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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
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den Annoncen=Expeditionen. — Bei
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ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Kaiſer iſt geſtern vormittag in
Donau=
eſchingen eingetroffen.
Der Reichstag iſt geſtern wieder
zuſammen=
getreten.
Der Bundesratsausſchuß für auswärtige
Angelegenheiten wird am Donnerstag, den
28. November, zu einer Sitzung zuſammentreten.
Anter dem Vorſitz des Prinzen Heinrich von
Preußen hat geſtern vormittag die Verſammlung
der Wiſſenſchaftlichen Geſellſchaft für
Flugtechnik in Frankfurt ſtattgefunden.
Bei der Reichstagserſatzwahl in
Greiffen=
berg=Kammin wurde v. Flemming (konſ.)
ge=
wählt.
Eine in Berlin zum Zwecke der Gründung einer
natio=
nalen Volksverſicherung abgehaltene
Ver=
ſammlung beſchloß die Einſetzung eines ſtändigen
Ar=
beitsausſchuſſes.
Die Gräfin von Flandern, Mutter des Königs
von Belgien, iſt geſtern im 68. Lebensjahre
gee=
ſtorben.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Deſterreich=Ungarn und Rußland.
*⁎* Die Beziehungen zwiſchen den beiden
Klaiſerreichen ſtehen augenblicklich wieder im
Vor=
dergrunde des europäiſchen Intereſſes, denn man hegt
bekanntlich allgemein die Befürchtung, daß der
öſter=
reichiſch=ſerbiſche Konflikt zu einem ſochen zwiſchen
Oeſter=
reich=Ungarn und Rußland führen könne und daß die
beiderſeitigen Intereſſen auf dem Balkan, welche das
Ver=
hältnis beider Staaten ſchon ſo oft getrübt haben, in
einem Entſcheidungskampfe ausgetragen werden könnten,
der noch weitere Kreiſe ziehen würde.
Dieſe Balkanintereſſen waren es, wie geſagt, ſchon
immer, welche die öſterreichiſch=ruſſiſchen Beziehungen
nicht herzlicher geſtalten ließen. Erſt als nach dem
An=
trittsbeſuche des Zarenpaares in Wien Kaiſer Franz
Joſef im April 1897 in Petersburg erſchienen war, wurde
das Verhältnis wärmer, und es kam zu einer vollen
Ver=
ſtändigung, die nicht nur der äußeren Politik beider
Län=
der, ſondern auch der Erhaltung des europäiſchen
Frie=
dens förderlich geweſen iſt und insbeſondere dazu diente,
die Ruhe am Balkan aufrechtzuerhalten. Dieſes
Einver=
nehmen hielt eine Reihe von Jahren an, es führte ſpäter,
im Oktober 1903, zum Mürzſteger Abkommen, das die
Reformaktion in der Türkei einleitete und die übrigen
Mächte in dem aktiven Anteil an der Balkanpolitik ſo
ziemlich ausſchaltete. Als Rußland durch die inneren
Wirren und den oſtaſiatiſchen Krieg genötigt war, ſich in
ſeiner internationalen Politik, beſonders auch im nahen
Orient, Zurückhaltung aufzuerlegen, nahm Oeſterreich=
Ungarn die europäiſchen Balkan=Intereſſen allein wahr,
und man kann ihm die Anerkennung nicht verſagen, daß
es ſich größter Selbſtloſigkeit befleißigte. Das
Zaren=
reich kam dann wieder in die Lage, tätigen Anteil an der
Balkanpolitik zu nehmen, und ſein gutes Verhältnis zu
Oeſterreich wurde erſt wieder getrübt, als deſſen Projekt
der Sandſchakbahn auftauchte und bald darauf die
An=
nektion Bosniens erfolgte. Dieſer Schritt rief in
Peters=
burg gewaltige Erregung hervor, und als Serbien gegen
den Kaiſerſtaat an der Donau Front machte, da zeigte
man an der Newa nicht übel Luſt, mit dem Brüderchen
in Belgrad ſich ſolidariſch zu erklären, was bekanntlich
durch den Hinweis Deutſchlands in Petersburg auf unſere
Bündnispflicht gegenüber Oeſterreich=Ungarn verhindert
wurde. Die Lage war damals wohl noch kritiſcher als
heute, der Krieg mit Serbien ſchien unvermeidlich, und
mit der Parteinahme Rußlands wurde feſt gerechnet.
Daß trotzdem der Friede gewahrt blieb, läßt die
Hoff=
nung zu, es werde auch jetzt nicht zum Aeußerſten
kom=
men und eine Verſtändigung möglich ſein.
Die öſterreichiſch=ruſſiſchen
Beziehun=
gen hatten aber doch einen breiten Riß erhalten, und
wenn man ſich in Petersburg auch nach langem
Wider=
ſtreben in die vollzogene Tatſache hatte fügen müſſen,
ſo wurde der diplomatiſche Feldzug fortgeſetzt, was in
kritiſchen Situationen leicht zu gefährlichen
Verwickelun=
gen hätte führen können. Erſt im Frühjahr 1910 wurde
das Kriegsbeil völlig begraben und eine
Wiederannähe=
rung vollzogen, bei welcher konſtatiert wurde, daß in den
Balkanangelegenheiten hinſichtlich der politiſchen
Grund=
ſätze zwiſchen beiden Staaten völlige Uebereinſtimmung
beſtehe. Trotzdem waren ſeitdem die Beziehungen
weni=
ger herzlich als korrekt, was für die gegenwärtige
Si=
tuation nicht ohne Bedeutung iſt, denn es erleichtert der
Großfürſtenpartei das Spiel, den friedliebenden Zaren
zu ſchwerwiegenden Entſchlüſſen zu drängen, die
unab=
ſehbare Folgen haben müßten.
Aus Petersburg wird gemeldet: Autoritative Kreiſe
weiſen die Behauptungen eines Teiles der
weſteuropäi=
ſchen Preſſe zurück, die Rußland kriegeriſche
Abſichten zuſchreiben. Ebenſo beſtreiten dieſe Kreiſe,
daß die öſterreichiſch=ruſſiſchen
Beziehun=
gen ſich irgendwie verſchlechtert hätten. Die ruſſiſche
Regierung bleibe bei dem Glauben, daß eine friedliche
Löſung des Konfliktes zwiſchen Oeſterreich und Serbien
zu finden wäre, wenn der Balkankrieg beendet ſei,
wo=
durch die Großmächte einen klaren Ausgangspunkt für
Verhandlungen beſitzen würden. Saſonow ſei von
die=
ſer Meinung, die auch die höchſten Kreiſe teilten, nie
ab=
gewichen. Meinungsverſchiedenheiten zwiſchen dieſen
Kreiſen und dem Miniſter beſtanden nie.
Das ruſſiſche Miniſterium des Aeußern
erklärt: Die in auswärtigen Blättern verbreiteten
Ge=
rüchte über feindſelige Abſichten Rußlands
gegen die Nachbarſtaaten und über angeblich
zu dieſem Zweck gemachte militäriſche Vorbereitungen
entbehren jeglicher Begründung.
Die Weſtminſter Gazette ſchreibt: Es iſt eine wilde
Abſurdität, daß wir wegen der Frage, wie Serbien den
Zutritt zum Meer erlangt, die Möglichkeit ins Auge
faſ=
ſen ſollten, daß Rußland in einen Konflikt mit
Oeſterreich geraten und daß Oeſterreich Deutſchland
und Italien, Rußland dagegen Frankreich und England
mit in den Konflikt hineinziehen würde. Der Inſtinkt
ſagt uns, daß die Welt nicht ſo verrückt iſt. Wir ſind
jeden=
falls nicht verpflichtet, die ſerbiſchen Anſprüche zur
Par=
teifrage zwiſchen dem Dreibund und der Tripleentente zu
machen. Das Blatt fährt fort: Wenn der Balkandund
gutem Rate zugänglich iſt, wird er möglichſt ſchnell auf
der gegenwärtigen Baſis Frieden ſchließen. Für die
Verbündeten, ſowie für die Mächte iſt die einzig ſichere
Linie, alle rein europäiſchen Fragen bis nach dem
Frie=
densſchluß zu vertagen.
Frankreich und das deutſche Pulver.
* Es iſt eine eigenartige Ironie der Geſchichte, daß,
wie der Korreſpondenz Heer und Politik aus Paris
ge=
ſchrieben wird, dasſelbe Frankreich, das ſich vor einigen
Tagen aus Anlaß der türkiſchen Niederlagen in Tadel
und Spott über deutſche Waffen und deutſches Pulver
gar nicht genug tun konnte, vor ganz kurzer Zeit ſelhſt
den heißen Wunſch hatte, dasſelbe „ſchlechte” Pulver aus
Deutſchland zu beziehen. Es iſt eine unumſtößliche
Tat=
ſache, daß ſich Frankreich in dieſen letzten Wochen, als
ſich die vollſtändige Wertloſigkeit gerade des franzöſiſchen
Pulvers herausſtellte und dieſe Tatſache eine wahre Panik
in den führenden militäriſchen Kreiſen hervorrief, an
mehrere deutſche Fabriken wandte, um feſtzuſtellen, ob
vielleicht deutſche Fabriken geneigt wären, die
Pulverliefe=
rung für das franzöſiſche Heer und die franzöſiſche
Ma=
rine zu übernehmen. Natürlich wurden die erſten
ſchüch=
ternen Verſuche durch ganz unverbindliche Unterhändler
eingeleitet, denn man wollte ſich doch nicht offiziell in
die unangenehme Lage verſetzen, ſich einen rieſengroßen
Korb zu holen, der gerade jetzt Frankreich nicht zur
be=
ſonderen Ehre gereicht hätte. Der Schritt iſt überhrupt
Frankreich ſicherlich ſehr ſchwer gefallen, aber daraus,
daß er doch gewagt wurde, kann man erkennen, in
welcher Notlage ſich Frankreich mit ſeinen vielgerühmten
Creuzot=Schneider=Geſchützen befindet, die ohne Pulver
eine recht ſtumpfe Waffe ſind.
Selbſtverſtändlich wurde das franzöſiſche
Kaufange=
bot von den deutſchen Firmen rundweg abgelehnt, ſo daß
die Franzoſen nicht in die Verlegenheit kamen, durch
per=
ſönliche Verſuche ihre jüngſt geäußerten Urteile über das
deutſche Pulver einer Reviſion unterziehen zu müſſen.
Man wird ſich an dieſe Tatſache aber um ſo eher erinnern
müſſen, als auch die France Militaire bald bei Beginn
des Balkankrieges in gehäſſigen Worten die deutſche
„Schundware” nämlich das deutſche Pulver, tadelte. In
dem fehlgeſchlagenen Verſuch, deutſches Pulver zu
erhal=
ten, kann man übrigens ohne viel Mühe den Grund für
die große Hetze erblicken, die in Frankreich während des
Balkankrieges gegen die deutſchen Waffen zum Ausdruck
kam: Es waren die ſauren Trauben, die zu hoch hingen.
Nachdem der Verſuch, Pulver in Deutſchland zu kaufen,
fehlgeſchlagen war, wandte ſich die franzöſiſche Heeres=
und Marineverwaltung übrigens an italieniſche und
eng=
liſche Pulverfabriken, und anſcheinend mit mehr Glück.
Es ſollen große Abſchlüſſe auf brauchbares Pulver mit
ſchnellſten Lieferungsterminen gemacht worden ſein, ſo
daß in abſehbarer Zeit Frankreich wieder über
brauch=
bares Pulver verfügen dürfte. Die Verwendung des
be=
rüchtigten B=Pulvers, das ſich am unbrauchbarſten
er=
wieſen hat, iſt völlig unterſagt.
Deutſches Reich.
— Der Bundesratsausſchuß für
aus=
wärtige Angelegenheiten wird am
Donners=
tag, den 28. November, zu einer Sitzung zuſammentreten,
um wie in früheren Jahren Mitteilungen über die Frage
der auswärtigen Politik entgegenzunehmen. Der
Zu=
ſammentritt des Bundesratsausſchuſſes kommt nicht über‟
raſchend. Er iſt in den letzten Jahren beinahe
regel=
mäßig vor dem Beginn der Reichstagsſeſſion einberufen
worden.
— Bei der Reichstagserſatzwahl in
Greiffenberg=Kammin für den verſtorbenen
kon=
ſervativen Abgeordneten von Normann wurde v.
Flem=
ming=Baſſenthin (konſ.) mit 9699 Stimmen gewählt gegen
Hauptmann a. D. v. Puttkamer (natlib.), der 3066
Stim=
men, und Geſchäftsführer Meyer=Stettin (Soz.), der 762
Stimmen erhielt. Ein Bezirk ſteht noch aus. Bei der
Hauptwahl im Januar dieſes Jahres erhielt v. Normann
10 274, der Nationalliberale 4165 und der Sozialdemokrat
1183 Stimmen.
— Gründung einer nationalen
Volks=
verſicherung. Zur Beratung der Frage, betreffend
Gründung einer nationalen Volksverſicherung, fand, wie
ſchon kurz gemeldet, unter Vorſitz des Staatsminiſters
v. Möller im Landeshauſe der Provinz Brandenburg in
Berlin am Montag eine Verſammlung ſtatt, zu der 33
Vertreter der Reichsregierung, der Regierungen der
Bun=
desſtaaten, ſowie etwa 80 Delegierte wirtſchaftlicher
Kör=
perſchaften und eine Anzahl Abgeordneter des
Reichs=
tages und des preußiſchen Abgeordnetenhauſes aller
bür=
gerlichen Parteien erſchienen waren.
Der Vorſitzende eröffnete die Verſammlung mit einer
kurzen Anſprache, in der er hervorhob, daß es ſich
ledig=
lich um eine rein ſachliche Erörterung der Frage handle,
ob und wie eine nationale Volksverſicherung zu ſchaffen
ſei Als einen großen Irrtum bezeichnete er die
Auf=
faſſung, welche in der Preſſe hervorgetreten ſei, als ob
in der heutigen Verſammlung eine einſeitige Parteinahme
für eine öffentlich=rechtliche Verſicherung beabſichtigt ſei.
Ein Teil der Eingeladenen halte dieſe Form für die
rich=
tige, ein anderer Teil der Erſchienenen lehne dieſe Form
ab und ſtehe auf dem Boden der privaten Verſicherung.
In regem Meinungsaustauſch ſolle unter Wayrung
ab=
ſoluter Neutralität eine Klärung der Frage herbeigeführt
werden. Generallandſchaftsdirektor Kapp nahm dann das
Wort zu einem rein objektiven Referat über die
Geſichts=
punkte welche bei der Ausgeſtaltung einer nationalen
Volksverſicherung verwirklicht werden müſſen, wenn
letz=
tere ihre Ziele zum wirklichen Wohle der breiten
Volks=
maſſen erreichen wolle. Im Anſchluß an dieſes Referat
nahm dann eine Anzahl Herren der verſchiedenen
poli=
tiſchen Richtungen das Wort, unter denen die Vertreter
von Gewerkſchaften und anderen Arbeiteroragniſationen
überwogen. Ein Vertreter der privaten
Lebensverſiche=
rungsgeſellchaften machte näbere Mitteilungen über die
erfolgte Bildung einer gemeinnützigen
Volksverſiche=
rungsanſtalt durch 26 pripate Verſicherungsgeſellſchaften.
Nach mehrſtündiger lebhafter Debatte, bei der jeder
Standpunkt voll zum Ausdruck kam, beſchloß man, einen
ſtändigen Arbeitsausſchuß einzuſetzen, welcher die
Ange=
legenheit weiter verfolgen ſoll.
Ausland.
Italien.
Die Kammer wird nunmehr ihre Beratungen
wieder aufnehmen. Die erſte Sitzung wird den Anlaß
zu einer großen Ovation für das Kabinett geben, da in
dieſer der Friedensvertrag zwiſchen Italien und der
Türkei vorgelegt werden wird.
Frankreich.
Die Erhaltung der Kirchen. In der Kammer
führte bei der Fortſetzung der Diskuſſion des Budgets
des Miniſteriums des Innern der Nationaliſt Maurice
Barrés lebhafte Klage über den Verfall der Kirchen. Der
Redner führte aus, daß zahlreiche Gemeinden nicht üler
die Mittel verfügen zur Erhaltung der Kirchen, daß
andere Gemeinden aber direkt ablehnten, ſich für die
Er=
haltung der Kirchen zu intereſſieren. Der Staat habe die
Pflicht, einzugreifen, und er werde ſchließlich zu einem
Einvernehmen mit Rom gedrängt werden, um die
Kir=
chen zu erhalten, die ein moraliſches Gut der Nation
dar=
ſtellten. Der Miniſter des Innern Steeg erkannte an,
daß es im allgemeinen Intereſſe liege, diejenigen Kirchen
zu erhalten, welche hiſtoriſchen oder künſtleriſchen
Charak=
ter beſitzen. Die Regierung werde in dieſer Beziehung
wie bisher für deren Erhaltung ſorgen. Der Staat könne
aber für die übrigen Kirchen keinerlei Verpflichtung
über=
nehmen, denn nach dem Trennungsgeſetz gehörten ſie den
Gemeinden, und der Staat habe kein Recht, einzugreifen.
Die Kammer ſtimmte dieſen Erklärungen des Miniſters
mit großer Mehrheit zu.
England.
Zwei neue Rieſenſchlachtſchiffe. Die
engliſche Admiralität hat zwei neue Rieſenſchlachtſchiffe
bei Fairfield Company und John Brown auf dem Clyde
in Auftrag gegeben. Die beiden Schiffe ſind die teuerſten
der Welt. Sie haben eine Waſſerverdrängung von 27000
Tonnen und Turbinen, die 60000 Pferdekräfte entwickeln.
Rußland.
Das kleine Schiffbauprogramm. Das
Marineminiſterium wird in der Reichsduma einen
Geſetz=
entwurf einbringen, betreffend die Bewilligung ſolgender
Kredite für 1913 auf Grund des Geſetzes des
ſogenann=
ten kleinen Schiffbauprogramms: 103 Millionen Rubel
für Schiffbauten, 47 Millionen für Bewaffnungszwecke,
29 Millionen für Hafenausbauten und 26 Millionen für
die Indienſthaltung der Schiffe.
Gegen die deutſche Fleiſcheinfuhr.
Die Fleiſchbörſe von Moskau erläßt eine Erklärung, worin
die Regierung aufgefordert wird, die Ausfuhr zu
ver=
hieten, weil angeſichts der Knappheit an Fleiſch dieſe
Ausfuhr zu einer ſtarken Preisſteigerung in Rußland
ſel=
ber führen muß. In einer Aufſtellung der Torg=Promiſchl.
Gaſetg wird überdies berechnet, daß die Viehzüchter in
Südrußland durch den Verkauf des Fleiſches für ruſſiſchen
Lokalbedarf 3 Prozent, durch den Verkauf nach
Deutſch=
land aber 15 Prozent Verzinſung ihrer aufgewendeten
Kapitalien verdienen. Man könne ſich daher denken, daß
die Viehhändler gerne ausführen, und daß in Rußland
durch die Ausfuhr die Preiſe ſteigen müßten.
China.
Die mongoliſche Frage. In der letzten
Sitzung der chineſiſchen Nationalverſammlung wurde
mit 74 gegen 2 Stimmen der frühere Geſandte in
Peters=
burg, Lutſchenſjang, als Miniſter des Auswärtigen
be=
ſſtätigt. Die Wahl war auf ihn gefallen, weil man
an=
nimmt, daß er die ruſſiſchen Verhältniſſe genau kennt.
Es fand dann eine geheime Sitzung der Verſammlung
ſtatt. Aus dieſer Sitzung teilen die Blätter mit, es ſeien
folgende Beſchlüſſe gefaßt worden: Fortſetzung der
Ver=
handlungen mit dem ruſſiſchen Geſandten in Peking und
durch den chineſiſchen Geſandten in Petersburg, ſofortige
Entſendung von Truppen nach jenen Teilen der Mongolei,
die nicht durch den ruſſiſch=mongoliſchen Vertrag betroffen
ſind. Die Expedition nach Urga ſelber ſoll auf
Inter=
vention der Mächte vorderhand nicht ausgeführt werden.
Der Generalſtab arbeitet einen Kriegsplan nicht nur für
die Kriegführung gegen die äußere Mongolei, ſondern
auch gegen Rußland aus. — Die Antworten der
Gouver=
meure an die Regierung, die ihre Meinung wegen der
mongoliſchen Frage eingefordert hatte, lauten alle in dem
Sinne, daß ein bewaffneter Entſcheid notwendig
gewor=
den ſei. Der Gouverneur von Zizikar bezeichnet den
ruſ=
ſiſch=mongoliſchen Vertrag als einen ungeſetzlichen Akt
ſeitens Rußlands. Er verlangt, daß der Krieg erklärt
werde, ſobald Rußland der chineſiſchen Strafexpedition
gegen Urga entgegentrete.
* München, 25. Nov. Im
Staatsminiſte=
rium des Königlichen Hauſes und des
Aeußern wurde mit Wirkſamkeit vom 1. Dezember
912 ab ein Preſſebureau eingerichtet, mit deſſen
Leitung der Preſſereferent dieſes Miniſteriums,
Lega=
tionsrat v. Stockhammern betraut wird. Hiermit iſt eine
Stelle geſchaffen, die künftig die amtlichen Beziehungen
der Staatsregierung zu der am 1. Januar 1913
erſcheinen=
den Bayeriſchen Staatszeitung vermitteln ſoll.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 27. November.
Gegen die Fleiſchtenerung.
D In Ausführung der gegen die Fleiſchteuerung
be=
ſchloſſenen Maßnahmen hat der Oberbürgermeiſter
an ſämtliche Pächter ſtädtiſcher Gartengrundſtücke und an
die lokalen Beamten=, Handwerker= und Arbeiter=Vereine
folgendes Rundſchreiben ergehen laſſen:
Die Fleiſchpreiſe halten ſich in ungewöhnlicher Höhe.
Minderbemittelten fällt es ſehr ſchwer, den Bedarf ihrer
Familie an Fleiſchnahrung zu decken. Angeſichts dieſer
Notlage haben ſich zwar das Reich, die
Landesregierun=
gen und zahlreiche Stadtverwaltungen veranlaßt geſehen,
Maßnahmen zu ergreifen, die, ohne Beeinträchtigung der
augenblicklichen Wirtſchaftspolitik des Reiches und unter
möglichſter Schonung des Metzgergewerbes Linderung
bringen ſollen. Der Wert dieſer Maßnahmen kommt aber
nur dann zur vollen Geltung, wenn die
Bevölker=
ung ſelbſt im Kampfe gegen die
Fleiſch=
teuerung mithilft. Das geſchieht einmal dadurch,
daß die burgerliche Küche mehr und mannigfaltiger
wie bisher auch von den Innenteilen der Schlachttiere
Gebrauch macht, daß man ſich daran gewöhnt, den
Küchen=
zettel hier und da einmal auch ohne Hinzunahme von
Fleiſchkoſt zuſammenzuſtellen, daß man den billigeren
Fiſchverbrauch ſteigert und endlich das Verhältnis
zwi=
ſchen Fleiſchangebot und Nachfrage noch dadurch günſtiger
geſtaltet, daß neben den üblichen Schlachttieren auch das
nützliche Kaninchen in größerem Maße der
Volksernährung dienſtbar gemacht wird.
Es gibt Länder, in denen Kaninchenfleiſch ſchon längſt
Volksnahrung geworden iſt. Beiſpielsweiſe iſt in
Belgien und Frankreich die Kaninchenzucht ſehr verbreitet.
In den Markthallen von London, Paris, Brüſſel,
Ant=
werpen, Bordeaux u. a. findet man ſtets Kaninchen lebend
und ausgeſchlachtet zum Verkauf geſtellt. In Deutſchland
geht’s mit der Nutzbarmachung des Tieres langſamer
vor=
in. Trotzdem iſt es in den letzten Jahren auch bei uns
in dieſer Beziehung anders geworden. Die Behörden
erkennen mehr und mehr den
volkswirt=
ſchaftlichen Wert der Kaninchenzucht an.
Zuerſt war es das bayeriſche Staatsminiſterium, das im
Herbſt 1910 die weiteſtgehende Einführung der
Kaninchen=
zucht unter der Arbeiterbevölkerung empfahl. Im
Som=
mer 1911 erließ der preußiſche Eiſenbahnminiſter eine
Verfügung, in der die Eiſenbahnbeamten und=
Bedienſte=
ten auf die weſentlichen Vorteile einer rationellen
Kanin=
chenzucht hingewieſen wurden. Erwähnenswert ſind auch
die ſtaatlichen Unterſtützungen, die in Sachſen, Bayern,
Brandenburg, Weſtfalen und Rheinland, Heſſen,
Würt=
temberg uſw. jährlich bewilligt werden. Dieſe tatkräftige
Befürwortung iſt ſchon gerechtfertigt durch einen Blick in
die nachſtehende, vom Leiter des Bakteriologiſchen
In=
ſtituts der Landwirtſchaftskammer für die Provinz
Sachſen, in Halle a. S., Dr. Raebiger, aufgeſtellte amtliche
Analyſe:
Rindfleiſch 75,80 % Waſſer, 24,20 % feſte Beſtandteile
40 15
Kaninchenfleiſch 59,85
31,62
Hühnerfleiſch 68,38
24,61
75,39 0
Kalbfleiſch
Schweinefleiſch 72,89% „ 27,11 % „
Feſte Beſtandteile bedeuten Nährwerte. Das
Ka=
ninchenfleiſch iſt alſounter den
aufgeführ=
ten Fleiſchſorten das bedeutend
nahrhaf=
tere. Die Zucht läßt an Ergiebigkeit nichts zu wünſchen
übrig. Eine Häſin bringt im Laufe eines Jahres zwei
bis drei Würfe von jedesmal ſechs bis acht Jungen. Die
Tiere können ein Gewicht von durchſchnittlich 10 bis 16
Pfund erreichen. Aber nicht allein das Fleiſch iſt
wert=
voll, auch das Fell bringt einen nicht zu
unterſchätzenden Nutzen. Es kann zur
Herſtel=
lung ſchöner Pelze und zum Ausfüttern warmer
Winter=
ſachen benutzt werden — von Fellzurichtungsſtellen und
Kürſchnern wird es immer gekauft —, es läßt ſich auch zu
Schuhleder verarbeiten. Nach einem in der Fachzeitung
Der Ledermarkt abgedruckten Gutachten iſt das Leder,
aus Kaninchenfell hergeſtellt, überaus haltbar; aus ihm
verfertigte Straßenſchuhe tragen ſich ſehr gut.
Bei all ſeiner Nützlichkeit iſt das
Ka=
ninchen, was Stallung und Futter
anbe=
langt, ſehr anſpruchslos. Wer ein Gärtchen oder
auch ein Stückchen Hof, an das Luft und Licht kommt, zur
Verfügung hat, kann mit der Zucht beginnen. Gute
Zucht=
tiere ſind verhältnismäßig ſehr billig zu haben. Aus
einer alten Kiſte läßt ſich mit Leichtigkeit ein Stall
zurecht=
zimmern. Wenn es gegen das Eindringen von Regen
und Sturm geſchützt wird, gedeiht das Kaninchen darin
ſehr gut, auchbei der größten Kälte. Zum Füt=
tern laſſen ſich Erzeugniſſe des Gartens und des Feldes:
ſüßes Gras, Klee, Luzerne, Knollengewächſe, Rüben,
Kar=
toffeln, Möhren uſw., auch Küchenabfälle, die überall
vorhanden ſind und meiſtens, als nutzlos, in die
Keh=
richtgefäße wandern, verwenden.
Wegen ſeiner Anſpruchsloſigkeit iſt
das Kaninchen wie kein anderes Haus= und
Nutztier ur Aufzucht durch
Minderbemit=
telte (Arbeiter, Handwerker, Beamte mit
kleinem Einkommen uſw.) geeignet.
Ange=
ichts der Fleiſchteuerung erachte ich es deswegen für
meine Pflicht, vornehmlich dieſe Kreiſe auf die
Nützlich=
keit des Tieres hinzuweiſen und ihnen zu empfehlen,
wann und wo es irgendwie nur angeht, einen Verſuch mit
ſeiner Zucht zu machen. Uebrigens hat ſich auch der
Vor=
ſitzende des Landesverbandes Heſſiſcher Kaninchenzüchter,
Herr Wagenmeiſter Ludwig Steinbrecher, Darmſtadt,
Lichtenbergſtraße Nr. 85, in dankenswerter Weiſe bereit
erklärt, in bezug auf die Kaninchenzucht gewünſchte
Aus=
kunft gerne zu erteilen und bei der erſten Einrichtung der
Zucht, namentlich bei Beſchaffung der Zuchttiere, mit
ſei=
nem Rate zur Verfügung zu ſtehen. An ihn, empfehle ich
den Intereſſenten, ſich zu wenden.
* Vom Hofe. Die Großherzoglichen Herrſchaften,
ſowie Prinz und Prinzeſſin Heinrich von Preußen
beſuchten am Sonntag vormittag den Gottesdienſt in der
Hofkirche. — Regierungspräſident i. P. von Oertzen nahm.
am Sonntag an der Abendtafel im Neuen Palais teil
Prinz Heinrich von Preußen beſuchte vorgeſtern
vor=
mittag und nachmittag den Golfplatz am Böllenfalltor
Die Abreiſe des Prinzen Heinrich erfolgte geſtern
vor=
mittag 730 Uhr in Begleitung des Kapitänleutnants
von Hugo im Auto. (Darmſt. Ztg.)
* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog empfingen am Montag zur Entgegennahme der
Glückwünſche zu Allerhöchſtſeinem Geburtstage: den
Kaiſerlich Ruſſiſchen Miniſterreſidenten van der Vliet=
und Gemahlin; den Königlich Großbritanniſchen
Ge=
ſchäftsträger Lord Acton; die General= und Flügel
adjutanten, den Ordenskanzler, den Oberleutnant Riedeſel
Fihrn. zu Eiſenbach (Ludwig) vom Leib=Dragoner=
Regi=
ment (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24, kommandiert zur Dienſta
leiſtung bei Seiner Königlichen Hoheit, den Ordonnanz
offizier, die Oberhofchargen, den Vorſtand des Kabinetts
den Direktor der Kabinettsbibliothek, den Oberhofpredigen
den Generaldirektor des Hoftheaters und der Hofmuſikg
den Diviſionskommandeur, die Brigade= und
Regiments=
kommandeure des Standortes Darmſtadt, den
Komman=
danten der Reſidenz, die Kommandeure des Großh.
Gendarmerie=Korps, des Großh. Train=Bataillons Nr. 18
und der II. Abteilung des Straßburger Feld=Artillerle=
Regiments Nr. 84, den Direktor der 4. Artillerie=Depot=
Direktion; den Staatsminiſter, den Finanzminiſter, den
Miniſter des Innern, die Präſidenten der Landeskollegien,
den 1. Präſidenten der Zweiten Kammer der Stände und
den Oberbürgermeiſter von Darmſtadt.
* Ordensverleihungen. Seine Königl. Hoheit der
Großherzog haben zum 25. November ferner
ver=
liehen: das Komturkreuz 2. Klaſſe des Ludewigs=Ordens
dem Generalmajor Hahn, Generaladjutanten Sr=
Königl. Hoheit des Großherzogs; das Ritterkreuz 1. Klaſſe
des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen dem
Marine=Stabszahlmeiſter a. D. Wilhelm Schad, Sekretäy
der Großherzoglichen Ordenskanzlei.
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der Groß
herzog dem Bauaſſeſſor Bauinſpettor Herman
Heyer zu Worms den Charakter als „Baurat” zum
1. Dezemher.
* Militärdienſtnachrichten. Zum Leutnant der
Reſ=
befördert der Vizefeldwebel Morell (II Berlin) des
Leibgarde=Inf.=Regts. (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115. Zu
Leutnants der Reſ. befördert die Vizefeldwebel:
Ca=
ſtringius (Soeſt) des Inf.=Regts. Kaiſer Wilhelm
(2. Großh. Heſſ.) Nr. 116, Greſſelmeyer (Münſter)
des Inf.=Leib=Regiments Großherzogin 3. Großh. Heſf.)
Nr. 117. Zum Oberleutnant der Reſ. befördert der
Leut=
nant Heckler (I Köln) des Leibgarde=Inf.=Regts,
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 115. Zu Leutnants der Reſ.
beför=
dert die Vizewachtmeiſter: Fränkel (II Köln) des 2.
Großh. Heſſ. Feldart.=Regts. Nr. 61, v. Michael (
Neu=
ſtrelitz) des Garde=Drag.=Regts. (1. Großh. Heſſ.) Nr. 23,
Lafrenz (II Hamburg) des Leib=Drag.=Rgts. (2 Großh=
Heſſ.) Nr. 24. Zu Hauptleuten bef. die Oberlts. d. Reſ.;
Gros (Frankfurt a. M.) des Inf.=Regts. Prinz Karl
(4. Großh. Heſſ.) Nr. 118, Gaſſner (I Darmſtadt) des
Naſſauiſch. Feldart.=Regts. Nr. 27 Oranien, Mecker
(Worms) der Landw.=Inf. 1. Aufgebots, Möllinger
(Worms) der Landw.=Feldart. 1. Aufgebots. Zu
Ritt=
neiſtern befördert die Oberleutnants der Reſ.: v.
Paſſa=
vant (Frankfurt a. M.) des Garde=Drag.=Regts.
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 23, Bopp (I Darmſtadt) des
Leib=Drag.=Regts. (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24. Zu
Leut=
nants der Reſ. befördert die Vizefeldwebel bezw.
Vize=
nachtmeiſter: Lehr (Höchſt) des Inf.=Leib=Regts.
Groß=
herzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117, Frey (I Darmſtadt)
des 9. Bad. Inf.=Regts. Nr. 170, Reuling (I
Darm=
ſtadt) des Garde=Drag.=Regts. (1. Großh. Heſſ.) Nr. 23.
Zu den Reſerve=Offizieren der Feldart.=Schießſchule
ver=
ſetzt der Leutnant der Reſ. May (Frankfurt a. M.) des
Gefrorene lebende Fiſche.
* Niedere Tiere haben oft eine ganz erſtaunliche
Widerſtandsfähigkeit gegen Kälte. Sie verfallen in einen
Zuſtand der Starre, der ſie völlig leblos erſcheinen läßt,
aus dem ſie aber wieder zu ungeſchwächtem Leben
er=
wachen, wenn die Temperatur genügend ſteigt. Das iſt
gewiſſermaßen ein Winterſchlaf in geſteigertem Grade,
ſo=
wohl in der Vollſtändigkeit des Schwindens aller
Lebens=
zeichen, als auch in der faſt unbegrenzten Zeitdauer.
Während ein Murmeltier ſich nur einige Monate ohne
Schaden für ſeine Geſundheit im Winterſchlaf erhalten
ließe, können niedere Tiere viele Jahre, vielleicht
Jahr=
hunderte in ihrer Starre ausharren. Je niedriger die
Lebensformen ſind, deſto zäher ſcheint ihr Leben zu ſein,
denn gewiſſe Bakterien gehen nicht einmal zugrunde, wenn
ſie wochenlang in verflüſſigtem Waſſerſtoff aufbewahrt
worden ſind, deſſen Temperatur unter — 250 Grad liegt.
Bei anderen Tieren würde man es für ein Unding
hal=
ten, daß ſie in gefrorenem Zuſtande noch lebend ſein
ſoll=
ten. Eine Ausnahme machen jedoch die Fiſche.
Bekannt iſt die Widerſtandsfähigkeit mancher in
tro=
piſchen Gegenden lebenden Fiſche gegen Trockenheit.
Dieſe bohren ſich, wenn das Waſſer knapp zu werden
be=
ginnt, in den feuchten Schlamm ein, überlaſſen ſich mit
dieſem einer völligen Austrocknung, erwachen aber
wie=
der zum Leben, wenn der Eintritt der Regenzeit die
er=
forderliche Feuchtigkeit bringt. Man hat ſolche Fiſche oft
aus tropiſchen Ländern an europäiſche Muſeen geſchickt,
wo ſie dann durch Einlegen des betreffenden getrockneten
Schlammklumpens in Waſſer wieder zum Leben gebracht
wurden. Eine ähnliche Zähigkeit beweiſen die Fiſche nun
auch gegen Kälte, und ſchon vor einer Reihe von
Jahr=
zehnten haben Naturforſcher die Beobachtung gemacht,
daß völlig gefrorene Fiſche wieder aufleben können. Vor
kurzem hat der Phyſiker Pictet dieſe Verſuche fortgeſetzt,
indem er 28 Süßwaſſerfiſche langſam in einen Eisblock
einfrieren ließ, der dann bis auf 20 Grad unter dem
Null=
punkt abgekühlt wurde. Bis zu zwei Monaten ließ er ſie
in ihrem kriſtallenen Gefängnis, und als der Block dann
aufgetaut wurde, zeigten ſich die Fiſche ſo munter und
geſund, als ob ihre gewöhnliche Lebensweiſe nicht im
mindeſten unterbrochen geweſen wäre.
Da man zum Transport von Fiſchen in totem
Zu=
ſtande große Mengen von Eis verwendet, ſo lag der
Ge=
danke nicht allzu weit ab, dieſe Erfahrungen auch für den
Fiſchhandel zu benützen und lebendige Fiſche in gefrorenem
Zuſtande mit der Eiſenbahn zu verſchicken. Die
Allge=
meine Fiſchereizeitung berichtet über Arbeiten, die zue
Feſt=
ſtellung der Brauchbarkeit dieſes Verfahrens ausgeführt
worden ſind. Es hat ſich herausgeſtellt, daß es vor allem
darauf ankommt, die Fiſche ſehr langſam abzukühlen.
Man hat dazu einen beſonderen Apparat erſonnen, der
in einem ſchmiedeeiſernen Gefäß in der Form eines
ab=
geſtumpften Kegels beſteht und mit einem feſten Deckel
vollkommen luftdicht verſchloſſen werden kann. In dem
Deckel befinden ſich drei Oeffnungen, eine für ein
Thermo=
meter, die zweite für einen großen Trichter und die dritte
für eine gebogene Röhre. Die beiden letzten Gegenſtände
gehen in Gummiſchläuche aus, die bis faſt auf den Boden
des Gefäßes reichen. Dies wird mit Waſſer gefüllt, in
das die Fiſche hineingebracht werden. In den
Trichter=
werden Eisſtücke gelegt, über die man Waſſer fließen läßt.
Das überſchüſſige Waſſer kann durch das gebogene Rohr
wieder austreten, und das Innere des Keſſels kühlt ſich
nun allmählich mehr und mehr ab. Iſt die Temperatur
faſt bis auf den Gefrierpunkt geſunken, ſo wird durch das
Rohr Sauerſtoff eingepreßt, der einen Teil des Waſſers
n den Trichter hinaufdrängt und aus dieſem zur Hälfte
der geſamten Menge entfernt wird. Nun bepackt man den
Trichter wieder mit Eis, deſſen Schmelzwaſſer ins Innere
abläuft und das Waſſer bis auf den Gefrierpunkt abkühlt.
Dann muß man wieder 15 bis 18 Stunden warten.
Die Fiſche bleiben am Leben trotz der geringen=
Waſſermenge, weil ſie genug Sauerſtoff haben. Nach
die=
ſer Zeit wird noch mehr Waſſer durch Sauerſtoff
heraus=
gepreßt, ſo daß die Fiſche innen eben bedeckt bleiben. Der
Reſt des Waſſers wird in Eis verwandelt, indem man
das ganze Gefäß in eine kalte Miſchung eintaucht.
So=
entſteht eine Art von Eiskuchen, worin die gefrorenen
Fiſche gleichſam eingebacken ſind, und ſie können ſo unter
gewiſſen Vorſichtsmaßregeln, die ſich nach der bisherigen
Praxis von ſelbſt ergeben, verſchickt werden. Um die Tiere
n tadellos friſchem Zuſtande aus dem Eis wieder
her=
vorgehen zu laſſen, muß auch das Auftauen ſehr langſam
geſchehen.
Die Biologiſche Station für Fiſcherei in München
iſt=
jetzt mit Verſuchen beſchäftigt, um das vorläufig
noch=
etwas umſtändlich und daher viellſeicht auch koſtſpielig
erſcheinende Verfahren auf ſeine praktiſche
Verwendhar=
keit zu prüfen und möglichſt zu verbeſſern.
2. Großh. Heſſ. Feldart.=Regts. Nr. 61. Der Abſchied
bewilligt: Oldenburg (II Berlin), Oberleutnant der
Reſ. des 5. Großh. Heſſ. Inf.=Regts. Nr. 168, May
(I Köln), Oberleutnant der Reſ. des Inf.=Leib=Regts.
Großherzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117, Schön (Mainz)
Leutnant der Landw.=Inf. 2. Aufgebots. Zum
Aſſiſtenz=
arzt befördert der Unterarzt der Reſ. Dr. Weitzel
(I Darmſtadt). Der Abſchied bewilligt dem Stabsarzt
Dr. Gleim (Gießen).
g. Strafkammer. Der 28jährige Hausburſche Alfons
Bauer aus Brunnthal hatte ſich geſtern wegen
Dieb=
ſtahls vor der hieſigen Strafkammer zu verantworten.
Ein Karuſſellbeſitzer in Waldmichelbach hatte den
An=
geklagten im Oktober aus Mitleid als Pferdeburſche
an=
genommen, obwohl dieſer keinerlei Ausweispapiere ſein
eigen nannte. Am Morgen des 13. Oktober, nach nur
viertägiger Tätigkeit, verſchwand der Angeklagte aus
Gadernheim auf einem Rade ſeines Arbeitgebers und
unter Mitnahme einer Mütze. Um ſeine Flucht
ungehin=
dert bewerkſtelligen zu können, hatte Bauer vorher noch
bei einem zweiten Rade den Luftſchlauch durchſchnitten.
Ein Sohn des Beſtohlenen machte ſich jedoch mit einem
anderen Rade an die Verfolgung des Ungetreuen und es
gelang ihm auch, Bauer in einer Ludwigshafener
Wirt=
ſchaft zu ermitteln und durch die Polizei feſtnehmen zu
klaſſen. Der Angeklagte gibt zu ſeiner Verteidigung an,
er habe gerade in dem Augenblick, als er feſtgenommen
wurde, dem Eigentümer des Rades telephoniſch Kenntnis
geben wollen, daß er ihm das Rad wiederbringen werde.
Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen
Rückfalls=
diebſtahls zu ſechs Monaten Gefängnis,
ab=
züglich zwei Wochen der Unterſuchungshaft. — Die 26 Anna Maria G. aus Dieburg geriet bei
der Gartenarbeit mit einer Ehefrau wegen deren Kind
in Streitigkeiten, die ſchließlich in Tätlichkeiten
ausarte=
ten. Im Verlaufe dieſer wurde die Frau von der
G. mit einem zur Gartenarbeit benutzten Meſſer an
iden Händen und am Hals geringfügig verletzt. Das
Schöffengericht Dieburg hatte die Angeklagte von der
An=
klage der Körperverletzung freigeſprochen, da es annahm,
die Wunden ſeien aus Verſehen zugefügt worden. Auf
udie Berufung der Verletzten kam die Strafkammer zu
keiner Verurteilung der G,. wegen Körperverletzung
zu 20 Mark Geldſtrafe, die eventuell mit vier
Tagen Gefängnis zu verbüßen iſt. — Der Metzger Jakob
Stumpf IV. aus Bobſtadt war vom Schöffengericht=
Lorſch zu ſechs Wochen Gefängnis verurteilt worden, weil
ter am 12. April am Wehrzollhaus bei Hofheim mit
einem zweiten Metzger den Knecht Ganß körperlich
miß=
chandelte. Der Angeklagte gibt an, er habe die beiden
Streitenden nur voneinander getrennt, er habe ſich an
der Schlägerei nicht beteiligt. Das Berufungsgericht
kkann jedoch aus den Zeugenausſagen dieſe Behauptung
mnicht für ſtichhaltig finden und verwirft deshalb die
Berufung.
— Die Veranſtaltung praktiſcher Meiſterkurſe für
HHandwerksmeiſter wird von Großh. Zentralſtelle
ffür die Gewerbe in Darmſtadt bei
aus=
rreichender Beteiligung und rechtzeitiger Anmeldung
wie=
iderum im Laufe dieſes Winters beabſichtigt. Hieran
kön=
nen ebenſowohl Handwerksmeiſter als auch ältere
Ge=
ſellen, die ſich in einzelnen Zweigen ihrer praktiſchen
Arbeitstätigkeit vervollkommnen wollen, teilnehmen.
Vorerſt werden Kurſe für nachſtehend verzeichnete Berufe
vorgeſehen, die, ſofern anderes nicht bemerkt iſt, in
Darm=
tſtadt während der Monate Januar und Februar
abge=
halten werden. Aber auch in anderen Gewerbszweigen
rund an anderen Orten kann durch Veranſtaltung von
Meiſterkurſen die Ausbildung gefördert werden, ſobald
kein Bedürfnis hierfür als vorliegend nachgewieſen iſt.—
In dem Kurſus für Schuhmacher wird vorzugsweiſe
das Schnittmuſterzeichnen und das Herrichten von Leiſten
ffür abnormale Füße gelehrt, in dem für Schneider
das Grundmodellzeichnen und Zuſchneiden, in denjenigen
ffür Sattler in Groß=Felda die Herſtellung der
ver=
ſchiedenen Kummete, in den Kurſen für Lackierer und
Weißbinder, ſowie für Schreiner und Glaſer
das Auffärben bezw. auch das Durchfärben von Furnieren,
iin anderen Kurſen für Weißbinder und Lackierer
iwieder das Entwerfen von Firmenſchildern oder das
HHolz= und Marmormalen nach der Natur und in
ſtili=
iſierter Weiſe; den Buchbindern und
Porte=
feuillern iſt in Offenbach eine Möglichkeit zur
Aus=
bildung im Hand= und Preßvergolden in einem
beſon=
deren Unterricht im Anſchluß an die „Techniſchen
Lehr=
anſtalten” in Offenbach geboten. Ferner wird bei
ent=
ſprechender Beteiligung in Offenbach an den Techniſchen
Lehranſtalten” ein Lehrkurſus in der Inſtalla=
tion von Schwachſtromanlagen abgehalten,
ebenſo ein Kurſus für Monteure in der Inſtallation
von Starkſtromanlagen und der Bedienung von
Elektro=
motoren und Dynamomaſchinen, ſowie Licht= und
Kraft=
anlagen. Ein Meiſterkurſus für Wagner in
Crainfeld (Oberheſſen) war in der Zeit vom 18.
Novem=
ber bis 7. Dezember vorgeſehen. Ein
Holzſchnitz=
kurſus an Samstag=Nachmittagen findet in dieſem
Win=
ter vom 16. November ab in Reinheim ſtatt. Im
Dienſt=
gebäude der Großh. Zentralſtelle hat am 4. November
ein Aktzeichenkurſus für Gewerbetreibende begonnen; ein
Eiſenbetonkurſus wurde am 16. ds. Mts, eröffnet.
Vorbereitungskurſe für den theoretiſchen Teil
der Meiſterprüfung in gewerblicher Buchführung und
Ge=
ſetzeskunde können bei entſprechender Beteiligung ſowohl
in Darmſtadt, als auch an anderen Orten veranſtaltet
werden. Anmeldungen zu dieſen Kurſen ſind an die
Großh. Zentralſtelle für die Gewerbe zu richten, von
wel=
cher etwa gewünſchte Auskunft ſchriftlich und mündlich
bereitwilligſt erteilt wird.
* Frauenverein der Martinsgemeinde. Im
dicht=
beſetzten Saale des Gemeindehauſes fand am Montag
der erſte Vortragsabend des Frauenvereins der
Mar=
tinsgemeinde ſtatt. Der erſte Vorſitzende, Herr Pfarrer
D. Waitz, hielt einen Vortrag mit Lichtbildern über:
„Das Evangelium in Oeſterreich (Steiermark)”
und erntete mit ſeinen feſſelnden Ausführungen dieſes
Themas und den dazu zur Vorführung gebrachten
herr=
lichen Lichtbildern großen Beifall. — An dieſen
Vor=
trag ſchloß ſich die Generalverſammlung des
Frauenvereins an, in welcher der Vorſitzende zuerſt den
Rechenſchaftsbericht verkündete. Der Mitgliederbeſtand
des Frauenvereins betrug im letzten Vereinsjahr vom
1. Juli 1911 bis 30. Juni 1912 934 und iſt ſich ſomit
ziem=
lich gleich geblieben. Die Zahl der Helferinnen
be=
trug 52. Helferinnenverſammlungen fanden 10 ſtatt,
welche durchſchnittlich von 27 Helferinnen beſucht waren.
Eine Familienfeier fand unter großer Beteiligung am
29. Oktober 1911 im großen Saale der Turngemeinde am
Woogsplatz ſtatt, bei der zum erſten Male das „Frau
Cotta=Spiel” aufgeführt wurde. Vortragsabende fanden
3 ſtatt, und zwar hielt am 27. November 1911 Herr
Pfarrer D. Waitz einen Vortrag über Prinzeſſin Karl
und Großherzogin Alice, zwei edle Frauengeſtalten aus
dem heſſiſchen Fürſtenhaus. Am 16. Februar 1912 ſprach
Herr Miſſionar Gſell aus Frankfurt a. M. mit
Vorführ=
ung von Lichtbildern über: Mit dem weſtafrikaniſchen
Neger durch Buſch und Urwald, und am 27. März Herr
Oberlehrer Keller aus Offenbach über: Heſſiſches
Volks=
tum (Volksaberglaube, Volkshumor und Volksſitte).
Sämtliche Veranſtaltungen waren ſtets ſehr gut beſucht
und fanden großen Anklang. Die Kleinkinderſchule des
Frauenvereins wird gegenwärtig von 3 Schweſtern
ge=
leitet und wird durchſchnittlich von 212 Kindern beſucht.
Da die Zahl der Anmeldungen ſich ſtets ſteigert, mußte
für eine Erweiterung der Kinderſchule geſorgt werden,
welche mit der Errichtung eines „Kleinkinderhorts” im
Auguſt d. J. erfolgte. Ebenſo nahm die Strickſchule des
Frauenvereins einen regen Fortgang. Der
durchſchnitt=
liche Beſuch von Kindern beträgt 152. Alsdann
erſtat=
tete der Rechner des Frauenvereins, Herr Rentner
Weber, die Rechnungsablage. Die Geſamteinnahme
des Frauenvereins betrug 5603, die Geſamtausgabe 3263
Mark. Die Geſamteinnahmen der Kinderſchule und der
Strickſchule gleichen ſich mit den Ausgaben aus.
Sämt=
liche Rechnungen wurden von Herrn Rechnungsrat
Keu=
zer geprüft und für richtig befunden, worauf dem
Rech=
ner Dank und Entlaſtung erteilt wurde. Es folgte
hier=
auf eine Ausloſung von Anteilſcheinen im Werte von 500
Mark, welche im April 1913 ausgezahlt werden. Der
ſeit=
herige Vorſtand wurde wiedergewählt. — Am Schluſſe
dieſer Verſammlung wurde noch bekannt gegeben, daß
das im vergangenen Jahre mit ſo großem Beifall
aufge=
führte „Frau Cotta=Spiel” am 29. Dezember in einer
Nachmittag= und einer Abendvorſtellung wieder zur
Auf=
führung gelangt und die Karten hierfür bei den
Helfe=
rinnen zu haben ſind.
* Photographiſches Kolloquium. Vom Mittwoch,
den 27. November, ab wird während des W.=S. 1912/13
alle 14 Tage (alſo jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat)
im kleinen Hörſaal des ohyſikaliſchen Inſtituts der
Großh. Techniſchen Hochſchule von 5¼ Uhr an ein
photographiſches Kolloquium ſtattfinden. Das Kolloquium
bezweckt eine zwangloſe Ausſprache über photographiſche
Angelegenheiten. Die Neuerſcheinungen des
Photo=
marktes und der Photoliteratur werden kurz beſprochen.
Lichtbilder aller Art werden vorgeführt und kritiſch
er=
örtert. Es wird Auskunft in photographiſchen
Ange=
legenheiten erteilt. Das Verſtändnis für die wichtige
Rolle, welche die Photographie im modernen Leben zu
ſpielen berufen iſt, ſoll in jeder Weiſe gefördert werden.
Fiſch=Kochkurſe. Am 27. November beginnt in der
Fortbildungsſchulküche in der Rundeturmſtraße der
letzte der diesjährigen Fiſchkochkurſe, der
zweiundzwanzigſte. Zwölf dieſer Kurſe wurden auf
Koſten der Teilnehmerinnen (je 2 Mark) abgehalten. Sie
zählten zuſammen 230 Beſucherinnen. Für die weiteren
zehn Kurſe ſtellte der Deutſche Seefiſcherei=Verein die
Fiſche unentgeltlich, während die übrigen Koſten die
Stadtverwaltung übernimmt. Dieſe Kurſe werden von
zuſammen über 200 Frauen und erwachſenen Mädchen
beſucht ſein. — Die Teilnehmerinnen der Kurſe gegen
Bezahlung hatten die Einrichtung beſonderer
Back=
kurſe angeregt. Die proviſoriſchen Anmeldungen liefen
aber bei der hauswirtſchaftlichen Fortbildungsſchule ſo
überaus zahlreich ein, daß es unmöglich war, die Kurſe
einzurichten, weil die drei Fortbildungsſchulküchen ſo mit
planmäßigen Kochkurſen belegt ſind, daß es nicht
mög=
lich war, Raum und Lehrperſonal für die Backkurſe zur
Verfügung zu ſtellen, doch ſind für kommenden Herbſt
derartige Kurſe geplant.
O Eiſenbahnpakete und Expreßgüter. Das Großh.
Esſenbahnverkehrsamt macht folgendes bekannt: Zur
teilweiſen Deckung der Koſten, die durch die Verbringung
der Eiſenbahnpakete und Expreßgüter von der amtlichen
Stadtannahmeſtelle in Darmſtadt — Marktplatz 4 — nach
dem Hauptbahnhof entſtehen, werden vom 1. Dezember
I. Js. an für alle bei ihr aufgelieferten Sendungen von
mehr als 7 Kilogramm Gewicht
Ueberführungs=
gebühren erhoben, die bei der Aufgabe des Gutes zu
entrichten ſind. Die Gebühren betragen ohne Rückſicht auf
die Stückzahl für Sendungen im Gewicht über 7 bis 17
Kilogramm 5 Pfg., über 17 bis 30 Kilogramm 10 Pfg.,
über 30 bis 50 Kilogramm 15 Pfg., über 50 Kilogramm für
je auch nur angefangene 50 Kilogramm 10 Pfg. —
Sen=
dungen bis einſchließlich 7 Kilogramm Gewicht werden
auch fernerhin unentgeltlich nach dem Hauptbahnhof
über=
geführt.
* Die Darmſtädter Möbelinduſtrie. Man ſchreibt
uns: Wie ſehr ſich unſere Darmſtädter Möbelinduſtrie
ausbreitet, beweiſt die morgen ſtattfindende große
Ver=
ladung der Hofmöbelfabrik Joſeph Trier, die ein großes
Haus in Buenos=Aires einzurichten hat und morgen
mit der Verladung beginnt.
Odenwaldklub. Man ſchreibt uns: In Sachen
der Nieder=Modauer Hilfsaktion fand die
zweite Sitzung der Unterſtützungskommiſſion ſtatt. Es
wurden wiederum in mehreren Fällen Barzuwendungen
beſchloſſen. Insgeſamt ſind jetzt ca. 1400 Mk.
veraus=
gabt. Weitere Spenden ſind dringend erwünſcht und
werden von dem Rechner des Klubs, Herrn Kaſſier
Loewe, entgegengenommen. Das raſche Arbeiten der
Unterſtützungskommiſſion war nur dadurch möglich, daß
der Konkursverwalter, Herr Rechtsanwalt Dr.
Hoff=
mann II. ihren Sitzungen beiwohnte und über die
tat=
ſächlichen Verhältniſſe in den Einzelfällen liebenswürdigſt
Auskunft erteilte. Er will ſeine Sachkenntnis auch in
Zukunft in den Dienſt der Sache ſtellen. Es iſt eine
angenehme Pflicht, Herrn Dr. Hoffmann II. für ſeine
erſprießliche Tätigkeit in den Kommiſſionsſitzungen und
für die freundliche Bereitwilligkeit zur ferneren
Mit=
wirkung hiermit öffentlich herzlichen Dank zu ſagen.
* Die Prſvilegierte Schützengeſellſchaft beſchloß ihre
diesjährige Schießſaiſon mit einem „allgemeinen
Ab=
ſchießen auf allen Ständen” und gleichzeitiger Feier des
Geburtstages ihres Protektors und Oberſchützenherrn,
des Großherzogs. Der erſte Schützenmeiſter, Herr Gg.
Schmitt, begrüßte die zahlreich erſchienenen Mitglieder
und ließ ſeine Rede in ein begeiſtert aufgenommenes
Hoch auf Se. Königl. Hoheit ausklingen. Sodann warf er
einen kurzen Rückblick auf die im Laufe des Sommers
ver=
anſtalteten Schießen, die ſich alle eines regen Beſuchs zu
erfreuen hatten. Was die Leiſtungen der Schützen
be=
trifft, ſo ſind die Erfolge hauptſächlich beim
Frankfur=
ter Jubiläumsſchießen hervorragende zu nennen. Unter
anderem gelang es den Herren Gunſchmann und
Raſt auf Stand und Feld je einen Konkurrenzbecher
herauszuſchießen, während es unſerem
Jubiläums=
ſchützen, Herrn Mylius, glückte, einen ſilbernen Becher
zu erringen. Im weiteren Verlauf des Abends
gelang=
ten die von dem Ehrenoberſchützenmeiſter, Herrn
Kom=
merzienrat Hickler, geſtifteten ſilbernen Plaketten an
die Herren Beck, Gunſchmann, Waldſchmidt und Weiſel
zur Verteilung. Herr Kommerzienrat Diſchinger und
Herr Hofſilberwarenfabrikant Vietor erhielten für 25
jäh=
rige Mitgliedſchaft je eine kunſtvoll ausgeführte
Ehren=
urkunde. Als Dank für ſeine Verdienſte um die
Geſell=
ſchaft wurde Herrn Geheimerat Kittler ein Bild, „Die
Feuilleton.
— Ein Jugendbrief des Kaiſers über ſeine
Gym=
maſialzeit. Die Reform der höheren Schulen, die der
Kaiſer ſogleich nach ſeiner Thronbeſteigung mit der am
*4. Dezember 1890 eröffneten Schulkonferenz einleitete, liegt
ttief begründet in den bitteren Erfahrungen, die der
Herr=
ſſcher ſelbſt als Gymnaſiaſt gemacht hat und einer daraus
entſprungene Verſtimmung. Auf dieſen engen
Zuſammen=
chang weiſt Prof. Paul Meinhold in ſeinem inhaltsreichen
Buch „Wilhelm II., 25 Jahre Kaiſer und König” hin,
das er ſoeben im Verlage von Ernſt Hofmann erſcheinen
lläßt. In der Rede, mit der er die Schulkonferenz
eröff=
mete erinnert ſich der Kaiſer dieſer Tage, da „der
Not=
ſſchrei der Eltern und Familien laut wurde, daß es nicht
ſo weiter gehen könne‟. Die Schüler mußten damals die
Stundenzahl der häuslichen Arbeiten jeden Tag
aufſchrei=
ben, und es kamen für die Abiturienten 6½ bis 7
Stun=
den heraus. „Rechnen Sie dazu die 6 Stunden Schule,
2 Stunden Eſſen, dann können Sie ausrechnen, was von
dem Tag übrig geblieben iſt. Wenn ich nicht
Gelegen=
theit gehabt hätte, hinaus= und hineinzureiten, und noch
ſonſt etwas mich in der Freiheit zu bewegen, dann hätte
ich überhaupt nicht gewußt, wie es in der Welt ausſieht.”
Dieſelben Vorwürfe, die hier in offizieller Dämpfung
lausgeſprochen werden, klingen in temperamentvoller
Le=
bbendigkeit aus einem Briefe, den Prinz Wilhelm am
2. April 1885 an einen früheren Schulkameraden richtete:
„Endlich hat ſich doch mal einer gefunden, der energiſch
igegen das verknöcherteſte aller Syſteme vorgeht, das aufs
beſte geeignet iſt, den Geiſt zu töten. Ihre Ausführungen
mnterſchreibe ich Wort für Wort. Glücklicherweiſe habe
ich mich zweiundeinhalbes Jahr hindurch aus eigener
Er=
ffahrung von der Schädigung überzeugen können die man
umſerer Jugend beibringt. Um nur einige Beiſpiele an=
Zuführen: Von 21 Unterprimanern, aus denen unſere
Klaſſe beſtand, trugen 19 Brillen, und 3 von ihnen
muß=
nen ſich noch einen Kneifer auf die Brille ſetzen, wenn ſie
bis an die Wandtafel ſehen wollten. Homer, der herrliche
Dichter, in den ich rein vernarrt war, Horaz, Demoſthenes
ideſſen Reden jedermann begeiſtern müſſen, wie wurden
ſie erklärt? Mit Begeiſterung für Kampf und Waffen und
für Naturſchilderungen? Gott behüte! Mit dem Skapell
des Grammatikers, des fanatiſchen Philologen wurde
jedes Satzglied abgehackt und kunſtgerecht zerlegt, bis
man das Vergnügen hatte, das Gerippe zu entdecken.
Weinen könnte man darüber. Die griechiſchen oder
latei=
niſchen Aufſätze (ein hirnverbrannter Unſinn!), wieviel
Mühe haben ſie nicht gekoſtet! Und was für Leiſtungen
kamen zutage! Hätte Horaz ſie geleſen, er hätte, glaube
ich, vor Entſetzen den Geiſt aufgegeben! Von dieſer
Dummheit befreie man uns! Einem ſolchen Unterricht
Krieg bis aufs Meſſer. Mit dieſem Syſtem erreicht man
nur, daß unſere Jugend die Syntax, die Grammatik der
alten Sprachen beſſer kennen lernt als die „alten
Grie=
chen” ſelbſt; daß ſie die Generale, die Schlachten und die
Stellung der Truppen in den Kämpfen der Puniſchen
Kriege oder des Mithridates auswendig weiß, daß ſie
aber nicht kennt die Schlachten des Siebenjährigen
Krie=
ges, geſchweige denn die zu modernen Kriege von 1866
und 1870, die man noch nicht „gemacht” hat. Was dagegen
den Körper betrifft, ſo bin ich unbedingt der Anſicht, daß
der Nachmittag immer frei ſein ſollte. Das Turnen ſollte
eine Beluſtigung für die Jugend ſein. Rennbahnen mit
Hinderniſſen, über die man klettern müßte, wären
zweck=
mäßig. . . Statt der ſtumpfſinnigen „Klaſſenſpaziergänge‟
mit eleganten Stöckchen, ſchwarzen Jacketts und einer
Zigarre ein Trainiermarſch mit einem bißchen Felddienſt,
ſelbſt wenn er in eine förmliche Schlacht überginge.
Allein unſere Primaner (und wir waren leider nicht
an=
ders) ſind viel zu blaſiert, um ſich den Rock auszuziehen
ind ſich herumzubalgen. Was aber kann man von ſolchen
Menſchen erwarten. Daher Krieg dieſem Syſtem bis aufs
Meſſer! Ich bin bereit, Sie in Ihren Beſtrebungen zu
unterſtützen.
Wie der Kaiſer jetzt über die Angelegenheit denkt,
iſt nicht bekannt.
ml. Frankreichs neues Nickelgeld. Von dem
Nickel=
geld, das beſtimmt iſt, in Frankreich das alte Kupfer zu
erſetzen, haben jetzt die erſten Stücke die Münze verlaſſen,
und ſie ſind den Miniſtern und den Mitgliedern der
Fi=
nanzkommiſſion zur Prüfung vorgelegt worden. Die Pa=
riſer Zeitungen ſind über die neuen Geldſtücke des Lobes
voll. Man findet ihre Größenverhältniſſe recht glücklich
und hält ſie für viel angenehmer als die dicken, alten
„Sous” Auch der Aeſthet kommt bei den Nickelmünzen
auf ſeinen Geſchmack, da der berühmte Graveur Henri
Varenne ſie anſprechend verziert hat. Auf der
Vorder=
ſeite tragen ſie eine allegoriſche Darſtellung der Göttin
des Ueberfluſſes, die ſich auf den Genius der Arbeit ſtützt.
Die Rückſeite zeigt die Worte „Eing” und „Dix centimes”
ſowie ein recht altmodiſches Symbol, nämlich das
Ruten=
bündel eines altrömiſchen Lictors, das wohl die
Gerech=
tigkeit der Juſtiz darſtellen ſoll. Eine beſondere
Speziali=
tät der neuen franzöſiſchen „Nickel” iſt es ſchließlich, daß
ſie in der Mitte durchlocht ſind. Nun ſind die Autoren
der Pariſer Ausſtattungsrevuen für das nächſte Jahr um
ein Motiv reicher.
C) Die neueſte Schmuckmode. In den lichterfüllten
Schaufenſtern der großen Juweliere in der Rue de la
Paix in Paris drängt ſich jetzt eine elegante Menge vor
den neueſten Schöpfungen der Schmuckmode. Unter den
Ueberraſchungen der Saiſon, die hier in hellem Glanz
auf=
leuchten, werden beſonders die neuen
Uhrenarm=
bänder bewundert; ſie beſtehen aus ſchmalen ſchwarzen
Bändern, die ſehr flache, viereckig, konkav oder oblong
ge=
formte Uhren umſchließen. Die Uhren, die auch an einem
farbigen Band oder einem niedlich geſtickten Reif aus
winzigen Staubperlen getragen werden, ſind aus Platin
und mit Diamanten beſetzt. Staubperlen ſind
über=
haupt ſehr beliebt; man verarbeitet ſie zu Jabots, wobei
in dieſem ſpröderen Material das feindurchbrochene
Maß=
werk der Spitze nachgeahmt wird. Auch die niedlichen
Geldbörſen werden an Bändern von Staubperlen
getra=
gen. Die goldenen Beutel ſind entzückende Kunſtwerke
aus dem zarteſten geſchmeidigſten Maſchenwerk und in
Gold von verſchiedenen Nuancen und Schattierungen
ge=
arbeitet. Auch die Goldmaſchen ſuchen den weichen Glanz
ſeidener oder Moiréſtoffe nachzuahmen. Getragen werden
dieſe Beutel an dicken Seidenſtricken von Goldfarbe, die
mit bunten Steinen beſetzt ſind.
Darmſtädter Schützen im Jubiläumsfeſtzuge in
Frank=
furt”, überreicht.
Die Ziehung der 6. Arnſtädter Geldlotterie
wurde wegen ungenügenden Los=Abſatzes auf 30. und
31. Januar 1913 verlegt.
* Orpheum. Es findet heute, Mittwoch, nachmittags
4 Uhr, die letzte Jugend=Vorſtellung der
Liliputaner=Künſtler ſtatt. Um dieſelbe
beſon=
ders reichhaltig zu geſtalten werden außer den anderen
vorzüglichen Kunſtkräften die phänomenalen Waſſer=
Künſtler im rieſigen Glasbaſſin ihre Produktionen
aus=
führen. (Siehe Anzeige.)
— Traiſa, 26. Nov. Einen vollen Erfolg hatte der
hieſige Verkehrs= und Verſchönerungsverein
mit ſeinem vorgeſtrigen erſten Vortragsabend zu
ver=
zeichnen. Der geräumige Saal der „Starkenburg” war
bis auf den letzten Platz beſetzt und mit großer
Aufmerk=
ſamkeit folgten die Hörer den feſſelnden Ausführungen
des Herrn Kand. rer. elektr. Broder aus Rumänien über
„Elektrizität”. In anſchaulicher Weiſe verſtand es der
Vortragende, die wunderbare und gewaltige Kraft und
ihre Verwendung im Dienſte der Menſchheit zu ſchildern.
Eine lebhafte Ausſprache knüpfte ſich an den Vortrag,
an der ſich außer dem Vorſitzenden Heydt die Herren
Bür=
germeiſter Walter, Admiral Weſtphal, Gemeinderat
Krä=
mer u. a. lebhaft beteiligten. Für den Winter ſtehen noch
eine Reihe von Vorträgen in Ausſicht, und ſteht zu
er=
warten, daß auch ſie in gleich anſprechender Weiſe
ver=
laufen. — Von den Aufgaben, die der Verein ſich für die
nächſte Zukunft außerdem geſtellt hat, ſeien neben der
Auf=
ſtellung von weiteren Ruhebänken der Bau einer
Schutz=
hütte am „Paul Trinkglas”, ſowie die Anlegung eines
Teiches mit Badeeinrichtung uſw. hervorgehoben.
n. Reinheim, 26. Nov Der Bahnverwalter der
Reinheim-Reichelsheimer Eiſenbahn. Herr Aug.
Will=
ner, feierte am Samstag ſein 25jähriges
Dienſt=
jubiläum. Aus dieſem Anlaß fand hier im Gaſthaus
„Zum Schloß Lichtenberg” eine zwangloſe Zuſammenkunft
ſtatt, zu der ſich außer Vertretern der Strecken der
Süd=
deutſchen Eiſenbahngeſellſchaft ein Vertreter der Direktion
dieſer Geſellſchaft und eine Reihe Dienſtſtellenvorſteher
des Großh. Eiſenbahn=Betriebs=Amtsbezirks 2 Darmſtadt,
unter anderen Bahnhofs=Vorſteher Herr Hechler und
Bahnmeiſter Herr Reichhold ſowie Herr Wöllert=
Reichelsheim eingefunden hatten. Herr Hechler=
Reinheim eröffnete die Feier mit einem dreifachen
Hoch auf Kaiſer und Großherzog. Sodann überreichte
unter kerniger Anſprache im Auftrag der Direktion der
Süddeutſchen Eiſenbahn=Geſellſchaft Herr
Betriebsinſpek=
tor Schmidt dem Jubilar ein Glückwunſchſchreiben mit
einem Geldgeſchenk. Hieran ſchloß ſich die Uebergabe des
Diploms des Verbandes Deutſcher Privat=
Eiſenbahn=
beamten für 25jährige Dienſtzeit nebſt Glückwünſchen durch
den Bahnmeiſter Wöllert. Neben einer Reihe Tiſchreden
ehrten den Jubilar zahlreiche Telegramme und
Glück=
wunſchſchreiben, ſowie ein Geſchenk früherer Untergebener
des Jubilars, die nunmehr bei der Selztalbahn bedienſtet
ſind. Ganz beſonders großen Beifall fand noch der von
Herrn Bahnmeiſter Reichhold verfaßte und vorgetragene
Prolog. Herr Bahnhofsverwalter Tortmüller=Beerfelden
und einige andere Feſtteilnehmer trugen durch
wohlge=
lungene Klavier= und ſonſtige Vorträge viel zur weiteren
Unterhaltung bei. Leider mußten ſich die Kollegen des
Flügelrads, die ſich bald als Freunde kannten, nur zu früh
voneinander trennen, um mit Benutzung der letzten Züge
in ihre Dienſtorte zurückzukehren.
Offenbach, 26. Nov. Die hieſigen Ochſenmetzger geben
einen Fleiſchabſchlag bekannt; danach koſtet von
jetzt an das Pfund Ochſenfleiſch 96 Pfg., Ochſenfleiſch
ohne Beilage das Pfund 1,25 Mk., Roaſtbeef, Lende,
Eis=
bein mit Beilage 1,05 Mk., Eisbein ohne Beilage 1,50
Mark. Roaſtbeef ohne Beilage 1,50 Mk. und Hackfleiſch
1,20 Mk. das Pfund. — In dem Spezereigeſchäft von
Heinrich Kreuther in der Wallſtraße wurden in der
letzten Zeit wiederholt Einbrüche verübt, ohne
daß man den Täter erwiſchen konnte. Jetzt iſt es dem
Inhaber des Geſchäftes gelungen, den Dieb auf friſcher
Tat zu ertappen, als er gerade die Ladenkaſſe plündern
wollte. Es iſt der Arbeiter Adam Weigand, der
ver=
haftet wurde.
Mainz, 26. Nov. Eine Beſichtigung der
Ka=
ſernen der Infanterie=Regimenter Nr. 87 und 88 nahm
heute Se. Exz. Generalleutnant Frhr. von Hollen,
Kommandeur der 21. Diviſion, vor. Im Anſchluß an die
Beſichtigung fand ein Frühſtück im Kaſino des Inf.=
Regts. Nr. 88 ſtatt. — Die 33jährige Frau des früheren
Kantinenwirtes L. ſchoß ſich geſtern abend in
ſelbſt=
mörderiſcher Abſicht in ihrer Behauſung in der Hinteren
Präſenzgaſſe eine Kugel in den Kopf. Die
Schwer=
verletzte fand Aufnahme in dem Krankenhaus.
Worms, 26. Nov. Heute vormittag bemerkte das
Brückenperſonal von der Straßenbrücke aus eine
Frauensperſon im Rhein treiben. Man
eilte hinzu und es gelang dem Brückengelderheber Hirſch,
die Perſon lebend ans Land zu ziehen. Nachdem ſie ſich
wieder erholt hatte, wurde feſtgeſtellt, daß es ſich um eine
30 Jahre alte, an Epilepſie leidende ledige Frau von hier
handelt. Sie gibt an, infolge eines epileptiſchen
An=
falles in den Rhein gefallen zu ſein.
Gimbsheim, 26. Nov. Der Schnitt der
Korb=
weiden iſt ſoeben in vollem Gange. Der Ertrag fällt
in dieſem Jahre vorzüglich aus. Für den Zentner
wur=
den bis jetzt 2,40 Mark geboten. Infolge dieſes
gegen=
über den Vorjahren ſehr niedrigen Preiſes ſind noch ſehr
wenige Verkäufe abgeſchloſſen. — Einer der älteſten
Geo=
meter Heſſens war der Geometer Reinhard, deſſen
Beerdigung geſtern ſtattfand. Der Verſtorbene war 45
Jahre als Geometer tätig. Er war der Schöpfer einer
großen Anzahl ländlicher Bauten, die in ihren
Entwür=
fen und Ausführungen noch jetzt vorbildlich ſind.
Nieder=Wöllſtadt, 26. Nov. Hier droht unter den
Lieferanten der Molkerei ein Milchkrieg zu
entbren=
nen. Die Genoſſenſchaft wollte die Milchpreiſe bis zum
1. April 1914 von 15 auf 14 Pfennig pro Liter ermäßigen,
womit die Lieferanten nicht einverſtanden ſind. Dieſe
verlangen mindeſtens 15 Pfennig für das Liter. Sollte
eine Einigung bis 1. Dezember nicht erzielt werden, dann
beabſichtigen die Lieferanten, ihre Milch anderweitig zu
vergeben. Die Nieder=Wöllſtädter Molkerei iſt eine der
größten Heſſens.
Alsfeld, 26. Nov. Der Holzhauer Joh. Röther
aus Gehau wurde im Walde von einem fallenden Baume
erſchlagen. Er hinterläßt drei unverſorgte Kinder.
Strebendorf (Kreis Alsfeld), 26. Nov. Bei einer
größeren Hochzeitsfeier erkrankten nach
dem Eſſen plötzlich faſt ſämtliche
Hochzeits=
gäſte. Man führt die leichten Erkrankungen darauf
zurück, daß man unvorſichtigerweiſe Fleiſch über Nacht
einem kupfernen Keſſel hatte ſtehen laſſen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshautpſtadt, 25. Nov. Am 28. ds. Mts.
ollendet in Charlottenburg der Penſionär Fritz Finke
ſein 70. Lebensjahr. Finke, der ſchon an den Feldzügen
1864 und 1866 beim Zieten=Huſaren=Regiment teilnahm,
war der erſte Unteroffizier des deutſchen Heeres, der
beim Einzuge der deutſchen Truppen in Paris die
Haupt=
ſtadt Frankreichs betrat. Er gehörte damals der erſten
Schwadron des 2. heſſiſchen Huſaren=Regiments Nr. 14
in, die von dem damaligen Rittmeiſter von Colomb
efehligt wurde, welcher im vergangenen Jahre als
pen=
ſionierter General in Darmſtadt ſtarb. Führer dieſes
Zuges war der damalige Leutnant von Bernhardi, der
erſte deutſche Offizier, der Paris betrat, und der zuletzt
Kommandeur des 7. Armeekorps in Münſter war und
vor einiger Zeit in den Ruheſtand trat. Finke iſt
In=
haber verſchiedener Orden und Ehrenzeichen und Ritter
des Eiſernen Kreuzes 2. Klaſſe. — Einer der
gefähr=
lichſten Verbrecher, die die Kriminalchronik
Ber=
lins in den letzten Jahren aufzuweiſen hatte, hat geſtern
bei ſeiner Verhaftung von der Hand eines
Kriminalſchutz=
mannes den Tod gefunden. In Treptow ſtieß
der Kriminalbeamte Wild mit dem bekannten
Geldſchrank=
einbrecher Gorski zuſammen und erſchoß ihn, ehe der
geſuchte Dieb ſeinen Revolver auf den Verfolger anlegen
konnte. Max Gorski war, wie gemeldet, vor einigen
Wochen aus der Irrenanſtalt Buch entflohen, wo er als
„gemeingefährlich Geiſteskrayker” interniert war. Die
Polizei war ihm ſeit einigen Tagen auf der Spur, und
es gelang ihr, den Verbrecher in der Elſenſtraße zu
Trep=
tow geſtern abend zu ſtellen. Kriminalkommiſſar Flüger,
der mit mehreren Kriminalbeamten etwa ſeit Freitag
eine neue Spur des Verbrechers verfolgte, hatte die
Be=
amten daraufhin inſtruiert, daß Gorski ein überaus
ge=
walttätiger Mann ſei, und ſo hatten ſich die Beamten
von vornherein auf einen heftigen Widerſtand und
Ge=
brauch der Waffe eingerichtet. Dem Kriminalſchutzmann
Wild gelang es. Gorski in der Elſenſtraße in Treptow zu
berraſchen. Als der Verbrecher erkannte, daß ein
Ent=
kommen nicht mehr möglich war, verſuchte er mit einem
Browning auf den Beamten einzudringen. In
dem=
elben Augenblick, als er auf den Kriminalſchutzmann
an=
legte, kam ihm dieſer jedoch zuvor und ſtreckte ihn mit
einem Schuß in die Bruſt nieder. Der Schuß war ihm
quer durch die Lunge gegangen und hatte den ſofortigen
Tod zur Folge gehabt. Bei dem Toten fand man in der
rechten und linken Manteltaſche je eine geladene und
ent=
ſicherte Browningpiſtole, ſowie zahlreiches
Einbruchswerk=
zeug. Die Verantwortung für dieſe Vorkommniſſe trägt
die Irrenanſtalt, die den gemeingefährlichen Verbrecher
hat entfliehen laſſen.
Wiesbaden, 25. Nov. Die zur Vorbereitung der
Wahl eines erſten Bürgermeiſters von dem
Magiſtrat und der Stadtverordnetenverſammlung
er=
wählte Kommiſſion tagte heute vormittag und beſchloß
einſtimmig, die Stelle nicht auszuſchreiben, ſondern zur
Wahl den bisherigen zweiten Bürgermeiſter, Geh. Rat
Dr. Gläſſing in Vorſchlag zu bringen. An der
An=
nahme dieſes Vorſchlages durch das Plenum iſt nicht zu
zweifeln.
Biedenkopf, 26. Nov. Zwiſchen Medenbach und
Hil=
gershauſen verirrte ſich der Knecht Matthias im
Schneegeſtöber und wurde erfroren aufgefunden.
Miltenberg, 26. Nov. Am 1. Dezember wird die
neuerbaute Main=Odenwald=Bahn offiziell dem
allgemeinen Verkehr übergeben werden. Die neuerbaute
Bahnſtrecke hat als Endſtationen Höchſt (Heſſen) und
Aſchaffenburg (Bayern). Sie wird für die Verkehrs= und
Induſtrieverhältniſſe des Maintales und Odenwaldes
von höchſter Bedeutung werden. Den Holzhandel im
Speſſart und Odenwald wird ſie mächtig fördern, ſodann
wird die Steininduſtrie ſehr günſtig beeinflußt werden.
Letzteres iſt um ſo notwendiger, als gerade in letzter Zeit
der Mainſandſtein wegen ſeiner ſchönen Farbe und ſeiner
namentlich bei feinkörnigen Sorten leichten Bearbeitung
den Muſchelkalkſtein, der ihm eine Zeitlang fühlbar
Kon=
urrenz gemacht hatte, ſehr zurückgedrängt hat. Endlich
wird die neue Bahnſtrecke einem Induſtriezweig zugute
kommen, der eben erſt im Maintal zur Blüte gelangt iſt,
ämlich der Schneckenzucht. In Langfurt iſt
neuer=
dings eine große Weinbergsſchneckenzüchterei ins Leben
gerufen worden, die fortwährend größere Lieferungen
nach Japan ausführte. Auch die Schnecken von
Eichen=
bühl ſind neueſtens wegen ihres Wohlgeſchmacks und
ihres Nährwertes ein ſehr geſuchter Artikel geworden.
Regensburg, 26. Nov. Im Walde bei Regensdorf,
nördlich von Regensburg ſtießen geſtern nacht der Förſter
Weigel und der Jagdgehilfe Euringer auf eine
Wilde=
rer bande, die der Aufforderung, ſich zu ergeben, nicht
Folge leiſtete. Es entſpann ſich ein regelrechtes
Feuer=
gefecht, in dem der Förſter, ſowie ein Wilderer
er=
ſchoſſen und der Jagdgehilfe lebensgefährlich verletzt
wurde.
Saarbrücken, 26. Nov. Als geſtern auf der
Stadt=
hauptkaſſe eine Dame ihre Steuern bezahlen wollte,
er=
griff ein Mann das Geld, 400 Mark, und entfloh. Es
gelang nicht, den Dieb trotz ſofortiger Verfolgung
feſtzu=
nehmen.
Mülheim a. Rh., 25. Nov. Heute abend gegen 6¾
Uhr wurde ein Perſonen= und Frachtdampfer
der Mülheimer Dampfſchiffahrts=Geſellſchaft, der von
Mülheim nach Hittorf fuhr, als er die Mülheimer
Schiffs=
brücke paſſierte, von dem Dampfer „Egan 9‟ der William=
Egan=Linie angefahren. Der Dampfer der
Mül=
heimer Dampfſchiffahrts=Geſellſchaft ſank. Die darauf
befindlichen etwa 20 Perſonen, Paſſagiere und Perſonal,
konnten bis auf drei, die vermißt werden, gerettet werden.
Zu dem Unfall liegt noch folgende Meldung vor: Der
Dampfer „Musmacher” iſt etwa 150 Meter unterhalb der
Schiffsbrücke geſunken. Es ließ ſich vor Einbruch der
Dunkelheit nicht mehr feſtſtellen, ob ſich noch Perſonen in
der Kajüte befanden. Eine Dame, die in das Waſſer
geſprungen oder gefallen war, konnte herausgezogen
wer=
den. Soweit die bis jetzt geführte Unterſuchung ergeben
hat, verſuchte der Egan=Dampfer, trotzdem für ihn keine
freie Fahrt angezeigt war, die Brücke zu paſſieren, da
der Dampfer „Musmacher” der nach den Signallichtern
freie Durchfahrt hatte, aus der Brücke vollſtändig
heraus=
gefahren war. Der Kapitän des „Egan” war anſcheinend
der Anſicht, daß es ihm gelingen würde, mit ſeinem
Schiffe durch die Brücke hindurchzukommen, ehe der
Mül=
heimer Dampfer in die Brücke einfuhr. Dieſe Anſicht iſt
der eigentliche Anlaß zu dem Unfall geweſen. Unmittelbar
nach dem Unfall iſt die Unterſuchung aufgenommen
wor=
den, auch von der Kölner Polizeibehörde. Von dieſer
waren Polizeiinſpektor Landſchulz und Kommiſſar
Strei=
chert erſchienen. Der Kapitän des Dampfers „Egan”
wurde verhaftet.
Halle a. d. S., 26. Nov. Bei der Fahrt zwiſchen
Salz=
wedel und Lüchow hörte ein Zugführer ein
merkwür=
diges Geräuſch. Er kletterte am Zug entlang, um nach
der Urſache zu forſchen. Plötzlich wurde er von einem
Tiger, der einer im Zuge untergebrachten Menagerie
angehörte, am Kopfe gepackt. Das Tier drückte ihn gegen
den Wagen, riß ihm die Kopfhaut herunter und brachte
ihm ſchwere Verletzungen im Geſicht bei. Es gelang dem
Beamten, ſich in ein leeres Abteil zu ſchleppen, wo er
bewußtlos zuſammenbrach. Er iſt ins Krankenhaus
ge=
bracht worden.
Innsbruck, 25. Nov. Nach Meldungen aus St. Felix
wurde im oberen Nonntal der ſeit September vermißte
Hallenſer Profeſſor Hildebrand, der eine Bergtour
unternommen hatte, von der er nicht zurückkehrte, als
Leiche aufgefunden.
Reichenau, 25. Nov. Heute fand im Schloß
Wart=
holz die Taufe des Sohnes des Erzherzogspaares Karl
Franz Joſef ſtatt. Als Taufpaten fungierten der
Thron=
folger Franz Ferdinand, in Vertretung des Kaiſers die
Herzogin Maria Antonia von Parma. Der Täufling
er=
hielt die Namen Franz Joſef.
Prag, 25. Nov. Die zwei greiſen Schweſtern
Havranek=
wurden heute nachmittag von zwei Burſchen, die
angeblich eine Wohnung mieten wollten, mit Aexten
überfallen. Die eine wurde tödlich, die andere ſchwer
verletzt. Die Burſchen entkamen.
Paris, 25. Nov. Heute nachmittag begann vor dem
Schwurgericht der Prozeß gegen neunzehn Mitglieder
des Bauarbeiterſyndikats wegen Beleidigung
der Armee und Aufreizung des Militärs zum Unges
horſam, weil ſie im Namen der Vereinigung des „Sou du
Soldats” an zahlreiche Unteroffiziere und Soldaten ein
Rundſchreiben gerichtet hätten, in der gegen die
Ver=
urteilung der Sekretäre des „Sou du Soldats” Einſpruch
erhoben wurde. Die Polizei traf große
Sicherheitsvor=
kehrungen vor und in dem Juſtizpalaſt, um Kundgebungen
zu verhindern.
Brüſſel, 25. Nov. Vor dem Appellgerichtshofe
Brüſſel begann heute die
Berufungsverhande=
lung in dem aufſehenerregenden Prozeß, den die Pri
zeſſin Luiſe angeſtrengt hatte gegen den belgi
ſchen Staat in erſter Linie und zuſätzlich gegen die
Stiftung Niederfüllbach=Koburg, ſowie gegen die beiden
Barone Goffinet. Die Prozeßvertreter der beklagten
Parteien waren dieſelben wie in der erſten Verhandlun
im Sommer 1911, wo das Urteil ſich auch dem Gutachten
des Staatsanwalts angeſchloſſen hatte, daß die Klägerin
mit ihrer Klage abzuweiſen ſei. Die Prinzeſſin Luiſe ha
inzwiſchen die Vertretung ihren damaligen Advokaten
entzogen, wie verlautet, weil ſie den Ratſchlägen dieſen
einer gütlichen Einigung, wozu die Staatsregierung
bereit war, zuzuſtimmen, ſich nicht anpaſſen konnte.
In=
zwiſchen hat nun auch die Gräfin Stefanie Lonyay, die in
erſter Inſtanz nicht als Klägerin aufgetreten war, ſondern
wie die Prinzeſſin Klementine, auf das Vergleichsangebot
des Staates von zwei Millionen Francs einzugehen
geneigt ſchien, jedoch das Urteil abwarten wollte, ihre
Meinung geändert und vertritt jetzt den gleichen Anſpruch
auf ihr ganzes Erbteil von der mehr als 50 Millionen
betragenden väterlichen Hinterlaſſenſchaft. Sie ſind durch
Martre Léon de la Croix vertreten; Prinzeſſin Klementine
iſt abwartend vertreten und unterwirft ſich der zu
erwar=
tenden gerichtlichen Entſcheidung. Prinzeſſin Luiſe hat
Martre Lahop als Rechtsbeiſtand erwählt. Er erklärte zu
Beginn der Verhandlung, die von dem erſten
Präſiden=
ten des Appellhofes Flaider geleitet wird — als
Staats=
anwalt fungiert der GeneraladvokatJopprand —, daß
nicht genügend Zeit gehabt habe, die Akten zu ſtudiere
und daher die Leitung des Prozeſſes dem Anwalt de
Prinzeſſin Stefanie, Maitre de la Croix, für beide Klä
gerinnen überlaſſe. Dieſer beginnt ſeine Ausführungen
mit den ſchon in der erſten Prozeßverhandlung erörterten
Abſichten des verſtorbenen Königs, ſich den geſetzlichen
Erbrechtsbeſtimmungen zu entziehen und ſchilderte dann
den Hergang der Gründung der Stiftung Niederfüllbach
der Kongodomäne und der Teſtamentsaufmachung. Seine
Beweisführung, die mehrere Sitzungen in Anſpruch
neh=
men wird, geht dahin, das Gericht möge erkennen, daß
die Anſprüche des Staates unbegründet ſeien und die zu
Unrecht beſchlagnahmten Vermögensſtücke an die
Erb=
ſchaftsmaſſe zurückgegeben werden müßten. Der belgiſche
Staat hat den Richtern und Anwälten die in einen
Okab=
band zuſammengefaßten Verhandlungen des vorigen
Jahres überreichen laſſen; und ſeine Anwälte fordern den
Gerichtshof auf, dahin zu erkennen, daß die
Vermögens=
ſtücke dem Staate zukommen und die Anſprüche der
Prin=
zeſſinnen abzuweiſen ſeien.
Petersburg, 26. Nov. In Sewaſtopol wurde dieſe
Nacht das Urteil an den revoltierenden
Matro=
ſen der Schwarzmeerflotte vollzogen. 1
Mann wurden erſchoſſen. Bei ſechs anderen wurde
die Todesſtrafe in lebenslängliche Zwangsarbeit
umge=
wandelt.
New=York, 25. Nov. Nach einer Meldung aus
Wau=
kegan in Illinois ſind bei einer Exploſion in einer
Stärkefabrik 23 Perſonen getötet worden. Man
be=
fürchtet, daß auch mehrere Verletzte nicht wieder
aufkom=
men werden. Der Schaden wird auf 100000 Dollars
geſchätzt. Das Unglück iſt wahrſcheinlich durch die
Ent=
zündung von Stärke verurſacht worden.
New=York, 26. Nov. Ein Rieſenbrand brach
geſtern auf der Brooklyner Seite des Eaſt=River in einem
Oelwerk aus. Es kam zu zahlreichen Exploſionen.
Viele Perſonen ſind verletzt worden. Der Schaden iſt
vorläufig unberechenbar, man ſchätzt ihn auf über eine
Million Dollars. Bei Abgang der Depeſche brannten drei
Häuſerquartiere. 16 Feuerwehrleute ſollen ſchwer verletzt
worden ſein.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt 26. Nov. Im Laufe des
heu=
igen Tages haben zwiſchen der Großh. Regierung
und dem Finanzausſchuß der Zweiten Kammer
eingehende Verhandlungen ſtattgefunden, die ſich um die
bekannten Differenzen wegen des von der Regierung nicht
publizierten Initiativ=Geſetzentwurfes über
die Abänderung der Gehaltsordnung für
ie Beamten beider Ständekammern
dreh=
en. Die gegenſeitige Ausſprache und die daran
geknüpf=
ten Folgerungen laſſen erwarten, daß nun in aller Kürze
ine beide Teile befriedigende Verſtändigung erzielt
wer=
en wird. Im Finanzausſchuß der Zweiten
Kam=
mer wurde die ſtrittige Angelegenheit zunächſt ohne Re
gierungsvertreter behandelt. Der Ausſchußreferent, Abg=
Dr Oſann, gab an der Hand der Protokolle und des
Schriftwechſels zwiſchen Regierung und beiden
Stände=
kammern einen ausführlichen Bericht über den ganzen
Sachverhalt: Zu dem Beamten= und Lehrer=
Beſoldungs=
geſetz im Sommer dieſes Jahres war ſeitens beider
Kam=
mern ein Initiativ=Antrag eingebracht worden, welchen
die Beſoldungsverhältniſſe der Beamten und Angeſtellten
beider Kammern mit Wirkung vom 1. April 19120gb
regeln ſollte. Der Initiativ=Antrag war von beiden
Kammern einſtimmig angenommen worden und mana
auch in beiden Kammern der Auffaſſung, daß dieſem
Anttlag Feige gegeben werden warde. De Regterung
hatte uber dann den Iitlriatio=Aittrag nicht iis Geſeg
veröpfettlicht. Sie war Darauſhint ungeßungen 19brbei,
warum dies nicht geſchehen ſei. Darauſyin exklarte dee
Magierunig, daß ſie ſeine endgültige Beſſerſtelung
der Beamten beider Kammern Ucht einereten laſſen löune,
nachdent lichr nür die ganze Deſotbungsbronung,
ſon=
dern auch die Zibilliſte des Großherzogs nur ſür das
Jayr 1912 verabſchievet worden ſeien. Sowohl das
Pruſidium der Zieiten, wie auch das der Erſten
Kam=
mer ſteuten ſich demgegenuber auf den Stanopunkt, daß
ſie bei der Beratung über Befolbungsorsnung und
Schuldentilgung der Ueverzeugung geweſen ſeien, es
wurde nun auch dieſer Antrag ungenommen ſein.
Nun=
meyr kam die Interpellation der Abgg. Adelung und
Gen., aus deren Faſſung hervorging, daß ſeitens des
Miniſteriums, insveſonoere des Herrn Finanzminiſters
Braun Exz., eine Zuſage dahin gegeben worden ſei, auch
den Initiarlvantrag zum Geſetz zu machen. In der
heu=
tigen Verhandlung, zu der auch die Abgg. Adelung und
Bayr, der eine Interpellation ähnlichen Inhalts
ein=
gebracht hat, eingeladen waren, kam nun die Meinung
ebenfalls zum Ausdruck, daß der Initiativantrag mit zu
den im Juli d. Js. verabſchiedeten Beſoldungsvorlagen
gehöre. Dagegen könne aus den ſchriftlichen Erklärungen
der Regierung eine Zuſage in dieſer Richtung nicht
an=
genommen werden. Die Regierung habe eine beſtimmte
Erklärung im Juli nicht abgegeben, früher aber ihren
Standpunkt dahin feſtgelegt, daß ſie den Initiativantrag
nicht annehmen könne.
Nachdem alsdann die drei Miniſter und mehrere Räte
in der Ausſchußſitzung erſchienen waren, legte beſonders
Herr Finanzminiſter Braun Erz. an der Hand der
Sitzungsprotokolle dar, daß er bei ſeiner Erklärung im
Juli d. Js., das Geſetzeswerk über die
Beſoldungs=
anderung und das Schuldentilgungsgeſetz müßten als
einheitlich angeſehen werden, auch mit habe erklären
wol=
len, daß die Regierung ihren früheren Standpunkt
gegen=
über dem Initiativantrag aufgegeben habe und dieſem
nunmehr zuſtimmen wolle. Es müßte hier ein
Mißver=
ſtändnis obwalten. Der Initiativantrag ſei keineswegs
ſpeziell von ihm genannt worden. Miniſter v. Hombergk
zu Vach Exz. beſtätigte dieſe Darlegungen und fügte hinzu,
daß auf die Frage eines Mitgliedes der Erſten Kammer,
wie denn der Initiativantrag behandelt werde, von ihm
die Aeußerung erfolgt ſei, daß auch über dieſen eine
Ver=
ſtändigung noch erfolgen würde. Herr Staatsminiſter
Ewald Exz. erklärte, daß ſowohl über die Sätze des
Initiativantrags, wie auch über die Mitwirkung der
Zweiten Kammer oder des Kammervorſtandes bei
Be=
ſetzung der Beamtenſtellen in der Zweiten Kammer ſich
eine Einigung leicht werde erzielen laſſen, daß aber
be=
züglich des Inkrafttretens der erhöhten Gehaltsſätze die
Regierung dem Initiativantrag nicht zuſtimmen könne,
da hierdurch den übrigen Beamten gegenüber eine
Be=
vorzugung der Kammerbeamten eintreten würde. Auf
Grund der Darlegungen der Regierung wurden dann
die noch vorhandenen Differenzpunkte dahin präziſiert:
Bezüglich der Gehaltsſätze werde wohl eine Einigung
möglich ſein, ebenſo bezüglich der Mitwirkung der
Kam=
mer bei Beſetzung ihrer Beamtenſtellen. Es bleibe nur
die Frage, welche Gehälter die Kammerbeamten in der
Zeit vom 1. April 1912 bis zum Inkrafttreten der
end=
gültigen Beſoldungsordnung zu beziehen hätten. Auch
hier könne geholfen werden, und zwar durch eine
Funk=
tionszulage, über die noch eine nähere Verſtändigung
zu erfolgen hätte.
Ueber die vorſtehenden Punkte wurden in der
Aus=
ſchutzſitzung endgültige Beſchlüſſe noch nicht gefaßt. Der
Ausſchußreferent Dr. Oſann wird vielmehr das Ergebnis
der Beſprechung ſchriftlich zuſammenfaſſen und der
Re=
gierung unterbreiten, die dann durch eine ſchriftliche
Er=
klärung die Baſis ſchaffen wird, auf welcher auch die
materielle Seite der Frage durch gegenſeitige
Verſtän=
digung geregelt werden kann. Iſt dies aeſchehen, ſo
dürfte auch in der Kammer die formelle Differenz nicht
weiter verfolat werden, da ja dann für die Beamten
und Angeſtellten der beiden Ständekammern das Ziel
der Boſoldungsvorheſſerung erreicht ſein wird.
*X* Darmſtadt, 26. Nov. Das Präſidium
der Erſten Kammer hielt heute gleichfalls am
Vor=
mittag und am Nachmittag bis abends gegen 7 Uhr ſehr
eingehende Beratungen über die ſtrittige Angelegenheit
ab Auch hier machte ſich durchaus eine verſöhnliche
Stimmung geltend, die erwarten läßt, daß auch ſeitens
der Erſten Kammer der angedeuteten materiellen
Rege=
lung der Differenzen keine Schwierigkeiten bereitet
wer=
den dürften. Sobald die Antwort der Regierung auf die
Fragen des Finanzausſchuſſes vorliegt. wird der
Finanz=
ausſchuß zu ſeinen weiteren Beſchlußfaſſungen hierüber
zuſammentreten.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 26. Nov. Am Bundesratstiſche:
Kom=
miſſare. Das Haus iſt gut beſucht. Vizepräſident Dr.
Paaſche eröffnet die Sitzung um 2 Uhr 16 Minuten,
indem er die Mitglieder des Hauſes herzlich willkommen
heißt und der Hoffnung Ausdruck gibt, daß die Tätigkeit
des Reichstages in der bevorſtehenden Seſſion erfolgreich
ſein und zum Wohle des Vaterlandes dienen möge.
So=
dann ehrt der Vizepräſident das Andenken der inzwiſchen
verſtorbenen Abgeordneten durch einen herzlichen Nachruf.
Es handelt ſich um die Abgeordneten Bachmeier
(Bbd.), Dr. Will=Schlettſtadt (Elſäſſer), v. Normann
(konſ.) und den heute verſtorbenen Abg. Förſter (Soz.).
Des weiteren gedenkt der Vizepräſident des Ablebens
des Präſidenten des Abgeordnetenhauſes Frhrn. von
Erffa, des regierenden Bürgermeiſters von Hamburg
Dr. Burchard, des deutſchen Botſchafters in London
Frhrn. Marſchall von Bieberſtein, der dem
Reichstage als Abgeordneter wie als
Bundesratsbevoll=
mächtigter nahegeſtanden hat, und des Erbauers des
Reichstagsgebäudes Geh. Rat Profeſſor Wal lo t.
Aus Anlaß der Grubenkataſtrophe auf Zeche „Lothringen”
am 8. Auguſt hat der damalige Präſident des Reichstages
ein herzlich gehaltenes Beileidstelegramm abgeſandt. —
Das Gedächtnis aller Verſtorbenen wird durch Erheben.
von den Sitzen geehrt.
Nach mehreren geſchäftlichen Mitteilungen gibt der
Vizepräſident bekannt, daß die Wahl des erſten
Präſidenten auf die morgige Tagesordnung
geſetzt wird. — Auf der Tagesordnung ſtehen
Petitionen.
Zunächſt liegt vor eine Petition auf
reichsgeſetz=
liche Regelung des Irrenhausweſens. Die
Peti=
tionskommiſſion empfiehlt, die Petition dem Reichskanzler
als Material zu überweiſen. — Abg. Dr. Gerlach (Ztr.
geht, auf der Tribüne völlig unverſtändlich, auf einzelne
Fragen des Irrenweſens ein. — Abg. Dombel (Pole):
Die ungeheuerliche Benachteiligung zwangsweiſe in einem
Irrenhauſe Untergebrachter erfordert dringend eine
gründliche geſetzliche Regelung. — Abg. Dr. Struve
(Fortſchr. Vpt.): Von ſkandalöſen Zuſtänden iſt in dieſer
Hinſicht keine Rede. Dieſen Vorwürfen muß entſchieden
entgegengetreten werden. — Abg. Baſſermann (ntl.):
Auch wir erkennen die Notwendigkeit einer
reichsgeſetz=
lichen Regelung des Irrenweſens an. — Die Petition
wird ohne weitere Debatte, entſprechend dem
Kommiſ=
ſionsantrag, als Material dem Reichskanzler überwieſen.
Es folgt eine Petition auf Erweiterung der
geſetz=
lichen Regelung der Sonntags= und
Nacht=
ruhe im Binnenſchiffahrtsgewerbe. Die Kommiſſion
beantragt Ueberweiſung als Material. Das Zeutrum,
wie auch die Sozialdemokratie beantragen Uebergang zur
Tagesordnung. — Abg. Schumann (Soz.): Eine
geſetz=
liche Regelung der Sonntags= und Nachtruhe im
Binnen=
ſchiffahrtsgewerbe würde tatſächlich eine geordnete Ruhe
zeit unmöglich machen. Die Wünſche des Zentralvereins
für Binnenſchiffahrt entſprechen nicht den Intereſſen der
Arbeitnehmerſchaft in dieſem Gewerbe. — Abg.
Dah=
lem (Ztr.): Eine geſetzliche Regelung der Ruhezeit im
Binnenſchiffahrtsgewerbe, wie ſie das Reichsamt des
In=
nern geſchaffen hat, war völlig ungenügend, da bekannt
iſt, daß außer den hohen Feiertagen ſo gut wie gar keine
Ruhezeit gegeben wurde. Nicht nur die hohen Feſttage,
ſondern auch Karfreitag und Totenſonntag müſſen
Ruhe=
tage für die Schiffer ſein. Ausnahmen, insbeſondere bei
Hochwaſſer, ſind ſelbſtverſtändlich zuzulaſſen. Wir
bean=
tragen zu der heutigen Petition Uebergang zur
Tages=
ordnung. — Abg. Baſſermann (ntl.): Bei der
Rege=
lung der Sonntags= und Nachtruhe müſſen Schiffe mit
leicht verderblichen Ladungen ausgeſchaltet werden.
Abg. Dr. Burckhardt (Soz.): Auch wir beantragen
Uebergang zur Tagesordnung. — Abg. Gothein (
Fort=
ſchrittliche Vpt.): Die Schiffer ſind von den
Naturereig=
niſſen in hohem Maße abhängig; ſie dürfen in der
Aus=
nützung der Konjunktur nicht behindert werden. — Abg.
Frhr. v. Gamp (Rpt.): Bei der Verſchiedenheit der
ein=
zelnen Gebiete können wir einer einheitlichen Regelung
nicht zuſtimmen. Wir beantragen Uebergang zur
Tages=
ordnung. — Nach weiteren Ausführungen der
Abgeord=
neten Molkenbuhr (Soz.), Gothein (Fortſchr.
Vpt.) und Schumann (Soz.) wird der Antrag auf
Uebergang zur Tagesordnung angenommen.
Es folgt eine Petition auf Abänderung der
Zivil=
prozeßordnung über den Offenbarungseid. Darin
wird gefordert, die Beſtimmungen gegen den Schuldner
zu verſchärfen und die Rechte des Gläubigers zu
erwei=
tern. — Die Kommiſſion empfiehlt Kenntnisnahme.
Abg. Dr. Bell (Ztr.): Zur Verſchärfung liegt kein
be=
ſonderer Anlaß vor. Es wäre ſchon viel erreicht, wenn
die beſtehenden Beſtimmungen wirklich praktiſch
ange=
wendet würden. Abg. Geyer (Soz.): Die
Eides=
formel zu erweitern, haben wir erhebliches Bedenken. Den
Schuldner durch Veröffentlichung an den Pranger zu
ſtel=
len, geht entſchieden zu weit. — Die Petition wird der
Regierung zur Kenntnisnahme überwieſen.
Es folgt eine Petition auf Erweiterung des § 1269
der Reichsverſicherungsordnung, nach dem
zwecks Abwendung einer drohenden Invalidität eines
Verſicherten oder deſſen Witwe das Heilverfahren
einge=
leitet werden kann. Dieſe Wohltat auch den Invaliden
zu ermöglichen, bezweckt die Petition. Die Kommiſſion
beantragt Ueberweiſung als Material. — Abg. Hoch
(Soz.): Bei der Beratung des Heilverfahrens wurde als
ſelbſtverſtändlich angenommen, daß es auch den Invaliden
zukommen ſolle. Verſchiedene Verſicherungsanſtalten
ſtel=
len ſich aber auf den entgegengeſetzten Standpunkt. Ich
beantrage Ueberweiſung zur Berückſichtigung. — Die
Petition wird der Regierung als Material
überwieſen.
Eine Petition über Abänderung der
Gebüh=
ren für Rechtsanwälte wird zur Kenntnisnahme
überwieſen. — Es folgt eine Petition auf
Beſeitig=
ung der Zuckerſteuer bei Verarbeitung von
Früchten in gewerblichen Etabliſſements.
Die Kommiſſion beantragt Ueberweiſung als Material.
— Abg. Brey (Soz.): Die Beſeitigung der Zuckerſteuer
in derartigen Betrieben iſt nicht nur vom Standpunkt der
Konſervenfabriken zu befürworten, ſondern auch im
In=
tereſſe der Volksernährung. Die Regierung ſoll ſich
äußern, ob nun wirklich am 1. April 1914 die Zuckerſteuer
herabgeſetzt wird. — Die Petition wird zur
Berückſichtig=
ung überwieſen.
Einige weitere perſönliche Angelegenheiten betreffende
Petitionen werden debattelos erledigt. Die Petition auf
Abänderung des unmündigen Militärinvaliden W.
Hör=
ſter=Eſſen gemäß dem Kommiſſionsantrag zur
Kennt=
nisnahme überwieſen. — Hiermit iſt die Tagesordnung
erledigt.
Nächſte Sitzung Mittwoch 1 Uhr. Tagesordnung:
Präſidentenwahl, Intervellation der
National=
liberalen und Sozialdemokraten über die auswärtige
Lage, der Sozialdemokraten über die Teuerung, der
Fortſchrittlichen Volkspartei über das Koalitionsrecht der
Staatsarbeiter; Vorlage über Zollermäßigungen auf
Fleiſch an größeren Städten. — Schluß halb 7 Uhr.
Der Kaiſer in Donaueſchingen.
* Donaueſchingen 26. Nov. Anläßlich der
Vermählung der Prinzeſſin Lotti zu Fürſtenberg mit
Dr. Hugo Vincenz, Fürſten Windiſch=Grätz ſind etwa 100
Gäſte eingetroffen. Die Feier wurde geſtern eingeleitet
durch eine Huldigung des Schwarzwald=Gau=
Schützen=
verbandes und einen Feſtakt der Stadtgemeinde in der
ſtädtiſchen Feſthalle. Heute abend war die Stadt und
der Schloßpark glänzend illuminiert. Die Höchſten
Herr=
ſchaften machten eine Rundfahrt und beſuchten nach der
Familientafel im Schloß den Feſtball der
Muſeumsgeſell=
ſchaft im Muſeum. Sonderzüge haben viel Publikum aus
der Umgegend herbeigeführt. Der Kaiſer iſt um 9 Uhr
35 Min. mit Gefolge im Sonderzuge hier eingetroffen.
Der Kaiſer, der bei der Ankunft die Uniform der Garde
du Corps trug, fuhr mit dem Fürſten, von einem
zahl=
reichen Publikum lebhaft begrüßt, zum Schloß, wo er am
Portal von der Fürſtin zu Fürſtenberg und den
Mit=
gliedern der Familien Windiſchgrätz und Fürſtenberg
empfangen wurde, denen ſich die Hochzeitsgäſte
ange=
ſchloſſen hatten. Die Jägerei empfing den Kaiſer vor dem
Schloſſe mit dem Fürſtengruß. Das Wetter iſt ſchön. Um
10¼ Uhr wurde im Schloß die Ziviltrauung des
Braut=
paares durch Bürgermeiſter Schön vollzogen. Hierauf
er=
folgte die Anfahrt zur Stadtkirche. Der Kaiſer im roten
Galarock der Garde du Corps wurde von der Geiſtlichkeit
begrüßt, worauf ſich der Brautzug unter Führung des
Kabinettrates Würth in Bewegung ſetzte. Der Kaiſer
ſchritt voran. Die Trauung vollzog der Zelebrant Prinz
Herwart Auerſperg. In der Altarniſche hielten
Ehren=
poſten mit altfürſtenbergiſcher Uniform die Wache.
Der=
jenige von ihnen, welcher neben dem Throne ſtand, hielt
eine Kaiſerſtandarte. Beim Verlaſſen der Kirche ſchritt
der Kaiſer wiederum voran, ihm folgte das junge
Ehe=
paar. Nach der Ankunft im Schloſſe war
Gratulations=
cour in der großen Halle.
Der Balkankrieg.
Zur Lage.
*⁎* Die geharniſchte Erklärung der Nordd.
All=
gemeinen Zeitung gegen die Neue Geſellſchaftliche
Kor=
reſpondenz, die über die politiſche Lage mehrere
Schwin=
delmeldungen gebracht hatte, die geeignet waren,
Beun=
ruhigung hervorzurufen, iſt, wie uns aus Berlin
ge=
ſchrieben wird, um ſo mehr berechtigt, als die öffentliche
Meinung ohnehin ſchon ſtark erregt iſt und weite Kreiſe
mit der Kriegsgefahr bereits als mit einer feſtſtehenden
Tatſache rechneten. Ohne daß man den Ernſt der Lage zu
verkennen braucht, liegt vorläufig eine unmittelbare
Ge=
fahr noch nicht vor, denn erſtens iſt es noch keineswegs
ausgeſchloſſen, daß nicht Serbien vor der entſchiedenen
Haltung Oeſterreich=Ungarns und vor den Mahnungen
der eifrig am Friedenswerke befindlichen Mächte einlenkt,
und dann ſteht es ja durchaus nicht feſt, ob Rußland
even=
tuell für Serbien eintritt und damit die eigentliche
Ge=
fahr für Europa heraufbeſchworen wird. Die öffentliche
Meinung iſt, wie geſagt, bei uns erregt, man hört ſogar
von Vorbereitungen zur Einberufung der Reſerven
ſpre=
chen, aber wenn man einem ſolchen Gerüchte nachgeht,
dann findet man, daß es ſich um Erzählungen am
Bier=
tiſche handelt. Im übrigen iſt die betreffende
Korreſpon=
denz dafür bekannt, daß ſie in Senſation macht, und ſie
hat ſchon manche Nachricht verbreitet, die ſich nachher als
irekt erfunden herausſtellte.
Jene Widerlegung „unlauterer” Nachrichten der
Neuen Geſellſchaftl. Korreſp. durch die Nordd. Allg. Ztg.
hat übrigens den Anlaß zu der bemerkenswerten
Mit=
teilung gegeben, daß die Mächte überein gekommen ſeien,
ſich in keiner einzelnen Frage des
Balkan=
problems zum Voraus feſtzulegen und
demgemäß die albaniſche wie die adriatiſche
Angelegen=
heit erſt im Verein mit den anderen, aus den Vorgängen
am Balkan entſtandenen Fragen zu diskutieren und zu
regeln. Dieſes Uebereinkommen der Mächte hat einerſeits
den Nachteil, daß es die Zeit der Ungewißheit verlängert
und ſo Treibereien der Balkandiplomatie erleichtert.
Andererſeits hat jenes Uebereinkommen den Vorteil, durch
den Ausſchluß der Feſtlegung der Mächte auf einen
be=
ſtimmten Standpunkt in Einzelfragen den friedlichen
Aus=
gleich von Gegenſätzen im Wege der „Diskuſſion” zu
er=
möglichen. Da nach der halbamtlichen Erklärung die
Großmächte um eine friedliche Löſung der ſchwierigen
Fragen „ernſthaft” bemüht ſind, ſcheint der Vorteil, den
das Uebereinkommen bietet, den damit unvermeidbar
verbundenen Nachteil aufzuwiegen.
* London, 26. Nov. Wie das Reuterſche Bureau
aus hieſigen diplomatiſchen Kreiſen erfährt, iſt, ſoweit
hier bekannt, nichts aeſchehen, was die Gefühle von
Peſſimismus rechtfertigen könnte, die in einigen
feſt=
ländiſchen Hauptſtädten zu herrſchen ſcheinen und ſich auch
eines Teiles der hieſigen Preſſe bemächtigt haben. Man
betont, daß die vorliegenden Tatſachen eher eine
opti=
miſtiſche als eine peſſimiſtiſche Auffaſſung rechtfertigen,
und man weiſt darauf hin, daß die Mächte ihre
Be=
ſprechungen fortſetzen, um die Grundlagen für die
Ver=
handlungen einer künftigen Konferenz aufzuſtellen. Man
betont ferner, daß die Bemühungen der Mächte darin
an=
ſcheinend erfolgreich geweſen ſind daß der
öſterreichiſch=
ſerbiſche Streit wegen des Konſuls ein weniger ernſtes
Ausſehen angenommen hat, und daß die Vertreter der
kriegführenden Mächte die Verhandlungen über einen
Waffenſtillſtand als Vorläufer von
Friedensverhand=
lungen wieder aufgenommen haben.
* Wien 25. Nov. Die Militäriſche Korreſpondenz
ſchreibt: Die in der Levante befindlichen Schiffe des
öſterreichiſch=ungariſchen Geſchwaders ſind
nach den heimiſchen Gewäſſern zurückberufen
wor=
den, da ihre Anweſenheit daſelbſt nicht mehr nötig iſt und
im Hinblick auf die großen Koſten nicht weiter als
gerecht=
fertiat erſcheint. Es bleiben bloß der Kreuzer „Aſpern”
in Konſtantinopel und der Kreuzer „Maria Thereſia” in
Saloniki zur Verfügung des Botſchafters bezw. des
Gene=
ralkonſuls.
Friedensverhandlungen.
Paris, 26. Nov. Der Korreſpondent des Echo de
Paris in London glaubt zu wiſſen, daß
Staatsſekre=
tär v. Kiderlen=Wächter den Wunſch habe, daß,
wenn eine internationale Konferenz über die
Regelung der Balkanfragen ſtattfinden ſollte, dieſe in
Ber=
lin tagen möge. Von gut unterrichteter Seite wird
mit=
geteilt, daß Deutſchland die Türkei veranlaſſen werde, mit
Bulgarien auf folgender Baſis zu verhandeln. 1. Kriegs=
Entſchädigung. Diesbezüglich wird bemerkt, daß die
Ver=
einigten Balkanſtaaten kein Intereſſe daran haben können,
die Türkei zur Aufnahme von Anleihen zu zwingen,
welche Maßnahmen ihrerſeits zur Folge haben könnten.
Es iſt bekannt, daß die kriegführenden Balkanländer ſich
keineswegs in günſtiger finanzieller Lage befinden und
da=
her nach Beendigung des Krieges ſicherlich zur Auflegung
einer Anleihe ſchreiten müſſen. 2. Der Lauf der Maritza,
Adrianopel mit eingeſchloſſen, ſoll die Grenze der
euro=
päiſchen Türkei bilden. 3. Aufrechterhaltung der
Ober=
herrſchaft des Sultans über Albanien. — Dieſe
Mel=
dungen bedürfen der Beſtätigung.
* Konſtantinopel, 26. Nov. Der Miniſter des
Aeußern erklärte dem Vertreter des Wolff=Bureaus, daß
geſtern nachmittag ½3 Uhr die erſten
Waffenſtill=
ſtandsverhandlungen begonnen haben, indem
die türkiſchen Unterhändler Oberſt Altriſa und Reſchid
Paſcha in Baktſchikoej mit den bulgariſchen Delegierten
zuſammentrafen. Bis geſtern abend ſind dem Miniſter
des Aeußern keine neuen Vorſchläge Bulgariens
bekannt=
gegeben worden.
Jungtürkiſches Komplott?
* Konſtantinopel 26. Nov. Ein
Communi=
qué des Kriegsgerichts beſagt über die
Verhaftun=
gen von Jungtürken: Während einer
Verſamm=
lung am 7. Oktober, in der der Krieg gefordert wurde,
bemerkte man unter der Menge, die einen Angriff auf
die Pforte unternahm, vornehmlich Komiteemitglieder,
darunter auch Offiziere in Zivil. Die Verſammlung war
organiſiert, um die Regierung zu ſtürzen und eine
Revo=
lution hervorzurufen, was durch die Rufe der
Mani=
feſtanten: „Ihr habt das Land verkauft”, bewieſen
wor=
den iſt. Die Unterſuchung ſtellte weiter feſt, daß ein
Dele=
gierter des Komitees ſich mit Terroriſten bekannt machte.
um Bombenattentate gegen die geheiligte Perſon des
oberſten Kriegsherrn, ſowie gegen den Kriegsminiſter
und andere Würdenträger zu veranlaſſen. Auch die
Militärbehörde nahm Verhaftungen von Perſonen vor,
die, beſchuldigt ſind, an den Plänen teilgenommen oder
Einfluß auf dieſelben ausgeübt zu haben. Diejenigen
Verhafteten, gegen welche ausreichende Beweiſe fehlen,
wurden gegen Stellung einer Kaution auf freien Fuß
geſetzt. Es heißt, daß eine Anzahl der feſtgenommenen
Komiteemitglieder nach Konia gebracht worden iſt.
Der Fall Prohaska.
* Wien, 25. Nov. Ueber den Konſul
Pro=
haska liegen noch keinerlei Nachrichten vor. Konſul
Edl befinder ſich noch in Uestüb, wo er am letzten
Sams=
tag eingetroffen iſt. Edl wollte ſofort nach Prizrend
weiterreiſen, blieb jedoch da, da ihm von ſerbiſcher Seite
mitgeteilt wurde, daß Prohaska bereits unterwegs nach
Uesrub ſei. Als aber der Sonntag verging, ohne daß
Prohaska in Uesküb eintraf, erklärte Edl nunmehr, die
Reiſe fortſetzen zu wollen. Sein ſerbiſcher Begleiter,
Miniſterialſekretär Rakitſch, entgegnete, es ſei ihm aus
privaten Gründen nicht möglich, vor Montag abzufahren,
worauf Edl erklärte, ſich bis Montag zu gedulden, dann
aber die Reiſe unbedingt ſortſetzen wolle. Darauf wurde
ihm von den ſerbiſchen Behörden in Uesküb erwidert,
man hoffe, daß die Eiſenbahn nach Prizrend, an der einige
Beſchadigungen vorgekommen ſeien, bis zum nächſten
Tage benutzbar wäre.
* Belgrad, 25. Nov. Daß Belgrader
Regie=
rungsblatt Samubrawa führt in Beſprechung der, wie
das Blatt ſagt, peinlichen Affäre des
öſterreichiſch=
ungariſchen Konſuls Prohaska aus, daß die
übereilten, durch den ſachlichen Stand der Angelegenheit
in keiner Weiſe begründeten Ausfälle eines Teils der
öſterreichiſch=ungariſchen Preſſe zu bedauern ſeien. Wenn
die ſerbiſche Militärbehörde einzelne, nicht vollauf
gerecht=
fertigte Maßnahmen ergriffen haben ſollte — man ſagt
nicht umſonſt à la guerre comme à la guerre —, ſo wäre
es jedenfalls nötig geweſen, erſt das Ergebnis der
Unterſuchung abzuwarten, denn ebenſo gut wie die
ſerbiſche Militärbehörde konnte auch Prohaska gefehlt
haben. Die Unterſuchung wird dartun, wer der
Schul=
dige daran iſt. Die ſerbiſche Regierung hat gegenüber
Oeſterreich=Ungarn und auch den übrigen Nachbarn
gegen=
über niemals Schikanen geübt und konnte auch kein
In=
tereſſe daran haben, daß dem Konſul Prohaska irgend
etwas Unangenehmes widerfahre. Die ſerbiſche
Regie=
rung kann demnach überhaupt keine Verantwortung
treffen. Wenn die Unterſuchung Fehler der ſerbiſchen
Militärbehörde erweiſen ſollte, ſo werde dieſe Behörde
ſich zu verantworten haben.
Letzte Nachrichten.
HB. Konſtantinopel, 26. Nov. In bezug auf
die Waffenſtillſtandsverhandlungen meldet
der ofiziöſe Ikdam: Nachdem geſtern Nazim Paſcha die
türkiſchen und Sawow die bulgariſchen Delegierten
vor=
ſtellte, begann die erſte Verhandlung, wobei die Bulgaren
als Hauptbedingung die Uebergabe Adrianopels
forder=
ten. Die Türken ſchlugen dieſes Verlangen kategoriſch
ab. Obwohl man noch nicht von einer Unterbrechung der
Verhandlungen ſpricht, meint doch der Ikdam, daß die
geſtrige erſte Ausſprache beweiſe, daß die Forderungen
Bulgariens nicht annehmbar zu ſein ſcheinen.
* Belgrad 26. Nov. Nach einem Telegramm aus
Uesküb iſt der öſterreichiſch=ungariſche Konſul
Pro=
haska dort eingetroffen und hatte mit dem
öſterreichiſch=
ungariſchen Konſul Edl eine Unterredung.
HB. Berlin, 26. Nov. Von autoritativer Seite
geht dem Herold=Depeſchen=Bureau folgende Information
zu: Die Nachricht des Korreſpondenten des Echo de Paris
in London, daß Staatsſekretär von Kiderlen=
Wäch=
ter den Wunſch habe, im Falle einer
internatio=
nalen Konferenz über die Balkanfrage dieſe
Kon=
ferenz in Berlin ſtattfinden zu laſſen, iſt falſch. Es beſteht
gar nicht der Wunſch, eine Konferenz abzuhalten, und es
würde auch allen Gepflogenheiten Deutſchlands
wider=
ſprechen, wenn dieſes hierzu die Initiative ergreifen
würde. Ob in England ein dringender Wunſch nach einer
Konferenz beſteht, erſcheint zweifelhaft. Sicher iſt
jeden=
falls, daß England in der Friedensfrage mitzuarbeiten
bereit iſt, und daß die Serben von engliſcher Seite
keiner=
lei Ermutigung erfahren. Im Gegenteil herrſcht in
Eng=
land wegen der gemeldeten Arnauten=Maſſakers eher eine
ſerbenfeindliche Stimmung und es ſteht feſt, daß der
Mei=
nungsaustauſch über die Balkanfrage zwiſchen Berlin
und London ein freundſchaftlicher iſt und daß London
auch Rußland in keiner Weiſe ermutigt, ſich für die Serben
einzuſetzen. Auch dürfte man in Petersburg wiſſen, daß
London nicht geneigt iſt, wegen eines von Serbien
ver=
langten Hafens am Adriatiſchen Meere ſich in einen Krieg
zu ſtürzen. Die Spannung zwiſchen Oeſterreich und
Ruß=
kand iſt keineswegs ſo groß, wie man anzunehmen ſcheint
und man hegt die Erwartung, daß die Friedenspartei in
Rußland die Oberhand gewinnen werde. Aus Belgrad
wird mitgeteilt, daß man dort anfange, den ruſſiſchen
Geſandten, Herrn von Hartwig, immer mehr als einen
Geſandten der ruſſiſchen Großfürſten=Partei, denn einen
Geſandten des Zaren anzuſehen.
HB. Peſt 26. Nov. Heute fand hier ein
Miniſter=
rat ſtatt, welcher Entwürfe von Ausnahmegeſetzen, die
im Kriegsfalle alle zur Durchführung kommen müßten,
ab=
faßte. Seit heute iſt in der Staatsdruckerei Militär
beſchäftigt. In Wien finden morgen wichtige militäriſche
Beratungen ſtatt. zu denen der
Landesverteidigungsmini=
ſter, Baron Hazai, heute früh dorthin abreiſte.
Darmſtadt, 27 November.
— Vom Großh. Hoftheater. Heute geht als 68.
Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe A 17, Leo Falls
Ope=
rette Der liebe Auguſtin” in Szene. Morgen
wer=
den die beiden erſten Teile der neuinſzenierten
Wallen=
ſtein=Trilogie — Wallenſteins Lager” und „
Picco=
lomini” — als 69. Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe
B 17, wiederholt werden. Es gelten die kleinen Preiſe.
Am Freitag beginnt Georg Baklanoff vom k. k
Hofoperntheater in Wien ſein leider nur zwei Abende
um=
faſſendes Gaſtſpiel als Mephiſto in Gounods „Fauſt”.
Es war der Hoftheaterleitung nicht möglich gemacht, den
Künſtler für länger als zwei Abende zu verpflichten, was
das außergewöhnliche Intereſſe, das ſich für das
Auf=
treten des berühmten Gaſtes kund gibt, wünſchenswert
hätte erſcheinen laſſen. Der Kartenvorverkauf, der bereits
eingeleitet iſt, befindet ſich außer an der Kaſſe des
Hof=
theaters auch im Verkehrsbureau. Die beiden Gaſtabende
finden bei aufgehobenem Abonnement zu
gewöhn=
lichen Preiſen ſtatt. Am Samstag geht der
Schluß=
teil der Wallenſtein=Trilogie „Wallenſteins Tod” bei kleinen
Preiſen in Szene.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Stuttgart, 26. Nov. Heute findet eine
nichtöffent=
liche Sitzung der bürgerlichen Kollegien ſtatt, worin über
den Erwerb des größten Teiles der Straßenbahn=
ktien verhandelt werden ſoll. Die
Straßenbahn=
geſellſchaft, hinter der die Geſellſchaft für elektriſche
ünier=
nehmungen in Berlin ſteht, hat, wie die Württembergiſche
Zeitung meldet, der Stadt das Angebot gemacht. Danach
würde die Straßenbahn nicht etwa in ſtädtiſche
Verwalt=
ung übergehen, ſondern die Stadt Stuttgart würde durch
eine Dreiviertel=Mehrheit der Aktien einen maßgebenden
Einfluß auf die Straßenbahngeſellſchaft erlangen.
* Eſſen (Ruhr), 26. Nov. Der
außerordent=
liche Kongreß der chriſtlichen
Gewerkſchaf=
ten Deutſchlands telegraphierte auf den Vorſchlag des
Vorſitzenden, des Abgeordneten Schiffer, an den Kaiſer:
Angeſichts der ernſten weltpolitiſchen Lage entbieten die
zum außerordentlichen Gewerkſchaftskongreß in Eſſen
(Ruhr) verſammelten Vertreter von 360 000 chriſtlich=
natio=
nalen Arbeitern Eurer Majeſtät das Gelöbnis, in
unver=
brüchlicher Treue und Bereitſchaft für des Vaterlandes
Größe und des deutſchen Volkes Ehre jederzeit
einzu=
treten.
* Greifenberg, 26. Nov. Nach dem vorläufigen
amt=
lichen Wahlergebnis bei der
Reichstagserſatz=
wahl im Wahlkreiſe Greifenberg=Kammin erhielten:
Flemming=Baſenthin (deutſchkonſervativ) 9726,
Putt=
kamer=Eberswalde (nationalliberal) 3070, Meyer=Stettin
(Soz.) 762 Stimmen. Zerſplittert waren zwei Stimmen.
Flemming iſt ſomit gewählt.
* Brüſſel, 26. Nov. Die Gräfin von Flandern
iſt heute vormittag 5 Uhr 55 Min. geſtorben.
Die Gräfin Maria von Flandern, Witwe des Grafen
Philipp von Flandern und Prinzen von Belgien, des
Bruders des verſtorbenen Königs Leopold, war eine
ge=
borene Prinzeſſin von Hohenzollern und die Schweſter
des Königs von Rumänien. Sie war am 17. Nov. 1845
geboren und ſeit dem Jahre 1905 verwitwet. Ihr einziger
Sohn Albert iſt der jetzige König von Belgien.
* San Steſano, 26. Nov. Legationsrat Dr.
Bu=
miller ſtarb dieſe Nacht an Cholera im Grand=
Hotel.
* Bukareſt, 26. Nov. Bei den Kammerwahlen
des dritten Wahlkörpers wurden gewählt: 16
Konſerva=
tive, 20 Demokratiſch=Konſervative und drei Liberale.
Eine Stichwahl iſt erforderlich.
* New=York, 26. Nov. In den Anlagen der Union
Sulpbur Works in Brooklyn brach geſtern Feuer
aus, worauf eine Anzahl Exploſionen erfolgten. Die
Fabrikanlagen und viele Gebäude der Nachbarſchaft
wur=
den zerſtört. Ueber 40 Perſonen ſind verletzt worden;
indere werden vermißt. Der Schaden wird auf 1 250000
Dollars geſchätzt.
* Waſhington, 26. Nov. Der demokratiſche
Senator E. Reynab iſt verſtorben. Mit ſeinem Tode
wird die Frage der demokratiſchen Mehrheit im Senat
wieder akut. Bisher hat eine demokratiſche Mehrheit von
einer Stimme beſtanden, jetzt exiſtiert Stimmengleichheit,
doch gibt die Stimme des demokratiſchen Vizepräſidenten,
der Vorſitzender des Senats iſt, den Ausſchlag.
HB. Berlin, 26. Nov. Der dem deutſchen Kaiſer
per=
ſönlich attachierte ruſſiſche Generalmajor v.
Tatiſch=
tſchew reiſt heute, wie man annimmt, mit einer
perſön=
lichen Botſchaft des Kaiſers nach Zarskoje Sſelo.
— Berlin, 26. Nov. Der ſozialdemokratiſche
Reichs=
tagsabgeordnete für Reuß ä. L. Hermann Förſter iſt
geſtern geſtorben.
Kufeke
in Milch, Kakao, Suppen oder
Gemüsen die bestgeeignefe,
leicht verdauliche u. nahrhaffe
Krankenkost.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ueber Südeuropa liegt hoher Druck, über Skandinavien
tiefer. Weſtlich von Irland iſt eine ſehr ſtarke Depreſſion
erſchienen; dort herrſchen daher ſehr ſtarke ſüdweſtliche
Winde. Regen ſind faſt überall gefallen, jedoch in
Deutſchland nur in geringer Menge. Die Temperaturen
liegen zwiſchen 3" und 7‟. Das neue Tief wird in der
Hauptſache öſtlich wandern, aber das ſüdliche Hoch
ver=
flacht ſich auch mehr. Wir werden daher unter den
zunehmenden Einfluß des Tiefs kommen.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 27.
No=
vember: Trüb, Regenfälle, auffriſchende ſüdweſtliche Winde
Nia weisst du, Paul, das ist ne Sache!
Ich hab wahrhaftig gedacht, ich würde ernſthaft
krank werden. Nun hab ich erſt 18 Stück von
den Sodener Paſtillen genommen und ich fühle
mich wahrhaftig ſchon um vieles wohler. Aber
von nun an ſollen die Sodener mir nicht mehr
ausgehen und ich will mich an den regelmäßigen
Gebrauch gewöhnen, zumal die kleinen Dinger
ja wohl auch vorbeugend wirken. Fays ächte
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Erz-
herzog Johann 220, Palast 220, Bristol 190, Kaiserhof 180,
Habs-
burgerhof 140, Park 140, Savoy 130, Tirolerhof 115, Aders 90,
Minerva 85, Erzherzog Rainer 80, Austria und Villa Imperial 70,
Hassfurther 65, Bavaria 65.
(17548M
Im Jahrhundert der Erfindungen wird auch
in allen Kreiſen den Gebieten Optik und
Mechanik ein weit größeres Intereſſe
entgegen=
gebracht, als dies früher der Fall war. Der unſerer
heutigen Nummer beiliegende Proſpekt der Firma
Georg Bernhardt, Leipzig, Spezialhaus für Optik
und Mechanik, wird daher der Beachtung unſerer Leſer
ſicher ſein, zumal die Anſchaffung von photographiſchen
Apparaten, Ferngläſern, Kinematographen,
Dampf=
maſchinen, Experimentierkäſten ꝛc. durch die Gewährung
bequemer monatlicher Teilzahlung von 2 Mark an ganz
bedeutend erleichtert wird. Der reichhaltige Katalog der
Firma wird auf Wunſch umſonſt und portofrei
zugeſandt.
(24355H
Todes=Anzeige.
Statt Karten mache ich hiermit die traurige
Mitteilung, daß unſere liebe Mutter,
Schwieger=
mutter, Großmutter, Schweſter: Tante und
Großtante
(24341
Frau Bolina Stophan wae.
im Alter von 69 Jahren heute nacht 1 Uhr
infolge Schlaganfall verſchieden iſt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Stephan,
Großh. Eiſenbahn=Betriebswerkmeiſter.
Niederlahnſtein, Wädenswil,
den 25. November 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag, vormite
tags 11 Uhr, von dem Darmſtädter Friedhof
(Leichenhalle) aus, ſtatt.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Von dem Hinſcheiden ihres lieben Gatten,
Vaters, Schwiegervaters, Großvaters, Bruders,
Schwagers und Onkels
(24372
des Lazarettoberinſpektors i. P.,
Rechnungsrats
Jakob Christ
geſtatten ſich die trauernden Hinterbliebenen
Kenntnis zu geben.
Von Kondolenzbeſuchen bittet man
Ab=
ſtand nehmen zu wollen.
Die Beerdigung findet Donnerstag,
nach=
mittags 3 Uhr, vom Sterbehauſe
Heinrich=
ſtraße 76 aus, ſtatt.
Kriegerverein
Darmſtadt.
Die Beerdigung unſeres
Mit=
glieds und Feldzugskameraden
Herrn Lazarettoberinſpektors J. Christ.
Rechnungsrat, findet am Donnerstag, den
28. ds. Mts., nachmittags 3 Uhr, vom
Sterbe=
haus Heinrichſtraße 76 aus, ſtatt.
(24384
Wir erſuchen die Kameraden von Schupp
bis Zöller, ſowie des 6. Bezirks, ſich dort zu
Der Vorſtand.
verſammeln.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater (Ab. A), Anfang 7 Uhr: „Der
liebe Auguſtin”
Vorſtellung um 4 und 8¼ Uhr im Orpheum.
Konzert des Mozartvereins um 8 Uhr im Saalbau.
Vorträge von Kaplan Moſer und Rechtsanwalt Nuß
um 8½ Uhr im „Konkordiaſaal” (Volksverein für das
katholiſche Deutſchland).
Generalverſammlung des Fröbel=Vereins um
5½ Uhr Saalbauſtraße 8.
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Ludwigshöhe um
4 Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 28. November
Hofreite=Verſteigerung des Johann Philipp
Vetter (Heinheimerſtraße 22) um 9 Uhr auf dem
Orts=
gericht I.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 3 Uhr in
der „Ludwigshalle‟
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Posten Normal-Unterzeuge
und zwar Hosen, Hemden, Jacken
Serie II
Serie I
Serie III
95,
1.35
1.95 Ein Posten Damen-Wäsche
u. zwar: Hemden, Hosen, Jacken, Fantasiehemden, Röcke
Serie I Serie II Serie III Serie IV
1.35
95 ₰
1.65
1.95 Ein
Posten Damen-Blusen-Schürzen
aus gut. waschecht. Stoff., m. hübsch. Garnierungen
Serie I
Serie II
Serie III
95₰
1.25
1.75 Ein grosser
Damen-Reformhosen
Posten
Trikot, grau und marine
Serie I
Serie II
Serie III
2.75
3.25
3.95 Ein Posten weisse Kissenbezüge
aus guten Stoffen, gebogt oder mit Einsatz
Serie II
Serie III Serie IV
Serie I.
85 ₰
95 ₰
1.25
78 ₰ Ein Posten Kinder-Schürzen
in den Grössen 45 bis 80 cm, weit unter Preis
Serie I
Serie II
Serie III
85₰
1.10
1.30 Grosse Posten Damen-Handschuhe
in Trikot u. gewebt, teils m. Woll- u. Seidenfutter
Serie I
Serie II
Serie III Ein Posten Schweizer-Stickereien
in Stücken von 4,55 Meter
Serie I Serie II Serie III Serie IV Grosse Posten Unterröcke
weit unter Preis
Serie I
Serie II
Serie III Paar 32₰
58₰
90₰ jedes r.
110
1.25
85₰
Stück 75 ₰ 2.95
4.90
3.75 Ein
Posten reinwoll. Damenstrümpfe
meine bek, Rekl.-Marken ,Felsenfest” u. „Frauenlob‟
Serie I Par 90 ₰ Serie II Paar 1.10 Ein Posten weiss Croisé
schöne, gerauhte Qualitäten
Serie II Serie III Serie IV
Serie I Ein
Posten Blusen-Spachtel-Kragen
weiss und ecru
Serie II
Serie I
Serie III 58 ₰
45 ₰
Meter 35₰
70 ₰ stue52,
68,
95₰ Ein Posten Herren-Socken
graue kräftige Winter-Qualitäten, volle Grössen
Serie 1 Paar 28 ₰
Serie II Paar 38 ₰ Ein Posten Handtücher
abgepasst, gesäumt und gebändert
Serie I Serie II Serie III Serie IV
pen. 1.50 2.25 2.75 3.25 Ein
Posten Damen-Steh-Umlegekragen
glatt und gestickt, Gelegenheitskauf,
jede Stück 32 ₰
Ein Posten Aeroplan-Schleifen, wß.
und ecru, weit unter Preis . Stück 68 ₰ Ein Posten Kinder-Sweaters
in schönen, frischen Farben
Serie II
Serie III
Serie I Ein Posten Bett-Kattun
80 cm breit, waschechte Qualitäten
Serie I Serie II Serie III Serie IV Ein Posten Damen-Gummi-Gürtel
in schwarz und Brocat
Serie I Serie II Serie III Serie IV 1.25
1.95
85, 55₰
48₰
senz 25 ₰ 35 jeder 7
Gürtel 25, 48₰ 55 ₰ . 85 ₰
24357)
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Ludwigstr. 2, Ecke Kirchstr.
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(noch nicht in Gebrauch geweſen),
als: echt nußb. pol. engl.
Schlaf=
zimmer, beſt. in 2 ſchweren engl.
Betten mit beſt. Inh., groß 2tür.
Spiegelſchrank, ſchöner Waſchkom.
mit weißem Marmor u. Toilette,
2 Nachtſchr. mit Marmor,
Hand=
tuchhalter; Wohnzimmer, beſteh.
aus fein. Diwan, eleg. Vertiko m.
3 Spieg., groß. Auszugtiſch, 4 beſſ.
Stühlen, ſowie der hochf.
Küchen=
einrichtung, als: Schrank, Anrichte
m. Meſſingverglaſ., Tiſch, 2 Stühle,
Ablaufbrett, alles zuſammen f. nur
650 Mk. abzugeben (*12747
Heidelbergerſtraße 85, 2. St.
Empfehle meine
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per Taſſe prima Kaffee
15 Pfennig.
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Grafenſtraße 19. (24167a
Mein Kind hatte eine
Flechte,
die allen Mitteln trotzte, wohl auch
verſchwand, aber immer wieder
auf=
trat. Zuletzt verſuchte ich Zucker’s
„Saluderma” und bin erſtaunt, wie
ſchnell u. gründl. das Uebel dadurch
beſeitigt wurde. C. Jeſen.‟ Doſe
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Frdr. Schäfer, Ludwigspl. 7, Chr.
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2 vk. Landwehrſtr.5, III. (*12636md
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Karlſtraße 65, I. St. linke,
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Ein=
richtung.
(*12660im
deuſche Schäferhündin, ſehr
wachl, 15 Mon. alt, m.pr.
Stamm=
baum, eingetr. Zuchtb., zu verk. Off.
unt. K. 76 an die Exv. (*12698
Weiblich
Junge Kontoriſtin ſucht Stelle
per 1. Dezember evtl. ſpäter. Off.
u. K 54 an die Exped. (*12612im
ſucht Stellung als
Fräulein Kaſſiererin eines
Kinos oder an Büfett eines
Automats. Offerten unter K 85
an die Exped. d. Bl.
(*12748
nimmt noch
Geübte Flickerin einige Kund.
in u. außer dem Hauſe an. Roß=
(*12692
dörferſtr. 59, 3. St., r.
Haushalterin.
Alleinſt. Fräulein, evang., ſucht
Stellung bei älterem Herrn in
gutem Hauſe. Dieſelbe iſt im
Haushalt, feiner Küche,
Kranken=
pflege und Vorleſen durchaus
er=
fahren und beſitzt die beſten
Zeug=
niſſe. Näh. in der Exped. (18745a
Frau geht Waſchen. Zu erfr.
Mauerſtraße 24, part. (*12668im
Mädchen ſucht Aushilfs= oder
Laufſtelle für den ganzen Tag. Zu
erf. Arheilgerſtr. 54, part. (*12685
Unabh. Frau ſ.halbe Tg. Waschen
oder Putzen. Mühlſtr. 19. (*12702
Lauffrau ſucht Arbeit 2—3 St.,
von morgens 8 Uhr ab. (*12712
Fr. Leinberger, Gr. Kaplaneig.5, II.
Ich empfehle mich im Waſchen
und Putzen Frau Reinhard,
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(*12728
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mittags Beſchäftigung (*12721
Riegerplatz 14, Manſarde.
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unbedingt zuverläſſig im Abſchreib.
wiſſenſchaftl., techn., literar. ꝛc.
Ma=
nuſkripte, ſucht ſofort od. auf 1. Jan.
Stellung, evtl. auch f. halbe Tage
und Aushilfen. Maſch=ſchriftl.
Ar=
beiten werd. unt. Garantie f.
Fehler=
loſigkeit zu Konkurrenzpreiſen
ange=
fert. Gefl. Off. u. K 64 Exp. (24307a
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gedient, vom Lande, aus beſter
Familie, ſucht Stelle als
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oder dergl. Kaution kann geſtellt
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unter K 6 an die Exped. (24125a
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5 Uhr (Samst. v. 1 Uhr) ab
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beſchäftigung, auch aushilfsweiſe.
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Dingel-
deia, gewerbsmäß.
Stellenvermitt=
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Servierfräulein ſofort geſucht
Bleichſtraße 40.
(*12
Saubere
zuverläſſige Läuffrau geſucht
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ein=
trägliche Verſand=
Nieder=
lage, welche bis
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hundert Mark monatlichen
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einem ſtrebſamen Herrn
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wärtiger, langjährig
be=
ſtehender Firma
einge=
richtet werden und erfolgt
perſönliche Unterweiſung
durch den Prokuriſten.
Be=
rückſichtigt wird nur
ehren=
hafter Herr (auch
Nicht=
kaufmann), dem an
ſo=
lidem, dauerndem
Ein=
kommen gelegen iſt. Zur
Uebernahme genügen
fünf=
zehnhundert Mark
Bar=
mittel, deren Beſitz
nach=
zuweiſen iſt. (24250fl
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& Vogler, A.=G.,
Darm=
ſtadt, unter O. U. 613.
Bezirksvertreter
gegen hohe Proviſion für den
Ver=
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des guten Geschmacks.
Stimmen aus dem Publikum.
Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
Linerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 bes
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Samstag, den 23. ds. Mts., iſt in einigen
Darm=
ſſtädter Zeitungen ein Artikel erſchienen, deſſen Spitze
fgegen die Studierenden aus Rußland gerichtet und der
von den geſamten Korporationen an der hieſigen
Hoch=
ſſchule (mit Ausnahme einer Verbindung) unterſchrieben
war. Derjenige Teil der Studentenſchaft, dem die
Schul=
digen an dem traurigen Vorfalle in der Rheinſtraße
ange=
hören, hat es anſcheinend für angebracht gehalten, gerade
jjetzt die Ausländerfrage aufzurollen und hat ſich mit dem
(obengenannten Artikel an die öffentliche Meinung
gewen=
det. Er iſt aber ſo tendenziös gehalten, manche
Behaup=
jtungen ſind ſo unbegründet und die Tatſachen ſo einſeitig
beleuchtet, daß wir uns gezwungen ſehen, in die öffentliche
Diskuſſion einzugreifen.
Zuerſt wird an einer Reihe von Beiſpielen gezeigt,
ſauf welche harte Probe das Verhalten der ruſſiſchen
Stu=
ſdierenden die Geduld der deutſchen Studentenſchaft ſtellt
und wie von vornherein der Frieden ausgeſchloſſen ſein
muß. Als auf den Gipfel der Anmaßung wird darauf
hingewieſen, daß ſich die Ausländer nicht ſcheuen, in
öffentlichen Lokalen ihre Nationalhymne abzuſingen. Wir
wollen hier nicht weiter disputieren, ob ein ſolches
Ver=
lhalten wirklich ein Verbrechen iſt, wir müſſen aber
her=
ſvorheben, daß das Singen von Nationalhymnen für den
weitgrößten Teil der ruſſiſchen Studentenſchaft
keines=
ffalls charakteriſtiſch ſein kann. Wir Ruſſen haben
ſkeine nationale Hymne im wahren Sinne des Wortes und
das Lied, welches man gewöhnlich als ſolche bezeichnet,
jenthält nur einen Gedanken: Es lebe der Zar! Aber
ſſelbſt die Verfaſſer des Artikels bezeichnen uns als
Radi=
kalen und nur Menſchen, die keine Vorſtellung vom
Radi=
kalismus haben werden behaupten können, daß ruſſiſche
(Radikalen es für möglich halten, ſolche Lieder zu ſingen.
Was aber die Anfrage über das Verhalten der
Aus=
länder bei derartigen Kundgebungen ſeitens der Deutſchen
im Auslande anbetrifft, ſo können wir mitteilen, daß wenn
die in Rußland wohnhaften Deutſchen (und deren Anzahl
iſt ſehr groß) ihre Nationalhymne abſingen, ſo ſieht das
gebildete Rußland darin nur das ſelbſtverſtändliche und
unantaſtbare Recht eines jeden Menſchen auf die oder jene
Weiſe die Liebe zu ſeiner Heimat zum Ausdruck zu
beingen.
Wir treiben Politik? Ja, das ſtimmt. Wir ſind
Opfer der Politik der ruſſiſchen Regierung, durch die ſind
wir gezwungen, die Hochſchulen des Auslandes zu
be=
ſuchen, und es iſt nur natürlich, wenn wir eine Beſſerung
der Zuſtände in Rußland wünſchen. Das iſt aber unſere
Angelegenheit und nicht die der deutſchen Studentenſchaft.
Die Richtigkeit der Behauptung, wir würden das
„verderbliche Weſen der ruſſiſchen Radikalen” nach Deutſch
land zu bringen verſuchen, iſt im Artikel nicht auf
Tat=
ſachen geſtützt; was aber das „verderbliche Weſen” des
ruſſiſchen Radikalismus überhaupt anbelangt, ſo möge
dar=
über die öffentliche Meinung Rußlands entſcheiden und
nicht die 24 Darmſtädter Korporationen.
Wir bilden einen Kreis, deſſen Traditionen und
Be=
griffe mit denen der deutſchen Studentenſchaft nicht
über=
einſtimmen? Auch das geben wir zu. Kann man aber
von Leuten, die einem anderen Lande, einer anderen
Kul=
tur angehören, daß ſie, die nur vorübergehend in einem
anderen Milien leben, ſich deſſen Anſchauungen
voll=
ſtändig unterwerfen? Wenn man es aber von uns nur
eshalb zu verlangen können glaubt, weil wie ja bloß
Gäſte und folglich die Schwächſten ſind, ſo zeugt das
wahr=
haftig von keiner noblen Geſinnung der Wirte.
Freilich, nicht immer iſt das Verhalten unſerer
Lands=
leute ſo, wie es ſein ſollte, daß man aber einzelne Fälle
nicht verallgemeinern darf, das müßten vor allen Dingen
diejenigen Herren wiſſen, die in der ſtudentiſchen
Ver=
ſammlung vom 20. ds. Mts. ihrer Entrüſtung über das
Verhalten einiger ihrer Kommilitonen im Falle Weiſer
Ausdruck gegeben haben. Auch das Tragen von Waffen
kann für die ruſſiſchen Studenten im allgemeinen nicht
charakteriſtiſch ſein, und wir verſtehen nicht, was die
Ver=
faſſer des Artikels mit den Worten: „Das Tragen von
Waffen kann dieſen Hercen nur verhängnisvoll werden”
gemeint haben. Soll es etwa als Drohung aufgefaßt
werden?
Was die Bedingungen anbetrifft, unter denen Deutſche
auf die ruſſiſchen Hochſchulen aufgenommen werden, ſo iſt
es wiederum ein Reſultat derſelben Politik der ruſſiſchen
Regierung, die auch uns zwingt, unſere Heimat zu verlaſſen
und im Auslande zu ſtudieren.
Noch eines möchten wir hier erwähnen: Die Phraſe
von den „Geheimniſſen der Technik, die den Ausländern
preisgegeben werden” Wir wollen hier nicht weiter über
die Kleinlichkeit und Abſurdität einer ſolchen Anſchauung
reden, es klingt aber recht komiſch, wenn von angeblichen
Geheimniſſen geredet wird, die wir auf der Hochſchule
er=
fahren und welche doch in den Lehr= und Fachbüchern
ent=
halten und für jedermann zugänglich ſind.
Mögen unſere Ausführungen in weiteren Kreiſen
eine objektive Beurteilung finden.
Ruſſiſche gkad. Tolſtoi=Leſehalle zu Darmſtadt.
Literariſches.
— Annette von Droſte=Hülshoff.
Sämt=
liche Werke in ſechs Teilen. Herausgegeben, mit
Einlei=
tungen und Anmerkungen verſehen von Julius
Schwe=
ring. Goldene Klaſſiker=Bibliothek. Deutſches
Ver=
lagshaus Bong u. Co., Berlin. Der Herausgeber,
Pro=
feſſor Julius Schwering in Münſter, als Landsmann der
Dichterin mit ihrer Heimat innig vertraut, konnte durch
perſönliche Beziehungen Quellen erſchließen, die bisher
für die Droſteforſchung noch nicht benutzt worden ſind.
So gibt er denn die Texte in ſorgfältig revidierter Geſtalt,
was namentlich auch den unſicher überlieferten Gedichten
des „Geiſtlichen Jahres” zugute gekommen iſt. Die
ge=
ſamte literariſche Hinterlaſſenſchaft der Droſte wird hier
vereinigt und eine intereſſante Auswahl ihrer Briefe
hin=
zugefügt. Was an literarhiſtoriſchem und erklärendem
Material irgend zum Verſtändnis der Werke dienen kann,
finden wir in Einleitungen und Anmerkungen bequem
vereinigt. Der Preis für dieſe zweibändige Ausgabe
be=
trägt trotzdem nur 2 M. pro Band. Niemand, der ſich
künftig forſchend oder genießend mit der Droſte
beſchäf=
tigen will, wird an dieſer Ausgabe vorübergehen können.
— Die Schwierigkeiten der
Geſchäfts=
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Bank= und Wechſelverkehr. Von Regierungsrat
E. Baſtian, Großh. Direktor der Heſſ.
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Plauderton geſchrieben und wirkt auf den Leſer
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ordentlich anregend. Die gebotenen Geſchäftsfälle ſind
in hohem Grade lehrreich und geſchickt gewählt. Der
Ver=
faſſer führt den Chef des Handlungshauſes redend und
handelnd ein. Dieſer gibt nun ſeinem Korreſpondenten
die nötigen Direiſven, nach denen der Poſenlauf zu
erledigen iſt. Er zeigt ihm an Beiſpielen, wie die geſtellte
Aufgabe am beſten zu löſen iſt. Der Leſer lernt auf ſolche
Weiſe ſpielend und gewiß mehr, als aus manchem dicken
Handbuch. Die Baſtianſche „Geſchäftskorreſpondenz”
darf deshalb allen Korreſpondenten im Bankfach, wie in
Handel und Induſtrie überhaupt für jede
Geſchäftsbiblio=
thek, wie als nutzbringendes Geſchenk für junge Kaufleute
angelegentlich empfohlen werden.
Gewinnauszug
der
1. Prenßiſch-Füddentſchen
(227. Königlich Preußiſchen) Klaſſenlotterie
5. Klaſſe 13. Ziehungstag 23. November 1912
Auf jede gezogene Nummer ſind zwei gleich hohe Gewinne
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen 1 und II.
(Nachdruck verboten)
(öhne Gewehr u. St.el ſ. 30)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 30000 Mk. 36156
2 Gewinne zu 10000 Mk. 206304
12 Gewinne zu 5000 Mk. 30862 103201 148078
182983 183932 183943
80 Gewinne zu 3000 Mk. 10679 14405 19313 27191
27706 30424 31018 33176 35924 39015 41035 54457
57081 66126 75248 77036 78160 88853 93330 99368
108989 109095 121650 122855 137338 137421 151428
155617 156408 160402 180260 180724 186867 187125
188355 188690 190706 195921 203385 203708
98 Gewinne zu 1000 Mk. 3386 5057 6840 8841
14266 14356 22854 25372 37641 41027 44731 52413
53015 56393 65930 67003 69275 72868 82735 83957
84436 89858 91701 94150 101411 102591 106850
107852 113174 120862 126030 133656 140686 144893
147237 155387 161543 161937 164119 165784 167543
166091 168573 168623 173966 177639 180226 181955
199331
162 Gewinne zu 500 Mk. 867 3671 7579 11901.
14224 14720 16177 17692 19145 21804 22564 24740
26222 31267 33779 34137 35521 36615 38565 38974
40907 45171 45206 45725 46901 54480 58751 62216
66490 66753 69158 77769 78616 79657 79963 82779
86332 87754 87975 91702 95061 95804 99721 101650
102443 102511 102613 106348 107994 108961 110152
111828 113136 120135 120260 121205 121982 122675
123377 127704 130403 131150 132114 132544 137330
137806 138381 144370 146116 153004 155270 156321
157790 159286 159526 165491 172537 174749 175079
175533 185519 186939 196380 196534 197076 197175
198255 198291 200381 202674 203975
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 50000 Mk. 146387
2 Gewinne zu 5000 Mk. 24162
68 Gewinne zu 3000 Mk. 6216 9166 14170 16934
19853 22778 26124 31162 33710 34608 39983 44990
79284 100774 105856 106927 113108 127644 129072
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117465 120928 133669 135135 135671 136672 141959
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finden ſich: 1 deutſcher Schäferhund, 1 Kriegshund. 1 deutſcher
Schäferhund, 1 Dobermann (zugelaufen). Die Hunde können von
den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(24340
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe und in den
photographiſchen Geſchäftsbetrieben an den vier letzten
Sonntagen vor Weihnachten in der Haupt= und
Reſi=
denzſtadt Darmſtadt.
Um Zweifeln zu begegnen, ſehen wir uns veranlaßt, die für
die vier letzten Sonntage vor Weihnachten gültigen Vorſchriften über
die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe und in den photographiſchen
Geſchäftsbetrieben nachſtehend zur allgemeinen Kenntnis zu bringen:
I. An den vier Sonntagen vor Weihnachten, dem 1., 8., 15. und
22. Dezember l. Js., ſind als Beſchäftigungs= und
Verkaufs=
zeiten für die folgenden Handelsgewerbszweige zugelaſſen:
1. für Bäcker die Zeit von vormittags 7 Uhr bis
nachmit=
tags 5 Uhr,
2. für Konditoren die Zeit von vormittags 9 Uhr bis
nach=
mittags 7 Uhr,
3. für Metzger und Fleiſchhändler die Zeit von vormittags
7 Uhr bis nachmittags 1 Uhr und nachmittags von 3 bis
7 Uhr,
4, für Milchhändler und Molkereien die Zeit von
vormit=
tags 5 Uhr bis nachmittags 1 Uhr und nachmittags von
6 bis 8 Uhr.
5. für Blumenhändler die Zeit von vormittags 8 bis 9 Uhr
und von vormittags 11 bis nachmittags 7 Uhr,
6. für alle übrigen Handelsgewerbszweige die Zeit von
vormittags 11 Uhr bis nachmittags 7 Uhr. (24311a
II. An den genannten Tagen darf im Photographengewerbe
ein Betrieb nur inſoweit ſtattfinden, als an ihnen eine
Be=
ſchäftigung von Arbeitern in photographiſchen Anſtalten
zuge=
laſſen iſt. Eine ſolche Beſchäftigung iſt erlaubt zum Zweck der
Aufnahme, des Kopierens und des Retuſchierens von 9 Uhr
vormittags bis 5 Uhr nachmittags.
Darmſtadt, den 18. November 1912.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Schwellen=Verſteigerung.
Die auf den Bahnhöfen Darmſtadt Oſt (Roſenhöhe), Roßdorf
und Gundernhauſen lagernden, für Eiſenbahnzwecke nicht mehr
brauchbaren kiefernen Bahnſchwellen werden wie folgt öffentlich an
den Meiſtbietenden verſteigert:
1. Bahnhof Darmſtadt Oſt (Roſenhöhe):
Montag, 2. Dezember ds. Js., vormittags 9 Uhr, 360 Stück.
2. Bahnhof Roßdorf:
Montag, 2. Dezember ds. Js., vormittags 11 Uhr, 260 Stück.
3. Bahnhof Gundernhauſen:
Montag, 2. Dezember ds. Js., nachmittags 4 Uhr, 120 Stück.
Darmſtadt, 15. November 1912.
(J24316
Großherzogliches Eiſenbahn=Betriebsamt 2.
Rentenanstalt a. G. und
Lebensversiche-
rungsbank zu Darmstadt.
Protektor: Se. Kgl. Haheit der Großherzog von Heſſen und bei Rhein.
Gegründet 1844.
Erweitert 1855.
Die Anſtalt empfiehlt ſich zum Abſchluß von Lebens= und
Ausſteuer=Verſicherungen zu vorteilhaften Bedingungen und
gegen mäßige Prämien. Reichliche Garantiemittel. Keine
Nach=
ſchußverbindlichkeit. Die Vergütung der Gewinnanteile an die mit
Anſpruch auf Dividende Verſicherten geſchieht nach Wahl des
An=
tragſtellers nach dem Syſtem der gleichbleibenden oder der
ſtei=
genden Dividende.
Weitere Auskunft und Proſpekte koſtenfrei durch die
Direktion in Darmſtadt, Eliſabethenſtraße 60,
ſowie die Agenturen. Offizielle Vertreter und ſtille Vermittler unter
günſtigen Bedingungen allerwärts geſucht.
(24318a
Steuer=Erhebung.
Das 4. Ziel der
Gemeinde=
ſteuer für das Rechnungsjahr
1912 iſt, bei Vermeidung der
Mah=
nung, bis längſtens Ende dieſes
Monats an den Werktagen,
vor=
mittags von 8½ bis 12½ Uhr,
hierher zu entrichten.
Im Intereſſe raſcheſter
Ab=
fertigung an den Zahlſchaltern
wird gebeten, die Gelder
abge=
zählt bereit zu halten.
Darmſtadt, 2. November 1912.
Die Stadtkaſſe.
Koch. (23069a
Schulgeld=Erhebung.
Das Schulgeld für das Großh.
Realgymnaſinm und deſſen
Vor=
ſchule, die Großh. Liebigs= und
die Großh. Ludwigs=
Oberreal=
ſchule, die Vorſchule der Großh.
Gymnaſien, die Viktoriaſchule
und das Lehrerinnenſeminar, die
Eleonoren= und Frauenſchule,
ſowie die Mittelſchulen für das
IV. Kalendervierteljahr 1912
iſt — bei Meidung des
Beitrei=
bungsverfahrens — bis Ende lfd.
Mts. an den Werktagen,
vormit=
tags von 8½ bis 12½ Uhr, hierher
zu entrichten.
Darmſtadt, 2. November 1912.
Die Stadtkaſſe.
(23068a
Koch.
Aufgebot.
Die am 7. Februar 1912 in
Caſſel ohne Nachkommen
ver=
ſtorbene Witwe des
Regiment=
tierarztes Karl Römer, Mathilde,
geborene Dedekindt, hat einen
Onkel namens Georg Heinrich
Reuſch gehabt, der am 16.
De=
zember 1805 in Hann. Münden
als Sohn des Stadtſekretärs
Johann Heinrich Reuſch und deſſen
Ehefrau, Sophie Henriette
Char=
lotte, geb. Rittmeyer, geboren iſt.
Da dieſer bezw. ſeine
Nachkom=
men für den Nachlaß der Witwe
Römer als geſetzliche Erben in
Betracht kommen, ſo werden ſie
hiermit aufgefordert, ſich bei dem
unterzeichneten Nachlaßpfleger bis
zum 10. Januar 1913 zu melden.
Diejenigen Perſonen, denen über
Georg Heinrich Reuſch oder deſſen
Nachkommen etwas bekannt iſt,
werden gebeten, von ihrer
Kennt=
nis dem unterzeichneten
Nachlaß=
pfleger Mitteilung zu machen.
Caſſel, 23. November 1912.
Der Nachlaßpfleger:
Otto Brill, Rechtsanwalt,
Wörthſtraße 1. (24320
Landſchaftsgärtnerei
von (*12669im
Moosberg
Kadoi Hann, strasse 24
empfiehlt ſich zur prompten
Aus=
führung von
Einwinterungs=
arbeiten bei ſoliden Preiſen.
Anlage und Unterhaftung von Gärten.
a. 30 Ztr. Kornſtroh (Flegeldr.
iſt zu verk. in Arheilgen bei
Ludwig Kilian II. (*12751mdf
gut erhalten, zu
Puppenküche verkaufen
*12750) Viktoriaſtraße 67, 3. St.
Bekanntmachung.
Betrifft: Eiſenbahnpakete und Expreßgüter.
Zur teilweiſen Deckung der Koſten, die durch die Verbringung
der Eiſenbahnpakete und Expreßgüter von der amtlichen
Stadt=
annahmeſtelle in Darmſtadt — Marktplatz 4 — nach dem
Haupt=
bahnhof entſtehen, werden vom 1. Dezember I. Js. an für alle bei
ihr aufgelieferten Sendungen von mehr als 7 kg Gewicht
Ueber=
führungsgebühren erhoben, die bei der Aufgabe des Gutes zu
ent=
richten ſind.
Die Gebühren betragen ohne Rückſicht auf die Stückzahl für
Sendungen im Gewicht
über 7 bis 17 kg .
5 Pfg.
„ 17 „ 30
10
„ 30 „ 50
15
„ 50 kg für je auch nur
an=
fangene 50 kg
. 10
Sendungen bis einſchließlich 7 kg Gewicht werden auch
ferner=
hin unentgeltlich nach dem Hauptbahnhof übergeführt.
(24367
Darmſtadt, den 23. November 1912.
Großherzogliches Eiſenbahnverkehrsamt.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 28. Novbr. 1912, nachm. 3 Uhr,
verſteigere ich im Saale der Ludwigshalle, Obergaſſe dahier,
öffent=
lich meiſtbietend gegen Barzahlung folgende Pfänder
1. beſtimmt: 103 Paar Schuhe und Stiefel für Herren,
Damen und Kinder (Spangen=, Segeltuch=, Haus= und
Halbſchuhe, Sandalen, Schaftſtiefel und Zugſtiefel);
2. ferner nachm. 4 Uhr: 1 Motorrad mit allem Zubehör
und Beiwagen, 1 Schreibſekretär, 3 Sofas, 2 Regulators,
1 Anrichte, 2 Vertikos, 1 Spiegel, 1 Waſchkommode, 1
Glas=
ſchrank, 1 Tiſch, 1 Nachtſchränkchen, 1 Etagere, 4 Bilder,
1 Kommode, 1 Weißzeugſchrank, 2 Nähmaſchinen, 1
Fahr=
rad, 1 Pferd, 2 Landauer u. a. m.
(24374
Stellvertreter des Gerichtsvoll=
Beyer’s ziehers Wedel in Darmſtadt,
Bleichſtraße 28.
Darmstadt, November 1912.
Die Unterzeichneten haben sich zur
gemein-
samen Ausübung der anwaltlichen Tätigkeit ver.
einigt. Die Geschäftsräume befinden sich vom
1. Dezember an
(24209s
Waldstrasse 15, I. Fernruf: 253.
E. Staedel, H. Kalbhenn,
Rechtsanwälte.
Städt. Aleiſch=Verkauf
Nene Markthalle im Schlachthof
und im Hauſe Kiesſtraße 21 (zwiſchen
Hoch= und Karlſtraße)
alle Wochentage von vormittags 7 Uhr an
Rindfleiſch (alle Stücke p. ) Pfund 82 Pfg.
Schweinefleiſch per Pfund 88 Pfg.
Kotelettſtücke.
per Pfund 90 Pfg.
Kurſe vom 26. November 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Staatspapiere.
4 Ttſche. Reichsſchatzanw. 99,80
3½ Deutſche Reichsanl. 88,3)
77,4
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,7
88,40
3½ do. Conſols
77,50
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,70
93,00
do.
3½
3
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 99,60
86,75
do.
3½
77,40
do.
4 Hamburger Staatsanl. 99,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 93,50
4 do. do. (unk. 1918) 99,70
86,50
do.
3½
76,30
do.
78,50
3 Sächſiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 99,8)
do. v. 1875 93,70
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 98,50
Griechen v. 1887 . . 53,50
Italiener Rente .
3½ Oeſterr. Silberrente 87,10
4 do. Goldrente . . . 91,9)
4 do. einheitl. Rente 83,60)
4 Portug. unif. Serie I 62,00
3. do. unif. Ser. III 64,90
3 do. Speziil .
5 Rumänier v. 1903
4 do. v. 1890 . . 93,00
4 do. v. 1905 . . 83,00
88,80
4 Ruſſen v. 1880 .
4 do. v. 1902 .
87,90
4½ do. v. 1905 .
10),20
87,00
3½ Schweden . . .
4 Serbier amort. v. 1895 78,6)
4 Türk. Admin. v. 1903 77,50
4 Türk. uniſiz. v. 1903 85,20
4 Ungar. Goldrente .
87,40
4 do. Staatsrente . . . 83,90
InProt.
Jf.
5 Argentinier .
.100,00
do.
85,30
4½ Chile Gold=Anleihe. 90,70
5 Chineſ. Staatsanleihe. 99,80
92,90
4½
do.
4½ Japaner . . . . . . . 92,80
5 Innere Mexikaner . . . 93,99
do.
3
59,20
4 Gold=Merikanerv. 1904 87,70
5 Gold=Mexikaner . . . . 98,90
3 Buenos Aires Provinz 69,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 151,10
5 Nordd. Lloyd . . . . . 119,50
6½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . 124,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 110,80
6 Baltimore und Ohio . 1047
6 Schantungbahn . . . . 125,60
6‟ Luxemb. Prince Henri 151,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 17,50
6 Pennſylvania R. R. . 121,50
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
65,00
3 Brauerei Werger
25 Bad. Anilin= u. Soda=
. 514,00
Fabrik
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim . . . . . . . 248,90
30 Farbwerke Höchſt . . 624,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 346,50
10 Cement Heidelberg . . 151,00
30 Chem. Werke Albert 453,70
14 Holzverkohlung Kon=
. . . . 326,00
ſtanz
5 Lahmeyer . . . . . . . 120,50
Letzte
In Proz.
Divid.
7½ Schuchert, Nürnberg 146,75
12 Siemens & Halske .221,00
5 Beramann Electr. .117,00
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 156,50
25 Gummi Peter . . . . 95,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 87,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 565,00
10 Maſchinenf. Badenia 175,00
16 Wittener Stahlröhren 193,00
8 Steana Romana Petr. 143,60
15 Zellſtoff Waldhof . . 230,25
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel . . . . . . . 200,10
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 93,50
3 Südd. Immobilien 58,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 171,50
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt. .
. . 213,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 161,20
10 Gelſenkirchener . . . . 191,75
9 Harpener . . . . . . . 182½
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 259,75
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. .
84,00
6 Laurahütte
. . 164,50
10 Kaliwerke Aſchersleben
Weſteregeln 211,50
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 88,40
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 100,00
4 Eliſabethbahn, freie . . 92,50
4 Franz=Jofefs=Bahn.
3 Prag=Durer
74,60
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 76,50
do.
3
51,00
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.)
do.
92,70
4
Inßro,
B.
2‟ Oeſt. Südb. (Lomb.) 77,10
3 Raab=Oedenburg
75,90
4 Kronprinz Rudolfbahn 92,00
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 86,30
4½ Moskau=Kaſan . . . 95,50
do.
4 Wlabichawchas . . . . 86,80
4 Rjäſan Koslow . . . . 86,70
3 Portugieſ. Eiſenb.
74,50
do.
2½, Livorneſer .
69,50
3 Salonique=Monaſtir . 62,50
4 Baadadbahn . . . . . . 80,60
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 94,75
4 Miſſouri=Paciſic. . . . 72,90
4 Northern=Paciſic .
99,75
4 Southern=Paciſic . . . 93,80
5 St. Louis und San
Francisco. . . . . 85,00
5 Tehuantepec . . . . . . 97,30
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 184,50
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn .
.146,50
9½ Berlin. Handelsgeſ. .163,00
6½ Darmſtädter Bank . 119,00
12½ Deutſche Bank . 248,20
6 Deutſche Vereinsbank . 120,25
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 114,50
10 Diskonto=Kommandit 183,00
3½ Dresdener Bank . . 151,40
9½ Frankf. Hypoth.=B. 135,20
6½ Mitteld. Kreditbank 116,50
7 Nationalb. für Deutſchl. 119,70
7 Pfälziſche Bank. . . . 126,50
5.86 Reichebank
.133,00
7 Rhein. Kreditbank. . . 133,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 116,10
Wiener Bankverein . 126,00
Pfandbriefe.
1 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21.
98,90
3.
In Proz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 88,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S.52 .
98,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 98,50
3
do.
87,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,70
3½
do.
87,80
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
99,20
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23
99,40
3½ Heſſ Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—
87,80
S. 3—5 .
87,60
S. 9—11
87,70
4 Meininger Hyp.=Bank 98,50
31
do.
87,30
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 98,50
3½ do. (unk. 1914) . . 86,80
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,50
3½
do.
87,20
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt .
do.
87,80
4 Frankfurt.
99,10
do.
94,00
4 Gießen .
97,30
do.
4 Heidelberg
97,30
do.
87,00
Karlsruhe
97,30
do.
4 Magdeburg
do.
4 Mainz .
97,70
do.
88,70
4 Mannheim
98,50
Zu
do.
87,30
4 München .
99,30
Nauheim
4 Nürnberg=
. 99,00
3½ do.
87,00
4 Offenbach .
Ir braz.
Bt.
3½ Offenbach .
& Wieshaden . . .7 . 4 98,70
8½ do.
89,10
4 Worms .
97,30
3½ do.
88,00
4 Liſſaboner v. 1889
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 109 171,20
3½ Cöln=Mindner , 100 134,50
3 Holl. Komm. . ſl. 100
8 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 139,90
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 176,20
3 Oldenburger . .
128,75
3½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
fl. 7
Augsburger . .
Braunſchweiger Tlr. 20
Freiburger .
Fs. 15 86,50
Mailünder
Fs. 45 —
do.
Fs. 10
Meininger
ſtl. 7
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 525,00
do. v. 1858 fl. 100 439,00
Ungar. Staats . . fl. 100 381,30
Benediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 157,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,48
20 Franks=Stücke . . . . 16,24½
Amerikaniſche Noten . . . 4,20½
Engliſche Noten . . . . . 20,48
Franzdfiſche Noten. . . . 81,35
Holländiſche Noten. . . . 169,40
Italieniſche Noten . . . . 80,45
Oeſterc.=Ungariſche Noten 84,55
Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,75
Reichsbank=Diskonto. .
Reichsbank=Rombarb Asf.
von uns befragte Detaillisten aus allen Teilen Deutschlands haben uns trotz der Agitation unserer
500o Gegner schriftlich bestätigt, dass sie
kein Petroleum-Monopol wünschen.
Wer hat also ein Interesse an einem solchen? Etwa das Publikum, das in Zukunft höhere Preise für
schlechteres Petroleum zahlen soll?
Nein, sondern nur einzelne Grossbanken, die Millionen damit verdienen wollen. Ist das deutsche
(24369)f
Volk dazu da, um die Kosten dafür zu tragen?
Deutsch-Imerikanische Petroleum-Gesellschaft, Hamburg.
Mannheim-Bremer Petroleum-Actien-Gesellschaft, Mannheim.
Königsberger Handels-Compagnie, Königsberg i. Fr.
Amerikanische Petroleum-Anlagen, Neuss.
Montag, den 2. Dezember 1912, abends 7 Uhr:
MRtes Ronzert
im Grossherzoglichen Hoftheater zum Besten des
Witwen- und Waisenfonds der Grossherzoglichen
Hofmusik und unter Mitwirkung der Violin-Virtuosin Fräulein
Edith von Voigtländer aus Berlin.
1. Suite für Streichorchester 13. Solostücke für Violine mit
Joh. Cleuver.
2. Violin-Konzert (H-moll)
C. Saint-Saéns.
Klavier
a. Sérénade melancolique .
P. Tschaikowsky.
b. Liebesfreud
c. Tambourin chinois
F. Kreisler.
14. Sinfonie Nr. 1 in C-dur
L. van Beethoven.
Konzertflügel Grotrian-Steinweg aus dem Lager von
A. W. Zimmermann, Hoflieferant, Rheinstr. 14.
Hauptprobe: Vormittags 10 Uhr. Karten zur Hauptprobe
à Mk. 1.50 sind an der Hoftheater-Tageskasse
sowie in der Musikalienhandlung von
Leopold Schutter, Elisabethenstr. 12, zu
haben.
(24320ms
NB. In dieser Hauptprobe werden alle Nummern des
Programms zu Gehör gebracht.
Vonnerstag, den 2O. 05. Ais.
Felzeisu
uderel Zaum geldncn Iake!
Gestatte mir auf meine
Ganstige
Gelegenheit
2 Brillantringe mit echt. Smaragd
à M. 225, 220, 1 Brillantringmecht.
RubinM. 180, 1Brillantring m. echt.
SaphirM. 125, 2Brillantringe m.ein.
Stein à M. 300, 80 2 Brillant-
Arm-
bänder mit echt. Saphir à M. 185, 85,
1 Brillant-Brosche m. 2echt. Perlen
M. 85, 1 Brillant-Collier m. 9
Bril-
lanten nur M. 185, 1Brillant-
Vor-
stecknadel m. Smaragd M. 60, 1gold.
Uhrenarmband, 585 gest.,
Anker-
werk M 95, 1silb. Uhrenarmband
800 gest. M. 20, 5 gold.
Kettenarm-
bänder, 585 gest., à M. 25, 30, 45, 60,
80, 3 gold. Damenketten, Panzer,
585 gest. à M. 35, 60, 90, 5 Kavalier-
Panzer-Durchziehketten, 585 gest.
à M. 55, 60, 65, 70, 80, 3gold. Herren-
Uhren mit Spr.-Deckel, 585 gest., à
M. 65, 90, 110, silb. Herren-Uhren v.
M. 10 an, gold. Damen-Uhren v.
M. 28 an, 2 silb. Brotkörbe, 800
gest., à M. 60, 2 silb. Suppenlöffel
à. M. 25, 30, silb. Löffel, Messer,
Gabeln, d. Gramm v. 8 Pfg. an,
modern. Gold- u. Silberschmuck
bill., gold. Siegelringe v. M. 8 an.
Gelegenheitskäufe
stets am Lager
Kursus fur freien vortrag
Atem, Aufbau, Steigerung des Vortrages.
:: Gesetze des Denkens und der Logik.::
Wichtig für beide Geschlechter!
In Anbetracht des heutigen aufreibenden Interessenkampfes wird
jeder Beamte und Geschäftsmann denselben mit Freuden begrüßen.
Kursus nach Geschäftsschluss.
(22239a
Wilhelminenstrasse 35,
Dir. F. Baum, Ecke Hügelstraße. 3s
heimagnetischen Kuren
aufmerksam zu machen. Anwendbar und bewährt bei Nerven- und
Stoffwechsel-Leiden, Zirkulations- und Funktionsstörungen, wie z. B.:
Rheuma, Gicht, Ischias, Herz-, Leber-, Magen-, Nieren-, Blasen-,
Darm- u. Haut-Leiden; Schreib-, Klavierspiel- u. a. Krämpfe; Hysterie,
Lähmung, Geschwulste (Kopt, Ohren, Augen u. a.), Schmerzen all. Art.
Johanna Becker,
Mitgl. d. Vereinigung Deutscher Magnetopathen, E. V., gegr. 1888.
Darmstadt, Teichhausstrasse 531. (24375a
Sprechzeit: Dienstag und Freitag 10—12 und ½3—½6.
Besuche auch auswärts im Hause der Patienten.
bei
(*12760
A. Kurtz
Pädagogstr. 2
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Mannchen.
Roman aus Maſuren von Horſt Bodemer.
(Nachdruck verboten.)
23)
Die erſten Südſtürme brauſten über Maſurenland.
Sie legten ſich auf die Schneemaſſen der Bäume,
bra=
chen ab, was nicht mehr lebenskräftig war. Ein Krachen
ging durch die Wälder, und ab und zu klang dazwiſchen
ein Schrei. Entwurzelte Bäume hatten ſich hilfeſuchend
an die kräftigeren Nachbarn gelehnt. Stamm rieb ſich
an Stamm; wie ein Menſch, der in Todesängſten um
Hilfe ruft, hallte der bange, kreiſchende Ton ſcharf durch
das wilde Rauſchen.
Da wurde der Birkhahn lebendig. Er ſandte Freund
Sturm ſein Liebeslied entgegen.
Die Menſchen ſtanden an den Türen und hörten ſich
die Reveille an, die der Südwind mit immer kräftigeren
Akkorden blies. Nun nahten die Tage der Arbeit
wie=
der. Höchſte Zeit wars! Seit zwanzig Jahren hatte
Ma=
ſuren keinen ſo harten Winter erlebt. —
Noch bevor der erſte helle Schein im Oſten ſich
ange=
kündigt hatte, war Plattangen, den Hund an der Seitz,
hinausgegangen in ſeine Wälder. Nach drei Stunden
kehrte er mit einigen Birkhähnen als Beute zurück.
Wie gut hatte ihm dieſes Jagen im Sturmesgebraus
getan! Das peitſchte das Blut auf, ſtraffte die Nerven,
mit deleren Bick gerbieten Seſcht uncd fſieren Schrit
betrat er wieder die Schwelle ſeines Hauſes.
Agrameit erwartet ihn.
Jetzt geht, Gott ſei Dank, bald die Arbeit los, alter
Freund!
Der Südſturm wird ſorgen, daß ſie nicht zu knapp
wird.
Und das ſoll mich freuen! Der Wald ſieht wie ein
Schlachtfeld aus.
Noch ine ſolche Woche und wir können mit der
Feld=
beſtellung beginnen. Ich habe die Einteilung mitgebracht.
Und nun beredeten ſie, wo zuerſt angefangen werden
ſollte, was auf dieſer und was auf jener Flur zu ſäen
war.
Donnerwetter, ſo viel Hafer, Agrameit?
,
Die Preiſe ſteigen, ich denke, wir werden ein gutes
Geſchäft machen, denn der Roggen hat gut überwintert.
Wenn nur kein Rückſchlag kommt!
Schön! Sie kennen ja den Boden beſſer als ich!
Der hat auch ſeine Launen, Herr Oberleutnant!
Er erzählte ausführlich von den Erfahrungen, die
er mit den verſchiedenen Lagen gemacht hatte, und
Mann=
chen ſchwieg und hörte andächtig zu.
Wie vieles Lehrgeld würde ihm der bidere Agrameit
wohl ſparen? Aus jedem Worte klang ſeine Liebe zur
Herrſchaft Plattangen durch, er war feſtgewurzelt in die=
ſen Hoden, der nahe hn inten Stric ucht duch die
Rechnung, wenn der Himmel ein Einſehen hatte und nicht
noch im Mai Froſt ſchickte, oder Wolkenbrüche und Hagel
vom Himmel warf. —
Gegen mittag fuhr Sollenſtern vor.
Na, Mannchen, jetzt heißt’s aufgewacht aus dem
Winterſchlaf!
Ich bin wahrhaftig ſchon ganz munter!
Aber Sollenſtern machte gar kein fideles Geſicht. Er
ſetzte ſich, ſtarrte auf den Teppich und rieb ſich die Stirn.
Haſt wohl Aerger gehabt, Onkelchen?
Da fuhr er aus ſeinem Brüten auf. Aerger — na ja
dochchen, das heißt die Geſchichte iſt eigentlich albern.
Aber nun hilft kein Mundſpitzen mehr, jetzt muß
ge=
pfiffen werden.
Was iſt denn los?
Sollenſtern kramte ein paar Briefe aus der
Bruſt=
taſche. Iſt ja albern, Mannchen, ich hätt’ dir’s ſchon längſt
ſagen ſollen, aber länger läßt ſich’s doch nicht mehr
ver=
heimlichen — Wullnows ſind in Petersburg.
Da verſuchte Plattangen zu lachen. Das wußte ich
ſchon längſt, aus Rathenow wurde es mir geſchrieben.
Onkelchen hatte den Klemmer ganz vorn auf die dicke
Naſe geſetzt und muſterte über die Gläſer weg ſeinen
Neffen ſehr eindringlich. Warum haſt Du mir das nicht
geſagt, Mannchen?
Wozu? Roßdorff hat ja auch geſchwiegen. — Uebri=
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es Dir längſt angemerkt, Onkelchen!
Gottchen ja, ich wollte Dir Deine Ruhe nicht kaput
ſchlagen!
Mit der iſt’s noch nicht weit her!
Hm — da hat mir der Roßdorff eben wieder nen
Brief geſchrieben.
Gib ihn her!
Nee dochchen — immer hübſch langſam! Und nun
ſetz Dich erſt mal auf ’nen Stuhl, Mannchen!
Da kommt Ruhe über Plattangen. Was iſt los?
Alles mit einem Male runter, Onkelchen! Ich denke, mich
ſchmeißt auch eine ſtarke Doſis nicht um!
Wollen’s hoffen! — Roßdorff fragt bei mir an, ob Du
wahrhaftig ſo viel Geld verſpielt haſt und nahe an der
Pleite ſtändeſt.
Nanu?
Er hat nämlich mit der Gunild über Dich geſprochen,
ein Wort hat das andere gegeben, ſie hat Dich fürchterlich
bedauert, und da iſt ihr der Mund übergelaufen.
Und Wullnow war der Ehrenmann, der mich auf
dieſe Weiſe leichter ausſtach?
Ja und nein, Mannchen. Geſagt hat er ihr’s erſt
nach der Verlobung.
Sofort werde ich nach Petersburg fahren und mir
den Kerl vornehmen!
SSchafskopf! — Daß die Welt ſagt: das Mädel hat er
micht gekriegt, nun ſchießt er ihrem Mann dafür n Loch in
den Bauch!
Was die Welt ſagt, iſt mir einerlei! Erſt komme ich
Selber!
Mannchen, Du haſt die Gunild doch lieb?
Ae hut ſine Grenen
Die Liebe kennt keine, Mannchen, und ich glaube, die
arme Gunild iſt heute ſchon ein unglückliches Weib
ge=
worden!
Da faßt Plattangen mit beiden Händen nach dem
Kopfe, ſeine Augen treten aus den Höhlen, keuchend
kom=
men ihm die Worte von den Lippen:
Hat — Dir — das — Roßdorff geſchrieben?
Lies ſeinen Brief!
Und als Plattangen damit fertig iſt, wirft er den
Kopf auf die Unterarme und ſchluchzt wie ein Kind.
Kein Wort ſagt Sollenſtern.
Nach einiger Zeit ſteht er auf und legt ſeinem
Nef=
fen die Hand auf die Schulter. Maunchen, iſt irgend
was gewaltiger als das Schickſal, ſo iſts der Mut, ders
unerſchüttert trägt!
Der Offizier erwacht in Plattangen. Er beißt die
Zähne zuſammen.
Das war ein gutes Wort, Onkelchen — ich danke Dir
und — er knirſcht mit den Zähnen — bleibe hier!
4
Es war in der jungen Wullnowſchen Ehe nicht beim
Wetterleuchten geblieben, das Gewitter zog ſchnell herauf,
mit Donner und Blitz.
Gunild hatte es viele Freude gemacht, ihr Heim
ein=
zurichten. Und wenn ſie glaubte, dies und jenes habe
ſie durch Umſtellen der Möbel, Anderung der Bilder an
den Wänden — ihr Mann beſaß ſehr viele gute
Oelge=
mälde — beſonders gut gemacht, verzog er die Lippen
und belehrte ſie in ſpöttiſcher Weiſe, warum er ihre
Mei=
nung keineswegs teile. Zum Schluß pflegte er zu ſagen:
Ddirſchſt e cden en Got ſis geiemn an mn der
Ainſt=
leriſchen Erziehung!
Wenn ſie dann niedergeſchlagen war, führte er ſie in
die Eremitage, die berühmte Gemäldegalerie
Peters=
burgs, und hielt ihr lange Vorträge. Er meinte, auf dieſe
Art — durch Hohn und Belehrung — könne er ſie am
beſten zu ſeinen Aſiſchauungen erziehen. Ganz falſch
hatte er ja nicht gerechnet; ſie wagte nichts mehr im Hauſe
zu ändern, überhaupt ſtellte ſie bald jede Oppoſition ein,
aber nicht aus Reſpekt vor ſeinen Anſichten, wie er
glaubte, ſondern aus Furcht, Szenen heraufzubeſchwören,
bei denen ſie ſich doch immer geſchlagen bekennen mußte.
Oft kam Wullnow mißvergnügt heim, denn er hatte
ſich ſeine Tätigkeit anders vorgeſtellt.
Was bin ich hier eigentlich? Ein beſſerer Schreiber!
Dazu habe ich mich nicht nach Petersburg kommandieren
laſſen. Im Auswärtigen Amt hatte ich wahrhaftig
ernſtere Sachen zu bearbeiten!
Gewiß ſollſt Du Dich erſt in die hieſigen
Verhält=
niſſe einleben, verſuchte ihn ſeine Frau zu tröſten.
Unſinn — von unſerem Dienſt verſtehſt Du nichts!
Aber da iſt dieſer und jener, die ſich in Berlin in
freund=
liche Erinnerung bringen wollen — Tröpfe gegen mich,
ſage ich Dir, Gunild, von einer oft rührenden
Ungeſchick=
lichkeit, aber zuſammen hängen ſie wie die Kletten! Es
wird nicht mehr lange dauern, ſo mache ich dem
Botſchaf=
ter Vorſtellungen!
Seine Frau ſchwieg. Sie kannte den Ehrgeiz ihres
Mannes, der ihr ſchon manchmal zu Bedenken Anlaß
ge=
geben, er litt zweifellos an Selbſtüberſchätzung.
(Fortſetzung folgt.)
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
uehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.)
Drittes Hofmuſik=Konzert. Nachdem
die beiden erſten Konzerte ausſchließlich neueren
Ton=
ſchöpfungen eingeräumt waren, kommt im dritten
Beethoven mit ſeiner 1. Sinfonie zu Worte. Sie erſchien
kurz vor Vollendung des 30. Lebensjahres ihres Schöpfers
und wurde Ende des Jahres 1800 in Wien zuerſt
aufge=
führt. Mit ihr tritt Beethoven ſchon als Beherrſcher des
geſamten kompoſitoriſchen Rüſtzeugs und der
überzeugen=
den Kraft der eigenen Perſönlichkeit auf den Plan. Sind
doch der Sinfonie, die die Opuszahl 21 trägt, ſchon eine
ſtattliche Reihe wundervoller Werke, u. a. die 6
Streich=
quartette op. 18, vorausgegangen. — Das Programm
ent=
hält noch ein neues Werk, eine Suite von Cleuver, das
Violinkonzert in H-moll von Saint=Saéns und kleinere
Violinſtücke, zu deren Wiedergabe eine ſehr geprieſene,
hier aber noch unbekannte, jugendliche Geigerin, Frl.
Edith von Voigtländer, gewonnen wurde.
Luftfahrt.
Frankfurt a. M., 26. Nov. Prinz
Hein=
rich von Preußen iſt heute vormittag um 9 Uhr
mittels Automobils aus Darmſtadt hier eingetroffen und
hat den Vorſitz der Verſammlung der
Wiſſenſchaft=
lichen Geſellſchaft für Flugtechnik, die im
großen Saal des Phyſikaliſchen Vereins im
Sencken=
bergianum tagt, übernommen. Es wurde von der
Ver=
ſammlung eine Reſolution angenommen, die
Feſtigkeits=
berechnung der Luftfahrzeuge auf wiſſenſchaftlicher
Grundlage vorzunehmen, und die Geſellſchaft ſtellt ſich
den geſetzgebenden Körperſchaften zur Mitarbeit auf
die=
ſem Gebiet zur Verfügung. Den erſten wiſſenſchaftlichen
Vortrag übernahm der Dozent der Akademie Frankfurt,
Dr. Linke, an Stelle des plötzlich erkrankten Geheimrats
Hergeſell in Straßburg i. E., über die Windbewegung in
Bodennähe. Hierauf wurde eine große Diskuſſion
er=
öffnet. Heute nachmittag findet eine Beſichtigung der
Euler=Flug=Werke bei Frankfurt a. M. ſtatt, an der ſich
auch Prinz Heinrich beteiligen wird. Die Verſammlung
findet damit ihr Ende.
sr. Reſultat des Gordon=Bennett=
Ren=
nens für Freiballons. Von dem Gordon=Bennett=
Wettfliegen der Freiballons, das in Stuttgart ſtattfand,
liegt jetzt das offizielle Klaſſement bis auf den an dritter
Stelle plazierten Amerikaner „Uncle Sam” vor, von dem
die genaue Kilometerzahl noch nicht feſtſteht. Der Proteſt,
den der Amerikaner Watts, deſſen Ballon bekanntlich bei
der Füllung platzte, wegen des Ballons „Düſſeldorf”
ein=
gelegt hatte, wurde abgewieſen. Das Klaſſement ſtellt ſich
wie folgt: „Picardie‟=Frankreich 2191 Kilometer (
Welt=
rekord), „Ile de France”=Frankreich 2001 Kilometer,
„Uncle Sam”=Amerika, „Frankfurt”=Oeſterreich 1769
Kilo=
meter, „Zürich”= Schweiz 1523 Kilometer, „
Reichsflug=
verein‟=Deutſchland 1385 Kilometer, „Mincelers”=Belgien
1291 Kilometer, „Honey Moon”=England 1253 Kilometer,
„Belgica‟=Belgien 1182 Kilometer, „Andromeda”=Italien
1111 Kilometer, „Harburg III‟=Deutſchland 1110
Kilo=
meter, „Bearn”=Frankreich 1055 Kilometer, „Helvetia”=
Schweiz 881 Kilometer, „Busley‟=Oeſterreich 771
Kilo=
meter, „Aſtarte‟=Oeſterreich 712 Kilometer, „Libia”=Italien
685 Kilometer, „Million Pupolation Club”=Amerika 646
Kilometer, „Clouth IV‟=Dänemark 490 Kilometer, „
Aſtu=
ria‟=Italien 185 Kilometer.
Sport.
* Lawn=Tennis. Der Lawn=Tennis=Wettkampf
London-Bremen auf gedeckten Plätzen in Dulwich
hat mit dem Siege der Engländer geendet. Von den acht
Einzelſpielen gewannen die Bremer Spieler nur zwei,
und von den vier Doppelſpielen ebenfalls zwei. Am erſten
Tage konnten entgegen unſerer erſten Meldung Spieß=
Kulenkampff mit 3—6 6—3 6—3 einen ſchönen Sieg über
Mc. Nair=Pockley erringen, während am zweiten Tage
Heyden=Grimm gegenüber Mc. Nair=Pockley mit 3—6
6—2 6—2 ihre Ueberlegenheit bewieſen. In allen anderen
Spielen zeigten ſich die Engländer ihren Gäſten
über=
legen. Die Bremer Spieler begaben ſich ſofort nach
Be=
endigung des Matches nach Paris, wo ſie mit den
bekann=
ten franzöſiſchen Meiſtern Laurentz und Germot, ſowie
Gaul und Chelly auf den Plätzen des Lawn=Tennis=Club
de France in Paris=Neuilly zuſammentreffen.
* Winter in der Schweiz. Die amtliche Auskunftſtelle
der Schweizer Bundesbahnen im internationalen
öffent=
lichen Verkehrsbureau, Berlin, Unter den Linden 14,
ſchreibt: Davos meldet, daß die Winterſportſriſon
er=
heblich früher eingeſetzt hat, als in früheren Jahren. Die
Schneedecke im Tal und an den nördlichen Abhängen
ge=
ſtattet den Skiläufern die erſten Verſuche. Die Eisbahn
iſt bereits ſeit acht Tagen in Betrieb genommen. Aus dem
Sportprogramm ſeien hervorgehoben: Dritte November=
woche: Eröffnung aller Eisbahnen; Anfang Dezember:
Eröffnung der Bob= und Schlittelbahnen; 26. Dezember:
1. Große Skiſprungkonkurrenz auf der Bolgenſchanze.
1. Januarwoche: Championſhip of the Schatzalp. Letzte
Januarwoche: Kaiſer Wilhelm II. Becher; 1.
Februar=
woche: Hollandbecher, Goldpokal von Davos. — In
Adelboden iſt eine vier Kilometer lange Rennbahn
erbaut worden, auf der auch Pferderennen veranſtaltet
werden können. In erſter Linie iſt ſie dem Schlittenſport
reſerviert. Auch die Curling=Eisbahn iſt erheblich
ver=
größert worden. Das Sportprogramm für die kommende
Saiſon iſt bereits feſtgelegt; ſchon im Herbſt hatte
Adel=
boden eine Reihe von winterlich kalten Tagen. Man
rech=
net zu Anfang Dezember auf ſtarken Beſuch, da die
Wet=
terſtationen reichliche Schneefälle in baldige Ausſicht
ſtellen. — Auch Engelberg iſt für die Winterſportſaiſon
bereits vollkommen gerüſtet. Beſonders ſtolz iſt man
dort auf die neue moderne Bobbahn von der Gerſchnialp
ins Tal herunter. Eine Drahtſeilbahn bringt
Mann=
ſchaften und Material in die Höhe; die Bobbahn führt
durch 12 Kurven mit einem mittleren Gefälle von 7½%
zu Tal. Die vereiſte Skeletonbahn, die große
Sprung=
ſchanze für die Skiſpringer, eine Rodelbahn und die
ver=
ſchiedenen Gelegenheiten zum Eislaufen vervollſtändigen
Engelbergs Sportgelegenheiten. Infolge ſeiner
geſchütz=
ten, ſonnigen Lage erfreut ſich der Ort einer alljährlich
ſteigenden Frequenz. In der erſten Hälfte Dezember
wer=
den die neuen Bahnen eröffnet; Mitte des Monats dürfte
es in Engelberg ſo voll ſein, daß Unterkunft nur nach
vor=
heriger Anmeldung zu bekommen iſt. — In St. Moritz
im Ober=Engadin hat der volle Soprtbetrieb bereits
ein=
geſetzt. Die Seenkette von St. Moritz bis Maloja iſt dick
zugefroren und bereits der Tummelplatz der zahlloſen
Freunde des Eisſports, die ſich jeden Winter in den
Kur=
orten an ihren Ufern Rendezvous geben. Dem Debüt
des Eisſports folgt der Skiſport auf dem Fuße. Der
erſte Schneefall hat alle Hänge, die noch vor kurzem in
lichtem Grün prangten, mit ſeiner weißen Decke überzogen,
auf der ſich Jung und Alt in fröhlichem Wettkampf
tum=
melt. An der Errichtung der Sprungſchanzen wird
ge=
baut, ebenſo an der Herſtellung der Bob=Skeleton= und
Schlittenbahnen. Noch wenige Wochen und St. Moritz
weiſt wieder den internationalen Verkehr auf, der ſeine
Hochſaiſon vor der aller andern Winterkurorte auszeichnet
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Vor Adrianopel, 14. November.
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„Ei do ſoll jo glei e
Himmelhagelſchockkreizmillionen=
kiſſelmohrngewiddadunnawedda kreizweis un iwazwerch
enei ſchlage! So e Handwerk! De Aan helt’s un a Anner
läßt’s net gehn!“ — Mit dere ſcheene Anſprach hot mich de
Owerſt begrießt, wie ich geſtern morjend zu em kumme
bin. No, ich kann’s em aach net vadenke, wann er
ärjer=
lich is un e Geſicht ſchneid’ wie e Dibbe voll Deiwel. So
e Wedda, naa, ’s is e Schand un ’s mißt eigentlich
inter=
national uf em diblomadiſche Submiſſionswääk
verein=
bart wern, daß ſoe Wedda, wie äwe des Wedda bei uns
is, bei ere ordnungmäßige Kriegführung umbedingt net
vorkumme derft. For wos hawe mer dann die Gießener
Weddaward? Do mag de Deiwel un ſei Großmudda
en anſtändige Krieg führn, wann’s räjent, daß aam alle
Laafgräwe und alle Stiwwel voll laafe, un daß aam
de Feldherrnſtab im Torniſter erſaift un die Seelear in
de Kanon vaſchimmelt. Owa wos hilft eme orme Mann
ſein Zorn? — Do ſitze mer jetz ſchun 14 Dog vor dem
ſackerementſe Neſt un ’s geht net hinna ſich un net vor
ſich, und hiwwe un driwwe wern Löcha in die Luft
ge=
ſchoſſe un des deia Pulwa werd vaknallt, als wann’s
gor nix koſte dhet. Un wann mer werklich emol mit dem
Derk ernſtlich an enanna geroode un hernooch die Sach
bei Licht bedrachde, dann hot’s hiwwe un driwwe
Ebbel gewwe.
No, ich maan, ſo ſehr lang kennts owa doch net mehr
dauern, un ich frei mich ſchun druf, wann mir in
Adria=
nopel un dann in Konſtantinopel einziehe. Dann des
is mer doch mei Lebdag noch net baſſiert un werd mer
vielleicht aach et mehr baſſiern, daß ich den feierliche
Ein=
zug der Sieger dorch mei Gäjewadd vaherrliche helfe kann.
Mei Gaul un ich, mir hawe uns aach ſchun ganz gut an
eananner geweehnt, un wann de Gaul grod net zufällig
wos annerſt will, dann dhut er alles, was ich will.
Ich hob mich neilich emol mit em fodegrafiern loſſe, un
wann ich des Bild anguck, kumm ich mer beinoh vor, wie
de Colleoni.
Ewe hadde mer grod e bisje gefriehſtickt un de Owerſt
hadd ſich ſei Peif angeſteckt un wollt e Poſtkadd ſchreiwe,
un ich hob als mei Schuhzeig bedracht un hob mer de
Kobb driwa vabroche, warum daß dann des Waſſa aus
Jeme kabuddene Dibbe eraus un in en kabuddene
Stiw=
wel enei laafe dhut. Do gibts vorm Zelt draus e
Ge=
dees un de Borſch kimmt erei geſtolwert un ſeegt: „Herr
Owerſt draus ise derkiſcher Pallemendaria!” „Was is
draus?” — „E derkiſcher Hauptmann mit eme
Unngoffi=
zier un eme Drumbeder.” — „Ach ſo, en Parlamentär!
Führ’ den Herr erei un loß ſeine Leit wos orndliches zu
eſſe gewe!” — No, der deckiſch Hauptmann kimmt erei
un ſeegt: „Soll emal erei kumme! Hauptmann Schaban
Aga vun de derkiſche Gardereider.” Un de Owerſt ſtellt
ſich aach vor un dann mich als Heſſe=Dammſchdädde
Kriegsberichterſtatter aus em Deitſche Reich, un dann ſeegt
er: „So, Herr Kamerad, nemme Se Platz un greife Se
zu; geneedigt werd net. Wos verſchafft mer dann die Ehr
un des Vagniege, daß Se uns beſuche? Was gibt’s dann
Neies bei Ihm?” „Ja, Neies, des is es jo grod, weswäge
ich zu Ihne kumm” ſeegt de Hauptmann. „Ihne Ihr
Leid howe uns nemlich unſa Funketelegrafeſtation ufem
Kerchtorm kabudd geſchoſſe un unſa Zeitunge howe ſeit
vorgeſtern ’s Lieje un ſeit geſtern ’s Erſcheine eingeſtellt
un do ſin mer mit Neiigkeide ſchlecht vaſehe.” „Ach Du
liewa Gott” ſeegt de Owerſt, „bei uns gibt’s aach net
viel Neies. Bei dem Wedda getraut ſich kaum noch e
Briefdräjer bis do eraus un e Zeitung hob ich ſeit ere
Woch net mehr zu ſehe krickt. Mei Balwirer bringt mer
als emol e poor Neiigkeide mit, awa wos der bete dhut,
is geloge. Heit ſeegt er, mir hädde geſiegt, morje ihr.
Un weil ich’s ſelwa net genau waaß, glaab ich em gor nix
mehr.” „No wie lang gedenke Se dann noch do zu
leiwe?” maant de Hauptmann. „Ja, des kimmt ganz
druf an, des kann Aaner allaan gornet wiſſe. Mir
ge=
fällt’s jo ſchun lang net mehr un ’s lickt jo blos an Eich,
wann der uns bald los wern wollt.” „No es werd doch
devon geredt, s wärn Friedensvahandlunge im Gang un
de Bruda Zwockel un de Bruda Böhm dhet em Bruda
Serb uf de Balg ricke?” „Ja mit dene
Friedensvahand=
lunge! Waaß mas? — Un wann mas waaß, ſeegt ma’s?
— Un wann ma’s ſeegt, dhut ma’s? — „Ja Sie howe
Recht, Herr Owerſt ſo is es. Ich bin Ihne ſehr verbunde
for die wichtige Mitdeilunge, die wo Sie mir gemacht
howe, owa jetzt muß ich haam un muß Bericht erſtatte.
Vielleicht heern Se bald wida emol wos vun mer.” „Ach
gehn Se fort, bleiwe Se doch noch e bisje do” ſeegt de
Owerſt; er hot ſich ower net mehr ufhalte loſſe un is fort.
Wie er glicklich zum Tembel drauß wor, hot mich de
Owerſt angeguckt un gelacht: „Do maant ſoe
Schlau=
meier, er breicht nor eraus zu kumme un noch Neiigkeide
zu froge un do dhete mer m glei Alles uf die Nos binne.
Naa, Freindche, do kimmſte do bei mir an de Unrechte.”
„Herr Owerſt, hob ich geſogt, „ich hob mer die Sach
mit ſo eme Ballemandeer doch eijentliche bisje annerſt
vorgeſtellt. Ich hob gemaant, der dhet kumme un dhet
um aut Wedda bidde un dhet ſoge: Nemmt uns, nor ſo
ſchnell wie meeglich des Krämche ob, daß es emol Ruh
gibt. Jetz will der Mann nor Neiigkeite wiſſe.” „Ja
ſehe Se liewa Bennelbächer, das is die Strategie der
höheren Kriegskunſt un dodevon verſtehn Sie doch nicht
genug, um zu wiſſe was mir Heerführer bei ſo hiſtoriſche
Verhandlunge noch all for geheime haamliche
Hinner=
gedanke hawe. Mir wiſſe’s jo als ſelwa net; owa wann
der Hauptmann jetz haam kimmt un dene vazehlt: „Nichts
Neies vor Paris!” do denke die: „Uiniui!!!” un in Zeit
vun drei Dog kabiduliern ſe un for uns is de Wääk noch
Konſtantinopel frei.” No, worde mer’s emol ruhig ab,
hob ich gedenkt
Nooch em Middageſſe howe mer ſo en klaane
Erkun=
digungsritt in die Umgäjend gemacht un howe uns aach
emol die annern vun unſere Drubbe angeguckt, die wo
gach mit debei ſin. Un die Leid ſin all bei de Hand un
fidel un kenne kaum die Zeit erwarte, wo’s wida ernſtlich
los geht, dann des ruhig Abwarde un die klaane
Balge=
reie wern en uf die Dauer langweilig. Owa die Bauern
in dene umliejende Ortſchafte des ſin unkultifizierte Klowe
un ma kann kaum for Geld un gut Wort wos vun en
krieje un wann mer en Handkees howe will, do ſin ſe im
Stand un bringe aam e Wichsbeſcht. — Wie mer wida
zurück kumme ſin, do ſitzt vorm Owerſt ſeim Zelt der dick
Owaſtabsarzt, un macht e Geſicht wie ſiwwe Dooa
Räje=
wedda. „No Dicka,” freegt en de Owerſt, „wos fehlt Dir
dann?” „Do guck emol enei, Max.” ſeegt de Dokter un
gibt dem Owerſte Telegramm; „mir ziehe ſo ſchnell noch
net in Konſtantinopel ein.” Un in dem Telearamm hot
ge=
ſtane, daß unſa Drubbe uf de ganze Tſchadaldſchalinie
brillant vorainge, owa bei de Derke wär uf de ganze Linie
un noch weit ins Land enei die Cholera ausgebroche.
— „Gäje den Feind helfe die beſte Deubbe nir,” mich
dauern die oarme Saldode.” ſeegt de Owerſt un hot de
Kobb gehenkt un is in ſei Zelt gange.
Literariſches.
Einführung in die praktiſche Chemie.
Von Profeſſor Dr. Felix B. Ahrens. Zweite Auflage,
durchgeſehen, verbeſſert und erweitert von Profeſſor Dr.
F. W. Hinrichſen. Mit 2 farbigen, 4 ſchwarzen Tafeln
und zahlreichen Textabbildungen. (Verlag von Ernſt
Heinrich Moritz in Stuttgart.) Broſch. 3,50 M., geb.
4,50 M. Dieſes Werk des bekannten Breslauer Gelehrten
liegt nun in neuer Auflage vor, die Proſeſſor Dr.
Hinrich=
ſen, ein hervorragender Fachmann, auf die Höhe der Zeit
gebracht hat. Das Buch bleibt was es war: die
eigent=
liche Einführung in die praktiſche Chemie für die weiteſten
Kreiſe.
Auf der Wildbahn. Schilderungen von
Hermann Löns, Hannover, bei Adolf Sponholtz’
Ver=
lag, G. m. b. H. Geb 4 M. Wohl keinem der deutſchen
Dichter iſt die Landſchaft ſo ſehr zur viſionären
Erſchei=
nung gekommen, wie Hermann Löns. Mehr als dreißig
Jahre hat er gejagt, und zwar hat er zumeiſt die Pürſch
ausgeübt und den Anſtand. Wenn dieſes Buch in erſter
Linie auch Jagdſchilderungen enthält, ſo ſind es doch meiſt
Naturſchilderungen, zu deren Ausgangspunkte die Jagd
genommen iſt, und die dem Nichtjäger genau ſoviel bieten
werden wie dem Jäger. Alle Stimmungen ſind darin
vertreten, weiche und träumeriſche, keck humoriſtiſche, ſowie
nicht minder harte und rauhe; feſtgehalten, wie ſie die
Stunde bot. So wird denn dieſes Werk des bedeutenden
Dichters mehr noch wie ſeine Bücher aus der engeren
Hei=
mat bis in die fernſten Zonen dringen.
Das poetiſche Berlin. Neu=Berlin von
Heinrich Spiero. (Band 6 der Pandora=Bücher.) In
Pappband 2,50 M., in Leinen 3,50 M. Verlegt bei Georg
Müller u. Eugen Rentſch, München. Jüngſte
Vergangen=
heit und Gegenwart des literariſchen Lebens erfahren in
dieſem neuen Pandorabande eine intereſſante Darſtellung.
Der Autor gibt ein Kulturbild, dem nicht nur literariſche
Bedeutung, ſondern auch der Reiz aktuellen Wertes
zu=
ommt.
Gewinnauszug
der
1. Prenßiſch-Süddentſchen
(227. Königlich Preußiſchen) Klaſſenlötkerie
5. Klaſſe 14. Ziehungstag 25. November 1912
Auf jede gezogene Nummer ſind zwei gleich hohe Gewinne
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen 1 und I.
(Nachdruck verboten)
(Ohne Gewähr A. St.=A. f. Z.) (.
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 10000 Mk. 177236
10 Gewinne zu 5000 Mk. 20634 31454 38413 63924
95869
78 Gewinne zu 3000 Mk. 1026 1620 1999 3311
6393 8048 9728 16203 16469 28408 32285 46823
56494 56703 61108 67455 69406 73311 73594 74636
81542 87413 96955 103432 107754 107998 112214
134813 149052 153894 156014 171229 175872 163011
185035 190851 199650 199691 204541
120 Gewinne zu 1000 Mk. 8335 9110 17967 20368
20699 22915 26280 30666 33632 33921 37908 38819
46197 58942 59539 60696 62777 78400 80799 92099
92484 101325 109577 114047 115653 122762 122877
125101 125324 126220 132360 135660 136473 14084a
141787 145023 145564 148858 151880 151970 154754
156727 156789 163263 176638 177903 176672 181833
183059 186060 186140 187911 189149 189608 191524
199706 200027 200935 205478 205939
218 Gewinne zu 500 Mk. 406 430 1712 2873
3434 4509 5878 9524 9765 10222 11642 13144.
13526 19932 21895 22755 23223 24426 26192 28814
29629 31831 33466 33513 36620 39873 40265 43203
43672 44942 44957 46799 48840 51567 53108 53602
55103 55254 56155 56653 57125 57284 58869 60593
64208 71070 78668 78373 80126 82219 84720 85575
86390 86513 88817 89097 89347 90234 92109 92297
93244 100172 100628 100946 101341 103740 106070
112325 113298 114684 115481 117128 123749 125060
126822 126884 130875 130876 132305 134599 140175
144380 149231 150195 152281 157251 158247 159070
160087 160418 162451 167042 168464 172829) 175818
178595 179237 180971 181796 183270 184655 184974
186302 189002 192433 197337 198420 205587 205869
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 10000 Mk. 139673
76 Gewinne zu 3000 Mk. 5424 16749 23742 24165
27743 29657 31129 44651 49029 54623 61510 62691.
66083 67974 70933 72050 72135 72657 78229 83027
84608 88259 89225 95453 99042 102659 106396
115397. 130731 133373 141028 153425 163190 164246
169390 182406 185098 202858
138 Gewinne zu 1000 Mk. 261 1918 6184 7172
8179 11718 17618 20963 21610 24703 32537 33715
34156 36523 40385 40835 41698 45167 48337 49363
53473 54441 58139 63121 64907 67260 72816 78118
82361 83558 83771 85709 88773 89988 92996 94292!
98129 98500 99786 99846 102227 103349 107924 11617g
120251 122080 126232 126332 128197 129031 132329
140235 140727 147800 152357 155680 163158 173605
173837 174788 177583 181327 182858 193399 196614
199233 199668 200947 207977
194 Gewinne zu 500 Mk. 609 1011 2263 2772.
6824 8393 10115 11374 12982 13151 17397 18426
22900 25718 26707 27507 27511 37365 38826 40785
42674 43528 43827 45116 46122 46534 47003 48308!
48842 49020 51748 56202 66325 63108 64145 64818)
64966 70953 81747 82465 85423 95076 95822 98647
99827 101100 107457 109967 111024 112328 112682
115408 119676 120809 121228 122987 128887 128923
130572 131930 134771 135060 135207 141818 142207
142578 143135 146206 146575 150299 152461 154277
154385 156293 159748 164089 169895 176128 179486)
180445 180627 181380 184173 184854 185442 186152i
187706 190858 191833 192158 193618 193970 197382
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Eine Perle
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Vorführung 1 Stunde.
Ein Film von
wunder=
barer Wirkung, großart.,
dezentem Spiel und herrl.
Landſchafts=Aufnahmen,
der wahrlich den
Nor=
diſchen Films nicht
nachſteht.
Moritz und das
Liebes=
pulver. Origineller
Hu=
mor, zum Totlachen.
Treu wie Gold.
Tief=
ergreifendes Drama.
Die Truppe Sombardo.
Variété=Akt. (*12761
Der Roman ein. Jägers.
Gutgeſpielte Tragödie.
Max und ſein Rivale.
Köſtlicher Humor des ſo
beliebten Max Linder.
Das Kinzigtal.
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liche Naturaufnahme.
Gute Lüftung u
Dampfheizung.
Residenz
Theater
am weissen Turm.
Nur 3 Tage!
Ab heute, unter anderem:
Ein Rieſenfilm
vom
Datkankete
Sieger und Beſiegte.
Die erſten Schüſſe.
Sofia. Die franzöſiſche
Hoch=
ſchule wurde vom franzöſiſchen
„Roten Kreuz” in ein Lazarett
umgewandelt. — Damen der
feineren Geſellſchaft verteilen
Süßigkeiten unter die
Ver=
wundeten der ſerbiſchen
Spi=
täler. — Zahlreiche Familien
erwarten das offizielle
Ver=
zeichnis der Gefallenen und
die letzten Nachrichten vom
Kriegsſchauplatz. — Die
Kanz=
lei des ſerbiſchen Generalſtabs
in Niſch. — Die bulgariſchen
Cow=boys ſind aus Amerika
zurückgekehrt, um gegen die
Türken zu kämpfen. — Ein
Spion erwartet verhört zu
werden. — Das Schickſal der
Gefangenen. — Wie die
Bul=
garen und Serben die
tür=
kiſchen Gefangenen behandeln.
— Die Arnauten, ein noch
barbariſches Volk, welches von
den Serben 15000 Gewehre
erhielt, um gegen die Türken
zu kämpfen, übte Verrat an
denen, die es bewaffnet haben.
— Türkiſche Gefangene, von
ſerbiſchen Reſerviſten eskortiert,
verlaſſen die Feſtung von Niſch.
— Eine alte arnautiſche
Spio=
nin, die mittels einer Bombe
mehrere ſerbiſche Soldaten
tötete, wird zum Tode
ver=
urteilt. — Die türkiſchen
Ge=
fangenen werden nach der
Kan=
tine geführt, wo
Nahrungs=
mittel unter ſie verteilt werden.
— Gemütlich zuſammengekauert
eſſen ſie mit Gier die Suppe.
— Zwei Helden. — Ein
tür=
kiſcher Offizier, der ſich wie
ein Löwe geſchlagen hat.
Sofia. — Ein bulgariſcher
Unteroffizier, der mit 20
Sol=
daten eine ganze Kompagnie
gefangen nahm. — In der
Türkei. — Flüchtlinge
unter=
wegs nach Konſtantinopel.
Der Zug mit Flüchtlingen
ent=
gleiſte bei Seidler. — Die
türkiſche Artillerie nimmt auf
der Front ihrer Truppen
Stel=
lung. — Nach der Schlacht
bei Lüle=Burgas. — Der
Rück=
zug des 4. Armeekorps bei der
Brücke von Tſchorlu. — Die
Kavallerie und die Artillerie
ziehen ſich gleichfalls zurück.
Nordiſcher Kunſtfilm:
Am Glück vorbei
Großes Drama
aus Artiſtenkreiſen
etc. etc. (24358
AnIERicAn
Spannendes Drama in
2 Akten.
Übermut.
Großartiges Lustspiel
Regie des berühmten
Schauspielers
Max Mack.
des American-Bio
zeigt das Neueste aus
aller Welt.
Das
Witzblatt
des Kino.
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zu dem am Mittwoch, den
27. Nov., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61.
1. „Monte Carlo” Militär=
Marſch von Karl Kaps. 2.
Ouver=
ture zur Oper „Fidelio” von L.
van Beethoven. 3. a) Trinklied a.
d. kom. Oper „Das Mädchen von
Elizonda” b) Entr.=Akt aus der
Operette „Pariſer Leben”, beide
von J. Offenbach. 4. „Anna, was
iſt denn mit dir?” Walzer nach
Motiven aus der Operette „Der
liebe Auguſtin” von Leo Fall.
5. „Pauline geht tanzen” Walzer=
Duett aus der Poſſe „Große
Ro=
ſinen” von W. Kollo. 6. „Two
Step tanzt man heut”, Two Step
aus der Poſſe „Autoliebchen” von
Jean Gilbert.
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Mittwoch, den 27. November 1912.
68. Abonnem.=Vorſt. A 17.
Der liebe Augnſtin.
Operette in 3 Akten von Leo Fall.
Muſikaliſcher Leiter: Erich Kleiber.
Spielleiter: Emil Valdek.
Perſonen:
Bogumil, Regent
von Theſſalien . Adolf Jordan
Helene, ſ. Nichte . Elſa von Blank
Gjuro,
Miniſter=
präſident . . Auguſt Kräger
Nicola, Fürſt von
Richard Jürgas
Mikolics
Oberſt Mirko . . Paul Peterſen
Hauptm. Burko . Willi André
Pips, Fähnrich . Käthe Gothe
Pasperdu, Adpok. Guſtav Semler
Auguſtin Hofer,
Klavierlehrer . . Otto Thomſen
Jaſomirgott,
Kam=
merdiener der
Prinzeſſin Helene L. Schützendorf
Anna, ſ. Tochter Hede Schaub
Sigilloff,
Gerichts=
vollzieher . . Karl Bernhardt
Matthaeus,
Laien=
bruder u.
Kloſter=
pförtner.
. W. Riechmann
Erſter 1 Be= Adolf Klotz
Erſter 1 Diener Fritz Lang
Zweiter amter . Adof Braun
Emil Kroczak
Zweiter)
Nach d. 1. v. 2. Akte ie läng. Pauſe.
Gewöhnliche Preiſe.
Proſzeniumsloge 6.10 M.,
Mittel=
loge 6.10 M., Balkonloge 5.10 M.,
I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.—6.
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 4.10 M.,
14.—20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.—5. Reihe 2.80 M., 6.—8. Reihe
2.25 M., I. Gal. 1.25 M., II. Gal.
0.65 M.
Anfang 7 Uhr. Ende 10½ Uhr.
Kartenverk. v. 9½—1½ u. v. 6 U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 28. Nov. 69. Ab.=Vſt.
B 7. „Wallenſteins Lager.”
Hierauf: „Die Piccolomini.”
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Freitag, 29. Nov. Außer Ab.
Erſtes Gaſtſpiel George Baklanoffs
vom Kaiſerlich Königl.
Hofopern=
theater in Wien. „Fauſt.” Große
Oper von Gounod.
Mephiſtg=
pheles: George Baklanoff. Gew.
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Samstag, 30. Nov. 70. Ab.=Vſt,
A 18. „Wallenſteins Tod.”
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Zür Adarpriege
I Seit langer Zeit litt ich an
Kopf-
schuppen und Haarausfall und
habe viele Mittel probiert, ohne
Besserung zu erzielen. Auch Javol
wollte ich nicht unversucht lassen
und probierte zunächst mit einer
kleinen Flasche. Nach Vorschrift,
durch Waschungen mit Javol-
Kopf-
waschpulver unterstützt,
ange-
wandt, erzielte ich einen direkt
wunderbaren Erfolg. Nach
unge-
fähr 4 Wochen fielen mir fast gar
keine Haare mehr aus, während
ich sonst bei jedem Durchkämmen
den ganzen Kamm voll hatte.
Das Haar wurde voll, weich und
glänzend, und ich hatte keine
Schuppen mehr auf dem Kopfe.
Trier, den 7. Juni 1912. P. R.
JAVOL., fetthaltig für normales
und trockenes oder fettfrei für
fettreiches Haar. Preis der
Origi-
nalflasche 2 Mark, Doppelflasche
3,50 Mark. Ueberall zu haben.
Kolberger Anstalten für
Exteri-
kultur, Ostseebad Kolberg.
*V 3b.
nür
Kongreſſe und Verbandstage.
Deutſcher Aerztetag.
— Leipzig, 25. Nov. Die Verhandlungen der
zweiten und letzten Hauptverſammlung des Deutſchen
Aerztetages waren wiederum von Vertretern aller
angeſchloſſenen Vereine überaus zahlreich beſucht. Dem
Bericht über die Verhandlungen des geſtrigen Tages
tra=
gen wir zunächſt noch nach, daß nach dem Vortrage von
Sanitätsrat Dr. Mugdan über die Stellung des Arztes
in der Angeſtelltenverſicherung folgender Antrag des
Re=
fferenten einſtimmig angenommen wurde: „Der Vorſtand
des Leipziger Verbandes wird erſucht, dem Direktorium
der Reichsverſicherungsanſtalt eine Denkſchrift zu
über=
reichen, in der der Nachweis erbracht wird, daß die
Be=
kanntmachung des Direktoriums der
Reichsverſicherungs=
anſtalt vom 5. Juli 1912 unzweckmäßig und den
Aerzte=
ſtand herabſetzend iſt. Dieſe Denkſchrift ſoll erſt dann
ab=
geſandt werden, wenn die Wahl der nichtbeamteten
Mit=
glieder des Direktoriums erfolgt iſt.”
Die Verhandlungen des zweiten Tages begannen mit
dem Bericht über die Durchführung der Beſchlüſſe des
Deutſchen Aerztevereinsbundes bezw. ſeiner
Kranken=
kaſſenkommiſſion, welche ſich auf den Ausbau der ärztlichen
wirtſchaftlichen Lokalorganiſationen beziehen; dieſe
Durch=
führung wurde dem Leipziger Verband als wirtſchaftlicher
Abteilung des Aerztevereinsbundes übertragen. Die
Lokalorganiſationen ſollen einer friedlichen Regelung der
Beziehungen zwiſchen Aerzten und Krankenkaſſen dienen,
indem ſie Kaſſenarztverträge jeder Art vorbereiten und ſich
an deren Durchführung beteiligen. Aus der ausgiebigen
Diskuſſion geht hervor, daß überall im Reiche jene
Orga=
niſationsarbeit eifrig und verſtändnisvoll, ſowie mit dem
beſten Erfolge betrieben wird. Feſtgeſtellt wurde auch,
daß in den Kreiſen der Knappſchaftsärzte, die dem
Leipziger Verbande ſeither zum Teil nicht zugeneigt
waren, neuerdings vielfach ein Umſchwung der
Stim=
mung eingetreten iſt, indem man die Notwendigkeit des
Anſchluſſes an die Organiſation auch für die fixierten
Aerzte mehr und mehr erkannt hat. — Einſtimmig wurde
beſchloſſen, die neue Veröffentlichung des Aerzteverbandes
„Ueber die Arztfrage in der Krankenverſicherung” allen
Verſicherungsämtern zuzuſtellen; den
Oberverſicherungs=
ämtern iſt dieſelbe bereits vor einiger Zeit zugeſtellt
worden.
Alsdann berichtete der Vorſtzende über
Einigungs=
verhandlungen, die das Reichsamt des Innern zum Zweck
einer Verſtändigung zwiſchen den Krankenkaſſenverbänden
und der Aerzteorganiſation angeregt hat. Das Reichsamt
beabſichtigt, an dieſen Verhandlungen nicht nur die
maß=
geblichen großen Aerzteorganiſationen, den Deutſchen
Aerztevereinsbund und den Verband der Aerzte
Deutſch=
lands, teilnehmen zu laſſen, ſondern auch eine Anzahl
kleinerer beſonderer Aerztegruppen; die Zuziehung dieſer
Aerztegruppen ſoll auf beſonderen Wunſch der
Kranken=
kaſſenverbände erfolgen. Das Reichsamt beabſichtigt
außerdem, daß bei den Einigungsverhandlungen die
Frage nach dem Mitbeſtimmungsrecht der Aerztepartei bei
der Wahl des Arztſyſtems überhaupt nicht beſprochen
wer=
den ſoll. — Der Vorſitzende erklärte, daß er perſönlich nach
wie vor zu Einigungsverhandlungen bereit, daß er es
aber dem Beſchluſſe der Verſammlung überlaſſen müſſe,
ob angeſichts der Ausſchaltung des wichtigſten
Streit=
punktes die Verhandlungen überhaupt einen Zweck haben,
und ob ferner nicht die großen Aerzteorganiſationen auf
der Hinzuziehung beſonderer, ihnen grundſätzlich
nahe=
ſtehender Aerztegruppen beſtehen ſollen, wenn das
Reichs=
amt die oben angedeuteten, abweichenden Aerztegruppen
zuziehen will. — Die Verſammlung ſtellte ſich durch
ein=
ſtimmigen Beſchluß auf dieſen Standpunkt des
Vorſitzen=
den und überließ es ihm, dementſprechend bei den
wei=
eren Verhandlungen mit dem Reichsamt zu verfahren.
Als nächſter Punkt ſtand der Bericht über die
Aus=
führung der Beiratsbeſchlüſſe vom 7. Juli 1912, betreffend
die Krankenkaſſe für Unterbeamte des Reichspoſtamtes,
zur Beratung. Die Vorſchläge des Reichspoſtamtes lagen
der Verſammlung vor und der Vorſtand wurde
beauf=
tragt, auf Grundlage dieſer Vorſchläge die Verhandlungen
fortzuſetzen. — Im Anſchluß daran wurde ein Geſuch des
Verbandes mittlerer Poſt= und Telegraphenbeamten um
Vereinbarung über die Arzthonorare für die Angehörigen
dieſes Verbandes beſprochen und der Beſchluß gefaßt,
der=
artige Vereinbarungen abzulehnen, in erſter Linie aus der
Erwägung, daß nach den Grundſätzen wiederholter
Aerzte=
tagbeſchlüſſe die Honorarbeſtimmung bei nicht
verſicher=
ungspflichtigen Perſonenkreiſen dem Ermeſſen des
Arz=
tes überlaſſen werden muß und nicht irgendwie vertraglich
beſchränkt werden darf.
Das Tariſabkommen mit kaufmänniſchen Hilfskaſſen
iſt ſeitens beider Parteien nicht gekündigt worden, ſo daß
es für das Jahr 1913 beſtehen bleibt. Ueber neue
Ver=
handlungen mit den Hilfskaſſen über eine Erneuerung des
Vertrages von 1914 ab wurde ein ausführlicher Bericht
erſtattet und beſchloſſen, daß der Vorſtand auf der
Grund=
lage der ärztlichen Abänderungsvorſchläge und der
Gegenvorſchläge der Kaſſen der nächſten
Generalverſamm=
lung des Verbandes einen Vertragsentwurf vorzulegen
habe. Hierauf wurde ein Bericht über Verhandlungen
mit dem Verbande öffentlicher
Lebensverſicherungsanſtal=
ten erſtattet: Es iſt eine Einigung über den ärztlichen
Dienſt für dieſen Verband erzielt worden, welche die
Zu=
ſtimmung der Verſammlung fand. Nach
Ergänzungs=
wahlen zum Vorſtande wurden die diesjährigen
Verhand=
lungen vom Vorſitzenden geſchloſſen.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Zur Erwiderung auf die Korporationserklärung.
„Wir ſind erſt heute in der Lage, auf die Anſchuldigung
zu antworten, daß „Wortführer der Wildenſchaft” in
Ber=
lin und Leipzig für eine Betätigung von Ausländern
bei Ten letzten Reichstagswahlen eingetreten wären.
Selbſt aufgrund des freundſchaftlichen Vertrauens, das
wir zu freiſtudentiſchen Führern haben, wollten wir
nicht Behauptungen aufſtellen, durch die das Anſehen
an=
derer geſchädigt wird. Wir haben infolgedeſſen erſt
einge=
hende Erkundigungen eingezogen, aufgrund deren wir
er=
klären, daß die angeführten Behauptungen jeder
tatſächli=
chen Grundlage entbehren. Die Ehrenbeamtenverſammlung
der Berliner Freien Studentenſchaft (etwa 60—70 deut=
ſche Studenten) hat, wie in Darmſtadt, die Aufforderung
einer politiſchen Partei, ſich am Reichstagswahlkampfe zu
beteiligen, ſogar ausdrücklich abgelehnt. Das
General=
ſekretariat der „Deutſchen Freien Studentenſchaft” hat die
Ehrenbeamten („Wortführer”) der deutſchen Freien
Stu=
dentenſchaften, etwa 900 an Zahl, in einem Rundſchreiben
vom 5. Januar vor einer Beteiligung am
Reichstagswahl=
kampf gewarnt, da wir nur allzu oft erfahren haben, daß
durch die Beteiligung eines Einzelnen leichtſinnige
Ge=
rüchte über die Stellungnahme der ganzen Organiſation
in die Welt geſetzt wurden.
Der Ausſchuß der Freien Studentenſchaft,
Darmſtadt.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
3 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 16. November: dem Vizefeldwebel im
Leibgarde=Infanterie=Regiment Nr. 115, Peter Chriſtian
Lehr, Zimmerſtr. 11, ein S. Heinrich Otto. Am 18.: dem
Stukkateur Karl Emil Peter Hemberger,
Heinheimer=
ſtraße 59, eine T. Ella Emmi Irmgard. Am 16.: dem
Fuhrmann Ernſt Sonnenwald, Weiterſtädter Weg 48,
eine T. Maria Karolina. Am 23.: dem Taglöhner Karl
Friedrich Simmerock, Magdalenenſtr. 3, ein S. Ludwig.
Am 18.: dem Kgl. Regierungsbaumeiſter Louis Friedrich
Konrad Hoffmann, Allee 1, ein S. Hans Karl Ludwig.
Am 19.: dem Lademeiſter Wilhelm Dietz, Rößlerſtr. 83,
eine T. Maria. Am 22.: dem Gärtner Adam Delp,
Feldbergſtr. 62, eine T. Frieda.
Aufgebotene. Am 21. November: Sergeant und
Zahl=
meiſter=Aſpirant Auguſt Sauerwein, Leibgarde=Inf.=
Regt. Nr. 115, Alexanderſtr. 22, und Marie Nungeſſer,
Wienerſtr. 46. Am 22.: Gaſtwirt Johannes Gras, und
Anna Marie Hubertine Schulz, beide zu Worms.
Ran=
gierer Karl Locenz, Heinheimerſtr 77, und Margarethe
Kreiſel, Obergaſſe 44. Am 23.: Unteroffizier bei dem
Bezirkskommando I Darmſtadt, Heinrich Schneider, hier,
und Pauline Jung zu Hauſen v d. H. Pianiſt Karl
Clemens Julius Maria Roſſignol zu Mülhauſen i. E.,
und Artiſtin Helena Klara Friedhoff zu Wahn.
Metz=
germeiſter Joh. Franz Ludwig Bach, und Eliſabethe
Schuchmann, beide zu Ober=Ramſtadt. Kaufmann
Eduard Heinrich Kehres, hier, und Marie Barbara
Stockmüller zu München.
Eheſchließungen. Am 19. November: Kaufmann
Friedrich Koch mit Anna Klein, beide hier. Sergeant
Peter Rothermel, hier, mit Eliſabeth Arnold zu
Veitsberg. Am 20.: Gaſtwirt Karl Gölz, und Eliſabetha
Brehm, beide hier. Am 21.: Sergeant Hermann
Schlörb mit Margar. Fleiſchhacker beide hier. Am
22.: Großh. Hofgärtner Heinrich Göbel, und Marie
Walter, beide hier. Am 23.: Geſchäftsführer Otto
Spohr, und Liſette Graf, geb. Ziemer, beide hier.
Schreiner Georg Karn, und Einlegerin Anna Krick,
beide hier. Tapezier Auguſt Sturm, und Anna
Groß=
klaus, beide hier. Maſchinenmeiſter Georg Volk zu
Saarbrücken, und Luiſe Großkinski, hier.
Geſtorbene. Am 21. Nov.: Barbara Krauß, T. des
Knechts, 2 Mte., ev., Döngesborngaſſe 2. Am 22.:
Katha=
rine Wannemacher, T. des Bahnarbeiters, 11 J., ev.,
Wixhauſen. Anna Karoline Emilie Egner, ohne Beruf,
29 J., ev., Taunusſtr. 21. Am 23.: Eliſabeth Ripper,
T. des Landwirts, 8 J., ev., Langenbrombach. Am 22.:
Wilhelmine Marie Freiin von Senarclens=Grancy,
Ober=
hofmeiſterin, 75 J., ev., Wilhelminenplatz 1. Am 24.:
Frieda Delp, T. des Gärtners, 1 T., kath.,
Feldberg=
ſtraße 62. Privatin Henriette Chriſtiane Emich, 72 J.,
ev., Lichtenbergſtr. 80. Am 25.: Karoline Juſtine
Hen=
riette Dorothee Margarete Fraas, geb. Rudolph, Ehefr.
des Bahnportiers i. P., 66 J., ev., Landwehrſtr. 43. An
24.: Bildhauer Johann Taver Scherrer, 55 J., kath.,
Nieder=Ramſtädterſtr. 59. Am 23.: Schmied Jakob
Nie=
derauer, 76 J., ev., Rhönring 95.
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280 mm hoch, mit Waſſerſtandsglas Giolitti den Modus
lieg. Reſſel und Dampfpfeife ca. eogauſanne und gab ähnliche
it lieg. Reſſel, mit Dampfpfeife, Dor=mer ab. Dem Miniſter=
.255 mm hoch .
zmer und im Senate
leb=
d) dasſelbe, aber ca. 285 mm hoch (Rat
Gebracht.
sſelbe, aber
It zu dem der Kammer
vorgelegten Ge ſetzeil Fürf wird betont, daß das
Geſetz über die Souveränität Italiens über Libyen von
Anfang an das Ziel, das erreicht werden ſollte,
feſtgelegt und damit die nationale Ehre engagiert hat. Das
italieniſche Volk zeigte im Verlaufe des Krieges ſo
bewunderswerte Einmütigkeit und Kraft ſeiner Geſinnung,
daß der Volkscharakter eine weſentliche Kräftigung
dadurch erfahren habe. Die Armee und die Marine
er=
warben ſich den allergrößten Anſpruch auf die
Dankbar=
keit des Landes und die Wertſchätzung des Auslandes.
Die Regierung nahm direkte Friedensverhandlungen an
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lichen Gewerkſchaften organiſierten Aebeiter haben auf dem
Gehiet der wirtſchaftlichen Selbſthilfe denſelben Weg
ein=
geſchlagen, den vor ihnen alle anderen Erwerbsſchichten
gegangen ſind. Sie behaupten die gleiche Selbſtändigkeit
wie die Hunderte einflußreicher Syndikate und mächtiger
Unternehmerorganiſationen, wie die Tauſende
gewerb=
licher und bäuerlicher Genoſſenſchaften, Bauernvereine,
Innungen, Detailliſtenverbände, Vereinigungen der
Aerzte, Juriſten, Beamten uſw. Erneut betonen wir: die
chriſtlichen Gewerkſchaften ſind mit dem wirtſchaftlichen
und nationalen Leben Deutſchlands aufs engſte verknüpft.
Sie ſind die einzige deutſche
Gewerkſchafts=
organiſation, die ſich nehen der ſozial=
Mitglieder wegen ihrer Zogehörigkeiten zu den chriftlichen
Gewerlſchaften in Zukunft der Boden entzogen ſei. In
Zukunft könnten die „Berliner” die chriſtlichen
Gewerk=
ſchaften nicht mehr verketzern. Das ſei die Hauptſache.
Wirtſchaftlich würde man mit ihnen fertig. Die Idee
einer Kartellierung konfeſſioneller
Ge=
wierlſchaften laſſe ſich nicht verwirklichen.
Alle bisherigen Verſuche, konfeſſionelle Gewerkſchaften zu
gründen, hätten ſich als ausſichtslos erwieſen. Eine
Ge=
bietsbegrenzung der chriſtlichen Gewerkſchaften und der
katholiſchen Fachabteilungen ſei unmöglich. Deutſchland
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1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
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Priebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Prgan für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
die heutige Nummer hat 18 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
er Reichstag wählte geſtern den früheren
Präſi=
enten, Abg. Kaempf, wieder zum Präſidenten.
*
ſter Reichskanzler beantwortete geſtern im
Keichstag die Interpellation über die
Fleiſchnot und erklärte ſich bereit, die Interpellation
iber die auswärtige Politik in den erſten
agen der nächſten Woche zu beantworten.
r Dichter Paul Heyſe iſt in München ſchwer
Perkrankt.
der italieniſchen Kammer, die am Dienstag
Dihre Sitzungen wieder aufgenommen hat, brachte der
Ainiſterpräſident das Geſetz, betr. die Ratifizierung
ühes Vertrages von Lauſanne, ein.
*
ie Griechen haben die Inſel Chios
heſetzt.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Die chriſtlichen Gewerkſchaften und die
päpſtliche Enzyklika.
* Der zur Stellungnahme zur Enzyklika einberufene
n von etwa 250 Vertretern beſuchte außerordentliche
lſongreß der chriſtlichen Gewerkſchaften fand am Dienstag
=Eſſen ſtatt. Der Vorſitzende des Zentralvorſtundes,
r Reichstagsabgeordnete Schiffer, ſchlug zunächſt
M. in einem Telegramm an den Kaiſer auszudrücken,
f die hier verſammelten Vertreter von 360000 chriſt=
Ahriationalen Arbeitern das Gelöbnis unverbrüchlicher
eue erneuern und bereit ſeien, für des Vaterlunds
ſroße und des deutſchen Volkes Ehre jederzeit einzu=
Aten. Der Vorſitzende erklärte in ſeiner
Begrüßungs=
ſde, es bedürfe wohl kaum der beſonderen Hervorhebung
Betonung, daß auch in der gegenwärtigen Lage für
ſſe chriſtlichen Gewerkſchaften kein Grund
thanden ſei, irgendeine Aenderung eintreten
laſſen. Es bleibe bei den Dresdener Beſchlüſ=
Ein. In den letzten 48 Stunden habe die Streitfrage
tie bedeutſame Wendung erfahren. Es handelte ſich
da=
i um eine neue Interpretation einzelner Stellen der
ſzyklika durch die Biſchöfe, die in Fulda verſammelt
ſfaren. Der Vorſitzende Schiffer teilte weiter mit, raß
ermächtigt ſei, zu erklären, daß die
Reichsregie=
ſng von der Enzyklika vor ihrer Veröffentlichung
Pine Ahnung gehabt habe. Die „Reichskanzlei”
be beſonderen Wert darauf gelegt, daß dies heute in
ſſſſen vor dem Kongreß erklärt werde.
Den Hauptbericht erſtattete dann der Generalſekretär
Ategerwald. Er ſagte zur Enzyklika ſelbſt, ſie
ver=
flge den friedlichen Zweck, den nun ſeit 12 Jahren
an=
ſſuernden Streit im katholiſchen Lager über chriſtliche
lewerkſchaften und katholiſche Fachabteilungen zu
be=
ünden, und teilte eine neue Interpretation der in Fulda
Afrrammelt geweſenen Biſchöfe mit, eine Interpretation,
ſe auf Anregung des Biſchofs Dr. Schulte von
Pader=
lbim zuſtandegekommen ſei und die Bedenken gegen
Awiſſe Stellen der Enzyklika ausräume, in denen
Afan eine äußerſte Erſchwerung, wenn nicht Unmöglich=
Aachung der Betätigung der chriſtlichen Gewerkſchaften
blickt habe. Stegerwald erklärte noch, daß er von dem
Aardinal Kopp und dem Biſchof Dr. Schulte ermächtigt
Aorden ſei, dem Kongreß mitzuteilen, daß dieſe neue
Anterpretation die Auffaſſung der Fuldaer
Miſchofskonferenz wiedergebe.
Der Redner ſetzte dann noch weiter auseinander, es
ſtüge den chriſtlichen Gewerkſchaften, daß den ewigen
Aizweillungen der kirchlichen Treue ihrer katholiſchen
Mikglieder wegen ihrer Zugehörigkeiten zu den chriſtlichen
Aewerlſchaften in Zukunft der Boden entzogen ſei. In
Alunft könnten die „Berliner” die chriſtlichen Gewerk=
Pbaften nicht mehr verketzern. Das ſei die Hauptſache.
irtſchaftlich würde man mit ihnen fertig. Die Idee
Aner Kartellierung konfeſſioneller Ge=
Prrlſchaften laſſe ſich nicht verwirklichen.
Ale bisherigen Verſuche, konfeſſionelle Gewerkſchaften zu
Aimden, hätten ſich als ausſichtslos erwieſen. Eine
Ge=
esbegrenzung der chriſtlichen Gewerkſchaften und der
ſſtholiſchen Fachabteilungen ſei unmöglich. Deutſchland
habe keine abgeſchloſſenen rein katholiſchen induſtriellen
Gegenden, und die Induſtrien der verſchiedenen Bezirke
ſtünden miteinander in engſten Beziehungen. Auch eine
kirchliche Beaufſichtigung der Gewerkſchaften in ihren
Einzelmaßnahmen würde abſohut undurchführbar ſein,
Eine Mitwirkung der Geiſtlichen bei Regelung ſachlicher
und gewerblicher Angelegenheiten ſei undenkbar. Den
Religionsgeſellſchaften würden bei einer Einmiſchung
in gewerkſchaftliche Einzelfragen unüberſehbare
Schwierig=
keiten erwachſen. Die Gewerkſchaftsbewegung dürfe nicht
einſeitig vom kirchlich=ſeelſorgeriſchen Geſichtspunkte
be=
trachtet werden, ſondern müſſe als notwendiges Glied in
unſerem Wirtſchaftsorganismus gewürdigt werden. Alles
dränge zur organiſierten
Zuſammenfaſ=
ſung der wirtſchaftlich
Gleichintereſſier=
ten. In dieſer Entwickelung könnten und dürften die
Arbeiter nicht zurückbleiben. Die chriſtlichen
Ge=
werkſchaften ſeien in Deutſchland eine
ſozial=
wirtſchaftliche und auch eine ſtaatliche
Not=
wendigkeit. So lange in Deutſchland eine ſtarke
chriſtlichnationale Gewerkſchaftsbewegung vorhinden ſei,
könne die Sozialdemokratie ihre Pläne nicht
verwirklichen, im Gegenteil, die zielſichere, ausgleichende
Politik der chriſtlichnationalen Bewegung zwinge die
So=
zialdemokratie, auf die Dauer andere Wege einzuſchlagen.
Stegerwald ſchloß unter ſehr lebhafter Zuſtimmung die
Verſammlung mit den Worten: Unſere
Gewerkſchafts=
bewegung bedarf der endlichen Ruhe und heanſprucht
rückhaltlos genau dieſelbe Achtung und
Bewegungsfrei=
heit wie ſämtliche gleichartigen Organiſationen der
ühri=
gen Stände. Das iſt unſer unbeugſamer Standpunkt.
Nehmen Sie in dieſem Sinne die Reſolution, die Ihnen
der Ausſchuß des Geſamtverbandes vorgelegt hat, an,
und dann an die Arbeit, Schließt die Reihen, formt ſeine
Armeen für die chriſtlichen Gewerkſchaften.
Die dem Kongreß unterbreitete Reſolution
lautet:
Die chriſtlichen Gewerkſchaften haben ihrerſeits auf
dem Dresdener Kongreß ihre Stellung zum
Gewerkſchafts=
ſtreit im katholiſchen Lager klar und entſcheidend feſtgelegt.
Es iſt ein päpftliches Rundſchreiben an die deutſchen
Biſchöfe ergangen, das ſich mit derſelben Frage befaßt und
zu Zweifeln über die künftige Haltung der chriſtlichen
Ge=
wertſchaften Anlaß gegeben hat. Dazu erklärt der
Kon=
greß: Der Beſchluß des Dresdener Kongreſſes bleibt
voll=
inhaltlich beſtehen. Die chriſtlichen Gewerkſchaften
hal=
ten unerſchütterlich feſt an den Grundſätzen,
die ſeit jeher für ihre Bewegung maßgebend geweſen ſind.
Den grundſätzlichen Teil des päpſtlichen Rundſchreibens
zu erörtern, iſt nicht Sache der Gewerkſchaften. Die
Zu=
gehörigkeit zu den chriſtlichen Verbänden wird in dem
Rundſchreiben den katholiſchen Arbeitern nicht verwehrt,
ſondern ausdrüclich geſtattet. Damit iſt die
Haupt=
waffe gegen ihre gewerkſchaftliche Betätigung in unſerer
Organiſation unbrauchbar geworden. In ſeinem
praktiſchen Teile enthält das päpſtliche Rundſchreiben an
mehreren Stellen Wendungen, die in leitenden Kreiſen für
eine Unterbindung der Entwicklung und Betätigung der
chriſtlichen Gewerkſchaften ausgelegt werden.
Insbeſon=
dere folgerte man daraus neben einer „
Gebietsbegrenz=
ung” eine „fortgeſetzte Bevormundung” unſerer
Beweg=
ung und ihrer gewertſchaftlichen Maßnahmen. Dieſe
Be=
fürchtungen ſind durch die neueſten Erklärungen der
Bi=
ſchöfe ausgeräumt. Der Kongreß begnügt ſich daher mit
der Feſtſtellung, daß zu ſolchen Befürchtungen auch nach
Grundſätzen und Beſchlüſſen unſerer Bewegung kein
An=
laß vorliegt, und daß derartie,
: Deutſchland zudem
undurchführbar wäre Das Deutſche Reich weiſt keine
rein katholiſchen Gegenden mit in ſich abgeſchloſſener
in=
duſtrieller Entwicklung auf. Der vielgeſtaltige Wechſel des
Wirtſchaftslebens bedeutet eine gewaltige unausgeſetzte
und unvermeidliche Miſchung der Konfeſſionsangehörigen.
Die Gewerbe= und Tarifpolitik der Arbeitgeber= und
Ar=
beitnehmerorganiſationen muß nach einheitlichen Regeln
erfolgen, und ſetzt zu ihrer Erledigung Fach= und
Sach=
kenntnis voraus. Deutſchland ſtellt ein einheitliches
Wirt=
ſchaftsgebiet dar, und dieſe Verhältniſſe fordern
gebiete=
riſch wirtſchaftlich ſelbſtändige Gewerkſchaften, die ſich
zentraliſtiſch auf das ganze Reichsgebiet erſtrecken, und
nur ſolche können gegenüber den ſtraffen
Arbeitgeberver=
bänden und der geſchloſſenen ſozialdemokratiſchen
Beweg=
ung Einfluß und Bedeutung erlangen. Die in den
chriſt=
lichen Gewerkſchaften organiſierten Arbeiter haben auf dem
Gehiet der wirtſchaftlichen Selbſthilfe denſelben Weg
ein=
geſchlagen, den vor ihnen alle anderen Erwerbsſchichten
gegangen ſind. Sie behaupten die gleiche Selbſtändigkeit
wie die Hunderte einflußreicher Syndikate und mächtiger
Unternehmerorganiſationen, wie die Tauſende
gewerb=
licher und bäuerlicher Genoſſenſchaften, Bauernvereine,
Innungen, Detailliſtenverbände, Vereinigungen der
Aerzte, Juriſten, Beamten uſw. Erneut betonen wir: die
chriſtlichen Gewertſchaften ſind mit dem wirtſchaftlichen
und nationalen Leben Deutſchlands aufs engſte verknüpft,
Sie ſind die einzige deutſche
Gewerkſchafts=
organiſation, die ſich neben der ſozial;
demokratiſchen Bewegung entſcheidende
Bedeutung verſchafft hat. Sie ſind nach deutſchen
Verhältniſſen eine ſoziale, wirtſchaftliche und nationale
Notwendigkeit. Staat und Volksgeſamtheit haben ein
Lebensintereſſe daran, daß nicht die antinationale dem
Chriſtentum feindliche Sozialdemokratie die
alleinherr=
ſchende Monopolſtellung in der deutſchen
Gewerkſchafts=
bewegung erlangt. In Charakter, Organiſationsform und
künftiger Wirkſamkeit der chriſtlichen Gewerkſchaften wird
aus allen dieſen Erwägungen nichts geändert werden.
Wir arbeiten weiter wie bisher.
Es folgten dann eine Reihe zuſtimmender
Erklär=
ungen einzelner chriſtlicher Gewertſchaften. Das
Schluß=
wort ſprach der Reichstagsabgeondnete Giesberts,
der auch den Entwurf eines Aufrufs an die Mitglieder
der chriſtlichen Gewerkſchaften verlas. Die Reſolution
wurde dann einſtimmig unter großen
Beifallskund=
gebungen angenommen.
Das Geſetz, betreffend die Ratifizierung des
Vertrags von Lauſanne.
* Die italieniſche Kammer nahm am
Diens=
tag ihre Arbeiten wieder auf. Saal und Tribünen
waren ſtark beſetzt. Der Miniſterpräſident und ſämtliche
Miniſter erſchienen im Saale, von den Deputierten durch
Erheben von den Plätzen, vom Publikum auf den
Gale=
rien durch lebhaſtes Händeklatſchen und Zurufe begrüßt.
Giolitti brachte ein Geſetz betreffend die
Ratifizierung des Vertrages von
Lau=
ſanne ein und verlas einen bisher geheimgehaltenen
Modus procedendi, der in Lauſanne am 15. Oktober
unter=
zeichnet worden iſt. Dieſer Modus procedendi beginnt
mit der folgenden Wendung:
Der König von Italien und der Kaiſer der
Ottoma=
nen ſind geleitet von dem gleichen Wunſche, den
Kriegs=
zuſtand zwiſchen beiden Ländern aufhören zu laſſen und
angeſichts der Schwierigkeiten, zu dieſem Ziele zu
gelan=
gen wegen der Unmöglichkeit für Italien, das Geſetz
vom 25. Februar 1912, wodurch die Souveränität
über Tripolitanien und die Cyrenaika
ausgeſprochen wird, aufzuheben, und die Unmöglichkeit
für das Ottomaniſche Reich, formell dieſe
Sou=
veränität anzuerkennen. Nun folgen Altikel über
Erlaß eines großherrlichen Firmans an die Bewohner
Libyens und eines Dekrets des italieniſchen Königs und
die großherrlichen Firmans an die Bewohner der
In=
ſeln im Aegäiſchen Meer, deren Wortlaut in der Anlage
beigefügt iſt. Eine weitere Anlage enthält den
Ver=
trag von Lauſanne, ſo wie er abgeſchloſſen und
veröffentlicht iſt, mit der Verpflichtung der
Bevollmäch=
tigten, ihn auch zu unterzeichnen nach dem Erlaß
der drei obengenannten Alte. Ferner iſt in dem Modus
procedendi vorgeſehen, daß von beiden Regierungen die
gemachten Aufwendungen für die Unterhaltung der
Kriegsgefangenen und Geiſeln als gegenſeitig
aus=
geglichen angeſehen werden ſollten.
Nach beendeter Verleſung des Modus procedendi
entbot Giolitti den tapferen Angehörigen des
Hee=
res und der Marine, die für ihr Vaterland gefallen
ſind, und den Diplomaten, die inmitten großer
Schwie=
rigkeiten das hohe Preſtige Italiens ein Jahr lang
auf=
recht erhalkin hätten, herzliche Anerkennung. Er bat
den Kammerpräſidenten, eine Kommiſſion zur
Prü=
fung des Vertrages von Lauſanne zu
ernen=
nen. Der Kammerpräſident hob die große Bedeutung
der Kundgebung hervor, mit der die Kammer die Worte
des Miniſterpräſidenten entgegengenommen habe. Den
edlen Worten Giolittis habe er nichts hinzuzufügen.
Auch im Senat verlas Giolitti den Medus
procedendi zum Vertrag von Lauſanne und gab ähnliche
Erklärungen wie in der Kammer ab. Dem
Miniſter=
präſidenten wurden in der Kammer und im Senate
leb=
hafte Huldigungen dargebracht.
In dem Begleitbericht zu dem der Kammer
vorgelegten Geſetzentwurf wird betont, daß das
Geſetz über die Souveränität Italiens über Libyen von
Anfang an das Ziel, das erreicht werden ſollte,
feſtgelegt und damit die nationale Ehre engagiert hat. Das
italieniſche Volk zeigte im Verlaufe des Krieges ſo
bewunderswerte Einmütigkeit und Kraft ſeiner Geſinnung,
daß der Volkscharakter eine weſentliche Kräftigung
dadurch erfahren habe. Die Armee und die Marine
er=
warben ſich den allergrößten Anſpruch auf die
Dankbar=
keit des Landes und die Wertſchätzung des Auslandes.
Die Regierung nahm direkte Friedensverhandlungen an
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175. Jahrgang
ßten Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
rgan für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Inſerafe
werden angenommen in Darmſtadt
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den Annoncen=Expeditionen. — Bei
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
281.
Donnerstag, den 28. November.
1912.
ie heutige Nummer hat 18 Seiten.
ſe echt
Uin=
MN. 32.—
Das Wichtigſte vom Tage.
ſr Reichstag wählte geſtern den früheren Präſi=
Penten, Abg. Kaempf, wieder zum Präſidenten.
ſer Reichskanzler beantwortete geſtern im
ſeichstag die Interpellation über die
Fleiſchnot und erklärte ſich bereit, die Interpellation
über die auswärtige Politik in den erſten
agen der nächſten Woche zu beantworten.
t Dichter Paul Heyſe iſt in München ſchwer
Prkrankt.
ugung
. 33.50
41.75
der italieniſchen Kammer, die am Dienstag
re Sitzungen wieder aufgenommen hat, brachte der
Aniſterpräſident das Geſetz, betr. die Ratifizierung
„Vertrages von Lauſanne, ein.
Griechen haben die Inſel Chios
eſetzt.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
eie chriſtlichen Gewerkſchaften und die
papſtliche Enzyklika.
hoahder zur Stellungnahme zur Enzyklika einberufene
Pön etwa 250 Vertretern beſuchte außerordentliche
u5gt.
fuowieß der chriſtlichen Gewerkſchaften fand am Dienstag
ſen ſtatt. Der Vorſitzende des Zentralvorſtundes,
teichstagsabgeordnete Schiffer, ſchlug zunächſt
in einem Telegramm an den Kaiſer auszudrücken,
hi die hier verſammelten Vertreter von 360000
chriſt=
rationalen Arbeitern das Gelöbnis unverbrüchlicher
feute erneuern und bereit ſeien, für des Vaterlunds
köße und des deutſchen Volkes Ehre iederzeit
einzu=
tten. Der Vorſitzende erklärte in ſeiner
Begrüßungs=
e, es bedürfe wohl kaum der beſonderen Hervorhebung
Betonung, daß auch in der gegenwärtigen Lage für
Pchriſtlichen Gewerkſchaften kein Grund
Rhanden ſei, irgendeine Aenderung eintreten
Alaſſen. Es bleibe bei den Dresdener
Beſchlüſ=
n. In den letzten 48 Stunden habe die Streitfrage
bedeutſame Wendung erfahren. Es handelte ſich
da=
ntertrſi um eine neue Interpretation einzelner Stellen der
warttzyklika durch die Biſchöfe, die in Fulda verſammelt
laren. Der Vorſitzende Schiffer teilte weiter mit, laß
Oarmächtigt ſei, zu erklären, daß die
Reichsregie=
atlenge
thal= Ung von der Enzyklika vor ihrer Veröffentlichung
nachtni ne Ahnung gehabt habe. Die „Reichskanzlei”
gantesibe beſonderen Wert darauf gelegt, daß dies heute in
ſen vor dem Kongreß erklärt werde.
Den Hauptbericht erſtattete dann der Generalſekretär
jegerwald. Er ſagte zur Enzyklika ſelbſt, ſie ver=
Ule den friedlichen Zweck, den nun ſeit 12 Jahren an=
„uernden Streit im katholiſchen Lager über chriſtliche
geverkſchaften und katholiſche Fachabteilungen zu
be=
geden, und teilte eine neue Interpretation der in Fulda
Mſammelt geweſenen Biſchöfe mit, eine Interpretation,
auf Anregung des Biſchofs Dr. Schulte von
Pader=
n zuſtandegekommen ſei und die Bedenken gegen
Vwiſſe Stellen der Enzyklika ausräume, in denen
fan eine äußerſte Erſchwerung, wenn nicht
Unmöglich=
chriſtlichen
ſſachung der Betät
thardt, 4
Teipzig,
habe keine abgeſchloſſenen rein katholiſchen induſtriellen
Gegenden, und die Induſtrien der verſchiedenen Bezirke
ſtünden miteinander in engſten Beziehungen. Auch eine
kirchliche Beaufſichtigung der Gewerkſchaften in ihren
Einzelmaßnahmen würde abſohut undurchführbar ſein;
Eine Mitwirkung der Geiſtlichen bei Regelung ſachlicher
und gewerblicher Angelegenheiten ſei undenkbar. Den
Religionsgeſellſchaften würden bei einer Einmiſchung
in gewerkſchaftliche Einzelfragen unüberſehbare
Schwierig=
keiten erwachſen. Die Gewerkſchaftsbewegung dürfe nicht
einſeitig vom kirchlich=ſeelſorgeriſchen Geſichtspunkte
be=
trachtet werden, ſondern müſſe als notwendiges Glied in
unſerem Wirtſchaftsorganismus gewürdigt werden. Alles
dränge i zur organiſierten
Zuſammenfaſ=
ſung der wirtſchaftlich Gleichintereſſier
ten. In dieſer Entwickelung könnten und dürften die
Arbeiter nicht zurückbleiben. Die chriſtlichen
Ge=
werkſchaften ſeien in Deutſchland eine
ſozial=
wirtſchaftliche und auch eine ſtaatliche
Not=
wendigkeit. So lange in Deutſchland eine ſtarke
chriſtlichnationale Gewerkſchaftsbewegung vorhinden ſei,
könne die Sozialdemokratie ihre Pläne nicht
verwirklichen, im Gegenteil, die zielſichere, ausgleichende
Politik der chriſtlichnationalen Bewegung zwinge die
So=
dialdemokratie, auf die Dauer andere Wege einzuſchligen.
Stegerwald ſchloß unter ſehr lebhafter Zuſtimmung die
Verſammlung mit den Worten: Unſere
Gewerkſchafts=
bewegung bedarf der endlichen Ruhe und beanſprucht
rückhaltlos genau dieſelbe Achtung und
Bewegungsfrei=
heit wie ſämtliche gleichartigen Organiſationen der
ühri=
gen Stände. Das iſt unſer unbeugſamer Standpunkt.
Nehmen Sie in dieſem Sinne die Reſolution, die Ihnen
der Ausſchuß des Geſamtverbandes vorgelegt hat, an,
und dann an die Arbeit Schließt die Reihen, formt ſeine
Armeen für die chriſtlichen Gewerkſchaften.
Die dem Kongreß unterbreitete Raſolution
lautet:
Die chriſtlichen Gewerkſchaften haben ihrerſeits auf
dem Dresdener Kongreß ihre Stellung zum
Gewerkſchafts=
ſtreit im katholiſchen Lager klar und entſcheidend feſtgelegt.
Es iſt ein päpſtliches Rundſchreiben an die deutſchen
Biſchöfe ergangen, das ſich mit derſelben Frage befaßt und
zu Zweifeln über die künftige Haltung der chriſtlichen
Ge=
werkſchaften Anlaß gegeben hat. Dazu erklärt der
Kon=
greß: Der Beſchluß des Dresdener Kongreſſes bleibt
voll=
inhaltlich beſtehen. Die chriſtlichen Gewerkſchaften
hal=
ten unerſchütterlich feſt an den Grundſätzen,
die ſeit jeher für ihre Bewegung maßgebend geweſen ſind.
Den grundſätzlichen Teil des päpſtlichen Rundſchreibens
zu erörtern, iſt nicht Sache der Gewerkſchaften. Die
Zu=
gehörigkeit zu den chriſtlichen Verbändon wird in dem
Rundſchreiben den katholiſchen Arbeitern nicht verwehrt,
ſondern ausdrücklich geſtattet Damit iſt die
Haupt=
waffe gegen ihre gewerkſchaftliche Betätigung in unſerer
Organiſation unbrauchbar geworden. In ſeinem
praktiſchen Teile enthält das päpſtliche Rundſchreiben an
mehreren Stellen Wendungen, die in leitenden Kreiſen für
eine Unterbindung der Entwicklung und Betätigung der
chriſtlichen Gewerkſchaften ausgelegt werden.
Insbeſon=
dere folgerte man daraus neben einer „
Gebietsbegrenz=
ung” eine „fortgeſetzte Bevormundung” unſerer
Beweg=
ung und ihrer gewerkſchaftlichen Maßnahmen. Dieſe
Be=
fürchtungen ſind durch die neueſten Erklärungen der
Bi=
ſchöfe ausgeräumt. Der Kongreß begnügt ſich daher mit
der Feſtſtellung, daß zu ſolchen Befürchtungen auch nach
Grundſätzen und Beſchlüſſen unſerer Bewegung kein
An=
laß vorliegt, und daß derartig=
: Deutſchland zudem
undurchführbar wäre. Das Deutſche Reich weiſt keine
rein katholiſchen Gegenden mit in ſich abgeſchloſſener
in=
duſtrieller Entwicklung auf. Der vielgeſtaltige Wechſel des
eine gemaltige unausgeſetzte
ſionsangehörigen.
itgeber= und
Ar=
theitlichen Regeln
Fach= und
Sach=
inheitliches
Wirt=
fordern
gebiete=
ſchaften, die ſich
t erſtrecken, und
1
Arbeitgeberver=
kratiſchen
Beweg=
die in den
chriſt=
er haben auf dem
iſelben Weg ein=
Erwerbsſchichten
je Selbſtändigkeit
te und mächtiger
Lauſende gewerb=
Bauernvereine,
einigungen der
betonen wir: die
m wirtſchaftlichen
engſte verknüpſt.
werkſchafts=
der ſozial;
demokratiſchen Bewegung entſcheidende
Bedeutung verſchafft hat Sie ſind nach deutſchen
Verhältniſſen eine ſoziale, wirtſchaftliche und nationale
Notwendigkeit. Staat und Volksgeſamtheit haben ein
Lebensintereſſe daran, daß nicht die antinationale dem
Chriſtentum feindliche Sozialdemokratie die
alleinherr=
ſchende Monopolſtellung in der deutſchen
Gewerkſchafts=
bewegung erlangt. In Charakter, Organiſationsform und
künftiger Wirkſamkeit der chriſtlichen Gewerkſchaften wird
aus allen dieſen Erwägungen nichts geändert werden.
Wir arbeiten weiter wie bisher.
Es folgten dann eine Reihe zuſtimmender
Erklär=
ungen einzelner chriſtlicher Gewertſchaften. Das
Schluß=
wort ſprach der Reichstagsabgeondnete Giesberts,
der auch den Entwurf eines Aufrufs an die Mitglieder
der chriſtlichen Gewerkſchaften verlas. Die Reſolution
wurde dann einſtimmig unter großen
Beifallskund=
gebungen angenommen.
Das Geſetz, betreffend die Ratifizierung des
Vertrags von Lauſanne.
* Die italieniſche Kammer nahm am
Diens=
tag ihre Arbeiten wieder auf. Saal und Tribünen
waren ſtark beſetzt. Der Miniſterpräſident und ſämtliche
Miniſter erſchienen im Saale, von den Deputierten durch
Erheben von den Plätzen, vom Publikum auf den
Gale=
rien durch lebhaſtes Händeklatſchen und Zurufe begrüßt.
Giolitti brachte ein Geſetz betreffend die
Ratifizierung des Vertrages von
Lau=
ſanne ein und verlas einen bisher geheimgehaltenen
Modus procedendi, der in Lauſanne am 15. Oktober
unter=
zeichnet worden iſt. Dieſer Modus procedendi beginnt
mit der folgenden Wendung:
Der König von Italien und der Kaiſer der
Ottoma=
nen ſind geleitet von dem gleichen Wunſche, den
Kriegs=
zuſtand zwiſchen beiden Ländern aufhören zu laſſen und
angeſichts der Schwierigkeiten, zu dieſem Ziele zu
gelan=
gen wegen der Unmöglichkeit für Italien, das Geſetz
vom 25. Februar 1912, wodurch die Souveränität
über Tripolitanien und die Cyrenaika
ausgeſprochen wird, aufzuheben, und die Unmöglichkeit
für das Ottomaniſche Reich, formell dieſe
Sou=
veränität anzuerkennen. Nun folgen Artikel über
Erlaß eines großherrlichen Firmans an die Bewohner
Libyens und eines Dekrets des italieniſchen Königs und
die großherrlichen Firmans an die Bewohner der
In=
ſeln im Aegäiſchen Meer, deren Wortlaut in der Anlage
beigefügt iſt. Eine weitere Anlage enthält den
Ver=
trag von Lauſanne, ſo wie er abgeſchloſſen und
veröffentlicht iſt, mit der Verpflichtung der
Bevollmäch=
tigten, ihn auch zu unterzeichnen nach dem Erlaß
der drei obengenannten Alte. Ferner iſt in dem Modus
procedendi vorgeſehen, daß von beiden Regierungen die
gemachten Aufwendungen für die Unterhaltung der
Kriegsgefangenen und Geiſeln als gegenſeitig
aus=
geglichen angeſehen werden ſollten.
Nach beendeter Verleſung des Modus procedendi
entbot Giolitti den tapferen Angehörigen des
Hee=
res und der Marine, die für ihr Vaterland gefallen
ſind, und den Diplomaten, die inmitten großer
Schwie=
rigkeiten das hohe Preſtige Italiens ein Jahr lang
auf=
recht erhallen hätten, herzliche Anerkennung. Er bat
den Kammerpräſidenten, eine Kommiſſion zur
Prü=
fung des Vertrages von Lauſanne zu
ernen=
nen. Der Kammerpräſident hob die große Bedeutung
der Kundgebung hervor, mit der die Kammer die Worte
des Miniſterpräſidenten entgegengenommen habe. Den
edlen Worten Giolittis habe er nichts hinzuzufügen.
Auch im Senat verlas Giolitti den Medus
procedendi zum Vertrag von Lauſanne und gab ähnliche
Erklärungen wie in der Kammer ab. Dem
Miniſter=
präſidenten wurden in der Kammer und im Senate
leb=
hafte Huldigungen dargebracht.
In dem Begleitbericht zu dem der Kammer
vorgelegten Geſetzentwurf wird betont, daß das
Geſetz über die Souveränität Italiens über Libyen von
Anfang an das Ziel, das erreicht werden ſollte,
feſtgelegt und damit die nationale Ehre engagiert hat. Das
italieniſche Volk zeigte im Verlaufe des Krieges ſo
bewunderswerte Einmütigkeit und Kraft ſeiner Geſinnung,
daß der Volkscharakter eine weſentliche Kräftigung
dadurch erfahren habe. Die Armee und die Marine
er=
warben ſich den allergrößten Anſpruch auf die
Dankbar=
keit des Landes und die Wertſchätzung des Auslandes.
Die Regierung nahm direkte Friedensverhandlungen an
Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 27. November 1912.
Nummer 280.
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