Darmstädter Tagblatt 1912


04. Dezember 1912

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175. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 26 Seiten.

Das Wichtigſte vom Tage.

Das Kaiſerpaar iſt geſtern früh von Baden=Baden
in Potsdam wieder angekommen.
Der Kronprinz Ferdinand von Rumänien
iſt geſtern früh in Berlin eingetroffen.

Prinz Heinrich von Preußen iſt zu einem
Privatbeſuche in London eingetroffen.
Der Sonderberichterſtatter des Matin meldet aus Rjeka,
daß der Kronprinz Danilo von Montenegro
nicht verwundet worden iſt, aber an einer ſchweren
Dysenterie erkrankt iſt.
Der König von Bulgarien hat ſich nach Tſcha=
taldſcha
begeben, um an den Waffenſtillſtands=
verhandlungen
teilzunehmen.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.

Schwenkung der engliſchen Politik.

Während man ſonſt bei internationalen Konflik=
ten
faſt immer die Beobachtung machen konnte, daß
England auf der Seite der Gegner Deutſch=
lands
zu finden war, hält ſich Großbritannien bei den
jetzigen Balkanwirren merkwürdig zurück, ja, es wird ſo=
gar
gefliſſentlich verſichert, daß man den Standpunkt
Deutſchlands teile und gern mit dieſem zuſammen arbeite,
um den Weltfrieden zu erhalten. Dieſer Tendenz hat jetzt
auch unſer neuer Botſchafter in London, Fürſt Lich=
nowsky
, Ausdruck gegeben, indem er zum erſten Male in
London eine öffentliche Rede hielt, in der er auf die
deutſch=engliſchen Beziehungen einging. Er
erklärte dabei, er benutze mit Freuden die Gelegenheit,
darauf hinzuweiſen, daß England und Deutſchland Seite
an Seite für die Aufrechterhaltung des europäiſchen Frie=
dens
arbeiteten, und daß die politiſchen Beziehungen der
beiden Mächte niemals vertraulicher und aufrichtiger ge=
weſen
ſeien, als gegenwärtig. Auch der Staatsſekretär
von Kiderlen=Wächter hat in ſeiner Reichstagsrede betont,
daß während der ganzen letzten Kriſe zu England ganz
beſonders freundliche Beziehungen beſtanden haben.
Das ſind erfreuliche Worte; man kann nur wünſchen,
daß dieſe Stimmung der engliſchen Regierung von Be=
ſtand
ſein möge. Es gab eine Zeit, die noch nicht gar ſo
lange her iſt, wo das geſamte Bemühen der engliſchen
Außenpolitik darauf ausging, Deutſchland einzukreiſen
und zu iſolieren, ſowie auch die Bundesgenoſſen ihm ab=
ſpenſtig
zu machen. Wenn jetzt die Beziehungen eine
Beſſerung erfahren haben, ſo werden ſchon beſondere
Gründe dafür vorhanden ſein und dieſe ſind gar nicht ſo
weit zu ſuchen. Die Intereſſen der Entente=Mächte ſind
keineswegs allerorts identiſch, gerade die jetzigen Bal=
kanwirren
haben gezeigt, daß ſie zum Teil recht weit aus=
einander
gehen und es läßt ſich nicht leugnen, daß die
Herzlichkeit der Entente einen kleinen Stoß bekommen
hat. Schon die großen Programmreden Poincarés zu
Beginn der Wirren ließen die Meinungsverſchiedenheiten
ziemlich unverhüllt durchblicken und die Haltung Eng=
lands
während des ganzen Balkankonfliktes gibt zu den=
ken
. Wohl nicht ohne Abſicht iſt England im Hinter=
grunde
geblieben, es hat ſelbſt große Intereſſen im
Orient und wenn auch nicht auf dem Balkan, ſo doch in
Aegypten und Aſien, und anſcheinend glaubt man jetzt,
die Gelegenheit benutzen zu können, alte Pläne zum Ziele
zu führen. Wie es heißt, werde über kurz oder lang
England das Protektorat über Aegypten offiziell prokla=
mieren
, das es ja eigentlich ſchon ſeit Jahren in Wirk=
lichkeit
ausübt, um auf dieſe Weiſe den Beſitz Aegyptens
zu legitimieren. Auch ſonſt ſcheint England im Orient
einige lang gehegte Wünſche durchführen zu wollen, ſehr
zum Aerger der Franzoſen. Der Temps weiß aus
Beirut zu melden, daß die Muſelmanen in Syrien,
namentlich die zahlreichen algeriſchen Einwanderer, eine
eifrige Propaganda zu Gunſten der Beſetzung Syriens
durch die Engländer entfalten. Der Kommandant eines
engliſchen Kreuzers habe dem Gouverneur von Syriſch=
Tripolis erklärt, daß engliſche Mannſchaften, falls ſie
zur Herſtellung der Ordnung an Land asſchier würden. end=
gültig
dort bleiben würden. Vor kurzem ſei der Selretär
des Lord Kitcheners in Beirut, Damaskus, Jaffa und

Haiffa in muſelmaniſchen Verſammlungen erſchienen.
Ueberall ſei dasſelbe Ziel ins Auge gefaßt worden.
Man weiß, daß bisher Frankreich Syrien als Ein=
flußſphäre
betrachtete und die franzöſiſchen Kreiſe dürf=
ten
daher von dieſem Vorgehen Englands nicht gar ſehr
erbaut ſein. Man ſieht, England pfeift auf alle ſchönen
Verträge, wenn es die eigenen Intereſſen erfordern, und
wenn man jetzt an der Themſe uns gegenüber andere
Seiten aufzieht, ſo geſchieht dies wohl nicht zuletzt in der
Abſicht, Deutſchland für die britiſchen Pläne günſtig zu
ſtimmen.

Die Rede des Reichskanzlers.

** Es war vorauszuſehen, daß ſich Herr v. Beth=
mann
Hollweg bei der Ausſprache über die auswärtige
Politik angeſichts der noch ſchwebenden Verhandlungen
zwiſchen den Mächten gerade über den Punkt eine gewiſſe
Beſchränkung aufzuerlegen gezwungen ſein würde, der
gegenwärtig im Vordergrunde des Intereſſes ſteht:
nämlich über die Balkanfrage. Aber doch ſind die Erklä=
rungen
des Kanzlers in der Montagsſitzung des Reichs=
tags
in mancher Hinſicht ſehr bedeutungsvoll. Großen
Eindruck wird in Europa die offene Bekundung unſerer
Bündnispflicht gegenüber unſeren beiden Alliierten her=
vorrufen
. Zur Verteidigung unſerer eigenen Zukunft, ſo
meinte Herr v. Bethmann Hollweg, müſſen wir entſchloſ=
ſen
an die Seite der Bundesgenoſſen treten, wenn dieſe
von dritter Seite angegriffen werden. Und damit hatte
er recht, denn zögern wir oder verſagen gegenüber den
Alliierten, ſo können auch wir in der Stunde der Gefahr
nicht auf deren Hilfe rechnen. Fürſt Bülow hat zwar ein=
mal
geſagt, der Dreibund ſei für uns keine unbedingte
Notwendigkeit mehr, aber ſein Nachfolger ſcheint doch
anders zu denken, und er wird dazu wohl ſeine Gründe
haben. Unſere eigene Stärke iſt freilich nach wie vor der
beſte Schutz für uns; und wir können unſeren Verbünde=
ten
mehr bieten, als dieſe uns zu bieten vermögen, wenn
die Bündnispflicht eintritt; aber angeſichts der heutigen
Mächtegruppierung iſt doch der Dreibund auch für uns
ein bedeutſamer Rückhalt, und ſchon der moraliſche Ein=
druck
iſt von nicht zu unterſchätzender Wirkung, daß wir
eventuell nicht allein daſtehen. Unſer mannhaftes Ein=
treten
für den Verbündeten hatte ſchon einmal, und zwar
während der bosniſchen Kriſe, einen großen Erfolg, näm=
lich
den, daß der europäiſche Friede erhalten blieb.
Deutſchland iſt es nur erwünſcht, wenn ſich auch künftig
die Erfolge der Dreibundpolitik in ſolchem friedlichen
Sinne äußern.
Die Abſicht der Reichsregierung, mit den Balkan=
ſtaaten
, einſchließlich der Türkei, weiter freundſchaftliche
Beziehungen zu unterhalten, iſt namentlich im wirtſchaft=
lichen
Intereſſe nur zu billigen, ebenſo daß Deutſchland
im Verein mit anderen Mächten für ein Fortbeſtehen der
Türkei eintreten will. Bei aller Zurückhaltung, die ſich
der Kanzler auferlegte, iſt doch aus deſſen Rede zu er=
ſehen
, daß eine den Frieden direkt bedrohende Gefahr
nicht mehr beſteht und daß für eine freundſchaftliche Er=
ledigung
aller Balkanſchwierigkeiten die beſten Ausſichten
vorhanden ſind. Das offene Bekenntnis unſerer Bündnis=
pflicht
wird überdies hoffentlich auch dazu beitragen, alle
Kriegsgelüſte dieſes oder jenes Staates im Keime zu er=
ſticken
und die befriedigende Löſung der ſchwebenden
Fragen zu fördern.
Preßſtimmen:
Die Rede des Reichskanzlers im Reichstage wird
von der deutſchen und ausländiſchen Preſſe lebhaft er=
örtert
:
Das Berliner Tageblatt ſchreibt: Nicht der
leiſeſte Beifall erklang am Schluſſe ſeiner Rede, in der an
alle patriotiſchen Gefühle appelliert worden war Wenn
die Dinge ſo günſtig liegen, wozu gibt der Reichskanzler
dann den Sätzen, in denen er die ſelbſtverſtändliche Bun=
destreue
Deutſchlands betont, eine Form, die einen etwas
ſeltſamen Eindruck machen muß? Warum ſpitzte er dann
dieſe Sätze ſo deutlich und ſo ſcharf gegen Rußland zu?
Die Berliner Neueſten Nachrichten ſchreiben:
Offenbar hat die Kürze, mit der der Reichskanzler zur
augenblicklichen politiſchen Lage Stellung genommen hat,
innerhalb wie außerhalb des Hauſes enttäuſcht. Ber=
liner
Lokalanzeiger ſchreibt: In ihrer Schmuck=
loſigkeit
machte die Kanzlerrede zunächſt wenig Ein=
druck
; aber ſie wird ihre Wirkung nicht verfehlen. Der
Kanzler hätte ſicher Beifallsſtürme entfeſſeln können,
wenn er nur an ſeine Rede eine ſchwungvolle Redewend=
ung
angefügt hätte. Aber er wollte nicht, er wollte die
Situation ſtreng ſachlich ſchildern. Voſſiſche Zei=
tung
: Eigentlich hat Herr von Bethmann nichts Neues
geſagt, nichts, was ſich der gewiſſenhafte Beobachter nicht

ſelbſt ſagen kann; aber es iſt heute der Stoff für die ver=
ſchiedenartigſten
Kommentare diesſeits und jenſeits der
deutſchen Grenzen. Den Erfolg der Rede werden die
nächſten Tage ausweiſen. Tägliche Rundſchau
ſchreibt: Was Kanzler und Reichstag geſagt haben, war
erfreulich. Wo ſo häufig das Unglaubliche, ja das Un=
erhörte
Ereignis wurde, freut man ſich ſchon, wenn das
Gute, Selbſtverſtändliche nicht ausbleibt. Morgen=
poſt
: Der ganze Zuſammenhang und ſonſtige Tenor der
Kanzlerrede läßt eine kriegeriſche Abſicht als ausgeſchloſ=
ſen
erſcheinen und geben den Peſſimiſten unrecht, die eine
ſolche wittern.
Aus Wien wird gemeldet: Die Rede des Reichs=
kanzlers
von Bethmann Hollweg hat überall
große Genugtuung erweckt. In politiſchen Kreiſen meint
man, die Lage, die zu einer ſo deutlichen Sprache Anlaß=
gegeben
hätte müſſe ernſt ſein, hofft aber, daß die Kanz=
lerrede
zur Aufrechterhaltung des Friedens beitragen
werde. Das Abendblatt Zeit beſpricht die Rede und
führt folgendes aus: Die Rede des Reichskanzlers läßt
an Klarheit und Deutlichkeit nichts zu wünſchen übrig
und ſie ſteht in angenehmem Gegenſatz zur paſſiven Halt=
ung
Aehrenthals, die dieſer während der Marokkotriſe
eingenommen hat. Wenn auf gewiſſer Seite die Hoff=
nungen
beſtanden haben, daß der deutſche Reichskanzler
die Gelegenheit benutzen werde, um ſich zu revanchieren,
ſo iſt dieſe Hoffnung gründlich zerſtört worden und man
darf überzeugt ſein, daß die Rede des deutſchen Reichs=
kanzlers
viel zur Aufrechterhaltung des Friedens beitra=
gen
wird. Durch dieſe Erklärung iſt das Bündnis zwi=
ſchen
Deſterreich und Deutſchland noch bedeutend beſeſtigt
worden, und man muß hoffen, daß die Zukunft keine
Störung bringen wird.
Die geſamte Pariſer Preſſe erörtert die Rede des
deutſchen Reichskanzlers. Evénement ſchreibt: Die
Worte des Reichskanzlers ſind offenkundig der beſte Beweis
dafür, daß Deutſchland gleich Frankreich die friedlichſten
Abſichten hat. Schon die Ratſchläge, die Deutſchland an
Wien erteikt hat, ließen uns das annehmen. Es iſt aber
gut, daß der Reichskanzler von der Tribüne des Reichs=
tags
die Geſinnungen ſeines Landes betont hat.
Figaro ſagt: Die Erlärung des Reichskanzlers, daß
Deutſchland ſich entſchloſſen an die Seite Beſterreichs
ſtellen würde, falls dies angegriffen werden ſollte, ſcheint
in gewiſſen Kreiſen eine ziemlich ungerechtfertigte Auf=
regung
hervorgerufen zu haben. Bei einigem Nachdenken
wird man einfehen, daß der Reichskanzler nicht anders
ſprechen konnte. Die deutſche Diplomatie hat eneraiſch
an der friedlichen Regelung der öſterreichiſch=ſerbiſchen
Schwierigkeiten gearbeitet. Die Note der Norddeutſchen
Allgemeinen Zeitung nach der Berliner Reiſe des öſter=
reichiſchen
Thronfolgers iſt der beſte Beweis dafür, und
die Abſichten Deutſchlands haben ſich nicht geändert.
Der Petit Pariſien meint, die Rede des Reichs=
kanzlers
könnte eine heilſame Lektion für die Balkanſtaa=
ten
werden. Die Lanterne ſchreibt, die Rede ent=
halte
gleichzeitig beruhigende Erklärungen und eine un=
verhohlene
Drohung. Der Gaulois: Der Reichs=
kanzler
hat in ſehr klaren Worten die Bundespflichten
Deutſchlands im Falle eines Angriffes auf Oeſterreich ge=
kennzeichnet
. An demſelben Tage hat der ehemalige
Miniſterpräſident Combes eine. Rede gehalten, aus der
hervorgeht. daß für ihn die Bundespflichten Frankreichs
ein toter Buchſtabe ſind.
Von der Regierung und der Regieruna naheſtehen=
der
parlamentariſcher Seite wird bemerkt: Seit Beſtehen
des Dreibundes und der Tripel=Entente haben keine lei=
tenden
Staatsmänner die Bundestreue und ihre not=
wendigen
Konſequenzen ſo volkstümlich warm und mit
ſo ſtaatsmänniſcher beſonnener Wahl der Ausdrücke be=
tont
, wie jetzt der Kanzler. Man verſichert, Poincaré
werde am Donnerstag im Budgetausſchuſſe auf die
Stellung Rußlands zu den Balkanſtaaten im wichtigſten
Paſſus ſeiner Rede bezug nehmen und die Bundestreue
und Opferwilligkeit Frankreichs entſprechend betonen.
Die Londoner Zeitungen beſchäftigen ſich
ausführlich mit den beiden Reden des Reichskanzlers
und des Staatsſekretärs des Auswärtigen v. Kiderlen=
Wächter. Die Times ſchreibt, die geſtrigen Reden des
Reichskanzlers und des Herrn v. Kiderlen werden
in England gebührend gewürdigt werden. Sie ſind von
einem eminent friedliebenden Geiſt durchdrungen. Der
Staatsſekretär nimmt auf die Haltung Englands in der
gegenwärtigen Frage mit einem Vertrauen, und einer
Freundſchaftlichkeit Bezug, die hier vollauf erwidert wied.
Die Erklärung des Staatsſekretärs beſtätigt die neuerliche
Rede des Fürſten Lichnowsky, die beiden Regierungen
arbeiteten zuſammen an der Dache des Friedens, den
beide als eine der höchſten Intereſſen ihrer Völker eis=
kennen
. Allerorts wird bei vernünftigen Leuten die hoff=
nungsvolle
Stimmung des Reichskanzlers einen ange=
nehmen
Eindruck machen, um ſo mehr Eindruck machen,
als er ſeine Augen vor bedrohlichen Tatſachen nicht ver=
ſchließt
. Deutſchland wird natürlich die berechtigten
Forderungen ſeiner Verbündeten aufrechterhalten, wie die
anderen Mächte diejenigen ihrer Freunde unterſtützen
werden. Es braucht kaum geſagt zu werden, daß nichts
Herausforderndes in dieſer Erklärung liegt, wenn ſie auch
ungeſchminkt abgegeben wird. Es iſt nichts mehr als eing
Erklärung, daß Deutſchland im Notfall ſeine Verpflicht=
ung
gegen ſeine Verbündeten erfüllen würde, wie das jede
ehrenhafte Macht tun würde. Dieſer Teil der Rede iſt,
wie wir hören, mit großer Genugtuung in Oeſte,reich
aufgenommen worden. Einzelne Stellen dürften in Kon=

[ ][  ][ ]

ſtantinopel willkommen ſein. Der Kanzler erklärte, die
Beſtrebungen Deutſchlands würden nach Herſtellung des
Friedens darauf gerichtet ſein, die Vitalität der Türkei
als eines bedeutenden politiſchen und ökonomiſchen Fak=
tors
in der Welt aufrecht zu erhalten. In dieſen Beſtreb=
ungen
wird Deutſchland nicht allein ſtehen. Der Daily
Chronicle ſchreibt: Man hat Herrn v. Bethmanns
Rede im Reichstag als die Erklärung einer der ſechs Re=
gierungen
angeſehen, in deren Händen das Schickſal
Europas liegt und zwar der Regierung, die die ſtärkſten
Trümpfe auszuſpielen hat. Ihr Ton war ganz wie man
es wünſchen konnte, obwohl hinter ihrer Zurückhaltung
ein peſſimiſtiſches Element unverkennbar iſt. Der Kanzler
wies auf die Möglichkeit eines öſterreichiſch=ungariſchen
Krieges hin, aber es wäre abſurd, in dieſer Erklärung
vermehgte Gründe für die Wahrſcheinlichkeit einer Kata=
ſtrophe
zu finden. Die Verſicherung des Kanzlers, daß
Deutſchland ſeinem Verbündeten gegen einen ruſſiſchen
Angriff beiſtehen würde, iſt für niemand etwas neues.
Deutſchland würde es tun müſſen, wenn es nicht ſeine
Verbündeten zwiſchen den überwältigenden Kräften der
Slawen wie eine Eierſchale zerdrückt ſehen wollte.
Daily News betonen, daß das Intereſſe Englands
lediglich darin beſteht, den Frieden zu wahren, und daß
es ſein Beſtreben ſei, jeden Zwiſt zu vermeiden, der Eng=
land
in einen Konflikt verwickeln würde, der es nichts an=
geht
. Das Blatt fährt fort: Dieſe ubgeſonderte Stell=
ung
iſt Englands Stärke und es iſt die reinſte Tatſache in
der Lage, daß unſere Beziehungen zu Deutſchland wäh=
rend
der ganzen Kriſe befriedigender geweſen ſind, als
ſeit langer Zeit. Dieſe befriedigende Tatſache iſt geſtern
von Herrn v. Kiderlen=Wächter in einer bemerkenswerten
Rede beſtätigt worden. Nach dieſer Rede ſoll keine Kriegs=
gefahr
beſtehen, denn in dieſer wie in allen Kriſen liegt
die endgültige Entſcheidung zwiſchen Deutſchland und
England. Daily Telegraph meint: Es iſt ein
glückliches Zeichen in der gegenwärtigen Verwirrung, daß
Deutſchland eine Intereſſengleichheit in der Haltung Eng
lands und Frankreichs anerkennt, da beide im gleichen
Sinne mit ihm arbeiten. Nicht umſonſt hat Fürſt Lich=
nowsky
am Samstag ſo beredten Nachdruck auf die
Wendung gelegt, die unſere deutſchen Nachbarn mit uns
verknüpft und Herr v. Kiderlen ſagt nun dasſelbe von der
diplomatiſchen Seite.

Deutſches Reich.

Der Dreibund noch nicht erneuert.
Das in Reichstagskreiſen verbreitete Gerücht, daß der
Dreibund erneuert worden ſei, wird von unterrichteten
Stellen als unbegründet erklärt.
Reichskanzler und Vatikan. Die Mel=
dung
der Frankf. Ztg., daß der Reichskanzler einem Zen=
trumsabgeordneten
gegenüber gedroht habe, die preu=
ßiſche
Geſandtſchaft beim päpſtlichen Stuhl aufzugeben,
wird der Tägl. Rundſchau als zutreffend beſtätigt. Der
eigentlichſte Grund dieſer Stellungnahme des Kanzlers
ſoll zu ſuchen ſein in tiefgehenden Verſtimmungen zwiſchen
der preußiſchen Regierung und dem Kardinal=Fürſtbiſchof
Dr. Kopp. Unmittelbaren Anlaß habe aber nicht nur die
erwähnte Enzyklika des Papſtes gegeben, ſondern auch die
Wahl des Dr. Hartmann zum Erzbiſchof von Köln. Bei
dieſer Wahl ſoll Dr. Kopp eine bemerkenswerte Rolle ge=
ſpielt
haben. Der Frankf. Ztg, wird hierzu aus Berlin
geſchrieben:
Daß der Reichskanzler vor einigen Tagen zu einem
Führer des Reichstagszentrums geſagt habe, daß die
jüngſte päpſtliche Enzyklika über die Arbeiterorganiſatio=
nen
das letzte ſei, was ſich die preußiſche Regierung von
der Kurie an Eingriffen in die Rechte des Staates und
die Selbſtändigkeit der nichtkonfeſſionellen Arbeiterver=
bände
habe bieten laſſen, und daß er mit dem Abbruch
der diplomatiſchen Beziehungen zum Vatikan gedroht
habe, das iſt durchaus nicht ſo unwahrſcheinlich, wie es in
einzelnen Blättern hingeſtellt wird, wenn man ſich der
Rede erinnert, die Bethmann Hollweg im Abgeordneten=
haus
am 7. März vorigen Jahres über den Moderniſten=
eid
gehalten hat. Da findet man ganz ähnliche Gedanken=
gänge
, wie in dem Geſpräch mit dem Zentrumsabgeord=
neten
. Da hat der Reichskanzler u. a. geſagt, er müſſe zu=
geben
, daß die Kurie aus dem Beſtehen der Geſandtſchaft
für die Information über deutſche Verhältniſſe nicht
denjenigen Nutzen gezogen habe, den man ihr gern ge=
währt
haben würde. Völlige Reziprozität ſei aber gerade
bei dieſer Miſſion eine unentbehrliche Vorausſetzung für
ihr gedeihliches Wirken; ſollte ſie auf die Dauer weg=

fallen, ſo würde er, der Reichskanzler, allerdings befürch=
ten
müſſen, daß dadurch die Gegner der Geſandtſchaft
eine nicht zu unterſchätzende Unterſtützung erfahren wür=
den
. In derſelben Rede hat der Kanzler übrigens auch
geſagt: Die Vorſtellung, daß die Regierung vor irgend=
einer
ernſten Auseinanderſetzung mit Rom aus Rückſicht
auf die politiſche Stellung des Zentrums zurückwiche, iſt
kleinlich.
Die Abſtimmung über das Mißbilli=
gungsvotum
im Reichstag. Aus der amtlichen
Liſte der namentlichen Abſtimmung über das ſozialdemo=
kratiſche
Mißbilligungsvotum gegen den Reichskanzler
im Reichstage vom Samstag ergibt ſich: Gegen den An=
trag
ſtimmten die Parteien der Rechten, auch Welfen und
lſäſſer, das Zentrum und die Nationalliberalen. Dafür
ſtimmten die Sozialdemokraten, die Fortſchrittler außer
dem Abgeordneten Dr. Heckſcher und die Polen. Der Ab=
ſtimmung
haben ſich enthalten die Konſervativen v. Böh=
lendorff
=Kölpin und v. Bonin, die Zentrumsabgeord=
neten
Dr. Fervers und Müller=Fulda, die Nationallibera=
len
Kölſch und Marquart, die Volksparteiler Dr. Kaempf
und Krömer und der Abgeordnete Graf v. Poſadowsky=
Wehner. 73 Abgeordnete haben gefehlt.
Gewährung von Tagegeldern an
Schöffen und Geſchworene. Nachdem im
Bundesrat, wie bereits gemeldet, ein Antrag dreier ſüd=
deutſcher
Bundesſtaaten auf Gewährung von Tagegeldern
n Schöffen und Geſchworene eingebracht iſt, darf man
damit rechnen, daß noch in dieſer Tagung des Reichstags
eine entſprechende Geſetzesvorlage eingebracht wird.
Dabei dürfte die Höhe der Entſchädigung jedenfalls nicht
im Geſetz feſtgeſtellt, ſondern der Beſtimmung des Bun=
desrats
überlaſſen werden. Die Entſchädigung wird für
Schöffen und Geſchworene jedenfalls gleichmäßig be=
meſſen
werden.
Einführung) der Schiffahrtsabga=
ben
geſichert? Die Einführung des Schiffahrtsab=
gabengeſetzes
ſoll nunmehr nach erfolgreichen Verhand=
lungen
mit den in Betracht kommenden auswärtigen
Staaten geſichert ſein. Der Fränk. Kurier läßt ſich aus
Berlin melden: Dem Bundesrat ging ein Bericht des
Reichskanzlers zu über Verhandlungen mit Oeſterreich
und den Niederlanden wegen des deutſchen Schiffahrts=
abgabengeſetzes
. Es verlautet, daß für das Jahr 1915
mit der Einführung des Reichsgeſetzes zu rechnen ſei.
Die finanzielle Rüſtung der deut=
ſchen
Aerzteſchaft. Eine Berliner Korreſpondenz
berichtet: Trotzdem die deutſchen Aerzte zu einem ehren=
vollen
Frieden mit den Krankenkaſſen bereit ſind und des=
halb
auch der vom Reichsamt des Innern ausgehenden
Einladung zu einer Verſtändigung für Mitte Dezember
in Berlin folgen werden, haben ſie doch ihre finanzielle
Rüſtung für einen etwaigen Kampf ſo gut wie vollendet.
Die vom Leipziger Verband im vorigen Jahre beſchloſſene
Aufnahme einer unverzinslichen Hundertmarkanleihe hat
die in Ausſicht genommene Höhe von 1 Million Mark
ſchon weit überſchritten, obwohl in einigen Bezirken die
Anleihe noch nicht abgeſchloſſen iſt. Die Opferfreudigkeit
der Aerzte kam auch in der letzten Woche in der Haupt=
verſammlung
des Leipziger Verbandes durch den Beſchluß
zum Ausdruck, die den Kölner Kollegen bisher gewährte
Unterſtützung auch für das Jahr 1913 zu zahlen.
Keine Großblockpolitik in Würt=
temberg
. In der ſozialdemokratiſchen Preſſe iſt in
der letzten Woche die Behauptung aufgetaucht, daß zwi=
ſchen
Haupt= und Nachwahl die Nationalliberalen an die
Sozialdemokraten herangetreten ſeien mit dem Erſuchen,
in Brackenheim den nationalliberalen Kandidaten, Ge=
heimrat
v. Balz, zu unterſtützen, und daß dagegen die
Nationalliberalen ſich bereit erklärt haben ſollen, in
Waiblingen den Kandidaten der Sozialdemokratie zum
Sieg zu führen. Der tatſächliche Vorgang der Dinge
war, wie einer Erklärung der Nationalliberalen Partei
zu entnehmen iſt, der, daß ſich eine Abordnung volkspar=
teilicher
Wähler aus dem Bezirk Brackenheim an den Ab=

geordneten Konrad Haußmann wandte mit der Frage,
ob er nicht Verhandlungen mit der Sozialdemokratie über
freiwillige Unterſtützung der Kandidatur Balz durch die
Sozialdemokratie einleiten könne. Es fand in der Tat
eine Konferenz ſtatt, an der ſich außer Haußmann ein
Ausſchußmitglied der Nationalliberalen Partei und zwei
Sozialdemokraten beteiligten. Die Vertreter der Sozial=
demokratie
erklärten ſich bereit, angeſichts der politiſchen
Situation, der drohenden Verſtärkung des ſchwarz=blauen
Blocks, die ſozialdemokratiſchen Stimmen in Bracken=
heim
dem nationalliberalen Kandidaten zuzuführen, wenn
die Nationalliberalen ihrerſeits den Sozialdemokraten
in Waiblingen unterſtützten. Das nationalliberale Mit=
glied
der Konferenz erklärte ſeinerſeits, daß bei den
nationalliberalen Wählern in Waiblingen allerdings eine
allgemeine Befolgung der auf Unterſtützung des Bundes
der Landwirte lautenden Parole der Nationaliberalen
Partei nicht zu erwarten ſei, da man über die Art und
Weiſe der Bekämpfung der Nationalliberalen durch die
Bündler in andern Wahlkreiſen entrüſtet ſei; eine Parole
zugunſten der Sozialdemokratie auszugeben, ſei aber
ſelbſtverſtändlich ausgeſchloſſen. Auf das hin ſahen die
Vertreter der Sozialdemokratie von der Forderung einer
Paroleausgabe zu ihren Gunſten in Waiblingen ab. Der
Anlauf zur Einleitung einer Großblockpolitik in Würt=
temberg
iſt alſo ein bloßer Verſuch geblieben. Praktiſche
Folgen haben dieſe Verhandlungen auch nicht gezeigt;
in beiden Bezirken iſt der Kandidat des Bundes der Land=
wirte
gewählt worden.
Junggeſellenſteuer. Die oldenburgiſche
Regierung macht ihrem Landtag eine Vorlage über Ge=
haltserhöhung
für die Beamten und Lehrer. Sie beab=
ſichtigt
dabei, wie wir in der Freiſ. Ztg. leſen, einen
intereſſanten Verſuch, indem ſie eine Differenzierung in
den Bezügen für ledige und verheiratete Beamte und
Lehrer vorſchlägt. Ein ähnlicher Verſuch zu Anfang des
Jahres ſcheiterte an der Finanzierung. Als größte
Schwierigkeit für die Differenzierung muß man die Ab=
grenzung
der Klaſſe der Ledigen gegenüber den Nicht=
ledigen
anſehen. Ob in dieſer Beziehung die vorgeſchla=
gene
Regelung auf allgemeine Zuſtimmung zu rechnen
hat, bleibt abzuwarten. Die Ledigen ſollen von dem Ab=
zug
befreit werden, wenn ſie in einem eigenen Hausſtand
mit einem Verwandten der aufſteigenden Linie zuſammen=
wohnen
, deſſen Lebensunterhalt ganz oder überwiegend
von ihnen beſtritten wird. Auch wenn kein Zuſammen=
leben
im eigenen Haushalt ſtattfindet, kann das Staats=
miniſterium
die Befreiung eintreten laſſen, wenn die obige
Vorausſetzung ſonſt zutrifft. Die Befreiung tritt nach
dieſer Beſtimmung alſo in den Fällen nicht ein, wo ein
Beamter mit anderen bedürftigen Verwandten, wie zum
Beiſpiel erwerbsunfähigen Schweſtern, einen gemeinſamen
Hausſtand führt. Die Abzüge für Ledige ſind im weſent=
lichen
in Höhe der Gehaltszulagen vorgeſehen, die für
jede Stelle im Geſetz feſtgelegt ſind. Bei den Lehrern hat
man den Abzug demjenigen für die mittleren Beamten
gleich bemeſſen. Lehrerinnen, bei denen der Ledigenſtand
doch die Regel bildet, haben ebenfalls die Abzüge zu
tragen. Der finanzielle Erfolg des Ledigenabzuges iſt
keineswegs gering, denn der Geſamtbedarf der Vorlage
ſtellt ſich auf 1,5 Millionen Mark und die Erſparnis
durch den Ledigenabzug auf 268 100 Mark.

Ausland.

Frankreich.
Die Pulverfrage. In der Budgetkommiſſion
erklärte Marineminiſter Delcaſſé zur Pulverfrage, die
durchgeführten Maßnahmen ſeien geeignet, jegliche Be=
unruhigung
zu beſeitigen. Es ſeien zahlreiche Verbeſſe=
rungen
vorgenommen. Er, der Miniſter, unterſtützt von
Pulvertechnikern, wache hier mit der größten Aufmerk=
ſamkeit
. Die Ausrüſtung der Flotte ſei für jedes Bedürf=
nis
ausreichend. Ferner ſeien Vorräte vorhanden, um
nötigenfalls das eingeſchiffte Pulver zu erſetzen. Das

Italien nach dem Kriege.
Von Curt Bauer=Rom.

Warum ſind wir nicht ſelbſt nach Konſtantinopel ge=
gangen
? Dies war die allgemeine Frage, die, weniger
mit Worten ausgeſprochen als allgemein gefühlt, die
Siegesſtimmung des italieniſchen Volkes von vorn=
herein
dämpft. Daß der ſo große Begeiſterung
entfachende Krieg durchaus kolonialer Natur bleiben
ſollte, daß die gewaltige italieniſche Truppenmaſſe ſich
nur mühſam der ſchmalen afrikaniſchen Küſtenſtriche be=
mächtigen
konnte, während das Häuflein der Balkan=
völker
in raſchem Siegeslaufe vorrückte, wirft wohl den
dunkelſten Schatten in die Siegesfreude. Allerdings weiß
man nur zu gut, daß größere Verluſte an Menſchenleben,
wie ſie das Balkanheer gegen die Türken zu verzeichnen
hatte, vom italieniſchen Volke mit Beunruhigung und Un=
zufriedenheit
aufgenommen worden wären. War doch die
erſte Deviſe während des Kolonialkrieges ſeitens Italien:
Vermeidung von Menſchenverluſten. Giolitti, der beſte
Kenner ſeines Volkes, war ſich deſſen bewußt, welch üblen
Eindruck ſolche Opfer im Lande gemacht hätten. So ver=
bindet
ſich jetzt mit dem ſtillſchweigenden Verzichtleiſten
auf manch überſchwängliche Siegesträume das befrie=
digende
Bewußtſein, ſich rechtzeitig geborgen und andern
das Feld überlaſſen zu haben. Beſonders die Frauen und
Familien ecfreuen ſich der heimkehrenden Männer, die ſo
brav ihre Vaterlandspflichten erfüllten. Beſſer, denken
ſie, ein tüchtiger Mann, der lebt, als ein Ausbund von
Heros, der tot iſt, und niemand kümmert ſich mehr um
Sieg und Frieden, ſondern geht nach Art der Südländer
den Dingen nach, die ihm im Augenblick gerade am näch=
ſten
liegen. Häufig hört man äußern: Wir Italiener
haben von dieſem Kriege viel gelernt! was ohne jeden
weiteren Zuſatz bedeuten will: wir haben den tollen
Rauſch von der nackten Wirklichkeit ſcheiden gelernt und
ſind dabei zu dem beſcheidenen Schluß gekommen, daß der
Friede doch immer und überall das Beſte ſei.
Aus dieſem Grunde vor allem finden wir heute trotz
der verjäßeigen Zwiſchenfälle Italien wie nur je à

Deutſchland, das bisher ſtets den ſicherſten Schutz=
wall
für den europäiſchen Frieden bot, hingeneigt. Na=
türlich
wird Politik nicht mit dem Herzen gemacht, und
niemand weiß, wie weit wir nötigenfalls, je nach der Kon=
ſtellation
der anderen Mächte, auf Italien bauen dürfen.
Zweifellos iſt nur, daß jetzt in allen italieniſchen Be=
völkerungsſchichten
die Sympathien unbedingt nach
Deutſchland neigen und jeder von der Notwendigkeit des
Beſtandes des Dreibundes überzeugt ſcheint. Man zitiert
wieder mit Reſpekt die deutſchen Zeitungen, und beſonders
wurde die gute Aufnahme San Giulianos in Berlin mit
allſeitiger Befriedigung begküßt. Eine ganz beſondere
Popularität beſitzt in Italien Kaiſer Wilhelm II.,
der überall als der größte Mann unter den Herrſchern
unſerer Zeiten angeſehen wird. Dem Südländer impo=
niert
ungemein das Repräſentative des äußeren Auf=
tretens
. Beſonders der einfache Italiener ſpricht den
Namen Imperatore Giuglielmo nie ohne einen begeiſter=
ten
Stimmfall aus. Leute, die geographiſch nicht Deutſch=
land
von Oeſterreich zu unterſcheiden vermögen, fragen
daher jeden, der ſich Tedesco nennt, gleich: Heißt Ihr
Kaiſer Giuglielmo? Worauf dann ſtets ein höchſt be=
friedigendes
Ah! folgt: Das freut nich! Kaiſer Wil=
helm
verehre ich! Freilich richtet ſich dieſe Verehrung
ſelten auf politiſche Motive, über die das Gros des italie=
niſchen
Volkes in tiefſter Unwiſſenheit lebt. Vielmehr
war es der perſönliche Eindruck, den Kaiſer Wilhelm bei
ſeinem Beſuche in Rom ausgeübt haben muß, ſodaß er
bis heute nicht vergeſſen wurde und jeder, der ihn ſah,
bis in die kleinſten Züge hinein ſeiner damaligen Im=
preſſionen
ſich zu erinnern weiß.
Der einfache Italiener fühlt eine tiefgehende Liebe
zu ſeiner Scholle, alſo zu ſeinem kleinen Heimat=Paeſe
und zur Famtlie. Dazu mag ſich allerdings ein durch
Jahrhunderte genährter Haß gegen die verderbliche Frem=
denherrſchaft
und jeden von außen kommenden Einfluß
geſellen, der auch dem Unwiſſenden das dunkle Bewußt=
ſein
verleiht, mit der Einſtimmigkeit in allen das junge
Königreich betreffenden Dingen ſeinem eigenen Paeſe und
deſſen Familien zu nützen. Das deutlichſte Beiſpiel dieſer
Einigkeit bildete der im Ausland ſe arg kritiſterte Tri=

polis=Feldzug, und täglich bietet ſich Gelegenheit, dies im
Kleinen zu beobachten. Sobald die Wache vorbeizieht,
lüftet jeder Italiener vor der Fahne ſeinen Hut. Ueberall
wo ſich die Tricolore erhebt, entſteht ein großer Enthuſias=
mus
, ſelbſt in den Kinematographen jubelt das Volk be=
geiſtert
, wenn ſich dort ſeine Flagge zeigt.
Auch im gewöhnlichen Verkehr mit Fremden fühlt der
Italiener ſchnell heraus, wer ſeinem Lande wohl will
oder nicht und, ohne es zu wollen noch zu wiſſen, wird da=
durch
ſein Verhalten zu ihm in recht erheblichem Maße
beſtimmt. Man erlebt hier in dieſer Beziehung als
Fremder oft ans Komiſche grenzende Fälle. Ein Kellner
z. B. hatte mie beim Wechſeln eine falſche Lire heraus=
gegeben
, was ich erſt nachträglich bemerkte. Am andern
Tage machte ich ihm darüber Vorſtellungen, fand jedoch
nur wie immer einen heftigen Proteſt. Im Eifer des
Wortwechſels fügte ich hinzu: Ein langjähriger Freund
Italiens, wie ich, muß ſich durch ſolche Vorkommniſſe
durchaus enttäuſcht fühlen! Da lächelte der Kellner ſo=
gleich
aufs liebreichſte und bot mir eine echte Lire für die
falſche an.
Stets ſucht der Italiener zur Ehre des Vaterlandes
auf den Fremden durch ſein Benehmen, falls es nicht ge=
rade
den nervus rerum, den Soldo, betrifft, einen guten
Eindruck zu machen. Aus dieſem Grunde läuſt der Fremde
in abgelegenen unſicheren Gegenden erheblich weniger
Gefahr für Leben und Eigentum als der Einheimiſche.
Ja, die Banditen gehen in Bezug auf Vaterlandsliebe mit
den beſten Bürgern Hand in Hand. Ich glaube, wenn
ein Ausländer, von ſizilianiſchen Briganten überfallen,
dabei als echter Freund Italiens befunden würde, man
ließe ihn alsdann nicht nur frei, ſondern gäbe ihm noch
ein Sicherheitsgeleite mit auf den Weg. Allerdings einem
perſönlichen Verſuche möchte ich mich dazu nicht unter=
ziehen
wollen.
Obwohl viele Landſtriche von außen einen fürchter=
lichen
armſeligen Eindruck machen, wird doch niegends
mehr geſpart als in Italien. Trotz der kleinen Löhne und
Einnahmen weiß jeder Familienvater etwas Geld zurück=
zulegen
. Wie viele gehen hier in Lumpen einher nähren
üch von Suppen und Brot, obwohl ſie einen vollen Geld=

[ ][  ][ ]

Pulver böte jede Sicherheitsgarantie; das verdächtige
Pulver ſei überall ausgeladen. Darauf erklärte der
Miniſter, die Marine beſäße 560000 Tonnen Brenn=
material
, während ſie jährlich 380 000 Tonnen verbrauche.
Die antimilitariſtiſche Kampagne. Der
Progreſſiſt Bonnefous forderte in der Kammer die ſofor=
tige
Beratung des Antrages, wonach Deſerteure und
ſolche, die ſich ſelbſt verſtümmelt haben, um ſich dem Heeres=
dienſte
zu entziehen, des Wahlrechtes verluſtig gehen
ſollen. Jaurés erklärte, der Vorſchlag ſei die Fortſetzung
des böswilligen phantaſtiſchen Feldzuges, den Meſſimy
gegen die Arbeiterklaſſe eröffnet habe. Er warf Meſſimy
vor, über die Zahl derjenigen, die ſich dem Heeresdienſt
entzogen hätten, künſtlich zurechtgeſtutzte Ziffern vorge=
bracht
zu haben, indem er die Zahlen aus den letzten 40
Jahren addiert habe, um ſagen zu können, daß Frank=
reich
zwei Armeekorps fehlten. Die Zahl derjenigen, die
ſich nicht geſtellt hätten, habe ſich deshalb vermehrt, weil
auf Grund des Geſetzes von 1905 alle diejenigen Leute,
die ſich im Ausland niedergelaſſen hätten, als Heeres=
flüchtige
erklärt würden. Kriegsminiſter Millerand er=
widerte
, er billige vollkommen den Vorſchlag Bonnefous
Jaurés habe nicht das Recht, Tatſachen gegenüber, die
Meſſimy dargelegt habe, von Phantaſterei zu ſprechen,
wenn er ſelbſt und die ſozialiſtiſche Partei kein Wort des
Proteſtes gegen die Heeresflucht fänden. (Stürmiſcher
Beifall, außer bei der äußerſten Linken.) Millerand fuhr
fort: Er ſei ſicher, daß die antimilitariſtiſche Kampagne
im Augenblick der Gefahr keinen größeren Teil von jun=
gen
Franzoſen abwendig machen werde. An dieſem
Tage würden alle ihre Pflicht tun, doch ſei es nicht min=
der
wahr, daß es nicht genüge, zu proteſtieren, wenn Auf=
rufe
zum Ungehorſam und zur Sabotage der Mobil=
machung
angeſchlagen würden. Alle Parteien müßten
ſich gegen eine ſo abſcheuliche Kampagne erheben und das
Volk gegen die Hetzereien ſchützen, die das ſchlimmſte Ver=
brechen
gegen das Vaterland darſtellen. Auf Vorſchlag
Millerands wurde der Antrag Bonnefous an eine Kom=
miſſion
verwieſen.
England.
Indiſche Dreadnoughts. Die Zeitung Ad=
bocate
of India ſchreibt in bezug auf die Erklärung, die
am 20. November ds. Js. in den Spalten desſelben Blat=
tes
erſchien, daß der Gedanke, indiſche Dreadnoughts der
kaiſerlichen Flotte zu ſchenken, augenſcheinlich im Ernſte
nicht gefaßt ſei. Wie der Vertreter des Reuterſchen
Bureaus erfährt, haben die höchſten amtlichen Kreiſe noch
keine Kenntnis davon.
Rußland.
Kohlenmangel. In einer unter dem Vorſitz
des Handelsminiſters abgehaltenen Konferenz erklärke
der Miniſter, angeſichts des Kohlenmangels werde es
nötig ſein, im nächſten Jahre 15 bis 25 Millionen Pud
im Ausland anzukaufen.
Vereinigte Staaten.
Der Voranſchlag über die Staatsausgaben für
das nächſte Fiskaljahr, der dem Kongreß Montag unter=
breitet
wurde, beziffert ſich auf 823 415 455 Dollars, aus=
ſchließlich
der Ausgaben für die Poſt. Die Ausgaben
für die Marine erhöhen ſich um 28 Millionen; drei
Schlachtſchiffe ſind vorgeſehen.

* Der bedingte Strafaufſchub in Sach=
ſen
hat im letzten Jahrzehnt von Jahr zu Jahr zuge=
nommen
. Bekanntlich beſteht dieſe auf dem landesherr=
lichen
Begnadigungsrecht fußende Verfügung darin, daß
die Betroffenen ſo lange mit der Strafvollſtreckung ver=
ſchont
bleiben, als ſie während beſtimmter Friſt durch ihr
Verhalten dazu keine erneute Veranlaſſung geben.
Im Jahre 1901 waren es 525 Perſonen, bei denen die
Strafvollſtreckung ausgeſetzt wurde, im Jahre 1905 ſchon
1062 und 1909 gar 1698 Perſonen. In der Mehrzahl
waren es Jugendliche, die mit dieſem Mittel auf den Weg
der Beſſerung verwieſen wurden. Befanden ſich doch in
den genannten Jahren 395, 738 und 956 Perſonen unter
18 Jahren darunter. Die Verurteilungen waren erfolgt
in 98, 227 und 403 Fällen wegen Verbrechen, in 416, 823
und 1287 Fällen wegen Vergehen und in 11, 12 und 8
Fällen wegen Uebertretungen. In 12, 19 und 10 Fällen

war Haft= und in 513, 1043 und 1687 Fällen Gefängnis
und in einem Falle (1909) ſogar Zuchthausſtrafe verhängt
worden. Der Strafaufſchub hat überwiegend ſeinen
Zweck, auf Abwege Geratene vor den Folgen ihrer Straf=
taten
zu bewahren, erfüllt. Denn von 1299 im Jahre
1909 erledigten Fällen erfolgte die Erledigung in 994
durch Begnadigung, in 18 durch Tod oder Flucht und nur
in 287, das ſind 22,1 Prozent, durch Einleitung der Straf=
vollſtreckung
.

Stadt und Land.

Darmſtadt, 4. Dezember.
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
dem Kammerdiener Karl Höhne zu Philipps=
thal
das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift Für
Verdienſte‟.
* Ordensverleihung. Seine Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem charakteriſierten Tele=
graphenſekretär
Zimmermann im Bezirk der Kaiſer=
lichen
Oberpoſtdirektion Karlsruhe die Erlaubnis zur
Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj.
dem Deutſchen Kaiſer, König von Preußen, verliehenen
Kronen=Ordens 4. Klaſſe erteilt.
* Uebertragen wurde dem Schulamtsaſpiranten
Ludwig Dönges zu Rodheim a. d Bieber (Preußen)
eine Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Eifa, Kreis
Alsfeld; ferner dem Hauptlehrer Dr. Johannes Köhler
zu Lauterbach, den Lehrern Jatob Balz zu Vilbel,
Kreis Friedberg, Johann Heinrich Leidecker zu
Nieder=Roden, Kreis Dieburg, und Joſeph Loos zu
Dienheim, Kreis Oppenheim, den Schulamtsaſpiranten
Georg Born aus Fränkiſch=Crumbach, Kreis Dieburg,
Johannes Jäger aus Groß=Breitenbach, Kreis Heppen=
heim
, Richard Kaiſer aus Rachelshauſen (Preußen),
Franz Noß aus Bensheim, Theodor Repp aus Groß=
Hauſen, Kreis Bensheim, und Jakob Roth aus Heuſen=
ſtamm
, Kreis Offenbach, Lehrerſtellen an der Volksſchule
zu Offenbach; den Schulamtsaſpirantinnen Emma
Hartmann aus Bieber, Kreis Offenbach, Klara Kuhl
aus Darmſtadt, Thereſe Loyé aus Mainz und Eliſabeth
Schuſter aus Friſchborn, Kreis Lauterbach, Lehrerin=
ſtellen
an der Volksſchule zu Offenbach.
* Belohnungen und Auszeichnungen im Bereich der
Eiſenbahndirektion Mainz. Das durch Ver=
ordnung
vom 25. November 1905 von Sr. Königl. Hoheit
dem Großherzog von Heſſen und bei Rhein geſtif=
tete
Erinnerungszeichen iſt den nachſtehend ge=
nannten
Heſſiſchen Eiſenbahnbedienſteten verliehen wor=
den
: A. Für eine 25jährige Dienſtzeit: Melior, Jakob,
Eiſenbahn=Oberſekretär, Darmſtadt; Sand, Friedrich,
Obermaterialienvorſteher, Darmſtadt; Landgraf, Jakob,
Bahnhofsvorſteher, Bensheim; Beck, Johannes, Ober=
bahnaſſiſtent
, Darmſtadt; Hofmann, Heinrich, Oberbahn=
aſſiſtent
, Darmſtadt; Krämer, Otto, Oberbahnaſſiſtent,
Darmſtadt; Oſch Joſeph, Oberbahnaſſiſtent, Bensheim;
Ritz, Johann, Oberbahnaſſiſtent, Bickenbach (Heſſen);
Schmidt, Chriſtian, Oberbahnaſſiſtent, Arheilgen; Hotz,
Heinrich, Betriebswerkmeiſter, Darmſtadt; Ihrig, Adam,
Werkführer, Darmſtadt; Brück, Heinrich, Lokomotivführer,
Darmſtadt; Dauernheim, Ferdinand, Lokomotivführer,
Darmſtadt; Stahl, Johannes, Lokomotivführer, Darm=
ſtadt
; Kirſchner, Philipp, Magazinaufſeher, Darmſtadt:
Frank, Heinrich, Schaffner, Darmſtadt; Seehaus, Karl,
Weichenſteller, Zwingenberg; Schröder, Philipp, Weichen=
ſteller
, Bensheim; Held, Karl, Rottenführer, Heppen=
heim
; Rock, Friedrich, Bahnwärter, Babenhauſen;
Walther, Friedrich, Bahnwärter, Groß=Gerau; Völger,
Georg, Vorſchloſſer, Darmſtadt; Hartmann, Peter, Vor=
ſchreiner
, Darmſtadt; Marquard, Jakob, Vorſchreiner,
Darmſtadt; Müller, Philipp, Vorſchreiner, Darmſtadt;
Fries, Auguſt, Schloſſer, Darmſtadt; Dintelmann, Lud=
wig
, Sattler, Darmſtadt; Fuchs, Heinrich, Sattler, Darm=
ſtadt
; Schneider, Friedrich, Sattler, Darmſtadt
Ußner, Georg, Sattler Darmſtadt; Weil, Georg,
Sattler, Darmſtadt; Keller, Heinrich, Lackierer, Darm=
ſtadt
; Allmann, Karl, Wagenwäſcher, Darmſtadt; Barne=
wald
, Philipp, Wagenwäſcher, Darmſtadt; Fuchs, Tobias,
Wagenwäſcher, Darmſtadt. B. Für 40jährige
Dienſtzeit: Schilling, Joſeph, Eiſenbahndirektor,
Darmſtadt; Hüfner, Adam, Werkführer, Darmſtadt;
Kögel, Johannes, Werkführer, Darmſtadt; Heyder, Hein=
rich
, Lokomotivführer, Darmſtadt; Draudt, Adam, Wei=
chenſteller
, Bickenbach; Hechler, Adam, Weichenſteller,
Darmſtadt; Erbes, Adam. Pförtner, Darmſtadt; Hölzel,
Valentin, Bahnwärter, Auerbach; Spengler, Philipp,
Vorſchreiner, Darmſtadt; Götz, Heinrich, Güterboden=
arbeiter
, Darmſtadt; Heim, Leonhard Güterbodenarbei=
ter
, Darmſtadt; Volk, Jakob, Güterbodenarbeiter, Darm=
ſtadt
; Rapp, Wilhelm, Schloſſer, Darmſtadt; Haub, Da=
vid
, Bohrer, Darmſtadt; Leonhard, Jakob, Kupferſchmied,
Darmſtadt; Anders, Johann, Maſchinenputzer. Darmſtadt.
Vom Großh. Hoftheater. Heute, Mittwoch, bleibt
das Hoftheater im Hinblick auf das an dieſem Abend ſtatt=
findende
Schulfeſt geſchloſſen. Am Donnerstag fin=

et die Erſtaufführung von Karl Rößlers Luſtſpiel Die
fünf Frankfurter ſtatt (72. Abonnementsvorſtellung,
Buchſtabe C 18). Der Autor wurde von der Hoftheater=
eitung
eingeladen, der Premiere beizuwohnen und hat
ſein Erſcheinen zugeſagt. Das Werk, das auf allen Büh=
nen
einen durchſchlagenden Erfolg errungen hat und in=
nerhalb
einer Saiſon viele hundert Aufführungen erlebt
hat, wird am Hoftheater in allererſter Beſetzung heraus=
kommen
. Die Regie führt Herr Generaldirektor Dr. Eger.
Am Freitag findet als vierte Sondervorſtellung,
gleichzeitig Nachfeier von Mozarts Todestag, eine Auf=
führung
der Zauberflöte ſtatt. Zu dieſer Vorſtellung
wird kein Kartenverkauf eingeleitet. Am Freitag beginnt
für die Abonnenten der Kartenvorverkauf zu dem Gaſt=
ſpiel
Moiſſi. Die beiden Gaſtſpielabende des be=
rühmten
Stars der Reinhardtſchen Bühnen ſind bei auf=
gehobenem
Abonnement angeſetzt. Doch ſind den Abon=
nenten
Vergünſtigungen eingeräumt, derart, daß die
Buchſtaben A und B für das Auftreten Moiſſis als
Hamlet, die Buchſtaben C und D zur Erſtaufführung
von Hugo von Hofmannsthals altem Spiel Jedermann
ein Kartenbezugsrecht zu Abonnementspreiſen haben, daß
aber nur am Freitag ausgeübt werden kann. Der allge=
meine
Vorverkauf beginnt am Samstag ſowohl an der
Kaſſe des Hoftheaters, als auch im Verkehrsbureau. Das
erſte Auftreten Moiſſis iſt für Dienstag, den 10., feſtge=
ſetzt
, an dieſem Tage ſpielt der Künſtler den Hamlet
Die Erſtaufführung von Jedermann, der Hofmannsthal
beiwohnen wird, findet mit Moiſſi in der Titelrolle am
Freitag, den 13. Dezember, ſtatt. Es gelten zu den beiden
Gaſtſpielabenden des Künſtlers Jedermann am 13. ds.
und Hamlet am 10. ds. die gewöhnlichen Preiſe.
* Zur Erinnerung an den Pfarrer der Beſſunger
Petrusgemeinde Ludwig Walz hat der Kirchenvorſtand
der genannten Gemeinde eine Schrift erſcheinen laſſen. Sie
bringt das wohlgelungene Bildnis des Entſchlafenen,
einen Abriß ſeines Lebens der beſonders ſein ſegens=
reiches
Wirken in unſerer Stadt hervorhebt, drei in den
Jahren 1908 bis 1910 von ihm gehaltene Predigten und
Nachrichten über ſein Ende, ſeine Beſtattung und den
Trauergottesdienſt, der am 11. Februar in der Petrus=
kirche
ſtattgefunden hat. Dieſe Erinnerungsblätter, ein
Beweis der dankbaren Liebe ſeiner Gemeinde, werden
gewiß den vielen Freunden des Verſtorbenen in Stadt
und Land willkommen ſein. Das Schriftchen koſtet 30 Pfg.
und iſt in der Buchdruckerei von K. F. Bender und auch
in der Hofbuchhandlung von Joh. Waitz und in der Wart=
burg
=Buchhandlung zu haben.
* Ueber die Tätigkeit der Arbeitsnachweisſtelle im
ſtädtiſchen Hauſe, Waldſtraße 6 und Grafenſtraße 30
(Telephon 371), werden für den Monat November fol=
gende
Zahlen mitgeteilt: 445 offene Stellen, 606 Ar=
beitſuchende
, 229 Vermittelungen, darunter 79 Dienſt=
boten
.
nn. Ein hochintereſſantes Bauwerk der Tiefbautechnik,
der neue Kanalbau unter den Gleiſen der
Staatsbahn im Zug der Pallaswieſenſtraße, geht
jetzt ſeiner Vollendung entgegen. Der 2,30 Meter breite
und 2 Meter hohe Kanal liegt mit ſeiner Sohle 6 Meter
unter Erde. Gleichzeitig mit dem Kanalbau mußte
der vorhandene alte Kanal entfernt und das ſtädtiſche
Abwaſſer mittels eiſerner Rohrleitung durch die Bau=
grube
geleitet werden. Während des Kanalbaues mußte
der Fußgänger= und Güterzugsverkehr aufrecht erhalten
werden, deshalb waren für die Gleiſeſicherungen und
Untertunnelung des Bahnübergangs ganz beſondere
Sicherheitsmaßregeln nötig. Die beſonders für den
Tiefbautechniker intereſſanten und lehrreichen Arbeiten
wurden unter Leitung des ſtädtiſchen Tiefbauamts von
hieſigen Unternehmern, den Herren Maurermeiſtern
Georg Möſer I. und G. H. Wolf, ausgeführt. Der
neue Kanal bildet eine Ergänzung des im vorigen Jahre
vollendeten Kanals Pallaswieſenſtraße- Frankfurter=
ſtraße
. Die Kanalunterführung wurde in zirka 3 Wochen
bei Tag= und Nachtarbeit fertiggeſtellt.
* Der Heſſiſche Städtebeamtenverband hielt unter dem
Vorſitz von Dr. Garth=Darmſtadt im Hotel Heß hier
eine Hauptverſammlung ab, die aus allen Teilen des
Großherzogtums gut beſucht war. Von den Beratungs=
gegenſtänden
iſt bemerkenswert, daß die Verſammlung
zur Stärkung ihrer Organiſation einen weiteren Ausbau
ihres Verbandsorganes, der Heſſiſchen Beamten=
zeitung
, ins Auge faßte und einſtimmig dem kürzlich ge=
bildeten
Kartell heſſiſcher Beamtenvereine beitrat. Fer=
ner
wurde die Schaffung einer Krankenkaſſe für die Ver=
bandsmitalieder
und deren Angehörige im Anſchluß an
die Krankenkaſſe des Zentralverbandes der Gemeindebe=
amten
Preußens beſchloſſen, ſowie die Einrichtung von
Fortbildungskurſen und Bereitſtellung von Mitteln zum
Beſuch von ſolchen in Ausſicht genommen. Wegen der
am 1. Januar 1913 in Kraft tretenden Angeſtelltenverſiche=
rung
wurde ein engerer Ausſchuß gebildet, der die vor=
bereitenden
Schritte zur Wahrung der Intereſſen der hier=
von
betroffenen Beamten und Angeſtellten unternehmen
ſoll.

ſack auf der Sparkaſſe haben. Das bleibt durchaus Ge=
ſchmacksſache
, und es iſt vielleicht ſogar beſſer für ein
Volk, wenn es ſich mit kleinen Einnahmen begnügt und
davon zu ſparen weiß, als wenn es große Einnahmen er=
ſtrebt
, um dieſe zu verausgaben. Nichts hat wohl die
wirtſchaftliche Tüchtigkeit des italieniſchen Volkes im
großen anſchaulicher erwieſen als der Tripoliskrieg.
Fürchtete man doch allgemein, die Verausgabung dieſer
Milliarde Lire müßte ſchwere Reaktionserſcheinungen im
öffentlichen Leben und Teuerung mit ſich bringen. In
Wirklichkeit hat ſich jedoch nichts geändert. Die Markt=
preiſe
der Lebensmittel ſind genau dieſelben geblieben wie
vorher. Vielmehr macht ſich im öffentlichen Leben überall
ein friſcher Aufſchwung bemerkbar in bezug auf Sauber=
keit
, Geſundheitspflege, Wohnungen für das Volk,
Schulen und Ordnung des Lebens. In allen Zweigen
zeigt ſich Italien als kräftig aufſtrebendes Land, das Ver=
Aluſte nicht hindern, ſondern fördern, nicht nur in äußerer
Hinſicht, ſondern vor allem auch in bezug auf inneren
Lebens= und Zukunftsmut.
Freilich verbindet ſich mit dem Vorteil, den Italien
nach dem Siege politiſch durch ſeinen Cintritt unter die
Großmächte Europas gewonnen hat, zugleich eine Gefahr
für die Zukunft. Die dadurch notwendig gewordene Ver=
ſtärkung
des Heeres zu Lande und ſpeziell zur See wird
dem Land Koſten auferlegen, denen es bisher glücklicher=
weiſe
überhoben war. Der Wettſtreit mit den anderen
Großmächten muß zukünftig eine jenen ähnliche feſte Or=
ganiſation
und ſtrenge Diſziplinierung auf allen Gebieten
bedingen, die im Zeitalter des Eiſens und der Maſchinen=
gewalt
den Ausſchlag gibt. Und da fragt es ſich bald:
kann das ſo ſtark an individuellem Leben und freier Ent=
wicklung
hängende Volk dauernd auf dieſe neue Bahn ge=
lenkt
werden, ohne dabei den Strom ſeiner inneren Trieb=
kraft
zu hemmen, der ihm heute ſo manche Vorzüge und
Eigenwerte verleiht? Erzeugten doch bereits die erſten
Verſuche zur Moderniſierung der Verölkerung in vielen

Schichten eine Halbkultur, ein unerquickliches Gemiſch von
Eitelkeit und Unfähigkeit.
Schwer genug dürfte es werden, die Bewohner des
langen apenniniſchen Stiefels zu generaliſieren, deren
ſcharfe Kontraſte ſtellenweiſe ſämtliche Kulturſtufen der
Völker, vom Nomaden an gerechnet, dicht nebeneinander
aufweiſen. Ohne Zweifel legen Lehrer, Beamte und
Führer bei dieſer wichtigſten Kulturaufgabe eine bewun=
dernswerte
Gewandtheit an den Tag. Soldaten, Poli=
ziſten
, Kommunalbeamte werden zwiſchen den Provinzen
ununterbrochen ausgetauſcht, und alle zeigen ein äußerſt
geſchicktes Anpaſſungsvermögen, Geduld und Klugheit,
mit denen ſie das Volk nicht nach den Buchſtaben regieren,
wohl aber im Sinne des Geſetzes zu gemeinſamer Moral
und Sitte erziehen. Natürlich hat hier, wie überall, die
Not ſich zur Tugend geſtaltet: ein Poliziſt z. B. darf
einem im leidenſchaftlichen Exzeß begriffenen Sizilianer
nicht einfach den Handſchuh des Geſetzes auf die Schulter
legen und ihn ins Kittchen führen. Das würde ihn das
eigene Leben koſten. Er muß ihn vielmehr wie ein Bru=
der
zu beruhigen und zu überzeugen wiſſen.
Unter all dieſen Umſtänden iſt eine Zukunftsprognoſe
für die Entwicklung Italiens ſchwerer zu ſtellen als für
jedes andere Land Europas. Anerkennen jedoch wird
jeder, daß die ſchwierigſte, auf den erſten Blick faſt un=
möglich
ſcheinende Aufgabe in kurzer Zeit bereits geleiſtet
worden iſt: alle jene verſchiedenen Volksſtämme nicht nur
unter eine gemeinſame Regierung zu zwingen ſondern
ſie durch einen innerlich empfundenen Patriotismus für
das neue Reich zuſammenzuſchmieden, wie es anderswo
Jahrhunderte nicht beſſer zu tun vermochten!

Konzerte.

* Das dritte Konzert der Großh. Hof=
muſik
das am Montag unter Leitung des Herrn Hof=
rats
de Haan ſtattfand, wurde mit einer Suite in

G-moll für Streichorcheſter von Joh. Cleuver eröffnet,
die, aus vier Sätzen beſtehend, ſich in Form und Stil
laſſiſchen Vorbildern anlehnt und in dieſem Sinne die
einzelnen Sätze durch den geſchloſſenen Stilcharakter ſcharf
unterſcheidet und von einander abgrenzt. Das flott und
fließend gearbeitete, viel Stilgefühl verratende, gefällige
Werk ſprach ſehr an und erntete lebhaften Beifall. Die
Violinvirtuoſin Frl. Edith von Voigtländer aus
Berlin ſpielte als zweite Nummer Konzert in H-moll
für Violine mit Orcheſterbegleitung von Saint=Saéns.
Die Kompoſition kann den geiſtreichen Franzoſen, der
Sinn und Verſtändnis für das Stilvolle und Schöne be=
ſitzt
, nicht verleugnen. Dieſer äſthetiſche Sinn, das For=
men
= und Schönheitsgefühl, das den Franzoſen eigen
iſt, wird ſie vor Geſchmackloſigkeiten und Extravaganzen
einer rein techniſchen Verſtandesmuſik wohl auch in
Zukunft bewahren. Frl. von Voigtländer ſpielte
den Violinpart mit ausgeſuchter Sauberkeit und Fein=
heit
der Technik. Ihr Ton iſt nicht groß und entbehrt
oft der Energie des Ausdrucks, nicht aber der Schönheit
und der Seele, wie der mit ebenſo viel Tiefe des Empfin=
dens
wie Eleganz der Technik geſpielte zweite Satz be=
ſonders
erkennen ließ. In den drei Soloſtücken mit Kla=
ierbegleitung
Sérénade mélancolique von P. Tſchai=
owski
, Liebesfreud und Tambourin chinois von F.
reisler kam ihre graziöſe Bogenführung und die für
ihr Spiel beſonders charakteriſtiſche Feinheit und Sauber=
keit
des Vortrags zu beſter Geltung. Als Zugabe ſpielte
ſie Der Schwan von Saint=Saéns.
Beethovens erſte Sinfonie in C=dur, deren eindrucks=
volle
Wiedergabe neben Großzügigkeit und Tempera=
ment
der Auffaſſung ſtrenge Objektivität wahrte, machte
den würdigen Beſchluß des Abends. Herr Kapellmeiſter
Hofrat de Haan, der auch die Solovorträge des Fräu=
leins
von Voigtländer auf dem Klavier mit bekannter
Meiſterſchaft begleitete, leitete das Konzert mit gewohn=
tem
künſtleriſchen Erfolge.

[ ][  ][ ]

* Verein für Vogel= und Geflügelzucht. Bei der
Vereinsausſtellung erhielten nachſtehende Mitglieder die
beigefügten Preiſe: Ehrenpreiſe: K. Neuhaus,
K. Bley, Lud. Jungmann, Ad. Möſer und Fr. Weigold.
1. Preiſe: K. Bley 2, G. Ackermann, P. Heß, Ad.
Möſer 2, Ed. Gollaſch, K. Neuhaus 3, Wirtſchaftsabtei=
lung
der Duncanſchule, K. Wilhelm 2, Chr. Gräf, L. =
muth
3, Fr. Weigold 12, Gottl. Lorz 2, Jak. Gunder,
A. Lang, Jean Koſt 2, Lud. Jungmann 6, Herm. Kraft.
2. Preiſe: Ad. Möſer, Ed. Gollaſch 2, K. Neuhaus 2,
Val. König 2, Wirtſchaftsabteilung der Duncanſchule, K.
Wilhelm 2. W. Ziegler 2, Fr. Weigold 11, Gottl. Lorz,
Herm. Maurer, W. Reich, Jak. Gunder, Al. Lang 2, Jean
Koſt, Lud. Jungmann, Hch. Thierolf 2, Lud. Stoll 2.
3 Preiſe: Chr. Klepper, K. Heß, Hch. Steinheimer 4,
Aug. Kahmann 7, Ad. Möſer 3, Fr. Schulz, Val. König 2,
Wirtſchaftsabteilung der Duncanſchule 2, Gg. Arnold, K.
Wilhelm 2, Fr. Zimmermann, W. Ziegler, Wilh. Maurer,
L. Aßmuth 3, Fr. Weigold 16. K. Bley, Gottl. Lorz 4,
Ph. Hubach 2, W. Reich, Fr. Dunſtädter, Al. Lang, Jean
Koſt, Lud. Jungmann 3, Hch. Thierolf 2. Lud. Stoll 3,
Hermann Kraft und Heinrich Horſt. Außerdem wurden
noch 41 lobende Anerkennungen zugeteilt.
Verein für Frauenſtimmrecht, Ortsgruppe Darm=
ſtadt
. Man ſchreibt uns: Am Samstag, 7. Dezember,
abends, im Mathildenhöhſaale wird die engliſche
Suffragette Leonora Tyſſon aus London ſprechen
über das Thema: Die Wahrheit über den Frauenſtimm=
rechtskampf
und die Suffragetten in England‟ Die
Kampfesweiſe der engliſchen Suffragetten iſt im allge=
meinen
von großem Nachteil für die Sache der deutſchen
Frauenſtimmrechtlerinnen. Einzelne widerliche Tatſachen,
wie ſie lediglich engliſche Verhältniſſe und engliſches Tem=
perament
zeitigen, werden in der deutſchen Preſſe ver=
breitet
und unlogiſcherweiſe zum Zukunftsbild, wohin
auch die deutſche Frau bei weiterer Pflege des Frauen=
ſtimmrechtsgedankens
kommen müſſe, geſtempelt. Die
Darmſtädter Ortsgruppe des Frauenſtimmrechtsvereins,
die eine der engliſchen Suffragetten als Rednerin zu ſich
bexief, will hiermit keinesfalls ihre Zuſtimmung zur
Kampfesweiſe der engliſchen Frau öffentlich ausdrücken.
Sie will jedermann Gelegenheit geben, ſich ſelbſt ein Urteil
über das zu behandelnde Thema zu bilden. In 30 deut=
ſchen
Städten hat Leonora Tyſſon bereits geſprochen und
überall den ſympathiſchſten Eindruck hinterlaſſen. Viel=
leicht
gelingt es ihr, auch in Darmſtadt davon zu über=
zeugen
, daß man ſich unter den engliſchen Suffragetten
doch nicht Entartung aller weiblichen Würde volrzu=
ſtellen
hat.
* Gartenbauverein. Vortrag über Natur=
ſchutz
. Es dürfte vielen bekannt ſein, daß im Laufe der
Zeit durch übereifrige Jagdbetätigung, Sammlerwut, auch
durch die fortſchreitenden Kulturverhältniſſe uſw manche
Pflanzen= und Tiergattung ſeltener geworden, ja ſogar
im Ausſterben begriffen iſt. In den Vereinigten Staaten
hat man daher ſchon ſeit Jahrzehnten Schutzgeſetze er=
laſſen
und natürliche Schutzgebiete geſchaffen, wodurch
man die gefährdeten Lebeweſen vor dem gänzlichen Un=
tergang
zu ſchützen hofft. Auch in Deutſchland und in
Oeſterreich ſind neuerdings ähnliche Beſtrebungen im
Gange, und darüber wird auf Veranlaſſung des Garten=
bauvereins
Herr Profeſſor Völſing durch einen Licht=
bildervortrag
weitere Aufklärungen geben. Da
der Vortrag, zu dem auch Gäſte Zutritt haben, voraus=
ſichtlich
eine größere Zuhörerſchaft herbeilocken wird, ſo
findet diesmal die damit verbundene Monatsverſamm=
lung
nicht im Fürſtenſaal, ſondern im Kaiſerſaal ſtatt.
** Katholikenverein. Das Weihnachtspreiskegeln
beginnt Freitag, den 6. Dezember. (Näheres ſ. Anzeige.)
Fleiſchteuerung. Nachdem die Reichsregierung
der Stadt Darmſtadt die Einfuhr lebenden Biehes aus
Holland geſtattet hat, iſt Mitte der vorigen Woche die
erſte Sendung, beſtehend aus 27 Rindern, einge=
troffen
. Die Tiere ſind bereits abgeſchlachtet worden.
Das Fleiſch iſt beſter Qualität. Es wird von den in
mehrfacher Bekanntmachung ſchon bezeichneten Metzgern
zu 90 Pfg. das Pfund an das Publikum abgegeben.
*Städtiſche Leſe= und Bücherhalle. Im November
wurde die Leſehalle im ganzen von 3673 (im November
1911 von 3598) Perſonen beſucht, durchſchnittlich an jedem
Tag von 122. Aus der Bücherhalle nach Hauſe ent=
liehen
wurden im ganzen 10085 (1911: 9868) Bände,
darunter 3707 wiſſenſchaftliche und belehrende Werke.
Die Zahl der ſeit dem 1. April d. J. neu eingeſchriebenen
Leſer ſtieg auf 3740. An Büchergeſchenken gingen in
dieſem Monat weiter ein: Von Frau Helene Chriſtaller
in Jugenheim ein von ihr verfaßtes Werk, von der Ver=
lagsbuchhandlung
F. E. Fiſcher in Leipzig ein Werk ihres
Verlags, von Fräulein Henny Koch in Jugenheim ein
von ihr verfaßtes Werk, von Fräulein Clothilde Köhler
30 Bände, von Miß Meadows 6 Bände, von Herrn
Profeſſor Röll 3 Jahrgänge Zeitſchriften, von Fräulein
J. Trier 1 Jahrgang Zeitſchriften. Allen Gebern herz=
lichen
Dank! Weitere Schenkungen von Büchern, ſoweit
ſolche nicht veraltet ſind, ſind jederzeit willkommen.
Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mitgliederſtand betrug am 23. November l. J. männ=
lich
9688, weiblich 6834, zuſ. 16527, in Prozenten 58,62.
41,38. Der Krankenſtand betrug am 23. Novbr. I. J.
männlich 334, weiblich 238, in Prozenten 3,38, 3,48.

An Krankengeld wurden ausgezahlt in der Woche
vom 18. Novbr. bis 23. Novbr. I. J. 5478,92 Mk. An
Wöchnerinnen waren vorhanden am 23. November
. J. 31. Sterbefälle kamen vor in der Woche
vom 18. November bis 23. November l. J. 1.
* Das Reſidenztheater am weißen Turm bringt ab
heute wieder ein erſtklaſſiges Programm, u. a.: Im
Zwange der Not, Drama in zwei Teilen. Eine Tragödie,
die ſich durch die überwältigende Realiſtik der Szenen
auszeichnet. Eine dramatiſche Komödie, Verlorenes
Glück, in großartiger Ausführung, zeigt das Leben, wie
s iſt. Das kleine Fritzchen bewundern wir wieder in
einer Glanzrolle, und auch die reizende amerikaniſche Ko=
mödie
: Die 6 Verlobten des Cowboys darf hervorge=
hoben
werden. (Siehe Anzeige.)
§ Unſall. Am Montag nachmittag gegen 2 Uhr
wurde ein 13 Jahre alter Schüler auf dem Ballonplatz
von einer Automobildroſchke überfahren, wobei er an=
ſcheinend
innere Verletzungen davontrug. Der Verletzte
iſt mittelſt Krankenautomobils in das Städtiſche Kranken=
haus
verbracht worden.
§ Fahrraddiebſtahl. An einem der letzten Abende
kurz nach 8 Uhr iſt aus einer Hofreite in der Lands=
kronſtraße
ein Fahrrad geſtohlen worden.
Eberſtadt, 2. Dez. Die vom Volksbildungsverein
im Schwanen veranſtaltete Uhlandfeier zur Er=
innerung
an die 50. Wiederkehr des Todestages des Dich=
ters
nahm einen recht ſchönen Verlauf. Der geräumige
Saal war gut beſetzt und durch ein vielſeitiges, hübſches
Programm wurde das Publikum recht nett unterhalten.
Der hieſige Muſikverein, den Herr Lehrer Becker dirigiert,
leitete die Feier durch den Marſch Aller Ehren iſt Oeſter=
reich
voll ſtimmungsvoll ein und erntete damit, wie auch
mit ſeinen übrigen Muſikvorträgen, reichen Beifall. Der
Geſangverein Sängerluſt ſang die beiden Uhlandſchen
Lieder: Schäfers Sonntagslied und Der Wirtin Töch=
terlein‟
Den Feſtvortrag hielt Herr Oberlehrer Dr. Brei=
denbach
=Worms, welcher es verſtand, in trefflichen Wor=
ten
ein echtes Bild des großen ſchwäbiſchen Dichters zu
malen. Der Vortrag dauerte zirka dreiviertel Stunde und
war ſo intereſſant, daß er das Intereſſe des Publikums
von Anfang bis zum Schluß anregte und wach hielt. Herr
Hugo Tſchuncky ergänzte dieſen Vortrag durch vollendete
Rezitation Uhlandſcher Lieder und Balladen. Frl.
Horſt=Eberſtadt ſang einige Soli; ferner ſang eine ge=
miſchte
Schulklaſſe zwei Uhlandſche Lieder und wurde
beides, ſowie auch die von Schüler Meckel vorgetragenen
Gedichte mit Beifall aufgenommen.
* Ober=Ramſtadt, 3. Dez. Am 7. Dezember findet in
Ober=Ramſtadt ein Wohltätigkeitskonzert ſtatt,
deſſen Ertrag dem Zentralausſchuß des Odenwaldklubs
zur weiteren Unterſtützung der durch das Nieder=
Modauer Bankunglück ſchwer betroffenen Be=
wohner
zugeführt werden ſoll. Die Aufſtellung des
äußerſt gewählten Programms liegt in den bewährten
Händen der Herren Dr. Daab und des zweiten Vorſitzen=
den
der Sektion, Herrn Lehrer Hofmann. Aus dem In=
halt
des Programms ſei folgendes erwähnt: Die Herren
Dr. Daab, Fabrikant Murjahn und Diplom=Ingenieur
Nold (Darmſtadt) Klavier, Cello und Geige: Frl. Daab,
Tochter des Herrn Forſtmeiſters, Geſang. Die Fräulein
E. und J. Hofmann, Anna Heim, Herr Lehrer Günther,
Herr Fabrikant Aug. Rodenhäuſer, Herr Lehrer Schil=
ling
: Theater. Einige Mitglieder der Ortsgruppe Darm=
ſtadt
des Deutſchen Pfadfinderbundes führen Th. Körners:
Joſeph Heyderich auf. Wenn man an die viele Mühe
und Arbeit der einzelnen Mitwirkenden denkt, und wenn
man weiter in Betracht zieht, daß außer dem guten Zweck
etwas Großartiges und Schönes geboten wird, ſo dürfte
wohl erwartet werden, daß die gehegten Vorurteile gegen
das Prinzip der guten Sache zurückgeſtellt und zahlreicher
Beſuch einen erheblichen Betrag für den guten Zweck ge=
währleiſtet
.
Höchſt i. O., 2. Dez. Durch die Betriebseröffnung der
Lokalbahn Aſchaffenburg-Höchſt hat die Perſonen=
poſtverbindung
von hier nach Neuſtadt am Sams=
tag
ihr Ende erreicht. Aus dieſem Anlaß war der Poſt=
wagen
zum Zeichen der letzten Fahrt mit Girlanden
und Fahnen geſchmückt. Auch die Lokomotive, die
vorgeſtern den Sonderzug mit zahlreichen Gäſten von
Aſchaffenburg hierher brachte, hatte Schmuck angelegt.
Von der neuen Fahrgelegenheit haben ſchon Viele Ge=
brauch
gemacht.
Offenbach, 3. Dez. Ein tragiſcher Zwiſchen=
fall
ereignete ſich während des in der franzöſiſch= refor=
mierten
Kirche abgehaltenen Orgelkonzertes. Eine Kon=
zertbeſucherin
wurde plötzlich von einem Schlaganfall be=
troffen
, der ihren alsbaldigen Tod herbeiführte. In
einer außerordentlichen Verſammlung der Schweine=
metzger
=Innung wurde beſchloſſen, unter Berück=
ſichtigung
der enormen wirtſchaftlichen Schädigung des
Gewerbes durch den ſtädtiſchen Fleiſchverkauf die
Schweine zu den von der Stadt feſtgeſetzten Bedingun=
gen
zu nehmen, jedoch vorbehaltlich der Ergreifung an=
derer
Maßnahmen.
Mainz, 3. Dez. Der 23jährige Korbmacher Ernſt
Ebender aus Michelnau (Kreis Büdingen) hat ſich
heute vor dem Schwurgericht wegen Mordver=
ſuchs
zu verantworten. Der Angeklagte iſt auch noch

an dem Mord des Förſters Romanus bei Hanau mit
einem anderen Bruder beteiligt. Der letztere konnte bis=
her
noch nicht feſtgenommen werden. Der heutigen An=
klage
liegt folgender Tatbeſtand zu Grunde: Der Gen=
darmeriewachtmeiſter
Niegel war in der Frühe des
22. Juli 1911 auf Patrouille. Unterwegs hörte er, daß
in Hechtsheim Zigeuner gebettelt hätten. Er nahm meh=
rere
Zigeunerweiber feſt und brachte ſie in Hechtsheim.
in Polizeigewahrſam. Da die Männer ſich in der Rich=
tung
nach Harxheim entfernt haben ſollten, verfolgte Nie=
gel
ſie in dieſer Richtung und traf denn auch bald an der
Abzweigung des Weges nach Ebersheim den Angeklagten
und deſſen angeblichen Schwiegervater, der ſich als Valen=
tin
Maier auswies. Niegel erklärte den beiden Zigeunern
die Feſtnahme und forderte ſie auf, ihm nach Hechtsheim
zu folgen. Der Angeklagte Ebender, der ſich Volkmann
nannte, weigerte ſich mitzugehen; er behauptete, ohne
Schuhe nicht gehen zu können und bat den Wachtmeiſter,
er möge mit ihm nach dem etwas oberhalb gelegenen Zi=
geunerlager
gehen, dort ſeien ſeine Schuhe und ſeine Pa=
piere
. Der Gendarmeriewachtmeiſter, der zu Pferde war,
folgte dem Ebender. An einer Nußbaumgruppe gewahrte
man die Reſte eines im Stich gelaſſenen Lagers. Niegel
brachte hierauf, ohne ſich auf weitere Vorſchläge einzu=
laſſen
, die beiden Zigenner, die fortgeſetzt gegen ihre
Feſtnahme proteſtierten, nach der Kreisſtraße Hechtsheim=
Harrheim. Als ſie an eine Straßenbrücke kamen, behaup=
tete
Ebender, austreten zu müſſen. Er ging die Böſchung
hinab und verſchwand alsbald in dem Straßendurchkaß.
Niegel ritt ihm nach, konnte ihn aber da er immer von
einem Fruchthaufen zum anderen lief, nicht erreichen.
Plötzlich drehte ſich Ebender nach dem Wachtmeiſter um
und gab aus einem Revolver, den er unter einem
Tuch verſteckt gehalten hatte, einen ſcharfen Schuß auf
Niegel ab, der dieſen in den Unterleib traf; Ebender
feuerte dann noch zwei Schüſſe ab, die aber nicht trafen.
Niegel ſank ſchwer verletzt vom Pferd. Ebender lief da=
von
und konnte erſt am 27. Juli 1912, alſo ein Jahr ſpä=
ter
, in Gandersheim feſtgenommen werden. Der Gendar=
meriewachtmeiſter
wurde von Landwirten, die aus dem
Felde herbeigeeilt waren, auf einen Wagen gelegt und
ins Rochusſpital nach Mainz gebracht, wo er operiert
wurde. Es mußte ein Stück Darm entfernt und ſpäter
noch mehrere Nachoperationen vorgenommen werden.
Niegel iſt heute noch nicht dienſtfähig. Der Angeklagte
Ebender gibt zu, auf den Wachtmeiſter geſchoſſen zu haben,
behauptet aber, er hätte ihn nicht töten, ſondern nur ab=
ſchrecken
und von der weiteren Verfolaung abhalten
wollen. Der Gendarmeriewachtmeiſter Niegel ſchilderte
den Vorgang wie er oben erzählt wurde. Der Gendarm
behauptete ebenfalls, daß Ebender auf ihn gezielt habe.
Der Zeuge ſchilderte eingehend den Vorfall und die Fol=
gen
der Verletzung. Er iſt der Anſicht, daß der Ange=
klagte
, als er während des Transports austrat, den Re=
volver
geladen hat, um auf ihn zu ſchießen.
Das Schwurgericht verurteilte Ebender unter
Zubilligung mildernder Umſtände zu fünf Jahren
Zuchthaus. Ebender ſteht außer dieſer Sache noch
wegen Ermordung eines Förſters aus Hanau in Gemein=
ſchaft
mit ſeinem Bruder unter Anklage.
Worms, 3. Dez. Auf Veranlaſſung einer auswär=
tigen
Zollbehörde wurde dieſer Tage bei einem
Wirt am Rhein hier eine polizeiliche Durchſuch=
ung
nach Waren vorgenommen, die durch Matroſen
und Steuermänner aus Holland von Rheinſchiffen hier
abgeſetzt worden ſind. Die Durchſuchung hatte das Er=
gebnis
, daß außer kleineren Mengen Tabak, Tee und
Zündhölzern auch 3 Sack Weizen vorgefunden wurden,
die der Wirt von unbekannten Rheinſchiffern zum Auf=
bewahren
erhalten haben will. Unterſuchung iſt ein=
geleitet
.
Aus Rheinheſſen, 3. Dez. Die Vereinigung
rübenbauender Landwirte für Heſſen und die
Pfalz gewinnt namentlich in den heſſiſchen Orten rechts
und links des Rheins immer ſtärkere Ausbreitung. Die
meiſten Ortſchaften mit Rübenbau ſind dem Verein be=
reits
angeſchloſſen und tagtäglich werden neue Orts=
gruppen
gebildet. Der Verband zählt ſchon rund 120
Ortsvereine mit mehreren Tauſend Mitgliedern. Förder=
ung
der Rübenkultur und nutzbringendere Verwertung
der Rübenproduktion, Preisſteigerung u. a. ſind die
Hauptziele des Verbandes.
Gau=Weinheim, 3. Dez. Ein ehrlicher Spitz=
bube
befindet ſich hier. Vor einiger Zeit wurden dem
Landwirte Becker aus ſeinem Schranke am hellen Tage
900 Mark geſtohlen. Die intenſiven Nachforſchungen ſei=
tens
der Polizei waren vergeblich. Nun fand der Eigen=
tümer
des Geldes den Betrag unter ſeiner Türſchwelle.
Der Dieb, welcher ſich vor der Entdeckung fürchtete, hatte
heimlich den Betrag ſeinem Eigentümer zugeſtellt.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 2. Dez. In die Bau=
grube
der Untergrundbahn bei Neukölln am Waſſer hat
am Samstag ein neuer Waſſerreinbruch ſtattgefun=
den
. Bald nachdem die Arbeiter die Grube verlaſſen
hatten, begann unter dem weſtlichen Fangedamm Waſſer
in bedenklicher Maſſe durchzuſickern. Die Strömung
wurde immer ſtärker; alle Dichtungsverſuche blieben er=

Feuilleton.

CK. Verſteckte Eleganz. Wenn ſich in dieſem Winter
unter einem wärmeren Sonnenſtrahl das Jackett oder der
Mantel einer eleganten Frau öffnet, ſo bietet dieſe ſchein=
bar
belangloſe Geſte dem Bewunderer einen Blick auf
verſteckte Schönheiten dar, die in der neuen Mode eine
große Rolle ſpielen: auf die Eleganz des Futters
Dieſer Teil der Toilette, der bisher als unſcheinbares
Veilchen im Verborgenen blühte, iſt jetzt zum Lurus=
gegenſtand
erſten Ranges geworden, und nicht ſelten
verſchlingt die Fütterung eines Jacketts heute viel grö=
ßere
Summen, als das ganze übrige Jackett koſtet. Man
verwendet dazu ſchwere Seiden, deren Muſter die Orna=
mentik
alter Stoffe wiederholt; dieſe Futterſtoffe ſind ſo
ſchön, daß ſie wirklich an koſtbare Brokate erinnern, und
die Dame kann es ſich daher nicht verſagen, dieſe Eleganz
der Kehrſeite wenigſtens in einigen Tönen ſichtbar an=
klingen
zu laſſen. Derſelbe Stoff wird für den Revers des
Jacketts, zum Beſatz des Kragens und der Manſchetten
benutzt. Iſt die Fütterung einfarbig gehalten, dann er=
fordert
die Wahl des Farbentones größte Sorgfalt und
eingehende Ueberlegung. Vorbei ſind die Zeiten, da ein
weißes Seidenfutter immer für höchſt elegant galt. Die
koloriſtiſche Nuance der Kehrſeite muß heute dazu dienen,
den Farbenton der Außenſeite zu verſtärken; man legt
Wert auf eine vollkommene Harmonie zwiſchen Stoff und
Futter; ja, Jackett= und Mantelfutter ſollen ſogar auf die
Robe ſelbſt Rückſicht nehmen und ihre Färbung auf die
Toilette einſtimmen, die ſie bedecken. So wird z. B. ein
langes Jackett, das zu einem ſchwarzen Sammetrock ge=
tragen
werden ſoll, eine elegante Fütterung in Ceriſe

haben, das auch in der Garnierung des Rockes auftaucht.
Das Jackett eines hellgrauen Schneiderkoſtüms läßt eine
türkisblaue Seidenfütterung ſehen, die ſich in einer Bluſe
von derſelben Farbe wiederholt.
hys. Das Teſtament des Künſtlers. Ich wünſche ein
Armenbegräbnis. Keine Todesanzeige in den Zeitungen,
weiter bitte ich die Preſſe um Zurückhaltung wenn ſie von
mir und meinem Werke ſpricht. Ich wünſche auf einem
Landfriedhof begraben zu ſein. Auf meinem Grab ſoll
ſich nichts als ein mächtiger, unbearbeiteter Stein ohne
jede Inſchrift befinden. Kein Leichenzug, keine Blumen,
keine Reden! Nur Stille! Mein Leben war ein Schmerz,
ich bitte Gott, daß mein Tod Friede ſei. So lautet
das Teſtament ein wahres Kompendium eines bitteren
Lebens des vorige Woche in Mailand verſtorbenen
Schriftſtellers Enrico Annibale Butti. Wie in ſeinem
Leben, ſo wurden auch in ſeinem Tode nicht ſeine Wünſche
erfüllt. Die Zeitungen füllen Spalten von ſeinen Werken,
die ganze Künſtlerſchaft nahm an ſeinem letzten Schickſal
teil und die Künſtlerinnen ſandten Blumen. Mit E. A.
Butti iſt in verhältnismäßig kurzer Zeit ein weiterer gott=
begnadeter
Dichter der modernen Schule heimgegangen.
Er erreichte nur das Alter von 46 Jahren.
Die Stadt ohne Fliegen. Vor einiger Zeit erfuhr
man von den Maßnahmen, die gewiſſe amerikaniſche
Städte gegen die Fliegenfrage ergriffen hatten; die Nach=
richten
hatten damals einen mehr amüſanten als ernſten
Beiklang. Welche Erfolge aber die ſo oft als Fliegen=
krieg
belächelten Maßnahmen in hygieniſcher Beziehung
gehabt haben, zeigt ſich erſt jetzt in den Geſundheitsberich=
ten
der Behörden. Der Mittelvunkt des Kamvies zur

Ausrottung der Fliege war die Stadt Wilmington in
Arkanſas, die geradezu von einer Fliegenplage heimge=
ſucht
war, und infolge davon ſchwer mit allen Arten von
Epidemien zu kämpfen hatte, die durch die Inſekten ver=
ſchleppt
und weitergetragen wurden. Die ſanitären Ver=
hältniſſe
wurden ſo ſchlimm, daß die Kommunalbehörden
zu Radikalmitteln ſchreiten mußten und beſchloſſen, die
Fliegen nach Kräften auszurotten. Die Stadt wurde
dann buchſtäblich mit brenzlicher Holzſäure überſchwemmt,
Straßen und Plätze damit überſtrömt und dieſe eigen=
artige
Sprengung viermal wiederholt. Dieſer Kampf
gegen die Fliegen und die von ihnen mitgeſchleppten In=
fektionsſtoffe
dauerte ungefähr einen Monat: nach Ab=
ſchluß
dieſer Zeit deſertierte der Feind. Wilmington war
fliegenfrei. Vor allem aber hat ſich ſeitdem in der Stadt
keine Fliege mehr gezeigt. Die hygieniſchen Folgewirk=
ungen
traten faſt unmittelbar ein. Die in den ärmeren
Quartieren faſt chroniſch gewordene Typhusepidemie
ging zurück und verſchwand ſchließlich gang. Heute aber
nimmt die Stadt ohne Fliegen, wie die Revue mitteilt,
in ſanitärer Hinſicht eine Ausnahmeſtellung ein, und mit
ihren Berichten und ſtatiſtiſchen Nachweiſen über den Ge=
ſundheitszuſtand
ihrer Gemeinde wird wohl kaum eine
andere Stadt rivaliſieren.
* Die neue Kölner Kaiſerkette, die am 28. Dezember
nit einem großen Konzert des Kölner Männergeſangver=
eins
im Gürzenich eingeweiht werden ſoll, iſt jetzt, vom
Hofgoldſchmied Theodor Heiden in München wie die erſte
von den Dieben eingeſchmolzene nach dem Entwurf des
Prof. Anton Seder aus 18karätigem Gold fertiggeſtellt
worden. Die Verſicherungsgeſellſchaft Thuringia hat den
Betrag der geſtohlenen Kette voll erſetzt,

[ ][  ][ ]

folglos. Es blieb nichts anderes übrig, als einer Kata=
ſtrophe
daduech vorzubeugen, daß man den Fangedamm
auf der Oſtſeite durchbrach und auch hier Waſſer eintreten
ließ. So hielt man die Strömung auf beiden Seiten im
Gleichgewicht, ſonſt wäre der weſtliche Fangedamm voll=
ſtändig
weggeriſſen und vielleicht die ganze Inſel fort=
geſchwemmt
worden. Der ganze Zwiſchenfall, der gefähr
licher ausſah, als er war dürfte kaum eine Verzögerung
der Tunnelarbeiten zur Folge haben. Seit mehreren
Tagen ſind nicht weniger als vier 12= bis 14jährige Schul=
knaben
aus ihrem elterlichen Hauſe verſchwunden. Bei
einigen dürfte Furcht vor einer ſchlechten Zenſur die Ur=
ſache
bilden. Trotz der Bemühungen der Behörden konnte
der Aufenthalt der Ausreißer noch nicht ermittelt werden
Der Defraudant Schürmann, über deſſen Ver=
haſtung
wir ſchon berichteten, iſt dem hieſigen Polizei=
gewahrſam
eingeliefert und eingehend verhört worden.
Er gibt die Unterſchlagungen zu. Die veruntreute Summe,
die er nennt, ſtimmt jedoch nicht mit der, die die geſchä=
digte
Diskonto=Geſellſchaft herausgerechnet hat. Der Un=
terſchied
beträgt 3000 Mark. Von den 7000 Mark, die der
Ungetreue in Tempelhof zuletzt abhob, hat er 700 Mark
verbraucht, 6300 Mark beſaß er noch. Schürmann erzählt,
daß er alles ſeiner Leidenſchaft für den Flugſport geopfert
habe Die Ausbildung habe ihn in Schulden gebracht und
die Unmöglichkeit, dieſe auf andere Weiſe zu decken, habe
ihn verleitet, in die Kaſſe der Geſellſchaft zu greifen. Be=
vor
er Berlin verließ, begab er ſich zu einem Barbier und
ließ ſich den Schnurrbart abnehmen. Nach der Flucht
wohnte er u. a. in Köln in einem Hotel unter dem Namen
Renno, unter dem er auch demnächſt im Auslande als
Flieger auftreten wollte. Mit mehreren ausländiſchen
Flugplätzen hatte er ſich ſchriftlich ſchon in Verbindung
geſetzt. An einer Scheibe Blutwurſt erſtickt
iſt der Tiſchler Wilhelm Eichelbaum. Er ſuchte abends
eine Schankwirtſchaft auf, in der er viel zu verkehren
pflegte. Als er den Schankwirt und ſeine Frau beim
Eſſen von friſcher Blutwurſt ſah, ließ er ſich eine kleine
Scheibe abſchneiden, um ſie zu koſten. Kaum hatte er
aber das Stückchen Wurſt in den Mund geſteckt, als en
plötzlich nach hinten umfiel. Sein Geſicht lief zugleich rot
und blau an. Die Wirtsleute und Gäſte, die jetzt ſahen.
daß dem alten Manne die Wurſtſcheibe in die Luftröhre
gekommen war und ihn ſo am Atmen hinderte, verſuchten
ſie noch zu entfernen. Ehe ihnen dies aber gelang, war
der Mann bereits verſtorben.
Frankfurt, 2. Dez. Der Montagewagen der Stra=
ßenbahn
, der heute nachmittag 5 Uhr nach Griesheim
fahren wollte, ſtieß an der Brücke gegen die Oberleitung.
Da der Wagen nicht durchfahren konnte, ſpannte man die
Pferde rückwärts an, um zurückzufahden. Es entſtand
plötzlich Kurzſchluß. Die Pferde, die zu Boden geſtürzt
waren, fingen Feuer und verbrannten bei lebendigem
Leibe, ohne daß es möglich war, ihnen Hilfe zu bringen.
Infolge des Unfalles wurde in der Mainzer Landſtraße
die Leitung abgeſtellt.
Braunſchweig, 2. Dez. Heute nachmittag ereignete
ſich auf der Straße Stiege-Breitenſtein, wie die Braun=
ſchweiger
Landesztg. erfährt, ein ſchweres Automobil=
unglück
. Vor dem Albrechtshauſe geriet das Auto=
mobil
des Tierarztes Schmidt=Haſſelfelde auf der dicht=
beſchneiten
Landſtraße ins Rutſchen und kippte um.
Der Chauffeur war ſofort tot, während Schmidt, ſo=
wie
ein anderer Inſaſſe ſchwer verletzt wurden. Sie lagen
zwei Stunden auf der Landſtraße, ehe ſie gefunden und
ins Albrechthaus gebracht wurden, wo ſie noch bewußt=
los
daniederliegen.
Hamburg, 2. Dez. Der unter der Bankſtraße hinweg=
führende
Hauptkanal der Stadtwaſſerkunſt
brach heute abend zuſammen. Durch die herein=
brechenden
Waſſermaſſen wurden die Keller unterſpült.
Das Erdreich wurde fortgeſchwemmt, ſo daß der Fuhr=
werks
= und Straßenbahnverkehr vollkom=
men
eingeſtellt werden mußte. Etwa eine Stunde
war ganz Hamburg ohne Waſſer, bis man eine Umleitung
des Waſſerzufluſſes vornahm. Die Feuerwehr iſt mit
dem Auspumpen der überfluteten Keller beſchäftigt.
Leipzig, 2. Dez. Das Reichsgericht verwarf die
Reviſion des Technikees Heinrich Haunerland, der
vom Landgericht zu Frankfurt a. M. am 22. Juni wegen
geplanten Verrats militäriſcher Geheimniſſe zu acht Mo=
naten
Gefängnis verurteilt worden war. Haunerland
hatte mit dem gleichfalls verurteilten Arbeiter Hieronymus
beabſichtiat, ſich Kenntnis über das neue deutſche Ein=
heitsgeſchütz
zu verſchaffen und dieſe Kenntniſſe der fran=
zöſiſchen
Regierung zu verraten. Das Reichsgericht ver=
warf
ferner die Reviſion des Kutſchers Wilhelm Ehrke,
der am 15. Oktober vom Schwurgericht Stettin wegen
Raubmordes an dem Kantinenwirt Ullrich zum Tode
verueteilt worden war.
Paris, 3. Dez. Der franzöſiſche Bildhauer Riviere
hat geſtern abend einen ſchweren Automobilunfall
erlitten. Der Bildhauer lenkte ſeinen Wagen ſelbſt und
fuhr mit großer Geſchwindigkeit auf der Straße nach
Verſailles, wobei an einem Hinterrad) ein Pneumatik
platzte. Das Auto wurde in den Straßengraben geſchleu=
dert
und der Bildhauer erlitt ſo ſchwere Verletzungen,
daß an ſeinem Aufkommen gezweifelt wird.
Paris, 3. Dez. Auf der nordweſtlich von Mada=
gaskar
gelegenen Inſel Noſſibé wütete in der Nacht
vom 24. zum 25. November ein Zyklon, der ungeheu=
ren
Schaden anrichtete. Plantagen wurden verwüſtet,
Häuſer ſtürzten ein, zahlreiche Einwohner ſind umge=
kommen
. Es herrſcht großes Elend.
London, 2. Dez. Wie verlautet, iſt Prinz Hein=
rich
von Preußen zu einem ganz privaten Beſuche
hier eingetroffen. Es heißt, der deutſche Botſchafter
werde zu Ehren des Prinzen im Carlton=Hotel ein Früh=
ſtück
geben.
London, 3. Dez. Ein Eiferſuchtsdrama, dem
eine der bekannteſten und ſchönſten Schauſpieleeinnen der
engliſchen Hauptſtadt zum Opfer gefallen iſt, hat ſich nach=
mittags
gegen 3 Uhr in der Coramſtreet in London er=
eignet
. Um dieſe Zeit kam die Schauſpielerin Miß
Yeſſie Mackintoſh in Begleitung eines Negers
nach Hauſe, und als ſie dieſem, auf den Stufen zu ihrer
Wohnung ſtehend, die Hand zum Abſchied reichte, ſtürzte
ſich die Frau des Negers, eine rieſige Negerin, mit
einem Revolver in der Hand, auf die ſchöne Miß Yeſſie
und gab hintereinander vier Schüſſe auf ſie ab, die alle
tödlich waren. Dann ſprang die Negerin auf ihren
Mann ein und gab ebenfalls verſchiedene Schüſſe auf die=
ſen
ab, die aber ihr Ziel nicht erreichten. Die Negerin
wurde von der Menge ergriffen und der Polizei über=
geben
. Auf welcher Seite das moraliſche Minus iſt, auf
Seite der weißen Schauſpielcein, die ihre Gunſt an einen
Schwarzen verſchenkt, oder auf Seiten der rächenden
Negerin, bleibt dahingeſtellt.
Petersburg, 3. Dez. Prinz Heinrich von
Preußen richtete an die ſibiriſche Eiſenbahn ein Schrei=

en, worin er um die Begnadigung des Lokomotiv=
führers
Tiſchon bittet, der wegen Mitſchuld an einer
Zugentgleiſung degradiert worden war. In dem
entgleiſten Zug hatte ſich auch der Prinz befunden, als
er zur Beiſetzung des Mikado nach Japan reiſte. Die
Leitung der Bahn hat dem Wunſche des Prinzen ent=
ſprochen
und Tiſchon wieder in ſeine frühere Stellung
eingeſetzt.

Erhebung einer Gebühr für die Führung
der Lehrlingsrolle.

HI.K. Die Tätigkeit der Handwerkskammern im Deut=
ſchen
Reiche hat im Laufe der Jahre einen überaus großen
Umfang angenommen. Stets neue und größere Aufgiben
treten an die Kammern heran, während die fortſchreitende
Regelung des Lehrlingsweſens auch immer neue Maß=
nahmen
erfordert. Dementſprechend haben faſt ſämtliche
Kammern zum Teil bereits ſeit dem Jahre 1904 beſondere
Koſten für die Einſchreibung der Lehrlinge
in die Lehrlingsrolle, in der Regel 35 Mark,
erhoben.
Auch für den Bezirk der Handwerkskammer
Darmſtadt läßt ſich die Einführung dieſes Verfahrens
nicht länger umgehen. Es iſt aber zu berückſichtigen, daß
ie Eintragungen ſelbſt und die mit Erledigung der ſich
bei Reviſion der beſtimmungsgemäß einzuſendenden Lehr=
verträge
ergebenden Korreſpondenzen zur Beſeitigung von
Anſtänden die Arbeitskraft einer Perſon voll und ganz
in Anſpruch nehmen. Auch ſieht ſich die Kammer veranlaßt,
m Intereſſe überſichtlicherer Aufſtellung und Weiterführ=
ing
, beſonders auch zu ſtatiſtiſchen Zwecken, die Lehrlings
ollen neu anzulegen, was ebenfalls erhebliche Mehrarbeit
und Mehrkoſten verurſacht.
Unter Berückſichtigung dieſer Umſtände wurde von
dem Vorſtand der Handwerkskammer in ſeiner Sitzung
von 4. Oktober I. Js. beſchloſſen, für jede vom 1. Ja=
nuar
k. Js. ab erfolgende Anmeldung zur
Lehrlingsrolle der Handwerkskammer
eine Einſchreibgebühr von 2 Mark zu er=
heben
. Dieſer Beſchluß hat durch die Verfügung vom
14. Oktober 1912 zu Nr. M. d. J. III 11476 die Geneh=
nigung
Großh. Miniſteriums des Innern, Abt. für Land=
virtſchaft
, Handel und Gewerbe, gefunden. Die Ein=
führung
dieſes neuen Verfahrens beruht auf den §§ 88III
und 103n der Reichsgewerbeordnung und ſind die Ge=
bühren
im Nichtzahlungsfalle gemäß den einſchlägigen
Vorſchriften der Reichsgewerbeordnung auf Grund, des
Geſetzes, betr. das Verfahren bei der Zwangsvollſtreckung
m Verwaltungswege vom 30. September 1893, beizu=
reiben
.
Für die Gebühr, welche bei Anmeldung und Vorlage
des Lehrvertrags an die Handwerkskammer, von Innungs=
mitgliedern
an den Innungsvorſtand behufs Ablieferung
zu entrichten iſt, haftet der Kammer gegenüber der Lehr=
meiſter
, unbeſchadet ſeines Rechts, ſich von dem Vater
oder geſetzlichen Vertreter des Lehrlings Erſatz zu ver=
ſchaffen
.
Wir verweiſen hiermit noch auf die zurzeit in den
Kreisblättern erſcheinenden amtlichen Bekanntmach=
ungen
der Großh. Kreisämter in dieſer An=
gelegenheit
.

Deutſcher Reichstag.

* Berlin, 3. Dez. Präſident Dr. K aempf eröff=
net
punkt 1 Uhr die Sitzung. Auf der Tagesordnung
ſtehen zunächſt
kurze Anfragen.
Abg. Dr. Müller=Meiningen (Fortſchr. Volkspt.)
fragt an, ob die verbündeten Regierungen noch in der
laufenden Seſſion einen Theatergeſetzentwurf
orlegen. Miniſterialdirektor Dr. Caſpar: Ein
entſprechender Geſetzentwurf iſt ausgearbeitet und wird in
den nächſten Tagen den Kreiſen der Intereſſenten, Büh=
nenunternehmern
und Bühnenangeſtellten, zugehen. Be=
vor
die verbündeten Regierungen zu dem Entwurf Stel=
lung
nehmen, wird den intereſſierten Kreiſen Gelegen=
heit
gegeben werden, ſich darüber zu äußern. Zu dieſem
Zweck werden die Leiter dieſer Kreiſt anfangs Januar
zuſammenberufen werden. Von dem Fortgang vieſer Be=
ſprechungen
wird es abhängen, wann der Geſetzentwurf
dem Reichstag vorgelegt wird.
Abg. Mumm (Wirtſch. Verg.) fragt an: Iſt dem
Herrn Reichskanzler bekannt, daß nach den geſetzlichen Be=
ſtimmungen
das Bühnenweihfeſtſpiel Parſi=
fal
demnächſt ſchutzfrei iſt und daß weite Kreiſe unſeres
Volkes für eine reichsgeſetzliche Beſtimmung, ſowie für
eine internationale Konferenz eintreten, um ungeeignete
Darbietungen dieſes Feſtſpiels zu Erwerbszwecken un=
möglich
zu machen? Staatsſekretär Dr. Lisco: Es
iſt dem Herrn Reichskanzler bekannt (Heiterkeit), daß nach
den geſetzlichen Beſtimmungen im Jahre 1913 der Par=
ſifal
ſchutzfrei wird. Es iſt dem Herrn Reichskanzler
ebenfalls bekannt, daß von verſchiedenen Seiten die Er=
weiterung
der Schutzfriſt für den Parſifal über die nach
dem geltenden Recht beſtehenden Grenzen angeſtrebt
wird. Zu der Frage, ob Maßnahmen des Reichs im
Sinne dieſer Beſtrebungen erfolaverſprechend ſind haben
die verbündeten Regierungen bisher noch keine Stellung
genommen. (Heiterkeit.)
Abg. Dr. Liebknecht (Soz.) fragt an: Iſt der
Reichskanzler bereit, Auskunft darüber zu geben, ob und
welche Maßnahmen getroffen und geplant ſind. um das
Bebiet des Deutſchen Reiches gegen die Einſchlep=
pung
der Cholera aus dem Balkan zu ſchützen und
ob und inwieweit die Reichsregierung zu dieſem Behufe
ein gemeinſames Vorgehen mit den Regierungen anderer
Staaten in die Wege geleitet hat? Miniſterialdirektor
Dr. v Jonquieres: Nach den vorliegenden amtlichen
Nachrichten iſt die Cholera vor Konſtantinopel ausge=
brochen
. In Konſtantinopel ſind vom 5. bis 25. November
615 Erkrankungsfälle, davon 292 mit tödlichem Ausgang,
feſtgeſtellt worden. Die mehrfach in der Preſſe verbrei=
teten
Nachrichten von der Verſchleppung der Seuche iſt
amtlich nicht beſtätigt worden. Die deutſchen Vertretungen
ſind angewieſen worden dem Geſundheitszuſtand in ihren
Amtsbezirken beſondere Aufmerkſamkeit zuzuwenden.
Die Schiffe und türkiſchen Häfen des Schwarzen Meeres
und des Bosporus werden der ärztlichen Beobachtung=
unterworfen
, die Einfuhr von Leibwäſche aus der Türkei
iſt verboten. Eine Quarantäne iſt nicht nötig. Nach den
ärztlichen Erfahrungen liegt der wirkſamſte Schutz nicht
in den Abſperrungsmaßregeln, ſondern in den Maßnah=
men
des Geſundheitsdienſtes. Die
Ausſprache über die auswärtige Lage
wird fortgeſetzt. Der Reichskanzler betritt den Saal, be=
gleitet
von den Staatsſekretären v. Tirpitz und Kraetke.
Abg. v. Payer (Fortſchr. Volkspt.): Die geſtrige
Rede des Reichskanzlers ſcheint draußen im Lande recht
günſtige Aufnahme gefunden zu haben. Im allgemeinen
iſt das ja auch hier der Fall. Wenn die Rede in konzen=

triertem Stil abgefaßt war, ſo waren doch alle Fragen
verührt, über die Auskunft gegeben werden konnte. Ein
beſonderes Verdienſt iſt es, daß die Frage, in welchem
Fall wir veranlaßt ſind, hinter unſere Bundesgenoſſen
mit Waffengewalt zu treten, geklärt iſt. Namens meiner
Partei kann ich erklären, daß wir mit der auswärtigen
Politik des Reichskanzlers zurzeit einverſtanden ſind.
Wenn der Reichskanzler uns geſtern keine Einzelheiten
mitgeteilt hat, ſo liegt für uns kein Anlaß zum Tadel vor
und wir müſſen das weitere abwarten. In der Jetztzeit
hat ſowohl die Regierung wie das Volk und die Preſſe
eine weiſe Zurückhaltung geübt. Die Regierung wußte,
daß es darauf ankam, daß in der Bevölkerung das Gefühl
der Sicherheit und Ruhe und des Vertrauens auf die Lei=
tung
unſerer auswärtigen Angelegenheiten zurzeit erhal=
ten
bleibt. (Sehr richtig!) Wenn wir der alldeutſchen
Preſſe gefolgt wären, müßten wir jetzt in Marokko ein
ganzes Armeekorps halten. Außer wirtſchaftlichen Werten
gibt es noch andere Werte: das Vertrauen der anderen
Völker in die Uneigennützigkeit, Ehrlichkeit und Selbſt=
beherrſchung
einer anderen Nation. Auf den Ton der All=
deutſchen
war auch die Aeußerung des Herrn v. Hende=
brand
in dieſem Frühjahr geſtimmt, dem dann aber ſofort
eine entſprechende Beruhigung von Amtswegen zuteik
wurde. (Sehr gut! links.) Wir wollen auch nicht, daß=
die
Offiziere in die Politik eingreifen. Die Offiziere ha=
ben
nur die Pflicht, das Vaterland zu verteidigen und zu
ſchützen, wenn es in eine kriegeriſche Verwicklung gerät.
Eine wachſende Gefahr in der Jetztzeit bildet auch die
Senſationspreſſe. Sie hat Schuld an der Unruhe, die ſich
in der Bevölkerung gezeigt hat und trägt die Schuld an
ſchwerer finanzieller Schädigung. Um den Frieden auf=
recht
zu erhalten, iſt es nicht nötig, daß die Sozialdemo=
kratie
die Maſſen des Proletariats aufbietet. Die inter=
nationalen
Friedensverſammlungen haben jedenfalls
keinen Nutzen gehabt. Im Ernſtfall würde doch die Sorge
um das Vaterland, um Haus und Hof, um Weib und
Kind den Ausſchlaa geben und alles Solidaritätsgefühl
des Internationalismus würde davor verſchwinden.
(Sehr richtig! rechts. Widerſpruch bei den Sozialdemo=
kraten
.) Erfreulich iſt es, daß die Balkankriſe gezeigt hat,
daß der Dreibund, der ein zurückgezogenes Daſein führte,
noch lebt und neue Kraft bekommen hat. (Bravo.) Der
Dreibund hat während des Tripoliskrieges an Kraft ver=
loren
. Damals haben wir wohl zu ſehr uns von Wohl=
wollen
für die Türkei und die Türken und von menſchlich
ſchöner Sympathie für die Angegriffenen und Schwächeren
leiten laſſen. Das hat eine gewiſſe peſſimiſtiſche Auf=
faſſung
in Italien gerechtfertigt. Eine Blankovollmacht
für den Erzherzog Franz Ferdinand oder die öſterreichi=
ſche
Kriegspartei wollen wir nicht ausſtellen. Erfreulich
iſt die Erklärung des Reichskanzlers, daß wir nur in
einem ſolchen Falle hinter Oeſterreich zu treten haben,
wenn eigene vitale Intereſſen auf dem Spiele ſtehen.
Der Dreibund iſt ſo die ſicherſte Stütze des europäiſchen
Friedens. Das Riſiko für die Regierungen und Dy=
naſtien
iſt viel zu groß, als daß die Diplo=
maten
nicht vorſichtig genug umgehen können
mit Kriegserklärungen. Erfreulich iſt ferner, daß
die Großmächte gezeigt haben, daß ſie nicht mehr
gewillt ſind, den kleinen Staaten als Spielball zu dienen.
Graf Kanitz hat in bezug auf unſer Verhältnis zu England
manches wieder gut gemacht, was Herr von Heydebrand
hier geäußert hat. Wir freuen uns über jeden Sünder,
der Buße tut. Die Forderung des Abgeordneten Baſſer=
mann
, dem Kriegs= und dem Marineminiſter Blanko=
wechſel
auszuſtellen, halten wir für falſch, beſonders in
dieſem Augenblick. Wir haben das erforderliche bewilligt
und ſind überzeugt, daß in unſeren Rüſtungen alles aufs
beſte beſtellt iſt. (Sehr gut!) Kein Parlament der Welt
wird uns das nachmachen, eine derartige Frage ſo zu be=
handeln
, wie es hier geſchehen iſt. Die Redner aller Par=
teien
haben ſich mehr oder weniger ausgeſprochen. hinter
die Regierung geſtellt. Nur aus Herrn Ledebours Aus=
führungen
bin ich nicht klar geworden, weil er zu lange
geſprochen. (Sehr gut!) Möge die Regierung auch fer=
nerhin
kaltes Blut behalten, darin liegt die beſte Gewähr
für die Aufrechterhaltung des Friedens. (Bravo.) Mir
ſcheint die Aufgabe der Regierung bei den demnächſtigen
Nachlaß=Auseinanderſetzungen zu ſein, immer mit Ruhe
und Feſtigkeit unſere Intereſſen zu vertreten. Dann darf
die Regierung ſicher ſein, daß die faſt ausnahmsloſe
Mehrheit des Volkes hinter ihrer Politik ſteht. ( Lebhaf=
ter
Beifall links.)
Unterſtaatsſekretär Zimmermann: Der Abgeord=
nete
Spahn hat gefragt, ob der ſpaniſch=franzöſiſche Ma=
rokkovertrag
unſere Intereſſen verletze. Ich bin in der
Lage, dieſe Frage verneinen zu können. Die Prüfung
des Antrages hat ergeben, daß das Abkommen mit unſe=
ren
Intereſſen durchaus vereinbar iſt. Nur in zwei an
ſich unbedeutenden Punkten hat ſich Anlaß zu Beanſtand=
ungen
geboten. In einem Punkte ſind unſere Bedenken
berückſichtigt worden, in dem anderen ſchweben die Ver=
handlungen
noch, doch können wir hoffen daß auch dieſe
Frage für uns befriedigend geregelt wird. (Beifall.)
Abg. Trampczynski (Pole): Die erregte
Sprache der Polen in Oeſterreich darf nicht wunder neh=
men
. Dieſe ſind erregt über die preußiſche Polenpolitik.
Abg. Dr. David (Soz.): Die Rede der Abgeord=
neten
Spahn und Baſſermann war nicht dazu angetan,
in Oeſterreich eine Beruhigung hervorzurufen. Die
öſterreichiſche Forderung hinſichtlich der Adriahäfen war
ein Maximum, von dem nichts abgehandelt werden
dürfte, wie ſich der in Berlin weilende Führer der öſter=
reichiſchen
Kriegspartei ausſprach, und hinter dem auch
Deutſchland ſtehen ſollte. Auch wir Sozialdemokraten
ſind für die Aufrechterhaltung des Dreibundes und ſei=
ner
Verpflichtungen. Dieſes Bündnis iſt aber abge=
ſchloſſen
als ausſchließliches Defenſiv=Bündnis. Wenn
Oeſterreich Serbien angreift und Rußland ſpringt dann
Serbien bei, dann ſind wir nicht verpflichtet. Oeſterreich
zu helfen. (Sehr richtig!) Der Reichskanzler hat
ſich in dieſer Beziehung richtig ausge=
drückt
. Die Ausführungen der Abgeordneten Spahn
und Baſſermann waren dagegen unrichtig. Graf Kanitz
hat im großen und ganzen den gleichen Standpunkt ver=
treten
wie wir. (Heiterkeit.) Für den deutſchen Handel
iſt das Friedensverhältnis zu England unbedingt erfor=
derlich
. Die Verſtändigungsverſuche mit England ſoll=
ten
wieder aufgenommen werden. Darin wird auch eine
Verſtändigung mit Frankreich liegen. Die fortgeſetzten
Rüſtungen müſſen zu einer Kataſtrophe führen und Herr
Baſſermann ſcheint mit dem Tag der Abrechnung zu rech=
nen
. Das iſt nicht national. (Sehr richtig!) Auf dem
Balkan haben wir nur wirtſchaftliche Intereſſen. Wir
müſſen die Politik der offenen Tür verlangen. Geordnete
Rechtsverhältniſſe ſind dort nötig. Der Zuſammenbruch
des jungtürkiſchen Regimes iſt wie derjenige des
mandſchuriſchen Regimes der Zuſammenbruch des Jun=
ker
=Regimes. Damit ſcheint es überall zu Ende zu gehen,
auch in Oſtelbien. (Lachen rechts.) Der Krieg ſchwächt
die phyſiſche Tätigkeit und ſtärkt nicht das ſittliche Ge=
fühl
. Wir erklären uns als überzeugte Anhänger der
Weltfriedensidee. Aus den Ausführungen Scheidemann
konnte nur böſer Wille herausleſen, daß er zur Ver

[ ][  ][ ]

gerung der Kriegspflicht aufgefordert habe. Den Krieg
als eine göttliche Einrichtung hinzuſtellen, iſt eine Gottes=
läſterung
, die bedingt das Abſterben der inneren reli=
giöſen
Werte. (Sehr richtig! links, Widerſpruch im Zen=
trum
.) Wir verkünden als einen Mahnruf dem aufwachen=
den
Volke: Friede auf Erden! (Beifall bei den Soz.)
Abg. Furſt zu Löwenſtein=Wertheim=
Roſenberg (Ztr.): Die Aeußerungen des Abg. Dr.
David über die oſterreichiſche Kriegspartei muß ich ab=
lehnen
. Es ſind nicht die Vertrauten Erzherzogs Fer=
dinands
, deſſen erprobte Freundſchaft zu Deutſchland
ſich auch jetzt wieder erwieſen habe. Würde jetzt Oeſter=
reich
mit Serbien Krieg bekommen und würde von Ruß=
land
angegriffen, ſo haben wir unſere Bündnispflicht
auszuüben. Wegen der Unabhängigkeit Albaniens und
dem ſerbiſchen Adriahafen würden wir uns nicht ſchla=
gen
. Wir können zufrieden ſein, daß Heer und Marine
ſo ausgeſtaltet ſind, daß wir jeder Situation gewachſen
ſind (Lebh. Bravo!) In den Reden der Sozialdemokra=
ten
klangen die Verhandlungen des Internationalen
Friedenskongreſſes in Baſel hervor. Wir müſſen von der
Türkei Reformen verlangen; ſo iſt Armenien reform=
bedürftig
. Wenn das nicht geſchieht, dann erkennen an=
dere
Völker die Reformbedürftigkeit. Rußland zum Bei=
ſpiel
ſcheint dieſen Wunſch zu haben. Die ſerbiſche Frage
iſt äußerſt bedenklich. Wollten wir für jede türkiſche Nie=
derlage
einen Sündenbock in die Wüſte ſchicken, ſo würde
leine Wüſte groß genug ſein, dieſe aufzunehmen. ( Hei=
terkeit
.) Das jungtürkiſche Treiben ſcheint mir das
Fiasko der internationalen Freimaurerei.
Abg. Oertel (konſ.): Es wäre eindrucksvoller ge=
weſen
, wenn wir mit kurzen Erwägungen den Beweis
erbracht hätten, daß wir hinter der Regierung ſtehen.
Es iſt aber auf beiden Seiten geſündigt worden. Hoffen
wir, daß der Dreibund weiter eine dreieckige glückliche
Ehe bleibt und daß Italien, nachdem dieſe Dame von
einer Extratour zu ihren früheren Tänzern zurückgeführt
worden iſt, ihnen treu bleibt. Wir wünſchen freundſchaft=
lich
geleitete, aber korrekte Beziehungen zu England,
wünſchen aber, daß das Vertrauen auf beiden Sei=
ten
vorhanden iſt und bleibt. Auf Schiedsgerichtsverhand=
lungen
ſollte man nicht zu viel Gewicht legen. Der japa=
niſche
Krieg und die Tripolisfrage waren Folgen der
Schiedsgerichte. Wir müſſen unſere Jugend kriegeriſch
erziehen, nicht in Eiapopeia des Weltfriedensgedan=
kens
. Wir verlangen, daß unſere Kriegstüchtigkeit ge=
ſtärkt
werde. Politiſieren der Offiziere ſchadet, das
ſahen wir in der Türkei und in Frankreich. Wenn ein
Offizier aber den Gedanken der kriegeriſchen Tüchtig=
keit
vertritt, ſo iſt das kein Politiſieren, ſondern ein Zei=
chen
der Mannespflicht. Die Senſationspreſſe verur=
teilen
auch wir. Die Preſſe iſt aber im Balkankrieg ſehr
hinters Licht geführt worden. In Jahren iſt nicht ſo
viel gelogen worden, wie in dieſen wenigen Wochen.
(Heiterkeit.) Von Frieden auf Erden kann man nur
ſprechen, wenn man auch dem erſten Teil des Spruches
huldigt: Ehre ſei Gott in der Höhe! (Beifall, Ziſchen
links, große Unruhe im ganzen Hauſe.)
Abg. v. Richthofen (natlb.) führt unter großer
Unruhe etwa folgendes aus: Wir danken dem Vertreter
des Auswärtigen Amtes für ſeine Erklärung über das
Marokko=Abkommen. In der Türkei herrſchte Schlen=
drian
, der beſeitigt werden mußte. Eine etwa in Oeſter=
reich
beſtehende Kriegspartei hat unſere Sympathien
nicht. Das hindert uns aber nicht daran, uns in ſchwe=
rer
Zeit an die Seite des Bundesgenoſſen zu ſtellen. Wir
müſſen das deutſche Volk, wenn wir auch nicht den ewi=
gen
Frieden herbeiführen können, möglichſt davor ſichern,
in einem Konflikt zu unterliegen. Das iſt die vornehmſte
Aufgabe nicht nur der Regierung, ſondern der ganzen
Nation. (Beifall.) Abg. Herzog (wirtſch. Vgg.)
hofft, daß der Waffenſtillſtand auf dem Balkan zu einem
dauernden Frieden führen möge. Der Balkankrieg hat
wieder erwieſen, wie notwendig es iſt, unſere Wehrmacht
zu ergänzen.
Abg. Haaſe (Soz.): Die Grauſamkeiten der letzten
Kriege ſind verabſcheuungswürdig. Gegen mutwillig ein=
gegangene
Kriege wollen wir Abſcheu erwecken in der
breiten Maſſe. Eine Revolution wollen wir nicht machen,
um vom Kriege abzuhalten. Die Abrüſtungsidee iſt ſehr
wohl durchzuführen. Aufgabe der europäiſchen Kultur=
ſtaaten
iſt es, Kulturaufgaben zu fördern.
Damit ſchließt die Debatte über die auswärtige Po=
litik
. Da die Beratung über die auswärtige Lage be=
reits
zwei Tage in Anſpruch nahm, werden die betreffen=
den
Interpellationen der Nationalliberalen und der So=
zialdemokraten
als erlediat erklärt. Nächſte Sitzung
Mittwoch 1 Uhr. Tagesordnung: Etatsberatung
und innere Politik. Schluß halb 8 Uhr.

Weitere Preßſtimmen zur Rede des
Reichskanzlers.

* Wien, 3. Dez. Die Neue Freie Preſſe
ſchreibt u. a.: Die Rede des Reichskanzlers wird hier nie
vergeſſen werden, ebenſo wie auch die in ſchweren Kriſen
bewieſene Nibelungentreue fortlebt, die das Bündnis ſo
anſchaulich, ſo faßlich, jedem Verſtändnis zugänglich und
ſo volkstümlich machte. Das Neue Wiener Tag=
blatt
erklärt: Die Rede des Reichskanzlers iſt ein Do=
kument
der Weltgeſchichte und eine politiſche Tat, für die
ihm der aufrichtigſte Dank aller Freunde des Friedens ge=
bührt
und der herzlichſte Dank von ſeiten jenes Staates,
dem er die prächtigſte Bekundung ſeiner Bündnistreue
brachte, Oeſterreich=Ungarn. Die Ausführungen des
Reichskanzlers bekunden das Beſtreben, den Frieden zu
erhalten. Den Willen hierzu und die Hoffnung hierauf,
die er mit den Tatſachen begründete: Der Dreibund iſt
einig und ſtark, er befindet ſich aber nicht im Gegenſatz
zu den anderen Mächten. Der lebhafte Gedankenaustauſch
unter den Mächten nimmt den Verlauf freundlichen Ent=
gegenkommens
und dies iſt die willkommenſte Ergänzung
zu der ſtarken Grundlage des Friedens, welche in der in=
neren
Harmonie der Intereſſen Deutſchlands und Oeſter=
reich
=Ungarns und in der unverbrüchlichen Treue, welche
böſe Stunde auch ſchlagen mag, gegeben ſind. Die
Reichspoſt meint: Die Rede des Kanzlers iſt eine der
ſtärkſten Taten für den Frieden die in der harten gefahr=
vollen
Zeit geleiſtet worden iſt. Die deutſche Offenheit,
mit der der Reichskanzler die Auffaſſungen und Vorſätze
Deutſchlands dargeleat hat, iſt eine aute Weamarkierung
für die freundſchaftliche Auseinanderſetzung der Mächte.
Wenn irgendwo eine Illuſion beſtanden haben ſollte, daß
man den Dreibund durch die Einſchüchterung Oeſterreich=
Ungarn niederwerfen könnte und dieſe Illuſion
ſcheint, wenn auch nicht in den Kreiſen der verantwort=
lichen
Staatsmänner der Großmächte, tatſächlich beſtanden
zu haben , ſo iſt ſie jetzt zerſtört. Der Dreibund iſt ſoli=
dariſch
. in ſeiner Einigkeit liegt Wohl, wenn Vernunft und
Gewiſſen in dieſen Zeiten noch eine Kraft haben, eine
große Friedensbürgſchaft.
* Rom, 3. Dez. Alle Blätter beſprechen die Rede
des Reichskanzlers Popolo Romano ſchreibt, die
gewichtige klare Rede ſei nicht nur eine vollkommene Inter=

pretation der leitenden Geſichtspunkte des Dreibundes,
ſondern könne auch als Ausdruck der bei den Mächten der
Tripel=Entente vorherrſchenden Ideen und Abſichten an=
geſehen
werden. Der Reichskanzler betonte den großen
Nutzen des Zuſammengehens der Großmächte bei der =
ſung
der Orientfrage. In dieſer Hinſicht könnten die Aus=
laſſungen
nicht zufriedenſtellender ſein. Vita hebt die
wunderbare Klarheit in allen Punkten hervor, über die
die öffentliche Meinung Aufklärung verlangte. Die Er=
klärungen
des Reichskanzlers ſeien eine von maßgebend=
ſter
Seite kommende Beſtätigung der allgemeinen Hoff=
nung
, daß der Friede Europas nicht weiter geſtört werde.

Der Balkankrieg.
Der Waffenſtillſtand.

Wenn die Bedingungen des Waffen=
ſtillſtandes
, der zwiſchen der Türkei und den Balkan=
ſtaaten
voreinbart wurde, vom Wiener Korreſpondenz=
Bureau erſchöpfend mitgeteilt, dann hat die Türkei
überaus günſtige auf einen vorteilhaften Friedensſchluß
hindeutende Bedingungen durchgeſetzt. Denn nicht eine
einzige noch in türkiſchen Händen befindliche Feſtung
braucht geräumt zu werden, und die Heere beider Par=
teien
ſollen in ihren gegenwärtigen Stellungen verblei=
ben
; außerdem erhalten die belagelten Plätze Adrianopel
und Skutari während der Dauer des Waffenſtillſtandes
Lebensmittel. Die Bedeutung dieſer Abmachungen läßt
ſich vollſtändig erſt würdigen, ſobald man ſie mit dem
Waffenſtillſtand und dem Grundprotokoll vergleicht, die
am 31. Januar 1878 zwiſchen Rußland und der
Türkei abgeſchloſſen wurden. Durch das Grundprotokoll
wurde die Türkei damals verpflichtet, die Feſtungen Wid=
din
. Ruſtſchuk und Siliſtria in Europa, ſowie Erzerum
in Aſien zu räumen; dagegen wurden die ruſſiſchen Trup=
pen
ermächtigt, während der Dauer der Friedensverhand=
lungen
gewiſſe, in der Waffenſtillſtands=Konvention an=
gegebene
Punkte auf beiden Kriegstheatern zu beſetzen.
Durch die Waffenſtillſtands=Konvention mußten damals
außer jenen Feſtungen von den Türken auch noch Bel=
gradjik
, Rasgrad und Hadji-Aglu-Baſardſchik geräumt
werden. Jetzt iſt nicht nur jede Uebergabe eines feſten
türkiſchen Platzes fortgefallen und jede weitere Beſetzung
militäriſcher Punkte durch die Verbündeten ausgeſchloſſen,
ſondern auch die Verproviantierung der beiden wichtigen
Plätze Adeianopel und Skutari feſtgeſetzt worden.
Läßt letzteres für das Schickſal dieſer beiden Plätze
im Friedensſchluß bedeutſame Folgerungen zu, ſo
weiſt die Geſamtheit der günſtigen Bedingungen auf un=
gemein
wichtige Umſtände hin. Der Gedanke, die Ver=
bündeten
müßten den Einzug in Konſtantinopel erzwin=
gen
, iſt offenbar gänzlich aufgegeben, und der Reſt des
türkiſchen Beſitzes in Europa wird augenſcheinlich keines=
wegs
dem Bilde entſprechen, das der Balkanbund vor der
Tſchataldſchawendung ſich gemacht hatte. Beruht dieſer
Wechſel lediglich auf der Erwägung, daß der Balkanbund
am Ende ſeiner militäriſchen Stoßkraft angelangt
ſei? Oder ſpielen diplomatiſche Berechungen, die
ſowohl in der Rückſicht auf ausländiſche Einflüſſe wie in
abnehmender Einigkeit der Verbündeten wurzeln können,
die Hauptrolle? Dieſe Fragen laſſen ſich jetzt nicht beant=
worten
. Die Möglichkeit aber, daß der Balkanbund
gegenüber der Türkei maßvoll auftrete, um die Anſprüche
Serbiens bei Oeſterreich=Ungarn nötigenfalls mit kriege=
riſchen
Mitteln zu vertreten, kommt nicht mehr in Be=
tracht
. Weder die Haltung Rußlands noch die der Groß=
mächte
überhaupt, noch die Natur der bulgariſchen In=
tereſſen
in Beziehung zu den Anſprüchen Seebiens ge=
ſtattet
heute eine derartige Annahme, die vor einigen
Wochen nicht vollkommen unglaubwürdig erſchienen wäre.
So bleibt als Geſamtwirkung der Waffenſtillſtands= Be=
dingungen
der Eindruck übrig, daß die Türkei beim Frie=
densſchluß
erheblich günſtiger abſchneiden dürfte, als
mancher geglaubt hat. Auch die Bäume des Balkanbundes
wachſen eben nicht in den Himmel.
Konſtantinopel, 2. Dez. Der einzige Grund
für den Aufſchub der Unterzeichnung des
Waffenſtillſtandes iſt nach zuverläſſigen Angaben
das Bedenken Griechenlands gegen eine Aufhebung
der Blockade der türkiſchen Häfen. Trotzdem wird die Zu=
ſtimmung
Griechenlands ſtündlich erwartet. Die Möglich=
keit
neuer Einwände und damit neuer Verhandlungen
erſcheint jedoch nicht ausgeſchloſſen.
* Sofia, 2. Dez. Das Blatt Mir meldet: Nach=
dem
der griechiſche Bevollmächtigte die von
ſeiner Regierung erbetenen Inſtruktionen erhalten hatte,
konnten die Delegierten beider Teile heute nachmit=
tag
zu einer Konferenz zuſammentreten, die, wie man
glaubt entſcheidend ſein wird.
* Konſtantinopel 2. Dez. Die Unterzeich=
nung
des Waffenſtillſtandsprotokolls
wird für morgen erwartet. Unmittelbar darnach werden
die Friedensverhandlungen, wahrſcheinlich auf neutralem
Gebiet, beainnen.
H B. Sofia, 3. Dez. Nachdem die Inſtruktionen
für die ſerbiſchen Delegierten eingetroffen ſind, hat ſich
König Ferdinand in Begleitung des Finanzmini=
ſters
nach Tſchataldſcha begeben, um an den Waffen=
ſtillſtands
=Verhandlungen teilzunehmen. Die
Unterzeichnung des Vertrages wird heute beſtimmt er=
wartet
. Sofort nach der Unterzeichnung werden die
Friedensverhandlungen auf neutralem Boden weiter
geführt.
H B. Konſtantinopel, 3. Dez. Der Sultan
hat geſtern ein Telegramm an Könia Ferdinand
gerichtet, in dem er unter Betonung ſeiner friedlichen
Geſinnung erklärt, daß er auf Adrianopel, das ein tür=
kiſches
Heiliatum ſei, nicht verzichten könne.
Konflikt zwiſchen Griechenland und Bulgarien.
* Paris 2. Dez. Der Agence Havas wird aus
Saloniki gemeldet: Die Meldung, daß die ſerbiſche
Armee einem ſerbiſch=bulgariſchen Abkommen entſprechend
Monaſtir geräumt und den Bulgaren über=
geben
habe, rief in den griechiſchen Kreiſen großen
Eindruck hervor. Der Kronprinz ſei nach Saloniki ge=
kommen
, um dieſe Angelegenheit mit dem Könia Georg
zu beſprechen. Gerüchtweiſe verlautet, daß der König von
Griechenland Anſtalten getroffen habe, mit der könialichen
Familie den ganzen Winter in Saloniki zu verbleiben.
Eine amtliche Mitteilung erklärt die Behauptung, Grie=
chenland
habe entſprechend einem griechiſch=bulgariſchen
Abkommen zugegeben, daß Saloniki außerhalb ſeiner
Zone bleibe, für unrichtig.
* Paris 2. Dez. Dem Temps wird aus Sofia
gemeldet: Der Frage von Saloniki werde in
bulgariſchen Kreiſen eine außerordentliche Wichtigkeit bei=
gemeſſen
. General Theodorow erklärt in einem heute ver=
öffentlichten
amtlichen Bericht, daß ſeine Streitkräfte al=
lein
ſich mit den Türken vor Saloniki geſchlagen hätten:
während dieſer Zeit hätten die Griechen, welche 17
Kilometer von Saloniki entfernt waren, unter erniedri=
genden
Bedingungen mit den Türken verhandelt, welche

ſich infolge der ihnen geſtellten Bedingungen, den Griechen
ergaben. Dies ſei die Wahrheit über die Einnahme
von Saloniki. Die Bulgaren ſeien mit Waffengewalt
eingerückt, die Griechen jedoch ohne Schwertſtreich einge=
zogen
, indem ſie ſich die Ergebniſſe der von den Bulgaren
gelieferten Schlacht zunutze machten. Es heißt, daß in
und um Saloniki nahezu 50000 bulgariſche Soldaten
ſtehen.
H. B. Konſtantinopel, 3. Dez. Der grie=
chiſch
=bulgariſche Konflikt wegen Saloniki hat
ſich bereits derart zugeſpitzt, daß die bulgariſchen
Unterhändler verſuchen, Griechenland durch den Abſchluß
eines bulgariſchen Separatfriedens mit der Türkei zu=
vorzukommen
. Die Pforte verhält ſich einſtweilen gegen
die beiderſeitigen Angebote ablehnend und ſetzt ihre
Rüſtungen zur See und zu Lande fort.
Letzte Nachrichten.
* Sofia, 3. Dez. Um 4 Uhr nachmittags findet
eine neuerliche Zuſammenkunft der Bevollmächtiaten für
den Waffenſtillſtand ſtatt. Man glaubt, daß dies die letzte
Zuſammenkunft ſein wird.
* London, 3. Dez. Dem Reuter=Bureau wird
aus Sofia gemeldet: Bezüglich des Gerüchts, durch die
intranſigente Haltung Griechenlands werde der Abſchluß
des Waffenſtillſtandes verzögert, wird von zuſtändiger
Seite erklärt, daß nötigenfalls ohne die Griechen
nterzeichnet werde. Die Griechen könnten dann
den Krieg allein fortſetzen, wenn ſie es wünſchten.

Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Rebaktkot
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)

Es wäre mal endlich Zeit, daß die Hofbibliothek
mit Beleuchtungsmitteln veiſehen würde. Man muß ein=
fach
auf den Beſuch des Leſezimmers verzichten, wenn
die natürliche Beleuchtung ungenügend iſt. Es iſt doch
wahrhaftig eine bittere Ironie, daß man auf der einen
Seite des Schloſſes in der Ausſtellung Der Menſch ein=
dringlich
gewarnt wurde, bei Dämmerlicht zu leſen, dagegen
auf der anderen Seite desſelben Gebäudes dem Augen=
mord
Vorſchub geleiſtet wird. Könnte nicht der troſtloſe
Zuſtand dadurch beſeitigt werden, daß man der Hof=
bibliothek
aus dem Ueberſchuß der Ausſtellung Der
Menſch etwas für Beleuchtungszwecke zukommen ließe.
Spectator.

Vermiſchtes.

Neue Kunſtblätter von Trowitzſch
t. Sohn. Rechtzeitig zum Feſte bringt die Kunſtanſtalt
Trowitzſch u. Sohn, Frankfurt a. O., einige ganz außer=
ordentlich
wertvolle Neuheiten auf den Kunſtmarkt, die
der beſten Aufnahme beim kunſtfreundlichen Deutſchland
gewiß ſein dürfen. Wenn ſie uns jetzt Joſeph Stielers
Hauptwerk, ſein Goethebildnis, den Stolz der
Neuen Pinakothek in München, in klaſſiſcher Vollendung
darbieten, ſo bringen ſie damit von neuem den Beweis
für den hohen Stand der deutſchen Reprodnktionstechnik
im allgemeinen und ihrer Anſtalt im beſonderen. Joſeph
Stielers Schöpfung zeigt den Olympier in kaum wieder=
rreichter
Vergeiſtigung und doch voll lebendig realiſtiſcher
Kraft. Der prächtigen Wiedergabe von Anton Graffs
Schilleir (nach dem Original im Dresdener Körner=
muſeum
) eignet in erſtaunlichem Maße die ſieghaft zwin=
gende
Gewalt des Meiſtergemäldes. Nicht minder läßt
Anſelm Feuerbachs Medea die dritte Weihnachtsgabe
des Verlages, alle ergreifende Kraft und Anmut des
Feuerbachſchen Pinſels überzeugend hervortreten, wie auch
in Claus Meyers Nachbarinnen die reizvolle
Schalkhaftigkeit des Originals bis in den letzten Farben=
ton
hinein gewahrt bleibt Die Schiller= und Goethe=
blätter
koſten bei einer Bildgröße von 54½867 cm je
25 Mk., das Medeablatt, zum Preiſe von 35 Mk., iſt
48X97 cm groß, die Nachbarinnen, 25 Mk., 515070 cm.
Es ſei auch diesmal beſonders darauf hingewieſen, daß
dieſe Fakſimile=Wiedergaben in unveränderlichen Farben
ausgeführt ſind und von jeder beſſeren Kunſthandlung
bezogen werden können.

Literariſches.

Eulenſpiegel im Odenwald von Karl
Schäfer (Volksausgabe 1,60 Mk., Selbſtverlag des Ver=
faſſers
, Darmſtadt, Landwehrſtraße 5). Daß Karl Schä=
fer
einer unſerer erfolgreichſten Heimatdichter iſt, bedarf
an dieſer Stelle keiner beſonderen Betonung mehr. Oft
und gern haben wir ſeine Werke hier eingehend beſpro=
chen
. Auch ſein Eulenſpiegel, in dem heitere Geſchichten
in einer Erzählung verwoben ſind, iſt ein rechtes, echtes
Heimatbuch, das ſeine ihm vom Dichter ſelbſt beſtimmte
Aufgabe: Die Liebe zur Heimat zu pflegen und Züge
Odenwälder Volkslebens aus vergangener Zeit feſtzuhal=
ten
wohl erfüllen wird.
Deutſche Seebücherei. Band 28, heraus=
gegeben
von Profeſſor Dr. J. W. Otto Richter. Unſere
Marine bei der Unterdrückung des Herero=Aufſtandes
19041905. Preis kartoniert 1.50, in Bibliotheksband ge=
bunden
1,85, in blauen Ganzleinband gebunden 2 M.
Stephan Geibel, Verlag, in Altenburg, S.=A. Tagebuch=
aufzeichnungen
eines Mitkämpfers bilden den Inhalt des
Bandes 28 Unſere Marine bei der Unterdrückung des
Herero=Aufſtandes 1904/1905 der Deutſchen See=
bücherei
die den bekannten Schriftſteller Prof. Dr. J. W.
Otto Richter zum Verfaſſer hat und bei Stephan Geibel,
Verlag in Altenburg, S.=A., erſcheint.
T Kinderluſt‟. Ein Jahrbuch für Knaben und
Mädchen von 812 Jahren. Herausgegeben von Frieda
Schanz. (Velhagen u. Klaſing. Verlag, Leipzig. Geb.
,50 Mk.) Das reichilluſtrierte Werk, das auch inhaltlich
unendlich vielſeitig und reichhaltig iſt, dürfte eine will=
kommene
Weihnachtsgabe für die Jugend beiderlei Ge=
ſchlechts
bilden. Das nun im 18. Jahrgang erſcheinende
Werk iſt unterhaltend und belehrend zugleich. Es birgt
köſtliche Schätze aus der ſchönen Dichtung zur Bildung
des Herzens und Gemütes und unterrichtet unſere Kleinen
in Wort und Bild gleichzeitig in leicht belehrender Weiſe
über alle Weltbegebenheiten, die ein Kindergemüt inter=
eſſieren
und feſſeln.
Der Gartenlaube=Kalender 1913 iſt
da. Im ſchmucken, grauen Rock, als ein alter, ſtets will=
kommener
Freund klopft er in dieſer trüben Herbſtzeit an
die Türen und hat alle Taſchen voll Weisheit, aber auch
voll Anregung und Unterhaltung, denn er zählt nicht nur
alle Feier= und Alltage, alle Meſſen und Jahrmärkte, alle
ſichtbar werdenden Planeten. Sonnen= und Mondfinſter=
niſſe
uſw. des kommenden Jahres auf, wie man das ja
von einem wohlinformierten Kalender mit Fua und Recht
erwarten kann, ſondern er bringt darüber hinaus eine
Fülle intereſſanter Geſchichten und Erzählungen, ſchwar=
zer
und farbiger Illuſtrationen, luſtiger Witze und Anek=

[ ][  ][ ]

doten uſw. Es gibt kaum ein Gebiet aktuellen Lebens,
das in dieſem hübſchen, handlichen Buche nicht geſtreift
und behandelt wird. (Preis 1 Mk. Ernſt Keils Nachf.,
Leipzig.)
Balzac: Vater Goriot (in der Sammlung
Bruns’ Meiſterromane der modernen Weltliteratur).
Minden, J. C. C. Bruns Verlag. In künſtleriſchem
Leinenband 3 Mack Der Verlag von J. C. C. Bruns hat
ſich ſeinen guten literariſchen Ruf vor allem durch Ge=
ſamtausgaben
jener Perſönlichkeiten geſchaffen, die man
wohl als die Klaſſiker der Moderne bezeichnen darf
(Poe, Flaubert, Baudelaire, Multatuli, Meredith, Wilde
u. a.). Jetzt geht er auf dieſem Wege einen guten Schritt
weiter, indem er die Meiſterromane der modernen Welt=
literatur
zu dem Einheitspreiſe von 3 Mark für das ge=
bundene
Buch dem größeren Leſepublikum in vornehm
künſtleriſcher Ausſtattung darbietet. Der vorliegende
ſtarke Balzac=Band (Vater Goriot) zeichnet ſich durch
die treffliche Ueberſetzung ſowohl wie durch die gediegene
Ausſtattung aus. Balzacs Goriot iſt ein Familien=
roman
wie Shakeſpeares Lear an den er vielfach er=
innert
, ein Familiendrama iſt.

Darmſtadt, 4. Dezember.
-g. Schwurgericht. Geſtern hatte ſich vor dem Schwur=
gericht
der am 1. Januar 1881 zu Ausebach geborene, ver=
heiratete
Schmied Valentin Kiſſel wegen wiſſent=
licher
Verletzung der Gidespflicht in zwei
Fällen zu verantworten. Der Angeklagte wurde am 30.
Mai vor dem Amtsgericht Zwingenberg in einer Alimen=
tationsklage
über ſeine Beziehungen zur Privatklägerin
eidlich vernommen, da der damalige Beklagte die Be=
hauptung
aufſtellte, Kiſſel habe ebenfalls mit der Kläge=
rin
verkehrt. Dies ſtellte Kiſſel eidlich in Abrede, ſoll
ſich aber ſpäter durch renommierende Reden verdächtig
gemacht haben. In einem zweiten Termin, am 26. Sep=
tember
, ſtellte er auch dieſe Aeußerungen, die der damalige
Beklagte und deſſen Ehefrau, ſowie ein Dritter
gehört haben wollen, in Abrede. Er wurde
daraufhin wegen ſtarken Verdachts des wiſſentlichen
Falſcheids in zwei Fällen in, Haft genommen. Er leugnet
nach wie vor die ihm zur Laſt gelegten Beziehungen zu
der damaligen Privatklägerin; er habe ſeinen Eid der
Wahrheit gemäß abgegeben. Vertreter der Anklage iſt
Staatsanwalt Dr. Krug, Verteidiger Rechtsanwalt
Neuſchäffer. Wegen Gefährdung der Sittlichkeit war
für die ganze Dauer der Verhandlung die Oeffentlichkeit
ausgeſchloſſen. Die Geſchworenen verneinten nach
umfangreicher Beweisaufnahme gemäß dem Plädoyer des
Verteidigers Rechtsanwalt Neuſchäffer ſämtliche
Schuldfragen. Das Gericht ſprach daraufhin
den Angeklagten frei und hob den gegen Kiſſel
beſtehenden Strafbefehl auf.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 3. Dez. Der Kronprinz von Rumä=
nien
traf heute vormittag 7 Uhr 29 Minuten in Be=
gleitung
des Generaladjutanten General Robescu auf
Bahnhof Friedrichſtraße ein. Zum Empfange waren der
rumäniſche Geſandte und die Mitglieder der Geſandt=
ſchaft
erſchienen. Der Kronprinz ſtieg im Hotel Eſpla=
nade
ab. Heute nachmittag 1 Uhr wird er beim Kai=
ſer
in Potsdam ſpeiſen; General Robescu iſt ebenfalls
geladen. Morgen mittag um 1 Uhr findet ein Frühſtück
auf der rumäniſchen Geſandtſchaft ſtatt, an dem auch
Staatsſekretär von Kiderlen=Wächter, Unterſtaatsſekretär
Zimmermann und Oberhofmarſchall Graf Eulenburg
teilnehmen werden.
* Berlin, 3. Dez. In der geſtrigen Abendſitzung der
Geſchäftsordnungskommiſſion des preu=
ßiſchen
Abgeordnetenhauſes wurde be=
ſchloſſen
, die Bezeichnungen Seſſion durch Tagung,
Seniorenkonvent durch Aelteſtenrat, Konſtituierung
des Hauſes durch vollzogene Bildung, Hoſpitanten
durch ſtändige Gäſte, Kommiſſionen, durch Aus=
ſchüſſe
beſondere Kommiſſionen durch Sonderaus=
ſchüſſe
motivierte durch begründete Tagesordnung
zu erſetzen. Abgelehnt wurde der Vorſchlag, in den Be=
fugniſſen
des Präſidenten das Recht der Polizei im Sitz=
ungsgebäude
durch das Wort Hausrecht zu erſetzen;
die entſprechende Vorſchrift wurde folgendermaßen ge=
faßt
: Dem Präſidenten des Hauſes ſteht die Handhab=
ung
der Polizei in den Sitzungsräumen zu.
* Magdeburg, 3. Dez. Sämtliche Werke des Helm=
ſtedter
Braunkohlenreviers gründeten infolge der Auf=
löſung
des Mitteldeutſchen Braunkohlenſyndikats Leip=
zig
eine Vertriebsſtelle für Erzeugniſſe in
Briketts unter der Firma Helmſtedter Brikett=
verein
, G. m. b. H., mit dem Sitz in Helmſtedt. Der
Helmſtedter Brikettverein umfaßt annähernd 100000
Waggons Briketts und ſteht hinſichtlich der Lieferungs=
möglichkeit
mit an der Spitze großer Konzerne im mittel=
deutſchen
Braunkohlenrevier.
* Petersburg, 3. Dez. Reichsduma. Präſident
Rodzjanke übermittelte den Dank des Kaiſers für die ihm
ausgedrückte Ergebenheit und die Freude der Reichs=
duma
über die Geneſung des Thronfolgers. Die Abge=
ordneten
hörten die Rede ſtehend an und brachen am
Schluſſe in Hurrarufe aus. Bei der darauf vorgenom=
menen
Wahl des Präſidiums entfielen 197 Stimm=
zettel
für den Progreſſiſten Fürſten Dimitri Uruſſow. 173
für den erſten Vizepräſidentender dritten Duma, Fürſten
Wolenski. Im zweiten Wahlgang erhielt Uruſſow 217
gegen 178 Stimmen. Das Zentrum und die Linke be=
grüßten
das Ergebnis mit anhaltenden Beifallsrufen.
Neues Palais bei Potsdam, 3. Dez. An der
Frühſtückstafel beim Kaiſer nahmen außer dem
Prinzen Ferdinand von Rumänien der ru=
mäniſche
Geſandte Dr. Beldiman und Staatsſekretär
von Kiderlen=Wächter teil.
Oberſchöneweide bei Berlin, 3. Dez. Die bei der
geſtrigen Benzinexploſion in der Fabrik Prieſter
ſchwer verunglückten Arbeiter Rippſchläger und Königer
ſind heute nacht geſtorben.
HB. Berlin, 3. Dez. Eine geſtern abend in den
Andreas=Sälen abgehaltene anarchiſtiſche Ver=
ſammlung
, in der als Referent Berthold Kahn über
das Thema: Kriea dem Kriege ſprach, verfiel der
polizeilichen Auflöſung, als der Redner auf=
forderte
, dem Beiſpiel der franzöſiſchen und engliſchen
Antimilitariſten zu folgen und im Falle eines Krieges
den Generalſtreik zu proklamieren und dem Militaris=
mus
die Arbeitskraft zu verſagen.
HB. Berlin, 3. Dez. Am Bahnhof Jungfernheide
fuhr ein durchgehendes Geſpann in eine marſchie=
rende
Kolonne des Königin Eliſabeth
Garde=Grenadier=Regiments Nr. 3. Es
wurden 10 Mann überfahren, davon 4 ſo ſchwer ver=

letzt, daß ſie ins Garniſon=Lazarett gebracht werden muß=
ten
. Es handelt ſich in den meiſten Fällen um Bein=
brüche
.

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Aus dem Geſchäftsleben.

Ueber Nacht hat unſere altehrwürdige Reſidenz
Darmſtadt einen neuen Truppenteil in Garniſon er=
halten
. Ohne Sang und Klang auf leiſen Sohlen
ſind die neueſten Marsſöhne eingerückt. Anſpruchslos
und unauffällig haben die Soldaten ihren Einzug ge=
halten
und ihre Kaſerne gleich mitgebracht. Wer ſich
dafür näher intereſſiert, bemühe ſich in die Ernſt=
Ludwig=Straße 19, wo in dem Ausſtellungslokal
der Firma Auguſt Engel die kleine Truppe ihr
Lager aufſchlug. Drollige Geſtalten werden hier vor=
geführt
, die in humorvoller Weiſe die praktiſche Arbeit
einer Militärwerkſtätte unter Benützung von Pfaff=
Nähmaſchinen darzuſtellen ſuchen.

In Geſchenksartikeln für den Weihnachtstiſch

bietet die Württembergiſche Metallwaren=
fabrik
Geislingen=Stg. (Niederlage Rheinſtraße Nr. 8)
die reichhaltigſte Auswahl, und ihre Fabrikate in Luxus=
und Gebrauchsgegenſtänden aller Art in verſilberter,
vergoldeter und vernickelter Ausführung ꝛc. werden
überall freudige Aufnahme finden. Die Beilage in der
heutigen Nummer unſerer Zeitung zeigt eine Anzahl
von Erzeugniſſen dieſer Weltfirma, und die Schau=
fenſter
=Ausſtellung ihrer hieſigen Niederlage gibt in
natura ein ſehenswertes Bild von der Vielſeitigkeit
dieſer Fabrikation.
(24828

Dampfernachrichten.

Nordd. Lloyd Bremen. Mitgeteilt von dem Ver=
treter
Anton Fiſcher in Darmſtadt, Frankfurterſtr. 12/14.
Kaiſer Wilhelm der Große 26. Nov 12 Uhr mittags
von New=York nach Bremen abgegangen. Kron=
prinzeſſin
Cecilie 27. Nov. 7 Uhr 10 Min. nachm. von
Cherbourg abgegangen. Berlin 28. Nov. 2 Uhr nachm.
in Genua angekommen. Großer Kurfürſt 29. Nov.
10 Uhr vorm. tn Bremerhaven. Bülow 28. Nov.
11 Uhr nachm. in Bremerhaven angekommen. Derff=
linger
27. Nov. 5 Uhr nachm. von Genua abgegangen.
York 26. Nov. 6 Uhr vorm. in Hongkong angekom=
men
. Lützow 28. Nov. 4 Uhr nachm. in Hongkong
angekommen. Prinz Ludwig 28. Nov. 6 Uhr nachm.
von Genua abgegangen. Goeben 29. Nov. 5 Uhr
vorm. in Antwerpen angekommen. Seydlitz 26. Nov.
4 Uhr nachm. in Aden angekommen. Roon 27. Nov.
11 Uhr vorm. von Sydney nach Bremen abgegangen.
Thüringen 28. Nov. 11 Uhr vorm. in Meſſina an=
gekommen
. Chemnitz 26. Nov. 12 Uhr mittags von
Fremantle abgegangen. Heſſen 28. Nov. 9 Uhr vorm.
in Brisbane angekommen. Schleſien 28. Nov. 5 Uhr
nachm. in Fremantle angekommen. Schwaben 29. Nov.
7 Uhr vorm. von Bremerhaven. Frankfurt 28. Nov.
von Funchal nach Vigo abgegangen. Gießen 26. Nov.
von Buenos Aires nach Madeira abgegangen. Han=
nover
28. Nov. von Vigo nach La Plata abgegangen.
Norderney 28. Nov. in Antwerpen angekommen.
Pallanza 25. Nov. von Montreal nach Bremen ab=
gegangen
. Mancheſter=Spinner 28. Nov. in Rotterdam
angekommen. Aachen 26. Nov. in Bahia angekommen.
Elbe 27. Nov. von Las Palmas nach Braſilien ab=
gegangen
. Strathgyhle 28. Nov. von Antwerpen nach
Braſilien. Prinz Heinrich 27. Nov. 6 Uhr nachm. von
Marſeille abgegangen. Schleswig 28. Nov. 7 Uhr
vorm. in Alexandrien angekommen. Coblenz 27. Nov.
7 Uhr vorm. in Sydney angekommen.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: Mancheſter=Spinner von Kanada kom=
nend
, 2. Dez. 2 Uhr 30 Min. morgens auf der Elbe.
Patricia 30. Nov. 4 Uhr nachm. von New=York direkt
nach Hamburg. Preſident Lincoln von New=York
ommend, 30. Nov. 11 Uhr abends in Hamburg.
Pretoria, von New=York kommend, 1. Dez. 11 Uhr
abends in Hamburg.

Uppigese
langes und
weiches Haar
e
.
Ich benutze seit Jahren
Ihr Javol und habe da-
durch
solohe Haarfülie er-
7 zielt, daß sie allgemein be-
, wundert wird. Mein Haar
eine Länge von 1½ Meter (Farl
Kastanienrot). 10. 2. 1911. Frau
Originalflasche 2 M., Doppelflasche
3.50 M. Ueberall zu haben.
SaUF
Kolberger Anstalten für Exterikultur, Ostseebad Kolberg.

Familiennachrichten.

Todes=Anzeige.
Heute morgen verſchied unſere liebe Mutter,
Schwiegermutter und Großmutter
(*13307
Frau
Willelmmne Rivert
geb. Müller,
Darmſtadt, den 3. Dezember 1912.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Paul Rippert,
Kunſtmaler.
Die Beerdigung findet in der Stille ſtatt.
Von Betleidsbeſuchen bittet man abſehen zu
wollen.

Todes=Anzeige.
Hiermit die traurige Nachricht, daß heute
mein innigſtgeliebter Mann, Bruder, Schwager
und Onkel,
Herr
Friedr. Schmelz
nach längerem, ſchwerem Leiden verſchieden iſt.
Darmſtadt, den 3. Dezember 1912.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Marie Schmelz, geb. Günther
und Angehörige.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 5. De=
zember
, nachmittags 2 Uhr, von der Friedhofs=
Kapelle aus, ſtatt.
24890

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Wir werden nur vorübergehend unter den Hoch=
druckeinfluß
kommen, ſo daß morgen ſchon wieder
Trübung einſetzen dürfte.
Ausſichten für Mittwoch, den 4. Dezember:
Vorübergehend aufheiternd, Nachtfroſt, ſpäter wieder
Trübung, mild, Niederſchläge.

Tageskalender.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Deutſches Feſt des Vereins für das Deutſchtum im
Ausland (Allg, deutſcher Schulverein) um 8 Uhr im
Saalbau.
Vortrag von Pfarrer Fuchs um 8¼ Uhr im Kaiſer=
ſaal
(Freie landeskirchliche Vereinigung).
Verſammlung des Heſſ. Landesvereins für Toten=
einäſcherung
um 6 Uhr im Fürſtenſaal.
Monatsverſammlung des Kriegervereins um 8½
Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz.
Bücher= uſw. Ausſtellung im Rathaus (geöffnet
von 47 Uhr).
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 411 Uhr.
Bilder vom T.age (Auslage Rheinſtraße 23): Von
der Hofjagd in Springe: der deutſche Kaiſer im Ge=
ſpräch
mit dem Erzherzog Franz Ferdinand von Oeſter=
reich
; zum Fall Prohaska; Mannſchaften vom Panzer=
kreuzer
Goeben als Wache im deutſchen Botſchafts=
gebäude
in Konſtantinopel; von den Kämpfen um die
Tſchataldſchalinie: türkiſche Schützen erwarten einen
bulgariſchen Vorſtoß in den Schützengräben bei
Hademkoej.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 5. Dezember.
Hofreite=Verſteigerung des Joh. Phil. Vetter
(Heinheimerſtraße 22) um 9 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 3 Uhr in
der Ludwigshalle‟.

Kunſthalle am Rheintor, geöffnet Werktags
114 und Sonntags von 104 Uhr.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otte Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſes
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

[ ][  ][ ]

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Lutherſtraße 20.

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Rheinſtraße 12½, 2. Stock.

hetraen Sie nieht
bev. Sie über zukünft. Perſon
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ſind. Diskr. Spezial=
Auskünfte überall. (VII17968
Welt-Auskunftei, Globus‟
Berlin w. 35.

Ernstgemeint.
Witwer, 50er Jahre, beſitzt Haus,
etwas Vermögen u. einen Sohn,
w. ſich bald. mit ein. Dienſtmädch.,
Witwe nicht ausgeſchloſſen, zu
verheiraten. Anträge unt. A. 2. 46
postlag. Heppenheim a. d. B. 24829ms

Beamter i. Staatsdienſt, 42 J.,
penſionsber. (Witwer), kinderl., mit
gut. Einkommen u. ſchöne Einricht.,
ſowie noch mehrere mittl., höh. u.
Unterbeamten, Poſtſchaffn Loko=
motiv
= u. Zugführer, Kaufl., beſſ.
Handwerker, Lehrer, Ingenieure
uſw. wünſchen Heirat durch
Frankfurt
Frau Luise Edeimann, a. M.,
Niddaſtr. 60, I., am Hptbhf. (24833B

Weihnachtswunſch!
Solid. ſelbſt. Handw., Witwer
mit Kindern, 42 J., evang., wünſcht
bald. Heirat mit br. fleiß. Dienſt=
mädchen
od. kinderl. Witwe, am
iebſt. vom Lande. Anonym zweck=
los
. Offert., mögl. mit Bild, unter
H. M. 4232 hauptpoſtlagernd
*13330mf
Mannheim.

Kurſe vom 3. Dezember 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

InProz.
Sf.
Staatspapiere.
4 Diſche. Reichsſchatzanw. 99,40
3½ Deutſche Reichsanl. . 88,30
77,706
bo.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,45)
88,3014
3½ do. Conſols .
77,95
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,60 3
93,10
do.
3½
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 99,40
86,90
do.
3½
3
do.
4 Hamburger Staatsanl. 99,00 9 Hamb.=Amerika=Paket=
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 99,60
do.
86,80
3½
3.
76,20
do.
3 Sächſiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 99 60Transportanſtalten.
3½
do. v. 1875 93,70
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 98,60
1½ Griechen v. 1887 . . 53,60
30) Italiener Rente.
3½ Oeſterr. Silberrente 86,700 Heſt. Südbahn (Lomb.) 175
4 do. Goldrente . . . 91,75
4 do. einheitl. Rente . 83,10
4 Portug. unif. Serie I 62.50
3 do. unif. Ser. III 65,35 Divid. Aktien.
3 do. Spezial . . . . 9,70
5 Rumänier v. 1903 . . 99,90
4 do. v. 1890 . . 92,90
4 do. v. 1905 . . 88,00
4 Ruſſen v. 1880 . .
89,30
4 do. v. 1902 . .
. 89,10
4½ do. v. 1905 .
100,30
3½ Schweden . .
90,50
4 Serbier amort. v. 1895 79,80
4 Türk. Abmin. v. 1903 78,10
4 Türk. unifiz. v. 1903 85,50
4 Ungar. Goldrente . . . 87,00
4 do. Staatsrente. . . 83,70

InProz.
Zf.
.100,00
5 Argentinier .
85,10
do.
4½ Chile Gold=Anleihe. 90,70
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,40
do.
4½
4½ Japaner . . . . . . . 92,90
5 Jnnere Merikaner. . . 93.90
do.
5320
4 Gold=Mexikanerv. 1904 87,70
5 Gold=Merikaner . . . . 99,60
3 Buenos Aires Provinz 68,75
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
fahrt . . . . . . . 154,00
4 do. do. (unk. 1918) 99,605 Nordd. Lloyd . . . . . 121,00
6½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . 124,50
78,20 Aktien ausländiſcher
5 Anatol. Eiſenb. 60½
Einz. Mk. 408 . . 111,75
6 Baltimore und Ohio . 105,00
6 Schantungbahn . . . . 128,60
6½ Luxemb. Prince Henri 154,50
6 Pennſylvania R. R. . 120,70
Letzte Induſtrie=
3 Brauerei Werger . . 65,00
25 Bad. Anilin= u. Soba=
Fabrit .
. 518,00
14 Chem. Fabrik Gries=
heim

..250,00
30 Farbwerke Höchſt . . 630,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . .345,50
10 Cement Heidelberg . . 145,50
30 Ehem. Werke Albert 459,00
14 Holzverkohlung Kon=
ſtanz
. . . . . . . 329,00
5 Lahmeyer . . . . . . . 122.00

In Proz.
Tiob.
7½ Schuchert. Nürnberg 149,90
12 Siemens & Halske .224,00
5 Veramann Eletr. . . 120,75
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 158,50
25 Zummi Peter . . . . 86,75
0 Kunſtſeide Frankfurt 89,50
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 568,00
10 Maſchinenf. Babenia 176,00
16 Wittener Stahlröhren 204,75
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15 Zelſtoff Waldhof . 233,80
12½ Bad. Zucker= Wag=
häuſel
. . . . . . . 199,75
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 88,60
3 Südb. Immobilien . 56,50
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 175,25
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 216,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 167,00
10 Gelſenkirchener . . . . 193,00
9 Harpener ..
.. 184,10
18 Phönir Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 261,50
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . 84,90
6 Laurahütte . . . . . . 165,50
10 Kaliwerke Aſchersleben
11
Weſteregeln 212,00
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,40
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . .
4 Franz=Jofefs=Bahn .
3 Prag=Durer . . . . . . 75,00
5 Oeſterr. Staatsbahn .
4 Oeſterr. Staatsbahn . 92,80
3
77,30
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,60
4
do.
76,00

In Pro.
2½, Oeſt. Südb. (Lomb.) 51,20
3 Raab=Oedenburg
. 7620
4 Kronprinz Rudolfbahn 92,00
4 Ruſſ. Südweſt. . . . .
4½ Moskau=Kaſan . . . 95,40
do.
4 Wladichawchas . . . . 88,00
4 Rjäſan Koslow . . ..
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 74,80
do.
4½
2%, Livorneſer . . . . . 69,60
3 Salonique=Monaſtir . 62,50
31,75
4 Baadadbahn . .
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 94,90
4 Miſſouri=Daeiſte. . . 72,60
4 Northern=Pacifie
99,60
4 Southern=Pacific . . . 94,00
5 St. Louis und San
Franeisco. . . . . 84,70
5 Tehuantepec . . . . . . 97,60
Bank=Aktien.

10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 185,50
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 146,60
9½ Berlin. Handelsgef. . 163,50
6½ Darmſtädter Bank . 119,60
12½½ Deutſche Bank . . . 249,70
6 Deutſche Vereinsbank . 121,75
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 114,00
10 Diskonto=Kommandit 184, 10
8½ Dresdener Bank . . 152,50
9½ Frankf. Hypoth.=B. 210,30
6½ Mitteld. Kreditbank 116,80
7 Nationalb. für Deutſchl. 120, 00
7 Pfälziſche Bank . . . . 126,25
5.86 Reichsbank . . . 132,50
7 Rhein. Krebitbank. . . 133,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 116,10
7½ Wiener Bankverein . 126,50
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . 98,70

In proſ. 1
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 88,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S.52
98,20
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 98,00
3½
87,25
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,70
do.
3½
8750
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
99,20
S. 14, 15, 17, 24/26
1828.
. 99,40
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, E
87,80
S. 35
. 87,60
S. 911
. 87,70
4 Meininger Hyp.=Bank 98,20
bo.
87,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 98.50
3½ do. (unk. 1914) . . 86,80
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,50
do.
3½
87,00
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . .
9½, do.
4 Frankfurt. .
. 99,20
3½ do.
94,50
4 Gießen
. 97,30
3½ do.
4 Heidelberg
. 97,00
3½ do.
87,00
4 Karlsruhe
. 97,33
3½, do.
88,30
0
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
. 97,50
88,70
3½ do.
4 Mannheim .
. 9730
dos
87,30
4 München .
. 98,50
3½ Nauheim
. 99,20
4 Nürnberg.
3½ do.
87,10
4 Offenbach .

In groz.
3f.
3½ Offenbach
4 Wiesbaden .
99,50
3½ do.
89,20
4 Worms.
.97,30
3½ do.
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3 Holl. Komm. . fl. 100
3 Madrider . . Fs. 100 72,10
4 Meininger Pr.= Pfand=
briefe
. . . . . . . 138,00
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 174,50
3 Oldenburger . . . . . . 129,90
2½ Raab=Grazer fl. 150 112,50
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger. . . . . fl. 7 34,00
Braunſchweiger Tlr. 20
.Fs. 15
Freiburger
7s, 45
Mailänder .
do.
. Fs. 10 36,00
Meininger .
fl. 7 34,10
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100
do. v. 1858fl. 100 442,00.
Ungar. Staats . . fl. 100 391,00
.Fs. 30
Penediger .
Türkiſche .
. Fs. 400 158,40
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sobereigs .
20,46
20 Franks=Stücke .
16,24
Amerikaniſche Noten.
Engliſche Noten .
20,48
Franzoſiſche Roten.
. 81,35
Holändiſche Noten.
.169,50
Italieniſche Noten
8035
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,50
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[ ][  ][ ]

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Gefunden: 1 Nickelherrenuhr. 1 evang. Geſangbuch. 1 Schere
mit Etui. 1 Anzahl verſchiedener Schlüſſel und Drücker. 1 Nickel=
brille
mit Futteral. 1 ſchwarzer Pelz. 1 brauner Roſenkranz. 1 Brille
mit Futteral.
(24841
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Pinſcher, 1 Hofhund, 1 Boxer. 1 Jagdhund (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde
findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt. (24821

Einziehung eines Erbbegräbnisplatzes.

Der auf dem Friedhof an der Nieder=Ramſtädter Straße ge=
legene
Erbbegräbnisplatz:
Abt. III, Buchſt. G, Nr. 45 (Palmer, Alfred, Rentner)
wird von dem Verpflichteten ſeit Jahren nicht unterhalten und ſoll
daher eingezogen werden. Wer Rechte an den genannten Platz zu
beſitzen glaubt, wird aufgefordert, ſie auf dem Bureau für Friedhofs=
angelegenheiten
(Marktplatz 8, Rathaus) vorzubringen, bei Vermeidung
des Rechtsnachteils, daß, wenn binnen dreier Monate, vom Tage
des erſtmaligen Erſcheinens dieſer Bekanntmachung an gerechnet,
Rechte nicht geltend gemacht worden ſind, der Platz eingezogen und.
weiter vergeben wird.
(23917a
Darmſtadt, den 14. November 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Mueller.

Rlabt.i
iſch=Verkauf
Aene Markthalle im Schlachthof
und im Hauſe Kiesſtraße 21 (zwiſchen
Hoch= und Karlſtraße)
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etts
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Darmstadt, November 1912.
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Ausübung der anwaltlichen Tätigkeit ver.
einigt. Die Geschäftsräume befinden sich vom
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jeder Beamte und Geschäftsmann denselben mit Freuden begrüßen.
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Eier in Partien per 25 Stück
Mk. 2.50
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Kartoffeln per 25 Kilo Mk. 1.50
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Darmſtadt, 3. Dezember 1912.
Großh. Polizeiamt Darmſtadt.

Gelände=Enteignung.

Der Antrag auf Enteignung von
Gelände zur Eröffnung der Wei=
terſtädter
Straße zwiſchen Kir=
ſchenallee
und dem verlegten
Teil jeuer Straße liegt in der
Zeit vom 2. bis einſchließlich 16. k.
Mts. auf dem Stadthaus, Zim=
mer
Nr. 47, zur Einſicht offen.
Darmſtadt, 30. November 1912.
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1594 34 1 2106 100
58 1 112 524 125 1 1179 97 1596 121 2132 82
62 94 537 55 1200
1599 1 21 1 2159 44
80
567 95 1 1213 1 117 1611 59 2172 57
123
595 116 1215
1643 104 1 2177 28
132
606 114 1 1232 1
1659 45 1 2189 99
137 54 609 62 1 1237 43 1 1701 69 1 2198 30
172
612 40 1249 64 1 1713 61 2200 88
188
622
70 1 1263 46 1 1790 I 66 2206 74
191 67 649 109 1 1332 122 1793 32 2231 68
227 111. 714 124 I 1343 1 105 1794 48 1 2247 36
282 113 731 27 1355 92 1810 89 1 2256 1 119
290 107 1 764 16 1371 115 1 1820 13 I 2283 29
300 1 49 1 860
1403
1839 126 2289
301 90 879
1406
1841 108 I 2292 123
317 35 1 881 41 1409 102 1867 73 1 2304 1 14
342 I 86 1. 957 93 1 1418
1886 1 31 2339 20
379 87 964 110 1 1430 71 1 1945 I 84 2345 65
382 38 1022 1 11 1 1431
1953 26 1 2352
401
1066 39 1462
1960 60 I 2356 120
427
1075 51 1 1561
1996 53 2369
445 1 68 1 1083 1 81 1 1564
2029 103 2509 56
456
1093 42 1570 52 2071 19
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Roman aus Maſuren von Horſt Bodemer.
(Nachdruck verboten.)
29)

Alexei Dimitrowitſch wurde es ſchon am nächſten
Tage langweilig. in Kirgard.
Morgen fahren wir auf zwei Tage zum Prinzen Tob=
letzkoy
früber nach Wiljew. Iſt ein alter Sonderling ge=
worden
, hat früher auch in der Chevaliergarde geſtanden,
aber nach zehn Jahren luſtigen Lebens hat er Petersburg
und die Welt ſatt bekommen.
Wullnow ſchwieg. Wie die Leute hier behandelt wur=
den
, rührte ſelbſt ſein ſicherlich nicht weiches Herz. Wenn
Der, der vollkommen Fremde, durch das Dorf ritt, kamen
Männer, Weiber und Kinder aus ihren von Schilf und
Schlamm erbauten niedrigen Hütten, in denen ſie mit dem
Vieh zuſammen lebten, herausgekrochen, ſchlichen ſich an
ihn heran wie verkrüppelte Hunde und küßten ſeine Reit=
ſtiefel
, ſeine Hoſe, ſeinen Rock. Und doch ſtak Lebens=
energie
in ihnen! Wenn dieſe Kräfte einmal erwachen,
ffuhr es ihm durch den Kopf, dann Gnade euch Gott, ihr
großen Herren! Noch brüteten ſie in Stumpfſinn dahin,
ohne Schule und Erziehung, der Uebergang zum aufrechten
Menſchen würden Fanale ſein, rote, leuchtende Fanale,
wenn die Lohe aus den Schlöſſern zum Himmel ſchlug!
Stundenlang mußten ſie im Wagen quer über die
Steppe fahren, bis ſie nach Schloß Wiljew zum Prinzen
Tobletzkoy gelangten. In raſendem Tempo jagten die

Pierde iod, deinit ſand neuer Eſer firde abgerſche=
nen
Gäule bereit. Als ſie endlich ankamen, vermochten ſie
beide kaum noch die müden Knochen zu rühren. Die
kleinen, breitſpurigen Wagen, die Löcher und Haufen in
der Steppe, über die das Gefährt wegſprang, daß man
jeden Augenblick befürchten mußte, es würde mit den
Rädern nach oben liegen, ſorgten für Püffe und blaue
Flecke am ganzen Leibe.
Wullnow ſchimpfte, Uruſoff lachte. Er rief dem Kut=
ſcher
ein paar Worte zu. Die lange Peitſchenſchnur am
kurzen Stile ſauſte den vorderen Pferden um die Köpfe,
der Schaum flog den Freunden um die Ohren, ins Geſicht
es war eine Ule Fahrt.
Und viel Vergnügen fanden ſie in Wiljew nicht. Der
alte Tobletzkoy war ein recht ſchmieriger Sonderling ge=
worden
, der nur Wert legte auf gute Zigaretten und fran=
zöſiſchen
Sekt. In den Gaſtzimmern hauſten die kleinen
Blutſauger und ließen die Gäſte nicht ſchlafen.
Brüderchen, ein Spielchen? fragte Uruſoff den Gaſt=
geber
.
Aber der wollte nicht. Die Zeiten ſind vorüber!
Trink, Brüderchen, und ſchenk Deinem Freunde ein, er
rutſcht ja vor Durſt auf dem Stuhle hin und her!
Das hatte allerdings ganz andere Gründe. Uruſoff
merkte wohl, daß er mit dem Prinzen keine Ehre einlegen
konnte. Der war ſeit zwanzig Jahren von ſeinem Grund
und Boden kaum weggekommen, höchſtens bis Charkow,
hatte keinerlei Intereſſen, ſelbſt was bei der Chevalier=
garde
paſſierte, war ihm gleichgültig.

Sn ſe, i, ie, das warte Feſin, abe ſe ingtent
auch nichts. Wird man älter, Brüderchen, ſieht man klarer.
Der Menſch iſt ein dummes Tier, und wem es Gott ge=
geben
hat, der ſoll Kirchen bauen und den Klöſtern Stif=
tungen
machen. Man muß an das Ende denken, es kommt
oft über Nacht!
Das waren keineswegs Worte nach Uruſoffs Ge=
ſchmack
. Er drängte am nächſten nachmittag ſchon wieder
zum Aufbruch, und Wullnow ſtöhnte ein ergreifendes
Gott ſei Dank zum Himmel.
Aber davon wollte der alte Tobletzkoy nichts wiſſen.
Bleibt hier, Brüderchen, ich ſpüre es an meinen Knochen,
nach der tollen Hitze heute wird es ein Gewitter geben,.
O, es iſt ſchön auf der Steppe, wenn die Blitze über ſie
hinzucken.
Du kennſt ſie nicht mehr, Alexei Dimitrowitſch, holdes
Brüderchen, bei Nacht warte bis morgen!
Lieber auf der Steppe als noch eine Nacht in Tobletz=
koys
Gaſtzimmern.
Zum Abſchied küßte man ſich ab.
Gott und die lieben Heiligen ſeien mit Euch?
Die Sonne ſtand ſchon tief im Weſten, am ſüdlichen
Himmel brachen ſich ihre Strahlen in mittelgroßen, grau=
weißen
Wolken, die ſchnell näher kamen, odgleich nicht
der geringſte Windhauch zu ſpüren war.
Als ſie bei der erſten Station ankamen, ſtanden keine
Pferde bereit, ſie mußten erſt eingefangen werden.
Der Verwalter machte ein ernſtes Geſicht. Die gnä=
digſten
Durchlauchten werden die Nacht unter meinem

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Die Pferdchen haben ſich in großen Haufen geſammelt.
Mindeſtens ihrer zweitauſend ſtanden mit aufgebläh=
ten
Nüſtern dicht beieinander und warfen die langen
Schweife ängſtlich hin und her. Ein eigenartiger Anblick!
Die weite, wellige Steppe, das einzelne Haus, neben dem
eine lange Stange, der Pumpenſchwengel, ſenkrecht in die
Luft ſtarrte, die lebende, dicke, ſchweifwedelnde Pferde=
maſſe
! Die untergehende Sonne färbte die aufziehenden
Wolken violett und ſchwefelgelb, die warfen das Licht
herab auf die braungelbe Steppe, die erſten leichten
Schattenſchleier legten ſich über die tieferen Stellen.
Aber Uruſoff wollte nach Hauſe. Morgen oder über=
morgen
würde er in Charkow einen neuen großen Pump
aufnehmen, für ein paar Tage mit ſeinem Freundchen in
Moskau bleiben, wenn in dieſer Jahreszeit auch dort
nicht allzuviel los war, und dann zurück nach St. Peters=
burg
.
Unſinn anſpannen ſchnell!
Wullnow wurde es unheimlich, aber er ſchwieg, um
ſich keine Blöße zu geben.
Ein paar Koſaken mit langen Peitſchen ſchwangen ſich
auf die erſten beſten Pferde, knallten und ſchrien wie ſinn=
los
. Nach zehn Minuten brachten ſie das Geſpann an,
welches der Fürſt vor ſechsunddreißig Stunden hier zu=
rückgelaſſen
hatte. Im Nu war umgeſchiret, noch einmal
wurden die Riemen nachgeſehen, und in die Dämmerung
ging es in toller Fahrt hinein.
Da fuhr der erſte Blitz herunter, ganz in der Ferne
grollte der Donner. Es wurde dunkler.
Wenn das ſo weiter geht, werden wir eine raben=
ſchwarze
Nacht bekommen, meinte Wullnow.
Las ſchadet da§? Die Pferdchen finden
n Weg

eltin und ſeher geug ven s aucd fecſitſer werden
ſollte.
Das iſt das Wunderbare am Pferde, ſein Geſicht iſt
nicht ſcharf und trotzdem fällt vor einem attackierenden
Regiment im dichteſten Staub ein Mann vom Pferde,
kein Huf wird ihn treffen, wenn er ſich nicht rührt.
Das Gewitter kam näher heran, die Finſternis nahm
ſchnell zu, die kleinen, kräftigen Pferde legten ſich noch
mehr in die Riemen, oft ſprang der Wagen faſt einen
halben Meter hoch.
Uruſoff lachte und ſah Wullnow an. Iſt das nicht
ſchön?
Das fand der Legationsſekretär durchaus nicht. Ihm
ſchlug das Herz bis zum Halſe hinauf. Er biß die Zähne
zuſammen und ſchwieg.
Alexei Dimitrowitſch aber freute ſich, daß ſeine müden
Nerven wieder einmal tüchtig aufgepeitſcht wurden.
Und nun brach ein Unwetter los, wie es Wullnow
noch niemals erlebt hatte. Die Blitze zuckten, der Donner
rollte kräftiger und kräftiger, die Finſternis nahm ſchnell
zu. Kreuz und quer fuhren die zuckenden Strahlen,
ſauſten am Himmel entlang, wurden herunter zur Erde
geſchleudert, in taghelles Licht war die Steppe getaucht.
Die Luft ſchien mit Elektrizität geſchwängert zu ſein,
bei Menſchen und Tier gerieten die Nerven in Aufregung.
Da zuckte ein Blitz dicht vor ihnen herunter, ein Donner=
ſchlag
folgte, daß die Erde bebte, die Pferde warfen die
Köpfe hoch, dem Kutſcher entglitten die Zügel, ſchleiften
am Boden, verwickelten ſich in drei Pferdebeine, ein Tier
ſtürzte, Riemen riſſen, der Wagen ſtand ſenkrecht, die In=
ſaſſen
wurden hinausgeſchleudert, hoch flogen Uruſoff und
Wullnow drei Meter in die Luft, der Kutſcher wie ein
Pfeil über die ſtrampelnde Pferdemaſſe hinweg.

Peiangen iunr auf ſehnen aßer Gabſche himis=
geritten
, um nach den Schnittern auf der Wieſe am Spir=
dingſee
zu ſehen, denn die Heuernte war in vollem Gange.
Das Jahr verſprach gut zu werden. Die Saaten ſtanden
prachtvoll, die Knollenfrüchte entwickelten ſich vorzüglich,
nur das Obſt hette während der Blüte durch ein paar
Nachtfröſte gelitten. Nun, alles gedeiht niemals tadellos
in der Landwirtſchaft, dazu ſind die Bedingungen zu ver=
ſchieden
.
Welche Freude empfand er, als ihm der wackere Agra=
meit
eines Tages ſagte: Aus dem Haferfeld dort drüben
erlöſen wir mindeſtens achtzig Taler dieſes Jahr mehr!
Was waren früher für Donatus von Plattangen
achtzig Taler geweſen? Eine Lappalie! Aber nun hatte
er den Wert des Geldes ſchätzen gelernt, weil er jetzt
wußte, wie viel Mühe und Bangen dazu gehört, bis man
es glücklich in der Taſche hatte. Täglich war früh mor=
gens
ſein erſter Gang ans Fenſter geweſen, dann zum
Barometer, bald brauchte man Sonnenſchein, bald Regen,
und vor dem Hagel hatte er einen Heidenreſpekt be=
kommen
.
Ziſchend fuhren die Senſen in das hohe Gras,
Glockenblumen und Margareten ſanken dahin, Lerchen er=
hoben
ſich ſenkrecht zum blauen Himmel. Ein paar Reb=
hühner
gingen hoch.
Achtung, daß das Gelege nicht zerſtört wird!
Ein Mann dengelte ſeine Senſe. Der,helle Ton drang
über den ſchmalen Arm des Spirdingſecs, brach ſich drü=
ben
am Walde und kehrte zurück. Links ſeitwärts ſtand
Vieh auf der Weide, in der Fohlenkyppel machten die
Jüngſten ihre Kapriolen um die Mutter.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Engel des Schlachtfeldes.
Skizze von Marcell Gollé.
(Nachdruck verboten.)

B. Die Ernennung des Prof. Dr. Bier von der Uni=
verſität
Berlin, ehemaligen Leibarztes Abdul Hamids, zum
Chef des Roten Halbmonds, und die Teilnahme zahlreicheſ
Damen der höchſten europäiſchen Ariſtokratie an dem huma=
nitären
Werke des Roten Kreuzes haben wiederum
nachdrücklich die allgemeine Aufmerkſamkeit auf jene Ein=
richtung
gelenkt, die einen verſöhnenden Glanz wirft zwi=
ſchen
die blutigen Feuer des Balkankrieges. Engel des
Schlachtfeldes nannte Kaiſer Wilhelm die tapferen
Frauen, die ungeachtet des mörderiſchen Kugelregens die
Opfer der Schlacht von Gravelotte aus dem Gefecht trugen.
In der Tat, wenn uns trotz aller Anerkennung, welche wir
männlicher Tapferkeit zollen, die Greuel des Krieges mit
Abſcheu erfüllen, ſo miſcht ſich in dieſes Gefühl ein er=
hebender
und tröſtender Gedanke, wo wir gleichzeitig die
Samariterinnen der Walſtatt beim Werke ſehen. Ihre
Taten opfetfreudiger Barmherzigkeit geben uns gleichſam
eine Gewähr dafür, daß die wahre Humanität unter dem
Menſchengeſchlechte nicht ausgeſtorben iſt, mögen die
furchtbaren Szenen des Ringens der Völker gegeneinander
auch noch ſo ſehr den Glauben beſtärken, daß der homo
sapiens im Grunde genommen auf den Titel eines ge=
zähmten
Raubtieres ſelbſt in unſerem Jahrhundert
einigen Anſpruch beſitzt.
Die Gründung des Roten Kreuzes (in der Türkei
des Roten Halbmonds) erfolgte in den einzelnen Kultur=
ländern
zu verſchiedenen Epochen. Der erſte weibliche
Sanitätsdienſt ſolcher Art wurde in Rußland, und zwar
im Krimkriege organiſiert. Damals reiſte eine Geſellſchaft
von hundertzwanzig Frauen, unter denen ſich Mitglieder
den erſten Familien des Landes befanden, unter Führung
des Doktors Pirizoff nach dem Kriegsſchauplatze ab. Die
Pflegerinnen leiſteten, was tatkräftige Hingebung anbe=
lanate
, das Menſchenmöglichſte; trotzdem mußte man bald
einſehen, daß ihre techniſche Ausbildung zu wünſchen
übrig ließ. Man gründete deshalb nach Beendigung des
Feldzuges beſondere Schulen für jene Frauen, welche ſich
der Pflege der Verwundeten im Kriege und der Opfer
von Unglücksfällen zu Friedenszeiten widmen wollen.
In dieſem Satze iſt das gemeinſame Programm aller Ver=
einigungen
des Roten Kreuzes enthalten, ſo ſehr auch
die verſchiedenen nationalen Organiſationen von einander
abweichen. In Rußland ſteht die Geſellſchaft gegenwärtig
unter dem Protektorat der Kaiſerin Marie=Feodorowna
und zählt Angehörige der Herrſcherfamilie ſowie der höch=
ſten
Ariſtokratie zu tätigen Mitgliedern. Vielleicht in
keinem anderen Land der Welt mußte das Rote Kreuz
ſo oft ſeine Hilfe in Kriegsfällen leihen. Es nahm teil an
den Feldzügen in Turkeſtan (1866), in der Provinz Kiew
(1874). in der Türkei (1877/78), ſodann auf Kuba im
ſpaniſch=amerikaniſchen Kriege, in Abeſſynien am italieni=
ſchen
Feldzuge, in Griechenland aus Anlaß des letzten
Türkenkrieges (1897), ſowie ſelbſtredend im japaniſchen
Feldzuge wie man ſieht: die Ruſſinnen haben ihre werk=
tätige
Hilfe auch einer ganzen Reihe anderer Nationen
auf deren Bitte gewährt. Kein Wunder, daß infolge dieſes
fortwährenden aktiven Dienſtes die Ausbildung der
Pflegerinnen auf höchſter Stufe ſteht. Der Eintritt in die
Kurſe des Roten Kreuzes erfolgt vom 20. bis 45. Lebens=
jahre
; der Unterricht dauert drei Jahre und umfaßt ge=

diegene hepreiſche Ausbildung nechſt hratſchen uebungen
in den Hoſpitälern. Nach beendigtem Studium treten die
Schweſtern als feſtangeſtellte Pflegerinnen in die Zivil=
ſowie
beſonders die Militär=Hoſpitäler ein.
Die Geſchloſſenheit, welche der ruſſiſchen Organi=
ſation
innewohnt, fehlt der deutſchen; dafür beſitzt dieſe
eine größere Mannigfaltigkeit, welche eine große Anzahl
von Hilfskräften geſchickt in ihren Dienſt ſtellt. Das Ab=
zeichen
des Roten Kreuzes iſt in der Tat vielen Geſell=
ſchaften
und Vereinen gegeben worden, welche ſich zunächſt
mit Fragen anderer ſozialer Art (Kampf gegen die
Tuberkuloſe, den Alkoholismus, Fürſorge für die Vetera=
nen
uſw.) beſchäftigen und für das oben aufgeſtellte Pro=
gramm
nur indirekt in Betracht kommen. Außerdem be=
ſteht
aber eine ſpezielle Vereinigung, welche während des
Krieges von 1866 auf Anſtiften der Kaiſerin Auguſta ge=
gründet
wurde und das deutſche Rote Kreuz im engeren
Sinne des Programms darſtellt. Seine Tätigkeit iſt der=
jenigen
der anderen nationalen Geſellſchaften, z. B. der
ruſſiſchen durchaus verwandt; jedoch mag erwähnt wer=
den
, daß die Heranbildung im Rahmen konfeſſioneller
Kongregationen (proteſtantiſcher und katholiſcher) erfolgt,
welche in ihrer Geſamtheit die deutſche Vereinigung re=
präſentieren
. Neben ihr beſteht noch der Orden der
Johanniterinnen, eine Geſellſchaft freiwilliger Kranken=
pflegerinnen
, die alljährlich zu einer ſechswöchigen Uebung
berufen werden und im Falle des Krieges zu aktivem
Dienſt verpflichtet ſind.
Als Modellvereinigung mag trotz ihres jungen
Alters das Rote Kreuz in Japan gelten. Die Geſell=
ſchaft
nahm ihren Ausgang von dem am 17. November
1886 in Tokio durch den Baron Hashimoto gegründeten
Muſterhoſpital. Dieſes wurde im Mai des Jahres 1891
durch eine mit noch vollkommeneren Mitteln ausgeſtattete
Anſtalt in Shibuva erſetzt. Zu deren Erbauung ſteuerten
der Mikado und ſeine Gemahlin eine halbe Million Mark,
ſowie einen alljährlichen Zuſchuß von 20000 Mark bei.
Hauptaufgabe des Hoſpitals iſt die Heranbildung tüchtiger
Pflegerinnen, die mit dem Dienſt, ſpeziell im Kriege,
völlig vertraut ſind und ſelbſtändig zu arbeiten verſtehen.
Der javaniſch=ruſſiſche Feldzug hat die hervorragende
Tüchtigkeit dieſer aus der Schule von Shibuya hervor=
gegangenen
Schweſtern glänzend bewieſen.
Werfen wir noch einen kurzen Blick auf die Organi=
ſationen
in anderen Ländern, ſo dürfte vor allem die eng=
liſche
Geſellſchaft intereſſieren. Es ſcheint, als ob ſie in
der Zeit vor dem Burenkriege der beſten Gliederung
einigermaßen entbehrt hat: wenigſtens glaubten die Mili=
tärs
, allen voran Lord Roberts, ſich über den überſtürzten
Eifer der Damen (wie er ſie ſpöttiſch nannte) beklagen
zu müſſen. Seitdem aber nach 1902 eine ſtraffe Reform
durchgeführt worden iſt, darf das engliſche Rote Kreuz
mit zu den beſtorganiſierten der Welt gerechnet
werden. Seine Stärke beruht in der ſtreng auf=
gebauten
Hierarchie (Generaloberin, Oberinnen, Inſpek=
torinnen
, Senjor= und Junior=Schweſtern), der ſorg=
fältigen
Ausleſe unter den Aſpirantinnen und der
vorzüglichen Einrichtung des Dienſtes. Der Queen
Alexandra’s Imperial Nursing service, wie das Rote
Kreuz offiziell heißt, iſt direkt vom Kriegsminiſterlum
abhängig. Für die Marine iſt eine parallele, ebenſo be=
deutende
Organiſation geſchaffen worden, welche ihrerſeits
von der Admiralität geleitet wird. Als weſentliche Be=

dingungen für den Eintrit in den Dient galten Alters=
ſtufe
25 bis 35 Jahre, unvermählt oder Witwe, Examen
hinſichtlich Geſundheit und allgemeiner Bildung. Das
Gehalt, welches die engliſchen Mitglieder des Roten
Kreuzes beziehen, iſt verhältnismäßig hoch, in jedem Falle
erheblich höher als die in den anderen Ländern bewillig=
ten
Saläre. Die Generaloberin erhält 61007000 Mark
pro Jahr, die Oberinnen 36004200 Mark, die Inſpek=
torinnen
17003000 Mark, die Schweſtern 8001250 Mark.
Es iſt zu beachten, daß außerdem in der Regel freie Woh=
nung
und Dienſtkleidung gewährt werden. Die Probe=
zeit
in den Hoſpitälern dauert ein halbes Jahr; alsdann
erfolgt die endgültige Anſtellung. Charakteriſtiſch für die
Vorbildung der engliſchen Schweſtern ſind die längere
Zeit hindurch fortgeſetzten Verbandübungen am toten
Modell, d. h. an geeignet konſtruierten Puppen, deren
Arm= und Beinbrüche, ſowie ſonſtige Leibſchäden
kunſtgerecht in Behandlung genommen werden.
Praktiſch, wie nun einmal die Amerikauer ſind, haben
ſie die Organiſation des Roten Kreuzes in erſter Linie
für Werke der öffentlichen Wohltat in Friedenszeiten
eingerichtet. Die auf die kulturwidrigen Kriegshäkeleien
des alten Europa mit Recht verachtungsvoll herabſehenden
Yankees ſagen ſich klugerweiſe, daß der Krieg eine ganz
ſeltene Ausnahme in den Beziehungen der Völker bilden
müſſe, demgemäß die Aufgabe des Roten Kreuzes viel=
mehr
in der umfaſſenden Tätigkeit alltäglicher Friedens=
arbeit
zu ſuchen ſei. Infolgedeſſen ſtehen auf dem Pro=
gramm
der amerikaniſchen Geſellſchaft in erſter Linie Be=
ſtrebungen
wie: Fürſorge für verunglückte oder erkrankte
Arbeiter, Bekämpfung der Volksepidemien, Hilfeleiſtung
bei Kataſtrophen Schutz gegen Hungersnot und Teuerung
u. dgl. m. Ueberaus zahlreiche Gelegenheiten boten ſich,
dieſes Programm auszuführen. Erinnern wir nur an die
Zeiten der Hungersnot in Japan, China und Rußland,
die Typhonkataſtrophen auf den Philippinen, die Erdbeben
in Kalabrien, Valparaiſo, Kingstotn und anderen Orten.
Seit 1905 hat die Geſellſchaft weit über 25 Millionen
Mark für die Hilfeleiſtung in ſolchen Fällen öffentlicher
Not ausgegeben; allein bei Gelegenheit des Erdbebens
in San Franzisko wurden 3 Millionen Mark zur Ver=
fügung
geſtellt. Rechnet man hinzu die praktiſche Tätig=
keit
der allſogleich zu der Stätte des Unglücks entſandten
Spezialmiſſionen, die wahre Wunder an Aufopferung und
Ausdauer verrichteten, ſo kann man dieſer zielbewußten
amerikaniſchen Organiſation ſeine Anerkennung nicht ver=
ſagen
.
Nach dem Wert einer Einrichtung fragen, welche, wie
das Rote Kreuz ſich des Reſpekts der geſamten Kultur=
welt
erfreut, enſcheint eigentlich unangebracht; dennoch mag
im gegenwärtigen Augenblick, wo die opfermutigen
Pflegerinnen wiederum einen Beweis ihrer Pflichttreue
ablegen, wenigſtens ein kurzer Hinweis geſtattet ſein.
Das Rote Kreuz ſammelt unzählige, ſonſt nutzlos blei=
bende
ſoziale Kräfte zu gemeinſamem Handeln im Dienft
der Nächſtenliebe; es leiſtet im Frieden wichtige Hilfe durch
Rettung und Pflege von Unglücklichen aller Art, ſowie
durch Beſchaffung des Materials (Hoſpitäler, Betten,
Wäſche, Verbände, Inſtrumente uſw.), das in einem even=
tuellen
Kriege Tauſende von Menſchenleben vor dem Un=
tergange
bewahrt; es erzieht endlich ein Perſonal, das
durch praktiſche und moraliſche Tüchtigkeit ein wichtiges
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Ein neuer Heimatroman.

Karl Henkelmann, ſchon bekannt geworden
durch ſeine 1910 und 1911 bei F. Hirt u. Sohn in Leipzig
erſchienenen Schriften: Helden vom Stegreif und
Fürſtabt und Erzbiſchof legt einen neuen Roman vor
(erſchienen im Verlag von Heinrich Schroth, Darmſtadt):
Auf dem Frankenſtein.
So lebhaft wie ich einſt Wilhelm Diehls Gefangenen
Pfarrer, deſſen Verarbeitung zu einem wirkungsvollen
hiſtoriſchen Drama zu wünſchen wäre, begrüßte, freue ich
mich heuer auch über dieſes kernig geſchriebene, durch=
gängig
gut aufgebaute Werk des Bensheimer Profeſſors.
Vielleicht hat es darum auf mich ganz beſonders nach=
haltig
gewirkt, weil Frankenſtein und Nieder=Beerbach,
Wald, Berg und Tal mir ſelbſt ſo vertraut geworden,
weil ich dort oft geruht und Ruhe geſucht in wechſelnder
Stimmung. Wir Heſſen wiſſen manchmal gar nicht,
was wir an unſeren Bergen, dieſem Odenwald haben.
Nun hatte ich dieſen Sommer den Schwarzwald mit ſei=
ner
Pracht, ſeinem quellenden Reichtum, ſeiner erhabenen
Ruhe kennen gelernt; während dieſer Zeit ein kurzer
Aufenthalt im Odenwald, eine Wanderung von Lichten=
berg
, Neunkirchen, Rodenſtein, Reichelsheim, Erbach. Ein
wunderſchöner, warmer, lachender Sommertag! Noch
nie habe ich die Fruchtbarkeit der Erde, dieſe Pracht an
Reichtum, Segen, Farben und Glück des Landes ſo ge=
ſſpürt
, wie an jenem Auguſttage. Und nun in Leipzig!
Keine Berge, nur Schlote, Rauch, Lärm, haſtende Menge
und ſelbſt in Haſt! Da kommt mir dieſes Buch in die
Hände. Wie wurdeſt du wach in mir, Heimatmelodie.
Aus jedem Stein, jedem Winkel, jedem Tor der Ruine
kamen Geſtalten aus Geſchichte und Sage! Liebes 18.
Jahrhundert mit deinen wunderlichen Klangen von Für=
ſten
und Untertanen, von Krieg und abgeſchiedener Wald=
einſamkeit
, von Liebesleid und Liebesglück, von Frauen,
Soldatenweibern und Dirnen, Studentenvoeſie und Kir=
mestreiben
, Poſtkutſchen und Reiſewagen, Geſpenſter=
furcht
und Schatzheben; wie wirſt du wach in jenen Zei=
len
! So hab’ ich mir den Gelehrten gewünſcht: es ſoll
der Forſcher mit dem Dichter gehen. Der Hiſtoriker allein,
der nur Fakta ausgräbt, aus verſtaubten Archiven hervor=
zieht
und vor uns aufbaut, wird uns nicht für unſere
Geſchichte, für unſere Vergangenheit, unſere Heimat
und ihre Lieder und Geſtalten erwärmen. Er muß Dichter
ſein, oder etwas davon verſpüren; er muß Farben ſehen
und Farben geben wollen, Leben ahnen und geſtalten!
Henkelmann erfüllt dieſe Forderungen, und darum
lebt, wirkt, packt ſeine Geſchichte. Wir fühlen mit dieſen
ſcharf umriſſenen Menſchen; Heimatklänge werden
wach und hinter ſie zurück tritt die Liebesgeſchichte, die
eingewirkt iſt in all das, was aus der Geſchichte und Sage
des Frankenſteins darin lebendig wird. Geſund und hei=
ter
iſt der Kern des Buches, die Geſinnung, die es trägt.
Möchten viele dieſen Roman, die Geſchichte einer
Liebe, dieſes hohe Lied der Frau, der Familie und Hei=
mat
, leſen. Familienſinn wird es ſtärken, und ſeliſam
klingen die Worte weiter: Und denke nur immer, daß
du in deinen Eltern in allen Lagen des Lebens die ſtärkſte
Stütze haſt.
Leipzig. Dr. Hermann Bräuning=Oktavio.

Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
nehenden
Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.)

* Ueber Roda Roda als Vortragskünſt=
ler
mögen nachſtehend einige Urteile der Kritik mitgeteil

ſein. Aachen: Eine ausgeſprochen originelle Perſönlich=
keit
. Sein Humor iſt in gewiſſer Beziehung die Schalks=
narrenkunſt
der Shakeſpeariſchen Komödien. Er ſchüttelte
ſeine Zuhörer in lautfröhlichem Lachen. Berlin: Roda
Rodas letzter Schwankabend war ein Feuerweck von
Scherzraketen, von denen nicht eine verſagte. Dem Pu=
blikum
war beim Genuß der überraſchend pointierten
Schnurren, die der Märchenerzähler zum Beſten gab, ſehr
behaglich zumute. Es ging Schlag auf Schlag jedesmal
ein Schlager. Es war ein luſtiger Abend erſter Ord=
nung
! Bonn: Sein Ruf hatte helle Scharen angelockt,
ſo daß in dem großen Saal jede Ecke ausgenutzt war. Er
verſteht das Erzählen aus dem Grunde. Köſtlich ſind alle
Schwänke Rodas. Lübeck: Mark Twain iſt ein Wai=
ſenknabe
gegen dieſen Roda Roda iſt ihm in der Form
überlegen, hat mehr Sinn für Kürze Effekt, Steigerung
gewinnt alle für ſich durch ſeine liebenswürdige Art.
Beſſer wie Roda Roda vermag kein Rezitator ſeine Werke
wiederzugeben. Wiesbaden: Den Verfaſſer des Feld=
herrnhügel
kennen zu lernen, war geſtern das Ziel der
Menge. Was er als Selbſtſchaffender am Vorleſetiſch
bot, macht ihm keiner nach: den ganzen Abend im freien
Vortrag auf gleich luſtiger Höhe zu bleiben, ſein Publikum
zu feſſeln und köſtlich zu unterhalten. In allem blieb Roda
Roda der dem Stoff überlegene, dabei aber ſelbſt mit=
lachende
Meiſter.

Luftfahrt.

sr. Die Ballon=Zielfahrt des Berliner
Vereins für Luftſchiffahrt, die am Sonntag
früh von Schmargendorf unter Beteiligung von 13 Hallo=
nen
begann, nahm trotz der etwas unbeſtändigen Witte=
rung
einen ſportlich durchaus einwandfreien Verlauf. Der
Start erſchwerte ſich dadurch, daß die Füllung der Bal=
lone
morgens bei Regen begann. Bald nach 10 Uhr konn=
ten
aber die erſten Konkurrenten ſtarten und kurz vor
11 Uhr waren alle 13 Teilnehmer entlaſſen. Als Ziel
war das 190 Kilometer entfernte Bahnhofsgebäude Ruh=
now
an der Bahnlinie Stargard=Köslin feſtgeſetzt wor=
den
. Der mit über 40 Kilometer Stundengeſchwindigkeit
wehende Wind drehte im Laufe des Vormittags weiter
weſtlich, ſo daß es keinem der Teilnehmer gelang, ganz
in die Nähe des Zieles zu kommen. Die beſten Leiſtungen
dürften die Ballone Anhalt (Führer Gebauer) und
Magdeburg (Führer Dr. Henoch) erzielt haben, die
beide in geringen Abſtänden bei Groß=Mellen, etwa 18
Kilometer ſüdlich von dem feſtgeſetzten Ziele, unweit
voneinander landeten. Als weitere Preisträger kommen
nach den vorläufigen Landungs=Depeſchen die Ballone
Leipzig (Führer Apfel), K. Ae. C. IV‟ (Führer Ober=
poſt
=Sekretär Schubert), Lübeck (Führer Meckel) und
Harburg II‟ (Führer Dr. Koſchel) in Frage. Im ganzen
waren fünf Preiſe ausgeſetzt worden, ferner Erinnerungs=
becher
für die Paſſagiere.
Zwei neue franzöſiſche Luftkreuzer.
Die franzöſiſche Heeres=Verwaltung hat in ihren eigenen
Weckſtätten einen neuen Militär=Ballon Fleurus fertig=
geſtellt
, der nach dem unſtarren Syſtem gebaut iſt. Der
Ballon iſt 77 Meter lang und hat bei einem größten
Durchmeſſer von 12,4 Meter einen Inhalt von 6500 Kubik=
meter
. Als Kraftwelle dienen zwei Clement=Bayard=
Motoren von je 80 Ps. Die erſte Probefahrt iſt von dem
Flugfelde von Saint=Cyr aus unternommen worden, und
fiel zur Zufriedenheit aus. Große Hoffnung ſetzt man in
Frankreich auf den ſtarren Spieß=Ballon, der von der
Zodiac=Geſellſchaft nach Plänen des Ingenieurs Spieß
erbaut wird. Ingenieur Spieß nahm bereits im Jahee
1873 Patente auf ein Luftſchiff ſtarren Syſtems; 1910
wurde ein Probeballon auf Koſten der franzöſiſchen Re=
gierung
erbaut. Das jetzige Schiff iſt ebenſo wie der Ver=
ſuchsballon
im Gerippe aus Holz erbaut, jedoch nach
einem anderen Verfahren wie bei den deutſchen Schütte=
Lanz=Ballonen. Der Körper iſt ähnlich wie der der Zeppe=
lin
=Ballone geformt, 99 Meter lang, 13,6 Meter breit und
dient zur Aufnahme von 16 getrennten Gas=Ballonetts.
Der ganze Körper iſt mit einer beſonderen Hülle um=
ſchloſſen
. Es ſind zwei Gondeln vorgeſehen. In jeder
befindet ſich ein Sechszylinder=Motor von 200 PS., die je
zwei Schrauben antreiben

Sport.

* Radſport. Das Frankfurter Achttage=
Rennen bei dem aber nicht wie bei den Sechstage=
Rennen ununterbrochen, ſondern täglich nur 8 Stunden
lang von den Teilnehmern gefahren wird, hat am Sonn=
tag
nachmittag ſeinen Anfang genommen. Allerdings
nehmen nach dem Startverbot ſeitens des Verbandes
Deutſcher Radrennbahnen nur für Bahnrennen nicht
lizenzierte und ziemlich unbekannte Straßenfahrer an
dem Rennen teil. Das Rennen war infolge der viel zu
kleinen und zu ſchmalen Bahn ſchon am erſten Tage reich
an Stürzen. Schon nach wenigen Stunden ſchieden
Heuer=Leipzig, die Darmſtädter Simmermacher und
Brückmann, ſowie Borgarello=Mailand aus. Die
Reſultate des erſten Tages waren, vorausgeſetzt daß die
Bahn richtig ausgemeſſen iſt, 8 Stunden: Weiß-Bauer,
Floeck-Dauben, Roſenfeld-Eickholl, R. Huſchke- Paſſen=
heim
Spitzengruppe 244,440 Kilometer. C. Schallwig-
Sillier 1 Runde, Barth-Joge 1 Runde zurück.
Dresdener Sechstage=Rennen. In der
25. Stunde, kurz nach 11 Uhr in der Nacht von Sonnkag
zum Montag, unternahmen Lorenz-Saldow einen gut
vorbereiteten Vorſtoß. Es entſtand eine aufregende Jagd,
bei der zum erſten Mal das bisher geſchloſſene Feld aus=
einandſe
geriſſen wurde. Nachdem wieder Ruhe einge=
tdeten
war, wurde bekannt gegeben, daß die Spitzengruppe
nur noch aus vier Paaren beſteht und zwar Lorenz-
Saldow, Lawſon-Wiley, Hall-Halſtead und Stabe-
Pawke. Eine Runde zurück Rudel-Roſellen, Röthig-
Süßmilch, von Natzmer-Großmann, Kudela-Nowack,
Techmer-Tadewald und zwei Runden zurück Gebrüder
Carapezzi. Im Laufe der Nacht ereignete ſich ein tragi=
ſcher
Zwiſchenfall. Ein Zuſchauer, ein Dresdener Fa=
brikant
, hatte eine Prämie von 20 Mark geſtiftet und er=
litt
, jedenfalls infolge der großen Aufregung, einen Herz=
ſchlag
und mußte tot aus der Halle getragen werden.
Im Laufe des Montags trat eine Veränderung in der
Reihenfolge der Fahrer nicht ein. Es wurde meiſt ein
Tempo von 20 bis 25 Kilometer pro Stunde vorgelegt.
Um 8 Uhr abends, alſo nach 45 Stunden, waren 1335,750
Kilometer von dem unveränderten Felde zurückgelegt.
* Lawn=Tennis. Die Lawn=Tennis= Wett=
kämpfe
um den Internationalen Davis=
Pokal in Melbourne haben mit einem Ueberraſchungs=
ſiege
der Engländer ihren Abſchluß gefunden. Nachdem
die beiden erſten Einzelſpiele von den Engländern, das
Doppelſpiel von den Auſtraliern gewonnen worden
waren, glückte es dem vorzüglichen Engländer Parko,
eines der weiteren Einzelſpiele zu gewinnen. Er ſchlug
Heath 62, 64, 64. Das gleiche Skore erzielte der
Auſtralier Brookes gegen Dixon. Das engliſche Team
ſiegte danach mit 9 Sets 86 Spielen gegen 8 Sets und 84=
Spiele der Auſtralier.

Gewinnanszug
der
1. Drenßiſch-Küddentſchen
(227. Königlich Trenßiſchen) Klaſſeulotterie
5. Klaſſe 20. Ziehungstag 2. Dezember 1912

Auf jede gezogene Nummer ſind zwei gleich hohe Gewinne
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen 1 und II.

(Ohne Gewähr A. St.=A. f. B.)
(Nachdruck verboten)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
2 Prämien zu 300000 und 1000 Mk. 78089
2 Gewinne zu 60000 Mk. 17816
6 Gewinne zu 5000 Mk. 26954 70526 172888
28 Gewinne zu 3000 Mk. 5439 37636 74329 83845
84032 96424 106240 124798 137065 144178 146916
158186 177978 189871
52 Gewinne zu 1000 Mk. 1413 4257 19390
23954 50126 56132 66462 68944 80733 80880 83514
91522 117289 119795 121401 129310 131995 139581
142779 153011 184912 189861 193270 195941 199760
202694
94 Gewinne zu 500 Mk. 17242 33966 43903 47978
64557 55921 61725 65792 70642 78157 86090 88378
96018 97298 100931 104521 106204 107808 109475
111082 113407 117452 120545 121369 125688 128336
130754 131682 134747 137364 142265 143578 145145
148445 148794 150102 162903 155826 156589 164786
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Muſikaliſche und deklamatoriſche Darbietungen.
Mitwirkende: Frl. Weinmann, Frl. J. Hoffmann, Frl. Lage=
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Tee=Karten à 25 Pfg. bittet man bis ſpäteſtens 6. Dezember
bei dem Hausverwalter Göriſch (Kiesſtraße 17) löſen zu wollen.
Für den Vorſtand:
Vogel, Pfarrer.
Gartenbauverein Darmstadt.
Monatsversammlung
Donnerstag, 5. Dezember, abends 8 Uhr,
im Kaiſerſaal (Grafenſtraße 18).
1. Geſchäftliche Mitteilungen. 2. Lichtbildervortrag des Herrn
Prof. Völsing über: Naturſchutzparkbewegung in Deutſchland.
Zu zahlreichem Beſuche werden unſere verehrlichen Mitglieder
hiermit freundlichſt eingeladen. Auch Nichtmitglieder ſind willkommen.
Für die Gratisverloſung gelten die üblichen Beſtimmungen.
Der Vorstand.
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am Mittwoch, den 11. Dezember, abends 8¼ Uhr,
im Saale der Landesbaugewerkſchule, Neckarſtr. 3.
Mitglieder haben gegen Vorzeigung ihrer Mitgliedskarte freien
Zutritt. Karten für einzuführende Gäſte können von den Mitgliedern
im Büro des I. Schriftführers, Herrn Rechtsanwalt Städel, Wald=
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ſtraße 15, in Empfang genommen werden.
Einladung.
Derinternationale Vergnügungsklub Frankfurta. 11.
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verbunden mit Tanzkränzchen, Blumen-Polonaise und
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[ ][  ]

Handel und Verkehr.

Die Großbanken über die Lage.
Die neueſten Wochenberichte der Berliner Großbanken
erörtern wieder eingehend die politiſche Lage; ſie kommen
hierbei ſämtlich zu beruhigenden Schlüſſen, heben aber
tauch die Möglichkeit neuer unliebſamer Ueberraſchungen
hervor und ermahnen deshalb zur Vorſicht. Auch die
Geldverhältniſſe bilden den Gegenſtand längerer
Betrachtungen. So weiſt der Schaafhauſenſche
Bankverein darauf hin, daß die allgemeine Zurück=
haltung
vom Börſengeſchäft durch die Geldmarktlage noch
verſchärft worden iſt. Der Geldumſchlag zum Ultimo iſt
in dieſem Monat enorm geweſen. Da wir aber über
einen ſo potenten Geldmarkt mit ſo vielen und reichlich
fließenden Geldquellen wie die beiden Weſtplätze nicht
verfügen und unſer heimiſcher Markt ſeit Monaten in der
Hauptſache auf ſich ſelbſt angewieſen iſt, ſo iſt
es naheliegend, daß bei dem geſteigerten Umſchlag zur
Befriedigung des Bedarfs die Mittel der zentralen Geld=
quelle
herangezogen werden mußten, und daß dieſer Rück=
griff
um ſo früher und intenſiver erfolgen mußte, als bei
uns ſeit Jahren mit einer ungleich ſtärkeren Inan=
ſpruchnahme
des Kapitalmarktes durch
die Induſtrie und ferner mit einem an ſich ſchon un=
günſtigeren
Verhältnis von mobilem und immobilem
Kapital zu rechnen iſt. Da die Reichsbank zurzeit außer=
gewöhnlich
ſtark in Anſpruch genommen wird, ſo ſteht zu
erwarten, daß das Inſtitut mit einem für dieſe Zeit bis=
her
ungekannten Betrag in die Notenſteuer hineingerät.
Es ſteht auch zu erwarten, daß nach dem Ultimo eine
gewiſſe Entſpannung eintritt; und auch die An=
nahme
dürfte berechtigt ſein, daß größere Anſprüche, die
ſonſt erſt zum Schluſſe des Jahres an den Geldmarkt her=
antreten
, diesmal vorſorglicherweiſe ſchon jetzt befriedigt
worden ſind. Aber auf eine Erleichterung der Zinsſätze
iſt für den kommenden Monat kaum zu hoffen.
Die Darmſtädter Bank bezeichnet es als un=
begreiflich
, daß politiſche Unruhen in manchen Kreiſen
immer noch die Vorſtellung hervorrufen, daß das Geld
im Kaſten zu Hauſe ſicherer ſei, als in den
Treſors der Kaſſen oder Geldinſtitute. Mit einer politi=
ſchen
Entſpannung dürfte wohl auch eine Erleichterung
des Geldmarktes Hand in Hand gehen. Natürlich wer=
den
wir, wie alljährlich, im Ultimo Dezember teure Sätze
haben. Die Taxen, die aber von manchen Seiten heute
ſchon in die Welt geſetzt werden, dürften wohl nur Ge=
bilde
der Phantaſie bleiben. Bezeichnend iſt es jedenfalls,
daß der Geldſatz in England eine merkliche Erleichterung
zeigt und daß der Kurs der engliſchen Konſols in der
vergangenen Woche ſich in ſteigender Richtung bewegte.
Die Deutſche Bank und die Berliner Han=
delsgeſellſchaft
verweiſen auch auf die weiter
günſtige induſtrielle Lage: Die Erhöhung der Träger=
preiſe
ſeitens des Stahlwerksverbandes ſei als ein Zei=

chen dafür anzuſehen, daß die Leitung des Verbandes die
weitere Entwickelung günſtig beurteile. Auch die Lage
des Kohlenmarktes ſei außerordentlich günſtig,
und man hoffe in beteiligten Kreiſen, daß dieſe günſtigen
Verhältniſſe andauern und den Zechen gute Gewinne
ſichern werden. Die Darmſtädter Bank erinnert aber mit
Recht daran, daß es, wenn nicht bald klare Verhältniſſe
geſchaffen werden oder die Friedensausſichten ſich meh=
ren
, nicht ausbleiben wird, daß allgemeine Nervoſität
das Wirtſchaftsleben ſtärker beeinflußt und daß im Fort=
gange
der Konjunktur zum mindeſten eine Stockung ein=
tritt
.

Landwirtſchaftliches.

Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 26. November bis 2. Dezember.
Erwies ſich zu Beginn der Berichtswoche die Politik
als preisſtützender Faktor, ſo waren es im weiteren Ver=
laufe
die argentiniſchen Wetterberichte, die der Tendenz
des Weltweizenmarktes zeitweiſe einen feſten Anſtrich
gaben. In den nördlichen Gebieten Argentiniens, wo
man jetzt ſchönes Weter für die Ernte braucht, wurde in
der letzten Woche wieder viel über Regen geklagt; ſtellen=
weiſe
ſollen die übermäßigen Niederſchläge ſogar ſchon
einigen Schaden verurſacht haben. Die Folge davon
war, daß die argentiniſchen Exporteure etwas mehr
Zurückhaltung bekundeten und daß die amerikaniſchen
und engliſchen Märkte daraufhin wiederholt ihre Kurſe
erhöhten, um aber ſtets wieder abzuflauen, ſobald die
Wetterberichte vom La Plata günſtiger lauteten. Ruß=
lands
Getreideausfuhr zeigte weſentlich kleinere Ziffern
als in der Vorwoche, und die Weltverſchiffungen ſind
daher von 450000 Tonnen auf 297000 Tonnen zurück=
gegangen
. In Deutſchland ließ das Weizengeſchäft auch
in der Berichtswoche wieder viel zu wünſchen übrig, denn
die inländiſchen Qualitäten eignen ſich nicht zum Export
und ſind daher auf den Abſatz an die Mühlen angewie=
ſen
, die aber ſehr ſchlechte Preiſe bieten. Im Liefer=
ungsgeſchäfte
wurde vielfach Dezember im Tauſch gegen
Mai abgegeben, doch machte ſich zum Schluß im Hinblick
auf den Mangel an lieferfähigem Material auch mehrfach
Deckungsbegehr geltend. Für Roggen, der weiter mäßig
angeboten blieb, zeigte ſich an der Küſte ab und zu Be=
gehr
, auch die Mühlen traten als Käufer auf, ſo daß die
Preiſe ſich verhältnismäßig gut zu behaupten vermochten.
Für Lieferungszwecke ſteht bisher wenig Material zur
Verfügung, ſo daß auf größere Andienungen zunächſt
nicht zu rechnen iſt. Infolgedeſſen beſtand Deckungsbe=
gehr
, während Abgeber ſich vorſichtig verhielten. Im
Hafer fand ſtarkes Angebot von geringen Qualitäten
wenig Kaufluſt vor, ſo daß die Preiſe einen weiteren
Rückgang erfahren mußten. Im Anſchluß daran war
auch Lieferung gedrückt, obwohl die Forderungen für aus=
ländiſchen
Hafer keine Veränderungen aufwieſen. Auch
Braugerſte behielt weiter ſchleppenden Abſatz, da die Ver=
braucher
ſich für längere Zeit gedeckt haben und bei An=
ſchaffungen
nur feine Qualitaten berückſichtigen. Ruſſi=
ſche
Futtergerſte war auf Deckungen für Hamburger
Rechnung namentlich in ſchwimmender Ware ſehr feſt
und bis 5 Mark höher gehalten. Auch Mais war infolge
erhöhter argentiniſcher Forderungen in feſterer Haltung.
Es ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches Getreide wie
folgt:

Roggen
Weizen
Hafer
172
Königsberg.
172.
Danzig
167
191
172
Stettin .
168
200
173
Poſen
172
Breslau
199
169
174
199
Berlin
201
190
170
198
Magdeburg
199 (*1 ) 175
195
Halle .
194
194
Leipzig
171
197
170
Dresden.
191
168
169
Roſtock
202
190
176
Hamburg
194
176
Hannover
190
187
208
Düſſeldorf
190
Frankfurt a. M. 210
182½
200
190
Mannheim . . 211½(
182½
Straßburg . . 215
195
190
185
220
München
188

Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Dez. 204,50 (
Mai 209 ( 1), Peſt April 201,75 (2,20), Liverpool
März 163,60 (0 45), Chicago Dez. 130,40 (* 1,35),
Roggen: Berlin Dez. 175,75 (0,75), Mai 176,25
0,75), Hafer: Berlin Dez. 176,75 ( 2,50), Mai 175
0,75), Futtergerſte Südruſſ. frei Hamburg unverzollt
ſchwim. 136,50 (*4), Nov. 135,75 (* 2,25), Mais:

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109 ( 2) Mark.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
8 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 26. Nov.; dem Schriftſetzer Karl Emil
Franz Grünig, Viktoriaſtraße 98, ein S. Karl Wilhelm
Fritz. Am 24.: dem Kaufmann Friedrich Wilhelm
Hutzler, Mollerſtraße 43, eine T. Joſephine. Am 28.:
dem Schriftſetzer Johann Philipp Flach, Kahlert=
ſtraße
36, ein S. Philipp Heinrich. Dem Packer Johan=
nes
Werner, Kaupſtraße 7, eine T. Auguſte. Am 30.:
dem Kanalarbeiter Georg Adam Reuling, Liebfrauen=
ſtraße
75, ein S. Georg Konrad. Dem Schreiner Georg
König, Taunusſtraße 47, ein S. Friedrich. Am 29.:
dem Weißbinder Philipp Daab, Langegaſſe 21, eine T.
Gretchen. Dem Poſtillon Wilhelm Müller, Löffel=
gaſſe
27, eine T. Marie. Am 24.: dem Zahntechniker
Felix Paul Hermann Willy Fiedler, Kiesſtraße 18, eine
T. Luiſe. Am 25.: dem Schutzmann Ludwig Philipp,
Rundeturmſtraße 7, eine T. Emma. Am 27.: dem Fuhr=
mann
Nikolaus Veith, Sensfelder Weg 1, ein S. Jo=
hannes
. Am 30.: dem Kutſcher Johann Georg Proſi,
Feldbergſtraße 30, ein S. Eduard. Dem Bibliothekdiener
Leonhard Schäfer, Ruthsſtraße 15, eine T. Anna Eliſe
und ein S. Leonhard. Dem Bäckereibeſitzer Friedrich
Hufnagel, Karlſtraße 6, eine T. Ella Hertha.
Aufgebotene. Am 28. Nov.: Kaſſenbote Paul Her=
mann
Friedrich Müller, Swinemünde, mit Dienſtbote
Anna Marie Gaedke, Pinnow. Schloſſer Emil Karl
Georg Jakobi mit Dienſtmagd Anna Wagner, beide
in Peterweil. Bureaugehilfe Karl Joſeph Eduard
Arnold, Mannheim=Käferthal, mit Friederike Katha=
rina
Bader, Schwaigern. Am 29.: Reklamemaler
Richard Heinrich Finné, Frankfurt a. M., mit Luiſe
Schmelz, Wienersſtraße 83. Fabrikarbeiter Nikolaus
Krämer, Ginsheim, mit Dienſtmagd Katharine Wolf,
Bauſchheim. Bahnarbeiter Heinrich Heß, Weiterſtadt,
mit Katharina Funk, Griesheim. Metzger Paul Franz
Seifert, Rüſſelsheim, mit Katharina Meßer, Pfung=
ſtadt
. Vizewachtmeiſter Karl Katzmann, hier, mit
Geſchäftsführerin Margarete Marie Schul, Hattenrod.
Am 30.: Schloſſer und Inſtallateur Johann Konrad
Friedrich Auguſt Fink mit Büglerin Theres Schind=
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, beide hier. Terrazzo=Arbeiter Iſidoro Bonazza
mit Fene Marſilia Cecilia Bonenti, beide Griesheimer
Weg 3. Am 2. Dez.: Schloſſer Balthaſar Schmitt mit
Katharina Kaffenberger, beide in Bickenbach. Schloſſer
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Hermann Weber, Eckhardtſtraße 17, mit Kinder=
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Maria Ihrig, Lichtenbergſtraße 20. Kaufmann
Karl Ohnacker, Ludwigſtraße 1, mit Lina Sophiee Hill=
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Liebfrauenſtraße 50. Buchhalter bei dem ſtädt.
Vermeſſungsamt Adam Zepp, Marktplatz 10, mit
Maria Eliſabetha Bertha Becker, Marktplatz 10.
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, hier, mit Anna Weber in Koburg. Am 28.: Fri=
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Schneiderin in Pfungſtadt. Am 30.: Fabrikarbeiter Adam
Schuchmann mit Marie Fir, geb. Bieber, beide hier.
Bahnarbeiter Heinrich Maurer in Groß=Zimmern mit
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Schloſſer Johannes Haag, hier, mit Maria Heil in
Klein=Umſtadt. Oberbahnaſſiſtent Auguſt Ziſſel mit
Katharina Wolf, beide hier. Chauffeur=Monteur Karl
Preißer mit Roſina Amalie Törge, beide hier.
Diplom=Ingenieur Otto Stumpf in Bremen mit Anna
Zeh, hier. Kellner Rudolf Krecht mit Köchin Maria
Heilmann, beide hier.
Geſtorbene. Am 27. Nov.: Margarete Chriſtine
Brunken, T. des Magaziniers, 2 Monate, ev., Feld=
bergſtraße
69. Am 28.: Luiſe Molter, geb. Dörner,
Witwe des Gaſtwirts, 63 J., ev., Waldſtraße 54. Steuer=
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122. Marie Dorothea Geyer, geb. Berg,
Ehefrau des Kellners, 22 J., ev., Kahlertſtraße 51. Am
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