ausgeſprochen wurde, alle Forderungen, die ſich auf
die Rüſtungen Deutſchlands zu Waſſer und zu Lande
be=
ziehen, bei der Volksvertretung die weiteſte Gegenliebe
finden zu laſſen, und daß man nicht zögern
würde, noch weiter zu gehen, wenn im
Hin=
blick auf die politiſche Weltlage die
Regie=
rung es für notwendig erachten ſollte. Dieſe
Haltung war die erfreulichſte Seite dieſer Erörterung.
Deutſches Reich.
— Zuſammenkunft der Finanzminiſter.
Die Finanzminiſter der größeren Bundesſtaaten werden,
wie ſchon gemeldet, binnen kurzem in Berlin
zuſammen=
treffen, um über die dem Reichstage zu unterbreitense
Beſitzſteuervorlage zu beraten und zu entſcheiden. Wie
weiter verlautet, iſt für den Beginn der Beratungen der
Finanzminiſter der 4. Januar in Ausſicht genommen. Da
die Dauer der Beſprechungen auf drei bis vier Tage
be=
rechnet wird, ſo können die Beſprechungen am 8. oder
9. Januar abgeſchloſſen ſein. Der Reichstag ſoll am
9. Januar ſeine Tätigkeit wieder aufnehmen. Die
An=
kündigung, die der Reichsſchatzſekretär am Mittwoch
ge=
tan hat, daß die Beratungen der Finanzminiſter
wahr=
ſcheinlich vorüber ſein würden, wenn die
Reichstagsmit=
glieder nach den Weihnachtsferien wieder zuſammentreten,
würde damit übereinſtimmen.
m e n
— Wandergewerbeſcheine.
1. Januar 1913 tritt eine Abänderung der Beſtimmungen
über Wandergewerbeſcheine in Kraft. Der Bundesrat
hat die alten Beſtimmungen dahin verſchärft, daß neben
der Perſonalbeſchreibung des Inhabers des Scheines der
Schein auch mit der Photographie des Inhabers verſehen
werden muß, da behördlich feſtgeſtellt worden iſt, daß
Wandergewerbeſcheine verkauft worden ſind, und zwar
an Perſonen, denen die Ausſtellung ſolcher Scheine von
der Behörde verſagt worden war.
— Der preußiſch=ſüddeutſche
Lotterie=
vertrag iſt bereits am 30. November vollzogen
wor=
den, ſo daß ſeine Veröffentlichung in den nächſten Tagen
erfolgen dürfte. Die Meldung, daß Preußen von Bayern
verlangt habe, es dürfe nur ein bayeriſcher
Reſerveleut=
nant und Proteſtant in die Generaldirektion nach Berlin
entſandt werden, iſt eine vollkommene Erfindung. Der
Generalvertreter der drei ſüddeutſchen Bundesſtaaten,
den dieſe nach Berlin in die Generaldirektion der Lotterie
zu entſenden haben, iſt ſchon beſtimmt und ſeine
Ernen=
nung ſteht unmittelbar bevor.
— Sächſiſche Elektrizitätspläne. Die
ſächſiſche Regierung will unverzüglich zahlreiche elektriſche
Motorwagenlinien nach bayeriſchem Vorbild einrichten
und dabei nicht einmal die Bewilligung von Mitteln im
nächſten Etat abwarten, wenn der Landtag keine
grund=
ſätzlichen Bedenken erhebt. Die Regierung wird auch
Er=
örterungen über die Elektriſierung der ſächſiſchen
Staats=
bahnen einleiten; ſie iſt überzeugt, daß bei der heutigen
Entwickelung der Elektrotechnik der elektriſche
Staatsbahn=
betrieb wirtſchaftliche Vorteile bringe. Sie würde unter
Umſtänden dem Landtag ſeinerzeit eine entſprechende
Vorlage machen.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Ein deutſcher Volksrat in Oeſterreich.
Das öſterreichiſche Deutſchtum ſteht vor einem beſonders
bedeutſamen Schritt ſeiner nationalen Organiſierung, Auf
Anregung des bekannten Abgeordneten Dr. Bärnreither
ſoll ein „Deutſcher Volksrat für Oeſterreich” geſchaffen
werden. Deutſche Volksräte beſtehen, wie die
Mitteilun=
gen des Vereins für das Deutſchtum im Ausland
ſchrei=
ben, bereits ſeit Jahren für einzelne beſonders wichtige
Gebiete der Verteidigung deutſch=nationaler Intereſſen:
der bekannteſte iſt der deutſche Volksrat in Böhmen. Sie
ſollen Zentralſtellen bilden, von denen das geſamte
Ge=
biet der nationalen Verteidigung in politiſcher,
kultu=
reller und wirtſchaftlicher Hinſicht überwacht und
kon=
trolliert wird, bedeuten eine Zuſammenfaſſung der
ver=
ſchiedenen für dieſe Verteidigung beſtimmten Kräfte und
ſollen dadurch eine größere Bereitſchaft aller deutſchen
Abwehrkräfte ſchaffen. Dieſe Form der nationalen
Mobi=
liſierung, die bislang nur für Einzelgebiete beſtand, ſoll
nun für ganz Deutſch=Oeſterreich geſchaffen werden. Das
würde einen ungeheuren Fortſchritt in nationaler
Be=
ziehung ſchon deshalb bedeuten, weil bisher nur zu
häu=
fig eine gewiſſe Kirchturmpolitik der einzelnen
Kronlän=
der das Deutſchtum behindert hat, durch einheitliche
Wah=
rung ſeiner Geſamtintereſſen ſeinem Abwehrkampf die
nötige Wucht zu geben. Sudetenländer= und Alpenländer=
Deutſche ſtanden dabei nicht ſelten in wenig förderlichem
Gegenſatz. Daß die Anregung zu einem deutſchen
Volks=
rat für ganz Oeſterreich aus dem Kreiſe des
Sudeten=
deutſchtums kommt — veranlaßt durch die ſüdſlawiſche
Gefahr — zeigt daß das öſterreichiſche Deutſchtum deren
Bedeutung für ſeine Geſamtheit klar erkannt hat.
Italien.
Die Lage der Finanzen. In der Kammer
erſtattete der Schatzminiſter Tedesco den Bericht über die
Lage der Staatsfinanzen.
Das Rechnungsjahr 1911/12 weiſt einen
Ueber=
ſchuß von 101 Millionen Lire auf. mit denen
dem Schatz die für den Feldzug in Libyen vorweg
aus=
gegebenen Summen zurückerſtattet werden ſollen; für
den=
ſelben Zweck ſtehen 57 Millionen aus den früheren
Rech=
nungsjahren zur Verfügung. Für das laufende
Rechnungsjahr, ab 1. Juli 1912 bis 30. Juni 1913,
erwartet der Miniſter bei vorſichtiger Verechnung einen
Ueberſchuß von 50 Millionen, für 1913/14 einen ſolchen
von 70 Millionen. Der Miniſter gab ſodann einen
Ueber=
blick über den Zeitraum von 1896 bis 1912 und hob u. a.
hervor daß der internationale Wechſelverkehr in dieſem
Zeitraum von 2½ auf 5¾ Milliarden geſtiegen ſei Der
Verkehr in den Häfen des Königreichs weiſt im
Porſonen=
verkehr eine Steigerung von 1 Million auf 2.9 Millionen
Perſonen auf; der Warenverkehr iſt von 16 auf 29½
Millionen Tonnen geſtiegen. Der Eiſenbahnverkehr ſtieg
Erklärungen des in Biarritz weilenden früheren
ſpani=
ſchen Botſchafters, Leon y Caſtillo, die namentlich die
Entſtehung des franzöſiſch=ſpaniſchen Abkommens von
1904 ſchildern, das auf dieſen Diplomaten zurückzuführen
iſt und die Grundlage des Vertrages vom 27. November
d. J. gebildet hat. Aus den Ausführungen Leon y
Ca=
ſtillos geht hervor, daß Spanien infolge des
engliſch=
franzöſiſchen Abkommens vom 8. April 1904 Frankreich
für deſſen Nachgeben in Aegypten durch Zugeſtändniſſe in
Marokko in bezug auf den durch die Wechſelfälle der
inne=
ren Politik nicht unterzeichneten Vertragsentwurf von
1902 entſchädigen mußte. Spanien habe alſo ſeine
Ein=
flußzone in Nordafrika nicht England zu verdanken,
ſon=
dern ſeiner eigenen Anſtrengung, die ſich nachträglich mit
Englands Intereſſen gedeckt habe. Uebertriebene
Dank=
barkeit und Zuſtimmung brauche es daher nicht
kundzu=
geben, da man auf dieſem Wege dahin käme, wohin
Por=
tugal gelangt ſei. Das Geheimnis der ſpaniſchen
Diplo=
matie beſtehe darin, die ſpaniſchen Intereſſen mit
den=
jenigen Englands und Frankreichs, ſeiner natürlichen
Ver=
bündeten, zuſammenfallen zu laſſen, ohne ſich ihnen zu
unterwerfen. Leon y Caſtillo ſpricht ſodann zwar den
Unterhändlern des jetzigen Vertrages Anerkennung für
das Ergebnis aus, tadelt aber die Form der
Verhand=
lungen, die in wenigen Monaten das Werk der
Herzlich=
keit zerſtört hätten, dem ſich er, Leon y Caſtillo, zwanzig
Jahre lang gewidmet habe. Das ganze iſt ein Beitrag
zu den von verſchiedenen Seiten ſyſtematiſch
unternomme=
nen Verſuchen, Spanien an Frankreich enger
anzu=
ſchließen, wird hier aber auch gleichzeitig als
Selbſtbe=
räucherung eines Diplomaten betrachtet, der ſich bei der
Beſprechung von Geſchehniſſen, an denen er einen
leiten=
den Anteil gehabt, vernachläſſigt fühlt.
Braſilien.
Engliſche Marineinſtrukteure. Der
Se=
nat ſtimmte dem Antrag betreffend die Anwerbung
eng=
liſcher Marineoffiziere als Inſtrukteure für die
braſilia=
niſche Marine zu. Der Antragſteller, Senator Azerade,
erklärte, die braſilianiſchen Schiffe müßten engliſche
In=
ſtrukteure haben, weil ſie in England erbaut ſeien.
China.
Anleihe. Die Times melden aus Peking vom
8. Dezember: Wie man erfährt, hat der Finanzminiſter
mit der Sechsmächte=Gruppe die Grundzüge eines
Ab=
kommens über eine Anleihe bis zu 25 Millionen Pfund
Sterling ſo gut wie vereinbart. Sobald die
Geſandtſchaf=
ten die Bedingungen beſtätigt haben, werden ſie den
Vertretern der Gruppe, die am Freitag in London
zu=
ſammentreten wird, telegraphiſch mitgeteilt werden.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 10. Dezember.
Vom Hofe. Die Fürſtin=Mutter zu Erbach=
Schönberg nahm am Samstag an der Frühſtückstafel
im Neuen Palais teil. — Am Sonntag vormittag be
ſuchten die Großherzoglichen Herrſchaften den
Gottes=
dienſt in der Hofkirche. — Die Hoffeſtlichkeiten
im Jahre 1913 finden, wie vom Großh. Hofmarſchallamt
mitgeteilt wird, wie folgt ſtatt: 1. Hofball am 7. Januar,
2. Hofball am 14. Januar, Thé dansant im Neuen
Palais am 21. Januar. (Darmſt. Ztg.)
Empfänge. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog empfingen am Samstag den Oberſtleutnant
Eggersſ, Kommandeur des Großh. Artillerie=Korps,
. Großh. Heſſ. Feld=Artillerie=Regiment Nr. 25, den
Baurat Kolb, Vorſtand des Militär=Bauamts in
Darm=
ſtadt, den Profeſſor Dr. Limmer von der Techniſchen
Gochſchule, den Rechnungsrat Seitz von Offenbach, den
Pfarrer Hellwig von Kirchgöns, die Lehrer Herpel von
Auerbach, Held von Bickenbach und Heck von Z
oingen=
berg, den Profeſſor Dr. Hönig von Michelſtadt, den Geh.
Kommerzienrat Woog von Grunewald=Berlin, den
Bild=
auer Dammann von Berlin, den Kaufmann Erlanger,
den Geh. Oberkonſiſtorialrat D. Peterſen, den Hauptlehrer
Dorn von Seligenſtadt, den Werkmeiſter Straub, den
Schulrat Hofmann von Offenbach, den Profeſſor Dr.
Berghoff=Iſing von der Techniſchen Hochſchule, die
Kreis=
ſtraßenmeiſter Böym von Reichelsheim i. O., Bopp von
Wald=Michelbach, ſowie Brückner und Steinbrecher von
Bensheim, den Hochbauaufſeher Haller von Gießen, die
Hofſchauſpielerin a. D. Ethel, den Poſtmeiſter Graeff von
Langen, den Werkmeiſter Unverzagt von Butzhach, den
Prokuriſten Lang von Benshe m, den Geh. Forſtrat
Neu=
ſchäfer von Mainz; zum Vortrag den Staatsminiſter
Ewald, den Finanzminiſter Braun, den Miniſter des
Innern v. Hombergk zu Vach, den Vorſtand des
Kabinetts Geheimerat Römheld; in beſonderer Audienz
den Könkial. Preußiſchen außerordentlichen Geſandten und
bevollmächtigten Miniſter Frhrn. v. Jeniſch.
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
erzog den Oberlehrer an dem Realgymnaſium und
der Oberrealſchule zu Gießen Profeſſor Heinrich Lucius
zum Oberlehrer an dem Landgraf Ludwigs=Gymnaſium
zu Gießen und den Regierungs= und Baurat Eugen
Prieſter zu Elberfeld zum Mitglied einer
Eiſenbahn=
direktion in der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſenbahngemein=
ſchaft vom 1. Dezember an; ferner wurden die
Forſt=
referendare Rudolf Glaſer aus Nordheim, Wilhelm
Nebel aus Laubach und Hans Rauſch aus Gießen
zu Forſtaſſeſſoren ernannt.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der Lehrer
an der Gemeindeſchule zu Pfungſtadt, Kreis Darmſtadt,
Jakob Schmidt auf ſein Nachſuchen, unter
Aner=
kennung ſeiner langjährigen treuen Dienſte, vom
1. Januar 1913 an.
Uebertragen wurde dem Schulamtsaſpiranten
Hans Thomas aus Wöllſtein, Kreis Alzey, eine
Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Klein=Hauſen,
Kreis Bensheim.
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog dem Lehrer an der Gemeindeſchule zu
Pfung=
ſtadt Jakob Schmidt aus Anlaß ſeiner Verſetzung in
den Ruheſtand das Ritterkreuz 2. Klaſſe des
Verdienſt=
ordens Philipps des Großmütigen.
Erledigte Stelle. Eine mit einem
katho=
liſchen Lehrer zu beſetzende Lehrerſtelle in Ober=
Mörlen, Kreis Friedberg.
Die Amtsdauer der gegenwärtigen Vertreter
der Arbeitgeber und der Verſicherten bei den
Organen der Krankenkaſſen. Das Großh Miniſterium
des Innern bringt eine Bekanntmachung des
Reichs=
kanzlers zur öffentlichen Kenntnis, nach der die
Amts=
dauer der gegenwärtigen Vertreter der Arbeitgeber und
der Verſicherten, deren Wahlzeit mit oder nach dem
31. Dezember 1912 abläuft, bis zum Ablauf des 31.
De=
zember 1913 verlängert wird. Soweit bis zum 31.
De=
zember 1913 noch keine Neuwahlen nach den
Vor=
chriften der Reichsverſicherungsordnung ſtattgefunden
haben, wird die Amtsdauer darüber hinaus bis zum
Zuſtandekommen ſolcher Neuwahlen, längſtens aber bis
Ablauf des 35. Juni 1914 verlängert. Dabei gelten die
zur Generalverſammlung der Krankenkaſſe gewählten
Vertreter ale Vertreter in Ausſchuß der Krankenkoſſ.
g. Strafkammer. Wegen Verbrechens nach § 175,1
des Strafgeſetzbuches wurden geſtern von der
Strafkam=
mer der 32jährige Fabrikarbeiter Karl Fritſch und der
31jährige Michael Schlindtwein, beide in
Kelſter=
bach, jeder zu vier Monaten Gefängnis
ver=
urteilt. Von der Unterſuchungshaft wurden jedem ein
Monat in Anrechnung gebracht. — Der 53jährige
Schuh=
macher Michael Kirchner IV. aus Seligenſtadt, dem
Verfehlungen nach § 176,3 des Strafgeſetzbuches in
fort=
geſetzter Begangenſchaft zur Laſt gelegt wurden, wurde
freigeſprochen. — Der 17jährige Schloſſer Wilh.
Schäfer aus Idſtein hat am 19. September in
Rüſſels=
heim ſeinem Arbeitskollegen Ruppert ein Zehnmarkſtück
wveggenommen; er wurde unter Zubilligung mildernder
Umſtände zu vier Wochen Gefängnis verurteilt.
Da der Angeklagte aufrichtige Reue zeigt und in
Anbe=
tracht ſeiner Jugendlichkeit wird das Gericht ein
Gnaden=
geſuch auf bedingten Strafaufſchub befürworten. — Der
9jährige Taalöhner Wilhelm Kuchenbrod aus
Offen=
bach hatte ſich wegen eines Diebſtahls und einer
Fund=
unterſchlagung zu verantworten. Am 22. Oktober hat er
ein dem Schleifer Adam Gotta gehöriges Portemonnaie
nit 10 Mark Inhalt aus deſſen Hoſentaſche
weggenom=
men. Außerdem hat er ein beim Reinemachen gefundenes
leeres Portemonnaie nicht abgeliefert, ſondern für ſich
behalten. Das Gericht erkennt auf eine Geſängnisſtrafen
von ſechs Monaten drei Tagen. Von der
Unter=
ſuchungshaft werden dem Angeklagten ein Monat drei
Tage in Anrechnung gebracht.
D Vom Großh. Hoftheater. Heute beginnt
Alex=
ander Moiſſi (der Name wird nicht franzöſiſch
aus=
geſprochen) ſein mit Spannung erwartetes Gaſtſpiel als
Hamlet. Das Intereſſe, das ſich für dieſes Gaſtſpiel
kundgibt, iſt ein Anzeichen, daß Moiſſi auch hier, wo
er=
vorläufig noch nicht aufgetreten iſt, bereits eine große
Schar von Verehrern zählen kann, die ihn nach
Gebühr=
feiern werden. Am Mittwoch wird Richard Wagnkrs
Der fliegende Holländer” in Szene gehen.
Dieſe Vorſtellung wurde von der Generaldirektion für
den Buchſtaben A angeſetzt, der in dieſer Spielzeit noch
keine Wagner=Oper im Abonnement gehabt hat. Die erſte
Wiederholung der erfolgreichen Luſtſpiel=Novität „Die
fünf Frankfurter” deren immenſer Erfolg wie
allerorten auch bei uns, dem Werk treu blieb, findet am
Donnerstag ſtatt. Alexander Moiſſi wird ſich am
Freitag bereits wieder verabſchieden. Er ſpielt an
die=
ſem Abend in der Erſtaufführung von Hugo von
Hof=
mannsthals altem Spiele vom Sterben des reichen
Mannes „Jedermann” die Titelrolle. Der Dichter wird
der Premiere beiwohnen und ebenſo wie Moiſſi an den
Proben teilnehmen.
* An der heſſiſchen Landesnniverſität ſtudieren
im Winterſemeſter 1912/13 1338 Studierende, darunter
24 Studentinnen. Außerdem ſind 5 Hoſpitantinnen,
107 Hörer und Hörerinnen eingeſchrieben worden, ſo
daß die Geſamtzahl dann 1525 beträgt gegenüber einer
Geſamtzahl von 1505 im vorigen Semeſter.
m. Prüfung. Im Prüfungslokal am Paradeplatz
fand vom 2. bis 6. Dezember die erweiterte Prüfung
für Lehrer ſtatt. Es unterzogen ſich ihr fünf Kandidaten,
von denen vier die Prüfung beſtanden. Ein Kandidat
erkrankte nach Beginn ſo beftia, daß er von der Prüfung
zurücktreten und ſich in ärztliche Behandlung begeben
mußte. Unter den Examenskandidaten war ein Lehrer
von Darmſtadt.
* Doktor=Ingenieur=Prüfung.
Der Diplom=
Ingenieur Chriſtian Chriſtianſen aus Kriſtiania
hat ſich am 7. d. Mts. an der hieſigen Techniſchen
Hoch=
chule der mündlichen Doktor=Ingenieur=Prüfung
unter=
zogen und dieſelbe „gut” beſtanden.
Im geſtrigen Artikel über Exzellenz Wirkl.
Geheime=
rat Krug v. Nidda iſt eines Umſtandes nicht Erwähnung
getan, der unſere Stadt beſonders angeht. Er war
näm=
lich ſ. Zt. auch Mitglied der
Stadtverord=
netenverſammlung, in die er bei der Erſatzwahl
des Jahres 1877 gewählt wurde. Während ſeiner
Tätig=
keit als Stadtverordneter hat er ſich hauptſächlich bei der
Auseinanderſetzung zwiſchen der Stadt und der
evangeli=
ſchen Kirchengemeinde, die in ſeine Amtszeit fiel, verdient
gemacht. Bei ſeinem Uebergang von der
Rechtsanwalt=
ſchaft in den unmittelbaren Staatsdienſt legte er dann
ſein Stadtverordnetenmandat nieder.
*Ausſtellung. Man ſchreibt uns: Aus „Alt=
Wimp=
fen” und „Vom Neckar” (bei Wimpfen) ſind in den
Schaufenſtern und Muſterzimmern der Hofmöbelfabrik
von Joſ. Trier, Wilhelminenſtraße, einige vortreffliche=
Oelſtudien und Bilder von der kunſtgeübten Hand des
durch frühere Ausſtellungen in Darmſtadt nicht mehr
un=
bekannten Malers Karl Geiſt=Kaſſel=Darmſtadt zu
Schau geſtellt. Trotz des guten Klanges, den der Namd
unſeres „heſſiſchen Rothenburgs” bei den Malern und
Architekten von ganz Deutſchland und über die Grenzen
unſeres Vaterlandes hinaus genießt, trotz des Intereſſes,
welches dieſer „Perle in Heſſens Krone” ſeitens unſeres
Landesfürſten und der Großh. Regierung entgegen
ge=
bracht wird, kennen die meiſten Heſſen Wimpfen nun
Die neun bei Trier ausgeſtellten
dem Namen nach.
Bilder ſtellen Straßenbilder und Anſichten dar, welche
vorzugsweiſe dem Gebiete innerhalb der ehemaligen
Hohenſtaufenpfalz zu Wimpfen entnommen ſind. Dazu
kommt noch eine Geſamtanſicht (Oelſtudie) von der Stadt,
geſehen vom ehemaligen Dominikanerkloſter aus, ſowie
verſchiedene rein landſchaftliche Studien an der Jagſt
und am Neckar (bei Wimpfen).
* Niels Sörnſen=Lieder zur Laute. Vor einem leider
nicht ſonderlich zahlreichen Auditorium ſang am Sonntag
abend Niels Sörnſen Lieder zur Laute. Wir haben
neben unſeren einheimiſchen Lautenkünſtlern nun ſo
ziem=
lich alle bedeutenden Kräfte auf dieſem Gebiete kennen
gelernt und müſſen geſtehen, daß der junge Niels Sörnſen
zu den beſten ſeiner Art zählt. Die teils nach
vorhande=
nen Volksweiſen von Niels Sörnſen bearbeiteten, teils
Mit dem Motor ins innerſte
Afrika.
Von Oberleutnant Paul Graetz.
Nachdruck verboten.)
X.
Motoriſtenfreuden in Aequatorialafrika.
Aus Neu=Kamerun den Kongo aufwärts.
An Bord der „Hygiama, im Kongo
am Aequator, 26. September 1912.
Nach Prüfung der vorzunehmenden Reparaturen
machte ſich der Mechaniker der Société Foreſtiére,
Mon=
ſieur Jean Valette, mit ſeinen ſchwarzen Gehilfen am
Morgen des 7. September in der Werkſtatt von
Boyenghé ſofort ans Werk. Da galt es, den
gebro=
chenen Fuß des Oelglaſes durch eine Kupferfaſſung zu
erſetzen, einige Mundſtücke der Oelleitungen dicht zu
löten, einen neuen Halter zu ſchmieden für den
Oelappa=
rat, einen gebrochenen Haltebolzen am Glühkopf zu
er=
ſetzen, die bereits in Molundo geflickten Verdeckbügel,
die am Morgen nach dem Schiffbruch durch einen
über=
hängenden Baum geknickt waren und ſich aufs neue
ver=
bogen haben, zu richten, den Zylinderkopf neu zu
dich=
ten, den ganzen Zylinder innen von dem angeſetzten
Oel=
ruß zu reinigen, die Bolzen im Fundament anzuziehen,
den Kuppelungshebel, deſſen Halteboden ſich gelockert,
zu befeſtigen, und die ſchwierigſte Aufgabe zu löſen, die
Spirituslampe durch Anbringung einer Luftpumpe für
Petroleum gangbar zu machen.
Das kluge Geſicht des Franzoſen legt ſich in ernſte
Falten. So etwas iſt dem alten braven Valette in ſeiner
zehnjährigen afrikaniſchen Praxis noch nicht
vorgekom=
men. Eine Spritze iſt wohl vorhanden, doch die
Schwie=
rigkeit liegt in der Notwendigkeit, ſie mit doppelter
Klappe zu verſehen, welche die Luft in den
Petroleum=
behälter drückt, dieſen aber ſofort ſchließt, ſohald die
Pumpe aufs neue anſaugt — denn nur ſo iſt es möglich,
die Gaſe danernd unter Druck zu halten und eine Stich=
Mcku Au Grczgen. . Monſen Jalette Gint Lac.
Plötzlich zuckt es liſtig auf in den eben noch ſo ernſten
Augen. Aus einem Kaſten mit allerhand Gerümpel
för=
dert Valette einen alten Fahrradſchlauch zutage,
wel=
cher ſein Ventil für unſere Pumpe hergeben muß. Die
Lötlampe funktioniert wundervoll — jedoch nur wenige
Minuten, dann hat das Petroleum die kleinen
Gummi=
ringe des Ventils zerfreſſen. Valette hält grübelnd die
Lötlampe in beiden Händen. Jetzt geht er mit
verſchmitz=
tem Lächeln auf die Veranda der Werkſtatt, wo ein altes
Modell einer verroſteten Eismaſchine ſteht, aus der er
ein winziges Metallventil löſt, um es unſerer Pumpe
einzuverleiben. Am unteren Rand des
Brennſtoffbehäl=
ters wird ein Loch gebohrt, auf das ein
Gewindemund=
ſtück zur Aufnahme der Spritze mit Hartlot aufgeſetzt
wird.
Nach halbſtündigem Anwärmen ſpringt der Motor
am 12. September ab. Freitag, der 13. September,
er=
ſchien nicht günſtig zum Aufbruch — in Afrika wird man
abergläubiſch —, ſo wird nach einem fröhlichen
Abſchieds=
rühſtück in dem von einer franzöſiſchen Hausfrau
gelei=
teten Heim des Direktors Briand der Société
Fore=
ſtiére am 14. September geſtartet. Ich führte ſelbſt das
Steuer, während James und Joſeph den Motor
bedien=
ten. Zwiſchen Sumpfwieſen, von lichtem Buſch
be=
grenzt, führt der Likouala gen Weſten und ergießt ſich
nach zirka 15 Kilometer in den Sſanga. Im Munde der
Flußdampfer=Kapitäne rechnet dieſer untere Likouala zum
Boyenghé=Kanal. Kaum ſind wir in den Sſanga
ein=
gebogen, als ein trockener Tornado mit ungeſtümer
Hef=
tigkeit aufſpringt und hohe Wellen gegen uns anrollt.
Die „Hygiama” nimmt maſſenhaft Waſſer über. Jede
Welle, laut gegen den Bug polternd, wirft einen Spritzer
ins Boot. Ich halte am linken Ufer entlang und ſuche
vergeblich nach der Einfahrt in den Likendzi=Kanal, der
uns nach Loukoléla am Kongo bringen ſoll. Im Kampf
mit dem Tornado müſſen wir die ſchmale Mündung
ver=
paßt haben. Die weiße Giſchtmaſſe eines Heckraddampfers
verſchwindet ſtromaufwärts zwiſchen zwei Inſeln.
Eben im Begriff, zu wenden, um den Kanal zu ſuchen,
ſehe ich rechts am Ufer Bonga liegen, wo wir
fluß=
aufwärts zum erſten Male am 20. Juli angelegt. Ein
hollänviſchen Drwofen ninipih gercHhl.; Clerà 155c. (68
halte darauf los und befehle James, den Motor zu
ſtoppen. Dieſer reißt den Kuppelungshebel zurück,
ver=
gißt aber, den Akzelerator vorher zu entſpannen. Den
Motor raſt. Infolge der Erſchütterung bricht der von
Valette geſchmiedete Oelkaſtenhalter. Der ſchwarze
Ka=
pitän des Holländer ſtellt mir ſeinen „Ingenieur” für die
Reparatur zur Verfügung. Die „Hygiama” liegt an der
buchtartigen Mündung des hier dem Sſanga
zufließen=
den Muliba. Bis 10 Uhr abends hatte der Schwarze
einen Halter gefertigt, den ich jedoch am Vormittag des
15. September erſt zurechtfeilen muß. Als wir endlich
am Spätnachmittag losfahren, läuft kein Kühlwaſſer=
Wir ſind ſchon ein Stück flußaufwärts in der Richtung
auf den Likendzi=Kanal, da raucht der Motor. Ich ſtelle
ſofort das Petroleum ab und laſſe die „Hygiama” von
der Strömung nach Bonga zurücktreiben. Am Morgen
überhole ich Waſſerpumpe und Leitungsrohre: das
Zu=
fuhrrohr iſt abgebrochen, vermutlich ebenfalls infolge der
Erſchütterung, der wir den Bruch des Oelkaſtenhalters
verdanken. Nach langem vergeblichem Bemühen kommt
der Motor endlich auf Touren. Da ſteuert Joſeph, zum
erſten Male dieſes Amt wahrnehmend, in das Sumpfs
gras des Muliba. Ich muß abermals den Motor auss
kuppeln, der im Leergang ſtehen bleibt. Der Proveller
wird von den erfaßten Gräſern befreit, doch der Motor
will nicht wieder anſpringen.
Alſo ſchlafen wir die dritte Naaſt in Bonga. Nachts
werde ich plötzlich wach. Was iſt das? Ein Dampfer
kommt im Mondſchein ſtromab gefahren und legt hier
an, um Holz zu nehmen: Die „Bumba” mit Kapitän
Quadbeck und einem Herrn der Geſellſchaft Süd=
Kame=
run, der nach beendigtem „Term”, wie man hir ſo ſchön
ſagt, nach Deutſchland auf Erholung zurückſhrt. Der
gute Kapitän Quadbeck ladet mich ein, im Schlepptau
mit nach Moſſaka zu kommen, doch ſchlage ich das
aus=
in der Hoffnung, am Morgen per Motor flottzukommen.
Mit Sonnenaufgang geht ein wolkenbruchartiger
Regen=
nieder, ſo daß an ein Anheizen des Motors nicht zu
den=
ken iſt. James, mit dem ich ſtark gerechnet, verweigert
mir am Mittag den Dienſt, Joſeph bleibt. Wir
heizen=
den ganzen Nachmittaa an. Der Motor geht nicht üben
2 bis 3 Exploſionen hinaus. Schließlich kommt er doch
von ihm ſelbſt erfundenen Melodien laſſen auf muſikaliſche
Begabung und auf natürliches, volkstümliches
Empfin=
den ſchließen. Eine beredte Mimik und eine ſichere
ſtimm=
liche Charakteriſierungskunſt verhalfen ſeinen Geſängen
zur Wirkung. Die luſtigen und übermütigen Sachen —
namentlich auch die ſelbſtkomponierten — gelangen
vor=
züglich. Auch iſt Sörnſen als Komponiſt zu denken.
Seine Melodien ſind ſchlicht und ſangbar. Und da der
Sänger über einen ſympathiſchen Bariton, tadelloſe
Aus=
prache, lebhaftes Minenſpiel und ſehr geſchickte
Lauten=
behandlung verfügte, ſo fehlte es durchaus nicht an
vielem Beifall und Verlangen nach Zugaben.
* Lichtbildervortrag. Auf den vonder Abteilung
Darmſtadt der Deutſchen
Kolonialgeſell=
chaft unter Anſchluß der Ortsgruppen Darmſtadt
des Deutſchen Flottenvereins und des Alldeutſchen
Verbands auf heute Dienstag abend im Saale der
„Traube” veranſtalteten Lichtbildervortrag des
Herrn Konſuls Singelmann über „Deutſchlands
Intereſſen an ſpaniſchem und portugieſiſchem
Kolonial=
beſitz in Afrika (ſiehe Anzeige) macht man nochmals
hiermit aufmerkſam. Bei der Wichtigkeit der vom Redner,
einer Autorität auf dieſem Gebiete, zu behandelnden
Frage für die koloniale Zukunft Deutſchlands iſt ein
intereſſanter Abend zu erwarten.
* Vorträge über Fragen religiöſer
Weltan=
ſchauung. Für den 3. Vortrag, Dienstag, den
10. Dezember, abends 8¼ Uhr (im Kaiſerſaal) iſt der
als packender Redner und gemütvoller Poet weitbekannte
Karlsruher Stadtpfarrer K. Heſſelbacher gewonnen
worden. Er behandelt die rätſelreiche Frage: „Wie
verträgt ſich die ewige Liebe und Gerechtigkeit mit dem
Daſein des Uebels
Der Frauenverein der Johannesgemeinde
ver=
anſtaltet an dieſem Mittwoch, den 11. Dezember, abends
Uhr, im Gemeindehauſe der Johannesgemeinde eine
muſikaliſche Adventsfeier mit Solo= und
zuartettgeſängen. Als Soliſten wirken die Herren Chr.
Moll (Tenor) und Emil Sulzmann (Bariton) mit
Die Feier iſt zugleich als Rahmen für die diesjährige
Hauptverſammlung des Vereins gedacht. Die Mitglieder
und Freunde ſind freundlich eingeladen. (Siehe Anzeige.)
Kriegerverein Darmſtadt. Wie aus der heutigen
nzeige erſichtlich, wird auch in dieſem Jahre die übliche
eihnachtsfeier am Sonntag, den 22. Dezember,
m großen Saale der Turnhalle am Woogsplatz
ſtatt=
inden. Zu der Beſcherung können nur Kinder und
Enkel der Mitglieder zugelaſſen werden. Da die
Be=
eiligung immer eine ſehr große iſt, iſt es dringend
er=
wünſcht, datz der Anmeldetermin eingehalten wird und
die Kinder mit den vorgeſchriebenen Kontrollkarten
ver=
ehen ſind. Spätere Anmeldungen finden keine
Berück=
ichtigung.
Der Genfer Verband der Hotel= und
Reſtau=
ant=Angeſtellten iu Deutſchland (Sitz: Diesden=A. 1
adet alle Hotel= und Reſtaurant=Angeſtellten zu einer
auf Mittwoch anberaumten Verſammlung im
Reſtaurant „Frankfurter Hof” Frankfurterſtraße, ein,
Zweck der Verſammlung ſoll ſein Gründung einer
Sektion Darmſtadt obengenannten Verbandes.
Vogelsberger Höhenklub, Zweigverein
Darm=
ſtadt. Nächtliches Dunkel lagerte noch über der Stadt,
ils am Sonntag morgen die wackeren Klubgenoſſen zum
Bahnhof eilten, um die Wanderung von Biebesheim
durch den Jägersburger Wald nach Lorſch und
Bens=
heim mitzugehen. Mehr als 70 Damen und Herren
hatten ſich dazu eingefunden. Zwar verhüllte ein
undurchdringlicher Nebel den Ausblick auf die Höhen
der Bergſtraße, aber für die mangelnde Fernſicht
ent=
chädigten reichlich die wundervollen Rauhreifbildungen
an Baum und Strauch, deren Pracht jeden echten
Wanderer und Naturfreund entzücken muß. Die
Stim=
nung war — wie immer — vortüglich.
m. In den Räumen der alten Bahnhofgebäude herrſcht
ben reges Leben. Man iſt dort mit dem Einpacken der
Akten der Betriebsinſpektionen beſchäftigt. Am 15.
De=
ember verlegt dieſe Inſpektion ihre Tätigkeit in das
wiſchen Empfangsgebäude und Griesheimer Chauſſee
rm Hauptbahnhof liegende, neu errichtete
Verwal=
tungsgebäude. Die neuen Bureauräume ſind hell
und meiſt ſo eingerichtet, daß nur wenige Beamte in
emſelben Zimmer zuſammen arbeiten. Nur ein
grö=
ßerer Saal für mehrere Beamte iſt in jedem Stock
vor=
anden. Die Erwärmung des Gebäudes geſchieht durch
eine Zentralheizung. Mit dem Umzug wird die letzte
mtliche Tätigkeit auf längere Zeit in dem alten
Lud=
wigsbahnhofgebäude erloſchen ſein. Nach gehöriger Re=
ſoch in Gang — die Sonne taucht ſchon in gelbroter Glut
inter den dunklen Rand des Urwaldes — ich bin
ent=
chloſſen, in die Nacht hineinzufahren. Wir haben
Mond=
chein. Joſeph bedient, meinen Winken folgend, das
Steuer, ich ſitze am Motor, der plötzlich gänzlich
unbe=
kründet ſtehen bleibt. Mühſam arbeiten wir uns ans
Ufer: die vierte Nacht in Bonga. All die Aergerniſſe und
en entmutigenden Aufenthalt haben wir nur dem
Tor=
nado zu danken, der uns den Likendzi=Kanal verpaſſen
beß. Nachdem ich am 18. September morgens Bonga
mit dem Sſanga juſt von der Stätte aus, wo die
Bonga=
leute den letzten Europäer ermordet und die Mörder im
Salvenfeuer der franzöſiſchen Kolonialſoldaten
zuſam=
menbrachen, als Memento auf den Film gebracht und
mich mit einigen Perlenſchnüren ſo in die Gunſt eines
fübſchen, aus Likuba am Kongo ſtammenden
Teketen=
ſchunimädchens geſetzt, daß ich ihre wunderbare Coiffure
von drei Seiten typen durfte, gelingt es mir, um 11 Uhr
vormittags den Motor auf Touren zu bringen. Wir
werfen los und ſauſen flußabwärts, um, den Kongo
hoch=
fahrend, Lukulela zu erreichen. Im Boot befindet
ſich außer mir nur Joſeph und Mutſch, mein Kätzchen,
das jetzt mitgezählt ſein will. James iſt, dem Beiſpiele
der Europäer folgend, ausgebrochen. . .
Freudigen Herzens ſehe ich Bonga weiter und weiter
entſchwinden. Die Moskitos waren Tag und Nacht ſo
aufdringlich, daß das Bad im Zelt ohne Moskitonetz zur
Tortur wurde. An breiten Wieſenflächen, von dunklem
Sumpfwald beſäumt, gelangen wir zur Mündung des
Sſanga in den Kongo und ſteuern in dieſem — Neu=
Kamerun den Rücken kehrend — ſtromaufwärts. Ab
und zu muß ich vom Steuer nach vorn gehen, um nach
dem Motor zu ſchauen. Ich habe mir ein Dutzend
Maſchen für die Steuerpinne gefertigt, mittels deren ich
auf Kilometerweite die Fahrtrichtung feſtlege. Ich
be=
itze eine Kopie einer Kongoflußkarte, die ich der
Lie=
benswürdigkeit des Herrn Richter in Molunda verdanke,
doch ſcheint auf der von einem Miſſionar gefertigten Harte
nicht alles zu ſtimmen. Ich verliere mich in dem
Laby=
inth von Inſeln und Kanälen, doch ſchlimm kann die
Verirrung ja nicht ausarten. Mein Kurs ſteht öſtlich in
der Höhe des erſten Grades ſüdlicher Breite. Schließlich
vereinigt der Kongo bei Loukoléla ſeine meilenbreiten
Waſſermaſſen wieder, da, wo Loukoléla frangais und
Loukoléla belge ſich gegenüberliegend einander ſichtbar
(Schluß folgt.)
ſünd.
novierung ſollen dort die Bahnmeiſtereien untergebracht
werden.
Unterſchlagung. Ein Hausburſche, welcher bei einem
hieſigen Bäckermeiſter bedienſtet war, iſt nach
Unter=
chlagung von vereinnahmten Kundengeldern im
Be=
trage von 60 Mk. und unter Mitnahme eines Fahrrades
lüchtig gegangen.
§ Feſtgenommen. Ein Arbeitsſoldat, welcher
ſich von ſeinem Truppenteil ohne Urlaub entfernt hatte
und in einer Scheune in der Pankratiusſtraße nächtigte,
wurde durch einen Schutzmann feſtgenommen und
an die Kaſernenwache abgeliefert.
* Arheilgen, 9. Dez. Der hieſige
Volksbildungs=
verein veranſtaltet am Sonntag, den 15. Dezember,
nachmittags 4 Uhr, im Gaſthaus „Zum Schwanen” eine
Richard=Wagner=Feier aus Anlaß des 100.
Geburtstages des Komponiſten unter gütiger Mitwirkung
von Herrn Hauptlehrer Haſſenzahl=Arheilgen, Frau
Heckelmann, Konzertſängerin, Darmſtadt, Fräulein Bohne
aus Darmſtadt (Klavier), Herrn Opernſänger W. Mayer=
Darmſtadt, der Quartettvereinigung: Frau Profeſſor
Lattermann, Groß=Gerau (Klavier), Herrn Schenck=
Wei=
terſtadt (Violine), Herrn Kunkel, Groß=Gerau (Viola),
Herrn Becker=Stockſtadt (Cello), und Geſangvereins „
Lie=
derzweig”=Arheilgen. Die ſchönſten Stücke aus „Rienzi”
„Der fliegende Holländer”, „Die Meiſterſinger”, „
Wal=
küre”, „Lohengrin” und „Tannhäuſer” werden zu Gehör
gebracht, erläutert durch einen Vortrag von Herrn
Haupt=
lehrer Haſſenzahl. Das reichhaltige Programm und die
guten Kräfte geben die beſte Gewährleiſtung für eine
erſt=
klaſſige Feier.
P.H. Eberſtadt 9. Dez. Ueber Genoſſenſchaften
mit beſchränkter und unbeſchränkter
Haft=
pflicht ſprach im Saale „Zum Mühltal” hier im Auftrage
des Ortsgewerbevereins Herr Bankdirektor L.
Diehl=Offenbach. Der Redner führte etwa folgendes
aus: Ende 1911 beſtanden im Deutſchen Reich etwa
32000 Genoſſenſchaften mit 4,8 Millionen Mitgliedern.
Dieſe Genoſſenſchaften hatten ein eigenes Vermögen an
Geſchäftsanteilen und Reſerven von 678 Millionen Mark,
einen Umſatz von 26 Milliarden Mark, und ſie
verwalte=
ten 4,3 Milliarden fremde Gelder. In dieſen Zahlen
ver=
körpert ſich die ungeheuere wictſchaftliche Macht, die das
deutſche Genoſſenſchaftsweſen darſtellt. Die unbeſchränkte
Haftpflicht hat ſich aus der Entſtehung des
Genoſſen=
ſchaftsweſens heraus als notwendig erwieſen. Mit der
wirtſchaftlichen Erſtarkung der Genoſſenſchaften, mit der
Anſammlung eigenen Vermögens, dann alſo, als die
per=
ſönliche Haftpflicht zum Teil durch eigenes Vermögen der
Genoſſenſchaft erſetzt wurde, machte ſich das Beſtreben
geltend, die vielfach als läſtig empfundene Feſſel der
un=
beſchränkten Haftpflicht abzuſtreifen und die
be=
chränkte Haftpflicht einzuführen. Das
Genoſſen=
ſchaftsgeſetz trug dieſem Wunſch Rechnung, und ſeit dem
Genoſſenſchaftsgeſetz von 1889 kenne man in Deutſchland
auch die beſchränkte Haftpflicht. Von den heutigen 32000
Genoſſenſchaften gehörten etwa 20500 der unbeſchränkten
und 11500 der beſchränkten Haftpflicht an. Der Redner
behandelte die Frage der Haftpflicht eingehend. So ſehr
bedauerlich es ſei, wenn hin und wieder eine
Genoſſen=
ſchaft in Schwierigkeiten gerate und deren Mitglieder aus
der Haftpflicht in Anſpruch genommen werden, ſo falſch
ſei es, derartige Fälle nun zu verallgemeinern. Die
Haft=
pflicht wird nicht ſofort aktuell. Es gäbe Mittel zum
Schutz vor der Inanſpruchnahme. Das ſei einmal
gewiſſen=
hafte Pflichterfüllung aller Organe der Genoſſenſchaft,
volles Verſtändnis für die genoſſenſchaftliche Organiſation
und Anſammlung eines hohen eigenen Vermögens an
Geſchäftsanteilen und Reſerven. Was das Mitglied
einer Genoſſenſchaft vom Umfang ſeiner Haftpflicht wiſſen
muß, behandelte der Redner ebenfalls eingehend. Wenn
gerade in Kriſenzeiten ſich in den Genoſſenſchaften das
Beſtreben zeige, die unbeſchränkte Haftpflicht in die
be=
ſchränkte umzuwandeln, ſo ſei dies zwar begreiflich, aber
es ſei ein riskantes Beginnen. Man müſſe ſich
vergegen=
wärtigen, daß die Haftpflicht zum Schutz der Gläubiger
gegeben ſei. Im ſelben Augenblick, in dem der Gläubiger
an und für ſich in erhöhtem Maß Wert auf die Haftpflicht
legt, ihm zumuten, ſich da mit der beſchränkten Haftpflicht
zu genügen, wo er ſeither die unbeſchränkte Haftpflicht
ge=
noß, ſei verfehlt. Eine ſolche Genoſſenſchaft müßte ein
hohes eigenes Vermögen beſitzen, um den Gläubigern
ein Aequivalent für die gelindere Haftpflicht bieten zu
können. Wenn aber ein hohes, eigenes Vermögen die
Vorausſetzung für die Umwandlung iſt und wenn auf der
anderen Seite ein hohes eigenes Vermögen der beſte
Schutz vor der Haftpflicht iſt, wenn alſo die
Vorausſetz=
ung für die Umwandlung in dem Moment gegeben iſt,
in dem die Mitglieder am beſten vor der Haftpflicht
ge=
ſchützt ſind, ſo ſei doch klar, daß gerade in dieſem Augenblick
die Umwandlung am beſten entbehrt werden kann, denn
dann ſei ja die Furcht vor der unbeſchränkten Haftpflicht
unbegründet. Vor der übereilten Umwandlung ſei aber
auch mit Rückſicht auf die Vorſchriften des Geſetzes über
den Konkurs der Genoſſenſchaft zu warnen. Redner zeigte
an verſchiedenen Beiſpielen, wie die unbeſchränkte
Haft=
pflicht Genoſſenſchaften vor dem Konkurs und dadurch
vor ſo ungeheueren Schwierigkeiten gerettet habe, wie ſie
jetzt in Nieder=Modau auftreten. Wenn in ſo traurigen
Fällen die Verbandsreviſion für die Vorkommniſſe zuerſt
verantwortlich gemacht werde, ſo ſei auch dies begreiflich,
aber meiſt unberechtigt. Der Verbandsreviſion würde
viel zu übertriebene Bedeutung beigelegt. Es ſei nicht
angängig, Fehler in der Verwaltung zu begehen und
dann die Verantwortung anderen zu überlaſſen. Der
Vor=
trag wurde mit Beifall aufgenommen und tauſchte recht
lebhafte Diskuſſion aus.
Sz. Griesheim, 9. Dez. Auf beſondere Einladung
einer Intereſſentengruppe des Polizei= und
Schutzhunde=
weſens hielt Herr Polizeikommiſſär Lindemann
(1. Vorſitzender des Heſſiſchen Polizei= und Schutzhunde=
Vereins, Sitz Darmſtadt) vor einer ſtattlichen Anzahl
Zu=
hörern geſtern im „Darmſtädter Hof” einen Vortrag
über die Polizei= und Schutzhundeſache.
Redner ſtreifte in ſeinem 1¾ſtündigen freien Vortrag die
Hauptgrundzüge des Polizei= und Schutzhundeweſens,
ſowie das Beſtreben der einſchlägigen Vereine und
be=
leuchtete dabei die Charaktereigenſchaften aller Hunderaſſen,
die ſämtlich darin gipfeln, daß der Hund des Menſchen
treueſter Freund und Beſchützer iſt; hat man doch ſchon
Beiſpiele gehabt, daß Hunde aus Schmerz über den Tod
ihres Herrn jegliche Nahrungsaufnahme verweigert und
dadurch ſelbſt freiwillig den Tod geſucht haben.
Insbe=
ſondere weiſt Redner auf das Intereſſe hin, welches man
den Polizeihunden ſowohl, wie den Schutzhunden
ge=
rade auf dem Lande ſchon an ſich entgegenbringen
müſſe. Ungeteilter Beifall lohnte den Redner für ſeine
intereſſanten Ausführungen, und im Verlauſe der dem
Vortrag folgenden freien Diskuſſion bildete ſich eine
Orts=
gruppe Griesheim des Heſſiſchen Polizei= und
Schutz=
hunde=Vereins, Sitz Darmſtadt, mit einem Stamm von
26 Gründungsmitgliedern, die den Herrn Polizeidiener
Kiſſinger zum 1. Vorſitzenden ernannten.
Pfungſtadt, 7. Dez. Geſtern abend halb 9 Uhr
riefen die Sturmglocke und Signale der Feuerwehr die
Bürger von neuem an eine Brandſtätte. Die
Scheune des Landwirts und Händlers Seeger brannte
bereits lichterloh, als die Nachbarn und die Kinder des
Eigentümers „Feuer” ſchrien. Dieſer war mit ſeiner
Frau geraume Zeit vorher zu einer feſtlichen
Veranſtalt=
ung gegangen. Die Scheune iſt ſamt Vorräten ganz
ab=
gebrannt. Auch das Hausgeflügel und ein Schwein
fie=
len dem Element zum Opfer. Die übrigen Haustiere
konnten noch gerettet werden. Glücklicherweiſe konnte
der Brand nicht weiter um ſich greifen, da das Anweſen
an der Peripherie des Städtchens liegt. Wie das Feuer
entſtand, iſt noch nicht aufgeklärt.
Pfungſtadt, 9. Dez. Im hieſigen
Volksbild=
ungsverein ſprach geſtern abend Herr Großh.
Berg=
rat Köbrich von Darmſtadt über „Die geologiſche
Ent=
wickelung unſerer Gegend‟ Die hochintereſſanten
Aus=
führungen des Referenten über die Erdgeſchichte unſeres
engeren Heimatlandes und der angrenzenden Gebiete
wurden durch zeichneriſche Darſtellungen und eine große
Reihe trefflicher Lichtbilder wirkſam unterſtützt. Nicht
allein über die Entſtehung der verſchiedenen
Geſteins=
maſſen, aus denen ſich die Gebirge Heſſens
zuſammen=
ſetzen, wurde die Verſammlung belehrt, ſondern auch
manche durch ihre Schönheit ausgezeichnete Gegend des
Odenwaldes und des Rheingebietes ließ der Redner im
Bilde an dem Auge der Zuſchauer vorüberziehen und rief
bei manchem eine bereits auf der Wanderung geſehene
entzückende Landſchaft wieder in die Erinnerung zurück.
Der Vortragende erntete lebhaften Beifall der leider nicht
ſehr zahlreich beſuchten Verſammlung.
h- Auerbach, 9. Dez. Geſtern nachmittag fand im
Gaſthaus „Zur Sonne” eine Verſammlung des
Großherzogliches Hoftheater.
Sonntag, den 8. Dezember.
„Mignon‟.
W-l. In einer im ganzen wohlgelungenen
Auffüh=
rung ging heute die gern gehörte Oper „Mignon” wieder
in Szene. Herr Kapellmeiſter Lert dirigierte, und wenn
man von einigen Taktdifferenzen zwiſchen ihm und den
Sängern im 1. Akte abſieht, muß man ſeiner ſtraffen und
energiſchen Leitung und der verſtändnisvollen und feinen
Herausarbeitung der tonlichen Nuancen, die ſich unter
ſeinem temperamentvollen Regime im allgemeinen und
im beſonderen bemerkbar machten, volles Lob zuteil
wer=
den laſſen. Die Titelpartie ſang wieder Fräulein
Geyersbach, die trotz einer nicht zu verkennenden
vorübergehenden ſtimmlichen Ermüdung ihre Aufgabe
glänzend löſte. Neu war Herr Globerger als
Wil=
helm, der die Partie mit friſcher und ſchöner, in der
Höhe wundervoll mühelos ausgebender Stimme und
ge=
ſangstechniſch ſehr löblich, faſt ſo ſchön, wie ſeinerzeit
Herr Wolff, ſang. Nur dem Spiel fehlen noch Impuls
und Leben. In der geſanglich ſchwierigen Partie der
Philine bewährte ſich Frau Kallenſee als taktfeſte
und routinierte Sängerin, wenn ihr auch in der Polacca
einem etwas wunderlichen, im Grunde wohl inſtrumental
gedachten Geſangsſtück nicht alles nach Wunſch gelang.
In ihrem Spiel fiel die im Vergleich zu dem der
frühe=
ren Vertreterinnen weit ausgeprägtere und reicher
nuancierte, dem Charakter der Rolle entſprechende
Charakteriſtik der gefährlichen Kokette ſehr angenehm auf
Herrn Sempers empfindungsvoll und ſchön
ge=
ſungenen Lotharios haben wir ſchon früher mit Worten
verdienten Lobes gedacht. Herr Thomſen als Friedrich
vermied den Fehler der meiſten Darſteller dieſer Rolle,
in unſchöne Uebertreibungen zu verfallen. Herr
Bern=
hardt, dem die Rolle des Laertes zugefallen war,
blieb wegen zu raſchen Sprechens meiſtens
unverſtänd=
lich. Der Zigeunerführer Jarno fand in Herrn
Schützen=
dorf einen charakteriſtiſchen Vertreter.
Bei der Feuerſzene im zweiten Akte ging es diesmal
etwas unnatürlich ruhig auf der Bühne zu: das frühere
bewegtere und realiſtiſchere Szenenbild gefiel uns beſſer.
Die Vorſtellung endete ſtatt um 10 Uhr erſt um ¾11 Uhr.
Feuilleton.
* Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben. Aus
Bäy=
reuth ſchreibt das Bayreuther Tagblatt: Herr Karl
Kittel, der ſeine Kapellmeiſterſtelle in Darmſtadt
ver=
laſſen hat, um ganz in den Dienſt des Hauſes Wahnfried
und des Feſtſpielunternehmens zu treten, wo er als
ſtän=
diger Lehrer und Vermittler von Wagners großen
Ge=
danken ein Stück der Seele des Ganzen geworden iſt, hat
im Drange nach weiterer künſtleriſcher Betätigung, nicht
genug an ſeinem Amte und der dankenswerten Schöpfung
der Kinderchorſchule, in ſchöner Mitteilſamkeit unſer
Muſikleben durch ein Konzert bereichert und verſchönt,
das zu dem Großartigſten gehört, was ſeit Jahren hier
geboten worden iſt. Die geſamte muſikaliſche Welt
Bay=
reuths war in feſtlicher Stimmung im Sonnenſaal
er=
ſchienen, und ſie weiß es dem Hauſe Wahnfried Dank,
daß es die Verwirklichung dieſes Konzertes fördern
ge=
holfen. Ließ uns doch dies Konzert gleichſam einen Blick
tun in die hohe heilige Werkſtatt, in der im Stillen an
den kommenden Feſtſpielen gearbeitet wird. Mitwirkende
waren Herr Bennett Challis und Agnes Hanſon, eine
hochbegabte Schülerin der Materna und Ellen Gulbranſon.
Als Zwiſchenſpiel bot Graf Gilbert Gravina eine Suite
im alten Stil von E. Kronke. Kapellmeiſter Karl Kittel
begleitete an einem ganz vorzüglichen Steingräberſchen
Orcheſterflügel als glänzender Pianiſt ſämtliche Soliſten.
Ihm haben wir nicht nur für das Unternehmen dieſes
Konzertes und ſeine Durchführung nach außen, ſondern
vor allem für die innerliche künſtleriſche Durcharbeitung
des Ganzen reichen Dank abzutragen. Iſt er doch jetzt
der künſtleriſche Lehrer ſowohl von Agnes Hanſon wie
auch von Bennett Challis. Möge der glänzende Beſuch
des Konzertes und der begeiſterte Beifall, der allen
Vor=
tragenden mit Recht geſpendet wurde, zur gegebenen Zeit
dieſem erſten Konzert Kittel ebenbürtige Nachfolge
veran=
laſſen.
Eine literariſche Entdeckung, Aimée de
Coigny, die ſpätere Herzogin von Fleury, die durch die
berühmte, an ſie aus dem Gefängnis gerichtete Elegie
André Chéniers „La jeune Captive” unſterblich geworden
iſt, war ſelbſt dichteriſch tätig, aber von dem Roman, den
ſie geſchrieben, war der Nachwelt bisher nur der Titel
Vereins der Polizeidiener des Kreiſes
Bens=
heim ſtatt, die ſehr zahlreich beſucht war.
Offenbach, 9. Dez. Von einem ſchweren
Schickſals=
ſchlag wurde geſtern die Witwe Thereſia Platt
die am Wilhelmsplatz 7 im Hintergebäude wohnt,
betroſ=
fen. Als ihre Tochter Eliſabeth Platt, die in
der Zelluloidwarenfabrik von Kohl u. Wengenroth
be=
ſchäftigt war, geſtern nachmittag in der Waſchküche des
Hauſes mit Waſchen beſchäftigt war, kam ſie aus
Unvor=
ſichtigkeit dem Schürloch zu nahe, ſo daß die
Klei=
der Feuer fingen und das Mädchen im Nu in
hellen Flammen ſtand. Lichterloh brennend, eilte ſie in
den Hof, und auf ihre gellenden Hilſerufe ſchütteten die
Bewohner des Hauſes Waſſer auf die Unglückliche. Als
die Rettungswache erſchien, war das Mädchen, das am
ganzen Leibe entſetzliche Brandwunden
erlitten hatte, bereits ohnmächtig, ſo daß ſie mit dem
Krankenwagen in das ſtädtiſche Krankenhaus geſchafft
werden mußte, wo ſie in der vergangenen Nacht ihren
ſchweren Verletzungen erlag. Der
ſchwer=
geprüften Familie wendet ſich allgemeine Teilnahme zu,
zumal die Verunglückte ein braves, arbeitſames
Mäd=
chen war.
Neu=Iſenburg, 9. Dez. Der Starkenburger
Geflügelzüchter=Verband hielt geſtern hier
ſeine diesjährige Hauptverſammlung ab, die aus
allen Teilen der Provinz ſtark beſucht war. Der Verband
zählt gegenwärtig 58 Vereine mit rund 1600 Mitgliedern.
Im letzten Jahre wurde dem Vogelſchutz beſondere
Sorg=
falt gewidmet. Der Kaſſenbericht weiſt einen Ueberſchuß
von 346 Mark auf. Man beſchloß, tunlichſt im Anſchluß
an die politiſche Kreiseinteilung der Provinz, den
Ver=
band in Untergruppen zu zerlegen. Ebenſo ſoll der
Er=
richtung von Zuchtſtationen beſondere
Aufmerkſam=
keit gewidmet werden.
Mainz, 9. Dez. Der Bürgerverein Weiſenau
hatte eine öffentliche Verſammlung in die Turnhalle
ein=
berufen, deren überaus zahlreicher Beſuch bewies, daß
man der Eingemeindungsfrage, welche als
ein=
tziger Punkt auf der Tagesordnung ſtand, großes
Inter=
eſſe entegenbringt. Gemeinderat Neidecker betonte
unter anderem, wie ganz unverhofft im Frühjahr dieſes
Jahres die Eingemeindungsfrage dadurch entſtanden ſei
daß der Bürgermeiſter mitteilte, daß Ingenieur Raupp
vom Städtiſchen Gaswerk das Gas billiger angeboten
habe, als in Weiſenau die Selbſtkoſten betragen. Hierauf
fiel die Aeußerung, dies ſei ja der erſte Schritt zur
Ein=
gemeindung. In dieſer Sitzung wurde auch die ſogen.
Eingemeindungskommiſſion gewählt. Die Angelegenheit
ſei wieder ins Rollen gekommen, als im Anfang
Novem=
ber der Bürgermeiſter dem Gemeinderat einen von der
Bürgermeiſterei geſchickten Vertragsentwurf vorlegte
welcher als Datum den 8. Auguſt trug. Der
Bürgerver=
ein, der in einem Flugblatt als Gegner der
Eingemeind=
ung angefeindet werde, ſei der letzte, der Nein ſage, wenn
bewieſen würde, daß die Vorteile die Nachteile für die
Gemeinde überwiegen. Redner wies durch Zahlen eine
ganz bedeutende Mehrbelaſtung nach, welche durch
Be=
rechnung der Straßen= und Kanalbaukoſten entſtehen, und
meinte zum Schluſſe, daß Weiſenau ſo geſtellt ſei, daß es
mit der größten Ruhe ſich die Sache überlegen könne.
Nach längerer Ausſprache kam folgende Reſolution
zur einſtimmigen Annahme: „Die heute in der Turnhalle
tagende, von über 500 Bürgern beſuchte Verſammlung,
hält den Zeitpunkt für eine Eingemeindung für noch nicht
gekommen und iſt der Anſicht, daß der Gemeinderat die
Vorteile und Nachteile genau zu prüfen hat und das
End=
reſultat dieſer Verhandlungen, vor einer eventuellen
Ver=
tragsausfertigung, den Bürgern in einer öffentlichen
Ver=
ſammlung, welche durch den Bürgermeiſter einzuberufen
iſt, bekannt geben ſoll.”
Worms, 9. Dez. Vorgeſtern wurden ein 28 Jahre
alter aus Hamm, Kreis Worms, gebürtiger Invalide
und ein 39 Jahre alter Taglöhner aus Biblis beide
hier wohnhaft, ermittelt, die ſich gemeinſchaftlich mit
un=
befugter Jagdausübung befaßt haben. Bei
einer Hausſuchung wurde ein friſch erlegter Haſe, ein
Haſenbraten im Topf, ein Flobert und ſonſtige
Gegen=
ſtände vorgefunden und beſchlagnahmt. Strafverfahren
ißt eingeleitet.
Oppenheim, 8. Dez. Der Weinbauverein der
Provinz Rheinheſſen hielt im Hilbigſchen Saale eine
Verſammlung ab, die auch aus den Nachbarorten
Nierſtein, Guntersblum, Derheim, Dalheim u. a. ſehr gut
beſucht war. Den Vorſitz führte Weingutsbeſitzer Senfter
der nach der Begrüßung Herrn C. Sittmann das Wort
Zu einem Vortrag über das Thema „Hat der Weinbau
Rheinheſſens durch das Weingeſetz von 1909 dauernd
wirtſchaftliche Vorteile zu erwarten?” erteilte. Herr S.
gab einen Rückblick auf die Entſtehung des Weingeſetzes.
Jetzt, nachdem das Geſetz eine Reihe von Jahren in
Wirk=
ſamkeit iſt, ſind viele Gegner zu Freunden geworden. Die
übermäßige Konkurrenz der Moſelweine, der Weine aus
der Pfalz und Elſaß=Lothringen iſt durch das Weingeſetz
auf ihr richtiges Maß zurückgeführt worden. Die
räum=
liche und zeitliche Begrenzung und die Buchkontrolle
haben dazu geführt, daß gerade die mittleren und
kleine=
ren Weine Rheinheſſens lohnend abgeſetzt werden können.
Um auch der Konkurrenz der ausländiſchen Weine beſſer
entgegenzutreten, wäre es nötig, daß auch für den
Ver=
ſchnitt mit ausländiſchen Weinen der Deklarationszwang
eingeführt werde. Nach Ablauf der derzeitigen
Handels=
verträge wird der Weinbauverein der Provinz
Rhein=
heſſen hierzu Stellung nehmen. Weſentlich dazu
beige=
tragen, daß die rheinheſſiſchen Weine einen immer
grö=
ßeren Kreis von Konſumenten ſich erwerben, hat die
rührige und geſchickte Propaganda des Weinbauvereins.
Das von ihm herausgegebene Buch „Die Rheinweine
Heſſens” hat ſogar die Anerkennung des
öſterreichiſch=
ungariſchen Miniſteriums gefunden, das beabſichtigt, für
die öſterreichiſche Monarchie die Herausgabe eines
ähn=
lichen Buches zu veranlaſſen. Der Weinbauverein iſt auch
jetzt wieder tätig, damit nicht, wie bisher, für die
Kran=
ken ausſchließlich ausländiſche Weine, ſondern unſere
guten, alten, abgelagerten Rheinweine verordnet
wer=
den. Mit der Verſicherung, daß wie bisher auch in
Zu=
kunft der Weinbauverein alles, was in ſeinen Kräften
ſtehe, zur Förderung des rheinheſſiſchen Weinbaues tun
werde, ſchloß der Redner ſeinen mit viel Beifall
aufge=
nommenen Vortrag. Eine Ausſprache ſchloß ſich an.
Eich, 9. Dez. Ein Schadenfeuer entſtand in der
Albrechtſchen Hofreite. Die Scheuer war in Brand
ge=
raten; da dieſe mit vielen Erntevorräten gefüllt war, ſo
ſtand ſie bald in hellen Flammen. Die Feuerwehr war
bald zur Stelle, jedoch brannte die Scheuer mit allen
Vor=
räten vollſtändig nieder. Die Feuerwehr konnte nur mit
großer Mühe die bedrohten Wohnhäuſer retten. Die Tiere
konnten gerettet werden, nur etliche Hühner kamen in den
Flammen um.
Gießen, 9. Dez. Der bereits berichtete
Unglücks=
fall trug ſich nach den Ermittelungen des Großh.
Poli=
zeiamtes folgendermaßen zu: Das Geſchäftsautomobil
des Gießener Anzeigers hatte auf einer ſeiner
regelmäßi=
gen Fahrten zum Bahnhof einen vom Bahnhof
kommen=
den Bagen der elektriſchen Straßenbahn paſſiert und
fuhr nach der Vorſchrift auf die rechte Seite der Straße
ein, alſo auf das Schienengleis. An der anderen Seite
der Straße ſtand das Automobil des Fabrikanten
Kreu=
ter; es war etwas von dem Rand der Fahrbahn entfernt,
doch war zwiſchen ihm und dem anderen Auto ein
Zwi=
ſchenraum von drei Metern, ſo daß für einen Radfahrer
eine Durchfahrt leicht möglich war. Auch dieſes Auto
hatte der Wagen des Gießener Anzeigers ſchon paſſiert,
als ein Radfahrer in ſcharfem Tempo ihm innerhalb der
Schienen entgegenkam. Als der Radfahrer noch einige
Meter von dem Auto entfernt war, verlor er offenbar die
Gewalt über ſein Rad. Der Führer des Autos, ein
älterer, ruhiger Mann, bremſte ſcharf, ſodaß der Wagen
ſofort ſtand; er konnte aber den Zuſammenſtoß nicht
mehr verhindern. Der Radfahrer fuhr direkt ſchräg in
das Auto hinein, und der Zuſammenſtoß war ſo heftig,
daß der Radfahrer, ein Poſtbedienſteter namens Waſſem,
mit dem Kopf gegen die Schutzſcheibe flog
ſo daß dieſe zertrümmert wurde und der Verunglückte
einen Schädelbruch und ſonſtige Kopfverletzungen erlitt
Er fiel in weitem Bogen ſchräa rückwärts auf den
Bür=
gerſteig. Die ſofort herbeigeeilten Aerzte fanden ſeinen
Zuſtand hoffnungslos, ordneten aber dennoch
ſeine Ueberführung in die Klinik an. Hier iſt der
Ver=
letzte bald geſtorben. Nach den Feſtſtellungen
des Polizeiamtes trifft den Verſtorbenen allein die Schuld
an dem Unglück.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 8. Dez. K ön i
Manuel von Portugal, der, auf der Durchreiſe
begriffen, ſich in Berlin aufhält, war heute beim
Kaiſer=
paar zur Mittagstafel geladen. — Aus Winnipeg wird
dem Berliner Lokalanzeiger gemeldet: Die Verhaftung
des Berliner Bankräubers Bruning und ſeines
Helfershelfers Bermann erfolgte Freitag mittag auf dem
Poſtamte in dem Augenblick, in dem ſie einen
eingeſchrie=
benen Brief aus der Heimat abholen wollten. Der Brief
enthielt 50000 Mark und trug den von Bruning
angenom=
menen Namen Mechtelsheimer. In dem mit Bruning
verhafteten Bermann vermutete man anfangs den
Ber=
liner Bankdefraudanten Léon Zebell. Bermann konnte
ſein Alibi nachweiſen. Er hatte, als die Unterſchlagung
in Berlin verübt wurde, bereits längere Zeit auf einer
Farm in Manitoba gearbeitet. — Das
Polizeibezirks=
amt Berlin=Mitte, das die ganze Unterſuchung vom erſten
Tage an bis heute leitete und nach unſäglichen Mühen
und ungeheurer Arbeit ſchließlich doch den Erfolg
davon=
getragen hat, ließ noch geſtern durch das Auswärtige
Amt an die Kanadiſche Regierung das Erſuchen um
Aus=
lieferung des verhafteten Verbrechers ſtellen. Die
Nach=
grabungen in Engter wurden geſtern den ganzen
Vor=
mittag über fortgeſetzt, mußten aber ſchließlich als
erfolg=
los aufgegeben werden. — Ein 20jähriger
Stallſchwei=
zer ſtand auf dem Gerüſt und holte aus einer Scheune
Getreidegarben herunter. Plötzlich glitt er ab und ſtürzte
in eine Heugabel, deren Zinken ihm Herz und Lunge
durchbohrten. Der Tod trat alsbald ein. — In den
letzten Tagen wurde nachts wiederholt auf
Militär=
poſten die auf den Wällen der Munitionsanſtalt in
der Jungfernheide patroullierten, von unbekannten
Leu=
ten Revolverſchüſſe abgegeben, die ſtets ihr Ziel
verſehlten. Wer als Täter in Frage kommt, konnte nock
nicht ermittelt werden. Man rechnet auch damit, daß
von irgend einer intereſſierten Stelle ein Attentat gegen
die in der Munitionsanſtalt aufgeſtapelten
Pulvervor=
räte geplant wird. Militärverwaltung und
Kriminal=
polizei haben umfaſſende Vorkehrungen getroffen, um
weitere Attentate zu verhindern und die Täter zu ver
haften.
— Frankfurt a. M., 8. Dez. Die letzte Woche der
Sarraſani=Saiſon iſt gekommen, und damit iſt
der Zuſtrom zu dem Rieſenunternehmen in Frankfurt am
Main noch angewachſen. Nachmittagsvorſtellungen finden
am Mittwoch, Samstag und Sonntag ſtatt und zwar bei
vollem und ungekürztem Abendprogramme. Nachmittags
zahlen Kinder auf allen Plätzen halbe Preiſe. Am Mitt
woch nachmittag erhält außerdem jedes Kind, das den
Zirkus beſucht, mehrere der jetzt ſo beliebten
Siegel=
marken gratis.
Aſchaffenburg, 9. Dez. Im benachbarten Faulbad
ſpielten geſtern abend ſieben Mädchen im Alter von acht
bis 12 Jahren auf einem zugefrorenen
Waſſer=
bau des Mains. Die nur 2 Zentimeter dicke
Eis=
decke brach durch und ſämtliche Mädchen fielen ins Waſſer,
ſich in ihrer Todesangſt aneinander klammernd. Sechs
Mädchen ertranken und wurden bald darauf die
Leichen geborgen, das ſiebente Mädchen wurde von ſeinem
Bruder gerettet.
Aſchaffenburg, 9. Dez. Wie die Aſchaffenburger
Ztg=
meldet, iſt bei dem Königl. Bayr. zweiten Jägerbataillon
eine gefährliche Influenza=Epidemie
ausgebro=
chen. Bis jetzt ſind 40 Mann erkrankt.
Marburg, 9. /Dez. Bei Cölbe geriet ein Auto ins
folge einer plötzlichen Exploſion in Brand und wurde
völlig zerſtört. Der Chauffeur konnte ſich retten. Paſſas
giere hatten ſich nicht in dem Wagen befunden.
Frankfurt a. O., 8. Dez. Der Frankfurter Oder
zeitung zufolge verbrannten in der vergangenen
Nacht bei dem Brand einer Scheune zwei Menſchen.
Es handelt ſich anſcheinend um Obdachloſe, die in der
Scheune nächtigten.
Mailand, 8. Dez. Die Gruft des Hauſes Sah
voyen auf dem Superga=Hügel bei Turin wurde ver
gangene Nacht von Dieben erbrochen. In de
Krypta öffneten die Diebe das Grab der Herzogin Eliſas
beth von Genua, das erſt proviſoriſch vermauert war, da
die Herzogin vor kaum vier Monaten geſtorben iſt. Die
Deckel der drei Särge, welche die Herzogin umſchließen,
wurden geſprengt und der Leichnam ſeines Schmuckes,
nämlich der Ohrringe und des Perlenhalsbandes
be=
raubt. Die Tat erregt ungeheures Aufſehen. Es
wurde ſchon feſtgeſtellt, daß die Bewachung der Superga=
Gruft ganz ungenügend war. Von den Dieben fehlt jede.
Spur.
Paris, 8. Dez. Ueber die an den Keſſelröhrer
des „Jean Barth” verübte Sabotage wird gemeldet,
daß die Unterſuchung ergeben habe, daß auch noch andere
Röhren durchlöchert worden waren. Die Urheber der
Sabotage konnten bisher nicht entdeckt werden. Den
Temps meint, man brauche ſich über derartige
Vorkomm=
niſſe nicht zu wundern, da im Arſenal an 50 bekanns
Anarchiſten und Antimilitariſten beſchäftigt werden.
Paris, 9. Dez. Mehreren Blättern wird aus Toulon
gemeldet: Der bei der Pulverkammer des
Panzer=
ſchiffes „Patrie” aufgeſtellte Wachtpoſten vernahm
Sams=
tag nacht ein verdächtiges Kniſtern. Er ſchlug Lärm und
ein Offizier ſtellte feſt, daß mehrere Pulverkiſten ſich
in=
folge von Gasentwickelungen zu wölben begonnen
hatten. Die verdächtigen Pulvervorräte wurden ſofort
an Land geſchafft.
Madrid, 8. Dez. Geſtern abend ſtieß das
Auto=
mobil des Unterrichtsminiſters in der Nähe
von Madrid mit einem anderen Gefährt zuſammen. Der
Miniſter wurde auf die Straße geſchleudert. Er blieb
mit einem gebrochenen Arm und Schnittwunden im
Ge=
ſicht am Wege liegen und wurde erſt nach einer Stunde
aufgefunden und in ſeine Wohnung gebracht.
London, 9. Dez. Dem Lloyds Office wurde geſtern
mitgeteilt, daß der Transportdampfer Maure
tania” auf der Ueberfahrt einen Unfall erlitten hätte
doch konnte bisher keine nähere Auskunft eingezogen
wer=
den. Wahrſcheinlich aufgrund dieſer Nachricht gin
geſtern abend in Paris das Gerücht, daß die „
Maure=
tania” inmitten des Ozeans geſunken ſei. Da der Dampfer
Liverpool erſt am Freitag nachmittag verlaſſen hat,
konnte er ſich noch nicht inmitten des Ozeans befinden.
Geſtern morgen wurde er nun in Roches Point ſignali=
„Alvare” bekannt. Das Buch wurde nur privat gedruckt
und zwar in nicht mehr als 25 Exemplaren. Es galt für
verſchollen und unauffindbar, und keiner der Verehrer der
ſchönen Heldin des ſchönſten Gedichtes, das dem großen
franzöſiſchen Lyriker gelungen, konnte etwas über den
In=
halt erfahren. Nun hat ein Bibliophile Marcel Duchemin
einen unverhofften Glücksfund getan. Als das Schloß
Aimée de Coignys vor einer Woche verkauft wurde
forſchte er in den Rumpelkammern nach alten Büchern
und fand vergraben unter Staub fünf nagelneue
Exem=
plare des ſo lange vergeblich geſuchten Romans „Alvare‟
Er hat ſo nicht nur eine intereſſante literariſche Entdeck
ung, ſondern auch ein bedeutendes Wertobjekt gewonnen,
denn andere Bibliophilen werden ihm dieſe Seltenheit
erſten Ranges mit Gold aufwiegen.
Aus Graz wird gemeldet: Der Verein Südmark
eröffnet gegen das am 16. Dezember ſtattfindende Konzert
des Geigers Kubelic eine Boykottbewegung, da
Kubelic ein begeiſterter Tſcheche ſei und aus dem
Erträg=
nis ſeiner Konzerte alljährlich ſowohl dem Tſchechiſchen
Schulverein, als auch ſonſtigen Körperſchaften reichliche
Unterſtützung zufließen laſſe.
) Von der geſundheitsſchädlichen Herrenkleidung.
Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit haben Huſten und
Schnupſen wieder ihre Herrſchaft angetreten, und es ſind
nur wenige Glückliche, die dem grimmen Deſpoten nicht
ihren Tribut zu entrichten haben. Nach den Auskünften,
die eine Reihe angeſehener Aerzte dem Berichterſtatter
eines Londoner Blattes über das zeitgemäße Kapitel der
Erkältungskrankheiten gegeben, ſind die Vertreter des
ſchönen Geſchlechts in dieſen böſen Zeitläuften ungleich
beſſer daran als die Herren der Schöpfung, und zwar aus
dem Grunde, weil letztere durch ihre geſundheitswidrige
Kleidung gegen die ſchädlichen Einflüſſe des Wetters
un=
zulänglich verteidigt werden. Eine zweckentſprechende
Reform iſt nach Anſicht der befragten mediziniſchen
Sach=
verſtändigen dringend von Nöten. In erſter Linie für
die Weſte, die jedenfalls im Rücken aus demſelben
ſtar=
ken Stoff gearbeitet werden ſollte, wie an der
Vorder=
ſeite. Die lange Hoſe wird von der ärztlichen
Wiſſen=
ſchaft, die ſich hier mit der äſthetiſchen Forderung im
Ein=
klange befindet, ganz und gar abgelehnt. Ste ſoll durch
die Kniehoſe erſetzt werden, die hygieniſcher iſt, dem
Kör=
ver freiere Bewegung geſtattet und damit eine beſſere
Blutzirkulation ermöglicht. Unter den Anklagen, die
ge=
gen die lange Hoſe erhoben werden, figuriert in erſter
Reihe jene, daß ſie, wenn ſie unten naß wird, den
Knö=
cheln ihres Trägers Feuchtigkeit überträgt, die ihm des
öfteren zum Schnupfen verhilft. Auf den Ausſterbeetat
gehört auch der Kragen der die Blutzirkulation hemmt
und ſo der Erkältung günſtige Vorbedingungen ſchafft.
Kragen und feſtgeknüpfte Krawatten bedingen aber noch
eine andere ernſte Gefahr. Sie beſchleunigen das
Er=
grauen der Haare, die Kahlköpfigkeit und all die anderen
unerquicklichen Begleiterſcheinungen der entſchwindenden
Jugend. Was die ſteifen Hüte anbetrifft, ſo erklären
die engliſchen Aerzte ſie geradezu für eine Verirrung:
ſie ſperren den armen Kopf in ein hermetiſch geſchloſſenes
Fellgefängnis ein, behindern den Blutkreislauf, erzeugen
Schnupfen, bahnen der Kahlköpfigkeit den Wleg und
er=
regen Kopfſchmerz. Wenn man ſich daher gegen
Erkäl=
tungskrankheiten mit faſt unfehlbarer Sicherheit ſchützen
will, ſoll man die langen durch kurze Hoſen erſetzen,
Kra=
gen und Krawatten von ſich werfen und den Hals wie die
Matroſen der Luft freigeben, auf die Weſten tunlichſt
zugunſten des „Sweater” verzichten, oder wenn man der
Taſchen durchaus nicht entraten kann, einen Weſtengürtel
tragen, und ſo bekleidet, ſich der Leibesübung
befleißigen. Wie die engliſchen Sachverſtändigen weiter
ausführen, paßt ſich das weibliche Koſtüm der kalten
Jahreszeit viel beſſer an. Die Kleider ſind leichter,
ge=
ſtatten den Gliedern freiere Bewegung — worüber ſich
wohl noch ſtreiten läßt
und laſſen an den
Körper=
ſtellen, die es am nötigſten haben, der Luft freien Zutritt
zur Haut. Dazu kommt noch, daß die Frauen von ihrer
Mutter Eva her den Vorteil einer dickeren Fettunterläg
unter der Haut beſitzen, ein Vorteil, der den Männern
ab=
geht, und zu dem ihnen auch kein Schneider mehr
ver=
helfem kann.
— Der Herrenreiter als Kläger. Ein Pariſer Ge
richtshof hat ſoeben in einem ſehr wunderlichen Fall, der
wahrſcheinlich in der Prozeßgeſchichte einzig daſteht, ein
ſalomoniſches Urteil gefällt. Vor einigen Jahren ritt ein
Herrenreiter in einer wichtigen Steeplechaſe in Douai und
ſtürzte mit ſeinem Pferd beim letzten Hindernis. Kaum
hatte der Sportliebhaber das Krankenhaus verlaſſen, in
dem er wegen eines Beinbruchs mehrere Monate gelegen,
als er nichts eiligeres zu tun hatte, als den Beſitzer des
Pferdes einen guten Freund, auf Schadenerſatz zu
ver=
klagen und zwar forderte er das hübſche Sümmchen rrn
160009 Mark. Nach der Ueberwindung von mancherlei
Hinderniſſen kam es auch wirklich zur Verhandlung, aber
das Gericht bezeigte genügend ſportsmänniſchen Sinn, um
den Kläger abzuweiſen. In der Begründung des
Ge=
richtsurteils finden ſich folgende intereſſante Sätze: „Der
Herrenreiter beſitzt in der Hierarchie des Sportes einen
höheren Rang als der bezahlte Jockei; obwohl er keine
Vergütung in Geld empfängt, findet er doch eine nichs
geringere moraliſche Entſchädigung in dem Ruf, den
er=
durch ſeine Erfolge erringen kann, und dieſer Ruf kann
ihm ſehr greifbare Vorteile für die Zukunft gewähren;
der Rennreiter iſt über die Gefahren, die ſeiner harren
genau unterrichtet, wenn er ſich verpflichtet, ein
beſtimm=
tes Pferd zu reiten, und endlich iſt die Klage auch
des=
wegen abzuweiſen, weil eine Verurteilung des Beklagten
das Verſchwinden aller Herrenreiter zur Folge haben
würde‟
Jedenfalls wird dieſes Urteil aber weniaſtens
das „Verſchwinden” eines Herrenreiters zur Folge haben-
tert. Um halb 9 Uhr vormittags ſoll er ſich 180 Meilen
von Faſtuet befunden haben.
Glasgow, 7. Dez. Wilde Szenen ſpielten ſich am
letz=
ten Donnerstag in dem Univerſitätsgebäude ab
gelegent=
lich der Inſtallierung von Mr. Birrell zum Lord Rektor=
Die Zeremonie fand in der St. Andrew=Halle ſtatt und
tahezu 5000 Perſonen hatten ſich eingefunden. Kaum
hatte Mr. Birrell ſich erhoben, um ſeine Rede zu halten,
als auch ſchon eine Frau in der Nähe der
Redner=
ribüne aufſprang und ſchrie: „Warum gebt Ihr den
Frauen das Stimmrecht nicht?” Sie wurde ſofort aus
dem Saal hinausgeworfen. Ein paar Minuten
darauf gab es eine neue Unterbrechung von einer anderen
Seite der Halle und auch dieſe Dame wurde von den
Saaldienern, die in großer Zahl im ganzen Saale zu
ſehen waren, nicht gerade ſanft an die Luft befördert.
Die Unterbrechungen dauerten geraume Zeit an und
ver=
hältnismäßige Ruhe trat erſt ein, nachdem im ganzen
ünf Frauen aus dem Zuhörerraum geſchafft waren.
Dann konnte Mr. Birrell in ſeiner Rede fortfahren. Bei
jeder Unterbrechung gab es natürlich im Saale
mäch=
tigen Aufruhr. Studenten ſchrien hurra, pfiffen und
lärmten. Später verſammelten ſich die Studenten und
zogen in langer Prozeſſion nach den
Bureauräu=
men der Suffragetten=Vereinigung, um
dort wegen der Unterbrechung Rache zu üben. Mit
Stei=
ten und Knüppeln demolierten ſie ſämtliche Räume. Die
Polizei griff ein und verhaftete zwei der Studenten.
Dieſe Exzeſſe der Studenten ſind natürlich ebenſo ſehr
zu verurteilen wie die der Suffragetten.
Petersburg, 8. Dez. Der Zarewitſch Alexei
nachte geſtern eine zweite Spazierfahrt in den Park von
arskoje Sſelo. Er ſah munter aus. Seit kurzem iſt zur
Behandlung der bekannte Chirurg Prokeſſor Wreden
hin=
ugezogen. Die Zarenfamilie bleibt bis Mitte April in
arskoje Sſelo, woran ſich ein längerer Aufenthalt in der
krim ſchließt.
Tunis, 7. Dez. Ein großer Prozeß wird ſich in
en nächſten Tagen vor dem Zivilgericht in Tunis
ab=
pielen. Der Anwalt der einen Partei heißt Gruppi. Es
indelt ſich dabei um 320 Millionen Francs, die
dem General Tahar Ben Ayed von der tuneſiſchen
egierung beanſprucht werden. Der Prozeß geht bis auf
as Jahr 1856 zurück, wo der Kaiſer Napoleon III. von
em regierenden Fürſten von Tunis eine Entſcheidung
wiſchen ihm und dem General Tahar Ben Ayed erbat.
dies war der Günſtling des Sultans, und man machte
hm zum Vorwurfe, bedeutende Summen im Amt
unter=
chlagen zu haben. Der Richterſpruch des Kaiſers von
Frankreich verurteilte den General zu einer Zahlung von
3 Millionen an die tuneſiſche Regierung, abgeſehen von
den Summen die ſich noch weiter bei der Regelung der
Rechnungen herausſtellen ſollten. Als dieſe Entſcheidung
efallen war, floh der General Tahar Ben Ayed nach
Konſtantinopel wo er nach einiger Zeit ſtarb. Bei ſeinem
Tode hinterließ er mehrere Kinder. Einer ſeiner Söhne
verklagte die tuneſiſche Regierung vor dem franzöſiſchen
Bericht auf 36 Millionen. Bei mehreren Gerichtshöfen
vurde ſeine Klageforderung zurückgewieſen, und man
hörte lange nichts mehr von dieſer Sache. Im Jahre
08 klagte er nochmals vor dem Zivilgericht in Tunis
tf eine Summe von 300 Millionen. Bei der jetzigen
klage handelt es ſich für die Erben um die Feſtſtellung
vieſo ſie die früher geforderte Summe ſchuldig ſein ſollen.
ur Vorlage über die Beamtens
und Lehrergehalte.
ingt auch die Darmſt. Ztg. einen längeren einführenden
rtikel, der im weſentlichen das geſtern von uns
Mit=
eteilte beſtätigt. Zur Ergänzung unſerer Mitteilungen
ttnehmen wir dem Regierungsorgan noch folgendes:
Gegen den Geſetzentwurf über den
Wohnungsgeldzuſchuß
m 30. März 1912 war in den Kammern das Bedenken
rhoben worden, daß die Spannung der
Wohnungsgeld=
itze zwiſchen Stadt und Land zu groß ſei. Von einigen
eiten forderte man, daß der Unterſchied im
Wohnungs=
eld zwiſchen Stadt und Land, und damit — in der
prak=
iſchen Wirkung wenigſtens — das Wohnungsgeld als
lches beſeitigt würde, wie es Bayern getan hat. Der
eue Entwurf hält grundſätzlich an dem ſeither von der
tegierung und der Kammermehrheit vertretenen
Stand=
unkt feſt, daß das Wohnungsgeld örtlich zu
differenzie=
en iſt. Dies geſchieht in allen Staaten, die
Wohnungs=
ld gewähren, außer in Bayern. Die großen
Unter=
hiede des tatſächlichen Mietaufwands rechtfertigen und
rfordern es. Es ſind, wie ſtatiſtiſch feſtgeſtellt und dem
Finanzausſchuß auch mitgeteilt wurde, nicht ſehr viele
Zeamte, die auf dem Lande ihre Kinder auswärts in
Schulen ſchicken müſſen, alſo unter der verteuerten
Kin=
ererziehung zu leiden haben, die für die Forderung
glei=
er Wohnungsgeldzuſchüſſe geltend gemacht wurde.
dagegen leidet eine überwiegende Mehrzahl von
Beam=
en, vor allem auch von Unterbeamten, unter den drückend
ohen ſtädtiſchen Mieten. Trotz dieſes grundſätzlichen
Standpunkts will jedoch der neue Entwurf den Bedenken
jegen eine zu ſtarke örtliche Differenzieruna im
Woh=
ungsgeld weitgehend entgegenkommen, und zwar in
veifacher Hinſicht: Einmal werden die Orte anders und
ür die Landorte weſentlich aünſtiger gruppiert, ferner
ollen in den ländlichen Ortsklaſſen höhere Anteile des
Nietaufwands durch das Wohnungsgeld erſetzt werden,
ls in der Stadt. Die Klaſſe III umfaßt nur noch die
igentlichen Landorte. In dem früheren Geſetzentwurf
ellte in allen Orten der Wohnungsgeldzuſchuß 3
es tatſächlichen Mietaufwands der Beamten dar. Jetzt
vird vorgeſchlagen, nur in der Ortsklaſſe I durch ihn ¾
r durchſchnittlichen Mieten zu erſetzen, in der
Orts=
laſſe II dagegen 85—90 Prozent. in Ortsklaſſe III 90
is 95 Prozent davon, alſo faſt den vollen Mietaufwand.
dadurch werden die Wohnungsgeldſätze in den Klaſſen II
ind III gegen die frühere Vorlage weſentlich erhöbt. Die
Spannung z B. zwiſchen den Ortsklaſſen I und III
be=
ägt bei den Unterbeamten ſtatt früher 150 Mark nur
noch 100 Mark. bei den mittleren Beamten ſtatt 180 Mk.
ur noch 120 Mark, bei den Akademikern ſtatt 330 Mark
tur noch 230 Mark, den höheren Beamten ſtatt 430 Mk.
tur noch 260 Mark. Zu dieſer Verbeſſerung aber kommt
ür viele Landorte die weitere — und das iſt ſehr
weſent=
ich —, daß ſie in die höhere Ortsklaſſe gehoben werden.
Von der Verbeſſerung in den Wohnungsgeldbezügen,
vie ſie im früheren Entwurf vorgeſchlagen war, ſind
be=
kanntlich für 1912 nur 90 Prozent bewilliat worden. Nach
den neuen Vorſchlägen erhalten die 1448 Beamten ohne
dienſtwohnung in Mainz. Offenbach. Darmſtadt und
Worms an Wohnungsgeld faſt genau ſo viel, wie ihnen
uf Grund der Bewilligung von 1912 zukam. Sie
konn=
ten zwar nicht verbeſſert, durften aber auch nicht
verſchlech=
ert werden. Dagegen verbeſſern ſich die 583 Beamten,
die auf dem Lande wohnen (Klaſſe III), gegen 1912 um
29350 Mark, 221 Beamte in den wichtigeren Landſtädten
(Klaſſe II) um 23050 Mark, die 443 Beamten in Gießen,
Bingen, Friedberg und Bad=Nauheim um 45750 Mark.
Zu dem Mehrbedarf gegen 1912 von rund 99000 Mark
an Wohnungsgeld kommt ein weiterer von 14000 Mark
aus dem vollen Wegfall der Dienſtwohnungsmieten, der
1912 auch nur mit 90 Prozent bewilligt war. Auch gegen
die Vorſchläge der früheren Vorlage verbeſſern ſich die
Beamten in den vorgenannten Orten etwa um die
genann=
ten Beträge, während für die Beamten in den großen
Städten das abgeſtrichene eine Zehntel nicht nachgefordert
werden konnte, wenn der Zweck, die Spannung zwiſchen
Stadt und Land zu vermindern, erreicht werden ſollte
Der Mehrbedarf gegen die frühere Vorlage ſtellt ſich auf
55300 Mark. Die Mehrforderungen gegen die frühere
Vorlage, wie die gegen 1912 kommt alſo den Beamten
zugute, die nicht in den größeren Städten wohnen. Die
Wohnungsgeldzuſchüſſe ſollen penſionsfähig werden mit
den Satzen der erſten Ortsklaſſe.
Der Geſetzentwurf über
die Beſoldungen der Staatsbeamten
bringt in beſonderer Anlage den neuen Gehaltstarif. In
der Vorlage vom 30, März 1912 war vorgeſchlagen, die
Gehalte prozentual zu erhöhen. Für 1912 waren 90
Pro=
zente dieſer Zuſchläge bewilligt. Die neuen Gehaltsſätze
enthalten einmal die allgemeine Aufbeſſerung der
Be=
amtengehalte, ferner die Beſeitigung der Härten und Un
ſtimmigkeiten, die ſich in der alten Beſoldungsordnung
finden oder im Laufe der Jahre entſtanden ſind.
Für die Bildung der neuen Gehaltsſätze hatten, was
die allgemeine Aufbeſſerung anlangt, die prozentualen
Zuſchläge als Anhaltspunkte zu dienen, wie ſie in der
früheren Vorlage vorgeſehen und wie ſie für 1912
bewil=
ligt waren, Durch Auf= und Abrunden dieſer Zuſchläge
fanden ſich die Grenzen für die Anfangs= und Endgehalte
in den einzelnen Gehaltsklaſſen. Die beſonderen
Ver=
hältniſſe der einzelnen Beamtenklaſſen, der Vergleich mit
anderen Staaten uſw. hatten gleichzeitig als Richtlinien
dafür zu dienen, wie die neuen Gehaltsſätze feſtzuſetzen
waren. Durch ſie konnten, wie dies ſchon bei den
prozen=
tualen Aufbeſſerungen vorgeſehen war, die Unterbeamten
im ganzen und namentlich in den Mittelgehalten denen
in anderen Staaten gleichgeſtellt werden, in den
Anfangs=
gehalten ſogar vielfach noch beſſer. Auch die mittleren
Beamten ſtehen, namentlich in den Durchgangsſtellen
denen in den übrigen Staaten im ganzen gleich. In der
Vollklaſſe, ſeither 2000—4000 Mk., künftig 2100—4400 Mk.,
bleiben ſie hinter den preußiſchen mittleren Beamten (2100
bis 4500 Mk.) nur im Endgehalt um 100 Mk. zurück. Die
akademiſchen Lokalbeamten dagegen (ſeither 2800—6000
Mark, künftig 3000—6500 Mk.) mußten auch jetzt nicht
un=
weſentlich hinter denen in anderen Staaten zurückſtehen;
im Endgehalt zum Beiſpiel hinter den preußiſchen, die
von 3000 und 3600 bis 7200 Mk. kommen, um 700 Mark.
Sie dieſen im Endgehalt gleichzuſtellen, würde einen
Mehraufwand von 350000 Mk. erfordert haben. Aehnlich
verhält es ſich mit den höheren akademiſchen Beamten.
Von Bedeutung in dem neuen Geſetzentwurf iſt, daß,
wie es im Reich und anderen Bundesſtaaten geſchieht,
nunmehr auch in Heſſen den Militäranwärtern
die Militär= und Marinedienſtzeit in beſtimmtem Umfang
bei der Anſtellung im Zivildienſt angerechnet werden ſoll.
Durch die Erhöhung der Gehalte konnten die ſeither
vielfach gewährten Nebenbezüge, Zulagen und dergl. in
größerem Umfange wegfallen. Dabei ſollen jedoch die
Beamten in ihren ſeitherigen Geſamtbezügen nicht
ver=
ſchlechtert werden, ſo daß eine Zulage immer nur in dem
Maße wegfällt, wie ſie durch den höheren Gehalt
aus=
geglichen wird.
Für die allgemeine Aufbeſſerung der Beamtengehalte
war in der früheren Vorlage ein Betrag von 998 957 Mk.
vorgeſehen. Bewilligt wurden für 1912 nach Abſtrich von
einem Zehntel 899061 Mk. Nach dem neuen Entwurf
werden erforderlich 942500 Mk. Von dem 1912 nicht
be=
willigten ein Zehntel, rund 99000 Mk., werden alſo
43 439 Mk. nachgefordert. Die Geſamtaufbeſſerung ſtellt
ſich danach 1912 auf 90 Prozent, nach der neuen Vorlage
auf 94,3 Prozent derjenigen, die früher vorgeſehen war.
Auf 100 Prozent zu gehen, war um deswillen nicht
mög=
lich, weil, wie oben gezeigt für das Wohnungsgeld mehr
erforderlich wird, um die ländlichen Wohnungsgeldſätze
näher an die ſtädtiſchen heranzubringen.
Der
Gefamtmehrbedarf
für die Neuregelung des Wohnungsgeldzuſchuſſes,
Weg=
fall der Dienſtwohnungsmieten und die allgemeine
Ge=
haltsaufbeſſerung, ſtellte ſich nach der früheren Vorlage
auf 1579631 Mk. Er betrua 1912 (nach Abſetzung von
ein Zehntel — rd. 158000 Mk.) 1 421668 Mk., nach der
neuen Vorlage beläuft er ſich auf 1578 446 Mk. Die jetzige
Vorlage koſtet alſo faſt genau ſoviel, wie die frühere,
da=
bei allerdings rd. 56000 Mk. weniger an Gehalten und
den gleichen Betrag mehr an Wohnungsgeld. Sie erfor
dert gegen die Bewilligung 1912 rd. 157000 Mark mehr,
d. i. im ganzen das in der früheren Geſamtforderung
ab=
geſetzte eine Zehntel. Dieſe Mehrforderung gegen 1912
kommt aber, wie gezeigt, in geringerem Umfange den
Gehalten und in böherem dem Wohnungsgeld zugute,
und hier ausſchließlich den Beamten, die nicht in den
größeren Städten wohnen.
Zu dieſem Bedarf kommt noch ein Betrag von 236 200
Mark, der für die Beſeitigung von Härten und
Unſtim=
migkeiten in den ſeitherigen Gehaltsbezügen erforderlich
wird.
Nach dem Geſetzentwurf über die
Gehalte der Volksſchullehrer
ſollen die Gehalte für die Lehrer auf 1400—3400 Mk., für
die Lehrerinnen von 1300—2500 Mk. feſtgeſetzt werden.
Die Schulverwalter und =verwalterinnen erhalten 1000
Mark vor, 1100 Mk. nach beſtandener Schlußprüfung.
Die neuen Sätze erfordern einen Mehraufwand von
751952 Mk., gegen die vorläufige Regelung von 1912
einen ſolchen von rd. 140000 Mk. und ſtellen eine
Verbeſſe=
rung der Gehalte um 14,1 Prozent dar, während die
frühere Vorlage nur eine ſolche von 11 Prozent
vorge=
ſehen hatte. Die Gemeinden zu den Mehrkoſten
heranzu=
ziehen, wie früher in Ausſicht genommen, wurde
vorläu=
ſig nicht für notwendig gehalten.
In der Vorlage über
die Zivilliſte
wird der frühere und für 1912 ſchon gebilligte Vorſchlag
wiederholt, dieſe dauernd um jährlich 75000 Mk. zu
er=
höhen. Der Betrag ſoll dazu dienen, das
Dienſteinkom=
men der Hofbeamten und=Bedienſteten, ſowie die Bezüge
des Perſonals des Hoftheaters (ausgenommen des Solo=
Perſonals) und der Hofmuſik in ähnlicher Weiſe zu
er=
höhen, wie es für die Staatsbeamten und Lehrer
vorge=
ſehen iſt. Die beanſpruchten Mittel werden und ſollen
überwiegend dem gering beſoldeten Perſonal zugute
kommen.
Die ſämtlichen Mehrkoſten ſind in einem
Finanzplan
zuſammengeſtellt, welcher der Vorlage als beſondere
An=
lage beigegeben iſt. Hierin wird für eine längere Reihe
von Jahren nachgewieſen, wie der Geſamtmehrbedarf zu
decken iſt. In Betracht kommen dabei in erſter Linie die
Eiſenbahnüberſchüſſe und Etatsüberſchüſſe überhaupt, die
ſich nach dem Abſchluß des Jahres 1911 und dem, was
man über das Ergebnis 1912 und 1913 bis jetzt
über=
blicken kann, günſtiger geſtalten, als früher angenommen
werden konnte. Auch wird die Deckung weſentlich
da=
durch erleichtert, daß die geſetzliche Schuldentilgung nach
den Vereinbarungen mit den Landſtänden erſt allmählich
in Kraft treten ſoll. Weiter ſind die Einnahmen aus den
jüngſt verabſchiedeten Geſetzen über den Urkundenſtempel
und über die Zuſchläge zur Reichserbſchaftsſteuer, ſowie
ein weiterer Betrag von 50000 Mark aus den
Ueberſchüſ=
ſen von Bad Nauheim, in dieſen Ueberſchüſſen enthalten.
Insgeſamt konnte aus den genannten Einnahmequellen
ür 1913 ein Betrag von rd. 2072000 Mk. vorgeſehen
wer=
den, während für die Folgejahre, da die weitere
Entwick=
lung der wirtſchaftlichen Konjunktur nicht zu überſehen
iſt, vorſorglich nur mit 1 400000 Mk. gerechnet iſt. Aus
dem Anwachſen der Staatseinnahmen, der Vereinfachung
der Staatsverwaltung und aus weiteren Erſparniſſen in
der Staatsverwaltung ſind weitere namhafte und
ſtei=
gende Deckungsmittel zu erwarten (z. B. 1914: 115000
Mark, 1915: 160000 Mk. u. ſ. f.). Weiter kommt die
Ent=
laſtung in Betracht, die aus dem den Landſtänden noch
vorliegenden Geſetzentwurf über die Koſten der höheren
Schulen folgt und die zur Durchführung der
Beſoldungs=
reform auf keinen Fall zu entbehren iſt. Der Reſtfonds,
d. h. die angeſammelten Ueberſchüſſe früherer Jahre, wird
ferner für eine Reihe von Jahren erhebliche Entnahmen
geſtatten; für 1913 z. B. werden rd. 651000 Mk. angeſetzt.
Die Erhöhung der direkten Steuern, nämlich um 5 Proz.
bei der Einkommenſteuer und bei der Vermögensſteuer
um 5 Pfg. auf das Tauſend Mark Vermögen, die in der
früheren Vorlage bereits für 1913 vorgeſehen werden
mußte, braucht infolge der günſtigeren Geſtaltung der
Einnahmeverhältniſſe nunmehr erſt von 1915 an in
Aus=
ſicht genommen zu werden.
* Berlin, 9. Dez. Präſident Dr. Kaempf
er=
öffnet die Sitzung 2 Uhr 18 Minuten. — Dritte Beratung
des Geſetzentwurfs über den Zuſammenſtoß von Schiffen
ſowie über Bergung und Hilfeleiſtung in Seenot. —Die
Vorlage wird ohne Debatte definitiv
angenom=
men. — Es folgt die Fortſetzung der erſten Beratung des
Geſetzentwurfs über den Verkehr mit Leuchtöl
(Petroleummonopol).
Abg. Graf Weſtarp (Konſ.): Wir ſtehen an und
für ſich dem Monopolgedanken nicht unſympathiſch
gegen=
über. Der Gedanke des Staatsſekretärs, daß man ſich der
Macht des amerikaniſchen Kapitals entgegenſetzen müſſe
iſt durchaus berechtigt. Wir wollen unter keinen
Um=
ſtänden eine Verteuerung des Petroleums, namentlich da
der Nutzen nicht dem Reich, ſondern Privatbanken
zu=
fließen ſoll. Wir haben uns zu fragen, ob wir die
Groß=
banken durch ſtaatliche Maßnahmen auf Koſten der
Allge=
meinheit, der Konſumenten fördern dürfen. Wenn
je=
mals ein Geſetz nicht im Plenum erledigt werden konnte,
ſondern einer Kommiſſionsberatung bedurfte, dann iſt es
bei dieſem Geſetz der Fall, das voll ſchwieriger, rein
tech=
niſcher Fragen iſt. Wir wollen die Vorlage ernſtlich
prü=
fen und mitarbeiten mit dem Wunſch eines poſitiven
Er=
gebniſſes. (Große Bedenken hat die Stellung des
Kom=
miſſars an ſich. Er hat zu wenig Einfluß den Aktionären
gegenüber. Es fragt ſich, ob genügend Vorſorge
ge=
troffen iſt, daß die Verwaltung der Vertriebsgeſellſchaft
auf die Dauer wirklich die vorgeſehenen niedrigen Preiſe
halten kann und ob die Schädigungen, die dem
Petro=
leumdetailhandel drohen, hintangehalten werden können.
Die Veteranenbeihilfe findet bei uns warme Fürſprache,
Es hat aber gewiſſe Bedenken, die Veteranenbeihilfe mit
dem Petroleummonopol verknüpfen zu wollen. Wir
hoffen, daß aus der Kommiſſion ein brauchbares Geſetz
herauskommen wird. (Beifall rechts.)
Abg. Rupp=Marburg (Wirtſch. Vgg.): Auch wir
müſſen uns unſere definitive Stellungnahme vorbehalten,
bis die Kommiſſionsbeſchlüſſe vorliegen. Mit allem
Nachdruck müſſen wir darauf beſtehen, daß der ſelbſtändige
Kaufmann bei dem Petroleumhandel nicht ausgeſchaltet
wird. Die Zweckbeſtimmung, daß die Ueberſchüſſe der
Veteranenfürſorge dienen ſollen, gehört nicht in das
Ge=
ſetz hinein. Für die Veteranen ſollen Mittel in den Etat
eingeſtellt werden. Wir werden in der Kommiſſion
mit=
arbeiten, damit etwas Brauchbares aus dieſer Vorlage
herauskommt. (Bravo! rechts.)
Abg. Dr. Frank=Mannheim (Soz.): Die bisher
gehörten Leichenreden zu dieſem Geſetz kann ich dahin
zu=
ſammenfaſſen, daß mit der Vorlage nicht einmal eine
Minderheit zufrieden iſt. Das einzige poſitive Ergebnis
der Debatte iſt die Erkenntnis daß das raffinierte
Ge=
ſchäftsgebaren der Standard Oil Comvany eine ſchwere
wir’ſchaftliche Gefahr für uns iſt. Die Regierung hat ſich
auch geradezu leidenſchaftlich dagegen verwahrt, daß dieſe
Vorlage in der Deutſchen Bank ausgearbeitet iſt. Die
Staatsſekretäre ſind gar nicht ſo ungeſchickt, wie ſie ſich
anſtellen, das ſieht man, wenn ſie das Amt hinter ſich
haben. (Sehr aut!). Das Haus iſt ſich einig darin, daß
es nicht ein Privatmonopol durch ein anderes
Privat=
monopol erſetzen will, nicht Rockefeller und auch nicht
Deutſche Bank. Erfreulich iſt die einmütige Ablehnung
des Gedankens, man wolle die Schwächen der Vorlage
verbergen unter einem ſozialpolitiſchen Mäntelchen. Das
Zentrum, das bei dem Zolltarif die Witwen= und
Waiſen=
verſicherung ſchaffen wollte, hat alſo umgelernt.
Erfreu=
lich iſt weiter, daß der Gedanke, der früher als
dema=
gogiſch verworfen wurde, die Entſchädigung der
Ange=
ſtellten angenommen wird. Aber auch die Arbeiter,
Kut=
ſcher ꝛc. müſſen entſchädigt werden, da etwa 50 Prozent
von ihnen überflüſſig werden würden. Die
übernomme=
nen Angeſtellten dürfen in ihren Arbeitsbedingungen
nicht ſchlechter als bisher geſtellt werden. Ob etwas aus
der Kommiſſion herauskommt, iſt ſehr fraglich, wir
wer=
den aber mit aller Energie zu erreichen ſuchen, daß die
Uebermacht der Privatmonopole gebrochen wird. Der
vorliegende Entwurf iſt dazu aber vollkommen
unbrauch=
bar. (Beifall bei den Soz.).
Abg. Colshorn (Welfe): Mit den
Ausführ=
ungen der ſozialdemokratiſchen Redner ſind wir im
großen und ganzen einverſtanden, wenn wir auch
prin=
zipielle Gegner einer weiteren Monopoliſierung ſind.
Auch wir bedauern, daß die Veteranenfürſorge mit d.
Deutſcher Reichstag.
[ ← ][ ][ → ] Vorlage in Verbindung gebracht worden iſt. Gegen die
Tendenz der Vorlage, alles in das Ermeſſen des
Reichs=
kanzlers und des Bundesrats zu ſtellen, müſſen wir uns
wenden. Auch unſere anderen Bedenken werden wir in
der Kommiſſion vorbringen und werden dort ernſtlich
mitarbeiten, daß die Vorlage eine brauchbare Geſtalt
er=
hält. — Abg. Erzberger (Ztr.): Von einer
Ein=
ſtimmigkeit bei der Annahme der Reſolution auf
Schaff=
ung des Petroleummonopols kann keine Rede ſein.
Dieſe iſt mit einfacher Mehrheit angenommen worden.
Wie ſteht es demgegenüber mit der Einſtimmigkeit im
Bundesrat? Die drei Hanſeſtädte haben doch gegen die
Vorlage geſtimmt. (Hört! hört! bei dem Zentrum.) Die
Vertriebsſkala wird zu hohen Preiſen anreizen. Ein
Sinken der Preiſe iſt unter allen Umſtänden nicht damit
verbunden. Die Frage der Vertriebsgeſellſchaft iſt für
uns nicht weiter undiskutabel. Die Konſumenten haben
aus dem Geſetz keinen Vorteil, noch weniger das Deutſche
Reich, nur einige Agenten und Lieferanten. Für dieſe
ein Geſetz zu machen, geht nicht an. Die Angeſtellten und
Depoſitäre werden durch dieſe Vorlage ſehr geſchädigt.
Die Unterſtellung, der katholiſchen Preſſe ſeien von
Intereſſenten größere Zahlungen gemacht, und daher
rühre die ablehnende Haltung des Zentrums, iſt eine
ſchofle und perfide Unterſtellung. Die einſeitige
Bevor=
zugung der Deutſchen Bank können wir nicht billigen.
Wir werden in der Kommiſſion verſuchen, die erforderlich
ſcheinenden Abänderungen vorzunehmen. Leitſatz muß
für uns alle ſein: Schutz den Aermſten. —
Staatsſekre=
tär Kühn: Wie verfolgen mit dem Geſetz nicht den
Zweck höhere Einnahmen zu erzielen, ſondern wir wollen
nur das heimiſche Wirtſchaftsleben vor den Angriffen des
amerikaniſchen Monopolkapitals ſchützen. Ergeben ſich
dabei Ueberſchüſſe, ſo iſt es nicht zu verwerfen, dieſe
Ueberſchüſſe zur Aufbeſſerung der Veteranenbeihilfe zu
verwenden. Es iſt natürlich nicht ausgeſchloſſen, daß auch
die Arbeiter mit entſchädigt werden können. Mit dem
Ausdruck Angeſtellte ſollte das Geſetz nur im allgemeinen
eine Handhabe bieten. Wenn auch nicht
Uebereinſtimm=
ung über den Entwurf herrſcht, ſo freut es mich doch,
feſt=
ſtellen zu können, daß es in den Grundſätzen und den
lei=
tenden Gedanken Anklang bei dem größten Teil. des
Hauſes gefunden hat. Ich ſpreche auch an dieſer Stelle
der Deutſchen Bank die Anerkennung aus für die
ſachkun=
dige Unterſtützung, die ſie uns geliehen hat und die ſie
auch, wie ich verſichern zu können glaube, nicht verſagen
wird, wenn ſie von der Vertriebsgeſellſchaft vollſtändig
ausgeſchloſſen werden ſollte. Es freut mich, daß alle
Parteien bereit ſind, in der Kommiſſion an der
Ausge=
ſtaltung des Geſetzes mitzuwirken. — Abg. Marquart
(natl.): Die Entſchädigung der Angeſtellten muß auch auf
die Verkäufer ausgedehnt werden. — Abg. Dr.
Tren=
del (Ztr.): Die Bayern und insbeſondere die
Regens=
burger haben das größte Intereſſe daran, Galizien in der
Petroleum Einfuhr zu fördern.
Hiermit ſchließt die Generaldebatte. Die Vorlage
geht an eine Kommiſſion von 28 Mitgliedern. Es folgen
Wahlprüfungen.
Ohne weitere Debatte wird das Mandat Bruhn
(Deutſche Reformpartei) gültig erklärt. Dagegen
ſtim=
men die Sozialdemokraten und einige Fortſchrittler.
Be=
züglich der Wahlen der Abgg. Herzog (wirtſch. Vgg.)
und Kopſch (Fortſchr. Vpt.) wied beſchloſſen,
Beweiser=
hebungen zu veranlaſſen. Hierauf wird vertagt.
Nächſte Sitzung Dienstag, 1. Uhr. Tagesordnung:
Kurze Anfragen, Interpellationen über die
Koalitions=
freiheit und Wagenmangel. — Schluß 6 Uhr 15 Min.
Die Erneuerung des Dreis
bundes.
* Rom 9. Dez. Das Giornale d’Italia ſchreibt:
Die vorzeitige Erneuerung des
Dreibun=
des zeigt, daß die drei Mächte das gegenwärtige
euro=
päiſche Gleichgewicht und den Frieden, um den ſich der
Dreibund zweifelsohne verdient gemacht hat, aufrecht
er=
halten und einträchtig an die Löſung der Orientkriſe
her=
antreten wollen. Man täte im Auslande unrecht daran,
die Erneuerung als eine Herausforderung einer
Mächte=
gruppe an eine andere zu deuten. Italien kann nicht
umhin, ſeine durchaus friedliche auswartige Politik
fort=
zuſetzen, die Politik des Gleichgewichts zwiſchen den
Bündniſſen und Freundſchaften. — Corriere d’Italia
ſchreibt: Die Erneuerung des Dreibundes bildet ein
Er=
eignis von hervorragender Wichtigkeit in der Geſchichte
unſerer auswärtigen Politik, weil die Gruppierung der
Kräfte, auf der über 30 Jahre die Aufrechterhaltung des
Friedens beruhen konnte, für Italien eine Bürgſchaft für
die Feſtigkeit und ruhige Entfaltung ſeiner Tätigkeit im
europäiſchen Konzert bedeutet.
L’Italia erklärt: Der
Dreibund, der in der Vergangenheit die Probe beſtand
wird ungeändert der Angelpunkt der italieniſchen Politik
bleiben und die ſicherſte Garantie bilden für den Erfolg
und die Größe ſeiner ſegensreichen Zukunft. — Popolo
Romano beſpricht die Erneuerung ähnlich wie die
Tri=
buna.
* Paris, 8. Dez. Die Blätter tragen in ihren
Er=
örterungen über die Erneuerung des
Dreibun=
des die größte Ruhe zur Schau und betonen dabei
ins=
beſondere, daß nach der von Delcaſſé im Jahre 1902 in
der Kammer abgegebenen Erklärung über die
franzöſiſch=
italieniſche Annäherung „Italien in keinem Falle das
Werkzeug oder der Gehilfe eines Angriffes gegen
Frank=
reich werden kann.‟ Der Temps ſagt, durch die
Erneuer=
ung des Dreibundes werde nicht die geringſte Aenderung
herbeigeführt. Sicher ſei nur das eine, daß die
Dreibund=
mächte durch die vorzeitige Erneuerung des Vertrages
ihre Solidarität in der gegenwärtigen Kriſe
bekräf=
tigen wollten. Der Dreibund ſei übrigens von Anfang
an friedlich geweſen und nichts beſtätige die Annahme,
daß er dieſen Charakter verlieren könnte, beſonders, da
durch das Gegengewicht des franzöſiſch=ruſſiſchen
Bünd=
niſſes und der Tripel=Entente ein dauerndes
Gleichge=
wicht geſichert ſei. Ganz ähnlich ſagt das Journal des
Débats: Die Erneuerung des Dreibundes in dieſem
Augenblick iſt beſtimmt, das Anſehen der Divlomatie des
Dreibundes im Verlauf der zu eröffnenden
Verhandlun=
gen zu erhöhen. Sie ändert aber nichts in den Augen
derjenigen Politiker, die es in allen Kriſen für nötig
er=
achten, mit der Dauer des Dreibundes zu rechnen. Die
Erneueruna kann uns zu keinerlei Erregung
ver=
anlaſſen. Sie könnte nur diejenigen beunruhigen, die in
dieſer Hinſicht unbegründete Illuſionen hatten.
* London, 9. Dez. Der Standard ſchreibt: Es wäre
unmöglich, einen Grund zu finden, um Deutſchland,
Oeſterreich=Ungarn und Italien nicht zur
Er=
neuerung des Dreibundes Glück zu wünſchen. Keine
Aenderung iſt in dem Vertrage gemacht worden, der dem=
nach ein rein defenſives Abkommen bleibt. Als ſolches iſt
er 30 Jahre hindurch wirkſam geweſen; nicht als eine
Bedrohung, ſondern als eine Stütze des europäiſchen
Friedens. Und wir müſſen hoffen, daß ſeine
Wirkſam=
keit in den 12 Jahren, für die er verlängert worden iſt,
ebenſo ſegensreich ſein wird.
Der Diebstahl der
Kölner Kaiſerkette vor Gericht.
— Köln 9. Dez. Der Diebſtahl des
vielumſtritte=
nen Kleinods der letzten drei Kaiſerpreisſiegen, der
zu=
letzt im Beſitz des Kölner Männergeſangvereins befindlich
geweſenen großen goldenen Kaiſerkette, beſchäftigte heute
die hieſige Strafkammer. Der vom Kaiſer geſtiftete
Preis wurde von den Kölner Sängern gleich beim erſten
Preisſingen in Kaſſel erobert, ging beim zweiten
Geſangs=
wettſtreit auf den Berliner Lehrer=Geſangverein über und
wurde beim dritten Preisſingen von den Kölnern
zurück=
erobert. Er wurde mit anderen Kleinodien des Vereins
in dem hiſtoriſchen Muſeum in der Eigelſteiner Torburg
aufbewahrt. Am 21. Juni d. Js. wurde entdeckt, daß in
das Muſeum ein Einbruch verübt worden war. Unter
Benutzung einer Strickleiter und des Blitzableiters
ge=
langten die Diebe in das obere Stockwerk und erbrachen
hier drei Schränke, in denen ſich die geſtohlenen
Klein=
odien befanden. Die Kette ſelbſt hatte einen Gold= und
Juwelenwert von 25000 Mark und war um die doppelte
Summe bei der Verſicherungsgeſellſchaft „Thurinaia”
gegen Diebſtahl verſichert. Als der Diebſtahl in Köln
bekannt wurde, wurden Vorwürfe laut, daß man einen
ſo wertvollen Gegenſtand in einem einfachen Schrank und
in einem Gebäude aufbewahrt habe, deſſen Fenſter nicht
einmal verſichert waren. Der Kölner Oberbürgermeiſter
und die geſchädigte Verſicherungsgeſellſchaft ſetzten eine
Belohnung von ie 1000 Mark für die Wiederauffindung
der Kette aus. Durch einen Zufall gelang es auch
ſchließ=
lich, in Hamburg drei Perſonen zu verhaften, die mit
dem Diebſtahl in Verbindung ſtanden. In ihren Taſchen
fand man Metallklumpen die ſie ſelbſt als Meſſing
be=
zeichneten, die ſich aber bei der chemiſchen Unterſuchung
als reines Dukatengold erwieſen. Sie legten auch bald
ein Geſtändnis ab, daß ſie an dem Diebſtahl der
Kaiſer=
kette beteiligt geweſen ſeien. Es konnte ſonach kein
Zwei=
fel darüber beſtehen, daß die Kette eingeſchmolzen
wor=
den war, und zwar iſt dies vermutlich auf belgiſchem
Boden geſchehen. Die weitere Unterſuchung ermittelte
dann auch die Namen der Hehler, die verſucht hatten, das
übrige Gold, bezw. die Juwelen unter der Hand zu
ver=
kaufen.
Die Verhandlung begann heute vormittag. Wegen
des Diebſtahls ſind angeklagt der Tapezierer Jakob
Kniep=Köln, der Kellner Jean Hochgeſchurz und
der Mechaniker Franz Bayer=Köln. Alle drei ſind
ſchwer vorbeſtrafte Einbrecher. Als Hehler bezw. Helfer
ſind angeklagt der Artiſt Rolla, der Schreiner
Ham=
macher=Köln und der Zahntechniker Thill=Köln
Für die Verhandlung ſind mehrere Tage vorgeſehen.
Der Balkankrieg.
Zur Lage.
* Lemberg, 8. Dez. Der Statthalter
Bobr=
zynski beantwortete heute in der Vollverſammlung
der polniſchen Landtags= und Reichsratsabgeordneten
eine Anfrage folgendermaßen: Auf Grund der
Ermäch=
tigung ſeitens des Miniſterpräſidenten bin ich in der Lage,
folgende autoritative Aeußerung abzugeben: Die
inter=
nationale Situation erfuhr in den letzten Tagen
keine Veränderung, die Gerüchte über eine
Ver=
ſchärfung der auswärtigen Lage ſind
un=
begründet. Unſere Beziehungen zu Rußland ſind
normal, den Gerüchten über eine bevorſtehende
Kriegs=
gefahr iſt daher kein Glauben beizumeſſen.
Es würde ſich demnach empfeblen, wenn von ſeiten der
Mitglieder des Klubs mäßigend eingewirkt und der
Ver=
breitung unzuverläſſiger und unzutreffender Nachrichten
entgegengetreten würde. Weiter iſt zu konſtatieren, daß
angeſichts der herrſchenden Beunruhigung ſich vor allem
in den Kreiſen der Jugend eine Beweguna geltend
ge=
macht hat, deren national=patriotiſcher Charakter nicht
ver=
kannt werden ſoll, die aber im Hinblick auf die gleichzeitig
auftretenden falſchen Vorausſetzungen über die
Heran=
ziehung dieſer Kreiſe zu militäriſchen Aufgaben
bedenk=
lich iſt, ja Gefahren in ſich birgt. Aus dieſem Grunde
ſind die Behörden im Einvernehmen mit den
militäri=
ſchen Organen nachdrücklich bemüht, daß derartigen
fal=
ſchen Vorausſetzungen durch eine entſprechende
Einwir=
kung und Beaufſichtigaung der Jugend entaegengetreten
werde. Es wird auch eine dankbare Aufgabe der
Ver=
treter der beiden das Land bewohnenden Nationalitäten
ſein, in ihren Kreiſen möglichſt dazu beizutragen, daß
einer ſolchen, mit Gefahren verbundenen Bewegung
Ein=
halt geboten werde.
Die Friedensverhandlungen.
* London 8. Dez. Als griechiſche
Frie=
densdelegierte bei der Londoner Konferenz
ſind der Miniſterpräſident Venizelos, der griechiſche
Ge=
ſandte in London Gennadinos und der griechiſche Geſandte
in Wien Dr. Streit beſtimmt worden. Sie treffen am
Donnerstag abend hier ein.
* Athen, 9. Dez. Amtlich wird gemeldet, daß
Griechenland außer den bereits genannten
Bevollmäch=
tigten den Profeſſor der Rechte in Paris, Nicolas
Pol=
tis, mit Genehmigung der franzöſiſchen Regierung als
Delegierten nach London ſendet.
* Belgrad, 8. Dez. Die
Friedensdele=
gierten der Balkanſtaaten erhielten den
Auf=
trag, nach Beendigung der Friedensverhandlungen mit
der Türkei in London zu bleiben, um dort die Frage
der territorialen Abgrenzung zwiſchen den Balkanſtaaten
zu regeln.
Oeſterreich und Serbien.
— Wien, 8. Dez. Oeſterreich will erſt dann
zur endgültigen Aktion gegen Serbien vorgehen,
wenn es auf der Botſchafterkonferenz volle Klarheit
dar=
über erhalten hat, wie ſich die übrigen Mächte, beſonders
Rußland zu den öſterreichiſchen Forderungen ſtellen, zu
denen bisher nur Deutſchland und Italien offiziell
Stell=
ung genommen haben. Das Wiener Kabinett werde
darauf beſtehen, daß ſich die Botſchafterkonferenz nicht in
die Länge zieht. Es iſt bisher von Serbien nicht über
deſſen Pläne informiert worden. Rußland wird nach
ver=
ſchiedenen Anzeichen Serbiens Hafenforderungen nicht
mit Waffengewalt unterſtützen. Serbiens Hoffnungen
auf die Serben in Oeſterreich=Ungarn dürften ſich nicht
erfüllen. So erklärte heute der kleritale Slowene
Abge=
ordneter Suſterſic in einem Artikel, die freie Benutzung
des Hafens von Antivari ſei eine leicht zu regelnde
Ange=
legenheit Serbiens und Montenegros.
Sonſtige Meldungen.
* Sofia, 8. Dez. Die Zahl der in Bulgarien
befindlichen türkiſchen
Kriegsgefange=
nen beträgt ungefähr 18000, darunter 350 Offiziere.
Nicht mitgezählt ſind die 6000 Gefangenen von Saloniki,
die den Bulgaren hätten übergeben werden ſollen.
H. B. Belgrad, 9. Dez. König Peters
Ge=
ſundheitszuſtand gibt fortgeſetzt zu den größten
Beſorgniſſen Anlaß. Häufige Ohnmachtsanfälle wechſeln
mit Schlafſucht. Auch Prinz Georg iſt ſchwer krank. Sein
chroniſches Darmübel hat ſich im Feldzuge noch
verſchlim=
mert. Auch Kronprinz Alexander kehrt krank
aus dem Kriege zurück.
Vermiſchtes.
* Die Maler=Einkaufsgenoſſenſchaften
Deutſchlands, die im September d. J. in Kaſſel
einen Deutſchen Genoſſenſchaftstag abgehalten und auf
dieſem beſchloſſen hatten, einen Zuſammenſchluß in
ge=
ſetzlicher Form herbeizuführen, tagten am 5. und 6. Dez.
in Frankfurt a. M., um das Vorhaben zur Ausführung
zu bringen. Nachdem alle Geſichtspunkte, welche für die
Gründung einer Zentral=Einkaufsgenoſſenſchaft von
Be=
deutung ſind, in der eingehendſten Weiſe geprüft waren,
ſchritt man zur Gründung derſelben unter der Firmar=
Zentral=Einkaufsgenoſſenſchaft der Maler=
Rohſtoffgenoſſenſchaften
Deutſchlands=
eingetragene Genoſſenſchaft mit beſchränkter Haftpflicht,
mit dem Sitz in Mannheim. In der ſich anſchließenden
erſten Generalverſammlung wurden die erforderlichen
Wahlen vorgenommen, ein vom Vorſtand entworfener
Haushaltungsplan, ſowie die Form, wie ſich demnächſt
der Einkauf durch die Zentrale geſtalten ſoll, gutgeheißen.
Zum Schluß wurde der Beitritt zum Verband Badiſcher
Handwerkergenoſſenſchaften beſchloſſen, um mit dieſer
Mitgliedſchaft einem Reviſionsverband anzugehören.
Literariſches.
— Ein ehrendes Zeugnis deutſcher Tatkraft liegt vot
uns. Es iſt das Werk „Vom Kongo zum Niger
und Nil” (gebunden Mk. 20), das ſoeben in zwei
präch=
tig ausgeſtatteten Bänden bei Brockhaus in Leizig
er=
ſcheint. Herzog Adolf Friedrich zu
Mecklen=
burg, der gegenwärtige Kaiſerliche Gouverneur unſerer
Kolonie Togo, berichtet mit ſeinen Begleitern über ſeine
letzte große Afrika=Expedition, von der er erſt im porigen
Jahre zurückgekehrt iſt. Sie hat über Deutſchlands
Grenzen hinaus allgemeines Aufſehen erregt durch die
hervorragenden Entdeckungen, die ihr beſchieden waren.
Reiche Schätze für die deutſchen Muſeen und
Zoologi=
ſchen Gärten konnte der Herzog heimbringen. Aber die
Eroberungen für die Wiſſenſchaft waren nicht ohne
Kampf. Kriegeriſche Verwicklungen hemmten die
Expe=
dition, und die Natur öffnete ihr Arſenal an Schreckniſſen.
um die glückliche Durchführung der Haupt= und der
Teil=
expeditionen aufs äußerſte zu erſchweren. Aber deutſche
Offiziere, deutſche Forſcher laſſen ſich nicht abſchrecken
Der Titel „Vom Kongo zum Niger und Nil” läßt
erken=
nen, welch ausgedehntes Gebiet der Schauplatz der
Ex=
pedition war. Jeder der Führer der Teilerpeditionen
er=
zählt in charakteriſtiſcher Weiſe ſeine Erlebniſſe
undEr=
fahrungen, und die verſchiedenen Berichte ſchließen ſich
einem feſſelnden Ganzen zuſammen. Der Herzog ſelbſt
erforſchte die Gebiete des rieſigen Tſchad=Sees und ſeines
mächtigen Zufluſſes des Schari. Er hatte ſehr intereſſante
Erlebniſſe mit den prachtliebenden Sultanen jener ur
alten Negerreiche, in denen ein Stück Mittelalter wieder
erſtanden erſcheint, und er verſteht es ausgezeichnet. die
deutſche und die franzöſiſche Kolonialverwaltung in ihren
Vorzügen und ihren Gegenſätzen zu charakteriſieren und
auf Erſtrebenswertes in unſeren Kolonien hinzuweiſen.
Sein treuer Begleiter und Adjutant Hauvtmann von
Wieſe drang vom Schari durch die rieſenhaften
Urwäl=
der des Uelle=Gebiets auf die weiten Steppenflächen
des Nilbeckens hinaus. Auch der Zoologe Dr. Schubotz
durchquerte dieſes Urwaldgebiet. In ein ganz
unbekinn=
tes Gebiet Süd=Kameruns führt uns Dr. Schultze. Ein
ungeheurer, dichter Urwald verbirat reiche Schätze, und
zum erſten Male erfährt das deutſche Publikum näheres
über Land und Leute in dieſem zukunftsreichen Gebiet,
Zwerde und Menſchenfreſſer bevölkern den Urwald
Der Botaniker der Ernedition Dr. Mildbraed entrollt
entzückende Bilder der Inſeln Fernando Poo und
Anno=
bon. dieſer Perlen des Golfes von Guineg. Erſtaunlich
iſt der Reichtum des Buches an ausgezeichneten bunten.
umd einfarhigen Abbildungen. Kahinettſtücken der
moder=
nen Reproduktion. Für den Preis von 20 Mark iſt das,
was in dem Buche des Herzgas in Wort und Bild
ge=
boten wird, als außerordentlich billta en bezeichnen, und
jedem, der gern von eigenartigen Ländern und Völkern
hört und der ſich für deutſche Forſcherarheit im ſchwarsen
Erdteil intereſſiert, iſt warm zu empfehlen dem
vräch=
tigen Buche auf dem Weihnachtstiſche einen
hervorragen=
den Platz einzuräumen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Perlebera, 9. Dez. Im Dorfe Moedlich fand geſtern
nachmittag in Gegenwart des Landrates, des Prieanitzer
Adels und der Landbevölkerung die feierliche
Beiſetz=
una des holländiſchen Admirals Gyſel van Lyr ſtatt.
Gyſel war 1652 vom Großen Kurfürſten mit der
Ver=
waltung des Amtes Lenzen betraut worden und hatte
heim Ausbau der preußiſch=kurfürſtlichen Marine
hervor=
ragende Dienſte geleiſtet. Der mumifizierte Leichnam wär
am 8. Dezember 1676 in der Dorfkirche zu Moedlich
bei=
geſetzt worden. Geſtern wurde derſelbe der Erde
über=
geben.
* London, 9. Dez. Die „Mauretania” hat geſtern
vormittaa 10 Uhr 55 Min. Queenstown verlaſſen und
befand ſich halb 12 Uhr nachts 260 Seemeilen weſtlich von
Browhead. Das Gerücht, daß ſie untergegangen ſei,
ent=
behrt jeder Grundlage.
* Rio de Janeiro, 9. Dez. In einem
Projektions=
raum eines Kinotheaters explodierte der Motor
Es entſtand eine Feuersbrunſt. Drei Perſonen wurden
getötet, mehrere verletzt.
HB. Berlin, 9. Dez. Die Audien; in der geſtern
der Berliner Oberbürgermeiſter Wermuth und die beiden
Stadtbauräte für Hoch= und Tiefbau, die Geheimräte
Hoffmann und Krauſe, im Königlichen Schloß empfangen
wurden, war ſchon ſeit längerer Zeit vorgeſehen. Die
Hauptpunkte der Unterredung bildeten die vom Stadt=
baurat Hoffmann zu erbauenden neuen
Muſeums=
gebäude auf der Muſeums=Inſel und ſodann der
bei der Univerſität unter den Linden durchzuführende
Tunnel, zur Verbindung der Straßenbahnlinien nördlich
und ſüdlich der Linden.
— Altona, 9. Dez. Hier wurde eine
Falſchmün=
zerwerkſtätte aufgehoben und drei Perſonen
ver=
haftet. Große Mengen gefälſchter Dreimarkſtücke konnten
beſchlagnahmt werden.
HB. Bochum, 9. Dez. Beim Paſſieren der Herner
Straße rannte in der vergangenen Nacht ein mit ſechs
Perſonen beſetztes Auto beim Ueberfahren der
Zechen=
bahnſtrecke von Konſtantin der Große mit einem Wagen
zuſammen. Sämtliche Inſaſſen des Autos wurden
her=
ausgeſchleudert. Der Chauffeur Heinert war auf der
Stelle tot. Die übrigen Inſaſſen wurden ſchwer verletzt.
— Wermelskirchen, 9. Dez. Der Brauereibeſitzer
Blumenſtock fiel in einen Bottich kochenden Bieres
und ſtarb nachdem man ihn herausgeholt hatte. Bei
den Rettungsarbeiten erhielt ein Steuerbeamter ſchwere
Brandwunden.
Junge, Junge, was machst du für Sachen
Freuſt dich ſeit vierzehn Tagen darauf, zum
Chriſtfeſt heim zu fabren und nun liegſt du da,
ſtockheiſer, eingepackt wie ein Wickelkind und weißt
dir vor Halsſchmerzen nicht zu helfen. Wenn du
ſchon keinen Arzt nehmen willſt, dann laß dir
wenigſtens eine Schachtel Fays ächte Sodener
Mineral=Paſtillen aus der nächſten Apotheke oder
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Drogerie holen. Wenn du die nach Vorſchrift
ge=
brauchſt, dann wirſt du ſicher auch morgen
ſoweit auf dem Damm ſein, daß du doch noch
fahren kannſt. Die Schachtel Sodener koſtet nur
85 Pfg.; der Bote ſoll aber acht geben, daß er
keine Nachahmungen erhält.
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hiermit hingewieſen wird.
(25294
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(Statt beſonderer Anzeige.)
Mit den Sakramenten verſehen, ſtarb heute
unſere liebe Mutter, Großmutter und
Urgroß=
mutter
(25348
Frau Landgerichtstarkauch
im 90. Lebensjahre.
Beiſetzung in Mainz in der Stille.
Wir bitten von Kondolenzbeſuchen Abſtand
zu nehmen.
Im Namen der Familie:
Friedrich Carl Rauch.
Darmſtadt, den 9. Dezember 1912.
Todes=Anzeige.
Heute mittag 12½ Uhr entſchlief ſanft
meine liebe Frau, unſere treue Mutter und
(25346
Großmutter
Frau
Sophie Waldecker
geb. Brede.
Die Beerdigung findet am Donnerstag,
den 12. Dezember, vormittags 11 Uhr, von
der Friedhofskapelle (Darmſtädter Friedhof)
aus, ſtatt.
Darmſtadt, 9. Dezember 1912.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Karl Waldecker, Hauptmann a. D.
NB. Von Kondolenzbeſuchen bittet man
ab=
ſehen zu wollen.
Berwandten, Freunden und Bekannten
die ſchmerzliche Mitteilung, daß mein guter,
lieber Vater, unſer guter Bruder
Julius Brauns
Städt. Bürobeamter i. P.
Sonntag nachmittag 5 Uhr im vollendeten
69. Lebensjahre, vorher verſehen mit den heiligen
Sterbeſakramenten, ſanft entſchlafen iſt.
Pauline Brauns, Darmſtadt.
Henriette Brauns, Frankfurt.
Jean Brauns, Caſſel.
Darmſtadt, 9. Dezember 1912.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 11. d. M.,
nachm. 3 Uhr, von der Darmſtädter
Friedhofs=
kapelle aus, ſtatt.
(B25347
Für die vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme bei dem Hinſcheiden
un=
ſeres lieben, unvergeßlichen Kindes
ſagen innigen Dank.
Familie Ludwig Schmelz,
Dieburgerſtraße 13.
(25338
Statt beſonderer Anzeige.
Am Samstag morgen verſchied zu
Ham=
burg nach längerer Krankheit an einem ſchweren
Herzleiden mein guter Sohn, unſer lieber
Bruder, Schwager und Onkel
(B25328
Karl Hammann
Diplomingenieur
im 28. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Georg Hammann.
Biebesheim, den 8. Dezember 1912.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 11. d. M.,
2 Uhr nachmittags, zu Biebes heim ſtatt.
Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſere liebe, unvergeßliche Mutter, Großmutter,
Schweſter und Tante
(*13811
Frau
Elisabethe Götz
geb. Schneider
heute nacht nach kurzem Leiden im 60.
Lebens=
jahre zu ſich zu rufen.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Jakob Götz u. Familie,
Katharina Falter, geb. Götz,
Lorenz Falter.
Hähnlein u. Darmſtadt, den 9. Dez. 1912.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 11. Dez.,
Dankſagung.
Für die uns bewieſene wohltuende
Teilnahme bei dem uns ſo
ſchmerz=
lich betroffenen Verluſte ſagen wir
hierdurch Allen unſeren innigſten
Dank.
(25312
Jeannette Hahn, geb. Schmidt,
Margarete Hahn, geb. Scharmann,
Familie J. Carl Schmidt.
Darmſtadt, den 9. Dez. 1912.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtelle Gießen.
Ueber dem Feſtland lagert noch immer hoher Druck,
der uns heiteres, trockenes Froſtwetter bringt. Die
Morgentemperaturen liegen in Süd= und
Mitteldeutſch=
land unter 0‟ an der Küſte höher. Da ſich die
nord=
weſtliche Depreſſion langſam dem Kontinent nähert, haben
wir morgen mit zunehmender Bewölkung und etwas
milderem Wetter zu rechnen.
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, den 10.
De=
zember: Nachtfroſt, vielfach Morgennebel, wolkig,
ver=
einzelt Schneefälle, etwas milder.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater (Außer Abonnement), Anfang
7 Uhr: „Hamlet, Prinz von Dänemack”
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Vortrag von Pfarrer Heſſelbach um 8¼ Uhr im
„Kaiſerſaal” (Freie landeskirchliche Vereinigung).
Vortrag mit Lichtbilder von Konſul Singelmann um
8 Uhr im Hotel „Zur Traube” (Kolonialgeſellſchaft).
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Burgerkeller um
8 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße Nr. 23):
Die Hochzeitsfeier im Hauſe Fürſtenberg; zur Eröffnung
der Winterſeſſion des deutſchen Reichstages; der
öſter=
reichiſch=ungariſche Armeeinſpektor Freiherr v.
Hötzen=
dorf in Bukareſt; König Peter von Serbien verläßt
mit dem Premierminiſter Paſitſch den
Dankgottes=
dienſt.
Verſteigerungskalender.
Mittwoch, 11. Dezember.
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Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otte Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſes
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftoleben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſgndt.
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Landgerichtsrat Lebrecht, Fr. Pfr. Rückert, Frl. Krätzinger, Fr.
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Löwer, Fr. Fitting, Fr. Illert, Fr. Dr. Bender, Fr. Roſſé, Fr.
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Wieſehahn, Fr. Nöll, Fr. Pfr. Keller, Firma Heyl & John, Frl.
Kittler, Frl. Butz, Frl. Cramer, Frl. Goldmann, Fr. Pfr. Wagner,
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Daudt, Fr. Landgerichtsrat Meiſel, Fr. Daum, Fr. Sutor u. Tochter,
Fr. Schulrat Müller, Frl. Strein, Fr. Strauß, Hr. Cramer, Frl.
Dingeldey, Fr. Amtsgerichtsrat Weidig, Frl. Noack, Frl. Riedel, Fr.
Lettermann, Fr. Herrmann, Fr. Dr. Vix, Fr. Geh.=Rat Back, Frl.
Schaubach, Hr. u. Fr. R. Wittich, Fr. Dr. Fehr, Frl. de Weerth,
Fr. Prof. Bekker, Fr. Schulrat Doſch, Fr. Prof. Völſing, Frl. Schenk,
Fr. Prof. Heil, Fr. Prof. Friedrich, Firma Kalbfuß, Fr. Geh.=Rat
Preetorius, Fr. Geh=Rat Städel, Frl. Grünewald, Frl. M. u. R. Rau,
Jugendbund der Paulusgemeinde, Fr. Colin, Fr. Noack, Frl. Köſter,
Fr. Pfr. Walz, Vereinigung konfirmierter Mädchen der Petrusgemeinde,
Fr. May, Frl. Schloſſer, Fr. Dr. Bennighof, Hr. Prof. Geiſt, Frl. Az u.
Land=
mann, Fr. Prof. Lepſius, Fr Bäcker Jöſt, Fr. v Köppen, Fr. Darmſtädter,
Fr Pfr. Keller, Fr Oberſtabsarzt Schneider, Fr. Darmſtäder, Fr.
Geh=Rat Seip, Fr. Dr Bernet, Fr. Nold, Fr. Hering, Fr. Lang,
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nungsrat Schönberger, Frau Leber, Frl. Wagner, Frl. E. Klump,
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Frl. Millet, Frl. v. Knorr, Exzellenz v. Knorr, Frau v. Follenius,
Herr Guſtav Hickler, Firma Glückert, Frau Dr. Maurer, Frl. Eliſabeth
Roth, Frau Major Schüler, Frau Dr. Walther, Frau
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gerichtsrat Linkenheld, Frau Dr. Louis Merck, Herr
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gerichtsrat Zimmermann, Frau Dr. Sior, Frl. Mathilde und Hermine
Stellwagen, Freifrau Eliſe Schenck zu Schweinsberg, Frl. Lucie
v. Kietzell, Frau Profeſſor Schmitt, Frau Ph. Schnellbächer, Herrn
Privatier Roll und Frau, Frl. Louiſe Göbel, Frl. Strecker, Frau
Profeſſor Ihle, Frl. Marie Linß, Frl. Küchner, Frau Eugenie Jordis,
Frau Wenz, Seifengeſchäft Schmidt, Frl. Fehr, Firma Faix, Firma
Wroncker, Firma Kalbfuß, Firma Heyl u. John, Schuhfabrik Müller,
Herrn Pfarrer Widmann, Milchhändler Bernius, Frl. Herzberger,
Nungeſſer, Bäcker Riedel, Ochſenmetzger Schneider,
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handlung Maul, J. Karl Schmidt, Freudenberger, Wamboldt, H. und
J. Weber, Gebr. Roeder, Gebr. Becker Nachfolger, Jakob Schäfer,
Friedrich Schaub, Guſtav Spengler, Schweinemetzger Hübner, Stadion
Rühl, Georg Oeſterling, Karl Ehmig, Baugeſchäft Ganß, Schade
u. Füllgrabe.
(25342
e
die Erlaubnis erteilt, je 50.0 Loſe der III.—V. in den Jahren 1913, 1914 und 1915
auszuſpielenden Serie einer Geldlotterie zur Beſchaffung von Mitteln für die
Wieder=
herſtellung der Feſte Coburg innerhalb des Großherzogtums zu vertreiben. Nach dem
von der zuſtändigen Behörde genehmigten Verlofungsp an dürfen in jeder Serie
360 000 Loſe à 3 Mark ausgegeben werden. Zum Vertrieb in Heſſen dürfen nur mit
dem heſſiſchen Zulaſſungsſtempel verſehene Loſe gelangen. Während der Zeit des
Vertriebs der Loſe zur I. Klaſſe einer Königl. Preußiſchen Lotterie iſt Ankündigung,
Ausgabe und Vertrieb der Loſe in Heſſen nicht geſtattet.
(25273
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Nachſuchung der Berechtigung zum einjährig=freiwilligen Dienſt auf
Grund von Schülzeugniſſen.
Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugniſſe die
Berech=
tigung zum einjährig=freiwilligen Dienſt nachſuchen wollen, werden hierdurch auf die
nachfolgenden bei Anbringung der Geſuche zu beachtenden Vorſchriften mit dem
An=
fügen aufmerkſam gemacht, daß hiernach unvollſtändige Geſuche ohne weiteres
zurück=
gegeben werden.
1. Das Geſuch iſt bei der unterzeichneten Prüfungs=Kommiſſion nur dann
einzureichen, wenn der ſich Meldende im Großherzogtum geſtellungspflichtig iſt,
d. h. ſeinen dauernden Aufenthaltsort hat.
2. Die Berechtigung zum einjährig=freiwilligen Dienſt kann nicht vor vollendetem
17. Lebeusjahr und muß ſpäteſtens bis zum 1. Februar des Jahres nachgeſucht
werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird.
Sollten einzelne der nachſtehend unter a—d aufgeführten Papiere und insbeſondere
das Schulzeugnis wegen noch nicht vollendetem Schulbeſuch bis zu vorangeführtem
Termin nicht vorgelegt werden können, ſo iſt gleichwohl das Geſuch bis zu dieſem
Zeit=
punkt einzureichen und in demſelben anzugeben, daß die etwa noch fehlenden Papiere
nachfolgen würden. Die Einreichung dieſer Papiere muß bei Verluſt des Anrechts
der Berechtigung ſpäteſtens bis 1. April desſelben Jahres erfolgen.
3. Das Geſuch muß von dem Betreffenden ſelbſt geſchrieben ſein und iſt hierzu
ein Bogen im Aktenformat (nicht Brieſpapier) zu verwenden. Auch iſt die nähere
Adreſſe anzugeben. Das Geſuch iſt an die unterzeichnete Behörde, ohne perſönliche
Adreſſe zu richten.
. Dem Geſuche ſind folgende Papiere beizufügen:
a) Geburtszeugnis (Auszug aus dem Zivilſtandsregiſter, nicht Taufſchein).
Ge
die Dauer des einſchrigen Dienſtes die Koſten des Unterhalts, mit Einſchluß
der Koſten der Ausrüſtung, Bekleidung und Wohnung, von dem Bewerber
ge=
tragen werden ſollen; ſtatt dieſer Erklärung genügt die Erklärung des
geſetz=
lichen Vertreters oder eines Dritten, daß er ſich dem Bewerber gegenüber zur
Tragung der bezeichneten Koſten verpflichte und daß, ſoweit die Koſten von
der Miltärverwaltung beſtritten werden, er ſich dieſer gegenüber für die
Er=
ſatzpflicht des Bewerbers als Selbſtſchuldner verbürge.
Die Unterſchrift des geſetzlichen Vertreters und des Dritten, ſowie die
Fähigkeit des Bewerbers, des geſetzlichen Vertreters oder des Dritten, zur
Be=
ſtreitung der Koſten iſt obrigkeitlich zu beſcheinigen. Uebernimmt der geſehzliche
Vertreter oder der Dritte die in vorſtehendem Abſatze bezeichneten
Verbindlich=
keiten, ſo bedarf ſeine Erklärung, ſofern er nicht ſchon kraft des Geſetzes zur
Gewährung des Unterhalts verpflichtet iſt, der gerichtlichen oder notariellen
Beurkundung.
Der Regel nach iſt dem Schulzeugnis ein entſprechendes Formular
bei=
gefügt, auf welches ausdrücklich Bezug genommen wird.
e) Ein Unbeſcholtenheitszeugnis, welches für Zöglinge von höheren Schulen
(Gymnaſien, Realgymnaſien, Ober=Realſchulen, Progymnaſien, Realſchulen,
Realprogymnaſien, höheren Bürgerſchulen und ſonſtigen militärberechtigten
Anſtalten) durch den Direktor der Anſtalt, für alle übrigen jungen Leute durch
die Polizei=Obrigkeit oder ihre vorgeſetzte Dienſtbehörde auszuſtellen iſt.
d) Das Schulzeugnis.
Sodann wird noch beſonders bemerkt:
zu pos, d) daß die Schulzeugniſſe, mit Ausnahme der Reifezeugniſſe, für die
Uni=
verſität und die derſelben gleichgeſtellten Hochſchulen und Reifezeugniſſe
für die Prima der Gymnaſien, Realgymnaſien und Ober=Realſchulen,
ſowie Reifezeugniſſe (Zeugniſſe über die beſtandene Schlußprüfung) der
Progymnaſien, Realprogymnaſien und Realſchulen, ſämtlich nach Muſter 18
zur Wehr=Ordnung vom 22. November 1888 — Neuabdruck Reg.=Bl.
Nr. 68 von 1901
ausgeſtellt ſein müſſen.
Im übrigen wird auf die Beſtimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und 94 der
an=
geführten Wehrordnung verwieſen.
Großherzogliche Prüfungs=Kommiſſion für Einjährig=Freiwillige zu Darmſtadt.
Der Vorſitzende:
von Werner, Regierungsrat.
(24005a
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 ſchottiſcher Schäferhund, 2 Pinſcher, 1 Foxterrier, 1
Dober=
mann. Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=
Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten
Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vorm. um 10 Uhr, ſtatt. (25296
Bekanntmachung,
über die Feierabendſtunde für offene Verkaufsſtellen.
Als Ausnahmetage im Sinne der §§ 139d Ziffer 3 und 1390
Abſ. 2 Ziff. 2 der Reichsgewerbeordnung werden hiermit beſtimmt:
Für alle offenen Verkaufsſtellen die letzten 7 Werktage
vor dem 24. Dezember 1912 (Montag, den 16. bis
Samstag, den 21. Dezember, ſowie Montag, den 23.
De=
zember), mit einer Verkaufszeit bis 10 Uhr abends.
II. Für die offenen Verkaufsſtellen der Metzger und
Fleiſch=
verkäufer auch der 24. Dezember 1912, mit einer
Ver=
kaufszeit bis 9 Uhr abends.
III. Für die offenen Verkaufsſtellen der Bäcker und
Kon=
ditoren auch der 30. und 31. Dezember 1912 mit einer
Verkaufszeit bis 10 Uhr abends.
An den vorgenannten Tagen finden für die einſchlägigen
Geſchäfte die Beſtimmungen über die Mindeſtruhezeit und
die Mittagspauſen der Gehilfen Lehrlinge und Arbeiter
in offenen Verkaufsſtellen keine Anwendung. (25274iso
Darmſtadt, den 7. Dezember 1912.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Bekanntmachung
betr. die Ausſtellung von Gewerbelegitimationskarten.
I. Nach § 4t der Reichsgewerbeordnung iſt derienige, weicherein
ſtehendes Gewerbe betreibt, befugt, auch außerhalb des
Gemeinde=
bezirks ſeiner gewerblichen Niederlaſſung perſönlich oder durch in
ſeinem Dienſte ſtehende Reiſende für die Zwecke ſeines
Gewerbe=
betriebs Waren aufzukaufen und Beſtellungen auf Waren zu
ſuchen. Das G eiche gilt für Handlungsagenten, die ein ſtehendes
Gewerbe betreiben in Anſehung der Befugnis, als Vermittler oder
Vertreter des Geſchäftsherrn den Ankauf von Waren vorzunehmen
oder Beſtellungen auf Waren zu ſuchen.
Hierzu iſt nach § 44a der Gewerbeordnung eine
Legitimations=
karte erforderlich, welche auf Antrag des Inhabers des
ſtehen=
den Gewerbebetriebs (Antrag des Reiſenden ſelhſt genügt ncht)
von der für deſſen Niedertaſſungsort zuſtändigen Verwaltungsbehörde
auf die Dauer eines Kalenderjahres und den Umjang des Reiches
ausgeſtellt wird.
II. Für Gewerbetreibende, welche in Darmſtadt eine
gewerb=
liche Niederlaſung haben, iſt das Großh. Kreisamt Darmſtadt
zu=
ſtändig. Der Antrag iſt bei dem zuſtändigen Polizeirevier zu
ellen.
III. Die Legitimationskarte iſt zu verſagen:
1. wenn derienige, für den ſie beantragt wird, entweder mit
einer abſchreckenden oder anſteckenden Krankheit behaftet oder
in abſchreckender Weiſe entſtellt iſt, oder
2. unter Polizeiaufſi ht ſteht, oder
3, wegen ſtrafbarer Handlungen aus Gewinnſucht, gegen das
Eigentum, gegen die Sitlichkeit, wegen vorſätz icher Angriffe
auf das Leben und die Geſundheit der Menſchen, wegen
Land= oder Hausfriedensbruchs, wegen Widerſtands gegen
die Staatsgewalt, wegen vorſätzlicher Brandſtiftung, wegen
Zuwiderhandlungen gegen Verbote oder
Sicherungsmaß=
regeln, betr. Einführung oder Verbreitung anſteckender
Krank=
heiten oder Viehleuchen, zu einer Freiheitsſtrafe von
min=
deſtens drei Monaten verurteilt iſt, und ſeit Verbüßung
der Strafe drei Jahre noch nicht verfloſſen ſind, oder
wenn er
4. wegen gewohnheitsmäßiger Arbeitsſcheu, Bettelei,
Land=
ſtreicherei, Trunkſucht übel berüchtigt iſt.
Die Legitimationskarte darf außerdem verſagt werden, wenn
derjenige, für den ſie beantragt wird, wegen einer der vorſtehend
unter 3 bezeichneten ſtrafbaren Handlungen zu einer Freiheitsſtrafe
von mindeſtens einer Woche verurteilt iſt und ſeit Verbüßung der
Strafe fünf Jahre noch nicht verfloſſen ſind.
IV. Wer zum Zweck der Erlangung einer Legitimationskarte
wiſſentlich unrichtige Angaben über die für die Erteilung
der=
felben weſentlichen Tatſachen macht. hat Geldſtrafe bis zu
150 Mark und im Unvermögensfalle Haftſtrafe bis zu 4 Wochen
ver=
wirkt. (§ 148, 6 Gewerbeordnung.)
Die oben bezeichnete Tätigkeit darf bei Meidung der gleichen
Strofe nicht früher begonnen werden, als bis der
Gewerbe=
treibende im Beſitz der Legitimationskarte iſt. (§ 148, 5
Gewerbe=
ordnung.)
Wer ſeine Legitimationskarte einem Anderen zur Benutzung
überläßt, hat die gleiche Strafe verwirkt. (§ 148, 5 Gewerbeordnung.)
V. Da vor Erteilung der Legitimationskarte Ermittelungen
über die Perſönlichkeit desjenigen, für welchen ſie ausgeſtellt werden
ſſoll, insbeſondere über ſeine etwaigen Vorſtrafen angeſtellt werden
müſſen (dies auch dann, wenn der betreffenden Perſon im ver=
floſſenen Jahre eine Legitimationskarte ausgeſtellt war), fordern
wir alle Beteiligten auf, ihre Anträge rechtzeitig auf dem
zu=
ſtändigen Polizeirevier zu ſtellen, da ſie es ſich andernfalls ſelbſt
zuzuſchreiben haben, wenn die Ausſtellung der beantragten
Le=
gitimationskarten durch das Großh. Kreisamt nicht bis zu dem
gewünſchten Zeitpunkte erfolgen kann.
(24982ti
Darmſtadt, den 4. Dezember 1912.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Neubelegung von Reihengrabſtätten
im Friedhof an der Nieder=Ramſtädter Straße.
Die in den Jahren 1885—1887 belegten Grabſtätten (
Reihen=
gräber für erwachſene Perſonen) in Abteilung III, J obigen Fried
hofs ſollen gemäß § 18 der Friedhofsordnung erneut belegt werden.
Nach § 19 der Friedhofsordnung können Grabſtätten gegen
Entrichtung der tarifmäßigen Gebühr von 25 Mk. und unter
Ueber=
nahme der Verpflichtung zur ſteten anſtändigen Unterhaltung der
Plätze der erneuten Benutzung zur Beerdigung für die Dauer von
weiteren 25 Jahren entzogen werden.
Gemäß § 20 der Friedhofsordnung fordern wir diejenigen, die
von vorſtehendem Rechte Gebrauch machen wollen, hiermit auf, bis
zum 31. Dezember 1912, bei Meidung der Annahme des
Ver=
zichts, auf dem Geſchäftszimmer des Friedhofsverwalters, Herdweg 105,
bezüglichen Antrag zu ſtellen.
Darmſtadt, den 1. November 1912.
(22925a
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Mueller.
Bekanntmachung.
Der Voranſchlag der Gemeinde Traiſa für 1913 liegt vom
12. bis einſchließlich 19. Dezember l. Js. auf dem Bürgermeiſterei=
Bureau zu jedermanns Einſicht offen.
Zu den zur Erhebung kommenden Umlagen werden auch die
Ausmärker herangezogen.
(25303
Traiſa, den 8. Dezember 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Traiſa.
Walter.
Bekanntmachung.
Der Voranſchlag der Gemeinde Gräfenhauſen für 1913 liegt
vom 11. bis einſchließl ich 17. Dezember 1912 auf dem Bürgermeiſterei=
Bureau zur Einſicht der Beteiligten offen. Während der
Offen=
legungsfriſt können Einwendungen ſchriftlich oder zu Protokoll bei
dem Bürgermeiſter erhoben werden.
Bemerkt wird, daß Umlagen erhoben werden, zu denen die
Ausmärker heranzuziehen ſind.
(25305
Gräfenhauſen, den 9. Dezember 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Gräfenhauſen.
Betri.
Verſteigerungs-Anzeige.
Freitag, den 13. Dezember I. J., vorm. 9 Uhr,
verſteigere ich im Hauſe Beckſtraße 74 II., die zum Nachlaß der
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2 Etageren, 1 Säulenſtänder, 2 Spiegel, 1 Nähtiſth, 1 Hausapotheke,
2 kleine Schränkchen, 1 Nähmaſchine, 1 Serviertiſch, 1 Ofenſchirm,
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Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 10. Dezember 1912.
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Dienstag, 17. Dezbr. 1912
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einzureichen.
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Darmſtadt, 9. Dezember 1912.
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vormittags 10 Uhr,
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niſſe nicht entgegenſtehen, wird
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Darmſtadt, 9. Dezember 1912.
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zeichnete Stelle — Baracke 14,
Stube 2 — einzureichen.
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Wilhelminenstrasse.
Telephon 469.
Für den Weihnachts-Bedarf!
IANWDUerUTTE
für Damen, Herren und Kinder.
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elegante Karton-Verpackung.
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Damen-Handschuhe
.—, 1.20, 1.30
mit Seidenfutter
Damen-Handschuhe
1.35, 160, 2.25, 2.40
Wildleder-Imit.
Damen-Handschuhe
1.60, 2.—, 2.75
Dänisch Leder
Damen-Handschuhe
1.50, 1.75, 3.75
Damen-Handschuhe Glacé-Leder
1.90, 2.80 bis 4.50
Dänisch Leder, woiß und
Damen-Handschuhe farb. 10—16 Knopfl. 4.50,
5.50 bis 7.—.
Glacé-Leder, weiß,
Damen-Handschuhe
8—20 Knopfl
3.75, 3,.90, 4.75 bis 950
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 12. Dezember 1912, vorm. 10 Uhr,
kommen in Ober=Ramſtadt im Saale „Gaſthaus zum Mühltal”
zwangsweiſe gegen Barzahlung zur Verſteigerung:
20 Paar Lederſchnürſtiefel mit warmem Futter, 45 Paar
Kamelhaarſtiefel, 12 Paar Damenſchnürſtiefel, 107 Paar
Damen=Filzſchnürſtiefel und Pantoffel, 22 Herren=
Filzpan=
toffel, 21 Doublepantoffel, 22 Meltonpantoffel, 52
Tuch=
u. Lederhausſchuhe, 30 Rindleder=Schnallenſtiefel, 48 Kinder=
Schnallenſtiefel, 20 Segeltuchſchuhe.
(25340
Die Verſteigerung findet beſtimmt ſtatt.
Rollenhagen, Großh. Gerichtsvollzieher,
in Darmſtadt, Kaſinoſtraße 24.
Masch.-Techn. Arbeiten.
Kostenanschfüge, Berechnungen, Pröjekte,
Unter-
suchungen, an Masch--Entaehfen. Durcharbeitung
von Erfindungsidee:-Thtwenten sowie Ausziehen
und Beschrafben von Zeichnungen etc. etc.
übernimart- billigst als Nebenbesch. erfahr.-Fachmann
OeeFf. unt. K 83 befördert die Expedition.
Trauringe
(Flach- und Kugelformen),
das Paar von Mark 10.− bis Mark 75.− (Feingold.).
Das Gravieren der Ringe wird nicht berechnet.
Schul-
Ernstioacholdtstrasse 4.
Reichsortiertes Lager von Taschenuhren, Gold- u.
Silberwaren.
— Rabattmarken.
(24587a
Verſteigerungs-Anzeige.
Bekanntmachung.
Freitag, 13. Dezember 1. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Ludwig Heß, dem
Georg Heß und dem Samuel
Reinheimer dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
qm
Flur Nr.
Hohler
III 116¾/10 216
Grab=
garten: Weg
III 117¾/0 262 Hofreite Nr. 5,
zwecks Aufhebung der beſtehenden
Eigentumsgemeinſchaft in unſerem
Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K60/12
werden.
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 30. November 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V24732
Mittwoch, den 11. Dezember 1912, vorm. 11 Uhr,
werden im Pfandlokale Rundeturmſtraße 16 (Reſt. zu Roſenhöhe)
verſchiedene Möbel, als Kleiderſchränke, Vertikos,
Nacht=
ſchränke, Waſchſchränke, 1 Regulator, Bilder, Spiegel,
Sofas, Waſchkommoden, Tiſche, 1 Sekretär, 1
Spiegel=
ſchrank, 1 P.üſchgarnitur, 1 Salonſchrank, 1 Bücherſchrank,
1 Kredenz, Fußteppiche, 1 Ruhebett, 1 Serviertiſch,
Trumeau=
ſpiegel, 1 Schreibtiſch, 1 Büfett, Jalouſieſchränke, 1
For=
mularſchrank, 1 Pianino, ferner 1 Bügelofen, Ladenregale,
Ladentheken, 5 eiſ. Behälter, 1 Nähmaſchine, Eſſigfäſſer,
Grammophon, 1 Pferd, 1 Partie verſch. Weine und
Schaumweine, Flaſchen ꝛc.
durch den Unterzeichneten zwangsweiſe verſteigert.
Die Verſteigerung der fettgedruckten Sachen findet voraus=
(25300
ſichtlich ſtatt.
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher
in Darmſtadt, Georgenſtraße 11, I.
Bekanntmachung.
Freitag, 20. Dezember 1912,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Jean Papatheodoros
und deſſen Ehefrau Mathilde, geb
Berntheiſel, in Zürich gehörige,
n der Gemarkung Beſſungen
ge=
legene Liegenſchaft:
Flur Nr.
qm
VI 219¾/10 1047 Bauplatz auf der
Kehrwieſe,
wiederholt zwangsweiſe in
unſe=
rem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße 1, verſteigert werden.
Die Genehmigung der
Ver=
ſteigerung ſoll auch dann erfolgen,
falls ein der Schätzung
entſprechen=
des Gebot nicht eingelegt wird und
andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen.
Darmſtadt, 2. Dezember 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (VI24975
Annahme-Stelle
für Schleifereien an Raſiermeſſern
u. Scheeren, Haarſchneidemaſchinen,
Eßbeſtecken, Stanzen u.
Maſchinen=
meſſern, Wiegemeſſern,
Fleiſchhack=
maſchinenmeſſern u. Scheiben uſw
Saalbaustr. 27. (25330a
Filiale Carl Ziegler.
Christbäume
für Wiederverkäufer
(*13820)
Mühlstr. 5, pt.
Nachſtehende Nummern haben bei der Ziehung der St.
Eliſa=
bethen=Vereins=Lotterie gewonnen: 02 04 06 26 44 49 52 56 60 65
(2 83 101 03 09 19 20 24 29 32 36 37 39 46 51 59 62 63 65 7780 81
83 92 9, 200 12 15 16 22 29 31 34 37 39 44 51 59 60 67 68 69 77 81
85 86 87 95 99 305 10 13 32 33 34 40 44 45 60 67 72 77 78 84 86 92
3 94 96 98 400 04 09 27 37 42 56 70 79 86 89 99 500 05 25 27 30
37 38 44 65 66 67 77 85 87 88 91 92 94 97 600 10 11 25 27 36 41 46
62 63 66 79 82 93 709 13 23 28 33 38 45 51 54 57 61 67 70 72 73 76
83 92 99 803 05 12 14 22 24 26 33 38 39 48 51 88 92 900 02 05 09
11 15 19 21 26 43 46 51 54 64 73 78 82 87 90 95 97 99 1001 13 24
41 45 50 56 59 61 61 68 84 86 87 89 90 91 92 95 99 1102 05 12 14
15 17 35 48 70 72 76 83 84 96 98 1205 07 21 24 38 47 49 61 64 65
2 75 80 93 1302 12 14 34 49 58 59 62 64 76 78 96 99 1405 10 14
7 19 23 24 31 33 46 47 51 52 53 59 65 66 68 69 85 88 90 91 92 95 97
1515 23 28 39 45 52 53 55 58 68 69 92 1602 04 07 11 15 17 22 23
2i 29 31 36 40 42 55 56 67 71 73 74 76 77 81 82 83 85 89 90 92 96
1702 03 12 15 21 32 34 45 47 59 63 65 69 90 1801 05 07 09 16 2
26 31 55 70 75 77 80 86 93 96 98 1905 19 20 28 29 30 39 41 48 5
59 62 75 94 96 2003 (9 13 15 21 24 26 29 32 33 34 4 48 53 56 59
61 64 71 73 75 77 78 84 92 98 99 2104 09 29 49 68 75 76 80 84 85
87 88 89 92 2205 12 19 31 34 45 51 52 55 60 69 71 78 82 84 86 90
91 95 96 97 99 2313 18 23 32 37 38 40 44 57 62 64 74 77 81 82 88
995 2401 11 14 23 24 32 36 38 40 72 73 76 78 81 83 87 89 92 91
99 2505 08 10 13 26 33 34 39 48 51 62 64 65 74 86 91 95 96 2608
14 38 44 47 60 69 75 82 83 84 95 96 2700 08 (9 11 14 17 21 32 34
49 52 54 59 63 81 84 91 93 97 98 99 2808 12 16 32 43 48 49 57 62
71 76 81 90 2901 03 09 24 28 31 32 42 45 49 57 66 72 84 94 98 99
NB. Wir bitten, die Gewinne Dienstag, den 10. Dezember, von
10—1 und von 2—6 Uhr im Ausſtellungslotal, Wilhe minenplatz 9 im
Hintergebäude, abzuholen. — Zugleich ſprechen wir Allen, die uns bei
der Verloſung durch Gaben, Hilfe uſw. unterſtützt haben, unſeren
wärmſten Dank aus.
Der Verwaltungsrat des St. Eliſobethen=Vereins.
5293)
J. A.: Frau Hauptmann Freytag.
Philipp Hess
* Darmstadt
Spezialhaus für Herren-
und Knaben-Bekleidung
empflehlt sein reichhaltiges Lager in
Phantasiewesten.
(25298
Werſert. Steuererilarung.
Off unt. N 73 an die Exp. (*13798
Zu kaufen geſ. ſchöner, warmer=
Wintermantel für Mädch. v.
17 J. Off. u. N83 Exped. (*13816
Kurſe vom 9. Dezember 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Zi.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,50
3½ Deutſche Reichsanl. . 88,00
77,50
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,
3½ do. Conſols . . . 83,4
do.
77,60
do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,50
93,40
do.
3½
3
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 99,20
86,60
½
do.
3
do.
4 Hamburger Staatsanl. 99,0
4 Heſſ. Staatsanleihe
99,
4 do. do. (unk. 1918) 99,2
87,00
3½
do.
76,10
do.
3 Sächſiſche Rente.
78,00
4 Württemberger v. 1907 99, 10
3½
do. v. 1875 93,70
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1½ Griehen v. 1887 . . 54,00
3¾ Italiener Rente .
3½ Oeſterr. Silberrente 86,60
t do. Goldrente . . . 91,5
4 do. einheitl. Rente 83
4 Portug. unif. Serie I 63,00
do. unif. Ser. III 66,00
do. Spezial . . . . 9,70
5 Rumänier v. 1903 . . 99,80
do. v. 1890 . . 93,20
do. v. 1905 . . 87,50
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 88,80
do. v. 1902 . . . . 88,5
4½ do. v. 1905 . . . . 10),3
3t Schweden . . . . .
86,2)
4 Serbier amort. v. 1895 79,3
4 Türk. Admin. v. 1903 78,50
4 Türk. unifiz. v. 1903 88,80
4 Ungar. Goldrente . . . 87,00
4 do. Staatsrente. . . 83,20
InProt.
5 Argentinier
100,09
81,90
do.
½ Chile Gold=Anleihe. 91,00
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,55
½
do.
4½ Japaner . . . . . . . 93,2
5 Innere Merikaner . . . 94,00
do.
59,00
Gold=Merikanerv. 1904 87,00
5 Gold=Merikaner . . . . 99,8
3 Buenos Aires Provinz 68,25
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 151,20
5 Nordd. Lloyd . . . . . 119,50
6½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 124,9)
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 110,75
6 Baltimore und Ohio . 104, 10
6 Schantungbahn . . . . 125,00
6" Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 17,00
6 Pennſylvania R. R. . 118,50
Letzte Induſtrie=
Aktien.
Divid.
3 Brauerei Werger . . 65,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . .
511,00
4 Chem. Fabrik
Gries=
heim .
.245,00
„
30 Farbwerke Höhſt
617,00
20 Verein chen. Fabriken
Mannheim . . . . 315,00
10 Cement Heidelberg . . 145,00
30 Chem. Werke Albert 435,00
14 Holzverkohlung
Kon=
tanz . . . . . . . 321,00
5 Lahmeyer . . . . . . . 122,00
Eeite
In Prot.
Twid.
Schuchert, Nürnberg 147,25
12 Siemens & Halske .220,00
5 Veramann Electr. . . 118,40
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 156,25
25 Gummi Peter . . . . 88,75
0 Kunſtſeide Frankfurt 84,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer
. 557,00
10 Maſchinenf. Badenia 176,00
16 Wittener Stahlröhren 208,00
8 Steana Romana Petr. 144,20
5 Zellſtoff Waldhof . . 230,25
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel. . . . . . . 198,60
10 Neue Boden=A. A.=Beſ. 90,00
3 Sübd. Immobilien . 57,80
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede
.173,00
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 212,90
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 163,00
10 Gelſenkirchener . . . . 192,00
9 Harpener . . . . . . . 184,00
18 Phönir Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 258,70
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . 82,75
6 Laurahütte
. . . 162,50
10 Kaliwerke Aſchersleben —
1
Weſteregeln 206,00
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 88,40
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
Eliſabethbahn, freie . . 91,75
4 Franz=Jofefs=Bahn .
3 Prag=Durer . . . . . . 74,80
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 92,50
74,50
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97.75
do.
76,40
St.
In Prot.
1 Oeſt. Südb. (Lomb.) 50.60
75,70
3 Raab=Oedenbura
4 Kronprinz Rudolfbahn 91,20
4 Ruſſ. Südweſt. . . ..
4½ Moskau=Kaſan . . . 95,10
do.
4 Wladichawchas
88,00
-
4 Rjäſan Koslow . . .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 74,30
do.
24 Livorneſer .
69,99
3 Salonique=Monaſtir
63,2
4 Baadadbahn.
81,5
„
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 94,90
4 Miſſouri=Paciſic. . . . 72,10
4 Northern=Paciſic . . . 99,80
4 Southern=Paciſic
. . 93,80
5 St. Louis und San
Francisco. . . . . 84,80
5 Tehuantepec . . . . . . 97,60
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Iürich
184,50
7 Veraiſch=Märkiſche
Bahn
146,00
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 162,75
6½ Darmſtädter Bank . 119,25
12½ Deutſche Bank
249,00
6 Deutſche Vereinsbank . 120,90
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 113,80
10 Diskonto=Kommandit 182,75
8½ Dresdener Bank
. . 150,40
9½ Frankf. Hypoth=B. 210,00
6½ Mitteld. Kreditbank 116,75
7 Nationalb. für Deutſchl. 119,20
7 Pfälziſche Bank. . . . 126,25
5.86 Reichsbank . . . . . 132,50
7 Rhein. Kreditbank.
132,80
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 115,40
7½ Wiener Bankverein . 126,00
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
E. 21. . . . . . A8.79
In Proj.
3t.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 88,0)
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
98,20
S. 52 . . . .
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 98,00
87,25
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,70
87,80
3½
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16 . .
99,20
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23 . . . . . . . . . 99,40
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 87,80
S. 3—5 . . . . . . . . 87,60
87,70
S. 9—11 . . . . . .
4 Meininger Hyp.=Bank 98,20
do.
87,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 98,50
3½ do. (unk. 1914) . . 86,60
4 Südd. Zd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,50
3½
do.
87,00
Städte=
Obligationen.
-
4 Darmſtadt . . .
3½
do.
89,00
Frankfurt . . . . . . . 98,20
3½
do.
94.5
4
Gießen . .
97,25
3½
do.
4 Heidelberg . .
97,00
3½
do.
-
Karlsruhe . . . . . .
do.
3½
88,30
4 Magdeburg. . . .
3½
.
4 Mainz . . .
97,50
3½
do.
89,00
4 Mannheim .
97,00
3½
do.
87,50
4 München . . . .
99,60
3½ Nauheim . . . . . —
Nürnberg. . . . . . . 99,20
3½
do.
87,00
4 Offenbach . . . . .
In Proz
Sſ.
3½ Offenbach . . . . . .
4 Wiesbaden . . . . . . 99,50
89,20
do.
4 Worms . . . . . . . . 97,30
do.
3½
-
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner „ 100 135,60
3 Holl. Komm. . fl. 100
3 Madrider . . Fs. 100 70,50
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 137,90
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 175,20
3 Oldenburger . . . . . . 130,40
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7 33,50
Braunſchweiger Tlr. 20 200,00
-
Freiburger . . . . Fs. 15
Matländer . . . . Fe. 45 —
. . . . Fs. 10 —
do.
Meininger . . . . . fl. 7 33,20
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100
do. . v. 1858fl. 100
Ungar. Staats . . fl. 100 390,80
Venediger .. . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 155,60
Gold, Silber und
Banknoten.
20,44
Engl. Sovereigns .
20 Franks=Stücke . . . . 16,25
Amerikaniſche Noten . . . —
Engliſche Noten . . . . . 20,44
Franzöſiſche Noten. . . . 81,10
Holländiſche Noten. . . . 169,10
Italieniſche Noten . . . . 8½2
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,40
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,65
Reichsbank=Diskonto.
Reichsbank=Lombard Zsf. 7
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Bei Einkauf von 4 Meter Seide
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Slossepesich Seidenstele. vorteilhaft .
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in und außer dem Hauſe (*13781
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veranſtaltete am Sonntag drei inhaltreiche öffentliche
Vorträge, von denen jeder mindeſtens 1¼ Stunde Zeit
beanſpruchte. Die vorgetragenen Gedanken hier alle
wiederzugeben, iſt unmöglich. Im Schulreformerbund
aber wird ſo ein Kapitel notwendiger Erziehungskunde
angeſammelt, das über kurz oder lang befruchtend in das
Volk hineingeleitet werden muß.
In der Vormittagsverſammlung behandelte Frau Dr.
Nägeli=Mainz in ruhiger, klarer und ſachlicher Weiſe
das Thema: Erziehung der Mädchen fürs
Le=
ben. Aus jedem Satz ihres Vortrages merkte der
Zu=
hörer, daß hier eine Frau ſpricht, die das Leben in Haus
und Familie, in Beruf und Oeffentlichkeit kennt. Darum
öffneten ſich auch aller Ohren und Herzen für ihre
An=
ſichſten und maßvollen Ratſchläge. Die Kompliziertheit
des modernen Lebens, ſo zeigte ſie an reichen Beiſpielen,
verlange eine Erweiterung und Vertiefung der Frauen=
Eldung. Die heutigen Frauen ſind ihrem Mutter= und
Hausfrauenberuf vielfach nicht gewachſen. Das gilt für
alle Schichten des Volkes. Daneben darf die
Berufsbil=
dung nicht vernachläſſigt werden. Wenigſtens für einen
Zweig des Berufslebens ſollte jedes Mädchen erzogen
werden und ſichere Kenntniſſe und praktiſche Tüchtigkeit
ſich aneignen. Denn wie oft zwingt häusliches Unglück
zum Frauenerwerb. Und dann darf die Frau nicht lange
ſuchend in die Irre gehen, ſondern muß praktiſch Hand
anlegen und ſei es in den beſchebenſten Stellungen. Die
beſte Erzieherin der jungen Mädchen iſt eine tüchtige
Mutter. Leider ſind vielfach die Fähigkeiten der Mutter
in Geſundheitslehre, Kinderpflege, Haushaltungskunde,
häuslicher Buchführung, Ernährungs= und
Kleidungs=
fragen ſo mangelhaft, daß man in die häusliche und
müt=
terliche Mädchenerziehung für die nächſte Generation nicht
alle Hoffnungen ſetzen darf. Und doch gilt es, tüchtige
Mütter heranzubilden. Da muß die Schule helfend
ein=
greifen, die den einzigen feſten Punkt für rationelle
Er=
ziehung bietet. Rednerin zeigte dann, wie in dem
Lehr=
plan der Mädchenſchule den praktiſchen Lebensbedürfniſſen
vorgearbeitet werden kann. Als Hauptmangel empfindet
ſie auch, daß für die Mädchen noch die obligatoriſche
Fort=
bildungsſchule fehlt, in der auf der Schulgrundlage
wei=
ter gearbeitet werden müſſe. Frau Dr. Nägeli ſchloß mit
dem Wunſch, daß mit der Mädchen=Fortbildungsſchule
in Heſſen bald ein Anfang gemacht werde.
Am Nachmittag ſprach zunächſt Dr. Strecker=Bad=
Nauheim über die Jungdeutſchland=
Beweg=
ung. Die Not der Zeit iſt ihre Urſache und Triebfeder.
Alkoholismus, Tuberkuloſe, Geſchlechtskrankheiten und
Nervoſität fordern alljährlich, wie der Redner durch eine
Fülle ſtatiſtiſcher Tatſachen beweiſt, ungeheuere Opfer
Bei der Jugend aber liegt alle Hoffnung auf eine beſſere
Zukunft. Vor allem die körperliche Geſundheit muß
er=
halten und gepflegt werden. Das Werk Jahns muß
fort=
geſetzt werden. Jede praktiſche Erziehungstätigleit zur
Geſundheit muß willkommen ſein. Am beſten iſt die
neu=
trale Jugendbewegung, wie ſie ſich im „Wandervogel”
durchgebrochen hat. An ſich iſt es zu bedauern, wenn die
Jugendpflege in den Dienſt der Parteipolitik geſtellt wird,
was bei den konfeſſionellen, ſozialdemokratiſchen und
kon=
ſervativen Jugendbeſtrebungen der Fall iſt. Auch die
Jungdeutſchland=Bewegung hat ſich leider nicht ganz frei
von Politik gehalten, inſofern ſie ſich die Ausſchließung
und Bekämpfung der Sozialdemokratie zur Aufgabe ge=
macht hat. Aber ſo bedauerlich die Nebenerſcheinungen
ſein mögen, ſo müſſen ſie doch in Kauf genommen werden
in allen Fällen, wo die neutrale Bewegung noch nicht
eingeſetzt hat. Ganz beſonders empfehlenswert iſt auch
die Einrichtung von Arbeitsgärten, wie es Herr Lehrer
Preſſer in Darmſtadt verſucht. Wenn das Stein=Fichteſche
pädagogiſche Teſtament vollſtreckt werden ſoll, ſo muß die
Jugendbewegung in das neutrale, allgemeine öffentliche
Schul= und Erziehungsweſen eingegliedert werden.
Den 2. Nachmittagsvortrag hielt Herr Lehrer Jung=
Darmſtadt über die Reviſion des heſſiſchen
Volksſchulgeſetzes, die ihre Bedeutung aus der
Tatſache erhalte, daß 90 Prozent unſeres heſſiſchen Volkes
ihre Bildung ausſchließlich der Volksſchule verdanke.
Einleitend zeichnet der Redner unſere Volksſchule als
das Kind der Verbindung unſerer deutſchen klaſſiſchen
Philoſophie mit der deutſchen Erziehungskunſt, wie ſie ſich
in dem Geiſt von Stein, Fichte, Humboldt, Peſtalozzi
vollzogen hat. Im Geiſte dieſer Männer muß auch ihr
Weiterbau gefördert werden. Die Begründung der
mo=
dernen heſſiſchen Volksſchule geſchah durch den
Peſtalozzi=
ſchüler Wilhelm Heſſe, der 1817 das Lehrerſeminar in
Fried=
berg ins Leben rief und als Verfaſſer desVolksſchuledikts
von 1832 gelten muß. Trotz 100jährigen Beſtehens ſchaut
die alte einklaſſige kommunale Küſterſchule auch dem
heutigen Schulgeſetz noch aus der ganzen Anlage. In
Organiſation, Finanzierung und Leitung aber muß unſere
Schule zur wirklichen Volksſchule erhoben und die
Ent=
wickelung dazu eingeleitet werden. Der
Konfeſſionalis=
mus iſt auszuſchalten. An ſeine Stelle tritt die Tat= und
Lebensgemeinſchaft des geeinten Volkes. Damit alle
Volkskräfte richtig entfaltet werden können ſind im
Rah=
men der Volksſchule auch die ſozialen Differenzen zu
be=
ſeitigen, und das Schulgeld muß fallen, auch in der
er=
weiterten Volksſchule. Die Schulorganiſation muß
namentlich auf den oberen Stufen an die
Berufsbedürf=
niſſe unſeres komplizierten Volks= und Kulturlebens mehr
angepaßt werden. Als Hauptträger der Volksſchullaſten
iſt der Staat im Geſetz zu bezeichnen, jedenfalls muß er
die oberſte Verantwortung übernehmen. Die finanzielle
Beteiligung der Gemeinden bedarf einer gründlichen
Re=
viſion, um Härten zu beſeitigen. Das Präſentationsrecht
der Standesherren und Geiſtlichen und das
Aufſichts=
recht der letzteren hat ſeine Berechtigung verloren. Die
richtige Antwort auf dieſe Frage müſſe daher den Stan=
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Mit=
wirkung des Volkes an der Jugenderziehung müſſe durch
Schaffung einer Erziehungszentrale, von der aus das
Erziehungsweſen in Schule und Haus angeregt wird,
weiter entwickelt werden. Baden ſei vor Jahresfriſt,
Sachſen in dieſen Tagen mit gutem Beiſpiel
vorange=
gangen.
Im Anſchluß an die Anregung eines
Diskuſſionsred=
ners ſchloß der Bundesvorſitzende Dr. Strecker mit der
Hoffnung, daß die auf der Schulreformertagung
erarbei=
teten Gedanken bald Gemeingut des ganzen Volkes
wer=
den möchten
Kunſtnotizen.
(Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche
Veranſtal=
kungen ꝛc., deren im Nachſtehenden Erwähnung geſchieht,
behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.)
—. Inſtrumental=Verein. Es ſei nochmals
auf das morgen Mittwoch, den 11. Dezember, abends
8¼ Uhr, im Saalbau, ſtattfindende 2 Konzert dieſes
Winters aufmerkſam gemacht. Wie ſchon bekannt,
kom=
men die neuentdeckte Beethoven=Symphonie, ſowie
Concerto grosso op. 3 von Händel und Mozarts
Sere=
nade für 2 Streichorcheſter und Pauken hier zur erſten
Aufführung. Ueber den Soliſten des Abends, den
Violin=
virtuoſen Herrn Nico Poppelsdorff, leſen wir in
der Kleinen Preſſe in Frankſurt a. M. gelegentlich eines
Konzer es am 9. November d. J. folgendes: Herr Nico
Poppelsdorff ſpielte zunächſt die ſchöne A=dur=Sonate
Nr. 3 von Mozart, deren feiner lyriſcher Zauber im 2. Satz
nebſt der erguickenden Friſche des Preſtos in
überzeu=
gendſter Weiſe interpretiert wurde. Ganz beſonders
aber hatte der Geiger Gelegenheit, ſeine violiniſtiſchen
Fähigkeiten in dem bekannten virtuos angelegten II-moll=
Konzert von Saint=Saéns darzutun. Eine durchweg
ſichere, elegante Technik, verbunden mit einer ſchönen,
weichen Tongebung kennzeichneten in der Wiedergabe
hieſes Werkes, wie auch in den ſpäter geſpielten kleineren
Sachen von Vieuxtemps, Deſſau und Wieniawski, den
ge=
ſwandten Yſaye=Schüler, dem ſeitens der zahlreich erſchie=
nenen Zuhörer herzliche Ovationen gebracht wurden.
Aehnliche Preßſtimmen liegen vor aus Paris Antwerpen,
Brüſſel London und anderen Städten. Der Künſtler
ſpielt hier das ſeit langer Zeit nicht gehörte Konzert
D-dur von Paganini. Der Kartenverkauf findet nur in
der Hofmuſikalienhandlung von Heinrich Arnold,
Wil=
helminenſtraße 9, ſtatt.
Der Richard Wagner=Verein wird auf
ſeinem am nächſten Freitag ſtattfindenden 204.
Vereins=
abend wiederum zwei deutſche Künſtler von Rang hier
erſtmalig einführen, die Darmſtadt ſeither fern geblieben
waren: Frau Kammerſängerin Annie Gura=Hummel
und Herrn Kammerſänger Hermann Gura, der Sohn
des hier unvergeſſenen großen Balladenſängers Eugen
Gura. Ueber den Künſtler leſen wir in einem
auswär=
tigen Blatte: „Eine gediegene Technik vereint ſich mit
einer glänzenden muſikaliſchen Bildung, die auf
natüt=
licher Begabung ruht. Daneben verfügt Kammerſänger
Gura über eine Geſtaltungskraft, die im Dämonniſchen
ebenſo überwältigend und erſchauernd wirkt, wie im
be=
haglichen Humor erheiternd und erquickend. Selten ſind
im Konzertſaale von Sängern gebotene Genüſſe ſo
voll=
wertig und charakteriſtiſch wie die, die geſtern den in
gro=
ßer Zahl erſchienenen Beſuchern zuteil wurden. Reizvoll
war der „Kleine Haushalt” und „Tom, der Reimer”,
wuch=
tig, hinreißend und erſchütternd war das prächtige
Cha=
raktergemälde Edvard” das einen unbeſchreiblich tiefen
Eindruck hinterließ. Auch an die Schumann=Lieder „
Bel=
ſazar”, „Waldesgeſpräch” und an den „Prometheus” von
Schubert trat der Sänger mit gleichem künſtleriſchen
Ernſte heran. Am Schluß des Programms trug das mit
Beifall überſchüttete Ehepaar ſechs Duette aus den „
Lie=
besnächten” von Alexrander Ritter vor. Der
Zuſammen=
klang beider Stimmen im Duett war muſtergültig.”
— Vorträge von Karl J. Luther,
Mün=
chen. Zu dem vom Skiklub Darmſtadt Odenwald
veran=
ſtalteten Lichtbildervortrag über „Skiſport und
Skiton=
riſtit: ſeien nachſtehend einige Preſſtimmen über den
ein Kunſt=
Redner mitgeteilt: Kronſtädter Zeitung: .
genuß ſeltenſter Art geboten . . . . nur Miterlebtes und
ſelbſt Geſehenes nach eigenen Aufnahmen . . . . er
ver=
ſtand durch Wärme und Humor das Intereſſe der Zu=
An Hand eines
hörer bis ans Ende wachzuhalten
überreichen, erſtklaſſigen Lichtbildermaterials . . . . wun=
derhübſche Aufnahmen
Vielen Genuß, aber auch
viel Lehrreiches hat uns der Vortrag geboten . .. reicher
Beikall allen zu Herzen geſprochen. — Neues
Tag=
blatt, Stuttgart: Von dem Vortragenden war zu
erwar=
ten, daß er etwas Gutes bieten würde. Derſelbe hat
aber die Erwartungen weit übertroffen, ſo daß mian es
bedauert hätte, wenn man den Vortrag verſäumt hätte.
Herr Luther entwickelte inhaltlich ein ſolch
abwechslungs=
reiches und feſſelndes Programm, das durch eingeſchaltete
humoriſtiſche Ausführungen gewürzt wurde ſo daß die
ſonſt bei länger dauernden Lichtbildervorträgen
eintre=
tende Ermüdung abſolut nicht zu verſpüren war. . . . .
(Vergl. auch Anz.)
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichung unter dieſer Ueberſchrift
über=
nimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung; für ſie
bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des Preßgeſetzes in
vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
In dem Bericht über den Vortrag der engliſchen
Suffragette Miß Thyſſon iſt kein Wort darüber zu finden,
daß ſie die Verbrechen ihrer engliſchen Kolleginnen
ver=
urteilt habe, ja ſie ſcheint ſie ſogar rechtfertigen zu wollen,
iſt aber daraufhin leider wohl nicht interpeniert worden,
Die Stimmenrechtlerinnen in England, die Eigentun,,
Geſundheit und Leben ihrer Mitmenſchen gefährdey,nd
Verbrecherinnen und müſſen als Verbrecherinnen=beurteilt
und behandelt werden. Solange die
Frauenſtimmrecht=
lerinnen in Deutſchland nicht jede Gemeinſchaft mit
die=
ſen verabſcheuungswürdigen Frauen oder wenigſtens
doch mit ihrer Kampfesweiſe öffentſich und unzweideutig
perhorreszieren, was bis jetzt leider noch nicht geſchehen
iſt, werden ſie ſich nicht wunde=ydürfen, wenn man ihnen
Sympathien vorenthält.
Politicus.
Auf das Eing
Nr. 290 „Kauft am Platze‟
ſei erwidert, daß k
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Einladung zum Vortrag bildern:
des Herrn Konsul Singelmann aus Braunschweig, über
Deutschlands Interessen am spanischen
-- und portugiesischen Kolonialbesitz—.
am Dienstag, den 10. Dezember 1912, abends 8 Uhr,
im Saale des Hotels zur Traube, veranstaltet von der
Abt. Darmstadt der Deutschen Kolonialgesellschaft, unter
An-
schluss der Ortsgruppen Darmstadt des Dentschen Flottenvereius
und des Alldeutschen Verbandes.
Eintrittskarten zu 50 Pfg. (Studenten, Schüler u. Schülerinnen
zu 20 Pfg.) sind in den Buchhandlungen von Bergstraesser u. Wailz
sowe abends an der Kasse zu haben. Die Mitglieder obiger Ver-
(24999fi
eine haben freien Eintritt.
eillädund
für alle Hotel= und Reſtaurant=Angeſtellten
zu der am Mittwoch, den 11. Dezember, abends
10½ Uhr, im Reſtaurant „Frankfurter Hof”
Ecke Frankfurter= und Landwehrſtraße ſtattfindenden
Verſammlung
des „Internat. Genfer Vereins der Hotel-und
Reſtaurant-Angeſtellten‟
behufs Gründung einer Sektion in Darmſtadt.
Im Intereſſe der guten Sache hoffen wir auf eine recht
zahl=
reiche Beteiligung.
(*13745
Die Einberufer:
Das Komitee der Sektion Frankfurt a. M.
Miehard Warner Ferein Darmsiacl.
Freitag, den 13. Dezember 1912, abends 8 Uhr, im
Festsaale der Turngemeinde:
Balladen-, Lieder- und Duetten-Abend
von Kammersängerin
Annie Gura- Hummel
(Sopran) und Kammersänger
Her mann Gura
(Bariton) aus Berlin.
Programm: Carl Löwe, Johannes Brahms, Alexander
Ritter Hugo Wolf. Franz Mikorey und Otto Vrieslander.
Der Ibach-Flügel ist aus dem Lager der Firma
Hofliefe-
rant Heinrich Arnold. Wilhelminenstrasse 9.
Eintrittskarten für Nichtmitglieder: Sperrsitz im Saal zu
5 Mk., Numerierter Balkon zu 3 Mk., Galerie zu 1.5) Mk.,
Studen-
tenkarten zu 1.— Mk. und Schülerkarten (für Schüler unter 21
Jah-
ren) zu 50 Pfg. bei Heinrich Arnold und abends an der Kasse.
— Beitrittserklärungen für das laufende und disam 1. Januar
1913 beginnende neue Vereinsjahr, die noch vor dem obigen
Kon-
zerte erfolgen, berechtigen zu dessen freiem Besuche. Der Bei-
(25316
trag für den Rest des Jahres beträgt 3 Mk.
Der Vorstand.
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Wiederholung des Märchenſpiels
„Der goldene Schlüſſel.”
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Mittwoch, 11. Dez., 4½ Uhr im Mathildenhöhſaal, Dieburgerſtr. 26.
Danach Tombola und Verkauf von Handarbeiten der Kinder.
Numerierte Plätze für Erwachſene à 1 Mark, Galeriekarten 50 Pfg.
(25343
und für Kinder die Hälfte.
Karten ſind im Verkehrsbureau und abends an der Kaſſe zu haben.
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Kur-Konzert.
Eintritt 25 Vfg. 10 Abonnementskarten zu Mk. 1.50
iſind zu haben im Verkehrshureau und an der Kaſſe.
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Nur für Kenner!
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Sonntag, den 22. Dezember 1912,
nachmittags 4 Uhr,
im großen Saale der Turnhalle am Woogsplatz
beſtehend aus Theateraufführung:
„Der Kinder Weihnachtstraum”
unter Leitung des Ehrenmitgliedes Herrn Enders und Frau Enders=
Kuhlmann und unter gütiger Mitwirkung des Mandolinenklubs,
Unſere Ehrenmitglieder und Mitglieder nebſt ihren
Familien=
angehörigen, insbeſondere deren Kinder u. Enkel, laden wir hierzu ein.
Kinder von 4—14 Jahren, die an der Weihnachtsbeſcherung
teil=
nehmen wollen, ſind ſpäteſtens bis Dienstag, den 17. d. Mts., abends,
unter genauer Angabe des Alters, ſowie Vor= und Zuname (Knaben
oder Mädchen) bei Kamerad Junge, Schloßgartenſtraße 45,
ſchriftlich oder mündlich anzumelden. Die mündlichen Anmeldungen
werden bis zu genanntem Termin jeden Tag von 12—2 Uhr
entgegen=
genommen.
Zur Aufrechterhaltung der Ordnung werden für die Kinder
Kontrollkarten ausgegeben, welche vom 18. d. Mts. ab bei dem
Oben=
genannten oder 1 Stunde vor Beginn der Feier an der Kaſſe in der
Turnhalle in Empfang genommen werden können.
Spätere Anmeldungen können nicht berückſichtigt werden. Die
Kontrollkarten ſind von den Kindern bei der Beſcherung vorzuzeigen,
Der Vorstand.
25271)
Unter Mllerböchsten Prot ktorat Seiner Königlichen Hoheit des Grosherrogs,
Instrumentalverein Darmstadt
Mittwoch, den 11. Dezember 1912, abends 8¼ Uhr
im großen Saale des städt. Saalbaues:
Zweites Konzert
Solist: Herr Nico Poppelsdorff aus Frankfurt a. M., Violine.
Leitung: Wilhelm Schmitt, Direktor der Akademie für
Tonkunst.
PROGRAMM: Händel: Concerto grosso op. 3 Nr. 1 f. Orchester
(zum ersten Male); Faganini: Konzert für Voline D-dur; Mozartz
Serenade D-dur für 2 Streichorchester und Pauken (zum ersten
Male); 3 Stücke für Violine u. Klavierbegleitung von Vieuxtemps,
Dessau u. Wieniawski; Beethoven: Jenaer Symphonie C-dur für
Orchester (zum ersten Male). Am Klavier: Fräulein Marie Schwan
von hier.
Konzertflügel: Ibach. Vertreter Hoflieferant Heinrich Arnold,
Wilhelminenstr. 9.
Eintrittskarten: Sperrsitz zu Mk. 3.—, Saalzu Mk. 2.—, Studenten=
und Schülerkarten zu Mk. 1.— in der Hofmusikalienhandlung von
Heinrich Arnold, Wilhelminenstr. 9.
Beitrittserklärungen, die noch vor dem obigen Konzerte
erfolgen, berechtigen zu dessen freiem Eintritt und sind
schrift=
lich zu richten an den I. Vorsitzenden, Herrn Justizrat Hallwachs.
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Frauenverein der Johannesgemeinde.
Mittwoch, den 11. Dezember, abends 8 Uhr
im Gemeindehaus
— Musikalische Adventsfeier
in Verbindung mit Hauptverſammlung, Jahresbericht uſw.
Hierzu ſind die Mitglieder und Freunde unſres Vereins
freund=
lich eingeladen.
(25306
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Gretchens Roman.
Von Fr. Lehne.
(Nachdrück verboten.)
2. Kapitel.
Am erſten Oktober nahm die Winterſpielzeit im
Hof=
theater ihren Anfang.
Gretchen freute ſich ſehr darauf; der Beſuch des
Theaters war ihr liebſtes Vergnügen, mehr als Tanz
und Geſellſchaften, und es war ihr ein Genuß, mit dem
geliebten Vater die Vorſtellungen zu beſuchen, beſonders
die Opern, da beide begeiſterte Muſikliebhaber waren.
Als Eröffnungsvorſtellung war „Tannhäuſer”
be=
ſtimmt. Freudig erregt ſaß Gretchen zur Linken der
Stiefmutter in ihrer Loge, die ſie abonniert hatten, und
der Major nahm hinter ſeinen Damen Platz.
Claudia trug eine koſtbare ſchwarze Chiffonrobe;
wohltuend in ihrer Schlichtheit erſchien Gretchen in dem
feinen weißen Wollkleid neben der etwas aufgeputzt wir=
Lenden Majorin.
Nachdem Claudia ſich genügend in dem ſich allmählich
füllenden Zuſchauerraum umgeſehen hatte, überflog ihr
Blick gleichgültig den Theaterzettel.
Plötzlich ſtutzte ſie und verfärbte ſich etwas, als ſie
bas: „Tannhäuſer”: Ernſt Brand. Ja, es war wirklich
ſo; ihre Augen hatten ſie nicht getäuſcht — Ernſt Brand!
Heftig ſetzte ſie den Fächer in Bewegung, um die in ihr
aufſteigende Erregung zu verbergen. Wie in momentanem
Schwindel ſchloß ſie die Augen und atmete tief auf —
dann aber faßte ſie ſich wieder. Vielleicht war ihr
Er=
ſchrecken umſonſt geweſen — es gab ja ſo viele mit Namen
Brand — mußte denn gerade jener Mann es ſein, der
Erfreulich war allerdings die Erinnerung nicht, die
bei dieſem Namen in ihr aufſtieg — — was ſie längſt
begraben gewähnt — hier trat es vor ſie hin und ſchreckte
ſie aus ihren Träumen von Sicherheit, Reichtum und
Stellung.
Nur kurze Zeit noch, und ſie würde Gewißheit haben,
ob er es war! Mit faſt atemloſer Spannung wartete ſie
auf das Aufgehen vom Vorhang, des meiſterhaften
Vor=
trages der Ouvertüre, dieſes machtvollen, wunderbaren
Tongemäldes, nicht achtend. Weit beugte ſie ſich vor, dem
neben der Venus ruhenden Mann ins Geſicht zu ſehen,
als ſich den entzückten Augen der Zuſchauer das
glanz=
volle Innere des Venusberges darbot.
Ja, er war es, der Ernſt Brand, den ſie meinte
ſofort hatte ſie ihn erkannt. Sie biß ſich auf die Lippen
und ſah nach der Stieftochter, die ganz in die herrliche
Muſik vertieft war, daß ſie kaum des prächtigen
Bühnen=
bildes achtete.
eg an de enſen Don aus Lothöuſes
Mich=
kamen — „zuviel, o daß ich nun erwachte —” neigte ſie
ſich intereſſiert vor, den neuengagierten Heldentenor in
Augenſchein zu nehmen — denn es war ja eine herrliche
Stimme, die in ihr Ohr klang, von beſtrickendem
Wohl=
laut und Schmelz und einem dunklen Timbre, der ſie
ſofort gefangen nahm.
Seine Erſcheinung verdiente ebenfalls Beachtung,
Er war nicht ſchön im landläufigen Sinne des Wortes
aber mehr als das — intereſſant. Seine Geſtalt war gut
gewachſen, ſchlank, elegant, muskulös mit breiten
Schul=
tern; der Kopf mit edlem, ſcharf geſchnittenem Profil und
klugem, geiſtvollem Ausdruck.
Im Gegenſatz zu den Durchſchnittsdarſtellern des.
Tannhäuſer ſang er dieſe Partie ohne Bart und mit
kur=
zem, leicht gelocktem, dunklem Haar.
Er ſah daher nicht aus wie ein deutſcher Minnen
ſänger, ſondern machte vielmehr den Eindruck eines
römi=
ſchen Cäſaren, was ſeiner Darſtellung eine intereſſante
Note verlieh.
Das Publikum fühlte bald, daß es hier vor etwas
Neuem, Fremdartigem, Großem ſtand, das
unwiderſteh=
lich gefangen nahm.
Es gab die kühle, abwartende Haltüng auf, die es
unwillkürlich jedem neuengagierten Mitglied gegenn=
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Beifall, den Sänger mehrmals hervorrufend, welcher ſich
dankend nach allen Seiten verneigte.
Nun, mein Kind, wie gefällt dir denn der neue
Tann=
häuſer? fragte der Major lächelnd ſeine Tochter; er kannte
ja ihre Vorliebe für die Kunſt und Künſtler.
Großartig, Papa, entgegnete ſie mit leuchtenden Augen,
er hat ja eine wunderbare Stimme! Wir können uns über
dieſe neue Errungenſchaft freuen — Brand iſt doch ein
anderer Sänger als der alte Dietrich! und wie intereſſant
er ausſieht —
Margareta ſcheint ja ganz aufgelöſt, bemerkte Frau
Claudia mit leichtem Spott, verliebe Dich nur nicht gleich
in den Tannhäuſer, Kleine
Darum brauchſt Du keine Sorge zu haben, Du weißt
doch, wie ſehr ich die Muſik liebe —
Ja, ja, Du kleine Schwärmerin, ich weiß — brauchſt
nicht gleich ſo empfindlich zu ſein; ich ſcherzte ja nur
Die Logentür öffnete ſich, und Bekannte traten ein,
die Herrſchaften zu begrüßen. Man war einig in der
Be=
wunderung des neuen Heldentenors; ſelten hatte man
eine ſo herrliche blühende Stimme gehört bei ſolch
feſſelnder intereſſanter Erſcheinung!
Mit klopfenden Herzen hört Claudia das alles an;
Es beglückte ſie, ſo von ihm ſprechen zu hören — —
dann aber kam die Furcht, wenn man erfahren würde,
daß ſie ihm einſt nahe geſtanden!
Es kam darauf an, wie er ſich gegen ſie verhalten
wicde, wen der Zuſel en Zrſamenriſen, ſch es
auf der Straße oder in Geſellſchaft, fügte.
Und ſie ſehnte ſich danach, ihm wieder ins Auge
zu ſehen; höher ſchlug ihr Herz, als ſie den Künſtler jetzt
im zweiten Aufzug in ſeiner ganzen ſieghaften
Männlich=
keit im Sängerkrieg hörte und ſah!
Und ſie gedachte vergangener Zeiten —
Wie im Traum war Gretchen. Sie wußte nicht, wie
ſie nach Hauſe gekommen war. Der Eindruck der
herr=
lichen Vorſtellung war ſo nachhaltig, daß ſie noch lange
ſinnnend im Bette lag und mit offenen Augen träumte.
So hatte es ſie noch nie gepackt; mit Leib und Seele war
ſie dabei geweſen. Sie hätte die Eliſabeth ſein mögen,
die für den geliebten Ungetreuen bat — — und wie war
er ſchön geweſen — im Geiſte ſtand ſeine Erſcheinung
in dem kleidſamen Koſtüme damaliger Zeit vor ihr, das
geiſtvolle Geſicht mit den großen, kühn blitzenden Augen.
Sie fühlte, wie bei der Erinnerung ein heißes Rot
über ihre Wangen lief — ſollte die Stiefmutter gar recht
haben, daß ſie ſich in den Künſtler verliebt? Ach,
Un=
ſinn — ſie war nur berauſcht von der blühenden Stimme,
die förmlich mit Wohllaut durchtränkt war — noch nie
hatte eine menſchliche Stimme die Saiten ihrer Seele ſo
zu treffen gewußt — Tränen traten noch bei dem
Ge=
danken daran in ihre Augen.
Und ſie freute ſich ſchon auf die nächſten
Vorſtellun=
gen, in denen ſie ihn hören würde — ſicher wird es in
dieſem Jahr kein Winter ihres Mißvergnügens werden!
An wioſten vermiage doite Mageneie Beint
unterricht.
Hell und freundlich lachte die Sonne vom blauen
Himmel, und es war faſt ſommerlich, ſo daß ſie ihr
wei=
ßes Tuchkleid anlegte — mit Vorliebe trug das junge
Mädchen dieſe Farbe — und heiter fortging, den
Violin=
kaſten in der Hand.
Frau Claudia fand es zwar nicht recht paſſend, daß
Gretchen ihn ſelbſt trug; doch dieſe vertraute ihr
koſt=
bares Inſtrument niemandem an.
Bei ſchönem Wetter ging ſie meiſtens durch den
Schloßgarten, wenn es auch ein Umweg war, doch ſie
hatte eine Vorliebe dafür und hielt ſich gern dort auf;
ſie freute ſich über die alten hohen Bäume, über die
grü=
nen Raſenflächen, die von ſchön angelegten Blumenbeeten
unterbrochen waren und über den ſchattigen Weg in der
Lindenallee, die nach dem Schloſſe führte.
Auch heute wählte ſie dieſen Weg, der zu der frühen
Vormittagsſtunde nur von wenigen Spaziergängern
be=
lebt war. Langſam ſchlenderte ſie dahin und blickte mit
hellen Augen um ſich, ſich des ſchönen Tages freuend.
Warm lag die Sone auf den ſorgfältig gepflegten
Wegen und ſchimmerte durch die buntgefärbten Blitter
der Bäume, die doch nur zu deutlich verrieten, daß der
Sommer endgültig Abſchied genommen.
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IIlmztmi
Mban
Sole
war wieder außerordenklich gemüflich, wir
haben einen guken Durſt entwichelt und
die Luft war zum Schneiden. Daß ich
froßdem keinen rauhen Halshabe, danke ich
den Wybert=Tabletten, die ich gleich beim
Heimkommen und heufe früh genommen habe. Sie machen den Hals frei
und benehmen auch den üblen Geſchmack im Mund. Die Schachtel koſtek
in allen Apotheken und Drogerien 1 Mark und häli lange vor.
Luftfahrt.
sr. Gelungene Abnahmefahrt des Schütte=
Lanz=Lenkballons. Der deutſche Luftkreuzer
Schütte=Lanz” der bereits in der letzten Zeit vor einer
Militär=Kommiſſion Abnahmefahrten unternommen
hatte, ſtieg am Freitag abend halb 9 Uhr zu einer
weite=
ren Prüfungsfahrt von ſeiner Halle bei Mannheim auf.
Es handelte ſich diesmal um eine Dauerfahrt mit dem
Ziel Berlin, für die zirka 16 Stunden Fahrzeit in Ausſicht
genommen waren. Der Luftkreuzer hatte jedoch genügend
Betriebsmaterial für eine Fahrt bis zu 24 Stunden an
Bord. Die Führung hatte Kapitän Nuhold übernommen.
Von der Abnahmekommiſſion befand ſich Hauptmann
von Jena an Bord. Der „Schütte=Lanz” nahm in der
Nacht zunächſt Kurs auf den Luftſchiffhafen Gotha, wo er
nachts kurz nach 2 Uhr geſichtet wurde. Im Laufe des
Vormittags erreichte er dann Berlin, vermied jedoch
in=
folge des Nebels eine Landung und ging erſt 1 Uhr
nach=
mittags, alſo nach einer Fahrzeit von 16½ Stunden, vor
der Siemens=Schuckert=Ballonhalle in Biesdorf nieder.
Dieſe dritte Abnahmefahrt iſt ebenſo einwandfrei
verlau=
fen wie die früheren Prüfungen, die zur Feſtſtellung der
Steigfähigkeit und Schnelligkeitsmeſſungen dienten. Dem
Vernehmen nach wurde bei den Schnelligkeitsprüfungen
eine Eigengeſchwindigkeit von 19,5
Sekun=
denmetern feſtgeſtellt, was alſo einer den neuen
Zeppelin=Luftſchiffen annähernd gleichkommenden
Stun=
dengeſchwindigkeit von etwas über 70 Kilometer
entſpre=
chen würde.
Sport.
* Hockey. Am Sonntag weilte die erſte Mannſchaft
des F.=K. „Olympia” in Mannheim und ſpielte gegen
die erſte Mannſchaft des dortigen Vereins für
Raſen=
ſpiele. Wider Erwarten mußten ſich die Darmſtädter
ihrem Gegner, welcher mit 311 ſiegen konnte, beugen.
Hoffentlich wird dieſe Niederlage aber ein Anſporn für
die Olympia=Mannſchaft, damit ſie bei ihrem nächſten
Wettſpiel wieder erfolgreicher abſchneidet.
Die Berliner Hockeyſpiele um die
Ver=
bandsmeiſterſchaft brachten dem S.=C.=
Charlot=
tenburg den glänzenden Sieg von 622 (4:1) über den
Berliner Ballſpielklub. — In dem Entſcheidungsſpiel der
beiden führenden Mannſchaften der zweiten Klaſſe ſiegte
der Berliner Sportklub II mit 5:3 (3:2) über Teutonia I.
— Die Damenabteilung des B. F. C. „Preußen” ſpielte,
durch drei Herren verſtärkt, in Dahlem gegen die zweite
Damen=Mannſchaft des Berliner Hockeyklubs und gewann
mit 3:0.
— Fußballſport. F.=K. „Olympia‟. Da nunmehr
eine mehrwöchige Pauſe in den Ligaſpielen eingetreten
iſt, hat naturgemäß jeder Verein das Beſtreben, die
Zwi=
ſchenzeit mit Privatſpielen auszufüllen. Der Fußball=
klub „Olympia” hat ſich nun für den kommenden Sonntag
den A. F.=K. Pforzheim nach Darmſtadt verpflichtet.
Die=
ſer Verein, der zurzeit in der Südkreisliga an erſter Stelle
ſteht, iſt durch ſein techniſch hoch entwickeltes und ſaires
Spiel weit über die Grenzen ſeiner engeren Heimat
hin=
aus berühmt geworden. Wenn man auch bei einem
ſol=
chen Gegner einen Sieg der Einheimiſchen nicht gut
er=
warten kann, ſo wird doch ſicherlich dieſes Spiel der beſte
Maßſtab für das Können der Darmſtädter ſein.
F.=K. Alemannia=Griesheim. Am
Sonn=
tag ſpielte die 1. Mannſchaft des F.=K. Alemannia=
Gries=
heim gegen die gleiche Mannſchaft des F.=K. Phönix=
Darmſtadt=Beſſungen. Das Spiel endete unentſchieden
mit 2.2 Toren.
Darmſtädter Sportklub 1905. Zwei ſchöne
Erfolge errang der Darmſtädter Sportklub am
vorigen Sonntag. Die 1. Mannſchaft beſiegte die gleiche
des F.K. Alemannia=Worms in Worms mit 211 Toren.
Trotzdem die Mannſchaft die Hälfte der Spielzeit ohne
ihren altbewährten Mittelläufer Göbel ſpielte, gelang
es ihr, die zwei Punkte zu gewinnen, und ſteht nun mit
dem Vorverhältnis von 30115 an führender Stelle.
Ge=
lingt es ihr, am kommenden Sonntag den F.=K.
Fran=
kenthal zu bezwingen, ſo iſt ihr wohl die Meiſterſchaft
nicht mehr zu nehmen. Die 2. Mannſchaft ſpielte gegen
die 2. Mannſchaft des F.=K. Alemannia=Worms auf dem
Sportklub=Sportplatz. Dieſes Treffen endete nach
ſchö=
nem Spiel mit 2:2 Toren unentſchieden.
Fußball=Städtekampf Halle-
Magde=
burg. Der alljährlich ſtattfindende Fußball=
Städte=
kampf Halle-Magdeburg gelangte in Halle zum Austrag
und endete unentſchieden 3:3. Die Magdeburger
Mann=
ſchaft lieferte der favoriſierten Mannſchaft in Halle ein
ebenbürtiges Spiel und unternahm gleich nach Beginn
einen überraſchenden Vorſtoß, um ſich die Führung zu
ſichern; jedoch glich Halle bald darauf aus und führte
durch ein weiteres Tor bei der Pauſe mit 211, ohne aber
nach Halbzeit den gewonnenen Vorſprung behaupten zu
können.
Die Berliner Fußball=
Meiſterſchafts=
ſpiele nahmen am Sonntag mit vier Ligakämpfen
ihren Fortgang. Viktoria ſiegte erwartungsgemäß nach
ſehr gutem Spiel überlegen mit 9:3 (311) über
Ale=
mannia. Minerva lieferte der favoriſierten Hertha=
Mannſchaft ein völlig ebenbürtiges Spiel, ſo daß ſich
beide Parteien bei dem unentſchiedenen Stande von 2.2
trennen mußten. Ein Selbſttor des ſonſt ausgezeichnet
ſpielenden Torwächters von Minerva in der 18. Minute
brachte Hertha das einzige Tor in der erſten Hälfte.
Minerva glich in der 37. Minute durch den halblinken
Stürmer aus und übernahm durch einen zweimal
getre=
tenen Elfmeterball, der wegen unfairen Spiels verhängt
worden war, kurz vor der Pauſe die Führung.
Allmäh=
lich wurde Hertha’beſſer und glich durch einen ſcharfen
Schuß in der 7. Minute aus. — Vorwärts gewann mit
1:0 gegen Britannia. Das einzige Tor ſchoß der
halb=
linke Stürmer in der 20. Minute aus dem Gedränge
her=
aus. Die größte Ueberraſchung bildete der Ausgang des
Treffens Union=Tasmania, da Tasmania überlegen mit
4:0 gewann. Die Tasmania=Mannſchaft war ihrem
Gegner in jeder Beziehung überlegen, konnte bis zur
Pauſe 3 Tore erzielen, davon eines durch einen
Elf=
meter. Nach Halbzeit wurde Union nach einer
Mann=
ſchaftsumſtellung zwar beſſer, ohne indes die
Verteidig=
ung von Tasmania durchbrechen zu können. — Die
Spiele in der 1. Klaſſe ergaben folgende Reſultate:
Bero=
lina ſchlägt Favorit 210, Fortuna ſchlägt Concordia 4:0,
Tennis Boruſſia ſchlägt Verein für Bewegungsſpiele
Luckenwalde 3:2, Helgoland ſchlägt Rapide 2:0, Stern=
Steglitz ſchlägt Germania 411, Berliner Sport=Kluh
ſchlägt Cimbria 4:2, Norden Nordweſt ſchlägt
Char=
lottenburg 322, Weißenſee ſchlägt Viktoria=Spandau 4:1,
Triton=Spandau ſchlägt Union=Oberſchöneweide 322.
In einem Geſellſchaftsſpiel ſiegte das 4. Garde=Regiment
mit 911 (211) gegen eine kombinierte Mannſchaft des
Berliner Ballſpiel=Klubs. Beſonders gute Leiſtungen
in der Mannſchaft des Berliner Gardemeiſters zeigten
im Tor Rietdorf, der rechte Verteidiger, und der
Mittel=
ſtürmer.
Die engliſchen Liga=Fußballſpiele
d er 1. Klaſſe brachten am letzten Spieltage im
allge=
meinen die erwarteten Reſultate. Tottenham Hotſpur
konnte gegen Chelſea einen ſchönen Sieg von 210 feiern
und damit ſich vom letzten Platz in der Liſte der
Ligamann=
ſchaften etwas emporarbeiten. Da Mancheſter City
gegen Sheffield Wednesday nach ſcharfem Kampfe mit=
011 verlor, ſtehen die letzteren, ſowie Blackburn Rovers,
die gegen Bradfort City 510 gewannen, nunmehr an der=
Spitze. Im übrigen ſpielte Neweiſtle United mit Notts
County 1:0, Weſtbromwich Albien gegen Everton 311,
Middlesborough gegen Oldham Athlethiks unentſchieden
2:2 und Aſton Villa mit Bolten Wanderers
unentſchie=
den 111. Sheffield United unterlag ſchließlich gegen
Mancheſter United mit 0:4.
Radſport. Lorenz=Saldow Sieger im
Dresdener Sechstage=Rennen. Das dritte
Dresdener Sechstage=Rennen endete mit dem Siege der
Favoritenmannſchaft Lorenz=Saldow, die bereits am
vierten Tage das ganze Feld überrundete und dieſen
Vorſprung bis zum Schluſſe des Rennens beibehielt. Da
die auf den nächſten Plätzen liegenden Paare keinerlei
Anſtalten machten, die verlorene Runde wieder
aufzu=
holen, verlief das Rennen am Schlußtag recht
mono=
ton. Um den zweiten Platz mußten ſich Lawſon,
Hal=
ſtead und Stabe in einem Zehnrunden=Match meſſen, das
von dem ſchnellen Amerikaner Lawſon mit Handbreite
vor dem Engländer Halſtead gewonnen wurde, dem eine
Länge zurück der Berliner Stabe folgte. Die genauen
Reſultate waren: 1. Lorenz=Saldow 3728,400 Kilometer
(gegen 3653,390 Kilometer im Vorjahre), 2. Lawſon=
Wiley 1 Runde, 3. Hall=Halſtead Handbreite, 4. Stabes
Pawke 1 Länge, 5. Rudel=Roſellen 2 Runden, 6. Süßs
milch=Röthig 3 Runden, 7. von Natzmer=Großmann
1 Länge, 8. Tadewald=Techmer 3 Runden, 9. Kudelas
Nowack 5 Runden, 10. Gebrüder Carapezzi 7 Runden
zurück.
Die Frankfurter Achttage=Fahrer
dis=
qualifiziert. In der Verwaltungsausſchußſitzung
des Verbandes Deutſcher Radrennbahnen zu Berlin
wurde beſchloſſen, gegen die Veranſtalter und Teilnehmer
des Frankfurter Achttage=Rennens mit ſtrengen Strafen
vorzugehen. Bekanntlich war das Rennen vom Verband
Deutſcher Radrennbahnen verboten worden, da die
Bahn=
anlage den Wettfahrbeſtimmungen nicht entſprach.
Trotz=
dem nahm das Rennen aber am 1. Dezember ſeinen Ans
fang. Die acht von dem Verband Deutſcher
Radrenn=
bahnen lizenſierten Fahrer, die an dem Rennen
teilge=
nommen hatten, und zwar Barth und K. Schall=Ulg=
Mainz, Paſſenheim und Weiſe=Berlin, Eickholl=
Düſſel=
dorf, Roſenfeld=Dortmund und Simmermacher und
Brückmann=Darmſtadt, wurden bis 1. Oktober 1913
dis=
qualifiziert. Dem Veranſtalter des Rennens, G.
Dre=
ſcher=Mainz, dem auch die Mainzer Radrennbahn
ge=
hört, wurde bis zum gleichen Termin die Erlaubnis
entzogen, Rennen zu veranſtalten. Die übrigen
Teil=
nehmer, Fr. Bauer=Charlottenburg, C. Flöck und C. Dau=
Auf Gesellschaften
Bällen, im Theater, Konzert etc. sollte man
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lier=Berlin, die auf Grund einer vom Deutſchen
Rad=
fahrer=Bund ausgeſtellten Straßenfahrerlizenz gefahren
waren, ſollen vom Bund mit der gleichen Straſe belegt
werden und beide Verbände erkennen die verhängten
Strafen gegenſeitig an.
Die Radweltmeiſterſchaften 1913 in
Deutſchland. Die Verwaltungsausſchußſitzung, die
der Verband Deutſcher Radrennbahnen unter teilweiſer
Zuziehung des Deutſchen Radfahrer=Bundes und des
Deutſchen Rennfahrer=Verbandes in Berlin abhielt, faßte
eine Reihe ſehr wichtiger Beſchlüſſe. Nach den gefaßten
Beſchlüſſen ſollen die Radweltmeiſterſchaften im nächſten
Jahre in Deutſchland abgehalten werden. Da die
zu=
nächſt in Betracht kommenden Länder England und
Holland, auf die Veranſtaltung der
Weltmeiſterſchafts=
rennen verzichteten, lag eine Anfrage ſeitens der Union
Cyeliſte Internationale, der oberſten Behörde des
Rad=
ſports, vor, ob Deutſchland im nächſten Jahre deren
Austragung übernehmen wolle. Die Verſammlung
be=
ſchloß, in bejahendem Sinne zu antworten. Es ſoll
ver=
ſucht werden, die Amateur=Weltmeiſterſchaften im
Ber=
liner Stadion zu veranſtalten, um durch dieſen
glänzen=
den äußeren Rahmen auch dem Auslande zu zeigen,
welche Ausdehnung der Sport in Deutſchland
genom=
men hat. Da auf der Radrennbahn im Stadion keine
Rennen hinter Motoren ausgefahren werden können,
will man der U. C. J. vorſchlagen, die Lange
Welt=
meiſterſchaft” mit Tandemführung und über eine
kür=
zere Strecke wie 100 Kilometer ausfahren zu laſſen. Für
die Berufsfahrer=Weltmeiſterſchaften kommen dagegen
nur Bahnen des V. D. R. in Betracht, von welchen
Leip=
zig, wo im Jahre 1908 die Amateur=Weltmeiſterſchaften
ausgetragen wurden, als erſter Bewerber auftrat. Der
Kongreß der U. C. J. würde dann ebenfalls in Berlin
ſtattfinden. Als Termin kommt wieder der Auguſt in
Frage. Einer weiteren Anregung der 1. C. J. Berufs=
ſahrer= und Anaten=Bekimeſterſchaften nicht mehr
ge=
ſondert zu veranſtalten, ſondern Profeſſionals und
Ama=
teure zuſammen in einem Rennen ſtarten zu laſſen,
ſtell=
ten ſich ſowohl der Deutſche Radfahrer=Bund wie der
Verband Deutſcher Radrennbahnen einſtimmig
ableh=
nend gegenüber. Es wurde ferner mit dem Bunde die
Frage geregelt, in welcher Weiſe die 12 Stimmen
Deutſch=
lands bei dem U. C. J.=Kongreß abgegeben werden
ſollen. Man einigte ſich dahin, daß der Verband in
An=
gelegenheiten des Berufsſportes, der Bund in ſolchen des
Amateurſportes die 12 Stimmen abgibt; bei allgemeinen
Angelegenheiten entſcheiden ſich die Verbände vorher,
wer abſtimmt.
Bei Uneinigkeit entſcheidet das Los.
So wird erreicht, daß Deutſchland ſtets als geſchloſſenes
Ganzes auftritt. Die Lizenzerteilung an die
Berufs=
rennfahrer verbleibt weiterhin beim Verband Deutſcher
Radrennbahnen, jedoch geſteht der V. D R. dem
Renn=
fahrer=Verbande zu, daß er ihm alle Lizenzerteilungen
offiziell mitteilt, wodurch der Deutſche Rennfahrer=
Ver=
band in die Lage kommt, auf die Fahrer einzuwirken,
daß ſie ſich ihm anſchließen.
Hourlier gewinnt die Pariſer
Winter=
meiſterſchaft. Auf der Pariſer Winterbahn wurden
am Sonntag bei ſehr ſtarkem Beſuch die letzten 16
Matches um die Pariſer Wintermeiſterſchaft entſchieden,
die von dem franzöſiſchen Champion Hourlier, der
glän=
zend fuhr, gewonnen wurde. Hourlier gewann wie der
Auſtralier Goullet alle Läufe. Die Entſcheidung fiel
erſt durch das letzte Maich, in welchem ſich Hourtier und
Goullet gegenüberſtanden. Der Franzoſe ſetzte 300 Meter
vor dem Ziel von der Spitze aus zum Endſpurt ein und
hielt den Auſtralier trotz aller ſeiner Anſtrengungen ſtets
ſicher. Hourlier, der die letzte Runde (250 Meter) in 15,6
Sekunden zurücklegte, gewann mit einer halben Länge.
Ellegaard enttäuſchte und verlor von ſeinen vier Matches
zwei. Geſamtklaſſement: Hourlier 8 Punkte, Goullet
Punkte, Ellegaard und Pouchois je 4 Punkte, Moretti
und Duprs ie 3 Punkte, Lapſon 1 Pumkt und Gomes
kei=
nen Punkt. — Das Maich hinten Motorenführung über
10 bezw. 20 Kilometer zwiſchen Seres und dem eben erſt
vom Dresdener Sechstage=Rennen zurückgekehrten
ame=
rikaniſchen Weltmeiſter Wiley endete beide Male mit
einem nur knappen Erfolge von Seres. Seres gewann
über 10 Kilometer in 3 Minuten 12 Sekunden mit 325
Meter und über 20 Kilometer in 16 Minuten 30,3
Se=
kunden mit 50 Meter vor dem kleinen Amerikaner. Ein
Handikap ſicherte ſich Jaequart knapp vor dem Verkiner
Schraage und Oliveri und das Prämienfahren Quaiſſard
vor den Berlinern Finn und Packebuſch.
* Winterfaiſon in Graubünden. Der Winter hat
nunmehr in Graubünden überall ſeinen Einzug
gehal=
ten. Die große Eisbahn in Davos, welche in drei
Ab=
teilungen einen Flächenraum von 29500 Meter umfaßt,
wurde am 8. November eröffnet und in St. Moritz konnte
man ſchon vom 4. November an auf dem Statzerſee
fah=
ren. Nunmehr ſind dort auch ſämtliche künſtlichen
Eis=
bahnen im Betriebe, darunter der 12000 Meter große
Eisrink des Kurvereins. Vom Engadin kommt ferner
die Kunde, daß der Campferer See ganz, der Silvaplaner
See teilweiſe zugefroren ſind. Auch in Aroſa iſt die
Eis=
bahn auf dem Oberſee eröffnet, und an allen Sportplätzen
des Kantons ſind der Schlittenſport und der Skiſport
be=
reits in vollem Gange. Aus den bis jetzt erſchienenen
Sportprogrammen erſehen wir, daß die offiziellen
Ver=
anſtaltungen im Dezember beginnen und im Januar
und Februar ihren Höhepunkt erreichen. Die großen
internationalen Eiswettlaufen in Davos finden am 18.
und 19. Januar ſtatt, die Pferderennen auf dem St.
Moritzer See ſind auf die Tage vom 2., 6. und 9. Februar
angeſetzt. Ende Dezember und Anfang Januar finden
an verſchiedenen Sportplätzen des Kantons Skikurfe
ſtatt. Ueber dieſe, ſowie über die ſportlichen
Veranſtalt=
ungen an den anderen bündneriſchen Winterſtationen
werden wir ſpäter berichten.
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Ophelia, des
Po=
lonius Tochter . Käthe Meißner
Osrik, ein Edel=
Emil Kroczak
mann
Ein Schauſpieler. Herm. Knispel
Erſter
Toten= Adolf Jordan
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Ein Bote . . . Br. Waigandt
Ein Prieſter
Auguſt Kräger
in norwegiſcher
Hauptmann . . Paul Eisner
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